Nr. 22. = Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poftbonnement: 1,10 Mart pr Monat, Gingetragen in der Post Beitungss Breisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Big. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin"," Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Urteil fordert in der That den schärfsten Widerspruch der Arbeiterschaft und ihrer Presse heraus, und kein Mittel darf unversucht gelassen werden, es wieder aus der Welt zu schaffen oder seine Wiederholung unmöglich zu machen. Sonntag, den 26. Januar 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. ,, Unser Kaiser ist aber nicht nur ein Friedensfürst nach außen, sondern er ist auch unausgesetzt bemüht, den Frieden im Innern zu wahren. Bedroht ist der innere Frieden seit Jahren schon durch die zersehenden Agitationen einer republi= tanischen Partei, welche unserem teuren Monarchen die Herzen seines Volkes zu entfremden trachtet. Bedroht ist er durch die vielfachen wirtschaftlichen Interessen Kämpfe, die unser öffentliches Leben beherrschen und welche ebenfalls von den zersegenden Elementen antimonarchischer Richtung zielbewußt gefchürt werden. Nun ist ein bedeutsames nationales Friedenswerk im Gange, durch welches ein Ausgleich der wirtschaftlichen Interessengegensäge erfolgen und welchem das deutsche Bolt fer Boden geschaffen werden soll, auf Volk sich zu vereinigen vermag, um ge schlossen gegen die socialdemokratischen Friedensstörer vorzugehen. Unser Kaiser hat als sein eignes Pro= gramm verkündet:„ Schutz der nationalen Arbeit aller produktiven Stände, Kräftigung eines gefunden Mittelstandes, rücksichtslose Niederwerfung jedes Umsturzes." Es gilt mun, dieses Programm, welches in dem Zolltarifentwurfe zum Ausdruc gebracht ist, zu verwirklichen." treiben. nämlich die Monarchie die konservativen Forderungen nicht auf jeden Es ist etwas Berechtigtes in diesem Täuschungsversuch. Wein Fall durchsekt, dann ist es gänzlich aus mit dem konservativen Mons archismus. stellt: Republik mit hohem Korngoll Monarchie ohne Kornzoll! Wären die konservativen Monarchisten vor die Entscheidung ge= wie möchten da die konservativen Jubelartikel zum 27. Januar flingen? der 15 Berliner Zimmergesellen aussprachen. Dem formal ge- servativen des agrarifchen Wucherberufs. Ein wahrhaft Gewerkschaftskampf und ,, Erpressung". richteten Geist des Fachjuristen liegt es nahe, das Koalitionsrecht Claſſiſches Zeugnis für die Gründe des konservativen Monarchenlediglich unter dem Gesichtspunkt eines individuellen Rechts auf- tultus erbringt die Konservative Korrespondenz", das offizielle Die Verurteilung von fünfzehn Berliner Zimmerleuten wegen znfaffen, als das Recht von Arbeitern als einzelnen, sich nach Blatt der konservativen Partei. In ihrem Artikel Bum 27. Januar" „ Erpressung“, weil sie sich geweigert hatten, mit einem nicht- Wunsch zu koalieren oder nicht zu koalieren, wo dann naturgemäß fagt fie: organisierten Zimmerer zusammenzuarbeiten und dadurch dessen das Recht, sich nicht zu foalieren dem andern gleichwertig ist und wie Entlassung herbeiführten, hat selbst in sonst kapitalistenfreundlichen dieses geschützt werden muß. Blättern Kopfschütteln verursacht. Selbst die Berliner Neuesten Unter diesem Gesichtspunkt, auf den das oft falsch angewendete Nachrichten" geben zu, daß eine vielleicht gezwungene Rechts- Wort„ manchesterlich" wirklich paßt, haben auch englische Richter interpretation" vorliege. wiederholt Gewerkschaftsvertreter, die in gleicher Weise, wie die 15 Zimmerleute gehandelt hatten, zu Strafen verschiedener Art verurteilt, bis im Jahre 1898 die Rechtskammer des Hauses der Lords, welche die oberste Rechtsinstanz Englands bildet, durch einen Entscheid in der Klage Floud wider Allen dem einen Riegel vorgeschoben hat. Das Recht, gemeinsames Arbeiten mit nichtorganisierten Berufs- Der Fall lag fachlich ganz ebenso wie der in Berlin. Allen, als genossen zu verweigern, ist für die gewerkschaftliche Bethätigung der Distriktsdelegierter des Verbandes der Kesselschmiede, hatte einer Arbeiter von grundlegender Wichtigkeit, in vielen Fällen eine Lebens- Schiffsbaufirma angekündigt, daß alle von ihr beschäftigten Verbands. frage der Gewerkschaftsthätigkeit. Der nichtorganisierte Berufs- mitglieder austreten würden, wenn die Firma zwei von ihr an= genosse ist der zukünftige Streifbrecher; er ist der Störenfried bei gestellte Nichtverbändler weiter beschäftige. Darauf hatte die Firma allen Verhandlungen zwischen Organisation und Unternehmer. Er die beiden Leute entlassen, und diese verklagten mum persönlich Allen schiebt sich zwischen beide Parteien und erschwert die Erlangung auf Schadenersatz, weil er in böswilliger Weise" ihre Entlassung unterschiedslos für alle geltenden Regeln, wenn er sie nicht ganz erwirkt habe und erzielten selbst noch von der Berufungskammer unmöglich macht. Vereinzelte Fälle ausgenommen, ist er ein thatsächlich dessen Verurteilung. Die kapitalkräftige Gewerkschaft der schäbiger, eigenzinniger eigenzinniger oder eigennütziger Geselle, der sich Kesselschmiede ließ sich aber die Kosten eines Prozesses in allen die Vorteile, welche die organisierten Kollegen in opfervollem Instanzen nicht renen und brachte die Sache bis vor die Lords. Monarchismus über der Reklame von Ramschbazaren zu halten. Nicht einmal in der äußeren Form weiß sich der konservative Kampf erringen, gern gefallen läßt, aber die Taschen zuhält, kammer, die dann mit 6 gegen 3 Stimmen das verurteilende Erverurteilende wenn es gilt, den ihm zukommenden Anteil an den nötig gewordenen fenntnis der unteren Gerichtshöfe umstieß und den Grundjak fest Plump trägt er die brutalen Justinkte auf, die seinen Monarchismus Opfern zu tragen. Auf diese Weise bewirkt er oft von zwei Seiten stellte, daß eine Handlung, die an, sich gesetzlich zulässig ist, für die her Erhöhungen der von den organisationstreuen Kollegen zu Rechtsprechung nicht auf die hinter ihr liegenden Motive untersucht gunsten das ist der Monarchismus der Konservativen. Zwar Der Brotwucher, die Auswucherung der Massen zu Junkertragenden Kosten: er wird zur Ursache, daß Kämpfe sich länger, als werden darf. Jeder Arbeiter habe das Recht, sein Arbeits- hat der Kaiser das Wort vom Brotwucher gesprochen, aber der fonsonst nötig, hinziehen, vielfach würde es sogar ohne die Un- verhältnis aus irgend welchem Grunde zu kündigen und dies selbst fervative Monarchismus sucht den Kaiser an den Brotwucher zu organisierten überhaupt nicht erst zu Aussperrungen und dergleichen oder durch seinen Vertreter dem Prinzipal zu melden. Welche tetten, indem er ihm den Wahn vortäuschen will, als bedeute der fommen, und zweitens verteilen sich die so erhöhten Kosten auf weiteren Absichten er damit verbindet, gehe das Gericht nichts an, Brotwucher die Sicherung der Monarchie. eine kleinere Anzahl von Kollegen, als sonst der Fall sein sollte, und so lange die Handlung selbst nicht strafbar sei. tommt so auf den einzelnen eine unbillig hohe Quote. Darum Nach diesem Spruch wäre eine Verurteilung wie die der Berliner ist der Kollege, der den Beitritt zur Gewerkschaft verweigert, für Zimmerer einfach eine Unmöglichkeit. Denn deren Handlung war diese ein gemeinschädlicher Patron und ihren Anhängern an sich eine gesetzlich durchaus erlaubte; erst dadurch, daß der hinter naturgemäß verhaßt. ihr liegende Zweck herangezogen wurde, ward die Verurteilung So wenig der Arbeiter in einer modernen Betriebsunternehmung ermöglicht, obwohl der Zved selbst wiederum auch durchaus gese Fabrik, Werkplatz 2c. noch freie Verfügung über sein Thun ge- lich war: es sollte bewirkt werden, nimmt das Urteil an, daß die nießt, so sehr er hier zu einem Glied eines einheitlichen Or- Nichtverbändler sich dem Verband auschlössen, der Verband aber ist ganismus geworden ist, dem er sich bei der Arbeit, bei Verlust der eine gesetzliche Verbindung, die gesetzlich erlaubte Zwede verfolgt. Arbeitsmöglichkeit einzupassen hat, so wenig ist er beim Abschluß des So stellt fich dies Urteil vor den Augen der höchsten englischen Arbeitsvertrages frei. In 99 von 100 Fällen findet er fertige Rechtsautoritäten als eine Unmöglichkeit dar, und doch ist England Bedingungen vor, bei denen es heißt: annehmen oder ein Staatswesen, wo das Recht des Einzelnen unendlich höher geauf Beschäftigung verzichten. Ober es will nicht, schätzt wird, wie in Preußen. Wenn irgendwo, so wäre gerade dort wird er schon vor der Thür zur Fabrik mit dem Gros seiner ein solches Urteil immer noch eher verständlich. Aber man hat eben Kollegen solidarisch gemacht. Dieser thatsächlichen Solidarität würde in England gelernt, das Koalitionsrecht unter dem Gesichtspunkt als logische Folgerung der Zwang zum Anschluß an die Gewerkschaft eines socialen Rechts zu begreifen, in dem mehr steckt als die rein entsprechen. Das sind indes noch Ausnahmen. Dem Wesen der persönliche Freiheit, Verbindungen oder nicht einzugehen. modernen Wirtschaftsorganisation entspricht es aber auch, daß die Für die Arbeiterkoalitionen soll feineswegs ein Freibrief verlangt Berufsverbindung der Arbeiter frei von jeder Verquickung mit werden, der sie über all und jedes Recht des Einzelnen stellt. Gewiß Unternehmereinrichtungen bleibt. Die Gewerkschaft soll das all- giebt es auch für ihr Recht Grenzen. Aber sie dürfen nicht da gegemeine Berufsinteresse, aber fein besonderes Kapitalsinteresie wahre zogen werden, wo sie in ihre Existenzbedingungen eingreifen, die nehmen. Als Wahrerin dieses allgemeinen Interesses hat sie einen, volle Entfaltung ihres organisatorischen Wirkens hindern. Wegen Der Direktor des Bundes der Landwirte, der Abg. Dr. No eficeaus der Natur der Dinge springenden Anspruch auf den Anschluß möglicher kleiner Mißgriffe und Ungerechtigkeiten darf ein Recht nicht Kaiserslautern, hatte die sächsische Regierung mit dem Verlust seines aller Berufskollegen. angetastet werden, das bei der heutigen wirtschaftlichen Verfassung Vertrauens bedroht, wenn das Gerücht sich bewahrheiten sollte, daß der Gesellschaft aus einer Notwendigkeit für Arbeiter eine solche für sie die Grenzen Sachsens der Schweine- Einfuhr aus Oestreich öffnen die Gesellschaft im allgemeinen geworden ist. Sehr gut äußert sich in wolle. Geheimrat Fischer komite den agrarischen Zorn sofort Bezug auf diesen Bunkt der berühmte englische Jurist, Sir Frederik dämpfen und in stürmischen Beifall verwandeln. Die sächsische Ganz unzweifelhaft. Ohne das Recht dieser Weigerung wäre das Pollock, in seinem als Mitglied der Königlichen Untersuchungskommission Regierung hat zwar einen Augenblick geschwankt, ob sie angesichts gesetzlich verbürgte Koalitionsrecht nur eine grobe Täuschung. Es ist von 1892/94 abgegebenen Rechtsgutachten über das Koalitions- der toloffal gestiegenen Preise für Schweinefleisch nicht die Einbon Hause aus der Gedankenfolge nach im Koalitionsrecht gesetz. Unter Bezugnahme auf Erkenntnisse der Lordkammer, die führung östreichischer Schweine in die Schlachthöfe an der Grenze eingeschlossen. Das Koalitionsrecht soll die Arbeiter in die Lage schon damals festgestellt hatten, daß keine Handlung auf dem Gebiet gestatten solle, wie es das Intereffe der sächsischen Industrie- Arbeiter versetzen, durch gemeinsames Handeln das erwirken, was sie als des Koalitionskampfes, die nicht schon widerrechtlich ist, wenn ein gebietet. Aber wozu haben wir denn einen Reichskanzler. An ihn einzelne bei der heutigen Wirtschaftsordnung nicht ausrichten können, Einzelner fie begeht, dadurch allein strafbar wird, daß eine Anzahl hat sie sich in ihren Nöten, ob sie der Arbeiter wegen und was doch der moderne Rechtsgedante ihnen principiell zugesteht: von Personen fie unter Verabredung begehen oder dem Unternehmer die sächsischen Agrarier ärgern dürfe, mit einer Anfrage Erzielung der möglichst günstigen Arbeitsbedingungen, möglichste anzeigen, daß sie sie begehen werden: gewandt und Graf Bülow hat in seiner hohen Weisheit Hebung ihrer socialen Bildung u. s. w. Wem konnte es früher und Wenn jemand glaubt, daß das Gesetz, wie es das Haus der entschieden, daß die veterinär polizeilichen Bedenken" überwiegen wem kann es heute einfallen, es dem einzelnen verwehren zu wollen, Lords festgestellt hat, die individuelle Handlungsfreiheit nicht und die Grenze gesperrt bleiben soll. Und danach wird sich die aus einer Arbeitsstellung auszutreten, weil er mit irgend einem genügend beschüßt, so mag ihm die Erwägung der offenkundigen sächsische Regierung natürlich richten. Kollegen aus irgend welchem Grunde nicht weiter zusammenarbeiten Thatsache teilweise ein Trost sein, daß, welches auch das Gesetz sei, Auch dieser kleine Zug zeigt, daß Graf Bülow sich den Agrariern mochte oder mag? Wem es einfallen, dem betreffenden durch ein es immer Tausende von außerhalb des Bereiches gesetzlichen Ein- mit Haut und Haaren verschrieben hat.; Verbot daran zu verhindern, dem Prinzipal den Grund seines Aus- schreitens liegende Mittel giebt, durch welche eine Mehrheit eines Unser Genosse Horn hatte Gelegenheit, sofort darauf hinzu tritts zu erklären und zu sagen: entweder der geht oder ich? Der Gewerbes oder einer Gesellschaft es der Minderheit unangenehm weisen, daß die hohen Fleischpreise in Sachsen die Arbeiter zwangsgleichen kam und kommt in Einzelfällen alle Tage vor und häufig machen kann, von ihr abzuweichen. In letter Instanz können die weise zu Vegetariern machen. Im übrigen brachte er die Beeingenug ist damit ein Druck verbunden, der den Prinzipal nötigt, den Rechte der Minderheiten nur dadurch gesichert werden, daß trächtigung des Koalitionsrechtes der Glasarbeiter durch die Unterandern zu entlassen. Niemand ist aber so abgeschmackt, in solchem für allgemeine Achtung vor der gesetzmäßigen Freiheit der Minder- nehmer, die Ausweisung fremder streifender Glasarbeiter durch die Vorgehen, selbst wenn es aus unschönen Motiven entspringt, eine heiten in Bezug auf Rede und Handlung gesorgt wird, dies aber muß sächsischen Behörden und die Nichtbeachtung der Verordnung über ftrafgefeßlich zu ahndende Erpressung zu erblicken. Erpressungen" das Wert einer aufgeklärten öffentlichen Meinung, nicht von gefeß die Sonntagsruhe in der Glasindustrie zur Sprache. folcher Art liegen im Wesen der modernen Gesellschaft, fie bilden ein lichen Definitionen sein. Erkenntnisse und Gesezesparagraphen, welche umentbehrliches Element ihrer politischen Kämpfe, sie spielen sich auf das beste Wissen und Erfahren der Nation verkörpern oder verkörpern Tritt und Schritt im heutigen Geschäftsleben av. sollen, mögen dazu beitragen, die öffentliche Meinung zu leiten und bilden, aber sie können sie nicht ersetzen." Das ist kein Socialismus, aber es ist wenigstens fonfequenter bürgerlicher Liberalismus. Ed. B. Jst nun die Weigerung, mit Nichtgewerkschaftlern zufammen zu arbeiten, ein rechtmäßiges Mittel der Erwirkung des Anschlusses an die Gewerkschaft? Es hieße die Arbeiter außerhalb des Rechts stellen, wenn man ihnen als strafbare Erpressung anrechnet, was die kapitalistischen Wirtschaftsverbände jeden Tag ungestraft vollziehen. Jedermann weiß, welchen Druck die kapitalistischen Preisverbände auf ihre Abnehmer ausüben, um sie vom Kaufen bei Nichtverbandsmitgliedern abzuhalten. Jede solche Maßregel läuft darauf hinaus, Konkurrenten in den Verband hinein oder zur Unterwerfung unter seine Abmachungen zu preffen; wann ist je eine Auflage auf Erpressung gegen diese Körperschaften erhoben worden? Und doch ist ihr Vorgehen bei weitem nicht in dem Maße von der Notwendigkeit diftiert, wie das Bestreben der Gewerkschaften, sich vom Druck der Nichtverbändler zu befreien. Politische Mebersicht. Berlin, den 25. Januar. Der Monarchismns des Brotinchers. Eine hervorragende Gelegenheit zur Bethätigung byzantinischea Befähigungen bietet gewissen Leuten der bevorstehende Geburtstag des Kaisers. Alle diejenigen, die aus dem Monarchismus ein Wir müssen natürlich annehmen, daß die Richter geglaubt Geschäft zu schlagen glauben, überbieten sich in maßlofen Berhaben, im Sinne des Gesetzes zu handeln, als sie die Verurteilung herrlichungen. Boran allen andern Geschäftemachern die Kon Der Reichstag. Bevor die Generaldebatte über Socialpolitit fortgesetzt wurde, beschloß der Reichstag gegen die Stimmen der Rechten, die Gea nehmigung zur Zeugenvernehmung des Abg. Conrad Haußmann nicht zu erteilen. Singer hatte dabei auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Versagung der Genehmigung als Regel hinzustellen, und es nicht, wie es im vorigen Jahre in einem Falle geschehen ist, in das Belieben eines Abgeordneten zu stellen, ob er während der Session einer Ladung auf den Zeugenstand folgt. Die socialpolitische Debatte zerfiel in zwei scharf getrennte Teile, einen sehr ernsten und einen sehr komischen. Aus den ernsten Ver handlungen ist eine Thatsache besonders hervorzuheben: zu. = Graf Posadowsky sagte nähere Prüfung dieser Beschwerde Weiter versprach er für die nächsten Gewerbe- InspektionsBerichte eine Untersuchung der Frage, ob der zehn stündige Maximal Arbeitstag für die Frauen eingeführt werden könne. # Herr Hehl von Herrnsheim beschäftigte sich fast aus schließlich mit der Socialdemokratie. Er suchte mit dem Fall der Hamburger Accordmaurer zu krebsen, um den Terrorismus der Gewerkschaften nachzuweisen, setzte die socialpolitische Unthätigkeit Millerands in Gegensatz zu den gewaltigen Fortschritten der deutschen Socialreform und versuchte sich in einigen frostigen Scherzen über die Stellung der Socialdemokratie zur Frauenfrage. Als persönliches socialpolitisches Programını stellte er den zehnstündigen Magimal- Arbeitstag für die Frauen, die Erhöhung der Altersgrenze für Frauenarbeit in der Fabrik von 16 auf 18 Jahre und die Einbeziehung der Heimarbeit in das kommende Gesetz zum Schuße der Kinder auf. . Damit war, von einer am Schluß gehaltenen gutgemeinten focialpolitischen Rede des Koplans Weißenhagen abgesehen, der ernsthafte Teil der Sigung erledigt. Ganz unerwartet aber wurde dem erschöpften Hause eine heitere Stunde beschert. Zuerst konnte man wieder dem Kommerzienrat Schlumberger dankbar sein. Der zappelige Herr verlas eine fulminante Rede gegen die Socialdemokratie, die unsern Genossen, die eine dichte Corona um den Redner bildeten, großes Vergnügen machte. Komisch wirkt Herr Schlumberger besonders durch seinen Stampf mit der deutschen Sprache. Jedes mehrfilbige Wort macht ihm Schwierigkeiten und erst nach mehrfachen Anläufen voltigiert er hinüber. Aber Herr Schlumberger weiß felber ein wenig, daß er komisch wirkt, und so fehlt ihm das Unmittelbare. Frau, deren jeder Gedanke Kunst war, und bei der alles, seis die Lieferung von Kriegsmaterial für die Boeren, es noch so einfach, das für das Leben gestaltet werden sollte, von speciell den Oranje freistaat, verboten habe, während Schönheit durchweht war. Ein Hauch der Poefte umgab sie. sie zu Gunsten Englands die Neutralität ruhig habe Deren beider Sohn steht vor Ihnen als ihr Erbe und brechen lassen. Staatssekretär v. Stichthofen hatte diese BeVollzieher. Und so wie ich es schon früher ausgesprochen habe, hauptung des antisemischen Redners für unrichtig erklärt, worauf so sehe ich es auch als meine Aufgabe an, im Sinne meiner dieser erwiderte: Nun hat der Generalkonsul Dr. Hendrik Muller Eltern die Hand über meinem deutschen Bolte, feiner heran- das Wort." -O Der Vertreter Krupps in Effen habe am 17. Oftober 1900, als der Generalkonsul Dr. Muller persönlich die bereits zur Hälfte bezahlten Kanonen habe abholen wollen, die Ablieferune der Geschütze mit der Motivi.rung verweigert, daß& deutsche Regierung derartige Lieferungen an den OranjeFreistaat verboten habe. Auch die Lieferung an eine andre, der Boerenfreuni haft verdächtige Macht sei mit derselben Begründung ve. weigert worden! Jetzt hat die deutsche Regierung wiederum bas Bort! wachse: den Generation zu halten, das Schöne in ihm zu pflegen, Nunmehr ve öffentlicht die„ Tägl. Rundschau" den Brief des die Kunst in ihm zu entwickeln, aber nur in festen Bahnen und stellvertretenden Generalkonsuls des Oranjein feft gezogenen Grenzen, die in dem Gefühl für Schön- freistaats, Dr. J. Patijn, in der entgegen der Erklärung heit und Harmonie im Menschen liegen." des Staatssekretärs v. Richthofen die Behauptung Liebermanns Wie der modernen Kunst erklärt der Staiser auch dem modernen aufrechterhalten wird. Kunstgewerbe den Krieg. Unsre Zeit soll nicht berechtigt sein, aus Es war daher eine prächtige Steigerung, als nach ihm ein sich selbst Neues, Eigenartiges au schaffen. Sie darf nur nach Herr v. Massow zum Wort kam. Drei Jahre hat dieses ahmen, was früher Schönes gestaltet sei. Die Künstler des Talent auf der Rechten im Verborgenen geblüht, obwohl er, wie Stunstgewerbes müssen so will es der Kaiser- Epigonen und das„ Parlamentarische Handbuch" verrät, seinen Dienst als Oberst Kopisten sein, die nur in festen Bahnen und fest gezogenen Grenzen bei den Ulanen nur deshalb quittiert hat, um sich der parla- das festhalten, was der Mensch einmal Schönes geschaffen hat. mentarischen Laufbahn zu widmen. Nach der heutigen Probe steht und in der That hat es stets Leute gegeben, trenn sie an: ch ihm Großes bevor. Eine Flasche Sett, unmittelbar vor der nicht auf Thronen ihr Kunstverständnis erivarben, die mir Jungfernrede genossen, hatte ihn in eine außerordentlich gehobene das für schön erklärten, was vergangen war und von Neuem, fühn Stimmung verfekt und so schoß er mit hochg.rötetem Geficht Strebendem nichts wiffen wollten. Hätten die Künstler stets auf den los. Zuerst hörte man ihm nicht zu. Aber der Tüchtige fezt sich Rat dieser Kunstliebhaber gehört, so gäbe es heute nichts Schön es durch und bald entfesselte jeder Say, der ihm von den der Vergangenheit, das nachzuahmen wir aufgefordert w.rden Lippen floß, Lachstürme, wie sie das Haus lange nicht er- tönnten. Die Kunst wäre eine ewige Siegesallee, das Kunstgewerbe Rein Händedruck. Daß der Bring Heinrich bei seiner Amerikas Tebt hat. Die verfluchten Juden und Socialdemokraten beehrte