Nr. 296. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächfte Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Nachtarbeit. Donnerstag, den 19. Dezember 1901. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Arbeitsart bezeichnet werden müssen. Halten doch auch die Tagen in der Woche gearbeitet. Eine große Arbeitslosigkeit meisten Nachtarbeiter, wenn sie schwere Arbeit verrichten herrscht unter der Handweberbevölkerung des Eichsfeldes. In der westfälischen In den Kreiſen Worbis und Grafschaft Hohenstein find ca. 10 000 Die Frage der Untersagung bezw. Einschränkung der ge- müssen, ihre Arbeit nicht lange aus. werblichen Nachtarbeit wird neuerdings von den gewerkschaft- und oberschlesischen Hüttenindustrie kennt man die sogenannten Handweber ohne Arbeit. Gleich ungünstig ist die Lage der Handweber in den Kreisen Heiligenstadt und Mühlhausen. Seitens der lich organisierten Arbeitern, und zwar sowohl in der Presse Bierundzwanziger" und" Sechsundzwanziger". Das find Regierung sind Erhebungen über den Umfang der Arbeitslosigkeit als in ihren Versammlungen mehr als sonst erörtert. Es Arbeiter, die mit geringen Baufen, die sie auf Essen und im Gang. Auch die wenigen Maschinenfabriken sind ohne hängt dies eng zusammen mit der augenblicklichen Lage der Trinken verwenden, zwei oder gar drei Arbeitsschichten hinter ausreichende Beschäftigung. Die Maschinenfabrit in Berlingerode deutschen Arbeit. Die wirtschaftliche Krise hat tausende fleißiger einander machen, um dann einen halben Tag zu ruhen. hat sich genötigt gefehen, zwei Drittel ihrer Arbeiter zu einen entlassen und Lohnkürzungen vorzunehmen. Hände ausgeschaltet, und es muß die arbeitslosen Proletarier Wohl erzielen sie durch solche Ueberanstrengung Erhebungen sind ganz löblich, aber sie machen keinen empören, wenn sie, die nicht wissen woher sie Brot für ihre höheren Lohn, doch alsbald bricht auch der Körper zuFamilien nehmen sollen, beobachten, wie in den noch gut be- sammen und erst nach langwierigem Krankenlager erholt sich Hungrigen satt! schäftigten Betrieben die Arbeiter nicht bloß Ueberstunden machen der Proletarier so weit, daß er wieder seinem Broterwerb Die Sch tv äb. Tagwacht" in Stuttgart teilt mit: Trüber und trüber wird das Bild, welches das städtische müssen, sondern auch die Nachtarbeit besteht. Die Nachtarbeit, nachgehen kann. Neben den Krankheiten, die um so häufiger auftreten, je Arbeitsamt Stuttgart allmonatlich von der wirtschaftlichen Lage an sich eine der schändlichsten kapitalistischen Ausbeutungsformen, wird in solcher Zeit zu einem der schlimmsten Uebel- mehr der Körper durch die Nachtarbeit ruiniert ist, stellen die entrollt. Nach dem in der gestrigen Gemeinderatssigung mitgeteilten stände, dessen gesetzliche Bekämpfung ein dringendes Gebot ist. gewerblichen Nachtarbeiter vor allem einen hohen Prozentsatz Bericht vom Monat November hat sich die Lage gegenüber den Die Socialdemokratie hat der wichtigen socialpolitischen Frage Natur der Sache. Der Nachtarbeiter, der bereits schlaff seine wurden 1559, im Oftober 1901 1558, im November 1901 dagegen Die Socialdemokratie hat der wichtigen socialpolitischen Frage zu den Betriebsunfällen. Es liegt dies schon in der Oktober noch wesentlich verschlechtert. Ju November 1900 stets ihre ganze Aufmerksamkeit gewidmet. Im Reichstage haben wir wieder und wieder die Einschränkung beziehungs- Thätigkeit beginnt, ermüdet rasch, wird alsdann abgeftumpft nur 1065 Arbeiter gesucht. Befriedigt wurden von diesen Gesuchen weise Abschaffung der Nachtarbeit gefordert; diese Forderung gegen die Betriebsgefahren und erliegt denselben noch weit im ganzen 881= 82,72 roz. vember 1900: 2687, int Ottober 1901: 3134, im November 1901 2949 Arbeiter. Es kommen alip Sehr schwierig scheint sich die Lage des Arbeitsmarktes in am aus ThatArbeit suchten dagegen im Nobildet einen Punkt unseres Programms und an jedem 1. Mai eher als der Tagesarbeiter. Nur 894 30,31 Proz. dieser Unglücklichen konnte Es ist gewiß kein Zufall, daß in jenen Industriegegenden, Arbeit nachgewiesen werden, die übrigen 2055 müssen weiter demonstriert die klassenbewußte Arbeiterschaft für die Forderung. Während im November 1900 auf 100 offene Stellen Neuerdings haben die Gewerkvereine eine Petition um Unter- in denen besondere Betriebsweisen eine ausgedehnte Beschäfti- hungern. fagung oder Einschränkung der gewerblichen Nachtarbeit an den gung breiter Arbeitermassen zur Nachtzeit bedingen auch die 174 Arbeitslose famen, war das Verhältnis im Oktober 1901 Reichstag gerichtet, wobei sie auf den Bericht von Dr. Mar Hirsch über Arbeiterorganisation hinter andern Gegenden zurückbleibt, die 100: 201 und im November 1901 100: 276. Reichstag gerichtet, wobei sie auf den Bericht von Dr.Mar Hirsch über Arbeiterpresse wenig gelesen wird und die Wasse auf einer nahezu drei Arbeiter auf eine offene Stelle. die Nachtarbeit in Schmollers Jahrbuch fußen. Die ganze Frage beginnt so, gleich der der allgemeinen Verkürzung der Arbeits- geringeren Bildungsstufe steht. Dem übermüdeten und überzeit, an Aftualität zu gewinnen in dem Maße, wie die Reichs- anstrengten Nachtarbeiter fehlt völlig die geistige Samm- Bayern zu gestalten. Der Centralstelle für Arbeitsmarkt- Berichte regierung die Dinge gehen läßt, wie sie eben gehen, und ohne lung und Frische, die die Vorbedingung für Teilnahme am gehen darüber folgende Mitteilungen zu:„ Unter allen deutschen regierung die Dinge gehen läßt, wie sie eben gehen, und ohne mit irgend einer durchgreifenden Maßnahme der Arbeitslosig- öffentlichen Leben, am ſocialen Kampfe feiner Klasse, an Banden ist Bayern gegenwärtig dasjenige, das in der Zusammenmit irgend einer durchgreifenden Maßnahme der Arbeitslosig- Interesse für die Verbesserung seiner Lage überhaupt ist. In faffung der Arbeitsnachweise feit zu begegnen. weitesten vorgeschritten und Was bisher in Deutschland gegen die Nachtarbeit gesetz- unsren Tagen ist das elementare Bildungsmittel für den das infolgedeffen den Zu- und Abfluß früher zu bemerken in Der Nacht der Lage ist. Nicht nur in den Industriestädten, sondern auch auf geberisch geschehen ist, ist ganz ungenügend. Die Gewerbe- Arbeiter die Versammlung seiner Organisation. Ordnung hat bekanntlich die Beschäftigung der Kinder in arbeiter fann sie nicht besuchen, weil ihn am Abend dem platten Laude macht sich in Bayern jetzt Arbeitsnot geltend. Fabriten verboten, was jedoch nicht hindert, daß sie in der bereits wieder seine Thätigkeit ruft. Seine dauernde geistige Daß die Arbeitslosen auf dem Lande untergebracht werden könnten, Hausindustrie und in einzelnen Arten derselben oft bis in die Abspannung läßt ihn auch wenig Interesse an Litteratur ist bei der gegenwärtigen Geschäftslage gänzlich geschlossen. Schon Mitte November wurde im unterfränkischen, Nacht hinein ausgebeutet werden. Auch für die jugendlichen nehmen und so lebt der Nachtarbeiter stumpf und dumpf zandratsamt vom Baron v. Thüngen fonstatiert, daß in der dortigen Arbeiter, bis sechzehn Jahre, verbietet das Gesetz die Nacht dahin. Schwere und andauernde Nachtarbeit ist ein langsames Landwirtschaft tein Mangel an Arbeitsfräften beſtehe. sächlich besteht sogar ein Weberangebot, das zum Teil, arbeit, ebenso für die Arbeiterinnen, wobei noch hinzugefügt geistiges und körperliches Zugrundegehen des Arbeiters. Von einer Anzahl Betriebsweisen abgesehen, in welchen in den nächsten Städten um Arbeit nachsucht, zum Teil auf dem ist, daß diese an Sonnabenden und an Vorabenden von Feſt die Nachtarbeit eine umgängliche Notwendigkeit ist und sich Lande bleibt und dort ein Arbeitslosen Kontingent tagen nicht nach 51/2 Uhr nachmittags beschäftigt werden dürfen. Das Gesetz gestattet jedoch dem Bundesrat und den höchstens einschränken, nicht aber gänzlich unterdrücken läßt, bildet. Durch Zuzug vom Lande ist z. B. das Angebot von Verwaltungsbehörden, Ausnahmen von der Regel zu treffen, liegt die Nachtarbeit nur im einseitigen Interesse des Unter- Arbeitskräften so start geworden, daß im November 187 offenen die zum Teil recht erheblich sind. Dann ist durch die neuen nehmertums. Die Nachtarbeit seht das Ausbeutertum in den Stellen 508 Arbeitsuchende gegenüber standen. In den Landorten die zum Teil recht erheblich sind. Dann ist durch die neuen felbst hat die Arbeitslosigkeit schon zu einer starken VerBestimmungen der Gewerbe- Ordnung, welche die offenen Stand, zu Zeiten der Hochkonjunktur die Aufträge rasch zu mehrung der Bettelei und der Diebstähle geführt. Die erhebliche Arbeitslosigkeit auf dem Lande. ist durch über= Verkaufsstellen betreffen, der Nachtarbeit in einem Teile des erledigen und so die Konkurrenz niederzuhalten. Zu allen ihm eine größere Ausnugung triebene Klagen über die Lentenot zu einem Handelsgewerbes entgegengetreten worden. Dieser Teil ist Beiten ermöglicht sie ihm der Produktionsmittel, folglich schnellere Abschreibungen, guten Teil veranlaßt worden. Obwohl in vielen Gegenden jedoch, eben durch die unglückselige gesetzliche Beschränkung höhere Verzinsungen. Daß der größere kapitalistische Profit zur Erntezeit die vorhandenen Arbeitskräfte genügten, stellte auf die Ladengeschäfte, so klein, daß die meisten noch immer die Marktverhältnisse so Arbeiter und Arbeiterinnen int Handelsgewerbe errungen wird durch die Zerstörung des Familienlebens des man doch Die Folge war, daß z. B. Saisonzeiten noch die tollste Nachtarbeit haben. Arbeiters, durch die Vernichtung seiner Gesundheit, durch ver- als ob es an Arbeitskräften mangelte. dem Rechte, Ausnahmen zuzulassen, hat der Bundes- mehrte Unfälle und Krankheiten das alles sind teine die Eisenbahnverwaltung zahlreiche Bahumeistereien zu Entlaffungen veranlaßte, um das Angebot für die LandFaktoren, die das fapitalistische Unternehmertum in Rechnung wirtschaft zu rat in seinen Bekanntmachungen" in zahlreichen Aber schon zur Erntezeit fant bald zu stellen gewöhnt wäre. es vor, daß die Arbeitsuchenden abgewiesen wurden. Jedenfalls Fällen bald in Bezug auf die Arbeiterinnen, Um so mehr ist es Pflicht der Gesetzgebung, einzugreifen aber wurden nach der Ernte diese aus dem Bahndienst Entlassenen in Bezug auf die jugendlichen Arbeiter Gebrauch ge- und dem Arbeiterschutz eine neue Ausdehnung zu geben. Wir auch in der Landwirtschaft abgestoßen und konnten in ihre macht. Für den erwachsenen männlichen Arbeiter besteht die haben bereits eingangs darauf hingewiesen, wie wenig bisher frühere Stellung nicht mehr zurüd. Der Arbeitsmangel auf schlimme kapitaliſtiſche Ausbeutung in Form der gewerblichen geschehen ist. In seinem citierten Bericht über die Nacht- dent Lande verstärkt in allen gewerblichen Bezirken und namentlich Nachtarbeit völlig unbeschränkt. Die gewerbliche Nachtarbeit ist für jenen Teil der Arbeiter- arbeit in Schmollers Jahrbuch nimmt Dr. Max Hirsch in den großen Städten das Angebot und die Arbeitslosigkeit." klasse, der sich in ihr sein Brot verdienen muß, von geradezu folgende vier Gruppen- Einteilung der Länder nach Maßgabe verwüstenden Wirkungen. Die erste schädliche Folge der Nacht wieder, weil sie recht übersichtlich zeigt, wie wenig geschehen gewirtschaftet werden, das lehrte die Abrechnung dreier mecklender gethanen gesetzgeberischen Schritte vor. Wir geben sie Welche gewaltigen Erträge aus dem Großgrundbefizz herausarbeit ist die völlige Aufhebung des Familienlebens für die Arbeiter. Der Nachtarbeiter hat kein Familienleben. Die ist. Es haben: 1. Verbot nur für Kinder unter 12 bezt. 14 Jahren berichtet: burgischer Klöster, über die unser mecklenburgisches Partei- Organ Nachtarbeit beginnt in den Abendstunden und dauert bis in 8 Staaten( Italien, Norwegen, Rumänien 3 letztere nur für Die mecklenburgische Ritterschaft beging am Sonntag ihren foden vorgerückten Morgen. Kommt der Nachtarbeiter morgens Bergwerke). genannten Klostersonntag, das heißt, es wurde die Abrechnung der überanstrengt nach Hause, so sucht er bald das Lager 2. Verbot für Kinder und jugendliche Arbeiter drei Landesklöster Dobbertin, Malchow und Ribnik entgegen zu einem unruhigen Schlafe auf, der meist bis in bis 16, 17, 18 Jahren 7 Staaten( Ungarn, Niederlande, genommen. Die Besitzungen dieser drei früheren katholischen Nonnenden Mittag dauert. Gleich nach dem Mittagessen geht der Nachtarbeiter oft wieder irgend einer Beschäftigung Luxemburg, New York, Minnesota für männliche und weib- löfter sind derjenige Anteil, welcher bei der Teilung der Beute zwischen Herzögen und Ritterschaft aus Anlaß der Reformation vor in oder außer dem Hause nach, weil in sehr vielen Fällen liche, Dänemark, Schweden für weibliche Jugendliche). die Nachtarbeit so schlecht bezahlt wird, daß der Proletarier Arbeiter ohne Altersgrenze 7 Staaten( Deutschland, glieder der Ritterschaft, Die bürgerlichen Rittergutsbesizer 3. Verbot für Kinder, jugendliche und weibliche 330 Jahren( 1572) an die Ritterschaft fiel. Die Verivaltung der drei Klöster führen die adligen Mitsich noch nach einem Nebenerwerb umsehen muß, um seine Destreich, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Rußland, haben keinen Anteil an dem Nießbrauch der Klöster. Welche reiche Existenz zu finden. So kann er sich kaum seiner Familie widmen, was dem überanstrengten Tagearbeiter immerhin in Einnahme die drei Klöster der adligen Ritterschaft gewähren, das Massachusetts). ergeben deutlich die Schlußzahlen der am Sonntag vorgelegten den Abendstunden möglich ist. Jahresrechnungen; umfaßt doch auch das Kloster: Dobbertin 30 Güter mit 25 122 ha Malchow 17 7 " zu Von 4. Verbot für alle einschließlich der erwachsenen männlichen Arbeiter 1 Staat( Schweiz). Ribniz Not der Landwirtschaft! 15 566 " " " 3 189 " " " alle 3 Klöster 54 Güter mit 43 867 ha dar, Die ununterbrochene gewerbliche Nachtarbeit stumpft aber auch körperlich und geistig ab. Man kann immer die Beob- Verbot für alle, einschließlich der erwachsenen männlichen Nur ein einziger Staat, die kleine Schweiz, kennt ein achtung machen, daß diese Arbeiterkategorie namentlich aus den großen Betrieben der Eisenindustrie, des Bergbaus und Arbeiter. Alle übrigen Staaten begnügen sich mit Flickwerk. andrer Arbeitszweige stets mürrisch und verschlossen ist. In In einer Zeit, wie der jezigen, da sich in einer großen Arbeitslosigkeit die Schäden der kapitalistischen Produktionsdem kurzen Schlaf eines Morgens kann nicht die verloren weise zeigen, ist es desto mehr Pflicht des Staates, der Gütern, die verpachtet sind, oder aus kleineren Bauernhöfen, deren Die Müdigkeit schlimmsten Ausbeutung entgegenzutreten und durch Verbleibt zurück, lastet lähmend auf Körper und Geist und macht fürzung der Arbeitszeit bessere Zustände zu schaffen. Das den Arbeiter meist mißlaunisch und in sich gekehrt. Staum Berbot bezw. die Einschränkung der Nachtarbeit aber ist hierzu fieht er seine Kinder, oft geht auch die Frau noch einer der erste und dringendste Schritt. Erwerbsarbeit nach, und so ist das vom Kapitalismus scheinheilig gepriesene Familienleben des Arbeiters durch den Rapitalismus selbst zu einer schmählichen Farce gemacht. gegangene Nachtruhe nachgeholt werden. Die Not. Arbeitslosigkeit in Mittel- und Süddeutschland. Dieser umfängliche Landbesitz besteht größtenteils aus größeren besteht ein nicht unerheblicher Teil des klosterlichen Landbefizes in Besitzer gleichfalls Pacht aus Kloster zu zahlen haben; außerdem Waldungen, die selbstverständlich auf Rechnung der Klöster forstwirtschaftlich ausgenutzt werden. So erbrachte dem Kloster Dobbertin sein Forstbetrieb einen Jahresüberschuß von 113 847 Mark!! Bon Johannis 1900 bis 1901 betrugen nun. im Klosteramt die Einnahmen die Ausgaben der Ueberschuß Dobbertin 544 935 M. 50 629 M. Malchow 82 486 Ribniz 353 192 127 291 zusammen 1025 418 M. Das Bar vermögen der Klöster, 5 291 " " 138 406. " " 494 306 M. 270 706 122 000 887 012 M. " " eine Joh. 1900 902 616 M. Malchow 730 575 Ribniz 228 328 insgesamt 1861 519 m. " " außer dem Joh. 1901 935 598 M. 778 321 232 215 1946 134 M. Grundbesitz, betrug: Zunahme 47 746 " " 3 887 " " 84 615 m. Die Nachtarbeit untergräbt bereits in furzer Zeit die Gesundheit des Arbeiters und macht ihn, je nach ihrer größeren oder geringeren Schwere, körperlich und geistig zum Aus Thüringen geht dem„ Arbeitsmarkt" folgender Strüppel. Mag eine nur vorübergehende gewerbliche Nachtarbeit Situationsbericht zu: In der Industrie der Steine und den Boletarier nicht weiter benachteiligen, so ist doch die dauernderden wird der Geschäftsgang immer flauer. Die Witterungsverhältnisse haben die Ziegeleien zur Einstellung des BeNuarbeit in weit höherem Grade anstrengend, als die triebes genötigt, wodurch zahlreiche Arbeitsfräfte Die Nachtarbeiter sind fast alle frei find. gleiche Arbeit über Tage. Die Porzellan- Fabriken haton geworden Bald find es Augenleiden, bald Rheumatismus, starte Einschränkung des Betriebes wegen Mangel an Aufträgen vors tränkelnd. bald sonstige körperliche Uebel, die als direkte Folgen dieser nehmen müssen. In manchen Betrieben wird nur noch an drei im Kloster Dobbertin 32 982 M. Ju die sehr beträchtliche Summe von 887 012 M., welche die 15 Mark- Jahr 1891 so hoch war, daß man das Jahr für die Her3 Klöster verausgabt haben, teilen sich, abgesehen von den stellung einer niedrigen Durchschnittsziffer nicht gebrauchen konnte. Verwaltungskosten, die unverheirateten Töchter der adligen Wie viel beträgt nun der wirkliche Durchschnittspreis der Rittergutsbefizer, zu denen noch hinzufommen die unverheirateten 5 Mark- Zoll- Periode für Weizen und Roggen 1888-1891?