Nr. 293. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mi luftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Ste Jusertions- Gebinge beträgt für die fechsgefpaltene Kolonels geile ober beren Raum 40 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erfie Wort fett). Inferate für dte nächste Nummer müffen bis 4 thr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die fürsorgliche Obrigkeit. Sonntag, den 15. Dezember 1901. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. würde, wenn er ihn bekommen könnte, glaubt der stärkste Mann außerordentlich verschärft wird. Wir schäßen außerordentlich niedrig, nicht. wenn wir diese Mehrbelastung für Fleisch auf 5 M. pro 23 Pf. angesetzt sind. Kopf anfeßen, während in der Rechnung Rheinbabens ungefähr nur " Runmehr erhalten wir an indirekten Steuern für das Neich eine Kopfbelastung von mehr als 30 M., genan 30,13 M. Indessen auch damit ist die indirekte Belastung des deutschen Arbeiters noch nicht voll gewürdigt. Bekanntlich erheben auch die Einzelstaaten und namentlich die Gemeinden zum Teil sehr hohe indirekte Abgaben, die mit 5 M. pro Stopf eher zu hoch als zu niedrig angefeßt find. So dürfte die jetzige indirekte Belastung pro Ropf nicht 16, sondern in Wahrheit 35 M. betragen. Wird der neue 8olltarif Gesetz, so wird dann die Kopfquote indirekter Besteuerung 50 M. A13 der jetzige Reichstag im Jahre 1898 gewählt wurde, hatte Brotwucher, unbefümmert um den Willen der Nation, rasch durch Uebrigens stimmt der Gedanke, mit dem jezigen Reichstag den das Bolt teine Ahnung von den großen Plänen, die die Regierung zudrücken, ganz zu der Staatskunst" des Bidzad- Nurses, der ja im verschwiegenen Bufen trug. Man wußte damals nichts davon, nur mit dem Augenblick rechnet und nicht über seine Nasenspige daß schon im nächsten Jahre eine unerhörte Forderung für die Flotte hinaus sieht. Jeder nur halbwegs weiterblickende Minister müßte auftauchen würde und noch weniger wußte man etwas von dem sich in Bülows dermaliger Situation sagen, daß das Durchpeitschen neuen Zolltarif, der sich als eine so beispiellose Schröpfung der Nation des Bolltarifs durch den jetzigen Reichstag sich bei den Wahlen im zu Gunsten der Firma Arnim und Compagnie darstellt. Niemand Jahre 1903 bitter rächen muß und daher eine große Untingheit ist. wird ableugnen können, daß die Zusammensetzung des Reichstages Aber diese so naheliegende Einsicht ist den Männern, die da Eycellenz eine ganz andre geworden wäre, wenn die Wähler schon 1898 von heißen, fremd, obwohl sie so thun, als ob sie Jahre hindurch von den den Flottenplänen und vor allem von dem Hungertarif Kenntnis ge- Brüsten der Weisheit gesogen hätten. Was für Geistestinder überhaupt in habt hätten. Und daher ist auch der jetzige Reichstag der Regierung fizen, geht zur Genfige daraus hervor, daß fie sich einmoralisch gar nicht berechtigt, über die Zoll- Vorbilden, der Thron fönne mit dem Zolltarif, also mit der VerLage zu entscheiden. teuerung der Lebensmittel, gestigt werden. Offenbar glauben die Triebe die Regierung wirklich ehrliche Bolilit, wären für fie Serren, es müsse für einen Menschen, dessen Magen vor Hunger die Rechte des Volkes nicht nur widerwillig zugestandene Konzessionen, furrt, sehr erhebend sein, wenn er sich sagen darf, daß der Magen denen man, so oft nur möglich, ein Schnippchen schlagen muß, so dies zur Erhaltung des angestammten Herrscherhauses thut. Viel würde sie aus diesem Faktum die notwendige Konsequenz ziehen, leicht meinen die Excellentzen sogar, daß die Hungernden erheblich übersteigen. Der arme deutsche Arbeiter wird dann doppelt also den Reichstag auflösen und unter der Parole für oder gegen diefe Töne als eine Variante des vaterländisch begeisterten fo viel an indirekten Steuern zu bezahlen haben, als der weit beffer den Zolltarif neue Wahlen ausschreiben. Sie würde dadurch auch Hurra betrachten und die schwere Verantwortung für die nur zu wahrscheinlichen Folgen recht oft zu dieser patriotischen Rundgebung herbeiläßt. Leider aber fich freuen, wenn der Magen fich gestellte englische Arbeiter. des Zolltarifs dahin legen, wohin sie allein gehört: Auf das wird die große Masse der Hungernden und Darbenden kaum so Bolt selbst. Entscheidet sich dieses für den Brotwucher, gut, so denfen, sondern eher die Frage aufwerfen, ob ein befriedigter Magen mag es ihn auch tragen. Nehnen aber etliche Minister und zwei- nicht am Ende noch schöner ist, als das Bewußtsein, eine seit JahrHundert Abgeordnete, die zu einer Zeit gewählt wurden, in der die hunderten angestammle Dynastie zu haben. Und dieweilen dieDeffentlichkeit von dem in Aussicht stehenden Raubzug noch gar nichts jenigen, die durch den Wuchertarif auf halbe Rationen gesetzt werden ahute, die furchtbare Verantwortung dafür, daß viele Millionen foffen, in der überwiegenden Mehrzahl sind, könnten die Dinge alle Menschen, darunter Millionen von Kindern, neuen harten Ent- mählich dech vorwärts treiben! behrungen ausgesetzt werden sollen, fühlen Herzens allein auf sich, so zeugt dies gerade nicht von einem imponierenden Bewußtsein der eignen Verantwortlichkeit. Es ist allerdings nicht unmöglich, daß die Herrschaften auf dem wahrhaft erhabenen Standpunkt des Herrn b. Rheinbaben stehen, der im Reichstag meinte, man würde einem Politische tebericht. D Berlin, den 14. Dezember. Weiteres vom Statistiker Rheinbaben. So, Herr v. Rheinbaben, treibt die Wahrheit Statisti!! Wie Vombardements gemacht werden. Das Tagebuch des verstorbenen Feldmarschalls Graf Blumenthal, das jetzt von seinem Sohne herausgegeben worden ist, enthält einen sehr hübschen Beitrag zur Psychologie des Fürsten Bismarck, des auch von unsern Liberalen angestaunten Kraftgenies. Wir meinen die Stellen des Tagebuches, die von dem Bom bardement von Paris handeln. Graf Blumenthals Tagebuch führt den Nachweis, daß das Bombardement der Stadt fowohl in militärischer wie in humanitärer Beziehung vollständig nung und frivol war, daß die Beschießung der Stadt die Uebers gabe un feine Minute beschleunigt hat, sondern daß es der unger war, der die Kapitulation schließlich herbeiführte. Die Franzosen haben es den Deutschen bekanntlich bis heute nicht verden Leib den Hunger für ewige Beiten, gewiß werden die Leute, gestiegen seien. ziehen, daß sie rücksichtslos Granaten in die Stadt werfen ließen, denen man statt Brot blaue Bohne giebt, mäuschenstill, aber diese Art Abfütterung dürfte vor dem Forum der Geschichte doch nicht sehr baben seine völlige Unfähigkeit gezeigt, wissenschaftliche Statiftit zu bardement eine nu lose Barbarei darstellte, für die in erster. Noch schlimmer hat in einem andren„ Nachweis" Herr Rhein- und nach der Lektüre des Tagebuchs des Grafen Blumenthal wird man ihnen darin unbedingt Recht geben tönnen, daß dies Bomgünstig beurteilt werden. Zuerst die Lebensmittel künstlich vertreiben. Wir zahlen in Deutschland 16 Mart pro Stopf an in- Linie jenen Mann die Verantwortung trifft, deffen menschenfreund teuern und dann jene, die nach Brot schreien, niederknallen, gehört direkten Steuern, in England 25 Mart" rief Herr Rheinbaben liche Marimen für die Kriegsführung wir unlängst durch Wiedergabe doch nicht zu den Alltäglichkeiten in der Geschichte. pathetisch aus und die Nechte des Haufes begleitete diese Enthüllung einiger seiner Aussprüche beleuchteten: den Fürsten Bismard. mit einem hört! hört!" Wie verhält es sich mit dieser Nechnung? An und für sich ift etwaigen Aufruhr der durch den Hungertarif zur Ver- Wir haben neulich nachgewiefen, wie es um die Zollschutz- Bezweiflung Getriebenen schon zu begegnen wissen. Gewiß hauptung des preußischen Finanzministers Rheinbaben bestellt sei, stint eine Kugel durchs Herz oder ein Granatsplitter in daß unter der Wirkung des 5 Mart- 3olls die Getreidepreise nicht Es ist auch ein Unterschied, ob wie in Deutschland die not Es ist auch ein Unterschied, ob wie in Deutschland die not wendigsten Lebensmittel der Masse, wie Brot und Fleisch, belastet werden in England find fie frei oder Konsumartikel wie Tabak und Spirituosen, wenn auch diese letztere Besteuerung nicht entfernt der Gerechtigkeit entspricht. Davon abgesehen aber zeigen die Zahlen, die Herr Rheinbaben angab, daß dieser preußische Finanzminister noch nicht einmal den elementaren Unterschied zwischen Schutzöllen und Finanzzöllen begriffen hat. fahren wird. " Zweifellos sprechen also sehr gewichtige Gründe für die Auflösung des Reichstags. Dennoch aber will die hohe Obrigkeit nichts Es ist interessant zu sehen, wie Graf Blumenthals Widerstand davon hören. Und warum ist sie so taub? Ach die Motive find so es schon ein Unsinn, das reiche England mit seinen hohen Arbeiter- gegen die Zumutung, Paris mit Bomben zu bewerfen, durch die edel, daß man beinahe Thränen der Rührung vergießen fönnte! töhnen in unmittelbaren Vergleich zu stellen zu dem noch verhältnis bis dann schließlich dem Wunsche des Blut- und Eisenmenschen will. fortwährenden Anbohrungen Bismards allmählich gebrochen wird, Die Reichstagsauflösung wird nämlich nur aus reiner Liebe zum mäßig dürftigen Deutschland mit seinen niedrigen Löhnen. Ein Wolf, aus Besorgnis für die Nerven und die Nachtruhe der lieben englischer Arbeiter kann immerhin mehr Steuer- Belastung vertragen Unterthanen vermieden. Von einem im Zeichen des Brotwuchers als sein deutscher Stamerad. Es ist auch unvorsichtig, an England zu hauptsächlich aus militärisch taktischen Gründen. Es fehlte Graf Blumenthal sträubte sich gegen das Ansinnen Bismards ausgefochtenen Wahlkampf befürchtet die Regierung eben eine tief- erinnern, dessen Bourgeoisie doch die Noblesse bewiesen hat, im Laufe ihm an dem erforderlichen Geschüßpart, um eine militärisch wirk gehende Erregung der politischen Leidenschaften, und eine solche des Boerenkrieges die direkte Besteuerung der höheren same Beschießung durchführen zu können. Noch zulegt, gegen das Ende Erregung will sie dem deutschen Michel ersparen. Wer freilich in Einkommen auf mehr als den doppelten Prozentsatz zu steigern ſame Beschießung durchführen zu können. Noch zulegt, gegen das Ende der innern Entwicklung des Deutschen Reiches auch nur ein wenig ein Verfahren, dessen Einführung der deutschen Bourgeoiste den Am 9. Januar 1871- am 27. Dezember hatte das Bombardement des Bombardements, tonstatiert er dessen militärische Unwirksamkeit. Bescheid weiß, muß hier erstaunt ausrufen: Welche Wendung durch legten Rest von Patriotismus" austreiben würde. Gottes Fügung! Denn bisher war die Neichsleitung nicht immer begonnen nachdem in der vorhergehenden Nacht einige Hundert Granaten in die Stadt geworfen waren, notiert Blumenthal in so rührend auf den Schutz des Seelenfriedens des Volkes bedacht. Wollte sie z. B. ein Ausnahmegejez gegen die Socialdemokratie seinem Tagebuch:" Die Blamage hat ihren regelmäßigen Anfang oder eine Militärvorlage durchdrücken, daun nahm sie gar keine genommen." Und an den folgenden Tagen spöttelt er weiter über Rücksicht auf das Wohlbehagen der teueren Unterthanen. Dann fondie Schießspielerei":" Unfre fühnen Bombardiere werden immer struierte die regierungsfromme Presse in höherem Auftrag Gespenster, ſtiller." Am 31. Januar am 27. Januar hatte Paris tapituliert daß der Spießbürger aus dem Zähneklappern und dem Kniefaßte er dann sein Gesamturteil folgendermaßen zufammen: schnadler" gar nicht mehr herausfam. Es wurde ihm tagtäglich so viel Unsinn vorgeschwätzt, bis er endlich glaubte, sein Kopf sei schon halb der Guillotine verfallen oder es könnten jeden Augenblick französische Gewehrkolben ant seine Thüre pochen. Wir erinnern daran, wie Vismard im Sommer 1878 den weißen Schrecken etablierte, wie er den Spießbürger vor Augft toll machte, um so eine Reichstags- Majorität zu erzielen, mit der er die Arbeiterschaft tnebeln und zugleich das Großkapital auf die Die englischen Zölle und indirekten Steuern find FinanzTaschen des Volkes loslassen konnte. Wir erinnern ferner an die aölle, fie belasten den Konsumenten in der That nur um die rischen Standpunkte aus betrachtete. Er wollte sich nicht der Gefahr Septemnatswahlen, bei denen strupellos ein maßloser Kriegsschrecken Summe der Einnahmen des Staatsschazes. Dagegen trägt der einer erfolglofen Schießerei aussehen. Er wollte, wie Hervorgerufen wurde. Es seien weiter auf die Mittel hingewiesen, Hauptteil der deutschen indirekten Besteuerung den Charakter des er das am 21. November 1870 namnte, feine, fähnrichsmäßige mit welchen für die Zuchthausvorlage Stimmung gemacht werden sollte. Schutzzolles, dessen tüdische Eigenschaft es ist, für den Verbraucher Befchießung" inscenieren. Trogdem hegte er aber auch humanitäre Da wurde so gethan, als ob kein Mensch mehr vor streifenden nicht nur die eingeführten, sondern auch die inländischen Bedenken. So spricht er am gleichen Tage von dem ,, blutdürftigen Arbeitern sicher wäre, die ganze Industrie vor dem Abgrund stände, Bedrängen" Bismards. Diefe, eines Soldaten unwürdigen Gewissens ja selbst die Wehrfähigkeit des Reiches bedroht sei. Und je mehr strupel verloren sich allmählich, und nur die Vernunft und die der Spießbürger an diese Ammenmärchen glaubte, je reichlicher ihm militärische Ehre leisteten dem Drängen Bismards, der für der Angstschweiß floß, um fo lieber war es der Regierung. Und fein Lieblingsprojekt allmählich auch den König und Moltke zu ge jezt auf einmal eine solche mütterlich- zärtliche Fürsorge für die winnen wußte, noch Widerstand. Gemütsruhe des Volkes! D Der Minister dividierte einfach die Reichs Einnahmen an Zöllen und indirekten Steuern durch die Kopfzahl der Einwohner und rechnete so die Belastungsquote von 16 M. für Deutschland, von 25 M. für England heraus. Welche unglaubliche Jrreführung! Produkte gleichermaßen um den Zoll au verteuern. Der deutsche Konsument bezahlt nicht nur die 16 M. pro Kopf, die den Reichseinnahmen entsprechen, sondern er muß bekanntlich auch noch den Tribut an die Junkerschaft opfern. Die Getreidegölle betragen pro Stopf, so weit die Reichs. einnahme in Betracht kommt, 2,34 M. Da aber die Einfuhr nur 1/5, die inländische Produktion 4/5 des Bedarfs deckt und das ausländische und inländische Getreide gleichmäßig verteuert wird, so beträgt die Brotsteuer nicht 2,34 M., sondern nach den jezigen Boll sägen 11,70 m. Zu den 16 M. des Herrn Rheinbaben kommen alfo zunächst 9,36 M. hinzu, und wir erreichen damit bereits eine Summe von 25,36 M. pro Stopf. Schade nur, daß an diese Fürsorge tein vernünftiger Mensch glaubt, sondern jederman merkt, daß die Reichsleitung den jegigen Reichstag mur deswegen nicht nach Hause schickt, weil sie weiß, daß nur er die Milliarden, die da allen Bevölkerungsklassen zum Vorteile einer bei Hofe mächtigen Clique herausgepreßt werden sollen, bewilligen wird. Würde aber ein neuer Reichstag gewählt, dann wäre es vorbei mit der Subvention der notleidenden Gesellschaft Arnim Auch diese den englischen Steuersatz schon übersteigende Zahl er. und Compagnie. Hätte die Regierung diese Ueberzeugung schöpft noch nicht die wirkliche Belastung. nicht, so würde es für sie gar feinen Sinn haben, Bon dem Fleischverbrauch wird nach amtlicher Schäßung mir von einer Reichstagsauflösung abzusehen. Im Gegenteil 1/20 durch das Ausland gedeckt. Nur dieses eine 8 wanzigstel wäre es für fie sogar ein Gebot der Klugheit, eine solche tommt in der Zahl Sheinbabens zum Ausdruck, die Vertenerung der herbeiführen, denn ein dem Zolltarif günstiges Wahlergebnis andren 19/20 wird nicht berücksichtigt. Nun wirken aber sicher die Zölle würde nicht nur eine Sanktion des Brotwuchers, sondern auch eine auf das 1/20 um den vollen Zollbetrag erhöhend auf die 19/20, da durch schwere Niederlage der Oppofition, vor allem der Socialdemokratie, die unter dem heuchlerischen Vorwand hygienischer Rücksichten bedeuten. Und daß Graf Bülow nach diesem Lorbeer nicht greifen Grenzsperren der Einfluß des Bolles auf die inländische Preisbildung " Wie es war, so hätten wir noch monatelang schießen können und wären wahrscheinlich noch durch die in Unzahl vorhandenen feindlichen Geschüße zum Schweigen gebracht worden. Ilin das Bombardement noch lange fortsegen zu tönnen, fehlte es an den erforderlichen Vierundzwanzigpfündern, denn die wir hier haben, waren schon über die Hälfte frank oder ganz une brauchbar geworden. Welches Glück, daß gerade jetzt der Hunger sein Werf gethan hat; es ist wirklich ein unverdientes Glück." Man sieht, daß Blumenthal die Sache hauptsächlich vom militä Sehr interessant ist es auch, aus dem Tagebuch des Feld. marschalls zu erfahren, welcher Jutriguen Bismarck sich bedient, um dem König die Einwilligung in feinen Plan abzulisten. Bismarck läßt durch Delbrück von Berlin aus melden, es werde im te ich stage über die Verzögerung des Bombarde ments einen Sturm geben. Er schickt Abeken an den König und läßt sagen, Berlin seiso aufgeregt, daß man dort Unruhen fürchten müßte. Der König telegraphierte sofort ant den Gouverneur, daß er mit aller Energie jeder Unordnung und Emeute entgegentreten solle: Das hatte Bismarck wohl nicht erwartet und schickte daher nochmals zum Könige, ehe das Telegramm abging, um zu sagen, es wäre ein Mißverständnis, so schlimm wäre es nicht, man wäre nur sehr ungeduldig wegen der Verzögerung; auch Militärs sprächen sich für das Bombardement aus. Wie weit er diesen Eigensinn und Eigenwillen treiben wird, weiß ich nicht, er läßt aber feinen Stein umgedreht, Reise zwischen Posen und dem gen zu lassen, nur für die um fein 8iel zu erreichen. General v. Molite ist vorher zu benachrichtigen und ohne meine Genehmigung Das Bauschquantum betrug in dem Moment, in dem die darüber, wie mit der Kronprinz sagte, im höchsten Grade in den Drud gegeben. Ich las die Meldung selbst erst in der Schuld des Herrn Endell an die Kasse bis zu 5000 M. angewachsen aufgebracht gewesen." fertig gebrudten Zeitung. 2. Die Weitergabe der Meldung an war, nur 2400 M. Jnteressant ist auch, daß er die Summe, die ant auswärtige Blätter erfolgte gleichfalls ohne mein Wissen. 1. Januar 1900 auf 4800 9. erhöht wurde,' ohne daß er auch da Dieser Herr Berger ist Oberlieutenant der Reserve und folglich Veranlassung nahm, seine Schuld an die Stasse zu begleichen oder schon in seiner militärischen Eigenschaft zu seinem Reinigunge jeugnis auf seine Kiekrz erhielt, daneben genötigt, mit dem er übrigens sehr lange gezögert hat. Wie rechifertigt sich nun die wissende Redaktion des aber noch erhebliche Summen an Reisekosten und Diäten Blattes? für andre Fahrten liquidierte. Bezeichnend ist weiter, daß Ein Berliner Berichterstatter meldet noch, daß die dementierte Herr Endell den Kassenführer sogar einmal einmal telephonisch Mede ein gerichtliches Nachspiel zur Folge haben werde. Der Mann veranlagt hat, einen Wechsel für ihn mit Kammergelderit fchreibt: zu bezahlen. Bei der unvermuteten Kaffenrevision, die int Unabhängig von dem Verfahren wegen Ermittelung des Serbst 1900 stattfand, fehlten eigentlich die vorerwähnten 5000 M. Getvährsmannes hat auch die Militärbehörde einen Antrag auf in der Kasse, was aber durch ein Zusammenwirken verschiedener die Einleitung eines Gerichtsverfahrens wegen Behöchst merkwürdiger Umstände dantals nicht ans Tageslicht fam. Teidigung gegen den Verbreiter der aus der Luft Zunächst fand nicht sofort, sondern erst nach dem Abschluß der gegriffenen Kaiserrede gestellt. Im übrigen ist auch der Kaiser Bücher die Aufnahme des Barbestandes statt, was durchaus uns durch die ominöfe Zeitungsnachricht aufs unangenehmste berührt zulässig ist. Außerdem entfernte fich einer der drei Revisoren auf gewefen. Der Monarch hat sich verschiedentlich darüber Bericht längere Beit. Schließlich wurde dem Kaffenführer gestattet, während eingefordert und hin und wieder auch selbst die ihm zugestellten des Abschlusses noch eine Zahlung anzunehmen. Hierbei handelte Zeitungsausschnitte durchgelesen. Das diesmal sehr schnell es sich um die 5000 M. durch den„ Reichs- Anzeiger" veröffentlichte De menti ist lediglich Diese zur Zeit der Revision in die Kasse gelegte Summe wurde burd ben Reifer feibi vetaulast worden. Wir können nach einigen Tagen wieder herausgenommen und durch eine„ Anfeiner mitteilen, daß der Monarch bisher noch in feiner Beise seine weisnug" des Herrn Endell ericht. Duellbestimmungen in abgeänderter Form dem Offiziercorps hat befannt geben lassen." " Man sieht, die nämlichen strupellosen Schwindet manöver, durch die Bismarck den Krieg angezettelt, wendet er auch im Verlauf des Krieges an, um den Träger der Strone feinen Plänen gefügig zu machen. Und dieser Mann nannte sich in der selbstgewählten Grabschrift den„ trenen Diener seines Herrn"! Aus welchen Gründen Bismard eigentlich mit so erstaunlicher Hartnäckigkeit auf ein Bombardement von Paris drängte, ist aus Blumenthals Tagebuch nicht zu ersehen. Blumenthal spricht immer von den politischen" Gründen, die Bismard ins Feld geführt habe. Daß die Politik es verlange, fonnte er gut sagen, aber es zu beweisen, dazu war wohl nicht 3eit und Ort. Denn die Argumente, die Bismarck ins Feld führte, daß eine Einmischung Englands und Rußlands zu befürchten stehe, wenn Deutschland nicht zu den schärfsten Mitteln greife, erschienen auch Blumenthal natürlich nicht stichhaltig. Mußte nicht im Gegenteil eine erfolglose Beschießung von Paris Paris das Prestige Deutschlands viel eher erschüttern? Und daß Deutschland im blutigen Ringen alle Kräfte aufbot, bewiesen ja die Schlachten mit der Loire Armee bei Orleans( 2.