Mr. 297. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit tuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. te Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Kolonete geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Kleinbauern und Zölle. II. Was muß der Bauer, dessen Besitzstand wir in dem ersten Artikel zeichneten, an Futtermitteln für seinen Biehbestand hinzukaufen? Stellen wir zunächst fest, wie viel Vich für die Berechnung in Betracht kommt. Angenommen, daß die Schweine gänzlich von den Abfällen aus der Haushaltung und dem Gemüsegarten erhalten werden, bleiben vier Kühe und ein Ochse. Von diesen bedarf der Ochse etwas als mehr Futter eine Milchkuh, eine der Kühe wie wir später sehen, kauft unser Bauer jedes Jahr ein Stück Jungvieh an und verkauft dafür die fetteste Kuh dagegen etwas weniger, wir können also 5 Stück Großvieh rechnen. " Freitag, den 20. Dezember 1901. Dagegen stellt sich die Mehreinnahme infolge der Zollerhöhungen, wenn wir annehmen, daß der Bauer jährlich eines der Schweine für seinen eignen Haushalt schlachtet und das andre verkauft( wogegen er zwei Ferkel zurückauft), und daß er ferner jährlich die fetteste Kuh verkauft und dafür ein Stück Inngvieh anschafft, folgendermaßen: 1. Mehrerlös aus 17 Centner Weizen( Spannung 2 M.) 2. Mehrerlös aus dem verkauften Schwein, wenn man dessen Lebendgewicht mit 3 Centner ansetzt 3. Mehrerlös aus der verkauften Kuh, wenn man die Preissteigerung für Jungvieh mit in Rechnung stellt.. 34 M. = 9 7 " Sa. 50 M. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Konservativer Kampf. Die Beschlagnahme der socialdemo fratischen Weihnachtszeitung versetzt die" Kons. Korresp." in tanmeludes Entzücken; fie schreibt: Dem Vorgehen der Behörden gegen die unerhörte Verhegung wird allenthalben mit Genugthuung begrüßt werden. Schon das bekannte, von der Socialdemokratie in Millionen von Exemplaren im Bolke verbreitete Flugblatt:„ Die Besteuerung des Hungers" hätte ein Vorgehen auf Grund des Strafgesetzbuches gerechtfertigt; denn dessen Inhalt verstößt ungweifelhaft gegen den § 181, worin derjenige mit Strafe bedroht wird, der erdichtete oder entstellte Thatsachen, wissend, daß sie erdichtet oder entstellt find, öffentlich behauptet oder verbreitet, um dadurch Staatseinrichtungen oder Anordnungen der Behörden verächtlich zu machen." Wie ist die Arbeitslosigkeit zu beseitigen? Die Konservative Korrespondenz" weiß die unfehlbare einfache Lösung des Problems: Der Staatsanwalt hat jede Klage der Arbeitslofen zu ersticken und jede Schilderung des Arbeitslosenelendes zu konfiscieren. Demnach erleidet unser Bauer, wenn die geplanten Die Frage, was zu dem in der vorigen Nummer des Bollerhöhungen Gefehkraft erlangen, gegenüber dem Vorwärts" aufgezählten Futtervorrat hinzugekauft werden feigen Zustand einen Schaden von 30 Mark. In WirkWie ist der Kornwucher zu sichern? Der Staatsanwalt beschlagmuß zur rationellen Ernährung dieses Viehbestandes, dürfte lichkeit stellt sich dieser aber beträchtlich höher, denn wir haben nahme jede Flugschrift, die den Wucher Wucher nennt. Es ist nichts Neues, daß die Konservativen aus eigner Befähigung von Landwirten verschiedener deutscher Gegenden ziemlich ver- nicht nur eine überdurchschnittliche Güte und Ertragsfähigkeit schieden beantwortet werden. Nicht nur wird in der einen seiner Ackerfläche angenommen, sondern auch sonst überall bei nichts gegen die Socialdemokratie ausrichten zu können sich bewußt Gegend diesen, in einer andren jenen Futtermitteln der der Berechnung die den agrarischen Behauptungen günstigsten sind; daher ist der Staatsanwalt ihre einzige Rettungshoffnung. Ist die Er. Hoffentlich hat die„ Kons. Korresp." den Staatsanwalt nicht zu schwer Vorzug gegeben, je nach den besonderen lokalen Markt. Verhältniszahlen zu Grunde gelegt. gekränkt, indem sie den Vorwurf bisheriger Pflichtvergessenheit gegen verhältnissen und den überlieferten Gewohnheiten, sondern tragsfähigkeit eine geringere, wird durch über der Socialdemokratie gegen ihn erhebt. auch betreffs der Menge werden Meinungsverschiedenheiten Sie Biehhaltung im Verhältnis zur Ader. Mißernten der Futterzutauf erhöht, ist auftauchen, wie denn auch die Ansprüche an den Fleisch- fläche eine noch ausgedehntere, so berWie Bombardements gemacht werden. gehalt des Viehes und an die Qualität der Milchprodukte infläche eine Der von uns auf Grund der Tagebuch- Aufzeichnungen geführte den einzelnen Gegenden recht verschiedene sind. In Bayern durch die beabsichtigten Zollerhöhungen Nonsens als eine überflüssige Barbarei gewesen, hat den Teil der Sen einzelnen Gegenden recht verschiedene sind. In Bayern größert sich dementsprechend auch der dem Bauer Nachweis, daß das Bombardement von Paris sowohl ein militärischer wird durchweg gutes Vieh gezogen. Um einer langen Auseinandersetzung zu entgehen, halten zugefügte Schaden. Bekanntlich aber ist in vielen Breffe natürlich mächtig geärgert, der es als seine Aufgabe betrachtet, wir uns am besten an die von den wissenschaftlichen Autori- Gegenden, z. B. im Oldenburgischen, manchen Kreisen höfische und andre Heroenlegenden sorgsam zu konservieren. Die täten aufgestellten Normen. Professor G. Strafft schreibt weit größere, als wie die bayrischen Durchschnittsziffern dar- Hauptfache auf tindisches Schimpfen, fie verzichtete meist auch nur auf den Hannovers, Schleswigs usw. die Viehhaltung eine Bolemit gegen unsre Ausführungen beschränkte sich freilich in der darüber in seiner Betriebslehre", V. Aufl., S. 52 thun, besonders wenn man nicht, wie im Vorstehenden ge Versuch, die Unrichtigkeit unserer Beweisführung darzuthum. ( vergl. auch dessen„ Tierzuchtlehre", S. 123): Nur die Münchener Allgemeine Zeitung" macht in ihrer letzten „ Das Lebendgewicht eines Stückes Großvieh wird zu 5 Doppel- fchehen ist, die Untersuchung auf die kleinbäuerlichen Betriebe Nummer einen derartigen Versuch, der freilich auch schrecklich genug centneru 500 Kilogramm angenommen. Nach den Nährstoff von 4-5 Hektar beschränkt, sondern die von 5-10 Hektar ausgefallen ist. Sie kommt uns zunächst mit der schon von Bismarc normen für Milchkühe entfallen für 5 Doppelcentner Lebendgewicht mit heranzieht. aufgeworfenen Frage, ob die Greuel der Kommune in im täglichen Futter durchschnittlich 12,5 Kilogramm Trodenfubstanz, Nun werden vielleicht die agrarischen Wortführer einwenden: Paris zum Ausbruch gekommen sein würden, wenn nicht die 1,3 Kilogramm stickstoffhaltige Nährstoffe und 6,5 stickstofffreie Aber hat denn nicht der Bauer einen weiteren Vorteil aus Hungerzeit das Freiwerden der anarchistischen Wildheit vorbereitet Nährstoffe oder jährlich 45,6 Doppelcentner Trockensubstanz, den Butter- und Käsezollerhöhungen?" Gewiß, wenn er Kommunebewegung, die die Münchener Allgemeine ihrem Nationalheros hatte". Die ebenso tindische wie verläumderische Darstellung der 4,7 Doppelcentner ftidstoffhaltige und 24 Doppelcentner stidstoff nicht die Milch frisch nach der Stadt liefert, sondern Butter nachplappert, mag hier völlig aus dem Spiel bleiben: aber hat freie Nährstoffe. Der Futterbedarf eines Stüdes Jungvich ist und Käse produziert, hat er auch von diesen Bollsteigerungen denn das Bombardement die Hungerzeit der Belagerung abgekürzt, durchschnittlich halb so groß, eines Schafes 0,1 mal so groß, als einen Vorteil. Dieser Vorteil wird aber mehr als reichlich aus- oder hätte eine früher einsetzende Beschießung diesen Effekt erzielen der einer Kuh zu 5 Doppelcentner Lebendgewicht; ein Stüd Jungvieh ist daher zu 0,5, ein Kalb zu 0,2, ein Schaf zu 0,1, ein geglichen durch die neuen Zölle bezw. Zollerhöhungen auf fönnen? Graf Blumenthal fonstatiert zu buzenden Malen die Schwein zu 0,2 und ein Pferd zu 1-1,15 Stid Großvieh zu lee- und Grassaat, auf Raps und Rübsen, Hafer, auf Nutz- unzulänglichkeit seines Geschü3 partes und die Er holz 2c., auf landwirtschaftliche Maschinen, eiserne Werkzeuge folglosigkeit des Bombardements. Selbst die Kreuz- 8tg." Legen wir der Berechnung diese keineswegs übertriebenen, und allerlei andre Bedürfnisse der bäuerlichen Wirtschaft. gesteht zu, daß die Beschießung nur gegen den Mont Avront sondern durchaus normalen Anforderungen zu Grunde, so er- Wenn demnach die Vereine viehzüchtender Bauern, wie Erfolg gehabt habe, daß sie aber gänzlich gescheitert" sei, giebt sich sofort, daß neben Heu, Luzerne 2c., vor allem noch der württembergische Bauernbund, der Bauernverein" Nordost", autämpfen". Also das Bombardement hat die Belagerung nicht „ als es hieß, die Forts Issy usw. mit Artillerie allein nieder eine ziemliche Portion Kraftfutter hinzugeschafft werden muß. der Schußverband mecklenburgischer Landwirte", die Land- zu verkürzen vermocht. Eine frühere Eröffnung des Bombardements Durch Stroh, Heu und Kartoffelfütterung wird kein Rindvieh wirte des Großherzogtums Oldenburg, gegen die Zoll- war aber gar nicht möglich, weil selbst der unzulängliche fett und ebensowenig eine große Milchergiebigkeit erzielt( das erhöhungen auf Futtermittel Stellung genommen haben und Geschützpart, aus dem man im Januar das Bombardement unters Wiesenheu enthält etwa 51/3 Proz. Protein und 1 Proz. Fett, größtenteils lieber auf die ganzen Viehzölle und Zoll- hielt, erst im Dezember mit Mühe und Not herau das Stroh hat nur ungefähr den halben Nährwert des Heus), erhöhungen auf tierische Produkte verzichten, als sich durch Ver- geschafft werden konnte. von den 11 Doppelcentnern Futtergerſte aber kommt auf das teuerung der Futtermittel ihre Produktionskosten höher schrauben die Eröffnung des Bombardements von den Cernierungstruppen Weiter beruft sich das Münchener Blatt auf Roon, demzufolge einzelne Rind pro Tag noch nicht 14 Pfund. lassen wollen, so ist das leicht begreiflich. Verwunderlich ist mit Jubel aufgenommen worden sei. Möglich, daß ein Teil der Soll den obigen Nährstoff- Normen entsprochen und zu- nur, daß dieser Widerstand der Kleinbauern gegen die ihnen Truppen fich langweilt, gleich jenem Offizier, von dem ein andrer gleich auf Verdaulichkeit des Futters gehalten werden, dann zugedachten famosen Wohlthaten ein nicht weit ausgedehnterer Offizier fürzlich in der Zukunft" erzählte, daß er aus purem müssen hinzugekauft werden: ist; aber der Druck der Großen hält auch dort die Kleinen Beitvertreib während der Belagerung Franzosen runter, und zudem fehlt dem kleinen Bauern die Berechnung. geschoffen habe, wie man Hasen schießt. Diese Leute Von den Agitatoren des Bundes der Landwirte wird ihm empfanden das Bedürfnis, der Stadt irgendwelchen Schaden zuzus nur erzählt, die Vieh, Milch-, Butter- und Eierpreise usw. fügen. Aber rechtfertigte dies Bedürfnis eine ebenso inhumane wie, würden steigen; welchen Nachteil auf der anderen Seite der um mit Blumenthal zu sprechen, blutdürftige",„ blamable" und neue Zolltarif ihm bringt, davon weiß er nur selten etwas. fähnrichsmäßige" Beſchießung? rechnen". ca. 20-25 Doppelcentner Futtergerste und Futterroggen. 20 " 20 " 80 " 60 " 15-20 " Mais. Wicken, Bohnen, Lupinen 2c. Futterrüben, Kartoffeln 2c. Wiesenhen und Luzerne. Delfuchen, Kleie 2c. " Politische Nebericht. Berlin, den 19. Dezember. v. Alten. " " " Nein, Moltke nicht weniger als Blumenthal und alle militärischen Sachverständigen waren gegen das Bombardement, sie wurden erst durch Bismarcks fortwährende Anbohrungen und durch die strupellosen Bearbeitungsmanöver, durch die er den König auf seine Seite brachte, zur Nachgiebigkeit veranlaßt. Es bleibt also schon dabei, daß es sich weder um eine militärische noch um eine„ politische" Notwendigkeit, sondern nur um eine brutale Marotte Bismards handelte. Der Wahlkampf in Wittenberg- Schweinit Selbst dann entspricht die Fütterung noch nicht ganz der aufgestellten Forderung. Natürlich steht es dem Bauer frei, im einzelnen eine andre Auswahl zu treffen, z. B. anstatt des Futterrogens Gerste, oder anstatt der Gerste ein größeres Quantum Mais zu nehmen. Letzterer ist noch nahrhafter, als Gerste, Roggen 2c. und wird deshalb in steigendem Maße in Deutschland zur Verfütterung an das Vieh eingeführt; 1895 betrug die Einfuhr in Deutschland erst 51, im letzten Jahr schiedsgesuches des Generallieutenants v. Alten, Kommandeurs der hat seinen Höhepunkt erreicht. Die Liberalen fönnen nicht mehr Das Militär- Wochenblatt" meldet die Genehmigung des Ab( 1900) bereits 129 Millionen Mart. 2. Division und Gerichtsherrn im Gumbinner Krofigt an Agitation leisten die Konservativen wollen überhaupt Berechnen wir nun, welche Mehrausgabe dem prozeß. Bauer, wenn der neue Zolltarif Annahme finden sollte, aus Einige liberale Blätter feiern den Raiser, daß er durch die nichts- Oeffentliches- leisten, und unfre Parteigenossen thun, diesem Futterankauf erwächst. Der Bund der Landwirte will Verabschiedung v. Altens der öffentlichen Meinung Rechnung getragen was nur irgend in ihren Sträften steht. So wie diesmal ist der Wahlkreis noch nie bearbeitet worden. Für uns ist es in seiner Besorgtheit um die Interessen der viehhaltenden habe und es könnte ferner scheinen, als dürfe diese Verabschiedung fast jungfräulicher Boden. Mit Ausnahme der Städte Kleinbauern bekanntlich auch Stroh, Heu, Klee, Karein günstiges Omen für das weitere Geschick des noch immer das Wittenberg und Herzberg ist von einer Bewegung außer toffeln, Aleie 2c. mit Böllen belegt wissen, und Urteil des Reichsmilitärgerichts erwartenden, zum Tode verhalb des Wahlkampfes nirgends etwas zu spüren. Wenn thatsächlich forderte der vom Ministerium des Innern urteilten Unteroffiziers Marten bedeuten. in folgsamer Anbequemung an die junkerlichen Wünsche her- Erachtens vorsichtig sein. Es ist in der Erinnerung, daß v. Alten, blätter angewiesen! Und nun dieser Wahlkampf! Was man früher Man sollte aber in der Beurteilung dieser Verabschiedung unsers wir nicht ab und zu einen Kalender oder ein Flugblatt verteilen, ist die Bevölkerung des ganzen Kreises auf die Lektüre der Kreis. gestellte Tarif denn auch für Kleie, Delfuchen, seste Del- nachdem längst sein von der öffentlichen Meinung schwer getadeltes für unmöglich gehalten hätte, geschieht: In die schwärzesten" Nester rückstände einen Zoll von 1 M. pro Doppelcentner; dem Verfahren bei der Inhafthaltung Hickels und bei der Berufung gegen bringt die Stimme Bundesrat scheint aber dieser Unsinn doch allzuweit gegangen den Freispruch für Warten in erster Instanz bekannt war, durch haben wir insgesamt sechs bis acht Versammlungen abgehalten, bringt die Stimme des focialdemokratischen Redners. 1898 zu sein, wenigstens hat er nachträglich die be einen hohen Orden ausgezeichnet worden ist. Damals war Als also die Stellung des Generallieutenants noch durchaus un allein fünf Versammlungen abgehalten. Am Montag und Dienstag und nur in Städten. Diesmal haben wir am verflossenen Sonntag treffenden 8ollsäte wieder gestrichen. Warum ihn nun doch ein jähes Geschick trifft, ist nicht Artikel, welche mit Zollerhöhungen bedacht sind, kommen daher erschüttert. Warum ihn nun doch ein jähes Geſchick trifft, ist nicht nur Futtergerſte und Roggen, Mais, Widen und Bohnen in Be- sicher zu erkennen. Man hat davon gesprochen, daß v. Alten an dem je zwei, am Mittwoch vier Bersammlungen, ohne die vorhergehenden. Für Donnerstag, am Tage vor der Wahl, sind auch noch drei VerDuellfall in Insterburg einen Anteil batte und es ist möglich, daß tracht. Bei Gerste und Roggen beträgt die Spannung zwischen hieraus die Ungnade des Kaisers erwuchs. Allerdings fällt auch, wenn ſammlungen angesezt. Und dabei haben wir in Wittenberg und dem bisherigen Vertragssatz und dem geforderten Mindestfak wir nicht irren, nach jener Ordensauszeichnung die Aufdeckung der völlig erzberg nur Gaststuben, aber keinen Saal! 1 M. refp. 1,50 M., bei Mais zwischen dem jezigen und dem gefezwidrigen Besetzung des Ober- Kriegsgerichts, das Warten zum Lande statt, in Orten, wo nie ein freies Wort gesprochen werden Die meisten Bersammlungen finden auf dem platten in den Tarif eingestellten allgemeinen Satz 2 W., bei Bohnen Lode verurteilte. Sollte diefes lettere Geschehnis den Anlaß zur durfte. Während also in den beiden größeren Städten die Agitation und Wicken 0,50 M. Demnach ergiebt sich eine Mehr- Verabschiedung v. Altens gegeben haben, so wäre er als ein Opfer nicht in gewünschtem Maße betrieben werden kann, ist das auf ausgabe für: der neuen Militärstrafgerichts- Ordnung gefallen, die dem GerichtsHerrn Aufgaben zuweist, die für einen militärischen Kommandeur unmöglich zu bewältigen sind. Durch die Beseitigung des einen Gerichtsherrn wird das Juftitut des Gerichtsherrn nicht gebessert. Futtergerste und Roggen von ca. 30 M. Mais. Wicken und Bohnen. 40 " 10 " " ca. 80 M. 9 dem Lande um so mehr der Fall. Die Bevölkerung zeigt sich auch blätter werden mit wahrer Begierde aufgenommen. Die Land überaus empfänglich für die Worte unsrer Redner, und unsre Flugbevölkerung scheint es nun endlich und gründlich satt zu haben, sich von den Junkern nasführen zu lassen. Am Sonntag wurde ein zweites Flugblatt verbreitet, welches fich wesentlich mit dem Liberalismus beschäftigt und ein drittes soll am Tage vor der Wahl, und am Wahltage selbst vor 10 Uhr morgens noch verbreitet werden. -Nach dem Spahu Dr. Müller. Der Frif. 3tg." wird aus Hoffentlich erlebt das Centrum an seinem Paritäts- Philosophen mehr Freude, als an dem jungen Spahn. Die jetzige Stellung des neuen Professors der katholischen Philosophie bürgt ja für eine allen jugendlichen Seitensprüngen abgeneigte, abgeklärte Solidität. " Die nicht wörtlich zu nehmende Anfreizung. Er wurde freiAusland. Destreich- Ungarn. und es für überweisen, erklärten sich nur 11 socialdemokratische Vertreter, worauf und der Gesamtheit Wohle gewandert sind. Auch Bischof sich das Kollegium mit allen gegen eine Stimme der Resolution der Ketteler empfahl in feiner Schrift Arbeiterfrage und Ausschüsse anschloß. Christentum sehr warm die genossenschaftliche Vereinigung der Arbeiter. Aber was fümmert das diesen so autoritätsgläubigen Herren? Eine Eeftion von Centrumswählern macht Miene, rebellisch Vor dem Verliner Landgericht II stand am Donnerstag zu werden und da wird einfach kommandiert: Socialpolitik Straßburg depeschiert: Wie dem klerikalen„ Elsäsi. Kur." von zu wieder der Dreichgraf aus Klein- Tichirne wegen Vergehens halt! Im übrigen lautet eine der neuerdings beliebtesten Redewendungen berfäffiger Seite gemeldet wird, ist die Ernennung des bisherigen gegen§ 130 des Strafgesegbuchs( Aufreizung verschiedener Gesell- der katholischen Arbeiterführer in der Polemik:„ Die Socialdemo Lehrers am katholischen Priesterseminar in Straßburg, Profeffor Schaftstlaffen zu Gewaltthätigkeiten gegen einander). Der deutsch- kratie ist nicht die wahre Vertreterin der Arbeiterinteressen, weil die Dr. Müller, zum Professor der Philosophie an der Universität Straß- nationale Reformverein hatte am 24. Juli und am 15. September meisten Socialdemokraten Gegner der Genossenschaften sind." burg mit Bestimmtheit zu erwarten. vorigen Jahres je eine Versammlung veranstaltet, in welcher Graf Da nun das Centrum im Interesse der Kleinkrämer die Ges Bücffer seine bekannten Straftworte gegen die Juden unter die nossenschaftsbewegung nicht mag, so ergiebt sich hieraus die SchlußAnwesenden schleuderte. Am 19. Februar d. Js. hatte er sich des folgerung von selbst. halb vor dem Landgericht I zu verantworten. gesprochen, nachdem zwei Polizeilieutenants bekundet hatten, daß Polen Bekämpfang. Nach Angabe der„ Posener Neuteft. Nachr." ihrer Auffassung nach sich der Angeklagte nur bildlich aus ist ein Seminarist aus dem Lehrerseminar zu Paradies plöglich ent- gedrückt habe. Derselbe habe die christliche Bevölkerung nur auflaffen worden. Er hatte in einem Aufsatz: Wie erzieht die Schule rufen wollen zum Kampfe gegen das Judentum. Eine Auf- Beseitigung des Duellvorrechts. Der Gemeinderat von zur Wahrheitsliebe?" angedeutet, daß es ihm in seiner Schule jetzt reizung fei nicht zu bemerken gewesen, denn die Anwesenden Budapest beschloß, die Regierung dringlich zu ersuchen, durch eine unmöglich sein werde, die polnischen Kinder zum Patriotismus zu hätten zu den Ausführungen nur gelacht. Die Staats- novellarische Verfügung das Duell erziehen. Drei Seminaristen, bei denen Schriften in polnischer anwaltschaft legte Revision ein und das Reichsgericht ent- aus dem Straf- Gesetzbuch zu eliges Délitt Sprache über polnische Litteratur und Geschichte gefunden find, schied dahin, daß eine Verkennung des Begriffs der Aufreizung eine gewöhnliche strafbare Handlung zu erklären. wurden zur Abgangsprüfung nicht zugelaffen. feitens des Vorderrichters stattgefunden habe. Es tomme nicht darauf an, ob die in der Versammlung anwesende christliche Be die Frankreich. völkerung das Gefühl der Aufreizung gehabt habe, sondern darauf, Der Finanzminister legte gestern der Budgetkommission ein ob die Angehörigen andrer Religionsgemeinschaften zu der Be- vollständig revidiertes Budget vor, worin das Deficit durch fürchtung gelangen konnten, daß durch derartige Reden die all- Ersparnisse und Einstellung von Mehreinnahmen in den verschiedenen gemeine Rechtssicherheit im Staate erschüttert werden könne. Refforts, sowie durch eine Emission für die zu bestreitende EisenDas erste Urteil wurde aufgehoben und die Sache in bahn- Garantie ausgeglichen ist." die Vorinstanz zurückverwiesen, jedoch an ein andres Gericht Italien. und zwar an das Landgericht II. In der heutigen Ver- Zum Gewaltstreich der Kammermehrheit gegen Ferri teilt Leipzig, 18. Dezember. Die herrschende Arbeitslosighandlung wiederholten die beiden Polizeilieutenants ihre früheren uns unser römischer Korrespondent noch einen Umstand mit, der das Teit beschäftigte geſtern abend den Rat der Stadt Leipzig. Das das Berhalten des Angeklagten zu illuſtrieren. Derselbe hat eine Vorgehen der Kammer und des Kammerpräsidenten Ferri gegenüber hiesige Gewerkschaftskartell hatte auf Grund umfassender Erhebungen eine erschreckende Verbreitung der Arbeitslosigkeit in Leipzig feit- Versammlung am 10. Dezember v. J. überwacht und gab num an, noch als ungerechtfertigter erscheinen läßt, als es ohnehin bereits ergestellt und war an den Rat der Stadt mit mehreren Anträgen er habe den Angeklagten während des Vortrages unterbrochen und schien. In der Montagssigung forderte bekanntlich der Präsident herangetreten, welche gestern das Plenum der Stadtverordneten- denselben aufgefordert, fich gemäßigter auszudrücken, der An- Ferri auf, feine Aeußerungen, die er am Sonnabend gemacht hatte, Versammlung beschäftigten. Die hauptsächlichsten Forderungen der geklagte habe aber erst recht scharf gesprochen und da habe er zurückzunehmen. Als Ferri sich dessen weigerte, verhängte der organisierten Arbeiterschaft an die Stadt waren: schnelle Jnangriffnahme die Versammlung aufgelöst. Der Staatsanwaltsrat Sachse Präsident auf fünf Tage über ihn die Censur. Ferri weigerte sich sämtlicher städtischen Bauten, Verkürzung der Arbeitszeit in allen beantragte 300 Mark Geldstrafe. Der Verteidiger erfuchte jedoch, die Stammer zu verlassen, weil ihm geschäftsordnungsmäßig städtischen Betrieben, Uebernahme aller städtischen Arbeiten in eigene um Freisprechung, weil der Angeklagte nur bildlich gesprochen habe. das Recht zustehe, zu dem Antrag auf Verhängung der Censur zu Regie, Entlohnung der Notstandsarbeiten nach den üblichen Lohn- Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. Der Angeklagte fäßen und eventuell pekuniäre Unterstützung aus den Mitteln der ei nicht wörtlich zu nehmen; er habe nicht gemeint, daß sprechen und ihm von dem Präsidenten hierzu das Wort nicht erteilt Stadt an solche Arbeiter, welche nachweislich keine Arbeit finden können, die christliche Bevölkerung wirklich mit Gewaltthätigkeiten gegen das worden fei. Der Präfident forrigierte sein ungerechtfertigtes Vorohne daß diese Unterstützung als Armemunterstützung gelten sollte. Judentum vorgehen solle, er habe nur zu einem energischen Stampfe gehen damit, daß er die Eizung aufhob! In der allgemeinen Aussprache der Ausschüsse war das Vorhandensein gegen das Judentum auffordern wollen. Außerdem habe er vor einer allgemeinen Arbeitslosigkeit sowie auch eine bedingte Ver- einem gebildeten Publikum gesprochen, welches wußte, wie es den pflichtung der Stadt, zur Milderung dieses Notstandes beizutragen, Redner aufzufassen hatte. anerkannt und daher die möglichste Förderung aller in Ausführung begriffenen städtischen Arbeiten zugesagt worden. Der allgemeinen Verkürzung der Arbeitszeit stand man aus technischen Gründen sowie Die" Post" erklärt, alle bisherigen Maßregeln gegen die Bolen genügen nicht, der Landtag müsse baldigst eine große Attion einleiten. Man ist also, trotz aller schlechten Erfahrungen der bisherigen Germanisierungspolitik, verblendet genug, auf denselben unheilvollen Wegen weiter zu gehen. Der Erfolg" wird nicht fehlen. " Arbeitslosigkeit in Leipzig. Aussagen; außerdem war Bolizeilieutenant v. Sanden geladen, um Centrumsjorgen. Aus München wird uns berichtet: " England. Die Resonanz der Rede Roseberys. London, 17. Dezember. Beinahe die ganze englische Presse betrachtet Roseberys Rede als eine oratorische Leistung von der größten politischen Bedeutung. Ueber ihren Zweck und Nutzen sind wegen der Rückwirkung einer solchen Maßregel auf die Konkurrenz Bor furzem verschickten die hiesigen christlichen Arbeiterführer indes die Meinungen geteilt. Die am meisten gelesenen Blätter der Privatbetriebe bedenklich gegenüber; die eventuelle Unter ein vertrauliches Cirkular an die Vorstände der einzelnen christ: Londons:" Daily Mail"," Daily Expreß"," Daily Chronicle", ftügung der Arbeitslosen mit Geldmitteln wurde direkt lichent Gewerkschaften, das eine Instruktion gab für die abgelehnt und nur die Bezahlung der Notstandsarbeiten Agitation für den Konsumverein. Das Schriftstück empfahl den Daily Telegraph"," Daily Graphic" und" Morning Post" sind der nach üblichen Lohnsätzen anerkannt. Von socialdemokratischer Seite Herren Vorständen, diese Agitation möglichst geheim zu betreiben, Ansicht, daß Rosebery sich dem Lande als Führer einer im Werden wurde im Plenum auf den Umfang der Arbeitslosigkeit hingewiesen. Damit die zahlreichen kleinen Geschäftsleute, die uns in der begriffenen Partei vorstellte. Den nüchternsten Ausdruck dieser neuen Bemerkenswert waren die hierfür angeführten Zahlen: bei der Gesinnung nahe stehen", nicht vor den Kopf gestoßen würden. Partei giebt das„ Daily Chronicle":" Eine neue Partei formiert sich Leipziger Orts- Krankenkasse ist, statt des üblichen jährlichen Zu- Das Cirkular fiel in die Hände der„ Münchner Post" und wurde von mit der Losung: nationale Tüchtigkeit, sociale Reform und ein weiter wachses von rund 10 000 Arbeitern, ein Rückgang von 3661 Wit- dieser veröffentlicht. Auf diesem Wege fam es wohl auch zur Kenntnis Patriotismus". Der weite Patriotismus ist eine beschönigende Redegliedern festzustellen, und das, obwohl 3351 arbeitslose Arbeiter ihre des fath. Volksvereins St. Paul, einer der zahlreichen bürgerlichen Bezirks- figur für Imperialismus. Die„ Times" sprechen ihre Bewunderung freiwillige Mitgliedschaft fortsetzen. Dabei hat die Anzahl der Centrumsorganisationen. In dem Verein fitzt auch als vergnügtes aus für Rosebery, den Staatsmann und Patrioten, meinen indes, weiblichen Mitglieder noch 1111 769 zugenommen; Mitglied der Antisemitenhäuptling und Agitator für den Bund der daß seine Rede ohne Einfluß bleiben werde. Unzufrieden und abder Rückgang der männlichen Arbeiter würde sonst 4791 be- Landwirte, Herr Wenng. Dieser Herr nimmt geschickt jeden tragen; es ist also auf eine starke Heranziehung der Anlaß wahr, wo er dem Centrum in die Suppe spucken fann fällig urteilend find nur die beiden Extreme: der regierungstrene billigen weiblichen Arbeitskräfte zu schließen. Wian kann also in und besprach deshalb auch in der letzten Versammlung die" Standard" und die gladstonianische Daily News". Und in der That Leipzig rund 15 000 Arbeitslose annehmen. Die Debatte ge- Konsumvereins Angelegenheit. Er zog natürlich gegen die Be- hat Rosebery die Regierung aufs schärfste verurteilt, ohne sich wieder staltete sich nicht uninteressant. Ein Bürgermeister glaubte das teiligung der Arbeiter an den Konsumgenossenschaften los und er der liberalen Parteiorganisation anzuschließen. Er hat die DerbyVorhandensein einer allgemeinen Arbeitslosigkeit be- reichte damit, daß der Offizial Ofel, der von der Centrumspreise Resolution abgelehnt. Für uns find zwei Punkte bemerkenswert. streiten zu müssen; ebenso zog er die Verpflichtung der schon wiederholt als hervorragend befähigter Führer gefeiert wurde, Nach Schluß der Rede erhob sich Mr. Harweh, einer der Führer der Kommune in Frage, für den Notstand einzutreten. Einen genialen zusagte, er werde sich für die Rückgängigmachung des verfehlten Be- Bergarbeiter von Derbyshire, und beantragte ein Dantesvotum an Vorschlag machte ein antisemitischer Stadtverordneter, vom schlusses der katholischen Arbeiter warm verwenden. Beruf Rechtsanwalt. Er stellte den Antrag, das Kollegium möge das Wenn Herrn Osel für diese seine Bestrebungen auch die den Redner; der Antrag wurde von Mr. Asquith und Sir Edward Grey Ministerium ersuchen, die ausländischen Arbeiter aus Centrumsführer sehr dankbar sein werden, so verstößt er damit doch unterstützt. Ferner: nach Schluß der großen Versammlung fand Leipzig auszuweisen, damit diese nicht ihren deutschen Kollegen gegen den ausdrücklichen Wunsch des Papstes. Am Schlusse seiner, Arbeiter eine Bergarbeiter- Versammlung stait, in der Rosebery eine kurze Rede die Arbeit und das Brot wegnehmen. Mit Advokatenlogit begründete Encyklika" schreibt nämlich Leo XIII.: Ueber die Lage der arbeitenden hielt und den Arbeitern empfahl, Männer wie John Burns, Broadder Herr diesen Antrag aus Gründen der Humanität und wies Klasse wird heute gestritten. Ob diese Frage in richtiger Weise gelöst hurst und Burt ins Parlament zu schicken. Er erinnerte auch, daß dabei auf das glorreiche Vorgehen der anhaltischen Regierung fowie wird oder nicht, ist von höchstem Interesse für das Gemeinwesen. er es war, der im Jahre 1893 als Schiedsrichter dem großen Bergdie Grundsätze der preußischen Verwaltung den ausländischen Richtig aber wird sie von den christlichen Ararbeiterstreif ein Ende machte. Ich kann Euch mit aller AufArbeitern gegenüber hin. Bei der Abstimmung blieb dieser Antrag beitern gelöst werden, wenn dieselben in Gerichtigkeit sagen, daß das der glücklichste Moment, meines Lebens in der Minderheit; für den socialdemokratischen Antrag, die For- nossenschaften sich vereinigen und unter weiser derungen des Gewerkschaftskartells dem Rat zur Berücksichtigung zu Führung den Weg einschlagen, den ihre Vorfahren zu ihrem Sieges Allee Renaissance. Kein Augustisch Alter blühte, Keines Mediceers Güte Lächelte der deutschen Kunst; Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme, Sie entfaltete die Blume Nicht am Strahl der Fürstengunst. Rühmend darf's der Deutsche sagen, Höher darf das Herz ihm schlagen: Selbst erschuf er sich den Wert. Und in eigner Fülle schwellend Und aus Herzens Tiefen quellend, Spottet er der Regeln 3wang. Diese Verse dichtete vor etwa hundert Jahren Friedrich Schiller, auch einer der schlimmen Revolutionäre, denen selbst die feige bürgerliche Uebermalung der Epigonen nicht den feurigen Glanz zu rauben bermag. Inzwischen haben einzelne Fürsten sich die Worte Schillers zu Herzen genommen und versucht, ein medizeisch Zeitalter zu begründen. Darum bemühten sich namentlich einzelne Wittelsbacher und von den Hohenzollern Friedrich Wilhelm IV. Jedennoch gelangen die Versuche nicht sonderlich. Ivar." " kaum je in der Renaissancezeit schöner Ich hatte, als ich an die Lösung dieser Frage herantrat, im Auge, wenn es mir gelingen sollte, der Welt zu zeigen, daß hätte sein können. Und ich denke, ein jeder von Ihnen wird neidlos das Günstigste für die Lösung einer fünstlerischen zugestehen, daß das werkthätige Beispiel von Reinhold Begas und Aufgabe nicht in der Berufung von Kommissionen, nicht in der seine Auffassung, beruhend auf der Kenntnis der Antike, vielen Ausschreibung von allen möglichen Preisgerichten und Konkurrenzen von Ihnen Führer in der Lösung der großen Aufgabe gewesen ist. besteht, sondern nach altbewährter Art, wie es in der klassischen Auch hier könnte man eine Parallele ziehen zwischen den großen Zeit und so auch später im Mittelalter gewesen ist, der direkte Kunstleistungen des Mittelalters und der Italiener, daß der Verkehr des Auftraggebers mit dem Künstler die Gewähr bietet für Landesherr und der kunstliebende Fürst, der den cine günstige Gestaltung des Werkes und für ein gutes Gelingen Künstlern die Aufgaben darbietet, zugleich die Meister gefunden, an der Aufgabe. die sich eine Menge junger Lente angeschloffen haben, so daß fich eine bestimmte Schule daraus entwickelte und Vortreffliches zu leisten vermochte. Ich bin infolgedeffen dem Professor Reinhold Begas besonders zu Dank verpflichtet, daß, als ich mit diesem Gedanken an ihn herantrat, er mir ohne weiteres erklärte, es sei absolut kein Zweifel, daß Was ist es mit der Kunst i berhaupt in der in Berlin sich allemal Künstler genug finden würden, um eine solche Welt? Sie nimmt ihre Vorbilder und schöpft aus den Quelles Idee ohne Schwierigkeiten zum Austrag zu bringen, und mit seiner der großen Mutter Natur, und diese, die Natur, trotz ihrer Hilfe und auf Grund der Bekanntschaften, die ich in den hiesigen großen, scheinbar umgebundenen, grenzenlosen Freiheit, bewegt Bildhauerkreisen durch Besuche von Ausstellungen und Ateliers ge- fich doch nach elvigen Gesetzen, die der Schöpfer sich wonnen hatte, ist es mir in der That gelungen, einen Stab zusammen- selbst gesetzt hat, und die nie ohne Gefahr für die Entwicklung der zufinden, von dem ich den größten Teil heute im mich versammelt Welt überschritten oder durchbrochen werden können. Ebenso ist es sche, unt mit ihm an diese Aufgabe heranzugehen. in der Kunst, und beim Anblick der herrlichen Ueberreste aus der Ich glaube, Sie werden mir das Zeugnis nicht versagen können, alten Klassischen Zeit überkommt einen auch wieder dasselbe Gedaß im Hinblick auf das von mir entwickelte Programm ich Ihnen fühl: hier herrscht auch ein ewiges, sich gleich bleibendes Gesetz, die Behandlung desselben so leicht wie möglich gemacht das Gesetz der Schönheit, das Gesetz der Harmonie, das Gesez i habe, daß ich Ihnen die Aufgabe im allgemeinen gestellt und begrenzt, der Aesthetik. Dieses Gesez ist durch die Alten in einer so im übrigen aber Ihnen die absoluteste Freiheit gegeben habe, nicht überraschenden, überwältigenden Weise und vollendeten Formi nur die Freiheit in der Kombination und Komposition, sondern zum Ausdruck gebracht worden, daß wir mit allen modernen Num aber hat sich ein Monarch gefunden, der klar und bewußt die gerade die Freiheit, das von sich hineinzulegen, was jeder Künstler Empfindungen und allem unsren Können stolz darauf sind, wenn Mission auf sich nimmt, eine neue Renaissance zu veranlassen! Es thun muß, um erst dem Kunstwerk sein eignes Gepräge zu verleihen; uns gesagt wird bei einer besonders guten Leistung: Das ist beiist Wilhelm II., der deutsche Kaiser. Als er den Plan der Sieges- denn ein jedes Kunstwerk birgt immer ein Körnchen von dem nahe so gut, wie es vor 1900 Jahren gemacht worden ist aber Allee Gruppen, dieser marmornen Geschichtstabelle, faßte, eignen Charakter des Künstlers in sich. beinahe! leitete ihn einzig und allein dieser Gedanke. Und jetzt hören wir Ich glaube, daß, wenn ich es so nennen darf, dieses Experiment Unter diesem Eindruck möchte ich Ihnen dringend ans von Wilhelm II. die frohe Botschaft, daß es ihm in der That nun, wo die Sieges- Allee vollendet ist, als gelungen betrachtet werden Herz legen: noch ist die Bildhauerei zum größten gelungen, zu erreichen, was er sich vorgesetzt: die Sieges Allee darf. Es hat nur des Verkehrs benötigt zwischen dem Auftraggeber Teil rein geblieben von den sogenannten modernen wurde zu einem Denkmal der Kunst, wie es im Zeitalter der und dem ausführenden Künstler, um jeden Zweifel zu beseitigen, jede Richtungen und Strömungen, noch steht sie hoch und Phidias und Michel Angelo nicht gewaltiger geraten war. Frage zu beantworten, und, es haben sich Schwierigkeiten größerer hehr da,- erhalten Sie sie so, und lassen Sie sich Art nicht gezeigt. nicht durch der Menschen Urteil und allerlei Wind der Lehre dazu Ich glaube daher, daß wir auf die Sieges- Allee von diesem verleiten, diese großen Grundsätze aufzugeben, auf denen fie aufStandpunkt aus mit Befriedigung allerfeits zurückblicken können. erbaut ist! Eine Kunst, die sich über die von mir bezeichneten Sie haben, ein jeder in seiner Art. Ihre Aufgabe so gelöst, wie Sie Gesetze und Schranken hinwegsetzt, ist keine Knust mehr, ist es konnten, und ich habe das Gefühl, daß ich Ihnen das vollste Maß Fabrifarbeit, ist Gewerbe, und das darf die Kunst nie werden. der Freiheit und Muße überlassen habe, wie ich es für den Künstler Mit dem viel mißbrauchten Wort Freiheit und unter seiner Flagge verfälft für notwendig halte. Ich bin nie in die Details, hineingegangen, man gar oft in die Grenzenlosigkeit, Schrankenlosigkeit und Selbst sondern habe mich begnügt, einfach die Direktive, den Anstoß zu überhebung. Wer sich aber von dem Gesetz der Schönheit, dem geben. Aber mit Stolz und Freude erfüllt mich am heutigen Tage Gefühl für Aesthetik und Harmonie, die jedes Menschen der Gedanke, daß Berlin vor der ganzen Welt dasteht mit einer Brust fühlt, ob er sie auch nicht ausdrücken kann, loslöst und in dem Künstlerschaft, die so Großartiges auszuführen vermag. Es Gedanken einer besonderen Richtung, einer bestimmten Lösung mehr zeigt das, daß die Berliner Bildhauerschule auf einer Höhe technischer Aufgaben die Hauptsache erblickt, der verfündigt sich an fteht, wie fic wohl den Urquellen der Kunst. Bei der Abendtafel am Mittwoch hat der Kaiser zu Ehren der Vollendung der Fürstengruppen eine große Rede über die Kunst gehalten, die in allen fünstlerischen Kreisen des In- und Auslandes bedeutende Teilnahme finden wird. Wir heben aus der Rede, in die das Wolffsche Bureau ein recht unkünstlerisches Depeschendeutsch hineinredigiert hat, die folgenden Ausführungen hervor: ** * Die Aufstellung des Programms für die Sieges- Allee hat eine Reihe von Jahren in Anspruch genommen, und der bewährte Historiograph meines Hauses, Prof. Dr. Koser, ist derjenige gewesen, der mich in den Stand gesetzt hat, überhaupt den Herren greifbare Aufgaben zu stellen. Die ,, Mid Lothian Liberal Association", deren Präsident Rosebery lange Zeit hindurch gewesen ist, nahm eine Resolution an, in der sie die Rückkehr Roseberys in das aktive politische Leben mit der größten Befriedigung begrüßt und der Hoffnung Ausdruck giebt, daß er seine hervorragenden staatsmännischen Gaben wieder der großen historischen liberalen Partei im Kampfe um die Durchführung der fortschrittlichen Maßnahmen und der Reformmaßregeln zur Berfügung stellen werde, welche dahin sühren, die Interessen der Nation im In- und Auslande zu festigen. Amerika. Der Boeren- Krieg. Prozessierung der ,, Verschwörer". das andre. Da die Bestätigungsfrage noch schwebt, so steht sie uns Bum chilenisch- argentinischen Konflikt. Ein Telegramm aus eben nicht frei; andernfalls wären wir nicht nur berechtigt, sondern Buenos Aires meldet, Argentinien habe einige Abänderungen an der verpflichtet, die anderweite Wahl vorzunehmen. Wir nehmen olso chilenischen Note beantragt, welche Chile nicht zurückweisen werde. einfach die Korrespondenz zur Kenntnis, ad acta.( Lebhafte Zub Jedoch werde es einige Einwände erheben, welche weitere Ber- ſtimmung.) Stadtv. Singer( Soc.): Ich habe mich selbstverständlich handlungen notwendig machen würden. Es wird aber zugegeben, daß selbst diese Einwände den Wunsch auf eine friedliche Beilegung Magistrat einzumischen; der Magistrat wird es wohl faun nicht in die Differenzen des Herrn Mommsen mit dem erkennen ließen. für nötig halten, sich dagegen zu verteidigen... Ich wünschte nur, daß beim Magistrat öfter Einmütigkeit in solchen die Selbstverwaltung berührenden Fragen vorhanden wäre. Herr Mommisen Das Schicksal der Filipinos und der Boeren. London, sicht die sicherste Verteidigung der Selbstverwaltung nur darin, daß 16. Dezember.( Eig. Ber.) Trotz der strikten Censur der amerikaAm 23. November waren die Burghers Werned und Meher, man nur das thut, wofür man der Zustimmung des Königs oder der nischen Behörden scheint es, daß die Sieger in den Philippinen ähn liche grauenhafte Scenen anrichten wie die Sieger in Südafrika, wie feiner Zeit gemeldet, wegen des Versuchs, in Flüchtlingslagern Staatsregierung gewiß ist, was ja nach einer Ausführung Wir stehen, auf dent des Oberbürgermeisters identisch ist. Unser Genosse Cunningham Graham, der kürzlich von einer untergebrachte Boeren zum Bruch des Neutralitätseides zu verleiten, ich noch den dringenden Weltreise nach England zurückkehrte, schreibt über dieses Thema der eine zum Tode, der andre zu lebenslänglicher Wunsch, daß die Auffassung, welche der Kollege Euffel funds in andre zivei Jahn gegeben hat, eine dauernde sein möge. Ich glaube allerdings, daß gegen länder sind als Nation nicht beliebt; daran zweifelt woh und Kod, wegen Teilnahme an dieser Verschwörung ver- in diesem wie in manchen andren Fällen energisches Festhalten niemand. Es ist begreiflich, daß die Nationen, die wurden nicht des Verrats schuldig befunden, an dem einmal gefaßten Beschluß notwendig ist. Die Sache ist nicht gegenwärtig feinen Krieg haben, unsre Methoden in Süd- handelt; sie mit dem Feinder für die Selbstverwaltung von großer Bedeutung; die Frage Verbindung verräterischen afrika antlagen. Daß aber einen sondern der die Amerikaner, die Guerillakrieg mit ähnlichen Mitteln führen, in den Chorus, ein- durch Aushändigung einer Mitteilung an einen zu einem Kommando pikt sich dahin zu, ob in Preußen das persönliche Regiment oder das Gesetz herrschen soll. Die Auffassung, welcher Herr Caffel Aus= stimmen, ist schwierig zu verstehen. Wenn man ferner den blut- gehörigen Boeren, der heimlich nach Johannesburg gekommen war; brud gegeben hat, stützt sich zu meiner Freude auf die Grundsäße, pin unbegreif- funden. also, daß nicht nach einigen Monaten aus dem Zwange der Verdürftigen Passus, den Roosevelts Votschaft mit Bezug auf die Fili- ferner wurden sie des Bruches des Neutralitätseides schuldig bepinos enthielt, sich ins Gedächtnis ruft, so wird es ganz unbegreif- funden. Die Urteile wegen verräterischer Verbindung mit dem welche bisher immer für echt liberal gegolten haben. Hoffen wir lich, wie die Boerenmeetings in Chicago und anderswo die Amerikaner Feinde wurden an Lord Kitchener zur Bestätigung überfandt. hältnisse heraus die Rechtsfrage wieder beiseite geschoben wird! über die Aehnlichkeit ihrer eignen Kriegführung hinwegtäuschen könnten. ( Beifall.) Ist es wirklich wahr, daß die beiden Zweige der angelsächsischen Nasse aus Heuchlern und Feiglingen bestehen und daß Ehrlichkeit nur bei den lateinischen Rassen zu suchen sei?" 11111 Männer, mit Namen Ausdehnung des Blockhand- Systems. Die Regierung beabsichtigt, mit Rücksicht auf die Entwicklung der Lage in Südafrika mehr als tausend Mann der Gardebrigade Mitte Januar zur Front zu schicken, um das Blockhaus- System auszudehnen und es wirkungsvoller zu gestalten. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. = nachmittags 5 1hr. Sprengung einer Frenversammlung. Aus Birmingham wird gemeldet: Ernste Unruhen brachen am Donnerstag, auläßlich einer Versammlung im Rathause aus, in welcher der irische Abgeordnete George Lloyd sprechen wollte. Vor Beginn der Versammlung drangen ungeheure Volksmengen vor das Rathaus und in wenigen Augenblicken war der Saal überfüllt. Kaum hatte der 38. Sigung vom Donnerstag, den 19. Dezember, Redner das Wort ergriffen, als die Menge die Rednertribine erstürmte. 300 Polizei- Agenten mußten einschreiten und die Menge verhindern, den Redner zu mißhandeln. Die draußen Versammelten zertrümmerten durch Steinwürfe die Fenster des Saales und nach einer Viertelstunde mußte Lloyd die Sigung aufheben. Die Polizei zerstreute die Menge. Der Redner mußte sich unter polizeilicher Bedeckung nach Hause bringen lassen. Norwegen. Die Sigung wird vom Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet. Ausgelegt sind die Akten, betr. die letzten Stadtverordneten Ergänzungswahlen. Stadtv. Hugo Sachs referiert namens des Wahlprüfungsausschusses über die gegen die Wahl der Stadtvv. Zylicz und Karl Goldschmidt eingegangenen Proteste. Entsprechend dem Ausschußantrage werden die Proteste für unbegründet und die Wahlen für gültig erklärt. Zur Kenntnisnahme legt der Magistrat seine an den Minister des Junern in Sachen der Bestätigung des Stadtrate Kauffmann als Bürgermeister Oberbürgermeister Kirschner: Ich soll bei einer Gelegen heit erklärt haben: Der König, das ist der Staat. Ich bitte Herrn Singer, den unkorrigierten stenographischen Bericht nachzulesen: der Staat, das ist in diesem Falle der König. Es handelte sich um einen Weg Unter den Linden, der zum königlichen Schloß führt, und es ist da vollständig richtig, daß die Entscheidung, welche der Staat zu fällen hatte, von dem König zu fällen war. Ich sehe voraus, daß die einschränkenden Worte nur überhört worden find, und ich wollte mit meiner Erklärung mur einer Legendenbildung vorbeugen. Stadtv. Ilrich II.( Bürgerp.): Die Versammlung hat sich in der Bürgermeisterfrage blamiert.( Großer Lärm und Profeftrufe. Vorste her: Das lassen wir uns nicht gefallen! Beifall.) Die Sprache ist dazu da, Begriffe richtig zu bezeichnen.( Buruf des Stadtv. Stadthagen: da muß man erst Begriffe haben; nufre Begriffe haben wir! ( Anhaltende stürmische Heiterfeit.) Sie haben Herrn Kauffmann gewählt, weil er ein in der Wolle gefärbter roter Demokrat ist. ( Große Unruhe.) Nim haben Sie gehört: Nein, er bekömmt mir nicht, der neue Bürgermeister! Und er ist anch nicht Eine Niederlage der Reaktion. Die Gemeindevertretung bestätigt worden. Mit der Kandidatur des Herrn Kauffmann find von Bergen bewilligte bekanntlich vor einiger Zeit eine Summe, die Sie unten durch!( Lachen, Zurufe: Abschiedsrede! Große Heiterzur Deckung der Ausgaben für Krankenhausbehandlung Unbemittelter teit. Stadtv. Sachs II: Sie sind als Stadtverordneter unten dienen sollte, ohne als Armenunterstützung zu gelten, um die betreffenden Personen vor dem Verlust des Wahlrechts zu bewahren. gerichtete Vorstellung und den Wortlaut des abschlägigen Bescheides durch! Gruente Heiterkeit.) Der Oberpräsident hat Sie darauf verwiesen, daß die Wiederwahl gleichsteht der Versagung der Wahl. Ich stehe Dieser Beschluß hat bei den Reaktionären Erbitterung hervorgerufen des Ministers vor. und die Minorität der Stadtverordneten richtete an die Regierung Stadtv. Caffel( A. L.): Nachdem jetzt auch der Minister sich entgegen auf demselben Standpunkt wie Herr Mommsen und freue mich dieser ( Zwischenrufe).. in diesem Punkte. Derselben das Gesuch, ihn für gesezwidrig zu erklären. Nun hat die Neufrer Rechtsanschauung, der sich zu unsrer Freude auch der Gesellschaft gierung dem Beschluß aber trotzdem zugestimmt und die reichen Magistrat angeschlossen, auf den Standpunkt des Overpräsidenten ge- Ansicht ist jeder, der den§ 33 der Städte- Ordnung mit UnbefangenLeute werden sich darin finden müssen, daß der Arbeiter auch dann stellt hat, und da wir kein Rechtsmittel und fein weiteres Beschwerde- heit liest und nicht mit Schläue. Der Oberpräsident handelte hätten Sie sich sagen müssen, zweifellos in ſein Wahlrecht ausübt, wenn er infolge von Krankheit sich genötigt recht haben, eine Immediateingabe an den König aber in dieser doch, das mit feinem der Appell Vorgesezten; sah, die Hilfe der Stadt in Anspruch zu nehmen. es Sache des lebereinstimmung Rechtsfrage nicht angebracht erscheint, wird. die höhere Instanz var also von vornherein verLandtages und der Berliner Abgeordneten sein, die Regierung an um Auskunft über die Gründe für ihre Stellungnahme zu ergeblich. Sie sind nun in einer recht unangenehmen Situation. Verhängung des Belagerungszustanded. suchen. Hoffentlich werden unsre Vertreter dort nicht auch so furz( wischenruf: Sie bleiben ja gar nicht hier! Heiterkeit.) Sie kommen abgespeist werden, wie wir. Bei dieser Sachlage, und da wir an mir vor, wie ein Statspieler, der ein schwaches Spiel in der Hand Petersburger Blätter melden:„ Der Zustand des verstärkten die erfolgte Wahl gebunden sind und eine neue Wahl gar nicht vor- hat und mum merkt, daß alle Trümpfe in einer Hand fizen. Das Schutzes ist vom Minister des Innern auf Grund des Art. 7 des nehmen können, ohne die Städte- Ordnung zu verletzen, bleibt uns habe ich Ihnen bewiesen.( Zwischenruf: Sie haben gar nichts beGesetzes über die Maßnahmen zur Wahrung der staatlichen Ordnung nichts übrig, als die Vorlage einfach zur Kenntnis zu nehmen. wiesen! Oller, chrlicher Seemann!) und der allgemeinen Ruhe über die Städte Riga, Jurjew( Dorpat),( Beifall.) Stadtv. Caffel: Der Stadtverordnete Ulrich und der Kollege Minsk, Mohilew, Homel, Dwinsk( Dünaburg), Witebsk, Belostok, Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.): Ich lege bekanntlich das Gesetz Mommsen( Zuruf des Stadtv. Mommsen: Nun bringen Sie Nishny Nowgorod, Stafan, Tomst, Jaroslaw, Sfaratow, Poltawa, anders aus als die Mehrheit und halte den Standpunkt des mich auch noch mit dem zusammen! Stürmische Seiterfeit.)... reden von einer juristischen Ministers für den richtigen. Da ich aber auch nichts thun kann, um ja, dafür kann ich doch nicht Samara und Kiſchinew, und über das Gouv. Wilna verhängt eine Entscheidung der Krone herbeizuführen( Heiterkeit), so bleibt auch Begründung, die sie gegeben haben wollen, und sie haben doch mir nichts als Kenntnisnahme übrig. Währt die Wartezeit zu lange, four. Utilitätsgründe geltend gemacht, die in einer Rechtsfrage Das zarische Schergenregiment muß sich sehr unsicher fühlen, wird man doch vielleicht aus der Mitte der Versammlung Schritte nicht entscheidend sein dürfen. Herr Singer drückt den Wunsch aus, wenn es in einer großen Reihe von über das ganze europäische thun, um aus diesem Dilemma, in das man sich ohne Not verrannt daß wir an unsrer Rechtsauffassung festhalten mögen. Wir haben Rußland verstreuten Städten, ja selbst in der sibirischen Stadt hat, herauszukommen.( Unruhe.) Ich glaube, damit auch den Inter- ihm noch nie zu Zweifeln in dieser Beziehung Veranlassung gegeben Tomst, mit der gewöhnlichen, doch wahrlich auch schon unbegrenzten effen der Selbstverwaltung zu dienen.( Widerspruch.) Der Magistrat und bedürfen keiner Ermahnung. Polizeiwirtschaft nicht mehr auskommen zu können glaubt. Namentlich hätte von dem Stimmverhältnis in seiner Mitte, davon, daß er scheint man es auf die polnischen Grenzbezirke abgesehen zu haben, in der Rechtsfrage einstimmig ist, nicht in der Eingabe sprechen aber auch die Städte der baltischen Provinzen und die Wolgastädte follen.( Abermaliger Widerspruch.) Stadtv. Dr. Preuß( N. L.): Ich habe darüber gerade Nishny Nowgorod, Kasan, Sjaratow und Ejamara werden mit dem meine Freude und Genugthnung auszusprechen.( Bustimmung.) Heinen Belagerungszustand beglückt. Ein Beweis, wie glücklich die Herr Domment iſt uns ebenso wie der Minister die russische Bevölkerung sich allgemein unter dem Kuutenregiment Begründung für seine Stellungnahme schuldig geblieben. Entweder Bäterchens fühlt. ist uns die Wahl vorgeschrieben oder sie steht uns frei, eins oder worden." Rußland. auch meinen Enkeln und Urenkeln, wenn sie mir dereinst erstehen werden, die gleichen Meister zur Seite stehen: Dann bin ich über zeugt, wird unser Bolt in der Lage sein, das Schöne zu lieben und die Ideale stets hochzithalteit. die Ideale stets b Stadtv. Singer: Ich muß ja nach Einsicht des stenographischen Berichts erklären, daß der Oberbürgermeister allerdings eine Einschränkung gebraucht hat, die ich überhört habe. Ich habe danach mur auszusprechen, daß ich mich freue, dem Oberbürgermeister Gelegenheit gegeben zu haben, diese falsche Meinung aufzuklären, die durch ein Versehen meinerseits hervorgerufen worden ist.( Beifall.) Stadtv. Mommfen: Ich hätte mich nicht mehr zum Worte gemeldet, wenn ich nicht das Malheur gehabt hätte, mit dem Stadtv. Ulrich, der heute die legte Sigung hier mits macht, zusammen genannt werden. Es ist selbstverständlich, daß ich in den Motiven von Herrn Ulrich abweiche. Herr Cassel bestreitet mir wiederum, daß ich eine Nechtsauffaffung dargelegt hätte. Das ist nicht richtig. Ich habe nur in Interesse der Selbstverwaltung auch noch taktische Rücksichten geltend gemacht, da 111111 eininal die Frage zweifelhaft sei. Diesen Zweifel wird auch der Landtag nicht lösen. Damit schließt die Debatte. Persönlich bemerkt Ich Stadtv. Stadthagen: Herr Ulrich der Zweite hat meinen Zwischenruf durchaus irrig verstanden. Er hatte dargelegt, die Da deutsche Sprache sei dazu da, Begriffe auszudrücken. rief ich dazwischen: Man muß auch Begriffe haben. habe damit nicht gesagt, daß Herr Ulrich nicht auch einmal Begriffe haben würde.( Vorsteher: Nur persönlich!) Das ist doch so persönlich, wie es nur sein kann.( Stürmische Seiterkeit.) Ich will mich bloß von dem Verdachte reinigen, als ob ich ihm unterschoben hätte, er habe überhaupt keine Begriffe. Nach weiteren persönlichen Bemerkungen zwischen Stadtvv. Ulrich und Stadthagen benierkt Aber noch mehr: Die Kunst soll mit helfen, erzieherisch auf das Volk einzuwirken, sie soll auch den unteren Ständen nach Harter Mühe und Arbeit die Möglichkeit geben, sich an den Idealen wieder aufzurichten. Uns, dem deutschen Volke, find die großen Ideale zu dauernden Gütern geworden, während fie audreu Völkern mehr oder weniger verloren gegangen Was der Kaiser in seiner Rede über den Jdealismus, die Schönfind. Es bleibt nur das deutsche Volk übrig, das an erster heit und die Aesthetik gesprochen hat, bewegt sich in dem GedankenStelle berufen ist, diese großen Ideen zu hüten, zu pflegen und fort- treise der bekannten Akademie Reden Anton b. Werners. zusetzen, und zu diesen Idealen gehört, daß wir den arbeitenden Recht zutreffend sind seine Bemerkungen über die Reklame, und sich abmühenden Klassen die Möglichkeit geben, sich an dem die neuerdings gewisse idealistische" Künstler hassen, weil sie es mit Schönen zu erfreuen und sich aus ihren sonstigen Gedankenkreisen allem Aufgebot nicht mehr erzwingen, günstig beurteilt zu werden. Heraus und emporzuarbeiten. Wenn mun die Kunst, wie es jetzt Der Kaiser bekennt sich in seiner Rede zu der Antike, während vielfach geschieht, weiter nichts thut, als das Elend noch schenk- bekanntlich sonst seine Meinung dahin geht, daß die Deutschen lieber licher hinzustellen wie es schon ist, dann versündigt sie sich brandenburgisch- preußische Monarchengeschichte treiben sollen, statt sich damit am deutschen Volke. Die Pflege der Ideale ist zu- am Griechentum dem Nationalgefühl zu entfremden. Und dieser gleich die größte Kulturarbeit, und wenn wir hierin den andern Nationalstolz ist gerade angesichts der Marmorgruppen in der Völkern ein Muster sein und bleiben wollen, so muß das ganze Bolt Siegesallee im Kaiser gewaltig erregt; giebt es doch nach ihm keine daran mitarbeiten, und soll die Kultur ihre Aufgabe voll erfüllen, Nation, die so berufen ist, die Ideale, die auf der Sieges! dann muß fie bis in die untersten Schichten des Volkes hindurch allee Ausdruck finden, hochzuhalten, wie das deutsche Volt gedrungen sein. Das kann sie nur, wenn die Kunst die Hand dazu eine Meinung, die durchaus vom Ausland geteilt werden dürfte, bietet, wenn sie erhebt, statt daß sie in den Rinnstein nieder- in neid loser Bewunderung. Einen besseren Auftraggeber als Wilhelm II. können sich jeden steigt! Ich empfinde es als Landesherr manchmal recht bitter, daß die Kunst in ihren Meistern nicht energisch falls die Künstler nicht wünschen, soweit ihre Werke ein Körnchen genug gegen solche Richtungen Front macht. Ich verkenne ihres Charakters bergen. Er läßt ihnen volle Freiheit, Kofer arrangiert feinen Augenblick, daß mancher ſtrebsame Charakter unter das Geschichtliche und ihre Schöpfungen reiht er ein unter den größten denjenigen Anhängern dieser Richtungen ist, der vielleicht von bester Kunstverken der Menschheit Die Siegesaflee wird ihm zu einem Zeugnis Absicht erfüllt ist; er befindet sich aber doch auf falschem Wege. wahrhafter Renaissance- Größe. Colch Lob muß für die Bildhauer, Der rechte Künstler bedarf keiner Marktschreierei, keiner Preffe, von denen die Gruppen hergestellt worden sind, recht angenehm sein, teiner Konnegion. Ich glaube nicht, daß Ihre großen Vorbilder wenn es auch der eine oder der andre in seiner Bescheidenheit abauf dem Gebiete der Meisterschaft weder im alten Griechen- lehnen mag, neben Michel Angelo gestellt zu werden. Unter dem Vorsiz des Oberbürgermeisters werden durch Zuruf land, noch in Italien, noch in der Renaissancezeit je zu der Der Kaiser hofft, daß die neue Mediccerkunst auf der gewählt: Kaufmann Borchardt, Kommerzienrat Friedländer, Fabrit Reklame, wie sie jetzt durch die Preffe vielfach geübt wird, gegriffen Höhe der Siegesallee weiter blühen möchte bis zu seinen Urenkeln, befizer Heckmann, Kommerzienrat Jordan, Kaufmann Simon, Bankdirektor Weill, Kaufmann Heilmann, Kursmakler Basch; haben, um ihre Ideen besonders in den Vordergrund zu rücken. wenn sie ihm dereinst erstehen werden. als Stellvertreter Kaufmann Manheimer, Kaufmann May Bejach, Sie haben gewirkt, wie Gott es ihnen eingab, im übrigen haben Bis dahin dürfte auch das Urteil über den KunstHof- Tischlermeister Groschkus, Brauercidirektor Knobloch, Kaufmann fie die Leute reden lassen. Und so muß auch ein ehrlicher, rechter wert der Siegesallee- Gruppen einheitlich geklärt und gefestigt sein. Hüfter, Richard Schaffer, Paul Riedel, Direktor May Bleife; endlich Künstler Handeln. Die Kunst, die zur Reklame heruntersteigt, ist heute teilen bekanntlich den Kunstgeschmack Wilhelms II. nur sehr für die Warenhaussteuer Stadtv. Bamberg und Louis Thiele. keine Kunst mehr, und mag sie hundert und tausendmal gepriesen wenige Lente. Nehmen wir an, daß er vor der Geschichte recht Die Vorlage wegen Antaufs eines Schulgrundstücs werden. Das Gefühl für das, was häßlich oder behält, daß zur Zeit der Urenkel sein jetziges Urtei! allgemeine an der Straße 9a bei der Rominten erstraße geht an einen Vorsteher Dr. Langerhans: Ich stelle fest, daß wir von der Vorlage Kenntnis genommen haben.( Große Heiterkeit.) Gütergo als heimstätte für brustfrante Männer Die Vorlage betreffend die Einrichtung des jetzigen Sanatoriums Frauen geht auf Antrag Körte an einen Ausschuß. und die Belegung der Heimstätte Mal chow mit brustkranken Es folgt in gemeinsamer Sigung beider Gemeinde behörden die Wahl von 8 Mitgliedern und S Stellvertretern des Steuerausschusses der Gewerbesteuerklaffe I für den Veranlagungsbezirk Berlin und eines weiterent Mitgliedes und Stellvertreters zum Zwecke der Veranlagung der Warenhausstener für 1902-4. fchön ist, hat jeder Mensch, mag er noch so einfach Geltung erhalten haben und dann niemand mehr den Spruch eines Ausschuß. Arbeitslosen- Interpellation. sein, und dieses Gefühl weiter im Volke zu Mannes citieren wird, der auch ein Künstler war, und der meinte: pflegen, dazu brauche ich Sie alle, und daß Sie" Kunst kann niemand fördern als der Meister. Gönner Am 27. v. M. haben die Stadtvv. Augustin n. Gen. folgende in der Sieges- Allee ein Stück solcher Arbeit geleistet haben, dafür fördern den Künstler, das ist recht und gut; aber dadurch wird Anfrage an den Magistrat gerichtet: danke ich Ihnen ganz besonders. Das kann ich Ihnen, meine Herren, nicht immer die Kunst gefördert." jezt schon mitteilen, der Eindruck, den die Siegesallee auf die Fremden macht, ist ein ganz überwältigender, überall macht Das Wort stammt von Goethe! In jener Zukunft werden dann wohl auch die niederen Klassen fich bemerkbar ein ungeheuerer Respekt für die deutsche Bild- durch die Kunst der Siegesallee idealistisch erhoben werden, was haueret. Möge sie auf dieser Höhe stets stehen bleiben, und mögen ihnen in der rauhen Gegenwart versagt ist... Welche Maßregeln gedenkt der Magistrat zu ergreifen, der gegenwärtig in Berlin herrschenden und sich im Laufe des Winters voraussichtlich noch erhöhenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken? Am 5. Dezember. hat der Magistrat seine Bereitwilligkeit ers klärt, die Anfrage zu beantworten und zugleich eine Anzahl von statistischen Tabellen als das Ergebnis der von ihm bezüglich der Arbeitsverhältnisse in Berlin angestellten Erhebungen überreicht. Es find dies: 1. Uebersicht über die Zahl der Krankenkassenmitglieder von November 1900 bis Dezember 1901; 2. Zusammenstellung über den Erlös aus dem Verkauf der Invalidenversicherungs- Marken in den einzelnen Monaten 1900 und 1901; 3. Uebersicht über die Höhe der Unterstügungen, welche im III. Quartal der Jahre 1900 und 1901 von einer Reihe von Gewerkschaften und von den Gewerkvereinen an arbeitslose Mitglieder gezahlt worden sind; 4. Uebersicht über die Verurteilungen wegen Bettelei und Obdachlosigkeit in den einzelnen Monaten 1900 und 1901; 5. Uebersicht über die Höhe der Einzahlungen und Rückzahlungen der städtischen Spartaffe in den Jahren 1900 und 1901; 6. Zusammenstellung über die Bewegung der Bevölkerung in den ersten zehn Monaten der letzten beiden Jahre; 7. das Ergebnis der Arbeitslosen- Zählung gelegentlich der allgemeinen Volkszählung von 1895. Da eine Sigung der Versammlung am Donnerstag, 12. Dezember, nicht stattgefunden hat, kann der Gegenstand erst jetzt zur VerhandYung gelangen. schlossenen Arbeiten während der Zeit des Notstands besonders führung zum Teil den Kommunen übertragen wird. Daß es gefördert werden.( Sehr richtig!) Es sollte mit Fiebereifer schwierig gewesen ist, die 1250 Hilfskräfte für die Straßenreinigung zu nach dieser Richtung hin gearbeitet werden. Jch richte ferner bekommen, ist mir unverständlich. Wie ist mit der Bekanntmachung ver das Grsuchen an den Magistrat, daß er die Leitungen der Depu fahren worden? Der Herr Stadtrat braucht ja nur das Straßenbild an den tationen anweise, etwas humaner vorzugehen. Der Schmied Fröming, Stellen, wo der Arbeitsmarkt ausgegeben wird, anzusehen, da wird er Hagelsbergerstraße, wandte sich an die Werkstätte der städtischen Wasser- sich von dem gewaltigen Ansteigen der Arbeitslosigkeit überzeugen werke in der Melchiorstraße. Dort hieß es, würden nur Erdarbeiter können; auch der Polizeipräsident kann es ihm bestätigen, der vermehrte verlangt, er fönne nicht eingestellt werden. Auf seinen Einwand, Mannschaften für die Sicherung des Verkehrs und der Ordnung an jenen wenn er auch Schmied sci, würde er doch die Erdarbeiten ausführen, Stellen braucht. Der vermehrte Abzug der Bevölkerung im April um seine Familie zu ernähren, wurde er trotzdem abgewiesen. und Oktober beweist nichts für verminderte Arbeitslosigkeit; es ( Hört! hört!) Wird das allgemein so gehandhabt? Ferner muß haben Ferner muß haben zu diesen Terminen so zahlreiche und starke MietsGorge getragen werden, daß mit Steuernachläffen, soweit wie mög- steigerungen stattgefunden, daß die Arbeiter zahlreich in die lich, entgegengekommen wird; dann sollte der Magistrat den tarif- Bororte ziehen mußten, mußten, ohne daß der Arbeitsmarkt im lichen Vereinbarungen zwischen Unternehmern und organisierten Ar- mindesten entlastet wurde.( Sehr richtig!) Die Zahlen für die beitergruppen größere Aufmerksamkeit zuwenden und von den Invalidenmarken- Erlöse haben gar feine Beweistraft, auch nicht die Unternehmern, denen er Arbeiten überträgt, die Junehaltung der Steigerung des Erlöses in der Provinz Brandenburg. In Berlin felben verlangen. Ferner kommt die Streiftlaufel in Betracht, daß sind neben den Metallarbeitern die Arbeiter in Arbeiter in der Holzdie Unternehmer icht nicht noch mehr auf auf die Löhne branche hart betroffen. Ein Fabrikant hat die Zahl seiner drücken und dadurch die Verhältnisse noch verschlimmern. Arbeiter von 70 auf 10 reduzieren müssen und das dicht vor WeihHagen i. W. hat den Versuch gemacht, den Arbeitslosen Arbeit nachten; zu seinem Bedauern war er dazu genötigt durch eine zu geben durch Ausführung von Arbeiten in eigner Regie, das halte Berzögerung, welche die städtische Bauverwaltung verschuldet hat.( Hört! ich für eine sehr wohlweisliche Taktik, der Profit der Unternehmer kommt hört!) In der Maschinenindustrie sind wir erst am Anfang der Krise, dadurch den Arbeitern zu gute. Wie die Einlagen der Sparkasse mit sie wird eine Reihe andrer Industrien in Mitleidenschaft ziehen. dem Notstand in Verbindung stehen, weiß ich nicht, denn die Arbeiter( Sehr richtig!) Es kommt auch sehr auf den Zeitpunkt der sind am wenigsten in der Lage, Ersparnisse zu machen.( Buruf: Erhebungen an; wenn die Gewerkschaftszahlen nicht stimmen, Schlimm genug 1) Dieser Zwischenruf ist charakteristisch. Wenn die so fann sehr wohl jezt, dicht vor Weihnachten, wieder Arbeiter sparen würden, wäre es noch viel schlimmer eine kleine Zunahme, z. B. in der Metallindustrie, eingetreten sein. wie jetzt( Widerspruch); jezt( Widerspruch); wenn nicht Zug um Bug aus Eine fürsorgliche Stadtverwaltung beugt beizeiten vor. Die Arbeiter gegeben wird, was eingenommen wird, so ist der Notstand wollen Arbeitsgelegenheit, nicht Armenunterstügung;( Lebhafte Bu nachher doch noch größer. Ich glaube nachgewiesen zu haben, daß ſtimmung.) sie wollen arbeiten, fie wollen nicht politisch ein Notstand da ist; es muß also etwas gethan werden. entrechtet werden. Wir brauchen ein Arbeitsamt, damit das Resultat jeder der waltung. Stadtv. Dupont( Soc.): Wir haben die Interpellation an den Magistrat gerichtet, nicht weil angenommen werden könnte und von einer Anzahl Einwohner noch angenommen wird, daß es teine eigentliche Notlage gebe, sondern weil eine wirkliche Notlage vorliegt, und wir erwarten eine Auskunft derart, daß sich weiter darüber reden läßt. Ich hoffe, Sie werden vor der Erörterung des Themas keinen Horror haben. Es ist eine Arbeitslosigkeit in großem Umfange vorhanden. Die uns zugegangenen statistischen Aufstellungen befriedigen uns keines- Die gründliche Lösung der Frage fann nur erfolgen in der nicht erst immer wieder so langwierige Statistiken aufwegs. Bei dem Hinweis auf die Arbeitslosigkeit von 1895 heißt es, kommenden Gesellschaft, in der die Socialdemokratie das genommen zu werden brauchen, ehe etwas geschehen kann. In damals wären die erwerbsfähigen Arbeitslosen 2,22 Prozent Scepter führen wird.( Unruhe.) Wir verlangen in unsrer den Baubureaus wird viel zu viel gezögert, während gerade der Bevölkerung gewesen und Klagen über ungewöhnliche Bescheidenheit nur das Notwendigste von Ihnen, und von der die städtischen auch im Winter ganz anders ges Arbeitslosigkeit nicht erhoben worden. Damals gab es Antwort des Magistrats wird es abhängen, ob wir Butrauen zu ihm haben fördert werden könnten. Wir sehen das an dem Frren- Anstaltsbau 37 000 erwerbsfähige Arbeitslose, in diesem Jahre könnte können oder ob wir uns sagen müssen: Nein, es ist auch in dieser in Buch, an dem Virchow- Krankenhaus. Alles geht den Schneckenman mit nicht mehr als 42 000 rechnen, ergo fönne auch in diesem Beziehung von ihm nichts zu erwarten.( Bravo! bei den Social- gang, es fehlt am Notwendigsten, in Berlin z. B. an Schulbauten. Jahre von ungewöhnlicher Arbeitslosigkeit nicht gesprochen werden! demokraten.) Aus dem Krankenkassen- Material hat der Magistrat eine Aufstellung Oberbürgermeister Kirschuer: Der letzte Redner hat meine Stadtrat Fischbeck: Der Vorredner hat angedeutet, die Zahlen gemacht. Wir hatten 1899 56 Orts-, 36 Betriebs- und 19 Jungs- des Magistrats sollten nachweisen, es sei kein Notstand vor- Hoffnung, daß die Erörterung sich auf der Höhe der Objektivität würde, bitter Begründung halten frankenkassen, zusammen 111, und nur aus 14 Kaffen wird uns handen. getäuscht.( Wider Gegen diesen Vorwurf der der Tendenz muß ich Material gegeben; nur etwas über 11 000 mehr männliche Kranken- Verwahrung einlegen. Wir hören wieder Angriffe auf die städtische Verspruch.) Wir Er bemängelt unfre gahlen. Der Vorreduer kann doch faffen- Mitglieder sollen vorhanden sein als im vorigen Jahre. Die haben je de Krankenkasse gefragt und im einzelnen darüber Im einzelnen mag ja Raffen gehalten, kommt aber, trogdem auch ihr Material nicht aus noch besonders aufgeführt. Auch die„ berechtigten" Mitglieder, die wünschen sein; aber solche Einzelheiten können die Lösung der Gewerkschaftskommission hat ebenfalls eine Umfrage bei diesen Kasse aufgenommen, die 14 Staffen find als große Staffen eine genaue Information haben. dem einen oder andern Bau mehr Beschleunigung zu waren gegen den 1. Oftober 1900 weniger Mitglieder: in der geführt, eine wesentliche Steigerung hat hier gegen das Vorjahr Goldschmidt ist unnötig; es werden je nach Lage der Umstände von reichend sein kann, zu ganz audren Schlüffen. Am 1. Oktober d. I. fich freiwillig versichern, sind in der Statistit mit auf- wünschen sein; aber solche Einzelheiten können die Lösung der allgemeinen Frage wirklich nicht fördern. Die Anregung des Stadtv. Metallindustrie 6313, in der Elektricitätsindustrie 2609, in der Holz- nicht stattgefunden. Aus den gegebenen Zahlen sind sehr wesentliche Goldschmidt ist unnötig; es werden je nach Lage der Umstände von industrie 2648, in der Bekleidungs-, Bau- und andren Branchen zusammen Schlüsse zu ziehen. In gewiffen Gewerben hat sich sogar noch eine uns aus die entsprechenden Anträge kommen. In Buch haben 17306. Ganz außer acht gelassen worden ist, daß die Selbstzahler, die trotz Bunahme ergeben. Ein offenbarer Rückgang in der Beschäftigung und gerade Streits der Arbeiter die Fortführung der Bauten aufgehalten, Arbeitslosigkeit den Kaffen treu bleiben, hier garnicht mitgezählt Arbeitsmöglichkeit ergiebt sich wiederum in der Metalle, Maschinen- wir machen auch den Arbeitern keinen Vorwurf daraus. find; da müßte also noch eine besondre Aufstellung gemacht und Elektricitätsbranche, wo thatsächlich Tausende ohne Be- Stadtv. Hugo Sachs( A. L.) hält dafür, daß der Stadtrat werden. 7675 erwerbsfähige Personen sind in 50 Betrieben der schäftigung sind. Anders bei den weiblichen Mitgliedern der Fischbeck den Socialdemokraten viele Pfeile aus ihrem Köcher geMetallindustrie weniger beschäftigt gewefen am 1. Oktober d. J. Krankenkassen; da hat sich die Zahl der Beschäftigten nommen hat. Die Magistratsvertreter hätten sich der Angelegenheit gegen das Vorjahr. Die Zählung wurde im ganzen in 419 Be- gesteigert; noch nie waren so viel Arbeiterinnen beschäftigt als mit dem vollsten Ernst angenommen. Auch er wolle die Arbeiter trieben vorgenommen; man ist also fleißig bestrebt gewesen, gerade im Augenblick in Berlin. Nach einer Arbeit unires statistischen nicht auf Armenunterstüßungen verweisen, sondern erwarten, daß einen Ueberblick zu geben über die Arbeitslosigkeit, und Amts über die Zeit von 1892 bis November 1900 war in diefem letzten für den Fall einer wirklichen Kalamität der Magistrat auch willig diese Umfrage zeitigte also auch ganz andere Reſultate. Monat die höchste Beschäftigungsgelegenheit. In jedem Jahre er seine Hilfe leisten werde, ihr entgegenzutreten. Nach diesen Zahlen waren in der Metallindustrie 1900 im Oftober giebt sich ein Rückgang der Hochkonjunktur in den WinterStadtv. Bruns( Soc.): Der Vorwurf mangelnder Objektivität beschäftigt 47 916, in diesem Oktober 34 843, ergo 13 073 weniger monaten. Mit Rücksicht auf die Vermehrung der Bevölkerung in dem einzigen Gewerbe hier in Berlin. Im Baugewerbe ist die Zahl der Beschäftigten auf je 1000 der Bevölkerung gegen meinen Freund Zubeil ist unberechtigt. Er hat nur gemeint, daß schon unsere Anwesenheit in der Versammlung dem Magistrat Tag es im Sommer schlimmer als im Herbst. Durch die ermittelt worden und die Kurve macht die gleiche Bewegung: schnellere Beine gemacht hat, und das steht fest, wenn man mit den hereingebrochene Krise zeigte sich das Bestreben, Gelder als Baugelder Ein gewisser Mangel an Arbeitsgelegenheit steht fest bei herzugeben, die früher für die Industrie gegeben worden waren. den Metallarbeitern. Ein Teil der Firmen hat feinen Das hat aber sofort ein Ende, sowie die Mietstasernen fertiggestellt Arbeitsmangel, ein anderer Teil hat nur die Arbeitszeit beschränkt, sind, und aufs Frühjahr ist für die Maurer und Zimmerer weit Nur in der Metallindustrie sind auch Arbeiterentlassungen in erhebweniger Aussicht als in früheren Jahren. lichem Maße eingetreten und ist die Arbeitszeit um 1-3 Stunden Ferner haben die Steinmeßen und Steinbildhauer davon auch täglich herabgefeßt, einzelne Betriebe feiern sogar einen halben oder nicht in demselben Maße relativ Vorteil gezogen, weil es ganzen Tag in der Woche. Unfre Tabellen verschleiern nichts. fich bloß um gewöhnliche Mietstasernen handelt. Bei sechs Die von den Gewerkschaften uns übersandten Ermittelungen Firmen waren Ende Oktober 1900 295, jezt bloß 133; teilten wir nicht mit, weil die Nachprüfung ergab, daß dieses Material ähnlich die Zahlen der Steinbildhauer 192/117. Die Vorlage will thatsächlich nicht als sichere Unterlage anzusehen ist.( Hört! hört!) Die an uns auch an der Arbeitsnachweis- Statistit vordemonstrieren, daß gestellten Stichproben ergaben bedenkliche Abweichungen. In einem bon einer besonderen Notlage teine Rede sein kann. Auf Betriebe follte die Arbeiterzahl von 300 auf 45 zurüdgegangen sein, 100 offene Stellen kommen Arbeitsuchende 1900 im Juni 132, nach Ausweis der Bücher war das thatsächliche Verhältnis feit aus. in diesem Juni 169, Juli 111 an 148, August 106 zu 147, September 191: 102( ört! hört!). Bei fast allen Betrieben, wo wir angefragt haben, 97 zu 130. Die Ermittelungen der Gewerkschaftskommission ergeben ging es uns ebenso, bei einzelnen dagegen stimmt alles genau; den bei 10 Gruppen im Durchschnitt: August 148 zu 262, September Vorwurf tendenziöser Aufstellung erheben wir daher keines4 nicht die Kommune heutigen die früheren Aeußerungen vom Magistratstische vergleicht. unsre Bauten gehen vielfach zu langsam vor sich, das geben auch Bei dem Streit in Buch lag die Schuld auf seiten der Unterzahlreiche Kollegen außerhalb unsrer Partei sehr unverblümt zu. nehmer; nicht die Arbeiter haben frivol auf den Streit hingearbeitet; das wollte ich hier bloß zur Steuer der Wahrheit feststellen. Darauf schließt die Besprechung. Mitgliedern spricht Vorsteher Dr. Langerhans den Dank und die Den mit Ende dieses Jahres aus der Versammlung scheidenden Anerkennung der Versammlung für ihre kommunale Wirksam Breslau, 18 Dezember.( B. H.) Zu den dreifachen More folgende Einzelheiten gemeldet: Der Glasschleifergehilfe Karl Vierzens versuchte in einem Wahnsinnsanfall seine Mutter zu erstechen. Als die bedrohte Frau die Nachbarn zu Hilfe rief, hatte der Wahnsinnige seinen drei kleinen Brüdern im Alter von 21/2, 4 und 8 Jahren mit einem Beil die Köpfe abgeschlagen. Die Leichen, deren Köpfe zerhackt waren, fand man nebeneinander auf dem Fußboden liegen. Leipzig, 19. Dezember. Wie die Leipziger Volkszeitung" aus alle meldet, wird Anfang Januar eine Konferenz mitteldeutscher stohlenwerke hier zusammentreten. Wie verlautet, soll über a IIgemeine Lohnreduktion und eventuellen Anschluß an das zu bildende sächsische Kohlensyndikat Beschluß gefaßt werden. 139 zu 194, Ottober 180 zu 220. Die Gesamtsumme der Arbeits- wegs. Redner kommt auf die Steigerung der Spareinlagen Lehte Nachrichten und Depelihen. losen war zu Anfang November nach der Kommissionsenquete sowie die Verminderung des Zuzuges nach Berlin zu sprechen. wenigstens 50 000. Sowie die Weihnachtsarbeiten vorüber sind, Daß 80 000 Arbeitslose in Berlin sind, bezweifeln wir durchaus, wächst diese Zahl noch ganz bedeutend. so daß wir bis anderseits ist es Thatsache, daß in jedem Winter eine größere Zahl von in Goldbach werden dem" Brest. Gen.- Anz." aus Reinerz ins Frühjahr mit mindestens 60-65 000 zu rechnen haben. Daß Arbeitern beschäftigungslos ist. Unfre Statistit, die fortgesetzt werden die Not in diesem Jahre groß ist, können Sie auch an anderen wird, bringt uns zu der Erkenntnis, daß in der Frage vielfach überZeichen erkennen. Drei Pastoren von der Himmelfahrts- Gemeinde trieben wird. Das muß ausgesprochen werden, denn die haben in ziemlich deutlicher Art ausgedrückt, wie schlimm es fünstliche Erregung von Entmutigung muß schließlich zum mit der Arbeitslosigkeit steht." Nie haben wir für unsre Armen Nachteil der Arbeiter ausfallen. Der Magistrat bat ichon öffentlich zu Gaben aufgefordert, aber dieses Winters Not ist zu groß; vor 2 Monaten eine Kommission für die Prüfung der Frage und gesteigerte Mieten und verschlechterte Arbeitsgelegenheit wirken zu zur Formulierung von Vorschlägen eingesetzt. Notstandsarbeiten fammen."( Hört! hört!) und selbst die„ Kreuz- 8tg." hat in ihrem In- will auch der Interpellant nicht, sondern Förderung bezw. sofortige feratenteil einen Rotschrei des armen Lazarus veröffentlicht, wo um Vergebung der genügend vorbereiteten städtischen Arbeiten. Schon einige Brofamen für die Hungernden gebeten wird. Nach der am 28. November hat der Oberbürgermeister eine dementsprechende Tägl. Rundschau" allerdings und zahlreichen ähnlichen Organen ist Verfügung erlassen, nach der eine Reihe Verwaltungen auch ja gar tein Notstand, sondern nur Arbeitslosigkeit wie bereits verfahren. Vom Schneeschippen sollte man nicht so wegwerfend in jedem Jahre während der Wintermonate. Dieser falschen sprechend; es ist doch nichts Geringes, wenn 1250 Leute extra ein Anschauung treten wir entgegen im Interesse der Not- gestellt und mit 2,60 m. pro Tag entlohnt werden. Diese 1250 find Dresden, 19. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) Jm leidenden. Erörterungen der Frage haben stattgefunden in nur mit Mühe und Not zusammengebracht worden( hört! hört!), Beleidigungsprozeß Simon erhielten die Genossen Fleißner und Mannheim, Dresden, Magdeburg, Effen, Charlottenburg, sogar der dabei wurde fein Arbeitsloser zurückgewiesen auch ein Nitzsche zusammen 2400 M. Geldstrafe. erzreaktionäre sächsische Landtag hat sich damit befaßt und der Reichstag Beweis, daß die Sache so schlimm nicht aufgefaßt werden wird demnächst auf eine Interpellation der Socialdemokraten darauf darf. Uebrigens liegen eine Reihe von Projekten fertig Zeit, 19. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei einzugehen haben. Daß Sie hier die Frage von höheren socialpolitischen da und können jeden Augenblick vor die Versammlung gebracht den hiesigen Stadtverordneten Wahlen der dritten AbGesichtspunkten aus betrachten werden, hoffen wir. Mit Schnee- werden, für den Fall, daß weitere Arbeiten schleunig aus teilung fiegten 3 bürgerliche und 2 socialdemokratische Kandidaten. schippen und Sandkarren ist die Frage nicht zu lösen. Soll sich nicht auführen für erforderlich erachtet wird. Eine allgemeine Paris, 19. Dezember.( B. H.) Heute wird der bekannte auch die Kommune mit der Arbeitslosenversicherung beschäftigen? Arbeitslosen Versicherung fann all Weltreisende de Wint vom Nordbahnhof aus eine Reise zu Ich kann mir wohl denken, daß sich im Magistrat eine Person, führen, denn sie hat kein Mittel, die Arbeiter zu Beiträgen zu sei es auch der Oberbürgermeister, es zur Ehre segt, die Frage an zwingen, diese Einrichtung fann nur das Reich treffen. Ueber den Fuß nach New York unternehmen. Er wird den Weg der transzuschneiden und zu einer Vorlage zu verdichten. Die Arbeitslosen- socialdemokratischen Zukunftsstaat hat der Berliner Magistrat sibirischen Eisenbahn benutzen, dann das, wie er hofft, zugefrorene Versicherung muß der übrigen Arbeiterversicherung angepaßt werden; nicht zu zu beschließen.( Große Heiterfeit.) Was geschehen Beringsmeer überschreiten und von Clondyke aus seine Wanderung es muß ausgedrückt werden, daß hier eine Pflicht der Gesellschaft vor fanu, ist geschehen, wenigstens haben wir uns bemüht, nach New York fortsetzen. liegt, die Elendeften, die Arbeitslosen, die nichts beziehen, wenn fie teine Mittel und Wege zu finden, und werden weiter bemüht sein.( LebArmenunterstüßung nehmen, wenn sie nicht politisch entrechtet werden hafter Beifall.) wollen, zu unterstüßen. Eine Arbeitslosenversicherung wäre gewissermaßen die Krönung des socialreformatorischen Gebäudes, und In der auf Antrag Singer beschlossenen Besprechung führt wir erivarten, daß diese Frage im Reichstag oder in Stadtv. Karl Goldschmidt( N. L.) aus, daß der Magistrat den Kommunen demnächst ihrer Lösung entgegengeht. Die für feinen Fleiß und seine Thätigkeit in der Untersuchung organisierten Arbeiter haben versucht, durch Unterstügungen den der Notstandsfrage alle Anerkennung verdiene. Er stimmt Metallarbeitern wurde heute auf nicht ausständige Arbeiter Notstand zu mildern, in diesem Jahre ist von den Gewerkschaften dem Interpellanten darin zu, daß auch von Stadt wegen einer Fabrit geschossen; lettere und auch der Besizer der Fabrit erdoppelt soviel gezahlt worden als im vorigen Jahr. Hier tragen alles, was geschehen könne, auch geschehen solle, um widerten die Schüsse, drei ausständige Arbeiter wurden die Gewerkschaften allein die Kosten. Nach der Vorlage haben ja verhindern, daß die Löhne weiter herabgedrückt werden. verwundet, zwei von ihnen schwer. Die Polizei stellte 10 Gewerkschaften hierfür 38 259 M. im dritten Quartal mehr aus Die tariflichen Vereinbarungen müßten respektiert werden. Die die Ordnung wieder her, der Fabritbefizer und eine An gegeben, als im Vorjahr. Das find aber bloß die organi Arbeitslojenversicherung fommunal zu gestalten, sei undurchführbar, 3 a h! Arbeiter wurden verhaftet. fierten Arbeiter. Wie ist es mit den norganisierten? diese sollten Gewerkschaften und Gewerkvereine zu einer BerufsDie stehen nicht etwa alle in Arbeit, fie sind noch viel aufgabe machen, dann würden die Arbeiter viel besser dran sein. bedürftiger und können nicht einmal die Beiträge für die Gewerk. Redner fündigt einen Antrag an, wonach das Bauterrain an der schaften aufbringen. Diese Unterſtügungen sind aber auch durchaus Bödikerstraße und der Straße 48 schleunigst durch Beschäftigung von unzulänglich; mit Ausnahme der Buchdrucker, die 14 Mart Arbeitslosen von dem dort lagernden Müllhaufen befreit werden soll. wöchentlich zahlen, werden nur 7 Mark pro Manu von den meisten Gewerkschaften gewährt. Neben dem regulären Stadtv. Zubeil( Soc.): Wir erkennen gern die fleißige und braunt. Beitrag haben manche Gewerkschaften freilich noch etwas Besonderes außerordentliche Arbeit an, welche der Magistrat geleistet hat. Früher New York, 19. Dezember.( W. T. B.) Bei dem Zusammenstoß gethan. In der Bildhauergewerkschaft zahlt jetzt schon seit fünf wurde solchen Fragen von dort aus eine gleiche Behandlung nicht der beiden Expreßalige auf der Southern Pacific- Bahn find den Wochen jeder Arbeitende 8 Prozent seines Verdienstes extra, damit zu teil. Wir dürfen wohl diese neue Behandlung auf unser legten Nachrichten zufolge zwei Personen getötet und vier verlegt die Ausgesteuerten und die noch nicht Bezugsberechtigten eine Conto setzen.( Widerspruch und Zustimmung.) Wenn Kollege Gold- worden. Extra- Unterstützung erhalten tönnen. Die Gewerkschaften selbst schmidt die Frage Ge= der Arbeitslosen- Versicherung von Zu Florenz, 19. Dezember.