( Wir Töchter der Bürgermeister der Vorderstädte( Güstrow, Parchim und Neubrandenburg) sowie 9 großherzogliche Pensionistinnen, indem der legen den Berliner Großmarktspreis zu Grunde, die PreisSchweriner Großherzog an 6 und der Streliger an 8 Damen nach entwicklung an den andern Märkten ist entsprechend): freiem Belieben eine Klosterftelle verleihen kann. Die Nutznießerinnen der 3 Klöster find: Pensio niftinnen 9 in Dobbertin in Malchow in Ribniz Gutsbesizer Bürgermeistertöchter töchter 225 10 131 8 4 22 9 48 zusammen 404 Die Nußnießerinnen zerfallen bei jedem Kloster in vier Klassen. Die erste Klasse bilden diejenigen, welche zur vollen Hebung kommen; diese erhalten eine kleine Villa mit Garten als Wohnung, außerdem wird ihnen Vieh( Kühe, Schweine, Geflügel) gehalten; auch wird ihre Speisekammer mit Wildpret und Fischen aus der Forst und aus den Klosterseen reichlich versorgt; daneben beziehen die Damen der ,, vollen Hebung" eine nicht unerhebliche Geldsumme in bar, so daß fie ein üppiges, sorgenfreies Leben führen können. Die zweite Klasse bilden diejenigen, welche die volle Geldhebung, die dritte, welche die halbe, und die vierte, welche die viertel Geldhebung beziehen. Von den 404 adligen Gutsbesizertöchtern bezichen die volle die volle die halbe die viertel Hebung Geldhebung Geldhebung Geldhebung 29 in Dobbertin Malchow Ribnitz " " zusammen 61 15 41 7 109 10 54 78 58 57 22 19 150 12 91 181,5 m., er überstieg also alle fünfjährigen Durchschnittspreise seit 1871, und wenn man ihn mit den unmittelbar vorausgehenden Jahren 1886 und 1887 vergleicht, ist die Steigerung ganz enorm; denn hier betrug der Durchschnittspreis für Brotgetreide 141,8. Aber selbst wenn man das Notjahr 1891 fortläßt, so bleibt der Durchschnittspreis für Brotgetreide in der 5 Mart- Boll- Periode immer noch 169,4 M., übersteigt mithin ganz erheblich die früheren Durchschnitts zahlen. Wir sind wirklich neugierig, wer mun noch den Mut haben wird, mit Rheinbaben, Heim und dem„ Nachrichten"-Schweinburg zu be haupten, unter der Herrschaft des 5 Mark- 3olles seien die Getreidepreise gesunken. eingehen wollte. Es würde ihm wahrhaftig zu viel Ehre aut gethan werden, wenn man angesichts des ausdrücklicheit un d unzweideutigen Dementis im ReichsAnzeiger" seinen Worten irgend welchen Wert beimessen wollte. Die Kundigen wissen längst, welche Absicht der Hinter mann des Herrn Singer verfolgt hat, und gerade weil sie das wissen, halten sie eine gerichtliche Feststellung weder für notwendig noch für geboten." " Bei den guten Beziehungen, die die Deutsche Tageszeitung" zu den Ministern des Zolltarifes haben dürfte, ist es ganz aufklärend, daß sie durch die Deutsche Tageszeitung" der Welt eröffnen, daß sie nicht beabsichtigen, die Sache weiter zu verfolgen. Das Dementieren empfiehlt sich ja auch immer nur dann, wenn man sicher ist, daß leine zuverlässigen Beugen widersprechen werden. Agrarische Selbstverhöhnung. Als Jdeal eines weisen Friedrich Agrariers preist heute die Deutsche Tageszeitung" Wilhelm I., König von Preußen, den Vater der langen Kerle und Quäler seines Sohnes, des sogenannten Großen Friedrich. Friedrich Wilhelms I. agrarische Bedeutung besteht nach dem Bündlerblatt darin, daß er den Konsum polnischen Korns einfach verboten hat, und daß höchste Ungnade und infame Kassation" jeden Offizier traf, der sich unterstand, ausländischen Hafer zu kaufen. Das nennt Dertels Blatt einen selbständigen Charakter", einen weitblickenden, vortrefflichen Herrscher". Die parlamentarische Vergewaltigung Ferris. Ueber die Infamie der italienischen Kammermehrheit, die den Genossen Ferri auf 5 Tage seiner parlamentarischen Rechte beraubte In der That, die bündlerische Aprarpolitik paßt prächtig in die und ihn hindere, seine Anträge zu vertreten, ist bereits im Depeschen- Beit Friedrich Wilhelms I. Die Oertel und Hahn sind eben zwei teil unsrer gestrigen Nummer berichtet worden. Wie Ferri in Jahrhunderte zu spät auf die Welt gekommen. Wie hübsch war es seiner Empörung das Glasfenster der ihn aussperrenden ver- doch, als die Junker noch über die leib eignen Bauern schrankenlos herrschten. schlossenen Thür zertrümmerte und den Zuhältern der Camorra feinen Anklageruf" Camorra- Kammer" in die verdußten Gesichter schleuderte, wurde dort ebenfalls gemeldet. " Aber wir vergessen: Die Deutsche Tages- Zeitung" ist ja ein Bauern"-Organ. Will sie auch die weitblickende und vortreffliche Bauernpolitik Friedrich Wilhelms I.? Wir glauben schon. Die Parteianhänger der Kammermehrheit, die sich zum SchirmEine Dunkelkammer soll nach dem Wunsche auch der KreuzDa jeder adlige Gutsbesizer seine Töchter unmittelbar nach der Herrn der Camorra aufwarf, schäumen natürlich über von Gift und Zeitung" die Zollkommission sein. Der Ausschluß der Oeffentlichkeit Geburt in die Klosterrollen eintragen läßt, so ist die Folge, daß Galle gegen unfren Parteigenossen. Und die deutsche Bourgeois- jei eine Forderung des gesunden Menschenverstandes". Die Mit alle adligen Töchter, so lange sie unverheiratet bleiben, zur Nut- preffe bildet selbstverständlich ein getreues Echo der in ihren glieder müßten dem Druck" entzogen werden, wie ihn die lever= nießung der Klöster gelangen. Zumeist kommen sie in den Genuß heiligsten Gefühlen gekränkten italienischen Kapitalisten- und wachung durch das Publikum und die Presse immerhin ausübt". der viertel Geldhebung noch im Kindes- und Backfischalter, so daß Vielleicht überweist man den ganzen Zolltarif irgend einem die Herren Papas nicht einmal nötig haben, die Balltoiletten ihrer Camorriſtenſippe. Vom„ Berliner Tageblatt" bis zur„ Täglichen Töchter aus eigner Tasche zu bezahlen; für den Ballstaat sorgt die Rundschau" ergießt sich eine Schlammflut der Schmähungen Kriegsgericht, das dann gewiß in dienstlichen Interesse die Oeffentden Mann, der das unerhörte Verbrechen be- lichkeit ausschließen wird. ging, eine allbekannte Sache beim rechten Namen zu nennen, und der, von gerechter Entrüstung übermannt, vor der Heuchelpoffe der Kammermehrheit nicht die Segel strich, sondern sein Recht mit der Leidenschaft eines echten Kämpfers und dem ganzen heißen Temperament eines Südländers verfocht. Klosterkasse! ** Die Klosterkasse und die landwirtschaftlichen Zölle. Diese mecklenburgischen Ritterfräulein gehören ja zu den hervorragenden Interessenten des neuen Zolltarifs. Mit jedem Pfennig. den das arme Volt an Brotsteuer mehr entrichten muß, steigt die Lebenshaltung der Töchter der medlenburgischen Ritterschaft. die Ritterfräulein enthalten sind. Man kann also von der Landwirtschaft üppig leben, ohne eine Hand rühren zu müssen. Politische Mebersicht. über Kritit haben. Diese deutschen eben weil sie zeigt, daß die Konservativen selbst das Bewußtsein haben, Wertvoll ist die Aeußerung der Kreuz- Zeitung" aber deshalb, daß der Zollwucher keine öffentliche Kritik verträgt. Natürlich wird sich kein Gegner des Zollwuchers einem Beschluß auf Geheimhaltung der Berhandlungen fügen. Die Anregung" ist also ebenso bezeichnend wie einfältig. " Es verrät die ganze Kläglichkeit der deutschen Blätter, daß sie Der Ausschluß der Handelskammern von der Vorbereitung Nebstdem aber zeigt die Abrechnung die glänzende Rentabilität den beschämenden Kammerskandal vom Standpunkte des äußeren der Handelsverträge ist von Anfang bis zu Ende streng durchgeführt des landwirtschaftlichen Besizes. Aus den vorstehenden Zahlen ist Ceremoniells aus betrachten und das angebliche zügellose Auftreten worden. Man hat in der Schweinburg Presse die bekannte Geder wirkliche, die angegebene Summe weit übersteigende Gewinn Ferris in der gehässigsten Weise darzustellen suchen, während sie für dächtnisschwäche des Herrn v. Thielmann dadurch herauszureden nicht zu ermitteln, da in den Ausgaben ja nicht die Produktions- den ganz unbegründeten, geradezu schurkischen Gewalt- gesucht, daß der Schatjekretär nicht das erste„ Skelett"( aus dent fosten, sondern neben den Verwaltungskosten die Geschenke an streich der Kammermehrheit tein Wort der Jahre) gemeint habe, sondern erst das Schema von 1900, das allerdings den Handelskammern zugänglich gemacht wurde, nachdem Blätter fühlen sich es vom Wirtschaftlichen Ausschuß endgültig fertiggestellt war. selbst Partei, sie sind außer sich vor Entzücken Jetzt erinnert die Handelskammer- Beitschrift Handel- und darüber, daß der gefürchtete Ankläger der herrschenden kapitalistischen Gewerbe" daran, daß der ausgefüllte golltarif nach dem ausKorruption eine Lektion" erhalten oder gar fich politisch unmöglich drücklichen Wunsch des Reichskanzlers( Reichs Schazamts) den gemacht" haben soll. Die Korrespondenten besagter Blätter wissen Handelskammern überhaupt nicht vorgelegt worden ist. Darüber flagte ganz genau, daß der temperamentvolle Südländer im Affekt ganz schon am 30. September der Berichterstatter auf dem deutschen Handelstag: anders handelt, als der schwer aus seinem Gleichgewicht zu bringende" Das hat denn doch in den weitesten Kreisen der HandelsNordländer, fie find selbst oft genug Zeugen ganz andrer Stammerscenen fammern ein außerordentliches Befremden erregt, daß die Reichswenn diese Korrespondenten die Legende verbreiten, daß Ferri durch anspruchnahme der in ihren Staaten gefeßlich eingesetzten Ver gewesen, um ehrlicherweise pedantisch entrüftet sein zu können. Underwaltung es für ihre lufgabe hält, auf die Einzelregierungen einen Druck dahin auszuüben, daß sie von einer ausgiebigen Ins sein Verhalten und überhaupt seine Eitelkeit" selbst bei seinen tretungen von Industrie und Handel Abstand nehmen." Barteigenossen Anstoß erregt habe, so ist das der bekannte liebens- Herr v. Thielmann war eben flug und unterrichtet genug, um vor den Handelskammern Furcht zu haben. würdige Trick, der ja auch in Deutschland nicht unbekannt ist. In der That scheint Ferris rücksichtsloses Vorgehen gegen die Camorristen zwar nicht bei den Socialisten, wohl aber bei gewissen bürgerlichen Demokraten Aergernis erregt zu haben. Der bürgerliche Radikalismus iſt ja zuweilen, wenn es sich um Bloß äußerst zimperlich. Der Frankf. 3tg." wird aus Rom gelegung im kapitalistischen System begründeter Schäden Handelt, meldet: meldet: Berlin, den 18. Dezember. Grober Schwindel. In den Berliner Neuesten Nachrichten" quält sich irgend ein Schweinburg, unsre Beleuchtung des Statistikers Rheinbaben zu verfinstern. Leider gelingt ihm das unmögliche Kunststück nicht einmal, obwohl er allen denkbaren Schwindel aufbietet. Schwindel. ist es erstlich, daß wir für Deutschland eine Belastung mit indirekten Steuern im Betrage von 50 Mark pro Kopf der Bevölkerung herausgerechnet hätten. Wir berechneten vielmehr einen Satz von 35 Mark. " " Buchbinder- Innung nahm eine Resolution gegen den Zolltarif an, Die Zölle und die Nettung Mittelstandes. Die Berliner namentlich auch wegen der die heimische Buchbinderei aufs schwerste schädigenden Zollerhöhungen auf fast alle Roh- und Hilfsstoffe der Buchbinderei. die Dertel und Heim schon beweisen. Dem Handwerk soll eben damit geholfen werden, das werden „ Was fangen wir mit dem Zucker an?" frägt in der Deutschen landwirtschaftlichen Presse" vom 11. d. M. ein Freund der Landwirtschaft" und Sachverständiger: G. Vibrans- Wendhausen. Er beantwortet die Frage in einem Sinne, der den von unsrer Fraktion schon seit Jahren gestellten Forderungen. entspricht, indem er sowohl die 8udersteuer wie den 8uderring für die jetzt herrschenden Uebelstände verantwortlich macht: " Das Gespenst von 41 Millionen Centner Zucker steht folge einer ganz verfehlten gudersteuer und eines noch verfehlteren Kartells, ist die vollständige Entwertung. des Buckers, den wir Zuckerproducenten mit acht Mart als erstes Produkt bezahlt bekommen, den wir aber, wenn wir ihn umgearbeitet genießen wollen, mit 30 M. bezahlen müssen, und zwar 6 M. 75 Pf. vom ausländischen Käufer und 1 M. 25 Pf. von den deutschen stonsumenten aus dem Fonds der Zuckerverbrauchs- Abgaben des Inlandes als Exportprämie. Schwindel ist es, daß wir Herrn Rheinbaben getadelt hätten, daß er bei der Angabe der indirekten Steuerlast Schuß- und Finanzzölle zusammengerechnet habe, und daß wir das dann auch gethan hätten. Wir haben Herrn Rheinbaben vielmehr Die bereits start erschütterte Eintracht zwischen den Socia vorgeworfen, daß er die englischen indirekten Steuern, die nur listen einerseits und den Republikanern und Radikalen Finanzzölle sind, verglichen habe mit den deutschen indirekten andrerseits hat durch das gestrige Auftreten Ferris den Todes Steuern, die teils Schutzölle, teils Finanzzölle sind und als Schutz- stoß erhalten. Der Abg. Colajanni, der Herausgeber zölle auch die inländische Produktion um den Zollbetrag erhöhen. der demokratischen„ Rivista popolare", bereitet einen Artikel gegen Herr Rheinbaben hat offenbar aus Unkenntnis gegen die Ferri vor; er nennt deffen Urteile über Süditalien elementarsten Grundsäße der Statistik gesündigt, und nachdem wir verrückt und verleumderisch, aber im Einklang mit der Ferrischen und Lombrososchen Bastardwissenschaft. Die Leugnung uns die Mühe gegeben haben, ihn eines Bessern zu belehren, wird der bewußten beleidigenden Absicht sei eine folossale Lüge, selbst vor den Augen der Zuckerrübenbauer und damit verbunden, iner schwerlich seinen Irrtum wiederholen. Wenn die B. N. N." unter den Socialisten finde Ferris Knabenstreich Tadler. nach und trotz unsrer unwiderleglichen Aufklärung doch noch den Die Frankfurter 8eitung" selbst vermag zwar auch Rheinbabenschen Fehler zu retten suchen, so ist das bewußter Schwindel. Ferris„ Benehmen" nicht zu billigen, in der Sache selbst jedoch Schwindel ist es, wenn die„ B. N. N." den Glauben zu erwecken kann sie dem ergrimmten Herrn Colajanni nicht recht geben. suchen, als ob der Getreidezoll nicht im Getreide und doch wenigstens Sie schreibt: nicht im Brotpreis zum Ausdruck gelange. Jeder Blick in eine vergleichende Statistit in- und ausländischer Preise beweist das. Die gegenteilige Behauptung der Berliner Neuesten Nachrichten" bleibt Schwindel, auch wenn sie sich auf die Autorität des Herrn Speck berufen. Alle wissenschaftlichen Fachleute haben klipp und klar die um die Zollhöhe pendelnde Verteuerung des Getreides und Brotes nachgewiesen. Derselben Meinung waren alle deutschen und preußischen Minister, als Brotwucher von ihnen noch mit seinem richtigen Namen als Brotwucher bezeichnet wurde. Die Berlogenheit der Berliner Neuesten Nachrichten" ist aber um so. dreister, als ja selbst die Begründung des vorligenden Wuchertarifs flipp und klar zugesteht( Begründung, Band I G. 52): ,, Die Preise des Inlandes erfahren, soweit die Verhältnisse der letzten Jahrzehnte eine Beurteilung ermöglichen, durch Na also! Auch die Frankfurter Zeitung" erklärt die Entdie Zölle eine ihrem Betrage ziemlich entsprechende Stei- rüftungsscene des Hauses für eine unwürdige Komödie" famn duktionspreises für ihre Rüben bekommen! Die fie unter solchen Umständen im Ernst einen Stein auf Ferri werfen, Schwindel ist endlich der wiederholte Versuch, nachzuweisen, daß weil er diese Sippe von Komödianten und Camorriften nicht als in der Zeit des 5 Mart- Bolls die Getreidepreise nicht gestiegen, ernst zu nehmenden Gerichtshof anerkennen wollte? sondern gesunken seien. Als Herr Rheinbaben das behauptete, ließ er sich in seiner statistischen Naivetät durch die künstliche Zahlengruppierung der Begründung" des Zolltarifs dupieren. Die„ Berl. Neuesten Nachrichten" aber tönnen sich nach unsrer Klarstellung nicht mehr auf guten Glauben berufen, wenn sie dem Minister Rheinbaben nachreden: gerung." " Der Getreidepreis betrug: in der Zeit von 1871-75 durchschnittlich 179 M. 1876-80 "" " " 1881-85 " " " " 9 166 " 160 " Demgegenüber betrug der Getreidepreis in den Jahren 1886 bis 1890, in welche hauptsächlich der 5 Mark Boll fiel, 143 m. Der 5 Mart Zoll war also fein Hungerzoll", weil unter seiner Herrschaft der Getreidepreis nicht gestiegen, sondern außerordentlich start gefallen ist." = = 100 So plump follten selbst die Berl. Neuest. Nachr." nicht fälschen. Warum wählt das Blatt, wenn es die Wirkung des 5 Mark Zolles berechnen will, nicht die Periode aus, nicht„ hauptsächlich", sondern ganz und gar der 5 Mark- Zoll in Kraft war? Warum schließt das Blatt die Jahre 1886 und 1887, noch der 3 Mart Boll galt, in die 5 Mark- Periode ein und das Jahr 1891, wo der 5 Mark Boll noch bestand, aus? Sehr einfach, weil 1886 und 1887 unter dem Drei Mart Zoll die Preise so niedrig waren, daß sie die Durchschnittszahl herabdrücken, und weil der Preis in dem סטן D an Deshalb bleibt aber doch der Versuch der Kammer, Ferri zur Zurücknahme seiner objektiv in der Hauptfache unanfechtbaren Aeußerungen zu bewegen, eine Würde diese wegfallen und dafür der Zucker von der Verbrauchsunwürdige Komödie. Der Artikel des Herrn Colajanni kann abgabe( 10 Bf. pro Pfund) befreit sein, sagt Bibrans ganz wie ein diesem Eindruck nichts ändern. Colajanni ist selbst Socialdemokrat, dann, fönnten wir das Pfund Zucker zum Konsum Süditaliener und glaubt es feinen Wählern schuldig mit 13 bis 14 f. das Pfund verkaufen und dadurch würde der zu sein, zur Ehrenrettung des Südens eine Lanze zu Verbrauch außerordentlich steigen. Da der Zuckerring den Preis des brechen. In seinem Herzen kann dieser ausgezeichnete Stenner Buckers in die Höhe schraubte, fiel im legten Jahre dessen Verbrauch seiner Heimat von Ferri kaum abweichen. Wenn man im vont 28 auf 24 Pfund pro Kopf der Bevölkerung, übrigen alle Artifel zusammenstellte, die anläßlich während England trog feines größeren Bierverbrauchs der Veröffentlichung des Saredoschen Berichts über Neapel in als Deutschland 90 Pfund 3uder pro Kopf und Jahr verzehrt. nord- und mittelitalienischen Blättern er Wahrscheinlich ist im letzten Jahre durch die Preistreibereien des schienen, würde sich eine auffällige Uebereinstimmung mit Syndifats der Verbrauch in Deutschland um 21/2 Millionen Herrn Ferris Anfichten ergeben. Centner zurückgegangen! Die Folge davon ist, daß die Rübenbauern wahrscheinlich nur zwei Drittel des ProRohzucker- Raffinerien, die das Syndikat bilden, haben durch dasselbe Millionen verdient und helfen den Rohzucker- Fabriken, beziehungsweise den Rübenbauern das Mark aus den Knoche u faugen". 11 * Deutsches Reich. = Minimal Tarif ist Unsinn. Die Deutsche Tages Beitung" ist so liebenswürdig, jest einzugestehen, daß das Wort WinimalTarif ist Unsinn, Bülov ist derselben Meinung" thatsächlich ge= fallen ist. Sie warnt nämlich dringend vor weiteren Rachforschungen oder gar gerichtlichen Feststellungen in der Angelegenheit. Die Angstnotiz ist zu hübsch, als daß man sie nicht wiedergeben fonte: Will der Fiskus nicht die Landwirtschaft an den Bettelstab bringen", heißt es in jenem Wut- und Schmerzensschrei weiter, so muß er auf die 115 Millionen Mark Zuckerstener verzichten, dann wird der Zuckerpreis um 10 Pf. das Pfund fallen" und der Verbrauch steigen! Ja, wenn nur nicht durch die Weisheit des Herrn Professor Paasche diese famose Budergesetzgebung so gestaltet und gleichzeitig durch schrankenlose Bewilligung aller Militärund Marineforderungen dafür gesorgt wäre, daß der Reichsfistus ohne die 115 Millionen Mark Zuckersteuer noch mehr bankrott ist als dies schon ohnehin der Fall! Wie wir bereits mitteilten und hervorhoben, hat der Abgeordnete Singer in seiner Reichstagsrede zum Bolltarife Vibrans hat freilich recht: Wenn das Pfund Zucker nur 13 bis behauptet, der angebliche kaiserliche Ausspruch, der Minimal 14 Bfennige foftet, ist es fast so billig wie Schwarzbrot und nicht Tarif sei Unsinn, sei thatsächlich gefallen, und in halb so teuer als Weißbrot wenigftens in Bezug auf die stickstoffHanseatischen Kreisen wisse man ganz genau den Tag, die Stunde freie Nahrung. Das stickstoffhaltige Eiweiß erhält man im Brote und den Ort, wo er gefallen sei. Ein industrielles Organ hält es auch bei einem Zuckerpreis von 13 Pf. noch immer in Mengen von für notwendig, daß man der Sache auf den Grund gehe und 40-60 Gramm gratis zu. Aber trotzdem wäre es gewiß für die den Verbreiter des Gerüchts zu erkunden suche. Voltsernährung fehr wichtig, wenn die Zuckersteuer und der ZuckerUnseres Erachtens ist das aus zwei Gründen nicht nötig. wncher durch den Ring beseitigt würden und dadurch der Zucker auf Einmal ist die Herkunft des Gerüchts früher durch die jenen oben angegebenen niedrigen Preis fiele! " Frankfurter Zeitung" und jetzt durch die Worte des Ab- Da aber der Fiskus an der Zudersteuer festhält, empfiehlt geordneten Singer so genau bezeichnet, daß man Vibrans, den Zucker wenigstens als Viehfutter in größerem an den maßgebenden Stellen recht wohl weiß, wer den Ausspruch Maße zu verwerten. Für diesen Zweck ist er steuerfrei, nachdem er erlogen oder entstellt hat. Man wird daraus die Konsequenzen denaturiert worden ist. Vielleicht, meint Vibrans, ließe sich ziehen, auch ohne besondere gerichtliche Feststellung. Dazu auch gleich die Rübe mit dem Kraut, nachdem sie genügend ge= kommt zweitens, daß man dem Abgeordneten Singer nur einen trocknet sind, als Viehfutter verwerten; bisher scheiterte dies am Gefallen thun würde, wenn man auf seine Provokation Mangel eines geeigneten Trodenapparates. Und das hat mit seiner Schutzgesetzgebung" alles der Herr Zuckerprofessor Paasche angerichtet, der, wenn von social demokratischer Seite diese Mißstände vorausgesagt wurden, iminer. mit rührendem Eifer die Zuckersteuer und die Exportprämien verteidigte, und zwar, wie er sagte, im Interesse der Rübenbauern! Als Graf Caprivi die Prämien fürzte, war das einer der letzten Nägel zu seinem Sarge. Und kaum war unter dem Fürsten Hohenlohe Graf Bofadowsky in die Lage gekommen, zu thun und zu laffent, was er wollte, so erhöhte er wieder die Exportprämien, natürlich ebenfalls nur im Interesse der armen Rübenbauern! Sunächst müssen wir den 8uder durch Füttern antwolle der Staat möglichst mit Arbeiten vorgehen, die ArbeitsFrankreich. das Bieh aus der Welt schaffen, weil es der Fiskus losigkeits- Versicherung sei eine schwierige Materie und der Einzelstaat Waldeck- Rousseau über die Streichung des Kultusbudgets. nicht gestattet, ihn als menschliche Nahrung zu ver- könne hierin nichts thun. Ein nationalliberaler Redner, Am Dienstag verbreitete sich Waldeck- Rousseau in längerer Rede wenden, und zweitens müssen wir die Aufhebung der Abg. Wittum erklärte, ganz der Ansicht der Regierung zu sein, über den Antrag auf Streichung des Kultusbudgets; der von der Konjumabgabe erwirken, damit auch die Menschen er übertraf aber den Minister durch pöbelhafte Bemerkungen über die Budgetkommission gestellt worden war. 8uder genießen dürfen und Deutschland den Zu der Arbeitslosigkeit. Er führte aus: Der Vorschlag der Budgetkommission auf Unterdrückung des rübenbau beibehalten kann, der andernfalls die beste Aussicht Was die Arbeitslofen betreffe, fo miffe man sie auch genau Kultusbudgets sei keine Neuheit. Er ist seit 1882 wiederholt aufhat, verloren zu gehen." unterscheiden von den Arbeitsscheuen, die heutzutage getaucht. Es habe sich die Doktrin gebildet, daß die Unterdrückung leider in großer Anzahl vorhanden seien, wie denn unsre wohl möglich fei als eine der Konsequenzen der Trennung von Jugend heutzutage sehr viel zu wünschen übrig lasse. Die Staat und Kirche. Alle Antragsteller seien aber schließlich zu