eine ewige Butzenscheibe, die Dichtung eine ewige Meistersingerei fahrt sich bei seinen Reden der englischen Sprache bedienen soll, um die englischen Bevölkerungselemente nicht durch eine scheinHerr v. Massow mit gleichem Hasse und er weiß diesem Haffe geblieben. so Ausdruck zu verleihen, daß Graf Pickler, der Edle aus Kleinbare Bevorzugung der Deutsch- Amerikaner zu tränken, wird von Alles Neue ist Revolution. Uns Revolutionen duldet fein Erbe unfrer alldeutschen Presse bitter empfunden. Die Muttersprache, Tschirne, selbst nicht mehr mitkommen könnte. Der Präsident ließ alter Throne. Wie in der Politik Bülow nur das Bewährte festzu- bie man den Polen selbst nicht für den Religionsunterricht feinen Bemühungen, den parlamentarischen Ton zu verjüngen, zum halten hat, was der alte Bismard einmal gesagt und gethan hat zugestehen will, möchte man von dem dem Prinzen nicht Glück freien Lauf, und nach dem stürmischen Beifall, den seine Worte angepaẞt natürlich an die weltpolitischen Lebensbedürfnisse des alten einmal bei seiner ausländischen Repräsentationsreise verleugnet auf der Rechten fanden, hoffen wir ihn bald als anerkannten par- Kurses, so dürfen in Kunst und Kunstgewerbe teine umstürzlerischen sehn. Die Aldeutschen mögen fich indes trösten: Prinz Heinrich Tamentarischen Führer der Konservativen begrüßen zu können. Gedanken gehegt, darf kein Streben nach neue. Formen und Linien vird sich wenigstens in einem andren Punkte der anglo- amerikaEr macht es wirklich netter als der langweilige Kanig. geduldet werden. nischen Sitte nicht unterwerfen, er wird sich vom Volte nicht Einem Blatt wird über diese Nur einer schlich sich scheu aus dem Kreise der Jubelnden, Immerhin werden Kommerzienräte nun nichts mehr von Meunier, die Hand drücken lassen. bie, an der Spige die Herren Werner und Dertel, Klinger und Liebermann und auch nichts mehr von Secessionsmöbeln wichtige Sache gekabelt: Bring Heinrich wird nicht nach amerikanischer Sitte den einzelnen Leuten aus dem Volte die Hand reichen. Er wird sich in den Städten, die er besuchen wird, dem Bolle zeigen, doch hat das Empfangskomitee angeordnet, daß das Bolt nur vor dem Prinzen Heinrich Defifteren foil. Alles wird geschehen, um den Prinzen vor Belästigung zu schützen, und das komitee wünscht, daß der Afentha't des Prinzen so ruhig sei, wie es die vielen Reisent zulaffen." den erfolgreichen Redner beglückwünschten. Es war Herr wissen wollen. Das sind sie ihrer streg monarchischen Gesinnung Arendt. Die Bemerkung des ihm so nahestehenden Mitagrariers schuldig. über das rote Meer und über das Kainszeichen, das Jahrtausende nicht von den geschwungenen Nasen abwaschen können, hatte er doch zu persönlich gefunden. Am Dienstag steht der Jesuiten- Antrag des Centrums auf der Tagesordnung. Arbeiterwohnungen auf den Domänen. Eine Kunstgewerberede des Kaisers. Fr Interessant ist aber, daß einer der extremisten Führer Mes modernen Kunstgewerbes, Eckmann, ein leitender Professor an demselben Justitut ist, in dem der Kaiser sein. Rede gehalten. scheint aber nicht seine abweichenden Ansichten zum Ausdruck gebracht zu haben. Deutsches Reid. Konservative Zolltarif- Gegner. In Volt", dem Stöderfchen das in Siegen erscheint, erzählt ein Berliner Brief: „ Der 8olltarif, das ist auch bei uns die Hauptfrage des Tages in Besprechungen, öffentlichen Versammlungen. Wenn in der Kommission so weiter gemacht wird, wie es die Herren angefangen haben, so wird, er wohl eine Frage bleiben. Die socialdemokratische und freifinnige Breffe betreibt eine raffinierte Agitation gegen den Entwurf, und leider scheinen fich the auch Berliner konservative Kreise richt ganz entziehen zu können. So hört man z. B., daß die konservativen Bürgervereine midt ganz übereinstimmende" Meinungen in der Bollfrage haben sollen." Und die konservative Partei duldet diese antinational landsverräterischen Gesellen in ihren reisen?! vater Die berechtigt deutsch- nationale Hoffitte bleibt also gewahrt! Anti- Duell Liga. Das Aktionskomitee der unter dem Vorfizz des Fürsten an Löwenstein fiehenden Anti- Duell- Liga erläßt einen Aufruf, dem die weiteste Verbreitung gegeben werden soll. Darin wird das Programm de Liga wie folgt gekennzeichnet: " Zunächst wollen wir danach streben, dem mit gesellschaftlicher Berunglimpfung bedrohten, mutigen Betenntnis der Duellgegnerichaft einen gesellschaftlichen Rückhalt zu gewähren, ferner durch Aenderung des Straf= gefezbuchs den zur Zeit ungenügenben gefeglichen Schuß der Ehre von Person und Familie zu einem wirksameren zu gestalten, sowie die Einführung von staatlichen und korporativen Ehrengerichten und die Aechtung von Ehrich ändern zu erwirfen... Helft auch Ihr uns dabei, Jbr edlen deutschen Frauen, die Ihr berufen seid, Haus und Herz Eurer Gatten und Brüder zur Pflanzstätte echt deutscher Religiosität und Gefittung zu machen und den Keim wahrer Gottesfurcht und Zucht in die Herzen Eurer Kinder und Kindeskinder zu legen. Wenn es also der Anti- Duell- Liga ernst ist mit der Bekämpfung des Duellunfugs, wird sie schon unter Verzicht auf allen sonstigen Firlefanz für die Aufhebung des Duell Paragraphen eintreten müssen. Eine niedliche Centrum8blamage. Das Abgeordnetenhaus hat am Sonnabend die zweite Beratung des Domänenetats beendet. Aus der Debatte, die sich in Einzelheiten verlor, ist nur ein Punkt hervor- Blatt, zuheben. Das Extraordinarium des laufenden Etats hat eine Summe bon 750 000 m. zur Vermehrung und Aufbesserung der Arbeiterwohnungen auf den Domänen ausgefeßt, im Etat für 1902 ist dieser Titel um 500 000 M. verkürzt. Das Centrum beantragte die Bewilligung in der früheren Höhe und gleichzeitig die Kürzung des Titels Zur Erwerbung und ersten Einrichtung von Domänen" um 500 000 m., sodaß also die Gesamtsumme des Extraordinariums durch diese Aenderung nicht beeinflußt worden wäre. Aus etatsrechtlichen Gründen zogen die Antragsteller jedoch ihren Antrag wieder zurück zu Gunsten einer nationalliberalen Resolution, welche die Regierung ersucht, in Zukunft größere unter diesem Titel hat der Handelsvertrags- Verein" eben ein neues Der neue Zolltarif und die Lebenshaltung der Arbeiter. Beträge für den Bau von Arbeiterwohnungen auf den Heft seiner handelspolitischen Flugschriften erscheinen lassen, dessen Die Liga wird nicht viel ausrichten. Solange nicht das strafDomänen einzustellen. Daß die Wohnungen auf dem Berfaffer der praktische Arzt Dr. Hans Kurella ist. Sie enthält gesetzliche Privileg der Kavaliersholzerei beseitigt wird, wird man munter weiter knallen. Und die Aechtung von„ EhrLande, selbst auf den staatlichen Gütern sehr viel zu viel neucs Material. Der Verfasser weist statistisch das hohe schändern"? Na, der Ehebruch gilt ja nur für den wünschen übrig lassen, mußten selbst die Konservativen und die Jutereffe nach, welches die arbeitende Bevölkerung an der Verweiblichen Teil für schimpflich, und man wird schwerlich Regierung zugeben. Dagegen lehnte Minister v. Podbielsti binderung des Brot- und Fleischwuchers hat. Im Arbeiterhaushalt einen Kavalier zu der Ansicht befehren, daß ein galanter Sieg etwas das Verlangen des Abg. Dr. Friedberg( nl.) betragen die Ausgaben für Lebensmittel 60 oft bis 66 Proz eine Umfrage über den Stand der Arbeiterwohnungen auf des Familieneinkommens. Je höher das Einkommen, je weniger ist Ehrlojes sei. Und auch von den Frauen werden nur die an Moral es durch Lebensmittel belastet und wenn ein Arbeiter mit 900 bis und Alter Gereifteren für die Anti- Duell- Bewegung zu gewinnen sein. den Domänen zu veranstalten, mit der sonderbar offenherzigen 1000 M. Einkommen 52-53 Proz. desselben für Lebensmittel auf- Die Jüngeren würden die angenehm aufregende Duellromantik Motivierung ab, daß dadurch zu viel Wünsche rege wenden muß, ist das Einkommen über 1600 m. nur noch mit schmerzlich vermissen. würden. 406 Proz. belastet. Wie der bekannte Hygienifer Prof. Flügge Nach Erledigung des Domänenetats beriet das Haus berechnet, stellt sich der Minimalpreis täglicher Nahrung für den Forstetat, wobei, wie alljährlich, eine Aufbesserung der den Arbeiter auf 60 Pf. Für eine Familie, die aus Mann, Frau Gehälter der Oberförster verlangt wurde, ein Verlangen, das und 3 Kindern besteht, ist also ein täglicher Mindest aufwand von die Regierung auch diesmal mit Scheingründen zurückwies. 1,80 M. für Nahrung erforderlich. Da die Nahrung im ArbeiterDienstag steht der Etat der landwirtschaftlichen budget etwa 60 Proz. der Ausgaben beansprucht, so fann erst ein Auf die im Jahre 1899 in Bayern unter Führung des Centrums tägliches Einkommen von 3 M. einer Arbeiterfamilie die notdürftigste Verwaltung zur Beratung. Ernährung verschaffen. Eine Familie, die unter 1095 M. Jahres im Landtage vorgenommene große" Steuerreform thut sich das einkommen hat, tann sich somit nicht ausreichend ernähren. Dieses Centrum heute noch viel zu gute. Man verfiel damals auf die Schicksal haben in Deutschland 8 Millionen Arbeiter- mia steuer. Der Entwicklung der Großbetriebe sollte mit In seinen ersten Regierungsjahren liebte es Wilhelm II. nicht, familien. Nur der zwölfte Teil von dem was andrerseits an Gewalt Ginhalt geboten werden. So schuf man für die Großdaß man seinen Vorgänger, den von dem Liberalismus ideal ver- Fleisch als unbedingt zur Ernährung erforderlich bezeichnet mühlen Industrie ein eignes Ausnahmegefez mit dem ausHärten Friedrich II. tendenziös feierte. Der Berliner Begas- Brunnen- hat, wird zumeist von den Arbeitern tonsumiert. Dagegen ist der gesprochenen Zweck, damit der Walzmühle in Ludwigshafen a. Rh. die Deputation erflärte er einst am 27. Oftober 1888. nachdrücklich: durchschnittliche Sartoffelberbrauch in den Arbeiterfamilien Kränt", wie fich ein im Landtag fißender Centrumsbauer ausdrückte, Bor allem bitte ich mir aus, daß das fortdauernde Citieren meines heute 11/4 Bfd. Kartoffeln pro Tag und wird noch mehr anzuhängen. Die Großmühlen werden bis zu einer Produktion von Herrn Vaters gegen meine Person endlich unterbleibt." steigen, wenn Brot und Fleisch verteuert werden. Dr. Kurella 400 000 Centner nach dem Geschäftsertrage, darüber hinaus nach Jetzt hat der Liberalismus derartige Citate längst aufgegeben, faßt die Folgen der Brotverteuerung dahin zusammen: Steigerung dem Umsatz versteuert. Nun ist in ganz Bayern feine Mühle, des Eiweißmangels in der Ernährung der Arbeiter durch das Sinken ausgenommen das Ludwigshafener Werk, die 400 000 Centner er legt seine tiefen monarchischen Gefühle dem gegenwärtigen Herrscher des Fleischkonsums, Unmöglichkeit einer Deckung des Eiweißbedarfs produziert; die Steuer wirft nun für dieses Werk als zu Füßen, und so verlegt denn auch der Stultus für den bereits halb aus durch Mehrproduktion und Verbilligung der Molkereiprodukte, Ber- förmliche Erdrosselungssteuer. Die jährliche Produktion dem Gedächtnis geschwundenen Friedrich II. keine Gefühle mehr. ringerung des Brotkonsums in gewiffen Schichten und stärkerer beziffert sich hier auf 2 000 000 Centner und fann, da das Im Gegenteil, der Kaiser selbst ist der erste, der seinem Vater Stonsum von Kartoffeln und minderwertiger Nahrung. technisch auf höchster Stufe steht, noch leicht um Hallende Huldigungen darbringt. Bolltarif bedeutet eine bedeutende Einengung der Lebensmöglichkeit Millionen gesteigert werden. Bisher zahlte die Mühle 35 000 M, und wird seine verhängnisvollsten Wirkungen auf Leben, Gesundheit, an Steuern, sie soll nunmehr 170 000 m. bezahlen. Das ist dem Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft, der das Werk gehört, denn doch zu Leistungsfähigkeit und Sittlichkeit ausüben. Als nächste Wirkung der durch Zölle hervorgerufenen Lebens- arg. Er läßt jegt erklären, daß er seine Mehlfabrik entweder nach mittel- Preissteigerung und Unterernährung weist Kurella die Mannheim oder Straßburg verlegen werde. Bayern aber Steigerung des Alkoholismus nach. Selbst in einem im Auf- bat dann das Nachiehen. Zu bedauern sind am meisten die arme trage des preußischen Kultusministers von Profeffor Kirchner heraus- Stadt Ludwigshafen, die einen großen Ausfall an Umlagen erleiden gegebenen Bericht finden sich die Worte:„ Eine wirkiame Bekämpfung wird, und die Bauern der um Ludwigshafen herumliegenden Orte die für ihre Körnerfrucht an der Mühle des Alkoholmißbrauches ist ohne eine wirtschaftliche Hebung der es sind ihrer vierzig Bevölkerung, ohne Beschaffung guter Nahrung, Kleidung, Wohnung einen jederzeit bereiten zahlungskräftigen Abnehmer hatten. Die kaum durchzuführen." Auch die Thatsache der Steigerung der Mühle bat nachweisbar im Vorjahre über 360 000 Centner einAus den erwähnten vierzig Eigentumsvergehen durch hohe Lebensmittelpreise weist der Verfasser be imisches Getreide verarbeitet. Sie kaufte bon statistisch und in zahlreichen Urteilen nach. Darunter ist das Bezeich- Orten erhielt sie allein 68 000 Centner. nendste dasjenige des jezt agrarischen!- Profeffors v. Mahr: den Bauern, was ihr diese vor die Mühle brachten. Damit " Die töstlichen Sammlungen, die hier aufgestellt sind, zengen In der Periode 1835/61 hat so ziemlich jeder Sechser, um den das wird es ein Ende haben, wenn das Werk verlegt wird. von der Kunst und der Liebe zur Kunst und von dem Verständnis Getreide im Preis gestiegen ist, auf je 100 000 Einwohner im Die Bauern können sich, wenn sie vom Getreidewucherer für dieselbe bei unsren Vorvätern, und ich meine, daß die Aufgabe Gebiete diesseits des Rheins, einen Diebstahl mehr hervorgerufen, wieder wie in früheren Jahren ausgebeutet werden, hierfür bei dieser Anstalten nie besser im Sinne meiner Eltern durchgeführt während anderseits das Fallen des Getreidepreises um einen ihren Freunden und Rettern", beim Centrum, bedanken. Am tiefsten werden kann, als wenn dieses Gefühl für die Kunst in dem Volte Sechser je einen Diebstahl bei der gleichen Zahl von Einwohnern in der Tinte fiẞt der Centrumsabgeordnete Dr. Eugen Jäger aus Speier, die berühmte" unter die Räder des Brotwuchers geratene wieder lebhaft angeregt wird, so zwar, daß kein Gegenstand in verhütet hat." 8: 3 Centrums und dessen Nicht minder schlimm sind die Folgen für die Volksgesundheit, Agrarleuchte hervorragendster Gebrauch genommen wird, der nicht einer künstlerischen unter dessen Führung das Centrum Form fich erfreut, und daß die künstlerische Form fich der Eheschließungen durch den Stand der Lebensmittelpreise beeinflußt. Das die Wehrkraft, die Kindersterblichkeit. Ganz bedeutend wird die Zahl Mittelstandspolitifer", verrückte Steuerreform- Gefeß annahm. Jm Ludwigs stets wieder anlehnt an das bewährte Schöne, was Jede Steigerung des Lebensmittelpreises läßt die Eheschließungen hafener Stadtrat fizen neben den 8 Socialdemokraten uns aus früheren Jahrhunderten überliefert ist. Denn zurückgehen. Dagegen schwillt die Zahl der Auswanderer. In den 8. Centrumsmänner, die unter dem niederschmetternden Eindruck, den das liegt in dem Gefühl und in dem Wesen eines jeden Jahren hoher Getreidepreise, bon 1880 bis 1892, find rund die Nachricht von der Verlegung des steuerkräftigen Unternehmens Menschen: was der Mensch einmal Schönes geschaffen hat, 13/10 Millionen Deutsche über See gegangen, von denen 54 Prozent nach der badischen Seite auf die Bevölkerung machte, einer im das bleibt für alle Jahrtausende schön, und wir, die wir Männer waren, darunter der überwiegende Teil in den fräftigsten Stadtrat von socialistischer Seite eingebrachten Resolution zustimmten, in welcher die Wiederaufhebung dieses nachfolgen, haben nur das Schöne festzuhalten und es unfren Arbeitsjahren. Alle diese Stimmen auch aus den Kreisen der Männer der Ausnahmegeieges" gefordert wird. Auch in den Dörfern Lebensbedürfnissen anzupassen. Und das mögen sich auch die Wissenschaft werden aber die Agrarier nicht im geringsten von ihren find Petitionen in Vorbereitung, in denen das Gleiche verlangt wird. Schüler der Anstalt stets wieder vor Augen halten. volksverderblichen Wucherplänen abhalten, wenn es nicht dem Volk und seinen Vertretern selbst gelingt, dem Agrarierübermut die verdiente Niederlage zu bereiten. Im Berliner Kunstgewerbe- Museum ist am Sonnabend, dem Bermählungstag Friedrichs III., ein Glasgemälde enthüllt worden, das dem Gedächtnis der Eltern Wilhelms II. gewidmet ist. Bei dieser Gelegenheit hielt der Kaiser eine Rede, die vom Wolffichen Telegraphenbureau in der merkwürdigen Weise verbreitet wird, daß es die Nummer des Reichs- Anzeigers", der die Rede bringt, den Redaktionen zusendet. Wilhelm II. feierte in dieser Rede seine Eltern in höchsten Worten, er nennt sich ihren Erben und Vollzieher. Außerdem aber ergänzt er seine Siegesallee- Rede durch entsprechende Ausführungen über das Kunstgewerbe. Er sagte u. a.: Von einer idealen Figur wie der meines Vaters, an der Seite meiner seligen Mutter, seiner Gattin, getragen von der Liebe seines Volkes, ist der Segen herabgeströmt; eine herr= liche Gestalt, der der Staub der Straße nicht einmal an den Saum des Gewandes reichte. Und ebenso das herrliche, verklärte Bild meiner Mutter- die sorgende Der neue Deutsche Handlangerdienste für Chamberlain? Im Reichstag hatte kürzlich herr Liebermann v. Sonnenberg behauptet, daß die deutsche Regierung deutschen Fabriken Werk " Die Arbeitslosigkeit und der Magiftrat von Frankfurt a. M. Bei Begründung der focialdemokratischen Juterpellation fm Reichstage betreffend die Arbeitslosigkeit führte unser Redner 11. a. an, daß in Frankfurt a. M. nur der winzige Kredit von 79 000 M. zur Ausführung städtischer Arbeiten in Rücksicht auf die in esem In hierher ge= Winter herrschende Arbeitslosigkeit vom Magistrat beantragt und fund läßt es auf einen Entscheid des Nationalrats aukommen, dem deren Stellung als günstiger denn je seit Beginn der Feindseligkeiten feitens der Stadtverordneten bewilligt worden sei. Im Laufe unverständlicherweise der Bundesrat die kindliche Geschichte überlassen bezeichnet wird. Von September bis November erlitten die der Debatte kamen noch andre Redner auf die betreffenden will, die er doch selbst erledigen könnte. Ein fatholisches Blatt ver- britischen Streitkräfte zwölf Niederlagen, die Kitchener Verhältnisse zu sprechen. Infolgedessen fühlte sich der langte allerdings umgekehrt die Streichung des angeführten Ver- in seinen Meldungen nicht erwähnt. Frankfurter Magistrat veranlaßt, ein Schreiben an fassungsartikels, damit die Eitelkeit schweizerischer Republikaner ganz langten Drahtmeldungen unparteiischer Korrespondenten werden Sen Präsidenten des Reichstags zu richten, in unbehindert durch ausländische Orden befriedigt werden konnte. weiter die Aussichten für den Widerstand der Boeren als erwelchem der Magistrat sein Verhalten zu verteidigen und die Sach- Uebrigens ist bei diesen Preßerörterungen an den Tag gekommen, mutigend bezeichnet und gesagt, die Boerenführer erwägent gegen 2c. ans wärtig einen Plan zur Errichtung eines unabhängigen Inge richtig zu stellen sucht. Dieses Schreiben des Frankfurter daß versch edene schweizerische Politiker, Militärs Magistrats ist nun auch, wie wir erfahren, beim Reichstagspräsidium ländische Orden hatten beziehungsweise haben( auch der Südafrika. eingelaufen; der Präsident hat jedoch das Schreiben schweizerische Gesandte Roth in Berlin nahm jüngst ein faiserwieder zurückgeschickt, mit der Erklärung, daß er keinen liches Gefchent an, offenbar aber nur mit Zustimmung des geschäftsordnungsmäßig zulässigen Weg finde, es Bundesrats, immerhin im Widerspruch mit der Bundesverfassung), ny man und 5 Boeren sind gestern im nördlichen Transvaal zur Kenntnis des Reichstags zu bringen. Er stelle dem Frankfurter zum Teil ebenfalls im Widerspruch zu Artikel 12. Für ernste gefangen genommen worden. Magistrat anheim, das Schreiben durch Druck vervielfältigen und Männer und Politiker ist diese Band Wurmkrankheit" nur eine jedem Reichstagsmitglied zugehen zu lassen. lächerliche Kinderkrankheit. Da bekanntlich die Diskussion über die betreffende Interpellation nicht beendet, sondern nur vorläufig vertagt ist, so werden unsre Vertreter im Reichstag Gelegenheit haben, auf die Sache zurückzukommen und eine völlige Klarstellung herbeizuführen. Bemerkt fei zunächst nur, daß, wie unser Frankfurter Parteiorgan„ Voltsstimme" schreibt, die im Reichstag erwähnten 79 000 M. allerdings nur irr tümlich als alleinige Bewilligung für Winterarbeiten in Frankfurt bezeichnet wurden. Diese Summte betraf Hochbauarbeiten, die anfangs Dezember bewilligt wurden. Aber außer ihnen sind zufolge der Volksstimme" unter dem Drucke des Frankfurter Notstandes nur noch ca. 251 000 M. für Trambahnarbeiten, in denen auch aus wärts herzustellende Betriebsmittel stecken, gefordert und bewilligt worden. Der Oberbürgermeister Adickes aber behauptet im erwähnten Schreiben, es feien sogar 772 000 m., teils vorhandene teils neubewilligte Kredite benußt, um Arbeitsgelegenheit zur Winterszeit zu schaffen. Der größte Teil dieser Summe jedoch, wovon noch die erheblichen Beträge für auswärts herzustellende Arbeiten in Wegfall kommen, tonnte wohl für Notstandsarbeiten mobil gemacht werden, aber es ist nicht in solchem Unifange und so rechtzeitig geschehen, daß die Arbeitslosenkranvalle vermieden wurden. Darin bestand die Hauptschuld des Frankfurter Magistrats. deren Ausland. Noch Einiges über das Friedenskomitee. New York, 9. Januar.