Nr. 8. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir tuftrterter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pre Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungs Breisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. te Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Quittung. Freitag, den 10. Januar 1902. Erste Extratour. Das Ende des Dreibundes. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. ultung schuldig gemacht zu haben. Immerhin bleibt es ein eigenartiger Vorgang, daß in einer Woche von zwei deutschen Daß der Dreibund längst nicht mehr existiert, ist ein offenes Diplomaten, vom Kanzler des Reiches und von dem Botschafter des Im Monat Dezember gingen bei dem Unterzeichneten folgende Geheimnis. Nur hätte man annehmen sollen, daß das Eingeständnis selben in London, zwei so komisch kontrastierende Kundgebungen Barteibeiträge ein: veranstaltet werden konnten. Während der Botschafter unsre chauviBerlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 600,-( darunter in etwas würdigerer Form sich vollzogen hätte. Bierprozente der Tischlerei von Pood u. Schacht 10,-, von der roten Graf Bülow weiß zwar noch allerlei Tiefsinniges über den nistischen Lärmer mit kaltem Spott übergoß, fand der Kanzler den Brotfrau 3,-, Uebersch. v.„ Wahren Jakob" durch Schröder 3,-, Nutzen des Dreibundes zu offenbaren, so beispielsweise:„ Der Drei- heuchlerischen Entrüstungslärm durchaus begreiflich und vollkommen Kranzübersch. durch Herese, Brandenburgstr. 2,-). 3. Streis 500,- bund verbindet die Bergangenheit mit der Gegenwart und sichert in der Ordnung". 4. Kreis, Südost 1000,-( darunter Spargesellschaft bei Otto H., die Zukunft". Aber er weiß dieser transcendenten Weisheit nichts Das deutsche Publikum, das es sich längst abgewöhnt hat, sich Manteuffelstr. 6., C. Schneider vom 5. Kreis 6,20, Polierpatten andres hinzuzufügen als persönliche Auffassungen über deutsch- über irgend etwas zu wundern, mochte auch diesen Vorgang durchvon Spinn 5,-, Geburtstagsfeier bei Blümel 2,60). 4. Kreis, Oft italienisches Familienleben:" In einer glücklichen Ehe muß der aus begreiflich", wenn auch nicht gerade, bollkommen in der Ordnung 2000,( darunter von den Tischlern der Werkstatt Kümmel, Frank- Gatte auch nicht gleich einen roten Kopf friegen, wenn seine Frau finden; nichtsdestoweniger kann man es dem an die heiteren furter Allee 117 30,-, Lese- u. Diskutierklub Avanti 10,- Hamster einmal mit einem andern eine unschuldige Extratour tanzt. Die Sensationen eines Bick- Back- Kurses nicht gewöhnten England nicht 8,-). 5. Kreis 150,-( darunter St. S. 50,-). 6. Kreis, SchönHauser Borstadt 500,-( darunter A. S. und R. St. 20,-,. B. Hauptsache ist, daß sie ihm nicht durchgeht, und sie wird ihm nicht verdenken, daß es über Bülows Abkanzelung Chamberlains einigermaßen erstaunt ist. Die englische Presse kann es nicht beMister 1,-). Berlin, diverse Beiträge: Arbeiter der Firma Aichele durchgehen, wenn sie es bei ihm am besten hat." und Bachmann 1,75. Vortrag von B. 10. 12. 01 im Deutschen Holz- Aber die selbstbewußte Eitelkeit des wigigen Ehemanns ist doch greifen, daß den ostentativen Freundschaftsbeweisen, die ihm von dem arbeiter- Verband, Bezirk Südost 6,-. Sechs Hutmacher, Königstr. 25 nur recht äußerlich. Er macht sich doch schon mit dem Gedanken offiziellen Deutschland zu teil geworden sind, nun unvermittelt der 15, Tischlerei Thomas 10-. Gesammelt in einer Betriebs- vertraut, daß er nicht mehr bei der Frau als der Beste gilt. In: Tribünendonner der Bülowschen Rede folgen könnte. Einige oppofitionelle Arbeiter- Versammlung der Berliner Genossenschaftsbäderei( Nicht- deffen was thut's die Frau ist für ihn überhaupt nicht mehr Blätter bekunden ihre Schadenfreude über Bülows Angriffe gegen mitglieder) 22,-. Die Kontobuch- Arbeiter vom Webbing eine absolute Notwendigkeit", mag sie durchgehen. Geh, ich mag Chamberlain, die ganze Regierungspresse jedoch urteilt in zum Teil äußerst 5,-. A. W. und A. 2., Alexandrinenstraße 27, Alexandrinenstraße 27, 15, Dich nicht mehr"- sagte der Ehemann stolz, als ihm seine Gattin schroffer Form über die Entgleisung des deutschen Reichskanzlers. Von den Arbeitern der Neuen Berliner Genossenschaftsbäckerei 23, Amerikanische Auftion in Krügers Lokal, Naunynstraße, vom Gesangden Laufpaß gegeben. So schreiben die„ Times": verein„ Sanges Echo" durch Petermann, genannt Athanas, 10,35. Graf Bülow beweist aber auch philosophisch, warum es ihm einst Bugerkolonne Lange 3,85. St. 50,-. Gutenberg 200,-. Jule, notwendig war, die Frau zu heiraten, und warum diese NotwendigRitterstr. 85, 4. Quartal 17,80. A. Qu., Boechstraße, 5,-. Blei feit jetzt nicht mehr vorhanden sei. 1879 war der Dreibund notsteg 1,-. Gasmesser Mariendorf durch A. W. 17,-. Gesammelt wendig, auch 1889, 1899, wahrscheinlich noch 1901 aber 1902 ist bei Kunze, Bierverlag 2,50. Mitgl. der U.-Dr. 3,50. Von Mitgliedern er just nicht mehr notwendig. Warum darum! Niemand hat die des Verbandes deutscher Buchdruder im Vorwärts" 100,-. Zwei Gründe des Grafen Bülow verstanden, so wird es etliche Leute geben, Mitglieder der Gewerkschaft der Buchdrucker im Vorwärts" 10, die sie deshalb für großartig halten. Bismard freilich, dessen Dr. A. Fl. 101 8,-. Dr. 2. A. 50,-. A. B. 50,-.. S. 50, Beuthen( Obersch.) von oberschl. Berg- und Hüttenproletariern 50,- Schüler Graf Bülow ist, meinte noch im Sommer 1895, daß man Breslau, socialdemokratischer Verein 50,-. Bochum, Beitrag des ohne den Dreibund gar nicht in eine ruhige Zukunft focialdemokratischen Wahlvereins 40,-. Bern 50,-. Bremen, von Europas bliden könne. Heute geht's auch so. Wenn Graf den Parteigenossen 300,-. Buxtehude, von den Alten durch Bülow nicht der Zollgraf wäre, welch furchtbares Geschrei würde sich Weber 3,-. Braunschweig, socialdemokratischer Arbeiterverein 400,-. im fonfervativen Lager über diese Verschleuderung des Bismarckschen Erfurt, Wahltr. Erf.- Schl.- Biegenr. 50,- Faltenberg( Ober- Erbes" erheben! schlesien) 2,- Gießen, R., 4. Quartalsbeitrag 30,-. Italien ist seit Jahren dem Dreibund abgeneigt. Namentlich in Gotha, durch den Vertrauensmann H. 50,-. Greiz, Wahlkreis Reuß ä. 2. 100,-. Hagen i. W., Ueberschuß vom Protokoll und den radikalen Kreisen gilt Deutschland lediglich als Hort und Treiber Kalender durch Ungenannt 3,20, von Ungenannt 3,- Ga. 6,20. der militärischen Reaktion. Unfre italienischen Genossen haben gerade Hastedt bei Bremen von Genossen 10,-. Hamburg, in der Expedit. in den legten Zeiten eine eifrige Agitation gegen den Dreibund entdes„ Echo" im Monat Dezember eingegangen 67,25. Haßfurt a. M., faltet, weil sie als seine Wirkung die Verschärfung des reaktionären 2. R. 3. Hagen i. W., Auchgenosse 2,- Jena, 3. weimarischer Geistes behaupteten. Seitdem in Abuah der weltpolitische GroßmachtsWahlkreis, 4. Quartal 30,- Königsberg i. Br., Parteibeitrag traum Italiens jäh ein Ende nahm und die Kolonialherrlichkeit 4. Quartal 1901 100,-. Ludwigshafen a. Rh., socialdemokratische Crispischer Bismärckerei furchtbar zusammenbrach, blendete die deutsche Partei Bayerns, Gau Pfalz 200,-. Landsberg a. W., Bei- Gloire das italienische Volt nicht mehr. Man verlor das Interesse trag eines aus dem Holzarbeiter- Verband Ausgeschiedenen 13,25. an der auswärtigen Ableitungs- und Schwindelpolitik und die Massen Lahr i. B., Altvater 5, Leipzig, Stadt und Land 2000, Meerane, von den Parteigenossen des 17. sächsischen Reichstags- befannen sich in demselben Maße auf ihre wirklichen Interessen, als Wahlkreises 25,- München, Waldläufer 5,- Nürnberg- Altdorf, die socialistische Aufklärung wuchs. socialdemokratischer Verein 20,-. Niederbarnimer Kreis, Rdzhl. Als Bismarck in seinem Haß gegen die Männer des Neuen 1300,- Nieder- 8wönig, 17. sächsischer Reichstags- Wahlkreis 50,- Kursus das Geheimnis verriet, daß Deutschland durch den famosen Neustadt( Oberschlesien) 30,- Olvenstedt, Wahlkreis Neu- Rückversicherungs- Vertrag mit Rußland den Dreibund hinterging, haldensleben- Wolmirstedt 50,- Breet socialdemokratischer wurde der Glauben an die moralische Zuverlässigkeit des VertragsVerein 10. Pforzheim, einige Genossen durch A. Pf. 3,50. verhältnisses mit Deutschland nicht gerade erhöht. Ueberhaupt ist es Potsdam- Osthavelländischer Wahlkreis, durch Vertr. B. i. V. 100,-. Pieragen, A. P. Quartalsbeitrag 1,30. Reichenbach i. Schl., social demokratischer Lese- und Diskutiertlub„ Gleichheit" 5,-. Schiffbed, focialdemofr. Berein 75,-. Schwelm, durch den Kreis- Vertrauens mann von Hagen- Schwelm, G. N. 100,-. Stuttgart, G. u. 10,-. Solingen, durch den Kreis Vertrauensmann 50,-( darunter vom Boltsverein in Wald 12,-, desgl. Solingen 10,-). Württemberg 100,-. Berlin, den 8. Januar 1902. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Bülows Extratouren. ia merkwürdig, daß dieselben Leute, die behaupten, es sei unmöglich, Striege durch Schiedsgerichtsurteile zu vermeiden und zu ersetzen, weil bei nationalen Lebensfragen die Völker sich dem Schiedsspruch nicht fügen würden daß dieselben Leute von den Wunderwirkungen diplomatischer Völkerkoalitionen den Gläubigen erzählen. Als ob irgend solch ein Bündnis in dem Augenblick halten würde, wo es den Lebensinteressen eines der Beteiligten widerspricht! Daß heute die Jiolierung Deutschlands zur vollendeten Thatsache geworden ist, daß Italien mit Frankreich sich verbindet, das hat aber erst der deutsche Zolltarif bewirkt. Sehr zutreffend wies dieser Tage unser Londoner Mitarbeiter darauf hin, daß der Bolltarif der deutschen Boerenfreunde ein Armeecorps für Kitchener wert sei- insofern, als er England und Rußland wirtschaftlich und infolgedessen auch politisch zur Annäherung zwingt und somit Englands Machtstellung stärkt. Nun erkennt man, daß der Zolltarif auch für den Dreibund als Sprengpulver wirkt. Der deutsche Reichskanzler Graf Bülow hat am Mittwoch im Reichstag aller Welt bewiesen, daß er nicht nur tein Staatsmann Für die Socialdemokratie bedeuten die diplomatischen Zwei- und ist, sondern nicht einmal ein Diplomat ist. Um populären Stimmungen Dreibünde nur unbeträchtliche Ausflüchte der kapitalistischen Wirrnis. Rechnung zu tragen, hat er ganz überflüssigerweise stumpfe Diese Diplomatenpolitik ist nur eine Parodie jener gewaltigen, Schneidigkeiten gegen einen englischen Kollegen losgelassen, und die schöpferisch- flaren internationalen Politit des Proletariats, die in der Thatsache, daß es mit dem Dreib und zu Ende geht, hat er fulturellen Interessengemeinschaft der Boltsmassen sicher begründet ist. mit ein paar schaalen Späßen eingestanden. Immerhin sind die jetzigen Vorgänge auch für uns beachtens Graf Bülow hat an diesem Donnerstag die Jfolierung wert. Sie wirken aufklärend. Sie zeigen auch dem Naivsten die Deutschlands festgestellt und vollendet. Er hat als unluftiger unsägliche Hohlheit der herrschenden Diplomatenpolitit. Und sie beEhemann ein paar groteske Extratouren getanzt aber allein, weisen insbesondere, mit wie viel Verstand gerade wir Deutschen weil er keine Gesponsin mehr aufzutreiben vermag. gegenwärtig regiert werden. Aber Graf Bülow fühlt sich keineswegs als der starke Mann, der am mächtigsten ist, wenn er allein dasteht. Herr Bülow konnte nur noch mit Mühe die gelassene Energie markieren, die seine Lieblingspose ist. Niemals bat er so stockend gesprochen, wie diesmal. Er würgte au den Worten, und sein Gesicht zuckte, als hätte er Zahnschmerzen. Wir glauben nicht einmal, daß die Erklärung in jedem Worte sorgfältig vorbereitet war. Wenigstens sollte man einem gedienten Diplomaten nicht zutrauen, daß er in einem wichtigen Augenblick vorbereitet Erklärungen abgiebt, die selbst als Improvisationen eines verlegenen Jungfernredners übermäßig ungeſchidt wären. Deutschland ist zwar isoliert, bah! Graf Bülow tanzt trotzdem Extratouren Die zweite Extratour. Das Granitbeißen. Ich hab's dem Himmel fei's geklagt! Euch doch so öfters schon gesagt, Daß Ihr Euch sittlich stellen sollt, Und thut dann alles, was Ihr wollt. Kein leicht unfertig Wort wird von der Welt verteidigt, Doch thut das Niedrigste, und sie wird nie beleidigt. Goethe: Hanswursts Hochzeit. Graf Bülow, der uns nach China, in die Finanzklemme und in den Zolltarif geschleppt, führt nur noch die Eristenz wirrer ImproviEin Glück, daß der neue Botschafter in London seine Hamburger fationen. Er weiß bestimmt nicht, was er morgen oder übermorgen So tanzt er Extratouren als ein ungelenter Solist, Abschiedsrede schon ein paar Tage vor Bülows Rede gehalten hat, thun soll. der selbst dieses bescheidene Handwerk nicht versteht mit rotem er hätte sonst leicht in Verdacht konumen können, sich mit seinem Kopf. Spott über den Jugendstil" einer gewissen Politik und seinen An spielungen auf die neue Schule" einer höchst despektierlichen AnDer Hinweis des deutschen Reichskanzlers auf die Edinburger Rede Chamberlains werde allen, welche wünschen, freundlichere Gefühle zwischen dem britischen und deutschen Volke zu sehen, eine Enttäuschung bereiten. Weder der Reichskanzler, noch sein Interpellant hatten eine Silbe des Verweises für die Flut obscöner und unmännlicher unwahr heiten, mit der die deutsche Presse beharrlich bestrebt sei, die militärische Ehre Englands zu befleden. Dieser Strom bon Beleidigungen habe tiefe und dauernde unter allen Entrüstung des Klassen britischen Volkes heraufbeschworen, die zu besänftigen Bülow etwas hätte thun tönnen. Es habe ihm gefallen, seine Gelegenheit zu versäumen und indirett der deutschen Volksanschauung zu schmeicheln, daß es eine Geringschäßung gegen die Deutschen sei, ihre Truppen mit denen Englands zu vergleichen. Er könne nicht überrascht sein, wenn sein Verhalten vom britischen Volte zurückgewiesen werde. " Standard" kommentiert die Rede wie folgt: Die Nede Bülows wird mit ernstem Bedauern in England aufgenommen. Der Ton der Zurechtweisung grenzt an das Offensive und giebt den Anschein, daß von englischer Seite etwas wie eine Entschuldigung für Chamberlain erfolgt sei. Diese Haltung des Kanzlers sei sicherlich und bestimmt nicht gerechtfertigt. Der Kanzler wünschte jenen Kreisen in Deutschlaud etwas An genehmes zu erweisen, die in der letzten Zeit die feindselige Stimmung gegen England förderten. Wir bedauern diese Stellungnahme außerordentlich. Wir legen dem Fortbestand der deutsch englischen Freundschaft hohen Wert bei, aber der Reichskanzler erschwere diese Beziehungen." " Daily Expreß" erklärt, der Reichskanzler habe die Grenze der Generosität und der Billigkeit überschritten. Bülow fördere die ja auch von ihm wahrscheinlich erstrebte Harmonie wenig, wenn er einen englischen Minister schulmeistern wolle für Bemerkungen, die vom englischen Volke durchaus geteilt und warm unterstützt wurden. Auch„ Daily Mail" protestiert dagegen, daß von ausländischer Seite englische Minister zurechtgewiesen würden. Der Ursprung der Entrüstung deutscher Professoren, Studenten und Kriegervereine, die am Mittwoch in Bülows Rede ein spätes Echo gefunden hat, ist bekanntlich auf jene Rede zurückzuführen, die Chamberlain am 25. Oktober v. J. gehalten hat. In dieser Rede sollte Chamberlain gesagt haben: Jetzt komme die Zeit, wo notwendig strengere Maßnahmen zu ergreifen seien, um die aufständischen Guerillabanden zu betämpfen. Wenn diese Zeit gekommen sei, werde die Regierung Präcedenzfälle für alles, was sie thun werde, in dem Vorgehen jener Nationen finden, welche diese Barbarei und Grausamfeit verurteilten, aber sie werde sich nie dem nähern, was diese Nationen in Polen, im Kaukasus, in Bosnien, in Tongking und im Kriege 1870 gethan hätten. Als dann in Deutschland der Entrüstungslärm der charakterisierten Elemente auhub, erklärte die englische Presse, daß Chamberlain, dessen Worte entstellt wiedergegeben feien, nicht beabsichtigt habe, die deutschen Stämpfer von 1870 zu fränken, der Kolonialminister habe lediglich erklärt, daß die englischen Truppen nichts Schlimmeres gethan hätten resp. thun würden, als auch die Truppen all der herangezogenen Nationen. Wenn nun Graf Bülow auch diese gemilderte Lesart der Chamberlainschen Rede als eine Ehrenkränkung der deutschen Armee auffaßte, liegt nicht gerade in dieser Auffassung eine sch vere Beleidigung der englischen Armee? An und für sich läßt es sich mun sehr gut begreifen, daß sich jemand in seiner Ehre schwer gekränkt fühlen kann, wenn man ihn mit einem südafrikanischen Khatikrieger auf eine Stufe stellen wollte. Aber- hatte denn gerade Herr Bülow ein Recht zu einer solchen Empfindlichkeit? als hunnisch Die englischen Südafrika- Truppen gelten Haufende Horden. Das heißt nur außerhalb Englands und in England nur bei den Fren und der radikalen Opposition. Das offizielle England erklärt diese Beschuldigungen seiner Shafifrieger genau so für gemeine Vera Gamp wendet sich gegen die Ausführungen der Minorität. Mit Am Freitag wird die müde Debatte fortgeführt; zunächst wird der Beratung des Gesetzes werde die Kommission in einigen Tagen zu Herr Bassermann von den Nationalliberalen leicht die Aufgabe Ende kommen, dann würde es immer noch Beit sein, die Wünsche lösen, das Haus in seinem müden Schlummer zu erhalten. auf Auskunft zu befriedigen. Die Lentenot der Herrenhäuser. leumbungen und Schmähungen des Auslandes und der genommen. Das Gleiche müiffe jetzt geschehen; zu diesem gwed aber solle sich die Regierung hüten, den Steuern spendenden Verkehr durch eine verfehlte Handelspolitik zu stören. baterlandslofen Gefellen des Julandes, wie das offizielle, das patrio sei es notwendig, den Tarif zuerst in Beratung zu nehmen. tische" Deutschland jene Beschuldigungen gegen deutsche khakitrieger in China, wie sie auf Grund glaubwürdiger Zeugnisse von einem füddeutschen Demokratenblatt erhoben worden waren. Der Glaube an das englische Hunnentum beruht genau auf denselben Dofu menten, wie der Glaube an ostasiatische Bestialitäten. Sier wie Gothein: Die nur auf wenige Bersonen beschränkte Kenntnis dort werden die Anklagen erhoben in Soldatenbriefen und des Materials erfordere Vorlegung der Protokolle beziv. eine direkte Das fleißigste Barlament der Welt ist das preußische Herren in Darstellungen von feindlicher oder unbeteiligter Enquete durch die Kommission. haus, in dem die geborenen" Gesetzgeber in einer Viertelstunde Seite. Die Anklagen gegen ostasiatische Barbareien wurden Dr. Heim verteidigt den Plan der Majorität, der nach seiner mehr Gesetze fabrizieren als manches andre Parlament in einer von der deutschen Regierung und der deutschen Ordnungs- Ansicht schneller und besser zur Förderung der Verhandlungen führen ganzen Seffion. Mit einem wahren Feuereifer gehen die Herren presse als perfide Erfindungen und gemeine Ver- werde. ans Wert. Nicht genug damit, daß sie am Donnerstag im Handleumdungen behandelt. Freilich trug seltsamer- und Stadthagen entwickelt die Notwendigkeit einer General- umdrehen drei Vorlagen, darunter die Lex Adides debattelos bedachterweise diese nämliche Ordnungspresse nicht das geringste diskussion, da bei Beratung der Vorlage eine große Anzahl von annahmen, leisteten die Herren sich noch ein übriges durch die BeBedenken, jeden südafrikanischen Hummenbrief und jedes sonstige Fragen wirtschaftlicher und politischer Bedeutung zu berücksichtigen ratung der Interpellation über die Förderung der Zeugnis der englischen Barbarei sofort als unanfechtbares seien. Rüdtehr von im Osten einheimischen nach dem Westen ausDokument gegen England zu fruttifizieren. Und nicht anders Herold will alle Fragen, die mit der Vorlage in Bufammen- gewanderten Familien. machte es sogar der vorsichtige Herr v. Bülow, der, durch seine hang stehen, bei Beratung der Einzelpositionen besprechen, wünscht indignierte Ablehnung jeder Parallele deutscher und englischer Truppen, jedoch nach dem Vorschlage des Vorsitzenden zu verfahren. bekundete, daß er die von dem offiziellen England und namentlich der Heeresleitung als infame Lüge gebrandmarkten Anschuldigungen gleich dem erstbesten Andeutschen für die lauterste historische Wahrhett hält. Wir haben nicht den mindesten Grnnd, dies Geständnis des offenbar entgleisten Herrn Reichskanzlers zu bedauern, so unvorsichtig es auch vom Standpunkt des Lobredners des Chinafreuzzuges gewesen ist! So wenig es unsre Sache ist, die Nede Chamberlains als besonderen Beweis diplomatischen Lattes etwa gar in Schutz zu nehmen, ein so großes Interesse haben wir daran, den interessanten Motiven der nationalen Entrüstung Bülows auf den Grund zu gehen. Antrag Stadthagen auf Generaldiskussion mit 20 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Antrag Singer: Die Beratung mit dem golltarif landwirt schaftlicher Bölle zu beginnen, mit 20 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Autrag v. Kardorff, mit dem Bolltarif- Gesetz zu beginnen, mit 20 gegen 8 Stimmen angenommen. Was mit dieser Interpellation bezweckt werden soll, darüber Die einen sind sich die Agrarier selbst noch nicht einig. Bebel faßt die Gründe für den Antrag der Minorität zu verlangen, daß die Arbeiter, die nach dem Westen ausgewandert fammen; es sei nicht ein einziger Grund dagegen geltend gemacht. sind und hier infolge der wirtschaftlichen Krisis teine Arbeit mehr Die Majorität scheine nach festen Abmachungen zu handeln. Es sei finden, umsonst von der Eisenbahnverwaltung in ihre Heimat zurückgegen alle Logit den Rahmen für den Tarif zu machen, ehe der befördert werden, um die Kuechtschaft, der sie glücklich entronnen Tarif selbst existiere. Der von der Majorität gewollte Weg würde sind, wieder auf sich zu nehmen und dem„ gnädigen Herrn" als die Kommissionsarbeit nur verlängern, da häufige Wiederholungen Bandarbeiter Frohndienste zu leisten. Auf der andern Seite begegnet unausbleiblich seien. ein solcher Vorschlag ernsten Bedenken, denn die in der Industrie Dr. Müller- Meiningen spricht für den Antrag der Minorität, thätigen Arbeiter sind infiziert durch das Gift, das ihnen der dem bisherigen Gebrauch und der Vernunft entspreche. Nach die Socialdemokraten eingeflößt haben, und sie könnten ja Wieder die Krankheit weiter verbreiten. andere wollen zweistündiger Debatte wird zur Abstimmung geschritten. den goldenen Mittelweg gehen und die Wohlthat des freien Rücktransports nur denen zu Teil werden lassen, die sich demütig unter das Joch des ostelsischen Junkertums beugen. Darin aber stimmen alle überein, daß, wenn die Arbeiter einmal nach dem Osten zurückgeschickt sind, sie dort festgehalten werden müssen, natürlich nicht durch eine menschenwürdige Behandlung und ausfömmliche Löhne, sondern durch eine Beschränkung der Freizügigkeit. So unterhielten sich denn die hohen Herren über alles mögliche, ohne zu einem Resultat zu kommen, da die Regierung, die ihnen sonst gern zu Diensten steht, von ihrem Vorschlage nichts wissen will. Freilich sind für die Regierungsvertreter nicht Gründe der Gerechtig feit maßgebend, sondern einzig und allein das fiskalische Interesse, die Furcht vor Ausfällen in den Eisenbahn- Einnahmen. Ein prakti fches Resultat zeitigte die Debatte nicht. Doch hat die Verhandlung die Herren so angestrengt, daß sie schleunigst in die Ferien gingen. Vor Mitte März kommen sie schwerlich wieder zusammen. Zur Kennzeichnung der von der landwirtschaftlichen Not bedrückten Junkerseelen waren die Verhandlungen des Herrenhauses wertvoll. Au dieser Stätte sieht man die Edelſten in Neinkultur, hier geben sie sich in aller Offenherzigkeit, während sie im Reichstag zu viel sociales Gewissen heucheln müssen. Für einen Menschen von einiger Vernunft ist es allerdings ein teils lächerliches teils widerwärtiges Schauspiel zu sehen, wie man sich über ein gleichgültiges, mehr oder minder geschicktes Wort so wild erregt, während man den entseglichen Thaten gegenüber diplomatisch kalt bleibt. Es ist das Satirspiel nach der abzuhalten. blutigen Tragödie: den heldenmütigen Boeren hilft niemand, den greisen Präsidenten Krüger weist man von der Schwelle, gegen die Verstöße wider das Völkerrecht erhebt man keinerlei Einspruch, aber wegen etlicher Worte des Boerenschlächters spektakelt man über die Maßen tapfer. Im übrigen können wir es gern der bewährten Diplomaten kunst des Herrn Reichskanzlers überlassen, darüber nachzufinuen, wie er seine Entgleisung wieder gut macht. Vielleicht benugt er die demnächst stattfindenden Kaiserreisen nach England, um sich mit Herrn Chamberlain in verschwiegener Plauderstunde, die feinen hämischen Zeugen hat, in aller Freundschaft auseinanderzufezen. Wahrscheinlich wird es ihm dann an anregender Reiselektüre in Gestalt englischer Willkommsartikel nicht fehlen. Etwa in der Art, wie sie im April 1896, nach dem Krüger- Konflift, die Morning Bost" bot: " Die öffentliche Meinung Englands würde den deutschen Raiser mit einem Herzlichen Willkommen begrüßen, wenn er in Berfolg seiner Nordfahrt in diesem Sommer einen Besuch in Cowes machte, aber lediglich unter der wohlberstandenen Bedingung, daß seine Regierung zuerst den Gang nach Canossa angetreten haben müßte." Die Zollkommission. Die Bolltarif- Kommission hielt am Donnerstagvormittag 10 Uhr ihre erste Sizung, in welcher der Arbeitsplan beraten und festgestellt wurde. Der Vorsigende v. Kardorff schlug vor, mit der Beratung des Bolltarifgeseges zu beginnen und erst nach Beendigung derselben die Feststellung des Tarifs vorzunehmen. Dagegen soll die Beratung des Paragraphen der Mindestzölle für Getreide bestimmt ausgefegt und mit der Beratung der Getreidezölle verbunden werden. Diesem Vorschlag widersprach Singer, der beantragte, mit der Beratung des Zolltarifs und zwar mit den Getreidezöllen zu beginnen. Man könne das Bolltarif- Gesetz erst vornehmen, wenn man den Inhalt desselben, die einzelnen Zollfäße festgesetzt habe. Redner beruft sich auf den Brauch des Hauses und weist nach, daß bei der Beratung des geltenden Zolltarifs ebenso verfahren wurde. Spahn befürwortet den Vorschlag des Vorsitzenden, weil man auf diese Weise Zeit gewinnen würde. Gothein unterstützt den Antrag, mit der Beratung des Tarifs zu beginnen, wünscht jedoch die Industriezölle zuerst zu erledigen, damit inzwischen Anträge auf Bervollständigung des Materials für die landwirtschaftlichen Zölle, eventuell auf eine parlamentarische Enquete, vorbereitet werden können. Müller- Fulda tritt für den Vorschlag des Vorsitzenden ein; man folle 2 Lesungen machen und bei der zweiten Lesung mit dem Tarif beginnen, so daß das Zolltarif- Gesetz am Schluß der Kommissionsverhandlungen zur Beratung kommit. Bebel empfiehlt unter Nachweis der Unzuträglichkeiten, die bei Annahme des vom Vorsitzenden gemachten Vorschlages entstehen müssen, mit der Beratung des Tarifs zu beginnen. Es sei ein Gebot der Logit, das Gesetz nicht vor Feststellung der Zollsäge in Angriff zu nehmen, weil unter anderm sonst auch fortwährende Aenderungen der Gefeßesbestimmungen vorgenommen werden müßten. Blankenhorn vertritt den Vorschlag des Vorsitzenden. Die Bedenken dagegen seien nicht so groß, um die Vorteile der beschleunigten Beratung aufzugeben. Fischbeck empfiehlt im Gegensatz zum Vorredner, den Tarif zuerst zu beraten. Man müsse erst den Tarif tennen, ehe man die Einzelbestimmungen des Gesetzes festlegen könne. Redner spricht gegen den Vorschlag Gotheins, mit den Industriezöllen anzufangen, und macht darauf aufmerksam, daß das Gesetz Bestimmungen über die Verwendung der Einnahmen aus dem Tarif enthalten müsse, die erst nach Festsetzung der Zollfäße möglich werden. v. Wangenheim verteidigt den Vorschlag des Vorsitzenden. Nach außen hin sei es empfehlenswert, erst das Gesetz zu beraten. Stadthagen verlangt eine Generaldiskussion, um Wiederholungen zu vermeiden. Die finanziellen, socialen und handelspolitischen Wirkungen des Entwurfs müßten im Zusammenhang geprüft werden. Die Produktionsstatistit sowie die Verhandlungen des Wirtschaftlichen Ausschusses müssen der Kommission zugängig gemacht werden. Der Vorsitzende schlägt vor, die nächfte Sigung am Freitag Singer widerspricht und wünscht einige freie Tage, damit die Mitglieder, welche glauben mußten, daß mit dem Tarif angefangen würde, mun Zeit haben, die einzelnen Paragraphen des Gesetzes zu studieren. Gleichzeitig regt Redner an, Berichterstatter für die Petitionen zu ernennen. Während die Minorität der Tarifgegiter vermutlich Referate für den Tarif nicht übernehmen werden, könne Redner für sich und seine Freunde die Bereitwilligkeit aussprechen, Berichterstattung für die Petitionen zu übernehmen. Der Vorsitzende bittet, die Erledigung dieser Frage bis zur nächsten Sigung zu vertagen und erklärt sich zur Berücksichtigung der geäußerten Wünsche bereit. Die Kommission beschließt, die nächste Sigung am Montag, den 13. d. Mts., vormittags 10 Uhr, zu halten. Tagesordnung: Bolltarif Gefeßentwurf. Abg. Spec Berichterstatter für die hierzu eingegangenen Petitionen. Der Vorfizende teilt noch mit, daß er den Reichskanzler er suchen werde, der Kommission die Verhandlungen des Wirtschaftlichen Ausschusses vorzulegen. Schluß der Sizung mittags 121/8 Uhr. Politische Neberlicht. Werlin den 9. Januar. Der Reichstag. Deutsches Reich. Der preußische Staatshaushalts- Etat für 1902 balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 2614 167 144 m. Von den Ausgaben entfallen auf das Ordinarium 2 467 457174, auf das Extraordinarium 146 709 970 m. Gegenüber den Verauschlagungen für das laufende Etatsjahr vermindern sich für 1902 die Einnahmen und Ausgaben um 34 847 462 W.; die Minderausgabe setzt sich zusammen aus einem Mehrbedarf im Ordinarium von 35 654 372 M., und aus einem Minderbedarf im Extraordinarium von 70 501 834 97. 224 000 m. Die Fortsegung der Etatsberatung am Donnerstag verBei den staatlichen Betriebsverwaltungen ist im Ordinarium lief in beschämender Schlaffheit. Die Mehrheitsparteien nehmen den ein Minderüberschuß von überhaupt 36 374 529 m. vorgesehen. vollen Anteil der Schuld an dem Finanzelend und den Kultur- An den Mehrüberschüssen ist die Verwaltung der direkten widrigkeiten des Reichsetats auf sich; obschon fast sämtliche Redner, Steuern mit 667,500 m.( Ergänzungssteuer+1 000 000 M.) bedie an diefem Tage sprachen, nicht aus den eigentlichen Regierungs- teiligt. An Minderüberschüssen sind veranschlagt: Eisenbahnparteien tamen, war ihre Kritik des Etats so wenig eindringlich, so Berivaltung 82 779 769 M.; Berg, Hütten- und Salinen- Verwenig angemessen der wachsenden Verwahrlosung der inneren und waltung 2 980 410.; Verwaltung der indirekten Steuern äußeren Politik, daß die Regierung allen Anlaß hat, solche Reitit 652 400 M.; Domänenverwaltung 373 350 M.; Forstverwaltung und solche Scheinopposition mit Nichtachtung zu strafen und in ihren Einen Mehrbedarf ergeben: die Dotationen und die allverderblichen Wegen zu beharren. Die ausschlaggebende Partei des Brotwuchers nahm Stellung gemeine Finanzverwaltung im Ordinarium 22 792 788 M.; Berwaltung der öffentlichen Schuld 4 290 952 W.; allgemeine zum Etat durch Herrn Bachem, der als ein Radikaler in seiner Finanzverwaltung 18 499 446. Die Ueberweisungen vom Bartei gilt. Der Radikalismus des Centrumsredners entsprach Reiche sind um 14 999 050 M., der Matrikularbeitrag dagegen nur der bewährten Centrumsübung. Herr Bachem tadelte diese und um 458 425 M. niedriger eingestellt; von Mehreinnahmen kommen jene Etatsforderung, dieses und jenes Geschehnis der Regierungs in Betracht 900 000 m. bei dem ehemaligen Staatsschaz, von Mehrpolitik um in allem Wesentlichen der Regierung zuzustimmen und ausgaben 5 000 000 m. als die Hälfte des Jahresbedarfs von die Fortsetzung ihres bisherigen Treibens zu gewähren. Lebhaft 10 000 000 M., um welche vom 1. Oftober 1902 ab die den Provinzialverbänden überwiesenen Dotationsrenten erhöht werden protestierte Herr Bachem gegen die Entführung der astronomischen sollen. Voraussetzung hierfür ist allerdings das Zustandekommen des Instrumente aus Beking, doch zur selbstverständlichen Schluß in der Thronrede angekündigten Gesetzentwurfs über die Dotationen folgerung der Sühnung dieser Völkerrechtswidrigkeit erhob sich die der Provinzen. Moral des Centrumschriften nicht. Die eifrigsten Bemühungen des Herrn Bachem galten dem Versuch, die Verantwortlichkeit für die üble Finanzlage des Reiches dem Bundesrat zuzuweisen und seine Partei zu entlasten. Dieser Versuch, das Centrum als Finanzbremse zu feiern, muß der Lächerlichkeit verfallen angesichts der Thatsachen, daß die unfelige Entwicklung der Reichsfinanzen eben nur durch die fortdauernde Zustimmung des Centrums beschleunigt worden ist. Wenn Herr Bachem auch dem neuen Etat gegenüber sorgfältigste Prüfung ankündigt, so weiß jeder, daß diese sorgfältigste Prüfung nach einigem Biwpern und Zieren mit der Bewilligung fast aller Anforderungen des Militär-, Marine- und Kolonialetats enden wird. Ging Herr Bachem doch bereits jetzt so weit, vor weiteren, vielleicht die Erträge mindernden Erleichterungen im Bostwesen zu warnen! Als ob die winzigen Aufwendungen für Kulturaufgaben irgendwelche Bedeutung für den militaristischen Milliardenctat hätten. Bei den eigentlichen Staatsverwaltungen ist die Einnahme un insgesamt 5 740 065 m. höher veranschlagt. Hervorzuheben ist eine Mehreinnahme von 2 062 724 M. bei der Verwaltung des Jimeru, darunter 1 188 428 M. an Beiträgen der Gemeinden zu den Kosten föniglicher Polizeiverwaltungen und 948 840 M. Beihilfen für unterstüzungsbedürftige ehemalige Strieger, welcher Einnahme indessen eine gleich hohe Mehrausgabe gegenübersteht. Von Mehreinnahmen kommen ferner in Betracht 918 334 m. beim Finanzministerium, bei welchem ein einmaliger Veitrag der Stadt Posen von 1 000 000 r. zu den Kosten des Erwerbes und der Erschließung des Umivallungsgeländes in Posen vorgesehen ist; ferner 539 000 mt. bei der allge= meinen Bauverwaltung, darunter 195 200 mt. an Beiträgen zur Unterhaltung der Land- und Wasserstraßen usw. und 300 000 Mt. an Verkehrsabgaben; endlich 414 641 Mt. bei der Handels- und Gewerbeverwaltung. Die dauernden Ausgaben bei den eigentlichen Staatsverwaltungen erhöben sich um 17 074 632 Mt. Nach einigen Bemerkungen des Herrn Straette, der zum erstenVon den einmaligen und außerordentlichen Ausgaben mal als Staatssekretär des Reichspostamts sprach, nahm Abgeord- entfallen auf die Betriebsverivaltungen 98 526 960 wt., darunter neter Stichter das Wort. Es mag Herrn Nichter zu gute gehalten 91 640 500 Mit. auf die Eisenbahnverwaltung, und auf die eigentwerden, daß er in seiner Zolltarif- Rede bereits die allgemeine Politik lichen Staatsverwaltungen 48 169 810 wt. Im einzelnen ist hervorzuheben, daß die Einnahmen aus dem der Regierung in ihren Widrigkeiten scharf gefennzeichnet hat seine Etat der Berg, Hütten- und Salinenverwaltung um 3/2 Millionen, Etatsrede entsprach entfernt nicht der Situation. Herr Richter machte die Einnahmen aus der Eisenbahnverwaltung um 33 Willionen manche gute Bemerkung gegen die Bülowsche Weltpolitik, die Finanz- hinter dem Vorjahre zurückbleiben. Erhebliche Aufwendungen verwaltung, die Kolonialausgaben, gegen die Bedrohung mit der werden zur Bekämpfung der großpolnischen Agitation Bier- und Tabakbesteuerung, aber er verblieb in der Aufwendung einer gemacht; die Regierung läßt sich die Kosten der Kriegsführung im verhältnismäßig milden Satire, wo wuchtige Anklage Notwendigkeit ist. voraus mit einer Million bewilligen. Mit dieser Summe sollen Thatsächlich fühlte sich denn auch niemand von denen um Bülow zugleich auch die Dänen in Schleswig- Holstein vernichtet werden. schwerer getroffen und zur Abwehr genötigt. Nur Herrn