( B. H.) Hier wurde eine Fälscher: bande entdeckt, die falsche Aktien der Stadtanleihe von Florenz im Betrage von mehreren Millionen Lire angefertigt hat. Die meisten Mitglieder der Bande find verhaftet. Barcelona, 19. Dezember.( W. T. B.) Von ausständigen New York, 19. Dezember.( W. T. B.) Nach einer Depesche aus Salinas in Kalifornien hat dort ein Zusammenstoß zweier Expreßzüge der Southern- Bacific- Eisenbahn stattgefunden. Etiva worden sein. Der nach Norden fahrende Zug ist zum Teil vers 12 Personen sollen ums Leben gekommen und 50 verwundet fühlen also heraus, es muß etwas Weiteres gethan werden. Was meinde wegen für unlösbar hält, so ist heute das näher New York, 19. Dezember.( Meld. des Reuterschen Bureaus".) tann die Kommune thun? Man spricht von Rotstandsarbeiten, es zu untersuchen nicht die Zeit, fann aber die Gemeinde In einer Fabrit in Pittsburg hat heute eine Gasexplosion statt Lönnen darunter auch sogar unproduktive Arbeiten verstanden werden. fie nicht lösen, so können die städtischen Behörden viel dazu bei gefunden. Zehn Arbeiter wurden getötet, fünf verlegt, davon drei Diese Anforderung stellen wir nicht, aber es sollten die von uns be- tragen, daß sie endgültig durch das Reich gelöst und die Aus- tödlich. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 297. 18. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 20. Dezember 1901. Wieder ein Spitzel entlarvt. In polizeilichen Kreisen giebt man sich fortgesetzt die größte Mühe, hinter die Geheimnisse zu kommen, die man bei der Socialdemokratie vermutet. Dabei haben aber die eifrigen Beamten der wißbegierigen Polizei zumeist das Bech, von unsren Genossen erkannt zu werden, ehe es ihnen gelungen ist, hinter die schwarzen Geheimnisse der rothen Revolutionäre zu kommen, und so muß der Spizel, dem sein sauberes Handwerk vereitelt ist. mit langer Nase abziehen. Der türzlich von uns mitgeteilten Spitzelgeschichte aus dem vierten Wahlkreise tönnen wir heute ein ähnliches Vorkommnis hinzufügen, welches sich im fünften Wahltreise abspielte, und das wegen seines ergözlichen Verlaufs das Interesse unsrer Leser verdient. bediente. = " " vereins betrachtet werden und wird aus dem Verein ausgeschlossen." Das Wahlkomitee hatte sofortigen Ausschluß beantragt; dieser Antrag wurde gegen eine starke Minorität abgelehnt. Die Vertrauensleute des Wahlkreises Bochum verhan delten im Auftroge der legten Kreisfonferenz über die ReichstageKandidatur. Sie einigten sich dahin, bei den Genossen Peter Me is, Böm elburg und Lehmann Dortmund, dem bisherigen Kandidaten, anzufragen, ob sie zur Annahme einer Kandidatur geneigt seien. Unsolide Konkurrenz. Der Verband der Graveure und Ciseleure hat es seit langem übel bemerkt, daß von den in der Reichsdruckerei beschäftigten Graveuren einige nach Feierabend noch für andere Geschäfte Arbeiten zu Hause anfertigen. Diese Arbeiten werden natürlich schlecht bezahlt, und die Arbeiter solcher Firma, von denen diese Leute Aufträge erlangen, leiden unter einem fortdieser Leute im Hinblick auf die gegenwärtige Arbeitslosigkeit; währenden Lohndruck. Besonders verwerflich ist das Treiben denn man kann wohl annehmen, daß in der Reichsdruckerei die Graveure so entlohnt werden, daß sie nicht gezwungen sind, nach Feierabend ihren Kollegen die Arbeit fortzunehmen und so dazu beiWas ist ein Hansbefizer? Diese Frage wurde vom Stadt- tragen, daß die Zahl der Arbeitslosen in ihrem Berufe noch vermehrt verordneten Kollegium in Eberswalde in etwas eigentüm- wird. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend hatte der Verband der Es hat die Wahl eines Hausbesizers Graveure und Ciseleure sich an die Reichsdruckerei mit der licher Weise entschieden. für ungültig erklärt, weil sein Neubau noch nicht vollständig Bitte gewandt, diesem Unfug entgegenzutreten. Die Direttion beziehbar ist. Der Mann ist unbestrittener vollgültiger Besizer des der Reichsdruckerei hat darauf geantwortet, daß sie keinen Hauses, aber weil noch keine Leute drin wohnen( einige unbedeutende Anlaß habe, dem Graveur R. B. in Bezug auf Innenarbeiten, Anstreichen 2c., sind noch zu machen), deswegen ist er die Ausnüzung feiner freien Zeit über nicht als Besitzer eines Hauses angesehen worden. Arbeitsordnung hinausgehende Verpflichtungen ist einer von den nengewählten vier Socialdemokraten. Der auf diese seltsame Weise hinausbugsierte Stadtverordnete aufzuerlegen. A den Gemeinderat gewählt. 2 kadut Achtung, Schraubendreher! die Der Streit bei der Firma Stelzner dauert fort. Die Firma hat bis jetzt in Berlin keine Erfaßträfte gefunden und sucht deshalb durch Inserate in auswärtigen Blättern Schraubendreher von aus: wärts nach Verlin zu ziehen. Wir ersuchen deshalb alle arbeiterfreundlichen Blätter um Nachdruck der obigen Zeilen. Deutscher Metallarbeiter Verband. Ortsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. = Aus Industrie und Handel. Der Scherennagler Verein in Solingen sprach den Der Handelsminister erließ gestern eine Verfügung, durch welche die Errichtung einer Handelskammer für Berlin und seine Schleifern seine Sympathie aus und wählte eine Kommission, welche Vororte mit 36 Mitgliedern vom 1. April 1902 ab genehmigt wird. über die Unterstützung der durch die Bewegung in Mitleidenschaft verzeichnet einen Verlust von 17 542 249 M. Bei einem AktienDer Bericht der Liquidatoren der Dresdner Kreditanstalt gezogenen Scherennagler beraten und geeignete Vorschläge machen soll. Die Hamburger Petroleumkutscher haben nach dem Corre tapital von 20 Millionen ist somit noch auf einen Attienüberschuß von spondenzblatt" der Generalfommission mit den sie beschäftigenden 457 751 W. zu rechnen. Von den Debitoren, die in Höhe von Firmen einen auf Jahresfrist geltenden Tarifvertrag abgeschlossen. 22 236 711 M. zu Buch standen, mußten allein 10 171 108 M. ge- Der Vertrag, welcher 12 Paragraphen umfaßt, regelt die Wohn- und strichen werden. Desgleichen mußte das Effektenconto eine Herab- Arbeitsbedingungen. Er seyt fest, daß irgendwelche Strafen nicht fegung von 7 Millionen und das Giroconto um 2½ Millionen mehr gefordert werden dürfen, schließt die Kautionsstellung aus und erfahren. Somit werden die Gläubiger voll befriedigt werden seyt Normen für Lohn, Epesen und Provision an. Wenn der Vertrag können, während die Aktionäre nur mit einem sehr geringen in der vereinbarten Frist nicht gekündigt wird, behält er stillschweigend Brozentsatz abgefunden werden, der sich schließlich bei günstiger Ab- auf ein weiteres Jahr Gültigkeit. wicklung der Geschäfte noch um einiges erhöht. Ueber die Geschäftsverbindungen der Bank und die geltend gemachten Regreßansprüche sagt der Bericht folgendes: Im Juli dieses Jahres ließ sich ein Mann unter dem Namen Karl Schneider als Mitglied in den socialdemokratischen Verein für den fünften Berliner Reichstagswahlkreis aufnehmen. Karl Schneider wollte aber nicht mir ein unbekanntes Dasein in den Mitgliederlisten des Vereins führen, sondern es verlangte ihn sehn füchtig, persönliche Beziehungen mit bekannten ParteiDer Entscheid macht den Eindruck, als ob die Direktion sich von genossen des Wahlkreises anzuknüpfen. In dieser Absicht näherte er Für ungültig erklärt wurde auch die Wahl d 3 Genossen halten will. Ein Standpunkt, der viel Sympathisches hat, von dem jeder Bevormundung der Arbeiter außerhalb des Betriebes fernfich zunächst unserm alten Genossen Jakob Reul. Karl Schneider Linde in Königsberg, der als Hausbefizer ins dortige Stadt- wir aber nur wünschen, daß er allgemein befolgt würde; denn wir machte in Reuls Cigarrenladen hin und wieder kleine Einkäufe. Mit verordneten- Kollegium gewählt war. Linde hatte am Tage der wissen, daß in politischen Dingen die Direktion anders denkt und Vorliebe tam er am Sonnabendabend, wo zahlreiche Arbeiter und Wahl den Besigtitel noch nicht in Händen. Wenn er als Besizer Barteigenossen im Reulschen Geschäft ihren Bedarf einkauften. bereits eingetragen war, dann wird man ihn wohl dennoch als Be- auch anders handelt. Karl Schneider beteiligte fich an den Gesprächen, die bei dieser sizer anerkennen müssen. Gelegenheiten gepflogen wurden. Er verstand es, sich als biederer Gemeindewahlen. In den sächsischen Gemeinden Olbernhau, Arbeiter und überzeugter Parteigenosse aufzuspielen, und da er ein bescheidenes und gesetztes Wesen zur Schau trug, so hegte nie- eich und Stünz wurden socialdemokratische Kandidaten in mand den geringsten Argwohn gegen diesen Genossen". So fan: Karl Schneider nach und nach in engeren persönlichen Verkehr mit Polizeiliches, Gerichtliches usw. dem Genossen Reul, den er auch öfter auf seinen Geschäftsgängen Konfisciert wurde auch in Magdeburg der ganze Vorrat begleitete. Hier zeigte der neue Freund" eine für Neul recht der aus der Buchhandlung Vorwärts bezogenen Weihnachtszeitung. schäzenswerte Eigenschaft. Beim Besuch der Restaurateurkundschaft muß natürlich mancher Schoppen vertilgt werden, und Karl Schneider erwies fich als ein trintfester Mann, dessen Durst immer noch vorhielt, wenn Reuls Leistungsfähigkeit bereits erschöpft war. Aber nicht genug damit. Auch den Partei Arbeiten widmete sich Karl Schneider mit großem Eifer. Er war zur Stelle, als die Genossen des fünften Streises ein Flugblatt zur Agitation für die Stadtverordneten Wahlen verbreiteten. Im Schweiße seines Angesichts lief er mit seinem Packen Flug blätter Trepp auf, Trepp ab, Hans ab, Hans bei Haus. Steine Dachstube war zu entlegen, keine Kellerwohnung zu versteckt, als daß Karl Schneider sie nicht aufgefunden und dort sein Flugblatt abgegeben hätte. Ja, er ließ es sich nicht verdrießen, Wohnungen, wo er vergebens angeklopft hatte, später noch ein zweites Mal aufzufuchen, bis er feine Parteipflicht" erfüllt hatte. Mehr noch. Als seine Tour beendet war, da übernahm er, weil es gerade an Arbeitskräften mangelte, aus freien Stücken eine zweite Tour, die er schweißtriefend erledigte. Kein Wunder, daß man fich der Arbeitskraft eines so eifrigen Genossen" auch ferner Arbeiter einmütig wieder die Arbeit aufgenommen. Wenn die Werft Auf der Kochschen Werft in Lübeck haben am Mittwoch die Eines Abends lag Karl Schneider in Gemeinschaft mit andren leitung also etwa durch ihr geradezu unbegreifliches Verfahren einen „ Es zeigte sich sehr bald, daß fast alle dem Concern der Kredit- Ausstand hatte provozieren wollen, so ist ihr dies mißglückt. Ueber Bartcigenossen in einem Parteilokal eifrig der Convertierung von anstalt und der Elektricitätswerke Summer u. Co. angehörigen eine etwaige Maßregelung von einzelnen ist bisher nichts bekannt Stimmzetteln zur Stadtverordneten- Wahl ob. Als er bei der besten Unternehmungen durch die Auflösung der Kreditanstalt, ihrer Kredit- geworden. Arbeit war, betrat unser Parteigenosse St Lose aus dem sechsten Die Werftleitung wird numnehr, dem Verlangen der Wahlkreise das Lotal, und dieser glaubte auf den ersten Blick in geberin, in arge Bedrängnis gerieten. Die Wechselwirkung dieser von den Arbeitern gewählten Kommission entsprechend, die Wahl des Verhältnisse auf die Liquidationsmasse der Kreditanstalt konnte nicht Arbeiterausschusses vornehmen lassen. Karl Schneider einen alten Betannten vom Alexanderplatz ausbleiben. Denn lettere besaß teils als Eigentümerin, teils als zu erkennen. Klose setzte den Genossen Reul von seiner Entdeckung Pfandgläubigerin in hohen Nominalbeträgen die Schuldverschreibungen Die Gewerkschaftsbewegung in Mecklenburg hat unter den in Kenntnis, da er aber seiner Sache nicht ganz sicher war, so ver- und Aktien der durch sie in Notstand geratenen Unternehmungen: vormärzlichen Zuständen im Öbotritenlande schwer zu leiden. Als einbarte man, dem Genossen Eugen Ernst Gelegenheit zur mehrfach war sie sogar im Besige sämtlicher Aktien derselben. Um am Sonntag in einer allgemeinen Holzarbeiterversammlung zu Rekognition des eifrigen Barteigenossen" zu geben. diese Bestände durch Konkurseröffnung oder Liquidation nicht Rostock ein Redner, der die Verkürzung der Arbeitszeit behandelte, 2ie verabredet, saß Start Schneider eines Abends im Kreise von Parteigenossen, als Eugen Ernst eintrat, der in dem arbeits- ganz oder doch nahezu wertlos werden zu lassen, war die Kredit- sich über die hereingebrochene wirtschaftliche Krise erging, erklärte anstalt genötigt, dieselben zu sehr niedrigen Preisen aus der Hand der anwesende Polizeibeamte die Versammlung für eine„ politische" freudigen Genossen" sofort einen Kriminalbeamten erkannte, Es wird Zeit, daß der Reichstag einmal der ihn vor Jahren observiert hatte, und der auch bei einer Hans- geben, oder die Hand zu Sanierungen zu bieten und namhafte und löste sie auf. Es rächte sich hier schwer das Gebaren dieser Versammlungsfreiheit" so zu Leibe rückt, wie dem Verer Buzahlungen zu machen. suchung in Leitung des bekannten Wachtmeisters Diener mitgewirkt Gründungen der der Schrinnerschen Druckerei unter der der Verwaltung der Kreditanstalt, welche namentlich den zahlreichen bindungsverbot. Elettricitätswerte Summer Die Ban- Arbeiter von Ahrensberg in Medlenburg hatte. Was machen Sie denn hier?" redete Ernst den er große Stredite einräumte und Bürgschaften für sie übernahm, sind in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern in einem tappten Spitzel an. Na, ich helfe hier.""" Sie helfen ohne eine andre Sicherheit, als gegen Hinterlegung der eignen Werte Schreiben an die Meister eine Lohnerhöhung von 45 auf 50 Pf. bei der Parteiarbeit? Kennen Sie mich nicht? Als wir uns kennen lernten, da waren Sie doch mit dem Wacht dieser Unternehmungen. Der hiernach die frühere Verwaltung der pro Stunde und Beginn der Arbeitszeit um 61/2 Uhr anstatt wie Kreditanstalt treffende Vorwurf leichtsinniger Kredit- bisher um 6 Uhr. meister Diener zusammen." Karl Schneider stutte, gewährung bildet die hanpsächlichste Grundlage für die gegen Teugnete und behauptete, ein ehren werter Arbeiter und Partei- Sie frühere Direktion und den früheren Aufsichtsrat von den Liqui- handelte dieser Tage das Landgericht in Dresden gegen den Gürtler Wegen angeblich begangener schwerer Streifexceffe ver: genosse zu sein. Das Lengnen half ihm nichts. Eugen Ernst war datoren geltend zu machenden Ersatzansprüche. Der Mobiliar- und Karl Hugo Beyer. seiner Sache sicher, und um den Spizel vollends zu entlarven, führte Immobilienbesitz des früheren Direktors, Kommerzienrats Horn, ist der Firma St. M. Seifert, Bronzewarenfabrik, Löbtau, vor Es handelt sich um Vorgänge anläßlich der bei ihn Ernst in Begleitung eines andren Parteigenoffen nach der im Arrestivege beschlagnahmt worden. Da Horn die Forderungen gekommenen Maiaussperrung. Die Auflage lautet auf Vergehen Wohnung in der Rheinsbergerstraße, die Schneider als die feinige der Bant bestreitet. so machte sich ferner die Beschreitung nach§ 153 der Gewerbe- Ordnung und§§ 240, 303, 223, 232 a des angegeben hatte. Hier erlangten mm unsre Parteigenossen die Ge- des Klageweges gegen ihn notwendig. Mit dem früheren Direktor, R.-Str.-G.-B. Zur Verhandlung waren zwölf Zeugen geladen. Nach wißheit, daß der angebliche Karl Schneider daselbst gar nicht wohnt. Bürgermeister Selöger, ist ein Vergleich zu stande gekommen, auf Abhörung eines größeren Teils der Zeugen zog der Staats und die weiteren Nachforschungen ergaben, daß auch der Name, der Grund dessen er wie im Bericht bemerkt wurde eine seinen Beruf und die Arbeitsstelle des eifrigen„ Genossen" falsch angegeben eingehend geprüften Verhältnissen entsprechende Barsumme ge- und beantragte nur Bestrafung nach§ 223( gefährliche Körperanwalt den Strafantrag in der Hauptsache zurüc waren, und daß ein Start Schneider, auf den die gemachten Angaben zahlt und die ihm an verschiedene Attiengesellschaften zu verlegung). Das Urteil lautete auf fechs Tage Gefängnis, die durch passen, in Berlin überhaupt nicht egiſtiert. stehenden Tantieme Ansprüche ant die Kreditanstalt ab= Damit war die Rolle Karl Schneiders ausgespielt. Er that getreten hat. die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Ferner hat mit dem früheren Vorsitzenden zwar immer noch so, als hätten unsre Parteigenossen ihm bitteres des Aufsichtsrats, Generalkonsul v. Rosencrank, ein Vergleich statt. Wegen Einführung eines Mindestlohntarifs haben sich die Unrecht zugefügt. Der Vorsitzende des socialdemokratischen Vereins gefunden. Generalfonful v. Rosencrantz hat der Bank Mitte Juni 23 eber in Elsterberg, Greiz, Mylan, Reichenbach, Ronneburg und hatte ihn auch noch zu einer Vorstands fizung geladen, um dieses Jahres an seinem Gute Schönbach in Böhmen eine Sicherungs- Gera je an den Gewerbe- Inspektor ihres Bezirks gewandt. Die dem angeblich Verkannten Gelegenheit zu geben, sich über seine hypothek in Höhe von 260 000 M., im Range hinter 39 000 Gulden angerufenen Aufsichtsbeamten haben ihre Intervention bereitwilligst Person auszuweisen, aber Karl Schneider zog es vor, nicht 8" feste Hypotheken eingeräumt. Weiter haftet der Bank das ihm ge- zugejagt. Bei dem Gewerbe- Inspektor für Neuß i. 2. wird im erscheinen, und man sah ihn in den Kreisen unsrer Partei- hörige, bei der Bank liegende Effektendepot. Diese Einigung ist Laufe dieser Woche eine Kommission des Textilarbeiter- Verbandes genossen nicht wieder. So endete das Gastspiel, welches ein dicnfteifriger Polizeibeamter nur dadurch zu erzielen gewesen, daß die Bant auf Ansprüche an über an sie gestellte Fragen Auskunft geben. Alsdann soll unter den Aufsichtsbeamten eine Verständigung berbeigeführt werden, in in focialdemokratischen Streifen gab. Die ganze Angelegenheit kann Rosencrank aus Konsortialbeteiligungen verzichtet." welcher Art und Weise am besten die Vermittelung eingeleitet von unsren Parteigenossen als ein erheiterndes Intermezzo Geschäftsberichte deutscher Konsumvercine. Die Limwerden kann. im ernsten Kampf angesehen werden. Andrerseits zeigt aber bacher Aktien- Konsumgesellschaft erzielte im vergangenen Jahre Die Braunschweigische Polizei, deren Aufmerksamkeiten gegen auch dies Vorkommnis, daß auch bei den Polizeibeamten einen Ilmjag von 538 944 M. Reingewinn 54 124 M. Rückvergütung ein erschreckender Grad v.o. It Arbeitslosigkeit 10 Broz. Der Konsumverein in Plauen i. 2. hatte in seinen die Gewerkschaftsbewegung uns in letzter Zeit wiederholt beschäftigten, Am 16. herrschen muß, denn wenn die Beamten der Polizei auf ihrem 15 Verkaufsstellen einen Umfaz von 1 905 811 M. Reingewinn macht wieder durch eine neue Aktion von sich reden. eigentlichen Arbeitsfelde, der Sorge für die Sicherheit des Publikums 300 185. 171/2 Broz. Verein stellt nachmittags wurde der Schriftführer des Braunschweiger Gewerkvon seiner Arbeitsstelle schaftskartells durch Kriminalbeamte gegen gemeingefährliche Verbrecher, ausreichende Be- jezt eignes Verwaltungsgebände und Bäckereieiner Haussuchung in seiner Wohnung beifchäftigung hätten, dann würden sie nicht Zeit finden unter der anlage her. Der Konsumverein in Potschappel berichtet über weggeholt, Maske eines Arbeiters sich in socialdemokratische Kreise zu drängen einen Umsatz von 1 022 025 M. Reingewinn 92 885 M. Mid- wohnen. Es wurden bei ihm sämtliche Bücher. Gelder usw. und dafelbft herumzufchnüffeln nach Geheimnissen die es gar nicht vergütung 8 Proz. Der Verein plant für das laufende Jahr den beschlagnahmt. Ebenso hat die Polizei zwei Fleischergesellen giebt. Wenn es in unfren Kreifen wirklich etwas zu entdecken gäbe, Bau eines Lagerhauses und einer Bäckerei. Der Konsumverein verhört. Die Polizei glaubt nämlich, in Braunschweig bestände was das Licht der Oeffentlichkeit scheuen müßte, so sind doch sene für Frankfurt a. M. hatte in den ersten 7 Monaten seines eine nicht angemeldete Filiale oder Zahlstelle des Fleischerverbandes. Da die Arbeiter die neueste Polizeithat nicht auf sich beruhen lassen Elemente, welche sich mit der Absicht, etwas derartiges aus- Bestehens einen Umsatz von 111 644 M. Reingewinn 6338 m. wollen, wird sich wohl bald herausstellen, daß es sich dabei um einen zufpionieren, bei uns einschleichen, am allerivenigsten zu solcher Aberglauben der Polizei handelt. Thätigkeit geeignet. Das zeigt der hier besprochene Fall, bei dem es anscheinend sogar um einen der geschickteren Beamten handelt, wieder mit voller Deutlichkeit. " H Partei- Nachrichten. Nein." " cin = Rückvergütung Der eine " Im Ausland. Die Cement- Industrie in Dänemark. In den letzten Jahren hat zwischen den dänischen und den ausländischen Cementfabriken eine Preistonvention bestanden, wodurch die Konkurrenz ausgeschaltet wurde. Nun ist diese Konvention seitens der deutschen Fabrikanten Die Tapezierer der Möbelfabrik von Heinrich Röhrs in gekündigt worden. Die dänischen Fabriken haben sich nun, um der Prag haben die Arbeit niedergelegt, weil den über Land Arbeitenden zu erwartenden scharfen Konkurrenz besser gewachsen zu sein, zu die Tageszulagen für Kost und Logis derartig gekürzt worden sind, einem Verkaufsring zusammengeschloffen. Die dänischen Cementhändler daß sie nicht mehr auf ihre Rechnung kommen. Als alle Arbeiter Parteidisciplin. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Elber- haben in ganzen Lande einen Aufruf verbreitet, worin die Interessenten bis auf zwei, welche über 40 Jahre bei der Firma thätig gewesen feld ist die Beobachtung gemacht worden, daß Mitglieder des auffordern, die dänische Cementindustrie in ihrem Kampf gegen die sind, die Arbeit niederlegten, warf der Chef auch die beiden Juvaliden unterstützen. auf die Straße und lehnte alle Verhandlungen ab. Die Firma focialdemokratischen Vereins zum Teil gar nicht gewählt haben, ausländische Konkurrenz zu zum Teil für gegnerische Kandidaten gestimmt haben. Das Wahl- Die Cementindustrie in Dänemark gehört zu denjenigen sucht in Deutschland, speciell auch in Berlin, Streitbrecher, weshalb Komitee hatte deshalb Auftrag erhalten, die Angelegenheit zu untersuchen. Industrien, die noch unter der veralteten Zollgesetzgebung zu leiden alle Tapezierer auf die Verhältnisse aufmerksam gemacht seien. In der letzten Vereinsversammlung berichtete das Wahlkomitee haben; auf jede Tonne des zur Fabrikation nötigen Materials über die Unterſuchung. Danach hat vorläufig nur von einem Mit- müffen ca. 25 Dere Zoll bezahlt werden, wogegen das fertige Cement gliede festgestellt werden können, daß es neben drei socialdemokrati- zollfrei ist. schen Kandidaten einen Gegner gewählt habe. Dieses Mitglied habe Entschuldigungsgründe geltend gemacht. Nachdem in der Debatte mitgeteilt worden, daß das eine Mitglied sein Berhalten bereue, wurde folgende Resolution angenommen: „ Jedes Mitglied, welches in Zukunft bei öffentlichen Wahlen Gewerkschaftliches. Berlin nud Umgegend. Achtung, Kistenmacher! Der Streit bei der Firma Göte nicht für unsere Kandidaten voll und ganz eintritt oder gar nicht dauert unverändert fort. Zuzug fernhalten. wählt, fann nicht mehr als Mitglied des socialdemokratischen BoltsDie Lohnkommission. Dänische Händlervereinigung. Die dänischen Häusler haben fich zu einer auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Organisation zusammengeschlossen, deren Hauptzwed iſt, die Hänsler von der Bevormundung durch die Bauern und Großgrundbefizer zu befreien und ihre ökonomische und sociale Lage durch selbständiges Handeln zu bessern. Einen wirksamen Anstoß zur Gründung dieser Organisation gab die Folkethingsdebatte über das Finanzgesetz im Oktober d. J., wo von den Rednern der Social demokratie hervorgehoben wurde, wie unwürdig und demütigend, oft fogar wirtschaftlich schädigend es für die Häusler sei, daß die zur Sociales. d Die Ergebnisse der Volkszählung für das ganze Reich werden jegt in den Vierteljahresheften zur Statistik des Deutschen Reiches in ausführlicher Nachweisung veröffentlicht. Im ganzen betrug die Einwohnerzahl innerhalb des Reichs am Bolkszählungstage 56 367 178, und zwar 27,7 Millionen männliche, 28,6 Millionen weibliche Personen. Als weitere Bestandteile der Reichsbevölkerung kommen hinzu 38 982 Personen auf den 700 deutschen Schiffen, die am 1. Dezember 1900 auf offener See in Fahrt waren, 26 941 Personen, die damals an Bord von 567 deutschen Schiffen in ausländischen Häfen und Küstengewässern verweilten, rund 9400 weiße Bevölkerung in den deutschen Schußgebieten( die andre Bevölkerung daselbst ist auch schäzungsweise nicht anzugeben), endlich 21 608 am Volkszählungstage in China befindlich gewesene Militärpersonen des deutschen Expeditionseorps. Für das deutsche Bollgebiet stellte sich die Bevölkerungszahl im Jahre 1900 auf Die große Vermehrung, welche die deutsche Bevölkerung während der letzten Volkszählungsperiode 1895/1900 erfahren hat um 4 Millionen oder 7,8 Proz. und welche die Zunahme aller früheren Volkszählungs- Perioden seit der Begründung des Reiches erheblich übertrifft, ist nicht bloß auf die hohen Geburtenziffern der in ländischen Bevölkerung zurückzuführen, sondern auch auf den während des genannten Jahrfünfte erfolgten weiteren Rückgang der überseeischen Auswanderung und auf die Einwanderung von fremden Bevölkerungselementen in das Reich. 56 589 925. wohner kommen. Gerichts- Beifung. = Förderung der Häuslerwirtschaften bewilligten Mittel von den Wir haben auch in den vorliegenden Fällen der Aufsichtsbehörde| den deutschen Bauernkrieg. Der sehr interessante Bortrag, dem Bauern und Großgrundbefizern verwaltet werden, und der Land- gegenüber betont, daß bei einer Aushilfebescheinigung von solcher sich eine kurze Diskussion anschloß, wurde mit lebhaftem Beifall auf wirtschaftsminister dann erklärte, die Häusler hätten sich hierüber Dauer immer eine Versicherungspflicht vorliegt"," wir haben aber genommen. Ein Antrag des Genoffen Stumpe, den„ Vorwärts" noch nicht mißbilligend geäußert. Die lebhafte Bewegung, die zur weiteren na rüdlichen Verfolgung der Angelegenheit eine Entzu veranlassen, regelmäßig ein Verzeichnis zu veröffentlichen, in dem nun unter den Häuslern herrscht, und die neue Organisation wird scheidung unbedingt herbeiführen müssen." die gebrauchten Fremdwörter ins Deutsche übersegt werden, wurde den Minister und die Grundbesitzer, die ihm zustimmten, wohl eines Unter diesen Umständen erkennen wir gern an, daß der Kasse abgelehnt, nachdem der Vorsitzende darauf hingewiesen, daß die. Bessern belehren. aus ihrem Verhalten kein Vorwurf zu machen ist. Um so ein Preßkommission bereits im vorigen Jahre einen diesbezüglichen Das neue Anti- Streikkomitee in New York wählte Hanna dringlicher wiederholen wir aber unsre Mahnung an die Arbeiter, Beschluß gefaßt hat und im allgemeinen auch immer eine Erläutezum Vorsitzenden und Gompers zum ersten stellvertretenden sich selbst rechtzeitig zu rühren und in ihrem eignen Interesse auf rung der Fremdwörter stattfindet. Genosse Bähr teilte mit, daß Vorsitzenden. Das Komitee, das Industrie- Abteilung des nationalen Erfüllung der Krankenversicherungspflicht zu achten. fich Arbeiter oftmals noch in Unfallsachen und ähnlichen Rechtsstreitigkeiten alt Bürgerbundes" heißt, bezweckt nach bürgerlichen Mitteilungen Winkelkonsulenten wenden, denen für die. gleichermaßen die Verhinderung von Ausständen wie von AusSocialgesetzgebung jedes Verständnis fehlt und die für ver-. sperrungen. hältnismäßig hohe Gebühren den Arbeitern einen ungenügenden Trübe Erfahrungen hat der Kaufmann Wilhelm Geride Beistand leisten oder aber gar eine ganz verkehrte Auskunft erteilen. machen müssen, als er im Herbst 1900 feine langjährige Stellung Der Redner wünscht, daß auch der Vorwärts", um die Arbeiter vor als Buchhalter mit einem Gehalt von 3600 Mart aufgab, um selbst- Schaden zu bewahren, vor den Winkelkonsulenten warnt und die ständig zu werden. Er war in einer Großdestillation und Wein- vom Unfall Betroffenen in allen Fällen an die Gewerkschaften verhandlung angestellt gewesen und hatte dadurch viele Lieferanten seines wiesen werden, wo denselben von praktisch erfahrenen Personen die bisherigen Chefs tennen gelernt, und diese versprachen, ihn ausreichend notwendige Information zur Geltendmachung ihrer berechtigten Ans mit Kredit zu unterstügen, falls er seine Absicht, ein ähnliches Geschäft sprüche erteilt werden wird. Eine Anfrage des Genoffen Beter, zu gründen, zur Ausführung bringen wolle. Geride mietete warum feine Lassalle Feier mehr veranstaltet wird, wurde nach. denn auch ein Lokal der Alten Jakobstraße und ließ furzer Diskussion durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. fich ein gewaltiges Schild anfertigen mit der stolzen Inschrift: Der jocialdemokratische Verein für den fünften Wahlkreis Norddeutsche Wein- und Spirituosen Gesellschaft, Sektkellerei, von nahm in seiner am Mittwoch abgehaltenen Mitglieder- Versammlung Gericke u. Comp." Waren bekam er in Menge auf Kredit geliefert; zunächst einen Vortrag des Genossen Rosenow entgegen, der das als er das Geschäft eröffnete, begann er mit einer Schuldenlast von Thema behandelte: Wie die Junker den Bauern helfen. Hierauf 25-30 000 M. Die Käufer blieben aus, schon nach wenigen Wochen wurde die an andrer Stelle ausführlich berichtete Angelegenheit des fah der Angeklagte ein, daß er nicht bestehen konnte. Einer seiner Spigels Karl Schneider behandelt. Die Versammlung beschloß als Freunde riet ihm, in verschiedenen Gegenden Berlins Filialen zu selbstverständliche Konsequenz dieser Affaire, daß der Name des Karl errichten, in jede eine Verkäuferin hineinzusetzen und sich von ihr je Schneider aus der Mitgliederliste zu streichen ist. Ferner erklärte 1000 m. Raution geben zu laffen. Zu seinem Unglück befolgte der die Versammlung einstimmig, daß den Genossen Jakob Reul, der Angeklagte diesen Rat. Auf eine verlockend abgefaßte Annonce durch den angeblichen Schneider in geschickter Weise getäuscht worden meldeten sich zahlreiche Betverberinnen. Der Angeklagte ist, nicht der geringste Vorwurf trifft. Ueber den Stand der Ore. stellte ihnen zur Begründung seiner Kautionsforderung vor, ganisation berichtet 2 i epmann. Er bemerkte, daß die Vertrauensleute daß er ihnen ein Lager zum Betrage von 2500 M. anvertraue. Des Kreises von dem Bertrauensmannsförper für Berlin weder anerkannt Einigen der jungen Mädchen erklärte er, daß er die 1000 M. zur noch abgelehnt worden find, jedoch würden die von der Organisation Einrichtung der Filiale verwenden, das Geld aber mit 5 Proz. ver- gewählten Vertrauensleute nicht zu allen Sizungen der Berliner zinsen wolle. Das Gehalt von 90 M. monatlich könnten sich die Vertrauensleute eingeladen. Die Mitglieder der Preßkommission Borsteherinnen von den Einnahmen selbst einbehalten. Nach einigen feien anerkannt, jedenfalls auch die Mitglieder der Lokalkommiffion, Monaten wurden in Berlin sieben neue Filialen eröffnet. Der An- denn sie ständen ja in der gemeinsamen Liste. Der Wahlkreis geklagte, als einziger Inhaber aller dieser Geschäfte, fuhr an sei jegt in 7 Abteilungen statt der früheren 5 eingeteilt An Wohnhäusern wurden gezählt: 6,2 Millionen bewohnte, jedem Vormittage von nach der andern, einer uheimsen. Er wurde in wohnen, so habe die Verteilung der Mitglieder auf die einzelnen um worden. Da von den 617 Vereinsmitgliedern 210 nicht im Kreise 139 000 unbewohnte, ferner 89 000 andre bewohnte Baulichkeiten, die Einnahmen des vorigen Tages mithin 6,3 Millionen bewohnte Baulichkeiten, 6,4 Millionen zur seinen Erwartungen Erwartungen arg getäuscht, einige einige der Filialen, Abteilungen Schwierigkeiten gemacht. Diese Arbeit sei aber doch zur Wohnung dienende oder bestimmte Baulichkeiten überhaupt, sodaß die zum Beispiel in der Müllerstraße oder weit draußen in Bufriedenheit erledigt worden. Im Januar sollen Versammlungen für auf 1 Quadratkilometer durchschnittlich 11,9 zur Wohnung dienende der Greifswalderstraße lagen, hatten bisweilen nicht eine Mart ein- alle 7 Abteilungen abgehalten werden, wo die Bezirksführer aufoder bestimmte Baulichkeiten, auf ein bewohntes Gebäude 8,92 Ein- genommen. Es währte bis zum Juni vorigen Jahres, seit der zustellen sind. Es seien keine Mitglieder infolge der Re Gründung des ersten Geschäftes waren genan sechs Monate ver- organisation abgegangen. Die Minderheit habe sich der Der Achtstundentag in Gaswerken. Vom Vorstande des flossen, da brach die Katastrophe über den Inhaber herein. Die Mehrheit gefügt, und deshalb sei es nicht zu Absplitterungen wie Gemeindearbeiter- Verbandes wird uns geschrieben:„ Kürzlich brachten Gläubiger fingen an zu drängen, die Mieten konnten nicht bezahlt im sechsten Kreise gekommen. Unter Vereinsangelegenheiten machte die Arbeiterzeitungen eine Notiz, welche sich mit der achtstündigen werden, eine der Verkäuferinnen hatte ihren Chef wegen Betruges der Borsigende auf die am 19. Jamuar stattfindende UraniaArbeitszeit in dem Offenbacher Gasivert beschäftigte und die ins angezeigt. Der Angeklagte verlor den Kopf, er ließ seine Frau und Vorstellung aufmerksam. Der Vertrauensmann Babiel teilte besondere betonte, daß nach der Einführung des Achtstundentages feine fieben Kinder, das Wuttergeschäft und seine sieben Filialen im mit, daß er zu einer Sigung eingeladen war bei wichtigen Anfich die Leistungen der einzelnen Arbeiter gegen früher vergrößert Stich, raffte einige geringe Barmittel zufammen und floh nach gelegenheiten könne doch der fünfte Kreis nicht übergangen werden haben. Um nicht irrige Ansichten auftauchen zu lassen, müssen wir dem deutschen Generalkonsul stellte, der ihm freie Rückkehr allgemeinen Arbeitslosenzählung besprochen wurde, die mit Hilfe der London. Hier ging ihm so schlecht, daß er sich in welcher der von der Gewerkschaftskommission angeregte Plan einer folgendes zu der Achtstundenfrage in Gaswerken bemerken: Die effettive Arbeitszeit beträgt heute schon für die nach Amsterdam erwirkte. Von hier aus hat der Angeklagte sich zu politisch thätigen Genossen ausgeführt werden soll. Er habe sich zu Retortenarbeiter in den meisten größeren deutschen Gasanstalten, Fuß nach Berlin durchgeschlagen, wurde unterwegs beim Betteln be- dem Plan zustimmend ausgesprochen und glaube, daß die Parteiwie z. B. in Berlin, Hamburg, Leipzig, Magdburg 2c. nur 6 Stunden troffen und erlitt dafür einen Tag Haft. In jämmerlicher Verfassung genossen die Bemühungen eifrig unterstützen werden. täglich. Sie müssen zwar 10-12 Stunden im Dienst sein, arbeiten stellte er sich anfangs Oktober d. J. der Berliner Polizei. Der Angeklagte aber nur je eine Stunde vor den Retorten, worauf dann immer eine beteuerte im Termin, daß er von den redlichsten Absichten beseelt gewesen einstündige Ruhepause eintritt; fie find also in Wirklichkeit 6 mal fei, er habe gehofft, daß er seine Verkäuferinnen ans dem Erlöse in a 1 Stunde thätig, und die übrigen 5-6 Dienststanden find Ruhe- den Filialen würde befriedigen können. Er wisse, daß verschiedene pausen, die zwischen dem Chargieren der Retorten liegen. Nun andre Firmen ähnlicher Art sich in derselben Weise über Wasser fcheint es in letzter Beit bei uns in Deutschland Mode zu hielten, wie er es beabsichtigt hatte. Dem Verteidiger, Juſtizrat werden, daß einige fommunale Leitungen sich dadurch in Wronter, gelang es, einige der Betrugsfälle zum Ausscheiden zu den Ruf großer Arbeiterfreundlichkeit segen wollen, indem bringen und dem Angeklagten mildernde Umstände zu erwirken. fie in den Gaswerken den„ Achtstundentag" einführen. Das Urteil lautete auf neun Monate Gefängnis, wovon ein. Monat Dabei beseitigen fie aber fast alle Ruhepausen, wie z. B. in Bremen, durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. und quetschen auf diese Weise von den Arbeitern eine viel größere Ein Berliner Straßen- Radaubild gelangte gestern vor der Arbeitsleistung heraus, als früher bei der 10-12 stündigen Arbeits- vierten Straftammer des Landgerichts I zur Erörterung. Am Vorzeit. Gegen diese Art des Achtstundentages müssen aber die mittage des 20. Oktober, einem Sonntage, war in der Gerichtsstraße organisierten Gasarbeiter sich ganz energisch wehren, da er eine ein Menschenauflauf entstanden, dem folgende Beranlassung zu Dezember bis April eine Arbeitslosen 8ählung vorDie Steinarbeiter beschloffen am Sonntag, in den Monaten erhebliche Verschlechterung ihrer Lage bedeutet. Die Arbeit vor Grunde lag: Der praktische Arzt Dr. 2. hatte kurz zuvor einen den Retorten, die gewaltige Size, schneller Temperaturwechsel 2c. ist Droschtentutscher zu einer Fahrt nach Reinickendorf angenommen. zunehmen. Zur Reise- Unterstügung wurde beschlossen, es bei dem derartig schwer, daß die kräftigsten Personen innerhalb weniger Der Fahrgast bemerkte bald, daß der Kutscher so betrunken war, daß ichigen System zu belassen. Des weiteren gab die Kommission Jahre aufgerieben und nicht mehr zu Retortenarbeiten brauchbar sind. er auf seinem Bock hin und her schwankte. Er ließ halten, sprang die Petition bekannt, welche gemeinschaftlich mit den Bildhauern Namentlich in den Sommermonaten kommt es selbst in den Berliner aus der Droichte und erklärte dem Kutscher, daß er mit ihm nicht weiter an den Magistrat gerichtet worden ist und worin der Magistrat erGaswerken bei der sechsstündigen Arbeitszeit vor, daß sehr oft Ber- fahren würde. Der Kutscher hatte hiergegen nichts einzuwenden, fucht wird, die genehmigten Bauten und Denkmäler wegen der fonen infolge der ungeheuren Hige ohumächtig zusammenbrechen verlangte aber von dem Fahrgast, den er eine kleine Strede befördert großen Arbeitslosigkeit im Steinmeggewerbe möglichst schnell in und nach Hause transportiert werden müssen. Wiederholt ist es habe, 50 Bf. Dr. L. weigerte sich, etwas zu zahlen. Der hierauf Angriff zu nehmen, und bei Vergebung von Steinarbeiten die Unterpassiert, daß man aus einer Anstalt an einem Tage fünf und mehr entstehende Wortwechsel lockte eine ganze Anzahl Menschen herbei, nehmer zu verpflichten, die Arbeit nicht nach auswärts zu vergeben. Arbeiter nach Hause schleppen mußte. Die Gaswerke haben denn welche zumeist für den betrunkenen Kutscher Partei nahmen. Dr. L. Als Erfagmann zum Gesellenausschuß wurde K. Lehmann auch eine sehr große Erkrankungsziffer aufzuweisen. Daher muß geriet in eine unangenehme Lage, er wurde mit Hohn und Spott gewählt. die von den Retortenarbeitern geforderte Leistung nicht überschüttet. Da tam der Schlosser Gustav kerfow hinzu, ein Die Freie Vereinigung der Civil- Berufsmufiker Berlins noch vergrößert, sondern her abgefekt werden. In wegen allerlei Strafthaten vielfach vorbestrafter Mensch. Als er ge- beschloß in außerordentlicher Generalversammlung am 17. d. M. den englischen und dänischen Gaswerten hat man durchgängig hört hatte, um was es sich handelte, ging er sofort energisch vor. endgültig den Anschluß an den Centralverband und wählte eine den Achtstundentag eingeführt. Hier arbeitet man aber auch bei" Der Mann hat ieberhaupt keene fünfzig Fennije nich, er muß Fünferkommission für die Vorarbeiten. Für den von Berlin zu dem Achtstundentag nach dem Berliner System, also ist je eine zur Wache jebracht werden!" Damit packte er den Arzt, stellenden Verbandsausschuß wurden die Kollegen Hoch, Ties, Stunde thätig, worauf dann immer die einstündige Ruhepause eine schob ihn in die Droschke und nahm selbst neben Gartmann, Summer und Mußfeld gewählt. tritt. Die effektive Arbeitszeit beträgt also hier nur vier Stunden. ihm Play, wobei er dem bedauernswerten Doktor die Drohung zu- Revisoren für Berlin wurden die Mitglieder Weyel, Kinne und Eine Deputation des Gemeinde- Arbeiterverbandes, welche fürzlich rief: Wenn Sie nicht ruhig sind, haue ick Ihnen in die Fr ! Vogel durch Wahl verpflichtet. Unter Verschiedenem" wurden die Kopenhagener Gaswerke besichtigte, hatte Gelegenheit, sich persön- Dann rief Kerkow: Kutscher nu los nach der Wache!" und da einem Kollegen 8 M. bewilligt als Schadensersatz für eine plöglich lich davon zu überzeugen. Wie man in Offenbach den Acht- fuhr er unter dem Hallohgeschrei der Umstehenden mit seinem Opfer durch Streifausbruch abgesagte Musikbeſtellung. stundentag geregelt hat, ist uns nicht bekannt. Aus der davon. Der Doktor war froh, als er die Wache erreicht hatte, wo er Behauptung aber, daß die Arbeitsleistung gestiegen ist, erlöst und der Spieß umgekehrt wurde. Kertow erhielt eine Anmüssen wir schließen, daß der Achtstundentag den dortigen flage wegen Beleidigung. Das Schöffengericht, vor dem die Sache Gasarbeitern feineswegs eine Verbesserung, sondern das verhandelt werden sollte, erklärte sich aber für unzuständig, gerade Gegenteil gebracht hat. Die Frage der achtstündigen da nicht nur Beleidigung, sondern Nötigung vorliege. Im gestrigen Arbeitszeit liegt in den Gaswerken gänzlich anders als in den Termin sagte Kerkow, er habe geglaubt, dem Droschkenkutscher ſei meisten sonstigen Betrieben. Dies ist in der Oeffentlichkeit wenig unrecht geschehen, und da ein Schußmann nicht zur Stelle war, habe bekannt, weshalb leicht eine falsche Auffassung der Dinge Platz er gemeint, anstatt eines solchen eintreten zu müssen. Der Staatsgreifen fann." anwalt beantragte gegen diesen Vertreter der öffentlichen Ordnung eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten, der Gerichtshof beließ es bei 6 Wochen Gefängnis. Wir sind über die Einzelheiten der Neuregelung der Arbeitszeit in Offenbach auch nicht unterrichtet, unser Korrespondent wird aber wohl in der Lage sein, darüber Auskunft zu geben. : Der Bäckerverband hielt am 10. Dezember eine von den Mitgliedschaften Berlin und Rigdorf gutbesuchte Versammlung im Rosenthaler Hof" ab. Sets hold erstattete Bericht über die Gaukonferenz in Rigdorf. Nach dem Bericht wurden die Wahlen vorgenommen. etschold wurde als Gauvorstand gewählt. Als Mitglieder der Agitations Kommission wählte die Bersammlung Barth, Damm, Treiber und Richter. Sodann wurde eine zehngliedrige Kommission eingesetzt, welche die Verschmelzung zwischen der Berliner und der Nixdorfer Zahlstelle in die Wege leiten soll. Als beständiges Bureau soll das bisherige Verkehrslokal, Selofter straße 101, beibehalten werden. In dasselbe wurde Barth als befoldeter Beamter gewählt. Briefkasten der Redaktion. As Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerds tag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. M. L. Ju Sachen des Ehepaars G. wollen Sie sich zunächst an Herrn H. wenden. Bielleicht gelingt es diesem, einige Vereine für eine Wohlthätigkeitsveranstaltung zu interessieren. G. N., Ruppinerstraße. Wir werden mit Ihrer Erlaubnis die An gelegenheit dem Arbeitervertreter- Verein unterbreiten. K. Halbe. Wir wissen nicht, daß wir eine derartige Gerichts: entscheidung veröffentlicht haben. Vielleicht besprechen Sie sich mit einem Rechtsanwalt. F. N. 31. Boltsstimme" in Chemnitz, Uferstraße 14. 