- 4. Dez.) und Le Mans ( 6.12. Jan.), die Niederwerfung der Nord- Armee 2c. Das Bombardement von Paris war also nur eine jener brutalen Marotten Bismards, die, wie z. B. die Aufreizung des alsdann frisch- fröhlich niederzukartätschenden Proletariats zum Straßentampf, zum Glück nicht immer realisierbar waren. dednis phalt sad dondurmaysiz. igos Deutsches Reich. du pro US im Auf die Gerichtsverhandlung sind wir äußerst gespannt.Die Mehrerträge des Wuchertarifs. Genosse Singer hat Steidistage bie Mehrerträge für die Reichstasse aus dem Wuchertarif auf 181 Millionen Mark geschätzt. Das stimmt fast genau mit einer Rechnung überein, die auf Angaben des Grafen Posadowsky beruht. Graf Posadowsty, hat berechnet, daß die Zölle nach dem gelfenden Tarif 9,04 Proz. vom Einfuhrwert der Waren ausmachen und nach der Vorlage 12,2 Broz. betragen würden. Das wäre also ein Plus von 3,16 Proz. Da der Einfuhrivert 1900 6043 Millionen Mart betrug, fo berechnet Graf Pojadowsky banach, wie die" drei, 3tg." zutreffend folgert, eine Wehreinnahme an Zöllen im Betrage von rund 192 Millionen Mark. " Erst als die Presse Lärm schlug, bequemte sich der Herr die Summe zurückzuzahlen. " Die Tägliche Rundschau" bezeichnet den Manu als einen Schädling für das Deutschtum; er vertrete die gemeinschädlichen Tendenzen"„ des extremsten und rücksichtslosesten, um die Gesamtinteressen unbekümmerten Agrariertums". " Die Deutsche Tageszeitung" weiß auf diese schweren Anklagen nichts weiter zu erwidern, als daß die Grundfosigkeit der Angriffe längst vor den zuständigen Stellen erwiesen worden" sei. Mun, Herr Endell hat bisher die allein zuständige Stelle, das Gericht, nicht angerufen. Und wenn die Deutsche Tageszeitung" es bezeichnend findet, daß der Verfasser des Artikels sich nicht zu nennen wage, so weiß doch auch das Blatt des Herrin Dertel wohl, daß der vers antwortliche Redacteur jederzeit zu finden ist. Der Bund der Landwirte fennt feine moralischen Strupeln, weder in seinen Forderungen, noch hinsichtlich der Personen, die für ihn agitieren. Die Menschen sind der Sache würdig. Die gräßliche Flotte. Die Zeitung des Bundes der Landwirte gelangt in einem Artikel über Heer und Flotte zu der Erklärung, daß von den Forderungen der Regierung für Militär und Marine im neuen Reichselat nichts Wesentliches gestrichen werden Tönne. Insbesondere, sagt sie, ist an der Flotte nichts zu Festungsbauten. Der neue Reichsetat fordert bedeutende sparen: Summen fir Feftungsbauten. Nähere Angaben macht der Etat nicht. Ein Charakterkünstler. Der junge Straßburger Profeffor des Endlich noch ein politischer Grund, den wir aus nahe- Jedoch verlautet, daß der Ban von Festungsanlagen bei Müll Kaisers, Martin Svahn, hat unlängst eine Geschichte des Großen liegenden Ursachen nicht ausführlich erörtern, sondern heim und die Errichtung eines Forts bei Tüllingen geplant Surfürsten erscheinen lassen, in der er die neue Weisheit zum, andenten können. Die Die jingite Bergangenheit und die lei. Die Basler Zeitungen erklären, diese geftungsanlagen wären besten gicbt, daß die Zeit des dreißigjährigen Krieges eine Beit gegenwärtige politische Konstellation haben uns die Not- für die Schweiz höchst beunruhigend; die Stadt Basel gelange in der Wiedergeburt sei. So, ein katholisch- nationaler Professor stürzt. wendigkeit einer starken deutschen Seewehr den Bereich der deutschen Kanonen. nur nicht die geoffenbarten Voraussetzungen. und Schlachtflotte recht deutlich vor die Augen und bore Wir werden demnächst auch die militärische 3 wed= In einer fauerfüßen Anpreifung des Werkes hebt die litterarische zu Gemüte geführt. Es würde vielleicht unvorsichtig, widrigkeit dieser Festungsanlagen darlegen. Beilage der fatholischen Kölnischen Boltszeitung" ein sehr amüsantes Portrait hervor, das der junge Gelehrte in dem Buch von Ferdinand II. entworfen hat. ja 1 Statt der Cefonomichandwerker Fußartillerie." Im Jahre 1899 sind der Regierung vom Reichstage bekanntlich von ihrer Militärforderung 7600 Mann abgestrichen worden. Die Megierung scheint jetzt aber ein Mittel gefunden zu haben, um auf einem Umwege wenigstens zu einem Teile diefer verweigerten Mannschaften zu gelangen. gefährlich sein, mit der Fertigstellung einer starten deutschen Seemacht allzu lange zu warten. Das alte big ort: Si vis pacem, para bellum"( Wenn Du Frieden willst, * riste den Krieg) gilt nicht nur für das Landheer, sondern auch für die Flotte, und es gilt mit besonderem Nachdruck und in ganz besonderer Weise für unsre 3eit. Wer weiß, wie bald wir in eine Lage Lommen können, wo wir es schmerzlich bedauern, ia tief beflagen würden, wenn wir aus falfchen Sparfamteitsrüdsichten die Fertigstellung Und zwar durch eine Beseitigung der Dekonomiehandwerker, einer starken Flotte verzögert hätten. Deshalb möchten wir, wie gefagt, den Gedanken, den Reichshaushalts- Etat durdan deren Stelle anderweitige Mannschaften eingestellt werden. Die eine solche Verzögerung etwas besser zu ge- elonomiehandwerker erhielten ja nur den oberflächlichsten Drill, stalten, von der Hand weisen...." um forrelt die Haden zusammenschlagen und die sonstigen vor Schriftsmäßigen Honneurs machen zu können als Soldaten zählten sie nicht. Sie wurden ja auch ausschließlich zur Herstellung der Bekleidungsgegenstände des Heeres verwandt. " alle Urteile um -Der gutmütigste, sorgloseste Menfch; geistig wenig begabt und teilnahmlos; ohne treibenden Ehrgeiz; persönlich schwach; Geist der Entschiedenheit; majestätischer Drang zur Herrschaft; Abfolutift von einer Schroffheit des Denkens, wie unter den europäisches Fürsten noch kaum einer sonst; angeborenes Friedensbedürfnis und die Furchtsamkeit seiner Natur( S. 36); faltblütig( S. 32); die hohe ideelle Kraft, die diesem merkwürdigen Manne innewohnte und die im stande war, ihn über Abgründe hinwegzutragen( S. 48);! majestätische Vorzüge( S. 59)." 3mm Fall Stiefeneron. Dieser Ferdinand II. war offenbar ein Teufelskert ohne Ehrgeiz mit majestätischem Drang zur Herrschaft, ein gutmütiger, Wie anders lang es vor Inapp 2 Jahren, da das große Flotten forgloser Absolutist von schroffstem Deuten, ein Dummkopf von programm der Regierung umstritten wurde. Damals erhob sich majestätischen Vorzügen, ein faltblütiger Feigling von hoher ideeller Dr. Diederich Hahn wutvoll gegen die gräßliche Flotte". Rum Kraft. Wie anschaulich und einheitlich hat sich Prof. Spahn seinen hat fich die damals gänzlich mütige in eine dringlich nötige, die Seit 1898, wo die Zahl die Defonomiehandwerker 9000 betrug, Fürsten vorgestellt! lds damals höchst schädliche in eine höchst nigliche, die gräßliche in eine ist bis 1899 eine Verminderung derselben auf 7371 eingetreten. fehr willkommene Flotte verwandelt. Die Deutsche Tageszeitung" scheut sich nicht, diese Wandlung Nach dem neuen Etat ist nun eine neue Verminderung auf Statt dessen sollen zehn neue be- 6569 Wie dem Verliner Tageblatt" aus Stalien gemeldet wird, hat ihrer Anschauungen durch eine schwere Selbstantlage zu be- 6560 Mann vorgesehen. gründen. Sie spricht der gegenwärtigen politischen Fußartillerie Kompagnien formiert werden, deren For- die geringe Entschädigungssumme, zu deren Zahlung Stonstellation" und deutet auf die Notwendigkeit einer mation im Geseze von 1899 nicht vorgesehen war. Die an die Hinterbliebenen Frozzis Stieteneron vom Landgericht gabern Starken Flotte zum Stampfe gegen England. Sie weiß aber, daß Präsenzstärke der Truppen bleibt also die alte, nur die Heeres verurteilt wurde, große Entrüßung hervorgerufen. Ein fon fervatives Blatt fejreibt, einen Millionär zur Zahlung von monatlich der Hinweis auf England schon vor zwei Jahren das eigentliche to sten erfahren eine erhebliche Vermehrung. zehn Mart an zwei arme alte Leute zu verurteilen, jei nicht allein Hauptargument der Flottenbefürworter gewejen ist. Wie mag es Die Dekonomiehandwerker zeichneten sich ja vor den übrigen eine Beleidigung der Logit, sondern auch der Humanität: ommen, daß die Deutsche Tageszeitung" fo leichtherzig ein Ges Soldaten dadurch aus, daß sie einer nüglichen Beschäftigung nicht einmal die germanischen Barbaren hatten ihre Slaven fo ständnis politischer Kurzsichtigkeit ablegt? Es ist klar: Vor gwei Jahren war die Flotte gräglich, weil die Bündler eine moderne oblagen: fie fertigten Bekleidungsgegenstände für die Armee an. gering eingefchäst. Es wäre in der That sehr zu wünschen, daß die Motive des Handelspolitik fürchteten. Jetzt erscheint ihnen das Ideal der Sperr- Da der Bedarf an diesen Bekleidungsgegenständen sich nicht vers politik in nahe Aussicht gestellt warum foflen fie fich hochmögenden ringert hat, müssen statt der Dekonomiehandwerker civile Urteils nach jeder Richtung hin bekannt wirden. solletio Flottenliebhabern nun nicht als Flottenbekehrte anbieten! Arbeiter beschäftigt werden. lud zwar sollen 601 solcher für deren Bezahlung Ein Kriegsgerichts- Urteil. Wie das Trierer Tageblatt" mits Verlorene Liebe& müh wenden Post" und Deutsche civilen Handwerfer eingestellt werden, Tageszeitung" auf, um zu beweisen, daß die Stellung der 666 000 M. Mehrkosten vorgesehen sind. Eo anerkennen steilt, verurteilte das Kriegsgericht der 16. Division den Hauptmann focialdemokratischen Reichstagsfraktion im Widerspruch stehe zu Auswert es um auch an und für sich ist, daß das System der Stoch von der 9. Compagnie des 29. Jufanterie- Regiments wegen sprüchen von Kautsky und Schippel auf den Parteitage in Octonomichandwerter beseitigt wird und die Bekleidungs- unterschlagung von Kantinen Geldern, Mikhand. Iung lntergebener, falscher Visierung der DienstStuttgart. Während im Reichstage die Klage von der Not der Land gegenstände durch civile Arbeiter hergestellt werden, so darf andrer- bücher und nicht vorschriftsmäßiger Bestrafung eines wirtschaft durch die socialdemokratischen Redner verhöhnt worden sei, feits doch nicht übersehen werden, daß die Heeresausgaben untergebenen zu sechs Wochen Stubenarrest und follen zwei Citate aus dem Stuttgarter Protokoll zeigen, daß dadurch ganz erheblich anschwellen. Diese Mehrausgaben Dienstentlassung. Von der Anklage der schweren UnterKautsky die Not der Landwirtschaft anerkannt hat und Schippel werden um so größer werden, je mehr Dekonomichandwerker man schlagung wurde er freigesprochen. Der Auditeur hatte 2½ Jahre ebenfalls fein Interesse für die Landwirtschaft befundet habe. Die" Post" schließt ihre bedeutsame Entdedung mit der zwiefach, einmal durch Truppen andrer Gattung und andrerseits Gefängnis und Ausstoßung aus dem Here beantragt. Stoch bedurch civile Arbeitskräfte, ersetzt. findet sich seit dem 16. November in Untersuchungshaft. niederschmetternden Frage: Die militaristischen Blätter werden die Einstellung der civilen Das zu schöne Weib! Im gegenwärtigen Ministerium Bülow Arbeiter in die Armeewerkstätten wahrscheinlich als eine Art Not- herrscht eine außerordentliche poetische Stimmung. Selbst die dürren stand 3- Atti on verherrlichen, – als ob man nicht eine Notstands- Zahlen des Zolltarifs garniert man mit Dichterversen. Leider citiert Aftion ins Wert feßen tönnte, ohne gleichzeitig das Volk durch eine man meistens falsch und an unrichtiger Stelle. Bermehrung der Heeresansgaben zu schröpfen! 510 " 1 " Wir richten an die socialdemokratische Partei und Bresse die Frage: Wie reimen sich diese Erklärungen der beiden angesehenen „ Genossen“ zu den Schmerzensschreien, welche wir soeben von dieser Seite im Reichstag gehört haben?" " Die Redacteure der Post" haben nicht nötig, das Parteitags protokoll, das sie citiert, wirklich zu kennen, fie läßt sich von einem beliebigen Zeilenbeslissenen zwei Citate einschmuggeln, die ihr einen Widerspruch in der Socialdemokratie bezüglich der Getreidezollfrage zu ergeben scheinen. Würde die" Post"-Redaktion das Stuttgarter Protokoll feinen, so würde sie sich die Lächerlichkeit ihres Versuchs erspart haben. " Die Regierung aber freut sich des schlauen Trice, eine Heeres. verstärkung vornehmen zu lönnen, ohne scheinbar die feftgelegte Präsenzstärke zu überschreiten! = Graf Posadowsky redete am letzten Tage der goldebatte den Agrariern zu, fich mit dem 5 bis 6 Mart Zoll der Vorlage zu be einem Schloß gelesen haben wollte: gen und er erinnerte fie an den folgenden Spruch, den er an 370 Wünsche nie ein Glück zu groß, Wünsche nie ein Los zu schön! Das Geschick in seinem Zorn Könnte es Dir zugesteh'u! Nach einer Mitteilung des Schriftstellers Gensichen lautet der Wreschen. Die preußische Schulverwaltung fährt in ihrer heillosen Germanisierungspolitik durch Kinderzwang fort. Der Kreisschulinspektor teilte einem Vater in Wreschen mit, feine Tochter werde, falls sie weiterhin sich weigere, an dem in deutscher Sprache erteilten Religionsunterricht thätigen Anteil zu nehmen, Bers: zu Ostern nicht aus der Schule entlassen werden, sondern noch ein Jahr länger die Schule besuchen müssen. big Begehre nie ein Glück zu groß, Und nie ein Weib zu schön! Der Himmel könnte Dir dies 203 Jm Zorne zugestehn." T Raugty hat in Stuttgart von der sehr bedrängten Lage der Landwirtschaft" gesprochen. Aber er hat ebensowenig wie unsre Redner im Reichstage diefe Bedrängnis bei den oftelbischen Junkern gefunden, und feine Ausführungen richteten sich lediglich gegen die Zumutung, die Agrarzölle zu beseitigen unter Beibehaltung der Industriezölle Kautstys ganze Nede war eine vernichtende Kritit jowohl der industriellen wie der landwirtschaftlichen Schußzzölle. Kautskys Die Bäcker gegen den Zolltarif. Eine große allgemeine Auffassungen reimen sich, um die Frage der" Post" zu beantworten, so trefflich zu den Aeußerungen unfrer Redner im Reichstage, daß Protestversammlung der Bädermeister Berlins und der VorDer Spruch stannnt von der deutschen Sappho" Anna Luife nichts lustiger ist, als wenn die" Post" gerade diesen Klarsten und orte nahm eine Resolution gegen den Zolltarif an. Karich, gewöhnlich die Karschin" genannt. Der verstorbene Schroffsten Kritifer des Brotwuchers fich zum Kronzeugen wählt. Ein Säuptling des Bundes der Landwirte. Mit dem be- Berliner Kommerzienrat Louis Navené, hat den Vers über sein zu und nicht minder erheiternd ist die Berufung der" Post" auf fannten Major Endell, dessen sehr zweifelhaften Gutsverkauf wir nochem an der Mosel erbautes Schloß jezzen laſſen. Schippel. Es genügt, die ersten Säße des Referats zu citieren, in feiner Zeit erörtert haben, beschäftigt fich die" Tägliche Stundſchan". Der 7 Marf- 3oll wäre allerdings ein zu großes Glid, ein zu dem Schippel, nach Auſicht der" Post", die Getreidezollfrage im Widerspruch zu ufren Fraktionsrednern behandelt haben soll. die Provinz Bosen, wurde leßthin wieder zum Mitglied des Deutschen Herr v. Endell, der Vorfigende des Bundes der Landwirte für schönes Weib. Schippel begann Von den beiden hierzu vorliegenden Resolutionen steht in der Landwirtschaftsrates und des Preußischen Landes- Oekonomiekollegiums Die erste Lesung des sächsischen Staatshaushalts- Etats von mir eingebrachten etwas, worüber wir alle einig sein werden. gewählt. Gegenwärtig agitiert er für die Wahl eines Centrums- wurde am Freitag in einer sechsstündigen Sigung beendigt. Gleich Es steht darin, daß wir die Handelsvertragspolitik weiter unter- graviers, der einen Zoll von 7/2 Mark will, gegen die Ston- bei Eintritt in die Tagesordnung erbat einer der Räte der Regierung, servativen. end dim Geh. Finangrat v. Seydewig, das Wort zu einer Erklärung. Der stügen wollen, weil wir sie für richtig halten. Es steht weiter In der Landwirtschaftskammer zeigt sich der nach wie vor maß- Herr hatte am Tage vorher ganz naiv ausgeplaudert, daß die Redarin, daß die Arbeiterklasse gegen jeden Lebensmittelzoll und gegen jeden agrarischen 3011 aufgebende Einfluß des Herrn Endell darin, daß ihm eine umfassende gierung ihre Schienen vorräte zu einen weit höheren treten wird und daß, wenn neue Anläufe kommen, Zölle, auch Witwirkung bei der Verwaltung des mit ftaatlicher Beihilfe an- Betrage als dem Anschaffungswerte in den Etat solche industrieller Art, zu erhöhen, wir die Reichstags- gekauften Versuchsgutes Bentkowo eingeräumt ist, was bei seinen eingestellt hatte. Dieses Geständnis, das auf die Nechendes Etats ein bezeichnendes Licht warf, landwirtschaftlichen Leistungen auf dem ihm früher gehörigen Gute funststüde des Etats frattion verpflichten, diesen Zollerhöhungen Kiekrz, das er schließlich an die Ansiedlungskommission zu verkaufen aber dem Regierungsvertreter nachträglich peinlich und so erklärte er nicht zuzustimmen." einfach, er sei mißverstanden worden. Die Regierung habe die Die Bost" empfiehlt vielleicht ihrem Citatenzuträger einige fich genötigt fab, recht bezeichnend ist. Als Vorfizender der Landwirtschaftskammer hatte er längere Schienenvorräte zum Durchschnittspreis berechnet. Es war wohl Borsicht, bevor sie uns Fragen vorlegt, deren Beantwortung ihr Zeit hindurch Beträge aus der Kaffe der Kammer, die aus staatlichen niemand im Hause, der dem Geheimrat seine Berichtigung aufs wenig Freude bereiten dürfte. Zuwendungen und Kammerbeiträgen der Landwirte fich zusammen Wort glaubte. Aber selbst wenn sie richtig wäre, fragt es sich, ob jetzt, entnommen, ohne dazu in irgend einer Weise berechtigt auch dieses Nechenverfahren zulässig ist. Su- und Abschreibungen zu sein. haben doch nur bei Verkaufswaren einen Sim. Eine Anrechnung auf die Herrn Endell nach dem Beschluß des Vorstandes zustehende Pauschal- Entschädigung ist nie erfolgt.( Diefer Beschluß war übrigens auch widerrechtlich.) Jabot sind en Die ,, Duellrede" des Kaisers. In der Potsdamer Beitung" veröffentlicht jetzt der Chefredacteur und Mitbefizer, Martin Berger, eine Erklärung, in der es heißt: 1. Die in Rede stehende Meldung traf erst ein, als ich das Redaktionsbureau bereits verlaffen hatte und wurde, ohne mich war Bemerkenswert war fodann die Mitteilung des Staatsministers v. Meich, daß die Regierung einen ganz besonderen Wert darauf lege, daß die Vorlage über den Wohnungsgeldzuschus fiv then diolut 11370 die Beamten in vollem Maße zur Annahme gelange. Wie italien erklärte Ministerpräsident Zanardelli, daß durch Maßnahmen fantworten. In dem Prozeß, wurde festgestellt, daß von den Ane verlautet, sollen die Konservativen gesonnen sein, von den für diese der Regierung zur Besserung der Gesundheitsverhältnisse die geklagten ein Deficit der Gesellschaft aus eigenen Mitteln gedeckt Zwecke geforderten 6 Millionen nur die Hälfte zu bewilligen. Herr Sterblichkeit in Neapel, die innerhalb weniger Jahre von 32 auf 24 wurde, um die Bilanz günstiger erscheinen zu lassen. Die Maniv. Mekich wird froh sein, wenn er auch umr 50 Proz. erhält. pro Mille herabgemindert wurde, noch weiter verringert werden pulation wurde den Aktionären nicht mitgeteilt, da sie den Zwec Eine sehr peinliche Angelegenheit für die Regierung solle. Durch die Vorlage über die Aufhebung des Mehl- haben sollte, für neue Aktien den Markt aufnahmefähig zu machen. brachte der Kommissionsrat died( natl.) nochmals zur Sprache: die octrois werde Neapel eine Stettererleichterung um 3 Millionen Live zu Außerdem wurden noch einige Verschiebungen der Bilanz aus den Verluste der Lotterie Darlehnstaffe beim Bantrott teil werden; auch die Eisenbahntarif- Politit der Regierung begünstige gleichen Beweggründen unternommen. Das Urteil gegen die Ander Leipziger Bank. Er wünschte, daß diese Kasse überhaupt Neapel und die südlichen Provinzen. Sodann erklärte Banar- aetlagten lautete gegen Corsica auf 7000 M., Offermann 11 000, nicht Wechsel disfontieren möge, weil die Beamten ohne Fühling delli, daß den südlichen Provinzen Erleichterungen bezüglich Thicine 7000, Fuhrmann 7000, Hergersberg 500 M. Geldstrafe. mit dem Leben seien und keinen Einblick in die Kreditverhältnisse der Grund steuer gewährt werden sollten, dieselben würde sich hätten. Der Angriff hinkt, weil er durch die Existenz der Reichs- für die Provinz Neapel vom 1. Juli 1902 ab auf 600 000 Live bank ist numiehr gesichert. Die Dresdener Spareinleger erhalten Die Hilfsaktion für die Dresdener Spar- und Vorschußbaut widerlegt wird. Aber der Ministerialdirektor schloß sich den jährlich belaufen. Die Hauptsache sei, in Neapel große industrielle ihre Bücher mit 23 Proz., jedoch nicht über 250 W. beliehen. Die Ausführungen des Redners an und eröffnete, daß die Regierung der Anlagen zu schaffen und das Stapital hierzu zu ermunteru. 