Nr. 12. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pre Monat, Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebütye beträgt für die fechsgespaltene Rolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Zum Schweigen gebracht! Am Dienstag wurde die erste Etatsberatung im Reichstage beendigt. Es tamen noch eine große Reihe Redner zum Wort, aber die Mehrheit hatte nichts zu sagen; einzelne Redner hatten eigentlich nur noch persönliche Bemerkungen vorzubringen. Mittwoch, den 15. Januar 1902. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Der Reichskanzler war nicht erschienen. Dagegen war der deutsches Grobblech und Winkeleisen zu billigeren Preisen erhielten. Kriegsminister mit einem zahlreichen Stabe zugegen. Aber er war als die deutschen Unternehmungen. In diesem einen Fall will man flug genug, den Kampf aufzugeben. Es war nichts mehr zu retten. jetzt helfen. Man darf aber nicht so lange warten, bis ein ErwerbsEr hätte ja der Socialdemokratie nur noch Gelegenheit zu weiteren zweig vernichtet ist. Darum wollen wir vorbauen. Eine Bestimmung, Feststellungen geben können über die armselige Rolle, welche die wie sie unser Antrag will, ist ein gutes Sicherheitsventil. Schon seine Herrschenden Klaffen in der China- Affaire gespielt, und über die von Existenz wird die Kartelle vorsichtig machen und verhindern, Anfang an flare, konsequente, intellektuell wie moralisch unantastbare daß deutsche Verbraucher hohe Preise für Rohstoffe und Halbfabrikate Haltung der Socialdemokratie. zahlen müssen, damit dieselben Waren an ausländische Konkurrenten zu Schleuderpreisen abgegeben werden. Unser Antrag sichert den Deutschen solide Preise und hindert die Schleuderkonkurrenz. Frhr. Hehl zu Herrnsheim( ntl.): Der socialdemokratische Antrag ist für die deutschen Arbeiter schädlich. Kohlen- und Petroleumsyndikate werden gar nicht von ihm getroffen; er stellt die ausländischen Syndikate gegen die deutschen günstiger, obwohl die Auslandssyndikate für die deutschen Arbeiter gefährlicher sind, als die inländischen. Der vorliegende Zolltarif ist manchen Staaten gegenüber zu niedrig. Vorsitzender v. Kardorff( Rp.) bringt jetzt einen Antrag auf Schluß der Debatte blitzschnell zur Abstimmung. Der Antrag wird von der Mehrheit ebenso rasch angenommen. Es waren drei Gegenstände, die in der Hauptsache erörtert wurden: der Fall Spahn, ein wirksamer, abschließender Epilog Der Kriegsminister mußte schweigen, weil er keine Recht zum China- Kreuzzug und ein komisches socialpolitisches Zwischen- fertigung, nicht einmal mehr eine Entstellung unsrer Meinungen und spiel, das wir dem reichsländischen Großunternehmer Schlumberger Handlungen zu finden vermochte. Sein Schweigen genügt uns. Seiner Anerkennung bedürfen wir nicht die zollt die Geschichte, die einst mit den Verleumdern der Socialdemokratie hart verfahren wird. verdanken. 57 Die weitere Erörterung des Falles Spahn zeigte zum Ueber druß, daß die Mehrheit des Reichstages überhaupt nicht mehr im stande ist, irgendwelche Frage von principieller Wichtigkeit tiefer zu erfassen. Ein laues, müdes, schlaffes Drumherumreden tritt an die Stelle einer flaren, schroffen Auseinandersetzung. Recht bemerkens wert ist es, daß die bürgerlichen Parteien in solchen Fragen sich zu ihren eignen Grundsägen nicht zu bekennen wagen. Die Klerikalen vermeiden es sorgfältig, den Anspruch zu erheben, zu dem sie ihre Kirche verpflichtet: daß es nämlich eine freie Wissenschaft überhaupt nicht giebt, sondern daß die Wissenschaft für alle Zeit innerhalb des Bannkreises der starren Dogmen der katholischen Kirche zu bleiben habe. Auf der andren Seite verwahren sich die braven Liberalen feierlich dagegen, daß sie den Katholizismus angreifen Tragik. Er hat wollen; fie sind freilich auch wenig berufen, für die freie Wiffen- mütige bürgerliche Parlament, schaft einzutreten, die es selbstverständlich finden, daß nur die nachäfft, leise lispelt und staatsmännisch Heuchelt. Wissenschaft auf unsren Universitäten gelehrt werden dürfe, die den Antisemit ist wahrhaftig immer noch zu ehrlich! Interessen der herrschenden Klassen entspricht. So gewährte die ist beliebter als ein grober Nüpel. Spahndebatte das heiter- klägliche Schauspiel, daß die Klerikalen für Singer protestiert gegen dieses Verfahren. Vorsitzender( schreiend): Ich verbitte mir jede Kritik meines Verfahrens! Zum Schweigen gebracht ist auch der alldeutsche Spektakel gegen England und Chamberlain. Nur Herr Liebermann v. Sonnenberg führte noch und zwar durchaus mit Recht Selage über die Untreue seiner nächsten Kameraden. Selbst der Mit- Alldeutsche Hasse sei von ihm abgerückt, obwohl er doch nur ausgesprochen, was alle Alldeutschen empfinden. Herr Hasse habe ihn vermutlich nur deshalb im Stich gelassen, weil er früher zu Wort gekommen, als der Profeffor. Ach, Eitelkeit und Untreue find eben urgermanische Singer: Ich verbitte mir, daß wir hier wie Schulbuben bes Tugenden. Herrn Liebermann umwittert in der That eine gewisse handelt werden. Ich stelle den Antrag, unsern Antrag la als Abs. 4 grobe Fäuste für dieses schwach zu§ 1 anzunehmen. Manieren das diplomatische Vorsitzender: Das ist nicht zulässig. Der gute Tartüffe * * Singer: Ich höre das, ohne daß Sie so zu schreien brauchen. wir werden jedem derartigen Schachzug der Mehrheit mit sachlichen Schlägen zehnfach zu dienen wiffent. Stadthagen: Ich stelle den Antrag, die ausländischen Kohlenund Betroleumsyndikate nach dem Wunsche des Herrn v. Heyl ebenso zu treffen, wie wir die inländischen treffen wollen. die Freiheit der Wissenschaft eintraten, als ob sie Liberale wären, Ein lustiges Zwischenspiel bescherte dem Hause der elsässische und umgekehrt die Liberalen das Recht der Wissenschaft so eine Fabrikant Schlumberger, der einen chemals focialdemoschränkten, daß man sie gut als Klerikale ansprechen könnte. Allein kratischen Wahlkreis vertreten darf. Auch er hat das Liebermannsche Vom Abg. Fischbeck( frs. Vp.) liegt folgende Nesolution vor: der Freifinnige Müller- Meiningen fand frischere und kräftigere Malheur, zu offenherzig zu sein. Selbst der wütendste ArbeiterDie Kommission wolle beschließen, den Reichsfangler zu ersuchen, Worte über den wissenschaftlichen Heinzegeist und forderte principiell feind trägt im Reichstag ein focialreformerisch glühendes fofort die Einsegung einer aus Vertretern der verbündeten die absolute Freiheit der Wissenschaft und eine Besetzung der Lehr- Herz zur Schau. Aber Herr Schlumberger bekennt sich noch zu Regierungen und des Reichstages zusammengesetzten Kommision stühle, die unabhängig ist von Protektion und Konfession. dem, was die Unternehmer in Wirklichkeit alle denken. Sehr nervös, zu dem Zwecke zu bewirken, die geschäftliche Thätigkeit, AbsatzKatholizismus und freie Wissenschaft sind tödliche Gegenfäße. mit allen Gliedern zuckend, heiser sich überschreiend, kündigte er an, bedingungen usw. der deutschen Verkaufs VerBeide können nicht miteinander leben. Man kann nicht, wie es die daß er bis aufs äußerste cines bekämpfen werde: die Ungeduld, einigungen( Syndikate, Trusts, Kartelle, Ringe) einer Prüfung Mehrzahl der Spahutämpen versuchte, Feuer und Waffer mischen die auf sociale Reformen drängt. Die zehustündige Arbeitszeit für zu unterziehen. wollen. Der Liberalismus ist nicht mehr stark genug, um den jugendliche Arbeiter ist diesem Bossen- Stumum das Verrückteste, Grundsatz freier Wissenschaft zu verteidigen. Aber auch der Kleri- was der Reichstag beschließen konnte, dieser Schutzmache die Kinder zu talismus wagt nicht mehr, sich in seinen Worten offen selbst zu Bummlern und Faulenzer. Die Gewerbegerichts- Novelle erscheint bejahen; er muß heucheln. Das ist das Ergebnis der Erörterungen ihm ein Verbrechen. Dagegen sind die Syndikate das Herrlichste auf über den Universitätsstreit. Gottes Welt. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen Social- Graf Posadowsky wußte die hinterwäldlerischen Andemokratie, gegenüber der Wassertrübungspolitik der bürgerlichen schaumgen des noch parlamentarisch unbeleckten allzu offenherzigen Parteien laut und dentlich das auszusprechen, was ist. Bebel Fabrikanten ganz gefcheit zu bemigen, um die socialpolitische hatte das am Sonnabend gethan, als er die gewaltige Schluß- Größe der Regierung im hellsten Lichte erstrahlen zu lassen. Er verabrechnung über die Chinapolitik hielt. Daraufhin hatten es der teidigte den Arbeiterschutz und erwähnte dabei, daß das Geses Reichskanzler und der preußische Kriegsminister unternommen, die über die gewerbliche Kinderarbeit vollendet sei. Gewiß, flare Ziffernreihe ein wenig zu verklegen, um bei Urteilslosen den neben Schlumberger erscheint Posadowsky schier wie ein SocialEindruck hervorrufen zu können, die socialdemokratische Rechnung demokrat. Aber der Vertreter von Mülhausen sagt doch nur laut, stimme nicht. Durch diese ministeriellen Versuche, so ungeschickt was die meisten denken. Die Regierung des Zolltarifs kann auch und voll von unrichtiger Behauptungen sie waren, wurde es notwendig, socialpolitisch leicht völlig verschlumbergern wenn die Industrie die Wahrheit noch einmal so festzustellen, daß selbst ein ernsthaft es heischt. Bülow und ein Goßler sie nicht mehr zu trüben vermöchte. Dieser wichtigen Aufgabe unterzog sich ant Dienstag an Stelle des verhinderten Bebel unser Parteigenosse Gradnauer. Mit einer mentrinnbaren Logit, die die Thatsachen zum ehernen Ringe schmiedete, entlarvte er die Nebelreden der Minister in ihrem jämmerlichen Nichts. Die Etatsdebatte ist rednerisch wie nach ihrem sachlichen Ertrag ein Triumph der Socialdemokratie geworden. Jnmitten des Wirr warrs von Thorheiten und Halbheiten bewährte die socialistische Weltanschauung ihre klärende, schaffende Kulturkraft. Ohne die Socialdemokraten wäre die Etatsdebatte eine trostlose Dede gewesen. = Zolltarif- Kommission. oder 0 Fischbeck( zur Geschäftsordnung): Unfre Resolution müßte doch jetzt zur Besprechung kommen, um ihre Bedeutung zu dem Antrage flarzulegen. Gothein, Stadthagen, Singer und Brömet treten diesem Verlangen bei. Der Vorsitzende bringt nunmehr den Antrag Bebel zu§ 1a zur Abstimmung. Derselbe wird gegen die vier socialdemokratischen Stimmen abgelehnt. Singer stellt zur Geschäftsordmmg den Antrag, daß Schlußanträge vorher die Unterstützung von 5 Mitgliedern der Kommission finden müssen. Neberraschungen, wie vorhin, müßten ausgeschloffen werden. Wir wollen keine Verschleppung, aber gründliche Beratung; dafür sind wir dem Lande verantwortlich. Der Vorsitzende erhebt Einspruch gegen den Antrag. Singer: Der Vorsitzende sprach bei Beginn der Kommissions beratungen sich dahin aus, daß in der Kommission geschäftsmäßig so verfahren werde, wie im Plenum. Darum stellte ich den Antrag, der auch im Plenum zulässig wäre. In der Abstimmung wird der Antrag Singer gegen 9 Stimmen abgelehnt. Dagegen stimmen Centrum, Konservative und Nationalliberale, deren Führer in einer gestern abend stattgehabten Besprechung sich zu besonderen geschäftlichen Maßnahmen und gemeinsamem Vorgehen geeinigt haben. Der Vorsitzende will den von Stadthagen eingebrachten nenen Antrag 1aa, der sich gegen die ausländischen Kohlen- und Petroleum syndikate richtet, ohne Debatte zur Abstimmung bringen; er sei ein Abänderungsantrag zu dem abgelehnten Antrag Bebel§ 1a. Stadthagen: Mein Antrag 1aa ist ein völlig felbständiger Antrag, der der Begründung bedarf. Bunächst stellte Gradnauer fest, daß Graf Bülow die Bemerkungen des Genossen Bebel über die Kriegsführung der deutschen Truppen im Kriege 1870/71 gröblich entstellt habe. Er wies darauf Die Donnerstag Sigung beginnt mit der Beratung des hin, daß die Kriegsregeln, die damals von den Deutschen angewendet Antrags Bebel und Genossen, folgende Bestimmung als§ 1a in wurden, thatsächlich in Bezug auf die Franctireurs dem vorgeschrittenen das Tarifgesetz einzuschalten: Bölkerrecht nicht entsprachen. Er geißelte die ungeheure Heuchelei,„ Der Bundesrat ist verpflichtet, die Zölle für vom Ausland mit der die Minister aller Länder ihre eigenen Thaten beschönigen. eingehende Waren aufzuheben und deren zollfreie Einfuhr zuzuFreilich es ist nicht wahr, was Graf Bülow behauptete, daß in anderen lassen, wenn die gleichartigen Waren von deutschen Ver Der Vorsitzende giebt nach und Stadthagen erhält das Wort: Ländern keine umpatriotische Kritik geübt würde, wie sie die deutschen taufs Vereinigungen( Syndikaten, Trusts, Startellen, Er geißelt das Verfahren der ausländischen Syndikate, die Ringen Socialdemokraten üben. Ganz im Gegenteil! Gerade die besseren oder dergleichen) nach dem im Ausland Wucherpreise, besonders für Kohle und Petroleum, bei jeder GeElemente des englischen Bürgertums haben in dieser Hinsicht billiger verkauft verkauft werden, als im deutschen Zollgebiet. Tegenheit durchzusetzen suchen. Am meisten werden natürlich die stets Wirde, Mut und Wahrheitsliebe gezeigt; verdanken wir doch Die getroffenen Anordnungen sind dem Reichstage sofort Arbeiterfonsinnenten geschädigt. Wenn z. B. die vorjährigen Kohlen die meisten Berichte über die Grenel in Transvaal Engländern! oder, wenn er nicht versammelt ist, bei seinem nächsten Zusammenspreise als Wucherpreise dem richterlichen Ermessen unterstellt Die leichte Art, mit der der Kriegsminister über den Raub der tritt mitzuteilen. Sie sind außer Kraft zu segen, wenn der Reichs worden wären, so würden die Richter diese Preise sicher als astronomischen Instrumente hinwegzuhuschen suchte, wurde von tag die Zustimmung nicht erteilt." wucherische bezeichnet haben. Aber sie können die Zollunserm Redner recht deutlich in allen Einzelheiten gewürdigt Diesen Antrag begründet Mo Ifenbuhr: Die Syndikate sind gefeße nicht aufheben, die mit Veranlassung zu diesem Preiswucher und er kündigte zugleich an, daß die Socialdemokraten bei der eine wirtschaftliche Erscheinung, die durch Schutzölle gefördert wird. waren. Deshalb verlangen wir, daß in solchen Zeiten eingegriffen giveiten Lejung des Etats eine Resolution beantragen würden, daß Sobald man einen Teil des Wirtschaftsgebietes vom Weltmarkt ab- werden kann. Wenn mein Antrag etwas salopp ist, so bitte ich imm die Beute zurücktransportiert werde. Dann wandte sich Gradnauer schließt, werden die Unternehmer dieses Gebietes sich um so leichter Entschuldigung. Sie sind ja Zeugen der Umstände gewesen, unter zu den falschen Behauptungen des Kriegsministers über die Hunnen einigen können. Mit der Steigerung der Bölle wächst die benen er geboren ward. Zur Verbesserung bin ich bereit. Es gilt, briefe, die sich gerichtlich als Schwindel erwiesen hätten. Es Gefahr der Ausbeutung der heimischen Verbraucher durch die das Land vor Schaden zu schützen. Finden Sie einen gefunden Nerv wurde klipp und klar festgestellt, daß überhaupt nur ein einziger Kartelle. Diese Gefahr ist auch von andrer Seite erkannt worden. in dem Antrage, so nehmen Sie ihn in erster Lesung vorläufig an, Hunnenbrief in einem ordentlichen Verfahren nachgeprüft worden sei, Graf Kanis hat früher und jetzt Frhr. v. Heyl staatliche Eingriffe bis zur zweiten Lesung kann er ja noch verbessert werden. Beteiligen und in diesem Fall wurde die Wahrheit festgestellt. Es war dagegen vorgeschlagen. Die polizeiliche Reglementierung der Sie sich, bitte, recht lebhaft an der Debatte, machen Sie es nicht wie jener Brief, der zur Ausscheidung des Hauptmanns v. Feiligsch aus Startelle ist zu verwerfen, weil sie nötige Härten herbeiführt und vorhin, sondern wie gestern, dann werden wir am Schluß der Beder bayrischen Armee führte. Außerdem wurde auch nur eine doch wirkungslos bleibt, wie die Erfahrungen Amerikas beweisen. ratung ein Herz und eine Seele sein. Nachricht aus China gerichtlich beleuchtet: die Erschießung von Die hauptsächlichste Gefahr der Kartelle liegt in der Möglichkeit der 22 Boyern durch den Major v. Kettler. Und hier ergab die Prüfung einen Ausplünderung der heimischen Verbraucher unter dem Schutz des im wesentlichen noch schlimmeren Thatbestand, als behauptet worden Bolles. Daß hier nicht nur eine Gefahr droht, sondern daß jetzt schon war. Sonst aber hat das Gericht den vom„ Vorwärts" angebotenen großer Schaden angerichtet worden ist, erkennt das Zolltarif- Gesetz umfangreichen Wahrheitsbeweis abgeschnitten. Gradnaner schloß an. Man will die Materialien für den Bau von Binnenschiffen zollfrei zu aus nicht, um die Frage der Syndikate nur einigermaßen zu lösen. seine höchst eindrucksvollen Darlegungen, anspielend auf die letzte lassen, und in den Motiven wird ausgeführt, daß der Bau von Dr. Vogelstein fagt in seinem Buche über die Kartelle, wer ZollAeußerung des Grafen Bülow, mit den Worten: In Sachen der Binnenschiffen am Rhein vollständig durch die niederländische Kon- politit betreibe, müfie die Kartelle berücksichtigen. Ja, es könnte die Wahrheit und Menschlichkeit versteht die Socialdemokratie feinen turrenz unmöglich geworden ist. Die niederländischen Schiffbauer Frage sein, ob nicht bei jeder Position des Zolltarifs die Spaß." fonnten billiger als ihre deutschen Konkurrenten arbeiten, weil sie Kartelle, die an der Preisstellung der zu verzollenden Waren be, Ich hoffe, mein heutiger Antrag wird auch noch einstimmig von der Kommission angenommen. ( Heiterkeit.) Brömel( frf. Bg.). Ich bin nicht der Form, sondern des Ju Er genügt mir durchhalts wegen gegen den Antrag Stadthagen. ↓ " teiligt sind, besprochen werden müßten. Dr. Vogelstein macht für seine Manipulationen. Dadurch wird der Konsum eingeschränkt beiderseitigen Botschafter einen längeren Ur die Preissteigerungen, die zur Krisis führen müssen, die Kartelle und die Folge ist ein Rückgang der Reichseinnahmen. Gerade la ub antreten tönnten. Wenn auch verantwortliche Ber verantwortlich. Sie nützen die Konjunktur rücksichtslos aus. Sie diese Syndikate treiben auf dem Weltmarkt Schleuderkonkurrenz. fonen vor einer allzu pessimistischen Auffassung warnten, so wäre es verkauften in guten Zeiten teurer und in schlechten nicht billig; sie Die Exportbonifikationen find eine Ursache des Uebels. Aehnlich doch sehr bedenklich, die gegenwärtige Sachlage haben ihre Funktionen zum Ausgleich im wirtschaftlichen Leben nicht liegt es auch beim Spiritus. Das Drahtstiftsyndikat ist ein wahrer leicht zu nehme it. Die englische Verstimmung ist noch, wie die„ Kölnische Zeitung" erfüllt. Es bleibt zu erwägen, welche Maßnahmen im besonderen Rattenkönig von Syndikaten( Roheisen, Stabeisen, Coats usw.). gegen Kohlensyndikate zu treffen seien. Sogar unsre Heeresverwaltung stüßt dieses Syndikat durch Aufträge. andeutet, durch eine auffallende Brüstierung des Der Vorsitzende ersucht den Redner, nur soweit über Kohlen- Rein Kartell wird im Interesse der Konsumenten gegründet. Die englischen Hofes durch die Nordd. Allg. 8tg." versyndikate zu sprechen, als sie in Verbindung mit dem Zolltarif. Rartelle sind eine Art Uebergründung, deren ungeheuere Kapitalien stärkt worden. Auf Aeußerungen englischer Blätter, daß die Angriffe Gesetz zu bringen sind. es möglich machen, die Produktion unvernünftig zu gestalten. Wir des deutschen Reichskanzlers gegen die englische Regierung den Be Brömel: Das will ich ja gerade; vorhin wurde von Heyl wenden uns gegen die künstliche Züchtung von Kartellen durch Zölle. such des Prinzen von Wales in Berlin möglicherweise in Frage auch darauf eingegangen. Die Frage muß gründlich erörtert werden. Materialsammlung hinter verschlossenen Thüren bringt teine Aufstellen tönnten, hatte nämlich das offiziöse Organ geantwortet, daß der Prinz zwar am deutschen Hofe jederzeit willkommen sei, daß Redner stellt folgenden Antrag:„ Der Bundesrat ist berechtigt, die klärung. Zölle auf solche Erzeugnisse, für welche Kartelle bestehen, herab- Damit schließt die Diskussion. jedoch der Hof durch keinerlei Einladung das zusetzen, oder außer Kraft zu setzen, und soll die Zustimmung des In der Abstimmung wird der Antrag Stadthagen gegen die Reiseprojeft des englischen Throufolgers pro Reichstags einholen." Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt; gleichfalls abgelehnt voziert habe. Diese gröbliche Nuhöflichkeit, die im Lichte höfischer Vom Abg. Gothein wird folgende Resolution eingebracht werden der Antrag Brömel und die Resolutionen Fischbeck und Etikette doppelt verlegend erscheinen mag, mußte begreiflicherweise „ Die Kommission wolle beschließen, durch eine parlamentarische Gothein gegen die Stimmen der Freisinnigen und Socialdemokraten. böses Blut erregen. Ob Herr Bülow auch diesen glänzenden Beweis Enquete im kontradiktorischen Verfahren Erhebungen zu ver- Der Antrag Singer auf Vorlegung des Regierungs- Materials überlegener Manieren abgelegt haben mag? Inzwischen kommt bereits aus London die Meldung, daß anlassen: 1. Ueber die Wirkung der Schutzzölle auf die Bildung über Syndikate wird mit 18 gegen 10 Stinumen abgelehnt. Mit fagen wir einmal: Vers von Syndikaten. 2. Ueber die Schädigung der weiterverarbeitenden den Freisinnigen und Socialdemokraten stimmen die National- Deutschland einen zweiten Schritt zur söhnung unternommen habe. Vice Admiral v. Senden Industrien durch die Kartelle und für Halbfabrikate. 3. Ueber liberalen von Heyl und Dr. Beumer. die durch die Schutzzölle bewirkte Konzentration verschiedener BeBibran sei, so meldet das Kabel, heute, Dienstag, bereits von Nächste Sigung Mittwoch 10 Uhr. König Eduard empfangen worden, dem er ein Handschreiben triebszweige in einem Unternehmen. 4. Ueber den damit ge= Wilhelms II. überreicht habe. Die Times" bemerken schaffenen Anreiz zur Ueberproduktion." dazu: Die Diskussion über die Resolutionen Fischbed und Gothein wird verbunden. Speck( C.) wünscht, der Staatssekretär möge seine Ausführungen zu Protokoll geben. Singer stellt den Antrag, das Material der Regierung über Kartelle der Kommission vorzulegen. Staatssekretär v. Posadowsky ersucht, nicht zu viel Wünsche an ihn zu richten. Das Material über die Kartelle müsse noch ge fichtet werden. Politische Uebersicht. Berlin, den 14. Januar. Es ist nicht das erste Mal, daß der Vice- Admiral Freiherr v. Senden- Birran im Augenblick einer politischen Entfremdung zwischen den beiden Ländern in besonderer Mission an den britischen Hofentsandt wird. Er kam im Jahre 1896, kurz nach dem be fannten Telegramm an den Präsidenten Krüger als Träger eines sehr liebevollen Briefes des Kaisers Wilhelm an die Königin Victoria, von dessen Inhalt man weiß, daß es ihm gelang, den peinlichen Eindruck zu ver wischen, welchen der unglückliche 8 wischenfall in den höchsten Kreisen Englands hervorgerufen hatte." Das Wolffiche Depeschenbureau beeilt sich zwar, dieser seiner Meldung die Notiz anzuhängen, daß v. Senden wie in jedem Jahre so auch diesmal lediglich deshalb nach England gegangen sei, um einer Zusammenkunft von Sportsmen beizuwohnen, allein es unterläßt es, die Behauptung zu berichtigen, daß v. Senden dem König Eduard ein kaiserliches Handschreiben überreicht habe. Nach den Vorgängen des Jahres 1896 und dem wunderlichen Umschlag der deutschen Transvaalpolitik hat die englische Presse in der That einige Ursache, auch diesmal eine Wegräumung des Konfliktsstoffes in ähnlichem Sinne zu erwarten, wie damals. * Deutsches Reich. Nach Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Kartellfrage ist eine Der Polendebatte zweiter Tag. ernste, überall diskutierte Frage. In Oestreich will man eine Die am Dienstag im Abgeordnetenhause fortgesetzte Begesetzliche Regelung der Kartelle herbeiführen. In Amerika hat sprechung der Interpellationen über die preußische BolenRoosevelt in seiner Botschaft angekündigt, daß die Kartelle unter das politik verlief ohne jeden Zwischenfall und abgesehen von Licht der Oeffentlichkeit gestellt werden müßten. Seit dem der leidenschaftlichen Anklagerede des Abg. v. Czerlinski 23. April 1897 besteht ein Gesetz in Canada, wonach der Gouverneur gegen die Regierung in recht eintöniger Weise. Interesse die Zölle herabsetzen oder ändern kann, um Schäden durch die erregte höchstens das Debüt des neuen Ministers des Innern, Kartelle zu verhüten. Es ist aber noch nicht bekannt geworden, ob der zum erstenmale das Wort ergriff. Herr v. Hammerder Gouverneur von Canada schon einmal feinem stein ist kein Redner; sein Organ ist wenig flangvoll, und Rechte Gebrauch gemacht habe. Die Frage ist aber in einem in seinem Aeußern läßt er die anfrisierte Schneidigkeit seiner Staate wie Deutschland schwerer zu regeln, wie in Canada Vorgänger vermissen. Das wäre an und für sich kein Fehler, mit seiner wenig entwickelten Industrie. Die Annahme vorausgesetzt, daß der Minister sich auch sonst nicht als des socialdemokratischen Antrags würde zu einer undurchführbaren bloßer Polizeiminister fühlte, wvie wir es bisher in Kontrolle, zur Stellung der Kartelle unter Polizei- Aufsicht. Die Preußen gewohnt sind. Allerdings ist dafür wenig Aussicht Frage ist nur international zu regeln. Uns ist der Vorwurf ge- vorhanden, denn unter dem neuesten Kurs dürfen die macht worden, den Zolltarif ohne Rücksicht auf die Kartelle gemacht Minister nicht nur feinen eignen Willen haben, sie müssen zu haben. Wir hätten das nur thun können, wenn wir Doppel- thun, was ihnen befohlen wird. Ja, sie dürfen nicht einmal tarife gemacht hätten. Die haben wir nicht, wenn es auch die ohne Erlaubnis ihres Chefs reden. In dem Polen- Feldzug