t 3 t Nr. 31. Erscheint täglich außer Montage. Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittage geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Parteigenossen! In Ausführung des auf dem Parteitage zu Halle a. G. gefaßten Beschlusses, und in Rücksicht auf die Nothwendigkeit, die im Jahre 1889 vom internationalen Arbeiterkongreß zu Paris beschlossene Kundgebung zu Gunsten des Achtstundentags zu einer einheitlichen und wirksamen zu gestalten, hat die unterzeichnete Fraktion, nach eingehender Erörterung mit allen gegen eine Stimme beschlossen: Freitag, den 6. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. kürzung und gesetzliche Festlegung des Arbeitstages das einzige Liebkosungen von Dirnen, und es war der berühmte PolizeiMittel ist, um den schlimmsten Wirkungen dieses Zustandes mann Avé- Lallemant, der in seiner Geschichte des deuteinigermaßen zu begegnen: erscheint es als eine ganz besondere schen Gaunerthums den Mangel einer Gastkontrolle in Pflicht, alles aufzubieten, um die Maifeier zu einer wahrhaft den Bordellen damit begründet, daß die Polizei fürchten großartigen Kundgebung zu gestalten. Hoch die internationale Sozialdemokratie. Berlin, den 4. Februar 1891. Die sozialdemokratische Fraktion des deutschen Reichstages. Den deutschen Arbeitern zu empfehlen, die Mai. Auer. Bebel. Birt. Blos. Bod. Bruhn 3. Die B. alter ihrer männlichen Angehörigen aufweisen, als die Are feier am ersten Sonntag im Mai zu begehen, und weiter dahin zu wirken, daß auch für die Zukunft der gleiche Tag festgehalten wird. Als Hauptgrund für diese Entscheidung fiel ins Gewicht, daß ein Tag zu wählen sei, welcher der gesammten Arbeiterklasse die Betheiligung an der Rundgebung ermöglicht. Hierzu erscheint nur der Sonntag geeignet. Jeder andere Tag der Woche macht es einer sehr großen Zahl von Arbeitern unmöglich, an der Feier Theil zu nehmen. Einmal ist vielen Arbeitern das Feiern an einem Werktage besonders zu einer Zeit unmöglich, wo die bürgerlichen Feiertage sich häufen. treten werdet. wird. Dreesbach. Förster. Frohme. Gener. Grillenberger. Harm. Heine. Hickel. Joest. Runert. Liebknecht. Meister. Megger. Moltenbuhr. Schippel. A. Schmidt. W. Schmidt. Singer. Stadthagen. Stolle. Zuhauer. Ulrich Schulze. Schumacher. Schwarz. Seifert. Vollmar. Wurm. Berr Adolf Lehr, der Moralstatistiker. II. müsse, heute eine„ Respektsperson" in den Armen von Prostituirten zu finden, in denen gestern ein steckbrieflich verfolgter Gauner gelegen hat. Die Bourgeoisie bedarf der Prostitution, weil die besitzenden Klassen infolge ihrer ganzen gesellschaftlichen Entwicklung ein höheres Heirathsbeiterklasse, die, wie englische Erhebungen, so gut wie die jüngst veröffentlichte Arbeit von Harald Westergaard und Marcus Rubin über dänische Zustände, beweisen, weit früher heirathet, als die„ Herren". Die Bourgeoisie bedarf der sicheren Abzugskanal für die Gelüfte der Wüftlinge erProstitution oder wähnt wenigstens so, weil sie in ihr den blickt, einen Abzugskanal, welcher die Tugend ihrer Weiber und das ungebrochene Magdthum ihrer Töchter schützen foll vor den Verführungskünsten der Roués; das ist freilich ein Irrthum, wie die moderne Sittengeschichte handgreiflich zeigt. Das Sodann hält auch die Erwägung von Konflikten mit der Auf der einen Seite stößt die Bourgeoisie als NutzUnternehmerschaft viele Arbeiter von der Betheiligung ab. Hierzu nießerin des herrschenden Systems Jahr für Jahr Zehntommen noch als besondere ,, Hinderungsgründe" für das laufende Nicht in den Kreisen der Prostituirten ist die Mehr- tausende ins Lumpenproletariat, jagt durch Hungerlohn Jahr die außergewöhnlich lang andauernde Arbeitslosigkeit wäh- zahl der unehelichen Mütter zu finden; die Prostituirten und Krisen, durch die Nücken und Tücken der rend der verflossenen harten Wintermonate und die zunehmende liefern die geringste Geburtenzahl, ein Phänomen, das die Ausbeuterwirthschaft die weibliche Arbeiterbevölkerung wirthschaftliche Krise, welche an sich schon zehntausende von Ar- medizinische Literatur und die Moralstatistik längst fon- schaarenweise in die Reihen der Straßendirnen, auf der beitern auf das Pflaster wirft und die gesammte Arbeiterschaft ftatirt haben, wovon Herr Lehr durch einen Blick in anderen Seite absorbirt und vernützt sie diese Deklassirten in noch höherem Grade als sonst der Willkür der Unternehmer Dettingen's Moralstatistik sich überzeugen kann. Aber des Proletariats, les dernières des dernières, die Letzten preisgiebt. Herr Lehr giebt dies ja selbst am Schluffe seiner Aus- der Letzten, wie der Franzose sagt, mit derselben RücksichtsParteigenossen! Dies sind die Erwägungen, die uns be- führungen zu, er widerlegt sich somit selbst. losigkeit im Prostitutionsprozeß, wie die Brüder, Väter, stimmt haben, den Arbeitern Deutschlands den ersten Sonntag Wozu also der Lärm? Wozu die so gründlich miß- Mütter, Schwestern im Produktionsprozesse. im Mai für die Achtstunden- Kundgebung vorzuschlagen. Wir glückte Beweisführung? Die Bourgeoisie ist nervös, sehr Kapital geht noch weiter, es kombinirt, es vereinigt, es ersind überzeugt, daß Ihr diesem Vorschlage mit Einmüthigkeit bei- nervös geworden, und die Elendmalerei der Wirthschafts- gänzt die beiden Prozesse, es ersetzt den einen durch den historiker ward ihr allgemach ein Gräuel. Unliebsame anderen, es verschmilzt beide, es läßt im Zyklus der Es handelt sich nun darum, unverzüglich alle Vorbereitungen Thatsachen, die starrnackig und trotzig sich in den Weg Produktionsweise den einen auf den anderen folgen für die Feier zu treffen, welche insbesondere in Massenausflügen, stellen, gilt es fortzureißen. Die Zeichendeuter treten auf Die Arbeitslosigkeit wirft zahlreiche Saisonarbeiterinnen Maffenumzügen und Massenversammlungen zu bestehen haben und zeigen, daß das, was ist, nicht ist. Legen sie auch nicht auf die Straße, sie verkaufen ihren Körper dem ersten aus, so legen sie doch unter. Und diese Ausdeutungskunst Besten, wie sie vorher dem Fabrikanten, dem Verleger ihre Gure Aufgabe ist es, durch zweckentsprechende Organisationen ist auch eine schöne Gegend". Arbeitskraft verkauft haben. Oder der Verschleiß der dafür zu sorgen, daß die Kundgebung in imposanter, Die Prostitution ist eine aus dem Boden der heu- Waare Arbeitskraft geht Hand in Hand mit dem würdiger und ruhiger Weise verläuft. tigen Gesellschaftsordnung emporgewachsene soziale Ein- Vertrieb der Waare Liebe, und das Mädchen, das sich Parteigenossen! Angesichts der Hartnäckigkeit, mit der richtung, eine nothwendige Konsequenz der Maſſenarmuth, in unmenschlich langer Arbeitszeit für ein Bettelgeld abdie Regierungen und die herrschenden Klassen sich weigern, in ein nothwendiges Bedürfniß für unsere Bourgeoisie. Ein rackert, kann das Mindestmaß ihrer Lebensbedürfnisse nur eine gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit für alle Arbeiter, im nothwendiges Bedürfniß für die Bourgeoisie, welche in befriedigen, wenn sie sich preisgiebt. Die unerbittliche Interesse ihres törperlichen und geistigen Wohlbefindens, zu erster Reihe die Prostitution braucht, zahlt, unterhält, Klarheit der Zahlen, wenn diese Zahlen von ehrlichen willigen; angesichts der Thatsache, daß das kapitalistische Pro- weil dieselbe das gesetzmäßige Korrelat der kapitalistischen Forschern dargelegt, nicht von den Sykophanten der duktionssystem uns eben wieder einer Krise von unabsehbarer Ehe, des großbürgerlichen Familienglückes ist. Die goldene Herrschenden in schmählicher Weise vergewaltigt werden, Dauer entgegenführt, in welcher das Ucberangebot von„ Händen" Jugend und die verheiratheten Lebemänner entschädigen spricht ſich darüber deutlich genug aus. Jede Krisis, jedes und die Lohndrückerei in Permanenz gelangen, wo also eine Ver- sich für die Mühseligkeiten ihres Familienidylls durch die Nothjahr schwellt die Ziffer der syphilitischen Erkrankungen. Fanny bei Schulze den Thee genommen. Der alte Fünfundzwanzig Kronen, d. h. sechs Thaler, eine Mark Schulze war galaut und begleitete sie heim; beim Ab- und sechs,... 20 Thaler im Quartal, schied schlug er ihr vor, sie solle ihm ein Bussert" geben, Kronen im Jahr, - ob sie zufrieden war!! so wolle er ihr zur Belohnung einen Muff schenken. Fanny Sie hätte dem alten Graubart um den Hals fallen tam lachend nach Hause und erzählte es. Mama lachte und ihn küssen mögen. Gar nicht zu erwähnen, daß er auch. Dann aber sagte sie: pah, hättest Du ihm den Kuß obendrein gesagt hatte„ vorläufig" nicht geben können?" Es war halb und halb im Scherz Ihr Glück war nicht zu ertragen. Nun vermochte sie Fanny versteckte sich ins alte Sopha und begann zu nicht allein sich selbst im Fahrwasser zu halten; sie konnte Mama ging es auch nicht gut. Die Augen thaten ihr frei werden, frei! Niemals jemand Anderem zur Last überdies auch Mama helfen. Ihre Schulden bezahlen; Feuilleton. Machdrud verboten.] Endlich. Bei Mama. Roman von Arne Garborg. XV. [ 31 weinen. Die Probezeit hatte lang gewährt. Sie hatte schon die weh von dem ewigen Nähen und der Kopfschmerz plagte fie fallen. dreihundert Und dann endlich einmal Mama ein wenig Die Arme, lang genug hatte sie sich Hoffnung aufgegeben. Der alte Houen war Monate hin- fast wie in alten Tagen. Sie konnte nicht mehr so froh machen. die eine und die andere geplagt; jetzt war es an der Zeit, daß man es hatte sich nicht getraut zu fragen. Natürlich konnte er Ihre Kleider platten in allen Nähten, und die Schuhe fielen Freundin verließ fie. Sie hatte in der letzten Zeit zum ihr erleichterte. Gott! wie wurde die Welt so frei und burch herumgegangen und hatte geschwiegen wie eine Wand. flink sein, wie früher; die ihr, Fleck um Fleck, von den Füßen; er schwieg. Sie Arbeiten für Geschäfte ihre Zuflucht nehmen müssen; hell; Gott, wie kriegte man nun Ellbogenraum und das hieß sich rein zu Grunde richten. Wenn fie den ruhige Zuversicht. Geschäftsmüde, wie sie war, tanzte sie kommt mark) Mama ihr nicht Haegdehaugen und als tante fie für gar nichts. Früher hatten die Leute ihr eingeredet, fie fonnte sie nicht mehr Geld verdienen, als eine Mark*) oder die Wangen Klopfte und sagte, sie sei ja dennoch ein kluges sei geschickt; nun exiftirte Niemand, der sie verwenden eine Mart sechs, wenn es hoch kam, eine Krone", wie man Mädchen, da mußte Fanny wieder einmal zum alten Sopha tonnte. So oft fie fragen wollte, verlor sie den Muth dazu. es jetzt nennen sollte; wenn sie aber derart an einem Tage hin... es war ekelhaft, wie leicht sie weinte. eine Strone verdient hatte, geschah es, daß sie am nächsten Tage das Bett hüten mußte. Nein, das ging nicht. Da - Aber lustig fand sie den Laden nicht. Sie war mußte Rath. geschafft werden. Ließ es sich nicht anders siebzehn Jahr alt; ihr junges Blut durchwogte unruhig Du mit Deinem ordnen, so wollte sie... in Gottes Namen... eine Stelle ihren Leib. Es drängte fie, frei zu sein, mitzuthun, sich herum zu tunimeln, sich herum zu drehen; es drängte sie Stolz- merkwürdig, daß es Dir, die Du so ein Kabineta als Dienstmagd suchen. Und da hatte der alte Houen sie blos gefragt, zu sehen und gesehen zu werden, zu bewundern und bewundert zu werden, aufzutreten und gute Figur zu machen; Burde sie diesmal abgewiesen, so verschlossen sich ihr alle Aussichten. Daheim begann Mama zu brummen und zu spotten. " Du mit Deiner Tüchtigkeit" stück bist, nicht leichter geht!" Es quälte fie gewiß schrecklich, daß fie arm war. Handelte es sich um Gels ob sie mit 25 Kronen monatlich zufrieden sei. Ob sie zu ihr Play war unter Menschen, welche lachen konnten, oder Geldeswerth, so war Mama fast allzu gierig, wie es frieden sei?! in strahlenden Sälen, wo man zur Geltung kam; *) Bis zum 1. Januar 1877 war in Norwegen die Mart in es drängte sie nach Sonne, Licht und Luft und noch manchesmal etwas; Fanny erschien das läftig und Umlauf. Die Mart oder Ort betrug ein fünftel Speziesthaler; sie sprach davon, sich es zu verbitten; sei nicht nach heutiger Rechnung ist die norwegische Mart= 0,80 Kconen Abends hatte( 80 Dere), die deutsche Mark= 0,88 Kronen. Leben; und da sollte sie versteckt hinter einem Ladentisch stehen, in Dämmerniß und Staub, au einen Fleck gebunden, gebunden wie eine Sklavin, vom Morgen bis zum Abend, Politische Uebersicht. Berlin, den 5. Februar. Kreis- Wundarzt Stern in seiner ausgezeichneten Arbeit| Dienstmädchen, welche mit den Gebildeten in nächster über die Ausbreitung der venerischen Erkrankungen in Beziehung stehen und auf welche dieselben vor allem ihren Breslau spricht es offen aus: Wenn Handel und In- sittlichen Einfluß geltend machen sollten, werdeu hauptsächdustrie darniederliegen, zahlreiche Dienstboten, Arbeiterinnen lich das Opfer ihres Leichtsinns.... Die Dienst- Der Reichstag sette am Donnerstag die am Mittwoch aller Art infolge dessen brotlos werden, andererseits viele mädchen... sind zu unselbständig, vertrauensvoll und oft begonnene Kolonialdebatte fort. Herr Dechel Personen zuziehen, ohne den gehofften ohne den gehofften Verdienst sogar unschuldig, um sich der Folgen ihrer Handlungs- ha user wollte zwar kein Kolonialschwärmer sein, schwärmte zu finden, so geben sie nur zu oft ein Material, aus dem weise klar zu werden." Ist das Prostitution, Herr Lehr, aber doch sehr für seine ostafrikanische Gesellschaft und sprach die Prostitution sich immer wieder aufs Neue rekrutirt. wenn ein„ jung, unschuldig Ding" verführt wird, und zu vom Argonautenzug" des Dr. Peters, während Mirbach Andererseits sind bei dem wirthschaftlichen Rückgang viele oft nur vom Herrn oder Sohn des Hauses, in dem sie die Kolonialpolitik benutzte, um die Beibehaltung der KornMänner außer Stande, Ehebündnisse einzugehen. Sonach dient? Ist das Prostitution, wenn sie dann einem Kinde vativen Kolonialbegeisterung einen Dämpfer auf; er verzölle zu empfehlen. Der Reichskanzler setzte der konserist bei dem Obwalten aller dieser Verhältnisse die Gelegen- das Leben giebt? Und blättern wir bei unserem Autor theidigte den deutsch- englischen Vertrag und zeigte eine sehr heit zu außerehelichem Geschlechtsverkehr und somit die eine Seite um, so zeigt er in einer Tabelle, die auf An- nüchterne Auffassung der Kolonialangelegenheiten. Gelegenheit zu venerischen Ansteckungen vielfach gegeben." gaben des Leipziger städtischen statistischen Bureaus beruht, Rechte war sichtlich überrascht und verstimmt und wurde Und Stern bleibt den statistischen Nachweis, den er mit daß von 100 in Leipzig außerehelich geborenen Kindern es noch mehr, als Richter die Konsequenzen aus der Rede Gründlichkeit und Eleganz erbringt, nicht schuldig. nur 0,10, also ein Zehntel vom Hundert, Kinder von des Kanzlers zog und auch Herrn Dechelhäuser derb zurechtProstituirten waren! wies. Vollmar begründete die ablehnende Haltung der Sozialdemokratie. Die Es leuchtet ein, daß ein Zusammenhang zwischen Prostitution und unehelicher Geburten- Biffer, wie ihn Lehr fonstruirt, in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Aber ist es friegen und sich prostituiren dasselbe ist, und dann ziffer- halten, um den höchst überflüssigen Nachweis zu liefern, daß In einem Athem zu behaupten, daß uneheliche Kinder Nachdem dann Herr von Kardorff eine lange Rede ge nicht ein starkes Stück großbürgerlicher Moral, das uns mäßig zeigen, daß der Antheil der Prostituirten an der halten, um den höchst überflüssigen Nachweis zu liefern, daß freilich nicht unerwartet kommt, die uneheliche Mutterschaft Bastard- Ziffer verschwindend klein, das ist ein Kunststück 4 und 5 Jahren, wurde die Debatte vertagt, so daß also er von kolonialen Dingen heute so wenig versteht, wie vor mit der Prostitution gleichzusetzen und jedes uneheliche bürgerlicher Dekonomie, wie es possenhafter kaum zu mindestens noch eine Sigung dem dunkelen Erdtheil geKind in ein Hurenfind umzulügen? Herr Lehr geht von denken ist. Nur beiläufig sei Herr Lehr gefragt, ob er widmet werden wird. der„ Thatsache" aus, daß die Dienstmädchen, welche sich die Damen der guten Gesellschaft", die außer- Jm Ganzen verläuft die Etatberathung sehr langsam doch unzweifelhaft in einer gesicherten, namentlich pekuniäre ehelich gebären, auch zu den Dirnen rechnet. Weiß er und es ist sehr die Frage, ob es möglich sein wird, mit gesicherten Lage(!) befinden, in Leipzig zu den unehelichen nichts von den„ diskreten" Hebammen und Aerzten, bei der zweiten Lesung des Arbeiterschutz- GeMüttern einen bei weitem höheren Prozentsatz stellen, wie denen Damen gute Aufnahme und Pflege" finden? Ein se z es schon Ende der nächsten Woche zu beginnen, was in die gewerblichen, speziell auch die hausindustriellen Ar- Blick in irgend ein Bourgeoisblatt wird ihn aufklären. Aussicht genommen ist. 11 beiterinnen." Es kann also nach ihm die Annahme nicht Oder erinnert sich an die zahlreichen Prozesse wegen Die sogenannte Kolonialpolitik, welche feiner Zeit wohl aufrecht erhalten werden, daß die letzteren einzig Abtreibung der Leibesfrucht, an denen doch Proletarierinnen von dem Fürsten Bismarck inszenirt wurde, um den Bankerott und allein durch die Sorge um die nothwendigsten Lebens- sehr selten betheiligt sind? seiner inneren und äußeren Politik zu verdecken und die bedürfnisse gezwungen würden, sich der Prostitution zu Die Ziffer der unehelichen Geburten nimmt zu, wenn Massen durch ein schillerndes Gaukelbild zu fesseln an und der ergeben". Emphatisch ruft er aus:" Ich wiederhole, auch die wirthschaftlichen Verhältnisse sich verschlechtern, die Betrachtung ihrer elenden und unwürdigen Lage zu hindern, hier giebt es gewerbliche Arbeiterinnen, welche einen mit große Masse in ihrer Heirathsmöglichkeit beschränkt wird. hat genau die Folgen gehabt, welche wir von Anfang an den Kosten des einfachsten Lebensunterhaltes in schreiendem Es ist ferner eine bekannte Thatsache, daß die außer voraus sagten. Widerspruch stehenden Lohn erhalten; ich will auch nicht ehelichen Kinder im Proletariat durch die spätere Ehe Seite gelassen, lag der Hauptfehler der Bismarc'schen Die Frage der Zivilisation und Humanität ganz bei bestreiten, daß manche derselben einen nicht zu billigenden legitimirt werden, man weiß auch, daß die fortgeschrittene Rolonialpolitik darin, daß der angeblich so schlau berechnende Lebenswandel führen, vielleicht auch hier und da durch Arbeiterschaft die außereheliche Geschlechtsgemeinschaft nicht Staatsmann die ins Spiel kommenden Machtfaktoren gar nicht die Noth dazu getrieben sein mögen; aber das berechtigt mit dem Pharisäismus der Bourgeoisie betrachtet, daß sie berechnet hatte. Er bildete sich ein, der größte Theil von noch nicht zu einem Schlusse auf die Allgemeinheit, und aber auch die Heirath meistentheils nachfolgen läßt. Die un- Afrifa sei herrenloses Land, das man bloß zu ergreifen ich bin im Gegentheil der Ansicht, daß nicht wenige Pro- eheliche Geburten- Ziffer fann man als Gradmesser für die brauche, um es für ewig zu befizen. Er hatte keine stituirte das Gewerbe um des Gewerbes willen treiben, sich ökonomische Situation, nicht aber ohne Weiteres als den Ahnung von den Schwierigkeiten, welche das Klima, der aber der Welt gegenüber des Aushängeschildes als Näherin Gradmesser für den Stand der Moral der Arbeiter- Boden und die einheimische Bevölkerung einer dauernden u. f. w. bedienen." Und ferner:„ Ich glaube doch, daß die klasse betrachten. Der Kampf der alten mit der neuen teine Ahnung von den enormen Schwierigkeiten und Kosten Besiedlung durch Europäer in den Weg stellen; er hatte Gegenüberstellung der Zahl der unehelichen Geburten bei Weltanschauung, der bürgerlichen mit der proletarischen auch nur der kleinsten Expedition; und endlich ließ er vollden Hausarbeiterinnen einerseits, und den noch nicht unter Moral ist noch nicht zu Ende. Und so energisch wir ständig außer Acht, daß auch europäische Konkurrenzmächte: Nahrungssorgen leidenden Dienstmädchen(!) andererseits, eintreten für eine wahre, wahre, auf gefesteter Basis England und Frankreich namentlich aber die Zahl der wiederholten unehelichen ruhende wahrhaftige Chegemeinschaft, so sei doch zur Ab- das erstere durch das Vorgehen Deutschlands Geburten bei den letzteren einen deutlichen Fingerzeig dafür wehr heuchlerischer Tugendhelden auf ein günstiges Zeug zu verdoppelten und verzehnfachten Anstrengungen geben, daß es nicht die Noth allein sein muß, welche ein niß hingewiesen, das die bayerische Regierung in einem angespornt werden mußten, und daß sie unter allen Umständen Mädchen zur Preisgebung seiner Ehre veranlaßt, sondern amtlichen Berichte den wilden Ehen ausstellt. Das pro- im Stand waren, mit weit überlegenen Kräften den Kondaß bei einem recht beträchtlichen Theil der weiblichen letarische Konkubinat i, eben ein anderes, als das kurrenzkampf zu führen. Bevölkerung ganz andere Motive dafür bestim- der Bourgeois. mend sind." namentlich Das Unvermeidliche ist denn auch eingetroffen. Kaum Was aber besagen die Spiegelfechtereien Lehr's? hatte Fürst Bismarck mit dem üblichen Reklame- Radau Wir haben so ausführlich zitirt, damit der Leser mit Feststeht, daß die Noth die Quelle der Prostitution seine Stolonialpolitik begonnen, so erschienen die Engländer und Franzosen auf der Bildfläche; es entstand ein tolles eigenen Augen den Rattenkönig von Sophismen sieht, mit ist. Und es ist weiter eine Unverfrorenheit sonder Gleichen, Kirchthurm- Rennen der kolonialpolitifirenden Staaten, denen Herr Lehr sich behelfen muß. Darüber braucht kein ein Mädchen, das der Verführung zum Opfer fällt oder und die stärksten haben natürlich gewonnen. Dab Wort mehr verloren zu werden, daß Prostitution und das sich dem Geliebten hingiebt, kurzer Hand zur Dirne Deutsche Reich hat zwar nicht pour le roi de Prusse*) uneheliches Gebären nicht dasselbe sind. Das Loblied auf zu stempeln, mit Hilfe dieser windigen Unterstellung die gearbeitet, aber, was in diesem Fall viel schlimmer ist, für die glückliche Situation der Haussklavinnen, die als Dienst- uneheliche Geburten- Ziffer dazu zu benüßen, die Noth als das Ausland: England und Frankreich haben den mädchen ihr Brot sich verdienen, bedarf gleichfalls keiner Ursache der Prostitution der Heimarbeiterinnen flink zu afrikanischen Rahm abgeschöpft, und uns Deutschen ein fritischen Randbemerkung. Wie folgert Lehr? Die estamotiven und offen heraus gesagt die Geilheit als bischen saures Milchwasser zurückgelassen. Die Engländer Leipziger Dienstmädchen stellen ein größeres Kontingent das treibende Moment zu erklären. Denn was anderes und Franzosen wir meinen die chauvinistischen, zu den unehelichen Müttern, als die Heimarbeiterinnen. meint der Herr Lehr mit den ganz anderen Motiven", denn die vernünftigen verdammen die Kolonialpolitik ebenso Die Dienstmädchen sind aber besser gestellt, sie haben keine die bei einem recht beträchtlichen Theil der weiblichen entschieden, wie alle vernünftigen Deutschen die Engländer und Franzosen sind jetzt auch mit unserer Kolonialpolitik Nahrungssorgen gewiß! sie beziehen 120-180 M. Bevölkerung" den Anlaß zur Preisgebung seiner Ehre" sehr zufrieden; und warum sollten sie nicht? Haben sie Jahreslohn und haben freie Kost und was für Kost oft, bilden? allein doch den Nutzen davon. Und allenfalls noch der und freie Wohnung und was für eine- also prostituiren So reduzirt der findige Scharfsinn des Leipziger Hamburger Kulturschnaps- Wörmann. sich die Hausarbeiterinnen in den meisten Fällen nicht aus Dekonomen die ganze peinliche Prostitutionsfrage auf ein Noth, sondern nun aus ganz anderen Motiven." erotisches Motiv, er stürzt die grause Gottheit der Noth Das heißt eine himmelstürmende Logik, die alle von ihrem Piedestal und errichtet dafür die Statue des Hindernisse nimmt, wie ein Vollbluthengst. Auch die Priapus, er löst ein wichtiges soziales Problem, indem er Hindernisse, welche sie selbst sich in den Weg gestellt hat, es herabzieht in die Atmosphäre des Bordells, und er Denn ein paar Seiten weiter zitirt unser Lehr zustimmend kann dabei des rauschenden Beifalls der bürgerlichen Klassen aus einem Auffage Dr. Taube's die Stelle: Die sicher sein. mit einer Stunde Zeit zum Mittagessen. Sie hatte gemeint, ein Jahr oder so bei Houen auszuhalten; aber hoffnungslos