( Eig. Ber.) In Bezug auf das feitens der von der Civic- Federation einberufenen Konferenz eingesetzte " Friedenskomitee" ist noch Einiges nachzuholen, was die Stellung Friedenstomitee" ist noch Einiges nachzuholen, was die Stellung nahme jener Arbeiterführer", welche an der Konferenz teilnahmen, respektive sich in das Komitee wählen ließen, in besondere Beleuchtung stellt. Es ist noch nicht sehr lange her, daß der Präsident der U. S. Steel Corp. Schwab vor der bundesstaatlichen„ Industrial Commission", resp. einem Subkomitee derselben, erschien, um auf Ersuchen seine Ansicht über die industriellen VerEr sagte dabei u. a. hältnisse 2c. fundzugeben. bezüglich des Verhältniffes zwischen Unternehmern und Arbeitern, daß seiner Meinung nach die letzteren kein Recht hätten, sich den ersteren gegenüber zu verbinden, und daß die Arbeiter Unionen in ihrer jegigen Formgefeßlich verboten werden sollten! Diefe Aeußerung machte damals die Runde durch die gesamte Arbeiterpresse, und es ist doch nicht anzunehmen, daß jene Arbeiterführer ein solch furzes Gedächtnis haben, um fo was binnen wenigen Monaten zu vergeffen. Auf der Ronferenz felbft äußerte fich Schwab freilich nicht in solch fchroffer Weise; er machte aber die Bemerkung:" Ich bin der Ansicht, daß von einer friedlichen Beilegung der zwischen Kapital und Arbeit herrschenden Differenzen die Prosperität der Vereinigten Staaten abhängt. Der Rückgang in Handel und Gewerbe in vielen Ländern Europas ist auf solche Differenzen zurückzuführen."(!)„ Die Prosperität der Vereinigten Staaten"- da„ liegt der Hafe im Pfeffer"! Zur Erreichung der Verhinderung von Streiks hätten die Unternehmer nicht die Hilfe der Arbeiterführer nötig, da es ja nur an ihnen liegt, die Ursachen zu beseitigen, welche einen Streit veranlassen, oder aber eventuell die Entscheidung den Staats Schiedsgerichten zu überlassen( denen gegenüber sie aber in 9/10 Fällen erklären:" Wir haben nichts zu verhandeln"). Der wahre Sinn jener Phrase kann also nur sein, daß die Arbeiterführer die Dänemark. W Snyman gefangen genommen. Aus Pretoria wird berichtet: Der Feldkornet Das Kriegsrecht, Auf Grund Aus Industrie und Handel. das über Kapland verhängt ist, belästigt die Civilbevölkerung in hohem Maße. Von den in Kapstadt anDie Bevormundung der Händler. Im Follething tam es fommenden Schiffen darf niemand ohne die Erlaubnis des dienstbei der zweiten Beratung über das Budget des Ministeriums für thuenden Offizier ans Land gehen; der Ankommende muß eine Landwirtschaft zu einer langen und lebhaften Debatte zwischen dem Adresse angeben, wohin er sich begiebt. Auch darf Kapstadt niemand Minister Ole Hansen und den Bauern und Großgrundbefizern verlaffen, ohne einen mur durch die militärischen Behörden erhälteinerseits und dem Wortführer der socialdemokratischen Fraktion lichen Erlaubnisschein zu besitzen. Zwischen 8 Uhr abends und 5 Uhr M. M. Klausen andrerseits. Es handelte sich hierbei vor allem morgens darf niemand aus- noch eingeschifft werden. um die zur Förderung der Hänslerwirtschaften vorgeschlagenen dieser Bestimmungen erfolgte auch die bekannte Maltraitierung der Summen von 90 000 str., die nach dem Willen der bürgerlichen Mrs. Hobhouse. und bäuerlichen Mehrheit des Folkethings nicht den Häuslern direkt überwiesen werden, sondern durch die von Bauern und Großgrundbesitzern gebildeten Landwirtsvereine" an die Häusler Die Syndikatsbildung während der Periode des wirtverteilt werden. Diese Häusler oder Kätner stehen also gewisser: schaftlichen Niederganges. maßen unter Vormundschaft der Bauern und Gutsbesizer. Von der Vielfach ist gerade zu Beginn der wirtschaftlichen Krise die Meinung focialdemokratischen Fraktion war hierzu der Antrag gestellt, daß der Minister beauftragt werde, die bewilligten Gelder, soweit ein der ausgesprochen worden, daß das Syndikatswesen in der Ausdehmung artiges Ansuchen an ihn gestellt werde, direkt an die bebeschränkt werden wird, wenn nicht sogar einige stolze Gründungen dem Ansturm erliegen. Non alledem ist bisher nichts zu spüren, im stehenden Häuslerorganisationen auszuzahlen. von Gegenteil, das Syndikatswesen hat sich in letzter Zeit besonders geDer Antrag wurde vom Landwirtschaftsminister und den Vertretern der Majorität aufs heftigste befämpft, obgleich stärkt und hat an Ausbreitung gewonnen. So ist der Kampf des fie natürlich nur Scheingründe gegen eine so selbstverständliche Salisyndikats, der sich gegen einige Outsiders richtete, bald mit einem vollDer Minister erklärte, die Häusler ständigen Sieg der Syndikatsleitung beendet, gegenwärtig steht nur Forderung auführen konnten. feien sehr zufrieden mit der gegenwärtigen Art der Verteilung; noch ein verhältnismäßig unbedeutendes Wert außerhalb der Ver außerdem würden ihnen auch bei Annahme des socialdemokratischen einigung. Die Gründung des Kohlensyndikats hat den schwersten Antrags die Unterstügungen aus den Kaffen der Landwirtsvereine" Angriffen Trotz geboten. Die Preise hat es im allgemeinen mit verloren gehen. Es handelt sich hierbei um ca. 15 000 Kronen, die Ausdauer festgehalten und fich nur auf unbedeutende Preisherabvon einer 30 000 Stronen betragenden Staatsunterstützung der Land- derten Absatz notwendigen Betriebseinschränkungen haben sich aber feineswegs aus den Taschen der Landwirte stammen, sondern fegungen einiger Sorten eingelassen. Auch die durch den verminwirtsvereine" herrühren, auf die die Häusler gerne verzichten würden. die Interessenten auferlegt, ohne daß Neigungen gu Genosse Klausen wies überzeugend und gestützt auf ein reiches verspüren waren, die auf eine Lösung der Syndikatshinzielten. Im Material nach, wie haltlos diese Einwendungen sind, dennoch wurde herrschaft Gegenteil, es der socialdemokratische Antrag mit allen gegen die Stimmen der Stimmen laut, die einer noch rücksichtsloseren Ausnigung der MachtDie circa 112 000 äusler mittel des Syndikats das Wort redeten. Das Gleiche ist vom Socialdemokraten abgelehnt. Dänemarks, die zur Zeit noch die Kerntruppe der liberalen Coatssyndikat zu sagen, daß bei seiner Einschränkung der Produktion Wählerschaft bilden, werden also auch noch ferner der Vormundschaft bis zu 40 Proz. leicht den Anlaß zum inneren Verfall geben könnte, von circa 70 000 Landwirten unterstellt sein, und zwar so lange, bis aber unerfchütterlich an seiner Herrschaft fefthielt. sie erkannt haben, daß sie eine andre Partei mit der Vertretung ihrer Interessen betrauen müssen. England. Koweit und Afghanistan. In der Freitagssigung des Unterhauses nab der Unterstaatssekretär des Auswärtigen, Cranborne, über die perfifche Frage einige bemerkenswerte Erklärungen ab. Er sagte, es fei wiederholt darauf hingewiesen worden, daß eines der Ziele der Politik der Regierung im äußersten Orient die Aufrecht erhaltung des status quo in China fei, wie dies vertragsmäßig festgestellt wurde. Die Befeßung eines Safens im Persischen Golf seitens irgend einer Macht würde mit der Aufrechterhaltung des status quo, die die Politik der Regierung anstrebe, unvereinbar sein. Staatsfefretär für Judien Lord Hamilton erklärte in der selben Sigung, der Emir von Afghanistan habe dem Vicefönig von Indien versichert, er werde den Fußstapfen seines Vaters folgen und der Freund seiner Freunde sein. Er habe er fahren, so habe der Emir hinzugefügt, daß die britische Regierung gleichfalls fein Freund sein werde und die freundschaftlichen Bande zwischen den beiden Regierungen aufrecht erhalten und weiter festigen werde. Und Rußland? Italien. Arbeiter verhindern sollen, zum Streit zu greifen, falls die Die zwei Tendenzen. Mit den zwei Richtungen innerhalb Unternehmer es für nötig erachten, zum Wohl und Besten" der socialistischen Partei, die gewissermaßen in den zwei Führern der" Prosperität der Vereinigten Staaten" die Löhne Ferri und Turati verkörpert sind, befaßte sich dieser Tage eine stark herabzusehen, die Arbeitszeit zu verlängern oder die Aus- bejuchte Parteiversammlung in Rom. Nach längerer Diskussion, an schindung der Arbeitskraft durch Einführung verbefferter der sich auch der Abgeordnete Bissolati, der Chef- Redacteur des beteiligte, wurde eine Resolution angenommen. Avanti" Broduktionsmethoden" und auf sonstige Weise zu forcieren. In derselben wird erklärt: " " daß in der socialistischen Partei verschiedene Tendenzen bestehen, daß diese Tendenzen sich bei verschiedenen politischen Ereignissen und Anlässen in zwei Richtungen scheiden, daß die Fragen, welche im gegenwärtigen Augenblick die Partei entzweien, hauptsächlich folgende find: die verschiedene Art der Beurteilung der Streifs, die parlamen tarische Attion und die daraus folgende Haltung gegenüber dem jetzigen Minifterium, die sociale Gefeßgebung und das Verhältnis zwischen dem Maximal- und dem Minimal- Programm, In denjenigen, fortschrittlichen" Arbeiterkreisen, die das ,, Bohren von innen heraus" in den Gewerkschaften alten Stils seit dem Krach in der Socialistischen Arbeiterpartei 1899 wieder aufgenommen hatten, herrscht über die Friedens- Konferenz" und deren Macher dieselbe Entrüftung und Erbitterung, wie 1895 nach den bekannten Vorgängen auf der Konvention der Federation of Labor". Als Beispiel der Stimmung sei nur eine in der hiesigen Bolts- Beitung" erschienene Einsendung citiert, welche lautete: Werte Redaktion! Erlauben Sie mir einige Worte über die letzten Vorkommnisse betreffs der Friedensdaß das Vorhandensein diefer Tendenzen nicht allein keine Geliga, und hauptsächlich über das Gebahren eines Gompers und fahr für die Partei darstellt, sondern daß fie für ihren Fortschritt Konsorten. Es ist wirklich eine Schmach und Schande, was sich notwendig sind und daß alle Parteigenossen den Weg des gemeindie organisierten Arbeiter bieten lassen. Ist es da wunder samen Programms gehen, zu nehmen, daß alle aufgeklärten Arbeiter und Socialisten die Versammlung beschließt deswegen, die Diskussion über alle gegen die fozusagen einen Abscheu bekommen Bure und oben bezeichneten Punkte zu eröffnen als Vorbereitung für den Simple- Gewerkschaften, wenn man sieht, daß fie nicht ein ent- nächsten Parteifongreß. schiedenes Halt!" entgegenrufen und die ganze Bande über Bord werfen?! Noch mehr muß es wundernehmen, daß Socialisten auf der letzten Konvention der Federation of Labor noch ihre Stimmen abgeben konnten für einen, von dem sie wußten, daß er einer der Verräter der organisierten Arbeiter ist!" Indessen nicht nur in jenen Kreisen hat das Verhalten der F. o. L.- Leute die Kritik vorläufig herausgefordert, sondern auch in denen eines ge Der Strauß als Attentäter. Das Attentat auf den König werkschaftlichen Verbandes, der auf derselben„ Bure and Simple"-Basis von Griechenland soll nicht von einem irrfinnigen Menschen, steht, wie die Federation und die zu ihr gehörenden Verbände, sondern von einem rabiaten Vogel verübt worden sein. Man nämlich in denen des Bergarbeiter- Verbandes der Weststaaten, dessen schreibt darüber: Vermutlich ist ein fürzlich dem König zugestoßenes Abenteuer Organ einen geharnischten Artikel über die Affaire brachte, in dem in einem Straußentäfig des Zoologischen Gartens besonders darauf hingewiesen war, daß von den zwölf Arbeiter bei Athen der Anlaß von Gerüchten gewesen. Wie wir vor einigen vertretern im Friedens- Komitee" zehn republikanischer Tagen schilderten, wurde der König Georg von einem wütenden Couleur seien! Da die Führer jenes Verbandes durchgehends Strauß attadiert, und dieser Vorfall mag die Basis zu den demokratische Parteigänger sind, so liegt freilich die Ver- Attentatsgerüchten gegeben haben. mutung nahe, daß lediglich jener Umstand„ abstoßend" auf sie eingewirkt hat! Schweiz. ,, Band". Wurm Krankheit. Die Militärforruption in Neapel, von der vor längerer Zeit berichtet wurde, erweist sich immer mehr als ein neuer Riesenskandal. Nach den bisherigen Ermittelungen werden gegen 400 Perfonen, Militärs, Civilpersonen, Beamte hohen und niederen Grades vor den Gerichten zu erscheinen haben. Griechenland. Der Boeren- Krieg. Sehr ungünstige Berichte wurden In der Eisenindustrie hat die Chudikatsbildung während ber Krife die bedeutendsten Fortschritte gemacht. Die Siegerländer Eisenstein- Vereinigung bildet die Grundlage des Syndikatswesens in diesent Industriezweig; alsdann folgen die Roheisensyndikate, von denen die in Siegen und Düsseldorf ihre Verträge bis Ende 1902 verlängert haben. Der Halbzeugverband beherrscht nach wie vor fast ausschließlich die Produktion der Stahlwerke, ohne daß bei den schwierigen Verhältnissen der Eisenindustrie tros des Drängens der Verbraucher so erhebliche Preisnachläffe zu verzeichnen wären, wie fie bei der freien Entfaltung der Stonkurrenz hätten eintreten müssen. Von diesen Syndikaten ist denn auch für die übrigen Specialberufe der Eifenindustrie der Syndikatsbildung stark Vorschub geleistet, ja man hat die Walzwerke bei ihren Beschwerden über die hohen Preise für Stahlfnüppel mit der Begründung abgewiesen, fie mögen fich nur auf dem Wege der Syndikatsbildung schablos halten, dann könnten auch die Balz- und Buddelwerke gegen den Preisdrud autämpfen. Dem Rot find die Walzwerke gefolgt, mir Stabeifen und Feins bleche stehen noch im freien Wettbewerb. Das Feinblech- Syndikat ist aber bereits io gut wie sicher, nachdem vorher der Grobblech Verband zu stande gekommen ist. Das Walzdraht- Shudikat hat dieser Tage fir 1 Million Mark die Aftiengesellschaft Steinhauser Drahtindustrie in Bommern i. W. angekauft. Und zwar zu dem Zweck, um bei dem gegenwärtigen Geschäftsgang das Werk still zu legen und das Syndikat zu befestigen. In enger Fühlung hiermit steht der Drahtstift- Verband, der seine Exportbonifitation von den größeren Verbänden bezieht. Weiter find zwei Röhrensyndikate in der Bildung begriffen und im Stahlformguß ist gleichfalls eine Einisung herbeigeführt. Das Schienenkartell hat für seine Verbindung jogar internationale Beziehung angeknüpft und der Träger- Verband dürfte wohl so ziemlich über die gesamte Produktion verfügen. Ein bedeutender Industriezweig ist somit nahezu vollkommen der Es wäre thöricht, sich gegen diese Syndikatsorganisation verfallen. Bestrebungen aufzulehnen, fie find die folgerichtige Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise, fie bilden die Organisationen, die Konsum und Produktion in Ausgleich bringen, allerdings heute mit Mitteln, die für die Gesamtheit von großem Schaden sein fönnen. Das liegt in der privatkapitalistischen Produktionsweise, die abzulösen Aufgabe des Socialismus ift. Eine andre Gefahr droht den Gewerkschaften, die in ihrer Bewegungsfreiheit durch so mächtige Organisationen fapitalistischer Interessengruppen hart bedrängt werden können. Nach der Richtung gilt es für die Gewerkschaften, die Wege frei zu halten für ihre Entwicklung und nicht, wie es heute geschieht, auf Schritt und Tritt ihnen die Rechte einzuengen. Beugen wir uns unter der Diktatur der Syndikate als Konsumenten und auch als Produzenten, dann gelangen wir zu einer Herrschaft des Syndikatswesens, die wirtschaftlich und politisch die Alleinherrschaft antritt. Berliner Handelskammer. Die für jede Wahlabteilung bes sonders aufgestellte Liste der Wahlberechtigten wird in der Woche vom 30. Januar bis 5. Februar d. J. täglich während der Stunden von 9 ühr vormittags bis 2 Uhr nachmittags an der Geschäftsstelle des königlichen Staatskommissars bei der Berliner Börse, Kaiser Wilhelmstraße 3, II, öffentlich zur Einsicht für die Interessenten ause liegen. Einwendungen gegen die Liste sind innerhalb einer Woche nach beendeter Auslegung beim Polizeipräsidium einzureichen. Der Direktor Kaffeler Trebertrocknungs- Gesellschaft. Schmidt, der nach dem Zusammenbruch der Schwindelgesellschaft flüchtig geworden war, ist in Paris verhaftet. Der Auslieferung dürften keine Hindernisse entgegenstehen und ist deshalb der bereits angesetzte Prozeß gegen die früheren Verwaltungsmitglieder aufgehoben, da nunmehr der Hauptschuldige zur Stelle sein wird. Die Großeinkaufs Gesellschaft Deutscher Konfumvereine m. b. H. zu Hamburg hat im verflossenen vierten Quartal des vorigen Jahres nach folgender Zusammenstellung die angeführten Monatsumfäge zu verzeichnen: Ottober. November • Dezember . 1900 . 1010 000 m. 1 065 000 1901 1743 000 2. 1836 000 " " 1 550 000 " " 5 129 000. 967 800 IV. Quartal 3 043 700 m. Die vorläufige Zusammenstellung über die Entwicklung der Großeinkaufs- Gesellschaft in den vier Quartalen des verfloffenen Geschäftsjahres liegt nunmehr vor und ergiebt folgendes Bild: 1900 M. Zunahme in M. in Prozent 971 300 1901 M. ca. 2 500 000 1 565 900 2 864 700 1 298 800 63 83 " " 1 818 100 3 921 500 2 103 400 116 " " 3 043 700 5 129 000 2 085 300 681/2 " " Zürich, 21. Januar.( Eig. Ber.) Seit einigen Wochen wütet" über die Lage der Engländer in Südafrika verbreitet ein ein Sturm im Glas Wasser, dessen Ursache menschliche Schwäche und englisches Blait. Nach einer den„ Daily News" aus dem Haag Eitelkeit ist. Der gegenwärtige Präsident des Nationalrats, Herr Ader zugegangenen Meldung sind dort in militärischen Kreisen private in Genf, ein hervorragender fonservativer Politiker, der während der Berichte aus Südafrika eingetroffen, die eine wichtige Ents Pariser Weltausstellung Generalfommiffar der schweizerischen Abteilung widlung der Lage in der Stapkolonie als bevorstehend Die Streitkräfte der Boeren nehmen war, hat von der Pariser Regierung den Orden der franzöfifchen bezeichnen. Die kürzlich erfolgte Ehrenlegion erhalten und angenommen, trotzdem Artikel 12 laut diefen Berichten täglich zu. „ Die Mitglieder der Gefangennahme der Stadtwäche von Tarkastad werde als beab- 1. Quartal 1528 700 der schweizerischen Bundesverfassung sagt: der Die Anzahl der 2. Nationalrat gehört), fichtigte Uebergabe an die Boeren betrachtet. Bundesbehörden( zu denen die eid- Kolonisten, die sich den Boeren anschließen, fei B. die eidgenössischen Civil- und Militärbeamten und dürfen genössischen Repräsentanten Kommissarien von ständig im Wachen begriffen, der Aufruhr gegen die 4. aus. sich immer weiter Summa 7 956 400 M. 14 415 200. 6 458 800 m. 81 Prozent. auswärtigen Regierungen weder Pensionen oder Gehalte, noch Titel, englische Herrschaft breite und Scheepers Die endgültigen Ziffern werden noch höher sein, so daß der Geschenke oder Orden annehmen. Die Presse schlug Lärm, als sie Hinrichtung der beiden Boerenführer Lotter von der Ordensannahme Kenntnis erhielt und verlangte die Ablehnung babe unter den sogenannten Loyalisten tiefe Erregung Jahresumsatz für 1901 fich auf etwa 143/4 Millionen Mark stellen eine Anzahl der ältesten unter wird, das ist eine so rapide und beispiellose Entwicklung, wie sie des Ordens, da dies die Bundesverfassung ganz unzweideutig hervorgerufen und fordert. Allein Herr Ader Klammert sich trampfhaft an seinen Orden ihnen veranlaßt, sich den Boeren anzuschließen, selbst die englische Großeinkaufs- Gesellschaft niemals gehabt hat. auch und Die bertraut. Gewerkschaftliches. Die Zahl der an die Großeinkaufs- Gesellschaft angeschloffenen eine Dividende von 13 Proz., die Angestellten aber müssen bei dem zurückgenommen. Aufnehmen ließen sich 118 Mitglieder, wegen refties Vereine ist von 102 im Jahre 1900 auf 185 gestiegen. Das durch fürstlichen Gehalt von 2 Mart 20 Pfennig pro Tag 13, 14, sogar render Beiträge wurden 103 gestrichen, so daß der Verein am Schlusse des Beschluß der Generalversammlung im März vor. Js. von 200 000 auf 15 Stunden Dienst als Führer thun.-Eine solche Ausbeutung Jahres 243 Mitglieder zählt. Ausgesperrt resp. in den Streit traten 71 Mit300 000 m. erhöhte Betriebskapital ist gezeichnet; einbezahlt find der menschlichen Arbeitskraft ist abgesehen von der socialen Seite glieder zusammen 421 Tage teils wegen Lohnreduzierung. teils davon ca. 250 000 M. Die Reserven( Reservefonds, Specialreserve- der Sache im Straßenbahnbetriebe auch eine Gefahr für die wegen Einführung des Kontrollbuches und wegen der Maifeier. Unters fonds und Dispositionsfonds) betragen über 30 000 M., Darlehen öffentliche Sicherheit. stützt wurden diefelben mit 2 bis 3 Mark pro Tag. Im eignen Beruf 210 000 M. und der der Gesellschaft gewährte Bankkredit 75 000 M. Ein ernstes gerichtliches Nachspiel zu einem an fich be- wurden 916 Mart für Streifzwvede verausgabt, für andre Gewerkschaften Außerdem find der Gesellschaft 40 000 m. als Spareinlagen ans Tanglosen Ausstande. Mitte September vorigen Jabres tamen 800,75 Mark; auch wurde auf Listen gesammelt für die Glasmacher. die Moquetteplüschweber der Firma Arens u. Co. in Chemniß mit Die Aussperrungen beziehungsweise Streiks dauerten bei den einzelnen der Fabrikleitung in Differenzen, weil diese statt des bisherigen 80 Bände. Die Abrechnung vom 4. Quartal mit dem Bestand vom Mitgliedern 3-30 Tage. Die kürzlich gegründete Bibliothek umfaßt Weblohues von 40 Pf. nur noch 38 Pf. pro Meter zahlen wollte. 