Nr. 302. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir flußrierter Sonntage Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pr Monat, Eingetragen in der Post BeitungsBreisliste für 1001 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 18. Jahrg. Die Insertions- Gebane beträgt für die fechsgespaltene Sotonet zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Von der Wohnungsfürsorge des Reichs. Im vorigen Jahre ist bekanntlich zum erstenmal dem Reichsamt des Innern eine Summe, und zwar 2 Millionen Mark, zur Förderung der Herstellung geeigneter Kleinwohnungen für Arbeiter und gering besoldete Beamte in den Betrieben und Verwaltungen des Reichs durch Gewährung von Beihilfen an Private sowie an gemeinnützige Unternehmungen( Bauvereine, Baugenossenschaften, Baugesell schaften u. a.)" bewilligt worden. Der Entwurf für den nächstjährigen Etat giebt nun in einer beigefügten Dent schrift" nähere Auskunft über die Verwendung jener Summe. Danach sind bisher bewilligt worden: Arbeiter- Bauverein Gaarden- Ellerbek, e. G. m. 6. 5. 500 000 m. Arbeiter- Bauverein für den Kaiser Wilhelm- Stanal, Bez. Brunsbüttel, G. m. b. H. Arbeiter- Bauverein für den Kaiser Wilhelm- Kanal, Bez. Holtenau, e. G. m. b. H. • " # 300 000 200 000 " 150 000 " " 100 000 • " 100 000 24.000 " " 80 000 h " Spar- und Bauverein zu Kiel, e. G. m. b. H. Beamten- Wohnungsverein zu Berlin, e. G. 1. b.. 400 000 Berliner gemeinnügige Baugesellschaft( Akt.- Gef.) Dresdener Spar- und Bauverein, e. G. m. b. H. Genossenschaft Freie Scholle", Berlin, e. G. m. b. H. Deutscher Beamten- Wohnungs- Bauverein in Bosen, e. G. m. b. H. Spar- und Bauverein zu Wilhelmshaven, e. G. m. b. H. 146 000 zusammen 2 000 000 m. Die Gesamtsumme der, für das nächste Rechnungsjahr erbetenen weiteren Reichsdarlehen beziffert sich schon jetzt auf über 3 Millionen Mart. Die Regierung beantragt daher, für das nächste Rechnungsjahr die doppelte Summe als im Vorjahre, 4 Millionen Mark, zur Förderung des Baues von Sleinwohnungen für Arbeiter und gering besoldete Beamte in den Betrieben und Verwaltungen des Reichs zu bewilligen. Sonnabend, den 28. Dezember 1901. spricht. Mit dieser Versicherung ftinimt jedoch der Wortlaut der " Bedingungen" für die Gewährung der Baudarlehen des Reiches nicht ganz überein. Denn dort heißt es: Die Mietpreise dürfen Tandesüblichen Verzinsung des für den Grunderwerb und zum in der Regel" nicht höher angesetzt werden, als zur Bau der Häuser aufgewendeten Kapitals, zur Tilgung des Baukapitals sowie zur Deckung der Kosten der Verwaltung und Instandhaltung der Gebäulichkeiten erforderlich ist. Weshalb nur in der Regel"? Soll auch hier durch die berüchtigte Ausnahme"-Wirtschaft der kapitalistischen Ausbeutung des Grund und Bodens Thor und Thür geöffnet werden? Ferner ist es uns sehr zweifelhaft, ob durch diese Bestimmung in den Bedingungen" eine ausbeuterische Erhöhung der Mieten auch dann verhindert wird, wenn das Darlehn bereits abbezahlt ist. " " Noch schlimmer steht es mit der Erfüllung der zweiten, in jener Resolution ausgesprochenen Forderung, daß die Häuser späterhin keinem andren Zweck dienen dürfen". Mit Rücksicht auf diese Forderung schreiben die Bedingungen" vor: Falls die Häuser verkauft werden, sind in dem Kaufvertrage Vorschriften( Gebrauchs- und Nutzungsbeschränkungen) aufzunehmen, welche geeignet sind, die dauernde Erhaltung der Häuser als Wohnhäuser für die gering bemittelte Bevölkerung zu sichern. Daß aber auf diesem Wege das erstrebte Ziel durchaus nicht immer erreicht werden kann, darüber scheint sich die Regierung schon jetzt flar zu sein. gestellten Mitteln Denn sie begründet ihre Forderung, daß aus den bereitGelände in besonderen Fällen geeignetes durch den erworben Reichsfistus werden 11. darf, a. auch werde der von dem Reichstage bei der Bewilligung des Fonds damit: Auf keine andre Weise ausgesprochene Wunsch, daß die von Genossenschaften mit Reichsbeihilfe errichteten Gebäude späterhin feinem andern Zwecke dienen sollen, so vollständig erfüllt werden können, als wenn der Grund und Boden dauernd im Eigentum des Reichsfistus verbleibt. Das mag schon stimmen, so lange der Reichsfiskus selbst die Häufer nicht etwa zu einer um so schlimmeren Ausbeutung seiner Arbeiter ausnutzt. In jedem Fall aber halten auch wir es für richtiger, daß die Häuser gar nicht an Privatpersonen verkauft werden dürften. Aufgabe unsrer Genossen im Reichstage wird es daher fein, ihre Kräfte dafür einzusehen, daß das Reich, entsprechend dem Interesse der Arbeiter, seinen Pflichten auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge in viel weiterem Maße als bisher nachkomme. Politische Meherlicht. Berlin, den 27. Dezember. fei Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. denn, daß man darunter nitr die wenigen Großbauern verstehen will, die mehr Getreide produzieren, als sie für sich gebrauchen. Thut man das aber, dann ist ohne weiteres der Kornzoll- Agitation die breite Basis entzogen, auf welche sie sich zur Erreichung eines Erfolges stellen muß. Ats Facit bleibt dann übrig, daß wenigstens der Effekt, wenn auch nicht. die Absicht der Zollerhöhung auf die Begünstigung der größeren Grundbesitzer unter Belastung aller auderen Bevölkerungsflaffen hinausläuft. Aber auch der landwirtschaftlichen Großkultur als solcher wird nicht einmal durch jenen Zoll geholfen, sondern nur dem augenblicklichen Besiger, dessen Einnahme und Gutswert damit steigt; jeder fünftige Gutserwerber aber muß einen entsprechend höheren Kaufpreis zahlen, worauf dann die weitere Verschuldung folgt; der schließliche Erfolg der ganzen Operation ist dann der, daß die Grundrente immer mehr dem Kapitalisten zufließt und daß den minder verschuldeten Großgrundbesitzern aus dem Volkssäckel eine fünstlich geschaffene Grundrente geleistet wird, d. h. so lange ein derartiger monströser Zustand der Dinge dauern kann, ohne mit der unvermeidlichen Zusammenbruch dieses unnatürlichen Zustandes zu enden. Damit zerfällt denn auch der letzte agrarische Trostgrund, daß selbst im Fall der wirklichen Brotvertenerung die Gesamtheit dabei keinen Schaden leide, weil ein gut fituierter Bauernstand der gesamten Industrie guten Ver dienst sichere, kraft des gemütlich wiederholten Spruches: Hat der Bauer Geld, so hat es alle Welt. Dieser Spruch ist ja im allgemeinen vollkommen richtig, allein er bezieht fich auf den Erntefegen, der vom Himmel fällt und als solcher wie mit feinem Geldertrage direkt oder indirekt allen zu gute kommt. Hier aber handelt es sich ann Geld, das dem Städter erst abgenommen werden soll, um, wie man sagt, damit den Bauer zum Vorteil des Städters kauffähig zu machen. Diese Kunstleistung scheitert indessen schon daran, daß nach dem Vorhergesagten nur eine kleine Minderheit von Großbauern, feineswegs der wirkliche massenhafte Bauernstand, durch die Brotverteuerung wohlhabender und fauffähiger wird, der legtere vielmehr ebenso wie alle übrigen Vollsklassen durch die Verteuerung an Kaufkraft verliert... Solche Opfer dürfen nicht zum ausschließlichen Vorteil der größeren Gutsbefizer, dagegen zum Schaden der überwiegenden Mehrheit des kleinen Bauernstandes sowie aller andren Berufs- und Bevölkerungsklassen gefordert werden." Schlagender können die Argumente des Herrn Dr. Heim nicht widerlegt und treffender die Gemeinſchädlichkeit der Kornzölle kom bewiesen werden. Nur die Centrums- Disciplin hindert, daß derarrge Stimmen fich häufen. Pikant ist es, daß die redlichere Centrumsmeinung sich jetzt in die Oeffentlichkeit des Vorwärts" flüchten muß! " Ein Sieg De Wets. De Wet, der verivegenste und glücklichste Boerenstratege, hat den Engländern gerade am Weihnachtsabend eine schwere Niederlage beigebracht. Kitchener quittiert über das artige Christgeschenk durch folgende Depesche: die jetzt geforderte Summe bedeutend größer ist als diejenige, welche im Vorjahre die Regierung verlangt hatte, tommt nicht unerwartet. Denn schon im Vorjahre waren a II e Parteien unter ausdrücklicher Zustimmung der Regierung darin einig, daß für die Wohnungsfürsorge des Reiches jährlich eine biel größere Summe, als die damals verlangten 2 Millionen Mart aufgewendet werden müsse. Wenn trotzdem im vorigen Jahre diese ungenügende Summe nicht erhöht wurde, so ge schah dies einzig und allein deshalb, weil der Versuch im ersten Jahre im beschränkten Umfange gemacht werden sollte, damit ein als verfehlt sich erweisendes Verfahren mög lichst schnell und leicht aufgegeben werden könnte. Die Praxis in dem ersten Jahre hat jedoch, wie aus der Dentschrift" der Regierung sich ergiebt, unerwartete Schwierigkeiten bei der pflichtgemäßen Verwendung der zur Verfügung gestellten Die Gemeinschädlichkeit der Kornzöfle. Gelder nicht zu Tage gefördert. Mithin entspricht es Einer 8uschrift aus Centrumstreifen über die durchaus den Absichten des Reichstags, daß für die Wohnungs- Bollrebe des Abg. Dr. Heim entnehmen wir folgende Säße: fürsorge des Reichs eine größere Summe in den nächstjährigen Nachdem der Schreiber, Abgeordneter eines zum größeren Etat eingestellt ist. Ja, die jetzt verlangte Summe von vier Teile ländlichen Wahlkreises, sich ausdrücklich gegen die Millionen Mart erscheint uns als noch viel zu gering. Aus Freihandelstheorie gewandt und die Zollpolitik des Jahres 1879 als General Reidell teilt mir mit, daß De Wet am der oben mitgeteilten Aufstellung ersehen wir, daß die zwei absolutes Gebot der Staatsidee verteidigt hat, weist er nach, daß 24. Dezember an der Spize zahlreicher Boeren das Millionen Mart, die bis jetzt zur Ausgabe gelangt sind, auf die Brotpreise entsprechend dem höheren Preise des Nohmaterials Lager des Obersten Firment bei Tweefontein nach heftigem 10 Gesellschaften verteilt werden mußten. Mehrere diefer Gesell- steigen, und daß es den Erfahrungen widerspricht, wenn man Kampf erobert hat. Ich befürchte, daß die Verlufte sehr eruft schaften aber sind bereits wieder um die Bewilligung von weiteren animmt, der Zoll werde vom Ausland getragen. Sodann fährt er sind. Die Truppen des Obersten Firment bestanden aus vier Baugeldern im nächsten Jahr vorstellig geworden. Hieraus ergiebt wörtlich fort: Compagnien Yeomanrys mit zwei Geschützen. Sie fich, in wie wenigen Fällen mit einer Summe von 2 Millionen Wenn dem allen nun wirklich so ist, d. H. wenn durch den überwachten die Blockhäuser von Harrysmith bis Bethlehem. Zwei Mark oder von 4 Millionen Mark auch nur der erste Schritt Getreidezoll das gesamte inländische Getreide und damit auch Compagnien leichter englischer Kavallerie nahmen die Verfolgung zur Wohnungsfürsorge gemacht werden kann. Mithin sind das im Gebot des Herrn feierlichst hervor De Wets auf. diese Summen, gegenüber der Thatsache, daß fast in allen gehobene tägliche Brot entsprechend verteuert wird, dann Wie gewöhnlich ist Kitchener, der sich über die Verluste der Orten ein arger Mangel an fleinen Wohnungen auch für die man zunächst nicht, wie bei der Pfeife des armen Boeren, selbst wenn diese aus den Gefechten als Sieger hervor Arbeiter und Beamten des Reiches besteht, nicht viel mehr Mannes, mit leichtem Achselzucken vorübergehen, nachdem derselbe gingen, oft so wunderbar orientiert zeigt, nicht in der Lage, als ein Tropfen auf einen heißen Stein. Hierzu kommt noch, bereits im Salz und Schmalz, im Petroleum und Branntivein nähere Angaben über die Verluste des Obersten Firment daß gerade in der jetzigen Zeit, unter dem furchtbaren ausgiebigst belastet ist. Man fann nicht übersehen, daß derselbe zu machen, obgleich doch englische Kavallerie bereits die VerDrucke der wirtschaftlichen Krisis- eine möglichst große Ent60-80 Broz. seines Verdienstes für notwendige Lebensmittel folgung" des Siegers aufgenommen haben soll, also die Stätte der faltung der Bauthätigkeit auf diesem Gebiete verlangt werden auszugeben hat und bei immer fortschreitender Brotverteuerung englischen Niederlage passiert haben muß. Nichtoffizielle Meldungen muß. Denn jetzt ist das Bauland in manchen Fällen zu schließlich nicht bloß zum entsprechenden Schaden der Land- berichten denn auch bereits, daß De Wet die beiden Geschütze berhältnismäßig billigem Preise zu bekommen, und überdies wirte auf jede Fleischnahrung verzichten, sondern zur bloßen Firments, deren eines ein Maschinengewehr war, erobert und 400 tönnte durch die Bauten manchem, sonst arbeitslosen Arbeiter Kartoffelnahrung übergehen müßte. Alsdann wäre zugleich das Yeomanrys gefangen genommen habe. Danach wäre die AbGelegenheit zur Arbeit geschaffen werden. Es fragt sich daher, Gegenteil jeder gefunden Finanzpolitik durch die umgekehrte pro- teilung des Obersten Firment vollständig vernichtet ob nicht unsre Genossen im Reichstage auf eine Erhöhung der greffive Besteuerung verwirklicht, da eine Verbrauchssteuer auf worden. Diesbezüglichen Summe dringen sollen. die notwendigsten Lebensbedürfnisse das kleine Einkommen, Und diesen wuchtigen Schlag hat De Wet zu führen vermocht, namentlich den Arbeitslohn, absolut und relativ nachdem er am 18. Dezember bei Landsberg im Bethlehemstärker trifft, als das das größere Einkommen. Es mag Diftritt vom General Dartuell nach mehrstündigem heftigen desfalls nur noch daran erinnert werden, daß die ganze Re- Gefecht nach Kitcheners Darstellung angeblich zurückgeworfen worden gierungszeit Friedrichs des Großen der Sorge für wohlfeiles Brot war! Die Engländer waren also gewarnt, nichtsdestoweniger griff zugewendet war, und daß er im Teuerungsjahre 1771 auf 1772 De Wet sechs Tage später die ebenfalls im Bethlehem- Bezirk mit erheblichen Opfern durch feine Stornmagazine den Kornpreis stationierte starte Truppe des Oberst Firment an, um sie vollständig im Lande auf 2 Thl. festgehalten hat, während er in Sachsen und aufzureiben. Ein Beweis, daß die Engländer durch ihr famoses Böhmen auf 5 Thl. stand. Die Sicherung der Volts Blockhaussystem ihre Truppen derartig festgelegt und verzettelt haben, ernährung ist und bleibt aber für alle Zeiten daß die Boeren sich in starten Kommandos wochenlang in demselben eine der wichtigsten und verantwortlichsten Auf- Bezirk nicht nur behaupten, sondern die Engländer sogar in der gaben im ganzen Staatsleben." Offensive erfolgreich bekämpfen können. Freilich hat die Verwendung der vom Reich zur Herrichtung von Arbeiterwohnungen ausgegebenen Gelder zur Voraussetzung, daß dadurch nicht etwa die kapitalistische Ausbeutung der Arbeiter mit Hilfe einer immer weiter gesteigerten Wohnungsmiete gefördert wird. Auch hierüber hat fich der Reichstag in der deutlichsten Weise ausgesprochen, indem einstimmig die von unserm Genossen Singer vor geschlagene Resolution angenommen wurde: Der Reichstag spricht die Erwartung aus, daß die... be willigten Summen nur Verwendung finden, wenn bei Festfegung der Mietspreise der mit Beihilfe des Neiches errichteten Wohnungen nur die landesübliche Verzinsung und Amortisation des zum Bau der Häuser aufgewendeten Kapitals sowie die Kosten der Verwaltung und Instandhaltung in Anrechmung gebracht werden, und daß die Hänser späterhin feinem andren Zweck dienen dürfen. Auch die Regierung hat sich mit dieser Resolution ausdrücklich einverstanden erklärt. In der„ Denkschrift" wird denn auch versichert, es werde überall streng" darauf geachtet, daß die Mieten für die von den Vereinen hergestellten Kleinwohnungen nicht höher gehalten werden, als den in der vom Neichstage beschlossenen Resolution enthaltenen Grundsägen entfann " 4 Speciell von dem angeblichen Vorteil, den der kleine Landwirt von den Getreidezöllen hat, schreibt unser Gewährsmann: Auch im übrigen ist die Lage der Engländer im Oranjes Freistaat eine recht ungünstige. Das Gefecht, das Louis Botha Im allgemeinen ist es also wohl eine unbestreitbare, auch am 20. Dezember bei Tafelkop dem Obersten Damant lieferte, stellt durch die Jahrbücher des Statistischen Amtes erhärtete Thatsache, sich ebenfalls als eine empfindliche englische Schlappe heraus, daß überall in Deutschland nur eine kleine Minderheit land- Damant soll, nach Kitchener, Botha schließlich zurückgeworfen haben, wirtschaftlicher Betriebe mehr Getreide produziert, als sie noch bevor ihm Oberst Kimington Verstärkungen zuführte. Nach der im Jahre bedarf. Wenn dem aber so ist, dann kann Meldung des Oberstkommandierenden vom 21. Dez. sollte der Verlust man unmöglich die stets wiederholte Behauptung auf: Damants, der selbst schwer verwundet wurde, aus 2 Offizieren und recht erhalten, daß es es sich bei der Erhöhung der 20 Mann an Toten und 3 Offizieren und 17 Mann an VerKornzölle um die Erhaltung des Bauernstandes handele, es wundeten bestanden haben. Nach späteren Meldungen erhöhten sich | Davon abgesehen werden die Agrarier nicht auf die Mindestaölle Die Güte des Ministers. In der Kreuz- Zeitung" lesen wir, verzichten, und die andern halten zwar auch mit dem Kaiser und Bülow daß zur Weihnachtsreise des in der Genesung begriffenen Grafen den Minimaltarif für Unfinn, aber doch nur für den Haupt unfinn. Klindowström nach Kortlack ihm durch die Güte des Ministers" ein Mit der Beseitigung der Mindestiäze wird der Tarif für sie noch besonderes Coupé bis Gerdauen referviert worden sei. lange nicht annehmbar. Der„ Lotal- Anzeiger" Diplomat hat mithin vergebens sein Tattit- Hirn strapaziert. Kunst", Et ie Berlufte jedoch auf 8 Offiziere und 29 Mann an Gefallenen und 5 Offiziere und 35 Mann an Verwundeten, also auf 72 Tote und Verwundete! Und nicht nur im Oranje- Freistaat, auch in Transvaal erWorum sich doch nicht alles ein Minister fümmert! litten während der letzten Woche die Engländer Schlappen. So reserviert sogar einem kränklichen Grafen ein Coupé, eine Handverlor Oberst Parhs im Nilstrom- Distrikt 7 Lote und an Verwundeten 6 Offiziere und 18 Mann. Wahrscheinlich auf mindestens Brotwucherer- Begeisterung für die Siegesallee. Seitdem lung, die jeder Bahnhofsvorsteher ausführen kann. Unbegreiflich ist 100 Mann dürfte der englische Verlust im Beginderlyn- Distrikt der Bolltarif auf der Tagesordnung steht, wird die Kreuz- Beitung eines Ministers notwendig ist. Jeder Sterbliche, auch wenn er mir, warum zur Erlangung eines reservierten Coupés die Güte zu veranschlagen seien. Nimmt man alle diese Gefechte zusammen, fo geradezu von monarchischen Krämpfen heimgesucht. Hammerstein nicht Graf, nicht Agrarier und nicht einmal frant ist, kann sich leicht dürften die Engländer in der letzten Woche vor Weihnachten wohl hat keine fromm verzückteren Bußtagsartikel geschrieben als die ein reserviertes Coupé beschaffen: er braucht nur die sämtlichen dürften die Engländer in der letzten Woche vor Weihnachten wohl" Kreuz- Zeitung" jezt mit schäumendem Munde über das absolute an 1000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen verloren Gottesguadentum mystische Hymnen lallt. Heute ist sie dicht daran, Bläge zu bezahlen. Wozu bedarf es da der Güte eines Miniſters? haben. Der Streckenrapport Kitcheners für denselben Zeitraum das Unfehlbarkeitsdogma des Königsfogar in Kunstfragen Dann wäre das allerdings ein beispielloſer Gnadenakt, zu dessen GeOder sollte der Graf eben nicht alle Bläge bezahlt haben? nimmt sich dagegen feineswegs imponierend aus. Danach wurden zu proklamieren. In einem Artikel über Kaiser, Bolt und Stunft". währung aber niemand, auch nicht der gütigste Minister, befeit dem 16. Dezember 45 Boeren getötet, 25 verwundet und 310 der mit der Siegesallee beginnt und den aus Spizenröden hervor währung aber niemand, auch nicht der gütigste Minister, be= fugt ist. gefangen genommen, 35 ergaben sich. 250 Gewehre, 11 280 Ba- gestreďten Dirnenbeinen am Bariser Maupassant- Denkmal endigt, Also wird der Herr Minister in der That mir so gütig getvesen tronen, 163 Wagen, 12000 Pferde und 8600 Stück Schlachtvieh heißt es wörtlich: sein, die Funktion eines Bahnhofsvorstehers auszuüben, was beweist, „ Es geht nicht an, dem Fürsten und Führer des Volles die daß Herr Thielen, da die Kanalvorlage nicht kommt, zur Zeit an Be Stellung irgend eines beliebigen Kunstliebhabers oder Kunstkritikers schäftigungsmangel leidet. anzuweisen. Der Begriff Raiser" oder„ König“ enthält in jeder Beziehung etwas Absolutes, Uuwie uniren Lesern bekannt ist, in Württemberg für geistesDer frühere Reichstags- Abgeordnete Frhr. v. Münch ist, trennbarcs, Einheitliches in sich. Im Landesherrn ist die trant erklärt und in eine Frrenanstalt gebracht worden. Da er sich Boltsgesamtheit Einheit und Persönlichkeit geworden, eine darauf berief, daß er die preußische Staatsangehörigteit Persönlichkeit, der unter allen Umständen und in erworben habe, lieferte ihn die württembergische Regierung auf Ersuchen allen Verhältnissen der Geschichte gegenüber und vor der preußischen dem Polizeipräsidenten in Frankfurt a. M. zu. Der Gott die von Gott übertragene Aufgabe zufällt, Schüßer württembergische Staatsanzeiger" bemerkt dazu: Die preußische des Staatsganzen, Förderer der nationalen Thatkraft und Regierung beabsichtige, Herrn v. Münch vorläufig auf freiem Erhalter der das Bolt beseelenden und bewegenden Lebens- uß zu lassen, da sie annehme, daß die bisher von ihm begangenen und Schaffensluft zu sein. Das gilt auch von der Handlungen im wesentlichen auf die Verhältnisse, in denen er lebte, und Schaffensluft zu sein. Das gilt auch von der zurückzuführen seien und daß nicht ohne weiteres anKunstpflege, und es gilt nicht am wenigften und zuletzt von genommen werden könne, er werde auch in Preußen Handdieser, da eben die Werke der Kunst in ganz besonderer Weise ge- fungen begehen, die feine Unterbringung in eine Frrenanstalt nötig eignet sind, an die Seele des Volkes zu rühren." wurden erbeutet. Die Boeren hatten danach insgesamt 425 Mann verloren, während die Engländer doch nur 250 Gewehre erbeuteten. In welchen Gefechten die 310 Gefangenen gemacht wurden, hat Kitchener nicht mitteilen können, es handelt sich also wohl um Nichtkombattanten, die von den Farmen weggeholt wurden, um nach den Konzentrations lagern geschleppt zu werden. Die Weihnachtsstimmung in England ist infolge der Hiobsposten aus Südafrika erklärlicherweise eine sehr gedrüdte. Am unbehaglichsten wird den Mitgliedern des Kabinetts zu Mute sein. Fällt die Neujahrswoche ebenso aus wie die Weihnachtswoche, so könnten Roseberys Hoffnungen sich leicht erfüllen. * . Deutsches Reich. Der Kaiser ist Weihnachten in dem wildesten deutschen Bundesstaat gewesen, in jenem Land, in deffen Volksvertretung der Socialdemokratie nur eine Stimme an der Mehrheit fehlt, in dem der Vicepräsident der Kammer ein Socialdemokrat ist, dessen Staatsgerichtshof ein socialdemokratisches Mitglied hat, und das bei der Reichstagswahl 1898 fast zur Hälfte socialdemokratische Stimmen abgab. Außerdem aber hat dieser Staat zum Abscheu der Alldeutschen und Englandhaffer den Thron einem englischen Brinzen überantwortet, der allerdings zur Zeit noch nicht regierungsmündig ist. Der Kaiser war alfo in Gotha, und wir vermuten, daß die Thatsache, daß die neuerdings dort angestammte Monarchie aus England stammt, die Abneigung gegen die socialdemokratische Verseuchung überwunden hat. Das Herzogtum ist zwar socialdemokratisch, aber der künftige Throninsasse ist ein Engländer, und Tezteres ist ein ausreichender Grund für einen auszeichnenden Besuch und eine für das Gothaer Land höchst anerkennende ta iserrede. In Gotha wurde das Denkmal irgend eines fürstlichen Ahnen enthüllt, und auf eine Ansprache des Prinzregenten erwiderte Wilhelm II, u. a.: " 01 machen. Die preußische Regierung werde aber, wenn Münch auch Sollte dieses Absolute, Untrennbare, Einheitliche auf allen Ge- auf preußischen Gebiete sich Gesetzesverlegungen zu Schulben bieten der göttlichen Mission nicht auch die Kanalvorlage ein- fommen läßt, ohne daß er strafrechtlich verantwortlich gemacht werden fönne, polizeilich gegen ihn einschreiten. Die württembergische Rebegreifen? An andrer Stelle liest man folgende zielbewußte Verrücktheit: gierung hat Freiherrn von Münch vor seiner Auslieferung eröffnet, So etwa redet die Siegesallee zum Betrachter: Sieb diese daß in Württemberg die Verfügung der Einweisung in eine IrrenFürstenreihe links und sich diese Fürstenreihe rechts die ftatt anstalt für ihn fortbestehen bleibe, falls er ohne Erlaubnis nach die statt liche Zahl diefer Männer hat in Jahrhunderten über das Bolt Württemberg zurückkehren sollte.Volk in Berlin und Brandenbung und Preußen geherrscht und diese Englische Pferdeauffäufe in Westpreußen. Aus Lautenburg, fürstlichen Männer haben mit dem Bolte und das Bolt hat Westpreußen, wird dem Graudenzer Geselligen" geschrieben: Hiefige: mit ihnen viel Freud und manch Leid erduldet. Schließlich und auswärtige Pferdehändler kaufen in unsrer Gegend Pferde. aber ist es doch bei allen Wechselfällen der Zeiten so für die englische Armee in Südafrika an. gekommen. " Sie halten Nun geh zum Bismarck- Denkmal, durchs Brandenburger Thor, die Linden entlang zum grauen Königs- 3 diesem Zwed auf öffentlichen Blägen regelrechten Markt schloß, vor dem das Denkmal des alten Staifers sich erhebt ab, den sie vorher in Soldau, Lautenburg, Strasburg angekündigt haben.. und in dem der junge Kaiser refidiert; dann siehst Du, wie alles Unter den Patrioten, die ihre Pferde an die Engländer verkaufen, gekommen ist, vom Markgrafenstuhl zum Kaiserthron. Und wer dürften sich auch eine Anzahl englandfrefferischer, boerenbegeisteter nicht nur voll vaterländischer Gesinnung ist, sondern auch ein Junker befinden, zumal die westpreußischen Bauern schwerlich in frommes Herz befigt, gehe hinüber zum Dom, danke Gott für der Lage sind, allzuviel Pferde zu verkaufen. Der Bezirk, in dem alles, was er am Breußenvolte gethan hat und bitte, er möge die Pferdetäufe erfolgen, ist ja mit Nittergütern reichlich gesegnet, auch fürderhin Fürst und Bolt mit gnädiger Güte und starker Hand befinden sich doch beispielsweise in dem Kreis Strasburg neben. durch Wege und Zeiten führen!" Wir wollen hoffen, daß dieser rasende Monarchismus auch dann noch dauert, wenn der Kaiser sich einmal gegen die Agrarzölle aussprechen sollte! " " Deiner Aufforderung, hierher zu kommen, bin ich bewegten Herzens um so lieber gefolgt, als ich aus dieser deutschen Stadt hier meine Frau geholt habe, den Edelstein, der an meiner Seite glänzt, der es mir ermöglicht, das schwere Die geheimnisvolle Erfindung der Duellrede Wilhelms II. Amt zu führen, das mir der Himmel aufgebürdet hat. Wer die bleibt im Dunkeln. Am Montag ist der Redacteur Groll von der Gefilde Thüringens besucht, und, wie ich, jahraus, jahrein Gelegen- Potsdamer Zeitung" gerichtlich vernommen worden und zwar als heit gehabt hat, das thüringische Volk zu beobachten, der Angeschuldigter wegen öffentlicher Beleidigung der Lieutenants wird von seiner Boefie, von seinem stillen Walde, und vor allen v. Goßler und v. Keffel, die darin gefunden wird, daß ihnen an: Dingen von seiner unerschütterlichen treuen Anhänglichkeit geblich der Kaiser in einer Tandläufigen Redensart ihre an seine Fürsten gerührt. Dieser Tag fällt in das Fest, welches Jugend vorgehalten haben sollte. Der Strafantrag ist von dem die Menschen auffordert, sich wieder in Kindeserinnerung zurüdzu- Generalfommando des Garde Corps geftellt werden. Am Montag versezen, wo das Geschenk der Liebe Gottes, die Erlösung, der weilte außerdem ein höherer Beamter der Berliner politischen Polizei Menschheit gegeben wird. Dieses Fest ist wahrlich geeignet, für in Botsdam, um an verschiedenen Stellen Nachforschungen nach dem Gedanken des Friedens und Gedanken der Einigung unsre Gewährsmann der Potsdamer Beitung" anzustellen. Legtere hat Herzen zu erwärmen. Niemand unter uns wird vergessen, daß nur fich bisher über ihre Quelle nicht geäußert und hüllt sich über die wenige Meilen von hier die Wartburg steht, von der aus das Lied: fenfationelle Affaire und deren weiteren Berlauf in vollständiges Ein' feste Burg ist unser Gott" seinen welterobernden Zug unter- Schweigen. nahm, und daß alle die Fürsten, die als einzelne Pfeiler B berdiente. 3 Städten und 85. Landgemeinden nicht weniger als 61 Gutsbezirke. D Das amtliche Wahlresultat in Wittenberg weist nur minimale Abweichungen von den in unsrer Sonntagsnummer mitgeteilten Wahlziffern auf. Im ganzen wurden 16 738 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Landtags- Abgeordneter v. Leipziger- Kropstädt( f.) 8045, Landtags- Abgeordneter Dr. Barth( frs. Vg.) 6644 und Rohrlad( Soc.) 2048 Stimmen. Mithin ist Stichwahl zwischen v. Leipaiger und Dr. Barth erforderlich. Civiljuftiz unter Militärjuftiz. Die National= 3eitung" macht heute nähere Mitteilungen über ein Dur uchungsverfahren in ihren Redaktionsräumen und in der Wohnung ihres Chefredacteurs, das durch das Amtset as geordnet worden war aus Anlaß der Veröffentlichung der Aktenstücke, die sich auf die zweite Untersuchungshaft des Unteroffiziers i del in Gumbinnen bezogen. Der Durchsuchungsbeschluß ist auf Beschwerde der National- Zeitung" jetzt durch das Landgericht aufgehoben worden. Mit dieser Aufhebung kann in der damaligen furchtbaren Zeit der vom Himmel über unser Bater- Beise, daß die Socialdemokratie den Fall Spahn nicht mit dem da die Begründung, die das Amtsgericht gab, eine überaus Die Frankfurter Beitung" belehrt uns in heiter onkelhafter Bie Angelegenheit jedoch nicht als erledigt angesehen werden, land verhängten Prüfung mit Aufbietung aller ihrer Kräfte zu halten gesonnen waren, was sie halten konnten, ihre Kraft nur schöpften genügenden Ernst behandelt hat, den die Wichtigkeit der Angelegenheit absonderliche war. Das Amtsgericht ordnete die Durch von oben aus dem felsenfesten Vertrauen, daß die Verheißung, suchung an, weil der Verdacht bestehe, daß Rechtsanwalt die Gott uns in seinem menschgewordenen Sohne gegeben hat, einsieht, daß gerade die deutsche socialdemokratische Breffe die Frage lichung nach Ansicht der militärischen Antragsteller au jenem Wenn das um uns bekümmerte Gönnerblatt je t noch nicht horn, der Verteidiger Hickels, die Aktenstücke, deren Veröffentihnen helfen werde. Die Anregung, die Du uns heute gegeben durchaus angemessen behandelt und gewertet hat, so ist ihr nicht zu Zeitpunkte noch nicht statthaft war, an die" Rat.- 8tg." geliefert habe. hast, entspricht den Gedanken, die auch mich schon lange bewegen. Wenn ich nicht damit hervorgetreten bin, jo liegt der Grund nur darin, helfen. Dabei muß allerdings das Blatt die intellektuelle Mühe Nun hatte aber die Nat. 3tg." selbst den Rechtsanwalt Horn als daß ich fern davon bin, auch nur in Wünschen und Hoffnungen der aufwenden, dreierlei forgfältig auseinander zu halten: Erstens die le bersender der Attenstücke in ihrer Veröffentlichung Selbständigkeit andrer nahe zu treten. Daß aber ein hohes Biel vorausseßungslosen" Professoren, und drittens die gründliche Kritik fuchung beantragt und angeordnet werden konnte Ernennung Spahus, zweitens die große" Protestbewegung der genannt, so daß es unverständlich ist, wie eine Durch meines Lebens eine Einigung der evangelischen Kirchen des Brof. Michaelis an den herrschenden Universitätszuständen. Die einen angeblichen Verdacht Unterlagen zu gewinnen. Die Seltsam um für Deutschlands in den für sie gedachten Grenzen wäre, brauche ich erfte und dritte Angelegenheit haben wir als wichtige Symptome feit dieses Vorganges wird dadurch nicht geringer, daß der amts nicht zu betonen. Ich meine, daß wir auch ein Bild dafür durchaus ernst behandelt. finden können. Wie der uns gesandte Gottesjohn Dagegen flößte uns das Proteft gerichtliche Durchsuchungsbefehl nicht nur die Beschlagnahme des Heiland das Wort gebraucht hat, und der einzige auf fürmchen der Voraussetzungslosen, eine Wiederaufnahme der dem Hornschen Manuskriptes anordnete, sondern auch die Beschlagnahme Erden gewesen ist, der es gebrauchen konnte: Sch bin allgemeinen Gelächter verfallenen Goethebündelei in der That nur etwaiger korrespondenzen über den Gumbinner der Weinstock und ihr seid die Reben", so können wir sehr mäßigen Respekt ein. Prozeß zwischen der National- 8eitung" und orn uns einzeln als selbständige Reben an dem Weinstock entwickeln im Recht, wenn sie sagt: oder andren Personen! Die National- Zeitung" ist vollauf und so Gott will, gemeinsame Frucht bringen. Die Gedanken, die mich hier bewegen, umschließen auch das feste Versprechen, daß mein Jutereffe, meine Liebe und mein Schnt für den heranwachsenden Landesherrn nie nachlaffen soll und ich jeder zeit bereit bin, ihm mit Rat und That zur Seite zu stehen." Nach den mannigfachen Huldigungen Wilhelms. für die edlen I. ja Herren der katholischen Kirche, nach seiner Ernennung eines fatholischen Professors, Professors, proklamiert er hier sein erflusiv evangelisches Bekenntnis, er preift die Reformation und die paar Fürsten, die ihr anhingen. Er wünscht eine einheitliche evangelische Reichskirche, deren Oberhaupt dann vermutlich der Kaiser werden würde. und Protestanten ehrliche, tapfere und ernsthafte Männer befanden, aber Nicht als ob wir leugnen wollten, daß sich auch unter den Minderheit, die sich auch nur zu diesen harmlosen Zustimmungsdiese Gelehrten bildeten wieder die Minderheit unter der kleinen adreffen an Mommsen aufzuraffen wagten. Die Mehrzahl wurde durch einen greisenhaften kulturkämpferischen Johannistrieb zu ihrem " Proteft" geftachelt. Wie wenig diese Bewegung bedeutet, das hat Protest" geftachelt. ia gerade das Schicksal des Prof. Michaelis bewiesen. Obwohl dieser Gelehrte eine Anklage erhoben, die in jedem Worte das herrschende Universitätssystem tödlich traf, obwohl alle die Voraussetzungslosen" ficher wohl wußten, daß diese Kritik erst die Wahrheit sprach, welche in der matten Limonade Mommsens mehr verhüllt und umgangen befundet war, so hat Herr Michaelis teine einzige Zustimmungsadresse erhalten; im Gegenteil, auch die Tapferen der Vorausfegungslofigkeit find geräuschvoll von ihm abgerückt. Solche Adressen wären eben gefährlich gewesen. Daß er so anerkennend über das foburg- gothaische Volk urteilt, das doch socialdemokratisch gesinnt ist, mag diejenigen Staatserhaltenden verdrießen, die bereits diesem wilden Land den Unter28ir haben ernst genommen, was Ernst verdient. Die Frant gang geschworen haben, dessen Regierungsvertreter ia furter Beitung" hingegen hat mit der liberalen Treffsicherheit, auch gegen den von Wilhelm II. fanttionierten bie namentlich beim„ Berliner Tageblatt" so hoch entwickelt ist, das Reichs Bolltarif gestimmt hat. Endlich sind die besonders zärtlichen Ausdrücke bemerkenswert, Unbeträchtlichste am meisten bejubelt. Wer nur ein wenig über die mit denen er den englischen Großherzog feines Schutzes und heutigen Universitätsverhältnisse und akademischen Stimmung unterseiner Liebe versichert. Das flingt anders wie einst dem Biester- richtet ist, der weiß, daß die paar Professoren, die Charakter und eine entschiedene Gesinnung haben, am allerwenigsten die Hoffnung haben, daß felder gegenüber. Die Sympathien des Kaisers für England und von den jetzigen Profefforen in ihrer Mehrheit irgend etwas Durch Englisches find gegenwärtig uneingeschränkt. Die latholische Preffe hat sich bisher über die Rede nicht Schweigen verurteilt, aber sie werden, soweit sie politisch urteilsfähig greifendes zu erwarten ist. Diese Männer sind, völlig isoliert, zum sind und Menschenkenntnis befizen, über den naiven Optimismus des demokratischen Blattes nicht minder lachen wie die socialdemokratische Presse. geäußert.Welchen Wert behält aber, wenn so ohne jeden stichhaltigen Grund, zur Feststellung einer Thatsache, die weder zweifelhaft, noch beftritten ist, eine Durchsuchung in dem oben angegebenen, exorbitanten Umfang angeordnet wird, welchen Wert. behält dann der Art. 6 der preußischen Verfassung: Die Wohmung ist unverleglich; das Eindringen in dieselbe und Hausfuchungen sowie die Beschlagnahme von Briefen und Bapieren find nur in den gesetzlich bestimmten Fällen und Forment gestattet"? Ebenso zutreffend ist die Schlußfolgerung der„ Nat.- 8tg.": Stlar ist zweierlei: überall, wohin sich ein Ausläufer des Gumbinner Mordprozesses erstreckt, werden da durch unbegreiflichkeiten in gerichtlicher Beziehung herbor gerufen; und in Gumbinnen oder Jnsterburg war man von außerordentlicher Wißbegierde betreffs der Korrespondenz zwischen den Rechtsanwalt Horn und der„ NationalBeitung" erfüllt. Auf alle Fälle scheint es und dringend notwendig, daß Zumutungen aus militärgerichtlichen Kreisen, wie die ostpreußischen, von den bürgerlichen Gerichten auf das ernsteste geprüft werden, bevor man ihnen Folge giebt." eignen Bereiche zu schwersten Rechtsfehlern und rechtswidrigen Es zeigt sich, daß das heutige Militärjustiz- System nicht nur im fondern daß es zugleich auch die Gefahr einer Verwirrung der bürgerBenachteiligungen der diesem System unterworfenen Soldaten führt, lichen Strafjustiz herbeiführt. Um so dringlicher ist es, jenes System einer gründlichen Auskehr zu unterziehen. Majestätsbeleidigung aus Arbeitslosigkeit. Minimaltarif ist Unfinn. Der Berliner Sofalanzeiger" ift von irgend jemand gewürdigt worden, seine Fühlhörner ausftreden zu dürfen, um zu ertasten, ob der vom Kaiser und Bülow für Unsinn rade förderlich, daß sie den Ehrgeiz entwickelt, an naiver, schnell Es scheint uns für den Nuf der Frankfurter Zeitung" nicht getönnte. Er glaubt nämlich gut unterrichtet zu sein, wenn er mitteilt, berauschter Urteilslosigkeit mit dem„ Berliner Tageblatt" zu fons der 34 Jahre alte Siebmacher Kilian wegen Majestätsbeleidigung „ daß alsbald in der Zolltarif- Kommission von maßgebenden Freunden der Zolltarif- Borlage der Antrag gestellt schlimm hereingefallen.Vor der Straflammer des Landgerichts München I hatte sich zu verantworten. Er hatte anfangs Anguft an das Landgericht München I einen Brief geschrieben, der schwere Beleidiwerden wird, die Mindestzölle fallen zu lassen, zumal Die Tröftung Althoffs. Herr Althoff erhält jetzt reichliche gungen des deutschen Kaisers und des Prinzregenten enthielt. dem Reichstage das entscheidende Wort bezüglich der Bemessung Tröftung. Wie die„ Poft" mitteilt, hat der Kaiser dem Ministerial- Am 30. August sandte er einen Brief mit ähnlichen Inhalt an das der Getreidezölle bei der Beratung der neuen Handelsverträge direktor im Kultusministerium zum Weihnachtsfest sein Bildnis mit Landgericht München II. Einer dieser Briefe schloß mit einem Hoch borbehalten bleibt." der eigenhändigen Widmungsschrift„ Wilhelm I. R. Die auf die Anarchie und deren Handwerk. Kilian gab nach einigem Der diplomatische Mitarbeiter, der mit dieser schlauen Nachricht schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Leuguen zu, daß er die Briefe aus Born über mangelnde Politik zu machen sucht, weiß von Handelsverträgen etwa so viel, espen nagen. Weihnachten 1901", verliehen. Arbeitsgelegenheit und seine gänzliche Mittellosigkeit geschrieben wie die auf die Lektüre des„ Lokal- Anzeigers" angewiesenen Staats- Diese laiserliche Widmung wird Herrn Althoff befähigen, fich habe. Sein Hintergedanke sei der gewesen, für den Winter eine bürger: Nichts. Sonst tönnte er nicht den Unsinn schreiben, daß beim demnächstigen Liebesmahl, das ihm die Mehrheit der Berliner Bersorgung zu bekommen. Der Angeklagte ist auf seinen Geistes das entscheidende Wort über die Getreidezölle erst bei der Beratung Brofefforen unter Herrn Schmollers Leitung bereitet, durch die Ab- zustand untersucht und für gesund befunden worden. Da der Ans der Handelsverträge fallen werde. Wie jeder weiß, fann wesenheit der Professoren Mommsen und Birchow, von geklagte erst am 6. Dezember vom Landgericht München II zu einem man bei dieser Beratung überhaupt nicht mehr über einzelne der heute die Kreuz- Beitung" meldet, nicht bekümmern zu laffen. Jahre drei Monaten Gefängnis verurteilt und schon dreimal wegen Positionen entscheiden, da kann man nur das Ganze annehmen Die edlen Früchte des Ministeriums für Spahn- Profeffuren find Majestätsbeleidigung bestraft ist, so wurde er mit einer Gesamtstrafe ficher gestellt gegen bösartiges Nagen schädigender Injetten. oder ablehnen. zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus belegt. bon Ausland. Beilegung des argentinisch- chilenischen Konflikts? Aus Valparaiso wird vom 26. Dezember gemeldet: Amerika. Partei- Machrichten. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. % Achtung, Leiftenvergolder! In der Goldleisten Fabrik von wegen unpassender Behandlung von seiten des Prinzipals die Arbeit niedergelegt. Buzug ist streng fernzuhalten. standen allerdings nur auf dem Papier, die bedrängte Marktlage Sufammenziehung eines Unions Geschwaders an der hatte feit langem die Preise noch unter die jetzigen Festsetzungen venezolanischenKüfte. Wie derLondoner, Expreß" aus New York erfährt, herab gedrückt. fahren die Vereinigten Staaten fort, Kriegsschiffe in den venezolaniDer Konflikt zwischen Chile und Argentinien ist beendet. schen Gewässern zu konzentrieren, und augenblidlich liegen achtzehn Argentinien hat mit unbedeutenden Abänderungen die amerikanische Kriegsfahrzeuge, nämlich 5 Schlachtschiffe, 3 Kreuzer chilenischen Vorschläge angenommen, welche nicht und 10 Kanonenboote in der Nähe von Venezuela. Die Regierung in Washington ist wird weiter versichert auf jede Komplitation, allein die zur Zeit beſtehenden Schwierigkeiten lösen, sondern auch die qus deutschen oder französischen Ansprüchen entstehen könnte, vor- W. Hieronimus in Köln haben die Politurarbeiter und Firniſſer bestimmen, daß ein Schiedsspruch seitens der englischen vor- 28. bereitet. Regierung erfolgen soll, damit in dem strittigen Gebiet eine allgemeine Regelung der Polizeifrage erfolgen und über den Bau der erforderlichen Straßen Bestimmung getroffen werden kann, Der Hauptvorstand. J. A.: H. Späthe. In Chile sei die öffentliche Meinung mit der Unterzeichnung Eine Parteikonferenz für den Regierungsbezirk Magde- Dem Gewerkschaftshaus der Breslauer Arbeiter ist vom des Protokolls betreffend den modus vivendi mit Argentinien zu burg, besucht von 78 Delegierten aus sechs Wahlkreisen, tagte am Bezirksausschuß daselbst die sogen. Dreiviertel- Konzession( zum Aus frieden; es herrsche dort vollkommene Ruhe. ersten Weihnachtsfeiertag in Magdeburg. Es war die erste schaut don Grog, Cognat und Liqueuren) versagt worden. Der Nach einer Meldung aus Buenos Aires sind die dortigen Konferenz ihrer Art; allerdings fand vor acht Jahren schon einmal Stadtausschuß hatte die Konzeffion erteilt, die Polizei aber hatte das Blätter der Ansicht, daß das neue Protokoll die unmittelbare eine sich auf den ganzen Regierungsbezirk erstreckende Konferenz gegen Einspruch erhoben. Der Bezirksausschuß stimmte diesem Einspruch Blätter der Ansicht, daß das neue Protokoll die unmittelbare statt, boch blieb dieselbe ohne jeben nachhaltigen praktischen Wert zu. Die Berlefung einer von etwa 4000 ständigen Besuchern des Kriegsgefahr abwende, aber keine dauernden Anders die jetzige Konferenz. Beranlaßt durch die am 1. Januar t. 3. Gewerkschaftshauses unterschriebenen Betition un Erteilung der Garantien für die Zukunft biete. Die beiderseitigen erfolgende Verschmelzung der Halberstädter Boltszeitung" mit der Stonzeffion verweigerte der Borfigende des Bezirksausschusses mit Armeen septen die Vorbereitungen fort. Chile Magdeburger Boltsstimme", diente die Konferenz in erster Linie der Begründung, man wiffe schon, wie solche Betitionen zu stande habe die Errichtung neuer Befestigungen bei Talcahuano und Punta der plans und zweckmäßigen Gestaltung der Organisation und tämen; die würden von Leuten unterschrieben, die gar nicht wüßten, Arenas beschlossen. In einer geheimen Sigung des chilenischen Agitation im Regierungsbezirk Magdeburg, in welchem von acht um was es sich handle. Der Vertreter des Polizeipräsidenten suchte Senats habe die Regierung um die Ermächtigung nachgesucht, Reichstags- Wahlkreisen mit größtenteils starker Arbeiterbevölkerung nachzuweisen, daß die Erteilung der Konzeffion die Ruheſtörungen 15 Millionen Dollar zu Verteidigungszwveden zu verausgaben. Nach nur einer sich im Barteibesis befindet( Magdeburg). und dergl.", über die jetzt schon von den Nachbarn des Gewerkschaftseiner erregten Sigung sei beschlossen worden, die Aufnahme der und Agitation gepflogenen Beratung war die Wahl eines hat die Polizei noch nie Veranlassung gehabt, im GewerkschaftsDas Resultat der auf der Konferenz über die Organisation hauses getlagt würde, noch sehr vermehren müßte. In Wahrheit Anleihe zu genehmigen. burger und je 1 Delegierten der übrigen 7 Wahltreise, welchem die Centralfomitees, bestehend aus 8 Delegierten des Magde- hause ihres Amtes zu walten, obleich sie sehr scharf kontrolliert. Regelung der die Wahlkreise des Regierungsbezirks gemeinsam be. Linkeisen zu Leipzig Lindenau dauert fort. Die UnterDie Aussperrung in der Weißmöbelfabrik von Wagner rührenden agitatorischen und organisatorischen Angelegenheiten nehmer haben erklärt, daß die Aussperrung ein halbes Jahr dauern Zinkeisen zu Leipzig Lindenau dauert fort. Die Unterobliegt. Aus den Verhandlungen über den zweiten Beratungsgegenstand soll, wenn bis zum 31. Dezember die Sperre über die Fabrik nicht Bortela, so heißt es in dem Telegramm weiter, habe das städter Boltszeitung" mit der Magdeburger Boltsstimme" allfeitig rüdgängig machen. Breffe" ist hervorzuheben, daß die Verschmelzung der Halber aufgehoben ist. Den 10prozentigen Lohnabzug will die Firma nicht Protokoll in dem Glauben unterzeichnet, daß es eine begrüßt wurde, da dieselbe die Schaffung eines allen Anforderungen Verbandstage. Die Gastwirtsgehilfen halten ihren genaue Abschrift des von beiden Regierungen festgesetzten genügenden Parteiorgans ermögliche. Beschlossen wurde, daß die„ Bolts- nächsten Verbandstag vom 18. bis 20. März in Mainz ab, die Protokolls sei. Portela fordere nun Abänderung dieses it imme" nunmehr alleiniges offizielles Parteiorgan Buchdruckerei ilfsarbeiter und Arbeiterinnen Wortes mit dem Hinzufügen, wenn Chile dies nicht bewillige, für den Regierungsbezirt Magdeburg sei und zu derselben Zeit in Berlin. werde er Santiago berlaffen und alles bisher Gebaß 8eitungs Neugründungen innerhalb des Be schehene für nichtig erklären. girts nur durch Beschluß einer allgemeinen stonferenz erfolgen dürfen. Bezüglich der nächsten Reich 8 Ueber die angeblich tieferen Ursachen des Non- tags wie preußischen Landtagswahlen wurde das flittes wird dem„ Kont. Breßverb." von„ unterrichteter südamerika- Centralkomitee beauftragt, die Vorarbeiten rechtzeitig in die Hand zu nischer Seite" geschrieben: nehmen, damit im ganzen Regierungsbezirk einheitlich und intensiv gearbeitet werden kann. von jest ab regelmäßig stattfinden; die Einberufung der nächsten Die Parteikonferenzen für den gesamten Regierungsbezirk werden Konferenz ist dem Centralfomitee überlassen. Nach einer New Yorker Meldung aus Buenos Aires bom 27. Dezember soll Argentinien neuerliche Schwierigkeiten machen. Der argentinische Gesandte Portela habe entdeckt, daß der chilenische Minister des Aeußern Janez ein Wort in dem Prototoll geändert habe. 發 Aus Industrie und Handel. welcher die an sich leicht zu regelnden Differenzen benuzte, ubie im Laufe dieses Jahres fo liberaus zahlreich in die Erscheinung um Gesetzlich zulässige Korruption. Mitten in den Bankkrachs, Ausland. " Ein Formerstreik ist in Gent zum Ausbruch gekommen. Die Ursachen liegen um einige Jahre zurück. Vor 2 Jahren wollte die Fabrik von Choisy einen Arbeiter einstellen, gegen den sich der Unwille sämtlicher Arbeiter richtete. Nur mit Mühe gelang es dem Verband der Metallarbeiter, den Streit zu verhindern. Jetzt ist der Betreffende zum Werkmeister ernannt und hat sein neues die Arbeit niedergelegt, und die übrigen Arbeiter erklären sich mit Amt mit Entlassungen begonnen. Daraufhin haben sämtliche Former ihnen solidarisch. Sociales. Die Kriminalität in den Aufschwungsjahren. Das kritische Moment in dem chilenisch- argentinischen Konflikt liegt feineswegs in dem Grenzstreite zwischen den beiden Staaten, deren Völker fich stets als Schwesternationen betrachtet und in gemeinsamer Waffenbrüderschaft ihre Freiheit erkämpft haben, sondern in der Person des Präsidenten Rocca, dessen Stellung seit langem schwer erschüttert war, und seine geschwundene Popularität neu aufzufrischen. In den Bierteljahresheften zur Reichsstatistik werben soeben die Die innerpolitischen Verhältnisse Argentiniens find die denkbar traten, wurde auch in dem Verhältnis der Preffe zur Börje manches vorläufigen Ergebnisse der Kriminalstatistik für 1900 in Gesamttraurigsten. Die eigne Familie des Präsidenten wühlt gegen diesen bloßgelegt, das sonst in stiller Verschwiegenheit als Geheimnis gezahlen veröffentlicht. Da das Jahr 1900 ein Volkszählungs- Jahr und die Zahl derjenigen Argentinier, die in der Person Roccas die wahrt, wenn es auch schließlich in eingeweihten Kreisen längst bekannt ist, so ist eine Vergleichung zwischen der Zahl der Verbrechen und Wurzel alles Uebels sehen, ist nicht gering. Vor allem ist die große weg. war. Vor allem tam die Dresdener bürgerliche Presse dabei schlecht Bergehen und der Bevölkerungszahl auf die rückliegenden Der tapfere Angriff der Berliner Morgenpost" fünf Jahre möglich. Masse der Beamten, denen man noch Gehälter schuldet, legte Die Bevölkerungszunahme in diesem int Anschluß an den Zusammenbruch der Dresdener Beitabschnitt betrug bekanntlich 7,8 Prozent. Die Zahl der antipräsidentiell. Für Rocca war der Krieg unter diesen Um- Kreditanstalt eine Breßkorruption bloß, an der mehrere bürgerliche Verbrechen und Bergehen gegen das Reichs Strafgesezbuch") ständen sehr erwünscht, denn er hoffte, in seiner Eigenschaft Blätter, die sonst in dem Kampf für Ordnung und Sitte als fefte betrug 434 359 im Jahre 1896"( dem direkt auf die Volkszählung als Oberbefehlshaber der Truppen das verlorene Prestige wieder Stützen galten, auf einmal in ihrem Handelsteil als Anreißer folgenden Jahre) und 447 219 im Jahre 1900. Die Zunahme beträgt herzustellen. Nocca sandte deshalb sofort bei Ausbruch der ersten mancher sehr zweifelhafter Unternehmungen entlarvt wurden. Die demnach 12 860 3 Proz., so daß eine nicht unwesentliche relative Differenzen feinen Better Baz nach Paris mit der Aufgabe, die Redacteure blieben auf der Strecke, sie wurden entlassen und nun Abnahme der bestraften Berfonen, eine allgemeine Besserung der Agence Habas" feinen Zweden dienstbar zu machen. Dies gelang die sich durch falsche Mitteilung irreführen ließen, au tamen einige der geschädigten Kunden der Dresdener Kreditanstalt, Striminalität eingetreten ist. Dieses Verhältnis ändert sich auch Baz in einer Weise, welche Kenner französischer Breßverhältnisse nicht Entschluß, den dem nicht, wenn man noch ein Jahr zurückgreift, so daß man also die Staatsanwalt zum Einschreiten gegen die überraschen wird, und so war Rocco in die Lage gebracht, nicht nur Redacteure oder auch die Direktoren der Dresdener Kreditanstalt sicher das Ergebnis der Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältniffe ganze Aufschwungsepoche erfaßt. Man hat in dieser Erscheinung die französische Presse, sondern auch durch die Agence Havas" aufzufordern. Denn es war flar, erhielten die Redacteure Gratis zu sehen. " Reuter" und kontinentale offiziöse Telegraphenbureaus zu seinen fikationen von der Bank, dann gefchab es mur, um die UnterBieden auszubeuten. Nicht genug damit, verstand Baz es auch, seine nehmungen der Bant günftig zu befprechen, der Bank Vorteile zu Alarmnachrichten durch den Kanal des„ New York Herald" in die verschaffen, für die irregeführte Käufer der verschiedensten Wertpapiere Welt zu leiten, und so die Dinge allmählich auf einen kritischen bluten mußten. Der Staatsanwalt hat nunmehr dieje Denunziation Bunft zu bringen. zurückgewiesen mit einer Begründung, in der es u. a. heißt: Frankreich. Deputiertenkammer. Im weiteren Verlauf der Dienstagsjigung forderten mehrere Redner die Abschaffung des Kredits für die geheimen Fonds. Der Ministerpräsident Walded- Rousseau führt zu Gunsten der Aufrechterhaltung des Kredits an, derselbe würde nicht für die politische Polizei gebraucht, auch nicht zum Erkaufen der Presse, sondern zum Schuße der Sicherheit der Bürger.( Beifall.) Der Kredit wird darauf mit 274 gegen 238 Stimmen bewilligt. Auf Verlangen des Ministerpräsidenten stellt sodann die Kammer mit 241 gegen 203 Stimmen den Kredit für die Gefängnisgeistlichen wieder her. Nachdem Waldeck- Rousseau das Dekret verlesen hatte, durch welches die Kammer geschlossen wird, wurde die Situng aufgehoben. Belgien. Der Senat gegen die Kammer. Aus Brüssel wird der Frankfurter Zeitung" berichtet: Die Regierung zog in der gestrigen Senatssigung den Dotations- Etat zurück, weil sie die von der Kammer votierte freie Reise der Abgeordneten auf allen Eisenbahnen für verfassungswidrig ansteht. Sie hofft, die Kammer werde ihr Votum ändern, um die socialdemo fratischen Abgeordneten zu verhindern, kostenlos zu Agitationszwecken umberzureisen. Der Senat stimmte in der letzten Lesung dem Verbot aller Spielhöllen, Oftende und Spaa eingeschloffen, zu. Niederlande. Offizielle Erhebungen über die Arbeitslosigkeit. Der Minister des Innern hat an die Provinzial- Vertretungen die Aufforderung gerichtet, den Kommunalverwaltungen eine Reihe von Fragen fiber die Arbeitslosigkeit vorzulegen. Außer nach Dauer und Umfang der Arbeitslosigkeit wird auch gefragt, was seitens der Arbeiter, der Arbeitgeber, der Behörden usw. gethan wurde, um den Arbeitslosen Unterhalt zu verschaffen und was nach Ansicht der Gemeindeverwaltung noch gethan werden könnte. Italien. Betrachtet man die Vermögensdelikte gesondert( hierbei außer dem Reichs- Strafgesetzbuch auch die Verlegungen aller andern reichsgesetzlichen Vorschriften zum Schuße des Vermögens eingerechnet), o zeigt sich in dem fünfjährigen Zeitraume allerdings eine Steigerung bon 179 136 auf 188 082, also um 5 Proz., so daß anscheinend nur " Soweit in den Jahren 1888/99 von der Kreditanstalt 8u- ein geringer Rüdgang der Vermögensdelikte zu verzeichnen ist. Doch wendungen an Redacteure von Dresdener Zeitungen gemacht das ist offenbar ein mehr zufälliges Ergebnis; das Jahr 1896 hat worden sind die Höhe dieser Zuwendungen und die Empfänger noch ein Jahr zurüd, auf 1895 mit 185 243 wegen Bergebens gegen eine ganz besonders geringe Zahl. Vermögensdelikte. Greift man. find aus den Geschäftsbüchern der Kreditanstalt ermittelt worden das Vermögen Bestrafter, so hat man für diesen sechsjährigen Zeitläßt sich der Thatbestand eines der in§§ 75 ff. des Börsengesetzes raunt nur eine Steigerung von 1,5 Broz. bei einer Bevölkerungsvom 22. Juni 1896 behandelten Bergehen nicht begründen. Vermögensdelikte. zunahme von über 8 Proz., also einen sehr erheblichen Rückgang der Nach Versicherung des vormaligen Prokuristen und jetzigen Liquidators Hörisch, der die Zuwendungen an die Nedacteure daß bei Gründungen der Kreditanstalt die Redacteure auf persönlich ausgezahlt hat, find solche Zahlungen dafür erfolgt, Grund der ihnen unterbreiteten Prospette in thre Zeitungen Artikel über diese Gründungen gebracht hatten. Die Prospekte selbst find meist so umfangreich und langatmig, daß sie vom Publikum gar nicht vollständig gelesen und noch weniger verstanden werden. Aufgabe der Redacteure war es, den in den Prospekten nieders gelegten Stoff in abgekürzter, sofort faßlicher Form in das Bublifum zu bringen, dabei ist aber der Inhalt solcher Breßnotizen im wesentlichen gleichlautend mit dem durch die Kreditanstalt in ihrem Prospekt selbst gemachten Angaben gewesen. In einem Falle ist übrigens einer der in Frage kommenden Redacteure dafür besonders entlohnt worden, daß er eine Bilanz der Kreditanstalt in besonders geschickter Weise auf raschefte Art den Provinzialblättern zugänglich machte. Hiernach fehlt es an einem strafbaren Thatbestande." Breffe, durch welche auf den Börsenpreis eingewirkt werden soll, Der§ 76 des Börsengefeges lautet:„ Wer für Mitteilungen der Vorteile gewährt oder verspricht oder sich gewähren oder versprechen läßt, welche in auffälligem Mißverhältnis zu der Leistung stehen, wird strafbar." Bemerkenswert ist der fast ständige Rüdgang der Meineidseineidszahl zu verzeichnen gewesen wie im Jahre 1900; es wurden delikte; seit 1888, also seit 18 Jahren, ist noch feine so niedrige nur 615 Personen bestraft. begriffen; nur 89 Personen wurden im Jahre 1900 deswegen Auch die Fälle von Mord sind im allgemeinen im Rückgange bestraft. Die fogenannten Roheitsdelikte, wie Gewalt und Drohung gegen Beamte usiv., und gefährliche Körperverletzung spielen bekanntlich eine große Rolle in den heuchlerischen Klagen gewiffer Scharfmacher über die wachsende Kriminalität. Nun sind erstens diese Klagen im allgemeinen nur mit sehr großer Vorsicht aufzunehmen. Wie gezeigs hatten wir in den legten 6 Jahren einen nicht unbedeutenden Rüdgang der Kriminalität im ganzen. Die Widerstandsdelikte sind ferner aufzufaffen. auch nur mit großer Vorsicht als ein Betveis von Noheit Aus einem Wachsen der Widerstandsdelikta, wenn ein folches zu verzeichnen ist, kann man ebenjo gut auch auf eine Zunahme polizeilicher Uebergriffe, verbunden mit einem Wachsen des Selbstbewußtseins rückständiger Bevölkerungswent die Möglichkeit der Untersuchung nach dem örtlichen Vorschichten schließen. Solche Zahlen lassen sich erst genauer prüfen, tommen gegeben ist; wir haben mehrmals solche Untersuchungen nach den früheren ausführlichen statistischen Mitteilungen vorgenommen, wobei die Zahlen in ganz anderm Lichte erschienen, wie Handelsredacteur von interessierter Seite erhält, nichts Strafbares, fächlich im Sinten begriffen; es tamen 1900 nur 16 117 Personen zur Be Der Staatsanwalt findet also in den Zuwendungen, die ein die Gesamtzahlen. Im übrigen sind die Widerstandsdelikte thatunklar bleibt aber, ob die Staatsanwaltschaft peinlich geprüft hat, strafung gegen 16578 im Jahre 1896. Die Zahl der gefährlichen wie weit die Bant durch ihre Geschenke an Börsenredacteure Bor- Körperverletzungen ist allerdings bis 1899 beständig gewachsen, doch Die Erfahwahl in Mailand. Die socialdemokratische Föde- teile erlangt hatte. Die Abweisung des Strafantrages muß sehr gilt dafür in ganz besonderem Grade Borsicht, da ihre örtliche Ver ration von Mailand hat in ihrer letzten Sigung beschlossen, ult überraschen, denn es kann nicht als ein gefeßlicher Bustand betrachtet teilung außerordentlich verschieden ist und bekanntlich in den landgeachtet der Demiffion Turatis denselben doch wieder als Kandidaten werden, daß der Korruption in Börsensachen bis zu einer wirtschaftlichen Bezirken viel höher ist, wie in den industriellen. für den fünften Mailänder Wahlkreis aufzustellen. Wie die Blätter gewiffen Grenze ein Freibrief gegeben wird. Für den Handels- Im Jahre 1900 ist ihre Anzahl übrigens um fast 1600 zurüdmelden, hat Turati aber auf das bestimmteste abgelehnt, er bleibe redacteur hat der Verleger das Gehalt zu zahlen und nicht die gegangen. bei seinen früheren Erklärungen stehen und es würde seiner un interessierten Spekulanten und Gründer. Ist diese enge Verbindung Amtliche Streitftatistik. Im 8. Quartal 1901 wurden nach würdig sein, die Kandidatur anzunehmen. Die Republikaner haben der Dienstleistung bürgerlicher Blätter mit den zweifelhaften Unter der amtlichen Statistit 216 Streits begonnen, während von früher beschlossen, eine eigne Kandidatur nicht aufzustellen, da eine solche nehmungen eines Gründerkonsortiums nicht strafrechtlich zu fassen, begonnenen noch 82 im Gange waren. Beendet wurden 274 Streifs, leicht zu einer Irreleitung der Wähler führen und eine künstliche dann befindet sich im Gesetz eine Lücke, die bald beseitigt werden darunter 80 der aus früherer Zeit stammenden. An den beendeten politische Situation schaffen könne. Auch die Monarchisten sehen von sollte. Streits waren 2008 Betriebe beteiligt, von denen 561 zum völligen der Aufstellung eines eignen Kandidaten ab. Das Roheisensyndikat hat den Beschluß gefaßt, für das nächste Stillstand famen. In diesen Betrieben waren bei Ausbruch Jahr die Ausfuhrvergütung für verarbeitetes Buddel- und Stabeifen der Streits insgesamt 40 853**) Personen beschäftigt. Die Höchstzahl nicht mehr zu gewähren. Bisher hatte das Syndikat 10 M. pro Tonne der gleichzeitig streifenden Arbeiter wird mit 17 871 angegeben, Gefecht in Transbaikalien. Der Russische Invalide" meldet, gewährt. Wahrscheinlich handelt es sich nicht um eine vollständige wozu noch 2662 gezivungen feierndef/ Arbeiter tommen. Mit vollem nach einem Bericht des Generals Grodekowo vom Aufhebung der Exportbonifikation, sondern um die Anbahnung Erfolge sollen 44, mit teilweisem Erfolge 78, erfolglos 156 Streits 19. Dezember habe Oberst Jrman, der Kommandeur der trans- einer neuen Vereinbahrung, die bisher zwischen dem Roheisen- und beendet worden sein. baitalischen Artilleriedivision, am 11. Dezember bei Tuch ums, Kohlen- Syndikat und Halbzeugverband bestand. Die brei Die größte Zahl der beendeten Streits fällt auf das Ban175 Werst von der Stadt Bodune entfernt, eine unter der Interessengruppen find wiederholt über die Höhe und Be- gewerbe mit 109, an denen 581 Betriebe mit 9810 Arbeitern und Führung Wan Louchus befindliche Schar von rechnung der Quote, die auf die einzelnen Berbände fällt, in 6831 gleichzeitig Streifenden sowie 940 gezwungen Feiernden be2000 Tungusen zersprengt. Die Zungusen hätten eine Differenzen geraten, auch die jetzige Absage des Roheisensyndikata teiligt waren. Die Industrie der Steine und Erden hatte 45 beendete Citadelle mit Türmen und drei Schanzen innegehabt, die erobert dürfte darauf zurückzuführen sein. Streits mit 103 beteiligten Betrieben, 13 186 Beschäftigten, 5686 und niedergebrannt worden seien. Viele Waffen, Vieh und Pferde Weiter hat sich das Roheisensynditat genötigt gefehen, die Preise gleichzeitig Streifenden und 1444 gezwungen Feiernden. feien erbeutet worden. Der Feind habe bedeutende Wer- für Puddel- und Stabeisen auf 60 bezw. 62 M. pro Tomme für das Iuste gehabt. Acht russische Soldaten seien ber nächste Jahr herabzusetzen. Bisher galten nach den Beschlüffen des wundet worden. Syndilats noch die Preise von 90 beztv. 92 M. Diese Rotierungen Afien. *) Bestrafte Personen. ** Bei 56 Betrieben fehlt die Angabe der beschäftigten Personen Theater. " An im 3. Quartal beendeten Aussperrungen werden 16 ver- 1 Gang der Handlung häufig unterbricht, ist von Gustav Wanda. Die| Lehrlinge waren insgesamt 1542 und weibliche Personen 194 be= zeichnet, wovon 4 im 3. Quartal und 13 früher begonnen wurden. pikante Heldin des Stücks richtet im Familienglück eines sonst ehrsamen schäftigt, davon sind nur 21 organisiert. Die Zahl der Organisierten Es waren daran 52 Betriebe beteiligt mit 1536 Beschäftigten und Schulrektors heillose Verwirrung an; auf die Frage aber, wie es in den 49 Zahlstellen ist von 4097 auf 3940 gefunken, die Zahlstelle 737 als Höchstzahl der gleichzeitig Ausgesperrten. Davon sollen denn kommt, daß der ausgedörrte Vater eines bereits heiratsfähigen Berlin aber von 11 952 auf 12 260 gestiegen, so daß die Gesamt13 mit vollem Gefolge, 2 mit teilweisem und 1 erfolglos beendet Mädchens so arg über die Stränge schlägt, muß zur Kennzeichnung mitgliederzahl sich im 6. Gau von 16 049 auf 16 200 im legten worden sein. des Schwankes geantwortet werden, daß der Verlobte der Tochter, Jahre erhöht hat. ein Apotheker, dem alten Herrn Regenerationspillen" von ver- In den 49 Orten befinden sich 1024 Tischlereien, darunter teufelter Wirkung zugesteckt hat. Ein flott spielendes Ensemble 84 Großbetriebe; 197 Drechslereien, darunter 35 Großbetriebe; brachte das Stück zum gewollten Erfolg. Trotzdem die Künstler auf 72 Bürstenmachereien, darunter 4 Großbetriebe; 232 Korbmachereien, Leffing- Theater.„ Die Wohlthäter", Lustspiel in fünf verschiedenen Berliner Bühnen und noch einigen zusammengefucht darunter 6 Großbetriebe; 22 Klavierfabriken, darunter 13 GroßAufzügen von Adolph L'Arronge.- Daß L'Arronge in den waren, kam doch eine frische, einheitliche Darstellung zu stande. Wir betriebe; 209 Stellmacher- Werkstätten, darunter 10 Großbetriebe; Vierteljahrhundert, welches seit dem„ Dr. Klaus" und den andern nennen von den Mitwirkenden die Damen Birkner und Marton 51 Pantinenmachereien, darunter 3 Großbetriebe. Theaterstücken seiner Blütezeit jetzt etiva verflossen ist, sich nicht und im besonderen Herrn Sondermann vom Central- Theater, Nach dem Kassenbericht, den F. Matthes erstattete, geändert haben würde, war vorauszusehen. Schlimm ist nur, daß der den Rektor mit durchschlagender Komik gab. betrugen die Einnahmen für die Gautasse in der Zeit vont 1. Januar er ein solches sichverändern, wie die Dinge lagen, auch Ein gleichfalls französischer Einakter von Meteuier, Er", bis 1. Dezember inkl. des alten Bestandes von 156,22 m., 2662,17 M., gar nicht nötig hatte. Die alten Rezepte, nach denen folgte dem Schivant. Die Zugabe sollte offenbar etwas Litterarisches darunter 2296,15 M. aus der Hauptkasse. Die Ausgaben betrugen Die Wohlthäter" zusammengebraut, find ganz die nämlichen, bedeuten, war aber nur ein ziemlich ungeschlachter Angriff 2634,21 M., so daß ein Kaffenbestand von 27,96 m. verbleibt. Unter nach denen im deutschen Lustspiel schlecht und recht auch heutigen auf die Nerven der anwesenden Damen. Mord und Prostitution den Ausgaben befinden sich 1568,05 M. für Diäten und Fahrgelder Tages noch gearbeitet zu werden pflegt. Bei dem Fehlen jeder hatten für das Milieu des Bildes aus dem Pariser Leben" her- an Referenten und 820,20 m. für sonstige Reisen. Hierzu kommt kräftigen Fortentwicklung in diesem Genre merkt man der neuesten zuhalten, und die Handlung, welche schildert, wie ein von der noch eine Abrechnung für den Monat Dezember des vorigen Jahres, Novität ihr inneres, ehrwürdiges Alter gar nicht recht an. Wie sollte Polizei verfolgter Raubmörder bei einer Dirne Zuflucht sucht, ging die eine Einnahme von 373,17 M. und eine Ausgabe von 216,95 M. man auch? Die andren Novitäten des Winters, die man hier zum o traß vor sich, daß im Publikum Heulen und Zähneklappern ent- aufwvies. Vergleich heranziehen könnte, die Liebe Feinde", ja auch" Alt stand. Zwei Mitglieder des Neuen Theaters, Herr Thurmer und Dem Vorstands- und Kaffenbericht folgte eine längere Diskussion, Heidelberg" datieren, wenn man litterarisch rubrizieren will, wo- Fräulein Hartwig, zeigten sich als die geeigneten Personen für in der von den Delegierten die Schwierigkeiten bei der Agitation gemöglich aus noch entfernteren Vergangenheiten. die Darstellung der beiden, auf eine grobe Wirkung zugeschnittenen schildert und auf die überaus schlechten Lohn- und Arbeitsverhältnisse hinFreilich an sich betrachtet, erscheint der Einfall, der der L'Ar- Hauptrollen. gewiesen wurde. Die Bemühungen, die Arbeitsbedingungen zu beffern, rongeschen Komödie zu Grunde liegt: einen frei und unabhängig ws. Das Metropol- Theater hat mit seiner am 2. Weihnachts- fcheiterten vielfach daran, daß die örtliche Organisation noch nicht denkenden jungen Mann im Kampf mit den verschiedentlichen Wohltage aufgeführten Ausstattungsposse' ne feine Nummer" einen genügend gekräftigt und es den Arbeitern an dem nötigen Solidarithätern, die sich an seine Fersen heften, vorzuführen, gar nicht so übel. vollen Erfolg erzielt. Und das lag hauptsächlich an der verteufelten tätsgefühl mangelte. Auch die Hirsch- Dunckerschen Vereine, diese Wäre der junge Mann z. B. ein Künstler, so hätte das Sujet viel- Art, wie man das Ding fingerte". Der Vorhang geht auf und die Organisation befindet sich allerdings nur noch in Küstrin in er den 50 Zahlstellen des auch unter den gegebenen Verhältnissen im nächsten Jahre nicht zu erwarten und wird eine rege Thätigkeit entfaltet werden müssen, um der Gauvorstand unter allen Umständen sofort in Kenntnis gesetzt werden, die jetzige Mitgliederzahl zu erhalten. Bei vorkommenden Differenzen soll damit durch Verhandlungen der Ausstand möglichst verhindert wird. als Mittel zur Kräftigung der Organisation wurde u. a. das Abbalten von Werkstättenfigungen und ähnlichen Besprechungen von mehreren Zahlstellen gestellter Antrag, wonach jedes Mitglied Es wird hierauf über die vorliegenden Anträge verhandelt. Ein verpflichtet werden soll, an dem Ort die Beiträge zu entrichten, wo es ansässig ist, wurde, nachdem darauf hingewiesen, daß die Gaufonferenz zu einem solchen Beschluß nicht kompetent und die Berliner Zahlstelle denselben auch nicht anerkennen würde, stellern anheim gegeben, diesen Antrag dem Verbandstag zu unterdurch Uebergang zur Tagesordnung erledigt und den Antragbreiten. Ein weiterer Antrag von den Zahlstellen Brandenburg, Luckenwalde und Gauvorstand, den Gautag von nun ab alle zivei Jahre resp. vor dem Verbandstag abzuhalten, wurde nach längerer Diskussion ebenfalls gegen eine sehr große Minderheit abgelehnt. leicht zu einer lustigen und ganz und gar nicht unaftuellen Ber- fünf Sisters Hobson haspeln ein gleichgültiges Specialitäten- Couplet wurde dann bemängelt, daß von der Mehrheit, haben hindernd getvirft. Von Matthes fiflage auf ein hohes Mäcenatentum sich ausspinnen laffen. herunter. Das Publikum wird währenddem ein bißchen durch ein Aber auch so, wie L'Arronge die Sache im ersten Att anpackt, werden im Parkett vor sich gehendes Standälchen geligelt, dessen Ursache Gaues nur 9 freiwillige Beiträge an die Gautasse geleistet haben, noch ganz vergnügliche Erwartungen erweckt. Als Wohlthäter Numero ein die Aussicht versperrender Damenhut ist. Kaum ist diese Affaire vorhanden und auch von diesen hohe Anforderungen ohne GegenGins präsentiert da ein amüsanter Subalternbeamter- Typus, der vorbei, so erscheint im Parkett ein Paar, das für's erſte mit einem leistung an den Gauvorstand gestellt worden sind. Von diesem Reduer, tönigstreue und gestrenge Rechnungsrat Leonhard Willner, der einen sonst dieses Amtes ungewohnten Controleur Händel anfängt. Dann von Stusche und von mehreren Delegierten wurden die vom Gatt armen jüngeren Verwandten ins Haus genommen und mun, wie im stellt sich auf der Bühne ein Herr, der dem Komiker Bender vorstand in den Zahlstellen vorgenommenen Kassenrevisionen als Bureau, das strittefte Barieren von ihm verlangt. Dreitausend Mart, merkwürdig ähnlich sieht, als Hypnotiseur vor. Er richtet an die Zu- durchaus notwendig erklärt und kritisiert, daß einzelne Vers die Zinsen ungerechnet, hat er für ihn bereits verauslagt. Aber schauer im Parkett die Aufforderung, sich persönlich von der Wirkung seiner waltungen sich gegen diese Einrichtungen sträubten. In der dieser Mensch, der, wie alle männlichen Familienmitglieder, ein kleiner Experimente zu überzeugen. Selbstverständlich steigen Herr Thomas weiteren Diskussion wurde angeführt, daß der Rückgang der Beamter, eine der hunderttausend„ Stüßen der Regierung" werden und Fräulein Frid- Frid denn mit diesen beiden haben wir Mitgliederzahl in foll, hat die Undankbarkeit und Ehrvergessenheit so weit getrieben, es in dem ultbefliffenen Bärchen zu thun nunmehr so geräusch Krise zurückzuführen ist. Mehrfach wurden die für die Organisation der Hauptsache auf die gegenwärtige Daß er schließlich bei der Reichstagswahl nach seinem eignen voll, wie es den Umständen nach angebracht ist, auf die Bühne. thätigen Kollegen gemaßregelt, was auch andre Mitglieder veroppositionellen Stopfe wählte. In stürmischer Auseinandersetzung macht hier wird Thomas, der einen sächsischen Bonbonfabrikanten darstellt, anlaßte, aus der Organisation auszutreten. Große Fortschritte feien. ihm der Rechnungsrat den Standpunkt klar. Einen Augenblick hypnotifiert; als er sich aber im somnambulen Zustand als Ochse scheint es beinahe, als wolle die Komödie einen Anlauf zur politischen betrachten und Heu fressen soll, erinnert er sich schwach seiner Satire nehmen. Doch schnell, sobald Wohlthäter Nummer Zwei Menschenwürde und versetzt den Hypnotiseur eine Ohrfeige. Die hereintritt, verschwindet dieses dräuende Gewölt auf Nimmerwieder- Lampen erlöschen plöglich und die durch die Finsternis unterbrochene sehen. Diese zweite Nummer ist ein munterer Herr, der es als steilerei erlebt ihre Fortsetzung im Kinematographen. Die lebende Restaurateur zu Geld und rosenrotem Optimismus gebracht hat, Photographie stellt den weiteren Verlauf des Standals auf der Vater und schwärmerischer Verehrer seiner einzigen, wunderhübschen Straße dar, und wir sehen schließlich, wie ein Schußmann die ganze Tochter, furz eine Seele. Natürlich liebt die Tochter Otto, so Radaugesellschaft zur Wache abführt. heißt der junge, von dem Rechnungsrat gehütete Diätar. Nachdem das Publikum auf solche noch nie dagewesene Manier empfohlen und gewünscht, daß vor allen Dingen persönliche AusDer Vater, von den Thränen ihrer Sehnsucht gerührt, rückt an, um in Stimmung versetzt worden, war demnun beginnenden eigentlichen Stück einandersetzungen in den Versammlungen zu vermeiden und nur den Gewünschten rasch als Bräutigam zu requirieren. Seinerseits der Erfolg zu Dreivierteln gesichert. Immerhin spielte sich das Kom- fachliche, aufklärende Diskussionen zuzulassen seien. Die Thätigkeit liebt Otto selbstverständlich auch nicht minder; aber das Aemtchen, mende, das sich mehr oder minder lose auf die Standalaffaire auf und als richtig anerkannt. des Gauverstandes im Berichtsjahre wurde allgemein gutgeheißen das er in Aussicht hat, reicht nicht zur Heirat und nach den beim baut, abivechselungsreich genug ab. Das erste Bild„ Der Strand Rechnungsrat gemachten Erfahrungen hat er vor einem Zuschuß von Heringsdorf" giebt Anlaß zu der ortsüblichen Tricotparade; der gebenden, wohlthätigen Schwiegervater eine begreifliche Scheu. zweite Alt stellt die anheimelude Häuslichkeit eines Assessors dar, der Aber was hilft das gegen zwei so refolute Seelen, wie es der eine Artistin, ein Weib mit Vergangenheit, geheiratet hat und trob Vater und die Tochter find? Man heiratet ihn eben, statt der solcher Mesalliance im dritten Bilde als Staatsanwalt fungiert. In ersehnten Freiheit tritt nur ein Wechsel in dem Regiment ein. diesem dritten Bilde wird nämlich wegen der Skandalaffaire im Es liegt wirkliche Stomik in einer solchen Schicksalsfügung, aber Metropol- Theater Recht gesprochen; und eine Verkettung lustiger Unmit der so gewonnenen neuen Situation weiß der Dichter wahrscheinlichkeiten, aus denen tein Mensch klug wird, fügt es, daß in den langen drei Schlußatten nun schlechterdings nichts der Staatsanwalt seinem eignen Weibchen wegen Nichterscheinens vor Komisches mehr anzufangen. Das bißchen Erfindung und Gericht vier Wochen Haft zubittiert wissen will. Zum Schluß selbstNatur, das ant Anfang erfreute, verfandet zusehends. verständlich Auflösung aller Rätsel und feenhaftes Ballett. In dem Im dritten Atte großer Streit, da der neugebackene Ehemann dahinter übersprudelnden Spiel zeichnete sich außer den genannten Personen kommt, daß der reiche Schwiegervater unter Beihilfe der Tochter noch Fräulein de Vere und Herr Josephi aus. beimlich und gegen alle Verabredung zur Wirtschaftskasse und zur Miete viele Hunderte beisteuert. Im vierten Aft Sentimentalität Der Verband der Graveure und Ciseleure hielt am auf der ganzen Linie. Das schwiegerväterliche Geld war nicht gut, aber das Fehlen des Geldes macht auch nicht glücklich. 17. Dezember feine Mitgliederversammlung im Dresdener Garten Essen ist seither bedrohlich schlecht geworden und alle Welt Die vierte Gaukonferenz des Holzarbeiter Verbandes für die Andenken des verstorbenen Kollegen Bergner in der üblichen ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Anwesenden das fühlt sich höchlichst verstimmt. Es muß etwas geschehen. Also Provinz Brandenburg( 6. Gau) Weise. Zum Geschäftlichen machte der Vorsitzende bekannt, daß der verreist Otto, doch ohne seiner Frau das Ziel der Reise zu verraten. begann gestern, Freitagvormittag, im Gewerkschaftshause ihre Ver- Borstand sich mit einem Schreiben an die Reichsdruckerei gewandt, Sie weint und das Baterherz des luftigen Restaurateurs weint mit ihr. Endlich im fünften Att das Ei des Kolumbus! Der Kleine handlungen. Anwesend find 64 Delegierte aus 50 Orten der Provinz da daselbst der Kollege Braungardt auch nach Feierabend für die Gleichmann arbeite und fo die bei Ietterer Subalternbeamte hat auf seiner Reise, zwar nicht Amerita, aber ein und der gesamte Gauvorstand. Außerdem ist der Verbands- Ausschuß Firma großes Industriewerk entdeckt, welches ihn urplötzlich einstellen und ordnung steht: Vorstands- und Kaffenbericht. Die Rechte der Arbeiter gab darauf die im und der Centralverein der Bildhauer vertreten. Auf der Tages- Firma beschäftigten Kollegen schädigt. Die Reichsdruckerei Vorwärts" feiner ihm Geld wie Heu zahlen will! Gin wahrhaft verblüffender Ausweg, aus den socialpolitischen Gesetzen. Anträge und Verschiedenes. Zur gebene Antwort. Zeit bekannt ge= Der bei seiner Einfachheit auch für die übrige Menschheit, diejenige, die Erledigung der Tagesordnung sind zwei Tage anberaumt. Der Vorsitzende bedauert dann den schlechten an allzu aufdringlichen Wohlthätern, wie die, welche an direktem Besuch der letzten außerordentlichen Vertrauensmänner- Sizung Geldmangel ohne mildernde Umstände leidet, sich zur Nachahmung figende Stufe erstattete, war zu entnehmen, daß infolge der Ge- Tagesordnung gesetzten provisorischen Wahlen nicht stattfinden konnten. Dem Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes, den der Vor- vom 10. d. M. im Gewerkschaftshaus, in der die mit auf die dringend empfiehlt. Im übrigen fristet dieser zweite Teil durch schäftskrise der Gauvorstand sehr in Anspruch genommen wurde Da die gesamte bisherige Zeitungsleitung ihr Amit niederlegte, so Wiederholung der bereits im ersten abgeschossenen Pointen sein und zwar mehrmals auch, unt Theaterdafein. Die Witze über den Standesdünkel der Sub: aussichtslose Streits zu machte sich eine Neuwahl derfelben notwendig. Es wurden gewählt: verhindern. Bei der Agitation, die alternen usw. feierten da ihre, wenn auch nicht immer fröhliche, wurden insbesondere solche Orte berücksichtigt, wo es noch an fommission Keiling, Label, Köhler und Ringer. Der eine recht rege war, Brückner als Redacteur, Grill als Expedient; in die PreßAuferstehung. einer Organisation fehlte. Trotzdem fand das Stück in den vier ersten Akten äußerst floffenen Jahre 140 Bersammlungen abgehalten, darunter 44 in mertiam, woselbst Lohnreduktionen stattgefunden haben und bittet, Vom Gauvorstand wurden im ver- Vorsitzende machte noch auf die Firma Sch a ch in Leipzig auflebhaften Beifall. Erst am Schlusse meldete sich die Opposition. folchen Orten, wo noch keine Zahlstellen bestanden. Durch das Vor- den Zuzug nach dort fernzuhalten. Alsdann folgte die Fortsetzung Der starke Erfolg war offenbar der vorzüglichen Darstellung zu gehen der Behörden, aber auch infolge von Mangel an Versammlungs- der Diskussion über die außerordentliche Generalversammlung, an der danken. Adolf Klein als Rechnungsrat, E. v. Winterstein lofalen war die Agitation mit großen Schwierigkeiten verbunden; sich Thurow, Siewert, Brückner, Grill und Reiling als Otto, Willy Peters als vergnügter Schwiegervater, Meta fie war trotzdem nicht fruchtlos, denn in mehreren Orten, wo keine beteiligten. Jäger als sein eigensinniges Töchterlein und Waldow als verschmähter Liebhaber und Droguist, sie alle erwiesen sich als Wohl größere Anzahl Einzelmitglieder gewonnen, so daß eine Verbindung Wohl- Bahlstellen gegründet werden konnten, wurden wenigstens eine thäter des Stückes. Geradezu unübertrefflich aber spielte mit den Berufsgenossen geschaffen ist. Verschiedene Zahlstellen haben Das Versammlungen. Margarete Albrecht des strengen Rechnungsrates be- mit dem Eintritt in die schlechte Konjuntiur einen Zeil Mitglieder Lehte Machrichten und Depeschen. danernswürdige Gattin. Dbwohl für die Handlung be= deutungslos, ist dies die bestgezeichnete Figur des Stüdes. wieder verloren. Der Gauvorstand hat im Berichtsjahre 56 KaffenZwickau, 27. Dezember.( W. T. B.) Als sich heute vormittag Aber welche Fülle des Lebens wußte die Darstellerin aus den Um- revisionen vorgenommen, und konnte konstatiert werden, daß mit riffen, die der Dichter gegeben, herauszuholen: Wie erstarb sie mit wenig Ausnahmen die Kaffenführung eine gute war. 64 mal wurde eine Anzahl Knaben auf dem Eise eines Teiches tummelen, brach, geöffnetem Munde im Respekt vor dem großen Bureaukraten, wie der Gauvorstand bei Lohnstreitigkeiten und sonstigen Differenzen mit den wie das" Zwickauer Wochenblatt" meldet, die dünne Eisdecke und bier Knaben im Alter von 10 bis zu 12 Jahren unscheinbar, verstaubt, altmodisch, wie grundborniert und auch wieder Unternehmern in Anspruch genommen. Der Redner schilderte ausführertrante it. wie grundgütig war sie in ihrer ganzen Erscheinung, wie sprechend lich den Verlauf der Differenzen und die Lohn- und Arbeits- Die„ Neuesten Nachrichten" melden zu dem Unfolle auf dem in allen fleinen und kleinsten Bewegungen der mageren Finger und verhältnisse in den einzelnen Orten. Er fonnte dann weiter berichten. Eise, daß noch ein fünfter Knabe ums Leben gekommen ist. Alle Leichen wurden nachmittags gefunden. des Leffing Theaters, in den noch viel schlechteren„ Lieben Feinden" vorstandes mit den Unternehmern beigelegt und daß trog der schlechten Konjunktur kleine Verbesserungen errungen und anderseits Tübingen, 27. Dezember.( W. T. B.) Professor Dr. v. Lorch Lubliners, stand sie mit ihrer ganz intimen Kunst in erster Reihe. Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen mit Hilfe der Organisation ist heute vormittag am Herzschlag gestorben. abgewehrt werden konnten. Wien, 27. Dezember.( W. T. B.) Nach der„ Neuen Freien oe. Das Belle- Alliance- Theater hat, so unscheinbar es den Nach einer vom Gauvorstand vorgenommenen Statistik Presse" beging der Kassenbeamite Petritsch von der Alpinen Montan Leuten vorkommen mag, auch eine Kulturaufgabe zu erfüllen. Wer Berlin ist hierbei nicht einbegriffen betrug der Durchgesellschaft deshalb Selbstmord, weil er wegen eines Sittlichkeitsdie Stellung, welche hierzulande die Kunst im Verhältnis zu andren schnittslohn für Stellmacher: 18,32 m., für Büchsenmacher: vergehens eine Vorladung vor das Landgericht erhalten hatte. Deu idealen Gütern" der Nation einnimmt, durch Anschauungsunterricht 15,25 M., für Storbmacher: 14,32 M., für Drechsler: 17,50 M. und Blättern zufolge hatte Petritsch mit der Geldgebarung der Alpinen fennen lernen will, der soll vors Hallesche Thor gehen. In der für Tischler 19,56 M. Montangesellschaft nichts zu thum. dt. Belle- Alliancestraße sieht er ein Haus von fast übernatürlicher Größe. Die Arbeitszeit betrug bei den Drechslern in 4 Orten Wien, 27. Dezember.( W. T. B.) Der Gemeinderat nahin Sein Schmuck sind vier bastionengleiche Türme, welche in die langen 52 Stunden pro Woche, in 3 Orten 54, in 4 Orten 57, in nach längerer Debatte die Anträge des Stadtrates, betreffend Fensterreihen ein bißchen Abwechslung bringen und diese Türme ver- 12 Orten 60, in 4 Orten 63, in 11 Orten 66 Stunden. Bei den Aufnahme einer Anleihe von 285 Millionen Kronen schaffen dem Bau einen Eindruck von wahrhaft bezwingender Ge- Tischlern in 7 Orten 52, in 2 Orten 54, in 8 Orten 57, in zum Zweck der Verstadtlichung der Straßenbahnen walt. Natürlich ist das Bauwerk eine Raserne. Dicht daneben 15 Orten 60, in 6 Orten 63 und in 8 Orten 66 Stunden. Bei den und des Baues einer zweiten Wasserleitung mit 116 gegen steht ein Häuschen, das sich tagsüber schier vor Angst ver- Korbmachern und Bürstenmachern werden int Durchschnitt 11 Stimmen an. friecht und nur zuteilen am Abend durch den Glanz 11/2 Stunden, bei den Stellmachern 11 Stunden und bei den elektrischen Lichts auffällt. Dies Häuschen ist ein Theater, das Maschinenarbeitern 10 Stunden gearbeitet. Ueberstunden werden der Kirche zu Ambaß stürzte der Glockenstuhl in dem Junsbruck, 27. Dezember.( B. H.) Während es Hochamtes in Belle- Alliance Theater, und seine Geschichte war bisher Leiden und mit wenigen Ausnahmen überall gemacht. Kost und Logis Kummer. Giue Direktion nach der andern verbrannte sich an dem wird bei den Tischlern noch in 6 Orten, bei den Drechslern in Moment ein, als die Glocken geläutet wurden. Die Glocken stürzten Lichtschimmer die Flügel und feine kam mit heiler Haut davon. Das 4 Orten, bei den Korbmachern in 9 und bei den Stellmachern in in die Tiefe und töteten einen mit dem Läuten beschäftigten Mann, Publikum vor dem Halleschen Thor sah einzig die Kaserne und be 15 Orten gegeben. In 22 Orten waren arbeitslos: während ein zweiter schwer verlegt wurde. achtete nicht den über die Maßen bescheidenen Kunsttempel. In den 480 Tischler durchschnittlich je 1714 Tage, 22 Drechsler durchschnitt- London, 17. Dezember.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau" letzten Jahren war dort von ständigem Spiel überhaupt keine Rede lich je 19 Tage und 3 Stellmacher je 32 Tage. meldet aus Manila, Hauptmann Schöffel wurde von einer Abteilung mehr, und erst am verflossenen Weihnachtsfest hat ein mutiger Mann, Trotzdem, daß drei Zahlstellen mehr als im Vorjahre an der von 18 Mann in Samar von einer großen Zahl Bololente angegriffen. der Direktor Robert Sachs, die Pforten des Theaters wieder auf Statistik beteiligt sind, ist die Zahl der Beschäftigten in den In dem darauf folgenden Handgemenge wurden sieben gethan. Ob er im Schatten der großen Kaserne mehr Glück haben in Betracht kommenden Orten zurückgegangen. Es waren am Amerikaner getötet und Hauptmann Schöffel fowie ivird, als seine vielen Vorgänger? Für den Anfang machte der neue 1. Dezember d. J. die Zahl der Beschäftigten im Vorjahre ist in sechs Mann verwundet. Die Bololeute wurden schließlich Herr dem Publikum die Sache sehr mundgerecht. Er fant mit einem() beigefügt beschäftigt: 3979( 4019) Tischler, 566( 541) Drechsler, mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Bariser Schwant nach dem Muster des Residenz- Theaters. Als Ver- 553( 469) Storbmacher, 130( 112) Bürstenmacher, 679( 630) Maschinen- Konstantinopel, 27. Dezember.( Meldung des I. I. Tel. Kor fasser der Dame aus Trouville" nennt der Bettel drei franzöfifche arbeiter, 423( 350) Slavierarbeiter, 459( 425) Stellmacher, 467( 897) respondenz- Bureaus.) In Smyrna ist heute ein Bestfall festgestellt Ramen von gleichgültigem Klang; die einschmeichelnde Musit, welche den Hilfsarbeiter, 298( 260) Stodarbeiter, Polierer und Bantinenmacher. worden. " Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. . 302. 18. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 28. Dezember 1901, Lokales. V " V Aus den Nachbarorten. Bezirk I/ II war bis zur Zählung vom 1. Dezember 1900 das am zweiten Festtag bei Keller in der Koppenstraße veranstaltete bereits auf 70 270 herabgegangen, während die Zählung vom Konzert des Buchdruckerverbandes in seinem Programm einen vor2. Dezember 1895 noch 76 260 Einwohner ergeben hatte. Dagegen nehmen Charakter. In sauberem Vortrag tamen u. a. das MorgenZur Konfiskation der Weihnachts- Zeitung bringt jeder Tag stellte sich im Bezirk VIII die Bevölkerungszahl am 1. Dezember lied von Nietz und Erts Schwäbisches Volkslied„ Einst gang i ans eine neue Jllustration zum Stapitel des polizeilichen Respekts vor 1900 auf 131 291, am 2. Dezember 1895 aber nur auf 95 841. Das Brünnele" zu Gehör; durch feine Abtönung zeichnete sich ebenfalls den Formen der Rechtspflege. Am heiligen Abend konnten wir die Gebiet des jetzt vergrößerten Bezirkes I/ II hatte bei der Zählung der Vortrag der in einem von Ernst Prescang verfaßten Prolog Verfügung des Herrn Oberstaatsanwalts veröffentlichen, worin dieser von 1900 etwa 98 000 Einwohner, während auf dasjenige des jetzt Das Fest der Liebe" gesungenen Lieder aus. Dieser von Fräulein offen die Gesetzesverletzung der Berliner politischen Polizei zugiebt. verkleinerten Bezirkes VIII etwa 104 000 Einwohner famen. Thiele Buze gesprochene Prolog war durch seinen GedankenHeute erhalten wir zwei Nachrichten, die von einer sehr engen Ver Die Fischzucht auf dem städtischen Rieselgut Großbeeren, der selbständigen Auffassung, die ihn fennzeichnete, völlig von den inhalt der Stimmung des Weihnachtsfestes angepaßt und doch in bindung zwischen Polizei und Postbehörden zeugen. Während die von der Fischzucht- Gesellschaft bort eingerichtet war, ist ein Banalitäten ferngehalten, worin solche Gelegenheitsdichtungen leicht verder Zeit des Socialistengesetzes war diese enge Verbindung nichts gegangen, nachdem im vorigen Winter die Teiche bis auf den Grund fallen. Den weiteren Inhalt des Konzerts bildete eine Reihe ausgesuchter Ungewöhnliches. Bismarck- Buttkamer hatten den anfänglichen ausgefroren und fämtliche Fische erfroren waren. Die Teiche find Musikstücke, welche das Berliner Tonkünstler- Orchester unter Leitung des Widerstand Stephans besiegt, der die Bost bon der in Wiesen umgewandelt worden. Die Fischzucht auf dem Riefelgut Herrn v. BI o n vorzüglich vortrug. Als Deflamator zündete Herr Pauli, Stieber Krügerschen Schnüffelei rein halten wollte, weil Malchow gedeiht dagegen vorzüglich, troßdem auch fie infolge des bas bekannte Mitglied des Deutschen Theaters. Ein leidiger Mißer wußte: wer dem Teufel drei Finger giebt, verliert ftrengen Winters im Anfang dieses Jahres sehr gelitten hatte. stand fiel, was gesagt werden muß, namentlich während der Rebald die ganze Hand. Seitdem schien diese entente cordiale Die Weihnachts- Feiertage find für Berlin ruhig und fried- citationen auf: das Seidelgeklapper. Wann endlich wird man in felig entschlafen zu sein; anläßlich der 23 eihnachts- Beitunglich verlaufen. Obwohl gewaltige Menschenmengen die Straßen Arbeiterkreisen den Wirt und die Kellner eines Lokals darauf vers Ronfistation scheint der alte Herzensbund wieder aufgefrischt durchfluteten und die Verkehrsmittel der Reichshauptstadt in hohem weisen, daß bei einem Konzert, welches um seiner selbst willen beworden zu sein. Aus Freiburg i. B. erhalten wir unterm 22. b. Maße in Anspruch genommen wurden, find, soweit bisher bekannt, sucht wird, Störungen nicht zulässig find? die Nachricht, daß dem dortigen Besteller die Weihnachts- Beitung Weihnachtsbaum- Brände, durch welche unsre Löschmannschaften stets Unfälle ernsterer Art nicht zu verzeichnen gewesen. Die Zahl der am Donnerstagmittag beschlagnahmt worden ist, ohne daß er viel in Anspruch genommen werden, war diesmal recht tiein. Bom Mühlenbeck. Socialdemokratischer Wahlverein, Bezirk Bankow. das Paket erhalten hat. Wenn sich die Sache so verhält, heiligen Abend bis zum zweiten Feiertage waren nur fünf Weih- Sonntag, den 29. Dezember, nachittags 4 Uhr: Vereins Ver so müssen wir offen fagen: Dazu batte die Polizei tein nachtsbaum- Brände zu verzeichnen, durch welche die Ruhe unfreria mmlung im Gasthof Sur Sonne". Vortrag des Genossen Recht. Das Paket mußte erst dem Adressaten ausgehändigt Feuerwehr gestört wurde. Georg Freiwaldt Bankow: Was bieten uns die Gemeindewerden, dann konnte die Polizei es beschlagnahmen. Selbst unter Zwei internationale Taschendiebe find am zweiten Feier- rats- Wahlen?" dem Socialistengeses mußte die Polizei sich die Mühe nehmen, tage festgenommen worden. Der 27 Jahre alte, ans Ungarn ge- Meu- Weißensee. Die Sünden deiner Väter will ich heimmindestens gleichzeitig mit dem Postbeamten bei dem Adressaten bürtige Kellner und Schriftfezer Rudolf Marled war auf seinen suchen bis ins dritte und vierte Glied." Diesen Bibelspruch zu volleinzutreffen; die einfache Konfiskation auf der Post, ehe der Adressat Diebesreifen, die ihn schon nach zahlreichen Großstädten führten, an strecken hat sich vor allem die hiesige Gasgesellschaft( Imperial das Paket überhaupt zu Geficht befam, ging sogar damals nicht. dem Weihnachtsfeste nach Berlin gekommen und versuchte hier sein Continental Gas- Association) zur Aufgabe gestellt. Vor drei Jahren Die Berliner Bost hatte mit mehr Respekt vor den Formen Glück in der Garderobe des Bellealliance- Theaters nach Schluß der wurde ein früher von der Gemeinde mit genannter Gesellschaft abdes Gesetzes der Polizei ihre Bereitwilligkeit bekundet. Als am beim zweiten Verfuch erwischt und der Polizei überliefert wurde. In diesem Vertrage ist alles das enthalten, was geeignet ist, die Borstellung. Er hatte auch schon einen guten Grifi gethan, als er gefchloffener Bertrag wiederum auf fünfzig Jahre verlängert. Dienstag, den 18., die Polizei auf ihren großen Fischfang auszog, Der zweite Langfinger, ein in Deutschland und im Auslande Gemeinde dieser Gesellschaft mit Haut und Haaren zu überantworten. um ihrer Meinung nach die ganze Auflage der Weihnachts- Zeitung wiederholt bestrafter 34 Jahre alter Kaufmann Cäsar Oeffentliche und private Beleuchtung, sowie die Anlagen zu derselben mit einem Schlag zu tapern, da war vorher auch die liebe Polizei Ceritler, ist hier ansässig. Vor 1/2 Jahren tam er aus Warschau tann nur hergestellt werden, wenn auch diese Privatgesellschaft Ja zu dem Post amt 19 in der Beuthstraße gegangen, um die hierher und stahl so viel zusammen, daß er vor dreiviertel Jahren und Amen dazu sagt. Begreiflich ist es deshalb, wenn jetzt, wo dort von der Buchhandlung Vorwärts zur Post zu gebenden Batete in der Linienſtr. 66 einen Cigarettenladen aufmachen konnte. andre dieser Gesellschaft hier ins Handwert pfuschen wollen, zu beschlagnahmen. Der Herr Expeditionschef, an den sich die be- Während er diesen nur betrieb, um eine redliche Beschäftigung nach von letzterer Protest dagegen eingelegt wird. Die Tegte treffenden Beamten gewendet hatten, führte sie zum Haupttaffterer, weisen zu können, lebte er nach wie von dem Taschendiebstahl. Gemeindevertretersizung hatte sich deshalb mit der Frage dieser wieder zum Vorsteher der Badkammer, der dann endlich in Gestern abend wurde er in Caftans Panoptikum ergriffen, als er zu beschäftigen, ob sich denn nicht irgendwie ein Answeg aus dem der Lage war, der Polizei, die natürlich auch im Expeditionsraum versuchte er, dem Kriminalbeamten zu entwischen, es gelang ihm über den Fall" eingeholt werden. gerade wieder einen Bug gemacht hatte. Auf dem Wege zur Wache Dilemma finden lasse. Es soll zunächst ein juristisches Gutachten Der Vorwurf von focialbereits ihre Posten verteilt hatte, den Hausdiener der Vorwärts- aber nicht. Man fand bei ihm 400 m. bares Geld und eine An- demokratischer Seite, daß man früher bei Abfaffung derartiger Vers Buchhandlung mit seiner Labung Batete zu bezeichnen. Leider war zahl Portemonnais. 18 shhuisd träge die Interessen der Gemeinde hätte besser wahren sollen, erscheint hier der Erfolg im Mißverhältnis zur aufgewandten Mühe: unter all' den Baketen fand die Polizei nur eines heraus, in dem sich 25 oder 50 Stück der gefährlichen Weihnachts- Zeitung befunden hatten. " Ein rücksichtsloser Rutscher. Vor dem Hause Friedrichstr. 116 demnach, trop des Protestes von bürgerlicher Seite, durchaus fuhr der Kutscher Bernhard Otto mit einer Kutsche rücksichtslos in berechtigt. Es bleibt dabei, daß die Entscheidung darüber, ob die eine Gruppe von Menschen hinein, die einen dort haltenden Straßen- Gemeinde auf dem Gebiete des Beleuchtungswesens weitere Fortbahnwagen besteigen wollten oder eben verlassen hatten, und überschritte machen darf, in das Belieben einer Privatgesellschaft ge Der focialdemokratische Wahlverein des 6. Berliner fuhr mehrere Personen, von denen jedoch nur die Witwe Amanda stellt ist. Reichstags Wahlkreises( Schönhauser Vorstadt) hat folgende Der Kutscher, der mit Schmidt am Fuß erheblich verletzt wurde. Bahlstellen eingerichtet, in welchen neue Mitglieder aufgenommen der Beitsche auf das Publikum einhieb und sich seiner Feststellung werden: Gustav Binner, Trescowstr. 36; Emil Behnfeld, durch eiliges Davonfahren entziehen wollte, widersetzte sich dem Schutz Schönhauser Allee 40; Hermann ta mlow, Schönhauser Allee 185; mann, der ihn aufforderte, vom Bock zu steigen, so daß der Beamte August Dierte, Schwedterstr. 88. ihm die Zügel mit Gewalt fortnehmen mußte, um den Wagen nach der Wache des 6. Polizeireviers zu führen. Es gelang dem Be A.: Karl Mars, 1. Vorsitzender. amten nur mit Mühe, den, schuldigen Kutscher vor dem empörten Bublifum zu schützen. " Der Redacteur des Steinarbeiter", unfer Parteigenoffe Othmar Schmidt, ist am 24. d.m. verstorben. Die Witive und fünf unmündige Kinder trauern um ihn. Schon seit Jahren behafte mit der Berufskrankheit der Steinarbeiter, der Lungentuberkulose, war es ihm unmöglich, in der letzten Zeit öffentlich hervorzutreten. Sein Wirken aber in Dresden, unter dem Socialistengeset, sowie sein unerschrockenes Eintreten für die Intereffen der Arbeiterschaft als Redacteur des„ Steinarbeiter", das ihm mehrere Male empfindliche Geldstrafen einbrachte, sichern dem Toten ein dauerndes, ehrendes Angedenken. Der Vorstand des Verbandes der Steinarbeiter schreibt uns zum Tode des Genossen Schmidt: Othmar Schmidt, der drei Jahre als Redacteur des Fachblatts„ Der Steinarbeiter" gewirkt hatte, ist am Dienstag inmitten seiner Thätigkeit in einem Alter von 42 Jahren 5 Monaten abberufen worden. Er gehörte seit 1878 der Organisation der Steinarbeiter an und war immer ein un erschrodener, bewährter Kämpfer für unsre Sache. In Dresden, seinem früheren Wohnsitze, war er auch stets in der politischen Bewegung am Blaze und war dabei lange Jahre Vorstandsmitglied. Der Verstorbene hatte neun Jahre an der Berufskrankheit der Steinarbeiter zu leiden. Die Beerdigung findet heute, Sonnabend, nach mittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Herzbergstraße 29 in Rigdorf aus statt. Ein neuer Briefmarken- Automat ist in der Schalterhalle Bostamt Mauerstraße, Eingang zum Reichs- Bostamt, aufgestellt und zwar vorläufig verfuchsweise für 5- Pfennig- und 10- Pfennig- Marten. Der Apparat, der als Staften in die Trennungswand zwischen Halle und Dienstraum eingesetzt ist, macht einen äußerst gefälligen Eindruck und arbeitet nach den von uns angestellten Versuchen durch aus tadellos. dem und Im Vorort Wilmersdorf ist gegen die legten Erfazwahlen zur Gemeindevertretung, soweit die dritte Abteilung in Frage kommt, Einspruch eingelegt worden. Die Gültigkeit wird mit der Bes, gründung angefochten, daß der Wahlvorstand erstens Vollmachten von Forensen für ungültig erklärt hat und zweitens aus eigner Machtvollkommenheit, ohne die Entscheidung der Gemeindevertretung abzuwarten, die von socialdemokratischer Seite aufgestellten Stan didaten, troß ihrer großen Stimmenzahl, weil sie nicht Hausbesizer waren, nicht in die Stichwahl brachte. ersten Festtag eine Tochter des Hauswirtes ihre Verlobung. Im Trauriger Vorfall. In dem Hause Lorgingstr. 21 feierte am Ein Zwillingspaar erstickt. Traurige Weihnachten waren Erdgeschoß des Seitenflügels wobnte ein 25 Jahre alter Schloffer einer armen Tagelöhnerfamilie des Gutes Böow bei Spandau Albert Unterberg, der seit acht Tagen an der Influenza litt. Der befchieden. Am 24. d. Mis., frith 5 Uhr, hatte sich der Gutsarbeiter junge Mann fühlte sich am ersten Feiertage febr frant. Seine wirtin Wilte mit seiner Frau und feiner 18jährigen Tochter zur Arbeit var aber doa gezwungen, ihn zu verlassen, da sie zur Verlobungs- auf das Gut begeben; in der gemeinschaftlichen Wohn- und Als er abends um Schlafftube waren die beiden jüngsten Kinder, ein Zwillingspaar, feier beim Hauswirt mit tochen mußte. Als 7/2 Uhr allein war, nahm Unterberg in einem Fieberanfall den Knabe und Mädchen im Alter von 61/2 Jahren, schlafend Bodenschlüssel, ging hinauf und stürzte sich aus dem fünften Stoc aurüdgeblieben. Der Ofen war geheizt. Als die Erwachsenen auf den Hof hinab, während ein Gast in der Wohnung des Wirtes in der zehnten Vormittagsstunde heimkehrten, um zu frühstücken, gerade das Hoch auf das Brautpaar ausbrachte. Der Unglückliche war die Stube dicht mit Qualm angefüllt, und das Zwillingspaar zog sich schwere intere Verletzungen, Arm- und Beinbrüche und lag tot im Bette. Der Arzt stellte fest, daß beide infolge Vergiftung mehrere Stopfwunden zu. Mit einem Lückschen Rettungswagen nach durch Kohlendunst umgekommen waren. Wie die Untersuchung ergab, der Charité gebracht, starb er noch am selben Abend. hatten sich Breßkohlen, die außerhalb des Ofens in dessen Nähe Feuerbericht. Jin Theater Wolzogen in der Köpnickerstraße lagen, auf nicht aufgeklärte Art entzündet. tam am ersten Feiertage abends 10 Uhr durch Kurzschluß in der Einbrecher drangen während der Feiertage in das Warenhaus elektrischen Leitung Feuer aus, ebenso durch Sturzschluß in Aschingers der Gebrüder Jacob in der Wilmersdorferstraße 56 au Bierquelle, Chaiablitase 218. In allen brei Fällen wurde die Gefahr einem Atelier auf dem Hofe hatten stehen lassen, stiegen fle, nachdem 1, und am folgenden Tage im Apollo- Charlottenburg ein. Auf einer Leiter, die Fensterputzer an Theater, Friedrichstraße 218. leicht beseitigt, ohne daß wesentlicher Schaden entstand. Gollnow- fie ein Fenster eingeschlagen hatten, in das im ersten Stod gelegene straße 19 brannte eine Tischlerwerkstatt und Friedrichstraße 21 ein Comptoir ein und stahlen die eiserne Kaffette mit 600 Mark Wechsela kleiner Cigarrenladen. Ein Alarm nach der Thomaskirche war durch geld in Nickel- und Kupfermünzen. Der Bestohlene setzt auf die starkqualmende Schornsteine verursacht. Grüner Weg 64 hatten Wiederbeschaffung der Kassette eine Belohnung von 50 M. aus. tünstliche Blumen Feuer gefangen. Außerdem wurden während der festtage noch fleinere Brände von Dunderstraße 19, Griebenowstraße 12, Zorgingstraße 38, Michaeltirchstraße 31, LandsbergerStraße 38 und Neue Jakobstraße 14 gemeldet. bon Musik. so Bon Anton Rubinstein( † 1894) stammt testamentarisch ein Preis, Selbstmord eines Studenten. Der 28 Jahre alte Kandidat der alle fünf Jahre dem besten Komponisten eines Klavierkonzerts der Medizin Albert M., der hier an der Universität studierte und in und dem besten Spieler eines solchen mit je 5000 m. verliehen der Elsasserstr. 25a ein möbliertes Zimmer bewohnte, hat sich ver- wird. Der letzte Empfänger des Kompositionspreises ist ein junger, giftet. Als ihm seine Wirthin gestern vormittag um 11/2 Uhr den anscheinend unbekannter Staliener( 3) Namens da Venezia. Sein Auf den ersten Blick scheint es, als ob man für 5 Pfennig oder Kaffee bringen wollte, fand sie ihn tot im Bette liegen. Eine Taffe, Konzertstid in As- dur für Klavier und Begleitung des Orchesters 10 Pfennig immer nur eine Marke erhalten könnte. Ein anwesender in der er sich eine Lösung hergestellt hatte und ein Rest des Giftes, wurde uns jetzt in einem Konzert des Klaviervirtuoſen Ernest o Postbeamter belehrte aber darüber, daß man nach Belieben deffen Art noch nicht festgestellt ist, wurden beschlagnahmt. Ueber Consolo inter des Komponisten eigner( nicht gerade auf viel biel Marken im Zusammenhang Herausholen fann, in die Veranlaffung zum Selbstmord hat der junge Mann nach den Routine deutender) Leitung vorgeführt. Eine im guten Sinne des ein man Geldſtüd nach dem andern Wortes solide, von fleißigem Vorbilderstudium zeugende Mufit; hineinwirft bisherigen Ermittelungen nichts angedeutet oder hinterlassen. jedem Wurf zieht. Man braucht dann nicht nach Themen mehr dem Niveau lehrreicher Schulbeispiele; Seinen Verlegungen erlegen ist der Streckenarbeiter Otto eine ehrenvolle Behandlung des Orchesters, die manche dant jede Marke einzeln abzureißen, sondern die Marken erscheinen nach jedem Einwerfen und darauf folgendem Ziehen in Sode aus der Forsterstr. 37. der mit zwei Arbeitsgenossen in der baren Stellen( z. B. für Horn) enthält, doch ohne die in andren einem zusammenhängenden Streifen. Wirft man z. B. fünf einzelne Nähe der Station Bapestraße von einem Zuge umgefahren wurde. modernen Konzerten erreichte tiefere Jneinanderarbeitung von Groschen hinein und zieht nach jedem Wurf, so erscheinen zusammen. Er hatte einen Schädel- und einen Beckenbruch sowie mehrere Klavier und Orchester; Hauptverdienst: eine geschickte, interessante, hängend fünf Behnpfennig- Marten. Der Apparat ist, wie berichtet Rippenbrüche erlitten. Der Verstorbene war verheiratet und Familien- selbständige Figuration, so daß die" Cadenz" vielleicht das Anwird, der erste Probe- Apparat; nach seiner Bewährung soll er er- vater. ziehendste vom Ganzen ist. Zu all' dem noch eine Wiedergabe am weitert, für alle andern Briefmarken- Sorten eingerichtet und vers Zu der Angelegenheit des Droschkenkutschers Franz Völkel, slavier, die dem freundlichen Erfolg der Novität breitet werden. Schon nach unsern erſten Proben müſſen wir diese über die wir am 19. b. Wt. nach der„ Bolts- Zeitung" berichteten, fonnten, ben Charakteristischen bes Stückes gerecht wurde; fo neue Einrichtung als höchst erfreulich und als eine wahre Wohlthat schreibt uns der Fuhrherr Hardel, daß Völkel ihn getäuscht habe, sprechen. Der Nachklang wurde allerdings dadurch beeinträchtigt, das an moderner Entwickeltheit, ant für die zahlreichen Abnehmer bezeichnen, die oft nur wenige Marten indem er ihm vorspiegelte, daß er Mitglied einer Hilfstaffe sei und daß ein Werk folgte, brauchen und zur Zeit großen Andranges die Schalter unnüz belasten daher nicht zur Ortstaffe angemeldet zu werden brauche. Nachdem Empfindungskraft und namentlich an pikanter Frische dem vorherund das Warten verlängern. Hardel entdeckt hatte, wie er getäuscht worden, entließ er Völkel. gehenden weit voraus ist: Tschaikowskis Konzert- Phantasie op. 56. Wie Beim Herannahen des Jahreswechsels läßt die Boft- auch sei Bölkel das verlangte Abgangszeugnis ausgehändigt worden. fährt doch der Komponist im zweiten der zwei Teile( Contrastes") gleichSchließlich erklärt Herr Hardel, daß von einer Mißhandlung Völkels jam mit einem russischen Dreigespann dahin!-Herr Consolo ist bereits verwaltung bringend empfehlen, den Einkauf der Freimarken für keine Rede sein könne; die in Betracht kommende Verlegung habe als ein Künstler des Klaviers anerkannt und angesehen. In der Neujahrsbriefe nicht bis zum 31. Dezember zu verschieben, der Kutscher sich am Ende zugezogen, als er mit dem durch die Wiedergabe des letzten Beethovenschen Klavierkonzertes( Es- dur, sondern schon früher zu bewirken, damit der Schalterverkehr an Tochter des Fuhrherrn erhaltenen Zeugnis die dunkle Treppe hin- op. 78) erwies er sich als einer der wenigen Spieler, welche die bem genannten Tage fich ordnungsgemäß abwickeln kann. Ebenso untergefallen sei. Böllel habe ihn, Hardel, übrigens nicht wegen eine Seite eines sprechenden Vortrags: den Wechsel der Bewegung liegt es im eignen Interesse des Publikums, daß die Neujahrs- der Krankenkassen- Angelegenheit, sondern wegen des Zeugnisses, das in der Zeit( die Agogit"), gut zu behandeln verstehen. Ungünstiger briefe frühzeitig zur Auflieferung gelangen und daß auf den ihm anfänglich verweigert worden war, angezeigt. steht es bei ihm mit der andren Hauptseite des Vortrags: mit dem Briefen nach Städten die Wohnung des Empfängers angegeben werde. Für Berlin ist außerdem die Angabe des Bestellpostamtes Die Direktion der Treptow- Sternwarte hat den letzten Sonntag Wechsel der Bewegung in der Stärke( der" Dynamit"). Er betont im Jahre, den 29. d. Mets., als einen billigen Sonntag angefeßt. Die wenig, spielt oft streckenweit gleichmäßig weiter( worin ihn das Beobachtung mit dem großen Refraktor foftet die Hälfte und der Besuch philharmonische Orchester unter Rebicze noch übertraf). Und wo er Die Einteilung des Berliner Stadtgebietes in Standes- des Astronomischen Museums ist ganz freigegeben. Um 5 Uhr nachmittags betont, dort nimmt er, wie so viele thun, die das schwerere Gewicht amts- Bezirke erfährt am 1. Jantar 1902 eine weitere Aenderung. spricht Direttor Archenhold über" Ein Ausflug in die Sternenwelt", verlangenden Töne leichter, die das leichtere verlangenden schwerer. Zu der Zerlegung des Bezirkes XIII in alvei Bezirke XIIIA( Gen 7 Uhr abends über unsre Beitrechnung und Neujahrsbeginn". Mit Nun soll man tein Ketzerrichter sein und auch eine solche„ verkehrte sundbrunnen) und XIIIB( Wedding) gefellt sich eine Neu- dem großen Refraktor wird von 2-1/ 7 Uhr nachmittags die Benus und Beleuchtung" als ein Kunstmittel neben andren würdigen. Allein sie tann jedenfalls nur der besondere, der ausnahmsweise Fall grenzung der Bezirte I/ II und VIII. Vom Standes- von 27-10 Uhr abends der Orion Nebel beobachtet. amts- Bezirk VIII( Rönigsviertel) werden die Stadtbezirke 182, 197, Unter den zahlreichen Mittagskonzerten, die während der sein, der als gelegentlicher Kontrast zur gewöhnlichen Weise wirkt, 198, 200, 201 jowie die südwestlichen Teile von 183 und 196 ab- Feiertage von Vereinen abgehalten worden sind, ist das des Buch nicht aber in solchen schlichten Fällen, wie das zweite Thema ini getrennt und dem Standesamts Bezirk I/ II( Altstadt und drucker- Gefangvereins Typographia von besonderer Bedeutung. Finale jenes Beethoven einer ist. Und schließlich suchen wir in der Friedrichstadt) zugeteilt. Die Heue Grenze liegt füdwest Die Leistungen dieser Liedertafel sind in der Berliner Arbeiterschaft Vortragstumst eines Konzertgebers nicht nur das, was wir schon lich der Gollnow und der Linienstraße und läuft diesen bekannt, und ein Fest, bei welchem die Typographia mit- wissen, sondern mehr. Der Kritiker und Theoretiker möchte eben vom Straßen ungefähr parallel. Die Bevölkerungszahl von wirkt, tanu immer auf Antlang rechnen. So trug denn auch Kunstprattiker fortgeriffen werden. dringend erwünscht. aba mit scenen und einer dur komposition des Tertes besitzt nun nach sein. Der Sturmt hinderte bisher den Bergungsdampfer, nähere Martipreise von Berlin am 24. Dezember 1901 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. * elzen, gut D.-tr. 17,50 17,48 Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Kartoffeln, neue, D- Ctr. 64mittel " " gering " 17,46 17,44 17,42 17,40 Rindfleisch, Keule 1 kg 1,70 1,20 do. Bauch 1,40 料 14,50 14,47 Schweinefleisch 1,70 1,30 " " mittel " " gering 14,44 14,41 14,38 14,35 1,80 " 1,60 " " Gerste, gut 14,50 13,90 " " mittel 13,80 13,20 Gier " 60 Sint 2,80 5.80 2,80 gering 13,10 12,50 tpafer, gut 17, 16,40 Karpfen Aale 1 kg 2,40 1,20 2,50 1,40 mittel gering 16,30 15,70 Bander 2,50 1,20 15,60 15,- Hechte 2- 1.7,66 7,16 Barsche 1,80 0,80 pen 8,60 6,- Schleie 2,80 1.40 40,- 25, Bleie 1,40 0,80 " O Speiset ohnen Linsen 50, 25, Krebse per Shot 15, 3, 65, 20, Nichistroh Erbsent *) ab Bahn. Am wenigsten Hoffnung darauf hat man, wenn man fchon! graphischer Mitteilungen in Destreich, Deutschland und Rußland wieder eine neue Operette hören muß". Mit diesem Gefühl besuchten gegen die ungarischen Artisten ein Boykott im Zuge sei. So wurden wir( am Mittwoch) den Abend, an dem das durch Volksstücke be- ungarischen Sängerinnen, die bereits für Wiener Etablissements ber: Eine Hamburger Agentur kannte Carl- Weiß- Theater eine Operetten- Saison eröffnete. pflichtet waren, die Verträge retourniert. Man gab eine wirkliche Novität:" Das Jungfernstift". Also verständigte die Artisten, daß fie in Butunft auf ungarische Sänger zum so und so vielten Mal das Thema das Thema vom Eindringen und Sängerinnentruppen sowie Zigeunerkapellen nicht mehr reflet- Roggen, gut männlicher Gäfte in ein Mädchen Pensionat, durchgeführt tieren könne. ohne eigentlichen litterarischen Wert, doch mit der be= leber ein Schiffsunglück wird aus Sandhamn( Schweden) fannten, hier ziemlich gesteigerten Geschicklichkeit des Situations berichtet: Am Weihnachtsabend ist hier ein großer Dampfer stückes" sowie dem Verdienst glücklicher Stimmungsgesu uten, wahrscheinlich ein schwedischer Kohlendampfer. Die fcenen und einer durch das Ganze gehenden unterhaltlichen Fröhlich aus 18 bis 20 Bersonen bestehende Mannschaft scheint ertrunken zu Die musikalische einer Seite hin einen entschiedenen Eigenvert, eine selbständige Nachforschungen anzustellen. Ausdrucksart. Sie zeigt den Versuch, die Schreibweise für Militärorchester, mit der dieser eignen grelleren Instrumentierung und mit Ju Budapest ist der Oberbuchhalter der städtischen elektrischen noch andren Eigenheiten, auf die Operettenmufit zu übertragen, Straßenbahn- Gesellschaft, Heinrich Steder, verhaftet worden, und zwar ohne daß die übliche Besetzung des Orchesters anders da dessen Mitschuld an der 58 000 Stronen betragenden Untermanciert wäre als durch eine größere Berfidfichtigung der Schlagschlagung des bereits verhafteten Staffierers Hoffer eriviesen ist. instrumente. Dies läßt schon vermuten, daß der Vocalsazz( Arien, Ensembles, Chöre) nicht des Komponisten starke Seite bilden dürften: über die gewöhnlichste, oft roheste Tradition, mit entfeßlich falschen Betoirungen, fommt er taum durch die eine oder andre liebliche Melodie hinaus, wie sie längst schon bei den Vorbildern der Vorgänger des„ Süßen Mädle" üblich ist. Dagegen macht er die charakterisierenden Instrumentalstellen, die orchestralen Andeutungen der Verknüpfungspunkte des Textes, zumal ein paar melodramatische Stellen, sehr gut. Den Höhepunkt diesbezüglich bildet das Finale des dritten der vier Atte. Endlich einmal ein originelles Verklingen statt des bis zum Ekel stereotypen Aufbaues der rauschenden Finales! Es handelt sich um eine breite Scene im Schlafgemach des lustigen Mädchens, das nach dem Abschied von ihrem eben dahin eingedrungenen Geliebten zu Bette geht. Alles ohne Pikanterie, obschon das Publikum an eine folche geglaubt zu haben scheint. Jedenfalls ist die hier entfaltete Mufit mit ihrem melodramatischen Tanzspiel und ihrem stimmungsvollen Austlingen aller Ehren wert. zu ein Ueber Hochwasser und Unwetter liegen aus verschiedenen Ländern Europas Nachrichten vor. Aus Köln wird über das Steigen des Rheines gemeldet: Die Rheinhöhe beträgt gegenwärtig 3,78 Meter. Das Wasser ist seit gestern früh um 1,40 Meter gestiegen, die Mosel bei Trier ist um 2,15 Meter gestiegen. Aus Posen befagt ein Telegramm vom Freitag: Die Warthe steigt und zeigte heute früh 2,60 Meter. Beide Ueberfälle des Berdychower Dammes sind bereits überschwemmt. Pogorzelice und Schrimm melden weiteres Steigen. Ein heftiger Schneesturm wütete im südöstlichen Norwegen; infolgedessen sind mehrere Eisenbahnzüge eingeschneit, die noch nicht freigemacht werden konnten. Die telegraphische Verbindung ist vielfach unterbrochen. Auch in Christiania hat der Sturm Verkehrsstörungen verursacht. Aus Riga wird berichtet: Das Gis auf der Dina ist durch Eisbrecher gebrochen worden. Der Dampferverkehr ist trop einer Kälte von 10 Grad bis zum Meere noch unbehindert, auch bei dem Vorgebirge Domesnäs ist die Durchfahrt eisfrei. Auch in Italien herrscht Unwetter. Ein Telegramm aus Neapel meldet: Heute wütete ein Cytlon, durch welchen mehrere Häuser hier und in Poggio Reale teils beschädigt, teils fortgerissen wurden. Auch ein Maschinenschuppen auf dem Bahnhofe und eine Gießerei wurden beschädigt. Eine Frau wurde getötet, 36 Personen sind verletzt, 4 davon schiver. Soldateit und Arbeiter sind mit den AufräumungsIn Florenz und Pisa ist der Arno infolge starken Regens aus den Ufern getreten und hat einigen Schaden verursacht. Anders sieht es in Aegypten aus. + frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 27. Dezember. Die Grundtendenz des Gea freidemarttes war fest im Anschlusse an durchweg höhere Auslands: meldungen. Für effektive Ware zeigte sich gute Frage, die bei den andauerno fnappen Offerten taum befriedigt werden konnte. Das Lieferungsgeschäft beschränkte fich auf einige Meinungskäufe für Frühjahrssichten. Weizen notierte 1/2 W., Roggen 14 M. höher. Mehl war ruhig behauptet; ebenjo Hafer und Mais. Rüböl still und unverändert. Spiritus. Der Spiritusmarkt entwickelte wiederum recht flotten Verkehr. Loco Ware wurde in namhaften Bosten mit 30,50 M.(-0,10 M.) gehandelt. Lieferungen tamen nicht zur Notiz; geboten wurde für Juni 32,80 M., für Juli 33,-, für September 33,70 M. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donners tag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne folche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. 5. B. 25. Die Witwe und die hinterlassenen ehelichen Kinder unter 15 Jahren haben einen Erstattungsanspruch. Der Antrag ist an den Magistrat, Abteilung für Juvalidenversicherung, Breitestr. 24, zu richten. standes flagen. Mit einer Klage auf Aufhebung des Vertrages würden Tischler. Nein. G. G. 118. Sie fönnen auf Beseitigung des MißSie nur dann durchbringen, wenn der Richter annimmt, das Geheul usw. let so start, daß die Wohnung unbrauchbar ist. Ohne Klage vom Vertrag zurückzutreten, ist nicht anzuraten, weil es unmöglich ist, zu wissen, welche Ansicht der Richter haben wird. Orsay A. B. Das Kind hat auch über das vollendete 14. Lebensjahr hinaus in der Schule zu bleiben, kann aber 21. Ja. durch die Schulbehörde dispensiert und früher entlassen werden. des sogenannten Armenrechts keine Hingabe öffentlicher Mittel darstellt und Friedrichshagen. Es besteht darüber kein Zweifel, daß die Bewilligung das Wahlrecht keineswegs nimmt. Es kann auch Wohlhabenden das Der Text soll nach einer Idee des Paul de Kock von Ernest Guinot sein; Musik von Jean Gilbert. Nun hat Josef Kellerer, dramatischer Schriftsteller in München, ein Rundschreiben an die Berliner Presse gerichtet und darin den Oberregisseur jenes Theaters, Ernst Ritterfeld, beschuldigt, ledig lich eine Bearbeitung von Kellerers Originalschwant„ Das Jungfernstift" gegeben zu haben und ihm die versprochene Tantiementeilung vorzuenthalten. Ernst Guinot und Jean Gilbert find Schattengebilde". Der Angegriffene antwortete mit energischer Zurückweisung arbeiten beschäftigt. und mit Beschreitung des Gerichtsweges. Wir können mm hier teineswegs so urteilen, wie es nötig wäre, d. h. auf dokumentarischen Grundlagen; wir fennen nicht einmal Kellerers Text. Allein drei Bedenten steigen uns auf. Erstens soll der vorliegende Tert eine Aus Alexandrien wird gemeldet: In ganz Oberaegypten herrscht Bearbeitung des Kellererschen Original- Schwantes" sein; fann je zur Zeit große Hize. Die Temperatur ist auf+30 Grad gedoch eine so stereotype Operettenmache auf ein wirkliches Original" stiegen. Armenrecht" bewilligt werden, die einen Millionenprozeß führen und welche: deuten? Zweitens. Entgegen aller üblichen Rüdsichtslosig Ju Bafel tagt zur Zeit der fünfte von etwa 300 Delegierten die zur Führung eines solchen Prozesses erforderlichen enormen Kosten ohne feit, dem Publikum nur" Gesangsterte" in die Hand besuchte 8ionisten- Kongreß. Beeinträchtigung der zur Beschaffung des notwendigen Unterhalts erforderDiesmal geben, befamen wir ganz ausgeführtes lichen Mittel nicht aufzubringen vermögen. Die Unterstützung aus öffent Textbuch in die Hand. Diese unerhörte, preisenswerte Ausnahme Der Gipfel der Roheit. In Koblenz hatten mehrere lichen Mitteln, welche zur Entziehung des Wahlrechts führt, bezieht sich auf follte man sich gestatten, wenn man etwas zu verbergen hätte?! Personen in zwei Post brieftasten Petroleum gegossen solche Unterſtügung, die zwecks Erhaltung bes notwendigen Unter Das tönnen wir nicht sagen. Drittens sei nach Herrn Kellerer auch der Komponistenmanie Jean und deren Inhalt mit Streichhölzern angezündet. Der größte Teil halts erforderlich find.- D. 100. S. 2. 1901. Auf Antrag tann die Behörde, die die Strafe festgesett Gilbert ein Schattengebilde". Nun kann ja der vor den Rampen der in den Kasten liegenden Briefe, Karten und Drucksachen vererschienene Komponist unsertwegen irgend ein Rigdorfer Militär- brannte, und nur wenige derartige Gegenstände fonnten gerettet hat, Ratenzahlungen bewilligen. Sie lehnt in der Regel solchen Antrag ab. C. K. 70. Entwerfen Sie das Teftament unter Benutzung der Stapellmeister, etwa Friedrich Wilhelm Bägold mit Namen, sein werden. Die Thäter sind unbekannt. Beispiele auf S. 238, 239 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Sie ( mufitgeschichtlich find nur ein paar Engländer Gilbert bekannt). 5. W. 1. Nein. Affein Herr Kellerer bringt bezüglich des Komponisten gar nichts follte, so können Sie beim Amtsgericht unter Darlegung des Sachverhalts finden das Buch in den öffentlichen Lesehallen. 2. Ja. 3. Nein. Wenn ein Antrag auf Rückgabe des Kindes gestellt werden Weiteres vor. Also?! Gesungen und gespielt wurde im Ganzen so, daß man wirklich beantragen, im Interesse des Kindes Ihnen die weitere Erziehung zu belaffen. N. S. 18. Der Anspruch Ihrer Tochter ist vollberechtigt. Am schnellsten nur wieder nach dem alten Wort: unter aller Kanone", langen muß. Das Falschfingen im Anfangen, das Stocken im weiteren, die würde sie wohl zu ihrem Gelde kommen, wenn sie sich mit dem hiesigen Auswärtigem Amt oder mit dem dortigen Konful in Verbindung fegt und Unbeholfenheit fast aller männlichen Darsteller waren unbeschreibum Geltendmachung ihrer Forderung ersucht. P. N. Velbert. Der von lich. Die Regie hielt sich besser und brachte gute Scenerien Zu dieser Angelegenheit erhält das Berl. Tagebl." folgendes Ihnen geplanten nicht öffentlichen Vorlesung stehen rechtliche Bedenken nicht heraus; jenes Schlafgemach Ivar ein ausgezeichneter Auf: Telegramm: Auf Befehl des Kaisers Franz Joseph leitete die im Wege. Für eine öffentliche Vorlesung bedürften Sie der Genehmigung des Autors und der Polizei. bau. Ein Wird später beaonsortet. Orchester bedauernswert. paar Einzelkräfte auf Wiener Polizeidirektion eine Untersuchung wegen der Spieleraffaire der Bühne leisteten dagegen unt so besseres. Vor C. 2. 5769. Leider ist die Herrschaft int Recht, falle monhtlic allem im Jockeytinb ein. Sie stellte die Namen der beteiligten Spieler Kündigung vereinbart war. War dies nicht der Fall, so hat die Herrschaft Minna Michetti; sie fang und spielte geradezu bemerkens: feft und übergab dann die Angelegenheit dem städtischen Bezirks- für die Kurkosten von 6 Wochen aufzukommen. Krankenversicherungspflichtig wert gut. Emilie Pauli war eine köstliche, komische Alte; gericht, welches die Anklage wegen verbotenen Spiels erheben wird. find Dienstmädchen nicht. Aba. 1. Ist nichts über die Kündigungsfrist Martha Liffy fang in einer flotten Hosenrolle ziemlich gut, Der Verlierer der Millionen, Graf Joseph Potocki, der Rennstall- vereinbart, so gilt für eine Handlungsgehilfin eine Kündigungsfrist von wenngleich mit einem etwas ordinären Selang; auch Baula befizer Nikolaus Szemere als Gewinner und die übrigen hochadeligen 6 Wochen zum Quartalserſten. 2. Englische Freiwillige. Helmert spielte leidlich. Unter den Herren stand obenan Direktor Spieler, unter denen sich auch der junge Prinz Franz Joseph von Carl Weiß in einer passiv komischen Trottelrolle; Mar Braganza befand, werden als Angeklagte vor dem Bezirksgericht zu 2inkler erwies sich als einen wenigstens stimmbegabten Tenor. erscheinen haben. Ferner wird sich auch die Verwaltung des JockeySZ. flubs, dessen Präsident Graf Franz Colloredo Mansfeld ist, wegen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 29. Dezember, vormittags Duldung des Hazardspiels in den Klubräumen zu verantworten 83% 11hr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurter: haben. straße 6: Versammlung. Freireligiöse Borlesung". Um 103 Uhr vormittags, ebendaselbst: Vortrag des Herrn Waldeck Manasse:„ Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Bor: und Nachspiel auf dem Pariser Mustel Harmonium. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Dermischtes. richtet: Der Rennstallbefizer Nikolaus v. Szemere, der in der Der Spieler als Wohlthäter. Aus Budapest wird beNacht vom verflossenen Mittwoch auf Donnerstag im Wiener Jockeyflub 34 200 000 Kronen im Macao gewonnen hat, wird 300 000 Stronen zu Gunsten der Arbeitslosen in Budapest spenden. Herr v. Szemere hat erst vor wenigen Monaten im Bupapester Parkklub 700 000 Stronen gewonnen. 28itterungsübersicht vom 27. Dezember 1901, morgens 8 Uhr. Stationen München 753 Wien Wetter Stationen Wetter 15° C.= 4° R. 5. Ei. 10. P. R. N. Ja. der 14tägigen Kündigungsfrist und auf Zahlung des Lohns für 14 Tage, Weihnachten. 1. Sie haben auch dann Anspruch auf Innehaltung wenn Sie Ihren Anspruch nicht ausdrücklich bei der Entlassung geltend ge macht haben, es sei denn, daß Sie mit vorzeitiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses einverstanden waren. Bu raten ist deshalb, bei vorzeitiger Entlaffung auf den Entschädigungsanspruch aufmerksam zu machen. 2. Bom 1. Januar ab ist nicht nur das Gewerbegericht zuständig, in dessen Bezirk: die streitige Verpflichtung zu erfüllen ist, sondern auch das, wo sich die ges werbliche Niederlassung des Arbeitgebers befindet, sowie dasjenige, in deffen Bezirk beide Parteien ihren Wohnsitz haben. Ist Ihr Arbeitgeber Mitglied einer Jumung und besteht für diese Innung ein Innungs- Schiedsgericht, so ist dieses zuständig. Von mehreren zuständigen Gewerbegerichten tami der Kläger dasjenige auswählen, das ihm am besten paßt. Stockheim. 1. Von 29. 9. 99 ab. 2. Nein. 3. Unfallzuschuß ist in Ihrem Fall nicht zu zahlen. 4. Wenden Sie sich wegen der Bummelei be: schwerdeführend schriftlich an das Reichs- Versicherungsamt. Block, -17 Karlsruhe. Mit Ihrem Geld können Sie machen, was Sie wollen. Ihre Annahme, daß Ihr Geld Staatseigentum sei, ist irrig. Sie können Ihr Geld zu irgend welchen Sachen verarbeiten, auch, freilich nur wenn Sie leichtsinnig, übermütig und ohne Rücksicht auf Geldbedürftige handeln, Ihr Geld beschädigen oder vernichten. Die auffallend start verbreitete irrige Ansicht von der Unverleglichkeit des Geldes rührt wohl von der Nichtachtung des Umstandes her, daß Geld die Doppelnatur als Ware und als Zahlungs mittel hat. Nur als Zahlungsmittel ist der Mißbrauch des Geldes geschützt. Sie würden mit Zuchthaus bestraft werden, wenn Sie absichtlich wertloser gemachte Goldstücke in Verkehr bringen, fönnen sie aber einschmelzen. 122 winemde 750S bebeckt 1 bedeckt 1 Haparanda 762 Still Hamburg 749 SSW 2 bedeckt 3 Betersburg Berlin 751 1 wolfig 0 Cort 753 NW 2 heiter 2 bedeckt 4 Aberdeen 1 wolfig- 0 Paris 752 SSM 2bedeckt 753 23 2 bedeckt Wetter Prognose für Sonnabend, den 28. Dezember 1901. Biemlich heiter, nachts Frost, am Tage mild bet schwachen füdlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Noch ein Sprachenftreit. Aus Budapest meldet das Bureau Herold": Sämtliche in Budapest ansässigen ungarischen und deutschsprachigen nach Ungarn zuständigen Artisten hielten am Dienstag Franti./m. 752 S nachmittag eine Protestversammlung gegen die von den flerikalen Studenten jüngst veranstalteten Demonstrationen ab, in welcher beschlossen wurde, den Minister des Innern und den Oberstadthauptmann durch eine Deputation zu ersuchen, die Interessen der ungrischen deutschsprachigen Artisten zu schützen. Gleichzeitig wurde von mehreren Rednern erwähnt, daß auf Grund brieflicher und teleDeutscher Holzarbeiter- Verband. Berband der Möbelpolierer. Sonntag, den 29. Dezember, vormittags 10 Uhr: Versammlung der Einsetzer im Gewerkschaftshaus( Saal 7), Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Bericht der Fünfer- Kommission. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bu pünktlichem und zahlreichem Besuch ladet ein Die Kommission. Mittwoch, 1. Jannar, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Neujahrsfeier verbunden mit Gr. Sonder- Austellung aus Holzarbeiters Lust und Leid. • Konzert Gesang Großer Ball. Anfang nachmittage 4 thr. Billet 25 Pfennige. Billets sind auf den Zahlstellen und im Gewerkschaftshaus, Zimmer 11/12, zu haben.. Sonntag nach Saat: winkel. Mittag 1 Uhr: Stoppenplay. Silvester Abend bei Merkowsky, Andreas Straße 26. Der Saal fteht uns zur Verfügung. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Das Komitee. Restbestände Veloutines Morgen nachmittag 2 11hr, Engel Ufer 15, beginnt der Delegiertentag. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, der Revisoren und des Ausschusses. 2. Bericht der Delegierten. 3. Wie verhalten wir uns zu der gegenwärtigen Geschäftslage. Referent: Kollege C. Wermuth. 4. Anträge. 5. Wahlen. 6 Berschiedenes. Nur Kollegen, welche ihr Mitgliedsbuch an der Kontrolle vorzeigen, haben Zutritt. Dortselbst abends 8 Uhr für Mitglieder und deren Angehörige 148/13 Gemütliches Beisammensein bei freiem Entree und Tanz. Der Vorstand. Kufeke's BESTE NAHRUNG FÜR gesunde& darmkranke Kinder Kindermehl. .. [* Chapeau claque von 7,50. Cylinderhüte.... von 4,00. Filzhüte von 1,50. Hüte Pelz( 2604L*] Bekanntmachung. Durch Oberpräsidial- Erlaß sind die ortsüblichen Tagelohnfäße gewöhnts licher Tagearbeiter für den Stadtkreis Berlin vom 1. Januar 1302 ab wie folgt festgesetzt worden: 1. für erwachsene( über 16 Jahre alte) männliche Perfonen auf 2,90 Mt., 2. für erwachfene( über 16 Jahre alte) weibliche Personen auf 1,60 wt. Demgemäß find für diejenigen männlichen Personen, die der InvalidenVersicherungspflicht unterliegen und feiner Orts, Betriebs:( Fabrit), Bauoder Junungskrankentaffe angehören, wie z. B. männliche Dienstboten und Hausreiniger, vom 1. Januar 1902 ab Beitragsmarten IV. Lohntlasse zu 30 Pfennigen statt wie bisher III. Lohuflaffe zu 24 Pfennigen zu verwenden. Bezüglich der Versicherung weiblicher Personen verbleibt es bei der bisherigen Markenverwendung. Berlin, den 12. Dezember 1901. Landes- Versicherungsanstalt Berlin. Der Vorstand. Dr. Freund. Dr. Sträter. 1/16 Fachverein der Tischler Berlins u. Umg. Sonntag, den 29. Desember, vormittags 10 1hr: Dersammlung im Lokale des Herrn Wolff, Fruchtstraße 36 a. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Hürtler: Rüdblid über die letzten zwölf Jahre." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Gäste haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und werden die Kollegen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Waaren 187/13 Der Vorstand. nur eigenes Fabrikat. Schirme grösstes Lager. 2, Samariter- Kurjus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Otto Gerholdt, Dresdenersteunire diesjägg. In Bereinslotal Dresdenerstraße Nr. 45 faft. auch in Köpenick, Grünauerstr. 70. und baumv. Kleiderstoffe einzelnen Roben- sollen sofort sehr billig abgegeben werden im Engros Geschäft Spandauerstr. 7 L H. Königs Restaurant mit Garten und Dampfer- Haltestelle hält sich bestens empfohlen. 23868* Ecke Skalitzerstrasse. Weihnachtsfeier findet morgen Sonntags nachmittag 5 Uhr. im statt. Instrumental- Konzert, Vorträge, humoristische Weihnachts: Patentanwalt Dammann, Berlofung und Tanz. Es wird gebeten, zur Verlofung eine Kleinigkeit Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun. [ 767 mitzubringen. Die Mitglieder sind mit ihren Angehörigen hiermit freund[ 261/12) lidhst eingeladen Der Vorstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 28. Dezember. Opernhaus. La Traviata.( Bio: Urania. Yerein zur Wahrung der Interessen der Maurer Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstr. 57/62. letta.) Aschenbrödel. ufang Tagl. Sternwarte. 72 11hr. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Die Braut von Messina, oder: Die feindlichen Brüder. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Die rote Robe. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Frau Holle. Leffing. Die Wohlthäter. Anfang 71% Whr. Residenz. Sein Doppelgänger. Borher: English spoken. An fang 72 Ubr. Neues. Coralie u. Co. Anfang 7 Ubr. Westen. Martha. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Dornröschen. Secessionsbühne. Detlev Lilien: crons Buntes Brettl. Anfang 8 116r. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung vor Serenissimus. Auf. 81/2 Uhr. Trianon. Die Dame vom Monde. Hirten und Schornsteinfeger. Kleine Spiele. Anfang 72 Uhr. Central. Das süße Mädel. Anfang 7 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Schneewittchen bei den fieben Zwergen. Lebendes Schachspiel Die Puppe. Die freche Ratte. Thalia. Die Badepuppe. Anfang 72 Uhr. Luifen. Schröder u. Co. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Anfang 71/2 Uhr. Nachin. 4 Uhr: Mar und Moris. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der rote Kofat. Anfang 7% Uhr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Er. Anfang 72 Uhr. Casino Theater. Weihnachten. Mädchenjäger. Specialitäten. An fang 8 Uhr. Orpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Metropol. Der Raub der Sa 3 binerinnen. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. König Aqua. Anfang 72 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten- Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Großstadtzauber. Auf. 8 Uhr. Hrania. Taubenstr. 48/19.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Pfingsttage an der Reviera. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören von Friedrich Schiller. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Sonntagabend 8 Uhr: Hans Huckebein. Montagabend 8 Uhr: Die Braut von Messina oder: Die feindlichen Brüder. Central- Theater. Sente Anfang 4 Uhr, halbe Preise, jeder Erwachsene ein Kind frei. Schneewittchen bei den 7Zwergen. Weihnachtsmärchen in 5 Aft.( 9 Bildern) Abends 72 Uhr: Das süsse Mädel. Operette in 3 Att. v. Heinrich Reinhardt. Metropol- Theater. Heute, den 28. Dezember: Emil Thomas a. G. Henry Bender. Josef Josephi. Frid- Frid. Lucie Engelke. Else de Veré. Mit, vollständig neuer, prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Burlesque Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 1 Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund, Musik von Victor Holländer und Leo Fall. Vorspiel: Ein Skandal im MetropolTheater. 1. Bild: Heringsdorfer Strandgeschichten. 2. Bild: Eine mysteriöse Nacht. 3. Bild: Vor dem Schöffengericht. 4. Bild: Auf dem Ball der ArtistenLoge. Im 4. Bilde: Frauchen's Weihnachtstisch. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Grosse Weihnachts- Ausstellung Eine Reise ins Schlaraffenland Marionetten- Theater für die Kinderwelt. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Heute und folgende Tage. Anf. 71/2 Uhr Die Badepuppe. Große Ausstattungspoffe mit Gesang Baula Worm a. G., Guido Thielscher, und Tanz in 3 Atten. Helmerding, Junkermann, Paulmüller, Wannovins, Junker- Schatz. Sonntagnachmittag 3 Uhr Kleine Preise: Liane, die zweite Frau. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 29. Dezember, vormittags 10 Uhr, in den Borussia- Sälen, Ackerstr. 6/7: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Schaff' hier das Leben gut und schön." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erforderlich. [ 130/14] E. von Wolzogens Cirkus A. Schumann. Buntes Theater( Ueberbrett!) Köpnickerstr. 68. Gastspiel Loie Fuller. Vorstellung des Bunten Theaters. Heiteres Programm. Anf 8 Uhr. Morgen, Sonntag, nachm. 3 Uhr: Vorstellung zu ungefähr um d. Hälfte ermäßigten Preisen und Abend: Vorstellung Gastsp. Loie Fuller. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Neu! Das Volksstück: ,, Weihnachten". Heute, 28. Dezbr., abends präc. 712 Uhr: XIII. Grande Soiree High- Life. Gala- Programm. Neue Debuts und Auftreten sämtl neu engagierten Specialitäten. U. a.: Neu! Sensationell! Neu! Bunt erstenmal in Deutschland! Orig.- Bycicle- Renn- Truppe vom Alhambra Theater in London. Direktor Albert Schumanns neueste Originaldreffuren. Mr. Thompsons vollständig neue Neu! Die Gesangspoffe: Mädchen Elefanten- Nummer jäger". Sens. Spec.- Progr. Corradini. Anf. Woch. 8 Uhr. Sonnt. 7% Uhr. Bum erftenmal auf dem Kontinent: Sonntagnachmittag 4 Uhr:„ Ber: The Louisiana Amazon- Guard lorene Ehre". " Apollo- Theater. Carl Weiss- Theater. Phänomenaler Große Frankfurterstr. 132. Heute, nachmittags 4 Uhr: Kinder: vorstellung, fleine Breise: Max und Moritz. Kindermärchen m. Gesang v. R. Helsing. Abends 8 Uhr: Das Jungfernstift. Operette in 4 Aften. Trianon- Theater. Georgenstrasse( n. Bahnhof Friedrichstrasse), Ecke Universitätsstrasse. Künstlerische Leitung: Otto Julius Bierbaum. Eröffnungs: Vorstellung: Heute, Sonnabend, den 28. Dezember, 1/28 Uhr, sonst Anfang stets 8 Uhr. " Die fleine Muse", Begrüßung ( gesprochen von Frl. Cerigioli vom Königlichen Schauspielhause).. „ Die Dame vom Monde", dramat. Phantasie nach Ernest Dawson. Kleine Spiele"(" Die Hirten", „ Der Postillon",„ Der Schulmeister", " Tanzliedchen"," Er hört mit ihr den Gudgud schreye"," Blinde Kuh"). " Die Hirtin und der Schornsteinfeger" oder„ Das ist der Lauf der Welt", Singspielchen in drei Aufzügen von Otto Julius Bierbaum und Dr. Franz Blei, mit Musik von Karl Lafite. Belle- Alliance- Theater. Die Dame aus Trouville. Schwant mit Gesang und Tanz in 3 Atten. Musik von Gustav Wanda. Hierauf:.. Er. Pariser Lebens: bild in 1 Aufzug. Anfang 72 Uhr: genannt: Das schwarze Ueberbrettl. Zum Schluß zum 78. Mal: Quer durch Paris. Erfolg.adin. 85% Uhr und abends 7½ lim König Aqua. Ferner: Die glänzenden DezemberSpecialitäten. Anfang 8 Uhr. Passage- Theater. Grosses Festprogramm. Michel Mayer Weltmeisterschafts- Athlet. Herr Mayer setzt einen Preis von 1000 Mark aus für denjenigen, der seine Hanteln nachhebt. Der einbeinige Gifford Amerikaner mit einer ganz neuen Produktion auf dem Zweirade. 17 erstklassige Nummern. Cirkus Busch Heute, den 28. Dezember, abends 72 Uhr: ,, Klondike". Original Bantomime des Cirkus Busch. Bor: zügliches Programu. Sonntag 2 große Borstellungen, In beid. Vorstellungen: Mr. Thompsons Elefanten. Original- Bycicle- RennTruppe. The Louisiana AmazonGuard. Nachmittags ein Kind frei. Orpheus- Theater. Friedrichstr. 236. Heute( Sonnabend) keine Vorstellung. Morgen( Sonntag), abends 7 Uhr: 28 internat. Specialitäten I. Ranges, it. a.: Veldemanns Hunde- u. Affen- Cirkus. W. Noacks Theater. Brimmenftraße 16. Der Der Vorstand. Unterstützungsverein der Kupferschmiede Deutschlands, Filiale Berlin. Am 28 Dezember cr. verstarb unier langjähriges treues Mit: glied Friedrich Püschel an den Folgen eines Unfalles. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. Dezember, nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Krankenhauses Moabit, Birken Straße, aus, nach dem Kirchhof der Heilandsgemeinde in Blößen: fee statt. Um recht rege Beteiligung er fucht Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Osten.) Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 26. d. Mts., starb unser langjähriges Mitglied, der Tischler Max Müller. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Markus: Andreas Kirchhofs( Hohen Schönhausen- Wilhelmsberg) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 266/20 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Am 24. Dezember starb an der Proletarierkrankheit unser Parteigenosse, der Redacteur des Gewert schaftsblattes„ Der Steinarbeiter" Othmar Schmidt im Alter von 422 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 28. De zember, nachmittags Uhr, vom Trauerhause, Herzbergstr. 29, aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung er: Der Vorstand. Central- Kranken- u. Sterbefucht tasse der Tapezierer ( E. H. 36 Hamburg, Berlin III.). Nachruf. Am 20. Dezember fand unser Mitglied, der Tapezierer Waldemar Knöfel bei dem furchtbaren Eisenbahnunglück bei Altenbeken seinen Tod. Ehre seinem Andenken! Die Beisetzung hat am 27. De: zember in Berlin stattgefunden. Die Ortsverwaltung. Allen Sangesbrüdern, Freun den und Bekannten hiermit zur Nachricht, daß unser treuer Saugesbruder 27820 Fritz Püschel ant 22. Dezember 1901 burch einen plöglichen Unfall aus unsrer Mitte gerissen worden ift. Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. d. M., nachmittags 22 Uhr, vom KrankenLeiermann u. sein Pflegekind.bause Moabit( Birtenſtraße) Volts- Schauspiel in 3 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Heute: Tanzkränzchen. Sonntag: Der tolle Wenzel. Saal [ 31199* nebst großen Nebenräumen, circa 500 Personen fassend, zu Versamm: lungen und Festlichkeiten zu vergeben. Verschiedene Sonnabende noch frei! 0. Spiegelberg, früher Orschel, Sebastianstrasse 39. Schall und Rauch, Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Unter den Linden 44, Sonnabend: Nachm. 4 Uhr: Keine Vorstellung. Abends 82 Uhr: Vorstellung vor Serenissimus. Hochzeitsabend. Familienidyll. Hanni weint Hansi lacht. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Neu! Die Zillerthaler. Neu! Die Polkaschützen. Am Sylvesterabend große Sylvester: Ult- Vorstellung und Sylvester- Ball. Begrüßung des neuen Jahres. Punsch und Pfannetuchen, Polonaise usiv. Palast- Theater ( früher Feen- Valaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler ut. Fröbel. Heute, den 28. Dezember: Wiederholung der WeihnachtsFest- Vorstellungen. Um 9 Uhr! Bum 49. Mal: Die erfolgreiche glanzvolle Ausstattungs- Gesangs- Burleske Großstadtzauber. Hugo Luftig- Dirett. R. Winkler. Dazu das große neue Riesen Programm. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Bf. Morgen, Sonntag, Jubiläums Vorstellung. Zum 50. Mal: Grossstadtzauber. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Vornehmst. Vergnügungslokal! Täglich: Internationale Konzerte. Specialität.- Doppel- Vorstellung von nur erstklassigen Kräften. Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Vorzügliche Küche. Gut gepflegte Biere. Telephon Amt IV 447 Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung. Die richtige, wirkliche, grosse Weihnachts- Messe u. Ausstellung Luisenhof, Dresdenerstr. 34/35 ist eröffnet!! Ju prachtvollen, weihnachtlich dekorierten Ausstellungs- Palast kauft jedermann billigst und amüsiert sich köstlich! Hört! Seht! 6 intern. Kapellen, 3 Karouffels, Erste Panoramen, Panoptifum, Vorführung fremder Bölfer, dressierte Feldhafen und Katzen, Variétés mit ersten Kräften, Automaten- Ausstellung, Illusionen, China, Boerentneipe unter Leitung von Ohm Krüger, Musolinos, Räuber höhle, Schießstände, Kaspartheater, Olympia- Billards und vieles andre! ! Verkaufs- Centrale für Weihnachtsartikel! Geöffnet vormittag 10 bis abend 11 Uhr, auch Sonn- u. Feiertag! Entree 10 Pr. Bis 3 Uhr nachmittag Entree frei! Direktion: 0. Cranz. nach dem Heilandskirchhof ( Blögensee) statt. Gesangverein Liederlust II. ( Moabit, M. d. A.-S.-B.). Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unsre liebe Tochter 27836 und Schwester. Margarete Unterlauff am 24. Dezbr. nach kurzen schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11 29. Desember, mittags 12 Uhr, auf dem Kreuz- Kirchhof in Marien: dorf statt. Umi stilles Beileid bitten Todes- Anzeige. Achtung, Steinarbeiter! Am 24. d. M., mittags 1 Uhr, starb unser Kollege, der Re dacteur unsres Fachblattes Othmar Schmidt nach neunjährigem Leiden an der Berufskrankheit in einem Alter von 42 Jahren 5 Monaten. Er gehörte seit 1878 der Or ganisation an und war die letzten drei Jahre Redacteur des Fach blattes. An ihm verlieren wir einen bewährten, unerschrockenen Kämpfer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 28. Dezember, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer: hause, Rixdorf, Herzbergstr. 29, aus statt. 192/12 Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands. Centralverband d. Maurer Zahlstelle Charlottenburg. Uniren Kollegen die traurige Mit: teilung, daß unsrer am 20. November dieses Jahres verunglückter Kollege Andreas Krause am 19. d. Mts. an den Folgen dieses Unfalls verstorben ist. 154/12 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. d. Mts., nachmittags 312 Uhr, von der Leichenhalle des LuisenKirchhofs aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Central- Verband Die trauernden Hinterbliebenen. d. Maurer Deutschlands Bive. Unterlauff nebst Töchtern. Deutscher Buchbinder- Verband. Den Mitgliedern hiermit zur Nach: Zahlstelle Berlin. richt, daß unsre Kollegin, die Buchbinderei Arbeiterin 27/1 Margarete Unterlauff am 26. d. Mt3. verstorben ist. Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, nachmittags 2 Uhr, Krankenhause Urban aus nach dem Kreuz- Kirchhof in Mariendorf statt. Dom Um recht rege Beteiligung der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Steinarbeiter. Am Dienstag starb unser Kollege, der Redacteur des Steinarbeiter" Othmar Schmidt. Zahlstelle Berlin I( Puker). Den Mitgliedern sowie den Mitgliedern des Gesangvereins der Buzer zur Kenntnis, daß unser Mitglied Friedr. Stephan am 25. Dezember verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. Dezbr., vorm. 9 Uhr vom Trauerhause Hübnerstr. 12 nach dem Central Friedhof in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung ersucht 135/7 Die örtliche Verwaltung. Am 25. d. M. verschied mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwager, der Drechsler Otto Neumann im Alter von 42 Jahren an der 27776 Lungenschwindsucht. Die Beerdigung findet heute, den 28., nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Die Beerdigung findet am Sonnabendnachmittag 3 Uhr vom Trauer: Am Donnerstag, den 26. d. M., hause in Riydorf, I Herzbergstr. 28 abends 7 Uhr, entschlief sanft nach aus statt. Die Beteiligung aller langent, schwerem Leiden im Alter Kollegen erwartet 174/10 von 33 Jahren mein lieber Mann Der Vertrauensmann. Friedrich Kirchner. Begründung des Geschäfts 1878. M. Schulmeister en gros Schneidermeister en detail Dresdenerstr. 4, Hauptftrae 143, am Kottbuser Herbst- u. Winter- Paletots Schöneberg. in Estimo, Cheviot und Krimmer von 16,50-42207. Herren- und Knaben- Hohenzollern- Mäntel. 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Dies zeigen tiefbetrübt an 27736 Die tranernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am 29. b. M., vormittags 9 Uhr, vom Trauerhause Hübnerstr. 10 nach dem Centrala Friedhof Friedrichsfelde, statt. In jedem besseren Delikatessen- Geschäft 918 weihnachtstraum zu haben: eines Spree- Atheners BACHUTESC C.COMTESC J.COMTE J.COMTES COGHAC COUKAC COGNAC COGNAC PERLE CHARENTE SHIENE CLOU Comte Cognac C. J. Comte& Co.- Cognac. Maison fondée en 1850. Jede Uhre zu reparieren und reinigen kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 h. 50 f., außer Bruch, teine Reparaturen billiger.su Großes Lager in Uhren, Goldwaren und Ketten, silberne Cylinder, Remontoirs: 10 Steine, von 12-30 Mt., goldene Damen- Remontoirs bon 20-100 mt., lange Damen- Uhrketten( Fächerketten) von 3-100 Mt. Goldene Ketten nach Gewicht. Dukaten- Trauringe, 900 gestempelt, 12 Dufaten 15,50 Mt., 2 Dutaten 20,50 Mt. Sämtliche Waren unter fchriftlicher Garantie. 28872* T. Stolz, Ghausseestr. 78. 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