Nr. 58. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wochentlich 28 Pfg fret in's Haus Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illufte. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,50 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterretch= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 1g Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern Sprech- Anschluß: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Lumpen und Proletarier. Mittwoch, den 9. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. plündernden Dieben, die ohne Barmherzigkeit erschossen nicht erzählt werden es ist eingegraben in das Gedächtniß wurden. Wer für seine Person Krieg gegen die Bourgeoisie jedes Arbeiters. Heldenhaft rang das Proletariat, faft eine - nach der blutigsten führt, indem er das Bourgeoiseigenthum stiehlt, ist eben ein Woche lang, bis es endlich erlag gemeiner Spitzbube, und wer einen Bourgeois tödtet, um ihn zu Straßenschlacht, welche die Geschichte kennt. Entschieden Anläßlich der jüngsten Straßentrawalle ist die alte berauben, oder zu irgend einem anderen persönlichen Zweck, ist aber ward die Schlacht durch die Mobilgarde, durch das Frage wieder aufgetaucht: Haben wir jede Auflehnung ein gemeiner Mörder. Nicht, daß wir den Dieb, den bewaffnete Lumpenproletariat, das im Solde und Dienst der gegen die bürgerliche Ordnung als einen revolutionären Mörder, das Verbrecherthum und das Lumpenproletariat Bourgeoisie das revolutionäre Arbeiterproletariat mit der Wuth Aft zu betrachten oder nicht? Seit das Kommunistische darum ausstoßen wollten aus der menschlichen Gemeinschaft. und Gewandtheit von Raubthieren anfiel und erwürgte. Manifest erschienen ist und Klarheit schuf über die revo- Die scheinheilige fittliche Entrüstung" der„ ehrbaren", der Das Lumpenproletariat hatte das Arbeiterproletariat beIntionäre Mission des Proletariats, besteht die Frage all er- honetten" Klassen liegt uns Sozialdemokraten fern. fiegt. dings nicht für Die, welche die proletarische Bewegung, Und den Herren Maulrevolutionären, die jetzt so feurig -Wir verachten" diese Unglücklichen nicht, wir wollen ihr Wesen und ihre Geschichte kennen. Allein es giebt sie retten; und nur durch den Sozialismus können für die Ballonmützen sich ins Zeug legen, fann es gelegentWir erblicken in ihnen Opfer lich auch passiren, daß sie vom Lumpenproletariat zus auch Nichtwissende, und sie haben ein Recht zu verlangen, sie gerettet werden. es sei denn, daß sie es vordaß wir ihnen einige Worte der Aufklärung widmen. der Gesellschaft. Der verkommendste, im Schmut sammengeschossen werden Die sozialdemokratische Partei fußt und bewegt sich auf sich wälzende Lump, der Dirnenzuhälter, der Pennbruder, ziehen, gemeinsame Sache zu machen mit den Ballondem Boden des Klassenkampfes- das war von Anfang der Spizbube, der Einbrecher sie alle sind Opfer der müßen. der Fall und es in schärfster Weise, mit Ausschluß jeglichen Gesellschaft, und für sie alle wird der große BefreiungsBweifels, betont und ausgesprochen zu haben, ist ein Haupt- lampf gekämpft, der die Erlösung bringen soll. verdienst des Erfurter Kongresses. " Politische Ueberlicht. Aber sie sind es nicht, welche den Befreiungskampf Der Klassenkampf ist, wie der Name es andeutet, ein fämpfen. Mit gekämpft haben ihrer Manche auf den Rampf von Klaffe gegen Klasse. Nicht ein individualistischer Barrikaden der Revolution. Das war jedoch nur erEinzelkampf. Das ist zu beachten. Die Klasse des Pro- wachendes Menschenbewußtsein, oder Laune und Zufall. Berlin, den 8. März. letariats tämpft als Klasse gegen die Klasse der Die Mehrzahl hat stets auf der anderen Seite gestanden. Aus dem preußischen Abgeordnetenhause. Ueber Bourgeoisie, will diese überwinden, ihre Herrschaft Das klassischste Beispiel bietet Paris, die Mutterstadt der Zuschüsse für die Universitäten haben die Landboten am vernichten das kapitalistische Eigenthum und die Revolution und des revolutionären Kampfes. 8. März ein Langes und Breites geredet. Der alte konser tapitalistische Produktion durch neue soziale Gebilde Als das Proletariat, welches am 24. Februar 1848 vative Eingänger von Meyer Arnswalde traf den Nagel ersezen. Das den Klassenkampf kämpfende Proletariat den Thron des Bürgerfönigs zerschlagen hatte, müde, immer auf den Kopf, als er im Verlauf der Debatten das von bildet eine große Armee, welche gegen die Bourgeoisie in für Andere zu fiegen, für sein eigenes gutes Recht eintrat und der uns gestern gebührend charakterisirte Freiheits"-Manifest ihrer Gesammtheit kämpft und deren Reich erobern will. Bourgeoisie den berühmten Hungerwechsel auf drei Monate der Bonner Studentenverbindungen einen Erzeß der NaseDieser Kampf unterscheidet sich von dem„ Privatkrieg, den präsentirte, da begriff die„ honette" Republik sofort, daß es sich weisheit" naunte. Es ist verwunderlich, daß der schneidige ein Einzelner gegen die Bourgeoisgesellschaft führt", indem um Leben und Tod für sie handelte, und sie rüstete sich zur Ent Kultusminister Graf Zedlitz die Erklärung abgab, er wolle er einen Bourgeois bestiehlt oder tödtet, genau so wie der scheidungsschlacht. Der Armee, die in den Februartagen mit seinem Urtheil darüber noch zurückhalten, da ihm von militärische Krieg mit ehrlichem offenem Kampf sich von der theilweise mit dem Volk sympathisirt und fraternisirt hatte, dem Vorgang nichts bekannt sei." Während die Presse Mordbrennerei gemeiner feiger Marodeure unterscheidet. war nicht unbedingt zu trauenes galt eine neue Truppe die Angelegenheit berichtet und kommentit, ist der FachUnter Louis Philippe, dem französischen Bürgerkönig, war zu schaffen, ausdrücklich für den Straßenkampf und zwar minister noch nicht unterrichtet, was gerade fein Beweis es Mode, daß jeder sentimentale Spitzbube und Betrüger für den Straßenkampf gegen das revolutionäre Proletariat. für die Firigkeit der Geheimräthe ist. Unter den feine That als Att der Feindseligkeit gegen die Bourgeoisie und welches Material eignete sich besser für den Straßen- Demonstranten befindet sich auch das" Feudal" und sich selbst als Märtyrer der verkehrten Gesellschafts- tampf, als der Straßenpöbel", der auf der Straße sich Korps Borussia, zu dessen„ alten Herren" oder" Philistern" ordnung hinstellte. Und jetzt ist es Mode, daß die Spitz- herumtreibende Bodensatz der Gesellschaft"? Abenteuernde die Mitglieder der Aristokratie, die höchsten Beamten zc. buben und Räuber in Frankreich sich pathetisch für Anarchisten Gamins( Gaffenjungen), alles was deklassirt ist, d. h. zu zählen; auch der deutsche Kaiser gehört zu den„ alten Herren" ausgeben. Es giebt auch eine Eitelkeit der Lumpen; und keiner Klasse gehört und von seinem Wis" lebt, wie eine dieses Korps. Der nationalliberale Professor Dr. Frieddie Berkommensten der Verkommenen lieben es zu„ pofiren", verstoßene Raße, fahrende Händler mit allem berg machte die überraschende Entdeckung, daß ein preußi zu schauspielern. Und der Eine und Andere glaubt's wirt Möglichen und Unmöglichen, und namentlich die zahl scher Universitätsprofessor mit seinem Anfangsgehalt eine lich. Wir erinnern uns eines italienischen Anarchisten-reiche Zunft der Diebe und Louis, deren Geschäft Familie nicht ernähren könne. Die preußischen Proletarier der sanfteste, gutmüthigste Mensch von der Welt, in praxi damals nicht blühte das waren die Bevölkerungs- haben also Kollegen, von denen sie sich bisher nichts haben unfähig eine Fliege zu beleidigen, der die Räuber der kategorien, in denen die" honette" Republik ihre Stützen träumen lassen. Der lokale Theil der Zeitungen wird Apenninen für die einzigen waschechten Sozialdemokraten suchte und fand. Hier warb sie ihre Truppen, dressirte sie nächstens eine Rubrik für Schwefelholz verkaufende Proerklärte und uns allen Ernsts aufforderte, wir sollten Räuber auf den Proletarier, wie Hunde auf den Mann dressirt fefforenkinder einrichten. werden, und als sie genug dressirt waren man hieß sie da konnte die Abwerden. Heuchelei. Artikel 22 der Verfassung des Deutschen Das Bolt in seinem richtigen Justinkt hat" Mobilgarde"( garde mobile) den Unterschied wohl begriffen und den diebischen schlachtung beginnen. Es war Juni 1848. Das Proletariat Reichs vom 16. April 1871 sagt: Janbagel mit fräftiger Hand von sich abgeschüttelt. ward zum Kesseltreiben auf die Straße getrieben, wo das Wie schon vorher bei mehreren Gelegenheiten in der Lumpenproletariat der Straße, unterstützt von den verfüggroßen Revolution" übte das revolutionäre Volk von baren Linientruppen, mordeifrig des edlen Wilds harrte. Paris 1848- nach seinem Februarsieg- Lynchjustiz an den Das erschütternde, großartige Epos der Junitage soll hier Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 58 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Die Verhandlungen des Reichstags find öffentlich." Dieser Grundsatz gilt ohne jede Einschränkung. Wenn deshalb die Nachricht durch gewisse Preßorgane folportirt wird, der Reichstag werde das famose Feigenblattmonatlicher Kündigung an jedem beliebigen Tage von der Geschäftsvermögen, wie Sie es von mir übernommen, ist mit Genossenschaftskasse zurückgekauft werden.j allem Inventar und allen Vorräthen nach der von Ihnen " Die schwarzgedruckten Antheilscheine, von denen sich neulich gebilligten Abschätzung auf 8000 Thaler gewürdigt jedes in der Druckerei thätige Mitglied in Jahresfrist zwei worden. Dazu kommen 120 Thlr., die sich augenblicklich in der aus dem Ertrage seiner Arbeit erwerben muß, zu welchem Geschäftskaffe befinden( ich gebe der Uebersicht wegen nur die Zwecke ein entsprechender Theil des Verdienstes zurückbe- runde Summe an), 100 Thaler, welche wir am Montag für halten wird, müssen bei Ausschließung eines Mitgliedes das neue Quartal im Voraus als Miethe gezahlt und fofort ausgezahlt werden, während bei freiwilligem Austritt 700 Thaler als gesicherte Außenstände, was also zusammen drei Monate Frist ausbedungen sind. Es versteht sich, daß 8920 Thaler als Aktivbestand ausmacht. Davon schulden Ein zweites Läuten der Glocke verkündet den Anfang im letzteren Falle je nach der vorhandenen Möglichkeit Rüd wir an die Maschinenfabrik Findeisen 1200 Thaler, an die ber Sigung, und Hanke, welcher bis auf Weiteres den sichten genommen werden. Beide Arten von Scheinen Papierfabrik 650 Thaler, an die Schriftgießerei 400 Thaler, jedesmaligen Vorsitz zu führen hat, den Barth wegen seiner werden vierteljährlich nach demselben Zinsfuße verzinst, nach an aufgenommenen Darlehen 500 Thaler, was zusammen Stellung als Werfführer der Gesellschaft ein für allemal welchem zur selben Zeit durchschnittlich Hypothekenschulden 2750 Thaler an wirklichen Geschäftsschulden beträgt. Bon Dividenden und andere unseren auswärtigen Kollegen sind uns 700 Thaler geliehen abgelehnt hatte, sowie Dr. Lange als Schriftführer haben verzinst zu werden pflegen. sich auf ihren Sitzen eingefunden. Der Erstere eröffnet als- Vergünstigungen des Kapitals zum Schaden der Arbeit worden, wofür wir ihnen 70 Stück Antheilscheine ausbald die Verhandlung mit den Worten: können bei uns natürlich nicht in Frage kommen, und bei gefertigt haben, von anderen Freunden gingen uns 200 Thaler " Ich erkläre die Sizung für eröffnet und habe zunächst außerordentlichen Vorkommnissen ist ein Abweichen von zu, wofür die entsprechenden 20 Scheine ausgegeben sind, zu fragen, ob Jemand noch einen Gegenstand dringlicher diesem Grundfaze nur im Falle der Zustimmung von drei die Mitglieder haben aus eigenen Mitteln 900 Thaler einVierteln sämmtlicher Genossen zulässig. Für die Zinsen, gezahlt und au rückständigen Löhnen 800 Thaler zu fordern, zuDa die wie für das Kapital der Antheilscheine, bürgen die Genossen sammen 2600 Thaler in 260 Antheilscheinen. Mein eigenes Gutbereits angemeldeten Gegenstände in der vorgeschriebenen sowohl persönlich, als mit ihrem Vereinsvermögen. Bis haben ist, wie mir scheinen will, zu großmüthig auf Reihenfolge zur Berathung kommen. zur Bestätigung unserer Statuten und Erlangung der 2000 Thaler angenommen worden, wofür ich 200 AntheilBunächst ist mitzutheilen, daß die von uns be Rorporationsrechte, die freilich bei dem Zopfthum und der scheine erhielt, die ich unter drei Jahren nicht zu kündigen ſchloſſenen Geschäftsantheil- Scheine nunmehr angefertigt und Unbehilflichkeit unserer Beamtenwelt noch einige Zeit werden versprochen und für die ich natürlich auch teine Zinjen Diese Summen zusammengerechnet ergeben von Ihrer Finanzkommission unterschrieben worden sind, so auf sich warten lassen, ist Herr Barth der nominelle beanspruche. daß fie gleich nach Schluß der Verhandlungen von den Be Geschäftsinhaber und Bürge für Alles. Ich bitte nunmehr 7350 Thaler an Bassiven, so daß sich das Vermögen der treffenden in Empfang genommen werden können. Es wird Herrn Barth, als den Berichterstatter unserer Finanz- Genossenschaft auf 1570 Thaler beläuft. Wenn Sie aber nicht überflüssig sein, bei dieser Gelegenheit noch einmal Kommission, uns Bericht über den Stand des Geschäftes fragen, woher diese 1570 Thaler, die Sie nicht einzahlt daran zu erinnern, daß jeder dieser Antheilscheine à 10 Thaler und über das Resultat des ersten Monats unserer neuen haben, kommen, so ist die Antwort einfach: biese 1570 Thaler die laufende Nummer der herausgegebenen Scheine führt, Einrichtung zu geben." ferner, daß die rothgedruckten für die dem Geschäfte baar das Podium trat und seine Papiere zurecht legte. Das haben Sie vielleicht auch noch die Arbeitslöhne gerettet; Art für die heutige Tagesordnung anzumelden hat? haben Sie durch Ihr festes Eintreten für sich ebenso gerettet, Ich bin dazu bereit," erklärte Barth, indem er auf wie Sie mir die 2000 Thaler gerettet haben, und sich selbst " Der Reichstag tritt auf den Antrag seines Präsidenten oder von zehn Mitgliedern, zu einer geheimen Sigung zu fammen, in welcher dort zunächst über den Antrag auf Ausschluß der Deffentlichkeit zu beschließen ist". 11 Die Germania" spricht von einer Aufregung, die in Friedrichsruh wegen der buchhändlerischen Ankündigung der Herausgabe von 100 unverbrannten faffimilirten WelfenfondsQuittungen herrschen solle. Von solcher Aufregung kann in Friedrichsruh keine Rede sein. Für die Interessen des Fürsten Bismarck könnten alle, auch die geheimsten Akten des Welfenfonds publici juris werden; der Eindruck würde für manche Leute, die jetzt zu den Angreifern des Fürsten gehören, gewiß sehr unbequem sein, für ihn selbst aber in feiner Weise." In diesem Falle glauben wir, daß die„ Germania" im Gesetz in geheimer Sigung berathen, so ist dies ein Un- die Rückständigkeit des öffentlichen Lebens in Deutschland ding. Das Verfahren wäre verfassungswidrig, und jeder gegeißelt haben, weil die bürgerlichen Parteien gegenüber Beschluß, der in solch einer Sigung gefaßt würde, wäre den oben berührten Prinzipienfragen nicht solidarisch dächten nicht mehr werth wie eine taube Nuß. Der§ 36 der Ge- und handelten, sondern der Bauernregel folgten: Heiliger schäftsordnung des Reichstags, welcher besagt: Florian, ich fleh' dich an, beschütz' mein Haus, zünd' andre an", so drückt diese Auffassung nur die halbe Wahrheit aus. Gewiß, unsere Bourgeoisie ist unfertig, ist nie bis zu der Entwickelungsstufe vorgeschritten, wie diejenige Englands fie mußte verkümmern, weil hinter ihr sich bränend, Unrecht und der Herzog von Lauenburg im Recht ist. Wir oder Frankreichs. Aber sie kann sich auch nicht fortbilden, gewaltig das jugendfrische, kampfesfrohe, klassenbewußte sind der Ansicht, daß die faksimilirten Beläge, welche Herr Broletariat erhob und ihre politische Verkrüppelung er- Cäsar Schmidt in Zürich nächstens herausgeben wird, falls des sozialen Fortschritts. zwang. So ist diese Rückständigkeit zugleich ein Zeichen nicht die Betheiligten Reugeld zahlen, aus demselben GeheimErfahren die Bourgeois am schrank geflattert sind, wie die anziehenden Enthüllungen über die aus dem Welfenfonds an Herrn v. Bötticher gegebene Unterstüßung. Der Kanzler a. D. Eisenstirn wird mit der ganzen Seelengröße, die ihm eignet, die deutschen Bettelpatrioten über die Klinge springen sehen, die aus den Tuilerien der Wilhelmstraße ihre Trinkgelder erhalten " Man darf das nicht vor feufchen Ohren nennen, Was teusche Herzen nicht entbehren können." " " eigenen Leibe, was für Konsequenzen ihr eignes Preß- und Strafgesetz hat, so ist das ihre ureigene Schuld. ist selbstverständlich ohne Bedeutung gegenüber dem klaren Wortlaut der Verfassung, mit welcher die Geschäftsordnung nicht in Widerspruch stehen darf. Aber daß von der gebeimen Behandlung eines sozialpolitisch so bedeutsamen Gegenstandes überhaupt gesprochen wird, weist auf die Versenchelung und Vermuckerung unseres öffentlichen Lebens hin. Mag der gesellschaftliche Organismus an den schwersten Schäden kranken, nur nicht die öffentliche Diskussion, sondern das Vertuschen und Verschweigen. Die Bourgeoisie, Konservative und Konservative. Wir hatten schon welche die Sudeleien und Boten ihrer Lieblingspoetaster öfters Gelegenheit, auf den Unterschied zwischen englischen und Möchtegern- Künstler mit Entzücken genießt, fie, welche und deutschen Konservativen hinzuweisen und zu zeigen, wie haben. der Prostitution bedarf, wie der Lebensluft, bekommt die letztere von konservativen, d. h. staatserhaltenden GrundSyfterischen Anfälle einer alten Jungfer, wenn eine ernsthafte sägen gar keinen Begriff haben, und unter Konservatismus Frage ernst behandelt werden soll. Die Ritter vom Kreuz mit dem Bettelsack. In blos die Ausbeutung des Staats im Jntereffe ihrer reaktio- der Kreuz- Zeitung" erhebt sich alltäglich der Jammer der nären und selbstsüchtigen Klassenpolitik verstehen. Jetzt großen Barone über ihre betrübende Lage; elendere Bettler, wird uns dieser grelle Unterschied wieder einmal recht ein- follte man glauben, gebe es auf der ganzen Welt nicht. Die Aera der Majestätsbeleidigungen. Durch die dringlich vor Augen geführt durch die Art und Weise, wie Mit Getreidezöllen und Schnapsprämien hat man ihnen Bappel- Allee der liberalen Blätter geht heuer ein augst- die konservative englische Bresse die Aera der Majestäts- hunderte Millionen auf Kosten der großen Volksmasse bolles Rauschen. Die Kölnische Zeitung", die National- beleidigungen in Deutschland" bespricht. Unter unseren zum Geschenk gemacht, aber sie sind unersättiich. Sie vers Beitung", die Bossische Zeitung", Deutschfreisinn und Konservativen wird es ja wohl Einige