3. Quartal ergab eine Einnahme von 1013,25 M., eine Ausgabe Die 16 Moquetteweber des Betriebes stellten deshalb die Arbeit von 869,02 M. Gesamtkassenbestand 944,23 M. An die gesamte Tabakarbeiterschaft Deutschlands! In ein und waren natürlich daran interessiert, daß die Firma richt des Dem Be der Reichstags- Sigung vom 8. Januar d. Js. äußerte der Reichs- feinen Ersatz für sie fände. Einige der Beteiligten beobachteten Vertrauensmannes und der Agitationskommission Schatzsekretär v. Thielmann bei Gelegenheit seiner Etatsrede: Zum ersten Vorsigenden wurde 3um erstenmal muß das Reich zur Bilancierung Weber Such an. Als dieser von einem Kollegen darauf aufmerksam ürtler wiedergewählt, zum 2. Schriftführer Braun ernannt, daher den Eingang der Fabrif. Unter ihnen befand sich auch der folgte die Vorstandswahl. des Etats zu einer Ergänzungs- Anleihe schreiten, um laufende Ausgaben aus der Anleihe zu be gemacht wurde, daß ein Weber Welzel dort Arbeit zu nehmen im zum Revisor M. Deutschmann, Beitragssammler in der friedigen." Begriff stände, näherte er sich dem am Fabrikthor von einem der Warschauerstraße Schirsandt und zum Bibliothekar Bordach. Er schloß diese seine Rede mit folgenden Worten: Beobachter schon zur Rede gestellten Welzel und bemühte sich die Agitationskommission kamen neu hinzu Kaminsky, E. Deutschmann und Schröter. Hierauf referierte feinerseits, Welzel von seinem Vorhaben abzubringen. Dabei soll Hürtler über die letzten Stonflikte in der Holzindustrie. Meine Herren! Wenn der wirtschaftliche Niedergang anhält und der Rüdgang der Ein- er sich nach der Anklage der Beleidigung wie der Nötigung schuldig Redner kritisierte in abfälliger Weise das laue Berhalten der Vernahmen sich weiter fortfest, fo werden Sie gemacht und W. bestimmt haben, von der Verwirklichung feiner treter der maßgebenden Organisation, des Holzarbeiter- Berbandes, nicht umhin können, neue Einnahmequellen zu Nach einigen Tagen hat aber Welzel in genanntem Betriebe, doch der Arbeiter auszusperren, wenn die öffentlichen Sperren und StreitAbsicht, bei der genannten Firma Arbeit anzunehmen, abzustehen. in einigen der Sizungen. Die Drohung der Unternehmer, 10 Proz. bewilligen, nicht aber solche wie den Börjen Arbeit angenommen. Hier soll sich S., nach Beilegung der Arbeits- posten nicht zurück gezogen werden, gab dem Verbande Anlaß, die stempel, sondern Einnahmen, die wirklich zu einstellung, von neuem gegen W. der Beleidigung schuldig gemacht Buch schlagen, und da stehen an erster Stelle die haben, weiter gegen den Weber Tell, der dort gleichfalls Arbeit mit der Bitte an den Holzarbeiter- Verband, uns die Wertstätten, Sperre- Annonce zurück zu ziehen. Wir wandten us Mit dieser Ankündigung des Schatzsekretärs ist die kurze Ruhe, genommen hatte. Diesen soll auch der Weber Hönnig beleidigt in welchen Differenzen herrschen, bekannt zu geben, damit wir die welche der Tabakindustrie seitens der Reichsregierung vergönnt war, haben. Unter den diesen Angeklagten zur Last gelegten Ausdrücken aufs Neue in Frage gestellt und neue unendlich schwere Kämpfe befindet sich auch als beleidigend der Ausdruck„ Streitbrecher". Aus Sperre- Annoncen weiter veröffentlichen könnten, warten aber leider heute noch auf Antwort. In der Nr. 17( 21. Januar) des„ Vorw." stehen uns bevor. Seit ca. 35 Jahren sind der Tabakindustrie seitens der Verhandlung mag als bemerkenswert erivähnt werden, daß. heißt es:„ Der Konflikt in der Holzindustrie ist zu Ende". Für der Regierung nur furze Ruhepausen vergönnt worden. Wie unell eine verfängliche Frage richtete, der Vorsitzende dem Zeugen als der Verteidiger Rechtsanwalt Herzfeld an den Zeugen uns Mitglieder des Fachvereins ist der Konflikt nicht eher endlich schwer die Industrie hierunter gelitten hat, beweist der gegen- zurief: er solle sich nicht verblüffen laffen. Das Urteil lautete Diskussion kamen die Differenzen bei 3elder u. Plathen zur zu Ende, bis feine Abzüge mehr erfolgen. In der wärtige Stand derselben; es ist Thatsache, daß die Tabalarbeiter zu den schlechtgelohntesten der ganzen Industrie- Arbeiter gegen S. wegen Nötigung und Beleidigung auf neun Wochen, gezählt werden müssen. gegen H. wegen Beleidigung auf zwei Wochen Gefängnis. Die Greizer Textilarbeiter haben abermals einen Erfolg erzielt, indem die Firma Pfröpp fer u. Comp. den Tarif von 1890 anerkannte. Die Verhandlung ging glatt von statten; eine halbe Stunde nachdem die Kommission vorstellig geworden, war die Angelegenheit erledigt. Worte: Bier und Tabak." " Wie sich die Lage der Industrie und der in derselben beschäftigten Arbeiter in der Folge gestalten werde, wagen wir bis jetzt nicht auszumalen; sollen doch Einnahmen geschaffen werden, welche wirklich 3 Buch schlagen", mit andren Worten also ungeheuere Summen ergeben sollen. Wie schnell diese Worte des Schatzsekretärs Gehör gefunden haben, beweist der sofort in der Zolltarifkommission des Reichstags eingebrachte Antrag des Freiherrn v. Hehl zu Herrnsheim: den Zoll auf ausFreiherrn v. Heyl zu Herrnsheim: den 3oll auf aus ländische Tabatblätter von 85 Mart auf 125 Mart zu erhöhen; nahezu eine Erhöhung um 50 Proz. Wir wagen zu bezweifeln, daß diese 50 Proz. der Regierung schon genügend zu Buch schlagen" werden. Selbst den Fall als möglich angenommen, daß die Regierung sich mit dieser Erhöhung begnügen würde, wäre auch damit schon der Industrie ein tötlicher Stoß versetzt, und unsagbares Elend und Not über die Arbeiterschaft Darf folches " verhängt. Tabakarbeiter Deutschlands! geschehen? Wir antworten: Nimmermehr! Der Tabatarbeiter Kongreß von 1893 hat der damaligen Kongreßtommission den Auftrag erteilt:" Für den Fall der Aunahme der Tabat- Fabrikatsteuer oder einer späteren geplanten Mehrbelastung des Tabats weitere Maßnahmen zur Wahrung der Interessen der Tabakindustrie zu treffen." Diesen Zeitpunkt erachten wir für gekommen. Schwer, unendlich schwer, wird der uns aufgezwungene Kampf werden. Soll er siegreich durchgeführt werden, so ist ein einheitliches Handeln unbedingt notwendig; es kann nur dann geschehen, wenn wir diesen Kampf systematisch organisieren. Kollegen und Kolleginnen, organisiert diesen Kampf in folgender Weise: Beruft allerorts, wo Tabakindustrie betrieben wird, öffent liche Zabalarbeiter Versammlungen ein, wählt dort Kommissionen, die jederzeit des Mufes gewärtig seien, ebenso auch jezt schon in ihren Kreisen anregend und aufklärend zu wirken und gleichzeitig auch die Frage zu erörtern, auf welche Weise Geldmittel, wenn solche notwendig werden sollten, beschafft werden können. Wir fordern von Euch, daß Ihr schleunigst mit der Einberufung von öffentlichen Tabatarbeiter Versammlungen beginnen möget, denn nur mit in solchen Versammlungen gewählten Kommissionen können wir in Verbindung treten. Alle in der Folgezeit sich als notwendig erachtenden Schritte werden Euch rechtzeitig von uns bekannt gegeben werden. Also nochmals: Organisiert den bevorstehenden Kampf! Berlin, den 25. Januar 1902. Die Beauftragten: Wilhelm Börner. Karl Butry. Louis Dechand. Die gesamte Arbeiterpreffe Deutschlands wird um Abdruck dieses Aufrufs ersucht. D. O. Deutsches Reich. Ausland. nun Sprache, und darf kein Mitglied eher dort in Arbeit treten, bis nicht die Sache geschlichtet ist. Die veröffentlichten Vorstandsbeschlüsse wurden gut geheißen. Die beiden gemaßregelten Mitglieder erhalten pro Tag 3 M. Unterstützung. Nachdem noch mehrere Angelegen beiten erledigt, folgte Schluß der Versammlung. " Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer hielt am 22. Januar eine Mitglieder- Versammlung ab. Genosse Die Schriftgießer in München hatten vor acht Tagen ihre Kaliski hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Das Kündigung eingereicht, um eine angekündigte Kürzung der bisherigen sociale Verständnis des Unternehmertums". Snö ppchen referierte Accordpreise abzuwehren. Von beiden Parteien wurde das Gewerbe- über die bevorstehende Arbeitslosenzählung und fordert zur Mitgericht als Einigungsamt angerufen, durch das ant Donnerstag arbeit auf. Hierauf berichtet Kater über die stattgehabte Konferenz Diese Konferenz ist von den dortigen nachmittag nach 31stündiger Verhandlung thatsächlich eine Einigung in Braunschweig. u stande kam. Die von einem Prinzipal angestrebte Kürzung der bis- Kollegen einberufen worden, um über den Nebertritt in den herigen Accordpreise unterbleibt. Die Arbeitszeit wurde in 2 Geschäften Verband zu beraten. Die Fünfer- Kommission der Vertrauensuf 8 Stunden pro Tag reduziert( im dritten Geſchäfte bestand sie männer- Centralisation war zu dieser Konferenz nicht geladen, schon) und der Minimallohn für Gehilfen auf 27 M. festgesetzt, der hielt es aber für ihre Pflicht, dort anwesend zu sein. Nach den gejedoch im ersten Jahr nach beendeter Lehrzeit auf 21 M. reduziert pflogenen Debatten soll der Berliner Vereinsvorsitzende Gehl den Gehl erwidert hierzu, daß er thatwerden kann. An diesen Tarif sind die Gehilfen 4 Jahre, die Uebertritt veranlaßt haben. Principale 2 Jahre lang gebunden. sächlich schon lange auf dem Standpunkt stehe, daß eine Vereinigung der Vertrauensmänner- Centralisation mit den Maurerverband wünschenswert sei. Es dürfe natürlich diese Einigung nicht so ausDer Streik der dänischen Dampfschiffheizer. Eine laufen, daß von Niederringen der einen Organisation durch die Demonstation gegen die Streitbrecher fand am Donnerstag andre irgendwie gesprochen werden könne. Der Brief, den er abend in Kopenhagen bei der Abfahrt des Dampfers geschrieben und der ihm jetzt zur Last gelegt wird, ist von Ficaria" statt, auf dem 12 Engländer die Pläge der dänischen ihm verfaßt, nachdem er durch einen Brief aufgefordert war zu sagen, Heizer besetzt hatten. In der Havnegade hatten fich ca. 3000 wie er über die Vereinigung beider Organisationen denke. In Menschen versammelt, die durch Pfeifen und durch den Ruf seiner Antwort habe er die an ihn gestellte Frage nur im allNieder mit den Streitbrechern" ihren Unwillen kund gemeinen behandelt und ist auch keine Stelle darin enthalten, die gaben. Der Kapitän ließ unaufhörlich die Dampfpfeife er- Anstoß erregen könnte. Wenn dem Briefe eine andre Tendenz tönen, um die Rufe zu übertäuben. Nach der Ab- unterschoben wird, so ist dies auch erklärlich für denjenigen, fahrt des Schiffes demonstrierte die Menge bor dem der die ganze Materie und die Behandlung derselben Comptoirgebäude von Det forenede Dampskibselskab".- Die während dieses Jahres kennt. Die Debatte hierüber war sechs englischen Heizer, die sich weigern, den Dienst bei„ Det sehr erregt. Es wurde für und gegen Gehl gesprochen. forenede Dampskibselskab" anzutreten, find am Donnerstag me te verlangte von Gehl eine Erklärung, ob er mit auf Veranlassung der Direktion verhaftet worden. Sie sollen dem Verbandsvorstand oder Verbandskollegen oder der Leitung von dem erhaltenen Vorschuß insgesamt 126 Kronen zurück der Filiale Berlin forrespondiert habe zwed3 Ueberführung zahlen, erklären sich aber dazu außer stande zu sein, da sie das des Vereins in den Verband. Gehl erklärte denjenigen als VerGeld bereits für ihre Familien verbraucht haben. Der englische leunder, der eine derartige Behauptung aufstellt. Es ist ihm nie Agent behauptet, sie von dem Streit in Dänemark unterrichtet zu eingefallen, mit dem Verbandevorstand oder der hiesigen Leitung haben. Die Heizer bestreiten das. Vier norwegische zivecks lleberführung zu forrespondieren. Heizer haben„ Det forenede Dampskibselskab" verklagt, weil sie an- Ein Cintrag, Gehl seines Amtes zu entheben, wird abgelehnt. gestellt worden waren, ohne daß man sie von dem Streit in Däne- Die Delegiertenwahl zu der am 9. Februar stattfindenden Konferenz mark unterrichtet hatte. Der schwedisch- norwegische Vicekonsul suchte in Berlin wird vertagt. Hierauf interne Angelegenheiten. das Recht der Geschädigten bei der Gesellschaft zu vertreten, wurde aber auf deren Comptoir so brüst behandelt, daß er die Verhandlungen abbrach. Die Norweger find auf Kosten der Polizei Lehte Nachrichten und Depelihen. nach Christiania zurückgebracht worden. Dort soll die weitere Unter fuchung der Angelegenheit stattfinden. " Versammlungen. der München, 25. Januar.( W. T. B.) Heute abend gegen 7 1hr entlud sich ein heftiges Gewitter mit Schneetreiben. Berlin und Umgegend. Rom, 25. Januar.( W. T. B.) Wie die Agenzia Stefani" Die Gas-, Waffer- und Heizungs- Rohrleger und Helfer, meldet, wird das Amtsblatt heute abend eine Mitteilug veröffentwelche bei Immungsmeistern beschäftigt sind, werden hiermit ersucht, Die Einführung der Verhältniswahl zum Berliner Ge- lichen, in welcher es heißt, die öffentliche Meinung sei seit einiger in der am Mittwoch, den 29. d. M. stattfindenden Wahl zum werbegericht forderte eine Versammlung, die am Freitag in Zeit durch das Gerücht von der Möglichkeit eines Au 3 st and 3 Inmungs- Schiedsgericht und Gehilfenausschuß zahlreich zu erscheinen. Tonhalle stattfand. Anwesend waren einige hundert Personen. Die der Angestellten der großen Eisenbahnlinien beDie Versammlung am 22. d. M. verlief resultatløs. Die Kollegen Versammlung ist einberufen worden vom Ausschuß für unruhigt. Die geseglichen Vertreter des Handels hätten sich an die werden ersucht, sich mit genügender Legitimation seitens der Arbeit- Arbeitervertreter= Wahlen Regierung mit dem Ersuchen gewendet, dieselbe möge für Handel, und sociale Angelegenheiten, und Industrie und alle Klassen der Bevölkerung beruhigende Erklärungen geber zu versehen. Der Gehilfenausschuß. J. A.: Mag Tschöte, dieser Ausschuß setzt sich zusammen aus Mitgliedern ver= abgeben. Der Ministerrat habe Landsbergerstr. 14. sich mit der Frage beschäftigt und sei der Auficht, daß Der Fachverein der Tischler giebt hiermit bekannt, daß die schiedener hiesiger evangelischer und katholischer Arbeitervereine. gegenüber dieser Gefahr Auch der antisemitische deutschnationale Handlungsgehilfendes Ausstand von Eisenbahnbeamten nicht unter die allgemeinen täglichen Bureaustunden von heute ab aufgehoben sind. Alle Werk- Verband gehört dieser Richtung an. Das Referat hielt der statt- Differenzen und dergl find zu berichten an Mag Sürtler, Sekretär eines evangelischen Arbeitervereins, Herr Behrens. Er vom Geseze erlaubten Ausstände fehle, daß es vielmehr gemäß Rirdorf, Kirchhofstr. 1, P. Kunisch, Pallisadenstr. 75, und trat für die Verhältniswahl ein, damit auch die Minderheit der einer Entscheidung des obersten Gerichtshofes als ein AusW. Ramp, Forsterstr. 1. Außerdem jeden Freitagabend von 8 bis Arbeiter, nämlich die„ welche den socialdemokratischen Gewerkschaften stand öffentlicher Beamter, und daher als ein straf11 1hr bei Frauke, Pallisadenstr. 9. nicht angehören", eine ihrer Zahl entsprechende Vertretung erhalten. Gegen rechtlich zu ahndendes Verbrechen anzusehen sei. Der Der Vorstand. Sie Spruchpraxis des Gewerbegerichts, wie sie bisher„ troß der Ministerrat erklärte ferner, er werde im Hinblick auf die Störung socialdemokratischen Beifizer" geübt worden ist, hat der Redner des öffentlichen Friedens und die ungeheueren Schwierigkeiten, welche Ein gehehter ,, Hetzer". Es gehört eine gute Portion Mut nichts einzuwenden. Er hält die Vertretung seiner Richtung haupt- fich für das Land aus einem derartigen Ausstand ergeben würden, niemals einen sohchen zugeben und es als seine Pflicht und Idealismus dazu, für die Arbeiterbewegung werbend und sächlich deshalb für notwendig, weil die Gewerbegerichte auch die organisterend thätig zu sein, denn das Unternehmertum ver- Aufgabe haben, Gutachten abzugeben, Petitionen abzufassen und der ansehen, selbst zu den äußersten Maßregeln zu greifen, um folgt unerbittlich die, welche sich dieses Frevels schuldig gleichen. In dem größten Teil seiner Ausführungen erging sich der dem Gesetze Achtung zu verschaffen. Andrerseits erkenne der Ministermachen. Der Schiffszimmerer August Krüger aus Referent in Seitenhicben auf die Socialdemokratie. Er erzählte seinen rat das berechtigte Bestreben der Eisenbahn- Beamten für die VerSchönebeck, der wegen der Juhaberschaft von Vorstands gläubigen Zuhörern, die Socialdemokraten seien gegen die Verhältnis beſſerung ihrer Lage an und werde eine Aenderung der Betriebsposten in seiner Organisation schon in Schönebeck und in Magdeburg wahl zu den Gewerbegerichten eingetreten, während doch jeder, der vorschriften herbeiführen. Auch habe er wirksame Schritte bei den. gemaßregelt worden war, hatte bei dem Schiffszimmermeister Weise sich um diese Dinge gelümmert hat, wiffen muß, daß die Social Bahngesellschaften gethan, um beffere, durch Gerechtigkeit und Billigin Barby Stellung gefunden. Am Montag wurde ihm nun wieder demokraten im Reichstage nur dagegen waren, daß die Ein- feit geleitete Bedingungen für dieselben zu erlangen. Genna, 25. Januar.( W.T.B.) Der Ausstand der An= von diesem Meister ohne Angabe von Gründen plöglich gekündigt. führung der Verhältniswahl in das Belieben der einzelnen Die allgemeine Eingestellten der Straßenbahn ist beendigt, die Ausständigen werden Darauf haben von 22 bei dem Meister beschäftigten Schiffszinierern Gemeinden gestellt worden ist. und Hilfsarbeitern 16 die Arbeit mit der Erklärung niedergelegt, fie führung der Verhältniswahl haben die Vertreter der Social- morgen die Arbeit wieder aufnehmen. London, 25. Januar.( W. T. V.) Die heute veröffentlichten würden nicht eher wieder in Arbeit treten, 6: 3 die Kündigung ihres demokratie bekanntlich befürwortet. Kollegen zurückgenommen sei. Vielleicht bereitet die Solidarität Versammlung zeigte, daß es den Veranstaltern derfelben weniger Trentfontein stattgehabten Gefecht 7 Main gefallen und 25 Mann amtlichen Verluftliften melden, daß in einem am 21. Januar bei seiner Kollegen dem Gehezten eine bleibende Stätte. um eine gerechte Vertretung aller Richtungen, als vielmehr um verwundet worden seien. Die Verluste beträfen zumeist die Yeomanry. 811 thun ist. Die Maßregelung von Bildhauern. Am vergangenen Freitag Quertreibereien in der Arbeiterbewegung find in der Möbelfabrik von Ziegenhorn u. Jncer in Erfurt ur- Diskussionsredner ergingen sich vorwiegend in haltlosen Ver- Von diesem Gefechte liegt weiter feine Meldung vor. der Socialdemokratie, die Petersburg, 25. Januar.( W. T. B.) Die Mitglieder der von 11m so ärger plöglich ohne Angabe von Gründen sämtliche dort beschäftigten fünf unglimpfungen Bildhauer entlassen worden. Unter den Entlassenen befindet sich der wurden, als man sah, daß die„ christlichen“ Leute ganz unter fich Central Asiens entsandten Expedition unter dem Stabsder geographischen Gesellschaft zur Erforschung Gesamtvorstand der Erfurter Filiale des Centralverbands der waren und Widerspruch von andrer Seite nicht zu befürchten fapitän Koslow find nach Petersburg zurückgekehrt. Die Expedition hatten. Die Diskussion war bereits geschlossen, als sich ein Bildhauer. leher den Entlassungsgrund macht die Firma bei verdie bis dahin von hat reiche Sammilungen mitgebracht. schiedenen Versuchen zur Einigung widersprechende Angaben und Herr vom Vorstandstische erhob und wollte auch erst zwei, später vier der Entlassenen für die Wieder- fast allen Rednern anerkannte Rechtsprechung des Gewerbegerichts Arcachon, 25. Januar.( W. T. B.) Der Fischereidampfer einstellung aussuchen. Die Ausgesperrten sehen der Entwicklung zu verdächtigen suchte mit dem Bemerken, daß bekanntlich" die" haron" mit zwölf Mann Bejagung ist bei der Einfahrt in die Bucht von Arcachon mit Mann und Maus untergegangen. der Dinge mit Ruhe entgegen, da Socialdemokratie den Meineid zu Gunsten der Genoffen billige. Nach Vigo, 25. Januar.( Meldung der Agencia Fabra". Die Exorganisiert sind. Ein Bildhauer aus Langensalza, der für die Firma diesem Vorgehen leistete ſich auch noch der Referent eine Herede gegen plosion, die auf dem Kanonenvoot, Condor" erfolgte, wird dem schlechten Socialdemokratie. Die Versammlung nahm einstimmig eine engagiert war, trat vom Engagement wieder zurück, als er die Sach- Resolution an, die sich für die Einführung der Verhältniswahl zu Zustande des Kessels zugeschrieben, der sich früher an Bord eines den Gewerbegerichten ausspricht und den Ausschuß beauftragt, brauchbaren Torpedobootes befunden hatte. An der Breslauer Straßenbahn find plöglich mehrere Au- dahingehende Eingaben an die Verwaltungen Berlins und der Vor- hatten schon wiederholt auf den Zustand des Kessels aufe gestellte entlassen worden. Unter dem Personal der Gesellschaft herrscht orte zu richten. merfiam gemacht. Die Explosion erfolgte, als der„ Condor" in der Verfolgung von Fischerbooten begriffen, in den Fluß einfuhr und große Erregung, da man die Entlassungen als Maßregelungen ansieht, welche die Betroffenen sich durch ihre Thätigkeit für die Der Fachverein der Tischler hielt am 21. Januar bei Böls die Fahrt forcierte. Die Besatzung bestand aus 22 Mann; zwei Organisation zugezogen haben. Einer der Entlassenen wurde nach seine erste diesjährige Generalversammlung ab. Den Jahresbericht Maschinisten und ein Matrose sind tot, fünf Mann werden vermißt; 17 jähriger, ein andrer gar nach 24 jähriger Dienstzeit auf die für 1901 erstattete ürtler. Stattgefunden haben 14 Versamm der Kommandant und der Rest der Bejagung, mit Ausnahme von Straße geworfen. Die Gesellschaft, welche eine der bestrentierenden lungen und 12 Vertrauensmänner- Sigungen. Rechtsschutz erhielten zwei Mann, find verlegt. Das Fahrzeug selbst ist vollständig verStraßenbahn- Gesellschaften in Deutschland ist, zahlte ihren Aktionären 11 Kollegen; eine Klage ging verloren, zwei wurden als aussichtslos nichtet. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. lage erfuhr. die Bildhauer gut Der weitere Verlauf der Die Maschinisten Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 22. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 127. Sigung vom Sonnabend, 25. Januar 1902, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Bericht der Geschäftsordnungs- Kommission betr. das Schreiben des Staatsanwalts bei dem Landgericht in Nürnberg vom 11. Januar 1902, wegen Vernehmung des Reichstags- Mitgliedes Conrad Haußmann( füdd. Vp.) als Zeuge in einer Strafsache wegen Vegebens gegen das Aktiengesetz. Der Antrag der Kommiffton geht dahin, die Genehmigung nicht zu erteilen. Berichterstatter Abg. Büfing: Die Angelegenheit, um die es sich hier handelt, iſt von erheblicher Wichtigkeit. Die Frage fann aber nicht principiell entschieden werden, da einerseits die Erteilung Die Frage fann der Erlaubnis zum Erscheinen eines Abgeordneten vor Gericht diesen verhindern fann, an wichtigen Abstimmungen teil= zunehmen und andrerseits die Bersagung der Erlaubnis den Lauf der Justiz erheblich stören kann. Es muß daher von Fall zu Fall entschieden werden. Die Mehrheit der Kommission war der Ansicht, daß in diesem Fall keine zwingenden Gründe vor Tagen, die Erlaubnis zu erteilen. der Kommission anzunehmen. Der Antrag der Kommission wird hierauf gegen die Stimmen der Rechten angenommen. Hierauf wird die zweite Refung des Etats des Reichsamts des Innern( Titel Staatssekretär) fortgesetzt. # Abg. Horn- Sachsen( Soc.) Sonntag, 26. Januar 1902. Der Vorredner wird den Bevollmächtigter hat davon gesprochen. Der Abg. Röfice hat sich über die mangelhafte Durchführung Abg. Dertel mit einem sächsischen Bundesrats- Bevollmächtigten verdes Fleischbeschau- Gesezes beschwert und hat weiter gesagt, Deutsch wechselt haben.