lang, wie die Stunden wurden, konnte sie sich nicht vor stellen, wie das ihr gelingen sollte. Zur Miquelfrage bespricht der„ Hamburgische Corre spondent" die Gerüchte von der Ernennung Miquel's zum Momente die ungewöhnliche Arbeitsüberbürdung Caprivi's preußischen Ministerpräsidenten und erwähnt als begründende *) Französische Redensart: eigentlich für den König von Preußen", soll heißen: umsonst, vergeblich. Schule faul gewesen... Haha, denkt Euch, eine Valkyrie Nun denn, so nehmen Sie sie also für neun in einer Garnhandlung; das paßte nicht... Sie zwang zehn." sich zu denken, zwang sich, die Augen von der Uhr abzu- Siebzehn", sagte der Bauer und blieb stehen. Also wenden; wechselte ab und zu ein paar Worte mit Jlsnaes, in Gottes Namen, meinetwegen um achtzehn; wir verdienen Wer nur ein Buch bei der Hand gehabt hätte oder Moe, mit Dorthe;-nun mußte doch wohl endlich, um feinen Dere dabei; jedoch man muß ja den Handel in Gang wenigstens ein Strickzeug, eine Stickerei, etwas, um sich in Himmelswillen, eine Stunde Zeit verflossen sein. Ja erhalten. Wieviel sollte es sein? Bwei Ellen! den langen Freistunden zu beschäftigen, irgend etwas, das sie freilich. Sechzehn Minuten waren vorüber. " So, zwei Ellen... Bitte recht sehr. Sonst nichts mehr an die Uhr vergessen ließe. Aber nein. Man durfte sich nicht einmal setzen. Hatte man nichts zu thun, so mußte man wand haben. Wieviel? Er wußte es noch nicht. Das Endlich erschien ein Bauersmann. Er wollte Lein- gefällig? Uf! Aber gottlob; man hatte es zu Ende ge sich zu thun schaffen, jedenfalls aber immerfort stehen; der Er wußte es noch nicht. Das bracht... was?! Zwanzig Minuten? Das war alles? Ja, hier gab es Leinwand Chef konnte ja jeden Augenblick kommen, und dann mußte tam auf den Preis an. Nein, hier war es nicht luftig. Allein ein Jahr lang Jeder, der den Laden. betrat, den bestimmten Eindruck für viele Preise. Gewiß, aber der Bauer wollte etwas mußte man es ja doch aushalten können; Jungfer Stang, empfangen, daß man in diesem Geschäft nicht Zeit behielt, Billiges; zugleich sollte es jedoch etwas Gutes sein. Frei- ihre Vorgängerin, die hatte es dreizehn Jahre lang auslich;„ hier ist etwas, das zugleich billig und gut ist. Das um träg zu werden. gehalten. Denkt Euch, dreizehn Jahre! Aber dann war Also in den Fächern ordnen, rücken, klassifiziren, Staub sollten Sie sich anschauen." Man mußte natürlich rasch sie auch fertig gewesen. Es war von ihr nichts anderes abputzen, den Bestand aufnehmen; in Bewegung sein, so und geschickt bedienen, mit einer einnehmenden Miene und übrig als ein Sfelett und ein paar Nasenbrillen", wie lange man's fonnte, und hernach stehen; stehen und stehen, Wohlaufgelegtheit und Dienstwilligkeit und mit augenfälligem der Junior sagte-, und dann hatte sie ein altes Scheusal aber dabei ausschauen, als ob man eben sich eine Pause ich Ihnen sehr empfehlen Sie bekommen nirgends etwas nicht einmal mit einer Feuerzange hätte anrühren Interesse für die Bedürfnisse des Kunden. Dies möchte von achtundsechzig Jahren geheirathet, welches Fanny gönne; eine halbe Stunde auf dem einen Bein, hierauf eine Besseres, wenigstens nicht zu diesem Breis; die meisten Leute mögen. Ich würde sogar einen Watsack nehmen", hatte halbe Stunde auf dem anderen Bein, und dann wieder wechseln; vielleicht eine Lade aus dem Zahltisch ziehen, um das Bein kaufen davon; Hausmütter, die wirklich etwas davon ver- sie geäußert, wenn ich nur aus der Bude herausdaran zu stüßen, aber stehen; stehen, bis die Glieder aus stehen, nehmen immer diese Waare, besonders, wenn sie fomme!" einander glitten und der Kopf ganz faufend leer ward, wie etwas recht Starkes und Dauerhaftes wollen. Nein, Sie Die andere Dame, Dorthe Balzersen, hielt es schon ein leeres Holzfaß. Die Zeit von acht Uhr Morgens bis fönnen ja doch nicht sagen, daß das theuer iſt. Wir ver- zwei Jahre aus. Sie war ein angenehmes Mädchen; je um Mittag schien absolut unendlich. Allerdings, dann kam laufen es fast zum Einkaufspreis; wir verdienen nahezu doch sie war gottselig. Deshalb konnte Fanny sich nicht ... In der Storgade? Ja, billige ein kleines Mädchen, das eine weiße Spule Nr. 30 wollte. gar nichts daran Sogleich; bitte sehr. Zehn Dere; danke. Sonst nichts ge- Sachen können Sie bei uns auch haben, aber sie sind nicht ganz an sie schließen; sie hätte selbst gottselig werden müssen. Und das vermochte sie nun einmal nicht; sie wollte wenig fällig heute? – Adieu. Es war noch gleich viel Uhr. Es so gut, nicht so gut, selbstverständlich. Allein, Sie können stens das Theater nicht aufgeben. Glücklicherweise redete blieb gleich viel Uhr. Ging die Uhr heute etwa nicht? ia selbst sehen; gute Waare iſt es, auch diese... Bitte, be- Dorthe nicht viel von ihrer Gottesfürchtigkeit, so daß Fanny Odoch, sie ging. Ui, nicht an die Uhr denken. Un trachten Sie dies!... Und das!" dennoch mit ihr ziemlich viel umgehen konnte. Anderes denken, an Anderes..... an Mama, Lea, das Man packte vor dem Bauer alles aus, was man von Das männliche Personal bot wenig Interesse. Ilsnaes, Theater... Was wir heute wohl zu Mittag friegten; dieser Waare besaß; nein; er kehrte zum ersten Stück zurück; der oberste Buchhalter, war mehr als dreißig Jahre möchte wissen, wie es dem kleinen Buben ging; das Kinder- dieses wollte er zu wohlfeilerem Preis. Dan mußte in's alt und verheirathet; der Lageraufseher Moe war junger, mädchen sah nicht sehr zutrauenerweckend aus... Oho, war Unendliche hinein handeln. Niemals müde werden. Man aber still und zurückhaltend. Er stammte vom Land her. das nicht Student Uchermann, der da draußen so erfroren wußte, daß der Bauer die Leinwand auch um 16 Dere bedaher spazierte, in schäbigem Rock... die Nase aber doch kommen konnte; der Chef würde verdienen, selbst wenn man hoch in der Luft; sonderbarer Mensch... Uf, sie, die sich sie um fünfzehn verkaufte; jedoch man war verpflichtet, die nicht mehr erinnert hatte, was eine Valkyrie war; gräßlich, zwanzig aufrecht zu erhalten, bis der Kunde Einem den so dumm zu sein; das kam daher, wenn man in der Rücken wandte... An ( Fortsetzung folgt.) „ Schein und Wirklichkeit. Wer die günstigen Berichte studirt, die schriftlichen und bildlichen Darstellungen, die über die Schulen Argentiniens auf der Pariser Weltausstellung zu sehen waren, hat jedenfalls eine hohe Meinung von den Schulverhältnissen Argentiniens bekommen. Allein das ist alles nur Schein, die Wirklichkeit ist ganz anders. Aber abgesehen davon, wie es im Inneren der Schulen aussieht, sei hier für heute nur angeführt, daß von 660 000 schulpflichtigen Kindern in Argentinien 250 000 regelmäßig die Schule besuchen, so daß 410 000 Kinder ohne Unterricht bleiben. 310 000 Kinder besuchen nur hier und da die Schule, um nothdürftig lefen und schreiben zu lernen und 100 000 bleiben eben Analphabeten. Diese Zahlen sind aber eher noch zu günstig; in Wirklichkeit gestaltet sich die Sache jedenfalls noch viel schlechter." und bas politische Uebergewicht Miquel's. Auf Miquel sei| katholischen Klerus nennen. Dort haben die Geschornen Ueber die argentinischen Schulverhältnisse ein guter Theil der leitenden Stellung der inneren Gesammt seit Jahrhunderten frei geschaltet und gewaltet, und thun lesen wir in unserem tapferen Bruderorgan, dem Vorwärts" politik, welche früher beim Ministerium des Innern war, es bis auf den heutigen Tag, so daß in den Zuständen des von Buenos Ayres: übergegangen, denn Herrfurth sei zwar ein guter Reffort Landes sich also unzweifelhaft ihr Wille ausdrückt. Wir minister, aber zum leitenden Politiker ungeeignet. So ver- sind auf diese Weise in der sehr angenehmen Lage, den Zukunftseinige fich alles, um Miqnel auch in Reichssachen zum staat der Pfaffen, der in Belgien bereits Gegenwartsstaat treibenden und leitenden Glement zu machen. Vor- geworden ist, in all seinen Einzelheiten genau betrachten läufig freilich biete die Ausführung des Planes persönliche zu können, während uns gegenüber die schwarze Genund fachliche Schwierigkeiten, müsse aber als Symptom des barmerie in der qualvollen Lage ist, trotz verzehrender vorhandenen Mißstandes gelten. Wir wären dem Blatte Neugier nicht einmal durch irgend ein wohlthätiges sehr verbunden, wenn es uns mittheilen wollte, was Herr Schlüsselloch in den mit 7 Siegeln verschlossenen ZukunftsMiquel zu treiben" und zu leiten" hat. Bis jetzt hat er staat der Sozialdemokraten hineinblicken zu können. Nun es nur bis zu einer„ Steuerreform" getrieben, die Niemandas versichern wir den Herren von der schwarzen ben befriedigen kann. Gendarmerie: so schwarz und dunkel wie in ihrem Zukunfts- oder Jdealstaat wird es in dem unsrigen nicht Die Landgemeinde- Ordnung, um die im preußischen aussehen. Bei uns wird es nicht vorkommen, daß wie Abgeordnetenhause so heftig gekämpft wurde, ist, das jetzt aus Brüssel gemeldet wird von 100 Rekruten mit einigen von der Regierung gebilligten Abänderungen, obendrein aus der Haupt- und Residenzstadt, wo doch Das neue japanische Parlament hat auch schon von der Kommission einstimmig angenommen Bildung vergleichsweise noch am höchsten-70 nicht seinen Konflikt. Als der Minister des Aeußeren, Vicomte worden. Die kaltgestellte Raketenfifte hat also vergeblich schreiben und nicht lesen können, und von den übrigen 30 Aoki, fich weigerte, die Vorschläge und Gegenvorschläge in auf einen Konflikt gehofft. Uebrigens dürften für die nur ganz wenige gut lesen und schreiben. In unserem Betreff der Verfassungsrevision mitzutheilen und sich dabei nächste Zeit keine Raketen aus Friedrichsruhe aufsteigen. Zukunftsstaat wird Jeder und Jede etwas ordentliches auf das Beispiel anderer Länder, besonders Englands, beDie Verabschiedung eines höheren Offiziers( des General lernen und wenn das auch nicht Alles ist, was zu einem rief, wurde er durch lärmende Zwischenrufe:(„ Wir brauchen Lescinsky), der dem Exkanzler in Hamburg ein kleines menschenwürdigen Dasein gehört, so ist es doch viel- keine Uebersetzungen!"" Wir fragen nicht nach fremden BeiZweckessen gegeben hatte, ist ein nicht mißzuverstehender mögen die Gelehrten der„ Germania" und der„ Kölnischen spielen!" 2c.), unterbrochen. Der Minister hielt einen AugenWint mit dem Baumpfahl. Der alte Mann" mag reden Volkszeitung" noch so Richter- und Rohrspaßenmäßig auf blick inne; da aber der Präsident nicht eingriff, um ihm und schimpfen so viel er will, aber hands off! Hände weg den sozialdemokratischen Zukunftsstaat" schimpfen. von der aktuellen Politik! Und die Hände werden wegbleiben! Die 1 " " In Ruhe zu verschaffen, nahm er Play, ohne zu Ende zu reden. Auf einige besondere Anfragen gab er noch kurze Antworten, In Brüssel dauert die Aufregung fort. Während entfernte sich dann aber plöglich. Als dies bemerkt wurde, Nachricht, daß der nationalliberale die Kammer noch nicht recht weiß, ob und wie sie eine beschwerten sich die späteren Frager, die dadurch ihren Zweck Millionendieb Winkelmann von der argentinischen Verfassungsrevision" vornehmen soll, haben nicht erreichten, und das Haus beschloß, den Minister aufRegierung ausgeliefert werden solle, durchlief vorgestern wie am Mittwoch, wie gemeldet wird, die Rekruten demonstrirt. zufordern, am folgenden Tage zu festgesetter Stunde vor ihm ein Lauffeuer die gute Seestadt Leipzig und Entsetzen Ihre Demonstration, der sich an tausend Manifestanten an zu erscheinen, um Rede und Antwort zu stehen. Statt diesem erfüllte die zahlreichen Bieber- und Ordnungsmänner, welche schlossen, ging gegen das Militärsystem. Sie durchzogen Wunsche zu entsprechen, sandte der Minister einen Brief an von den Enthüllungen des braven Genossen etwas zu die Stadt mit den Rufen: Weg mit dem Blutgesetz! den Präsidenten des Unterhauses, um mitzutheilen, daß er fürchten haben. Allein eine sofort nachfolgende Depesche, welche Allgemeines Stimmrecht!" Auch wurde die Marseillaise" dem bereits Gesagten nichts Neues hinzuzufügen habe und deshalb nicht erscheinen werde. Das Abgeordnetenhaus hat die Antwort des Regierungsvertreters Hellwig auf die gesungen. Stolle' sche Anfrage hin genauer mittheilte, verscheuchte Weiter wird gemeldet: Soldaten des Grenadier- Re- zu dieser Antwort noch nicht Stellung genommen; aber ein großer Theil der Presse findet, daß der Minister schon in die Angstwollen wieder bis auf ein ganz kleines Restchen. giments verweigerten heute den Gehorsam, so daß vierzig einer Rede gar zu sehr den Ton gesteigert und dadurch die Da die Verhaftung noch nicht stattgefunden hat, sondern derselben in das Militärgefängniß abgeführt wurden. Die feiner Rede gar zu sehr den Ton gesteigert und dadurch die Gemüther erhitzt habe. Man nennt diesen Minister den da bloß gehofft" wird, das Schriftstück, an dessen merkwürfelben steckten ihre Betten in Brand und stimmten auf asiatischen Bismarck und es ist daraus zu ersehen, digem Fehlen der erste Auslieferungs- Antrag scheiterte, rührerische Lieder an. Wie verlautet, befürworten mehrere daß die Japanesen in der Nachahmung europäischer Zuwerde" inzwischen eingetroffen, und der neue Aus- Offiziere einen sofortigen Garnisonswechsel, da man der stände es wirklich schon sehr weit gebracht haben. lieferungs- Antrag von besserem Erfolg begleitet sein als der Brüsseler Garnison kein Zutrauen schenken könne. erste, so haben die armen Bieder und Ordnungsmänner Militärkreisen herrscht Erregung über diese Vorfälle." der nationalliberalen Ex- Hochburg sich wieder beruhigt. So und dazu berichtet die Independance" vom 5. Februar: Neueste Nachrichten. In dem schottischen dumm, denken sie, wird der Bursche doch sicher nicht sein! In den 40 eingekerkerten Grenadieren seien nur die Hafen Cardiff streikt seit einiger Zeit eine Gruppe Und in der That, es wäre auch ein Wunder. Freilich in Die ganze von Dockarbeitern. Um derselben Herr zu werden, liefen dieser Affäre find wir an Wunder gewöhnt. Oder ist es Hauptanstifter der Widerseßlichkeit bestraft. nicht ein Wunder, daß, als die Auslieferung mündlich durch Kaserne habe den Gehorsam verweigert. Die Offiziere seien die Dockdirektoren zur Polizei und ans Gericht, und machten den Konsul gefordert wurde, gar kein regelrechter, schriftlich gröblich beschimpft worden. Die Militärbehörden wurden gegen mehrere der streitenden Arbeiter einen Prozeß( wahrausgestellter und beglaubigter Auslieferungs- Antrag der gestern davon benachrichtigt, daß die Grenadiere die Kaserne scheinlich wegen Verschwörung") anhängig. Auf diese in Brand zu stecken beabsichtigten. Die Untersuchung gegen Herausforderung sind die Arbeiter die Antwort nicht schuldig Leipziger Behörden vorlag? Wir entfinnen uns taum je von einem wunderbareren 10 Soldaten und 1 Korporal wegen Betheiligung an der geblieben: wie ein Telegramm uns meldet, hat der große Wir entsinnen uns kaum je von einem wunderbareren Kundgebung vom Sonntag ist eingeleitet. Gestern fehlten Arbeiter bund, welcher die Organisationen sämmtlicher Wunder gehört zu haben. 5 Soldaten beim Appell. Mit äußerster Strenge soll jeder in den Docks, in der Schifffahrt und bei Wasserbauten beDer konservative Reichstags- Abgeordnete Müller Ungehorsam bestraft werden. Aus all diesen Dingen geht schäftigten Arbeiter Großbritanniens umfaßt,- etwa eine ( Marienwerder) hat endlich sein Mandat niedergelegt, hervor, daß die Aufregung in Brüssel eine ungeheure ist. Wiertelmillion Arbeiter- den Streit für deffen Ungiltigkeit in den nächsten Tagen vom Reichstag Sie kann nur beseitigt werden, wenn man dem belgischen alle Dodarbeiter in Cardiff angeordnet. Und jetzt mögen die Herren Dockdirektoren sehen, wie sie fertig werden. ausgesprochen worden wäre. Herr Müller hätte das schon Volke das allgemeine Wahlrecht giebt. Wenn es gewissen Lebewesen zu wohl ist, gehen sie aufs an dem Tage thun müssen, wo die GeschäftsDie franzöfifche Deputirtenkammer berieth am Eis. ordnungs- Kommission sein Mandat für erloschen erklärte. Und sah er nicht ein, was sich schickte, so hätten Dienstag den Artikel 5 des Fabrikgesetzes, welcher den unter 18 Jahren einen feine Parteigenossen es ihm begreiflich machen sollen. Statt Frauen und Kindern dessen hat Herr Müller, unter Billigung der konservativen freien Tag in der Woche sichert. Abg. de Mun verGentlemen und Kavaliere, sein thatsächlich ungiltiges theidigte ein Amendement, welches untersagt, Frauen und Mandat noch 14 Tage lang ausgeübt und es zur Brot- Kinder an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen zu beschäf Die Wahlprüfungs Rommission verhandelte in im Interesse der besagten tigen. Bischof Freppel begründete ein anderes Amende- ihrer gestrigen Sitzung zunächst über die Wahl des Abg. Meyer und Fleischvertheuerung Gentlemen und Kavaliere nach Kräften ausgenutzt. Man ment, als den in Artikel 5 bestimmten freien Tag den( Arnswalde) 1. Frankfurt a. D. D. In diesem Kreise leitete ber hat von einer„ besonderen Offiziersehre" gesprochen Sonntag bezeichnend, und wies darauf hin, daß auf der Sohn, welcher Landrath dort ist, die Wahlagitation für den Herrn Berliner Arbeiterschuß- Konferenz die Wich Papa mit Erfolg, denn letzterer wurde, wenn auch mit geringer es scheint auch eine besondere konservative Ehre zu tigkeit der Sonntagsfeier betont worden sei. Nach längerer Mehrheit, gegen den freisinnigen Kandidaten gewählt. Daß außer gebent. Die Affäre Müller hat aber noch eine andere, nicht Debatte wurden beide Amendements mit großer Mehrheit dem Herrn Sohn auch sonst der konservative Wahlapparat, nämweniger skandalöse Seite. Der betreffende Herr zeigte abgelehnt, und die Kammer nahm dann den Artikel 5 mit lich Gutsbesitzer und deren Förster, Inspektoren, Pastoren, Lehrer, nämlich schon am 2. Dezember, d. h. gleich in der ersten 330 gegen 15 Stimmen in seiner ursprünglichen Fassung Drisschulzen, Gendarme u. f. w. auf den Beinen waren, ergiebt mission schließlich zu dem Ergebniß, den Beschluß über die Sigung nach den großen Ferien", dem Präsidium an. Man weiß nicht, was verwerflicher ist: wenn die sich aus dem sehr umfänglichen Wahlproteſt und kam die Kombis dem Reichstage das des Reichstags seine Ernennung zu einem Amte an, Bourgeois den Frauen und Kindern keinen freien Sonntag Giltigkeit der Wahl auszusehen, eine ganze Reihe die ihn voraussichtlich zur Niederlegung seines Man- oder wenn ihnen die Junker und Pfaffen keinen freien Tag Ergebniß der in Bezug auf in der Woche gönnen. Unter solchen Umständen ist der Protestpunkten beschlossenen Erhebungen eingegangen ist. dats zivingen, oder richtiger: dessen Erlöschen zur Hierauf kam die Wahl Witte's( Sonneberg) an die Reihe. BeFolge haben würde. Beschluß der Kammer mehr, als man erwarten konnte. Den folgenden Tag fanntlich wurde seinerzeit der Gegenkandidat Witte's, der Sozial3. Dezember überwies der Reichstag die Angelegenheit der Das englische Unterhaus hat, wie wir gestern schon demokrat Schneider Reißhaus in Erfurt, in den Zeitungen bereits Kommission wartete mit Erledigung der überaus einfachen, Hicks Beach auf Untersuchung der übermäßigen das Ergebniß brachte, daß Witte gewählt sei und zwar mit 8508 Geschäftsordnungs- Kommission. Und die Geschäftsordnungs- unter den„ Neuesten Nachrichten" meldteen, den Antrag von als gewählt aufgeführt und zwar als„ Zwölfter vom dritten Dutzend", bis dann die offizielle Feststellung des Wahlresultats gar keiner langen Berathung erheischenden Sache bis zum Arbeitszeit der schottischen Eisenbahndann nach kurzer Berathung das Mandat für erloschen am Parlamentarisches. von Daß diese Wahl nur ein Kunstprodukt" war, wurde seiner22. Januar also volle fünfzig Tage!, wo beamten angenommen. Eine solche Untersuchung wäre gegen 8496, welche auf Reißhaus fielen. erklärt ward. So ist also das thatfächlich ungiltige Mandat auch bei uns in Deutschland ſehr wohl angebracht.- Aufzeit schon vielfach behauptet und ist durch mittlerweile erfolgtes des Herrn Müller volle zwei Monate ausgeübt den Docks geht es unruhig zu, denn infolge eines Be gerichtliches Urtheil und den jetzt von der Wahlprüfungsworden; die Verantwortlichkeit für zehn von diesen schlusses der Londoner Dockbehörden laden die Schiffe kommission gefaßten Beschluß erwiesen. sofort aus. Es ist den Schiffseignern überlassen, ein Korps 60 Tagen fällt auf Herrn Müller selbst, die für die übrigen von freien Arbeitern zu organisiren. Ein Konflikt mit den fünfzig Tage aber auf die jaumfelige Geschäfts Dockarbeitern ist ausgebrochen und eine zahlreiche Polizeiordnungs- Kommission. truppe bewacht die Docks.- Die Polizei wird womöglich wieder den Konflikt zu einem akuten machen. " Ueber ein verunglücktes Bismarckbier meldet die Weserzeitung" aus Hamburg: Der russische Rubel scheint wieder stark zu kreisen. Wie uns von kompetenter Seite mitgetheilt wird, hat sich das Projekt der Gründung einer Aktiengesellschaft Brauerei Nach einer Meldung aus Belgrad drangen starke Arnautenin Friedrichsruh" zerschlagen. Bekanntlich hatte ein Ron- banden in die Stadt Drenica( Türkei), verjagten die türkifortium bereits einen Kontrakt wegen pachtweiser Ueberlassung schen Ortsbehörden und zündeten sämmtliche Staatsgebäude des Bauterrains für die Brauerei auf 50 Jahre abgeschlossen, an. Die Beamten flüchteten nach Pristina, um bei den der jedoch wieder annullirt wurde, nachdem er in einem Theile dortigen Behörden Schuh zu suchen. der Presse abfällig besprochen worden war. Andererseits wollte Fürst Bismarck auch entschieden nicht dulden, daß sein Oberförster mit zu dem Gründungskomitee gehöre, furz, es zerschlug sich die Affäre schließlich an dem ent- gewaltthätigen Präsidenten Balmaceda ausgebrochen. Die furz, es zerschlug sich die Affäre schließlich an dem ent- Aufständischen haben die Flotte zum Theil in ihrer Gewalt, schiedenen Widerspruch des Fürsten. Daß das Unternehmen Daß das Unternehmen mit seinem Bismarcbier" Erfolg gehabt hätte, erhellt schon tönnen aber keinen Hafen gewinnen, so daß ihnen nur die daraus, daß sich selbst die Yankees um Aktienzeichnungen be- See bleibt. worben hatten." Schon vor Jahren war die Thätigkeit des„ Herkules In Chile ist bekanntlich eine Revolution gegen den In Portugal find nun die Behörden an der Arbeit, Was zunächst diesen Beschluß betrifft, so ist derselbe gefaßt auf die Thatsache hin, daß aus der Prüfung der Bahlatten sich ergab, daß, wenn die zu unrecht für ungiltig erklärten Stimmzettel, wie es geschehen müsse, für giltig erklärt werben, damit schon die Majorität für Witte verschwindet, vielmehr sich dann Stimmengleichheit für beide Kandidaten ergiebt. Es hätte also zwischen Reißhaus und Witte das Loos entscheiden müssen. Nun haben aber außerdem bei der Wahl noch andere Dinge gefpielt und welcher Art dieselben waren, das ergiebt sich aut besten aus nachstehendem Bericht über eine Gerichtsverhandlung, welcher sich in der Nummer 81 der Thüringer Tribüne" vom 5. Oftober 1890 findet. Der Bericht lautet: Coburg. Nachspiel zu der Reichstags- Wahl am 20. Februar im 2. Meininger Wahlkreis. Kaspar Hausdörfer, Bierwirth, und Joh. Gg. Zimmer, Papiermacher- Arbeiter, beide aus Melchersberg, nahmen auf der Anklagebant Platz; beide sind der Wahlfälschung angeklagt, Zinner gesteht zu, die Stimmzettel, welche ihm der Kaspar HausDörfer übergeben habe, mit dem Bemerken, dieselben in die Wahlurne zu thun, auch ohne Gegenwart des Wahlvorstehers in die Urne gelegt zu haben. Der Schultheiß Lent als Zeuge wird vernommen, verweigert aber den Zeugeneid, da er der Schwager des Angeklagten Zinner sei, was von der Straftammer zugegeben wird. Nachdem die Beweisaufnahme geschlossen, beantragte der Staatsanwalt gegen 3inner vier Wochen und gegen Hausdörfer zwei Wochen Gefängniß, der Vertheidiger Rechtsanwalt Ruprecht- Coburg plädirte für Freisprechung. Nach halbstündiger Berathung wurde Zinner zu 2 Wochen und Hausdörfer zu 1 Woche Gefängniß und Tragung der Also nur auf diese Weise hat der Kosten verurtheilt. deutschfreisinnige Kandidat Herr Dr. Witte mit 12 Stimmen Mehrheit über den sozialistischen Kandidaten Paul Reißhaus siegen tönnen." Bemerkt sei, daß schon in dem vom Wahlkommissar, damaligen stellung des Wahlergebnisses aufgenommenen Protokolle die des Jahrhunderts" mit den Worten charakterisirt" worden: die verhafteten Jusurgenten abzuurtheilen. Diese sollen vor Es gelingt Nichts mehr!" Jetzt bringt er nicht die Militärgerichte kommen und die betheiligten Soldaten einmal mehr eine Attienbrauerei zu Stande, und zwar, sollen sämmtlich nach Afrika deportirt werden. Die Regieweil ihn sein Oberförster nervös macht. Wenn jetzt der rung hat nur ein einziges republikanisches Blatt bestehen Oberförster mit einem solchen Rippenstoß bei Seite ge- laffen. Bei dem Aufstand hat es 50 Todte und 200 Berschoben wird, dann kann man sich ungefähr einen Begriff wundete gegeben. Es wird berichtet, daß die Stimmung bavon machen, wie es früher unbotmäßigen Beamten im ganzen Lande sehr gegen die Regierung sei und daß die in den verschiedenen Regierungs- Departements erzangen Unruhen sich wohl bald wiederholen würden. Auch fühle fich die Regierung selbst sehr unsicher. Jedenfalls sind die offiziellen Meldungen mit Vorsicht aufzunehmen. Nebenbei Wenn man unter einem„ Zukunftsstaat" einen wird auch betont, baß namentlich die elende wirth be al staat versteht, b. h. einen Staat, in welchem das fchaftliche Lage der Portugiesen es sei, welche die Ideal einer bestimmten Person oder Partei verwirklicht Bevölkerung so sehr gegen die Regierung eingenommen habe. Landrath, Baumbach in Sonneberg, bei Gelegenheit der Festst, dann kann man Belgien den Zukunftsstaat des Das glauben wir gerne. sein mag! motivirt und Aussage des Schultheiß und Wahlvorstehers Lent in Rabenäussig| Genossen Fr. Riesop, früher Malermeister in Hohenstein, West- sich vor ihnen schüßen. Er bitte die Klage abzulehnen sich befindet, daß die beiden Beisiger in seiner Abwesenheit preußen, jest wohnhaft in Danzig, gegen den Redakteur des ton- Der Kläger hatte dieselbe jedoch gut 5 Bettel für Witte in die Urne gelegt haben, um die Wahl zu fervativen Konizer Tageblattes" verhandelt wurde. Der Kläger so wurde denn der Beklagte in die harte Strafe von 5 M. forrigiren." Der Wahlproteft führt übrigens von derselben hatte zu seiner Vertretung feinen Rechtsanwalt erhalten; mehrere und in die Kosten verurtheilt. Auch wurde dem Kläger gestattet Wahlurne noch 7 Wähler namentlich auf, die sich außerdem zum lehnten es ab, einen Sozialdemokraten zu vertreten. Somit war auf Kosten des Beklagten das Urtheil in zwei Zeitungen verZeugniß für die Richtigkeit der Angabe erbieten, für welche, als er genöthigt, seine Klage selbst zu vertreten. Als Vertheidiger öffentlichen zu lassen. Dies war der erste Prozeß in unserer fie zur Wahl tamen, schon gewählt war. Wer für sie des Beklagten war Rechtsanwalt Gebauer junior aus Danzig Sache in Koniz. Hoffentlich werden wir bald Gelegenheit haben, gewählt hatte, ist bei dem Umstande, daß in so kleinen Nestern erschienen. Der Sachverhalt ist folgender: Genosse Riesop die Lehren der Sozialdemokratie hier weiter verbreiten zu können. die Einwohner unter einander sich meist alle kennen, war einige Tage vor der Wahl nach seiner Heimathstadt gekommen Der Grundstein ist gelegt, denn wir erhielten bei der Wahl, troys wohl kaum zweifelhaft. Nach allen diesen Vorgängen und fühlte das Bedürfniß, auch hier zum ersten Male die Lehren dem es das erste Mal war, daß ein Sozialdemokrat hier kandihätte es vielleicht Herrn Dr. Witte nicht schlecht angestanden, der Sozialdemokratie zu verbreiten, denn bis dahin herrschte hier dirte, 289 Stimmen und waren von fünf Parteien die zweitwenn derselbe wenigstens, nachdem das Gericht gesprochen hatte, noch tiefe Dunkelheit unter den Arbeitern. Eine von ihm an- stärkste. sein Mandat bereits damals in die Hände seiner Wähler nieder- beraumte Versammlung war von über 1200 Personen besucht, gelegt hätte. Aber freilich: Ueber den Geschmack soll man nicht wurde jedoch nach wenigen Minuten durch den liberalen Bürger- Neumünster, 2. Februar. In unserer Stadt tagte gestern streiten! meister aufgelöst, weil die Herren Konservativen befürchteten, die und heute im Conventgarten ein Parteitag für Schleswig- Hol Lellren könnten Wurzel faffen. Den Tag vor der Wahl erschien stein. Vertreten waren 54 Orte durch 75 Delegirte. Unser alter in dem Konizer Tageblatt" ein Artikel, welcher dem Genossen Schlachtruf: Proletarier aller Länder vereinigt Euch!" prangte Ries op in gröbster Weise beleidigte, so daß er die Klage an- über die Rednertribüne. Ueber die Organisation der Partei strengte. Als Schöffen fungirten ein Landwirth von außerhalb sprach Genosse Bentrup aus Flensburg, den Organisationsund ein hiesiger Kaufmann. Den Vorsitz führte Amtsrichter entwurf, wie er auf dem Parteitage in Halle angenommen, erDöhring. Der Zuschauerraum war gefüllt. Der Vertheidiger des läuternd. Genosse Molkenbuhr sprach über die Agitation in der Beklagten führte wörtlich an, daß die Stadt sich in der Noth Provinz, darauf hinweisend, daß unsere Ideen auch unter den Konig i. W. Br. Nach wehen der Reichstagswehr befand, denn eine so patriotische königstrene Stadt müsse ländlichen Arbeitern, die zum überwiegenden Theil uns noch fernwahlen von 1890. Am 9. Januar d. I. fand hier eine von solchen Agitatoren verschont bleiben; diese Leute wollten stehen, verbreitet werden müßten. Schöffengerichts- Sigung statt, in welcher der Preßprozeß des das Christenthum und die Ehe abschaffen, man müsse Korrespondenzen und Parteinachrichten. Theater. Freitag, den 6. Februar. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Das Stiftungsfest. Leffing- Theater. Die Ehre. Berliner Theater. Wehe den Befiegten. Deutsches Theater. Ehrbare Mädchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Pariser Leben. Wallner- Theater. Geschlossen. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. DQ Viktoria Theater. Raben. Die sieben Bellealliance- Theater. Schelm Cupido. Borher: Die Nachbarinnen. Oftend- Theater. Die Jungfrau von Orleans. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas- Theater. Der Regiſtrator Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, AlexanderStraße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorift. Mr. Goswin, Musik. Neger- Clown. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Freitag, den 6. Februar, Abends 7/2 Uhr: Unserm Regel- Bruder Adolph Wagner zu feinem heutigen Geburtstag ein donnerndes Hoch von seinen Regel- Brüdern ,, Kalte Neune." Freie Vereinigung der Große Vorstellung Seifensieder mit neuem, und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 8. Februar, 262 Vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung vorzüglich gewähltem Programm. Besond. hervorzuheben sind: DamenHurdle- Race. Mr. Loyal als Jockey. Herz. Trakehner Fuchshengst, in der hohen Schule geritten von Herrn Ernst Schumann. Fräul. Helene Pirouette, Reiterin. Musikalisches Entree der Ge- bei Scheffer, Juselstraße Nr. 10. brüder Permané. 8 Rapphengste, in Tagesordnung: 1. Vortrag des Freiheit dressirt und vorgeführt von Herrn Werner über: InvaliditätsHerrn May Schumann. Campagne- und Altersversicherung". 2. Diskussion. Schule, geritten von Fräulein Adele 3. Entrichtung der Monatsbeiträge, Schumann mit dem Vollbluthengst Aufnahme neuer Mitglieder. 4 VorAbd- el- Kader. standswahl. 5. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Eine ländl. Hochzeit. Sensationelle Wasserpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. Sonntag: 2 Worstellungen, um 3½½ und 7½ Uhr. In beiden Vorstellungen: Circus unter Wasser. Butter- Handlung von Bernh. Müller, Nene Rofstraße 1 ff. empfiehlt: ff. Tischbutter Der Wichtigkeit der Tagesordnung = " 1 Große öffentliche Kommunalwähler- Versammlung für den 21. Kommunal- Wahlbezirk am Freitag, den 6. Februar ds. Js., Abends 8 Uhr, in Orschel's Salon", Sebastian- Strasse No. 39. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Ersahwahl für den 21. Bezirk. Referent Herr Vogtherr. 2. Vorschläge event. Aufstellung eines Arbeiter- Kandidaten. 3. Verschiedenes. 3. Verschiedenes.- Zahlreiches Erscheinen erwartet 375 b Der Einberufer. Große öffentl. General- Versammlung der Maurer Berlins und Umgeg. Sonntag, den 8. d. M., Vorm. 10 Uhr, im ,, Eiskeller", Chausseestrasse 88. Tages Ordnung: 40 wegen ist es Pflicht der Mitglieder, girten zu der am 15. d. M. stattfindenden Konferenz. 3. Berſchiebenes. pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Gäſte willkommen. 1. Stellungnahme zur diesjährigen Lohnbewegung. 2. Wahl von Dele Kollegen! Wir hoffen, daß Ihr recht zahlreich in dieser Versammlung erscheinen werdet, sowie daß ein Jeder von Euch den Gleichgiltigeren aufrüttelt zur gemeinsamen Bekämpfung des Ausbeuterthums. Der Einberufer. Verein der Einseher 24 ( Tischler) Berlins und Umgegend. Achtung! Sonntag, den 8. februar, Gente, Freitag, den 6. Februar ds. Js., Abends 8½ Uhr, Große öffentliche Versammlung Vormittags 101/2 Uhr: Außerord. Generalversammlung der Steindruder, Lithographen und verwandter Berufsgenossen Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Stiftungsfest. bei Feuerstein, Alte Jakob- Strasse No. 75. Tagesordnung: 1. Die Arbeitseinstellung bei Oestreich& Hartmann. 2. Diskussion. 2. Wahl eines neuen Vergnügungs- 3. Verschiedenes.- Um zahlreiches Erscheinen ersucht Komitees. 145 3. Innere Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Um recht regen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. Außerdem zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 14. Februar, bei Feuerstein, Alte Jato b str. 75, ein Grosser Wiener- Maskenball bes Vereins der Einseher stattfindet, wozu ergebenst eingeladen wird. Pankow, Schönhausen n. Umg. Pfund 1 Mk.Vaukow, Bratenschmalz Pfd. 55 Pf. Prima Sardellen Pfd. 80 Pí. Frische Eier Mandel 60 Pf. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend.- Ullersdorfer Sahnenkäse Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Panopticum. Neu! Die Azteken! vom 6. Februar ab. Prof. Dr. R. Koch in seinem Laboratorium. Jetzt: Friedrichstr. 165. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin Stück 20 Pf. ( weich und gelb). 357 Sonntag, den 8. Februar, Mittags 1 Uhr: Große öffentliche Volksversammlung in Albrecht's ,, Jägerhaus", Schönhauser Allee Ur. 103. Thüringer Kümmelkäse verordneter Otto Heindorf. 3 Stück 25 Pf. Töpfer- Werkzeuge, Dresdener, empfiehlt E. Vogtherr, 1. Landsbergerstr. 64( a. Alex B Berlin, [ 89 L 2. Stephanstr. 16( Moabit)." Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Ganze Ausstattungen empfiehlt 2. Dis 281 Der Einberufer. Fachverein der Pnker. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 8. d. M., Vormittags 11 Uhr, in den ,, Bürger- Sälen", Dresdener- Strasse No. 96. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragefaften. Um zahlreiches und pünktlich es Erscheinen bittet 246 Der Vorstand. Zimmerleute! Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins am Sonntag, den 8. d. M., Vorm. 10 Uhr, im Etablissement ,, Eiskeller", Chausseestrasse 88. Tages Ordnung: 1. Die Lage im heutigen Baugewerbe und der Aufruf zur Konferenz Tagesordnung: 1. Das System der der Bauhandwerker Berlins. Referent Regierungs- Baumeister G. Kekler. Lotalverweigerung. Referent: Stadt 2. Eventuell Wahl der Vertrauensmänner. 8. Verschiedenes. Jeder Zimmerer ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. fussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Bur Deckung der Unkosten findet eine 874 b Tellersammlung statt. Diese VerSammlung findet bestimmt statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 334/7 Achtung! Klavierarbeiter und verwandte Berufsgenossen! Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Vereins- Versammlung Sonnabend, den 7. Febr., Abds. 81/2 Uhr, in Keller's Salon", Berg- Strasse No. 68. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Stabernad über Alters- und Invalidenversorgung. 2. Der Streit in der Pianoforte- Fabrik von Matz & Co. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Zahlreiches Erscheinen erwünscht. In der Pianoforte Fabrik von Gäste haben Zutritt. Mat& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fern zu halten. 185 Die Kommission. NB.: Gammellisten können jeden Moritz Gläser, 139 L Abend bei Winzer, Naunynstr. 78; bei 167. Reichenbergerstr. 167. Rohtabat A Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Sacke'schen Markt.[ 746 J. Meyer, Andreasstraße 12, und bei den Beitragsammlern für den Norden W. Neumann, Ackerstr. 133, 2. Hof, im Keller, empfangen und abgegeben werden. Die bei Gelegenheit der Arbeitsunterbrechung in meiner Fabrik dem Schleifer Herrn Emil Krüger zugefügte Beleidigung, zu der ich durch vorangegangene Auseinandersetzung mit Herrn Krüger von diesem gereizt worden bin, nehme ich hiermit zurück. 379 b Carl Eckstein. Johannisthal. E Der Vorstand. Die Zahlstelle für den Norden befindet sich bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Beiträge werden Sonnabends Abend von 8-91/ 2 Uhr entgegengenommen. Oeffentliche Versammlung der Glasergesellen Berlins und Umg. am Dienstag, den 10. Februar, Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Restaurant( unterer Saal), Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Die Geschichte der deutschen Gewerkschaften. Referent Reichstagsabg. W. Metzger. 2. Wie stellen sich die Mitglieder der Glaser Innungs- Krankenkasse zur nächsten Generalversammlung derselben? Referent Kollege Stampehl. 3. Diskussion. 4. Bericht des Kollegen Leischke von der Streit- Kontrollkommission. 5. Verschiedenes. Bei der überaus wichtigen Tagesordnung erwarten wir, daß die Kollegen recht zahlreich erscheinen. Die Mitglieder der Jnnungs- Krankenkasse sind hiermit besonders eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 161 Der Einberufer: P. Hackebeil. Allen Freunden und Lefern des Fachverein der Tischler für den Bezirk Rigdorf und Umgegend. m. 25 cm langem Meyer's Bücher, Brehm, Weltge:„ Borwärts" zur Nachricht, daß am Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Reflamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, schichten kauft A. Hannemann, Kochtraße 56. Fernsprecher Ic 4027.[ 111L Kautsch.- Stempel, Monogr. u. Sign, Schablonen, Inschriften. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Lager 83 jezt Raupachstr. 7, 1. Auch Sonntags: Kinderwagen. asfraskr. 23, 5.p. Sonntag, den 8. Februar, bei mir ein Uursteffen verbunden mit gemüthlicher Unterhaltung stattfindet. A. Senftleben. 380 b Platina- Abfälle iest Gr. 1,20. Linke, Nr. 25, Berlin. 333 J Versammlung E am Sonnabend, den 7. Februar 1891, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Duscheik, Bergstraße 7. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Krise, ihre Entstehung und ihre Folgen. Referent Wilhelm Werner. 2. Distuſſion. 3. Vereinsangelegen heiten und Verschiedenes. Aufnahme von Mitgliedern. Neue Hochstraße Besuch bittet Um zahlreichen Der Bevollmächtigte: Heinrich Habura, Bergstr. 134. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 312 Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 31. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 58. Sigung vom 5. Februar, 1 Uhr. Freitag, den 6. Februar 1891. Was 8. Jahrg. von gar= Aber Manda und Patta hätte ich im Interesse der Marine abhängig sind von dem Freiherrn von Soden. Denn die Verhält gern behalten, des Hafens des Hafens wegen; aber die Sachver- nisse haben gezeigt, daß die Anordnungen nur getroffen werden ständigen sagten, daß kein Schiedsgericht uns diese Inseln fämen dort an Ort und Stelle. Freiherr von Soden kann von zusprechen würde. Ohne diese Inseln war Witu nicht seinen Befugnissen so viel delegiren, wie er will. Die Herren werthvoll. Der damalige Staatssekretär hat der Ost- treten nur in eine Abhängigkeit vom Reiche. Wir haben jetzt schon Am Tische des Bundesrathes: von Caprivi, von afrikanischen Gesellschaft eröffnet, daß die Erwerbung des ein Bild vor uns, das besser ist als das Bild vor einem Jahre. Bötticher, von Marschall, von Malzahn, der Mitulandes zu Kompenfationszwecken erwünscht sei. Die Zu- In Jahresfrist wird es vielleicht noch besser sein. Nur in großen Staatssekretär des Reichsmarine- Amts Hollmann, von stände in Sansibar waren geradezu unerträglich. Der Besitz von Zeiträumen fann etwas geleistet werden, und ich habe den Kaltenborn. Sansibar ist für den Handel wichtig, denn an der Küste wird der Glauben an die deutsche Nation, daß sie hinter keiner anderen An Stelle des aus dem Reichstage geschiedenen Abg. Handel durch Inder betrieben, welche sich immer nach Sansibar Nation zurückstehen, daß sie im Stande sein wird, das Erworbene Müller- Marienwerder wird der Abg. Merbach zum Schriftführer wenden. Wir mußten aber auf Sansibar verzichten, denn Eng- festzuhalten.( Beifall rechts.) Abg. Richter( dfr.): Den Ausführungen des Reichskanzlers gewählt. land hätte niemals gelitten, daß unser Protektorat über Sansibar Darauf wird die zweite Berathung des Reichshaus- anerkannt würde. Wir konnten die Sache nicht auf sich beruhen über das deutsch- englische Abkommen können wir vollständig zuhalts Etats fortgesetzt, und zwar wird fortgefahren in der lassen, denn wir mußten unbedingt die Fahne des Sultans auf stimmen, aber nur nicht dem, daß er von der öffentlichen Meinung Debatte über die Ausgaben für staff rifa, welche in Höhe der Küste beseitigen. Es ist uns der Vorwurf gemacht worden, dabei gesprochen hat. Die öffentliche Meinung wird in diesem Falle Die ganze von 3 500 000 m. verlangt sind. Die Budgetkommission beantragt daß Fürst Bismarck diese Abtretung schwerlich gemacht hätte. Ich gemacht von Leuten, welche sich kolonialpolitischen Phantasien hindie Absegung von 1 000 000 m. würde ein ganz pflichtvergessener Mensch sein, wenn ich mich geben und um so lauter find, je einflußloser sie sind. Abg. Dechelhäuser( natl.) wendet sich zunächst gegen einige nicht, selbst wenn mein Vorgänger nicht der bedeutende Mann öffentliche Meinung hat nichts gemein mit dem Handel. Je weiter Ausführungen des Abg. Bamberger über unsere Ausfuhr nach gewesen wäre, der er war, von den Vorverhandlungen über- vom Meere ab, desto größer die Kolonialschwärmerei, je näher Ostafrika und stellt fest, daß dieselbe in der kurzen Zeit feit 1889 zeugt hätte. Ich habe das gethan und habe gefunden, daß im der See, desto nüchterner. Kolonialschwärmer sind überhaupt 1889 der frühere Reichskanzler bei der Frage vielfach erst aufgetreten nach einem lebhaften Briefwechsel mit einen ganz bedeutenden Aufschwung genommen habe, zumal da Oktober Witu von erklärt hatte, man müsse dem Reichskanzler, der z. B. erst die Kölner haute finance be feine Konkurrenz einer ausländischen subventionirten Linie mit der Annexion ob nicht Engländer dort ältere Rechte hätten; wegen mußte, Geld herzugeben. Wenn erst das Trauerjahr für der deutschen bestanden habe. Obwohl das Aufgeben Sansibars prüfen, des Lord Salisbury sei dem Reichs den Fürsten Bismarck vorüber sein wird( Heiterkeit), dann werden nicht leicht zu nehmen sei, stehe er doch dem deutsch- englischen die Erhaltung Bertrage günstig gegenüber. Es würde jedoch jahrelanger Arbeit tangler wichtiger, als ganz Witu.( Hört! links.) Es wurde ge- wir sehen, wie die Anhänger der Kolonialpolitit zusammenge für die ostafrikanische Kolonie bedürfen, sich von Sansibar loszu- sagt: Man könne dem Sultan 10-20 Mill. Mark Entschädigung schmolzen sind. Herr Dechelhäuser hat sich heute als Optimist lösen; die eingenommene Stellung dürfte allerdings nicht wieder für den Küstenstreifen gewähren. Von Entschädigung ist leicht vorgestellt, sonst ist er ein Pessimist, er sieht den Untergang der aufgegeben werden. Die Umwandlung des ehemaligen Schuß- sprechen, nachher wirkt das aber drückend. Wir suchten von der ganzen Zuckerindustrie vor Augen, wenn nicht das Reich zwanzig gebietes in eine Kronkolonie sei nur eine folgerichtige Entwicke- Ostafrikanischen Gesellschaft Geld zu erhalten und andererseits den Millionen jährlich hergiebt. Herr Dechelhäuser ist immer bereit, lung der Verhältnisse, feineswegs ein Mißgriff; die ostafrikanische Preis möglichst herabzudrücken. Wir tamen bis auf 4 Millionen das große Reichsfaß anzuzapfen.( Sehr richtig! links.) Die oft Gesellschaft hätte niemals dauernd Hoheitsrechte ausüben können, Mart; wir brauchen aber weiter Geld, um das zerstörte und afrikanische Gesellschaft wird noch öfter hier eine Rolle spielen, und wenn sie zehnmal stärker gewesen wäre. Bei allmäliger verwüstete Land zu melioriren. Es mußten Wege gebaut und denn sie ist keine reine Privatgesellschaft, sie hat sich auf Kosten Verkleinerung der Schuhtruppe werde man bald im Stande sein, Telegraphen angelegt werden, wofür das Reich kein Geld aus des Reichs von dem Aufstand befreien lassen und erhält jetzt die Verwaltungs- und Schutzkosten aus den Zöllen zu decken. geben wollte; wir mußten zahlungsfähige Leute auf unsere Seite 600 000 Mark aus den Zöllen, ohne daß sie auch nur das Herr Dechelhäuser subventionirten Dampfern Die früher beliebten Anschuldigungen Bamberger's, welche er bringen. Die Ostafrikanische Gesellschaft brachte die Summe auf. Geringste gethan hätte. erzählt hat, ist diesmal unterlassen habe, seien stets ungerecht gewesen, die Ge- Das Reich übernahm die Verpflichtung, aus den Zöllen, welche den sellschaft habe stets ihre Schuldigkeit gethan. Redner meint, daß die Gesellschaft gepachtet hatte, die Gesellschaft zu einem billigen nicht maßgebend, denn die Dampfer besuchen ganz Osttrotz aller äußeren Friedensversicherungen die Engländer doch Zinsfuß zu entschädigen. Die Summe, welche das Reich der Ostafrika, und was entfällt von ihrer Ausfuhr denn auf das unsere schlimmsten Feinde seien, darum müsse das Interessengebiet Gesellschaft zu zahlen hat, 600 000 Mart, ist geringer, als der deutsche Schutzgebiet? Der Entrüstungssturm, von dem der möglichst bald in ein Schutzgebiet umgewandelt werden, um zu Ertrag der Zölle in dem Aufstandsjahr. Es ist also nicht Reichskanzler sprach, hat sich auch gegen den Fürsten Bismarc dieser Zölle unter diese gewendet. Die Herren waren immer entrüstet( Heiterkeit), wenn verhindern, daß unsere lieben Freunde", die Engländer, den Ver- zu erwarten, daß der Ertrag fehr nach dem englischen Gebiete zu lenten, womit sie schon sehr Summe herunterkommt. Der Elfenbeinhandel wird allerdings ein Staatsmann nicht ihren Schwärmereien folgte, sondern auf beschäftigt seien. Durch die Schaffung flarer Rechtsverhältnisse mit dem Verschwinden der Elephanten aufhören. Es werden nüchterne reale Thatsachen Rücksicht nahm. Besser wäre es ge= werde man der Thätigkeit der englischen Agenten am besten aber dann wohl andere Artikel an dessen Stelle treten. Die wesen, das Reich von der Verantwortlichkeit für alle dortigen begegnen. Zum Schlusse wünscht Redner, daß bei der Um- moralische Verpflichtung, daß das Reich, wenn die Zölle niedriger Vorgänge freizulassen. Im Süden, wo noch niemals ein Deutscher wandlung der Schuytruppe in eine faiserliche auch diejenigen würden, eintreten müsse, habe ich noch nicht empfunden, wie Herr gearbeitet hat, sollte man sich auf die Küstenplätze beschränken. Chefs derselben, welche nicht Offiziere wären, ihre Stellung be- Bamberger behauptet. Der durch den Aufstand geschädigten Ost: Die ganzen Vorgänge der letzten Zeit zeigen, daß die Verwaltung afrikanischen Gesellschaft müßte Hilfe und Stärkung gebracht in einer Hand liegen muß. Gegen Herrn von Soden, der die halten möchten.( Beifall.) Abg. Graf von Mirbach( tons.): Eine Aeußerung des werden. Herr Bamberger meinte, man hätte das Geschäft von Verwaltung übernehmen soll, liegt nichts vor; er hat schon Herrn Richter hat mich sehr gefreut. Er hat gesagt, es handle Reichswegen machen sollen, das wäre vornehmer gewesen. Vor- eine gewisse Erfahrung in der Kolonialverwaltung. Aber wir Wißmann und Emin Pascha sollten nicht weiter verwendet sich darum, das Gewonnene zu lohnenden Preisen zu verkaufen. nehm ist das beliebte Verfahren allerdings nicht. Das ist unser Standpunkt, und ich hoffe Herrn Richter mit seiner konnten nicht an den Reichstag gehen, denn bis zum 29. De werden; die Nachrichten beweisen, daß Wißmann dem Letteren großen Thatkraft als Vertheidiger unserer Wirthschaftspolitik zu zember v. J. hätten wir vom Reichstage das Geld doch nicht ganz unberechtigte Vorwürfe gemacht hat, sowohl bezügfehen.