der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit sei ein schöner Gedanke, aber Folgerung gekommen, daß diese Trennung selbst nicht so einfach und nicht durchführbar. Die beste Versicherung sei hier die radikal ohue Rücksicht auf die Zeitumstände durchzuführen sei. Das öffentliche Sparkasse. erörtert sodann die Aufsichtsrecht der Regierung über die Geistlichkeit sei feineswegs Ursache der Krisis, die in der Sucht nach leichtem mühelosem so wertlos und wirkungslos, wie der Abgeordnete Pelletan Gewinn, nach üppigem Lebenswandel zu suchen sei. So schön es schilderte. Die Maßregeln würden in der ganzen Diözese das Wort von dem Recht auf Arbeit sei, so dürfe man es doch öffentlich angeschlagen. Vor zwölf Jahren seien die Kanzeln nicht denen gewähren, die in guten Zeiten ihren Lohn ver der Kirchen der Schauplatz politischer Agitation und Heyerei jubeln und in schlechten ein Recht auf Arbeit beanspruchen." gewesen, das sei heute zur Ausnahme geworden, und Die Debatte wird am Donnerstag fortgesetzt und die socialals die Kammer das Vereinsgefeß angenommen hatte, Und der Erfolg? Die Rübenbauern find ruiniert und die Groß- demokratischen Abgeordneten in der badischen Kammer werden hätten von 87 Bischöfen nur 10 eine Sprache geführt, die kapitalisten, denen die Zuckerraffinerien gehören, haben Millionen nicht verfehlen, die rohen Anschauungen des Nationalliberalen au tadelnswert war. Die Mittel, welche zum Schutz des Staates gegen über Millionen eingesteckt. Billiger Buder für das Vieh teurer geißeln. die Kirche vorgeschlagen werden, seien alle zu schwach. Die Trennung Zucker für die Menschen eine verkehrtere Wirtschaft hat bisher von Staat und Kirche wird erst zur Thatsache werden an dem Tage, noch nicht existiert. Wenn doch durch eine Exportprämie auf Posawo der Staat zur Kirche sagen wird: ich kenne dich nicht mehr. Die dowsky, Paasche und Compagnie das Ausland verlodt werden Trennung lasse sich nicht mit einem Federstrich durch das Budget fönnte, fie uns abzunehmen! Aber wir fürchten wohl mit Recht durchführen, sondern erst nach Abgrenzung der Gebiete zwischen solche Zugrundeschüßer der Industrie gönnt uns das Ausland nur Staat und Kirche und dazu bedürfe es mehr Zeit, als der 55 Tage, zu sehr und nimmt sie uns nicht ab! welche die Budgetkommiffion uns Frist gelassen habe. Es bedürfe aber auch vor allem einer Kammermehrheit, welche diese Steformen unterstüßen will, und wenn bisher alle Versuche gescheitert sind, so sei es geschehen, weil keine dauernde Mehrheit vorhanden war. Der socialistische Abgeordnete Fournier trat hierauf für die Anträge der Budgetkommission ein.Gebaut wird er doch nicht! Der unbeugsame Wille der Regierung des Grafen Bülow weicht in der Kanalfrage mutig zurück. Wenigstens meldet die„ Nationallib. Korresp.", die preußische Landtagssession werde sehr kurz sein, da die Regierung davon Abstand nehme, im Landtag Aufgaben zur Diskussion zu stellen, welche die Einheit der Aktion der Regierung bis zu einem gewissen Grade stören könnten. Man verzichtet also auf das große Werk der Kanalvorlage, um die„ Einheit der Aktion" zu Gunsten der Junker nicht zu stören. Wir raten der Regierung dringend, im Interesse der„ Einheit der Aktion" nun auch den Zolltarif zurückzuziehen. " Die Duellrede. Die Untersuchungen wegen der Due IIrede des Kaisers werden in Potsdam fortgesetzt. Der Mit befizer und Chefredacteur der Potsdamer Zeitung", Berger, hatte, wie mitgeteilt, vor einigen Tagen eine Erklärung, erlaffen, in der er feststellte, daß die sensationelle Meldung ohne sein Wissen und Billen in das Blatt gelangt sei. Da er Referve- Offizier ist, so nimmt zunächst die Militärbehörde eine Prüfung dieser An gaben vor. Am Dienstag, haben auf dem Bezirkskommando in Potsdam, dem Herr Berger in seinem militärischen Verhältnis unter stellt ist, darauf bezügliche Vernehmungen verschiedener Personen stattgefunden. Auf das Ergebnis all der Untersuchungen sind wir sehr gespannt. Ausland. Minister Beernaert über die Kriegführung in Südafrika und China. Ueber die Verhandlungen der belgischen Rammer am Dienstag wird noch gemeldet: England. Breßftimmen über Roseberys Rede. Unter abgemeiner Aufmerksamkeit des Hauses ergreift das Wort Staatsminister Beernaert, der Belgien auf der Haager Konferenz vertreten hatte und führt aus:„ Der schreckliche Krieg in Südafrika erweckt überall aufrichtige Teilnahme. Die südafrikanischen Grausamkeiten haben in Herrn Vandervelde einen beredten Schilderer gefunden. Ich glaube Jules Herbette, der frühere französische Botschafter in Berlin, aber, daß wir dem von ihm vorgeschlagenen Beschlußantrag, den Wunsch auszudrücken, daß die englische Regierung Maßregeln ergreife, um ist am Dienstagabend in Baris verstorben. Herbette hat ein Alter von 62 Jahren erreicht. 1871 nahm er mit Jules Favre an den die Sterblichkeit in den Lagern zu vermindern, nicht zustimmen können. Selbst die Großmächte haben sich einer Ein- Friedensverhandlungen mit Deutschland teil. 1886 bis 1896 bekleidete mischung enthalten. Ich möchte hier hauptsächlich den er den franzöfifchen Botschafterposten in Berlin. Seinem geschickten und versöhnlichen Auftreten wird es mit zugeschrieben, daß die Anteil der Haager Konferenz air dieser Sache beleuchten. Wenn die beiden südafrikanischen Republiken es sich beffer Schwärmer der Schnäbele- Affaire und der Boulanger- Episode unüberlegt hätten, so würden sie nicht darauf bestanden haben, auf schädlich verpufften. Niederlande. der Haager Konferenz vertreten zu sein, da sie doch wissen mußten, daß sie nicht zugelassen werden würden. Das Schiedsgericht wird Eine Maffenpetition zur Unterstügung der von Ban von der Haager Konferenz nicht aufgenötigt, sondern jede Macht Kol in der zweiten Kammer eingebrachten Interpellation behält ihre Selbständigkeit. Die füdafrikanischen Republiken konnten über die Konzentrationslager wollen einige Utrechtsche diesen Verwaltungsorganismus aber nicht anrufen, da sie an der Studenten organisieren. Die Petitionsliften sollen in Läden, teKonferenz nicht teilgenommen hatten, leider nicht! wie ich perdaktionsbureaus usw. ausgelegt werden. fönlich meine. Die Haager Abmachung ist nur für die Staaten verbindlich, die im Haag vertreten waren. Art. 60 befagt ausdrücklich, daß es der Einwilligung aller Parteien bedarf, damit andre Staaten eingreifen können. Das ist eine bedauer- Auch die am Mittwoch erschienenen Blätter kommentieren di liche Einschränkung und das ständige internationale parla Rede Roseberys. Daily Mail" meint, daß man jene Organ Der Zeuge im Stuttgarter Chinaprozek, der Kommandeur mentarische Friedensamt hat auch gewünscht, daß dies geändert beklagen müsse, welche aus der Nede noch, etwas andres herausdes ostasiatischen Expeditionscorps, Generallieutenant v. eisel, werde. Dazu bedarf es aber eines neuen Vertrages. Nun soll das lesen wollten, als sie wirklich bedeute. Im übrigen werde die Nede nur aber nicht bedeuten, daß die Menschlichkeit außer den beabsichtigt einem hiesigen Lokalblatt zufolge in den Ruhestand zu formellen Bestimmungen der Haager Abmachungen von solchen Blättern angegriffen, deren Leiter zur konservativen Barte: teine Pflichten mehr hat. Man wollte vor allem die gehören. Das Blatt, Morning leader" gesteht offen, daß die Härten des Krieges möglichst einschränken, wie das auch die Ein- Erklärungen Roseberys ihm insoweit nicht gefallen, als er den Rat leitung des Vertrages besagt. Im Haag wehte ein Friedenshauch erteilt, keine Rücksicht zu nehmen auf die früheren Verpflichtungen Bewegung genutzt? und an gutem Willen fehlte es nicht. Was hat aber die großmütige der liberalen Bartei. Das Blatt fagt, man könne teine Reformen einleiten, wenn man frühere Verpflichtungen nicht einlöse. Der Wir haben den tubanischen Krieg, den auf den Hauptpunkt der Rede bestehe aber noch immer in den Anstrengungen Begnadigter Duellant. Im Dezember vorigen Jahres fam Bhilippineu und den in China gehabt. An letzterem zu Gunsten des Friedens, und aus diesem Grunde müsse man die es zwischen dem Rechtsanwalt Lüdde und dem Referendar Reiche in haben alle Großmächte teilgenommen, und die Rede mit Wohlwollen aufnehmen. Mehrere Blätter berichten, Braunschweig zu einer Prügelei. Da beide Herren Reservelieutenants, wurde die Prügelei mit Revolvern fortgesezt. Reiche anger Konferenz wäre auf ihn doch anwendbar gewesen, Rosebery habe die Absicht einen politischen Feldzug noch da ja auch China die Abmachung unterzeichnet hatte. Haben vor Eröffnung des Parlaments zu beginnen. Vom Militärgericht wurde Reiche zu drei, Lüdde in erster vir aber nicht gesehen, daß Generale in China Befehle erlassen Daily Expreß" meldet, Rosebery werde in den nächsten Tagen Instanz zu neun, in zweiter zu sechs Monaten Festung verurteilt. haben, die allem zuwider waren, was im Saag beschloffen in sechs großen Versammlungen sprechen. Jezt ist num, dem Braunschweiger Volksfreund" zufolge, Reiche worden war? Das war für mich eine große Enttäuschung. begnadigt worden, nachdem er noch nicht zwei Monate abgesessen. Uuser Jahrhundert ist leider nur in Worten sehr Offenbar das beste Mittel, um Duelle einzuschränken!- fortschrittlich, in Thaten wenig.( Beifall.) Niemals Oberwinder als Amtsblatt- Redacteur. Der bekannte wurde das Völkerrecht mehr mißachtet, und noch immer gilt der Oberwinder, einst unser Parteigenosse, ist Redacteur des Dresdener Satz: ,, Gewalt geht vor Recht". Amtsblattes, des Anzeigers" geworden. treten. Major Endell ist trop der 5000 M.- Affaire wieder in die Landwirtschaftskammer gewählt worden. entbehrlich. Uebrigens soll der Fall" Endell" im Abgeordnetenhaus Er ist eben für die Bertretung der agrarischen Sache un zur Sprache gebracht werden. wurde dabei am Oberschenkel schwer verletzt. Oberwinder spielte seiner Zeit eine sehr seltsame, nicht gerade Tobenswerte Rolle in der politischen Bewegung. Gelegentlich war er auch Antisemit. Für die Dresdener Kommunalherren mag er der geeignete Mann sein. Erst veranlaßt die Aussicht auf die glücklich ergatterten großen Flottenaufträge die Herren Flotteninteressenten zur Üeberspekulation, und dann, bei eintretender Strife, beanspruchen die Herren eine er: höhte Staatssubvention durch massenhaftere Bau- Aufträge. Schweiz. Bolfsabstimmung über die Verstaatlichung der Flußforrektion. " Die Staatsftener auf alkoholhaltige Getränke brachte im Jahre 1901 860 Millioner Mark gegen 700 Millionen im Jahre 1896. Der Bierkonsum ist in dieser Zeit gestiegen von 33 Millionen auf 36 Millionen, und der Verbrauch von steuerpflichtigen Spirituosen ist von 39 millionen auf 45 Millionen gestiegen. Diese Zahlen zeigen, daß die Bemühungen der Temperenzler so gut wie fruchtlos gewesen sind. Alfien. Vom Philippinenkrieg. Die Aufständischen Teisten in den Brovinzen Batangas und Laguna hartnädigen Widerstand. Bahlreiche kleine Gefechte haben stattgefunden. Die Ueberfüllung Manilas nimmt einen bedenklichen Umfang an; die Flüchtlinge treffen auf dem Landwege ein, da der Verkehr übe: den See verboten ist. Der Boeren- Krieg. Zürich, 16. Dezember.( Eig. Ber.) Das Wasserbau Gesez ist in der gestrigen Volksabstimmung des Kantons Zürich Die wahren Triebfedern unserer Flottenpropaganda. mit 26 738 gegen 24 432, also mit einer Mehrheit von 2306 Stimmen, In oberschlesischen industriellen Streifen ist, wie der angenommen worden. Diese Mehrheit ist flein, aber sie ist eben Breslauer G.-A." erfährt, bekannt geworden, daß die Regie doch eine Mehrheit, und sie genügt für den Fortschritt des socialen rung eine Anfrage der Werften betreffs Be Gedankens in dem neuen Geseze, das man geradezu als ein Stück schleunigung des Bautempos für die bewilligten Socialismus ansehen darf. Ist doch über das Besitz- und Bes Kriegsschiffe verneinend beantwortet ha be. nugungsrecht aller öffentlichen Gewäffer völlig Klarheit geschaffen Die Werften, denen gegenwärtig Ordres von Privat- Reedereien und wird deren Benutzung durch Private nur noch auf bestimmte gänzlich fehlen, hätten an solcher Beschleunigung und Zeit verpachtet, nach deren Ablauf die errichteten Wasseriverke un Zu der Gefangennahme Krnihingers Arbeitsvermehrung ein gleich großes Interesse entgeltlich an den Staat fallen, wenn nicht die Konzession wieder meldet das Reutersche Bureau" aus Middelburg in der Kapkolonie: gehabt wie die Eisenindustrie. Man sei infolge der erneuert wird. Die verwerfenden Stimmen dürfen als bedauerliche Kruizinger überschritt am 15. d. M. mit 150 Mann, in der HauptArbeitsnot dem Bautempo innerhalb der Grenzen eines Jahres Beweise mangelnder Volkssolidarität betrachtet werden. fache Aufständischen, in der Nähe von Colesberg den Oranjefluß, bereits bei den Werften etwas vorausgeeilt, so daß die nun eintretende Pause noch schwerer empfunden wird. Die Die Verbesserung besteht hauptsächlich in der Entlastung marschierte in die Kapkolonie ein und versuchte, die Eisenbahn der Gemeinden und. der Flußkorrektionen 8wischen Hanover und Tailbosch zu überschreiten. Die Blockhäuser Bulkanwerft habe Arbeiterentlassungen angeordnet. fowie der Regelung des Rechtes zur Benutzung, öffentlicher eröffneten ein heftiges Feuer; Kruisinger und fünf Maun Anteilquoten in Grobblechen für fällige Staatslieferungen feien un längst nach Oberschlesien überschrieben worden. Die Gesamttendenz Franken für Wafferbauten ausgegeben, an Gewässer. Der Kanton Zürich hat seit 1876 15 Millionen wurden verwundet und gefangen genommen. Der Verlust Kruizingers wird von den Boeren schmerzlich welche die Ge bleibe unbefriedigend. meinden noch 4 Millionen zu zahlen hätten, wegen Wangel in die Kaptolonie, also feit etwa einem Jahre, höchst glücklich empfunden werden, da dieser Kommandant seit seinem Eindringen an Mitteln aber nicht zahlen können. Das Gesetz will davon 3 Millionen schenken, so daß noch 1 Million verbleibt, operiert und den Engländern manche Schlappe beigebracht und auch welche die Gemeinden wohl werden aufbringen können. sonst bedeutenden Schaden zugefügt hat. In Zukunft sollen die Kosten öffentlicher Wasserbauten derart gedeckt Ein Gefecht auf portugiesischem Gebiet? werden, daß davon zunächst die 30 bis 40 Proz. Bundesbeiträge in Aus Lissabon ist in Madrid die Nachricht eingegangen, Reisende, Abzug kommen und von dem verbleibenden Rest 75 bis 90 Proz. welche dort aus Laurenço Marques eintrafen, hätten erzählt, der Kanton deckt, so daß den Gemeinden nur ein kleiner Beitrag daß die Boeren kürzlich bei Wessangiri eine englische Ab= bleibt, den sie überdies auf die aus der Korrektion besonderen Nutzen teilung überrascht hätten, welche sich auf portu ziehenden Grundeigentümer( Wasserwerksbesiger, Eisenbahnunter- giesisches Gebiet geflüchtet habe. Der Kommandant nehmungen) verteilen können. Dem Staate wird aus dieser Neu- des portugiesischen Grenzpostens habe den Engländern befohlen, die regelung eine jährliche Mehrausgabe von etwa 250 000 Frcs. er Waffen niederzulegen, diese hätten sich aber geweigert, das zu thun wachsen und dadurch die bezüglichen jährlichen Gesamtausgaben auf und hätten den Kampf fortgefegt. Ein Offizier, ein Sergeant und 650 000 bis 700 000 Frcs. für die Staatstaffe ansteigen. Den Mehr drei Soldaten der Portugiesen seien getötet worden, man wisse ausgaben stehen Mehreinnahmen von etwa 30 000 Fres. gegenüber, nicht, ob sie von englischen oder von Boerenkugeln getroffen feieit. die aus der Erhöhung des Binses für eine Wasserscheidekraft von Weihnachts- Waffenftillstand? 4 auf 6 Fr. gewonnen werden sollen, da der Kanton aus seinen 14 größeren Flußläufen und über 800 Bächen über 15 000 Pferdefräfte gewinnt, und ferner aus der Erhöhung des Preises für Seeboden von 2 Cts. pro Quadratfuß auf 50 Cts. bis 5 Fr. pro Quadratmeter zur Auffüllung und Landgewinnung. Bei der Vergebung von Wafferrechten behalten sich Staat und Gemeinden das Vorrecht vor, an Private wird die Konzession auf die Dauer von höchstens 100 Jahren erteilt und zwar unter Vorbehalt des Rücklaufsrechtes des Staates. Uebertretungen des Gesetzes werden mit Polizei bußen bis zu 1000 Fr. bedroht. Gerichtsärztliches Gutachten über das Justerburger Duell. Ueber das Duell in Justerburg veröffentlicht der Streisarzt Dr. Mewius in Neustadt O.- Schl. in der„ Aerztlichen Sachverständigenzeitung" eine Studie. Es könne keinem Zweifel unterliegen, daß das Duell nicht stattgefunden hätte, wenn geeignete militärische Sachverständige über die zurechnungsfähigkeit des Blastowiz zur Zeit der Begehung der ihm zur Last gelegten Handlungen gehört worden wären. Dr. Mewins gelangt schließlich zu dem Urteil, daß Blaskowitz infolge seelischer Erregungen, förperlicher Uebermüdung und der Wirkungen des reichlich genossenen Alkohols unzurechnungsfähig gewesen sei: Die Handlungen des Lieutenants Blastowig im Hausflur des Hauses Albrechtstraße 5 enthalten ebenso wenig eine Beleidigung wie Beschimpfungen und thätliche Angriffe, die ein Kranter im Chloroformrausch seinem Arzt oder seinem Wärter angedeihen läßt." Das gerichtsärztliche Gutachten bestätigt vollauf die Auffassung, zu der auch jeder denkende Laie gelangen mußte. Arbeitslosigkeits- Interpellation im badischen Landtag. Am Dienstag wurde im badischen Landtage eine Interpellation Bern, 16. Dezember.( Eig. Ber.) In Bern ist in der der Socialdemokraten bezüglich der Arbeitslosigkeit besprochen. Gemeinde- Abstimmung das städtische Budget mit Stenererhöhung Der Vertreter der interpellierenden Fraktion, Abg. Geiß. schilderte die verworfen worden. Diese Verwerfung ist ein parteipolitisches gegenwärtige Notlage der Arbeiterschaft und legte ein Programm von Manöver der bürgerlichen Parteien gegen den socialdemokratischen Hilfsmaßnahmen durch Gemeinde und Staat vor. Ministerial Finanzdirektor Müller, dessen Stelle wohl mit irgend einem radikalen präsident Schenkel behandelte die Arbeitslosigkeitsfrage in Streber besetzt werden möchte. Bei der gleichzeitig stattgefundenen der üblichen Art Klassenstaatlicher Regierungsvertreter: 3war teilweisen Neuwahl des Stadtrates, an der unfre Genossen mit sei ein Rückgang der gewerblichen Thätigkeit eingetreten, aber von sechs Sigen beteiligt waren, haben sie leider einen an die Konfer einem schlimmen Rüdgang" fei nicht zu sprechen; wohl sei zu vativen verloren. Interessant ist, daß gleichzeitig mit der Ver befürchten, daß die Krisis noch weitere Fortschritte machen werde, werfung des Budgets eine städtische Theatersubvention beschlossen aber man fönne nicht sagen, daß die Zahl der Arbeitsuchenden be- wurde, d. h. man beschließt eine neue Ausgabe und verringert die sorgniserregend" sei, ein" Notstand" existiere also nicht; zur Abhilfe Mittel zu ihrer Dedung. " Dem Kont. Breß- Verbd." wird aus London gedrahtet, in dortigen fogenannten Pro- Boeren- Kreisen seien Nachrichten eingetroffen, die angeblich zuverlässig eine Einstellung der die Weihnachtsfeiertage erwarten ließen. Feindseligkeiten für Wahrscheinlich handele es sich dabei lediglich 11111 die bekannte religiöse Auffassung der Boeren, daß all Sonnta tagen und hohen Festtagen nicht gekämpft werden dürfe, eignem Intereffe Rechnung getragen welcher Kitchener in haben mag. Englischerseits werde darin aber ein Anzeichen zu Gunsten eines möglichen wirklichen Waffenstillstandes gesehen, welcher weiteren Verhandlungen die Wege ebnen solle. Eine Bestätigung dieser Auffassung sehe man in der Meldung, daß die Beratungen der Boerenführer unter Botha, welche angeblich resultatlos verlaufen sein sollen, weil Botha jede Unterhandlung ablehne, thats sächlich nur auf acht Tage vertagt worden seien. Aus der Frauenbewegung. Das Vereinsrecht der Frauen. Bon bürgerlichen Frauenvereinen ist dem Reichstage eine Petition zugegangen auf Schaffung eines Reichsgesetzes über das Vereinsund Versammlungsrecht und Gleichstellung der Frauen mit den Männern. Die Petitionskommission hat sich mit der Petition bereits Gewählt wurde an 3 Tagen. Das ist übrigens auch! Fischer für Moabit, Fahro iv für Wedding und Oranien beschäftigt und schriftlichen Bericht darüber erstattet. Bei den Ver- bezeichnend für die Machinationen der Christlichen. Nur 3 Wahl- burger Vorstadt, Bittorf für die Rosenthaler Vorstadt und Handlungen der Kommission gab der Regierungsvertreter folgende lofale gab's, es to ste sonst zu viel und ginge ja auch nicht, Gesundbrunnen, Klose für die Schönhauser Vorstadt. Die Dele Erklärung ab: war die Antwort. An jedem Lage wurde in einem der Lokale gierten für die Kommissionen werden im Wahlverein gewählt und 1 Wie bereits bei den