Presse behauptet. Eingehend wurde beraten, wie das Tarifiystem vollends haben sie nur die Rolle von Unteroffizieren zu von uns ausgestaltet werden soll. Wir haben einen autonomen spielen, die auf die Winke ihres Vorgesetzten, des Grafen Der„ Birmingham Bost" zufolge werden die englischen Minister Tarif, aber keinen Doppeltarif. Die Minimalzölle haben Bülow, warten. Sowohl der Minister des Junern wie der in beiden Häusern des Parlamentes gleich zu Anfang der Adreßeine ganz andre Bedeutung, als man ihnen oft unterlegt. Stultusminister Studt, der ebenfalls in die Debatte ein- debatte am nächsten Donnerstag ersucht werden, genau mitzuteilen, nicht die eines Doppeltarifs. Mit einem autonomen Tarif mit griff, hatten nur die Erlaubnis erlangt, unbedeutende Be was für Erklärungen über Chamberlains Edinburger Rede Magimalsägen kann man die Kartelle nicht in Verbindung bringen. hauptungen ihrer Borredner richtig zu stellen. Irgend ein mündlich von Lord Lansdowne dem Grafen Metternich oder schriftWir haben alles erreichbare Material über die Kartelle in Urteil über Herrn v. Hammerstein läßt sich daher einstweilen lich vom englischen dem deutschen Auswärtigen Amte mitgeteilt den letzten 14 Monaten gesammelt und soviel erlangt, wie noch nicht fällen, außer daß er zu gehorchen versteht. worden seien, denn des Grafen Bülow Andeutung, daß eine Ents wahrscheinlich noch nie gesammelt wurde. Wenn die Sammlung ge= Von Mitgliedern des Hauses beteiligten sich an der Beschuldigung dargeboten sei, errege so lange ergernis, fichtet ist, wird die Regierung erwägen, ob und was sprechung die Abgg Sieg( natl.), v. Tiedemann( frf.), Dr. bis sie widerlegt sei. in der Sache zu geschehen hat. Czarlinski( Pole), Kopsch( fr. Vp.) und Glowaşki( C.). Die Ein deutsches Blatt bemerkt hierzu, daß in Bülows Rede ja Herren Sieg und von Tiedemann bliesen lediglich in das von amtlichen Mitteilungen keine Rede gewesen sei. Das engs Horn der Regierung; fie verlangen eine zielbewußte Politif lische Parlament wird es aber vermutlich interessieren, auch über die zur Abwehr der großpolnischen Gefahr, aber keine Ausnahme- nich tamtlichen Witteilungen näheres zu erfahret.. Auf diese gesetze. Jusbesondere der Abg. Sieg sprach die Erwartung Weise könnte dann vielleicht auch festgestellt werden, welche aus, daß wir mit den bestehenden Gesezen auskommen, wenn Aeußerungen Chamberlains Herrn Bülow eigentlich genur die Richter möglichst schwere Strafen über die Verbrecher" nötigt haben, seinem englischen Kollegen ein Privatissimum über verhängen. Jahrelange, Einferferung von Preßsündern, hohe diplomatischen Anstand zu lesen. Fischbeck( frs. Vp.) begründet seine Resolution und polemisiert Gefängnis- oder Zuchthausstrafen für Lente, die, durch die gegen Heyl. Die Shudikate nehmen zuweilen 15-20 Proz. höhere Uebergriffe deutscher Beamten in Zorn versett, sich unbedacht Preise im Inlande für ihre Waren als im Auslande. Heyl fagte, zu Gewaltthätigkeiten hinreißen lassen, sind diesen nationaldas alles würde von den Kartellen gemacht, um ihren Arbeitern liberalen Scharfmachern noch nicht genug. Nebenbei stellte Der Kaiser empfing am Dienstagvormittag das Präsidium des Lohn und Brot zu geben. Wenn aber zum Beispiel die sich Herr Sieg auch als unbedingter Schubherr der Prügel- Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses. Roheisen Industrie an das Ausland Waren billiger abgiebt als im pädagogen vor. Er gab seinem tiefen Schmerze darüber einer Korrespondenz dauerte die Audienz 5 Minuten, der Kaiser fei Inlande, dann wird doch die ausländische Industrie gegen die Ausdruck, daß nach dem neuesten Erlaß der Regierung im bei guter Stimmung gewefen also nicht wie vor Jahresfrist nach unsrige fonkurrenzfähiger gemacht und unsre Arbeiterschaft geschädigt. Religionsunterricht nicht mehr geprügelt dem Epileptikerwurf von Politik sei nicht gesprochen worden, der Es bedarf allerdings gründlicher Ermittelungen, bevor man etwas werden darf. Kaiser hat sich erfundigt, wie Herrn v. Kröcher die Hofjagd bekommen gegen die Kartelle unternimmt. Deshalb waren unsre Resolutionen Der Pole v. Czarlinski übte scharfe Kritik an der fei, und habe sich über das Thema: Weide und Kiefer verbreitet. gestellt, damit vor Verabschiedung der Industriezölle die Frage ge- Regierungspolitik. Er warf der Regierung Verfassungsbruch Rebellion gegen den Spirituering.„ Besser daher bald ein flärt ist. vor, wies auf die den Hohn aller civilisierten Nationen Ende mit Schrecken, als ein fortgefester Schrecken ohne Ende," ruft Spahn( Ctr.): Wir werden gegen den Antrag Stadthagen und herausfordernde Behandlung der Polen hin, tadelte die un- ein Freiherr v. 8edlig auf lichütz in einem Offenen Briefe an die gegen die Resolution stimmen. Wenn man gegen die Kartelle vor- gerechte Handhabung des Vereinsgefeges in den östlichen Zeitschr für Spiritusindustrie" vom 8. d. M., in dem er mitteilt, gehen will, muß ein einheitliches Specialgesetz geschaffen werden. Landesteilen und protestierte am Schluß gegen die Rede des daß er durch die Herabsetzung des Preises auf 30 M. einen Verlust Eine nochmalige Herabsetzung des Singer: Ich freue mich, daß wir endlich zu einer Debatte über Grafen Bülow, die die Gesetze der Gerechtigkeit außer acht von 30 000 m. erlitten habe. diese wichtige Frage gekommen sind. Es wäre jammerschade gewesen, lasse, die Polen wirtschaftlich hintanseze und politisch unter- Preises." schreibt Frhr. v. Bedliß," müßte für uns verhängnisvoll werden, ebenso wie sie ohne Erfolg sein wird. Auch die allerschärfste wenn wir die interessanten Ausführungen des Herrn Staatssekretärs, drücke. benen man ja nicht zuzustimmen braucht, nicht gehört Pflaumenweich und versöhnend sprach der Redner der Herabsetzung des Preises wird die Erzeugung von Spiritus nicht eindämmen können, wird den gewollten 8wed nicht erreichen, aber mit hätten. Die Kartelle machen sich den Finger nicht naß, wenn sie freifinnigen Volkspartei, Abg. Kopsch. Zwar erklärte er sich absoluter Sicherheit wird sie erreichen, daß der Brenner durch diese feinen Vorteil herausschlagen können. Wenn die Kartelle fich zu einer gegen die 1885 inaugurierte Polenpolitik und bezeichnete die Maßregel ruiniert werden muß." Gefahr für das Gemeinwohl entwickeln, dann muß der Staat ein- feitdem geschaffenen Gefeße, insbesondere die Gründung des An dieser Sachlage ist aber einzig und allein die Centrale für greifen. Der Staatssekretär befürchtet die Staatskontrolle für die 200 Millionen- Fonds als Ausnahmegesetze, aber trotzdem hat Spiritusverwertung ichuld. Sie war es, die durch die goldenen Kartelle. Unter gewiffer Kontrolle befinden sie fich aber jetzt er gegen die Erhöhung des Dispositionsfonds für die Ober- Berge, die sie bei ihrer Gründung den Brennern in Aussicht stellte, schon hinsichtlich einiger ſocialer Geseze, und diese kon präsidenten nichts einzuwenden, wenn die Garantie dafür diese zur Ueberproduktion aureizte und zum Aufbau newer trolle hindert die Entwicklung der Induſtrie durchaus nicht. geschaffen wird, daß dieser Fonds nicht lediglich einem wenn so und so viel Brenner von ihr hinweggeschwemmt diefer ones nicht lediglich eine Brennereien verleitete. Nun ist die Spiritusſfündflut da Ueber Unternehmerverbände hält Graf Bosadowsky eine weitgehende Striegstaffe im Kampfe gegen die Polen bildet. In werden, können sie mir den Spiritusring dafür verantwortlich Kontrolle für unmöglich, über Arbeitervereine aber übt man eine oft Wirklichkeit aber ist doch gerade das der Zweck des werden, können sie nur den Spiritusring dafür verantwortlich chitanöse Kontrolle aus. Die Schleuderkonkurrenz der Kartelle Dispofitionsfonds. Besonderes Gewicht will der frei schädigt die Industrie des Reichs und gewährt dem Auslande Vor- sinnige Redner auf Normann- Schumann, der Spitzel und Gewährsmann Rebner auf die Hebung des Volksschulwesens des preußiiden Kriegsministers, hat in dem im teile. Ein Stück Doppeltarif haben wir doch bei den Getreidezöllen im Often legen, das allerdings so gut wie alles zu wünschen Reichstag erwähnten Flugblatt gegen Bebel auch ein anständiges und vielleicht wird er noch erweitert. In Amerika beantwortete man übrig läßt. schweizerisches Blatt nach seiner Art verlogen verleumdet. Er bedie Gründung des Morganschen Stahlfartells mit einem Antrage hauptet nämlich, im inter 1897/98 babe der Redacteur des auf Aufhebung der Zölle für Stahl und Stahlwaren. Redner unter Luzerner Tages- Anz." ihn mit der Bitte bestürmt, doch 30 000 Fr. stützt die Resolutionen Fischbeck und Gothein auf Einleitung zum Gründungsfonds berzugeben, wogegen er sich verpflichtete, einer parlamentarischen Enquete über die Kartelle. Wir wissen nicht, mich gegen etwaige Angriffe durch Dick und Dünn zu verteidigen". nach welchen Gesichtspunkten die Regierung bei der Sammlung des Zwei Geistliche und noch andre Personen hätten die Unterredung int Materials vorgegangen ist. Der Reichstag muß bei der VorNebenzimmer mit angehört. bereitung von Gesetzen mitwirken, da er in weit höherem Maße dem Bolte verantwortlich ist als der Bundesrat. Bei den Erhebungen muß eine entsprechende Anzahl Abgeordneter heteiligt werden. Die Resultate der Erhebungen müssen dem Reichstage zugehen, bevor Es unterliegt teinem Zweifel mehr, daß Bülows ungefchickter die Industriezölle festgelegt werden sollen. Das Wort sofort" in den Angriff gegen Chamberlain troß seines auf dein Fuße folgenden Resolutionen genügt mir nicht; es tann in dem bekannten Buttkamers Canossaganges eine scharfe Spannung zwischen London und Berlin fchen Sinne ausgelegt werden und auf 2 Jahre die Sache verschieben. hervorgerufen hat. Die unverblümte Antwort Chamberlains hat in weit der überragenden Mehrheit Zum Schluß bitte ich, fünftig die Diskussion über solch' wichtige der englischen Breffe des Bolles geradezu englischen enthusiastische Bu Fragen nicht zu hindern. Wir haben keine Ursache, überflüssige und stimmung gefunden. Die„ Times" erklären, erklären, daß Reden zu halten, aber geflärt werden müssen die Fragen. daß ChamberDr. Benmer( natl.): Die amerikanischen Kartelle wirken gang lain die einzig mögliche Ertviderung gegeben habe, die anders als die deutschen. Die deutschen Arbeitgeber, auch die kar der Wortführer einer Nation, die nicht alle Selbftachtung verloren tellierten, sorgen für Aufträge, um ihre Arbeiter zu beschäftigen. habe, auf einen solchen Angriff auf die Ehre ihrer Armee habe geben Die gesamte unionistische und konservative Presse ist derDas Grobblech- Syndikat hat die Lieferung der Schiffsbleche in der können. Konkurrenz gegen England und Amerifa erhalten. Wir sind nicht felben Meinung. Die„ Morning Post" fordert fogar den Premierdie einzigen Attentäter, die billiger liefern. Bei der Umfrage über minister und den Minister des Aeußern auf, sofort öffentlich ihre die Kartelle sind alle Seiten gehört worden. absolute Uebereinstimmung mit Chamberlains Antwort an Bülow zu erklären. Gothein( frs. Bg.): Ich wundere mich, daß der 8olltarif für Beleuchtungsartikel Zölle vorsieht, die dem Petroleum Konkurrenz machen könnten, aber durch den Zoll verteuert werden und dem Petroleum- Syndikat sehr gelegen kommen. Das Buder- Syndikat be lastet die deutschen Konsumenten um rund 115 Millionen Mark durch Nachdem noch Abg. GIowa zki( C.) die Königstreue der Katholiken gerühmt und die Religion als Allheilmittel gegen das Anivachsen der Socialdemokratie und gegen die Bunahme der Verbrechen gepriesen hatte, vertagte das Haus die Besprechung auf Mittwoch. Am Donnerstag foll die Etatsberatung beginnen. Die Folgen des Granitbeißend. Die Köln. 8tg." gesteht in ihrer heutigen Nummer, wie ein Telegramm aus Köln meldet, denn auch recht fleinlaut ein, daß in den englischen politischen Kreisen bittere Erregung herrsche. Das Blatt erklärt es sogar für nicht ausgeschlossen, daß die] machen. Der„ Luzerner Tages- Anzeiger" äußert sich dazu wie folgt: Sie haben ein Handwerk getrieben, das Sie von selbst unter den Auswurf der Menschheit rangiert. Sie sind jedenfalls eines der frechsten und gewissenloiesten Subjette, die wir je kennen gelernt haben. Wissen Sie denn nicht, Baß eidesstattliche Versicherungen von Ihnen genau den gleichen Wert haben, wie wenn eine notorische Dirne schwört, sie befize noch ihre Tugend? Man hat Ihnen dies ja deutlich ge= fagt. Sie scheinen es aber vergessen zu haben. Schumann, die Hand aufs Herz, besitzen Sie noch Ehre im Leibe? Wir unsrerseits halten dafür, daß ein jeder anständige Menich Sie ver achten muß. Sie sind nicht wert, daß man vor Ihnen auf den Boden spuckt. Noch eins! Wir sind Ihnen zu Dank verpflichtet, daß Sie uns in Ihrem Flugblatt nicht etwa Komplimente gesagt haben, wie Sie es andern hiesigen Persönlichkeiten gegenüber gethan haben. Wir müßten uns aufrichtig schämen, von ihnen belobt zu werden. Sie sind zu allem fähig, Schumann, follte es Ihnen da her belieben, uns auf der Redaktion aufzusuchen, um unsere Schonung zu erbetteln, dann werden Sie die Thüre von außen zuzuschließen haben. Ein solcher Gesinnungslump wagt es, die„ moralischen Qualifitationen" seiner Mitmenschen, die auf redliche Art und Weise ihr Brot verdienen, anzuzweifeln! Gehaben Sie sich wohl, Schumann- Normann oder Normann- Schumann oder„ Mentic." Schumann, wie Sie sich mit Vorliebe zu nennen pflegen. Wälzen ,, Socialpolitisches" aus dem Staatshaushaltsetat. # Ausland. Die Seffion 1902. London, 11. Januar. Standpunkte aus beleuchtet. Sie sich in Ihrem Kote weiter herum; die Schweine mochen's ja Larbeiten an Unternehmer die Bedingung zu stellen, daß in erster| Republic"( Die irische Arbeiterrepulit") sieht den bürgerauch so. Wir werden Sie in Ihrem angewöhnten Privatvergnügen Linie hiesige verheiratete Arbeiter beschäftigt werden müssen. Die lichen Nationalisten scharf auf die Finger und wird nicht nicht mehr stören." Versammlung löste sich ruhig und ohne jeden Zwischenfall auf.- mide, die Arbeiterfeindlichkeit dieser bürgerlichen Revolutionaren" Schutz vor Schuhlenten! In Straßburg i. E. find die aufzudecken. Unser Bruderorgan erscheint vorläufig nur einmal Schuhleute Kennoch und Trumpfheller dieser Tage vom Schöffent monatlich und wird auf einer Handpresse gedruckt. Der Satz wird gaben denn doch nicht vergessen. Es finden sich darin sogar einige Dienste, zu 20 beziv. 30 M. Geldstrafe verurteilt worden. Sie hatten Wochenausgabe zu gehen. Die Haltung des Blattes ist eine ſtrift Ganz find im preußischen Staatshaushaltsetat die Kulturaufgericht wegen Beleidigung und Mihhandlung, verübt im bon socialistischen Schriftsetzern durch Nachtarbeit gratis hergestellt. Die Genossen fühlen sich indes jetzt schon start genug, an eine Handelsministeriums 6 von den bisher nur auftragsweise ver- genommen, weil in legter Beit viele Diebstähle vorgekommen feien", nach dem schrecklichen Muster von De Leons New Yorker" People". So sollen im Etat des eines Abends die Eheleute Heckmann auf einem Spaziergang feft- Wochenausgabe zu gehen. Die Haltung des Blattes ist eine ſtrift margistische, zuweilen leider„ plus Marxiste que Marx luimême", walteten Gewerbeinspektor Stellen in etatsmäßige um und die Ehefrau H. auf dem Revierlokale durch die Bezeichnung Es ist trotzdem lehrreich genug, da es die Homeruler vom socialistischen gewandelt werden. Ferner soll in den Regierungsbezirken Dirne beschimpft und sie außerdem körperlich mißhandelt. Wiesbaden, Köln und Aachen, wo nach dem Eingeständnis der Regierung die vorhandenen Kräfte der Gewerbe- Inspektion nicht ausreichen, das Bedürfnis nach Vermehrung der Kräfte durch Campbell Bannerman erklärte die Behauptung von der Errichtung je einer Gewerbe- Inspektion befriedigt werden. Die neuen beabsichtigten Gründung einer dritten Partei für lächerlich und fügte Inspektionen werden zunächst sämtlich von je einem auftragsweise zu hinzu, das Schicksal der liberalen Unionisten sei eine furchtbare beschäftigenden Inspektor verwaltet werden. Weiter ist zur Fort Das Parlament tritt am 16. d. M. zusammen, um drei Mahmung für einen maßlosen Ehrgeiz gewesen. Da er bezüglich des führung des Verfuchs der Einstellung weiblicher Hilfs Wochen früher als gewöhnlich, da die letzte Session fich als zu kurz rieges im wesentlichen einer Meinung mit Lord Rosebery ſei, so kräfte in den Gewerbe Aufsichtsdienst, um den das Ab- erwiesen hatte, die wachsenden legislativen Arbeiten zu bewältigen. ehe er kein Hindernis dagegen, daß irgend ein Liberaler mit geordnetenhaus die Regierung bei der Beratung des Etats für 1899 lleber die Aufgaben der nächsten Session herrscht kein Geheimnis Rosebery in der Frage des Krieges zusammengehe. ersucht hatte, beabsichtigt, in Berlin, wo die Betriebe, die aus mehr. Vor allem ist die Regirrung entschlossen, fich affen schließlich oder überwiegend Arbeiterinnen beschäftigen, besonders Pauperismus in London. Nach einer Aufstellung von John zu schmieden gegen die zahlreich und die Beamten einer Entlastung und Hilfe besonders be- der Irländer und wird demgemäß eine ein London, 900 000 Personen, welche in einem chronischen Zustand der Obstruktionspläne Burns giebt es gegenwärtig in der reichsten Stadt der Welt, int sonders bedürftig sind, zwei weitere Assistentinnen auftragsweise zu schneidende Aenderung der parlamentarischen Armut und der Verkommenheit leben. 3000 Personen leben zu je 8 beschäftigen. Ihre Remunerierung beträgt je 2400 M. Von der Geschäftsführung beantragen und wohl auch durch in einem Zimmer, 9000 3u je 7, 26 000 zu je 6, 400 000 Personen Hinzuziehung von Assistenten aus dem Arbeiterstande will die Ne- segen. Bis aum Auftreten der Homerule Partei unter haben nur einen Raum zu ihrer Verfügung. Für mehr als gierung nichts wissen. Barnell war diese Geschäftsordmmg eine sehr freiheitliche. Wahrhaft glänzend sind die Leistungen auf dem Gebiete des Barlament war der große Kampfplatz gegen die königliche Macht andres, als ein Leidensgang von der Wiege bis zum Grabe. Das 1 Million von Personen bedeutet das Leben in London nichts Wohnungswesens. Dem Regierungspräsidenten in Düssel gewesen und feine Geschäftsordnung stellt sich als das Produkt dieses dorf soll wegen der dort besonders schwierigen Wohnungsverhält fiegreichen nationalen Kampfes dar. Auf große parlamentarische Italien. nisse ein Wohnungsinspettor beigegeben werden, dessen Klassentämpfe haben die Führer der Nation nicht mehr gerechnet und Thätigkeit sich auf die Kontrolle der Ortsbehörde einschließlich der bis zum Auftreten Barnells spielten die Irländer eine ganz Philippo. Turati auseinander. Auf die principiellen Ausführungen Ferri gegen Turati. Im„ Avanti" setzt sich Enrico Ferri mit örtlichen Wohnungskommissionen, auf die gleichmäßige Handhabung untergeordnete Rolle. Parnells große Kampfperiode dauerte vom fönnen wir an dieser Stelle nicht eingehen; bemerkenswert ist, daß der einschlägigen Vorschriften im gesamten Regierungsbezirle, auf Jahre 1877 bis 1882 und in diefer Zeit wurden einige Aenderungen Ferri in ziemlich versöhnlichem Tone spricht und augenscheinlich be Maßnahmen zur Besserung der Wohnungsverhältnisse und auf die in der Geschäftsordnung vorgenommen. In der Session 1901 trat müht ist, die Brücke der Verständigung nicht abzubrechen. Nach Förderung der Wohnungspflege, namentlich auch des gemeinnügigen die irische Opposition wieder als eine geeinigte Stampfpartei auf und ihr Ferris Meinung ist der Unterschied in der Auffassung der augenBauwesens erstreden soll. Der Wohnungsinspektor soll aus der Führer John Redmond griff zur alten Tattit von Barnell. DiefeObstruktion blicklichen Taftit der socialistischen Gruppe der Deputierten Zahl der höheren Baubeamten entnommen und ihm das Gehalt der verbunden mit den stets zunehmenden legislativen Arbeiten er- tammer zwischen ihm und Turati in turzem der: Turati Bau- Inspektoren bewilligt werden. zeugten bei der großen Mehrheit der englischen Abgeordneten den will, nach Ferris Darstellung, auf alle Fälle den Sturz des liberalen, Eine Reihe andrer Etatspofitionen ist die Folge des neuen Wunsch nach einer Einschränkung der parlamentarischen Freiheiten socialreformerisch schillernden Ministeriums Zanardelli Giolitti Unfallversicherungs- Gesezes. Durch das Reichsgesetz betr. die Abänderung und Verlängerung der Sizungen. Die Regierung wird wahr hindern und sucht demgemäß die socialistische Gruppe um jeden der Unfallversicherungs Geseze vom 5. Juli 1900 find die für die scheinlich vorschlagen: Abichaffung der division( Abstimmung Breis im ministeriellen Fahrwasser zu halten; Ferri dagegen will Berufsgenossenschaften, Sektionen und Ausführungsbehörden be- durch Hammelsprung); Beschränkung der Zeit für Fragestellungen wohl das Ministerium Zanardelli gegen die Reaktionäre à la Sonnino stehenden Schiedsgerichte aufgehoben und die Schiedsgerichte der an die Minister; Einschränkung der Gelegenheit zu Anträgen auf unterstützen, aber nur von Fall zu Fall, und ohne darüber den Juvalidenversicherung unter dem Namen Schiedsgericht für Bertagung des Hauses; weniger Ruhepanien; Anfang der Sigungen Interessengegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie, auch der Arbeiterversicherung" auch für die Entscheidung von um 21/2 Uhr, anstatt um 3 1hr nachmittag, und vielleicht auch Be- liberalen Bourgeoisie irgendwie zu verschleiern. Streitigkeiten über Entschädigungsansprüche aus der Unfallversicherung schränkung der Redezeit in den Debatten. # 0 " 0 = für zuständig erklärt. Der Vorfiz und der stellvertretende Vorsit An positiven Maßnahmen sind zu nennen: Gefeßentwürfe über Telegrammcensur. In einem Telegramm, das die Zubei den Schiedsgerichten der Invalidenversicherung und bei Erziehung, Behausung. Verstadtlichung der Wasserwerke Londons, ſtimmung einer großen Turiner Versammlung zu den neulichen den am Size der Regierungen befindlichen Schiedsgerichten der temperance( Einschränkung der Trinkgelegenheit), und vielleicht auch Ausführungen Ferris an den„ Avanti" übermittelte, wurden auf Unfallversicherung ist ausschließlich an höhere Verwaltungsbeamte eine Novelle zur Unfallgefeßgebung. hohen obrigkeitlichen Befehl eine Anzahl angeblich beleidigender der Regierungen in der Weise übertragen worden, daß diese Es ist schon heute klar, daß die Regierung nicht gewillt ist, die Eigenschaftsworte faffiert. Der„ Avanti" fragt spöllisch, ob man Thätigkeit nicht mehr als ein besonders remuneriertes Rebenamt, Wafferwerke unter die Verwaltung des Grafschaftsrats zu stellen. schon wieder bei der lächerlichen Censur angelangt sei, wie sie die sondern als Hauptamt der betreffenden Beamten behandelt wird. Es soll vielmehr aus den Stadträten der einzelnen Bezirke alten Regierungen und zumal die neapolitanischen Burbonen zu In gleicher Weise ist auch bei der nunmehrigen Neuordnung ver-( boroughs) Londons eine besondere Wasserbehörde( water board) ge- üben pflegten. fahren. Durch die dadurch den Bezirksregierungen in den Ange- bildet werden. Der demokratisch- republikanische Abgeordnete Napoleone Legenheiten der Unfallversicherung zugefallene Mehrbelastung werden All diese Maßnahmen würden einer ehrlichen, starten Opposition Colajanni hat eine Interpellation eingereicht, worin er von dem 21 neue Regierungsrat Stellen erforderlich, wogegen an ersparten die Gelegenheit geben, dem Volke zu dienen. Außerdem hat sich Ministerpräsidenten Aufschüsse über die Stellung der Regierung zur Remunerationen für Schiedsgerichts- Borfizende im Nebenante auch sonst Material genug angesammelt, das der Regierung un Erbschaftsanglegenheit Crispi verlagt. Bekanntlich 110 000 M. in Abgang tommen. Von den in Ansaz gebrachten angenehm werden könnte. Neben den Missethaten des südafrikanischen befigt diese Angelegenheit dank den in Crispis Nachlaß teils 21 Stellen werden je zwei den Regierungen in Breslau, Arnsberg Krieges kommt noch der Telephonhandel in Betracht. Der Auslauf der vorhandenen, teils vermuteten Papieren ein starkes öffentliches und Düsseldorf, je eine den Regierungen in Königsberg, Gumbinnen, Londoner Telephoncompagnien durch die Post soll sich nicht ganz Interesse. Marienwerder, Frankfurt a. D., Stettin, Stralfund, Bosen, Liegnig, in tadelloser Weise vollzogen haben. Es scheint, daß die ReAfien. Oppeln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Kassel, Wiesbaden und gierung mehr die Interessen der Privatkapitalisten als die Koblenz zugewiesen werden. der Bevölkerung gewahrt habe. Neue Alarmgerüchte aus China. Der" Standard" meldet Mehr focialpolitische Forderungen sind im neuen Etat schwerlich Millionen Pfund Sterling teurer gezahlt, als sie nach ihrem eignen befehlshaber jegt 10 000 Mann in Beling unter sich und beabsichtige, aus Tientsin vom 13. Januar: Yuanfchikai habe als OberGeständnis nötig gehabt hätte, den Telephonverkehr neu einzurichten. die gleiche Anzahl von Timppen in der Nähe von Beling aufzustellen. Sie hat einige Compagnien ausgekauft, die nur dem Namen nach Eine luftige Verwechslung. Der Leser eines Blattes hat existierten. London muß jetzt Zinsen zahlen für Kapitalien, die anschifai solle die Kaiſerin- Witwe mit Mißtrauen gegen entdeckt, daß das schöne Citat Bülows vom Granitbeißen, gar nicht vorhanden waren. Der Londoner Avonnent zahlt jetzt für die fremden Mächte zu erfüllen juchen. Junglu ſei das der Redner in edler Hohenzollern- Begeisterung dem alten Frig den Telephondienst 17 Bfd. Stert. jährlich, während der Londoner zum Revisor der kaiserlichen Eiifte ernannt worden, und es verin den Mund gelegt hatte, eigentlich von- Napoleon I stammt. Grafschaftsrat ihn für die Hälfte liefern wollte. In Glasgow, wo laute, Prinz Tschun werde die Tochter Yunglus heiraten. Bülow wollte augenscheinlich den boshaften Wigblättern der Telephondienst municipalisiert ist, beträgt der Abonnementspreis betweisen, daß er auch citieren kann, ohne vorher im Büch10 Pfd. tert. jährlich. Die ganze Frage dürfte indes bald durch mann studiert zu haben und da passiert ihm nun diese lustige einige Radikale vor das Parlament gebracht werden. Berwechslung! zu entdecken. " Nochmals die Pfaffenfeuche in Spanien.