( Sehr gut! rechts.) Die Beurtheilung des Herrn Bam- bekommen.( Sehr richtig! rechts.) Es wird gesagt, wir hätten lich des Marfches nach Tabora, als wegen seines Verhält berger auf Grund des Buches des Herrn Hans Meyer muß ich die Kosten des Aufstandes einziehen können von der Gesellschaft, niffes zu Stokes. Man gewinnt den Eindruck, daß Emin Pascha bekämpfen. Ich habe mir Informationen zu verschaffen gesucht; ehe sie Zinsen erhält. Das lag nahe, aber das Reichsjuftizamt ohne die genügenden Vorräthe abgezogen ist, daß solche Expedi förperliche Arbeit fällt den Europäern im Tropenklima immer bestritt, daß die Gesellschaft in Anspruch genommen werden könne, tionen überhaupt bedenklich find, wo es an regelmäßigen Ver schwer. Die Kolonialpolitik muß vom idealen Standpunkte aus denn die Unternehmungen in Ostafrita feien nicht im Interesse der bindungen fehlt. Erfreulich ist es, daß der Reichskanzler Fürst getrieben und auf den Handel das Hauptgewicht neben Ostafrikanischen Gesellschaft, sondern im Interesse des Christen- Bismarck in diesen Verhandlungen vernünftiger war, als es in Blantagenbau durch Eingeborene gelegt werden. Den Erwerb thums und der Zivilisation vorgenommen worden. Daß die Flagge der von ihm reffortirenden Presse erschien; der Kampf gegen die von Helgoland, so erfreulich er auch ist, kann ich nicht des Sultans neben der deutschen Flagge wehte, war ein Haupt- Engländerei war also schließlich wohl nicht so ernsthaft gemeint. Die Araber konnten feinen Die kolonialen Fragen bilden nur einen untergeordneten Punkt für eine Kompensation für unsere afrikanischen Abtretungen fehler des früheren Verhältnisses. ansehen. Es müssen hier wohl wichtige politische Gründe mit- Respekt vor Wißmann haben, so lange neben der Reichsflagge in der Beurtheilung internationaler Fragen, weil Deutschland in gewirkt haben. In Sansibar konzentriren sich die Fäden des die des Sultanats stand. Deshalb ist der Vertrag mit dem der Mitte von Europa liegt und deshalb die großen Kosten für Handels so, daß es der angestrengten Thätigkeit eines Menschen- Sultan ein großer Fortschritt. Wir haben Sansibar dadurch seine Wehrkraft aufwenden muß, fühlen wir uns verpflichtet, uns alters bedürfen wird, um an der Küste gleiche Erfolge zu er- nicht aufgegeben, denn wir haben es überhaupt nicht gehabt, zu wehren gegen irgendwelche kolonialpolitischen Experimente. zielen. Ich will durch eine Kritik das Ansehen der verbündeten sondern haben uns davon in anständiger Form zurückgezogen. Der Reichskanzler geht trotz aller Beschränkung noch viel weiter, Regierungen nicht schwächen; ich glaube vielmehr, daß die Wir werden in das Gebiet der Interessensphäre immer weiter als wir es verantworten fönnen.( Beifall links.) Reichskanzler v. Caprivi: Ich habe auch die Depeschen Männer, in deren Hand die Entscheidung lag, mit besten Kräften vorgehen, je mehr dies die Interessen der deutschen Ansiedler das Interesse des Vaterlandes gewahrt haben. Bei den großen verlangen. Bei der Organisation wird unser Bestreben dahin aus Afrika durchgelesen und bin zu dem Ergebniß gekommen, Ronzessionen an England möchte ich aber auch ein freundliches gehen, das, was wir fest haben, auszubauen. Es wird von der daß hier wahrscheinlich persönliche Differenzen vorliegen. Entgegenkommen der uns befreundeten Großmacht unseren kolonial- Küste aus nach dem Inlande zu organisirt werden müssen. Wir Die Sache ist aber noch nicht spruchreif. Wenn ich vorhin gesagt politischen Bestrebungen gegenüber wünschen. Ich stehe und mit werden vorgehen nach den Mitteln, die dafür bereit stehen. Im habe, die Dinge liegen jetzt beffer als vor einem Jahre, so vermir meine politischen Freunde auf den Standpunkt, daß wir Norden werden wir schnell an die großen Seen kommen, wir werden danken wir das hauptsächlich der Thätigkeit des Herrn v. Wißunsere Position mit Vorsicht, aber auch mit Nachdruck festhalten einige Karawanenstraßen mit kleinen Stationen befestigen. Daß mann und ich bedauere deshalb, daß er hier im Hause so schlecht sollen. Die Errichtung einer Reichstruppe halten wir für noth- wir mit der Vergangenheit brechen, darin hat Herr Bamberger beurtheilt worden ist.( Beifall rechts.) Abg. v. Vollmar( Soz.): Wir haben in Deutschland an wendig und werden für dieselbe stimmen.( Beifall rechts.) vielleicht recht; aber wir thun dies der Noth gehorchend, Reichskanzler von Caprivi: Bei Ostafrika handelt es sich nicht dem eigenen Triebe". Kolonien pflegen in der Kindheit idealen Kulturaufgaben noch so viele zu erfüllen, daß es nicht um die bedeutendste Kolonie, um diejenige, welche außerhalb und selbständig zu sein und ebenso im Alter. In der mittleren Zeit nöthig ist, in die Ferne zu schweifen. An geeigneten Männern innerhalb des Hauses das meiste Interesse findet. Des Herrn aber pflegen fie vom Mutterlande aus regiert zu werden. Ost- und an Geldmitteln sind wir dazu noch viel zu arm, um uns Grafen Mirbach Kritik wird das Ansehen der Regierung wohl afrika ist ja auch jetzt noch nicht beruhigt, namentlich im Süden. um das ferne Ostafrika zu kümmern. An Interesse für die Ernicht benachtheiligen. Nach dem Abschluß des deutsch englischen Wie lange das noch dauern wird, wissen wir nicht. Deshalb forschung Ostafrikas fehlt es auch bei meinen Freunden durchaus Abkommens ging ein Sturm der Entrüstung durch die deutsche fann die Truppe in ihrem Bestande nicht verringert werden, sie nicht, aber wir wollen, daß Kulturbestrebungen in Afrika aus Presse. Vor Jahresfrist fanden wir in Ostafrika zwei deutsche fann aber auch nicht in der bisherigen Verfassung bleiben. Das Mitteln von Privatpersonen und Privatgesellschaften, nicht auf Schutzgebiete, das der oftafrikanischen Gesellschaft und Witu, ge- Verhältniß der Offiziere zum Major Wißmann ist doch nicht fest Kosten des Reiches gefördert werden. Das englische Abkommen trennt durch einen breiten Streifen englischen Gebietes. Der genug. Aus der Denkschrift wissen Sie, wie die Schutztruppe neu ist insofern relativ erfreulich, als es der vollständigen BielKüstenstrich befand sich in der Hand des Sultans von Sansibar; organisirt werden soll. Das Schicksal der Offiziere, welche jetzt losigkeit der deutschen Bestrebungen ein Ende macht. Auch der über die Interessensphäre bestand Streit. Das Land befand sich da find, liegt der Kolonialregierung am Herzen. Es wird eine Vertrag unserer Reichsregierung mit der Ostafrikanischen Gesellim Kriegszustand, auf Sansibar stritt sich deutscher und englischer Verminderung der Offiziere eintreten, aber wir werden das Be- schaft ist ein relativer Vortheil, weil ein Theil der uns durch Einfluß. Dieser Zustand ist nicht herbeigeführt worden durch das ftreben haben, eine Uebergangszeit eintreten zu lassen, welche den Ostafrika erwachsenen Kosten auf jene Gesellschaft abgewälzt Wenn wir dadurch den wird. Selbstverständlich bin ich auch gegen die Gründung einer Verschulden der Regierung, auch nicht durch das Verschulden der Offizieren den Rücktritt erleichtert. oftafrikanischen Gesellschaft. Schon unter meinem Amtsvorgänger Etat einmal überschreiten sollten, wird das Haus dies Kronkolonie, aber heute kommt das, was das Reich leistet, auch Die Offiziere, welche dorthin gehen, wirklich diesem, nicht einer Gesellschaft zu Gute. Das Recht des waren Verhandlungen eingeleitet worden, die dahin gingen, mit nicht übelnehmen. England zu einem erträglichen modus zu kommen. Am 2. Mai sollen möglichst das Gefühl behalten, daß sie Deutsche Reichstages ist bei den heutigen Verhältnissen auch besser gewahrt. Wie die Verwaltung eingerichtet Gefreut habe ich mich, daß wir, nach den Berichten im Weißbuch baren Mittel auf Ostafrika verwendet werden sollen, daß Witu- werden soll, weiß ich nicht; die Verhältnisse sind zu verschieden, zu schließen, das Morden, Rauben und Sengen nicht gerade zum Land eventuell zur Sicherung der südlichen Interessensphäre preis im Norden und im Süden, im Innern des Landes und an der Prinzip unserer Kriegführung in Afrika gemacht haben. Gerade gegeben werden könne, daß die Schuztruppe in eine faiserliche Küste. Nach möglichster Entlastung des Reichs trachten wir schon von deutschen Forschern ist diese Art früher auf das Bestimmteste umgewandelt werden solle, daß eine Autorität eingesetzt werden jeßt. In absehbarer Zeit wird das Reich in die Lage kommen, verurtheilt worden. Nur in einem Bericht des Lieutenants Siegel folle über dem Reichskommissar, daß die Souveränität des Reichs die Kosten, welche es jetzt selbst aufwenden muß, aus den Zöllen begegnen wir einer Schilderung, die an die Stanley'sche Kriegausgesprochen werden solle. Nach diesen Direktiven ist verfahren und sonstigen Einnahmen sicher zu stellen. Es wird sehr schwer führung erinnert; es wird geschildert, wie ein Dorf„ lustig worden. Etwas mehr Witu und Sansibar spielte für England sein, den Handel von Sansibar nach der Küste zu ziehen. Es brennt", die Flüchtigen erbarmungslos niedergeschossen werden, feine so große Rolle wie für Deutschland, wo diese Dinge einen kann das Jahrzehnte dauern; aber ich möchte vor dem Glauben wie unsere Leute dann auf ein Dach flettern und unter friedliché idealen Werth gewonnen hatten. Es handelte sich bei der Unter- warnen, daß alles so leicht geht. Es war ein Fehler des An- Leute schießen. Der kommandirende Offizier schlägt dann vor, den handlung vielfach um ganz unbekannte und unbenannte Größen. fangs unserer Kolonialpolitik, daß die Unternehmer sich die ganzen Stamm der Wangoni auszurotten, früher würde keine AusEngland hatte beim Sultan von Sansibar die stärkere Stellung. Sache zu leicht dachten und deshalb leicht ermüdeten. Daß die sicht auf eine Friedensarbeit sein. Das überschreitet doch Alles, Die deutschen Elemente auf Sansibar hatten zugenommen und es neue Geschäftsstelle an der Küste liegen muß, ist zweifellos; die was ich von einer deutschen Expedition erwartet hatte. In dem waren nicht immer die besten Personen; das deutsche Element Sachkenner schwanken zwischen Bagamoyo und Dar- es- Salam, von Schußtruppen- Gesetz sagt die Regierung selbst, daß die Verringewar mehr laut als einflußreich. Ein Vorwurf wegen des deutsch- welchen letzteres den besseren Hafen hat. Plantagenbau wird rung der Truppe später möglich sein würde. Heute hat aber der englischen Abkommens ging dahin, daß wir nicht genug be- eingeführt werden können, wenn es gelingt, die Bevölkerung Herr Reichskanzler erklärt, daß gegenwärtig von einer solchen Es war vielleicht nicht günstig, Berringerung nicht die Rede sein könne. Die Offiziere sollen in tommen haben. Ein auswärtiger Staatsmann soll gesagt haben: zum arbeiten zu bringen. Könnte man doch Deutschland ganz Afrika geben! Darin liegt daß die Unterdrückung des Sklavenhandels zusammenfiel Zukunft auch richterliche und Verwaltungsbefugnisse übernehmen. das Richtige angedeutet. Wir mußten uns fragen: was mit dem Beginn des Plantagenbaus. Die Araber müssen Warum nimmt man denn für die Schußztrupe nicht auch Zivilkönnen wir denn auf die Dauer halten, welche Kapitalien geschont werden, weil sie Handelsbeziehungen bis tief ins beamte von vornherein? Gravenreuth ist ja auch nur ReserveMan hatte Innere habe. Es muß Einer über Alle gestellt werden, hat ein Offizier, Dr. Schmidt und Emin Pascha standen in gar keinem können denn von Deutschen dort angelegt werden? an zu vielen Stellen zu gleicher Zeit angefangen und hatte nun Sachkenner gesagt, dieser Eine mußte gefunden werden, und es Militärverhältniß. Man wird später doch vielleicht auch noch Der einzige Bivilbeamte hinzuziehen müssen, und die Lasten der Steuerzahler, beide Hände voll. Ueber eine gewisse Grenze hinaus mußte jede mußte Einer sein, der von anderswoher kam. Vermehrung unseres Gebietes zu einer Schwächung werden, weil Mann, den wir dazu vorschlagen konnten, war Freiherr die schon heute den meisten zu hoch sind, werden dann immer wir das Genommene nicht mehr verwalten konnten. Von den von Soden, der sich aber die Annahme des Amtes vorbehalten größere werden. Abg. v. Kardorf( Reichsp.): Bezüglich der Kolonialzahlreichen sonstigen bemängelten Punkten ist mancher schon der hat, bis er sich die Sache angesehen hatte. Er kommt zurück, Bergessenheit anheimgefallen. In Bezug auf das Wituland sagen nicht als Optimist, und hält manche Schilderung für übertrieben, schwärmerei möchte ich bemerken, daß ich mich der Zeit entfinne, die Berichte, daß dort der Blantagenbau wenig Aussicht habe, aber er glaubt doch, daß aus der Sache etwas zu machen ist. wo Fürst Bismarck der Kolonialpolitik sehr viel schärfer gegenda die Ernten kaum den Lohn aufbringen; die Kokospalmen, Ueber das Schicksal der Männer, die bisher dort gewirkt haben, überstand als nachher. Er wies jeden Gedanken daran entwelche im Heranwachsen sind, werden erst in 10 Jahren Frucht hat man gesprochen: über Wismann, Peters und Emin Pascha. schieden zurück. Weshalb ist er zu einer anderen Ueberzeugung geben. Die Berichte sind ja immer sehr verschieden, je nachdem Die Kolonialregierung ist erbötig, die Dienste dieser Männer in gekommen? Ueberredung ist dabei wohl nicht maßgebend geder Reisende, der Kaufmann oder der Missionar fie verfaßt hat. Anspruch zu nehmen, denn Plaz ist dort für mehr als eine wesen, sondern er hat erkannt, daß in der Erwerbung von Nach diesen Berichten mußten wir Witu preisgeben. Die Inseln Kraft vorhanden. Wir müssen nur eine Forderung stellen, daß sie Kolonien eine wirthschaftliche Kraftsteigerung des Vaterlandes = liegen muß, daß es möglich ist, in den Kolonien die überschießen- I auf dem Lande die Spitze abbrechen, wenn wir die allgemeine| Mitglied des Statistischen Amtes der Stadt Berlin, Dr. E. den deutschen Kräfte zu verwenden, die sonst in andere Länder Schadensersatzpflicht anerkennen. Hirschberg, in Conrad's Jahrbüchern für Nationalökonomie und wandern, daß endlich die Weltmachtstellung Deutschlands es ver- Nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Dasbach schließt Statistit" aufgestellt hat, hierfür sehr schlagende, ja geradezu langt, an verschiedenen Punkten feste Positionen zu haben, von die Diskussion über§ 1. frappirende Beweise beigebracht. welchen aus die deutschen Interessen geschützt werden können. Der freisinnige Antrag wird abgelehnt, desgleichen der Das Gewicht eines Fünfzig- Pfennig- Brodes betrug im Durch Daß die Kolonialbestrebungen von der Mehrheit des deutschen Antrag von Dobeneck. schnitt 1887: 2,42 Kilogramm, 1888: 2,36 Kilogramm, 1889: Volkes gestützt werden, beweist die Mehrheit des Reichstages, In namentlicher Abstimmung wird alsdann der Theil des 2,02 Kilogramm und 1890: 1,84 Kilogramm. Vor 1887 betrug welche sich für dieselben ausspricht.( Widerspruch links.) Die weiter von freisinniger Seite gestellten Antrages, nach welchem es oft 2,50 Kilogramm. Kolonialpolitit soll den Untergang des Reiches herbeiführen. auch für Rehwild eine Schadensersatzpflicht anerkannt werden Rechnet man den Roggenverbrauch pro Kopf auf 100 Kilogr., Nach Herrn Bamberger sollte auch die Doppelwährung schäd- soll, mit 160 gegen 138 Stimmen angenommen; des weiteren pro Haushaltung auf 400 Kilogramm, so betrug die Ausgabe lich sein. Frankreich hat Kolonien und die Doppel- auch der andere Theil, der eine Schadensersatzpflicht auch für 1887: 82,60 m., 1888: 84,88., 1889: 98,88 m., 1890: währung, und trotzdem ist es heute das reichste Land der Welt. Fasanen festsetzt, und schließlich der ganze derartig modifizirte§ 1. 108,72 m., also 1890 mehr 9,84 M. gegen 1889; 23,84 M. Frankreich, Holland und England haben aus den Kolonien Der§ 2 wird nach kurzer Diskussion, an der sich die Abgg. mehr gegen 1888; 26,12. mehr gegen 1887." große Reichthümer gewonnen. Unsere Position in Sansibar Papendieck und v. d. Neck betheiligten, in der von der Kom- Da bekommt man einen deutlichen Begriff, wie sehr der war allerdings eine zweifelhafte; ob ste aber so werth- mission vorgeschlagenen Form angenommen. Haushalt eines Arbeiters belastet ist, noch dazu jetzt in dieser los war, daß man wegen der Erhaltung des Lord Salisbury sich arbeits- und verdienstlosen Zeit. aufopfern mußte, ist doch noch zweifelhaft. England ist überhaupt so sehr auf den Dreibund angewiesen, daß auch ohne solches Entgegenkommen England zu Deutschland stehen wird. So werthvoll Helgoland auch für Deutschland sein mag, für England war es gar nichts werth. Wohlthuend war es, daß Herr Bamberger Herrn Dr. Peters eine Ehrenerklärung gegeben hat.( Sehr richtig! rechts.) Herr Richter hat eine andere Stellung ange nommen, er hätte aber doch auch die Energie des Herrn Peters allen Anfechtungen gegenüber anerkennen sollen. Wie wenig man Herrn Peters anderweitig als einen unbedingten Neider Englands betrachtet, beweist der Umstand, daß seine früheren Gegner ihn zu einer Rundreise nach England eingeladen haben.( Buruf links: Er will sich für Geld sehen lassen! Heiterkeit.) Um 54 Uhr wird die weitere Debatte bis Freitag 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 26. Sigung vom 5. Februar, 12 Uhr. Am Ministertische: von Heyden und Kommissarien. Bur zweiten Berathung steht der Antrag des Abgeordneten Conrad( Pleß) auf Annahme des Entwurfs eines Wild: schadengeseges. Die Kommission hat den vom Abg. Conrad vorgelegten Gefeßentwurf in wesentlichen Punkten abgeändert. 3u§ 1 liegt ein freisinniger Antrag vor, der jedem Gigenthümer, Nugungs- oder Jagdberechtigten die Befugniß zuspricht, auf seinem Grund-, Nuhungs- oder Jagdgebiete Schwarz, Rothund Damwild jederzeit namentlich ohne Rücksicht auf Schonzeit zu erlegen und sich anzueignen. Für den Fall der Ablehnung dieses Antrages soll wenigstens eine Schadenersatzpflicht auch für Siehe und Fasanen anerkannt werden. Abg. Papendieck( dfr.): Wir haben den bereits in früheren Jahren von uns eingebrachten Antrag wieder eingebracht, weil wir unter den heutigen Umständen mehr auf Annahme hoffen können als früher. Troß seiner Neigung für Erlasse hat der frühere Landwirthschaftsminister von dem Erlaß eines Wildschaden- Gesezes nichts wissen wollen. Durch Annahme unseres Antrages würde die sonst ziemlich schwierige Frage des Wild schadengeſehes eine einfache Lösung finden. Abg. v. d. Reck( t.) tritt für den Kommissionsbeschluß ein, Dammwild an Feldgrundstücken angerichtete Schaden dem Nuhungsberechtigten zu erseyen ist. §3 bestimmt, daß bei Enklaven der Inhaber des umschließenden Grundstückes, sofern er die Jagd angepachtet oder die angebotene Anpachtung abgelehnt hat, ersatzpflichtig sein soll. Abg. Schalcha widerspricht dieser Fassung, die den Großgrundbesitzer zu weit verpflichten würde, während Abg. Strut die Bestimmung im Interesse des kleinen Landwirths aufrecht erhalten wissen will. Der Verfasser der statistischen Berechnungen fährt weiter fort: ,, Es ist hier eine fühlbare Steigerung, welche die Unzufriedenheit mit den Getreidezöllen wohl erklärt, noch besonders fühlbar in Berbindung mit der in Berlin stattgehabten Steigerung der Fleischpreise. Es ist übrigens möglich, daß die Steigerung der letteren auch auf die Brotpreise erhöhend eingewirkt hat." Der§ 3 wird in der Kommissionsfassung angenommen. Wir haben obigen Ausführungen des Dr. E. Hirschberg § 4 besagt, daß Jagdpacht- Verträge, welche bestimmen, daß wenig hinzuzufügen, wir möchten nur noch bemerken, daß mit in gemeinschaftlichen Jagdbezirken die Ersatzpflicht des Jagd- der Steigerung des nothwendigsten Lebensmittels, des Brotes, pächters ganz oder theilweise ausgeschlossen sein soll, zu ihrer feineswegs der Lohn des Arbeiters gestiegen ist. Im Gegentheil, Giltigkeit die Genehmigung des Kreisausschusses bezw. des Stadt- man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, daß derselbe erausschusses bedürfen, wenn seitens auch nur eines Nuhberechtigten heblich zurückgegangen ist. Der Ausfall wird demgemäß nur Widerspruch erhoben wird. Abg. Grimm( nat.- lib.) beantragt noch hinzuzufügen: unter Betreffs der hohen Fleischpreise machen wir darauf aufmerksam, durch eine noch mangelhaftere Ernährung getragen als bisher. den gleichen Voraussetzungen werden Jagdpachtverträge, welche daß ja eine wohllöbliche humane Stadtverwaltung zur Ehre der die Ersatzpflicht des Jagdpächters auf die Gesammtheit der Zivilisation des neunzehnten Jahrhunderts Wandel zu schaffen Grundbesizer übertragen, dem Beschädigten gegenüber rechts- fich bemüht, indem sie dem Arbeiter eine neue Bezugsquelle erwirksam. schlossen hat durch den Verkauf des finnigen Fleisches. Der Antragsteller, wie Abg. France- Tondern befürworten diesen Antrag, der alsdann dem§ 4 der Kommissionsvorlage einverleibt wird. Um 3/4 Uhr wird die weitere Berathung des Wildschadengesetzes auf Freitag 11 Uhr vertagt. Tokales. von dem Arbeiter Eine der elendesten Beschäftigungen, deren Bezahlung faum noch als Lohn" bezeichnet werden kann, ist die DütenKleberei. Aber auch diese elende Beschäftigung war noch nicht genug herunter gekommen, daß sie nicht zuletzt noch weiter herunter gedrückt worden wäre durch die Gefängnißarbeit. Gine folche Dütenfabrik hierselbst in der Straußbergerstraße zahlte für einen Zentner zu Düten verklebtes Papier, je nach der Form der Düten 1,50 M. bis 3 M., wenn die Arbeit in der Werkstatt, und durchschnittlich 50 Pf. pro Zentner mehr, wenn die Arbeit in wir kommen, wenn wir eine Petition und deren Beantwortung Papiers um 4-5 Pfd. pro Zentner, die natürlich von dem Die Frauentugend ist gerettet. Zu diesem Schluß müssen stoff, der dem Papier zugesetzt wird, erhöht sich das Gewicht des der Wohnung des Arbeiters verrichtet wurde. Durch den Klebkennen lernen. Auf eine an ihn gerichtete„ Eingabe deutscher Papiergewicht, wofür der Lohn bezahlt wird, abgerechnet werden. am 23. v. M. eine Antwort ertheilt, in der es, nach der„ Vos mag als Beispiel angeführt werden, daß ein Zentner Papier, aus Frauen und Jungfrauen" hat nämlich Minister von Maybach Um Lohn und Arbeiter streng in das richtige Licht zu stellen, 3tg.", heißt: Bedienung in den Wartesälen der Bahnhöfe, 2,50 M. beträgt und sich auf 3 M. erhöht, wenn diese Düten dem sogenannte Viertelpfund- Düten hergestellt werden, etwa Die an mich gelangte Petition, betreffend die weibliche 40-45 000 Düten giebt, wofür der Lohn in der Werkstatt hat mir Veranlassung gegeben, die königlichen Eisenbahn- Direktionen zu beauftragen, die betreffenden Verhältnisse einer näheren Prüfung in letzterem Falle hat der Arbeiter dann noch den Klebseiner Wohnung gefertigt werden; zu unterziehen und, insoweit eine unstatthafte Verwendung weib- in letzterem Falle hat der Arbeiter dann noch den Kleblichen Dienstperfonals während der Nachtzeit in den Bahnhofs- stoff( Stärke) und Heftfaden zum Aufreihen der Düten aus wirthschaften noch stattfinden sollte, für alsbaldige Ab- eigenen Mitteln zu zahlen. Für Anfänger ist es schwer, an einem Sorge Tage 1000 Düten zu leben; später steigert sich die Geschicklichkeit Also fünftighin werden die Reisenden, die sich in der Nacht mit der Herstellung von Düten aus besonders gutem Papier bedurch eine Tasse Kaffee oder einen Kognak erwärmen wollen, sich schäftigt waren, wofür denn gewöhnlich Extrapreise bewilligt Abg. Conrad: Die diesjährige Kommission hat sich meinem damit begnügen müssen, diese Stärkungsmittel von männlicher wurden bis zu 6 M. pro Zentner, in einzelnen Wochen auf einen Entwurse nicht so günstig gezeigt wie die vorjährige; es wäre Hand eingeschänkt zu erhalten; daß sie dadurch besser schmecken Marimallohn von 15 bis 16 m. famen. Dafür müſſen dann am Besten gewesen, wenn Sie meinen Antrag en bloc ange- werden, wagen wir nicht zu behaupten. nommen hätten. Ich wollte ein Gesetz haben, das ich" Unstatthaft" soll die Verwendung des weiblichen Dienst- 2/2 Bentner Papier verarbeitet und richtig abgeliefert worden, auch ein Gesetz zum Schutze des Klein- Grundbesizes gegen personals des Nachts in den Bahnhofs- Wirthschaften sein. Das kleber im Stande sind. Wenn man aber diese enorme Arbeitseine Leistung, zu der nur ganz außergewöhnlich befähigte Dütenden Groß Grundbesitz hätte nennen können. Die Rom- vermögen wir nun nicht einzusehen. Wenn es für das weib= mission will eine