Nr. 19. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illustrierter Sonntage. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. * Vorwärts Berliner Volksblatt. 44 19. Jahrg. Die Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Rotonets geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin"," Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der Etat des Reichskanzlers. Donnerstag, den 23. Januar 1902. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die konservative Freudigkeit ob ihres mun gänzlich junkerlich drücklich versprochen wurde. In den Protokollen sind viele Mitgefestigten Bülow wurde nur ein wenig dadurch getrübt, daß Graf teilungen enthalten, die sowohl das Geschäftsgeheimnis einzelner Bülow die Bekundung seiner politischen Reaktionsbereitschaft noch Geschäfte, wie ganzer Branchen darstellen. übertraf durch die Fortführung derselben blamablen Unge- Am Kopf der Fragebogen wird strengste Geheimhaltung ausDie zweite Etatberatung nahm am Mittwoch im Reichstag schicklichkeiten, durch die er bereits im preußischen Abgeordneten- drücklich zugesagt. Die Protokolle können nicht gedruckt werden, weil ihren Anfang. An erster Stelle dieser Beratungen steht, abgesehen vom Hause seinen zwar geringwertigen aber legten Ruhm weltmännischer dann eine Geheimhaltung nicht möglich ist, wie die Verhökerung Etat des Reichstags, der nur zu unbedeutenden Erörterungen führte, Diplomatengewandtheit darangab. Hatte Graf Bülow in des Zolltarifs bewiesen hat. Bei den einzelnen Tarifpofitionen der Etat des Reichstanzlers. Nach der kriegerisch heraus- der preußischen Etatsdebatte, durch die Uebertragung aller sollen ausreichende Mitteilungen gemacht werden. Würden jetzt fordernden Antwort, die Graf Bülow jüngst von der englischen Kanal Verantwortlichkeiten auf den König, diesen sowie sich selbst Dinge mitgeteilt, deren Geheimhaltung versprochen sei, dann würden Regierung im Unterhaus erhalten, durfte vielleicht eine Fortsetzung und die gesamte Regierung unverantwortlich bloßgestellt, so leistete für alle Zukunft ähnliche Erhebungen ummöglich sein. dieser Auseinandersegungen erwartet werden. Aber weder der Neichs- er jetzt im Reichstag eine Preisgabe der Bundesrats- Blankenhorn( natl.) erklärt, gleichfalls vernommen worden zu Kanzler nahm Anlaß, diese böse Angelegenheit, an der sich vertreter, die dem tölpelhaften Anfänger der Diplomaten- sein. Auch ihm sei versprochen worden, daß seine Aussagen geheim' genug verbrannt, weiter zu treiben, noch der große Mund laufbahn nicht verziehen werden würde. Graf Bülow gehalten werden würden. Erst später habe er erfahren, daß die der Aldeutschen und Antisemiten um Hasse und Liebermann wagte erklärte: Gründe für Ablehnung von Reichstagsbeschlüffen Aussagen stenographiert worden seien. Manchem sei es passiert, es, da die Sache ernster geworden, sich in Entrüstung gegen England feitens des Bundesrates Tassen sich nicht mitteilen, weil daß er Dinge erzählt habe, die er nicht gesagt hätte, wenn er zu ergehen. Als Chamberlain durch ein mißverständliches Wort und die Vertreter der Regierungen im Bundesrat nur nach Instruktion gewußt hätte, daß seine Aussagen wörtlich niedergeschrieben würden. nicht amtlich die deutsche Ehre beleidigt haben sollte, da lärmte man ihrer Auftraggeber abstimmen und häufig gar nicht in der Lage Heber 2000 Sachverständige feien vernommen worden. und der Reichskanzler unterwarf sich den Lärmern. Da aber die find, zu sagen, weshalb ihre Stimme für und wider einen Herold( C.) hält es für selbstverständlich, daß das Geheimmis englische Regierung unter dem Beifall des englischen Parlaments feier Antrag abgegeben wird! gewahrt bleibe. lich und amtlich erklärt, jedes Wort des Kolonialsekretärs aufrecht zu erhalten, da schrumpft der alldeutsche Heldenmut zu sammen und der Reichskanzler steckt die vielfach schwerere Beleidigung demütig ein. Einen schmählicheren Ausgang konnte das Vorgehen des Grafen Bülow gegen Chamberlain nicht finden. Die Thorheit des ersten Borstoßes gegen Chamberlain ist jetzt vollends offenbar, da Graf Bülow genötigt ist, weit schwerere Zumutungen der englischen Regierung ertragen zu müssen. Da der Reichskanzler feine Gelegenheit nahm, neue Lächerlichkeiten auf seine auswärtige Politik zu laden, so bemühte er sich um diesen Erfolg für die innere Politit. Zwar giebt es nun wohl niemand mehr, der den Grafen Bülow„ nicht tennt", aber Graf Bülow bemüht sich dennoch eifrigst um die Aufklärung auch des letzten, der noch irgendwelche Hoffnungen in ihu sezen könnte, über seine politischen Gesinnungen und seine staatsmännische Befähigung. Dr. Barth, das neugewählte Mitglied der freisimmigen Vereinigung, eröffnete die Debatte zum Etat des Reichskanzlers durch die Wiederholung der gewiß nicht neuen, aber um so berechtigteren Beschwerde über die Nichtachtung, die der Bundesrat dem Neichstag bezeugt, indem seine Mitglieder sich von der Beratung von Juitiativ. anträgen des Reichstages beharrlich fern halten und indem er bei der Ablehmmg von Reichstagsbeschlüssen jede Mitteilung seiner Gründe unterläßt. Weiter forderte Dr. Barth, der Reichsfangler möge die Sicherheit der Wahlfreiheit durch endliche Annahme des Reichstagsbeschlusses auf Einführung amtlicher Wahlcouverts und Einrichtung von Isolierräumen durchführen. # Das Lachen und der Spott der linken Parteien ließ den Grafen Bülow den Versuch einer mildernden Auslegung dieser ungewollten Satire auf den Bundesrat unternehmen; doch vergeblich alles Deutelnes war nichts mehr zu retten die bösartigste Herabwürdigung, die dem Bundesrat je widerfahren konnte, hat ihm der eigne Präfident versetzt. Es ist nicht zu zweifeln, daß Graf Bülow über die Bustände im Bundesrat richtig berichtet hat, doch ein Reichskanzler, der die intimsten Heimlichkeiten deutscher Regierungskunst verplaudert, anstatt sie sorgsamst zu hüten, fann sich selbst nicht durch reaktionärste Willfährigkeiten Berzeihung erbetteln. Wie lange noch wird man die Last der diplomatischen Befähigung dieses Reichstanglers ertragen? Aus dem Hause traten der Politik des Grafen Bülow vom Centrum Abg. Dasbach. von den Nationalliberalen Abg. Basserman'n, von den Freisimmigen Abg. Bech und Abg. Lenzmann entgegen. Besonders unser Parteigenosse Singer mugte diese Debatte zu wuchtigem Angriff auf das Verhalten der Behörden bei Wahlen und zu einer allgemeinen Kritik des Verhaltens der Regierung zum Reichstag aus. 4 Brömel( frs. Vg.): Gewiß giebt es Material, das diskret behandelt werden muß. Die Diskretion aber so weit zu treiben, daß selbst die Kommiffion nichts erfährt, macht das Material wertlos. Auch andre Enqueten sind schon veröffentlicht worden, die Banne woll, Tabak- und Börsenenquete. Die Mitteilung der Protokolle ist nötig, weniger um die einzelnen Aussagen als um die Methode kennen zu lernen, durch welche man zu den Resultaten gekommen sei. Verdacht erregt schon die Zusammensetzung des Wirtschaftlichen Ausschusses, bei der man nur notorische Schutzöllner berücksichtigt habe. Der Verdacht wäre nicht aufgestiegen, wenn man neben Graf Kanik, Graf Schwerin und Freiherrn v. Wangenheint auch Gothein und Singer in den Ausschuß berufen hätte. Bei der Zusammensetzung des Wirtschaftlichen Ausschusses hat man den Reichstag zurückgesetzt, wie nie vorher. Erst schließt man den Reichstag von den Erhebungen aus und dann verlangt man, der Reichstag solle die gewonnenen Endresultate als unabänderliche Wahrheit hinnehmen. Es soll nicht geleugnet werden, daß Graf Bülow irgend welche Speck( C.) verteidigt die Geheimhaltung der Protokolle. Die politische Gesinnungen befigt, wie deren auch andre Festmahlredner Berufung des Wirtschaftlichen Ausschusses jei nicht zu politschen, nebenberuflich besigen. Und es mag auch sein, daß die politischen Gesondern zu wirtschaftlichen Zweden erfolgt, also konnte die Berufung finnungen des Reichskanzlers feineswegs extrem konservativ und Das Haus wendete sich sodann zum Etat des Reichsamts der Sachverständigen nicht nach politischen Gesichtspunkten erfolgen. reaktionär find; Graf Bülow könnte sicherlich über allerei Fragen der des Innern. Hier hatte Herr Hize das erste Wort. Er be- v. Kardorff( Rp.) behauptet, daß auch eine große Anzahl Freiinneren Reichspolitik ganz anders reden als er redet. Aber währte die Centrums- Socialpolitik, indem er der Regierung für so händler im Ausschuß gesessen hätten. Biele Leute feien zum Eintritt Graf Bülow hat in der Schonzeit, die er sich erbat, bis man ihn manches, das sie gethan, dankte, aber in einigen Be- in den Ausschuß aufgefordert worden, hätten es aber abgelehnt. tennen gelernt habe, erkannt, daß die Strömung, in der es sich am behag ziehungen milden Fortgang der Socialreform forderte; besonders Dr. Beumer( natl.) hält den Staatssekretär für gebunden. lichsten fortplätschern lasse, die der konservativ- reaktionären Herkömm- wünschte er die weitere Durchführung des sanitären Maximalarbeits- Die heimischen Industrien würden durch die Veröffentlichung der lichkeiten ist. Und so erweist Graf Bülow seine staatsmännische Eigen- tages durch den Bundesrat. Darauf besprach Abg. Müller- Protokolle direkt geschädigt werden. 0 art, indem er in jedem Stück„ die guten Traditionen" fortsetzt. Nicht Meiningen von der freisinnigen Volkspartei hauptsächlich die Frage Graf Pojadowsky erklärt sich bereit, ein Verzeichnis der vermur in den großen Stücken, in Militarismus und Brotwucher, alle des Frauenstudiums, dessen weitere Erleichterung er dringend hörten Personen mitzuteilen. Eine solche Erhebung erhält erst dann fleinsten Kleinigkeiten und Erbärmlichkeiten der konservativen Politit befürwortete. Der nationalliberale Prinz Schönaich Carolath einen großen Wert, wenn sie wiederholt wird. Das ist notwendig, finden in Bülow ihren getreuen Bewahrer. schloß sich ihm au. Sodann behandelte Graf Posadowsky in um das wirtschaftliche Leben mehr zu erforschen. Wir würden die längerer Rede die Wünsche und Anregungen der Vorreduer. In der Möglichkeit der Fortsetzung solcher Erhebungen abschneiden, wenn Socialpolitik machen ihm viele Fragen, wie er sagt, sehr ernste das gegebene Versprechen der Geheimhaltung gebrochen wird. Sorgen, aber er stößt leider immer auf sehr große Schwierigkeiten; Gothein( fri. Va.) giebt zu, daß die Diskretion nicht verletzt Bg.) deshalb mußte den Zinkhütten- Unternehmern eine weitere Frist bis zur werden dürfe. Der ursprüngliche Fehler bestehe eben darin, daß Durchführung des dürftigsten Arbeiterschutzes gegeben werden und des- Diskretion zugesagt worden sei. Wie könne man das angeblich so halb wird jedenfalls auch die lange versprochene, jetzt endlich erscheinende wertvolle Material verwenden, wenn es kein Abgeordneter fenne, Verordnung zum Schutz der Angestellten im Schant- und Gastwirts- es bleibe nichts weiter übrig, als eine öffentliche gewerbe den sechzehnstündigen fanitären Marimal- Arbeitstag Enquete von neuem zu veranstalten, bei der alle bescheren; die Kinderschutz- Frage ist sehr schwierig, aber Richtungen vertreten seien. dem Bundesrat liegt der diese Frage betreffende Gesetzentwurf Handelsminister Möller sagt gleichfalls die Veröffentlichung vor und wird derselbe hoffentlich bald dem Reichstag vor der Namen der gehörten Sachverständigen zu. Was die ReIn die sich aus diesen Anregungen entspinnende Debatte warf gelegt werden. Freundlich stellt sich Graf Posadowsky zum Frauen- gierung in den Aussagen für begründet gehalten habe, sei Er beklage schon die der Centrums Abgeordnete Dasbach noch die Nichtbewilligung ftudium. Drängen doch die heutigen Zustände selbst die Töchter von in den Motiven veröffentlicht worden. bon Diäten für die Reichstags- Mitglieder hinein und so wurde Ministern zum Ergreifen selbständiger Berufsthätigkeit! Und so ist Debatten, die bei den einzelnen Bofitionen kommen würden, weil dem Grafen Bülow Gelegenheit, sich zu einer Anzahl bedeutsamer es denn kein Wunder, daß selbst Herr v. Stardorff für das die anderen Staaten dabei manches erfahren könnten, was bisher Fragen der inneren Reichspolitik auszusprechen. Und in allem Frauenstudium eintritt. Herr v. Kardorff beendete die Sigung Geheimnis geblieben sei. bewährte sich Graf Bülow auf der Reaktionshöhe des Wuchertarifs: mit großer Belustigung, indem er sich nicht uur zum Frauen- Stadthagen. Die Regierung sagt, sie habe im wirtschaftlichen Keine Sicherung des Wahlgeheimnisses! Keine Entschädigung der studium bekannte, sondern selbst zur Erteilung des poli- Ausschuß sehr viel gehört. Das möchten wir auch wissen, um Auslagen für die Mitglieder des Reichstages! Keine Anerkennung tischen Wahlrechts an die Frauen. Der fonjerurteilen an fönnen, ob die Aussagen der Sachverständigen der Wahrder Forderung auf Anwesenheit des Bundesrats bei Beratung von vative Don Quichotte verriet sogleich, was ihn zu dieser heit entsprechen. Das Ergebnis dieser Berhandlungen ist doch der Juitiativanträgen des Reichstags! Keine Anerkennung der Forde- revolutionären Forderung treibt, er nimmt an, durch das Tarif. An der Geheimhaltung ihrer Aussagen haben die das größte Die des Interesse, die wahrheitswidrige Aussagen gemacht haben. rung auf Mitteilung der Gründe bei Ablehnung der Beschlüsse des Wahlrecht der Frauen werden die Oppositionsparteien Neichstages! Reichstags geschwächt werden. Die Socialdemokratie ist überaus Gewerkvereine haben gebeten, gehört zu werden, find aber Der innere Bülow will in nichts irgend den geringsten Fort- freudig zur Probe bereit! Herr v. Kardorff mag künftig statt der abgewiesen worden. schritt gegen die Reaktion durchsetzen, er will in allem mit den Doppelwährung stets das Frauen Stimmrecht als Lösung der Parteien der Reaktion reaktionär regieren. Graf Bülow zeigte sich socialen Frage verkünden! so vollendet als Gesinnungsgenosse der konservativen Reaktion, daß außer den Konservativen teine Partei des hinreichend reaktioSinger: Was würde Herr v. Wangenheim fagen, wenn keine nären Reichstages fich auf seine Seite zu stellen vermochte. Freilich ist es ein etwas absonderlicher Vorgang, wenn Reichstagsparteien Mitglieder des Bundes der Landwirte zugezogen wären. Wenn man über die Stücksichtslosigkeiten der Regierung Klage führen, vom Reichstag verlangt, daß er zu demselben Resultat kommen soll welche durch dauernde Nachgiebigkeit diese Rücksichtslosigkeiten Zunächst wird, wie am Dienstag angekündigt, sehr ausführlich wie die Regierung, dann muß man ihm auch dasselbe Material zuverschuldet haben, immerhin aber mag es vielleicht auch über den socialdemokratischen Antrag verhandelt: den gänglich machen. Wie oft hat man schon versucht, den Reichstag diese Parteien ein wenig stugig machen, daß die Regierung des Reichskanzler zu ersuchen, den Kommissionsmitgliedern die Ver- durch Hinweisung auf Geheimnisse zu Beschlüssen zu Oft hat man erkannt, daß die guerst als Grafen Bülow nur noch konservativen Beifall fucht. Sowohl aus handlungen des Wirtschaftlichen Ausschusses zugänglich zu feiten. Geheimnisse behandelten Thatsachen gar nicht die Bedeutung haben, dem Centrum wie von den Nationalliberalen wurden die reaktionären machen. Ankündigungen des Kanzlers bedauert und zurückgewiesen. Singer begründet den Antrag und weist darauf hin, daß die die man ihnen ursprünglich beilegte. Man hat die Arbeiter abEine besondere Verschärfung erhielten die Ausführungen des Erhebungen des Wirtschaftlichen Ausschusses höchst einseitig gewesen gewiesen, um die Erhebungen so einzurichten, daß sie für eine Gra Grafen Bülow durch einige versteckte Andeutungen. Es genügte ihm seien. Große ausschlaggebende Gruppen, die Stonsumenten und die höhung der Zölle sprechen. Darin liegt die Einseitigkeit. Wir wollen nicht, die Diätenforderung und die Forderung des gesicherten Arbeiter sind nicht gehört, sogar Handelskammern sind nicht hinzu: die Regierung nicht zum Wortbruch verleiten, aber man will doch Wahlrechts zurückzuweisen, er erntete die stürmische Bustim gezogen worden. Man müsse wissen, nach welchen Grundsägen die nicht etwa behaupten, daß die Aussagen der sämtlichen 2000 Sach der Konservativen, indem andeutete, daß bei Erhebungen stattgefunden haben, damit man erkennen kann, nach verständigen geheim find. Wenn die Regierung sagt, daß die Kenntnisse, die sie aus den Verhandlungen des Wirtschaftlichen Ausschusses Aufrollung von Wahlfragen auch Wahlfragen auch sehr viele anders welchen Richtungen hin Ergänzungen notwendig sind. Welche geartete Wünsche" Erledigung verlangen könnten. Staatssekretär Graf Posadowsky würde nichts sehnlicher geschöpft habe, in den Motiven niedergelegt seien, dann sind die Wünsche das sind, das fagte alsbald der Redner der frei- wünschen, als daß er in der Lage wäre, die Protokolle des Wirt Ergebnisse der Enquete sehr dürftig gewesen. Bringt man die fonservativen Partei, Herr v. Tiedemann, mit dankenswerter schaftlichen Ausschusses vorzulegen, sie würden die glänzendste Recht- Kommission nicht in die Lage, die Verhältnisse klar zu überOffenheit: Wenn Sie die Diätenlosigkeit beseitigen wollen, dann fertigung der Zolltarifvorlage werden. Aber die Auskunftspersonen sehen, dann hat man die umleidlichen Debatten im Plenum zu ge müssen Sie auch die geheime Abstimmung beseitigen! haben ihre Aussagen nur gegeben, weil ihnen Geheimhaltung auswärtigen. mung " 1 er = Zolltarif- Kommiſſion. Geheimrat Wermuth betont, die Handelskammern feien auf gefordert worden, Sachverständige vorzuschlagen. Frhr. v. Wangenheim( t.) ist voll befriedigt von den Methoden und dem Resultat der Erhebungen. ver Dr. Heim( C.) giebt zu, daß die Angaben der Land 1bis 6000 Mart bleiben überhaupt steuerfrei, ebenso Ver- ähnlich klingenden Namen des Erfinders der Bartbinde- ist auf das Einkommen nicht Grund allerhöchster Ermächtigung zum ordentlichen wirtschaft veröffentlicht werden können, die Jn mögen unter 20 000 Mart, sofern dustrie dagegen hat Geheimnisse. In Süddeutschland hat man auch 900 Mark erreicht. Die Steuer fann ermäßigt werden für Sonorar Professor in der philosophischen Fakultät der die Kleinbauern nicht befragt. Sollten die Erhebungen ergänzt Personen bis zu 32 000 M. Vermögen, wenn fie für die vier untersten Friedrich Wilhelms- Universität zu Berlin ernannt worden. Was denkt die Fakultät über diesen neuen Kollegen, der sich u. a. werden, so würde man die Verhandlungen auf Jahre hinaus Stufen der Einkommensteuer veranlagt find. Endlich find noch aus große Berdienste um die Berliner Straßenbahn erworben hat? gewiffen Gründen Ermäßigungen für Vermögen bis zu 52 000 Mark An der Debatte beteiligen sich weiter die Abgg. Schwertu zulässig. Ueberdies besteht fein Deklarations zwang. Ein Löwizz( t.) und Klose( C.). Millionär braucht nur eine Vermögenssteuer von 500. zu zahlen, während die in dirette Steuer nach dem neuen 8olltarif für eine Arbeiterfamilie mit einem Einkommen von 800 M. rund 200 M. erreichen wird. schieben. Abg. Gothein( frs. Vg.): Man hat die Handelskammern auf gefordert, nur solche Personen als Sachverständige vorzuschlagen, die eine leitende Stellung in der Handelskammer einnehmen; dadurch hat man das Kleingewerbe vollständig ausgefchloffen. Er set kein Freihändler, sondern stehe auf dem Standpunkte Friedrich Liszts Er glaube dasselbe von Deutschland, was Liszt von England glaubte. Eine große Anzahl Industrieen sei in Deutschland schon so weit entwickelt, daß sie der Schutzölle nicht mehr bedürfen. Der Antrag Singer wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. Der Antrag Brömel, die Namen der Sachverständigen zu veröffentlichen unter Benennung der Teile des Bolltarifs, über welche sie vernommen sind, wird einstimmig angenommen. Die Beratung wendet sich nun wieder dem§ 5 des gott tarif Gefene& au. Biffer 10 läßt zollfrei: Mustertarten und Muster in Abschnitten oder Proben, die nur zum Gebrauch als folche geeignet sind, jedoch mit Ausschluß der Proben von Nahrungs- und Genußmitteln." Gothein( freis. Bg.) stellt den Antrag, der giffer 10 folgenden Busatz zu geben:" jedoch einschließlich der Proben und Muster von Getreide und Hülsenfrüchten aller Art, von Malz, Mühlenprodukten und Rohtabat." Unterstaatssekretär v. Fischer bekämpft den Antrag Gothein wegen mangelnden Bedürfnisses, desgleichen Gamp( Rp.) und Graf Ranik( f.). Gotheim ändert darauf seinen Antrag dahin, daß diefe Mustersendungen nur bis zu einem Gewicht von 350 Grumm zollfrei bleiben sollen. Molkenbuhr( Soc.) hält die Faffung des Absages 10 für die denkbar unglücklichste, empfiehlt die Abstimmung auszusetzen und nach Durchberatung des Tarifs die betreffenden Positionen hineinzuseßen. Der Antrag Gothein wird mit großer Mehrheit angenommen. Er hat folgenden Wortlaut erhalten: jedoch einschließlich der mit der Post eingehehenden Proben und Muster von Kaffee, Buder, Statao, Rohtabat und getrockneten Früchten, jedoch nur bis zum Gewicht von 350 Gramm." Nächste Sigung Donnerstag 10 Uhr. bid Politische Uebersicht. Berlin, den 22. Januar. R Der Denaturierungszwang, den die Branntweinsteuer- Novelle vorschlägt, ist nun doch falleit gelassen worden. Die Vorbesprechungen, die von den Agrariern arrangiert waren, haben nicht das von ihnen erwünschte Resultat Man ermißt die ganze Unverschämtheit unsrer Agrarier. Wäh ergeben, das Centrum hat sich gegen den Denaturierungszwang errend sie den Maffen zu ihren Gunsten die ungeheuerlichsten Steuern flärt und da unfre Fraktion und die Freifimigen ihn ebenfalls abaufbürden, weigern ste sich selbst, einen Pfennig zu zahlen. Die lehnen, so ist er trotz des großen Wehtlagens der Ostelbier nicht Millionäre wollen Armenunterstüßung und Steuerfreiheit, ohne durchzudrücken- vorausgesetzt, daß das Centrum fest bleibt. Nite doch auf ihr Wahlrecht verzichten zu wollen. Ein Arbeiter, der sein der durch seine tiefgründige Kenntnis des Bolltarifs so rasch zu trantes Kind auf Gemeindekosten berpflegen läßt, verliert einer parlamentarischen Berühmtheit gelangte Abg. Semler tvill das städtische Wahlrecht, selbst wenn er abgesehen von den hohen feinen Aufsichtsratsgefühlen, die ihm die Wandsbeker Breßhefes und indirekten auch direkte Steuern zahlt. Ein Junker, der sich vom Zoll- Spritfabrit einflößt, freien Lauf lassen und unentwegt für den tribut Taufende von den Arbeitern schenken läßt und teine Steuern be- für jenes Unternehmen sehr gewinnbringenden Denaturierungszwang zahlen will, wird zum gebornen Gesetzgeber. Am nächsten Mittwoch oder Donnerstag wird Graf Mirbach hat recht. Sein Antrag steht in der That im Busammenhang mit dem 8olltarif. Er enthüllt die wahre Tendenz die soeben dem Reichstag zugegangenene Branntweinstenerdes Tarifs, der nichts ist als ein unerhörtes Junkerprivileg. Oder Novelle zur Verhandlung im Plenum tommen und will Graf Mirbach behaupten, daß auch dieser Antrag mit Rücksicht dabei ein von jener Rumpf- Kommission ausgearbeiteter Antrag auf die kleinen Bauern gestellt sei? ..Notftand giebts nicht." no si sid eintreten. mit zur Beratung gelangen, worauf die Novelle mit allen dazu gestellten Anträgen an die Kommission zurückverwiesen werden wird. ston Der Spiritusring hat wiederholt erklärt, daß er ohne den Denaturierungszwang sich nicht halten tönne. Was wird er nun # Aus dem Juduſtriegebiet wird uns geschrieben: Arbeitslosigkeit in erheblichem Umfange besteht nicht, so sprach fagen?! Graf Posadowsky und der Abg. Hilbd wußte sogar zu berichten, daß im Industriegebiet die Löhne auf der Höhe bleiben, während Der auf Grund der vertraulichen Besprechungen für die dritte Lesung der Novelle zum Brauntwein die großen Gesellschaften in Dividendennot sich befinden, von it euer Geie vorbereitete Kompromiß Entwurf hat Arbeitslosigkeit höre man wenig. Das ist schon richtig, gegen 30 Unterschriften erhalten. Er besteht aus 3 Artikeln. auch die Arbeitslosen ziehen nicht als halbverhungerte, verzweifelte Die neue Staffelung ist gleichmäßig für landwirtschaftliche Menschen in Maffentrupps durch die Straßen, Läger und Läden und gewerbliche Brennereien. Die Branntweinegport- Verplündernd- aber eine der größten ultramontanen Zeitungen im gütung bei der Ausfuhr von Branntwein beträgt 6 M. pro HektoIndustriegebiet, die aus ihren unternehmerfreundlichen Bestrebungen liter reinen Alkohols. Laut Art. I sollen zunächst die§§ 2, 41, 42 des teinen Hehl macht und auch auch energisch für den Hungerzoll bestehenden Branntweinsteuer- Gesetzes durch neue Bestimmungen ersetzt eintritt, wußte vor wenigen Tagen zu melden, daß unterwerden. Wie der vorgeschlagene Abs. 3 des§ 2 bestimmt, soll von 5 dem Einfluß des gegenwärtigen Rotstandes mit 5 Jahren das Kontingent neubemeffen werden. Dem§ 41 Ziffer 1 dritter Abfaz zufolge soll bei über 10 Hektoliter der jefeinen Arbeitseinstellungen, Lohnreduktionen, gesteigerten Lebens- veilig niedrigste Steuerias erhoben werden.§ 42 Ziffer 3b bemittelpreisen usw. Diebstähle und Einbrüche in erftimmt an Stelle der Brautweinmaterial Steuer: 1. soweit von fchreckender Weise sich häufen!!! So lange Hunger- einem Brenner in einem Jahre unter 50 Liter reinen Alkohols ergengt revolten nicht in größerem Umfang hervorbrechen, wird der Notstand werden, 0,07 M., 2. soweit von einem Brenner mehr als 50, Zu einer Abstimmung über giffer 10 des§ 5 tommt es noch geleugnet, und werden Hungernde rebellisch, werden sie gesättigt mit aber nicht über 100 Liter erzeugt werden, 0,08 m., 3. soweit von nicht, die Sigung wird wegen des Beginus der Plenarsizung ab- Gummifchlauch und Säbelkost. einem Brenner über 100 Liter, aber unter 200 Liter erzeugt werden, gebrochen. Trotz der Posadowskyichen und andren Schönreden gestaltet im 0,12 m.; 4. soweit von einem Brenner über 200 Liter erzeugt wer den, 0,20 M. Bei 100-300 hektoliter soll eine Steuer von 2 M. Ruhrrevier die Lage der Arbeiter sich immer trüber. Auf den Gruben erhoben werden, von da ab steigend um je 200 hektoliter find 50 Pf. werden nicht nur vermehrt wieder Feierschichten eingelegt und die mehr zu erlegen; von 1500 Bettoliter ab bei je 100 Settoliter Löbne reduziert, es tommen jezt auch Belegichaftsverminderungen( früher 200 Seftoliter) steigt die neue Stala um weitere nicht unbedeutenden Umfanges vor. Auf Zeche Konstantin, 50 Pf. Bei 200 000 hektoliter ist das Maximum von Shamrod, Herkules, Deutscher Kaiser und andren mehr wurden 8 M. erreicht. Bei alten Melaffebrennereien wird das 10 motorem Abgeordnetenhaus. Arbeiter abgelegt. Ueberall, entweder unter der Hand oder Kontingent und noch 1/8 desselben zu den alten Sägen besteuert; Das Abgeordnetenhaus überwies am Mittwoch den Gefek- werden durch öffentlich befannt gegebenen General Abzug die Brennsteuer für jedes weitere Hektoliter an Ueberproduktion die Löhne gefülrat. entwurf betreffend die Ueberweisung weiterer Dotation 8- Berein" hat in seinem Wirtschaftsplan pro 1902 mit einem Minder- foll§ 50 dahin ersetzt werden: Act. I tritt am 1. Ottober 1902, Der Allgemeine Knappschafts- wird um 10 M. er böbf. Die neuen Melaffebrennereien zahlen für die Gesamt- Erzeugung überhaupt 10 M. Nach dem Art. III renten an die Provinzialverbände einer Kommission von durchschnittseinkommen von 100 M. pro Stopf der Belegichaften Art. II am 1. Oftober 1908 in Straft mit der Einschränkung, daß für 21 Mitgliedern. Es handelt sich darum, daß den Provinzen falfuliert. Herr Hilbe scheint davon nichts zu wissen und redet von diejenigen Branntiveinmengen, die bis zum 31. Januar hergestellt jährlich 10 Millionen Mark vom Staate überwiesen werden, Löhnen, die auf der Höhe bleiben. sind, die Brennsteuer(§ 43) nicht erhoben wird, und für diejenigen und zwar sollen vorweg 2 Millionen den östlichen Provinzen Wie rücksichtslos die Unternehmer wirtschaften, zeigt das Ge- Branntweinmengen, die vor dem 1. Februar 1902 ausgeführt oder für den Neubau und die Unterhaltung von Kunststraßen, so- bahren der Gewerkschaft„ Deutscher Kaiser". Vor dem 15. Januar denaturiert worden sind, eine Brennsteuer- Vergütung nicht gewährt wie zur Erleichterung der durch Straßen entstandenen Schuldenlaft zufallen. Von den 70 Bergleuten die Kündigungszettel in die Hand. den Bau folcher wurden Zeute eingestellt( ca. 150 Mann), am 15. Jamar drückte man wird. Die Vorschriften des Art. II treten am 30. September 1902 übrigen 8 Millionen, die auf alle Provinzen ver- prozeß und Lohn, regulierungs"-Apparat! Bon den 70 Bergleuten die Kündigungszettel in die Hand.- Verfüngungs- außer Kraft. Am letzten Lohntag teilt worden, ist 1 Million für den Bau von Chausseen wiesen 29 Arbeiter der Gewerkschaft Deutscher Kaifer" die ins- verein geht weiter. Die Protestversammlung der Studentenschaft die ins- Der Kampf gegen den Socialwissenschaftlichen Studentenbestimmt, 7 Millionen zur Erleichterung von Armenlasten gesamt auf den Gruben und der Hütte ca. 12 000 Arbeiter beschäftigt aus Anlaß der Auflösung und des Verbots des Socialwissenschaftund, abgesehen von dem Stadttreis Berlin, zur Unterstützung bei dem Verbandsvertrauensmann durch Lohnbücher nach. lichen Studentenvereins, die Mittwochabend stattfinden sollte, von leistungsschwachen Kreisen und Gemeinden auf den daß fie mit einem Minns abgeschloffen, noch Geld mitbringen wird zunächst nicht abgehalten. Inzwischen hat der Gebieten des Armen Pflegewesens, sowie bei mußten! Der niedrigste Betrag, der noch nachgezahlt werden mußte, Rektor Stefulé von Stradoniz das Direktorium der Akademischen dem Bau und der Unterhaltung von Brücken. Die bezifferte sich auf 20 Mark. Posadowsky wird den Leuten vielleicht esehalle vor den Rektor geladen, weil es einen Antrag an Verteilung erfolgt zu einem Drittel nach dem Drittel nach dem um- das Rezept geben können, nach welchem fie trotz der Schulden bei genommen hatte, der der Proteſtversammlung zustimmte und festgekehrten Verhältnis der Staats- Einkommensteuer, zu der Arbeit doch noch ohne Not leben können. fegte, daß ein Mitglied des Direktoriums diesen Standpunkt in der einem Drittel nach dem Prozentverhältnis der kommunalen Auf der Zinkhütte in Hamborn legten wegen Lohnreduktion des Direktoriums wurde für den Fall der Ausführung dieses Bes Versammlung darlegen sollte. Den bisher vorgeladenen Mitgliederu Abgaben zur Staatseinkommensteuer, zu einem Drittel nach 150 Mann die Arbeit nieder. Die Firma antwortete mit weiterem schlusses die Eröffnung des Disciplinarverfahrens in Aussicht geftellt. der Zahl der Bevölkerung. Der Verteilungsplan bedarf der Abzug und ließ den Leuten mitteilen, wer nicht wieder zur Arbeit Metternich wird im Grabe lachen! Genehmigung des Oberpräsidenten der betreffenden Provinz. erscheine, werde aus den Werkswohnungen hinausgeworfen. In der Debatte wurde der Entwurf allseitig begrüßt. Vor der Gefahr, arbeits- und obdachlos zu werden, kapitulierten die Abgeordneter& ud( frſ. Vp.) erblickt in der Bestimmung, Leute, fie beugten fich der Unternehmerwitür und mußten noch daß der Verteilungsplan der Genehmigung des Ober- die weitere Bedingung erfüllen, nämlich ihr Einverständnis erklären präsidenten bedürfe, eine Einschränkung des Selbstverwaltungs mit einem Lohnabzug für sechs Tage, wegen- Kontraktbruchs. rechts. Im übrigen wurden nennenswerte Einwände nicht Da kann man sich ein Bild machen, wie die Unternehmer hausen. erhoben. Wie vorauszusehen, kam es wiederholt zu lebhaften Klagen von Vertretern des Westens über die Bevorzugung des Ostens. Donnerstag beginnt die zweite Etatsberatung mit dem Forstetat und dem Etat der Domänenverwaltung. Die Steuerschen der Junker. -Herr Um so höherer Huld erfreuen sich die Deutschen Studenten", in deren Kaiserkommers der" Imperator" gegen die schweifwedelnde Bestie" des socialistisch aufgeklärten Proletariats aufgerufen wurde. Graf Bülow hat die Herrcher antelegraphiert und sie zu Jugend ist vornehmlich dazu bestimmt, das schwierigste, aber fo Mittämpfern gegen die Polen ernannt." Gerade die akademische dankbare Wert, an welchem wir im Osten arbeiten, auszubauen und in der Zeit vom 1. April bis 1. Oftober 1901 um über 100. die einander wert sind. Auf der Krup pfchen Fabrit stieg die Zahl der Beamten zu vollenden." So telegraphierte Bülow an die deutschen Studenten, und Dreher arbeiten seit Monaten in Schichtlohn von 2,50-2,80 m., in trotzdem ging der Gesamtperfonenstand um 2000 zurüd. Schloffer ,, Sikredakteur". Man schreibt uns aus Dortmund: Den Feuerbetrieben werden Feierschichten eingelegt und von den Arbeitern für den Kulturstaat" Preußen Deutschland schimpflichen Fall Bredenbeck möchten die amtlichen Organe durch allerlei Redensarten hört man als ftändige Klage: Lohnabzug. Und in den letzten Bur selben Zeit, da die Junker des Brotwuchers beanspruchen, bestandes vor. Auf andren Werken ist es teilweise noch schlimmer für fluchtverdächtig, weil der arme Teufel nicht Halm und Ar und keinen Wochen ging man auch mit umfangreicheren Reduzierungen des Arbeiter- erit etwas civilifierter erscheinen lassen. Im Dortmunder Stadtparlament erklärte der Ober- Bürgermeister den Genossen Bredenbeck Millionen über Millionen als schuldigen Tribut von den Aermften bestellt. gefüllten Geldichrank besitzt. Da dem Herrn sein„ Argument" selbst wohl zu erhalten, hat die tonservative Frattion des Herren- Aber Not besteht nicht bei Bofabowsky. Verschiedene Gefell- nicht genügend beweiskräftig erschien, ließ er noch eine unwahrheit folgen. hauses- wie die„ Konservative Korrespondenz" fchaften konnten ja die gewohnten Konjunktur- Dividenden ver- Genosse Bredenbeck babe givei Jahre Gefängnis zu verbüßen in nachträglich mitteiltam 8. Januar folgenden Antrag beschloffen: teilen und Krupp erhöhte sein Einkommen um 5 Millionen, auf 20 bis Wahrheit hatte Bredenbeck einschließlich einer noch nicht rechtskräftigen Die tonservative Frattion des Herrenhauses hält eine 21 Millionen Mark. Strafe von drei Monaten insgesamt aber nur 912 Monate zu verRevision des Ergänzungssteuer- Gefeßes sofern die könig- Wer kann bei solchen Resultaten von Not reden?! büßen. Wie wenig fluchtverdächtig Bredenbed ist, zeigt die Thatsache, liche Staatsregierung nicht auf die Weitererhebung der Er daß er jetzt freigelassen wurde, obwohl er noch sechs Monate Ge fängnis vor sich hat. gänzungssteuer verzichtet im Interesse der davon sitosfas besonders schwer betroffenen land- und Forstwirtschaftlichen Deutsches Reich. Betriebe für dringlich geboten. Wegen der bevorstehenden Lösung der großen volts. wirtschaftlichen Fragen im Reichstage sieht sie bis zu deren Erledigung von der Wiedereinbringung einer Novelle zum Ergänzungssteuer Gesetz ab." Die Herrenhäusler wünschen also eine Aufhebung der Bermögenssteuer, und wenn die nicht erreichbar ist, doch wenigstens eine" Revision", die darin bestehen würde, daß die Vermögenssteuer nur für die Großgrundbefizer aufAehoben wird. In diesem Antrag wird mit edlem Freimut erklärt, daß die Junker zwar Millionen als Almosen von der Allgemeinheit verlangen, daß fie aber feinen Pfennig an Steuern zu bezahlen gedenken; sie fordern die alte Steuerfreiheit zurüd. Von der Einkommensteuer berstehen sich die Herren vielfach zu drücken, indem sie durch künstliche Steuererklärungen nachweisen, daß fie überhaupt kein Einkommen haben. So bezahlte z. B. der schwer reiche Freiherr v. Wangenheim, der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, jahrelang teine Einkommensteuer. d Alles ober viel? Die, reuzzeitung erflärt: Makels flebt. Dem Hinter Schmieding durfte natürlich Minister Hammerstein im Junterparlament nicht zurückbleiben. Er operierte mit einer ebenso wahrheitswidrigen Behauptung wie der oberbürgermeisterliche Wie wir hören, wird von gewiffer Seite im Reichstag das Staatsretter. Bredenbed war ja nur ein Sigredacteur; Gerücht verbreitet, ein Teil der konservativen und freikonserva- das: war die Entschuldigung des Ministers Hammerstein tiven Abgeordneten sei bereit, sich mit den in der 8olltarif für die entwürdigende Fesselung eines Mannes, an dem Vorlage für Getreide eingestellten Sägen zu be teine eines Spur Junkerparlament gnügen. Davon tamm nach unsrer Kenntnis durchaus nicht die konnte Herr Hammerstein mit solcher, dazu unwahren Phrase ge= Rede sein; im Gegenteil ist die konservative Bartei einmütig der nügen, im Reichstage wird man aber wohl noch Gelegenheit finden, Ueberzeugung, daß diese Säße nicht ausreichend find, der den Fall Bredenbeck vom kulturellen Standpunkt zu beleuchten. Wie wenig Genosse Bredenbeck„ Sigredacteur" ist, dafür nur ein Beweis. Zur Zeit, Die Konservativen thun mithin immer noch so, als ob ihnen die als die Frage der Verstaatlichung der Kohlengruben im Vordergrund gewährten Brotwucher Minimalfäße nicht genügen. Da nun weitere der Diskussion stand, veröffentlichte Genosse Anton Bredenbeck in der Konzessionen die große Mehrzahl der Bundesstaaten nicht machen werden, Rh. Westf. Arb.- 8tg." mehrere Artikel zu der beregten Frage. Die tönnte man den Zolltarif bereits für beseitigt halten, da ihn Artikel waren mit seinem Signum A. B. gezeichnet, wurden in der Parteipreffe vielfach abgedruckt und als Arbeiten des-Genossen außer den Nationalliberalen angeblich niemand will. Mit dieser Ablehnung des Zolltarifs steht allerdings im Aug. Bebel kommentiert. Wenn Herr Hammerstein, seines Zeichens direkten stärksten Widerspruch der nervöse Eifer, mit dem Minister im Junterparlament, mit einer Anzahl so selbständig denkender die Agrarier das Gefez durchzupeitschen suchen. Wenn sie kein und produktiver Männer zu rechnen hätte, wie unser, allerdings Interesse an den vorgeschlagenen Bollfägen haben, warum denn so zu seiner Ehre sei es gefagt aus dem Arbeiterstande hervor viel Mühe, fie durchzubringen? gegangener Genoffe Redacteur Anton Bredenbeck, es würde ihm sehr bald die Lust vergehen, als Minister mit Redensarten, wie die gekennzeichneten, kulturhöhnende Polizeithaten zu beschönigen und zu entschuldigen. Die Agrarier beanspruchen stolz alles, damit das Viele als ein Nichts erscheinen möchte. Indessen läßt sich durch diese Bosse Immerhin konnten sie ihr Vermögen nicht abschwören, und niemand düpieren. Damit auch so wurden sie zur Vermögenssteuer herangezogen. Der Zolltarif darf nicht Gesez werden, weil er auch ohne die diefe Belästigung aufhöre, verlangen sie die Aufhebung dieser Steuer. agrarischen Erhöhungen ein Tarif des Bollwuchers ist. Die Abfuhr Bülows bei dem vom deutschen Reichskanzler unbegreiflicherweise an den Haaren herbeigezogenen Konflikt mit Dabei ist zu bedenken, daß die Vermögensstener sehr gering ist, Noch ein Profeffor des Kaisers. Der Professor an der Chamberlain hat längst bei der Mehrheit der bürgerlichen Blätter, sie überschreitet nicht 1/2 pro Tausend des Vermögens. Vermögen technischen Hochschule, Slaby, nicht zu verwechseln mit dem die anfangs die Falstaffiade über die Hutschnur priesen, eine sehr der England. gedrückte Stir mung hervorgerufen. Heute z. B. begegnen wir Umgebung des Papstes erhielt, sind so umfangreich, daß fie verwegene Boerenkommandant hat sich durch seine lange glückliche folgender Auslassung des Hamb. Korresp.": gebrudt fünf Wände füllen würden. Die betreffenden Verteidigung in der Stapkolonie und die vielen Schlappen, die Da is nun zunächst überaus bezeichnend, daß die Rede Prälaten wandten sich an den Testamentsvollstrecker Senator er während seiner fühnen Streifzüge den Verfolgern beigebracht hat. Chamberlai is in der französischen Deputierte utammer Damiani, um die Veröffentlichung, die sie ungeheuer kompromittieren bei den Engländern so verhaßt gemacht, daß er schwerlich geschout teine Rolle gespielt hat, ja anscheinend gar nicht erwähnt würde, zu verhindern. werden wird. Die englische Taftik ist ja jezt die, die noch im Felde worden is. Und doch hatte der englische Kolonialsekretär Dies Buhlen um die Gunst des Vatikans zum Bwvede der Stehenden durch blutigen Terrorismus von der Fortsetzung des Wider nicht nur die französische Kriegführung in Tonting laus- gemeinsamen Bekämpfung der Radikalen entspricht ganz dem Charakter standes abzuschrecken. Man will den Boeren Offizieren zeigen, welches drücklich jenannt, sondern mehrere Blätter hatten auch den des ehemaligen Atheisten und Revolutionärs. Los auch ihnen zu teil wird, wenn sie in englische Gefangenschaft interessan en Versuch gemacht, die Worte Chamberlains über geraten. Und Kruizinger ist nicht einmal mit den Waffen in der den deutsch- französischen Krieg auf die Kriegführung Hand von den Engländern ergriffen, er ist gefangen genommen Franzosen und speciell die Verwendung der Turkos zu deuten, der Antrag Cawleys abgelehnt. 1 worden, als er zu Tode erkrankt auf einer Farm sein Ende erdie mit der Bewaffnung der Kaffern eine gewisse Aehnlichkeit Im Unterhaus bekämpfte in der Dienstagfißung Balfour wartete. hat.... Die vollständige Ignorierung der Edinburger den Antrag Cawley, deffen gegen die Haltung der Regierung gerichtete Die Mächte werben nicht mit der Wimper zucken, wenn auch Rede seitens des französischen Parlaments ist aber doch geeignet, Stritif unzutreffend fei. diefer Wackere den Tod durch das englische Standrechtsblei findet. uns zum Bewußtsein zu bringen, daß unsre Entrüstung etwas Die Regierung habe nicht nur das gethan, worum Kitchener Sie machen sich durch ihre absolute Teilnahmslosigkeit zu Mitfünstlich und schließlich sogar tranthaft Gefie gebeten habe, sondern noch viel mehr; fie babe während schuldigen der englischen Infamien, lediglich darauf be steigertes hatte." des Tezten Jahres 81 000 Manu und 129 000 Pferde dacht, durch heuchlerische Deklamationen die eigne Humanität ins In der That, Frankreich, dem man sonst alles, nur feinen nach Südafrika gesandt. Die Leistungen des Kriegsamts hellste Licht zu setzen. Jede Nation hält die andre für barbarisch, Mangel an Nationalgefühl vorwerfen kann, überließ den prahlenden seien ohne gleichen in der Geschichte des Reiches. Zum Schluß nur sich selbst nicht. Brotest gegen ein Wort das zudem nach den Bülow gewordenen forderte der Redner Campbell- Bannerman auf. den Antrag zurück- Diese Heuchelei läßt sich freilich nur dadurch aufrecht erhalten, Informationen gar nicht einmal gesprochen war dem deutschen zuziehen, schon im Hinblick darauf, daß die Erteilung einer Censur daß man gegenseitig die weitgehendste Toleranz übt. Nicht Reichsfangler. Es konnte das ja auch umsomehr, als es an die Regierung wegen Südafrikas noch mehr die Neberzeugung ohne Grund lehnten es die Regierungen der verschiedenen Mächte fich seinerzeit aus Rücksicht auf ein etwaiges mißbilligendes Stirn in den Herzen der Boeren befestigen würde, daß ihre Hoff- bei dem China- Kreuzzug, ab, den Aukläger der andren Mächte runzeln der englischen Minister nicht hatte abhalten lassen, dem numgen auf Erfolg fich nicht stigen auf die Möglichkeit einer aufpielen. Das internationale Todschweige= greisen Präsidenten von Transvaal einen imponierenden offiziellen Niederlage der britischen Truppen, fondern auf eine Verlängerung System der Mächte kommt jeder einzelnen Macht zu gute. Empfang zu bereiten; während Deutschland dem im Vertrauen des Krieges, bis die Opposition wieder zur Macht gelangt sei. Wollte die eine Regierung als Autläger der andren auftreten, so auf die vielgepriesene deutsche Gastfreundschaft nach Köln gekommenen Campbell Bannerman erklärte, er müsse aus patriotischen würde es an einer gepfefferten Antwort nicht fehlen. alten Mann die Weiterreise nach Berlin verbieten und ihn schleunigst Gründen für den Antrag stimmen, weil er glaube, daß die Haltung Das Bewußtsein der eignen Schuld ist es denn auch, per Schub über die holländische Grenze schaffen ließ. Eine Re- und die Politik der Regierung wohl nicht zu einem dauernden Frie- und nicht das vorgeschütte Jnteresse an der Vermeidung politischer gierung, deren Thaten ein so eminentes Unabhängigkeits- den führen würden. Konflikte, das die Mächte der englischen Schandthaten ruhig mitgefühl verrieten, hatte ja auch alle Ursache, durch einen ganz un ansehen läßt. Beseelte die Regierungen wirklich der Wunsch, der motivierten Ausfall gegen einen englischen Minister, dessen Stern Humanität und Civilisation zu dienen, so würde es ihnen ebenso man im Erblassen glaubte, eine Sensation hervorzurufen, die sich leicht fallen, Englands Barbareien Einhalt ชน Thut, wie durch den 48 Stunden später erfolgten Kotan in eine sehr heitere es einer Anzahl anständiger Individuen leicht fallen würde, einen Sensation verwandelte und nunmehr, nach den geharnischten ErRowdy von der Mißhandlung eines Schwächeren abzuhalten. Wenn klärungen der englischen Gesamtregierung, zu einer fatalen man freilich selbst bei jeder Gelegenheit die Rolle des imperialistischen, Blamage, einem neuen Olm üz geworden ist. den Schwächeren brutal vergewaltigenden Raufbolds spielt, so ver zichtet man fluger Weise im eignen Interesse darauf, den Zustand des internationalen Faustrechts zu beseitigen. Schließlich wurde der Antrag Cawley, der bekanntlich erklärt, alle Regierungsforderungen zur Beendigung des Boerenkrieges bewilligen zu wollen und nur gewisse Maßnahmen der Regierung verurteilt, mit 333 gegen 123 Stimmen abgelehnt. Bei der Abstimmung enthielten fich außer den Jren, für die der erste Teil des Antrags nur annehmbar war, noch der äußerste Flügel der Radikalen ebenso wie eine große Anzahl der liberalen Imperialisten, unter ihnen Grey und Asquith, der Stimnabgabe. mandat Krieg ist Krieg. Dieser Die Boeren- Schmach befleckt deshalb nicht nur England, sondern sämtliche Mächte. * Notstandsberatungen und Eisenbahnpolitik. Aus Hessen wird uns vom 19 Januar geschrieben: Die parlamentarische Arbeit wickelt sich jetzt bei uns in den verschiedenen Ausschüssen der zweiten Sammer ab. Vor allem Der Abgeordnete Gen. Bebel wies fürzlich in seiner Etaterede Ein Telegramm Kitcheners berichtet über die Ein intereffieren zwei Berichte des vierten Ausschusses, die jetzt an das den Entrüftungsrummel der Alldeutschen gegen Chamberlain u. a. nahme des Boerenlagers durch Truppen Methuens, die Plenum gelangten. In dem einen wird der 1. St. von unserem mit dem Hinweis zurück, daß die Deutschen, überhaupt jede Armee, bereits von Neuters Bureau gemeldet wurde. Die Einnahme erGenossen eingebrachte Notstandsantrag näher behandelt und zuge- unter den gleichen Umständen wohl kaum viel anders handeln würde, folgte 8 Meilen von Bosch port. Bruce Hamilton machte in geben, daß wenn auch die in der zweiten Kammer bei der ersten als die englische in Süd- Afrika. Der Krieg ist eben der Krieg, ber Nacht des 18. b. M. einen Marsch auf Witbank gegen Botha, man und man muß, wenn Beratung alle diese Grausamkeiten nicht von der Regierung gegebenen Darlegumgen und der inzwischen abgezogen war; doch gelang es, 27 Gefangene zu ihre in Aussicht gestellten Maßnahmen in weiten Streifen will, gegen den Krieg überhaupt sich wenden. Beruhigung hervorgerufen hatten, doch nicht zu verkennen sei, daß Lage ist nun in England ein Flugblatt von Dr. Conan Doyle machen, fich inzwischen die Sachlage verschlimmert habe, was sich aus erschienen, in welchem der Versuch unternommen wird, die Graufamden aus allen Teilen des Reiches vorliegenden Berichten über die feiten und völkerrechtswidrigen Handlungen der englischen Truppen sehr gedrückte allgemeine Geschäftslage, die Einschränkungen der aus den besonderen Umständen heraus zu erklären: Arbeitszeit, sowie die eingetretenen Lohnkürzungen und Arbeiterentlassungen ergebe. Wenn ein größerer Notstand bisher noch nicht so fühlbar geworden sei, so sei dies auf die milde Witterung zurückzuführen, die noch ausreichende Beschäftigung im Freien zugelassen habe. Die derzeitige Arbeitslosigkeit und ihre rationelle Bekämpfung müsse aber bei dem Ernst der Lage und der Wichtigkeit der in Betracht kommenden Gesamt interessen des Landes den Gegenstand fortgefeßter Aufmerk famkeit der Regierung bilden, die erforderlichenfalls entsprechende Borlagen machen, aber auch in Erwägung ziehen möge, welche Mittel seitens des Reiches oder des Landes zwecks dauernder wirksamer Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und ihrer Folgen alt= zuwenden feien. Insbesondere möge das Augenmerk auf sachgemäße Ausgestaltung der Arbeiterstatistik und der kommunalen Arbeitsnachweise sowie auf Einführung einer Versicherung gegen unverschuldete Arbeitslosigkeit richten und den Bundesrats- Bevollmächtigten mit entsprechenden Instruktionen versehen. Ja, wenn das Reich für so etwas Geld übrig hätte! Graf Bosadowsky hat ja am Freitag ganz deutlich abgewinkt und das Eintreten bei Notständen als Sache der Kom munen und Einzelstaaten erklärt. man Partei- Nachrichten. So lange der Krieg ein regulärer war, ist auch das Auftreten Socialdemokratische Redacteure im Gefängnis. der englischen Truppen regulär und einwandfrei gewefen. Sowvie Genosse Bredenbeck ergreift jetzt selbst das Wort, unt in einem jedoch der Krieg von feiten der Boeren irregulär geführt wurde, Artitel unsres Dortmunder Parteiblattes feine Erlebnisse als ihre Armice sich in kleine Banden auflöfte, welche die Verbindungen Gefangener zu schildern. Wir erfahren daraus noch manches, was abschnitten und der Guerillakrieg begann, da machte sich auch eine bisher noch nicht bekannt war und was geeignet ist, das Verfahren Aenderung auf feiten der englischen Truppen bemerkbar. Gewisse gegen ihn noch viel verurteilenswerter erscheinen zu lassen. Distrifte und Ortschaften, welche den Boeren als Sammelpunkte 7. Februar wurde er während einer Gerichtsverhandlung wegen dienten, wurden zerstört. Solche Diftritte waren Kroonstad, Fluchtverdacht auf Gerichtsbeschluß in Untersuchungshaft genommen Heilbronn, Bentersburg und Winburg; in diesen und bei dieser Gelegenheit mit einem Verurteilten zu. vier Distriften wurden gegen 170 Häufer vernichtet. Das sammengefeifelt im 8ellenwagen transportiert. Feindes Man fragt sich vergeblich, welchen Zweck die Fesselung hat, bestand wenn doch ein Zellenwagen zum Transport benügt wird. Dorf Bothaville, welches ein Depot des war, wurde ebenfalls vollkommen zerstört; es Ant aus 48 Häusern. Auf diese Weise wurden nach den Wie verträgt es sich überdies mit den bestehenden Vorschriften, englischen Berichten aus ftrategischen Gründen gegen 250 Häuser den in Untersuchungshaft Genommenen mit einem Berurteilten zu und Bauernhöfe( in Wirklichkeit dürften es wohl mehr sein) sammenzufesseln? zerstört. Auf Beschwerde beim Oberlandesgericht wurde dann die UnterHerr Dr. Doyle versucht das Verhalten der englischen Truppen suchungshaft gegen eine Kaution von 1000 M. aufgehoben. Die im ganzen zu entschuldigen. Er teilt mit, daß seine Entschuldigungs Fluchtverdachtsgründe dürften demnach sehr geringfügig gewesen sein. schrift, in alle europäischen Sprachen überfest, allen Zeitungen des Bredenbeck richtete dann eine Erflärung an die StaatsanwaltKontinents und Amerikas zugesandt werden soll. Man braucht nicht schaft, daß er eine bereits rechtsfräftige Strafe von 3 Monaten alles zu unterschreiben, was er sagt, seine Entschuldigungsgründe nicht sofort antreten wolle. Und während Verbüßung dieser Strafe, zu Bon unfren Genossen war auch in der zweiten Kammer das alle anzuerkennen, aber man kann doch zugeben, daß sich manche der er sich gestellt, ebe er dazu aufgefordert worden Ersuchen an die Regierung gerichtet worden, in der preußisch- Sandlungen der englischen Offiziere und Truppen aus den besonderen war, wurde er abermals am 22. Februar gefeffelt aus einem Gehessischen Eisenbahngemeinschaft auf Verbilligung der Tarife, Umständen, unter denen der Krieg in Süd- Afrika geführt wird, erfängnis ins andre transportiert. Dort hatte er dann aber( in insbesondre auch der Arbeiterfahrtarten, sowie auf einem Guerillakrieg geworden. Die englischen Truppen find er Regierung zur Untersuchung dagewesen, Selbstbeschäftigung und flären. Der Krieg dauert bereits das dritte Jahr; er ist zu Münster) auf wiederholte Vorstellung, und nachdem ein Beamter der Berlängerung der Rückfahrkarten und weiterhin auf Einführung des Zonentarif Systems hinzufchöpft; der lange Krieg lockert die Disciplin. Die Offiziere sind eigne Kleider und Wäsche. In der Folge ist er auch nochmals zu wirken. Dazu konnte sich nun die Regierung, wie aus aufgebracht über die Mißerfolge usw. Sicher ist, daß unter den einer Gerichtsverhandlung transportiert worden und zwar dieseiner an den vierten Ausschuß gerichteten Zuschrift hervor gleichen Verhältnissen auch andre Armeen nicht humaner mal ungefesselt. Trotz alledem wurde er dann, als er abergeht, nicht entschließen, zumal auch der preußische Minister der auftreten würden als die englischen, und daß die kontinen- mals eine Strafe im Gefängnis zu Herford zu verbüßen hatte und offentlichen Arbeiten ein Eingehen darauf ablehnte. Die Hälfte des talen Soldaten und Kriegsschwärmer am aller wieder zu einer Gerichtsverhandlung transportiert wurde, wiederum Ausschusses war für llebergang zur Tagesordnung. Die andre wenigsten ein Recht haben, sich über die Engländer zu entrüsten. Ausschußhälfte will dem socialdemokratischen Antrag entsprechen, soweit er die Regierung zu einem Vorgehen in der Verbilligung der Personentarife veranlassen will. dod Ausland. Schweden. st ügung. Parlamentarisches. gefeifelt. Das war der dritie Fall von Fesseltransport, durch den dann die Sache in die Oeffentlichkeit kam. Nach einem bes rechtigten Grunde fragt man sich nach dem Vorhergegangenen ver gevens! In Herford wurde ihm dann auch die Selbstbeschäftigung ver weigert. die er in Münster erlangt halte. Als er einmal das vor geschriebene Quantum Tüten nicht geleistet hatte, wurde er vor den Direktor citiert und ihm für den Wiederholungfalls Disciplinarſtrafe angedroht. Diefe Strafe besteht in Entziehung des warmen Mittageffens, dann folgt Dunkelarreft. Aus der Petitionskommiffion des Reichstage. Der ehemalige Füselier Jaichinsti in Sauerbaum ist eines Augenleidens wegen im Jahre 1866 als dienstuntauglich vom Militär entlassen worden. Erst 6 Jahre nach seiner Dienstentlaffung erhob er unter Das Staatsbudget. Die Regierungsvorlage über das Staats- der Angabe, sein Augenleiden sei die Folge einer Dienstbeschädigung, budget für das kommende Finanzjahr bilanziert mit 172 986 200 Kr. Ansprüche auf Invalidenunterstügung. Sein Gesuch wurde von der Zur Beruhigung der Sigredacteure auf den preußischen Minister Das Budget für das laufende Jahr ist auf ca. 156 000 000 kr. feft- Militärbehörde, soweit eine laufende Unterstützung in Frage kam, abgesetzt worden. Das starte Anwachsen der Ausgaben ist ganz be- gewiefen. Er erhielt jedoch mehrmals einmalige Unterstützungen von feffeln fei fibrigens mitgeteilt, daß diefer socialdemokratische Sigfonders auf die vermehrten Ausgaben für militärische Zwecke zurück- e 30 m. Betent ist seit 26 Jahren völlig erblindet und petitioniert redacteur" von dem Lehrer der Anstalt in Münster einer" halvzuführen. Für das Landheer werden 52 163 000 Sr. verlangt, gegen jest um Geivährung einer laufenden Invaliden Unter- stündigen Prüfung auf seine Schulbildung unterzogen wurde, die zur Ein focialdemokratischer Antrag, die Petition völligen Zufriedenheit des Herrn Examinators ausfiel. 46 322 000 Str. im laufenden Jahre. Dazu kommen 20 155 000 Str. für die Marine, so daß also über 72 Millionen direkt für milita- dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde Mit der Angelegenheit der„ Erfurter Tribüne" beschäftigten ristische Zwecke verwandt werden sollen. Unter Einnahmen werden gegen 6 Stimmen abgelehnt und beschlossen, die Petition für unfich die Parteivereine in Weimar und in Lobeda( S.-W.). In neben ca. 37 000 000, die nicht durch Steuern aufgebracht werden, geeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären. Derselbe Beschluß wurde gefaßt bezüglich einer Petition des beiden Vereinen wurden Resolutionen angenommen, die sich auf wie Eisenbahn mit 7 000 000, die Reichspost mit 13 340 000 usw., die Bölle mit 49 000 000, der Branntwein mit 20 500 000, Buderrüben Schuhmachers Hellwig in Nortorf. Derselbe hat bei Orleans Grunwalds Seite stellen und die Rücknahme der Kündigung wünschen. mit 11 000 000, Einkommensteuer mit 10 500 000 ser. aufgeführt, dazu leider erst im Jahre 1899 den Antrag auf Gewährung einer 19. d. M. fand in Bordamm( Driesen die Kreiskonferenz des Wahlund stellte einen Streifschuß am linken Daumen erhalten Kreiskonferenz Arnswalde Friedeberg. Sonntag, den eine Buschlagssteuer für Einkommen über 1200 Str., die 7 650 000 Str. Invalidenunterstügung, da ihn die erlittene Verwundung bei zu freises Friedeberg- Arnswalde statt, welche sehr zahlreich besucht war. einbringen soll. nehmendem Alter in seiner Erwerbsthätigkeit sehr behindere. Die Die Agitationskommission war durch Genossen Jöchel vertreten. Als Frankreich. Militärverwaltung hatte, gestigt auf ärztliche Attefte. fein Unter- ersten Bunkt der Tagesordnung hielt Genoffe Obst- Schöneberg einen fusion wurde nicht beliebt. Danach gab der Vertrauensmann Liebrandt den Bericht: Die Einnahme betrug im Streife Ausgabe von 114,70 m. gegenübersteht. der 156,62 M., Die beiden Flug blätter über den Zollwucher wurden in je 5000 Gremplaren im Kreise verbreitet, ebenso auch der„ Märkische Landbote". Hierauf wurde Liebrandt einstimmig als Vertrauensmann wiedergewählt. Ebenso bleiben die Bezirksvertrauensleute wieder auf ihrem Bosten. Ein Antrag: Mitgliedstarten für den Kreis anzufchaffen, wurde angenommen und der Beitrag vorläufig monatlich auf 10 Pf. festD Eine schwere Niederlage der Socialisten tu Nonbaig. Bei stüßungsgesuch ab obe in Weimar wurde 1888 bei einem Artillerie. Vortrag über: Die Parteien des deutschen Reichstages. Eine Dis verschlimmerte, wurde aus dem Postdienst, welchen er interimistisch verfah, entlassen. Seine Betition um Gewährung einer Invaliden unterstüßung wurde auf Antrag Ledebour( Soc.) dem Reichstanzler aus Billigkeitsrücksichten zur Erwägung überwiesen. ben am letzten Sonntag stattgehabten Kommunalwahlen erlitten die Socialisten( Guesdiſteu) eine schwere Niederlage. Seit dem Jahre 1892 Regiment in Mainz eingestellt, nach 10monatlicher Dienstzeit eines sind in dieser Stadt die Socialisten am Ruder; sie hatten die Mehr rheumatischen Leidens wegen im Lazarett behandelt und 3 Wochen heit im Gemeinderat, und die Verwaltung( Magiftrat) war demgemäß darauf als dienstunbrauchbar entlaffen. Er behauptet, fich das Leiden in in ihren Händen; der Bürgermeister Carette war einer der Ihren. folge mehrtägigen Tragens durchnäßter Kleider während seiner Dienstzeit Vor kurzem hatten die 23 socialistischen Gemeinderäte und der zugezogen zu haben. was der anwesende Regierungskommissar ve Bürgermeister ihre Aemter niedergelegt, weil das von ihnen der stritt. Petent, dessen Leiden sich in den letzten Jahren bedeutend Kammer vorgelegte Projekt, betreffend die Reformen des städtischen Octroi, von dieser nicht angenommen wurde. Bei der Wahl am legten Sonntag wurden von den 23 nur sieben wieder gewählt, die 16 übrigen Sitze wurden von den Reaktionären erobert. Damit haben die Reaktionären mit 29 Sigen die überwältigende Majorität gegenüber den fieben Socialisten erlangt. In der bürgerlichen Bresse ist großer Jubel über. den Sieg der Liberalen über die Socialisten. Le Temps" glaubt dies als ein Zeichen deuten zu dürfen für den Rückgang des Socialismus in Nordfrankreich. Ronbair habe das„ revolutionäre Joch" kennen gelernt und habe es abgeschüttelt. Italien. Der Boeren- Krieg. " gefeßt. eine Im focialdemokratischen Verein Magdeburg wurde beschlossen, von jetzt an wieder monatliche Beiträge an die Hauptkasse in Berlin abzuführen. Die Höhe derselben soll der Vorstand von beschlossen, 500 m. abzuführen. Monat zu Monat bestimmen. Für Januar wurde indes besonders Die Erschießung Scheepers' läßt sich, was auch Chamberlain indirekt zugegeben hat, nicht dadurch rechtfertigen, daß Scheepers als Rebell" dem Standrecht zum Opfer gefallen sei. Scheepers war zwar von Geburt Kap- leber die Parteiverhältnisse des 13 Wahlkreise umfassenden kolonist, hatte sich jedoch vor Ausbruch des Krieges im Oranje- niederrheinischen Agitationsbezirkes giebt der jetzt Crispis hinterlassene Papiere. Einem Blatte wird aus Freistaat angelauft und daselbst Bürgerrecht erworben. fertiggestellte Jahresbericht für 1901 Aufschluß. Der zersetzende Ein Rom gemeldet: Wie aus Neapel gemeldet wird, befinden sich unter Chamberlain hat ja auch in seinen letzten Parlaments- fluß der wirtschaftlichen Depression tritt besonders an dem Rückgang Crispis Papieren Dokumente über die Bemühungen des Minister- erklärungen behauptet, daß Scheepers nicht als Rebell, fondern der gewerkschaftlichen Organisationen zu Tage. Im Jahre 1900 präsidenten, in den von dem Radikalismus bedrohten Wahl- wegen ihm zur Last gelegter Morde" erschossen worden sei. Man wurden 37 757 gewerkschaftlich und in modernem Sinne organisierte treifen eine Wahlbeteiligung der Klerikalen zu Gunsten weiß, wie derartige Verbrechen von dem Standgericht konstruiert Arbeiter gezählt. Ende 1901 wurden nur noch 32 442 in Gewerks der Regierung zu erreichen. Obschon ein einflußreicher werden: die Erschießung Scheepers' ist und bleibt ein infamer schaften vereinigte Arbeiter festgestellt und ist thatsächlich der Kardinal Crispi unterstüte, scheiterte die Angelegen Mord. Rückgang noch größer, wenn man sechs Orte mit zusammen die Das Schicksal Scheepers' bedroht nun auch Kruizinger, dem 2095 Mitgliedern abrechnet, 1900 heit an dem Widerstand der Jutranfigenten im Vatikan. Die nicht mitgezählt Geheimberichte, die Crispi allwöchentlich aus der nächsten man ebenfalls wegen Mordes" den Prozeß machen wird. Der wurden. Es ergiebt sich dann ein Berlust von 7410 Mitgliedern 1901: 17 000 27. oder einem Fünftel der Gesamtzahl. Die Zahl der politisch sächlich das in Arbeiterkreisen konsumierte Lagerbier, die teureren organisierten Genossen stieg von 3683 im Jahre 1900 auf 4010 im nach Münchener und Pilsener Art gebrauten Biere wurden hiervon Jahre 1901. Die Partei- Einnahmen betrugen 1900: 12 000 m. und weniger berührt. Gewiß auch ein Zeichen, daß der Arbeiter bei Ein gegen den Lebensmittelwucher der schlechten Geschäftslage genötigt ist, den Konsum von Bier eingerichtetes, vom Agitationsfomitee in Elberfeld herausgegebenes Flug zuschränken. blatt wurde in einer Auflage von 1/4 Million, der Agitationskalender Volksfreund" in 69 000 Exemplaren in den einzelnen Wahlkreisen verbreitet. Auf den vom Parteivorstand herausgegebenen Petitionslisten gegen den Brotwucher wurden circa 100 000 Unterschriften gefammelt. = Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. zu Fiona" von Göteborg nach Kopenhagen mit 20 stedischen Streit brechern an Bord abgehen sollte, hatten sich ca. 6 Menschen am Hafen versammelt, um gegen die Streifbrecher zu demonstrieren. Am Sonntag tam der Dampfer Ficaria" mit 74 englischen Heizern, die dazu ausersehen waren, Streitbrecherdienste zu lesen, in Kopen hagen an. Man hatte ihnen nicht mitgeteilt, daß in Dänemark gestreift wird. Als sie das aber unterwegs erfuhren, hlten sie int großen Lastraum des Schiffes eine Versammlung ab und beschlossen, ihren Dienst nicht anzutreten, sondern in Kopenhagen aus Land zu Achtung, Neuplätterinnen! Die Lohndifferenzen bei der gehen. Das Schiff legte jedoch nicht am Bollwert, sondern in der Mit Ausnahme der Wahlkreise Elberfeld- Barmen, Solingen und Firma Paul Jiaat, Jüdenstr. 53, find bis vergangenen Sonn- inneren Reede an und der größte Teil der Engländer wurde Remscheid Lennep- Mettmann spielt die Centrumspartei in diesem abend nicht beigelegt worden. Sämtliche Blätterinnen bis auf zwei, nach den beiden Streitbrecher Herbergen eingerichteten Bezirk eine dominierende Rolle. Der katholische Klerus benutzt seinen die gekündigt hatten, haben die Arbeit niedergelegt und sind die Schiffen gebracht: 10 von ihnen erklärten jedoch, daß sie lieber ins gewaltigen Einfluß nicht nur zur religiösen und politischen Verhegung selben fast alle anderweitig in Stellung getreten. Man annonciert Gefängnis gehen, als Streifbrecher werden wollten, so daß sie der katholischen Arbeiter, sondern auch zur Boykottierung derjenigen jegt im„ Lokal- Anzeiger" nach Blätterinnen in und außer dem schließlich aus Land gebracht wurden. Die übrigen sind meistens Wirte, welche ihre Lokale zu socialdemokratischen Versammlungen her- a use. Wahrscheinlich beabsichtigt man damit die Heimarbeiterinnen Lente, die noch keine Seefahrt mitgemacht hatten. Thomas geben. Die Polizei ist in diesen Fällen ein gefügiges Werkzeug der ganz besonders heranzuziehen, um sie als Preisdrücker den Fabrik- Conley, derjenige unter den Engländern, der die Agitation auf christlichen" Gewalthaber. Aus diesen Gründen giebt es Wahlkreise, in arbeiterinnen gegenüber zu benutzen. dem Schiffe leitete, hat sich an den englischen Konsul in Kopenhagen denen wegen Lokalmangel noch nicht einmal die Abhaltung einer Gewerkschaftsversammlung möglich ist. Aus St. Tönis wird die interessante, aber wenig erfreuliche Thatsache berichtet, daß sich außer der Geistlichkeit auch Mitglieder des Niederrheinischen Weberberbandes damit befassen, unsren Genossen die Säle ab= zutreiben. Gin äußerst wertvolles und vorzügliches Agitationsmittel bildete für uns die Brot wucher- Schwärmerei des Centrums. In allen Protestversammlungen wurde die verräterische Haltung des Centrums unter dem Beifall der auch zahlreich erschienenen katholischen Arbeiter festgenagelt und die von uns eingebrachten Protestrefolutionen meistens einstimmig angenommen. Von den polizeilichen Verfolgungen ist außer der SaalDentsches Reich. Im ganzen sind sechs Plätterinnen stehen geblieben, in der um Schutz für die unter falschen Vorspiegelungen angeworbenen Meinung, dort eine dauernde Stellung zu haben.- Zuzug ist noch Landsleute, von denen bereits vier verhaftet wurden, gewandt. fernzuhalten. Der Konsul hat versprochen, für die Heizer zu thun, was er vermöge. Conley versuchte dann später mittels Ruderboots an die Streitbrecherschiffe heranzukommen, Die Arbeitersuche für die Germaniawerft in Kiel erscheint mit seinen Landsleuten nochmal zu reden. Diese waren aber so gut in einem immer fonderbareren Lichte, wenn man erfährt, daß am verwahrt, daß er ihrer nicht habhaft werden konnte, und da von Freitag voriger Woche auf der Germania werft zwanzig einem der Schiffe die Hafenpolizei herbeigerufen wurde, mußte er Plazarbeiter entlassen worden sind. Sämtliche Der Vorstand des" Dänischen Schiffs= Leute sind verheiratet. Einer von ihnen war bereits 11 Jahre beizer- Verbandes" will bei dem Juſtizminiſter Alberti Beschwerde über auf der Werft thätig. ein Schreiben eines meisters der Werft vom 10. Januar vor, und den Minister auffordern, einzuschreiten, wenn es erwiesen Ferner liegt unfrem Lübecker Parteiblatt die Behandlung der ausländischen Heizer durch die Reeder einreichen in welchem derselbe einem Nieter auf Anfrage mitteilt, daß er wird, daß die Reeder Ausländer unter falschen Vorspiegelungen einteine Nieter gebrauchen könne. abtreiberei und Verhängung der Schanksperre während der socialdemofratischen Versammlungen noch die Verhängung von Strafmandaten über Der Dank des Unternehmertums. Die Werft bon Cäsar Flugschriften- Verteiler wegen„ Störung der Sonntagsruhe" zu er- ollheim in Breslau hat am letzten Sonnabend 25 Mann wähnen. In Düsseldorf, Barmen und Elberfeld wurden eine größere entlassen, weitere Entlassungen sollen folgen. Unter den Entlassenen Anzahl Genossen, die in der Umgegend Flugschriften verbreiteten, befinden sich eine Anzahl der Arbeitswilligen, die bei der feitens der Polizei mit Geldstrafen bedacht und die Strafe auch vom Aussperrung der Verbandsmitglieder der Schiffbauer für die Firma Schöffengericht bestätigt. In zweiter Instanz wurden aber sämtliche in die Bresche sprangen. Beteiligte freigesprochen. Ob die nunmehr eines Besseren belehrte Polizei ihre staatsretterische Thätigkeit auf diesem Gebiete aufgiebt, muß abgewartet werden. Jn M.- Gladbach wurde der Textilarbeiterverband für einen politischen Verein erklärt und polizeilicher seits die Streichung der weiblichen Mitglieder gefordert. Das Schöffengericht erklärte das kuriose Verlangen für ungesetzlich. Große Fortschritte waren bei den Stadtverordneten Wahlen zu verzeichnen. In Remscheid wurden zum ersten Male vier Genossen gleich im ersten Wahlgange in den Stadtrat ge= wählt. In Barmen wurde ein Genosse in der Stichwahl gewählt, den andern drei fehlte nur eine geringe Stimmenzahl an der Majorität. In Velbert fehlte nur eine Stimme an dem Siege zweier Genossen. In Elberfeld stieg die Stimmenzahl von 400 auf 1000. Totenliste der Partei. Ju Frankfurt a. M. starb im Alter von 65 Jahren der Schuhmachermeister Adolf Ludwig Schneider, der schon seit dem Wirken Ferdinand Lassalles dem Allgemeinen Arbeiterverein bis zu dessen Auflösung und sodann den späteren Organisationen angehörte. In den 1860er und 70er Jahren wirkte Adolf Schneider sehr oft als Redner und auch noch unter dem Socialistengeset war er für die Agitation thätig. In den beiden letzten Jahrzehnten trat er jedoch nicht mehr öffentlich auf, infolge dessen war er unter den jüngeren Genossen nur wenig bekannt. Aber er hielt unentwegt zu unsrer Sache und förderte sie im stillen. Unfre Parteigenoffen werden dem treuen Mitkämpfer ein ehrendes Andenken bewahren. Bei den Wahlen zur Steuereinschätzung in Wien wurden in drei Bezirken die socialdemokratischen Kandidaten gewählt. Gewählt wurde in 22 Bezirken. Socialdemokratische Wahlerfolge in der Schweiz. In Biel, der bedeutenden Uhrenindustriestadt im Kanton Bern, hat unsere Partei am Sonntag zwei sehr erfreuliche Wahlerfolge erzielt. Im zweiten Wahlgang wurden Genosse Advokat Albrecht mit 1652 gegen 1489 Stimmen, welche der radikale Gegenkandidat, Notar Rufer erhielt, in den Kantonsrat( Landtag) gewählt und mit 1617 gegen 1531 der Uhrenarbeiter Wyßhaar als Amtsgerichtssuppleant. Da die bürgerlichen Parteien gemeinschaftlich vorgingen, unsere Genoffen allein, so ist das weitere Ergebnis dieser Wahl die Fest stellung, daß die Socialdemokraten in Biel die stärkste Partei sind und die Mehrheit haben. Es wäre nur zu wünschen, daß die Genossen immer dieselbe kräftige Parteidisciplin bethätigen, wie gestern. Die Unterhandlungen der Glasarbeiter mit der Direktion in Wirges find völlig resultatlos verlaufen. Eine Einigung ist in feiner Weise zu erzielen gewesen. Die Verwaltung beharrt auf ihrem Standpunkt und will dasselbe Arbeitsverhältnis schaffen wie in Dresden. In Dresden sind aber die Löhne so niedrig, daß die Leute kaum egiftieren können. Für die am Sonntag stattgefundene Bersammlung soll in Dietz eine Compagnie Infanterie bereit gestanden haben. Der Extrazug war bereits in Wirges gemeldet. sein Vorhaben aufgeben. stellen. Der Streik der Eisengießer von Florenz nimmt an Umfang au; es haben sich ihm die Dreher, Schlosser usw. angeschlossen. Dieselben gehören alle dem italienischen Metallarbeiterverband an. Die Kommunalbehörden von Florenz hatten versucht, eine Einigung herbeizuführen; die Unternehmer hatten jedoch die Vermittlung des Bürgermeisters zurückgewiesen. Die Gefahr eines Ausstandes der italienischen Eisenbahnbediensteten ist nach einem Telegramm des„ Bureau Herold" aus Rom nunmehr beseitigt. Sociales. Die Steigerung der städtischen Grundrente. In der Uebersicht über die Ergebnisse der preußischen Einkommeneinen hübschen Sieg zurückblicken. Die Düsseldorfer Steinarbeiter und Poliseure können auf Sie waren mit der Groß- steuer- Veranlagung wird für die Einkommen über 3000 m. das Her Danach stammte in diesen Klassen aus Marmorschleiferei wegen Lohndifferenzen aneinandergeraten, die kommen nachgewiesen. Arbeiter traten in den Ausstand und die Firma mußte der guten städtischem Grundbesitz ein Gesamteinkommen von: Organisation der Streifenden nachgeben. Die Forderungen der Arbeiter sind glatt bewilligt worden. die Säger und Raspler, sowie die Einsacker die Arbeit ein, In der Gerbstoff- Fabrik von Lütgens in Bergedorf stellten weil sie mit dem verdienten Lohn nicht im stande sind, ihre Familie ernähren zu können. Verdient haben die Naspler und Säger in 60 Stunden 16,88 M., die Einsacker in derselben Zeit 12,59 M. Die Ausständigen verlangen, entweder in Tagelohn zu arbeiten, oder die Accordsätze sollen erhöht werden. Mit den Differenzen im Steinsetzergewerbe zu Leipzig beschäftigte sich dieser Tage das dortige Gewerbegericht. Die Arbeit geber beabsichtigten nach Ablauf der bisherigen Vereinbarung den Lohn von 60 auf 55 Pfennig pro Stunde herabzusetzen und die Arbeitszeit Sonnabends um eine Stunde zu verlängern. Das Einigungsamt schlug einen Mindestlohn von 57 Pfennig vor und Beibehaltung des Fünfuhrschlusses am Sonnabend unter Berechnung der wirklichen Arbeitszeit. Das Schiedsgericht soll bis Ende 1903 Gültigkeit haben. Die Arbeitgeber nahmen diesen Vorschlag an und versprachen in diesem Sinne in der Junung wirken zu wollen, während seitens der Arbeiter erst eine demnächst stattfindende Steinsetzerversammlung Stellung zu diesem Vorschlage nehmen wird. Beit wieder einmal mit ganz besondrer Heftigkeit gegen die GefellenDie Wurstfabrikanten in Eisenberg i. Th. wüten in jüngster Organisation, den Centralverband. Sie haben ausgemacht, keine Mitglieder des Centralverbandes mehr beschäftigen zu wollen. An der Durchführung dieses Beschlusses hat es bis jetzt auch nicht gefehlt, denn die in den Werkstätten dieser„ arbeiterfreundlichen" Unternehmer Beschäftigten baben sich feierlichst vom Verband lossagen und hierüber eine schriftliche Erklärung abgeben oder die Arbeit verlassen müssen. „ Rädelsführer" sind überhaupt nicht mehr in Beschäftigung behalten worden. Neueintretende werden einem hochnotpeinlichen Verhör unter zogen und müffen den Verband gleichfalls abschwören. Gelegentlich einer vor kurzem abgehaltenen Gesellenversammlung wurde den Gesellen sogar bedeutet, dieselbe zu meiden, widrigenfalls sie entlassen würden. In dieser Art und ſation der Fleiſchergeſellen would also hier die junge Organi von solchen Arbeitgebern bekämpft, die ihre Absatzgebiete hauptsächlich in Arbeiterkreisen haben. Leider ist der Gesellenverband noch nicht so widerstandsfähig, um hiergegen energisch ankämpfen zu können, früher oder später werden diese Herren Fabrikanten aber ernten, was sie jetzt gefäet haben, denn die Organisation der Schlächtergesellen macht allenthalben täglich Fortschritte, so daß die Zukunft zu den besten Hoffmingen berechtigt. Ausland. $ 1892 389 Millionen Mart 1893 389 1894 393 " " " " 1897 448 Millionen Mart 1898 471 " 1899 505 " " 1900 546 " " 1901 576 " " 1895 409 1896 426 Die Steigerung beträgt in den 10 Jahren 187 Millionen Mark, das find 48 Proz. In den Zahlen ist nicht das ganze Einkommen aus städtischem Grundbesitz nachgewiesen, da es solche Einkommen auch unter 3000 m. giebt; andrerseits ist darin auch Grundbesitz enthalten, der nicht Wohnzwecken dient. Man wird also aus den Zahlen weder auf die Gesamthöhe des Einkommens aus städtischem Grundbesitz, noch auf die Gesamthöhe des Hausungstributs einen zutreffenden Schluß ziehen können. Immerhin wird man aus der Steigerung der angegebenen Einkommenssummen den Schluß ziehen können, daß sie annähernd der Steigerung des Tributs ent spricht, den die Wohnungsmieter in den Städten an die städtischen Hausagrarier zahlen müssen. ist also mehr städtischer Boden zu Wohnzwecken verwendet worden. In der Zeit ist auch die Bevölkerung der Städte gewachsen, es wie groß dieses Wachstum ist, läßt sich noch nicht genau angeben, weil für die Zählung von 1900 die Scheidung nach Stadt und Land noch nicht vorliegt. Doch ist z. B. die Bevölkerung Berlins von wie das Wachstum Berlins ist das Wachstum der gesamten städtischen 1890 au 1900 um noch nicht ganz 20 Prozent gewachsen und stärker Bevölkerung Preußens feinesfalls, eher geringer. und der Steigerung des mitgeteilten Einkommens aus städtischem Die Differenz zwischen der Steigerung der städtischen Bevölkerung Grundbesiz giebt einen angenäherten Begriff von der Steigerung, den die Wohnungsmieten im ganzen Staate in dieser Zeit erfahren haben und von dem Profit, der den Besitzern des städtischen Grund und Bodens in 10 Jahren mühelos in den Schoß gefallen ist. Zur Regelung der Kinderarbeit. Die„ Nordd. Allg. Ztg." erklärt, daß die kürzlich als offiziös veröffentlichten Angaben über den Inhalt des dem Bundesrate zugegangenen Gesezentwurfs nichts weiter als ein Auszug aus einigen früher veröffentlichen Artikeln dieses Blattes seien. Diese Artikel enthielten nur die Vorschläge, die das Reichsamt des Innern unter Zuziehung preußischer Ministerien feiner Zeit für die gesetzliche Regelung der Materie gemacht habe. Man wird sich also noch einige Zeit gedulden müssen, ehe man den Inhalt des endgültigen Gefeßentwurfs erfährt. Daß er wesentlich von den Vorschlägen des Reichsamts des Innern abweichen werde, ist indes nicht anzunehmen. Aus Industrie und Handel. Die Börse stand in der vorigen Woche unter einer starken Hauffebewegung. In der Eisenindustrie traten in den Aktien der maßgebenden Gesellschaften Kurserhöhungen bis zu 18 Prozent ein, auch die Kohlenbergwerke machten eine verhältnismäßig lebhafte Steigerung mit. Eine Erklärung im Hinblick auf die Geschäftslage konnte in der Kursbewegung nicht gefunden werden, denn obwohl nach übereinstimmenden Meldungen in der Eisenindustrie größere Aufträge eingelaufen find, fehlt demnach zu so optimistischen Aufwärtsbewegungen jede reale Unterlage. Die Gesamtlage des Marktes ist immer noch eine gedrückte, darüber können auch die mit großem Selbstbewußtsein vorgenommenen Preiserhöhungen für Halbfabrikate in der Eisenindustrie nicht hintvegtäuschen. Noch ungünstiger gestaltet sich die Lage des Kohlenmarktes. Der Schweizerische Metallarbeiter Verband hält am Lehte Nachrichten und Depeschen. Die Einschränkung der Coatserzeugung um 43 Proz., die milde Witterung die dem Absatz von Hausbrand- 28. und 29. März in Bern seine Delegierten Versammlung ab, die Gelsenkirchen, 22. Januar.( W. T. B.) Auf dem hiesigen fohle sehr ungünstig ist und das Anwachsen der Kohlenbestände sollten sich in der Hauptsache mit der Einführung der Arbeitslosen Unterallein schon eine Berechtigung zu höherer Einschätzung der Werte aus- stügung nach dem Vorbild des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes" Bahnhof entgleisten heute früh eine Lokomotive und mehrere Wagen schließen. und mit der Herausgabe eines eignen Verbandsorganes zu beschäftigen eines Koblenzuges. Hierbei wurde ein Bahnbeamter getötet und ein Man sprach schon von einem Zurückkehren des verloren gegangenen haben wird. Die Arbeitslosen Unterstützung soll in folgender Weise andrer leicht verlegt. Vertrauens zu Industriewerten und hielt die schlimmste Zeit der geregelt werden: 1 Jahr Karenzzeit und dann eine tägliche Münster, 22. Januar.( W. T. B.)( Amtliche Meldung.) Die bon Unterstügung 1 Fr. Krise für überstanden. Die ganze Bewegung an der Börse war mur für die Dauer von 42 Tagen, Geleissperrung bei Westbevern war durch Engleisung dreier eine fünftlich erzeugte, die Umkehr ist bereits eingetreten, die Kurse nach 2 jähriger Mitgliedschaft eine tägliche Unterstützung von Güterwagen des Güterauges Nr. 9527 infolge Bandagenbruchs entDie Schnellzüge 91 und 96 hatten hierdurch 106 beziv. weichen wieder. Solche Vorgänge sind ein Zeichen der Unsicherheit 1,20 Fr., nach 3 jähriger von 1,40 Fr., nach 4 jähriger von 1,50 Fr. standen. in der Beurteilung der Lage. Daneben trat das Bemühen, das und nach 5 jähriger von 1,80 Fr. In Bezug auf die projektierte 68 Minuten Verspätung. Kapital wieder zur Anlage in Industriewerten anzuregen, deutlich Herausgabe eines eignen Verbandsorgans ist der in Bern domizi hervor, aber auf die Dauer läßt sich die Manipulation nicht aufrecht- lierte Centralvorstand ebenso fühn wie originell vorgegangen, indem erhalten, die Spekulation brach kraftlos zusammen. er einfach eine Probenummer unter dem Titel„ Schweizer MetallWendet sich das Juteresse vom Industriemarkt ab, so tehrt es Arbeiter- Beitung" herausgab und sie zur Veröffentlichung der für jegt mit größerem Eifer zu festen Anlagewerten, den Staatsanleihen den Verbandstag bestimmten Vorlagen benutte. Es wird vor zurück. Wie berichtet wird, ist die 300 Millionen- Anleihe gleich am geschlagen, das Blatt alle vierzehn Tage erscheinen zu lassen und ersten Tag stark gezeichnet, so daß man mit einer ganz beträchtlichen allen Verbandsmitgliedern zuzustellen. Dafür sowie zur Dedung Ueberzinsung rechnet. Was solche Ueberzeichnungen besagen wollen, der Kosten der Arbeitslosen- Unterstützung soll der jezige Monats: weiß jeder, meist werden so große Beträge gezeichnet, um bei der beitrag von 60 Cis. auf 1,20 Fr. erhöht bezw. ein Wochenbeitrag von 30 Cts. eingeführt werden. Buteilung einen größeren Betrag zu erlangen. Die dreiprozentige Anleihe stieg gestern bis auf 903/4, auf= gelegt ist eine neue Emission zum Kurse von 89,80. Eine Annäherung der Roheisen- Syndikate. Zwischen den Düsseldorfer Roheisen- Berbänden und dem oberschlesischen RoheisenSyndikat scheint sich eine Verständigung anzubahnen, die auf eine Breiseinheit für gemeinsame Absatzgebiete hinzielt. An maßgebender Stelle ist eine entsprechende Korrespondenz bereits ausgetauscht. Wieder etwas von der ,, katholischen Sociologie" in der Schweiz. Die chriftliche Vereinsbuchhandlung in Zürich beschäftigte in ihrer Druckerei 5 Gehilfen und 3 Lehrlinge und weigert sich, den Differenz zwischen den hier gezahlten Löhnen und den Tariflöhnen Wahrscheinlich wird die Tarif der Typographia anzuerkennen. später im Simmel ausgeglichen, was für die christlich- sociologische Druckerei ein schöner Vorteil ist. Frankfurt a. M., 22. Januar.( W. T. B.) Der Frankfurter Beitung" wird aus Kaffel gemeldet, daß der Konkurs verwalter im Konkurse der Trebertrodnungs- Gesellschaft, Justiz= rat Trier, sowie der gesamte Gläubiger Ausschuß ihre emter niedergelegt haben. = Stuttgart, 22. Januar.( B. H.) Zur Frage des Briefmarten Abkommens zwischen Württemberg und der Reichs Postverwaltung wurde seitens des Ministers des Auswärtigen, Freiherrn von Soden, in der Finanzkommission heute die Mitteilung gemacht, daß die Reichs- Postverwaltung feine Einwendungen gegen den Anspruch der Stände, an diesem Abkommen mitzuwirken, zu machen habe. Hierauf wurde der Antrag, das Abs kommen gutzuheißen, gegen die Stimmen des Centrumis angenommen. Rom, 22. Januar.( B. H.) In Albanien ist die Lage Osman Bey und elf albanesische Führer, die verdächtig sehr ernst. Der Sultan ließ, wie hierher gemeldet wird, find, Beziehungen zu Jungtürfen unterhalten zu haben, ins Ge fängnis werfen. Der Streik der Weber in Enschede( Holland). Die FabriHongkong, 22. Januar.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Die oberschlesische Kohlenkonvention beabsichtigt, am 1. April tanten haben am Sonnabend durch Anschlag bekannt gegeben, daß. Auf einem Bassagierboote, welches am 19. d. M. von einem englischen für Grobkohlen nur den üblichen Sommerabschlag von 2/2 Pf. pro falls die Deckenweber der Firma Van Heek die Arbeit nicht bis zum Schleppdampfer auf dem Westfluffe zwischen Dosing und Centner eintreten zu lassen. Entgegen der bisherigen Gepflogenheit, 1. Februar wieder aufgenommen haben, sämtliche Fabriken geschloffen Sainam geschleppt wurde, hatten sich zwölf Räuber den Preis für Induſtriekohlen unverändert zu lassen, wird voraus werden sollen. Der Streit, der jetzt 160 Arbeiter umfaßt, würde eingeschmuggelt, die während der Fahrt begannen, sichtlich der Preisabschlag von 21/2 Bf. pro Centner, also von 5 M. dadurch auf 2600 ausgedehnt werden. die Baffagiere auszuplündern. Ein Wachtboot, pro Tomme, auch auf Industriekohlen ausgedehnt werden. Der Streit der dänischen Dampffchiffeheizer. Die General welches zu Hilfe eilte, nahm sechs Räuber gefangen, Das Böhmische Brauhaus weist in seinem Geschäftsbericht versammlung des Gesamtverbandes der Gewerkschaften", die fich die andren sechs gelangten an Bord des Schleppdampfers. überfür das Jahr 1901 gegen das Vorjahr einen Rückgang des Absatzes aus den Vorständen der Centralverbände und je einem Vertreter wältigten dessen Mannschaft, verließen dann den Schleppdampfer von 6090 Tommen auf bei einem Gesamtabsatz von 161 880 Tonnen. der lokalen Vereine zusammensetzt, hat am Sonntag die Haltung des wieder und nahmen zwei Leute der Besatzung desselben als Geiselt Die Dividende wurde auf 10 Proz. in Vorschlag gebracht gegen Ausschusses hinsichtlich des Heizerstreits gutgeheißen und dem Aus- mit sich; dem zurückbleibenden Teile der Besatzung jagten die Räuber, 11/2 Proz. im Vorjahre. Der Rückgang in der Produktion hat bis- schuß die Befugnis erteilt, alle die Schritte zu unternehmen, die zur die Behandlung der von ihnen fortgeführten Geifeln werde von der her zu feiner Arbeiterentlassung geführt, auch will die Direktion dies Erzielung eines annehmbarent Uebereinkommens der Heizer mit den Behandlung abhängen, welche den gefangenen Räubern werde zu nach Möglichkeit vermeiden. Der Rückgang im Absag betraf haupts Reedern notwendig erscheinen. Als am Freitag der Dampfer Teil werden. Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Juferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. " Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 19. 19. Jahrgang. 1. Beilage 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 23. Januar 1902. Reichstag. 124. Sigung bom Mittwoch, 22. Januar 1902, nachmittags 1 Uhr. Amerika verbinden. Ein Ausdruck dieser Beziehungen würde.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Wir haben die ist die Reise des Bruders unsres Kaisers und ich bin über- Beit, die wir auf die Diskussion dieser Frage heute hier verwandt haben, zeugt, daß der Empfang, den er finden wird, den Gefühlen zweier nicht zu bedauern. Ich freue mich, daß es uns gelungen ist, dem großen Nationen entsprechen wird.( Bravo! rechts.) Reichskanzler Auge in Auge zu sagen, was den Reichstag zu wiederholten Malen bei Abwesenheit eines Vertreters des Bundesrats beschäftigt hat. Reichskanzler Graf Bülow: mi diellorto Abg. Dasbach( C.): Am Bundesratstisch: Reichskanzler Graf v. Bilo w. Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Der Reich stanaler ist verpflichtet, dem Reichstag Etats. Die Beratung beginnt mit dem Etat des Reichstags. 3 Hilfe zu tommen, wenn die Wahlen unter Uebel Dem Herrn Vorreduer gegenüber möchte ich kurz noch einen Abg. Gamp( Rp.) bringt die Wegeverhältnisse in der Umgebung standen leiden, die ihre Ursache haben im Wahlgefeß und Gesichtspunkt hervorheben. Wenn die verbündeten Regierungen auf des Reichstags zur Sprache. Besonders der Weg vom Tiergarten im Wahlreglement. Bei Gründung des Deutschen Reiches eine Abänderung des Wahlgefeges eingingen, dann würden in gunt Reichstag jei bei Schneefall unpaffterbar. Sollten es bie war man einig, daß man eine geheime Wahl den Wählern dieser dichtung doch sehr viele anders geartete Wünsche vorFinanzen des preußischen Staates nicht gestatten, für die Anlegung garantieren wollte. Alle Wahlprüfungen aber zeigen uns, liegen, die dann gleichfalls zur Erledigung kommen müßten. Sie werden es erhalten als bisher. suchen.( Heiterkeit.) debattiert. ift. Der allen Gründen Berichten zu nehmen( Heiterkeit), die über die Verhandlungen lichen Reichstag hervorgebracht hat. links.) Was die Frage der Gewährung von Diäten δα Abg. Oertel( f.): Wenn man von Unhöflichkeit des Bundesvon Trottoirs auf dieser Strecke zu sorgen( Heiterkeit), so übernimmt daß die geheime Wahl nicht garantiert begreiflich finden, wenn die verbündeten Regierungen es sich dreimal vielleicht der Reichstag diese Ausgabe.( Oho! links.) Durch Nichts Reichskanzler ist mit großer Vorsicht überlegen, bevor sie eine so schwierige und strittige bewilligung von Diäten für die Abgeordneten wird ja eine große vorbeigegangen, die Abgeordneter Barth genannt hat. Das Wahl- Materie anschneiden( Hört! hört!), während sie sich bisher Summe erspart.( Heiterkeit.) Redner bittet ferner den Präsidenten, geheimnis muß nach den Vorschlägen des Reichstages geschützt von dem Grundsatz leiten ließen: qui eta non movere.( Bu dafür zu sorgen, daß die Abgeordneten bessere Bläge in den Theatern werden. Wenn der Bundesrat das nicht thun will, ostimmung rechts. Unruhe links.) Das bestehende Wahlgesez und bedaure ich sein mangelhaftes Verständnis.( Große Präsident Graf Ballestrem: Ich habe von den Anregungen Heiterkeit.) Vielleicht treibt die Neugier einige Mitglieder des Wahlverfahren ist doch nicht so traurig, wie die beiden Borreduer es hingestellt haben, da es doch einen so ausgezeichneten und stattNotiz genommen und werde das Entsprechende zu veranlassen Bundesrates an, wenigstens Kenntnis von den stenographischen hingestellt haben, da es doch einen so ausgezeichneten und statt( Heiterkeit und Unruhe Abg. Dr. Müller- Sagan( fr. Bp) beklagt sich über das häufig berichten, die wir über den Schuß der Wahlfreiheit geführt haben. darauf hin, daß die bestehende ungenießbare und nicht verdauliche Essen in der Restauration des Gründe, weshalb der Bundesrat das Gesetz zum Schuße der ist. Fürst Dismard hat die Diätenlosigkeit in die Verfeffung ein ungenießbare und nicht verdauliche Essen in der Restauration des Der Reichstag hat noch keine Silbe erfahren über die anlangt, so weise ich darauf hin, daß Diätenlosigkeit der verfassungsmäßige 8usand Reichstags.: Ebenso wenig hat der Herr Abg. Paulh( Ober- Barnim, t.) erklärt im Gegensatz zum Vor- Wahlfreiheit abgelehnt hat. reduer, mit dem Essen durchaus zufrieden zu sein.( Heiterkeit.) Reichskanzler nichts über die Diäten gefagt. Will man geführt als Voraussetzung, als Storrelat für die Einführung des llgemeinen, geheimen, gleichen und direkten Präsident Graf Ballestrem verweist den Abg. Müller- Sagan denn durch die Nichtgewährung von Diäten erklären, daß der Wahlrechts.( Sehr richtig! rechts) Es mag eine offene Frage auf den Beschwerdekasten, der im Restaurant des Reichstags ausliegt. Reichstag minderwertig set gegenüber den Herren vom bleiben, ob es politisch oder unpolitisch, ob es zweckmäßig oder nicht Der Etat des Reichstags wird hierauf bewilligt. Es Bundesrat, die recht hohe Gehälter erhalten, daß er nicht folgt der Etat des Reichskanzlers. einmal den ortsüblichen Tagelohn verdient?( Große Seiterfeit.) Wir zweckmäßig ist, die bestehende Diätenlosigkeit aufrecht zu erhalten. Abg. Dr. Barth( frs. Bg.): wollen gewiß nicht die Obstruktion, aber wenn die Regierung die Daraus aber, daß die verbündeten Regierungen diesen verfassungsObstruktion gegen den Bolltarif verhindern will, dann ist die Nicht- mäßigen Zustand aufrecht erhalten, kann ihnen doch billigerweise Der Herr Reichskanzler hat im Abgeordnetenhause erklärt, gewährung von Diäten das allerschlechteste Mittel dazu.( Bravo! im ein Vorwurf nicht gemacht werden.( Beifall rechts.) daß er die Verfassung als Vademecum mit fi Centrum.) Abg. Baffermann( natl.): führe. Ich nehme an, daß diese verfassungsrechtlichen Studien Abg. Singer( Soc.): Wir müssen verlangen, daß bei Verhandlungen von Initiativ des Reichskanzlers sich nicht nur auf die preußische, sondern auch auf die Reichsverfaffung beziehen. In diefer Ver- Necht in Anspruch nehmen, selbst zu entscheiben, ob er sich bei den bisherigen Berfahren haben auch meine Freunde Der Herr Reichskanzler sagte, er müsse für den Bundesrat das anträgen der Bundesrat durch Kommissare vertreten ist. In dem fassung ist von der Gleichberechtigung des Reich Beratungen des Reichstages vertreten laffen wolle oder nicht. Der eine gewisse Nichtachtung der Thätigkeit des tags und des Bundesrats die Nede und bon der Berechtigung Herr Reichskanzler vertritt doch aber die Ansicht, daß der Reichstag Reichstags erblickt.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) des Reichstags, Initiativ- Anträge verpflichtet sei, auf den Bundesrat Rücksicht zu nehmen. Gleichfalls tönnen wir es nicht billigen, daß die Antwort 31 ftellen. Es besteht nim aber seit langer Zeit eine Dann wird er auch zugeben müssen, daß der Bundesrat seiner auf von uns mit großer Mehrheit an Anomalie im Verhältnis zwischen Reichstag und Bundesrat, durch feits verpflichtet ist, auf den Reichstag nicht nur Südficht genommene Anträge oft jahrelang auf fich die die Parität zivischen Bundesrat und Reichstag aufs gröbzu nehmen, sondern zum wenigsten den Geboten der einfachen Höf warten läßt und schließlich noch ohne Angabe von lichste verlegt wird. So oft nämlich der Reichstag, was ver- Höf- warten lichkeit nachzukommen.( Sehr richtig!) Hätte man gewußt, daß Gründen erfolgt. Die Gründe des Herrn Reichskanzlers zur hältnismäßig felten der Fall gewesen ist, von seinem Recht Gebrauch der Reichstag derartig als quantité négligeable vom Bundesrat Nichtgewährung von Diäten waren nicht stichhaltig. Es ist be fast stets in einer Weise behandelt worden, die der troffen, die den Bundesrat verpflichtet, auch bei Verhandlungen des 3olltarifs erledigt hat. gemacht hat, Initiativanträge zu stellen, ist er vom Bundesrat behandelt würde, hätte man sicher seiner Zeit eine Bestimmung ge- dauerlich, daß man diese Frage nicht vor der Beratung Für eine bessere Sicherung des Gleichberechtigung dieser beiden Fattoren nicht über Initiativanträge zugegen zu sein. Aber die ganze Wehand Wahlgeheimnisses treten auch wir entschieden ein, der Wunsch entspricht. Bei den Schwerinstagen ist fast nie ein Ber- lung des Reichstags charakterisiert sehr deutlich, welche Stellung nach besseren Bestimmungen auf diesem Gebiete ist im Reichstag fast treter des Bundesrates anwesend, wird ein Initiativantrag in die die Bolksvertretung in den Augen der Regierung einnimmt, allgemein, Kommission geschickt, so ist auch dort nie ein Beauftragter( Sehr richtig bei den Socialdemokraten), daß des Bundesrats zu sehen, und findet schließlich der Initiativ ber jezige Herr Reichstanzler sie und auch den Reichstag nur als antrag Annahme, so wird er fast regelmäßig abgelehnt notgedrungene Erscheinung im öffentlichen Leben betrachten tönnen Auch wir stehen vollkommen auf dem Boden der Verfassung, wir und zwar stets ohne Angabe von Gründen. Wohin dieser und es am liebsten sehen würde, wenn er gar nicht eingenommen hat, aber in der Stellung, die der Herr Reichskanzler feine Verlegung der Berfassung oder Mißstand führt, geht daraus hervor, daß vor kurzem die Nachricht durch die Presse ging, das Centrum wolle im Reichstag eine bedauerte, daß der Reichstag das Wahlrecht nicht allein abändern erblicken. wäre. Es war charakteristisch. daß, als Herr Dasbach auch mur eine Sünde gegen den Geist der Verfassung besondere Interpellation einbringen, Der Bundesrat hat das unbestrittene Recht, Jnitiative unt die Stellung der Regierung zur Aufhebung des Jesuiten Gesezes zu( nach rechts) das Wahlrecht ändern würden, wiffen wir ja genau, wenn der Bundesrat uns die Gründe für seine Ablehnung mitteilte. fönne, von der Rechten Sehr richtig!" gerufen wurde. Wie Sie anträge des Reichstags abzulehnen. Wünschenswert wäre es ja, erfahren. Ebenso hat der Reichstag wiederholt einstimmig sie würden das allgemeine geheime Wahlrecht Der Reichstag hat ja aber das verfassungsmäßige Recht, den Beschluß gefaßt auf Bewilligung von Diäten, und selbst die bescheidene Forderung auf Ausdehnung des überhaupt abschaffen, oder wenn Sie gar ein Wahlrecht, wie das, Aufklärung im Wege einer Interpellation zu verlangen. Rechtes der freien Eisenbahnfahrt für die Ab ist, bekämen, dann würde Ihr und wohl auch der Regierung Widerstand hebung der gemischten Tranfitläger ablehnte, auf Grund dessen das preußische Abgeordnetenhaus gewählt Als der Bundesrat übrigens unfren Antrag auf Aufhat die. geordneten ist vom Bundesrat abgelehnt worden. Schließlich möchte ich mich auch noch direkt an den Herrn Reichskanzler gegen die Diäten sofort gebrochen sein. Ich meine also, der Herr Bresse der Linken die Regierung wegen ihrer besseren Einsicht gelobt. als Hüter und Wächter der Verfassung wenden. Reichstanzler hatte durchaus kein Recht, sich einfach hinter die( hört! hört! rechts.) Das Wahl= geheimnis ist einer der wesentlichsten Grundsäße unsrer Ver- formalen Einwände zu verschanzen. Wenn er dafür rats gesprochen hat, so erinnere ich nur daran, daß der Reichstag faffung. Wie dasselbe aber durchbrochen wird dadurch, daß eigen forgen will, daß den Gesezen nachgekommen wird, dann muß er zum Beispiel das Arbeitswilligen- Gesetz auf eine Weise ver artige Stimmzettel, vor allem von den konservativen Wahl auch dahin kommen, Geseze, die sich als zur Wahrung des Wahl- abschiedet hat, die von der Linken als Verscharrung, als tomitees, hergestellt werden, darüber haben wir gestern eingehend as nügt es, wenn, wie er sagte, bei Gesetzesübertretungen Remedur Tas Wahlgesez, das noch heute den Beinamen Klosettgesch geheimnisses unzuträglich erwiesen haben, entsprechend abzuändern. Begräbnis letzter Güte bezeichnet wurde.( Sehr richtig! rechts.) 28ir haben bereits vor langer Zeit einen Initiativ antrag geschaffen wird. Wenn auch das Gesez in gröblicher Weise ver- führt( Muruhe links.), halte ich mit der Würde des Reichseingebracht, der auch vom Reichstag nahezu einstimmig Jahre hier und übt alle Rechte eines Volksvertreters aus, Ansichten über Würde sind eben verschieden.( Sehr richtig! links.) was letzt wird, so sitzt doch der gewählte Abgeordnete drei oder vier tages für nicht vereinbar.( Große Unruhe links.) Die angenommen wurde und amtliche Couverts für die Wahlzettel sowie Isolierräume zur Vornahmetleinen Rüffel, beim nächsten Ordensfest aber erhält er einen daß je mehr verschiedene Formate von Stimmzetteln es giebt, nach drei oder vier Jahren bekommt dann ein Landrat einen übrigens die Klagen über die Stimmizettel betrifft, so ist es doch klar, der Wahl im Wahllofal verlangt. Diesen Antrag brauchte der Bundesrat nur anzunehmen. Visher hat er ihn aber Die Verhandlung der Wahlprüfungs- Kommiffion zeigen, daß in den( Stürmische Heiterkeit links.) Orden und wird so bald wie möglich in eine höhere Stelle versetzt. desto schwerer die Kontrolle der Wähler wird. stets verworfen, und wir haben den Antrag von Die Anwesenheitsgelder würden ja neuem einbringen müssen. Ich erwarte, daß der Herr Reichskanzler großen Industriecenten, und vor allem im Königreich Sachsen, das auch uns positiven Parteien zu gute kommen, ich sehe sie aber nicht neuem einbringen müffen. Ich erwarte, daß der Herr Reichskanzler in solchen Dingen immer an der Spige marschiert( Heiterkeit), wie Herr Dasbach als Entlohnung der Abgeordneten für ihre Thätig als Leiter der Geschäfte des Bundesrats seinen Einfluß dahin geltend einer Partei gegenüber die Wahlfreiheit so verlegt wird, wie der feit an. Unire Arbeit ist, wenn auch nicht unbezahlbar, so doch so macht, daß dieser Antrag nunmehr angenommen Socialdemokratie gegenüber.( Schr richtig! bei den Social- wichtig, daß sie nicht hoch genug bezahlt werden wird. In Amerika, Norwegen und andren Ländern bestehen seit demokraten.) Und das geschieht, davon bin ich überzeugt, unter dem fa nn.( Stürmische Seiterkeit und Zustimmung links.) Für langen derartige Einrichtungen zum Schuße des Wahlgeheimnisses. allerdings nicht ausgesprochenen Betfall der maßgebenden Regte Anwesenheitsgelder als Entschädigung für die Mehrkosten des AufFerner möchte ich den Herrn Reichskanzler ersuchen, dahin zu wirken, daß alles vermieden werde, was unsre freundschaftlichen Berungsstellen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten. Glocke, des enthalts in Berlin sind auch meine Freunde. Ich weiß ziehungen zu Amerika trüben könnte. Präsidenten.)... aber nicht, woraus man schließt, daß meine politischen Freunde wehrheit meiner politischen Freunde ist nicht gewillt, bas freie, geneigt wären, gegen das Linfengericht der Diäten das Erstgeburtsrecht des allgemeinen, freien Wahlrechts hinzugeben. Die gleiche Wahlrecht irgendwie preiszugeben; von den jegt dem Reichstag angehörenden Stonservativen bat fich meines Wissens niemand gegen das allgemeine, gleiche Wahlrecht ausgesprochen. Nur darauf besonders gebrauchen, darin außerordentlich verkürzt werden. Breffe. Es ist eine Thatsache, daß die Arbeiter, die die Wahlfreiheit ist Bezug zu nehmen, nicht auf irgendwelche Aeußerungen in der Die Unternehmer in den Jndustriegegenden treffen Einrichtungen, die die Wahlfreiheit vollständig aufheben. Solonnenweise wir Agrarier vielleicht denselben Wert wie Abg. Dr. Barth. Diese Auf die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu Amerika legen müssen die Arbeiter mit dem Stimmzettel antreten. Strenge Auf- guten Beziehungen dürfen aber nicht erkauft werden durch unficht wird geübt, daß der Stimmzettel nicht noch heimlich vertauscht berechtigte wirtschaftspolitische Zugeständniffe; diese Beziehungen Gegenüber den Ausführungen des Herrn Vorredners muß ich werden kann. Das ist geradezu ein Sohn auf die Wahlfreiheit. werden um so besser sein, je entschiedener wir unsre Nechte wahren. betonen, daß ich mir meiner Pflicht voll bewußt bin, daß bei den Da sollte man nicht davon sprechen, daß der Wille der Bevölkerung( Sehr gut! rechts.) Deshalb begrüße ich die Erklärung Wahlhandlungen die bestehenden Gesetze auf das schärfste beobachtet zum Ausdruck kommt. Man sollte meinen, daß man diese Frage des Reichstanzlers mit Freuden. Ich hoffe, daß diese Verwerden. Wenn bei den Wahlvorgängen, die der Abg. Barth er nicht zu einer Parteisache zu machen brauche. Alle Parteien haben hältnisse durch die Reise des kaiserlichen Bruders gefördert wähnte, die bestehenden Geseze irgendwie verletzt sind, so wird selbst ein Interesse an der Wahlfreiheit. Wie aber die Dinge fich in werden; ich hoffe dies umsomehr, weil dadurch gewisse Hoffnungen verständlich Remedur eintreten. Einer Abänderung der Wahlvor- Deutschland ausgebildet haben, find es gerade die Oppositionsparteien, von andrer Stelle vielleicht durchkreuzt werden.( Beifall rechts.) schriften im Sinne des Herrn Barth bin ich allerdings die unter dem geltenden Wahlreglement zu leiden haben. Die Wahlnicht in der Lage zuzustimmen.( Unruhe links. Zustimmung beeinflussungen der Beamten richten sich ausschließlich gegen sie. Reichskanzler Graf Billow: rechts.) Gegen das Centrum spielt der Verwaltungsapparat nur noch in Wenn ich gesagt habe, daß unser Verhältnis zu Amerika auf der Herr Dr. Barth hat dann weiter berührt die Stellung der Re- seltenen Fällen, gegen die Freifinnigen wird besonders in Basis voller gegenseitiger Achtung beruhe, so ist dies auch die selbstgierung gegenüber Initiativanträgen aus diesem hohen ländlichen Wahlkreisen alles aufgeboten, vom Minister bis zum verständliche Voraussetzung für unser Verhalten zu allen andren Hause. Gegenüber diesen Ausführungen muß ich für die verbündten Nachtwächter herab.( Heiterkeit.) Am schwersten aber wird Staaten sowohl Europas, wie an irgend einem Punkt der Erde. Regierungen das Recht wahren, nach eigenem Ermeffen zu ent- die Socialdemokratie in der Ausübung des Wahlrechts geschädigt. Ich bin den Vorredner dankbar für seine Zustimmung scheiden, ob und in welcher Weise fie fich vertreten lassen Wenn in meiner Partei nicht glücklicherweise so gewaltige Opfer- zu mancher meiner Ausführungen. Er hat allerdings auch gesagt, wollen bei den Verhandlungen über Initiativanträge in diesem willigkeit und Energie vorhanden wäre, so würden wir bei den An- es wäre ihm lieber, wenn die Regierung im Falle der Ablehnung hohen Hause.( Unruhe links, Zustimmung rechts.) Dieser Grundsatz strengungen der Beamten und der Unternehmer lange nicht in so von Initiativanträgen die Gründe der Ablehnung diefem hohen ist vom Fürsten Bismarck aufgestellt worden, dem Schöpfer der Reichs großer Zahl hier sizen.( Schr richtig! bei den Socialdemokraten.) Haufe angeben wollte. Das ist aber den verbündeten Regierungen verfassung und ich als Reichskanzler habe die Pflicht, die Rechte Der Schutz der Wahlfreiheit, wie er vom Reichstag beschlossen worden nicht immer möglich, denn die Vertreter der verbündeten der verbündeten Regierungen in dieser Beziehung nicht beschneiden ist, ist ja gar nichts Neues. In den Ländern, die Wert Regierungen im Bundesrat stimmen ab auf Grund zu lassen. Wenn ich gewiß auch durchdrungen bin von der Ueber- darauf legen, nicht nur Kulturländer zu heißen, sondern auch der Instruktionen, die sie von ihren Regierungen erhalten zeugung, daß die Barität zwischen Reichstag und Reichsregierung Kulturländer zu sein, find solche Einrichtungen bereits haben. solche Sie stimmen ab per majora( nach der Mehrheit) erhalten bleiben muß, so wird Herr Dr. Barth doch nicht bestreiten getroffen. Auch die Einzelstaaten, wie Baden und sie sind häufig gar nicht in der Lage, zu sagen, können, daß schon manche Vorlage der verbündeten Regierungen nicht und Württemberg haben sie eingeführt, während ja eigentlich weshalb ihre Stimme pro oder contra einen Anangenommen worden ist von diesem hohen Hause( Heiterkeit) und daß das Reich vorbildlich sein sollte für die Erweiterung der nötigen trag abgegeben wird.( Anhaltendes Gelächter und Zurufe daher auch die verbündeten Regierungen in der Lage sein müssen, Rechte. Ich will noch nicht ganz verzweifeln an der Willfährigkeit links.) Die Vertreter der verbündeten Regierungen im Bundesrat einem Initiativantrage aus dem Hause gegenüber zu entscheiden, ob des Reichstanzlers, die Beschlüsse des Reichstags doch etwas mehr fönnen sehr häufig nicht genötigt werden, zu sagen, fie ihm nicht oder noch nicht zustimmen wollen. zu befolgen als bisher. Der Reichskanzler hat wiederbolt die weshalb ihre Regierungen für oder gegen einen Antrag Ich danke dem Herrn Vorredner für die Art und Weise, wie er Notwendigkeit des Einverständnisses des Reich 3- stimmen. Das liegt im Wesen des Reiches, das ein Bündnis darunsre Beziehungen zu Amerika hier behandelt hat, doch bitte ich tags mit der Reichsregierung betont. In vielen stellt zwischen den Staaten, die das Deutsche Reich gebildet haben. Das ihn, die Schwierigkeiten nicht zu überschätzen, die durch die wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Fragen wird eine solche liegt auch im Wesen des Bundesrats, der nicht eine Volksversammlung Art, wie wir unsre Wirtschaftspolitit betreiben, hervorgerufen lebereinstimmung sehr schwer zu erzielen fein, es sei denn eine ist, sondern eine Versammlung der Vertreter der einzelnen Staaten werden können.( Sehr richtig! rechts.) Vor 5 Jahren habe ich bereits grund- andre als die gegenwärtige Regierung uns beschieden. In einer und Fürsten. Ich besize als Reichskanzler gar nicht die Möglichkeit, fäßlich ausgesprochen und zwar unter der Zustimmung des hohen Frage aber, in der der ganze Reichstag, wenigstens in seiner großen sie zu zwingen, die Gründe anzugeben, aus denen fie diesem oder Hauses, daß wir von dem Wunsche erfüllt sind, auf der Basis voller Mehrheit, einig ist, in der Wahlrechtsfrage, sollte der Reichs- jenem Antrag zugestimmt oder ihn abgelehnt haben. Ich möchte Gegenseitigkeit und gegenseitiger Achtung die traditionellen Fanzler fich aufraffen, dafür zu sorgen, daß der Wille auch darauf hinweisen, daß auch der Reichstag, wenn er sich gegens guten Beziehungen aufrecht au erhalten, die uns mit des Volles durch die Gesezgebung zur Wahrheit über einem Antrag der verbündeten Regierungen ablehnend verhält, Angesichts des Umstandes, daß man vielfach mit einem Zollfrieg mit Amerika fofettiert, wird es nicht immer leicht gewesen sein, diese freundschaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Nicht nur für die Interessen Deutschlands, soudern für seine ganze internationale Stellung ist es von außerordentlicher Bedeutung, daß bei der Anfündigung der Reise des Prinzen Heinrich nach Amerita sich so auß erordentliche Sympathie für Deutschland dort zeigen; die wirtschaftliche Bedeutung Amerifa und seine Arbeit für die Stultur sollte nicht unterschätzt werden. Ich hoffe, daß diese guten Beziehungen stets mit Eifer werden gepflegt werden.( Bravo! links.) Reichskanzler Graf Bülow: nicht sagen, daß Verlegungen der Gesetze sich des Beifalls der maß Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie dürfen gebenden Regierungsstellen erfreuen.( Sehr richtig! rechts und im Centrum.) Abg. Singer( fortfahrend): tommt. Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): - nicht immer alle Gründe angiebt und daß diese Gründe oft sehr| Beseitigung wird der Weg der Verordnung beschritten arbeit in Fabriten betrifft, so ist seitens des Reichs widersprechender Natur sind. Das haben wir beim Zolltarif ge- werden müssen, da der Weg der Gesetzgebung nicht gangbar ist. amts des Innern eine Zusammenstellung der Fabriken, in denen sehen, der von beiden Seiten mit sehr verschiedenen Gründen bekämpft Weiter ist ein Ausbau im Betriebsstättenschuß erforderlich. Hier hat eine Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit aus hygienischen worden ist. es einen sehr schlechten Eindruck gemacht, daß die Ausführung der oder sittlichen Gründen stattgefunden hat, den Bundesregierungen Abg. Dasbach( C.): die Zinkhütten betreffenden Verordnung bis zum Jahre 1903 hinaus zur Aeußerung vorgelegt worden, um demnächst daraufhin eine Den Vorwurf des Abg. Singer, als ob das Centrum nur aus geschoben worden ist. Die neuere Litteratur hat einen er Bundesratsverordnung zu erlassen. Ueber die Regelung der VerLiebedienerei gegen die Regierung einer Vorlage zustimme, muß ich schreckenden Aufschluß gebracht über den Umfang und die Inhältnisse der Gehilfen in Rechtsanwaltsbureaus schweben mit aller Entschiedenheit zurückweisen. Wir treiben eine rein sachliche tensität der Berufstrantheiten. Hier ist den Verordnungen noch Berhandlungen. Das Bedürfnis nach einem gerichtlichen Politik auf Grund der ausgleichenden Gerechtigkeit. Ich bedauere, des Bundesrats noch ein weites Feld gegeben. Es ist uns ein Nachtrag Specialverfahren für die Streitigkeiten der Handlungsgehilfen daß der Reichskanzler sich nicht in andrer Weise über den Schuß über die Verordnungen des Bundesrats zum Betriebsstättenschuß zu mit ihren Chefs erkenne ich an. Ein diesbezüglicher Entwurf ist der Geheimhaltung des Wahlrechtes geäußert hat. Art. 20 der Vergegangen. Aber abgesehen von den Verordnungen betreffend die im Reichsamt des Innern ausgearbeitet und liegt gegenwärtig. faffung garantiert den deutschen Wählern eine geheime Abstimmung. Bäckerei, die Bauhandwerker und die Logierhäuser ist wenig ge dem Herrn Staatssekretär des Reichs- Justizamts zur Prüfung vor.Damit aber stehen manche Gepflogenheiten der jezigen schehen. Für einen sanitären Maximal- Arbeitstag Ueber die Frage des Befähigungsnachweises für das Pragisin direktem Widerspruch. Das haben wir ja bei habe ich mich schon in den 80er Jahren ausgesprochen. Weshalb Baugewerbe ist eine Umfrage an die Handwerkskammern geder gestrigen Wahlprüfung des Abg. Bolz gesehen. Die Machen- follte die Einführung eines solchen unter Mitwirkung des Reichs- gangen. Auf Grund des von hier eingehenden Materials werden schaften der Nationalliberalen mit der fortwährenden Veränderung Gesundheitsamtes nicht möglich sein? Für jede Kategorie von Arbeitern wir uns über die Richtung schlüssig machen, in der wir vorzugehen der Wahlzettel, um eine Gleichheit derselben mit den Centrums müßten gewisse Normativbestimmungen getroffen werden, bei haben. Die Anstellung der Gewerbe- Inspektoren ist Wahlzetteln zu vermeiden, sind ganz entschieden ungefeßlich. der die weiblichen und jugendlichen Arbeiter besonders zu berüc Sache der Einzelstaaten. Ueber die Frage, ob Arbeiter zur Ich zweifle daran, daß der Abgeordnete Dr. Dertel nach sichtigen sind. Auch die Schaffung von Schiedsgerichten Baukontrolle zuzuziehen find, sind die Ansichten gemeinen Darlegungen noch die Kühnheit haben wird, zu für Handlungsgehilfen im Anschluß an die Gewerbegerichte teilt.- Die von Herrn Abg. Müller- Meiningen wegen der Gebehaupten, daß die Geheimhaltung der Wahl garantiert ist immer noch nicht erfolgt. Besonders bedanre ich, daß die brauchsmuster vorgebrachten Wünsche halte ich nicht für so schwerfet. Auch vom Bundesratstisch aus wird niemand dies be- rantentassen Novelle auch in diesem Jahre noch nicht wiegend, daß schon jetzt eine Aenderung des Gebrauchsmuster- Schutzhaupten fönnen. Anwesenheitsgelder sind nicht eine Bezahlung Die Erhebungen sind, so viel ich weiß, schon im gefeßes notwendig wäre. Gegen seinen zweiten Wunsch, das Kunstgewerbe unsrer Thätigkeit, sondern lediglich ein Ersatz für die uns durch vorigen Jahre zum Abschluß gekommen. Es wird schmerzlich den Werken der bildenden Kunst gleich zu stellen, also auch den unfre parlamentarische Thätigkeit erwachsenden Auslagen. Warum empfunden, daß die Krankenkassen nur 13 Wochen unterſtügen, wäh Geschmadsmustern eine 30jährige Schugfrist zu gewähren, habe ich sträubt sich die Regierung, diese Forderungen zu erfüllen? Sie hat rend die Invalidenversicherung erst nach 26 Wochen eintritt, daß also die allerschwersten Bedenken. Denken Sie sich mir, jeder Thürgriff, sich doch schon oft dazu herbeigelassen, in großen Gesetzeswerken ein- die Versicherten in der Zwischenzeit feine Unterstügung genießen. jeder Leuchter wäre dann so lange geschützt. Das würde unsre zelne Teile abzuändern, und kann sich somit nicht auf principielle Auch zur Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker ist nichts Industrie nur lähmen und den Behörden eine solche Summe von Gründe stügen, wenn sie dieser Verfassungsänderung dauernd wider- geschehen. Die Zahl der Gewerbe- Juspektoren hat sich zwar ver- Arbeit aufbürden, daß gar nicht daran gedacht werden kann. strebt. mehrt, aber nicht in genügendem Maße. die Besonders weibliche Jetzt haben Geschmacksmuster eine dreijährige Frist, Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Gewerbe Inspektorinnen müffen in größerem Maßstabe heran- die auf Antrag bis zu 15 Jahren berlängert werdin Unser Batentamt ist jetzt schon überlastet, es wir Es kann nicht bestritten werden, daß das Verhalten des Bundes- gezogen werden. Ferner ist zu erwägen, ob nicht Arbeiter als fann. Hilfsorgane des Gewerbe- Inspektionsdienstes, als Beamte zweiter ein neues Pateutamt gebaut. Was den Verkehr mit rats bei Beratung von Initiativanträgen des Reichstags zum mindeſten Kategorie für die reguläre Revision der Fabriken usw. anzustellen Brennmaterialien und Steinkohlen betrifft, so nicht höflich ist. Um den erhabenen Posten der Bundesrats- find. Auch die vermehrte Hinzuziehung technisch geschulter Beamten bietet. das Gesch über den unlauteren Wettbewerb teine Handhabe, mitglieder, wie wie sie ihn nach den Ausführungen des Herrn zur Fabrikinspektion würde sich empfehlen. den Verkauf nach Gewicht anzuordnen. Die Frage liegt dem Reichskanzlers haben, beneide ich die Herren wirklich Ich werde auf einzelne Fragen im Laufe der Debatte noch Reichskanzler vor, bietet aber viele Schwierigkeiten, namentlich nicht.( Sehr richtig! links.) Nach ihm dürfen sie selbst zurückkommen. Ich erkenne an, daß auf socialpolitischem Gebiete weil das Brennmaterial sehr hydroskopisch ist( Wasser anzieht). im Bundesrat keine Gründe angeben, sondern haben einfach den manches geschehen ist, ich bedaure aber auch, daß vieles Notwendige Auch die Beseitigung des Phosphors bei der Her Mund aufzumachen, um die Stellung ihrer Regierung zu verkünden. nicht geschehen ist.( Beifall im Centrum.) stellung von Zündhölzchen bietet viele Schwierigkeiten. Keine Gründe anzugeben, ist ja besonders bequem, wenn man keine Gründe hat oder wenn man mit Angabe der wirklichen Gründe Wenn Fabrikanten und Arbeiter entschädigt werden sollen, so würde an gewiffen Stellen Anstoß erregen würde.( Sehr gut! links.) Ich möchte den Staatssekretär fragen, in welchem Stadium sich das ungeheure Summen verschlingen. Die Fabrikanten ver Langen allein 10 Millionen, ich rate Ihnen also, Die Herren der Rechten, die sich als Hüter der Verfassung aufspielen, die Reform des künstlerischen und photographischen Urheberrechts beDer Abg. Müller hat dann haben doch leichten Herzens eine so wichtige Verfassungsänderung findet. Auf dem Gebiete der Bekämpfung des unlauteren Wett- solche Wünsche zurückzustellen. noch das Universitätsstudium der Damen be= wie die Verlängerung der Legislaturperiode durchgesetzt.( Sehr bewerbes hat meine Partei wiederholt neue Anregungen gegeben. handelt. Meinen persönlichen Bemühungen ist es gelungen, richtig! links.) Es ist ja bekannt, daß Graf Bülow selbst für die Wie steht es mit der Anwendung des§ 5 des Gesezes zur Be den Damen die Ermöglichung des medizinischen Studiums Gewährung von Diäten ist, und daß die Annahme unsres An- fämpfung des unlauteren Wettbewerbes? Weiter fomme ich trages nur an dem Widerspruch einer gewissen Stelle scheitert, auf die für weite Kreise sehr wichtige Frage des Verbots der außerordentlich zu erleichtern. Damen, die im Ausland ihre Vordie nicht will, daß diese- Leute Männer diese Phosphorstreichhölzer. Die Beunruhigung, die sich vieler Leute in bildung genossen haben, dürfen sogar ihre Prüfung hier ablegen. Herren( Heiterkeit) Diäten erhalten. Was die Frage des Wahl- dieser Hinsicht bemächtigt hat, ist aber ganz ungerechtfertigt. Man Die größten Gegner der Erweiterung der Frauenthätigkeit sind ja geheimnisses betrifft, so verlangen wir nicht weniger Stimmzettel, hat sogar der Regierung den Vorwurf gemacht, daß sie die Leute des die Männer.( Heiterkeit.) Das ist eben das Unglück und da die Männer bei weitem nicht alle vorhandenen Frauen heiraten fondern Einförmigkeit in der Gestalt der Bettel. Nur so kann das Remusteigs, die Phosphorstreichhölzer fabrizieren, an den( Große Heiterkeit), so werden die Frauen immer mehr auf Hungertod bringen wolle. Nichts fann weniger begründet selbständigen Erwerb angewiesen. Eine große Anzahl fönnte Professoren stellt sich auch der Zulassung von Frauen zu uns nur dankbar sein, fvenn wir zur Beseitigung der Herr Dasbach hat gemeint, die Gewährung von Diäten ihren Vorlesungen noch feindlich gegenüber. Es sind darunter schrecklichen Krankheit der Phosphornekrose durch Verbot der Phosphorbedeute keine Verfassungsänderung. Artikel 32 der Verfassung streichhölzer beitragen. Von diesen brennbaren Dingen den Streich- Männer ersten Ranges, Leuchten der Wissenschaft, die die Zulassung bestimmt aber ausdrücklich die Mitglieder des Reichstags dürfen hölzern komme ich zu einer andren brennenden Frage( Heiterkeit), sprach erst fürzlich einen sehr berühmten Mann, der der Linken aus wissenschaftlichen und ethischen Gründen ablehnen. Ich als solche keine Besoldung oder Entschädigung beziehen. Gegen der Frauenfrage. Es wäre sehr wünschenswert, wenn über Herrn Lenzmann bemerke ich, daß, wenn die verbündeten Graf Posadowsky dafür sorgen wollte, sehr nahe steht, und der sagte mir, daß er der Frage daß die Behandlung Regierungen sich bei Beratung von Initiativ Anträgen im der studierenden Frauen sehr skeptisch gegenüberstehe, ob Frauen zur Ausübung der allen Universitäten des Reichs medizinischen, besonders der chirurgischen Wissenschaft gleich befähigt find, Reichstag nicht vertreten lassen, darin nicht eine Unhöflich eine gleichmäßige werde. Die heutigen Verhältnisse find feit liegt, eine solche Beteiligung würde aber praktisch in ganz unhaltbar. An der Universität Königsberg z. B. laffen Diagnose nicht ganz entspricht, welche der äußere Befund annehmen wie die Männer. Er sagte, wenn z. B. der innere Befund der den meisten Fällen nicht von großer Bedeutung fein, Srei Professoren der Anatomie Frauen überweil die Kommiſſare des Bundesrats hier ja doch keine irgend wie haupt nicht zu, während an derfelben Universität läßt, fo fehlt den Frauen meist die Nervenstärke bindende Erklärung abgeben können, bevor sich die verbündeten Re- die Frauen das medizinische Eramen ablegen dürfen. operativen Eingriff auf veränderter Grundlage, obwohl das Leben und die rasche Entschlußfähigkeit zu einem sofortigen gierungen schlüssig gemacht haben. Dazu bedürfen die Regierungen Das ist doch ein Widerfinn. Ebenso müßte das Recht des Patienten dabei von Minuten abhängen fam. Die chirurgische oft langjähriger Erwägungen. Initiativanträge des Reichstags ver- der Frauen, an politischen Vereinen und Versammlungen folgen übrigens sehr oft den Zweck, eine Anregung zu sein für das teilzunehmen, anerkannt und Befähigung der Damen, so resumierte er, sei ihm zweifelhaft. über das legislatorische Borgehen der Regierung und in der That find zahlmäßig geregelt werden. ganze Reich gleich Freilich, so fügte er hinzu, so viel, wie die große Menge In Preußen werden aber heute reiche Gesezentwürfe der verbündeten Regierungen aus solchen An- die Frauen in Bezug auf das Vereins- und Ver- Frauen auch noch leisten fönnen.( Heiterkeit.) Ich gebe gewöhnlichen Aerzte leistet, werden die regungen hervorgegangen. sammlungsrecht so behandelt wie Lehrjungen, Abg. v. Levehow( kons.). Bankrotteure und Narren.( Heiterkeit und Sehr richtig au, wir müssen den Frauen mehr Gelegenheit geven, sich selbständig Ich möchte nur betonen, daß die Forderung des Reichstags auf links.) Man scheint sich in der Regierung vor den Frauen jezt mehr ihr Brot zu erwerben. Herr Abg. Hize hat dann noch nach der Krankenkaffen Novelle gefragt. Es knüpfen sich an Gewährung freier Eisenbahnfahrt durch das ganze Reich eine zu fürchten, als selbst vor den Socialdemokraten. In jüngster Zeit die Krankenkassen- Novelle viel mehr Streitpunkte, als ich wirklich sehr bescheidene ist. Ich möchte den Wunsch nach Gewährung ist sogar den verboten worden, an einem selbst vorausgesehen habe. Mein Bestreben geht dahin, die dieser Forderung heute wiederholen( Bravo!) und hoffe, daß ihre Tanz Kränzchen einer Zahlstelle des MetallErfüllung das einzig praktische Ergebnis dieser Debatte sein wird. arbeiter Verbandes teilzunehmen.( Sört! hört! links.) Herr Sige weiß, wie schmerzlich ich die bestehende Lüde zwischen Novelle so einfach als möglich gestaltet an das Haus zu bringen. Ein ( Lebhaftes Bravo! auf allen Seiten des Hauses.) besonderer Feind der Frauenbeteiligung alt Ver= einen ist ja der jezige Rettor der Berliner Univer- fann ich keinen bestimmten Zeitpunkt angeben, an dem die Novelle Krankenkassen- und Unfallversicherungs- Gesez empfinde. Aber heute fität. Neuerdings hat er sich sogar veranlaßt gesehen, den dem Hause vorgelegt werden wird. Ich glaube, alle in der Dis Bei dem heutigen Wahlreglement kann das Wahlgeheimnis un- Socialwissenschaftlichen Studentenverein aufmöglich gewahrt werden. Einzelne Regierungen haben sich für unsren zu lösen, bloß deshalb, weil in einer Privatnotiz in der fussion aufgerollten Fragen hiermit beantwortet zu haben.( Heiterkeit.) Antrag auf Aenderung des Wahlgesetzes ausgesprochen. Der Wider- Welt am Montag" gestanden hatte, al einem Vortrag Abg. von Kardorff( Rp.): stand wird natürlich wieder bei der preußischen Regierung liegen. über das Problem der Frauenfrage, den Verein Herr Müller- Meiningen hat recht, wenn er sagt, wir seien noch Wir wollen ein freies Wahlrecht, das nicht nur auf dem Papier veranstaltete, dürften auch Damen in der Diskussion das Wort nehmen. etwas rückständig, soweit die Frauenrechte in Frage kommen. steht, sondern dem Geiste der Verfassung wirklich entspricht.( Bravo! Als Grund der Auflösung wurde Gefährdung der Disciplin ange- Ich bin ein Freund der Erweiterung dieser Rechte. Ich stehe links.) geben, der Rektor hat wohl die deutschen Universitäten mit fogar dem Gedanken nicht ablehnend gegenüber, den Frauen Abg. v. Tiedemann( Rp.): Kasernen verwechselt? Selbst der konservative Professor das Wahlrecht einzuräumen. Bei dem heutigen Wahlrecht Die Diätenlosigkeit ist in der Verfassung festgesetzt und bildet Wagner hat gegen das Vorgehen protestiert. Wenn man sagt, die könnten die Resultate nut dann Haus, ein Korrelat für die geheime Abstimmung. Fürst Bismard schloß Frau gehört ins müffen Sie auch dafür Frauen mit wählen würden.( Ruf links: Wir sind damit ein Kompromiß mit den entgegengesetzten Anschauungen. sorgen, daß jede Fran daß jede Fran von Reichswegen ihren Mann be- lein verstanden! Ich glaube aber, eine Anzahl von Herren da Wenn Sie die Diätenlosigkeit beseitigen wollen, müssen Sie auch kommt.( Große Heiterkeit.) Heute nimmt die Ehelosigkeit immer drüben würden nicht hier sizen, wenn die Frauen mitwählen dürften. die geheime Abstimmung beseitigen. Darüber ließe fich reden. mehr zu, und auch der neue Rolltarif ist ein ährvater( Seiterkeit.) ( Lachen links.) Ich wundere mich darüber, daß Abg. Lenzmann über dieser Ehelosigkeit( Lachen rechts, Sehr richtig! links), indem er die Geschäftsführung im Bundesrat so wenig unterrichtet ist. die Haushaltung verteuert. Die Frauen müssen also auf eigene Die 17 preußischen Stimmen werden dort einheitlich abgegeben Füße gestellt werden und dazu muß ihnen Freiheit der Ausbildung nach den Beschlüssen der preußischen Regierung. Die Initiativ- und das Vereins- und Versammlungsrecht gewährt werden, sie anträge der Linken sind geeignet, an den Grundlagen der Verfassung müssen als vollwertige Menschen auch im öffentlichen Leben anerkannt werden.( Bravo! links.) zu rütteln. Wahlgeheimnis gewahrt werden. Reichskanzler Graf Bülow: Abg. Beckh- Coburg( frf. Vp.): Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt der Etat der Reichskanzlei. 0 fein. Die Bevölkerung des Frauen an. Waldes Thüringer Abg. Prinz Schönaich- Carolath: der von wenn die Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag 1 Uhr. Schluß 6 Uhr. Parlamentarisches. Die Budgetkommiffion des Reichstags begann Mittwoch mit der Beratung des Marine- Etats. Die fortdauernden Ausgaben des Etats belaufen sich auf Im Laufe der letzten zehn, besonders der letzten fünf Jahre sind erhebliche Verbesserungen auf dem Gebiete des Frauenstudiums geschaffen worden; ich kann nicht umhin, dem Herrn Staats- 86 913 539 W., die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats auf sekretär meinen Dant auszusprechen. Herr Dr. Müller 70 422 550 M., die einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats Meiningen scheint mir zu viel auf einmal zu verlangen. Man auf 51 746 000 M. " Abg. Dr. Oertel( t.): Das Privatissimum, das mir Abg. Lenz mann über die Stimmzettel gehalten hat, war unnötig. Ich wäre so hell, zu verstehen, was er meint, auch wenn ich nicht Sachse wäre. ( Heiterkeit.) Das Gehalt des Reichskanzlers wird bewilligt, ebenso barf nicht mit der Thüre ins Haus fallen und die bisherigen Fort. Die Beratungen beginnen mit dem Kapitel der Indienst= schritte tönnen uns nur hoffnungsfroh stimmen. Daß einzelne haltungen". Der„ Materialienfonds" enthält eine MehrEs folgt der Etat des Reichsamtes des Junern. Die Be- Profefforen Frauen noch nicht zum Studium zulassen, ist ja sehr forderung im Betrage von 2 705 790 2. Staatssekretär v. Tirpitz die Mehrforderung zu einem Viertel durch ratung beginnt bei den fortdauernden Ausgaben mit dem Titel: bedauerlich, ich glaube, das wird auch der Herr Staatssekretär weist nach, daß bedauern. Mit großer Freude habe ich die ,, Gehalt des Staatssekretäre und Unterstaatssekretärs" in VerAn Bedarfsvermehrung, zu d.ci Vierteln durch Preissteigerung verursacht stellung von weiblichen Fabrik Inspettoren be- werde. Die Indiensttaltung der Auslandsflotte entfalle zumeist, mit bindung mit folgender Resolution Baffermann( natl.)- Dr. Hize( C.)- grüßt und hoffe, daß wir auch auf diesem Gebiete bald weitere 60 Monaten, auf Stanonenboote und Flußdampfer in Ostasien, wo Rösicke- Dessau( wildlib.)! Fortschritte zu verzeichnen haben werden.( Bravo! bei den National- dauernd eine solche Flottille unterhalten werden müsse. liberalen). Staatssekretär Graf Posadowsky. " Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu erfuchen, ihm alljährlich eine Uebersicht vorzulegen über die Arbeiterverhältnisse in den Betrieben des Reiches und in den Werkstätten der Heeresverwaltung, insbesondere über die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die von ihnen bezogenen Löhne, die Arbeitsdauer und die zu ihren Gunsten getroffenen Einrichtungen." Abg. Hitze( C.): 1 Avg. Dr. Müller Sagan( frf. Bp.) wünscht den Nachweis, daß dauernd drei Flußdampfer für China nötig seien. Staatssekretär v. Tirpitz betont, daß das Auswärtige Amt diese Forderung aufgestellt habe. mit = Die Frage des Schußes der Kinderarbeit ist sehr chwierig. Einerseits sollen die Kinder gegen gewerbliche Ausbeutung auch in der Familie geschützt werden und andrerseits Abg. Prinz Arenberg( f.) erklärt, der Angelegenheit bein Etat darf nicht zu tief in das Familienleben eingegriffen werden. Die des Auswärtigen Amtes näher treten zu wollen. Nachrichten über den Gesezentwurf in dem von Herrn Abg. Frese( freis. Vg.) weist darauf hin, daß die Beherrschung Graf Posadowsky hat davon gesprochen, daß uns sehr bald ein Hige erwähnten Blatte find irrig und werden sehr bald in der der Flüsse das wichtigste für die Aufschließung Chinas sei. Hierauf wird Gesezentwurf zum Schuße der Kinderarbeit vor- Nordd. Allg. 8tg." berichtigt werden. Ich hoffe, daß die Vorder Materialienfonds allen gegen gelegt werden würde. Ueber den Inhalt desselben hat ja der„ Berlegung dieses Gesezentwurfes noch in dieser die vier Stimmen der Socialdemokraten angenommen. liner Lokal- Anzeiger" einige Mitteilungen gemacht. Ich bedanere, Session wird erfolgen können. Die Verordnung, betreffend die Bei den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats„ Schiffs= daß im Reichs- Anzeiger" nichts darüber gestanden hat. Da der Regelung der Verhältnisse der Angestellten in Gast und bauten und Armierung" fündigt Abg. Müller Fulda( C.) seine " Lokal- Anzeiger" kein offiziöses Blatt ist, muß ich darauf verzichten, han fwirtschaften, wird morgen oder Freitag veröffentlicht Absicht an, nicht dringliche Forderungen für Schiffsnenbauten mit auf feine Mitteilungen einzugehen. werden. Bei der Hinausschiebung der Frist zum Infrafttreten der Rücksicht auf die ungünstige Finanzloge zu streichen. Ich begrüße die Erweiterung der arbeitsstatistischen Kommission Verordnung, betreffend die 8inthütten, befand sich der Bundes- Abg. Graf Oriola( nail.) meint, es werde in England einen zu einer besonderen Abteilung des statistischen Amtes, die Thätigkeit rat in einer Notlage. Ich gestehe zu, daß es sehr wenig er sehr schlechten Eindruck machen, wenn auf die vielen großen Worte dieser neuen Behörde wird eine sehr ausgedehnte sein. wünscht war, die Frist bis 1903 zu verlängern. Die preußische jetzt solche Thaten folgten. Durch das Flottengefe scien lleber die Berhältnisse der Cigarrenindustrie, die sich Regierung wies aber nach, daß es den Zinthütten nicht möglich sei, ja aber glüdlicherweise alle Schiffsneubauten fest. in letzter Zeit statt gebeffert, verschlechtert haben, ist uns seitens der alle geforderten Umbauten in der gegebenen Frift zu vollenden, gelegt. Regierung feinerlei Mitteilung gemacht worden. Vielleicht ist der wenn nicht eine ganze Anzahl von Zinkhütten ihren Betrieb über- Abg. Dr. Müller Sagan( frf. Vp.) meint, nur der Rahmen Staatssekretär hente in der Lage, mitzuteilen, wieweit hier die haupt schloffen. Von einer nochmaligen Verlängerung der Frist kann des Flottengesetzes sei gefeßlich firiert, der Reichstag habe die Freiheit, Arbeiten der Regierung gediehen find. In der Cigarrenindustrie aber selbstverständlich auf keinen Fall die Rede sein.-im einzelnen die Ausführung je nach der Finanzlage zu beschleunigen tonzentrieren sich alle Mißstände der Hausindustrie; zu ihrer Was die Beschräntung der Frauen und Kinder oder zu verschieben. Abg. Müller- Fulda( C.) schneidet die Pauzerplattenfrage an. T Die Profite der Plattenfabrikanten seien auch jetzt nach dem Preisnachlaß noch immer ganz ungeheuerlich. Die Marineverwaltung möge doch alle neuen Erfindungen eifrig prüfen, die geeignet erscheinen, sie von den Panzerplatten Monopolisten zu befreien. Staatssekretär v. Tirpitz entgegnet, die Plattenpreise seien jetzt Die Forderung wird unverändert bewilligt. Die nächste Sigung findet am Donnerstag um 10 1hr statt. Auf der Tagesordnung stehen der Nest des Marine Etats und der Etat für Siautschou. Aus der Frauenbewegung. ficher niedriger, als sie sich bei staatlicher Fabrikation der Platten Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. straße 44, IV. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straß nommen. Die ersten 24 Forderungen für Schiffsbauten werden angeBei der nächsten Forderung: Eine Million zum Einbau besonderer Kühlanlagen für die Munitionsräume der Schiffe zur Konservierung der rauchlosen Pulvernmunition beantragen der Referent Abg. v. Thünefeld( C.) und Abg. Müller- Fulda( C.) die Streichung. Die Forderung wird aber, nachdem sie Staatssekretär v. Tirpitz eingehend vertraulich begründet, angenommen. Alle übrigen Titel werden unverändert bewilligt, nur werden mit Rücksicht auf die ungünstige Finanzlage gestrichen: 1 Million von 2 Millionen als zweite Rate zur Beschaffung von Munition. 300 000 M. von 1 200 000 M. 300 000 M. von 1 200 000 M. 300 000. von 1 300 000 M. für artilleristische Armierung zweier Linienschiffe und eines großen Kreuzers. je 100 000 m. von drei weiteren Forderungen a 400 000 m. für die artilleristische Armierung dreier kleiner Streuzer. 150 000 m. bou 780 000 M. für die Torpedo- Armierung dreier Linienschiffe. " Königsfäle, Neue Königstraße 26. Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 36. Süd- Ost II", Link, Wrangelſtr. 86. Einigkeit III", Wannsee, Krüger, Fürstenhof.„ Linde II", Liebke, Weidenweg 23. Gesangv. des Ber bandes deutscher Gastwirtsgehilfen", Mörschel, Jüdenstraße 36( 3-5 Uhr). Arion II", Rummelsburg, Schumann, Neue Prinz Albrechtstr. 70. Biedeslust I", Fürstenwalde, Schloßfelleret. Sängersluft", Werder, Schwarzer Adler", Fischerstraße.-Trebbin", Trebbin, Wolf, Bahnhofstraße. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Putbuser: Die Dichterin Clara Müller wird Montag, den 27. Januar, rgstraße 56. Alter Berliner". Reichenbergerfir. 146.„ Kamerun", abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer unverzagt I", Koppenstr. 17. Kühl, Tilsiterstraße 48. Glühlicht I", Neu Weißensee, Strenstr. 3. Saal) einen Vortrag von Fragmenten aus dem Roman Non- Feste Brüder", Rirdorf, Bietherstr. 29. Sorgenlos", Zuleger, Bimmerfir. 60. feffionen" sowie eigener Gedichte halten. Gäste sehr willkommen. ftraße 21. " Virginia", Schnieber, Admiral„ Alter Hussit", Matthea, Bernanerstr. 120. Eiserne Pfeife", Unser Stiftungsfest, zu welchem August Bebel die Festrede hält, Logan, Schulstr. 113. Du ahnst es nicht", Schmidt, Tilsiterstr. 32. findet am 9. März in den Arminhallen statt. Billets sind im Verein Feigenblatt", Adam, Nykestr. 5.„ Mailuft", Elsasserstr. 10..„ Colorado", und an folgenden Zahlstellen zu haben: Frau Panzeram, Pappel- Klinge, Reinickendorferstr. 56." Fidelio", Stephan, Lausitzer Platz 12. Allee 128, I; Frau Klotsch. Stoppenſtr. 81,§. I.; Frou Steinkopf, Einigkeit II", Wähner, Gubenerstr. 57." Apfelblüte", Wiesenstr. 29 a. " Freie Stunde", ManteuffelKolbergerstr. 26. Schwedterstr. 34; Frau Bauschke, Rostockerstr. 46; Frau Seeger," Gibele Brüder II, Graudenzerstr. 2. straße 49. Ringelwolte", Bredowstr. 11.„ Grüne Quaste", Roß, Rirdorf. Jägerstr. 46. ,, Neu: Lichtenberg", Lichtenberg, Margarethenstraße 20. Freies Licht", Göze, Marienburgerstr. 16." Freundschaft", Gustav Adolfstr. 155. Oberspree", Ober- Schöneweide, John, Wilhelminenhofstraße 18. " " Vereinskalender. Lese: und Diskutierklubs. Donnerstag: Lese: und Diskutierklub Südost", Tolksdorf, Görlitzerstr. 58. " " # " Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Donnerstag.„ Bither: flub ehem. Behrenbeckscher Schüler", Prinzenſtr. 89. Theaterverein Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 2. Vor Medea 1901", Reichenbergerstr. 19. Statklub„ Grand- Schwarz", Winsfißender: A. Hübner. Wilhelmstr. 134. 1. Kassierer: Seifrit, Fidicinſtr. 16. Alle straße 56. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Frd. Kortum, Laufigerstr. 33. Berliner Ruderverein" Vorwärts". Sigung 9 Uhr abends im Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Üebungsstunde und Aufnahme neuer Mit Bootshause, Stralau, Tunnelſtr. 17. glieder. Männerchor St. Urban", Zimmer, Annenstr. 9. Arbeiter Stenographenverein ,, Vorwärts II", ., Stolze( Einigungssystem), Neumann, Brunnenstr. 150.- Gefangverein Berliner Kürschner", Feind, Wein: Donnerstag: Bezirk Süden, Gräfestr. 82, bei Jahn, abends 82 Uhr. 40 000 m. von 100 000 M. als Schlußrate zur Torpedo- Armierung Straße 11.-„ Einigkeit I", Gr. Lichterfelde, Bagel, Chauffeestr. 104.- Morgen- Bezirk Nord- West, Waldstr. 8 bei Fischer, abends 8½½ Uhr. der kleinen Kreuzer Medusa und Amazone. rot II", Köpenid, Stippekoht, Scharnweberstr. 5." Fröhlich", Rummelsburg, einssigung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8½ Uhr. Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, VerVon den sonstigen einmaligen Ausgaben werden weiter noch die Schröter, Mozartstr. 7. Vineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. Wach Forderungen für Bedürfnisse der Werftverwaltungen erledigt. auf II",( Alt Blessin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Dabei wird die für die Umänderung einer Reifel- Deutsche Eiche II", Brandenburg a. S., Wuthenow, Bredowstraße. Gewerkschaftshauses. Donnerstag: Metallarbeiter. schmiede in der Kieler Werft verlangte erste Rate von Freiheit III", Bernau, Elysium, Berlinerstraße. Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Branden„ Loreley", Schu150 000 m. gegen die 10 Stimmen des Centrums und der Socialmann, Hochstr. 32a. ,, Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. burg). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten Sorgenfrei", Möhring, Admiralstraße 18 c. Morgengrauen"( Bäcker), an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Donners: demokraten mit 14 Stimmen bewilligt. Neumann, Brunnenstraße 150( nachmittags 4-6 Uhr). Möbel: tag: Arb.- Radf.- Verein. Berlin", jeden Donnerstag nach dem 1. bei polirer", Langestraße 65. Oranienburger Vorstadt", Humboldt: Merkowski, Andreasstr. 26, jeden Donnerstag nach dem 15. bei Raabe, Rolhallen, Huffitenſtr. 40. Steinnelfe", Müllerstr. 7. Hoffnung III", bergerstr. 23. Radf. Verein Biel", Adlershof, jeden 2. und 4. Donnerstag Friedrichsberg, Böfer, Friedrich Kartstraße 34. Senefelder II", bei Benkert, Hackenbergstr. 1. Radf.- Verein Frei Weg", Schöneberg Brandenburg a. H., Zur Glode, Kl. Gartenstraße 1 a." Felsen: bei Berner, Afazicnstr. 21. Radf Verein Fahr wohl", Berlin, Schenk, straße und Kaiser- Allee Ecke. burg", Schulz, Blumenstr. 38. Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauch Gerichtsstr. 21/22. Luft'ge Fahrt", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. " Freiheit West". Goßmann, Kreuzbergstr. 48.bei Hegemeister, Waldstr. 52." Taube", Gänger, Jagowfir. 21. Sangeslust I", Mönch, Putbuserstr. 30.„ Verein Wilhelmsberg Hohen Central Rancherbund. Zuschriften sind an Kleist, Nixdorf, Julius: Schönhausen", Hohen: Schönhausen, Krause, Berlinerstraße 12. graphia", Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Typo: straße 26, zu richten. Donnerstag:„ Blaue Wolfe", Nixdorf, Jägerstr. 4. Liberté", GrünauerFriedenseiche", Rixdorf, Mühlenstr. 18. Weichselblatt", Nixdorf, ftraße 14.-Maurer- Ges- Verein", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Kopfstr. 41." Alte Linde", Gräfestr. 34. Edelweiß", Stegliz, DippelMänner- Chor Süd- Ost I", Stephan, Wienerstr. 31." Lyra", Charlotten: straße 7. Brennende Liebe", Rigdorf, Friedelstr. 3. Gesundheits burg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11.„ Liederfranz", Brandenburg, a. H., pfeife", Rixdorf, Kopfstr. 22. in Belten, Grunow, Wilhelmstr. 19. Mengerts Volfsgarten, Bergstraße.„ Ges.- Abt. des Arb.:Bild.-Vereins" Setteforn, Lindenstr. 1. " Sufunft III", Nieder- Schönhausen, Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berliner: Donnerstag, den 23. d. Mis., abends 81/2 Uhr, bei Lohnhof, Gontardstr. 5: ſtraße 21." Frohe Stunde", Klein, Laufiger Platz S. Freie Liedertafel", Außerordentliche Generalversammlung. Zu Einrichtungen für Funkentelegraphie werden 300 000 m. als erste Rate verlangt. Nachdem Versuche mit der Telegraphie ohne Draht die Kriegsbrauchbarkeit derselben erwiesen haben, sollen die neueren Schiffe und einige wichtige Küstenstationen mit den er forderlichen Einrichtungen versehen werden. Die Gesamtkosten sind auf 600 000 m. veranschlagt. Auf eine Anfrage erklärt Staatssekretär v. Tirpit: Das Marconische System habe noch nicht erprobt werden können, da die Gesellschaft sich auf eine Anfrage noch nicht bereit dazu erklärt habe. Das System von Siemens u. Halste stehe noch mit dem von Slaby u. Arco im Wettbewerb. Der Staatssekretär erklärt sich bereit, die Einrichtungen für Funkentelegraphie in Kiel den Mitgliedern der Budgetkommission vorzuführen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 23. Januar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Anfang 7 1hr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 7/2 116r. 3 Neues Overn Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Jongleur. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Lebendige Stunden. An fang 712 Uhr. Berliner. Die rote Robe. Anfang 712 Uhr. Lessing. Das schwarze Schäflein. Anfang 72 Uhr. Nefidenz. Die japanische Vase. Bor: her: Chassez- Croisez. Anfang 71 Uhr. Neues. Coralie u. Co. Anfang 71 Uhr. Westen. Der Maskenball. Anfang 71 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 11hr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrettl). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung vor Sereniffimus. Anf. 81%, 11br. Trianon. Lebende Lieder. Kleine Spiele. Anfang 8 Uhr. Central. Das süße Mädel. Anfang 71 Uhr. Seine Kleine. Anfang 712 Uhr. Luisen. Dorf und Stadt. Anfang 8 Uhr. Thalia. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der rote Kosat. Anfang 72 Uhr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 712 Uhr. Orpheus. Specialitäten Borstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari- Brettl. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol.' ne feine Nummer. Specialitäten Vorstellung. An fang 8 Uhr い Apollo. Specialitäten Borstellung. König Aqua. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Weihnachten. Mädchenjäger. Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachmittags 5 1hr. 3 Passage Panoptikum. täten Vorstellung. = | " Schiller Theater Urania. Belle- Alliance- Theater. Casino- Theater. Trianon- Theater ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Der Jongleur. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Poffe mit Gesang in vier Abteilungen Frühlingstage an der Riviera von Emil Pohl. Freitagabend 8 Uhr: Der Jongleur. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Revisor. Central- Theater. Heute Donnerstagabend 7 Uhr: Das süße Mädel. Operette in 3 Atten von H. Reinhardt. Morgen: Das füße Mädel. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Breise: Hermann und Dorothea. Zum Schluß: Die Lanne des Verliebten. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett!) Köpnickerstr. 68. Donnerstag, den 23. Januar 1902: Lina Abarbanell. Bozena Bradsky u. Oskar Strauss. U. a.: Maientanz", Musik von Schindler. Steppke", von Jon Anfang 8 Uhr. Lehmann. 91 Schall und Rauch, ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Donnerstag, den 23. Januar 1902: Um 7 Uhr: Soiree des Gedankenlesers Ninoff. Um 82 Uhr: Vorstellung vor Serenissimus. Erlösung. Familienidyll etc. Preise für den ganzen Abend: Parkett 6,-, 4,50, 3,- und 2,- M. Thalia- Theater. Dresdenerstrake 72/73. Morgen und folgende Tage mit vollständig neuer Ausstattung: Seine Kleine. Große Berliner Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 3.Aften. Paula Worm a. G., Guido Thielscher, Helmerding, Juntermann, Paulmüller. Gerda Walde, Bojé, Wannovins, Junter- Schatz. Anfang 7 Uhr. Carl Weiss- Theater. Speciali Carl Bicid shallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 1hr. Palast. Specialitäten- Vorstellung. Große Frankfurterstr. 132. Anfang 8 Uhr: Großstadtzauber. Anf. 7 Uhr. Das Jungferuſtift. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstrasse 57/62. Täglich: Sternwarte. Apollo- Theater. Sensationeller Erfolg: Granto u. Maud Willi Walden Stack u. Milton D' Loisachthaler Georg Kaiser Ilka Paulet König Aqua, Anfang 8 Uhr. Operette in 4 Aften nach einer Idee des Paul de Kock von Ernest Guinot. Musit von Jean Gilbert. Comtesse Marie Minna Michetti als Gaft. Morgen: Das Jungfernftift. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Dame aus Trouville. Lothringerstr. 37. Schwank m. Gefang u. Tanz i. 3 Akten. Debüt der reizenden Schwedinnen Emil Sondermann. Ferd. Worms Mizzi Birkner. Rosa Marton. Geschw. Lirée. Georgenstr., am Bahnhof Friedrichstr. Lebende Lieder. Anfang abends 8 Uhr. Hierauf: Er. Barijer Lebensbild Nur noch kurze Zeit„ eihnachten, Sanssouci in einem Aufzug. Tilly Dellon. Danny Gürtler. Sonuntagnachmittag 3 Uhr, zu kleinen Preisen: Die Grille. Castans Panopticum Metropol- Theater Friedrich- Strasse 165. Nen!! Der bedeutendste 15 Kraftturner der Welt, der Berliner Alex Meyer Phänomenale Muskulatur! Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Passage- Theater. Anf. Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11. Damen- Luftkampf ausgeführt von 12 jungen Damen. Neu! Der Gesangs- Amon Humorist erin seinen Zwerchfell schütternden Bauerntypen. Neu! Schindler, der phänomenale Mundharmonika- Virtuose. Michel Mayer, der stärkste Mann der Welt, zahlt 1000 Mk. dem, der seine Hanteln nachhebt. 16 erstkl. Nummern. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Das effektvolle wunderbare Deutsche Konzerthallen. Januar- Programm. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte u Specialitäten- Vorstellung Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Oekonom: Gustav Preflipper. Um 83 Uhr: Noch kurze Zeit die humorvolle stets neue Ausstattungs- Gesangs- Burleste Großstadtzauber. Hugo Luftig: Dir. R. Winkler. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Freitag, den 31. Januar: Sommerfeld- Benefiz. Die süßen Mädel. Operette. Auftreten des Dir. Wilh. Fröbel. Thomas, Bender, Josephi. Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: Frauchens Weihnachtstisch. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Cirkus Busch Donnerstag, 23. Jan., abends 71/2 Uhr: Gr. Vorstellung. Klondike. Orig.. Pantomime des Cirkus Busch. Die rätselhafte Comtesse X. Cirkus A. Schumann. Donnerstag, den 23. Januar, abends präcise 712 Uhr: Elite- Abend. Gala- Programm. U. a. Frl. Dora Schumann. Madame Renz. Herr Ernst Renz. Mr. Joe Hodgini. Mons. u. Mad. Marquis. Mlle. Eugenie. Mlle. Aida Mlle. Mabel O'Brien. Mlle. Antoinette 2c. Ferner: Die großartigen Januar: Specialitäten. U. a.: Sensationelle Neuheit, zum erstenmal in Deutschland Troupe Mirza Golem. Neu! Tandem- Wettfahrten auf der feinsten Rennbahn der Welt mit 65 Steigung der Original- BycicleTruppe. Neu! Die vorzügl. musikalisch. Clowns Bim- Bom. Die neuesten Original- Dreffuren des Direktor Alb. Schumann. Zum Schluß zum 110. Male, allabendlich stürm. Beifall, mit glänzender neuer Ausstattung: Quer durch Paris. Größtes und glänzendstes Manegen Schaustück in 8 Aften. CharivariBrett'l Alte Jakobstr. 37. Pepi Weiss Helena Dyas Stella Ruth Albert Kühne Preise 1,00,2,00, 3,00 Mk. Günther 2c. Anfang Wochent. 8 1hr, Sonnt.712 Uhr. Grosse Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmans Indische Menagerie Startſche Sänger im Exerzierhaus ( am Prenzlauer Thor) Lothringerstrasse 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 und 8% Uhr. Dreffur mit Löwen, Tigern, Wölfen 11. Shänen, sowie Löwen- Ningfampf und Fütterung um 4 u. 8% Uhr. Entree: T. Blat 1 M., II. 1. 50 Pf., III. BI. 25 Pf., Kinder unter 10 Jahren und Militär ohne Charge zahlen auf 1. u. 2. Pl. die Hälfte, dem 3. Pl. 15 Pf. Die Direktion: Froese. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Mufer Liebling oder: Mensch ärgere Dich nicht. Posse mit Gesang in 4 Alten von Leon Treptow. Mufit von G. Steffens. Heute: Tanzkränzchen. Freitag: Liebestraum und Erwachen. Norddeutsche Neu! Die Zillerthaler. Neu! Die Polkaschützen. Entree 50 u. 75 Pf. Wochent. Anfang Nach jeder Vorst. TANZ. 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochent. Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrützerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. 3/ 18* Specialarzt für Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Blumengeschäft, alte gute Brotstelle, auch für Nicht: fachleute, ist wegen Todesfall sofort bei halber Anzahlung zu verkaufen. Näheres Friseurgeschäft Gartenstr. 26. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 11hr. Sonntags 5 11hr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung Max Kliems Festsäle Hasenheide 13-15. Umstände halber sind meine Festsäle( auch der große Festsaal) einige 32032* Sonnabende im März und der Palmsonntag frei geworden. Chronisch Kranke, besonders Haut-, Harn-, Nieren-, Geschlechts-, Lungen-, Hals-, Herz-, Magen-, Leber-, Darm-, Blut-, Nerven- u. 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Freie Volksbühne. Donnerstag, den 30. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Tages- Ordnung: tor of Achtung, Gewerkschafts- Mitglieder! Arbeitslosen- Zählung! Am Sonntag, den 26. Jannar, morgens Punkt 8 Uhr, treffen sich alle Gewerkschafts- Mitglieder, welche sich zuvor in die Listen 1. Vortrag des Herrn Wilhelm Spohr über: Multatuli, ihrer Gewerkschaft haben eintragen lassen, in nachstehenden Sammellokalen. der freie Denker und Dichter( mit Recitationen aus seinen Es ist auch andern Gewerkschafts- Mitgliedern, welche vorher nicht eingezeichnet sind, Werken). 2. Geschäfts- und Kassenbericht, Bericht der Revisor84 gestattet, sich dort zur Mitarbeit einzufinden. Das Mitgliedsbuch ist möglichst mitzubringen. 228/4 Zutritt haben nur Mitglieder. Jeder Mitthätige hat sich in dem seiner Wohnung am nächsten liegenden Lokal pünktlich einDie XII. Serie der Vorstellungen beginnt am 2. Februar im zufinden. Bu spät Erscheinende gelten als Nichtmitthätige. Personen, welche geLessing- Theater. Zur Aufführung kommt: wöhnlich politisch thätig sind, gehen nicht in die Sammellokale, sondern in die Bezirkslokale. Die Einzeichnung in die Kontrolliste erfolgt für alle in den Bezirkslokalen. Diskussion und Verschiedenes. Haus Rosenhagen Drama in 3 Aufzügen von Max Halbe. Sonntag, den 26. Januar, 2% Uhr im Lessing- Theater: 12. Abteilung: Die Medaille. Der eingebildete Kranke. Carl Weiss- Theater: 4.5. Abteilung: Dantons Tod. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Freitag, 24. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: Am Dienstag, den 21. d. M., früh 31 Uhr, verstarb unser Kollege, der Schriftsezer Samuel Goldschmidt aus Danzig im Alter von 66 Jahren. Ein Andenken werden ihm be: wahren 446 Die Kollegen des„ Berliner Tageblattes". Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des jüdischen Friedhofes, Weißensee, aus statt. haben sich in dem für sie im Ort angegebenen Lokal einzufinden. Bororten Wohnende Centralverband der Brauer. Das überschüssige Material muß sofort an die Bezirksführer abgeliefert werden. Das Centralbureau ist das Gewerkschaftsbureau. Meldungen wegen Hilfskräfte sind dahin zu richten: Amt VII 3733. dia Sektion I. Am 20. Januar stark nach längerem Leiden unser Kollege Franz Zochert. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 23. 6. M., von der Leichen: halle des Louisen- Kirchhofes in Charlottenburg, Fürstenbrunner- Weg, aus Um zahlreiche Teilnahme ersucht Der Vorstand. J. A.: H. Gärtner. Todes- Anzeige. 436 Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser Sangesbruder Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I und IV. Brüder, Waldemarstr. 75. Rekolt, Wasserthorstr. 68. Ewald, Schönleinstr. 6. Habels Brauerei, Bergmannstraße. ſtatt. Königshof, Bülowstr. 37. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Fischer, Waldstr. 8. Peters, Alt- Moabit 80/81. Schüler- Brauerei, Turmstr. 25. Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58. Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Dieke, Ackerstr. 123. Wernau, Schwedterstraße 23/24. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Nümann, Brunnenſtr. 188. Bauer, Roferthalerstr. 57. Feind, Weinftraße 11. Schweizer Garten, Am Friedrichshain. Königsbank, Frankfurterstraße 117. Stechert, Andreasstr. 21, Keller, Koppenstr. 29. Elysium, Landsberger Allee 40. Charlottenburg. Leder, Bismarckstraße 74. Schöneberg. Obst, Meiningerstraße 8. Wilmersdorf. Witte, Berlinerstr. 40. Steglitz. Schellhase, Ahornstr. 15 a. Tempelhof. Müller, Berlinerstr. 41. Rigdorf. Thomas( Apollo- Theater), Hermannstr. 48. Baumschulen- am 20. Januar gestorben ist. weg. Staffeld, Baumschulenstr. 84. Rummelsburg. Beutling, Goethe- u. Kantstraßen- Ecke. Die Beerdigung findet am 24. b. M., 75/2 Lichtenberg. Lütterbuse, Friedrich Karlstr. 11; Bastian, Hagen- und Gudrunstraßen- Ecke. nachmittags 2 Uhr, von der LeichenFriedrichsfelde. Losse, Luisenstr. 20. Weißenfee. Schumann, Lehderstr. 118. Pankow. halle des Städtischen Friedhofes in Hoffmann, Mühlenstr. 25. Reinickendorf- Oft. Pugirer, Provinzstr. 47. Reinickendorf- Weft. Engel, Eichbornftr. 73. Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Wahlen. 2. Gewerkschaftliches. Zahlreiches Erscheinen ist notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Verband der Sattler und verw. Gewerbe. Eat und Bereinszimmer, Mitglieder Versammlungen. = Filiale 1: Montag, den 27. Jannar er., abends 8 Uhr, im Englischen Hof, Nene Noßstraße 3. Tagesordnung: 1. Die Centralisierung der Berliner Verwaltungsstellen. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 4. Quartal 1901. 4. Verschiedenes. Filiale 2: Sonnabend, den 25. Jannar, abends 8½ Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33. Filiale 3 und 6: Gemeinschaftliche Versammlung am Dienstag, 28. Jaunar, abbs. 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal I Tagesordnung: Die Sattlerbewegung von ihrer Entstehung bis zum Erlaß des Socialistengesetzes. Referent: Sassenbach. Filiale 4: Sonnabend, den 25. Januar, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7. Saal 30-250 Personen faffend, zu Festlichkeiten und Bersammlungen, auch an den Osterfeiertagen frei 476* Juselstr. 10. Jannaschk. Masken Garderobe 必 kra Grösste Heizkraft Geringster Aschengehalt Carl Ernst Kein Schlacken- Rückstand! Köpnickerstr. 126, 1 Größte Auswahl! Billigste Preise! Vorzeiger dieser Annonce erh. 10% Preisermäßigung. Die Kollegen werben ersucht, sich am Sonntag, den 26. Jannar, Ball- und Cottillonmorgens 28 Uhr in den von der Gewerkschafts- Kommission bekannt ge machten Lokalen zur Arbeitslosen- Zählung einzufinden. Sonnabend, den 8. Februar 1902, in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Großer Wiener Masken- Ball mit Ueberraschungen. Anfang 8 Uhr. Um rege Beteiligung ersucht Entree 50 Pf. Das Vergnügungskomitee. NB.: Die Kollegen werden ersucht, sich beizeiten mit Billets zu ver: fehen, da nur eine beschränkte Anzahl ausgegeben wird. Dies Blatt liegt im Lokal zur gefälligen Einsicht aus. Abendkasse findet nicht statt. Achtung! 156/3 Meinen werten Freunden und Bekannten zur geft. Kenntnis 117/ 17* Achtung! 10 nahme, daß ich Nene Promenade 4 einen vis a vis Bahnhof Börse Artikel. Sämtlicher Festlichkeitsbedarf für Vereine. Masken, Dekorations, Scherz, Zauber, Cottillon- Artikel in großer Auswahl. Billige Preise. Paul Schimlick, Berlin, Friedrichstr. 235. Tel. Vla Nr. 11 873. [ 33212* Der Winter ist ein harter Mann, Doch ficht mich dieses wenig an. Ich trink' einen Wurm und Sonnenschein Dringt warm in Herz und Leib mir ein! Verlangen Sie geft. ausdrücklich: Wurms Magendoftor. Vertreter: Generaldepot: Berlin NO., Neue Königstr. 74. o 10%. Boetzow- Ausschank o 10%. Frauenleiden 10 eröffnet habe. 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M. starb unser treuer Verbandskollege Julius Rabe Alvenslebenstr. 19, im Alter von 45 Jahren. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. b. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Luther- Kirch hofes in Lantwis, Marienfelderstraße, aus statt. 136/15 Die Verbandsleitung. Für die mir bewiesene Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Johanna Leopold, geb. Radke, spreche allen Beteiligten, dem deutschen Buchbinderverband, dem Personal ber Firma H. S. Hermann, sowie den Kollegen und der Firma W. Humpert meinen innigften Dank aus. thing 486 Adolf Leopold. Familie Radke. Künftliche Bähne ohne Wurzel Entfernung! Garantiert schmerzlos Zahn- u. WurzelOperat., Plomben etc. Lanjährige Garantie Teilzahlung Woche 1 Mark. Bruno Steffens, Neanderst. 21 Achtung! Vereine. Im März sind noch einige Sonn32852 abende frei. Schul Wedding- Kasino, traffe 29. 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Die Frage der unentgeltlichen Krankenhaus- Verpflegung Vermißt wird seit dem 15. d. M. der 61 Jahre alte SchmiedeBerliner Partei- Angelegenheiten. wird noch nicht von der Tagesordnung der Stadtverordneten- Ver- meister Julius Insell aus Radewege bei Brandenburg a. H. Insell Die Schöneberger Parteigenoffen und Wähler des neunten ſammlung verschwinden. Der Stadtverordnete Dr. Nathan hat den begab sich am Montag, den 13. früh, nach der königl. Klinik in der Die Schöneberger Parteigenoffen und Wähler des neunten Bezirks erinnern wir nochmals an die heute, Donnerstag von Antrag eingebracht, den von ansteckenden Krankheiten befallenen Biegelstraße, wo er Heilung von einem schweren Augenleiden zu 11-7 1hr abends im Restaurant„ Wilhelmshof", Ebers- Personen auf ihren Antrag,( bei Kindern auf Antrag des Vaters, finden hoffte; er verließ die Klinik in der Austaltskleidung am 15. straße 80, stattfindende Stadtverordnetenwahl. Uebe städtischen Krankenhäusern unentgeltlich zu gewähren. Die Angehörigen vermuten, daß er sich in geistiger Ümmnachtung in die der Mutter oder des Vormundes) die Kur und Verpflegung in den früh gegen 5 Uhr und ist bisher nicht wieder zurückgekehrt. Die jeder sein Wahlrecht aus und gebe seine Stimme ab für unsre unentgeltlichkeit der Kur und Verpflegung soll nicht Platz hinter der Anstalt befindliche Spree gestürzt hat. Etwaige NachKandidaten Ernst Obst und Karl Wollermann. Es kommt auf jede Stimme an! Geben wir den Herren im Stadthause greifen, insofern für den betreffenden Kranken eine Kranken- richten wolle man an das nächste Polizeirevier gelangen lassen. die richtige Antwort auf die am letzten Montag erfolgte ungültig einzutreten verpflichtet ist. Dieser Antrag list von der Fraktion der Krankenkassen Berlin8. Heute abend werden die ersten Vorträge falſe, die Dienstherrschaft oder eine private Versicherungs- Gesellschaft Oeffentliche Hygiene- Vorträge der Centralkommission der keits- Erklärung des Mandates eines unsrer Genossen! Wer bis um 7 Uhr im Wahllokal erscheint, tann sein Wahl- Neuen Linken" unterstützt. des neuen Cyklus gehalten über das Thema: Wie sollen wir Unfug in einer Schulaula. Mit dem Unfug des Gesund uns ernähren?" Es braucht kaum darauf hingewiesen zat betens, der jetzt in der" guten" Gesellschaft Berlins graffiert, wird werden, wie wichtig eine sachgemäße und gleichzeitig ökonomische Falf- Realgymnasium, in der Stegligerstraße, versammeln sich näm- Arbeiterschaft ist. Es gilt durch richtige Ernährung den Gefunden sich die Stadtverordneten- Bersammlung demnächst beschäftigen. Im Ernährungsweise für jedermann und nicht zum mindesten für die lich allwöchentlich die Anhänger der Christian science". Hierauf die Arbeitskraft zu erhalten, bei geschwächten Personen sie wieder zu lich, bezieht sich eine Interpellation, die Stadtv. Kreitling, unter- erhöhen und Magenerkrankungen vorzubeugen. Die Vorträge finden stüßt von der neuen Fraktion der Linken, in der Stadtverordneten- statt in den Aulen der Gemeindeschulen Tilsiterstr. 4/5, Schönhauser Versammlung eingebracht hat und die dahin geht, ob es dem Allee 166a, Gneisenaustr. 7, Stephanstr. 27 und Schöneberg, FeurigMagistrat bekannt ist, daß in der Aula des Falk- Realgymnasiums straße 62/63. Die vortragenden Herren Doktoren Stulz. Ratkowsky, Salpeter als Himmelsgabe. Zur Frage der Milch- regelmäßige Versammlungen stattfinden, in denen für die so- Kramm, Brat, Steinthal. Beginn 81/2 Uhr. Zutritt für jedermann pantschereien wird uns geschrieben:" Im Oftober vorigen genannte„ metaphysische Heilmethode" nach dem System der unentgeltlich ohne Legitimation. Jahres hatte sich, wie feiner Zeit mitgeteilt wurde, der Milchbändler Amerikanerin Eddy Propaganda gemacht wird. Wir sind dafür, daß die städtischen Schulräume öffentlichen Ufer 1a gerufen, wo der Fußboden und die Balfenlage vor einem Karl Wilte vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten, weil Feuerbericht. Mittwochmittag wurde die Wehr nach Mariannener nach dem Befunde der Berliner Marktpolizei gewässerte Milch feil- 3wecken dienstbar gemacht werden. Aber Narrenspoſſen darf man Ofen Feuer gefangen hatte. In der Nacht zum Mittwoch war in geboten hatte. Der Angeschuldigte versicherte, daß er selbst eine nicht in ihnen treiben. der Gleimstraße ohne Nummer jedenfalls böswillig an einen Fälschung der Milch nicht vorgenommen, sondern sie in dem ge- Die städtische Subvention für das Aquarium, die heute Schuppen Fener gelegt, das indes von der schnell herbeigerufenen fälschten Zustande selbst erhalten hätte. Unterstügt wurde seine Be- 8000 m. beträgt, soll nach einer der Stadtverordneten- Versammlung Behr noch im Keine erstickt werden konnte. Dienstagabend 9 11hr hauptung durch das Vorhandensein von Spuren Salpeter in der zugehenden Magistratsvorlage auf 15 000 M. erhöht werden. Die- mußte in der Kaiser Wilhelmstr. 18 ein Kellerbrand beseitigt werden. Milch, welcher im Berliner Leitungswasser überhaupt nicht, dagegen befriedigenden Einnahmen des Aquariums erheischen, wie gewiß zu Kurz vorher gingen in der Rostockerstr. 25 Möbel und Kleidungsin den ländlichen Brummen meistenteils vorhanden zu sein treffend berichtet wird, einen derartigen Zuschuß. Ein hiesiges Blatt erwägt ftücke in einer Wohnung in Flammen auf. In der Gipsstr. 29 hatte pflegt. Außerdem war auf Veranlassung des W. in Melchow. sogar die Eventualität, daß das Aquarium seine Pforten schließen sich nachmittags Petroleum entzündet und dadurch Lappen und woher die fragliche Milch stammte, eine Kontrolle ausgeführt und das wertvolle Grundstück Ecke Unter den Linden- und Schadow- Verpackungsmaterial in Brand gesetzt, der jedoch in kurzer Zeit abworden, in dem von der Milch eines jeden der acht bäuerlichen straße verkauft werde. In diesem Falle würde unsres Er- gelöscht werden konnte. Kleinere Brände verursachten dann noch Lieferanten je eine Probe entnommen und unter amtlichem Verschluß achtens der Direktion des Zoologischen Gartens die Alarmierungen nach Gerichtstr. 9 und Steinmetzſtr. 44. dem Gerichtschemiler Edgar Reich zur Untersuchung überwiesen Aufgabe zufallen, auf ihrem Terrain ein gleiches Institut zu ers wurde. Nach dessen Feststellung erivies fich die Milch des Milch richten. Auch in dem bedeutenden Zoologischen Garten zu Hamburg 4 bauern Springer als gewässert. Auch in dieser Milch ist ein Aquarium vorhanden, welches dem Publikum gegen ein fleines wurde Salpeter nachgeiviesen. S. hatte sich 111111 Extra Entree zugänglich ist. 20. Januar cr. vor dem Schöffengericht in Eberswalde wegen Aber vorab wird, wie wir hoffen wollen, das Aquarium in der Bergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz zu verantworten. Er Stadt seinen Zwecken erhalten bleiben, und wir meinen sogar, daß entschuldigte sich zwar damit, daß es an dem fraglichen Tage start es möglich ist, das Unternehmen auch finanziell sicherer zu stellen. geregnet hätte, wodurch das Wasser in die Milch gekommen Es ist in dem Hauſe in der Schadowstraße allerdings nicht sein müsse. Nachdem aber festgestellt war, daß die Milch in zu- angängig, das Publikum durch Konzerte heranzulocken, wie dies im Auch die Allgemeine Ortskrankenkasse in Charlottenburg gedeckten kannen geliefert worden war, und der Sachverständige Zoologischen Garten geschieht, und es wird auch ausgeschlossen wird in den Monaten Januar, Februar und März einen Vor erklärt hatte, daß es aus den Wolfen nicht Salpeter bleiben, daß sich die Oeffentlichkeit dieser Sehenswürdigkeit mehr zu- trags- Cyklus über Arbeiterhygiene abhalten, für den regnen könnte, diese Himmelsgabe vielmehr nur aus der Erde wende, wenn sie etwa in ähnlich großartiger Weise renoviert worden sich Professoren, Gewerbe- Aufsichtsbeamte und Aerzte mit dankensin das Brunnenwasser und mit diesem dann in die Milch hinein gelangen ist, wie neuerdings der Zoologische Garten. werter Bereitwilligkeit zur Verfügung gestellt haben. Die Vorträge könnte, wurde der Angeschuldigte für überführt erachtet und zu Immerhin aber kann die Leitung des Aquariums durch Er behandeln die verschiedensten Krankheiten und sind unentgeltlich 50 M. Geldstrafe verurteilt. Interessant ist es, daß die Milchbaueru mäßigung des Eintrittsgeldes den Besuch und damit jedermann zugänglich. Der erste Vortrag findet morgen, Freitagin Melchow der Centrale für Milchverwertung angeschlossen sind. die Einnahmen um ein Beträchtliches heben. Gegenwärtig zahlt abend 81/2 Uhr in der Aula der Gemeindeschule, Goethestr. 22 statt, Jedenfalls wird durch jenen Fall ein eigentümliches Streiflicht man dort an Wochentagen 1 M. und Sonntags 50 Pf. Rur am und zwar behandelt er die ansteckenden Krankheiten. Ihm folgt am geworfen auf die bekannten famosen Inserate der Milchcentrale legten Sonntag im Monat beträgt der Eintrittspreis 25 Pf. Dienstag ein Vortrag in der Ober- Realschule, Schloßstr. 27 über bezüglich der angeblichen Milchfälschungen hier in Berlin." Der reguläre Eintrittspreis ist aber nach heutiger Auffassung das Thema: Wie sollen wir uns ernähren?" zu hoch und könnte eine Herabsetzung zum mindeſten um Die Konsum- und Produktivgenossenschaft Berlin- Nixdorf Die Hälfte sehr gut vertragen. Außerdem wurden größere Konzeifionen an Vereine ebenfalls zum Besten des Instituts ausschlagen. hat im IV. Quartal 1901 einen Umfag von 163 262,33 M. gegen Warum sollten Arbeiterorganisationen z. B. das Aquarium nicht 51 880 m. im gleichen Zeitraum des Vorjahres erreicht. Dem Aufebenso ebenso wohl besuchen wie die Urania und die Treptow- Sternwarte, fichtsrat der Genossenschaft ist es gelungen, in der Person des gegenkundige Führung sorgte? zumal wenn die Geschäftsleitung für erklärende Vorträge und fach wärtigen Geschäftsleiters des Konsumvereins in Bielefeld einen era probten und erfahrenen Geschäftsführer zu gewinnen, wodurch der gesichert ist. Genossenschaft eine gediegene sachverständige Leitung für die Zukunft am So die Zuſchrift. Wir wollen in diesem Falle immerhin dem Spruch„ Seccatur intra et extra" sein Recht zukommen lassen. Aber die inbrünstigen Versicherungen, welche die Milchagrarier von ihrer seelenvollen Unschuld abgegeben haben, lassen den vom Himmel gefallenen Salpeter nur um so interessanter erscheinen. " M Aus den Nachbarorten. In Schöneberg ist ein wackerer Parteigenosse, der Schneidermeister Leonhard Pfeiffer, Sonntag im Alter von 53 Jahren gestorben. Er war besonders unter dem Socialistengesetz ein waderer mitkämpfer. Sein Andenken wird in Ehren gehalten werden. Die neue Polizeiverordnung, betreffend den Verkauf von Kuhmilch und Sahne, ist das Ergebnis mehrerer Ministerialkonferenzen und soll den Milchhandel generell im ganzen Landes- Rührigkeit fehlen. Die Leitung des Aquariums hat es zum guten Wie uns scheint, ließ es die Direktion bisher an der nötigen polizei- Bezirk Berlin unter Aufhebung aller früheren, entgegenstehen- Teil selber in der Hand, etwas mehr Leben in die Bude" zu Die Spandauer Stadtverordneten- Versammlung, so schreibt den Bestimmungen regeln.§ 1 lautet dahin: Wer gewerbsmäßig bringen. man uns, jegte in der zum Dienstag anberaumten außerordentlichen Kuhmilch einführen, feilhalten oder verkaufen, oder iver Milchkühe zum Zwecke des Erwerbes halten will, hat dies in Berlin der I. Abteilung des 13. Gemeindewahlbezirkes wurde an Stelle des zum Sigung unterbrochenen Wahlen für die einzelnen Deputationen 2c. Bei der gestrigen Stadtverordneten Ersatzwahl in der Sigung die infolge der socialdemokratischen Obstruktion in voriger Abteilung IIa des königlichen Polizeipräsidiums, in Charlotten Stadtrat gewählten Handelsrichters E. Gehricke der Kaufmann Karl fort. In vier st in diger Arbeit( unsre Genossen hatten ihre Taktik burg, Schöneberg und Rigdorf der zuständigen Polizei- wolff, in Firma Löfer u. Wolff, einstimmig mit 25 Stimmen ge- nicht geändert), gelang es der Mehrheit, die Wahlen endlich zu Ende direktion unter Angabe der regelmäßigen Bezugsquelle oder wählt. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt worden. Bei der zu führen. Selbstredend ist es der Mehrheit glänzend" gelungen, der Zahl der selbstgehaltenen Milchlühe anzuzeigen; ebenso hat er Ersatzwahl in der II. Abteilung des 5. Gemeindewahlbezirkes wurde die Socialdemokraten aus allen Ausschüssen, Deputationen 2c.„ Aus jede örtliche Verlegung des Geschäfts oder Stalles, die Eröffnung Handelsrichter Hugo Deutich mit 506 von 717 abgegebenen anmerzen", um damit zu erreichen, daß dieser Kriegszustand auch in eines 3 weiggeschäfts, die Fabrikation von Milchforten, be- Stimmen gewählt. Rechtsanwalt Ulrich( Antis.) erhielt 210 und Zukunft fortdauern wird und die socialdemokratische Stritik mit vers sonders zubereitung für die Ernährung von Säuglingen usw. der Bezirksvorsteher Kolokowski 1 Stimme. Bisher war dieser Bezirk doppelter Kraft das öffentliche Gewissen wach zu halten suchen werde. zuständigen Bolizeibehörde anzuzeigen. Eine einschneidende Neuerung durch den zum Stadtrat gewählten Schriftsteller Kalisch vertreten. Heute( Donnerstag) findet wiederum eine Sigung der Stadtverordneten bringt, wie schon furz angedeutet, der§ 2 der Verordnung, welcher statt, in welcher it. a. auch zwei socialdemokratische Anträge auf der vorschreibt, daß für alle eingeführte, feilgehaltene usw. Milch die Die Eheschließungen haben sich in Berlin im letzten Jahr Tagesordnung stehen, welche auf die be- rühmte Kohlenaffaire und Gefäße mit genauer Bezeichnung der in ihnen vermindert. In den fünf Jahren 1896, 1897, 1898, 1899, 1900 auf die ohnungsfrage Bezug haben. enthaltenen Milchforten versehen sein müssen. waren hier 18 642, 19 329, 19 580, 19 946, 20 756 Chen geschlossen Die Standgefäße sollen in die Augen fallende, nicht ab- worden, das Jahr 1901 dagegen hat nur 19 938 Eheschließungen Die Kolonie Dahlem. Aus Steglig schreibt man uus: nehmbare Inschriften: Markimilch", Magermilch" uji. in gebracht. Von diesen 19 938 Chen wurden geschlossen: im Januar Als Hort der Frömmigkeit scheint die auf dem Gebiete der Domäne schwarzer Schrift auf weißem oder Unter- 1015, im Februar 901, im März 1823, im April 3257, im Mai 1543, Dahlem projektierte villentolonie zunächst gedacht zu sein. grund tragen, die Magermilch" muß außerdem durch einen im Juni 1059, im Juli 1282, im Auguſt 981, im September 1576, Nach dem nunmehr endgültig festgestellten Bebauungsplan find auf marineblauen Ring, der sich um die Mitte des Gefäßes im Oktober 3785, im November 1520, im Dezember 1246. dem ca. 530 Hektar großen Terrain, auf welchem 56 Straßen, sowie zieht, gekennzeichnet sein. Und in ähnlicher Weise sollen an den 16 öffentliche Bläge projektiert sind, nicht weniger als fünf Ausfluß- Deffnungen der geschlossenen Milchwagen die einzelnen Barbierlehrlings Emil Bahrend, der sich in der vorigen sondere Bevölkerungsdichtigkeit notwendig würde, ist von bornDas Ende eines Waisenkindes. Zu der Angelegenheit des Kirchen vorgesehen. Daß der Kirchenreichtum durch beSorten mit der Preisangabe ersichtlich sein; auch hier ist die Mager- Woche das Leben genommen hat, sendet uns der Lehrherr des be- herein ausgeschlossen, denn das ganze Projekt ist nur für sehr milch durch einen blauen Ring besonders kenntlich zu machen. Aufbauernswerten Jungen, der Barbier und Seilgehilfe aahlungsfähige Leute geeignet, die sich ihre Wohnung etwas foſten den Flaschen, in welchen der festen Kundschaft die Milch zugeführt Heinrich Wagner, Willibald Alexisstr. 5, eine Zu- laffen fönnen. wird, dürfen die Inschriften( Etiquettes) abnehmbar sein. In den schrift, in der er bestreitet, seinen Lehrling schlecht behandelt zu haben; welche in drei Stlassen zerfallen und folgende Einteilung zeigen. Darauf deutet auch die Anlage der Straßen hin, Räumen, in denen Milch feilgeboten wird, sollen die Verkaufs- Unjer Urteil über die Persönlichkeit des Herrn Wagner ist durch diese Selasse A: Vorgarten( 7,50 Meter). Fußweg( 4 Meter), StraßenVerkaufschrift, Klaſſen Gefäße so aufgestellt werden, daß jene Bezeichnungen Zuschrift, die zugleich den Verstorbenen zu verunglimpfen fucht, nicht bahn( 3,50 Meter). Radfahrbahn( 3,25 Meter). Fahrweg( 7 Meter), dem Publikum stets ohne weiteres sichtbar sind. im mindesten geändert worden. Die Verwendung der Milchgefäße zu audren Zwecken ist verboten wenn er einer weiteren Erörterung der traurigen Angelegenheit Borgarten( 7,50 Meter)= Gesamtbreite 45 Meter. Die StraßenIm übrigen thäte der Herr besser, Reitweg( 4,75 Meter), Straßenbahn( 3,50 Meter), Fußweg( 4 Meter), ( 83). Der Fettgehalt der Martimilch soll( nach§ 4) möglichst aus dem Wege ginge; er kann dabei wirklich nichts ge- bahn wird auf jeder Seite von einer Reihe Bäume flankiert. Ju mindestens 2,7 Broz. betragen, das specifische Gewicht 1,028, ents sprechend 14 Grad des polizeilichen Milchprobers bei 15 Grad winnen. Klasse B sind die Fußwege nur 3 Meter breit, der Reitweg dagegen Celsius; die Magermilch soll mindestens 1,032 Fettgehalt In der städtischen Parkdeputation ist die Frage der Aus- 5 Meter, während Radfahrweg und Straßenbahn fehlen und nur haben( 16 Grad des Milchprobers). Für die Kinder- bildung der Parkwächter in Samariterdienst wieder angeregt worden, zwei Reihen Bäume vorgesehen find; die Gesamtbreite inkl. Vore oder Säuglings- Milch, Kurmilch 2c., die nach der damit sie bei Unfällen sofort sachgemäße Hilfe leisten können. Zugärten beträgt 33 Meter. Klaffe C weist Vorgärten und Fußwege Wahl ihrer Bezeichnung besonders hervorragende Eigenschaften haben nächst soll ein Versuch mit der Ausbildung einiger Wächter gemacht in derselben Breite wie Klasse B auf, nur der Fahrweg ist auf soll, beträgt das Mindestmaß 2,7 Proz. Fettgehalt. Staffee und werden. Ferner beschäftigte sich die Deputation mit der Errichtung Anlage der Straßen ist also in einer Breite beſtimmt, wie man fie faure Sahne soll mindestens 10 Broz, Schlagsahne mindestens einer sogenannten Fernzündungs- Centrale für die öffentliche Straßen auch den Arbeitervierteln, deren Bewohner tagsüber in staubigen 25 Broz. Fett enthalten. Auch die gefrorene, abgekochte und steri- beleuchtung mittels Gas. Diese Centrale soll am Büschingplatz auf- abriten angestrengt thätig sein müssen, wünschen möchte. Wie be lifierte Milch, ferner die künstlichen Milchpräparate müssen als solche gestellt werden. deutlich bezeichnet werden, die legteren sogar unter Angabe ihrer richtet wird, find die ersten Straßenbauten bereits vergeben; sie Zusammensetzung und Herstellungsart.(§ 6.) Die weiteren Vor- von Tauchern auf ihre Durchlässigkeit untersucht. Diese Untersuchung uebergabe der zunächst verkauften Baustellen an die Käufer erfolgen An der Mühlendammschleuse werden jetzt die Grundmauern sollen bis Juli d. I. fertiggestellt sein, da zu diesem Zeitpunkte die schriften beziehen sich auf die vom Verkehr ausgeschlossene hat schon ergeben, daß die Fundamente Grundwasser durchlaffen. foll. Zur Beseitigung der Wohmungsnot, die in dem Fehlen Milch(§ 7), auf die Sauberkeit, Unschädlichkeit und Reinigung der Milchgefäße und Flaschen, wobei zu bemerken ist, daß Die Taucher müssen nun im Wasser und zwar bei hohem Wasser- leiner und billiger Wohnungen gipfelt, dürfte die Gra Gefäße von mehr als zwei Litern Inhalt eine„ handweite" Oeffnung stande das Mauerwerk dichten. schließung dieses Terains nichts beitragen. haben müssen(§§ 8/9), auf die Behandlung der Milch während des Ueber eine Verhaftung wegen Brandstiftung werden Ober: Schöneweide erinnert hinsichtlich der Zunahme seiner Transports(§ 10), auf die Aufbewahrungsräume, Ställe, Kühe und folgende Einzelheiten mitgeteilt. Der Goldwarenhändler Spiro, der Bevölkerungszahl an amerikanische Verhältnisse. deren tierärztliche Untersuchung 2c.(§§ 11/13). Wisfentliche Zuwider- mit seiner Frau in Scheidung lebt. richtete am 1. Oftober v. J. in Ende 1901 hatte die Bevölkerungszahl bereits das siebente Tausend handlungen sind im§ 15 mit Geldstrafe bis zu 60 Mart, dem Hause Weinbergsweg 6 ein Geschäft ein und schlief seitdem in überschritten; zu diesem Zeitpunkt ergab die zu Steuerzwecken vor event. verhältnismäßiger Haftstrafe bedroht. einem fleinen Raum hinter dem Laden. Nachdem er sich gegen genounnene Personenstandsaufnahme 7076 Einwohner. Bei den Einbruch und Feuer versichert hatte, meldete er kaum einige Tage Boltszählungen von 1900, 1895, 1890 waren im Gemeindebezirk Der von dem Barbierlehrling Emil Bahrend begangene nach der Eröffnung des Geschäfts einen Diebstahl an. Am Montag Ober- Schöneweide 5850, 626, 216 Einwohner ermittelt. Selbstmord hat unsre Parteigenossen in der Stadtverordneten- abend ging er nach Geschäftsschluß aus, gegen 11 Uhr nahmen Haus Die Bevölkerungszunahme des Kreises Niederbarnim beBersammlung veranlaßt, den folgenden schleunigen Antrag einzu- genossen wahr, daß durch die Thürrigen aus dem Laden Rauch bringen: hervorbrang. Die Feuerwehr, die sich gewaltsam Gingang verschaffen In der Annahme, daß der Magistrat mit der Ermittelung und mußte, fand einen Brandheerd hinter dem Ladentisch. Die Waren In der Annahme, daß der Magistrat mit der Ermittelung und vorräte waren nur gering, während die Versicherung nicht unbedeutend Feststellung der Ursachen beschäftigt ist, aus denen der von der ist. Alle Spiro um 3 Uhr morgens nach Hause kami, war er scheinbar städtischen Waifenverwaltung im Jahre 1900 zu dem Barbier und sehr erstaunt. Er wurde jedoch sofort in Haft genommen. Heilgehilfen Heinrich Wagner, Willibald Alexisstr. 5, in die Lehre gegebene Barbierlehrling Emil Bahrend sich das Leben genommen hat, ersucht die Versammlung den Magistrat, ihr baldmöglichst Kenntnis von den vorgenommenen Ermittelungen zu geben. 29 Mitgliedsbücher vom Verband der Holzarbeiter sind am 11. Januar entweder im Südring- Bug oder auf dem Wege vom Bahnhof Hermannstraße nach der Wanzlichstraße in Rigdorf verloren gegangen. Der Finder wolle die Bücher, die für ihn ohne Wert sind, im Verbandsbureau, Engelufer 15, I, abliefern. 6 Meter reduciert, also im ganzen 27 Meter Breite. Die Gegen trägt nach der Personenstandsaufnahme vom 28. Oktober 1901 gegenüber der am 1. Dezember 1900 stattgefundenen Volkszählung wohner. Von den Städten des Kreises hat Bernau um 52 und Oranien9921 Personen. Der Kreis zählt gegenwärtig 302 946 Gine burg um 410 Einwohner zugenommen. Ende 1901 zählte Bernau 8898 Einwohner( 1900: 8346), Oranienburg 8264( 7854). Ueber 3000 Ginwohner haben folgende Landgemeinden: Borhagen- Rummelsburg 1901: 17 609( 1900: 16 884), mehr 725; Französisch- Buchholz 3269 ( 3157), 112; Dalldorf 6293( 5433), 860; Ertner 3031( 3119) 88 weniger; Friedrichsfelde 10 194( 9632), mehr 562: Friedrichshagen 11388 ( 11 288), 100; Hermsdorf 3019( 2739), 280; Lichtenberg 44 022 0 ( 48 871), 651; Pankow 22 511( 21 524), 987; Reinidendorf 15 640 nach jedesmaligem überstandenen Krantenlager die Arbeit zu früh| Kontrollmarke, die Beiträge bis auf 6 Wochen entrichtet haben, hat ( 14 779), 861; Stalfberge- Rüdersdorf 8167( 3325), 158 weniger; Ober- wieder aufnimmt. Ein Kind hat sie nicht angenommen. Frau B. fich mit Ausnahme der bei den letzteren Fragen im Verhältnis Schöneweide 7076( 5850), mehr 1226; Nieder Schönhausen 4425 hat bei ihrer Vernehmung angegeben, daß fie fich wohl dadurch den zum Anwachsen der Mitgliederzahl nicht gebessert. Dies könnte nur ( 3950), 475; Tasdorf 3240( 3335), weniger 125; Tegel 7485( 7022), Saß des Angeklagten zugezogen, weil sie seine Annäherungsversuche durch die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse zu erklären sein. mehr 463; Neu- Weißensee 38 027( 31 946), 81. fchroff zurüdgewiesen habe. Wonde, der gestern vor der 129. Ab- Trogdem könne mit Genugthuung fonstatiert werden, daß der Auss teilung des Schöffengerichts stand, kam mit der äußerst gelinden bau der Organisation um ein gut Stück vorwärts geschritten sei. Eine Diskussion fand nicht statt," sondern man schritt zur Wahl des Geldstrafe von 10 M. davon. thenon diu gesamten Vorstandes, die folgendes Resultat zeitigte: 9 Versammlungen. Neu- Weißenfee. Man schreibt uns: Die Einverleibung von Weißensee in die Gemeinde Neu Weißensee wird von den alt. eingesessenen Vollbürgern" des erstgenannten Ortes mit scheelen Zum ersten Vorsitzenden wurde A. Juppenlak, Paul Augen angesehen, und es ist deshalb auch nicht zu verwundern, daß Schäffer als giveiter gewählt. Erster Kassierer wurde bei dem Einfluß, den diese Leute im Rat" der Gemeinde haben, G. Megner, 2. Repschläger zweiter, E. Flöter die Angelegenheit auch noch nicht einen Schritt weiter gekommen ist. Das beliebteste Argument der Hinterwäldler gegen diese Eins Der Wahlverein für den 4. Berl. Reichstagswahlkreis wurde zum ersten und Glagow zum zweiten Schrift Zu Bibliothekaren wurden Seutech und gemeindung ist die auf Neu- Weißensee ruhende Steuerlast. Dabei( Südost) hielt am Dienstag bei Brüder, Waldemarstraße, eine gut- führer gewählt. find die Einrichtungen, die unser ziemlich 4000 Einwohner zählender besuchte Versammlung ab, in der Genosse Obst über: Die socialen Klinger gewählt, 8urislawski und Nickel als Controleure Nachbarort befigt, so dorfmäßig" wie nur irgend möglich. Bustände der Gegenwart" sprach. Der Vortrag wurde mit sehr leb- und Hinrichsen als Kartelldelegierter. In die AchtzehnerVielleicht scheuen diese Leute den dann auch etwas frischeren haftem Beifall aufgenommen. 8ur Diskussion sprachen die Genossen Kommission wurden Fischer, Schäffer, Päzold und delegiert. Ju die Agitationskommission wurden Wind und den modernen Zug, der ihnen um ihre Nasen weben Rördel und wintowsti im Sinne des Referenten. Ergreifend Märtens Labikke, Nickel, Winkel, würde. Das heutige Stillleben soll nicht gestört werden von schilderte er die Gefühle, die den Arbeitslosen beschleichen, wenn er Schimmelpfennig, Nach Erledigung Unberufenen", die dann auch in ihre Geschäfte mit hereinreden durch die Straßen wandert und überall Nahrungsmittel und Güter Glagow und Waschulewsth gewählt. wollen. angehäuft und ausgestellt sieht, und führte mehrere Episoden an, die einiger Vereinsangelegenheiten erfolgte Schluß der Versammlung. das jetzt herrschende Maffenelend kennzeichnen. Genosse Boigt Berichtigung. In dem geftrigen Bericht über die GeneralDie Spandauer Entfestigungsfrage, deren Lösung auf gab bekannt, daß die Versammlung, in der Frau Bettin sprechen verfanımlung des Sattlerverbandes muß es nicht heißen, das Schwierigkeiten gestoßen war und die deshalb geraume Zeit hindurch wird, nicht am 28., sondern schon am 27. Januar stattfindet. Der Agitationstomitee hat 5 Broz., sondern es hat 50 Proz. der auf nicht vom Fled wollte, scheint jetzt eifriger gefördert werden zu sollen. Borsigende forderte die Genoffen auf, fich rege an der Arbeitslosen Berlin fallenden Einnahme zurück an die Filialen zu zahlen. Die Verhandlungen sind jetzt auf Veranlassung des Kriegsministeriums zählung zu beteiligen. Das Ableben der Genossen: Hausdiener selbst wieder aufgenommen worden, und dieses machte den Vor- Otto Schulz und Zimmerer Badamohr ehrte die Versammlung in schlag, die bisher schon bestehende städtische Entfestigungsdeputation der üblichen Weise. möge einen engeren Ausschuß einsetzen, der mit den Kommissaren V Gerichts- Beitung. gegen den 1 -WO 30 119 wurden, Vermischtes. zu Knäueln und der geschmolzen, ist enormi, viele sowie Kron Schutt fostbare Adlershof. Der socialdemokratische Wahlverein zu Adlershof hielt am Donnerstag voriger Woche seine Generalversammlung bei Scheer in Köpenick ab. Dieselbe war eine Fortsetzung der Generaldes Kriegsministeriums und des Reichs Schazamts direkt unter- Der focialdemokratische Wahlverein für den 6. Berliner versammlung vom Dezember, welche nicht über die Berichte der Handeln soll. In diesen Ausschuß find nun der Oberbürgermeister Reichstags- Wahlkreis hielt am Dienstag eine Versammlung in Borstandsmitglieder hinauskam. Die Mitgliederzahl beträgt 140. Költe, der Stadtbaurat Paul, die Stadtverordneten Reinede und den Arminiushallen( Moabit) ab, in der Reichstags- Abgeordneter Die Einnahme betrug im letzten Vierteljahr 78,70 M. und die AusSturm gewählt worden. diar Genoffe Ledebour über Die Aera Bülow" referierte. Die etwa gabe 72,35 M., blieb ein Bestand von 6,35 M. Die Vorstandswahl 20 Frauen, die sich eingefunden hatten, um auch etwas von ergab folgendes Resultat: O. Wadepuhl wurde erster, der staatsmännischen Politik des Reichskanzlers fennen zu 28. Arndt zweiter Vorsitzender, P. Baumann, Beisitzer, lernen, mußten auf Grund unsres famosen Vereinsgefeges G. Tempel Schriftführer, B. Löwenthal erster, Stretschmar den Saal verlaffent. Der 12- stündige Vortrag, in in dem zweiter Staffierer,& rust Jäusch, Gottfried Jänsch und Der zweite Fall, in welchem das Gefeh zur Bekämpfung des der Referent alle wichtigeren Vorkommnisse der letzten Gesche, Hilfskassierer, Lehmann und Kosinski, Bibliothekare. nnlauteren Wettbewerbes gegen einen Naturheil- Beit und das Verhalten der Regierung zu den einzelnen Die Lokalfommission besteht aus O. Driest, D. Fischer und kundigen zur Anwendung gebracht wurde, ereignete fich gestern Fragen behandelte, wurden von der gut besuchten Versammlung mit B. Saspar. vor dem Schöffengericht. Der§ 4 des erwähnten Gesezes bedroht lebhaftem Beifall aufgenommen. Eine Diskussion über den Vortrag denjenigen mit einer Geldstrafe bis zu 1500 M., der in der Absicht, wurde nicht beliebt. Der Vorsitzende Genosse Freythaler Friedrichshagen. Der hiesige Arbeiter Bildungsverein hielt den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in plädierte für den Anschluß an den Wablverein sowie für die Ver- am 18. d. M. seine Mitgliederversammlung ab, in welcher der Geöffentlichen Bekanntmachungen über gewerbliche Leistungen wiffent- breitung der socialdemokratischen Presse und forderte zur regen Be- meindevertreter Genosse Barth den Bericht der Thätigkeit in der lich unwahre Angaben macht. Der Naturheilkundige indefub teiligung an der ersten am nächsten Sonntag beginnenden Arbeits- Gemeindevertretung gab. Wie notwendig die Vertretung unfrer hatte in mehreren Blättern bekannt machen lassen, daß er Unter- lofenzählung auf. Die Bezirksführer erhalten die Zählfarten beim Genoffen ist, beweist schon die eine Thatsache, daß mit der hiesigen leibsleiden, Blasen-, Sarn- und Nierenleiden heile, selbst in solchen Fällen, Genossen Pfarr. Die im Wahlverein organisierten Parteigenoffen Gasanstalt ein Vertrag unter den ungünstigsten Bedingungen für wenn alle Hilfe vergeblich schien. Die Aerztekammer der Broving werden ersucht, der Einladung ihrer Bezirksführer Folge zu leisten die Gemeinde bis zum Jahre 1926 bestand und solcher Vertrag jezt Brandenburg stellte, wie in einem früheren Falle, Strafantrag und sich in den von diesen bestimmten Lokalen einzufinden. bis 1950 abgeschlossen ist. Genosse Sonnenburg erläuterte das wegen unlauteren Wettbewerbs. Der Angeschuldigte weigerte sich d focialdemokratische Gemeinde- Wahlprogramm und die Thätigkeit auf im Termin, das Geheimnis feiner Heilmethode preiszugeben und Die Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend Grund desselben in der Gemeindevertretung. Die Versammlung beebenso die Frage des als Sachverständigen geladenen Professors hielten am 21. Januar im Englischen Garten eine zahlreich besuchte schloß in beiden zur Wahl stehenden Bezirken eigne Kandidaten aufGenosse Walded Manasse zustellen und wurde im 1. Bezirk Genosse Kramm aufgestellt, im Dr. Coßmann zu beantworten, auf Grund welcher Erscheinungen öffentliche Versammlung ab. er feine Schlußfolgerungen mit Bezug auf eine vorliegende Krankheit referierte über: Ist das Elend der Händler noch nicht groß genug? 2. Bezirk der bisherige Vertreter Genosse Sonnenburg; als ziehe. Er übe die Naturheilkunde seit etwa 20 Jahren aus und mit mehrmals von lebhaftem Beifall unterbrochen, ging Redner nach Wahlkomitee wurde der Vorstand des Arbeiter- Bildungsvereins ereinem Erfolge, der ihm imzählige Dankschreiben seitens Geretteter allgemeineren socialpolitischen Ausführungen auf die Bestrebungen nannt. Unter Vereinsangelegenheiten wurde an Stelle eines auseingebracht habe; das sei der beste Beweis seiner Leistungsfähigkeit. fritisch ein, die darauf abzielen, die Händler von der Straße geschiedenen Beifigers 2anguidel gewählt. bertreiben. er Hierbei würdigte die neue Früher sei er Gärtner gewesen und habe bei diesem Berufe die au Riga welche den Straßen Heilträfte, welche in der Natur verborgen feien, fennen ge- orfer Straßen Polizeiverordnung, welche lernt. Staatsanwalt az hielt den Thatbestand des unlauteren bandel von Karren und Wagen herab gänzlich verbietet. Dieses Wettbewerbs für erfüllt. Der Angeklagte, der das Wesen seiner Vorgehen gegen die in ihrer Maffe elend genug gestellten Händler Heilmethode in Dunkel hülle, könne unmöglich glauben, daß er lasse sich weder aus wirtschaftlichen Gründen, noch aus solchen der Der Theaterbrand in Stuttgart. Bis in die Nacht zum Strankheiten, die nach dem Gutachten des Professors Coßmann nur öffentlichen Ordnung und Sicherheit rechtfertigen. Andrerseits Dienstag mußte die Feuerwehr noch einige Male mit den Dampfdurch schwere operative Eingriffe zu heilen feien, durch seine Heil- würde aber mancher, der redlich bemüht sei, sich zu ernähren, der iprißen Wasser geben, da von neuem die Flammen aus den rauchenRedner tam zu dem Schluß, den Trümmern des Hoftheaters emporzingelten. Unter der Hilfe methode zu heilen vermöge. Durch seine Anpreisungen erwedte er Armenpflege anheim fallen. Redner tam in ihrer Organisation zusammen des Militärs schreiten die Räumungsarbeiten nunmehr rasch beim Publikum den Glauben, daß seine gewerblichen Leistungen daß die Händler sich besonders Der Natur feien. eiserne hervorragender Der Vorhang Staatsanwalt schließen müßten, um durch sie ihre Interessen vertreten zu lassen. fort. große beantragte im bon( Großer Beifall.) In der folgenden Debatte, die das Los der leuchter Angeklagten eine Geldstrafe Der Juventarschaden 100 Mart. Der Verteidiger bestritt, daß der Angeklagte Händler als ein recht trauriges erscheinen ließ, wurde u. a. betont, gefunden. nicht von der Heilkraft seiner Methode überzeugt sei. Es daß ohne die Agitation des Händlervereins auch in Berlin bereits Softlime sind verbrannt, und ein großer Teil der aus den seien dies alle Naturheilkundigen, welche von dem Grundfaße aus- Bestimmungen Rechtskraft haben würden, die einem Verbot des Flammen geretteten Stücke ist durch Wasser verdorben. Die Brandgingen, daß jede Krankheit heilbar sei, wenn die Naturheilmethode Straßenhandels gleichfämen. Nach einem zündenden Schlußwort tätte felbft macht einen schaurigen Eindruck. Vor 100 Jahren, im mur rechtzeitig und rationell zur Anwendung gebracht werde. Aus Manasses wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: November 1802, war das damalige„ Große Komödienhaus" ebenfalls diesen Gründen könne das Gesetz betr. den unlauteren Wettbewerb Die Versammlung protestiert ganz entschieden gegen jede weitere den Flammen zum Opfer gefallen. Das jetzt niedergebrannte Haus im vorliegenden Falle nicht zur Anwendung gebracht werden. Der Einschränkung des Straßenhandels und fordert alle Händler auf, fich ist mit etwa zwei Millionen versichert; nach der Organisation hat Gerichtshof trat den Ausführungen des Staatsanwalts bei und verder bestehenden Organisation anzuschließen, damit eine solche Ver- der König aus seiner Civilliste die Subvention zu decken und die Neu- Anschaffungen der Materialien arteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 50 Mart ordnung, wie sie Rigdorf hat, in Berlin nicht möglich wird." nötige Umbauten oder im Nichtzahlungsfalle zu 10 Tagen Gefängnis. Eine Versammlung der Delegierten des Berliner zu bestreiten, im Fall das Theater aber durch einen Brand oder ein fouftiges Naturereignis zu Grunde geht, ist das Land zum Neubau Der Rache- Akt einer betrogenen Ehefrau lag der Anklage Gewerkschaftskartells tagte am 17. Januar bei Batt, Dragoner- verpflichtet. Den Kammern wird deshalb eine Vorlage betreffend wegen schwerer Körperverlegung zu Grunde, welche gestern vor der straße. Aus den Darlegungen des Revisors Oriwohl ging fiebenten Straftammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Aus hervor, daß nach Abführung von 8069,88 m. an die Glasarbeiter, Bau eines neuen Hoftheaters wohl in kürzester Frist zugehen. der Untersuchungshaft wurde die 25 jährige Arbeiter- Ehefrau Luise von 60 W. an die Nordhäuser Tabalarbeiter sowie der laufenden Steinide vorgeführt, ein blaß und vergrämt aussehendes Weib. Ausgaben des Kartells am 26. November infl. des alten Bestandes Schriften- Eingang. Sie erzählte, daß fie bis vor zwei Jahren in glücklicher Ehe gelebt eine Summe von 518,75 M. in den Händen des Staffierers out habe. Da habe sich die geschiedene Frau Marie Lehmann war. Bei der Frage der Arbeitslosen Zählung Von der neuen revidierten Jubiläums: Ausgabe des„ Brock: ihrem Manne genähert und ihn vollständig umgarnt. Es sei soweit empfiehlt der Referent Arendsee den Delegierten, dafür Sorge haus" ist der V. Band erschienen, der von besonderem Intereffe ist durch gekommen, daß ihr Ehemann sie zeitweise verlassen habe, um mit zu tragen, daß möglichst viele Organisationsangehörige sich an den die 530 Spalten füllenden Artikel über Deutschland, welche von 27 Tafeln der Lehmann zusammen zu leben. Er sei aber immer betreffenden Tagen( 26. Januar, 2. Februar) der Partei zur Hilfe- und 4 Tabellen begleitet sind. Grundbedingungen der gesellschaftlichen Wohlfahrt. Von Samuel wieder zu ihr zurückgekehrt. Natürlich habe fie die leistung in den noch zu bezeichnenden Lokalen zur Verfügung stellen, Beim Révai Leipzig 1902( Dunder u. Humblot). Preis 14 M. Zerstörerin ihres Eheglücks tief gehaßt und es könne wohl sein, daß welcher Vorschlag von den Delegierten acceptiert wurde. Unfre wirtschaftlichen Verhältnisse. Ein Wort zur Verständigung sie hin und wieder zu anderen Berfonen gefagt habe, sie würde sich dritten Buntt, Angelegenheit der Fliesenleger, erklärte Gehl die von Heinrich Baeder. Berlin 1902. Verlag von Siemenroth und rächen. Am Abende des 30. September v. Js. habe sie ihren Mann Gründe, die das Einschreiten des Ausschusses bei den innerhalb der Trofchel. Preis 60 Pf. aus der Rosenow'schen Fabrik, in der er beschäftigt war, abbolen Fliesenlegerorganisation ausgebrochenen Streitigkeiten veranlaßten, Fort mit den Schulprogrammen. Von Dr. Heinrich Müller, wollen. Vor der Fabrit habe sie die Lehmann stehen sehen und au- und verliest einen zur Schlichtung dieser Streitigkeiten seitens des Oberlehrer am Bismard- Gymnasium zu Deutsch- Wilmersdorf. Berlin 1902 Preis 0,50 M. genommen, daß diese auch auf ihren Ehemann warte, um fich Geld Ausschusses gefällten Schiedsspruch, der in einer Fliesenleger-( Verlag von Otto Gerhardt). Der unlautere Wettbewerb, erläutert durch die Besprechung zum von ihm geben zu lassen. Nachdem sie sich eine Zeitlang im Hinter- Versammlung zur Annahme gelangte. Nach längerer Diskussion grunde gehalten, habe sie gesehen, daß ihr Mann heraus tam erklärte man sich mit dem Verhalten des Ausschusses einverstanden. Zu Reichsgesetz vom 27. Mai 1896. Von F. Birkenbihl, Landrichter in Geb. 2,50 M. Hannover. und sich der Lehmann anschloß. Nun sei der Groll in ihr auf der Kellnerangelegenheit verliest Pie& fer zwei Artikel aus Frankfurt a. M. XII und 170 Seiten. somat gestiegen. Sie sei dem Baar entgegengegangen und habe beiden dem Organ des Verbandes deutscher Gastwirtsgehilfen, worin den Belwingsche Berlagsbuchhandlung. Borwürfe gemacht. Ihr Mann habe sich dann von ihnen getrennt, Mitgliedern des dem Kartell angeschlossenen Vereins der Kellner während sie Seite an Seite mit der Frau Lehmann durch die Berlins und der Umgegend schwere Vorwürfe betreffs ihrer Annenstraße weitergegangen sei, wobei es gegenseitig an unliebfamen Handlungsweise an den Arbeitsstätten gemacht werden. Die anDie furiftliche Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Auseinandersetzungen nicht gefehlt habe. Blöglich sei die Lehmann wesenden Vertreter der Kellner bezeichnen die Darstellungen des auf sie zugestürzt und ihr mit beiden Händen ins Geficht gefahren. Gastwirtsgehilfen" als unrichtig beziv. auf irrtümlichen Voraus- Sonnabends von 7% bis 9 Uhr abends statt. Alt- Warthau. Giebt es nicht, außer Mehring: Gustav Adolf. ein Die Angeklagte habe in die Tasche gegriffen, in der sie zufällig ihr fegungen beruhend. Durch einstimmigen Beschluß wird der Ausoffenes Meffer barg, fie habe es zur Abwehr vor sich hingehalten schuß beauftragt, in gemeinsamer Sigung mit den Artikelschreibern Fürftenspiegel, 30 Bf. M. Allert, N. Nein. und dabei das rechte Auge der Lehmann getroffen. sowie den Beschuldigten die notwendige Klärung dieser Angelegenheit Reichenbergerstr. 114. Blumenfrite 133, Charlottenburg la: Ja. Das Auge ist ausgelaufen. Die Anklage nimmt da- herbeizuführen. O. N., Freienwalderstraße. Widerspruch hätte wenig Aussicht auf Gefehlt haben die Vertreter der Holz- und Bretterträger, der Grfolg. an, daß die Frau Steinecke mit Vorbedacht das R. M. 78. 1. Nein. 2. Ja. G. A. I. 1. Sie fönnen Attentat gegen ihre Todfeindin beging. Zu diesem Er- Lederarbeiter und der Isolierer und Rohrumhüller. Neu eingetreten felbft flagen. Die Klage ist zu Protokoll oder schriftlich einzureichen, wenn der Streitgegenstand 300 Mart nicht übersteigt. Beträgt er mehr, so muß gebnis tam auch der Staatsanwalt auf Grund der stattgehabten sind die Bleiglafer. die Klage durch einen Rechtsanwatt angestellt werden. A. H. Liegt tein Beweisaufnahme. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß vom Der Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend hielt Testament vor, so hat der Ehemann das innerhalb 6 Wochen auszuübende moralischen Gesichtspunkte aus die Zeugin Lehmann auf die An- am 19. Januar in Cohns Festfälen seine erste Generalversammlung Recht der Erklärung, noch nach märkischem Recht zu erben. Uebt er dies flagebant gehöre, die Folgen des begangenen Ueberfalles feien aber doch so schwere, daß er trotz der vorliegenden mildernden Umstände ab, die sich eines zahlreichen Besuchs erfreute. Das Andenken der Recht nicht aus, so steht ihm und jedem der drei Kinder in dem von Ihnen verstorbenen Mitglieder Runschte und Wolter wurde in der mitgeteilten Fall 14 des Nachlasses seiner Frau zu. Der Verteidiger, ein Jahr Gefängnis beantragen müsse. F. C. 50 Pf. -3. 2. 1902. Dem Wirt steht ein Recht auf Miete bis zum 1. Juli Rechtsanwalt Max Levy, plädierte für ein niedrigeres Strafmaß. üblichen Weise geehrt. Die Abrechnung vom IV. Quartal 1901. 35. a) und b): Bis zum vollendeten 20. Jahre. III. Quartal eine Einnahme zu. O. K., Hegermühle. Leider fehlt eine gesetzliche Vorschrift, die Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von sechs ergab mit dem Bestand vom bon 27 458,30 M. und eine Ausgabe von 4 917.46., bas Verfahren des Gemeindevorstehers hindert. A. 15. 200 Dollar. Monaten. Der Vorsitzende, Landgerichtsrat Grodite, ging bei verbleibt ein Bestand von 22 540,84 m. Den Rechenschafts- Bericht E. R. 16. Nein. C. 2. 1. In der Regel nur mit der Urteilsverkündigung mit den Zeugen, Frau Lehmann und des Vorstandes erstattete der Borsigende Sinrichfen. Aus dem Genehmigung des Jagdberechtigten und bes Grundeigentümers: örtliche dem Ehemann Steinide, böse ins Gericht, deren Verhalten als felben ging hervor, daß 21 Versammlungen, 18 Sizungen und Polizeiverordnungen regeln diese Frage. 2. Dieselben sind nicht luftleer. schändlich und frivol bezeichnet wurde. Die Berurteilte wurde aus 121 Morgensprachen im Laufe des Jahres stattgefunden haben. Die der Haft entlassen. Maifest- Versammlung fand troz des Utas des Arbeitgeber- Verbandes Aus Beweggründen niedrigster Art hatte der noch jugend- unter reger Beteiligung statt, wodurch 817 Kameraden 2000 Mark liche Tischler Karl Bonde eine arme Almofenempfängerin, die gemaßregelt und mit ca. unterſtügt wurden. Witwe B., aufs schwerste verleumdet. Er begab fich zum Armen- Berstöße gegen die Bertragsbestimmungen wurden dem Bureau in Stationen tommissions- Vorsteher seines Reviers und teilte ihm mit, daß die 59 Fällen gemeldet, die ihre Erledigung durch Eingreifen der Witwe B., die aus städtischen Mitteln Unterstüßung erhalte, folche Kommiffionsmitglieder fand. Die Erhöhung der wöchentlichen Bei nicht verdiene. Er habe früher bei ihr in Schlafstelle gelegen und träge von 35 auf 40 Pf. wurde vom 1. Juli ab durchgeführt und wisse daher, daß sie einen liederlichen Lebenswandel führe. Sie habe brachte für die Organisation eine Mehreinnahme von rund 1451,95 M. Swinemde 768 SW 2 Nebel auch ein Kind angenommen, um dadurch eine größere Unterstügung zu Der Ausfall von Beiträgen durch Krankheit und Arbeitslosigkeit belief hamburg Berlin bekommen. Wenn der Armenkommissions- Borsteher nicht der fich auf 3260,80. Rechtsschutz wurde den Mitgliedern in Franff./M. 772 SW Sache näher trete, so wolle er zum Stadtverordneten Zubeil gehen. 69 Fällen gewährt, deren Unkosten sich auf 42 136 M. beliefen. Auch München damit dieser dann im Vorwärts" bekannt geben töune, in welch' die Bibliothek wird immer mehr anerkannt und repräsentiert einen wien ungerechter Weise die Stadt mit den Armengeldern umgehe, Die Wert von 1800 M. Ferner teilte Redner das Resultat der Arbeits- Wetter- Prognose für Donnerstag, den 23. Januar 1902. angestellten Ermittelungen ergaben, daß die Angaben Wondes in vermittelung mit, dieselbe ist gegen das Vorjahr zurückgegangen. Ziemlich warm, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen keinem Punkte der Wahrheit entsprachen. Die Witwe B. ist eine Auch das Ergebnis der Statistit, inwieweit die Mitglieder politisch füdwestlichen Winden. brustleidende Fran, die nach Ansicht des Armenkommissions- Borstehers organisiert, Abonnenten auf den Vorwärts", im Befiß der Mais Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin gegen " # Briefkasten der Redaktion. 9½ K. 90. Nein. Witterungsübersicht vom 22. Januar 1902, morgens 8 1hr. Barometerstand mm = QUI87 richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke 1 Haparanda 760 Wetter 1 bedeckt Temp. n. 6. For 50% 16°.= 4° R. 2wolfent- 26 767 WSW 2 Nebel 5 Betersburg 755 NW 769 Still Nebel 1 Cort 3 bedeckt 6 Aberdeen 4 bedeckt 3 Baris 251b.bed. 4 -20 772 WSW 3 Regen 10 775 SSW 2 bedeckt 2 bebeckt 5 774SW 7702 Berliner Wetterbureau.