Nr. 57. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Versammlungs: Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern sprem- Anschluß: Xmt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der größte Streik. machen. Dienstag, den 8. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. " der modernen Industrie in Gang bringt und im Gang hält. lischen Kohlenbau ist eine noch eklatantere Bankrotts Die kapitalistische Produktion beruht auf der Maschine Erklärung des Rapitalismus, denn sie stellt das ganze wirth Als vor einigen Monaten die organisirten und klassen- und die Maschine ist todtes Gerümpel ohne die Kohle, schaftliche Leben Englands in Frage. bewußten deutschen Buchdrucker die Arbeit einstellten, brachte in der die Kraft schlummert, und die den König Dampf" Ob die Arbeitseinstellung blos 8 Tage dauern wird Sies ganz Deutschland in Bewegung; der große Buchdrucker entfesselt. In der Kohle liegt neben der Wärme die Kraft. oder länger das läßt sich nicht absehen. Gewiß ist, daß Streit" stand in dem Vordergrund der politischen Ereignisse, Nach den Berechnungen des Professors Rogers von Washington die Aussichten auf eine gütliche Erledigung so gut wie fie alle durch seine Bedeutung verdunkelnd. Und die Presse hat ein Pfund Steinkohle eine dynamische Kraft in sich, geschwunden sind. Die Stimmung der Kohlenarbeiter ist des Auslandes beschäftigte sich mehr mit dem deutschen welche der Arbeitsleistung eines Mannes an einem Tage gehoben und entschlossen die Zahl derer, die mit dem Buchdruckerstreike, als mit der gesammten deutschen so- gleichkommt. Und in den Kohlen, die den englischen Nationalen Bergarbeiter- Berband" gemeinschaftliche Sache genannten hohen Politik". Kohlengruben alltäglich entnommen werden, steckt die machen, wächst fortwährend auch ein namhafter Theil Die Zahl der deutschen Schriftsetzer beträgt ungefähr Arbeitskraft von 100 Millionen Menschen. Steht die der schottischen Kohlengräber wollen mit, spielen"( play), so 20 000, von denen etwa die Hälfte ausstand, Arbeit in den englischen Kohlengruben still, so hört, sobald daß die halbe Million voll wird. Der Streitfonds Und jetzt bereitet sich ein Streit von zwanzigfacher die jetzt zu Tag liegenden Vorräthe verbraucht sind, die beträgt in Allem ungefähr 12 Millionen Mark, wovon Ausdehnung vor: die Arbeitseinstellung der größeren Hälfte englische Industrie auf. Ohne Kohlen keine Industrie. 10 Millionen auf den Berband" kommen. Das reicht für der englischen Kohlengräber, deren Zahl sich im Ganzen auf mit Recht erblickt daher die englische Presse in dem 500 000 Männer, von denen die meisten Familien haben, ungefähr 800 000 beläuft. Der Vergleich mit dem deutschen kommenden Kohlenstreit eine der schwersten Kalamitäten, natürlich nicht weit die Mitglieder des Verbandes" Buchdruckerstreit, der schon eine so tiefeinschneidende Wirkung von denen die englische Industrie jemals bedroht oder er- und der übrigen Organisationen haben sich aber bereit erhatte, zeigt recht anschaulich das Riesenhaste des kommenden faßt worden. klärt, eine Woche auf jede Unterstüßung zu verzichten, englischen Rohlenarbeiterausstandes. Fast eine halbe Million Und wodurch ist diese Kalamität herbeigeführt worden? ein Versprechen, das wir freilich nicht überschätzen wollen. fleißiger Hände, die an einem gegebenen, Wochen und Die Antwort ist eine vernichtende Anklage gegen die Die englische Arbeiterwelt schaut mit gespanntem Monate lang vorher angesagten Tage, zur genau bestimmten kapitalistische Produktion. Interesse den Vorbereitungen des Riesenstreiks zu- weit Stunde, Hammer, Schlägel und Hacke niederlegen, und auf Die englischen Grubenbesitzer haben durch tolle Kon- ruhiger als die Bourgeoiswelt, der das Symptomatische weiter, breiter Fläche das Dichterwort: Alle Räder stehen kurrenz und planlos anarchische Wirthschaft die Kohlen der Krise nicht entgehen kann. Sie ahnt, daß die Rolle, still, wenn Dein starker Arm es will", zur Wahrheit preise so heruntergetrieben, daß sie ihre Rechnung nicht welche der Kapitalismus hier spielt, das Verdammungsmehr dabei finden, und sich nun für die Folgen ihrer eigenen urtheil jedes vernünftigen Menschen hervorrufen muß. Jeder Maßstab fehlt uns für diesen, alle Streits der Thorheit und Habsucht an den Arbeitern schadlos zu halten Rein Zweifel- und die Wahrheit liegt sonnenklar Vergangenheit und Gegenwart weit überragenden Halb- suchen, indem sie die Löhne herabsehen. Dem stellen sich die da: daß diese beispiellose Krise über England hereinmillion Streif. Der Nationale Feiertag" der Chartisten Arbeiter entgegen und wollen die Arbeit einstellen, in der bricht, ist einzig und allein die Schuld des kapitalistischen zu Anfang der vierziger Jahre, der erste und bis jetzt Erwartung, daß mit Abnahme der Kohlenvorräthe der Systems. einzige Versuch einer allgemeinen Arbeitseinstellung eines Kohlenpreis steigen und die Möglichkeit einer Erhöhung der Ein paar anarchistische" Schreier schwadroniren von ganzen Landes, des nationalen Generalstreiks, hatte auch Löhne eintreten werde. einem„ allgemeinen Streif", zu dem der Kohlenarbeiternicht annähernd den gleichen Umfang und der größte Gestern Ueberproduktion, heute Panik, morgen Ein- Streit erweitert werden soll. Ob dieses Aberwizzes lacht aller Streits, welche bisher in England, dem Lande der stellung der Produktion, um einen Ausgleich zu schaffen selbstverständlich jeder englische Arbeiter. Allein jeder eng großen Streits par excellence vorgekommen sind, ebenfalls kann das unsinnige Indentaghinein Wirthschaften des lische Arbeiter, der denkt, wird jetzt auch zu der Schlußein Rohlengräber Streit, hatte nicht die Hälfte des Um- Kapitalismus eindrucksvoller beleuchtet werden? folgerung gezwungen, daß mit dem kapitalistischen System, fanges. Es heißt, die englischen Grubenbesitzer seien mit dem dem das Wirrniß und das Unheil zu verdanken ist, geTritt die Bedeutsamkeit dieses kommenden Ausstandes Borgehen der Grubenarbeiter einverstanden, ja es wird sogar brochen werden muß. Die praktischen Konsequenzen werden schon durch die Zahl der Theilnehmer hervor, so gelangt behauptet, sie hätten es veranlaßt. Gewiß ist, daß sie feine auch bereits gezogen, und der Trades- Unionist" sowohl, fie zu vollem Verständniß doch erst, wenn man die Ursache haben, für ihre Personen unzufrieden zu sein. Allein wie die Juſtice" verlangen die Nationalisirung des Natur der Arbeit bedenkt, welche jetzt zum Stillstande ge- das mindert nicht die Widersinnigkeit und das Gemein- Minenbetriebs", das heißt die Verstaatlichung des Bergbracht werden soll. Jede für die Erhaltung und Fort- schädliche des ganzen Vorganges. In jedem Fall werden baus und dessen sozialistische Regelung. Der Kapitalismus entwickelung der menschlichen Gesellschaft nothwendige Arbeit die Arbeiter harten Entbehrungen ausgesetzt, und wird die mag sich wenden und drehen wie er will, er ist am Ende ift gleichwerthig, indeß es ist doch ein Unterschied zwischen den gesammte Industrie des Landes aufs ärgste benachtheiligt; seines Lateins er hat abgewirthschaftet und was wir verschiedenen Arten der Arbeit die einen sind von un- und wenn auch die Grubenbesitzer durch die Erhöhung der heute im Kohlenbergbau erleben, das wird in allen Promittelbarerer Nothwendigkeit als die anderen. Und keine Kohlenpreise sich bereichern, so hat die Gesammtheit den duktionszweigen eintreten. Die Bourgeoisie hat ihre Mission ist es in höherem Grade, als die der Kohlenarbeiter. Ein Schaden zu tragen. Stocken der Baumwollen- Induſtrie, wichtig wie sie ist, erfüllt, sie kann nicht einmal mehr das Ausbeutungsgeschäft Klarer konnte der Beweis nicht geliefert werden, daß in geschäftsmäßiger Ordnung betreiben es ist Zeit, daß würde für England auch nicht entfernt von solcher die Bourgeoisie unfähig geworden ist, die ökonomischen sie durch das Proletariat abgelöst wird. Wichtigkeit und Tragweite sein, wie das Stocken der Kohlen- Lebensbedürfnisse der modernen, zivilifirten Gesellschaft zu Förderung. Rohle und Eisen hat man gesagt sind die zwei Füße, auf denen die englische Industrie steht. Die Kohle, Der schwarze Diamant", giebt den Eisen erst die Kraft, belebt, bewegt den millionenarmigen Eisenkoloß, der alle Hämmer schwingt, alle Räder treibt, das gewaltige Uhrwerk M Feuilleton. Nachdruck verboten.] Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. [ 57 0 befriedigen. Ju der englischen Baumwollen Judustrie hatten wir schon vor 5 oder 6 Jahren das Schauspiel, daß die Bourgeoisie sich an ihre Arbeiter wenden mußte, um gemeinschaftlich mit ihnen zu einer nothdürftigen Regulirung der Produktion zu gelangen. Die gegenmärtige Krisis im eng " Unsinn ist es, Professor; wir haben für die Männer nicht genug zu thun, was soll erst werden, wenn die Frauen auch noch an der Männerarbeit theilnehmen wollen." " Die Frauen, scheint mir, haben dasselbe Recht auf lohnende Arbeit, wie die Männer." " Sie können stricken, sticken und nähen." " Das nährt sie nicht hinreichend." " Dann mögen sie heirathen." " Es findet nicht jede einen Mann." Politische Uebersicht. Berlin, den 7. März.. debatte. Anlaß dazu bot unsere Kolonie in Südwest- Afrika, Der Reichstag hatte heute wieder ein Stück Kolonial " Ah, Herr Barth," rief Wehrhahn malitiös, der Chef der neuen Buchdrucker- Assoziation, die uns Allen den Garaus machen will. Hm, hm; Sie werden uns doch noch eine kleine Gnadenfrist geben?" " Ich komme wegen des Artikels über die neuliche Gerichtsverhandlung," erklärte Barth, ohne auf die höhnischen Bemerkungen des vom Glücke begünstigten Kollegen einzugehen. Ah, wegen der Verhandlung gegen Ihre Braut? Ein Der Fabrikant, ein noch immer stattlicher Mann, der, kenne das aus Erfahrung. Wenn ein Mädel halbwegs ge- wundert uns Alle, daß Sie bei so viel Familiensorgen " Weil sie preziös, wählerisch, anspruchsvoll sind, ich sehr unangenehmer Fall für Sie, Herr Barth, und es wenn es galt, das graue Haupt mit achtunggebietender bildet ist, will sie gleich hoch hinaus. Ich habe deshalb sich auch noch mit solchem phantastischen Seram abgeben Würde zu tragen verstand, empfahl sich nunmehr. Herr auch nicht geheirathet und halte nur eine Haushälterin, die können." Wehrhahn aber bemerkte bei seinem Weggehen: " Ein ganzer Mann, dieser Findeisen, der versteht's Ge- Die kleine Findeisen wäre nicht übel; mit dem Alten würde was erstens mit der Sache gar nichts zu thun hat und ich beliebig wegschicken kann, wenn sie nicht mehr gut thut. ,, Es ist in dem Artikel gesuchter Weise Vieles bemerkt, schäft; so weit wie der bringen wir's mit aller Plage ich nöthigenfalls einig werden. Aber, aber! die will hoch zweitens auch nicht einmal auf Wahrheit beruht." nicht, aber er hat Unglück mit den Kindern." " Doch nur mit dem Sohne," entgegnete der Professor. Bierhundert können wir nicht aufnehmen; wir wollen Herr Barth." hinaus. Ja, was ich sagen wollte, die Berichtigung der I, das wäre; sprechen Sie sich doch deutlicher aus, " Ich weiß doch nicht," entgegnete Wehrhahn mit einem einfach mittheilen, daß uns eine Berichtigung mit vierschweren Zweifel ausdrückenden Beiseitelegen des Hauptes, hundert Unterschriften zugegangen sei, die ihrer verlegenden die Erscheinung und das Benehmen meiner Braut berichtet, mit dem Sohne kann sich's noch machen, wenn er ausgebraust Form halber keine Aufnahme finden könnte; wir müßten als wenn sie freiwillig eine Rolle auf der Bühne gespielt Ich finde es erstens sehr unpassend, daß man über hat; aber bei dem Fräulein ſigt's tiefer. Denken Sie sich, Professor, jetzt will dieses merkwürdige Geschöpf einen Ver- und da nehmen wir heraus, was uns paßt." uns darum begnügen, den Hauptinhalt wiederzugeben, ein zur Hebung der Lage unbemittelter Frauen und Mädchen gründen, und das nicht etwa durch Unterstützungen, sondern, was meinen Sie wohl?" " Wahrscheinlich durch Erschließung einer Anzahl von Berufszweigen für Frauen?" " Richtig; die alte Emanzipationsidee mit neuem Aufpuz." " Dr. Beißer ist etwas gar zu stark ausgefallen." Was ich nicht wüßte; man fann diesen Bummlern nicht derb genug auf den Leib rücken. Der Dr. Beißer ist ein ganzer Kerl, wenn er nur nicht immer Vorschuß verlangen wollte!" Die letzteren Worte waren kaum gesprochen, als es an hätte." " Freiwillig hat sie diese Rolle allerdings nicht gespielt, das gebe ich Ihnen zu, Herr Barth", höhnte Wehrhahn. Grade unwürdig in solchem Falle." " Ich finde eine solche Art Berichterstattung im höchsten Sie wollen wahrscheinlich sagen: unangenehm? das fönnen wir auf Einzelne nicht Rücksicht nehmen, zumal bei mag sein; aber unsere Leser wollen das so haben, und da Es scheint mir die Sache doch wichtig, wenn man be- die Thür klopfte, und auf das von zwei Stimmen ge- Leuten, welche selber so wenig Rücksichten für nöthig halten, denkt, daß so viele Frauen sich mit dem besten Willen ihr rufene Herein" erschien Barth ernst und bleich im Ste- wie Sie es zum Beispiel in der Volksversammlung vor Brod nicht verdienen können." daktionszimmer. einigen Tagen gethan." früher bekannt unter dem Namen Lüderizland. Diese Kolonie, Nichts kennzeichnet besser die Kulturstufe, auf welcher| kolossalen Heeres vor Augen haben wird." Eine ver welche einen Landkomplex ungefähr ein und ein halb Mal unser liberales Bürgerthum steht, als die Folgerungen, nichtendere Kritik des Militarismus ist kaum denkbar. so groß wie das Deutsche Reich umfaßt, hat, seitdem der welche der Hannoversche Kurier" und ihm nach das gemittlerweile verschollene Bremer Kaufmann Lüderitz sie sinnungsverwandte Zeitungsgeschwister an diese greuelvollen Das Land der Nothkrawalle und Soldatenerwarb und dann an das Reich abtrat, schon wiederholt Vorgänge knüpfen. Gegen die Guillotine, für das Richt- mißhandlungen. Das ist der Ehrentitel, den ein unsere Kolonialenthusiasten in große Aufregung verfeßt. beil! Mit brutaler Sentimentalität winselt die Magde- französisches Blatt unserem deutschen Vaterlande ertheilt. Am tollsten war aber wohl der Trubel, als die Nachricht burgische 3tg.", daß solche Szenen die schwersten Bedenken" Sehr schmeichelhaft ist der Titel nicht, um so weniger, als kolportirt wurde, daß Südwest Afrika reiche Mineralerze, gegen die Todesstrafe? o nein gegen die Anwendung wir leider nicht in der Lage sind, ihn zurückweiſen zu darunter Silber und Gold, in seinem Boden berge. Damals der Guillotine" erwecken. Wir würden", erklärt sie, unsere tönuen. Nächstens werden die Franzosen wohl noch die bildeten sich Bergbau Aktiengesellschaften, und der Börsen- Lefer mit der graufigen Schilderung verschont haben, hätten Majestätsbeleidigungen in den Ruhmeskranz einflechten. schwindel schickte sich an, auch diese afrikanischen Werthe" wir es nicht im Interesse der Sache für unsere Pflicht ge- Augstprodukte. Die abenteuerlichsten Gerüchte schwirren zu handeln. Nur der mittlerweile eingetretene allgemeine Krach halten, fie zu veröffentlichen. Wenn ein Fall wie der vor- durch die Luft. Ausnahmegeseze gegen die Umsturzparteien verhinderte es, daß zu den zahllosen werthlosen Papieren, welche stehend geschilderte auch ganz vereinzelt dastehen sollte, so sollen geplant sein und zwar habe Deutschland den Anstoß vertrauensbufelige Käufer für ihr gutes Geld erwarben, nicht ist es doch eine gebieterische Forderung der Menschlichkeit, zu einem internationalen Gesellschaftsrettungs- Feld und auch noch Südwestafrikanische Bergbau- Aktien kommen. Die gegen die Gefahr seiner Wiederholung absolut sichere Bürg: Kreuzzug gegeben. Insbesondere würden auch gegen die Gründung sollte durch Engländer inszenirt werden, an schaften zu schaffen." Eine Menschlichkeit, die von Blut bevorstehende Maifeier internationale Polizeimaßregeln ge welche die Südwestafrikanische Gesellschaft die Kolonie für trieft und statt die Todesstrafe zu beseitigen, sich abquält, plant- furz all der Blödsinn und Aberwig, den wir, seit 3 Millionen verkaufen wollte. Der Raus wurde aber infolge das Scharfrichterhandwerk technisch zu vervollkommnen! des Krachs nicht perfekt, und die Engländer ließen die die kapitalistische Staats- und Gesellschaftsordnung den Die greuliche Szene hat sich übrigens schon früher, faft Todtenwurm in ihrem Gebeine verspürt, zeitweise, mit der bereits bezahlten 200 000 Mart Rengeld fahren. Für in allen Einzelheiten gleich, zu Anfang der sechziger Jahre Regelmäßigkeit von Ebbe und Fluth natürlich in diesen Landstrich fordert mun die Regierung feit nunmehr in Sachsen vollzogen. Und damals war das Entseßen wechselnder Form- auftauchen zu sehen gewohnt sind. sechs Jahren regelmäßig 300 000 Mart, um dort Kultur- und die sittliche Empörung so groß, daß in Sachsen die Der Werth dieser Gerüchte besteht für uns blos darin, daß Unternehmungen zu unterstützen oder Versuche anzustellen Todesstrafe abgeschafft wurde. und das dazu nöthige Personal 2c. zu unterhalten. Augenfie uns zeigen, was für Hasenherzigkeit und Unverstand es blicklich versucht man es mit der Schafzucht, nachdem der aber durch Reichsgesetz wieder eingeführt, bei welcher GeZwölf Jahre später wurde der gesetzliche Menschenmord doch in der Welt geben kann. Fleischerport, der Bergbau und die Gewinnung von Fisch- legenheit Hans Blum, der Sohn des Hingerichteten", den guano fich nicht bewährt haben. Ausschlag zu Gunsten der Todesstrafe geben half. haben, wie jene sächsische. Wir haben inzwischen so große Die hannoversche Grenelizene wird nicht die Wirkung Fortschritte gemacht in der Kultur. Zwangs. Seelenretter. Man erzählt von Großinquifitoren, die mit thränenden Augen Keter verbrennen Bon freifinniger Seite wurde nun die Streichung dieser 300 000 Mart beantragt, und daran knüpfte sich eine die Glauben, es sei besser, daß der Leib verbrenne, als daß die ließen, die aber das natürliche Mitleid überwanden in dent ganze heutige Sitzung ausfüllende Diskussion. Im Laufe Seele Schaden leide. Auf dem Scheiterhaufen konnte der derfelben glaubte Graf Arnim( Muskan) den Mangel an Gründen mit Beschuldigungen und Verdächtigungen, wie sie Rezer noch seine Irrlehren abschwören; das war doch in der Nera Bismarck üblich waren, ersehen zu können und Das Schlachtfeld der Zukunft. Nach dem hervor. immer noch vortheilhafter für ihn, als für alle Ewigkeit warf dem Abgeordneten Bamberger vor, daß er die Ab- ragenden Chirurgen der fachkundige Militär, nach Bill in der Hölle zu braten. Das Rezerverbrennen ist zwar aus ficht habe, die Kolonie den Engländern in die Hände zu herr v. or ſt, Beibe einig in ihrem Urtheil über die Furcht besteht auch heute noch an maßgebenster Stelle. Der Kultus. roth der ehemalige f. t. Landesvertheidigungs- Minister Frei- der Mode gekommen, aber der Wahn, der dazu antrieb, spielen. Bamberger erwiderte darauf mit einer wohl barkeit des nächsten Strieges, über die riesigen Berluste au minister Graf Beblitz besteht darauf, daß man Kindern angebrachten Grobheit, und nun hielt der wohledle Graf Menschenmaterial und die entsegliche Grausamkeit gegen die religionsloser Eltern wider den Willen der Letteren kon den Zeitpunkt für gekommen, mit einem Duell drohen zu Opfer des Krieges, welche durch die Fortschritte der Waffen- feffionellen Religionsunterricht beibringen müsse; es giebt müssen. Bamberger lehnte diesen Ult aber rundweg ab und trieb den blutdürftigen freikonservativen Selden technik nothwendig wird. In einem soeben erschienenen für ihn nichts Unglückseligeres, als ein ohne solchen aufschließlich so in die Enge, daß derselbe all feine lehrreichen Aufsay über das Schlachtfeld der Zukunft führt gewachsenes Kind. Wenn es nicht Männer gegeben hätte, Vorwürfe zurücknehmen zurücknehmen mußte. Als charakteristisch Horst aus, daß während einer tobenden Schlacht ein die an dem Kirchenglauben rüttelten und ihm gegenüber die für die derzeitige parlamentarische Lage darf es ver- Burückgehen, Burückgeleiten oder Zurücktragen der Ver- allgemeine menschliche Moral zur Geltung gebracht hätten, für die derzeitige parlamentarische Lage darf es verwundeten zu den Hilfs- oder Verbandpläßen oder gar ein die Rezerverbrennungen würden heute noch im Schwange zeichnet werden, daß vom Zentrum sich nicht ein Redner an dieser Debatte betheiligte. Da der Schwindel linie unmöglich sein wird, wenn man das schwer, zum Grafen Bedliß leben, würden nie zur Beseitigung derselben Entgegensenden der Lazarethwagen in die Nähe der Feuer- sein. Die Herren, die noch heute in dem Wahne bes der angeblichen Sklavereibekämpfung für Südwestafrika, wo es teine Stlavenjagden giebt, nicht vorgeschoben werden Theil gar nicht zu erseyende Sanitätspersonal, die Be- gelangt sein.taun, so läge für das Zentrum auch nicht der leisefte Schein Frist vollständig opfern und auch die Verwundeten nicht schrieben, Bebel sei als Direktor des„ Vorwärts" ins spannungen und selbst die Fuhrwerte nicht binnen fürzester Jagdgeschichte. In französischen Blättern wird ge vor, fich für diesen Posten zu engagiren. Trotzdem stimmte ber erhöhten Gefahr neuerlicher Verletzung oder der Kanzleramt"( Chancellerie) vorgeladen und betreffs der die Bartei gefchloffen für die Position. Alles natürlich Tödtung aussehen will; die Hilfs- und die Verbandspläge Beröffentlichung des Erlaffes über die Soldatenmishand & conto des Schulgesetzes in Preußen. -namentlich aber die ersteren werden während der lungen einem Berhör unterworfen worden. Die franzöfifchen Sumanität. Am 1. März ist in Hamiover der Mörder Schlacht sehr bedeutend weiter zurückverlegt werden müssen Blätter sollten sich doch in Deutschland bessere Korrespon Hagemann hingerichtet worden. Das Organ des Herrn und auch dort die für eine möglichst ungestörte Arbeit der benten anschaffen. Es liegt das wahrhaftig im Intereffe v. Bennigsen, der„ Hannover'sche Kourier", bringt über die Aerzte erforderliche Deckung nur dann finden, wenn ihre Frankreichs und auch im unfeigen. Die Franzosen stehen Hinrichtung folgenden Bericht: Etablirung in oder hinter massiven Gebäuden oder in be- sonst in dem Ruf, das Lächerliche zu fürchten Sagemann wurde auf dem furzen Wege zum Schaffot deutenden Bodenvertiefungen möglich ist, oder feiner Jacke entkleidet, festgeschnallt, unter das Beil geschoben, fie fich fünftlich eingraben, was wenn folche, von traffefter Unkenntniß zeugende Notizen, denen aber und nun erfolgte nicht etwa ein dumpfer Schlag; es hätte ein betracht des erforderlichen großen Raumes in An wir Dußende nicht minder alberne anfügen könnten, machen folcher gehört werden müssen, wenn die Sache in Ordnung war, mit Silfe zahlreicher Arbeitskräfte und eines großen Direktor des Vorwärts", bas mag noch gehen, aber das mur fie fich aber im höchsten Grade lächerlich. Bebel als aber ehe der Kopf völlig abgeschnitten war, blieb das Beil Beitaufwandes erzielt werden könnte, alfo in den feltensten Ersuchen des Reichstanglers, Bebel möge die in seiner stehen. Und nun bot sich ein Anblick, der auch den stärksten Fällen möglich sein wird; es wird sohin die Auflesung und Reichstagsrede über die Soldatenmißhandlungen angebotenen Mann erschüttern konnte. Die Gehilfen verfuchten durch gleich Bergung der Verwundeten- namentlich aus der eigent Beweisstücke der Regierung mittheilen, zu einem peinlichen zeitiges Rucken an dem Körper den Kopf vollends abzureißen. Erft als dieser Verfuch sich als fruchtlos herausstellte, tletterte lichen Gefechtslinie, die einen längs der Front laufenden Berhör vor irgend einem mythischen Gerichtshof( offenbar einer der Gehilfen auf die Maschine und verfuchte vergeblich, Streifen von mehr als 1½ Kilometern Tiefe in sich schließen dachte der Entenfabrikant an den englischen Kanzleihof) Das Beil wieder in die Höhe zu ziehen, Gublich gelang es wird erst dann möglich sein, wenn eine namhafte Bor- aufzubauschen, das ist denn doch zu arg. durch Reißen und durch Biehen und Drücken am Beil, den rückung der Truppen erzielt, oder die Schlacht überhaupt Kopf völlig vom Rumpfe zu trennen, es hieß nachher, entschieden, oder der Kampf durch das Hereinbrechen der eine Schraube sei gebrochen. Wie fann bei Keine Panik. Herr Richter behauptet, der„ Vorwärts" folchen Sandlung eine Schraube brechen! Sätte der Senker stillstande machen wird, weil Freund und Feind Zeit zu ge- Krawalle hervorgerufen worden sei. Herr Richter scheint einer Nacht( die ein stillschweigendes Uebereinkommen zum Waffen- phantafire nur von einer Panik, die durch die Berliner ein Beil gehabt, jo hätte er, wenn der erste Schlag fehlte, boch winnen trachten muß, seine Verwundeten bergen, feire bie Beitungen nicht gelesen zu haben. Nur wir, meint ber schnell nachschlagen und der entsetzlichen Prozedur ein Ende machen tönnen. Daß der Tod nach dem Fall des Beiles ein- Truppen wenigstens nothdürftig laben und nähren zu können) tapfere Mann, seien von einer gewiffen Panik" ergriffen getreten sei, glauben die Aerzte, welche der Vollstreckung bei- unterbrochen sein wird. Die künftigen großen Eut gewesen, weil wir das Bewußtsein gehabt, die Krawalle wohnten, bestimmt, aber wer will bas beschwören? Gefeht scheidungsschlachten", sagt Sorft, zu welchen jeder Theil veursacht zu haben die Herr Eugen Richter uns an die den Fall, das Beil wäre einen Boll höher stehen geblieben und so viel als nur möglich Sträfte auf den entscheidenden Punkt Rockschöße zu hängen versucht hat. Nun, wenn gefchoffen Der Delinquent hätte noch Empfindung von dem Mißerfolg bringen wird, und denen vor den langen Fronten der worden wäre, hätten wir das Mausloch sehen mögen, in gehabt und hätte viele Sekunden auf den erlösenden Streich sich einander nähernden Armeen Rentoutres und Ein welches Herr Nichter nicht bereit gewesen wäre, 3 warten müffen! Sollte ein solcher Fall, an den die Leitungstämpfe von Augenzeugen nur mit Entfeßen denken können, nicht die Frage Schlachten vorausgehen werden, werden sich nicht in einem, der Dimension früherer kleiner schlüpfen. nabe legen, ob die Guillotine nicht zweckmäßig auch in Sannover dem Beile Play machte, nachdem das Ginzige, was die vielleicht auch nicht in zwei und drei Tagen abspielen; es Tapfere Liberale. Auch in der bayerischen Maschine rechtfertigen taun, die absolute Sicherheit in Zweifel wird ein furchtbares Ringen um den Sieg werden, weil Abgeordnetenkammer hat es dieser Tage ein Schulkonflittchen gezogen werden muß?" jeder Theil die gräßlichen Folgen der Niederlage eines gegeben. Der deutschfreisinnige Abgeordnete Beckh- Nürnberg Bublikum nicht mehr aus Ihrem Organ allein erfährt, was Wahrheit sein soll und was nicht." " Ich habe meine Pflicht gethan." lub wir die unserige. Das lassen Sie sich gesagt sein, Herr Barth," hahu. Ich weiß, was ich zu thun und zu lassen habe, ich bin mündig." Es ist Theilnahme, Sie mögen mir's glauben oder So? Und dann halten Sie es wohl auch für Ihre nicht." Pflicht, ein unglückliches Mädchen als Opfer ihrer Put- Es mag sein; jedenfalls thue ich nichts als meine fucht hinzustellen, welches fleißig, ordentlich, befcheiben und Pflicht; aber diese auf jeden Fall, es mag kommen, was da einfach war, wie keine Andere?" Als solche haben Sie das Mädchen angesehen, Herr Barth, das ist ganz natürlich, denn die Liebe ist blind. Aber wir, die wir mit unbefangenen Augen zusehen, tönnen auch eine andere Meinung hierüber haben, nicht wahr? Kennen Sie denn das Mädchen?" Nein, wir haben nicht die Ehre; wir haben solche Bekanntschaften nicht." " " Und wollen fie trotzdem perurtheilen?" Wir nicht, behüte Gott! das überlassen wir dem Ur theil des Gerichts, und dieses hat deutlich genug gesprochen." Ja, es hat gesprochen; aber es wird anders sprechen in furzer Zeit." Das hoffen Sie? Nun, ich wünsche Ihnen alles Glück; aber große und wirken konnte, dann tann es Reiner." will." Ihnen ist nicht zu helfen." gekommen, um Rathschläge zu hören, die mir nichts helfen " In dieser Beziehung gewiß nicht. Ich bin auch nicht tönnen, sondern Sie zu bitten, meiner Braut insoweit Genugthuung zu geben, daß Sie in Ihrem Blatte Notiz davon nehmen, daß gegen das verurtheilende Erkenntniß des Gerichts Nichtigkeitsbeschwerde eingereicht worden." „ Ach, das ist ja nicht so eilig." " Die Ehre meiner Braut verlangt es." " Das tann möglich sein, ich weiß es nicht." Sie wollen also diese Notiz nicht bringen?" Nein, Herr Barth." Und warum wollen Sie nicht?" " Weil das unsere Leser ganz und gar nicht interesfirt." Dr. Raffmaus? Ich danke für einen solchen Verbenahm?" theidiger." Leser, zu erfahren, wie 11 burch Wollen Sie etwa eine neue Zeitung gründen? Darüber fann ich nur lachen; Sie werden nun der Siebente sein, der das versucht und sich dabei ruinirt hat. Ihnen fehlt nur noch die Zeitung, um Sie fertig werden zu lassen. Nur immer zu; viel Glück, ich bin nicht neidisch." " Wir sprechen uns wieder, Herr Wehrhahn," begnügte haltung zu verspüren, denn er bemerkte spöttisch: sich Barth zu bemerken und empfahl sich. Auch Wehrhahn schien teine Lust zu weiterer Unter „ Es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Simmel wachsen." Darauf hin verabschiedete er sich von seinem Redakteur, um nicht zu spät im Kreise der Gesinnungsgenossen beim Frühstücksschoppen zu erscheinen, wo er als Befizer der neuesten Nachrichten und Depeschen eine sehnlichst erwartete und gefeierte Persönlichkeit war. Zweites Kapitel. Die Genossenschafs Die Vesperstunde schlägt und wird in der Barth'schen vent Beft. Wenn Dr. Raffuaus ihre Freisprechung nicht er Aber es intereffit boch Ihre Befer vor Gericht timpist. An Stelle des exuſten Schweigens, mitarbeit& meine Braut war und wie sie sich fündigt. Das ist etwas Anderes, das gehört zur Ausschmückung diese Soldaten der Zivilisation ihre anstrengende Arbeit zu regung; die Sezerhaken werden in Eile bei Seite gelegt azu war also meine Braut gut? wenn Sie nur und Alles drängt sich nach dem Maschinensaale, deffen Daufen Sie nicht zu früh, Sie könnten ihn noch sehr des Referats." nöthig brauchen, denn wie ich höre, wird gegen Sie wegen Ihrer neulichen Rede die Kriminal- Untersuchung, eingeleitet. einen Ist dem nicht so, Herr Barth?" fich daraus, ob die Menschen, denen Sie Ihre Aufmerksam hatte. Dem ist so, denn ich bin bereits zum Staatsanwalt feit zuwenden, darunter au Ansehen und Ehre Schadenleiden? zitivt." Sehen Sie nun, in was für unangenehme Lagen Sie sich mit Ihren Extravaganzen begeben? Rehren Sie um, Herr Barth, da es vielleicht noch Zeit ift. Sie könnten ein ganz hübsches Geschäft haben, wenn Sie sich an ein ordent liches geschäftsmäßiges Wesen gewöhnen wollten; jest find Sie ein halb ruinirter Mann." " Ich danke für Ihre guten Rathschläge, Herr Wehrwird doch die Welt betrogen!" Die Leute nehinen Play, so gut fie eben vermögen, Das nennen Sie für Recht und Fortschritt kämpfen? O, wie und die Versammlung hat ganz das Aussehen, wie bei unterlassen, die hier ganz und gar nicht am Platze sind. Druckereien aber fehlen. Herr Barth, Sie dürfen getrost Ihre Bemerkungen diesmal Barth felber zugegen ist, die Deputirten der anderen jener von uns früher geschilderten Verhandlung, nur daß Wir können es nicht jedem Menschen recht machen, und die Redaktion weiß, was sie zu thun und zu lassen hat." " Nun wohl, so weiß ich, was ich zu thun habe; ich werde ein Mittel zu finden wissen, durch welches das ( Fortsetzung folgt.) " in Bayern besser unter dem heiteren Rufnamen des Herzogs| Der angekündigte Streik der Londoner Kohlenträger be- fehr starke. Die Versammlung wurde aufgelöst wegen der Bes von Achberg" bekannt, beeiferte sich gleich seinen preußischen schränkt sich darauf, daß sie erklärt haben, keine ausländischen merkung eines ersammlung wurde aufgelöst wegen der Bes man Zeit auch Genoffen man denke an Herrn Knörcke im Brustton Rohlen auszutragen oder auszufahren. Einige Gas- und die Abgeordneten lehren, was ihre Pflicht sei." Nun der Ueberzeugung zu erklären: Den Vorwurf des Atheismus Eisenbahngesellschaften haben nämlich, mit dem das inter- aber wurden Bettel vertheilt mit der Aufforderung, weise ich entschieden zurück." Was die Ultramontanen nicht nationale Ausbeuterthum kennzeichnenden Patriotismus, die nicht eingelangt). Etwa 500 Arbeitslose fanden auch troß der zum Rathhaus zu ziehen.( Die versprochene Brotsendung war hinderte, den Herzog von Achberg niederzuschreien. Absicht verkündigt, sich Kohlen aus Belgien kommen zu Absperrung der Straßen durch die Polizei den Weg zum RathAn die Scholle gebunden. Die braunschweigische Grubenarbeitern, die in den Streit eintreten wollen, der auseinandergesprengt wurden. Hanser mit einigen Anderen wollte laffen. Wie jetzt gemeldet wird, ist thatsächlich von den hause, wo sie von den berittenen Wachtleuten in brutalster Weise Regierung treibt auch Sozialpolitik nach ihrer Art. Dem Beschluß gefaßt worden, acht Tage die Gewerkschafts- als Deputation zum Bürgermeister, wurde aber in das in lächerLandtag ist eine Vorlage zugegangen, die 780 000 M. zur faffen nicht in Anspruch zu nehmen. Errichtung von Familienwohnungen für landwirthschaftliche einzelner Organisationen haben sich sogar bereit erklärt, und sogar auf einige Stunden verbaftet. Die Mitglieder lichster Angst ringsum verschlossene Haus gar nicht eingelaffen Arbeiter auf den Domänen und Klostergütern fordert. vierzehn Tage auf jede Unterstützung zu verzichten. Bravo!-daktion der Boltspreffe" war es gelungen, von einigen BäckerNun begann eine ganz sonderbare Aktion. Diese Einrichtungen sollen die Landarbeiter an den Grund und Boden binden, den sie bebauen, ihre Beweglichkeit herabsetzen, fie politisch und wirthschaftlich noch abhängiger machen, als bisher. Bei dem Anwachsen der sozialdemo kratischen Bewegung auch unter dem gedrückten Landvolt, mag es auf fiskalischen oder auf privaten Besitzungen schaffen, ist die neueste Fürsorge in ihrem Absehen gar wohl zu begreifen. Aber troßdem und alledem, es gelingt nichts mehr. " W Parlamentarisches. Die von dem Der Res meistern größere Quantitäten Brot geschenkt zu erhalten, welche natürlich unter größtem Andrange vertheilt wurden. Die Telvet Herausgeberschaft der Boltspresse" konstituirte sich als ArbeiterSilfskomitee und appellirte in einem sehr warm und rührend gehaltenen Aufruf in die Humanität und das Mitleid der erste Brotvertheilung in den westlichen Bororten statt, die sich Bürger Wiens. Unter dem Andrange von Tausenden fand die natürlich als gänzlich unzulänglich erwies. Hunderte mußten ohne Almosen abziehen. Soweit fonnte man mit der Aktion der Vollspreßler noch gegen 8 Stimmen die Wahl des Abgeordneten Miller( Dort Die Wahlprüfungs- Kommiffion erklärte gestern mit mund) für giltig. Möller wurde erst in der Stichwahl gegen den Sozialdemokratischen Gegenkandidaten Tölfe mit etwas über 2000 Stimmen Mehrheit gewählt. Bei der Hauptwahl wie bei Die Freiheit ist in Gefahr Burschen heraus! der Stichwahl passirten die skandalösesten Wahlbeeinflussungen einigermaßen einverstanden sein. Durch die Brotaustheilung efahr Nicht die gemeine bürgerliche Freiheit ist in Gefahr, die ist und Verlegungen des Wahlgeheimnisses. Speziell in Hörde war die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Noth gerichtet worden; den heutigen honorigen" Studenten ein Greuel, nein, die wurden die Arbeiter in rücksichtslosester Weise um die Wahl die Beitungen brachten spaltenlange Berichte von dem Elende, akademische Freiheit", d. h. die Freiheit, nicht zu studiren, freiheit geprellt, und wird dies von den dortigen nationalliberalen vor dem fie vorher die Augen geschlossen. So schmählich und 3u saufen, sich zu schlagen, zu rempeln und zu randaliren Bahlmachern in einem Gegenprotest auch offen zugegeben. unwürdig das Bild einer Menschenmenge ist, der man Brot und andere dumme Jungen Streiche zu verüben. Die Hauptwahl nationalliberalen Wahlkomitee für die schenkt, wie man den Sperlingen Futter streut in den öffentfelbst zugestandene Kontrolle der Wähler lichen Gärten immerhin, die Grregung über die ungeheure Studenten Korporationen in Bonn, schneidige" Korps in Hörde würde allein schon ausreichen, das Wahlergebniß um- Summe des Glends war ein Erfolg, den auch Sozialdemokraten studenten, fromme Wingolfiten 2c., haben eine Erklärung zustoßen. Der Berichterstatter beantragte deshalb auch aus diesem nur wünschen können. Aber damit begnügte man sich nicht. an den Rektor der Universität abgegeben, worin sie gegen Grunde die Wahl zu fassiren, der Antrag wurde aber mit 5 gegen Unter dem Vorsitze des bekannten Dr. Gibogen( Verfasser eines Die Kontrolle über die vom Minister erlassene Verfügung, 3 Stimmen abgelehnt und mit derselben Majorität die Wahl durch wohlgemeinte, aber fonfuse, soziale Theorien ausgezeichneten welche die Zeit des Anfangs und des Schlusses des Semesters Möller's für giltig erklärt. Dieses Resultat war nur dadurch Buches Die Erlösung") bildete sich nun ein Kontrollfomitee", anordnet, die ein Angriff gegen die akademische Freiheit, möglich, daß sämmtliche freifinnige Mitglieder in welchem aber nicht nur die Radikalen" von der„ Boltspresse", das edelste Gut der deutschen Hochschulen sei, protestiren. Der Sommission[ bei der Abstimmung fehlten, sondern auch Bertreter bürgerlicher Blätter, der Finanzwelt, fo der liberalen Parteifigen. ume baß von Bentrum ebenfalls ein mitglied abwefend war, ein Die Studenten waren nämlich bisher gewöhnt, vier Wochen zweites Mitglied sich aber für die Giltigkeit aussprach. Hervor Gesellschaft erklärt natürlich wiederholt und ausdrücklich, Diefe gemischte vor dem Schlusse des Semesters zu verreisen, um erst vier Wochen gehoben zu werden verdient auch, daß die durch Erhebungen fest- daß es sich um Humanität mit Ausschluß jeder Politik nach Beginn desselben zurückzukehren. Die Universitätspedelle gestellte Thatsache, daß zur Stich wahl von Seiten des Bürger- handle. Gelegentlich aber entfuhr dem Hofrath Gener, hatten daher den Auftrag, sich von der Anwesenheit der Drücke- meisteramtes in Hörde der Befehl an die Polizeiorgane und die für diefen einem bekannten Mitgliede der liberalen Partei, denn doch das berger zu überzeugen. Sie drohen damit, daß viele Tag aufgebotenen und mit Handschlag verpflichteten Mitglieder des Geständniß, daß die Wohlthätigkeitsaktion ein Akt der SelbstStudenten bei Aufrechterhaltung der Verfügung die Landwehrvereines ertheilt war, jeden nicht in Hörde ansässigen erhaltung der Bourgeoisie" sei. So wird die Sache auch preußischen Universitäten verlassen werden und erklären, wähler aus den Wahllokalen auszuweisen, nicht als Beeinträchti- behandelt; der Bürgermeister erließ einen Aufruf an die Bedaß die Mitglieder der Verbindungen entschloffen sind, wie gung der Deffentlichkeit der Wahlhandlung anerkannt wurde. völkerung und die erste Spende waren 5000 Gulden vom Kaiser Die Landwehrmänner und Gendarmen hatten die Stimmzettel felbst, dann kamen Rothschild mit 15 000 Gulden und die ganze bisher nach dem 3. März und vor dem 25. April die vertheiler für den sozialdemokratischen Kandidaten am Stich- Liste der Bankiers und Großindustriellen folgte. Etwa 70000 fl. Kollegia nicht zu besuchen. Ob der tapfere Kultuswahltag aus den Wabllokalen und von den Straßen und Blägen find bisher eingelangt und das Armendepartement der Gemeinde überminister dem Ansturm der Studentenverbindungen Stand vor denselben vertrieben oder fie verhaftet. In Barop wurden nahm die Vertheilung. Hätten die Herrn von der Boltspresse" irgend halten wird? Es giebt bekanntlich ganze Gruppen die sozialdemokratischen Stimmzettelvertheiler am Wahltage ver- eine Spur von wirklich revolutionärem Gefühl und von richtigem Don Studentenverbindungen, mit der ausdrücklichen haftet und bis zum nächsten Tag um 10 Uhr ohne Nahrung und Tatt, so hätten sie diese Gelegenheit benüßen müssen, um aus der Verpflichtung ihrer Mitglieder auf Gesetzesverlegungen Wasser in einem ungeheizten Loche eingesperrt gehalten. Kurz Sackgasse, in welche sie, vielleicht nur durch ihre Uebereilung, ( Duell), ohne daß das Strafgesetz und die Polizei und gut, die Vorgänge bei der Wahl und zwar am Haupt gerathen, herauszufommen. Sie konnten ruhig fich damit be gegen diese Verbindungen einschreiten, obwohl auf wie am Stichwahltage fub fo ungeheuerlicher Art, daß gnügen, das öffentliche Bewußtsein wachgerüttelt zu haben, die die Wahl des Herrn Möller hätte für ungiltig erklärt Beruhigung deffelben durch die Philanthropie und Humanität" fie der gegen die Sozialdemokratie unter dem Aus- werden müssen. Um dieser Eventualität aber zu entgehen, fonnten fie der verehrlichen Bourgeoiste überlassen und sich in nahmegefeß mit fo viel Eifer angewendete§ 129 des blieben die Herren vom Freisinu geschlossen von der Sigung weg, dem Momente zurückziehen, wo die offizielle Sammlung eingeleitet Strafgesetz- Buches( Verbindung, um die Bollziehung von während ein Zentrumsmann abschwenkte und ein anderes mit wurde. Das Gegentheil aber thaten fie; fie drängten sich förmGefeßen durch ungesetzliche Mittel zu verhindern oder zu glied dieser Partei ebenfalls fehlte. Natürlich wird im Plenum lich dazu, noch weiter an der öffentlichen Bettelei sich zu beentfräften) haarscharf zutrifft. Wir sind begierig, zu erber Antrag auf Ungiltigkeit der Wahl erneuert werden und findet theiligen und festen es glücklich durch, daß Leute, die fahren, ob in dem gegenwärtigen Konflikt der schneidige sich dann ja Gelegenheit, die standalöfen Treibereien der Herren fich Sozialdemokraten nennen, mit humanen Aristokraten" Kultusminister oder die rebellirenden Studenten den Liberalen im Dortmunder Wahlkreis vor aller Welt zu brand und rebellirenden Studenten den marken. Außer der Wahl Möller's wurde auch noch die Wahl des Waffenhungers burch eine Rollette zu lösen fuchen. menfchenfreundlichen Bürgern" zusammen die Frage Kürzeren ziehen wird. Ja, wenn ein Student sich sozial des Abgeordneten Boll( 2. Bromberg) für giltig erklärt. Sier Nun ist eine wahre Orgie der Wohlthätigkeit" entfeffelt. Das demokratischer Gesinnung schuldig machen würde standen sich Deutsche und Polen gegenüber und wurde der goldene Wiener Herz" feiert Triumphe; es giebt keinen richtigen Bezeichnend ist es, daß aus denselben Studenten- Ver- Kandidat der ersteren mit den bekannten Mitteln der amtlichen großen Ausbeuter, der nicht für einen Bettelpfennig fich ben bindungen, welche die souveräne Freiheit für sich be- Wahlmache und mit Hilfe äußerlich kenntlicher Stimmzettel ze. Ehrentitel des Menschenfreunds erkauft. Dabei werden von der anspruchen, jene schneidigen Staatsanwälte und Regierungs- durchgedrückt. fervilen Bresse die Spenden des Kaisers und einiger Erzherzoge beamte hervorgehen, denen das Vereinsleben der Arbeiter zu den ekelhaftesten Schweifwedeleien vor der Dynaftie benußt geradezu ein Dorn im Auge ist. und der Kaiser als der Retter der Armen" gepriesen. Nun ber Karneval zu Ende ist, nehmen die Stelle der Ballberichte in den and paine Blättern nunmehr Darstellungen der Hilfsattion" ein, in welchen das Elend der Ausgebeuteten und die Herzensgüte der almosens spendenden Ausbeuter auf das rührendste dargestellt wird. Und was kommt bei der ganzen Sache für die Arbeitslosen Der Nothstand. Die auf dem ganzen Kontinente immer heraus Es wird ihnen gestattet, sich in Schnee und Regen deutlicher werdende Krise hat bei uns in Wien zu ganz eigen stundenlang zu brängen, um dann wenn es langt zu einem artigen Erscheinungen geführt. Wie in allen Ländern, wie ins Stück trockenen Brotes zu kommen, wenn das Glück es will aus besondere in allen Provinzen Desterreichs ist die Arbeitslosigkeit ben Händen einer Aristokratie oder einer reichen Bürgersfrau ein hier in diesem Jahre eine ungeheure und die durch sie be- paar Würste entgegen zu nehmen. Wir haben in Wien wirkte Steigerung des normalen Elends wird durch eine gleich ca. 50 000 Arbeitslose, das sind mit ihren Familien mindestens zeitig eingetretene Bertheuerung der Lebensmittel um fo fübl 100 000 ungrige. Gegen diese Summe von Elend ge barer. Schon anfangs Winter, im November und Dezember, halten, erscheint die ganze Silfsattion tläglich und kleinlich. haben in Wien zahlreiche Berfammlungen von Arbeitslosen ver schiedener Gewertszweige stattgefunden, die einen furchtbaren Wohlthätigkeit, so ist sie um fo profitabler für die Wohlthäter." Wenn aber die Hungrigen nicht fatt werden können von der Grad der Noth enthüllten.. Eine derartige Verfammlung Das" gute Herz" des Bürgerthums, des Adels und ber Schuhmacher führte fogar zu einer parlamentari insbesondere des Kaiserhauses wird bem Bolte leibschen Enquete, deren praktisches Resultat natürlich gleich haftig por die Augen gebracht und ber müßte ein Null war, weil die eigentlichen, tieferen Ursachen kaum ganz schlechter, tieferen Urfachen kaum ganz schlechter, giftiger Kerl, ein boshafter, engherziger berührt, geschweige vom fapitalistischen Staate beseitigt merben Menschenfeind, furz ein wirklicher Sozialdeinofrat fein, ber fönnen. Angesichts dieses Stromes von Philanthropie und Wohlwollen Die parlamentarischen Körperschaften wie die bürgerliche aus seinem Herzen eine Mördergrube machen würde und nicht, Breffe beschäftigten sich mit diesen Zuständen sehr wenig, im eine Thräne der Rührung im Auge zerdrückend, die Güte der Gegentheil wurde Alles gethan, um den Rothstand zu bemänteln Besitzenden preisen würde. Polizei in Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Ihre Methode ist und zu vertuschen. Desto thätiger war und ist noch heute die eine recht einfache: fie beseitigt die Arbeitslofen, Fast täglich werden Streifungen in allen ärmeren Bierteln, in allen Gaft: lokalen, Branntweinfchenken ze, gemacht und wer da aufgegriffen wird, muß zunächst etwa 24 Stunden im Gefangenhause au bringen, bis er nachgewiesen hat, daß er Arbeit habe oder in Wien heimathsberechtigt sei; menn er nicht so glücklich ist, das zu fönnen, wird er erbarmungslos als" Vagabund" abgeschoben und darf in feiner fogenannten Heimath" weiter hungern. M Eine wunderfame Guquete. Der Pariser Figaro", das Drgan des höheren und niederen Klatschs, der höheren und niederen Demimonde, männlichen wie weiblichen Ge schlechts, faßte eines Tags den löblichen Entschluß tugendhaft und ernsthaft zu werden und richtete an alle im Abreßkalender der Parlamentler, Schriftsteller, Künstler und sonstigen Celebritäten vorfindbaren Deutschen einen Schreibebrief, mit der Bitte, ihre intimsten Gedanken über die Elsaß Lothringische Frage dem" Figaro" anzuvertrauen. Und richtig der Figaro" hat seine Rechnung nicht ohne den Wirth gemacht-er hat Antworten bekommen und ver öffentlicht fie jetzt schmunzelnd. Er fann sich Glück wünschen- es war eine vorzügliche Reklame, und weiter hatte es feinen 8wed. Zum Wiener Nothstand. Ueber die Vorgänge in Wien, den Wohlthätigkeits- Raptus der Bourgeoisie und die Machenschaften gewiffer Demagogen giebt der in der Bei lage abgedruckte Wiener Brief nähere Auskunft. Es ist ein altes Buch zu blättern, Vom Harz bis Hellas lauter Vettern." G8 zeugt von einer sozialpolitischen Einsicht, die sonst der Münchener Allgemeinen Zeitung" von heute fremd ist ( als Johannes Huber noch in diesem Blatte schrieb, stand es freilich anders), wenn ihr gut unterrichteter Wiener Korrespondent schreibt: E3 ist, so erklärt die Wiener Arbeiterzeitung" nicht ohne guten Grund, eine Täuschung, daß sich die moderne Noth der Maffen auch nur erheblich lindern läßt durch Wohlthätigkeit". Gewiß ist das moderne Elend eine Maffenerscheinung, welche, weil fie chronisch und permanent ist, die Thätigkeit des Gefeßgebers zur Heilung voraussetzt; und deshalb wird man sich auch nicht darüber täuschen können, daß selbst großartigere Spenden, als die jetzt in Wien vertheilt werden, nur eine schwache und unzulängliche Augenblickswirtung üben!" A Tell Til 1919122 Aus Oesterreich. Wien, den 2. März. " nennen, an einer folchen Artion einen so hervorragenden Antheil Man muß ich wirklich schämen, daß Leute, die sich Sozialisten nehmen, Natürlich ist die Reklame, welche bei dieser Gelegenheit die Volkspresse" und ihre Hintermänner für sich machen, eine ungeheure; aber fein sielbewußter Sozialbemofrat wird sie um diesen Lorbeer beneiden und die Leute, welche bisher nur in persönlichen und Organisationsfragen sich von der Masse der Bartei getrennt, haben nun deutlich gezeigt, weß Geistes sind sie in prinzipiellen Dingen find. Gs ist erfreulich genossen überall flarsehend genug sind um diefes Vorgehen einfonstatiren zu tönnen, daß soviel wir erfahren tonnten die Parteitimmig und kräftig zu verurtheilen. Die Polizei fährt indeffen mit den Abschiebungen ungestört Der Staat wie das Bürgerthum waren alfo blind und taub gegenüber diesen schanderhaften Thatsachen. Seit einiger Zeit änderte sich aber das Bild. Die Versammlungen der Arbeitslosen waren fiets in gröret aber bie tetig ui fe fort und es ist gar nicht ausgefchloffen, daß sie auch die Betheifaum einen Vorwand, einzuschreiten. anwachsende ligung auf den Gemeindeämtern, wo Legitimirung nöthig ist, zur Betheiligung wurde ihr unheimlich und schon nach der letzten Gruirung von Bagabunden" benutzt. Conft aber zeigen sich alle Londoner Graffchaftsraths- Wahlen. Bei den am Bersammlung im 4. Bezirk wurden die ruhig heimkehrenden Behörden ben Brotvertheilungen sehr hold, dafür werden nun5. März stattgehabten verboten. Der 69 Progressisten", die Vertreter sozial- reformerisch- demo- und es hatte den Anschein, als ob man Krawalle provoziren Hund kriegt einen Brocken, dafür soll er aber auch tuschen!!* fratischer Anschauungen, und 25 Gemäßigte gewählt. Da wolle, was an der Besonnenheit der Arbeiter freilich fläglich Das Wohlwollen der Bourgeoispresse und Hochfinanz für die Am vorigen Montag nun fand eine Arbeitslosenverfamm bauten für Großwien( Stadtbahn, Wienregulirung zc.) werden große ganze Sache hat aber noch eine andere Quelle. Die Verkehrsnur noch 24 Wahlrefultate ausstehen, so ist eine progressistische fcheiterte. Mehrheit des Grafschaftsrathes gewiß. Wie aus dem Wort: lung statt, einberufen von Haufer und Heimann, den und gute Geschäfte bringen; es wird Pfandbriefe zu emittiren geben Progressist erhellt, handelt es sich um ein Mischprodukt. Redakteuren der„ Boltspresse", bes Armen Teufel", welches und die Häuferspekulation bekommt gute Zeiten. Nur geht es nicht rasch Unter den Gewählten befindet sich der Sozialiſt John leztere Blatt Hanser gründete, nachdem er wegen einiger genug weil die Pläne nicht fertig sind und überdies HinderBurns, bekannt vom Dockerausstand, einer der tüchtigsten sehr böser Unregelmäßigkeiten gezwungen war, die Redaktion der nisse von Seiten der slavischen Barteien und der Großgrundenglischen Arbeiterführer; er erhielt im Wahlbezirk Battersea Bolts preffe" nieberzulegen. Diese Serren versuchten mit wenig bejißer zu überwinden find ,, die den anderen ben fetten Biffen u. A. die Kontrolle über die Polizei, sowie die Uebernahme ahmen. Ihr Feldzug gegen den Parteidespotismus" und den Da ist es denn sehr angenehm, jene großen Bauten als„ Nothdie größte Stimmenzahl. Die progressistische Wiehrheit strebt Erfolg, die Heldenthaten der Berliner Unabhängigen" nachzu nicht recht gönnen oder wenigstens abgefunden werden wollen. Bentralismus" in der Organisation der österreichischen Partei ftandsbauten", als ein Bert zu Gunsten der Armen und Glenden der Pferdebahnen und Wasserwerke für hauptstädtische mußte um fo lächerlicher ausfallen, da bei uns auch der bloße hinftellen zu können und der ganze Brotvertheilungsrummet Schein davon fehlt, und unsere Organisation, durch das Vereins- paßt den Beuten herrlich in den Kram. Zum Verständniß der eher au eine viel au lose zu nennen Sache ist es nothwendig, das zu wissen. Sozialistischer Wahlfieg in Frankreich. Bei der gefeb behindert, eher am 6. März stattgehabten Ersagwahl zur fit. Die Leutchen sammelten allerdings einige Malkontente Wenn die Wäffer der Humanitätsdufelei abgelaufen fein in Bethune( Departement Bas- de- Calais) wurde Lamendin, um sich, führten aber ein recht isolites Dasein, das sie mit werden. wird als Rückstand bleiben die Einsicht, daß die heutige Sozialist, mit 8768 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat ausfüllten, sich nebenbei in die Löwenheut eines furchtbar revo- Gristenzminimum von trockenem Brote zu leisten, mit anderen auf Deliffe erhielt 7080 Stimmen. lutionären Radikalismus“ drapirend. Nun aber sind sie in die Worten, daß sie bankrott ist. große Deffentlichkeit getreten und zwar unter sehr merkwürdigen Der englische Kohlenarbeiter- Streik. Nach den Umständen. Die von ihnen einberufene Bersammlung machten neuesten Nachrichten hat die Situation, so wie sie in unserem sie dadurch zugkräftiger, daß sie verkünden ließen, es werde Brot Leitartikel dargestellt worden ist, keine Veränderung erfahren. I vertheilt werden. Dadurch wurde die Betheiligung natürlich eine Rechnung an." 康康 Theater. Dienstag, den 8. März. Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Uriel Acosta. Circus Renz. Karlstraße. Dienstag, den 8. März 1892, Abends 71/4 Uhr: Auf HelgoDeutsches Theater. Die Welt, in land" oder: Ebbe und Fluth. der man sich langweilt. Große hydrologische AusstattungsLeng- Theater. Die Großstadtluft. Unserm Genossen und Sangesbruder Johannes Hupka zu seinem heutigen Wiegenfefte ein fchmetterndes Hoch! Die alten Freunde. Am Sonntag bei Kr..... Unserm ehemaligen Kollegen, jeßigen 17792 Sozialdemokr. Partei- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis Pantomime in 2 Abtheilungen vom Cigarrenhändler M. Voß, Köpnider am Mittwoch, den 9. März, Abends 8 Uhr, Berliner Theater, Maria Stuart. Direktor E. Renz. Residenz Theater. Riquette( Ma Cousine). Wallner- Theater. Yvette. Vorher: Ein berühmter Mitbürger. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Hochzeit des Reservisten. Bellealliance- Theater. Der Progenbauer von Tegernsee. Oftend- Theater. Mutterſegen oder die neue Fanchon. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Fernpalat. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Konkordia- Valaft- Theater. Spezialitäten- Borstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: National in Lehmann's Salon, Kreuzbergstraße 48. ( Früheres Thürmchen".) Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Bruno Schönlank. 2. Diskussion. 3. Die Maifeier, resp. Wahl einer Kommission zur Arrangirung desselben. 4. Wahl einer Kommission zur Untersuchung eines Streitfalles. Zahlreiches Erscheinen der Genossen erwartet Der Vertrauensmann. 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. straße 39 a, zu seinem Wiegenfeste die ( 65 Damen) 2c. Einlage: Ticher- herzlichsten Glückwünsche. 1780b keffen. Dampfschiffs u. Bootfahrten; Mehrere Typengreifer. neue überraschende Licht- und FeuerDanksagung. effette. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Außerdem: Auftreten der Gebr. Rasso. Befannten, Kollegen und Genossen 450/4 Allen lieben Verwandien, Freunden, Zum 1. Male in Berlin. 1. Heben meines mir unvergeßlichen Gatten eines Orchesters von 12 Mann. E Carl Zechlin, 2. Trägt Ferdinand Rasso ein Klavier sammt Pianist, Plötist u. Violinist, fowie insbesondere den verehrlichen welche schwebend eine Konzertpièce Vorständen und Mitgliedern der Vereine vortragen. Ball- u. Konzert- Hippique, und Klubs, welche in so überreichem dargest. v. 8 Schimmelhengsten, dress. Maße durch Kranzspenden und fimpou. vorgef. v. Herrn Franz Renz. Solon, fante persönliche Betheiligung bei dem ger. v. d. beliebten Schulreiterin Frl. Leichenbegängnisse ihre aufrichtige TheilClotilde Hager. Auftreten des Schul- nahme äußerten, sage ich hiermit meinen reiters Mr. Gaberel mit d. Schulpferde tiefgefühltesten Dank. Emperor. Jeu de barre, geritten von Berlin, den 6. März 1891. 3 Damen. Sisters Lawrence am fl. Trapez. Auftreten der Reitkünstlerin Miss Edith, sowie des Saltomortalreiters Mr. Alex. Briatore u. A. Delbosq. Romische Entree's und Intermezzo's von sämmtl. Clowns. Täglich: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Eke Karlstr. Heute Abend 71/2 Uhr: Gr. brillante Borstellung mit vorzüglich gewähltem, aus den besten Repertoire- Nummern bestehendem Programm. Auftreten des anerkannt beften Schulrette. der Gegenwart Mr. James Fillis 1169L mit seinem Schulpferde ,, Markir". Jn dieser Vollkommenheit in Berlin noch Gr. Bock- Ausschank nie gefeben. Zum Schluß der Voraus der Berliner Bock- Brauerei. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Interesantefte Völkerschaft Juner- Afrikas: Schul b. Emin Pascha- Reich. stellung, neu einstudirt: ,, Eine Nacht in Venedig." Gr. fom. Original- Wasserpantomime. 1781b Große öffentliche Volks- Versammlung Die trauernde Wittwe u. Mutter. am Mittwoch, den 9. März, Abends 8½½ Uhr, im Saale Verlag von Rob. Lutz, Stuttgart. Soeben erschien in 4. Auflage: mit dem Erlah des Prinzen Georg, Ein Aufschrei misshandelter Soldaten. Von E. Miller, früher Hauptmann 1. D. Preis 60 Pf. 2097L In jed. Buchhandlung vorräthig. Novität! Scholl, Ein Kaiser im Kampf mit feiner Zeit. Preis 50 Pf. Altes Schützenhaus", Linienstraße 5. Tages Ordnung: 1. Die nationale und internationale Bedeutung der Maifeier. Referent Reichstags- Abgeordneter Fritz Kunert. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Lokal- Festkomitees. 332/13 Der Vertrauensmann. Versammlung der Freien Vereinigung der Lohgerber und Lederzurichter Berlins am Donnerstag, den 10. März, Abends 8 Uhr, Weinfr. 11. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem Beschluß der öffentlichen Versammlung der Lohgerber und Lederzurichter Berlins vom 21. Februar. 2. Abrechnung vom Maskenball. 3. Geschäftliches. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung fämmtl. Hausdiener und Berufsgenossen am Dienstag, den 8. März, Abends 9 Uhr, im grossen Saal des Herrn Joël, Andreasstrasse 21. Tages- Ordnung: Bu haben bei Louis Abel, Berlin S., Sandelsgewerbe. Referent Reichstagsabg. Paul Singer. 2. Diskussion. 1. Die Verhandlungen im Rothen Hause betr. die Sonntagsruhe im Sebastianstr. 29. Der Vertrauensmann. 1785b 1789b Morgen große Borstellung mit neuem Programm. Auftreten des Mr. James Fillis.„ Eine Nacht in Venedig." Soeben erschien in zweiter Auflage Donnerstag, den 10. März: Grosse( 11. bis 20. Tausend): für beVersammlung der Malere.5 liebte Schulreiterin Pr. Adelie che Der Sozialismus als Feind Ve mann. Frl. SchuSonntag, den 13. März: Zwei Vorstellungen. Zum legten Male: Circus der Religion und die Volksschule. am Mittwoch, den 9. März, Abends 8 Uhr, Brunnenstr. 38. Tages- Ordnung: 30 Personen, Männer, unter Waffer.„ Eine Nacht in Venedig." Ein Wort zur Klärung von A. P. 1. Vortrag über Gewerbe- Schiedsgerichte." Referent Stadtv. Gnadt. Preis 20 Pf.[ 1786b 2. Wahl des ersten Bevollmächtigten und Schriftführers. 3. Verschiedenes. Wiederverkäufern Rabatt. KRONENGARN. Der Bevollmächtigte. Verlag von O. Harnisch, Yortstr. 43. Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr £ achmittags. Pf. Kinder 25 Pf. Entre 50 Riber Gedächtnissfeier für Carl Marx Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab PassagePanopticum. Lebensgrohe am Sonntag, den 13. März, in den Gesammträumen des Feen- Palastes"( Burgstr.) Gedächtnißrede Wachsfiguren und gehalten vom Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht. Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. Rang. Entree 50 Pt. am 30. März. Vokal- und Instrumental- Konzert, Lebende Bilder, Prolog. Anfang Punkt 5 Uhr. Billets à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Restaurants und Handlungen zu haben. Präuscher's anat. Museum. Schluss widerruflich Influenza und vieles andere des Täglich fürwachsene Damen- Tag jeb. Dienstag nen! und Freitag. B. Niest's Mitglieder- Versammlung Vereins zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins und Umgegend 1782b Für Redaktionen. 1776b Junger Parteigenosse, Kaufmann, gute Vorbildung, lange erfolgreich für die Parteipreffe thätig, schneidiger Leitartikler, tüchtiger Redner, sucht gestützt auf beste Empfehlungen, Stellung bei einem Parteiblatt. Ansprüche bescheiden. Offerten unter K. Rh. nimmt die Exped. dieses Blattes entgegen. Große öffentliche Versammlung der Photographie gehilfen am Mittwoch, den 9. März, Abends 1/29 Uhr, bei Lammers, Kommandantenstr. 72. Vortrag des Herrn Sillier: Das Verhältniß zwischen Chefs und Gehilfen. Zur Deckung der Unkosten Teller fammlung. Der Einberufer. Grosse Betten 12 Mk. ( Oberbett, Unterbett, zwei Riffen) Bettfedern vollständig kaubfrei, mit vorzüglicher Füllkraft, à Pfd. 50 Pf. bis zu den feinsten Qualitäten. Daunen von 2 bis 5 Mark. Komplette Betten in großer Auswahl enorm billig.[ 2099L N. Lehmann, Köpnickerstraße 25 a. auarienhähne verkauft Lecher, Reichenbergerstr. 163, v. IV.[ 1792b Brockhaus oder Meyers Lexikon A. Sauer, Rüdersdorferstr. 86. Alte Hobelbant za taufen gesucht 495M mit gereinigten neuen Federn bei Gustav Lustig, Berlin, Prinzenstraße 43. Preistourante gratis und| fauft franto. Viele Anerkennungs- 494M schreiben. 2053L Empfehle Freunden und Genossen Schlesischestr. 37 bei Ullrich. mein reichhaltig sortirtes Lager in am Donnerstag, den 10. März, Abends 8 Uhr, im Lokale Bigarren, Zigaretten u. Tahaken Betten Theilzahlung. F. R. Retzlaff des Herrn Orschel, Sebastianstrasse No. 39. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung und Biele der Gewerkschafts- Bewegung und die Sozialdemokratie. Referent Baumeister Kehler. 2. Diskussion. 3. Vereins angelegenheiten und Fragekasten. Weberstr. 17. Fest- Säle, Weberstr. 17., 427/14 find noch frei am Sonntag d. 10. April ( Palmsonnt.) u. 2 Sonnabendeu. 1763 b Achtung! Knopfarbeiter! Der Vorstand. 1623L Bitte, bei Bedarf mich gütigst zu unterſtüßen. Fritz Berndt, Hauserstr.. 81 Neue SchönStaare 2 M., Lerchen 1,50 M., Kanarienhähne 5 M., Weibchen 1,50 M. M. B Brückenstr. 5( Jannowitzbrücke).[ 2052L Ein älteres Grünframgeschäft mit Rolle billig z. verf. Stromstr. 35. 1698b Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Achtung! Gebauer 2,50 W. reelle Männchen. Rechtsbureau richters a. D., Atte Morgen, Mittwoch, den 9. März, Abends 8½ Uhr: ! Auf! Große öffentliche Serfammlung fonniger Bergeshöhe gereiste Apfelsinen sehr füße, dünnschalige dunkele Früchte, fchon à Stück 3 Pfg., fowie hochf. Messina- u. MessinaPontac, Jerufalemer 2c. 2c., enorm billig, auch Bitterorangen empfiehlt wie alljährlich die Apfelfinen Spezialhandlung von 2098L M. Wypler, Alte Jakobstr. 52, in der Ecke( Laden), zwischen Stallschreiber und Sebastianstraße. Pferdebahnverbindung viel. Richtungen. !! Bitte Adresse aufbewahren!! Ranarienhähne, Hohl, KlingelKnorr, Roller Stamm, W. Trute 20719 Schnelle, Stalizerstr. 132. Jakobstr. 180. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten Das grösste Brotunentgeltlich. Auch Sonntag. für 50 Pf. liefert 2095L Meine Wohnung, Stube, Umzug Shalb. 3. v. Emdenerstr. 48 v. sämmtl. Knopfarbeiter Berlins und Umgegend Albrecht's Bäckerei, bab, bill. a. D., Süche, Unang in Buh' Salon, Große Frankfurterstraße S5. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Wilh. Schmidt über: Nutzen und Nothwendigkeit der Gewerkschafts- Organisation." 2. Diskussion. 3. Wie stellen wir uns zum Gewerkschaftskongreß? 4. Bericht des Delegirten der Streit- Kontrollkommission. 5. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Berliner Knopfarbeiters ist es, in diefer Versammlung au erscheinen. Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten findet Teller sammlung statt. Der Einberufer. 191/17 Verein der Plätterinnen und verw. Berufsgenossen Berlins. Außerordentliche General- Versammlung Dienstag, den 8. März, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstraße 77/79. Tages- Ordnung: 1. Der 1. Mai und seine Bedeutung. Referent: Herr Bruhn 3. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wrangelstr. 8 und Langestr. 26. Das weltbekannte D BettfedernfabrikZum 1. April verzugshalber Stube, Küche und Zubehör( 76 Thlr.) 3. verul. Köpnickerstr. 163 bei Schenetzky.[ 1787b Zwei kl. Wohnungen, 95 u. 80 Thlr., Lager von Gustav Lustig, Berlin, at verm. bei Ziemer, Cuvryftraße 17. ( nicht unter 10 M.) garantirt neue vorBucheter 10 wendet ne vor. Billige tube une Rüch? Manschauers züglich füllende Bettfedern, Pfund straße 5( Haltestelle der Stadtbahn) zu 55 Pf., Halbdaunen, das Pfd. 1,25 M., vermiethen. h. weiße Halbdaunen, das Pfd. 1,75 M., vorzügliche Daunen, das Pfd. 2,75 M. Von diesen Daunen genügen 3 Pfd. zum grössten Oberbett. 2054L Verpackung wird nicht berechnet. Schlosserwerkstatt wegen Todesfall 1686b Nigdorf, Berlinerstr. 69, billige Wohnungen, Stube, Küche, Korridor 180-220 m., 2 Stuben, Küche, Korr. Balton 310-400 W., desgl. Schmiede und Stellmacherei. 1430b fofort billig zu verkaufen bei A. Beidler, Junger, tücht. Parteig enoffe, Gerichtsstraße 22. 1788b der schon längere Zeit in Redaktion Kanarienhähne von 4,50 an, Weibchen und Expedition eines täglich erscheinens In Hinsicht der wichtigen Tagesordnung werden die Mitglieder auf- Thierhandlung, Berlin, Stralauerpl. 21. an einem Parteiblatt. Näheres unter 1,50, Lercher 1,50. Tauben- und den Blattes thätig war, sucht Stelle Weibch. à 2,50 M. Bütow, Meyer- gefordert, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Gleichzeitig macht der Gekauft wird alles, auch Tausch.( 1790b W. W. in der Grp. b. Bl. Borstand auf den Punkt Verschiedenes aufmerksam, da unter diesem Punkt fehr wichtige Vereinsangelegenheiten erörtert werden sollen. 12 Bände Meyer's Lerifon, 4. Aufl., Der Eintritt ist nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches gestattet. billig z. verk. bei Reis, Grünauerstr. 10. 259/2 ftraße 84, 1 Tr. 18046 2086L 1777b Ostfries. Kalbfleisch 9 Pfd. franko Ein Junge von 12 Jahren, zu leichter Nachnahme 3 bis 4 M. 1778b Arbeit, f. Max Nagel, Kommandantens Der Vorstand. Jacob Michel de Beer, Emden. Straße 55. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 57. Parlamentsberichte. Dentscher Reichstag. 189. Sigung vom 7. März, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötti cher, v. Malzahn, v. Marschall, Direktor im Kolonialamte Dr. Kayser und andere Kommissarien. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Die Etatsberathung wird bei den Einnahmen und Ausgaben für die Schußgebiete fortgesetzt. Der Etat für Kamerun schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 566 000 m. ab. Die Kommission hat den Etat un verändert bewilligt. Die Besoldungen der Beamten in Kamerun betragen 57 250 M., welche auf dem außerordentlichen Etat des Auswärtigen Amtes stehen. Die Summe wird ohne Diskussion bewilligt. Abg. Richter( dfr.) erklärt, daß die freisinnige Partei ihre in der Kommission abgelehnten Anträge auf Absetzung verschiedener Posten wegen der Aussichtslosigkeit dieser Anträge im Plenum nicht wiederholen werde." Die Einnahmen aus Zöllen, Abgaben und Gebühren in Höhe von 534.000. werden darauf genehmigt. Als Zuschuß aus Reichsfonds zu den Betriebskosten einer Expedition in das Hinterland find 20 000 m. gefordert. Die Position wird ohne Debatte genehmigt, ebenso die ordentlichen Ausgaben und das Extraordinarium. Als Reservefonds zu un vorhergesehenen Ausgaben sind 42 750 M. ausgeworfen. Die Besoldungen der Beamten für das Schußgebiet von Togo belaufen sich auf 29 500 M. Der Titel wird bewilligt. Der Etat für Togo balancirt in Einnahmen und Ausgaben mit 116 000 m. An Einnahmen sind eingestellt an Zöllen, Abgaben und Gebühren 112 000 m., verschiedene Verwaltungseinnahmen 4000 M.; die ordentlichen Ausgaben betragen 97 500 M., die einmaligen( zur Ausführung öffentlicher Arbeiten) 16 000., der Reservefonds zu unvorhergesehenen Ausgaben 2500 M. Der Etat wird bewilligt. Dienstag, den 8. März 1892. 9. Jahrg. welche auf die Gewinnung von Bergwerksschätzen gerichtet waren, groß, daß es selbst die Boeren dort nicht aushalten. mißglückt sind, so berechtigt das nicht zu einem allgemein ab- Auch hier muß überdies die Aufhebung der Sklaverei herhalten, fälligen Urtheil. Natürlich beobachtete das deutsche Kapital eine die in Südwest- Afrika gar nicht in Frage steht; die Missionen refervirte Stellung und man sah sich nach ausländischem Kapital aber haben schon früher bestanden und bestehen noch jetzt und um. Das gemischte Konsortium hat die 200 000 Mart verfallen würden vielleicht noch mehr prosperiren, wenn sich keine lassen, die Gesellschaft ist gescheitert, aber nicht, weil das Schutz- europäische Nation hineingemischt hätte. Witboi hält es notorisch gebiet für werthlos von ihr gehalten wurde, sondern aus finan- für seine göttliche Mission, Vieh zu stehlen; das ist einmal sein ziellen und politischen Gründen.( Heiterkeit links.) In den Kurs, das ist ihm von oben, von Gottes Gnaden vorgeschrieben Beitungen hat ja der betr. Herr abgeftritten, was ihm nachgesagt worden.( Heiterkeit.)" Gott sei Dant" sagte der Kommissar in wurde; ich halte aber alles aufrecht, was ich darüber in der der Kommisson, daß er nur das Vieh der Eingeborenen, nicht Kommission gesagt habe. Die Gesellschaft scheiterte an den der Weißen stiehlt.( Heiterkeit.) Das ist aber nicht zutreffend, ungünstiger Finanzverhältnissen des letzten Jahres, hauptsächlich denn ein sehr bald nach dieser Aeußerung erschienener Bericht aber an den Machenschaften dieses Herrn, der sich mit den An- in der Kreuz- Zeitung bezeugt, daß auch das Vieh der Schutztruppe sprüchen des Robert Lewis identifizirt. Die betr. Ausländer gestohlen worden ist. Die 50 Mann der Schußtruppe fosten haben auch ganz neuerdings eine neue Offerte gemacht unter uns 200 000. Wie groß soll wohl eine Schuytruppe sein und andern Bedingungen und sind bereit, wenn diese neuen Bedingungen was würde sie toften, die dieses Land, 1/2 mal so groß wie akzeptirt werden, sofort 2 Mill. Mart zu geben. Von der Werth- Deutschland, schützen foll? 310 Deutsche leben da, sie könnten lofigkeit des Schutzgebiets wird darnach wohl nicht mehr zu reden sein. für die 200 000 m. allesammt nach Deutschland übergeführt und Der landwirthschaftliche Werth des Terrains wird vielfach ganz hier sehr anständig unterhalten werden. Statt dessen übersehen; nach neueren Berichten von zuverlässigen Reisenden empfiehlt Graf Arnim noch eine Erhöhung des Zuschusses. ist der Werth desselben für die Viehzucht unbestreitbar; sowohl Im vorigen Jahre hieß es, wir müssen da bleiben, weil dem Wassermangel wie dem Mangel an Viehstand lasse sich abs die Engländer da find; heute sollen wir dableiben helfen. Herr von François äußert sich in demselben Sinne und müssen, weil die Engländer nicht mehr da sind. Die befürwortet die Beförderung der Ansiedelung von Boeren- Familien. Berufung auf Reisende und Bücher tann uns nicht imponiren, Die Anlage der landwirthschaftlichen Versuchsstation, für welche vielmehr hätte Herr Hammacher und Herr Graf Arnim Eindruck wir in diesem Jahre die Restforderung von 25 000 M. in den auf uns gemacht, wenn sie erklärt hätten, jeder 300 000 oder Etat eingestellt haben, schreitet in erfreulicher Weise fort; das 500 000 aus ihrer Tasche an die Sache zu wagen.( Heiterkeit.) Herrmann'sche Unternehmen verspricht ebenfalls guten Fortgang Aber je größer der Enthusiasmus, desto zugeknöpfter die Tasche. und gedeiht durchaus, namentlich was die Aktlimatisation von Für England kann Südwest- Afrika immerhin einen gewissen Angoraziegen und Wollschafen betrifft. Gesuche von Boeren- negativen Vortheil haben. Der deutsche Unternehmungsgeist hat Familien um Zulassung zur Ansiedlung im Gebiet liegen zu doch nicht auf die deutsche Kolonialpolitik gewartet, um sich in Hunderten vor. Für die Sicherheit von Leben und Eigenthum fremden Meeren niederzulassen. Man will dem deutschen Volke bestehen ja freilich in einem Theile des Gebietes nur ungenügende seine Schulden erhalten, so wird feierlich erklärt; denn etwas Vorkehrungen; die Räubereien des Hendrik Witboy dauerten bis anderes bedeutet es nicht, wenn man uns versichert, Südwestvor Kurzem, wenn auch in vermindertem Maßstabe, fort. Es Afrika solle Deutschland erhalten bleiben. Was der Staatssekretär ist aber Vorsorge getroffen, auf diesem Gebiete befriegende Bu- zuletzt erklärte, ist die Politik des reinen Eigensinns, so mit dem stände zu schaffen. Die deutsche Regierung ist entschlossen, Süd- Kopf durch die Wand". Wir haben auch eine falsche SamoaFür das südwestafrikanische Schuhgebiet be- west- Afrika zu behalten!( Beifall rechts und im Zentrum.) politit aufgegeben, wir haben die Karolinen aufgegeben und tragen die Besoldungen der Beamten 29 500 m. Die Summe Abg. Hammacher( nationalliberal): Die südwest- afrikanische nirgends hat das unserm Ansehen geschadet. Gerade im Interesse wird bewilligt. Gesellschaft ist eine Privatgesellschaft; das Schutzgebiet im des Ansehens von Deutschland müssen wir uns sobald wie mög Der Etat für dieses Schutzgebiet balancirt mit 297 000 M. ganzen ist vielfach größer als der ihr gehörige Theil. lich von dieser Kolonie lossagen! in Einnahmen und Ausgaben. Die Einnahmen seßen sich zu Die Einwirkung des politischen Moments und des Herrn Garren Abg. Bamberger: Für jetzt steht fest, daß alle Prophe fammen aus 4700 M. an Abgaben, Gebühren und verschiedenen ist bei dem Scheitern der Verhandlungen viel größer gewesen, zeiungen der letzten 6 Jahre bezüglich der Kolonie nicht eingetroffen Verwaltungseinnahmen und 292 300 M. Reichszuschuß. als Herr Bamberger zulassen will. Daß die deutschen Mitglieder find. In dem dicken Buche von Schinz befindet sich nur eine Referent Abg. Prinz Arenberg berichtet, daß in der des Konfortiums die Sache ernst nahmen, beweist doch allein der Stelle, die günstig gedeutet werden kann; sonst enthält dasselbe Kommission von einer Seite bei der Werthlosigkeit des Lüderitz- Name Woermann. Das Nichtzustandekommen des Vertrages nichts für die gute Meinung der Freunde dieses Kolonialbesitzes. landes darauf gedrungen worden sei, daß man endlich dieses berechtigt durchaus nicht zu der Meinung, daß Lüderiyland Wäre die Sache etwas werth, das deutsche Kapital wäre längst Gebiet derelinquire. Nachdem die Bildung einer Gesellschaft zur plötzlich werthlos geworden sei. Schon vor 1884 hatte Jahr herangegangen. Aber große Unternehmungen aufbauen auf BeNutzbarmachung der angeblichen Mineralschätze des Landes nicht zehnte lang ein Bergbau auf Kupfererze dort stattgefunden. Bahl- richte, die irgend ein Reisender schreibt, das ist nicht die Art, zu Stande gekommen sei, habe es teinen Werth mehr, unter Aufwen- reiche Minen waren in einem allerdings kümmerlichen Betriebe, wie man Geschäfte macht; diese Art Kapitalisten sind Ver dung so beträchtlicher Reichsmittel diese Sandbüchse noch zu halten. der aber den lokalen Zwecken genügte. Da nun die Aufmerksam schwender! Die 300 000 M., die wir hier bewilligen sollen, sind Die Kommission hat in ihrer Mehrheit diesen Standpunkt nicht ge- feit allein auf diese Seite gerichtet war und sich unbefriedigende teine Bagatelle; wir geben sie jährlich und zwar schon seit sechs theilt. Das Deutsche Reich könne doch den Kolonialbesig von Südwest Resultate ergaben, hat man nach langer Unthätigkeit endlich die Jahren. Alle diese großen Worte sind sehr billig; die armen afrika nicht blos vom rein kaufmännischen Standpunkt aus an- landwirthschaftlichen Verhältnisse dieses 12 Mal den Flächen Leute aber, die man mit diesen Worten dort hingelockt hat, haben sehen. Der Bericht des Kommissars Herrn von François mache raum Deutschlands umfassenden Gebiets näher geprüft und nachher die Zeche zu bezahlen. Der Reichskanzler hat im vorigen von der Gründung einiger neuer Gesellschaften Mittheilung; fommt zu der Erkenntniß, daß es die Mühe lohnen wird, das Jahr von uns ein Jahr Zeit verlangt, dann würden die neuen man habe hiernach wohl das Recht, weiter eine abwartende selbe zu kultiviren. Für die Ersprießlichkeit dieser Versuche Vorschläge gemacht werden. Heute ist der Reichskanzler überStellung einzunehmen. sprechen die Berichte des Dr. Schinz, sowie des Reichskommissars haupt nicht hier; als ich vorgestern sprach, soll er einen Baum Abg. Bamberger( dfr.): Die allgemeine Geschäftslage und und des Herrn v. Uechterit, der im Auftrage der Kolonialgefell- gezeichnet haben, den die Journalisten, die es von ihrer Tribüne die politische Lage des Reichs ermuthigen nicht zu einer Kolonial- schaft das ganze Gebiet bereist hat. Wir würden ein Unrecht gesehen haben, nicht genau zu klassifiziren wußten. Ich weiß es debatte im großen Stil. Aus allen Parteien fonnte man vor- begehen, wenn wir der Regierung die Mittel zur Festhaltung besser: Es war der Baum der Erkenntniß( Stürmische Heiterkeit), gestern derartige Ansichten vernehmen. Auch heute wird es er- von Südwestafrika nicht bewilligten. daß wir mit unseren Ausführungen recht hätten. sprießlich sein, sich eng an die Sache zu halten. Ich beantrage, Abg. Graf Arnim( Reichsp.): Herr Carrey thut seit Jahren für Südwestafrika alles zu streichen und diese sogenannte Kolonie nichts anderes als daß er dem deutschen Besitz an der Südwest fahren zu lassen. Es war die erste, die schlechteste und die Küste Afrikas Schwierigkeiten bereitet; er erklärt, die Kolonie sei hoffnungsloseste aller Kolonien, die uns bis jetzt näher getreten werthlos und Herr Bamberger erklärt dasselbe; beide Erklärungen sind. Es ist im letzten Jahre ein neues Faktum eingetreten, fönnen nur die Wirkung haben, die Kolonie mühelos in die dessen der Referent schon gedachte. Bisher wurden wir immer Hände der Engländer zu bringen. Man erregt lieber Unruhe darauf vertröstet, daß große Dinge, die im Werke seien, endlich und Mißtrauen, als daß man ein gewisses Vertrauen in die ZuGestaltung gewinnen würden. Es sollte eine neue Gesellschaft, funft unserer Kolonien sich festsetzen läßt; das ist ein ganz un vorwiegend mit englischem Gelde, geschaffen werden, welche der nationales Beginnen. Nach oberflächlicher Schätzung existiren ja südwestafrikanischen Kompagnie einen Theil ihrer Berechti- in dem Gebiete mindestens 3 Millionen Schafe; die Möglichkeit gungen abkaufen sollte. Die ersten Anerbietungen dieser einer Viehzucht in großem Stil ist also unbedingt gegeben. Mit Abg. Graf Arnim: Herrn Richter kann ich über Schafzucht ursprünglich englischen Gesellschaft wurden vom Reichs Herrn Witboy wird einmal ein sehr ernstes Wort gesprochen hier nicht belehren, dann sind wir hier kein landwirthschaftlicher tangler aus nationalen Gründen zurückgewiesen. Es werden müssen; dazu bedarf es einer Vorlage, welche die Ne- Verein. Wie soll ich es den Herren Recht machen? Gebe ich sollte nun die Gesellschaft als eine deutsche, aber nach wie Geld für die kolonialen Unternehmungen, dann wirft man mir vor mit beträchtlicher Betheiligung des englischen Kapitals, ins Interessenpolitik vor; gebe ich keins, dann bin ich ein Knaufer. Leben gerufen werden. Ein Reugeld von 200 000 m. war aus ( Widerspruch links.) Herr Bamberger erklärte, er halte es nicht gemacht, wenn das Geschäft nicht zustande kommen sollte. Am der Mühe werth, meinetwegen zur Ordnung gerufen zu werden. 18. Februar d. J. aber erklärte die neue hamburgisch- englische Ich antworte darauf hier nicht, vielleicht werde ich außerhalb des Gesellschaft, ste stände von der Kontrahirung des Geschäfts ab Staatssekretär v. Marschall: Die Regierung ist fest ent- Barlaments mit ihm sprechen. Er will mir dadurch seine geringe und ließe lieber die 200 000 m. im Stich. Dieser Vorgang beweist schlossen, die Schutzherrschaft über Südwest- Afrika aufrecht zu er- Achtung bezeugen. Der Mann, der vor 7 Jahren seine politische doch deutlich, daß mit Südwest- Afrika nichts anzufangen ist. Das halten.( Bravo rechts.) Dieser Entschluß ist die Voraussetzung Ueberzeugung ebenso ins Korn warf wie jetzt die Kolonien, sollte Zurücktreten von dem Vertrage ist von intereffirter Seite auf die einer Kolonialpolitik, welche auf die wirthschaftliche Nutzbar doch etwas vorsichtiger mit solchen Aeußerungen sein. Eifersucht der Engländer zurückgeführt worden, die sich selbst auf machung dieser Gebiete, auf die Verwerthung des deutschen Stagtssekretär von Marschall: Meine heutigen Aeußerungen Unwegen den maßgebenden Einfluß sichern wollten; man hat Kapitals in den Kolonien gerichtet ist. Dazu bedarf es einer stehen nicht im Widerspruch mit dem, was der Reichskanzler dem hauptbetheiligten englischen Gesellschafter einen solchen Aus- stetigen, unverdroffenen Arbeit, gleich entfernt von Kleinmuth, voriges Jahr erklärt hat. Der Zustand ist nicht haltbar, desspruch direkt in den Mund gelegt. Dieser läßt aber jetzt erklären, wie von übertriebenen Illusionen. Ueber den Werth oder Un- halb schlagen wir Ihnen ja eben vor, Sie möchten uns daß an der ganzen Geschichte fein wahres Wort ist, daß die werth von Südwestafrika lasse ich mich in keine Debatte ein mit wiederum die Summen bewilligen und die neuen Ge Engländer sich aber überzeugt hätten, daß in Südwest- Afrika einem solchen unbeugfamen Gegner, wie Herr Bamberger ist, mit sichtspunkte der Nutzbarmachung haben Sie auch absolut nichts zu holen sei, und daß bei so zweifelhaften dem eine Verständigung einfach unmöglich erscheint. 28ir müssen gehört. Wer größere Worte gemacht hat, ich oder Erfolgen es nicht rathsam erscheine, größere Rapitalien an die auch den Anschein vermeiden, als ob wir irgend etwas von Herr Richter, überlasse ich der Beurtheilung des Hauses. Sache zu wagen. Der Opposition im Reichstag fann man, wenn unseren Kolonien gutwillig fahren laffen würden. Welchen Ein- Wenn man hier nicht müde wird, unsere deutschen Kolonien zu etwas an dem politischen Hintergrunde wäre, den man der An- druck soll es in der ganzen Welt machen, wenn wir angesichts diskreditiren, kann ich die Vorwürfe, die mir wegen meiner Bergelegenheit zu geben versucht hat, einen Vorwurf nicht machen; einer so minimalen Leiſtung von 293 000 M. erklären wollten, theidigung gemacht werden, ruhig ertragen. höchstens dem Reichskanzler und dem Abg. Hammacher, die in wir seien jetzt mit unserer Kraft zu Ende? Das würde überall Abg. Richter: An eine unredliche Art, wie der Abg. Hamder Sache das Vertrauen in die Stabilität unserer Kolonialpolitik er macher den Bergbau für sich nutzbar gemacht hat, habe ich nicht ihren vorjährigen Reden die politische Seite entfernt gedacht. Es steht doch fest, daß Sie in Ihre Gesellschaft betont haben. Im vorigen Jahre verlangte der Reichskanzler schüttern. von Entwicklung Südwest Abg. Richter( dfr.): Je schlechter eine Sache ist, desto stolzere fein neues Rapital stecken, sondern es bei den 100 000. be ein Jahr Zeit für die Afrika. Wo sind nun die Ergebnisse, die neuen Aufschlüsse? Worte werden zu ihrer Bertheidigung gebraucht.( Zustimmung wenden lassen. Das Deutsche Reich hat wirklich bei seiner In der Kommission haben wir nur die alten Erklärungen wieder links, Lachen rechts.) Für Lüderiyland war Herr Hammacher Gründung nichts mit Kolonialpolitik zu thun gehabt; nicht einzu hören bekommen. Der Fall ist eingetreten, wo die Regierung 1884 geradezu begeistert, während ich schon damals diese Gegend mal Fürst Bismarck dachte damals daran. Die Wegeisterung selbst uns neue Entschließungen vorlegen mußte; sie darf sich als ein elendes Sandloch bezeichnete. Diese Ansicht hat sich von dafür stammt aus einer viel späteren Zeit. Herr Hammacher nicht, wie man in Desterreich fagt, weiter fortfretten. Offenbar Jahr zu Jahr mehr bestätigt. Selbst Hammacher hat in der sollte sich doch daran erinnern, wie er seiner Zeit die Verstaatvon allen Seiten die Entdeckung neuer Goldminen lancirte, jenes männische Aussicht von Südwestafrika werth.( Zwischenruf muß, daß die Entwickelung an einen todten Bunft angelangt sei. ift in der Zeit der wildesten Spekulation in England, als man Budgetfommission erklärt, englische Projekt akseptirt worden; inzwischen ist die Ernüchte- Warum sollen wir dann die Steuerzahler dafür heranziehen? Die Kolonialpolitik ist allerdings niemals über den todten punkt rung eingetreten, bie Spekulation hat das Vertrauen zu den Herr Hammacher weiß fonst, wo etwas in bergmännischen Sachen hinausgetommen. bortigen werthvollen Entdeckungen verloren und schließlich hat zu holen ist; hier giebt er nichts dafür. Da es mit den BergAbg. Graf Mirbach( dk.): Meine Partei wird die Vorman es vorgezogen, die 200 000 Mt. fahren zu lassen. Nun frage werken nichts war, spricht man von der Güte des Klimas; schläge der Regierung annehmen und die Forderung bewilligen. ich: Wo sind die neuen Thaten und Entschließungen der Regie- wunderbar, daß man nicht den Vorschlag macht, Luftkurorte dort Ich bestätige, daß die Freisinnigen auch heute unsere Kolonien rung diefem neuen Faktum gegenüber? Sollen wir ein Terri- zu errichten. Das neueſte ist nun die Viehzucht. Aber in der so gut wie möglich diskreditivt haben, und daß ihre Vorschläge torium für 300 000 M. jährlicher Opfer aus deutschen Steuern Kommission ist uns schon gefagt worden, die Viehzucht lohne sich ganz undiskutabel sind. Abg. Bamberger: Graf Arnim hat mich vorher aufs etwas, was Niemand weiß, dabei herauskommen fönnte? Das ist gewiß möglich, fragt fich nur, was es toftet. Die aufgehende schwerste beleidigt, er hat ausgeführt, daß ich und Herr Carrey halten wir für völlig unverantwortlich und lehnen die ganze Sonne für die Gegend ist die Schafzucht. Geſetzt, es brächte die vereint darauf aus seien, Südwest- Afrika in englische Hände zu Reichsfubvention ab!( Beifall lints.) Wollzucht Erfolge wie in Capland; die Folge wäre eine Kon- spielen. Wäre das der Fall, dann wäre ich ein Schurke. Ich gierung in den Stand seyt, den unwürdigen Zuständen, welche Die Ränbereier und Ueberfälle des Herrn Wittboy herbeiführen, ein Ende zu machen. Hauptsächlich wird es sich also um eine Verstärkung der Schußtruppe bezw. um eine Expedition gegen Witboy handeln. Abg. Hammacher: Wenn alle Deutschen so dächten, wie Herr Bamberger, würden wir nicht zu Kolonien und die Reichspolitik nicht zu ihrem großen Schwunge gekommen sein.( Unruhe links.) Glücklicherweise giebt es zwischen dem überschwenglichen Enthusiasmus und der gänzlichen Vereinigung noch eine breite Mittelstraße, die wirzu wandeln empfehlen. Die Insinuation des Hrn.Richter wegen meiner persönlichen Betheiligung an den kolonialen Unternehmungen muß ich entschieden zurückweisen; solche Ausführungen gehören wohl in eine Wählerversammlung, aber nicht in den Reichstag. nicht eine Mark sei die berg: lichung der Eisenbahnen betrieb, von der er jetzt selbst sagen Geheimer Rath Kayser: Nach dem Vorschlage des Abg. furrenz, ein Preisdruck der importirten und damit auch der in- habe die Worte hingehen lassen. Jetzt fügt Graf Arnim zu seiner Bamberger würden wir schließlich dazu schreiten müssen, die ländischen Wolle, das Gegentheil von dem, was die Rechte will, ersten eine zweite Beleidigung, spricht davon, daß ich umgefallen Kolonie zu verkaufen; ob wir dann aber nach der unerfreu- nämlich von dem Schutzzoll der einheimischen Wolle. Da beißt sei, die Flinte ins Korn geworfen hätte und deutet schließlich an, lichen Schilderung, die er von ihr gegeben hat, einen annehm sich Ihre ganze Wirthschaftspolitik wieder einmal in den Schwanz. daß er mich zum Duell fordern würde. Herr Graf Arnim hat baren Preis erzielen würden, lasse ich dahingestellt.( Heiterkeit.) Die Siedelungsgesellschaft, welche sich gebildet hat, lehnt es ab, mich zweimal beleidigt. Seine Herausforderung nehme ich nicht Herr Bamberger hat bei seiner Betrachtung des Landes eine aus der Heimath Deutsche dorthin reifen zu lassen, sie hält es an und ich bin überzeugt, daß die öffentliche Meinung mir Recht Lampe mit einem besonders dicken grünen Schirm vor sich gehabt. nur für möglich, Deutsche dort anzusiebeln, welche schon im Cap- giebt.( Beifall links.) Das Klima von Südwest- Afrika ist ausgezeichnet, Deutsche tönnen lande gewesen sind. Die Leute der Zukunft sollen die Boeren Präsident von Levehow: Ich habe die Worte nicht dahin dort ohne Gefahr leben. Der Mineralreichthum des Landes steht sein; der Direktor beruft sich dabei auf die Berichte des verstanden, daß es die Absicht, sondern nur dahin, daß es die außer Frage. Wenn auch die Versuche deutscher Unternehmer, Herrn von François. Aber die Unsicherheit des Landes ist so wirtung seiner Haltung sei, das Land in englischen Besit unterstellt. Abgeordnetenhaus. Abg. von Chelmicki spricht sich in demselben Sinne aus wie der Pole Neubauer, g überzuführen. Sonst würde ich den Ordnungsruf haben ein- 1 geglaubt, daß man es auf eine andere Weise hätte machen können. I waren, erschienen sie doch nicht; hinter den verschloffenen Thüren treten lassen. In Posen ist zwar feine Verfügung ergangen, sondern in einem ihrer Versammlungen haben sie es freilich leichter, über unsere Abg. Graf Aruim: Herr Richter hat doch selbst ausgeführt, tonkreten Fall ist Lehrern durch ein Organ der Staatsaufsicht, Bestrebungen loszuziehen. Charakteristisch ist, daß jezt Freisin daß Englands Interesse an dem Besitz nicht unerheblich durch den Kreisschulinspektor, Borhaltung gemacht worden, daß und Kartellbrüder im sogenannten evangelischen Arbeiterverein, sei, daraus habe ich geschlossen, daß auch Herr Bam- sie sich ihrer Beamtenqualität bewußt sein sollten: Daraus ist zu dessen Mitgliedern Paftoren, Lehrer, Amtsrichter, Fabri berger lieber das Land in Englands Händen sieht. Selbst- fein Vorwurf berzuleiten; das ist kein Eingriff in die staats- lanten u. f. w. gehören, vereinigt gegen uns agitiren; Erfolg verständlich halte ich Herrn Bamberger für einen Vaterlandsfreund. bürgerlichen Rechte der Lehrer. Ju irgend einer Zeitung wird haben die Herren indessen nicht. In Steinbach Hallen: Die Meinung habe ich also nicht ausgesprochen, die er mir die Behauptung aufgestellt ohne den Schatten einer Berechtigung, berg fand kürzlich die zweite Boltsversammlung statt, welche und sofort heißt es, der Kultusminister will die Lesebücher ver- feit Fertigstellung der neuen Bahn daselbst abgehalten worden Abg. Bamberger: Dann bin ich natürlich gern bereit, staatlichen. Ein solcher Unsinn ist mir noch niemals in den Sinn ist. Ropf an Kopf gedrängt standen die Versammlungsbesucher, meine Worte zurückzunehmen; ich halte aber daran fest, und der gekommen. Eine irgendwie die Produktion von Lefebüchern be- die in einer Anzahl von 6-700 Personen erschienen waren, und stenographische Bericht wird es ausweisen, daß die vom Grafen schränkende Thätigkeit hat im Ministerium nicht stattgefunden bekundeten ihr Einverständniß mit dem vortrefflichen Referate Arnim gebrauchten Worte nicht anders ausgelegt werden konnten, und wird unter meiner Leitung nicht erfolgen. Der freien Kon- des Genoffen Hülle aus Erfurt durch stürmische Beifalls als ich sie ausgelegt habe. turrenz follen feine Schranken auferlegt werden, die Lesebücher bezeugungen. Die erste Versammlung hat daselbst Genosse Hugo Der Etat für Südwest- Afrika wird unverändert bewilligt. müssen aber nicht den guten Sitten widersprechen und es darf im Januar d. J. abgehalten; diefelbe ist gleichfalls sehr gut Die allgemeine Bemerkung zu dem Etat der drei Schußgebiete, nicht bei jeder kleinen Aenderung den Eltern die Neubeschaffung besucht gewesen. Die Bewegung schreitet demnach auch hier flott wonach ein bei einem Schutzgebiete sich ergebender Ueberschuß des Buches auferlegt werden. Wegen Neuteich fann ich teine vorwärts, troß des evangelischen Arbeitervereins 2c. zur Deckung etwaiger Fehlbeträge in anderen Schutzgebieten mit Auskunft geben; ich werde sofort Bericht erfordern. herangezogen werden kann, wird entsprechend dem Antrage der In Hörde ist eine Simultanschule für Evangelische und Juden; Arnswalde. In einer Strafsache wegen öffentlicher Be Budgetfommission gestrichen. Das in der Kommission vor die Katholiken sind nicht eingetreten, haben aber für die leidigung, die seiner Zeit viel von fich reden machte, verhandelte geschlagene besondere Etatsgesetz wird in erster und zweiter Be- Simultauschulen bezahlt. Die jüdischen Schüler sollten in eine das hiesige Schöffengericht. Am 4. Oftober hatte hier eine start rathung ohne Debatte genehmigt, desgleichen in zweiter Be- besondere Klasse gebracht werden; ich habe aber das sofort in- besuchte Boltsversammlung stattgefunden, in welcher Genosse rathung der Gefeßentwurf, betreffend die Einnahmen und Aus hibirt. Die Anregung zu dieser Organisation ist aus Hörde Milla rg aus Berlin unter großem Beifall über das neue Pro gaben der Schuhgebiete. felbst gekommen, aus der Simultanschule heraus. Die Regierung gramm sprach. Nach Erledigung der beiden ersten Punkte der Schluß 52 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. hätte darauf gar nicht eingehen sollen. Ich hoffe, daß auch Herr Tagesordnung eröffnete der Referent der Versammlung, daß nach ( Uebereinkommen mit den Vereinigten Staaten wegen des Urheber- Rickert anerkennen wird, daß eine Beeinträchtigung der staats- einer ihm zugegangenen Mittheilung in der vom Lehrer Fabian rechts; Etat.) bürgerlichen Rechte weder der Lehrer noch der Schulen beab- unterrichteten ersten Klasse hiesiger Volksschule für Mädchen sichtigt ist, und daß auch, wenn der Volksschul- Gesetzentwurf Sitte und Moral nicht so gepflegt würden, wie es zu Gefeß wird, eine solche Beeinträchtigung nicht eintreten wird. wünschen wäre". Genoffe Millarg forderte dann auf, ihm Näheres ( Beifall.) hierüber aus der Versammlung mitzutheilen, was auch gefchah. Auf den oben zitirten Ausspruch in Betreff des Lehrers von Seiten des Referenten tam die oben erwähnte Anklage. Der Termin Abg. von Strombeck( 8.) bemängelt, daß über verschiedene fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Von Seiten des Stiftungsfonds in den Etat keine genügende Auskunft gegeben Angeklagten waren die Schüler der betreffenden Klaffe und die sei, und wünscht Aufklärung darüber, welcher rechtlichen Natur Vertrauensleute des Kreises, welche in der Versammlung ant die Fonds find, ob sie Staatseigenthum sind oder nur Staats- 4. Oftober zugegen gewefen waren, geladen; von Seiten der nebenfonds. Staatsanwaltschaft der überwachende Beamte der Versammlung, Ministerialdirektor Kügler: Die Wünsche des Vorredners der Rektor und die Lehrer der Boltsschule, ferner ein Rentier. werden von der Unterrichtsverwaltung nach Möglichkeit berück- Durch die Schulkinder sowohl wie auch die anderen Entlastungszeugen fichtigt werden. Auf die Eigenthumsverhältnisse der Fonds kann wurde der Wahrheitsbeweis so energisch angetreten, daß derselbe ich jetzt nicht näher eingehen; die Frage wird zum Austrag von den Belastungszeugen und dem Nebenkläger Herrn Fabian fommen bei dem Komptabilitätsgefeß. nicht erschüttert werden konnte. Auch der überwachende Beamte fonnte seine frühere Aussage nicht nur nicht aufrecht erhalten, fondern gab fogar der Ueberzeugung Ausdruck, daß der an geführte Ausdruck Sittlichkeitsverbrechen oder Verbrechen" nicht gebraucht worden. Trotzdem die Beweisaufnahme die Wahrheit des in der Versammlung Behaupteten ergab, ftellte der Staats anwalt den Antrag auf zwei Monate Gefängniß und Tragung der Koften, weil die Aussage öffentlich gemacht worden set. Der gegnerische Rechtsanwalt plädirte ebenfalls für den Antrag des Staatsanwalts und ging im Interesse der öffentlichen Ordnung noch über dieses Strafmaß hinaus. Genosse Millarg vertheidigte sich felbst und hatte gegenüber dem Staatsanwalt und dem Rechtsanwalt infolge des günstigen Resultats der Beweis aufnahme feinen schweren Stand. Der Gerichtshof erkannte ihn darauf der öffentlichen Beleidigung nicht schuldig, sprach ihn frei und legte die Kosten des Verfahrens der Staatstaffe zur Laft. Begründet wurde das Urtheil damit, daß der Angeklagte von einer nachweislich wahren Thatsache gesprochen habe.( Erkenntniß Diefes des Reichsgerichts vom 2. November 1882 9. IV 782). Urtheil wird als ein Sieg der ganzen Arbeiterschaft Arnswaldes aufgefaßt. Die Sozialdemokratie macht dadurch hier immer mehr Fortschritte, troß des Herrn v. Meyer. 26. Sigung vom 7. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, v. Schelling, Graf Zedlih und Kommiffarien. In dritter Berathung genehmigt das Haus zunächst die Gefebentwürfe, betreffend die Führung der Aufsicht bei dem Amts: gericht I und Landgericht I in Berlin, sowie die Handhabung Der Disziplinargewalt bei dem ersteren Gerichte, wegen Abänderung des Gesetzes, betreffend die Heranziehung von Militärpersonen zu Abgaben für Gemeindezwecke und betreffend den Anschluß der Kirchengemeinde Helgoland an die evangelischlutherische Kirche der Provinz Schleswig- Holstein. Darauf folgt die Berathung des Kultusetats. Beim ersten Titel der Ausgaben: Gehalt des Ministers, beschwert sich Abg. Neubauer( Pole) darüber, daß der Erlaß des Ministers, welcher den Privatunterricht des Polnischen in den Schulen ge stattet, nicht auch für Westpreußen gilt. W Abg. Johannsen( Däne) fragt die Regierung um Auskunft über die Berlegung des evangelischen Bischofssites von Schleswig nach Riel, alfo außerhalb der Grenzen seines Sprengels; was darüber in den Synoden u. s. w. verhandelt ist, habe teine genügende Auskunft gewährt. Es sei eine Zurücksetzung des Schleswigschen Kirchenwesens, daß der Generalsuperintendent außer Abg. Rickert: Alles Geld, was wir auf die Schule verhalb Schleswigs wohnt. wenden, ist keine gute Anlage, wenn die Schule nicht vom Minister Graf Zedlių: Nachdem die Landessynode sich mit richtigen Geiste beseelt wird. Das Auswendiglernen von Bibel- überwiegender Majorität für die Verlegung ausgesprochen sprüchen und ein streng tonfessioneller Unterricht thut es nicht hat und zwar nicht nur die holstein'schen Abgeordneten, allein, die Lehrer, denen die Erziehung der Jugend anvertraut fondern auch einige schleswigsche Abgeordnete, so lag kein Grund ift, müffen auch als freie unabhängige Männer behandelt werden. mehr vor, dem entgegenzutreten. Wer soll denn sonst über diese Ich fürchte, daß durch das neue Schulgeset hier oerderblich ein- Dinge entscheiden, als die kaiserliche Selbstverwaltung? gegriffen wird. Die Danziger Regierung hat vor Jahressrist Abg. Rickert: Es wird mir fast unheimlich über die Ueber angeordnet, daß die Lehrer, wenn sie in Bezug auf ihren Beruf einstimmung zwischen dem Minister und mir.( Heiterkeit links.) beleidigt find, einen Strafantrag erst stellen dürfen, wenn sie Wenn der Minister sich von den Anschauungen auch in Zukunft dazu von der Regierung ermächtigt sind. Das ist ein Eingriff leiten läßt, werden wir uns wenig mit ihm zu unterhalten haben in die Rechte der Lehrer. Die Danziger Regierung hat jetzt ihre über die bureaukratischen Eingriffe in die Rechte der Lehrer. Verfügung etwas eingeschränkt, aber es bleiben immer noch die Wir müssen aber solche Dinge zur Sprache bringen, wenn sie in Rechte der Lehrer beschränkt. Die Regierung in Arnsberg hat den Zeitungen behauptet werden. Die Nachricht von der Verdie Lehrer gewarnt, für Zeitungen zu schreiben; das sei eine staatlichung der Lefebücher ist nicht blos aus den Beitungen geNebenbeschäftigung, zu welcher die Genehmigung von der Regie- fommen. Das Berliner Provinzial Schulkollegium hat die Einrung ertheilt werden muß. Die Regierung in Frankfurt a. D. führung des Lesebuchs von Ernst und Tews abgelehnt mit der hat den Lehrern nahe gelegt, fich nicht mit dem Schulgesetz zu Begründung, daß nach Anordnung des Ministers die Einführung beschäftigen, weil über die Einbringung deffelben eine öffentliche eines einheitlichen Lesebuchs ins Auge zu fassen sei. Das ist Erregung eingetreten sei. Bisher wurde die öffentliche Erregung mißzuverstehen. immer geleugnet von den konservativen Zeitungen, die jetzt schon Betitionen zur Unterschrift in ihren Redaktionsbureaus auslegen. Die Pofener Regierung soll den Lehrern verboten haben, sich an Abstimmungen über Resolutionen betreffend das Volksschul- Gesetz zu betheiligen. Das wäre wiederum ein gefeßwidriger Eingriff in die staatsbürgerlichen Rechte der Lehrer. Es ging die Nachricht durch die Zeitungen, daß der Unterrichtsminister die Volts Schul- Lefebücher zu verstaatlichen gedenkt. Ich möchte die Nach richt als unbegründet bezeichnen. Gerade auf diesem Gebiete hat die freie Konkurrenz die Kräfte angespannt. Gerade hier wäre die Verstaatlichung bedenklich. Wie soll es werden, wenn ein späterer Unterrichtsminister nicht so streng tonfessionell ist? Dann bekommen wir mit jedem Kultusminister ein neues Lesebuch. In Neuteich foll eine feit langen Jahren bestehende Simultanschule in eine fonfeffionelle umgewandelt werden troß des Widerspruchs des Magistrats und der Stadtverordneten; das zeigt, wie man die bestehenden Simultanschulen achten wird, wenn das Schulgesetz erst zu Stande gekommen ist. In Hörde sind auf Anordnung der Regierung die jüdische Schule und die evangelische Schule zu einer Simultanschule verschmolzen. Jetzt verlangt die Regierung wieder eine besondere jüdische Schule. Das ist geradezu ein Gewaltatt. Das ist der Vorgeschmack für die Ausführung des Schulgesetzes. Nachher werden wir es erleben, wie schon die zarte Jugend in Die widerlichen Rämpfe hineingezogen wird. Bebauerlich ist die Einbringung des Volksschul- Gesetzes, aber etwas gutes hat sie gewirkt, denn die Gewissen sind geschärft worden. Wir werden alle Kräfte daran sehen, daß dieses Gesetz nicht in die Gesetzsammlung fommt.( Beifall links.) Minister Graf v. Beblitz: Die Verfügung des ProvinzialSchulfollegiums bezog fich nur auf die Stadt Berlin; eine Ver staatlichung der Lefebücher ist nicht beabsichtigt. Abg. Damink( f.) empfiehlt die Einrichtung von besonderen theologischen Lehrstühlen für die Reformirten. Nach einer, Auseinanderseßung des Dänen Johannsen mit dem Abg. Jürgensen schließt die Disfuffion. Das Gehalt des Ministers wird bewilligt, desgleichen ohne Debatte die Ausgaben für den Oberkirchenrath, für die evangelischen Konsistorien und für die evangelische Geistlichkeit und Kirchen, sowie für katholische Bisthümer. Bum Kapitel 116: Katholische Geistliche und Kirchen, lagen zwei Anträge des Zentrums vor, die aber vom Abg. Sperlich zurückgezogen wurden. Abg. Biefenbach( 3.) protestirt dagegen, daß die alt tatholischen Gemeinden aus diesem Kapitel Zuschüsse erhalten. Das Kapitel wird darauf genehmigt; ebenso das Rapitel 116a: Zuschuß für einen fatholischen Bischof, gegen welche Ausgabe das Bentrum stimmt. Darauf wird die weitere Berathung bis Dienstag 11 Uhr vertagt, Parteinachrichten. Ju Norddeich zählte der sozialdemokratische Verein bei seiner Gründung 22 Mitglieder; jetzt, nach ein jährigem Bestehen, schon 90. Die Fortschritte der sozialdemo fratischen Propaganda find in den Provinzen überhaupt sehr be deutende. Polizeiliches, Gerichtliches se. Redakteur Hermann Watermann von der Geestemünder, Volksstimme" hatte am Sonntag eine zweimonatliche Gefängnißstrafe verbüßt, die ihm wegen Preß vergehens auferlegt worden war. Auf Anordnung der Polizeiverwaltung zu Grimmeu hat der Vorstand des dortigen Kriegervereins einige Mit glieder ausgeschlossen, weil dieselben dem Stralsunder Verein zur Wahrung der Interessen der Arbeiter beigetreten waren, welcher unser Mitwirkung einzelner Sozialdemokraten gegründet worden ist. Einige Mitglieder wurden infolge dessen topfschen und traten deshalb aus dem genannten Arbeiterverein aus. Da diefelben bis 1. März ihre Mitgliedsbeiträge entrichtet hatten, so sollten fie auch erst an diesem Tage abgemeldet werden. Die Polizei indeffen ist der Meinung, daß die Mitglieber sofort abgemeldet werden müssen, und schickte jedem der Vorstandsmitglieder des Arbeitervereins ein Strafmandat von nicht weniger als 15 Widerspruch ist sofort erhoben worden. Tokales: Die entschiedene Stellungnahme gegen diejenigen Ber Die Arbeitslöhne find gegenwärtig so herabgedrückt, daß sonen, welche sich an den jüngsten Berliner Krawallen man ruhig von Hungerlöhnen reden fann, ohne sich einer Ueber: Minister Graf Bedlin: Dem ersten Redner werde ich ant aktiv betheiligten oder vom ficheren Schlupfwinkel aus diefelben treibung schuldig zu machen. Auf der einen Seite unglaublich worten, wenn ich den stenographischen Bericht gelesen habe. Mit angettelten bezw. förderten, hat dem Vorwärt3" zu der nicht ge- niedrige Löhne, auf der anderen unglaublich hohe Lebensmittel Herrn Rickert bin ich einverstanden, daß die Lehrer in ihrer Ge- ringen Ehre verholfen, von einer Volts"-Versammlung der jo preife, wie kann da ein Arbeiter bestehen? Selbst der ge fammtheit oder als einzelne nicht in ihren staatsbürgerlichen genannten Oppofition für ein Blatt erklärt worden zu sein, das wandtefte Rechenfünstler wird nicht im Stande sein, auszurechnen, Rechten in irgend einer Weise beschränkt werden sollen. Darauf durch seine Haltung fich des Verraths an der Sache des wie eine Arbeiterfamilie auskommen fann, wenn der Haus aber muß ich halten und auch die nachgeordneten Behörden, daß Proletariats schuldig gemacht habe. Wir quittiren dankend diese haltungsvorstand pro Woche nur 9,83 m. verdient. Vor uns die Lehrer sich stets bewußt bleiben, daß fie Staatsbeamte sind; Auszeichnung durch Leute, die wie in Allem so auch hierin nur liegt der Lohnzettel einer Fabrik in der... straße. Auf dem sie müssen sich also diejenigen Beschränkungen auferlegen, welche im Fahrwasser des konsusen bürgerlichen Maulheldenthums felben ist verzeichnet: fich jeder Staatsbeamte auferlegen muß.( Beifall.) Birkular segeln, und wollen ihnen nicht verschweigen, daß es die größte Berfügungen und generelle Anweisungen, welche sich an einen Sorge des Vorwärts" auch ferner bleibt, zu verhüten, daß die tonkreten Fall anschließen, halte ich für etwas zweckmäßiges. Arbeiterschaft vor die Mündungen der Kanonen und der kleinMan trifft gewöhnlich nicht die Sache damit; man falibrigen Gewehre gebracht wird. verlegt vielfach da, wo eine Verlegung nicht angebracht ist. Ich stehe vielmehr auf dem Standpunkt, daß jeder Beamte selbst Im zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreise wurde am weiß, was er thun muß. Wenn er beweist, daß er das nicht Sonntag Vormittag ein Flugblatt, in welchem u. A. zum weiß, dann muß scharf zugegriffen werden mit allen Disziplinar Beitritt in den Wahlverein dieses Kreises aufgefordert wird, in mitteln. Die Danziger Verfügung datirt aus der Zeit vor einer Auflage von 75 000 Gremplaren durch unsere Parteigenoffen meinem Amtsantritt. Ein Lehrer, der durch den Staatsanwalt verbreitet. vorgeht gegen einzelne Personen, kann dadurch sein Ansehen in Atford laut Buch " 10,20 m. ab Krankenkaffen- Beitrag 25 Pf. ab Juvalidenkaffe 12=-37 M. Rest 9,83 M. Dabei ist noch zu bemerken, daß der Lohn sich auf fech Arbeitstage erstreckt und daß jeder Arbeitstag eine 9 stündige Arbeitszeit umfaßt. Der Arbeiter( Lederarbeiter) ist Familien vater. Vor etwa 9 Jahren verdiente derfelbe Arbeiter in der felben Fabrik in derselben Arbeitszeit 24-27 Mart wöchentlich, die Löhne find also in dieser Spanne Zeit um etwa den drei " der Gemeinde gefährden. Wenn eine Regierung bemerkt, daß Die Beerdigung Otto Reimer's in Hamburg gestaltete fachen Betrag gefunken! die Lehrer in diefer Beziehung über das Maß hinausgehen, so sich einer großartigen fozialdemokratischen Rundgebung. Mehr Dazu sind noch die billigen" Beiten von früher in Betracht muß sie dagegen einschreiten, nicht durch eine allgemeine Ber- aug 15 000 Arbeiter und Arbeiterinnen, rothe Blumen und Kränze zu ziehen und man kann sich ungefähr ausmalen, wie die Leben fügung. Fehlgegriffen war die Verfügung darin, daß dem Lehrer tragend, und weit über 100 Fahnen und Standarten mit sich haltung dieser Arbeiter zurückgegangen sein muß. Es ist über, verboten wurde, wenn die Regierung die Ermächtigung zur An- führend, nahmen an dem Zuge theil, welcher den tapferen haupt als ein wahres Wunder zu betrachten, wie es die Leuten. flage nicht ertheilte, feinerseits vorzugehen. Das ist der Danziger stämpfer zur letzten Ruhestätte geleitete. Abg. Frohme hielt möglichen, unter tläglichen Verhältniffen noch ihr Leben zu frie Regierung bemerkbar gemacht worden; ich nehme an, daß dieses die Grabrede. Die geierlichkeit verlief ohne jebe Störung: Denn die Riesenfumme von 9,83 Mt. barf nicht etwa in Pell geändert ist. Die Verfügung der Regierung von Arnsberg be- Polizei war nicht zu bemerken. fartoffeln und grüne Häringe verpraßt oder in Schmalzftullen ans züglich der Presthätigkeit der Lehrer steht nicht im Zusammenhang mit dem Boltsschul- Geſetz. G3 ist nachgewiesen, daß eine daktion des„ Samburger Echo" eine Sammlung ausgeschrieben. Feuerung zc. zu bestreiten. Ein Stüd träftiges Fleisch pro Woche Für Otto Reimer's hinterlaffene 7 Kinder hat die Re- gelegt werden, hiervon sind auch noch Miethe, Kleider, Steuern, erhebliche Zahl von Lehrern sich gewerbsmäßig an der Presse Die Kinder sehen im Alter von 42-14 Jahren. Gammellisten tann diese Familie unmöglich auf den Tisch bringen, dazu lang betheiligt hat; ein Lehrer war Chefredakteur einer Zeitung, nicht sind von der Redaktion des„ Hamburger Echo", Gamburg, Große gerade der Kölnischen Zeitung"( Heiterkeit), sondern einer Theaterstraße 44 p., zu beziehen. Eine turze Krankheit oder ein Sonstiges Mißgeschick muß einen solchen Haushalt binnen fürzester fleineren Zeitung. Mit den nebenamtlichen Beschäftigungen Frist zu Grunde richten, und was bann? Das alte Lied: G hat das nichts zu thun; dieser Punkt ist abgeändert Zur Besprechung der Waifeier balten die Vertrauens- miffion, Asyl, Arbeitsloser, Nothleidender. Und da giebt worden. Die Lehrerschaft sollte nur gewarnt werden vor männer aus ben Streife Robuts und Conneberg im der agitatorischen Betheiligung an der Presse. Für den Laufe dieses Monats eine Ronferenz in Röppelsdorf ab. Rednertribüne hinstellen und den Arbeitern allen Grnftes einLehrer liegt eine eminente Gefahr vor, sich in das reden, diese müßten - sparen, um sich für schlechte Zeiten einen Barteigetriebe zu begeben, weil er immer der Gegner von einem Theil, meist von dem größeren Theil ſeiner Gemeindegenoſſen Genoffe fille at halfaben. In 27. bu einer gut einem Bochenlohn von 9,88 W. Denn noch gefpart werden Aus dem Kreise Schmalkalden. Am Februar sprach Nothgroschen zu sichern. Was um Himmels Willen soll o sein wird.( Buſtimmung rechts.) Die Verfügung der Frankfurter besuchten Versammlung unter allgemeinem Beifall der Anwesenden Wir wissen uns da feinen Rath, ber einzige wensch, der te Regierung ist der Erguß eines patriarchalischen Herzens, das die über die Sozialdemokratie und ihre Gegner. Trogdem die Führer noch sein Licht leuchten laffen kann, ist Herr- Gugen Ri Regter vor Unbequemlichkeiten bewahren will. Ich hätte auch der Gegner brieflich zum Besuche der Versammlung eingelezen mit seiner wunderbaren„ Spar- Agnes". Aus den obigen n in dem nachstehend erwähnten den gaben fann er ja gleich ein Pendant fabriziren,-wenn er's auch versprachen. Sie fuhren nun gleich nach Nieder- Schönweide, I von seinem mit Steinen beladenen Wagen, wurde überfahrent fertig bekommt! woselbst Herr Richard Lehmann, der Sohn des obenerwähnten und erlitt eine so bedeutende Quetschung des Fußes, daß er Die Antisemiten haben sich nun auch„ Agitationsbons" Herrn, in der Fabrik als Direktor thätig ist. Herr 2. junior nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem Lazarus- Krankenzugelegt, war bereits man sieht, die Leute machen Anleihen bei der von telegraphisch von dem Eintreffen der Vigi- hause gebracht werden mußte. Abends wurde der Bürstenihnen best' gehaßten sozialistischen Partei. Die Art und Weise, Sie blieben lanten verständigt und empfing fie sehr freundlich. macher Krämer auf der Chauffee zwischen Rummelsburg und wie diese Bons an den Mann ganzen Donnerstag über in Nieder dem Zentral- Viehhofe von mehreren unbekannten Männern überFalle an die Frau gebracht werden, läßt es freilich zweifelhaft Schönweide. Abends kam einer der Vigilanten zu Herrn fallen, durch Messerstiche am Kopfe schwer verletzt und seiner erscheinen, ob da noch von„ freiwilligen" Gaben die Rede sein Richard L. und theilte ihm mit, daß die Einbrecher sich bereits Baarschaft, sowie eines Bündels mit Wurst und Fleischwaaren fann. Einer unserer Abonnenten schreibt uns nämlich, daß ein Fabrikpersonal das Etablissement verlaffe, auch sie, die Vigilanten, Friedrichshain gebracht. Am 6. d. M. Morgens wurde ein kann. Einer unserer Abonnenten schreibt uns nämlich, daß ein in einem Schanklokal aufhielten und forderte nun, daß das beraubt. Der Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause am antisemitischer Arbeitgeber einer Arbeiterin beim Abliefern der Arbeit 10 Pfennig gekürzt habe mit dem Bemerken, Sie steuern würden sich erst heimlich entfernen, damit die Einbrecher nicht Mädchen in seiner Wohnung in der Marfiliusstraße und Abends wohl auch einen fleinen Beitrag für die„ gute" Sache". Da die Argwohn schöpften. Herrn 2., sowie seinem Fabrikinspektor kam eine Frau in ihrer Wohnung in der Köpnickerstraße erhängt Arbeiterin gar nicht wußte, welche„ gute Sache" eigentlich ge- Nachfrage in dem bezeichneten Schanklokale ergab, daß dort Brände statt. aber jetzt das Benehmen der Beiden doch verdächtig vor. Eine vorgefunden. Am 5. und 6. d. Mts. fanden sieben tleine meint sei, ließ sie sich ohne Widerspruch die 10 Pfennig abziehen fremde Personen in den letzten Stunden überhaupt nicht anwesend und steckte den ihr dafür eingehändigten Bon" in die Tasche. 3ufällig fiel ihr derselbe jetzt wieder in die Finger und Schwindler habhaft zu werden. Es gelang, die Beiden auf dem waren. Herr 2. ließ nun einen Gendarmen holen, um der nun erst merkte fie, daß sie ihr Scherflein ihr Scherflein der antifemitischen Agitationstaffe zugewendet hatte. Der Bon, welcher Bahnhof abzufassen in dem Augenblick, wo sie nach Berlin zurückauf einem Abreißblock befestigt war, ift bedruckt Das Gaunerpaar wurde gefesselt nach zufahren gedachten. mit einem Gedicht von Heinrich von kleift und einem Ausspruch Göpenick ins Gefängniß gebracht und hier als die Brüder Harder Richard Wagner's. Nachdem also auf dem Bon ein deutscher aus Berlin festgestellt. Dichter und ein deutscher Komponist für antisemitische Zwecke in Anspruch genommen worden sind, erfolgt die Quittung über gezahlte 10 Pf. für die antisemitische Agitation. Agitationsverband d. antis. Partei. Geschäftsstelle R. Jacob, Berlin SW., Schönebergerstr. 26. " Gerichts- Beifung: M " Eine Auflage wegen einer lebertretung des Pref leber eine wohl nicht aufzuklärende Angelegenheit gesetzes durch Nichtaufnahme einer Berichtigung wurde gestern wird nachträglich das Folgende bekannt: Der Polizeibericht vom vor der 132. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den Chef2. d. M. meldete: Am 29. v. Wits. wurde im neuen See im Redakteur der Kreuz- Zeitung", Freiherrn v. Hammerstein, ver Thiergarten die Leiche einer unbekannten etwa 20jährigen Frauens handelt. In der Nummer vom 12. November v. J. brachte die person aufgefunden." Diese ist nunmehr als diejenige des Kreuz- Zeitung" einen Artikel mit der Spitzmarke: Wie man 22 Jahre alten Fräuleins Marie Kulicke, einer Tochter der Guts hohe Auflagen fabrizirt." Es wurde darin behauptet, daß der befizerin Kulicke auf Josephshof in Ostpreußen erkannt worden. Verleger einer hiesigen Morgen- Beitung" von Zeit zu Zeit durch Unter unferen Gegnern der bürgerlichen Parteien bilden die Die Familie, aus Mutter und zwei Töchtern bestehend, wohnte Beauftragte in der Proving auf seine Kosten bei der Post größere Antisemiten die Clowns, der Antisemitismus ist wirklich und hier in der Kruppstraße 8 und siedelte vor ganz furzer Zeit auf Bestellungen auf seine Zeitung machen ließe. Die Blätter wahrhaftig der Sozialismus der Dummköpfe". Wenn also die das Gut über. Marie Kulicke verblieb jedoch noch in der würden dann unter dem Publikum verschleudert oder als Antisemiteriche ihren 10 Pfennig- Klingelbeutel in Berlin recht Wohnung, um die Ueberführung der Einrichtung zu veranlassen. Makulatur verbraucht. Der Unternehmer berufe fich dann bei Aneifrig herumgehen lassen, wir wünschen ihnen guten Ertrag. Am 27. v. M. nun traf die ältere Schwester, eine ver- gabe der Zeitungsauflage auf die eingegangenen Poft- Abonnements. Sie mögen nur fleißig fäen, die Ernte heimsen wir verwittwete Frau Hönice, in Berlin ein, wurde durch Marie am Diese Notiz bezog der Verleger der Berliner Morgen- Zeitung", dann ein. Bahnhof erwartet und Beide fuhren dann nach dem Hause Krupp- Herr Rudolf Moffe, auf sich. Er fandte der Kreuz- Zeitung" Einen Beweis für die allgemeine schlechte Geschäfts. Straße 8. Die Jüngere äußerte hierbei, daß es ihr sehr schwer eine Berichtigung ein, worin er behauptete, daß sämmtliche in lage liefert auch die von der Postverwaltung aufgestellte Statiflit werde, Berlin zu verlassen, da sie an dem Landleben gar keinen den Artikel aufgestellten Behauptungen unwahr seien. Diese über den letzten Weihnachts- Bäckereiverkehr. Die Statistit erstreckt Gefallen finde. In gleicher Weife hatte sie sich auch der ihr Berichtigung ist nicht aufgenommen worden. Der Vertreter des fich über 48 Städte mit mehr als 50 000 Einwohner. Während bekannten, Thurmistr. 15, wohnhaften Frau Piltenroth gegenüber Angefchuldigten, Rechtsanwalt Rägell, stellte den Antrag, die fonft in jedem Jahre diefer Bäckerei- Verkehr überall einen er- ausgesprochen. Als nun am nächsten Abend beide Schwestern Sache zu vertagen, bis eine von Herrn Moffe gegen Freiherrn freulichen Aufschwung nahm, haben im letzten Jahre nicht weniger heimlich wieder an und verließ in ihrem besten Seleide und mit Privattlage zum Abschluß gekommen set. In diesem Berfahren freulichen Aufschwung nahm, haben im letzten Jahre nicht weniger schon frühzeitig zur Ruhe gegangen waren, fleidete sich Marie von Hammerstein wegen des fraglichen Artikels angeftrengte als 14 Städte, nämlich Köln a. Rh., Königsberg i. Pr., Elber Am Mon- folle nämlich die Aktiv- Legitimation des Klägers bestritten werden, feld, Danzig, Stettin, Barmen, Krefeld, Aachen, Kassel, Erfurt, einer goldenen Uhr nebst Kette die Wohnung. Wiesbaden, Görlig, Lübeck und Frankfurt a. D. eine mehr oder tag früh fand ein Parkwächter das hübsche junge Mädchen als da es viele Morgenzeitungen in Berlin gäbe und der Kläger nicht weniger ins Gewicht fallende Abnahme der aufgegebenen und Leiche am Neuen See liegend vor. Der Körper befand sich auf nöthig hatte, den Artikel auf sich zu beziehen. Wenn diese Wenn Auffassung seitens des Schöffengerichts in der Privat- Klagefache dem Lande, während der Kopf unter Waffer war. eingegangenen Bactete gegen das Vorjahr zu verzeichnen. Diese nun auch die gitirten Aeußerungen immerhin auf einen getheilt und der Kläger abgewiesen werbe, so habe ber Letztere Abnahme hat mehr als 1 pet. betragen in Köln( 1,6), Danzig( 4,1), Selbstmord schließen laffen konnten, so steht diefer Annahme die auch nicht die Berechtigung, die Aufnahme einer Berichtigung zu Stettin( 1,7), Krefeld( 2,4), Görlig( 1,2) und Lübeck( 2,2). Thatsache entgegen, daß bei der Leiche eine Geldtasche mit verlangen. Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag ab, felbft in Das Schicksal der öffentlichen Bedürfnißanstalten, 350 Mart Inhalt gefunden wurde. Frau Pilfenroth, welche die dem Falle, daß eine Berechtigung zur Stellung des Strafantrages welches wiederholt die städtischen Behörden beschäftigt hat, foll Familie feit langer Zeit fennt, ist der Ansicht, Marie Kulicke dem Herrn Mofje nicht zugebilligt werde, diesem doch immerhin, nun in eine neue Phase treten. Der Magistrat ift den letzten habe, um nicht auf das Land zu müssen, zu Verwandten nach wie jedem Herausgeber einer Berliner Morgenzeitung, das Recht Beschlüssen der Stadtverordneten- Bersammlung in dieser Angelegen Düffeldorf zu reifen beabsichtigt, sei auf ihrer nächtlichen zustehen würde, eine Veröffentlichung dahingehend zu verlangen, heit nicht in allen Punkten beigetreten, nach den Verhandlungen, Wanderung verkannt und verfolgt worden, in den Thiergarten baß die in dem fraglichen Artikel aufgestellten Behauptungen in die er mit den betr. Unternehmern geführt hat, soll für die zu geflüchtet und am See ohnmächtig zufammengebrochen. An ein Betreff seiner Person auf unwahrheit beruhten. Der misfunft folgendes Verhältniß Play greifen: Das Stadtgebiet foll Verbrechen ist nach Lage der Sache schwerlich zu glauben, ob- anwalt beantragte eine Geldstrafe von zehn Mark und Aufin zwei Theile geschieden werden und die Errichtung und den gleich allerlei Gerüchte über die Todesursache im Umlaufe find. nahme der Berichtigung. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Betrieb der auf der Südfeite der Scheidungslinie vorhandenen Die junge Dame wird als durchaus nicht abenteuerluftig ge- Antrage. bezw. zu errichtenden Bedürfnißanstalten übernehmen die schildert. Eine empfindliche Strafe wurde gestern durch Urtheil der Unternehmer Hirschberg und v. A sten, die nördlich davon belegenen der bisherige Unternehmer Pro 3. Die Unternehmersichtlich eine ausgedehnte Verhandlung vor der Straftammer er- Pauly auferlegt. Der Prozeß gegen den Bankier Polte wird voraus- Berufungs- Straftammer des Landgerichts I dem Zeitungshändler An einem Oktober Abende des vorigen haben eine Abgabe von 10 pet. der Brutto- Einnahme an die fordern. Die nach langer Boruntersuchung ausgearbeitete Anklage- Jahres durchzog der Angeklagte die Ackerstraße, in überlauter Stadt zu zahlen. schrift hat einen Umfang von nicht weniger als 280 Attenfeiten. Weife Das Neueste" ausrufend. Der Kaufmann R. war der Aus der guten alten Zeit. Nicht uninteressant erscheint Dem Angefchuldigten werden Betrugshandlungen zur Laft gelegt, Meinung, daß er ein Extrablatt erhalte, der Angeklagte händigte gerade zu der gegenwärtigen Zeit der Hundesperre die Erwähnung welche die Staatsanwaltschaft darin findet, daß Polfe in seinem ihm aber die Abendausgabe der täglich erscheinenden Neueste einer Bestimmung, welche in der Mitte des achtzehnten Jahr Börsen- Girkular" wider besseres Wissen Berhältnisse von Gesell- Nachrichten" ein. Der Käufer hielt sich für betrogen und hunderts in Berlin giltig war. Diefelbe lautet: Wer einen Hund fchaften rosig ausgemalt habe, um Käufer für die Papiere anzu erstattete Anzeige. Das Schöffengericht verurtheilte den Anhat, beachte, daß der Scharfrichter alljährlich im Juli seine Leute locken, die von ihm selbst vorher zu niedrigem Kurs erworben geflagten mir zu einer Geldstrafe von 3 Mark wegen umberschickt, um Hundezeichen zu verkaufen. Hunde, die in den waren. Im Ganzen werden 32 Betrugsfälle zur Anklage gestellt. groben Unfugs, Unfugs, begangen durch das überlaute Aus Hundstagen( im Juli) ohne dieses Zeichen betroffen werden, Als Zeugen find nahezu 40 Personen namhaft gemacht, darunter rufen. Ein Betrug wurde nicht für vorliegend erachtet, find einzufangen und abzuschlachten." Elf Monate im Jahre auch auswärtige, die bei ihren Börsengeschäften durch Polte sich weil nicht angenommen wurde, daß der Käufer durch hatten es also damals die Hunde beffer, als ihre Nachkommen hatten beeinflussen laffen. Am 2. April fißt der Angeschuldigte die Erwerbung der Zeitung für den üblichen Preis von von heute. Als Kuriosum sei noch erwähnt, daß man damals ein volles Jahr in Untersuchungshaft. 10 Pfennigen einen Vermögensnachtheil erlitten habe. Gegen Wuthkrankheit der Hunde auf einen Zellwurm zurückführte, der dies Erkenntniß legte der Staatsanwalt Berufung ein. Er hielt unter der Zunge fäße. Jeder mußte feinem Hunde bei fünfzig in den letzten Wochen ganz gewaltig aufgeräumt, und auch gestern zweifellos fei der Käufer durch die Irrthumserregung des AnUnter den Flatterfahrern hat die hiesige Kriminalpolizei im gestrigen Termine die Anklage wegen Betruges aufrecht, denn Thaler Strafe von einem amtlich bestellten Wurmschneider den wieder sind zwei ehemalige Mitglieder dieser Zunft, die gleich geklagten, es handle fich um ein Extrablatt, zum Antauf eines Wurm ausschneiden lassen. zeitig gewerbsmäßige Buhälter find, verhaftet worden. Gelegent- Gegenstandes bewogen worden, den er sonst nicht gekauft hätte. Der blinde Passagier. Gin heiteres Abenteuer ist nächtlich eines versuchten Diebstahls in der Chausseestraße auf frischer Bei der Schwierigkeit, den Extrablatt- Schwindel auszurotten, be licherweile dem Droschten- Fuhrherrn Priemte in dem noch That abgefaßt, haben die Diebe Ernst Krause und Fritz Müller antrage er gegen den Angeklagten eine Woche Gefängniß. Der unbebauten Theile der Warschauerstraße passirt. Derselbe hatte ein umfassendes Geständniß abgelegt, wonach fie die feinerzeit Gerichtshof ging noch über den Antrag hinaus und erkannte einen Herrn und eine Dame von einem Balilokale in der Frank gemeldeten sechs Einbrüche in einem Haufe der Eichendorffstraße unter Aufhebung des ersten Urtheils auf sehn Tage Ges furterstraße nach der Oppelnerstraße gejahren. Nachdem die ausgeführt haben. Die Verbrecher, welche auch an anderen fängniß. Dame dortselbst abgesetzt" worden war, wünschte der Herr, nach Bobendiebstählen betheiligt gewesen sind, wurden nach dem Unterder Thaerstraße gefahren zu werden. Als Priemte die War- fuchungsgefängniß in Moabit überführt. Daß das Wurftgift unter Umständen dem menschlichen schauerstraße passirt hatte und in der unbebauten unheimlichen Gegend antam, fette er, durch schlimme Erfahrung gewißigt, fich Bant erregte vor Weihnachten eine gewiffe Aufmerksamkeit. Der mann G. Der Angeklagte betreibt hierfelbst ein Kolonialwaaren Körper sehr gefährlich werden kann, ergab wieder einmal eine Der Selbstmordverfuch eines Beamten einer hiesigen Berhandlung wegen Nahrungsmittel- Berfälschung gegen den Rauf auf seinem Rutscherbocke halblinks, um ein etwaiges Entweichen feines Fahrgastes fofort zu bemerken. Als er eine Strecke so ge- aus der er feine Rettung mehr zu finden glaubte. In einem der letzteren faufte im September ein Schuhmann eine Thüringer junge Mann war durch Schulden in eine mißliche Lage gekommen, Geschäft, welches eine Filiale in der Eisenbahnstraße hat. In fahren war, begegnete ihm ein Arbeitsfuhrwerk, dessen Führer ihm die klassischen Worte zurief:" Du, Dein Fahrjast is Dir Roupee der Stadtbahn hatte er mehrere Revolverschüsse gegen Rothwurst, welche er mit seinen Angehörigen verzehrte. Bald ausjerückt! Da looft er!" und richtig, dort lief er! Schnell feine rechte Schläfe abgefeuert; die Kugel hat aber die Richtung nach dem Genusse stellte sich bei ihm großes törperliches Ungemach entfchloffen jagte nun Briemke über Stock und fiber Stein im verfehlt und war im Nafenbein stecken geblieben, von wo sie bis ein: er wurde von heftigen Kopfschmerzen befallen, mußte wiederschnellsten Tempo hinter ihm drein, zugleich feine Stimme weit- her noch nicht entfernt werden konnte. Der Schuß hatte das holt erbrechen, fieberte und phantafirte und mußte sich ins Bett hin erschallen laffend, was zur Folge hatte, daß der rechte Auge aus seiner Höhle gedrängt und den Sehnerv beider legen. Dieselben Erscheinungen zeigten sich bei einem dreijährigen Ausreißer bei der Frankfurter Allee durch einen Augen zerstört. Vom Lehrter Bahnhof war der Unglück Kinde, welches von der Wurst gegessen und da der Beamte Schußmann und einen Nachtwächter gestellt" liche damals durch Schuhleute nach der Charitee fiber- fürchtete, dienstunfähig zu werden, so machte er seinem VorDerselbe erbot sich thränenden Auges, um feiner polizei- führt worden. Dort ist, wie wir erfahren, seine Herstellung fo gesetzten Anzeige von dem Vorfalle. Die Wurst wurde nun zu einem lichen Feststellung zu entgehen, zur Zahlung von 50 Pfennigen, weit erfolgt, daß er dem Leben zurückgegeben ist, ohne freilich Thierarzt geschickt und derselbe stellte fest, daß dieselbe äußerlich das Augenlicht wiedererlangt zu haben. Seine außerhalb ein Angebot, auf welches Priemte indessen nicht eingehen zu wohnenden Eltern haben inzwischen die Schulden bezahlt und absolut unverdächtig, innerlich aber ganz verdorben war und sich föunen erklärte, da er an Fahrgeld mindestens zwei Mark zu lassen den Sohn jetzt eine Blindenanstalt besuchen, in der er im Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten, der diese Wurst wegen mangelhafter Durchkochung Wurstgift entwickelt hatte. Der fordern habe. Während dieser Unterhandlungen öffnete sich plöy lich zum nicht geringen Erstaunen von Polizei und Kutscher die Flechten sich Fertigkeit aneignen soll. Der Bankbeamte, der im feilgeboten, 6 Wochen Gefängniß. Rechtsanwalt Sand= Wagenthür und eine heisere Stimme fiftelte aus dem Junern Besitz seiner vollen Geſundheit noch fürzlich äußerer Gründe berg wies aber nach, daß der Angeklagte schon seit Jahren heraus die denkwürdigen Worte: Rutscher, wieviel Fahrgäste wegen den Tod suchte, wird also jezt unter sehr viel schwereren diese Wurst von einer renomunirten Hoflieferanten- Firma aus haben Sie denn" Während Polizei und Kutscher noch verbust Uebrigens giebt er sich der Hoffnung hin, daß es ihm gelingen haben. Der Angeklagte habe weder wiffentlich noch fahrläfig Verhältnissen den Kampf ums Dasein von Neuem aufnehmen. Braunschweig bezieht, ohne jemals einen ähnlichen Fall erlebt zu dreinschauten, frohlockte der Ausreißer:" Na, da ſehen Sie doch, meine Herren, daß der Fahrgast noch drin siht! Wenn ich dem werden wine Operation wenigstens auf einem Auge die das Nahrungsmittelgefeß übertreten, denn derselbe sei doch nicht Kutscher dafür, daß ich eine kurze Strecke, auf der Hinterachse in der Lage, sämmtliche Würste, die in ganzen Bosten hier an hockend, mitgefahren bin, 50 Pfg. zahlen will, fo fann er doch Ueber eine Verschleppung, die ihm am Sonnabend passirt kommen, zu durchschneiden und zu probiren. Der Gerichtshof wohl zufrieden sein!" Nunmehr kam endlich Licht in die Situation fein soll, hat ein polnisches Dienstmädchen der Kriminalpolizei war derselben Meinung und sprach den Angeklagten frei. und das heitere Mißverständniß klärte sich zur Zufriedenheit Aller detaillirte Anzeige gemacht. Nach dieser Anzeige, die allerdings Ein Messerstecher erhielt gestern burch Urtheil der vierten auf. Priemke nahm die 50 Pfg. dankend an und fuhr feinen noch der Prüfune Zeit vor dem in der Dranie Straffammer des Landgerichts I gebührenden Lohn. Der 22jährige richtigen I andere zu Fuß sein nächtliches Ziel zu erreichen sich beeilte, siraße auf und ab, als ein junger, sehr kleiner Mann mit dunklem vorgeführt und folgender Thatbestand gegen ihn festgestellt. Am Dabei gelobend, nie wieder einen blinden Passagier" machen zu Haar und kleinem Schnurrbart heranivat mit der Aufforderung, 16. Januar befand der Angeklagte sich im Rettig'schen Schankeinem lokale in der Friedenstraße, wo er mit mehreren Gästen Streit Zwei Betrüger sind dieser Tage verhaftet worden, nachdem folgte dem Manne über die Schießstände hinaus in den bis der Arbeiter Fiethe, mit dem er den Wortwechsel gehabt, Mädchen anfing, bis der Wirth ihn hinauswies. Der Angeklagte wartete, es ihnen gelungen war, einen namhaften Industriellen allerdings Wald, schöpfte aber, da fie noch immer nur um einen geringen Betrag zu schädigen. Zu dem hierselbst eine Restauration kamen, Verdacht und weigerte sich, weiter bis der Angeklagte plöglich mit einem bereit gehaltenen offenen nicht an hinausfam. Wieder begann eine gegenseitige Auseinandersehung, in der Alsenstraße wohnenden Mitchef der Plüsch- und Woll- mitzugehen. In dem Augenblicke, als das Mädchen umkehren Meffer auf Fiethe einschlug. Er brachte demselben vier schwere waren- Fabrit Aktien- Gesellschaft Anton und Alfred Lehmann, in wollte, rief der Begleiter in den Wald hinein. Das Mädchen Wunden am Kopf und Rücken bei, blutüberströmt sank der GeNieder- Schönweide, Herrn Anton Lehmann kamen vor einigen ergriff nun die Flucht, wurde jedoch von seinem Begleiter und stochene zu Boden. Der eine Stich hatte das linke Auge geTagen zwei anständig gekleidete Männer, welche sich für Polizei zwei Männern, die auf den Ruf aus dem Walde hervorgetreten troffen, deffen Sehkraft noch gefährdet ist. Auf das Hilfegeschrei Vigilanten ausgaben. Sie wiesen Zeugnisse über ihre waren, verfolgt und eingeholt. Das laute Geschrei der Ueber des Berlegten eilte der Tischler Kurz herbei, auch er wurde von hiesigen Kriminalpolizei fallenen lockte jedoch einige Knaben herbei und das veranlaßte dem Angeklagten mit einem Mefferstich empfangen, der ihm die verstanden es durch ihr außerordentlich sicheres Auf die Strolche, mm ihrerseits die Flucht zu ergreifen. Unter den ganze Wange bis zum Mundwinkel aufschlitte. Beide Ber treten, Herrn 2. zu einer„ Konferenz", die für ihn angebattentätern befand sich ein Lahmer, der sich einer Krücke bewundete wurden in ohnmächtigem Zustande dem Krankenhause lich von höchstem Interesse sein sollte, zu bewegen. Nuns mehr machten die Bigilanten" dem Fabritbefizer die Mittheilung, richtig ist, wird die eingeleitete Untersuchung jedenfalls bald eine Gefängnißstraße von zwei Jahren, der Gerichtshof hielt bei diente. Soweit die Darstellung des Mädchens. Wie weit sie überliefert. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten daß mehrere Berliner schwere Jungens" in der Nacht zum Donnerstag in das Romptoir zu Nieder Schönveide einzubringen zeigen. der großen an den Tag gelegten Rohheit dies Strafmaß aber gedächten. Da sie, die Vigilanten, den Plan bis in die kleinsten Polizeibericht. Am 5. d. Mts. Nachmittags wurde eine noch für zu niedrig und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von Ginzelheiten ausbaldowert" hatten, so wollten sie auch für ihre unbekannte, etwa 50 Jahre alte Frau auf den Dönhoffsplay 2 Jahren 6 Monaten. Mühe gebührend belohnt sein, und Herr Lehmann zögerte nicht, schwer trant aufgefunden und verstarb bereits auf dem Wege ihnen 20 M. à Konto zu zahlen. Ja, er bat die Vigilanten noch, nach der Charitee, wohin fie gebracht werden sollte. Zu der ihm bei der Festnahme der Einbrecher behilflich zu lein, was sie selben Zeit fiel ein obdachloser Arbeiter vor dem Nordbahnhof wollen. Thätigkeit bei der " wurde. vor und ihn zu begleiten, da er eine gute Stelle bei Restaurateur in der Hasenhaide wisse. Das Versammlungen. " Beifall aufgenommenen Vortrag hielt, nahm ein stimmig folgende Resolution an: Die chemischen Prozesse, die veränderte Quantität in veränderte Qualität, die Sozialpolitik in Sozialismus umschlagen würde, um das Ziel zu erreichen, wir fürchten es nicht." Die Antrittsvorlesung behandelt die Sozialpolitik der Gesammtschweiz, wie der einzelnen Kantone. Das Armenwesen sei so wenig sozial politischer Natur, daß die Aufgabe aller grundsäglichen Sozials politik gerade die sei, das Armenwesen zu beseitigen. Arbeiterschutz Gefeßgebung ist für ihn nicht ein bloßer Flicken auf das tapitalistische Gewand. Welcher deutsche Pros feffor würde nicht davor zurückschrecken, daß, wie in Basel- Stadt, ein öffentliches Arbeitsnachweis- Bureau mit Staatskredit bei Unterm Verschiedenen äußerte sich Herr Henning furz über Streits seine Thätigkeit für das betreffende Gewerbe oder den seine am 23. Februar erfolgte Berurtheilung betreffs des Vor- betreffenden Werkplatz sofort und bis zur endgiltigen Erledigung trages vom 27. September v. J. Angezogen war§ 183. Die des Streits unterbrechen kann." Der Staat steht also bei Streits Ausführungen des Redners wurden mit großem Beifall auf den Arbeitsherren nicht zu Befehl, sondern nimmt Gewehr bei genommen. Frau unau ermahnte dann die anwesenden Fuß!" Die Wissenschaft hat nach Schollenberger nicht nur die Männer, mehr für die Agitation unter den Frauen zu sorgen, Aufgabe, den vorhandenen sozialpolitischen Stand der Gesetz und ihre eigenen Frauen zu österem Besuche der Versammlungen gebungen zu zeigen, sondern auch den weiteren Weg zu weisen, und u veranlassen. Mit dreifachem Hoch auf die Sozialdemokratie dieser führe mehr und mehr über den Rechtsstaat hinaus. Seine vortreff schloß die Sigung, auf welche sodann ein Tänzchen folgte. liche Antrittsvorlesung schließt er mit den Worten:" Der Rechtsstaat an fich ist brutal. Was ist Recht? Alles, was der Staat feſtfest, und wenn es das schreiendste Unrecht wäre. Um des Namens würdig dieser aber nur in jenem und durch jenen. Die öffentliche Wohl au sein, bedarf das Recht eines Leitsterns außer sich und das ist die öffentliche Wohlfahrt. Im Wohlfahrtsstaat der Rechtsstaat; fahrt, die Wohlfahrt des Boltes sei also unser oberstes Gebot Salus publica suprema lex." Eine öffentliche Versammlung aller in der Die in Knebel's Salon tagende öffentliche Versammlung für Metallindustrie beschäftigten Arbeiter tagte am Männer und Frauen erklärt die in den letzten Tagen in Berlin 28. Februar im Feenpalaft". Der erste Punkt der Tages: stattgefundenen Krawalle für ganz zwecklose und unstatthafte ordnung lautete: Rechenschaftsbericht des Ver- Uebertretungen. Zugleich protestirt sie ganz energisch gegen das trauensmannes und Bericht der Revisoren." Urtheil der gegnerischen Presse, welche diese Krawalle der ziel Der Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes, Kollegen bewußten Sozialdemokratie an die Rockschöße hängen will, und Päboldt, ist bereits im Druck erschienen und den Kollegen ersucht den Magistrat zu Berlin, alle öffentlichen Arbeiten sofort zugegangen refp. zugänglich gemacht worden. Der Vertrauens in Angriff nehmen zu laffen, damit der so großen Arbeitslosigmann rekapitulirte demzufolge nur die hauptsächlichsten Posten des teit gesteuert werde." Rechenschaftsberichtes und bemerkte, daß gegen denselben blos eine Reklamation bei ihm eingelaufen sei und zwar von den Klempnern. Hier sei ihm, dem Vertrauensmann, insofern ein Frrthum unterlaufen, als von ihm 15 Maimarken als laufende Marken gebucht seien. Die Agitationskommission der Klempner habe dem zufolge eine entsprechende Forderung an ihn. Die umfangreiche Abrechnung ist von den Revisoren geprüft und für richtig befunden worden und wurde auf Antrag derfelben der Vertrauensmann oon den Versammelten einstimmig entlastet. Nachdem referirte Kollege Gerisch über den Gewerkschaftskongreß, der am 14. März ds. Js. in Halberstadt stattfinden wird. Schneider und Schneiderinnen, Filiale Berlin, referirte am In einer gut besuchten Verbandsversammlung der losigkeit und dabei hervorbob, wie nothwendig die Organisation 29. Februar Herr Augustin über die Ursachen der Arbeitsder Arbeiter ist, um den Anmaßungen des Kapitals mit Erfolg entgegen treten zu können. An der lebhaften Diskussion betheiligten sich Frl. Wabnih, sowie die Kollegen Timm, Pfeiffer und Kullit. Hierauf unterrichtete der Bevoll mächtigte Möbius die Anwesenden von seiner und des Schriftführers Abreise, weshalb eine Ergänzungswahl vorgenommen werden mußte. Aus derselben gingen mit großer Mehrheit Rollege 2. Pfeiffer als Bevollmächtigter und Kollege Lange als Schriftführer hervor, während an Stelle des Revisors Lorenz Frl. Mi a thes für dieses Amt bestimmt wurde. Die Metallarbeiter Berlins Stellung nehmen zu der von der In Letter Stunde, so führt Redner aus, sollten nun auch noch Generalkommission vorgeschlagenen Reorganisation der deutschen Gewerkschaften. Es sei charakteristisch, daß gerade die Metallarbeiter, deren Vertrauensmänner seiner Zeit die Anregung zur Gewerkschaftskonferenz, und damit zur Bildung der Generaltommiffion gegeben haben, jekt von den Vorschlägen der letzteren am wenigsten erbaut seien. Zu verwundern wäre dies nicht, da die von der Generalfommission vorgeschlagene Form, abgesehen von allen übrigen Mängeln, für Gewerkschaften, in denen der Großbetrieb vor herrsche, unannehmbar sei. Die G. K. habe mit ihrem Entwurfe aber Unmögliches versucht. Als man seiner Zeit durch die Kapitalistenringe aufgeschreckt wurde und die Ohnmacht der ge= werkschaftlichen Organisationen den ersteren gegenüber erkannte, habe man durch die Form das zu ersehen gesucht, was im Wesen der Sache, theils durch eigene Schuld, zum größten Theile aber infolge ungünstiger Verhältnisse nicht zur Ausführung getommen war. So entstand der Nebeldom der Generaltommission, VOIL dem man mit ziemlicher Sicherheit niemals er ftraße 110. " Wann wird auf deutschen Universitäten solche Sprache ver nommen werden? Vermischkes: -d An der Neige des 18. oder 19. Jahrhunderts? Auf In Britz fand kürzlich eine Boltsversammlung statt, in einem größeren Gute bei Kulm so berichtet man dem welcher Herr Lehrer Knack über den Kampf ums Dasein unter„ Gefelligen" sollte ein Arbeiter, der mit dem GutsBezugnahme auf das 5. und 7. Gebot einen interessanten Vor- verwalter in Streit gerathen war, gezüchtigt trug hielt, dem die Versammlung mit großer Aufmerksamkeit und worden! Seine draußen wartenden Söhne merkten aber die unter reichen Beifallbezeugungen folgte. In der Diskussion er Absicht, schlugen mit Wagenrungen die Fenster ein und drangen gänzten die Herren Gottwald, Mainz und Buchholz in das Bimmer. Sowohl der Verwalter als auch die ooraussagen könne, daß praktische die Ausführungen des Redners. Es wurde dann folgende Re- beiden Inspektoren, der Kutscher und Be die Wirthin wur stalt annehmen werde. Was die Generalkommission vorfolution einstimmig angenommen, in welcher sich die Versamm den von den Arbeitern geschlagen. Auf dem Gutshofe geschlagen habe, fei nicht aus den thatsächlichen Verhältniss en lung mit dem Vortrage einverstanden erklärte und sich ver- hatte sich fast die ganze Dorfbevölkerung Dorfbevölkerung angesammelt. herausgewachsen, sondern in der Theorie ausgeflügelt, und außer pflichtete, für die Verwirklichung der sozialdemokratischen Ziele Nachdem der Verwalter sich von den„ Eindringlingen" befreit dem so schwerfällig wie nur je ein bureaukratischer Apparat. voll und ganz einzutreten. Im„ Verschiedenen" warnte der Vor- hatte, ergriff er das Gewehr und schoß in den Menschens Ferner dürfe man sich feinen Augenblick darüber täuschen, daß fiende vor dem Schundroman" Lassalle, oder: Um Liebe ge- näuel. Drei Menschen wurden verwundet. Die Sache wird Die Realisirung des von der Generalkommission vorgelegten Ent- tödtet", forderte dann die Anwesenden auf, dem zu gründenden natürlich noch ein Nachspiel vor dem Strafrichter haben." wurfes eine Frontveränderung des kämpfenden Proletariats be- Briger Arbeiter- Gesangverein zahlreich beizutreten, welchem Er- Wegen unfittlicher Handlungen mit Schülern in ceuten würde. Eine Gewerkschafts- Organisation, wie sie die General- fuchen auch sofort 25 Genossen nachkamen, und theilte der Ver- mindestens 80 Fällen wurde der Lehrer Wilhelm Lechter kommission vorschlägt, würde, selbst wenn ihre Urheber dies durch- fammlung einen Gruß des Genossen Peus mit. Mit einem be- bed aus Hilbeck bei Werl unter Annahme mildernder Umstände aus nicht beabsichtigten, die politische Bewegung unausbleiblich in geisternden Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. zu 4 Jahren Gefängniß verurtheilt. die zweite Linie drängen. Die ganze geschichtliche Entwickelung Versammlung! Verband deutscher Zimmerleute Schönebergs und Der Pfarrer Ferd. Ruge von Züngeda wurde wegen Ans der deutschen Arbeiterbewegung bedinge jedoch, daß der Schwer- Umgegend. Dienstag, den 8. März, Abends 8 Uhr, bet Jakob, Grunewald- stiftung zum Meineid vom Schwurgericht in Meiningen zu drei punkt auf die politische Thätigkeit gelegt werde. Am ehesten Jahreu Zuchthaus verurtheilt. Den Herrn Pfarrer hat also fönne man sich noch mit der vom Deutschen Metallarbeiter die gründliche Kenntniß der christlich- konfessionellen Lehren nicht Verband dem Gewerkschaftskongresse vorgeschlagenen Resolution vom Verbrechen zurückgehalten, da ihm eben die allgemein mensch befreunden, die vortheilhaft gegen den Entwurf der Generalfommision liche Moral fehlte. absteche. Zu diesen allgemeinen Bedenken komme noch hinzu, daß die Berliner Metallarbeiter sich nur schwer entschließen wür den, auf die Besprechung öffentlicher Angelegenheiten in ihren Ver- Filiale 7 Süd- West der vereinigten Maler und verwandten Berufsfammlungen zu verzichten. Ganz richtig habe die Generalfommission genoffen. Dienstag, den 5. März, Abends 8% Uhr, Sigung, Noftizftr. 50. die Aufgaben der Gewerkschaften dahin präzisirt, daß sie einmal( E. 9.) Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 8. Wärz, Abends 8 Uhr, hütte zu Hattingen a. d. Ruhr ereignet; ein in der Gießerei Zentral- Kranken- und Sterbekaffe des Deutschen Senefelder- Bundes Ein gräßlicher Unglücksfall hat sich auf der Heinrichs für Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen, und dann für im Restaurant Röllich, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- und Verwaltungsbeschäftigter Kesselwärter wurde buchstäblich lebendig gebraten. Bildung und Aufklärung der Arbeiter zu sorgen haben. Die Berfammlung. wirthschaftliche Misere, sowie die gewaltige Macht der foalirten bei Reßner, Annenstr. 16: Bersammlung. Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 8. März, Abends 8% Uhr, Unternehmer mache es aber immer schwieriger, der ersten Auf- Sozialdemokratischer Klub der im Buchdruckgewerbe befchäftigten gabe gerecht zu werden. An Kämpfe für Verbesserung Arbeiter. Dienstag, den 8. März, Abends 8 Uhr: Ordentliche Bersammlung der Arbeitsbedingungen, für welche die große indifferente im Restaurant Preußer, Seydelstr. 30,„ Der leyte Streit und die Lehre für unsere Gewertschaftsbewegung." Masse noch am ehesten zu begeistern sei, tönne bis auf Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Wedde, 9 Uhr, absehbare Zeit hinaus nicht gedacht werden. Damit bet J. Wintler, Manteuffelstr. 60.- Sozialdemokrat, Abends sy uhr, ber Agitationsverein Bassalle", bei Drüge entbehre man des wirksamsten Mittels, die Massen an- bet&. Behrend, Blumenjtr. 5. müller, Wienerstr. 31. zuregen und zur Organisation heranzuziehen. E3 bliebe Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends daher zunächst nur die Pflege der Bildung und Aufklärung Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- F're un faya ft 1, bei Schildhorn, Filiale 3, Often, der Vereinigung der deutschen Maler u. f. w. Dienstag, den' s. März, Bersammlung. Wortrag des Kollegen Schweizer über Darwinismus. Speisebause von Thurein, Neue Schönhauserftr. 10, 1. Etag. Bortrag des Serliner Naturheil- Verein 2. Heute Abend 8% Uhr im vegetarischen Herrn Dr. med. Fehlauer über Jnfettions- Krankheiten. Allgemeine Bäderversammlung, Dienstag, den 8. März, Nachmittags 3 Uhr, Johannisjir. 20 bei Müller. übrig. Diese Aufgabe im Rahmen der zentralisirten Organisation Bartels.- DIympia, Budowerstraße s bei Junghans. Oswald Berliner, Brunnenstraße 114.-Sarmonia, Flottwellstr. 6 bei Brauerei. 1 -Hoffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Bei einer Fenersbrunst in Aachen sind zwei der in den oberen Stockwerken des betr. Hauses wohnende Personen durch fünf andere schwer verletzt wurden. Herabspringen auf die Straße ums Leben gekommen, während Andere Arbeiter wurden durch einen immer stärker werdenden etwas passirt war. Gestank nach versengtem Fleisch darauf aufmerksam, daß irgend Bei näherem Nachsuchen fanden sie den in einem bie Refselwärter entsetzlichen Zustande auf; Kleider waren zu Asche verkohlt und mit Ausnahme des Kopfes war wie gebraten. der ganze Körper Dennoch war Mann noch sieben volle Stunden bei Be finnung, ehe der Tod ihn erlöste. Wie sich das entsetzliche unglück zugetragen hat, wird wohl ein Räthsel bleiben, denn der Verunglückte befand sich zur Zeit der Katastrophe allein in dem zu erfüllen, sei wiederum äußerst schwierig, zumal in dem reich- ufedomstraße 33 bei Miete. betreffenden Raum. Fidelitas, Bergstraße 68 bet Keller. fluthenden Leben der Großstadt, das intensive Agitation und Allegro, Kaifer Franz- Grenadier- play 7. K. K. Sittlichkeitsgefühl in Wien. Die Aufführung von - Myrthenblätter, Belftetige Stellungnahme zu allen die Interessen der Arbeiter be- fortersir. 15 bei Schneider. Bruderherz, Straußbergerstr. 3 bei Birt. Fulda's Stlavin" auf dem Burgtheater ist verboten worden, rührenden Fragen nöthig mache. Die bisher gewählte Form der Bump Strausbergerſtraße 3 b. Birt. 11'i verzagtz, Moabit, Stronen: weil in des Kaisers Hause die freie Liebe nicht gepredigt werden Organisation habe, weil fie genau den Verhältnissen Gräß. Waldtapelle i, Berliner Bockbraueret.- Arbeiter- mat: dürfe." angepaßt sei, wenigstens den Unfrieden und Streit und Nowawes, Wallfiraße bei Gärtner.- Freies Lied 2, Friedrichsberg, Mysteriöser Mord. Auf dem Bodenraum der Peterss über die Frankfurter Allee 165. Sängertette, Schönleinstraße 6 bei D. Klein. beste Organisationsform, welcher verschiedene reuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bet Winter. Freiheit 2, Ablers- Leiche der seit dem Sommer verschwundenen englischen burger Kaserne des Garderegiments zu Pferde wurde die andere Gewerkschaften in ihrer Thätigkeit völlig lahm hof, bei Albrecht. Alte Linde, Mariannenftr. 31-32 bei Doberstein. gelegt habe, von den Berliner Metallarbeitern fern gehalten, und Borwärts 4, Rathenow, Restaurant Walhalla". Alpenglode, Gouvernante Margarethe Harper gefunden. Wahrscheinlich fie zu einem einheitlichen Handeln befähigt. Wähle man eine bei Wusehold. Sorgentos, Röslinerstr. 17 bei Wendt. Landsbergerfir. 31, bei Musehold. Ginigteit 2, Landsbergerstraße 31. liegt ein Raubmord vor, da 50 Rubel, welche die Gr Gefangverein mordete bei andere, so könne mit Sicherheit voraus gesagt werden, daß die der Böttcher Steinei che, Jubenfir. 65 bet Triefchmann. ihrem Verschwinden besaß, fehlten. Zitania, Uneinigkeit einreißen, die Mitgliederzahl abnehmen und der Köpenickerstr. 191 bei Boge. Liebesfreiheit 2, Straußberg, Restaurant fofort eingeleitete Untersuchung wird auf das geheimste geführt, -Vorwärts 7, Marwig bei Wilhelm Mölte. Krüger. moralische und materielle Erfolg ein minimaler sein werde. Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Vorwärts 2, und es ist den hiesigen Zeitungen verboten worden, irgend Silaria, Blumenstraße 46 bei Went. welche Mittheilungen über die Mordaffäre zu machen. Be Daran tönne vernünftiger Weise Niemand ein Intereffe haben. Denn Fretes£ ted 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bet Feder.. wenn die Berliner Metallarbeiter auch auf eignen Füßen alt, Eisenbahnstr. 20 bet Siegmund. Sanger Chor der Zöpfer, Münzftr. 11 bei Ohlmann. Wieber: fanntlich wurde auch der Charkower Buchhalter Conrad von ständen, so sei es doch selbstverständlich, daß sie im terisitraße 43 bet Krone. Bufriedenheit, Willibald Mannschaften des genannten Regiments ermordet und beraubt. Sängerfreiheit, 9 Uhr, bet Fröhlich, Bedarfsfalle ihren übrigen übrigen Gewerksgenossen in Deufch- Naunynftr. 44. Sämmtliche Spitäler sind in den russischen Gouvernements land ihre Mittel bis zum legten Pfennig zur Verfügung Dienstag: Geselliger Verein limb tm, bei George, Gr. Görschenstr. 16. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Saratow, Astrachan und Pensa von Flecktyphus- Kranken stellen würden. Aus allen diesen Gründen ergebe sich, daß man Theaterverein faste bei Ocert, Beughofstraße 8. überfüllt. der vom deutschen Metallarbeiterverband vorgeschlagenen Re- Blumenlefe bei Strüger, Dresdeneiftr. 105. Tambourverein Deutsche folution wohl bedingungsweise zustimmen könne, fich aber imiche, bet Gabeck, Fürbrugerstr. 7.- Gefelliger Verein Mehr Sicht bet Uebrigen auf den Boden der Frankfurter Kongreßbefchlüsse stellen weibenweg 12. Babel, Frankfurter Alee 90. Tambour- Berein Borussia bei Feldhahn, müffe. Die Frage der Stellungnahme zum Kongreß bezw. zur Beschickung desselben wurde nach einer langen und lebhaften DisEuffion, in welcher die verschiedensten Ansichten vertreten wurden, enfchieden durch Majoritätsannahme folgender Resolution: 1 Theaterverein Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Anatreon, Wriezenerstr. 6, bet Gendte. Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenfir. 16. Musitverein Nord 8-11 Uhr, Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Die Paris, 7. März. In den Kohlenbergwerken von Carmaug ist ein neuer bedeutender Streit ausgebrochen. 2000 Bergleute haben die Arbeit eingestellt. Halle, 7. März. Die städtischen Behörden beschlossen eine außerordentliche Bewilligung von 10 000 m. zur Vertheilung von Brot und Speiſemarken unter die Nothleidenden. Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnicer Die heutige am 28. Februar tagende öffentliche Versammlung ftraße 158 bei Buchs. aller in der Medallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Bergnügungsverein Amicitia, sy Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. Umgegend beschließt, Bergnügungsverein Reichstrone, abends 9 Uhr, in Reichert's Fest den Gewerkschaftskongreß zu Halber- sälen, Müllerstr. 7. Geselliger Verein Brüderschaft, im Restaurant stadt zu beschicken; sie ist sich indessen bewußt, daß dieser Deutscher Reichsabler, Beuffelstr. 9. Stongreß einestheils in seiner einseitigen Zusammensetzung ein Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchtlub Eldorado, Abends 8% Uhr, Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Moskau, 7. März. Die hiesige Tapetenfabrik von Schulejtin feineswegs vollständiges Bild der gesammten Gewerkschafts- im teftaurant W. Schulze, Ofibahnhof 7. Rauchtlub Dammer wolte, ut. Jegorow, die bedeutendste Rußlands, ist niedergebrannt. Der bewegung Deutschlands ergeben wird, während andererseits die Böckhfir. 51. Rauchklub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Laufigerstr. 50, Schaden beträgt gegen 300 000 Rubel. Fünf Menschen sind in von der Generalfommission entworfenen Vorschläge ihr feines- bet anbe Grande. wegs als geeignet erscheinen, eine Hebung der Gewerkschafts- bei Thiele, Brandenburgstr. 56.Tambourverein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, den Flammen umgekommen. Zambourverein Wirbel, Dienstag und bewegung herbeizuführen. Freitag, Abends 9 Uhr, im Restaurant Müller, Gartenstr. 52. Tambour Sonntags Sigung. 0 verein Ruf. Dienstag und Freitag, Abends 8 Uhr, bet Sommer, Grünstr. 21. Stattlub Kreuz- Golo, 8-10 Uhr, Krautsstr. 2, bei Mühle. Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biebrat, Fransediftraße Die Versammlung stellt sich prinzipiell auf den Boden der Beschlüsse des vorjährigen Metallarbeiter Rongreffes zu Frankfurt a. M., hält jedoch in Anbetracht der eigenartigen Berliner Verhältnisse zur Zeit noch fest an der lokalen und Schönhauser Alle Zentralisation; sie erachtet es weiter als die Aufgabe der gefammten Metallarbeiter, die Frage der bestmöglichsten Organisation unter sich selbst zu lösen. Die Versammlung erklärt sich im Prinzip mit der vom D. M.-V. vorgeschlagenen Resolution einverstanden und erwartet, daß die Delegirten auch in allen ev. weiter zur Verhandlung ge= langenden Fragen die Interessen der Berliner Metallarbeiter nach besten Kräften wahren werden. Literarisches. Sozialpolitische Anläufe der tantonalen Gesezgebungen der Schweiz. Afademische Antrittsvorlesung von Prof. Dr. J. Schollenberger. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche C. Dieckmann. Die Veröffentlichung wäre bedenklich. W. Buder. Ohne allgemeineres Interesse. Besten Dant. A. B. In Strelitz ist als sozialdemokratischer Kandidat Dr. Lütgenau aufgestellt. Ihr Brief geht an den Partei vorstand ab. W. Müller. Die Berichte werden möglichst der Reihe nach veröffentlicht. F. K., Dresden. Adressen von Parteigenossen in Sydney befizen wir nicht. Levy und Müller, Stuttgart. Nach Einsendung des Buches J. Folger. In diesem Kreise ist, wie wir erfahren, kein Vertrauensmann gewählt. Emil Stalsky. In unseren Händen befindet sich dieser Bericht nicht. Bitte um nochmalige Sendung. Bum Delegirten für den Gewerkschafts- Rongreß wurde hierauf kathedersozialistischen Anläufe, wie wir sie feitens unserer deutschen Wir haven es hier nicht zu thun mit einem der schwächlichen Rörsten gewählt. Zur Deckung der Unkosten werden vom Universitätsdozenten der letzten Jahrzehnte gewohnt sind. Unsere wird Besprechung erfolgen. Vertrauensmann Sammellisten verausgabt werden. Namens der Frankfurter Kongreßkommission erstattete sodann Gta Schmoller, Brentano, Adolf Wagner e tutti quanti ber jüngeren bernad Bericht. Nach diesem erzielte die Kommission eine Gin Generation fuchten die alten schäbigen Flicken des Staatsgewandes nahme von 463 m. 30 Pf., hatte eine Gesammtausgabe in Höhe wieder hervor, um sich daraus ein profefformäßig Gewand zu von 401 M. und einen verbleibenden lleberschuß von 62 M. 30 Pf., fammen zu rähen, das zwar buntscheckiger, aber nicht fleidfamer welcher nunmehr zu Zwecken der Delegation zum Gewerkschafts- vorlesung, die er am 9. Januar 1892 an der Züricher Univer- eingehen. geworden ist. Professor Schollenberger ist, nach seiner AntrittsW. P., Breslau. Auf Freiexemplare können wir nicht tongreß in Halberstadt Verwendung finden foll. Mit der fität hielt, au urtheilen, nicht gewillt, tongreß in Halberstadt Verwendung finden soll. Mit der Prüfung diefer Abrechnung wurden die Kollegen Jato b. fequenzen der vor den Kon K. L., Birkenstraße. Der Roman:" Ferdinand Lassalle, der Selchow und Unger betraut. Wissenschaft zurückzuschrecken. Er theilt Held des Volkes oder: Um Liebe getödtet" ist ein ganz gewöhn nicht die Nachtwächter- Joee" vom Staat, sondern Eine öffentliche Versammlung für Männer und diesem zum Ziele die Wohlfahrt des ganzen Boltes, und diese getheilt ist. fett licher Schundroman, wie bereits im Vorwärts" mehrfach mit Frauen, in welcher am 28. Februar Herr Lehrer Henning erfordert die Fort- und Umbildung des Staats- bezw. Berüber das Christenthum der ersten Jahrhunderte einen mit großem waltungsrechts.„ Wenn im Verfolge, wie " manchem Betreffenden gesandt worden. Frau Luise Gaede. Ihre Aufforderung ist zunächst an den Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlaa von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 57. Boziale Ltebechicht. Dienstag, den 8. März 1892. 9. Jahrg. beiterschaft diese Verhältnisse klarzulegen. Von der Firma Baruch u.Co. fchaft gewählt werden, deren Urtheil er sich unterwerfen wolle, bezögen ferner ihre Waaren die Amerikanischen Verkaufshallen und die wurde keiner Abstimmung unterzogen. Abzahlungsfirma Wachsmann u. Ko. Die Betriebswerkstätten Der Streit bei H. Krüger, Fabrik chirurgischer Infiru sollten allen modernen Anforderungen entsprechen, die Arbeitszeit In der Verbandsversammlung der in Holzbearbeitungsmente, Berlin, dauert fort, da der Fabrikant darauf 91/2 Stunden betragen, die Arbeiter und Arbeiterinnen dem Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Berlins, besteht, daß trotz der unter den Arbeitern herrschenden Arbeits- Bentral- Arbeitsnachweis entnommen werden u. f. w. Da mit Filiale II N., welche am 16. februar stattfand, wurden die losigkeit und trotzdem er selbst nur noch die Hälfte seiner früheren dem Kapitalisten keine Ginigung zu erzielen gewesen wäre, so statistischen Fragebogen vertheilt und darauf hingewiesen, dieselben Arbeiterzahl beschäftigt, eine Stunde länger gearbeitet werden fähe sich die Kommission veranlaßt, gegen dessen Abnehmer vor- an jeden einzelnen Kollegen abzugeben, damit eine genane Statistit foll und zwar zu demselben Lohne, welcher für die kürzere Arzugehen, um durch diese einen Druck auf die Großkonfektions- darüber erlangt werde, welche sozialen Zustände auch in der beitszeit bezahlt wurde. firma auszuüben. Die Firma Bär u. Sohn sei nun im Vor- Branche der Holzarbeiter existiren. Man solle deshalb die Dienen. für seine Lebenszeit. Effen a. d. Ruhr, München, Stuttgart, Hannover, Frankund 1. Die Redaktion der Sattlerzeitung" au beauftragen, in der nächsten Nummer einen Bericht über die Tumulte zu bringen, bis angmer damit die auswärtigen Kollegen erfahren, daß die Berliner zielbewußte Arbeiterbewegung mit den Tumulten nichts zu thun hat, bewußte Arbeiterbewegung mit den Tumulten nichts zu thun hat, überall da entgegen zu wirken, wo eine derartige Meinung ver 2. daß jeder hier anwesende Kollege es sich zur Pflicht macht, breitet wird, und es durch Wort und Beispiel den indifferenten Arbeitern flar macht, daß wir auf dem Wege des Tumults niemals zum Ziel gelangen." In Hamburg streiken sämmtliche Kellner der drei wärts" den gemachten Veröffentlichungen entgegengetreten. Rubriken der Fragebogen forgfältig ausfüllen, um den Gegnern größten Bierlotale. Demgegenüber erfärte Pfeiffer, daß Niemand das Lager Beweise zu führen, wie groß die Noth und das Glend unter den der Firma Bär Sohn auf seine Qualität untersucht habe. Dies arbeitenden und den verunglückten Kollegen ist. Zu diesem Punkte Das Malerpersonal der Firma Gebrüder Helzel in follte erst geschehen, wenn der Vertrag perfeft geworden wäre. wurde ein Fall angeführt, welcher sich in jüngst vergangener Bodenbach ist am 5. März in eine Lohnbewegung eingetreten. Pfeiffer appellirte an die Arbeiterschaft, ihr Urtheil abzugeben Beit in einer Fabrik im Norden zugetragen hat. Ein Kollege Bei dem jezigen Lohn konnte selbst ein flotter Malergehilfe über das Vorgehen der Kommission. Herr Bär erklärte die An- verunglückte an einer Kreissäge, welche der Schutzvorrichtung während elfstündiger Arbeitszeit nur 6 Gulden wöchentlich vergriffe gegen feine Firma als aus persönlichem Interesse ent- ermangelte, derartig, daß einige Finger der linten Hand steif springend. Er fei ein ebenso guter Genosse wie Herr Pfeiffer wurden. Nach seiner Genesung einigte man sich dahin, daß sich Die Beendigung des Handschuhmacherstreiks wird nun und die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend unterstüße sein der Prinzipal verpflichtete, ihn so lange zu beschäftigen, als die auch vom Vorsitzenden des Verbandsvorstandes, Herrn Ernst Geschäft. Aus diesem Grunde agitire die Konkurrenz gegen ihn Fabrik auf dem Grundstücke stehe. Kollege Riel fritisirte diesen Knösel in Arnstadt erklärt. und mit dieser Agitation falle die Thätigkeit der Herren Pfeiffer, Fall sehr scharf und legte den indifferenten Kollegen ans Herz, Timm und Täterow zusammen. In den mehrfachen Konferenzen doch der Zukunft zu gedenken und sich deshalb in den Verband Die Nagelmacher von Worcestershire und Stafford- seien die Arbeitsverhältnisse in dem Geschäfte Chauffeestraße 24 a aufnehmen laffen, da sie als Mitglieder desselben, falls ihnen ein shire haben eine 15prozentige Lohnerhöhung verlangt und seitens der Kommission wohlwollend anerkannt worden. In- Unfall passirt, die Rechtsschutz- Kommission in Anspruch nehmen wollen, wenn sie ihnen nicht gewährt wird, den Ausstand be- folge dessen haben auch Kommissionsmitglieder von ihm tönne. Hierauf beschloß man auf Antrag des Vorstandes, die ginnen. ( Bär) gekauft und feien mit den Waaren zufrieden zweite Zahlstelle nur des Sonntags vertreten zu lassen und in Für die Beurtheilung des Verhältnisses der Alters- gewesen. Auch Herr Pfeiffer sei sein Runde gewesen, habe Bezug auf den Arbeitsnachweis einen Schritt weiter zu gehen, und Invalidenrente macht der Reichsanzeiger" auf folgende aber das Bezahlen vergessen. Durch die Errichtung einer Be- d. h. vorläufig frantirte Packetfahrtkarten zur Benuzung für die Punkte aufmerksam: triebswerkstätte würde aber nur Einzelnen geholfen worden sein, Prinzipale anzuschaffen Die nächste Versammlung findet am Nach§ 75 des Gesetzes vom 22. Juni 1889( Reichs- Gesetz- an dem System wäre nichts geändert worden. Deshalb habe die 15. März statt. währt. Für den Empfänger einer Altersrente wird es sich nur ihren Einfluß bei Baruch u. Ko. nach dieser Richtung bin geltend hielt am 27. Februar Genosse Reßler einen Vortrag über blatt S. 97) wird jede der beiden Renten nur auf Antrag ge- Firma die Kommission an die Großkonfektion verwiesen und Im allgemeinen deutschen Sattlerverein( Filiale Berlin) dann empfehlen, den Antrag auf Bewilligung einer Invaliden- gemacht. Daß Pfeiffer durch seine Anstellung wirthschaftlich ge= rente zu stellen( neben welcher die Altersrente fortfallen würde, schädigt worden fet, erklärte Herr Bär für eine bewußte Un- Gewerbe- Schiedsgerichte. In der Diskussion über das mit Beifall § 29 Abs. 2 a. a. D.), wenn die ihm etwa zustehende Invaliden wahrheit. Pfeiffer habe von der Firma Arbeit erhalten und sich aufgenommene Referat sprachen die Kollegen Hausner und rente höher ist als die Altersrente, in deren Genuß er sich diese gut bezahlen lassen. Er habe demnach doppelt verdient. Die etig im Sinne des Referenten. Dann wurde Kollege Karl Firma hätte unter dem Drucke der Erpressung gestanden. Wie Pfeiffer unter Verschiedenem besprach man die gegenwärtige Militärarbeit, Schulze zum Delegirten zur Generalversammlung gewählt. befindet, Ein unbedingter Vorzug der Alters- vor der Invaliden- pfiff, mußte getanzt werden. Er wäre beraatoreit, wobei besonders hervorgehoben wurde, daß in Sattlergewerbe rente liegt darin, daß erstere nur entzogen werden ein gütiges Geschick habe die Firma von den Herren befreit die Hausindustrie immer mehr Platz greife und dadurch die tann, wenn die Rentenfeststellung wegen gefälschter Urkunden Weil die Firma Fühlung mit der Arbeiterschaft habe, glaubte oder aus ähnlichen Gründen im Wege der Wiederaufnahme man ihr den Fuß auf den Nacken setzen zu dürfen. Die Kom- öhne bis aufs Aeußerste herabgedrückt würden. So habe auch des Verfahrens aufgehoben werden muß(§ 82 a. a. D. in Ver- mission hätte ein dankbares Agitationsfeld gehabt bei den ein Werkführer geäußert, es sei ihn viel fieber, nicht so viel zu und die Arbeiter verdiesem Ausnahmefall, behält der Empfänger einer Altersrente diese Geschäften in Berlin, ferner bei den Großkonfektions- Firmen in und aus diesem Grunde lasse er lieber die Werkstatt Teer bindung mit§§ 541 ff. der Zivilprozeßordnung). Abgesehen von 600 Herren Garderobengeschäften und 500 Damenkonfektionsbienten auch etwas mehr, wenn sie außer dem Hause arbeiteten, stehen. Diefer gute Mann überlege jedoch nicht, daß Dagegen kennt das Gesetz eine Entziehung der Invaliden- furt a. M. 2c., welche Tausende von Arbeitern in schmählichster Frau und Kinder schließlich daheim rente und zwar nach§ 33 in dem Falle, daß in den Verhält- Weise ausbeuten. Die 8 bis 10 Schneider der Firma Bär Sohn dabei der Mann seine Arbeitskraft aufs Neußerste anspannt. nissen des Empfängers einer solchen Rente eine Veränderung ließen grüßen und es ginge ihnen gut. Die Heßereien der Komeintritt, welche ihn nicht mehr als dauernd erwerbsunfähig er mission gegen die Firma Bär Sohn refultirten nur aus perfön- Dagegen müsse der Arbeiter bei der Hausarbeit von seinen paar lichem Unbefriedigtfein. Wären die Gelder so geflossen, wie Pfennigen Lohn den Fabrikanten Licht und Feuerung mit bezahlen. scheinen läßt. Der Empfänger einer Altersrente wird, bevor er einen gewünscht wurde, so wäre Alles gut gewesen. Die Versammlung Kollege Blum kam dann noch auf die Berliner Straßen- Krawalle Antrag auf Gewährung von Juvalidenrente stellt, gut thun, möge entscheiden, wie unsozialdemokratisch die Firma behandelt 84 sprechen und empfahl folgende Resolution zur Annahme: nach Maßgabe der angedeuteten Gesichtspunkte sorgfältig zu worden sei. Timm wies den Vorwurf der persönlichen Inter- Blätter bemüht sind, die am 25. und 26. Februar vorgekommenen , Da die 1. der Arbeiterbewegung feindlich gegenüberstehenden Die Kommission habe lediglich im Interesse der Straßentumulte der Arbeiterbewegung zur- Last zu- legen, und prüfen, ob nicht der Fortbezug der Altersrente für ihn vortheil- effen zurück. hafter ift. Allgemeinheit gehandelt. Die Großkonfektion berufe sich auf ihre Abnehmer. Wer sich öffentlich als Genosse gerire, dürfe von 2. in Folge der schlechten materiellen Lage es dem Arbeiter Zu den schnurrigsten Ansichten werden die Unternehmer derartigen Großkonfektionsfirmen nicht Waaren beziehen. Leider in der Provinz nicht gestattet ist, Arbeiterblätter zu halten und durch ihre Profitfucht verführt. In Braunschweig hat die graffire jetzt das„ Geschäftssozialistenthum" in unerhörter Weise. ihnen daher die von Mund zu und gehenden aufgebauschten Fleischerinnung beschlossen, bei der zuständigen Behörde im Rentedur zu schaffen, sei es nöthig, gegen die Zwischen Nachrichten eher zugehen, als der wirkliche Sachverhalt, dahin vorstellig zu werden, daß die Arbeits- und Verkaufszeit im händler, welche die Waaren zu thenren Preisen an den Deutschen Sattlervereins( Filiale Berlin) im Interesse der Arbeiterso beschließt die heutige Bersammlung des Allgemeinen von 4 Uhr früh bis 1 Uhr Nachmittag 3, mit Aushändler, welche sich Genossen nennen, seien verpflichtet, die schaft Berling Fleischergewerbe an Sonn- und Festtagen auf die Zeit Mann bringen, vorzugehen. Besonders diejenigen Zwischen- Deutschen Sattlervereins( Filiale Berlin) im Interesse der Arbeiterschluß der Zeit des Hauptgottesdienstes, festgesetzt werde. Die Bestrebungen der Kommission zu unterstützen. Dafür würden sie Braunschweiger Fleiſchermeister beanspruchen also das Recht, zu wiederum von der Kommission unterstützt. Das sei aber fein Sonn- und Festtagszeiten zirka zwei Stunden länger arbeiten zu Genosse, der von dem Schweiße der Arbeiter und Arbeiterinnen dürfen, als selbst das unter subtilster Berücksichtigung der lebe. Herr Kulick( Mitglied der Agitationskommission) glaubte, fapitalistischen Interessen zu Stande gekommene Gesetz vorschreibt. daß ein Racheatt gegen die Firma Bär Sohn vorliege, welcher Hoffentlich werden die Herren mit ihrem naiven Begehren fräftigst persönlichen Interessen entspringe. Falsch sei es auch, eine ein vor die Thür gesetzt, und zwar im Interesse der Fleischer- zelne Firma herauszugreifen. Ebenso gut könne man die meisten gefellen. Parteigenossen Geschäftssozialisten nennen. Die an der Spitze Einschränkung der Produktion auf Kosten der Arbeiter. der Schneiderbewegung stehenden Personen suchten nur eine zu erhalten. Frau Wengels wandte Der skandinavische Holzstoff- Berein hat beschlossen, warme Stelle" Die Filiale der Wirker und Wirkerinnen beschloß in um die bisherigen Preise aufrecht erhalten zu können, die Pro- sich gegen Herrn Bär und Herrn Kulick und vertheidigte ihrer Versammlung am 27. Februar, zur Generalversammlung in duktion vom 15. März bis zum 15. April vollständig einzustellen. Die Handlungsweise der Kommission. Herr Bär( Bruder des Elberfeld einen Delegirten zu entfenden. Hierauf wurden folgende Diesem Beschlusse sind Fabrikanten mit einer Normalproduktion Ersten) vertrat den Standpunkt des Herrn Kulid. Die Reklame diefer Statutenänderungen beantragt: 3 folle folgenden Wortlaut von 170 000 Tonnen Holzstoff jährlich beigetreten. Firma bewege sich auf einem ruhigen Boden und täusche das haben:" Mitglieder können alle in der Textilindustrie beschäftigten Publikum in feinem Falle. Auch eigene Werkstätten befize fie Arbeiter und Arbeiterinnen werden, sofern sie sich in feinem Neuer Ning. Unter dem Namen Verband nord- und zwar für Maßarbeit. Außerdem sei die Firma durchaus Lehrverhältniß befinden. Jedoch ist der Filialvorstand berechtigt, atlantischer Rhedereien" haben sich die Schifffahrts- nicht gewillt, ihre Schulden an die Kommission nicht zu bezahlen. unter Angabe der Gründe die Aufnahme zu verweigern; die Kompagnien von Hamburg, Bremen, Antwerpen und Rotterdam Das Recht der Vertheidigung dürfe ihr nicht genommen werden. nächste Filialversammlung entscheidet hierüber endgiltig."§ 6 zu einer Gesellschaft vereinigt, welche in der Hauptfache die Daher der Federkrieg im Vorwärts". Die Veröffentlichungen ist unter a folgender Satz zu streichen: jedoch können die BeiSteigerung der Rentabilität des Schifffahrtsbetriebes bezweckt. der Firma im Vorwärts" hielt er voll und ganz aufrecht. Die träge auf Wunsch weitere 10 Wochen gestundet werden."§ 9. Die Passagepreise sind denn auch bereits erhöht worden. Die Firma Bär Sohn sei völlig unabhängig. Mitwirkung an den Maßnahmen des Verbandes sämmtlicher 200 Firmen ihre Waare, darunter auch von Baruch und Komp. Arbeiterinnen sollen wegfallen); derselbe ist nur dann beschlußSie beziehe von Der Vorstand besteht aus 5 Personen( die Worte Arbeitern und englischer Gesellschaften ist durch einen besonderen Bertrag ge- Gr bestritt der Kommission das Recht, fich in die Privat fähig, wenn mindestens 8 Personen zur Sigung anwesend sind. fichert. verhältnisse der Firma Bär Sohn hineinzumischen. Herr Wenn ein Mitglied mehr als drei Sibungen hintereinander ohne Rogge, von welchem die Gebrüder Bär behaupteten, daß Entschuldigung fehlt, so ist hierfür ein anderes Mitglied zu er hätte ihr Geschäft in der Gr. Frankfurterstraße übernehmen wählen.§ 10 soll es anstatt Zahlstelle heißen: Filiale.§ 11 wollen, setzte sich persönlich mit Bar auseinander. Um Mitter- solen die Worte Arbeiter und Arbeiterinnen" wegfallen; im nacht wurde Schluß der Debatte angenommen. Neun Redner zweiten Sah muß es anstatt Bahlstelle Filiale" heißen.§ 18 waren noch eingezeichnet. In seinem Echlußworte hob Herr muß es heißen 8 Wochen" anstatt 6 Wochen.§ 20 anstatt Pfeiffer hervor, daß die Kommission sich besonders gegen die 6 Wochen 8 Wochen". Ferner muß§ 20 an Stelle von§ 19, Die Agitationskommission der Schneider und Schneide Firma Bär Sohn wende, weil diefelbe in hervorragender Weise und§ 19 an Stelle von§ 20 treten. Jm§ 21 soll folgendes rinnen Berlins hatte für den 4. d. M. eine öffentliche Bolts- auf Arbeiterkundschaft spekulire; er bestritt, daß die Kommission gestrichen werden: länger als sechs Monate dem Verband an= versammlung einberufen, in welcher Herr 2. Pfeiffer über: je die Baare der Firma Bär Sohn gelobt habe, im Gegentheile. gehört und mindestens".§ 25 gänzlich zu streichen.§ 26 foll „ Der Arbeiterfang verschiedener Konfettions. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen wurde unter Abfolgenden Wortlaut erhalten:" Aues Bezügliche betreffs einer firmen, speziell ber Firma Bär Sohn und die lehnung einer von St tid beantragten Resolution, welche der Reise- Unterstützung und auch anderweitiger Unterſtüßung bleibt Stellung der Berliner Arbeiterschaft" referirte. Kommission per den Filialen überlassen. Bei einer allgemeinen ArbeitsDer Genannte hob Eingangs seiner Rede hervor, daß bereits fönliche Intereffen verfolge und einen Racheakt gegen die Firma einstellung eines Ortes werden Kulich Amt Der zwei Jahren eine gewählte Kommiffion mit den Jubabern Bär Sohn ausübe in Rücksicht worauf studie feinunt als nach Klarlegung beim Vorstand und Ausschuß feſtgeſetzt." hiesiger Großkonfektionsfirmen bezüglich einer Lohnerhöhung und Mitglied biefer stortion contenen nach Abs§ 27 foll lauten:„ Der Vorstand und Ausschuß, sowie der FilialKommission niederzulegen erklärte Betriebswerkstätten in Verhandlung lehnung dieser Resolution wurde folgende von dem Vorsitzenden vorstand hat zu prüfen, ob eine geplante Arbeitseinstellung am der Errichtung von getreten sei. Die Verhandlungen hätten keine positiven Timm eingereichte Resolution angenommen: Plaze sei." Unter Verschiedenem wurde bekannt gemacht, daß " Im Anschluß an die auf dem Brüsseler internationalen die Kollegen Neuhaus und Voigt am Sonntag ihre dreineuerdings auf die Errichtung von Betriebswerkstätten gelegt und Arbeitertongres et ur in verken, es wöchentliche Gefängnißstrafe in Rummelsburg anträten, und beResultate gezeitigt. Der Schwerpunkt der Forderungen wurde trat die neugewählte Agitationskommission dieserhalb mit In- der Arbeiterschaft zur Pflicht macht, in denjenigen Gewerken, in schlossen, deren Familien( das Oberhaupt mit 8 M. unb jebes habern von Konfektionsfirmen in Unterhandlung, als Gegen- denen das Affordarbeit- und Zwischenmeister- System vorherrschend Kind mit 3 M., sowie 10 M. Miethsentschädigung) zu unterRongresses, dem Zwischenmeisterthum und dessen Ausbeutung den demoralisirenden Zuständen in der Schneiderei, namentlich geäußert, dieselbe möge von den Frauen besser besucht werden. Hierdurch follte, entsprechend einer Resolution des Brüsseler Mitteln zu bekämpfen, verpflichtet sich die Arbeiterschaft Berlins, Tagen eine öffentliche Versammlung stattfindet, und der Wunsch der Konfektionsbranche dadurch entgegen zu treten, Das Verbandslokal, sowie der Arbeitsnachweis befinden sich Konferenz waren die Firmen Bär Sohn, Lindenbaum u. A. ein- daß fie die agitation in einführung gesunder Betriebs Krautsstr. 48 bei Ratte. Der Arbeitsnachweis ist von 8-9 uhr gelaben. Lindenbaum war vertreten, hat aber auf weitere Ber- werkstätten, geregelter Arbeitszeit und angemessenen Lohnes Vormittags und 4-5 Uhr Nachmittage geöffnet. handlungen mit der Agitationskommiffion, dem Referenten zu unterſtügt. Sie verpflichtet sich, die unter diesen Bedingungen folge, verzichtet. Die Firma Bär Sohn führte die Berhand- hergestellten und eventuell mit Marke versehenen Waaren zu Charlottenburg. Am Sonntag fand hier die letzte, vor lungen weiter und dieselben gebiehen soweit, daß am faufen, um so namentlich die Doppelausbeutung durch das der Wahl des Gewerbegerichts, einberufene Bolts versamm= 1. November eine Betriebswerkstätte errichtet werden sollte und Zwischenmeister- System zu bekämpfen. Die Versammlung stellt ung statt; Referent war Genosse G. Keßler. Zunächst erKontrollmarken bestellt wurden. Pfeiffer war bereits für diese daher namentlich an diejenigen Unternehmer, welcher besuchte der Vorsitzende die Berichterstatter der gegnerischen Preffe, Betriebswerkstätte engagirt. Das Unternehmen zerschlug sich aber sonders Ber namentlich die Herren von der Charlottenburger Neuen Zeit" an der Forderung der Firma Baruch u. Co., daß die Kontroll- langen, diese auf humanitären Grundlagen beruhenden einmal einen genauen Bericht abzufassen und falls sie dieseś die Produkte nicht tönnten, lieber den Saal zu verlaffen. kommission eine juristisch haftbare Person stellen solle. Dies war Forderungen einzuführen und beschließt, Sodann erhielt unmöglich. Bezüglich der Firma Bär Sohn habe Baruch erklärt, derjenigen Firmen, welche von der Agitationstommiffion der Genoffe G. Kepler das Wort zu seinem Vortrage über Gewerbedaß diese Firma nur die Lagerverwalterin der Firma Baruch Schneider und Schneiderinnen als unter den schlechtesten Arbeits- Schiedsgerichte. Da dies Thema schon des öfteren im Vorwärts" sei. Da die Waaren bei Baruch, welche die Firma Bär Sohn bedingungen hergestellt bekannt gegeben werden, nicht mehr zu behandelt worden ist, kann von einer Stizzirung der interessanten beziehe, unter den denkbar schlechtesten Bedingungen hergestellt faufen." Ausführungen des Redners Abstand genommen werden. Zum würden, und die Firma Bär Sohn auf Arbeiterfundschaft spekulire, Der Vorschlag des Herrn Bär, es möge zur Untersuchung Schluß forderte Genosse Keßler die Arbeiter auf, am Wahltage so habe die Agitationskommission es für erforderlich gehalten, der Ar- der Angelegenheit eine 10gliedrige Kommission aus der Arbeiter- Man für Mann die Stimmzettel für die sozialdemokratischen vor " Versammlungen. durch die Hausindustrie entgegengetreten werden. Zu der betr. in das Mißtrauen aussprach, ant bie sie das die Unterstützungen erst Randidaten abzugeben. Die Versammlung spendete ihm reichen| Krautstr. 42, bei Senze, Sonnabend und Montag Abends von Iganisations- Entwurf der Generalfommission, welcher neben vielen Beifall. Die Aufforderung an die Gegner, sich zur Diskussion 8-10 Uhr. Im Verschiedenen beschloß man die Versammlungen Guten auch manches nicht Annehmbare enthalte, und kam zu zu melden, war wie gewöhnlich erfolglos; diese Leute verhandeln regelmäßig jeden Mittwoch nach dem Ersten jeden Monats dem Schluß, daß die beste, praktischste Organisation für die am liebsten hinter verschlossenen Thüren. Mehrere Genoffen Abends 8 Uhr stattfinden zu lassen. Mufit- Instrumentenarbeiter unter den gegenwärtigen Verhältnissen sprachen im Sinne des Referenten. Es wurde dann eine Re die lose Zentralisation durch das Vertrauensmännersystem sei. folution einstimmig angenommen, worin sich die Bersammlung Der Freie Diskutir- Verein"( gegründet von Schülern Der eventuell gewählte Delegirte müsse auf dem Kongreß die Zus mit dem fachlichen und wohlverstandenen Vortrag des Referenten der Arbeiter- Bildungsschule) hielt am 28. Februar wieder eine laffung dieser Organisationsform bei den Unionsverbänden c einverstanden erklärte und sich verpflichtete, für die Randidaten öffentliche Versammlung ab, in welcher Genoffe 2. Kleinert, durchzusetzen versuchen. Nach lebhafter Debatte, an der die der sozialdemokratischen Partei voll und ganz einzutreten. Schüler der Arbeiter- Bildungsschule, einen Vortrag über Aristo- Kollegen Sparfeld, Lau, Meier, Wustrow, Nien fratie und Optimaten hielt, welcher für die Wirksamkeit der Dorf, Luther sich betheiligten, wurde beschlossen, den Halber Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Often Arbeiter- Bildungsschule gutes Zeugniß ablegte. An der lebhaften städter Rongreß zu beschicken, und wählte zum Delegirten den Berlins hielt am 28. Februar eine von ca. 350 Personen be- Diskussion betheiligte sich auch Oberstlieutenant v. Egidy, Kollegen R. Schmidt. Eine eingebrachte Resolution, dem fuchte Versammlung für Männer und Frauen ab, in welcher welcher die Bestrebungen der Sozialdemokratie anerkannte, die Delegirten ein gebundenes Mandat zu ertheilen, erlangte nicht Frl. Wabnitz unter großem Beifall über das Thema„ Natur- Durchführung derselben aber vom Standpunkte des Christenthums die Majorität der Versammlung. Die Agitationskommission er gesetz und Menschenrecht" sprach. In einer entsprechenden aus vorgenommen wissen wollte. Ihm trat entgegen Fräulein fucht hiermit nochmals darum, daß, wenn irgend ein Genoffe Be Resolution sprachen die Anwesenden ihre Zustimmung zu dem Baader, welche hervorhob, daß das Christenthum bereits darf an Zug- oder Mundharmonikas hat, er die Bestellung doch Gehörten aus. An die Versammlung, bei welcher übrigens die 19 Jahrhunderte bestehe, aber von einer Erlösung der Menschheit den gemaßregelten Kollegen und Genossen aus Unterſachſenburg Polizei die Gallerien gesperrt hatte, und zu der auch außerhalb bis jetzt nichts zu spüren fei, ferner die Herren Räder, zukommen lassen möge und sich deshalb an den Kollegen des Lokals Polizeimannschaften sehr stark aufgeboten waren, schloß Stubbe, Botengowsky, Lange u. f. w. Der Aufforde- E. Sparfeld, Lübbenerstr. 21 v. V., wenden wolle, woselbst sich ein gemüthliches Beisammensein, welches durch Gesangs rung des Herrn Krüger, dem Verein recht zahlreich beizutreten, Muſter ausliegen. vorträge und Ausführungen gewürzt war. ist der beste Erfolg zu wünschen, weil es viele Genoffen giebt, welche wohl sehr tüchtige Kenntnisse haben, aber nicht vor einer Die Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure Die Filiale II. Berlin des Zentralverbandes der Anzahl von Leuten öffentlich zu sprechen im Stande sind. Mit hielt am 29. Februar eine außerordentliche Versammlung ab, in Maurer und verwandten Berufsgenossen Deutschlands einem Hoch auf die Arbeiter- Bildungsschule schloß die imposante welcher die Punkte der Tagesordnung zurückgestellt werden mußten, hielt am 28. Februar eine Mitgliederversammlung ab, in welcher Versammlung. Nachdem fand ein Tanzvergnügen statt, welches da die Neugestaltung und Führung des Arbeitsnachweiſes eine Herr Antrick eingehend über den Prozeß Ahlwardt referirte. die Anwesenden noch lange in fröhlicher Stimmung beisammen lebhafte Debatte hervorrief. Durch die verschiedenen Ausführungen An der Diskussion betheiligte sich Herr Silberschmidt im hielt. der Redner wurde festgestellt, daß sich schon jetzt sehr viele Sinne des Referenten. Hierauf erfolgte die Abrechnung vom Prinzipale an den Arbeitsnachweis wenden, so daß derselbe Maskenball, welcher einen Ueberschuß von 7,62 M. ergab. Dem bereits gute Erfolge aufzuweisen hatte. Komitee wurde Decharge ertheilt. Es wurde dann als Hilfs tafsirer für den Diten Herr Gröppler gewählt; derfelbe kassirt Mufit Instrumentenarbeiter. In der öffentlichen Verfammlung am 29. Februar referirte Rollege Schmidt über die Stellung zum Gewerkschaftskongreß. Er beleuchtete den DrArbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für II. Quartal 1892. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von 8 bis 10% Uhr Abends, Sonntags von 9-11 und von 11 bis 1 Uhr resp. von 10-12 Uhr früh. Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag. do. Sonnabend Sonntag · Do. do. Montag Dienstag Mittwoch do. Donnerstag Freitag. Sonnabend Sonntag do. Nordschule. Müllerstr. 179a. • • . Geschichte( neu.). Deutsch( ob.). Chemie. Deutsch( unt.). * Physiologie. Rechnen( unt.). 9-11 Rechnen( ob.), Buchführ. * Geschichte( alt.). 11-1 Deutsch( mittl.). Ostschule. Markusstr. 31. Rechnen( ob.). Physiologie. Deutsch( mittl.). Geschichte( alt.). Deutsch( ob.). 9-11 Rechnen( unt.). 11-1 Deutsch( unt.). Die milt- bezeichneten Südschule. Hagelsbergerstr. 43, Rechnen( unt.). Geschichte( mittl.). Deutsch( ob.). Rechnen( ob.), Buchführ. Deutsch( unt.). 10-12: Deutsch( mittl.) Süd- Ostschule. Reichenbergerstr. 133. Deutsch( mittl.). Deutsch( ob.). * Mathematik. Geschichte( neu.). Deutsch( unt.). Rechnen( ob.), Buchführ. Rechnen( unt).. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benuhung der DoppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vorm. 10-12 Uhr im Saale Beuthstr. 21/22: National- Oekonomie. In alle Lehrfächer können noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder fann an endstehenden Bahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zum Aquarium à 40 Pf. und zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 48. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Rottbuser Damm 14. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. Kehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Linke, Forsterftr. 45. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Pafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Ratzbachstr. 1. " Antrick, Steinmegstr. 60. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Radke, Krautstr. 48. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. Rusch, Markusstr. 31, 432/4 C. * Berndt, Neue Schönhauserstr. 18, Kuhlmey, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a, Krause, Bappel- Allee B/ 4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 88. Schmidt, Tresdomstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Scholz, Raftanien- Allee 85. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienstr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Friedrichsberg. Heineke, Friedrich Karlstr. 11. Der Vorstand. Plakate für die Anschlagsäulen Buchdruckarbeiten liefert die 2055L] unter Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Wie im verflossenen, so wird auch in diesem Jahre in unserem Verlage Mitte April ein zur Maifeier bestimmtes Mai- Feltblatt erscheinen. Dieses Mai- Festblatt soll diesmal nicht nur 4 Seiten umfassen, sondern 8 Seiten in Groß- Quartformat. Ebenso wird in illustrirter Hinsicht alles aufgeboten werden, um dem Blatte ein festliches Gewand zu geben. Die erste Seite soll eine Titelvignette schmücken, eine Jdealfigur darstellend, ferner das einleitende Maigedicht ausfüllen. Ein Kunstblatt über die vierte und fünfte Seite wird die Huldigung der Arbeit und Wissenschaft an die Göttin der Freiheit versinnbildlichen. Der textliche Inhalt, auf dessen Auswahl und Redaktion besondere Sorgfalt verwendet wurde, wird u. A. bringen: Geschichte der Achtstunden- Bewegung in den einzelnen modernen IndustrieLändern. Mai- Prozeß in Italien. Die letzten Arbeiterschutz- Versuche in Deutschland.- An die Landarbeiter Deutschlands. Labor Day( Arbeitertag) in Amerika. Aus dem Auslande.- Aus dem geistigen Kampfe gegen die Sozialdemokratie. Gedichte und Festlieder 2c. Das diesjährige Mai- Festblatt wird also sowohl nach dem textlichen Inhalt, wie nach der fünstlerisch illustrativen Seite hin reicher und vortheilhafter ausgestattet sein, als das vorjährige und fomit für die deutschen Arbeiter ein dauerndes Erinnerungs- Blatt an die diesjährige Maifeier bleiben. Um rechtzeitig die voraussichtlich hohe Auflage des Festblattes feststellen zu können, bitten wir die Genossen, uns so schnell als möglich ihren Bedarf auzugeben. Bestellungen, die bis zum 20. 20. März cr. I in unseren Händen sind, werden rechtzeitig und in der Höhe der gewünschten Anzahl erledigt. Für später einlaufende Bestellungen können wir keinerlei Garantie für pünktliche Lieferung übernehmen. SALE Der Preis stellt sich für das Einzel- Exemplar auf 10 Pfennig im Verkauf. In Partien in jedem Quantum pro Exemplar 5 Pfennig nekko. Wir ersuchen unsere Parteigenossen für die Verbreitung des Festblattes" recht thätig sein au wollen und sehen zahlreichen Aufträgen entgegen. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Heft 13 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's tommt am Mittwoch, den 9. März, zur Ausgabe. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Maud& Hartmann, ſowie fämmtliche Karl Scholz, Buchdruderei Maurer& Dimmick, von Elisabeth- Ufer 55. B Werkstatt für Bildereinrahmung. Glaserei. Lager fertig eingerahmter Bilder von Stahl- u. Kupferstichen zu foliden Preisen. Wrangelstr. 32. affalle, Mare u. f. w. in allen Größen. Musikinstrumente. Jede Uhr zu repariren foftet bei mir unter Garantie KRONENGARN. 1,50 Mk. Lager in Bithern, Violinen, Guitarren, Har-( außer Bruch) monikas. Alle Blasinstrumente, Trommeln, Flöten Kleine Reparaturen entsprechend billiger. und Klarinetten, Spieldofen zum drehen und felbft Uhren, Gold- u. Silberwaaren spielend, Albums und Bierseidel mit Musik. Musitwerke- Berleih, alle mit Arbeiterliebern. Theilzahlung gestattet. 1988 C. Wunsch, aunynr. 38, Aug. Kessler, 51 Lausigerstr. 51, am Platz. Möbel- und Ausstattungs- Magazin Don J. Adler, Oranienstraße 47. Auch Theilzahlung gestattet.[ 2085L n. b. Dranienplay. 1832L Sophabezüge Refte in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, Spottbillig. Proben franko! Masten- Garderobe Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Damen- Masken- Garderobe Don M. Roussel, Skaliherßtr. 43, pt. METALL UNIVERSAL- M Schutzmarke. PUTZ ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG. Teise goldene u eu.silberne Medal Die in der ganzen Welt rühm lichst bekannte ,, Helm- Putz- Pomade" mit als ist nur unser Erzeugniss. Dosen anderen Helmen und nicht mit werthlose Nachahmungen zurück. unserer Firma, weise man Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, Iam Hacke'schen Markt. 2069L Blumen und Kränzen. 538 L Empfehle mein Geschäft in friscacs Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Jrrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genoffen, genau auf meine Adresse zu achten. Kinderwagen. Berantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Größtes LagerBerling Andreasftr.238.