„ Kölnische VoltsBeitung" und Germania" ereifern sich mächtig über unsre Notiz über den spanischen Klerus in Nummer 6 unsres Blattes. Sie entrüsten sich darüber, daß wir von den 154 000 Angehörigen des Klerus als von Müßiggängern" gesprochen haben: Sie hat um mindestens drei Frankreich. Das Gespenst der Entvölkerung beschäftigt die Geister in Frankreich zur Zeit wieder in erhöhtem Maße. Die Zählung von 1901 hat eine Bevölkerungsziffer von 38 961 945 ergeben, es ist dies eine Steigerung seit der letzten Zählung von 1896 von nur 444 623 Müßiggänger! Gottesdienst, religiöse Erziehung des Volles, Einwohnern. Das ist aber noch eine der höchsten Steigerungsziffern die Befriedigung der religiösen Bedürfnisse im Vaterlande und in der letzten Jahrfünfte. Noch trüber aber wird das Bild, wenu man, den Heidenmissionen, Jugenderziehung, Wohlfahrtspflege auf wie das Jacques Bertillon im„ Temps" thut, je ein Jahrzehnt mit religiöser Grundlage, die Arbeit in der Seirchenverwaltung, in der dem andern vergleicht, danach ergiebt sich folgendes: Die Zu firchlichen Wissenschaft, die entsagungsvolle Arbeit eines Kranten- nahme der Bevölkerung in dem Jahrzehnt von 1872-1881 betrug bruders und einer Barmherzigen Schwester- daß ist alles Müßig- noch 1 302 369, die von 1881-1891 987 005, die von 1891-190 gängerei." fogar mur 619 550. In Deutschland betrug die Zunahme in dem Jahrzehnt von 1881-91 6 917 014. England. Die neuefte Phafe der irischen Frage. London. 11. Jan.( Eig. Ber.) Amerika. Die Regierung der Vereinigten Staaten läßt auf der Insel Culebra an der Bacific- Küste Nicaraguas cine große Marinestation errichten. Sobald die zur Unterkunft nötigen Baracken vorhanden sein werden, sollen Truppen als Garuison für die Insel gelandet werden. Parlamentarisches. Bolltariffommiffion. antrag vom Abg. Heyl zu herrnsheim( natl.), geftellt 8mm 8olltarif selbst ist der erste Abänderungs. worden. Er bezweckt, bei der Position, Tabakblätter, umbearbeitet oder nur gegohren( fermentiert) oder über Rauch getrocknet, auch in Büscheln, Bündeln oder Puppen" statt des vorgeschlagenen Zollfazes von 85 M. pro 1 Doppelcentner 125 M. pro Doppelcentuer zu setzen. Ferner find zum Tarifgefeß mehrere konservative, nationalliberale und socialdemokratische Anträge eingebracht worden. Ein Gefecht mit Botha. Jahren 1870, 1881, 1887, 1890 mb 1896 anerkannte gewisse Rechte hat relega, von bat sich da gar vieles geändert. Die Bodengeſetzgebung von den Der Boeren- Krieg. des Bächters auf den von ihm bearbeiteten Grund und Boden und zeigt eine immer schärfer hervortretende Tendenz, den Bächter mit Hilfe des Staates zum Kleinbäuerlichen Eigentümer zu machen. Auslauf der lichen Bevölkerung sind Principien, gegen die heute niemand mehr Großgrundbefizer und Schaffung einer unabhängigen Kleinbäuer ankämpft. Der Streit dreht sich nur um das Tempo, in welchem fich diefer Prozeß vollziehen soll. Es flingt zwar paradox, ist aber nichtsdestoweniger wahr, daß der irische Farmer gefeßlich besser ge Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Johannesburg vom Montag berichtet: Der Streitmacht des Generals Bruce Hamilton gelang es, Wagen in der Nacht zum 11. d. M. entkam. Die Truppen, welche vorher bis auf 3 Meilen an Louis Botha Heranzukommen, welcher auf einen einen langen Marsch gemacht hatten, verfolgten Botha sieben Meilen weit, bis die Pferde erschöpft waren. 32 Boeren wurden gefangen genommen. Daß wir die Krankenpflege nicht als Müßiggängerei betrachten, versteht sich von selbst. Aber der Krankenpflege widmet sich auch nur der lleinste Teil der fleritalen Riesenarmee, was schon daraus erbellt, daß von den ca. 70 Millionen, die Spanien an den Klerus zahlt, insgesamt noch nicht 12 Millionen für geistliche Hospitäler, Waisenhäuser, religiöse Asyle und barmherzige Samariter ausgegeben Die parlamentarische Aktion der letzten dreißig Jahre hat wohl werden. Dagegen bezieht allein die hohe Geistlich leit nirgends so viel zum wirtschaftlichen und politischen Fortschritt bei 51/8 Million( in Frankreich erhält die hohe Geistlichkeit nur getragen wie in Irland. Seit den Wahlreformen von 1867 und 1884 21/2 Millionen!). Wie es aber mit der geistlichen Jugenderziehung aus sieht, beweist die ungeheuerliche Zahl der Analphabeten. Kämpfe in Kamerun. Die Expeditionen in das Hinterland von Kamerum haben bereits zu den zu erwartenden Zusammenstößen geführt. Ein halbamtlicher Bericht meldet darüber: Die Unsicherheit der Zustände in Nordwest Kamerun hatte befanntlich den Kommandeur der Kameruner Schußtruppe, Oberstlieutenant Pavel veranlaßt, in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres mit drei Compagnien nach dem Bangwa- stellt ist als der englische. Lande zu marschieren, um dort an dem wichtigsten Straßen- Seit dem Jahre 1898 hat Jrland auch eine durchaus demofreuzungspunkt eine neue Militärstation zu errichten und sodann tratische Lokalregierung, gang nach englischem Muster; die irische 13. Januar befagt, Oberst Wing habe einen Brief von Piet Viljoen Eine fernere Depesche Lord Kitcheners aus Johannesburg vom weiter nach Norden in der Richtung auf die Benue- Linie vorzubringen. Breßfreiheit ist minder beschränkt als die deutsche, so daß die Iren aufgefangen, Dieses Vorgehen sollte auch der Unternehmung des Oberlientuant bedeutendere politische Freiheiten besigen, als die sie bemitleidenden 3. D. Oppermann, dem mehrere Kommandos unterstellt gewesen, aus dem hervorgeht, daß der Voerenführer Dominit nach Garua zur Errichtung eines Beobachtungspostens dafelbst einen Rückhalt gewähren. Am 6. d. M. lief hier die Nachricht Deutschen. Damit soll indes nicht gesagt sein, daß Irland ein fretes in einem Stampfe mit Oberft Blumer bei Onverwacht gefallen sei. Land sei und seine Bewohner keine Ursache habent, sich zu beklagen. Das Gefecht sei bedeutend gewesen. ein, daß Oberstlieutnant Pavel mit den von Zintgraf her be- Sie find nur weniger frei, als die Englands, da in Jr. rüchtigten Bafuts und Banjeng 3 heftige Stämpfe gehabt hätte, Noch 13 000 Boerenkämpfer! land neben den Freiheiten auch noch die von der Ber daß es ihm gelungen sei, die aufrührerischen Stämme zu schlagen gangenheit hinterlassenen Ausnahmegefeße bestehen, die nach Wie aus Pretoria gemeldet wird, beläuft sich die Zahl der und 300 Gefangene zu machen. Die Meldung jagt gleichzeitig, daß Belieben des Staatssekretärs in Anwendung gebracht werden können; kämpfenden Boeren und Rebellen noch immer auf ca. 13 000 Mann. der Compagnieführer, Hauptmann Glauning, ichwer verferner der traditionelle Rassenhaß, der die Vorzüge der Gesetzgebung wundet sei. nicht ganz zum Ausdruck kommen läßt. Der gemeldete Zufammenstoß dürfte nur das erste einer ganzen Serie von Gefechten sein, in die uns das abenteuerliche Vordringen schaftlichen als politischen Charakter; wirtschaftlich Thatsächlich hat die neue irische Opposition einen mehr wirt im Sinne des unsrer Schugtruppe verwickeln wird. Ein wirtschaftlichertleinbäuerlichen Eigentums. Der Schrei nach Homerule und AufNugen dieses Vorgehens ist nicht abzusehen. lösung der Union mit England hat nicht mehr die werbende gebeten. * Gewerkschaftliches. Berlin und gegend. Arbeitslosen Versammlungen in Frankfurt a. M. Am Kraft von früher. Austauf der Großgrundbefizer wird wohl vormals Stelzner dauert unverändert fort. Buzug ist streng Achtung, Schraubendreher! Der Streit bei der Firma Dienstagvormittag 10 Uhr fanden im Gewerkschaftshaufe und in der das Hauptprogramm der Vertreter Jrlands sein, die nächsten Freitag, fernzuhalten! Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Nachdruc „ Konfordia" Arbeitslosen Versammlungen statt, die von etwa 1400 den 10. b. M. in Dublin zu einer Konferenz zusammentreten. Da Personen besucht waren. Referenten waren der Arbeiterfekretär das Parlament feche Tage später guicumentritt, fo dürfte die Deutscher Metallarbeiter- Verband. Graef und Redacteur Dr. Quarck. Die Redner warfen vor allem Konferenz auch über die Haltung beschließen, die die irischen AbOrtsverwaltung Berlin. der Stadtverwaltung vor, daß sie nichts für die Arbeitslosen thue geordneten dort einzunehmen haben bei der Beratung über die Maßund die wenigen bisher geichaffenen Einrichungen absolut regeln zur Einschränkung der parlamentarischen Freiheiten und zur Arbeiter Charlottenburgs. Am Freitag, den 17. Januar cr., ungenügend seien. Die Redner schlossen mit der Drohung. Serabiezung der Zahl der irischen Vertreter. abenbe 71/2 11hr, findet die Verbreitung eines Flugblatts zu den daß, wenn die heutige Stadtverordneten Versammlung nicht einen Für die hier stizzierte neueste Phase der irischen Frage ist noch Gewerbegerichtsivablen statt. Wir bitten besonders die Gewerkschaftserheblichen Betrag zur Vornahme von Notstandsarbeiten bewillige. folgendes bemerkenswert. Seit dem Jnkrafttreten bes Gefeßes be mitglieder, fich an der Werbreitung recht zahlreich zu beteiligen. Die Verbreitung wird von folgenden Lokalen aus vorgenommen bis Abhilfe erfolge. In einer schließlich angenommenen Resolution eine fleine Schar energifcher Socialdemokraten, die mit den F. Bashe, Potsdamerstr. 44; 2. Leder, Bismarckstr. 74 werden die staatlichen und kommunalen Behörden ersucht, schleunigst Somerulern unzufrieden sind und eine scharfe Kritik an ihrer rein Gimpel, Osnabrüderftr. 4; Bod, Sauerstraße; G. Dörre für Arbeitsgelegenheit zu sorgen und bei Vergebung von Notstands Kleinbürgerlichen Thätigkeit üben. Ihr Organ„ The Workers' Irish Wa Iftr. 90; Betrit. Bestalozzistraße; B. Fischer, Pestalozzis Straße( Ede Krummestraße); A. Röttger, Leibnitzstraße und Bredlow, Ansbacherstr. 31. Gewerkschaftskommission Charlottenburg. Deutsches Reich. holen lassen, erklärte er, daß er daran nicht gedacht habe. unrichtigen Darstellungen die Stellung der Berliner Partei Die That habe er ohne vorhergegangenen Streit, mitten aus einem vertretung zu präcifieren, wie das die Redaktion bei Angriffen gleichgültigen Gespräch heraus begangen. Auf die Frage, ob ihn auf ihre Mitarbeiter zu thun pflegt.. 2. " " " " " " 3. 4. 4. 6. " " Scholz und Schmidt. Hoch. SO. Voigt und Hackenbusch. 0. Schneider und Franke. Wünsch. Niederbarnim: Freiwald. 0 den denn die Anwesenheit des kleinen Jungen nicht geniert habe, habe Zum Schluß erklären die Unterzeichneten, sich weiterer Berich er mit chnischem Lachen geantwortet: 3 bewahre! Ich habe ja tigungen zu enthalten, bis die betreffenden Instanzen gesprochen Der Centralverein der in der Hut- und Filzwaren dem Balg auch einen Hieb mit dem Beil versezt und begreife nicht, haben. Industrie beschäftigten Arbeiter( ehemaliger Unterſtügungsverein daß es nicht daran zu Grunde gegangen ist; so ein zwei Für den 1. Kreis: Oppel und Weinacht. Der Hutmacher) feierte am Jahresbeginn sein 30jähriges Jubiläum. jähriges Wurm hat ja auch nur einen dünnen Am 1. Januar 1872 gegründet, blickt der Verein auf eine ebenso Schädel, aber es muß wohl ein gang flacher Schlag wechselvolle wie bedeutungsreiche Geschichte zurück, als eine der gewesen sein." Der Angeklagte hatte dem Zeugen noch wenigen alten Gemerkschaften, die das Ausnahmegejezz überdauerten gesagt: wenn er gewußt hätte, daß in dem Vertiko nicht und wieder jung mit der jungen Gewerkschaftsbewegung wurden. 1000 m. sich befanden, sondern nur eine so kleine Summe, so hätte Was der Verein in den 30 Jahren seines Bestehens geleistet hat, er die Frau wohl nicht tot geschlagen. Er war bei seiner ganzen läßt sich alles in wenigen Worten nicht darstellen. Seine großen Aussage absolut ruhig und nicht verwirrt, im Gegenteil: er sagte, Wir haben zu dieser Erklärung, soweit sie uns betrifft, zu beund bedeutenden Kämpfe( der Verein zahlte in den Jahren er habe Hunger und als ihm zwei Butterbrote gereicht wurden, hat merken, daß wir bis jetzt in dem Streit redaktionell, in keiner Weise 1894 bis 1900 im Mitgliederdurchschnitt unter allen Central- er erst nachgesehen, was drauf lag, hat sie dann mit gutem Appetit Partei genommen haben, um denselben nicht durch unser Eingreifen verbänden den höchsten Betrag für Streitunterſtügung) waren höchst verzehrt und schließlich gesagt:„ Das hat sehr gut geschmeckt!" zu verschärfen. Wir haben lediglich in rein sachlicher Weise über schwierige, fein Eintreten für die Verbandsmarke bahnbrechend, seine Kriminalkommissarius Ruds bestätigt die Angaben des Vor- alle Vorkommnisse in diesem Streit, also auch über die Generalsteten Bemühungen um die Organisation der Arbeiterinnen verdienen zeugen. Auch ihm hat Jänicke beim Verhör die Vorgänge so geschildert, versammlung des Wahlvereins, Bericht erstattet. Hätten wir in der volle Anerkennung. Auf dem Gebiete des Unterſtügungswesens steht daß er von Anfang an die Absicht gehabt habe, die Frau zu ermorden. Weise, wie die Vertrauensleute Berlins es jetzt fordern, ihnen er in allererster Reihe. Er hat nach den Mitteilungen feines Organs Auf die Frage, ob er denn das Kind auch tot machen wollte, habe Gelegenheit zu einer Erwiderung im Anschluß ant für Arbeitslose am Orte und auf der Reise 760 000 m. an Jänicke geantwortet: Ja wohl, das Kind wollte ich auch tot- Bericht gegeben, 10 wäre dies eine flagrante Verlegung Kranke, Invalide und Begräbnisgeld 850 000 m. an Invaliden schlagen. Als ich zugeschlagen hatte und das Kind still war, hatte des bisher von uns geübten Neutralitäts Princips gewesen. unterſtügung 250 000 m. für Streiks, Aussperrung usw. 150 000 ich aber mit der Frau so viel zu thun, daß ich mich um das Kind Wenn wir unfren Mitarbeitern Gelegenheit geben, auf Angriffe im Mart verausgabt. Ungerechnet sind hier die Zehntausende freiwilliger nicht mehr bekümmern fonnte." Er habe sich, wie er weiter angab,„ Vorwärts" gegen sie sofort zu antworten, so ist dabei zu beSammlungen. Seine Gesamteinnahme und Ausgabe seit 30 Jahren des Geldes bemächtigt, weil er meinte, es wären 1000 mt. Mit denten, daß diesen nur der„ Vorwärts" als Waffe gegen solche Anbilanciert auf 44 Millionen Mark. Möge diese Organisation auch dem Gelde habe er nach Paris fahren wollen, um zu sehen, wie griffe zur Verfügung steht; die Angriffe gegen die Vertrauensleute in der Zukunft immer lebensträftig bleiben und ihren Mitgliedern dort die Welt aussieht. Als er die Wohnung verlassen wollte, habe fielen aber nicht in der Presse, sondern in einer Versammlung, von in allen wirtschaftlichen Wechselfällen eine treue Spige bieten. er noch einen Blick in die Küche geworfen, da krabbelte deren Abhaltung fie Kenntnis hatten und wo solchen Angriffen auch Ein Arbeitersekretariat soll nun auch in Magdeburg das A.. noch' rum, und ich griff zum Beil und schlug entgegnet werden konnte. Sind dem Referenten Unrichtigkeiten eingerichtet werden. Es ist beabsichtigt, das jetzige Gewerkschafts noch einmal zu." unterlaufen, die übrigens von der start besuchten Versammlung unbureau dort mit dem 1. Juli 1902 aufzuheben; an demselben Tage auf Schuldig im vollen Umfange der Anklage, während Justizrat Richtigstellung zur Verfügung. Redaktion des„ Vorwärts". Der Staatsanwalt plädierte darauf gegen beide Angeklagte widersprochen blieben, dann steht den Genossen der„ Vorwärts" zur soll das Arbeiterfekretariat seine Funktionen beginnen. Ehrlich als Verteidiger des Jänicke zu bedenken gab, ob dieser Schöneberg. Eine öffentliche Kommunalwähler= nicht doch nur wegen Totschlags zu verurteilen sei und Rechtsanwalt Bersammlung beschäftigte sich am Montag im Restaurant Dr. Adolf Heimann auf die bisherige Unbescholtenheit seines Wilhelmshof mit der Aufstellung der Kandidaten für die am Klienten Steinke hinwies. Donnerstag, den 23. Januar, stattfindende Wahl zweier Stadtverordneter für den 9. Bezirk. Seitens der Versammlung wurden vorgeschlagen und aufgestellt die Genossen Obst und Wollermann. Sodann wurden die Genossen aufgefordert, zu der am nächsten Sonntag stattfindenden Flugblattverbreitung, die sich mit der Wahl beschäftigen soll und womit eine mündliche Agitation verbunden werden soll, pünktlich und zahlreich zur Stelle zu sein. Treffpunkt Guzkowstr. 9 bei Büschel. Achtung, Tapezierer! In dem Möbelgeschäft von W. Neben dahl in Kiel find 17 Tapezierer wegen Lohndifferenzen in den Ausstand getreten. Zuzug ist fernzuhalten. Ein Bergarbeiter Ausstand ist nach einer Meldung der „ Rh.- Westf. 3tg." auf den Gruben Altenberg und Heinrichssegen der in Konkurs befindlichen Gewerkschaft wegen rid ständigen Lohnes ausgebrochen. Die Maurer in Wesenberg( Mecklenburg) beabsichtigen, zum Frühjahr in eine Lohnbewegung einzutreten. Sie verlangen eine Erhöhung des bisherigen Stundenlohnes von 32 auf 35 f. Die Steinmetzen auf dem Werkplatz der Firma Hübner am Tazberg in Dresden( 21 an der Bahl) haben die Arbeit niedergelegt. Grund der Arbeitsniederlegung sind Lohndifferenzen. Der Stadtrat von Gera im Kampf gegen das Gewerkschaftskartell. Das Gewerkschaftskartell in Gera hat wie anderwärts auch ein Auskunftsbureau eingerichtet, das jedermann kostenlos " zur Verfügung steht. Der Stadtrat erklärte diese nützliche Einrichtung für einen fonzessionspflichtigen Gewerbebebetrieb und unter fagte dem Sekretär desselben den Gewerbetrieb" wegen einiger Hleinen Borstrafen. Der Bezirksausschuß bestätigte die Ver fügung des Stadtrats; das Ministerium hob sie jedoch auf. Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich: Der Stadtrat von Gera hat nämlich auch gefunden, daß die Mitgliederbeiträge des Gewerkschaftskartells ein steuerpflich= tiges Einkommen darstellen! Der Vorsigende des Kartells hat für dasselbe bereits einen auf 1,20 M. monatlich lautenden Steuerzettel erhalten. Bis der Stadtrat mit dieser originellen Idee abgewiesen ist, taucht in ihm hoffentlich wieder eine neue ebenso gespaßige auf. Es muß auch solche Stadträte geben. Ausland. Der " Zum legten Worte verstattet, erklärt Jänide: Wenn hier gesagt wird, daß Steinke gewußt hat, wozu ich das Messer gebrauchen wollte, so ist das nicht wahr. Er hat keine Ahnung davon gehabt, daß ich einen Mord oder eine Gewaltthat überhaupt begehen würde. Er hat nur gewußt, daß ich das Geld holen wollte, aber er hat feine Ahnung gehabt, unter welchen Umständen. Das fann ich mit ehrlichem Gewissen bekunden." Der Staatsanwalt behauptet, daß Jänicke mit dieser Erflärung, die mit seinen früheren Befundungen im Widerspruch stehe, ein völliges Novum in die Verhandlung geworfen habe. Auf wieder holten Vorhalt erklärt Jänicke:„ Ich habe Steinke nur gesagt, daß ich das Geld unter allen Umständen bringe, ich habe mich aber mit ihm nicht verständigt über eine Gewaltthat oder einen Mord. Staatsanwalt: Das ist auch gar nicht behauptet worden. Hierauf erörtert der Vorsitzende Landgerichtsrat Weber in längerer Rechtsbelehrung die den Geschwornen unterbreiteten 17 Fragen. Die Geschworenen ziehen sich um 4½ Uhr zur Beratung zurüd. - Wilmersdorf. Am 8. d. Mts. tagte die Generalversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins in Wittes Volksgarten, Berliner straße 40. Der Vorsitzende erstattete den Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes im ersten Quartal. Die Mitgliederzahl ist in den lezten drei Monaten von 154 auf 181 gestiegen. Den Kassenbericht erstattete der Kassierer, worauf diesem einstimmig Decharge erteilt wurde. Die Zahl der Abonnenten des Vorwärts" beträgt zur Beit 304. Redner Köpenik. In der gut besuchten öffentlichen Volksversammlung, die hier am 8. Januar stattfand, berichtete zunächst Stadtv. Herbst Die Beratung dauert mehr als 11/2 Stunden. über die Thätigkeit der Stadtverordneten- Versammlung. Der Spruch der Geschwornen lautet: streifte die verschiedenen Gebiete der örtlichen Verwaltungsthätigkeit Gegen Jänide auf Schuldig des Mordes und schweren Raubes und ließ sich ausführlicher über den Konflikt zwischen Stadtverordneten sowie der Körperverlegung; und Magistrat aus Anlaß der Annahme einer Petition gegen den gegen Steinte auf Schuldig der Beihilfe zum schweren Raube, Korngoll aus. Die Petition ist zweimal von der StadtverordnetenBegünstigung und Hehlerei, unter Bersagung mildernder Um- Berjanmmlung einstimmig angenommen, jedoch vom Magistrat abstände. gelehnt worden. Vielmehr erklärte der Bürgermeister Borgmann, Staatsanwalt Friedheim beantragt: gegen Jänide wegen er würde sofort, falls die Petition ohne seine Unterzeichnung ab-, Mordes und qualifizierten Raubes die Todesstrafe und Verlust gesandt werden sollte, das Disciplinarverfahren einleiten, um zu der bürgerlichen Ehrenrechte, außerdem wegen der Körperverlegung verhindern, daß die Petition an den Reichstag gelangt. Darauf bes des Kindes 4 Jahre Gefängnis. Gegen Steinte lautete der Ane richtete Stadtverordneter Nierte noch einige intereffante Vorkomm Lohnbewegung der dänischen Dampfschiffsheizer, trag: Wegen Beihilfe am qualifizierten Raub 9 Jahre Zuchthaus, nisse aus der Praxis der Armenpflege. Die Versammlung äußerte Haltung der Ausschuß des„ Gesamtverbandes der Gewerkschaften" hat in seiner egen Begünstigung nach Begehung des Raubes 2 Jahre Zuchthaus ihre Zufriedenheit über die Thätigkeit und Als Kandidat für die am und wegen Hehlerei 2 Jahre Gefängnis, welche Einzelstrafen socialdemokratischen Stadtvertreter. Sizung am Sonnabend beschlossen, es zu billigen, daß die Heizer auf eine Gesamtstrafe von 10 Jahren Zuchthaus, 20. und 21. Januar stattfindende Stadtverordnetenwahl wurde Genosse ihre Bläge auf allen der Reederei vereinigung 10 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizei- Aufsicht zusammen- zernewsti aufgestellt. Um 10 Uhr verlangten die bewachenden angehörenden Schiffen fündigen, um die Lohu Beamten, die sich selber zu einer Auflösung nicht berechtigt hielten, herabsetzung abzuwehren. Bisher hatten sich die Heizer auf paffiven Widerstand Justizrat Ehrlich verzichtet auf das Wort zur Strafzumeffung, der Wirt möge der Versammlung das Weitertagen beschränkt. Nachdem es fich aber ant Freitag Rechtsanwalt eimann empfiehlt für den noch jugendlichen untersagen! Als dieser sich weigerte, dem Verlangen nachzu in der gemeinsamen Sigung herausgestellt Steinte eine mildere Strafe. tommen, verließen die Beamten den Saal. Diese glüdhat, daß die Reeder eine Lohnherabfegung erzivingen wollen, und Jänide nimmt selbst noch das Wort und erklärt: Ich bitte liche Lösung des Konfliktes machte auf die Versammlung den besten nachdem bereits durch ſyſtematische Entlassungen über 100 Maun den hohen Gerichtshof, in Erwägung zu ziehen, daß wenn jemand Eindruck und sie erledigte ohne Murren den noch verbleibenden Reſt aufs Land gesetzt wurden, sehen sich die Heizer zu energischen Ab- einen Word vorher plant, er sicher eine Waffe wählt, mit der Tagesordnung ohne Gegenwart der Polizei. Es ging ſehr gut. wehrmaßregeln genötigt. Die Reeder machen große Anstrengungen, der er im stande ist, einem Menschen sofort den Garaus zu machen. Verband des Massage, Bade- und Krankenpflege Personals. im Auslande Streitbrecher anzuwerben; im Kopenhagener Hafen Wenn jemand am hellen Tage einen Mord verüben will, so wählt Deffentliche Versammlung am 15. d. Mt., abends 9 Uhr, in den Johannisliegt ein besonderes Schiff zur Aufnahme dieser Leute bereit. Da es vielleicht weiterer Maßnahmen bedürfen wird, um die geplante Schlag oder Stoß genügt, um einen Menschen zu töten. er sich ganz gewiß kein Küchenmesser, sondern eine Waffe, wo ein Sälen, Johannisstr. 20. Verschlechterung der Lebensbedingungen dänischer Arbeiter abzuwvehren, will der Ausschuß des„ Gesamtverbandes der Gewerkschaften" der habe leisten wollen und nicht geleistet habe. Steinte versichert, daß er nicht Beihilfe zu einem Morde Generalversammlung den Vorschlag machen, daß auch die organifierten Seeleute und Hafenarbeiter vom Montag, den 26. Januar die Arbeit auf den Schiffen der Reedereivereinigung einstellen, falls bis dahin keine Einigung zwischen den Reedern und Heizern erzielt ist. Die spanischen Arbeiterunruhen scheinen doch noch nicht völlig zu Ende zu sein. Das Bureau Herold" meldet gefterir aus Madrid: Die aus den Tabakfabriken entlassenen Arbeiter wollten eine Stundgebung vor dem Palast veranstalten, die Polizei verhinderte sie jedoch daran. Einer Deputation von Arbeitern gelang es indessen, im föniglichen Palais Einlaß zu finden und dort ihre Wünsche vorzutragen. Aus Barcelona meldet dasselbe Bureau: Die Ausständigen verursachten in den Werkstätten großen Schaden. Polizei und Militär mußte einschreiten, um die Ordnung wieder herzustellen. der autoritären Parteien " zur zuziehen sind. Lehte Nachrichten und Depelihen. Risiko des Bergmanns. der Betriebsleiter, Der Gerichtshof verurteilt Jänicke zum Tode, 4 Jahren Gefängnis und dauerndem Ehrverlust, Steinke zu 6 Jahren Zucht- Brüg, 14. Januar.