geben, die Englisch langen alle diese Opfer freilich nicht für sich, sondern für Nationalliberalismus entrüsten sich über die drohende verstehen. Diesen rathen wir, einmal die Leitartikel der die„ nothleidende Landwirthschaft"; von dem jedoch was Reaktion", die auch vor den Bureaux der Bourgeoisorgane zwei vornehmsten konservativen Organe Englands des angeblich in deren Interesse bewilligt wird, haben sie selbst, nicht Halt macht und ihre Strafanträge auch auf die ministeriellen" Standard"( z. B. vom gestrigen Tag) und die großen Barone, den Löwenantheil. Daß Leute, deren Redaktionstische liberaler Zeitungen flattern läßt. Denn der Wochenschrift„ Saturday Review"( letzte Nummer) zu Einkommen nach vielen Tausenden zählt, sich nicht entder Regen regnet jeglichen Tag, Majestätsbeleidigungen lesen. Veröffentlicht kann das in einem deutschen Blatt blöden, die Nothleidenden zu spielen, daß sie, die alle Gefind jetzt so wohlfeil wie früher- Bismarckbeleidigungen. nicht werden- so herrlich weit haben wir es gebracht. nüsse zum Ueberfluß durchkosten, ja sich förmlich in den Wenn die Organe der Arbeiterpartei, wenn Sozialdemokraten felben wälzen, an die öffentliche Unterstügung appelliren, daß unter Anklage gestellt werden, so begnügt sich die auf- Hurrah für Berlin! So kreischt das anarchistisch der Bettler von den erbettelten Pfennigen zu ihren Gunsten opferungsvolle Enthaltsamkeit des Liberalismus im besten kommunistisch revolutionäre" Londoner Schwesterblatt der noch zollen muß, das muß in ihnen wahrlich den Dünkel Falle mit der Lokalnotiz und dem einfach registrirenden deutschen Autonomie" das" Common Weal", einst mit erzeugen, daß sie eine besondere Gattung von Menschen sind, Berichte, wofern er es nicht vorzieht, byzantinische Kapriolen dem Gelde des edelen William Morris gegründet. Das für welche das gemeine Volt sich zu quälen und abzurackern zu schneiden und die Missethäter mit einem Schwall von Hurrah gilt natürlich den jüngsten Straßentrawallen, jedoch hat. Die Unersättlichkeit dieses Junkerthums verlangt immer jittlicher Empörung zu überschütten. Und wenn die Wogen nicht, wie einige unabhängige" Geister sich einbilden könnten, neuen Fraß; die Herren schnobern jezt nach Menschenfleisch. bes politisch- sozialen Kampfes hochgehen, wenn eine Sturm- den Arbeitslosen, denen selbst die Kreuz- Zeitung" ihre Die Einführung der Sklaverei ist ihr Verlangen, einer fluth der Reaktion herannaht, dann ist die Bourgeoisie am Sympathien nicht versagt hat, sondern den Spizbuben, Sklaverei noch härter, als die der Negersklaven, einer eifrigsten, den Volksfeinden Schergendienste zu leisten. Un- welche die Läden zerschlagen und geplündert haben. Indem Sklaverei, welche dem Sklavenhalter alle Rechte eines solchen vergessen werden die Angebereien gerade des liberalen wir auf unseren heutigen Leitartikel verweisen, wollen wir zuspricht, ihn aber zugleich von den Lasten und Kosten entBeitungsgeschwisters, die Delirien der Denunziationswuth hier blos barauf hinweisen was wir übrigens bereits bindet. Kein Tag vergeht, an dem die„ Kreuz- Zeitung" fein, welche wir 1878 in der berufenen Attentatsperiode früher andenteten daß jetzt in ganz Europa nach einem nicht diesem Wunsche Ausdruck giebt. Heute benutzt sie erlebt haben. Damals ging fein Grauen vor Mucker- gemeinsamen Plane an der Juszenirung des rothen hierzu einen Brief aus Wien über die Brotvertheilung an thum und Reaktion" durch die Reihen der„ Kölnischen Schreckens" gearbeitet wird." Anarchistische" Blätter, deren Arbeitslose daselbst. In dem Briefe wird gejammert, daß Beitungs" Leute, ihr Hep, Hep! erscholl damals so laut, Finanznoth und blaffe Wehmuth bisher in einem lösch- vom flachen Lande die Arbeiter ihren patriarchalischen Gewie etliche Jahre früher im Kultur" kampfe wider die papierenen Druckfehlermeer sich widerspiegelte, haben auf bietern entlaufen, um in den großen Städten das große Schwarzen". Welch schmähliche Sykophanten waren die einmal ganz stattliche Röcklein angezogen und die ge- Glück zu genießen, und die ge- Glück zu genießen, als Arbeitslose ein Stück Brot Gentlemen, als der Hausmeier Bismarck den Arnim sammte, für die Gesellschaftsrettu ug fich intereffirende Presse zu erhalten." Das flache Land entvölkert sich, die paragraphen von seiner getreuen Reichstagsmehrheit( der Bismarck, Baare, Winkelmann's Erben und Konsorten) Landwirthschaft geht an dem Arbeitermangel zu Grunde, fabriziren ließ, wie hezten sie gegen die Loe und Rudolf leistet tapfer Reklamedienste und läßt in jeder Nummer während die großen Städte ein der Zahl und dem Elende Meyer, welche ehrenhafte Männer und starrnackige Gegner stattliche Armeen von Steifleinenen" wir wollten sagen nach immer mehr anschwellendes Proletariat züchten, an der Bismarckischen Mißwirthschaft, dem Allmächtigen die Anarchisten" aufmarschiren,-zum geheimen Gandium dem die öffentliche Sicherheit und Ordnung eines Tages Stirne boten, was für ein Hagel von Verleumdungen und der Auguren, die da genau wissen, daß ein halb Duhend scheitern wird," mit diesen Worten schließt der Kreuz Angebereien entlud sich über die" Deklaranten" der halbwegs kouragirter Polizisten übrig genug ist, um sämmt Beitungsartikel. Nun, den österreichischen Magnaten merkt Kreuz- Zeitungs"-Partei! Jedes Blatt in der Geschichte liche echte Anarchisten der alten und neuen Welt man ebenso wenig die Noth an, als unsern großen Herr des Liberalismus nach 1866 erzählt von seiner Grundsatz- in aller Stille zur Ruhe und hinter Schloß und Riegel zu schaftsbesitzern. Wenn die Landwirthschaft an Arbeiter Tofigkeit, feinen Perfidien gegen die Widersacher, von seiner bringen. mangel leidet, so liegt es daran, daß die Herren statt ihren Snechtjeligkeit, die jede Volksfreiheit geopfert hat. Wir verfolgen die Komödie und lachen der Komödie Arbeitern anständigen Lohn zu zahlen, diesen zu Gunsten Ist es nicht auferbaulich, zu sehen, daß selbst jetzt, da es und der Komödianten. ihrer eigenen Ueppigkeit schmälern. Die Kreuz- Zeitung" Den Liberalen an den Kragen geht, sie sich wohl hüten, eine weiß nur ein Mittel zur Abhilfe, die Arbeiter an die Reform zu unterstützen, die etwa der Preßfreiheit eine Reck wie- Otto. In den„ Hamburger Nachrichten" Scholle zu binden", d. h. sie zu Leibeigenen der GrundGaffe bahnte? Schreibt doch das Organ, das Karl Mary erklärt Fürst Bismarck, daß er nicht etwa schulfrank sei herren zu machen. Wir wüßten ein besseres Mittel die vor drei Jahrzehnten charakterisirte als den inhaltsschweren und deshalb vor den parlamentarischen Debatten sich drücke. Landwirthschaft zu heben: man befreie sie von den schlamAusdruck der Inhaltslosigkeit", die National- Zeitung", in Nein, er wolle nur nicht der Blitzableiter für gewitter- pampenden Funkern und Magnaten. dem weinerlichen Leitartikel: Majestätsbeleidigungen" scheue Lente" sein, in einer Situation, in welcher beide ( Nr. 158 vom 8. März):„ Der Versuch einer Abänderung Theile froh wären, ihre Verlegenheiten auf einen Dritten Der nene Bubenvater. Wenn von den deutschen des Strafgesetzes, die man als Erleichterung der Majestäts- abzuwälzen und die Streitfragen, welche die augenblicklichen Reichsstädten des fünfzehnten und sechszehnten Jahrhunderts beleidigung darstellen könnte, ist aussichtslos; er wäre Berlegenheiten verursachen, in einen Kampf zwischen dem Landsknechte angeworben wurden, jenes fahrende Bolk, das unseres Erachtens übrigens im Hinblick auf die Sozial- alten und dem neuen Kurs überzuführen, um auf diese hente unter diesent, morgen unter jenem Feldzeichen focht demokratie auch verkehrt." Weise der Unannehmlichkeit zu entgehen, daß Jeder seiner- und für den sich schlug, der es zahlte, so sezte der ehrbare Die Sozialdemokratie freilich ist befugt, grundsätzlich zu feits ausißt, was er sich eingebrockt hat." Bei der ander Jagd auf Preßdelinquenten und Majestätsbeleidiger erkannten Tapferkeit, mit welcher der geniale Staatsmann" Stellung zu nehmen, ihr ist Preß- und Redefreiheit keine alle Steifleinenen bekämpft hat, ist an der Richtigkeit dieser wächserne Nase, die nach Belieben bald so, bald anders gedreht Angabe nicht zu zweifeln. Von Interesse ist aber folgende werden kann. Wenn die bürgerlich demokratischen Kritiker weitere Erklärung der Friedrichsruher Pythia: : " nimmt. Doch sehen wir davon ab und freuen wir uns des ersten guten Erfolges, stärken wir uns im Hinblick auf den selben für die zahlreichen Prüfungen, die unser noch harren und auf welche wir vorbereitet sind. Und nun, Herr Barth, find Sie wohl so freundlich, uns noch über den Monatsabschluß zu berichten?" Rath der Stadt einen Bubenvater ein, der für die Landsnecht- Buben zu sorgen, sie zu beköstigen und zu verpflegen hatte. Die publizistischen Landsknechte unserer Regierung haben an Stelle des avanzirten einen neuen Bubenvater be tommen, Dr. Hammann, bisher Herausgeber einer offiziösen denn es ist mit aller Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß es ihm paßt, ohne zu fragen, was aus dem Menschen weiter Von Ihnen aber, meine Herren, die Sie sich als bei einem gerichtlichen Verkauf des Geschäfts mindestens wird, dann fann er auch wohl schwerlich verlangen, daß der Soldaten der Zivilisation fühlen, die Sie sich noch lebendig 4000 Thaler verloren gegangen wären. Was durch Ihr Arbeiter auf die Verhältnisse seines Arbeitgebers Rücksicht als Glieder eines großen Ganzen erkennen, vor Ihnen Eintreten gerettet wurde, war nun eigentlich mir gerettet, brauche ich den Satz gar nicht näher zu begründen, daß indessen durfte ich nicht außer Augen lassen, daß dieser mein eine Gristenz, die nichts für Andere bedeutet, eigentlich keine Geschäftsgewinn zum größten Theil aus Ihrer Arbeit er vollberechtigte Existenz ist. Ein Mensch, der weiter feine wachsen war, daß durch Ihr zeitweiliges Verzichten auf so Aufgabe erkannt hat, als seine Existenz zu fristen und zu fortige Auszahlung des vollen Arbeitslohnes es mir mögsichern, der brauchte eigentlich gar nicht auf Erden lich wurde, das Geschäft schneller zu vergrößern und länger zu sein, der hat eigentlich an dem Tische der Natur zu halten, und doch habe ich, was ich eigentlich nicht an- Recht gern", erwiderte Barth, indem er ein neues feinen Platz zu beanspruchen. Nun fällt es allerdings in nehmen wollte, den Löwenantheil erhalten, der uns Allen Papier hervorsuchten.„ Es sind im ersten Geschäfts- unserer Zeit schwer, zu leben, ohne irgend einen Nutzen zu aber noch weiter fortdauernden Nugen schaffen soll." monat von den Genossen im Verein mit den Burschen erschaffen, ohne irgend eine Bedeutung zu haben, aber das " Ich glaube," bemerkte Hanke, nachdem Barth geendet, arbeitet worden im Ganzen 1080 Thaler Werth. Davon Mehr oder Weniger ist hier maßgebend, ebenso wie das „ daß es ganz überflüssig wäre, darüber zu streiten, wer das sind statutengemäß nach Maßgabe des Lohntarifs in den Bewußtsein, mit dem gelebt und gehandelt wird: größte Verdienst bei dieser Sache hat. Wir Alle fühlen es. anderen Druckereien an Arbeitslöhnen ausgezahlt worden Das ist's ja, was den Menschen zieret." Wäre Herr Barth einer von jenen rücksichtslosen egoistischen 620 Thaler, für Miethe und Abnutzung des Materials Wenn alle Menschen nur insoweit handelten, als sie es Brinzipalen gewesen, die in dem Arbeiter nichts weiter zurückgelegt 100 Thaler, bleiben 360 Thaler, wovon nach zu ihrer persönlichen Sicherheit und Existenz für nöthig er sehen, als eine Ruh zum Melken, der man nur so viel früherem Beschlusse die Hälfte den einzelnen Genossen im achteten, dann würden wir noch am Anfang des Anfangs Futter giebt, als nöthig ist, damit ihm die Milch nicht Berhältniß zu ihren Leistungen gutgeschrieben werden soll, stehen; doch ward den Meisten wenigstens das Bedürfniß, dürftiger wird, ja der häufig nicht einmal so viel Rück- wöhrend von den übrig bleibenden 180 Thalern 90 Thaler für die eigene Familie zu sorgen, von der Natur mit auf fichten nimmt, weil er für Jeden, der ihm arbeitsunfähig in die Kranken- und Invalidenkasse fließen und die den Lebensweg gegeben, und da fühlt sich denn auch der wird, gleich wieder einen neuen Arbeiter bekommen kann; anderen 90 Thaler dem Geschäftsvermögen zugewiesen werden. schlimmste Egoist veranlaßt, etwas für die nachwachsende wäre Herr Barth ein solcher Mann gewesen, wir hätten Herr Dr. Lange hat jedoch noch einen besonderen Vor- Generation zu thun. Der sittlich freie Mensch aber thut etwas gegen ihn gehandelt, wie er gegen uns. Das haben schlag zu machen, und möchte ich deshalb bitten, denselben mehr; der schäßt seinen Werth nicht blos nach dem, was wir nun allerdings, wie wir uns fröhlich selbst zunächst hören zu wollen." er sich selber oder seiner Familie, sondern auch was er sagen dürfen, gegen Herrn Barth gethan, nur in Wenn ich," bemerkte der Schriftsteller, indem er vor seinen Zeitgenossen ist. Die Sorge für die eigene Existenz dem hier angebrachten Sinne. Hier war das Interesse die Versammlung trat, vor einer Versammlung von Kauf kann dabei natürlich nicht außer Augen gelassen werden, ein gemeinschaftliches, und da haben wir auch gemeinschaft- leuten oder Fabrikanten zu sprechen hätte, würde ich mich denn ohne Existenz fein Leben, ohne Leben keine Thätigkeit. lich gehandelt, haben der Welt gezeigt, was schon eine kleine ein gut Theil bedenken, ehe ich mit meiner Herzensmeinung Hier die Grenze zu finden, ist die Sache wahrhaft ver Schaar von Männern, wenn sie sich als selbstverantwort- herauszutreten mich entschließen fönnte; eines Theils, weil nünftiger Menschen; und deren Zahl ist eine sehr geringe, liche freie Wesen fühlen, zu Stande bringen kann. Es er- ich wüßte, mit den wärmsten Worten teine Theilnahme er denn die meisten Menschen fehlen darin, daß sie ihre per ledigen sich dadurch auch die unsinnigen Bemerkungen jener wecken zu können, andern Theils, weil ich gewiß wäre, eine sönliche Existenz zum ausschließlichen Selbstzweck machen, weisen Geschäftsmänner, die da hintreten und sagen: Die Fluth von Bemerkungen wie: phantastische Ideen, theore- während auf der anderen Seite Einige die eigene Existenz Arbeiter haben gut reden; wenn die Woche um ist, verlangen tische Faseleien, Gefühlsverirrungen, unmögliche Ideale 2c. gänzlich übersehen und dann im Kampfe mit dem Leben sie ihren Lohn und fragen viel nach unseren Sorgen und auf mich herab zu beschwören, denn was über sein liebes Ego untergehen als echte Helden eines einfacheren oder größeren Schäden. Nun natürlich; wenn so ein Prinzipal ins Gelag und die Schablone hinausgeht, versteht ein Bourgeois nicht, Trauerspiels. hineinwirthschaftet, sich von einem Arbeiter, wenn er auch zehn- und was nicht innerhalb der alten breitgetretenen Ge ( Fortsetzung folgt.) mal flüger wär' als er, nichts hineinreden läßt, wenn er beim leise liegt, das begreift er nicht, will er gar nicht beGelingen den ganzen Gewinn in die Tasche steckt, wenn er greifen: den Arbeiter fortschickt, der ihm Jahre lang gedient, sobald Denn die Gewohnheit nemut er seine Amme!" " Rorrespondenz, früher Redakteur des von den Kreuz-[ er einen zweiten Fehler dieser Art begehen könne, und das ist ja in existirt, so lange wird auch das arbeitende Volt von dem Glend Zeitungs"-Leuten ausgekauften Deutschen Tageblatts", ist der Politif schlimmer als ein Verbrechen.- Nun sind wir also ihn, heimgesucht und unter zuweilen härteren, zuweilen weniger fühlChef des königlichen Literarischen Bureaus" geworden. Der uns Boulanger abschüttelte, los, und er kann jetzt seinem barem Nothstand zu leiden haben. Von dieser Ueberzeugung Jedennoch wir wollen" den mittelalterlichen Werbesoldaten Vorgänger in die Vergessenheit nachfolgen, wenn man nicht etwa ausgehend, find die Bestrebungen der Sozialdemokratie Privatbesitz an mit dem Vergleich nicht zu nahe treten; in ihnen lebte einmal im gegebenen Augenblick einen Gewaltstreich nöthig hat. Darauf gerichtet, der: den Arbeits: Keinesfalls wird der 1. Mai diese Gelegenheit bringen. Er mitteln und aufzuheben noch ein frisches, fröhliches Wesen, sie waren schlagfertig verspricht uns in diesem Jahre eine gewaltigere und friedlichere Eigenthum überzuführen. Ans diesen Bestrebungen ergiebt dieselben in gesellschaftliches und hatten Kourage. Die trocknen, beschränkten, wiß- und Kundgebung zu bringen, als je zuvor. Man wird dies mal fein sich von selbst, daß die sozialdemokratische Partei vorerst eine muthlosen Schleicher, die jetzt im Felde liegen, haben mit Mittel haben, den Ansammlungen entgegenzutreten, weil sie auf reine proletarische ist und sein muß. Nur die von allen Arbeitsjenen nur Eines gemein, den Dienst um des Soldes willen dem Wege zur Abstimmung erfolgen werden. Die Gemeinderaths mitteln entblößten Arbeiter haben ein Interesse daran, ihre und die Verköstigung aus dem gemeinen Säckel.Wahlen, zu denen sich unsere Anhänger in ganz Frankreich Arbeitskraft nicht bis in alle Zukunft an die Besißer der Arbeitsmit unserm Programm von Lyon gerüstet haben, gewinnen durch instrumente zu verkaufen, denn das Gegentheil befagte eine VerVon der Wiener Wohlthäterei". Die Polizei ihr Zusammenfallen mit der Maifeier eine doppelte Bedeutung ewigung des Glends, der Noth, der Abhängigkeit und der Knechtlegt jetzt bereits der famosen Brotvertheilung, zu welcher für uns. Sie werden von der gesammten Arbeiterschaft Frank schaft in jeder Form. Nicht eine Kategorie der Besizer der die Rothschild, Exner, Haaser sich brüderlich zusammen- reichs unter dem gleichen Programm und mit den gleichen Auf- Arbeitsinstrumente, so bitter fich dieselben vielleicht auch im gethan haben, Hindernisse in den Weg. Es ist den Berufen vollzogen werden. wirthschaftlichen Ronkurrenzkampf befehden oder als politische fizern von Gasthausgärten in den äußeren Bezirken, wo fommt uns auch noch die wirthschaftliche Krisis zu Hilfe. Die neuen Sozialdemokratie unterstüßen; denn trotz aller häuslichen Zwiftig= Als wenn diese politischen Verhältnisse nicht genügten, Parteien mit Schmutz und Koth bewerfen, wird die Bestrebungen der die Vertheilung stattfand, verboten, ihre Lokalitäten diesem Bölle auf Lebensmittel haben überall die lebhafteste Entrüftung hervor- feiten haben die bürgerlichen Parteien und Klassen die Erhaltung des Zwecke zu widmen. Es sollen angeblich Betheilte das Brot gerufen, außer natürlich bei denen, welchen sie nüßen. Ueberall find Privateigenthums an den Arbeitsmitteln und demgemäß den Haß um ein Spottgeld an Branntweinschänker verkauft haben. die Lebensmittelpreise