früheren Verhandlungen des Reichstags gewählt und es herrschte oft ein Gedränge, daß ein bleiben bis dahin noch in ihren Aemtern. Damit waren die geschäftlichen Angelegenheiten der Parteiüber den gleichen Gegenstand ausgeführt worden ist, vermag ein malin der Tonhalle der Wahltisch von den Massen großer Teil der verbündeten Regierungen ein Bedürfnis für eine umgedrückt wurde und die Polizei die Genossen versammlung erledigt. Es folgte ein mit vielem Beifall aufallgemeine reichsgesetzliche Regelung des Vereins- und Versamm- bat, ordnen zu helfen. So tvar es schon 1898. Ja sogar ein genommener Vortrag des Genossen Ledebour über die politische lungsrechts nicht anzuerkennen, wünscht vielmehr an den bestehenden Arbeiter mußte damals ohnmächtig aus dem vollgepfropften Lage. landesgeseßlichen Bestimmungen festzuhalten. Es ist deshalb Wahllokal getragen werden, anderen wurden im fürchter Die Genoffen der Schönhauser Vorstadt waren einer Eininnerhalb der Reichsverwaltung eine reichsgesetzliche Regelung lichen Gedränge die Kleider zerrissen. Die Massen ladung ihres Vertrauensmannes, des Genossen Wünsch, zu einer nicht in Aussicht genommen." standen oft stundenlang so, Kopf an Kopf in den schmalen Sälen zusammengepfropft, ehe sie ihren Wahlzettel los waren. Die Kapläne tamen Bersammlung im" Prater" in großer Bahl gefolgt. Auf der Tagesmit den Meistern und Arbeitern truppweise, wie Kompagnien heran- ordnung stand der Bericht und die Abrechnung des Vertrauenss marschiert und die Wahlschlepper arbeiteten sogar mit Droschten und mannes sowie die Berichte der Mitglieder der einzelnen Kommiſſionen. Ein Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über„ Krieg auf Fahrrädern. Erden und den Menschen kein Wohlgefallen" wurde laut Beschluß als Unter solchen Umständen ist das diesjährige Resultat ein geradezu früherer Jahre. Und auf alle Fälle ist dieses Resultat ein Sieg zugicheider eingebrachte Resolution:" Die heute hier im Brater glänzendes zu nennen, zumal gegen die paar Hundert Stimmen etter Punkt der Tagesordnung gestellt. Vor Eintritt in die eigentlichen Verhandlungen entstand eine Diskussion über eine vom Genossen der Gegner des Brotwuchers gegenüber dem Brot- versammelten Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt protestieren wucher Centrum. Das ist in Düsseldorf allgemeine Ansicht. Von dem guten Willen der Regierung ist also auf dem Gebiete des Vereinsrechtes zur Zeit gar nichts zu erhoffen. Die Kommission beschloß trozdem, den ersten Teil der Betition, Schaffung eines einheitlichen Vereinsgesetzes, dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, den zweiten Teil jedoch nur lungen gestattet werden möge, wenn ihre Berufsinteressen verhandelt insoweit, als den Frauen die Teilnahme an Vereinen und Verfammwerden sollen; im übrigen wurde Nebergang zur Tagesordnung beschlossen. Gewerkschaftliches. Isolierer und Rohrumhüller Deutschlands! Schon seit vier Jahren gärt es in ganz Deutschland unter den Isolierern. Allerorts ist man bestrebt, eine Vereinigung zu gründen. Leider ist dies bis jetzt erst in Berlin, Hamburg und Celle geschehen. In erstbenannter Stadt besteht der Verein bereits seit vier Jahren und haben die Mitglieder in dieser Zeit bedeutende Fortschritte gemacht. Der Lohn ist seitdem um 10 Pfg. resp. 15 Pfg. in der Stunde gestiegen, ebenfalls ist die Arbeitszeit zu unsren Gunsten geregelt; auch ist ein Arbeitsnachweis eingerichtet, der von den Fabrikanten voll anerkannt wird. Trotzdem ist auch bei uns noch manches faul. Doch, wie bei uns die Lage vor vier Jahren war, ist sie heute noch bei Euch, Kollegen, in Hannover, Dortmund, Duisburg, Köln, Frankfurt a. M., Mannheim, Ludwigshafen, Halle und Leipzig. Bir fordern Euch jetzt auf, Euch mit uns zu vereinigen, damit wir einen Ring über ganz Deutschland bilden und mit vereinten Kräften unsre Sache fördern. Die drei oben genannten Bereinigungen der Isolirer haben zu diesem Zweck eine Zusammen tunft am Sonntag, den 29. Dezember, in Han nover im Lokale des Herrn Wolf, Schillerstr. 4. einberufen. Wir ersuchen Euch, auf dem schnellsten Wege in Verfammlungen oder in Kollegenkreisen, ein oder zwei Delegierte zu wählen, diefelben zum 29. Dezember nach Hannover zu senden, um gemeinsam zu beraten! Jede Stadt, und wenn auch noch so wenig Isolierer dort sind, muß vertreten sein. Also auf zum ersten Kongreß der Isolierer Deutschlands am 29. Dezember nach Hannover, Schillerstraße 4. Alle Anfragen find an den Unterzeichneten zu richten. Mit tollegialischem Gruß Im Auftrage der drei obengenannten Vereine: Albert Westphal Berlin O. 34, Warschauerstraße 9. Vertrauensmann der Isolierer und Rohrumhüller Berlins. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. Der Verband der Sattler führt Marken mit der Bezeichnung ,, arbeitslos" und" krant" ein. Diese Marken sollen im Mitgliedsbuch für diejenigen Wochen eingeklebt werden, in denen das Mitglied wegen Arbeitslosigkeit oder Krankheit vom Beitrag befreit Es soll dadurch festgestellt werden, wie viele Mitglieder dieser Gründe wegen keinen Beitrag zu zahlen brauchten. Bei der Gewerbegerichtswahl in Zerbst wurden die Arbeit nehmer- Kandidaten des Ge wertschaftstartells gewählt. Bei der Wahl der Arbeitgeber- Beisiger konnte in der Gruppe der Großindustrie nicht gewählt werden, da sich nicht ein einziger Wähler der betreffenden Gruppe in die Wählerliste hatte eintragen lassen. Es muß demnach für die Großindustrie ein neuer Wahltermin anberaumt werden. Von den übrigen Arbeitgebern hatten sich ganze zwei Mann als Wähler eintragen lassen, die denn auch die drei Beisiger wählten. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Gelsenkirchen siegten die vereinigten christlichen und Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften mit 16 Stimmen Mehrheit über die freien Gewerkschaften. Der Scherenschleiferverein in Solingen hat als Antwort auf den Beschluß des Scherenfabrikantenvereins den Ausstand bei allen dem Fabrikantenverein angehörigen Firmen erklärt. Achtung, Textilarbeiter! In der mechanischen Weberei von Focke u. Baum in Meerane ist ein Abwehrstreit ausgebrochen. Den Arbeitern wurde eine Verlängerung der Arbeitszeit angesonnen, weshalb sämtliche Weber und Weberinnen die Arbeit niedergelegt haben. Ausland. 3000 Arbeiter des Kriegshafens in Breft hielten am Dienstag eine Versammlung ab, in welcher ein Beschluß angenommen wurde dahingehend, daß nur ein Gesamtausstand den Arbeitern zur Durchsetzung ihrer Forderungen verhelfen könne. Von den Hafenarbeitern in Cherbourg wurde ein ähnlicher Beschluß gefaßt. gegen die Einberufung der heutigen Parteiversammlung, da der Vertrauensmann Wünsch nicht berechtigt ist, in einer Vorstadtversammlung seine Abrechnung zu geben, vielmehr verpflichtet ist, Abrechnung und Bericht in einer Parteiversammlung des ganzen 6. Reichstags- Wahlkreises vor sich gehen zu lassen, da der Vertrauensmann sein Amt nicht von einer Vorstadtversammlung, sondern vom ganzen 6. Kreise erhalten hat. Des weiteren fann heute von einer Neuwahl des Vertrauensmannes, sowie der übrigen Kommissionsmitglieder keine Rede sein. Ferner protestieren die hier Verfanmelten gegen den neuen, am 11. Dezember cr. im Prater gegründeten Verein, da solch Vorgehen nicht zur Förderung der Agitation, auch nicht dem Wohle der Gesammtpartei dienen kann." Ein Antrag Kunow auf Uebergang zur Tagesordnung wird, nachdem Wünsch denselben bekämpft hatte, mit großer Majorität abgelehnt. Zur Begründung der Resolution führt ugscheider aus, daß durch das Vorgehen der Schönhauser Vorstadt der Zwist im 6. Kreise ur verschärft werde. Die heute hier Gewählten könnten schon wegen der Bestimmungen des Organisationsstatuts nicht anerkaimt werden. Er( L.) protestiere aus agitatorischen Gründen gegen die Machinationen, wie sie hier vorgekommen sind. Lehnen Sie ein Eingehen in die Verhandlungen heute ab. Tübbecke erklärt, daß der zahlreiche Besuch der Versammlung das große Interesse beweise, welches die Genossen den heutigen Verhandlungen entgegenbringen. Die Haltung der Versammlung werde dem Vorredner bewiesen haben, daß die Genossen der Schönhauser Vorstadt andrer Meinung find. Die Resolution wurde gegen zwei Stimmen abgelehnt. Die hierauf von Wünsch vorgetragene Abrechnung ergab eine Einnahme von 7100,70 m. und eine Ausgabe von 7058,30 M. In der letzteren Summe sind 6550 M ,, die an den Parteivorstand abgeführt sind, einbegriffen. Versammlungen haben 8, darunter 4 aus Anlaß der Stadtverordnetenwahlen, stattgefunden. Ohne weitere Diskussion wurde der Vertrauensmann auf Antrag der Revisoren gegen 1 Stimme entlastet. - Für die Ferrara haben die Schuhmacher und die Bäcker die Anerkennung Aus der italienischen Gewerkschafts- Bewegung. In ihrer Organisation und eine Erhöhung des Lohnes durchgefeßt. Die dortige Arbeitskammer hat außerdem in der letzten Zeit die Schlächter, Bäcker, Metallarbeiter, Militärwerkstätten Arbeiter, die Arbeiter der chemischen Fabrikation und der Lichterfabriken organisiert. Arbeiter der chemischen Fabriken soll demnächst ein Kongreß einberufen werden. In Savona streiken die Bäcker um Erhöhung des Lohnes und Herabsetzung der Arbeitszeit; Verhandlungen mit den Meistern find angebahnt. In Livorno ist ein Streit der Werftarbeiter ausgebrochen. Versammlungen. Für die Preßkommission erstattete Genosse Mars Bericht. Er bemerkt, daß die verschiedensten Beschwerden von der Kommission Gemeinschaft mit der Redaktion und im besten Einvernehmen ihre Regelung gefunden haben. Die Sprechstunden werden vom 1. Januar 1902 statt an drei an fünf Tagen der Woche( außer Sonnabends) abgehalten werden. Redner fordert in eindringlichen Worten auf, in der Agitation für die weitere Verbreitung des ,, Vorwärts" nicht zu erlahmen. Das Mitglied der Agitationskommission, Genosse Schmidt, Eine Parteiverfammlung für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis tagte am Dienstag im Kösliner Hof. Der sowie das Lokalkommissionsmitglied Genosse Rißmann gaben Best.ch war sehr zahlreich. Den Vorsitz führte Genosse August sodann ihren Bericht, ohne daß eine Diskussion hierüber beliebt Die ausgesperrten Arbeiter der Kochschen Schiffswerft in inze. Er stellte zunächst fest, daß diese Versammlung einberufen wurde. Letzterer hatte eine Einnahme von 127,83 M. und eine Lübeck haben beschlossen, am Mittwochmorgen geschlossen die worden sei im Einverständnis aller Vertrauensleute des Kreises Ausgabe von 123,95 M. aufzuweisen. In 13 Streitfällen wurde Arbeit wieder aufzunehmen. Gleichzeitig fordern die Arbeiter von mit Einschluß des Genossen Wünsch. Trotzdem hat Wünsch zu die Lokalkommission zur Schlichtung angerufen. Briefe 2c. waren der Direktion, daß sie die Wahl des gesetzlich vorgeschriebenen derselben Zeit, wo diese Versammlung tagt, eine besondere Ver- 558 Stück zu erledigen. der Direktion, daß sie die Wahl des gesetzlich vorgeschriebenen sammlung für die Schönhauser Vorstadt einberufen mit der gleichen ergaben folgendes Resultat: Als Vertrauensmann Wünsch, als Die darauf vorgenommenen Wahlen zu den einzelnen Aemtern Arbeiterausschusses in die Wege leite, der bisher auf der Werft noch nicht bestand. Tagesordnung, die dieser Versammlung vorliegt. war. Zu dem Siege der Düsseldorfer freien Gewerkschaften bei Gelegenheit der Gewerbegerichtswahlen wird uns aus Diffeldorf noch geschrieben: Verband deutscher Barbiere, Friseure und Berrückenmacher. ( Zweigverein Berlin.) Donnerstag, den 19. b. M., abends 10 Uhr, Rosens thalerstr. 57, bei Bauer, Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Schütte: Ueber die Entstehung des Allgemeinen Arbeitervereins. Ermordet. Breslau, 18. Dezember.( W. T. B.) Wie die Schlesische Zeitung" meldet, hat ein Glasschleifer aus Goldbach bei Reinerz seine drei Brüder ermordet. Der Thäter wurde sofort verhaftet; es stellte sich heraus, daß derselbe irrsinnig ist. Gestrandet. Zu dieser Angelegenheit wurde folgende Resolution eingebracht: Mitglied der Preßkommission Baum, zur Agitationstommission Die Versammlung erklärt sich einverstanden mit dem von der Schmidt, in die Lokalkommission Rißmann, als Revisoren Generalversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins für den Dobrohlaw, Kunst, Trapp, in die Zeitungskommission sechsten Berliner Reichstagswahlkreis beschlossenen Organisationsstatut zur Entgegennahme etwaiger Beschwerden Dobrohlaw und Schmidt. Die Düsseldorfer Gewerbegerichtswahlen wurden noch vor 8 bis und verspricht, so weit dies noch nicht geschehen, sich diesem 9 Jahren, fast möchte man sagen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit Verein Mann für Mann anzuschließen. Die Versammlung protestiert nossen Manasie wurde von der Versammlung mit stürmischem Der den Schluß der Versammlung bildende Vortrag des Ge gethätigt. 200-300 Stimmchen wurden abgegeben und unsre energisch gegen die wider den Willen der Majorität der Genossen Beifall aufgenommen. Genossen errangen unter diesen Umständen spielend die sämtlichen des Kreises einberufene Prater Versammlung und erwartet vom Arbeitnehmer- Beisißerstellen am Gewerbegericht. Im Jahre 1894 Barteivorstande und den über Berlin gewählten Kommissionen, daß änderte sich das mit einem Schlage. Das Centrum und vor allem sie den in der Prater- Versammlung etwa gewählten Personen die die Kapläne warfen sich mächtig ins Mittel und sie errangen mit Anerkennung als Vertreter des Kreises versagen. Der Kreis ist etwas über 2000 Stimmen gegen 1800 damals den Sieg sämtlicher umfomehr berechtigt, dies zu verlangen, als der Vertrauensmann christlichen Kandidaten. Unsre Genossen wurden damals Wünsch mit der Einberufung der gemeinsamen Versammlung einaus dem Gewerbegericht ganz verdrängt und seit- verstanden war und seine abweichende Stellungnahme am letzten dem behaupteten die Christlichen diese ihre Sonntag bei der Revision nicht aussprach. Von den Parteigenossen Lehte Nachrichten und Depelthen. Position. Gethan haben die christlichen Besitzer nicht viel. Im der Schönhauser Vorstadt erwartet die heutige Versammlung, daß Gegenteil, es wurden mit ihrer Hilfe Urteile gefällt, die das sie einhalten mit ihren Sonderbestrebungen und die Hand bieten zu Ansehen des Düsseldorfer Gewerbegerichts bei einer großen Menge gemeinsamer Arbeit zum Woble des Ganzen. Arendsee. von Arbeitern sehr herabminderten. Es sei mir an das abweisende Es wurde jetzt der erste Punkt der Tagesordnung: BerichtUrteil in dem allerwärts bekannt gewordenen Schwarze Listen- Prozeß erstattung der Vertrauensleute für die Zeit vom 1. April bis 1. Deder 48 streitenden Emaillierarbeiter des Düsseldorfer Emaillierwerts zember erledigt. Wortmann u. Elbers erinnert. Es war so weit in Düssel- Pfarr( Moabit) hatte eine Einnahme von 4371,44 M., eine dorf gekommen, daß die Arbeiter lieber dreimal Ausgabe von 4104,74 M.( davon find 3108,39 M. an die Parteisich überlegten, ehe fie ans Gewerbegericht tasse abgeliefert). Bestand bleibt 720,95 m. gingen, zumal auch die Prozeßpraris dieses Gerichts sehr viel zu wünschen übrig läßt. Es werden am Düsseldorfer Gericht meist 20 und 30 und mehr Sachen hintereinander abgehört, ohne daß auch nur über eine Sache das Urteil gefällt würde. Die Bar- Hinze( Wedding und Oranienburger Vorstadt) verzeichnet eine teien werden sämtlich auf 3 und 4 Uhr nachmittags geladen, müssen Einnahme von 6173,41 M., eine Ausgabe von 6141,18 M., davon dann sämtlich den ganzen Nachmittag vertrödeln oft find 6000 M. an die Parteikasse abgeführt. Der Bestand beträgt Komitee zur Verhütung von Ansständen. bis gegen 8 Uhr abends warten, bis das Gewerbegericht nach 32,23 M. New York, 18. Dezember.( W. T. B.) Auf Einladung der Anhören der 30 Sachen zur Beratung abtritt, Ueber die Kreiskaffe berichtete Raschte: Die Einnahmen Civic Federation" trat hier heute eine Konvention von Vertretern alle 30 Sachen hintereinander berät und dann betrugen 9103,35 M., die Ausgaben 8083,62 m., bleibt ein Bestand der Kapitalisten- und Arbeiterkreise sowie des Publikums zusammen die Urteile verkündet. Der Vorsitzende liest einfach den Tenor des von 19,73 m. und setzte ein aus je zwölf Vertretern der organis Urteils über die verschiedenen Sachen herunter, sämtlich hinterein Genosse Rapp bekundete namens der Revisoren, daß die Kassensierten Arbeiterschaft, der großen, zahlreiche Arbeiter ander, oft so schnell, daß nicht einmal die Pressevertreter folgen führung der Vertrauensleute mit Einschluß des Genossen Wünsch beschäftigenden Kapitalisten Vereinigungen und der können und, was ein Hauptmißstand, ohne jede Berichtig befunden worden ist. Die Versammlung entlastete die an unabhängigen Bürgerschaft bestehendes Komitee gründung der Urteile. wesenden Vertrauensleute, schloß aber den Genossen Wünsch von ein, das die Frage harmonischen Zusammenwirkens von Kapital und Die Christlichen rühmen sich, 2/3 der Sachen im Berichtsjahr der Dechargeerteilung aus, weil sich derselbe durch Fernbleiben von Arbeit sowie der Verhinderung von Ausständen erwägen durch Vergleich erledigt zu haben. Wer aber weiß, wie diese Ber- der Versammlung der Pflicht der Berichterstattung entzogen hatte. soll. Dem Komitee gehören u. a. an Gompers und andre gleiche zusammenkommen, wie von den fanerverdienten Marken der Hierauf gab Frey thaler den Bericht über die Thätigkeit der Arbeiterführer, Mc Hanna, Schwab, John Rodefeller, Arbeiter heruntergehandelt und abgezwackt wird, der wird diese Breßkommission; an denselben schloß sich eine kurze nicht wesentliche Cleveland, Bischof Potter und Erzbischof Ireland. " Vergleiche" sicher nicht als Segen für die Arbeiter betrachten. Diskussion. Dann folgte der Bericht der Agitationsfommission, Die Krone setzten aber die Düsseldorfer Christlichen ihrer segens den Riesel erstattete. Das zweite Kommissionsmitglied Schmidi reichen" Thätigkeit dadurch auf, daß sie im verflossenen Jahre war nicht zugegen. Die Entlastung wurde deshalb nur dem Ge- der" Harke" ist in der letzten Nacht die große Cichorien die Verlängerung der früheren vierjährigen noffen Kiefel erteilt. Nummehr gab Wegner den Bericht der Wahlperiode auf sechs Jahre durchsezten. Sie Lokalkommission. und Raschte( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen) hat eingenommen 10 349,08 m., ausgegeben 10 292,19 M., darunter 6350 m. an die Parteikasse. Bleibt ein Bestand von 56,89 M. Helgoland, 18. Dezember.( W. T. B.) Die viermaftige englische Bark„ Vandaneira", Kapitän Fretwurst, mit Salpeter nach Hamburg bestimmt, ist an der Düne gestrandet. 26 Perfonen der Mannschaft sind gerettet worden. Nienburg a. W., 18. Dezember.( B. S.) Nach einer Meldung fabrit von G. L. Meher in Ebsdorf mit allen Maschinen und " begründeten" das damit, daß die Düsseldorfer Gewerbegerichts- Eine längere Debatte entstand über die eingangs erwähnte mehreren tausend Centnern Cichorienwurzeln ein Raub der wahlen mit beispiellofer Erbitterung" der Arbeiter ausgefochten Resolution Arendsee. Bei dieser Gelegenheit beantragte Kröbn: Flammen geworden. Die Entstehungsursache das Brandes ist uns wurden(), und das sei nicht gut", wenn sich das alle 4 bezw. Den Parteivorstand zu ersuchen, daß er ein Urteil fälle, welche Ge- bekannt, doch vermutet man, daß sich die Wurzeln entzündet haben. 2 Jahre wiederhole.() Es müsse mehr Ruhe unter den Arbeitern nossen als Vertreter der Mehrheit des Kreises anzuerkennen sind. Den Besitzer trifft ein enormer Schaden. Brüffel, 18. Dezember.( V. H.) In der Kammer sind Play greifen. Thatsächlich wollen die Christlichen den Arbeitern den Der Redner meint, man folle nicht das Seciermesser nehmen und Mund verbieten; sie, die Christlichen, wollten vor den Arbeitern sich von den Genossen der Schönhauser Vorstadt trennen, sondern 2000 Petitionen mit über 100 000 Unterschriften von „ Ruhe" haben und möglichst lange im Nest des Gewerbegerichts noch diesen letzten Versuch machen, um die abseits Stehenden zur Rübenzüchtern eingegangen, in denen die Abschaffung der Umkehr zu bewegen. figen bleiben. Alle andren Redner traten gegen den Zuckerprämien beantragt wird in der Hoffnung, daß dadurch der Unter diesen Umständen kam mun die Wahl 1901. In der Zeit Antrag Kröhn und für die Resolution Arendsee ein. Der Antrag Preis des Zuckers fallen werde. der Krise, der verminderten Löhne, der Arbeitslosigkeit und des Brot- Kröhn wurde gegen 14 Stimmen abgelehnt. Die Resolution Belgrad, 18. Dezember.