3 hierfür nütige Summe beträgt 753 750 W.; davon tragen die Bauten Lotterie- Darlehnskasse das Diskontieren von Wechseln verboten habe; diesem Zwecke werde eine Kommission eingesetzt werden. Die ReWechsel zu lombardieren, habe die Staffe nie gierung bereite eine Vorlage zur Herstellung einer direkten Eisenbahn werden mit je 20 Proz. von der Dresdener und der Deutschen Bant, mit 452 250 M., das übrige die Stadt. Die 60 Proz. der Banken das Recht gehabt. Im ganzen hätte man der Leipziger Bank elf linie zwischen Rom und Neapel vor, wodurch die Fahrzeit auf 8 Proz. vom Dresdener Bankverein und mit 6 Proz. von den Bankhäusern Millionen gelichen gehabt, Für den größeren Teil der 21/2 Stunden herabgemindert werde. Schuld wäre Sicherheit geleistet worden, wodurch der Staat vor noch Günther Rudolph und Gebr. Arnhold gedeckt. In einer am 9. Dezember abgehaltenen Sigung ist von einer Hilfsaktion zu Gunsten der die Hoffnung aussprach, daß lediglich durch Prolongation der Accepte Wechselschuldner zunächst abgesehen worden, da der Konkursverwalter über die schlimmste Lage weggeholfen werden könne. Amerika. größerem Verlust bewahrt geblieben fei. Als hierauf der Abg. Vogel, Zum Mailänder Parteiftreit. Stadtrat in Dresden( fonf.) den Ministerialdirektor fragte, weswegen Die erste Sigung der Föderation,( alte Organisation, nach Auf cr nach Semitris der vorgekommenen Unregelmäßigkeiten nicht gleich eingegriffen habe, zog es der Herr vor, auf diese lösung der„ Union" nun wieder die einzige) hat unter großer Beteiligung stattgefunden. In den Vorstand gelangten in der Mehrzahl Frage feine Antwort zu geben. Aber keine Antwort ist auch eine Anhänger Turatis. Die Eisenbahner des fünften Mailänder WahlAntwort. Im März fand eine Revision der staatlichen Lotterie- Darlehns- kreises, Wähler Turatis, haben ein Manifest erlassen, in welchem zur faffe ftatt. Das Finanzministerium erfuhr alles. Am 23. Juli erfolgte der Bankrott der Leipziger Bank. Innerhalb der drei Monate that wiederwahl Turatis aufgefordert wird. aber das Finanzministerium nichts, um die vor gekommenen Berstöße gut zu machen. Im März hätte Zum chilenisch- argentinischen Konflikt. die Leipziger Bant wahrscheinlich noch mit Leichtigkeit die gewünschten Sicherheiten beigebracht, nachher war es zu spät. Herr Ministerialdirektor Diller hat wohl den verantwortlichen Beamten der LotterieDarlehustajse als Sündenbod vor der Kammer abgeschlachtet, er hätte aber angeben jollen, daß er und das Finanzministerium sicherlich von der Mitschuld an diesem 5 Millionenverlust der Staatskasse nicht freizusprechen sind. Bon mehreren Rednern wurde der scharfe Wettbewerb, den die preußischen Staatsbahnen den sächsischen machen, als ein Verstoß gegen den Artikel 42 der Reichsverfassung bezeichnet. Nach der angezogenen Bestimmung sollten nämlich die deutschen Eisenbahnen wie ein einheitliches Reg verwaltet werden. 2003 And funded Ausland.***! Ein schlechter Trost für die Einleger, daß sie vorläufig nur 25 Proz. ihres Kapitals herausbekommen. Ganz unklar bleibt, was mit den auswärtigen Gläubigern geschehen soll, auf die sich somit die Hilfsaktion gar nicht ausdehnt. Die gänzliche Abwicklung der Geschäfte kann überhaupt erst in einigen Jahren erwartet werden. Die Gladbacher Baumwollen= Manufaktur Akticn= Die jüngsten Telegramme almen im Gegenteil zu den gesellschaft. Wie schon berichtet, sprachen verschiedene Attionäre in der Generalversammlung vom 12. Dezember der Gladbacher Baumalarmierenden Nachrichten der letzten Tage wieder einige Friedens woll- Manufaktur- Aktiengesellschaft den Verdacht aus, daß Bücherubersicht. Uebrigens soll sich England als Friedensfälschungen vorliegen, der Verdacht hat sich schon bestätigt. Während Der Korrespondent der„ Daily Mail" depeschiert wenigstens als Schuldner in den Büchern aufgeführt waren, fehlte in der Bilanz nämlich bis zum Jahre 1899 die beiden Direktoren mit 330 000 m. aus Buenos Aires: Dem Vernehmen nach hat Großbritannien den von 1899 diese Schuldsumme, es war dafür unter anderm der Regierungen von Chile und Argentinien das nichtamtliche An- Barmer Bankverein als Schuldner mit 60 000 9. und das Bankerbieten gemacht, vermittelnd zu wirken, falls dies gewünscht werden haus Stein in Köln mit 56 000 m. als Schuldner verzeichnet worden. Beide Banken haben nun die„ Gladbacher Zeitung" ermächtigt, zü erklären, daß sie nie Schuldner der Gesellschaft gewesen sind, sondern daß dieselbe ihnen Geld schulde. Jetzt wird wohl zur Verhaftung der früheren Direktoren und des Bankiers Katz geschritten werden. mittler offeriert haben! follte. Der Boeren- Krieg. Eine Proklamation Kruzingers. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 158 h him) and Das Striegsamt veröffentlicht eine vom 13. Juli datierte Brollaatpallasid Schweiz. da s jpt lastmation Kruzingers, die man am 8. November an die Thür einer Die Vorrenmotionen. Bern. 12. Dezember.( Eig. Ver.) Farm im Berg- River Distrikt geheftet fand; Kruizinger erklärt darin, da Die Anregung zur internationalen Behandlung der Boerenfrage in die Annettierung gewisser Distrikte der Kapkolonie vom November 1899 den verschiedenen Parlamenten ist auch von den Genossen in der noch in Kraft, sci fein Bewohner aller dieser Distrikte be= rechtigt, Lebensmittel und Pferde in die Städte und englischen Arbeitgeber zu Zeiten der Hochkonjunktur gern mit den Arbeitnehmern Die gemeinsamen Tarifvereinbarungen, auf die sich die Lager zu liefern oder den Engländern über die Bewegungen der Boerentruppen Nachrichten zu geben, wie es von den englischen einließen, werden ihnen jegt in der Zeit der Strise lästig. Heute Behörden verlangt worden sei. Jeder, der die Proklamation nicht wird uns mitgeteilt, daß auch der Vorstand der Berliner Tapezierers beachtet, wird mit Einziehung des Eigentums oder, je nach Entscheid Zwangs- Inmung sowie die Arbeitgeber- Vertreter in der Achtzehnerder Offiziere Kruizingers, mit der äußersten Strenge des Gesetzes be- Kommiffion des Tapezierer- Gewerbes den mit der Gehilfenschaft droht. Jeder Kaffer, der überführt wird, daß er den Engländern am 30. März 1900 abgeschloffenen Vergleichs- Vertrag, der am 1. März 1902 abläuft, sowie den Kleber- Tarif, der am 1. Februar 1902 abläuft, gekündigt haben. Truppenangebote Neuseelands. Echweiz aufgenommen und zu praktischen Schritten benutzt worden. Bereits haben, die Rantonsrate von Solothurn und Bern bezügliche focialdemokratische Motionen cinstimmig angenommen und in den Kantonen Waadt und Appenzell A.-Rh. ist dazu die Anregung gemacht wordeit. Im Kanton Neuenburg machen aufre Geneffen die Gemeinderäte mobil in dem Sinne, daß sie die Regierung zu einer bezüglichen Eingabe an die Bundesversammlung veranlassen. In den folothurnischen und vernischen Kantonsräten find die socialdemokratischen Nachrichten liefert, wird erschossen. Motionen in abgeschwächter Form angenommen worden, nachdem übrigens im Berner Stantonsrat passiver Widerstand bundesrätlicher Handlanger zuerst die Behandlung der ganzen Motion vereitelte, so das von unfren Genoffen eine Ertrafigung veranlagt werden mußte. Die abgesch: vächten Motionen enthalten keine Kritik der englischen Kriegsführung in Südafrika mehr, wie die ursprüngliche Form der felben, sondern haben nur ausschließlich humanitäre Tendenz zu Gunsten der in den Konzentrationslagern gemarterten und zu Tode gequälten Boerenfrauen und Kinder. Die Motionen gehen an die Bundesversammlung und werden da hoffentlich nicht wieder aus Tanter feiger Leisetreterei und geschäftlicher Rechungsträgerei unter den Tisch gewischt. Norwegen. Der Premierminister von Neuseeland hat dem Kriegsamt telegraphisch weitere 1000 Mann für den Krieg in Südafrika angeboten. Der Premierminister erklärte in einer öffentlichen Bera fammlung, die Kolonien feien jetzt ebenso entschlossen und bereit, dem Mutterlande zu helfen, wie zu der Zeit, als das erste Kontingent abgesandt wurde. Partei- Nachrichten. Die Arbeitnehmer haben sich an den Vorsitzenden der Achtzehners Kommission, Herrn Gewerberichter Dr. Schalhorn gewandt, um Berhandlungen anzubahnen. Achtung, Töpfer! Am Montag, den 16. d. M., abends 5 11hr findet bei Keller, Koppenstraße 29, die Wahl der Delegierten zur Junungs- Krantenkaffe statt. Wir erfuchen unfre Mitglieder, die in der Jnnungs- Krankenkasse gemeldet sind, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Stimmzettel, enthaltend die Namen der von uns als Delegierte Borgeschlagenen, werden am Eingang des Saales aus gegeben. Erscheint Mann für Mann, damit unsre Liste zur Annahme gelangt, und ums dadurch für die Zukunft Gelegenheit geboten wird, fren Einfluß auf die Gestaltung der Kassenangelegenheiten geltend machen zu können. Der Vorstand der Filiale Berlin. J. A.: H. Joh 11. Deutsches Reich. In Hamburg wurden am Sonnabend auch aus den Wahlvereinen des ersten und zweiten Kreises die der Freien Vereinigung der dazu gehörigen Orte Alt- Warthau, Bunzlau, Wenig Ratwig, Den Steinbruch Unternehmern des östlichen Distrikts sowie der Maurer angehörenden Mitglieder ausgeschlossen. Blagwig, Hofenau, Löwenberg und Deutmannsdorf ist der am Für den Regierungsbezirk Magdeburg wird am 25. Des zember in Magdeburg eine Parteikonferenz stattfinden, die wichtige Aufgaben zu erledigen hat. Es handelt sich um die von den Halberstädier Genoffen schon beschlossene Verschmelzung ihres Blattes mit der Magdeburger Volksstimme und um den Ausbau der Organisation im ganzen Regierungsbezirk zur Herbeiführung eines engeren Zusammenhanges unter den 8 Reichstags- Wahlkreisen, von denen die Mehrzahl noch verhältnismäßig schwach ist. = 1 0 Björnson über die Friedenssache. Die Friedensvereinigung" Ses Storthings hielt anläßlich der Verteilung des Nobelpreises ein Feft ab, wobei u, a. auch Björnstjerne Björnson als Mitglied des Robelkomitees eine Rede hielt und folgenden frommen Wunsch äußerte, von dem man nur wünschen kann, daß er von allen Par lamenten der Welt beherzigt werde: Man wird sich erinnern, daß vor einigen Jahren im Storthing die Rede davon war, 1000Kronen für die Friedensfache zu bewilligen. Da waren manche, die meinten, das 3 viel. Und wir erinnern uns auch jenes Geistlichen, war ein Konservativer der sich erhob und sagte, daß, wenn wir Die Fränkische Morgenzeitung in Nürnberg beschuldigt die 17. Ottober 1899 zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ver im stande wären, Millionen für den Krieg auszugeben, so sollten Genossen Grillenberger. Dertel und Scherm des Betrugs, den Ge- einbarte Tarif ebenfalls unbequem; sie haben ihn gekündigt. Der Betrugs. wir auch im ſtande fein, 1000 str. für die Friedensarbeit zu opfern. Entgegen, der ſonſtigen Gepflogenheit unferer Bartei wird angeficits arif läuft am 1. März 1902 ab. Ohne die Kündigung wäre er dahin, daß dieses Verhältnis umgekehrt wird, so daß Taufende für Rüftungen des gemeinen Vorgehens des betreffenden Blattes zunächst Genofie weitere zwei Jahre gültig gewesen. Merkivürdig ist die Form, iii und Millionen für die Friedensarbeit ausgegeben Scherm Beleidigungsklage gegen die Fränkische Morgenzeitung" der die Kündigung vor sich ging. Obgleich seiner Zeit festgesetzt war, werden. Wir sollten diesen Ruf aufnehmen und ihn weiter senden." ſtellen. der hinüber Frankreich. er R Jugendorganisationen in Skandinavien. daß dieselbe mittels eingeschriebenen Briefes erfolgen müßte, begnügten die Arbeitgeber sich damit, den Arbeitern die Kündigung im sogenannten„ Budenrecht" zu unterbreiten. Als Grund für Säuberung des Offiziercorps. Dem Matin" zufolge hat In Kopenhagen wird in letzter Beit wieder mit großem Eifer dieses Vorgehen gaben sie an, daß seiner Zeit in Berlin nicht festfich der Kriegsminister entschlossen, infolge verschiedener, bei den daran gearbeitet, dem socialdemokratischen Jünglingsverein" nene gesetzt worden sei, wem der eingeschriebene Brief zuzustellen sei. letzten Manövern vorgekommener Zwischenfälle, die einen schlechten Mitglieder zuzuführen und diese Organisation umfaffender zu geEindruck hervorriefen, mehrere Generale und höhere Offiziere ihrer stalten, um so die Arbeiterjugend für den Klaffenkampf heranzubilden. Die Braunschweiger Buchdrucker- Juuungsmeister nahmen Kommandos zu entheben oder zu pensionieren. Bereits in den achtziger Jahren versuchte der jetzige Folketings- Ab- dieser Tage zur Einführung des neuen Buchdrucker- Tarifs geordneter Sabroe eine socialistische Jugendbewegung ins Leben zu Tarif im allgemeinen nicht geltend, dagegen wandten sich fast alle Stellung. In der Diskussion machte sich eine Opposition gegen den rufen. Der Plan scheiterte damals besonders auch daran, daß die Eltern der jungen Leute, die man organisieren wollte, größtenteils Redner gegen die Erhöhung des Lokalzuschlags für Braunschweig. noch reaktionär gefinnt waren und ihnen Hindernisse in den Weg mit allen gegen eine Stimmie wurde beschlossen, die Erhöhung legten. Das ist jetzt anders geworden, und man darf wohl erwarten. des otalzuflages so lange abzulehnen, bis die daß diese Organisationsbestrebungen nun von besserem Erfolg be- Lokalzuschläge in den Nachbarstädten Hannover und Magdeburg ebenfalls erhöht sind. Einverstanden mit der Erhöhung des Lokalgleitet sein werden. zuschlages war lediglich der Drucker des„ Braunschweiger Voltsa freund", misres Parteiorgans. Der Fall Hervé wächst sich immer mehr zu einer„ Affaire" großen Stils aus. Geheime Aftenstüde, Fälschungen, Gefeßesverletzungen nichts fehlt. Jetzt wird von dem Verteidiger Hervés, dem socialistischen Deputierten Briand, folgende Rechtsbengung des Sohen Rats für öffentlichen Unterricht" festgestellt. Der Hohe Nat hatte den Entscheid des Akademischen Rats von Dijon aufgehoben, weil diesem Geheimatten vorgelegen haben, die dem Angeklagten und seinem Verteidiger vorenthalten worden waren. Der Spruch von Dijon existierte also nicht mehr, er war aufgehoben, ein Returs gegen ihn also unnötig. In Schweden und in Norwegen bestehen bereits sehr beachtenswerte socialdemokratische Jugendverbände. In Schweden zählt die Centralorganisation jegt ca. 1500 Mitglieder, davon in Briand verlangte deshalb, daß die Angelegenheit feines Klienten Stocholin allein 600. Sie giebt ein eignes Blatt unter dem Titel dem Akademischen Nat einer andern Universität überwiesen werde." Brand" heraus, das in einer Auflage von 2000 Eremplaren er Diefer Auffassung muß wohl zunächst auch der Hohe Rat gewefen scheint. Inter anderm hat dieser Jugendverband auch eine eifrige In Norwegen fein, denn Hervé ist in den Besitz eines schriftlichen Urteils gelangt, gitation gegen den Militarismus betrieben. das am Schlusse der Vormittagsfizung abgefaßt und formgerecht ist der socialdemokratische Jugendbund" nur erst etwas über ein vom Vorsitzenden, dem Minister für öffentlichen Unterricht, unter- Jahr alt, dennoch zählt er bereits über 1000 Mitglieder. Der zeichnet ist. Dieser Entscheid enthält weiter nichts, als die Auf- Centralverein, der sich mitten in Christiania befindet, hat bereits vier bebung des Urteils der unteren Instanz. Erst später scheint man Filialen in den Vorstädten, abgesehen von den Filialen in den sich in dem Beratungszimmer eines andern besonnen zu haben, Städten der Umgegend und auf dem Laude. Neuerdings giebt der mait wollte wohl mit Hervé endgültig aufräumen. Nicht ein Jugendbund auch eine eigne Zeitschrift unter dem Titel„ Das Urteil wollte man finden, Bei den Gewerbegerichts Wahlen in Düsseldorf siegte nach einem uns zugehenden Privattelegramm die Liste der freien Gewerkschaften mit 4636 Stimmen über die der christlichen Gewerkschaften, auf die 3982 Stimmen entfielen. " 1 Ausland. Vorläufiger Friedensschluß in der dänischen Eisenindustrie. Zwischen dem Dänischen Schmiede- und Maschinenarbeiter- Berband" und den Meisterorganisationen der Eisenindustrie und der Schiffsverften in Dänemark und dem„ Bulfan" in Maribo ist ein vor läufiger Tarifvertrag zu stande gekommen, der bis zum 15. Januar bestreben, eine neue allgemeine Tarifgemeinschaft festzulegen. Mißliebigen vornehmen. Und mun erfolgte der giveite Beschluß, unter der Jugend zu wirken, Intereffe zu erwecken für die focialen der, wie bekannt, Hervé seines Amtes entsegt. Es eriftierte Beitfragen und im allgemeinen für die Ausbreitung des aber ja feinerlei Urteil der unteren Justanz mehr, es war beseitigt focialistischen Gedankens zu wirken. Bekanntlich haben die sehr starken durch die erste Sizung und durch den ersten Entscheid; der zweite Spruch ist vollständig ungefeglich. Man hat diese Gejegesverlegung mur wagen fönnen, weil man wohl vergessen beziehentlich übersehen hatte, daß mittlerweile der erste Entscheid bereits ausgefertigt und an Hervé übermittelt worden war. Briand, der Advokat Hervés, hat in einem Schreiben an den Minister diese Gesegesverlegung festgestellt und den Minister um Aufklärung ersucht. Der Fall Hervé dürfte also noch lange nicht zu Ende sein. Mißliebigen vornehmen, sondern die Erefution an einem 20. Jahrhundert" heraus. Zweck des Bundes ist es, für Aufklärung 1902 gelten soll. Bis zu diesem Zeitpunkt wollen die Parteien sich England. Eine Rede Lord Roseberys. Man meldet aus London: Die gefamite politische Welt erwartet mit größter Spammg die augefündigte Rede Lord Roseberys, welche derselbe am nächsten Montag in Chesterfield halten wird. Sämtliche Blätter er flären, noch nie sei in England mit größerer Erwartung der Rede eines Politikers entgegen geiehen worden. Obgleich der für den Zwed gemietete Saal 8000 Personen fassen soll, wird derselbe nicht genügen, um auch nur einen Teil der Zuhörer faffen zu können. Italien. Zanardelli über die Hebung des Südens. Bei der Beratung von Luzzatti und Salandra eingebrachter Anträge betreffend die Besserung der Zustände in Neapel und SüdA Sociales. liberalen Jugendverbände Norwegens ganz wesentlich zu dem Emporkommen der herrschenden Linten Partei beigetragen. Der Zur Sygicine im Schneidergewerbe. Der Verein für öffent neue Jugendbund bereitet sich nun darauf vor, der Socialdemokratie dieselben Dienste zu leisten Es wird jezt auch danach gestrebt, liche Gesundheitspflege in Nürnberg, der zum größten Teile ans eine gemeinfame skandinavische Jugendorganisation zu gründen. Aerzten besteht, hat im Sommer de. Js. auf Anregung der dortigen Auch in der Hauptstadt Finnlands hat sich vor kurzem Zahlstelle des deutschen Schneiderverbandes eine Untersuchung von unter dem Namen Helsingfors socialistischer Jugendklub" eine 44 Schneiderwerkstätten( Sonfettions- Heimarbeiter) veranstaltet, über Organisation zur Förderung der socialistischen Gefimmung unter den deren Ergebnis der Arzt Dr. Merkel in einer Mitgliederversammlung jungen Lenten gebildet. Bereits bei seiner ersten Versammlung ge- des Vereins gelegentlich eines Vortrages über obiges Thema einige wann der Klub über 50 Mitglieder. Eine sehr starte nationale interessante Angaben machte. Er bemerkte einleitend, daß die WerkstättenJugendbewegung, die besonders auch in den Landstädten großen An- verhältnisse im Sommer erfahrungsgemäß beffer feien als im Winter, hang hat, besteht in Finnland schon seit Jahren. Diese hat aber vor wo der Wärme wegen noch Betten in die Werkstätte kommen. Die allem die Nüchternheitsfrage und das nationale Bildungsstreben auf Wohnungen bestanden fast stets aus Stube, Kammer und Küche, wo ihrem Programm und nimmt bestimmt Abstand von„ umstürzlerischen" eine Wohnung größer ist, wird davon vernietet. In 11 Fällen Tendenzen. Man hofft, daß mit Unterstützung der Arbeiterpartei fich wurde die Werkstätte zugleich auch als Wohnraum benüßt, in die socialistische Jugendorganisation rasch entwickeln wird. 3 Fällen waren beide Räume nur durch einen Vorhang von einander getrennt. Siebenmal standen Betten in den Werkstätten. Winter steht aber mindestens überall je ein Bett in der Werkstätte, abgesehen von der dem Kinderwagen, auch im Commer regelmäßig feinen Blaz ba hat. Die Leiter der Attien- Gesellschaft Leipziger Wolltämmerei Häufig wird auch die Wäsche in der Werkstätte am Ofen hatten sich in einer mehrere Tage währenden Verhandlung vor der getrodnet. Ju einem Fall befand sich ein an Kenchhusten erkranktes Leipziger Straffammer wegen Berschleierung der Bilanz zu ver- Kind, in einem andern Fall drei an derselben Krankheit leidende Aus Industrie und Handel. Kinder in der Wertstätte, 3 mal je ein an Lungentuberkulose Er- sehr oft von den Schuleuten zum Weitergehen aufgefordert werden Es folgt dann die Bernehmung des Angeklagten Reger, ber frankter, in einem der drei zuletzt genannten Fälle hausten mit dem missen. Bei Sistierungen habe 2. sich widersetzt und das Mitleid ebenso wie der erste Angeklagte eine wahre Verbrecherphysiognomie Kranken 4 Familienmitglieder in demselben Raume. Diphteriefrante der Straßenpaffanten wachgerufen. So habe im Oktober eine ehr befigt und die gleiche talte Ruhe bei seinen Aussagen bewahrt, ivie, Kinder fanden sich 2 mal, in einem Fall war kurz vorher ein Kind bare Frau, die den Angeschuldigten dem Schuhmann entrissen habe, der junge Sommer. Er giebt an, daß er den Plan zu der Eri an diefer Krankheit gestorben, der Bater und ein Geselle arbeiteten der versuchten Gefangenenbefreiung sich schuldig gemacht." Der An- mordung des alten Sommer schon kurz nach Beginn seines Verhält in demselben Raume. Ansteckende Krankheiten wurden im ganzen geflagte versicherte, daß sein leidender Zustand es ihm unmöglich mache, niffes mit der Elisabeth Sommer gefaßt habe, da der Vater: 7 mal fonstatiert. Durch die in solchen Werkstätten hergestellten Kleider längere Zeit zu gehen, er miffe sich oft ausruhen und natürlich das Verhältnis mit scheelen Augen angesehen und ihn werden selbstverständlich Krankheiten leicht übertragen, ganz ab- auch stehen bleiben. Die Thatsache, daß seine sämtlichen Ent stets gedrängt habe, die monatlichen Alimente in Höhe gesehen von der Ansteckungsgefahr für die in dem gleichen Raume lastungszengen nicht geladen seien, erscheine befremdlich, er beantrage, von 12 m. pünktlich zu bezahlen, was ihm oft sehr arbeitenden Personen. die Sache zu vertagen, damit Gelegenheit geboten werde, seine schwer gewesen sei. Da der Angeklagte Reger im weiteren Der Luftraum betrug durchschnittlich pro Kopf( awei Kinder für Beugen zu vernehmen, denn die Aussagen der Polizeibeamten feien Laufe feiner Bernehmung sehr unzusammenhängende Antworten einen Erwachsenen gerechnet) 9,9 Kubikmeter. In der Strafanstalt Blößen- unwahr. giebt und schließlich allerlei Erzählungen von angeblichen Bisionen see tommen auf jeden Gefangenen 28 bis 29 Kubikmeter! Abends Do Gericht lehnte den Antrag auf Vertagung ab und verurteilte 2. vorbringt, die er im Untersuchungsgefängnis gehabt haben will, arbeiten in der Konfektions- Hausindustrie regelmäßig die Kinder mit, zu insgesamt 60 M. Geldstrafe. im Unvermögensfalle zu 20 Tagen Haft. tam das Gericht und die Verteidigung zu dem Beſchluſſe, den und dann findet eine unerhörte Ausnutzung des Luftraumes statt. Die Aufsehen erregende Anklage wegen Notzucht, welche Bezirksmedizinalrat UIImann Zweibrücken zu den weiteren Ver Die Lüftung war durchgehends mangelhaft. Die natürliche Be- gegen den Feldwebel Strauch, vom 1. Garde- Infanterie- Regiment handlungen hinzuzuziehen, um den Angeklagten auf seinen Geistesleuchtung war 9 mal ungenügend, 3 mal genügend, 23 mal gut, zu Potsdam erhoben war, beschäftigte am legten Donnerstag in austand beobachten zu lassen. 