( W. T. T.) Heute gegen Mittag ist ein haus und Ehrverlust auf gleiche Dauer( zusammengezogen aus Wassereinbruch in den Jupiterschacht erfolgt. Von 116 Mann der folgenden Einzelstrafen: Beihilfe zum qualifizierten Raube Belegschaft werden 43 vermißt, darunter 5 Jahre Zuchthaus, Begünstigung nach dem Raube 2 Jahre Ingenieur Seemann, und zwvei Aufsichtsbeamte. Der Jupiterschaft Buchthaus und Heblerei 6 Monate Gefängnis). Von Zu läffigkeit der Polizei- Aufsicht hat der Gerichtshof Abstand ge- ist wegen hohen Wasserstandes vor heute abend nicht zugänglich. nommen, da er den Angeklagten Steinke nicht für so verkommen Ueber das Schicksal der im Schachte Eingeschlossenen ist zur Zeit und verdorben hält, als daß er nicht nach Verbüßung der Strafe nichts Bestimmtes bekannt. noch in einen geordneten Lebensweg wieder zurückkehren könnte. Um 71/2 Uhr schließt der Vorsigende die Verhandlung. Derlammlungen. Tumult in der belgischen Kammer. Die gea Brüffel, 14. Jan.( B. H.) Die heutige Kammerfigung artete in einen großen Tumuli aus, der dadurch entstand, daß die Regierung die bereits von der Kammer angenommene und dem Senatsausschuß zugewiesene Gesetzesvorlage, betreffend Für die in Reinigungs- Juftituten beschäftigten Frauen, die Dotationen, zurüdzog. Die Regierung griff zu diefer folvie für Toiletten Frauen, Frühstück und 8eitungs- Maßregel, weil die Abgeordneten durch Annahme dieses Entwurfs Aus der Frauenbewegung. Austrägerinnen, Wafchfrauen und Aufwärterinnen freie Fahrt auf allen Staatsbahnen erhalten hätten. Die Abe Die Assistentin der badischen Fabrikinspektion, Fräulein Artin der Urania", Wrangelstr. 9, statt. Genoffe Stater habe ihre Befugnisse überschritten, fand am Montag eine öffentliche Versammlung fand am Montag eine öffentliche Versammlung die zweite dieser geordneten Nenjean und Janson erklärten, die Regierung Elisabeth von Richthofen wurde in politischer Oekonomie als Hauptihre Befugnisse überschritten, indem sie dem Könige fach von der philosophischen Fakultät in Heidelberg mit dem Prädikat legte in seinem Vortrage, der besonders die Verhältnisse der er- ein Defret unterbreitet habe, welches eine bereits von der summa cum laude zum Doktor promoviert. Ihre Dissertation ist werbsthätigen Frauen berührte, den Wert der Organisation dar. Dann kammer angenommene Vorlage aufhebe; die Regierung verdiene wurde eine Resolution angenommen, welche die Gründung einer hierfür auf die Anklagebank gesetzt zu werden. Ein von der betitelt:„ lleber die historischen Wandlungen in der Stellung Organisation für die oben genannten Arbeiterinnen gut heißt und Kammer fönne nicht mehr zuriid genehmigter Entwurf Arbeiterschutz Geseggebung die am 13. Dezember v. 38. eingefeste Kommission beauftragt, gezogen werden. Beide Redner erklärten, daß die und die Motive dieser Bandlungen". Fräulein Richthofen in kürzester Zeit ein Statut für diese Organisation auszu- jamte Linke sich zurückziehen würde, wenn die Regierung auf will laut, N. B. dsztg." in ihrer Inauguralabhandlung die Stellung arbeiten und dasselbe dann einer Versammlung zur Beschluß der Beratung des neuen Dotierungsgesetzes, welches der Kabinetisnahme der Konservativen und des Centrums zur socialen Gesetzfaffung vorzulegen. gebung des Deutschen Reiches kennzeichnen und vor allem die zuletzt ließen sich 30 der anwesenden Frauen als Mitglieder Während einer hierauf folgenden Bause chef heute einbrachte und worin die freie Fahrt auf den belgischen ausschlaggebenden Motive ihrer Politit klarlegen. Auf„ Mittelstands: nenen Organisation einzeichnen. Nunmehr besprach Frau Gu bela bestehe. der anwesenden Frauen als Mitglieder der Staatsbahnen für die Abgeordneten rückgängig gemacht wird, politit" und das Bündnis der Agrarier und Großindustriellen fällt die Verhältnisse der Toilettenfrauen. Sie bezeichnete es als einen Entwurf Der Katholikenführer Wo este erflärte, der betreffende ſei mur mit 52 gegen 50 Stimmen alls manch' interessantes Streiflicht. argen Mißstand, daß die Toilettenfrauen in Restaurations- und genommen worden und daher ein Zufallsvotum. Bei diesen Worten Bergnügungslokalen auf Trinkgelder angewiesen sind, und erhob sich die gesamte Linke und verlangte vom Präsidenten einen in manchen Fällen derartige Trinkgelder vom Publi- Ordnungsruf. Der Präsident erteilte diesen aber nicht, sondern hob die fum sogar gefordert werden. Ferner meinte die Rednerin, Sigung auf. Nach einer halben Stunde wurde die Sitzung wieder auch in den öffentlichen Bedürfnis Anstalten Aus den Verhandlungen am Dienstag find die Bekundungen daß für aufgenommen; doch ließ die Linke den Abgeordneten Woeste nicht des Polizeilieutenants v. Hooven hervorzuheben, der die erste weibliche Personen das Trinkgeldunwesen bestehe. Die Rednerin zu Worte kommen, so daß die Sigung auf morgen vertagt werden polizeiliche Vernehmung des Angeklagten vorgenommen hat. Er fordert, daß in allen öffentlichen unentgeltlich zu benutzenden mußte. bekundet, daß ihm derselbe alle die graufigen Vorgänge mit einer Bedürfnisanstalten eine Inschrift angebracht werde: darf nicht angenommen werden." Auch frappierenden Ruhe erzählt habe, fast als wenn er eine Geschichte geld sollten Wien, 14. Januar.( B. H.) Unbekannte Thäter haben in der erzählte, die er gelesen. Nach seinen Erzählungen konnte es feinen es sich die Frauen zum Grundsatz machen, kein Trinkgeld zu geben, Tetzten Nacht in der hiesigen St. Michaels- Kirche ein Zweifel haben, daß er einen Mord begangen hatte. Er erzählte, um dadurch die Toilettenfrauen zur Forderung ausreichender Löhne Muttergottesbild feines Schmud es im Werte von Zu diesem Punkt wurde eine Resolution an mehreren tausend Kronen beraubt. er sei nach der Entlassung aus dem Gefängnis ohne Subsistenz- zu veranlassen. mittel gewesen; er wollte von seiner Pflegemutter Geld haben, diese genommen, welche die Stadtverordnetenversammlung um Abstellung Tetschen, 14. Januar.( B. H.) Der durch sein Duell mit schlug es ab, da fand er ein Portemonnaie mit 50 Pf. Inhalt bei des besprochenen Mißstandes ersucht. dem ehemaligen alldeutschen Reichsrats- Abgeordneten Wolf bekannt der Pflegemutter, dieses eignete er sich an und verzehrte die 50 Pf. Erklärung. Die unterzeichneten Vertrauensleute erklären, daß gewordene Professor Dr. Seidl wurde heute seines Lehr. im„ Sechsertopf". Anfänglich hatte er behauptet, er habe mit der er in den auf die Organisationsstreitigkeiten Bezug habenden Referaten amt es an der landwirtschaftlichen Akademie in Tetschen- Liebwerd mordeten Frau Rühlicke vor deren Verheiratung ein Verhältnis ge- und Diskussionsrednern in der Generalversammlung des Wahlvereins euthoben. habt, diese Behauptung hat er aber später fallen lassen. Seine des 6. Kreises( Nr. 9 des„ Vorwärts") der Sachverhalt völlig entstellt Hongkong, 14. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) ganze Darstellung ging dahin, daß er bei dem Besuche, wiedergegeben ist. Im Tamtschao- Kanal des Westflusses wurde heute von Den er am 16. September der Frau R. abstattete, von Die Unterzeichneten werden umgehend die zuständigen Partei- chinesischen Soldaten auf das englische Dampfs vornherein die Absicht gehabt habe, diese zu ermorden. Als Instanzen anrufen; sie erheben aber schon heute Protest dagegen, fchiff Manning" gefeuert. Der als Passagier an Bord ihm vorgehalten wurde, daß er doch leicht die Frau hätte daß die Redaktion ihnen in einer so wichtigen Barteifrage nicht befindliche Geistliche des englischen Kriegsschiffes" Glory" erhielt aus der Wohnung schaffen können, indem er von ihr Bier hätte Gelegenheit gegeben hat, in unmittelbarem Anschluß an diese einen Schuß durch das Bein. Der Mordprozeß Jänicke. daß Trink Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Mr. 12. 19. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwos, 15. Jannar 1902. Reichstag. 117. Sigung vom Dienstag, 14. Januar 1902, nachmittags 1 11 hr. Rraette. Die erste Beratung des Etats wird fortgesetzt. and prodAbg. Dr. Sattler( natl.): ba Abg. Schrader( frs. Wg.): Es könnte unbescheiden erscheinen, daß ich es wage, zum zweitenmale in dieser Debatte das Wort zu ergreifen, ich bin aber schiver provoziert worden. Fürst Radziwill warf mir ein Abweichen von der Weise geflärt oder gefördert worden. Die Anstellung von Professoren Durch die bisherige Debatte ist die Affaire Spahn in feiner objektiven Wahrheit vor. Einen Beweis für diese Behauptung hat er indessen nicht erbracht. Er hat überhaupt nur einen Punkt darf nur nach der Tüchtigkeit erfolgen. Ich würde mich freuen, meiner Ausführungen angegriffen, die übrigen hat er nicht zu be- wenn nicht nur Katholiken, sondern auch Socialdemokraten auf Lehrmängeln vermocht. Aber auch diesen Punti meiner Ausführungen stühle berufen würden. Die Socialdemokraten wären dann am über die deutschen und ruthenischen Volksschulen in Galizien, muß besten zu widerlegen, wenn sie ihre Anschauungen wissenschaftlich ich vollkommen aufrecht erhalten. Die deutschen Volksschulen, von vortrügen.( Redner bleibt auf der Tribüne fast unverständlich.) denen Fürst Radziwill sprach, sind zum größten Teil Militärschulen, Abg. Dr. Bachem( C.): gegen hätte etwas Abg. Dr. Graduaner( Soc.): Int auf dem im menschlichen Herzen tief eingewurzelten Instinkt Woher haben Sie denn überhaupt das Auflagematerial, auf Grund des persönlichen Eigentums. Da tönnen Sie sagen, was Sie wollen. dessen Sie vorgehen? Fast ausschließlich aus englischen Quellen. Miß ( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Einen dauernden Ersatz giebt Sobhouse ist in Südafrika in die Konzentrationslager gegangen und es nicht für den Begriff von Mein und Dein, suchen Sie einen. hat dann in Broschüren und Vorträgen die schärfsten Anklagen gegen die ( Große Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Noch ein Wort über englische Kriegsführung erhohen. Aus dieser Quelle schöpfen Sie Ihr Am Bundesratstisch: Frhr. v. Thielmann, v. Goßler, unsre Finanzlage. Die Hauptsache ist heute die Schaffung von Material. In England sehen wir also wenigstens, daß die AnFinanzzöllen, das Zollgesetz müßte noch mehr als Einnahme- gehörigen der Bourgeoisie auch bereit sind, gegen die quelle für die Reichsfinanzen dienen. Dazu bietet der vorgelegte englische Striegsverwaltung für Humanität auch im Striege einTarif eine annehmbare Unterlage.( Beifall bei den zutreten. Leider sehen wir nicht, daß bei uns selbst liberale Nationalliberalen.) Kreise, von denen doch eine große Anzahl Mitglieder der Friedensgesellschaften sind, gegen die Verrohung und Ueberschreitungen des Bölkerrechts in China, die festgestellt sind. Berwilderung der Kriegsfitten sich wenden, tros aller Noch einen kurzen Augenblick möchte ich bei dem Striege 1870/71 verweilen. Die hohe Ehre muß ich doch der damaligen deutschen Kriegsführung zuerkennen, daß sie mit früheren Kriegsgewohnheiten gebrochen und darauf verzichtet hat, kunstschäße und Gegen stände der Kunst und Wissenschaft aus dem fremden Lande mit fortzuführen. Neuerdings aber sind wir in China Abg. Dr. Müller- Meiningen( Frf. Vp.): wieder in barbarische Sitten verfallen. und die zahlreichen sog. ruthenischen Volksschulen find utraquistische, Der Herr das heißt polnisch- ruthenische Volksschulen mit polnischen Lehrern. Im Fall Spahn stehe ich ganz auf dem Standpunkt meines Kriegsminister hat uns Auskunft über die Pekinger aftro( hört! hört! bei den Nationalliberalen.) Freundes Hermies. Wir verwerfen jeden Protektionismus und nomischen Inftrumente erteilt, die heute im Park von Sanssouci Ich komme nunmehr zu Als die Takuforts erstürmt waren, warnte der General dem Fall Spahn zurück. Daß die Regierung zu ihrem Vorgehen halten eine Berufung aus rein tonfessionellen Gründen für un- stehen. berechtigt war, habe ich nicht bestritten, sondern anerkannt. Ich habe gerechtfertigt. Herr Bebel hat behauptet, ein byzantinisches Buch von Leffel die deutschen Truppen vor Plünderung und sagte: mur betont, daß bei der Auswahl der Professoren lediglich ihre habe den Anlaß zu der Berufung abgegeben. Herr Bachem hat das Es soll dereinst heißen, es gab ein Bolt, das mit leeren, aber wissenschaftliche Befähigung in Frage kommen sollte und ganz ab- bestritten. Aber die Bogenaushänge waren schon vor mit reinen Händen zurückgekehrt ist, und dieses Volk waren die zusehen sei von dem konfessionellen Bekenntnis. Die Ausführungen hat die Rede des Herrn v. Köller erwiesen, besonders aber das reinen Händen aus China zurückgekommen..( Lebhafte zus her veröffentlicht. Die Kernfrage ist die Konfession. Das Deutschen. Nun, wir sind nicht mit leeren und nicht mit des Herrn von Köller standen also mit den meinigen durchaus kaiserliche Telegramm. Wo sollen unsre deutschen Universitäten hin- ftimmung bei den Socialdemokraten.) Der Kriegsminister hat nicht im Widerspruch. Herr Bachem behauptete, ich hätte mich furchtbar aufgeregt über die Berufung eines Katholiken nach fommen, wenn konfeffionelle Grundfäße auch für die übrigen gefagt, es sei ihm zweifelhaft, ob man recht gehandelt habe, Straßburg. Diese Behauptung steht mit den Thatsachen direkt in Fakultäten maßgebend werden sollen. Ich habe natürlich gar nichts als man die amtliche Beschlagnahme dieser Instrumente verfügte. Widerspruch. Herr Bachem hat sich auch auf die Bedeutung der gegen katholische Professoren. Niemand da Das ist eine recht merkwürdige Ausdrucksweise. Ein so hoher Mauriner für die Geschichtswissenschaft bezogen. Es ist auffallend, gegen gehabt, wenn der Konkurrent des Herrn Spahn, der Militär, wie der Kriegsminister, macht doch auf militärische Graddaß die Herren vom Centrum, wenn sie von Leistungen der auch Katholik ist, zum Professor ernannt worden wäre. heit und Topferkeit besonderen Anspruch. Seine Aeußerung läßt Katholiken im Interesse der Wissenschaft sprechen, stets so weit werden, weil sie einer beſtimmten Konfession angehören und zweitens haft nennt er etwas, wo überhaupt gar fein gweifel Die Professoren dürfen also erstens nicht angestellt aber militärische Gradheit sehr vermissen. Zweifelin die Vergangenheit zurückgehen.( Sehr gut! links.) Man könnte daraus schließen, daß sie alis der neueren Zeit müssen fie Männer der vorurteilslosen Wissenschaft möglich sein sollte.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdem.) Der Artikel 56 der Haager Konvention sagt ausdrücklich, keine Beispiele für das Eintreten des Katholicismus für die fein. Das Wort vorurteilslos ist besser, als das von Mommsen ge= Wissenschaft kennen.( Unruhe im Centrum.) Herr Bachem hat ja stimmten Vorausseßungen heraus. Mit der Herein- lichen Gegenständen und von Gegenständen von Kunst und Wiſſenwählte Wort voraussetzungslos. Niemand kann aus be daß jede absichtliche Zerstörung oder Entfernung von geschichtauf Herrn Bebel mit seinen Ausführungen großen Eindruck gemacht. Wir wissen aber alle, daß die Haupteigenschaft des Herrn Bebel die ziehung des Dr. Huber ist Dr. Bachem ziemlich hereingefallen. Die schaft verboten ist. Wozu haben Sie denn eigentlich im Hang Leichtgläubigkeit ist. Indeffen kann ich nicht umhin, die Kampfes- Unterwerfungsklausel ist ohne Wissen der Wiener Akademie auf das Ihre Unterschrift gegeben? Um fie nicht zu halten?( Sehr Der Fall der Unter: gut! bei den Socialdemokraten.) Kurze Zeit vorher waren die weise des Herrn Bachem, mir Behauptungen zu unterstellen, die ich Buch des Dr. Huber gesetzt werden. nie gemacht habe, als wenig höflich, wenig kollegial, ja nicht einmal burger Universität find allein in den letzten zehn Jahren 2 Fälle daß die Militärverwaltung diese Dinge vergeffen konnte Auch sonst werfung ist übrigens nicht vereinzelt. In der Straße Haager Bestimmungen erst getroffen, um so ungeheuerlicher ist es, als loyal zu bezeichnen.( Beifall bei den Nationalliberalen.) vorgekommen. Die Kirche läßt der Wissenschaft nicht die ist die Erklärung des Kriegsministers erstaunlich. Er sagt, es hätte Das steht aber int motivendige Freiheit. Die Freiheit, die Herr Bachem meint, ist eine eine Beschlagnahme stattgefunden. Es ist charakteristisch, daß das von Herrn Mommsen erfundene andre, als die ich meine und wie sie jeder Liberale meint. Der Fall Widerspruch zu den Thatsachen. Beschlagnahmte Gegenstände Wort der Voraussetzungslosigkeit der Wissenschaft solchen Anklang Spahn kann die fonfessionellen Gegensäge nur verschärfen. Genügt dienen doch dazu, daß sie beim Friedensschluß bei der KriegstoftenDas ist hier aber gefunden hat. Es erinnert mich das an ein Verschen, das mir heute denn dem Centrum nicht der konfessionelle Tanzlehrer oder die kon berechnung in Anrechnung gebracht werden. Bevor auch nur an morgen in die Hände kam:" Gar mancher hält sich für ein fluges feffionelle Landratsköchin, von denen in der letzten Zeit soviel in der gar nicht zu Tage getreten. Haus und bleibt Nachbeter bis zu seinem Tode, er sagt, er setze nicht Presse die Rede war, um die konfessionellen Gegensätze zu ver- Friedensverhandlungen gedacht wurde, sind die Instrumente in Taku voraus, vorausgesetzt, daß dies jetzt Mode." Nun segte die ( Sehr gut schärfen? Herr Bachem beruft sich auf die Parität, weil die verladen und nach Potsdam gebracht worden. im Centrum.) Herrn Sattler fiel es auf, daß wir Universitäten staatliche Anstalten seien. Wir haben aber feine öffentliche Kritik in Deutschland an. Aber auch da hat man lange soweit zurückgehen, wenn wir von wissenschaftlichen Leistungen Staatsreligion, also fönnen auch die Universitäten als staatliche An auf eine Erklärung warten müssen. Endlich hatte man sich besonnen der Katholiken sprechen. Hat er damit etwa sagen wollen, daß wir stalten keine Staatsreligion haben.( Beifall links.) und sagte, es sei eine Beschlagnahme und feine Plünderung und kein für die neueste Zeit über keine derartigen Beispiele verfügen, so will Raub. Der Kriegsminister sagt weiter: Wir haben, als wir von der ich ihn nur auf Papst Leo XIII. verweisen, der auch konfessionell so Angelegenheit vernahmen, die Instrumente der chinesischen Regierung weitsichtig ist, daß er in dem Archiv im Vatikan eine ganze Anzahl ministers vom Sonnabendnachmittag veranlassen mich, hier das rung. Als die Instrumente noch verladen waren, hat die deutsche Die Neden des Reichskanzlers und des Kriegs- zur Verfügung gestellt. Eine recht wunderbare Aeuße protestantischer Gelehrter zugelassen hat. Auf dem historischen Gebiete find auch die katholischen Gelehrten durchaus Anhänger der freien Wort zu nehmen. Alles andre will ich nicht berühren. Der Reichs- Preffe die Angelegenheit bereits zur Sprache gebracht. Und davon Forschung; anders liegt es natürlich in der Theologie. Bei Erkursen auf tanzler hat meinem Freunde Bebel vorgeworfen, er habe die hat die deutsche Regierung nichts gehört und ließ die Sache dieses Gebiet sind auch die katholischen Historiker selbstverständlich deutschen Krieger von 1870 beleidigt. Er suchte damit laufen, bis die Instrumente im Park von an die Lehren der katholischen Kirche gebunden. standen. die Socialdemokratie Stimmung zu machen, wohl Sanssouci Es handelt sich hier Ich kann zum veil Schluß dieser Debatte konstatieren, daß in feiner Weise die Minderer 8 weifel hat, ob seine auswärtige Politif, ein völkerrechtswidriges Verhalten. Es ist die Aufsein wertigkeit der katholischen Wissenschaft gegenüber der protestantischen Abbitte einen für ihn günstigen Eindruck machen wird. Herr ihnen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Sie hat die Angriff auf auf Chamberlain und feine nachherige gabe der Regierung, das begangene Unrecht au nachgewiesen worden ist, wir müssen daher auch mit aller Ent- Stöder hat die Angriffe des Reichskanzlers dann noch vergrövert, Verpflichtung, die Instrumente auf eigue Roften wieder nach China schiedenheit verlangen, daß die Zahl der katholischen Professoren indem er behauptet hat, Bebel habe die deutschen Soldaten von zu schaffen. Wenn die Regierung das nicht zusagt, danu werden auch numerisch der der protestantischen entspricht.( Lebhaftes Bravo! 1870 mit den chinesischen Borern in Vergleich gestellt. Ich weiß meine Barteigenoffen dem Reichstage bei der zweiten Etatsberatung im Centrum.) Abg. Wetterlé( Elf.): nicht, ob Herr Stöder einen Eid darauf leisten will, eine Resolution unterbreiten, in der beantragt wird, die daß mein Freund Bebel so etwas wirklich gesagt hat.( Singer unrechtmäßig fortgeführten Gegenstände au China zurückEs giebt eine katholische Wissenschaft und wir erkennen daher ruft: Stöder leistet jeden Eid) Um die Stimmungsmache zugeben. Manchem erscheinen das alles Kleinigkeiten, weil sie die burchaus die Berechtigung fatholischer Professoren in überwiegend des Reichskanzlers aber ins rechte Licht zu setzen, muß ich die That- Chinesen für eine untergeordnete Rasse halten. Aber auch China fatholischen Gegenden an. Der Landesausschuß selbst hat die Anfachen refapitulieren, und da ergiebt sich, daß der Reichskanzler die hat die Beschlüsse der Haager Konferenz unter stellung zweier katholischer Professoren in Straßburg verlangt. Wir deutschen Truppen eigentlich härter beurteilt hat als Bebel. Er hat zeichnet, und was die Hauptsache ist: Wir sind uns das selbst begrüßen die nunmehr erfolgte Ernennung des Herrn Spahn und ihnen beklagenswerte Ausschreitungen vorgeworfen. Bebel hat mir gesagt, fchuldig!( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) hoffen, daß er die Erwartungen erfüllen wird, die auf ihn ge- daß in jedem Kriege, mag die Heeresleitung auch die Absicht haben, Ich muß mich nun noch mit den Hunnenbriefen beschäftigen. stellt sind. human zu verfahren, Dinge vorkommen, die mit der Humanität Der Kriegsminister sagte, sie sind entweder unwahr Abg. Dr. Schlumberger( wild- nat.): nicht zu vereinbaren sind. Uuaweifelhaft sind auch im oder bestellte Arbeit gewesen. Ich muß dagegen protestieren, Zunächst kann ich erklären, daß die sämtlichen 15 Abgeordneten deutsch französischen Striege seitens der deutschen Heeres- daß wir mit der Veröffentlichung der Briefe die deutschen Krieger in aus dem Elsaß einverstanden sind mit dem von der Regierung vor- leitung Maßregeln ergriffen worden, die mit dem da China in ihrer Gesamtheit oder gar das deutsche Volk beleidigt gelegten Bolltarif. Die Verhältnisse an der Straßburger maligen Wölferrecht, wie es sich im allgemeinen Volks- haben. Der Minister hat uns von der Schweizer Hunnen Universität find allerdings keine gefunden, das hat aber gar nichts gewiffen niedergeschlagen hatte, nicht übereinstimmten. brieffabrik erzählt. Ich konstatiere, fein einziger dieser mit den konfessionellen Streitigkeiten zu thun, sondern hängt damit So 3. B. wurden die losen französischen Gruppen, die von der fran- Spigelbriefe ist veröffentlicht worden. Der Minister sagt, die zusammen, daß an der Universität Straßburg ein andres zösischen Regierung nicht anerkannt wurden, nicht als kom adreffen sind verloren gegangen. Die Adressen sind aber doch das Deutschtum herrscht, als an den altdeutschen Universitäten. battanten angefeben, sondern, soweit man ihrer habhaft einzige Wertvolle und Faßbare. Der Absender konnte nicht aufViele junge Studenten, die dorthin kommen, fühlen sich werden konnte, erschossen. Wenn die Engländer heute in gefunden werden, aber die Adressaten mußten doch gefaßt werden nicht wohl. Hoffentlich wird in dieser Beziehung bald Abhilfe Transvaal nach diesem Grundsatz handeln würden, würden sie können. Warum sind die Adressen verloren gegangen, wie sind sie verloren geschafft werden. Im Lauf der Debatte sind die Kartelle überhaupt teine Gefangenen machen. Man soll also gegangen? Der Kriegsminister hat uns von dem Flugblatte gegen und Syndikate angegriffen worden. Ich muß konstatieren, daß das nicht immer das Ausland anklagen und die Verhältnisse im eigenen Bebel erzählt. Uns war es völlig unbekannt. Verfaßt ist es aber Kohlensyndikat sehr nußbringend zur minder Laude beschönigen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Herr von dem berüchtigten Polizeispiel Normann: Schumann. schweren Empfindung der krisis beigetragen hat. Chamberlain hat ja jezt in seiner Erwiderung auf die neuliche Rede Dieser Normann- Schumann ist doch auf allen Ministerien wohl ( Lachen links.) Ueberhaupt wirken die Syndikate sehr günstig des Grafen Bülow erklärt, England sei stolz auf den Mut und die bekannt, der Kriegsminister allein scheint ihn nicht zu auf die Stetigkeit der Preise ein, fo find z. B. die unerschütterliche Humanität seiner Truppen. Ich halte diese Erkennen. Dieser Spitzel, der in ausländischen Blättern die schwersten Petroleumpreise seit Bestehen der großen amerikanischen Petroleumtrusts flärung für eine ungeheuerliche Heuchelei und Un- Majestätsbeleidigungen begangen hat; er hat die besten Be viel coulauter geworden. Herr Bebel hat sich über das lang- wahrheit, aber genau so, wie hier Herr Chamberlain die zichungen zu allen Behörden. Obwohl sted brieflich same Tempo der Socialreform beschwert. Wir sind im Princip Verhältnisse in England zu beschönigen fucht,- genau verfolgt, soll er häufig in Berlin gesehen mit der Socialreform durchaus einverstanden, was ich aber nicht derselben Vertuschung und Beschönigung flagen wir worden sein. Getviß hat er bei einem solchen heimlichen verstehe und was ich bekämpfen werde bis aufs äußerste, das ist die unsre eigene Regierung au. Der Herr Reichskanzler Befuche der der Polizei sein Flugblatt gegeben Ungeduld,( Große Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) mit der hat gesagt, gefagt, in England fönne es nicht geschehen, daß und von ihr hat der Kriegsminister es erhalten. Normanns man Forderungen auf diesem Gebiete erhebt. Sie( zu den Social- im Parlament oder im Lande überhaupt die eigne Schumann ist eine so niedrig stehende Persönlichkeit, daß es eine demokraten!) sprechen immer von einem Stillstand der Social Armee angegriffen werde, wie wir es hier thun. Ich muß starte 8umutuung des Kriegsministers an Bebel war, er reform, aber Sie wissen ja gar nicht, was geschicht auf staunen über die Unkenntnis des Herrn Reichskanzlers über die Vor- möge diesen Menschen unter lage stellen. Normanndiesem Gebiete. Sie wiffen ja gar nicht, was es heißt. gänge im Ausland. Erst fürzlich ist in Frankreich die aller Schumann ist ein notorischer Lump, wenn er auch Agent die Unfallverhütungs- Vorschriften durchzuführen.