v. Thiel. Der Fonds für geheime Ausgaben im Interesse der Polizei, ist mann hat Herr Richter mit schärferen Pfeilen bedacht, aber diesmal nicht erhöht, er beträgt 300 000 M. vielleicht nur, um durch seinen Angriff die Position des von den Die Reichsfinanznot. Es ist nötig, die Schlußworte, in denen Agrariern bedrängten Staatssekretärs zu festigen. Freiherr v. Thielmann seine Schilderung der Reichsfinanzlage Herr Kardorff sprach sodann nicht über den Etat, sondern zusammenfaßte, nach dem Stenogramm mitzuteilen. Der ReichsSpahn glaubt, daß die Forderungen der Minorität bei der über den Zolltarif, da er bei der Debatte über ihn nicht zum Wortschatzsekretär sagte: Erivähnenswert in seiner Nede war nur zweierlei, Beratung der einzelnen Zolltarif Positionen berücksichtigt werden gelangt war. können, hält es jedoch für besser, mit dem Gesetz zu beginnen. einmal, daß er nicht nur Ausnahmegeseze gegen die SocialSinger erinnert daran, daß bei allen großen Vorlagen demokratie, sondern auch die Beseitigung der heiligen Freizügignamentlich Militär-, Marines und Zollvorlagen eine General- teit" forderte und daß er ausnahmsweise nicht die Leier der alldiskussion in der Kommission stattgefunden habe. Eine solche sei heilenden Doppelwährung drehte. nötig, um Art und Umfang der von der Regierung zu verlangenden Herr Schrader von der freifimigen Vereinigung flocht anAuskunft festzustellen. Bei den letzten großen Militär- und Marine mutig die Militärfreudigkeit und die Bollfeindlichkeit seiner Partei Da an Armee und Marine nicht gespart werden vorlagen habe das Centrum eine Anzahl Fragen formuliert und die in einen Strauß. Weiterberatung erst nach der Beantwortung der Regierung vor- tann, vielmehr diese Ausgaben noch weiter wachsen müssen, also ,, Das Gesamtbild des Etats ist so unerfreulich, wie wir es vor einem Jahre kaum hatten voraussehen können. Es ist 11 a ch zwei Richtungen unerfreulich: einmal müssen die Bundesstaaten ungedeckte Matrikularbeiträge hergeben und ihre eignen Finanzen, die doch ein jeder im Reiche nachfühlt, weil jeder Bürger des Reiches doch auch Bürger eines Einzellandes ist, schädigen. Sodann muß das Reich zum ersten Male zur Bilancierung des Etats zu einer Ergänzungsanleihe schreiten, um laufende Ausgaben aus der Anleihe zu befriedigen. Das ist unerwünscht, meine Herren, es läßt sich aber nicht ändern. Aber wir können hieraus die große Bedeutung und Entwicklungsfähigkeit Argentiniens erkannt, I den Kaifer, der melancholisch und teilnahmslos basaß, völlig unbeachtet cine Lehre ziehen, und ich möchte diese Lehre be- dort eine umfassende Farm errichtet und sie einem seiner Söhne zur ließ. Besonders hervorgehoben zu werden verdient, daß beim Empfang sonders betonen mit Rücksicht auf die großen Bertehrs- Bewirtschaftung überwiesen. Vater und Sohn find inzwischen längst die fremden Truppenabteilungen anwesend waren. Die Kaiserin erleichterungen, welche in den letzten Jahren bei der gestorben, und der Besiz ist, soviel wir wissen, gemeinsames Familien Bitte scheint von der Notwendigkeit einer verföhnlichen Bolitik Post und Telephonie geschaffen worden sind; ich möchte Eigentum geworden. Einer der Miterben und jetziger Miteigentümer fie auch betonen mit Rücksicht darauf, daß im Deutschen ist in der That ein in den lezten Jahren viel genannter, besonders überzeugt zu fein. Sie erließ ein Editt, in welchem befohlen Reiche bald hier, bald da eine größere Verbilligung der tüchtiger Ministerialbeamter, der aber auch nicht das allergeringste wird, daß Tungfuhsiang hingerichtet werden soll. Ein Eisenbahntarife gefordert wird. Ich bitte Sie," meine mit dem Zolltarif und der golltarifvorlage zu thun hat." Eatarengeneral in Kansu hat das Urteil zu vollHerren, feien Sie in solchen Zeiten, wo die Einnahmen zurück- Der Centrums- Abgeorgnete Bingen hat außerordentlich ungeschickt strecken. Juanfchikai, Linkunyi und Tschangtschi gehend, zurückhaltend mit dem Verlangen nach neuen Ausgaben gehandelt, wenn er zu Gunsten des Brownchers diese ver- tung haben gemeinsam eine Denkschrift an die Kaiserin- Witwe ich erinnere an die Interpellation des Herrn Abg. Dr. Arendt dächtigende Behauptung aufstellte. Denn, wenn es erlaubt ist, gerichtet, in welcher fte Tungfubfiang für die Ermordung - und nach Verbilligung von Verkehrstarifen- irgend einen einzelnen Ministerialrat als persönlich interessiert ber belgischen missionare verantwortlich machen ich erinnere an die jüngsten bei der Post und Telephonie geschaffenen gegen den Bolltarif zu behaupten, weil er Ländereien in Argen- und dessen Hinrichtung empfehlen, bevor er einen AufBerbilligungen. Wir würden sonst in die Lage tommen, den Efat tinien befigt, so könnte man leicht erwidern, daß dann fich die stand hervorrufen oder die Regierung in Schwierigkeiten mit den in fünftigen Jahren noch schlechter balancieren Vorlage des Bolltarifs selbst in viel höherem Maße daraus stand hervorrufen oder die Regierung in Schwierigkeiten mit den zu müssen, als es bereits im Jahre 1902 der Fall sein wird. Ich erklären ließe, weil in den gesamten Regierungen kaum einer sitzt, Fremden verwickeln könne. fann zugleich sagen, meine Herren: wenn der wirtschaftliche Nieder- der nicht durch persönlichen oder familiären Besitz in Deutschland Die Kaiserin tann gut Edikte gegen Tingfubstang erlaffen, sie gang anhält, und der Rückgang der Einnahmen sich weiter fort- für den 3oll beeinflußt sei. Wer wollte das aber behaupten? weiß daß ihm kein Haar gekrümmt wird, während sie sich doch fett, so werden Sie nicht umhin tönnen, neue Einnahmequellen zu bewilligen, nicht aber solche, wie den Börsen- einen Diebstahl von zehn Pfennigen verhängte das Ein Kriegsgerichts- Urteil. Ein Jahr Gefängnis für gegenüber den Mächten jeder Verantwortung entbindet. Die internationalen Händel in Nintschwang stempel, sondern Einnahmen, die wirklich zu Buch schlagen, Kriegsgericht in Thorn in seiner gestrigen sigung gegen den Mus- erscheinen nach den neueren Berichten denn doch ziemlich und da stehen an erster Stelle die Worte: Bier und Tabak." tetier Ernst Martin von der 5. Compagnie 21. Jufanterie- bösartiger Natur gewesen zu sein. Es liegen folgende weitere TeleReiner weiteren Erörterung bedarf die Absonderlichkeit der BeHauptung, daß die geringen Verkehrserleichterungen die Schuld tragen Regiments. Er suchte eines Morgens in der Dunkelheit auf der gramme vor: follen an der Finangklemme des Reichs und nicht die gewaltig ge- Schlüssel das Spind eines andren Musketiers, faud darin ein Porte- Kriegsschiffes„ Vidsburg" und russischen Soldaten in Niutschwang Mannschaftsstube nach Streichhölzern, öffnete dabei mit seinem An den Schlägereien zwischen Matrosen des amerikanischen steigerten Ausgaben für militärische Rüstungszwecke. monnaie mit 5,10 M. Inhalt und entwendete von dem Gelde die haben Mannschaften der britischen Schaluppe, Algerine" 10 Pf., für welche er sich, da er Hunger hatte, Brot taufte. auf feiten der Amerikaner teilgenommen. Außer der Gefängnisstrafe wurde noch auf Versegung in die auf feiten der Amerikaner teilgenommen. zweite Klasse des Soldatenstandes erkannt. Daß der Die Haltung der Russen in Nintschwang ist einem Unglückliche thatsächlich nur hat seinen Hunger stillen wollen, daffir Mißverständnis ihrerseits zuzuschreiben. Sie hatten die spricht, daß er die 5 M. unberührt gelassen hat. britischen und amerikanischen Kanonenboote in Verdacht, daß sie sich dort in unfreundlicher Absicht " Fleischwucher- Beschönigung. Des vornehmsten Rockes nicht unwürdig. Europäer! Der Boeren- Krieg. Die„ Korrespondenz des Bundes der Landwirte" wendet sich in ihrer letzten Nummer mit einem langen Artikel gegen unfre Notiz Zum Brotwucher der Fleischwucher" in der Nummer 3 des ,, Vorwärts" und sucht nachzuweisen, daß weder Vor dem " harmlose" Fleischbeschau- Gesetz noch die Grenz Breslauer Ober- Kriegsgericht des VI. Armee corps aufhielten, während die Konsulu die Kanonenboote herbeisperre verteuernd auf die die Schweinepreise eimvirken. Daß das Fleischbeschau- Gefeß nicht die Schweinepreise zu steigern wurde am Mittwoch aus der Untersuchungshaft im Festungsgefängnis gerufen hatten zum Schuge der dortigen europäischen vermöge, ergiebt sich nach der Ansicht der„ Korrespondenz" schon ein- 8 Neisse vorgeführt der Unteroffizier der 12. Compagnie Einwohner. fach daraus, daß dieses Gesetz bisher noch gar nicht voll in Kraft aus Beuthen O.-S. Der Unteroffizier tam in der Nacht des nicht bloße Rauflust der Matrosen zu Grunde! Auffallend des Infanterie- Regiments Keith Nr. 22 Willi Schmentel Den Zusammenstößen Tag also politisches Mißtranen, getreten ist; dagegen hält sie zum Beiveis, daß auch die Grenzsperre 12. November um 1 1hr von einem Freibier, an dem er sich nach einer ist übrigens, daß England und Amerika glaubten, die Anwesenheit nicht die Preise beeinflusse, eine längere mit statistischen Notizen ausstaffierte Auseinandersetzung für nötig, in der sie sich folgende Be- Uebung mit Feuerlöschgeräten in Benten D.-S. beteiligt, angetrunken russischer Truppen biete keinen genügenden Schutz für nichtrussische gründung leistet: auf seine Stube. Er ließ die Mannschaften im Hemd 10 bis 15 mal aus den Betten und wieder hineinGbensowenig fönnen dieselben( d. H. die höheren Preise) aber triechen, 10 bis 12 mal auf den Boden legen, auf auf das Conto der Grenzsperren geschoben werden. Das geht die Spinde flettern. Als drei der Nekruten Sie Befehle dentlich aus einer tabellarischen Ülebersicht hervor, welche die Internationale Fleischer- Zeitung", also kein agrarisches Organ, vor nach des Unteroffiziers Meinung nicht richtig machten, teilte er furzem über die Schweine- Preisbewegung in den letzten 21 Jahren widriger Behandlung und ihnen Ohrfeigen aus. Wegen solcher vorschriftsBotha bedroht abermals Natal. Mißhandlung Privatkabel ans Lourenço Marques tonfiatieren, daß Botha brachte. Schon im Jahre 1881, als noch jedes ausländische Schwein untergebenen verurteilte das feriegsgericht der 12. Division wiederum Natal bedroht. Er hat sich im äußersten Süden der ungestört die deutschen Grenzen passieren durfte, hatten wir bei cinem Jahresimport von 1548 083 dieser Tiere einen Durch- und vier Monaten Gefängnis, indem es ihn wegen seines Pferdematerial, das alles in tadellofer Verfassung ist, konzentriert zu Neisse den Unteroffizier am 28. November zur Degradation Greuze Natals in Distrikt Vryheid mit 1500 Mann und reichlichem schnittspreis von 108 M. per 100 kilogramm. Von da ab faut rohen Charakters nicht mehr würdig hielt, Vorgesetzter zu und führt auch eine Anzahl leichter Feldgeschütze mit sich. Sein mit einer einzigen Abweichung der Schweinepreis fortgesetzt bis sein. Geden dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. In lebertritt über die Grenze wird täglich erwartet. zum Jahre 1888, wo er einen Tiefstand von 86 M. erreicht hatte. Das war aber nicht etwa durch eine fortgesetzte Steigerung der der neuerlichen Verhandlung rügte der Vertreter der Auflage, Einfuhr veranlaßt; nein, im Gegenteil, dieser Preisrückgang war Kriegsgerichtsrat Dr. Matschke, die durchaus ungerechtfertigte Vornahme daß der Ausschreitungen des Angeklagten. erfolgt, trotzdem gleichzeitig auch die Einfuhrmenge ohne UnterEr brechung bis auf 468 191 Stück zurückgegangen war. sei Milderungsgrund. Den höchsten Preisstand für Schweine hatten wir im Jahre 1890 mit 114 Wt. per 100 kilogramm, trozdem in diesem Jahre schon wieber 882 196 Stück eingeführt wurden. In den 90er Jahren erreichte die Schweine Einfuhr ihren Kulminationspunft Degradation fet Abstand genommen worden, da in offizier zu brei Monaten Gefängnis. Von der mit 987 718 Stiid im Jahre 1892. Der Preis aber war trotzdem Verhalten des Angeklagten teine ebriofe Gesinnung liege. Der bent in diesem Jahre mit 108 m. ziemlich hoch. Von Verurteilte ist seit Neujahr 1900 Unteroffizier. Seine Führung da an ist die Einfuhraiffer 3. 2. infolge der veterinären Grenz ist schlecht, er ist vor bestraft u. a. wegen Geldborgens sperrmaßnahmen sehr start zurückgegangen. So fonnten von Untergebenen. im Jahre 1896 nur noch 110 582 Schweine eingeführt werden. Nach der Theorie des Vorwärts" hätten bei einer so rapiden Abnahme der Einfuhr die Schweinepreise ebenso rapide steigen müssen, das Gegenteil aber war der Fall. Sie waren im Jahre 1896 auf demselben Tiefstand angelangt wie 1888 bei einer Ein fuhr von nahezu 1/2 Million, nämlich auf 86 M., und stellten sich damit trotz einer Mindereinfuhr von 877 181 Stück um nicht weniger als 22 M. niedriger als vier Jahre vorher." " Parlamentarischres. In der Zolltarif- Kommiffion des Reichstags ist Donnerstagfie int Trunksucht geschehen, beantrage vier Monate Gefängnis, wegen der De abend der angekündigte Antrag Spahn, welcher verlangt, daß ndation ſtelle er Entscheidung anheim. Tas Oberkriegsgericht der Mehrertrag zur Versicherung der Witwen und ob das Urteil der ersten Justanz auf, und verurteilte den inter- wais en verwendet werden soll, offiziell eingebracht worden. In Elberfeld ist, wie die dortigen Blätter berichten, ein wohlhabender und angesehener Bürger, Rumens Kulenkampff durch Anordnung der Staatsanwaltschaft in Neu- Ruppin, infolge einer bloßen Namensähnlichkeit mit einem Manne, der in Neu- Ruppin ein Vergehen begangen hat, verbaftet und im Untersuchungsgefängnis, in dem er nur wenige Stunden bis zur Aufklärung seiner Unschuld berbleiben mußte, unglimpflich behandelt worden. Die bürgerlichen. Blätter erregen sich überaus über das Vorkommnis und fordern Besprechung desselben in den Parlamenten. Der frühere Reichstags- Abgeordnete Dr. Sigl, bekannt Donnerstag gestorben. Vor einiger Zeit wurde feine Ueberführung als Herausgeber des Bayr. Vaterland", ist in Mitnchen am in eine Nerven- heilanstalt gemeldet. 62 Jahren erreicht. Er hat ein Alter von Wir haben schon wiederholt auf die Mangelhaftigkeit der deutschen Viehpreis- Statistik hingewiesen und können auch den vorstehenden statistischen Preisangaben nur einen sehr bedingten Wert zugestehen; So berechtigt der Unwille dieser Blätter ist, so wenig vermag aber im ganzen ist richtig, daß in den Jahren, in welchen die uns dieses Vorkommnis besonders zu erregen, ist es doch bekannt, Schweinepreise in Deutschland niedrig standen, die Zufuhr von Schweinen daß lubemittelte sehr häufig unter ähnlichen Unannehmlich aus dem Auslande eine geringere war, als in den Jahren, wo die feiten leiden, ohne daß die bürgerliche Presie ihren Klagen Beachtung Preise hoch standen. Aber was, in aller Welt, beweist denn diese schenkt. Thatsache gegen unfre Behauptung! Allenfalls ließe sich aus den obigen statistischen Zahlen ein Gegenbeweis ableiten, wenn wir behauptet hätten, Angebot und Nachfrage im Inland und die diese bestimmenden Faktoren wären für die Preisstellung ganz gleichgültig, nur allein die Größe der fremden Zufuhr bestimme den Preis. Eine solche Ve Hauptung ist uns aber gar nicht eingefallen; wir haben lediglich hervor gehoben, daß die Einfuhrbeschränkungen resp. Verbote steigernd auf den Preis wirken, und zwar gerade dann am schärfften, wenn in Deutschland das Angebot relativ( d. b. im Verhältnis zum Bedarf) am ungenügendsten ist. Jedem, der nicht in der heillofen Begriffs bertvirrung der Leiter des Bundes der Landwirte befangen ist, ist das, was die obigen Ziffern beweisen, völlig klar: fie zeigen, daß in den Jahren, wo in Deutschland infolge irgend welcher Ursachen, 3. B. geringerer Nachzucht, Seuchen 2c., das Angebot ein geringeres ist und die Preise steigen, das Ausland sofort die hohen Preise auszumüßen strebt und in verstärktem Maße den deutschen Märkten Schweine zuzuführen sucht, während es dann, wenn in Deutschland selbst das Angebot ein großes ist und die Preise fallen, feinen Export zurückhält. Zwet Polen- Interpellationen. netenbaufe eingebrachte Interpellation über das Polentum Die von nationalliberaler Seite im Abgeordlautet wörtlich: „ Welche Maßregeln beabsichtigt die königliche Staatsregierung zu ergreifen, um den Worten der Thronrede gemäß in den öftlichen Provinzen dem Deutschtum die politische und wirtschaftliche Stellung zu erhalten, auf welche es durch seine lange, unter der weisen Führung der Hohenzollernfchen Fürsten geleistete Kulturarbeit gerechten Anspruch erworben hat, das Deutschtium zu pflegen, staatsfeindliche Bestrebungen abzutvehren und das Zurückdrängen bentscher Sprache und Sitte zu verhüten?" Die Polen- Fraktion des Abgeordnetenhauses hat dagegen mit Silfe des Centrums folgende Interpellation eingebracht: „ Wir richten an die fönigliche Staatsregierung die Frage, ob diefelbe in Anbetracht der bekannten Schulvorgänge in Wrefchen und im öffentlichen Interesse überhaupt es nicht für geboten er achtet, die auf dem Gebiete des Religionsunterrichts in den Volksschulen der sprachlich gemischten Landesteile getroffenen Anordnungen einer Aenderung zu unterwerfen." Kommunales. And Baden wird uns berichtet: Wie bereits früher mitStadtverordneten Versammlung. geteilt, besteht seitens der Regierung die Abficht, die diesjährige 2. Sigung vom Donnerstag, den 9. Januar 1902, Tagung des Parlaments bereits vor dem anfangs April dieses Jahres nachmittags 5 11 hr. statifindenden Regierungs Jubiläum des Großherzogs Vorsteher Dr. Langerhaus eröffnet die Sigung nach Friedrich zu schließen. Ob aber diese Absicht ohne nachteiligen Ein- 53/4 11hr. Bor derselben hat die Konstituierung der Avfluß auf die Grindlichkeit der Verhandlungen der zweiten Stammer teilungen und die Wahl einer Anzahl von Ausschüssen statterreicht werden kann, ist sehr zweifelhaft. Auf alle Fälle werden sich gefunden. Dem Ausschuß zur Vorbereitung der Neuwahl der die demokratischen Parteien dem Plan einer zu Gunsten hösischer ständigen Ausschüsse, zur Vorbereitung der Abordnung der Mitglieder Festlichkeiten erfolgenden forcierten Durchpeitschung wichtiger legisla in die Verwaltungsdeputationen und Kuratorien und zur Vortorischer Vorlagen energisch zu widersetzen wissen. Es wird dies bereitung der Zuteilung der Stadtbezirke an die Mitglieder behufs schon deshalb geschehen, weil unter der Boltsvertretung zur Ver- Erledigung von Recherchen 2c. gehören u. a. die Stadtvv. Bruns abschiedung vorliegenden Gesezentwürfen sich eine ganze Anzahl be- und Singer an. findet, die für weite Kreise des badischen Volkes von einschneidender Doch es ist unnüß, der Korrespondenz" Logit einpaulen zu Bedeutung sind. Es seien hier, abgesehen von der Beratung des wollen; in Wirklichkeit ist ihr, wenn auch vielleicht nicht Budgets, nur die Gesetzesvorlagen bezw. Initiativanträge erwähnt die Preisbildung selbst in allen Einzelheiten, so doch die betr. die Aufbesserung der Beamten und Volksschullehrer, die Abpreissteigernde Wirkung der Grenzsperre recht wohl bekannt; das be- änderung der Gemeindes und Städte- Ordnung, der Vertrag mit der weist folgende Auslassung in ihrer Nummer 68 vom 13. Dezember Main- Neckarbahn, das Grundbuchrecht, die Unfallfürsorge, die Ervorigen Jahres, in der offen zugegeben wird, daß die Sperre richtung von Landwirtschaftskammern, die Aenderung des Wahlrechts, maßregeln die deutschen Wiehzüchter vor der enorm billigen die Zulassung der Männerklöfter, die socialistische Interpellation über Konkurrenz der ausländischen Viehzüchter" schüßen: den Bolltarif, sowie zahlreiche Betitionen. 4 Ausland. Frankreich. Außerdem haben Ersatzwahlen zu verschiedenen Ausschüssen für die aus der Versammlung geschiedenen Mitglieder Lüben, Eisolt, Gerstenberg, Schwalbe und Kalisch stattgefunden. Von dem Kaiser ist auf den Glückwunsch der Versammlung zum neuen Jahre eine Antwort eingelaufen, in welcher nach dem Dank für die Kundgebung dem Wunsche Ausdruck gegeben wird, daß die sich auch in Berlin gegenwärtig fühlbar machenden Erscheinungen eines wirts schaftlichen Rückganges bald wieder verschwinden und einer ersprießlichen Aufwärtsbewegung Plaz machen mögen. Die zur Ausführung des d = mid „ Daß dieser hocherfreuliche Aufschwung unsrer deutschen Schlachtvieh- Produktion unter oder vielmehr„ troz" des ganz Fürsorge Erziehungsgesetzes unbedeutenden Bollschutzes möglich gewesen ist, das verdanken wir allein den Grenzsperrmaßnahmen im Interesse des Seuchenschutzes. erforderlichen städtischen Maßnahmen: 1. Feststellung eines Einheitsfages für die Verpflegung in Fürsorge- Erziehung Wir können nun freilich nicht beweisen", wie der Vorwärts" Die Freiheit der Wissenschaft. Am selben Tage, an dem der befindlicher Minderjähriger und 2. Erlaß von Reglements tadelnd bemerkt, daß diese veterinären Sperrmaßnahmen während Rektor der Berliner Universität, Herr Kekulé von Stradonig, den" ber die Ausführung der Fürsorge Erziehung der Dauer fünftiger Handelsverträge aufgehoben werden würden, Socialwissenschaftlichen Studentenverein auflöfte, sprach in Paris im, die Verwaltung der städtischen Erziehungs- und Besserungsaber wir müssen doch mit der Möglichkeit rechnen und aus diesem Verein der kollektivistischen Studenten" der Genosse Vandervelde Anstalten, sind in einem Ausschuffe an der Hand der bezüglichen Grunde zum eventuellen Schutz der viehzüchtenden deute über ein streng focialistisches Thema. Dieser socialistische Magistratsentwürfe in drei Sigungen näher erörtert worden. Den schen Kleinlandwirte vor Vernichtung durch Studentenverein pflegt in jedem Jahre eine Reihe solcher Versamme Einheitssag bon 60 Pf. hat der Ausschuß unverändert gelaffen, dadie so enorm billige konkurrenz der auslän lungen zu arrangieren, in denen in der Regel hervorragende Socia- gegen in dem allgemeinen Ausführungsreglement einige Aenderungen dischen Viehzüchter eine unter allen Umständen wirksame listen des In- und Auslandes als Redner auftreten. So haben im empfohlen. In§ 8 ist die Verpflichtung des Familienhauptes der PflegeBollerhöhung fordern." Vorjahre außer Jaurès und vielen anderen französischen Socialisten stelle, den Zögling in ernst religiös- fittlichem Sinne zu er unter andren auch Anseele von Gent, Vandervelde, Ferri usw. ziehen", festgelegt; hier sollen die Worte„ eruft religiös" gestrichen gesprochen. werden. Die Verwendung des schulpflichtigen 8öglings soll Italien. nicht nur in der Fabrikarbeit, sondern auch in der Haus= industrie unbedingt untersagt sein. Der Tarif für die Verpflegung soll das erste Mal mur für 2 Jahre, später immer für 8 Jahre festgestellt werden. Den weitergehenden Anträgen unsrer Parteigenossen im Ausschusse gegenüber, betr. die Beschränkung der auf die Anstaltsleiter zu übertragenden elterlichen Gewalt, die Ausgestaltung der ärztlichen und hygienischen Prophylaxis und die Beseitigung der Gefahr einer Ausbeutung der Zöglinge in landwirtschaftlichen Betrieben, hat sich die Ausschußmehrheit ablehnend verhalten. Das ehrenwerte Organ scheint in der feuchtfröhlichen Aufregung der letzten Wochen vergessen zu haben, was es noch vor kurzem als agrarwirtschaftliche Weisheit verkündete. # Die Auswanderung. Nach den Feststellungen des Statistischen Zwetschneidige Argumente. Der Centrums Abgeordnete Amtes sind im ersten Halbjahr 1901 120 342 Personen aus Italien Bingen hat fürzlich in Bonn gefagt: Zu den Feinden der ausgewandert; hierzu kommen noch 205 279 Personen, welche ihr Tarifvorlage rechne er auch die Kapitalisten, die ihr Geld im Aus- Vaterland auf längere oder kürzere Zeit verlassen haben, um im lande angelegt haben. Selbst im Ministerium fäßen Ausland Arbeit zu finden. Die diesbezüglichen Zahlen für das erste Leute, die meilenweite Streden in Argentinien Halbjahr 1900 waren 70 967 beziv. 144 368. Die Abwanderung ihr eigen nennen und die ein großes Juteresse daran von Arbeitermassen ist in diesem Jahre also bedeutend höher gehaben, sich Deutschlands Kundschaft zu erhalten. Abg. Bingen, wesen. der auch Mitglied der Bolltarif- Kommission ist, soll auf Befragen versichert haben, daß er diese Behauptung aufrecht erhalte und, dazu aufgefordert, bereit sein würde, den Beweis der Wahrheit anzutreten. " Asien. Neues Edikt gegen Tungfubfiang. Reuters Bureau" meldet aus Peking vom 8. Januar: Nach der„ Kölnischen Zeitung" ist die Thatsache selbst richtig. Mehrere hohe Beamte hatten heute im kaiserlichen Palast eine Sie schreibt:" Ein längst verstorbener, Hochbedeutender rheinischer Audienz. Der Raiser figurierte nur als Deforations Großindustrieller hat vor vielen Jahrzehnten als einer der ersten person, während die Kaiserin- Witwe die Unterhaltung führte und Berichterstatter ist der Stadtv. Hugo Sa ch 8. Stadtv. Stadthagen( Soc:): In der Kostenfrage sind wir allerdings an das Gesetz gebunden; wir haben nur einen Vorschlag zu machen, der Minifter des Innern hat festzusetzen. Die Baukosten Sirfen wir nicht anrechnen. Lehrmeister und Werkstätten gehören nicht zu deir Baukosten und allgemeinen Verwaltungs Bu§ 1 Absatz 1 des Reglements für die Ausübung der Fürsorge- Erziehung ist folgende anderweitige Fassung beantragt. " Die Bearbeitung sämtlicher Angelegenheiten, welche das Gesez vom 2. Juli 1900 dem Gemeindevorstand und dem Stadtfreise Berlin übertragen hat, erfolgt bis zu anderweitiger, durch übereinstimmenden Beschluß des Magistrats und der Stadtverordneten Versammlung zu treffender Bestimmung durch die Armen- Direktion, Abteilung für die Waisenverwaltung, unter Aufsicht des Magiftrats." # ( Die gesperrt gedrndten Worte sind Zusäße nach dem Antrag Augustin.) Auch§ 3 bleibt unverändert. Nach§ 4 find die Minderjährigen, welche bereits eine strafbare Handlung begangen haben, ferner die zum Landstreichen, Verbrechen und geschlechtlichen Ausschweifungen neigenden oder in andrer Weise fittlich verwahrloften Zöglinge in der Regel einer Anstalt zu überweisen. Nach dem Antrag Augustin foll§ 4 gestrichen werden, event. find a) die Worte: die zum Landstreichen, Verbrechen und gefchlecht lichen Ausschweifungen neigenden oder in andrer Weise fittlich verwahrlosten Zöglinge" zu ersetzen durch die Worte: „ Die nach dem auf Fürsorge- Erziehung lautenden Gerichtsbeschluß fittlich verwahrloften oder sittlich verdorbenen 8öglinge", b) statt Anstalt" zu sehen: 0 Der kosten, sondern dienen direkt und unmittelbar dem Schul- Kontrolle. Der zweite Antrag ist lediglich bestehendes Recht; wir solche, welche auf Schritt und Tritt durch Einzelvorschriften beschränkt und Erziehungszweck. Würden diese Kosten und die Ausgaben wollen, daß in jedem Falle eine derartige Prüfung stattfinden muß. ist? Das können wir ja doch nicht von vornherein wollen; geben für Miete zugerechnet, so tämen mindestens 70 f. Heraus. Aber Das Kammergericht hat in wiederholten Fällen auf Beschwerde der wir ihnen also etwas mehr Freiheit! Stadtv. Stadthagen: Ist Freiheit vorhanden, wenn int da es sich zunächst um ein Provisorium handelt und die fakulatorische Profelytenmacherei einen Niegel vorgeschoben. Feststellung der betreffenden Beträge sehr schwierig sein würde, sehe Gegen die Polemit, welche der Referent dem Stadtv. Stadt- Neglement steht, es muß das Kind mit ländlichen Arbeiten beich für jetzt von der Stellung eines Antrages ab. Später aber, hagen im Schlußwort angedeihen läßt, beschwert sich letzterer dem schäftigt werden? Wir treten gerade für die Freiheit ein. Der nach zwei Jahren, wird genau darauf zu sehen sein, daß wir dem Vorsteher gegenüber in schärffter Form. Der Vorsteher sucht Vorsteher hat unrecht, wenn er glaubt, wir können das Reglement Staate bezw. dem platten Lande nichts mehr schenken, als wir ihn zu beschwichtigen und verweist ihm die Schroffheit seiner Aus- nachher wieder ohne weiteres ändern; das können wir nicht. schenken müssen. drücke: Mein lieber Herr Stadthagen, warum wollen wir uns denn einmal gegenüber den Kindern gemachte Fehler, die durch eine derartige Fürsorge Erziehung etwa gar verwahrlost worden Der Einheitssatz wird darauf genehmigt und sodann zur hier zanken?( Stürmische Heiterkeit.) sind, kann nicht wieder gut gemacht werden. Der konservative Beratung des Reglements übergegangen, zu welchen eine Bastor Wagner hat in seinem bekannten Buche ausgesprochen, daß große Zahl von Abänderungsanträgen der socialdemokratischen Stadtverordneten Augustin u. Gen. vorliegt. diese ländlichen Orte Brutstätten der Unsittlichkeit sind. Sie wollen Kinder Leutenot den bewußt oder unbewußt dem Polizeiminister entgegenkommen, der verwahrloste zur Abhilfe der arme Agrariern zuführen will, während Sie dieses Anfinnen entristet zurückweisen müßten. Nirgends ist in so schroffer Weise wie in diesem Reglement diesem Anfinnen des Ministers entsprochen worden.( Bu rufe und Unterbrechungen.) Die Unduldsamkeit kann doch nicht so weit gehen, daß Sie sachliche Einwendungen nicht mehr hören wollen, sonst ist ja draußen auch noch ein Raum.( Vorsteher Langerhans: Es ist nicht passend, daß Sie die Herren noch draußen ver weisen.) Es ist doch unerhört, hier behaupten zu wollen, daß in Berlin ein Familienvater, der das Kind zu ländlichen Arbeiten anhalten muß, egiftieren kann. Die Annahme eines solchen Zusatzes „ städtischen oder einer solchen Erziehungs- oder Befferungs- würde es also möglich machen, die jungen Leute, welche Anstalt, auf deren Leitung der Stadt Berlin ein bestimmender bereits ein Handwerk gelernt haben, aus demselben herauszureißen Einfluß eingeräumt ist." und aufs Land zu schicken. Selbst die mecklenburgische Ritterschaft Stadtv. Stadthagen: Der ganze§ 4 ift vollfommen über ist nicht soweit gegangen. Diesen agrarischen Pferdefuß nehmen flüssig. Die Betreffenden können ja unter allen Umständen einer Sie nicht an, dazu steht Ihnen doch hoffentlich das Wohl und Wehe Anstalt oder der Familienpflege überwiefen werden. Welche der Kinder viel zu hoch. Stadtrat v. Friedberg wiederholt, daß der Verwaltung jede Stadtv. Stadthagen( Soc.): Es handelt sich in diesem Gesetz Minderjährigen find es, die bereits eine strafbare Handlung um eine höchst wichtige Materie, um die Fürsorge- Erziehung begangen haben? Nicht die von 12 bis 18 Jahren, sondern Ausbeutung fern liegt, und verweist auf einen Fall, wo die Berfittlich verwahrloster Kinder oder der Kinder von Eltern, die selbst die unter 12 Jahren, die nach den Urteilen des Vormundschafts- waltung sofort eingeschritten ist. ctivas pecciert haben. Das Reglement hat der Stadtkreis Berlin zu richters gesündigt haben. Hier kann es sich um einfache Polizeierlassen. Wir bitten Sie, den Wortlaut des bestehenden Uebertretungen handeln, es kann zum Beispiel ein Kind zum Reglements nach dem Gesetz von 1878 bestehen zu lassen, also Betteln angehalten worden sein. Soll darin unter allen Umständen Bu§ 13 befürwortet Stadtv. Stadthagen, dem Antrag Augustin die Magistratsaufsicht ausdrücklich wieder aufzunehmen. Sämt eine Verwahrlosung gefunden werden? Haben Sie wirklich so wenig liche Verwaltungsdeputationen haben unter Aufsicht des Kenntnis von den thatsächlichen Verhältnissen? In solchen Fällen folgenden Zusatz zu machen: Die Anstalten und Familien, welche zur Unterbringung von Magistrats zu arbeiten; das folgt auch aus§ 56 der Städte- steht doch die Familienpflege an erster Stelle. Die neue Kategorie Ordming, wird aber durch den Wortlaut des neuen Gefeßes zweifel- der zu Verbrechen usw. Neigenden ist geradezu eine" Un- Fürsorgezöglingen benutzt werden, find auch auf Grund einer mit haft insoweit, als jetzt die Waifenverwaltung als selbständige Be- geheuerlichkeit und muß auf jeden Fall aus dem Reglement Aerzten zu treffenden Vereinbarung von diesen ein bis zweimal im arbeiterin dieser Augelegenheiten ohne Aufsicht des Magistrats an heraus. Es fehlt dafür an jedem Kriterium, wir dürfen doch am Jahre zum Zwecke der Prüfung des Gesundheitszustandes der gesehen werden könnte. Davaus könnten sich erhebliche Un- allerlegten solche Willkür einreißen lassen. Wollen Sie aber durch Zöglinge, sowie des Zustandes der Unterbringungsräume in faniauträglichkeiten zu Ungunsten der zu erziehenden Kinder ergeben. aus eine solche Bestimmung treffen, so muß mindestens ein Gerichts- tärer Hinsicht zu besuchen und die Berichte über das Ergebnis dieser Wir dürfen auch die Möglichkeit nicht ausschließen. später einmal beschluß über die sittliche Berwahrlosung oder Verderbtheit vor- Besuche dem Vorsitzenden der Waisenverwaltung einzusenden." diefe Fürsorge Erziehung einer eignen Deputation zu übertragen handen sein. odor die Schuldeputation mitsprechen zu laffen. Stadtrat v. Friedberg bittet auch diese Amendements abzulehnen. Die Verwaltung sei sich ihrer moralischen Verpflichtung und Verantwortung voll bewußt. § 4 wird unverändert angenommen, ebenso§§ 5-7. Der Referent spricht sich gegen den Antrag aus, da der Ausschuß teine Neigung gehabt habe, die Ausführung des Gesezes durch Einführung unnötiger Erschwerungen zu verzögern, und andrerseits teine Notwendigkeit gefehen habe, Grundsätze, welche längst Gemeingut der städtischen Verwaltung geworden, noch befonders in den Text der Reglements aufzunehmen. = Der Referent erklärt die beantragten Zusäge für selbstverständlich und deshalb überflüssig; ein Reglement sei kein Gesetz und kein Statut und könne durch die souveräne Versammlung jederzeit geändert werden. Bei der Abstimmung werden sämtliche Anträge, auch derjenige betr. die politische Ueberzeugung des Familienhauptes der Pflegestelle, abgelehnt. Der Antragsteller bemerkt, daß der Autrag im Ausschusse nur mit 6 gegen 6 Stimmen abgelehnt ist. Der Landesverband Caffel habe die Maßregel beschlossen; Berlin würde schimpflich das stehen, wenn es nicht durchführen könnte, was der Landbezirk Stassel durchgeführt hat. Bu§ 8, der besagt, daß bei der Auswahl der Pflegestellen Der Antrag wird abgelehnt, das Reglement im Ganzen geDer Antrag Augustin wird darauf abgelehnt,§ 1 unverändert Familien auf dem Lande bevorzugt werden, der den Abschluß nehmigt. eines Vertrages mit dem Familienhaupt vorschreibt und diesem Zu den Reglements für die einzelnen Erziehungshäuser will der angenommen. Nach§ 2 sollen die Prostituierten besonderen Auftalten über- u. a. auch die Verpflichtung auferlegt, den 3ögling zu den Antrag Augustin durchweg den Paffus„ Der Vorsteher der Anstalt wiesen werden. Der Antrag Augustin will dafür sagen: städtische für sein Alter und Geschlecht passenden häusübt die Zucht über die Zöglinge als Vertreter der elterlichen GeErziehungs- oder Besserungsanstalten". lichen und ländlichen Arbeiten anzuhalten, soweit walt" ersetzen durch die Fassung:„ Der Vorsteher( Worsteherin, dies ohne Schädigung der Gesundheit des Zöglings und Leiter) hat die Rechte und Pflichten eines Vormundes". Stadtv. Stadthagen beginnt von seinem Blaze aus den Andes Schulunterrichts geschehen kann", liegen zunächst die Anträge des Ausschusses vor, welche ohne Debatte angenommen trag zu begründen und lehnt die Aufforderung, näher zum Vorstandstische in die Mitte des Saales zu treten, mit dem Hinweis werden. Die Stadtv. Augustin und Genossen beantragen: darauf ab, daß er dort fortwährend durch die Gespräche der Kollegen, a) folgenden Absatz einzuschalten: Bei der Auswahl der Pflegestellen für schulpflichtige die der Vorsteher nicht störe, in unerträglicher Weise gestört werde, Böglinge dürfen nur solche Orte berücksichtigt werden, die und daß ihn der moralische Efel vor solchem Gebahren zwinge, vom mindestens 6klassige Schulen haben und bei denen die Blaze zu sprechen. Schulverhältnisse so geregelt sind, daß einer Ueberfüllung vorgebengt ist"; b) Die Worte werden bevorzugt" zu ersetzen durch können bevorzugt werden"; c) die gesperrt gedruckten Worte zu streichen: d) dem§ 8 zuzusetzen: „ Bei der Auswahl der Pflegestellen darf auf die politische Auch dieser Antrag wird abgelehnt, die Reglements bleiben unverändert. Zur Annahme gelangt sind in der ganzen Verhandlung lediglich die Ausschußanträge. Um 91/4 Uhr wird die Sigung nach Erledigung einiger fleinerer Gegenstände abgebrochen. Ueberzeugung des Familienhauptes keine Nücksicht genommen Lehte Nachrichten und Depelthen. werden." Bis zu Englische Prefftimmen über die Rede Bülows. London, 9. Januar.