gestiegen, aber diesmal werden nicht die Frei- gegen die Sozialdemokratie gemeinsam. Einzelne edelgesinnte Die fofortige nangriffnahme der Wiener Verkehrs- händler um Léon Sax und Lockroy den Nugen aus dieser Erregung der Menschenfreunde aus den bürgerlichen Klassen haben zwar von anlagen ist ein rationelles Mittel, Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Geister ziehen, sondern wir. Die Arbeiterpartei allein hat durch Anfang an der Bewegung angehört, und ein dankbares Andenken Aber in schmählicher Weise haben Regierung und Parlament den Mund Lafargue's gegen diefe mörderischen Zölle protestirt, wird das arbeitende Bolt stets jenen hochherzigen Männern bedie Gesetzentwürfe zu den Aften gelegt, obwohl die Wiener ba verlangten unsere Manchesterleute, die Freihändler, eine Ver- Titel, Ansehen und Karriere von der Hand wiesen und die Fahne und als unser Freund die Spekulationen der Großen aufdeckte, wahren, die ausgestattet mit den glänzendsten Geistesgaben, Rang, Arbeiterschaft in Wort und Schrift schon vor Monaten die schiebung der Diskussion auf später, um abzuwarten, bis die des Sozialismus ihm vorantrugen; doch im Großen und Ganzen Nothwendigkeit einer eingehenden Erledigung der Vorlagen Lage schlecht genug sei, um nicht mehr gebessert zu werden. ift es die Thatkraft des arbeitenden Volkes und die durch die nachgewiesen und auf das Schärfste betont hat. Graf Taaffe, Selbst Mons. Méling, der Schutzöllner par excellence, Bethätigung einer erstaunlichen Opferwilligkeit errungenen Grder dieser Tage seine silberne Minister- Hochzeit gefeiert hat, ist achtungswerther, als diese Anhänger der Doktrin folge, welche jetzt die Vertreter der privilegirten Wissenschaften wurstelt so lange fort, wie es geht. Wie lange aber werden des Gehenlassens. Vom politischen Standpunkt aus erhielt zwingen, sich in Untersuchungen und Erörterungen über die soziale Schlendrían und Brutalität noch ausreichen? die Juterpellation Lafargues natürlich die Ehren eines Begräb- Frage einzulassen." nisses erster Klasse, aber die Zeitungen, unter andern auch die Débats", mußten doch anerkennen, daß seine Worte eine gewisse Berechtigung hatten, und daß die von ihm gezeichneten Miß bräuche sehr wohl bestanden. So hat, wie unsere Freunde in Freihandelsfrage Stellung genommen und durch seinen Protest gegen Deutschland, auch unser Vertreter in der Kammer zur Schutzzollalle Schutzölle sich allein der einzig Ausgebeuteten, der einzigen Opfer dieser Bölle angenommen. Wir wollen ein Beispiel hiervon geben: Als Lafargue zeigte, daß die verhängnißvolle Folge dieser Zölle eine Verminderung der Arbeit sei, rief ibm Jemand aus der Mitte zu: Das ist der Triumph Ihrer Ideen", und zeigte so die glänzende Unwissenheit der französischen Bourgeoisie in wirthschaftlichen Dingen. Tabak- Zollerhöhung. Eine wesentliche Erhöhung des Tabakzolles verlangen die Bürgermeister der Tabak bauenden Gemeinden der Pfalz in einer Depesche an Finanzminister Miquel. Wohl fann der Tabak bluten," ruft pathetisch die nationalliberale Bürgermeisterschaar der fröhlichen Pfalz, und er kann zum Wohle des Reiches auch noch mehr bluten, aber bei dem jetzigen Eingangszoll blutet nur der Wohlstand der Bauern!" Daß der Tabakzoll die Lage der fleinbäuerlichen Tabatpflanzer nicht verbessern wird, ist klar. Aber die Tabakzoll- Enthusiasten, die angeben, im Namen aller betheiligten Gemeinden der Pfalz" zu reden, verstehen wohl unter dem Wohlstande der Bauern" den Wohlstand der Tabakfabrikanten und Tabakgroßhändler, die in der Pfalz und jenseits der Ludwigshafener Rheinbrücke, im Badischen, in Mannheim und anderswo hausen. $ Einen glänzenden Sieg errangen unfere Parteigen offen bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Charlotten burg. Es wurden Stimmen abgegeben im 1. Bezirk 352 sozialdem., 57 freif., zersplittert 6 St.. 2. 8. " 349 929 " " " 58 40 7 " " 6 " n " in Summa 1630 sozialdem., 150 freis., zersplittert 19 St. Genossen schreibt das Romitee es ist das der erste Sieg, den wir hier zu verzeichnen haben. Wir wollen unentwegt für das Allgemeinwohl so weiter kämpfen, wie bisher, damit aus der nächsten Reichstagswahl unser Kandidat gleichfalls als Fourmies die Fabrikanten über eine Verkürzung der Arbeitszeit, In der That haben sich in Troyes und notorisch auch in Sieger hervorgeht. im letzteren Ort auf 6 Stunden, und, wie es so bei Rapitalisten Der„ Leipziger Wähler ersucht die Arbeiter, sich von Sitte ist, über eine entsprechende Herabsetzung der Löhne verständigt, allen Ansammlungen auf Straßen oder Plägen denn die von jenen Zöllen betroffenen Ausfuhr Industrien fern zu halten. Es habe den Anschein, als ob gewisse müssen sich doch entschädigen, wie Lafargue sagte. unsaubere Elemente eifrig bemüht wären, bald hier bald Das französische Budget für 1893. Der Budget- Im Anschluß an diese Propaganda in der Kammer, oder dort eine Ansammlung zu veranstalten. Man solle allen entwurf Rouvier's für 1893 ist heute von dem Ministerrath vielmehr mit Hilfe der Kammer veranstalten unsere Freunde Provokationen, gleichviel von wem sie ausgehen, von vornherein genehmigt worden. Derselbe enthält eine Reform der Ge- Guesde und Lafargue Versammlungen über Versammlungen, um ausweichen. Von Unruhen oder Ausschreitungen hätten lediglich tränkesteuer, die Aufhebung der speziellen Budgets, die Auf- aus der bestehenden Erregung möglichst viel Mugen zu ziehen, die Gegner Vortheil, während der Arbeiterschaft daraus nur nahme eines ständigen Amortisationsfonds in das Budget, Wahlen ihre Früchte tragen. Während die Radikalen sich mit äugig auf der Hut sein. Die Mühle der Reaktion läuft trocken; und diese Propaganda wird bei den nächsten Gemeinderaths: Stricke gedreht würden. Mögen die Parteigenoffen überall scharfsowie diejenigen Maßnahmen, welche zur Rückerstattung von einem platonischen Protest begnügen, während gewiffe Gewerk Krawalle find frisches Wasser für ihre Räder. 163 Millionen im Jahre 1893 fälliger sechsjähriger Obli- schaftler, wie Lamendin,) einer vom Schlage der Burt, gationen erforderlich sind. Die in dem Budgetentwurf er den Ginger im Reichstage mit Recht nicht als Sozia: wähnte Reform der Getränkesteuer sieht angeblich die Auf- listen anerkannte, und Basly fich für Schutzöllner er hebung der Besteuerung des Ausschants von Getränken, tlärten und Dankschreiben an Freycinet richteten, weil er fowie eine weitgehende Herabsetzung der Steuern auf die Bergarbeiter um ihren letzten Streit betrogen hatte, hygienisch wichtige Getränke und auf Bier vor. Die Steuer nimmt die französische Arbeiterpartei jenseits von Schutzzoll und foll dem Mostgehalt proportional festgesetzt werden. Die Freihandel auf dem sozialistischen Boden des Klassentampfes durch die Herabsetzung der Steuer entstehenden Ausfälle Stellung.") sollen durch eine Erhöhung des Alkoholzolles von 156,25 Frants auf 190 Franks für 1 Hektoliter kompenfirt werden. Dhne indirekte Steuern, welche das Volk belasten, Tann die Kapitalistenklasse einmal nicht regieren. " Parteinachrichten. Demokratie des 8. schleswig- Holsteinschen und des 10.( lauenburger) In Wandsbeck trat am Sonntag eine Konferenz der Sozial Reichstags- Wahlkreises zusammen. Dieselbe war von 28 Dele girten besucht. Man beschloß die Drucklegung des von einer Rommission ausgearbeiteten Organisationsplanes für beide Wahlfreise und wählte Altona zum Sige der Zentralftelle der Organi fation. Hervorgehoben wurde, daß die in den größeren Orten wohnenden Genossen sich in den Gedankengang der Landbevölke rung mehr hineinleben müßten und zwar in Rede und Schrift. Wahlvereine könnten nicht überall gegründet werden, besser sei die Agitation von Mund zu Mund. Die Thüringer Sozialdemokratie hat einen Thüringer Arbeiter Sängerbund" gegründet, deffen Borstand in Christliche Nächstenliebe in Spanien. Jm Aus der sozialdemokratischen Presse: spanischen Senat hat dieser Tage der Bischof von Chemnitzer ,, Beobachter":" Die Rohheit und Rauflust Erfurt domizilirt. Anfragen und Zuschriften sind zu richten Salamanca die Regierung über die Ausschreitungen der der Korpsburfchen paart sich mit einer Aufgeblasenheit an den Vorsitzenden M. På told, Albrechtstraße 40, Geldanarchistischen Presse", welche die in Keres Hingerichteten und Einbildung, einer Selbstüberhebung und Selbſterhebung, die sendungen an den Kassirer H. Eckhardt, Gotthardtstraße 54, auf dem Gewissen habe, des Längeren interpellirt und den ihres Gleichen suchen und die einen neuen Beweis für den eng- beide in Erfurt. begrenzten geistigen Horizont der Herrchen abgeben. Wer hat Katechismus als Heilmittel, die Unterdrückung der Presse diese nicht schon durch die Straßen der Universitätsstädte stolziren Betheiligung an den Gemeindewahlen beschlossen die als Borkur zur Genesung bezeichnet. Und der Minister- sehen, jene schneidigen Jünger der Wissenschaft mit ihren bis in Sozialdemokraten in Kröllwig bei Halle. präsident, der edle Canovas del Castillo, versprach mit den Nacken gescheitelten und mit einigen Büchsen Pomade vollfröhlichem Eifer, daß er gegen eine gewisse Presse" ein- geschmierten Haaren, ihren hochgetragenen bekneiferten Nafen, Zur Taktik der Ordnungsparteien. In eine Bolts schreiten werde. Der 1. Mai steht vor der Thür, und auf ihren feingedrehten Schnurrbärten, ihren enganliegenden Höschen, versammlung zu Eisleben schlich sich ein Büreauschreiber bes die Hungerrevolten der ausgepowerten Bauern und Fabrik Gesichtern und ihren feinen Rohrstöckchen oder dicken Knüppeln, mit Brille aufgeputzt hatte. Man entfernte den Mann, der für furzen Jäckchen und spißen Schuhen, ihren aufgedunsenen bornirten Bergamts, welcher sich mit falschem Bart und blauer arbeiter antwortet die herrschende Klasse mit Flintenschüssen denen sie Nachts, wenn sie aus thren Kneipen kommen, wo sie den Berichterstatter des Herrn Leuschner gehalten wird, aus dem und Garottirung. ihrer geistigen Zurechnungsfähigkeit vollständig verluftig gegangen Saale, gab ihm freundliche Grüße an feine Auftraggeber mit Der englische Kohlenarbeiter- Streik. Nach den sind, die Laternen einschlagen, die friedlichen Bürger belästigen und auf den Weg und trug ihm auf, denselben mitzutheilen, doch selber neuesten Nachrichten fann es keinem Zweifel mehr unter- ie Nachtwächter durchprügeln? Wahrlich an Schneidigkeit fehlt's in die Versammlungen zu kommen, womit sie den Sozialdemokraten jenen Hoffnungsvollen Jünglingen auch nicht und schon manches großes Vergnügen bereiten würden. liegen, daß die Grubenbesizer den Streit begünstigen. Es junge Backfischchen hat sein kleines Herz an einen dieser forschen erhellt dies auch aus folgendem uns heute zugegangenen Musenföhne verloren und sich bethören lassen durch die Lügen- In der Eifel schreibt man uns ebnen Geistliche und Telegramm: reden eines solchen frechen Batrons, der auf die Ehre eines größere Grundbesitzer uns den Weg. In Manderscheid hat Manchester, 8. März. Der Generalsekretär der ver- armen Mädchens pfeift und sich feig aus dem Staube macht, der Pfarrer dafür gesorgt, daß auswärtige Tabakfabriken dort einigten Rohlenarbeiter, Thomas Ashton, erklärte heute, daß wenn sich die Folgen der Befriedigung seiner viehischen Be- Bigarren machen lassen. Er hat's gewiß gut mit seinen Pfarrweder die Kohlenarbeiter noch die Bechenbesitzer für die Preis- gierden zu zeigen beginnen. Schneidigkeit ist das höchste und findern gemeint, denen er„ Verdienst" schaffen wollte. Nachdem steigerung der Kohlen verantwortlich gemacht werden könnten. einzige deal, welches der deutsche Student fennt, Schneidigkeit sie aber der Industrie einverleibt, werden sie sich auch der Ar Die Eigenthümer der Kohlengruben hätten nicht die Absicht in der Kleidung, Schneidigkeit in Worten und Geberden. Da beiterinteressen bewußt werden. Hoffentlich wird. Manderscheid gehabt, einen dem allgemeinen Geschäftsgang wie dem Publikum darf man sich dann nicht wundern, wenn der spätere Beamte bald ein Ausgangspunkt für die Landagitation. Die Witt: nachtheiligen Weg einzuschlagen." auch nichts höher zu schäßen weiß, als die Schneidigkeit gegenüber licher Tabatspflanzer haben viel unter der Tabaksteuer den unter ihm Stehenden, gegenüber den gemeinen Bolt, gegen und den damit verknüpften Scherereien und Strafen zu leiden; über den Bestrebungen der Arbeiter! Ist doch der Beamte die die größeren Pflanzer vergessen unterdessen nicht, an der ExproFortfehung des Studenten, geht doch das ganze Streben des priation ihrer fleinen Kollegen weiter zu arbeiten. Kürzlich trat bummelnden Musensohnes dahin, bereinst aus der Staats- einer mit dem Vorschlag in der liberalen Trier. 8tg." hervor, frippe ernährt zu werden, Karriere zu machen, zu Rang, die Tabatfabriken möchten mit den zuverlässigeren" Pflanzern Macht und Einfluß in der Gesellschaft zu gelangen. tontrattliche Abschlüsse machen, wonach fie, ähnlich wie die und deshalb paart sich vielfach mit der Schneidigkeit und dein Zuckerfabriken, sich im Voraus zum Antauf der ganzen Ernte brutalen Auftreten nach unten die Kriecherei, Bauchrutscherei und verpflichteten. Da die Tabakfabriken nicht mit jedem kleinen Speichelleckerei nach oben, deshalb singt die deutsche Jugend bei und kleinsten Bäuerlein einen Vertrag machen würden, so ginge allen patriotischen Festen ihre Sauf und Vaterlandslieder, des die verhältnißmäßig lohnende Tabatkultur allein in die Hände halb schreit sie mit ihren Bierkehlen Hurrah, deshalb hezt und der größeren Besitzer über. Die Folge wäre ein beschleunigter schürt sie den Rassenhaß gegen unsere jüdischen Mitmenschen." Auskauf der Kleinbauern und unterdessen Klärung der Klassen. gegenfäße auf dem Lande. " Der Sekretär der Vereinigten Kohlenarbeiter", d. h. der nationalen Kohlenarbeiter- Verbandes, würde so nicht gesprochen haben, wenn nicht ein Einverständniß mit dem Ausschuß der Grubenbesizer bestünde. Vom Londoner Grafschaftsrath. Die Progressisten haben einen überraschenden Erfolg zu verzeichnen. Nach dem nunmehr vorliegenden Gesammtergebniß der Wahlen zum Londoner Grafschaftsrath wird derselbe aus 84 Progressiften und 34 Gemäßigten bestehen. In dem bisherigen Grafschaftsrath hatten die Progressisten nur eine Majorität von 20 Stimmen. Briefe aus Frankreich. Frankfurter Volksstimme" zur, lex Heinze": Da die Erfahrung gezeigt hat, daß eine völlige Ausrottung der Prostitution im Wege der strafrechtlichen und polizeilichen Repression unausführbar ist, so ist die Gesetzgebung genöthigt, mit den in dieser Hinsicht vorhandenen thatsächlichen Verhältnissen zu rechnen". so heißt es wörtlich in der Begründung! Durch dieses offene Gingeständniß wird unfere gepriesene, herrliche, fittliche", bürger liche Gesellschaftsordnung auf das Unbarmherzigste verurtheilt." Elberfelder Freie Presse":" Die Quelle alles 27 -Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ende! Gegen den verantwortlichen Redakteur Franz Dergel -Majestätsbeleidigungs- Prozesse und kein von der Sachs. Arbeiter Beitung ist ein solcher Prozeß eingeleitet worden, die sich mit der provozirenden Rede des Freiwegen einer in der Nr. 39 vom 17. Februar veröffentlichten Notiz herrn v. Stumm beschäftigte. Den Sturz von Constans fann man als die logische Folge der Wahl Lafargues betrachten. Von dem Augenblick an, wo Wegen zu später Anmeldung neu aufgenomdieser Geschäftsträger und Büttel der französischen Bourgeoisie, Glendes, von welchem das arbeitende Volt heimgesucht mener Mitglieder erhielten der Vorsitzende und der Schriftführer dessen Geschicklichkeit in der Unterschlagung von Stimmen und wird und der Noth, unter welcher es so außerordentlich schwer des Brandenburger Wahlvereins Strafmandate von je deffen Strupellosigkeit man gleichmäßig bewunderte, zeigte, daß 8 leiden hat, ist der Umstand, daß es feinen einzigen Besiz, den 20 M. Es wird Berufung eingelegt. er feiner Aufgabe nicht mehr gewachsen sei, keine Furcht mehr zu es zu verwerthen hat, seine Arbeitsfraft, nicht anders verwerthen erzeugen verstehe, war es um ihn geschehen. Daß er ein Schurke fann, als daß es dieselbe den Inhabern der Arbeitsinstrumente war, verzieh man ihm, weil er es geschickt war. Aber hierbei täuflich überläßt. So lange dieser Zustand besteht und fortverließ ihn feine Geschicklichkeit, und es blieb nur die Schurterei, die Red. d. V. Literarisches. dol allen offenkundig geworden war. Man vergesse nicht, daß, wenn*) Durch das Urtheil unseres französischen Korrespondenten Frisch auf! Illustrirte Zeitung für Natur- und Wanderer Boulanger bestegte, dies nur mit Hilfe der Mittel jenes ge- wird natürlich unsere gestrige Notiz forrigirt. schah, und ihre verständnißvolle Anwendung ließ vermuthen, daß **) Der fragliche Lamendin erklärte, den letzten Streit freunde. Herausgegeben von Dr. Langmann, Berlin S. Er ihren Gebrauch gewöhnt sei. Das Gemetzel von Fourmies im Departement Pas de Calais bekämpft und alles gethan zu erscheint am 1., 10. und 20. jeden Monats. Preis pro Quartal hatte den sanftmüthigen Freycinet, der als„ weiße Maus") den haben, um eine Fortsetzung der Arbeit zu erreichen." Ba 3ly 1,25 M. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und PostLärm nicht liebt, aufgeschreckt. Man fürchtete unzweifelhaft, daß trat in der Kammer für die Bölle auf Getreide und Mehl Anstalten. ein, und fügte hinzu, daß man es ihm zu danken habe, wenn Werra, Theobald. Preußen an der Kulturbremse. Souris blanche" der Spigname des jetzigen Kriegs- ein Boll auf Brot gelegt sei. Und all dies, um einige Bourgeois- Die neue Voltsschulgefeß- Borlage und ihre unausbleiblichen Folgen minifters in politischen Kreisen. stimmen zu fapern. ( Anm. des Korrespondenten.) Leipzig, Verlag von Ernst Wiest. 1892. Theater. Mittwoch, den 9. März. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Leffing Theater. Paragraph 330. Fünf Dichter. Berliner Theater. Die Königs brüder. Cousine). Residenz Theater. Riquette( Ma Wallner- Theater. Yvette. Vorher: Ein berühmter Mitbürger. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Bellealliance- Theater. Onkel Bräfig. Ostend- Theater. Die Geyer- Wally. Adolph Ernst Theater. Der B Tanzteufel. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spe zialitäten- Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freikonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. 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März: Abschieds- Vorstellung. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Heute Abend 7/2 Uhr: Gr. ExtraVorstellung mit neuem, vorzüglich gewähltem, aus den besten Repertoire Nummern bestehendem Programm. Auftreten des anerkannt beften Schulreiters der Gegenwart Mr. James Fillis mit seinem Schulpferde ,, Markir". Zum Schluß der Vorstellung, neu einstudirt: Allen Freunden, Bekannten und Genoffen meinen tiefgefühlten Dank für die legten Ehren- und Kranzfpenden am Grabe unserer unvergeßlichen, guten Tochter Margarethe. 385/14 W. Schulze u. Familie, Mulackstr. 17. Arbeiter- Gesangverein " Nord". Zahlreiches Erscheinen der Genossen erwartet Der Vertrauensmann. 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Große öffentliche Volks- Versammlung ,, Altes Schützenhaus", Linienstraße 5. Am Sonntag, den 13. d. M., findet am Mittwoch, den 9. März, Abends 8 1hr, im Saale eine Herrenpartie nach Schmargendorf statt. Treffpunkt Morg. 71/2 Uhr Stadtbahnhof Börse. Freunde und Tages- Ordnung: 1. Die nationale und internationale Bedeutung der Maifeier. Genossen sind hiermit freundlichst ein- Referent Reichstags- Abgeordneter Fritz Kunert. 2. Diskussion. 3. Wahl geladen. Der Vorstand.[ 1801b eines Lotal- Festkomitees. Spandau. Versammlung des freidenkenden Lese- und Diskutir- Klubs Hasen clever" am Donnerstag, den 10. März, Abends 8 Uhr, 403/20 bei Radke, Hennmeisterstraße 5. Gäste willkommen. Der Vorstand. Die dem Tischlerges. W. Schröder zugefügte Beleidigung nehme ich hier: mit zurück und erkläre denselben für 1806b ehrenhaft. H. Helbig. Gr. tom. Original- Wasserpantomime. Künstliche Zähne 2 Mark. Donnerstag, den 10. März: Grosse Plomben von 1,50 M. an. SchmerzGala- Benefizvorstellung für die be- loses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden Gr. Bock- Ausschank Eine Nacht in Venedig." aus der Berliner Bock- Brauerei. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Interesanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schul b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. 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Billets sind bei folgenden Kommissions- und Vorstandsmitgliedern zu haben und können sich daselbst auch neue Mitglieder aufnehmen lassen: Frau Goldacker, Dresdenerstr. 18, Hof 2 Tr.; Fri. Neuendorf, Inselstr. 1; Frl. Hahn, Sophienstr. 34, Hof 2 Tr.; Frl. Jakoby, Rüdersdorferstr. 44; Frl. Schneeweiß, Moabit, Bandelstr. 16; Frau Wirnstätt, Friedrichshagen, Kurze straße 8, 2 Tr.; Frizz Jäger, Brandenburgstr. 54, Hof 4 Tr.; W. Jäger, 87/1 Rigdorf, Herrmannstr. 34, 1. Aufg. 1 Tr. Abendkasse findet nicht statt. BE Im Auftrage der Kommission: W. Jäger. liebte Schulreiterin Frl. Adele Schu- 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Achtung! mann. Mr. James Fillis mit seinem Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor. Schulpferde Germinal". Sonntag, den 18. März: Zwei Bor: Wer monatl. Abzahlg. 5 M. Liebich, Merleiht einem armen Gen. 50 M.? stellungen. Zum legten Male: Circus unter Wasser. Eine Nacht in Venedig."| Griebenowstr. 23, im Keller. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. 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Beim Etat des Reichs Invalidenfonds kommt 190. Sigung vom 8. März. 12 Uhr. Abg. Singer( Soz.) auf die Nothwendigkeit der Erhöhung Am Tische des Bundesraths: v. Maltzahn, v. Mar Abg. Piefchel( natl.) tritt namentlich für die Berücksichtigung der Pensionen der Kriegsinvaliden zurück, welche er für die Ichall. der Offiziere ein. Ein weiterer Wunsch, der dringend der Be- dringlichste hält und deren Verbindung mit der Aenderung des Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation rücksichtigung bedürfe, sei die Anrechnung der im Militärdienst Pensionsgesetzes ihm nicht unabweislich erscheint. Die heutige der Abgg. Siegle und Schenk von Stauffenberg, verbrachten Jahre bei der definitiven Pensionirung. Auch hier Erklärung des Vertreters der Militärverwaltung ist ja sehr entwelche vom 10. Dezember 1891 batirt und folgenden Wort- stellen sich die größten Ungleichheiten und Härten ein, je nach gegenkommend; in der Kommission hat derselbe Vertreter die Zudem der zu Penfionirende im Privat- oder im öffentlichen Dienst lage für die Kriegsinvaliden als einen Schmuck, die Aenderung 1. Gedenkt die Reichsregierung die Bedingungen des ameri- gestanden hat. Den Versuch des Antrags Douglas müssen der Pensionsgesetzgebung überhaupt aber als eine Nothwendigkeit fanischen Gesetzes für die Anwendung desselben auf deutsche wir ja begrüßen; er umfaßt aber nur einen der drei erklärt, und letztere müsse den Vorrang haben; das ist ungefähr Reichsangehörige zu erfüllen und wird sie dem Reichstage eventuell Gesichtspunkte des vorjährigen Antrags Richter und deshalb das Gegentheil von der heutigen Ausführung. Die Invalidenhierüber eine Vorlage machen? tönnen wir ihm nicht zustimmen. Viel zu gering erscheint uns pensionen datiren aus dem Jahre 1872; die Verhältnisse haben 2. Gedenkt die Reichsregierung den Abschluß eines Ver- die Firirung der Maximalsumme für Gemeine auf 700 m. sich in diesen 20 Jahren von Grund aus verändert. Die Leute, trages mit der österreichisch- ungarischen Regierung anzubahnen, Abg. Richter: Mein vorjähriger Antrag bezweckte die die zu Deutschlands Schuhe im Felde geblutet haben, durch welchen den bestehenden Mängeln abgeholfen und ins Besserstellung der Kriegsinvaliden. Das war eine sehr einfache fann Deutschland nicht mehr mit dem Almosen von damals besondere die Ausdehnung des Urheberschutzes auf die gesammte Sache, deren Durchssthrung feine Reform des Pensionsgesetzes er- abfinden. Troß der heutigen Erklärung aber hege ich zweifel, österreichisch- ungarische Monarchie herbeigeführt wird? forderlich gemacht hätte, weil sie gar nicht die Zivilpensionäre ob mit der wünschenswerthen Raschheit in dieser Sache gearbeitet Nachdem Staatssekretär v. Marschall sich bereit erklärt betrifft. Nun hat die deutschkonservative Partei einen Antrag werden wird; deshalb heben wir nochmals mit allem Nachdruck hat, die Interpellation sofort zu beantworten, führt zur Be- zur Abänderung des Pensionsgesetzes überhaupt eingebracht, den das dringende Bedürfniß hervor, die Kriegsinvaliden zu berückgründung derselben fie mit dem meinigen verquickte. Die Regierung hat sich diesem sichtigen, damit diese Frage nicht in den Hintergrund geAbg. Siegle( natl.) aus, daß der Schutz der deutschen Standpunkt angeschlossen und so bleibt die Erfüllung des in schoben wird. Urheberrechte an Werken der Literatur und Kunst im Allgemeinen meinem Antrage ausgesprochenen Wunsches einstweilen auf- General von Spitz bestreitet, daß er heute anders als in außerdeutschen Staaten ein sehr mangelhafter sei, hauptsächlich geschoben. Andernfalls würde das Eingehen auf meinen Antrag in der Kommission gesprochen habe. Er halte alles aufrecht, was in Beziehung auf die Vereinigten Staaten und Desterreich- Ungarn. gerade im Jahre 1891 bei den Theuerungsverhältnissen den alten er in der Kommission über die Frage gesagt habe. Durch die unsaubersten Manipulationen werden die deutschen Invaliden sehr willkommen gewesen sein. Die Regierung will Autoren in schlimmster Weise benachtheiligt. Abg. Orterer: Ich habe schon vorher gesagt, daß mir auch aber meinen Antrag mit als Vorspann benutzen, um ihre AbStaatssekretär von Marschall: Die erste Frage der Herrn fichten auf Erhöhung der Zivilpensionen und auf Reform des die Zulage für die Kriegsinvaliden das Dringendere scheint; Interpellanten hat durch den am 15. Januar zu Stande ge- Pensionswesens überhaupt leichter durchlotsen zu können. Der habe ich allerdings ungefähr denselben Eindruck gehabt, wie der aus den Zeitungsberichten über die Kommissionsverhandlungen tommenen Abschluß eines Uebereinkommens zwischen dem Reich heutige Antrag der Konservativen aber kommt von einer ganz Abg. Singer. Durch die heutigen Erklärungen des Vertreters und den Vereinigten Staaten über den gegenseitigen Schutz der entgegengesetzten Seite; er will gar nicht mehr die Kriegsinvaliden, der verbündeten Regierungen bin ich aber in dieser Hinsicht beUrheberrechte ihre Erledigung gefunden. Was die zweite Frage sonberu nur gewiffe Kategorien der Militärpensionäre berückbetrifft, so können wir sie mit Ja beantworten. ruhigt. Die Fortdauer fichtigen, und giebt der Regierung eine ziffermäßig gebundene des gegenwärtigen Zustandes und Verhältnisses zu Desterreich- Marfchroute und verlangt die Vorlegung noch in dieser Seffion; Abg. Singer( Soz.): Ich habe die Erklärungen des ReUngarn ist nicht erwünscht. Infolge der Interpellation ist unserer in einem Zeitpunkt, wo man allseitig darüber einig ist, daß bald gierungskommissars in der Kommission genau so wiedergegeben, feits die Anfrage nach dort gerichtet worden, ob Geneigtheit zum Schluß gemacht werden muß, und bei dieser Besetzung des Hauses gewinnen, daß die Regierung die Regelung dieser Frage in Bezug wie er sie gemacht hat; man mußte daraus die Ueberzeugung Abschluß einer Literarkonvention mit uns bestehe. Diese Frage sollen wir noch mit einer so schwierigen Materie befaßt werden! ift bejahend beantwortet worden; wir werden zunächst innerhalb Die vorgeschlagene Erhöhung der Maximalsäge kann wirklich nicht auf die Kriegsinvaliden von der Regelung des Pensionswesens unferes Ressorts in Erörterungen treten und dann direkt mit allein mit dem seit 1874 so gefunkenen Geldwerth motivirt werden. handelt es sich nicht um einen Schmuck, sondern um die Befriedi Bei den Kriegsinvaliden überhaupt abhängig machen wolle. Desterreich- Ungarn verhandeln; wir hegen die begründete Hoff Ganz übersehen wird dabei, daß die Pensionirungen der Militärs nung, daß schon im Anfang der nächsten Session ein entsprechen- aus ganz anderen Gründen erfolgen, als andere. Man kann gung der nothwendigsten Lebensbedürfnisse. Meine Behauptung der Vertrag Ihnen vorgelegt werden wird.( Beifall.) nicht mehr felddienstfähig, aber noch vollständig erwerbsfähig benutzt, um sich einen besseren Unteroffizierstand zu schaffen, halte in der Kommission, daß die Regierung diese Frage als Vorspann Eine Besprechung der Interpellation wird nicht beantragt; sein. Besonders bedenklich wird dieser Vorschlag, wenn er, wie ich aufrecht. Der Reichstag hat aber feine Veranlassung, hierbei der Gegenstand ist damit erledigt, es beabsichtigt zu fein scheint, rückwirkende Kraft erhalten soll. noch den Militarismus zu stärken. Wie wollen lediglich die Es folgt die erste und zweite Berathung des am 15. Januar Woher soll das Geld dazu herkommen? Es handelt sich doch um Invaliden in eine Lage bringen, daß sie nicht zu hungern brauchen. in Bashington abgeschlossenen Uebereinkommens zwischen dem mehrere Millionen. Reich und den Vereinigten Staaten über den Schutz der Urheberrechte. in einer Der Etat wird bewilligt. Bei dem Einnahmekapitel Bankwesen, Antheil des Reiches an dem Reingewinn der Reichsbank 4570 000 M., Steuer von ungedeckten Banknoten 202 700 m. verlangt Abg. von Strombeck eine Vermehrung der Beamtenzahl bei einzelnen Bankstellen, wo die Geschäfte eine unverhältnißmäßige Bunahme erfahren haben. Das Kapitel wird bewilligt. Staatssekretär von Malhahn: Die Hoffnung, daß dem Reichstage die Novelle in der nächsten Session vorgelegt werden Abg. Diet( S03.): Der Vertrag mit den Vereinigten kann, ist bereits von hier ausgesprochen worden. Ich wende mich Staaten ist für die deutsche Kunst und für den deutschen Autor nur gegen die Ausführungen des Abg. Richter, daß hier eine ein recht schlechter zu nennen. Es kommt mir vor, daß wir mit Berquickung vorliege. Die Berathungen der betreffenden Materie Scheffeln geben und nur eine Hand voll bekommen. Wer das in den Reichsämtern und bei der preußischen Regierung datiren nordamerikanische Gesetz über das Urheberrecht kennt, wird sich aus der Zeit vor der Einbringung des Antrags Richter. Die fragen: wie um Alles in der Welt soll der deutsche Autor oder Verzögerung ist nicht herbeigeführt durch eine ablehnende Haltung Künstler seine Sachen in Amerika zur Anmeldung bringen? In der preußischen Finanzverwaltung; die Schwierigkeiten rühren zum Es folgt der Etat der 3ölle, Verbrauchssteuern Nordamerika wird Alles an ein bestimmtes Datum geknüpft; Theil auch von dem Bedenken' der Zivilverwaltungen dagegen und verfe. Die Einnahmen aus den Zöllen find auf wer nicht vor der Veröffentlichung im Auslande den gedruckten her, daß durch die Gestattung zu hoher Maximalsätze neue 339 451 000 m. veranschlagt. Hierzu liegt der Antrag der Abgg. Titel eines Buches einreichen fann, fann das Urheberrecht dort Unzuträglichkeiten entstehen. Menzer, Graf Douglas und von Winterfeldt vor, die verbündeten nicht erwerben, und ferner muß er nicht später als am Tage der Beröffentlichung ein Exemplar einreichen. Wie sollen das die unseres Antrages würden trotz der gegentheiligen Meinung des für Tabatsblätter, unbearbeitete, und v. Stengel von 85 auf Abg. Graf Douglas: Die Mittel für die Durchführung Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage möglichst noch in dieser Session eine Vorlage zu unterbreiten, wonach der Zollfab Deutschen machen? fogenannte Eintragsrolle, diese schüßt aber nur In Leipzig existirt allerdings eine Abg. Richter sich leicht beschaffen lassen, wenn Sie unseren An- für Tabatsblätter, unbearbeitete, und v. Stengel von 85 auf Werte, trag annehmen, der eine Erhöhung des Tabakzolles von 85 auf ist außer von den Deutschkonservativen auch von den National125 M. für den Doppelzentner erhöht werden soll. Der Antrag die in Deutschland erscheinen, insofern als die Werke 125 M. vorschlägt. Unser Unteroffizierkorps ist hier Gegenstand liberalen Brünings, Brunck, Bürklin und Clemm unterschrieben. einer gewissen Frist nicht übersetzt werden dürfen lebhafter Angriffe wegen Soldatenmishandlungen gewesen; stellen liberalen Brünings, Brunck, Bürklin und Glemm unterschrieben. ohne Erlaubniß der Autoren. Die deutsche Regierung hätte in Sie es materiell so, daß es in der Lage ist, ein Elitekorps werden Abg. Brömel( dfr.): Auch in dem letzten Abschnitt der dem Vertrage mindestens eine Bentralstelle in Deutschland sichern zu können, dann werden diese Klagen verstummen.( Bustimmung gegenwärtigen langen Session haben wir es mehrfach mit Bemüffen, bei welcher die Eintragung auch für Nordamerika rechts- rechts.) Dazu können Sie auch mitwirken, wenn Sie der Reso- schwerden zu thun gehabt, nach welchen nach Ansicht der giltig erfolgen tönnte. Unser deutsches Urheberrecht ist in der lution zustimmen. Beschwerdeführer Zollfäße zu unrecht erhoben worden sind. Diese That ein so liberales, ein so vollkommenes, wie fein anderes in der Welt, während das nordamerikanische ganz auf der Stufe Generallieutenant v. Spig: Der Antrag Richter war ein Beschwerden über unrechtmäßige Handhabung des Bolltarifs und der Mac Kinley- Bill steht. Gelingt es nicht, eine solche Zentral- durchaus dankenswerther und die Militärverwaltung erkennt das Berschleppung der Entscheidung haben sich, wie die Berichte der der Mac Kinley- Bill steht. Gelingt es nicht, eine solche Zentral- voll an. Wir stehen auf diesem Antrage und halten ihn nicht einem Rechts- und Kulturstaat sind diese Zustände unerträglich. Petitionstommission ausweisen, ganz erheblich vermehrt. In stelle zu schaffen, so ist dieser ganze Vertrag höchst überflüssig. Nachdem Abg. Siegle sein Einverständniß mit diesen Aus für einen Handelsartikel. So sehr ich dem Antragsteller für den Auf die Beschwerden der betheiligten Geschäftstreibenden giebt der führungen erklärt, wird der Vertrag in zweiter Lesung ohne Antrag dankbar bin, so sehr muß ich dem widersprechen, daß Bundesrath zuweilen erst nach Jahren Antwort und Gründe für eine Debatte unverändert angenommen. hier ein taktisches Manöver der Verwaltung vorliege. Der AnDarauf setzt das Haus die Etats berathung fort. trag von der anderen Seite betrifft den Invalidenfonds und beide ablehnende Entscheidung giebt er überhaupt nicht an. Hier tann nur die Eröffnung des Rechtsweges in Zollstreitfachen abhelfen. Bum Etat des allgemeinen Pensionsfonds Anträge bedingen Geldausgaben, sie werden also zweckmäßig zu Die allerschmerzlichsten Erfahrungen haben aber zahlreiche Gehaben die deutschkonservativen Abgg. Graf Douglas, von Man fammen bearbeitet. teuffel und Menzer eine Resolution eingebracht, worin die ver Abg. Orterer( 3.): Die heutige Debatte hat eine sehr weit- werbetreibende mit den Nachforderungen von Zöllen machen bündeten Regierungen ersucht werden, dem Reichstag möglichst gehende finanzielle Bedeutung. Die Finanzminister aller deut müssen, welche die Zollamter erheben, wenn sie vorher einen zu noch in dieser Session einen Gefeßentwurf zu unterbreiten, durch schen Staaten dürften nicht sehr bereitwillig entgegenkommen. niedrigen 30ll erhoben zu haben glauben. Der Reichstag hat in noch in dieser Session einen Gefeßentwurf zu unterbreiten, durch welchen eine Abänderung der Militärpensions- Gesetzgebung dahin Dennoch halten wir an dem vorjährigen Antrag Richter feft.bündeten Regierungen um die Vorlegung eines Gesezentwurfes, dieser Session, nämlich im Juni 1890, schon beschlossen, die ver vorgenommen werden soll, daß das Recht auf den Bezug der Den Antrag Douglas sollten die Antragsteller doch zurückziehen. betreffend die Errichtung eines Zollgerichts, zu ersuchen. Bis eigentlichen Bension erst ruhen soll, wenn die nachstehenden Den Wunsch der Anrechnung der Militärdienstzeit bei der Beheute sind wir ohne jede Antwort geblieben. Diese Abstinenz des Klaffen im Reichs, Staatse oder Kommunaldienst unter Zu- meſſung der Pension können wir an sich wohl theilen, aber in Bundesraths in allen den großen Reformfragen, die aus der rechnung der Militärpenfion ausschließlich der Pensionserhöhungen Die Kommunen fann man doch auf teine Weise dazu zwingen, Theilnahmlosigkeit, mit welcher die Bevölkerung die Arbeiten des das Gesetz sollte dieser Grundsatz nicht aufgenommen werden. man Initiative des Hauses angeregt wurden, ist mit Schuld an der mehr als folgendes Gesammt- Diensteinkommen beziehen: a) D es würde das Reich für die Mehrausgaben aufzukommen haben. ziere und im Difiziersrang stehende Militärärzte 6000 Mart; Die Beschleunigung der Angelegenheit wünschen wir mit dem Ab- Reichstages verfolgt, und an der Theilnahmlosigkeit der Mit b) Feldwebel 1500 M.; c) Sergeanten und Unteroffiziere 1200 M.; d) Gemeine 700 m.; e) Unteroffiziere von 12jähriger geordneten Richter un der Kriegsinvaliden willen. Im weiteren glieder selbst. Wandel fann nur geschaffen werden, wenn die aftiver Dienstzeit 1800. bringt Redner noch eine Reihe von Wünschen vor auf Unter- Reichsinstitutionen, welche jetzt für unsere Zollverwaltung maß Abg. Menzer( dt.) befürwortet die Annahme des Antrages. Stellung derjenigen Offiziere, welche 1870/71 bei immobilen gebend find, einer gründlichen Reform unterworfen werden. Der Nebenher regt Hebner an, gesetzgeberische Borkehrungen zu treffen, Truppentheilen standen, unter die Pensionsnovelle von 1886, Bundesrath ist nicht die geeignete Stelle zur Entscheidung solcher daß ein Theil der Penſion im Intereſſe der Relitten in Lebens- sowie auf Besserstellung der Wittwen pensionirter Militärs. versicherungen angelegt werden könne. Verwaltungsfachen. Staatssekretär von Malhahn: Wenn der Vorredner das Abg. von Manteuffel( dk.) zieht die Resolution zurück, Verfahren des Bundesraths heftig angegriffen hat, so habe ich Referent Abg. von Huene theilt mit, daß der Wunsch ander weil die Erklärung vom Bundesrathstische den Antragstellern ge- diese Angriffe, soweit sie ungerechtfertigt find, entschieden zurückweiter Regelung dieser Materie ein allgemeiner war, daß auch nügend erscheinen. Ohne die Resolution hätte man diese bündige zuweisen, so vor allem denjenigen, als ob die Ver die Regierung eine entgegenkommende Erklärung abgegeben hat, Erklärung der Vertreter der verbündeten Regierungen nicht erlangt. waltung des Bollwesens durch den Bundesrath eine unund daß ein entsprechender Entwurf schon fast fertig gestellt Abg. v. Vollmar( Soz.): Uns erscheint auf diesem ganzen rechtmäßige Handhabung des Zolltarifs involvire. Der ist. wurde in der Kommission erörtert. Auch die hohe Steigerung der Zahl der Bensionirungen Gebiete eine Erhöhung der Benfionen für die Unteroffiziere und Bundesrath hat verfassungsmäßig in letter Instanz über Ausführung unserer Zollgefeßgebung zu wachen. der Benfionirungen lungen absolut arbeitsunfähig gewordener Mann ist mit ganzen Die betreffenden Beschwerden werden keineswegs verschleppt, am abgenommen hat seit 2 Jahren, daß man sich also einem Be- 27 M. pensionirt worden und die öffentliche Wohlthätigkeit wenigften böswillig.