( Lachen bei den ichärfste ritit geübt worden an der Politik der Regierung der Berliner Polizei war.( Sehr gut! bei den SocialSocialdemokraten.) Durch die Unfallgefeße wird das deutsche Er- gegenüber der Türkei. Und auch in England sind gegen die demokraten.) werbsleben mit einer Million täglich belastet. Wie vorsichtig man Politik der Regierung Anklagen erhoben worden von einer Die Hunnenbriefe der Schweizer Fabrit scheiden aus, sie mit der kleinsten Aeußerung sein muß, dafür nur ein Beispiel. Sie Schärfe, wie wir sie hier niemals erhoben haben. find nirgends veröffentlicht. Die andern sollen nicht wahr haben die Bestimmung angenommen, daß in der von( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Im Februar 1900 sein, weil ein Soldat, um sich vor Schaden zu bewahren, den 14 bis 16 Jahren täglich nur 10/2 Stunden behat der irische Abgeordnete Healy geäußert, die Re Inhalt seines Briefes abgelenguet hat. Das soll ein Beweis schäftigt werden dürfen. Das klingt ja sehr schön und gierung fange an, gegenüber den Holländern jetzt dieselbe für die Unechtheit der Briefe sein! Der einzige Brief, dessen wir können dem durchaus beipflichten. Es ist aber doch aubpolitik zu treiben wie gegen die Irländer. Er sagte: Inhalt zum Gegenstand eines Beweisverfahrens das Verrückteste, was Sie haben beschließen können.( Große Wißt Jhr, was Ihr thut, Ihr ignoriert das Dasein des Allmächtigen. gemacht worden ist, hat sich durchaus als wahr herausHeiterkeit bei den Socialdemokraten.) Diejenigen, die Sie haben Es ist ein herrliches Schauspiel zu sehen, wie hier ein großes gestellt. Es ist derselbe Brief, durch den des Haupt= schüßen wollen, hat man jetzt in das Elend gestoßen. Sie werfen protestantisches Bolt ein kleines protestantisches Bolt abs chlachtet, manns v. Feilipsch Missethaten bekannt geworden sind. Der die Kinder von der Fabrit auf die Straße und machen sie zu während Eure Missionare bei den Schwarzen ausrufen, wie lieb fich betreffende Soldat war übrigens sehr gefährdet. Weil man glaubte, Bummlern und Faullenzern. Sie könne lache, wie Sie die Menschen haben. Aber Ihr glaubt nicht, daß Gott immer er habe über Feiligsch die Ünwahrheit geschrieben, stedte man wolle.( Große Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Die Eltern englisch bleiben wird."( Buruf rechts: Das ist ein Fre.) Sie rufen ibu ins Gefängnis und er mußte acht Tage siten, bitten uns, um Gotteswillen, behaltet unsre Kinder mir zu, das ist fein Engländer; auch der frühere bis alles als wahr erwiesen wurde. Dann wurde Feilißsch in der Fabrik, früher haben sie uns 1 bis 2 m. ver- Kriegsminister im liberalen Kabinett, Herr Campbell- angetlagt.( Aha! links.) Das Verfahren, wie hier der dient, jetzt kosten sie uns noch Geld. Ein weiteres Beispiel. Bannerman, hat eine scharfe Kritik an der Politik der Re- Kriegsminister den Fall Feiligsch behandelt hat, war sehr bes Jezt soll in allen Orten mit über 20 000 Einwohnern ein gierung geübt. Er meinte: Wenn man uns etwa sagen wollte, trüben d. Eine solche Art, Mißhandlungen zu mißbilligen, nennt Gewerbegericht errichtet werden. Da haben Sie wieder einen daß jetzt nicht die Zeit richtig gewählt sei, um unire Stritit zu man eine Beschönigung. Kein Wunder, daß die Dinge bei uns großen Fehler begangen und Ihren Freunden den schlechtesten üben, wir mögen unfre, wenn auch berechtigten Bedenken nicht besser werden. Die in socialdemokratischen Blättern Dienst erwiesen. Unter hundert Fällen, welche vor das Gewerbe- erst nach Beendigung des Krieges geltend machen, so muß ich eine veröffentlichten Hunnenbriefe waren fast alle aus bürgergericht kommen, find 80, die im Entstehen hätten beseitigt solche Behauptung zurückweisen. Gerade der gegenwärtige lichen Blättern entnommen. Man hat aber nicht werden können, wenn der Geschäftsführer seiner Aufgabe gewachsen Moment ist geeignet, eine wirtungsvolle Kritik zu gehört, daß die Kölnische Beitung oder die ist. Wir wollen den Arbeitern ebenso helfen wie Sie, nur die Art üben." Also felbft höchst angesehene Mitglieder des Frankfurter Beitung" angeklagt worden wären. ist verschieden.( Lachen b. d. Sociald.). Sie leisten nichts für den Unterhauses haben eine Kritik geübt, die der Nachdem man sich nicht mehr anders helfen konnte, hat man gegen socialen, gesellschaftlichen Frieden. Trog aller Angriffe auf die englischen Regierung im höchsten Maße pein einige focialdemokratische Blätter geflagt, und einige tapitalistische Gesellschaft ist sie noch die einzig erprobte, fie ruht lich war. socialdemokratische Redacteure sind bestraft worden. Der Krieg 3" " " " " Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antis.): wirken, der freien Erfindungsgabe des Reporters entstammt. Ein derartiges oder ähnliches Anfinnen ist an den Genossen Opificius niemals gestellt worden. Da die ganze Angelegen beit noch nicht abgeschlossen ist und es im Interesse des Genossen Opificius liegt, daß Entstellungen, bewußt oder un bewußt, nicht durch die Zeitungen gehen, geben wir dieser Nichtigstellung Raum." Eine zweifelsfreie Darstellung des Sachverhalts, die außerdem auch den Tenor des gegen Opificius ergangenen Urteils genau mitteilt, wäre sehr erwünscht, um alle unrichtigen Deutungen auszuschließen. W minister fagte, er habe der Wahrheit auf den Grund gehen Kinder, die in gewerblichen Betrieben beschäftigt werden dürfen, von wollen. War das seine Absicht, so ist er von den Gerichten 12 auf 14 Jahre zu erhöhen. Der Antrag trug die Unterschriften der Herren schmählich im Stich gelassen worden. Besonders die Berliner Wagener und Schweizer. Herr Wagener war ein konservativer Mann, Straftammer hat in sehr unfreundlicher Weise Herr Schweiger ein socialdemokratisches Mitglied des Hauses. Wir die Absicht des Kriegsministers durchkreuzt!( Hört! halten es für eine Pflicht des Staates, dafür zu sorgen, daß Kinder hört! bei den Socialdemokraten.) Herr von Goßler meinte, und jugendliche Personen nicht in derartiger Weise gewerblich gemißnicht der Schein eines Beweises sei für die Wahrheit des Jn braucht werden, daß sie körperlich, geistig und sittlich Schaden leiden. Halts der Hunnenbriefe erbracht. Weiß er denn nicht, daß die Die verbündeten Regierungen sind entschlossen, diese Socialpolitik in Gerichte jeden Beweis der Wahrheit abgeschnitten haben? ruhigem Tempo fortzusetzen und hoffen dabei auf die Unterstützung Das Berliner Gericht sagte, in den Briefen jeien keine That des hohen Hauses.( Bravo! rechts und im Centrum.) fachen, sondern nur Urteile enthalten. Es stünde nicht da, der und der habe geplündert und geschändet, sondern man" habe geplündert und geschändet.( hört! hört! bei den Social- Die Kriegervereine bestehen nicht aus abhängigen Beamten, sie hatten Reichstage Kandidatur. Als Kandidat für den Wahlkreis Demokraten.) Das schlägt doch aber aller Logit ins volles Recht, sich an der Boerenbewegung zu beteiligen. Deshalb Dortmund hörde schlagen die Vertrauensmänner des Kreises Gesicht. Gewiß hätte sich nicht alles beweisen laffen, was in brauchte sich der Vorstand der Kriegervereine noch nicht an die Spize den Genoffen Bömelburg aus Hamburg vor. den Briefen stand. Manches mag Renommage gewesen sein, im der Bewegung zu stellen. Und selbst, wenn dies geschehen wäre, Ein feftes Rückgrat bewies die Gemeindevertretung in Bant wesentlichen aber war der Inhalt der Briefe richtig und wir würden wir darum noch nicht in einen Krieg mit England verwickelt( Odenburg). Genosse Hug war von ihr zum Beigeordneten gewählt, haben sie veröffentlicht, um den Mißständen abzuhelfen. worden sein. Herr Hasse hat gemeint, ich hätte eine gute vom Ministerium aber nicht bestätigt worden. Darauf wurde er Ein zweites Mal, wo über eine Mitteilung aus China Sache verdorben, weil ich dem Reichskanzler Gelegenheit jetzt einstimmig wiedergewählt. Mit Sicherheit ist zu erwarten, Beweis erhoben wurde, hat sich ebenfalls die Berechtigung gegeben hätte, seine erste gute Rede gegen Chamberlain ab daß die Wahl Hugs auch jetzt nicht bestätigt wird, doch will der unsrer Anklagen erwiesen. Es ist die Mitteilung, daß der Major zuschwächen. Sachlich ist das falsch, denn die Erregung gegen Gemeinderat darum auch ferner auf seinem Standpunkt beharren, von Kettler 22 Boyer auf das Zeugnis eines Knaben habe den Reichskanzler in England ist nach seiner zweiten Rede nicht weil er die Nichtbestätigung als eine durch nichts gerechtfertigte Verniederschießen lassen und zwar nach einem recht summarischen Ver- geringer geworden. Dann empfinde ich das Verhalten des Herrn legung des Rechts der Selbstverwaltung betrachtet. Er will bei fahren." Ich gebe zu, daß bis zu einem gewissen Grade die Angelegen- Haffe mir gegenüber auch nicht sehr kameradschaftlich. Wir gehören jeder Neuwahl bezw. Wiederwahl Hugs denselben auch wieder zum heit anders liegt, als wie sie im Vorwärts" veröffentlicht worden beide dem alldeutschen Verbande an, Herr Hasse sollte als Vorsitzender Beigeordneten wählen, nach der Nichtbestätigung aber an seiner Stelle ist; aber alles, was Herr v. Ketteler als Beuge unter wissen, daß weite Kreise des Verbandes meine Anschauungen in der feine Wahl vornehmen, also streiken. In ein und derselben Amtsseinem Eide ausgesagt hat, bestätigt vollauf die An- Chamberlainfache teilen. Vielleicht erklärt sich dieser Mangel an Kamerad periode verbietet es das Gesez, ihn wieder zu wählen. flagen, die wir gegen die Kriegsleitung in China erhoben haben. schaftlichkeit bei Herrn Hasse daraus, daß er nach mir zu Wort gekommen Ein ostindischer Wahlfonds der niederländischen Social Er erzählt: Wir sind in ein Dorf gekommen, in dem nach Aussage ist.( Heiterkeit.) Aber ich kann doch nicht dafür, daß er in nationalen der Missionare früher chinesische Christen ermordet waren. Die Dingen in seiner Partei so spät zum Wort kommt.( Heiterfeit.) Redner demokratie. Die sachverständigen Darlegungen, die Genosse Van Kol Einwohner des Dorfs wurden auf dem Marktplatz versammelt und bestreitet, daß er bei seiner Acußerung über Chamberlain entgleist sei. bor kurzem in der Zweiten Kammer über das socialdemokratische nun mußten zwei christliche Chinesen, die Zeugen jener Er habe sich seine Worte vorher genau überlegt. Wie Kolonialprogramm machte, haben in den Kolonien große Sympathien Ermordung gewesen sein wollten, diejenigen Einwohner bezeichnen, allgemeine Zustimmung er gefunden, gehe daraus hervor, daß er etwedt. Der in Batavia erscheinende Java- Bode" brachte türzlich die dabei beteiligt gewesen waren. Als man ihnen fagte, sie am Tage nach seiner Nede 311 Depeschen und Briefe auf seinem ein Eingesandt, worin zur Gründung eines Wahlfonds für solche müßten es ganz genau nehmen mit ihrer Aussage, haben Blaze vorgefunden habe. Der Kernpunkt meiner Ausführungen Kandidaten, die das Kolonialprogramm der socialdemokratischen Der Einsender selbst sie dann noch einige der schon Bezeichneten wieder war: Ist es richtig, daß die Regierung Krupp ge- Partei unterschreiben, aufgefordert wird. ausgemerzt. Die von ihnen als Teilnehmer an der Ermordung stattet hat, Kanonen nach England, aber nicht nach spendet sofort 50 Gulden für diesen Zweck. Van Kol wird der popu Indien, sagt der Einsender, hätte Bezeichneten wurden hierauf auf Befehl des Majors v. Ketteler dem Oranje- Freistaat zu liefern? Ich konstatiere, lärste Mann in Indien genannt. ohne weiteres erschossen.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) daß diese einfache Frage nicht beantwortet worden ist. Was an die Mitglieder der socialdemokratischen Partei eine Ehrenschuld Dem Genossen Van Kol sollen die zu sammelnden Ich will zugeben, daß Herr v. Ketteler geglaubt hat, unter den den Reichskanzler betrifft, so weiß ich, daß verwandtschaftliche Ver- abzutragen. dortigen Verhältnissen nicht anders handeln zu fönnen, aber hältnisse der Fürsten auf die Politik keinen Einfluß haben. Gelder bei seiner Ankunft in Indien für die Parteitasse überreicht werden. Die Redaktion des Java- Bode" erklärt sich bereit, für objektiv war dies Verfahren ein absolut unftatthaftes. Die Wenn heute ein Kalif von Bagdad wieder einmal im Volke herumals Mörder bezeichneten Chinesen hätten gefangen genommen ginge, er würde hören, wie empört man im Volfe über gewisse diesen Zweck Geld in Empfang zu nehmen, obgleich sie nicht das und im geordneten Verfahren abgeurteilt werden müssen. Dinge ist. Der Reichskanzler hätte hier am ersten Tage im Reichs- ganze Programm der socialdemokratischen Partei anerkennt. Hier haben sich die Angeklagten gar nicht verantworten können, tag mit seinem ganzen Stabe erscheinen müssen und seine Rede es bestehen teinerlei Akten über diese Vorgänge. gegen Chamberlain halten müssen. Das ist leider nicht geschehen ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten) und es ist zweifellos, daß und deshalb mußte ich wie die Landwehrleute mit dem Kolben dreinbei einem solchen Verfahren auch Unschuldige haben leiden müssen. schlagen. Ich konnte mit der parlamentarischen Ordnung nicht ausDas richtigste wäre gewesen, wenn man die als schuldig bezeichneten kommen und mußte so starke Ausdrücke gebrauchen. Chinesen der chinesischen Obrigkeit zur Aburteilung übergeben Staatssekretär Frhr. v. Richthofen bestreitet, daß die Firma hätte. Als vor kurzem ein Deutscher in die Hände einer chinesischen Krupp ermächtigt oder nicht ermächtigt worden sei, nach England zu Räuberbande fiel, wurden die beteiligten chinesischen Mörder auf Veranlassung der chinesischen Behörden hingerichtet. Das war ein regelrechtes Verfahren. Wir unsrerseits dürfen aber nicht so vorgehen, das ist völkerrechtswidrig. So erklärt es sich, allein, daß Gefangene nicht gemacht worden sind. Gegenüber diesem Verhalten ist das Verfahren der Engländer in Transvaal noch fast human zu nennen. Wir haben und die Konzentrations: lager erspart. lieferit. Abg. Fürst von Radziwill( Pole) polemisiert gegen den Abgeordneten Dr. Sattler in der Frage der rhutenischen Volksschulen in Galizien. Abg. Lenzmann( frs. Vg.) " " Von der Arbeiterstimme", Centralorgan des„ Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes in Littauen, Polen und Rußland", ist die Nr. 25 als Jubiläumsnummer erschienen. Das bemerkenswerte Blatt hat folgenden Inhalt: Brief Die freie und die geknechtete Presse. Ein Traum( Gedicht). Die Parias unter den Proletariern( von Karl Kautsky). Zur Ges schichte der Entwicklung der jüdischen illegalen politischen Presse in Rußland. Ich hab' ihn gesehn( Gedicht). Die„ Arbeiterstimme" und die jüdische Arbeiterbewegung in Rußland. Die Jüdische Unabhängige Arbeiterpartei". Geheimes Rundschreiben eines jüdischen Kapitalisten an die jüdischen Fabrikanten in Dinaburg. Aus Sibirien: Manifest eines neugegründeten„ Socialdemokratischen Bundes in Sibirien". einer Gruppe politischer Verbannten an die revolutionären Organis Die Chamberlain- Affaire ist die Aufregung nicht wert, die fationen in Rußland. Gefängnistortouren politischer Verbannten in sie verursacht hat. Wir sind einig darüber, daß die Aeußerungen Sibirien. Geheimes Rundschreiben des Ministers der Volksaufklärung. Der Reichstanzler hat meinem Parteigenossen Bebe I Chamberlains jedes Grans von Berechtigung entbehren. Ich habe Die neuesten Erscheinungen in unsrer revolutionären Bewegung. gegenüber gesagt: Wenn Sie damals Minister gewesen mich zum Worte gemeldet, um mich gegen die Aeußerung zu wenden, Die Arbeiterbewegung in Kischinew. Chronik der Arbeiterbewegung. wären, als Herr v. Ketteler ermordet wurde, hätten Sie auch mit denen mein specieller Landsmann, Herr Abg. Dr. Stockmann, meine Von der Redaktion( gewidmet den Lesern und den Schriftsegern in nicht ander handeln können, als ich"? Mit demselben Rechte Partei, specielt einen Führer meiner Partei, Herrn Dr. Müller- Sagan, den geheimen Druckereien des Bundes"). Kassenbericht des centralen tönnte Herr Chamberlain sagen: Verchrter Herr Kollege verunglimpft hat. Die Aenßerung, um die es fich handelt, ist zudem auch Komitees. Feuilleton:" In finstrer Nacht." Gratulationsbriefe aus Bülow, wenn Sie in England in meiner Lage gewesen wären, schon zuwiederholten Maien hier richtig gestellt worden. Wir machen es Anlaß der 25. Nummer der Arbeiterstimme" von August Bebel, hätten Sie wahrscheinlich auch nichts andres thun können, den Kriegervereinen nur zum Vorwurf, daß sie auf Kommando Patrio- Paul Singer, J. Guesde, E. Vaillant, von der Hauptadministration als was ich gethan habe. Glaubt aber Graf Bülow jezt, nachdem tismus treiben und auf Kommando Patriotismus unterlassen und geben der Socialdemokratie in Polen und Littauen, von der lettischen er die Dinge in China erlebt hat, daß er noch einmal dieselben ihnen Unrecht, wenn sie sich in Politik einmischen und Leute socialdemokratischen Organisation in Riga, vom" Bunde russischer Maßnahmen, von der Pachtung von Kiautschon an für nötig anderer politischer Gesinnung ausschließen wollen, die ebenso Socialdemokraten im Auslande", vom Petersburger Komitee, vont halten würde, die er bisher ergriffen hat? Wir trauen es patriotisch find, wie alle andern. In einem Falle wurde ein der Redaktion des Juschny Rabotſchi", vom Odessaer Komitee, von allerdings der vernünftigen Weltpolitik" des Grafen Bülow Parteigenosse von mir weil er einmal eine socialdemokratische der socialdemokratischen Organisation in Rischinew, vom CentralBu, daß er diefelben Fehler Fehler nochmals machen würde, Versammlung besucht hatte von einem Polizeidiener als Soeials fomitee der Bürstenarbeiter, von einer Konferenz der jüdischen Gerber; aber es giebt große Kreise in Deutschland, die nichts mehr demokrat verdächtigt und aus dem Kriegerverein ausgeschlossen. von fünf ausländischen socialdemokratischen Gruppen; von einer mit diesen Dingen zu thun haben wollen, die ganze chinesische Mein Freund Müller- Sagan hat nicht alle Striegervereine Kriecher Arbeiterversammlung in Witebsk, von allen Ortskomitees und Expedition für in jeder Hinsicht verfehlt halten. Der vereine genannt, sondern mir gesagt, daß auf einzelne Vereine dieser Redaktionen des Bundes". Reichskanzler sagte, Bebel hätte kein Recht, über Weltpolitik zu ur- Name zuträfe. Gedruckt in einer Geheimdruckerei des Bundes in Rußland. teilen. Meine Parteigenossen sind durchaus nicht gegen eine Welt38 Seiten. politit, nur gegen die, die der Herr Reichskanzler für vernünftig Abg. Schlumberger( Hosp. der Nationalliberalen.) Ich bin Polizeiliches, Gerichtliches usw. hält, die wir aber für äußerst unvernünftig halten. Der Herr offenbar mißverstanden worden. Ich halte das Gesetz und seine Der Kasernenhofton vor Gericht. Reichskanzler meinte, wenn Europäer mit dem orientalischen Bolt Absicht für gut, aber die Handhabung und die Folgen des Gesetzes Ein Preßprozeß gegen das Hallesche Volksblatt", dessen zusammenstoßen, dann giebt es immer ein reinigendes Gewitter. find nicht. Weiter habe ich nichts sagen wollen. Abg. Dr. Stockmann( Rp.). Ich konstatiere, daß vor drei Jahren Ausgang ziemlich überraschend ist, fand am Montag vor der dortigen Ich möchte diesen fatalistischen Standpunkt nicht teilen. Wir haben bein Bostetat der Abg. Müller- Sagan gesagt hat: die Krieger- Straflammer statt. Angeklagt war der Redacteur Genosse Ernſt es hier nicht mit Naturereignissen zu thun, sondern mit Menschen, vereine oder wie man fie besser nennen sollte Kriecher- Däumig, der in einen im November v. J. veröffentlichten Artikel und da müssen die Pflichten der Humanität ge= bei ( Widerspruch Unfre Politit und Kriegsverwaltung hat wahrt werden. Freifinnigen.) Erst später den Ober- Polizei- Inspektor Weydemann beleidigt haben sollte. In das Verständnis für das chinesische Volk, das ein Kultur hat Dr. Müller die Aeußerung einschränken wollen und nur einem Anfang November vor der Straffammer verhandelten Social Beleidigungsprozeß gegen den früheren Polizisten Schöning, hatte volk war und heute noch ist, gefehlt. Ich kann den Reichskanzler vereinzelte Vereine als Striechervereine bezeichnet. versichern, falls Bebel einmal an seiner Stelle stehen sollte, dann demokraten können nicht Mitglieder von Kriegervereinen fein, bei den letzterer sich über die Behandlung durch den Oberinspektor Weyde= würde er allerdings nicht eine derartige Politik führen, wie sie Freisinnigen ist das etwas anders. Ihnen habe ich das Mitglieds- mann beklagt und dabei zu seiner Verteidigung ausgeführt, Herr Weydemann habe sich einmal so weit vergessen, ge= mit Notwendigkeit zur Ermordung unsres Gerecht noch nicht bestritten. Hiermit schließt die Diskussion. Der Etat wird zum Teil der legentlich eines Appells zu den Polizisten zu sagen, fandten geführt hat. Der Reichskanzler hat gestern im Abgeordnetenhaus gesagt: In nationalen Dingen verstehe ich Budgetkommiffion überwiesen. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. wolle fie schleifen, daß ihnen...( Die Fortsetzung ist nicht drudfeinen Spaß. Wir halten es für die erste nationale Pflicht, Ehre( Interpellationen Arendt, Albrecht und Oriola.) und Humanität zu wahren; in Sachen der Wahrheit und Schluß 5½ 11hr. Menschlichkeit versteht die Socialdemokratie keinen Spaß! ( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Stockmann( Rp.): vereine. den Partei- Machrichten. er fähig.) Diese in einem Gerichtsbericht mitgeteilte Aeußerung blieb unwidersprochen, worauf acht Tage später im„ Volksblatt" unter der Spigmarke„ Die Hallesche Polizei" ein Artikel erschien, in dent an der Aeußerung Weydemanns eine abfällige Kritik geübt wurde. Herr Weydemami, der jetzt als Beuge auftrat, konnte die Aeußerung In der Angelegenheit der ,, Erfurter Tribüne" liegt hente nicht in Adrede stellen und versuchte sie damit zu entschuldigen, daß Jahre 1892 gefallen war, als er von Je öfter die Herren Socialdemokraten ihre Ansichten über die eine längere Erklärung des Vorsitzenden der Preßkommission, Ge- fie vielleicht im hier eine total verKriegführung in China hier kundzugeben für nötig halten, desto mehr offen enn, vor, die wir nicht unerwähnt lassen können. Genosse Berlin nach Halle gekommen und Polizei vorgefunden habe. Kurz zuvor habe werden sie es verhindern, daß weite Kreise im Wolke, die die Ehre Henn schildert darin die Vorgänge bei der Anstellung Grunwalds. lodderte als Reserve Offizier Uebungen mitgemacht und da unsres Heeres hochhalten, ihren Anschauungen zugänglich werden. Danach hat bei der ersten Amvefenheit Grunwalds in Erfurt vor er ( Abgeordneter Stadthagen: Die Wahrheit muß überall Abschluß des Engagements eine Verhandlung zwischen Henn habe er in der Erregung, als ihm der Kasernenhofton fiegen!) Wir alle haben es mit Recht für nötig gehalten, und Grunwald stattgefunden zu dem beiderseitig ausgesprochenen Zwecke, noch anhaftete, über Pflichtwidrigkeiten seiner Untergebenen, die Aeußerung des englischen Ministers Chamberlain gegen die eine Verständigung über die Anstellungsbedingungen herbeizuführen. In die allerdings nicht gewählte, aber erklärliche Redensart in der Form, Haltung unfrer Soldaten im deutsch- französischen Kriege mit aller dieser Verhandlung, die den Zweck der Anwesenheit Grunwalds in Erfurt wie sie angedeutet ist, gethan. Der Staatsanwalt hielt, worauf der Verteidiger des Genossen Entschiedenheit zurückzuweisen, ich hoffe aber, daß diese ganze Affaire bildete, habe Henn an Grunwald die Frage gestellt, ob er sich verkeinen Anlaß zu kriegerischen Berwickelungen mit England giebt. pflichte, in seiner Stellung keine Kandidatur anzunehmen. Diese Däumig aufmerksam machte, eine Verteidigungsrede für Herrn WeydeSpeciell wäre es nicht nötig gewesen, daß sich die Kriegervereine, Frage habe Grunwald mit Ja beantwortet. Die Richtigkeit dieser mann. Die Weydemannsche Aeußerung sei allerdings nicht zu loben", besonders ihre Vorstände, an der Boerenbewegung in Deutschland Darstellung wird überdies von dem Geschäftsführer der" Tribüne", meinte der Ankläger, aber die Kritik des„ Volksblatts" sei doch„ zu beteiligt hätten. Genossen Stegmann, der bei der Verhandlung zugegen war, aus- frivol", weshalb eine Gefängnisstrafe von drei Monaten zu bes Staatssekretär Graf Posadowsky: drücklich bestätigt. Henn führt dann weiter aus, daß danach erst antragen sei. Das Gericht erkannte auf 300 M. Geldstrafe event. eine abermalige Sigung der Breßkommission stattgefunden habe. In 30 Tage Gefängnis. dann erst das Engagement vollzogen. dieser wurden die Vereinbarungen mit Grunwald anerkannt und Auf die erregte Debatte der legten Stunde will ich nicht ein gehen, aber ich kann die Kritik nicht unbeachtet lassen, die Herr Schlumberger an unsrer socialpolitischen Gesetzgebung geübt hat. Er hat gemeint, tvir dürften Henn legt dann noch dar, daß es die Preßkommission auf Grund früherer Erfahrungen für ihre Pflicht gehalten habe, Grunwald eine Aus Industrie und Handel. Die Lage des Arbeitsmarktes. An den öffentlichen Arbeitshoffen, daß in der socialpolitischen Gesetzgebung nicht solche Bedingung zu stellen, um zu verhüten, daß die„ Tribüne" nachweisen Deutschlands war der Andrang im Dezember so stark, das namentlich bon der socialdemokratischen Partei ge= während des Wahlkampfes versagte. Der„ Tribüne" bedürfen die 8 daß auf 100 offene Stellen 240,6 Arbeitsuchende forderte Tempo gewählt werden würde, das nicht ein= gehalten werden könne, wenn in Frage kommenden thüringischen Wahlkreise unbedingt als Agitations- tamen, gegen 179,9 im Vorjahre. Dabei ist der wirtdie Geseze nicht bloß auf waffe im Wahlkampfe und wenn der erste Redacteur in dieser Zeit schaftliche Druck, der auf Deutschland lastet, nicht etwa so dem Papier stehen sollten. Auffassung einverstanden bin, so muß ich doch Einspruch gegen schwer darunter leiden. Die von Grunwald in diesem Punkte ge- Warenhäuser, Specialgeschäfte im großen und ganzen diefelbe Wenngleich ich mit dieser seiner als Agitator in einen Wahlkreis gehen müsse, so würde das Blatt start, daß das Fest nicht einen Mehrbedarf an Arbeitsfräften hervorgerufen hätte; in den Großstädten hatten Bazare, die Kritik einlegen, die Herr Schlumberger an denjenigen Bestim- machten Versprechungen böten keine Garantie für Vermeidung dieser Bedarfssteigerung an Verkäufern, Backern, Kutschern usw. wie im mungen der Gewerbeordnung geübt hat, die zum Schutze Gefahr. jugendlicher Personenin Gewerbebetrieben bestimmt Grunwald erwidert darauf mur, daß die Darstellung Henns Entfind. Herr Schlumberger hielt diese Rede in einem Augenblick, wo stellungen und Verdrehungen enthalte. Im übrigen hält er an Kinderarbeit vorgelegt werden soll. Herr Schlumberger hat be- erst nach dem Engagement stattgefunden habe und daß er mur der vom Kaiser vollzogene Gefezentwurf über die gewerbliche seiner Behauptung fest, daß die Besprechung über die Kandidatur hauptet, daß die Bestimmungen zum Schuge jugendlicher Personen auf Drängen der Socialdemokraten in die Getverbes nebenbei bemerkt habe, er denke vorläufig nicht daran, eine Kandi schlechte Lage des Arbeitsmarktes wieder. Schon im Vorjahre zeigten Ordnung gekommen seien. Aber diese Bestimmungen befanden sich bereits in der Gewerbe- Ordnung Zum Falle Opificins lesen wir in unsrem Karlsruher Partei 1869, als die Socialdemokratie noch eine so kleine blatte: Partei hier war, daß sie gar nicht in Betracht kam. Diefe wurden Bestimmungen seiner Zeit mit großer Mehrheit von den bürgerlichen Parteien beschlossen, und ich nehme an, daß sie auch jetzt noch vollen Rückhalt bei den bürgerlichen Barteien finden. 