( W. T. B.) Der Sohn des früheren wuchers! Die Düsseldorfer Gewerbegerichtswahl wurde so zu einer Arendsee wurde gegen wenige Stimmen angenommen, Ministerpräsidenten Dr. Wladan Georgiewitsch, Ministerial- Koncipist fleinen Reichstagswahl. Die ganze Bürgerschaft verfolgte die ebenso ein von Wurzel gestellter Antrag, welcher den Genossen Alexander Georgiewitsch, griff bente abend auf der Straße den Wahlkämpfe und an 14 000 Arbeiter ließen sich in die Listen ein Wünsch wegen seines Richterscheinens in der Parteiversammlung früheren Kultusminister Paul Marinkowitsch, der seinen Bater zeichnen. Eine unerhörte Zahl gegen früher. Hie Social- verurteilt. wiederholt öffentlich beleidigt hatte, thätlich an. Marinkowitsch demokratie hie Brotwucher Centrum war die Hierauf erfolgte die Neuwahl der Vertrauensleute. Die Genoffen feuerte zwei Revolverschüsse ab, ohne Georgiewitsch Wahlkampfs Parole, und auf beiden Seiten wurde mit Pfarr, Sinze und Rasch te wurden vorgeschlagen, lehnten aber zu treffen. Dagegen wurde durch einen der Schüsse ein vorüberäußerster Erbitterung gekämpft. eine Wiederwahl ab. An ihrer Stelle wurden gewählt: StarIl gehender Knabe schwer verwundet. Berantwortlicher Redacieur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. W Nr. 296. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 19. Dezember 1901. Zur Gemeindewahl in Mainz. In der neuen Gemeindevertretung Kristianias figen 6 Frauen, davon sind 2 Socialdemokraten, 2 Konservative und 2 Unpolitische" vom Frauenstimmrechts- Verein. Dem Genossen David zur Erwiderung zunächst einige beiläufige Bemerkungen. Daß wir nicht wußten, ob in Mainz absolute. Majorität mit Stichwahlen oder einfache Majorität gilt, haben wir den ja, weil wir das nicht als ein Kennzeichen besonderer Unwissenheit ansehen, selbst gesagt und deswegen auch in der fraglichen Notiz beide Möglichkeiten erwogen und bei beiden die Chancen unsrer Mainzer Genossen nicht ungünstig gefunden. " Das zweite internationale Gefang: und Musikfest findet in Pfingsttagen 1902 zu Amsterdam statt. Bereinigungen, die daran teilnehmen wollen, sollen sich bis zum 20. Dezember bei dem Stomitee des focialistischen Gesang und Musikfestes" melden, Amsterdam, Kloveniersburgwal 111. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Aus Industrie und Handel. Ein Tabaktrust. Der amerikanische Tabaktrust hat in legter Beit versucht, auch in Deutschland Fuß zu fassen. Der Leiter dieses Unternehmens, Mr. Duke, hat den Ankauf einer großen Dresdener Cigarettenfabrik, der Firma Jasmagi im Werte von 2 000 000. perfekt gemacht. Die Amerikaner sollen auch die Cigarrettenfabrik von Kyriazi Brothers in Berlin angekauft haben. Das Gerücht will auch von einer beabsichtigten Fusion der Laferme- und Sulima David weist dem Vorwärts" die Stellung einer obersten BreßCigarettenfabriken in Dresden wissen; die fusionierten Etablissements behörde zu, die von olympischen Höhen herunter die Parteigenossen Vom§ 17 des Vereinsgesetzes. In dem Maifeier sollen dann ebenfalls von dem amerikanischen Tabaktrust überim Reiche cenfiert. Solche Stellung hat der„ Vorwärts" nach unfrem Programm, das im Inseratenteil der Nummer des allisen nommen werden. Mr. Duke war dieser Tage in Berlin, von wo er Barteistatut nicht und er hat sie auch noch niemals beansprucht. Voltsblatts" vom 25. April veröffentlicht worden ist, schloß sich fich nach Rußland begeben hat, um auch dort die bedeutendsten Auch im Mainzer Falle nicht. Deshalb hat der Vorwärts" auch an die Anzeige der Vormittagsversammlung der Satz: Nach dem Cigarettenfabriken anzukaufen. feinen Anlaß, sich vorher brieflich Auskunft zu holen, gewissermaßen e st zug durch die Stadt". Der Festzug war behördlich nicht Danach scheint die Abneigung der deutschen Fabrikanten gegen den Angeklagten zu hören, bevor er ihm seinen Verweis erteilt. genehmigt worden und die Erlaubnis wurde später ausdrücklich ver- die amerikanische Gründung im Schwinden begriffen und man langt Der„ Vorwärts" nimmt einfach wie jedes andre Parteiblatt das fagt. Der Einsender der Annonce, der socialdemokratische Ver- mit Vergnügen nach den Millionen, die die Amerikaner ausbieten. Recht für sich in Anspruch, seine Meinung über Vorgänge in der trauensmann Steiwand und der Verleger Genosse Groß In der Generalversammlung des Bundes der Industriellen, die am Partei zu sagen. Als Thatsachenquelle für unser Urteil dienten uns als Verantwortlicher des Inseratenteils der Zeitung wurden 21. Oktober 1901 tagte, wurde die Gefahr der Uebermacht des die Veröffentlichungen des Mainzer Parteiblatts und das konnte uns in zweiter Instanz bom Landgericht Halle wegen Ueber- amerikanischen Trusts noch in so grellen Farben vorgetragen, daß genügen, um die Art, wie dort und andernorts in Hessen Gemeinde- tretung der SS 9, 10 und 17 des Vereinsgesetzes zu je Baghafte glauben konnten, das amerikanische Kapital führe einen wahlen gemacht werden, sehr unerfreulich zu finden. drei Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie zur Teilnahme Bernichtungskampf gegen das deutsche. Ein Sonderabzug aus den Sehr verfehlt ist auch Davids Bemerkung, daß wir unsre Kritit an einem polizeilich nicht genehmigten öffentlichen Aufzuge durch Verhandlungen des Bundes, der den Reichsbehörden sowie den Abnicht während des Wahlkampfes hätten aussprechen sollen. Unfre jenes Inserat aufgefordert hatten. Das Gericht meinte, die Annonce geordneten im Reichstage zugeschickt wurde, spiegelt die Furcht vor Stritit hat ja den glänzenden Sieg" weder verhindert noch beein- habe den Zweck gehabt, aufzurufen zur Teilnahme an den Ver- den amerikanischen Klassengenossen wider. Der Besizer der Cigarettenträchtigt. Verwirrung in den eignen Reihen fürchtete David davon, anstaltungen zur Maifeier, also auch zur Teilnahme an dem an- fabrik Kios in Dresden, Herr E. Böhme, gab in seinem Vortrage daß wir die buntscheckige Kompromiffelei gekennzeichnet haben; sollte gekündigten Festzuge. Wenn die Aufforderung auch thatsächlich nicht über die„ Amerikanische Gefahr" das Kapital der American Tobacconicht die buntscheckige Kompromiffelei selber die Verwirrungsursache zu einem Aufzuge geführt habe, so schließe dies die Strafbarkeit Company in New York, der zwölf Firmen angehören, auf sein? Hier ist der Nationalliberale der geschätzte Verbündete, der nicht ans, denn§ 17 Abfah II des Vereinsgefeges bedrohe die Auf- 700 Millionen Dollar, also ca. 2800 Millionen Mark an. mit uns auf dem gemeinsamen Boden freiheitlicher Geisteskultur forderung zu einem nicht genehmigten Aufzuge unter allen Um- beklagte er sich darüber, daß der Trust es durchgesetzt habe, die ftreitet. Dort kämpft dieser lichte nationalliberale Geistesheld Seite ständen mit Strafe, ohne auf den eventuellen Erfolg der deutsche Cigarettenindustrie vom amerikanischen Markt fernzuhalten. an Seite mit der finsteren ultramontanen Reaktion gegen uns und Aufforderung Rücksicht zu nehmen. Es sei anzunehmen, daß mit einem Boll von 37,50 M. vom Kilo und 25 Prez. vom Werte. am dritten Orte gar kämpft die Socialdemokratie Schulter an Schulter fich die Angeklagten bewußt gegen das Gesetz aufgelehnt hätten; Eine derartig mit Zoll belastete Ware sei nicht mehr exportfähig. mit den Mächten ultramontaner Finsternis gegen die brutale Herrsch nach ihren Erfahrungen hätten sie sicher mit einer Verweigerung der Das ließen die deutschen Cigarettenfabrikanten noch hingehen, zumal sucht der Nationalliberalen. behördlichen Erlaubnis gerechnet oder rechnen können. Es wäre des- die Cigarettenfabrikation in Deutschland( Hauptsitz der Industrie ist Gewiß! Das muß man sagen: Unser Mainzer Parteiblatt halb eine Gefängnisstrafe angemessen und nicht eine Geld- Dresden) sich im letzten Jahrzehnt geradezu riesig entwickelt hat. hat's den Ultramontanen ordentlich gegeben; nichts hat es ihnen strafe. In Betracht tomme auch, daß wegen der Masse, der Stim- Aber die Ankäufe deutscher Fabriken durch den Trust erweckt die geschenkt, in ihrer ganzen glänzend schwarzen Nacktheit sind sie in mung und der Neigungen der Parteigenoffen der Angeklagten der Beunruhigung in Fabrikantenkreisen, es handle sich um einen Rieseneiner Serie von Leitartikeln aufmarschiert, diese Ultramontanen, diese Gedanke an Störungen der polizeilichen Ordnung nahegelegen habe. tampf internationaler Interessen, bei dem sich schwer voraussagen Bundesbrüder von gestern unsrer Bundesbrüder von heute; diese Hieran werde auch dadurch nichts geändert, daß die Angeklagten bei laffe, wer der Sieger bleiben werde. Ultramontanen, unsre eignen Bundesbrüder von Alzey und Darm- der nochmaligen Veröffentlichung der Annonce am 28. April den stadt! de Sazz, den Festzug betreffend, weggelassen hätten. " Dann Herr Böhme deckte dann geschäftliche Manipulationen des Trusts im Tabakankauf auf. So feien z. B. aus Dresden für 600 000 m. Die Angeklagten und auch die Staatsanwaltschaft leg.ar Revision türkische Tabake nach Amerika laut zollamtlichen Ausweisen verein. Die Angeklagten machten vor allem geltend, daß das Landgericht schifft worden, ferner kaufe die American Tobacco- Company in der den Begriff der Aufforderung falsch ausgelegt habe. Die Bekannt- Türkei allen Tabak auf, den sie erlangen könne, wie fie thatsächlich machung, ein Festzug solle stattfinden, enthalte noch nicht not- in Amsterdam fast allen Havanna- Tabat aufgekauft hat. Herr Böhme gedrungen eine Aufforderung zur Teilnahme daran. Es handle fich fügte dann hinzu:" Wir einzelnen Industriellen im Deutschen Reiche vielmehr nur um einen Hin: veis, der das Publikum aufmerksam find vollständig außer stande, dazu Stellung zu nehmen, sondern es machen solle. Und wenn ein Festprogramm geraume Zeit vor dem ist Aufgabe der verbündeten Regierungen, darüber zu wachen, daß Fest veröffentlicht werde, dann wäre dies immer nur eine vor das amerikanische Großkapital nicht in unser eignes Vaterland läufige Bekanntgabe, bei der man sich Aenderungen ganz selbst- tommt, sonst werden wir über kurz oder lang in unserm Vaterlande verständlich und stillschweigend vorbehalte. Ferner wären fie event. Sklaven des amerikanischen Großkapitals." nur strafbar, wenn ein Aufzug später wirklich stattgefunden hätte, was ja unbestritten nicht der Fall sei. Sociales. Wenn das die Parteigenossen vertragen können, ohne in ihrem Sinne verwirrt zu werden, dann ist ihre Verdauung stark genug, um auch ein wenig Principienreiterei" mitten im Wahlkampfe zu vertragen.( Principienreiterei," das meinte doch wohl David, als er sich noch rechtzeitig besann und schamhaft Principienfestigkeit" fchrieb.) Die Gänsefüßchen machen David Pein, die wir den vier liberalen Parteien" angehängt haben, und da macht er sich denn auf. uns zu beweisen, daß wir auch zu den liberalen Parteien gehören. Aber ja doch! Wer bezweifelt denn, daß wir alle vom bürgerlichen Liberalismus bisher nuerfüllt gelaffenen oder gar fallen gelassenen Forderungen vertreten? Das braucht David uns doch wahrlich nicht erst zu beweisen. Deshalb möchten wir aber Das Kammergericht hob auf die staatsanwaltliche Revision doch nicht selber in einen Topf steigen mit den Parteien, die die Vorentscheidung hinsichtlich des Strafmaßes auf und wies die fich heute noch aus alter Gewohnheit liberal zu nennen belieben. Revision der Angeklagten zurü d. Präsident Groschuff Was ist's denn mit dem Liberalismus dieser liberalen Parteien? führte aus: Das Landgericht verkenne den Begriff der Aufforderung David teilt selbst mit, daß die Führer der Nationalliberalen wiederum im Sinne des§ 17 nicht, wenn es in dem Inserat nicht nur eine mit dem Centrum zu gehen geneigt waren. Auch die Demokraten Anzeige, daß ein Festzug stattfinde, sondern auch eine Aufforderung wollten das Centrum in das„ Bündnis der vier liberalen Parteien" zur Teilnahme an einem Festzuge sehe. Obwohl ein Aufzug nicht einbeziehen. stattgefunden habe, sei§ 17 mit Recht angewendet worden, da " Sm Kampfe gegen die ultramontane Reaktion stehen wir das wirkliche Zustandekommen eines Aufzuges nicht ein Teil des Schulter an Schulter mit dem bürgerlichen Liberalismus." Und Thatbestandes des§ 17 Abfaz II des Vereinsgefeges sei. Auf im Kampfe gegen die Socialdemokratie steht der bürgerliche die Revision der Staatsanwaltschaft müsse dagegen die Sache an das Liberalismus Schulter an Schulter mit der ultramontanen Reaktion. Landgericht wegen der Strafzumessung zurückverwiesen werden. Und Schulter an Schulter mit der ultramontanen Reaktion wenn hier auf, Gefängnis erkannt werden solle, dann müsse kann man auch Socialdemokraten im Kampfe gegen den bürgerlichen dies nach§ 17 mindestens auf acht Tage geschehen. Die Liberalismus finden. Das ist also nichts wie eine ziemlich troftlose Verurteilung zu drei Tagen sei unzulässig. Schachermachei um einige Mandate, bei der man die großen Worte von liberaler Weltanschauung, großen, die Nation bewegenden Fragen, ultramontaner Reaktion 2c. 2c. besser zu Hause läßt. Sie wirken in solchen Fällen etwas komisch. Das Centrum will das Brot verteuern! Das war auch eines der Argumente der Mainzer Volkszeitung" in dem Wahlkampfe. Wollen das etwa die Nationalliberalen Der Stadtmagiftrat Nürnberg faßte den Beschluß, das nicht? Glaubt man fich auf ein solches Geschäft einlassen zu müssen, Gewerbegerichts- Statut in der Weise abzuändern, daß in Zukunft dann behandle man es auch als ein nüchternes Geschäft. Heimarbeiter, die ihre Rohstoffe und Halbfabrikate selbst beschaffen, Was ist nun bei diesem Geschäft für die Mainzer Socialdemo- in gewerblichen Streitigkeiten mit ihren Auftraggebern der Gewerbetratie herausgesprungen? Fünf Mandate von 16 offenen, also gerichtsbarkeit unterstellt sein sollen, auch wenn sie Gehilfen und weniger als ein Drittel, obwohl sie mindestens die Hälfte der Lehrlinge beschäftigen. Auch wurde die Bestimmung gestrichen, daß Stimmen aufgebracht hat, die für das Kartell abgegeben wurden. Wahlen zum Gewerbegericht an Sonn- und Feiertagen nicht statt Aber sie hat eine Machtstellung" errungen, die sie sich der paar finden dürfen. Brincipien wegen nicht um die Ohren schlagen möchte. Sechs Mandate unter 48! Eine Machtstellung von Sonntagsruhe in Belgien. Sonntagsruhe sollen nun endlich des Libe ralismus Gnaden, die ihr dieser das nächste Mal vielleicht schon um Conseil superieur du Travail( höchfter Arbeitsrat) liegt zur Beit auch die belgischen Arbeiter durch die Gesetzgebung erhalten. Dem die Ohren schlägt, wenn es ihm wieder nüßlicher erscheint, ein Entwurf zur Beratung vor, nach welchem es den Unternehmern die freiheitliche Weltanschauung in die Tasche 811 stecken und den ultramontanen Reaktionär in das liberale Bündnis" untersagt ist, einen Arbeiter mehr als sechs Tage in der Woche zu einzubeziehen. Zwei Mandate sind dem Centrum entrissen. Ist das beschäftigen. Nach Art. II soll die Sonntagsruhe auf 36 Stunden mit deffen Majorität im Stollegium gebrochen? Vermutlich nicht schichtweise Tag und Nacht gearbeitet werden muß. In solchen festgesetzt werden, ausgenommen solche Industrieen, in denen David würde diesen wichtigen Umstand sicher nicht verschweigen. Die Industrien und Betrieben soll abwechselnd eine 24 stündige und eine katholische Volkspartei" ist in der zu zwei Dritteln katholischen 48 stündige Arbeitsruhe eintreten. Als Ruhetag gilt der Sonntag, Stadt mit Dreiviertelmehrheit geschlagen worden." Beherrscht sie die ausgenommen diejenigen Industrien, die, sei es durch ihre Natur, Stadt darum nicht mehr? Hat die Socialdemokratie irgend welchen Einfluß darauf gewonnen, daß bei zukünftigen Wahlen die liberalen sei es im Intereffe der öffentlichen Wohlfahrt und des Verkehrs oder Parteien nicht mehr mit dem Centrum zusammengehen werden, wegen lokaler Verhältnisse auch am Sonntag ihren Betrieb aufrecht erhalten müssen. Lurch dieses Gesetz würde allen Arbeitern, die, um ein weiteres Anwachsen der socialdemokratischen Mandate zu wie Eisenbahner, Tramway- Bedienstete, Kellner, Köche usw., zu verhindern? Die Socialdemokraten in Mainz mögen doch bei den Sonntagsarbeit gezwungen sind, ohne weiteres ein Ruhetag in der nächsten Wahlen den Versuch machen, entsprechend der Stimmenzahl, Woche gesichert. die sie sich jetzt zurechnen, die Hälfte der freiwerdenden Mandate zu beanspruchen. Dann wird sich zeigen, was ihre Machtstellung ist: ein Produkt ihrer Bescheidenheit und liberaler Gnade, und dann find sie auf dem alten Fleck. Nur mit dem Unterschied. daß sie sich unterdes durch ihre Kompromißpolitit kompromittiert haben, daß sie sich stets dem Hohn ihrer Gegner ausfezen, wenn sie es wagen wollten, den Liberalen die Verleugnung liberaler Grundfäße vorzuhalten, wenn sie es wagen wollten, die Liberalen mit derselben Energie zu bekämpfen, mit der sie diesmal die Ultramontanen betämpft haben. Hoffentlich sind die Nerven unsrer Anhänger in Mainz start genug, um auch dann nicht in Verwirrung zu geraten. " Zur Errichtung einer Handelskammer nahmen 45 kaufmännische, gewerbliche und industrielle Vereine am Montag in einer Delegiertenversammlung Stellung. Einstimmig verlangte man in einer Refolution die Errichtung einer Handelskammer in Berlin und wurde der Centralausschuß hiesiger kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Vereine beauftragt, bei dem Herrn Minister für Handel und Gewerbe dahin vorstellig zu werden, ,, der Herr Minister für Handel und Gewerbe möge in Gemäßheit des ihm unter dem 26. Januar d. I. auf Grund des Votums von mehr als 10 000 Berliner handelsregisterlich eingetragenen Firmen unterbreiteten Antrages nunmehr eine Handelskammer Berlin neben der Korporation unverzüglich zu errichten." Lohnredncierung. Das rheinisch- westfälische Ziegeleisyndikat beabsichtigt die Löhne der Ziegeleiarbeiter in Rheinland und Westfalen um 15 Proz. zu reducieren. An die Ziegeleibefizer ist ein Rundschreiben des Herner Verkaufsvereins gerichtet worden, in welchem auf die schlechte Lage im Ziegeleigewerbe hingewiesen wird. In dem Rundschreiben heißt es unter anderm: " Die Preise allerdings konnten durch das rheinisch- westfälische Ziegeleiiyndikat resp. durch die einzelnen Verkaufsvereine im großen Ganzen auf der bisherigen Höhe gehalten werden, allein der Berdienst ist, abgesehen von der Produktionseinschränkung, infolge höherer Kohlenpreise und Arbeitslöhne, ein geringer geblieben, und da eine Verbilligung der Produktionstosten die erste Aufgabe des Biegeleibefigers sein muß, auch die Löhne im allgemeinen, specien im Baugewerbe im Sinken begriffen ist, so ist zur Beschaffung eines Ausgleichs die Frage angeregt worden, ob es nicht angebracht erscheine, für die kommende Biegel- Campagne die Accordlöhne mit dem Ziegelmeister um durchschnittlich 1 M. zu reducieren." Wir gestatten uns ergebenst, Ihnen vorstehende Mitteilung zu machen, um Ihnen Gelegenheit zu geben, diesen Vorschlag ihren daß auch die Produktionskosten mit dem Verdienst in Einklang ges Gesellschaftern zu unterbreiten und mit aller Wacht dahin zu wirken, bracht werden." Der Verdienst der Unternehmer darf nicht gekürzt werden, des halb muß man an dem kargen Lohn des Arbeiters zwacken. Großbanten folgen und Filialen für Depofitengeschäfte in Berlin Die Diskonto- Gesellschaft wird dem Beispiel der andren. Großbanken folgen und Filialen für Depofitengeschäfte in Berlin einführen. Bisher hatte die Bant diesen Geschäftszweig nicht befonders gepflegt, die Aenderung zwingt der moderne Entwicklungsgang des Bankverkehrs auf. Eine feltene Entschädigung der Arbeiter. Der im Juni dieses Jahres verstorbene Herr Kommerzienrat E. Veit, der seit dem Bestehen der Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation Mitglied ihres Aufsichtsrats gewesen ist, hat den Arbeitern der Fabrik die Summe bon 20.000 M. testamentarisch vermacht, mit der Maßgabe, daß diese Summe unter die Arbeiter unter Berücksichtigung des Dienstalters Gegen die privaten Vermittelungsbureaus. Die Aus- verteilt werden solle. Den auf das angenehmste überraschten beutung der Arbeiter der Nahrungsmittelbranche und der Dienst- Arbeitern ist diese Mehreinnahme, die noch diese Woche zur Ausboten durch die privaten Vermittler wird wohl nirgends schamloser zahlung gelangt, bei der herrschenden Krisis und zu dem bevorbetrieben als in Paris. Schon vor Jahresfrist wurde in der stehenden Weihnachtsfeste wohl zu gönnen. Bemerkenswert ist, daß Stammer ein Gefeß angenommen, das diesem Stellenwucher ein Stommerzienrat Veit erst vor drei Jahren eine Suinnie von Ende machen sollte. Dieses Gesetz liegt jetzt dem Senat vor. Ju 15 000 M. unter gleichen Bedingungen an die Arbeiter der Anilinder Kommission wurde aber der wesentlichste Bunkt des Entwurfs, der fabrik hat verteilen lassen. die vollständige Beseitigung aller privaten Vermittelungsbureaus nach Ablauf von 5 Jahren vorsieht, verworfen. Die Arbeiter der Nahrungs- der Hildesheimer Attienbrauerei beschloß einstimmig, die Arbeiter Gewinnbeteiligung der Arbeiter. Die Generalversammlung mittelbranche von Paris haben deshalb eine rege Agitation entfaltet, um derart am Gewinn zu beteiligen, daß sie zusammen jedesmal die den Senat zur Annahme der ursprünglichen Faffung zu veranlaffen. gleiche Vergütung wie der Aufsichtsrat erhalten. Fast täglich werden Versammlungen seitens der Schlächter, Bäcker, Eine Vereinigung der Zinkhütten, die auf eine Ringbildung Kellner, Köche, Konditoren, Barbiere usw. abgehalten. In einer Versammlung, die dieser Tage in der Bourse du Travail abgehalten der Binkerzeugung herauskommt, ist vor furzem gu stande gekommen. Totenliste der Partei. Die Leiche des seit Wochen vermißten wurde, fand eine Resolution Annahme, in der es hieß, die Arbeiter Die Organisation umfaßt alle Hütten von Schlesien und Rheinland alle Hütten Genoffen Robert Müller aus Reichenbach( Sachsen), über welchen der Nahrungsmittelbranche seien fest entschlossen, der Ausbeutung, der und, bis auf ganz unerhebliche Ausnahmen, Fall wir seiner Zeit berichteten, ist in Nienstedten a. Elbe gefunden fie durch die Vermittler ausgefeßt, find, ein Biel zu segen; fie er Belgiens, Frankreichs und Englands. Nach dem B. B.