Erfaßpflicht für den durch Rehe und Fasanenliche Dienstpersonal unstatthaft ist, so sollte es das unseres leistung nun auf die schlechter bezahlten Dütensorten anwendet, angerichteten Schaden nicht anerkennen und damit ist dann das Erachtens auch für das männliche fein. Da aber in den so ergiebt sich beispielsweise für die mit 2 M. 50 Pf. bezahltev ganze Gesetz für mich werthlos. Ich will mich nicht 7 Jahre großen Bahnstationen den Passagieren unbedingt Gelegenheit Arbeitsverdienst von 6 M. 25 Pf. pro Woche, den erreichen aper Sorten bei gleicher Arbeitsleistung( 21/2 3entner pro Woche) ei lang um das Zustandekommen eines schlechten Gesetzes bemüht geboten sein muß, auch des Nachts sich an Speisen und Getränken mur ganz gewandte Dütenkleber. Einige andere Düten werin haben. Sie werden aber nicht eher vor mir Ruhe haben, bis zu erfrischen, so ist das Verbot der Verwendung weiblichen etwas besser bezahlt, so z. B. das Kleben der Zigarrenbeutel. Sie auf meine Absichten eingehen. Die Fasanen und Rehe machen Personals einfach eine Verdrängung der Frauenarbeit. Für diese verdienten die Kleber früher 40 Pf. für 1000 Stüd, recht großen Schaden und doch wollen Sie für diese keine SchadenWird da irgend eine Frau Geheimrath mal des Nachts ein famen aber auch bei größter Fertigkeit und angestreng exfaßpflicht anerkennen. Thun Sie das, so werde ich gegen das weibliches Wesen am Buffet einer Bahnhofs Restauration ge- tester Arbeit nicht über 16 sehen haben und hat nun nichts Giligeres zu thun gehabt, Löhne waren dem Fabrikanten zu hoch und seine Frau richtete pro Woche. Diese ganze Gesetz stimmen. als ihre Mitschwestern zum heiligen Streit gegen diese Entwelcher Wildschadensersatz unter Umständen ausgeschlossen werden, wenigstens nicht, daß Wartesäle bisher Brutstätten der Unfittlich dann auch der Fabrikant für die Herstellung anderer Düten ArAbg. Strutz( frk.): Es handelt sich im§ 1 nur darum, würdigung" des weiblichen Geschlechts aufzurufen. Wir wüßten eine Arbeitsstube ein, in welcher von Mädchen die Zigarrenbeutel darf ohne besondere Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Bei feit gewesen wären, oder daß gar in dieser Richtung hin Ber- beitsverträge mit der Verwaltung des Frauengefängnisses in der Rehen und Fasanen, die ihren Standort rasch ver: ändern, ist aber ein solcher Ausschluß unter Umständen geben gegen die Buffetdamen vorgekommen seien. Aber Grzellenz Barnimstraße geschlossen und läßt jetzt bort arbeiten, so daß seine v. Maybach ist den petitionirenden Damen gegenüber sehr liebens alten Arbeiter und Arbeiterinnen nur noch so wenig zu thun eine Nothwendigkeit. Nehmen Sie also die Kommissions- würdig gewesen und hat Fürsorge für„ alsbaldige Abstellung" haben, daß einer nach dem anderen von selbst fortbleibt und der fassung an. Sollte diefes Gesetz in dieser Form dieser Einrichtung getroffen; allerdings was diese frei gewor nicht ausreichen, so würden wir später gern bereit sein, weiter benen" Kräfte nun anfangen werden, darüber zerbrechen sich die Prinzipal sich nicht einmal den Vorwurf zu machen braucht, er Abg. Francke( Tondern) erklärt gleichfalls, gegen das ganze deutschen Frauen und Jungfrauen" nicht die Köpfe; der Unfitt babe Jemanden entlassen. lichkeit des Wartesa ales ist das weibliche Personal glücklich Gesetz stimmen zu wollen, wenn die Fassung der Kommission nicht entrissen, dafür ist es aber vielleicht der Unsittlichkeit der Straße aufgegeben würde. Der freisinnige Antrag geht allerdings sehr jekt preisgegeben. weit, aber er biete doch weit mehr Garantie für ein Wildschadengesetz als die Kommissionsbeschlüsse, so daß man ihm cher zustimmen könne ale letteren. nach welchem im§ 1 der durch Schwarz-, Roth-, Elch- und ste Ilung dieser Einrichtung Reisenden, die sich in der Nacht und es soll vorgekommen sein, daß tüchtige Arbeiter, wenn sie zu gehen. Abg. Brandenburg( 3.) betont mehr die rechtliche als die wirthschaftliche Frage und tritt deshalb für den Beschluß der Kommission ein. Abg. v. Strachwin( 8.): Der Kommissionsentwurf sei völlig ausreichend und gerade diejenigen, die gegen diesen stimmen, würden den kleinen Mann schädigen. = jegt einnehmen Und weiter, wer wird die Stelle der verbannten Personen fann. für Mart Später hat Die Dütenkleberei war in Berlin bisher vielfach eine Beschäftigung für solche Leute, die zu keiner anderen Arbeit zu ge brauchen waren; Epileptische, Schwachsinnige, Krüppel verdienten mit dieser mühseligon Arbeit wenige Groschen in der Woche, wobei sie das Papier und die Düten zentnerweise von der WerkWir vermuthen start, daß das kapitalistische Genie der Bahn- statt nach Hause und zurückschaffen mußten. Nun ist auch diese hofs Restaurateure an die Stelle der fchlecht bezahlten weib- Arbeitsquelle für sie versiegt infolge der Gefängnißarbeit! Es lichen Arbeitskräfte nunmehr die gar nicht bezahlten jugendlichen ist traurig, daran zu denken, daß diese Aermisten unter den Armen Silfspersonen, die sogenannten Lehrlinge, bringen wird, die heute vielleicht stehlen, um ins Gefängniß und dort wieder zu ihrer und denen die Nachtruhe wahrlich sehr noth thut. schon auf den Bahnhöfen einen überaus schweren Dienst haben, Arbeit zu kommen. Abg. v. Meyer Arnswalde( wildk.): Die Vorlage ist gut ftellerinnen ferner den Weg an, auf welchem sie bei etwaiger Ergebnisse, welche mit dem Koch'schen Mittel hinsichtlich der Fest leber Anwendung des Koch'schen Mittels bei tuberDoch Herr von Maybach ist auch galant. Er giebt den Bitt- fnlöfem Nindvich schreibt der" Reichsang.":" Die günstigen gemeint, aber sie wird in der Praxis schwer auszuführen sein. Sie wird den Erfolg haben, die Schreiberei zu vermehren und fernerer Wahrnehmung derartiger Ungehörigkeiten" ihre Anträge ſtellung der Zuberkulose an Menschen erzielt wurden, haben das insofern entspricht sie ja den modernen Anforderungen.( Heiter- Frauen und Jungfrauen" gut! Verschiedene Vereine für Gifenwerthbarkeit des Mittels auch an tuberkulösem( perlsüchtigem) oder Beschwerden anbringen können. Habens doch die deutschen kaiserliche Gesundheitsamt veranlaßt, die diagnostische Verfeit.) Wenn das Gefeß eine Verschärfung der Vorbeugungsmaß bahnreform haben im November v. J. dem Minister von May- Rindvieh zu prüfen. Bislang steht der wirksamen Bekämpfung regeln gegen den Wildschaden enthielte, würde es ausreichend sein. bach sehr gewaltige„ Ungehörigkeiten" im Eisenbahnwesen mitLeider hat das Gesetz von 1850 die Präventivmaßregeln zu eng getheilt, aber Herr von Maybach hat hier nicht für alsbaldige dieser weitverbreiteten Krankheit hauptsächlich noch der Umstand umzogen und nicht auch den Besitzer der Forsten selbst zum Abstellung" gesorgt, nicht einmal auf diese Petition entgegen, daß sie an lebenden Thieren nur schwer mit Sicherheit Schadenersay verpflichtet. Ich habe in meiner 21jährigen Praxis als Landrath in einem 3 bis 4 Quadratmeilen Forsten enthaltenden eine Antwort gegeben. Wir wollten hiermit nur einmal zu erkennen ist. Für den Fall, daß das Koch'sche Mittel sich auch Kreise dieses trotzdem gethan und zwar mit dem besten Erfolge. zeigen, daß man verschiedene Ungehörigkeiten verschieden behandeln zur Feststellung der Tuberkulose bei Thieren eignen sollte, würde ( Heiterkeit.) Als aber das Oberverwaltungs- Gericht dahinterfam, im Wartesaal gebührt dem Minister, wenn es noch eine An- polizei, sondern auch für die Entwickelung der landwirthFür den Erlaß in Sachen des weiblichen Dienstpersonals demselben ein erheblicher Werth nicht allein für die Sanitätsbetam ich, was man sonst einen Rüffel nennt, und durfte in zuerkennung schaftlichen Thierzucht beizumessen sein. fein. Behufs Anstellung funft nur die Pächter zum Schadenersatz heranziehen. Seitdem erkennung des Berdienstes giebt, unbedingt die Tugendrose. eines Vorversuchs zur Ermittelung, ob und in welcher Dosis das wurde es schlimmer. Wenn man das Gefeß nun in der ange= Ueber die Undankbarkeit ihrer Angestellten sich zu be- Mittel bei tuberkulösem Rindvich eine Reaktion hervorbringt, sind deuteten Richtung vervollständigt, wird der Wildschaden weiter Klagen, hat die Pferdebahn- Gesellschaft allen Grund. Nach dem mit Genehmigung des Staatssekretärs des Innern von dem kaifereingeschränkt werden. berühmten Muster anderer Institute, wie Stadtmission, christlichen Gesundheitsamt zwei Kühe und eine Ferse angeschafft wor Abg. Dasbach( 3) sprach gegen die Kommissionsbeschlüsse. liche Vereine junger Männer u. f. w. wollte die Gesellschaft in den, welche in einem Versuchsstalle der königlichen thierärztlichen Abg. Dr. Ritter( frt.): Auf die Beschwerdebriefe, die den einer" humanen" Anwandlung die Pferdebahn Beamten zur Hochschule zu Berlin untergebracht und daselbst auf Kosten der Abgg. Conrad und Dasbach mit Bezug auf das Wildschadens Frömmigkeit und Fügsamkeit heranbilden. Zu diesem Behufe letzteren von deren Personal gefüttert und verpflegt wurden. Die gefeß zugegangen sein sollen, fann ich nicht viel Gewicht legen. waren für die Kutscher und Schaffner Thee und Erbauungs- Versuche selbst sind nach vom Geheimen Medizinalrath Professor Ein oberschlesisches Blatt„ Der Katholit" fordert öffentlich dazu Abende eingerichtet worden. Wie jetzt berichtet wird, hat die Dr. Roch aufgestellten Gefichtspunkten von dem thierärztlichen auf, Beschwerdebriefe an Herrn Conrad zu senden. Bei den moderne„ Erziehungs"-Methode feinen rechten Anklang bei denen Mitgliede des kaiserlichen Gesundheitsamts, Regierungsrath Roedl meisten Beschwerden hat sich nun nach eingehender Prüfung heraus- gefunden," für deren Aufklärung" die" Erbauungs"-Stunden ein- und von dem außerordentlichen Mitgliede des Amts, Prof. Dr. gestellt, daß sie unbegründet waren. Auch ich halte es für noth- gerichtet waren. Wegen zu schwacher Betheiligung mußte man Schüß, Rektor der königlichen thierärztlichen Hochschule, ausge wendig, die Nehe und Fasanen von der Schadensersatzpflicht unter die Bekehrungsversuche der fündhaften Weltkinder, welche durchaus führt worden. Die zum Versuch verwendeten beiden Kühe waren Umständen auszunehmen und werde für die Kommissionsbeschlüsse nicht begreifen wollen, daß sie nur allein zum Arbeiten, Entbehren von dem Prof. Eggeling aus einem größeren Hindviehbestand als und Gehorchen geboren sind, aufgeben. tuberkulös ausgewählt. Die Ferse war dem Anscheine nach gesund Abg. Drawe( frt.): Es ist schon ein Vortheil, daß von allen Parteien eine Schadensersatzpflicht anerkannt wird. Wenn bahn Angestellten wollen scheinbar in ihr eigenes Verderben und nach der Anwendung des Mittels auf seinen törperlichen 3 Undankbarkeit ist nun einmal der Welt Lohn. Die Pferde- und diente als Kontrollthier. Jedes Thier ist mehrere Tage vor aber Rehe und Fajanen ausgenommen werden, werde ich rennen; ohne Gehorsam vor ihren Herren" werden sie nicht eher stand, insbesondere Körperwärme, Puls- und Athemfrequenz in mit meinen politischen Freunden gegen das ganze Gesetz rasten, bis sie den bösen Sozialdemokraten in die Finger gerathen regelmäßigen kurzen Zwischenräumen untersucht und demnächst ab Abg. v. Dobeneck( f.) beantragt eine Schadensersatzpflicht wesen, es hat nicht sollen sein. find. Gott beschütze ihre armen Seelen! Es wär' so schön ge- geschlachtet worden. Bei jedem Thiere kamen 0,5 cem des Kochschen Mittels mit 4,5 ccm 1/2 pet. wäfferiger Phenol- Lösung vers nur auf Feldgrundstücken, nicht auch auf Waldgrundstücken für dünnt in Anwendung. Die Einspritzung in der ganzen Dosis erzulässig zu erachten. Einen Beleg dafür, wie eminent die ärmeren Volks folgte auf einmal, und zwar am Triel, nachdem dort die Haare Abg. Schnatsmeier( t.): Wenn man ein Gesetz gegen schichten durch die hohen Getreidezölle belastet werden, bringt die abgeschoren waren und die Haut gereinigt und desinfizirt worde Wildschaden machen will, muß man auch alles Wild ein- Nat.- 3tg.". Danach ist das Gewicht eines Fünfzig war. Die Stichstelle selbst wurde nach der Einspritzung des Mittels beziehen und nicht willkürlich einige Arten ausnehmen. Mit fennig- Roggenbrodes im Jahre 1890 in Berlin mit in Jodoform- Kollodium getränkter Watte geschloffent. Dit einigen meiner Parteigenossen muß ich mich deshalb gegen die mehr als ein Pfund geringer gewesen als im zweifellos günstigen Ergebnisse der Vorversuche fordern zu weiteres Kommissionsbeschlüsse wenden. Wir können nur aller Agitation Jahre 1888. Es werden aus einer Berechnung, welche das umfassenden Prüfungen auf, deren Ausführung bereits in Aus stimmen. stimmen. P ficht genommen ist. Eingehendere Mittheilungen über die Vor-| Quetschungen am Oberkörper, daß es nach dem Elisabeth-| prätendenten sind aber als Kinder der leiblichen Kousine der versuche erfolgen demnächst in den Arbeiten aus dem faiserlichen Krankenhause gebracht werden mußte. Im Laufe des Tages Erblafferin, Blutsverwandte derselben mütterlicherfeits) und eines Gesundheitsamt." fanden sechs Brände statt. Ehegatten ein ausschließliches Erbrecht auf die Erbschaft eines Verstorbenen, insoweit dieser einen Testamentserben nicht eingesetzt hat,§ 285, Tit. 12, Theil I. Allgemeinen Landrechts, oder wenn der Berufene die Grbschaft ausschlägt. Die Rettungsbälle, Kähne und andere zur Hilfe Ertrinkender nöthigen Geräthe sollten bei Zeiten wegen ihrer Brauchbarkeit untersucht werden. Infolge der Kälte und Nässe haben besonders die Stricke, an denen die Bälle befestigt sind, arg gelitten und es dürfte infolge der Noth schwer halten, die Rettungsbälle mit Erfolg zu benügen. Im vergangenen Jahre haben sich bekanntlich mehrere Rettungsverfuche als erfolglos erwiesen, weil die Stricke den Dienst versagten. Dieselben waren so fest an die Brückenpfosten gebunden worden, daß die Knoten nicht schnell genug gelöst werden konnten. Außerdem gelang es nicht, dem Balle die gewünschte Richtung zu geben, weil der Strick infolge des langen Hängens zu steif geworden war. linfen Gerichts- Beitung. auftritt, Meldet sich innerhalb der ordentlichen Verjährungszeit ( 30 Jahre) ein erbfähiger Verwandter, so erhält er die Erbschaft, Daß das vorzüglichste ,, Recht" der Hausbesitzer in dem soviel davon vorhanden ist, zurück.§ 27, Tit. 16, Theil 11. und Ginnehmen hoher Miethen bestehe, diese Versicherung eines 8847 sequ. Tit. 18, Theil 11. A. 2. R. Kann somit nach der richterlichen Anschauung ein unehe Zeugen, zumal wenn er vereidet ist, wird gewiß Niemand be= zweifeln, auch wenn er noch nicht in der Lage war, ein Haus liches Kind nicht von seinen Seitenverwandten beerbt werden, zu besigen. Etwas weniger schön ist es allerdings, die so darf andererseits der Fiskus, da lettere wirklich vorhanden sind, Miethen in die Höhe zu treiben. Diese die Mitmenschen aus die Erbschaft ebenfalls nicht erhalten, sie müßte also, so zu sagen, in der Luft schweben. beutende Thätigkeit überläßt dann der Herr Eigenthümer daher, Da letzteres nicht der Fall sein kann, die Rechtsgelehrten des wo es irgend angeht, einem Verwalter" und erholt sich in einer straße erinnert die Kriminalpolizei in einer Bekanntmachung so beschwichtigende Praxis hat auch der Kaufmann Rosen- Großvater durch die Erblasferin hätte beerbt werden können und In Sachen des Raubmordversuches in der Oranien- Willa bei Dresden von dessen Thätigkeit. Diese, das Gewissen Allg. Landrechts von der Ansicht ausgehen, daß jedes Erbrecht daran, daß der Thäter, ein mittelgroßer und schmächtiger, 20 st i el angewendet, der in der gegen seinen Verwalter Johann dieser wieder hätte die Erblasferin beerben müssen, an seine Stelle bis 25jähriger Mann, auf der Backe wahrscheinlich auf der Menzel vor dem Landgericht I, Straftammer II, anhängig aber seine Deszendenten getreten sind, so durfte der Fistus, um einen schwarzen Flecken( Warze, Leberfleck 2c.) in Größe gemachten Anklage wegen Untreue als Zeuge so mehr, als die Erben sämmtlich arm und bedürftig sind, nicht eines filbernen zwanzig- Pfennigstücks hat. Infolge der geftrigen und die oben zitirte Aeußerung gebraucht. Der Thatbestand ist nur moralisch, sondern in der That auch gesetzlich verpflichtet Publikation haben sich übrigens noch mehrere Inhaber von Ge- folgender: Menzel war von Rosenstiel als Verwalter engagirt, sein, das Millionenerbe an die leiblichen Verwandten der Erbschäftslokalen bei der Kriminalpolizei gemeldet, welche angaben, mit der kontraktlichen Bedingung, die Hälfte desjenigen Lasserin herauszugeben. daß sich auch in ihren Geschäften ein junger Mensch unter den Betrages, um den er die Miethen in die Höhe So die Deduktion, mit der man dem Fiskus zu Leibe gehen geschilderten verdächtigen Umständen aufgehalten und das Lokal bringt, behalten zu dürfen, und zwar auf die Dauer des will und die uns ja auch ganz einleuchtend scheint; nur fürchten nach längerer Zeit unter dem Vorwande, eine Kifte zum Ginpacken Kontraktes, längstens aber auf ein Jahr. Neben diesem wir, daß die Berufung auf die moralische Verpflichtung bei der für seinen in Küstrin dienenden Bruder ausgewählten Kontrakt foll Rosenstiel noch das Versprechen gemacht haben, dem Fiskus und bei der Justiz keinen großen Eindruck machen Sachen besorgen zu wollen, verlassen habe, ohne dahin zurück- Menzel fönne, wenn etwa eine Wohnung per 1. Ottober wird. Indessen ist dieser Deduktion um so mehr Erfolg zu zukehren. Während indeß die Personal- Beschreibung, welche die am 1. Juli vermiethet sei, in der Zeit bis zum Beziehen der gestern erwähnte Zeugin aus der Landsbergerstraße von dem Wohnung, wenn dieselbe leer steht, in seinem( Menzels) wünschen, als die Erbprätendenten arme Leute sind, denen die Thäter giebt, mit der von Frau Caßburg und dem Fischer- Interesse darüber verfügen. Rosenstiel bestreitet dies ent- Million recht gut zu statten kommen würde. meister G. gegebenen übereinstimmt, bekunden die neuen Zeugen schieden, er gäbe damit ein Theil seines obengen annten Eine Schwindlerin der gemeingefährlichsten Art wurde sämmtlich, daß der Mensch, mit welchem sie in ihrem Lokale ver-" Rechtes" auf. gestern der dritten Straffammer des Landgerichts I in der handelt haben, das oben erwähnte Merkmal auf der Backe nicht Die ganze Sache wäre aber garnicht zur Sprache gekommen, wenn Berson der 50 jährigen unverehelichten Pauline Angelika habe. Dieser Widerspruch würde aber leicht darin seine Auf- nicht Rosenstiel das Haus plöglich verkauft hätte. Die neuen Besitzer Werner vorgeführt. Die Angeklagte ist eine kleine verwachsene flärung finden fönnen, daß die beiden Raubgesellen, deren einer des Hauses( Veteranenstr. 24), der Berliner Spar- und Leih- Dame, welcher mit großer Redegewandtheit ein bedeutendes das Verbrechen in dem Gottschall'schen Laden ausführte, während Berein" übernahmen die kontraktlichen Verpflichtungen gegen den schauspielerisches Talent verbindet. Ihr Vorleben weist eine der andere draußen Schmiere" stand, in einzelnen Fällen ein- Verwalter, konnten aber von den bei Abschluß des Kontraktes lange Kette von Vorstrafen auf, zuletzt verbüßte sie eine vierfach die Rollen vertauscht haben. gemachten mündlichen Versprechungen nichts wissen, und so jährige Zuchthausstrafe und da sie bei ihrer letzten Verhafwurde denn, als Menzel einen leerstehenden Pferdesiall auf zwei tung sich sagen mußte, daß ihr wiederum eine längere ZuchtDas Messer hat bei einem Vorfall, der sich am Dienstag Monate vermiethete, die Miethe aber in völligem Bewußtsein hausstrafe sicher sei, hat sie versucht, sich im Gefängnisse Abend zwischen 7 und 8 Uhr im Hause Gneisenaustraße Nr. 59 seines Rechtes für sich verwandte, Strafantrag gestellt. Die die Pulsadern zu öffnen. Ihr Schwächezustand war noch ereignete, wieder einmal feine traurige Rolle gespielt. Im ge- weitere Zeugenvernehmung ergiebt, daß doch außerkontraktliche ein so großer, daß sie wiederholt während der Verhandlung Die Angeklagte nannten Hause wohnt im Hochparterre der Schuhmachermeister Verabredungen stattgefunden haben, daß ferner die Beamten des von Ohnmachtsanfällen heimgesucht wurde. Kohle, über ihm in dem ersten Stock sein Schwager, der herrschaft- besagten Vereins bei ihrer häufigen Anwesenheit im Hause von der hat eine eigenthümliche Art des Betrages zu ihrer Spezialiche Kutscher Heidenreich. In der Wohnung des Heidenreich be- Vermiethung Kenntniß gehabt haben müssen, daß der Angeklagte lität erhoben. Im vorigen Herbste Im vorigen Herbste miethete sie sich ein tamen an oben genanntem Tage die beiden Schwägersleute( bisher völlig unbescholten) daher ein Bewußtsein seiner Schuld Stübchen in Pankow und bald durchsdiwirrten den kleinen Streit, Kohle verließ die Wohnung seines Schwagers, doch nicht gehabt habe. Es erfolgt die kostenlose Freisprechung. Ort dunkle Gerüchte von großartigen Bohlthaten, welche die Heidenreich folgte ihm nach dem Parterre und setzte hier den " " " So, Streit fort. Rohle wurde dabei sehr erregt, er zog plöglich sein Ein recht dreistes Benehmen führte den Hilfs- fleine schwarze Dame mit den listig blickenden Augen den von Die Angeklagte Schustermesser hervor und zerfleischte damit das Gesicht des Gerichtsvollzieher Carl Berndt auf die Anklage- ihr Begünstigten zu erweisen im Stande sei. Heidenreich in wahrem Sinne des Wortes. Die Nase und Lippen bank der II. Straffammer des hiesigen Landgerichts I. Der An- wandte sich zunächst an kinderlose Frauen. Sie gab an, daß sie zwei tiefe Stiche in den Rücken erhalten, auch ist ihm der Ballen der erschienenen Zeugin eine Zwangsvollstreckung auszuführen, traf und die Tochter ihres Auftraggebers seien, bei einem tinderlosen sei, ein Kind distreter Geburt, dessen Eltern ein russischer Graf des H. wurden vollständig gespalten, außerdem hat der Verlegte geklagte hatte bei dem Ehegatten der zum gestrigen Termine von einer hochgestellten Persönlichkeit, dem Fürsten P. beauftragt einen Hand gänzlich aufgeschlitzt worden. Heidenreich mußte nach denselben jedoch in seiner Wohnung nicht an und hinterließ einen und die Tochter ihres Auftraggebers feien, bei einem tinderlosen dem Krankenhaus am Urban geschafft werden; da derselbe großen Bettel, welcher seinen Besuch mittheilte; gleichzeitig aber bat er Ghepaars gegen eine einmalige Entschädigung von 15 000 Mark Blutverlust erlitten hat, so ist sein Zustand ein recht besorgniß- die Nachbarin der Zeugin, sie möge doch die 3 eugin auffordern, unterzubringen. Diese verlockende Aussicht genügte, um der AnAm andern Tag begab geklagten Kredit und Darlehne zu verschaffen. Sie beschränkte ihre erregender. Der rohe Messerheld befindet sich noch auf freiem in seine Wohnung zu kommen. Fuße, da die Polizei von dem Vorfall noch nicht in Kenntniß ge- sich denn auch die Zeugin in die Wohnung des Berndt, klagte Thätigkeit aber nicht auf Berlin und Umgegend, sondern wandte sich auch schriftlich an einen Kaufmann in Steftin, dem sie ein setzt worden ist. ihre Noth und erwähnte dabei, daß sie 5 Kinder habe. also 5 Kinder haben Sie...?" fragte der Gerichtsvollzieher. Hierauf noch glänzenderes Anerbieten machte. In diesem Falle handelte es sich um ein Kind eines pommerschen Edelmannes und einer Selbstmord auf der Eisenbahn. Am vorgeftrigen Mittwoch faßte er die Frau um die Taille, zog sie heftig an sich und italienischen Sängerin, welches sich zur Zeit mit seiner Wärterin Nachmittag furz nach 5 Uhr warf sich in der Nähe der Span- drängte sie zur Sophalehne. Sie sind ja ein ganz nettes in einem schlesischen Badeorte befinden sollte und für dessen dauer Bergbrauerei ein unbekannter Mann vor den von Berlin Weibchen", setzte er seine Zudringlichkeiten fort,„ nur ein Küßchen Adoption sogar 90 000 M. geboten wurde. Der Stettiner Kaufgekommenen Vorortzug unb wurde von der Maschine eine Strecke will ich haben!" Der Angeklagte streitet alles mann sandte der Angeklagten auf ihren Wunsch das Geld, damit mitgeschleift. Das Fahrpersonal hatte den Vorfoll wahrgenommen ab, will wohl von den 5 Kindern gesprochen, die„ Nettig fie nach dort reisen und persönlich mit ihm verhandeln konnte. und ließ den Zug auf der Strecke halten. Der verstümmelte feit" aber mit Bezug auf den anständigen Anzug der Zeugin ge- Die Angeklagte kam auch. Der Kaufmann mußte sie auf mehrKörper wurde von dem Geleise aufgehoben und in den Back- meint haben, d. h. sie sehe gar nicht so arm aus, wie sie zu sein stündiger Fahrt in einer Droschte begleiten und während derselbe Avagen gelegt, worauf der Zug nach Spandau weiterfuhr. Hier vorgebe. Ein Versuch durch Schilderung der örtlichen Verhält wurde der Tod des Mannes konstatirt. Die Leiche ist nach der niffe die Sache als unmöglich hinzustellen, mißglückte vollständig; in dem Wagen blieb, machte ſeine Begleiterin anscheinend den Leichenhalle gebracht worden. der Staatsanwalt beantragt das und 300 hochgestelltesten Personen Besuche. Die Anklage nimmt an, daß Schuldig Geldstrafe, er sehe von Gefängnißftrafe ab, da die Gerichts- sie über die Vorzimmer nicht herausgekommen ist. Der Kaufmann wurde dadurch aber in dem Wahn bestärkt, daß die Vor einem Betrüger, der eine arme Arbeiterin vorgestern vollzieher sich nie einer großen Beliebtheit beim Publikum erum 10 M. geprellt hat, feien hiermit alle Stellensuchenden ge- freuen, also eine gelinde Uebertreibung, wenn auch unwahr habe und ließ sich in der Hoffnung des großen Gewinns zu Angeklagte wirklich eine wichtige geheime Mission zu erfüllen warnt. In dem Annonzentheile eines hiesigen Lokalblattes vom scheinlich, so doch nicht ganz unmöglich sei. Der Gerichts: Dienstag fuchte die unverehelichte Alvine Förster eine Stelle als hof ist derselben Meinung und erkennt wegen Beleidigung auf Opfern herbei. Da die Angeklagte behauptete, daß ein Rechtsanwalt Schleiermann sie wegen einer Forderung von 150 M. beAufwärterin. Es währte nicht lange, als bei der Wirthin des die beantragten 300 M. Geldstrafe. drängte, so gab der Kaufmann ihr die Summe. Als der AnMädchens, der Frau Anders, ein Mann erschien, der sich als der Bäckermeister Schuve, wohnhaft: Königgrägerstr. 