( W. T. B.) In Besprechung der gestrigen Rede des deutschen Reichskanzlers Grafen v. Bülow bedauert die unionistische Pall Mall Gazette" den Ton dieser Rede. Der fonservative Globe" weist darauf hin, daß dies Blatt sich beständig bestrebt habe, ein freundschaftliches Einvernehmen der beiden Nationen zu ermutigen, daß aber die Rede des Reichstanglers es hieran vollständig verzweifeln lasse; seine Sprache sei absichtlich beleidigend für das ganze britische Reich. " Die konservative, St. James Gazette" sagt, die Rede habe die wachsende Erregung zwischen beiden Ländern in eine gefährliche Sphäre gebracht. Stadtv. Stadthagen: Mit den Anstalten, denen die Prostituierten überwiesen werden sollen, sind auch solche gemeint, welche unter firchlicher oder privater Leitung stehen. Wir sollten doch diejenigen, zu deren Schulung und Besserung wir verpflichtet sind, mur in städtischen Anstalten unterbringen. Mit dem anscheinenden Liebeswerk jener anderen Anstalten vermengt sich eine Heuchelei, die geradezu zur Verderbnis führt, wie wir aus den Verhandlungen über die lex Heinze und aus Zeitungsnachrichten erfahren haben. In solche Anstalten dürfen die Proffituierten nicht hinein. Eine Scheidung zwischen denen, welche erst im Anfange der Sittenverderbnis stehen, und denen, an welchen nichts mehr zu beffern ist, muß gemacht werden, wie auch unsre ErziehungsLeiterin in Klein- Beeren ausgeführt hat. Zwei derartige Anstalten, Siloah und Magdalenum, kommen hier in Betracht. In Siloah sind ein gutes Drittel der Gefallenen erst durch den Anstaltsaufenthalt zur völligen sittlichen Verderbnis geführt worden. In einem besonderen mir befannten Fall aus Magdalennm ist aus rein religiösen Gründen die Fürsorge- Grziehung von einem solchen Institut veranlaßt worden; es handelte sich 11117 das Kind eines freireligiösen Vaters. Stadtv. Stadthagen: Schulen, welche schon vor mehr als Dieser mucerische, dem Sittlichen entfremdete Geist darf 100 Jahren amtlich als ungenügende Landschulen berechnet wurden, nicht von uns mit dem Verfügungsrecht über die elterliche kann doch Berlin unmöglich als geeignete Anstalten für die FürGewalt ausgestattet werden. Im Reichstage ist ausdrück- sorge- Erziehung dieser Böglinge ansehen. Die Verwahrlosung der lich gegen diese Möglichkeit der Proselytenmacherei protestiert worden. Minderjährigen rührt nicht zum wenigsten daher, daß eine solche UnWir haben keinen Einfluß auf die Leitung dieser Anstalten; die masse von Kindern bereits im jugendlichsten Alter auf den Erwerb Kinder in diesen Anstalten sind unsrer Fürsorge entzogen. Im Ausschuß angewiesen sind. Nach der Statistit von 1895 waren über 200 000 ist man augenscheinlich gar nicht dahinter gekommen, daß es sich hier Kinder unter vierzehn Jahren als erwerbsthätig im Hauptnachgewiesen. Zur Abhilfe ist trog der eifrigen nicht bloß um städtische Anstalten handelt, sondern auch um solche, beruf welche bewußt oder unbewußt der Heuchelei vorarbeiten. Diesem Arbeit des deutschen Lehrervereins wenig geschehen. rekrutieren sich die jugendlichen Verbrecher aus entgegenzutreten, müßte Ihnen doch eine Freude sein, wie sie es 70 Proz. dem Liberalismus der 50er Jahre war. dieser Schicht. Wir haben noch einklassige Schulen mit 100 bis Die gemäßigt- liberale" We st minister Gazette" meint, 150 Stindern, zweiflassige mit bis zu 120 Kindern in jeder Klasse. In der Nähe Berlins, in Gatow und Cladow, kommen auf die allgemeinen Bemerkungen des Grafen Bülow feien zeitgemäß, einen Lehrer Lehrer 123 und 130 Schüler, in Steintfch hat ein Lehrer und sein Nat, fremde Länder ungeschoren zu lassen, sei aus246 Schüler.( Der Vorsteher ersucht den Redner, die Schul- gezeichnet. In dem Artikel heißt es ferner: Wie dankbar wir verhältnisse nicht in dieser Allgemeinheit zu erörtern.) Herr Vor- auch für eine offizielle Zurückweisung der gegen die britische steher, giebt es wohl ein wichtigeres Gebiet als dieses, auch für einen Armee gerichteten Verleumdungen gewesen wären, die solche Entliberalen Mann? Wollen Sie die Ihrer Fürsorge Ueberwiesenen in rüstung hervorgerufen haben, so mißbilligen wir doch jeden BerSchon 1827 hat der Minister such, die Unterlassung derselben zu einer weiteren Ursache des Stadtv. Stadthagen: Der von mir erwähnte Fall ist im die überfüllten Schulen schicken? Magdalenum im Juli 1901 passiert. Der Stadtrat fann davon nichts Altenstein 80 Schüler als die höchste Frequenz einer Kelaffe ergernisses zwischen beiden Ländern zu machen. Die radikalen Halfpenny- Blätter zeigen herzliche Freude wiffen, denn er hat keinen Einfluß auf dieses Juftitut. Es handelt bezeichnet; in beinahe jedem Orte, wohin Sie jetzt die Kinder fich nur um Prostituierte, da kommen doch nicht alle 900 Anträge in Frage. schicken, kommen mehr als 80 Schüler auf den Lehrer. Sechs- über die Zurechtweisung, welche Graf Bülow dem Minister vorhanden. Wenn Sie Chamberlain erteilt habe. Wir haben eine Hilfsstation in Rummelsburg. Die Stadt ist f. 8. flaffige Anstalten find genügend des Anhaltens zu ländlichen Arbeiten( Graf Bülow als Freund des Radikalismus", der„ staatsfeindvon der Polizei zur Einrichtung einer Krankenstation im öffent den Baffus wegen lichen Interesse gezwungen worden. Wenn das für Geschlechtskrante nicht streichen, machen Sie sich mitschuldig an der agrarischen Politik, lichen Elemente"!) geschehen konnte, da sollte es nicht möglich sein, auch für die ge- der zu Liebe dieses Gesetz gemacht wurde, und leisten der AusMit einer Berliner Pflegestelle läßt Ueber die Aufnahme der Bülowschen Rede in der französi funden Prostituierten eine städtische Zuflucht zu schaffen? Wir beuting Vorschub. ja unter dieser Bedingung überhaupt kein Vertrag schen Presse teilt das Wolffsche Telegraphenbureau mur Lobeskennen den Nuf von Siloah und Magdalenum; ich möchte meine fich Hand davon laffen, ein junges Mädchen von 14 oder 16 Jahren, mehr abschließen. Die politische Ueberzeugung des Familienhauptes erhebungen mit. leber den die italienisch französische Annährung daß durch die Schuld der Eltern eine sittliche Verfehlung begangen der Pflegestelle ausschlaggebend zu machen, ist ein unwürdiges hat, in diesen Rettungshäusern" durch die Unterhaltung mit den Verfahren. alten abgefeimten Gefallenen, vollends zu verderben. Wir müssen die Räume haben, wir sind dazu gesetzlich und moralisch verpflichtet. Stadtrat v. Friedberg: Vorübergehend haben wir eine Abs teilung für diese Kategorie in Rummelsburg geschaffen, die darf aber nach dem Gesetz nicht dauernd bestehen. Wir sind auf die Vereine angewiesen. Etwa 90 Vereine, die auf den verschiedensten ethischen und religiösen Standpunkten stehen, haben sich zum Zwecke der Ueber nahme dieser Fürsorge zusammengethan. Der Vorstand setzt sich aus den verschiedensten Elementen zusammen. Die genannten beiden Anstalten verdienen nach den Erfahrungen der Waisenverwaltung die erhobenen Vorwürfe nicht. Stadtrat v. Friedberg: Den Antrag auszuführen würde ganz ummöglich sein. Wir befinden uns noch im Versuchsstadium der Ausführung. Es liegen schon 900 Anträge vor; die Verwaltung fönnte diese Zahl, selbst wenn sie etwa auf 700 fänke, nicht entfernt umterbringen. Die Stadt schließt mit solchen Anstalten Verträge ab. So lange ich die Verwaltung führen werde, wird Broselytenmacherei nicht vorkommen. § 2 bleibt unverändert. Ju§ 3 will der Antrag August in einschalten: So dachten auch die Liberalen in früherer Zeit betreffenden Passus sagt das, Journal des Debats", die Frage war und die Entrüstung war in den 50er Jahren in Deutschland nur, ob Italien seine Rechnung bei Deutschland findet, oder ob es allgemein, als einmal in diesem Sinne vorgegangen wurde. Thun mit andern so viel tangt, daß schließlich die glückliche Ehe, von der Sie, was Sie diesem unfrem Antrag gegenüber nach Ihrem Ge- Graf v. Bülow sprach, gestört werden könnte. wiffen thun müssen. Der Vorsteher verliest den Wortlaut der vorhin schon von ihm gerügten persönlichen Bemerkung des Stadtv. Stadthagen. Es heißt darin, daß der Referent das Schlußwort mißbraucht habe, um die Worte des Redners zu verdrehen. Stadtv. Stadthagen erhält hierfür nachträglich einen Ordnungsruf. Revolution in Paraguay. Buenos Aires, 9. Januar.( Meldung der„ Agence Habas".) Gerüchtweise verlautet, in Paraguay sei eine Revolution ausgebrochen und Präsident Aceval von den Aufrührern gefangen genommen. Schiffes " Stadtrat v. Friedberg bittet um Ablehnung der gestellten Amendements.§ 8 entspreche der bewährten Pragis der WaisenAgram, 9. Januar.( B. H.) Die englische Regierung verwaltung. Es liege ihr durchaus fern, mit Hilfe dieses Gesetzes dem Lande etwa Arbeitskräfte zuführen zu wollen. Die Beschränkung hat der kroatischen 158 000 Stronen als Entschädigung Eine Rücksichtnahme auf für die seiner Zeit aus Transvaal ausgewiesenen a) Die Böglinge dürfen nur in städtischen oder solchen Er- auf fechstlaffige Schulen ginge zu weit. ziehungs- und Besserungsanstalten untergebracht werden, auf deren die politische Ueberzeugung des Familienhauptes sei ausgeschlossen. Stroaaten übermittelt. Stadtv. Caffel: Wir wünschen alle, daß die einklassige Schule Leitung der Stadt Berlin ein bestimmender Einfluß eingeräumt ist; Paris, 9. Januar.( W. T. B.) Der Figaro" veröffentlicht den Hamburger b) alsbald nach Kenntnisnahme des Beschlusses des Bor verschwinde; wenn wir gegen den Antrag stimmen, so geschieht es einen ausführlichen Bericht über die durch mundschaftsgerichts auf Unterbringung zur Fürsorge- Erziehung hat weil wir meinen, daß den verwahrlosten Kindern gerade auf Dampfer„ Hebe" vollzogene Rettung der Mannschaft des französischen Lande und in kleinen Städten eine sehr gute Er die Waisen- Verwaltung fich darüber schlüssig zu machen, ob von dem La France" und spricht den Wunsch aus, daß die dem Recht der sofortigen Beschwerde gegen den Beschluß Gebrauch ziehung gegeben werden kann. Auch in überfüllte Klassen sollen die Kinder nicht kommen; auch möglichst in mehrklassige Schulen sollen fie französische Regierung die heldenmütigen Retter in würdiger weise belohnen möge. gemacht werden soll. Aus Nizza wird Blättern gemeldet, der Stadtv. Stadthagen: Wenn die gesetzliche Fürsorge wirklich gebracht werden, aber wir wollen die Verwaltung nicht binden, mörder der Schweizerin Hirsbrunner, Vidal, habe einstattfinden soll, tönnen Sie sich unsrem Antrage uur anschließen, weil wir zu ihr das Vertrauen haben, daß sie ohnehin möglichst gestanden, daß er von 7 Jahren in Marseille ein Mädchen ermordet auf die für die beste Unterbringung sorgt. Den Antrag wegen der poli- und ins Meer geworfen habe; außerdem habe er noch zwei Morddaß dem Magistrat ein Einfluß bestimmender Ge genügt nicht, daß ein tischen Ueberzeugung halte ich zwar für überflüssig, bin aber gern versuche auf junge Mädchen gemacht. Anstalten eingeräumt sein soll. Mitglied der Waisenverwaltung hinkommen und... hinausgeworfen bereit, dafür zu stimmen. Stadtv. Langerhans: Der Unterschied zwischen den Antrag Antwerpen, 9. Januar.( B. H.) 8wei Kinder, welche, werden kann, denn weiter ist es doch nichts. Wie die Verträge mit den Anstalten lauten, darauf haben wir keinen Einfluß, darum stellern und uns besteht in einer, aber freilich sehr bedeutenden Ab- allein gelassen in der Wohnung, mit dem Das Petroleum müssen wir im Reglement aussprechen, daß ein bestimmender weichung. Wir machen hier einen Versuch der Ausführung eines apparat spielten, warfen denselben um. Einfluß gewährt sein muß. Das Erscheinen des Rechercheurs Gesetzes; wir haben feine genügende Erfahrung, wir sehen erst jetzt explodierte und setzte die Kleider der Kleinen in Brand. und das gelegentliche Auftauchen des Erziehungsinspektors eine besondere Berwaltung dafür ein. Halten Sie bei solchem Ver- Eltern in die Wohnung zurüdfehrten, fanden sie die Kinder find ja ganz gut und mögen bleiben, aber darin liegt noch keine fuch eine Deputation mit freierer Beweglichkeit für besser oder eine vollständig verkohlt vor. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leib in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: 2h. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. Petroleum= Als die Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Mr. 8. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 113. Sigung vom Donnerstag, 9. Januar 1902, Freitag, 10. Jannar 1902. nicht berührt, dessen Wiederherstellung im Interesse aller Katholiken Es hat fast immer daneben geschägt. Es fehlt das wirklich selb= des Erdreichs liegt.( Bravo! im Centrum.) ständige Reichs Finanzministerium, das nicht nur wir, sondern auch andre Parteien, wie die Nationalliberalen und die Neichspartei, geStaatssekretär des Reichspostamts Kraette: fordert haben. Der Reichsschatsekretär hat nur davon gesprochen, Der Herr Vorredner hat von großen Etatsüberschreitungen baß der Bundesrat den Etat scharf angefaßt. Ich möchte wiffen, ob. seitens der Postverwaltung gefprochen. Daß diese vorgekommen darüber hinaus auch starte Abstriche gemacht worden sind, wo geAm Bundesratstisch: Frhr. v. Thielmann, Graf Posa find, ist nicht zu leugnen. Einen ziemlichen Verlust haben ivir durch spart worden ist. Das ganze Dichten und Trachten des Schatzbowsky. nachmittags 1 11 hr. Die erfte Lesung des Etats wird fortgesetzt. " Abg. Dr. Bachem( E.): Abg. Richter( frs. Bp.): die Berringerung der Zeitungsgebühren, sowie auch der Fernsprech- amts scheint mir darauf gerichtet gewefen zu sein, daß die alt das Reich zahlen gebühren gehabt. Mit der Ausdehnung des Fernsprechnetzes über Einzelstaaten möglichst wenig das Land ist Deutschland besonders inter meinem Vorgänger epoche- haben und möglichst viel vom Reich bekommen.( Sehr richtig!) machend vorgegangen; die Einnahmen aus den Neuanlagen Der Herr Schasekretär warnte vor der Erhöhung der MatrikularDas Bild, das der Herr Reichsschatzsekretärs gestern gezeichnet tönnen sich natürlich erst allmählich bemerkbar machen. Große Aus- beiträge mit Rücksicht auf die Verhältnisse der Einzelstaaten. Er hat, war jedenfalls das trübfeligste, das wir je kennen gelernt haben. gaben haben auch die erhöhten Beamtengehälter verursacht. Also ich sagte, er hätte eben die Thronrede gelesen und daraus ginge hervor, Dabei hat er noch nicht einmal alle Schattenseiten erwähnt. glaube nicht, daß man uns leichtsinniges Umgehen mit dem uns zur daß der preußische Etat nur mit energischen Abstrichen zitr Noch 1899 aber schilderte Frhr. v. Thielmann die Finanzlage überaus Berfügung stehenden Gelde vorwerfen kann. Bilanzierung hätte gebracht werden können. Ich habe aber aus der rosig( Sehr richtig!) und war für die Vorschläge des Reichstags auf Throurede genau das Gegenteil herausgehört( Heiterkeit), daß Schaffung neuer Steuern nicht zu haben.( Schr richtig! im Centrum.) nämlich auf den verschiedensten Gebieten der Staatsverwaltung Genau so wie Herr Tirpig furz vor der neuen Flottenvorlage nene Mit den gestrigen Aeußerungen des Reichstanzers Grafen Bülow neue Ausgaben möglich gewesen wären. Herr v. Thielman Ausgaben für die Flotte energisch in Abrede stellte, so leugnete auch über den englischen Minister Chamberlain können wir uns voll sprach von den kleinen thüringischen Staaten, die eine Er Matrikularbeiträge nicht ertrügen. Nun dann Herr v. Thielmann gegenüber den Mahnungen des Reichstags die Not- ständig einverstanden erklären. Es wird in dieser Frage sich die höhung der wendigkeit, neue Einnahmequellen zu erschließen. Was ist denn die eigent Richtigkeit des Ausspruches des Grafen Caprivi erweisen, daß in ermäßige man doch diesen fleinen Staaten die Beiträge. Wegen der liche Ursache der jetzigen ungünstigen Finanzlage? Bunächst nationalen Fragen alle Deutschen einig sind. Damit aber meine ich, paar hunderttausend Mart, die hier in Betracht kommen, können wir ist aus den vorigen Jahren fein Üeberschuß mehr vorhanden. Dazu wäre nun in der Sache genug geschehen. Wir wissen, was wir an doch nicht die ganze Reichs- Finanzpolitik zum Scheitern bringen. Es kommen die Mindereinnahmen infolge der schlechten wirtschaftlichen unfrem Heere haben und wir wissen auch, was es mit jenem eng- freut mich, daß das Centrum festhält an der Lex Franckenstein und Lage, und die großen Mehrausgaben z. B. bei dem China Unter- lischen Minister für eine Bewandtnis hat.( Sehr gut!) Wir haben von der Barole Los vom Reiche" seitens der Einzelstaaten nichts Wenn die Herren im Bundesrat mitraten wollen, nehmen. Die Einnahmen der Eisenbahnen find erheblich zurück- Wichtigeres zu thun, als uns noch weiter mit den rednerischen Ent- wissen will. gegangen. Das liegt zum Teil an der Abnahme des Verkehrs, zum gleisungen dieses auswärtigen Ministers zu befassen.( Sehr gut! müssen sie auch mitthaten. Für dieses Jahr hat man es sogar großen Teil aber auch an dem Gebaren der großen Kohlen- links.) fertig gebracht, die Matrikularbeiträge noch gegen das VorDem gegens und Eisensyndikate. Diese Syndikate haben außerordentlich ver- Der Reichskanzler hat weiter in längeren Betrachtungen über jahr um 21/2 Millionen Mark zu verringern. schärfend auf die Strifis eingewirkt. Wir müssen daher dem Gedanken näher den Dreibund gesprochen. Die beiläufigen Bemerkungen des Grafen über steht ja ein Minus an leberweisungen, aber ich bin treten, wie dieser Thätigkeit der Syndikate, soweit fie mit dem Stolberg schienen ihm eine willkommene Gelegenheit zu bieten, um diese, überzeugt, daß dieses Minus sich noch in ein Plus verwandeln wird, Gemeinwohl nicht vereinbar ist, entgegengetreten werden kann. Am wie ich anerkenne, sorgfältig vorbereiteten Aeußerungen über den da die Zolleinnahmen und auch die Einnahmen aus den Stempelmeisten würde sich wohl eine wirksame Staatsaufsicht empfehlen. Dreibund zu thun. Bekanntlich ist ja die parlamentarische Redner steuern wesentlich höher sein werden als sie geschätzt sind. Wie der Unfre Verschuldung ist in einem Maße gestiegen, wie man es vor tribüne für Minister des Auswärtigen ein beliebter Ort, um das zu Stat jetzt aussieht, sucht man seine Hilfe in einer Ausdehnung der Jahren noch für unmöglich gehalten hätte. Meine politischen Freun.: jagen, was sich in diplomatischen Noten nicht abfassen läßt. Ich Bump wirtschaft, anders kann man das gar nicht nennen haben bei jeder Gelegenheit versucht zu bremsen, um die stimme ganz dem bei, was der Reichskanzler über die Bedeutung Dieser müssen wir auf das entschiedenste entgegentreten durch Höhe der Ausgaben einzuschränken.( Oho! links.) Leider haben und Geschichte des Dreibunds gesagt hat. Nur der letzte Teil seiner Steigerung der Matrikularbeiträge und auch durch Ersparnisse. Ich vir speciell bei den Nationalliberalen nicht die genügende Ausführungen ist mir nicht ganz flar. Er sagte, daß der Dreibund wende mich zunächst zum Militäretat. Da neue Formationen Unterstügung gefunden. Die Hauptschuld Die Hauptschuld an der Steigerung heute, wenn er auch immer noch sehr schäzensiert sei, doch durch Gesez ausgeschloffen sind, sucht man jetzt diese Bestimunung zu der Ausgaben liegt aber nicht bei den Mehrheitsparteien nicht mehr die hohe Bedeutung habe, wie in früherer Zeit. umgehen; es werden 800 Defonomiehandwerker in Civilhandwerker des Reichstags( Oho! bei den Socialdemokraten), sondern vor allem Das scheint zu sagen: der Dreibund ist ja recht schön, verwandelt. Wie steht es weiter mit den 7000 Mann, die der bei der Regierung.( Sehr richtig! im Centrumm.) Ganz neu ist aber wenn er nicht mehr ist, dann geht es auch fo. Reichstag abgestrichen hat und auf deren Forderung man sich vordie Thatsache, daß auch die Bost nur einen ganz minimalen leber Was bezwecken diese Aeußerungen in diesem Augenblick? Viel behielt, zurückzukehren, hat man das jetzt aufgegeben? In diesem schuß zu verzeichnen hat. Ihr Etat hat sich um 28 Millionen feit leicht sind sie weniger an unfre als an andre Adressen gerichtet, Sommer hieß es, die 3 Regimenter mit 2 Bataillonen schreien nach Man hätte uns das Präsenzverhältnis fiber1900 verschlechtert. Davon kommen nur 8 Millionen auf die Ent- vielleicht an die Dreibund- Regierungen oder an die Volksvertretungen ihrem 3. Bataillon. schädigung der Privatposten und ich glaube nicht, daß das dieser Länder, um die Erneuerung von Verträgen zu erleichtern. fichtlich darstellen müssen, jest wissen wir gar nicht: ist mit ein Menderungen Abschluß erzielt, vorgenommenen Deficit von 20 Millionen nur auf den wirtschaftlichen Rück- In den heutigen Morgenblättern sind allerlei Kombinationen zu den jon Die Regierung müßte endgang tvie zurückzuführen iſt, es weitergehen? Herr v. Thielmann meint. lefen, wonach zwischen Italien und Frankreich eine Erwerbsgenossen oder von einer weiteren Präsenzerhebung Das Reichsschayamt hat doch wohl gegenüber den erheblichen Etat- schaft vorbereitet ist, die einerseits auf Tripolis, andrerseits auf lich dahin gelangen, der Armice abzusehen. Das Quinquennatsgesetz fuchte überschreitungen der Post zu wenig seinen Einfluß geltend gemacht. Albanien hinzielt. Was weiß ich davon? Die Zukunft wird lehren, in Wir sind der Meinung, daß das allgemeine Gebaren der Post in was daran wahr ist. Qui vivra, verra. Der Steichskanzler meinte, man seiner Zeit zu begründen durch die Verhältnisse in Frankden letzteren Jahren doch etwas zu lasch gewesen ist. Man darf nicht die Ausdehnung unsrer Politit auf überseeische Länder, die Weltreich. Was hören wir aber jegt von dort? Anstatt der Vermehrung mit der Tarifherabsetzung soweit vorgehen, daß auf der andern Seite politit biete erhöhte Garantien für den Frieden. des Rekrutenfontingents tann man nicht einmal das bisherige die Steuern erhöht werden müssen. Die ermäßigten Tarife kommen Dieser höheren Metaphyfit ist mein beschräntter Kontingent aufrecht erhalten. Der Schatzsekretär warnte davor, von mur den Handels- und Gewerbetreibenden zu Gute, während durch unterthanenverstand nicht gewachse u.( Sehr richtig! den Bauten etwas abzuftreichen und hat auf die Arbeitslosen hin die neuen Stenern die Gesamtheit belastet wird. Die Post muß links.) Ich habe in der Schule immer gelernt, daß, je größer die gewiesen. Vor allem aber kommt es darauf an, die Bauten zu bes unbedingt dafür sorgen, daß sie zu ihren früheren Einnahmen zurück- Reibungsfläche ist, um so leichter Reibungen entstehen, daß schleunigen, für die die Gelder längst bewilligt find. Was den fehrt. also mit der Ausdehnung unfrer Politit auf überseeische Sammelfonds für Festungsbauten anlangt, fann ich mich ganz den Der Festungsbau- Fonds, der bereits auf 9 Millionen Länder die Gefahr von Berwicklungen sich steigert. Der Ausführungen meines Borredners anschließen. Bei den Bewilligungen für Festungsbauten müßte mindestens zusammengeschmolzen war, die wir in diesem Jahre hätten aus Reichskanzler hat auch den Gegensatz zwischen der Bismarckschen und geben sollen, ist nunmehr zu einem Faß ohne Boden gemacht der jegigen Politik nicht ganz richtig geschildert. Auch Bismard zwischen den Erforderniffen für den Bau und die artilleristische Beworden, indem bis auf weiteres" jährlich 14 Millionen für hatte mit überseeischen Fragen zu thun, unter seiner Initiative ist fatzung unterschieden werden, sonst hört jede parlamentarische Sons Festungsbauten gefordert werden. Ich glaube nicht, daß der ja sogar die Kolonialpolitik entstanden, aber er hatte immer das trolle vollständig auf. Es kommen dabei ja nicht mir militärische Neichstag fich in einer Zeit, die wie die heutige zur richtige Augenmaß für die Bedeutung überseeischer Fragen im Ver- Interessen, sondern auch diejenigen der beteiligten Städte in Feage. Ju Marine Etat werden, abgesehen von den Anleihen, in Eparsamiteit mahnt, auf einen derartigen Vorschlag einlaffen hältnis zu den europäischen Dingen. Ob dasselbe Augenmaß jezt wird. Ich komme zu den Ausgaben der China- noch vorhanden ist, ist mir mitunter zweifelhaft, zumal angesichts diesem Jahre 15 Millionen Mart mehr erfordert als expedition. Nach den gestrigen Ausführungen des Herrn der Aeußerung, daß jetzt auf dem ganzen Erdball teine richtige Ent im Vorjahre. Das Flottengeses verlangt nun nicht für einzelne Jahr, bestimmte Raten, sondern gestattet, Tirpik wird die zu zahlende Entschädigung unfre Auslagen scheidung getroffen werden könne ohne die Mitwirkung des deutschen das Herr Südekum hat gestern mehr Kaisers. den wechselnden Finanzverhältnissen der einzelnen Jahre Rechnung im wesentlichen beden. mals von einem chinesischen Abenteuer gesprochen und gemeint, diese Der Schatzfekretär hat nicht ganz recht, wenn er den ungünstigen zu tragent. Wird man aber in dem jezigen ungünstigen Finanzjahr Expedition wäre für uns eine große Blamage gewesen. Nach seinen Etat dieses Jahres auf die Depression der Erwerbsverhältnisse zurück die 16 Millionen betragenden ersten Raten der Schiffe, die nicht Aeußerungen müßte man glauben, der Socialdemokratie wäre es führt. Er hat nur die Einnahmen des Reiches in den verschiedenen Ersatzbauten sind, zurückstellen? Bei den Bauzerplatten- Lieferungen ganz recht gewesen, wenn von unsrer Seite auf die Ermordung Jahren verglichen, nicht aber über die steigenden Ausgaben ge- sieht der neue Etat gegenüber den früheren Bauten Ersparuisse vor. unsres Gesandten hin absolut nichts geschehen wäre. Von seiten sprochen.( Sehr gut! links.) Der Schazsekretär mußte selbst zugeben, Diese Ersparnisse hat die Regierung der Unterstützung zu verdanken, der Socialdemokratie haben wir noch nie ein Wort der Anerkennung daß bei den Zolleinnahmen ein Abfall nicht zu merken fei. Die die ihr die parlamentarischen Verhandlungen gegenüber den Allein hätte sie diese Ersparnisse für die Notwendigkeit der Sühneexpedition gehört, sondern nur 500 Millionen Zölle sind also durch die Depression nicht taugiert, einzelnen Firmen gewährten. ( Sehr richtig! lints.) Schiver ins immer eine scharfe Kritik der Begleiterscheinungen. Ich halte auch die Brausteuer, Branntweine und Zuckersteuer werden durch die nicht zu stande gebracht. diese aber für weniger wichtig mit Ausnahme allerdings einer Er- finanzielle Lage nur in geringfügigem Maße berührt. Der Schatz- Gewicht fällt weiterhin, daß jetzt jeder kleine Kreuger scheinung, die besser unterblieben wäre. Ich meine die Fortuahme sekretär sprach bei dieser Gelegenheit von der Brüsseler Buder 800 000 Mart mehr foften soll, was einer Vertenerung der astronomischen Instrumente der Sternwarte in Peking. Die fonferenz. Er pflanzte noch am Grabe die Hoffnung auf. um 20 Proz. gleich kommt. Kiantschon, das ja auch der Kriegsverwaltung hat ja später der chinesischen Regierung an Man sollte die Ausfuhrprämien selbständig aufheben, Marineverwaltung untersteht, loftet 11/2 Millionen Mehrzuschuß, jetzt Kiantschon hat bis jetzt im ganzen geboten, die Instrumente wieder zurückzugeben, hat also damit dann würden wir mit einem Schlage 93 Millionen er demnach 12 Millionen. schon das Unberechtigte der wegnahme zugegeben. sparen. Bezüglich der Börsenstener meinte der Schatzsekretär, die 47 Millionen gekostet.( hört! hört! links.) Wer hätte das gedacht, Nach Zeitungsmeldungen soll dann die chinesische Regierung mit Ingenieure hätten sich vergeblich bemüht, diese Maschinerie in Gang als damals sich die Landung so glatt vollzog. Die Versuche mit Rücksicht auf die hohen Transportkosten die Zurücknaame abgelehnt zu bringen; nun, er selbst ist doch der leitende Ingenieur dabei. chinesischen Truppen find nicht gelungen. Es ist höchst zweifelhaft, haben, aber es wäre doch natürlich unsre Pflicht gewesen, uns auch( Sehr gut! links und Heiterkeit.) Warum ist er nicht vorher so flug ob irgend einmal ein Aequivalent aus den Bergwerks- und Eisenbahnzu erbieten, die Kosten für den Rüdtransport selbst zu übernehmen, gewesen und hat auf unfre Mahnungen gehört, die Steuer- unternehmungen der Provinz Shantung uns zuwächst. Nach den nachdem die Instrumente einmal unberechtigterweise nach Deutsch fäge niedriger zu bemessen.( Sehr richtig! links.) Auch Aeußerungen des Abg. Dr. Bachem hoffe ich, daß auch das Centrum nicht nunmehr an Streichungen im Kolonialetat herangeht.( Sehr richtig! land geschafft waren.( Sehr richtig! im Centrum und links.) Ge- die Zustände bezüglich des Differenzeinwandes können schähe das nicht, so würde ich darin allerdings eine Schädigung des so fich jetzt haben. links.) Wenn Prinz Arenberg sich daran beteiligt, wird mich das Ansehens des deutschen Volles gegenüber der chinesischen Regierung Der Schaufelretär sprach von den tieftraurigen Verhältnissen der besonders freuen.( Heiterleit.) Auch die Dampferfubventionen für erblicken. Bost. Ich stimme hier der Kritit des Abgeordneten Dr. Bachem in die Kolonien verlangen steigende Ausgaben. Für den Gouverneur Der Herr Reichsschazsekretär hat nun gestern von einer vielen Dingen zu. Auch ohne die ungünstige Stonjunktur wäre das von Kamerun verlangte man von uns zunächst nur ein bißchen Geld Zuschußanleihe von 35 Millionen Mark gesprochen. Damit foll Boftdeficit für 1900 nahezu ebenso groß gewesen, wie jegt.( Buruf zu einem Dampfer,( Heiterfeit.) man nannte es damals Dampfe ein Deficit in dem Ordinarium gedeckt werden. Die Reichs des Abg. v. Kardorff: geradefo, wie bei der Börfe.) Man hat die Spartasse.( Große Heiterkeit.) Bei der Eisenbahn Swakopmund- Windverfassung fieht aber lediglich vor, daß in dem Falle eines außer Entschädigung für die Privatposten und die Neuaufwendungen für hoef hat man uns schlauerweise die Schlußrate wieder in zwei Raten ordentlichen Bedürfnisses" Anleihen erhoben werden können. Die Fernsprechanlagen unrichtig etatisiert. Die Tarife für den Orts- zerlegt. Inzwischen ist ohne weiteres Zuthun der Kostenanschlag für die Wahl dieses Wortes scheint nur zu beweisen, daß man es ausdrück- verkehr sind nur deshalb herabgefeßt, weil man mit der Uebernahme| Usambarabahn, die jetzt von Tanga bis Korogwe führt, gestiegen. lich hat ausschließen wollen, ein Deficit in den ordentlichen der Privatposten gezwungen war, ihre billigeren Tarife einzuführen. Im vorigen Jahre fuchte der Abg. Dr. Arendt Stimmung zu machen Bedürfnissen des Reichs, wie sie im Ordinarium enthalten sind, durch Auch beim Zeitungstarif sind einige Ermäßigungen eingetreten. Was für die Verlängerung der Strecke bis Mombo, indem er von einem Auleihen zu decken. Der Herr Reichsschazsekretär scheint ja andrer sind das aber für Kleinigkeiten gegenüber dem Milliardenetat. Die Missionar erzählte, der jegt ohne Bahnverbindung einen meilenMeinung zu sein, bis ich aber eines Besseren belehrt werde, Ausgaben für Heer und Marine haben sich aber fort- weiten Weg durch einen Sumpf zurücklegen müsse, um zu seiner Dr. Arendt erklärte damals, er wisse, bleibe ich dabei, daß die hier geforderte 8uschußanleihe gefegt gesteigert und in dem Augenblick, wo die Einnahmen Station zu gelangen. verfassungsrechtlich nicht zulässig ist. Der nicht in gleichem Maße steigen, ist die ungünstige Finanzlage vor- daß die Eisenbahn den Sumpf umgehe. Nun, sie geht mitten durch Bundesrat hätte die Verpflichtung seinerseits auf die Beschneidung handen. In den letzten fünf Jahren sind die fortdauernden Aus den Sumpf!( hört! hört! links.) Was für Stoften in Afrika in der Ausgaben zu dringen und dürfte sich dabei nicht immer auf den gaben für Heer und Marine und die Kolonien um 143 Millionen einem Sumpfe verschwinden, kann man sich ja denken. Jetzt lesen Wo hat wir, daß Korogwe ein bekanntes Malaria- Nest ist.( hört! hört! links.) Reichstag verlassen. Entschieden müssen wir uns gegen die Aus- gestiegen, abgesehen von den einmaligen Ausgaben. führungen des Professors Laband wenden, der die Aufhebung der denn der Reichstag auf neue Ausgaben gedrungen? Herr Bachem Der Endpuuft unsrer Eisenbahnverbindung also ist ein bekanntes Malarias in zwei Fällen, bei den Kriegs- Neft.( Unruhe rechts.) Nun sagt man: Von diesem Malaria- Nest müssen Lex Frandenftein fordert. Herrn Laband ist es in dieser Frage hatte ganz recht, mur den Etat nichts angehen und dann das wir wieder freikommen, also die Eisenbahn weiterführen. Es wird ebenso gegangen wie andren Professoren, die aus der Gelehrtenstube invaliden, die hinaus in das öffentliche Leben treten, er urteilt ohne genügende Milliönchen für die Bostassistenten. Nun weiß ich, daß der Schaß- uns mitgeteilt, daß wer die Strecke bis Mombo zu Fuß passiert, ohne Kenntnis der Dinge bont grünen Tisch aus. Die ge- sekretär nicht die selbständige Verantwortung für das Kriegsbudget Gnade der Malaria verfällt; deshalb müsse man mit der Eisenbahn wünschte würde eine Reichs Finanzreform würde ganz falsche trägt, aber er ist doch Finanztechniker und da muß ich ihm den ent- rascher hindurchzukommen suchen. Das sind die afrikanischen EisenRichtung einschlagen, wenn fie mit einer Beseitigung der gegengesezten Vorwurf wie Herrn v. Miquel machen. Miquel war bahn- Projekte.( Seiterfeit.) Früher nannten wir die Ujambarabahn die Clausula Frandenstein begänne.( Reichskanzler Graf Bülow betritt der Schwarzfärber, er ist der Schönfärber.( Heiterkeit.) Bei allen Kaffeebahn. Nun bestätigt sich diese Bezeichnung aber nicht. Das wundert den Saal.) Eine reinliche Scheidung zwischen der Finanzwirtschaft Militärforderungen hat Herr v. Thielmann die Finanglage im rofigsten uns umsomehr, als uns damals in der Budgetkommission in zierlichen des Reiches und der Einzelstaaten ist ganz undurchführbar. Damit Lichte gemalt. Nach 1899 befanden wir uns nach dem Schatzsekretär Täßchen Usambarakaffee tredenzt wurde.( Heiterfeit.) Es war dort würde der Einfluß der einzelnen Bundesstaaten im Bundesrate er auf dem aufsteigenden Aft. 1900 berechnete der Schaufekretär das sogar ein lebendiger Kaffee- Plantagenbefizer zu sehen( Erneute heblich sinken. Jetzt haben sie einen guten Grund, auf eine ver- Steigen der laufenden Einnahmen auf jährlich 51 Millionen, und, Seiterkeit), dieser Herr wollte uns außerdem noch Stakao aus nünftige Beschränkung der Ausgaben des Reiches hinzuwirken. Der fügte er hinzu, wenn es nur die Hälfte ist, so liegt auch noch fein Kamerun und Cigarren aus Neu- Guinea spendieren. Sie wissen gar Als ihm nach dem Flottengesetz die nicht, wie freigebig man den Mitgliedern der Budgetkommission Herr Reichs Schatzsekretär hat das Echredgespenst neuer Steuern Grund zur Besorgnis war. an die Wand gemalt. Ich bin im Gegensatz zu ihm der Meinung, neuen Steuern präsentiert wurden, sagte er, er wiffe gar nicht, was gegenüber ist. Es find uns sogar schon Goldproben vorgezeigt worden. daß wir bei einiger Eparsamkeit auch ohne solche Steuern vorläufig er in der ersten Zeit mit dem Gelde anfangen solle. Noch im Die Anlage dieser Bahn hat uns schon 6-7 Millionen gekostet und auf vorigen Jahre war der Schatjetretär beiter und 100 000 m. Ausgaben auch schon etiva 1/2 Pf. Reinertrag geliefert.( Seiterganz gut auskommen können. Was nun die allgemeine Lage betrifft, so habe ich mich zunächst guter Dinge.