-C." find die Satzungen nicht darauf gerichtet, durch gemeinsamen worden. Die wahrscheinliche Vermutung, daß Müller sich das Leben flären, in den Generalstreit einzutreten, falls der Senat nicht die genommen, bestätigt sich damit. Aufhebung der privaten Stellungsvermittelungs- Bureaus beschließe. Berkauf den Marktpreis zu erhöhen. Man bezweckt nur, die Erzeugung dem Verbrauch thunlichst anzupassen, auch kein Werk in Das Resultat der Kommunalwahlen in Norwegen. Nach Gegen die Schule.( Eig. Bericht.) Die Wirkung der neuen seiner Erzeugung zu beschränken, so lange nicht größere Bestände " Socialdemokratens" vorläufiger Berechnung sind in den verschiedenen Abendschulregulierungen in England zeigt sich sowohl in einer Ab- auf den Hütten fich angesammelt haben, und der Marktpreis längere ſtädtischen und ländlichen Gemeinden Norwegens zusammen ca. 190 nahme der Abendschulen wie der Fortbildungsschüler. Nach der Zeit sich so niedrig stellt, daß er die Selbstkosten aller nicht unter socialdemokratische Vertreter gewählt worden. Eine genaue Statistit" Teachers' Review"( Lehrer- Revue) für Dezember hat in 38 Städten ganz ausnahmsweise günstigen Verhältnissen arbeitenden Hütten wird später aufgestellt werden. Direkt auf socialdemokratischen Listen bie Schülerzahl um 24 163 abgenommen. Nach der„ School Board nicht mehr deckt. Jedem, der zur Vereinigung gehörigen Werke ist wurden 170 gewählt. Unter diesen mögen einige wenige sein, die Gazette" wurden geschlosseu: London 9 Schulen, West Ham diejenige Erzeugung angewiesen, die es im Durchschnitt der letzten nicht ganz auf dem Boden des socialdemokratischen Programms 10 Schulen, Sheffield 4 und Manchester 12 Schulen. Die Review" Jahre gehabt hat; nur die schlesischen Werke, die im Laufe dieses stehen; demgegenüber ist aber eine größere Anzahl erklärter Social- schließt:„ Die Proflamationspolitik der Regierung, die in Transvaal Jahres erhebliche Vergrößerungen ihres Gruben- und Hüttenbetriebes demokraten auf den gemeinsam mit Demokraten aufgestellten Listen so ganz ohne Erfolg geblieben, erweist sich zu Hause sehr wirkungs- vorbereitet haben, ist eine geringe Erhöhung der Erzeugung zugewählt worden, so daß die oben angegebene Bahl nicht zu hoch voll." gestanden worden. Die Vereinigung verlängert sich von Jahr zu gegriffen erscheint. Jahr, falls nicht rechtzeitig gekündigt wird. Partei- Nachrichten. " Der Kampf gegen die Syndikate. Mehrere große Eisenwerke| Hilfe in der wirtschaftlichen Misere. Allerdings, auf eine Erfüllung hohen Preis von 1,40 Mart für den Hektoliter Coats, des Bassins von Longwy in Belgien haben beschlossen, teine Coats- dieses Wunsches ist bei der städtischen Verwaltung nicht zu rechnen, während er im Jahre 1899 mit 0,90 Mark verkauft abschlüsse mit dem belgischen oder deutschen Syndikat zu den ge- denn gerade die Gasanstalten stehen unter der Leitung eines social- wurde. Daß bei solchen ganz unbegründet hohen Preisen der Absatz forderten Preisen einzugehen. Die Werke sollen nach Verbrauch der politisch überaus rückständigen Mannes. Haben wir doch gegen- stockt, ist erklärlich, wie überhaupt die ganze Geschäftspraxis be alten Bestände ſtillgelegt werden, bis das im März fertiggestellte wärtig in den städtischen Gasanstalten so hohe Coatspreise, daß die zeichnend für die städtische Verwaltung ist, die gegen den Absatz in gemeinsame Coatswert dieser Eisenwerke in Auby bei Douai in Bestände selbst in dieser Jahreszeit so anwachsen, daß man nicht fleineren Mengen eine nicht zu überwindende Scheu empfinden muß. Betrieb ist. weiß, wohin damit. Vor kurzem tauchten in der bürgerlichen Presse Den Großen wirft man die Vorteile hin, die kleineren Abnehmer die Gerüchte auf, man habe einen großen Posten Coats zu einem werden bis zur Höchstgrenze mit den Preisen geschraubt. Es ist Billige Kohlen. Das Baudepartement des Kantons Basel mäßigen Preise an einen Großabnehmer bergeben. Wir wirklich unnötig, sich über das Kohlensyndikat zu entrüsten, die giebt diesen Winter an ungünstig fituierte Einwohner billigeres Heiz- können die Nachricht nicht prüfen, aber wundern sollte städtischen Gaswerte sind ganz in demselben Sinne geleitet. material ab, so den Doppelcentner Würfeltohlen zu 4 Fr. gegen es uns nicht, wenn die städtische Gasanstalts Verwaltung 5,60 Fr. bei den Kohlenhändlern. den Nachweis führen will, wie berechtigt es war, daß Die Berliner Verwaltung könnte fich an diesen Einrichtungen ein fie im vorigen Jahre den Coats in die Hände einiger Muster nehmen. Es wäre für sie überaus leicht, in ihren städtischen Großhändler gelangen ließ, während die Abnehmer aus dem Arbeiter: S. Hirsch und Franz Wilking. Berlin, Verlag von Oskar Cobleng. Preis Elektro Ingenieur- Kalender 1902. Herausgegeben von Arthur Gasanstalten Kohlen mit einem mäßigen Aufschlag zum Selbstkosten- stande mit außerordentlich hohen Preisen, die an die Wucherpreise W. 50 Pf. preise an kleine Abnehmer zu verkaufen. Besonders bei der gegen- für Kohlen sich anlehnten, bedacht wurden. Daß die Bestände in Die Geschichte des Berliner Vereins zur Befferung der Strafwärtigen Arbeitslosigkeit und dem geringen Verdienst der Arbeiter diesem Jahre wieder angewachsen sind, ist wirklich nicht gefangenen. Von Dr. Ernst Rosenfeld. Verlag von Otto Liebermann, wäre eine solche Maßnahme sehr zu empfehlen, sie wäre eine kleine zu verwundern. Wir haben noch immer den exorbitant| Berlin. Preis 2 M. 50 Pf. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 19. Dezember. Opernhaus. Die Afrikanerin. anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 71/2 Uhr. Neues Overn: Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Die schöne Melusine. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Jüdin von Toledo. Anfang 72 Uhr. Berliner. Ueber unsere Kraft. ( 1. Teil.) Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Fee Caprice. Anfang 72 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vorher: English spoken. Anfang 712 Uhr. Neues. Coralie u. Co. Anfang 712 Uhr. Westen. Don 71 Uhr. Juan. Anfang Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung. Anfang 81/2 Uhr. Central. Das füße Mädel. Anfang 712 Uhr. Urania. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Novität! Bolts- Vorstellung! 80 Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, Tauben- Strasse 48/49. Die Schlangentänzerin. daß unser Mitglied, der Töpfermeister Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Grosse Weihnachts- Ausstellung Eine Reise ins Schlaraffenland Marionetten- Theater für die Kinderwelt. Passage- Panopticum. Neu! Der indische Neu! Doppelmensch! 4 Arme, 4 Beine, 1 Kopf, lebend. Thalia. Die Badepuppe. Anfang Central- Theater. 72 Uhr. Central- Theater. Luifen. Nathan der Weise. An Heute Anfang 71/2 Uhr, zum 1. Male: fang 8 Uhr. Carl Weiß. Die Schlangentänzerin. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Mit neuer Ausstattung an Dekorationen, Kostümen und Requisiten. Novität! Novität! Boffe in 3 Atten aus dem Engliſchen des Anthony Hope. Anfang 8 Uhr. Kleine Preise. Morgen: Liane, die zweite Frau. Sonnabendnachmittag: Kinder: Vorftellung. Sneewittchen. Kleine Preiſe. Ab 25. Dezember: Novität! Carl Bielecke am Sonntag verstorben ist. Ehre seinem Audenten! Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi aus statt. Das Jungfernstift. Kirchhofs, in Nirdorf, Hermannstraße, Operette in 4 Atten nach Paul de Kock von Ernest Guinot. Musik von Jean Gilbert. Vorverkauf an der Kasse von 11 bis 1½ Uhr. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. 249/6 Allgemeine Schall und Rauch, Orts- Krankenkasse Unter den Linden 44. Donnerstag, 19. Dezember 1901: Vorstellung vor Serenissimus. Anfang 82 Uhr. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett) Köpnickerstr. 68. für die vereinigten Gewerbebetriebe Charlottenburgs. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis Schriften- Eingang. Als Festgeschenk für Arbeiter empfehlen wir die soeben bei uns erschienenen Gedichte für das Volk. 233/4 Von Karl Henckell. Jalustriert von Fidus. 5 Bogen Großoktav. Preis 30 Pf. Porto 5 Pf. 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Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Welche politische Partei nimmt die Interessen der Schiffer am besten wahr?" 2. Diskussion. Der Einberufer. NB. Alle Genossen, welche mit Schiffern in Berührung kommen, werden 212/5 Gastspiel Loie Fuller. Sterbegelb auf den 30 fachen Betrag ersucht, diese auf die Versammlung aufmerksam zu machen. Vorstellung des Bunten Theaters. U. a.: Das tote Eichhorn; Die Juliheren; Brunnenzauber. Anf. 8 Uhr. Morgen: I. Gastspiel Lole Fuller. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. des Weihnachtsmonats. Offenbach- Cyflus. Pariser Leben. Das süsse Mädel. Grosses Festprogramm Anfang 71/2 Uhr. Belle- Alliance. Geschlossen. Casino Theater. Weihnachten. Mädchenjäger. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Orpheus. Specialitäten Borstellung. Anfang 7 Uhr. Operette in 3 Atten' v. Aley Landsberg und Leo Stein. Musit von Heinrich Reinhardt. In Scene gesezt von José Ferenczy. Dirigent: Curt Goldmann. Zwischen dem 2. u. 3. Att: Intermezzo. Morgen und folgende Tage, Anfang Metropol. Schön war's doch. An- 71/ 2 Uhr: Das siisse Mädel. fang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten: Borstellung. König Aqua. Luftballett„ Grigo: Tatis". Anfang 8 nhr. Passage Theater. Specialitäten Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. = Paffage Panoptikum. Specialis täten- Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Balaft. Specialitäten- Vorstellung. Großstadtzauber. Anf. 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Abends 8 Uhr: Theatersaal.) ,, Ueber den Wolken." Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Die schöne Melusine. Märchen- Drama in 4 Aufzügen von Georg Reide. Freitagabend 8 Uhr: Die Mütter. Sonnabendabend 8 Uhr: Die schöne Melusine. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Täglich und die Weihnachtsfeiertage, Anfang 72 Uhr: Die Badepuppe. Nachmittags Vorstellungen 3 Uhr. Sonntag, 22.: Drei Heulemännerchen. 1. Feiertag: Goldelse. 2. Feiertag: Das Geheimnis der alten Mamsell. 3. Feiertag: Lumpenmüllers Lieschen. Morgen Freitag, den 20., Sonn abend, 21., Montag, 23., Anfang 4 Uhr, Sonntag, 22., Anfang 3 Uhr: Schneewittchen bei den sieben Zwergen. Mme. Jourda in ihrer grossartig. Imitation der Sada Yacco. Die Harrison- Truppe. Hella v. Schmidt. Lotte Sebus. Sisters Pontelli. ,, Mascagni" etc. etc. 16 neue erstklass. Nummern. Die Statutenänderungen treten mit dem 1. Januar 1902 in Kraft, finden aber auf die vor diesem Tage schon entstandenen Unterstützungsfälle keine Anwendung. Der Statuten- Nachtrag wird den Kaffenmitgliedern durch Vermittelung ihrer Arbeitgeber von uns zugestellt werden, außerdem werden Exemplare in unfrem Kaffenbureau während der öffentlichen Dienststunden auf Ver: langen unentgeltlich verabfolgt. Charlottenburg, 19. Dezember 1901. Der Kassenvorstand. Orts- Krankenkasse BorhagenRummelsburg. Sonnabend, den 28. Dez., abends Freie Volksbühne. Sonntag, den 22. Dezember, nachmittags 2 Uhr, im Lessing- Theater, 1. Abteilung: Die Medaille von L. Thoma. Hierauf: Der eingebildete Kranke von Molière. Gleichzeitig im Berliner Theater: 7. u. 8. Abteilung: Heimg'funden. 6. Serie im Carl Weiss- Theater am 12. Januar 1902: Dantons Tod. Drama von Georg Büchner. 231/15 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 22. Dezember, nachm. 21/2 Uhr, 8 Uhr, im Lokal des Herrn Ment im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater, Chauffee- Straße: Hauptstr. 2, Ausserordentliche Einlagen: Lebendes Schachspiel, Die Deutsche Konzerthallen.( Café Bellevue), Dampfr. 2 Bild: Freche Ratte. Metropol- Theater. Letzte Woche: Schön war's doch. Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Thomas, Josephi, Bender, Frid- Frid, de Veré, 1!! Bender als Saharet!! Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. In Vorbereitung: An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. 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In der am diesen Fürsten ein Mann von hervorragenden Gaben gewesen, so 3 Uhr, Februar und November bis 4 1hr, im März und Oktober. 17. Dezember abgehaltenen Partei versammlung wurden würde sein Name sich gewiß wie so mancher andre aus dem Mittel- bis 5, vom April bis September von 12-6 Uhr geöffnet sein. Ant folgende Genossen zu Vertrauensmännern gewählt: Karl Fahrow, alter wir nennen nur Berthold Schwarz im Andenken des Donnerstag, 19. Dezember, findet von 10-3 Uhr eine Vorbesichti Hochstr. 35, für Oranienburger Vorstadt und Wedding; Adam des Volkes erhalten haben. Dann kommt die Reihe der Monarchen, gung durch geladene Gäste statt. Der Eingang zu dem Museunt Bittorf, Fehrbellinerstr. 25, bei Becker, für Rosenthaler Vorstadt die noch in lebendigerer Erinnerung sind. Zwei sind darunter, denen nach befindet sich bei der hinter der Nationalgalerie befindlichen Säulenund Gesundbrunnen; Richard Klose, Zionstirchstr. 53, bei preußisch- patriotischer Anschauung der Name eines Großen zukommt: halle. Schröder, für Schönhauser Vorstadt; Karl Fischer, Waldstr. 8, Kurfürst Friedrich Wilhelm und König Friedrich II. Als charakteristische für Moabit. Die Mitglieder der Preß-, Agitations- und LokalKommission verbleiben bis zu der im Januar stattfindenden GeneralVersammlung im Amte. Achtung, Schiffer! Am Freitag, den 20. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Lokal von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( unterer Saal eine öffentliche Versammlung aller in Berlin anwesenden Schiffer statt. Tagesordnung: Welche politische Partei nimmt die Interessen der Schiffer ani besten wahr?. Referent: Waldeck Manasse. Alle Genossen, welche mit Schiffern in Berührung kommen, werden ersucht, diese auf die Versammlung aufmerksam zu Charlottenburg. Der Wahlverein hält heute abend 81/2 Uhr in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94, feine Mitglieder Versammlung ab, in welcher Genosse Dr. Konrad Schmidt einen Vortrag halten wird. machen. Lokales. In der Wärmehalle fammeln sich jetzt, seitdem der Winter mit Schnee und Froft einErscheinung mag noch Friedrich Wilhelm I. mitzählen. Unter einigen Die Verdrängung der Wohnhäuser durch Geschäftshäuser dreißig Fürsten von Gottesgnaden, die in der Siegesallee ver- hat in den inneren Stadtteilen Berlins in der letzten Zeit weitere herrlicht sind, sind zwei oder drei, welche rein kraft ihrer Persönlich- Fortschritte gemacht. Sie kommt zum Ausdruck in der ständigen teit historische Bedeutung erlangt haben. Ueberwältigend wird ein Verminderung der Grundstücke wie der Wohnungen und Gelasse, die ehrlicher Monarchist dies Resultat gerade nicht nennen können. Wir sich aus der Zusammenlegung von Grundstücken und aus der; haben denn auch noch nicht gehört, daß von den zahlreichen Leuten, Schaffung großer Geschäftsräume ergiebt. Von Ende 1899 bis Ende um deren Monarchismus es bedenklich steht, nach einem beschaulichen 1900 haben sich im Standesamtsbezirk I( Berlin- Altkölln- DorotheenWandel durch die Siegesallee einer andern Sinnes geworden wäre. stadt- Friedrichswerder) die Grundstücke wieder von 1660 auf 1639 = Die Verpflegung der Haltekinder" liegt bekanntlich in und die Wohnungen einschließlich Dienst, Geschäfts-, Arbeits- und Berlin noch sehr im Argen. In der fürzlich abgehaltenen Versamm- Lagerräume von 14 862 auf 14 224 vermindert. Aehnlich ist im lung hiesiger Waisenräte hatte ein Waisenrat angefragt, wie es Standesamtsbezirk II( Friedrichstadt) im letzten Jahre die Zahl der möglich sei, daß Frauen, die bei den Waisenräten um einen Waisen- Grundstücke von 1553 auf 1532, die der Wohnungen usw. von pflegling bitten, von der Waisenverwaltung aber abgewiesen werden, 19 102 auf 18 832 herunter gegangen. Auch im Standesamtswegen zu kleiner Wohnung 2c., doch alsbald sich„ Haltekinder" an- bezirt IX( Spandauer Viertel) und im Standesamtsbezirk III schaffen. Amtsgerichtsrat Dr. Köhne gab die sehr bezeichnende( Potsdamer Biertel) sind kleine Verminderungen eingetreten, die in Antwort, daß die Polizei feine höheren Anforde derselben Weise erklärt werden müssen. rungen stellen könne, weil sonst die Halte frauen Gesundheitswidrige Heizungsverhältnisse herrschen, wie ein höheres Pflegegeld von den Angehörigen der berichtet wird, in der 31. Gemeindeschule, die sich auf dem GrundBiehkinder beanspruchen würden; dies würde dahin stücke der Johanniskirche, Alt- Moabit 23, in einem schon ziemlich führen da die Angehörigen es nicht würden zahlen können alten Gebäude befindet. Von den 14 Klassen dieser Anstalt werden daß die Kinder außerhalb Berlins, wo meist gar keine Kontrolle be- fünf durch Kachelöfen gut erwärmt, während neun die veraltete LuftWasserpfannen angebracht worden. Infolgedessen dringt namentlich Wafferdampf, der sich an den kalten Wänden niederschlägt, so daß Die in der Waisen- diese vollständig feucht sind. Ferner ist es in manchen Klassen übermäßig heiß, in andren viel zu falt, als daß Kinder darin stundenlang sizen können. Es wäre zu wünschen, daß diesen llebelſtänden während der Weihnachtsferien abgeholfen wird. heizung haben. Bei dieſer ſind, damit die Luft nicht zu trocken wird, gesezt hat, zahlreicher als seither jene Armen und Elenden, die felber nicht über einen geheizten Raum verfügen, der ihnen Schutz stände, untergebracht werden würden. Der bekannte Pastor Distelkamp vor der Winterkälte bietet. So lange noch milde Witterung herrschte, Ivar der Besuch der Halle nicht sonderlich stark. Am Sonntag aber empfahl, die Kinder aufs Land zu geben. Eine Kontrolle sei aber in die in den miteren Stockwerken gelegenen Klassen ein starker dem ersten kälteren Tage dieses Winters, wurde die Wärmehalle in nötig. Er hofft, daß der Erziehungsverein und die Kirche der Frage erheblich höherem Grade in Anspruch genommen. Ebenso am Mon- der Beaufsichtigung näher treten werden. tag, Dienstag und Mittwoch. Im allgemeinen ist der Andrang in verwaltung thätige Frau Schaaf wies darauf hin, daß in der Prodiesem Jahre stärker, als im Dezember des vorigen Jahres; eine vinz in dieser Sache noch viel Sorglosigkeit herrsche, da es vorErscheinung, die sich wohl auf die Zunahme der Arbeitslosigkeit fomme, daß eine Frau 6-7 fremde Kinder in Pflege habe. Im gegen das Vorjahr zurückführen läßt. Unstreitig übt die jeweilige übrigen trat fie für befoldete Aufseherimen in Bezug auf die UeberTemperatur einen größeren Einfluß auf den Besuch der Wärmehallewachung der in fremde Pflege gegebenen Säuglinge ein. Unter der Spizmarke„ Socialdemokratische Henchelei" aus, als die geschäftliche Konjunktur. Ein großer Teil derer, die sich in den angenehm durchwärmten Stadtbahnbögen einzufinden richtet die reaktionäre Schmutzpresse wegen einer von mir geführten pflegen, find dem Aufsichtspersonal der Wärmehalle alte wohl- Verteidigung gegen meinen Bruder und unsere Partei