( Abg. Brömel: Habe ich gar nicht sagen harrungszustand nähere. Die Vermehrung wurde begründet mit hat für ihn eintreten müssen. Wenn die Säße also geändert wollen!) Der Bundesrath hat allerdings vielfach abgelehnt, auf der Vermehrung der Armee und die erhöhten Pensionsfäße. werden sollen, dann muß vor Allem auf die Soldaten die Beschwerden einzugehen; das mögen Sie materiell mißAbg. von Gültlingen( Rp.) Die Angelegenheit hat seit Stücksicht genommen werden. Das Maximum der Pensionen billigen, das Recht des Bundesrathes werden Sie nicht bestreiten langen Jahren den Reichstag beschäftigt; die Regierungen haben von 30 M. monatlich ist geradezu erbärmlich. Was die Ein- wollen. Wie sollen denn die Bescheide anders ergehen als ohne meinen gefeßlichen Regelung im Gange sind. Der vorliegende und Kommunaldienst betrifft, so muß mit in Betracht gezogen nach den Instruktionen ihrer Regierungen stimmen, über deren Antrag berücksichtigt war nur einige Kategorien, ich will ihn werden, wie ungemein schlecht die große Mehrzahl der Subaltern- Motive wird nicht abgestimmt. Ohne Kenntniß der Gründe aber deshalb nicht bekämpfen; ich nehme das Gute, wo ich es poften botirt ist, und man darf diesen späteren Beamten und bleibt der Beschwerdeführer gleich wohl nicht, denn der Entbekomme. Brinzipiell ſollte jedem Berechtigten mindestens eine unterbeamten nicht die aus ihrem Militärverhältniß herrührenden scheidung des Bundesrathes muß eine Entscheidung der obersten Quote feiner Bension unter allen Umständen belaſſen werden. Rechte einfach wegnehmen. Die Zahlenanfäße des Antrages Landes- Finanzbehörde vorhergegangen sein, die mit Gründen verMangelhaft ist in dem Antrage jedenfalls die unbewegliche Er- Douglas sind in dieser Beziehung das Ungeheuerlichste, was mir sehen wird. Das Waarenverzeichniß von 1888 hat nicht mehr höhung des Maximalſages um 600 M. für sämmtliche Unter- je vorgekommen ist; dem Wazimalsaß für Offiziere von 6000 M. Widerspruch gefunden als seine sämmtlichen Vorgänger. Es soll offiziere von 12 jähriger attiver Dienstzeit ohne Unterscheidung, stellen die Herren einen Maximalſaß für Gemeine von ganzen ein neues Waarenverzeichniß zum nächsten Herbst in Kraft treten; ob fie 12 oder 25 gabre gebient haben und welchen Stang jie 700 M. gegenüber! Mit der Zahl für die Offiziere müßte man wenn der Vorredner auch dies bemängelt, so übersieht er, bas den berechtigten Klagen auf diesem Gebiete abzuhelfen. vorher innegehabt haben. Hoffentlich zögert der Reichstag nicht, ganz erheblich herunter, mit den 700 M. für Gemeine ganz er die neuen Handelsverträge eine neue Redaktion geradezu noth heblich herauf, zum Mindesten um die Hälfte. Das müssen wir wendig machen. Es wird nicht aus der Welt zu schaffen sein, General von Spik: Die vorjährige Resolution hat der der Regierung bringend an das Herz legen. daß über die Anwendbarkeit eines Zollsages verschiedene AufMilitärverwaltung Gelegenheit zur Ausarbeitung einer Novelle| Abg. Lorenzen( dfr.) erneuert seine Bitte an die Regierungen, faffungen entstehen können; die Entscheidung muß in die Hände den ehemaligen schleswig- holſteinſchen Offizieren, welche 1848 bis einer oberen Instanz gelegt sein. Die Resolution von 1890 hat Der Borlegung dieser Novelle noch in dieser Session haben sich 1851 attiv gewesen sind, ihr Wohlwollen zuzuwenden. Diese noch keine Beantwortung erfahren, weil die damalige Seffion Schwierigkeiten in den Weg gestellt, welche nicht bloß auf finan? Offiziere hätten von der bänischen Regierung nur 3 Monate lang noch währt und nach feststehender Praxis diese Beantwortung ziellem Gebiet, sondern auch in Stouifionen mit anderen Reſorts Bension bezogen und seien seitdem vousſtändig ohne Pension ge erst im Anfange der nächsten Session gegeben wird. Ich kann einfach entlassen worden, Ersatz fand sich ja jede Stunde doppelt und dreifach. Die entsetzlich lange Arbeitszeit hätte sofort auf das übliche Maß herabgesetzt werden fönnen, wenn eine größere Bahl Arbeiter eingestellt worden wäre. Dazu verstand sich aber die Direktion auf keinen Fall. Als Beispiel, wie die Löhne in dieser Branche herabgedrückt worden sind, führen wir die Ver Dienstverhältnisse der Glasbläser an. Das sind Affordlöhne und die Arbeitsleistung ist unverändert die gleiche geblieben: Jahr Lohn Stückzahl aber mittheilen, daß der Bundesrath schon im Dezember 1890 Be Ihat, richtet sich an die Stadt Berlin; ich wünsche nur, daß es sich Jemand geweigert, des Nachts mit zu arbeiten, der wäre schluß gefaßt hat und zwar ablehnenden. dort sympathische Aufnahme findet.( Beifall bei den NationalAbg. Goldschmidt( dfr.): Diese Ausführungen zeigen doch liberalen.) nur allzu deutlich, daß man im Bundesrath kein Verständniß für Abg. Friedberg bleibt dabei, daß die Regierung in allen die Bedürfnisse des Verkehrs hat oder es ihm nicht entgegenbringt. Fällen an die Zweckbestimmung der Professuren gebunden sein ( Unruhe rechts.) Kann man denn gar nicht begreifen, welche müsse. schweren Schädigungen es mit sich bringen muß, wenn ganz Geh. Finanzrath Germar bezeichnet das als unmöglich und plöglich die Zölle für irgend einen importirten Gegenstand erhöht finanziell bedenklich. werden und auf erhobene Beschwerden Jahre vergehen, ehe auch Abg. Meyer Berlin: Wenn die Regierung an die nur ein Bescheid erfolgt? Kann man sich dort gar nicht denken, Stadt Berlin irgend welche Anforderungen hat, so wird sie diedaß inzwischen die betreffenden Gewerbetreibenden an den Rand felben wohl auf dem üblichen schriftlichen Wege geltend des Ruins gebracht werden können? Ich bin so oft Referent machen, nicht auf dem Umwege über das Abgeordnetenhaus über die unzähligen hierher gehörigen Petitionen, daß ich dem durch Herrn von Gynern. Die Stadt Berlin hat AufHause weiter nichts in dieser Beziehung vorzutragen habe. wendungen für die Universitätskliniken gemacht; sie stellt ihre Krankenhäuser auch gern für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung und braucht für ihre Krankenpflege, besonders bei der Armenpflege, die Kliniken nicht. Staatssekretär v. Malzahn: Das Verständniß für die hier in Betracht kommenden Verhältnisse ist im Bundesrath voll und ganz vorhanden; ost aber scheint in der Petitionskommission das Verständniß für die schwierige Stellung zu fehlen, welche die Reichs Finanzverwaltung und der Bundesrath in diesen Zollfragen bei ihrer Verantwortung für die richtige Leistung der gefezmäßig zu leistenden Abgaben und Zölle einnimmt. = Abg. von Stumm( Rp.) nimmt den Bundesrath gegen die allgemeinen Vorwürfe der Abgg. Brömel und Goldschmidt in Schuß, wenn auch im einzelnen Falle einmal wirklich etwas gegen seine Entscheidung einzuwenden sein möchte. Die Wünsche auf Abänderung der bestehenden Einrichtung liefen zuletzt auf eine Abschaffung des Bundesstaats und die Errichtung eines Einheitsstaats hinaus. Wenn der Reichstag eine Petition als zur Erörterung im Plenum nicht geeignet erachte, so sei das noch viel unhöflicher, als der unmotivirte ablehnende Bescheid des Bundesraths. Der Bundesrath ist hier stets nach Maßgabe der Wichtigkeit der zu verhandelnden Gegenstände vertreten. B Nach längerer Debatte verschreitet das Haus zur Berathung über die Ausgaben für Breslau( 911 350., 19 370 M. mehr als im laufenden Glat). Abg. Dasbach fragt an, weshalb Professor Weber nicht mehr lese, sondern in Bonn sich aufhalte. 1887 100 100 1888 83 107 1889 65 140 1890 33 225 1891 22 1892 19 280 347 In diesen sechs Jahren hat sich die Arbeitsleistung also etwa um das 3/ 2fache gesteigert, die Löhne dagegen haben um mehr als das fünffache abgenommen!! Hiernach fann sich Jeder ausrechnen, was der Arbeiter heut leisten muß, wenn er sein Durchkommen haben will. Das Jahr 1887 ist ja geradezu als ein goldenes zu bezeichnen gegenüber dem HungerGeh. Gath Althof erklärt, daß Professor Weber als Alt- fahr 1892! fatholik durch einen anderen, nach gewisser Seite einwandsfreien Professor der Philosophie ersetzt sei. Da man dem Profeffor Zum Berliner Domban läßt die radikale Zante Voß in Weber feine Rechte genommen und er in Breslau nichts mehr zu ihrer gestrigen Morgenausgabe ein Geschreibsel los, welches feines thun hatte, konnte fein Wunsch, ihn von seinen Verpflichtungen Schlußsages wegen der Vergessenheit nicht ganz und gar preiszu entbinden, nicht abgeschlagen werden. gegeben werden soll. Dieser Schlußsah lautet: Für Studirende deutscher Herkunft, welche später in den Provinzen Westpreußen und Posen und im Regierungsbezirk Oppeln verwendet werden, find 100 000 m. ausgefeßt. Abg. v. Czarlinski empfiehlt die Streichung dieses Fonds, der eine ungerechte Bevorzugung der Deutschen sei. Der Titel wird gegen die Stimmen der Polen genehmigt. Beim Kapitel 120: Höhere Lehranstalten, Titel 10, Zahlungen infolge rechtlicher Verpflichtungen, geht " , Ein Dom von Bedeutung fann aber nur entstehen, wenn er einer Strömung seiner Zeit entspringt." Der Zahn der Zeit, welcher sonst manche Wunde heilt, scheint bei der alten Tante nicht verhindern zu können, daß sich Wippchen und Karlchen Mießnick in ihren Spalten Rendezvous geben. Abg. Brömel: Wie oft haben wir hier die wichtigsten Fragen erörtert, ohne daß auch nur ein Vertreter der verbündeten Regierungen anwesend war. Will Herr von Stumm direktion für Berlin und die Provinz Brandenburg bezüglich Jufolge einer Aufrage bei der f. Provinzial- Stener etwa unsere Petitionskommission auf das Niveau des Bundesraths herunterdrücken, soll sie über Petitionen auch nichts zu der Stempelpflichtigkeit der Lehrverträge hat Abg. Dr. Graf- Elberfeld( natl.) auf die Schulreform ein. fagen wiffen? Mit großer Mehrheit hat seinerzeit der Reichstag Bufrieden seien mit den neuen Lehrplänen die lateinlosen Ober- diese Behörde erwidert, daß derartige Verträge, auch wenn darin das Verfahren des Bundesraths bei Einführung des Betroleum- Realschulen, unzufrieden die Vertreter des Baufachs. Die latein- eine Lohnzahlung vereinbart ist, sofern sie sich nur sonst ihrem faß Bolles für ungefeßlich erklärt, die Entrüstung des losen Anstalten sollen zum Studium der Mathematik berechtigen. fatz des§ 128 der N.-G.-D. vom 1. April 1892 ab stempelfrei Inhalte nach als Lehrverträge charakterisiren, nach dem Schluß Staatsjefretärs war also wohl nicht ganz gerechtfertigt. Damit ist eine Bresche gelegt, die schließlich zur Gleichberechtigung sind. Ich habe das neue Waarenverzeichniß gar nicht bemängelt. der verschiedenen Arten der Vorbildung führen wird. Damit Ausgeschlossen find nur Verträge über die Annahme von Staatssekretär v. Malhahn: Der Reichstag ist verfassungs- fchwindet dann die gleichmäßige Vorbildung für die Univer- Lehrlingen in Handelsgeschäften und in Apotheken, welche nach § 154 a. a. D. stempelpflichtig sind. Bemerkt wird noch, daß es mäßig nicht zur ausschließlichen Interpretation der Reichsgesetze fitäten. in Aubetracht des Vertragsstempels als eines Urkundenstempels berufen; der Bundesrath aber ist verfassungsmäßig berufen, be rechtigt und verpflichtet die Reichsgefeße nach seinem besten Wissen daß nur diejenigen Verträge, welche, vom 1. April 1892 und später lediglich auf den Tag des Abschlusses der Berträge ankommt, so und Gewissen zur Anwendung zu bringen. datiren, stempelfrei sind. Nach längerer Debatte wird der Titel genehmigt. Um 4 Uhr wird die weitere Berathung bis Mittwoch 11 ühr vertagt. Lokales. Abg. v. Schalfcha( 3.): Ich bin nach wie vor der Meinung, daß der Petroleumfaßzoll ein ungefehmäßiger ist; dieser Zustand scheint mir aber noch erträglich gegenüber demjenigen, daß ein Importeur, der auf Grund einer amtlichen Auskunft seine Einfuhrgeschäfte abgeschlossen hat, nach Jahren vielleicht durch die Nachliquidationen der Zollbehörde in die größten Schwierigkeiten gestürzt wird. In dieser Hinsicht muß ich Herrn Brömel durchDie Lokalkommiffion in Steglit ersucht uns um die Veraus beipflichten. Abg. Büsing verwahrt sich als Vorsitzender der Petitions- öffentlichung des Folgenden: Bis jetzt war es den Genossen in tommiffion gegen die Ausführung v. Stumm's. Die Kommission Steglit wenigstens noch möglich, für Vereinsversammlungen habe niemals eine Petition ohne Angabe von Gründen abgewiesen. fonnten aber bisher in Steglit noch nicht abgehalten werden, einen Saal zu bekommen. Deffentliche Voltsversammlungen Jede Petition werde entschieden motivirt. In Bezug auf die für diese giebt es feinen Gaal, b. h. die Lokalbefiger weigern sich Behauptung, daß es der Petitionskommission vielleicht an Ver- aus leicht erklärlichen Gründen, ihre Säle für die Abhaltung von ständniß für die Schwierigkeiten fehle, in welchen sich die Zoll- fozialdemokratischen Versammlungen herzugeben. Jetzt scheint es verwaltung zuweilen befinde, sei zu fonstatiren, daß die Mit auch den Vereinen unmöglich gemacht werden zu sollen, ihre Verglieder mit großem Fleiße, außerordentlicher Sachkenntniß und fammlungen abzuhalten. Der Vorsitzende des Stegliger Arbeiter großer Treue in diefer langen Session gearbeitet haben; er Bildungsvereins erhielt wenigstens ohne jeden ersichtlichen Grund appellirt an das Haus, ob die Arbeiten der Kommission Sachkenntniß und Verständniß vermissen lassen. In der Petition der folgenden Brief: Dortmunder Union habe die Kommission auch einen großen Er folg erreicht. Abg. v. Stumm bleibt dabei, daß die Reichstag majorität über die Motive ihrer Abstimmung den Petenten keine Austanft gebe. Ein Vertagungsantrag wird abgelehnt. Nachdem Abg. Menzer den Antrag auf Erhöhung des Tabatzolles unter steigender Unruhe des Hauses begründet hat, wird ein Vertagungsantrag angenommen. Schluß nach 5,2 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 12 Uhr. ( Etat, Telegraphengeseh.) Abgeordnetenhaus. 27. Sigung vom 8. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Graf 3edliß und Kommissarien. Die zweite Berathung des Stadt Haushaltsetats für 1892-93 wird fortgesetzt und zwar im Kultusetat. Stegli, den 3. März 1892. Lieber Herr Weisheit! Wir lefen im ,, Reichsboten": Auch gegen den Redakteur der in Dresden erscheinenden Sächsischen Arbeiter Beitung" ist eine Antlage wegen Beleidigung des deutschen Kaisers erhoben worden. Harden und die Kölnische Zeitung" befinden sich also in der entsprechenden Gesellschaft." In befferer Gesellschaft jedenfalls, als wenn sie sich in solcher eines augenverdrehenden, muckerischen Betbruders vom„ Reichsboten" befänden. Bureau läßt sich der Ober- Bürgermeister in folgender Weise vont Der Nothstand in Permanenz. Durch Wolff's Telegraphens Berdacht des Rücktritts reinigen: wiesbaden weilende Ober- Bürgermeister v. Fordenbeck aus Berlin Dem Rheinischen Kourier" zufolge hat der zur Kur in Die Blättermeldung, daß er von seinem Amte zurückzutreten beabsichtige, als falsch bezeichnet. Er habe keine desfallsigen Ges banten geäußert und beabsichtige keineswegs, seinen Abschied zu nehmen." Einen so hartnäckigen Nothstandsleugner hätten wir auch so Es thut mir leid, daß ich diesen Brief an Sie leicht nicht wieder erhalten. schreiben muß, ich kann den Arbeiter- Bildungsverein nicht mehr bei mir tagen lassen, da ich fortwährend Ungenöthigt, gegen feinen in guten Verhältniffen lebenden Sohn annehmlichkeiten dadurch habe. Achtungsvoll E. Borsdorf. Welcher Art die„ Unannehmlichkeiten" sind, verschweigt Herr anderwärts auch zu Tage getreten sind. Jm Lofale des Herrn Borsdorf allerdings, es werden aber wohl dieselben sein, die Borsdorf tagen noch zahlreiche Gewerkschaftsvereine, die aus dem Vorgehen desselben gegen den Arbeiter= Bildungsverein wohl die nothwendigen Konsequenzen ziehen werden. Wenn der Lokalbesiger die Unannehmlichkeiten" so fürchtet, so muß er eben auf die Kundschaft der in Steglitz wohnenden Arbeiter überhaupt verzichten. " Keine Nothlage. Ein hiesiger Almofenempfänger sah sich fein gefeyliches Recht auf Unterstützung im Wege der Klage geltend zu machen. Der alte Mann ernährte sich fümmerlich von einer städtischen Arinenunterstützung von 14 M. monatlich; da ihm dies in der jegigen Jahreszeit und bei den theueren den Erlaß einer einstweiligen Verfügung, durch die dem Sohn Preisen einigermaßen schiver fiel, beantragte er bei dem Gericht aufgegeben wurde, bis zum Austrag der Sache eine gewisse Summe an den Bater zu zahlen. Diesen Antrag hat die fiebente Zivilkammer des Landgerichts I( Vorfigender Landgerichtsdirektor Hesse) abgelehnt, weil der Kläger, der zugestandermaßen ein monatliches Einkommen von 14. beziehe, eine Nothlage nicht glaubhaft gemacht habe. Schließlich noch eine Warnung an die Genossen: Ein in Die Ausgaben für die Provinzial- Schulkollegien, holt den Versuch gemacht, den Arbeiter- Bildungsverein in im Wahlverein des zweiten Reichstags- Wahlkreises einen Vortrag Friedenau wohnender Herr Lungwith hat in letzter Zeit wieder- leber Pauperismns wird heute Abend Genosse Schönlant mit Ausnahme der Gehälter der Provinzial- Schulräthe, werden Steglitz zu unlauteren Zweden zu mißbrauchen. Das ist ihm in Lehmann's Salon, Kreuzbergstraße 48 halten. Nach den Bor genehmigt; ebenso ohne Debaite ohne Debatte die Ausgaben für die aber nicht gelungen, weil der Vorstand auf seinem Posten war. gängen der letzten Wochen in und anßerhalb der Grenzen des Prüfungsfommissionen. Es folgen die Ausgaben für die Universitäten. Die Es folgen die Ausgaben für die Universitäten. Dies ist nicht unmöglich, daß 2. in den Brudervereinen der Vor- deutschen Reiches, gewinnt das Thema, welches sich unser Genosse Universität Rönigsberg erhält einen Bufchuß von 804 803 m. orte seine Versuche wiederholt. Um auch hier das gleiche nega- zu feinem Vortrag gewählt hat, besonders aktuellen Charakter. 