6 mal sehr gut. Bur abendlichen Beleuchtung wurde 39 mal Be- fiebenstündiger Verhandlung die Berufungsinstanz des Kriegsgerichts Es folgt dann das Verhör der Mutter, die mit großer Zungen troleum, 3 mal Gasglühlicht und 1 mal elektrisches Licht verwendet. des Garde- Corps. Der Angeklagte, ein Mann von tabelloser Führung und fertigkeit und unter wiederholter Anrufung des lieben Herrgotts" Die Reinlichkeit in den Werkstätten mußte 10 mal als ungenügend 14 jähriger Dienstzeit, sollte im Lustgarten zu Potsdam die Kellnerin zunächst die Beschuldigung zurückweist, als ob sie vom Mordplane bezeichnet werden. Waschgelegenheit für die Hände war in Dombrowska aufgelanert haben. Den männlichen Begleitern derfelben felbst vorher Kenntnis gehabt habe. Sie habe nur die Ausführung den 44 untersuchten Werkstätten nur 18 mal vorhanden. hätte sich Strauch als Eicherheitsbeamter vorgestellt und sie mit Hinweis mit angefeben, aber nichts dagegen thun fönnen. Ihr Mann, so In diesen 18 Fällen hatten sich 1 mal 7, 2 mal je 6, 2 mal je 5, auf seine Beamtenqualität entfernt. Die Kellnerin will dann von giebt die Angeklagte weiter an, sei stets ein Wüterich gewesen, der 1 mal 4, 6 mal je 3 Personen in ein Handtuch zu teilen. 32 mal dem Feldwebel vergewaltigt worden sein. Das Kriegsgericht der fie und die Kinder in der schlimmsten Weise mißhandelt habe. Troßwurde in der Werkstätte bezw. im Wohnraum auch gefocht. Gebügelt I. Garde- Infanterie- Division, vor welchem sich Strauch seiner Beit zu dem habe sie aber durchaus nicht daran gedacht, ihn aus der Welt Petition an den Dunbeer in verantworten hatte, fam in feiner Sigung zu einem Freispruch. Der zu schaffen, diese Idee habe ihnen allen vielmehr erst der Reger Der Vortragende schloß sich in allen Dingen der bekannten Gerichts here legte jedoch Berufung ein, und in der gestrigen Verhandlung imputiert. Dieser sei der böse Geiſt im Hause gewesen. Als bann und befürwortete die von den des Ober- Kriegsgerichts fand eine denkbar eingehende Beweis Auf- aber die That beschlossen war, habe sie nicht mehr den Mut gefunden, Schneidern Nürnbergs aufgestellte Forderung auf Einrichtung von nahme statt. Der Ansicht des Vertreters der Anklage, welcher von dem Plane Widerstand entgegenzusehen, umfomehr, als auch Reger der Schuld des Feldwebels überzeugt, unter Bubilligung mildernder fehr gewaltthätig gewesen sei und er doch der Liebhaber ihrer Kinderarbeit in Italien. Die italienische Regierung will das Umstände zwei Jahre Gefängnis beantragte, fonnte fich der Gerichts- Tochter war. Die vierte und letzte Angeklagte, die Tochter Elisabeth Sommer, Miminal- Alter für die zur Fabritarbeit zugelaffenen Stinder erhöhen. hof nicht anschließen. Geflüßt darauf, daß die HauptbelastungsWie notwendig diese Maßnahme ist, zeigt die Mitteilung, daß in zeugin, die Kellnerin Dombrowska, in der gestrigen Verhandlung gesteht zu, von der That Kenntnis gehabt zu haben. Sie habe jedoch der italienischen Seidenindustrie, welche insgesamt 646 Fabriken und ihre früheren Aussagen bedeutend abschwächte und zugab, daß der in ihrer Bestürzung nicht gewußt, was sie hätte thun müssen. Auch 93 612 Arbeiter umfaßt, nicht weniger als 21 247 Kinder im Alter Thäter auch ein andrer Mann gewesen sein könne, ferner, daß ein habe sie die Möglichkeit erwägen müssen, daß sie mit einer Anzeige von 9 bis 10 Jahren, 8176 von 10 bis 12 Jahren, 18 525 von weiterer wichtiger Belastungszeuge nachweislich ungenaue Angaben ihre ganze Familie ins Unglüd stürzen würde. Die Angeklagte ift Der Vorsitzende versucht 12 bis 15 Jahren beschäftigt find; 30 490 Personen stehen im Alter von erstattete, und schließlich daraufhin, daß sämtliche Vorgesetzte dem sehr schwach und weint unaufhörlich. 15 bis 21, 34 294 von über 21 Jahren. Bei Festsetzung der Alters- Angeklagten ein glänzendes Leumundszeugnis ausgestellt hatten, fodann, nochmals mit dem Angeklagten Reger zu verhandeln. Da grenze von 14 Jahren würden wohl ca. 40 000 tinder von der sprach der Gerichtshof in seiner gestrigen Situng, die unter Aus dieser aber wiederum den wilden Mann" spielt und schließlich sogar Fabritfron befreit werden. Natürlich protestieren die Unternehmer schluß der Oeffentlichkeit stattfand, den Feldwebel Strauch kostenlos frei. behauptet, daß er den Geist des Ermordeten vor sich sehe, stellt der Sachverständige den Antrag, den Angeklagten Reger auf dagegen, schwagen nach alter Melodie vom Ruin der Industrie usw. 6 Wochen einer Frrenanstalt zur Beobachtung zu Dabei sind die meisten Seidenindustriellen in Italien schweizerische Kapitalisten und Ausbeuter, in deren Heimat schon seit 1878 Kinder überweisen. Diesem Antrage entsprach das Gericht nach furzer unter 14 Jahren nicht in Fabriken beschäftigt werden dürfen. Und Beratung, indem es zugleich den Beschluß faßte, die Angeklagte bei diesem Verbot sind die schweizerischen Seidenbarone immer Elifabeth Sommer aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Die reicher geworden. Verhandlung wurde sodann auf unbestimmte Zeit ausgefegt. wurde in allen Fällen in der Werkstätte. Betriebswerkstätten. = Eine Mörderfamilie vor dem Schwurgericht. Zweibrüden, den 13. Dezember. Vor dem hiesigen Schwurgericht begannen heute früh unter ungemein starkem Andrange der Bevölkerung die Verhandlungen in dem Brozesse gegen die Witwe Sommer, deren Sohn und Tochter und ihren Schwiegersohn, den Bergmann Reger, die der ErDie Lebenshaltung der auftralischen Arbeiter. mordung ihres Mannes, bezw. Vaters und Schwiegervaters, des Bergmannes Wilhelm Sommer beschuldigt werden. Die vier Einer Arbeit M. A. Métin's im franzöfifchen Office du Travail Angeklagten wurden vor Beginn der Sigung unter starker Bedeckung entnimmt die Sociale Pragis einige interessante Angaben über in den Saal geführt. Zwischen Mutter und Tochter nimmt ein Löhne und Lebensmittelpreise in den australischen Kolonien. In Gendarm Play, ebenso wurde neben dem Sohne und dem SchwiegerNeeseeland schwankt der Tagelohn in den Städten zwischen 4 und ohne ein handfester Gendarm postiert. Die Personalfeststellung ergiebt, 12 Schilling( Mark), auf dem Lande zwifchen 15 und 30 Schilling pro Woche daß die Mutter allein in den Jahren 1880 bis 1896 vierzehnmal inkl. Verpflegung; feit Einführung des obligatorischen Schiedsgerichtsverfahrens in Neuseeland zeigt sich eine Tendenz zur durchschnittlichen wegen Bettelns, ferner wegen Diebstahl und Landstreicherei vorbestraft Firierung des Tagelohnes für gelernte Arbeiter auf 10 Shilling. und die 20jährige Tochter sind noch unbestraft, dagegen hat der ist. Sie steht gegenwärtig im 48. Lebensjahre. Der 18jährige Sohn Doch hat Neuſeeland die höchsten Löhne; in Südaustralien stellt sich Schwiegersohn verschiedene Borstrafen wegen Unfugs und Körperder durchschnittliche Tagelohn auf 5 bis 6 Schilling, in Sidney und verlegung erlitten. Nach dem Eröffnungsbeschluß werden der Sohn Sind die Nominallöhne nach europäischen Begriffen bereits und der Schwiegersohn beschuldigt, am 12. Auguft d. I. den sehr hoch, so find die Reallöhne noch höher. Denn nichts ist irrlich und mit Ueberlegung getötet zu haben. Der Mutter wird zur tümlicher, schreibt M. Métin, als zu glauben, daß das Leben in Last gelegt, den Mördern durch Rat und That wissentlich Beihilfe Australien viel teurer als in Europa sei. Mindestens trifft dies geleistet zu haben. Endlich wird die Tochter beschuldigt, von der Fleisch, Brot, Milch und Butter find ziemlich billig und ist für die war, Kenntnis gehabt zu haben, ohne daß sie die That verhütete. nicht hinsichtlich der Deckung der wichtigsten Lebensbedürfnisse zu: Wordabsicht zu einer Zeit, wo die Verhütung der That noch möglich Lebensmittelpreise überhaupt ein fonstantes Sinten seit einer Reihe von Jahren zu konstatieren. Der Berichterstatter teilt mit, daß man Ludwig Sommer, der mit unheimlicher Ruhe im Pfälzer Die Verhandlung beginnt mit der Vernehmung des Sohnes in Arbeiterrestaurants in Sidney und Melbourne für 60 Centimes Dialett folgendes angiebt: Seine mitangeklagte Schwester Elisabeth ( 48 Pfg.) ein gutes und reichliches Mittagessen, bestehend aus Suppe, babe ein Verhältnis mit dem Angeklagten Reger gehabt, dem ein Fleisch und Gemüse, Mehlspeise, Brot und Thee erhält. Während Kind entsprungen ist, das jetzt im zweiten Lebensjahre steht. der französische 44 Proz. und der englische 42.2 Proz. feines Lohnes für die Ernährung aufwenden muß, verwendet der Arbeiter in Australien hierfür bloß 34,4 Proz. feines Lohnes. Melbourne auf 8 bis 9 Schilling. Berliner Partei- Angelegenheiten. Schöneberg. Am Dienstag, den 17. Dezember, bei Obst, Meiningerstr. 8: Versammlung des Wahlvereins.( Siehe Inserat.) Wilmersdorf. Mittwoch, den 18. Dezember, abends 81/2 Uhr, findet eine außerordentliche Vereinsversammlung in Wittes Bollsgarten, Berlinerstr. 40, statt. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung und Diskussion über die verfloffenen Wahlen. Diejenigen Genossen, welche Parteitags- Brotokolle bestellt haben, werden ausdrücklich ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen, uni dieselben in Empfang zu nehmen. Koepenick. Den Mitgliedern des socialdemokratischen Wahl vereins zur Nachricht, daß am Dienstag, 17. Dezbr., abends 8 Uhr, im Lokale von Alb. Stippekohl, Schönerlinderstr. 5, die Mitglieder: versammlung mit einem Bortrag des Genossen Ko te stattfindet. 0 Gerichts- Beitung. waren, Dersammlungen. Genossin gettin über die Wucherzölle am Montag in Rummelsburg Wegen Eintritts der Polizeiftunde wurde der Vortrag der unterbrochen. Der überwachende Beamte löfte die Versammlung Saales auf. Die Wirkung des Vortrages auf die Zuhörer wurde da ohne weiteres auf und forderte die Versammelten zum Berlaffen des Saales auf. Die Wirkung des Vortrages auf die Zuhörer wurde dadurch natürlich nicht abgeschwächt. Der socialdemokratische Wahlverein Rigdorf hielt am Mittwoch, den 11. Dezember, bei Münzer, Knesebedſtr. 113, feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Die Genoffen Hendrischke und Henning erstatteten als Delegierte Bericht von der General des Central- Wahlvereins für Teltow- Beeslow Storfow- Charlottenburg. Das Referat übernahm Genosse Böste. Derfelbe führte aus, daß, obgleich Nixdorf ein Proletarierort fei, die Organisationsfrage noch viel zu wünschen übrig laffe. Redner richtete an die Mitglieder den Appell, die Organisation mehr und mehr auszubauen und zu wirklich tüchtigen Genossen zu werden. Aufgenommen wurden 43 neue Mitglieder. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Nebungsstunde in der Centrale findet morgen abend nicht flatt, sondern am Mittwoch, den 18. b. M., abends 9 Ubr, rebener ertrag über: praktische Uebungen. Gäste und neue Teilnehmer jederzeit willkommen. ,, Ertrinken, Ersticken, verschiedene Formen der Bewußtlosigkeit." Nachher Montag, den 16. Ed. M., abends 9% Uhr, im Restaurant Daly, Stalizer: Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. straße 94b, Bezirksversammlung. Reger habe auf Wunsch der Mutter Kost und Logis bei ihr genommen, weil sie dadurch eher zu den Alimentationsgeldern zu kommen gehofft habe und zugleich glaubte, daß das Verhältnis zu einer Heirat führen werde. Ne ger habe sich jedoch nicht mit dem Vater vertragen können und es habe fortwährend Streit gegeben. Sohn, herangetreten mit dem Bemerken, daß der Vater kalt ge= Anfang August d. J. fei Reger dann wiederholt an ihm, dem ehte Nachrichten und Depelthen. Wegen Beteiligung au einem Begräbnis macht" werden müsse, weil nicht mehr mit ihm auszukommen sei. 600 Mann ausgesperrt. Er habe dazu nichts gefagt, aber auch keinen Widerspruch geäußert. Lübeck, 14. Dezember. Angefl.: Weil der uns auch im Wege Der Köln. 8tg." wird von hier Präs.: Weshalb nicht? war. Präf.: Er soll mit Ihrer Mutter öfter Spettafel gemacht depeschiert: Auf Kochs Schiffswerft wurden über 600 Arbeiter und fie geschlagen haben? Angefl: Ja, er trant auch sehr auf fünf Tage ausgesperrt, weil sie ohne Erlaubnis der viel. Präf.: Was hat dann der Steger gesagt? Angel.: Werftleitung an dem Begräbnis eines verunglüdten Präf.: Das ist Ihnen aber wir müßteilt in ben Wald fodten. über den Berg schaffen und das ginge am besten, Arbeiters teilgenommen hatten. wenn wir ihn 1200 Personen arbeitslos. nicht gelungen? AngetL: Nein. Der Vater fagte: Ich weiß chon, Ihr möchtet mich wohl umbringen, da gehe ich nicht mit. Frankfurt a. M., 14. Dezember.( B. H.) Nach einer Meldung Darauf meinte t eger, wir müßten es im Hause abmachen und der" Frankfurter Zeiumg" ist der Brand in der Kammgarndie Leiche verstecken. Präs. Man hätte ihn doch aver vermiẞt? Angefl.: Wir hätten gefagt, er wäre nach Dortmund fpinnerei Derendingen vermutlich durch Kurzschluß der elektrischen Leitung entstanden. Der Geschäftsbetrieb ist vollständig gegangen. Er hatte da einen Bekannten, einen Monteur, der ihm eingestellt worden, wodurch 1200 Personen arbeitslos oft geschrieben hatte, er solle doch nach Dortmund kommen, da könne er mehr verdienen. Und der Vater wollte auch schon longe hin- werden. Der enorme Schaden geht in die Hunderttausende. fahren.- Präs.: Sie meinen also, die That wäre auf diese Weise Explosion. nicht entdeckt worden?- Angek: Ja. leber die That selbst Einer der vielen Prozeffe, welche durch den Koniker Mord entstanden sind, gelangte gestern vor dem Schöffengericht gegen den Verleger der Staatsbürger- Zeitung", Wilhelm Bruhn, und den giebt der Angeklagte an: Steger habe die verschiedenartigsten Vors Graz, 14. Dezember.( B. S.) Das Pulverwerf ntrig verantwortlichen Redacteur derselben, Dr. Paul Böttider, zur Schläge gemacht, schließlich verabredete man, daß Steger den Grift mit 224 Kilo Bulver in die Luft geflogen. Es foll fi Werhandlung. Der Journalist Rauch hatten gegen die Genannten Strafantrag gestellt, weil in den Nummern 265 und 266 der mordeten überfallen und erwürgen mid er, der Sohn, ihn nur feit um einen Rache- Aft von Arbeitern handeln, die mit den Wertführern Staatsbürger Zeitung" Artikel veröffentlicht worden halten sollte. Am Sonntag, den 11. August, sei dann die That für in Streit geraten waren. Es wurde niemand verletzt. bie fich mit feiner Perfon beschäftigten und schwere den Abend des folgenden Tages genau verabredet und die Mutter Italienische Deputiertenkammer. Angriffe gegen ihn enthielten. Es wurde 11. a. behauptet, daß der und die Tochter davon benachrichtigt worden. Als man sich dann am nächsten Abend zum Nachteffen niedergesezt habe, habe Steger Rom, 14. Dezember.( W. T. B.) Das Haus nimmt die Beratung Stläger Polizeivigilant fei, im Guthmann- Prozesse eine eigentümliche ihn, den Sohn, auf den Fuß getreten und nun feien sie beide auf der Anträge Luzzatti und Salandra betreffend die Rolle gespielt, dem Journalisten Verein gegenüber sein Wort ge den Vater zugestürzt und hätten ihn über eine Stifte geworfen. Befferung der Zustände in Neapel und Süditalien brochen und als Rechercheur des„ Kleinen Journals" in Konig in Er habe den Bater gehalten, Reger hätte ihm ein wieder auf. Ferri begründet eine von ihm namens der socialistischen einer Weise gehandelt habe, daß er von dort bei Nacht und Rebel nie auf die Brust gesezt und ihm den Hals zugedrückt. Die Gruppen eingebrachte Tagesordnung und bemerkt dabei, in Norditalien habe flüchten müssen. Der Kläger glaubte Anhaltepunkte dafür zu Schwester sei alsbald aus dem Zimmer gegangen, während die tomme das Verbrechen gleichsam nur in Oasen vor, ebenso wie in haben, daß der Beklagte Bruhn der Verfasser der beiden inkriminierten Mutter unter Schimpfworten auf den Vater sie beide aufgefordert Süditalien die Rechtschaffenheit. Diese Bemerkung erregt im Hause Artikel gewesen sei, was von dem letzteren indessen entschieden be- habe, es dem„ Ker!" ordentlich zu geben. Sie habe auch die Thür großen Lärm. Laute Protestrufe erschallen von allen Seiten, sodaß stritten wurde Der als Zeuge vernommene Journalist 2 i ene de verschlossen, damit kein Unberufener in das Zimmer hinein kommt. Ferri seine Rede unterbrechen muß. Der Präsident ersucht Ferri, befundete, daß er jedenfalls das Material zu den beiden Artikeln Nachdem Reger den Water etwa 6 Minuten gewürgt hatte, habe feine Worte zu erläutern. Dieser versucht zu sprechen, aber der Lärm geliefert, möglich sei es auch, daß er diefelben selbst verfaßt habe. Ob er die Berichte an den Beklagten Bruhn oder an die Redaktion der er, der Sohn, dessen Puls gefühlt und benterkt, daß dieser nur noch übertönt seine Stimme, und der Präsident hebt unter dem Beifall ganz langsam schlug. Er habe davon auch Reger Mitteilung ge- des Hauses die Sigung auf. Staatsbürger- Zeitung" adreifiert habe, wisse er nicht mehr. Der Kläger Rauch gab zu, daß er Gehilfe des inzwischen wegen Meineids ver- macht, doch habe dieser weiter gewürgt mit dem Bemerken: Er Wien, 14. Dezember.( W. Z. B.) Die Neue Freie Preffe" urteilten Detektivs Schiller, der im Dienste der jüdischen Partei stand, 3appelt noch ganz gehörig! Darauf habe er, Angeklagter, gewesen sei und von Konig aus Berichte für das kleine Journal" auch noch seine Hand an die Kehle des Vaters gelegt und meldet aus Lemberg: Auf einer Entrüstungs Versammlung in geliefert habe. Im übrigen feien alle gegen ihn erhobenen Vor- dieſe ca. 1/2 Minuten zugedrückt, bis sich fein Leben mehr Jaroslau wurde gestern die Boykottierung derjenigen Dann habe zeigte. Reger dem Bater den Geldbeutel, Kaufleute und Gewerbetreibenden beschloffen, welche würfe unwahr. Durch die Zengenvernehmung wurde erwiesen, daß und das Taschenmesser der Kläger niemals in den Diensten der Polizei gestanden hatte, den Leichnam in ein Rebenzimmer geschleift. Santabat fortgenommen und waren aus Preußen beziehen. Die Krakauer tauf. Bräi.: Was männische storporation beschloß gestern, behufs Abbruch 3 ebensowenig wurden die übrigen über seine Berfönlichkeit aufgestellten thaten Єie dann? Behauptungen erwiesen. Der Gerichtshof sprach den Beklagten Bruhn räf.: Und es bat Ihnen gut geschmeckt?- Angetl.: Ja. Dann zu thun. Angell.: Wir haben zur Nacht gegessen. der Handelsbeziehungen zu Deutschland Schritte Krakauer Blätter berichten, daß die anläßlich des frei und verurteilte den Beklagten Dr. Bötticher zu 250 M. Geld- bätten sie sich alle zur Ruhe begeben und um 1/23 Uhr nachts sei Weihnachtsfestes von deutschen Geschäftsleuten hierher gesandten strafe. Von der Verbängung einer Freiheitsstrafe sei Abstand ge er mit Reger davongegangen, um den Leichnam in dem Reservoir Preisverzeichnisse massenhaft zurückgeschickt würden mit dem Vernommen worden, weil zu damaliger Zeit die Wogen der Erregung der Trinkwasserleitung der Arbeiterkolonie Websweilerhof zu ver- mert: Nicht angenommen wegen Wreichen". in betreff der Konizer Mordaffaire besonders hochgingen. Dem Kläger stecken. Auch hinzu sei der Plan von Reger ausgegangen. Auf die London, 14. Dezember.( W. T. B.) Heute ist ein BI a ubuch sei die Befugnis zugesprochen, das Urteil in der Staatsbürger Frage, wie er als Sohn fich als Mitthäter zur Ermordung feines veröffentlicht worden, welches den Schriftwechsel zwischen dem Beitung" und im Kleinen Journal" zu veröffentlichen. Waters habe hergeben können, erwidert der Angeklagte gleichgültig, daß Oberkommissar Milner und Chamberlain enthält und genau Einen Einblick in das zwischen Polizei und Straßen das Familienleben sich dann jedenfalls besser gestaltet haben die Absichten der Regierung bezüglich der Herabjegung der Zahl der händlern herrschende gespannte Verhältnis gewährte eine Ber- würde. Gewissensbiffe habe er nicht über die That empfunden, Flüchtlinge in den großen Konzentrationslagern und der Errichtung handlung, die gestern gegen den Händler Lische isti wegen Ueber- fo wenig wie seine Mutter und der Angeklagte Reger, fleinerer Lager darlegt. fretung einer Polizeiverordnung, vor dem Amtsgericht I stattfand. der 110ch allerlei Wize darüber gemacht habe, daß Insgesamt habe die Sterblichkeit unter den Weißen in Ein als Beuge anwesender Polizeilieutenant bezeichnete den An- der katholische Pfarrer von Hähen um feine Gebühren den Konzentrationslagern in Transvaal und im Oranjestaat im getlagten, einen seit 1893 erblindeten Mann, als eine Plage und der Sargfabrikant um seinen Verdienst komme, da die Monat Oftober 3156 und im November 2807 betragen, davon seien für die liebe Polizei. Entgegen der Polizeiverordnung, nach Leiche doch in dem Reservoir liege. Auch daß sie mit dieser 4904 Kinder gewefen. In der Zeit von Juni bis November welcher den Händlern untersagt ist eine feste Handels- That das Trinkwasser der Kolonie vergifteten, hat ihnen keinerlei einschließlich feien 12441 gestorben, davon 10 113 Kinder. Die stelle auf der Straße einzunehmen, habe der Augeschuldigte Beschwerden verursacht. Gefanitzahl der weißen Flüchtlinge in den Lagern betrage 117 964, Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. 