( Große Heiterfeit.) land sei sehr wohl im stande, seinen Bedarf an Fleisch selbst Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.) zu decken,( Sehr richtig! rechts.) Nein, nicht sehr richtig! Herr Horn hat Uebergriffe geschildert, wie sie im gewerbAllerdings, wenn der Fleischkonsum weiter so abnimmt, wie jetzt, was durch die Statistiken in den großen Industriestädten belichen Leben leider vorkommen auf beiden Seiten. Das wiesen wird, dann wird auch die Landwirtschaft einmal in die Koalitionsrecht der Arbeiter muß durchaus gewahrt werden, aber Lage kommen, den Konsum zu decken. Die Hamburger Dem Herrn Staatssekretär auch von seiten der Gewerkvereine selbst. will ich gern glauben, daß er in der Frage der Socialpolitik auf großen Maurer sind mit der größten Rücksichtslosigkeit gegen dieWiderstand stößt. Wo so viele geheime Kräfte walten, da muß jenigen ihrer Kollegen vorgegangen, die die Accordarbeit beibehalten auch die kleinste Socialreform ins Stocken geraten. Ich will nicht reden von wollten; ja sie haben sogar den Ausschluß dieser Kollegen aus der der Zuchthausvorlage, die doch nichts weiter war als das Produkt focialdemokratischen Partei beim legten Parteitag der Socialdemo jener geheimnisvoll waltenden Kräfte und die darauf abzielte, die fratie beantragt.( Hört! hört! rechts.) Soweit wie diese Arbeiter ist wenigen Rechte den Arbeitern zu rauben. Darüber sind wir uns bisher noch kein Revers eines Unternehmers gegangen.( Lachen b. d. doch alle klar, daß, wenn die Zuchthausvorlage Gesetz geworden Soc.). wäre, eine Vernichtung der Arbeiterorganisationen und ein angesichts der rapiden Entwicklung unsres gewerblichen Lebens nicht doch alle klar, daß, wenn die Zuchthausvorlage Gesetz geworden Soc.)- Die herrschende Arbeitslosigkeit ist sicher zu bedauern, aber vollständiger Stillstand in der Socialreform gefolgt wäre. besonders groß, jedenfalls nicht so groß, daß man von einem Ver Redner wendet sich nun gegen das Hinausschieben des Termins für fagen der kapitalistischen Produktionsweise sprechen kann. In England das Inkrafttreten der Schutzbestimmungen für die Zinkhüttenarbeiter. ist von der Krise nur sehr wenig zu merken, dort leidet nur die GlasDas Hinausschieben des Termins bedeutet, daß eine große An- industrie, die durch fortwährende Streiks ihrer Arbeiter aufs schwerste 3ahl Arbeiter zwei weitere Jahre an ihrer Ge- geschädigt ist( Lachen b. d. Soc.!), so daß die Unternehmer bereits ernstlich fundheit den schwersten Schaden erleiden. daran denken, ihre Betriebe an Amerika zu verkaufen. Die amerikanischen Die Milliardäre, die Besizer der 32 3inthütten in Industriellen werden ja dank ihrer Rücksichtslosigkeit weit beffer mit Abg. Rettig( t.): Ein Teil der Geschäftsordnungs- Kommission, Deutschland, könnten durch Einstellung einer großen den Gewerkschaften fertig. Der angekündigte Schutz der zu dem ich gehörte, war andrer Meinung als die Mehrheit. Wir Anzahl von jegt arbeitslosen Bauarbeitern die Be- gewerblichen Kinderarbeit bedeutet einen großen Kulturhielten es für richtiger, daß ebenso verfahren werde wie im vorigen triebe in türzester Zeit so gestalten, wie sie zur fortschritt. Alle Klagen der Socialdemokraten über den sogenannten Jahre im Fall des Abg. v. Gersdorff, wo die Erlaubnis erteilt wahrung der Gesundheit der Arbeiter notwendig Stillstand unfrer Socialreform werden durch die Vorlage diefes wurde, vorbehaltlich des Rechts des betreffenden Abgeordneten, selbst in d. Gesetzes als unberechtigt erwiesen.( Sehr richtig! bei den zu entscheiden, ob er vor Gericht erscheinen will oder nicht; ich will Der socialistische Minister Millerand hat In Sachsen ist es gebräuchlich geworden, daß die Gewerbe- Nationalliberalen.) aber hier im Plenum keinen dahingehenden Antrag stellen. entferntesten daran gedacht, fich mit der Inspektoren den Fabrikanten vor ihrem Erscheinen einen Wint noch nicht im Abg. Singer( Soc.): Ich bin der Ansicht, daß der vorjährige mit dem Baunpfahl geben. Kinderarbeit zu beschäftigen. Aber gerade ein Genosse, der in der Daher finden sie auch Beschluß durchaus unglücklich war. Es geht nicht an, daß der in Sachsen stets alles in schönster Ordnung. Wenn sie aber macht steht, der könnte doch wirklich einmal auf diesem Gebiet vorReichstag ein ihm durch die Verfassung gewährtes Recht auf weg find, geht die alte Leier mit der Kinderarbeit, den Ueber- gehen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Wenn der Gesetzein einzelnes Mitglied überträgt. Nicht der einzelne Ab- stunden usw. ungestört weiter. Die Unternehmer in Sachsen entwurf über den Kinderschutz vorgelegt wird, dann wird es vor geordnete soll entscheiden, ob er Zeuge sein will oder nicht, sondern widersetzen sich neuerdings ganz offenkundig der Bundesrats- Ver- allem nötig sein, endlich eine Definition des Begriffes Der Reichstag, ebenso wie auch ein Abgeordneter nicht darüber ent- ordnung, die den Erscheinungszwang vor dem Gewerbegericht aus- erkstatt zu schaffen. Wir müssen dafür sorgen, daß der Mißscheiden soll, ob er einen Prozeß über sich ergehen lassen will, sondern spricht. Wie lange wird es dauern, bis auch diese Verordnung vor stand beseitigt wird, daß gewiffenlose Unternehmer die Kinder aus dem Reichstag dieses Recht zusteht. Auch wir sind der dem Austurm der Unternehmer fällt? Die Unternehmer mißachten der Fabrik einfach in das Haus treiben, um sie der Meinung, daß die Frage nicht principiell zu entscheiden ja überhaupt die gesetzlichen Bestimmungen des Arbeiterschuizzes. Stontrolle zu entziehen. Is Wertstätte muß jeder Bau, ist, es sind Fälle denkbar, wo der Reichstag die Genehmigung Daß dies möglich ist, liegt vor allem auch an der viel zu geringen in welchem gewerbliche Arbeit verrichtet wird, angesehen werden, auch erteilt, wenn z. B. durch Verschiebung der Aussage eine lange Bahl der Gewerbe- Inspektoren. Auch das Koalitionsrecht wenn in ihm gewohnt, getocht, gewaschen wird oder wenn Pause die Folge wäre. Aber ich glaube doch, daß es der Stellung des Der Arbeiter wird von den Unternehmern aufs schwerste mißachtet. es ein Raum im Freien ist, damit nicht etwa die KinderReichstags entspricht, als Regel aufzustellen, die Genehmigung nicht Die Holzindustriellen, die Metall- und besonders die Glas- arbeit in die Gärten verlegt wird. Auch eine Reihe andrer unsrer zu erteilen, nur in besonders gearteten Fällen als Ausnahme von industriellen haben ja in letzter Zeit bewiesen, wie es den Forderungen, die wir stets zum Schuße der Konfektionsarbeit erhoben diesem Grundsatz abzugehen. In diesem Fall bitte ich, den Antrag Unternehmern möglich ist, die gefeßlich gewährleistete Koalitions- haben, werden hoffentlich bei Gelegenheit dieses Gesezes geregelt freiheit den Arbeitern zu nehmen. Speciell die Glas werden. Weiter hoffe ich, daß der Schuß der Kellnerinnen industriellen haben nach Beendigung des großen Streits der möglichst bald erweitert werden möge. In Zürich ist neuerdings die Glasarbeiter ihren Arbeitern vielfach Reverse zur Unterschrift vor- Arbeit der Kellnerinnen nach 12 Uhr nachts total verboten worden. gelegt, durch welche diefe sich verpflichten sollten. In der Frauenfrage stehe ich und ein Teil meiner Freunde auf keinem der bestehenden oder neu zu gründenden Arbeiter einem andren Standpunkt, als Herr Bassermann. Wir stehen auf vereine jemals wieder beizutreten.( hört! hört! bei den Social- dem Standpunkt des bayrischen Vereinsgesetzes, das erwachsenen Abg. Dr. Röficke- Kaiserslautern( B. d. 2.): demokraten), keine Versammlung zu besuchen oder sonstwie gegen Frauen dann die Teilnahme an Vereinen gestattet, wenn es sich um Vertretung besonderer beruflicher Interessen handelt. Die Debatten über den Titel„ Staatssekretär" machen den Ein- die Interessen der Fabrik zu wirken.( hört! hört! bei den Socialbruck eines Potpourris, bei dem von der Linken das Fortiffimo an- demokraten.) Bei 3 uwiderhantung gegen den Revers erfolgt Sehr schlechte Erfahrungen mit den Frauen hat ja die Socialdemo tratie gemacht. ( Hört! hört! bei den SocialGegen den Programmsatz: gleiches Recht und gefchlagen, welches sich bis zur Rechten allmählich zu einem fofortige Entlassung. Adagio abfchwächt.( Heiterkeit.) Ich möchte in diesem Falle das Pastorale demokraten.) Was hätte von Rechts wegen mit diesen Ge- gleiche Pflicht auch für die Frauen hat, sich auf dem Parteitage in Wäre Mainz eine Strömung geltend gemacht. Man fürchtet, daß, wenn anstimmen.( Heiterfeit.) Vorher habe ich noch einige Wünsche.setzesverächtern, diesen Despoten geschehen müssen? Redner befürwortet die Regelung der Verhältnisse die Zuchthausvorlage Gefeß geworden, dann hätten diefe die Frau durch ihre Berufsthätigkeit den Tag über außer dem die Arbeit im Jutereffe der Gastwirtsgehilfen durch Reichsgesetz, sowie eine Beffer- Glasindustriellen, die Arbeitswillige an der Arbeit verhinderten, mit Hause beschäftigt ist, sie für die Arbeit der Partei verloren geht. Ihr Kollege Auer, der leider hier stellung der Tierärzte und beschwert sich über mangelhafte 3uchthaus bestraft werden müssen! Ein Glasarbeiter, der als Durchführung des Fleisch beschau Gesezes. Die Kon- Vorstandsmitglied einer Betriebs- Krantentaffe felten spricht, von dem ich aber glaube, daß er die Volksseele sehr sumenten haben das Recht, zu verlangen, daß die Bestimmungen gegen die ungehörige Behandlung der Kranten genau kennt, führt an, daß sich die socialdemokratische Ehefrau sehr ablehnend gegen die politische Arbeit verhält des Gesetzes, die uns ja an fich lange nicht genügen, wenigstens affenmitglieder protestiert hatte, wurde allein des- und exemplifizierte dabei auf die Stimmung seiner eignen Ehefrau. energisch zur Ausführung kommen. Als Grund, daß man so lange halb entlassen und in keinem andern Betriebe aufgenommen. Er sagte, die Frauen, die ins politische Leben treten, find grieszögert, einzelne Bestimmungen des Gesetzes, z. B. das Verbot( hört! hört! bei den des Färbens von Würsten, zu erlassen, tann ich mir nur erbörte Zustände! Aber die Behörden dulden sie nicht nur, grämig und machen uns das Leben sauer. Frau Steinbach wünschte die Scheu vor dem Auslande denken.( Sehr richtig! rechts.) Dies sondern sie eilen noch mit Gendarmen und Soldaten in Mainz die Trennung der politischen Arbeit der Männer Gesetz kommt ebenso wie das Börsengesetz deswegen nicht zur Aus den Unterdrückern der Arbeiter zu Hilfe, um und Frauen, die Männer meinte fie, sagten:„ Ach was sollen wir führung, weil es der Linken nicht gefällt, weil es das Odium auf diese vor Ausschreitungen der aufs schwerste provozierten Arbeiter zu mit der, die quatscht uns doch immer nur so was vor."( Große. fich hat, ein landwirtschaft freundliches zu sein. In der That soll schützen. Zur Zeit des großen Glasarbeiter- Streits wurden Streit Heiterfeit.) Die wichtigste Frage auf dem Gebiete der Frauengesetzgebung es aber nur der Gesundheit der Konsumenten dienen. Ganz unbrecher ohne Pässe unter dem Schutz von Gendarmen über verständlich ist das Vorgehen der sächsischen Regierung, die, wie die Breffe die Grenze gebracht, während andrerseits Ausländer, die 15 scheint mir die Reduktion des Magimal- Arbeitstages der Frauen von meldet, die Grenze nach Oestreich- Ungarn für die Schweine- Einfuhr bis 20 Jahre in einem Betriebe thätig gewesen 11 auf 10 Stunden und die Erhöhung der Altersgrenze für Frauenzu öffnen beabsichtigt. Ich habe bisher immer die größte Hoch- waren, ausgewiesen wurden, weil man annahm, fie arbeit in der Fabrik von 16 auf 18 Jahre zu sein. Ich kann diese achtung vor der fächsischen Regierung gehabt, welche vor allen die könnten der Gemeinde zur Last fallen".( hört! hört! bei den Social: Forderungen allerdings nur für meine Person erheben, ich setze dabei alten Bismarckschen Traditionen des Schußes der nationalen Arbeit demokraten.) Es dauerte sehr lange, bis die sächsische Regierung voraus, daß wie in England der 10stündige Arbeitstag zunächst nur in denjenigen Betrieben eingeführt wird, die dafür reif sind, während hochhielt. Neuerdings aber scheint auch sie von den Bacillen auf eingelegte Beschwerde die Ausweisung als ungerechtfertigt die andren, vielleicht 10½½ stündigen einführen. Endlich möchte angesteckt, die fich über ganz Deutschland verbreitet haben. zurüdnahm. Die Oeffnung dieser Grenze in einem Moment, two eine Neuerdings hat man sogar einige Zahlstellen des Glasarbeiter- ich den Staatssekretär bitten, Auskunft zu erteilen, ob große Anzahl Ortschaften Oestreich- Ungarns verseucht sind, wäre in Verbandes als politische Vereine erklärt!( hört! hört! bei den in der socialdemokratischen Zeitschrift Neue Zeit" erhobenen Ander That ganz unverständlich. Man behauptet, es bestehe Fleisch Socialdemokraten.) Wenn die Regierung ein Gefeß schife, das un- griffe gegen das reichsstatistische Aunt auf Wahrheit beruhen. Es Fleisch- Socialdemokraten.) ſchüfe, wird dort behauptet, daß dieses Amt seine Mitteilungen über mangel. Es ist ja aber nirgends verboten, gefchlachtetes Fleisch weideutig fagt, was unter einem„ politischen Verein" zu ver- Arbeitseinstellungen ausschließlich von der Polizei beziche. Ich einzuführen und dies geschieht auch im großen Umfange. stehen ist, so würden solche Auslegungen nicht möglich sein. Frei Der hohe Breis des Schweinefleisches ist feine Totale Grlich, wenn alle Bestrebungen der Arbeiter zur Verbesserung ihrer würde das sehr bedauern.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) scheinung, sondern zeigt sich in der ganzen Welt. Die Schuld Lage als politische Bestrebungen aufgefaßt werden, so lassen sich liegt an den hohen Maispreisen in Amerika.( Sehr richtig! rechts.) derartige Entscheidungen konstruieren. Wo aber ist eine politische Uebrigens ist es eine alte Erfahrung, daß auf hohe Schweinefleisch- Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bei den gewerkschaftlichen preise stets sehr bald niedrige Preiſe folgen. Schon jetzt flauen die Organisationen? Wie stellt sich der Staatssekretär Preise wesentlich ab. Weiter richte ich an den Herrn Staatssekretär 3u dieser Art von Knechtung der gewerkschaft die Anfrage, ob ihm bekannt ist, daß sich ein internationales lichen Arbeiterbewegung? Eyndikat bilden soll, laut Verabredungen zwischen Morgan Weiter möchte ich hinweisen auf die Nichtbeachtung der Vereinerseits und dem Direttor Ballin andrerseits, wonach sich die ordnungen betreffend die Sonntagsruhe in der Glasindustrie Der Bundesrat scheint hier mehr Morganlinie, die Hamburg- Amerika- Gesellschaft und der Norddeutsche seitens der Unternehmer. Lloyd gemeinsam den Personen- und Frachtverkehr zwischen Amerika Wert auf die unglaubhaften Behauptungen der Unternehmer als auf Es ist unendlich schwierig, Verordnungen zur Ausführung des und Deutschland vermitteln wollen.( hört! hört!) Diese Angelegen- die praktischen Erfahrungen der Arbeiter zu legen.( Sehr richtig! heit hat doch ein weitgehendes öffentliches Interesse. Wir wollen bei den Socialdemokraten.) Im Jahre 1901 haben allerdings auf Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb zu erlaffen, die nicht jetzt einen Bolltarif schaffen, der die natürliche Arbeit schüßt, die Vorstellungen der Arbeiterbelegierten bei einer ministeriellen gleichzeitig für das Gewerbe unter Umständen geradezu schädlich und da soll zu gleicher Beit zwei deutschen Gefell Konferenz hin nicht weniger als 22 Glasfabriken die völlige find. Man hat besonders das Fortdauern der unreellen Ausverkäufe schaften die Möglichkeit gegeben werden mit Amerika billige Sonntagsruhe eingeführt. Aber auch diese Fabriken find infolge getadelt. Wie will man aber einen Kaufmann verhindern, an seinen Frachten zu verabreden. Im Interesse vor allem der der Konkurrenz, die ihnen seitens der am Sonntag arbeitenden Laden einen Bettel anzubringen:" Heute besonders billige Preise?" Industrie, denn die Frachten für landwirtschaftliche Produkte können Fabriken bereitet worden ist, teilweise wieder zur Sonntags- Wie soll man den Gegenbeweis führen, wenn man nicht das gesamte kaum niedriger werden, hätte die Regierung alle Ursache auf diese arbeit zurückgekehrt. Wenn Regierung und Bundesrat nicht gewerbliche Leben unter polizeiliche Aufsicht stellen will? Machinationen ihr Augenmert zu richten.( Sehr richtig! rechts.) Der zu der Einsicht kommen, daß die Sonntagsarbeit unter allen Schwierigkeit liegt darin, knappe, juristische Kennzeichen zu finden, einzige Ausweg wäre nach meiner Meinung, daß die Regierung Umständen zu verbieten ist, so wird den Arbeitern dieses ohne das öffentliche Leben polizeilich zu reglementieren. Die Frage die Tarifpolitik des Oceans durch Verstaatlichung des Transport Erwerbszweiges das bißchen Sonntagsruhe, das sie sich erkämpft haben, wird weiter im Auge behalten werden. Weiter sind hier Vorwürfe gegen die Hamburg= wesens fich dienstbar macht. Ich schließe mit der Mahnung vide- auch noch wieder genommen werden. Giebt es eine größere merita- Linie und den Norddeutschen Lloyd erhoben ant consules, ne respublica quid detrimenti capiat.( Beifall rechts.) Verrücktheit, als in den Zeiten der finkenden Konjunktur und der worden auf Grund von Zeitungsnotizen über Verhandlungen, die leberproduktion zur Sonntagsarbeit zurückzukehren? Auch in den die Direktoren dieser Linie in Amerita geführt hätten. Ich weiß Sächsischer Ministerialdirektor Dr. Fischer. Arbeitsordnungen vieler Glasfabriken finden sich absolut von diesen Verhandlungen nichts. Die Zeitungsnotiz unzulässige Bestimmungen, die sich die Arbeiter gefallen lassen müssen, Der Vorredner möge überzeugt sein, daß die sächsische Regierung weil sie selbst nicht immer entscheiden können, ob eine Bestimmung habe ich auch gelesen. Aber ich möchte darauf hinweisen, daß nur fich lediglich von veterinärpolizeilichen Rücksichten im Interesse der dem Geseze entspricht oder nicht. Redner bespricht die in sächsischen ventioniert wird. Die Hamburg Amerika Linie ist nur der Norddeutsche Lloyd vom Deutschen Reich sub Konsumenten in Bezug auf die Aufhebung des Verbotes Glasfabriken bestehenden Mißstände und bringt den Fall eines ebenteilnehmer bei einer Schiffsverbindung nach der Schweine einfuhr über die östreichische Grenze ungarischen Glasarbeiters zur Sprache, der von einer Dresdener Ostasien. Die Linien, die wir fubventionieren nach Ostafien, nach leiten läßt. Allerdings haben innerhalb der sächsischen Regierung Glasfabrik engagiert worden ist. Diesem Arbeiter wurden die Schweineeinfuhr stattgefunden. Die Aufhebung des Verbotes ist aber fe daß schließlich von seinem Verdienst nur noch 9 Bf. fibrig blieben: gesagt ist, daß gewisse landwirtschaftliche Erzeugnisse fremder Erwägungen über die Eröffnung der öftreichischen Grenze für die gesamten Reisekosten und die Vorschüsse auf den Lohn abgezogen, Auftralien, um Afrika herum, haben feste Sontrakte, in denen nicht beschlossen worden. Es find Eingaben gekommen, über den Ich möchte den Dresdener Fabrikinspektoren empfehlen, sich bei nicht auf diesen Schiffen transportiert werden dürfen. Die HamburgStaaten, die mit uniren landwirtschaftlichen Erzeugniffen tonfurrieren, Schweinemangel, über die hohen Schweinefleischpreise fünftigen Untersuchungen auch an die Arbeiterorganisationen zu wen- Amerita- Linie bezieht insbesondere für ihre Verbindung zwischen in Sachsen und die Ermittelungen haben ihre Richtigteit bis den, sie werden dann ein flareres Bild über die Verhältnisse gewinnen. Amerita und Europa teinerlei Reichssubventionen. Es ist sehr schwierig, zu einem gewissen Grade bestätigt. Die fächsische Regierung hatte die Absicht, die Einfuhr in die Schlachthöfe an der( Bravo! bei den Socialdemokraten.) eine Einwirkung auszuüben auf den Frachtenverkehr einer unsubs veutionierten Linie. Man hat den Gedanken angeregt, den Fracht verkehr zu verstaatlichen. Man kann ja alles verstaatlichen, aber wir würden damit nichts erreichen. Außerdem können wir doch nicht den Frachtverkehr andrer Staaten verstaatlichen. Socialdemokraten.) Das sind 111= östreichischen Grenze zu gestatten, aber sie wollte nicht selbständig Bayrischer Ministerialsekretär v. Herrmann: Die betreffende vorgehen und hat sich an den Reichskanzler gewandt.( Hört! Bahlstelle des Glasarbeiterverbandes ist aufgelöst worden, weil sie hört! rechts.) Wie ich nun erfahren habe, hat in den letzten Tagen ihre Thätigkeit auf ein Gebiet ausdehnte, das offenbar als politisch der Reichskanzler sich dahin entschieden, daß die veterinär- anzusehen ist. polizeilichen Bedenken gegen die Eröffnung der Grenze überwiegen.( hört! hört! und lebhafter Beifal Staatssekretär Graf Posadowsky: bie Einer der Vorredner hat mir vorgeworfen, daß das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb nicht genügend ausgeführt wird und man hat bei einer andren Gelegenheit hinzugefüligt, Herr Staatssekretär, mehr Dampf!" Ich werde mich nie verleiten laffen, eine solche Forderung zurückzugeben und dem hohen Hause zu sagen: Meine Herren Abgeordneten, mehr Dampf, weil ich überzeugt bin, daß, wenn auch eine Beratung noch so lange dauert, die Schwierigfeiten stets nur sachlicher Natur sind. 9 = Die Ich freue mich über das Lob, das der sächsischen Regierung Sächsischer Geheimrat Dr. Fischer: Der Vorredner meinte, er wegen der Ausführung ihrer Fleisch beschau Gefeßgebung rechts.) Und ich bin überzeugt, daß bei meiner Re- sei auf das Schicksal des betreffenden Glasarbeiters nicht eingegangen, gezollt ist, aber auch diese hat für ihren einzelnen Staat 2 Jahre gierung diefe Erwägungen durchbringen werden. wenn nicht ein sächsischer Bundesrats- Bevollmächtigter den Fall zur Ausführung des Gesezes gebraucht. Im Reiche sind die ( Lebhafter Beifall rechts.) anders dargestellt hätte. Weder ich, noch ein andrer Bundesrats: Schwierigkeiten, die auf chemischem und zolltechnischem Gebiete J 10 Millionen Mark. liegen, natürlich noch größer. Neun sehr umfangreiche Verorb- 1rbeiter.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Stebner hebt mann nicht genug aum unterhalt der Familie, und bie nungen liegen bereits dem Bundesrat zur Beschlußfaffung vor. hervor, wie vorzüglich die Landwirte für die Arbeiter dritte Gruppe endlich geht der Fabrikarbeit aus Gewohnheit auch nach Ein socialdemokratischer Abgeordneter meinte gestern wiederum, sorgen. Ich thue das, damit die Schreierei über uns endlich ein- der Verheiratung nach. Der ersteren Gruppe dürfte die Erwerbsthätigkeit es sei doch herzlich wenig geschehen auf dem Gebiet der Alters- und mal aufhört.