9.tive Resultat zu erzielen, scheint dieser Avis nothwendig zu sein. Abg. Friedberg( utl.) ist nicht damit einverstanden, daß die Bemerkt sei noch, daß es sich um Geldangelegenheiten( Aufnahme eines Pumpes) handelt. Aenderung der Zweckbestimmung einer Professur ohne Zustimmung des Landtages erfolgen könne; mindestens müsse dem Landtage davon Kenntniß gegeben werden. Für die Professoren sollte ebenfalls das System der Dienstalters- Bulagen eingerichtet ( 6200 n. mehr als im laufenden Etat). werden. halten. " Soldatenselbstmord. In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend erhängte sich in der Kaserne des zweiten Garde regiments zu Fuß ein Rekrut der 8. Kompagnie. Die Motive find natürlich unbekannt. Zum Nothstand wird uns von einem unserer Leser folgendes mitgetheilt: Auf einen Hof in der Franfectistraße fam am Sonntag Abend zwischen 5 und 6 Uhr ein sogenannter Natur Im Ballstaat ins Wasser gesprungen ist die 21 Jahre forscher"( ein Mann in den 50er Jahren), um die in dem Hofe alte Martha Linke, die seit einem Jahre die Verlobte eines Buch Abg. v. Meyer- Arnswalde: Ich habe heute morgen in der aufgestellten Müll- resp. Aschentasten nach Lumpen und dergl. zu halters gewesen ist. Mit diesen hatte sie am Sonnabend Abend Zeitung gelesen, daß die Bonner Korps an den Rektor eine durchsuchen. In einem solchen Kasten sand der alte Maun einen Ball in einem Lokale in der Oranienstraße besucht. Die Adresse gerichtet haben, sie würden nach dem 3. März und vor einen bis zur Hälfte mit" dicem Reis" gefüllten eisernen Topf, 2. glaubte, Ursache zur Eifersucht während des Festes gehabt zu dem 25. April Kollegien nicht besuchen. Wenn das der Fall der wahrscheinlich einer Hausfrau beim Mittagessen tochen an- haben, sie machte ihrem Bräutigam heftige Vorwürfe, welche sie sein sollte, so wäre das ein Erzeß der Naseweisheit. gebrannt war, und dann mit seinem Inhalte in den Kasten ge- auf dem Heimwege auf der Straße noch fortsette. Auf der Minister Graf Bedlin: Wir ist davon nichts bekannt geworfen wurde. Der Aermste nahm den Topf, machte mit seinem Oranienbrüde angelangt, blieb das Mädchen plöglich stehen und worden; ich kann deshalb mit meinem Urtheil darüber zurück- Saten den Reis, der sich festgesetzt hatte, locker und verzehrte schwang sich mit den Worten:" Dies Leben habe ich fatt" über dann mit einem wahren Heißhunger den Juhalt bis auf den das Geländer der Brücke in den mit einer leichten Gisbecke überBei den Ausgaben für Berlin( 3ufchuß 2 101 000 Mart, legten Neft. Eobald Jemand den Hof passirte, stellte er den Topf zogenen Louisenstädtischen Kanal. Der Bräutigam löste den 27 400 m. mehr als im laufenden Etat) empfiehlt in den Kasten, um sich nicht vielleicht dem Gespötte der Leute Rettungskahn und es gelang ihm, damit das halb ohnmächtige Abg. Letochius neben der Anstellung eines Präparators beim auszusehen, und langte denselben erst wieder hervor, wenn der Mädchen zu erreichen und zu retten. zoologischen Museum, die jetzt in Aussicht genommen sei, die Hof leer war. Als er den Juhalt des Topfes bis auf den letzten weitere Anstellung eines Kustos. Reft verzehrt hatte, nahm er den Topf und ging gefättigt von Ein Betrug in großem Umfange ist in folgender Weise Geh. Rath Althoff verspricht die Sache in Erwägung ziehen dannen. Ich beobachtete von meinem Zimmer aus den Vorgang geplant und theilweise durchgeführt worden: Der Kaufmann B. zu wollen und weist auf die Thätigkeit des 1887 gegründeten und wahrlich, ein Gefühl des Mitleides würde jeden fühlenden erschien mit dem Hausdiener S. bei einem Uhren Großhändler orientalischen Seminars hin, das nicht nur Schüler ausgebildet, Menschen beschlichen haben, beim Anblick des alten Mannes, der, mit der Erklärung, fich ein Geschäft einrichten zu wollen. Er sondern auch Lehrbücher herausgegeben habe; er empfiehlt die wie aus seinem Benehmen zu ersehen war, auch einmal andere erbat sich Waaren, und erhielt, nachdem er 3000 m. Anzahlung Annahme der Mehrausgabe für dieses Seminar. Tage erlebt hatte. Und da leugnet man noch den Nothstand, wo versprochen, aber nur 2000 m. gezahlt hatte, goldene und jilberne Abg. von Eyneru( natl.): Manche deutsche Universitäts- die Leute nicht verschmähen, aus dem Müllfasten sich zu sättigen. Taschenuhren im Werthe von 10 000 M. Da die noch fehlenden stadt erkennt eine Ehrenpflicht an, für ihre Universität zu sorgen. 1000 M. der Anzahlung nicht einliefen, wurde der Händler arg So haben Straßburg, Leipzig, Breslau, Kiel erhebliche Ausgaben Die Aktiengesellschaft für elektrische Glühlampen( Patent wöhnisch; er ermittelte, daß diefelben Personen furz vorher bet geleistet. Aber Berlin thut nichts, sondern empfängt noch Wohl- Scel) hat in diesem Jahr bereits am vorlegten Sonnabend dem Kaufmann S. für 5000 M. Brillanten bei geringer Anthaten von den Universitätseinrichtungen, die ich auf 600 000 m. Arbeiterentlassungen eintreten laffen. Von den 66 Personen, zahlung entnommen und sofort verfeht hatten. Der Großhändler berechnet habe. Hoffentlich erinnert sich die Stadt Berlin ihrer welche bis dahin in der Fabrik beschäftigt waren, sind 13 entschloß daraus dies hat sich auch später bestätigt, daß die Pflicht, wenn es sich einmal um die Verlegung der Charitee laffen worden. In dieser Branche werden zum Sommer immer ihm geleistete Anzahlung von 2000 M. aus dem Erlöse der verhandeln sollte. weniger Arbeitskräfte gebraucht, aber so früh wie in diesem Jahre feyten Brillanten herrühre. Sonnabend traf ein Kriminalkommissar Abg. Laugerhans( dfr.) hält es nicht für richtig, daß der sind die Entlassungen noch nie erfolgt; früher pafsirte dies nie zufällig in einer Pfandleihe zwei Männer, welche Brillanten zum Regierung die Befehung der Professuren nach ihrer Erledigung vor Mai. Die Entlassenen find thatsächlich brotlos, denn in der Versatz anboten, hielt sie an und stellte fest, daß dieselben der nach Belieben freistehe; der Landtag habe die Zweckbestimmung Branche finden sie sicher kein Unterkommen und so vermehren Kaufmann B. und Hausdiener S. waren. Im Besitze Beider be gebilligt, eine Alenderung müsse ihm ebenfalls unterbreitet werden. fie eben die ohnehin schon erschreckend große Armee der Arbeits- fand sich nur noch ein kleiner Theil der Uhren, dagegen PfandBerlin ist die größte Universität, deshalb braucht es den größten lofen. Es hätte sicher nichts geschadet, wenn die Arbeiter noch scheine über die fehlenden. Zuschuß und die größten Sammlungen. einige Wochen länger behalten worden wären und wenn man sie Geh. Rath Althoff: Es giebt zwei Arten Profeffuren, die hätte auf Vorrath arbeiten lassen. Denn im Winter müssen die Arbeiter Zu dem Raubmord- Versuche in der Blumenstraße that Professuren nach dem Normaletat aus den vierziger Jahren, Unglaubliches in Ueberstunden leisten. So wurde von Anfang No- fich inzwischen herausgestellt, daß der Mordgeselle aus dem Ges Die freien Professuren und die gebundenen Professuren, vember bis Neujahr abwechselnd einen Tag von früh 7 bis Abds. 8 schäfte der Faust eine in der Ladenkasse aufbewahrt gewesene die nachher mit bestimmter Zweckbestimmung bewilligt sind. In auch 9 Uhr gearbeitet, den anderen aber von Morg. 7 bis Nachts Blechbüchse entnommen hat, in der sich zum größten Theile ganz Bezug auf die letzteren ist die Negierung für alle Zeit ge- 1 auch 2 Uhr! Nach Neujahr wurde diese anstrengende Arbeits- neue Pfennige befanden. Diese hat er ohne Zweifel für Goldbunden; die freien Professuren fann aber die Regierung ander- zeit zwar abgekürzt, die Sonntagsarbeit aber wurde troßdem stücke gehalten; denn eine mit Nickelgeld gefüllte Geldschwinge, weitig benutzen, wie es die Lage der betreffenden Universitäten nicht eingestellt. Wenn sich Jemand über die zu lange Arbeits die daneben stand, hat er unberührt gelassen. Er muß aber den verlangt. Wenn diese Freiheit nicht vorhanden wäre, würde zeit beklagte, so erhielt er zur Antwort: Sie verdienen ja Geld Irrthum bald bemerkt haben, denn kurz nach 102 Uhr erschien manche Mehrausgabe entstehen. Was Herr von Eynern gefagt dabei, Sie brauchen das ja gar nicht umsonst zu machen. Hätte bei dem im Keller des Hauses Schillingstraße 40 wohnhaften 1 Gerichts- Beifung. " M Boziale Ltebersicht. In den Kohlengruben von Carmang- Albi( Frankreich) streiten die Bergleute wegen verweigerter Lohnerhöhung. Grünkramhandler Engel, also ganz nahe an dem Thatorte, ein mit der Sand fortgestoßen und geschlagen. Im Wefent- jan, daß er die Sache anfangs für einen Spaß gehalten habe, doch Mann, der Pfennige zum Wechseln anbot. Dieser Mann ist lichen bestätigten beide Beugen diese Angaben, nur ver- als er eine Viertelstunde in dem versperrten, wenig geheizten allem Anscheine nach der Thäter gewesen. Am Sonntag wahrt sich die Frau Gräfin gegen die Absichtlichkeit der Zimmer hing, begann er zu schreien; erst nach einer weiteren Vormittag wurde der Faust ein durch die Polizei fest Stöße und stellt das Schlagen in Abrede. Die Viertelstunde wurde er erlöft. Die Spagatschnur, die ihm um genommener Mann vorgestellt, doch konnte die Ueber- Angeklagte sei offenbar von dem Diener aufgehetzt gewesen. die Hände gelegt worden sei, habe ihm Striemen verursacht. fallene denselben nicht als den Thäter refognosziren, Frau Gräfin Blumenthal, bei welcher die Angeklagte ein Aus der zur Verlesung gelangenden Aussage des Lehrjungen auch war war die Fauft der erlittenen Verlegungen halber Jahr lang vor dem 1. Oktober v. J. in Dienst war, und Rentier Wlach, der früher gleichfalls bei Rautenstrauch bedienstet war, noch nicht im Stande, sich behuss Ermittelung des Räubers mit Big, bei welchem sich diefelbe nach ihrem Weggange von dem ging hervor, daß er von Jttner ebenfalls einmal nackt ausgezogen, Hilfe des Verbrecheralbums nach dem Polizeipräsidium zu be Grafen Dönhoff in Stellung befindet, rühmen die Angeklagte als in den Bock gespannt und geschlagen wurde. Da der Staatsgeben. Dagegen ist der unverehelichten Mushake das Album ein Muster von Bescheidenheit, Zuverlässigkeit und Fleiß. Die anwalt nun die Anklage auch auf dieses Faktum ausdehnte, bereits vorgelegt worden, der Gesuchte hat aber auch hierbei nicht Köchin Agnes Burchart, die ebenfalls eine kurze Zeit beim wurde die Verhandlung behufs Vorladung der diesbezüglichen entdeckt werden können. Die Mushafe erklärt noch, daß jener Grafen Dönhoff im Dienst war, bekundet, daß sie dort von der Beugen vertagt. Mensch acht Tage lang zu später Abendstunde ihren Laden be- Herrschaft geschlagen und so schlecht behandelt worden sei, wie treten, stets zwei Schnecken verlangt hätte, aber jedesmal mit es wohl im Deutschen Reiche nicht zum zweiten Male voreiner beliebigen anderen Backwaare( Zwieback, Hörnchen) zu kommen dürfte. Die Angeklagte habe Tag und Nacht geweint frieden gewesen sei. Hierdurch wird der Verdacht bestärkt, daß und sei mit Selbstmordgedanken umgegangen. Troh es sich nur um einen Vorwand gehandelt habe, um eine passende dieses Resultats der Beweisaufnahme verurtheilte der GerichtsGelegenheit zur Ausführung eines Verbrechens zu finden. Die hof die Angeklagte zu 3 Mark, indem er zwar annimmt, daß Mushate giebt als besonderes Kennzeichen noch an, daß der un- diefelbe sehr hart behandelt worden sei, daß aber feine Achtung, Tischler! Die Differenzen in der Nähmaschinenheimliche Käufer stets auffallend schmutzige, fast schwarze Hände ungewöhnliche Härte vorliege, die allein die An- Möbelfabrit von 2aborenz, Rigdorf, Knesebeckstr. 71, find gehabt habe. Der Geschäftsladen der Letzteren ist am Sonn- geklagte zum Verlassen des Dienstes berechtigt hätte. noch nicht beigelegt. In feiner späteren Versammlung werden abend Abend durch die Kriminalpolizei genau überwacht worden, wir die ganze Angelegenheit noch einmal einer kritischen Be doch hat sich der Unbekannte seit Freitag Abend nicht wieder die am Nachmittage des letzten Sylvestertages auf einem unterziehen. Bor Buzug bitten wir auch ferner noch zu warnen. ,, Bauherren" unter sich. Eine Bauhandwerker Schlacht, leuchtung auch hinsichtlich der jetzt dort arbeitenden Kollegen" blicken lassen. Neubau in der Hussitenstraße geschlagen wurde, hat eine Polizeibericht. Am 7. d. Mts. Vormittags wurde eine gestern vor dem hiesigen Schöffengerichte verhandelte An- welche sich in den Reihen unserer Tischlermeister jetzt abspielen, Außerdem machen wir auf einige bemerkenswerthe Vorgänge, Frau vor dem Hause Gollnowstr. 32a von einen Geschäfswagen flage wegen schwerer Rörperverlegung gegen den Bau- aufmerksam. Zunächst beabsichtigen die Herren Innungsmeister überfahren und am Oberschenkel bedeutend verletzt. Jufolge Unternehmer August Miez, den des Schneefalls fiel zu derselben Zeit vor dem Hause Jägerstr. 93tar Pokarz und den Tischlermeister Friedr. Herm. lassungsschein aufzuzwingen, welcher es jedenfalls ermöglichen Töpfermeister Fr. im Bunde mit den Holzindustriellen, den Gesellen einen Enteine Frau und brach ein Bein, und vor dem Hause Alte Schön ante im Gefolge gehabt. Der Neubau gehört einem gewiffen foll, eine bessere Auslese unter die Letzteren zu halten. Ferner hauferstraße 59 ein Museumsbeamter und erlitt einen Bruch des Köhler, während bei dem Anklagevorfall nur der Bauwächter wollen die Herren die Arbeitsvermittelung nur noch selbst be= Handgelenks. Vormittags wurde im Landwehr- Kanal, gegen Schmiedel und der Grundstücks Verkäufer und als Hypotheken- forgen, jede Konkurrenz in diesem Fache wird streng verpönt, über dem Grundstück Plan- Ufer 92, die Leiche einer Frau, und gläubiger an dem Wohle des Baues intereffirte Rauf ganz besonders richtet sich das Vorgehen gegen die von den Nachmittags im Spandauer Schifffahrts- Kanal die Leiche eines mann Bergemann in Frage kommen. Der Angeklagte Mieß, Kollegen selbst errichteten Arbeitsnachweise. Arbeiters angefchwemmt. Vor dem Hause Landbergerstr. 37 welcher behauptet, für gelieferte Bauarbeiten eine Forderung von gerieth Abends ein Malermeister unter die Räder eines Geschäfts- 6000 m. zu haben, scheint über die Zahlungsmodalitäten un- und organisirt Euch bei Zeiten, damit wenn es heißt, Front zu Kollegen, wir rusen Euch zu: Beobachtet diese Vorgänge wagens und erlitt anscheinend schwere innere Berlegungen. gehalten geworden zu sein und griff zur Selbsthilfe, indem er am machen, feiner fehlt. In der Nacht zum 8. b. M. lief ein obdachloser Schuhmacher 28. Dezember auf dem Bau entschlossen sein Rüstzeug und die auf dem Spittelmarkt in der Trunkenheit gegen einen eisernen von ihm gelieferten Röhren aus dem Neubau fortschaffte. Schon Die Werkstatt Rontrollfommission des Müllbehälter und erlitt einen Schädelbruch, so daß der Tod so bei dieser Gelegenheit tam es zu einem heftigen Auftritt zwischen Fachvereins der Tischler. fort eintrat. ihm und den auf dem Bau anwesenden Bergemann, wobei der Der Streik des Personals der Fabrik Marin Astruc lettere einen Revolver aus der Tasche zog und dem Mietz in Bühl( Elsaß) kann als beendet betrachtet werden, nachdem brohend entgegenhielt. Drei Tage später, am Sylvestertage, mehr als zwei Drittel der Streifenden die Arbeit wieder auffaß mich in einem Restaurant gegenüber der Baustelle, genommen haben, als die Fabrikleitung bekannt machte, daß als die beiden anderen Angeklagten daselbst erschienen und ihm er jetzt nicht wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehre, für mittheilten, daß der Jude" soeben den Neubau betreten habe. immer entlassen sei. Wegen Beamteubeleidigung hatte sich am 26. Februar Herr Bergemann war nämlich mit dem Baumeister Malakowski unser Genosse Meinz aus Briz vor dem Schöffengericht in auf dem Bau erschienen, um durch den letzteren feststellen zu Rigdorf zu verantworten. Am 16. August v. J. hielt der Volks- lassen, welcher Schaden ihm durch das Losreißen der Röhren zc. bildungs- Verein für Britz und Umgegend, dessen Vorsitzender der zugefügt worden. Bald darauf erschien mieh mit einer In Paris ist der Ausstand der Kutscher der Gesellschaft Angeklagte war, in der Rosensee- Terrasse in Briz ein Sommer- höhnischen Bemerkung auf dem Neubau, der Wächter Urbaine nach der Köln. Btg." beendet. Nach diesem Blatt fest ab. Der Zutritt war nur gegen Karten gestattet. Nach Schmiedel vertrat ihm den Weg, es tam zum Ringen und soll die Gesellschaft keine Zugeständnisse gemacht haben. mittags gegen 5 Uhr stellte sich ein Gendarm ein. Der Vor- Mick flog die Treppe hinunter. Er raffte sich bald wieder Tumulte meldet der Telegraph aus dem Reviere des figende Meinz machte diesen darauf aufmerksam, daß eine auf, lockte durch seinen Hilferuf die beiden anderen An- böhmischen Bergwerts in Schatlar, das dem Baron geschlossene Gesellschaft hier ein Vergnügen feiere, der Gendarm geklagten und eine ganze Anzahl von Personen herbei, und nun v. Erlanger gehört. Der Direktor des Werkes soll sich vor den fei als Gaft willkommen, als Beamter aber überflüssig, da der begann eine regelrechte Schlacht. Bergemann zog zuerst einen Arbeitern durch einen Sprung aus dem Fenster haben retten Bereinsvorstand die Hauspolizei selbst ausübe. Meinz besitzt die Stockdegen, befann sich jedoch eines Besseren und hieb zur Ab- müssen und natürlich war die Polizei genöthigt", mit„ geAngewohnheit, mit erhobener Hand zu sprechen und seine Worte wehr mit dem Kopfende des Stockes, wobei er dem Hanke ins fälltem Bajonett vorzugehen". Für den Fall, daß die Nachricht mit entsprechenden Gestitulationen zu begleiten. Der Gendarm Gesicht traf. Die Gegner stürmten die Treppe hinauf, schlugen über die Tumulte nicht bloß aufgebauscht, ist zu berücksichtigen, fühlte sich durch die Ansprache beleidigt und stellte Strafantrag mit Planten und Stöden auf Bergemann und Schmiedel ein und daß die Arbeiter jenes Bergwerts mit zu den schlechtest bezahlten gegen Meinz. Zum Termin waren 11 Beugen geladen, darunter in den inneren Räumen fielen die Schläge hageldicht. In der ihres Berufs gehören wo die Rothschild, Erlanger 2c. grafen, 3 Gendarmen. Die Vorladung einer weiteren Zahl von Ent- letzten Noth zog Schmiedel einen Revolver, dieser versagte aber bleibt für Andere kein Grashalm stehen. Und diesen mit Jammerlaftungszeugen war abgelehnt worden, weil dieselben nur un- und nun zog Bergemann seinen Revolver hervor und feuerte Löhnen abgespeisten Leuten hat man noch, wie die telegraphische erhebliche Aussagen machen fönnten. Als erster Beuge trat der zwei Schüsse in die Luft. Die Knalle machten die Gegner einiger Nachricht selbst besagt, eine 10prozentige Lohnherabsetzung zuge Gendarm Daberkow als Beleidigter auf. Auf die Frage des maßen stußig und diesen Augenblick benutzte Bergemann, un in muthet. Wenn darauf den Arbeitern die Galle überlief, so ist Vorsitzenden, worin er eine Beleidigung gefunden habe, tühnen Säßen von Treppe zu Treppe und schließlich durch ein Fenster das natürlich. erwiderte dieser, Meinz habe mit drohender Stimme auf die Straße zu gelangen. Infolge des Schießens hatte sich und mit erhobener Hand ihm gesagt: zu Zum Nothstand. Die städtischen Behörden von Halle a. S. er folle hier eine gewaltige Menschenmenge angesammelt und der Kampf machen, daß er herauskomme, er habe hier nichts zu suchen. fegte sich noch auf der Straße fort, bis die Polizei einschritt. haben 10 000. zur Vertheilung von Brot- und Speisemarten Der Gendarm Lehmann erklärte, er habe sich ebenfalls beleidigt Auf beiden Seiten hatte es blutige Köpfe, zerschundene Gesichter an die Nothleidenden bewilligt. gefühlt, da Meinz sich ihm gegenüber ähnlich geäußert habe. Er und blaue Flecke am ganzen Körper gegeben und vor Gericht Die Arbeitslosen in Halle a. S. haben zur Vertretung habe aber besonders feinen Strafantrag gestellt, weil er der An- stritten sich die Parteien herum, wer sich im Angriff ihrer Intereffen eine Kommission eingefeßt. Vorsitzender derficht gewesen sei, daß sich der von seinem Kollegen gestellte gleich und wer in der Nothwehr befunden. Der Staatsfelben ist der Töpfer Ferd. Kaulich, Halle a. S., Harz 48b.. mit auf ihn beziehe. Dieser Zeuge meinte noch, daß er es nicht anwalt hielt die Angeklagten für die Schuldigen und nöthig habe, den Befehl seines Vorgesetzten jedem beliebigen beantragte gegen Mieß und Hanke je 4 Monate, Beschäftigung jugendlicher Arbeite in Bergwerken Menschen zu zeigen. Der Angeklagte vertrat die Auficht, daß er gegen Bokarz 2 Monate Gefängniß. Die Rechts- und in Zuckerfabriken. Dem Bundesrath ist ein Entwurf von als Miether des Lokales das Recht beseffen habe, von seinem Hausrecht anwälte Goßmann und Lattermann führten dagegen dem Bestimmungen über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter auf Gebrauch zu machen. Die übrigen Zeugen wußten nichts zur Sache Gerichtshofe vor, in welcher wenig beneidenswerthen Lage fich Steinkohlenbergwerten zugegangen, welche bis zum weiter anzuführen, namentlich fonnten sie nichts befunden, was oft die Bauhandwerker befinden, wenn sie auf ihr ehrlich ver- 1. April 1902 giltig sein sollen. Danach darf die erste Schicht auf den Wortlaut der angeblichen Beleidigung Bezug hatte. Der dientes Geld warten und waren der Meinung, daß auch bei nicht vor 5 Uhr Morgens beginnen, die zweite nicht nach 10 Uhr Amtsanwalt hielt die Beamtenbeleidigung für erwiesen und be- diesem unschönen Bilde aus der Berliner Baugeschichte den An- Abends schließen, teine länger als acht Stunden dauern. Am antragte gegen den Angeklagten 60 M. Geldstrafe ev. 10 Tage gellagten viele Milderungsgründe zur Seite stehen. Der Gerichts- Tage vor Sonn- und Festtagen darf die erste Schicht um 4 Uhr Gefängniß. Der Angeklagte vertheidigte sich in längerer Rede, hof versagte ihnen solche auch nicht und verurtheilte mie nur Morgens beginnen, am nächsten Werktage muß die zweite Schicht er wies die Beleidigung selbst zurück, bestritt auch die Absicht zu 3 Wochen, Hante zu 2 Wochen Gefängniß, um 12 Uhr Abends schließen. Zwischen zwei Arbeitsschichten derselben. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an, während er den Angeklagten Pokarz gänzlich freisprach. muß den jugendlichen Arbeitern eine Ruhezeit von mindestens denn er erkannte auf Freisprechung. Die Kosten des Ver12 Stunden gewährt werden. Ebenso sind eine oder mehrere fahrens wurden der Staatstaffe auferlegt. Die demnächst, wahrscheinlich schon in der nächsten Pausen in Gesammtdauer von mindestens einer Stunde an ArSchwurgerichtsperiode zur Verhandlung gelangende Auflage- beitstagen angeordnet. Alles Uebrige ist wie bei den anderen Drei Mitglieder des Leseklubs„ Karl Mare", der fache betr. den Ueberfall des alten Rentiers Guhrauer dürfte ähnlichen Bestimmungen auch für jugendliche Arbeiter Buchhändler Richard Schulz, der Tischler Gotthardt Schrade in mehr als einem Punkte hohes juristisches Interesse männlichen Geschlechts über 14 Jahre auf Steinkohlenbergwerken und der Schankwirth Ferdinand Grude, standen gestern unter bieten. Die auf versuchten Mord und schweren Raub festgefeßt, namentlich über das ärztliche Attest 2c. Ferner ist dem der Anklage der Beleidigung vor der 180. Abtheilung des lautende Anklage richtet sich gegen das Dienstmädchen Sydow, Bundesrath zugegangen ein ähnlicher Entwurf von Bestimmungen Schöffengerichts. Der genannte Verein hält seine unter polizei- deren Kousine Frau Wilk und den Schuhmacher Giffert. über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen licher Beaufsichtigung stattfindenden Versammlungen im Lokale Gleichzeitig wird aber auch der Ehemann der Wilk vor dem Arbeitern in Rohzuckerfabriken und zuderraffides Angeklagten Grude ab. Wie sie behaupten, haben sie stets Schwurgericht stehen und zwar wird eine selten zur Annerien. Diese Bestimmungen gelten gleichfalls bis zum streng darauf gehalten, daß bei Beginn der Polizeistunde die wendung kommende Strafbestimmung, der§ 139 des Straf- 1. April 1902 bezw. bis 1. April 1898. Der Feststellung dieser Nichtmitglieder des Vereins das Lokal verließen, auf Vereine und Gesetzbuchs, geltend gemacht, welcher lautet: Wer von Bestimmungen find Erhebungen über die Bedürfnißfrage vorausgeschlossene Gesellschaften finde die Polizeistunde dagegen keine dem Vorhaben eines Hochverraths, Landesverraths, Münz gegangen, welche ergeben haben, daß während der legten KamAnwendung. Troß der genauesten Befolgung der polizei verbrechens, Mordes, Raubes, Menschenraubes oder eines pagne im Deutschen Reich in Rohzuckerfabriken im Ganzen lichen Vorschrift, habe der Kriminalschuhmann G. den gemeingefährlichen Verbrechens zu einer Zeit, in welcher 74 167 Arbeiter beschäftigt waren, von denen 9794 oder 13 pet. Angeklagten Grude doch wiederholt wegen Ueberschreitung die Verhütung des Verbrechens möglich ist, glaubhafte dem weiblichen Geschlechte angehörten. Nur ein verhältnißmäßig der Polizeistunde angezeigt und der Letztere habe um Renntniß erhält und es unterläßt, hiervon der Behörde oder der geringer Theil der in der Rohzuckerfabrikation beschäftigten männ Weiterungen zu vermeiden, die ihm auferlegten Strafen bezahlt. Durch das Verbrechen bedrohten Person zur rechten Beit Anzeige lichen und weiblichen Arbeiter ist in der Nähe der Fabriken ortsBei einem erneuten Falle, in welchem wiederum außer den zu machen, ist mit Gefängniß zu bestrafen." In dem vorliegen- angesessen. Die große Mehrzahl find sogen. Sachfengänger, welche Vereinsmitgliedern nicht ein einziger Gast im Lokale anwesend ben Falle wird es sich um die Grörterung der Frage handeln, theils schon im Frühjahr zur Uebernahme landwirthschaftlicher gewesen sei, habe man den Angeklagten Grude gedrängt, richter- inwieweit ein Ehemann gezwungen werden kann, dieser Anzeige- Arbeiten aus anderen Gegenden zuziehen und nach Beendigung liche Entscheidung zu beantragen. Um nächsten Vereinsabende pflicht zu genügen, wenn es sich um ein von der eigenen Ghefrau der Feldarbeit Beschäftigung in den Zuckerfabriken fuchen, theils nach dem stattgehabten Termine habe Grude über den Verlauf geplantes Verbrechen handelt. desselben Bericht erstattet. Er fei verurtheilt worden und zwar auf Grund der Aussage des Kriminalbeamten G., die er min erst im Spätherbst bei der Zuckerkampagne sich einstellen. Hierbei kommen für das östliche Deutschland Arbeiter namentlich aus Leipzig, 8. März. Das Reichsgericht hat heute die in dem Polen, Bosen, Ostpreußen und Schlesien, für Mitteldeutschland destens als eine fahrlässig falsch beschworene bezeichnen müsse. Prozeß gegen den Hofrath Manche und Aron Meyer wegen außerdem auch der Harz, das Eichsfeld und Thüringen in BeGrude begründete diese Behauptung des Näheren und wurde Unterschlagung von den Angeklagten eingelegte Revision ver tracht. Die Gesammtzahl der in deutschen Zuckerraffinerien dann durch die Mitangeklagten Schulz und Schrade in seiner worfen. Die der Revision zu Grunde gelegte Behauptung, daß abgesehen von den Melaffe- Entzuckerungsanstaltenthätigen Ansicht bestärkt. Dieſelben sprachen sich über den Kriminal- die Unterschlagung und der Dolus der Angeklagten nicht Arbeiter beträgt 11 724, wovon 21 pGt. weiblichen Gebeamten in gleichem Sinne aus, wie Grude. Im gestrigen Ter- genügend nachgewiesen und die Bertheidigung von dem ersten schlechts find. mine erklärten sämmtliche Angeklagte, daß sie die beanstandeten Richter beschränkt worden sei, wurde für nicht erwiesen und nicht Aeußerungen aufrecht erhalten müßten, es würde ihnen ein zutreffend erachtet. Leichtes sein, zu beweisen, daß der betreffende Beamte thatfächDividenden. Sächsische Glasfabrik zu Radeberg 12 pt., Holzstoff und Papierfabrit zu Niederschlema 10 pSt., Deutsche Weißenborn 6 pet, Steinkohlenbau- Verein zu Gersdorf, PrioriJute- Spinnerei und Weberei zu Weißen 9 pCt., Papierfabrik zu täten, Serie I 19 pct., Serie II 17 pct., Stammattien 7 pt., Vereinigte Baugener Papierfabriken 9 pt., Gardinenfabrik in Plauen i. V. 5½ pCt. B lich mit seinem Gide fahrlässig umgegangen sei. Gegen das erste elend entrollte sich heute vor dem hiesigen Strafgericht. Der in Wien, 2. März. Ein fürchterliches Bild vom LehrlingsErkenntniß in Sachen der angeblichen Ueberschreitung der Polizeistunde sei Berufung eingelegt worden und in der zweiten Hernals wohnhafte Tischlermeister Joseph Rut hörte in der Polizeistunde sei Berufung eingelegt worden und in der zweiten Nacht zum 16. Januar d. J. lautes Jammern und Winseln. Da Instanz hoffe der Mitangeklagte Grude ein freisprechendes Urtheil zu erzielen. Der Gerichtshof beschloß, die Sache zu ver die Hilferufe aus dem Gefellenzimmer des Rauchfangkehrertagen, bis das Urtheil in der vorerwähnten Uebertretungsantlage Meisters Rautenstrauch kamen, begann er die Thüre zu erbrechen. vorliege. Der Rauchfangkehrer Gefelle Ferdinand Nicoladoni recte Jttner, Die sozialdemokratische Wiener Arbeiter Zeitung" der dazu fam, sagte, er besitze den Schlüssel zur Thür nicht, zog veröffentlicht folgenden vertraulichen Erlaß, welcher auf Noblesse oblige- Adel verpflichtet. Graf und ihn jedoch eine Weile später aus der Tasche und öffnete das die Initiative des t. t. Ackerbau- Ministeriums zurückzuführen ist Gräfin v. Dönhoff- Selten erschienen gestern vor der Bimmer. Rut, der zuerst eintrat, bemerkte, daß der Rauchfang und sich offenbar auf alle Bergämter der holdseligen Austria 182. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts, um gegen ihr fehrer- Lehrling Anton Gila im falten Zimmer splitternacht an bezieht: früheres Die n st mädchen Anna Pauten, welches am den zusammengebundenen Händen derart auf einen Hafen im 3. 241 ai 892. 80. Oftober v. J. ihren Dienst ohne Kündigung ver: Thürstocke aufgehängt war, daß seine Fußspigen kaum den Boden laffen hat, als Beugen aufzutreten. Die Angeklagte räumte berührten. Als der arme Junge abgeschnitten wurde, gab er an, an sämmtliche Herren Werksvorstände zu eigenen Händen. die ihr zur Laft gelegte Thatsache ein, behauptete aber, daß sie daß ihn Jttner aufgehängt habe, knickte dann zusammen und Ueber hohen Auftrag wollen verläßliche Erkundigungen einwegen der ihr zu Theil gewordenen Beschimpfungen und Miß war eine Beile bewußtlos. Da der Tischlermeister Rut die An- gezogen werden, ob und auf welche Arbeiterzeitungen Ihre Berghandlungen seitens der Frau Gräfin und auch des Herrn Grafen zeige erstattete, so hatte sich Ittner heute vor einem Erkenntniß- bez. Hüttenarbeiter abonnirt sind, ferners welche dortigen Arbeiterzur Aufhebung des Dienstverhältnisses berechtigt gewesen sei. gerichte wegen der barbarischen Mißbandlung des Lehrjungen zeitungen am häufigsten Mittheilungen über die Vorgänge und Der Graf habe sie einmal auf die Hand geschlagen, die Gräfin zu verantworten. Er war der That vollkommen geständig und über die Arbeiterverhältnisse bei den hierbezirklichen( Oberöster habe ihr täglich Schimpfworte, als„ Schwein, alte Sau u. brgl." gab an, er habe den Lehrling deshalb bestraft, weil er einige reich, Salzburg) Berg- und Hüttenwerke bringen, beziehungsweise an den Kopf geschleudert und sie einigemal mit dem Fuß und Kaminthüren offen aelaffen habe. Der Lehrling Anton Gila giebt welche Arbeiterzeitung von den dabei beschäftigten Arbeitern am Birtulare schwerden benutzt werden. genommen werden. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsmeisten gelesen, resp. zur Kundgebung ihrer Wünsche und Be- Ischaften( Maifonds) 58,20. Einbeck, Gewerkschaften( Maifonds)| stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liedesfreiheit, 18,75. Kahla, Gewerkschaften( Maifonds) 6,80. Werder a. H., Blumenstraße 38, bei Hente. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser Wandsbeck, Gewerkschaften( Maifonds) 13,55. Wies- straße 22-23, Bogom's Brauerei. Hilaritas, Hochstraße 32 a, bet Diese Anfrage, deren Beantwortung wo möglich bis Ende-25. Wandsbeck, Bewerkschaften( Maifonds) 13,55. Echo 1, Deutsche Eiche, Blumenstraße 46, bet Went. März entgegengesehen wird, wollen Euer Hochwohlgeboren als baden, Gewerkschaften( Maifonds) 60,60. Mainz, Gewerkschaften Witte. eine vertraulich betrachten und giebt sich der Gefertigte( Maifonds) 100,- Lambrecht, Arbeiterschaft( Maifonds) 83,- Pantow, Schulzestr. 27.- Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beitgeift". Gesangverein der Steinmeyen, Johannisstr. 20, bei Müller. der angenehmen Erwartung hin, daß die diesbezüglich angestellten Delmenhorst, Arbeiterschaft( Maifonds) 68,50. Weißenfels, Männer- Gesangverein der Kürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue FriedrichGanges Südost 2, Cuvrystraße 16, bei Ziemer. Nachforschungen in unauffälliger Weise werden vor- Arbeiterschaft( Maifonds) 4,55. Glückstadt, Arbeiterschaft( Mai- ftraße 44, bet Röllig. Steinnelte, Röslinerstr. 17, bei Iust, Bülowstr. 69, bei Gründer. fonds) 10,-. Plauen, Arbeiterschaft( Maifonds) 8,30. Wendt. Euphonia, AnnenLyra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel. Wels, den 23. Februar 1892. A. Dammann, Kassirer, straße 16, bei Reßner. Hand in Hand 1, Mariannenstr. 31-32, bet Hamburg, Doberstein. Schneeglöd chen 1, Rottbuser Damm 39, bet Jacob. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommuifation 16, bet Bollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 13, I. Glaser.. Unverdroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26. Rütli, Flöter'scher Gesangverein, Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Friedenau im Kurhaus. Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Lerche. Freundestreue( Gemischter Chor), Jüdenstr. 55, bei TrieſchLorbeertranz, Landsberger Platz 5, bei Müller.- Südosti, Röpnickerstr. 191, Restaurant. Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 34, bei Schulze. Rothe Nelte, Schöneberg, Golaftr. 43, Freiheit, bet Stegeler. Freiheit 1, Kulmſtr. 36, bei Raumann. Steinfeger Sänger Moabit, Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49. R. t. Revierbergamt Dr. ch. Tambour. Es ist rührend zu sehen, mit welcher Sorgfalt und welchem Bartgefühl sich die österreichische Regierung sogar um die literarischen Bedürfnisse der Arbeiter fümmert. Vielleicht bekümmert sie sich nun auch bald darum, ob sich die Arbeiter satt essen tönnen oder nicht. Die Versammlungen. " mann. 1 Verein Waldesgrün, bei Nebelin, Langeftr. 108. 1 TheaterRauch Geselliger Theater und Ber- Humoristischer Verein Pipifar, bet Möhring, Admiralstraße Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein nospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. mufitverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Große Frankfurterstraße 99, 1 r. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Humoristischer Verein Arminia, Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45.- Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenberger: ftraße 149. Pollack - Fidele Brüder, bei. Mrose, Lachmannstr. 5.Klub Lustige Brüder, Abends 8½ bis 10% Uhr, Restaurant Liewald, Manteuffelſtr. 46. Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33.Rauchllub& affalle, Abends, bet Lock, Friedrichsbergerfir. 11. Rauchflub Rothe Nelte, bei Steuer, Weinſtr. 22. Humoristischer Rauch= Rauch flub Sans: lub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerstr. 42. souci, Boechstraße 51. Rauchklub Vorwärts Südost, bet Bogel, Gorauerstraße 13. Rauchflub Etferne Schleife, Abends 9 Uhr, bei Soffmann, Triftstr. 1. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Statflab Bushelgrün, Abends 8 Uhr, Reichenberger- und Manteuſſelstraßen- Ede, bet Fürstenau. Vermischytes: Eine ernste Rüge ertheilte die Hallesche Polizeiver waltung einem Polizisten, welcher eine Arbeitslosenverfammlung als Versammlung der Arbeitsscheuen bezeichnet hatte. Durch eine Feuersbrunft wurde der westliche Theil der Martthalle zu Memel vernichtet. Aus dem rheinisch- westfälischen Kohlenrevier. Weißensee. Der sozialdemokratische Arbeiter- chor, Kastanien- Allee 28 bei Maiwald. Offenbacher Sänger Zahl der Arbeitslosen wächst von Tag zu Tag, denn die Ent- Verein für Weißensee veranstaltete am 7. d. M. im tranz, Dranienftr. 