01 den -Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Babing in Berlin. # Mr. 293. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 15. Desember 1901. Lokales. Ein Werk der Berliner Genossen! Ein feit längerer Zeit von den Berliner Barteigenoffen gehegter Plan, den„ Borwärts" in eigner Druckerei herzustellen, geht seiner Verwirklichung entgegen. Am 1. Oktober 1902 wird in der Lindenstraße 69 die mit Maschinen neuester Technit ausgerüstete Zeitungsdruckerei, verbunden mit Accidenzdruderei und Buchbinderei, eröffnet werden. Außer der Druckerei werden auf demselben Grundstück Redaktions-, Expeditions- und für die Buchhandlung Vorwärts bestimmte Räume eingerichtet. Die Buchhandlung und die Tageserpedition werden in großen, an der Straße liegenden Lokalen untergebracht. Die für Druckerei, Redaktions- und Expeditionszwede bes stimmten Räume haben einen Flächeninhalt von mehr als 4000 Quadratmeter und werden mit Centralheizung und elektrischer Beleuchtung ausgestattet. Die Zeitungsmaschinen und Schnellpressen werden nach den Leistungsfähigsten Systemen gebaut und durch Elektromotoren neuester Konstruktion getrieben werden. 92 " Eine Schande für eine deutsche Universität 1" 2c. Ein Pole er in den Landwehrkanal stürzte. Einem Schußmann gelang es, die widerte: Psa krew!"( Bluthund). Num erhoben sich die deutschen Lebensmüde nach kurzer Zeit aus Land zu bringen. Da sie noch Studenten, ungefähr 200 an der Zahl, und machten Miene thätlich Leben zeigte, so wollte man sie nach der Charité bringen, auf dem vorzugehen. Ein herbeigerufener Aufsichtsbeamter der Universität Wege dorthin aber starb sie. hielt jedoch die 200 deutschen Helden in Schach, bis die Polen lang- Die erste Tauben- Ausstellung des Berliner Flugtaubenfam den Saal geräumt hatten. Wen die größere Schuld an den Vereins ,, Victoria" findet an den drei Weihnachts- Feiertagen, beiden Seiten zu mangeln. Vorkommniffen trifft, bleibe dahingestellt, an Toleranz scheint es auf 25.- 27. Dezember 1901, in den Räumen des Restaurants„ Luisenhof", Buckowerstt. 9, Ecké Dresdenerstraße, statt. Das Rigdorfer Kanalprojekt. Die Gemeinde Rigdorf hat Verloren. Am 11. d. M., abends, ist auf dem Wege von der beschlossen, schleunigst mit dem Bau eines Slichkanals durch die Andreasstraße, Ecke Frankfurterstraße, nach der Lithauerstraße der Köllnischen Wiesen nach dem Landwehrkanal zu beginnen und sich Betrag von 22,05 M. und eine Karte des Vereins Osten Nr. 3965 zu diesem Zwed mit dem Berliner Magistrat in Verbindung gefeßt., verloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, gegen ent Der Kanal durchschneidet Grundstücke der Gemeinde Berlin und soll sprechende Vergütung den Fund bei Frau Schmidt, Lithauerstr. 10, an beiden Seiten anbaufähige Straßen erhalten. Der Berliner of I, abzugeben. Magistrat hat sich in der gestrigen außerordentlichen Magistrats beschloffen, die ortsstatutarischen Beiträge für die Anlage der Sigung mit dem Antrage der Nachbargemeinde Rixdorf befaßt und Straßen, soweit Berliner Gemeindegrundstücke in Frage kommen. vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten- Bersammlung. schon im Voraus zu zahlen. Fenerbericht. In den Elektricitätswerken in der Brunnenstraße Trodenraume hatten Fässer mit Jolierlad und Del Feuer gefangen. am Sonnabend nachmittag Feuer aus. In einem Lager- und Trockenraume hatten Fässer mit Isolierlack und Del Feuer gefangen. nach balbstündigem Waffergeben beseitigt werden. Eine BetriebsDa ein großes Löschaufgebot zur Stelle, war, konnte die Gefahr An die Arbeitssäle schließen sich Erholungsräume für die im Antisemitische Hallucinationen. In einer antisemitischen Ver- erheblich. Schaufenster- Brände verursachten eine Alarmierung der störung findet nicht statt, doch ist der entstandene Materialschaden Betriebe beschäftigten Arbeiter an, die überhaupt eine den Anforde- sammlung, die am Freitagabend in der Tonhalle stattfand, trat als Wehr nach Andreasstraße 54 und Wilsnackerstraße 9. rungen der Hygiene entsprechende Arbeitsstätte finden werden. legter Redner wieder einmal auch der Dreschgraf idler auf. Er schilderte die gegenwärtigen Zustände in düsteren Farben, der Schluß Trockenkammer der bekannten Wollwarenfabrik von Ludwig Lehmann, Großfener fam am Sonnabendabend in Rummelsburg in der war, daß der Tag der blutigen Vergeltung für die Juden bald ge- Hauptstr. 5a, zum Ausbruch. Da die Gefahr sehr groß war und tommen sei. Er stand auf dem Podium, die Hände hoch erhoben, die freiwilligen Orts Feuerwehren mit der Fabrikwehr dem ents Palästen, von den Theatern, von den Börsenhallen. und rief:„ Ich sehe das rote Blut rieseln, von den feffelten Element nicht gewachsen waren, benachrichtigte der Orts. ichlagen dumpf zusammen Die Glocken vorstand die Berliner Feuerwehr, die den 6. Dampfsprizenzug aus Frieden geht durch Ströme von Blut! Wehe, Israel, wehe!" fie läuten zum Sturm. Der Weg zum der Köpenickerstraße zur Hilfe entsandte. Der Zug tam gegen 7 Uhr Derartige Hallucinationen sind das unverkennbarste Symptom herein dort an und gelang es nunmehr den vereinten Bemühungen, das gebrochenen Wahnsinns. Die antisemitische Menge, die das natürlich Feuer, das beträchtlichen Schaden verursacht hat, zu lokalisieren. Eine Betriebsstörung soll nicht zu wiffen braucht, brachte dem Bedauernswerten förmliche Friedrichs- Waisenhaus der Stadt Berlin blieb gänzlich verschont. Bemerkenswert ist, daß die Fabrit schon einigemal von Bränden Heimgesucht worden ist. Die Berliner Feuerwehr fehrte erst in später Nachtstunde nach Berlin zurück. Das Unternehmen, welches alle an einen modernen Zeitungsund Druckereibetrieb zu richtende Ansprüche in vollstem Umfange erfüllen wird, findet bei den Parteigenossen außerordentlich reges Interesse, und es darf mit aller Sicherheit darauf gerechnet werden, daß die Parteidruckerei sich der lebhaftesten Unterstützung der Arbeiter fchaft Berlins erfreuen wird. Ein Stück moderner Entwicklung. " Ovationen dar. = D nicht eintreten. Aus den Nachbarorten. Das angrenzende Die Angelegenheit des Stadtsekretäre Kuhlow in Char lottenburg hat jetzt seinen endgültigen Abschluß gefunden. Der erste Senat des Ober- Berwaltungsgerichts als Berufungsinstanz hat gestern abend nach sechsstündiger Verhandlung auf Dienstentlassung erkannt. Die Begründung des Urteils ging davon aus, daß durch die Beweisaufnahme festgestellt sei, daß Kuhlow als Beamter des Magistrats während eines Zeitraumes von zehn Jahren die Vermittelung von Grundstücksgeschäften betrieben habe. Die Art dieser Geschäfte sei mit der Stellung eines öffentlichen Beamten nicht verträglich. Die andren, von dem sogenannten„ Reichsglöckner" Gehlsen seiner Zeit erhobenen Beschuldigungen wurden von dem Gerichtshof als nicht erwiesen bezeichnet. Die Erledigung der vielbesprochenen Angelegenheit hat mehr als zwei Jahre in Anspruch genommen. Der Bezirksausschuß als erste Instanz im Disciplinarverfahren hatte auf eine Geldstrafe von 400 M. erkannt. Gegen das Urteil der ersten Justanz war sowohl von der Anklagebehörde wie von dem Beschuldigten Berufung eingelegt worden. Die Frage der allgemeinen Einführung von VororteDer Weihnachtsmarkt ist seit einigen Tagen eröffnet, aber die Schnellzügen, die neuerdings von den Bewohnern einzelner Vormeisten Berliner werden seiner nicht gewahr. Man muß schon mit orte angestrebt wird, beschäftigt die Berliner Eisenbahndirektion schon besonderer Ortskenntnis ausgerüstet sein, um die entlegenen Stadt- feit längerer Zeit und dürfte voraussichtlich im Laufe der nächsten gegenden aufzufinden, wo sich noch einige fümmerliche Reste der Jahre ihre Erledigung finden, umsomehr, als durch den zunehmenden früheren Herrlichkeit erhalten haben. Im Osten Berlins beispiels- Berkehr nach den Vororten nur durch eine derartige Einrichtung eine weise nahmen in den letzten Jahren noch zwei Reihen armseliger Entlastung der Strecken eintreten kann. Um den Plan jedoch zur Verkaufsbuden die Mittelpromenade der Großen Frankfurterstraße Ausführung bringen zu können, ist ein erweiterter Ausbau der in ein: Auch dieser Weihnachtsmarkt des Ostens hat das Feld räumen Frage kommenden Bahnstrecken dringend erforderlich. Vor allen Dingen müssen, seit zwei Rasenstreifen die Stelle bedecken, wo sonst die ist es notwendig, den gesamten Vorortsverkehr durch eigene GeleisBuden Platz fanden, und jetzt erinnern hier an den ehemaligen anlagen von dem Fernverkehr zu trennen, um so die Betriebs Weihnachtsmarkt nur noch eine lange Reihe von Straßenhändlern, sicherheit zu erhöhen. Die Vororts- Schnellzüge fömien natürlich nur die von der Andreasftraße bis zur Fruchtstraße ihre Handwagen in auf den Geleisen der Fernzüge verkehren, welche demgemäß neue der Frankfurterstraße aufgestellt haben, und Repfel, Nüsse, billige Spiel- Stationen erhalten müssen. Vororts Schnellzüge dürften zunächst waren, Baumschmuck und dergleichen feilbieten. So ist der Weih- eingerichtet werden auf den Strecken nach Ertner, Oranienburg und nachtsmarkt, einst eine beachtenswerte und beliebte Erscheinung im Straußberg. Ebenso wird Zehlendorf einen besonderen SchnellzugsBerliner Leben, zu gänzlicher Bedeutungslosigkeit herabgefunken. verkehr erhalten. Für die geplante Neneinrichtung fommen die Nicht die Verbannung aus der Nähe des Schlosses hat das Schidial Hamburger- und Lehrter Bahn nicht in Betracht, weil auf den des Berliner Weihnachtsmarktes bestimmt; er führte auch an seiner Strecken Berlin- Namen resp. Grünau bei der geringen Zahl der historischen Stätte schon seit Jahren nur noch ein fümmerliches an denselben liegenden Stationen und der ohnehin schon bedeutenden Dasein, denn seine ursprüngliche Bedeutung war längst geschwunden. Fahrgeschwindigkeit der Züge eine nennenswerte Verkehrsverbesserung Wie die moderne Entwicklung auf allen Gebieten des Erwerbs nicht stattfinden kann. Yebens neue Verhältnisse geschaffen hat, so sind auch für den geschäftIn der Charlottenburger allgemeinen Ort8- Krankenkaffe lichen Weihnachtsverkehr neue Formen entstanden. Die modernen Berfand am Freitagabend die Wahl der Arbeitgeber Delegierten statt. faufsgeschäfte, allen voran die großen Warenhäuser find es, die Von den Zünstlern war eine Liste aufgestellt, für die sehr eifrig heute auf die kauf- und schaulustige Menge eine eben so große AnPropaganda gemacht wurde. Trogdem erlangten die Herren nicht zichungskraft ausüben, wie es die Budenstadt auf dem Schloßplay die Majorität, sondern blieben mit 103 gegen 116 Stimmen, die in früheren Zeiten that. Zu Taufenden sieht man jegt Tag für Tag. für die Liste des alten Vorstandes abgegeben wurden, die Unternamentlich in den Abendstunden, Jung und Alt in die behaglich durch wärmten, von einer Flut elektrischen Lichtes erfüllten Kaufpaläste Hause Alexandrinenitraße 105/106 cin Verunglückter, Der Hilfeleistung widersetzte sich am Freitagabend vor dem legenen. der Aus dem Rummelsburger See gelandet wurde die Leiche strömen. Während die eleganten Verkaufsstätten der Leipzigerstraße Händler Tübbecke aus Reinickendorf, dem ein von seinem Wagen einer unbekannten Frau von etwa 55 bis 60 Jahren. Sie trug vorwiegend von Leuten aufgesucht werden, denen man ansicht, daß herabgefallenes schweres Faß einen Fuß zerquetscht hatte. Baffanten einen grünschwarzen Rock, eine graue Taille, ein rotbraun gestreiftes sie über ein leidlich gefülltes Portemonnaie verfügen, findet man in hoben ihn auf und versuchten ihn nach der Unfallstation zu tragen, Barchenthemd, eine wollene Unterjace, ein weißes Hemd, ein den Warenhäusern, die sich an den Hauptstraßen von Proletarier aber. wehrte sich heftig dagegen, und auch sein noch jugendlicher Schwarzes Kopftuch, grüne Strümpfe und einen Trauring mit den vierteln aufgethan haben, natürlich fast nur Männer, Frauen und Sohn leistete den Helfern Widerstand. Kinder aus Arbeiterkreisen. Nicht alle Besucher der Warenhäuser windende Mann bestand darauf, daß er auf den Wagen gehoben Der sich vor Schmerzen Zeichen W. F. 1854. find Käufer. Viele betreten die Geschäftsräume nur, um sich die feilgebotenen Herrlichkeiten anzuschauen, und die leider jetzt sehr schütteln der Zuschauer in schnellem Trabe nach Reinickendorf hinaus. Der Sohn ergriff die Bügel und fuhr unter dem Stopf zahlreichen Kunden, welche sorgfältig rechnen müffen, che sie sich zu einem Einkauf entschließen, haben in den Warenhäusern die beste Wegen Finderglücks" ist vorgestern nachmittag in der Gelegenheit, ungeniert zu suchen und zu prüfen, bis sie gefunden haben, was sie sich mit Rücksicht auf ihre beschränkten Mittel leisten fönnen. Die offenen Verkaufsstellen der Lederbranche( Lederhandlungen, Leder- Ausschnittgeschäfte, Lederschäfte- Handlungen mit Leder- Verkauf und Leder- Fabrik- Niederlagen) müssen nach einer Verfügung des Polizeipräsidenten vom 1. Januar 1902 ab in der Zeit von 8 Uhr abends bis 7 Uhr morgens für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein. wurde. So hat die moderne Entwicklung den Weihnachtsmarkt von der Straße in die zweifellos behaglichen Räume der Kaufpaläfte verlegt und ihm auf diese Weise zugleich neue Formen gegeben. Der alte Weihnachtsmarkt mit seinem lärmenden Treiben und feinen Bekundungen derben Volkshumors ist das allerdings nicht. Dieses Bild fleinbürgerlichen Lebens ist völlig verwischt worden durch die großkapitalistische Entwicklung im Handelsgewerbe. Brutal wie der Kapitalismus ist, hat er auch hier auf seinem Wege eine Anzahl schwacher Existenzen vernichtet, und manchem Kleinen Manne die Aussicht auf ein gutes Weihnachtsgeschäft genonnnen, aber wer sich der Waren erinnert, die früher in den Buden feilgeboten wurden, Untersuchungsgefängnis eingeliefert. und damit die Erzeugnisse der modernen Industrie vergleicht, die heut in den Warenhäusern zum Kauf ausgeboten werden, der muß zugeben, daß diefe Entwicklung, trotz ihrer bedauerlichen Rebenerscheinungen ein Forschritt ist. Leipzigerstraße der ehemalige Kellner Linde festgenommen worden. Ein Kriminalbeamter beobachtete den wegen Taschendiebstahls bereits vorbestraften 2. und zwar, wie dieser sich an ein Schaufenster heran: drängle, vor welchen fich eine größere Anzahl Personen aufhielten. Blöglich bückte sich L. und hob anscheinend von der Erde ein Borte monnaie auf, mit dem er sich schnell entfernen wollte. Hieran wurde er jedoch von dem Beamten gehindert, der sofort feststeйte, daß das Geldtäschchen einer Dame aus dem Muff gezogen worden war. Auf der Polizeiwache, wohin 2. gebracht wurde, wurden bei ihm noch drei Portemonnaies entdeckt, welche der Festgenommene sämtlich gefunden haben will. Da die Behörde jedoch den Angaben des ehrlichen Finders", er habe noch nicht Zeit gehabt, die Sachen auf dem Fundbureau abzugeben, keinen Glauben schenkte, so wurde er in das maßen: Seinen Verlegungen erlegen ist der 55 Jahre alte Arbeiter August Trautmann aus der Moritzstraße Nr. 14/15, der durch einen Sturz von der Lowry verunglückte, als er auf dem Lehrter Güter bahnhof Möbel ablud, sich einen Bruch der Wirbelsäule zuzog und nach dem Krankenhaus am Urban gebracht wurde. Ein Opfer des Alkohols ist der 43 Jahre alte Rohrleger Emil Kranz geworden, der seit drei Jahren in dem Hause Rügenerstraße 20 wohnte. Stranz verunglückte vor 4 Jahren und bezog feitdem eine Rente von monatlich 10 Mark. Diese und was er noch dazu verdiente, wenn er einmal arbeitete, vertraut er regelmäßig Am Freitagabend um 6 Uhr kam er wieder betrunken nach Hause. Eine Stunde später fand ihn seine Frau tot im Bett liegen; ein Schlaganfall, die Folge der Alkoholvergiftung, hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Zehlendorf. In der Sigung der Gemeindevertreter am Freitag Die Kommission fonstatierte. daß ein leberfluß an Wohnungen nicht erstattete die im Frühjahr eingesetzte Wohnungskommission Bericht. anzutreffen war, an fleinen Wohnungen sogar ein Mangel sich be merkbar machte. Außerdem wurden bei den Recherchen vielfach recht feuchte Kellerwohnungen ermittelt. Das Material stellte man der Gesundheitskommission zur Verfügung. Demgegenüber glaubte der Gemeindevertreter 8iethen tonstatieren zu können, daß eine Wohnungsnot am Orte nicht besteht. Mag sein, daß für die Streife, für die Herr Zicthen spricht, seine Annahme zutrifft, für die Arbeiterbevölkerung fieht es anders aus. Mißliebig wurde sodann von dem Gemeindevertreter Hammer bemerkt, daß das Kollegium Ausgaben gutheißen muß, um die es vorher nicht gefragt wurde. Ju nicht öffentlicher Sigung wurde über die Anstellungsbedingungen für den neuen Gemeindevorsteher verhandelt. Bis zum Jahre 1900 erbielt der Gemeindevorsteher eine Entschädigung von 2000 M. jährlich, das Amt selbst wurde als Ehrenamt aufgefaßt. Am 20. Dezember 1900 wurde dann die ehrenamtliche Besoldung auf 6000. erhöht. Zur Begründung hieß es, man wollte den Herrn ganz für die Dienste der Gemeinde gewimen. Imfomehr erstaunte man, als jegt bekannt wird, daß, der Gemeindevorsteher vom Amte zurücktritt und ihm die Hälfte des Gehalts als Bension gewährt wird. Das ist eine Belastung des Etats für die Gemeinde, die nicht bedeutungslos ist und für deren unbedingte Notwendigkeit in der Gemeinde keine Stimmung vorhanden ist. in der -ist jedenfalls nicht in Die schlechten Geschäfte der preußischen Staatelotterie gaben der Berliner Correspondenz" Anlaß, eine Art Berichtigung an das verehrte Publikum zu richten, um es in dem Glauben an das Bei der Untersuchung wegen der umfangreichen Durch staatlich betriebene Glückspiel neu zu befestigen. Was nun die techereich im Königl. Feuerwerts Laboratorium zu schlechten Geschäfte in legter Zeit angeht, so verhält sich das folgender nicht ermittelt worden; der Mitthäter, denn ohne einen solchen fonnten Spandau ist ein Mitschuldiger des entlassenen Meisters. noch „ Am Schlusse der 204. Lotterie der ersten nach dem Inkraft die Unterschleife nicht ausgeführt werden treten der Novelle zum Reichs- Steinpelgesetz ist etwa 1 Broz. der der fönigl. Fabrik felbst zu suchen. Der Meister F., welcher als gesamten Lofezahl unabgesetzt geblieben und der Staatskasse erster den Eingang der betreffenden Ware zu kontrollieren hatte, scheint das Ganze auf seine Person nehmen zu wollen. Die Zündhieraus unter Berücksichtigung der zu ihren Gunsten auf die Eine erschütterude Scene spielte sich gestern morgen in dem kolben, von denen viele Tansende, die als geliefert angegeben waren, nicht abgesetzten Lose gefallenen Gewinne eine Mindereinnahme gegen das Etatssoft von rund 57 000 M. entstanden; bei der 205. Lotterie Hause Annenſtr. 41 ab. Hier wohnte feit ſechs Jahren das Geschäfts- nicht in den Besitz des Feuerwerts- Laboratoriums gelangt sind, diener Johann Kubbasche Ehepaar im dritten Stock des Seiten bilden Teilstücke der günder von wurden etwa 2 Proz. der Lofe nicht abgesetzt, die Mindereinnahme flügels. Der 42 Jahre alte Mann war gemütsleidend, seitdem ihm werden Artilleriegeschoffen und von Regel des Staates betrug rund 92 000 m: Diese Mindereinnahme beider vor zwei Jahren ein Sohn im Alter von fünf Jahren im Engel- Thätigkeit des Meisters F. hatte bei seinen Mitarbeitern und UnterDie Privatfabriken hergestellt. Lotterien von zusammen 149 000 m. verwandelt sich übrigens that becken ertrunken war. Der Geschäftsherr, der Inhaber einer Wollen gebenen schon seit längerer Zeit Verdacht erregt, und ein Arbeiter sächlich in eine Mehreinnahme von rund 272 000 W., infolge des zu warenhandlung, riet ihm, einen Nervenarzt aufzusuchen, und stellte entschloß sich, ihn im geheimen zu beobachten. Er kontrollierte den fälligen Umstandes, daß der Hauptgewinn der 204. Lotterie zum Vorteile ihm einen Begleiter zur Verfügung, da er allein nicht gehen wollte. Eingang der Lieferungen auf eigne Faust und verglich die wirklich der Staatskaffe verfallen ist. Die Steigerung des Einnahmeausfalls bei Vor vier Tagen wurde Fran Kubba von einem Sohn entbunden. gelieferten Mengen mit den Eintragungen, die den Zahlungs der zuletzt abgespielten Lotterie gegenüber der vorhergegangenen wird Sie hat das Bett noch nicht verlassen. Als mum gestern morgen um auweisungen zu Grunde gelegt wurden. Dadurch ist dann das Fehlen ihren Hauptgrund in der Verschärfung und weiteren Ausdehnung des 71/2 Uhr der Mann, der Stubba zum Arzt begleiten sollte, tam, um großer Bosten Zündkolben aufgedeckt worden. Meister F, der eine allgemeinen Niederganges im Eriverbsleben finden." Somit ist an eine Pleite der preußischen Staatslotterie nicht zu Augen feiner Frau, die ihn in ihrer Hilflosigkeit nicht zurückhalten nächst um seine gut befoldete Lebensstellung gekommen. ihn abzuholen, geriet der Kranke in die größte Aufregung. Vor den Frau und acht in der hat, ist durch seine Manipulationen zu denken, vielmehr, so versichert die„ Berliner Korrespondenz" weiter, fonnte, riß er ein Fenster auf und stürzte sich auf den asphaltierten wird der Vertrieb der Loje jetzt etwas geſchäftsmäßiger betrieben of hinab, wo er mit zerschmetterten Gliedmaßen tot liegen blieb. 291 und die sonst strengen Bestimmungen des Lotterieplans nicht so Jm Bette tot aufgefunden wurde die 66 Jahre alte Almosenpeinlich gehandhabt werden. Auch der unliebsamen Konkurrenz der Privatlotterien soll das Handwerk etwas gelegt und damit der in empfängerin Witwe Friederike Zwider, geb. Benz, aus der StraßMißkredit geratenen Fortuna wieder auf die Beine geholfen werden. burgerstraße Nr. 28, die man vermißt hatte. Sie war schon länger Die Polenfrage an der Berliner Universität. Zu lärmenden Durch einen Schuß in den Kopf und drei Stiche in die Brust Scenen, tam es am Freitagabend im Barackenauditorium der Uniberfität, wo Profeffor Schiemann einen Vortrags- Cyklus: Ueber hat sich der 29 Jahre alte Maler und Photograph Paul Untermann, die polnische Frage des 19. Jahrhunderts" hielt. Verschiedene per- der in dem Hause Klopstockstr. 