( Heiterfeit.) Es sei ja ein Umschwung ein feit.) Weiterhin steht immer noch die Eisenbahn Dar- es- Salaam- Mrgro gefreut, daß gestern mumehr auch von seiten der Regierung jene getreten, aber es sei doch mit Freuden zu begrüßen, im Hintergrund. Jeden Augenblid kann von der Budgetkommission Aeußerung des englischen Ministers Chamberlain, die eine so all- wörtlich mit Freuden zu begrüßen( Große Heiterkeit), ein Bericht an das Plenum, kommen, der den Bau dieser Bahu gemeine Erregung im deutschen Bolte hervorgerufen hatte, eine daß sich der Umschwung im stillen vollzogen habe, nicht mit empfiehlt. Mit den vorgeschlagenen 31/2 proz. Obligationen, deren Der Herr Schatzsekretär weiß Einlösung das Reich zu 120 garantieren wollte, würde das KonBurückweisung erfahren hat. Graf Bülow hat auch über den Drei- einem Krach wie im Jahre 1873. bund gesprochen. Wenn auch der Dreibund die Versöhnung der auch den unangenehmisten Dingen eine erfreuliche Seite abzugewinnen. fortium glänzende Geschäfte machen. Zu diesem Preise könnte das nationalen Gegensäge der 60er und 70er Jahre darstellt, wie er aus( Heiterkeit.) Er hat wirklich ein heiteres Temperament. Das Reichs Reich Geld bekommen, auch wenn die Weltpolitik sich dahin verführte, so wird doch dadurch die Wegnahme des patrimonium petri fajazamt in seiner gegenwärtigen Organisation hat sich nicht bewährt. steigen sollte, den Mond oder den Mars zu kolonisieren.( Heiterkeit.) A vie Abg. Schrader( frs. Vgg.): Der Schatsekretär hat uns ermahnt, in diesen schlechten Beiten gefet zu nahe treten sollte.( hört! hört! bei den Social- Preußen angesammelte Fülle von Intelligenz und Kapital doch von Verkehrserleichterungen abzusehen. Warum denn Verkehrs- demofraten.) Bir haben jetzt den Zustand, daß 14jährige Knaben schließlich die großen Schivierigkeiten überwinden wird. Freilich ist erleichterungen für Afrika?( Sehr gut! links.) Was gehen uns und Mädchen ihren Eltern auf dem Lande weglaufen und in die im neuen Etat angesichts der industriellen Krisis und der Bank schließlich die Afrikaner mehr an wie unser eigner Verkehr? Das großen Städte gehen. Was aus den Mädchen wird, können Sie sich fallissements usw. große Vorsicht und möglichste Sparsamkeit ges Nächstliegende bleibt unerfüllt, so die Reform des Wohnungsgeld- benken, ein großer Teil der Jungens findet wohl eine bequeme boten. Deshalb möchte ich auch das hohe Haus bitten, in seiner Arbeit. st etivas Geld verdient, so löblichen Gewohnheit, wie das Mädchen aus der Fremde besonders Zuschusses für Reichsbeamte. Die nächste Fürsorge für die Beamten sogenannte freie eg verjubelt und bleibt zurück im Vergleich mit der phantastischen Weltpolitik in wird eine ordentliche irgend Arbeit den Beamten allen eine Gabe, eine Gehaltserhöhung die Jungens dabei nicht. Sobald ste andren Weltteilen.( Sehr gut! Tints.) Statt der natürlichen lernen einmal zukommen zu lassen, in diesem Jahre eine gewisse Beschränkung oder ( Beifall links.) frank arbeitslos refrutiert Heimatpolitik die Phantasie der Weltpolitif. werden, sich aus ihnen eintreten zu lassen. Für den kommenden Etat sind die AusSie wollen wir aus China unsre Millionen und das Verbrechertum der Großstädte. Mein Freund Stumm beklagte gaben um 35 Millionen höher, die Einnahmen um 35 Millionen Regionen zurüdbekommen? Die Millionen sollen ja all- es noch furz vor seinem Tode, daß die Bestimmung, wonach die geringer veranschlagt worden. Wenn wir diesen Ausfall von 70 Millionen tragen können, ohne mählich, die legte nach 40 Jahren, zurückgezahlt werden. Die Be Eltern verlangen können, daß ihnen der Lohn ihrer minderjährigen jagung, die noch in China ist, foftet uns jährlich 26 Mill. Kinder zugeschickt wird, ein toter Buchstabe sei, von der niemals ehöhten Kredit in Anspruch zu nehmen, so verdanken wir dies der Mart, das macht für jeden Mann durchschnittlich Gebrauch gemacht werde. Daß in diesem Sinne für die Bewahrung Fürsorge und den unvergänglichen Verdiensten des verstorbenen 5000 Mart. Dazu kommen die Kosten für Kiautschon, für die oft der Jugend vor dem fittlichen Verfall etwas Durchgreifendes ge- Finanzministers v. Miquel( Lebhafter Beifall rechts.) Seine afiatische Station, die Dampfer- Subvention 2c. Hier ist wieder einmal schehe, halte ich für viel wichtiger, als wenn einmal ein Bürger- Finanzpolitik hat dafür gesorgt, daß wir auch für magere Jahre die Elle größer als der Krami.( Sehr richtig! links.) Man müßte die Be- meister in Berlin nicht bestätigt wird.( Heiterkeit.) Wenn Sie( nach finanziell gesichert sind. Der nene Etat wird deshalb auch reichliche jagungstruppen in China erheblich vermindern, nur wir, die Engländer und links) Ihre Hand nicht dazu bieten, daß die erwähnte Bestimmung Mittel bieten, um der bestehenden Not der Landwirtschaft zu steuern. die Franzosen halten die Provinz Petschili noch besetzt. Die Größe wirklich gehandhabt wird, trifft Sie die Verantwortung für die Ver-( Bravo! rechts.) unfres Kontingents steht in feinem Verhältnis zu unsrem Intereffe. wahrlosung unsrer Jugend.( Bravo! rechts.) Ob sich bei einer erneuten China- Expedition wieder Freiwillige finden, ist zweifelhaft. Es hat schon Mühe genug gekostet, die Leute für ein weiteres Jahr dort zu halten. Aber wenigstens ist eine gewiffe Ernüchterung weiter für die Weltpolitit illufionierter Bolfskreise erzielt, während der Weltmarschall, der mit tausend Masten in den Ocean geschifft war, froh sein kann, von seiner undankbaren Aufgabe erlöst zu sein. Inzwischen erschwert die gollpolitik unsre politischen und Handelsbeziehungen zu den fremden Mächten und dabei kündigte der Schatzsekretär eine neue Vier- und Tabakstener au! Diese Industriezweige find sind doch feine toten Körper, Experimente machen könnte. Die Tabalindustrie ernährt Hundert tausende. Wir haben doch Agitationsstoff genug gegen Sie. Bir brauchen es gar nicht mehr, daß Sie noch neue Steuerprojekte machen.( Lebhafte Zustimmung links.) Um 500 millionen find die Steuereinnahmen seit der Thronbesteigung des jezigen Kaisers schon gestiegen. Nun kommen Sie noch mit weiteren Projekten. Die Reichsschuld hat sich seit der Thronbesteigung 1888 mehr als vervierfacht. An die dritte Milliarde knüpft sich bald die vierte an. So lange wir nicht zu den alten preußischen Traditionen einer sparsamen Finanzwirtschaft zurückkehren( Oho! Rufe und Lachen rechts), so lange wird es nicht beffer im Reich. Jene Traditionen müssen wieder zu Ehren kommen, die es ermöglicht haben, daß der preußische Staat die Grundlage für den deutschen Einheitsbau ward.( Lebhafter Beifall links.) Abg. v. Kardorff( Np.): alt denen man bei den Verkehrseinnahmen vermögen fleine Einnahmeausfälle schon recht unangenehme Folgen zu haben, da die Ausgaben der Kapital verzinsung stets die gleichen bleiben. = Die direkten Steuern weisen für 1902 feinen Mehransaz auf; wir können nach dem ungünstigen Jahr 1901 teine Mehrerträge erwarten. Der État der Bergverwaltung weist gegen das Vorjahr Der Abg. v. Kardorff hat eben für eine Beschränkung der eine Mindereinnahme auf; das beruht im wesentlichen auf der Freizügigkeit plädiert, besonders für die jungen Leute, die Steigerung der Löhne der Bergverwaltung um 1400 000 m. Der Ich glaube, die Grundbefizer Etat der Eisenbahnverwaltung zeigt einen Einnahme- Ausfall von vom Lande nach der Stadt gehen. fönnten mit andern Mitteln diese jungen Leute auf dem Lande 24 400 000 m. Trotz dieses erheblichen Ausfalls sieht der Eisenbahnhalten, als mit solch reaktionären Gefeßesmitteln. Der Vorredner Etat in seinen Ausgaben eine Vermehrung von 18 Millionen Mark hat wieder die Not der Landwirtschaft in den schwärzesten Farben vor. Das Ertra Ordinarium der Eisenbahnverwaltung ist mit gemalt. Die Statistik namentlich der Subhastationen beweist aber, 91,6 Millionen botiert, das ist gegenüber dem vorjährigen glänzenden daß die Not geringer geworden ist.( Sehr richtig! links.) Die Etat noch eine Steigerung von etwa 9 Millionen. Wir haben für diese Exemplifikation auf Frankreich stimmt nicht. Frankreich hat viel Aufwendungen so gewaltige Summen eingesetzt, weil wir überzeugt mehr fleinen Grundbesig als wir. Wir streben nach dieser Richtung sind, durch dieselben zur Linderung der wirtschaftlichen Not zahlreicher franzöfifche Zustände an. Landesteile beizutragen.( Bravo!) Die Aeußerung des Herrn Chamberlain ist hier mit vollem Recht Das Verhältnis zum Reiche stellt sich für 1902 noch ungünstiger zurückgewiesen worden. Darüber sind auch die verständigen Leute als für 1901, indem die Matrikularbeiträge die Ueberweisungen um in England einig. Der frühere Ministerpräsident Rosebery hat 15 Millionen Mark übersteigen. Die großen Schwankungen in dem Chamberlains Aeußerungen auch getadelt. Auch ich meine, finanziellen Verhältnis der Einzelstaaten zum Reich legen besonders wie den thüringischen Chamberlain führt England nicht glücklich. Deshalb müssen wir aber den mittleren und kleineren Staaten, doch Wert auf gute Beziehungen zu England legen. Der Reichskanzler Staaten, schwere Opfer auf. Infolge dessen find gerade diesen Staaten die direkten Steuern im allgemeinen hat gestern den Dreibund für wertvoll aber nicht für eine abfolute in in Preußen. Wir alle müssen wünschen, daß Notwendigkeit erklärt. Er meinte auch, wegen einer kleinen Extratour höher als hierin liegende Moment der Unzufriedenheit und der brauchten wir keinen roten Kopf zu bekommen. Ich möchte sagen, das solche Extratouren können dann unbequem werden, wenn wir unsren Bennruhigung möglichst bald eliminiert werde, zum Segen der Freunden durch unser Verhalten berechtigten Grund zur Mißstimmung Einzelstaaten und des Reiches. Eine Etatsposition von 5 Millionen geben. ist zur Erhöhung der Provinzialdotationen eingestellt. Der staatUeber den Etat ist schon sehr eingehend gesprochen worden. Heer lichen Fürsorge bedürfen zahlreiche Teile des Westens( Oho! und Marine erfordern immer größere Ausgaben, sie sind technische rechts), z. B. der Eiffel und des Westerwaldes. Am meisten Herr Richter hat eine große Lobrede auf den Fürsten Bismarck Institute geworden, die fortwährend Neuerungen erheischen. Es muß jedoch sind auf staatliche Fürsorge angewiesen die östlichen gehalten. Zu seinen Lebzeiten hat er das nie gethan.( Sehr richtig! Deckung auf andre Weise geschaffen werden. Die Kolonien ver- Landesteile, und zwar soll diese Unterstützung nicht nur rechts.) Was die Mehrausgaben für Flotte, Heer usw. in diesem schlingen viel Geld. Wir besigen fic nun einmal und können sie den Provinzen im allgemeinen, sondern gerade dem einzelnen Etat anlangt, so wird ja die Budgetfommission dieselben etwas nicht aufgeben. Wir müssen fie so nutzbringend wie möglich ge- Steuerzahler, dem kleinen Mann zu gute kommen. Für das Finanzscharf prüfen müssen, denn ich gebe zu, daß die gegen stalten. Das wird Geld foften. Immerhin stehen die Kolonien jahr 1902 ist, um möglichst baldige Hilfe bringen zu können, fomit wärtige 8eit uns 3 wingt, den Duamen auf in zweiter Linie und Sparsamkeit ist auch hier am Blaze. die eine Hälfte der auf 10 Millionen berechneten Provinzialdotationen den Beutel zu halten. Die 7000 Mann wird die Die Finanzlage ist ungünstig; für das Jahr 1903 mit 5 Millionen vorgesehen. Regierung hoffentlich in diefem ungünstigen Jahre nicht haben wir mit einem Deficit von 62 Millionen Da die Geschäfte der Regierung sich sehr vermehrt haben, find fordern, eine Beschleunigung der Marinebauten halte ich dagegen für zu rechnen. Wir werden uns darin finden müssen, nicht das im neuen Etat 40 neue Regierungsratstellen vorgesehen. Für Düsselsehr wünschenswert. Die Kolonien müßten wir, wenn es nach ganze Deficit auf die Matrikularbeiträge zu übernehmen, sondern dorf ist ein Wohnungsinspektor vorgesehen, der erste, der dem Rezept des Herrn Richter ginge, hente gleich meistbietend ver- einen Teil derfelben durch Anleihen zu decken. Man wird schließlich überhaupt in den Etat eingestellt ist. Ich halte die Lösung der faufen. Behalten wir sie aber, dann müssen wir vor allem gute auf den Gedanken direkter Reichssteuern kommen müssen in der Wohnungsfrage für eine sehr bedeutsame Aufgabe; nur darf man Berfehrswege in den Kolonien schaffen. Das große deutsche Bolt Form von Reichseinkommen- und Reichsvermögensteuern. Solche dabei nicht schablonisieren, sondern muß die verschiedenartigen Ver hängt an seinen Kolonien, ich habe das überall beobachtet.( Lachen Steuern, die wir jährlich zu bewilligen hätten, lägen im Interesse hältnisse in Stadt und Land wohl berücksichtigen. Ein Gefeßentwurf Tints.) Bei unsrer jeßigen wirtschaftlichen Strisis ist es des Reiches, der verbündeten Regierungen und der Einzelstaaten, betreffend die Wohnungsfürsorge ist in Aussicht genommen. interessant, einen Vergleich mit dem Auslande zu ziehen. die in ihrem Finanzwesen von dem Einfluß des Neiches entlastet Erhöhte Mittel gelten ferner der Förderung des nationalen Deutsch In den Vereinigten Staaten hat hat die industrielle Entwürden. tums in den gemischtsprachigen Landesteilen. wicklung in den letzten zehn Jahren eine geradezu phänomenale Die Posteinnahmen find infolge der Berringerung des Verkehrs Auf die Polenfrage einzugehen, wird sich bei der Etatsberatung Entwicklung genommen. Die Vereinigten Staaten haben sich eine wesentlich zurückgegangen. Der Schatzsekretär hat darauf auf die Gelegenheit bieten, mur möchte ich heute schon betonen, daß mit den große Kriegsflotte geschaffen, haben Kriege geführt, treiben eine Gefährlichkeit der Tarifermäßigungen geschlossen. Solche Gefahren Friedensschalmeien, die hier seit Jahren von den polnischen Vertretern Weltpolitik, von der man doch immer behauptet, sie könne nur in bestehen allerdings, wenn die Erleichterungen in der Weise erfolgen, geblafen werden, sehr im Widerspruch steht der schrille Ton der polnischen einem Freihandelsstaate betrieben werden, und dabei herrscht wie in legter Zeit bei der Postverwaltung. Man soll Tarif Presse, aus der der leidenschaftliche Haß und die grundsägliche Abin den Vereinigten Staaten das schärfste Schutzollsystem. ermäßigungen möglichst regelmäßig in kleinerem Maßstabe bewilligen, schließung gegen alles Deutsche erkennbar war.( Sehr richtig! rechts.) Frankreich, deffen Bolltarif viel höher ist als der, welchen anstatt, wie es bei der Post der Fall war, alle bis dahin ver- Wenn man Wind säet, wird man Sturm ernten; wir sind jezt jetzt die Regierung bei uns vorlegt, treibt ebenfalls weigerten Erleichterungen auf einmal eintreten zu lassen. Gerade dabei, den Sturm zu ernten, wie die Vorgänge der letzten Weltpolitik, hat seine Handelsbilanz in den letzten 10 Jahren stetig Wochen und Monate ergeben haben. Aber diese Borgänge haben verbessert, fein Metallbestand ist doppelt so groß als der unfrige. nur die Richtigkeit der jegigen Politik der Staatsregierung bewiesen Und das alles bei einem Schutzzollsystem, das doch ein Land ins und sie werden die Staatsregierung in dieser Politik nur befestigen. Elend und in die Verarmung bringen soll. Freilich lassen diese Die industrielle Lage ist vom Abg. Dr. Südefum in den Hoffentlich wird die Bewegung der Bevölkerung flar machen, wohin beiden Länder auch ihr Gold nicht spazieren gehen, wie das bei uns schwärzesten Farben gemalt worden. Unfre Industrie wäre aber sehr die Bewegung treibt und welche Agitatoren hier hinter der Bühne thätig geschieht. Interessant ist die Stellung der franzöfifchen Socialisten zur wohl in der Lage, die augenblickliche Depression- ich möchte sie nicht sind. Mögen die Vorgänge mehr als bisher die deutsche Bevölkerung Landwirtschaft im Gegensatz zur deutschen Socialdemokratie. Alle Krisis nennen zu überwinden, wenn nicht die Ungewißheit unsrer auf die Schanze rufen, um jeden Fußbreit deutschen Landes zu verParteien find sich in Frankreich darüber einig, daß es die Hauptsache ist, handelspolitischen Zukunft dahinter stände. Ich fürchte, daß teidigen. die Republik dauernd zu erhalten, und daß dies nur möglich ist, wie auf dem Gebiete der Zölle und Steuern weiteren Rückgängen wenn man die Sympathien der feßhaften ländlichen Bevölkerung entgegensehen müssen. Aus dieser schwierigen Situation ist mir dann gewinnt. Daher unterstützt die französische Socialdemokratie ihre ein Ausweg zu finden, wenn die verbündeten Regierungen sich entRegierung in allen Maßnahmen zu Gunsten der Landwirtschaft. schließen, möglichst bald oder sofort über neue Handelsverträge zu verBei uns aber verfolgt die Socialdemokratie das erste Ziel, die handeln und sie bis 1902 fertigzustellen. Wenn das- wie ich fürchteGrundlagen des Staates und der Monarchie zu erschüttern und die nicht geschieht, so wird der Staatssekretär im nächsten Jahre mit feßhafte Landwirtschaft als die festeste tüge der Monarchie zur noch viel betrübterem Gesicht vor uns stehen als diesmal. Auch ich Berelendung zu bringen. Leider ist ihr das auch bereits in hoffe, daß der nächste Etat beffer sein möge als der jetzige, aber ich einem Maße gelungen, wie sie es wohl selbst fanm glaubt. fürchte, daß diese Hoffnung sich nicht erfüllt.( Beifall links.) Sehr wünschenswert wäre es gewesen, wenn die Regierung von der Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung des Etats auf Bestimmung des Bolltarifgefeßes Gebrauch gemacht hätte, in Zeiten Freitag 1 hr. der Not die Zölle zu verändern. Daß heute eine Notlage der Schluß 51/2 Uhr. Im Extraordinarium der Finanzverwaltung findet sich als erste Landwirtschaft besteht, ist doch nicht zu bestreiten. Viele HundertRate einer Gesamtforderung von 17 Millionen die Summe von vier tausend Kleine ländliche Besizer sind in den letzten Jahren bankrott Millionen Mark zur Durchführung der Entfestigung der Stadt Posen. geworden. Für sehr bedenklich halte ich allzu langfristige Will man dieser Stadt die Möglichkeit geben, sich auszudehnen und Handelsverträge, die Periode von zehn Jahren halte ich nach fich wirtschaftlich zu stärken, so muß man ihr zuerst Luft und Licht den bisherigen Erfahrungen bereits für zu lang. Wenn ich 2. Sigung vom 9. Januar 1902, vormittags 11 Uhr. verschaffen. die Periode seit dem Abgange des Fürsten Bismard über- Am Regierungstisch: Frhr. v. Rheinbaben, Möller. Das Extraordinarium der Bauverwaltung erfordert 19 Millionen blice, so so muß ich ja anerkennen, daß sie manche große Das Justizministerium weist eine Mehrausgabe Der Präsident der vorigen Session von Kröcher eröffnet die Mark. Leistung aufzuweisen hat. Dazu gehört die Gründung der Sizung und gedenkt zunächst der seit dem Schluß der letzten Tagung 1240 000 m. auf, die besonders durch die Schaffung neuer Richterdeutschen Flotte, die Schaffung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, und verstorbenen Abgeordneten. Redner verbreitet und anderer Beamtenstellen bedingt ist. worauf ich den höchsten Wert lege, wir haben unsre Armice nicht auf steigender Unruhe des Hauses über Auf der Tagesordnung steht zunächst die Wahl des Präsi- sich im weiteren unter ihren Lorbeeren einschlafen lassen. Im übrigen aber hat diese denten, der beiden Vicepräsidenten und der Schriftführer. eine große Anzahl von Einzelheiten aus den verschiedenen SpecialBeriode eine verhängnisvolle Aehnlichkeit gehabt mit der Auf Vorschlag des Abg. von Köller( f.) werden die Abgeordneten etats. Im Kultusetat ist in das Ordinarium eine Mehrausgabe von Zeit nach dem Tode Friedrich des Großen, man auch von Kröcher( t) zum Präsidenten, Frhr. von Seereman( C.) 4 Millionen Mark eingestellt worden; ich betone das besonders gegenbemüht war, so schnell wie möglich alle segensreichen Ein- zum ersten Vicepräsidenten und Dr. Krause- Königsberg( natl.) über den vielfach gegen den preußischen Staat und besonders gegen richtungen einzureißen, die der große König geschaffen hatte. zum zweiten Vicepräsidenten durch Acclamation wieder- den verstorbenen Finanzminister v. Miquel gerichteten Angriffen, In der auswärtigen Politik haben wir das größte Vertrauen gewählt. Ebenso werden die Schriftführer der vorigen Seffion Preußen habe für Kulturaufgaben nichts übrig. zu dem Herrn Reichskanzler, auch in der Wirtschaftspolitik muß ich durch Acclamation wiedergewählt. anerkennen, daß die jetzige Tarifvorlage der landwirtschaftlichen NotTage wenigftens einigermaßen gerecht wird. Anders steht es aller dings bezüglich der Socialpolitik. Ich habe es nie begriffen, daß das Verbindungsverbot für Vereine aufgehoben wurde, und ebenso- Das Jahr 1900 hat im allgemeinen in Preußen noch nicht unter un avenig habe ich es es verstanden, daß man eine Partei, günstigen Zeichen gestanden, wenngleich sich die Depression bereits bePräsident von Kröcher beraumt die nächste Sigung an auf die sich den Umsturz der bestehenden Rechtsordnung zum merkbar machte. Infolgedessen hat das Jahr 1900 mit dem nennenswerten Montag 11 Uhr mit der Tagesordnung: 1. Interpellation der Ziel jetzt, bor allem auch den Umsturz der Monarchie, leberschuß von 711,2 Mill. Mt. abgeschlossen. Man konnte in größerem bag. Sobrecht( natl.) und Genossen: Welche Maßregeln als gleichberechtigt anerkennt. Die Socialdemokratie ist eine vor Maßstabe zum Aufauf von Domänen und Forsten schreiten. Das beabsichtigt die fönigl. Staatsregierung zu ergreifen, um den Worten übergehende Erscheinung, ist gesagt worden, aber die französische laufende Jahr 1901 brachte dann die starke wirtschaftliche Depression, und beabsichtigt die fönigl. Staatsregierung zu ergreifen, um den Worten der Thronrede gemäß in den öftlichen Provinzen dem Deutschtum Revolution war auch eine vorübergehende Erscheinung. Wir diese ungünstige wirtschaftliche Entwicklung hat die politische und wirtschaftliche Stellung zu erhalten, auf welche es durch müssen im Kampfe gegen die Socialdemokratie sich in verschiedenen Beziehungen auch in unsrem Finanzweien gefeine lange, unter der weisen Führung den Hohenzollernschen Fürsten zu den Bahnen zurüdkehren, die man niemals äußert, besonders in den Etats der Eisenbahn- und Bergverwaltung geleistete Kulturarbeit gerechten Anspruch erworben hat, das Deutschhätte verlassen sollen. Nachdem Herr Bebel neulich gegen Das Minderergebnis der Eisenbahnverwaltung schäßen wir für 1901 tum zu pflegen, staatsfeindliche Bestrebungen abzulvehren und das die agrarische Begehrlichkeit gewettert hatte, fagte er: venn auf 46 Millionen Mark und das Gesamtdeficit für das laufende diefer Tarif Gesetz werden sollte, dann kommt der Aufruhr. Er schien Jahr 1901 auf annähernd dieselbe Summe, nämlich 40 Millionen zurückdrängen deutscher Sprache und Sitte zu verhüten?" 2. Juterzu glauben, daß, wenn er so was gesagt, er damit an irgend welchen Mark. Natürlich kann eine solche Schäßung nur annäherungsweise pellation des Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole) betreffend die PolenStellen Eindruck macht. Ich hoffe, daß das ein Wahn ist. Mir erfolgen. Im Verhältnis zum Reich hat sich eine Verschlechterung politik der preußischen Regierung. Schluß 1 Uhr. stehen unfre gegenwärtigen Staatsmänner doch zu hoch, als daß ich für Preußen im laufenden Jahr von rund 11 Millionen ergeben. glauben fönnte, sie ließen sich durch solche Drohungen einschüchtern. Eine der hervorragendsten Aufgaben des Etats wird die Herfür den oberIch glaube mit Herrn Nichter, daß aus der Zuckerfonferenz so wenig stellung einer Wasserversorgung Herauskommen wird, wie aus der bekannten Haager Friedenschlesischen Fabrikbegirt sein. Finanziell große Auffonferenz, aber es war doch bezeichnend, daß Herr Richter fich inwendungen werden ferner erfordern die Maßnahmen gegen den 2. seiner Feindschaft gegen die Landwirtschaft gegen einen Erlandwirtschaftlichen Notstand in Westpreußen. werbszweig wandte, durch den sich wenigstens ein Teil Die Gesamtleistungen für Westpreußen, die bisher 8 Millionen be= der Landwirtschaft über Wasser hält. Wenn man trugen, sollen abermals um 1 Million vermehrt werden. סט Abgeordnetenhaus. Es folgt die Entgegennahme des Etats. Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben: Bur Unterstügung dieser Verteidigung dient der Dis. positionsfonds für Posen. Aus diesem Fonds sollen auch die Mittel entnommen werden zur Errichtung deutscher Vereins häufer, zur Ermöglichung des Zusammenschluffes deutscher Handwerker usw. Auch auf Ostpreußen soll der Fonds ausgedehnt werden und besonders soll der Bau deutscher Kirchen gefördert werden, gleichviel, ob es sich um katholische oder evangelische Kirchen handelt. Gerade die deutschen Kirchen sind besonders vom Polonismus be drcht. Es liegen in dieser Hinsicht bereits eine große Anzahl von Anträgen vor. Die deutschen Katholiken sind noch mehr gefährdet. als die evangelischen. von Ich überreiche hiermit den Etat dem hohen Hause zur Beratung und hoffe, daß er eine bewährte Grundlage für die Finanzpolitit des Staates bildet und geeignet ist, den Bedürfnissen der Verwaltung und den Fortschritten auf den verschiedenen Gebieten des Staatslebens gerecht zu werden.( Beifall rechts.) Herrenhaus. Sigung vom Donnerstag, 9. Januar, 1½ Uhr. Das Haus tonstituiert sich. Letzter Punkt der Tagesordnung ist folgende Futerpellation v. Schlieben:„ Ist der Regierung bekannt, daß ein nicht unerheb die jetzige Arbeitslosigkeit ansieht und das Hinströmen Der neue Etat giebt trop der ungünstigen Finanzlage feinen licher Teil der Arbeiterfamilien, die im letzten Dezennium aus jugendlicher Elemente von dem Lande in die großen Industries Grund zum Pessimismus. Wir haben sechs fette Jahre gehabt; ich den öftlichen Provinzen der Monarchie nach dem Westen ver= centren, so ist es flar, daß da eine Aenderung eintreten muß, selbst glaube aber nicht, daß ihnen jezt volle fechs magere Jahre zogen sind, den dringenden Wunsch hegen, in ihre früheren Heimats wenn man dabei dem heiligen Freizügigteitsfolgen werden. Ich hoffe, daß die in Deutschland und kreise zurückzukehren, aus Mangel an Wittelu hierzu jedoch nicht im worten. stande find? Ist die Regierung bereit, solchen Familien behufs| verkennen. Der Schalterbeamte auf der Station tann doch Rückwanderung behilflich zu sein? unmöglich feststellen, ob der Mann, der zurückfahren will, SachsenMinisterialdirektor im Eisenbahnministerium Möllhausen erklärt gänger ist oder nicht, ob er verheiratet ist, oder wie seine Bes die Bereitwilligkeit der Regierung, die Juterpellation sofort zu beantziehungen zu den Mädchen sind, die fich in seiner Begleitung befinden.( Heiterkeit.) Man darf doch auch nicht Graf von Schlieben betrachtet es als eine Thatsache, daß eine vergessen, daß die Arbeiter, die in der Industrie thätig waren, für Menge Arbeiterfamilien, die in der Zeit der Blüte der Industrie unsre einfachen ländlichen Verhältnisse und unsre Arbeit nicht mehr nach Westfalen gezogen seien, sich jetzt an die Gutsbesizer gewendet passen. hätten, bei denen sie früher gewesen, mit der Bitte: Helft is! v. Wedell Piesdorf: Wir werden doch bald wieder Zeiten Wir wollen wieder zurück. Wer aber soll die Kosten tragen? Die bekommen, wo es im Westen lohnende Arbeit giebt, und der Anreiz. Landwirtschaftskammern haben bereits versucht, hier einzugreifen, dort Arbeit zu suchen, wird nur noch größer sein, wenn die Leute aber ihre Maßnahmen reichen nicht aus. Daher ist es Gache der wissen, daß sie unentgeltlich zurückbefördert werden. Regierung, die geeigneten Schritte zu thun. also sehr bedenklich. E3 = Damit schließt die Besprechung. Die Tagesordnung ist damit erledigt. Nächste Sigung unbestimmt. Schluß der Sigung 31/2 Uhr. Richtigstellung. " " " und Ministerialdirektor Möllhaufen: Unstreitig ist im rheinisch= westfälischen Industriebezirk eine Arbeitsverminderung eingetreten, wenn auch nicht in so großem Umfang, wie manche Kreise annehmen. Im Kohlenbergbau bat eine Arbeitsverminderung überhaupt nicht stattgefunden. Der Arbeiterstand ist vielmehr um 34 753 Arbeiter feit 1900 im Steinkohlenbergbau gestiegen, im Braunkohlenbergbau um 7951. Anders liegt es bei den andern Industrien, besonders bei der Eiſenindustrie. Hier ist die Arbeitsgelegenheit start zurüdgegangen. Ein Teil der Arbeiter hat die Abkehr erhalten müssen, zunächst die Jm eben erschienenen Januarheft der Socialistischen MonatsAusländer, dann aber auch deutsche Arbeiter. Der Regierung ist hefte" bespricht Georg Bernhard, Handelsredacteur der Berliner bekannt, daß ein Rückstrom deutscher Arbeiter aus dem Westen nach Morgenrost", die beiden vom Genossen Calwer im vorigen Jahr dem Often thatsächlich stattfindet. Dagegen ist es ihr nicht bekannt, veröffentlichten Broschüren über Arbeitsmarkt daß der Mangel an Mitteln diesem Rückstrom entgegenwirkt. Sandelsverträge" und Die Meist begünstigung ist nun schwer zu sagen, wie viele der aus dem der Vereinigten Staaten von Nordamerika" und Westen Fortziehenden Arbeiter sind, die aus dem Osten stammen benugt diese Gelegenheit, um in der Rolle eines väterlichen Vorund bereit sind, dort wieder dauernde Arbeit zu nehmen. Wir mundes Calwers erstgenannte Schrift gegen meine Kritik in den tönnen nicht wissen, wie viele davon Sachsengänger sind. Der Nummern 177 und 179 des Vorwärts" vom 1. und 3. August v. J. Transport der Arbeiter, die jetzt aus dem rheinisch- westfälischen in Schutz zu nehmen und mit allerlei Ausfällen zu antworten. SoInduftriebezirk fortfahren, ist so organisiert, daß mindestens 30 zu weit Bernhard sich darauf beschränkt, meine Kritik für ber fammenfahren müssen gegen einen Tarifjag von 1/2 Pfennig fehlt zu erklären und meiner Auffassung seine eigne entgegenpro Kilometer. Der Eisenbahnminister wird es mit Freuden zusetzen, fühle ich absolut nicht das Bedürfnis, ihm begrüßen, wenn Landarbeiter nach dem Osten zurückkehren, zu antworten, denn dasselbe Recht der Kritik, das ich für mich in aber bis jezt hat er sich nicht entichließen Anspruch nehme, gestehe ich selbstverständlich auch jedem andern zu, tönnen, diesem 8urüdströmen durch Eingriffe und zudem ist es mir ganz gleich, ob Bernhard meine Ansin den Tarif besonderen Nachdruck zu verleihen. führungen für zutreffend oder unzutreffend, für gut oder miserabel Die ostpreußische Landwirtschaftskammer hat eine Herabsetzung des hält. Nur seine Unterstellung, daß ich in der Absicht, Calwer Fahrgeldes für diese Arbeiter auf 1 Bfg. pro Kilometer beantragt. zu diskreditieren, diesem Auslassungen unterschoben habe, die Der Minister trägt Bedenken, diesen Wunsch zu erfüllen. Außer- bei ihm nicht zu finden sind, zwingt mich zur Richtigstellung. Bum ordentliche Tarife sind nie nüßlich und außerdem würde die Glück find die betreffenden Säge Calwers so klar und unzweideutig. Maßregel unübersehbare Konsequenzen haben. Die Eisenbahn- daß ich nicht nötig habe, den Leser mit langen Auseinandersetzungen verwaltung würde ganz außer stande sein ganz außer stande sein, eine Kontrolle tommen zu müssen; es genügt, wenn ich den Bernhardschen Behaupdarüber auszuüben, ob denn auch wirklich die Arbeiter, tungen einfach die in Betracht kommenden Ausführungen Calwers die den billigen Tarif benutzen, im Osten wieder Landarbeit ver- gegenüberstelle: richten. Budem könnte, was Ost- und Westpreußen erhalten, Bommern, Brandenburg, Schlesien und schließlich auch den Rheinlanden nicht verweigert werden. Die Konsequenz wäre also die, daß man für die Arbeiter einen allgemeinen Tarif mit ermäßigten Säßen einführen müßte. Für die Seßhaftigkeit der ländlichen Arbeiter wäre es aber nicht dienlich, wenn wir die Fahrbedingungen für Arbeiter ermäßigen wollten. Diese Ansicht entspricht der bisher hervorgetretenen Meinung des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses, wie der Antrag Gamp über die Leutenot gezeigt hat. Der Schaden könnte also leicht den Nugen überwiegen, wenn der Interpellation nachgegeben wird. Graf v. Ziethen- Schwerin: In der Interpellation müßte die Regierung aufgefordert werden, auch für Mittel zu sorgen, daß die aus dem Westen heimkehrenden Arbeiter nicht wieder aus dem Osten abfließen. Denn was würde es den Herren Interpellanten helfen, wenn die Arbeiter ihnen nun auf Staatskosten hingeschafft werden und wenn die Konjunktur in der Jndustrie im Westen wieder günstiger wird, dann geben sie fort. Mit dieser Interpellation kommen wir nicht weiter. Wir und mit uns die Regierung muß nach Mitteln und Wegen fuchen, um die Freizügigkeit in der Weise, wie sie sich nicht bewährt hat, etwas einzuschränken. v. Gordon: Wir in Westpreußen betrachten die Arbeiter, die aus dem Westen wieder zurückkehren, nicht gerade als die wertvollsten und wir sind gar nicht dafür, daß sie wieder zurücktommen. Denn diese Leute sind im Westen mit der Socialdemokratie in Berührung gekommen und könnten num auf unfre alten Leute einen schädlichen Einfluß ausüben. v. Graß: Wenn der Heimweg billiger gemacht wird, dann besteht die Gefahr, daß der Zug nach dem Westen noch größer wird. Die Leute wagen dann eher fortzugehen. Wir leiden aber so sehr an der Arbeiternot, daß wir alles versuchen müssen, um unsre Arbeiter, ob sie nun die bessern oder die schlechtern sind, lasse ich dahingestellt, wieder zurückzuführen. Selbst ein unvollkommenes Mittel ist uns da willkommen. Die Maßregel brauchte ja auch nur für eine bes stimmte furze Zeit getroffen werden. Graf v. Schlieben glaubt, daß sich zwischen Sachsengängern und heimkehrenden Arbeiterfamilien leicht unterscheiden lasse, und bedauert, daß der Landwirtschaftsminister sich nicht äußert. Minister v. Podbielski: Der Vorredner hat in ein falsches Kabinett meines Herzens geschaut. Schon vor Wochen habe ich ähnliche Maßnahmen, wie die Interpellanten fie wollen, beim Eisenbahnminister empfohlen. Dabei find aber die Schwierigkeiten der Sache nicht zu Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Metropol.' ne feine Nummer. Specialitäten Vorstellung. An: fang 8 Uhr Apollo. Specialitäten- Vorstellung. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Cafino : I. Seite 79 schreibt Bernhard: " „ Calwer ist der Ansicht, daß bei Industriefabrikaten in der Regel der Exporteur den Zoll trägt und daß dadurch der Lohn der Arbeiterschaft in dem exportierenden Staat gedrückt wird. Selbstverständlich nicht in der vollen Höhe des Bolles. Denn der Fabrikant kann die billiger abzusetzende Erportware nicht von der höher zu ver= wertenden Inlandware trennen. Er falfuliert den Prozentsatz der Produktionskosten, den er für Löhne ausgiebt, nach dem Verkaufswert des Gesamtabsages." Was zunächst den ersten Teil dieses Gedankenganges betrifft, so glaubt Calwer selbst verständlich nicht, daß stets jeder Zoll vom Auslande getragen wird. Er hat nicht annehmen können, daß irgend ein Kritiker ihn für solchen Ignoranten halten will ich sage absichtlich nicht: kann. Nachdem er jedoch aus der Cunowschen Kritit eines Besseren belehrt worden ist, hat er in seinem zweiten Buch über die Meist begünstigung die doch ganz selbstverständliche Erklärung abgegeben, daß der Exporteur einen um so größern Brezentsatz des Bolles trägt, in je höherem Maße der importierende Staat die Waren selbst herstellt." " Danach muß jeder annehmen, daß ich geschrieben habe, nach Calivers Ansicht würde stets der Zoll vom Ausland getragen. Thatsächlich aber hat Bernhard dieses st ets" einfach erfunden; deutlich heißt es in meiner Kritit, Nr. 179, 1. Spalte, Zeile 58 von unten: Caliver versichert, daß der exportierende Staat soll wohl heißen die exportierende Fabrik oder der Erporteur in der Regel den Zoll trägt." Wieweit ich aber berechtigt war, den Ausdruck in der Regel" zu gebrauchen, mögen folgende Ausführungen Calwers zeigen: " " " Man muß sich gegenwärtig halten, daß hente so ziemlich alle größeren Staaten industriell dermaßen entwickelt sind, daß ein Teil ihrer Produktion auf den Export angewiesen ist. Dadurch entsteht in industriellen Waren auf dem Weltmarkt ein fast fortdauerndes Ueberangebot, dessen Folge ist, daß die Preise für Exportwaren regelmäßig niedriger bemessen werden, als die Preise, zu denen sie im Inland verkauft werden. Bei dieser Gestaltung der Marktlage trägt auch der exportierende Staat beim Eintritt seiner Waren in ein andres Land in der Regel den dort erhobenen Zoll fast in feiner ganzen Höhe." Calwer gebraucht hier selbst den Ausdruck in der Regel". Doch es kommt noch besser, Seite 32 seiner Schrift sagt er: " Wie aus dem früher Gesagten hervorgeht, zahlt aber bei industriellen Waren den Zoll heutzutage das einführende Ausland, es muß deswegen der Warenpreis für das Ausland um so viel niedriger, als vielfach der Zoll beträgt, faltuliert werden.. Ich kann getrost jedem, der lesen kann, überlassen zu entscheiden, ob ich dem Genossen Calwer auch nur ein unrichtiges Wort unterschoben habe. II. Seite 80 erlaubt sich Bernhard den folgenden weiteren Angriff: " Davon, daß nur mit Verlust exportiert wird und daß die Verluste gar die Höhe der Zölle, d. h. in manchen Fällen 50 bis 60 Proz. des Wertes erreichen, steht bei Calwer tein Wort, das steht vielmehr nur in Cumows lebhafter Phantasie." Auch dieses nur mit Verlust" ist freie Erfindung Bern hards, ich lasse nirgends Caliver sagen, daß nur mit Verlust exportiert wird. Was aber die Verluste von 50-60 Proz. anbetrifft, so genügt der Hinweis auf nachstehende Calwversche Sätze: Mit welchen Verlusten der deutsche Export aber zum Teil zu arbeiten gezwungen ist, davon mache man sich eine Vorstellung, indem man erwäge, daß Länder, mit denen wir überaus rege Handelsbeziehungen unterhalten, Zölle bis zu 50-60 Proz. des Warenwertes von unsrem Export erheben." Und, jedes Mißverständnis ausschließend, heißt es S. 32: Von den circa 866 Millionen Mark Zolleinnahmen, die in den Vereinigten Staaten im Jahre 1898 auf 1899 eingingen, wurden aus der deutschen Einfuhr circa 200-250 Millionen, also annähernd 25 Prozent derselben, aufgebarcht. Wie aus dem früher Gesagten hervorgeht, zahlt aber bei industriellen Waren den Zoll heutzutage das einführende Ausland..." Nach der deutschen Statistik betrug die Einfuhr in die Union 1898 335, 1899 378 Millionen Mark. Ob der angeblich von deutscher Seite bezahlte golf von 200-250 Millionen Mark 50 bis 60 Broz. der obigen Einfuhrfumnien ausmacht, kann ich ebenfalls der Beurteilung jedes Lesers überlassen. " III. Während aber Bernhard die entscheidenden Calwerschen Auslassungen nicht findet, entdeckt er bei mir Säge, die ich gar nicht geschrieben habe. So erzählt er z. B. den Lesern der Monatshefte": Calwer predigt hier à la longue die Errichtung eines großen gemeinsamen Binnenmarktes durch eine mitteleuropäische Zollunion. Cunow spottet über diese Idee, ganz wie die Freihandelshausierburschen" einst über die topie des Zollvereins gespottet haben. Ich nehme gar keinen Aufiand, zu bekennen, daß ich in diesem Punkt den Calierschen Glauben" teile." Es fällt mir gar nicht ein zu spotten; ich erkläre vielmehr in meiner Kritik: " Damit bin ich ganz einverstanden, sofern nicht gemeint ist, daß sich nun dieser Zollverein gegen andre Länder desto schärfer abschließen soll; ich möchte sogar außer den genannten Ländern noch Dänemark, Schweden, Norwegen, Holland, Frankreich usw. hineingezogen sehen. Die Frage ist nur, ob eine solche Vereinigung unter den gegenwärtigen oder in nächster Zeit zu erwartenden Verhältnissen möglich ist. Vorläufig ist die Sache jedenfalls nichts als ein schöner Traum." Ich habe, wie ich hier nochmals hervorheben will, durchaus nichts gegen die mitteleuropäische Zollunion einzuwenden; nur bin ich der Ansicht, daß unter den bestehenden wirtschaftlichen Verhält nissen vorläufig an eine Verwirklichung des Planes nicht zu denken ist, und vor allem, daß die von Calwer empfohlenen Boll Repressivmaßregeln fein geeignetes Mittel sind, diese Bollvereinigung vorzubereiten. Wenu Vernhard das Gegenteil glaubt", glaubt", nun gut, das ist seine Sache gegen seinen Glauben" polemifieren zu wollen, halte ich für Zeitversch: vendung, zumal ja die nächsten Jahre mitteleuropäischer Zollpolitik entscheiden werden, war die Sachlage richtiger beurteilt. Ich habe durchaus nicht den Ehrgeiz. Bernhard zu meinen handelspolitischen Ansichten bekehren zu wollen. Heinrich Cunow. " Eingegangene Druckschriften. Das vierte Heft der von Ed. Bernstein herausgegebenen Dokus mente des Socialismus Januar 1902 ist hauptsächlich der Bes sprechung neuerer Erscheinungen auf dem Gebiet der Litteratur des Socialismus gewidmet. In der Rubrik Bibliographie des Socialismus" werden u. a. das Wert von Lily Braun über die Frauenfrage und der Kommentar, den der französische Belehrte, Mr. Ch. Andler, zum Kommunistischen Manifest" geschrieben hat, ge= würdigt. Ein längerer Artikel Ed. Bernsteins behandelt im Anschluß an die Mehringsche Ausgabe der Briefe Ferdinand afsalles an Mary und Engels die Frage des persön ichen und geistigen Verhältniffes von Raffalle und marr. Gine intereffante Urkunde des Socialismus ist der mit geteilte Arbeiterschutz Gefehentwurf der erste socialdentofratische gefeggeberische Bersuch dieser Art- den J. B. von Schweizer 1867 im Norddeutschen Reichstag einzubringen versuchte, ohne daß es ihm gelang, die dazu erforderlichen 15 Unterschriften zusammenzubringen. Die auch die Inhalte socialistischer Beitschriften englischer Sprache, und die Rubrit:„ Der Socialismus in den Zeitschriften" bringt nun Rubriken, Anfrage und Nachweise" und Notizen" enthalten Angaben für Freunde der Geschichte der socialistischen Litteratur und Ideenwelt. " E. von Wolzogens Central Theater. Metropol- Theater Urania. Banics Theater Heute Freitag Anfang 72 Uhr: Theater. Weihnachten. Das süße Mädel. Mädchenjäger. Specialitäten. An fang 8 Uhr. Paffage: Theater. Specialitäten: Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage: Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Reichshallen. Anfang 7 1hr. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Großstadtzauber. Anf. 8 Uhr. Hrania. Taubenstr. 48/19. Abends 8 1hr: Freitag, 10. Januar. Opernhaus. Haschisch. La Traviata. ( Violeita.) 3 Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Revisor. Anfang 8 11hr. Deutsches. Nora. Anfang 7 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 71 Uhr. Leffing. Die Wohlthäter. Anfang 7 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Vor: her: English spoken. Anfang 71 Uhr. Neues. Coralie 1. Co. Anfang 712 Uhr. Westen. Die Fledermaus. Ausang 712 116r. Secessionsbühne. Detlev Biltencrons Buntes Brettl. Anjang 8 11hr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett!). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung bor Sereniffimus. Anf. 82 Uhr. Trianon. Geschlossen. Central. Das süße Mädel. Anfang 72 Uhr. Thalia. Die Badepuppe. Anfang 71 Uhr. m Theatersaal.) Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstraße 57/62. Dr. K. Graff: Die Dimmelskunde und ihre historische Entwicklung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der Revisor. Lustspiel in 5 Atten von Nikolay Gogol. Deutsch von E. v. Schabelsky. Operette in 3 Aft. v. Heinrich Reinhardt. Morgen und folgende Tage:„ Das süße Mädel." Sonnabend, den 11. Januar, nachm. 4 Uhr: halbe Preise, jeder Erwachsene hat ein Kind frei. Schneewittchen bei den 73wergen. Thalia Theater. Dresdenerstr. 72/73. Thomas, Bender, Josephi. Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Buntes( Ueberbrett I) Köpnickerstr. 68. Täglich wechselndes Programm. Lina Abarbanell. Die belden Pierrots, Pantomime. Drei Frühlingstage an der Riviera Satirisches Schatten- Bänkel. Striche, Groteske. Anfang& Uhr. Invalidenstr. 57/62. Burleske Ausstattungsposse mit Dr. K. Graff: Die HimmelsGesang und Tanz in 1 Vorspiel kunde und ihre historische Entund 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: 71 Uhr. Heute u. folg. Tage. 7 Uhr: Frauchens Weihnachtstisch. Die Badepuppe. Große Ausstattungspoffe mit Gesang Tanz in 3 Atten. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Baula Worm a. G., Guido Thietider, Cirkus A. Schumann. Selmerding, Junfermann, Baulmüller, Wannovius, Jumfer- Schat. Sonntagnachm. 3 Uhr( fleine Preise): Die Waise von Lowood. Freitag, den 10. Januar 1902, abends 7 Uhr: Gr. ausserord. Vorstellung 11. a.: Sensationelle Novität: Carl Weiss- Theater. Mirza Golem- Truppe. Große Frankfurterstr. 132. Gastspiel von Minna Michetti. Größter Opern- Erfolg der Saison! Neu! Jeux icarieus auf Ramele. Neu! Persisch- kaukasische Karawane( 8 Personen). Neu! Die vorzüglichen musikalischen Clowns Bim- Bom. Sonnabendabend 8 Uhr: Das Jungfernstift. Neu! Die musikal. Scherenschleifer Zum erstenmal: Einsame Menschen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lysanders Mädchen. Hierauf: Die Komödie der Irrungen. Sonntagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Operette in 4 Aften von Ernest Guinot. Musit von Jean Gilbert. Anfang 8 Uhr. Morgen: Das Jungfernstift. Sonnabendnachmittag: May und Morik. Belle- Alliance- Theater. Luisen. Die Waise von Lowood Schall und Rauch, Die Dame and Trouville. Anfang 8 Uhr. Carl Weist. Das Jungfernftift. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der rote Kosat. Anfang 72 Uhr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 71, 16t. Orphens. Specialitäten Borstellung. Anfang 7 Uhr. Unter den Linden 44. Freitag, den 10. Januar: Vorstellung vor Serenissimus. Familienidyll. Herbstzauber. Schiffbrächig. Anfang 8 Uhr. Schwant m. Gefang u. Tanz i. 3 Aften. Emil Sondermann a.G., Mizzi Birkner, Rosa Marten, Ferd. Worms, Wert meister, Kettner, Olfers, Stohlmez. Hierauf: " Er Pariser Lebensbild in einen Aufzug. Adele Hartwig, Leopold Thurner als Gäfte. Anfang 7 Uhr. Neu! Die phänomenalen OriginalBycicle Rennfahrer. Höchst spannendes Kunst- und Wett: fahren auf einer Latten- Rennbahn von 60 Fuß Steigung. Die neuesten Original- Dreffuren des Dir. Alb. Schumann. Gerner Clown Adolph, der Unverwüste liche. Troupe Eugen. Mlle. Mabel O'Brien. Orig.- Clown Bojanowski, der urkomische Berliner 2c. Bum Schluß zum 95. Male der Schlager der Saison: Quer durch Paris. Sonntag: 2 große Vorstellungen. In beiden Vorstellungen die großart. Januar- Specialitäten. In beiden Bor stellungen Quer durch Paris. Nachmittags 1 Kind frei. wicklung. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Grosse Weihnachts- Ausstellung Eine Reise ins Schlaraffenland Marionetten- Theater für die Kinderwelt. Palast- Theater ( früher Fecu- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler 11. Fröbel. Das phänomenale Januar- Programm. Durchweg neu engagierte Kunft- Specialitäten. Nur noch turze Zeit! Die erfolgreiche große Ausstattungs- Gesangs: Burleste Großstadtzauber. Hugo Luftig: Dir. R. Winkler. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. In Vorbereitung: Die füßen Mädel." Mitwirkung des Direttors Wilhelm Fröbel. Passage- Theater. Die neueste Sensation! DamenLuftringkampf ausgeführt von 12 jungen Damen. Michel Mayer, der stärkste Mann der Welt, zahlt 1000 Mark dem, der seine Hanteln nachhebt. Gifford. BarsikowTruppe. Jim u. Jam. 16 erstkl. Nummern. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Die Ehre eines armen Mädchens. Drama in 5 Aften von G. Clefeld. Sonnabend: Keine Vorstellung. Berliner Felix Schek- Trio. U Stralsunderstr. 1. Apollo- Theater. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Socialdemokratischer Wahlverein Ganz Berlin von Verwaltungsstelle Berlin. Willi Walden Burton: Engel- lifer 15, Zimmer 1–5. Bernſprecher: Amt V11 für den 6.Berliner Reichstags- Wahlkreis Bureau: VII, 353. Sonnabend, den 11. Januar 1902, abends 8 Uhr: der modernen Diseuse! Granto u. Maud Stack u. Milton sowie die vorzüglichen Specialitäten ferner: König Aqua. Anfang 8 Uhr. Konferenz der Vertrauensleute des Nordens bei Dieke, Ackerstr. 123. Zahlreichen Besuch erwartet od 110/4 Die Ortsverwaltung. Achtung, Vertrauenslente! Die Liften, die den Vertrauensleuten am 8. d. M. Den Mitgliedern, welche in der Schönhauser Vorstadt wohnen, zur Nachricht, daß am Sonntag, den 12. Jannar, vormittags 10 Uhr, bei Wernau, Schwedterstraße 23/24, Casino- Theater. in der Konferenz ausgehändigt sind, müssen am Sonn- die Ausgabe der neuen Mitgliedsbücher erfolgt. abend, den 11. d. M., abends, in folgenden Lokalen Abgegeben werden: Lothringerstr. 37. Durchschlagender Erfolg! Concordia- Trio Hedwig Günther. Weihnachten. Anfang Wochent. 8 Uhr, Sonnt.71/ 2 Uhr. Sonntagnachmittag: Mutterſegen. Cirkus Busch Freitag, 10. Januar, abends 72 Uhr Klondike. Original Pantomime des Cirkus Busch. Auftr. der JonesHilliard- Troupe. Grosse Indische Menagerie im Exercierhaus ( am Prenzlauer Thor) Lothringerstraße 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 und 8 Uhr. Dreffur mit Löwen, Tigern, Wölfen u. Shänen, sowie Löwen- Ringkampf und Fütterung um 4 u. 82 Uhr. Entree: I. Blag 1 M., II. P. 50 f., Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Für den Osten bei Bartel, Gr. Frankfurterstr. 18. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Für den Norden bei Dieke, Ackerstr. 123. Für Moabit bei Fischer, Waldstr. 8. Heute Freitag, abends 84 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Für Westen u. Schöneberg bei Kumke, Bülowstr. 59. Vertrauensmänner- Versammlung fämtlicher Bezirke und Branchen. Für Rixdorf bei Pressler, Ziethenstr. 69. Für Süden u. Südosten im Bureau, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: Ein Aussperrungsbeschluß der TischlermeisterCentral- Berband der Maurer 2. Vereinigungen. Werkſtattſtreits und Differenzen. Bezirk Schöneberg. Sonntag, den 12. Januar, vormittags 10 Uhr, im Klubhause, Hauptstr. 5-6: Tages Ordnung: Mitglieder- Versammlung. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch nebst Vertrauensmännerfarte legitimiert. Die Verwaltungsmitglieder werden ersucht, sich um 8 Uhr auf dem VerbandsDie Ortsverwaltung. bureau einzufinden. Bezirk Moabit. 1. Vortrag. 2. Nominierung der Kandidaten zur Gewerbegerichts- Sonntag, den 12. Januar, vormittags 10% 1hr, im Lokal von Schöhler, Stromstr. 28: Wahl 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder erwartet Der Obmann. 136/7 Achtung, Einseher! Sonntag, den 12. Januar, vormittags von 10-12 Uhr, finden III. BI. 25 Pf., Sinder unter 10 Jahren in den bekannten Lokalen die und Militär ohne Charge zahlen auf 1. u. 2. Pl. die Hälfte, dent 3. PI. 15 Pf. Die Direktion: Froese. Bezirks- Sihungen statt. Wegen Ausgabe der neuen Karten und der Arbeitslosent- 8ählung ist es notwendig, daß die Kollegen sämtlich erscheinen. Die Kommission. Charivari Brett Centralverband der Maureric. ( Albert Kühne) Sonnabend, 11. Januar Eröffnung Billet- Vorverkanf täglich von 10-3 Uhr Im Theater- Bureau Alte Jakobstrasse 87. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte u. Specialitäten- Vorstellung Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinée von 12-2 Uhr. Oekonom: Gustav Preilipper. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Neu! Die Zillerthaler. Neu! Die Polkaschützen. Nach jeber Borſtellung: TANZ. Bezirk Südwest. Sonnabend, 11. Jannar, bei Sitzenstock, Gneisenauftr. 67: Großer Wiener Maskenball. Anfang 8 Uhr. Central- Fernsprecher- Amt III, 8804. Wozu freundlichst einladet 136/5 Billet 50 Pf. Das Komitee. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 1hr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direttion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung Berlins grösste Fischhandlung empfiehlt von täglich frischem Fange und täglich frischer Zufuhr in Kühlwaggons frische, geräucherte und marinierte Seefische zu bekannt billigen Preisen. 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Mts., nachmittags 2 Uhr, im Lokale des Herrn Schulz, Grenadierstr. 33: Die Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. der Isolierer. Reichstags- Wahlkreis. Oeffentliche Versammlung der Isolierer. Tages Ordnung: 1. Bortrag: Die Junter, wie sie den Bauern helfen." Referent: Fr. Kotzke. 2. Bericht der Delegierten von Hannover. 3. Wahl des Vertrauensmannes und dessen Stellvertreter. 4. Wahl des Delegierten zum Gewerkschaftstartell und dessen Stellvertreter. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen und seine Frau mit zubringen. 285/4 Verband der Sattler und verw. Gewerbe. Mitglieder Versammlungen. = Filiale 1: Montage. So, yet there 813hr, Englischen Hof, Neue Rofstraße 3: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Bruno Süssenbacher am 6. d. m. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend den 10. b. W., nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, Hochmeisterstr. 10, nach dent Gethsemane Kirchhof in NiederSchönhausen statt. 240 3 Zahlreiche Beteiligung erwlinscht. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Bater, unfer guter Bruder, der Schleifer 19785 Carl Hardix, am Dienstag, den 7. d. M., verstorben 1. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Anträge zur ist. Die Beerdigung findet am SonnBrandenburger Konferenz. 3. Verschiedenes. tag, den 12. Januar, mittags 12 Uhr, Filiale 2: Sonnabend, ben 11. Januar, abends 8½ 1hr, bom rankenhause Am Urban ans nach Buske, Grenadierstraße 33. Dienstag, den 14. Januar cr., abends 8 1hr, Filiale 3: im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal Filiale 4: weftshaus Engel- llier 15, 7. im Gewerkschaftshause, Gaal 7. Tagesordning: 1. Anträge und Wahl der Delegierten zur Konferenz. 2. Bibliothet frage. 3. Verschiedenes. Es ist unbedingte Pflicht eines jeden Kollegen, in den Versammlungen zu erscheinen. Filiale Charlottenburg. dem Neuen Jakobi- Kirchhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin. Am 7. b. M.starb unser Mitglied, der Schleifer Carl Hardiy im Alter von 38 Jahren. Ehre seinem Andenken. Dienstag, den 14. Januar 1902, abends 9 Uhr, bei Dörre, 12. b. M., mittags 12 Uhr vom Kranken156/2 Wallstraße Nr. 90. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. Die Vorstände. Sonnabend, den 8. Februar 1902: Grosser Wiener Masken- Ball mit Ueberraschungen in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- fer 15. Anfang 8 Uhr. Entree 50 f. Das Vergnügungskomitee. Um rege Beteiligung ersucht NB. Die Kollegen werden ersucht, sich beizeiten mit Billets zu ber sehen, da nur eine beschränkte Anzahl ausgegeben wird. Abendkasse findet nicht statt. Tischler- Verein zu Berlin. Sonnabend, den 11. Jannar, abends 81/2 Uhr. im Lokale des Herrn Lipke, Melchiorstraße Nr. 15: Die Beerdigung findet statt am haus am Urbahn aus nach dem Jakobi tirchhof, Hermannstraße. 110/5 Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Statt besonderer Anzeige. Bringe hierdurch allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 7. d. M. meine liebe Frau Olga Ehrt geb. Schöpe gestorben ist. Um stille Teilnahme bitten die Hinterbliebenen Bernhard Ehrt. w. Pauline Schöpe nebst Kindern. Die Beerdigung findet Sonntag, 3 Uhr, von der Halle des neuen Jakobi 19826 Kirchhofes aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise der Herzlichen Teilnahme bei der Beerdigung unfres unvergeßlichen Bruders, Onfels General- Verlammlung. und Schwagers, des Maurer's Heinrich Doil Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Vierteljahr 1901. 2. Jahresbericht. 3. Wahl von drei Ausschußmitgliedern. 4. Festsetzung der Entschädigung für den fagen wir allen Verwandten, Freunden Borstand. 5. Bericht über die Bibliothek. 6. Wahl eines Bibliothekars. und Bekannten sowie dem Central7. Sonstige Vereins- Angelegenheiten. 198/1 Verband der Maurer( Zahlstelle Berlin II) unsren herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: 1979b Ernst Doil. Ohne Mitgliedsbuch kein Einlak. Konditoren! Der Vorstand. Konditoren! Arbeiter- Radfahrer- Verein Central- Verband der Konditoren. Zahlstelle Berlin. 51/1 Sonntag, den 12. Januar 1902, von nachmittag8 42 Uhr ab, in Louis Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: Berlin". Sonntag u. Spandan 1 Uhr, Brandenburger Thor. Besuch des Brudervereins Spandau.[ 11/2 X. STIFTUNGSFEST. Empfehle Freunden und Bekannten mein neu errichtetes Bierlokal Oberbaumstr. 6. Festrede, gehalten vom Genossen August Bebel. Auftreten des beliebten Berliner Ulk- Trios. Gesangsvorträge 19766 vom Bäder- Gesangverein ,, Morgengrauen". Grosse Ueberraschungen. Tanz. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Musik wird von der Freien Bereinigung der Civil- Berufsmusiker ausgeführt. Max Böhm. Blutfrische Hasen M. 2.75 Wildfleisch 25, 30, 40 Bf. gefipidt 3.25 Blatt 50 Pi. Billets a 30 Pf. find im Arbeitsnachweiß, Gormannfir. 28, in den Zahl: Reh- Müden und Blätter Gänse, Puten Pfd. 70, Enten. stellen sowie für Nachzügler bei den Kollegen Weidler u. Bigusch zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. A. Ritschl, Dresdenerstr. 61. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. r. 8. 19. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mnterm neuesten Kurs. Dezember. M P . Freitag, 10. Januar 1902. werden die Gerüchte seitens der maßgebenden Persönlichkeiten der Ein Streit von Bautischlern ist, wie der Königsberger Gelsenkirchener Gesellschaft rückhaltlos dementiert: der Staat fei Bolts- Beitung" telegraphisch mitgeteilt wird, in Danzig aus an die Verwaltung der Gesellschaft in der fraglichen An- gebrochen. Es haben zwanzig Mann die Arbeit niedergelegt. Wir 2. Grabow. 3 Vergolder je 15 M. Geldstrafe wegen Be- gelegenheit in keiner Weise herangetreten; indessen hindert ersuchen dringend, den Streifenden den Kampf durch Zuzug nicht zu leidigung von Streitbrechern, nachträglich vom November; das nicht an der Annahme, daß potente Finanziers durch vereiteln oder doch zu erschweren. ebenso starte Attienfäufe und Zusammenschluß von Großaktionären Ueber die Stärke der Leipziger Gewerkschaften am Ende Bochum. Genosse Langhorst 300 M. Geldstrafe wegen sich der Majorität des Aktienkapitals oder wenigstens eines respektablen bes Jahres 1901 hat der Vorstand des dortigen GewerkschaftsBeleidigung eines Betriebsleiters. Beitrages desselben zu sichern bestrebt find, um daraufhin dem Staat, fartells nach der„ Leipziger Boltsztg." eine Zusammenstellung ver der ja zweifellos den Erwerb von Zechen beabsichtigt, ein Gebot für öffentlicht, aus der hervorgeht, daß die Gewerkschaften in der Zahl diesen Teil des Aktienkapitals zu machen und ihm eventuell auch die ihrer Mitglieder gegenüber dem Vorjahre einen bedeutenden Rückgang Verschaffung der übrigen Aktienbeträge in Aussicht zu stellen. Finanzminister v. Rheinbaben soll den Wunsch ausgesprochen haben, daß zu verzeichnen haben. Während Ende des Jahres 1900 25 718 Mitglieder vorhanden waren, ist Ende des letzten Jahres diese Zahl man neben dem Erwerb von noch unaufgeschlossenen Grubenfeldern auf 23 913 gesunken, das sind 1805 Mitglieder weniger. 26 Gewertauch auf den Ankauf einer fertigen, ertragsfähigen Zechenanlage be= dacht sein möge, um dadurch eine teilweise Berzinsung des zu in- schaften haben einen Verlust, 19 Gewerkschaften eine Zunahme an vestierenden Kapitals und außerdem auch Siz und Stimme im Mitgliedern aufzuweisen. Von den 58 Gewerkschaften Leipzigs find 54 dem Gewerkschaftskartell angeschlossen, während die Verbandsrheinisch- westfälischen Kohlensyndikate zu erhalten." buchdrucker, Lithographen und Steindrucker, Metallarbeiter und die Rotenstecher mit zusammen 7000 Mitgliedern dem Kartell nicht angehören. Weibliche Mitglieder wurden 1272 ermittelt. corps. Berlin. 6 bezw. 7 Monate Gefängnis die Genoffen Schmidt und John wegen Beleidigung des ostasiatischen Expeditions3. Bonn. Je 300 M. Geldstrafe die Genossen GruberMünchen und Merfeld Köln wegen Beleidigung eines 7. Görlik. Die Genossen Müller- Görlitz und Lippert Rauscha je 20 M. Geldstrafe wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz. Schriftstellers. 12. Markneukirchen. Wegen Beleidigung des Bürgermeisters der Steinmetz Leutner drei Wochen Gefängnis. Werdau. 500 M. Geldstrafe Genosse Albert wegen Beleidigung des Redacteurs des Werdauer Tageblatts". 12. Leipzig. 100 beziehungsweise 50 M. Geldstrafe die Genossen Pollender und Worms wegen Beleidigung dreier Stuccateure. 14. Bauzen. In der Berufungsinstanz Genosse Schulze= Cunnewalde 2 Monate Gefängnis wegen Beleidigung eines " Fabrikanten. Es ist bekannt, daß die Regierung beabsichtigt, Grubenfelder anzukaufen. Berichte dieser Art find seit langem im Umlauf, aber eine amtliche Bestätigung irgend eines Kaufabschlusses fehlt bisher. Desgleichen wäre es verfehlt, auf ganz vage Vermutung in Bezug auf die Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft Folgerungen zu ziehen, die nachher bittere Enttäuschungen bringen. auch Ihre Die Bauarbeiter Leipzigs haben an die Bauarbeitgeber ein Schreiben gerichtet, in dem sie um gemeinsame Regelung der Lohnund Arbeitsbedingungen ersuchten. Der Verband der Bauarbeitgeber antwortete darauf ablehnend. In der Begründung dieses ab= Lohuherabsehungen im Kohlenbergban. Die üble Lage des lehnenden Standpunktes heißt es: Sie sind teine gelernten Stohlenmarktes und die starke Betriebseinschränkung hat im Bergbau Arbeiter wie die Maurer und Zimmerer, die lediglich im Baufach die Einführung zahlreicher Feierschichten zur Folge gehabt. Der Geschäftsbranchen auch thätig, unter anderm auch in folchen, deren Röslin. Wegen Landfriedensbruchs 2c. wurden verurteilt der Köln. Volksztg." wird von einem Betriebsleiter einer großen Beche thätig sind, sondern Sie sind unter Umständen in allen andren Maurer Weidemann zu 3 Jahren Zuchthaus; zu Ge- des Eſſener Bezirks berichtet, daß unter seiner Belegschaft Leute sich Konkurrenz wir unterworfen sind, bei denen wir aber auf die fängnisstrafen: die Maurer Saath 1 Jahr 2 Monate, befänden, die früher 35 bis 40 Schichten, ja sogar bis 42 Schichten Regelung der Arbeitsverhältnisse keinerlei Einfluß haben. Schon Pieper 1 Jahr, Klein 10 Monate, Luwichowski, im Monat verfahren hätten, jetzt aber nur bis höchstens 24 eran sich gewiß berechtigten Wunsche, Kuf und Albrecht je 9 Monate, Sternberg 8 Monate, reichten; dieser Fall wird aber wohl nicht vereinzelt dastehen; die diefer eine Umstand verbietet uns ein für allemal, Ihrem Trente 6 Monate, Schulz, Hartwig und Erich Klage wegen der vielen Feierschichten ist ja allgemein. Wie groß Arbeitsverhältnisse geregelt zu sehen und deshalb Verhandlungen Schröder je 1 Monat, Bruno Schröder und Mampe der Lohnausfall für solche Leute ist, läßt sich leicht beurteilen. je 3 Wochen und Frau Weidemann 10 M. Geldstrafe. Die Mitteilung erklärt zugleich, daß in der Zeit des guten anzuknüpfen, nachzukommen. Wir wollen nicht unterlaffen, darauf 16. Chemnik. 20 M. Geldstrafe Genosse Müller wegen Ber- Geschäftsgangs die erhöhten Löhne der Bergarbeiter durch über- hinzuweisen, daß die Arbeitszeit für Sie, soweit Sie auf Bauten be stoßes gegen das Vereinsgesetz. mäßige Anstrengung erreicht wurden. Denn 40 bis 42 Schichten in schäftigt find, ohne weiteres durch die Arbeitszeit der Maurer und Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Langhorst einem Monat stellen eine Leistung dar, die nur auf Kosten der Bimmerer geregelt ist; dieferhalb bedarf es an fich schon keiner BerBochum 500 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Betriebs- Gesundheit des Arbeiters gefordert werden kann. Die jetzt ein- bandlung; ferner noch darauf, daß der bisher auf Bauten für Handgetretene Schichtzahl von 24 im Monat entspräche ganz normalen arbeiter bezahlte Lohn wohl das höchste ist, was überhaupt für unGoslar. Genoffe Windel 45 M. Geldstrafe wegen Vor- Berhältnissen, und unzweifelhaft könnte dem Bergarbeiter für diese gelernte Handarbeiter in Leipzig gezahlt wird, so daß es unsres ErArbeitsleistung bei den Mühen und Beschwernissen im Bergbau ein achtens auch nach dieser Richtung hin faum nötig erscheint, Verhand anständiger Lohn gezahlt werden. Die Kohlenbergwerke, soweit sie lungen zu führen." Die Hauptursache, warum die Arbeitgeber dem auf folider finanzieller Grundlage beruhen, zeigen auch heute noch an sich gewiß berechtigten Wunsche nicht nachkommen wollen, dürfte inmitten der schwersten Krise ganz achtbare Gewinne, um so ver- wohl die sein, daß sie beim erhöhten Zuströmen von ungelernten werflicher ist es, wenn an den dürftigen Arbeitslöhnen weitere Ab- Arbeitern in die Baubranche nicht so strupellos die Löhne fürzen fönnen, wenn ein Vertrag ihnen gewisse moralische Schranken aufstriche gemacht werden. erlegt. führers. nahme unerlaubten Geldsammelns. 17. Dresden. 6 Tage Gefängnis der Gürtler Beher wegen Körperverletzung. . Markneukirchen. Wegen Beleidigung des Stadtrats Genosse Leutner 3 Wochen Gefängnis. Stralsund. Genosse Nagel wegen Verbreitung von Drucschriften an einem öffentlichen Ort 3 M. Geldstrafe. Derselbe 40 M. und Genosse Bringmann Hamburg 50 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Streifbrechers. 19. Dresden. Je 1200 M. Geldstrafe die Genossen Fleißner und Nitzsche wegen Beleidigung der Polizei. 20. Zittan. Genosse Schubert wegen Beleidigung eines Buchdruckereibesizers 100 M. Geldstrafe. 23. Leipzig. 2 Genossen je 10 M. und 2 Genossen je 12 M. Geldstrafe wegen Verkaufs von Festprogrammen auf öffentlicher Straße. Insgesamt wurde erkannt auf 3 Jahre Zuchthaus, 7 Jahre 11 Monate 12 Wochen und 6 Tage Gefängnis und 4847 Mark Geldstrafe. Berlin, den 6. Januar 1902. Der Parteivorstand. Partei- Machrichten. Parteipreffe. In der„ Erfurter Tribüne" lesen wir: Im gestrigen Vorwärts" wird durch eine Annonce zum 1. April d. J. für die„ Tribüne" ein erster Redacteur gesucht. Das durch ist ein Fall in die weitere Deffentlichkeit gebracht, der zwar formell zunächst endgültig erledigt ist, aber materiell doch noch von vielen und nicht den unmaßgeblichsten Genossen für in der Schwebe gehalten wurde. Im Interesse im besonderen der Leser der„ Tribüne" und der thüringer Genossen halte ich es deshalb jetzt für notwendig, hier zu fonstatieren, daß mir meine Stelle lediglich aus dem Grunde von der Majorität der Breßkommission der„ Tribüne" gekündigt wurde, der Majorität der Preßkommission der„ Tribüne" gekündigt wurde, weil ich die mir angetragene Reichstags- Kandidatur für MühlhausenLangensalza angenommen habe. Erfurt, den 8. Januar 1902. Mar Grunwald. Die hohen Gewinne der vergangenen Jahre machen den Aktioveniger schwer erträglich, nären den gegenwärtigen Ausfall als dem Arbeiter die Lohnherabsetzung bei seinem geringen Eintommen. Weiter wird demselben Blatt berichtet, daß bei allen Anfündigungen auf Lohnherabsetzung den Bergleuten freigestellt wird, die Arbeit zu verlassen. Den legteren Schritt thun die Bergleute aber nur in sehr bereinzelten Fällen, und auch dann nur unverheiratete Leute, die nicht an die Scholle gebunden sind und versuchen können, anderweitig Arbeit zu erlangen. Anders liegen die Verhältnisse bei den verheirateten Bergleuten, namentlich bei solchen, die ein kleines Anwesen haben, und deren giebt es sehr viele. Diese Leute müssen eben in den fauren Apfel beißen und mit der Hoffnung auf beffere Tage sich trösten." Kein Zweifel, die Kohlenbarone wissen die Zwangslage der Arbeiter auszunützen, werden wiederum Arbeiter gebraucht, so zerren sie durch ihre Agenten aus aller Herren Länder Ersatz herbei. Für den Kapitalismus ist auch der Arbeiter nur eine Ware, die nach Bedarf gehandelt und bezahlt wird. Der Rekord auf dem Gebiete der Lohnreduktionen. Int September v. J. wurde den Arbeitern der Bierbrauerei des Herrn Reservelieutenants Karl Fohr in Miesbach( Bayern) angekündigt, daß nach Neujahr die Löhne in etwas" reduziert werden müßten. Nach Ausweis des letzten Zahltages( 4. Januar) beträgt nun diese Reduktion nicht mehr und nicht weniger als die Bagatelle von 50 Broz, sage und schreibe: Fünfzig Prozent. " Ausland. Einen schönen Erfolg haben die organisierten Schneider in der Schweiz erzielt und zwar bezüglich der Arbeitslöhne für PostUniformen. Die Schneider- Gewerkschaften in Zürich und Bern hatten einen Lohntarif, an den fich die Unternehmer zu halten haben, aufgestellt. Die Ober- Poftdirektion in Bern hat nun diesen Tarif, mit dem auch die Unternehmer einverstanden sind, acceptiert und sie hat ferner dem schweizerischen Schneider- und Schneiderinnen- Verband sämtliche Adressen der Post- Uniformen anfertigenden Schneidermeister mitgeteilt, so daß die organisierten Schneider in der Lage sind, die Beobachtung des Tarifs in der ganzen Schweiz zu kontrollieren. Was dieser nach mehrjährigen Kämpfen von den organisierten Ueber die Lage auf dem Coatsmarkt schreibt man der Schneidern der Schweiz errungene Erfolg bedeutet, zeigt folgendes „ Köln. Volksztg." aus dem Ruhrgebiet:" Bon dem Coatssyndikat Beispiel. In Bern weigerte sich bisher die Firma Dochenauer, nach nahestehender Seite ist das Gerücht verbreitet worden, ein großer dem Tarif, der zwischen der dortigen Gewerkschaft und den übrigen Teil der Hochofenwerke habe seine bisherige ablehnende Haltung Schneidermeistern aufgestellt wurde, zu zahlen, und zwar mit der gegenüber den Ieuen Coatspreisen aufgegeben und seinen merkwürdigen Begründung, sie zahle ihren Arbeitern schon seit Diefe rechten Löhne" betragen Bedarf für das erste Halbjahr 1902 beim Westfälischen Coats- etlichen Jahren was recht fei". indikat zum Preise von 15 Mark die Tonne nunmehr gedeckt. aber nur 5,50 bis 6 Fr. für Mäntel der Tramangestellten, während Wie ich nun zuverlässig erfahre, handelt es sich hierbei hierfür der Tarif 10,25 Frant bestimmt. Für Mäntel der Eisenbahnmeistens um solche Hochofenwerke, die zwar eigne Kohlenzechen und angestellten mur 4 gegen 9 Frank usw. Nach dem errungenen ersten Colereien besigen, aber bis zum Ablauf des Syndikatsvertrages Erfolge werden wohl die organisierten Schneider auf dem einmal über die Erzeugung derselben noch nicht freihändig verfügen fönnen. betretenen Wege energisch weiterschreiten, um überall die„ rechten Der Coatsbedarf dieser Werte macht übrigens noch nicht den dritten Löhne" durch Tariflöhne zu ersetzen. Teil der Gesamterzeugung der im westfälischen Coatssyndikat verEin Schlächterstreik ist in Esbjerg( Dänemart) auseinigten Zechen beziv. Cofereien aus. Sehr ablehnend verhalten sich Socialdemokraten im Schulvorstande. Nach preußischem den Forderungen des Coatssynditats gegenüber mehrere Luremburg- gebrochen, weil der Direktor der dort bestehenden landwirtschaftlichen Muster versuchte vor zwei Jahren der weimarische Minister des Lothringische Eisenwerke, da diese ein weiteres Sinten der Coats- Genossenschaftsschlächterei verschiedene Neuerungen zur Einführung Innern, Herr v. Wurmb, gegen die Wahl von Socialdemekraten in preise im Laufe des Frühjahrs für unausbleiblich halten. bringen wollte, die eine Verschlechterung der Lage der Gesellen be den Schulvorstand der einzelnen Gemeinden vorzugehen, und erließ große Eisenwerte glauben einstweilen noch mit ihrer eignen Coats: deuten. Da aber die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in dieser Wursteine dementsprechende Verfügung. Das Reſultat jenes Borgehens erzeugung, beziehungsweise mit ihren Coatsvorräten auskommen zu und Fleischwaren Fabrit ohnedies schon nicht die besten sind, so wehren sich die Gesellen die beabsichtigte Berkümmerung ihrer hat nun aber die entgegengesezten Erfolge gezeitigt. Gesetzliche Be- tönnen. Die Ausfuhr in Gewerbecoats bleibt, trotz der niedrigen stimmungen, auf Grund deren man solche Wahlen verhindern oder Preissäge für das Ausland, hinter den gehegten Erwartungen immer Sriſtenzbedingungen durch den Streit ab. Das Streikbrechermaterial ungültig erklären kann, giebt es in Sachsen- Weimar nicht und so mehr zurück. Eine Erzeugungseinschränkung von 40-45 Proz. dürfte suchen sich die Vertreter der feinen Firma natürlich in den Großblieb zunächst der„ auf höhere Weisung" erfolgte Protest gegen die also unter diesen Verhältnissen im Monat Januar doch immer noch städten, vor allem aber in Berlin. Die Berliner Schlächtergesellen seien deshalb besonders vor Zuzug nach Esbjerg gewarnt. Wahl des Genossen Baudert ohne Wirkung, so daß nach den bis jetzt zu erwarten sein." erfolgten, bei Jahresbeginn vorzunehmenden, Neuwahlen, außer Baudert auch in Eisenach und Neustadt, sowie mehreren Landorten Die Arbeitslosigkeit in der Schiffs: und Metallindustrie Socialdemokraten in den Schulvorstand gewählt wurden. zu Rotterdam. Der Rotterdamer Korrespondent von„ Het Volt" hat über die gegenwärtig in der Schiffs- und Metallindustrie Rotter: Totenliste der Partei. In Breslau starb der Parteigenoffe dams herrschende Arbeitslosigkeit Erhebungen angestellt und ist zu Paul Jungfer im Alter von 44 Jahren nach längerer Krant- folgenden Ergebnissen gekommen, die auch nach Ansicht des Sekretärs heit. Der Verstorbene hat besonders zur Zeit des Ausnahmegesetzes der Metallarbeiter- Gewerkschaft den thatsächlichen Verhältnissen enteine lebhaftere Thätigkeit entfaltet. In dem großen Breslauer sprechen: Geheimbundsprozesse wurde er im November 1887 zusammen mit In der Metallindustrie Rotterdams giebt es zur Beit 28 andren Angeklagten zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt. ca. 1500 Arbeitslose, wovon 600-700 im Schiffsbau thätig waren. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Beschäftigt werden gegenwärtig ca. 3000 Metallarbeiter in den Was kosten uns die Junker". Wegen öffentlicher Ber- Fabriken und auf den Schiffswerften, so daß die Gesamtzahl der in breitung des also betitelten Flugblattes sollten mehrere Genoffen in diesen Industriezweigen vorhandenen Arbeiter 4500 beträgt, wovon Hörde bei Dortmund je 10 Mark Polizeistrafe bezahlen. Sie be- also 1/3 arbeitslos ist. Ueber die Zustände in den drei größten arbeit notwendig ist, um 1-14 Kr. pro Woche höher. Der Grunds antragten gerichtliche Entscheidung und wurden freigesprochen, da Fabriken und Werften werden folgende Angaben gemacht: ihnen die öffentliche Verbreitung nicht nachgewiesen wurde. Andre In der Fabrik„ De Maas" arbeiteten Anfang 1901: 350 Maun, jetzt aber nur 100; in dem Etablissement Feyenoord" arbeiteten bei gutem Geschäftsgang 2000 Mami, gewöhnlich aber 1800, jet mur 1500; bei der Aktiengesellschaft B. Wilton" war während des Sommers noch gut zu thun, vor 4 Wochen wurden aber 100 Arbeiter entlassen. Früher betrug die durchschnittliche tägliche Arbeitsdauer 11 Stunden, jezt beträgt sie nur 10 Stunden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Aus Industrie und Handel. Eine vage Spekulation macht sich in den letzten Tagen an ber Berliner Börse in Gelsenkirchener Bergwerksattien geltend. Den Anlaß dazu gab das Gerücht, die Regierung beabsichtige, das Bergtvert anzukaufen, und da nun in solchen Fällen immer eine anständige Kaufsumme erwartet wurde, so gingen die Kurse rapid in rapid in die Höhe. Erst erwartete man in der Thronrede, mit der der preußische Landtag eröffnet wurde, Achtung, Holzarbeiter! Die Firma Hülsenbed u. Kroll, eine Andeutung, die dem Gerücht Rückhalt verleihen sollte, warschauerstraße, sucht in der Volkszeitung" Tischler. Wir machen δα dies ausblieb, wurde weiter gefolgert, im Etat die Kollegen darauf aufmerksam, daß bei der obigen Firma Diffewürde sich ein Boften finden, der die Absicht des Ankaufs bestätigen renzen bestehen, deren Beilegung trotz großen Entgegenkommens könnte. Auch diese Vermutung hat sich nicht verwirklicht, trotzdem ist der Kurs gestern nicht nur auf der Höhe geblieben, sondern weiter sowohl der daselbst beschäftigten Stollegen als auch der hiesigen Berist der Kurs gestern nicht nur auf der Höhe geblieben, sondern weiter bandsleitung an der ganz unbegreiflichen Haltung der Firmeninhaber Heraufgesetzt. Dazwischen entstand wieder das Gerücht, Krupp beabfichtige, das Bergwert anzukaufen, die Hauffiers behaupteten mithin scheiterte. Zuzug ist selbstverständlich fernzuhalten. fich den Platz. Bemerkenswert ist, was die Rhein- Westf. 8tg." zu der Sache bemerkt: Deutsches Reich. Die Ortsverwaltung. " Durch das in legter Zeit wiederholt auftauchende Gerücht, der Achtung, Holzarbeiter! In der Tischfabrik von Winkler in Staat beabsichtige den Erwerb der Zechenanlagen der Gelsenkirchener Finsterwalde sind Lohndifferenzen ausgebrochen. Der Zuzug Gesellschaft, haben die Attien besonders am Montag und Dienstag von Tischlern, Drechslern und Polierern nach Finsterwalde ist fernan der Berliner Börse eine fräftige Steigerung erfahren. 8war zuhalten. 0 Der schwedische Buchdrucker- Tarif. Von den Vertretern der Prinzipals- und der Gehilfenorganisation im Buchdrudergewerbe Schwedens ist ein neuer Tarif ausgearbeitet worden, der in den verschiedenen Städten des Landes in Kraft treten soll, nachdem die alten Verträge abgelaufen find. Der Zeitpunkt war für die Zeitungsalten Verträge abgelaufen sind. Der Zeitpunkt war für die Zeitungsdruckereien in Stockholm, sowie für alle Druckereien an mehreren audren Orten bereits am 1. Januar gekommen. Der neue Tarif enthält mehrere wesentliche Aenderungen zu gunsten der Gehilfen. Der Minimallohu wurde für Seßer in Stockholm auf 22 Kronen pro Woche festgesetzt( in den zwei ersten Jahren nach der Lehrzeit 20 Stronen; in den übrigen Städten soll der Wochenlohn 20-21 Kronen betragen. Jedoch sind die MinimalWochenlohn 20-21 Kronen betragen. Jedoch sind die Minimallöhne in Zeitungsdruckereien, je nachdem Tag- oder Nachtpreis für 1000 Buchstaben wurde in Stockholm auf 35 Dere, in den übrigen Städten auf 32 Dere refp. 30 Dere erhöht, mit Beibehaltung der üblichen Lokalzuschläge. Die Arbeitszeit wurde für neun Monate des Jahres anf 58 Stunden wöchentlich festgesetzt, für die Monate Juni bis August aber auf 54 Stunden. Für Zeitungsdrucke reien beträgt die tägliche Arbeitszeit aber höchstens neum Stunden; wird bis 11 Uhr abends gearbeitet nur 81/2 Stunden, wenn bis 3½ Uhr morgens gearbeitet wird, nur acht Stunden. Ueberzeitarbeit wird mit 50 Broz. Zuschlag in den ersten drei Stunden, dann, und Sonntags, mit 100 Broz. Für Maschinenseger beträgt die tägliche Arbeitszeit nur 8 Stunden. Sie sollen in den verschiedenen Orten, je nachdem es sich um Tag- oder Nachtarbeit handelt, 32-40 Kr. Wochen John erhalten. Der Lohn der Maschinenmeister entspricht mit einigen Modifikationen dem der Handsetzer. Rotationsdruder und Stereotypeure erhalten 28-33 Kr. pro Woche. Die Gehilfens vertreter hatten auch die Forderung auf 14 Tage Sommerferien bei Weiterzahlung des Lohnes gestellt. Hierauf sind die Prinzipals vertreter nicht eingegangen, haben es aber den Brinzipalen anheimgegeben, ihre Arbeitsverhältnisse so zu regeln, daß sie ihrem ganzen Bersonal dieje oder eine längere Ferienzeit gewähren können. Der Feier des 1. Mai wollen die Prinzipale von mittags 1 Uhr ab nichts in den Weg legen, vorausgesetzt, daß nicht ganz besonders dringende Arbeiten vorliegen.Der Streik der Diamantarbeiter in Amsterdam hat bereits dahin geführt, daß sich viele der Organisation fernstehende oder von ihr abgefallene Arbeiter derselben wieder angeschlossen haben. Seit eine der Beschluß gefaßt wurde, den Forderungen der Juveliere nicht| Folge der guten Organisation, die sich den Unternehmern gegen- der Forstverwaltung anzulegen, welche eine vorteilhafte Verwendung als vollkommen vertragsfähig erwiesen und gezeigt der Grundstücke für Bebauungszwecke ermöglichen sollen. nachzugeben, find 581 Unorganisierte wieder Mitglieder des Ver- über Etat der Justizverwaltung finden wir bandes geworden, davon haben sich 355 seit der Aussperrung an- babe, daß fie die eingegangenen Verpflichtungen auch halten Im gemeldet. fönne. Unter solchen Umständen hätten es die Geguer des Vertrages neue Stelle für einen Senatspräsidenten beim Kammergericht, zwei Die Bevölkerung Amsterdams sympathisiert mit den Ausständigen unter der Führung von Felisch nicht gewagt, das Vertragsverhältnis Stellen für Landgerichtsdirektoren beim Landgericht I, 7 Stellen und selbst die bürgerliche Presse tritt teilweise für sie ein. So zu verschlechtern und sich dadurch als Friedensstörer hinzustellen. für Amtsrichter. Bei dem Strafgefängnis in Tegel und dem Unterbrachte das Handelsblad" am Mittwoch einen Artikel, worin ans Während sonst die Zeiten der Krise stets Lohnherabseßungen und Versuchungsgefängnis in der Alexanderstraße, das fortan den Namen der ganz selbstverständlichen Pflicht, daß unter Gleichberechtigten schlechterungen der Arbeitsbedingungen brachten, habe der Verband der Stadtvoigtei- Gefängnis in Berlin" führt, soll je ein neuer Inspektor sich die Minderheit der Mehrheit zu fügen habe, auch die Berechtigung Maurer jetzt ein Jahr der Stabilität im Arbeitsverhältnis vor sich, und er angestellt werden. Zum Neubau eines Geschäftsgebäudes für die der Forderung der organisierten, nicht mit unorganisierten Diamant- werde, wenn die Mitglieder der Organisation treu bleiben, auch ohne Civilabteilungen des Landgerichts 1 und des Amtsgerichts I wird eine fiebente Rate von 650 000 M. gefordert, zum Erweiterungsbau arbeitern zusammen arbeiten zu müssen, erwiesen wird. Verschlechterung über die gegenwärtige Krisis hintvegkommen. „ Es ist von großer Bedeutung für unsre Stadt", heißt Dem Bericht Silberschmidts folgte eine längere Aussprache, an des Strafgerichtsgebäudes in Moabit und für das Untersuchungseine erste Nate von 800 000 Marf. es in dem Artikel, für den sittlichen, intellektuellen und wirtschaft- der sich eine Reihe von Rednern beteiligten. Gegen den erneuten gefängnis daselbst Im Etat des lichen Fortschritt oder Rückgang, die von dem Bestehen unsrer größten Abschluß des Vertrages selbst wurden keine Einwendungen gemacht.( Die Gesamtsumme beträgt 61/2 Millionen.) des Innern werden verlangt fir Gewerkschaft abhängen, hier auszusprechen, daß die Nichtmitglieder Soweit die Redner Ausstellungen an den Vertragsbedingungen Ministeriums Polizeiverwaltung in Berlin, Charlottenburg, Schöne des Diamantarbeiter- Verbandes sich, um ihr Außenstehen zu recht- machten, bezogen sich dieselben nur darauf, daß während zwei die Das Beamtenpersonal fertigen, nicht auf ihre Freiheit" berufen fönnen, die nichts andres Wintermonaten durch den neuen Vertrag die 81/2 stündige Arbeits- berg und Nixdorf 171/2 Millionen. ist, als dumm- egoistische Bügellosigkeit, die einzig ihr Augenmerk auf zeit festgesetzt und in derselben Zeit die Vesperpause abgeschafft der Polizeiverwaltungen in Berlin, Charlottenburg, Schönes vorübergehende Vorteile richtet. Wer zu einem Fach gehört, für wird. Schließlich gelangte mit allen gegen sechs Stimmen eine berg und Rigdorf soll um 3 Polizeilieutenants, 5 Wachtmeister, den gehört es sich auch, daß er Mitglied der Fachorganisation ist. Resolution zur Annahme, in der sich die General- 255 Schutzmänner usw. vermehrt werden. Im Extraordinarium Das ist einfach ein Gebot der guten Sitte, des gesunden versammlung mit der Verlängerung des Vertrages auf werden gefordert 188 000 M. als giveite und legte Rate für den Menschenverstandes und des socialen Interesses". ein Jahr unter den von der Achtzehner- Kommission vereinbarten Neubau eines Polizeidienstgebäudes in Rigdorf, und 74 830 M. für Bedingungen einverstanden erklärt.- Ferner beschloß die die Einrichtung einer Telegraphenleitung zwischen der Polizeidirektion Der Penrhyn Konflikt. Die Unruhen in Bethesda, wo sich Bersammlung, einem Wunsch der Unternehmer, wonach die Neu- und den Polizeirevieren in Charlottenburg unter Anschluß an das Berliner die großen Steinbrüche des Lord Penrhyn befinden, und von denen einteilung der Arbeitszeit schon am 15. Januar in Straft treten soll, Telegraphennes. Aus dem Etat des Finanzministeriums ist zu der Telegraph kürzlich in übertriebener Weise berichtete, sind be= endigt. Sie waren entstanden durch die Reibungen zwischen den stattzugeben unter der Voraussetzung, daß in den Monaten, wo um erwähnen, daß die Auslichtungen des Tiergartens noch in diesem Jahre ihr Ende erreichen. Diese Neugestaltung der Tiergartenfläche mit ihren ehemaligen Steinbruchai veitern und den jezigen, die als Streitbrecher 1/2 6 1hr Feierabend ist, eine Vesperpause gewährt wird. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden vertagt. umfangreichen Rafenanlagen erfordert einen bedeutend höheren Aufihre Kameraden verraten haben. Die Streifenden, die fast alle aus wand an Unterhaltungskosten, und hat deshalb bereits in den letzten wärts, in den Kohlenschächten von Süd Wales usw. Arbeit suchen Jahren mehrmals eine Ueberschreitung des für diesen 8wed ausmußten, waren zur Weihnachtsfeier nach Hause gekommen. Der gefeßten Fonds notwendig gemacht. Um diese in Bufunft zu verUnwille dieser Leute, die von Weib und Kind getrennt in der Ferne meiden, ist eine den endgültigen Verhältnissen entsprechende Neus ihr Brot suchen müffen, gegen die Blacklegs" ist sehr begreiflich. Die nächste Lokal- Lifte erscheint am Sonntag, den 26. Januar. bemessung des Unterhaltungsfonds angezeigt. Dieser ist ermittelt Jezt sind sie wieder nach ihren Arbeitsplägen abgegangen, und es wir ersuchen daher, Aenderungen und Nenaufnahmen bis spätestens auf 240 000 m.( gegen das Vorjahr+66 470 M.). Als Zuschuß herrscht vollkommen Ruhe. Die Geschichte dieses Streiks, der nun Freitag, den 17. Januar, einsenden zu wollen, für Teltow hierzu find 50 000 m. zur Aufstellung niedriger eiserner Gitter zum bereits 13 Monate dauert, dürfte unsren Lesern bekannt sein. Die Beeskow" an den Genoffen Hermann Schliebig in Brik, Schuße der Rasenflächen im Tiergarten unter den außerordentlichen Streitenden ringen um Anerkennung ihrer Organisation, die der Jahnstr. 2; für„ Nieder- Barnim" an den Genoffen Otto Ausgaben angesetzt worden. Ebendaselbst sind zur Umgestaltung feudale Lord vernichten möchte. Sie haben lieber ihre Scholle ver- Riebe in Friedrichsfelde, Victoriaftr. 4; für Potsdam- der Gartenanlagen auf dem Königsplatz 18 000 M. in Anschlag laffen und andere Beschäftigung gesucht, als sich dem Lord zu Ost- Havelland" an den Genossen Albert Neue in gebracht. fügen. Spandau, Jagowftr. 9; für Diverse Orte" an den Genossen Aus dem Kultus Etat ist zu erwähnen die Schaffung eines Politische Aktion der Gewerkschaften. Die National- Gustav Stein, Wriezen a. D., Frankfurterstr. 32, sowie für Ordinariats für pharmaceutische Chemie und für osteuropäische Geföderation der englischen Bergleute hat beschlossen, bei den nächsten Berlin an den Genossen Wilhelmina, Prinzenstr. 66, S. 14. fchichte sowie eines Ersatz- Ordinariats in der juristischen Fakultät an Barlamentswahlen energisch in die politische Bewegung einzugreifen. Die Genoffen werden ersucht, hiervon Kenntnis zu nehmen und die der Berliner Universität; ferner soll an der technischen Hochschule die Professur für Kunstgeschichte in eine voll dotierte verwandelt und In allen Wahlkreisen, wo für den Arbeiterkandidaten Aussicht auf Einsendungen umgehend zu machen. Wie„ Neynolds Erfolg besteht, sollen solche aufgestellt werden. Nachträge fönnen in 8utunft nicht mehr beretatsmäßige Profeffuren für Baukonſtruktionslehre, für praktischen Newspaper mitteilt, will die Bergarbeiter Föderation in 35 Wahl- öffentlicht werden. Alle Bufendungen und Anfragen find Schiffebau, für den konstruktiven Unterricht in der Abteilung für nicht an die Redaktion des Vorwärts" zu senden, sondern nur an Chemie- und Hüttenwesen geschaffen werden. Dem Komitee treifen eigne Kandidaten aufstellen. den Genossen Wilhelm Hina, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66. für Erforschung der Krebskrankheit sollen 10 000 m. überwiesen Die Parteiblätter der obigen Kreise werden um Abdruck ersucht. werden. Die Lokalkommission. Ein Streit der Sirten ist in Gravina( Italien) ausgebrochen. Die Hirten haben eine Legha di resistenza( Widerstandsbereinigung) gebildet und fordern eine Erhöhung ihres Lohnes. Die Befizer verweigerten dieselbe, und so kam es zum Ausstand. Es tommen 200 Familien in Betracht. Verlängerung des Vertrages der Maurer. wie wir schon kurz mitgeteilt haben " Berliner Partei- Angelegenheiten. " Zur Lokal- Lifte. Am Sonnabend, den 18. Januar. veranstaltet der Vergnügungsverein hoher Rat" in den ResidenzFestsälen, Landsbergerstraße 31, eine Festlichkeit, zu welcher versucht wird, in Arbeiterfreisen, namentlich im Often, Billets abzusetzen. Da dieses Lokal der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung steht, so wolle man das Bergnügen meiden und die angebotenen Billets zurückweisen. Tokales. V bezüglichen Entwürfe des Daneben erscheint es, wie der Etat hervorhebt, in hohem Grade wünschenswert, daß durch Tieregperimente foivie durch botanische, mikroskopische und bakteriologische Untersuchungen geprüft wird, ob die Krebskrankheit durch belebte Strankheitserreger hervorgerufen wird, ob sie übertragbar ist, ob sie bei gewissen Tieren oder Pflanzen vorkommt und ob es möglich ist, sie auch auf nicht chirurgischem Wege zu behandeln und zu heilen. Diese Unterfuchungen sehen voraus, daß eine längere Zeit hindurch eine größere Anzahl von frischen Krankheitsfällen zur Beobachtung und Behand lung zur Verfügung steht. Zweckmäßig geschieht dies in Anlehnung an die erste Medizinische Klinit der Charité, deren Zeiter schon seit Jahren der Erforschung der Krankheit sein besonderes Interesse zugewendet hat. Da es in der Charité an Räumen für diesen Zweck fehlt, so ist die Herstellung von drei Baracken in Aussicht genommen. Davon ist eine für die genannten wissenschaftlichen Untersuchungen bestimmt, in den beiden andren sollen je zivölf Kranke untergebracht werden. Die Untersuchungen werden voraussichtlich einen Zeitraum von fünf Jahren in Anspruch nehmen. Im Jahre 1902 find 53 000 m. für diese Zwecke bereitgestellt. Die focialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten Bersammlung hat folgenden Antrag eingebracht: Die Stadtverordneten- Versammlung ersucht den Magistrat, fich damit einverstanden zu erklären, daß von der Erhebung der Gemeinde- Einkommensteuer nach dem Steuersage von 4 M., untfassend ein Einkommen von mehr als 660-900 M. einschließlich, vom 1. April 1902 ab bis auf weiteres Abstand genommen wird. Von der Betriebseröffnung der elektrischen Hochbahn, die nach Zeitungsberichten zu Weihnachten, spätestens aber zu Neujahr erfolgen sollte, ist es wieder ganz still geworden. Dafür wird an dem Bau lustig weiter repariert. Wären bei der Ausführung besondere konstruktive Schwierigkeiten zu überwinden gewesen, dann würde der Vorgang immerhin noch verständlich sein. Die Kon struktion der Hochbahn die Skalizer- und Gitschinerstraße entlang ist aber von simpelster Einfachheit, und es dürfte wohl einzig dastehen, daß an einem solchen Bau noch vor seiner Jnanspruchnahme bereits Reparaturen nötig sind. Was über die Ursachen der letzteren in einige bürgerliche Blätter lanciert wurde, ist natürlich eitel Unsinn und nur dazu bestimmt, die wahren Gründe zu vertuschen. Die Durchbiegungen, so hieß es, seien bei der Belastung durch die Brobezüge noch hinter den erwarteten und zulässigen Maßen zurückgeblieben. Aber warum dann das Emporwinden dieser so bedeutungslosen und zulässigen Durchbiegungen? Am Mittwoch tagte Achtung, 6. Wahlkreis. Sonntagabend 6 Uhr findet im in Kellers Saal die Generalversammlung des Centralverbandes der Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23, eine Versammlung Maurer für das Berliner Lohngebiet. Ueber die Verhandlungen, statt, in welcher Genosse Waldeck Manasse einen Vortrag über: welche wegen der Verlängerung des am 31. März ablaufenden Kirchen und Kasernen" halten wird. Der Versammlung schließt Tarifvertrages in der Achtzehner- Kommission stattgefunden haben, sich ein geselliges Beisammensein an; die Genossinnen und Geerstattete Silberschmidt einen ausführlichen Bericht, nossen werden um zahlreichen Besuch gebeten. Die Vertrauensperson. aus dem folgendes hervorgerufen sei: Am 15. November hat eine Generalversammlung des Verbandes die Vertreter der Maurer in Brit. Der Wahlverein hält am heutigen Freitag bei Barkentin, der Achtzehner- Kommission beauftragt, mit den Unternehmern wegen Briz. Bürgerstr. 4, eine Generalversammlung mit folgender Verlängerung des Vertrages in Unterhandlung zu treten. Das ist Tagesordnung ab: 1. Bericht des Vorstandes, der Revisoren und des geschehen. Bei Beginn der Verhandlungen stellten die Vertreter der Bibliothekars. 2. Bericht der Gemeindevertreter. 8. Diskussion. Unternehmer eine Anzahl von Abänderungsanträgen, die zwar nicht 4. Verschiedenes und Fragen. Wegen der bevorstehenden Gemeinde einschneidend find, aber doch Verschlechterungen in einigen Punkten vertreter- Wahl ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes pünktlich zu erbedeuteten. So wollten die Unternehmer die Vertragsbestimmungen scheinen. über Baubuden und Aborte erseßt wissen durch die Bestimmung, welche jetzt durch Polizeiverordnung in dieser Hinsicht aufgestellt sind. Die Vertreter der Arbeiter haben dagegen durchgesetzt, daß die Bestimmungen des Vertreges, soweit sie günstiger find als die Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Polizeiverordnung, bestehen bleiben, und die Vorschriften der Die Stadtverordneten Versammlung hatte in ihrer gestrigen Verordnung, soweit sie günstig er find als der jezige Bertrag, in Sigung über zwei socialpolitisch wichtige Vorlagen Beschluß zu den neuen Vertrag aufgenommen werden.- Ferner hatten die Unternehmer beantragt, daß aus dem Paffus, welcher bestimmt, daß faffen. Die Ausführung des Geseges über die Fürsorge Maurer im ersten Gesellenjahre, fo weit fie bei ihrem Lehr Erziehung Minderjähriger vom 2. Juli 1900 erfordert meifter beschäftigt find", billiger arbeiten dürfen, die für die Verpflegung der Zöglinge die Festsetzung eines Se o sten gesperrten Worte gestrichen werden. Dieser Antrag ist auf Ver- Einheitssages und für die Erziehung sowie für die Ver anlaffung der Arbeitervertreter zurückgezogen worden. Zu dem waltung der zu benutzenden städtischen Anstalten den Erlaß Baffus, wonach die Lohnzahlung auf der Arbeitsstätte eines Reglements. Die zu erfolgen hat, beantragten die Unternehmer, daß bei fleineren Magistrats waren im November einem Ausschuß zur Vorberatung Arbeiten( Scharwerk) die Lohnzahlung im Bureau des Arbeit überwiesen worden, der nach längeren Verhandlungen zu dem gebers erfolgt. Dieser Antrag wurde angenommen mit dem von den Arbeitern beantragten Bufat, daß in solchen Fällen Ergebnis gelangt war, der Versammlung die Annahme der Magistratsum die Zeit, welche der Weg von der Arbeitsstätte entwürfe mit etlichen Aenderungen zu empfehlen. Der Entwurf des zum Bureau erfordert, früher Feierabend gemacht Reglements giebt indes auch in der vom Ausschuß vorgeschlagenen wird. Weiter hatten die Unternehmer beantragt, daß leber Fassung zu vielfachen Bedenken Anlaß und läßt befürchten, daß das arbeit, wenn sie notwendig ist, um das Verderben von Material Interesse der der Fürsorge Erziehung zu überweisenden Minder( Cement- und Gipsmörtel) zu verhüten, nicht als Ueberstunden jährigen nicht ausreichend gewahrt werden wird. Die social bezahlt wird. Die Arbeiter stimmten dem zu, daß derartige Ueber demokratische Fraktion hatte für die zweite Beratung im fchreitungen der Arbeitszeit bis zu einer halben Stunde zulässig find. Plenum eine Reihe von Abänderungen und Zufäßen beunter der ausdrücklichen Bedingung, daß, wenn in solchen Fällen antragt, die zum Teil auch schon dem Ausschuß vorgelegen hatten, Die Verstärkungen, so hieß es weiter, sollten nur zu dem Zwecke durch Anordnungen die Ueberschreitung der Arbeitszeit be Die Anträge zielten angebracht werden, um für eine spätere Zeit die Benutzung schwereren absichtigt wird, diese Bestimmung nicht zutrifft. aber von ihm abgelehnt worden waren. Um Mißbräuche zu verhüten, soll diese Bestimmung nicht darauf ab, die Fürsorge- Erziehung möglichst fruchtbringend zu ge- rollenden Materiales, als vorläufig in Aussicht genommen ist, zit in den Vertrag, sondern in das Verhandlungsprotokoll auf- stalten und nach Kräften die Schädigungen zu verhüten, die sich für ermöglichen. genommen werden. In dem Paffus, wonach Ueberstunden die der Fürsorge- Erziehung überwiesenen Jugendlichen aus den zahl- Durch diese eventuelle größere Belastung würde aber doch die u vermeiden sind, wollten die Unternehmer das Wort" thun- reichen Mängeln und rücken des vom Ausschuß empfohlenen gesamte Konstruktion gleichmäßig in erhöhtem Maße in AnI ich st" einschalten, sowie eine Bestimmung, daß bei Installations Reglements ergeben können. Für diese Anträge wurden in der spruch genommen werden und es könnte sich dabei nur um die Frage arbeiten in Theatern und Fabriken Ueberstunden stets zulässig sind. gestrigen Sigung in dreistündiger Debatte von unfrem Genoffen Handeln, ob der Eisenbau überhaupt start genug ist, größere Lasten Nach dem Widerspruch der Arbeiter wurde die beantragte Aenderung zurückgezogen und beschlossen, daß derartige Arbeiten wie bisher von Stadthagen mit ausdauernder Energie, aber leider ohne Erfolg als ursprünglich geplant murden, zu tragen. Nimmermehr aber brauchte man wegen schwererer Wagen, die Fall zu Fall entschieden werden. Bei dem Paffus, welcher die gekämpft. Nicht ein einziger der Verbesserungsvorschläge fand Einteilung der Arbeitszeit festsetzt, wollten sich die Gnade vor den Augen der sich freisinnig nennenden Mehr vielleicht in zehn Jahren fahren werden, jetzt überall Flicken Der der Versammlung. Vorsteher Langerhaus Unternehmer das Recht sichern, in gewissen Fällen selbst die Ein- heit Stiefeln zusammenflickt. glaubte die durchweg ablehnende Haltung seiner Fraktionsfreunde Flecken aufzusetzen nach der Art, wie der Schuster ein paar alte damit begründen zu können, daß man in dieser noch ganz neuen Nach der Meinung von Fachleuten, denen man ein Urteil in Sache nicht gleich von Anfang an so strenge Bestimmungen treffen der Sache wohl zutrauen kann, sind die Verbiegungen und DurchAnfang Frühst. Mittag Befper Feterab. Z dürfe. Das Ergebnis der Verhandlungen war auf freisin niger brückungen darauf zurückzuführen, daß die Verbindung der TrägerSeite eine vollständige Verleugnung der Grundpartien an den Stellen, an welchen Vorkehrungen zum Ausgleich der säße, die man in gutem Sinne als freifinnig zu bezeichnen pflegt durch Temperaturveränderungen eintretenden Spannungen und deren sich sonst der Freisium mit Vorliebe rühmt. Selbst über geordnet sind, in der Konstruktion völlig verfehlt die Sicherung der Gewissensfreiheit und die Gewährleistung eines sind. 9-912 12-1 möglichst guten Schulunterrichts wollte die Mehrheit der Ver- Trifft diese Annahme zu, und eine Reihe getvichtiger Gründe 1. Febr. bis Ende Febr. 71/2 9-91/ 2 12-1 sammlung teine bindenden Bestimmungen in das Reglement auf- sprechen für sie, dann dürften auch die jetzigen Ausflickereien wenig Der Referent faßt das Ergebnis der Verhandlungen dahin zu genommen wissen. Die Debatte, die trotz ihrer Länge fest, und in oder gar nichts nügen. Viel eher ist auzunehmen, daß der Eisenbau sammen: Es ist den Arbeitern gelungen, in neun Punkten beabsich einem Rededuell zwischen unsrem Genossen Stadthagen und dem dauernd sehr unangenehme Veränderungen und Durchbiegungen tigte Verschlechterungen Vertrages zu ber= hindern, und in drei Punkten Verbesserungen durch zu- Magistratsvertreter Stadtrat von Friedberg bezw. dem Ausschußsezen, fo so daß also der Vertrag im ganzen ge- Berichterstatter Stadtverordneten Hugo Sachs bestand, nahm in ihrem Verbesserung erfahren hat. Die legten Teile zeitweise einen sehr erregten Charakter an, weil die Klausel, welche die tägliche Arbeitsleistung festsetzt, habe sich als Mehrheit nicht Luft hatte, das umfangreiche Material anzuhören, eine Fehlgeburt erwiesen, was schon daraus hervorgehe, daß sie das Stadthagen zusammengetragen hatte und zur Begründung während des ganzen Jahres nicht einmal in Anwendung gekommen vorbrachte. ist. Sie werde auch ferner bedeutungslos bleiben, und wohl später aus dem Vertrage verschwinden. Die Befürchtungen, welche man in den Kreisen der Arbeiter an diese Klausel knüpfte, hätten sich als grundlos herausgestellt. Während in verschiedenen andren Berufen bestehende Jm Etat der Forstverwaltung ist bei den einmaligen Verträge seitens der Unternehmer nicht erneuert, ja fogar gebrochen Ausgaben der Fonds zum Ankauf von Grundstücken zu Forsten um worden sind, sei es dem Verbande der Maurer gelungen, einen Ver- 1 Million gekürzt worden, er hat eine Eriveiterung in seiner Zweck trag im wesentlichen auf der alten Grundlage, ohne Verschlechterung bestimmung erfahren, um auf den Forstgrundstücken in der Nähe der Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu erneuern. Es sei das eine l Berlins, und zivar zunächst an der Oberspree Straßen auf Kosten teilung zu bestimmen. Dem ist jedoch nicht stattgegeben und der Antrag zurückgezogen worden. Die Arbeitszeit soll nach dem neuen Vertrage wie folgt festgesetzt werden: Tägl. Bom Arbeitz 1. März bis 30 Sept. 1. Oftb. bis 31. Ott. 7 71/2 9-91/ 2 12-1 nicht 6 1/ 29-9 12-1 4-41/ 2 9 512 81/2 1. Nov. bis 30. Nov. 71/2 1. Dezb. bis 31. Dez. 8 9-91/ 2 12-1 nicht 9-91/ 2 121-21/ 2 nicht 5 8 4 7 1. Jan. bis 31. Jan. 71/2 nicht nicht 5 8 51/2 81/2 11ommen eine des Berlin im Staatshaushalts- Etat. und erleiden wird. alt= Die Pflichtstunden der Berliner Gemeindeschullehrer. Der Berliner Lehrerverein hat an die städtische Schuldeputation eine Eingabe betreffend die Pflichtstunden der Gemeindeschullehrer gerichtet. Heute giebt es in Berlin Gemeindeschullehrer mit 28, mit 26 und mit 24 Pflichtstunden, aber vielfach haben Lehrer mit langer Dienstzeit mehr Pflichtstunden als Lehrer mit fürzerer Dienstzeit. Von 1875 ab war es Regel gewesen, daß die Höchstzahl der wöchentlichen unbeschadet ihrer Stunden, die damals für die meisten Lehrer vofationemäßigen Verpflichtung zu 32 Stunden 26 betrug, mit dem Eintritt in die höheren Gehaltsstufen auf 24 und später Auch nach 1879 fand trotz der Erauf 22 vermindert wurde. höhung der Mindestzahl der Stunden, immer noch für die 0 " er= als Lehrer der beiden obersten Gehaltstufen eine Herabfegung geworden find, wegen Vergehens gegen§ 175 des Straf- Gesetzbuches| Bahn trug meistens eine Försteruniform und darüber zuweilen einen der Pflichtstundenzahl von 26 auf 24 statt. Von 1883 ab unter Anklage gestellt. Gleich nachdem Moschall im März v. J. in gelben Rock nach Art der Bereiter. Man fand bei ihm Visitenkarten wurden für die neu eintretenden Lehrer die wöchentlichen Lehr- Haft genommen worden war, hatte sich Haupt ins Ausland begeben mit dem Namen„ Forsteleve Werner v. Helmuth" und einer Freiftunden auf 28 vermehrt. Vom 1. April 1887 an fand eine Herab- und konnte erst nach Erledigung längerer diplomatischer Verhandlungen herrnkrone, er nannte sich aber auch Graf Bittenfeld. Bei seiner fegung auf 24 Stunden für die in die zweithöchste Gehaltstufe ein im September v. 3. zur Untersuchungshaft gebracht werden. Das Verhaftung in der Wohnung der Mutter war er sehr widerfeßlich. rückenden Lehrer nicht mehr statt. Mit dem 1. Oktober 1888 wurde Anklagematerial ist ein sehr umfangreiches. Für Moschall hat Rechts: Das Verbrechen begangen zu haben leugnet er und nach Verdichdie Pflichtſtundenzahl für alle Lehrer der drei untersten Gehaltstufen, anwalt Heine, für Haupt Rechtsanwalt Dr. Schwindt eine tung des Belastungsmaterials machte er jetzt den wilden Mann. also auch für die vor dem 1. April 1883 angestellten, auf 28 erhöht. Anzahl Entlastungszeugen zu laden beantragt, so daß die Zahl der Gestern nachmittag um 1 1hr wurde er den mißhandelten Seit dem 1. Oktober 1889 ist auch eine Herabsetzung der Stunden zu vernehmenden Zengen etwa 60 betragen wird. Mädchen, das im Bett liegt, Bett liegt, gegenübergestellt. zahl von 28 auf 26 beim Eintritt in die vierte Gehaltstufe nicht Ebenso rekognoszierten mehr erfolgt. Die seitdem in diese Stufe eingerückten Lehrer und für Buchbrüder", jeitdem er auf den Reghäuser gekommen ist, sich einen Man Ueber unsren historischen Kalender pflegt der„ Correspondent fannte ihn mit aller Bestimmtheit. andere Kinder auf der Polizeidirektion sämtliche später angestellten haben bis an das Ende ihrer Dienstzeit 28 Stunden zu geben. Da nun seit dem 1. April 1894 die Be- jeweilen in dem Sinne auszulaffen, daß er daraus Beweise einen Mann, der sie auf der Straße ansprach und durch Aufträge soldung der Gemeindeschul- Lehrer nach dem Gesamt- Dienstalter konstruierte, wie die Partei systematisch die Gewerkschaften an sie zu feffeln versuchte. Bahn will zu der kritischen Zeit mit geregelt ist, so finden sich auf jeder der oberen Gehaltstufen Lehrer vernachlässige. Dies Jahr hat es ihm hauptsächlich das Datum des vei Damen ſpazieren gegangen sein, fann aber diese nicht nemen. mit In seiner Wohnung fand die Kriminalpolizei einen geladenen ganz verschiedener Pflichtstundenzahl. 