26, aus Die Erziehung durch einen als sozialdemokratischen geklagten der Boden in Pankow zu heiß wurde, zog sie nach dem gab. Er fragte Frau Anders auf das Gründlichste über das Agitator bekannten Vater soll, nach Ansicht der Vertheidi- Evangelischen Vereinshause in der Oranienstraße, woselbst sie Mädchen aus, ob dasselbe auch ordentlich, sauber und ehrlich sei, gung, die Schuld an den Uebelthaten des erst 14 jährigen Ar- unter falschem Namen auftrat und dem Vorsteher vorspiegelte, da er es, nach Verabredung mit seiner Frau, zwar nicht als beitsburschen Bartsch sein. Wer da weiß, wie wenig ein Arbeiter daß sie nur die Vorläuferin einer hochadeligen Dame sei, welche Aufwärterin, wohl aber als Verkäuferin für seine Bäckerei Zeit und Gelegenheit hat, erzieherisch zu wirken, wer ferner weiß, demnächst mit einem kranken Kinde eintreffen würde, welches in engagiren wollte. Obgleich sich das Mädchen Anfangs weigerte, wie in den meisten Fällen der Aufenthalt in einer Befferungs- ärztliche Behandlung gegeben werden sollte. Als die Dame immer eine solche Stellung anzunehmen, so wußte der Schwindler sie Anstalt" wirkt( aus einer solchen wurde Bartsch von seinem nicht eintreffen wollte, zeigte die Angeklagte eine von ihr durch sein Versprechen, ihr monatlich 25 M. nebst freier Station Bater aus unbekannten Gründen nach längerem selbst aufgegebene Depesche vor, in welcher ihr eine Freifrau zu geben, nach einiger Zeit dennoch zu einer Zusage zu be- Aufenthalt wieder fortgeholt), der dürfte wohl anderer Meinung von Egloffstein mittheilte, daß die Wärterin des Kindes unterwegs erkrankt sei. Hierdurch erhielt die Angeklagte neuen Kredit, stimmen. Nur eine Bedingung hatte der Pfeudobäcker seinerseits als der Herr Vertheidiger sein. Bartsch hatte mittelst eines zufällig passenden Bodenschlüssels bis ihre Schuld auf über 50 M. angelaufen war, um welchen erlege, weil dies bei Stellungen, wo einem die Kasse anvertraut einen Koffer geöffnet und 15 M. daraus entwendet, welche er Betrag das Vereinshaus geschädigt worden ist. Die Angeklagte würde, so Sitte sei. Da der Betrüger gleichzeitig das Mädchen mit dem 18jährigen Sohn eines Schuhmanns, Namens entwickelte auch in den übrigen Betrugsfällen eine außerordentlich aufforderte, ihn sofort zu seiner Frau, behuss Vorstellung, Ladwig, vernaschte. Bartsch sagt auf das Bestimmteste fruchtbare Phantasie. Sie erzählte n. A., daß sie einem bekannten zu begleiten, so schwand bei demselben bald das anfängliche aus, dem Ladwig den unredlichen Erwerb des Geldes mitgetheilt reichen Hof- Schlächtermeister denselben Dienst erwiesen habe, wie Mißtrauen hinsichtlich jener Forderung, und auf zureden zu haben, was dieser jedoch bestreitet. Der Gerichtshof ist der ihn der Fürst v. P. von ihr verlange, fie setzte regelrechte Son= der harmlosen Wirthin händigte die Förster jene 10 Mark dem Ansicht der Vertheidigung, daß L. von B. verführt sei, spricht 2. trakte auf, worin sie sich bei Abschluß des Geschäftes 10 pCt. Fremden ein, worauf sie sich mit demselben fortbegab. Kaum frei und verurtheilt B. zu 3 Wochen Gefängniß. Schuld sei eben der in Rede stehenden Summe, also 1500 Mart, ausbedang jedoch waren beide einige Häuser weit gegangen, als der„ Bäcker- die schlechte Erziehung des B., welcher zu früh aus der er- und durch diese Manipulationen bestärkte sie das Vertrauen ihrer Opfer. In einem Falle gab sie sich für die Ehefrau des meister" plötzlich, als besänne er sich auf etwas, stille stand, und wähnten Anstalt entlaffen sei. Adjutanten der Kaiserin Friedrich aus. Im Verhandlungstermine das Mädchen aufforderte, doch lieber heimzukehren, da er es nach Ja, ja, Prozesse müssen sein! Das hat der fromme Gellert umgab die Angeklagte sich wie bei ihren früheren Verurtheilungen einiger Ueberlegung für besser hielte, daß die bisherige Mamfell, die noch nichts von ihrer Entlassung wisse, diese erst dann er- schon vor hundertundfünfzig Jahren gesagt und der kannte seine mit dem Nimbus des Geheimnißvollen, sie blieb dabei, daß sie fahre, wenn die Förster am Donnerstag, den 5., wie verabredet, Beute; er schildert recht hübsch, wie zwei eigensinnige Nachbarn thatsächlich einen solchen Auftrag erhalten, wie sie angegeben, anträte. Das Mädchen ging zurück, um sich eine Stunde später sich durch einen Prozeß wegen eines Landstreifens ruiniren. jedoch habe sie keinen Namen genannt und werde dies auch nie in Gesellschaft ihrer Wirthin, die, gleich der Geprellten, jetzt Wenn nun auch die Leute während der letzten 150 Jahre etwas thun. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß die gemeinBöses zu ahnen begann, nach der von dem Betrüger bezeichneten besonnener geworden sein sollten, so kann man es ihnen doch gefährliche Person für längere Zeit unschädlich gemacht werden und selbst aufgeschriebenen Adresse zu begeben. Hier, in der nicht verdenken, wenn sie wegen einer Million einen Prozeß an müsse, er beantragte eine Zuchthausstrafe von acht Jahren. Das Urtheil lautete auf se ch 3 Jahre Zuchthaus, Königgrägerstr. 26, aber war weder eine Bäckerei, noch der Name fangen, namentlich wenn es gilt, dem Fiskus das Geld aus den Schuve irgend Jemandem bekannt. Der Schwindler wird als Bähnen zu ziehen. In Lübbenau ist am 4. Januar 1868 die 1050 Mark Geldstrafe eventuell noch 70 Tage Zuchthaus und ein Mann von untersetter, voller Figur geschildert; er trägt Wittwe Lehmann gestorben ohne Hinterlassung von Kindern oder Ehrverlust. blonden Schnurrbart, hat hochstehendes Haar und war mit grau leiblichen Verwandten; sie hinterließ ein Vermögen, das eine melirter Hose und Weste von gleichem Stoff( letztere am Halse Million Mark weit übersteigen soll und das dem Fiskus durch schließend), braungelbem Ueberzieher und rundem braunen Filz- Bräklusionsurtheil vom 28. Mai 1869 zugesprochen wurde. Später hut belleidet; er trug einen schmalen Trauring an der rechten haben sich die Kinder einer Kousine der Verstorbenen gemeldet Hand. und beim zuständigen Amtsgericht die Ausstellung einer ErbAchtung, Vergolder! Der Stand des Streiks in der bescheinigung beantragt. Diesen Antrag hat das Gericht in Polizeibericht. Am 4. d. Mts. Morgens brachte sich ein Lübbenau durch Beschluß vom 8. Januar d. J. abgelehnt, weil Aug. Werkmeister'schen Werkstatt dauert unverändert fort. Es ist Mann in einem Hotel anscheinend in einem Anfalle von Geistes- mit Rücksicht auf§ 639, sequ. 660, Theil 11., Titel 2 und§ 678, jetzt bereits die neunte Woche, daß wir uns im Streit befinden. gestörtheit mittelst Revolvers zwei Schüsse in den Kopf bei, so Theil 11, Titel 3 Allg. Landrechts die Ausstellung der Erb- Die Schuld liegt auf Seiten des Fabrikanten, da besagter Herr daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Vormittags bescheinigung verweigert werden muß, da zwischen dem unehelichen sämmtliche Arbeiten an die Kleinmeister abgiebt und sich leider stürzte sich eine 71 Jahre alte Frau aus dem Fenster der im Kinde und den Verwandten beiderlei Eltern in der Regel auch verschiedene Kollegen finden, die die Arbeit anfertigen, dabei britten Stock des Hauses Memelerstr. 60 belegenen Wohnung auf teine gesetzliche Erbfolge stattfindet. Die Verstorbene war aber ganz vergessen, daß sie sich selbst und unserer Sache den größten Schaden zufügen. Kollegen! Die Erwartungen, die wir den Hof hinab und verstarb auf der Stelle. Zu derselben Zeit nämlich eine außereheliche Tochter. wurde im Landwehrkanal, an der Unterschleuse, die Leiche eines Gegen die Entscheidung soll nunmehr weiter prozessirt werden auf den 1. Februar gesezt, haben sich nur zum Theil bestätigt, unbekannten, etwa 50 Jahre alten Mannes aufgefunden. mit einer sehr geistreichen juristischen Deduktion, die uns im Kon- da nur in der Fabrit von E. Ruthenberg Preisreduzirungen Mittags fiel ein zehnjähriger Knabe beim Spielen, gegenüber dem zept vorliegt und deren Hauptgedankengang wir hier mittheilen stattgefunden haben. Sämmtliche Kollegen, 14 Mann Versilberer, haben infolge dessen einmüthig die Arbeit niedergelegt, Grundstück Tempelhofer User 1 in den Landwehr- Kanal, wurde können. jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, aus dem Der vorerwähnte Paragraph bestimmt, daß zwischen dem un- und sich unserer gerechten Sache angeschlossen, wie es von jedem Wasser gezogen und nach der Wohnung seiner Mutter gebracht. ehelichen Kinde und den Verwandten beider Eltern in der zielbewußten Arbeiter nicht anders zu erwarten war. Außerdem Nachmittags stürzte ein zehnjähriger Knabe beim Spielen vor dem Siegel teine gefeßliche Erbfolge stattfinden soll. Er läßt somit ein Mann von Ad. Werkmeister; diesen betrachten wir als geHauſe Klosterstr. 33 zur Erde und brach den rechten Unterschenkel. auch die Deutung zu, daß im Ausnahmefalle, namentlich, maßregelt. Kollegen! An Euch wird es nun liegen, uns zu Zu derselben Zeit wurde ein Mann vor dem Hause Alte wo es sich um eine so bedeutende Erbschaft, wie hier, handelt, helfen, wir appelliven an Euer Solidaritätsgefühl, um unsere Leipzigerstr. 14 von einem Hunde umgeriffen und erlitt dabei eine naturgemäße Erbfolge nach der Blutsverwandtschaft stattgerechte Sache hochzuhalten. Gleichzeitig bitten wir die Herren einen Bruch des linken Oberarmes, sowie Verlegungen am rechten finden kann, was ja auch das in Berlin geltende märkische Recht Vertrauensmänner sich einzufinden und Sammellisten in Empfang Abends wurde ein Dienstmädchen vor dem anerkennt.( Wäre nämlich die Wittwe Lehmann in Berlin gestorben, so zu nehmen. Zuzug nach hier ist strengstens fernzuhalten. Mit Hause Alte Jakobstraße 116 von einer Droschke, deren Pferd würde das Erbrecht der Seitenverwandten keinen Bedenten unter follegialischem Gruß! Die Streitfommission. schen geworden und durchgegangen war, gegen das Geländer liegen.) Zudem hat der Fiskus nur m Ermangelung von Eine merkwürdige Mittheilung wird uns aus Obereines Bauzaunes gedrückt und erlitt anscheinend so bedeutende verwandten( die durch obigen Beschluß zurückgewiesenen Erb- winter a. Rh. gemacht. Dort ist eine Abtheilung Pioniere komArm und Knie. Soziale Uebersicht. mandirt, um bei dem eintretenden Eisgange auf dem Rhein etwa Kranken- und Begräbniskasse des gereins fämmtlicher Berufsklaffen, Nun Mastenball. Verschiedenes. Arbeiter- Bildungsverein für Weißenfee und Umgegend. Montag, G. W. Wiesenstr. Wir betrachten die Angelegenheit als im„ Sprechsaal" ab. nothwendige Sprengungen vorzunehmen, wenn das Eis den Fluß- 8 Uhr, Admiralstraße 38. Vericht der Abgeordneten, Ausgabe der Billets zum erledigt und sehen deshalb von einer Veröffentlichung Ihrer Notiz lauf dämmt oder sonst durch den Eislauf Unglück droht. ist vor zwei Jahren in dem Orte mit dem Bau eines Rheinhafens begonnen worden und es waren seit jener Zeit fast beständig 40 bis 30 Grdarbeiter bei diesem Hafenbau beschäftigt. Bei dem zu Anfang des Winters sofort eintretenden Frostwetter mußten auch diese Arbeiten eingestellt werden. Genosse Eberswalde. Wenn wir allen Unsinn, der in patriotischen Vereinen zum Besten gegeben wird, besprechen wollten, wie groß, denken Sie wohl, müßte unser Blatt sein? C. W., Köpnickerstr. 124. Dank für Ihre Einsendung, von der wir bald Gebrauch machen werden. $. M. 1. Mors imperator ist allerdings falsches oder doch schlechtes Latein für Mors imperatrix. Das andere von Ihnen genannte lateinische Wort ist in diesem Zusammenhang ganz sinnlos. ie öffentliche Versammlung im Saale zum den 9. Februar, Abends& Uhr, Sternecker. Tagesordnung: 1. rtrag des Reichstags- Abgeordneten W. Stebinecht über die Sozialdemokratie und den Reichstag. 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Verein der Parquetbodenleger Berlins. Sonnabend, den 7. Februar, Abends 9 Uhr, in den Bürgerfälen", Dresdenerstraße Nr. 96: Wiener Etwa seit dem 20. Januar ist nun in jener Gegend Thau- Mastenball. wetter eingetreten und sofort die Hafenarbeit wieder aufgenommen Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandten worden; allein statt der früheren Erdarbeiter wurden die am Serufsgenossen.( Bahlstelle Berlin.) Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 4 Uhr, findet im großen Gaale der Berliner Bock- Brauerei( Tempelhofer Berg), Orte stationirten Pioniere zu diesen Arbeiten verwendet. Einige ein großes Botal- und Instrumental- Konzert statt. der Erdarbeiter, welche sich nach der Ursache dieser merk- Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, G. P. 25. Ein Mädchen über 21 Jahre kann seinen Vater würdigen Erscheinung erkundigten, erhielten den Bescheid, bei Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäſte haben Zutritt.-" Süden", Abends auf Einwilligung zur Verheirathung verklagen; der Vater muß 8 Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Gäste, Damen und Herren, daß die früheren Arbeiter nicht unter drei Mart Tagelohn willkommen. solche Einwendungen vorbringen und beweisen, welche dem GeWesten", Abends's Uhr bei Grafunder, Schwerinstr. 9. hätten arbeiten wollen. Das Militär dagegen erhalte nur Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 uhr, uebungs- richte die Ueberzeugung verschaffen, daß die Ehe keine glückliche zwei Mark pro Mann und Tag; von diesen zwei Mart bekommt funde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein" Collegia", sein wird, z. B. auch, daß der Bräutigam nicht zur Unterhaltung Restaurant Reichenbergerstr. 16.- Gefangverein des Fach vereins der der Soldat eine Mark für sich, während eine Mark dem Bataillon Buyger Berlins und umgegend"" Gemüthlich feit", Seydel- der Familie im Stande ist. ,, Buchbinder Männerchor" Berlin, Alte H. M. 40. 1. Bei der Frage, ob Jemand schon bestraft ist, zufließe. Die Verpflegung der dort beschäftigten Pioniere fällt der ftraße 30 bei Preußer. Jakobstr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner denkt man nur an gerichtliche Strafen. Sie können also, da Sie Gemeinde anheim. Schmiede", Roppenftr. 58 bei Schirmer. Arbeiter- Gesangverein„ Nord", Brunnenstr. 38 bei Gnadt. Gefangverein orbeertrans", Restaurant nur einen polizeilichen Strafbefehl erhalten haben, die Frage ruhig einstr. 11. Raiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 23 bei verneinen. 2. Ist uns unbekannt. Nürnberg. Gesangverein WiederhaII", Köpnickerstr. 191 bei Foge. Arbeiter Gesangverein„ So'ffnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 um mei'fcher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. Gefangverein" Esmeralda", Koppenstraße 35 bet Keller, Abends 8 Uhr. Wilhelm Seeger'sche Stedertafel", Abends 9 Uhr bei Trucks, Reichenbergerstraße 83.- Gesangverein, Zonblüthe", Görlizerstr. 58 bei Toltsdorf. Karthanscher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 99 bei Krüger, Frankfurter Bierhallen. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor WaldesAbends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei. An privaten Arbeitskräften aber fehlt es dort keineswegs, es sind zahlreiche Arbeiter vorhanden, die bei dieser elenden Zeit gern den Tag für 1,50 M. bis 2 M. arbeiten würden, um eine Beschäftigung zu haben. bei Lippe. Eisenbahnstr. 34, S. 1. Wir können darin keine Gotteslästerung finden. 2. Ist bereits beantwortet. Da die Pioniere hier bleiben sollen, bis der Eisgang beendet ist, so bestehen für die Privatarbeiter trübe Aussichten. Wenn diese Angaben, die uns hier gemacht worden, richtig find, so liegt eine schwere Schädigung der Interessen der dortigen Arbeiter durch das Militär vor, die in keiner Weise gebilligt oder rauschen", Markgrafenftr. 87 bei Weigt.- Männer- Gefang- Verein" union" ich um die Hälfte, weun der Anwalt mehrere Personen zu ver auch nur entschuldigt werden kann. Die Leute werden vom Staate und von der Gemeinde erhalten, das ist gerade genug. Daß sie nun aber auch noch den Arbeitern die Beschäftigung in der erwerbslosen Zeit wegnehmen, da ist, wie man so zu sagen pflegt, schon nicht mehr schön. Wir hoffen, das Bekanntwerden der Thatsache wird Abhilfe zur Folge haben. Der Arbeiterbund zu Cardiff beschloß gestern, wegen Verfolgung einiger streifenden Dockarbeiter die Arbeit auf den Docks heute gänzlich niederzulegen. Hierdurch wird der ganze Handel Cardiffs eingestellt. Versammlungen. " Vergnügungsverein Glück auf", Abends sy Uhr, Sigung bei Möwes, Bergnügungs Fichteftr. 29. Nach der Sitzung Tanz. Gäste willkommen. verein Beilchen". Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bet Bülow." Gäste willkommen. Geselliger Verein Immergrün" Verein ehem. Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinide, Oranienftr. 36. Schüler der 38. Gemeinde Schule, Gigung, Abends 9 Uhr, im Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäste willkommen. Weinstraße 28. Rauchklub„ Ohne 3 mang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, Theater- und Vergnügunasverein Vulcania", in Roth's Restaurant, Linienftr. 73. Gäste willkommen. Damen und Herren, welche geStattlub neigt sind, beim Theater mitzuwirken, find freundlichst eingeladen. Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Karl Ullrich, Wrangelfir. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. " Sprechsaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. J. Sch. Die gesetzliche Anwaltsgebühr für die Vertretung in einem Privatklage- Termin beträgt 12 M., und wenn eine Beweisaufnahme stattgefunden hat, 18 M., für die Anfertigung eines Schriftfates im Vorverfahren 6 M. Diese Säze erhöhen treten hat, und können auch durch Vereinbarung erhöht werden. B. K. Eine Unfallsrente wird erst vom Ablauf der dreizehnten Woche an gezahlt. E. P. Der Betreffende muß gegen seinen Vater, wenn das nicht in Güte zu erreichen ist, auf Herausgabe des SparkassenBuches flagen, event. das gerichtliche Aufgebot des letzteren veranlassen. G. A. 1. Wenn kein Testament gemacht ist, so kann der überlebende Ehegatte nur von seinem und des Verstorbenen_ge= meinschaftlichem Vermögen die Hälfte für sich beanspruchen, während die andere Hälfte den Geschwistern oder sonstigen Ver wandten des Verstorbenen gebührt. 2. Ein hiervon abweichendes Testament tönnen die Eheleute gemeinschaftlich bei Gericht zu Protokoll geben oder daselbst einreichen. Letzteres ist billiger. 3. Das kommt auf den Wortlaut des Miethskontrakts an. Ch. G. 100. Wenn ein Schuldner an einer noch uns getheilten Erbschaft betheiligt ist, so kann der Gläubiger auf Grund eines Urtheils beim Amtsgericht beantragen, daß der dem Schuldner gegen die Miterben zustehende Anspruch auf Ausein andersetzung und Auszahlung des Erbtheils gepfändet und ihm zur Einziehung überwiesen wird. Zimmerlente Berlins und Umgegend! In der Dienstags- Die Rebaftion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus nummer dieses Blattes steht eine Annonze, betreffend eine öffent- geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeiner liche Versammlung der Zimmerleute Berlins und Umgegend zu intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 10 Uhr, im Eisfeller, Nach dem Bericht in der Nr. 20 des Vorwärts" über die Chauffeestr. 88. Kameraden! Diese Versammlung ist von Leuten einberufen, die kein Recht dazu haben, da laut Beschluß einer am Montag, den 2. Februar, tagende öffentliche Versammlung A. A. Wenn Sie finderlos ohne Testament versterben, so öffentlichen Zimmererversammlung die Ueberwachung der Ver- sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschefabrikation hältnisse in unseren Gewerbe und auch die Einberufung von hebt Herr Hiller die Vortheile der Organisation hervor, und das erbt ihre Frau die eine, Ihre Geschwister die andere Hälfte. öffentlichen Versammlungen, speziell mit einer Tagesordnung wie mit Recht, führt aber unter Anderem auch aus:" Aber auch noch Ein Testament, in welchem Sie Ihre Frau zur alleinigen Erbin dieser, dem Lokalverband der Zimmerer Berlins übertragen ist. andere recht wesentliche Vortheile vermag eine Organisation den einsetzen, können Sie entweder beim Amtsgericht zu Protokoll Man sieht hieran um, daß von einigen Personen die Her Mitgliedern zu gewähren. Es lassen sich nämlich leicht mit geben oder daselbst, nachdem Sie es niedergeschrieben, untersplitterung gepflegt wird, während es doch dringend nothwendig Werkzeugmachern 2c. Vereinbarungen erzielen, laut welchen den zeichnet und eingefiegelt haben, verschlossen überreichen; das ist, daß Einigkeit zu Stande kommt, um unsere so traurige Lage Angehörigen der Organisation bedeutende Preisermäßigungen ge- Letztere ist billiger. G. B., Wilmersdorf. 1. Ein Schuldschein verjährt in zu verbessern. Von Seiten der Beauftragten ist nun zum währt werden. Wenn nun das Beispiel der freien Hilfskassen Mittwoch, den 11. d. M., nach Feuerstein's Salon in der Alten angeführt wird, so ist das doch eine ganz andere Sache. Jch 30 Jahren. Wenn nicht in demselben über die Zeit der RückJakobstraße eine Versammlung mit derselben Tagesordnung ein- meine aber und Andere wohl auch, daß es durchaus nicht an- zahlung Etwas bestimmt ist, so muß das Geld gekündigt wer gebracht erscheint, die Macht der Fachorganisatinn zur Er- den, und zwar, wenn es sich um mehr als 150 M. handelt, mit berufen. Kameraden! Da nur dadurch, daß Ihr in den Versamm- langung solch fleinlicher Vortheile( die es eigentlich nicht sind) zu dreimonatlicher, sonst mit vierwöchentlicher Frist. 2. Eine Forde lungen vollzählig erscheint und Euer Wort mit in die Wagschale gebrauchen, sondern wir wollen lieber dahin wirken, diese Unfitte derung für gelieferte Waaren aus dem Jahre 1888 ist verjährt, werft, Einigkeit zu erzielen ist, fordern wir Euch auf, auch des Werkzeuglieferns durch den Arbeiter, das leider in vielen außer wenn entweder die Waaren für den Gewerbebetrieb des Sonntag in der Versammlung vollzählig zu erscheinen, wenn Branchen noch der Fall ist, uns überhaupt vom Halfe zu schaffen. Empfängers bestimmt waren, oder Leiterer die Schuld inzwischen auch das Lokal am Ende der Stadt gelegen ist. Mit kamerad- Wenn das geschehen ist, dann haben wir uns durch die Organi- ausdrücklich anerkannt oder auf dieselbe Abschlagszahlungen geLeiftet hat. sation einen wesentlichen Vortheil errungen. schaftlichem Gruß H. Ortland, Berlin W, Steglitzerstr. 58. G. Klepel, Buchbinder, Schwedterstr. 28, 11. Freie Dissidenten- Gemeinde Charlottenburgs. Am Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 3 Uhr, im tieinen Saale von Bismarckhöhe. Mitglieber Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt ge= macht. Nacodem gemüthliches Beifammensein. Gäste sind willkommen. Üm zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet der Vorstand. Verein der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend. Versammlung am Sonntag, den 8. Februar 1891, Bormittags 10% Uhr, bet Seefeldt, Grena dierstraße 32. Quittungsbuch legitimirt. Freie Bolksbühne. Die von Herrn Direktor Oscar Blumenthat dem Verein Freie Voltsbühne" gespendete Vorstellung wird am Sonntag, den 8. Februar, Mittags 12 Uhr, im Lessing- Theater für die erste Abtheilung ( rothe Karten) stattfinden. Zur Aufführung gelangt:" Die Ehre", Schauspiel von Hermann Redermann. Die Verloosung der Billets beginnt um i Uhr und schließt pünktlich um 12 Uhr. Am Freitag, den 6. Februar, Abends 8% Uhr veranstaltet der Verein im Böhmischen Brauhause eine öffentliche Versammlung für Damen und Herren, in der Herr Otto Erich Hartleben einen Bortrag über das genannte Drama halten wird. Große öffentliche Versammlung der Hausdiener und deren Berufsgenopfen am Freitag, den 6. Februar, Abends 8% Uhr, in Norberts Festsälen ( früher May), Beuthstr. 21-22. Tagesordnung: Die Mittel zur Hebung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiter. Referent: Reichstags- Abgeordneter Bruhns( Bremen). Distusfion. Verschiedenes. Alle Kollegen sind eingeladen. Zu meinem Erstauen lese ich heute eine mit A. Jerstrau Vorwärts" vom unterzeichnete Notiz im Sprechsaal des 4. Februar 1891. Ich muß konstatiren, daß ich weder eine derartige Notiz eingesandt habe, noch irgend jemand beauftragt habe, dieselbe in meinem Namen einzusenden. Achtungsvoll Albert Jastrau, Steindrucker, Friedrichshagen, Kurzestraße 18. ( Die Einsendung ging uns von Herrn Stachow zu, und wir glaubten, daß damit im Einverständniß mit Herrn Jastrau der leidige Streit beseitigt sei. Red.) Briefkaffen der Redaktion. Herrn O. 2. Von einer Zuschrift ist uns nichts bekannt. Einen Rath wollen wir Ihnen aber geben: wenn Sie von anin anständiger Form aus. F. L., Admiralstr. Es besteht für Sie 14tägige Ründigung, wenn nichts Anderes ausgemacht ist. E. Sch. Im Allgemeinen lehnen es die Standesbeamte ab, des Sonntags Eheschließungen vorzunehmen. Einzelne Stan desbeamten lassen aber Ausnahmen zu. C. 2. 91. Nein, Sie brauchen Nichts zu zahlen. Ziegelstr. 3. 1. Wenn einem Arbeiter, der stets im Afford gearbeitet hat, gekündigt wird, so braucht derselbe sich auf einen neuen Afford nicht einzulassen, sondern kann Lohnarbeit verlangen und zwar in Höhe seines bisherigen Durchschnittsverdienstes bei dem betreffenden Arbeitgeber. 2. Der Arbeiter muß ein durch ihn beschädigtes Werkzeug ersetzen. G. Schr., Brüderstr. Ihre Anfragen können wir nur be antworten, wenn Sie das Statut der betreffenden Kaffe einsenden. C. B., Rigdorf. Sie können gezwungen werden, der Rixdorfer Kasse beizutreten. H. J. Sie können nur den Wechsel bei Fälligkeit dem Schuldner vorlegen und, wenn nicht gezahlt wird, die WechselFriedrichstraße 13) zu Protokoll gegeben werden. Fachverein der Tischler. Werkstatt- Kontrollkommission. Sizung am ständigen Leuten etwas wünschen, dann drücken Sie Ihren Wunschtlage anstrengen. Lettere kann auf der Anmeldestube( Neue Frettag, den 6. Februar, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75 ( Tunnel). Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler und verwandter Berufsgenossen = ( E. H. No. 86). Die Mitglieder Versammlungen sämmtlicher Verwaltungsstellen finden an folgenden Tagen statt: Bezirk A Sonntag, den 8. Febr., Borm. 11 Uhr, b. Roll, Adalbertstr. 21. B: Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Doberstein, Mariannenstraße 31/32. " 20 C: Mittwoch, den 11. Februar, Abends 81/2 Uhr, b. Schlefiger, Schleiermacherstraße 8. D: Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstraße 38. Risdorf: Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Papke, Biethenstraße 71. Die Tagesordnung für sämmtliche Versammlungen lautet: 1. Geschäftliches. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht. 3. Verschiedenes. Die Zahlstellen, in denen des Sonnabends Abends von 8-10 Uhr Beiträge entgegengenommen und neue Mitglieder bis zum 45. Lebensjahre aufgenommen werden, befinden sich: 1. Naunynstraße 78 bei Winzer. Für Bezirk A: 2. Langestraße 34 bei Giersch. 1. Reichenbergerstraße 16 bei Pätzold, 884 J B: # 2. Stalizerstraße 65 bei Böger. 1. Zoffenerstraße 35 bei Falke. C: 2. Stallschreiberstraße 41/42 bei Schwanz. 1. Elsaffer- und Kleine Hamburgerstr.- Ecke b. Wittschow. " 17 D: 2. Gollnow- und Weinstraßen- Ecke bei Redlich. Risdorf bei W. Flemming, Berlinerstraße 81, 3 Tr., u. N. Enders, Biethenstraße 26, 1 Tr. Mit dem Ausstoß unseres berühmten Bock- Bieres haben wir begonnen und halten dasselbe den Herren Restaurateuren und Bierverlegern in Gebinden bestens empfohlen. An Private geben wir unsere Biere weder in Flaschen noth in Gebinden ab. Münchener Brauhaus, Act.- Ges., Berlin N., Johannisstraße 18/19. Empfehle mein Weiß- u. BairischyBierlokal, träftigen Mittag- u. Abend gestreift von 1,50. an. tisch. Auch steht ein Vereinszimmer mit [ 38 M Vorletzte Woche. Hasen Hasen in einzelnen TheilMücken. Wildfleisch pfundweise. Gänse, Enten, Hühner, Tauben. Pfund pr. Schweine- Pökelfleisch 35-50 Pf. Piano zur Verfügung. H. Schubert, Naunynstraße 35. Freunden u. Genoffsen empfehle mein Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch und bimten Stoffen spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienftr. 158. Proben franko! [ 84 J Ein gutgehendes Milchgeschäft ist wegen Üebern. e. and. Gesch. bill. z. verk. zu erfragen Jahnstr. 1 b. Schimpe. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 31. Versammlungen. Wahlverein für den 6. Wahlkreis. Freitag, den 6. Februar 1891. 8. Jahrg. Die Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Hausdiener( E.$. 61) hielt am 19. Januar ihre erste ordentliche Generalversammlung ab. wenn den Mitgliedern eine Versammlung brieflich angezeigt Die politische Lage ist ziemlich dieselbe. Durch die Zölle würden würde, täme stets eine Anzahl Positarten als unbestellbar zurück. Unsummen für Striegswesen und dergleichen dem Volfe entzogen. Der Vorsitzende der Rechtsschutz- Kommission, Kollege Utheß, gab Der freie Wille des Arbeiters steht nur auf dem Papier. Reif dann unter anderem bekannt, daß Kollegen in zwei Fällen Rechts- zum Wählen sei man erst mit 25 Jahren, aber um ganze Völker Der Verein hielt am 3. Februar eine sehr zahlreich besuchte schuß zuerkannt sei, während man die Gewährung desselben zu regieren, dazu genügen schon Kinder von zwei Jahren. Versammlung ab, in welcher der Reichstags- Abgeordnete in einem Falle wegen gänzlicher Aussichtslosigkeit habe ablehnen Nur durch den Sozialismus können die elenden Zustände Molkenbuhr einen Vortrag hielt. Redner führte aus: Im müssen. beseitigt werden, durch den souveränen Geist, der sich in der Jahre 1889 schrieb eines jener Reptilienblätter, welche dazu Hierauf erhielt Herr Peus das Wort zu seinem Vortrage Wissenschaft und ihren Vertretern verkörpert. Referent erläutert berufen sind, mit der Meinung der Regierungsvertreter die über Die Arbeitstraft eine Waare( nach Mary)." unser Programm und zeigt den Unterschied zwischen dem Deffentlichkeit zu versorgen: Jetzt ziehen die internationalen Redner führte eingehend aus: heutigen Staate und unserem Zukunftsstaate, der trotz anarchistischen Sturmvögel aus nach Paris, um dort ihre und fommen Kanonenkönige wird.( Bei In den Randglossen zum Programm, die kürzlich bekannt ge- Raketentiste Utopien zu reden und Beschlüsse zu fassen." Am 4. Februar worden sind, zerpflückt Marr gewissermaßen das sozialdemokratische fall.) In der Diskussion schließt sich Genosse Treuherz Sinne des Referenten vorigen Jahres erschienen die bekannten Kaisererlasse und Programm und unterzieht besonders einige Ansichten Lassalle's dem an und wünscht, daß ein stellten Maßregeln zum Schuße der Arbeiter als erstreben swerth einer sehr scharfen Kritif. Es wäre nun leicht möglich, daß Koch" erstände, der die herrschenden Klassen mit der Gerechtigkeitsauf, welche man ein Jahr vorher als utopisch bezeichnet hatte. unsere Gegner angesichts dieses Artikels ein Triumphgeschrei er lymphe impft, um den Habsuchts- Bazillus zu bekämpfen. Frau Ihre Durchführung hielt man nur auf internationalem Wege höben und sagten:„ Scht ihr wohl, daß Eure Lehre falsch ist? Bratemann empfiehlt den Anwesenden, der Arbeiter- Bildungsfür möglich, während man vordem die Forderung der Arbeiter Sogar ein Karl Marx weist nach, daß die Aufsteller Gures Pro- schule beizutreten. Einstimmig wurde folgende Resolution des nach derartiger Regelung der Angelegenheit bekämpfte. Man grammis eine Reihe von Irrthümern begangen haben!" Nichts Genossen Ebert angenommen:" Die heutige öffentliche Versammhatte Fortschritte gemacht, hatte begriffen, daß, wenn die Pro- ist aber falscher, als wenn Jemand derartige unlogische Schlüsse lung des Leseklubs„ Karl Mary" erklärt sich mit den Ausduktion international geworden, Gingriffe in die Verhältnisse ziehen wollte. Denn die Arbeiterbewegung findet doch nicht in führungen des Genossen Regerau voll und ganz einverstanden nur auf internationaler Basis beruhen können. Die internationale den Meinungen, welche einzelne Personen über dieselbe haben und wird angesichts der Thatsache, daß die bestehende, immer Konferenz fand statt, deren Resultat für Deutschland die dem können, ihre Begründung, sondern in der unbestreitbaren That- mehr sich verbreitende Unsicherheit der Eristenz als eine Folge Reichstage vorliegende sehr magere Gewerbegesetz- Novelle ist. fache des Vorhandenseins der Arbeiterklasse im Gegensatz zu der der privattapitalistischen Produktionsweise anzusehen ist, jeder Machen wir durch die Bestimmungen derselben, wie sie aus der Kom- Kapitalistenklasse. Wenn wir daher im Laufe der weiteren Ent- Einzelne sein Möglichstes dazu beitragen, daß die Sozialdemo missionsberathung hervorgegangen, einen Spaziergang. Redner unter- wickelung unserer Bewegung Meinungen, die früher für uns maß- fratie, welche bestrebt ist, Verhältnisse zu schaffen, die der Allwirft nun die verschiedenen sich mit dem sogenannten„ Schutz" der gebend waren, fallen lassen, so ist das doch nicht gleichbedeutend gemeinheit dienen, immer mehr Anhänger findet. Bei Wahlen Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie der Kinder beschäftigenden mit dem Aufgeben der Bewegung selber, da die Thatsachen die zum Reichs- und Landtage, sowie zum Stadtverordneten- Kollegium Bestimmungen des Entwurfs einer ausführlichen Besprechung. alleinige treibende Kraft sind und durchaus nicht wollen wir Leute wählen, die ein besseres Verständniß, ein besseres Sehr scharf verurtheilt er den§ 153 mit seinen bekannten Be- die einzelnen Meinungen über die Thatsachen. Außerdem Gefühl für die Arbeiterklasse haben, als die gegenwärtigen Verstimmungen. Wenn man, wie es hier der Fall, neben so kleinen ist es aber auch ganz erklärlich, daß Mary vertreter der gesetzgebenden Körperschaften, welche nur im Interesse Nach einem begeistert aufVortheilen so große Nachtheile für die Arbeiter geboten erhalte, schiedene lassalleanische Säße zu berichtigen im Stande ist. des Kapitals schalten und walten." wie sie die Annahme des§ 153 gewährleistet, dann kann man Marr hatte eine ungleich entwickeltere und fortgeschrittenere genommenen Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende sehr leicht erleben, daß die Partei, welche sonst am meisten für Phase der Bewegung vor sich als der früher gestorbene Lassalle; die Versammlung. den Schutz der Arbeiter eintritt, gegen das ganze Schutz"-Gefeß er kannte zu dem die Bewegung in England durch und durch. stimmt.Der 1/2 stündige Vortrag wurde mit stürmischem Bei Wenn wir deshalb heute zu der Erkenntniß kommen, daß gewiffe fall von der Versammlung aufgenommen. Als erster Redner sprach Punkte der Lassalleanischen Theorie vor den Argumenten Mary' in der Diskussion Herr H. Peters, Student der Medizin. fallen müssen, so ist damit keineswegs gesagt, daß die Sätze des Zunächst wurde die Remuneration des Vorstandes für das Redner will einen Widerspruch in dem Auftreten der Sozial- letzteren stets unangefochten bleiben werden. Aber es könnte laufende Geschäftsjahr festgesetzt und hierauf der Jahresbericht demokraten herausgefunden haben. Auf der einen Seite empfehle jemand kommen, der noch schärfer denkt als Mary, und nach man vernünftig eine soziale Reform, wie es Molkenbuhr in seinem weisen, daß auch dieser nicht die absolut richtige Ansicht gehabt verlesen. Es betrug die Einnahme 22 587,35 M., die Ausgabe 22 429,52 M., mithin ein Ueberschuß von 157,83 M.; das ausgezeichneten Vortrage, mit dem er, Redner, vollständig einver: habe. Dann würden wir auch die Theorie von Marr aufheben standen sei, gethan habe; auf der andern Seite rede man davon, daß und etwas besseres an deren Stelle segen, weil wir stets im Gesammtvermögen der Kaffe betrug 23 528,68 m., die Zahl der in der heutigen Gesellschaft absolut nichts für den Arbeiter zu erlangen Auge haben, daß sich die ökonomischen Thatsachen nicht auf die Mitglieder war 1357, gestorben waren neun Kollegen im verfei. Entweder müsse man reformiren wollen, oder die Revolution Theorie gründen, sondern daß die Theorie durch die ökonomischen flossenen Jahre. In dem ausführlichen Bericht über Zahl und Art der Krankheiten bemerkte der Kassirer, daß statt der ersehnten predigen. Redner verweist auf die englischen Trades- Unions; Thatsachen bedingt ist. diese seien dazu da, um die Lage der Arbeiter zu verbessern, die Zu dem speziellen Thema seines Vortrages übergehend, Verminderung der Kranken ein Zuwachs zu verzeichnen ist. Dem Vorstande wurde Decharge ertheilt und dann zu hiesigen Fachvereine, um Genossen zu schaffen. Die englischen zitirte Herr Pens dann zahlreiche Stellen aus Mary' Kapital den Neuwahlen geschritten; in den Vorstand wurden die Arbeiter hätten früher, er erinnere an die Chartistenbewegung, und erläuterte diefelben eingehend. Unter anderem spottete er auch auf dem revolutionären Boden gestanden, wie jetzt die auch über die Behauptung unserer Gegner, der Arbeiter sei Kollegen Friedrich Hamann und Gustav Pickert zu Vorsitzenden, deutschen. Damals wurden in England Brandreden gehalten, frei, er brauche ja seine„ Waare Arbeitskraft" gar nicht Karl Runge und Emil Pazer zu Schriftführern und August Kuhntte zum Kassirer durch Afflamation wiedergewählt. Gebäude niedergebrannt u. f. w. Jest sind sie dort vernünftiger zu verkaufen, wenn ihm der angebotene Preis nicht geIn den wurden gewählt: Friedrich Paul, geworden. Auch hier wird man dahin kommen. Redner räth nüge. Die absolute Haltlosigkeit dieser phrasenhaften Behauptung Karl Franke, Gustav Grauer, Wilhelm Sothmann und Oskar zum Wege der vernünftigen Reform zu greifen, um eins nach liege klar auf der Hand. Bei dem großen Ueberfluß an Arbeitsdem anderen zu erringen. Es deute Alles darauf hin, daß die kraft sei eine außerordentliche Preiserniedrigung derselben ein- Krüger; ferner wurden dem Kassirer auf Antrag des Ausschusses ökonomische Entwicklung zum Sozialismus führe, doch wisse man getreten. Der Arbeiter fönne allerdings nicht gezwungen werden, 50. Weihnachtsgratifikation und auf Antrag Oswald Grauer das noch nicht; heute habe man nicht für die Einrichtung des für den augenblicklich üblichen Tagespreis seine„ Waare Arbeits- 5 M. Gehaltszulage bewilligt. Von der Wahl eines Krankenfozialistischen Staates, sondern nur für eine Verbesserung der fraft" zu verkaufen. Aber dann komme der Hunger, jener furcht- tontrolleurs, welche auf der Tagesordnung stand, nahm die Ber Lage der Arbeiter zu kämpfen. Nachdem die Genossen Goldbare Mitstreiter in den Reihen der Kapitalisten, und zwinge ihn ſammlung Abstand, da man durch die Besoldung des Kontrolleurs berg, Pees und Näther dem Vorredner entgegen getreten bazu, um jeden Preis zu verkaufen. Aus diesem Grunde sei es zu hohe Unkosten für die Kaffe befürchtete. Der Vorsitzende, waren, ergriff Genosse Molkenbuhr das Wort." Richtig ist, der reine Sohn, wenn die freisinnige" Partei z. B. von der un- welcher die Kontrolle bisher provisorisch gegen monatliche Entdaß die Engländer zur Zeit der Chartistenbewegung wild- beschränkten Freiheit der Arbeiter spreche. Redner verbreitete sich schädigung besorgte, erklärte zwar, daß nach seiner Erfahrung der revolutionär aufgetreten sind; ein Fehler ist es aber, ferner des weiteren über den schroffen Gegensatz zwischen Kapital Kontrolleur sich doppelt bezahlt mache. Man übertrug dieselbe wenn man, 100 Derartiges geschieht, eine sozialistische und Arbeitskraft und kam dann zu dem Schlusse, daß es die Bewegung annimmt. Die damalige englische Bewegung Arbeiter durchsetzen könnten, den vollen Werth ihrer Waare Arist einfach aus der Unerträglichkeit der derzeitigen Verhältnisse beitskraft" zu erzielen, wenn sie einig seien.( Lebhafter Beifall.) hervorgegangen; die zum Kapitalismus sich immer mehr entFolgende Resolution gelangte einstimmig zur Annahme: wickelnde Produktionsweise konnte die mittelalterlichen Formen, Die heute im Lokale des Herrn Feuerstein tagende Mitwelche ihr immer noch anhafteten, nicht mehr vertragen. Die gliederversammlung des Unterstützungs- Bundes der Hausdiener Der Fachverein der Berliner Stuckateure und Berufs Fachvereine sind dazu da, um Mißstände innerhalb der einzelnen Berlins erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll genossen hielt am 2. Februar eine ziemlich gut besuchte GeneralBranchen zu diskutiren und zu beseitigen. Die Mitglieder, zum und ganz einverstanden und will den Ausdruck„ Einigkeit" nur versammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Abrechnung ökonomischen Denken gezwungen, werden nothwendigerweise in dem Sinne verstanden wissen, daß ein jeder Arbeiter, gleich vom 3. Quartal. 2. Die Meisterinnung und der Fachverein der Sozialisten. Wir haben eingesehen, daß sich im Rahmen der viel welche Berufsthätigkeit er ausübt, sich dem gemeinsamen Stucateure. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und heutigen Gesellschaft eine Verbesserung der Lage der Arbeiter Bestreben zur Beseitigung des heutigen kapitalistischen Pro Fragekasten. Der Vorsitzende macht Mittheilung von dem Tode durchgreifend nicht durchführen läßt, darum sind wir Sozialisten. Duktionssystems anschließt und kräftig für dasselbe wirkt. unferes Kollegen Ernst Borchardt, und die Anwesenden ehren sein Eine falsche Bahn sind wir nicht gegangen, wie Herr Peters be- In der Diskussion betonte Koll. Grauer die schlechte Lage Andenken durch Erheben von ihren Pläßen. Die Zahl der neuhauptet; daran hat uns die durch Lassalle und Mary vertretene der gesammten Hausdienerschaft und befürwortete eine stramme eingezeichneten Mitglieder betrug sieben. Die Abrechnung ergab Wissenschaft verhindert, auf welcher die deutsche Sozialdemokratie Organisation. Koll. Lambrecht hob hervor, daß unter den Ge- eine Einnahme inkl. Bestand vom vorigen Quartal von 337,06 m. fußt. Sind wir darüber klar, daß die gesellschaftlichen Verhält schäftsinhabern augenblicklich wieder die berüchtigten schwarzen und eine Ausgabe von 308,66 m., mithin bleibt ein Bestand von nisse in ihrer Entwickelung dem Sozialismus zutreiben, so sind Listen" zirkulirten und forderte zu einem geschlossenen Vorgehen 28,40 M. Die beantragte Decharge wurde dem Kassirer ertheilt. wir es aber auch darüber, daß man soviel oder sowenig wie und zur Gründung eines Fonds auf. Sodann empfahlen ver: In„ Vereinsangelegenheiten" beantragt der Vorstand, den Kolirgend möglich, heute schon für die Arbeiter erringen muß, um schiedene Kollegen, das Fachorgan„ Einigkeit" hochzuhalten und legen Rich. Daske, welcher das Amt eines Revisors beeiner vollständigen Verpauperung derselben vorzubeugen und sie das Unternehmen nach Kräften zu unterstützen. aus dem Vorstande auszuschließen, da derselbe tampffähig zu erhalten.( Stürmischer Beifall.) Beifall.)- Hierauf ge- Der Vorsitzende Koll. Keßler machte ferner bekannt, daß sich sich lässig gezeigt habe. Ueber diese Angelegenheit langte eine Resolution zur Annahme, nach welcher sich die An- 19 Mitglieder zur Aufnahme gemeldet hätten. Nachdem noch einigte man sich dahin, ihn git einer besonderen wesenden verpflichten, für die„ Berliner Bolts- Tribüne", einige Fragen beantwortet waren, wurde die Versammlung mit Borstandssigung zu laden, um seine Gründe für seine Lässigkeit Vorwärts" und Arbeiter- Bibliothek" einzutreten. einem Hoch auf den Unterstützungsbund geschlossen. zu hören. Ein Mitglied der Arbeitsnachweis- Kommission lieferte Nachdem noch der Generalfommission deutscher Gewerkschaften 50 M. überwiesen worden, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. " N 1 M. jedoch dem Vorstand und dem Ausschuß und ermahnte die Mitglieder, sich ebenfalls für die Kontrolle zu intereffiren. Zum Schlusse kam nochmals die Verlegung des Kassenlokals, welches sich Alte Leipzigerstr. 1 befindet, zur Sprache; ein Antrag, dasfelbe zu verlegen, wurde jedoch abgelehnt. fleidet, Der Fachverein der Stellmacher Berlins hielt am den Bericht aus dem Arbeitsnachweis. In diesem Quartal erMontag, den 1. Februar, eine gutbesuchte Mitglieder- Versamm- hielten 50 Kollegen Arbeit durch denselben, 26 Prinzipale verlung ab. Es wurde besprochen, wann und wie wir die Verlangten dortfelbst Gehilfen, ferner erhielten 7 zugereiste Kollegen Reiseunterstützung. Einige Mißstände, die sich im ArbeitsnachEine große öffentliche Volksversammlung für Männer sammlungen abzuhalten haben. Ein bestimmter Tag soll ange weis herangebildet, führten zu einer unliebſamen Debatte. Ein und Frauen setzt werden. Es wurde der Antrag, in Zukunft Wander- Vertagte am 30. Januar cr. in Moabit unter dem Vorsitz des Herrn fammlungen abzuhalten, angenommen. Eine Anfrage, ob Herr Antrag auf Herabsetzung des Beitrags von 50 auf 30 Pf. wurde Schwabe. Die Versammlung war gut besucht. Es mochten 700 a chhaus die 30 M., die er laut Protokoll von der General- abgelehnt. Nunmehr ertheilte der Vorsitzende dem Koll. Marfer das bis 800 Personen anwesend fein. Der Reichstags Abgeordnete Versammlung der zentralisirten Stellmacher Deutschlands am Wort zu seinem Vortrage. Redner sprach unter lebhaftem BeiFörster war als Referent erschienen. Das Thema wurde erst 20. Mai 1888 sich zu seinem Privatbedarf geborgt hat, in 14 Tagen fall. An der Diskussion betheiligten sich die Koll. H. Grünenin der Versammlung durch Herrn Förster bekannt gemacht. Es fie zurückzuzahlen, bereits zurückerstattet hat, mußte verneint wer- berg und Wilhelm Schulz. Da sich in der Versammlung ein Statut der Innung befand, so unterzog man die interhieß: Die Arbeiterbewegung im Allgemeinen". ben. Daraufhin wurde angeregt, den Herrn links liegen zu eingehenden Kritik. Der Redner erntete für seinen Vortrag, über den wir bei anderer lassen und ihn, nicht noch zu unterstützen. Zur Besprechung tam essantesten Paragraphen einer Gelegenheit ausführlich berichtet haben, stürmischen Beifall. An weiter, daß am 24. Februar ein Gesellenausschuß gewählt werden Uebrigen wurde den Mitgliedern empfohlen, zu der von den der Diskussion betheiligte sich Niemand. Es kam folgende Refo- foll. Die Betheiligung an dieser Wahl wurde abgelehnt. Be- Innungsstrebern in nächster Zeit einzuberufenden Versammlung lution zur Berlesung:„ Die Anwesenden in der heutigen Versamm- schluß wurde gefaßt, in nächster Zeit eine öffentliche Versamm- sich zahlreich einzufinden und ihre Meinung ungenirt in der lung erflären, für die„ Berliner Volts- Tribüne" und" Berliner lung einzuberufen, zu der auch die Meister eingeladen werden Form, wie wir sie hier heute verhandelt, fachlich vorzubringen. Arbeiter- Bibliothet" in reger Weise agitiren zu wollen, indem der sollen. Zum Schluß wurden die Kollegen auf das Bergnügen zur Der gerade hier anwesende Kollege Bamann aus Hamburg führt Wählen wir einen Ausschuß, der für unsere Interessen eintritt! bebeutende agitatorische und literarische Werth beider Organe für Unterstüßung der Arbeitslofen am 28. Februar aufmerksam geau, daß dort die Stucateure mit den Bildhauergehilfen mehr im die Sozialdemokratie Berlins als ausschlaggebend anzuerkennen macht. Ginvernehmen( hinsichtlich der Solidarität) stehen und der Wunsch ist. Börner." Abg. Förster erklärte, der Resolution fehle der Der deutsche Schneider- und Schneiderinnen Verband wurde ausgedrückt, daß man zu unserer öffentlichen Versammlung, richtige Sinn und die richtige Fassung. Börner suchte seine Resolution zu vertheidigen, sie wurde jedoch abgelehnt. Im Ver-( Filiale 11) hielt am 2. d. M. eine zahlreich besuchte Mitglieder- welche in der nächsten Woche stattfindet, die Bildhauer ebenfalls schiedenen" sprach Frau Lepke und die Herren Günther, Zeller versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Bruhus einen mit einlade, um Harmonie anzustreben. In„ Verschiedenem" legte und Fleischer. Folgender Antrag war eingelaufen: Welche mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Die Lage der Marker sein Amt als Nevisor nieder, und in deſſen Stelle tritt Gründe waren für die Fraktion maßgebend für die Verlegung der arbeitenden Klaſſen und die Mittel zu ihrer Hebung", hielt. An Kollege A. Schmidtte ein. Bamann übermittelt der Versammlung Feier des 1. Mai auf den Sonntag?" Abg. Förster erkärte, wes der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Rogge, Goldberg, einen Gruß der Hamburger Kollegen, welcher mit einem Bravo halb die Entscheidung so getroffen wäre. Der 1. Mai fält auf Wiffemann, Jeſchonneck, Böckelberger, Drexler und Fr. Babnik, aufgenommen wurde. Nachdem noch der Vorsitzende bekannt geden Freitag, nur ein einzelner Tag liegt zwischen ihm und dem worauf dann folgende von Kollegen Rogge verfaßte Resolution geben, daß in der nächsten Versammlung ein Vortrag von einem Sonntag, in dem eine allgemeine Feier möglich ist. Wir wollen einstimmig angenommen wurde:" Die versammelten Schneider Chemiker mit Experimenten gehalten wird( am 16. Februar), ernicht 5000 hinter uns haben, sondern Hunderttausende. Maß- und Schneiderinnen bekunden ihre Uebereinstimmung mit dem folgte der Schluß. regelungen müssen bei der großen Krisis, in welcher wir uns be- Referenten und fordern von den herrschenden Gewalten eine Eine Generalversammlung des Fachvereins der Ta finden, auf jeden Fall vermieden werden. Sodann schloß der durchgreifende Arbeiterschutz Gesetzgebung, damit das gesammte pezirer Berlins fand am 27. Januar statt. Der Vorsitzende, Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die inter- Volt nicht geistig und physisch verkrüppelt." Kollege Freiwald, erstattete zunächst den Vierteljahresbericht. Ge nationale Sozialdemokratie. In der am 1. Februar vom Leseklub Karl Marg" hätten in dieser Zeit 5 Versammlungen mit 4 Vorträgen stattDer Unterstützungsband der Hausdiener Berlins hielt auf den Bock einberufenen, von 2000 Personen besuchten, öffent- gefunden. In einer Versammlung wurde die Maßregelung eines am Dienstag, den 3. Februar, eine Mitgliederversammlung ab. lichen Versammlung für Männer und Frauen sprach Genosse Kollegen in der Flatow und Priemer'schen Werkstatt behandelt. Kollege Reßler theilte mit, daß zur Zeit 13 franke Kollegen Un- Regerau über, Die Barbarei und der souveräne Geist". Referent Der Vereinskassirer erstattete sodann Kassenbericht. terſtüßung genöffen; ferner habe der Bund im Monat Januar schildert eingehend die Zeiten der Barbarei. Auch heute sei es zeichnet vom November 1890 einen Bestand von 164,30 M., 89 Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand ersuchte dann die in der Welt nicht viel anders. Zu einer Besserung dieser Uebel Einnahme 60,65 M., Ausgabe 58,52 m., bleibt Bestand 172,12 M. Kollegen dringend, ihre Adressen doch recht genau anzugeben; stände hat der Staat keine Lust; sie werden einfach weggeleugnet. Vom Dezember Bestand 172,12 M., Ginnahme 41,30 M., AusEr ver stüßung. G. S. 28. Werkzeug oder Waaren, welche durch Zufall ohne Schuld des Arbeiters zerbrochen sind, braucht dieser nicht zu schädigung. Als König von Preußen erhält er vom preußischen werden. 3. Fr. Haase. Der Kaiser als solcher erhält keine Ent- ersetzen, es darf ihm deshalb auch kein Abzug vom Lohne gemacht Staat jährlich über 16 Millionen Mart. 5. H. 10. Sie können bei der Gewerbedeputation flagen A. 2. Die Kinder mögen, wenn der Nachlaß überschuldet mit dem Antrage, festzustellen, daß Sie noch Mitglied der Ortsist, binnen 6 Wochen seit dem Tode des Vaters durch eine an fasse sind. 15. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. [ 15001 940 70 93018 33 39 44 226 70 744 94023 88 170 78 316 69 487 gabe 79,60 m., bleibt Bestand 133,82 M. Bom Januar 1891| Sie gegen die Klageforderung selbst begründete Einwendungen| das Nachlaßgericht gerichtete Eingabe der Erbschaft entsagen. Ist Bestand 183,82 M., Einnahme 34,80 M., Ausgabe 105,13 M., haben. Bestand 63,59 M. dies schon zu spät, oder besteht noch die Hoffnung, daß bei der Kollege Hartig als Revisor bestätigt| diese Angaben. G. St., Weißensee. Wir können Ihnen nur rathen. Sich Subhastation ein Ueberschuß herauskommt, so mögen die Kinder Dem Kassirer wird Decharge ertheilt. mit dem Wirth zu einigen; Sie haben den Kontrakt unter ein genaues Nachlaßinventar beim Gericht einreichen. Alsdann Dann erstattete Kollege Friedmeier als Vorsitzender der Werkstatt- schrieben und waren nicht berechtigt, von demselben zurückzu- haften Sie für die Nachlaßschulden nur, soweit der Nachlaß reicht. Kontrollkommission Bericht über den Bestand des Unterstützungs- treten. Sie würden ohne Zweifel zur Miethszahlung verurtheilt fonds. Es wurden vom 16. Februar 1889 bis 24. Januar 1891 werden. G. N. N. Eine Verpflichtung, einen Brief, sei derselbe einverkauft 240 Marken à 50 Pf. gleich 120 M., 2665 Marten geschrieben oder nicht, anzunehmen, besteht zwar nicht; doch wird à 20 Bf. gleich 533 M., 1674 Marken à 10 Pf. gleich 167,40 M., Wetters wegen nicht gearbeitet hat, wenn es mindestens eine gesehen, als habe er von dem Inhalt Kenntniß genommen. Laugestr. 92. Für die Zeit, in welcher der Arbeiter des es, wenn der Adressat die Annahme verweigert, ebenso anextra 7 M., zusammen 827,40 M. Bestand. Kollege Wenzel theilt Kalenderwoche war, braucht eine Quittungsmarke nicht verwendet als Bibliothekar mit, daß im Oktober 15, im November 19 und Dönhoffsplatz, J. G. 12. Die Bestimmung eines Rassenim Dezember 25 Bücher gelesen wurden. Hierauf fommt folzu werden. statuts, daß ein Mitglied wegen solcher Krankheiten, welche es gender Antrag der Werkstätten- Kontrollkommission zur Diskussion: Miethe wegen zeitweisen Versagens der eingefrorenen Waffer- fchweifungen zugezogen hat, fein Krankengeld zu beanspruchen C. N., Fürstenbergerstr. Daß Sie einen Abzug von der sich schuldhaft durch Schlägereien oder geschlechtliche AusDie heutige, am 27. Januar bei Feuerstein tagende General- leitung nicht machen können, steht wahrscheinlich in Ihrem hat, ist giltig und findet auch im Krankenkassen- Gesez ihre Unterversammlung des Fachvereins der Tapezirer beschließt, sobald Miethskontrakt. Der Miether fann in einem solchen Falle nur die Werkstätten- Kontrollkommission einen eisernen Bestand von die Polizei zur Hilfe rufen und auf die Gesundheits- und Feuer1000 M. angesammelt hat, wird von der Einnahme 50 vom Hundert gefährlichkeit solches Zustandes hinweisen. zur Unterstützung an arbeitslose Kollegen, welche Mitglieder des Fachvereins sind und auch zum Unterstützungsfonds beigesteuert haben, verwendet. Die diesbezüglichen Anträge sind an den Vorfizenden des Vereins zu richten. Es sprechen für den Antrag die Kollegen Freiwald, Feder, Friedmeier, Moskopp und Arlt. Kollege Back spricht gegen den Antrag und führt an, daß die Unterstützung nicht hoch genug sein könnte und übrigens habe der Verein schon im Statut, daß hilfsbedürftige Kollegen Unterstützung erhalten können. Hierauf wurde jedoch erwidert, daß die Vereinskasse erschöpft sein könnte; der Agitation würde durch diesen Antrag ein weiteres Feld eingeräumt. Bei der Abstimmung wird der Hauptantrag einstimmig angenommen. Kollege Feder hielt hierauf einen Vortrag über die wirthschaftlichen Zustände unserer Zeit, mit besonderer Berücksichtigung des Tapezirergewerbes. Er erntete Beifall. An den Vortrag knüpfte sich eine sehr lebhafte Diskussion, an welcher sich die Kollegen Daßler, Zack, Friedmeier, Gräffel und Freiwald betheiligten. Freiwald spricht die Hoffnung aus, daß jetzt, da alle Streitigkeiten im Verein jezt ausgemerzt seien der Verein auch erstarken und sich zum Kernpunkt der ganzen Tapezirerbewegung Deutschlands gestalten wird. In Verschiedenem wird über das Ostervergnügen, welches sonst immer stattfand, diskutirt; es wird beschlossen, dasselbe zu Gunsten des 1. Mai ausfallen zu lassen. Auch zu dem Sommerfest wurde Stellung genommen und beschlossen, dasselbe am 18. Juli in der Neuen Welt" abzuhalten. Hierauf wird zur Wahl eines Revisors geschritten, da Kollege Schenke sein Amt niedergelegt hatte. Gewählt wurde Kollege Hämmerling. Gleichzeitig wurde bemerkt, daß alle Werkstattangelegenheiten an die Kollegen Friedmeier, Nostiz str. 12 und Freiwald, Kurze= straße 19, zu richten sind. Rollege Collbrun, als Bureauhalter des Arbeitsnachweises, ersucht um Mittheilung von Werkstätten, in welcher noch 10 Stunden gearbeitet wird, damit er nach solchen feine Arbeit vergiebt. Mit einem Hoch auf den Fachverein schloß der Vorsitzende die Versammlung. Der Verein zur Wahrung der Juteressen der Berliner Knopfarbeiter hielt am 28. Januar eine ordentliche Generalversammlung ab. Der Kassenbericht ergab Folgendes: Bestand am 31. Dezember 1890: 334,45 M., Einnahme vom 1. Januar bis 31. Dezember 1890: 999,05 M. Ausgaben 1056,05 M., Bestand 277,45 M. Da die Abrechnung von den Revisoren für richtig befunden wurde, ertheilte der Vorsitzende dem Kassirer Entlastung. Der Vorsitzende gab hierauf einen Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes, aus dem hervorzuheben ist, daß zehn Mitgliederversammlungen abgehalten worden sind, darunter fünf mit Vortrag. Mitglieder zählt der Verein nur 131, eine That sache, welche auf die schlechten Arbeitsverhältnisse zurückzuführen ist. Zu diesem Punkt ging folgende Resolution vom Koll. Spies ein: Die heutigen Versammelten sprechen dem Vorstand für seine bisherige Thätigkeit ihren Dank aus und verpflichten sich, fest und treu zum Verein zu stehen und sollte der Verein durch den Druck der Verhältnisse noch mehr an Mitgliedern verlieren. In den Vorstand wurden folgende Kollegen gewählt: Zu Vorsitzenden Koll. Weisfluck und Jahr, zu Schriftführern Scholtka und Korupkat, zu Kassirern Friedemann und Krause, zu Beisitzern die Koll. Freitag, Schulz und Gen, zum Bibliothekar Friedemann, 31 Revisoren Thimm, Kleinert, Krupp. Unter" Verschiedenes" wurde dem Koll. Jolfe, welcher in der Knopffabrik von G. H. Röhl, gemaßregelt worden ist, weil er den Maskenball, welchen der Verein abgehalten, besucht hat, 7,50 M. sechs Wochen bewilligt; sollte er dann noch keine Arbeit haben, so hat die nächste Versammlung darüber zu entscheiden, ob er weiter unterstützt wird. Dann lief noch ein Antrag vom Kollegen Spieß ein, der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands 30 M. aus der Vereinstaffe zu bewilligen, der einstimmig angenommen wurde. Hierauf schloß der Vorsigende mit einem dreimaligen Hoch auf das fernere Gedeihen des Vereins, in welches die Versammlung fräftig einstimmte, die Versammlung. Oranienburg. Da die Säle an unserem Orte den Arbeitern nicht zur Verfügung stehen, war der hiesige ArbeiterBildungsverein gezwungen, seine zum Sonntag einberufene öffentliche Versammlung im nahen Sandhausen abzuhalten. Die sehr zahlreich erschienenen Stadt- und Landbewohner lauschten mit regem Interesse den Ausführungen des Herrn Knauff- Reinickendorf, welcher über die sozialpolitische Gesetzgebung, speziell über das Alters- und Invalidengesetz referirte. Die sich an den Vortrag schließende Diskussion war eine sehr lebhafte. In drastischer Weise nagelten die Genossen das Gebahren der Fabrikanten feſt, welches sie ins Werk setzten, um den Beitrag für die Versicherung wieder herauszuschlagen. In einer Werkstatt wurden bisher drei Defen geheizt, nach Jukrafttreten des Gesetzes aber nur noch zwei; den Arbeitern wurde auf ihre Klagen die Antwort zu Theil, sie möchten sich warm arbeiten, die hohen Beiträge für die Kassen erlaubten nicht, den dritten Ofen zu heizen. In einer anderen Fabrik müssen die Arbeiter jetzt monatlich 10 Pf. für Reinigung der Bedürfnißanstalten zahlen, was vor dem Altersgeseh nicht der Fall war. In einer dritten Fabrik wurde den Arbeitern der Afkordlohn um 15 pet. gefürzt. In einer Pause ließen sich eine Anzahl Genossen in den Bildungsverein aufnehmen, der jetzt nahezu 100 Mitglieder zählt. Nach Schluß der Versammlung stimmte diese begeistert in ein Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ein, worauf die Klänge der Arbeiter- Marseillaise den Saal durchbrausten. Noch lange saßen die Genossen beim Glafe Bier zufammen und freuten sich des Erfolges, den unsere Partei trog aller Chikanen der Gegner in Oranienburg er rungen hat. Briefhaffen der Redaktion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Sch. Die Bedeutung des Zeichens ist uns unbekannt. G. 100. Zu mehr als zur Zahlung von monatlich 30 Mart tönnen Sie den Betreffenden keinesfalls zwingen. Sie würden sogar vom Gericht höchstens 18 Mark für das Kind zugesprochen erhalten. R., Prinzenstr. Die Höhe der Gerichtskosten in Straffachen richten sich nach der erkannten Strafe und danach, wie viel die Zeugen an Versäumnißkosten 2c. erhalten haben. R. B. 102. Verjährt sind nur diejenigen Alimentenraten, welche länger als 4 Jahre zurückliegen und bezüglich deren auch in den letzten 4 Jahren feine Eretution stattgefunden hat; im Uebrigen ist das ergangene Urtheil noch in Kraft. Sie können aber gegen dasselbe noch jetzt Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen, weil Sie zur Zeit der Berurtheilung minderjährig und ohne geseglichen Vertreter waren. Sie bringen das Gesuch, wenn Sie nicht einen Anwalt beauftragen wollen oder können, am besten auf der Anmeldestube( Neue Friedrichstr. 13) an. Dasselbe hat natürlich nur dann einen Zweck, wenn Biebung vom 5. Februar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 99 482 731 33 833 77 970 90 1124[ 3000] 474 604 85 729 SG6 905 2016 62 156 228 46 310 590 641 71 739 883 953[ 15001 3015 234 79 383 434 735 84 929 4094 332 74 428 61 500 31 749 60 921 5083 86 211 32 423 619 22 735 55 807( 5001 943 86 C041 158 348 411[ 3001 50 73 824 57 922 54 7034 60 209 411 77 81 538 81 637 45 737 855 940 8134 368 434[ 1500] 60.) 17 32 763 9029161 249 349 515 18 51 13 001 688 10123 204 339 488 563 685[ 1500] 728 51 838 938 11131 206 322 46 65 447 13001 648 864 12014 96 154 99 228 366[ 300] 412 58 591 608 817 936 45 13081 320 482 538 42 651 67 89[ 15001 707 130001 811 14003 27 8 118 240 15001 98 313 30 421 501 S 698 767 78 68 884 91 [ 1500] 1514 329[ 30001 80 536 665 716 115001 SO 16012 28 94 236 384 425 570 665 832 39 947 17007 90 210 77 496 594 648 18020 81 91[ 5000] 126 60 69 233 425 56 78 644 74 85 19023 25 125 34 259 323 511 36 37 706> 62 5000] 74 20076 93 96 142 249 439 83 599 793 933 89 21028 59[ 300] 219 343 96 424 614 50 880 22051 71 126 245 371 487 504 11 689 96 15 000) 825 23016 78 210 337 54 99 470 501 35[ 300] 716 61 80S 24170 318 419 51 565 628 720 907 25 108 68 533 26052 120 318 604 721[ 1500] 852 27144 56 335 481 610 23 723 99 1300) 851 28006 150 219[ 5001 64 320 67 411 569[ 300] 802 23 970 75 29023 60 61 105 255 77 84 419 643 719[ 300] 961 99 30064 92 121 79 93 316 37 419 504 32 62 621 711 953 31083 92 99 223 66 825 75 32228 47 369 469 515 693 772 33106 292 303 28 81 573 87 609 739 48 809 15000] 88 34045 73 162 65 281 95 421 25 507 35 912 35018 63 132 47 85 217 45[ 1500] 68[ 300] 359 72 92 753 888 914 42 36000 201 3 509 35 71 674 93 794[ 300] 96 972 37063 111 32 58 598 454 77 682 99 764 67 828 92 904 38040 280 3 345 63 540 646 47 748 820 1300 70 39018 299 442 43 512 700 56 878 936 40054 84 135 69 499 579 763 92 825[ 3001 29 957 41072 134 86 SS 95 217 339 496 572[ 1500) 683 87 737 827 38 42263 329 59 437 48 64 619 775 83 899 900 43019 39 76 83 130001 183 1300] 303 15[ 1500] 480 89 732 33 45 846[ 3000] 72 79 89 921 58 44022 287 327 438 57 65 75 89 646[ 300] 721 45081 157 85 23[ 500] 371 504 686 795 96 830 71 74 901 13000] 11 42 46049 285 302 21 406 531 81 85 691 719 23 55 849 912 38 98 47023 93 160 292 328 557 15001 602 798 924 35 89 48024 53 210 13000, 48 326 96 422 61 63 70 559 633 769[ 300] 906 49025 236 608 36 779 903 93 00048 104 27 282 348 479 523 671 705 15 860 962 93 51098 127 466 96[ 300] 635 922 70 52033 113 434 45 130001 82 581 601 55 711 827 53023 112 13 50 51 217 40 58 1300] 86 361 72 92 400 82 578 639 54018 163 210 467 596 643 13001 984 55393 523 763 886 926 56262 74 380 656 96 755[ 300] 57-08 242 613 24 787 855 90 920 58014 124 26 32 67 477 800 93 95 900[ 1500] 59044 99 119 52 413 97 513 003 701 57 939 58 60171 230 307 19 98 406 28 79 645 1500] 731 75 832[ 300]$ 2 87 959 61097 240 339 454 69 97 650 767 870 971 96 62065 342 400 521 30 76 605 15001 791 866 70 63046 117 53 249 52 762 881 89 948 64058[ 500] 105 15 33 48 217 442 57 706 7 49+1 827 54 65059 93 240 318 115001 625 704 20 824 919 GG037 44 186 95 205 321 520 666 755 864 67012 64( 1500) 92 1500] 140 56 57 98 140 000) 251 57 788 857 941 6079 199 342 593 751 72 859 09483 95 667 80 775 85 93 ( 300) 870 925 76 70337 674 635 37 38 877 999 71019 15001 34 42 13000] 45 175 209 23 28 373 72054 61 131 258 397 441 616 47 49 711 53 76 947 73013 550 61 92[ 1500) 677 799 904 30 62 98 74072 104 43 213 31 42( 300) 90 448 500 1 3 45 614 16 130001 88 749 66 75337 430 583 692 748 55 76097 154[ 300] 99 312 465 592 15000] 99 603 932 77006 221 423 569 612 68 729 948 58 78008 90 91 175 348 49 422 730 816 79114[ 300] 75 498 512 686 820 99 73 88 94 821 47 99 930 S0007 59 68 70 162 85 205 56[ 5001 406 791[ 300] S65 936 48 1008( 500) 109 320 459 626 32 48 82 757 811 921 8: 2008 64 267 694 717 43 844 65 69 973 83032 46 131 377 415 85 551 640 68 84037 86 167 75 458 564 646 77 717 862 89 925 28 63 85068 322( 1500] 33 38 115001 488 540 74 90 605 42[ 300] 898 86040 169 266 67 325 573 74 865 78 93 914 89 87024 84 148 254 58 316 428 7 598 610 707 35 926 8046 130001 129 35 321 115001 464 1500] 626 76 748 9030 314 115001 455+0 502 54 55 619[ 1500] 815 90055 99[ 1500) 208 368 421 638 721 813 907 52 78 91012 32 73 142 91 202 6 520 713 59 72 850 64 88 92060 140 61 434[ 1500] S06 67 510 46 67 602 49 70 765 831[ 1500] 95007 114 288 91[ 500] 330 523 99 662 75 98132 288 555 617 756 903 46 97040 64 375 534 86 672 711 99 883 98122 39 256 83 366 502 611 713 93 906 99 99117 421 641 74 73157 100189 360 511 627 63 853 939 42 101178 92 94[ 1500] 215 333 403 18 557[ 300] 83 686 753 815 46 941 91 102085 158 72 200 23 328 515 22 37 56 656 702 30 839 68 69 103033 278 415 675 738 910 33 63 104147 83 218 53 6S 383 413 76 525 636 87 730 837 940 68 71 72 105100 38 6S 305 437 61 620 49 64 885 947 106101 218 379 130001 401 39 528 40 79 781 843 52 74[ 3000] 935 39 47 53 107060 187 442 44 528 614 48 703 44 818 920 46 85 108034 44 82[ 500] 135 202 66 445 503 74 96 781 93 809 60 67 109057[ 500] 155 93 266[ 30001 440 674 788 804 939( 5001 110139 263 832 570 815 40 41 111029 42 132 69 218 96 353 449 534 67 640 64 710 21 112052 151 233 355 442 840 969 113150 436 97 1100001 505 50 618 70 98 850 52 922 61 114109 43 60 238 548 57 606[ 1500] 65 844[ 500] 79 115030 76 203[ 1500] 32[ 500] 35 60 411 28 535 1300 66 613 730[ 30001 80 836 74 919 82 116072 141[ 3000! 238 13000; 303 34 36 404 34 44[ 3000] 54 678 722[ 15001 970 71 117188 373 82 88 417 514 64 822 934 118175 287 392 432 41 633 96 868 88 119122 251 383 455 504[ 1500] 53 674 718 80 863[ 30001 89 97 928 120153 58 514 51 61 98 922 121007 18 1500] 143 241 627 86 707 1500 9 73 74 812 85 924 36 65 93 122022 79 83 199 240 329 451 884 937 93 12: 3060 197 50 385 755 92 97 844 932 60 124085 125 257 92 13001 309[ 1500: 452 571 749 13001 69 973 125038 91 107 15 39 340 438 778 82 807 126091 319 586 99 905 76[ 300] 127006[ 300] 59 254 82 417 745 75 828 128067 69 273 550[ 300] 642( 1500] 705 92 1290 1 300 477 611 749 831 64 87 997 130034 107 86 283 580 643 712 806 79 944 131270 82 329 67 480 92 686 722 39 93 801 130001 3 61 132019 74 125 42 287 309 524 15001 657 815 38 49 88[ 3001 951 133059 161 221 115001 611 14 885 97 922 65 134046 363 530 715 91 840 989 92 135063 77 163 253 65 311 580 659 840 974 90 136208 406 613 41 767 137341 484 1300] 515 632 718 894 949 15001 138279 329 406[ 3000) 650 51 795 818 139039 114 285[ 500] 308 514 674 81 86 789 917[ 5001 97 987 130001 140079 392 443 587 783 900 40 63 141059 179 285 86 498 554 142020 175 377 81 421 642 48 70 706 143020 118 22 385 456 589 665 771 916 79 144076 177 313 1500! 89 657 58 907 21 97 S01 145009 40 252 305 47 436 39 598 702 13 28 827 944 115001 89 873 81 146157 234 334 506 636 771 92 961 147142 62 236 76 490 573 776 1480.4 13000] 151 75 305 92 95 517 76 680[ 1500] 807 19 68 84 149022[ 3000] 419 521 51 721 962 150068 160 61 352 572 94 824 40[ 3000] 62 929 151015 25 80 92 125 213 27 305 30 66 534 152082 91 238 302 12 81 474 86 514 603 83 704 809 153021 130001 76 258 314 62 479[ 30001 608 878 916 54 154035 140 210 22 454 537 727 873 155075[ 600] 221 32 S1 317 48 408 722 63 815 85 959 60 13001 156084 565 606 733 800 949 96 157070 87 127 264 333 616 18 34 785 881 94 943 83 158026 132 214 90 92 683 700 817 930 15001 321 42 52 523 62 648-717 40 850 98 159007 133 244 346 501 56[ 1500] 160003[ 300] 26 52 181 323 49 56 478 639 69 765 863 69 101058 74 212 44 329 75 414 517[ 300] 67 610 855 16: 2054 83 344 63[ 500] 456 67 73 525 73 76 874 979 163215 25 302 426 34 95 97 566 684 770 164008 43 113 277 306[ 5001 20 30 491 695 734 52 891 165027 138 57 1001 381 469 549 95 813 42 82 98 910 166192 305 472 603 89 92 725 81 888 167115 66 90 212 15 309 31 40 78 79 88 465 507 82 765 850 168113 77 82 212 32 75 307 24 68 571 677 770 78 169046 76 188 269 309 15 403 10 560 746 954 170080 11 8 259[ 1500] 309 59 75 408 22 44 66 69 684 803[ 1500] 935 77 94 171177 92 210 33 50 313 669 874 172171 209 92 329 80 514 862 996 173168 81 402 20 79 15001 6.35 735 820 32 1500] 17-4003 [ 1500] 28 193 324 483 510 618 40 700 32 843 919 95 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Zichung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 1862 81 97 957 92005 352 548 812 88 91 93122 31 267[ 300] 469 720 Sichung vom 5. Februar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 193 278 322 530 666 755 13001 860 1062 371 657 833 39 914 63 2001 104 338 56 73 402 519 25 32 80 707 31 812 31 58 63 66 928 78 90 3016 43 110 215 22 84 301 433 49 51 65 504 695 779 4033 90 313 25 93 417 513 87 89 738 86 87 874 9:[ 300 932 5016 33 55 131 228 75 307 77 89 412 58 67 88 599 600 76 801 24 67 917 90 6037 43 118 50[ 1500: 223 58 343 80 570 698 782 93 812 17 53 78 7016 25 193 238 375 460 15000] 509 668 886 918 46 70 S063 331 440 44 696 737 9648 1300; 49 93 709 61 93 1500] 814 65 960 11023 10109 22 50 52 262 65 335 412 28 70 75 94 829 47 994 113 37 334 514 747 992 12029 220 376 604 727 811 28 75 924 1300 13035 59 123 251 336 66 428 532 727 52 57 14103 320 42 53 459 73 92 15001 572 656 65 92 708 62 913 76 80 15046 107 18 22 87 284 3-2 15001 405 11 68 557 845 96[ 1500] 1G035 116 29 45 232 435 735 42 76 862 83 983 17124 26 321 426 34 53 671 730 840[ 5001 900 37 1818S 269[ 3000] 76 94 325 582 682 706 984 19035[ 500] 113 36 395 518 25 763 915 20327 50 88 90 95 401 514 43 55 59 62 89 666 733 801 4 23 21043 73 102 244 325 543 46 635 79 718 814 38 78 22030 36 165 255 412 60 503 64 620 35 1300] 66 64 23102 14 45 87 115001 209 93 359 583 618 4 866 948 130001 72 76 83 24152 230 322 405 92 523[ 1500] 34 737 916 36 95 25029 75 177 299 714 96 26021 23 125 285 96 300 72 540 807 900 27040 262 18000] 314 31 510 74 85 786 952 28084 155 291 341 521 661 713 875 86[ 1500] 978 29074 87 370 691 854 93 972 30106 294 404 55 713 862 31020 62 273 447 78 528 713 17 91 821 57 907 32183[ 1500] 281 1300] 397 493 503 615 38 82 83 810 31 928 36 33.38 308 13 29 443 65 564 645 857 77 86 911 34089 131 90 935 1500; 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.