59 feit sechs Jahren seine Kunst: sönliche Ansichten, die der Herr Professor vortrug, stießen bei den werkstatt hatte und als Junggeselle wohnte, das Leben genommen. Bolen auf Widerspruch. Am Freitag wollte Herr Profeffor Schie Untermann litt unter dem schlechten Geschäftsgange und bedurfte mann die polnische Revolution von 1830 behandeln. Als er den Saal Unterstügungen von seiner Mutter, einer Witwe in Bromberg. Das betrat, empfingen die deutschen Studenten ihn mit Beifallstrampeln. scheint ihn bedrückt und zum Selbstmord getrieben zu haben. Die Bolen antworteten mit Scharren, Zischen, Pfeifen und Johlen. Den Tod im Wasser suchte am Freitagabend ein junges Darauf ertönten von deutscher Seite Rufe wie: Bolladen raus!" Mädchen, das fich kurz vor 10 Uhr in der Nähe der Herkulesbride. leidend. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners: tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Sch. O. 52. Sie können in jeglicher Weise und Höhe Verdienst suchen und müssen, falls Sie nicht älter als 70 Jahre sind, oder sich vom Magiftrat von der Klebepflicht haben befreien lassen, weiter fleben. Ding. Bon der Anstellung einer Klage ist abzuraten, weil Ihnen die - O. St. 36. Beweislaft zufällt und Schenkungsabficht eingewendet wurde. Ihre Mitteilung war eine unrichtige; die freie Staffe hätte daher das Recht Sie auszuschließen und Rückgabe des an Sie Gezahlten zu verlangen. Weller Prognose für Sonntag, den 15. Dezember 1901. Ein wenig fälter, ziemlich trübe und nebelig mit leichten Schneefällen und mäßigen nordöstlichen Winden Berliner Wetterbureau. Sonntag 22. Don Juan König Richard III. Wochen Spielplan. Sonntag 15. La Traviata Montag 16. Dienstag 17. Mittwoch 18. Donnerstag Freitag 19. 20. Sonnabend 21. Das goldene Opernhaus ( Ger. Farrar) Die roten Schuhe Schauspielh. Das große Licht Das große Licht Kreuz Aschenbrödel Rönig Richard III. Fidelio 5. Sinfonie Abd Der Freischütz Die Afrikanerin der königl. Kapelle Mitt. Deff. Hpr. Die Meistersinger von Nürnberg Die Journalisten Das große Licht König Richard III. Das große Bicht Schillers Theater Heimat Nachm: Jugend Die schöne Melusine Die Mütter Lysanders Mädchen. Die Komödie d. Jrr. Die schöne Melufine Die Mütter Die schöne Melusine Die Mütter Der rote Hahn Deutsches Nachm.: Die ver- Die Jubin von Der rote Hahn Fauft Theater Toledo Toledo funtene Glocke Berliner Die rote Nobe Alt- Heidelberg Die rote Robe Theater. Alt- Heidelberg Nachm.: Frau Holle Ueber unfre Kraft I Alt: Heidelberg Die Fee Caprice Leffing. Theater Nchm.: Haus Rosenhagen Don Juan Nachm.: Die Fee Caprice Die Iteben Feinde Die See Capri ce Die Fee Caprice Die Fee Caprice Der Maskenball Martha Nachmittag: Dornröschen Don Juan Theater des Westens Carl Weiß Theater Undine Die luftigen Weiber von Windsor ſammler von Paris Das Schloß am Meer Die Jubin von Der rote Hahn Der Biberpelz Die rote Nobe Nachm.: Frau Holle Die lieben Feinde Die Jüdin von Toledo. Nachm.: Rofenmontag Alt- Heidelberg Die Fee Caprice Bar und Zimmer- Die Fledermaus Die Fledermaus mann. Nachm.: Nachin.: Dornröschen. Dornröschen Am Altar Unbestimmt tänzerin. Die Schlangens Der Lumpen Liane, Die SchlangenBerliner Rangen tänzerin die zweite Frau Charfreitag Neues Kgl. Opern- Theater( Kroll). Diesen Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Nächsten Sonnabend und Sonntagnachmittag: Wie Klein- Elfe das Christkind suchen ging. Sonntag Abends: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Residenz Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Das blaue Kabinet. Alle Abende: Sein Doppelgänger. English spoken. Nur Freitag: Hindernisse. Vergangenheit. Das tägliche Leben. Nenes Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Der Hüttenbefizer. Alle Abende: Coralie u. Co. Thalia Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Die drei Hautemännerchen. Alle Abende: Die Babepuppe. Central Theater. Diefen Sonntagnachmittag: Die Puppe. Sonntagabend bis Mittwoch: Schnee: wittchen. Von Donnerstag an: Das süße Mädel. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Der Bettelstudent. Sonntag bis Freitag: Bariser Leben. Sonnabend und folgende Tage: Der rote Kofat. Ernst von Wolzogens Buntes Theater. Alle Abende: Sada Yacco. Buntes Programm. Schall und Rauch. Alle Abende: Vorstellung vor Serenissimus. Seceffions Theater. Alle Abende: Detlev v. Lilencrons Buntes Brettl. Belle Alliance- Theater. Bom 16. bis 23. Dezember 1901 geschloffen. Urania, Taubenstr. 48/49. Alle Abende: Ueber den Wolfen. Luisen Theater. Diesen Sonntagnachmittag: Rabale und Liebe. Sonntagabend und folgende Tage: Fröhliche Weihnacht. Nur Donnerstag: Nathan der Weise.( Molenar a. G.) Apollo Theater. König Aqua. Metropol Theater. Schön war's doch. Theater. Sonntag, 15. Dezember. Freie Boltsbühne. Berliner 3 Schiller Theater Urania. Passage- Theater. ( Wallner- Theater). Jugend. Ein Liebesbrama in 3 Aufgligen von Theater. 5. Abteilung und Sonntagnachmittag 3 Uhr: 6. Abteilung: Heimg'funden. Anfang 24 Uhr. Opernhaus. La Traviata.( Bio: Tetta.) Die roten Schuhe. Anfang 7 11hr. Montag: Fidelio. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 712 Uhr. 3 Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Opera Theater( Kroll). Ein Sommernachtstraum. Anfang 7 Uhr. Mittags 12 Uhr: Deffentliche Hauptprobe. Montag: Drittes großes finfonisches Abonnements- Konzert d. Berliner Tonfünftler- Orchesters. Schiller. Heimat. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Die schöne Melusine. Deutsches. Der rote Hahn. Anfang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Die Jüdin von Toledo. Berliner. Die rote Robe. Anfang 72 Uhr. Montag: Mt- Heidelberg. Reffing. Die Fee Caprice. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Haus Nosenhagen. Montag: Die Fee Caprice. Residenz. Sein Doppelgänger. nBorher: English spoken. fang 71% Uhr. Nachm. 3 ühr: Das blaue Kabinett. Montag: Sein Doppelgänger. Borher: English spoken. Meues. Coralie it. So. Anfang 71 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbeftiger. Montag: Coralie u. Co. Westen. Don Juan. Anfang 7 Uhr. Nachmittags: Undine. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. 8 Uhr. 800 Montag: Borstellung. May Halbe. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Montagabend 8 Uhr: Die schöne Melusine. Dienstagabend 8 Uhr: Die Mütter. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Heute und folgende Tage: Die Badepuppe. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/02. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum. Neu! Neu!. Das neueste Wander der Elektricität: Vorführung d. Telegraphie ohne Draht Borstellungen von 11 bis 1 Uhr und 4-10 Uhr. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Paula Worm a. G. Guido Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller, Wannovius, Junker- Schatz. Anfang 712 Uhr. Nachmittags 3 Uhr, Kleine Preise: Seute Anfang 3 Uhr, zu halben Preisen; Die drei Saulemännerchen. jeder Erwachsene hat ein Kind fret: Central- Theater. Carl Weiss- Theater. Die Duppe. Anfang: Sonntags 3, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Grosses Festprogramm des Weihnachtsmonats. Mme. Jourda in ihrer grossartig. Imitation der Sada Yacco. Die Harrison- Truppe. Hella v. Schmidt. Lotte Sebus. Sisters Pontelli. ,, Mascagni etc. etc. 16 neue erstklass. Nummern. Cirkus Busch Passage- Panopticum. Neu! Der indische Nen! Doppelmensch! 4 Arme, 4 Beine, 1 Kopf, lebend. Schall und Rauch, Unter den Linden 44. Sonntag, den 15. Dezember 1901: Vorstellung vor Serenissimus. Hanni weint Hansi lacht, Familienidyll, Herbstzauber etc. Anfang 8 Uhr. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett 1) Köpnickerstr. 68. Gaftspiel der japanischen Truppe Sada Yacco. Kawakami Gerichtsscene aus dem Kaufmann von Venedig, in Japanischer Um dichtung.inging d Borstellung des Bunten Theaters. U. a. Der unverschämte von Raoul Auernheimer; Der Nacht: wandler, Musit von R. Schönberg; Brunnenzauber, Musit von Bepler; Das tote Eichhorn von Rudolf Presber. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler u. Fröbel. Letzte Sonntags- Vorstellung vor Weihnachten. Um 9 Uhr: 8um 42. Male die allabendlich mit tolossalem Beifall aufgeführte Ausstattungs Gefangeburleske Großstadtzauber Hugo Luftig: Direktor R. Winkler. Dazu das so erfolgreiche Dezember- Programm. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Billet Borverkauf v. 11-1 Uhr. Apollo- Theater. Central- Kranken- n. SterbeKasse der Tischler u. Verwaltung Berlin D. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Hermann Schütze Siemensstr. 4 am 12. d. M. gestorben ist. Die Bes erdigung findet heute nachm. 3 Uhr auf dem Heilands- Friedhof, Plößensee, ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Gentral- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter ( E. H.-K. Nr. 3 Hamburg) ( Oertliche Verwaltung Berlin H.) Am 13. Dezember verschieb daß Mitglied unfrer Staffe Ernst Deichsel im Alter von 65 Jahren. Die Beerdigung findet heute mittag 12 Uhr vom Trauerhause Forster: Straße 43 aus nach dem Neuen Jacobi- Kirchhof statt. 185/5 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Kollegen zur traurigen Nachricht, daß mein guter Mann und Vater, ber Giseleur August Bergner am Mittwochnachmittag 512 Uhr, nach langen schweren Leiden sanft entschlafen ist. Emilie Bergner geb. Wolter. August Bergner. Die Beerdigung findet am Montagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Schöneberger Kirchhofes, Marstraße, aus statt. 2588b Todes- Anzeige. Nach langen, schweren Leiden ver: schied heute meine liebe Frau Auguste Anders geb. Franchon. Die Beerdigung findet am Sonns tag, bent 15. Dezember, nachm. 3 Uhr, Kolossaler Erfolg der Burleske von der Leichenhalle des Weißenfeer König Aqua mit Georg Kaiser. Willy Walden. Friedhofs, Nölfestraße, aus statt. Der trauernde Gatte Herrmann Anders. Coming the Regembers& arche Emil Richard. Arnold Rieck Metropol- Theater. Sonntag, 15. 2 große Borstellungen. Nachm. 4 Uhr und abends 72 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Emmy Kröchert. Berliner Landpartien. Abends 71% Uhr: Ferner die vorzüglichen Specialitäten. Klondike". Anf. 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Die Puppe. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Overette in 3 Atten von E. Audran. Abends 72 Uhr: Große Frankfurterstr. 132. Die Geisha. Nachmittag 3 Uhr. Kleine Preise: Am Altar. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Schauspiel in 6 Atten nach dem gleich: namigen Roman in der Gartenlaube. 7 Uhr. Kleine Preife( feder Erwachsene Morgen und Dienstag, Anfang Abends 8 Uhr: Novität! hat ein Kind frei): Schneewittchen bei Die Schlangentänzerin. ben 7 Bergen. Atten nach Boffe in 3g that dom Englischen Cirkus A. Schumann. bes Anthony Hope. Borher: Karfreitag. Drama in 1 Att von W. Brackmann. Montag: Der Lumpensammler von Paris. Ab 25. Dez.: Operetten: Saison. Das Jungfernstift. Anfang Sanssouci E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Montag: Vorstellung. Schall und Rauch. Vorstellung. Anfang 812 Uhr. Montag: Vorstellung. Central. Die Geisha Anfang 71 Uhr. Nachm. Uhr: Die Puppe. Montag: Schneewittchen bei den ( I Att.) fleben Zwergen. Die Puppe. Thalia. Die Badepuppe. Anfang 71 Uhr. Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanz. Neu! Neu! Neu! Lehmanns Heimkehr. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Sonntag, den 15. Dezember: 2 2 große außerordentliche Gala- Borstellungen. Nachm. 3 Uhr: Ganz besonders gewähltes Programm und abends 72 Uhr. In beiden Vorstellungen nachmittags und abends: Neu! Neu! Neu! Bum erstenmal auf dem Kontinent. Wochentags 7 1hr. Sonntags 5 Uhr. Karlstrasse. Direktion: Rur erstflaffige Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Großer indischer Menagerie- Cirkus init 15 Wagen ist in Berlin eingetroffen und hat in dem großen Grerzierhaus am Prenzlauer Thor, Vorletzte Sonntagsaufführung. Schön war's doch. Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Thomas, Josephi, Bender, Frid- Frid, de Veré, !! Bender als Saharet!! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Neu! Das Volksstück: ,, Weihnachten". Neu! Die Gesangsposse:„ Mädchen jäger". Sens. Spec. Progr. Corradini. Anf. Woch. 8 Uhr. Sonut. 7 Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ver: Yorene Ehre. Lothringerstr. 1/7, W. Noacks Theater. Aufstellung genommen Brunnenstraße 16. The Louisiana Amazon- Guard Grosse Eröffnungs- Vorstellung mit vollen Segeln Schwarze Damen aus dem Staate Louisiana. In beiben Vorstellungen: Mr. Thompsons nag aften: Elefanten. Ferner fämtliche neu engagierten einzig daftehend. Specialitäten und Direktor Albert Schumanns neueste Originaldrefjuren. Rachmittags auf allen Plähen ohne Anfang 8 Uör, Entree 30 u. 50 Bf. Ausnahme ein Kind frei. Jebes Wochentags Vereinsbillets gültig und Nacht. 3 Uhr: Die drei Saule- Tanz frei. Alle andern Tage bleiben die Säle zu Festlichkeiten und Ver: fammlungen frei. männerchen. Montag: Die Babepuppe. Luisen, Fröhliche Weihnacht. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Rabake und Liebe. Montag: Fröhliche Weihnacht. Carl Weiß. Die Schlangentänzerin. Borher: Karfreitag. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Am Altar. Montag: Lumpensammler bon Paris. Friedrich Wilhelmstädtisches. Offenbach- Cyflus. Pariser Leben. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstubent. Montag: Pariser Leben. Belle- Alliance. Kein Hüjung. Anfang 8 Uhr. Montag: Geschlossen. Casino Theater. Weihnachten. Mädchenjäger, Specialitäten. Anfang 72 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Verlorene Ehre. Montag: Weihnachten. Mädchenjäger. Drpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Schön war's doch. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. König Aqua. Luftballett„ Grigo: latis". Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Paffage Theater. Specialitäten Borstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( I'm Abends 8 Uhr: Theatersaal.) ,, Ueber den Wolfen." Montag: Diefelbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte Reichshallen. Stettiner Sänger. Bum Schluß: Neu! 6 Tanneboom! Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. weitere sind halbe Preise außer Gallerie, abends jedoch volle Preise. Zum Schluß zum 64. Mal: Allabendlich itirmischer Beifall! Das größte und glänzendste Manegen Schauftück in 8 Aften mit feenhaften Beleuchtungs- und Waffer- Effekten Quer durg Varis Montag: Gala- Sport- Borstellung. Orpheus- Theater. Das neue Friedrichstr. 236. Dezember- Programm. 26 internationale Künstler ersten Ranges. Anfang 7 Uhr. Die richtige, wirkliche, grosse Weihnachts- Messe u. Ausstellung Luisenhof, Dresdenerstr. 34/35 Fist eröffnet!! Jm prachtvollen, weihnachtlich beforierten Ausstellungs- Palast kauft jedermann billigst und amüsiert sich köstlich! Hört! Seht! intern. 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Hauptdreffur und Fütterung finden nachmittags um 4. 6 and 81/2 Uhr statt. Entree: I. Plak 1 W., II. Plass 50 Bf.. III. Blas 25 Pf. Kinder bis 10 Jahre zahlen auf allen Plätzen die Hälfte. Eigne elektrische Beleuchtung. S Auf die an den Anschlagsäulen befindlichen Plakate wird noch besonders hingewiesen. Direktion Froese. Eisbahn Sportplatz Friedrichshain am Friedrichshain, Straße 2a und Bözowstraße, größte, im Eintrittspreis billigste Berlius. Berg- und Thalbahn. Täglich; Konzert. Elektrische Beleuchtung. Erwachsene 30 Pf. Eintrittspreis: Kinder 20 99 Abonnement 5 Mark a Person. Vereinen und Schulen Abonnement- Preißermäßigung. P. Köhler. 80459 An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Schwache Blutarme, Kranke trinken mit größtem Erfolg California- Blutwein c. 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Bahlreichen Besuch erwartet 266/19 Achtung! I Der Vorstand. Achtung! Socialdemokratischer Verein im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Mittwoch, den 18. Dezember, abends präcise 8% Uhr, im ,, Alten Schützenhause", Linienftr. 5: Geschlossene Achtung! Achtung! Nenjahrs- EröffnungsKursus Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler am& gas abends at und andrer gewerblicher Arbeiter. E. S.K. Nr. 3, Hamburg. Verwaltung Berlin G. Dienstag, den 17. Dezember, abends 82 Uhr, in Wolffe Festfälen, Fruchtftr. 36a: 6. Januar, Ihr, für Elektrotechuif. Zeichnen und Algebra. Laboratorium. Anmeldungen schleunigst. Elektra, Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Meanderstrasse 4. Tages Ordnung: 1. Aerzte- Angelegenheit. 2. Berichtedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Umizahlreiches Erscheinen ersucht Central- Verband der Maurer Zahlstelle Rixdorf- Britz. Dienstag, den 17. Dezember cr., abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Lankner, Bergstrake 152: Außerordentliche Mitgliederversammlung. 154/9 Tagesordnung: Das Ortsstatut des Zweigvereins Berlins und Umgegend. Die örtliche Verwaltung.: P. Gohl. Mitglieder- Versammlung. Musikinstrumenten- Arbeiter. Tagesordnung: 1. Wie die Junker den Bauern helfen. Referent: Reichstags Abgeordneter Rosenow. 2. Distusfion. 3. Antrag auf Ausschluß eines Mitgliedes. 4. Mitteilungen über den Stand der Organisation im Wahlkreife. 5. Vereins- Angelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Vollzähliges Erscheinen notwendig. 245/ 19* Achtung! Der Vorstand. 2 Fachverein. Montag, den 16. Dezember, abends 81%, Uhr, bet Graumann, Naunynftr. 27: General- Versammlung Tagesordnung: 142/13 1. Abrechnung von der Abendunterhaltung zum Besten tranfer Kollegen am 1. Dezember. 2. Erjazwahlen des Borstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. Da Anfang zur Mitglieds und Streitfonds Beiträge bis zum Schluß dieses Jahres zu regeln. Achtung: Zur Beachtung! Ausgabe gelangen, einchen wir die Wilglteber, die VI. Wahlkreis. Dienstag, den 17. 5. M., abends 8½½ 1hr, im Kösliner Hof", Köslinerstr. 8: Partei- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute, Preßfommission, Agitations: und Lokal: fommiffion. 2. Bericht der Revisoren. 3. Neuwahl der Vertrauensleute. Vortrag des Genossen Ledebour über:" Die politische Lage". 5. Diskussion. 220/ 18* Um zahlreichen Besuch ersuchen 4. Die Vertranenslente. Mittwoch, den 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag): Urania- Vorstellung. Billets find noch bei dem KRaffierer Hensel zu haben. Freitag, den 27. Dezember( 3. Weihnachts Feiertag): in Schnegelsbergs Festfälen, Hasenheide 21: Weihnachts- Vergnügen verbunden mit Weihnachts- Bescherung. Tanz und Garderobe frei. Anfang 5 Uhr. Billets a 25 Pf. find in dem Restaurant Grundmann, Naunynstraße 78, sowie bet sämtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. Die Ortsverwaltung. 185/4 Prospekt gratis. S. 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Januar 1902 in Kraft tretende Ortssagung, be 9treffend Ausdehnung der Versicherungspflicht auf die selbständigen Hausgewerbetreibenden, machen sich verschiedene Aenderungen in dem devand og von der außerordentlichen General Bersammlung vom 19. September dieses Jahres genehmigten Statut nötig. 2. Erhöhung des Gehalts für den Rendanten. Branche Korbmacher. Montag, den 16. Dezember 1901, abends 7/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ilfer 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl zweier Kommissionsmitglieder. 2. Branchen- Angelegenheiten. 8. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet. Die Werkstatt- Kontroll- Kommiffion. Achtung! Parkettbodenleger! Dienstag, den 17. Dezember 1901, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engellifer 15( Saal 5): 1 1. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Buntt: Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Genossen seinemann. 2. Puntt: Verschiedenes. Achtung! Der Obmann. endAchtung! Branche der Musikinstrumenten- Areiter. Freitag, den 27. Dezember er.( 3. Weihnachtsfeiertag): Großes Weihnachts- Vergnügen mit Kinderbescherung im Gewerkschaftshans, Engel- lifer 15( Großer Saal. Unter Mitwirkung der Berliner Voltsfänger- Gesellschaft Lewandowsky. Bu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 132/4 Das Komitee. Billets a 30 Pf. find im Verbandsbureau, Engel- Ufer 15, Zimmer 12, zu haben. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Aunt VII, 353. Montag, den 16. Dezember, abends 82 Uhr: Bezirksversammlung für Rummelsburg bei Müller, Türrschmidtstraße 37. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Hennig über:" Unser Unterstützungswesen". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 16. Dezember 1901, abends 8½½ Uhr, im Kolberger Salon, Rolbergerstr. 23: Branchen- Versammlung der Gisenformer und aller in Eisengießereien beschäftigten Hilfsarbeiter- 188L Tages Orbnung: 1. Die Entlassung der Kernmacher in Ober: Schöneweide( Nieles Werke). 2. Die Entlaffung von 2 Kollegen bei der Firma Keyling u. Thomas. 3. Die Arbeitsverhältnisse bei Borsig und Hartung, Prenzlauer Allee. 4. Diskussion. 5. Verbands- Angelegenheiten. Die Kollegen von den vier genanten Werken werden ersucht, alle zu erscheinen. Die Meister der Firma Keyling u. Thomas find an biefer Bersammlung brieflich eingeladen. Kollegen, zeigt durch guten Versammlungsbefuch, daß Ihr mit der jezigen Behandlungsweise von seiten Eurer Meifter nicht einverstanden feib. 125/5 Die Ortsverwaltung. Der Vorstand. A. Werner, Vorsitzender. -, 00 H. Philipsohn, Schriftführer. Achtung! Rabitzputzer. Mittwoch, den 18. Dezember 1901, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20: Mitglieder- Versammlungs des Zweigvereins Berlin III vom Centralverband der Maurer. Tages- Ordnung: 1. Beratung des Ortsstatuts. 2. Regelung des Unterfügungswesens Verschiedenes. AM 253/12 el 19 Der Vorstand. Cirkus Renz- Tunnel Heute, Sonntag: Gala- Vorkellung! 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Aber die geeignetsten Mittel, dem Einhalt zu Neber die Reform der Krankenkaffen sprach Dr. Wehl im Schädigung des Arbeiters, der von der allgemeinenkasse bei Arbeitswechsel thun eine Ruhezeit von mehreren Wochen vor, mehreren Monaten Verein Berliner Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Doppelt in eine der Betriebs- oder Jnungstaffen treten muß, und damit nach der Geburt ist nicht durchführbar, so lange der tote Besiz mehr wichtig wird diese Frage nun für zahlreiche Arbeiterinnen, weil vom die größeren Rechte verliert, welche er durch mehrjährige Wichtigkeit hat als der lebendige Menich. 1. Januar laut Statut des Magistrats die Heimarbeiterinnen Zugehörigkeit zu der früheren Kaffe erworben hatte. Daß die Freien Dem ausgezeichneten Vortrag folgte eine rege Diskussion, in zwangsweise zur Versicherung herangezogen werden können. Offen Hilfskaffen fallen, sobald diefe teilweise und unvollkommene Centra- welcher noch manche Schäden des Kassenwesens erwähnt wurden. stehen ihnen die Ortstassen der Schneider, Posamentierer, Schuhmacher lisation eingeführt wird, ist um so selbstverständlicher, als die Reform Zum Schluß der Versammlung teilte der Vorsigende noch mit, und die Allg. Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter. Der Beitrag überhaupt bestimmt erscheint, hauptsächlich die Selbstverwaltung der daß die nächste Versammlung am 6. Januar, das Stiftungsfest an des Unternehmers fällt den Fabrikanten zur Last, falls der Zwischen Kaffen zu nichte zu machen. 9. Februar stattfindet; die Festrede wird Abgeordneter Bebel meister nicht Gewerbesteuer zahlt und über 1500 M. Einkommen hat. Redner bedauert die große Gleichgültigkeit der Frauen gegen halten. Die Billets dafür sind im Verein und in den folgenden An diese Aenderung des Gefeßes, welche schon seit 12 Jahren beabsichtigt die Generalversammlungen und die Delegiertenwahlen ihrer Kaffen, Bahlstellen zu haben: Frau Panzeram, Pappel- Aflee 128, v. 1 r.; und beraten wird, plöglich auf Veranlassung des christlichen Vereins infolge deren sie auch in der Delegation ungenügend vertreten sind. Frau Klotsch, Koppenstr. 81, Hof 4 Tr.; Frau Steinkopf, Schwedterder Heimarbeiter beschlossen worden ist, fann man vielleicht noch Und doch hätten sie alle Ursache, sich im höchsten Grade um die Straße 34; Frau Bauschte, Rostockerstr. 46; Frau Seeger, Kolbergerweitergehende Befferungen in der Lage der Heimarbeiter anschließen. Einrichtungen zu fümmern, welche ihnen und ihren Kindern straße 26. Die dringendste Reform der Kassen selbst ist die Centralisation, die Möglichkeit zur Kräftigung geben sollen. Die furcht twelche leider nicht durchgeführt wird, aus Rücksicht auf die Betriebs- bare Sterblichkeit der Kinder im ersten Lebensjahre zeigt und Innungskassen, welche unter den mehreren Hunderten von Kaffen in ihrer Verteilung auf die verschiedenen Stadtviertel( in Warenhaus A.Wertheim eaaplando2 00 OS.00288tation Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. alerstr. Oranienstr. 52-55. An den Sonntagen vor Weihnachten sind Geschäftsräume UOA 1 Uhr an geöffnet; vormittags bleibt geschlossen. 1500 Arbeiter und kaufmännische Angestellte. 22 000 Paar Schuhe und Stiefel Produktion pro Woche. Preise streng fest. unsere wool ban Conrad Tack& Co, Burg 30122X 201802 Deutschlands bedeutendste und leistungsfähigste Schuhwaren- Fabriken. 72 Verkaufsstellen unter eigner Firma in allen Teilen Deutschlands. E Weihnachts- Sonder- Verkauf bei Mgd. zu extra billigen, streng festen, auf der Sohle aufgestempelten Preisen in unsren sämtlichen Berliner Filialen 0. 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Die Garantie einer Taschenuhr, eines Juwels oder irgend eines Schmuckgegenstandes ist absolut wertlos, ausser sie wird von einer Firma von anerkannter Verantwortlichkeit und Integrität gegeben. " Viele Leute kaufen Schmucksachen von allerhand Gelegenheitshändlern von Hand zu Hand und meinen dann: Es ist alles in Ordnung, ich habe deren Garantie." Unsere Garantie aber ist durch einen langjährigen Ruf gedeckt und bürgt für jede Garantie, denn grösseres Renommé bringt grosse Verantwortung mit sich. Es gehören zwei Dinge zu einem guten Kauf" Preis und Qualität. Sieht man zu viel auf eines dieser beiden Dinge, dann kann man bei ,, einem billigen Kaut" sehr schlecht fahren. GoldwarenIndustrie " Denn das Notieren niedriger Preise, welche es den Kunden überlässt, auszufinden, dass sie minderwertige Qualität, schlechte Arbeit und Material repräsentieren, führt nicht zum Erfolg und gewinnt kein Vertrauen. 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Die Social- Was aber die Massen als unsichtbare Macht bewegt, vordemokratie bedurfte dessen nicht, ihr genügte die Griveckung des wärts treibt, todesmutig und unwiderstehlich den Prätorianerit Interesses bei den socialistisch denkenden Massen, um Aehnliches unter- des Absolutismus entgegen, dem hat der Künstler Gestalt Bon all den Faktoren, die durch ihre Wirkung auf Geist und Beilen widmen. nehmen zu können. Diesem speciellen Ziele wollen wir hier einige gegeben, die Freiheit selbst führt das Volk.„ Ein ingendlich Weib mit einer roten phrygischen Mütze auf dem Haupte, eine Flinte in Gemüt dazu angethan sind, das Leben und seine Kämpfe zu ver- Mit den illustrierten Festzeitschriften, die feit nunmehr zwölf der einen Hand, und in der andern eine dreifarbige Fahne. edeln und sie auf jene fittliche Höhe zu heben, die einzig einer Jahren regelmäßig bei verschiedenen Gelegenheiten, besonders zu schreitet dahin über Leichen, zum Kampfe auffordernd, entblößt bis wahren Kultur würdig ist, darf die Kunst die erste Stelle bean- Ehren des Weltfeiertags und der Feier des 18. März herausgegeben zur Hüfte, ein schöner, ungestümer Leib, das Gesicht ein kühnes spruchen. Die Kunst befreit in unwiderstehlichster Form, sie ist das wurden, trat dieses tünstlerische Streben zuerst rein in den Vorder- Profil, frecher Schmerz in den Zügen, eine seltsame Mischung von Bad, aus dem die Psyche in schönster Reinheit hervorgeht, ein un- grund. Diese haben daher wohl hauptsächlich dazu beigetragen, Bhrine, Beistarde und Freiheitsgöttin." So schildert Heine diese berfieglicher Kraftquell gegenüber den ermüdendsten Kämpfen. überall das Bedürfnis zu wecken, daß alle bildnerischen Darstellungen wunderbare Figur, als er im Jahre 1831 zum erstenmale vor diesem In der Erkenntnis dieser Wirkung der Kunst haben zahlreiche nicht bloß der Tendenz dienen sollen, sondern auch fünstlerischen An- Bilde stand, daraus ihm ein großer Gedanke wunderbar entgegen Idealisten ihr Streben dahin gerichtet, das Volk der Kunst, oder forderungen und dem Schönheitssum gerecht werden. Das erste weht." Welche Gewalt dieses Bild ausströmt, das hat Heine in richtiger die Kunst dem Volke näher zu bringen. Die fich achtungfördernde Ergebnis besitzen wir in den radierten Bortraits, noch glühenderen Worten geoffenbart und zwar in dem begeisterten von Jahr zu Jahr häufenden volkstümlichen Theater- Auf die von der Buchhandlung Vorwärts im Jahre 1899 erst Glaubensbekenntnis, zu dem ihn ebenfalls dieses Bild hingerissen hat. führungen, Volkskonzerte, die billigen Ausgaben der bedeutenden von Marg und Engels, dann von Liebknecht, Bebel und Heilige Julitage von Paris!" ruft er gleich danach aus,„ ihr Schöpfungen der Weltlitteratur usw. sind die Belege dafür. Singer herausgegeben wurden. Ist der Preis von 3 M. für jedes werdet ewig Zeugnis geben von dem Uradel der Menschen, der nie Ebenso find schon verschiedene Versuche unternommen worden, die der beiden ersten und 1,50 M. für die andern auch eine respettable ganz zerstört werden kann. Wer euch erlebt hat, der janmert nicht Schäße der bildenden Kunst den Massen zugänglich zu Summie für viele Arbeiter, so beweist doch ihre immer mehr sich mehr auf den alten Gräbern, sondern freudig glaubt er jetzt an die machen, weil die bildende Kunst am unmittelbarsten auf Geist und steigernde Berbreitung und die langsame Verdrängung der geschmack Auferstehung der Völker." Solchen Glauben schuf das Bild einstens Gemit wirkt und ihren veredelnden Einfluß ausübt. lofen Deldrucke aus den Proletarierwohnungen und noch mehr aus und es schafft denselben heute noch. Vielleicht das rühmlichste auf diesem Gebiet ist das Unternehmen den Proletarierwirtschaften das erfreuliche Wachstum des künstlerischen Wir sind so offen, zu bekennen, daß wir bei aller schrankenlosen des verdienstvollen seunst wartleiters Avenarius. Durch Geschmacks. Ein weiteres, ebenso erfreuliches Resultat ist die Heraus- Bewunderung für die Schöpfungen eines Dürer, Lionardo, MichelHerausgabe der Meisterwerke aus allen großen Kunstepochen in gabe von Courbets unvergleichlicher Freiheitsgöttin", angelo, Titian, Rembrandt für das arbeitende Bolt der Kunst eines verhältnismäßig guten Reproduktionen zu einem sehr billigen Preise das beste jedoch ist dasjenige, was die Buchhandlung Delacroix den Vorzug geben. Um die Gefühlswelt mit zu erlebeit, hat Avenarius in der That damit angefangen, dem Bolke im Vorwärts in diesem Jahre den deutschen Arbeitern zugänglich zu durchmessen, der z. B. ein Rembrandt in seinen Bildern Farbe wirklichen Sinne des Wortesjene herrlichen Welten aufzuschließen, gemacht hat, die künstlerisch ausgezeichnete Reproduktion von lieh, dazu gehört Muße, feine Sammlung Reife und Freiheit der die einen großen Teil des Wunderbarsten umfassen, was der künstlerisch Engen Delacroig' unvergänglichem Meisterwerk Die Scele, die der Kampf nicht kennt, und das Leben des Arbeiters ist fich bethätigende Menschengeist in seinen gesegnetsten Stunden ge- Freiheit führt das Bolt" in einer dem Original durchaus uur Stampf, dazu ein Stampf, der Gewehr bei Fuß nur für kurze staltet hat. würdigen Gravüre. Minuten fennt. Möge das recht vielen offenbar werden, die zum Aber auch die Socialdemokratie hat sich diese Ziele schon lange Einer der Herrlichsten politischen Siege des Volfes über seine Heerbann der socialistisch fühlenden Menschheit stehen, und möge gesteckt, und was das Wichtigste ist, wir können mit Befriedigung auf Unterdrücker hat dies Bild hervorgebracht, die Pariser Julirevolution, daher der nie verlöschende Feuerfunke der Begeisterung und der das Erreichte schauen. Was auf Seite des Bürgertums nur durch durch die Frankreich der fluchwürdigen Regierung der Bourbonen Leidenschaft, der jedem Beschauer aus Delacroix Bild entgegen das Wohlwollen einzelner reicher Leute möglich gemacht wurde, das für immer ein Ende bereitet hat. Es ist der Sturm über eine sprüht, in zahllosen Herzen und Hirnen Mut, Hingabe und hat beim Proletariat fast ausnahmslos die stolze Solidarität der Barrikade hinweg entgegen dem Feinde der Freiheit, den uns der Aufopferungsfähigkeit wecken und das Heim des Proletariers mit Wassen aus dem scheinbar undankbarsten Boden gestampft. Ein Maler vorführt. Kein König ist der Held, kein ordengeschmückter jener wunderkräftigen Begeisterung durchfluten, die zu den größten Avenarius bedurfte der Opferwilligkeit eines bürgerlichen Idealisten, General, nur Proletarier, Lumpen und Bettler, aber alle geführt und Kämpfen die nötige Kraft leiht. " " Julius Haack Brunnenstrasse 198 BERLIN N. am Rosenthalerthor. Manufactur- und Modewaarenhaus größten Styls. Heute und am lehten Sonntag vor Weihnachten geöffnet von 8-10 und von 12-8 Uhr. Vortheilhafte Weihnachts- Angebote. 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Sonntag, 15. Dezember 1901. Arbeiterfeste. Zu dem Artikel in Nr. 281 unfres Blattes: Arbeiterfeste und Kunst find uns, der Anregung folgend, mehrere Buschriften zugegangen. Zwei lediglich zustimmende wollen wir in Rücksicht auf den beschränkten Staum nicht zum Abdruck bringen. Die beiden folgenden drucken wir ab, weil sie noch neue Gesichtspunkte hervorheben. Gerichts- Beitung. Maße möglich sind. Sehr oft aber werden die Vorbereitungen für wenn er keinerlei Dienste verrichte. Die Bußen können nach den bederartige Aufführungen in ungtvedmäßigster Weise angeordnet. Bor züglichen Borschriften 10 bis 300 Fr. betragen. effekte, das Aufstellen der nötigen Stellagen, die Dekorationen und allen Dingen ist nötig eine gute Probe, in der die Beleuchtungs17 Arbeitersekretäre giebt es zur Beit in der Schweiz, wos die Aufstellung der mitwirkenden Bersonen genau geprobt werden. von 5 auf das schweizerische Arbeitersekretariat entfallen( 3 in Die Darsteller müssen auf der Brobe lernen, die einzelnen Bürich, je 1 in Biel und Genf, je 1 auf 8ürich, Winterthur, Figuren, ie des Bildes durch Haltung und Mienenfpiel zu St. Gallen, Bern und Basel( lotale Arbeitersekretariate), je 1 auf charakterisieren, und sich für den Aufführungsabend Stellung und den Schweizer. Gewerkschaftsbund, Typographenbund, Metallarbeiter, Am Schlusse des Z.- Artikels über Arbeiterfeste und Kunst wird Charakteristik genau merken. Wenn möglich, Koftlimprobe. Die Eisenbahnarbeiter ac., Eisenbahner Verband und Verband der die Erwartung ausgesprochen, daß auch andre sich über derartige notwendigen Requisiten 2c. müffen zum Aufführungsabend zurecht- Pöstler 2c.( 6 gewerkschaftliche) und 1 auf den Schweizer. GrütliVeranstaltungen äußern möchten und gestatte ich mir, in nach gestellt werden. Am Aufführungsabend hat natürlich der Leiter das verein( socialistischer Sekretär) entfallen. In Biel, Chaux- de- fonds folgendem meiner Meinung Ausdrud zu geben. Und da muß ich Recht, die Bühne zu den Vorbereitungen für sich zu beanspruchen. und Schaffhausen steht die Errichtung lokaler Arbeitersekretariate in fagen, daß das Z.fche Ideal sich aus verschiedenen Gründen schwer Die Musik beispielsweise gehört in folchem Fall vor die Bühne, nicht Aussicht. er spar lich mit Rugen verwirklichen lassen wird. Erstens weil viele Lokale, auf dieselbe. Dann wird alles flappen und unangenehm lange Pausen in denen Arbeiterfeffe gefeiert werden, gar nicht geeignet sind zur zwischen den einzelnen Piecen ausgeschloffen sei. Ich hatte Gelegen Aufführung ernster Kunstwerke, die Dekorationen und An- heit, in Tester Beit awei folcher Aufführungen, Stiftungsfesten, lagen der Säle, die Akustik, die Bühnenverhältnisse und der beizuwohnen, beides große Vereinigungen. Bei dem ersten: Wangel- Das auffchenerregende Kammergerichts- Urteil, durch welches Mangel an Dekorationen und Requifiten sind häufige Hindernisse; hafte Probe; die bei der Probe zusammengestellten Requisiten fort ein Gastwirt mit Strafe belegt wurde, weil er ein Platat des zweitens: weil die große Maffe, die bei solchen Festen, denen ja fast gefchleppt, die Aussicht auf die Bühne durch Menfikerpulte ze. ver- Berbandes der Handels- und Transportarbeiter in seinem Lotal aufregelmäßig Tanz folgt, zufammenkommt, doch in weit höherem fperrt alles halb gulegt beinahe ein Mißerfolg. Anders im gehängt hatte, liegt jetzt im Wortlaut vor. Es lautet: Maße, als 8. anzunehnten scheint, den Feinheiten der Kumst ver- weiten Fall. Gute Probe! Am Aufführungsabend Bühne frei! Auf die Revision der königlichen Staatsanwaltschaft wird das ständnislos gegenübersteht( eine Parallele mit den freien Bolts- illiges, freudiges Eingehen der aus den Reihen der Arbeits- Urteil der dritten Straffammer des königlichen Landgerichts II zu bühnen 2c. kann hier nicht gezogen werden, weil die Mitglieder der- lofen genommenen Personen zur Darstellung der lebenden Bilder Berlin vom 6. Juni 1901 aufgehoben. felben schon bei ihrem Eintritt bewußt einem bestimmten Ziele auf die Intentionen des Arrangeurs. Gin voller Erfolg! Ate Der Angellagte ist der Webertretung ber§§ 9 und 41 des folgen); drittens würde ein derartiges Abweisen aller funftsinnigen zum letzten Bild die Mufit die Marseillaise intonierte, fangen die preußismen Gefezes über die Breffe vom 12. Mai 1851 schuldig und Arbeiter von dem praktischen Mitwirken in der Kunst vielen Ver- Anwesenden das herrliche Kampflied mit. Am Schluß jubelnder wird deshalb zu einer Geldstrafe von 1 M., im Unvermögensfalle einigungen, z. B. den Arbeiterfängern und ihren Dirigenten die Luft Beifall aller, ob kunstverständig oder nicht. Echte Arbeiterfeststimmung! 1 Tag Haft, verurteilt. benehmen, künstlerisch fortzuschreiten, wenn es ihnen nicht vergönnt So soll es fein! wäre, von Zeit zu Zeit ihr Können zu zeigen; viertens find doch Hiermit wäre ich in der Hauptfache fertig. Manche Fest- Gründe: Arbeiterfeste nicht nur der Kunst wegen da, sie sollen auch das arrangeure wollen auch dem Humor durch Einfüigung mehr oder Mittel sein, das Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Teilnehmer zu weniger humoristischer oder satirischer Verträge Geltung verschaffen. pflegen mit Bezug auf ihre Lebensinteressen. Man überlasse also um, auch ein wenig davon schadet nicht. Laßt unsre lieven Arbeitsdie Ausübung der reinen Kunst den dazu bestimmten Vereinigungen, brüder und Schwestern auch mal aus vollem Herzen lachen es von deren Beranstaltungen man direkt nach Hause geht und un- ist ja gefund! Paul Gent. beeinflußt durch Berufsfragen oder Tanzweisen, den reinen i Kunstgenuß unverwischt geistig nugen kann. 14 營 Die Kosten des Verfahrens fallen dem Angeklagten zur Last. Die Revision der königlichen Staatsanwaltschaft, welche Verlegung der§§ 9, 10 und 41 des preußischen Gesetzes über die Presse vom 12. Mai 1851 rügt, erscheint begründet. Nach den Feststellungen des Vorderrichters hat der Angeklagte im Testen Winter bis zum 13. Januar 1001 in seinem RestaurationsTotal ein Blatat angeheftet, welches Angaben über den Zweck des Centralverbandes der Handels, Transport mnd Verkehrsarbeiter Ja! Ein ideales giet ist, was dem infender Z. in feinem Deutschlands, sowie eine Aufforderung zum Beitritt zu dieser Allerdings ist eine durchgreifende Reform bei Arrange- Schreiben vorfchwebt; aber leider ist es nur zu wahr, daß nicht Bereinigung betreffe Erlangung besserer Lebensbedingungen ments von Arbeiterfesten unbedingt nötig, und hierfür 8's alles so ist, wie er es mit feinen gett fleht. enthielt. Der Vorderrichter hat mit Recht angenommen, daß Anregungen zu beherzigen. Denn wie fommt oft so ein Arbeiter in der großen Mehrzahl auf in der großen Mehrzahl auf ihren Durst nach diefes plakat seinem Inhalte nach nicht zu den im§ 9 des geArbeiterfest Brogramm zu stande? Die Arrangeure, bon dem Wissen, nach edleren Genüffen prüfen und man wird betrübt zu dem dachten Gesetzes, der durch§ 30 Abs. 2 des Reichs- Breßgefeßes aufGrundsatz ausgehend:" Wer vieles bringt, bringt jedem etivas"-Schluffe gelangen, daß es damit noch sehr im argen liegt. Man recht erhalten ist, ausgenommenen Plakaten gehört, daß es ins engagieren eine Anzahl von Kräften, laffen sich von ihnen die auf- muß selbst bei Arbeiterfesten Veranstalter gewesen sein, um mit besondere nicht Nachrichten über den gewerblichen Verkehr enthält. zuführenden Rummern geben mit dem Versprechen, fie an geeigneter empfinden zu können, bag ber allergrößte Teil der Hörer nicht nur Der Borderrichter ist aber weiter der Ansicht, daß der Ane et ideas and fezen. man kann, in Bekommt man nachher fo bem gebotenen Guten nicht folgen famt, sondern meist auch nicht geklagte durch das Ausstellen dieses Platates in seinem Schank-ein buntscheckiges Brogrammt zu Gesicht, da muß man sich oft folgen will. Ce wird einem rundweg ertlärt: fch nur nicht so lofale gegen die§§ 9, 41 des gedachten Gefeßes nicht verstoßen über die wenig gifidlice Busammenstellung der Nummern Herz- was Tragisches. Die jungen Leute wollen fich amfifteren und habe, weil die Voraussetzung des öffentlichen Ausstellers feble. lich wundern. Es ist durchaus nichts Seltenes, daß zum Beispiel bald tangent. Amor, der kleine Schelm, mag wohl hier Da durch den 43 Abs. 5 der Reichs- Gewerbe- Ordnung das vor einem Prolog, oder einer Recitation flaffischer Gedichte oder auch viel mitfprechen. Es sind, im Verhältnis zur großen nichtgewerbsmäßige Verteilen von Druckschriften in geschlossenen einer allegorischen Darstellung der Arbeiterideale ein Musikstild oder Bahl Arbeiter Berlins doch noch herzlich wenige, die finstlerischen Räimen vönig freigegeben und ohne polizeiliche Erlaubnis gestattet humoristischer Vortrag steht etwa im Genre des Pflaumemwalzers" oder wissenschaftlichen Darbietungen mit Intereffe folgen. Es mag fei, müsse analog, dasselbe von dem nicht gewerbsmäßigen Ausstellen oder„ Hinter'm Ofen figt' ne Maus". Vor mir liegt ein ganzer wohl auch dem Verfasser bei einem gut gelungenen Feft fich die folcher Schriften in geschlossenen, wenn auch jedermann zugänglichen Berg Programme, die ich als Belag für n meine Behauptung aufweisen Weinum gebildet often both einem Geben der Wassen nace Näumen gelten. tann. Ist dann so ein buntes Programm erledigt, folgt der Tanz. Höherent. Hier ist aber noch viel braches Feld zu beackern und es Diese Ansicht des Vorderrichters ist rechtsirrtümlich. auf den sehr viele mit Schmerzen warten. Ein solches Programm foll ja auch hiermit feineswegs gefagt fein, daß berartige Anregungen Der Angeklagte hat das Platat in feinem Restaurationslokale feien. Nein, im Gegenteil. Mit Freuden ist zu begrilßen, feien. Nein, im Gegenteil. Mit Freuden ist zu begrüßen, ausgestellt. Dieses Ausstellen ist aber ein öffentliches gewesen, hilfe geschaffen werden könnte. Schautwirtschaft betrieben hat, die also jedem Gafte zugänglich Ob nun wirklich die Bildung eines Kunstausschusses, wie Z. vor- waren. Die Anwendbarkeit des§ 9 auf das Anschlagen und Anschlägt, durchführbar sei, will ich dahingestellt fein laffen. Jeden- beften von Plakaten in Wirtshäusern ist auch bereits von dem falls meine ich aber, daß es sehr zu empfehlen wäre, wenn die ein- Stammergericht in dem Urteil vom 25. Januar 1900 anerkannt. zelnen Bereine, speciell die kleineren, weniger Feste veranstalten Johow, Band 20 Seite C. 31.) Die Voraussetzungen des§ 9 Die Einleitung erfolgt am besten durch einige gut ausgewählte würden; dafür aber lieber fich mit andren oder größeren Bereinen liegen fonach vor. Der§ 43 Absatz 5 der Reichs- GewerbeKonzertpiessen, dann folgt die Festrebe. Bur Feftrede gehört natürlich verbinden würden, um so wirklich Gutes, künstlerisch Schönes hub Ordnung, der bestimmt, in gefchloffenen Räumen ist zur nicht, auch ein guter Festredner. Und die find rar- ach I so rar!