2. 100. Uns leider nicht bekannt. hin. Für das Juseratenwesen von Jnteresie ist eine Entscheidung Musterftatut für Gewerbegerichte. Die auf Anordnung des des hiesigen Amtsgerichts, welche die„ Bl. f. Rpfl." veröffentlichen. preußischen Handelsministeriums ausgearbeiteten Vorschläge zur Auf Der Herausgeber eines Offertenblattes hatte auf Bestellung einer A. G. Jm Augusta- Hospital, Scharnhorststr. 9, ist die innere Poliklinik stellung von Gewerbegerichtsstatuten auf Grund des neuen Gesezes Fabrit 28 mal ein Juferat aufgenommen, in welchem gewisse an allen Wochentagen von 10-1 Uhr geöffnet. vom 30. Juni d. J. werden demnächst im Verlage von Fr. Kortkampf hygienische und anti- konzeptionelle Schußmittel angefündigt wurden. fich in Preußen nach dem Grabe der Verwandtschaft mit dem Verstorbenen. F. P. 1. Ja. 2. Nein. H. S. Die Höhe der Erbschaftsstener richtet in Berlin W. 62 erscheinen. Nachdem er erfahren, daß die Anpreisung solcher Gegenstände durch Umgehung der Krankenversicherungs Pflicht. Zu dieser eine Polizeiverordnung vom 1. Januar 1900 verboten worden, Wiederholen Sie also Ihre Frage unter Ergänzung nach dieser Richtung F. P. 000. Eine Hebammenschülerin faun unverheiratet und soll Notiz in unsrer Nr. 294 erhalten wir eine Zuschrift der darin ge- forderte er die Beklagte auf, die Anzeige dem Verbot entsprechend unter 30 Jahren alt sein. Mütter außerehelich geborener Kinder werden nicht nannten Ortstaffe für den Gewerbebetrieb der Kaufleute 2c. Die abzuändern. Die Beklagte weigerte sich aber, sie weigerte sich auch, zugelassen. 500. Wenden Sie sich um 9 Uhr morgens an den Reichs: Kasse schreibt, daß sie Arbeiter, welche täglich abgelohnt werden zu bezahlen und machte nach Ansicht des Klägers argliftig" tag, Portal V. Pohlmanu, Nykestr. 19. Eine auf Ermittelung eines und bei welchen eine Kündigung ausgeschlossen wurde, stets für den Einwand, daß das Rechtsgeschäft gegen die guten Sitten ver- Thaters gerichtete Untersuchung( einschließlich Beschlagnahme, Durch versicherungspflichtig hielt und demgemäß auch unterstüßte, wenn stoße. Das Amtsgericht hat dahin erkannt, daß das Rechtsgeschäft fuchung, Verhör) muß sich ein jeder gefallen lassen. 2. A. Nein. sich die Beschäftigung auf einen Zeitraum von länger als eine in der That gegen die guten Sitten verstoße und der Kläger aus Woche erstreckte. demselben keinerlei Rechte herleiten, insbesondere auch nicht Bezahlung Briefkasten der Expedition. Es hat sich die Rechtsprechung jedoch so gestaltet, daß wir in des vereinbarten Preises verlangen könne. allen, wo wir auf Grund des§ 50 K.-B.-G. den Arbeitgeber für die Aufwendungen, welche wir durch die Unterstützung der nicht ge- In Schwelm war der Fabrikant Hans Kötter wegen Be- fiunde 5-7. meldeten Berson gemacht hatten, haftbar machten, vom tönigl. Land- leidigung zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden. gericht I abgewiesen wurden. Wir tamen daher in die Lage, daß auch Reservelieutenant ist, war unbefugt über ein Ackerfeld geritten vir in einer ganzen Reihe von Fällen wohl Unterstützung geleistet und hatte die Frau des Grundstücksbefizers gröblich beschimpft und hatten, vom Arbeitgeber aber weder Beiträge noch Ersatz der auf- bedroht. Die Straffammer Hagen hatte sich dieser Tage als Berufungsgewendeten Summen erhielten. Es existiert hier am Orte eine ganze instanz mit dem Fall zu befassen und verurteilte den Fabrikanten zu Reihe von Betrieben, welche ihre Arbeiter unter den gleichen Bedingungen Wochen Gefängnis. Ferner foll er wegen Uebertretung wege wie in den angeführten Fällen engagieren und die Berficherungs- polizeilicher Vorschriften 40 M. Geldstrafe zahlen. pflicht umgehen. Nach den in unfren Händen befindlichen Entscheidungen wird aber eine solche Schädigung der Arbeiter gutgeheißen, und es ist auf die Länge unmöglich für uns, Unterstügungen au leisten, ohne je eine Gegenleistung dafür zu erhalten. 7 Derlammlungen. Kötter, der Der focialdemokratische Wahlverein für den 4. Berliner Die unterfertigte Verwaltung glaubt gerade in den letzten Jahren Reichstags- Wahlkreis( Südost) hielt am Dienstag bei Grau bewiesen zu haben, daß sie dem Bestreben der Unternehmer, durch mann, Naunynſtraße, eine Versammlung ab. Vor Eintritt in die Anwendung fachlich unbegründeter Vertragsformalitäten die Strauten Tagesordnung ehrten die Versammelten das Andenken der verversicherungs- Pflicht zu umgehen, wo inmmer eine Möglichkeit dazu storbenen Genossen Schöning und Westphal in der üblichen Weise. Hierauf referierte Reichstags- Abgeordneter Rosenow über besteht, kräftig entgegenzuwirken versteht. F. A. 100. Rechtsanwalt H. wohnt Brüden Allee 14. Sprech 2 Witterungsübersicht vom 19. Dezember 1901, morgens 8 Uhr. Stationen Barometers stand mm WindSwinembe 753S Hamburg 751 SO Berlin 753SD Frankf./M. 7500 München ien richtung Windstärke Wetter 2 Dunst Temp. n. G. 5° 4° R. Stationen Barometerſtand mm Winds -4 paparanda 772 NO 2wolfenl- 5 Betersburg 2 heiter-3 Cort 7529 746 NO 2 bedeckt 1 Aberdeen 750 SO 3 Nebel-5 Paris 755 Still-5lb.beb.- 0 richtung Windstärke Wetter 2 bedeckt Temp. 11. C. 15°.= 4° R. -16 5 heiter 3 1 bedeckt 1 Wetter- Prognose für Freitag, den 20. Desember 1901. Ein wenig fälter, zeitweise heiter, aber veränderlich mit geringen Niederschlägen und mäßigen südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 20. Dezember. Opernhaus. 5. Sinfonie- Abend der föniglichen 712 11hr. Urania. Passage- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Ueber den Wolken Invalidenstr. 57/62. Kapelle. Anfang Tägl. Sternwarte. Mittags 12, Uhr: Oeffentliche Hauptprobe. Schauspielhaus. König Richard der Dritte. Anfang 72 hr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Die Mütter. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Der rote Hahn. Anfang 712 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Fee Caprice. Anfang 71/2 11hr. Residenz. Hinderniffe. Die Ber: gangenheit. Das tägliche Leben. Anfang 72 Uhr. Neues. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Grosse Weihnachts- Ausstellung Eine Reise ins Schlaraffenland Marionetten- Theater für die Kinderwelt. Coralie Co. Anfang Passage- Panopticum. 7½ Uhr. Westen. Die Fledermaus. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Lilien: Anfang crons Buntes Brettl. 8 11 hr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung. Anfang 81/2 Uhr. Central. Daß füße Mädel. Anfang 72 Uhr. Neu! Der indische Neu! Anfang: Sonntags 3, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Grosses Festprogramm des Weihnachtsmonats. Mme. Jourda in ihrer grossartig. Imitation der Sada Yacco. Die Harrison- Truppe. Hella v. Schmidt. Lotte Sebus. Sisters Pontelli. 99 , Mascagni" etc. etc. 16 neue erstklass. Nummern. Cirkus A. Schumann. Freitag, den 20. Dezember, abends präc. 72 Uhr: Grosse außerord. Gala- Vorstellung. Zum 68. Mal: Ein Sensationsschlager I. Ranges. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Freund und Kollege Robert Puschmann, Möbelpolierer, aus der Firma Kantuer, am 16. d. M., nachmittags 22 Uhr, sanft entschlafen ist. 26736 Die Beerdigung findet Sonntag, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 84 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: den 22., nachmittags 3 Uhr, von der Sitzung der Orts- Verwaltung. Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus statt. Danksagung. Am 3. Weihnachtsfeiertag, nachmittags 4 Uhr: Affen, welche bet der Beerdigung Weihnachts- Feier meiner lieben Frau Auguste Anders geb. Frauchon mites ihre Teilnahme bewiesen, besonders den in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29. WW Konzert und Ball. WW Trägern sowie allen meinen werten Verbandskollegen hierdurch meinen herzlichsten Dank. Neu- Weißensee. Hermann Anders. Arbeiter- Radfahrer- Verein ,, Berlin". Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Kinderbescherung. Jedes Kind erhält ein Gescheut. Billets auf allen Zahlstellen und auf dem Bureau im Gewerkschafts: haus, Zimmer 11. 132/6 Entree 50 Pf. Tanz frei. Sonntag, den 22. d. M., Verband des technischen Bühnen- Personals. nach Pichelswerder. 1 11hr Brandenburger Thor. Am 1. und 2. Feiertag: Start 1 Uhr Andreasstr. 26 bei Merkowsky. Das größte und glänzendſte Wanegen- Saale des Herrn Stechert, AndreasSchaustück der Gegenwart in 8 Aften: straße 21, Weihnachtsfeier und Befcherung. Es wird gebeten, zu der selben ein Geschenk im Werte von mindestens 25 Pf. mitzubringen. Genußmittel sind ausgeschlossen. 13/15 Doppelmensch! Quer durch Paris 4 Arme, 4 Beine, 1 Kopf, lebend. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett!) Köpnickerstr. 68. Thalin. Die Badepuppe. Anfang Gastspiel Loie Fuller. 71/2 Uhr. Luisen. Fröhliche Weihnacht. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Liane, die zweite Frau. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Offenbach- Cyklus. Pariser Leben. Anfang 7 Uhr. Belle- Alliance. Geschlossen. Cafino Theater. Weihnachten. Mädchenjäger. Specialitäten. An fang 8 Uhr. Orpheus. Specialitäten- Vorstellung. Anjang 7 Uhr. Metropol. Schön war's doch. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Vorstellung des Bunten Theaters. U. a.: Das tote Eichhorn; Die Juliheren; Brunnenzauber. Anfang 8 Uhr. Vorher: Die großartigen De zember- Specialitäten. U. a.: Neu! Sensationell! Zum 1. Male in Deutschland Neu! Original- Byciele RennTruppe vom Alhambra- Theater in London. Wett und Kunstfahren auf einer eigens in der Manege errichteten Rennbahn mit 65° Steigung. Neu! Neu! Allabendlich stürmischer Beifall! Metropol- Theater. The Louisiana Amazon- Guard Letzte Woche: Schön war's doch. Gr. Berliner Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 5 Bildern. Thomas, Josephi, Bender, Frid- Frid, de Veré, König Aqua. Luftballett Grigo!! Bender als Saharet!! latis". Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: M Vorstellung. Anfang nachmittags 5 11hr. Paffage Panoptikum. täten Borstellung. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. In Vorbereitung: genannt: Das schwarze Ueberbrett'l. Mr. Thompsons under Elefanten. W. Noacks Theater. Freitag, den 20. und Sonnabend, Brunnenstraße 16. den 21. Dezember: Geschlossen. Sonntag: Damen- Mäntel enorm billig. Jezt nach beendeter En gros Saison verkauft die Damen: u. Kinder- Mäntel: Fabrik 26176 Heinrich Rackwitz, Niederwallstrasse 23-29; I. Etage, gl. a.Spittelmarkt, 4. Haus rechts, heute Freitag, den 19. Dez Sonnabend bis abends 10 Uhr; Sonntag, den 21. Dez. bis abends 8 Uhr geöffnet, folgende Konfettion zu spottbilligen Preisen. morgen von Mart Eleg. Winter- Jacketts, g. 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König Aqua Sonnabendabend 8 Uhr: Die schöne Melusine. Sonntagabend 8 Uhr: Die Mütter. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. täglich und die Weihnachtsfeiertage, Anfang 72 Uhr: Die Badepuppe. Nachmittags Vorstellungen 3 Uhr. Sonntag, 22.: Drei Heulemännerchen. 1. Feiertag: Goldelse. 2. Feiertag: Das Geheimnis der alten Mamsell. 3. Feiertag: Lumpenmüllers Lieschen. Central- Theater. Heute Anfang 4 Uhr, halbe Preise Schneewittchen bei den fieben Zwergen. deber Erwachsene hat ein Kind frei): Weihnachtsmärchen in 5 Atten ( 9 Bildern). Einlagen: Lebendes Schachspiel, Die Puppe( 2. Bild), Freche Ratte. Abends Anfang 72 Uhr. Mit neuer Ausstattung. Zum 2. Male: mit Willy Walden, Georg Kaiser, Emil Richard, Arnold Rieck, Martin Kettner, Emmy Kröchert und Siegm. Lieban, dazu die vorzüglichen DezemberSpecialitäten. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler 11. Fröbel. Bis Weihnachten Oderbruch. Gänse fd. 58 und 60 Pf. 3,25 an, 3,75 an. 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Abends: Boltsvorstellung. Am Altar. Sonntag: Anfang 6 hr. Der Rattenfänger von Hameln. Hierauf: Der Märchenbrunnen. Jeder Er: wachsene kann ein Kind frei einführen. Mittwoch, den 25. Dezember. Zum 1. Male: Das Jungfernstift. Operette in 4 Aften nach Paul de Kock bon Ernest Guinot. Musik von Jean Gilbert. Schall und Rauch, Unter den Linden 44. Freitag, den 20. Dezember 1901: Vorstellung vor Serenissimus. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Entree 50 und 75 Pf. Wochentags Anfang 8 Uhr, Entree 30 n. 50 Pf. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tang frei. Alle andern Tage bleiben Die Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen frei. Orpheus- Theater. Das neue Friedrichstr. 236. Dezember- Programm. 26 internationale Künstler ersten Ranges. Anf. wochent. 8, Sonnt. 72 Uhr. Guten Nebenverdienst durch Handel mit meinen höchst originellen echt japanischen Vögeln mit Federn, Stück 10 Pf. Große Christbaumschmuck- Ausstellung. 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Kurzberg, Landsbergerstr. 13, parterre. 26568* Sonnabend, den 21. Dezember, abends 11 Uhr, Neue Ross- Strasse 3: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Petitions- Kommission. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Ver 190/11 schiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Tischlerverein zu Berlin. Am 1. Feiertag in Schindlers Festsälen, Hasenheide 21: Weihnachts- Vergnügen. ( Konzert und Ball!) 201/5 Zum Besten des Extra- lluterstütungs- Fonds. Anfang 6 Uhr. Billets a 30 Pf. bei allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Nächste Versammlung: Sonnabend, den 28. Dezember. Der Vorstand. Konsumverein Berlin Süd. Sonnabend, den 21. Dezember: Eröffnung der 4. Verkaufsstelle Tempelhof, Berlinerstr. 76. eFerner befinden sich noch Verkaufsstellen: Arndt- Strasse 5, Berlin, Gräfe- Strasse 40, Berlin, Kreuzberg- Strasse 36-38, Berlin. 268/16 Eintrittsgeld von 50 Pf. berechtigt zum Einkauf! Der Vorstand. Gewerkschaft der Maler Berlins Am 25. Dezember d. J., vormittags 9 1hr ( 1. Weihnachtsfeiertag): Sondervorstellung in der ,, Urania" Taubenstrasse 48/49 zu welcher die Kollegen nebst ihren Familien sowie die Genossen und Gönner der Organisation freundlichst eingeladen werden. Billets a 60 Pf. sind bei folgenden Restaurateuren zu haben: Im Norden bei Rofin, Ruppinertraße 42, Ecke Schönholzerstraße; im Nordwesten bei Ohm, Turmſir. 69; im Süden bei Schmidt, Blücherstr. 42; im Osten bei Merkowski, Andreas: straße 26; im Centrum bei Hahn, Stralauerstr. 48; in Charlottenburg bei Brill, Goethestr. 78, Ecke Grolmannstraße; in Schöneberg bei Krüger, Grunewaldstr. 110; in Pankow beim Genossen Fengler, Breitestr. 15. 155/11 J. A.: E. de Price, Alt- Moabit 132 v. III. Leset und Staunet Klub- Pfeifen, opp& blon A Jagd-, Turner-, Marsch- Pfeifen Feine Wiener Licht und Wahrheit über Josns Christns. Eine Offen barung über die Unterschiebung des Neuen Testaments und der Kirchen: Meerschaum- Spitzen. geschichten durch die Schriftgelehrten des Talmud. Unter diesem ausführlichen Titel erscheint soeben in Zürich der erste Teil eines von Michael Bladini Sinovig verfaßten Wertes, das nichts weniger beweisen will, als daß Jesus Christus nie gelebt hat, daß seine Apoffel ebenfalls nur in märchenhafter Spazierstöcke. Schachspiele. Damenbretter etc. Scheunert& Wirth eise überlieferte Gestalten sind und daß sowohl das Neue Testament wie Berlin O. auch die 6 ersten Kirchenbücher und alle Bücher der damaligen Kirchenväter von den Rabbinern, von den Schriftgelehrten des Talmud verfaßt und den jetzt Blumenstr. 4/5. Beiden unterschoben worden sind, nur um eine neue, die christliche Religion, zu gründen, welche die jüdische Religion schützen sollte. Laden. Herren- Kragen, rein leinen, garantiert 4 fach, fämtliche neue Façons, in allen Weiten Stück 15 Pf., fo lange der Borrat reicht. Geschlossene Kragen per Dutzend 3 M.. 3 M.50 Pf. 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Unter obigem Titel ist soeben in Zürich ein Wert erschienen, worüber die Presse schreibt: Michael Vladini Sinovis nennt sich der Verfasser. Augenscheinlich verbergen sich aber hier unter einem Pseudonym mehrere ausgezeichnete, mit dem Talmud und der ganzen altorientalischen Geschichte vollständig vertraute Gelehrte, respektive Männer der Wissenschaft. Deutsche, östreichische und schweizerische Kenner der Geschichte haben sich hier ent schieden zu einem gemeinsamen Wert zusammengethan und haben es in der freien Schweiz der Deffentlichkeit übergeben. Was bezweckt un aber die Schrift? Sie soll beweisen, daß Jesus Christus nie gelebt hat, daß seine Apostel ebenfalls nur in märchenhafter Weise überlieferte Gestalten sind, und daß sowohl das Neue Testament, wie auch die ersten sechs S Kirchengeschichten und alle Bücher der damaligen Kirchenväter von den Rabbinern, von den Schriftgelehrten des Talmud verfaßt und den Heiden unterschoben worden sind, nur um eine nene, die christliche Religion zu gründen, welche die jüdische Religion schützen sollte. Die Behauptung, daß Jesus Christus nie gelebt habe, ist keineswegs neu. Schon der berühmte Theologe Bauer hat vor 60 Jahren diese Ansicht vertreten, und auch der Kunsthistoriker Profeffor Burkhardt in Basel hatte in seinem Wert:„ Die Zeit Konstantin des Großen", welches im Jahre 1854 erschien, intereffante Enthüllungen gemacht, durch welche hauptsächlich die Glaubwürdigkeit des Eusebius angefochten, sowie auch der Beweis geliefert wurde, daß Konstantin feineswegs als Mitbegründer der christlichen Religion Telephon: Amt I. 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Bären aber Burkhardt wie auch Bauer Kenner des Talmin Patentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends nenn.[ 767* gewesen, so hätten sie auch den Schlüssel in Händen gehabt, die Legende, welche sich um Jesus Christus gewoben hatte, flar zu stellen. Jedenfalls findet man in den vorliegenden Wert so hochinteressante und dabei in die Augen springende Beweise gegeben, daß auch der streng konservativ dentende Leser sich zu der Ansicht der Verfasser befehren muß. Das ganze Wert dürfte geeignet fein, epochemachende Sensation hervorzurufen, und mancher, der sich bis jetzt oberflächlich mit seinen Religionsanschauungen abgefunden W Weihnachts- Ausverkauf hatte, dürfte zu tieferem Nachdenken veranlaßt werden. Dieses interessante Buch fostet 3,- M. franco ganz Europa bei Armand Fischer, Zürich. Unsinn Viel Geld ist für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Breifen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs: quelle fennt.[ 22210* Knabenfilzhüte 0,75-3 M. 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Die Arbeitslosenfrage tam am Donnerstag in der Berliner Stadtverordneten Versammlung aus Anlaß einer social demokratischen Interpellation zur Sprache. = Der Herrschende Freijinn und die Stadtverwaltung treiben jetzt eine andre Politit als früher. Man leugnet den Notstand nicht mehr, man studiert ihn sogar, aber unter der Aufwendung wärmsten Wohlwollens wird schließlich doch die Thatsache nicht versteckt, daß im Grunde ganz und gar nichts geschieht. Von einer kommunalen Socialpolitik großen Stils ist man so weit wie nur je entfernt. Aber man ist eben von einem wahrhaft Bülowschen Entgegenkommen in nichtssagenden Sympathiekundgebungen. 2,97( 3,01) Proz., wegen Unbeitreiblichkeit 1,08( 0.99) Proz., zu- Monat festgenommenen 184 Warenhausdieben ist indes nur ein eins fammen 4,05( 4,00) Prog. der Solleinnahme niedergeschlagen und 1,82 aiger wegen gleichartigen Vergehens vorbestraft. Die übrigen find ( 1,40) Broz. als Rest übernommen. Neulinge oder gehören einem andren Fache" an. übernommen werden. Die Zahl der Steuerposten belief fich für sämtliche Steuerarten im Jahre 1900/01( beztv. 1899/1900) Davon mußten 422 295( 379 075) auf 2951 415( 2 794 073). often niedergeschlagen und 61 524( 43 242) Posten als R e ft Die Mahnung wurde angeordnet wegen 474 723( 444 842) often, die nach erfolgter Mahmung eingeleitete Bosten. Die auch in diesen Zahlen zu Tage tretende ungünstigere Ge3 wangsvollstreckung fiel fruchtlos aus bei 166 439( 151 632) staltung des Steuereinziehungs- Geschäftes ist zweifellos eine Folge der Erschwerung der Erwerbsverhältnisse, die schon im vorigen Jahre recht fühlbar zu werden begonnen hatte. Daß die weltliche Bildung für ein wahrhaft frommes Ge müt Gefahren über Gefahren in sich birgt, steht nach katholischer Der ortsübliche Tagelohn. Durch Oberpräsidial- Erlaß sind die ortsüblichen Tagelohusäge gewöhnlicher Tagearbeiter für den Stadtkreis Berlin vom 1. Januar 1902 ab wie folgt festgesetzt worden: 1. für erwachsene( über 16 Jahre alte) männliche Personen auf 2,90 m., 2. für erwachsene( über 16 Jahre alte) weibliche Berfonen auf 1,60 M. Demgemäß sind für diejenigen männlichen BerOrts, Betriebs( Fabrik-), Baus oder Jumungs- Strankenkasse anfonen, die der Invaliden- Versicherungspflicht unterliegen und feiner gehören, wie z. B. männliche Dienstboten und Hansreiniger, vom 1. Januar 1902 ab Beitragsmarken IV. Lohnklasse zu 30 Bf. statt wie bisher III. Lohnklasse zu 24 Pf. zu verwenden. Bezüglich der Versicherung weiblicher Personen verbleibt es bei der bisherigen Markenverwendung. Das Opfer einer Flaschenverwechselung ist die 20 Jahre Nachdem unser Genosse Dupont die Interpellation begründet, uffaffung bombenfest. Und wie recht die Süiter der Kirche alte Frau Charlotte Will geb. Plan geworden, deren Mann als ergriff der Stadtrat Fischbeck das Wort zu einer langen Dar- mit dieser Auffassung haben, zeigt von neuem ein Artikel in der Sekretär in einer Künstleragentur Unter den Linden angestellt ist. legung, die im wesentlichen auf eine statistische peinliche Germania", der der die hübsche Ueberschrift trägt:" Der Am Sonntagabend um 11 Uhr hatte die junge Frau Durst, stand Untersuchung hinauslief, wie groß die Arbeitslosigkeit sei. Anfang vom Zukunftsstaate oder die Ueberküche" und auf und ging im Dunkeln nach der Küche, um einen Schluck Bier Der Magistrat ist fleißig gewesen, er hat sogar schöne nebenher den Zweck verfolgt, die auf eine Reform der zu trinken. Plöglich schrie fie laut auf. Sie hatte statt der BierDiagramme anfertigen lassen, die die Entwicklung der Arbeits- Küche hinausgehenden Bestrebungen unserer Parteigenossin flasche eine Flasche mit Lysol ergriffen, welches Desinfektionszwecken verhältnisse veranschaulichen. Es wird auch zugegeben, daß Lily Brann durch katholischen Geist ad absurdum zu führen. Die dienen sollte. Man brachte die Unglückliche sofort nach der königlichen Arbeitslosigkeit in größerem Maßstabe bestünde, aber die Hauptmüthe Ueberschrift läßt noch nicht erkennen, daß der einzig seinem Gott Klinit, wo sie gestern den Wirkungen des Giftes erlag. wird doch darauf verwandt, vor Uebertreibungen zu warnen, darzu Geistes und finnenligelnden Bühnenflitters begeben hat. Wohl aber vormittag gegen 10 Uhr in der Holzmarktstraße der 32 jährige ergebene Artikelschreiber sich auf das schlüpfrige Barkett weltlichen Im Dienste schwer verletzt wurde gestern Donnerstag thun, daß es noch nicht so schlimm sei. Bei jeder Angabe Fisch zeigen die jetzt folgenden Worte, daß ein Frommer unfehlbar Omnibusschaffner Kühn, welcher den Wagen 289 der Linie Großbecks, die dem Zwecke diente, den Notstand in abzuschwächen, feiner straucheln muß, wenn er sich von seiner Kirche abwendet und gar Börschenstraße- Frankfurter Allee bediente. K. befand sich auf dem Bedeutung spendete der gesamte Frei- ein so fündhaft heidnisches Gebiet, wie das des deutschen Klaffiter Berdec des Gefährtes, um Fahrgästen Billets zu verabreichen und sinn stürmischen Beifall. Dieser Beifall war ein Stimmungszeichen tums betritt: wollte eben die Decksitztreppe wieder herabsteigen, als er auf der für den Stadtliberalismus, der zwar nicht mehr auszusprechen wagt," Der Worte find genug gewechselt, nun laßt obersten Stufe ausglitt. Der Schaffner stürzte die Treppe kopfüber was er à la Jacobi über die Arbeitslosigkeit denkt, der sich aber uns endlich Thaten fehen", dies Wort Schillers aus hinunter und fiel so unglücklich auf das Straßenpflaster, daß er bes mit dem Jubel schadlos hielt, mit dem er die Versicherungen bedem Tell haben sich die socialdemokratischen Frauen Verlins jetzt finnunglos liegen blieb. Der Verunglückte wurde zuerst nach der grüßte, daß es nicht so schlimm sei. Und was wird der Magistrat zur Richtschnur genommen." Unfallstation VIII am Grünen Weg gebracht, woselbst neben VerDa hat man thun? Der Bürgermeister hat schon Ende November eine Anweisung Alphons von Liguori oder den mit gleicher Qualität versehenen legungen am Kopf eine schwere Gehirnerschütterung festgestellt ergehen lassen, daß die städtischen Bauten thunlich st" beschleunigt Antonius von Badua zu halten, muß der fromme Mann sich von wurde sodann Bedauerns. würden. Weiter bleibt der Schneeschipper und, wenn es noch böser Lust verführen laffen, daß er Goethe mit Schiller, Tell mit schlimmer" werden sollte, die Armenunterstügung. Auch Herr Oberbürgermeister Kirschner, der als ein wahrer Kommunalbülow hernach noch ein paar Worte sprach, fündigte nichts andres an als die Aufmerksamkeit, das Wohlwollen und die Hingebung des Magistrats. Wovon tein Hungriger fatt wird! Der Gewerkvereinler Goldschmidt riet zur Selbsthilfe und wollte schließlich einen Antrag stellen, daß als Notstandsarbeit an der Stralauer Allee ein paar Müllhaufen beseitigt würden. Diese Müllhaufen charakterisieren wundervoll freisinige Social- und Kommunalpolitik. Außerdem hielt von den Liberalen Herr Hugo Sachs ein inhaltloses, aber tief gefühltes Plaidoyer über irgend elwas. Bon unsrer Seite wiefen noch 8ubeil und Bruns eindringlich auf die ernsten Pflichten der Stadt gegenüber der Arbeitslosigkeit hin diesem furchtbaren Problem, für dessen Milderung durch die gestrigen Verhandlungen gar nichts herausgekommen ist. Freifinnige Sterilität! Faust verwechsle und außerdem auch das Citat noch falsch citiere. An all diesem Unglück trägt aber nur der Fall der Lex Heinze schuld. Wäre diese, wie die Frommen mit gutem Vorbedacht wollten, dem Volte höchstes Gesetz geworden, so hätten Schiller und Goethe verboten werden müssen und unser Unglücksmensch hätte teine Gelegenheit gefunden, auf heidnisch- klassischem Boden schmählich zu Fall zu kommen. zu können. wurde ein Versuchsfeld in Größe werte nach dem Krankenhause Am Friedrichshain befördert. fann. Aus den Nachbarorten. = 1m alte, aber noch brauchbare Schlittschuhe zur Verteilung an unbemittelte Schulkinder ersucht wie in früheren Wintern auch jetzt der Verein für gefundheitsgemäße Erziehung der Jugend. Die Stifter wollen ihre Gaben senden an die Herren Arndt, Yorkstraße 82, Stadtv. Drenste, Bossenerstr. 8, Rektor Ehrhardt. Nuhe-, playstr. 7, Direktor Gugmann, Markusstr. 49, Dr. Jacufiel, Genthinerstr. 14, Nechtsanwalt Jacufiel, Kaiser Wilhelmstr. 20, Zahnarzt Löwenberg, Friedrichstr. 211, Dr. Sommerfeld, AltIn der städtischen Gasdeputation wurde der Etatsentwurf Moabit 110, sowie an Frau Stadtrat Dr. Cohn, Augsburgerfür die städtischen Gaswerke vorgelegt. Die Deputation genehmigte straße 30-31. 744 256 Mark abschließt, d. H. um rund 22 Millionen Mark mehr den Etat, der in Einnahme und Ausgabe mit 35 Millionen als im laufenden Etat. Dem neuen Etat ist eine Konsumzunahme von 71/2 Broz. Gas zu Grunde gelegt. Ferner wurde in der Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung bes Sigung der Specialetat 42( öffentliche Beleuchtung) festgestellt. fchäftigte sich am Mittwoch in ihrer letzten diesjährigen Sitzung mit Dieser schließt in Ausgabe mit 475 887 m. ab und betrifft der Prüfung der Stadtverordneten- Wahlen und erklärte alle neuen nur die öffentliche Beleuchtung, die nicht durch Gas erfolgt, also Mandate für gültig, mit Ausnahme des von Röttger, der im 4. Beelektrisches, Petroleum- und Spiritusglühlicht umfaßt und die Kosten zirk für die Socialdemokratie fandidiert hatte. Die Versammlung für die Aufstellung neuer Kandelaber und Laternen einschließt. Außer- war der Anficht, daß Röttger nicht Hausbefizer im Sinne der Städtedem wurde noch beschlossen, für die im nächsten Etatsjahr notwendigen Ordnung sei. Die gegenteilige Auffassung vertraten nur die Neu- und Umbauten auf den alten Gasanstalten rund 2 Millionen Socialdemokraten, deren Standpunkt Genosse Baate präcifierte. Die Bürgermeisterfrage auf dem toten Punkt. Mark in den Stat einzustellen. Mit dem Neubau des Nordwest- Die Charlottenburger Wähler der dritten Klasse im 4. Bezirk Die Stadtverordneten Versammlung hatte sich gaswertes in Tegel, des größten des Kontinents, soll im nächsten werden sich also demnächst mit einer nochmaligen Wahl zu befaffen gestern noch einmal mit der Bürgermeisterfrage zu bes Jahre begonnen werden. haben, deren Ergebnis bei angestrengter Arbeit nicht zweifelhaft sein schäftigen. Der Magistrat hatte den Wortlaut der Vorstellung, die Studien zum Zwecke des Pflanzenschutzes. Als im Jahre er gegen den bekannten Bescheid des Oberpräsidenten an Von den weiteren Vorlagen, die die Versammlung zu erledigen den 1898 eine besondere Abteilung für biologische Studien zum Zwecke hatte, verdient besonderer Erwähnung die betr. die Verstärkung des Minister des Innern gerichtet hatte, sowie die vom Minister des Pflanzenschußes dem Gesundheitsamt angegliedert wurde, bestand Armen- Etats um etwa 13 000 Mark aus dem Dispositionseingegangene Antwort der Versammlung zur Kenntnisnahme vor- von vornherein die Absicht, die Abteilung neben dem erforderlichen fonds. Es handele sich um Mehrausgaben für die Unterbringung gelegt. In der gestrigen Sigung beschränkten sich die einzelnen Laboratorium auch ein eigenes Versuchsfeld zur Verfügung zu stellen, von Kranten in Heilanſtalten, für Kranken Verpflegungen Fraktionen darauf, durch kurze Erklärungen ihren Standpunkt um die Forschungen durch das Experiment in der freien Natur unter auf polizeiliche Anordnung und 2017 Löhne für das Pernoch einmal zu präcisieren. Beachtung verdient, daß hierbei stüßen und insbesondere auch vor der Uebertragung der Ergebnisse fonal der Familienhäuser. Die Vorlage wurde angenommen, auch der Wortführer der Großen Fraktion der Linken", Stadtv. wissenschaftlicher Laboratoriumsversuche in die große Pragis und ist, wie der Magistrat mitteilt, infolge der Arbeitslosigkeit und Cassel, in bestimmtester Form versicherte, seine Freunde würden zunächst ihre Berwendbarkeit in fleineren Berhältniffen erproben der Wohnungsnot eine weitere Vorlage betr. Verstärkung des Armensich nicht dazu entschließen können, bei dem gegenwärtigen Stand 325 Ar auf dem Gebiete der Domäne Dahlem von der Reichsvon etats demnächst zu erwarten. In der nächsten Sizung, die am 8. Januar stattfindet, erfolgt: der Sache eine Neuwahl vorzunehmen. Genosse Singer, der verwaltung gepachtet. Das Feld ist 1899 und 1900 für die Bedürfnisse die Einführung der neuen Stadtverordneten. namens der socialdemokratischen Fraktion sprach, erwiderte Herrn der neuen Abteilung eingerichtet; 1899 wurde ein Gewächshaus mit Caffel, hoffentlich werde diese Auffassung bei der liberalen Mehr- Isolierzellen zu Infektionszweden und ein fleines LaboratoriumsIn Schmargendorf beschloß die Gemeindevertretung, daß. heit von Daner sein. Eine Bemerkung Singers über das gebäude nebst Scheune sowie weiter in 1900 ein Vegetationshaus Gemeindeverwaltung und Armenkommission in dringenden Not persönliche Regiment, das gegenwärtig in Preußen herrscht, gab zur Vornahme von Versuchen bei der Temperatur der freien Luft, fällen Unterstüßungen bis zur Höhe von 20 Mart gewähren dem Oberbürgermeister Kirschner Gelegenheit, auf eine vor aber unter Ausschluß störender Witterungseinflüsse, und 1901 ein dürfen; der Gemeindevertretung ist in solchen Fällen in der nächsten Die Steuer für Lugus hunde zweites Gewächshaus nebst einem Schwammfeller zum Studium Sizung Bericht zu erstatten. 14 Tagen bei der Beratung des„ Linden" Projektes von ihm ge- ber die Haltbarkeit der Nuzhölzer beeinträchtigenden Schädlinge wurde von 10 auf 15 Mark erhöht, für jeden weiteren Hund find thane Aeußerung über die Stellung des Kaisers im Staate zurück-( Hausschwamm und dergleichen) errichtet. Neuerdings wurde 20 Mart zu zahlen. Auf Antrag der Saalinhaber erhöhte die zukommen. Damit hätte dann die Debatte geschlossen werden können, das Feld noch 87 Ar erweitert, nachdem die Not- Gemeindevertretung die Tanzsteuer von 3 auf 4 Mart und aber ein gütiges Geschick sorgte dafür, daß, was so nüchtern und ge- wendigkeit sich ergeben hatte, ein Teil der alten Fläche dehnte dafür die Tanzerlaubnis von Uhr elf bis Uhr zwölf aus. schäftsmäßig begonnen hatte, lustig enden sollte. Stadtverordneter zum Bau von Stallungen und von Arbeitsräumen für Ver- Die Grundwertsteuer soll zur Deckung eines Steuerausfalles Ulrich, die eine Hälfte der aus ganzen zwei Mann bestehenden inche an größeren Tieren durch das bakteriologisch- patho- von 13 Bfg. auf 15 Pfg. für 100 Mart Wert erhöht werden. " Bürgerpartei", fühlte das Bedürfnis, vor seinem von allen logische Laboratorium des Gesundheitsamts zu verwenden. Der Ans Lichtenberg schreibt man une: Die fommunalen Zustände Freunden unfreiwilliger Komit lebhaft bedauerten Ausscheiden aus beim kaiserl. Gesundheitsamt gebildete Beirat für Fragen der Land- werden hier immer seltsamer. Im Frühjahr 1900 beschloß die Geder Versammlung noch eine Abschiedsrede zu halten. Er versuchte, großes Gelände für die Zwecke der Anstalt zu sichern und baldigst daß Lichtenberg die Annahme der Städteverfaffung gestattet werde. und Forstwirtschaft empfahl einstimmig, ein mindestens 15 hektar meinde- Bertretung einstimmig, bei der Regierung au beantragen, der Versammlung wegen ihrer Haltung in der Bürgermeisterfrage an die Aufführung eigner Dienstgebäude heranzutreten. Es ist mit Die Folge war die Auflösung der Gemeindevertretung! den Text zu lesen, vermochte damit aber nur andauernde Heiterkeit der preußischen Regierung ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach zu erzielen. Den Schluß bildete ein kleines, in persönlichen Be- sie zunächst in Erweiterung des bereits angepachteten Versuche Nachdem die Gemeindeverordneten neu gewählt waren und der Eintritt von acht Socialdemokraten erfolgt war, erschien nach wenigen merkungen geführtes Wortgefecht zwischen ihm und unfrem Genossen feldes eine fernere Fläche von 61/2 Hektar auf die Dauer von sechs Tagen eine neue Regierungsverordnung, wonach der alte GemeindeStadthagen über die schwierige Frage, ob Herr Ulrich„ Begriffe Jabren dem Reiche verpachtet mit der Maßgabe, daß die Reichs- Tagen eine neue Regierungsverordnung, wonach der alte Gemeindevorstand bis zum Ablauf seiner Wahlperiode im Amte bleiben verwaltung sich verpflichtet, innerhalb der Pachtdauer das ganze tonnte. Terrain von rund 10 hektar, sei es auf einmal, sei es in Trembes 1800 Einwohner zählenden Ritterguts Lichtenberg in die GeDer Anlaß zur Auflösung sollte sein die Einverleibung stücken, fäuflich zu erwerben. Die Einziehung der Stenern meinde Lichtenberg, die 41 000 Einwohner zählt. Inzwischen find hat sich im Steuerjahr 1900/01 merklich schwieriger gestaltet Noch ein Opfer Sternbergs. Unter den geugen des Etern- Prozesse gegen die Rechtsverbindlichkeit einzelner ortsstatutarischer Er Bestimmungen( z. B. über die Unterhaltungspflicht der Bürgersteige) als im vorhergehenden Jahre. Sowohl die Steuerbeträge, die berg- Prozesses hatte sich auch ein gewiffer Hoffmeier befunden. war einer der Agenten Luppas und hatte die Aufgabe übernommen, zu Ungunsten der Gemeinde ausgefallen und nun droht ein neuer wegen Nichtverpflichtung oder Unbeitreiblichkeit niedergeschlagen die Verwandten der Woyda durch Geschenke und das in Aussicht- Prozeß, der nichts weniger will, als erweisen, daß infolge der„ Neuwerden mußten, als auch die Reste, die in das nächste Jahr mit stellen großer Stellungen zu gewinnen. Jetzt wird Hoffmeier, der bildung der Gemeinde" alle bisher erlassenen Orts hinübergenommen werden mußten, sind gestiegen, so daß die Ist vor Gericht den Ehrenmann zu spielen gewußt hatte, wegen Ber- statute rechts ungültig seien. Auf den Ausgang dieses einnahme diesmal noch mehr als sonst hinter der leitung zum Meineid von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich ver- Prozesses darf man mit Recht gespannt sein. Wenn nun die ReSolleinnahme zurückgeblieben ist. An Gemeinde- folgt. Der Kaufmann Hugo Arndt, der im Anschluß an den Stern- gierung der Gemeinde nicht mit dem Städterecht entgegenkommt, stenern waren fast 63 Millionen Mark, an Staatssteuern etwa berg- Prozeß zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden war dürften die Rechtsverhältnisse sich hier recht wunderbar gestalten. 351/2 Millionen Mark einzuziehen. Eingekommen sind aber bei den und dessen Tod wir vor kurzem meldeten, ist, wie wir mitzuteilen Gemeindeſtenern nur etwa 603/4 Millionen, 96,40 Proz. des Steuer- gebeten werden, nicht im Gefängnis, sondern in seiner Wohnung ge solls( im Vorjahre noch 96,79 Proz.), bei den Staatssteuern storben. Wegen seines Gesundheitszustandes war ihm ein Straf hauses die Hälfte der Kosten, eine Summe, die bis zur Höhe noch 94,67 Pro3.). Jufolge nachträglicher Rückzahlungen fiel, wie all- Prensische Wohnungsreform. Die Domäne Dahlem soll von 20 000 W. gehen darf, ginsfrei zur Verfügung gestellt. Ferner wurden verschiedene Veränderungen von Amtsbezirken jährlich, die schließliche Reineinnahme noch etwas geringer aus. Von bekanntlich aufgeteilt werden. Die Erwartung, daß Arbeiterwohnungen Interesse sind besonders die Einkommensteuern. Es waren dort draußen in gesunder Gegend errichtet würden, ist bekanntlich beschlossen: Der Amtsbezirk Ober- Schöneweide" soll fortan bitter getäuscht worden; der Fiskus will dort eine Villenkolonie nach bestehen aus: a) der Gemeinde Ober- Schöneweide und b) demjenigen Gemeinde- Einkommensteuer 31 911 337 M., an einzuziehen an Staats- Einkommensteuer 31 122 065 M., es gingen aber nur ein bei dem Muster der im Grunewald anlegen lassen. Jetzt wird amtlich Teil der Wuhlheide der königlichen Köpenicker Forst, welcher der Gemeinde- Einkommensteuer 30 084 102., 94,27 Broz. des schäftsstelle für solche Brivatpersonen eingerichtet worden ist, welche schließlich), nördlich von dem Eichgestell( ausschließlich), weftlich m., mitgeteilt, daß im Hause Linkſtraße 40 zu Berlin eigens eine Ge- begrenzt wird im Westen von der Karlshorster Chauffee( einSolls( im Vorjahr noch 94,75 Proz.), bei der Staats- Einkommen- fich für den Kauf von Grundstücken interessieren. Wird das unter den von dem Ostendgestel( ausschließlich) und südlich von dem Gemeindes steuer 29 295 910 M., 94,13 Proz. des Solls( im Vorjahr noch Grundstückspekulanten wieder ein edler Wetteifer werden. bezirk Ober- Schönewveide. Der Amtsbezirk Köpenick Forst" soll fortan bestehen aus: 94,60 Proz. Die Mindereinnahmen bei den Einkommensteuern Die Diebstähle in den Warenhäusern haben in der gegen- a) der Gemeinde Nahnsdorf, b) dem Gutsbezirk Köpenick- Forst einsetzten sich in den letzten beiden Jahren- 1900/01( beat. 1899/1900) folgendermaßen zusammen. Es wurden bei der Gemeinde- wärtigen Saison einen Umfang angenommen wie noch in keinem schließlich der Wuhlheide, soweit diese nicht nach Nr. 1b zu dem Jahre vorher. Die Menge der täglich in diesen Geschäftshäusern ge- Amtsbezirk Nr. 5 Ober- Schöneweide" gelegt ist und c) dem GutsEinkommensteuer wegen Nichtverpflichtung 2,78( 2,62) Proz., wegen stohlenen Waren läßt darauf schließen, daß die Diebstähle von ge- bezirk Rahnsdorf; von dem bisherigen Amtsbezirk Nr. 30 Dalldorf" Unbeitreiblichkeit 1,31( 1,25) Broz, zusammen 4,09( 3,87) Proz. der werbsmäßigen Verbrechern ausgeführt werden, die jedenfalls in ver- soll die Gemeinde Hermsdorf und der Gutsbezirk Hermsdorf abs Solleinnahme niedergeschlagen und 1,64( 1,38) Proz. als Rest über- schiedenen Verkleidungen die Geschäfte besuchen und sich so der gezweigt und aus diesen beiden ein eigner Amtsbezirk mit der Bes nommen, bei der Staats- Einkommensteuer wegen Nichtverpflichtung Beobachtung durch Kriminalbeamte entziehen. Von den in diesem zeichnung Nr. 30a Hermsdorf i. Mark" gebildet werden. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Babing in Berlin hat" oder nicht. = nur etwa 33/2 Millionen, 94,29 Proz. des Stenersolls( im Vorjahr auffchub bewilligt worden. Der Kreistag des Niederbarnimer Kreises war vorgestern hier im Kreishause versammelt. In dieser Sigung wurden der Gemeinde Liebenwalde zur Errichtung eines Kranken Hm vorzüglichsten geeignet als Weihnachts- Geschenke sid( croer) für alle Berufs- und Gesellschaftsklassen! S Cait's Diamanten sind die beste Imitation der Welt, und werden in Folge ihres unerreichten Glanzes und Feuers von Leuten getragen, die berechtigt sind, die höchsten Ansprüche an Schmucksachen zu stellen. Sie haben die Welt in Erstaunen und Entzücken versetzt. 19 id d Kommen und sehen Sie wie sie funkeln. 6 Mark Ringe, Broschen, Hemdenknöpfe, Ohrringe, Cravattennadeln, Haarnadeln, Halsketten, Schnallen, Manschetten- Knöpfe in ungezählten Mustern 22 Husnahme- Gegenstände 22 13 2 00000 4 5 6 6 ? 10 Mark pro Stück. 14 15 16 17 18 19 20 20 pro 21 21 22 Stück. 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