153, bet Göße.- Gefangverein der Kupferschmiede, laffungen von Arbeitern seitens der Rechen nehmen immer noch Duſedann'schen Vereinshause eine öffentliche Versam meinstr. 11 bei eind Vergißmein nicht, Schulstr. 29, im WeddingRafino.- Freies Lied 1, Gr. Frankfurterstr. 81 bei Weiß.- Echo 3, in zu, und die Zahl stellt sich auf viele Tausende. Mit diesen Ent- lung für Männer und Frauen. Trotzdem die Tische Behlendorf, Stunde in Friedenau( Kurhaus). Brandenburger laffungen werden Zustände geschaffen, die eine öffentliche entfernt worden, war der große Saal bis aufs letzte Plätzchen Männer- Gesangverein in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Kalamität darstellen und auf welche die Aufmerksamkeit der gefüllt. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Reichs- Mannesmuth, Mauerstraße 3, bet Ramm. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. staatlichen und gemeindlichen Behörden hingelenkt werden muß. fags- Abgeordneten Bebel über Bebel über das Thema Parla: Mittwoch: Verein Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Denn nicht nur werden den Gemeinden große Armenlaften auf- mentarismus". Bebel, der lebhaft begrüßt worden war, und Vergnügungsverein Vulfania, bei Jäger, Gartenstraße 37/30 gebürdet, die Arbeitslosen bilden auch eine Gefahr für Leben und erörterte zunächst die geschichtliche Entstehung des Parlamen- Rauchflub Hellblau, Alte Jafobftr. 18/19, Restaurant. Seele. Eigenthum. Man gehe nur einmal durch die Straßen der Städte tarismus und dessen Entwickelung in England, Frankreich und lub kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenbergerſtraße 140. Bochum, Essen, Gelsenkirchen und man wird sie da zu Hunderten Deutschland, schilderte die großen Kämpfe, deren es besonders in gnügungsverein Durch Nacht zum Sicht, bet Bubel, Raunir. 18c. antreffen tönnen. Ob die Lage des Kohlenmarktes die Ent- Frankreich bedurfte, das allgemeine gleiche direkte Wahlrecht zur laffungen rechtfertigt, ist nur heute noch zweifelhaft und wenigstens Einführung zu bringen, und trat der vielfachen Auffassung ent auffallend hei Dividenden von 80 pct., 66 pct., 35 pGt., 20 pCt., gegen, als ob die Herbeiführung von Revolutionen ein Zeugniß 12 pet., 8 pet. u. f. w., wie sie nach großen Rücklagen und Ab- politischer Reife sei. Die französische Arbeiterklasse habe bis heute schreibungen zur Bertheilung gelangen. Feierschichten aller- fich immer noch von den bürglichen Parteien ins Schlepptau nehmen dings find sind bei schwächerem Absage unvermeidlich, da lassen, was Redner auf die dortigen eigenthümlichen ökonoKohle nicht wie irgend ein Fabrikat auf Vorrath pro- mischen Verhältnisse zurückführte. Dort herrsche noch in hohem duzirt werden kann. Solche Feierschichten, selbst wenn sie Maße die demokratisch- kleinbürgerliche Partei, wie es in Deutschöfter wiederkehren, treffen die Arbeiter aber lange nicht so schwer, land gar nicht möglich sei. Bei der großen Bedeutung Frankreichs für als Entlassungen oder Lohnreduktionen, die Leute können diese Deutschland hätten wir das größte Interesse daran, daß sich die unfreiwilligen Feiertage zu häuslichen Arbeiten, Bestellung des Entwickelung der Dinge in Frankreich, d. h. die Auflösung der Feldes u. s. w. verwenden. Um die Aufmerksamkeit der zu- Mittelklassen, tonform der in Deutschland vollziehe und die Arnändigen Behörden noch mehr, als dies schon geschieht, auf diese beiterklasse für den Sozialismus gewonnen werde, in welcher traurigen Zustände hinzulenken, hat der Bergarbeiter- Verband Hinsicht in den letzten Jahren erfreuliche Fortschritte gemacht „ Glückauf" beschloffen, eine Eingabe an Mininer von Berlepsch worden seien. In eingehender Weise schilderte Redner weiter zu richten, worin er gebeten wird, die Bergrevierbeamten zu ver: die Entstehungsgeschichte des Parlamentarismus in Preußen und anlaffen, der Sache näher zu treten und eine Statistik über die Deutschland, zeigend, wie Fürst Bismarck, sowohl weil tein Boden Art und Weise der Entlassung von Bergarbeitern aufzustellen. für ein anderes Wahlsystem vorhanden war, als auch aus ZweckEine Unklarheit im Krankenkassen- Gesetz ist durch das mäßigkeitsgründen das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht Ober- Berwaltungsgericht zu Gunsten der Kranken entschieden zur Einführung brachte, namentlich auch, weil er glaubte, daß worden. Nach 6 des Krankenkassen- Gesetzes besteht die aus Furcht vor den Arbeitern die Bourgeoisie nicht mehr Krantenunterstüßung in Gewährung freier ärztlicher Be oppositionell sein würde, eine Voraussetzung, die allerdings einhandlung, Arznei, sowie Brillen, Bruchbänder und ähnlicher getroffen fei. Ebenso, wie die Bourgeoisie, bevor sie zur Herrschaft gelangte, gegen den Stände- und Feudalstaat zu Felde zog, bis diese Heilmittel und im Falle der Erwerbsunfähigkeit in Zahlung in nichts versanken, so habe auch die Sozialdemokratie zu kämpfen eines Krankengeldes. Wenn nun der§ 7 weiter bestimmt: An Stelle der in§ 6 vorgeschriebenen Leistungen kann gegen den Bürgerstaat und alle erreichbaren Pofitionen zu erobern, freie Kur und Verpflegung in einem Krankenhause gewährt bis der Bürgerstaat durch die sozialistische Gesellschaft ersetzt sei. Wenn werden", so entsteht die Frage, ob die Krankenkasse, sofern sie die der herrschenden Gesellschaft abgerungenen Vortheile die KlaffenDie Hamburger Nachricht, daß auf dem Postdampfer Krantenhauspflege gewährt, verpflichtet ist, das erfrantte Mit- lage der Arbeiter auch nicht verbesserten, so fämen dieselben doch Hunderttausenden zu Gute und machten die Arbeiter kampffähiger. Colonia" drei Offiziere verhaftet worden und glied in das Krankenhaus zu transportiren bezw. einem Orts: Die Wahlen seien ein geeignetes Mittel, propagandistisch zu eine große Menge Waffen zc. beschlagnahmt worden sein sollte, Armenverbande gemäß§ 57 die erforderlichen Transportkosten une zu ersetzen. Das Ober- Berwaltungsgericht, dritter Senat, bat wirken, sie seien gewissermaßen ein politisches Barometer, das ist, wie die Direktion ber genannten Gesellschaft mittheilt, un diese Frage in einem unlängst gefäuten Urtheile bejaht und aus- das Wachsen der Partei anzeige; die Tribüne des Reichstags sei wahr. Nach dem„ Echo" handelt es sich um eine unwahre geführt: Wenn in§7 der Kaffe die Befugniß gegeben ist, sich ihrer das einzige, das zu Gebote stand. Die Bedeutung der Wahlen polizeilich vernommen worden sind, deren Unrichtigkeit sich aber ein wirksames Agitationsmittel, unter dem Sozialistengefeße faft anonyme Anzeige, welche zur Folge hatte, daß die Offiziere wohl pflege zu entledigen, so gehören zu der Gewährung dieser Pflege sei von den Gegnern mehr erkannt, als von den Arbeitern selbst, bereits binnen zwei Stunden herausgestellt hatte. Auf Ein Besitzer von 10 Häusern, der Kaufmann Glaser aus alle diejenigen Leistungen, die erforderlich sind, damit der das beweise die Verlängerung der Legislaturperioden. Kranke der Krankenhauspflege auch wirklich theilhaftig werde. gabe der Sozialdemokratie müsse es sein, immer mehr auf Siemianowiß, wurde von der Strafkammer zu Beuthen D.- Schl. 3 Die Kaffe habe daher den Kranken, wenn er unfähig ist, zulärend zu wirken, damit die Arbeiter, sobald der Zeitpunkt au 8 Wochen Gefängniß verurtheilt, weil er zwei Frauen, die gehen, unter Anwendung geeigneter Transportmittel in das gekommen fei, daß sie die Macht in die Hände be- bei ihm Mehl fauften, um 1/2 und 13/4 Pfd. Mehl betrogen fommen, fähig find, dieselbe zu benutzen. Der fünfviertel- hatte. Krankenhaus zu schaffen. stündige Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. In Einer, der's versteht. Das kleine schlesische Städtchen Zur Organisation der Arbeiter Oesterreich- Ungarns. der folgenden Diskussion vertraten mehrere der sogenannten„ Un- ansen fucht ein neues fommunales Oberhaupt. Gemeldet In der Zeit vom 1. bis 29. Februar sind folgende neue Organi- abhängigen" ihren bekannten Standpunkt unter dem lebhaftesten haben sich 78 Bewerber. Unter diesen Bürgermeistern in spe fationen gegründet worden: In Wien: Politischer Verein Widerspruche der Versammlung. Herr 3obel trat ihren Aus- befindet sich einer, der zu seiner Empfehlung die Be Vorwärts" im III. Bezirk; Verein der Feilenhauer und führungen entgegen und Bebel that in seinem Schlußworte eben- fcheinigung feines tatholischen Seelsorgers Deren Mitarbeiter Niederösterreichs; Arbeiter Bildungs- falls das Seinige. Bezüglich des vielangefeindeten Begriffes, Lumpen über eifrigen Kirchenbesuch eingeschickt hat. In Ensisheim erschoß ein Wachtposten Nachts einen verein Helios" im XVII. Bezirk; Czecho- stlavischer Arbeiter proletariat" erklärte Bebel, daß es Niemandem einfalle, die ArbeitsFortbildungsverein im II. Bezirk. In der Provinz: Fach- losen darunter zu verstehen. Nicht die äußere Gewandung mache Unteroffizier, der auf den dritten Haltruf nicht stehen geverein der Tischler und der im Tischlergewerbe beschäftigten den Lumpen, sondern die Gesinnung. Wohl seien diese Ge- blieben war. Starke Erdbeben werden aus Italien gemeldet. Hilfsarbeiter Mährens in Brünn; Gewerkschaftsverein finnungslumpen, die durchaus nicht immer in Lumpen daher Untergegangen ist bei den Scilly Inseln der hame jämmtlicher im Hutmacher- und dessen verwandten Gewerben gehen, Produkte der heutigen Gesellschaft, man könne sich dieses beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Mährens in Brünn; erklären, aber man habe durchaus teine Veranlassung, mit diesen burgische Dampfer Messina". Bon der ganzen Mannschaft Allgemeiner Arbeiter- Bildungsverein Klostergrab; Produkten gemeinschaftliche Sache zu machen. Jeder ehrliche ist nur ein Schiffsjunge gerettet. In Herat( Afghanistan) ist die Cholera ausgebrochen. Arbeiter habe alle Ursache, sich nicht mit diesen Elementen, von denen die Krawalle inszenirt worden feien, zu identifiziren. Mit dem Verschwinden der bürgerlichen Gesellschaft würden auch diese Christliche Charitas? Damit die ,,, armen Neisenden" ja Produkte verschwinden. Die Einwände gegen den Parlamenfeinen Bissen umsonst bekämen, hat man wie die Zerbster tarismus wurden von Bebel unter größter Zustimmung der VerExtrapofi" berichtet dieselben auf der Naturalverpflegungs- fammlung in trefflicher Weise widerlegt. Mit erdrückender station in Nordhausen wegen Mangels an Arbeit Holz- Majorität erklärte fich die wohl von tausend Personen besuchte wellen von einem Boden zum anderen und Versammlung in einer Refolution mit den Ausführungen Bebel's Lübeck, 8. März. Die Wahl der für das Gewerbegericht später wieder zurücktragen lassen. voll und ganz einverstanden und sprach demselben ihr unbedingtes aufgestellten zwölf sozialistischen Kandidaten erfolgte fast einBertrauen aus. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen stimmig. Hoch auf die Sozialdemokratie. " " = Bildungsverein Arbeiterbund" in Mariaschein; Politischer Verein Vorwärts" in Reichenberg. Depeschent. ( Depeschen des Bureau Herold.) Neue Bestätigung einer alten Erfahrung. Der ameriWien, 8. März. Polnischen Blättern zufolge wurden in tanische Nationalofonom Schönhof hat in den„ New- York: Times" eine längere Reihe von Artikeln über die Wirkungen der In die Haare sind sich gestern Anarchisten und Unab- Granica zwei nach Kongreßpolen reifende Personen verhaftet, bei Mac Kinley- Bill veröffentlicht und in ihnen das Resultat seines hängige" wiederum gerathen, nachdem sie bereits vor etlichen denen nihilistische Schriften vorgefunden wurden. Die Verhafteten langjährigen Studiums der Arbeiterfrage niedergelegt. Wochen sich getrennt haben. Was an Blech fabrizirt wurde, geht wurden nach Warschau eskortirt. Dasselbe läßt sich in die kurzen Worte fassen, daß türzere ins Unglaubliche. Selbst einem der eifrigsten„ Unabhängigen", ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Arbeitsstunden und höhere Löhne absolut die die doch eine außerordentlich starke Dosis Kohl vertragen können, billigsten sind. Die Bereinigten Staaten brauchen sich des fängt die Geschichte an zu dumm zu werden. Er führte u. 2. gegen die Arbeitslosen veranstalteten Brotvertheilungen an die ArbeitsWien, 8. März. Die bisherigen von den Hilfskomitees für halb nicht vor der billigen europäischen Arbeit zu schüßen. Der den anarchistischen Individualismus, der keinen Versammlungsgutbezahlte Arbeiter, dessen Kraft nicht allzuviel zugemuthet Vorsitzenden von Fleisch und Blut, sondern nur eine am Bureau auf- lofen find polizeilich untersagt worden, da dieselben zu Vorgängen ist, wird in 9 oder 10 Stunden mehr fertigstellen, gehängte Schiefertafel duldet, folgendes aus:„ Es lasse sich keine geführt haben, durch welche die öffentliche Ruhe und Ordnung als der schlecht bezahlte und schlecht genährte Gesellschaftsform denken, in der es keine Gesetze und feinen Mehr- gestört und mehrfach die körperliche Sicherheit von Personen ge Arbeiter in 16 oder 18 Stunden. Amerikanische beitsbeschluß gebe. Geseze werden immer nothwendig sein, mögefährdet wurde, sowie weil für diese Art der Vertheilung von Arbeit ist nach Mr. Schönhof die billigste, weil sie bie nun die zukünftige Gesellschaftsform eine sozialistische oder eine Lebensmitteln kein Bedürfniß vorhanden sei. Bei der heutigen höchstbezahlte ist. Aus dem gleichen Grunde ist eng- anarchistische sein. Wenn z. B. eine Epidemie ausbreche, dann Bertheilung wurden wieder mehrere Personen ohnmächtig. lische Arbeit die nächst billigste. Nichts fann thörichter müssen zur Verhütung derselben Gesetze geschaffen werden. sein, sagt der amerikanische Forscher, als die Klage, welcher man Physische Verbrechen, wie Lustmorde u. s. w. dürften auch in der so häufig in England begegnet, daß es unmöglich wäre, mit zukünftigen Gesellschaftsform vorkommen und müßten doch auch Deutschland zu konkurriren, da die 66 Stunden der deutschen entsprechend geahndet werden. Es werde doch aber in Briefkaffen der Redaktion. Arbeitswoche mehr als die 55 der englischen produziren müßten. der zukünftigen Gesellschaftsform nothwendig werden, in den Für die Arbeiter- Bildungsschule vom Lese- und Wie kann dies der Fall sein, fragt Mr. Schönhof, wenn alle Fabriken die Arbeitszeit genau innezuhalten. Dies alles mache Diskutirklub Süd- Ost 20 M., aus einer amerikanischen Auktion tontinentalen Staaten sich durch hohe Zölle vor dem Resultat eine Unterordnung der Minorität unter die Majorität nothwendig." bei einer Bildhauer- Kegelpartie 3 M. 30 Pf. erhalten. der hohen Löhne und kurzen Arbeitsstunden Englands zu schüßen Wie unsere Leser sehen, ist das eine ganz verständige Ansicht, die H. Gumpel, Barnimstr. 42. suchen? Deutschen Unternehmern wird beim Lesen dieses wir stets vertreten haben. Man sieht, daß, wenn die Herren treffenden amerikanischen Urtheils jedenfalls zu Muthe fein, als" Unabhängigen" einmal einen lichten Augenblick haben, fie ihre Flugblätter und Geld zur Verfügung gestellt. Die dortigen Ge A. B. Für den betreffenden schlesischen Wahlkreis waren freise ein Mühlrad in ihrem leeren Schädel. In Deutschland Waffen aus der Rüstkammer der verhaßten offiziellen Sozial- noffen sahen aber schließlich von einem Eingreifen ab, da die sind niedrigste Löhne und längste Arbeitszeit die allgemeine Parole demokratie" entlehnen. der Unternehmer, und vom Minister bis zum Schuhmann herab hält man es für heilige Pflicht, den um bessere Löhne und fürzere Arbeitszeit fämpfenden Arbeitern fräftigst entgegen zu arbeiten und damit dem geistes faulen Unternehmerthum nach Möglichkeit Hilfe zu leisten. Bortrag des Schriftstellers Herrn Bölsche. Arbeiter- Bildungsschule. Heute Abend 8 Uhr, Versammlung. 6. ZyklusVerein Berliner Hausdiener. Heute Abend 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20, außerordentliche Verfammlung. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider und verwandten Beenfogenoffen( Braunschweig). Mittwoch Abend 8 bis 10 Uhr, im Restaurant Broß, Annenftr. 9. dem 1. und 15 jeben Wlonats, Abends uhr, Versammlung bei Bolzmann, sollen. Verein der Kurbeltepper und Stepperinnen, Jeden Mittwoch nach Andreasstraße 26. " Zeit bis zum Wahltermin zu kurz bemessen war. J. Schmitt. Wenden Sie sich an den Vertrauensmann Ihres Wahlkreises. E. 2. 75. 1. Man kann sich mündlich oder schriftlich melden. 2. Unter zwanzig Jahren. 3. Ja. A. T. Das fünfte Rad am Wagen scheinen Sie mit Ihren Onittung über bei der Generalfommission der Gewerkschafter Deutschlands in der Zeit vom 11. bis 24. Februar 1892 einFragen zu sein. Was glauben Sie denn, was wir Alles wissen gegangenen Gelder: Hamburg- Borgfelder Männer- Gesangverein A. S. 59. Das fann er machen wie er will. 80,- Quartalsbeitrag( I. Quartal 1892) des Verbandes der Hilfsverein akademisch gebildeter Herren. Mittwoch, Abends 9 Uhr, Herzkranker Moris. W. E., Redaktion der Schwäbischen Sigung Mohrenstr. 247. Schiffszimmerer 36,09. Quartalsbeitrag( I. Quartal 1892) der Naturheilverein Norden. Heute Abends 8 Uhr, bet Gothmann, Tagwacht", Stuttgart, Furthbachstr. 12. Bereinigung der Stellmacher 18,-. Uetersen, Gewerkschaften 20,- Brunnenstr. 34, Bortrag. Neustadt b. Koburg. Es ist der Reichstags= Abgeordnete Hamburg, Berkaufsstelleninhaber der Tabat- Arbeitergenossenschaft diener. Kaffenlokal: Neue Friedrichstraße 44 bet Röllig. Jeden Mittwoch Kranken- und Sterbe- Unterstütungskaffe der Berliner Baus- Frohme. Der andere Theil Ihrer Frage ist unverständlich. 65, Quartalsbeitrag( I. Quartal 1892) des Verbandes der Abends von 8% Uhr. Rürschner 30,-. Quartalsbeitrag( I. Quartal 1892) des Ver- Verein für Technik und Gewerbe. Friedrichstr. 123, jeben Mittwoch bandes der Steinmeßen 45,-. Quartalsbeitrag( Í. Quartal Bortrag. 1892) der deutschen Quartalsbeitrag Schmiede 90,-. ( I. Quartal 1892) der Vereinigung der Drechsler u. s. w. 72,-. Hamburg- Barmbeck, Drechsler( Maifonds) 1,-. Hanau, Gewerkschaften( Maifonds) 9,50. Neudamm, GewerkDeutscher Privatbeamten- Verein. Heute Abend im Konig von Por tugal", Burgftr. 12, Monats- Versammlung nebst Bortrag. Lese- und Diskutirhlube am Mittwoch. Bereinte Kraft, Abends 8% Uhr, bet klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jeden Monats, Abends 8 Uhr, bet Bechlin, Hornftr. 9. Briefkaffen der Expedition. W., Ruheplatstraße. Ihr Inserat foftet 2,40 m. und ersuchen wir um gefällige Einsendung des Betrages. G., Spandan. Ihr Inserat fostet 2,20. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.