( Gelächter links.) Wie vortrefflich sind unsre nicht erschwert werden, bei der zweiten wird allerdings schwer Unfallsversicherung. Das ist ein vollkommener Irrtum. Die jetzt Arbeiter untergebracht im Gegensatz zu dem furchtbaren Abhilfe zu schaffen sein. Sehr wünschenswert wäre es, wenn die schon infolge der beiden Novellen dieser Alters- und Unfallsversicherung Wohnungselend in den großen Städten. Ich gebe meinen jungen Arbeiter nicht zu früh heirateten. Was die dritte Gruppe auf die Arbeitgeber mehr entfallenden Lasten betragen jährlich faft Leuten jährlich 80 Centner Getreide, fage unb schreibe anlangt, so muß die Arbeit verheirateter Frauen zum mindesten in 80 Centner Getreide, und da sagen Sie, die Leute seien nicht gesundheitschädlichen Betrieben verboten werden. Sehr wichtig ist Weiter wurde gefordert, das Reich solle die Leichenverbrennung interessiert an hohen Getreidepreisen. Der Vorwärts" hat ge- auch ein wirklicher Schutz der Wöchnerinnen. Die Schutzfrist von fakultativ zulassen. Ich halte das für unausführbar. Art. 4 Nummer 15 schrieben, ich und Herr Bräside tamen aus einer Gegend, die nach 6 Wochen muß unter allen Umständen innegehalten werden. Weiter der Verfassung unterstellt allerdings die Medizinalpolizei der Gesez- Grog und Fufelöl dufte. Herr Bräficke sitzt Ihnen ja näher als ich, muß der Sonnabendnachmittag den Frauen freigegeben werden. gebung des Reichs. Die Verbrennung einer Leiche ist immer das vielleicht haben Sie da etwas gemerkt.( Gelächter links.) Ich bin Ich für meine Person gönne der Frau jede Thätigkeit zu der ficherste Mittel, um eine Ansteckung zu verhüten. Wenn wir aber die ein ganz gesunder Junge,( Gelächter.) aber das sie geistig und leiblich befähigt, sofern nicht ihre Sittlichkeit oder Leichenverbrennung reichsgefeßlich einführen wollten, so sage ich Ihnen, bei der feuchten Witterung bei das Wohl der Familie unter ihrer Arbeit leidet. Mehr als acht könnte das nur obligatorisch geschehen. Wir können unmöglich uns im Osten ist es gut angebracht, mal einen Stunden freilich darf die Frau nicht gewerblich thätig eine fakultative Leichenverbrennung einführen. Die Form Grog zu trinken.( Großes Gelächter.) Sie hetzen gegen sein. Redner schließt mit einem warmen Appell an die Regierung, der Beerdigung ist ist unzweifelhaft ein Teil des religiösen uns, und Sie wissen ja, für einen dummen Jungen ist es zum Schutze der Familie und zum Schuße der künftigen Generation Kultus, und Kaiser Joseph II. Hat erfahren müssen, was es gar nicht schwer, den Lehrer lächerlich zu machen den achtstündigen Maximalarbeitstag für die Frauen durchzuführen. Heißt, entgegen der allgemeinen Volksauffassung zwangsweise Maß-( Stürmisches Gelächter), und der hat dann lange zu thun, bis er( Bravo! im Centrum.) regeln auf diesem Gebiete durchzuführen. Auch Jakob Grimm, dieser wieder Autorität bekommt. Herr Bebel hat gesagt, schade, daß tiefe Kenner der deutschen Volksseele, meint, es entspreche dem Gefühl er nicht da ist, ich hätte es ihm gern ins Gesicht gesagt...( Buruf des Menschen, die Leichen unangetastet zu lassen. des Abg. Wurm.) Warten Sie nur, Herr Wurm, Sie fommen auch noch dran.( Gelächter links. Glocke des Präsidenten.)... Präsident Graf Ballestrem: Jch bitte den Redner, sich nicht an einzelne Mitglieder, sondern an das Haus zu wenden. Abg. Frhr. v. Hehl hat dann noch die Angriffe erwähnt, die in der Presse gegen die Art der Streit statistit beim reichsstatistischen Amt gerichtet sind. Es scheint mir ausgeschlossen, daß je eine tendenziöse Bearbeitung der Berichte erfolgt ist. Das statistische Amt hält in allen Streiffragen, wo sich Differenzen ergeben, Rückfragen und wendet sich dabei nicht an die Polizei Organe, sondern an die höheren Verwaltungsorgane. Diese Angriffe find also nicht berechtigt. . Abg. v. Maffow( fortfahrend): Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sizing: Dienstag 1 Uhr.( Interpellation des Abg. Hompesch( C.) betr. die Aufhebung des Jesuitengesetzes, Fortsegung der heutigen Beratung.) Schluß 61/2 Uhr. Vermischtes. Ein Attentat im Gerichtssaal ist am Freitag in Breslau versucht worden. Vor der Straffammer wurde ein Arbeiter Boleschte wegen Betruges zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt. Als der Verurteilte abgeführt werden sollte, zog er einen Revolver, um auf die Richter zu schießen; ein Gerichtsdiener entriß ihm jedoch die Waffe, die dann von einem Beisiger entladen Aus Dresden ist der Kassierer Otto Scholz vom dortigen Central- Theater geflüchtet. Wie uns mitgeteilt wird, vermutet man ein Kassenmanto; es sollen 10 000 M. fehlen. wurde. In Camsdorf bei Zwickau erschlug Freitagnachmittag die Ehefrau des Berginvaliden Tauscher ihren Mann mit einem Hammer und tötete sich dann selbst durch Erhängen. Den Ausführungen des socialdemokratischen Redners über die Verhältnisse in der Glasindustrie bin ich mit Interesse gefolgt. Ich folge Ihren( zu den Socialdemokraten) Reden immer mit Interesse, wenn Sie wirklich aus der praktischen Kenntnis der Dinge schöpfen. Ich werde auf Grund der mitgeteilten Thatsachen erneut in die Prüfung der Frage eintreten, ob es möglich ist- ich Herr Bebel hat gesagt, daß der Reinertrag eines Gutes sich um kann es nicht versprechen die bestehenden Vorschriften über die 103 m. pro Hektar erhöht hätte. Na, das ist nicht bloß ein Sonntagsruhe in den Glasfabriken einer Aenderung zu unterziehen. Hunnenbrief, das ist' ne janze Hunnenschrift.( Sehr Der betreffende Gutsbefizer erklärt Was die Krankenversicherung der Heimarbeiter betrifft, so sind gut! rechts. Gelächter links.) Sie berufen sich wir bereits mit Vorarbeiten auf diesem Gebiete beschäftigt. Ich öffentlich, daß das einfach nicht wahr ist. hoffe, daß sie zu einem Resultat führen. Ebenso soll den Gewerbe- immer auf Ihre Sachverständigen aus dem Osten.( Sehr gut! Aufsichtsbeamten für ihre nächste Berichterstattung die Aufgabe er- rechts.) Ich meine, auf die Gutsbesitzer Hofer und Braun, und Sie teilt werden, sich zu äußern über die Frage der Behnstunden- Arbeit sagen, wenn diese Gutsbesitzer ohne höhere Getreidezölle gut wirt der Frauen in den Fabriken. schaften können, warum denn nicht auch die preußischen Junker. Ich bin stolz darauf, ein preußischerunter zu sein.( Bravo! rechts.) Früher war ich's gar nicht, Sie haben mich erst durch Ihre Angriffe stolz darauf gemacht.( Bravo! rechts; Gelächter links.) Aber wenn ich so daran denke, daß hier auf der Rechten der alte Moltke geseffen und daß hier Söhne aus den Familien Roon, Kleist, Schwerin, Winterfeld usw. fißen, dann bin ich ganz froh, zu Ueber ein Grubenunglück wird vom Freitag aus New York den Junkern zu gehören, deren Namen mit ehernen berichtet: In dem Kohlenbergwerke zu 2ostcreek, 10 Meilen südlich Lettern in der Geschichte Preußens eingegraben sind.( Bravo! rechts.) Aber die Namen Bebel und von Oskaloosa( Jowa) fand heute eine Explosion statt, durch Abg. Schlumberger( Hospitant der Nationalliberalen): Singer die, die stehen auf einer Schiefertafel, welche eine Anzahl Menschen das Leben einbüßten. Herr Wurm hat gestern gesagt, ich sei fürzlich mit einem Orden und das Mädel kommt und wischt sie weg Die Zahl der bisher aufgefundenen Toten wird verschiedentlich anbeehrt worden. Das ist nicht der Fall. Hier muß eine Verwechselung( Stürmische Heiterkeit) und sagt: Schwamm drüber! gegeben; sie schwankt zwischen 8 und 18; ebenso wird die Zahl der vorliegen. Seitdem ich dem Reichstage angehöre, ist mir eine solche( Bravo! rechts. Wie nachträglich gemeldet Was haben Verschütteten auf 26 bis 60 angegeben. Stürmisches Gelächter links.) mit dem Grafen Mirbach! Auszeichnung nicht zu teil geworden.( Buruf bei den Socialdemo- Sie bloß immer Lassen wird, sind bei der Explosion 21 Personen ums Leben gekommen. fraten: Kommt noch! Große Heiterkeit.) Dann hat Herr Sie doch den Mann zufrieden.( Gelächter.) Er ist der Wurm gesagt, daß in einer mir nabestehenden Fabrit reichste Gutsbesizer des Kreises und was schadet es Briefkasten der Redaktion. täglich 13 Stunden gearbeitet werde und daß dort denn, wenn er sich zu seinem Jagdbergnügen eine allerlei Unzuträglichkeiten vorkämen. Diese Behauptung Schneise ausbauen läßt. Wenn aber Herr Singer Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahh entbehrt ebenso wie die erste jeder thatsäch auf Jummiräder hierherrollt oder auf Jummischuhen anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte lichen Unterlage. In der von Herrn Wurm bezeichneten hierherjondelt( Stürmisches Gelächter), darüber wird nie gesprochen. Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beants Fabrik bin ich zwar Aufsichtsratsmitglied, in derselben Graf Mirbach ist ein ganz verständiger Mann( Große Heiterfeit.) aber wird der Fabrik- und der Gewerbe- Ordnung gemäß allen Nun zu Ihnen, Herr Wurm. Sie haben da einen Vers citiert: gesetzlichen Vorschriften entsprochen und demnach auch gearbeitet. „ Es giebt zwei Sorten Ratten, ( Buruf bei den Socialdemokraten: Seit wann?) Seit dem Bestehen Die hungrigen und die fatten, dieser Fabrit!( Sehr gut! bei den Nationalliberalen.) Dafür sorgen Die fatten bleiben hübsch zu Haus, nicht die Socialdemokraten, aber im vollen Bewußtsein und besser Die hungrigen aber wandern aus." als die Socialdemokraten die amtlichen Fabrikinspektoren, und denen unterwerfe ich mich, aber den Socialdemokraten nicht.( Bravo! rechts. Heiterkeit links.) Sie müssen voraussetzungslos werden, wenn sie das wahre Wohl der Arbeiter wollen nicht Sie( zu ( Große den Socialdemokraten), sondern die Fabrikinspektoren. Heiterkeit.) Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, ich bitte Sie, sich nicht an einzelne Abgeordnete zu wenden, sondern an das ganze Haus. das aus die = Der Vers ist von Heine. Haben Sie denn gar nicht gemerkt, Herr Wurm, wen Heine meint? Mit den hungrigen Ratten meint er doch die Juden!( Bravo! rechts.) Und da hat er recht. Millionen von Thränen wären im Deutschen Reiche nicht vergossen worden, wenn das Rote Meer so vernünftig gewesen väre und die Klappe vorher zugemacht hätte. ( Lebhafter Beifall rechts. Stürmisches Gelächter links.) " wie er es wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 72 bis 9½ 1hr abends statt. E. M. Socialdemokratische Abgeordnete haben noch nie für eine Militärvorlage gestimmt. Joseph. Kaufen Sie in einer Buchhandlung ein Werkchen darüber. J. K. 47. H. Baritsch, Rosenthalerstr. 57, ist Vorsitzender. Jahrhunderte später eingeführt. P. D. War zur Zeit Jesu natürlich nicht vorhanden und ist erst Streitende. Gelder an. Gegen Zinsvergütung nimmt die Reichsbank teine Unwissend. Gehen Sie zum Zahnärztlichen Justitut der Universität, Dorotheenstr. 40. Dieses ist für Zahn- und Mundkrankheiten täglich von 10-11 Uhr, für Plomben von 2-4 Uhr und für Zahnersatz morgens von 8-10 Uhr geöffnet. M. B. und C. P. Die Stempe steuer beträgt bei einem Betrage von mehr als 300 bis 500 M. einschließlich M.-, 50 500 1000 1500 " " " " " 1000 " ". " " " 1500 2000 " " " " " 2000 2500 " " " " " " 2500 3000 " " " " 1, 1,50 " 2, " 2,50 " " 3, Herr Bebel führte als Ursache der Verschuldung der Landwirte Abg. Schlumberger( fortfahrend): Was ich nicht anerkenne, ist auch an, daß ihre Söhne als Kavallerie Offiziere das Geld durch die Socialdemokraten angeblicher bringen. Auch ich bin Kavallerist gewesen und mein Sohn steht bei Recht, das Aus- den Küraffieren, aber damit er dort was Tüchtiges lernt. Arbeiterfreundlichkeit in Anspruch nehmen, führung der Gesetze felbst zu besorgen. Da geht Wenn ich Herrn Bebel so antworten wollte, Ihre Begehrlichkeit zu weit( Heiterkeit bei den Socialdemo- verdiente, so würde ich mir einen Ordnungsruf zuzichen. Ich kraten), dafür sind die Aufsichtsbeamten da, die über jedem Klassen- muß dabei an jene Geschichte von dem Lohnkutscher denken, und so fort für jede angefangenen 500 Mart 50 f. mehr. P. R. 12. Sie könnten den Weg einer Klage gegen Ihren Wirt verder Baron ihn aufuhr:„ Wenn Sie noch mal intereffe stehen, sie müssen sich das Zutrauen aller verschaffen, der, als suchen. Der Ausgang einer solchen läßt sich nicht voraussagen, weil er von darauf kommt es an. Wenn das geschieht, so wird der sociale Friede so was sagen, dann werde ich grob", sagte: Ach Gott, Herr der Ueberzeugung des Richters darüber abhängt, ob der Geruch und das gefördert und ich glaube, daran ist uns allen, auch den Social- Baron, so grob können Sie mir gar nicht kommen, sahngeschret ein so starter ist, daß er nicht als eventuell vorausgesetzt zu erDemokraten gelegen, ich hoffe es wenigstens.( Heiterkeit bei den Social- wie ich es bertragen tann."( Heiterfeit rechts.) Gehen Sie achten war. Nach Ihrer Schilderung hat die Klage Aussicht auf Erfolg. demokraten.) Dann werden die Heßer sich nach andren Un- doch mal in die Nachtcafés, morgens früh, wenn die Kavallerie- 2. M. 100. Keineswegs: es könnte lediglich auf Zahlung der Schuld Laubenpächter. Eine Klage wäre aus: zufriedenheitsgründen umsehen müssen. Hoffen wir Hoffen wir, daß ihr offiziere längst zum Dienst müssen, was da sizt in den Nacht- gegen Sie geflagt werden. Das sind alles Leute, denen Jahrtausende fichtslos, wenn Ihre Bude den für Schanklotale gestellten baupolizeilichen Vorschriften nicht genügt. Erfindungsgeist in dieser Beziehung bald versagen wird.( Große cafés! S. 30. 1. Das ist nicht möglich. 2. Nein. Heiterkeit links.) Die Socialdemokraten sollten nicht außer acht das Kainszeichen nicht von der geschwungenen 3. Herkunft, Gewerbe und eine Reihe andrer Umstände waren hierfür begewaschen haben.( Bravo! rechts. Stürmisches Lassen, wenn es ihnen ernstlich um das Wohl der Arbeiter zu thun Nase E. B. 1. und 2. Ja. stimmend. 4. In den öffentlichen Bibliotheken. Gelächter lints.) Ich hoffe, daß Herr Bebel die 5. 1000. 1. Ihr Kind können Sie- eventuell mit Hilfe des Gerichtswäre, daß sie mit ihren Angriffen jedem an ständigen Mann immer mehr die Lust, sich mit dem Fabritwefen abzu- Aeußerungen, die ich nach dem Stenogramm citiert habe, vertreten zurüdverlangen. 2. So lange Ihre Ehefrau gegen Ihren Willen und ohne geben, nehmen werden, ja, Sie mit Ihren Angriffen, wird, daß er nicht gleich jenem Pharisäer sagen wird: Ich danke berechtigten Grund außerhalb der Ehewohnung lebt, sind Sie zu ihrem bas hat Fürst Bismarck schon längst gesagt, nun merken Dir, Gott, daß ich nicht bin wie andre Leute, sondern daß er wie Unterhalt nicht verpflichtet. Sie thun aber, um sich gegen Bezahlung von Sie sichs mal.( Große Heiterfeit.) Die Unternehmer der Zöllner an seine Brust schlagen wird und sagen: Gott sei ihr gemachter Schulden zu schüßen, gut, die Schlüffelgewalt Ihrer Ghefrau Lautes Ge- aufzuheben und diese Aufhebung im Güterrechts- Register eintragen zu lassen. Jeiden heute unter einer Tyrannet, der unterthan mir Sünder gnädig!( Bravo! rechts. Ein Beispiel finden Sie S. 225, Nr. 20 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. 2. a. A., zu sein kein Mensch sich bald mehr gefallen laffen lächter links.) 1000. Nein. F. W. Auch das ist im Laufe des ersten April, weil wird. Das ist meine Prophezeiung.( Heiterkeit.) Sind 123 S. Wahrscheinlich denn von vornherein alle Arbeitgeber Verbrecher?( Schallende Ihre Geschäftsräume nicht mitzählen. Heiterkeit.) Wenn ja, dann beseitige man sie je schneller je besser. Angabe, wo Ihr erster Wohnsiz nach der Heirat war und wann Sie ge leben Sie bereits außer Güter: Bis auf weiteres halte ich sie für existenzberechtigt und ebenso des heiratet haben, fehlt in Ihrer Anfrage gemeinschaft. Eventuell müssen Sie einen notariellen oder gerichtlichen Bertrag zweds Einführung der Güterausschließung schließen. 9. 9. Ja. gesetzlichen Schuges wert, wie alle übrigen Angehörigen des Deutschen Reiches.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) M. Unfall 50. Der Witwe und, falls solche nicht vorhanden ist, den hinterlassenen ehelichen Kindern unter 15 Jahren sieht ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte der Klebemarken zu, falls der Ehemann gestorben ist, nachdem mindestens 200 Wochenbeiträge für ihn entrichtet waren und bevor ihm eine Kleberente hewilligt war. Die Rüderſtattung der Beiträge erfolgt währt ist. In der Regel ist die Unfallrente höher, als der eventuen zuridjedoch fomit nicht, als den Hinterbliebenen aus Aulaß des Todes des Verficherten eine Unfallrente auf Grund des Unfallversicherungs- Gesetzes gezuerstattende Betrag. Für diese Fälle ist das Rückforderungsrecht gegen-F. W. 37. Ja, ein Beispiel für eine folche Art Testament standslos. finden Sie S. 238 Nr. 56 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Nur für die Eltern, nicht für die Geschwister, ist ein Pflichtteil auszusetzen. E. P. 46. Haben Sie nach dem 31. Dezember 1899 gemietet und nicht mit unterschrieben, so haften Ihre Sachen nicht für die Miete, ſonſt ja. E. 100. Ja. B. B. W. 20. Die Forderung ist nicht verjährt 5. D. 400. 1. Ihrer Forderung droht Verjährung nicht. 2. Leider P. W. 23. Die frühere Vereinbarung gilt, weil nur eine furze zwischen beiden Arbeitsverhältnissen liegt. Abg. v. Maffow( konf.): Abg. Weißenhagen( C.): eine Die Klagen über die Berichte der Gewerbe- Inspektoren sind unberechtigt, sie geben uns einen klaren Einblick in das gewerbliche Leben, wenn dieser Einblick auch oft recht traurige 8u Die Zahl der gewerblich thätigen, Frauen stände enthüllt. ist ganz erheblich gewachsen und zwar nicht nur absolut sondern auch relativ. Die Frau ist die Grundlage der Familie und die Familie die Grundlage des Staates, daher hat die Regierung Durch den Fortzug der Leute aus dem Osten nach dem Westen alle Ursache, der Frauenarbeit ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. find außerordentliche Härten durch das Unterstüßungswohnsizgesetz Aus den Berichten der Fabrikinspektoren geht aber hervor, daß die im Osten bezahlen müſſen, wenn der Arbeiter fiech aus dem Westen der Gesundheit und Sittlichkeit ausgesezt sind. entstanden. Redner führt Beispiele dahin an, daß die Gemeinden Frauen in vielen Betrieben schweren Schädigungen zurückkehrt. Wir sorgen für unsere Leute, wir bezahlen unsere Leute, Am meisten leidet die Gesundheit der Frau in der Haus und das ist das Tipfelchen auf dem i. Deshalb haben blos wir das Recht, industrie.( Sehr richtig!) Nicht bloß die Frau selbst leidet Wenn die Frau uns eine Arbeiterpartei zu nennen, nicht Sie.( Lachen b. d. Soc.) unter der Fabrikarbeit, sondern ebenso das Kind. Sie schreien bloß! Wenn Sie unter Arbeiterpartei eine Partei ver- den Säugling allein zu Hause liegen läßt, wie soll er dann gedeihen. stehen, die Maulwurfsarbeit treibt, die Staat und Er entbehrt der Muttermilch und die Milch der Kuh ist ein recht Bei der großen Zahl der eriverbsGesellschaft unterminiert, dann sind Sie eine Arbeiter- mangelhafter Erfaz dafür. partei.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Wenn Sie sich draußen thätigen Frauen wächst dieser Nachteil für das Volk ins Ungeheure. und ist zu bezahlen. Der Gläubiger würde mit seiner Klage durchdringen. Es giebt drei auf Ihren Versammlungen wie Haustnechte anreden, Welches sind nun die Gründe der Frauenarbeit. dann mag es sein, daß Sie sich mit Recht Arbeiterpartei Gründe. Ein Teil Frauen bekommt überhaupt keinen Mann oder dürfen, denn das find die Manieren der hat ihn verloren, bei der zweiten Gruppe verdient der nennen Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal): Vorlesung der Dichterin Clara Müller von Fragmenten aus dem Roman., Konfessionen" Gäste willkommen. eigner Gedichte. sowie Der Vorstand. Achtung! Sonntag, den 9. März, Adtung! abends 6 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: III. STIFTUNGS- FEST. Festrede: August Bebel. Billets find zu haben im Verein und bei Frau Parzeram, Pappel- Allee 128; Frau Klotsch, Koppenftr. 81, Hof 4 Treppen; Frau Steinkopf, Schwedter straße 34; Frau Bauschke, Rostockerstr. 46; Frau Seeger, Stolbergerstr. 26; Frau Lutz, Waterloo- Ufer 9. Alb. Scheruchs Festsäle, Rüdersdorferstrasse 45. 2.Oterfeiertag frei geworden. Säle bis 2000 Perf. fassend, kleine Säle in jeder Größe, Sonnabende u. Sonntage noch frei. ja. Beit Elysium Schweizer Garten Landsberger Allee 40-41. Balmsonntag, 23. März, Donners tag, 1. Mai, Osterfeiertage( 3. Matinee) sowie Sonnabende sind Saal und Garten zu vergeben. 33362* C. Eisermann. Leydeckers Festsäle empfehlen sich zu Bällen und größeren Sophien- Straße 34 empfehlen sich zu Bällen und größeren Bereinsversammlungen. Jeden SonnGroher Ball, jeden Dienstag Am Königsthor Am Friedrichshain Jeden Ball Sonntag 33392* bei großem Orchester. Anfang 42 Uhr. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Auf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 31862* C. F. Walter. Für Berlin und Vorovke. Eine laufende Rente Feuer-, Einbruchdiebstahl- und Glas- Versicherungen Witwen- Ball und jeden Donnerstag Damen- Kränzchen, wozu ergebenst sichert sich, wer für eine alte, bestrenommierte Versicherungs- Gesellschaft einladet Julius Hoffmann, 93b] Juhaber von Leydeckers Festsälen. Vereinszimmer, großes, mit Vereinszimmer und fleiner Saal Pianino, ist zu vergeben bei Karl zu vergeben. 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Charlotte Singer Philipp Bernstein 896 Verlobte. Berlin im Januar 1902. Köpniderstr. 54. Oranienburgerstr. 12. Deutscher Dienstag, den 28. Januar, abends 8½ Uhr, in Puhlmanns Vandeville- Theater, Holzarbeiter- Verband. Schönhanser Allee 148: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: 1. Das neue Ortsftatut der Stadt Berlin behufs Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Hausindustrie. Referent: Stadtv. Borgmann. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Schiedsspruch der Partei- Controleure. 4. Diskussion. 246/13 Bahlreiches Erscheinen erforderlich. Der Vorstand. J. A.: Karl Mars. Volks- Versammlung Arbeiter- Sängerbund am Freitag, den 31. Jannar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, gr. Saal. Tages Ordnung: Berlins und Umgegend. Voranzeige. General- Versammlung. 16/2 1. Vortrag der Genoffin Clara Zetkin( Stuttgart) über: Sonntag, den 16. Februar, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain: Weib und Arbeiterin im Lichte der Socialdemokratie." 2. Diskussion. Rege Beteiligung der Genossinnen und Genossen erwartet 212/ 1* 4. Der Vertrauensmann. Anträge zu derselben müssen 14 Tage vorher, bis zum Sonntag, den 2. Februar, an den Vorsitzenden A. Hübner, Wilhelmstr. 134, eingereicht sein. Der Vorstand. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Ernst Kieslich am 23. Januar verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntage nachmittag um 3 Uhr von der Leichenhalle des Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 78/4 Die Ortsverwaltung. Hiermit allen Bekannten die trau rige Nachricht, daß unser Sanges bruder Carl Bettin plötzlich am Herzschlag gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 26. d. M., auf dem FriedrichWerderschen Kirchhof, Bergmannstraße, 4 Uhr statt. Gesangverein ,, Fester Wille". 1236 Wahlkreis( Süd- Ost). Centralverband der Maurer etc. Sentral- Santen» n. SterbeMontag, den 27. Januar, abends 8% Uhr, im Lokal ,, Urania", Wrangelstrasse 10: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Bahlstellen Berlin und Umgegend. Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Klarstellung des Falls Thürling wider Beder. [ 136/16] Regen Befuch erwartet Die Verbandsleitung. 1. Vortrag der Genossin Clara Zetkin aus Stuttgart Mitgliedsbuch legitimiert. über den Baufrott des ſocialiſtiſchen Ministerialismus in Achtung! Moabit. Atung! Orts- Krankenkaffe Frankreich. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch( Männer und Frauen) erivarten 214/ 1* Die Vertrauensleute. Achtung! I Achtung! Socialdemokratischer Verein im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 30. Januar, abends 81/2 Uhr, Mittwoch, den 29. Januar, abends 8½ 1hr, in ,, Peters Gesellschaftshaus", Alt- Moabit 80/81: Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Klara Zetkin aus Stuttgart über: im Lofal von Buske( Schulz), Grenadierstraße 33: ,, Die politische Gleichberechtigung der Frau General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Diskussion. 3. Bestätigung der Abteilungsführer. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Erscheinen notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. eine Notwendigkeit 2. Diskussion. Genoffinnen und Genoffen, agitiert für regen Besuch. Die Vertrauensperson. 245/2 Achtung! Achtung! 6. Wahlkreis. Agtung! Sonntag, den 26. Januar, abends 6 Uhr, im Lokal ,, Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23: der Vergolder u. Berufsgen. Montag, den 3. Februar 1902 abends 8 Uhr im Gewerkschaftshaus Engel- Ufer 15, Saal 8 Außerordentliche General- Versammlung wozu die Herren Vertreter der Arbeit: 1/ 2* geber und Arbeitnehmer( ergebenst eingeladen werden. 285/12 Achtung! Bauanschläger Berlins. Dienstag, 28. Jannar, vorm. 91/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal I. Oeffentliche Versammlung der sämtlichen Tages- Ordnung: 1. Abänderung der§§ 10, 12, 13, 20, 30, 31, 33, 50, 57 des Statuts. 2. Festsetzung des Gehalts und der Kaution eines zu wählenden Kassierers. 3. Wahl eines Kassierers. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Emil Voges, Vorsitzender. Joh. Akmann, Schriftführer. Gentral- Kranken- u. SterbeVolks- Versammlung. arbeitslosen Bauanschläger Berlins. Safe der Tischler ut. Tagesordnung: Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Curt Freudenberg:„ Die Politit Die Arbeitslosigkeit in unfrem Beruf u. Stellungnahme dazu. und die Frauen." 2. Diskussion. Nach der Versammlung gemütliches Beisammensein. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. 219/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 29. Januar, abends 84 Uhr, bet Keller, Koppenstr. 29: General Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht vom 4. Quartal, Bericht des Vorstandes, der Werkstattfontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 2. Ersazwahl zur Orts verwaltung. 3. Bericht des Gauvorstandes und Wahl desselben. 4. Aufstellung der Delegierten zum Verbandstag und Gewerkschaftskongreß. 5. Anträge. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Die Ortsverwaltung. Branche Korbmacher. 78/3 Montag, den 27. d. M., abends 8 Uhr, im ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15( Saal Vii): Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. Regen Besuch erwartet Der Einberufer. Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 28. Januar, vorm. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Schulz, Grenadierstr. 33: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Auflösung d. Freien Vereinigung zwecks Anschluß an d. Centralverband. 2. a) Bericht des Vorstandes. b) Neuwahl desselben. 3. Bericht und Neuwahl des Bibliothekars. 4. Bericht und Neuwahl des Arbeitsvermittlers. 5. Jahresbericht und Neuwahl der Revisoren. 6. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Verband der Tapezierer. 50/1 Montag, den 27. Januar, abends 81/2 Uhr, in ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15: Quartals- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung und des Kassierers. 2. Bericht der Delegierten von der Gau- Konferenz. 3. Ersatzwahl der Ortsverwaltung. 177/4 4. Ergänzungswahl zum Gau- Vorstand. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Die Verbandsleitung. Versammlung. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der WäscheTages Ordnung: 1. Besprechung über die Feststellung eines Lohntarifs in der Gestellarbeit. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Kollegen, speciell die Geftellarbeiter, werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Werkstatt- Kontrollkommission. und Kravattenbranche Berlins und Umgegend. ( E. H.-K. Nr. 3 Hamburg) Verwaltung Berlin G. Montag. den 27. Januar 1902 abends 8 1hr findet in Wolffs Festsälen Fruchtstr. 36a Mitglieder- Versammlung statt. Tagesordnung: tasse der Tapezierer. E. H. 36 Filiale Berlin II. Am 24. Januar verschied nach langen schweren Leiden unser Mitglied Vinzens Wagner. Ehre seinem Andenken! 1146 Beerdigung: Montag, 27. Januar 21/2 Uhr vom Hedwigs- Krankenhaus. 1386 Am Montag, den 20. Januar, verschied infolge Unglücksfalles mein innigstgeliebter Mann, der Eisendreher Max Lechel im Alter von 321/2 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an Die trauernde Witwe Louise Lechel nebst Tochter. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Leichenschauhauſe, Hannover: fche- Straße aus nach dem Heilig Kreuz- Kirchhof, Mariendorf, statt. 1186 Mittwochabend 8 Uhr verschied plötzlich mein guter Sohn Carl. Dies zeigt tiefbetrübt an Witwe Bettin. Die Beerdigung findet am Sonntag um 4 Uhr von der Halle des Friedr. Werderschen Kirchhofes, Bergmannstraße, aus statt. Orts- Krankenkasse der Schuhmacher. Außerordentliche General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Kaffenmitglieder am 28. Januar, abends 812 Uhr, im„ Engl. Garten", Alexanderstr. 27c. Tagesordnung: 1. Statuten Aenderung. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Vertreterkarte legitimiert. 1496 Der Vorstand. J, A.: C. Hermann. 1. Kaffenbericht vom IV. Quarta Saal und Vereinszimmer, 1901. 2. Verschiedene Kaffenangelegen heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Sprechstunden des Bevollmäch tigen und Kaffterers fallen an diesem Abend aus. Die Ortsverwaltung. Achtung! Sterbekasse für Frauen von Mitgliedern der CentralKranken- und Sterbe- Kasse der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter. 30-250 Personen fassend, zu Festlichs keiten und Bersammlungen, auch an den Osterfeiertagen frei 476* Jusel str. 10. Jannasehk. Julius Fischer! Weiß- u. Bayrischbier- Lokal. 2. Wahlkreis, Zahlstelle 1. Boeckhstr. 7. Bereinszimmer mit Pianino zu 3333* 25 Personen. Im Anschluß an obige Berfamm Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. lung findet eine Mitglieder- Ver sammlung statt. Tages: Ordnung: Bericht von der Generalversammlung. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! D. 0. 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Neuwahl des Gesamtvorstandes. Herrn Beutling, Kant- und Goethestraße Ede: 6. Neuwahl des Arbeitsvermittelers, des Bibliothekars und der Leitung des Vereins blattes. 7. Bestätigung der Zahlstellenfaffierer. 8. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen erwartet einen zahlreichen Besuch Der Vorstand. NB. Ausgabe der Billets zu unfrem am Sonnabend, den 1. März, in der Brauerei Friedrichshain stattfindenden Frühlingsfest. Achtung! Achtung! Die Ortsverwaltung. Konsum- Verein Weissensee. ( E. G. m. b. H.) Montag, den 3. Februar, abends 8 Uhr, int ,, Prälaten", Lehderstr. 122: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Geschäft liche Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Robert Pasewaldt. Heinrich Bachmann. Billigst! Preßkohlen- Verkauf. Billight! 251/1 81b Verband deutscher Gastwirtsgehilfen ( Ortsverwaltung Berlin). Die Ausweiskarte unsrer Verbandsmitglieder für das 1. Quartal 1902 i rot- weiß. Wir ersuchen die organisierte Arbeiterschaft Berlins und Umgegend, bei allen Gelegenheiten von dem Nechte der Vorzeigung obiger Legitimationen Gebrauch zu machen. Gleichfalls bitten wir, bei Abmachung von Festlichkeiten 2c. stets auf unfren Verband, Jüdenstraße 36, zu verweisen, um so der ungeheuren Arbeitslosigkeit unter den 69/2 Gastwirtsangestellten in etwas zu steuern. Der Vorstand. Bilderrahmenmacher. Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, bel Ewald, Schönleinstrasse 6: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Verkaufe ab Kahn, Michaelfirchbrüde, befte Senftenberger Prekkohlen, Marke Marie ,, B. K.", allergrößtes Format, mit 90 Pf. den Centner. 1 Centner Breßtohlen von 7 Zoll= 110 bis 115 Stück. Industriekohle der Centner 85 Pf. NB. Organisierten Arbeitslosen und Konfumvereinsmitgliedern, welche Bericht der Kommission und Wahl eines Obmanns. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, in dieser Versammlung vollzählig zu Die Eröffnung der zweiten Verkaufsstelle findet am Sonnabend, den fich legitimieren, gewähre ich 5 Pf. pro Centner Ermäßigung. erfcheinen. Ludwig Lang. 77/ 20% 105/6 3. A.: Fr. Damast. 1. Februar, Langhansstr. 60, statt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. Nr. 22. 19. Jabrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 26. Januar 1902. = 4. November Unser Organisationsstatut enthält keine Bestimmung über die Schauspiel( man bedenke, daß der Vorfall am Parteigenossen in den Vororten, seht die Listen Art, wie sich die in den einzelnen Kreisen wohnenden Parteigenossen 1900 paffierte, alfo vor 17 Monaten). Die Polizisten sagten zu ihren zur Gemeindewahl nach und beachtet die in der zu organisieren haben. Es ist dies ihrem eignen Befinden überlassen. Gunsten aus; sie hätten in Notwehr gehandelt. Unterstützt wurden Die andern Beteiligten, 4. Beilage der heutigen Nummer bekanntgegebenen Den Traditionen in der Partei und einer Reihe von Parteitags- fie darin vom Wirt und 2 Kellnern. beschlüssen entspricht es aber, daß, wenn die Mehrheit der Genossen ca. 24 Männer und Frauen, behaupteten das Gegenteil. Auf ihrer Seite stand der Tanzordner. Adressen! eines Ortes oder Kreises sich für eine bestimmte Form der lokalen Dem Gericht erschienen die Aussagen der Polizisten glaub Organisation entschieden hat, die einzelnen Genoffen diesen Entscheid würdiger und damit die Beleidigung derselben durch den Redacteur respektieren. Die Gründung von Sonderorganisationen seitens einer festgestellt. Obwohl auch diese Art der Beweiswürdigung, wo sich zwei Minorität ist in der Partei von jeher verurteilt worden. Der gegenteilig interessirte Gruppen von Zeugen mit entgegengesetzten AusZur Arbeitslosenzählung. Parteivorstand kann nur mit den von der Mehrheit der Partei- fagen über einen 17 Monate alten Borfall gegenüberstehen, sicher der Heute werden den Einwohnern Verlins die Zählfarten zugestellt. genoffen mit der Wahrnehmung der Partei Interessen(§ 3 des Kritit bedürfte, so fordert doch die Höhe der Strafe noch mehr zur Kritik Es wird dringend gebeten, die Karten aufzuheben, sie im Laufe der Organisationsstatuts) betrauten Vertrauenspersonen zur Erledigung heraus. Der Staatsanwalt hatte eine Zusatzstrafe von 9 Monaten beantragt, das Gericht erkannte auf 5 Monate und zog diese Woche auszufüllen und am Sonntag, den 2. Februar, wieder abzu- der Parteigeschäfte in Verkehr treten. Strafe mit 3 Monaten älterer, noch nicht verbüßter Strafe auf In welcher Form Ihr, als keiner lokalen Parteiorganisation an- 6 Monate zusammen. Selbst wenn man den Polizeizengen un geben. Betreffs der Ausfüllung der Karten geben wir nachfolgend einige gehörende Genossen, der Partei gegenüber Eure Pflichten erfüllen bedingten Glauben schenkt und damit die 25 andren Zeugen sämtlich Anweisungen: wollt, muß Eurem Ermessen überlassen bleiben; aber zu Lügnern stempelt, so muß man dem Redacteur doch zugeben, daß Einzutragen find alle Personen, männliche wie weibliche, besondere Partei- Organisation können wir eine etwa von Euch ins er mit größter Vorsicht zu Werke gegangen ist, alles gethan hat, die sonst gegen Bezahlung arbeiten, zur Zeit aber ohne solche Arbeit Leben gerufene Organisation er neben den dort bestehenden Wahl- was zur Aufdeckung der Wahrheit thun konnte und sich aljo find. Um möglichst genaue Beantwortung der Fragen wird dringend vereinen nicht anerkennen. Dasselbe gilt für die Ausübung der daß vollständig Glaeben gutem beEr hat eine große Anzahl Personen befragt, Die I. Abteilung der Karte ist für die Person des Haushaltungs- Barteirechte, soweit dieselben den örtlich organisierten Genossen zu funden hat. borstandes bestimmt, die mit II. III. IV. bezeichneten Abteilungen stehen. Nach bereits bei früheren Anlässen gefaßten Beschlüssen die ihm, ohne daß eine die Aussagen der andern kannte, die Vordagegen für andre in demselben Haushalt wohnende erwerbs- müßte der Parteitag eine von Euch als lokale Sonderorganisation gänge übereinstimmend erzählten; war es dann nicht geradezu seine publizistische Pflicht, die angenommenen Verfehlungen der Polizei thätige Personen über 16 Jahre. Dazu werden nicht gesandte besondere Delegation zurückweisen. Dagegen hat jeder zu fritifieren? Die Polizisten konnte er natürlich nicht befragen, die nur Schlafburschen und Chambregarnisten gerechnet, von Euch das Recht, auf dem Parteitage als Delegierter zu er hätten ihn im günstigsten Falle ausgelacht ob seiner Naivetät, als sondern auch Söhne, Töchter und sonstige Angehörige scheinen, wenn er als solcher von irgend einem Orte oder Kreise socialdemokratischer Redacteur von einem königlich preußischen Polizisten des Haushaltungsvorstandes, falls sie in dessen Behausung entsprechend den Bestimmungen des§ 9 Biffer 1 des Organisationswohnen und eine Erwerbsarbeit zu betreiben pflegen. Einzutragen sind sowohl die gänzlich Arbeitslosen, als auch diejenigen, die infolge von Arbeitsmangel kürzere 8eit arbeiten, als es sonst in ihrem Beruf üblich ist. ersucht. statuts gewählt wird. als Mit Vorstehendem glauben wir Ihre Anfrage in genügender Weise beantwortet zu haben. Für diese beiden Fälle geben wir nachstehend je ein Beispiel bald gelingen möge, die Eintracht unter den dortigen Berufsgenossen Mit dem Wunsche, daß es, trok allem, was vorgefallen, recht einer ausgefüllten gähltarte: des Maurergewerbes wieder herzustellen, mit socialdemokratischem Gruße Der Vorstand der socialdemokratischen Partei. Für den Haushaltungsvorstand. I. Vor- und Zuname: August Lehmann. Geschlecht: Männlich weiblich.( Butreffendes ist zu unterstreichen) Wohnung: Ackerstr. 64. Alter: 36 Jahre. Verheiratet? Ja. Wieviel Kinder unter 16 Jahren? 3. Seit wann im Ort? seit 1890 Beruf Eisendreher. Die Parteigenoffen in Bromberg gründeten im August 1901 einen socialdemokratischen Verein, dem zunächst 28 Mitglieder bei traten. Das auf dem Provinzial- Parteitage in Bromberg beschlossene Organisationsstatut wurde auch für den Verein zu Grunde gelegt. In welchem Gewerbe Der Verein entwickelte sich in der kurzen Zeit so erfreulich, daß er jezt schon 113 Mitglieder zählt. Er hatte auch die verhältnismäßig beträchtliche eigne Ginnahme von 123 Mart. Bom Parteivorstande wurde ein Zuschuß von 100 Mark bewilligt. Der Verein entfaltete eine recht lebhafte Thätigkeit, und es ist nicht zu unterschäßen, daß er bei der erstmaligen Beteiligung an den Stadtverordneten- Wahlen den Parteikandidaten sofort in die Stichwahl brachte, in der er dann allerdings unterlag. sind oder waren Sie beschäftigt? Maschinenbau. Haben Sie zur Zeit Beschäftigung? nein. Sind Sie arbeitslos, wieviel Tage? Wochen? 4. Arbeiten Sie infolge Arbeitsmangel verkürzte Zeit? Wieviel Stunden wöchentlich weniger? Sind Sie zur Zeit durch Krankheit erwerbsunfähig? nein. Für die im Haushalt wohnenden erwerbsfähigen Personen. ( Jugendliche Personen über 16 Jahre, Schlafburschen usw.) II. Vor- und Zuname: Emil Bauer. Geschlecht: Männlich weiblich.( Butreffendes ist zu unterstreichen) Alter: 22 Jahre. Seit wann im Ort? Seit 1899. Beruf: Zwicker. In welchem Gewerbe find oder waren Sie beschäftigt? Mech. Schuhfabrik. Haben Sie zur Zeit Beschäftigung? Ja. Sind Sie arbeitslos, wieviel Lage? Wochen? Arbeiten Sie infolge Arbeitsmangel verkürzte Zeit? Ja. Wieviel Stunden wöchentlich weniger? 12 Stunden. Sind Sie zur Zeit durch Krankheit erwerbsunfähig? Nein. Die Beantwortung der Frage:" Sind Sie zur Zeit durch Krankheit erwerbsunfähig?" ist in jedem Fall durchaus notwendig, denn dadurch soll festgestellt werden, ob Arbeitsmangel oder Krankheit die Ursache der Arbeitslosigkeit des Betreffenden ist. Wer also wegen Krankheit ohne Arbeit ist, der hat seine Karte nach folgendem Beispiel auszufüllen: III. Vor- und Zuname: Anna Müller In der letzten Generalversammlung beschäftigte man sich auch mit der Reichstags- Kandidatur für den Kreis Bromberg. Es wurde beschlossen, den Genossen Stoeßel in Bromberg, der dem Vereinsvorstande angehört, als Kandidaten aufzustellen. Bisher hat in diesem Kreise Genosse Janiszewski für uns kandidirt. Die Parteigenoffen in Köln haben in Gemeinschaft mit den Gewerkschaften in einer zahlreichen Versammlung einstimmig beschlossen, eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung zu gründen zur Eriverbung oder Errichtung eines Bersammlungsgebäudes. Seit faft einem Jahrzehnt ist die aufstrebende Arbeiterschaft in Köln auf die unzulänglichsten Räume angewiesen. Kaum war der Partei ein Saal zur Verfügung gestellt, so machten sich die bekannten Einflüsse geltend. So ist es einer erfolgreich betriebenen systematischen Saalabtreibung sogar gelungen, zeitwveilig den socialdemokratischen Verein und Gewerkschaften obdachlos zu machen. Die Kölner Arbeiterschaft fühlt sich jetzt start genug, fich ein eignes Heim zu errichten, worin fie unabhängig von ultramontaner Toleranz und behördlichem Wohlwollen sich versammeln kann. Zum Fall Opifizius. Als im badischen Landtag am Donnerstag Genoffe Eichhorn auch den Fall Opifizius erwähnte, stellte der Minister v. Dusch fest, daß das Justizministerium von dem Recht der bedingten Begnadigung bei Opifizius, wie in der Presse ge= standen habe, teinen Gebrauch gemacht habe, da dieses Recht hier gar nicht in Betracht kommen könne. Geschlecht: Männlich weiblich( Butreffendes ist zu unterstreichen) Ein Jertum ist in dem Bericht der Donnerstagsnummer über Alter: 18 Jahre. Seit wann im Ort: seit 18 Jahren. die niederrheinischen Parteiverhältnisse enthalten. Daselbst wurde die Gesamtzahl der gewerkschaftlich organisierten Beruf? Hilfsarbeiterin. In welchem Gewerbe sind oder waren Arbeiter für 1900 auf 37 757 und für 1901 auf 32 442 angegeben, Sie beschäftigt? Buchdruckerei. was einem Rüdgang von etwa 20 Broz. entspräche. Erfreulicher weise ist der Rückgang jedoch erheblich geringer, weil in der Zahl von 37 757 im Jahre 1900 auch 3683 politisch organisierte Arbeiter mit berechnet sind. Es würde sich demnach„ nur" ein Rüdgang der Zahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter um circa 11 Proz. ergeben. Haben Sie zur Zeit Beschäftigung? Nein. Sind Sie arbeitslos, wieviel Tage? Wochen? 