1869 wurde ein Antrag gestellt, die Altersgrenze für bolt datur anzunehmen. Borjahre, aber der Mehrbedarf im Transport- und Handelsgewerbe reichte nicht aus, um den Ueberfluß an Arbeitskräften, der fortgesetzt aus der Industrie der Metalle und Maschinen sowie den andren aus der Induſtrie der Metalle und Maschinen sowie den andren notleidenden Erwerbszweigen hereinströmt, aufzunehmen. Auch in der Mitgliederzahl der Krankenkassen spiegelt sich die die Krankenkassen, soweit sie an die Berichterstattung der Berliner Halbmonatsschrift„ Der Arbeitsmarkt" angeschloffen sind, gegen den 1. Dezember einen Rückgang von 3,1 Proz. In diesem Jahre aber „ Der Genosse Opificius erklärt uns, daß der Schlußiaß der beträgt der Rückgang sogar 4,2 Proz., d. h. mehr als ein volles Kleinen Korrespondenz des Pforzheimer Berichterstatters des„ Bad. Landes- Prozent über eine an sich schon sehr hohe Ziffer hinaus. boten", der die Behauptung aufstellt, Genosse Opificius habe Befferungen in einzelnen Zweigen der Eiſenindustrie stehen überwiegend schriftlich anerkennen müssen, in den nächsten fünf Jahren irgend Berschlechterungen gegenüber. Im Bergbau ist nur von letteren die welches Amt in der Partei nicht anzunehmen oder sonst für sie zu Rede. Der einzige wesentliche Lichtblick ist, daß in Sachsen, in der Textilindustrie Zeichen einer Belebung vorhanden sind. Dem Baugewerbe tommt die ungewöhnlich warme Witterung zu statten; ein Ilmstand, der bei geschickter Benugung, namentlich durch Staats- und Gemeindebehörden, sehr viel zur Entlastung des Arbeitsmarktes beitragen tann. Sociales. bis mir bis zum 10.) Kinder über 12 Jahre dürfen, bis sie der gesetz lichen Schulpflicht genügt haben, nur 6 Stunden täglich arbeiten und Aus den Rechnungsergebniffen der Berufsgenossenschaften, nicht vor 6 Uhr morgens und nicht nach 8 Uhr abends. Nach die dem Reichstage vorzulegen sind, teilt die„ Berliner Korrespondenz" höchstens 41/2 Stunden Arbeit muß eine Pause von 1/2 Stunde ein bereits die Hauptzahlen mit: treten, die mit in den 6 stündigen Arbeitstag cingerechnet wird. SonnDanach betrug die Zahl der Versicherten im Jahre 1900 bei tags- und Feiertagsarbeit ist für Kinder verboten. Die Arbeitszeit für den Berufsgenossenschaften und den Ausführungsbehörden 18 117 965 junge Leute beiderlei Geschlechts zum 18. Lebensjahre 5189 829 Betrieben. Etwa 1½½ Millionen muß man von der soll zehn Stunden täglich nicht übersteigen und nicht vor 6 he Gesamtzahl der Versicherten als doppelt versichert und deswegen morgens beginnen, nicht über 8 Uhr abends dauern. Ebenso gilt doppelt gezählt abrechnen. für sie auch die für die Kinder vorgeschriebene Pause und außerdem Es wurden 454 341 Unfälle angemeldet, für 107 654 Infälle soll die Arbeitszeit so geregelt sein, daß diese Arbeiter nicht ant wurden Entschädigungen festgestellt. Won diefen hatten 8567 den Besuch technischer Schulen oder Fachschulen behindert werden. od zur Folge, 1390 werden mutmaßlich dauernde völlige Erwerbs- Bei besonders anstrengenden oder gesundheitsschädlichen Betrieben Die fofort Getöteten hinterlassen fann der Arbeitsrat" die Altersgrenze erhöhen oder die Arbeit für Bevor ein Arbeitgeber unfähigkeit zur Folge haben. Personen unter 18 Jahren ganz verbieten. 17 216 entschädigungsberechtigte Angehörige. Auch aus der Uebersicht über die Geschäftsergebnisse der In- ein Kind oder einen jungen Menschen einstellt, muß er sich ein validen- Versicherungsanstalten kann das genannte ärztliches Attest darüber verschaffen, daß der Betreffende der AnBlatt bereits Mitteilungen machen. Es wurden im Jahre 1900 im strengung gewachsen ist. ganzen 152 365 Renten bewilligt, darunter 19 867 Altersrenten. Die Einnahmen der Versicherungsanstalten und der zugelassenen Kaffeneinrichtungen betrug fast 129 Millionen Mark. Das Vermögen der Invalidenversicherung belief sich am Schlusse des Jahres 1900 auf 845,7 Millionen Mart. Der durchschnittliche Jahresbetrag der im Jahre 1900 zugegangenen Renten belief sich auf 142,08 M. für Invaliden-, 147,73 M. für Kranken- und 145,54 M. für Altersrenten. Eine Erhöhung der Produktionseinschränkung des Coakssyndikats. Das Kohlensyndikat ist in die Lage gedrängt, seine Ein- in schränkung von 331/3 Proz. auf 43 Proz. zu erhöhen. Wie die Syndikatsverwaltung berichtet, liegen für das erste Halbjahr 1902 insgesamt für 2 824 000 Tonnen Aufträge vor, gegenüber einem Abfatz von 3 213 000 Tommen im vorigen Halbjahr. Das Syndikat muß sich also nahezu auf die Hälfte seiner Produktion einschränken, ein Beweis, wie iibel es noch in der Eisenindustrie aussieht und wie die Preispolitik des Coakssyndikats dem Markt die Aufnahmefähigkeit verschließt. Der Jahresabjazz des Syndikats betrug 6 833 567 Tonnen, gegen 7 786 347 Tommen im Jahre 1900, mithin 952 780 Tonnen weniger. Es ist das erstemal seit Bestehen der Verkaufscentrale, daß an Stelle der Vermehrung des Verbrauchs, die in den letzten zehn Jahren im Mittel 8 Proz. betrug, eine Abnahme im Verbrauch bezw. Absah stattgefunden hat. Das Ziegel- Syndikat für Hamburg und Umgegend hat beschlossen, eine Produktionseinschränkung von 25 Broz. vorzunehmen. Auch außerhalb des Syndikats stehende große Firmen haben zugesagt, eine gleiche Beschränkung in ihrem Betriebe vorzunehmen. Das neue dänische Fabrikgesch. Frauen dürfen vier Wochen nach einer Entbindung nicht beschäftigt werden, wenn nicht ein ärztliches Attest darüber vorliegt, daß es ohne Schaden für die Gesundheit der Mutter oder des Kindes geschehen fann. Die Unterſtügimg, die einer Frau aus öffent lichen Mitteln während dieser vier Wochen zu teil wird, wird nicht als Armen unterstützung gerechnet. Die Aufsichtsbeamten haben jederzeit Zutritt zu den Betrieben. Ein Auszug aus dem Gesetz muß in jedem Arbeitslokal angeschlagen sein. Die Aufsichtsbeamten untersuchen jede Klage über Bergehen gegen das Gesetz. Uebertretungen werden, wenn sie nicht höhere Strafen im Gefolge haben, mit 10-200 Kr. Buße bestraft. Eltern und Vormünder, mit deren Wissen und Willen Kinder unter dem gefeßmäßigen Alter in den genannten Betrieben beschäftigt werden, verfallen einer Buße von 4-20 Kr.- Kommunalverwaltungen können mit Zustimmung des Ministers des Junern die Vorschriften für die Arbeit der Kinder und jungen Leute auch auf andre als die im lichen oder sittlichen Rüdfichten notwendig erscheint. Gesetz vorgesehenen Betriebe ausdehnen, wenn es aus gesundheitIn den Vereinigten Staaten von Amerika war die wirtschaftliche Konjunktur im dritten Quartal dieses Jahres noch eine glänzende zu nennen. Die soeben eingetroffene Dezembernummer Am 1. Januar 1902 trat das neue dänische Fabrikgefeß in Kraft. des„ Labour Bulletin" von New York teilt mit, daß in den In der Reichstagsfeffion von 1898-99 forderte das Folkething auf befragten Geiverkschaften im dritten Quartal des Jahres 1899 Antrag der socialdemokratischen Fraktion die Regierung auf, ein mur 2,3 Prozent arbeitslos waren, im Jahre 1900 waren es 5,4 Proz. und 1901 3,1 Proz. Dasselbe für das Jahr 1901 neues Fabrikgesetz vorzulegen, das an die Stelle des ganz veralteten günstige Bild ergiebt sich bei einer Zählung der Arbeitstage. Gesetzes von 1873 treten sollte. Der Regierungsentwurf, der dem Während 1899, einem Jahre glänzendsten Geschäftsganges, im dritten beschlüsse in einem Punkte, nämlich hinsichtlich des„ Arbeitsrats" eine Reichstage am 30. März v. J. zuging, hat durch die ReichstagsQuartal 71 Arbeitstage, im Jahre 1900 aber nur 67. Arbeitstage pro Die Fabrifaufsicht besteht aus einem Direktor( Dr. phil. Arbeiter geleistet wurden, kamen im Jahre 1901 wieder 70 Arbeits- Verbesserung erfahren, wogegen die Bestimmungen über Kinder- und Frauenarbeit verschlechtert wurden. H. F. A. Topsöe), dem ein Sekretär und ein technischer Betage auf den Kopf. Das Resultat war, daß der DurchschnittsDas nun in Kraft getretene Gesetz enthält folgende Haupt- vollmächtigter zur Seite stehen, und 20 Fabritiuspettoren, verdienst im dritten Quartal 1901 um 12 Dollar höher war als in bestimmungen: darunter eine Frau. Der Arbeitsrat" besteht aus drei Folkethingsder gleichen Periode des Jahres 1900 und nur um 3 Dollar geringer Der Fabrikaufsicht ist jeder Arbeitgeber in Handwerk und Ju Abgeordneten, drei Vertretern der Gewerkschaften als 1899. Die geringe Differenz zwischen letzten Jahre, und dem Jahre 1899 ist in New York nur auf die geringere Bauthätigkeit duſtrie, der in seinem Betriebe mehr als fünf Arbeiter beschäftigt,( Waschinenarbeiter Chr. L. Jensen, Tabakarbeiter A. Christiansen mechanische Kraft und Weber A. Andersen) und drei Vertretern der organisierten zurückzuführen. Bon anderwärts wird berichtet, daß die Bauthätigkeit irgend welcher Art benutzt, unterstellt. oder ohne Rücksicht auf die Arbeiterzahl eine sehr große ist, daß die Nachfrage nach Arbeitskräften das An- irgend welcher Art benutzt, unterstellt. In jedem Arbeitsraum, Arbeitgeber. der unter die Fabrikaufsicht fällt, sollen mindestens 8 Kubikmeter Der Direktor der Aufsichtsbehörde fann Gutachten über die das gebot übersteigt. Der gute Geschäftsgang hatte eine bedeutende Stärkung der Luftraum, zweckmäßige Ventilation, gute Beleuchtung usw. Gesetz betreffenden Fragen Gewerkschaften zur Folge. In New York- City gewannen allein im vorhanden sein. Die Arbeitsräume müssen regelmäßig gereinigt dritten Quartal die Unionen der Bekleidungsindustrie 15 000 Mit- und, soweit die Verhältnisse es erfordern, geheizt werden. Den Arbeitern soll Gelegenheit gegeben werden, im Winter in einem geglieder, im ganzen wurde eine Zunahme der gewerkschaftlich organiheizten Raum zu essen und warmes Mittagessen zu erhalten. fierten Arbeiter von 20 000 konstatiert, so daß die Zahl der Organi- diesen Vorschriften soll der Minister des Innern spätestens nach zwei fierten am Ende September im Staate New York insgesamt Jahren nähere Bestimmungen, die mit dem„ Arbeitsrat" gemeinsam 276 141 betrug. Es ist das die höchste Zahl, die jemals erreicht festzustellen sind, erlassen, und nach zehn Jahren sollen die Vorwurde. Die Zahl der weiblichen Mitglieder in den Gewerkschaften betrug 14 618, was im wesentlichen auf die große Vermehrung des schriften auch in den ältesten Fabriken durchgeführt sein; bei Neuanlagen ist ihnen sofort Rechnung zu tragen. Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes zurückzuführen ist. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 15. Januar. Opernhaus. Haschisch. Bajazzi. ( Pagliacci.) Cavalleria rusticana.( Bauern- Ehre.) Anfang 71 Uhr. Schauspielhaus. Gastspiel des Pariser Schauspiel Ensembles. L'Aventurière. Lu joie fait peur. Anfang 712 Uhr. -vom Arbeitsrat einfordern. Der Arbeitsrat kann der Aufsichtsbehörde sowie der Regierung Vorschläge betreffend Arbeiterschutz- Gesetzgebung machen und hat jedes Jahr ebenso wie der Direktor Bericht über seine Thätigkeit zu erstatten. Wie man sieht, ist das Gesetz in seinem materiellen Teile nicht gerade vorbildlich, wenn es auch gegen den bisherigen Zuſtand einen Fortschritt bedeuten meg. Die Vorschriften über den Schutz der Kinder, Jugendlichen und Schwangeren entsprechen durchaus nicht den Anforderungen, die aus Rücksicht auf das Volkswohl gestellt werden müssen. Dagegen ist die Zulassung der organisierten Arbeiter zur Die Kinderarbeit ist in den dem Fabrikgesetz unterstellten Ausführung des Gesetzes ein wesentlicher Vorteil, geeignet, den Wert Betrieben bis zum vollendeten 12. Lebensjahre verboten.( Bisher mancher Einzelbestimmung zu erhöhen. Schiller Theater Urania. Passage- Theater. ( Walluer Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Einsame Menschen. Drama in 5 Aften von G. Hauptmann. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Donnerstagabend 8 uhr: Frühlingstage an der Riviera Der Revisor. Freitagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Central- Theater. Heute Mittwoch, abends 7%, ur: Uhr: Neues Overn Theater( Kroll). Das süße Mädel. Geschlossen. Schiller. Einsame Menschen. Anfang 8 11hr. Deutsches. Fauft. Anfang 72 hr. Berliner. Die rote Robe. Anfang 712 Uhr. Lessing. Das schwarze Schäflein. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die japanische Base. Anfang 71 Uhr. Neues. Coralie u. Co. Anfang 72 11hr. Westen. Die Fledermaus. An fang 7 Uhr. Operette in 3 Atten von H. Reinhardt. Morgen und folgende Tage: Das füße Mädel. Sonnabend, den 18. Januar, nachm. 4 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene hat ein Kind frei: Schneewittchen bei den 7Zwergen. Sonntag, 19. Januar, nachut. 3 11hr, bei halb. Preisen: Der Zigeunerbaron. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Zum 50. Male: Secessionsbühne. Detlev Bilten Die Badepuppe. crons Buntes Brettl. Anfang 8 11Hr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Vorstellung Schall und Rauch. vor Morgen zum letztenmal: Die Bade: puppe. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: zum erstenmal: Seine Kleine. Im Hörsaal um 8 Uhr: ,, Acetylen und andre moderne Lichtspender." Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Grosse Weihnachts- Ausstellung Eine Reise ins Schlaraffenland Marionetten- Theater für die Kinderwelt. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Gastspiel von Minna Michetti. Die neueste Sensation! DamenLuftringkampf ausgeführt von 12 jungen Damen. Michel Mayer, der stärkste Mann der Welt, zahlt 1000 Mark dem, der seine Hanteln nachhebt. Gifford.- BarsikowTruppe. Jim u. Jam. 16 erstkl. Nummern. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Das mit stürmischem Beifall aufgenommene erstklassige Januar- Programm. Nur noch kurze Zeit! Die ewig neue lachlustige Ausstattungs- Gesangs- Burleste Trianon. Lebende Lieber. Kleine Große Berliner Ausstattungspoffe mit Das Jungfernstift. Großstadtzauber. Spiele. Anfang 8 Uhr.. Central. Das füße Mädel. Anfang 712 115r. Thalia. Die Badepuppe. Anfang 71/2 Uhr. Gesang und Tanz in 3 Aften. Metropol- Theater Operette in 4 Aften nach einer Idee des Paul de Kock von Ernest Guinot. Musik von Jean Gilbert. Anfang 8 Uhr. Morgen: Das Jungfernstift. Sonnabendnachmittag: Klein Dänm ting Luisen. Der Hüttenbefizer. Anfang Thomas, Bender, Josephi. ng und der Menschenfresser. 8 Uhr. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der rote Kosat. Anfang 72 11hr. Velle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 71 Uhr. Orphens. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari Brettl. Täglich Vor stellung. Anfang 8 Uhr. Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: Metropol.' ne feine Nummer. Frauchens Weihnachtstisch. Specialitäten Vorstellung. An fang 8 Uhr Apollo. Specialitäten Vorstellung. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Chfino Theater. Weihnachten. Mädchenjäger. Specialitäten- Vorftellung. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Sensationeller Erfolg: Borstellung. Anfang nachmittags Granto u. Maud 5 Uhr. Passage Panoptikum. täten Vorstellung. Speciali Willi Walden Reichshallen. Stettiner Sänger. Stack u. Milton Anjang 8 Uhr. Palajt. Specialitäten- Vorstellung. Großstadtzauber. Anf. 7 Uhr. D' Loisachthaler Urania. Taubenstr. 48/49. 3m Georg Kaiser Ilka Paulet Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Jm Hörsaal. Abends 8 Uhr: Acetylen und andre moderne Lichtspender. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte u. Specialitäten- Vorstellung Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Oekonom: Gustav Prellipper. Hugo Luftig: Dir. N. Winkler. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billet- Vorverkauf von 11-1 11hr. Sonnabend, den 18. Januar: Wegen Privat Festlichkeit geschlossen. Schall und Rauch, Unter den Linden 44. Mittwoch, den 15. Januar 1902: Zum 62. Male: Vorstellung vor Serenissimus. Anfang 812 Uhr. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett]) Köpnickerstr. 68. Täglich abwechselndes Programm. Lina Abarbanell. Cirkus Busch Mittwoch, 15. Januar, abds. 71/2 Uhr: Nora Parodie. Neu: Maientanz, Klondike. Original Pantomime Tanzduett von Bierbaum, Musik des Cirfus Busch. Auftr. der Jonesvon Schindler.- Bahmsche Volks- Hilliard- Troupe. lieder. Anfang& Uhr. Belle- Alliance- Theater. Cirkus A. Schumann. Die Dame aus Tronville. Mittwoch, den 15. Jannar 1902, Schwant m. Gefang u. Tanz i. 3 Aften. Emil Sondermann a. G., Mizzi Birkner, Rosa Marton, Ferd. Worms, Werk meister, Kettiter. Pariser Lebensbild Hierauf: Er. in einem Aufzug. Adele Hartwig, Leopold Thurner als Gäste. Anfang 7 Uhr. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Durchschlagender Erfolg! Concordia- Trio Hedwig Günther. Weihnachten. Anfang Wochent. 8 Uhr, Somnt.71% Uhr. CharivariBrett'l Alte Jakobstr. 37. Pepi Weiss Helena Dyas Stella Ruth Albert Kühne Preise 1,00, 2,00, 3,00 Mk. abends 72 Uhr: Grande Soirée Equestre. Bum 101. Male: Allabendlich stürmischer Beifall! Quer durch Paris. Größtes und glänzendstes Manegen Schaustück in 8 Atien. Vorher: Die Jede Nummer ein Schlager. 1. a.: Sensationelle Neuheit! roßartigen Jannar Specialitäten. Mirza Golem- Truppe. Neu! Ein Märchen aus 1001 Nacht. Neu! Jeux icarious auf Kamele. Neu! Persisch- kaukasische Karawane. Neu! Das höchst spannende Wettund Kunstfahren der OriginalBycicle- Truppe. Neu! Tandem-Wettfahren. Dir. Alb. Schumanns neueste OriginalDressureu. Neu! Orig.- Bim- Bom, musital. Clowns. Grosse Indische Menagerie im Exerzierhaus ( am Prenzlauer Thor) Lothringerstraße 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 und 8 Uhr. Dressur, mit Löwen, Tigern, Wölfen u. Hyänen, sowie Löwen- Ringkampf und Fütterung um 4 u. 8% 11hr. Sanssouci Entree: I. Blass 1 Mt., II. Bt. 60 Bi., Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Patentanwalt Dammann, Norddeutsche Sänger Moritzplatz 57. Auskunft bis abends nenn.[ 32342* Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Juh.: Max Schindler. 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Grundstück verläuflich Sausotterſtraße( ReinidenIII. Pl. 25 Bf., Rinder unter 10 Jahren und Militär ohne Charge zahlen auf 1. u. 2. Pl. die Hälfte, dem 3. PI. 15 Pf. Die Direktion: Froese. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 11hr. Näheres Linienstraße 36 Mf. elegante Winterdorf). Milchgeschäft. 20630 Sveidr's MILCH CREAM Das einzig Beste für die Hautpflege. Ges. geschützt Dose 20 PE in den Drogerien Paletots. 30 Mf. hochfeine HerrenAnzüge. 12 M. fchere WinterBeinkleider. Anfertigung nur nach Wajs. Guter Stoff, tadelloser Siz.[ 3177L* 14 Kransenstr. 14, 1 r., kein Laden, 1 r. Sascha Lachmann Felix Sussmann Central- Verband Verlobte. 20580 d. Maurer Deutschlands Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Südost. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Hausdiener Otto Schulz Forsterstr. 5, am 12. d. Mr. storben ist. Zahlstelle Berlin II. Am 12. Jamar starb unser treues Mitglied Heinrich Zimmerling, Potsdamerstraße 77, im Alter von 53 Jahren. Ehre seinem Andenken! ver des Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Don nerstagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle aus statt. Die Beerdigung findet heute nach: mittag 3 1hr von der Leichenhalle neuen Matthäi Kirchhofs in Schöneberg, Priesterweg, aus statt. 136/11 Die Verbandsleitung. Hiermit zur Nachricht, daß Frau des Emmaus- Kirchhofes Bertha 242/3 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, baß unser Mitglied, der Schlosser Karl Stodt Rügenerstr. 2, am 13. d. M. ver: storben ist. 246/7 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donners: tag, nachmittags 22 Uhr, vom Trauerhause aus nach Nieder- Schönhausen statt. Bahlreiche Beteiligung erwünscht Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 14. d. M., meine gute Mutter Bertha Kienast geb. Bax am 12. d. m. verstorben ist. softoms Sim Schöneberg. Donnerstag, den 16. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saal von Obst, Meiningerstraße 8: Versammlung jämtl. Gewerkschaften Schönebergs. V Tages Ordnung: Möbelfabrik„, Union". Eingetragene Genossenschaft m. beschr. Haftpflicht. Donnerstag, den 30. d. M., abends 512 Uhr, im Geschäftslokal, Fruchtstr. 35, General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bilanz. 2. Be richterstattung über die stattgefundene gerichtliche Revision. 3. Statuten: änderung. 4. Wahl des Vorstandes 2059 b 1. Bortrag des Parteigenossen H. Schubert über:„ Die neue Gewerbegerichts- Novelle". 2. Diskussion. 3. Bericht über die zweijährige Amtsthätigkeit der Gewerbegerichts- Beisitzer. 4. Aufstellung der Kandidaten zu der und des Aufsichtsrats. 5. Geschäft am 25. Januar d. J. stattfindenden Gewerbegerichtswahl. J. A.: Johann Granwald, Maler. III. Wahlkreis. Kommandantenstraße Nr. 20: 202/2 liches. Gänzlicher Ausverkauf Haus-, Stand- u. Wanduhren jeder Art. Der Vorstand. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bilanz den Genossen in unserem Comptoir, Fruchtstr. 35, zur Einsicht ausliegt. Wahlversammlung Genfer Taschenuhren der Arbeitgeber der JunungsDie Beerdigung findet am Mitt: Mittwoch, 15. Januar, abends 8½½ Uhr, in den Arminhallen, wegen Aufgabe des Geschäfts in woch, den 15. Januar, nachmittags 22 Uhr von der Leichenhalle des Central Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. 20706 Rauchklub Eldorado. Danksagung. Für die äußerst rege Beteiligung General- Versammlung des Wahlvereins. 0 Tages Ordnung: 240/2 1. Bericht des Vorstands und Abrechnung des Kassierers. 2. Er: bei dem Begräbnis meines unvergeßgänzungswahl des Vorstands. 3. Vereinsangelegenheiten. lichen Mannes, unsres Sohnes, Bru Mitgliedsbuch legitimiert. ders und Schwagers 20436 Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Rudolf Lüsch sprechen wir allen lieben Freunden und Bekannten, insbesondere dem Centralverband der Töpfer, dem Ge jangverein„ Vereinigte Freie Sänger", dem Gesangverein" Rote Nelle" und dem Rauchklub Arkona" unfren tief: gefühltesten Dank aus. " " Der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei folgenden Genossen: Gottfried Schulz, Cigarrenhandlung, Admiralstraße 40a; Wilh. Börner, Ritterstr. 15; Martin Mescha, Adalbertstr. 24, Eing. Engel- User; Fr. Krüger, Restaurateur, Naunynstraße 54; Emil Götte, Brandenburgstraße 18; Adolf Flick, Simeonstraße 24; Die trauernden Hinterbliebenen. Ernst Lier, vormittags 10% Uhr meine liebe Grau Achtung! 67/1 Bertha Werner geb. Wieczorkowski nach langen schweren Leiden ver: storben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 17. d. M., nachmittags 4 Uhr, der Leichenhalle des alten Thomas Kirchhofes, Hermannstraße, Nixdorf, statt. bon Die trauernden Hinterbliebenen. August Werner, Gatte. Margarete Werner, Tochter. Central- Verband d. Maurer Deutschlands Zahlstelle Berlin II. Den Kollegen zur Nachricht, daß imjer langjähriges, treues Mitglied Ernst Henze Steinmetstr. 24 am 13. d.. an der Proletarierfrankheit im Alter von 51 Jahren ge storben ist. Ehre seinem Andenken! 136/10 " " " Alte Jakobstraße 119. in Gold, Silber und Stahl. Um Ende März d. J. damit zu räumen, gebe ich dieselben für und unter dem Kostenpreise ab. 20106 P. Michaelis, Uhrmacher, 79, Blumenstr. 79. Teilzahlung monatlich 10 m. liefert elegante Herren- Garderobe nach Maß, auch bar Stasse allerbilligste Preise. Fert. Garderobe stets vorrätig Tomporowski, Nedermeister, 16. II. Achtung: Centralverband der Maurer 2c. Bauarbeiter Zahlstelle Steglik. Am Donnerstag, den 16. Januar, abends 8 Uhr, bei Schellhase, Ahornstrasse 15a: Krankenkasse der Schneider Junung zu Berlin. Am Mittwoch, den 22. Januar, abens 812 Uhr, findet Unter den Lini. Nr. 27( Hopfenblüthe) int oberen Saal( 2. Hof) eine Ergänzungs wahl für 31 ausgeschiedene Delegierte statt. Wahlberechtigt sind alle die: jenigen Innungs- Mitglieder, die aus eignen Mitteln für ihre Arbeitnehmer Beiträge zur Staffe zahlen(§ 47, Absaz 2 des Statuts). Dieselben werden zur Teilnahme an dieser Bersammlung hiermit dringend eingeladen. 20600 Der Vorstand. J. A.: M. Holzapfel, Vorsitzender, Johannisstr. 14/15. Orts- Krankenkasse der Berlins und Umgegend. General- Verlammlung. Gastwirte Wir ersuchen unsre Kollegen, welche gewillt sind, bei der Arbeitslosen: zählung am 26. Januar und 2. Februar mitzuarbeiten, sich am Dienstag, den 14., spätestens aber am Mittwoch, den 15. d. M. in den Verkehrslokalen der Bauarbeiter zweds Eintragung in die Listen zu melden. 32/4 Da diese Arbeit viele Kräfte erfordert, so erwarten wir von unfren 136/9 Kollegen eine recht rege Beteiligung. Die Lohukommission. J. A.: Karl Heidemann. Tages- Ordnung: 1. Bericht und Neuwahl des Vorstands. 2. Verbandsangelegenheiten. Guten Besuch erwartet Die örtliche Verwaltung. Charlottenburg. und verwandten Gewerbe zu Berlin. Außerordentliche Achtung! Weißensee. Atung! Socialdemokrat. Wahlverein. General- Verſammlung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Donnerstag, den 16. Januar, abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Kühne, Rölkestraße 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Staffenbericht vom 4. Quartal. 2. Bericht von der Gau- Konferenz. Die Beerdigung findet am Donners: 3. Jahresbericht des Vorstandes und der Kontrollkommission. 4. Neuwahl tag, den 16. d. M., nachm. 3 Uhr, von der Ortsverwaltung und Kontrollkommission. 5. Verschiedenes. der Leichenhalle des neuen Matthäi in dieser Versammlung zu erscheinen. Der reichhaltigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, Kirchhofs in Schöneberg, Priesterweg, aus statt. Rege Beteiligung der Kollegen wünscht Die Verbandsleitung. Am 13. d. M., früh 812 Uhr, ver: schied nach kurzem, schwerem Leiden mein innigftgeliebter Mann, unser herzensguter Bater, Bruder, Schwager und Onkel, der Restaurateur Theodor Maultzsch im 39. Lebensjahr. Dies zeigt tiefbetrübt an 77/14 Die Ortsverwaltung. Verein socialdemokratischer Gaft- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Freitag, den 17. Jannar, nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Klingenberg in Bankow, Kaiser Friedrichstrasse 12: 2062 General- Versammlung. Die trauernde Ww. Marie Maultzsch, geb. Leek, nebst Kindern. Berlin, 13. Jan., Prinzessinnenstr. 20. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 16. d. Mts., nachm. 3/2 Uhr, Halle hofes, Nixdorf, Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Zubeil. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 4. Quartal. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegen heiten( Bericht von der Weihnachts- Bescherung). zu zahlreichem Besuch ladet ein 69/1 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Unverfälscht. deutschen von der Gould, Dermannstraße, aus statt. Gänsefedern Honig! Bienenhong, bele Für die mir erwiesene Teilnahme mit allen Daunen, ungeriffen 1,30 bis bei der Beerdigung meines Mannes 1,50, geriffen 2,00-3,50. meinen herzlichsten Dank. 20696 Qual, verf. 9 Pfd.netto ( 81432* zu 6,50 M., 5 Pfd. 4. franto Nachn. Wriezen Garant. Rücn. E. Reil, Nordwwe. Fandrich, Weißenburgstr. 34. Paul Paegelow,( berbuch). Ioh, Bahnhof Augufischn Oldenbg. Pfennig. Donnerstag, den 16. d. M., abends 8½ Uhr: gewählten Kassenvertreter General- Versammlung am Freitag, ben 24. Januar 1902, in der ,, Gambrinus- Brauerei", Wallstraße Nr. 94. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands und der Revisoren. 2. Arbeitslosenstatistik. Referent Genoffe Dr. Borchardt. 3. Diskussion. 4. Die Neuwahl 250/2 im 4. Bezirk. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Polyphon Musikwerke Selbstspielende u.zum Drehen mit auswechselbaren Hetall- Notenscheiben v. 20 Mk. aufwärts. Phonographen Grammophone nur erstklassige, tadellos funktionirende Apparate mit Wachswalzen u. 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Jannar 1902. Zur Einleitung der für die Wahlen notwendigen agitatorischen und organisatorischen Arbeit ist vor allem eine genaue Kenntnis der einschlägigen Gesetzesbestimmungen erforderlich. Auslegung der Wählerliste. Lokales. = Wilmersdorf. Die Parteigenossen wollen beachten, daß heute, Zu den Gemeindevertretungs- Wahlen in den Landgemeinden. In dem Zeitraum vom 15. bis 30. Januar erfolgt die Aus- Mittwochabend, eine Flugblattverbreitung stattfindet. legung der Liste in einem vorher zur öffentlichen Kenntnis zu Im März dieses Jahres finden in einer Reihe von Land- bringenden Raume. Wahlverein Rigdorf. Heute, Mittwoch, abends 8 Uhr, GeWährend dieser Zeit kann jeder Stimm- neralversammlung bei Laufner, Bergstr. 151/152. Tagesordnung: gemeinden der östlichen Provinzen- Ostpreußen, Westpreußen, berechtigte gegen die Richtigkeit der Liste bei dem Gemeindevorsteher 1. Bericht des Vorstandes und des Zeitungsspediteurs. 2. Kommunal Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen die Wahlen Einspruch erheben. Wer die Frist versäumt, hat, wenn er infolge politit im Roten Hause. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinszur Ergänzung der Gemeindevertretung statt. Die Wahlen erfolgen eines Versehens nicht in der Liste steht, die Ausübung seines angelegenheiten. nach dem in der Landgemeinde- Ordnung vom 1. April 1892 fest- ahlrechts verwirkt. Es ist daher Pflicht eines jeden gelegten Dreiklassen Wahlsystem, einem System, das, auf den Geld- Arbeiters, sich davon zu überzeugen, ob er in die Liste aufgenommen von Michler, Ernststraße, eine Versammlung des Wahlvereins statt. Treptow- Baumschulenweg. Heute, Mittwoch, findet im Lokale sack zugeschnitten, die Rechte der Minderbemittelten erheblich ein- ist. Ist sein Name nicht darin enthalten, so erhebe er unverzüglich Tagesordnung: 1. Die Landtagswahlen; 2. Die Arbeitslojen schränkt, aber doch der Arbeiterklasse die Möglichkeit bietet, wenigstens Einspruch. zählung; 3. Die bevorstehenden Gemeindevertreter Wahlen. Vom in der dritten Abteilung den bürgerlichen Parteien die Mandate Vermehrt wird die Schwierigkeit, unter dem Dreiklassen- Wahl- 15. bis 30. Januar d. Mts. liegen die Gemeinde Wählerstreitig zu machen. a hlverfahrens. Aber wie groß auch immer die Schwierig system Erfolge zu erringen, noch durch die Oeffentlichkeit des listen in unsrem Gemeindebureau zur Einsicht aus. teiten sind, unüberwindbar sind sie nicht. Das Beispiel unsrer Genossen in Städten und in einer ganzen Reihe von Landgemeinden Das Wesen des Dreiklassen Wahlsystems besteht darin, lehrt, daß die Arbeiterschaft bei angestrengter Thätigkeit daß zum Zwecke der Wahlen die sämtlichen Stimmberechtigten selbst unter diesem Wahlsystem zum Schrecken ihrer Gegner essen ein Organ geschaffen. Preußische Polizeibeamten- Zeitung" Auch die Schutzlente haben sich zur Vertretung ihrer Intereiner Landgemeinde nach Maßgabe der von ihnen zu entrichtenden gut abschneidet. Leicht ist der Kampf nicht, aber je schwerer nennt sich dies im zweiten Jahrgang erscheinende Blatt. direkten Steuern( Gemeinde-, Kreis-, Provinzial- und Staats- der Kampf, desto schöner der Sieg. Und die Arbeiterschaft wird Beschwerden der Schußleute in vielen Fällen durchaus begründet steuern mit Ausschluß der Steuern für den Gewerbebetrieb im siegen, sie wird die dritte Wählerklasse erobern, wenn sie rechtzeitig Umherziehen) in drei Klassen geteilt worden, und zwar in der Art, und planmäßig in die Agitation eintritt. Die Indifferenten aus daß auf jede Klasse ein Drittel der Gesammtsumme der Steuern ihrem Schlummer aufzurütteln, die Säumigen anzufeuern, den Unentfällt. Steuern, welche für Grundbesitz oder Gewerbebetrieb in schlüssigen und Lauen die Bedeutung der Gemeindewahlen vor Augen einer anderen Gemeinde entrichtet werden, kommen hierbei nicht in zu führen, daß ist in erster Linie die Aufgabe der Socialdemokrate. Betracht. Jede Klasse wählt aus der Zahl der Stimmberechtigten Mit gewohntem Ernst wird sie die Waffen schmieden, mit denen sie ein Drittel der Gemeindeverordneten, ohne dabei an die Wähler der den Feinden der Arbeiterschaft den Garaus bereitet. Klasse gebunden zu sein. Es kann also auch ein Gemeindemitglied, das selbst in der ersten oder zweiten Klasse wählt, in der dritten Klasse kandidieren, und umgekehrt. Gehören zu einer Klasse mehr als 500 Wähler, so kann die Wahl nach dazu gebildeten Wahlbezirken geschehen. = Wer ist wahlberechtigt? Das Wahlrecht steht jedem selbständigen Gemeinde- Angehörigen gu, welcher 1. Angehöriger des Deutschen Reiches ist, 2. die bürger lichen Ehrenrechte besigt, 3. seit einen Jahre in dem Gemeindebezirk seinen Wohnsitz hat, 4. keine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfängt, 5. die auf ihn entfallenden Gemeinde- Abgaben bezahlt hat und außerdem a) entweder ein Wohnhaus in dem Gemeindebezirke befizt, oder b) von seinem gesamten, innerhalb des Gemeindebezirks belegenen Grundbesitze einen Jahresbetrag von mindestens 3 M. an Grund- und Gebäudeftener entrichtet, oder c) zur Staatseinkommensteuer veranlagt ist oder zu den Gemeinde- Abgaben nach einem Jahreseinkommen von mehr als 660 M. herangezogen wird. Steht ein Wohnhaus im Miteigentum mehrerer, so kann das Gemeinderecht auf Grund dieses Besizes mur von einem derselben ausgeübt werden, und zwar ist, falls die Miteigentümer sich über die Person des Berechtigten nicht einigen können, derjenige befugt, das Gemeinderecht auszuüben, welcher den größten Anteil befigt. Bei gleichen Anteilen bestimmt sich die Person des Berechtigten durch das Los, welches durch die Hand des Gemeindevorstehers gezogen wird. Als selbständig wird nach vollendetem 24. Lebensjahre jeder betrachtet, welcher einen eignen Hausstand hat, Schlafburschen ist das Wahlrecht durch eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts abgesprochen worden. -Besonders sei noch darauf hingewiesen, daß man zur Ausübung des Gemeinde- Wahlrechts im Gegensatz zu den Städten nicht Preuße zu sein braucht; es ist nur erforderlich, daß man die deutsche Reichsangehörigkeit besitzt. Für Wähler, welche verhindert sind, die Wählerlifte ein zusehen, haben an verschiedenen Vororten sich Parteigenossen bereit erklärt, sich dieser Mühe zu unterziehen. Wir geben nachstehend die Adressen derjenigen Personen bekannt, an die man sich im Verhinderungsfall wenden wolle: Cigarrenhändler Brit: Drechsler A. Gau, Chausseestr. 40. A. Ringe, Bürgerstr. 68. Friedrichsfelde: Restaurateur J. Loße, Luisenstr. 20. Friedrichshagen: Otto Barth, Ahorn- Allee 19; Paul Buhn, Wilhelmstr. 65. Lichtenberg: Die Wählerlisten liegen Wochentags von 8-3 11hr und Sonntags von 9-12 1hr im Rathause aus. Die Einsichtnahme den nenen Listen ist um so mehr notwendig, als nach Wähler, die behindert sind, die Listen nachsehen: I. Bezirk: Krause, die Ersagwahlen erfolgen. Folgende Personen werden für Wilhelmsberg, Berlinerstraße; Bastian, Hagen- und Gudrunstraßen Ecke. II. Bezirk: Franke, Wilhelm- und Irenestraßen Ecke; Schulz. Prinzenallee 6. 111. Bezirk: Weißpflud, Wartenbergstr. 68; Graner, Frankfurter Allee 197. IV. Bezirk: zutterbüse, Friedrich Karlstr. 11; Radke, Friedrich Karlstr. 26. Steuerzettel ist als Legitimation erwünscht. = Genossen auf der Anhalter Seite( östlich der Bäte). Restaurateur Groß- Lichterfelde: K. Wenzel, Lankwißerstr. 6 I, für die Ernst Richter, Chauffeeftr. 104, für die Genossen auf der Potsdamer Seite( westlich der Bäke). Die Wählerlisten liegen von 8-3 Uhr im Rathause, aus. Lankwitz: Garbrecht, Kaiser Wilhelmstr. 45. Ferner im Restaurant Jägerheim, Victoriastr. 33. Die Listen liegen im AmtsHause aus. Nowawes: Die Wählerliste ist beim Restaurateur S. Gruhl, Genosse R. Lange, Wallstr. 62, jederzeit bereit. Briefterstraße, einzusehen. Zur Auskunfterteilung ist Gruhl sowie der Steglitz: Schellhase, Ahornstr. 15 a. Stahle, Cigarrenladen, Herderstr. 31. Ost, Cigarrenladen, Düppelstr. 29. Kruse, Cigarren laden, Schloßstr. 118. Cramer, Martsteinstr. 1. Lewandowski, Düppelstr. 7. Wolf, Schildhornsir. 78. W. Krüger. Heejestr. 1. Tempelhof: J. Flieg, Berlinerstr. 33. M. Müller, Berliner straße 41. M. Schmidt, Berlinerstr. 43 a. A. Thiel, Friedrich Wilhelmstr. 17. G. Ladewig, Restaurant, Nenestr. 1, Ecke der Dorf straße. Die Annahme von Aufträgen erfolgt wochentags von 712 bis 81/2 1hr abends, Sonntags von 11 bis 1 hr mittags. Marieudorf: Herm. Lehmann, Bergstr. 31. Herm. SchütteUnter welchen Voraussetzungen ruht das Wahlrecht? Die Ausübung des Wahlrechts ruht: 1. wenn gegen ein Mitglied wegen eines Verbrechens oder Vergehens, welches die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zur Folge haben kann, das Hauptverfahren eröffnet oder derselbe zur gerichtlichen top, Chauffeeſtr. 17. Haft gebracht ist, so lange, bis das Strafverfahren Weißensee: Emil Schumann, Lehderstr. 118. Julius Schillert, beendet ist; 2. wenn ein Gemeindeglied in Konkurs verfällt, bis zur Meske, Nölfestr. 136, II. Albert Taubmann, Elsaßstr. 15, II. König- Chauffee 39a. Helmte, Heinersdorfer Weg 38. Wilhelm Beendigung des Verfahrens; 3. wenn ein Gemeindeglied Armen. Sorrer, Straßburgstr. 56. unterstützung aus öffentlichen Mitteln empfängt, während 6 Monate Wilmersdorf: Natusch, Uhlandstr. 71. Kraft, Pariserstr. 51. nach dem Empfang der Unterstützung, sofern es die Unterstügung Witte, Berlinerstr. 40. Rudloff, Bruchsalstr. 14. Nickel, uhlandnicht früher erstattet; 4. wenn ein Gemeindeglied seine Gemeindesstraße 108. abgaben nach Mahnung durch den Steuererheber nicht gezahlt hat, Halensee( zu Wilmersdorf gehörig): Hilpert, Kurfürstendamm bis zur Entrichtung derselben. Nr. 126. Meyer, Georg Wilhelmstr. 20. Das Wahlrecht der Forensen. Die Wählerliste liegt von morgens 8 bis nachmittags 3 Uhr im Zimmer 2 des Gemeindehauses aus. Nieder Schöneweide: Christian Hofmann, Hasselwerderstr. 4. 1 Berliner Partei- Angelegenheiten. " " = wir ersuchen daher, Aenderungen und Neuaufnahmen bis spätestens Die nächste Lokal- Lifte erscheint am Sonntag, den 26. Januar. Freitag, den 17. Jannar, cinsenden zu wollen, für Teltow Beeskow" an den Genossen Hermann Schliebig in Brih, Jahnstr. 2; für Nieder- Barnim" an den Genossen Otto iebe in Friedrichsfelde, Victoriastr. 4; für Potsdamden Genossen Albert Neue in Spandau, Jagowstr. 9; für Diverse Orte" an den Genossen Berlin an den Genossen Wilhelmina, Prinzenftr. 66, S. 14. Gustav Stein, Wriezen a. O., Frankfurterstr. 32, sowie für Die Genoffen werden ersucht, hiervon Stenntnis zu nehmen und die Einsendungen umgehend zu machen. alt " Zehlendorf: Aug. Wirth, Augustsir. 6. G. Semmler, Beeren straße 3. H. Böhm, Grunewaldstr. 4a. O. Bielicke, Potsdamer Wahlberechtigt find auch solche Personen, welche zivar nicht im straße 8. H. Koester. Nenestr. 3. E. Krause, Mittelstr. 10. O. Jätel, Gemeindebezirk wohnen, aber in demselben seit einem Jahre Grund- Spandauerstr. 26. 2. Paulit, Düppelstr. 12. Grundstraße besig von bestimmtem Umfange haben; ebenso juristische Personen, Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Attien, Berggewerk schaften, eingetragene Genossenschaften und der Staatsfistus, sofern dieselben Grundstücke von bestimmten Eigenschaften im Gemeindebezirk befizen. Diese letteren werden in der Ausübung des Stimm rechts vertreten durch ihre verfassungsmäßigen Organe, Repräsentanten oder Generalbevollmächtigten, sowie durch Pächter oder Nießbraußer der zur Teilnahme am Stimmrechte befähigenden Grundstücke, oder durch Gemeindeglieder. Im übrigen werden in der Ansübung des Stimm rechts, zu welchem der Grundbesiz befähigt, Minderjährige durch ihren Vater, Stiefvater oder Vormund, Ehefrauen durch ihren Ehemann, großjährige Befizer vor vollendetem 24. Lebensjahre, un verheiratete Besitzerinnen und Witwen durch Gemeindeglieder ver- Ost- Havelland" treten. Der Vertreter muß sich im Besize der deutschen Reichs. angehörigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, das 24. Lebens jahr zurückgelegt haben, und er darf keine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen. Wer ist wählbar? Nachträge können in Zukunft nicht mehr verWählbar sind alle Gemeindemitglieder, die das aktive Wahlrecht öffentlicht werden. Alle Zusendungen und Anfragen find besitzen, mit Ausnahme derjenigen Beamten und der vom Staate nicht an die Redaktion des Vorwärts" zu senden, sondern nur an den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66. ernannten Mitglieder derjenigen Behörden, durch welche die Aufsicht Die Parteiblätter der obigen Streise werden um Abdruck ersucht. des Staates über die Gemeinden ausgeübt wird, der besoldeten Die Lokalkommission. Gemeindebeamten, der richterlichen Beamten, der Beamten der Erster Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß am Staatsanwaltschaft, der Polizei- Exekutivbeamten, der Geistlichen, Sonntag, den 19. Januar, vormittags 11 Uhr, im Feen- Balast, Kirchendiener und Volksschullehrer und der Frauen. Bater und Burgstraße 22, eine öffentliche Versammlung stattfindet, in Sohn dürfen nicht zugleich Gemeindeverordnete derselben Ge- welcher Reichstags- Abgeordneter Genosse August Bebel über: meinde sein. Stehendes Heer oder Voltswehr, mit besonderer Berücksichtigung des Boerenkrieges" referiert. Näheres Mindestens zwei Drittel der Mitglieder der Gemeindevertretung fiehe Inserat am Freitag. müssen Angesessene sein, das heißt Leute, die ein Wohn- Dritter Wahlkreis. Heute abend 81/2 Uhr: Generalhaus im Gemeindebezirk besitzen oder bestimmten Grund- versammlung des Wahlvereins in den„ Arminhallen", Kommanbesitz versteuern.( Vergleiche§§ 41 Nr. 6a und b, 45 und 52 der santenstraße 20. Mitgliedsbuch legitimiert. Landgemeinde- Ordnung.) Die Zahl der Gemeindeverordneten, welche aus der Mitte der Nichtangesessenen gewählt werden können, wird auf die drei Klassen gleichmäßig verteilt. Sind in einer Klasse mehr nicht angesessene Gemeindeverordnete gewählt, als zulässig ist, so gelten diejenigen, welche die geringste Stimmenzahl erhalten haben, als nicht gewählt. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los. Bei den zum Ersatz derselben anzuordnenden Neuwahlen sind nur die auf Angesessene entfallenden Stimmen gültig. Das Privileg der Angesessenen. " " Daß die sein mögen, lehrt der Leitartikel in der neuesten Nummer dieser Fachschrift. Etwas aus der Berliner Schußmannschaft" ist der Artikel überschrieben. Es wird zunächst die Art und Weise getadelt, wie jetzt des Morgens vom Reviervorsteher der Appell ab genommen wird. Der Polizeihauptmann begrüße jezt die Guten Morgen, meine Herren" geheißen habe. Dann Beamten mit einem Guten Morgen!" während es früher würden die Befehle 2c. ausgegeben, was 25 Minuten dauere, so daß für den eigentlichen Unterricht nur noch 5 Minuten übrig bleiben. Hierauf heißt es in dem Artikel: " " „ Wenn man nun die ganze Nacht Dienst gehabt hat und 5 Minuten vor 8 Uhr auf die Wache zurückkommt, und nun noch 25 Minuten still stehen soll, so glaube ich wohl, daß dies eir Verlangen ist, welches sich nicht rechtfertigen läßt. Außerdem hat man, da man durch das lange Stillstehen förperlich zu schr angestrengt ist, ein Verständnis mehr für die vorgelesenen Befehle und weiß oft nach Beendigung des Appells, nicht, was überhaupt befohlen wurde. Wenn wir nun auch militärisch organisiert sind, so glaube ich doch wohl nicht, daß unsre höheren Vorgesezten uns den Dienst in dieser Weise schwer machen wollen, zumal beim Militär sogar die Rekruten während des Unterrichts sigen fönnen. Und was diesen jungen Soldaten gewährt wird, das glauben wir alte Soldaten wohl auch verlangen zu können.( Früher tommten wir siten und es ging auch.)" ständen auf den Berliner Polizeiwa che u. Darüber heißt es Weiter befaßt sich der Artikel mit den sanitären Mißin der Polizeibeamten- Beitung": • Was mum die sanitären Verhältnisse auf der Wache aubetrifft, so find diese geradezu entseglich. In einem Bette schlafen abwechselnd jede Nacht zwei Mann, die nächste Nacht zwei andere. Also 4 Mann benutzen hiernach ein Bett. Ganz abgesehen davon, daß es wohl nicht jedermanns Sache ist, in anderer Leute Betten zu schlafen,( es ist dies das kleinere Uebel; der Mensch gewöhnt sich ja an vieles, wenn er muß), aber es ist schon vielfach der Fall eingetreten, daß ein Mann von der.„ Kräße" oder noch schlimmerer Krankheit befallen wurde und fast die ganze Mannschaft dadurch ansteckte. Wie leicht kaur nun der Krankheitsstoff in die Familie übertragen werden! Daher sind wir es unserer Familie schuldig, wenn wir wünschen, daß diesem llebelstande abgeholfen werde." diefen dem Anschein nach nur zu berechtigten Beschwerden recht bald Man darf wohlt annehmen, daß der Polizeipräsident auf den Gund geht. Wie sehr übrigens auch die Schußleute die Notwendigkeit eines Fach organs anerkennen, geht aus folgenden Schlußzeilen hervor:„ Man möchte sich nun fragen, warum werden so I che Zustände nicht abgestelt, warum hat man nicht schon längst daran gedacht, solche offenbaren M i ß st ände aus der Welt zu schaffen? Aber wer follte wohl der Behörde unsre auch nicht, denn die Antwort, welche wir erhalten würden, Bitte um Abänderung unterbreiten? Ich nicht, andre Kollegen können wir uns schon denken! Darum sind wir froh, daß wir ein Fach organ haben." Der Offizier als Genosse". Die Ansicht, daß Gott der Herr die Welt erschaffen habe, damit sie dem Hauswirt und feinem andern Menschen unterthau sei, diese Ansicht hat sich dank der jeder Gerechtigkeit Hohn sprechenden Privilegien, die der Grundbesitz in Preußen genießt, so fest ins Hausbesizerhirn eingebohrt, daß sie dort zur firen Idee wurde. Von dieser verrückten Weltanschauung aus ist es denn auch begreiflich, daß der rasende Hausbefizer jetzt bereits den königlichen preußischen Offizier zum Genossen" stempelt und den Socialismus in der Uniform" dem staiser denunziert. Und warumn? Weil ein inaktiver Stabsoffizier augesichts des Wohnungswuchers im Lokal- Anzeiger" fürzlich die Bildung einer Wohnungs- Genossenschaft für verabschiedete Offiziere angekündigt hat. " " Dies Ereignis hat die Haus- und Grundbefizer Zeitung" zu einem Protestartikel von so durchdringendem Brandgeruch entflammt, daß diejenigen Personen in der Staatsleitung, welche im Hausbesizertum die gesetzlich privilegierte Stüße von Thron und Altar zu sehen haben, gewiß auf das höchste erbaut sein werden. Das Hausbesigerblatt frägt in dem„ Der Offizier als Genosse" überschriebenen Artikel, warum der tal. preußische Offizier sich die Frivolität einer Baugenossenschafts Gründung überhaupt gestatte? Die Antwort ist dem Blatte leicht gegeben: Um günstigsten Falls vielleicht ein paar Mark Miete zu ersparen, die er besser in Sett und Caviar anlegen zu tönnen meint: Denn einen anderen Zweck hat es doch nicht: man will an der Miete sparen, um seinem sonstigen standesgemäßen" Leben nichts abgehen zu lassen". Und nun geht der Text erbaulich weiter: und Wir Und diesen Bürgern, denen es der pensionierte Offizier und Beamte zu danken hat, daß er überhaupt leben kann, ohne arbeiten, ohne erwerben und verdienen zu müssen, diesen Bürgern soll er einen Wettbewerb bereiten sie in ihrem wirtschaftlichen Verdienste schmälern? meinen: die Schamröte müßte jedem, der einst des Königs Rock getragen hat, ins Gesicht steigen, went er sich in solch neidischer Weise an seinen Wohlthätern versündigen wollte. Wir glauben es auch nicht und mögen es nicht glauben, daß wirklich ein inattiver Stabsoffizier" sich soweit erniedrigen könnte, in Konkurrenz mit denen zu treten, deren Beruf sie um die Güter Ses Lebens zu feilschen nötigt. Sollte aber das Unglaubliche Thatsache sein, dann fordern wir den ehrenwverten Herrn auf, öffentlich seinen Namen zu nennen, damit seine Kameraden und sein oberster Kriegsherr erfahre, welch nobler Charakter sich das Mäntelchen der angeblichen, Gemeinnügigkeit" um die Lenden gürtet und mit theatralischem Pathos sein und seiner Genossen Elend" zu lindern bemüht sein will," " Ei, ei! War solche Sprache, die selbst der für den Zusammen Niederschöneweide. Der Wahlverein hält am Sonnabendabend 812 Uhr, bei Franz, Grünauerstr. 5, seine Generalschluß aller Besitzenden schwärmende Graf Posadowsty wohl nicht versammlung ab, in der die Ersatzwahl einiger Vorstands- deutschen Landen? Und nun muß es sich ereignen, daß dieser anders denn als rüpelhaft bezeichnen kann, schon je erhört in mitglieder sowie Berichte auf Tagesordnung stehen. Außerdem Pücklerstil nicht etwa staatserhaltend gegen die rote Rotte ge gelangen Parteitagsprotokolle und Uraniabillets zur Ausgabe. schleudert, sondern von den festesten Ordnungsstüßen in Civil gegen die festeste Ordnungsstüge in Uniform mißbraucht wird! Kann da noch irgend eines der höchsten heiligsten Güter in Preußen ungefährdet dastehen? Zehlendorf. Die Genossen werden ersucht, in der Wählerversammlung am Donnerstag, den 16. Januar, abends 8 Uhr, im Kaiserhof zu erscheinen. sid dime Vermischtes. Wo folches möglich ist, wo bereits das einfache Wort„ Bau-| Nun hat die Neuwahl für den Arbeiterausschuß, der bekanntlich genossenschaft" den von Natur und Metier Iedernsten Philist er wegen der unvermuteten Reducierung der Accorblöhne einmütig sein zur tollen Raserei bringen kann da zweifle noch einer an der Amit niedergelegt hat, schon zum dritten male stattgefunden, ohne Zu der Kieler Messerstecherei- Affaire wird weiter berichtet, revolutionierenden Gewalt des Socialismus! daß es der Direktion gelingen will, den Ausschuß vollzählig daß in den letzten Tagen zahlreiche durch Messerstiche verlegte Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sigung zusammen zu bekommen. Bei der ersten Wahl wurden die Personen dem in Haft befindlichen Assistenzarzt Dr. Kleiner gegen am Donnerstagnachmittag 5 1hr u. a. mit folgenden Gegenständen elf Mitglieder des Ausschusses einmütig wiedergewählt, Ausschusses einmütig wiedergewählt, um über gestellt worden sind. Auch gestern wurde derfelbe im dortigen der Tagesordnung zu beschäftigen: Berichterstattung über die Vor- einmütig auf das auf das Amt zu verzichten. Die Direktion Untersuchungsgefängnis mit fünf Männern und fiebzehn Frauen und lage, betreffend den Einfluß der Krantenhauspflege auf das der Artilleriewerkstatt versuchte es nun mit einem bißchen Mädchen konfrontiert, doch haben diese in dem Verhafteten den Wahlrecht, sowie über den Antrag von Mitgliedern der Versammlung." Wahlgeometrie", indem sie die eher parierenden Hof- und Messerstecher nicht wiedererkannt, da der Thäter nach ihrer Aussage betreffend die Einräumung des Rechts für diejenigen den Unter- Materialienarbeiter nach eignem System mit den Betriebsgrößer gewesen ist, als Dr. Kleinery. Ein Dienstmädchen, welches ftigungswohnfig in Berlin besitzenden Personen, im Fall einer arbeitern zu einer Wahlflaffe vereinigte. Doch auch dieses Mittel nicht weniger als dreimal hintereinander auf offener Straße geAnstaltspflegebedürftigkeit die unentgeltliche Aufnahme in einem hatte nur den Erfolg, daß vier neue Mitglieder gewählt wurden, stochen worden ist, erklärte auf das bestimmteste, daß der Beschuldigte städtischen Krankenhause zu verlangen. Vorlagen, betr. die Frequenz wovon aber nur einer der Gewählten die Wahl annahm. der Attentäter nicht sei. in den Gemeindeschulen am 1. November 1901, die Renovierung Bei der dritten Wahl wurden die drei„ Neuen" neben sieben ,, Alten" des Ratskellers, die speciellen Entwürfe zu mehreren Bau- wiedergewählt, und nun ließ sich der Direktor Hirschberg die neu die" Bresl. 8tg.": Die Tänzerin Fräulein Hübner schwebt durch Von dem Brandunglück im Breslauer Stadttheater schreibt ausführungen auf dem Grundstücke der Frrenanstalt Herzberge, Gewählten einzeln fommen, um sie über ihre Geneigtheit, entfegliche Brandwunden in ernster Lebensgefahr, Frau Rosenberg die Bewilligung von Mehrkosten zu verschiedenen städtischen Bauten. die Wahl anzunehmen, zu befragen; die drei nahmen denn auch an, hat zwar arge Brandwunden davongetragen, wird aber wohl am Der Neubau eines städtischen Amtes zur Untersuchung von während die sieben wieder ablehnten. Ob es die Direktion mun Leben erhalten bleiben. Der Zustand des Fräulein Freege, die den Nahrungs- und Genußmitteln, sowie Gebrauchsgegen aufgeben wird, noch weitere Wahlen vornehmen zu lassen, ist noch brennenden Christbaum trug, und des Fräulein Kauf ist befriedigend ständen in der Fischerstraße 89/42 und der Gemeinde- Doppelschule nicht abzusehen. Es ist dies für die bestehenden Differenzen auch brennenden Christbaum trug, und des Fräulein Kauf ist befriedigend und ihre Heilung ist sicher. Die Damen rannten mit lichterloh in der Greifenhagenerstraße. Autrag von Mitgliedern der Ver- völlig gleichgültig, denn die Unzufriedenheit der Arbeiter dieses In- und ihre Heilung ist sicher. Die Damen rannten mit lichterloh brennenden Kleidern auf die Straße, wo Vorübergehende mit ihren fammlung, betreffend die Abstandnahme von der Erhebung der ſtituts wird sich nicht so bald beschwichtigen laffen. Die hauptsäch- Röden das Feuer erstickten. Feuerwehr und ärztliche Hilfe war soGemeinde Einkommensteuer nach dem Steuerfaße von lichste Ursache derselben soll nach den uns von verschiedenen Seiten fort zur Stelle. 4 M., umfassend ein Einkommen von mehr als 670 bis 900 M. eine gewordenen Mitteilungen die Person des Direktors, Major Hirschberg schließlich. und das ganz und gar verfehlte Lohureglement sein. Während Ueber ein Schiffeunglück wird aus London berichtet: Nach Die nächtliche Straßenbeleuchtung. Nach 12 Uhr nachts 3. B. gewisse Kategorien qualifizierter Arbeiter, Schloffer, Dreher 2c. einem Lloyd- Telegramm aus Cowes ist der Dampfer„ Braemar wurde bisher in den meisten Straßen Berlins die Hälfte der Gas- in andern Instituten in die zweite Lohuklaffe einrangiert werden Castle" der Union- Castle- Linie auf der Reise von Kapstadt nach laternen ausgelöscht und in den anderen, mit je zwei Brennern ver-( Höchstverdienst im Accord 4,50-5,50 M.), hat es der Direktion Southampton, Dienstag furz nach Mitternacht bei der Insel Wight sehenen Laternen wurde die eine Flamme zugedreht, so daß von vier die dritte Lohnklasse( Accord verdienst höchstens 4-4,50 M.) flott geworden. der Artillerie Werkstatt gefallen, diese selben Arbeiter in gestrandet. Das Schiff hat kein Leck erhalten, ist aber noch nicht Flammen in zwei Laternen nur noch eine in einer der korrespondie einzustellen. Im Januar 1901 baten deshalb die Arbeiter ihre renden Gaslaternen weiter Licht spendete. Es brannte also noch Eine neue Eisenbahn- Katastrophe. Aus Brindisi( Italien) Direktion 11111 eine entsprechende Aufbesserung ihres Lohnes, Mitternacht in der Regel nur ein Viertel aller Flanunen. Die städtische Gasdeputation hat nun in ihrer lezten Sigung unter Vorsitz erfuhren aber eine Ablehnung; fie wandten sich darauf an die wird uns vom Sonntag gemeldet: Heute früh stürzte ein Eisendes Stadtrats Namslau beschlossen, in einer größeren Zahl von Feldzengmeisterei, von welcher sie bis heute noch ohne Bescheid bahnzug in den Cillareys- Bach bei Brindisi. Straßen nach Mitternacht die öffentliche Beleuchtung in der Weise geblieben find. Im Spätsommer vorigen Jahres wurde ihnen auf materialienzug, welcher etwa zwanzig Arbeiter und Materialien zur zu verbessern, daß man in Zukunft nicht ein Viertel, sondern die eine bezügliche Anfrage von dem Unter- Direktor der Bescheid, Wiederherstellung der vor einem Monat eingestürzten Brücke über den Bach mit sich führte. Bis Sonntagnachmittag wurden vier Tote Hälfte der Flammen nach 12 Uhr bis Tagesaubruch weiter brennen daß eine neue Lohnregelung in Vorbereitung und zum Oktober und neun schwer verletzte festgestellt. Der Maschinist des Zuges ist läßt. Dies soll dadurch bewirkt werden, daß man in allen Gas- zu erwarten sei. Diese neue Lohnregelung fann auch in Gestalt von Ab- flüchtig geworden, der Heizer wurde verhaftet. laternen mit zwei Brennern je eine Flamme löscht. zügen an den Accordlöhnen, die sich noch bis in die jüngste Zeit In Chicago ergriffen. Vor einigen Wochen fam in Chicago fortfegten. Zugleich hörte auch eine gewisse Loyalität auf, welche der aus Berlin verschwundene Gerichtsvollzieher Paul Kannen den einzelnen Arbeiter stillschweigend einen höheren Accordverdienst berg mit der mit ihm durchgegangenen Frau Schumann an. Der erzielen ließ, als die Klasse III zuließ. Was Wunder, daß die ErGatte der letzteren war dem Paare gefolgt und machte dessen bitterung der Arbeiter über eine solche Behandlung, die noch„ berAufenthalt ausfindig, worauf er sich mit der Polizei in Verbindung füßt" wird durch recht häufige Bestrafungen aus den geringfügigften sette. Mit ihrem Genossen vor den Polizeirichter gebracht, suchte Ursachen, keine Grenzen fennt. Aber das alles wird ja die Herren die untreue Frau die Verzeihung ihres Mannes zu erflehen, am grünen Tische, welche jedenfalls bemüht find, das Loch im was ihr auch auch gelang. Die versöhnten Eheleute verließen Reichsbudget nach Möglichkeit zustopfen, faum etwas scheren. den Gerichtssaal, doch Kannenberg wurde in haft behalten, weil er inzwischen von dem deutschen Konsul als ein steckbrieflich Kannenberg wird beverfolgter Flüchtling erkannt worden war. schuldigt, 30 000 M. unterschlagen zu haben. Der Konsul hat das Auslieferungsverfahren eingeleitet. Es ist ja doch alles unwahr" und stammt aus den„ trübsten Quellen", was Socialdemokraten im Reichstage oder in der Presse über die Musterbetriebe" vorbringen! Wie uns nachträglich berichtet wird, findet heute( Mittwoch) abend, im Lokale von Schladig, Spandau, Segefelderstr. 1, eine der in den Staatsöffentliche Versammlung der betrieben beschäftigen Arbeiter statt. Ein neues Bootsunglück? Gestern nachmittag wurden am Müggelsee in der Nähe des Forsthauses zwei Ruder angeschwemmt, und nicht weit von diefer Stelle entfernt, wurden späterhin Trimmer eines Bootes aufgefunden, welches zweifellos durch die Gewalt der Wellen zerschlagen worden war. Die sofort angestellten Nachforschungen nach dem Eigentümer des Fahrzeuges blieben bisher ergebnislos. Beim Handel mit Billardbällen wurde gestern ein alter Mann angehalten, da er sich über den redlichen Erwerb seiner Ware nicht ausweisen konnte. Die Feststellung ergab, daß man es mit einem gewissen Schumann zu thun hatte, der von seinen 68 Lebensjahren 42 im Zuchthause zugebracht hat. Erst vor kurzem aus der Strafanstalt entlassen, verlegte er sich sofort wieder auf den Diebstahl von Billardbällen, den er auch früher betrieben hatte. Jetzt wird er seine Tage voraussichtlich im Zuchthause beschließen müssen. Unter dem Verdacht eines schweren Verbrechend ist eine hiesige Hebamme verhaftet worden. Ein junges Dienstmädchen, das In Wilmersdorf hat die Gemeindevertretung den fich feit fünf Tagen bei ihr befand, erkrankte nach dem Genuß von vor kurzem in der Erfahwahl neugewählten Vertretern gegenüber Tropfen, die angeblich gegen Durchfall gegeben waren, und starb ein sehr bedenkliches Verfahren eingeschlagen. Diese zur Beit aus nach kurzer Zeit, bevor ein Arzt zugezogen war. Die Leiche wurde 7 Personen bestehende Rumpftörperschaft, die über das kommunale zur Feststellung der Todesursache durch gerichtsärztliche Obduktion Wohl und Wehe von 36 000 Einwohnern zu entscheiden hat, brachte beschlagnahmt, die Hebamme unter dem Verdacht des Verbrechens in ihrer Sizung am Montag nämlich den Beschluß fertig, die neugegen§ 219 und 220 in Haft genommen. gewählten Vertreter vorläufig nicht zu ihrer Körperschaft zuzulassen, Auf Abentener find wieder zwei Berliner Jungen ausgegangen. Für dies befremdliche und aus dem Gesetz schwerlich zu rechtfertigende Der etwas über 14 Jahre alte Billy S., der Sohn eines Zimmer- Vorgehen liegt kein andrer Grund vor, als ein von der unterlegenen manns aus der Kopischstraße, hatte Arbeit als Laufburiche, wurde sich reichstreu" nennenden Partei erhobener Wahlprotest, dessen aber entlassen, weil er sich mit einem Arbeitsgenossen prügelte. Da Prüfung einer besonderen Kommiffion übertragen wurde. Erst von er fich nun nicht nach Hause traute, so überredete er seinen Freund, dem Befinden dieses Ausschusses soll es nach dem Willen der sieben den 14 jährigen Sohn May eines Brauereiarbeiters S., mit ihm in die weite Welt zu geben. Mit 4 Mark, die B. als Lohn erhalten hatte, machten sie sich vor 8 Tagen auf die Wanderschaft. In Krossen ließen sich die Burschen von Verwandten des S., denen sie vorredeten, sie hätten von ihren Eltern die Erlaubnis zu einem Ausflug, bewirten und verschwanden dann eiligst, ohne Abschied zu nehmen. Seitdem hat man nichts mehr von ihnen gehört. regierenden Herren abhängig gemacht werden, ob die neugewählten Vertreter zuzulassen sind oder nicht. Selbstverständlich werden die an der Mittel anwenden, um diesen Beschluß illusorisch zu machen und wohl Ausübung ihrer Pflichten gehinderten Wänner die erforderlichen mit dem nötigen Nachdruck dahin wirken, daß alle Beschlüsse, die mansohne ihre Mitwirkung faßt, für ungültig erklärt werden. Bemerkt sei noch, daß von bürgerlicher Seite gegen den vor furzem gefaßten Beschluß der Gemeindevertretung, die Zahl der Vertreter von 12 auf nur 15 zu erhöhen, erfolgreich bei der Regierung Brotest erhoben worden ist. Diese hat den in Betracht kommenden Beichluß zur nochmaligen Beratung an die Gemeindevertretung zurückgewiesen. Es ist somit nicht ausgeschloffen, daß Wilmersdorf die zulässige Höchstzahl von 24 Vertretern und 6 Schöffen erhält. Zum Direktor des neuen Realgymnasiums ist der bisherige Oberlehrer am Bismard- Gymnasium, Prof. Dr. Leonhard, er Bei dem erfreulichen Anklang, welchen der vom Deutschen Verein für Volkshygiene im vorigen Jahre veranstaltete öffent liche Vortragscyklus über häusliche Kranten pflege gefunden hat, beabsichtigt der Verein nach den Vorschlägen des für diese Zwecke erwählten, unter Leitung von Geheimrat von Leyden arbeitenden wissenschaftlichen Komitees auch in diesem Winter einen Cyflus von zehn Vorträgen über häusliche Krankenpflege zu veranstalten, der am Mittwoch, den 22. Januar, nannt worden. im Saal C des Architektenhauses, 8 Uhr abends, beginnen wird. Material gegen die Zollwucher- Vorlage liefert das„ Spans Die einzelnen Vorträge dieses Cyflus, welche wöchentlich einmal stattfinden, haben folgende Herren freundlichst übernommen: Geb. dauer Tageblatt" in folgender Notiz: " Jufolge der anhaltend leuren Fleischpreise scheint das PferdeMed. Nat Professor Dr. v. Leyden, Professor Dr. J. Lazarus, Profeffor Dr. G. Meyer, Oberstabsarzt Dr. Salzwedel. Es find bisher durchschnittlich im städtischen Schlachthof jährlich fleisch beim ärmeren Publikum mehr in Aufnahme zu kommen. Dr. K. Beerwald, Dr. P. Jacobsohn, Kreisarzt Dr. 100 Pferde geschlachtet worden. Der letzte amtliche SchlachthofA. Dietrich, Dr. E. Wirsing, Dr. M. Heidemann. bericht befagt jedoch, daß vom 1. Oftober bis 31. De Privatdocent Dr. Finkelstein. Billets find durch das Bureau zember, also in einem Vierteljahre, 50 Pferde von des Deutschen Vereins für Voltshygiene, Moßstr. 77 und im Hof dem hiesigen Roßschlächter dafelbst geschlachtet worden find. Troß der Antiquariat von Emanuel Mai, Leipzigerstr. 113, Eingang Maner- enorm hohen Preise steigen dieselben am Berliner Viehmarkt immer mehr, heute wurden die Schweine mit 68 Pf. von den hiesigen Schlächtern daselbst bezahlt, hierzu kommen nun noch die Transportfosten und die Untersuchungsgebühr am hiesigen Schlachthofe. Es ist dies nicht allein eine schlechte Zeit für das tonsumierende Publifum, sondern auch für den Schlächter; wer dabei sein Geschäft nicht gut versteht und sich nicht sehr einrichtet, kann sich auf die Dauer nicht halten." straße, zu haben.. Wir machen die hier weilenden Holländer auf eine im heutigen Inseratenteil befindliche Bekanntmachung der holländischen Regierung aufmerksam, die wichtige Mitteilungen über die neuen holländischen Militärdienstpflichten enthält. Arbeiter- Bildungsschule, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Der Unterricht in Nationalökonomie beginnt nicht am 16. d. Mts., sondern am Donnerstag, den 23. Januar. Das Und dennoch sind die agrarischen Beutegeier eben dabei, auch Stiftungsfest findet am 18. Januar im Böhmischen den legten Blutstropfen dem kleinen Manne auszufangen. Brauhaus, Landsberger Allee 11/13, statt. Frühzeitige Billet- Die Schöneberger Stadtverordneten Versammlung er Entnahme ist zu empfehlen. Er war ein Marktpreise von Werlin am 12. Januar 1902 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Ctr 17,30| 17,28 Startoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg † Welgen, gut Hoggen, gut Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch 6 4. mittel 17.26 17,24 1,60 120 " " gering 17,22 17,20 " do. Bauch " 14,50 14,48 1.40 1,70 130 " " mittel 14,46 14,44 1,80 " " gering 14,42 14,40 1.60 " erste, gut 14,50 13 90 Butter 2.80 2, " mittel gering 13,80 13 30 Gier 60 Stilt 5.60 2,80 13,20 12,70 Karpfen 1 kg 2,20 1,20 17, 16,50 Aale 2,80 1,40 mittel gering 16.40 15,90 Bander 2,60 1.20 15.80 15 30 Hechte 2,40 1lichtstrob 7,50 6,82 Barsche 1.80 0,80 8,60 6,20 Schleie 3.00 140 40. 25, Bleie 1,40 0,80 50, " 25, Krebse per Shot 15-3, 65, 20, * Hafer, gut Hell Eibsen Speiset ohnen Uchien † ab Bahn. * frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 14. Januar. Am heutigen Getreidemarkte bewirften niedrigere Preismeldungen von fast allen Auslandsbörsen Realisierungen in Weizen, wobei die Preise um etwa 3/4 M. nachgaben. Am Roggenmarkte war die Situation anfänglich weniger unlustig. Die ausländischen Zufuhren waren knapp, und da das Mehlgeschäft sich gebessert hat, find große Posten Roggen vom hiesigen Lager an die Wühlen verschlossen worden. Der Artikel fezte gut behauptet ein, späterhin gaben die Preise 1/4 Mark nach, da sich die Ansicht geltend machte, daß im Inlande noch große Vorräte in erster Hand find. Hafer war loco fest, Lieferungen sehr still; Mais unverändert. Rüböl vernachläffigt, nomineti behauptet. Spiritus bei gesteigerten Umsätzen 20 Pf. billiger, 70er loco 31,60 M. Witterungsübersicht vom 14. Jaunar 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Wetter Stationen Windstärke Wetter Temp. n. C. 15° C.= 4° R. 2wolfent- 21 1 heiter 778 OSO 4Dunst -22 6 NO 775 2D 2016.beb. 0 wmembe 765 NW 4 wolfig-0 baparanda 758 Homburg 770 NW 2 hlb.bed.- 1 Betersburg 755 SO Bertin 769 WNW 4 heiter-1 Cort Branff./M. 774 NNW 2 hlb.bed. 0 Aberdeen Donnchen 77232 2 bedeckt-2 Baris 2 wolfig 0 Wetter Prognose für Mittwoch, den 15. Januar 1902. Ein wenig fälter, vielfach heiter, aber noch veränderlich bei mäßiger nordwestlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. en 771 NNW Briefkaten der Expedition. Agent Haiger. Die Postabonnements gehen mit den ersten Frühz hier ab. Briefkasten der Redaktion. Die furiftifche Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des E. N. 28. Jm Mädchenrettungshaus„ Siloah" sind seit je nur fittlich Sonnabends von 7 bis 9½ Uhr abends statt. verwahrloste Mädchen aufgenommen worden. R. H. Ringfrei ist die Ostdeutsche Spritfabrit, Comptoir Burgstr. 1 e. Von den Händlern führen ringfreien Spiritus Sabersky, Mauerstr. 45/46, und Gustav Wolf Nachfl., Rirdorf, Richardstr. 18. Weigd. Nein. F. K., Unfall. 1. Ja. 2. Nein, an die Berufs: genofienschaft. 3. Ja. 2. T. Nehmen Sie mündliche Rücksprache mit bem Vormundschaftsrichter behufs Beschleunigung. In der Regel vergehen ungefähr sechs Wochen. 21. G. 68. Gine Weiterverfolgung der An: gelegenheit hätte schwerlich einen weiteren Erfolg als den großen Zeitverlustes. Treten Sie aus dem Verein aus. B. 1. T. Ja. 8. S. 11. 1. bis 3. Das Krankengeld erhält die Versicherungsanstalt: sie zahlt aber auf Antrag etwa 6-10 m. an die Familie. 4. Den Antrag fönnen Sie, falls Sie invalide find, Breitestr. 24, fiellen. Mariendorf. Wenn Sie feinen Erlaubnisschein des Jagdberechtigten und des Eigentümers hatten, so wäre Antrag auf richterliche Entscheidung zwecklos. K. H. Zur Bahlung der erforderten Stempelgebühr sind Sie nicht verpflichtet. M. H. Ja: innerhalb 14 Tagen bei einer Stempeldistribution. Auch G. C. B. 1 bis 3: Nein. 4. Ja. ledigte in ihrer letzten Sigung die vom neugewählten Wahlausschuß Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschul: vorgeschlagene Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse. In den Lehrern beginnt am Mittwoch, den 15. d. Wis., abends 8 Uhr, Herr Ausschuß für Petitionen wurden u. a. delegiert Stadtv. Genosse Privatdocent Dr. René du Bois Reymond im Auditorium VII offmann, in den Ausschuß für Rechnungsfachen Genosse nicht gestempelte Scheine sind gültig. der kgl. landwirtschaftlichen Hochschule, N., Invalidenſtr. 42, ſeinen Vortrags: tüter, in den Wahlprüfungsausschuß Genosse Masuch und in Often 151. 1. Ja. 2. So bald Antrag auf Eröffnung gestellt ist. 3. Nein. H. W. 9. Sie können auch selbst ein Testament auffeßen, kursus über„ Abkühlung und Erfältung". Er wird am ersten Abend über die Körperwärme sprechen, Eintrittskarten a 1 M. für den 6 Borträge von einen weiteren Ausschuß zur Festlegung von Fluchtlinien Genosse müssen aber die Förmlichkeiten beobachten. Beispiele finden Sie auf den Außer einigen Nachbewilligungen, fo zum letzten Seiten des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch liegt je 11 Stunden umfassenden Kursus sind zu haben bei Georg Belling, Bäumler. des Etats für W., Leipzigerstr. 136; A. Schüß. O. Holzmarktstr. 60; Chr. Tischendörfer, Beispiel für Ueberschreitungen Vertretungs in den öffentlichen Lesehallen aus. Ein Lehrer. 1. Alexandrinenstr. 26. B. S. 100. 1. Ein Widerspruch gegen die C., Sophienstr. 20;. E. Lederer, W.. Kurfürstenstr. 70; Bernhard Staar. fosten erkrankter Lehrkräfte an den Volksschulen, wo ein 2. Vom 17. Lebensjahre ab SW., Friedrichstr. 250; Centralstelle für Arbeiter: Wohlfahrtseinrichtungen, Nachschuß von 2100 M. sich erforderlich machte, wurde vom Magistrat Berordnung verspricht wenig Erfolg. 2. Der Wirt wäre, wenn nicht Bor: W., Röthenerstr. 23. die Mitteilung gemacht, daß er den in voriger Sizung vorgelegten Entschädigung hängt von der Höhe des wirklichen Schadens ab. schriften des Mietsvertrages entgegenstehen, erfaßpflichtig. Die Höhe der G. R. 37. Der zweite Vortragsabend des Vereins Berliner Preffe" findet Vertragsentwurf mit der Baugesellschaft Bellevue, betreffend die Nein. Das betreffende Buch ist wertlos. J. S. 22. Sie müssen sich am nächsten Donnerstag, den 16. Januar, im Architektenhause statt. Das Erschließung des Baugeländes nördlich der Grünewald an die Polizeibehörde wenden. W. G. 998. 1. Ja. 2. 53 000 000 9. Publikum wird an diesem Abend Gelegenheit haben, den Dichter des Allseitig wurde dem Wunsche J. W. H. 1. Die Gufelin erbt an Stelle ihrer Mutter. 2. Es müßte " Büttnerbauer", Wilhelm v. Polenz, und den jungen Dresdener Lyrifer Straße, zurüdgezogen habe. R. 100. Das ist mög Leo Lenz, dessen Ehedrama" Die Erlösung" in den nächsten Tagen in Ausdruck gegeben, der Magistrat möge so bald als möglich der Ver- geklagt und der Erbanspruch gepfändet werden. Lich, freilich wenig wahrscheinlich. Kunheim 102. Der von Ihnen ge: Schall und Ranch" zur Aufführung gelangen wird, persönlich fennen zu ſammlung einen neuen Entwurf vorlegen. fernen. Zum Schluß wird einer der berühmtesten östreichischen Vortrags: Wilmersdorf. Die Orts Krankenkasse hat den Beschluß dachte Fall ist und war unmöglich, gleichviel ob es sich um Militär- oder Privatpersonen handelt. Aug. M. 1. Nein. 2. a. 3. Ihre Braut. fünstler, Direktor Start Langkammer vom Theater an der Wien, humoristische gefaßt, die Kranken- Unterstügung der ersten Klasse von 7,20 W. auf M. R. 1d. Ja: vom Polizeipräsidium. W. 1293. Sie müßten Gedichte von Karl Stiehler vortragen. Eintrittskarten sind zu haben in 10000 den Buchhandlungen von Amelang, Potsdamerstr. 126; Lazarus, Friedrich: 8.70 M. und das Sterbegeld von 60 M. auf 72 M. zu erhöhen. Klage( bei der Gewerbedeputation Stralauerstr. 3-6) erheben. O. D. Moabit. straße 66; Speyer u. Peters, Unter den vinden 43;' Woyte, Potsdamer: Von einer Erhöhung der Beiträge wurde abgesehen. Daß auch A. B. Das auszurechnen wäre müßiger Zeitvertreib. straße 13 und im Berliner Preßflub, Charlottenstr. 37.( Fahrstuhl.) dieser Unterstützungssatz noch völlig ungenügend ist, ist flar. Eine 1. und 2. Nein. 3. Austunft über solche Dinge würde zu weit führen. praktische und vielleicht nachahmenswerte Neuerung hat die Kasse 4. Nein. 5. Sie können durch jeden Bankier deutsche Reichs- oder jedoch dadurch getroffen, daß sie den Mitgliedern Karten überwiesen preußische Staats: oder Berliner Stadtanleihe zu dem Betrage faufen. Filius 11. Das Gesez schreibt nichts vor. Die Kaffe tann Vorschriften hat, wodurch sie sich in Krankheitsfällen dem Arzt gegenüber legiti- erlaffen, eventuell gilt die Zeit bis 10 Uhr als angemessen. F. C. 50. Aus den Spandauer Musterbetrieben. Man fchreibt uns mieren können. Dies ist namentlich an Sonntagen von Wert, wo 1. aus Spandau: Die Differenzen zwischen Arbeitern und Direktion die Beschaffung des Strantenscheines schwierig ist. Mißbrauch mit Berjährung träte erst mit Ablauf des Jahres 1903 ein. 2. Strafen A. T. E. 12. Ja. D. C. Nein der Artillerie wertstatt find noch immer nicht beigelegt. den Karten wird verfolgt. Beugen angegeben werden. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin Aus den Nachbarorten. oder verjährte 1 müffen auf Befragen von