28. September angethan, und er verwahrt sich eine Spalte lang Revolver, einen Hirschfänger, einen Schlagring, eine Menge unfittDie Eingabe weist darauf daß gegen den Vorwurf des" Huldigungs telegramms" an ben auf hin, das diese Ungleichheiten von den mehr Bosabowsky. Nur eine Frage an Herrn Mezhäuser: ob er selber es licher Bilder und Briefe und eine Jagdtasche mit Patronen. Nach belasteten Lehrern Teicht als Härte Härte und Ungerechtigkeit empfunden werden, besonders aber von den über 300 Lehrern, für möglich hält, daß irgend eine andre deutsche Gewerkschaft gewiefen und von seiner Mutter bestätigt ist, daß er das Hand- mid die schon vor dem 1. Oftober 1888 nur 26 Stunden gehabt hatten, Stoalitionsrechtes, den 12 000 Mart- Bettler, eine solche Depesche ge- Manschetten, die er beiseite warf, enthalten Blutflecke, ebenso der gerade an den Vater der Buchthausvorlage, den Bekämpfer des ein Taschentuch, das er am Dienstag, trug, abends nach seiner Heimkehr ausgewaschen und zum Trodnen aufgehängt hat. Die aber seitdem 28 Stunden geben müssen. Der Lehrerverein bittet, zu Gunsten der älteren Lehrer eine gleichmäßige Verminderung der schickt hätte. In der Adreſſe lag hier die Suldigung, in der Pflichtstunden nach dem Dienstalter eintreten zu lassen, wie das Thatsache der Absendung einer Depesche an diesen Mann das Stock, den er vergeblich au reinigen suchte. Wahrscheinlich ist Zahn früher üblich war. Die Verminderung sei notwendig, da das Alter Unsolidarische einer Arbeiterorganisation, die sich von einem Herrn auch der Mensch, der im Tiergarten und in der Umgegend von eine Berringerung der Arbeitskraft bringt, die bei gleich bleibender erhäuser aus naheliegenden Gründen in einen Gegensatz zur Potsdam gegen Liebespärchen und Mädchen Erpressungen verübte. Stundenzahl zu einer schweren Schädigung für Lehrer und Schüler übrigen Arbeiterbewegung hineinverhezzen und hineinschimpfen ließ. Wissenschaftliche Ballonfahrten. In der Reihe der gestern führen könne. Den Lehrern der höheren Schulen werde thatsächlich wenn den Buchdruckern die Erinnerung an diesen Solidaritätsbruch ausgeführten wissenschaftlichen internationalen Ballonfahrten wurde bei zunehmendem Alter die Stundenzahl vermindert; in den Ge- unangenehm ist, dann hat die Erwähnung ihren Zwed erfüllt: den um 8 1hr 55 Minuten früh vom Uebungsplaße des Militärmeindeschulen sei aber die Arbeitsleistung nicht geringer, da hier die Buchdruckern das Gewissen zu schärfen! Luftschiffer- Bataillons der Ballon Berson" aufgelassen. Gleichzeitig Besetzung der Klassen erheblich stärker, zum Teil doppelt so start sei. Die Verminderung der Pflichtſtunden für die älteren Gemeinde Somitag berichteten, ist mit zwei Ausnahmen von dem gesamten Infafie mit, während ein dritter Herr, der sich bereits im Korbe Das Gnadengefuch für Sternberg, von dem wir am als Führer auf; außerdem fuhr Oberlieutenant Kirchner als zweiter Das Guadengefuch für Sternberg, von dem wir am stieg auch der Militärballon Falte" mit Oberlieutenant Hildebrandt schullehrer erfordere jetzt auch keine erheblichen Mehrkosten, da mit Personal der Pichelsdorfer Brauerei unterzeichnet worden, und auch der Einführung der achtstufigen Klassenorganisation und des neuen die in den übrigen Sternbergschen Betrieben beschäftigten Arbeiter befand, wieder aussteigen mußte. Im ersten Ballon fuhren die Lehrplans zugleich eine Verminderung der Lehrstunden für die unteren sollen fast sämtlich zu Gunsten einer Begnadigung Sternbergs ihre Herren Berfon vom Berliner Meteorologischen Institut und der und mittleren Schuljahre beabsichtigt sei. Unterschrift gegeben haben. Am 2. Januar ließ der Direktor Hoff- Abteilungs- Vorsteher am Meteorologischen Institut in Potsdam, mann sämtliche Arbeiter in das Comptoir kommen, und ersuchte sie Dr. Süring. Gewerbe Hygienisches. Eine beachtenswerte' Untersuchung um ihre Unterschrift für ein Gnadengesuch an den Wegen Kindesmordes ist Mittwochabend das 18 jährige zur Berliner Gewerbebygiene liefert Dr. med. Edmund Falk in Kaiser, das diesem zu feinem Geburtstage Dienstmädchen Anna Pahrmann aus der Potsdamerstraße verhaftet seiner in den„ Therap. Monatsh." erschienenen Studie Näh- überreicht werden solle; das Gesuch wurde den Arbeitern aber worden. Das Mädchen besuchte mittags einen Onkel in der Koloniemaschinenarbeit und Plätten, ihr Einfluß auf den weib- nicht etwa vorgelesen, sondern man legte ihnen einen straße 39 und gab dort auf einem entlegenen Ort einem Knaben das lichen Organismus“. Dr. Falk faßt die Ergebnisse seiner aus- unbeschriebenen Bogen vor, auf den auch alle ihren Namen Leben. Die Mutter wickelte das Kind in eine Schürze, trug es aus gedehnten Untersuchungen dahin zusammen: Das Maschinennähen niederschrieben. Nur ein Brauer hielt es für seine Pflicht, das an dem dritten Stock auf den Hof hinab und warf es dort, obwohl sie kann, wenn die Maschine durch die Füße der Arbeiterin bewegt wird, ihn gestellte Anfinnen entschieden abzulehnen, indem er bemerkte, fab, daß es lebte, so wie es war in den Müllkasten. Dem Onkel bei gesunden Frauen in einer, wenn auch geringen Zahl von Fällen daß er, als organisierter Arbeiter, teine Ursache habe, den deutschen fiel bald das veränderte Wesen seiner Nichte auf. Er stellte sie zur einen schädigenden Einfluß auf die Unterleibsorgane ausüben. Dieser Kaiser um eine Gnadenbezeugung für Sternberg zu bitten; ein Rede und erfuhr mum, was vorgefallen war. Sofort holte er das schädigende Einfluß macht sich hingegen bei unterleibskranken Frauen in andrer Brauer wurde nicht erst zum Unterschreiben eingeladen, weil kind in die Wohnung hinauf, wo es noch bis 71/2 Uhr abends lebte. viel größerem Maße geltend, so daß für diese die Beschäftigung an der jedenfalls Herr Hoffmann von vornherein wußte, daß er sich bei Nachdem es gestorben war, machte er Anzeige bei der Revierpolizei, Nähmaschine als gesundheitsschädlich angefehen werden muß. Von diesem nur einen Korb holen würde. die die Leiche nach dem Schauhause und die Mutter mit einem geringerem Einfluß ist die Zahl der Arbeitsjahre und bei fabrikmäßigem Betrieb( 8-11 Stunden Arbeitszeit) auch die tägliche ein Mann mit so frankhaften Anlagen wie Sternberg ins Zuchthaus Man kann ja gewiß zweierlei Meinung in der Frage sein, ob Rückschen Wagen als Polizeigefangene nach der Charité bringen ließ. Arbeitsdauer. In viel höherem Maße als die Nähmaschinenarbeit oder ins Irrenhaus gehört. Aber das hat nichts zu thun mit der St. gestern vormittag in seiner Wohnung in der Gitschinerstraße mit And Furcht vor dem Assessoregamen hat sich der Referendar übt eine anhaltende stehende Beschäftigung bei gleichzeitig schwerer Thatsache, daß Arbeiter auf die geschilderte Weise zum Unterschreiben einem Revolverschusse in die Schläfe das Leben genommen. förperlicher Arbeit einen schädigenden Einfluß auf die Unterleibs- eines Gnadengefuchs für diesen Mann veranlaßt worden sind. St. organe aus. Die Schädigung, welche die Nähmaschinenarbeit als solche war 28 Jahre alt, stammte aus Inowrazlaw, wo sein Vater Beamter hervorruft, läßt sich fast vollständig bei fabrikmäßigem Betrieb vermeiden, Zu der Entlaffung des Fahrers Hohn schreibt uns die ist, und war zuletzt in Bosen thätig. Bor etwa drei Monaten war wenn die Maschinen durch Dampf oder Elektricität getrieben werden und Straßenbahn- Direktion: In der Nummer des Vorwärts" vom er nach Berlin gekommen, um das Assessoregamen abzulegen. die Arbeiterin nur mit den Füßen den Gang der Maschine reguliert. 8. d. M. ist eine Mitteilung über die angeblich ungerechtfertigte Ent- theoretische Arbeit hatte er schon abgeliefert, die erste praktische AufDiese Art des Betriebes ist, wenn auch schon lange bekannt, lassung des Fahrers Hohn aus unsren Diensten enthalten. Wir gabe aber zurückgegeben, und auch die zweite fürchtete er, nicht bis jetzt nur wenig eingeführt und, wie wir hinzufügen wollen, möchten demgegenüber darauf aufmerksam machen, daß für die bewältigen zu können. Geſtern vormittag war er ausgegangen und durch die leidige Hausarbeit auch fast unmöglich gemacht. Dr. med. Entlaffung des Fahrers zwingende Gründe vorhanden waren, da sich war gegen 9 Uhr zurückgekehrt. Einige Zeit später fand seine wirtin Max Radziejewski stellt auf Grund seiner langjährigen Be- derselbe eines schweren Verstoßes gegen die Dienstvorschriften schuldig ihn als Leiche auf dem Fußboden liegend, den Revolver noch in der obachtungen an Berliner Schulkindern und Lehrlingen und Lehr- gemacht hatte. Nach seiner eignen Ausiage ließ er nämlich Hand. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Die Anmädchen in seiner Arbeit Auge und Berufswahl" die bei der Fahrt durch die Lindenstraße in der Gegend gehörigen sind von dem traurigen Ereignis benachrichtigt worden. folgenden Leitfäße auf: 1. Jedes Schulkind soll vor dem Eintritt der Hollmannstraße, nachdem er den Steuerhebel auf den 306 14 Millionen Personen hat die Große Berliner Straßenin die Schule ein genaues Zeugnis über seine Sehfähigkeit bei- letzten Kontakt( bei welcher Stellung höchste Fahrgeschwindigkeit er- bahn nach vorläufiger Berechnung im letzten Jahre 1901 befördert. bringen, damit es in der Klasse den zweckmäßigen Platz erhält und zeugt wird) gestellt hatte, beide Hebel, die er zu bedienen Sierbei sind die mit ihr vereinigten Gesellschaften nicht mit einim Unterricht auf dasselbe nötigenfalls Rücksicht genommen werden hatte, Tos, angeblich, um sich die Hände abzutrocknen". Die Dienst begriffen. Die Gesamtzahl ergiebt sich nach der Zahl der verabfolgten faun; zu achten ist auf diejenigen Schüler, die besser einer Blinden vorschrift lautet: Der Fahrer soll die linke Hand immer an der Fahrscheine, einschließlich der Zahl der Fahrten, welche die Inhaber schule zugewiesen werden; 2. jedes Kind holt beim Austritt aus der Kurbel haben, die rechte Hand so lange als möglich an der Handvon Zeitkarten erfahrungsgemäß machen. Da im Jahre 1900 Schule sich zunächst den ärztlichen Rat ein, ob es sich für den Beruf, bremse halten. Diese flare Vorschrift in dem Augenblick zu ver: 236,3 millionen Personen befördert wurden, so ergiebt dies eine Verden es sich gewählt hat, eignet oder nicht; es wird auch daraufhin legen, in welchem auf den letzten Stontakt geschaltet ist, muß als ein fehrssteigerung von 70 Millionen Personen für das erste Jahr der geprüft, welcher andre Beruf ihm zu empfehlen ist; 3. während der unverzeihliches Bergehen bezeichnet werden. Wenn auch leider durch Durchführung des Behnpfennigtarifs. Das Jahr 1900 hatte nur eine Schulzeit der Kinder ist auf deren Klagen, die sich auf die Augen die Eigenart des Straßenbahnbetriebes Unfälle sich nie ganz ver- Bunahme von 48 Millionen gebracht. beziehen, auf die Auffassung, die Aufmerksamkeit, besonders auf meiden lassen werden, so halten wir es doch unbedingt für unfre Kopfschmerz zu achten. Pflicht, bei derartigen schweren Verstößen, welche Sicherheit und Die Anshebung eines Hehlernestes in der Anklamerstraße Leben der Fahrgäste und der Passanten im höchsten Maße ge- hat noch zwei Verhaftungen nach sich gezogen. Der Barbier Adolf Stadtverordnetenwahl in der zweiten Abteilung. Für die fährden, energisch einzuschreiten und den Schuldigen aus seinem Brömme, der sein Barbiergeschäft durch Gehilfen betrieb, beschäftigte am 22. d. M. stattfindende Stadtverordneten- Ergänzungswahl in Dienste zu entfernen. Erschwerend kam noch hinzu, daß sich der sich selbst ausschließlich mit dem Fahrradhandel. Schon seit Jahren der 2. Abteilung des 5. Gemeindewahlbezirks, wo durch die Wahl Fahrer, welcher seine Probezeit noch nicht vollendet hatte, gegen ein Hehler, stand er mit verschiedenen Dieben in Verbindung, so auch des Stadtv. Kalisch zum unbesoldeten Stadtrat ein Mandat frei ge- den ihn an seine Dienſtvorschrift erinnernden in Uniform be- mit dem 21jährigen Kellner Paul Köke aus Magdeburg und dem worden ist, wurde am Mittwochabend in einer liberalen Wähler- findlichen Polizeilieutenant ungebührlich benahm, sodaß keine Ver- 18 Jahre alten Artisten Karl Knitter aus Stolp in Mecklenburg. versammlung in der Victoria- Brauerei Handelsrichter Hugo Deutsch anlaffung vorlag, das Bergehen milde zu beurteilen. Die Auch diese wurden jetzt festgenommen; sie sind beide wegen Dieb zum alleinigen liberalen Kandidaten proklamiert. Gründe seiner Entlassung wurden dem Fahrer ausführlich schriftlich stahls mehrfach bestraft. Brömme hielt sehr auf gute Marken und verkaufte die gestohlenen Räder gleich im ganzen. Ausnahmen vom Neunuhr Ladenschluß. Der Polizei- mitgeteilt." präsident erläßt folgende Bekanntmachung: Auf Grund des Es soll dahingestellt bleiben, ob die ja auch in unserm Bericht Für das Jahr 1902 ist die neue Ausgabe des großen § 139 d Ziffer 3 der Reichs- Gewerbe- Ordnung feze ich hierdurch die am Mittwoch ausdrücklich erwähnte Vorschriftswidrigkeit des Straßen- Verkehrsplans erschienen. Er schließt die Pläne der Vororte, der Bestimmungen des§ 189c diefes Gefezes fiber die den Gehilfen, fan, die Gutlaffung, rechtfertigte. Nun giebt die Straßenbahn- weist auch auf Sehenswürdigkeiten, öffentliche Gebäude 2c. Marauns bahnführers gleich die härteste Maßregel, die einen Arbeiter treffen Straßenbahn- und Omnibuslinien ein. Der zugehörige Text verLehrlingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen und den dazu direktion aber indirekt zu, daß weniger diese Verfehlung als das Verkehrsplan ist vom Verlag der Liebelschen Buchhandlung, Berlin W., gehörigen Schreibstuben( Comptoiren) und Lagerräumen zuge als ungebührlich bezeichnete Betragen gegen einen Polizeilieutenant Sturfürstenstr. 18, in der Größe von 80: 100 cm zum Preis von währende Mindeſt- Ruhezeit und Mittagspause für folgende Tage für die Maßregelung in Betracht fam. Was es aber mit dieser an- 2 W. bergestellt; er erleichtert die rationelle Benutzung der großdes Jahres 1902 außer Anwendung: 1. Bei den Händlern mit Blumen für den 11., 18., 25. Januar, 1., 8., 15., 22. Februar, geblichen Ungebührlichkeit auf sich hatte, das möge in unserm un- städtischen Verkehrswege. 8., 15., 29. März, 8., 15., 21., 22., 29. November, 6., 20., 23., 30., widersprochen gebliebenen Bericht vom Mittwoch nachgelesen werden. 31. Dezember. 2. Bei den Händlern mit Spielwaren für den 29. November, 1. bis 6., 8. bis 13., 15. bis 20. und 23. Dezember. 3. bei allen übrigen offenen Verkaufsstellen für den 27., 29. März, 7., 16, 17. Mai, 22. November, 9., 10., 11., 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19., 20., 22., 23., 31. Dezember. " 1 " Die Der leber Astronomie beginnt Herr Dr. Graff heute abends 8 Uhr im Die gestrige Sigung der Berliner Medizinischen Gefell- großen Hörsaal der Uranta- Sternwarte in der Invalidenstraße einen Cyflus fchaft gestaltete sich zu einer Ovation für Professor Virchow. Der von vier Vorträgen mit dem Vortrag.„ Die Himmelstunde und ihre historische zweite Vorsitzende, Geheimrat v. Bergmann, gedachte mit warmen Entwickelung". Im wissenschaftlichen Theater der Urania in der TaubenWorten des bedauerlichen Unfalls, welcher den Gelehrten an seinem ſtraße wird in dieser Woche allabendlich der Vortrag" Frühlingstage an der Lebensabend betroffen, und führte aus, daß, wenn das Befinden Riviera" zur Wiederholung gelangen. Gleichzeitig bestimme ich auf Grund des§ 139 e, Biffer 2, Virchows auch augenblicklich keinen Anlaß zu Besorgnissen gebe, Heute Freitag, abends 8 Uhr, veranstaltet der Verein für Abfaz 2 der Reichs- Gewerbe- Ordnung, daß offene Verkaufs ihm doch ein langes Schmerzenslager bevorstehe. Der Vorschlag Feuerbestattung im Bürgeriaale des Rathauses eine öffentliche Verstellen in den nachstehenden Tagen des Jahres 1902 für den Bergmanns, an Professor Virchow ein Huldigungstelegramm ab- sammlung, in welcher Dr. Weigt aus Hannover einen Vortrag geschäftlichen Verkehr bis 10 Uhr abends geöffnet sein zusenden, fand begeisterte Aufnahme. Bei der mun folgenden Neu- über Die Feuerbestattung im Lichte der Westhetit" dürfen am 27., 29. März, 1. April, 7., 16., 17. Mai, 1. Juli, wahl des Vorstandes wurde Virchow mit erdrückender Majorität als hält. Künstlerische Modellsfizzen zu Aschenurnen, Abbildungen und 1. Oftober, 18., 22. November, 8., 9., 10., 11., 12., 13., 15., 16., 17., erster Vorsitzender der Gesellschaft wiedergewählt. Pläne von Krematorien und Urnenhallen werden ausgestellt sein. 18., 19., 20., 22., 23., 31. Dezember. Das Ende vom Lied. Wegen betrügerischen Bankrotts Der praktisch- technischen Seite der Frage wird durch VorVon den Aufgaben der Landwirtschaftskammer. Zum find in der letzten Zeit drei Großschlächtermeister verführung des außerordentlich instruktiven großen Schubertschen Milchkriege erläßt der Vorsitzende der Landwirtschaftskannner für die haftet worden, Schuckard, der einen Stand in der Central- Modells eines modernen Krematoriums Genüge geschehen. Provinz Brandenburg in dem amtlichen Organ der Kammer folgende Markthalle hatte, ma tz aus Hohen- Schönhausen und Blume aus Zutritt steht jedermann frei, auch etwaige Gegner sollen zum Worte Bekanntmachung:„ Die Centrale für Milchverwertung( Witchcentrale) Lichtenberg. Schuckard, der gern in Ballfälen verkehrte und einige gelassen werden. teilt uns mit, daß auch neuerdings wieder brandenburgische Molkereien Mädchen aushielt, brachte 15 000 M., die er Viehkommissionären Feuerbericht. Donnerstagfrüh kurz nach 7 Uhr wurde die unter Umgebung der Centrale, Milch und Sahne an Händler ver- schuldet, auf die Seite, so daß man nicht herankommen fam. Nach Wehr nach den Kempinskischen Weinstuben in der Krausenstr. 71 ge= pachten und nach Berlin liefern, und dies sogar trotz der Centrale seiner Verhaftung bat seine Frau, ihr von dem beschlagnahmten rufen. Während dort in der Waschküche auf dem Hausboden eine vorher gegebener Versprechungen. Dadurch wird letzterer der Kampf, Gelde etwas herauszugeben, damit sie leben könne. Obwohl man dieser Anzahl Wäscherinnen bei der Arbeit waren, geriet das Dachgebälk in den sie, ohne Schädigung der Konsumenten(?), im Interesse der nach Bitte entsprach, ging fie hinterher zur Kundschaft und zog bereits der Nähe des Schornsteins in Brand. Dieser wurde von der Wehr Berlin Milch liefernden Landwirte führt, sehr erschwert. Im Inter- unter dem Konkursverfahren stehende Gelder für sich ein. Die Frau wurde in kurzer Zeit abgelöscht und hat erheblichen Schaden nicht verursacht. esse der Durchführung, und zwar baldigen Durchführung der Auf- daher ebenfalls festgenommen. Mazz trieb noch mehr Aufwand. Er Zur selben Zeit mußte in der Lindenstr. 47 ein Gardinenbrand abgaben der Milchcentrale und in Anerkennung der bereits erzielten bewohnte in Hohen Schönhausen eine Villa und hielt drei Nenn gelöscht werden. Mittwochnachmittag 4 Uhr erfolgte eine Alarmierung Erfolge fordern wir die interessierten Landwirte der Provinz auf, nach der Mauerstr. 86. Hier war durch Unvorsichtigkeit ein Gashahn der Centrale nicht entgegenzuarbeiten, dieselbe vielmehr mit allen offen geblieben und das Gas ausgeströmt. Es erfolgte eine Kräften zu unterstützen." Explosion, die aber glücklicherweise Personen nicht verlegte. MittwochReizend, wie diese amtliche Institution im Milchkriege gegen die abend gegen 9 Uhr mußte in der Wiesenstr. 20 ein Wohnungsbrand Interessen der Berliner Bevölkerung Partei ergreift! beseitigt werden, der hauptsächlich Möbel und Betten zerstörte. In der Memelerstr. 36, Holzmarktstr. 64, Grannstr. 42, Koppenstr. 7 und Frankfurter Allee 72 gingen Gardinen in Flammen auf. Außerdem war noch eine Alarmierung von der Schwedenstr. 18 zu verzeichnen. Hier waren im vierten Stock Möbel, Betten, Gardinen und der Fußboden in Brand geraten, doch konnte die Gefahr leicht beseitigt pferde. Der Konfursmasse entzog er 22 000 W.; 10 000 m. versteckte er bei Blume in Lichtenberg mit dessen Wissen im Düngerhaufen, 12 000 M. bei sich in der Wohnung im Sofa und andren Behältnissen. Nachdem er dann den Konkurs angemeldet hatte, holte er aus dem Lichtenberger Versteck 4000 M. und begann einen Handel Aus dem dunkelsten Berlin. In der Straffache gegen den mit Fleisch. Der Striminalpolizei, der das angezeigt wurde, verKaufmann Karl Moschall, den Sänger und Schauspieler Gustav mochte er über den Erwerb des Geldes keine Auskunft zu geben. Sie stellte nun weitere Nachforschungen an und fand auch das übrige Adolf Haupt und Genossen wird der Termin zur Hauptverhandlung Geld im Düngerhaufen und in der Wohnung. Diese Entdeckung voraussichtlich im nächsten Monat stattfinden. Die Auflage lautet in der Hauptsache auf Bandendiebstahl. Haupt, der im Jahre 1892 führte auch zur Festnahme Blumes. Hofschauspieler in Oldenburg gewesen, ist der Sohn eines Ritterguts- Festgenommen worden bon ber Schöneberger besitzers und soll durch immer größer werdende finanzielle Bedräng Kriminalpolizei das Scheusal, das am Dienstagabend die Aus den Nachbarorten. nisse in einen vollständigen moralischen Sumpf hineingeraten sein, zehnjährige Frieda Kroebel aus der Golzstraße verschleppte aus welchem heraus mun die gegen ihn erhobene Auflage erwachsen und vergewaltigte. Es ist ein am 29. Juni 1878 zu Berlin ge- In der Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung ist. Er wird beschuldigt, in Gemeinschaft mit dem Angeklagten borener Walter Zahn, der Sohn eines von seiner Frau gefchiedenen wurden am Mittwoch die neu gewählten Stadtverordneten eingeführt, Moschall einem lichtschenen Treiben gehuldigt und den Männern, die Schneidermeisters. Der junge Mensch, der bei seiner Mutter am darunter die Socialdemokraten Dr. Borchardt, Jander, mit ihnen in Verbindung traten, theilweise recht erhebliche Kurfürstendamm 261 wohnt, ist ein arbeitsscheuer Tangenichts, der Paasche, Scharrnberg und Vogel. Zu seiner beifällig Summen gestohlen den beiden Haupt- wegen Betrugs schon eine Strafe erlitt und fich feit aufgenommenen Ansprache an die neuen Mitglieder wies Oberangeklagten wird auch eine Zimmervermieterin zur Verantwortung zwei Jahren in den verschiedensten Stadtteilen in den verschiedensten Stadtteilen herumtrieb, bürgermeister Schu ste hrus auf die großen Aufgaben hin, die der gezogen, ebenso find drei Herren, die die Opfer der Angeklagten wahrscheinlich unter Berübung von allerhand Schwindeleien. Stadtgemeinde bevorstehen, und gab dem Wunsche Ausdruck, daß es zu haben. Mit werden. Der dem Reichstag und der Regierung gelingen möge, langfristige| Sanitätswache aufsuchen; Kasch ist nach wenigen Tagen seinen Depeschen die Offiziere eines portugiesischen Kanonenbootes, welches Handelsverträge abzuschließen, damit wir die jetzige Krisis über Berlegungen erlegen. Der Angeklagte versuchte im Termine am Limpopoflusse stationiert war, erlebt. Als sie nachts im Schilf winden können. Hierauf schritt die Versammlung zur Wahl des die Sache so darzustellen, als habe er sich im Zustande der Notwehr am Ufer angelegt hatten, wurde plöglich die Schildwache von einer Vorstandes. Zum Vorsteher wurde Stadtv. Ströhler, zum befunden. Stasch habe fofort mit einem Gummischlauch auf ganzen Löwenfamilie überfallen. Zwischen den Offizieren Stellvertreter Stadtv. But a wiedergewählt. Bei der Wahl der ihn eingeschlagen und er habe sich dann erst mit dem Hausschlüssel, und den Bestien entspann sich auf Deck des Kanonenbootes ein Beisitzer fam es zu einem Zwischenfall, der seinerseits wieder den er gerade in der Hand gehabt, zur Wehre gesetzt. Ein Messer heftiger Kampf, der mit der Tötung zweier Löwen endete. eine Obstruktion der Liberalen zur Folge hatte. Die Freie habe er nicht gebraucht. Der Angeklagte schilderte. sodann seine überfallene Posten war übel zugerichtet und liegt auf den Tod da Vereinigung und die Fraktion Alt- Charlottenburg stimmten traurige Lage, als er aus dem Zuchthause herausgekommen sei. nieder. micht für den von den Liberalen präsentierten Stadtv. Otto, sondern Seine Hände hätten gezittert und alle seine Bemühungen, Arbeit zu für dessen Fraktionskollegen Dr. Penzig, und als dieser die Wahl erhalten, seien vergebens gewesen. Wer würde einen Menschen beleber das New Yorker Eisenbahnunglück erhält das„ Berl. Stadtv. Stein. Die Freie Vereinigung ist auf diese Weise im Vor- gefeffen? Habe er einmal Arbeit gefunden, so sei er nach einigen der Untergrundbahn der New York Central Eisenbahn fuhr in einem ablehnte, wählten fie den der Freien Vereinigung angehörenden schäftigen oder um sich dulden, der über 20 Jahre im Zuchthaus Tagebl." folgende Mitteilung: Bei dem Eisenbahnzuſammenstoß find siebzehn Personen getötet und vierzig verwundet worden. Ein Zug stande durch den ersten Vorsitzenden und durch drei Beisiger, Tagen wieder entlassen worden, die Polizeiaufsicht sei Tunnel in einen andern Zug hinein, dem das Signal" halt" für Dr. Hubatsch, Stein und Fränken, die Fraktion Alt- Charlotten- e ben etwas Furchtbares. burg durch den stellvertretenden Vorsteher und den Beisiger Radwig, Der Signalwärter behauptet, Die medizinischen Sachverständigen begutachteten, es sei nicht einige Augenblide gegeben war. die Liberalen und Socialdemokraten hingegen überhaupt nicht ver- möglich, daß die Verlegungen des Verstorbenen mittels eines Schlüssels er habe den nachfolgenden Zug durch eine Knallpatrone gesichert, treten. Veranlaßt wurde die Majorität zu ihrem Vorgehen dadurch, beigebracht seien. Der Staatsanwalt bat die Geschworenen, die Schuld- nicht wahrgenommen. Die Lokomotive dieses Zuges rannte durch den aber der Führer des Zuges erklärt, er habe dies Signal daß die Liberalen im Seniorentonvent einen Siz in der Schul- fragen im vollen Umfange zu bejahen, während der Verteidiger, legten Wagen des vorderen Zuges, der mit Passagieren dicht besetzt nicht wahrgenommen. Die Lokomotive dieses Zuges rannte durch den deputation beanspruchten, obwohl sie ihrer Bahl nach dazu fein Justizrat Stern, gerade den Umstand, daß der Angeklagte so lange war. Nur wenige entkamen ohne Verlegung. Der vordere Teil des Recht haben. Infolge der Nichterfüllung ihres Wunsches brachen Beit im Buchthause zugebracht hatte, als Milderungsgrund angesehen letzten Wagens fuhr in seinen Vorderwagen hinein. In diesem die Liberalen die Berhandlungen im im Seniorentonvent ab; wissen wollte. Der Angeklagte hielt selbst noch eine längere Ver- wurde niemand ernstlich verletzt. Im Tunnel lagen die Wagensie verlangten nunmehr nach der Vorstandswahl zunächst die teidigungsrede, wobei er behauptete, daß er früher zu Unrecht wegen trümmer zerstreut, und dichte Dampfwolfen, welche der Lokomotive Wahl der Schuldeputation, und als die Mehrheit hierauf nicht Totschlags verurteilt worden sei. einging, beantragten sie die Vornahme der Wahlen für die Ausbrachten vielen Der Spruch der Geschworenen lautete auf Schuldig unter Verentstiegen, brachten den Tod durch Verbrühung und schüsse durch Stimmzettel. Es kam aber nur zu der Wahl des Wahl- sagung von mildernden Umständen. Der Staatsanwalt beantragte eine machten Hilfe von außen her eine Zeitlang unmöglich. Der ausschusses, die allein 11/2 Stunden in Anspruch nahm. Da noch 8uchthausstrafe von zehn Jahren und Ehrverlust. Das der Straße oberhalb des Tunnels befindlichen Bassanten geLärm und die Hilferufe der Verletzten wurden von den in 6 weitere Ausschüsse zu wählen waren, hätte sich die Sigung bis Urteil lautete auf sechs Jahre Zuchthaus und Ehrverlust. hört. Sofort zum nächsten Morgen ausgedehnt, wenn nicht die Mehrheit einfach wurde die Feuerwehr herbeigerufen. Eiligst Der Neuuuhr- Ladenschluß bei der Firma Cohn. Wegen wurden Leitern durch die nächstgelegene Tunnelöffnung, die zwei den Saal verlassen und dadurch die Beschlußunfähigkeit herbei- Nichtinnehaltung der Bestimmungen des§ 139c der Gewerbe- hundert Fuß von der Unglücksstätte entfernt war, herabgelassen. geführt hätte. Es wird abzuwarten sein, ob die Liberalen in der Ordnung. betreffend den Neumuhr- Ladenschluß, war am 30. Oktober Die Feuerwehrleute brachen sich mit Aerten den Weg durch die nächsten Sigung die Obstruktion wiederholen. In den Wahlausschuß vorigen Jahres der Kaufmann Jacques Cohn, Inhaber des Dächer der Wagen. Zwei Frauen, welche unter einem Leichnam wurde u. a. Stadtv. Scharnberg( Soc.) gewählt. Den Socialdemokraten wollte die Mehrheit, nachdem Dr. Penzig die auf ihn gleichnamigen Warenhauses in der Müllerstraße, vom Schöffengericht gelegen hatten, konnten schließlich gerettet werden. Ambulanzen gefallene Wahl abgelehnt hatte, einen Sitz im Vorstand einräumen; Urteil legte Serr Cohn Berufung ein, worauf die Sache gestern vor längs des Geleifes niedergelegt. zu einer Geldstrafe von 100 m. verurteilt worden. Gegen dieses brachten die Verletzten nach Hofpitälern. Die Leichen wurden fie verzichteten aber unter diesen Umständen darauf. Die gewaltige Boltemenge, der fünften Straffammer des tgl. Landgerichts I verhandelt wurde. welche sich angesammelt hatte, machte eine Specialschuhwache nötig, Aus Wilmersdorf schreibt man uns: Nach dem zu Neujahr Der als Zeuge vernommene Handlungsgehilfe 2. Joachimsthal im die Ordnung aufrecht zu erhalten. Unter den 17 Toten in Kraft getretenen Reichsgesetz sollen in Orten, die über 20 000 fagte aus, daß es in Handlungsgehilfen- Streifen schon sprich befindet sich nur eine Frau. Die Toten wurden durch ihre Einwohner zählen, Gewerbegerichte errichtet werden. In wörtlich sei, daß bei dem Angeklagten die Gesegesbestimmungen Fahrkarten identifiziert und stammen meist aus den Vororte Wilmersdorf mit seinen 36 000 Einwohnern liegt diese Neuerung noch nicht innegehalten würden. Er sowohl sowohl als der Zeuge New- Rochelle. Die Meldung, daß die Wagentrümmer Feuer ge in weitem Felde. Bis zum heutigen Tage haben noch nicht einmal Heidler hätten, als Mitglieder der Interessen- Organisation fangen hätten, ist unrichtig. Der Tunnel ist zwei Meilen lang und Unterhandlungen mit den Interessenten stattgefunden und die Wahlen der Handlungsgehilfen, des Centralverbandes der Handlungs- hat vier Geleise. Er führt unter der Straße hin, welche Part find auch noch nicht festgesetzt. Nur das Statut zum Gewerbegericht gehilfen und Gehilfinnen", fich für moralisch verpflichtet Avenue heißt, und hat in Entfernungen von je 200 Fuß große Luftist fertig, doch sind seine 85 Paragraphen der Bevölkerung noch ungehalten, dem Treiben des Angeklagten zu begegnen und das um öffnungen. bekannt. Wann wird in dieser für die Arbeiterschaft des Ortes fomehr, als der Angeklagte im Jahre 1896 mit 30 M. Strafe wegen wichtigen Angelegenheit das Erforderliche geschehen? Vergehens gegen die Sonntagsruhe, 1897 au 10. M. wegen BerUeber die Anfechtung der letzten Ersazwahlen zur Ge- gehens gegen§ 105b, 1898 zu 20 2. ebenfalls wegen Nichtbeachtung meindevertretung brachten die Blätter kürzlich einen Bericht. des§ 105b und im Jahre 1898 in 2 Fällen von zusammen 110 M. Die Proteftler werden aber nichts erreichen, da die vorbestraft sei. Die beiden Beugen beobachteten am 19. Juli v. J. Wahlen gesetzmäßig vollzogen sind. Von ihrem Ausgang war das Lokal des Herrn Jacques Cohn und stellten fest, daß hier nach die seit September v. J. aus 7 Vertretern und 3 Schöffen bestehende 9 Uhr 9 Minuten Käufer hineingelassen wurden. Gleich darauf Gemeindevertretung allerdings sehr überrascht. Es besteht die Absicht, ging der Zeuge J. in den Laden, stellte sich als Mitglied dem Verlangen der Bevölkerung nach Vermehrung des Gemeinderats der Kontrollkommission des Centralverbands der Handlungsgehilfen und dadurch Rechnung zu tragen, daß die Zahl der Vertreter auf 18, Gehilfinnen vor und machte den anwesenden Geschäftsleiter auf die statt der beschlossenen 15 zum 1. April erhöht werde. Somit ist der Gesetzes bestimmungen aufmerksam. Ein vom Personal herbeigeholter Arbeiterschaft am Orte Gelegenheit gegeben, bei den im März statt- Polizeibeamter stellte auf Ersuchen der beiden Mitglieder des Centralfindenden Wahlen zu unsrem einen Vertreter Natusch noch drei verbandes den Fall fest. Der Zeuge Handlungsgehilfe H. Heidler Socialdemokraten ins Dorfparlament zu bringen. Die Wählerlisten ergänzte diese Bekundungen und der Handlungsgehilfe H. Schmidt liegen vom 15. bis zum 30. Januar im Rathause zu jedermanns gab an, daß er durch Zufall dem Vorgange am 19. Juli vor. Jahres Einsicht ans. Bei früheren Wahlen gingen uns durch die Lässigkeit, beigewohnt und auch gesehen habe, daß Käuferinnen nach 9 Uhr mit der die Listen ausgefüllt und auch nachgesehen wurden, viele hineingelassen wurden. Auf Befragen des Verteidigers, ob er auch Stimmen verloren. Bei der jezigen Gelegenheit möge daher jeder Mitglied dieses" Schutzverbandes, des Centralverbandes der Wähler genau die Listen durchsehen. Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen wäre, erklärte er, daß dies nicht afer, gut der Fall sei und er nur aus Interesse an der Sache sich als Zeuge mittel gering angeboten habe. " " 0 Nixdorf und der Brotwucher. Von der socialdemokratischen Fraktion der Stadtverordneten- Versammlung war bekanntlich seiner Zeit der Antrag eingebracht worden, eine Betition gegen den Brot- Der bei dem Jacques Cohn beschäftigte Hausdiener Glienicke, wucher an den Reichstag zu richten. Die bürgerliche Mehrheit der welchen das Schöffengericht vereidigt hatte, wurde hier nicht verStadtverordneten- Versammlung konnte sich freilich zu einem solchen eidigt und befundete, daß er vom Angeklagten Weisung habe, nach Beschluß nicht aufraffen, sondern begnügte sich, eine Petition zu be- 9 Uhr niemand mehr hineinzulassen, und dieses auch befolgt habe. schließen, in welcher um Abschluß langfristiger Handels- Am fraglichen Abend sei feine" Uhr 2 Minuten nach 9. Uhr gewesen, berträge gebeten werden sollte. Aber selbst diese überaus zahme als geschlossen wurde. Betition follte vor den Augen des Ersten Bürgermeisters Der Verteidiger Dr. Schwindt plädierte auf Freisprechung und feine Gnade finden, sondern wurde als unzulässig beanstandet. Der meinte, der Angeklagte könne doch nicht dafür, daß er durch Magistrat, welcher sich dem Beschlusse der Stadtverordneten an- Denunziation des„ Centralverbandes der IHandlungsgehifen und geschlossen hatte, beschritt daher gegen die Beanstandung den Klage- Gehilfinnen" schon mehrfach vorbestraft sei. Im übrigen könne der weg. Das Ober- Berivaltungsgericht hat jetzt in dieser Sache Ver- Angeklagte für die Unachtsamkeit seiner Angestellten handlungstermin auf den 7. März 1902 angefegt. doch nicht verantwortlich gemacht werden", da er seinem Personal anbefohlen habe, um 9 Uhr den Laden zu schließen und es ihm unmöglich sei, bei dem Geschäftsumfange sich um alles zu kümmern. Ans Nixdorf. Großes Aufsehen erregt es hier, daß der befoldete Stadtrat Granier seine Stellung zum 1. April d. J. gekündigt und bis dahin Urlaub erbeten und erhalten hat. Eine allbekannte Thatsache ist, daß es mit den finanziellen Verhältnissen dieses Stadtrats nicht zum besten bestellt ist. Die Angelegenheit des Herrn Granier beschäftigte in letzter Zeit bereits die Regierung, welche zur Untersuchung einen Beamten nach hier entsandt hatte. Als dieser den Stadtrat vernehmen wollte, war der Herr weder im Amtslokal, noch in seiner Wohnung anwesend, so daß der Negierungsbeamte auf die Bernehmung verzichten mußte. Zwei Tage später reichte Herr Granier seine Kündigung ein. Gerichts- Beitung. Der Gerichtshof beschloß auf Antrag des Staatsanwalts, die Berufung des Angeklagten zu verwerfen. Wegen Hochstapelei ist gestern der Lieutenant der Reserve Horst Bodemer von der 2. Straftammer am Landgericht II zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er war, nachdem er seinen Abschied genommen hatte, als Steinbruchbesiger aufgetreten und hatte sich in ungefähr 20 Fällen durch betrügerische Vorspiegelungen Geld zu verschaffen gewußt. Versammlungen. besprochen werden sollen. $ Berliner Kranken Unterstützungs: und Begräbnis: Verein für Heute abend 9 Uhr im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12: Bersammlung. Tagesordnung: Frauen und Mädchen.( Gegr. 1892.) 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:" Die Versicherungspflicht der Heimarbeiterinnen". 2. Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Vermischtes. Nach einer weiteren telegraphischen Meldung ist die Tunneltatastrophe darauf zurückzuführen, daß die Centralbahn trog mannig facher Anregungen und behördlicher Aufforderungen unterließ, den Betrieb im Tunnel elektrisch einzurichten, so daß derselbe von dichtem Rauch und Dunst erfüllt, mithin die Unterscheidung der Signale schwierig war. Unter den Opfern befindet sich auch der deutsche Juwelier Oskar Mehrowitsch. Marktpreise von Berlin am 8. Januar 1902 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. + etzen, gut D.Gtr 17,40| 17,38 Kartoffeln, neue, D- Ctr. # toggen, gut n mittel gering * Gerfte, gut 6-14Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Gier Karpfen Male mittel gering 17,36 17,34 " " " 17,32 17,30 14,45 14,44 14,43 14,42 do. Banch 1,40 1, " 1,70 1,30 1,80 14,41 14,40 1,60 1, " 14,50 13,90 2,80 2, " mittel gering 13,80 13,30 13,20 12,70 17,- 16,40 16,30 15,80 60 Stad 6,00 2,80 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,40 Bander 2,60 1,20 15,70 15,20 Hechte 2,20 1, 7,50 7, Barsche 1,80 0,80 9,20 6,40 Schleie 2,80 1,40 40, 25, Bleie 1,40 0,80 50, 25, Strebse per Shot 15, 3, Michistroh Erbsen Speisebohnen Vinsent 65, 20, fret Wagen und ab Bahn. † ab Bahn. Produktenmarkt vom 9. Januar. Der Getreidemartt eröffnete in fester Tendenz. Im Lieferungshandel setzte Weizen 12, Roggen 1 M. höher ein. Auch das Geschäft in effektiver Ware war einigermaßen angeregt, der Rückgang in Temperatur veranlaßte Konsumkäufe der Provinz. Die Offerten waren nach wie vor knapp und nicht rentabel. Mittags wurde der Martt wesentlich ruhiger und die Lieferungspreise gingen von ihrem höchsten Stande um eine Kleinigkeit zurück. In Berlin und Hamburg sollen gestern zwei oder drei Segler Wallawalla gehandelt sein, worauf heute Auch einiger russischer Weizen wurde nach hier verschlossen. Trozdem behielt die stimulierende Wirkung einige Abgaben vorgenommen wurden. der oben erwähnten Auslandsmeldungen das Uebergewicht. Mehl war nominell fest, aber sehr still; Hafer und Mais 1/2 Wt. gebessert. Stüböl blieb unverändert. Spiritus. 