einen Anbekannte Stammgäste. Sie finden sich regelmäßig ein, nehmen wurf, dem ich um deswillen einige Zeilen widmen will, weil er ein einen Napf warmer Suppe oder einen Topf Kaffee mit Brot zu fich Speisen, die hier für wenige Pfennige zu haben sind bringen den größten Teil des Tages in der Halle zu. Es sind die Armen und Obdachlosen, welche auf jener tiefen Stufe des Elends angelangt sind, wo an eine Rückkehr in geordnete Verhältnisse nicht mehr zu denken ist. und Eine gastwirtschaftliche Fachausstellung findet im tommens den Frühjahr in Berlin in den Räumen des Feenpalastes statt. VerSchankwirte Berlins und der Umgegend, dem sich auch der Verein anstaltet wird das Unternehmen von dem Verband der Gast- und der Variété- und Konzerthaus- Inhaber, sowie der neugegründete Verein der Cafetiers angeschlossen haben. Die Ausstellung soll sich nicht auf die gastwirtschaftlichen Bedarfsartikel beschränken, sondern vortreffliches Erempel socialiſtenfresserischer Kampfesweise darstellt. um auch beim großen Publikum Interesse zu erwecken, die Der Angriff gipfelt in der nur des Oertelichen Prügelhirns würdigen Leistungen der Berliner Restaurants und Cafés in Bezug auf Küche Behauptung, ich hätte vichische Bestialitäten einer Mutter, der Arbeiterchefrau Neumann, gegen ihr eigenes Kind zu beschönigen und Keller, auf das Zubereiten und Servieren vorführen. und zu entschuldigen versucht. Zur Grundlage dient ein leider Zur Umänderung der Wasserversorgung der Stadt Berlin mangelhafter Gerichtsbericht, der auch in den„ Vorwärts" ge- ist jetzt der erste Schritt gethan. Die ältere Anlage des Werkes kommen ist. Tegel liefert seit einiger Zeit täglich etwa 35 000 Kubikmeter Aber nicht nur diese ständig im Elend lebenden Leute suchen die Zur Steuer der Wahrheit sei bemerkt: Nicht mit Brunnenwasser in den westlichen Teil von Berlin. Der weitere Wärmehalle auf. Es finden sich dort auch sehr viele ein, die durch einem Wort entschuldigt, sondern bestritten habe ich die Umbau des Werkes ist leider dadurch verzögert worden, daß bei den Arbeitslosigkeit in vorübergehende Not geraten sind und wesentlichen mur ,, barbarischen Mißhandlungen" der Angeklagten, die im Verhandlungen über den Grunderwerb für die neu zu schaffende, von einer ihr feindlichen Zeugin erheblich Brunnenanlage bedeutende Schwierigkeiten zu überwinden waren; denen man ohne weiteres ansieht, daß sie nur ungern, nur unter belastet wurde, während eine ganze Zahl einwandsfreier es ist jetzt jedoch Aussicht vorhanden, daß diese bald beseitigt dem Druck widriger Verhältnisse an diesem Orte weilen, wo man Beugnisse jede ausschweifende Mißhandlung nahezu ausschloß. Augen sein werden. Die gesamte Aenderung der Wasserversorgung wird den Aufenthalt im erwärmten Raum als Wohlthat hinnimmt. So zeugen von Mißhandlungen oder auch nur Züchtigungen sind über- noch mehrere Jahre erfordern, da aus Betriebsrücksichten mancher beschäftigungslose Arbeiter, der nur eine Schlafstelle haupt nicht vorhanden. Der Angeklagten standen vortreffliche der Umbau mur während des Winters und nur für die einzelnen inne hat, in der ihm der Aufenthalt fehrt, von der Suche nach Arbeit erschöpft und durchfroren, auf furze gefährlichen Lastern behaftet, die seine häufige Züchtigung in der Spekulation auf die Eitelkeit. Das Polizeipräsidium teilt Zeit in der Wärmehalle ein, wenn ihm seine Mittel nicht mehr er- Schule und durch den Vormund veranlaßten, und schließlich wegen mit: Die Polizeidirektion in Wien macht darauf aufmerksam, daß der Gefahr für die Mitpfleglinge seine Entfernung aus dem Marien- die gewerbsmäßige Vermittelung des Titels eines öftreichischen HofIm Durchschnitt halten sich jetzt etwa 1000 Personen täglich in über dem in seiner Zeit arg bedrängten Gerichtshof ausdrücklich Annoncen und im brieflichen Wege neuerdings wieder häufiger anstift zu Frankfurt a. D. erforderlich machten. Ich präcisierte gegen lieferanten sowie ausländischer Ordensdekorationen durch Inſerate, O. der Wärmehalle auf. Es ist gewiß ein erschreckendes Maß von meinen jeglicher Prügelstrafeabholden Standpunkt, Jammer und Elend, welches durch diese Armen repräsentiert wird, wies aber darauf hin, daß bei dem Charakter des Kindes für die natürlich führenden Anerbietungen mit dem Bemerken, daß solchen Personen, geboten wird. Sie warnt das Publikum vor derartigen irres aber das kann erfreulicherweise als zutreffend gelten: Die herrschende nicht pädagogisch ausgebildete und durch Krankheit und Schwangerschaft die sich als Vermittler aubieten, jeder Schein voir Berechtigung dazu Arbeitslosigkeit, so schwer sie auch auf der Arbeiterklasse lastet, hat leicht erregbare Angeklagte ein etwas ausgiebiger Gebrauch der bis jetzt noch nicht vermocht, die Reihen der im tiefsten Elend leider noch allzu volkstümlichen ungebrannten Asche menschlich ver- fehlt und daß deren Thätigkeit statt irgend welchen Erfolg zu haben, Lebenden in so hohem Maße zu vermehren, als vielleicht von mancher ständlich sein und innerhalb der gesetzlichen Grenze liegen würde. selbst an sich vielleicht berechtigten Gesuchen hinderlich sein würde. Seite angenommen wurde. Damit ist allerdings nicht gesagt, daß sei ausdrücklich betont. Daß ich noch jetzt von der Unschuld der Angeklagten überzeugt bin, Da derartige Bermittelungsgeschäfte auch von Berlin aus getrieben zu werden scheinen, wird auch das deutsche Publikum auf diese. es den Arbeitern leicht sei, die Unbilden der Arbeitslosigkeit zu Vorläufig ist mir das Urteil unverständlich. Ich bin begierig, artige Betrügereien hat seiner Beit Joseph II. entdeckt. Er führte Ich bin begierig, arnung aufmerksam gemacht. Das verständigste Mittel gegen der tragen, oder daß unter ihnen kein fühlbarer Notstand herrsche. aus seiner schriftlichen Abfassung diejenige Begründung zu entnehmen, eine amtliche Tage für Titel und Orden ein und überließ die Artikel Wer einen Blick in die Hütten der Proletarier wirft, in die die ich mir bisher nicht konstruieren kann. jedem Zahlungsfähigen. Ein Grafendiplom war für 20 000 Gulden Räume der Mietskasernen in den Arbeitervierteln, der wird Not und Berlin, den 16. Dezember 1901. zu haben; ein Fürstendiplom hatte der Graf Palm im Jahre 1783 Entbehrung genug finden. Aber der Arbeiter von heute wehrt mit einer halben Million zu bezahlen. sich mit aller Kraft gegen das hinabsinken ins Lumpenproletariat. Er schlägt sich auch in Zeiten der Not durch, so gut oder vielmehr so schlimm es gehen will, und verschmäht mit berechtigtem Stolz die Inanspruchnahme von Almosen und Wohlthaten, von welcher Seite sie auch kommen mögen. fehrt, von der Suche nach Arbeit erschTage nicht vergönnt ist, Leunundszeugen zur Seite. Das Kind war mit manchen bösen und Teile der Werke nacheinander vorgenommen werden kann. lauben, etwa ein Schanklokal zu besuchen. Th. Liebknecht. Die Konfiskation der Weihnachtszeitung ,, Arbeitslo8", welche die Polizei vorgestern auf Veranlassung des Staatsanwalts in Bankdirektor Kommerzienrat Eduard Sanden in UntersuchungsEin Jubiläum. Ein volles Jahr befindet sich am Freitag der den Räumen unsrer Druckerei bewerkstelligte, ist, soweit die Motive haft.„ Geh mit Gott!" rief dem frommen Mann beim Abschied dieser Maßregel in Betracht kommen, auch heute noch nicht auf seine Frau zu, und knüpfte daran den Ausdruck der Hoffnung geklärt. Eine hiesige Zeitung nimmt denn auch an, daß die baldigen Wiedersehens, welche sich, wie man sieht, nicht erfüllt hat. Auch das ist ein Erfolg der modernen tlassen- Festschrift freigegeben werden müsse und daß der ganze Effekt der Sanden war der erste von den bei dem Bankenkrach beteiligten bewußten Arbeiterbewegung, daß sie dem Proletarier, staatsrettenden Aktion auf eine ungewollte Reklame für das beschlag- Direktoren, der verhaftet wurde, die andern folgten bald nach. der an Kampf gewöhnt ist, gelehrt hat, auch der Not trozig die nahmte Kunstblatt hinauslaufen würde. Gestern vormittag wurden Die Spree und Havel gehen seit gestern früh mit 2 Zoll Stirn zu bieten, sich nicht vom Elend unterkriegen zu lassen, sondern unsre Parteigenossen Buchdruckereibefizer Bading und Faktor Rosen starten Gisschollen in beträchtlicher Menge. Vor den Schleusen unverzagt dagegen anzufämpfen. Sind doch die wirtschaftlichen zu einer Bernehmung auf das Polizeipräsidium beschieden. Wie scharf der stauten sich die Eisschollen in solcher Stärke an, daß sie mehrereMächte, welche zur Zeit viele Tausende von Arbeitern zu Mangel Wind weht, zeigt der Umstand, daß an den Verlag das eigentümliche male zur Verminderung des Druckes beseitigt werden mußten. Die und Entbehrung verurteilt haben, dieselben, gegen die sich der Be- Verlangen gestellt wurde, die Besteller und Empfänger der nicht be- Schiffahrt ist fast gänzlich eingestellt. freiungstampf der Arbeitertlasse richtet. schlagnahmten Blätter zu nennen, und daß die Behörde dann, als Ein angenehmer Arbeitgeber. Ein Nachspiel vor dem Strafman diese Einladung dankend ablehnte, sämtliche Geschäftsbücher mit richter wird ein Vorfall haben, der sich der Volts- 8tg." zufolge Das letzte Standbild in der Siegesallee ist gestern vormittag Beschlag belegte! Wir haben ja in früherer Zeit schon ähnliches Dienstagnachmittag in der Neuen Hochstraße zutrug. Der 36 Jahre enthüllt worden. Johann Georg heißt, wie nebenher bemerkt fei, der Held diefes Denkmals. Die Feier vollzog sich ebenso, wie bei überstanden und sind nicht zum wenigsten dank der bekannten alte Droschkentutscher Franz Völkel aus der Kolbergerstr. 31 war der ersten und durchweg bei den andren Enthüllungen; es wurden Staatsretterei stärker und größer geworden. So wollen wir denn fünfzehn Monate lang bei dem Fuhrherrn Gustav Hardel in der mehrfach Orden verteilt, u. a. auch einer vom Roten Adler in Gemütsruhe auch die Wirkungen der neuesten staatsrettenden That Neuen Hochstr. 39 beschäftigt und verließ dann die Stellung. Nun hatte Hardel den Kutscher nicht zur Krankenkasse angemeldet und 4. Klasse an den Schöpfer des Standbildes, Bildhauer Wolff. abivarten. mußte erst gerichtlich dazu gezwungen werden. Als dann Völkel Ingleichen wird berichtet, daß außer dem Kaiser Herr v. Bülow Auf der Tagesordnung für die Sigung der Stadtverord- auf Veranlassung des Gerichts bei dem Fuhrherrn erschien, um das mit etlichen preußischen Miniſtern zur Stelle war und auch, daß der neten- Bersammlung am Donnerstag, den 19. Dezember d. J., nach verweigerte Abgangszeugnis zu verlangen, erhielt er von der eingeladene Oberbürgermeister Kirschner vom Staiſer mit einem mittags 5 Uhr, stehen u. a. folgende Gegenstände: Berichterstattung Tochter Hardels die Antwort, ihr Vater schlafe angenblicklich. Das Händedruck beehrt wurde. Ferner waren noch die Schüler des über die Einsprüche gegen die Gültigkeit der Wahl: 1. des Stadtv. wiederholte sich noch zweimal. Am Dienstag aber wollte sich Völkel Gymnasiums zum Grauen Kloster zugegen, weil diese Anstalt vom Bylicz; 2. des Stadtv. Karl Goldschmidt. Vorlagen betreffend: nicht mehr abweisen lassen und klingelte noch einmal. Die Folge Kurfürsten Johann Georg gegründet worden ist. Die Nachricht, daß Kaiser Wilhelm beabsichtige, die Siegesallee die Wahl des Herrn Stadtrats Kauffmann zum war, daß der schlafende Fuhrherr nun aus seinem Zimmer herausdie Feier tam, auf den eintretenden Kutscher einschlug und ihn schließlich die mit Hohenzollernstandbildern zu versehen, wurde, wie erinnerlich fein weiten Bürgermeister von Berlin, des Geburtstages des Kaisers, die Etats für die Ver- Treppe hinunterwarf. Mit einer Klaffenden Kopfwunde, Rippens wird, am 27. Januar 1895 zuerst vom Vorwärts" und dann in einer Extra- Ausgabe des Reichs- Anzeigers" bekannt gegeben. Es dauerte waltung der städtischen Feuer Societät für 1. Oftober 1901/1902 quetschungen und andern Verlegungen wurde Völkel nach der Charité am Urban für das Etats- gebracht, wo er schwer darniederliegt. drei Jahre, bis die ersten Figuren enthüllt waren; dann aber und für den städtischen Hafen jahr 1902, die Ferienordnung ant den höheren Lehrfüllten sich die beiden Reihen der Allee in schneller Folge. Peinliches anstalten für das Schuljahr 1902, Paletotdiebe. Ein Ueberzieher- Diebstahl wurde am Dienstag und die Einrichtung wieder in der Technischen Hochschule zu CharlottenAufsehen erregte es, als am 22. Oktober 1899 einige der Stand- des jetzigen Sanatoriums Gütergoz als Heimstätte für brust- burg verübt. Es ist das schon der Fünfzigste in diesem Semester. bilder von Bubenhand verstümmelt wurden. franke Männer und die Belegung der Heimstätte Malchow mit brust- Der Verlust ist für den Betroffenen, den Studenten des Baufachs Darüber, daß von einem künstlerischen Wert bei den franken Frauen. Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern Standbildern oft nur sehr bedingt gesprochen werden kann, ist der Versammlung, betreffend Arbeitslosigkeit, Dubois, deshalb besonders empfindlich. weil der Ueberzieher eine namentlich auf bürgerlicher Seite seit Jahren soviel geschrieben Berücksichtigung früherer Dienstzeit bei späterer Pensionierung bezw. Arbeit barg, die mit ihren Zeichnungen 2c. die Frucht dreijähriger Studien und Mühen darstellt. worden, daß sich heute jedes Wort der Kritik erübrigt. Es kommt Reliktenversorgung eines Stadtschulrats. Außerdem findet statt: um denn wohl auch mehr der" patriotische" Wert der Siegesallee in 6 Uhr eine gemeinschaftliche Sitzung des Magistrats und der Stadt- Dienstag ein Paletotmarder den Ueberzieher eines Studierenden, Dieb der die Vorlesungen der medizinischen Klinik besuchte. Betracht als der künstlerische. Nun ist es ja allerdings eine Frage, verordneten- Versammlung behufs Vornahme der Wahl von 8 Mitob der Zweck, beim Anblick der Standbilder die monarchischen gliedern und 8 Stellvertretern des Steuer- Ausschusses der Gewerbe- und Ueberzieher wurden aber noch am selben Abend ermittelt. Gefühle zu festigen, im Publikum im Publikum erreicht wird. Unfre Der Festgenommene ist ein ehemaliger Kutscher Herrmann, der in steuerklasse I für den Veranlagungs- Bezirk Berlin für die Zeit ist außerordentlich nüchtern und liebt es, statistische Zahlen bei allen möglichen Anlässen in Betracht zu ziehen. Die Zahl der in Steuerjahre 1902, 1903 und 1904 und eines weiteren Mitgliedes gekommen war und daher so gut Bescheid wußte, daß er sich einder Siegesallee mit einem Denkmal beehrten Fürsten beträgt einige und Stellvertreters zum Zwecke der Veranlagung der Warenhaus schleichen konnte. Beim Versetzen des Ueberziehers gefaßt, gab er die In der Charité stahl am Steuer. dreißig. Hiervon ist die größere Hälfte dem Volte überhaupt nicht an, daß er ihn von einem Unbekannten für 10 M. gekauft habe. in Erinnerung; man weiß nicht, ob Otto der Faule oder Albrecht II. Das Pergamon- Museum wird vom 20. Dezember ab wochen- In seiner Wohnung fand die Kriminalpolizei noch mehrere Ein andrer Marder, der in großen Restau= als Fürst gut, schlecht oder mittelmäßig war. Einzig der Umstand, täglich mit Ausnahme der Montage, dem Publikum zugänglich sein. Pfandscheine. daß sie nach geschichtlicher Ueberlieferung in der Mark über- Au den ersten Feiertagen und am Neujahrstag, Charfreitag, Irationen und Kaffeehäusern sein Unwesen trieb, wurde Unter den Linden festgenommen. Der junge Mann trug einmalige Entschädigung von 625 000 m. ober eine Jahresrente von 1 Stärke der Zeichen überzeugte ihn, daß er noch zehnmal weiter teleCouleurband, um einen etwaigen Verdacht von sich abzulenten, 20 000. auf 6 Jahre, oder die Verlängerung des Vertrages auf graphieren könne. Darum begab er sich nach Neufundland, wo er wenn er irrtümlich an falsche Ueberzieher geriet. Bligschnell unentgeltlichen Anschluß und freie Bemigung des Berliner Druck- bewiesen hat, daß seine Theorie richtig ist. Innerhalb vier estamotierte er Brief- und Cigarrentaschen oder was er sonst fand, rohrs auf weitere 20 Jahre zu verlangen. Die für die Hasenheide Monaten glaubt Marconi durch Errichtung feiner feiner großen aus den ausgesucht feinsten Ueberziehern herans, stedte sie in feinen angestellten Beamten sollen auf Verlangen der Tempelhofer Ge- starken Station in Neufundland für geschäftliche Zwecke eine BerUeberzieher, den er anscheinend immer erst nach längerem Suchen meinde von Berlin übernommen werden. aus der Menge herausfand, und verschwand mit der Beute. In einem Café unter den Linden ertappt, legte er sich auf dem 38. Revier einen falschen Namen bei, bekannte aber vor der Kriminalpolizei, der 24 Jahre alte ehemalige Buchhalter Adolf Wegener zu sein, und räumte 15 derartige Diebstähle ein. Durch einen Sturz in den Keller wurde gestern die 40 Jahre alte Tischlerfrau Anna Götel aus der Oderbergerstraße 48 schwer verlegt. Sie war bei einer Freundin in dem Nachbarhause Nr. 45 zu Besuch und wollte für diese etwas aus dem Keller heraufholen. Dabei fiel sie über die acht Stufen zählende steinerne Wendeltreppe kopfüber in den Keller hinab und zog sich eine schwere Wunde am Hinterkopf und zwei Rippenbrüche zu. Die Rettungswache in der Kastanienallee ließ die Verunglückte mit einem Lückschen Wagen nach dem Krankenhause am Friedrichshain bringen. Gerichts- Beifung. bindung zwischen beiden Hemisphären herstellen zu fönnen. Die Anwälte der Anglo- American Telegraph Company ersuchten Marconi, seine Experimente einzustellen und seine Apparate aus Neufundland zu entfernen, da sie sonst vom obersten Gerichtshof ein Verbot der Fortsetzung feiner Arbeiten erwirten würden. Die Anglo- American Die flagenden Kriegervereine. Gegen die Kriegervereine Company hat in Neufundland ein Monopol für 50 Jahre, das erst richtete sich ein Artikel, der anfangs Juli in der„ Welt am in zwei Jahren abläuft. Dieses Verbot wird wahrscheinlich Marconi Montag" erschien und von dem Schriftsteller Hans Leuß ver- verhindern, seine Versuche heute dem Gouverneur und dem Premier faßt worden war. Eine ganze Anzahl, den verschiedensten Ständen vorzuführen. Marconi wird dann eventuell die Experimente in Neuangehöriger Personen fühlte sich durch den Artikel beleidigt und schottland fortfezen, stellte gegen den Verfasser, sowie gegen den verantwortlichen Re- Eisenbahn- Unfall. Der Greifswalder 8tg." zufolge ist bei dacteur Ludwig von der Welt am Montag" Strafantrag. Der Eldena eine Lokomotive mit zwei Wagen des Kleinbahnzuges entStrafantrag war ferner von dem Vorsitzenden des Bundes der gleist und umgestürzt. Der Heizer, der Lokomotivführer und mehrere Kriegerbereine und des preußischen Verbandes Fahrgäste sind schwer, eine größere Anzahl der letzteren leicht General v. Spig gestellt worden. Gestern fand gegen verlegt. die Genannten die Verhandlung vor der dritten Strafkammer des Briefkasten der Redaktion. wegen an bei Herrn Pfarr hier, Moabit, Butligstr. 10. Ein Hochstapler, der es sogar verstand, seinen Hauswirt an- Landgerichts I statt. Der beanstandete Artikel gipfelte darin, daß die An der Küste von Faraman an der Rhonemündung ist gestern zupumpen, ohne daß er diefem einen Pfennig miete bezahlte, ist der Striegervereine zu politischen Zweden gemißbraucht würden. Solche der Baffagierdampfer„ tleber" durch Strandung in Gefahr geangebliche Rentier b. Wend stern, der zuletzt in der Ebersstr. 91 Mitglieder, die in den Verdacht gerieten, socialdemokrati raten. Die Baffagiere wurden gerettet, der Kapitän hofft, das in Schöneberg wohnte und jetzt von der Staatsanwaltschaft gesucht ichen Ansichten zu huldigen, würden bei den Wahlen Schiff wieder flott zu machen. wird. Der Rentier mit dem adligen Namen mietete vor 9 Monaten beobachtet und aus dem Verein ausgeschloffen. Durch ein eine in der zweiten Etage des genannten Hauses belegene Wohnung, derartiges Verfahren würden Heuchelei und ein widerdie der steinreiche" Mann auf das eleganteste ausstattete. Troß wärtiges Strebertum in den Kriegervereinen großgezogen, feines Vermögens war jedoch der Rentier nicht in der Lage, die es sei durchaus angebracht, diese Mißstände als eine öffentliche Miete sofort zu zahlen, da er flüssiges Geld nicht besaß und bei dem Kalamität zu bezeichnen. Der Angeklagte Leuß behauptete, daß ihm tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners niedrigen Stand der Kurse Wertpapiere ohne bedeutende Verluste eine Beleidigung der Strafantragsteller ferngelegen habe. Natürlich nicht verkaufen konnte. Ja, Herr v. W. geriet derartig in Berlegen- bezögen sich seine Behauptungen nicht auf die Kriegervereine L.