- Ich den Geist Bildendes schaffen zu können und so mitzuwirken an der gewerbsmäßigen Verteilung von Druckschriften oder andern Schriften fannte nur einen unsern Wilhelm Liebknecht. Der war ein Fest- großen Kulturaufgabe des Proletariats. Auch die Geldtoften find oder Bildwerken eine Erlaubnis nicht erforderlich, kann keine Anrebner! Der fonnte zum Herzen sprechen, mit fortreißen. es nicht immer, die verhindern, daß Aufwendungen gemacht werden wendung finden. Durch diese Vorschrift ist nur die nichtgewerbs Der konnte erzählen aus seinem reichen Leben von Kampf und Sieg, vom fönnten. Ist es doch leider allgu oft der Fall, daß in mäßige Verteilung von Schriften in gefchloffenen Räumen, soweit Anschwellen der Kämpferschar für Freiheit und Broter weckte in Arbeitervereinen noch wertvolle Vereine abgelchen angeschafft werben, biefe fich als öffentliche Orte darstellen, freigegeben. Diese Ausuns den freudigen Mut, der sicher und stolz macht! Ihn verstand wo es vielleicht eine fleine, billige Schleife 2c. dich thun tofirbe. nahniebestimmtung in analoger Weise auch auf das Ausstellen von Mann und Weib, bon ihm aus ging ein begeisternder Funke durch Oder, wie ich es erlebte, daß ein Arbeiter- Gefangverein sich ein Blakaten auszudehnen, erscheint nicht angängig und in einer alle Herzen, der helle Festesfreude weckte, die nachielt bis zum printvolles Banner von nahezu 300 m. leiften mußte, was wohl Weise gerechtfertigt. Wenn der Gesetzgeber auch das nicht neredtertiusftellen Schluß des Festes und darüber von Schriften in berzum Herzen i premer binasalio einen Feſtredner, bei einem Kriegerverein Brauch ist, aber ffir Profetarier doch voll- gewerbemäßige inheften Dann Gefangsvorträge. ständig Verschwendung zu nennen. Als aber zu einem Feste den geschlossenen Räumen hätte freigeben wollen, so würde er dies zum eventuell von einem einem guten Gesangverein. Einem guten Besuchern einige schöne lebende Bilder vorgeführt werden sollten. Ausbruck gebracht haben. Den liebe Sänger, nehmt's mir nicht übel Gesang wurde ganz besonders betont: Nur nicht so viel Geld ausgeben. Im Abs. 1 des§ 43 tst neben dem Berteilen auch das Anheften vercine, die gut und rein fingen, find nicht sehr zahl- Durch Derartiges wird den Veranstaltern dann doch alle Schaffens- und Anschlagen von Schriften erwähnt. Eine gleiche Nebeneinanderreich. Nun vielleicht Recitationen unfrer Freiheits- und lust am Schönen genommen. stellung enthält aber der Abs. 5 nicht, vielmehr giebt dieser nur für modernen Dichter. Füllt aus dem Born das nicht gewerbsmäßige Verteilen von Druckschriften in geschloffenen Räumen eine besondere Bestimmung, die auf die übrigen im Abs. 1 erwähnten Arten der Verbreitung von Schriffen nicht willkürlich ausgedehnt werden kann. aber entspricht nicht der Würde eines Arbeiterfestes, das alle Elemente. ivedios orschläge gleichzeitig gemacht werden, wie zweckmäßig Ab demt es ist erfolgt in den Räumen, in denen der Angeklagte die gleich viel wie sie zur Kunst st eben, zusammenfassen. vereinen und erfreuten, fie für einige Stunden von der Qual des Alltagsdaseins befreien soll, denen aber die intime Kunst noch ( leider!) langweilig" ist. Ich will nun ein mir geeignet er scheinendes Programm eines Arbeiterfestes in seinen Grundrissen detaillieren. er enthält so fort: amt in Meg! Sociales. O. H. Es viel Edles und Reines und Schönes! Ein Beispiel! Freiligrath läßt in seinem herrlichen Gedicht„ Von unten auf" seinem Heizer sagen:" Wir sind die Kraft! Wir hämmern jung das alte morsche Ding, den Staat, die wir von Gottes Borne find bis jetzt das Eine staatliche Musterauftalt. Aus Elsaß Lothringen Durch§ 48 Abs. 5 der Reichs- Gewerbe- Ordmung hat der Begriff Proletariat! In diesem„ bis jetzt" liegt die ganze Geschichte der wird uns geschrieben: Recht nette Bustände scheinen beim kaifer Gefeßes vom 12. Mai 1851 irgend eine Aenderung nicht erleiden entric over„ Bffentliche Orte" in Sinne der§§ 9 und 10 des „ öffentlich" Arbeiterbewegung; der Dichter konnte sein, bis jetzt" mit prophetischem, lichen Proviantamt der lothringischen Riesengarnison Me follen. Er giebt vielmehr dadurch, daß er für geschlossene Näume eine weitschauendem Blick aussprechen, als er iah, wie„ bon unten auf" sich die Arbeiterheere scharten um Lassalle und Marg, und wir zu herrschen. Dort find dieser Tage aus Rücksichten der Sparfamkeit Ausnahmebestimmung trifft, zu erkennen, daß auch diese öffentliche an Stelle der bisherigen männlichen Arbeitskräfte Frauen einVorwärtsbewegung miterlebten, wir können mit freudigem Stolz, worden, benen Pro Sag 2 17 werdencite durft hätte. Eine analoge Anwendung des§ 43 Abs. 5 auf das die wir das gewaltige Drängen von unten her", die gewaltige gestellt worden, denen pro Tag 2 M. Lohn bezahlt werden. Die Orte sein können, da es sonst der Beſtimmung überhaupt nicht beim Hinblick auf unser Endziel, mit dem Dichter fagen: Bis ezer Bürgerzeitung" fritifiert diefe seltsame staatliche Social jezt das Proletariat! Ja, durch derartige Recitationen muß die politik, die in der Zeit der wirtschaftlichen Depression die Zahl der nicht gewerbsmäßige Anheften oder Ausstellen von Schriften in geFestesfreude gehoben und veredelt werden. Ueber die Person des Arbeitslosen künstlich vermehrt, in abfääiger Weise und fährt dann des Borderrichters liegen die Voraussetzungen des§ 9 des Gesezes schloffenen Räumen ist fonach ausgeschlossen. Nach den Feststellungen Recitators bin ich mit 8., wie ich glaube, nicht einverstanden. 8. spricht Don dilettantischer Wiedergabe" und meint damit zweifellos, daß aus Ein ferneres Bedenken gegen den Versuch liegt in sitt vom 12. Mai 1851 gegen den Angeklagten vor, denn die Zuwiderlicher Beziehung. Die gegenwärtig in den Proviantmagazinen Dolus nicht, vielmehr genügt, daß der Angeklagte bewußt alles das handlung gegen diefen Paragraphen erfordert einen besonderen Arbeiterkreisen niemand im stande wäre, eine Recitation gut zu beschäftigten Arbeiter müssen ihres Leibes Notdurft so gut ver gethan hat, was zu dem durch den§ 9 verbotenen Thatbestand gehört. sprechen. Nun ich sage: Ich höre lieber von einem Arbeiter, richten, wo und wie es eben geht. Abortanlagen find nicht 8 tonnte fonach in Gemäßheit des§ 394 Strafprozeßordnung, da der, für seine Ideale begeistert, etwas tunstverständig und rhetorisch vorhanden. Was bei dem Manne schon in unanständiger Weise von der Königlichen Staatsanwaltschaft die gefeßlich niedrigste Strafe begabt ist, eine Recitation sprechen, als von einem Künstler, der nicht mit dem Herzen bei der Sache ist und dessen Vortrag den der Frau einfach unmöglich ohne beantragt ist und diese auch angemessen erschien, sofort die Vers auffällt, wird bei ber Gefahr für die Sittlichkeit. Eindruck macht:" Ich lese euch was vor's ist mein Geschäft!" Dieses Fehlen der urteilung des Angeklagten ausgesprochen werden. Die Kosten treffen Abortanlagen ist ein arger Migstand, dessen Beseitigung ben, Angeklagten nach§ 497 Strafprozeßordnung. sch habe oft erlebt, daß durch die denkbar einfachste Wiedergabe nicht dringend genug verlangt werden kann." eines guten Gedichts ein tiefgehender Eindruck erzielt wurde. Das muß ja ein Musterinstitut sein, dieses kaiserliche Proviant- anlaffung gegeben haben wird, auch die hiesige tönigliche EisenSo das Urteil, das dem Staatsanwalt inzwischen gewiß Ver= Ein Beispiel für viele. Es war nach der Aufhebung des Socialistengesetzes. Bei Joël in der Andreasstraße fand eine Zubahn Direktion vor den Strafrichter zu citieren. Besonders fammenfunft von Genossen statt, um die aus dem Eril Heimgekehrten zu begrüßen. Die legteren gingen auf die Bühne und erzählten ihre gravierend kommt dieser Behörde gegenüber in Betracht, daß fie trotz bes Urteils die gegen das Gesetz verstoßenden Blatate immer noch Erlebnisse. Später folgten noch Gejang und Deklamationen, und auf den Bahnhöfen duldet. auch einer der Heimgekehrten, wenn ich nicht irre, ein Cigarrenarbeiter, trat vor und deklamierte einfach und schlicht, aber mit dem edlen Zorn der für eine gute Sache Mißhandelten und Unterdrückten, Heines Weber". Der Eindruck war ein gewaltiger, unvergeßlicher. An diese Scene wurde ich erinnert, als auf einem vorjährigen Fest her Freien Boffsbühnen Co. b. Winterstein dasselbe Gedichte prächtiger Bergens ur atende und 3 Nachtruhe von mindestens 8 Stunden Schwelerei eines Brauntohlenwertes beschäftigt war, verWeise zum Vortrag brachte. Der Arbeiter und der treffliche Recitator zwischen 8 Uhr abends und 8 Uhr morgens, mindestens 6 Freistunden starb eines Abends gegen 6 1hr plöglich am Hizschlag, als er sich hatten gleiche Erfolge. Ich habe bei einem andern Fest derselben jede Woche und zwar zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends, zu der auf der Betriebsstätte befindlichen Waschvorrichtung Bereinigung Recitationen Freiligrathscher, Hauptmannscher Gedichte ferner alle 3 Wochen ein ganzer Freitag, eventuell nach besonderer begeben wollte und dabei war, seine Schuhe zu schließen. Die vortragen hören in der Weise, wie man in Jbsenschen Dramen Vereinbarung beider Parteien jährlich zweimal ein je viertägiger Sinterbliebenen des Verstorbenen wurden von der Berufsgenossens spricht. Das vertragen diese Dichter nicht, in deren Gedichten Urlaub. Im Jahre 1900 ist man in der Stadt Zürich energisch schaft mit einem Anspruch auf Unfallrente abgewiesen, weil ein ein gewaltiges Feuer braust und glüht, auch nicht Hauptmanns an den Vollzug der Bestimmungen über den Feierabend und die Betriebsunfall nicht vorläge. Das Schiedsgericht verurteilte jedoch die " Im Nachtzug", und der gespendete Beifall galt wohl ununterbrochene achtstündige Nachtruhe gegangen und hat gegen fehl- Berufsgenossenschaft zur Rentengewährung, und das Reichs- Vers nur der Person der gefeierten Künstlerin. In diefer bare Wirte in 189 Fällen Bußen verhängt. Nun natürlich große sicherungsamt verwarf den Rekurs der Genossenschaft mit folgender Meinung fand ich mich eins mit verschiedenen kunstsinnigen Aufregung in Wirterreifen, zahlreiche Beschwerden und Rekurse an Begründung: Der Hizschlag, dem R. im Sommer 1900 erlegen Arbeitern. Man verschmähe es also auch nicht, fähigen Arbeitern die Gerichte sowie Gesuche an den Stadtrat, den betreffenden fei, müsse als Unfall beim Betriebe gelten. Es sei erwiesen, daß Recitationen anzuvertrauen, besonders auch deshalb, weil es schon Gesetzesparagraphen fie, die Betenten, ausnahme- am Unfallstage die Temperatur außerordentlich hoch, gewesen sei Vereinigungen, die hohe Honorare zahlen und gute weise" nicht anzuwenden! Ein sehr seltsames Verlangen, auf das Zweifellos hätten nun Art und Ort der Betriebsarbeit an diesem Tage, Verbindung haben, unendlich schwer wird, gute Kräfte heran- die Behörde selbstverständlich nicht eingehen konnte. Schließlich nämlich das Kohlenschaufeln auf dem Schwelboden unter einem die zuziehen. Man frage nur die Leiter der Freien Voltsbühne. Mit hatten die Herren aber auch beim Obergericht kein Glück, denn das heiße Luft noch zusammenhaltenden niedrigen Dache, wesentlich dazu dem guten Willen und den Gratisleistungen von 3. habe ich nichts selbe bestätigte die Bußen, wie das als selbstverständlich erscheint, beigetragen, die natürliche große Size und deren Einwirkung auf den im Sinne. und um von vornherein Hinterthüren und faulen Einwänden von Körper des Verunglückten zu steigern. Es läge also eine auf einem Einen vollen, begeisternden Erfolg können auch lebende Bilder freiwilliger Anwesenheit und ohne Dienstleistung" vorzubeugen, verhältnismäßig furzen Zeitraum beschränkte schädliche Einwirkung haben, wenn sie mit fünstlerischem Gefühl und Schick gestellt find. erklärte es in seinen Entscheiden, daß in allen Fällen Bußen zu ver- vor, welche den Higschlag herbeigeführt habe. Daß dieser erst nach Dies gilt namentlich für große Lokale, in denen der Raumverhältnisse hängen find, in denen ein Bediensteter des Wirtes, z. B. auch ein dem Schluß der Tagesarbeit eingetreten sei, als St. sich umkleiden wegen Darbietungen für das Ohr der Zuschauer nur in beschränktem Schänkbursche, in den Wirtschaftslotalitäten betroffen werde, auch wollte, fei gleichgültig, denn die den Sizschlag verursachende Die Durchführung des Kellnerinnenschuhe.lim Im Kanton Zürich besteht ein gefeßlicher Schutz des Wirtschaftspersonals, das in seiner großen Mehrheit aus Kellnerinnen besteht, der jahrelang nur auf dem Papier stand, da ſich um ſeine Durchführung niemand fümmerte, wenn sich nicht etwa hier und da eine Arbeiterorganisation davon erinnerte. Die bezüglichen Vorschriften bestimmen in der Hauptsache: 12 Uhr nachts Feierabend für das Sociale Rechtspflege. Hitschlag als Betriebsunfall. Der Arbeiter R., der in der 1111-> übermäßige Erhizung des Körpers könne nur nur während der aber auch sonst abgewiesen werden müssen, weil sie den behaupteten| meinte unwillig zum Chef: Die schmutzigen Kunden überlassen Arbeit und durch sie entstanden sein. Nach dem Schluß der Schaden nicht näher dargelegt habe. Sie mir wohl." Das Arbeitsverhältnis ging darüber in die Brüche Arbeit habe der Verunglückte irgend eine Thätigkeit, welche feine, und die Folge war eine Entschädigungsklage beim GewerbeTemperatur noch hätte weiter erhöhen können, nicht vorgenommen. Nicht Arbeiter, sondern Teilhaber. Der Glafer N. beansprucht gericht. Der Kläger behauptete unrechtmäßige sofortige EntSomit müsse der Tod R.s auf einen Unfall beim Betriebe zurück- durch Klage beim Gewerbegericht vom Kaufmann Brückner, lassung, während der Beklagte außer andern Gründen geltend machte geführt werden. einem der Juhaber der Firma Schreiber u. Comp., 300 Mark Lohn der Kläger sei mit der vorzeitigen Lösung des Arbeitsverhält und 67 Mark Auslagen. Brückner wandte Unzuständigkeit des Ge- nisses einverstanden gewesen. Die Kammer VI des Gewerbererichts Ein wichtiger Grund gemäß§ 124a der Gewerbeordnung. werbegerichts ein, weil der Kläger mit 2000 Mark bei der unter dem Vorsitz des Die Puzmacherin Fräulein G. hatte durch Klage beim Gewerbe Gesellschaft m. b. H., die die Firma bilde, beteiligt sei. Auch hätte Gehilfen ab und führte aus: Selbst wenn Kläger vorzeitig entDr. Krause wies die Klage des gericht von Frau Scharntke, der Inhaberin eines Buzgeschäfts, R. eine mehr kaufmännische Thätigkeit zu der in Betracht kommenden lassen worden wäre, müßte die Klage scheitern, denn the in 115 Mark rückständiges Gehalt gefordert, wogegen die Beklagte Beit ausgeübt. Der Kammer VIII, die sich mit der Sache zu be Gegenwart von Kunden an den Meister gerichteten Worte:„ Sie wegen angeblichen Kontraktbruchs der Klägerin 375 Mart schäftigen hatte, lag ein Vertrag vom 19. August 1901 vor. Danach überlassen wohl mir die schmutzigen Kunden," enthielten eine grobe als Schadensersaz beanspruchte. Die Kammer II verurteilte die Be- sollte ihm unter andern obliegen die Expedition der fertigen Waren, die Beleidigung des Arbeitgebers und hätten diesen nach§ 123 der Geflagte zur Zahlung des Gehalts und stellte ihr anheim, ihren Kalkulation, das Maßnehmen bei der Kundschaft, die Entgegennahme werbe- Ordnung zur sofortigen Entlassung des Klägers berechtigt. Gegenanspruch, da die Aufrechnung nicht zulässig sei, im Wege von Aufträgen. Mit seiner Kapitaleinlage haftet der Kläger für der Widerklage geltend zu machen, was Frau Scharntke denn alle Schäden, die auf ihn zurückgeführt werden können. Er hat die auch that. Fräulein G., die nunmehrige Beklagte, vermochte Arbeiter zu kontrollieren. Es wird ihm ein monatliches Figum flage der Kochmamsell Selle ein, ihre sofortige Entlassung sei be Der Dekonom Buslaff wandte gegen die Entschädigungsdem Gerichte nachzuweisen, daß sie nur aus dem Geschäft fort von 150 M. und eine Provision vom Werte der Aufträge rechtigt gewesen, weil sie ein Dienstmädchen zu einer geblieben sei, um ihre krante Mutter zu pflegen und zu Hause, wo angesichert, die er dem Geschäft zuführt. Der Kläger, der ursprüngs begründeten Anzeige wegen angeblicher Vergewaltigung fich außer einer größeren Schwester auch noch zwei Kinder im Alter lich als Glafer in der Fabrik gewesen ist, machte geltend, daß er als veranlaßt habe. von 4 und 6/2 Jahr befanden, nach dem Rechten zu sehen. Gewerbegehilfe oder als Werkmeister angesehen werden müßte. dem Mädchen, das ohne andern weiblichen Anhalt im Hause Die Klägerin behauptete dagegen, sie habe Die Mutter erlag ihrer Krankheit. Im Laufe der Ber- Er habe auch noch in der letzten Zeit manchmal praktisch gewesen sei, nur ihre Hilfe geliehen. In der Verhandlung vor der handlung wurde festgestellt, daß der früheren Klägerin, mitarbeiten und sogar Ueberstunden bis 10 Uhr abends machen Kammer VI des Gewerbegerichts wurde aus den Akten jetzigen Beklagten eine vierwöchentliche Kündigungsfrist zustand. müssen. Das Geiverbegericht erklärte sich für unzuständig und festgestellt, daß die gegen Buslaff gerichtete Beschuldigung sich als Frau Scharntte wurde mit der Widerflage abgewiesen. Der Gewerberichter Dr. Meier führte aus: Die Kammer erachte dem halilos erwiesen hat. Von einem Verfahren gegen B. ist Abstand Vorsitzende v. Schulz führte begründend aus: Außer den in den Kläger nicht mehr für einen Glaser oder Werkführer der genommen worden. Der Gerichtshof kam auf Grund der Akten und der §§ 123 und 124 bezeichneten Fällen könnten Arbeitnehmer und Arbeit- beklagten Gesellschaft, sondern für einen Gesellschafter mit Aussage eines Polizeibeamten zu der Ueberzeugung, daß die Klägerin geber aus wichtigen Gründen vor Ablauf der vertragsmäßigen einer Kapitalseinlage volt 2000 Mart, der feine Beit und ohne Innehaltung einer Kündigungsfrist die Aufhebung des männischen Kenntnisse als früherer Glaser bei der beklagten Firma aufgehetzt habe, und erblickte in dem Verhalten der Klägerin eine fach das Dienstmädchen zu der Anzeige wegen Vergewaltigung böswillig Arbeitsverhältnisses verlangen, wenn dasselbe mindestens auf vier als technischer Mitleiter des Betriebes verwerten sollte, grobe Beleidigung des Beklagten, die ihn zu ihrer plöglichen EntWochen abgeschloffen oder wenn eine längere als vierzehntägige und zwar gegen 150 M. Monatsgehalt sowie 2 Broz. Provision. Kündigungsfrist vereinbart sei. Das sei mun hier der Fall gewesen, lassung berechtigte. Die Klägerin wurde deshalb mit ihrem auch habe ein solcher wichtiger Grund vorgelegen, indem in der Familie des Entschädigungsanspruch abgewiesen. Den noch rückständigen Widerbeklagten eine schwere Krankheit ausgebrochen gewesen sei, die mit Lohn billigte das Gericht der Klägerin zu. dem Tode der Mutter geendet habe. Infolgedessen habe Fräulein G. die Arbeit sofort verlassen können und die Widerklägerin müsse schon deshalb mit ihrem Schadensersatz abgewiesen werden. Sie hätte Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 24392* C. F. Walter. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra- Ball bei doppelt be: 5 Uhr. Die schmutzigen Kunden. Zwischen dem Friseur S. und feinem Arbeitgeber B. tam es im Geschäftslotal zu einem Streit wegen der Bedienung der anwesenden Kunden. 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Nachdem Genosse Ohl die Arbeiterkolonis Reinickendorf- Weft. Dienstag, den 10. Dezember, tagte im Mantowsth. Alle Redner bedauerten es, daß Genosse einer scharfen Kritik unterzogen hatte, wurde die Versammlung ge. Lokale des Herrn Muster eine gut besuchte Versammlung für Schilling, als alleiniger Vertreter der Arbeiter in der Kommune, schlossen. A.Jandorf& Co Spiffelmarkt 16-17. Belle- Alliancestr. 1-2. 2.03 Gr. Frankfurter Str. 113. Ecke Leipziger Strasse. Am Blücherplatz. Ecke Andreasstrasse. G Puppen und Spielwaaren AM noms ultate 15H zu hervorragend billigen Preifen nov sa sills W now ueni3 mole& Von 12 bis 8 Uhr Derabfolgen wir heute 02 gratis Photographie- Bons gratis M bei einem Gesammfeinkauf von 5 Mk. Dtz. Visit. sidqu 10 Mk. 15 Mk. 12 Dtz. Visit. 14Dtz. Cabinet. Diese Bons sind für jede erwachsene Person zu verwenden, SIM 08.0 101 20 Mk. 14 Dtz. 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