70 er loco unverändert 32 M. Bei Schluß des Verkehrs notierte Roggen wie gestern, Weizen noch 1 M. höher. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 92 1hr abends statt. Tegel. Soweit wir unterrichtet sind, werden als Feuerwehrleute nur Bersonen eingestellt, welche das 25. Lebensjahr nicht überschritten haben. Die in den städtischen Krankenhäusern angestellten Heizer, Das Anfangsgehalt beträgt 1000 m. und steigt bis zu 1500 m. Die Hansdiener, Wärter usw. hielten am Mittwoch im Gewerkschafts- Meldung ist unter Einreichung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufs, der Ein schweres Verbrechen gelangte gestern vor dem Schwur- hause eine Versammlung ab, in welcher Hermann Schubert Militärpapiere und sonstiger Atteste an das Polizeipräsidium Berlin, AbVerbandes der teilung für Feuerwehr, zu richten. über den Ausbau der Unterstützungszweige des gericht des Landgerichts I unter dem Vorfiz des Landgerichtsstädtischen Arbeiter" referierte und zum weiteren Eintritt in den- Fr. K. 39. Nicht verwendbar. Direktors Müller zur Verhandlung. Aus der Untersuchungshaft Nulpe. Ihr Neffe hat Anspruch auf Rente und soll diese der MilitärJ. H. 8. 1. Ja. 2. Unverständlich. wurde der 52 jährige Schuhmacher Emil Sander vorgeführt, ein felben aufforderte. In der Diskussion wurden die verschiedenen Miß- behörde gegenüber geltend machen. 2. P. 119. Ja. Alter Abonnent. Dazu würden Sie eines Mann, der 22 Jahre seines Lebens im Zuchthause zugebracht hat, sodann beschlossen, im Februar eine allgemeine Versammlung sämt- Hausier- Gewerbescheins bedürfen und außerdem den feststehenden Gewerbedarunter 15 Jahre wegen Totschlags. Jezt hatte der Angeklagte ein licher städtischen Strankenhaus- Angestellten einzuberufen, in welcher betrieb anzumelden haben. W. S. 22. Für die Dauer der Kändigungszweites Menschenleben auf dem Gewissen, er war der schweren die weiteren Maßnahmen zur Erreichung besserer Lohnbedingungen frist können Sie Entschädigung verlangen. Ueberdies brauchen Sie sich die Körperverlegung mit tödlichem Ausgange beschuldigt. Die BeweisGöhre. 1. Ja. 2. bis 4. Berufung in 20 Broz. nicht abziehen lassen. aufnahme ergab folgenden Sachverhalt: Nachdem der Angeklagte Straffachen tſt innerhalb einer Woche nach Verkündigung des Urteils bei dem Gericht, deffen Urteil angefochten wird, einzulegen. im verflossenen Frühjahre aus dem Zuchthause entlassen war, suchte er sich durch Kuppelei zu ernähren. Im Hause Griebenowgültig anfechtbar. Ueberdies kann Bestrafung wegen Konkursvergehens er W. 77. Der Vertrag wäre als den übrigen Gläubigern gegenüber unStraße 18 entdeckte er einen leer stehenden Keller, um folgen. Lassen Sie also Ihre Hand davon ab. A. R. 143. 1. Falls dessen Vermietung er den Verwalter des Hauses, den BuchGesundheitsgefährdung vorliegt, ja, sonst: nein. 2. Nein: jeder Vertrag, binder Emil Kasch anging. Er bat um Ueberlaffung Gäste willkommen. der geschloffen ist, um einem Gläubiger die Befriedigung zu entziehen, ist des Kellers auf 14 Tage, um dort leere Apfelfinentisten unterbringen anfechtbar, gleichviel, ob er mündlich, schriftlich, aktuell oder gerichtlich gezu können. Kasch ging auf das Anerbieten ein und ließ sich im schloffen ist. M. B., Dunckerstr. 73. Wenn Sie Gewerbesteuer zahlen, voraus dafür die vereinbarte Miete von 4 M. zahlen. Anstatt find Sie nicht krankenversicherungspflichtig. Es will der Konfektionär den Apfelsinentisten brachte der Angeklagte eine Feldbettstelle in den Ein Soldat als Straßenräuber. Aus Wandsbet be- Gewerbeschein haben, nicht um feiner Versicherungspflicht zu genügen, Keller. Wenn des Abends alles im Hause ruhig war, stand Sander richtet man: Als heute morgen ein Fuhrmann aus der Gegend sondern um sich davon zu drücken. Sie sind ohne weiteres auch ohne Anvor dem Kellereingang und stellte vorübergehenden Paaren den von Lügensee mit einem Fuhrwerk nach Wandsbek fuhr, traf er auf meldung fraft Gesetzes und Statuts Mitglied der Krantentaffe. B. B., Belle- Alliancestraße. Nein. Raum zur Verfügung. Es entwickelte sich bald ein arges Treiben. der Landstraße einen Soldaten des hanseatischen Infanterie- Adlershof. 1. Nein. 2. Ja. A. O. 63. 1. und 2. Jn 10 Jahren. 3. Möglicherweise wegen Be Als der Buchbinder Rasch in der Nacht zum 18. August mit seiner Regiments Nr. 76( Hamburg), der den Fuhrmann bat, ihn mit auf günstigung. 4. Das ist möglich. 20a. 1. Ein Formular zum PreußenEhefrau spät nach Hause fam, sah er mehrere verdächtige den Wagen zu nehmen. Der Fuhrmann gab die Erlaubnis und der werden erhalten Sie durch den Borstzenden Ihres Wahlvereins. 2. Sie Personen in den Keller hineinschlüpfen. Stasch eilte schleunigst Soldat setzte sich zu ihm auf den Bock. Nachdem sie eine Strede müßten Ihre Geburtsurkunde( erhältlich vom Standesbeamten) und die ins Haus, bewaffnete sich mit einem Gummischlauch, weckte gefahren waren und im weiten Umkreise weder Häuser noch Bescheinigung beibringen, daß Sie Badenfer( oder was sonst) find. zwei seiner Mitbewohner und bat diefelben, ihn nach dem Menschen in Sicht waren, forderte der Soldat den Fuhr- Mietsstempel. Ist Ihre Miete also ohne bestimmt bezeichnete Keller zu begleiten. Einer der Männer nahm einen Stock, der mann in barschem Tone auf, den Wagen auf 500 M. festgesetzt, so sind Ihrerseits nur 50 Pf. zu verlassen. Nebenabgaben andre einen Handfeger als Waffe mit. Sie versuchten dann, von Erstaunt fragte der Fuhrmann den Soldaten, was feine Worte Stempel zu zahlen. Bei der von Ihnen geschilderten Lage ist jedoch der Metersen.§ 4 des Reichspoſtder Straße aus in den Keller zu gelangen, die Thür war aber von bedeuten sollten, worauf dieser fein Seitengewehr zog und mit Stempel mit 1 M. richtig berechnet. Gesezes wird Ihre Freisprechung herbeiführen. innen verriegelt und alle Aufforderungen, zu öffnen, hatten keinen demselben so lange auf den Fuhrherrn einschlug, bis er blutErfolg. Kasch und seine Begleiter begaben sich deshalb wieder ins überströmt und bewußtlos zusammenbrach. Darauf warf der Soldat Witterungsübersicht vom 9. Januar 1902, morgens 8 Uhr. Haus und drangen vom Flur aus durch einen zweiten Eingang in den Verletzten vom Wagen auf die Landstraße und ließ ihn dort den Keller. In dem Raume befanden sich vier Dirnen. Man jagte hilflos liegen, während er selbst mit dem Fuhrwert davonjagte. Er fie heraus. Als die ganze Gesellschaft sich wieder auf dem Flur fuhr durch die Dörfer Meilsdorf, Braat, Stapelfeld und kam nach befand, öffnete Rasch die Thür, um die Dirnen hinauszulassen. Er Rahlstedt, wo er in einer Wirtschaft Einkehr hielt und für Speisen Er beglich die hatte die Thür erst zur Hälfte geöffnet, als diese gewaltsam von und Getränke eine nicht unbedeutende Beche machte. außen vollends offen gestoßen wurde. Mit einem spigen Zeche jedoch bei seinem Fortgange nicht, sondern erklärte dem Wirt, Schustermesser in der hoch erhobenen Rechten stürmte der Angeklagte zahlen zu wollen, wenn er mit dem Fuhrwerk zurückkommen werde. Der Soldat wurde verfolgt, nach heftiger auf den Flur und jagte dem ihm gegenüberstehenden Kasch das Dann fuhr er davon. Messer in die Brust. Der Getroffene fiel vornüber und dem An- Gegenwehr festgenommen und ins Wandsbeker Polizeigefängnis ge= greifer unfreiwillig in die Arme. Der Angeklagte versetzte ihm dann bracht, von wo er durch eine Militärpatrouille abgeholt wurde. Der noch einen Stich in den Bauch. Der Angeklagte versuchte weiter Soldat ist schon seit Weihnachten von seinem Regiment desertiert. einem der Begleiter des Rasch einen Stich zu versezen, aber von Es scheint, als wenn er geistesfrank iſt. allen Seiten erhielt er jetzt Siebe über Kopf und Arme, sodaß er Kampf mit Löwen auf einem Kanonenboot. Aus Lissabon bald wehrlos wurde. Sowohl Kasch wie Sander mußten die wird berichtet: Seltsame Abenteuer haben nach hierher gelangten Stationen Swinembe 768 W Hamburg Frankf./M. 772 SW Berlin München Wien Wetter Stationen 4 paparanda 743 NM 4 Petersburg 75023 3 Cort 3 bedeckt 769 WSM 77023 3 bedeckt 2 bedeckt 2 Nebel-3 Aberdeen heiter-3 Baris -wolten! 2 7733 Wetter 4 wolfen! 4 wolfenl 36ebect 00 773 Still 774 Still Wetter Prognose für Freitag, den 10. Januar 1902. Bunächst ziemlich heiter, etwas tälter bei mäßigen südwestlichen Binden; später neue Erwärmung, Trübung und geringe Niederschläge. Berantwortlicher Rebacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin Nr. 8. 19. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Offenbach„ Offenbacher Abendblatt" Große 25.1 „ Medienburglide Freitag, 10. Januar 1902. Aller 14 Tage erscheinend. Sozialistische Preffe Deutschlands. Nostoc Medlensuratiche Boltszeitung" Doberanerfir. 6. Gewerkschaftspresse Deutschlands. Berlin Der Courter", Centralorgau für die Inter881 I. Quartal 1902. Central- Organ. Saalfeld, Saalfelder Volksblatt" Rosmaringasse 15. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" König Albertstr. 15. Straßburg i. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Schiltigheim, Bischweilerstr. 23. ..Vorwärts Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2, SW. 19 Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. esten Swickau i. S.„ Sächsisches Volksblatt“ Richardſtr. 15. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Machen Aachener Volksblatt" Augustinerbach 12. Augsburger Boltszeitung" Maximilian Die Neue Zeit." Revue des geistigen und öffentlichen Augsburg Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgasse 12. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavener Straße 82. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Voltsblatt" Johanniterstr. 10. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Boltsblatt", Kurstr. 73. Braunschweig Braunschweiger Boltsfreund" Höhe 4. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hanfenstr. 21/22. Bremerhaven Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Volfswacht" Neue Graupenstr. 6. Gaffel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Hohenthorstr. 2. Chemnitz Boltsstimme" Uferstr. 14. Dessau Boltsblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Beitung" Westenhellweg 120. Dortmund Westfälische Vollstribüne" Lüdenscheid, Louisenstr. 7. " Dresden Sächsische Arbeiter- Beitung" 8wingerstr. 22. Sächsischer Voltsfreund" Zwingerstr. 22. Düsseldorf Düsseldorfer Bolts Zeitung" Münster straße 67, part. Elberfeld Barmen Freie Presse" Friedrichstr. 37. Erfurt„ Tribüne" Fütterstr. 7 p. Effen„ Der Weckruf" Kirchstr. 8. Forst i. L. Märkische Boltsstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M. Volksstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Beitung" Königstr. 95. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgaffe 11. Greiz Reußische Voltszeitung" Hohegasse. Sulle a. S. Boltsblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Fehlandstr. 11. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4 p. Hannover Boltswille" Burgstr. 9. " Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Lorenzstr. 23. Karlsruhe Voltsfreund" Werderplatz 31. Kiel Schleswig- Holstein'sche Bolts Beitung" Bergstr. 11. Söln Rheinische Zeitung" Ursulaplag 6. い Königsberg i. Pr., Königsberger Bolts Zeitung" Senochenstr. 32, part. " Leipzig Leipziger Boltszeitung" Tanchaerstr. 19/21. Ludwigshafen Pfälzische Post" Oggersheimerstr. 10. übert Lübecker Boltsbote" Johannisstr. 50. güneburg Lüneburger Volksblatt" Schröderstr. 11. Magdeburg Boltsstimme" Jakobsstr. 49. " Mains Mainzer Volkszeitung"( Hessische Boltsstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Voltsstimme" R. 3, 14. Mülhausen i. E. Freie Breffe" Diedenheimerstr. 42. München Münchener Post" Wittelsbacherplag 2. Nürnberg Fränkische Tagespoft" Luitpoldstr. 9 " Bociales. " straße B. 31. Breslau„ Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. „ Schlesische Volkswacht", Neue Graupenstr. 5/6. , Posener Volkszeitung", Neue Graupenstr. 5/6. Crefeld Niederrheinische Volffstribüne" Breitestr. 44. Gotha Voltsblatt für die Herzogthümer Coburg und Gotha" Mohrenberg 7. " Görlik Görliger Volkszeitung" Teichstr. 2. " " Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Delmenhorst Delmenhorster Voltsblatt" Koppelstr. 6. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirt. Saalfeld" Thüringer Volksblatt"( Schwarzburger Volts freund) Rosmaringasse 7. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Bant„ Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Braunschweig„ Der Landbote" Höhe 4. Caffel Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. " Dresden„ Der arme Teufel" Faltenstr. 10. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" seirchenplaz 11. 群 Salberstadt Sonntags: Zeitung" Batenstr. 37. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplaz 6. Stuttgart Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg. Der Ostpreußische Landbote" Knochenstr. 32 Monatlich einmal erscheinend. Berlin„ Die Fackel" Louisen- Ufer 11. Hanau Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage 9. Witblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart„ Der wahre Jacob" Furthbachsiz 12. Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin In freien Stunden" Beuthstr. 2 SW. 19. Gr scheint in Wochenheften. Hamburg Die Neue Welt" Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmal. Der Bergwerks, Hütten und Salinenbetrieb des preußischen Fiskus. " Nach der soeben erschienenen amtlichen Uebersicht wurden im Jahre 1900 auf den preußischen Staatsbergwerken einschließlich der Süiten und Salinen für 210,8 millionen Mark Produkte erzielt bei einer Belegschaft von 72 727 Köpfen. Die Steigerung der Produktion gegen das Jahr 1899 beträgt 14,04 Proz., während die Zahl der beschäftigten Personen nur um 4,1 Proz. stieg. Die Gesamtüberschüsse betrugen 47 056 859 M. oder auf den Kopf des Arbeiters 647 M., während sie im Jahre 1899 auf den Kopf des Arbeiters nur 548 W. betrugen. Der preußische Fiskus hat also nicht schlecht gewirtschaftet. Der Anteil der Arbeiter an den gesteigerten Erträgen ist natürlich nicht entfernt so hoch. Es ist nicht möglich, dieses Berhältnis für die Gesamtheit aller Arbeiter im Durchschnitt festzustellen, doch stieg zum Beispiel der JahresDurchschnittslohn der Arbeiter auf den Saarbrückener Steinfohleniverken, die den größten Teil der fiskalischen Berg- und Hüttenarbeiter, nämlich über 41 000 beschäftigten, mir von 1019 M. auf 1044 M., also um mur 25 M. Diese Werke wirtschafteten überhaupt vorzüglich zu Gunsten des fistalischen Unternehmers. Bei ihnen belief sich die Steigerung der Selbstkosten per Tonne Kohle auf 0,43 M., wovon 0,18 M. auf Lohnsteigerung entfallen, während der Neberschuß per Tonne Kohlen von 1,74 m. auf 2,71 m. stieg. Reform der Fabrikinspektion in Baden. Eine von uns seit Jahren erhobene Forderung soll endlich in Baden durchgeführt werden. Es soll die Dampftesselrevision aus den Aufgaben der Gewerbeinspektion ausgeschieden und für diese Aufgabe die Stelle eines maschinentechnischen Referenten beim Ministerium des Innern ge= schaffen werden. I. Quartal 1902. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Correfpondent für Deutschlands Buch Drucker und Schriftgießer", Salomonftr. 8. esens Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Ar beiterinnen der Hut= und Filzwaren Industrie" Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Die Ameife", Organ des Porzellanarbeiter Verbandes, SO., Engelufer 15 II. " Bildhauer- Zeitung", Solmsstr. 33. " Die Einigkeit", Organ der VertrauensmännerCentralisationen Deutschlands, Adalbertstr. 19 II. Allg. Fahr Zeitung", Schützenstr. 58. " Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. = Hütten die effen der im Handels, Transport- und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, SO., Engelufer 15. ,, Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands, NW. Wilsnackerstr. 39. " Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO., Büdlerstr. 55. Die Gewertschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 30, interfeldtstr. 25. Beberarbeiter- 8eitung", N. Brunnenstr. 102" Sattler 3eitung", SO., Engelnfer 15. Allg. Steinfeger Zeitung", NW., Waldenserstr. 18. " Solidarität", Organ after im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Reinidendorferstr. 7. ,, Solidarität", Publikationsorgan der deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft, Gerichtstr. 35. buier Damm 8. Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche DachdeckerZeitung", Brüdenstr. 31. Hamburg, Barbier- und Friseur Beitung", Caffamacherreihe 15/17. " Der Steinarbeiter", Rixdorf, Bergstraße 30/31 Beitschrift für Graveure und Giseleure", KottHof pt. „ Der Töpfer" Engel- Ufer 15. Bochum Deutsche Berg und arbeiter 8eitung", Johanniterstr. 12. Bremen, Deutsche Böttcher Zeitung", Hankenstr.21/ 22. Chemnitz Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Correspondenzblatt der Generalfom mission der Gewerkschaften Deutschlands", Marktstr. 15 II. " " Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. Handlungsgehilfen Blatt", Balenting: famp 92. = " Der Schiffszimmerer", Gilbeck, Konventstr. 5. " Gärtner Beitung", Organ für die Interessen der Gärtner und ihrer freien Bereinigungen, Margarethenstr. 50, I. Der Kupfersch mie b", Gilbeck, Marstr. 6, I. " Der Seemann", St. Pauli, Hafenstr. 116. ,, Wedruf der Eisenbahner" Marktstr. 15. ,, Deutsche Bäder Beitung", Organ des BäderVerbandes, Gr. Neumarkt 28, I. „ Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Bremerreihe 15, pt. „ Der Grundstein"( für Maurer), St. Georg, Neue Hannover„ Der Proleterier"( für a brit 2c. Ar= Brennerstr. 19 I. beiter und Arbeiterinnen), Schillerstr. 5, II. Holzarbeiter Beitung", Eimsbüttel, Bismarck- Offenbach Portefeuiller Beitung", SchloßStraße 10. Straße 3, I. the Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, Stuttgart Die Gleichheit", Beitschrift für die JuterHaus 8 II. effen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich einmal erscheinend. " Fachzeitung für Schneider", Gärtnerstr. 16a. " Der Stuccateur", Barmbeck, Vogelweide 16. Vereins Anzeiger für Maler 2c.", Barmbed, Berlin„ Der Adressenschreser", Organ des Schmalenbeckerstraße 17. " ,, Der Zimmerer", Barmbeck, Feßlerstr. 28 I. Karlsruhe Glafer 8ettung", Schüßenftr. 8 a. Leipzig Buchdrucker- Wa ch t", Tauchaerstr. 19/21. Leipzig Der Tabatarbeiter"( für Cigarren arbeiter), Tauchaerstr. 19/21. " 1 Leipzig Schkendis„ Graphische Breffe", Schreudig. Linden- Hannover Brauer Beitung", Burgstr. 9. Löbtau: Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas, Porzellan u. Thonwaaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Nürnberg Deutsche Metall arbeiter- Beitung", Luitpoldstraße 9. " Centralvereins der im Adressenwesen und verwandten Branchen Beschäftigten, Wallstr. 57 part. " Der Bäcker", Organ für die Intereffen der Bädergesellen Berlins und Umgegend, Klosterstr. 101. " Der Bureau Angestellte", N., Artonaplag 3 II. Der Elettromonteur", S. Hajenheide 94. " " " Der Fleischer", SO. 33, Söpnicerſtr. 148. Gewerkschaft", Organ der Maler Bertrauens: männer- Centralisation, NW. 52, Alt- Moabit 132. Vereins Mitteilungen" für alle in der Wäsche und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Blättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO., Höchstestr. 48. Bremerhaven Der Werftarbeiter". Stuttgart Buchbinder Beitung", Heufteigstr. 30. Samburg Der Hafenarbeiter", Schaarthor 7, I. " Der Handschuhmacher", Gierstr. 21 II. * * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn Monatlich dreimal erscheinend. jeden Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreßoder sonstige Veränderungen bitten wir uns behuss VorAltenburg Ginigkeit", Publikationsorgan für die mertung mitteilen zu wollen. deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer und Leb: Berlin, den 6. Jannar 1902. füchler Verbände, Mauergasse 4 b. Ueber die Lebensverhältnisse der Arbeiterfamilien hat das Gewerkschaftskartell in alle wertvolle Erhebungen veranstaltet. Es wurden im August vorigen Jahres 900 Fragebogen an Arbeiter familien ausgegeben, in denen nach dem Einkommen, der Kopfzahl und der Wohnmgsmiete gefragt wurde. Der Hauptzived der Er hebung war aber, den Brot- und Mehlverbrauch genau festzustellen. Zu diesem Zweck enthielten die Fragebogen eine Einrichtung, die es gestattete, für 28 Tage den täglichen Verbrauch an Brot, Weißbrot und Mehl aufzuzeichnen: Von den ausgegebenen Fragebogen famen nur 289 richtig ausgefüllt zurück. Unser Hallesches Barteiblatt veröffentlicht zunächst die Feststellungen über Einkommen und Miete. Diefe ergeben folgendes Bild: Zahl der Fragebogen Höhe des JahresEinkommens Mart DurchschnittsEinkommen pro Familie Zahl der Kopfe über unter Busanimen 1900 pro Familie im Die Wohnungsmiete betrug Proz Durch d Ein fom: miens 871 Der Parteivorstand. " andrer Länder und nach Zurateziehung der Centralvorstände des Norwegischen Arbeitgeber- Verbandes" und des Norwegischen Eisen- und Metallarbeiter Verbandes" einen eignen Gefeßentwurf ausgearbeitet. Die Mehrheit des Komitees fand den Regierungsentwurf zur Revision des Fabritgesezes nicht weitgehend genug, während die Minderheit sich mit ihm begnügen wollte. Nach dem Entwurf des Komitees soll das Gesez sich auf alle diejenigen Fabriken, Handwerks- und industriellen Betriebe erstrecken, in welchen außer dem Inhaber und dessen Frau und Kindern mindestens 5 Arbeiter regelmäßig beschäftigt werden oder andre Triebfraft als die menschliche Muskelkraft zur Anwendung gebracht wird, oder Dampffeffet benutzt werden, oder explodierende Stoffe hergestellt oder gebraucht werden. Ob ein Betrieb dem Gesetz unterſtellt ist, wird in Zweifelsfällen vom Regierungsdepartement entschieden. Die Kinderarbeit soff bis zum 12. Lebensjahr verboten fein, vom 12. bis zum 14. sechs Stunden täglich nicht übersteigen und nur für leichtere Arbeiten in frischer Luft gestattet verden. Hierzu ist ein ärztliches Attest erforderlich. Bis zum 18. Lebensjahr soll dann der 10stündige Arbeitstag zulässig fein; bei leichter Arbeit dürfen die jungen Leute mit besonderer Erlaubnis der Behörden in bis 900 843,3 221 226 447 4,9 151,0 17,9 den ersten fünf Tagen der Woche auch 10%/ 2 Stunden beschäftigt 900-1000 986,0 94 95 189 4,7 161,5 16,4 werden. Wenn die besondere Art eines Betriebes es er 1000-1100 1068,0 95 110 205 4,8 169,2 15,8 fordert, sell Nachtarbeit auch für junge Männer und 1100-1200 1180,2 103 92 195 4,6 195,5 16,5 erivachsene Frauen zulässig sein, doch nicht ohne besondere 24 1200-1300 1289,2 61 73 184 5,6 191,3 14,8 Erlaubnis. In Bergwerfen sollen mit besonderer Erlaubnis während 5,5 212,3 15,5 des Sommers Kinder und junge Leute bis zu nenn Stunden täglich 1400-1500 1464,0 35 43 6,0 232,0 15,8 beschäftigt werden können. Ferner enthält der Entwurf die Be1500-1600 1590,0 16 15 31 6,2 179,0 11,3 stimmung, daß Kinder nicht beschäftigt werden dürfen, während sie 1662,0 12 4 16 5,3 209,7 12,6 die Schule besuchen sollten, und daß die Schulverwaltung eine Ein1794,0 20 15 35 7,0 170,2 9,5 9,5 schränkung der Arbeitszeit eines Kindes herbeiführen kann, wenn sie 1937,0 7 4 11 8,6 5,5 167,5 findet, daß es durch die Arbeit an der Aneignung der nötigen Kennt 2300,0 7 7 14 7,0 350,0 15,2 nisse gehindert wird. Wöchnerinnen sollen 6 Wochen lang nach der Entbindung nicht beschäftigt werden und können für den Verlust an Arbeitsverdienst Unterstüßung nicht als Von einer gründlichen Umordnung Armenunterstützung gift. 92 40 43 42 18 1800-1400 1367,7 46 53 13 5 3 1600-1700 5 1700-1800 121 289 1900-2000 über 2000 Im Gesamt Durchschnitt zugenommen. fchnitt Mart 1098,9 717 787 1454 5,0 175,3 16,0 vera Die Resultate der belgischen Volkszählung von 1900, der Aufsichtsbehörden und von der Umwandlung der jetzt bestehenden Zur Fabrikinspektion wird dem am 14. d. Mts. zufammen- welche dieser Tage im„ Staats- Moniteur" veröffentlicht wurden, ent- totalen in eine staatliche Central- Aufsichtsbehörde glaubt auch die tretenden braunschweigischen Landtage vom Gewerkschaftskartell halten recht interessante Details. Das Königreich Belgien, in welchem Mehrheit des Komitees aus Rücksicht auf die Kosten vorläufig abBraunschweig ein Antrag zugehen, der die Vermehrung des Aufsichts- im Jahre 1880 5'2 Millionen Einwohner gezählt wurden, stieg vis fehen zu müssen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen in den dem Gesetz beamten- Bersonals und besonders die Anstellung eines weiblichen zum Jahre 1890 auf 6 069 321; am 1. Janmar 1900 betung die unterstellten Betrieben sollen in den Aufsichtsbehörden vertreten sein. Beamten fordert, die besonders diejenigen Betriebe revidieren soll, Einwohnerzahl 6 698 810. Die Steigerung beträgt demnach etwa In der Motivierung feines Entwurfs weist das Komitee öfters auf in denen Arbeiterinnen beschäftigt werden. Zu dem Antrag haben 10 Proz. pro Decennium. Auch hier wiederholt fich dasselbe Schau- die Konkurrenz des Auslandes hin, die daran hindere, weitergehende die Arbeiter einer Reihe größerer Orte, Wolfenbüttel, Braunlage, spiel, wie in Deutschland und allen andren Industriestaaten, Schutzbestimmungen, wie sie in andern Ländern beständen, einzuführen. Fürstenberg usw. bereits Stellung genommen und sich einstimmig für das flache Land wird mehr und mehr entvölfert. deffen Unterstützung erflärt. Trotz des Ueberschusses der Geburten über die Sterbe fälle haben fich alle rein ländlichen Kreise nicht Sociale Rechtspflege. Gegen die Vertrauensärzte wandte sich eine Versammlung mehrt, in 4 von ihnen ist die Einwohnerzahl von 1890 zu 1900 der Arbeiterbeisiger des Schiedsgerichts Mannheim durch Annahme sogar gesunken. Das Wachstum entfällt auf die großen Städte und und S. hatten in der Fabrit des Herrn Landré einen Accord zun Accordarbeit und Kündigungsausschluß. Die Tischler R. folgender Resolution: Juduſtriecentren. Brüssel allein hat um 131 000, Antwerpen um „ Die am 5. Januar 1902 im Saale des Bellevue- tellers tagende 88 000, Lüttich um 57 000, Charleroi um 50 000 und Gent um 30 000 Preise von 165 M. übernommen. Nachdem sie den Aufriß gemacht Versammlung der Arbeiterbeisiger des Schiedsgerichts für Arbeiterversicherung in Mannheim spricht ihr ernstes Bedauern darüber aus, daß die Bestellung der Vertrauensärzte in der gestrigen Situng mehrung Diese Feststellungen werden auch zur Folge haben die Verber Deputiertens und Senatorenfige. Nach der des Schiedsgerichts ohne jede vorherige Verständigung mit der belgischen Konstitution tommt auf je 40 000 Einwohner ein Gesamtheit der Schiedsgerichts- Beisiger erfolgt ist, obwohl dem Herrn Deputierter, nach jeder Boltszählung ist die Zahl der Deputierten Borsigenden die Absicht der Arbeiter- Beisiger, hierzu heute Stellung zu entsprechend der vermehrten Einwohnerzahl zu regeln. Es werden nehmen, bekannt war. Sie erklärt, daß sie der wiederum erfolgten diesmal alfo 16 Deputierte mehr zu wählen sein, was die Präsenz Bestellung von Vertrauensärzten der Berufsgenossen stärke der Kammer auf 167 Deputierte bringen wird. Diese neuen schaften zu Vertrauensärzten des Schiedsgerichts mur mit größtem Gige fallen nun selbstverständlich alle auf die großen Städte; so er Bedauern gegenüberstehen kann. Insbesondere erklärt sie sich aufs hält Antwerpen givei, Charleroi zwei, Brüffel sogar vier neue Depu schärfste gegen die Bestellung des als rücksichtslosen Vertreter der tierte. Auf diese Weise wird der Einfluß der städtischen industriellen berufsgenossenschaftlichen Interessen bekannten Herrn Dr. Bränninger Bevölkerung entsprechend ihrer Stärke und der Bedeutung der Inzum Vertrauensarzte, und empfiehlt den Beijißern die möglichste Vorsicht gegenüber dem Gutachten dieses Herrn, sowie überhaupt die duſtrie für das Land in gerechter Weise ständig vermehrt. volle Selbständigkeit in der Beratung und das entschiedenste Eintreten für die Einziehung von Gutachten der behandelnden Aerzte, ohne die eine gründliche Beurteilung der Sachlage in der Regel nicht möglich ist." hatten, mußten sie eine andre Arbeit im Lohn ausführen. Dann wurden fie plötzlich entlassen, ohne daß man ihnen zur Fertigstellung jenes Accordes Gelegenheit gab. Sie verklagten der gesamten Accordsumme von 165 Mart. deshalb die Firma beim Gewerbegericht auf Auszahlung wandte unter andern vor Der Beklagte der Kammer IV ein, daß int feinem Betriebe die Kündigungsfrist durch Fabrikordnung ausgeschloffen und danach eine jederzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses gestattet sei. Die Kläger erwiderten, daß ihrer ausschluß nicht berührt werde. Meinung nach der Accordvertrag durch den KündigungsDer Gerichtshof unter dem Borfiz des Gewerberichters Dr. Meier stellte sich aber auf den Standpunkt, daß bei Kündigungsausschluß die Arbeiter ein Recht auf die Fertigstellung des Accordes nicht hätten, wenn dies nicht ausdrücklich vereinbart wäre. Demzufolge sei auch nur die bereits geleistete Arbeit zu bezahlen. Auf Auraten des Gerichts begnügten sich die Kläger mit je 2. für den Aufriß und verzichteten im Ber Revifion des norwegischen Fabrifgesetzes. Das mit der Ausarbeitung eines Gutachtens über die Revision des FabrikaufsichtsGesezes betraute Somitee für fociale Fragen" hat seine Arbeiten beendet. Es hat nach Prüfung der diesbezüglichen Gesetzgebung gleichswege auf das übrige. Sirup Pagliano 107/ 11* von Prof. Ernesto Pagliano NEAPEL, 4 Calata S. Marco dessen Verkauf vom Ministerium des Innern Sanitäts- Direktion Rom, bewilligt worden ist. Prämiiert auf der Hationalen Pharmacie- Ausstellung 1894 und auf der Nationalen Hygiene- Ausstellung 1900 mit Goldener Medaille. 1. Ziehung 1. Klaffe 206. Kgl. Preuß. Lotterie.| 65, 115098 161 67 322 484 97 504 96 634 836 42 Biehung vom 9. Januar 1902, vormittags. Nr die Gewinne über 60 Wt. jind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 235 67 322 34 68 410 513 85 608 68[ 200] 707 65 866[ 100] 922 1089 124 263 343 402 565 98 987 94 2094 213 333 592 622 48 744 81 834 947 97 3023 655 71 703 66 72 847 4415 501 51 69 628[ 100] 756[ 300] 868 938 88 5086[ 200] 294 376 540 552 622 34 44 761 7051 378 659 126[ 100] 35 319 426[ 150] 552 779 543 714 18 43 901 25 6060[ 500] 394 459 8017 26 36 40 56 915 9003 109 225 10231 78 396 556 96 632 773 939 81 11002 87 168 234 352 82 576 675 85 843 45 913 85 12065 172 566 785 907 13041 200 11 396 520 601 15[ 100] 91 738 851 900 82 14294 475 523 673 15028 99[ 100] 1831[ 300] 508 85 647 51 52 720 22 31 41 806 11 93 16024 32 892 17019 156 81 85 276 493 724 40 873 95 8002 212 634 46 91 711 863 19066 129 281 367[ 200] 408 577 639 48 935 74 81 20031 103 325 56 99 418 71 561 77 91 684 957 21227 38 565 997 22236 388 432 91 516 693[ 100] 96 763 823[ 150] 23017 47 128 45 96 252 348 463 521 776 885 24127 83 86 362 527 696 993 25089 151 65 614 909 26085 316 425[ 100] 523 737 857 27096 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Ziehung 1. Klasse 206. Kgl. Preuß. Lotterie.| 57 201 70 680 712[ 300] 17 26[ 100] 80 86 825 27 900 Biebung vom 9. Januar 1902, naduiitage. Nur die Gewinne über 60 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 117 36[ 200] 54 251 330 47 58 407 512[ 100] 66 616 1169 338 78 408 15 32 645 61 85[ 200] 763 2132 216 [ 100] 20 454 712 815 75 3051 75 98 277 386 97 433 723 27 824 985 4116 46 219 45 370 523 740 804 991[ 3000] 5179 259 401 42 552 66 718 39 820 913 6030 470 578 697 741 942 7119 221 578 700 90 912 95 8250 341 80 595 620 706 13 19[ 200] 9027 67 82 177 235 95 496 581 815 82 10315 16 496 644 770 844 72 968[ 100] 11009 20 74 548 665 73 790 813 16 90 965 12039[ 100] 224 403 68 13408 16 37 62 82 563 812 928 14087 119 253 67 315 96 716 832 986 90 99 15021 139 407 20 23 594 845 47 63 920 16012 59 308 70 86 527 635 17041 264 382 402 719 992 18178 306 429 71 568 96 625 93 743 817 73[ 150] 923 19101 247 308 434[ 100] 91 504 87 670 728 828 912 20006 181 268 514 628 29 740 833 21019 25 64 328 491 712 32 41 89 924 94 22061 83 135[ 150] 248 620 764 89 91 814 979 23097 293 315 29 37 662 97 [ 100] 712 82 820 69 983 24207 15 585 783 888[ 100] 90 928 25035 113 267 384 439 671 992 99 26017[ 100] 44 73 166 225 30 318 406[ 100] 646 77 974 27024 247 85 436[ 200] 791 876 28154 67 237 314 69[ 200] 454 597 617 821 949 29003 73 212 432 83 567[ 100] 688 740 72 835 45 99 990 30012 150 64 65 449 604 91 734[ 100] 46 31153 232 482 609 23 26 721 34 828 86[ 150] 32180 322 97 421 539 43 743 860 77 908 25 33042 188 329 640 67 726 916 34450 70 653 773 934 48 84 35363 417 27 75 529 652 862 36091 98 241 557 890 965[ 200] 37105 6 205 302 17 32 405 79 509 52 64 631 38124 62 333 45 51 437 754 985 39005 233 74 340 93 573 644 729 957 40188 246 90 415 544 785 801 70 940 41017 322 59 443 694 885 947 42059 163 344 453 794 43065 158 485 571 666 82 913 44238 54 417 538 617 83 713 50 54 892 954 45151 219 31 320 59 86 585 764 83 953 95 1001 46144 91 308 72 438 536 93 735 58[ 100] 864 47021 212 50 636 48053 58 73 92 232 380 476 536[ 100] 675 883 908 87 49248 82 90 371 575 875 89 50093 105 38 200 16 311 455 500 620 934 51001 80 148 230 451 81 506 603 814 20[ 100] 52160 66 308 747 52 968 53096 124 229 358 67 668 817 84 89 99 941 54035 108 19 61 78 246 83 348 77 98 421 34 502 22 66 865 55212 364 567 805 56312 412 16 19 65 611 40 808 48 57096 139 464 758 611 58072 368 444 74 632 44 59089 291 393 605 92 93 817 51 904 48 62 60149 358 61 559 79 739 62 882 61016 35 190 200 26 581 808 937 61[ 150] 62210 335 483 85 690 814 922 63085 472 81 537 773 840 60 903 62 64022 141 92 283 [ 150] 606 93 899 954 65136 49 269[ 200] 342 98 505 48 973 74[ 100] 66082 107 361 425 60 599 648 54 76 794 67090 257 305 62 560 643 715 33[ 150] 70 807 68129 76 235 72 347 82[ 150] 406 9 626 44 710 69029 32 57 462 888 928 66 70035 40 97 432 613 17 25 53 864 94 71450 528 [ 100] 858 60 81 72006 102 29 44 214 73110 307 561 805 998 74065 169[ 3000] 201 67 378 98 456 650 867 75174 215 355 444 596 647 739 880 971 77 76272 300 43 71 471 505 33 724 67 904 77090[ 100] 184[ 100] 232 413 528 603 15 762 914 83 78112 34 88 96 561 73 759 94 974 98 79205 352 493 80020 28 95 244 455 81079 94 355 449 658 64 82005 49 53 259[ 100] 372 78 436 594 626 719 54 63 83249 61 76 81 470 88 534 61 846 84252 77 531 658 739 46 980[ 150] 85038 107 331 36 89 508 83 628 832 86006 326 44 62 610 79 729 935 87072 81 543 690 752 860 907 88108 208 11 39 336 72 598 622 767 89028 71 91 113[ 100] 463 94 521 98 693 783 804 12 70 91 913 90169 264 325 39 454 774 832 33 912 91051 282 406 53 517 93 776[ 150] 878 986 92142 85 219 347 704 93034 100 2 25 98 526 687 728 38 871 941 69 87 94057 80 228[ 200] 323[ 100] 425[ 100] 598 601 95043 87 96 197 486 573 79 602 53 737 886 932 63 77 96199 644 50 99 868 990[ 100] 97037 196 460 528 50 616 703 65 886 965 98265 66 820 99034 121 266 365 73 475 790 874 943 50 100230 308 619 716 56 86 948 101087 246 459 529 933 47[ 300] 102006 38 232 87 638 75 730[ 200] 103430 43 58 680 740 878 938 104326 418 749 840 914 36 105403 551 763 889[ 200] 971 78 106008 99 264 300 88 504 31 74 745 107044 49 100 230 387 467 699 809 108062 121 99 296 376 541 54 702( 150) 902 109009 37 280 313 489 665 976 902, 919 111073 130 259 74 747 906 112403[ 1501 70 516 31 36 810 92 113050 117 332 73 74 402 508 88 676 721 908 114092 422 505 601 98 772 823 115044 89 259 72 610 859 116000 54 126 50 92 208 381[ 100] 589 [ 100] 603[ 150] 37 59 838 76 909 117010 22 120 35 5 Kleine Anzeigen. 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Druck und Verlag von Wax Bading in Berlin. 19816