- Denkmal. Wir sind darüber nicht unterrichtet. Fragen Sie dess heit, daß er sich nicht einmal etwas zu essen kaufen konnte. Der im allgemeinen, es feien der Fälle, in denen Mitglieder ihrer merkwürdig gutmütige Hauswirt fam gern dem Wunsche feines politischen Gesinnung wegen aus den Bereinen ausgestoßen worden Kuhlmann. Sehen Sie das Adreßbuch ein. Gladbeck S. R. Das Verbreiten von Flugblättern in einem noblen Mieters, ihm eine größere Geldsumme zu leihen, nach. Der feien, aber so zahlreiche, daß er sie unmöglich einzeln habe aufführen Restaurant ist, falls es nicht gewerbsmäßig geschieht, straflos.§ 43 Abs. 5 Rentier mußte ja in der nächsten Zeit wieder flüssiges Geld erhalten können. Staatsanwalt Schmidt hielt die den Kriegervereinen ge- der Gewerbe- Ordnung schreibt vor:" In geschlossenen Räumen ist zur Monaten war v. W. in der Lage, seinem Wirt das Geld überweisen Meinung, daß diese Vereine„ bekanntlich" eine weitverzweigte soviet Hunger- Flugblätter wie Sie wollen und verlangen Sie, falls Sie und wollte dann volle Zahlung leisten. Endlich nach mehreren machten Vorwürfe für schwer beleidigend. Er war ferner der nichtgewerbsmäßigen Verteilung von Druckschriften oder anderen Schriften oder Bildwerken eine Erlaubnis nicht erforderlich". Verbreiten Sie also zu können, und er übergab ihm über den fraglichen Betrag einen Organisation bildeten, in der Vaterlandsliebe, Königstreue und angeklagt werden sollten, der Staatstaffe auch die Ihnen erwachsenden Check auf die Deutsche Bank. Das Papier wurde jedoch nicht wohlthätigkeit gepflegt werden solle. Daß diejenigen Mitglieder, notwendigen Auslagen aufzuerlegen. honoriert, weil v. Wendstern ein Guthaben bei diesem Institut nicht von denen man diese Eigenschaften nicht erwarten tönne, ausscheiden Cl. Dr. W. Nicht Sie, sondern Ihr Vater hätte den Antrag an den besaß. Er gab nunmehr einen Wechsel, der mehrfach prolongiert müßten, sei doch nur natürlich. Der ironische Ton, in dem der Vorstand der Versicherungsanstalt zu unterschreiben, die Postanstalt an wurde und schließlich zum Proteſt ging. Als nun dieser Tage ganze Artikel gehalten sei, laffe ferner nicht daran zweifeln, daß der zuweisen, hier zu zahlen. Solchen Antrag finden Sie Seite 443 Nr. 90 ein Notar an der v. W.'schen Wohnung erschien, war der Angeklagte von einer beleidigenden Absicht geleitet worden sei. Der des„ Arbeiterrechts". Dem Antrag muß stattgegeben werden. Eventuell Acceptant nicht zu Hause, und da er mehrere Tage hin- Staatsanwalt beantragte gegen Leuß eine Gefängnisstrafe von würde Ihr Vater sich an das Reichs- Versicherungsamt mit einer Beschwerde durch nicht gesehen worden war, ließ der inzwischen drei Monaten, zu wenden haben. Albert H. 1. Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Ludwig 300 Mart Geldstrafe. fann ein jeder erstatten. Ihr Verein ist nicht rechtsfähig, kann daher gegen mißtrauisch gewordene Hauseigentümer die Wohnung gewaltfam Der Verteidiger, Justizrat Th. Friedmann, wandte sich Dritte nicht lagen. 2. Sie könnten den Versuch einer Eintragung machen. öffnen. Die Zimmer waren fast vollständig ausgeräumt und nur zunächst gegen das Strafmaß, dessen Höhe eine unerhörte Be E. 2., Lübbenerstraße. 1. E. 2., Lübbenerstraße. 1. Ja. 2 und 3. Nein. 4. Verjährung tritt einige Möbelstücke fanden sich vor. Wie sich nun herausstellte, war schränkung der Breßfreiheit bedeute. Der Artikel selbst enthalte uur in zwei Jahren nach Ablauf des Jahres ein, in dem eine Forderung, die die Einrichtung nicht Eigentum des v. W. geweſen, vielmehr hatte eine berechtigte Kritik. Es sei auch nicht zutreffend, daß dadurch die aus einem Kauf an Waren zum persönlichen Gebrauch entstanden ist, fällig er sie auf Abzahlung aus einem Möbelgeschäft in der Potsdamer- einzelnen Mitglieder der Kriegervereine sich beleidigt fühlen könnten, wird. 5 und 6. Wenden Sie sich an einen Möbelhändler. Scholz. straße entnommen und war natürlich auch hier die Raten schuldig ebenso wenig wie nach der bekannten Entscheidung des Reichs- nichts vereinbart wird, bleibt das, was Eigentum der Frau ist oder wird, Eine Eintragung an Sachen in das Güterrechtsregister giebt es nicht. Falls geblieben. Die Geschädigten haben Anzeige bei der Staatsanwalt gerichts die gesamten Juden sich beleidigt fühlen könnten, wenn der Frau, dem Mann steht aber ein Verwaltungs- und Nießbrauchsrecht zu. schaft erstattet. Da das Verschwinden des Herrn Sentier bisher fie in abfälliger Weise durch die Presse beurteilt würden. Die Dies Verwaltungsrecht, Nießbrauchsrecht fann durch notariellen oder gericht: noch wenig bekannt ist, so dürften sich jedenfalls noch weitere Berfonen Kriegervereine setzten sich aus allen möglichen Berufsklaffen zu- lichen Vertrag ausgeschlossen werden. Einen Entwurf zu einem Bertrag, melden, die ihm zum Opfer gefallen sind. sammen, Generale und Aktenhefter gehörten zu ihren Mitgliedern, der diese und andere für Ehegatten wichtigen Abreden enthält, finden Sie Festgenommen wurde durch die hiesige Kriminalpolizei und die Zahl sämtlicher Mitglieder belaufe sich auf gegen eine Million. auf S. 225 Nr. 22, 23 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Ein ein Mann, welcher im Verdacht steht, den Raub mordversuch Er halte den Strafantrag nicht für berechtigt und beantrage schon Bertrag, nach dem alles, was in der Ehe erworben wird, der Ehefrau allein auf den Vorsteher der Station Schönhauser- Damm und die aus diesem Grunde die Freisprechung. Der Angeklagte Leuß suchte gehören soll, wäre nicht rechtsgültig. Das Arbeiterrecht" finden Sie in den öffentlichen Lesehallen. G. 2., Nieder- Schönhausen. Sie haben recht. Frau des Bahnwärters Nitter in Schönhausen verübt zu haben. in längeren Ausführungen nachzuweisen, daß seine Kritik nicht die 5. M., Nauen. Der Klageweg hätte feine Aussicht auf Erfolg. Der Verhaftete, welcher über seine Persönlichkeit falsche Angaben Grenzen des Erlaubten überschreite. Auch im Reichstage habe man Alt- Moabit 30, 100 000: Ja. G. N. 165. Das nicht eingetragene macht und dessen richtiger Name noch nicht festgestellt werden konnte, die in den Kriegervereinen herrschenden Mißstände zur Sprache Stück Band gehört dem Grundstücksnachbar, wenn er beweisen kann, daß ist vor etwa zehn Tagen in Berlin eingetroffen und hat sich hier gebracht. Er sei der Ueberzeugung, daß nur durch öffent das Stück Acer wie sein Eigentum seit 50 Jahren behandelt ist. Sehr un Robert F..' vagabondierend aufgehalten. Da der Verdächtige über sein Ber- liche Besprechung in der Presse Abhilfe geschaffen werden wahrscheinlich ist aber, daß eine Eintragung nicht vorliegt. Seifheunersdorf. 1. u. 2. Nein. Daß die gerügten Mißstände in mindestens 50 Fällen nicht gezahlt wird, so tritt an deren Stelle Freiheitsstrafe. Die Gerichts: weilen in den Tagen vom 30. November bis zum 3. Dezember feine fönne. 5. R. 79. 1. Wenn die Geldstrafe Angaben zu machen vermag, auf ihn die über den Mordbuben ge- vorgekommen feien, dafür sei er bereit, den Beweis der Wahr- kasse taun ebenso wie jeber aubre Gläubiger pfänden laffen und muß bas gebene Beschreibung genau paßt und er außerdem auch einen Re- heit anzutreten. Seine Anträge feien in diesem Falle allerdings der Pfändung Entzogene( Unentbehrliche) belassen. volver bei sich führte, so rechnet man damit, daß der Verhaftete mit fo umfangreich, daß er sie dem Gerichtshofe nicht auf der Stelle zu dem Räuber identisch sei. Bestärkt wird die Annahme durch den unterbreiten vermöge, sondern hierzu um einige Tage Frist bitte. Umstand, daß der Mörder nachgewiesenermaßen in der Richtung nach Der Gerichtshof beschloß, den Beschluß über die etwa notwendige Berlin entflohen ist. Beweisführung am Montag, den 23. Dezember, mittags 12 Uhr befannt zu geben und stellte dem Angeklagten Leuß anheim, seine Anträge bis dahin einzureichen. Unfall im Cirkus. Im Cirkus Schumann wurde der„ Berl. 8tg." zufolge der Bereiter Starl Jungmann gestern abend in der Reitbahn beim Aufhalten eines Pferdes geschlagen und anscheinend schwer verletzt. " P. 2. 1. Aus den $$ 1215, 688 fg.( Bürgerliches Gesetzbuch) ist abzuleiten, daß der Chef, dew eine Raution gestohlen wird, zum Ersatz der Kaution verpflichtet ist. Ins befondere in Ihrem Fall hätte die Klage Aussicht auf Erfolg. 2. Die Be rufung dürfte aus den im ersten Urteil dargelegten Gründen aussichtslos fein. fann sich nur dann dagegen wenden, wenn es sich um außergewöhnlich geP. S. 10. 1. Sie können in Ihrer Wohnung arbeiten. Der Wirt räuschvolle Arbeiten Handelt. Keineswegs hat der Wirt das Recht, einem Diebstähle au Kunstgegenständen und Antiquitäten Sattlermeister oder einem Schuhmachermeister, der als solcher von ihm wurden dem Handlungsgehilfen May Hahn und dem Küfer Alfred mietet, zu untersagen, in der Mietswohnung sein Gewerbe zu betreiben. Feuerbericht. Die Nacht zum Mittwoch brachte zahlreiche Strüger zur Last gelegt, welche gestern vor der ersten Straf 2. Die Ergänzungssteuer oder Vermögenssteuer ist eine staatliche Steuer, Alarmierungen, so daß der größte Teil der Löschzüge teilweise unter- fammer des Landgerichts 1 standen. Der Tischlermeister Friedrich eine Kommunalsteuer. Sie wird bei einem steuerbaren Vermögen von mehr als 6000 m. erhobent. Die Steuer beträgt bei 6-8000 M. 3 M., bei wegs war. In allen Fällen handelte es sich jedoch um unbedeutende Adam, der sich wegen Hehlerei zu verantworten hatte, sollte den 8-10 000 m. 4 W. Sie erhöht sich so fort bei Steigerung von je 2000 Wt. Brände. Gegen Mitternacht wurde die Wehr gleichzeitig nach drei größten Teil der gestohlenen Gegenstände für einen billigen Preis Rapital um je 1 M., bis bei einem Stapital bis 24 000 M. Gin Kapital verschiedenen Stellen gerufen. Ritterstr. 23 hatten Holzkohlen Feuer an sich gebracht haben. Im Februar d. J. kamen im Wertheim- von 24-28 000 m. steuert 12 M., 28-32 000 m. steuert mit 14 M. und so gefangen, während Schwerinstr. 6 Kleidungsstücke und ein Sofa in chen aufhause auffallend viele Diebstähle an Figuren fort bet Steigerung des Kapitals um je 4000 m. bis zu 60 000 m. ein: einem Mädchengelaß brannten. Reinickendorferstr. 68 war Fett über- bor. Es verschwanden besonders wertvolle Gegenstände von Bronce, höherer Steuerfas von je 2 M., 60-70 000 92. steuern mit 30 M. Die gefocht. Dienstagabend 6 Uhr erfolgte ein Ausrücken nach Admiral- darunter eine Bismardfigur, die mit 150 M. ausgezeichnet war. Der Steuer steigt von da ab bei höheren Vermögen bis einschließlich straße 40a, wo die Strohverpackung in einem Porzellankeller in Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände belief, fich auf faft 1800 M. 200 000. für jede angefangenen 10 000 m. um je 5 M. Bei Vermögen Flammen aufging. Bur selben Zeit mußten Raupachstr. 5 und Thaer beiden ersten Angeklagten zu ermitteln. Sie waren geständig, gaben um je 10 M. Heine. In Deutschland zählt 62,7 Broz. ber Bevölkerung Es gelang nach längerer Zeit, die Diebe in den Personen der bon mehr als 200 000 W. bis einschließlich 220 000 m. beträgt die Steuer 100 M. und steigt bei höheren Vermögen für jede angefangenen 20 000 M. straße 14a unbedeutende Brände beseitigt werden. Gegen 8 Uhr wurde die Wehr nach der Königgrägerstraße gerufen, wo vor dem den dritten Angeschuldigten als ihre Abfazquelle an und verwickelten als evangelisch, 35,7 Broz. als fatholisch. 2. W. 1. Nein. 2. Ja. O. 2. 2. Aus Ihrer Frage erhellt nicht, welcher Fall vorliegt. Die Hause 114 eine Frau von der elektrischen Straßenbahn überfahren auch diesen dadurch in das Verfahren. Es stellte sich heraus, daß war. Die Schwerverletzte wurde nach der Unfallstation gebracht. Hahn und Krüger auch aus dem Gewerbemuseum eine Fälle sind verschieden je nachdem, ob Sie oder ein andrer Vater des Kindes Alarmierungen nach Lindowerstr. 13 und Kolbergerstr. 23 betrafen Pilasterherme entwendet hatten. Sie wiederholten ihr Geständnis sind und ob Sie dem Kinde lediglich Ihren Namen geben oder völlig einem Wohnungsbrände, die aber von der Wehr schnell beseitigt werden vor Gericht. Der Angeklagte Adam bestritt dagegen seine Schuld. ehelichen gleichstellen wollen. Handelt es sich, wie es scheint, nur um fonnten. Außerdem wurde die Wehr noch nach Wilhelmstr. 11, Er führte zu seiner Entlastung an, daß er hochstehende Personen Namensänderung eines von Ihnen nicht erzeugten Kindes Ihrer Frau, so genügt die Zustimmung Ihrer Frau, des Vormundes und Ihre. Die er Friedenstr. 100 und nach der Rigaerstraße gerufen, wo es fich jedoch zu ſeinen Kunden zähle, welche in seinem Geschäft nicht forderlichen Erflärungen können Sie vor dem Standesbeamten, dem Gericht durchweg um unbedeutende Anlässe handelte. nur moderne und altertümliche Möbel kauften, sondern auch oder einem Notar abgeben. Zur Softenersparung ist es ratsam, nicht die dazu passende Gegenstände, welche zur Ausschmückung dienen. gesamte Erklärung von dem Beamten aufnehmen zu lassen, sondern lediglich Es komme häufig vor, daß Diener im Auftrage ihrer Herrschaft der die Unterschriften beglaubigen zu lassen. Gs reicht hierzu das Formular Aus den Nachbarorten. artige Kunstgegenstände zu verkaufen hätten und dies habe er auch Nr. 12 auf S. 221 des dent Arbeiterrecht beigefügten Führers hin, Die angenommen, als er das erste Mal eine Bronzeuhr von Hahn an- andren Fälle sind ebenda S. 43, 44 beschrieben. Das Buch liegt in der Schöneberg. Die Stadtverordneten Sigung am faufte, ohne sich einen genügenden Ausweis über die Persönlichkeit öffentlichen Lesehalle aus.. F. U. 76. Nein. N. O. Brit. Nein. Montag beschloß dem Antrag des Wahlprüfungs- Ausschusses gemäß, des Berläufers vorlegen zu lassen. Alter Abonnent. 1. Sie fönnen eine angemessene Entschädigung ver Später habe er sich dagegen erwachsen die Wahlen des Oberlehrers a. D. Dr. Richter sowie die eine Legitimation vorlegen lassen, die sich allerdings als geflicht sind. 2. Nein. Wolff. 1. Bei der Versteigerung eines Grundstücs wird des Genossen Obst, gegen die Protest erhoben war, fir eriviesen habe. Für seinen guten Glauben spreche auch der Umstand, als geringstes Gebot nur solches zugelassen, durch welches die dem Anspruche ungültig zu erklären. Eine eingehende und interessante Debatte daß er zwei von den erworbenen Gegenständen sofort in feinem des Gläubigers vorhergehenden Rechte und die Kosten gebeckt werden. rief der bereits einem Ausschuß vorgelegene Magistratsantrag hervor, Schaufenster ausgestellt habe. Der als Sachverständiger ver- Betreibt ein Gläubiger, dessen Hypother nach 109 000 m. steht, die Zwangs die Errichtung einer städtischen Gasanstalt in die Wege zu nommene Kunsthändler Lepke begutachtete, daß ber bon versteigerung, so ist das Mindestgebot also 109 000 m. und Kosten. Die in leiten. Stadtv. Hecht wünschte die Angelegenheit in geheimer Sigung dem Angeklagten Adam das Mindestgebot fallenden Hypotheken können nicht ausfallen. 2. Der Teil gezahlte Preis besonderen zu erledigen. Hiergegen wandte sich aber der erste Bürger- Verdacht nicht erregen könne, könne, der Angeklagte des geringsten Gebots, welcher zur Deckung der Kosten und einer Reihe hätte aber Arbeits: meister, so daß der Antragsteller unter allgemeiner Heiterfeit immerhin eine größere Vorsicht anwenden müssen. Der Staats- töhne usw.) bestimmt ist, und der das geringste Gebot übersteigende Betrag besonders bevorzugter Ansprüche( Zwangsverwaltungskosten, seine Absicht aufgeben mußte. Nachdem 11. a. auch Genosse Db stanwalt war der Ansicht, daß Adam sich in zwei Fällen der einfachen des Meistgebots ist von Ersteher im Verteilungstermin bar zu entrichten. die Magistratsvorlage befürwortet hatte, indem er betonte, daß die Hehlerei schuldig gemacht habe und beantragte gegen ihn drei Auf Berlangen ist für ein Zehntel dieses Bargebots und, falls die sosten Kommune sich dann auf lange Zeit der Englischen Gasgesellschaft Monate Buchthaus, gegen Hahn 2 Jahre 3 Monate Zucht- höhere find, in diesem Betrage Zahlung zu leisten. 3. Wenn eine ernſte, verausliefern würde, da nach einem weiteren Vertrage auf 20 Jahre Haus und gegen Krüger ein Jahr Gefängnis. Der Verbindliche Zusage vorlag: ja, Darlehnsversprechen können aber ohne Schadens: es zur Unmöglichkeit würde, die der Gemeinde jezt noch zur teidiger Adams, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, trat für die Frei- ersatzpflicht widerrufen werden, wenn in den Vermögensverhältnissen Verfügung stehenden Ländereien zur Erbauung einer eignen sprechung dieses bisher gänzlich unbescholtenen Mannes ein. Der des Pumplustigen eine wesentliche Verschlechterung eingetreten ist. Gasanstalt zu erhalten, wurde gegen eine Stimme beschlossen: Gerichtshof T. 10. Bestrafung und Nachdienen wäre in dem von Ihnen dar verurteilte Hahn zu einem Jahre sechs Monaten gelegten Fall möglich.- N. M. 17. Die Ausweisung betrifft nur die „ der Magistratsvorlage zur Errichtung einer eignen Gasanstalt und Strüger zu einem Jahre drei Monaten 8uch thaus, sowie den in der Verfügung genannte Person. Von einer Beschwerde wäre in inter Richterneuerung des mit der Englischen Gasanstalt im Jahre 1904 üblichen Nebenstrafen. Der Angeklagte Adam wurde freigesprochen. Ihrem Fall leider nur der Erfolg zu erwarten, daß sich die Sache bis ablaufenden Vertrages zuzustimmen und die Vorbereitung des Anetiva in den Mai hinein verzögert. Die Beschwerde ist an den Ober: kaufs eines für die eigne Gasanstalt erforderlichen Grundstücks einer Die Affaire Milpacher, bei welcher es sich um Erpressungs- präsidenten zu richten, aber bei dem Bolizeipräsidenten abzugeben. Gegen gemischten Deputation, bestehend aus 3 Magistratsmitgliedern und versuche gegen Mitglieder eines deutschen Fürstenhauses handelt, ben ablehnenden Bescheid des Oberpräsidenten ist sodann klage beim Oberwurde gestern noch einmal vor der dritten Straffammer des Land- Verwaltungsgericht zulässig. 6 Stadtverordneten, zu übertragen. M. W., Reinickendorf. 1. Nein. 2. Ja. Gine andre, sehr wichtige Angelegenheit betraf die Errichtung gerichts I aufgerollt. Einer der Mitangeklagten, der Zimmereines statistischen Amtes zum 1. April 1902 in Verbindung bermieter Eger, war seiner Zeit zu 6 Monaten Gefängnis unter mit dem Melde- und Wahlbureau. Bezüglich der Wohnungs- Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft verurteilt worden. statistik sollen die in Berlin und Charlottenburg bereits in Rechtsanwalt Dr. Schwindt hatte für ihn die Revision eingelegt, Geltung befindlichen Fragebogen benutzt werden. Die Erhebung welche das Reichsgericht aus formalen Gründen als berechtigt anüber leerstehende Wohnungen soll alljährlich im Mai und November, erkannte. Auch die gestrige Verhandlung fand unter Ausschluß der die über Neu- und Umbauten alljährlich im Januar stattfinden. Deffentlichkeit statt und hatte das Ergebnis, daß Eger wiederum zu Dem Antrage, betr. Bewilligung von 1000 M. für die sächlichen 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Kosten und 1500 M. für einen im Nebenamt anzustellenden wissenschaftlichen Hilfsarbeiter, wurde gegen vier Stimmen zugestimmt. Vermischtes. einen langen, falls durch die Aufnahme der Frau Ihnen Mehrkoften Witterungsübersicht vom 18. Dezember 1901. morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm WindBunz Windstärke Wetter 2 bedeckt Temp. n. 6. 5° 64° R. Stationen Barometer: stand mm QUI 875 -3 paparanda 766 Stin rigtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 6° 6.4° R. heiter 21 -8 Betersburg 764 SW 1 bedeckt -5 Cort 744 WSW 3hlb.bed. -8 Aberdeen -6 751 2bedeckt 5 Swinembe 752SO Hamburg 749 SO 4 Dunst Berlin 751SO 2 bedeckt Frantf./M. 752 SSW 2bedeckt Mit der Frage der Eingemeindung der Hasenheide be München 749 52 4Nebel-3 Baris schäftigte sich die Gemeindevertretung von Tempelhof in ihrer letzten Marconis neueste Experimente. Den„ Times" wird aus Wien 750 S 1 bedeckt Sigung. Der Tempelhofer Teil der Hasenheide, welcher Berlin ein St. Johns( Neufundland) gemeldet: Marconi versichert, die Zeichen, Wetter- Prognose für Donnerstag, den 19. Dezember 1901. verleibt werden soll, zählt zur Zeit 2300 Einwohner und liefert die er am Donnerstag und Freitag vernahm, waren deutlich und Etwas tälter, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Schneefällen einen Reinertrag von 25 000 m. an jährlichen Abgaben. Die Ge- unzweideutig. Ehe Marconi aus England abreifte, telegraphierte er und ziemlich frischen nördlichen Winden. meindevertretung beschloß deshalb, von Berlin entweder eine ein- 225 englische Meilen weit zwischen Boldhu und Crookhaven. Die Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin