Nr. 5. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Bettungs Preisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Roloneto geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Krisenjahr 1901. II. " Dienstag, den 7. Januar 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. erreichen. Und das gleiche Bestreben spricht erneut aus dem leitenden Centrumsblatt. Die„ Germania" sagt: Es wird also jetzt in der Zolltarif- Kommission, die in den nächsten Tagen ihre Arbeiten beginnt, an der Regierung sein, mit aller Bestimmtheit zu erklären, wie weit sie in betreff una bänderlicher Minimaltarife für Getreidezölle gehen will und gehen kann. Damit erst ist den Mitgliedern der Bolltarif- Kommission die Grundlage für ihre weiteren Ver handlungen und Abstimmungen gegeben, und dann erst wird auch für die öffentliche Diskussion in der Presse wieder eine sichere Grundlage und ein fester Ausgangspunkt gegeben sein." zölle steht die Regierung, sie wird auch zu den mannigfachen sonstigen Aber nicht nur vor der Entscheidung über die Höhe der Minimalzölle steht die Regierung, sie wird auch zu den mannigfachen sonstigen agrarischen Forderungen: Minimalzoll für Vich, Obstzoll zc., Stellung nehmen müssen. Jedenfalls ist also bereits durch die agrarischen Forderungen dafür gesorgt, daß die Zolltarif- Kommission für geraume Zeit nicht über die Positionen der landwirtschaftlichen Zölle hinausgelangen kann. Bis zum Mai finden wir eine Zunahme der Einfuhr, da viele der im voraufgegangenen Jahre abgeschlossenen Lieferungen erst jetzt vom Auslande eingehen, während infolge der Absatzstockung der Lieferte aber schon der Krach der Pommerschen Hypothekenbank Export gegenüber den Ziffern des Borjahres zurüdgeht. Im Mai einen recht interessanten Kommentar zur deutschen Bantpraxis, so erst bereitet sich eine Wendung vor: der deutsche Markt ist überfüllt, es be recht der im Juni erfolgende Zusammenbruch der Dresdener ginnt ein frampfhaftes Abstoßen der deutschen Produkte, vornehmlich Kreditanstalt und der Leipziger Bant. Wer in den der Eisen- und Stahlindustrie nach dem Auslande. Der Export steigt in den legten Jahren die Wirtschaftsberichte der kapitalistischen Bresse ver- Monaten Juni bis September. Dagegen geht die Einfuhr von folgte, stieß nicht selten auf das in allen Tonarten verkündete Rob Kohlen und Rohmaterialien zurück, da die Fabriken ihre Produktion der deutschen Großbanken, die mit kühnem Unternehmungsgeist sich mehr und mehr einzuschränken suchen, ebenso der Import von über die reservierte Haltung der französischen und englischen Banken Nahrungsmitteln( mit Ausnahme von Getreide, das in stärkerem hinwegzusetzen verstanden hätten und ihre Stapitalien in den Dienst Maße eingeführt wird, da, wie schon erwähnt, ein bedeutender der deutschen Industrie stellten. Und zugegeben muß werden, daß Ausfall der deutschen Ernte drohte): ein Zeichen der abnehmenden ohne die starke Beteiligung der großen Kreditbanken an den deutschen Konsumtion der unteren Volksschichten. Infolge dessen finden wir industriellen Unternehmungen manche Industriezweige nicht den Auf- von Mai bis November ein stetiges Zurückgehen der Einfuhrziffern. schwung in den neunziger Jahren erlebt hätten, den sie thatsächlich Im Oktober bereitet sich alsdann abermals eine Verschiebung vor; genommen haben allerdings auch nicht die jetzige Misere. das Ausland, speciell der englische Markt, zeigt sich gesättigt Denn das Gründungsgeschäft ist alsbald zur Hauptsache geworden. von den deutschen Produkten; nun tritt auch( im November) Mit wahrer Virtuosität wußte man neue industrielle Bedürfnisse" die Ausfuhrmenge hinter die des Vorjahres zurück. zu entdecken, und bot sich gerade nichts andres, ging es an die Betrachtet man das Gesamtergebnis der elf Monate, so ergiebt Fusionierung schon bestehender Betriebe oder an die Umwandlung sich, daß die Einfuhr von Erzen, Erden, Oelen, Fetten, Droguen und von Privatunternehmungen in Aktiengesellschaften, wobei sich die Getreide( speciell Weizen) gegen das Vorjahr zugenommen hat, das Bucherverniehrung bereit finden lassen, so wird sie sich nicht täuschen, Sollte aber die Regierung sich thatsächlich zu einer noch weiteren Banken durchweg einen maßgebenden Einfluß auf die Unter- gegen der Import von Kohle, Eisen, Eisenwaren, Holz, Thonwaren, nehmungen sicherten. Wollte dann das Unternehmen nicht recht Stupfer, Blei, Maschinen, Instrumenten, tierischen Produkten 2c. eine daß damit zugleich die Empörung im Bolte und die vorwärts, wurde es mit andern verbunden, in eine Teilgesellschaft beträchtliche Abnahme erlitten hat. Was die Ausfuhr anbetrifft, so 3011oppofition im Reichstage noch weiter vermehrt und dieser umgewandelt oder zur Begründung von sogenannten Tochter ist vornehmlich der Versand von Eisen und Eisenwaren, ferner von in ihrer Angriffskraft gestärkt wird. gesellschaften veranlaßt. So hatte z. B. die Leipziger Bank, deren Droguen, Farbwaren, Häuten und Fellen gestiegen, während der Attienkapital 48 Millionen betrug, als der Krach erfolgte, Export von Baumwoll- und Leinemvaren, Papier und Papierwaren, nicht weniger denu 88 Millionen Effekten der Aktiengesell- Stein- und Thonwaren sowie Steinkohlen hinter den Ziffern des schaft für Trebertrodnung in Kassel in ihrem Besitz, Vorjahres beträchtlich zurückbleibt. und diese wieder hatte seit 1895 nicht nur eine lange Neihe Filial- Dieser Rückgang des Außenhandels, von dem nicht nur Deutsch gesellschaften in allen möglichen Gegenden, in Galizien, Finnland, land, sondern auch England betroffen worden ist, veranlaßte zugleich Bosnien, Ungarn, Italien usw. gegründet, sondern sich auch an eine Verringerung des Seetransports, die in September/ Oktober zu allerlei Unternehmungen beteiligt, die ganz außerhalb ihrer eignen einem schnellen herabfinten der Frachtraten Branche lagen. Die Folge dieser Gründungsmanie war nun, als führte, zumal in der Schiffsbau- Industrie fast noch eine größere die gegründeten Gesellschaften sich als unrentabel erwiesen und unter Ueberproduktion vorhanden ist, als in der Eisenindustrie. Im Jahre dem Einfluß der Krise die Kurse ihrer Aktien stetig fielen, daß die 1900 wurde diese Thatsache dadurch verdeckt, daß im Herbst, als der Banken, die in solchen Unternehmungen ihre Mittel festgelegt hatten, Frachtverkehr sich verringerte, die Truppen und Proviantfich zum Bankrott gedrängt fahen. Hätten nicht eine transporte nach China dem gewöhnlichen Frachtdienst eine Reihe Banken im eignen Interesse eine sogenannte Reihe großer Dampfer entzogen. Die englischen Werften " Hilfsaktion eingeleitet und vor allem die Reichsbank haben nach Lloyds Register im Jahre 1900 1 442 471 durch Hergabe bedeutender Mittel fich als Bremse erwiesen, und in den ersten zehn Monaten des letzten Jahres wiederum an dem Absturz der Leipziger Bant wäre sicherlich der verschiedener 1 364 000 Tonnen Schiffsräume fertiggestellt( Kriegsschiffe nicht einandrer Kreditbanken gefolgt, denn nur dem Grade, nicht den Wesen gerechnet). Zugleich wurden auf deutschen Werften gebaut( mit Einnach hat sich ihre Pragis von jener der beiden sächsischen Kredit- schluß der Kriegsschiffe) nach dem Germanischen Lloyd 1900: 763 284, institute während der Prosperitätsjahre unterschieden. 1901: 840 408 Brutto- Register- Tons, wovon auf Handelsdampfer 584 493 bezw. 623 934 Brutto- Tous entfallen. " Hanseatischer Bürgerstolz. Der Hamburger Korrespondent" tammt in seinem gestrigen Politischen Wochenbericht" nochmals auf die Vorgänge in der am 31. Dezemer stattgefundenen Versammlung eines Ehrbaren Kauf-, manns" zurück, in der verschiedene Geschäfsinhaber sich gegen die Haltung der Handelskammer in den Zollfragen wandten und sich für den von der Regierung vorgelegten Zolltarif- Entwurf aussprachen. Nach einem Hinweis auf die Differenzen zwischen dem Bund der Landwirte und dem Centrum schreibt das Blatt: Unter diefen Umständen, die sämtlich erkemien lassen, daß die agrarische Pofition immer noch recht viel an Sicherheit zu wünschen übrig läßt, ist es besonders bedauerlich, daß die wie üblich am Silvesternachmittag abgehaltene Versamming Eines Ehrbaren Kaufmans in Hamburg einigen an sich bedeutungslosen Schutzöllnern Gelegenheit gegeben hat, eine Lanze für den Bolltarif zu brechen, ohne daß dieses Begimen sofort mit der nötigen Energie zurückgewiesen worden wäre. Das Ergebnis ist eine direkte Fälschung der thatsächlich in Hamburg herrschenden Stimmung, die wahrscheinlich auch im Reichstag noch verwendet werden wird, obwohl nicht nur der Handelskammer Bericht und die Jahresberichte der übrigen Handels- und Schiffahrts- Organi sationen Hamburgs und seiner Nachbarstädte, sondern auch die be tannte Massenpetition teinen ernstlichen Zweifel darüber bestehen lassen, wie Hamburg wirklich gesinnt ist." Eine ernste Verschärfung der Krise stand in Aussicht, als im Mai und Juni sich eine zunehmende Verschlechterung Der schwerste Druck der durch die kapitalistische Ueberproduktion des Standes der deutschen Wintersaaten heraus- herbeigeführten Krise trifft natürlich, wie immer, die Arbeiter; überall stellte und gleichzeitig aus Destreich- Ungarn, besonders aber aus den aus allen Winkeln und Ecken des Reiches werden Betriebs= russischen Gouvernements Orenburg, Charkow, Poltawa, Kaluga, einschränkungen, Arbeiterentlassungen, Kurst, Orel, Zambow, Woronesch, Mitteilungen herüber- reduktionen gemeldet. Leider fehlt es an einer zureichenden Ueber- Es ist begreiflich, daß dem Hamb. Korrefp.", nachdem er von drangen, daß eine mehr oder weniger unter dem Durchschnitt zurück- ficht über die Gesamtwirkung der Krise auf den Arbeitsmarkt, nur seiner früheren Bülowverherrlichungsmanie zurückgekommen ist und, bleibende Ernte zu erwarten sei. Beinahe die Hälfte der mit Winter- für einige wenige Städte und für bestimmte enge Berufsgruppen wie anerkannt werden soll, mit einer gewissen Energie den Kampf weizen und Roggen bestellten Fläche mußte in Preußen umgeadert liegen einigermaßen zuverlässige Zählungen vor. Nach einer von gegen die Hochschutzöllnerei führt, nachdem ferner auch die Hamwerden und von dem preußischen Landesökonomie- Kollegium wurde Dr. J. Jastrow vor einigen Tagen in der Arbeitsmarkt- Storrefpondenz" burger Handelskammer offen gegen die agrarischen Zollpläne auf: der zu befürchtende Ausfall an Winterweizen auf 1,05 Millionen veröffentlichten Berechnung, die sich auf die Zahlen der Beschäftigten getreten ist, die Vorgänge jener Versammlung höchst unangenehm Tonnen, an Winterroggen auf 713 000 Tonnen abgeschätzt. 8um nach den Mitgliederlisten der Krankenkassen stüßt, gab es Anfang find; bieten sie doch der konservativen Bresse die Handhabe, Glück erwiesen sich diese Schäßungen als übertrieben; Sommer- Dezember in Deutschland etwa eine halbe Million Arbeits- die von der Hamburger Handelskammer in ihrem Gutweizen und Sommerroggen ergaben bedeutende Mehrerträge und ebenso Loser. Das ist die Zahl der Arbeiter, die seit längerer Zeti achten eingenommene Stelling als eine nur von einem stellte sich die Hafer- und Gerste- Gente als weit bedeutender heraus, völlig arbeitslos sind; daneben ist in einer Masse von Betrieben bestimmten Teil der Kaufmanschaft vertretene hinzustellen. Aber wie man berechnet hatte. Budem lieferten Destreich- Ungarn, Frankreich durch Einlegung von Feierschichten die Arbeitszeit auf Dreiviertel oder wenn nun schon mal gerügt und bedauert werden soll, wäre es und selbst das russische Schwarzerde- Gebiet schließlich größere Erträge, die Hälfte herabgesetzt worden, und überdies haben die Unternehmer dann nicht beffer, wenn das Blatt seine Niige an eine andere als veranschlagt worden waren, während die Vereinigten vielfach Lohnkürzungen von 15, 20 und 25 Broz. vorgenommen. Es ist Adresse richtete: an den Senat oder wenigstens dessen BundesratsStaaten eine alle früheren Jahre weit über eine Unsumme von Weh und Leiden, von Bitterkeit und stiller bevollmächtigten, von deren Vertretung der Hamburgischen treffende Weizenernte hatten. Die Folge war, daß im Resignation, die aus diesen Zahlen spricht. Interessen" während der Zolldebatten im Reichstage nichts zu spüren September Oktober die Getreidepreise durchweg niedriger standen, wie war, die selbst dann sich nicht herauswagten, als sie indirekt und im Vorjahre, und wenn in letzter Beit die Preise für Brotgetreide, da die direkt dazu provoziert wurden. Daß ein unter Darlegung der amerikanische Maisernte ungünstig ausgefallen ist und hierdurch der deutschen Handelsinteressen von den Bundesratsmitgliedern der amerikanische Weizenüberschuß vermindert wird, etwas angezogen Hansastädte erhobener Protest gegen die Zolltarifvorlage eine ganz haben, ist doch eine Brotverteuerung kaum zu befürchten, zumal die andre Wirkung gehabt hätte, als Leitartikel und Handelskammerargentinische Weizenernte ebenfalls reichere Erträge abzuwerfen vergutachten, dürfte auch der Hamburger Korrespondent" wiffen." spricht, als von den amerikanischen Handelsblättern zum Teil im Die kaufmännischen Kreise Hamburgs und der„ Hamburger Dienst der Hauffepartei angekündigt worden ist. Korrespondent" selbst lieben es, bei jeder Gelegenheit darüber zu lamentieren, daß Hamburgs Handel und Schiffahrt inr Reichstage nicht würdig", d. h. nicht durch millionenschwere Needer und Exporteure vertreten seien. Und doch haben bisher die socialde motratischen Abgeordneten Hamburgs stets das Lebensinteresse seiner Bevölkerung energisch verfochten, während feine offizielle Vertretung, wie ihr Verhalten während der Zolldebatten aufs neue beweist, selbst bei den allerwichtigsten Fragen vollständig versagt, sobald eine energische Wahrnehmung der hamburgischen Handelsinteressen von gewisser Seite übel vermerkt werden tönnte. Nur wenn es sich um das Profit- oder Dividendeninteresse der großen Seedereien handelt, wie beim Seemannsschutz, ergreift der hamburgische Bevollmächtigte das Wort zu langatmigen Ertlärungen vorausgesetzt, daß er sich in der Auffassung mit den So schließt das Jahr 1901 für manchen mit einem Fluch, und doch ist noch kein Ende der herrschenden Krise abzusehen; vielmehr deutet alles darauf hin, daß der tiefste Stand noch feines: vegs überschritten ist, daß die Krise weitere Länder, die heute sich noch eines guten Geschäftsganges erfreuen, ergreifen wird. Dennoch hat die Stegierung, getrieben von den Großgrundbesißern und Großindustriellen, dem Reichstag einen Zolltarifentwurf vorgelegt, der nicht mur die Lebensmittel des Volts, vornehmlich Brot und Fleisch, mit enormen Bollerhöhungen bedenkt, der nicht nur der Syndikatswirtschaft, die sich in dem vergangenen Jahr als so verderblich für die Anpassung an die veränderte Marktlage erwiesen hat, einen unp. 1 Sa. gleich größeren Spielraum gewährt, sondern dessen Bestimmungen auch zugleich das Zustandekommen neuer Handelsverträge in Frage stellen und dadurch dazu beitragen, die Aussichten auf eine Wiederbelebung des Geschäftsganges noch mehr herabzudrücken. Nach den Berechnungen des Statistischen Amtes stellt sich auf Grund der Ernte- Abschätzungen der Gesamternte- Ertrag im Deutschen Reich wie folgt: Ha. Winterweizen Sommerweizen Winterspelz 1 269 702 311 718 314 644 5 635 827 Winterroggen 176 310 Sommerroggen Sommergerſte 1859 265 Hafer Kartoffeln Kleeheu Luzerneheu Wiesenheu 1901 To. p. 1 Ha. 1927 994 1,52 570 857 1,83 432 190 1,37 7 983 963 1,42 178 697 1,01 3 321 102 1,79 Ha. 1907 063 142 097 317 231 5 819 717 135 256 1 670 033 1900 To. 3 604 685 1,89 236 480 1,66 466 347 1,47 8 403 256 1,44 147 403 1,09 3 002 182 1,80 7 091 930 1,72 4411 412 3-318 832 7050 153 1,60 48 687 261 14,67 4 122 818 3 218 777 40 585 317 12,61 1 804 338 6 763 798 3,75 1808 498 6 781 284 3,75 222 796 1171 198 5,26 229 435 1 316 441 5,74 22 370 017 3,76 5912 122 23 116 276 3,90 5 944 493 Beachtenswert ist die Zunahme der Kartoffelernte, und Einfuhr in D.- Centnern Ausfuhr in D.- Centnern Presse, Politische Nebersicht. Berlin, den 6. Januar. Der Wuchertarif. erlaubt. Was ist Weihrauch? zwar nicht nur des Gesamtertrages, sondern auch des Ertrages pro Breise für Getreide findet allfeitige Ablehnung in der konservativen Der Gampsche Vorschlag gleitender Zölle und feststehender Preußischen Ministern eins weiß und v. Bülow ihm das Reden Heftar. Für einen großen Teil des deutschen Volkes ist leider die Breffe, die übereinstimmend erklärt, es sei verfehlt, jetzt grundlegende Kartoffel noch immer das weitaus wichtigste Nahrungsmittel. Deutlich zum Ausdruck kommt die zunehmende Verschärfung der Abänderungen zu beantragen, vielmehr handle es sich nur mehr Am Sonntag hat nun in der That das reinigende Essen Strise in der seit einigen Monaten rapide um sich greifenden darum, die Differenzpunkte unter den Tariffreunden zu beseitigen und für den Universitätsgewaltigen Dr. Althoff stattgefunden. Die Arbeitslosigkeit und der Verschiebung unsres durch geschlossene Einigkeit das Wucherziel zu erreichen. Festrede hielt, wie wir in Berichtigung unsrer Mitteilung des Außenhandels. Nach den monatlichen Ausweisen betrug die Und thatsächlich wird es zunächst in der Zolltarif- Kommission Unterhaltungs- Blattes der Sonntagsnummer mitteilen Gesamt- Ein- und Ausfuhr: zur Klärung und Entscheidung darüber kommen müssen, ob die wollen, nicht Herr Harnad, sondern der vielgewandte Herr Wucherparteien untereinander und dann mit der Regierung eine Althoff als Vorgesetzten, aber er fühlt sich dennoch ihm gegenüber so Schmoller, einer der Flotten- Professoren. Er betrachtet zwar Herrn Einigung finden werden über einen Minimalzoll für die Getreide- frei, daß er ihm unerhört! die Wahrheit zu sagen wagt. arten, der über die Säge der Regierungsvorlage Es waren nur eine fleine Anzahl von Professoren bei dem noch hinausgeht. Die Regierung hat in der ersten Lesung Ehrendiner zugegen, u. a. Herr Delbrück der unter der Herrschaft des Tarifentwurfes eine Erhöhung der Minimalzölle nicht als aus- Althoffs gemaßregelte, der freisinnige" Theologe Harnad, der geschlossen erklärt und es scheint, als ob die Konservativen, die den Agrarier Sering, der Mediziner Waldeyer, der Lessing- Mann Erich Bollfak der Vorlage als nicht hinreichend" erklären, sich ernst Schmidt. Monumfen fehlte, aber Herr Schmoller versicherte:„ Jeder licher Hoffnung auf weitere Hinaufschraubung der wucherischen Herrn Michaelis fast genau so denkt wie ich, daß er noch vor vierEingeweihte weiß, daß Herr Mommsen über Herrn Althoff und Wenigstens tönt jegt Kornzollfäße hingeben. selbst aus der zehn Tagen einen rührenden Toast auf Herrn Althoff im Hause des „ Deutschen Tageszeitung" kaum mehr freilich immer Herrn Kultusministers ausbrachte." mur taktisch berechnete Opposition gegen die Regierung, sondern die Hoffnung, eine auch den extremen Bündlern genehme Einigung zu Januar Februar. März. April. 38 618 692 25 708 373 24 938 643 26 077 368 27 128 540 1901 1900 30 473 054 . 26 781 908 32 812 873 22 750 142 1901 24 145 181 22 488 375 31 752 452 . • 39 399 894 40 647 701 43 505 805 42 343 325 September 39 535 391 Oktober November. 41 103 041 28 241 474 36 609 727 41 183 145 40 906 599 44 128 351 45 524 438 43 297 245 44 842 884 41 075 770 Mai Juni Juli August.. 36 420 420 28 142 181 29 223 888 27 857 557 29 800 810 29 098 550 1900 24 806 812 25 445 557 28 184 144 26 003 633 28 224 592 26 005 866 26 816 605 28 381 357 27 136 289 29 728 688 29 699 946 Die Schmoller- Rede enthält weder Gedanken noch etwa eine widerlegung der behaupteten Thatsachen. Deshalb hält sie auch das breiten. Wolfffche Telegraphen Bureau für würdig, den Wortlaut zu ver- größte Aufsehen erregt und wurde aufs eifrigste diskutiert. Gegen den Redacteur der Potsdamer Zeitung", Groll, ist In der Kaserne wieder angelangt, soll dann der Major nur eine Klage wegen formaler Beleidigung der beiden anhängig. Ein andres Verfahren ist Dagegen ist die Rede als Sittenbild etwa so interessant v. Tschammer Osten, damals noch Hauptmann und Chef Lieutenants Gerade deshalb ist man in Potsdam wie das bedeutsamste historische Phänomen der Sieges Allee, der der 6. Compagnie des Leib- Grenadier- Regiments, seine Leute, unter nicht eingeleitet. Kant als Nebenfigur des Geliebten der Minchen Enden- Rietz- denen sich auch viele Reservisten befanden, haben antreten lassen überzeugt, der Kaiser habe in jüngster Zeit Offizieren gegenüber Lichtenau. Sie zeigt, was wir von unsrer Profefforenwelt zu er und zu ihnen gesagt haben:" Was der Frechdachs gesagt, zur Duellfrage wenigstens Aeußerungen gethan, die eine gewisse warten haben was Socialdemokraten freilich ohnehin längst ist weiter nichts als Unsinn. Niemand hat sich Aehnlichkeit mit denjenigen haben, welche wiedergegeben wurden. wissen. Wenn es Herrn Althoff einfiele nach dem Vorbild Friedrich da rum zu kümmern!" Die Angelegenheit wäre jedoch Läge der Meldung nicht ein unbestreitbarer Thatbestand zu Grunde, Wilhelm I. zehn Gundlings zu Professoren zu berufen, Herr schließlich im Sande verlaufen, wenn nicht in der Nr. 15 der so würde nicht wiederholt ein höherer Beamter der politischen Schmoller würde doch eine Lobrede halten, und es würde ebenso Dresdner Rundschau" vom 13. April 1901 plötzlich ein Artikel er Polizei von Berlin nach Potsdam gefahren sein, um dortselbst Nachwenig an Leuten fehlen, die nachweisen würden, daß diese Gundlings schienen wäre, der sich aufs eingehendste mit dem schon volle zwei forschungen nach dem Gewährsmann der Potsdamer Zeitung" andie Blüte deutschen Geistes darstellten. Es ist nichts damit be Jahre zurückliegenden Fall beschäftigte. zustellen.wiesen, daß bei diesem Althoff- Essen nur wenige Professoren er schienen waren, Herr Schinoller hatte eben nur die führenden" Geister eingeladen. Hätte er alle Kollegen eingeladen, niemand würde abgesagt haben. Die Frankfurter Beitung" wird aber wohl diese Thatsache, daß mir eine geringe Anzahl Herren da waren, in ihrem demokratischen Optimismus" als Lichtblick schauen. Da die Wespen nicht an den schlechtesten Früchten zu nagen pflegen, so ist aus dem allgemeinen Jubel über Althoff zu schließen, daß die Süßigkeit dieser Frucht bedenklich ist; denn außer dem einen Michaelis nagt in deutschen Landen niemand an dieser Frucht. Man kandiert sie vielmehr mit dickem Zuckerfaft. Dennoch ist die Schmollersche Rede sehr wider Willen zu einer glänzenden Bestätigung der Kritik der Straßburger Gelehrten geworden. Nicht mir, daß Herr Schmoller keinen Vorwurf durch Thatsachen zu widerlegen suchte, er hat die Anklagen geradezu als berechtigt anerkannt. Aber er erklärte sie psychologisch: Dr. Kühn giebt folgendes Bild von dem Vorkommnis. Ats Zum Fall v. Feilitsch bringt die offiziöse Augsburger der fraglische Artikel in der„ Rundschau" erschien, sei er gerade nach Annaberg verreist gewesen. Er hatte sich über den auch zu seinen Ohren Abendzeitung" eine Mitteilung, welche diese Angelegenheit noch eigenartiger gestaltet. Es wird über den Eintritt des früheren gedrungenen kaum glaublichen Zwischenfall schon beruhigt, obgleich bayrischen Hauptmanns, der ob hunnischen Vergehens gegen er später die Beobachtung machte, daß man das Ereignis lebhaft in seine untergebenen in China bestraft worden war, in die preußische der Garnison besprach, viele Offiziere sich von ihm wurde. Des weiteren betout Angeklagter, daß er in jener Predigt nicht auf das Wort eines Reichstags- Abgeordneten, sondern auf eine Aeußerung des bekannten und jetzt verstorbenen Militärgeistlichen und Hofpredigers Dr. Frommel in Berlin Bezug genommen habe, der einmal in einer Konferenz der Militärgeistlichen gesagt habe: Eine Schule der Zucht hat man das Militär genannt oder e& vielleicht i st auch der eine Schule Un= zucht? Nach der Rückkehr von seiner Neise ist er dann( Angeklagter) sofort zu dem Militärpfarrer 3schucke gegangen und hat ihn um seinen Schutz gebeten, damit solches nicht wieder vorkomme. Bichuke habe ihm aber erklärt, daß er hier nichts thun könne, da das eine Sache sei, die die Behörden unangenehm berühren tönnte. Trozdem habe er durch 8ich.s Bermittelung Eingaben an das Kriegsministerium und die Kommandantur einreichen lassen, da er sich an seiner Ehre verlegt gefühlt habe. Von dem Kriegsministerium wurde ihm jedoch ein ablehnender Bescheid zu teil, ja das Schrifts stück enthielt für ihn fogar einen Verweis. Dadurch aber nicht entmutigt, wandte sich der Angeklagte an das LandesHerr Schmoller feierte den Ehrengast als einen Virtuosen tonsistorium und zugleich auch an seinen Vorgesezten, Konsistorialrat der Opportunität". Dasselbe hat auch Herr Michaelis Klemm, dem er seinen Verdacht auf den Hauptmann v. Tschammer behauptet, mur mit etwas andern Worten. Dieſe opportunistische auch mitteilte. Virtuofität ist ja gerade die Anklage, die erhoben wird diese Aus weiteren Ausführungen des Dr. Kühn ist ein Ausspruch zu virtuose Opportunität, die Stummsche Männer der Pragis ebenso bemerken, den Superintendent Hempel- Dippoldiswalde ihm gegen willig schluckt, wie den Professor von Centrums Guaden, die Straf- über gethan habe: Die Militärgeistlichen müßten sich über: profeffuren schöpferisch gebiert, socialdemokratische Privatdozenten haupt fürchten, etwas zu sagen, das den Offizierskreisen unvon der Universität entfernt, Flottenstreber befördert, und jeden angenehm sei. Fluchtversuch in die Freiheit disciplinarisch vereitelt. zurückzogen und er gewissermaßen boylottiert Armee folgendes erzählt: Jedenfalls aber tamte Herr v. Feiligsch die Stimmung, " Räsonnieren über Vorgesezte ist ein psychologisches Bedürfnis in den meisten Ständen. Der Beamte, der Offizier, der Professor muß sich so Luft machen; wer die Dinge von außen und von unten fieht, wer gar noch gehorchen muß, der muß auch schimpfen dürfen. Friedrich der Große verstand dies; er sagte: Räsonniert so viel Ihr wollt, aber gehorcht 1" In der That," die Insassen der Gelehrtenrepublik räfonnieren, aber sie gehorchen Gehorsam ist des Christen Schmuck, Mut zeigt auch der Mameluck! " -O meint Gewiß, Herr Michaelis hat recht, aber diese Vorwürfe Herr Schmoller bilden gerade die einzige Größe Althoffs. Indessen Herr Schmoller ist ein Mann von Charakter, er ist unabhängig, und er wird sich nie herbeilassen, einem Vorgesetzten zu schmeicheln. Darin trifft sich dieser antike Charakter mit Herrn Althoff; auch dieser verschmäht jede Huldigung. Für den heutigen Tag min hat sich unser Festgast", so erklärte der Redner, jede Lobpreisung, ja jede Nede von mir verbeten. Es genüge ja, wenn ich fage: vivat, floreat, crescat! Ich konnte darauf nicht eingehen, aber ich habe ihm versprochen, teinen Weihrauch teffel anzuzünden und zu schwingen, sondern ihm nur die Wahrheit zu sagen." warten. 0 Infolge deffen wagte es Herr Schmoller, seinem Vorgesetzten folgende Wahrheiten ins Gesicht zu werfen: Er fei in weiten Universitätskreisen unbeliebt, er sei nicht unfehlbar, er ist gelegentlich schlecht gelaunt, er läßt Leute stundenlang in seinem Vorzimmer Das ist die erste Reihe der Schmollerschen Wahrheiten. Reich haltiger ist die zweite Serie feiner Offenherzigkeiten. Der Untergebene erfühnt sich seinem Chef folgende Grobheiten zu unterbreiten. Herr Althoff verfügt über folgende Schwächen: 1. Energie und Klugheit; 2. Seltenfte Menschenfenntnis; Menſchenkenntnis; 3. Geniales immer frischempfängliches Tatt- und Feingefühl; 4. Niemals fleinlich; 5. Großer Stil; 6. Selbstlosigkeit und Bescheidenheit; 7. Größte Beweglichkeit des Geistes; 8. Zähe Energie; 9. Weitblick; 10. Scharfsinn; 11. Seltene Klugheit; 12. Weiches, empfängliches, stimmungsvolles Gemüt; 13. Sehr starkes Temperament; 14. Nie ruhende schöpferische organisatorische Phantasie; 15. Glüdlicher Humor; 16. Herzensgüte; 17. Klarer Realist; 18. Sehr energisches patriotisches Staatsgefühl; die in der bayrischen Armee gegen ihn herrschte; denn darüber besteht nicht der geringste Zweifel, daß ihm der Rücktritt, wenn er darum nachgesucht hätte, verweigert worden wäre. Daß Frhr. v. Feilitzsch mun in einem preußischen Truppenteil angestellt wurde, hat auch in bayrischen militärischen Kreisen, wie sich ja leicht denken läßt, einiges Aufseheu, ja Befremden erregt, denn man glaubte doch annehmen zu dürfen, daß, wenn ein Offizier in der Armee, der er bisher angehörte, nach der Rückkehr aus Ostasien tein Unterkommen mehr findet- in Berlin war sehr wohl bekannt, wie man in München über die Verfehlungen des Barons Feilitsch dachte er auch in einem andren deutschen Bundeskontingente nicht aufgenommen werden wird. Es hat deshalb wohl taum- viel bayrische Offiziere gegeben, die nach die nach den Vorkommnissen in Ostasien den Hauptmann v. Feilitsch anders als pensioniert in der Heimat wiederzusehen erwarteten. Daß das anders gekommen ist, ist lediglich Sache des preußischen Striegsministeriums, das aber hier aller Wahr= scheinlichkeit nach nur einem von höherer Stelle geäußerten Wunsche nachgekommen ist. Wie nun auch die Sache liegen mag: so viel dürfte sicher sein, daß der Fall Feiligsch" auch den deutschen Reichstag beschäftigen, und daß die Stellung des preußischen Kriegsministers in dieser Sache teine ganz leichte sein wird." 1 " Oeffnung der östreichischen Grenze für Schweine- Einfuhr Allg. Fleischer- Zeitung im Reichsamt des soll nach der Innern erwogen werden. Thatsächlich ist die Fleischnot eine so haben doch die Schweineschlachtungen an den 43 größten große deutschen Schlachthöfen um 20 Proz. abgenommen, daß selbst die agrarischte Regierung sich bei„ Erwägungen" nicht mehr aufhalten Oder will die Regierung des Grafen Posadowsky die sollte. hygienische" Absperrung erst dann für die dringlich nötige Vieheinfuhr aufheben, wenn die hohen Viehzölle des neuen Wuchertarifs Gesetz geworden sind? Dr. Kühn beschloß eine weitere Verfolgung der Angelegenheit. Er richtete am 14. Oktober v. J. an den inzwischen nach Zittau versezten Hauptmanu v. Tschammer ein Schreiben, hielt ihm darin die an gebliche Aeußerung zu seiner Compagnie vor und ersuchte um Auflärung. In dem Antwortschreiben lehnte v. Tich. entschieden ab, eine derartige oder ähnliche Aeußerung gethan zu haben und bezeichnete die gegen ihn ausgesprochene Verdächtigung als einen Vorwurf der Werleumdung ohne jede Begründung. Zugleich ersuchte er um Namihaftmachung der Gewährsmänner, da er die Angelegenheit auf dem Dienstwege erledigen wolle. In einem zweiten Schreiben erwiderte darauf Dr. Kühn, daß er den Vorwurf Ein neues Wreschen? Wie die Bolts- Beitung" nach dem der Verleumdung nicht auf seinem Gewährsmann figen lassen könne und gleichfalls das Dienstverfahren einschlagen werde. Den Namen" Dziennit Poznansti" mitteilt, beginnt am 21. Januar vor der Weiter Straffammer in Bromberg ein neuer Schulprozeß. Im Dorfe des Gewährsmannes zu nennen, lehne er nunmehr ab. erwähnte Angeklagter noch einen Vorfall, der sich früher einmal Ojozanowo bei Labischin hatten zwanzig Familienväter, mit beim Kadettencorps abgespielt hatte und ähnlich wie der vom dem Dorfschulzen albert Ormin an der Spize, gegen den Hauptlehrer Kühn Sonntag Jubilate 1897 war. Damals hatte sich v. Lich. ebenfalls eine Beschwerde eingereicht über eine Predigt eines Geistlichen fritisierend geäußert. Eine wegen der ihrer Meinung nach au Klagen Anlaß gebenden persönliche Kränkung des Majors habe ihm fern gelegen. Auf An Ausübung seines Büchtigungsrechts. Die Familienväter beriefen trag v. Tschammers ist dann gegen Kühn das Strafverfahren ein- sich darauf, daß sie schon im vorvorigen Jahre gegen den Lehrer Kühn eine Klage beim Kreisschulinspektor in Bartschin eingereicht geleitet worden. Juteressant gestaltete sich die Vernehmung des Beugen hätten, ohne jedoch eine Antwort zu erhalten. In ihrer legten Einv. Tichammer, der inzwischen zum Major befördert worden ist. gabe bitten sie die Regierung, eine Untersuchung einzuleiten und Dr. Kühn ist bei jener Predigt, so führte er aus, in Gifer ge- eine Besserung der Verhältnisse herbeizuführen. Darauf wurde eine raten. Nach seiner Ansicht war die Wahl des Stoffes in der Untersuchung eingeleitet und zwar gegen den DorfKanzelrede der Hebung der Disciplin im Heere nicht günstig. ichulzen Ormin wegen Verlegung der§§ 185, 186 und 196 des Mau habe sich gewundert, daß der Regimentskommandent Strafgesetzbuchs. Dem Schulzen wird vorgeworfen, daß er falsche Oberstlieutenant Schweinig nicht den Gottesdienst auf. Thatsachen gegen den Lehrer verbreite und ihn in der öffentlichen gehoben habe, was entschieden besser gewesen wäre. Die Meinung herabsetze. Ferner, daß er jene zwanzig Familienbäter Mannschaften feien aufgeregt gewesen, und die Offiziere zur Absendung jener Beschwerde überredet und dieje felbft verfaßt hätten beim Abmarsch einstimmig die Predigt verurteilt habe. Dies alles zu dem Zwede, um den Lehrer, weil er ein Deutscher und verlangt, daß sich der Oberstlieutenant Schweinig beschweren ist, aus Djozanowo zu verdrängen, um einen andren Lehrer, wahr müßte, was dieser ja auch gethan habe. Die Sache sei monatelang scheilich einen Polen, nach Ojozanowo zu bekommen. besprochen worden. Eine Kritik an der Predigt habe er aber züchtigten Kinder und ihre Eltern werden als Zeugen fungieren, ebenso der Kreis- Schulinspektor Kempf aus Bartschin und der nicht geübt. interessierte Lehrer Kühn aus Ojozanowo. Feldwebel Stern fann sich befinnen, daß Major v. Tich. nach der Predigt die Compagnie antreten ließ, und eine Ansprache gehalten habe. Ueber den Inhalt derfelben weiß er nichts anzugeben, da er nicht dabei gewesen. Die ges Man darf gespannt sein, ob die Anklage sich aufrecht erhalten läßt und welche Thatsachen über die Vorgänge in der Schule fie ans Tageslicht bringen wird. Bestimmter lautete die Aussprache des Sergeanten Vollmer. Auf die Fortschritte des ,, Vorwärts" weist in anerkennens 19. Unbedingte Wertschäzung der moralischen menschlichen Danach mußten die Reservisten und Unteroffiziere fich in einer Mannwerter Liebenswürdigkeit die ägliche Rundschau" hin, ins Eigenschaften; schaftsstube versammeln, worauf der Compagnie chef eine 20. Von allen Vorurteilen ganz freie Auffaffung der Wissenschaft. Ansprache gehalten habe, in der er unter anderm sagte: dem fie sich über den mehr als 80 000 M. betragenden Ueberschuß des letzten Jahres freut. So ist Herr Althoff, der ungeschmeichelte Althoff im Lichte „ Das war teine Perdigt, an der man sich erWenn das Blatt aber ferner hervorhebt, daß die Buchhandlung nach Abzug Schmollerscher Wahrheit, nicht etwa der Althoff in Weihrauchnebeln. bauen tann!" Auf weiteres will sich der Beuge nicht entsinnen Abzug eines Privatprofits für Es fällt uns im Augenblicke kein Name der Geschichte ein, der so fönnen, auch nicht auf die Aeußerung„ Frechdachs" oder" Junger die Genossen Unternehmer noch einen Ueberschuß von die reinste Auslese höchster menschlicher Tugenden verkörpert hätte, Dachs". 20 000 wt. erreicht habe, so setzt sie diesen Profit zu niedrig an, da der Profit der Genossen Unternehmer" lediglich in der ehrenwie Herr Althoff; nicht einmal unter den Haupt- und Nebenfiguren der Sieges- Allee ist ähnliches zu finden. Dieses von der strengen amtlichen Verwaltung und Kontrolle des Geschäfts besteht, ohne daß Wahrheit entworfene und mit Spahnscher Farbenpracht gepinfelte Charaktergemälde eines schlichten preußischen Ministerialdirektors steht zu ihren Gunsten auch nur ein Pfennig den Erträgnissen der Buchin der Weltgeschichte einsam und einzig da. handlung entzogen wird. Reservist Damm erklärt, Major v. Tichammer habe zu der Mannschaft gesagt, es thäte ihm leid, daß er die alten Kerle mit genommen hätte, da sie bald in die Oeffentlichkeit zurückkehrten. Er der Hauptmann) werde alle Hebel in Bewegung seßen, daß der Mann Dr. Kühn- feine exemplarische Bestrafung erhalte. Durch die Das Neueste vom Duell- Unfug.( Eig. Ber.) Noch ist die Uns aber drängt sich die schwere spannende Rätselfrage auf: Kritik des Hauptmanns feien die Mannschaften erst recht über die Insterburger Duellaffaire, bei der aus nichtigem Anlaß ein junger Wenn das Wahrheit ist, wie muß erst Schmollerscher Weih- Bedeutung der Predigt aufgeklärt worden. Auf Antrag des Vertreters der Anklage wird das die Nüge Offizier sein Leben lassen mußte, in frischem Gedächtnis und schon e auch qualmen? Herr Schmoller hat endlich seinem Chef noch zum Ruhme an- enthaltende Schriftstück des Kriegsministeriums ver- wieder hat sich ein Duell zugetragen, bei dem ebenfalls ein Offizier gerechnet, daß er im Parlament immer die Mehrheit ge- lesen, aus dem hervorgehen soll, daß die Predigt so abgefaßt war, beteiligt ist und das für einen der Duellanten einen gleich tragischen wonnen hätte. Herr Schmoller ist stolz darauf, daß der Schutz- daß es Pflicht eines jeden Offiziers gewesen, zu derselben Abschluß genommen hat. Diesmal ist der Schauplatz des blutigen seinen Leuten gegenüber einige Bemerkungen zu Dramas die wegen ihrer akademischen Freiheit berühmte Universitätsherr der Wissenschaft ein Parlament den preußischen Landtag hinter sich hat, dessen große Mehrheit aus Junkern und machen. Während der Vorlesung des Schriftstücks ist jedoch stadt Jena. Der Offizier ist der Lieutenant Wolf Thieme von der faffen besteht. Wenn ein Hüter der Wissenschaft mit solchem aus militärdienstlichen Gründen die Oeffentlichkeit aus: 10. Compagnie des in Jena garnisonierenden 3. Bataillons des Jufanterie- Regiments Nr. 94. Der Student heißt Karl Held; derParlament auskommt, und wenn er noch stolz auf solches Aus- geschlossen. fommen ist dann begreift man alles, auch die Versicherung Schmollers, daß Herr Althoff immer eher entschlossen sei, sein Amt niederzulegen, als etwas gegen seine innerste Ueberzeugung zu thun. Ein Mann von diesem Charakter kann eben alles thun, es wird nie gegen feine innerfte Ueberzeugung sein; dazu ist er ja ein Virtuose der Opportunität. Also tafelten und sprachen deutsche Professoren, Helden des Geistes, zu Ehren ihres Chefs am Anfang des Jahres 1902. Nur einer fehlte: Herr Adolf Wagner. Wir grüßen ihn, ob er auch unser alter Feind ist. Oder war er nicht eingeladen?... * Deutsches Reich. Chriftliche Mahnung und Militarismus. " Nach den Plaidoyers erklärt Dr. Kühn, er halte es für eine felbe befindet sich seit dem 15. April 1899 in Jena, ist am schwere Schädigung des Standes der Geistlichen, wenn sich in 14. Dezember 1880 in Straßburg( Elsaß) geboren, wohnte gulegt dem Volke die Anschauung breit machen würde, die in Meiningen und gehörte der Burschenschaft Germania" schwarzen Gendarmen", mit welchem Spignamen man die an. Militärgeistlichen belege, dürften nur das reden, was den mak gebenden Kreifen und höheren Ständen gefalle. " Die Beratung des Urteils währte eine tnappe halbe Stunde. Das Gericht erkannte auf Freisprechung, da es dem Angeklagten den Schutz des§ 193 zusprach. Die Verhandlung hatte volle sechs Stunden gewährt. " Er studierte Chemie und hatte es bereits zuni cand. chem. gebracht und galt in Studentenkreisen als tüchtiger Fechter, der nicht gern einer Gelegenheit, seine Kunst zu zeigen, aus dem Wege ging. Soweit bis jetzt bekannt ist, trafen die beiden jungen Herren in der Silvesternacht, der freien Nacht", zu später Stunde in einem hiesigen vornehmen Café zusammen und gerieten aus einer noch nicht aufgeklärten Ursache in einen heftigen Wortwechsel. Nach übereinstimmender Lesart ist beim Verlassen des Lokals, was früh Das Rätsel der Duellrede. Ueber die von der Potsdamer morgens nach 5 Uhr geschah, der Student dem Offizier auf die Zeitung" mitgeteilte Duellrede des Kaisers berichtet Straße gefolgt und hat ihn in einem andren Stadtteil geohrfeigt. jezt die Welt am Montag", der Gewährsmann der„ Posdamer Das Renkonter hatte, nachdem inzwischen die vom beiderseitigen Beitung" sei ein höherer Beamter, dessen Sohn Reserve- Ehrenkoder vorgesehenen Instanzen zu Gericht gesessen hatten, ein Ein sehr beachtenswerter Prozeß wurde am legten Freitag vor lieutenant beim 1. Garderegiment 3. F. ist. Der Name des Herrn, Pistolen duell zur Folge, das am Morgen des 4. Januar ausgetragen dem Kriegsgericht in Dresden geführt. Angeklagt der Be- der in Potsdam eine ziemlich angesehene gesellschaftliche Stellung wurde. Es heißt, daß beim ersten Rugelwechsel der Offizier durch einen dürfte, δα alle Welt ihn im Zusammenhange Streifschutz leicht am Halse verlegt wurde, während der Student leidigung war der Divisionspfarrer Dr. Kühu, Kläger einnimmt, der Major Tschammer Osten in 8ittau, früher Hauptmann mit dieser sensationellen Angelegenheit nennt, mittlerweile auch unverlegt blieb; ob der Offizier in die Luft schießen wollte, bleibt in Dresden. Nach dem Bericht der Sächs. Arbeiter Beitung" liegt aur Kenntnis der Civil- und Militärbehörden gelangt sein. Man ungewiß. Beim zweiten Kugelwechsel machte jedenfalls auch der ist übrigens in Potsdam fest davon überzeugt. Offizier Ernst; durch einen wohlgezielten Schuß traf er feinen der Anklage folgender Borfall zu Grunde: Am Sonntag Jubilate 1897 fand im Dresdener Arsenalhofe ein daß der Kaiser wenigstens eine ähnlich lautende Gegner in die linke Brust. Die Kugel hatte eine verhängnisvolle Feldgottesdienst des Leib- Grenadier- Regiments statt. Ansprache über die Duellfrage gehalten habe, Wirkung; nach wenigen Minuten gab der Student aut Ort und Stelle Was mit dem Duellmörder geschehen wird? Dr. Kühn hielt die Predigt, in der er in scharfen Worten wenn auch in Bezug auf das von der P. 3tg." angegebene Bei seinen Geist auf. gegen die Unzucht im Heere sprach und dabei auch einen Aus- werf dem Blatte einiges Unzutreffende möge gemeldet worden sein. Nach allgemeinen Erfahrungen kommt der Rächer seiner Ehre vielleicht spruch des Reichstags- Abgeordneten Bebel citiert haben soll, der Dem so bestimmt auftretenden Dementi der Nordd. Allgem. 8tg.", ein paar Jahre auf eine fidele Festung. Dann ist alles wieder gut. ba lautet:„ Das Militär wäre eine Schule der Unzucht!" Weiter welche die Meldung der Potsdamer Zeitung" für erfunden Dem Erschossenen wird ein glänzendes Begräbnis zu teil und sein würde dann ebenso viel Bedeutung persönlicher Mut gefeiert werden, obgleich man es vielleicht nur mit hieß es in der Predigt, daß die Vorgesetzten ihren Untergebenen und erlogen" erklärte, mit schlechten Beispielen vorangingen. Das sei zwar eine beizumessen sein, wie jenem andern amtlichen Dementi, durch das einem Raufbold zu thun gehabt hat. furchtbare Anklage, um so furchtbarer, da sie wahr sei. ebenso entschieden in Abrede gestellt wurde, daß der Kaiser gesagt Diese Predigt hatte bei allen Teilnehmern des Gottesdienstes das habe:„ Der Minimaltarif ist Unsinn, Bülow ist derselben Meinung." " Zur Beseitigung des Duellunfugs giebt es eben kein andres Mittel, als eine Äenderung des Strafgesetzbuchs in dem Sinne, daß jeder Duellant mit einem Totschläger oder Mörder auf gleiche Stufe| gestellt wird. Wenn das Centrum regiert. Italien. Turati hat die Annahme der Wahl abgelehnt; in einem Brief feine Wähler begründet er ausführlich diesen seinen Entschluß. Spanien. Berhaftungen in Barcelona. Jm niederöstreichischen Landtag wird am Dienstag über das Ansuchen der Stadt Wien verhandelt werden, eine Anleihe von 285 Millionen Kronen aufzunehmen. Der Kladderadatsch" hat an einmal Herrn Miquel sagen lassen: Was fangen wir mit dem Aus München, den 5. Januar, wird uns geschrieben: vielen Gelde an und erste Frage, wo nehmen wir es her? Herr Die bayrische Abgeordnetenkammer hat den ersten Teil Queger macht es umgekehrt: er borgt sich die Millionen aus und ihrer Arbeiten erledigt. Wenn das gesamte parlamentarische Pro- denkt sich, die Verwendung wird sich schon finden. Sonnabend in Barcelona 49 Personen verhaftet und dem MilitärUnter der Anklage, die Truppen angegriffen zu haben, sind am gramm erledigt werden soll, wird es vorausgesetzt daß alles gut aus der Anleihe sollen zwei große Ausgaben beftritten werden: gericht überliefert worden. geht etwa der dritte Teil gewesen sein. Die bisherigen Verhandlungen waren wesentlich beeinflußt durch die vom Centrum der Ankauf der Tramway und der Bau einer zweiten HochquellEngland. ausgegebene Barole äußerster Sparsamkeit im Staatshaushalt. Doch leitung. Alles übrige, und das ist nicht wenig, soll eigentlich sollte diese Parole nur dort gelten, wo es sich um die Besoldung der zur Deckung der Kosten für Arbeiten dienen, die aus dem Der Hochberratsprozek wider den vielgenannten Dr. in Transvaal, Beamten und Bediensteten handelt. Sobald freilich die geliebten normalen Budget zu bestreiten wären, wie Straßenpflasteringen, wird mitte Januar in London zur Berhandling gelangen. Krause, den früheren Ersten Staatsanwalt Banern in Frage kommen, zeigt sich das Centrum genau wieder so Bau von Amtshäusern, Schaffung eines Betriebsfonds für das Gas- Dr. Krause, der sich durch seine Amtsthätigkeit den Haß der gegen splendid wie in früheren Jahren, da es galt, dem Bauernbund das wert usw.- lauter Ausgaben, die Herr Lueger fünstlich verschleppt die Boerenrepublit seit Jahren konspirierenden englischen Kreaturen Waffer abzugraben. Die Agitation des Junkerbundes erregt doch bat, um sie nun in dem großen Pump unterzubringen. einige Besorgnisse. Finanziell in Transvaal zugezogen haben soll, wird bekanntlich beschuldigt, Am schlechtesten von allen Beamten sollen diesmal anscheinend ist das Geschäft alles andre denn sauber; Herr Lueger kauft die durch einen Brief den inzwischen standrechtlich erschossenen die Postbeamten wegkommen. Im Finanzausschusse gab ihnen Tramway nicht von dem, dem sie gehört: von der Bau- und Betriebs- Dr. Brodsma zum Morde aufgereizt zu haben. Dr. v. Daller, der Vorstand der Centrumsfraktion, unwirsch den gesellschaft der Straßenbahnen, sondern von der Firma Siemens u. Dr. Krause, der nach siebenmonatlicher Prozessierung vor einiger Rat, fie sollen zur Beseitigung ihrer Nervofität weniger Bier trinken Halske. Und die Tramway wird von der Kommune nur deshalb Beit gegen Leistung einer Bürgschaft aus der Untersuchungshaft entlassen und mehr schlafen. Darob erhob sich natürlich ein Entrüstungs- jet gekauft" in Wirklichkeit müssen aber zwei Jahre lang wandten anwesend. Es sollen ihm von begüterten deutschen Boerenworden war, war kürzlich auch in Berlin zum Besuche von Versturm in den betroffenen Beamtenkreisen. Als Daller merfte, Siemens n. Halske den Betrieb führen damit ihr die Deutsche freunden wiederholt Angebote gemacht worden sein, die Bürgschaftsivas er angerichtet hatte, suchte er nach Windthorstschen Grundsäßen Bank, die bei der Tramway mit allerlei schweren finanziellen Ver- fumme, die man ihm ersetzen wolle, verfallen zu lassen und nicht zu erklären: er habe nur von der Nervosität im allgemeinen gesprochen. Die Beamten wollen aber nicht recht daran glauben, daß pflichtungen haftet, als Gegenleistung die Finanzierung der nach England zurückzukehren. Dr. Krause soll jedoch erklärt haben, im Finanzausschuß populär- medizinische Vorträge gehalten werden. Anleihe verbürge. Herr Lueger fauft und baut nicht weil die daß er sich, obwohl er nicht durch sein Ehrenvort gebunden sei, doch Und diese ihre Ansicht wird bestätigt durch einen Erlaß des Stadt Geld hat, sondern weil sie tein Geld hat. Die der Wahrung seiner Ehre vegen gehalten fühle, sich seinen englischen Ministerpräsidenten und Verkehrsministers. Wie unsrem Münchener Not zwingt ihn zur Kühnheit. Sachlich ist natürlich die Kom- Richtern zu stellen. Dr. Krause scheint demnach eine Verurteilung Barteiblatt mitgeteilt wird, erging an die fämtlichen Bostanstalten munalisierung des Verkehrswesens nicht anzufechten, aus welchen für ausgeschlossen zu halten. ein geharnischter Erlaß an das Gesamtpersonal wegen der hohen Motiven immer fie unternommen wird, bleibt sie ein Fortschritt. Rußland. Stellvertretungskosten. Diese werden hauptsächlich darauf zurückEine politische Debatte knüpfte sich an die Beratung Die Antwort auf den Protest der Finnen gegen das neue geführt, daß vielfach Krankmeldungen aus Hang zur Bequemlichkeit nur des Budgetprovisoriums böhmischen Landtage, Wehrpflichtsgeseh. Der Generalgouverneur für Finnland hat am oder aus zu wenig Pflichttreue entspringen; auch würden viele Krankheitserscheinungen durch unzwedmäßige Lebens der sich dabei zu seiner ersten Session nach den Neuwahlen ver- 31. Dezember die Antwort des Kaisers auf den Waffenprotest der weise begünstigt! Unter den Beamten besteht natürlich nicht der sammelte. Schon diese paar Tage Landtbg haben gezeigt, daß der Finnländer veröffentlicht. Diese selbst lautete kurz, der Kaiser habe dem Protest teine Beachtung geschenkt. Zugleich wird geringste Zweifel darüber, daß dieser sonderbare Erlaß lediglich dem nationale Gegensas, statt sich abzufchleifen, nur immer noch schärfer aber in der Veröffentlichung des Generalgouverneurs über die ErAuftreten Dallers zu verdanken ist. wird. Die alten Parteien, denen aus dem jahrzehntelangen Kampfe flärungen und Ratschläge berichtet, die der Minister- Staatssekretär Mit dem vor wenigen Monaten noch so scharf angegriffenen wenigstens die Erkenntnis von der Fruchtlosigkeit dieser Kämpfe für Finnland, der Russe von Plehwe, dem Kaiser anläßlich der VorMinisterium scheint die ultramontane Mehrheitspartei wieder völlig reifen konnte und die daher zu einem billigen Vergleich Halbwegs legung des Protestes gegeben hat. Das finnische Bolt, sagte er, ausgeföhnt zu sein. Mit tönenden Worten hatte die Centrumsgeneigt wären, verlieren immer mehr preffe angekündigt, man werde erbarmungslos mit der Regierung in ihrem Dasein von an Boden, werden sei unleugbar irregeleitet und würde irregeleitet durch Proteste Das aber würde fich ändern, wenn die abrechnen. Wie hatten sich die Herrschaften entrüstet über das Verden nachrückenden Chauvinisten be- und Agitation. vom Kaiser ernannten Beamten nicht mehr offen der Regierung bot der Wallfahrt bayerischer Prinzessinnen nach Rom, über die ver- drängt, der gute Wille, der gute Wille, soweit er überhaupt vorhanden schiedenen Schulaffairen 2c. Die„ Augsb. Postztg." hatte angekündigt, war, verflüchtigt sich nun auch ihnen. In der Ansprache, entgegenwirken und die Proteste mit unterschrieben. Diese UnschidIn der Ansprache, lichkeit könne nicht geduldet werden. Die niederen Beamten, die der nichtssagende Erlaß über die Wohnungsaufsicht werde Anlaß womit er den Landtag begrüßte, meinte der Statthalter, die Parteien unterschrieben hätten, könnten nicht befördert werden; einige, die geben, dem Minister des Junern gehörig den Kopf zu waschen. Das müßten den Mut zum Frieden finden. Aber woher soll der schon höhere Stellungen bekleideten, müßten abgesetzt werden. Es war vor Beginn des Landtages. Je näher der Beginn der Mut kommen, wenn auf die nationale Besonnenheit der politische müffe den Finnländern zum Bewußtsein gebracht werden, daß, wenn Kammerfession rückte, desto mildere Saiten wurden aufgezogen. Und Tod folgt? Und was würde der Mut nügen, wenn sich auf beiden die höchste Macht sich nicht auf die mit den höchsten Stellen Lasse sich nicht zur Schaffung von Dingen drängen, die eine berechtigte als bei der Behandlung der Wohnungsfrage der Miniſter erklärte, er Seiten, bei den Deutschen wie bei den Czechen, Strömungen zeigen, betrauten Beamten verlassen könne, diese durch Russen ersetzt Unzufriedenheit"( der Hausagrarier nämlich) hervorrufen, da schloß sich die jenen Mut als verächtliche Nachgiebigkeit, als nationalen Verrat würden. Der ausführliche Bericht über von Plehives Ratschläge bildet ihm der katholische Arbeitervertreter Schirmer an, indem er bemerkte: brendmarken und mit solcher Uebertreibungspolitik die prächtigsten den Hauptinhalt der Veröffentlichung des Generalgouverneurs, die " Ich verschließe mich durchaus nicht den Bedenken, die er( der Minister) Erfolge erzielen? Wenn man aus der Stimmung des neugewählten die kurze Antwort des Baren nur nebenbei erwähnt. bezüglich eines allzu scharfen Vorgehens, geäußert hat." Nun fehlt Landtages auf die Aussichten der von der Regierung vorbereiteten nur noch, daß die Centrumsleute ebenso mutig zurückweichen, wenn Verständigungs- Konferenzen zu schließen hat, so ist das schlimmste beim Eisenbahnetat die Maßregelung des ultramontanen Eisen- zu befürchten. Die Konferenzen werden vielleicht zu stande bahner- Verbandes zur Sprache kommt. tommen, aber herauskommen wird mit ihnen nichts. Das Wert Bon der so eifrig geplanten Miniſterſtürzerei verlautet tein der nationalen Ausgleichung und Verständigung durchzuführen, find Sterbenswörtchen mehr. Dafür versucht man dem Ministerium die Weihnachtsferien durch allerhand tleine Sticheleien zu verfüßen. So die heutigen nur und übernationalen Parteien einfach unfähig. entrüftete sich die Neue Bahr. 8tg." mit der Miene ehrlichsten Wohlwollens darüber, daß bei festlichen Gelegenheiten die protestantischen Minister und Hofchargen dem feierlichen fatho lischen Gottesdienst beiwohnen müssen. Der nervöse Ausfall der ,, Nordd. Allg. Stg." gegen den ihn daran zu hindern. Die liberale Preffe wollte diesen plöglichen Anfall von Toleranz im führenden Centrumsgalizischen Landtag und die östreichische Regierung wegen der Ver blatte nicht ernst nehmen. Die N. B. 8tg." habe ihre An urteilung der Wreschener Vorgänge begegnet in den offiziösen öft regung, das Hofceremoniell zu ändern, sicher vollkommen ernst" reichischen Blättern ziemlich fühler Gelassenheit. Der Bester Lloyd" gemeint und schließt ihre Betrachtung elegisch mit dem vielsagenden verurteilt zwar die Demonstration des galizischen Landtages, allein Saz: Bayern ist tein katholischer Staat mehr wie ehedem." er spricht etwas ironisch von dem regelrechten Gewitter" der Also daher weht der Wind. Das andre führende" Blatt, die " Augsb. Postztg.", spinnt schon einen gröberen Faden und erzählt, Nordd. Allg. 8tg." und begreift nicht recht, wie man aus der warum die maßgebenden Stellen auf eine Aenderung des Hof- unbedeutenden Geschichte eine ernste politische Frage machen könne. Man ceremoniells nicht eingehen würden: weil es dann deutlich zu Tage dürfe über das bißchen Polenagitation in Berlin nicht nervös oder träte, daß in der Umgebung des Regenten viel zu viel Protestanten wehleidig werden. feien! Die Paritätsfrage wird also wieder einmal aufgerollt. Das geschieht aber mit rührender Regelmäßigkeit jedesmal, wenn die Aufmerksamkeit des katholischen Volkes von andern Dingen ab gelenkt werden soll, die dem Centrum Pein bereiten. Ausland. Die Landtage. Deftreich- Ungarn. " Amerika. Telegramme aus Venezuela melden, die Kriegsschiffe der Regierung Cafiros seien unfähig, die Rebellen am Landen von Kriegsmaterial und Truppen zu verhindern, da sie ohne Kohlen feien und ihre Maschinen versagten. Die Regierungskaffen seien leer. Die legten Versuche Caftros in New York selbst, auf Kredit Kriegsvorräte zu kaufen, find endgültig gescheitert. General Matotos landete auf dem Libertador" mit seinen Aufständischen, Geschüßen und Vorräten bei Barcelona, ohne daß die Kriegsschiffe Caftros nur verfuchten, Vom Aufstand in Kolumbien. Der New Yorker Vertreter der folumbischen Aufständischen erhielt ein Telegramm, wonach General Uribe- Uribe mit 2000 Aufständischen von Venezuela in das Departement Santander eindrang, Bucaramanga einnahm und beabsichtigt, den Verfuch zu machen, Panama zu nehmen. Neue Verwickelungen zwischen Chile und Argentinien. Troß gegenteiliger Versicherungen hat die argentinische Negierung bis jetzt das von dem chilenischen Minister des Auswärtigen Danez und dem argentinischen Gesandten Portela aufgesetzte Brototoll nicht ratifiziert. Argentinien verlangte von Chile Aufklärungen bezüglich des Protokolls. Auch das Wiener Fremdenblatt" erklärt die Erklärung des Fürsten Czartoryski für überflüssig. Aber es fnüpft an die Aeußerung, daß die öftreichische Regierung durch ihre Zurückhaltung der deutschen Regierung nur den Gefallen habe erweisen wollen, die Streitfrage hat sich neuerdings verschärft infolge des Verhaltens der Ein andres Telegramm meldet: Die argentinisch- chifenische Angelegenheit möglichst sang- und langlos zu Ende zu führen, chilenischen Diplomatie während der schwebenden Verhandlungen, die Mahnung, daß es einer praktischen Politik einer praktischen Politit entspreche, das man hier illoyal betrachtet. Die argentinische Regierung, die momentane„ nationale Wallungen möglichst rasch vorüber alle Mittel erschöpft hat, um auf gütlichem Wege Befriedigung ihrer ziehen zu lassen." Das Blatt schließt mit der trostreichen Versicherung, daß das Vorkommnis die freundschaftlichen Beziehungen Oestreichs und Deutschlands nicht habe erschüttern fönnen. Frankreich. Ansprüche zu erlangen, beabsichtigt, die Verhandlungen abzubrechen, sowie die diplomatischen Beziehungen mit Chile zu fufpendieren, die Flotte und das Landheer auf Kriegsfuß zu und hat, um für alle Eventualitäten vorzusorgen, angeordnet, daß stellen sind. Die Bevölkerung billigt die Haltung der Regierung. Der Boeren- Krieg. Eine englische Schlappe. -st- ien, 5. Januar. Wie alljährlich, so sind auch diesmal die Landtage zu einer furzer Sigung einberufen worden, um das provisorische LandesOb die Norddeutsche Offiziöse mit diesen Erklärungen zufrieden budget festzustellen und die Einhebung der Umlagen zu beschließen. ist? Daß die Demonstration im galizischen Landtag nicht gleich den Die Länder haben in Oestreich nämlich kein eignes Steuerrecht; fie Dreibund sprengen würde, brauchte ihr wahrscheinlich auch von der sind nur berechtigt, auf die staatlichen Steuern, mit Ausnahme östreichischen Breffe nicht erst versichert zu werden. Ihr groflendes der Personal Einkommensteuer, bei welcher fie auf dieses Gewitter gegen die galizische Einmischung in die innerdeutsche Politik Recht ausdrücklich verzichtet haben, 8uschläge zu erheben. Diese begegnet aber nur Spott, was bei einer so thörichten Stilübung Scots Greys, die sich auf dem Marsche von Brugspruit nach BrontNach einem Telegramm aus Pretoria wurde eine Abteilung erreichen freilich oft eine sehr beträchtliche Höhe; so hält der böhmische freilich vorauszusehen war. Landtag schon bei 55 Proz. Zuschlägen und ist noch nicht im stande, horstspruit befand, von Boeren überfallen und verlor 6 Tote die Erhöhung der Lehrergehälter durchzuführen, wenn ihm die Reund 13 Verwundete; nach zweistündigem Kampfe zog sich der Feind, der ebenfalls einige Verluste hatte, zurück. gierung nicht eine Landesumlage zur staatlichen Biersteuer bewilligt. Ueber diese Landesangelegenheit haben mit ihrer Beratung nur" Français" erhebt Jacques Coeur heftige Anklagen gegen den Ein Mikton in der franko- russischen Alliance. Im Pariser Die englischen Verlufte im Dezember. Das Kriegsamt veröffentlicht die monatliche Verlustliste der wenige Landtage hinausgegriffen. Die Kundgebung" des ruffischen Botschafter in Konstantinopel, Herrn Sinotjew. Der englischen Truppen in Südafrika. Sie umfaßt 96 Offiziere und galizischen Landtages in Sachen der Wreschener Brügelaffaire russische Botschafter war bemüht," schreibt er, die Franzosen um die 2232 Unteroffiziere und Mannschaften. Seit Beginn des hat in Oestreich nicht annähernd die Beachtung erregt wie im Reiche. ihnen gebührende Genugthuung zu bringen. Diese Haltung war um Strieges find im ganzen 24 299 Engländer kampfunfähig gemacht Erstens weiß man hierzulande, daß die„ Entrüstung" der polnischen so erstaunlicher, da Frankreich niemandes Intereffen bedrohte und worden. Schlachta nicht besonders ernst genommen werden darf; der für die Allgemeinheit eintrat, so daß es Förderungen erhielt, um seinen ruhmvollen Kredit im Lande so ziemlich ge= die es sich gar nicht bemüht hatte. Als unsre Schiffsdivision Der frühere demokratische Präsidentschaftstommene Adel benugt die„ preußische Barbarei", fich auf der Fahrt nach Mytilene sich befand, gingen die beun Kandidat Bryan hielt in Cleveland( Ohio) in einer Verden Schein zu verschaffen, als sei er heute noch wie einst der Träger möglichen Folgen unsrer Initiative erschienen, nicht etwa aus der hohen Kosten des Krieges erteilten England eine Lehre, welche so ruhigenden Noten, die in einigen Zeitungen über die sammlung von Boerenfreunden eine Rede, in welcher er sagte, die großpolitischer Traditionen, als sei die Restaurierung des polnischen englischen oder aus der östreichischen Botschaft hervor, bald nicht werde vergessen werden. Bryan feierte die tüchtigen Eigenschaften der Boeren, denen er den dringenden Rat erteilte, den Kampf fortzusetzen. " sondern stets aus der russischen. Herr Sinowjei legte die Waffen nicht nieder..." er damit geringen Glauben finden. Partei- Nachrichten. Parteipreffe. In die Redaktion der Neuen Zeit" ist der Staates noch immer ſein Ideal. Aber diese im materiellen Lebensgenuß versunkenen Schlachzizen, die es so trefflich verstanden haben, ihren Frieden mit dem Wiener Hof zu machen, wird niemand als Es sei ein außergewöhnlicher Antagonismus, schließt der Revolutionäre" nehmen, und deshalb imponieren die geschwollenen Verfasser, der da hervorgetreten sei.„ Es ist nicht das erste Mal ge Redensarten des Fürsten Czartorysk in Oestreich Wenn teinen vesen und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein." Menschen. Wenn man es in Berlin als die Folge einer„ Lücke" Sinowiew aus persönlicher Abneigung gegen Frankreich ge- Parteigenosse Emanuel Wurm eingetreten. Jacques Coeur schließlich glauben zu machen sucht, daß зи der Geschäftsordnung des galizischen Landtages ansehen will, daß handelt hat, so wird der Kundgebung von feiten des Statthalters nicht entgegengetreten" Ein russischer Diplomat wird in einem solchen Falle schwerlich seine Totenliste der Partei. In Geestemünde starb der Schuhworden ist, so übersieht man, vielleicht absichtlich, daß, wenn Destreich persönlichen Reigungen über die ihm von der Regierung gegebenen macher Eden nach längerer Krankheit. Der Verstorbene hat sowohl die Drohung mit der großpolnischen Agitation ernst zu nehmen Weisungen stellen. Auch ist ja inzwischen kein Bersonenwechsel in der Partei wie der Gewerkschaftsbewegung alle seine Kräfte zur hätte, das doch nicht wegen Preußisch- Polen, sondern weit mehr der russischen Botschaft in Konstantinopel eingetreten. Die Haltung Berfügung gestellt und hat in den Organisationen verschiedene feines eignen Galiziens geschehen müßte. Aber in Wien hat man Rußlands im franto- türkischen Konflikt beweist nur, daß Rußland Vertrauensämter bekleidet. Die Arbeiterbewegung in Geestemünde gelernt, den galizischen Adel richtig einzuschätzen. Zweitens aber selbst dem„ befreundeten“ und„ berbündeten" Frankreich nicht ge- erleidet durch seinen Tot einen großen Verlust. ist man Demonstrationen und Kundgebungen in Oestreich sehr stattet, Schritte zu unternehmen, die seine eignen Interessen, und die Politik hier jahraus, jahr tangieren könnten. feien es auch nur problematische Zukunftsinteressen, irgendwie gewöhnt; besteht doch ein in Stellungnahmen". Und deshalb ist man auch abgestumpft; was anderswo Aufsehen erregt, läßt hier gänzlich falt. Womit natürlich nicht gesagt werden soll, daß Das Gesetz, betreffend die Aufhebung der Spielhöllen, die Barbareien, die in Wreschen verübt worden sind, etwa nur den muß nochmals an die Kammer zurückverwiesen werden. Der Senat, polnischen Adel berühren würden. Im Gegenteil, über den aus der dieser Tage das Gesetz in zweiter Lesung behandelte, hat einige solchen Thaten sprechenden Geist sind die wahrsten und anhänglichsten unwesentliche Punkte nicht angenommen. Dagegen hat er den Art. 8, der das Privileg für Spa und Ostende aufhebt, angenommen. Freunde des deutschen Voltes erschroden, und insbesondere das beste Damit ist der hauptsächlichste Differenzpunkt beseitigt und das Gesetz Element der polnischen Nation, die galizischen Socialdemokraten, gesichert. Die Aufhebung des Spielhauses von Oftende ist bereits voraussichtliche Ernte- Ergebnis hin, die den Handel schmerzt es tief, in einem Kulturlande derlei Ausbrüche zwecklofen angekündigt; die Konzessionäre desselben haben im Vorjahre einen und nichtigen Nationalhaffes wahrzunehmen... Nettoprofit von 4800 000 Fr. gehabt. Belgien. Aus Industrie und Handel. Der Getreidehandel im Jahre 1901. Der Verein Berliner aufleute und Industrieller beschäftigt fich in seinem umfangreichen Jahresberichte, den wir vor kurzem besprachen, auch eingehend mit den Verhältnissen auf dem Getreidemarkt, die von agrarischer Seite im verflossenen Jahre vielfach Gegenstand des Angriffs gewesen sind und jetzt bei der Zollberatung und der Reform des Börsengejeges reges Interesse erwecken dürften. Der Bericht weist auf die irrigen Schäßungen der Landwirtschaftskammern über das dem Glauben, man habe es mit einer völligen Mijzu thun, dazu verleiteten, mit dem Ausland große ernte zu Abschlüsse zu vereinbaren, und stellt dann die wirklichen Ergebnisse und Gewerkschaft, von Organisation zu Organisation, in die Hand| Saalow, Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen, Schöneiche, Schönesowie den Bedarf vom Ausland in Vergleich. Zum Schluß zu nehmen." weide, Schünow, Schwerin, Selchow, Senzig, Siethen, Sperrenberg, resumiert sich der Berichterstatter dahin:" Gerade die sprunghaften Veränderungen, die, entsprechend dem deutschen Ernte werbegerichtswahlen bevor. Obgleich der Magistrat bisher weder Behrensdorf und die Gutsbezirke Blankenfelde, Brufendorf, Dahles Gute Witterung. In Witten stehen demnächst die Ge- Sputendorf bei Töpchin, Staakow, Telz, Teurow, Thyrow, Töpchin, Tornow, Wendisch- Wilmersdorf, Wietstock, Wünsdorf, Beejen, ausfall, hinsichtlich der Bezüge vom Ausland erforderlich waren, beweisen zugleich, erstens, daß es notwendig ist, die über die Form der Wahlen noch über den Termin derselben irgend wig, Diedersdorf, Fahlhorst, Gallun, Genshagen, Gröben, GroßBezugsmöglichkeiten vom Auslande aufrecht zu erhalten und etwas veröffentlicht hat, scheinen die verbündeten Hirsch- Dunckerschen Beuthen, Groß- Machnow, Hammersche Forst, Jühnsdorf, Karlshof, durch Abschluß langjähriger festtariflicher Berträge und christlichen Vereine doch darüber genau informiert zu sein. Am Kerzendorf, Klein- Kienig, Königs- Wusterhausener Forst, Kummersdorf soweit als möglich zu sichern und daß zweitens im Jutereffe der Sonntag hielten sie in dieser Angelegenheit eine gemeinsame Sigung Schießplay, Kummersdorfer Forst, Löpten, Löwenbruch, Rangsdorf, rationellen Ernährung unsres Boltes eine leistungsfähige Organisation ab und wollen in furzem" eine öffentliche Volksversammlung, die Roßig, Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen, Selchow, Semmelei, des Handels vorhanden sein muß, die im stande ist, bei ungünstigem letzte vor der Wahl", abhalten. Siethen, Staakow( Oberförsterei), Teupit( Schloß), Teurow, WendischWilmersdorf, Woltersdorfer Forst, Beesen, Bernsdorf und Gut Dt.- Wusterhausen: 510 M., 300 m., 240 m., 180 M. Kreis Zauch Belzig: 400 M., 300 M., 250 M., 200 M. Stadttreis Potsdam: 675 M., 375 W., 225 M. 225 M. Nach diesen Lohnfestsetzungen richten sich die Renten verletzter und invalider Arbeiter; es empfiehlt sich deshalb, daß sich die Ein Genesungsheim der Versicherungsanstalt der Provinz Wegen Maßregelung eines Schlächtergesellen waren Brandenburg zu errichten, dieser langgehegte Plan wird nunmehr zwischen der Meggerinnung und dem Fleischerverband in Gotha zur Ausführung gelangen. Das Genesungsheim wird auf dem dem des Gewerkschaftskartells ist es nun zu einem Vergleich gekommen. 156 Morgen großen Terrain errichtet werden und Raum für Hundert Differenzen ausgebrochen. Durch Vermittelung mehrerer Mitglieder Profeffor Strause gehörigen, bei Rheinsberg am See belegenen, Der in Frage kommende Innungsmeister erklärt im Gothaer Bolts- Betten bieten. Im Frühjahr soll bereits mit dem Bau begonnen blatt", daß die Kündigung in der Uebereitung geschehen sei werden. und erkennt den Verband an; der Geselle verzichtete auf die Wiedereinstellung. = Ernte- Ausfall mit möglichst geringer Belastung der Allgemeinheit die Ueber drei Hamburger Petroleumfirmen, die sich mit dem fehlende Inlandsproduktion vom Auslande her zu ergänzen. Diese Petroleumvertrieb vermittelst Tankwagen beschäftigen, und deren volkswirtschaftlich wichtige Aufgabe des Getreidehandels trat gerade im Betroleumtutscher hat der„ Centralverband der Handelss, TransportBerichtsjahre recht sichtbar in die Erscheinung. Deshalb erscheint und Verkehrsarbeiter Deutschlands, Verwaltungsstelle Hamburg" die auch die Hoffnung mehr als gerechtfertigt, daß es endlich gelingen wird, Sperre verhängt, weil sie den von der Organisation aufgestellten den Getreidehandel von Feffeln zu befreien, die ihm eine nicht lediglich Normalvertrag nicht anerkennen wollen. Daraufhin haben sich die von sachlichen Gründen geleitete, vielmehr bon agitatorischen Firmen beschwerdeführend an den Arbeitgeberverband gewendet, Arbeiter diese Mitteilung aufbewahren. Stimmungen beeinflußte Gesetzgebung auferlegt hat. Daß deffen Entscheidung noch aussteht. die Heranziehung ausländischen Getreides, trotzdem sie gerade infolge der von agrarischer Seite ausgehenden Schilderungen der zu erwartenden Mißernte stellenweise forciert worden ist, dem Getreidehandel von seiten der Organe des Bundes der Landwirte erhebliche Angriffe eingetragen hat, kann die Thatsache nicht aus der Welt schaffen, daß sich ohne Buhilfenahme der Auslandsproduktion gerade im Berichtsjahre für die Ernährung unfres Volkes Schwierigkeiten der bedenklich sten Art ergeben haben würden." Westfälisches Coatssyndikat. Nach vorläufigen Ermittelungen stellte sich für das Jahr 1901 der Abfaz auf rund 6 800 000 Tonnen gegen 7 782 826 Tonnen im Jahre 1900 und 7045 924 Tonnen im Jahre 1899. Der Minderversand gegen 1900 betrug mithin rund 980 000 Tonnen= ca. 123/4 Proz. und gegen 1899 rund 245 000 Tonnen= ca. 3 Proz. Der Verband deutscher Drahtwalzwerke hat für das Inund Ausland den Verkauf der gesamten Produktion der hiesigen Verkaufsstätte des Drahtstiftverbandes Dellbrück, Leo u. Co. übertragen. Ausland. Die Zahl der feststehenden Dampffeffel betrug in Breußen am 1. April 1901 70 832 gegen 68 550 am 1. April 1900. Anfang 1879 gab es in Preußen nur 32 118 feststehende Dampfkessel. Die Lohnbewegung der dänischen Dampfschiffsheizer. Die Kefsel sind auch immer größer geworden. Während die durchschnittzwischen den Vertretern der Reeder und der Dampfschiffsheizer ge- liche Heizfläche eines Kessels 1879 mur 40,17 Quadratmeter betrug, führten Verhandlungen zwecks Herbeiführung eines neuen Ueberein- betrug fie 1901 56,07 Quadratmeter. Die gesamte Heizfläche aller einigung" hat beschlossen, vom 3. Januar ab nur noch Heizer zu meter. tommens sind gescheitert. Die„ Dänische Dampfschiffsreederei- Ver- feststehenden Dampffeffel betrug am 1. April 1901 3 971 820 Quadratden von der Vereinigung festgesetzten Bedingungen zu engagieren. Die Reeder versuchen in Schweden und in Norddeutschland Der Privatspekulation ausgeliefert wurde von der hessischen Streitbrecher anzuwverben, haben bisher aber wenig Erfolg Staatsregierung ein großer Grundbesit. Sie hatte die ihr ge= gehabt. Der„ Dänische Dampfschiffsheizer- Verband" warnt vor hörigen ehemals fürstlich Isenburgschen Besitzungen zuerst Zuzug nach Dänemark. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck der Stadt Offenbach zum Staufe angeboten und diese bot der Warnung ersucht. 300 000 M. dafür. Das genügte aber der Staatsregierung nicht. Sie arrangierte eine öffentliche Versteigerung, an der sich lassen wollte, nicht beteiligte. Und nun hat eine große Baufirma in aber die Stadt Offenbach, da sie sich nicht zur Preistreiberei benutzen Offenbach auf ein Mehrgebot von für das ganze zu Bauzwecken geeignete unbebaute Land erhalten. ganzen 500 M. den Zuschlag Daß sie dabei nach socialen Grundsägen gehandelt hat, wird die hessische Regierung nicht für sich beanspruchen dürfen. Der ruffifche Außenhandel ergab in den ersten neun Monaten des Vorjahres eine Einfuhr von 399 139 000 Rubel gegen 438 252 000 im Jahre 1900. Dagegen steigerte sich die Ausfuhr dem die dänischen Reeder am 1. Oktober den Dampfschiffsheizern den Kündigung des Lohntarifs der Seeleute Dänemarks. Nach von 484 980 000 Stubel auf 528 249 000 Rubel. Den hervorragendsten Lohntarif auf den 1. Januar kündigten, haben sie mum auch den Play in der Ausfuhr nahm Getreide ein, dessen Wert allein auf Seeleuten den Tarif gekündigt und zwar auf den 1. April. Die 246 656 000 Stubel beziffert wird. Nach Deutschland steigerte sich die Reeder beabsichtigen offenbar, einen umfaffenden Kampf gegen ihr Gesamtausfuhr in den ersten neun Monaten von 120 098 000 Rubel auf 135 968 000 im Jahre 1901. Der starke Rückgang der Schiffspersonal zu führen. Einfuhr deutet auf sehr ungesunde wirtschaftliche Verhältnisse hin, Lohnbewegung in der dänischen Textilindustrie. Am die eine Schwächung des Konsums herbeiführten. Die starte Aus 1. Januar lief die Tarifgemeinschaft in der dänischen Textilindustrie fuhr von Getreide ist kein Zeichen des Wohlstandes der Land- ab, sie war bekanntlich von den Fabrikanten gekündigt worden. wirtschaft, sondern eine Entziehung der Kräfte und der Konsum- Diese haben nun die vom Textilarbeiter Verband" angebotene Verfähigkeit der Landwirtschaft. So ist die Einfuhr an Fabrikaten von handlung zur Herbeiführung eines neuen Uebereinkommens abgelehnt 167 517 000 Stubel im Jahre 1899 auf 122 599 000 Rubel im und wollen nur auf Grundlage der von ihrer Generalversammlung Jahre 1901 zurüdgegangen. Deutschland ist in der angegebenen beschlossenen Lohnreduktionen verhandeln. Periode an der Einfuhr mit 155 878 000 Rubel beteiligt, im Jahre 1900 waren es 165 229 000 Rubel und im Jahre 1899 176 258 000 Stubel. Also ein Rückgang in den zwei Jahren von 20 380 000 Jubel. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. = W im vorigen Jahre angenommene Unfallversicherungs Gesetz, das am Die schwedische Reichs- Versicherungsanstalt. Durch das 1. Januar 1903 in Straft treten soll, wird die Gründung einer Reichs- Versicherungsanstalt in Aussicht gestellt. Die Regierung beabsichtigt, dem nächsten Reichstag einen Vorschlag zur Organisation der Verwaltung dieser Anstalt vorzulegen. Wie" Socialdemokraten" erfährt, soll die Centralverwaltung dieser Anstalt aus einem Chef und die, welche kürzlich den Streit auf der Kochschen Werft in Lübeck der juristischen Abteilung vorzustehen hat und einer sich mit der Ein Bergarbeiterstreik, dessen Ursachen die gleichen sind, wie drei Bureauchefs, von denen einer der technischen Abteilung, einer hervorriefen, ist dieser Tage in Maurage( Belgien) zum Ausbruch Regulierung der Unterstützungen zu befassen hat, bestehen. Ferner gekommen. Es ist Gepflogenheit in diesen Bergwerksdistrikten, daß, soll ein„ Reichs- Versicherungsrat" aus 10 Personen gebildet werden, ivenn ein Arbeiter durch Unfall zu Tode kommt, seine Kameraden von denen 5 von den der Reichs- Versicherungsanstalt angeschlossenen am Tage des Begräbnisses feiern, um ihrem toten Kameraden die Arbeitgebern, 5 von den versicherten Arbeitern gewählt werden. letzte Ehre zu erweisen. Diese Pietät gegenüber den Opfern der Diefer Reichs- Versicherungsrat soll jährlich zu einer Sigung Arbeit ist nicht nach dem Sinne der Unternehmer. Vor etlichen zusammentreten, die bis zu 14 Tagen dauern kann. Da es den Tagen beerdigten die Arbeiter des Schachtes La Garenne einen ihrer Arbeitgebern freigestellt ist, ihre Arbeiter bei der Reichs- VersicherungsKameraden, der bei der Arbeit verunglüdt war. Die Direktion anstalt oder anderweitig zu versichern, ist der Umfang der Thätigkeit belegte jeden, der an dem betreffenden Tage bei der Arbeit gefehlt dieser Anstatt nicht im voraus zu berechnen. hatte, mit einer Geldstrafe. Voller Entrüstung über diese Gefühlsroheit des Unternehmers legten sämtliche Arbeiter die Arbeit nieder. Ju Barcelona ist äußerlich die Ruhe wieder hergestellt. Die Sociales. Herrschaft in ihrem Lande ausübe. Wie es indes in der Wirklichkeit um die selbständige, intelligente Frau in England bestellt ist, zeigt, wie uns unser Londoner Korrespondent berichtet, folgender beachtens werte Vorfall: Im städtischen Krankenhause von Macelesfield Die Militäreffekten Sattler hatten im September 1900 mit den Fabrikanten vor dem Einigungsamt einen Lohntarif abgeschlossen, der bis Ende 1901 Gültigkeit hatte. Bereits im Dezember haben die Firmen Hoffmann und Loh Söhne den Arbeitern für Tornister 25 Pf. weniger geboten als nach dem damals noch geltenden Tarif zu zahlen waren. Die Arbeiter glaubten deshalb annehmen zu müssen, daß sich sämtliche Fabrikanten auf eine Herabsetzung des Aus der Frauenbewegung. nunmehr seit dem 1. Januar abgelaufenen Tarifs geeinigt hätten. Censur wird streng gehandhabt, Haussuchungen und zahlreiche Ver- Zur Frauenfrage. Man fann es überall hören und lesen, Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein, wenigstens hat die Firma haftungen wurden vorgenommen, man glaubt, daß die anarchistischen daß die Frau nirgends eine höhere sociale Stellung einnimmt als Becker auf eine Anfrage der Lohnkommission erklärt, daß sie Blätter verboten werden sollen. Wie schon gemeldet, haben auch die in England. Wie Bebel neulich in der„ Neuen Zeit"( Nr. 10) mitdie Verlängerung des bisherigen Tarifs auf ein Jahr wünsche. Arbeiterinnen beschlossen, sich dem Streit anzuschließen; es wird erteilte, beklagt fich Belfort- Bag, daß die englische Frau eine tyrannische Auch bei der Firma Wunderlich find bis jetzt noch wartet, daß sie am heutigen Dienstag die Arbeit niederlegen. feine Abzüge gemacht worden. Eine am Sonntag abgehaltene Verfammlung der Militäreffekten- Sattler beschloß auf Vorschlag der Lohnkommission, das Gewerbegericht anzurufen mit dem Ersuchen, die Fabrikanten einzuladen zu einer Verhandlung zwecks Ver- Die Bundesratsverordnung zum Schuhe der Angestellten( Cheshire) sind sechs männliche Aerzte angestellt. Wie überall, werden längerung des abgelaufenen Tarifs auf ein Jahr. Auf die Annahme in Gast- und Schaufwirtschaften soll, wie„ Das Gasthaus", das auch dort sowohl männliche wie weibliche Patienten behandelt. Nacheines herabgesezten Tarifs wollen sich die Arbeiter unter keinen Organ des deutschen Gastwirte- Verbandes meldet, in nächster Zeit dem neue ärztliche Sträfte nötig geworden, beschloß die Direktion Umständen einlassen. Sie wollen vielmehr, wenn die Sätze des bis in Straft treten. Der seiner Zeit veröffentlichte Entwurf zur Ber- des Krankenhauses, Fräulein Dr. A. Murdoch Clark alt= herigen Tarifs nicht beibehalten werden, völlig freie Hand für ordnung soll mehrere wesentliche Abänderungen erfahren haben. zustellen. Sie trat ihre Dienste an, wogegen die sechs etwaige Lohnbewegungen behalten. Als Vertreter vor dem Der Bundesrat hat sich, wie das Blatt behauptet, auf einen vers Männlein einen Protest erließen und die Direktion aufEinigungsamt wurden Riedel, Hackelbusch, Sassenbach und Draband mittelnden Standpunkt gestellt und sowohl den Petitionen der Gast- forderten, Dr. Clark zu entlassen. Diesem Proteſte wurde indes bestimmt. Ferner beschloß die Versammlung, daß die Helmarbeiter wirte, als denen der Angestellten in einzelnen Punkten Rechnung ge- nicht sogleich Folge geleistet, da Fräulein Dr. Clark sich als tüchtig der Firma Hoffmann, welche sich seither geweigert hatten, zu herab- tragen. und gewissenhaft erwiesen hatte. Die Protestierenden legten hierauf gesezten Preisen zu arbeiten, die betreffenden Arbeiten unter VorDas heißt also wohl, daß der ohnehin völlig unzulängliche Ent- ihr Ant nieder und erklärten, sich weiter um das Krankenhaus nicht behalt der tarifmäßigen Löhne verrichten dürfen bis zur Entscheidung wurf auf der berühmten mittleren Linie noch unzulänglicher gestaltet timmern zu wollen, bis die" Konkurrentin" entlassen ist. Der Streit des Einigungsamtes. worden ist. hatte den gewünschten Erfolg. Um die Kranken der ärztlichen Hilfe Aufgehobener Schuhmacher- Lohntarif. Die Schuhmacher- Der durchschnittliche Jahres- Arbeitsverdienst land- und wurde am 2. Januar angenommen. nicht zu berauben, resignierte Fräulein Dr. Clark und die Resignation Imnungen von Charlottenburg, Schöneberg, Köpenick, Steglig ind forstwirtschaftlicher Arbeiter und Die sechs„ Männer" fehrten Arbeiterinnen im Re- sodann triumphierend zur Arbeit zurück und erzwangen sich auch die Groß- Lichterfelde haben zum Jahresschluß in Schöneberg eine ge- gierungsbezirke Potsdam ist gemäß§ 10 des Unfallversicherungs- Stonzession, daß hinfort feine weiblichen Aerzte angestellt werden meinsame Sigung abgehalten, um zur Lohnfrage der Gesellen und Gesetzes für Land- und Forstwirtschaft vom 30. Juni 1900 vom follten. zur Aufstellung eines Lohntarifs von seiten der Meister Stellung zu Regierungspräsidenten wie folgt festgesetzt worden: nehmen. Das Ergebnis der gepflogenen Beratungen war die ein Kreis Niederbarnim: Für männliche Arbeiter über 16 Jahre stimmige Beschlußfassung folgender Resolution:" Die heute in 600 M., für weibliche Arbeiter über 16 Jahre 300 m., für männliche Schöneberg tagenden Schuhmacher Innungen des Kreises Arbeiter unter 16 Jahre 270 M., für weibliche Arbeiter unter 16 Jahre Teltow sprechen sich dahin aus und erklären sich mit den 200 m. Rednern dahin einverstanden, daß die Löhne für Reparatur- Kreis Beeskow- Storckow: 500 m., 300 m., 270 m., 225 M. arbeiten( Sohlen, Absätze) zu hoch sind und ziehen die Obermeister ihre Unterschrift unter den am 1. Mai 1901 aufgestellten Minimal- Lohntarif zurück, zumal die Gesellen nicht in der Lage waren, wie sie versprochen hatten, überall die vereinbarten Löhne durchzusetzen, ja die meisten Mitglieder des Vereins deutscher Schuhmacher erst recht für die billigen Löhne arbeiten." Die Aufstellung eines Lohntarifs seitens der Meister erfolgte zwar nicht, wohl aber die Wahl einer Kommission, welche alle Vorkehrungen treffen soll, um einer etwaigen Lohnbewegung der Gesellen mit Nachdruck be- 1. Köpenick, Adlershof, Briz, Dt.- Wilmersdorf, Friedenau, gegnen zu können. 0 Kreis Ofthavelland: 600 M., 350 M., 350 M., 350 m. Der Allgemeine niederländische Dienstbotenbund hat unter: dem Titel" Ons Streben" ein Fachorgan begründet, das auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht und für die Organis sation und die Förderung der Interessen der Dienstboten eintritt. 550 M., 350 W., 350 m., 225 M. Kreis Westhavelland( mit Ausnahme der Stadt Rathenow): Lehte Machrichten und Depelihen. Kreis Jüterbog Luckenwalde( mit Ausnahme der Stadt Luckenwalde): 500 M., 300 m., 250 M., 200 M. 300 m., 240 m., 200 M. Kreis Ruppin( mit Ausnahme der Stadt Neu- Ruppin): 540 M., Kreis Teltow: Gr.- Lichterfelde, Grünan, Grunewald, Johannisthal, Klein- Glienicke, Lankwiz, Mariendorf, Marienfelde, Neuendorf bei Nowawes. NiederSchöneweide, Nowawes, Schmargendorf, Stegliz, Tempelhof. Treptow, Wannsee, Zehlendorf und die Gutsbezirke Babelsberg, Hasenheide und Klein- Glienicke: 750 W., 420 M., 390 W., 300 M. 240 M. V Kaffel, 6. Januar.( B. H.) Jn der Thongrube der Schmelz tiegel Fabrit C. W. Göbel u. Söhne in Groß Almerode ereignete sich heute vormittag ein schreckliches Huglück. Zwei Juhaber der Firma und ein Maschinist, welche sich in der durch hereinbrechende Wassermassen gefährdeten Grube befanden, wurden durch das Einatmen giftiger Gase getötet. Die Leichen fonnten, da die Wassermassen das Betreten des Schachtes sehr gest fährlich machen, bisher nicht geborgen werden. Bochum, 6. Januar.( B. H.) Die Straffammer in Hagen verurteilte den früheren Schulwärter an der Mädchenschule zu Iserlohn, Friedrich Rafflaer, wegen zahlreicher Sittlich te its Verbrechen zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. = Den Blätterinnen der Firma Paul Jsaat, Jüdenstr. 53, find am vergangenen Sonnabend bedeutende Lohntürzungen von ca. 20 Proz. angekündigt worden, und sollen dieselben nach 14 Tagen in Kraft treten. Sämtliche Blätterinnen außer vier reichten darauf ihre Kündigung ein. Die Lohuliste ist einstweilen zurüdgezogen 2. Teltow, Dahlem und die Gutsbezirke Düppel, Potsdamer worden und soll demnächst eine neue vorgelegt werden. Zuzug ist Forst, Ruhleben und Spandauer Forst: 750 W., 420., 300 m., bis auf weiteres fernzuhalten. Brüssel, 6. Januar.( W. T. B.) Wie die Blätter melden, 3. Mittenwalde, Trebbin, Bossen, Alt Glienicke, Bohnsdorf, warf sich der zur Zeit hier weilende belgische General Buckow, Drewig, Eichwalde, Groß- Beeren, Stahnsdorf, Waltersdorf, tonful in Columbien, Batin, heute vormittag in der Nähe des Waßmannsdorf, Beuthen, die Gutsbezirke Köpenicker Forst. Diepeniee, Nordbahnhofs in dem Augenblick auf die Schienen, als der Zug Groß- Beeren, Groß- Biethen, Haus- Boffen, Klein- Beeren, Klein aus Namur anfam. Der Leichnam wurde von der Familie refognos Biethen. Königs- Wusterhausen Amt, Osdorf, Rudow, Ruhlsdorf. ciert. Die Ursache des Selbstmordes ist nicht bekannt. Schenkendorf bei Groß- Beeren, Schönfeld, Schulzendorf bei Eich Lüttich, 6. Januar.( B. H.) Der Boerenkommandant Tadema, Bericht Achtung, Töpfer! Die Differenzen mit der Firma Bruds find erledigt; die Sperre über die Firma ist aufgehoben. Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin. über den Geschäftsbetrieb im Monat Dezember 1901: ungelernte Klemp Tape weibl. ins Maler Schloffer Arbeiter beitsuchende Perf. 1052 93 196 62 59 32 ner zierer Bers. gesamt 58 132 45 103 Eingeschriebene, arBon Arbeitgebern verl. Arbeitskräfte 877 51 In Arbeit gebrachte Personen 816 47 52 26 Deutsches Reich. 39 76 600 M., 360 M., 300 m., 240 M. 0 walde, Waltersdorf, Waßmannsdorf, Gütergog. Klein- Machnow: welcher gestern hier einen Vortrag über den jüdafrikanischen 1598 4. Teupis, Ahrensdorf bei Ludwigsfelde, Alleranderdorf, Krieg hielt, fant plöglich, als er das legte Wort ge sprochen, zusammen und wurde als Leiche aufgehoben. Man Blankenfelde, Brusendorf, Chriſtinendorf, Dabendorf, Dablewitz, nimmt an, daß er infolge einer Krankheit, welche er sich durch eine 1167 Dergischow, Dt. Wusterhausen, Diedersdorf, Egsdorf, Fahlhorst, Verwundung im Striege zugezogen, gestorben ist. Fern- Neuendorf, Freidorf, Gadsdorf, Gallun, Genshagen, Glasow, 1056 Glienic bei Bossen, Gräbendorf, Gröben, Groß- Besten, Groß- Barcelona, 6. Januar.( W. T. B.) Die Auslader in dem Beuthen, Groß- Kienig, Groß- Köris, Klein- Köris, Groß- Machnow, hiesigen Hafen beschlossen, in den Ausstand zu treten; Groß- Schulzendorf, Guffow, Halbe, Jachzenbrüd, Jühnsdorf, die Arbeiter sämtlicher Industriezweige des Distrikts von Rens Das Centralkomitee der Gewerkschaft der Buchdrucker Jütchendorf, Stallinchen, Kerzendorf, Stielebusch, Klausdorf, Klein- beschlossen, die Ausständigen zu unterstützen und einen hat auf Freitag, den 31. Januar, eine Urabstimmung über folgenden Besten, Klein- Beuthen, Klein- Kieniz, Klein- Schulzendorf, Kliestow, allgemeinen Ausstand vorzubereiten. von der Bremer Mitgliedschaft gestellten Antrag ausgeschrieben: Krummensee, Kummersdorf, Kummersdorf, Löpten, Löwenbruch, Lüdersdorf, London, 6. Januar.( W. T. B.) Kitchener telegraphiert, die „ Das Centralkomitee wird beauftragt, an die Generalfommission mit Mahlow, Mellen, Mogen, Nächst- Neuendorf, Neuendorf bei Meldung, daß zwei dem Nachrichtendienst zugehörige Offiziere in dem Ersuchen heranzutreten, ob diese geneigt sei, auf Grundlage des Teupuiz, Neuendorf bei Trebbin, Neuhof, Nudow, Nunsdorf, hinterlistiger Weise von den Boeren in der Nähe von Warmbad erAufrufs des Verbandsvorstandes eine Einigung zwischen Verband Bäz, Philippsthal, Ragow, Rangsdorf, Rehagen, Rogis, schoffen worden seien, ist unbegründet. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Nr. 5. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 7. Januar 1902. perron des Wagens Nr. 2168 der Linie Grunewaldstraße- Frant- entschlossen nahm sie ihre beiden Knaben und ging mit ihnen gestern Berliner Partei- Angelegenheiten. furter Allee in der Leipzigerstraße kurz vor der Haltestelle am nachmittag in das Restaurant im Centrum Berlins, woselbst die Kriegsministerium während der Fahrt, fam zu Fall und Hochzeit Habichs stattfand. kam Während sie selbst im Hintergrunde Johannisthal. Der Wahlverein hält seine Generalversammlung blieb neben dem Wagen liegen. Professor Virchow trug eine stehen blieb, traten die beiden im Alter von fünf und drei Jahren am Dienstag, abends 8, Uhr, bei Senftleben ab. Tagesordnung: Hüftenverrenkung davon und wurde von einem Schutz- stehenden Knaben auf ihren zwischen den zahlreichen Hochzeitsgästen Bericht und Wahl des gesamten Vorstandes. manit mittels Droschke nach seiner Wohnung gebracht. neben seiner ihm soeben angetrauten jungen Gattin sigenden Bater Der Wahlverein für Nowawes- Neuendorf hält am Mitt- Die Aussagen verschiedener Augenzeugen, sowie die sofort mit den Worten zu:" Papa, lasse uns nicht ver= woch bei Hiemte, Wallstraße, abends 1/29 Uhr, seine Generals aufgenommenen polizeilichen Ermittelungen decken sich, wie wir hungern" Eine peinliche Stille entstand nun unter den versammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Geschäftliches. weiter erfahren, genau mit obigen Angaben. Der greise Gelehrte be- Gästen, während Habich wie rasend vor Born sich auf seine in der 2. Abrechnung. 3. Bericht des Vorsitzenden. 4. Wahl des Vor- fand sich wohl in dem Glauben, daß auf Grund des von dem Schaffner Nähe des Eingangs stehende frühere Geliebte stürzte und ihr einen standes, der Revisoren und Bibliothekare. 5. Vortrag des Genoffen gegebenen Haltefignals der Wagen bereits festgebremst sei, während solch wuchtigen Schlag ins Gesicht verfeßte, daß sie zu Boden fiel Gruhl über: Unfre bevorstehenden Kommunalwahlen. 6. Ver- der Beamte, dessen Aufmerksamkeit durch das Gebahren eines im und besinnungslos liegen blieb. Der größte Teil der Hochzeitsgäste schiedenes. Das Erscheinen eines jeden Barteigenossen ist dringend Wagen befindlichen angetrunkenen Mannes in Anspruch ge- verließ unter den lebhaftesten Ausdrücken der Empörung über diesen erwünscht. nommen war, glaubte, daß der alte Herr ungeduldig, wie viele Roheitsalt sofort das Fest, und auch Habich fand es am ratsamsten, Ober- Schöneweide. Mittwoch, abends 812 Uhr, findet im Passagiere das Wageninnere verlassen habe, um auf der Plattform so schnell wie möglich vom Schauplatze seiner Heldenthat" zu ver Lokale von John die Generalversammlung des Wahl zu warten, bis der Straßenbahnzug vollständig zum Stehen ge- fchwinden. Wie verlautet, ist die junge Gattin Habichs über dessen vereins statt. Auf der Tagesordnung steht: Vortrag des Genossen bracht worden sei. Prof. Virchow ist beim Abspringen auf dem rohes Vorgehen dermaßen entrüstet, daß sie fest entschlossen ist, sich Sassenbach über:„ Die deutsche Verfassung." Stassenbericht. schlüpfrigen Asphalt ausgeglitten und hat sich beim Aufschlagen auf von dem erst Angetrauten scheiden zu lassen. Stellungnahme zur Gemeinderatswahl. Pflicht aller Genossen ist es, das Pflaster auch noch einige Verlegungen am rechten Stnie und dem Wahlverein beizutreten. Schienbein zugezogen. Der Verunglückte war durch den Sturz bekannt: Diejenigen Halte frauen, die Kinder unter vier Zur Beachtung für Haltefrauen giebt der Polizeipräsident nach dem Bürgersteig getragen. Mittels Droschke wurde Profeffor beiträgen in Pflege haben, werden darauf aufmerksam gemacht, daß einige Augenblicke betäubt und wurde durch hinzuspringende Baffanten Jahren gegen einmalige oder dauernde Zahlung von UnterhaltungsVirchow dann nach seiner in der Schellingstraße 10 belegenen Wohnung geschafft. Der sofort hinzugerufene Freund des Ver- finder- Pflegestellen nicht mehr lediglich durch den ärztlichen Leiter in Zukunft die polizeiliche Ueberwachung der Halteunglückten, Prof. Dr. Körte, stellte eine erhebliche Verlegung des des Haltekinderwesens, den fgl. Kreisarzt Dr. Zimmer, sondern linten Hüftenknochens fest. Wie mitgeteilt wird, ist das Befinden des greiser Patienten verhältnismäßig gut. Am Sonntag war Pro- unter seiner Leitung auch durch die zu diesem Zwecke von fessor Virchow vollständig schmerzfrei und auch in der Nacht zum Polizeipräsidium angestellten Aufsichtsdamen erfolgt. Jeder Montag fast völlig fieberfrei. Zahlreiche Nachfragen nach seinem dieser zehn Damen wird ein bestimmter Bezirk zur BeBefinden, welche aus Stadtverordneten, Künstler- und Gelehrten aufsichtigung überwiesen. Ihre Thätigkeit beginnt im 1., kreisen gestellt wurden, zeigen, welche Teilnahme man in allen 2, 4. und 7. Bezirke am 7. Jamar d. J., im 3., 5., 8. und 9. BeKreisen der Bevölkerung dem Verunglückten entgegenbringt. zirke im Anfang Februar und im 6. und 10. Bezirk in den ersten 77, 78 und 85. Der 2. Bezirk( Moabit) die Reviere 3-5, 64, Tagen des März d. J. Es umfaßt der 1. Aufsichtsbezirk( Potsdamier Vorstadt) die Polizeirevier- Bezirke 31-38, 56, 63, 67, 71-73, 74-76, 83, 84 und 100. Der 3. Bezirk( Wedding) die Neviere 8, 57, 58, 69, 82 und 91. Der 4. Bezirk( Am Oranienburger Thor) die Reviere 6, 7, 10-12, 46, 59 and 81. Der 5. Bezirk Lichtenberg. Heute, Dienstag, wird der Socialdemokratische Wahlverein die Frage der Arbeitslosenzählung besprechen und Stellung zu den Kommunalwahlen nehmen. Es darf darum kein Mitglied fehlen. Versammlungslokal: Höflich, Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee 120. Weißensee. Heute abend findet im Schloß eine öffentliche Bersammlung statt, in der zu den nächsten Kommunalwahlen Stellung genommen werden soll. Die Parteigenossen werden er fucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Lokales. Der Ausschuß zur Beratung der Magistratsvorlage über den Einfluß der Krankenhauspflege auf das Wahlrecht und den Antrag, allen Personen mit dem Recht des Unterstützungswohnfizes in Berlin, die unentgeltliche Aufnahme in einem städtischen Krankenhause zu gewähren, falls eine Anstaltspflegebedürftigkeit vorliegt, hat seine Beratungen beendet. Die Stadtverordneten- Versammlung, der die Beschlüsse zugegangen find, wird sich nun aufs neue mit dieser Frage beschäftigen. welche Geheimrat Professor Dr. Virchow am Sonnabendabend beim Wolffs Telegraphen- Bureau berichtet hierzu: Die Verlegung, Absteigen von der Straßenbahn erlitten hat, besteht in einem un= tomplizierten Bruch des Schenkelhalses Das Allgemeinbefinden des Patienten war heute früh das denkbar beste; Wochen das Bett hüten müssen. = Fieber war nicht vorhanden. Geheimrat Birchow wird mehrere( Gesundbrunmen) die Reviere 9,9 6 60 90, 99 und 101, Der 6. Bezirk( Schönhauser Vorstadt) die Reviere 15, 17, 50, 61, Eine Jahreskonferenz der Mormonen Deutschlands wurde 62, 81, 88, 97 ind 98. Der 7. Bezirk( Friedrichshain) die Neviere gestern in Berlin abgehalten. Die Konferenz stand unter Leitung 16, 18-20, 22-24, 44, 51, 65, 68, 80, 92 und 93. Der 8. Bezirk des Apostels Francis M. Lymann aus Utah, der jetzt das Amt eines( Frankfurter Borstadt) die Reviere 45, 52, 66, 95, 96 und 102. Generalinspektors der europäischen Mormonenmission versieht. In Der 9. Bezirk( Köpnicer Vorstadt) die Reviere 25, 26, 48, 49, 53, Deutschland giebt es zur Zeit etwa 2000 Mormonen, davon in 70, 79, 87 und 94. Der 10. Bezirk( Centrum) die Reviere 1, 12, Berlin allein 130 Familien, die sich zu den Lehren der Heiligen 13, 14, 21, 27, 28-30, 39-42, 47, 48, 54, 55 und 86. der jüngsten Tage" bekennen. Die Mormonen find, wie berichtet Jede Aufsichtsdame ist im Besiz einer vom Polizeipräsidium auswird, vollständige Temperenzler, aber auch Gegner aller weltlichen gestellten Ausweistarte. Die Hattefrauen haben der durch eine Vergnügungen, sogar der Genuß von Kaffee und Thee ist bei ihnen solche Karte legitimierten Dame den Zutritt zu ihren sämtlichen; berpönt.( Es wird wohl nicht ganz so arg sein. D. R.) Wohnräumen und die Besichtigung des Haltetindes zu gestatten, ihr jede gewünschte Auskunft über das Haltekind zu ers teilen und ihren etwaigen auf auf dieses bezüglichen Anordnungen Folge zu leisten(§ 5 der Polizei- Verordnung vom 2. Dezember 1879. Die Aufsichtsdamen genießen bei der Ausübung Für die Fortsetzung des Milchkrieges wird sowohl seitens des Milchringes, wie feitens der Milchhändler gerüstet. centrale ist entschlossen, unter allen Umständen die einmal ins Die MilchWie der Magiftrat sich zu dieser wichtigen Frage stellt, Wie der Magistrat sich zu dieser wichtigen Frage stellt, geht aus folgender Meldung hervor:" An eine allfeitig befriedigende Lösung dieser alten Frage ist vorläufig noch nicht zu denken. So lange die Krankenhäuser nicht verdoppelt oder verdreifacht find, solange die Finanzen der Stadt sich nicht ganz wesentlich gebessert haben und nicht Bürgschaften geschaffen sind, daß durch die Einführung unentgeltlicher Krankenpflege der Zuzug mittellofer, unter: stützungsbedürftiger Personen in weitem Maße gefördert wird, kann nach der Ansicht des Magistrats die beantragte Reform nicht in vollem Umfange eingeführt werden. Die Kosten werden auf 5 Mill. Mart geschätzt. Wenn Berlin allein in dieser Frage vorgehe, sei zu waren, feine guten Geschäfte machen, zu erhalten. Auch auf die ihrer Thätigkeit gegenüber Beleidigungen usw. den für Beamte vor befürchten, daß von neuem und weit mehr wie bisher ein Anreiz Landwirte aus der Provinz, welche ringfreie Milch nach Berlin gesehenen erhöhten Schuh der Strafgesetze. Ueber Ein geradezu bemitleidenswerter Pessimismus befällt den werden von den Milchhändlern schon jetzt zahlreiche Bachtverträge Haltekinderivesens in Berlin, so über die Einführung der bei der Magistrat und die Stadtverordneten- Mehrheit jedesmal, wenn die für April abgeschlossen, die Zahl der Milcheinkaufs- und Verwertungsleidige Socialdemokratie den Herren mit Anträgen kommt, die das Genossenschaften ist, ebenso wie die Zahl der Kuhhaltungen in Berlin Wohl der nicht auf dem Geldsack sitzenden Bevölkerungsschichten in stetem Wachsen begriffen. Auch die Organisation der Milchhändler fördern sollen und den Ruf der Neichshauptstadt, in socialreforma- macht stete Fortschritte, so hat sich z. B. in Spandau ein neuer torischen Dingen eine der rückständigsten Orte Deutschlands zu sein, be- Milchhändler- Berein gebildet. einträchtigen fönnten. So auch in diesem Fall. Sache unjrer Parteigenossen im Roten Hauſe iſt es, nächsten Donnerstag dafür zu sorgen, daß der Berliner Kommunalliberalismus wegen des Krankenhaus- Antrages nicht völliger, in Raserei ausartender Verzweiflung anheimfalle. gegeben werde, nach Berlin zu ziehen." Andrerseits weitere Maßnahmen in Bezug auf die Neuregelung des polizeilichen des bisherigen Konzessionsverfahrens wird zu geeigneter Zeit erneute Haltefrauen aufzubewahrenden Aufsichtsbücher und die Abänderung des bisherigen Konzessionsverfahrens wird zu geeigneter Zeit erneute Bekanntmachung erfolgen. Nicht sehr anheimelnd muß der Metropol- heatera Ball am Sonnabend verlaufen sein. Es wird darüber berichtet 3u wüsten Standalscenen kam es am Sonntagmorgen etwa um die vierte Stunde auf dem Maskenballe im Metropol- Theater. Einige anwesende Kavaliere", darunter ein als Herrenreiter bekannter Graf, gerieten durch das herausfordernde Benehmen mehrerer Financiers, befand, mit denselben in Streit, welcher in Thätlichkeiten ansartete. unter denen sich auch der Erbe eines bekannten hiesigen Bankinstituts Hierbei wurde ein Offizier mittels eines Stockes am Auge nicht unerheblich verletzt. Von Hunden zerfleischt wurde am Sonntagvormittag der zehn jährige Erich Stecker, als er über den Eyerzierplatz an der Schönhauser Allee ging. Auf der Mitte des Plazes wurde der Knabe plöglich von einigen Hunden angefallen und so furchtbar zus gerichtet, daß er von einem Schußmann in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Ob die Hunde auf das Kind gehezt worden sind, steht nicht fest. Das Unglück trifft den Knaben und seine Eltern um fo härter, als die aus fechs Stöpfen bestehende Familic infolge ihrer Armut wohnungslos ist und in einer auf dem Gelände der Gleimstraße stehenden Laube seit einigen Wochen ihr Quartier hat. Die Hunde, von denen der gefährlichste einem Gastwirt in der Gegend gehören soll, konnten erst durch Anwendung einer Schußwaffe verscheucht werden. Bau- Unfall. Sonnabendvormittag 10% Uhr verunglückten infolge Gerüst einsturzes der Maurer August Sonntag aus Pankow, der Arbeiter Paul Krämer aus Weißensee und der Maurerlehrling Ernst Münchhofen aus Pankow auf dem Bau Der Unternehmer Robert und Heinrich Werner in der Mühlenstraße zu Bankow. Beim Aufbau des Treppenhauses, welches bis Eine Geschäftsübersicht der Stadtverordneten- Verfamm- zur Höhe von etwa 8 Meter gediehen war, füllten die Kalf- und lung giebt ein Bild der Thätigkeit unsrer Stadtverordneten im Steinträger zu den letzten Schichten der Nüstungshöhe nochmals die Jahre 1901. Plenarsizungen haben 38, nicht öffentliche 31 statt- Rüstung mit Material. Schon hatten die Steinträger sich ihrer Last gefunden. Ausschußfizungen wurden 140 abgehalten. Außer den entledigt, als beim Auswerfen des Mörtels plötzlich zwei Riegel Ausschüssen wurden 4 gemischte Deputationen eingesetzt. Die 5 Ab- brachen. Die drei genannten Arbeiter stürzten mit der Materiallast teilungen der Versammlung traten 51 mal zusammen. Zur Be- und dem Mauerkasten in die Tiefe. Glücklicherweise tamen Sonntag schlußfassung waren 367 Magistratsvorlagen, d. h. täglich eine, der und Münchhofen mit anscheinend leichteren Verlegungen davon, Bersammlung übersandt worden, zur Kenntnisnahme 83 Vorlagen, während der Arbeiter Strämer mehrere schivere Rippenbrüche davon ferner 223 Rechnungssachen, 3866 Wahlsachen, 653 Anstellungssachen, trug. Der Schwerverlegte wurde mittels Krankenwagens vorläufig 180 Pensionierungsfachen, 133 Unterstützungsfachen, 2 Proteste gegen die nach seiner Wohnung gebracht. Auch bei diesem Fall ist wieder eine Gültigkeit von Stadtverordneten- Wahlen, 33 Einwendungen gegen grobe Fahrlässigkeit darin zu finden, daß den Vorschriften der Polizei die Richtigkeit der Gemeinde- Wählerliste, 69 Naturalisationsgesuche, und der Berufsgenossenschaft nicht genügt worden ist, indem unter 14 selbständige Anträge von Mitgliedern der Versammlung, 3 An- der Rüstung, worauf gearbeitet wurde, wohl noch Riegel lagen, fragen und 193 Petitionen, im ganzen 5819 Eachen. Durch Aus- aber die Abdeckung derselben fehlte, so daß die Verunglückten, ohne lagen wurden 78 Eingaben erledigt. ben geringsten Anhalt zu haben, in die Tiefe stürzen mußten. Bom Berliner Innungswesen. Die äußeren Einwirkungen Eine Absuchung der Havel zwischen Gatow und Schildhorn Vor einiger Zeit wurde ein noch nicht 12 Jahre altes der Innungsnovelle von 1897 auf das Berliner Innungswesen nach den vermutlich bei einer Ruderpartie am 1. Januar verum- Mädchen, Margarete Friedrich, abgefaßt, als es eben einer Dame werden in dem neuesten Bericht der städtischen Gewerbedeputation glückten vier jungen Männern aus Charlottenburg auf dem Telegraphenamt am Potsdamer Platz das Portemonnaie erörtert. Die Umgestaltung der Innungen auf Grund dieser hat Sonntag durch Mitglieder des Charlottenburger Ruderklubs mit 97 M. gestohlen hatte. Es stellte sich heraus, daß man es mit Novelle hat den jetzigen Zwangsinnungen eine meist recht be- stattgefunden. Schon morgens gegen 7 Uhr hatten sich die An- einer Taschendiebin zu thun hatte, die an Schlauheit und Geschicklichträchtliche Zunahme, dagegen den freien Innungen fast durch gehörigen des Klubs sowie zahlreiche Freunde der mutmaßlich Er- feit es mit jedem aufnimmt. Das Mädchen ist die entartete Tochter veg eine Abnahme der Mitgliederzahl gebracht. Im letzten Jahre trunkenen, insgesamt etwa 30 Personen, nach derjenigen Stelle be- eines braven Arbeiterpaares, dessen fünf andre Kinder wohlgeraten bestanden in Berlin 63 Jumungen, darunter waren 45 freie und geben, an welcher das Boot gefunden worden ift, und sind. Die fleine Diebin fam auf Grund des Gefeßes über die Für18 Zwangsinnungen. Seit Ende 1898 haben einen Mitgliederzuwvachs von hier aus wurde das Wasser der Havel stromauf- forge- Erziehung nach Steglitz in das Erziehungsheim, dort führte gehabt: von den freien Innungen nur vier( die beiden Bäcker- und-abwärts durchsucht. Die stundenlangen Bemühungen, fie sich so gut, daß man sie am Heiligabend auf Wunsch der Eltern innungen, die Brunnenbauer- und die Fleischerimmg), dagegen die die durch die stürmische Witterung und dem hohen Wellengang des zum Weihnachtsfest beurlaubte. Unter dem Christbaum stahl die Unjezigen Zwangsinnungen beinahe fämtlich( mit alleiniger Aus- Fluffes sehr erschwert waren, blieben leider erfolglos. Nur drei verbesserliche ihrer Mutter ein Portemonnaie, das diese geschenkt erhaltenr nahme der Schornsteinfeger- Junung, deren Mitgliederbestand Suder, die an das Schilf angeschwemmt warcn, wurden aufgefunden. hatte, nahm dann ihre eignen Geschenke und schlich sich aus der elterunverändert geblieben ist, weil ihr schon vor der Umwandlung in Es wird mit der Wahrscheinlichkeit gerechnet, daß die jungen Leute lichen Wohnung fort, um von neuem dem Taschendiebstahl nachzueine Zwangsinnung sämtliche Schornsteinfegermeister Berlins an- versucht haben, sich nach der unaufgeklärten Verunglückung des Bootes gehen. Am Sonnabendabend sah man sie in der Passage Unter den gehört hatten). Die Gesamtzahl der Mitglieder stieg bei den Zwangs- durch Schwimmen zu retten und hierbei in das zu beiden Seiten Linden. Von dort ging fie nach der Leipzigerstraße und stahl einer innungen von 8658 auf 14 782. Besonders starken Mitgliederzuwachs des Flußlaufes sich hinziehende Schilf geraten sind. Ist dies der Dame das Portemonnaie mit 97 M., damn faufte sie sich in einem Hatten z. B. die Innungen der Maler( von 501 auf 1142), der Tischler Fall, so dürfte es wohl unmöglich werden, die Leichen zu bergen. Spielwarengeschäft eine Puppe. Da ihr der Karton, in den diese ( von 1357 auf 2460), der Schneider( von 1358 auf 3665). Auch die Bemerkt sei noch, daß die vier Verunglückten vorzügliche Schwimmer gepackt war, nicht gefiel, warf sie ihn gleich auf dem Flur hinter Einnahmen und Ausgaben sind bei den Zwangsinnungen faft überall waren. die Hausthiir. Eine Verkäuferin, glaubend, daß sie die ganze Puppe entsprechend gestiegen. Im ganzen stiegen die Einnahmen von Die Ertrunkenen sind vier noch unverheiratete Kaufleute mit weggeworfen habe, rief die junge Kundin an. Da tam ein Kriminal60 601 M. auf 99 429 M., die Ausgaben von 59 597 m. auf 98 177 M., Ramen Heinrich Schwandt, Wilhelm Tiezich und A. Pfeifer aus beamter dazu, der die Taschendiebin erkannte. Es ergab sich nun, im einzelnen z. B. bei den Malern die Einnahmen von 5444 M. auf Charlottenburg, sowie Karl Diesel aus Leipzig. Sie gehörten dem daß sie seit dem heiligen Abend fünf Damen bestohlen hatte, eine 12 153 M., die Ausgaben von 5722 M. auf 11 988 M., bei den Charlottenburger Nuderklub" an und hatten, wie schon bekannt ist, in der Vortstraße um 25 M., drei in der Friedrichstraße und je eine Tischlern die Einnahmen von 12 099 M. auf 22 248 M., die Aus- diese erste Bootsfahrt im neuen Jahre unternommen, un von den in der Passage und in der Leipzigerstraße. gaben von 11 662 M. auf 21 348 M., bei den Schneidern die Ein- Gastwirten der Havel den üblichen Eierzoll( je eine Mandel Gier) Selbstmord hat der Fuhrherr Lindemann aus der Greifs nahmen von 4760 M. auf 14 211 M., die Ausgaben von 5054 m. sich zu holen. Man fand, als die jungen Leute bis zum 2. Januar walderstraße begangen. Der 66 Jahre alte Mann hat über 30 Jahre auf 14 259 M. abends nicht zurückgekehrt waren, nach langem Suchen das Boot selbständig als Droschten- Fuhrherr gefahren. Ein Beinleiden zwang Die Wahl zur Gewerbeftener Einschähungskommission bei der Insel Lindwerder im Schilf. Es war vollständig mit ihn im September vorigen Jahres, feinen Beruf aufzugeben. Die ( Unterausschuß X) findet heute nachmittag 5 Uhr im Hörsaale der affer gefüllt und scheint vom starken Westwinde dorthin getrieben Berzweiflung darüber, daß er fortan nichts zu leben habe, trieb den 189. Gemeindeschule, Stephanstraße 10, statt. Die vorige zu sein. Unglücklichen zum Selbstmord. Er ertränkte sich am Wickinger Ufer Wahl, in der unsre Parteigenossen die Mehrheit erlangt haben, ist Manneswürde. Der 35 jährige Kaufmann Emil Habich in der Spree. bekanntlich für ungültig erklärt worden. Es bedarf unsrer ganzen hatte bis vor ungefähr vier Jahren mit der in der Alten Jakobstraße Die Personen, welche der Affaire beigewohnt haben, die sich Straftanstrengung, um den Sieg zu behaupten, und daher richten wir wohnhaften Näherin Martha Nestler ein Liebesverhältnis, dem am Neujahrstage, abends 91/2 Uhr, an der Oberbergerstraße zwischen namentlich an die Kleingewerbetreibenden der Stadtbezirke 280 bis auch zwei Knaben entsproffen sind. Als der zweite Knabe zur Welt einem Schußmann und einem Arbeiter abgespielt hat, werden ge326b die Aufforderung, sich bis spätestens 42 Uhr im Wahllokale tam, wurde Habich der Geliebten überdrüssig und verließ sie in ihrem beten, bei Eduard Vogt, Pappel- Allee 116, v. 4 Tr., ihre Adressen einzufinden, da dieses 5 Uhr geschlossen wird. größten Elend. Seither bemühte sich die Nestler vergebens, von dem abzugeben. Bater ihrer Kinder auch nur die allergeringste Beisteuer zum UnterRechtsanwalt Dr. Werthauer. Bekanntlich ist s. 3. im Anhalte derselben zu erhalten, denn er verstand es in schlauer Weise, Fleischuntersuchungs- Station in der Bücklerstr. 7 einen Einbrecher haben in der Nacht zum Montag der städtischen schluß an den Prozeß Sternberg auch gegen den zweiten Verteidiger fich den pflichtmäßigen Alimenten dadurch zu entziehen, daß er seine unerbetenen Besuch abgestattet. Die Spizbuben haben auch eine des Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, ein Ermittelungs Stellung als Platzvertreter einer Firma nicht gegen ein Figum, eiserne Kassette erbrochen und bis auf 1,05 m. den Barbestand als verfahren wegen Begünstigung eingeleitet worden. Das Verfahren Beute mitgenommen. ist nunmehr auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch die Straf- fondern lediglich gegen Provision bekleidete, so daß man ihm auch auf gerichtlichem Wege nicht beikommen konnte. Die Nestler war kammer rechtskräftig eingestellt worden. daher gezwungen, ihre beiden Knaben durch ihrer Hände Arbeit Bereins Berliner Preffe" muß infolge einer Erkrankung des Das Programm für den diesjährigen Vortragscyklus des Unfall des Professors Dr. Virchow. Die Betriebsverwaltung mühselig zu ernähren. Zufällig erfuhr sie nun, daß ihr früherer Brinzen Emil v. Schönaich- Carolath eine Veränderung erfahren. Bring der Großen Berliner Straßenbahn teilt mit: Geheimer Rat Prof. Geliebter am 5. d. M. mit der Tochter eines reichen Tapezierer Schönaich Carolath wird nun statt am nächsten Donnerstag, erst am Dr. Virchow verließ am Sonnabend um 8 Uhr abends den Hinter- meisters aus der Rosenthalerstraße sich verheiraten werde. Rasch 27. februar lesen. Für ihn tritt aut ersten Vortragsabend Dr. Hans T " Jur der = " = " Gerichts- Beitung. er Vermischtes. fo ist er Soffmann ein, so daß das Programm für den 9. Januar nunmehr folgendermaßen lautet: Maurice Reinhold v. Stern- Linz: Der 287,86. im verfloffenen Jahre 2767,21 M., die Ausgaben, dar Königssohn und der arme Flötenbläser", symbolische Stizze; Dr. Jo= unter 1566,05 M. an die Geschäftsleitung, insgesamt 2575,54 M., so Hannes Fastenrath Köln:„ Der Humor in der spanischen Litteratur" Unter der Anklage der Beamtenbestechung standen gestern daß ein Kassenbestand von 191,67 m. verbleibt. Im vierten Dr. Hans Hoffmann- Wernigerode: Humoreste. Eintrittstarten sind der Kaufmann Oskar Feist, dessen Ehefrau Marie Feist und Quartal wurden 711,22 M. vereinnahmt und 519,55 2. zu haben in den Buchhandlungen von Amelang, Potsdamerstr. 126; Bres: der ehemalige Kriminalschuhmann Erich Guder vor der verausgabt. 14 Versammlungen und 20 Sigungen haben im lauer u. Meyer, Leipzigerstr. 136; Lazarus, Friedrichstr. 66; Speyer ersten Straffammer des Landgerichts 1. Dem ersten Angeklagten Berichtsjahre stattgefunden, die zum Teil sehr gut besucht waren. u. Peters, Unter den Linden 43; Woyte, Potsdamerstr. 13, und im Berliner wurde außerdem Verlegung des Briefgeheimnisses zur Last gelegt. Während der letzten Lohnbewegung ist die Mitgliederzahl von 90 auf Preßllub, Charlottenstr. 37( Fahrstuhl). Die Ehefrau Feist ist Inhaberin einer Restauration mit 150 gestiegen, dann aber leider wieder auf 104 zurückgegangen. Im Apollo Theater hat die Ausstattungsoperette König Damenbedienung, während ihr Ehemann als Geschäftsführer Schütz wurde als Vertrauensmann wiedergewählt. Zu Revisoren Aqua", die feit Ende Oktober auf dem Repertoire steht, einige auftritt. Am 15. Dezember 1900 sollte im Feiftschen Lokale ein wurden Wolf und Schauer bestimmt. In den Central- Ausschußz Berbefferungen erfahren. Zunächst ist viel dadurch gewonnen, daß Abendtisch stattfinden. Feist war bei der Revierpolizei um Ver- wurde Wolf gewählt und nachdem der bisherige Delegierte das Stück verkürzt wurde; dann aber hat die Direktion durch einige längerung der Polizeistunde für diesen Abend bis 2 Uhr eingekommen irtmann Bericht erstattet, Tillat in die Berliner Geneue Künstler die Aufführung ganz wesentlich gehoben. Herr und hatte auch die Erlaubnis dazu erhalten unter der ausdrücklichen werkschaftskommission delegiert. Der nächste Punkt der TagesRichard, der durch seine Darstellung des Inspektors Bräfig Bedingung, daß die Kellnerinen um 12 Uhr entlassen werden ordnung: Stellungnahme zum Tarif, der erst im September manchem Berliner bekannt geworden ist, spielt jezt den König Aqua follten. Der Polizeilieutenant beauftragte den Angeklagten abläuft, wurde bis zu einer späteren Versammlung im Februar in so unverfälschtem ostpreußischen Dialekt, daß sich dort unten im Guder damit, zu überwachen, daß dieser Anordnung auch Folge ge- oder März vertagt. Unter Gewerkschaftliches" wiesen mehrere Meeresreich in der That die Flundern wundern müffen. Desgleichen leistet werde. An demselben Tage überfandte Feist durch seinen Redner auf die gegenwärtig ungünstige Geschäftskonjunktur hin und ist durch Fräulein Walden die Rolle der trintjeligen Königstochter Hausdiener Luckow der Ehefrau des Angeklagten Guder ein Badet berichteten, daß auf verschiedenen Bläßen wegen Mangel an Arbeit fo gestaltet worden, daß der Anblick dieser Hoheit durchaus genießbar enthaltend 1 Hafen, je 1 Flasche Rotwein, Weißwein und Seft, fo- tagelang ausgesetzt werden muß, oder aber die Arbeitszeit auf ist; und wenn die Künstlerin ihre wohlgeschulte Stimme zum wie ein Kistchen Cigarren. Guder hat an dem betreffenden Abende wenige Stunden reduciert und dementsprechend auch der Verdienst Gesang erhebt, hat sie ohnedies gewonnenes Spiel. Herr im Feistschen Lokal nicht revidiert und dies wird seitens der An- außerordentlich minimal ist. Hierbei wurde lebhaft kritisiert, daß Georg Kaiser vom Metropol Theater spielt jetzt den klage auf das erwähnte Geschenk zurückgeführt. Luckow, dem ge- nicht nur Privatarbeiten auswärts angefertigt, sondern auch sehr Journalisten flott, wie man es von ihm gewohnt ist. Wenn fündigt war, ist zum Verräter an seinem Dienstherrn geworden, umfangreiche Arbeiten für das tgl. Schloß, Dom und andre Bauten zweite Aft des Stückes mit seiner aufdringlich- er richtete wiederholt schriftliche Anzeigen an das Polizeipräsidium, sogar im Auslande hergestellt werden, obgleich hier ein so bedeutender wehleidigen Sentimentalität nicht wäre. Aus dem Specialitäten worin er angebliche Unregelmäßigkeiten, die im Feistschen Lokale Arbeitsmangel herrscht. Dem Vertrauensmann wurde schließlich Programm ragen die Loisach thaler, eine oberbayrische Sänger- vorgekommen sein sollten, offenbarte. Ein solcher Brief war dem aufgegeben, geeignete Schritte zu unternehmen, um eine Aenderung gesellschaft hervor; ferner find die Nedtünstler Stad und Milton Angeklagten Feist in die Hände gefallen, er hatte ihn geöffnet und dieser Zustände zu veranlassen. Tobend zu nennen. gelesen. Die Angeklagten bestritten, daß das Geschent auf unlautere Centralverein der Bildhauer Deutschlands( Verwaltungsstelle Zu der vom Verband des technischen Bühnenpersonals erhaltenen Beweggründe zurückzuführen sei, der Gerichtshof hielt sie aber für Berlin). Dienstag, den 7. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Mitteilung in der Sonntagsnummer schreibt uns das Sekretariat überführt und verurteilte den Ehemann Feist zu 110 M., die Ehefrau Engel- Ufer 15, Versammlung. Tagesordnung: Rückblick auf das Vereinsleben des vergangenen Jahres. des Apollo- Theaters: Jn Anknüpfung an die in Ihrem geschäßten zu 50 M. und den Angeklagten Guder zu 30 M. Geldstrafe. Centralverein der Bureau= Angestellten Deutschlands. Blatte vom 5. Januar d. J. gebrachte Notiz, daß dem Personal des Zum Kapitel der Schwindelanktionen lieferte eine Ver-( Mitgliedschaft Berlin.) Dienstag, den 7. Januar, abends 9 Uhr, RosenSchiller- Theaters eine freudige Ueberraschung in Form einer Neujahrs- handlung, die gestern vor dem Schöffengericht stattfand, einen thalerstraße 57 bei Bauer, Mitgliederversammlung. Vortrag des Herrn Gratifikation zu teil wurde, und daß dieser Vorgang wohl einzig in Beitrag. Der Bäder Müller ging eines Tages durch die Kaiser Dr. Wollheim: Luft und Leben. Mitglieder werden aufgenommen. Gäste der Theaterwelt dastehen dürfte, gestatte ich mir, ergebenst zu er- Wilhelmstraße. Durch die offenstehende Ladenthir brangen die Nufe willkommen. widern, daß an das Personal des Apollo Theaters alljährlich eine eines Auktionators auf die Straße hinaus. Lediglich aus Neugierde reichliche Weihnachts Gratifikation von seiten des Herrn Baumeister betrat Müller das Lokal, welches gut besetzt war. Es wurde gleich Biegra erfolgt und auch beispielsweise bei der 100., 200. und darauf eine„ Goldin- Savonet- Uhr mit drei Kapseln und reichen Ver300. Aufführung von Frau Luna"," Venus auf Erden" 2c. ganz zierungen" versteigert. Der Auftionator erklärte, daß der Tagwert Donnerstag, den 9. Januar, statt. Es steigen bemannte und uns Juternationale wissenschaftliche Ballonfahrten finden am namhafte Dotationen an die Mitglieder zur Verteilung gelangten." der Uhr 32 m. betrage. Giner aus dem Publikum machte ein bemannte Ballons auf in Trappes, Paris, Straßburg, München, Feuerbericht. Ein Fabrikbrand kam Sonntagabend 7 Uhr in Anfangsgebot mit 10 M., ein anderer bot 10 Pf. mehr, ein dritter Wien, Krakau, Berlin, Petersburg, Mostau, Blue Hill Observatory der Ritterstr. 23 zum Ausbruch. Infolge mehrfacher Meldungen noch 10 Pf. mehr und so ging es um je 10 Pf. weiter, bis ein Gebot bei Boston U. S. A. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erschienen fünf Löschzüge, darunter drei Dampfsprigen am Brand- von 11,40 m. erreicht war. Nun fiel es Müller ein, 11,50 M. zu erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Ins plage. Hier hat im Quergebäude die Firma Grimm eine Fabrit bieten. Sofort erhielt er den Zuschlag. Man gab ihm die Uhr und struktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und für Beleuchtungskörper. In den Nebenräumen befindet sich ein Müller hatte den Betrag an eine Dame zu zahlen, die neben der an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. großes Papierlager der Firma Stern. Hier ist anscheinend in einem Thür an der Kasse saß. Als er vor der Thür das neuerworbene Parterreraum der Brand ausgebrochen und hat sich dann durch die Kleinod in Augenschein nahm, bemerkte er, daß die Uhr nicht ging. Zu den Messerstechereien in Kiel, die Ende v. J. so große Decke nach dem ersten Stock ausgedehnt. Die Schwierigkeit der Er begab sich zu einem in der Nähe wohnenden Uhrmacher, der Aufregung hervorriefen, wird von dort gemeldet, daß der auf Ablöschung lag darin, daß das Feuer in den Wänden und 2,30 M. beanspruchte, um das sehr mangelhaft gearbeitete Wert in Requisition der Kieler Staatsanwaltschaft im Elternhause in EusDecken fortschwelte, so daß die Wehr stundenlang sich mit Ein- Gang zu bringen. Müller hielt sich für betrogen, er brachte die hauſen verhaftete und nach Kiel gebrachte Assistenzarzt Dr. Richard reißen und Einschlagen befassen mußte. Eine Betriebsstörung Uhr nach dem Auktionslokal zurück und verlangte sein Geld wieder. Sleiner nach wie vor jede Thäterschaft an diesen Verbrechen in Abrede stellt. findet bei beiden Firmen nicht statt. Sonntagmittag wurde ein Die Dame wollte sich auf nichts einlassen. Darauf trug Müller die Dagegen hat er bezüglich der ihm weiter Last zur großes Löschaufgebot nach der Köpenickerstr. 151 gerufen, wo in der Uhr wieder zum Uhrmacher mit dem Auftrage, fie in Gang zu gelegten Universitätsdiebstähle ein offenes GeGoldleistenfabrik von Hielscher anscheinend durch[ Selbstentzündung bringen. Der nächste Gang führte ihn zur Polizei, wo ständnis abgelegt. Da sich jedoch hinsichtlich der Zurechnungseine große Tonne Kienruß in Brand geraten war. Man Da sich in Anzeige machte. erklärte ihm, daß ihm, daß er das Opfer fähigkeit des Verhafteten, der starter Morphinist ist, an unmittelbarer Nähe große Posten trockener Leistenstäbe befanden, einer Schwindelanktion geworden. Seine Vorbieter bei der Ver- scheinend berechtigte Zweifel ergeben haben, so lag die Gefahr an der Weiterverbreitung des Feuers sehr steigerung feien Scheinbieter, sogenannte" Dremmler" gewesen. bereits vom Kreisphysitus Dr. Bockendahl daraufhin unterfucht nahe. Indes gelang es der Wehr, das brennende Faß Nach einigen Tagen erhielt Müller die polizeiliche Aufforderung, die worden. Seine Ueberweisung an die Universitäts- Frrenklinik wird durch den Fahrstuhl aus dem ersten Stock auf den Hof Uhr einzuliefern. Aber der Auktionator Mehl, der die betreffende zweifellos erfolgen müssen, nachdem er den durch Messerstiche verชน befördern und die Flammen Bit erstiden. Dabei Versteigerung mit seinem Namen deckte, war der Polizei bereits legten Perfonen gegenübergestellt worden ist, was in den nächsteir flog jedoch der leichte Kienruß in leichten Flocken umber, zuvorgekommen. Er hatte Tags zuvor Miller in der Bäder Tagen geschehen dürfte. Im übrigen wird uns noch berichtet, daß so daß die Feuerwehrleute schließlich von Schornsteinfegern nicht herberge aufgesucht und die Uhr gegen Zahlung von 11,50 M., fo- Dr. Kleiner aus einer sehr begüterten Familie stammt, die ihn zum mehr zu unterscheiden waren. Nachmittags 4 Uhr kam in dem wie 2,30 W. für verauslagte Reparatur zurückerhalten. Die Uhr Lebensunterhalt und zu Studienzwecken so reichlich mit Geldmitteln Lagerkeller des Delikatessengeschäftes von J. Dräger, Wilhelm ist nicht mehr zum Vorschein gekommen. Gegen Mehl sowie gegen verfah, daß er zur Berübung von Unredlichkeiten absolut keinen Anlaß straße 147, ein größerer Brand aus. Die Wehr hatte tüchtig Waffer feinen Verkäufer Joseph wurde Anklage wegen Betruges erhoben. hatte. Es wurden seiner Zeit in Stiel etwa 40 Personen durch Messerzu geben, um die Gefahr zu beseitigen. Montag früh wurde die Der erstere erklärte im Termin, daß er an dem fraglichen Tage stiche verlegt. Wehr nach der Lindenstr. 57 gerufen, wo der Fußboden unter der gar nicht im Auktionslokale gewesen sei, er sei von Joseph vertreten Aus Zittau wird gemeldet: Der heute vormittag 9 Uhr Kochmaschine Feuer gefangen hatte. Kurz darauf hatte sich in der worden. Es habe ihm ferngelegen, den Zeugen Müller schädigen zu 54 Min. aus Görlitz in Zittau eingetroffene Personenzug fuhr Eremmenerstr. 2 Petroleum entzündet. Die Gefahr tommte schnell be- wollen, deshalb habe er die Uhr zurüidgeholt, als er von dem Vor- infolge Versagens der Luftbremse in das Stationsgebäude hinein. seitigt werden. In der Nacht zum Sonntag verursachte Unfug am öffent falle erfahren. Der als Sachverständiger geladene Uhrmacher be- 8mei Reisende wurden leicht verlegt. Der Materialschaden ist belichen Melder einen Alarm nach der Louisenstr. 56. Der Thäter konnte gutachtete, daß derartige Uhren eigens zu Schwindelzwecken an leider nicht ermittelt werden. In der Reinickendorferstr. 7 ging der gefertigt würden, sie hätten nur einen Wert von 5-6 M. das Stück. Juhalt eines Schaufensters in Flammen auf, während in der Der Angeklagte Mehl, der vom Rechtsanwalt Dr. Werthauer ver- Am 5. d. M., vormittags 9 Uhr 54 Minuten, ist der von Görlitz Die Eisenbahn- Betriebsdirektion Dresden giebt hierzu bekannt: Grenadierstr. 35 Gerümpel im Keller brannte. Außerdem waren teidigt wurde, erzielte ein freisprechendes Urteil, da seine Teilstraße 195, Belforterstr. 27, Siemensstr. 12 und Gartenstr. 175 zu geklagte Joseph wurde dagegen zu sechs Wochen Gefängnis die an der Ostseite des Stationsgebäudes gelegene Drehscheibe noch Alarmierungen von Danzigerstr. 28, Bremerstr. 15, Brunen nahme an dem Betruge nicht genügend festgestellt schien, der Ankommende Personenzug Nr. 303 infolge glitfchriger Schienen nicht rechtzeitig zum Anhalten zu bringen gewesen, vielmehr über verzeichnen. In allen Fällen handelte es sich um geringfügige verurteilt. Auläffe. Die Gemeindeverwaltung von Friedenau wurde durch eine hinausgefahren und hat dieses Gebäude in einer Breite Verhandlung in ein eigenartiges Licht gestellt, die vor der zweiten von 3 Metern durchbrochen, wodurch ein Teil der Telegraphenerpedition zerstört worden ist. Siraftammer des Landgerichts II stattfand. Der Gemeindebureaus weit in diesen Raum eingedrungen. Die Maschine des Buges ist einen Meter Ein Kasernendieb ist der Gardehusar Haafe aus Potsdam, vom Jahre 1897-1901 über 9000 Mart zu unterschlagen, ohne daß der Mitte befindlichen Wagens wurde in die Höhe gehoben, was Ein Kasernendieb ist der Gardehusar Haase aus Potsdam, Assistent Paul Kraft hat es zu Wege bringen fönnen, in der Zeit weit in diesen Raum eingedrungen. Der Zug bestand aus zehn Wagen, welche sämtlich in Geleise blieben. Eine Achse eines in der vor einigen Wochen beim Schulzen Engel in Seeburg Nacht es bemerkt wurde. Als er schließlich den Kopf verlor, nicht mehr die Zerstörung der Stirnseite dieses und des benachbarten Wagens quartier verlangte unter dem Vorgeben, er befinde fich auf einem Distanzritt und ihm sei das Pferd entlaufen. aus und ein wußte, verließ er plößlich den Dienst, stellte sich aber Der Gemeindevorsteher glaubte dies Märchen nicht und überlieferte den Mann der nach einigen Tagen freiwillig der Polizei und bezichtigte sich selbst. aur Folge hatte. Verletzt wurden die Reisenden Seibt aus Eilau, Grundbesizer Hartmann aus Groß- Schweidniß und der Arbeiter Spandauer Militärbehörde. Wie die Untersuchung ergeben hat, Seine Schweſtern haben zwar den Schaden, der anfänglich nur auf Mendel aus Tauchnitz, und zwar ersterer durch Quetschungen behatte der Husar, als er auf Kafernenwache war, den Mannschafts- das Geschick des Bruders nicht aufzuhalten. Der Angeklagte entrollte leichter. Alle drei konnten sich allein nach Hause begeben. Der 5000 Mart angenommen wurde, ersetzt, aber sie vermochten damit denklich. Die Verlegungen der beiden andern Reisenden sind ftuben heimlich Besuche abgestattet, um die Taschen und Brustbentel vor Gericht thränenden Auges ein Jammerbild. Als 30 jähriger der Kameraden zu" revidieren", das heißt ihnen die Barschaft zu verheirateter Mann habe er im Jahre 1897 im Gemeindebureau Wiaterialschaden ist unerheblich. Betriebsstörungen haben nicht ſtatterleichtern. Aus Furcht vor Strafe war er dann flüchtig geworden. von Friedenau Anstellung gefunden mit einem Gehalt von monatlich gefunden. Zu dem Gerücht von einem Luftmord gab ein schweres 60 M. Seine Frau sei stets trant gewesen, sein Gehalt habe daher Aus Burg a. d. Wupper wird vom Sonntag berichtet: Auf Sittlichkeitsverbrechen Veranlassung, durch welches die schlechterdings zum Auskommen nicht gereicht, obwohl er sich nicht fatt- Schloß Burg wurde heute früh zwischen 4 und 5 1hr der weftliche Bewohner unsrer Nachbargemeinde Reinickendorf in große gegessen habe. Später sei sein Gehalt auf 80 und noch später auf 100 W. Teil des Bergfrieds( Aussichtsturm), welcher bis zu einer Höhe von Aufregung verfekt worden sind. Am Sonnabendabend gegen 1/28 Uhr erhöht worden, aber da habe er sich längst in Wucherhänden befunden, die 40 Metern aufgeführt, aber noch nicht vollendet war, infolge des fanden Arbeiter, welche die Berlinerstraße in West- Reinickendorf abnahmen. Am 1. April v. J. sei er als Assistent mit 150 M. Gehalt erfolgte in drei Abschnitten. Berlegt wurde niemand. ihm für ein Darlehen von 100 M. vierteljährlich 25 M.( also 100 Prog.) berrschenden Sturmes heruntergerissen. Der Sturz passierten, etwa 500 Meter vor der städtischen Frren- Auftalt Dalld: rf fest angestellt worden, aber da sei er bereits verloren gewesen. Um Die Ueberschwemmung der marokkanischen Küste. Den eine Frau in einer großen Blutlache cuf dem Bürgersteige liegen. sich über Wasser zu halten, habe er im Laufe der Jahre sich fort- Times" wird aus Tanger vom 30. Dezember gemeldet: Man Die Besinnungslose, welche durch Messerstiche schwer verlegt war, gesetzt an den Geldern vergriffen, die er namentlich auf Requisition fürchtet, daß nicht weniger als hundert Menschen bei der leyten wurde nach dem Paul Gerhard- Stift in der Müllerstraße gebracht, von auswärtigen Kommunen für Kranken-, Invaliden- und Unfall- Ueberschwemmung in Eaffi umgekommen find. Einzelne Teile der wo der Arzt feststellte, daß die Unglückliche zehn Messerstiche im versicherung einzuziehen hatte. Er habe die ersten Löcher immer wieder Stadt find völlig zerstört. In ganz Marotto sind außerordentlich Kopf und Genid erhalten hatte. Die eine Stichwunde ging tief in dadurch zugestopft, daß er neue Löcher aufmachte, d. h. er deckte die eine heftige Regengüffe niedergegangen. Jetzt hat sich das Wetter wieder den Hals hinein und hätte unter Umständen eine tödliche Wirkung Unterschlagung durch eine zweite und diese durch eine dritte, doch gebeffert und man erwartet für das kommende Jahr eine vorzüg haben können. Den Bemühungen des Arztes gelang es nach sei er selbst darüber erstaunt, daß die unterschlagene Summe eine liche Ernte, obgleich das Gerücht geht von einer Henschreckenplage solche Höhe erreicht haben solle. Staatsanwalt und Gerichtshof im Süden. längerer Zeit, die Frau wieder ins Leben zurüfzurufen. Sie wurde verkannten nicht, daß dem Angeklagten die jahrelange Unterschlagung Ungrisches. Aus Budapest wird berichtet: Der ehemalige als die 38jährige, unverehclichte Rentiere Maric Strehmann, nur dadurch möglich wurde, daß man ihn niemals tontrollierte, Raffenbeamte des städtischen Steueramts Victor Kecskemethy, welcher Berlinerstr. 66 in Reinickendorf wohnhaft, rekognosciert. Frl. St. aber dennoch wurde auf ein Jahr sechs Monate Geim November v. J. nach Unterschlagung von Steuergeldern im gab a:, daß sie, von einem Ausgange zurüdfehrend, schon von fängnis erkannt. Betrage von 590 000 Stronen flüchtig geworden war, hat sich in der Humboldtstraße cn von einem jungen Manne verfolgt worden Zehn Nollkutscher vom„ Transport- Comptote der vereinigten einent aus New York datierten Brief an den Besti Hirlap" bereit wäre. Zwischen den Messingwerken und der Irrenanstalt Spcbiteure" standen gestern unter der Anklage des Diebstahls und erklärt, die entwendete Summe zurückzugeben, wenn der BürgerDalldorf habe der Fremde sie plötzlich fie plöglich angegriffen und der Hehlerei vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I. Jm meister und die zuständigen städtischen Organe fich mit Ehrenvort versucht, sie zu Boden zu werfen und zu vergewaltigen. Ale Laufe der letzten fünf Jahre liefen bei der genannten Gesellschaft verpflichten, ihn nicht weiter zu verfolgen. Kecskemethy fügt hinzu, die Ueberfallene um Hilfe ricf, hat der Bursche mit einem Messer auffallend viele Beschwerden darüber ein, daß die ihr anvertrauten man werde seiner niemals habhaft werden, da er sich völlig unfennt ihr die Wunden beigebracht. Güter in defekter Verpackung und teilweise ihres Inhalts beraubt in lich gemacht habe. Die von dem Vorfall sofort be- die Hände der Adressaten gelangt seien. Es währte lange, bevor die Die Pest in Rußland. Aus Saratow wird berichtet: Nach nachrichtigte Gendarmerie ermittelte vorgestern, Sonntag, als den Thäter Gesellschaft dahinter fam, daß ihre eignen Angestellten die Thater amtlicher Mitteilung sind in dem Dorfe Kotowaja im Kreise den 16/ 2jährigen Arbeitsburschen Erich Shlesinger, der waren. Die Rollfutscher hatten Kisten, deren Verschluß durch den Transport Stampschin 12 Personen an fibirischer Best erkrankt und neun davon bei feinen Eltern in Reinickendorf, Berlinerstr. 7, wohnt. Er wurde, gelitten, geöffnet und fich alle möglichen Gegenstände daraus angeeignet. gestorben. da der junge Sch. vor etwa einem halben Jahre schon ein ähnliches Sitt- Es spielten Schuhwaren, Cigarren und Porzellanfachen dabei eine Eisenbahn- Unfall. Infolge Einsturzes der Böschung des lichkeitsverbrechen versucht hat, tros seines Leugnens in Haft genommen. Hauptrolle, die von den Kutschern gegenseitig ausgetauscht wurden. Eisenbahn- Dammes auf der 410 Werst betragenden transujemenschenr Der Bursche wurde gestern Fräulein Strehmann gegenübergestellt, Da die Angeklagten nur zum Teil geständig waren, war eine Strecke der Petersburg- Warschauer Linie ist der Güterverkehr auf Als die am schwersten einem Teile der Strecke eingestellt; der Passagierverkehr geschicht die ihn mit Bestimmtheit als den Thäter erkannte. Runmehr wagte Belasteten gingen die Angeklagten Cafper, Göpinger und mittels Umsteigens. umfangreiche Beweisaufnahme erforderlich. der jugendliche Unhold nicht mehr zu lengnen; er gestand ein, das Denkmann aus der Verhandlung hervor, die zu einem Jahr Ausstellung in Kapstadt. Nach einer Meldung der„ Times" Verbrechen verübt zu haben. Bemerkenswert ist, daß der Vater des bezw. zu 9 Monaten und 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurden. aus Kapstadt soll im Jahre 1903 dort eine Ausstellung stattfinden, jungen Verbrechers vor etwa acht Jahren wegen eines schweren Vier andre Angeklagte wurden zu geringeren Gefängnisstrafen ver- mit welcher hauptsächlich Förderung des Handels bezweckt wird. Sittlichkeitsverbrechens unter Anklage stand. Auf Grund medizinischer urteilt und drei Angeklagte( Wilke, Klaß und Breßel) wurden frei- Die Organisation der Ausstellung erfolgt vom Mutterlande aus, Gutachten wurde er jedoch damals freigesprochen und in der städtischen gesprochen. Mittel der Kolonie sollen nicht für sie in Anspruch genommen werden. Wenn nur die leidigen Boeren nicht wären. Frrenanstalt interniert. Abermals ein Schifföunglück. Aus Madrid wird ges meldet: Die Blätter veröffentlichen eine Depesche aus Oporto, Die Marmorarbeiter hielten am Sonntag im Englischen wonach der spanische Dampfer Binalda" und der von Cardiff Garten" eine öffentliche Versammlung ab. Das Andenken des ver- kommende englische Dampfer Iphonio" nach einent storbenen Redacteurs O. Schmidt ehrte die Versammlung in der Zusammenstoß dort gesunken sind. Die Befagung des englischen üblichen Weise. Nach der Abrechnung, die der Vertrauensmann er- Schiffes ist mit Ausnahme des Kapitäns umgekommen, die des stattete, betrugen die Einnahmen inkl. des alten Bestandes von spanischen Dampfers wurde durch einen portugiesischen Dampfer gerettet. Aus den Nachbarorten. Das rätselhafte Verschwinden des Rentiers Benno Pollac aus Groß- Lichterfelde ist jetzt aufgeklärt. Der Leichnam des unglücklichen Mannes wurde gestern in einem Graben bei Lichterfelde auf gefunden. Ein Verbrechen erscheint ausgeschlossen, es wird viel mehr angenommen, daß Pollack infolge gänzlicher Erschöpfung gestorben ist. Derlammlungen. trächtlich. " Marktpreise von Berlin am 4. Januar 1902 nach Ermittlungen des kgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.- Ctr.| 17,35| 17,33 Berste, gut " 6-141,70 120 1,40 1mittel 17,31 17,29 " " Kartoffein, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg - gering " 17,27 17,25 do. Bauch " Noggen, gut 14,50 14,48 " Schweinefleisch " 1,70 1,30 mittel 14,46 14,44 " Kalbfleisch 1,80 1, " gering 14,42 14,40 " Hammelfleisch " 1,60 1, 14,50 13,90 Butter 2,80 2, mittel 13,80 13,30 Gier 60 Stilt " " gering 13,20 12,70 " Karpfen 1 kg 17,- 16,40 Aale " " mittel 16,30 15,70 Bander 6.00 2,80 2,20 1,20 2,80 2,60 1,40 1,20 gering 15,60 15, Hechte 7,50 7, Barsche 2,20 1,80 1 ,. Hell 8,40 6, Schleie Eibsen 40, 25, Speiset ohnen 50, 25, " Bleie Strebse per Shot 15, Linien " 65, 20, *) ab Bahn. * afer, gut Michistroh 2555 † frei Wagen und ab Bahn. Spiritus 30g 20 Pf. weiter an. 70er loco wurde mit 31,70 m. bezahlt. Schluß für Getreide: Weizen wie vorgestern, Noggen 2 bis 3 M. schwächer. gehandelt und 1 m. beffer bezahlt, Lieferungen blieben unverändert. Mais| nein. D. R. 100. Mehrere Centner. Streitende. Aber! Rex ist notierte bei sehr stillem Geschäfte loco wie vorgestern, Lieferungen etwas das lateinische Wort für König. H. ist der Familienname. Hampel. niedriger. Rüböl war leicht gebessert. Die angebotene Ware wird von der An den Magiftrat, Abteilung für Invalidenversicherung, Breitestraße 24. Provinz glatt aufgenommen. Ein Beispiel finden Sie Seite 445 Nr. 95 des Arbeiterrechts. Storfow. Liegt ein schriftlicher Mietsvertrag vor, so sind allein deffen Vorschriften maßgebend. Liegt ein solcher nicht vor, so kann man bei Wohnungen, die auf ein Jahr bis zum Oktober gemietet sind, bis am 3. Juli zum 1. Oktober tündigen. Eine Steigerung des Mietszinses während der Mietszeit braucht sich der Mieter teineswegs gefallen zu lassen. Ebenso wenig aber der Wirt eine vorzeitige Kündigung. Weder die Steigerung noch Ihre Kündigung ist gültig; es gilt der alte Vertrag bis zum 1. Oktober 1902 weiter, falls nicht etwa in Ihrem schriftlichen Vertrag etwas andres vereinbart ist. Witterungsübersicht vom 6. Jannar 1902, morgens 8 hr. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7/2 bis 92 1hr abends statt. B. M. 15. 1. Ja. 2. Das hängt davon ab, ob der frühere Mieter gezahlt hatte. Siehe die Antwort unter C. T. Stöbener. Nein. Erst 0,80 bei einer Jahresmiete von mehr als 300 M. beginnt die Mietsstempel2,80 1.40 pflichtigkeit. J. K. 56. Lassen Sie sich aus einer öffentlichen Bibliothet 1,40 0,80 ein Buch über Freimauerei geben, z. B. Findul, Geschichte der F., und in3,- formieren Sie sich dadurch. Sie gehen von völlig irrigen Voraussetzungen aus. 5. R. 02. 1. Nein. 2. Ja. 3. Nein. 2. G. 2. 1. Der Geschädigte könnte sich um Auskunft an die Postverwaltung wenden. 2. Nein. G. 2. 28. Eine bestimmte Frist ist nicht vorgeschrieben. Fragen Sie im Bureau, Breitestraße 24, nach, ob und welche Hindernisse vorlagen. Briefe. 1. Ja. 2. Das ist von Fall zu Fall, unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse zu entscheiden. In der Regel ist vom taktischen Stand: punft dagegen nichts einzuwenden. Gust. Eine Milliarde sind 1000 Millionen. Triberg. 1. Eine Anzeige hätte teine Aussicht auf Erfolg. 2. Ja, es muß aber innerhalb 6 Monaten zur Verhandlung vor das Gericht geladen werden. A. T. 1. Ja. 2. Nein; die Schwiegermutter setzt sich sonst der Gefahr der Abschiebung aus. 200 Hanka. Eine darauf gerichtete Klage hätte keine Aussicht auf Erfolg.- C. 2. 32. Das Geschäft würde mit seiner Forderung durchbringen. Alter Abonnent W. B. Leider Produktenmarkt vom 6. Januar 1902. Getreide. Am Getreide marit herrschte Luftlosigkeit und Schwäche auf Fortdauer der milden Witterung, mangelude Konsumfrage und allgemeine Lustlosigkeit der Unter: nehmer. Weizen fonnte sich infolge höherer Preismeldungen aus Nordamerika anfangs behaupten und wurde späterhin sogar etwas fester, da Argentinien feine Forderungen für schwere Ware un 2 M. erhöht hat. Roggen blieb schwach, im Preise 25 Pf. niedriger. Kauforders von außer halb fehlten, aus Südrußland kam vermehrtes Angebot zu billigen Preisen. Mehl war still und schwächer. Von Futterartikeln wurde Hafer loco lebhaft Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 7. Januar. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 72 Uhr. = Neues Opern Theater( Kroll).. Geschlossen. | Stationen Barometers stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Stinembe 759 WSW 5wolfig 760 WSW 7 Regen 76423 Hamburg Berlin Franff./M. 772SW München Wien Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind3 paparanda 743 NO richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 15° 6.= 4° R. 2516.beb.- 26 4 Petersburg 4 bedeckt 4 Cort 779 2 NA 3voltig 4 woltig 3 Aberdeen 6 bedeckt 2 Baris 777 SSW 2voltig 9 0 4 bedeckt 4 77423 7703 Wetter- Prognose für Dienstag, den 7. Januar 1902. Kühl und veränderlich, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und starken westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Urania. Central Theater. Belle- Alliance- Theater. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59.50 bale min C, tite dan Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Um 6 Im Hörsaal: Heute Dienstag Anfang 71/2 Uhr: mich Alte Schönhauferstr. 46 als Specialist für Specialarzt für 3/ 18* Frauenkrankh. u. Geburtshilfe niederSprechst.: 11-1, 3-5; Sonntags 10-12 Uhr. Tel.: Amt III 5653. Die Dame aus Trouville. Haut- und Harnleiden. gelaffen. Dr. Julius Loewenberg. Das füße Mädel. Schwant m. Gefang u. Tang i. 3 Atten. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Emil Sondermann a. G., Mizzi Birkner, Operette in 3 Att. v. Heinrich Reinhardt. Morgen und folgende Tage:" Das füße Mädel." Rosa Marten, Ferd. Worms, Werf meister, Kettner, Offers, Kohlmez. Hierauf: Bariser Lebensbild Kraft- Uhr: Dr. Donath: Elektr. Schall und Rauch," in einem fufang. Kraft- und Beleuchtungsanlagen. Um 8 Uhr: Dr. F. Schwahn: Die Erde als Weltkörper. Invalidenstr. 57/62. Schiller. Der Revisor. Anfang Tägl. Sternwarte. 8 Uhr. Deutsches. Lebendige Stunden. An- E fang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Leffing. Die Wohlthäter. Anfang 712 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Anfang 712 Uhr. Nenes. Coralie u. Co. Anfang 712 116r. Westen. Die weiße Dame. Anfang 712 Uhr. ecceffionsbühne. Detlev Billencrons Buntes Brettl. Anfang 8 116r. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung bor Sereniffimus. Anf. 81/2 Uhr. Trianon. Geschlossen. Central. Das süße Mädel. Anfang 71 11hr. Unter den Linden 44. Dienstag, den 7. Januar: Vorstellung vor Serenissimus. Familienidyll. Herbstzanber. Schiffbrüchig. 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Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. In Vorbereitung:„ Die füßen Mädel." Mitwirkung des Direftors Wilhelm Fröbel. Apollo- Theater. Ganz Berlin spricht von Metropol- Theater Willi Walden Paffage Panoptikum. Speciali Emil Thomas Henry Bender täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Josef Josephi Josef Josephi Palaft. Svecialitäten- Borstellung Großstadtzauber. Anf. 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. ( Im Hörsaal.) Um 6 Uhr: Dr. Donath. Elektr. Kraft und Beleuchtungs- Anlagen. Um 8 Uhr: Dr. F. Schwahn. Die Erde als Weltkörper. Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Revisor. Lustspiel in 5 Aften von Nikolay Gogol. Deutsch von E. v. Schabelsky. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Revisor. Donnerstagabend 8 Uhr: Die Mütter. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. 71%, Uhr. Heute u. folg. Tage. 7 Uhr: Die Badepuppe. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Paula Worm a. G., Guido Thielscher, Helmerding, Junkermann, Baulmüller, Wannovius, Junker- Schatz. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Gastspiel von Minna Michetti. Größter Opern- Erfolg der Saison! der modernen Duceuse! Granto u. Maud Stack u. Milton Frid- Frid Frid- Frid sowie die vorzüglichen Specialitäten ferner: Lucie Engelke Else de Vére König Aqua. Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund. Vorspiel: Ein Skandal Im MetropolTheater. 1. Bild: Heringsdorfer Strandgeschichten.- 2. Bild: Eine mysteriöse Nacht.- 3. Bild: Vor dem Schöffengericht. 4. Bild: Auf dem Ball der Artistenloge. Im 4. Bilde: Anfang 8 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Neu! Die Zillerthaler. Nen! Die Polkaschügen. Frauchens Weihnachtstisch. ad ieber Borstellung: TANZ. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Cirkus A. 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Frankfurterstr. 117: Versammlung. Berein der Kleber Berlins. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, den 5. Januar, verstarb unser Vorstandsmitglied Berthold Rüffer an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 8. Januar, nachmittags Zahlstelle Berlin. Mittwoch, 8. Januar, abends 8% Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über: 22 Uhr, von der Leichenhalle des Die allgemeine Arbeitslosigkeit, ihre Ursachen und ihre Beseitigung. 2. Diskussion. Markus- Kirchhofes in Wilhelmsberg Wedding und Gesundbrunnen: kergerſtraße 23. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht Socialdemokratischer Wahlverein [ 242/1 aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Für die Teilnahme beim Begräbnis Der Vorstand. Achtung, Vereine! Hierdurch mache bekannt, daß ich meiner inniggeliebten Frau Elise, und Sonnabend ein Zimmer bis geb. Schmidt, sage ich allen VerDonnerstag, den 9. Januar, abends 1/29 Uhr, im Giskeller, 45 Personen zu vergeben habe, auch wandten und Bekannten meinen herz: Chauffeeftr. 88: zur Zahlstelle. 29376 lichsten Dank. 39396 Hugo Bergemann, Gerichtstr. 74. Friedrich Duchow und Kind. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. am Montag, Donnerstag, Freitag General- Versammlung. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15 Tages Ordnung: 1. Neuwahl des Gesamtvorstandes sowie der Mitglieder für die Preß-, Lokal und Agitationskommission und der Zeitungsrevisoren. 2. Die Absonderung der Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Genoffen der Schönhauser Borſtadt find dazu freundlichst eingeladen. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Morgen Mittwoch, den 8. Jannar 1902, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal I): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: ( Grosser Saal): Sonntag, den 12. Januar 1902: Konzert d. Berl. Tonkünstler- Vereinigung. 2927b Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. inklusive Tanz. Billets im Vorverkauf bei Rühle( Musikalienhandl.), Morizplatz a 40 Pf. Verein der Fliesenleger Berlins und der Umgegend. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Often und Nordosten: vei Mann, Strausbergerstr. 3. Der Obmann der Werkstatt- Kontrollfommission für den Osten ist Kollege Tille, Liebigstr. 24; für den Nordosten Kollege Weißleder, Breslauerstr. 33, 3 Tr. bei Winter. Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Süden: bei Retzolk, Wasserthorstraße 68. Süd- Westen und Westen: Bergmannstr. 5-7. in Habels Brauerei, toabit: im Lokale des Herrn Jocksch, Turmſtr. 84. Modell- u. Fabriktischler im Lokal von Dieke, Musikinstrumenten- Arbeiter Ackerstr. 123. im Gewerkschaftshaus, Saal 5, Engelufer 15. Die Verbandskollegen von Bell u. Co., Andreasstr. 32, sowie vort Schiller, Joachimstr. 11, sind zu dieser Versammlung ganz besonders Ferner machen wir bekannt, daß die Flugblätter zur Ver teilung gelangen. Es ist daher notwendig, daß jede Fabrik vertreten ist. Donnerstag, den 9. Januar 1902, abends 8 Uhr, bei Schulz, eingeladen. Grenadierstraße 33: Ordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung des Staffierers vom zweiten 1. Vortrag des Herrn Waldeck Manasse über:„ Friedensgedanken". Salbjahr 1901 und Bericht der Revisoren. 3. Wahl des gesamten Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom Projektionsvortrag. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes.] Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. 23/1 Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. 56/1 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: Pfister. Centralverband der Maurer ic. Bezirk Südwest. Sonnabend, 11. Januar, bei Sitzenstock, Gneisenauftr. 67: Großer Wiener Maskenball. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Anfang 8 Uhr. Mittwoch, den 8. Januar 1902, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15( großer Saal): Konferenz der gesamten Vertrauenslente Berlins. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitslosenzählung. 2. Stellungnahme zu den notwendigen Neuwahlen zur Ortsverwaltung. Das Erscheinen aller Vertrauensleute erwartet Die Ortsverwaltung. Das Mitgliedsbuch ist mitzubringen. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Zahn19. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. Bühne 2 M. 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl. Wozu freundlichst einladet Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfund( gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänserupf m. 2.00, bessere Gänsehalbdaunen m. 2.50, 3.00. beste schneeweiße m. 3.50, russische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 2.50. Prima gerissene mt. 3.00, 3.50. Versand gegen Nachnahme. 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Der Wichtigkeit der Tagesordnung zufolge erwarten wir das Erscheinen aller Verbandsmitglieder. Berbandsbuch legitimiert- ohne Buch kein Eintritt. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Grünkramgeschäft, gut gehend, wegen Umzug nach außerhalb preis: wert zu verkaufen. Putbuserstraße 32. Gardinenhaus Große Frankfurter Straße 9, parterre. + 37* Borjährige elegante Herrenhosen aus feinsten Stoffen 9-12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Bersandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Panser. Drechsler. Südosten und Südwesten: möhring, Admiralstr. 18c. Often: Koppenstraße 41. bei Matthes, Norden: bei Neumann, Brunnenstr. 150. Friedrichsberg- Lichtenberg: Friedrich Karlstr. it. bei Lutterbüse," Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Arbeitslosen- Zählung in Berlin. 2. Bericht der Kom3. Werkstattdifferenzen. 4. Verbandsangelegenheiten. 5. Ver mission. schiedenes. 77/6 In diesen Versammlungen werden die neuen VertrauensmännerKarten ausgegeben. Nur diese berechtigen dann zur Teilnahme an den diesjährigen Vertrauensmänner- Versammlungen. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Ortsverwaltung. Branche Korbmacher. Dienstag, 7. Januar 1902, abends 7 Uhr, bei Herrn Colberg, Dresdenerstr. 82-83: Sitzung der Werkstatt- Kontrollkommission und der Vers trauensmänner sämtlicher Bezirke. Der Obmann. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung Kranz- und Blumenbinderei Charlottenburg. von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. F. Kunstmann, Wallstr. 1. Uhren und Goldwaren! Grossartige Auswahl! Billigste Preise! Reelle Garantie! 5½ Bfund Brot 50 Bf. Dr. med. 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