2 Arbeiten Sie infolge Arbeitsmangel verkürzte Zeit? Wieviel Stunden wöchentlich weniger? Sind Sie zur Zeit durch Krankheit erwerbsunfähig? Ja. Wie man sieht, sind in den Zählfarten keinerlei Fragen gestellt, deren Beantwortung dem Befragten peinlich sein könnte. Es wird mur soweit Auskunft verlangt, als es zur Feststellung des Umfanges der Arbeitslosigkeit durchaus notwendig ist. Möge nun jeder Arbeiter die Zählfarten nach der obigen Anweisung ausfüllen und auch dafür Sorge tragen, daß seine mit dieser Angelegenheit nicht vertrauten Kollegen, Nachbarn usw. das gleiche thun. Wenn das geschieht, dann wird die Mühe, welche für diesen Zived aufgewendet worden ist, nicht vergeblich gewesen sein. Partei- Nachrichten. Der Zwift in Hamburg. Die aus den Parteivereinen in Hamburg ausgeschlossenen Mit glieder der Freien Bereinigung der Maurer hatten sich in einer Eingabe an den Parteivorstand gewandt und darin die Frage gestellt: Was sind wir jetzt? Sind wir noch Parteigenoffen oder sind wir es nicht mehr?" Die Antwort des Parteivorstandes lautet: Wahlrechtsdemonstration in Niederland. Die von der niederländischen Socialdemokratie auf den 21. resp. 22. Januar veranstaltete Demonstration für das allgemeine Wahlrecht ist sehr beIn ca. 50 Städten und Ortschaften wurden friedigend verlaufen. Bersammlungen abgehalten und wenit auch an einzelnen Pläßen der Besuch zu wünschen übrig ließ, so zeugte doch die im allgemeinen sehr rege Beteiligung dafür, daß in allen Gegenden des Landes ein fester Kern von Arbeitern und Demokraten vorhanden ist, die immer wieder aufs neue den Kampf für das allgemeine Wahlrecht aufnehmen und nicht eher ruhen, als bis sie es erreicht haben. Polizeiliches, Gerichtliches usw. er in solche Auskunft zu verlangen. Nun hat er aber das Unglück, daß das Gericht den Polizisten mehr glaubt, wie der großen Menge Civilzeugen und dafür muß er auf Monate ins Gefängnis, um dort womöglich abermals das Vergnügen des Fesseltransports lebt! Wahrlich, es ist nicht leicht in Deutschland, den Beruf eines zu kosten, um dort wieder Tüten zu kleben mit der schönen Aussicht auf Dunkelarrest bei Wasser und Brot, wenn er eine Tüte zu wenig Journalisten mit dem Ernste auszuüben, der ihm zufommit! -Wegen Beleidigung eines Bäckermeisters wurde Genosse Picker in Mannheim, Redacteur des dortigen Parteiblattes, zu 50 M. Geldstrafe verurteilt, mit ihm zugleich ein andrer Genosse, der in einer Bäckerversammlung die Zustände in dem Betriebe des betreffenden Meisters kritisiert hatte. Picker hatte den Bericht über die Versammlung veröffentlicht. Es waren verschiedene Unsauberfeiten in der Backstube aufgezählt worden, wovon zwar das meiſte, aber nicht alles be: viesen werden konnte. Rudolstadt, 24. Januar. Die hiesige Straffammer sprach " Saalfelder Volksblatt", heute den stellvertretenden Redacteur vom Genossen K. Wagemann, frei. Derselbe war auf Grund des§ 131 des Strafgesetzbuches angeklagt, Staatseinrichtungen verächtlich gemacht zu haben, und zwar den Militarismus, indem er eine Notiz nachdruckte, in welcher die Postenschießerei in fachlichster Weise fritisiert wurde. Der Staatsanwalt hatte drei Wochen Gefängnis beantragt und versuchte den Nachweis der Strafbarkeit des Artikels aus der Tendenz früherer Volksblattnotizen, mit denen der Angetlagte absolut nichts zu thun hatte, nachzuweisen, jedoch, wie die Freisprechung zeigt, mit wenig Glück. Sociales. Der Kapitalprofit in Industrie und Handel. Die Ergebnisse der Einkommensteuer- Veranlagung und die Er gebnisse der Ergänzungssteuer Veranlagung in Preußen laffen eine Vergleichung zu für die Menge des Kapitals in Handel, Gewerbe und Bergbau und das daraus gewonnene Einkommen. Solche Vergleichung ist möglich für das Jahr 1899. Für die beiden folgenden Jahre ist sie deswegen unmöglich, weil die letzte Veranlagung zur Ergänzungssteuer 1899 vorgenommen wurde und gleich bis 1902 gilt. Danach waren in genannten Jahre bei solchen Steuerzahlern, die mehr als 3000 M. Jahreseinkommen versteuern, 9687 Millionen Mark Vermögen veranlagt, das in Handel, Gewerbe und Bergbau angelegt war. Die Einkommensteuerzahler in den Steuerstufen mit über 3000 m. Einkommen versteuerten aus Handel, Gewerbe und Bergbau zufammen 1304 Millionen Mark Einkommen. verändern können. So Das ergiebt eine durchschnittliche Berzinsung des Kapitals von 13,4 Broz. Man wird diese Zahl nicht als unanfechtbare wissenschaftliche Thatsache hinnehmen dürfen; es giebt eine Reihe von umftanden, die fie beeinflussen und kann die Wahrscheinlichkeit, daß in der Einkommenssumme auch das durch die persönliche Thätigkeit des Betriebsinhabers gewonnene Einkommen mit enthalten ist, den Prozentsatz der Kapitalverzinsung erniedrigen. Dieselbe Wirkung kam eintreten, wenn das Kapital zu niedrig angesetzt ist. Da die Ermittlung zu Steuerziveden erfolgte und überdies auch vielfache Schwierigkeiten bietet, so liegt die Annahme zu niedriger Anfegung nicht allzu fern. Andrerseits ist aber auch eine zu geringe Anfeßung des Einkommens nicht unwahrscheinlich, einmal durch direkte Verschweigung des wahren Einkommens, dann durch geschickte Methoden der Betriebsrechnung und bei Aktienunternehmungen durch unverhältnismäßig hohe Bezahlung der leitenden Beamten. Dies würde wieder den Prozentsaz erhöhen. Es kommt hinzu, daß bei den angegebenen Zahlen beim Einkommen bereits die Schuldzinjen abgerechnet sind, während im Vermögen das Leihkapital noch nicht abgerechnet ist, so daß in Wirklichkeit das Eintommen und damit auch die Verzinsungsquote zu klein erscheint. Man wird also auch unter Berücksichtigung aller dieser, in ihrer Wirkung nicht sicher abzuwägenden Umstände mit annähernder Gewißheit sagen können, daß sich im Jahre 1899 das Kapital in Handel und Industrie bei den größeren Unternehmungen in ganz Preußen durchschnittlich mit ungefähr 13 Broz. verzinste. Die Stellung der Presse in Deutschland. Die gestern gemeldete Verurteilung Bredenbecks zu sechs Monaten Gefängnis wegen Beleidigung von Gendarmen ist wieder Solche Verzinsung eines Kapitals von mehr als 91/2 Milliarden besonders tennzeichnend für die Mißachtung, deren sich in Deutsch kann sich wohl sehen lassen. Angesichts solcher Gewinne nehmen land die Preffe noch immer erfreut. fich die Redensarten von den hohen Löhnen und die Klagen über Der Antlage lag ein Artikel zu Grunde, der sich mit einem die hohe Belastung der Industrie" durch die Arbeiterversicherung Wirtshaus- Strawalle beschäftigt. Bei dem Feste des Arbeiter- Gesang ungemein komisch aus. Es ist daraus vielmehr der Schluß zu ziehen, vereins in Ewing war ein Streit mit der Polizei entstanden, in daß die Industrie", daß heißt die industriellen Kapitalisten, auch dessen Verlauf das Lokal polizeilich geräumt wurde; dabei wurden bei erheblich höherer Belastung zu Gunsten einer mehrere Festteilnehmer durch Säbelhiebe der Gendarmen Erweiterung der Arbeiterversicherung noch immer „ Der Vorstand glaubt diese Anfrage am besten mit dem Hinweis erheblich verlegt, einer davon sogar so, daß er eine zeitlang sehr hübsche Profite machen würden. arbeitsunfähig war. auf die Bestimmungen der§§ 1, 2 unsres Organisationsstatuts beantUeber diese Borgänge erhielt die" Rheinisch- westfälische ArbeiterDer Verbandstag des Verbandes deutscher Arbeitsworten zu können. Dort ist in§ 1 gesagt, daß jede Person als zur zeitung" in Dortmund einen Bericht, in dem die Polizei schwer benachweise wird dieses Jahr in Berlin stattfinden und zwar im Partei gehörig betrachtet wird, die sich zu den Grundsätzen des lastet wurde. Die Redaktion lehnte die Veröffentlichung des Berichts Parteiprogramms bekennt und die Partei danernd durch Geldmittel ab. Als dann aus Ewing verschiedentlich das Verlangen nach Auf- Herbst. Für die Verhandlungen find zwei Tage in Aussicht gedeckung der Vorgänge wiederholt wurde, begab sich Bredenbeck mit nommen, für welche nur zwei große Themata festgesetzt sind. unterstützt. fahrungen haben die deutschen Arbeits- Nach einem Kollegen selbst nach Ewing, suchte die Festteilnehmer persön- Für den ersten Tag lautet die Tagesordnung:„ Welche Erweise bei der legten Arbeitslosentrisis lich der Reihe nach auf und befragte sie. Ihre Aussagen wurden sofort niedergeschrieben und auf Grund dieses Materials wurde dann ein Artikel geschrieben und veröffentlicht, worin der Polizei die macht?" zu diesem Thema sollen insbesondere folgende Punkte erörtert werden: Ist eine größere Arbeitslosigkeit in die Erscheinung Hauptschuld an den Vorgängen zugeschoben wurde. Welche Schlüsse können aus dem Auf Grund des Artikels wurde auch gegen die Beamten ein getreten und in welcher Art?" Verfahren eröffnet, nach mehreren Monaten aber resultatlos wieder umfang der Arbeitsvermittelung auf den Umfang der Arbeitslosigkeit eingestellt. Nunmehr folgte die Beleidigungsklage gegen den gezogen werden?"" Welche Vorschläge haben die Arbeitsnachweise zu machen zur besseren Erkenntnis des Umfangs einer Arbeitslofig= In der Beweisaufnahme handelte es sich darum, ob die Polizei teit, zum besseren Ausgleich von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage?" Euer Ausschluß aus der Partei ist von keiner der zuständigen ohne Beranlassung von der Waffe Gebrauch gemacht habe und überrage? Die Tagesordnung für den zweiten Tag lautet: " Arbeitslosenversicherung und Arbeitsnachweis". Die Arbeitsverhältnisse der technischen Bühnenarbeiter Was nun die Wirkung des Ausschließungsbeschlusses der drei haupt in unzulässiger Weije gegen die Festteilnehmer vorgegangen fei. Daß die erwähnten Verwundungen und sonstigen Mißhandlungen Hamburger Wahlvereine betrifft, so liegt es in der Natur der Sache, vorgekommen seien, stand außer Frage. Insoweit waren die sind recht ungünstige und bedürfen dringend einer gesetzlichen ReNun zeigte gelung. Unter fehr mangelhaften fanitären Verhältnissen hat der daß dieselbe nur lokaler Art sein kann, d. h. sich auf den Wirkungs- Angaben des Artikels durchaus wahrheitsgemäß. fich das bei solchen Beweiserhebungen gewöhnliche Bühnenarbeiter täglich 11-13 Stunden zu arbeiten und erzielt dafreis dieser lokalen Organisationen beschränken muß. Der§ 2 aber, der von dem eventuellen Ausschluß aus der Bartei handelt, ftellt als Voraussetzung für diese Eventualität groben Verstoß gegen die Grundsäße des Parteiprogramms oder eine ehrlose Handlung fest. Ob eine nach§ 2 Abs. I des Organisations statuts verpönte Handlung vorliegt, darüber entscheidet ein Schiedsgericht resp. die Kontrollfommission oder der Parteitag. Die Entscheidungen dieser Instanzen liegen in Eurem Fall vor und beantwortet sich nach denselben Eure Anfrage. Juftanzen ausgesprochen worden. Redacteur.. gea Berliner Partei- Angelegenheiten. " N bei einen monatlichen Verdienst von 90-100 Mart. Was ihm aber außerdem hat die Stadtgemeinde Charlottenburg für die Oberklassen| Magistratsmitgliedern bestehend, zur Vorberatung zu überweisen. ein Arbeitsverhältnis zu einer fast unerträglichen Laft macht, ihrer Mädchen- und Knabenschulen 840 Mart, den Betrag für zwei Es handelt sich dabei nach den vorliegenden Plänen um die Anlage t das Fehlen eines Ruhetages in der Woche. Mit Ausnahme des Vorstellungen bewilligt. Diese Summen decken knapp die Kosten, von mehreren Straßen und Brücken usw. Karfreitags und des Bußtags tritt fast durchweg feine Ruhe: aber das Schiller- Theater ist immerhin so gestellt, daß es auf einen pause während der Theatersaison ein. In einigen oftheatern Gewinn aus den Schülervorstellungen verzichten fann. Die städtische Bade- Anstalt in der Oberbergerstraße wird ist den Angestellten auf ihr Drängen ein unregelmäßig eintretender am 1. Februar d. J. zur allgemeinen Benugung eröffnet werden. Ruhetag bewilligt worden; das Berliner Schiller- Theater zeichnet sich Wilhelm Tell" wird gegeben. Alles ist voller Aufmerksam Zum Apotheken- Boykott. Der Oberpräsident der Provinzg vor allen Bühnen dadurch aus, daß es den Bühnenarbeitern feit und Begeisterung bei dem Stück. Aber wie es nun auch Halb- Brandenburg hat im Laufe dieser Woche die Vertreter der Krankenjeden 12. Tag als Ruhetag freigiebt, ebenso wie es darüber hinaus erwachsener Kinder Art ist: völlig fann man in seiner Freude doch faffen sowie der Apotheker zur Verhandlung über den Apothekendem technischen Personal auch Personal auch einen achttägigen Sommer- nicht den Mund halten, und so geht stets ein ganz, ganz leises Boykott empfangen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß von dieser Seite urlaub mit voller Gage bewilligt hat. Bei einigem guten Summen durchs Theater, als ob etwa der vorzeitige Maitäfer, der eine Verständigung zwischen den streitenden Parteien versucht wird. Willen ließe sich also der berechtigte Wunsch der Bühnenarbeiter nach unsrer Redaktion am Morgen überliefert wurde, durch den Einfühuung eines wöchentlichen Ruhetages wohl erfüllen. Da aber weiten Raum flöge. Keine Schließordnung. Der Polizeipräsident v. WindDies Pispern und Wispern stört aber heim hat den Bund der Berliner Grundbefizer Vereine benach alle diesbezüglichen Gesuche an die Theaterdirektionen fruchtlos ge- nicht die Andacht und ist im Gegenteil ein Zeichen, daß richtigt, daß von dem Erlaß einer Polizeiverordnung über das blieben find, haben die Bühnen- Angestellten eine von 800 MitDann und wann wird es Schließen und Deffuen der Häuser zur Nachtzeit Abstand genommen gliedern unterschriebene Betititon an den Reichstag gerichtet, in der die Kinder bei der Sache find. fie darum ersuchen, daß ihnen wie jedem gewerblichen Arbeiter das natürlich lebhafter im Zuschauerraume. So beim Abschied des Tell worden sei. gesetzliche Recht auf einen Ruhetag gewährt wird. von seinem Weibe; wenn der kleinste der beiden Knaben erklärt, daß Ein Kampf zwischen einem Schuhmann und einem er lieber bei seiner Mutter bleibe, folgt ein Ausbruch befriedigten Strolch fand in der vergangenen Nacht vor dem Aihl für ObdachLachens. Ein allgemeines Ah" wedt der hübsche Mondregenbogen lose statt. Hier erschien gegen 1 Uhr morgens ein 28 Jahre alter. in der Rütli- Scene. Aber nun kommt etwas. Bertha und Rudens als gewaltthätiger Mensch schon bekannter und vorbestrafter ehesprechen sich in der Waldschlucht aus und reden von Liebe, Liebe maliger Schlächterkuticher Froebel, der sich schon lange ohne Beund nochmals Liebe. Ach, vergaßen wir ganz, im Parkett daß er ihm Einlaß verschaffe. Der Mann mußte zu dieser Zeit, schäftigung herumtreibt, und verlangte von dem Schußmann Linke, fizen ja lauter vierzehnjährige Mädel, einige find darunter, die man wie er ohne Zweifel selbst schon vorher wußte, abgewiesen werden, bereits für ein Fräulein halten könnte. O, diese Berliner Nangen: leistete aber der Aufforderung, fich zu entfernen, teine Folge. Er Die Mäuslein, fie lächeln, im Stillen ergötzt, wiederholte vielmehr fein Verlangen, zog dann plötzlich ein Messer und wollte es dem Schußmann in den Zum Glück Hals stechen. wurde der Stoß durch den den der Beamte hochgeschlagen hatte, abMantelfragen, geschwächt; sonst hätte das Messer, das den Kragen durchschnitt, aber stark blutenden Wunde davon. Nun zog er schleunigst, da der die Schlagader durchbohrt. So kam Linke mit einer ungefährlichen, Gewaltmensch abermals auf ibn eindrang, blant und machte seinen Gegner durch einen scharfen Sieb über den Schädel kampfunfähig. Da der Beamte feiner Verlegung wegen mit sich selbst zu thun hatte, brachten andre Arbeitslose den Froebel nach der Unfallstation X in der alten Schützenstraße. Inzwischen waren bereits die Unfallstationen und Rettungswachen von dem Vorfall benachrichtigt, und Froebel wurde durch einen Beamten festgenommen. Nachdem er einen Verband erhalten hatte, mußte er zunächst als Polizeigefangener der Charité zugeführt werden. Die Lokalliste für Berlin und Umgegend ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blattes beigefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegen über, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen offen betrieben werden, bleibt uns kein andres Mittel übrig, als die Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Parteigenossen, besucht daher bei Ausflügen, Vergnügungen zc. nur solche Lokalitäten, welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste die neue Lokalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine Klausel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiter Versammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag feine Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit lassen eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Ebenso ist es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür nach Möglichkeit zu forgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der Stellennachweis der Freien Vereinigung der Gastwirtsgehilfen Berücksichtigung findet. Thut ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht ausbleiben. Lokale, die keine Säle haben, sind für den Verkehr frei. Die Lokalkommission. Sie stammeln und stottern und schwatzen zuletzt-. Mitten im lautesten Wispern und Schmunzeln rauscht der Vorhang nieder; die interessanteste Scene im Stück ist leider so furz geraten! Ob die Kinder den„ Tell" verstanden haben, ob der wommige Freiheitshauch, die erhebende Schönheit der Dichtung in ihnen nach zittert? Wir möchtens gerne glauben, aber bei aller Frühreife Berliner Schülerinnen kommen uns doch Bedenken. Einige der jungen Mädchen teilen uns mit, daß der Lehrer den„ Tell" mit ihnen durchgenommen habe. Das war gewiß schön. Aber, wenn die Kinder die Wahl hätten zwischen einer der erhabensten deutschen Dichtungen und einer künstlerisch nicht sehr bedeutsamen Drama tisierung von Schneewittchen oder Aschenbrödel, sie würden sich am Ende doch doch bei freier Entscheidung dem Märchen zuwenden. Bei dem immerhin gefunden Sinn der Kinder dürfte allerdings das Märchen beileibe nicht ethisch kultiviert werden; die böse Stiefmutter müßte in glühenden Pantoffeln tanzen, daß es nur so frachte. Beim Verlassen des Theaters fragten wir einen dreizehnjährigen Jungen, was ihm am Tell am besten gefallen habe. Nun, die Stelle, wo der Tell den ollen Juden totschießt. Den Juden? Na ja, den Geßler, der hatte ja so' ne frumme Nase! Zur Lokalliste. Am Sonnabend, den 8. Februar 1902, veranstaltet der Verein jeziger und ehemaliger Schüler der Berliner Tischlerschule, bekannt unter dem Namen Die Deputation für das städtische Turn- und Badewesen, Schreinerkunft", in den Residenz- Festsälen, Landsbergerstr. 31, eine so schreibt man uns, batte im Frühjahr vergangenen Jahres auf Festlichkeit, zu welcher versucht wird, in Arbeiterkreisen( namentlich Antrag des Stadtv. Borgmann beschloffen, wie in den Flußunter Tischlern) Billets abzuießen. Da dies Lokal der Arbeiterschaft Badeanstalten im Sommer auch in den Volks- Badeanstalten im nicht zur Verfügung steht, so wolle man dieses Vergnügen streng meiden und die angebotenen Billets zurückweisen. Die Vertrauensleute. Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 21. März v. Js., nachmittags 5 Uhr, an der Werderstr. 6 gesehen haben, wie der Fuhrmann Pantte von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn überfahren und getötet wurde, werden dringend ersucht, bei der Witwe des Verstorbenen, Frau Panike, Bergstr. 18, Hof, Souterrain, ihre Adresse abzugeben. Ein schwerer Bau- Unfall, bei welchem fünf Personen zum Teil sehr schwer verletzt wurden, erfolgte gestern mittag Unter den Linden 35( Neubau der Diskontogesellschaft). Hier ist der Abbruch eines Quergebäudes dem Unternehmer Rofenblüth übertragen. Das Gebäude ist bereits bis zum ersten Stock niedergelegt. Die Decken der einzelnen Etagen zeigten sogenannte Sappengewölbe. Gestern früh hatte man min mit dem Abbruch des untersten Kappengewölbes begonnen, dasselbe in der Mitte auch aufgehauen, daneben aber Winter den Gemeindeschülern Gelegenheit zum unentgeltlichen Baden auch die das Gewölbe tragenden Träger zu weit bloßzu gewähren. Als Badezeit wurden für die Mädchen die Stunden gelegt. Hierdurch verloren diese den erforderlichen Halt, so Den Parteigenossen die Mitteilung, daß das Lokal Germania- von nachmittags 2-4 Uhr und für Knaben die von 4-6 Uhr feft: daß eine Verschiebung des Gewölbes und der Einsturz erSale, Chauffeeſtr. 103, der Arbeiterschaft jetzt zu den bekannten gesetzt. Um den regelmäßigen Besuch nicht zu hemmen, wurde bei folgte. Auf ihm befanden sich in dem Augenblick mehrere PerBedingungen zur Verfügung steht. der städtischen Schuldeputation beantragt, die Kinder möglichst sonen, darunter der Unternehmer Rosenblüth sowie die Arbeiter Die Lokalfommission. tlassenweise durch Lehrer oder Lehrerinnen in die Anstalt geleiten zu ahn und Kossack, während der Polier Schmidt in dem Zweiter Wahlkreis. Die Parteigenofsinnen und Genossen lassen und zwar so, daß in jeder Anstalt täglich, außer Sonnabend: Raume unter dem einstürzenden Gewölbe sich befand. Schmidt werden auf die am Mittwoch, den 29. d. M., abends 8 Uhr, 200 Kinder, zusammen 1000, zum Baden geführt würden. Auf wurde infolgedessen von den herabfallenden Steinmassen zum Teil in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5/7, stattfindende öffent- diesen Antrag hat die Schuldeputation sich bis heute noch nicht verschüttet und dabei so schwer verlegt, daß er sofort ins Krankenso daß für diesen Winter aus der liche Parteibersammlung aufmerksam gemacht. Reichsgeäußert, ganzen haus geschafft werden mußte. Auch Kossack trug schwere äußere und tags- Abgeordneter Drees bach- Mannheim hat das Sache nichts werden wird. In die Schuldeputation werden innere Verlegungen davon. Rosenblüth entging nur dadurch schwerer Referat übernommen. Alles Nähere am Dienstag in der Annonce bekanntlich keine Socialdemokraten gewählt; wären welche Beschädigung, daß er rechtzeitig abspringen konnte. Jahn und ein und den Anschlagsäulen. Um recht zahlreichen Besuch ersuchen drin, fie hätten dieser Angelegenheit schon längst Beine gemacht! junger, foeben erst eingetretener Arbeitsbursche tamen mit leichten Wer an der Verschleppung die Schuld trägt, das dürfte bei der Verletzungen davon. Noch kurz vor dem Einsturz hatten zehn Arbeiter kommenden Etatsberatung erörtert werden; es wäre dabei sehr in dem Raume unter der Einsturzdecke Steine abgeputzt, sie hatten intereffant, zu hören, ob das Gerücht auf Wahrheit beruht, daß die sich aber glücklicherweise schon entfernt, als der Unfall geschah. Die Lehrer eine angemessene Entschädigung" für diese ihnen angefonnene Unfallstelle ist polizeilich abgesperrt. Thätigkeit fordern. Wir können diesem Gerücht feinen Glauben beimessen, denn so wenig Gemeinsinn und Liebe für die ihnen ans Bei einem Streifzuge durch Kaschemmen fiel der Kriminalvertrauten Kinder kann man doch bei den Lehrern unsrer Gemeinde: polizei der schon seit längerer Zeit gesuchte Einbrecher Bäckerhans" Socialdemokratischer Wahlverein für den VI. Berliner Schulen nicht erwarten, um so weniger, als ja jederzeit Gelegenheit in die Hände, dessen Specialität Einbrüche in Gesellenstuben bildete. Reichstags- Wahlkreis, Schönhauser Vorstadt. Dienstag, vorhanden wäre, berechtigte Forderungen zur Geltung zu bringen. Der Verhaftete, ein ehemaliger Bäckergeselle Reimke, der jedoch abends 81/2 Uhr, außerordentliche Mitglieder- Versammlung in Buhl- Wie sehr aber die Kinder jetzt geschädigt werden und wie groß ieinem Gewerbe feit langer Zeit nicht mehr nachgeht, verübte die manns Vaudeville- Theater, Schönhauser- Allee 148. Tagesordnung: das Badebedürfnis bei den Volksschulen ist, geht zur Einbrüche zumeist am hellen Tage und arbeitete hierbei stets allein. 1. Das neue Ortsstatut der Stadt Berlin behufs Ausdehnung der Genüge darans hervor, daß, nachdem auf Beschluß Ihm werden 11 Einbruchs- Diebstähle zur Last gelegt, welche im Krankenversicherung auf die Hausindustrie. Referent: Stadtverordneter der Deputation die Verteilung der Freikarten für die Flußbäder vergangenen Jahre in hiesigen Bäckereien ausgeführt worden sind. Borgmann. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Schiedsspruch den Armenkommissionen abgenommen und den Rektoren übertragen Gefunden oder gestohlen? Am 7. Januar cr. wurde einem der Partei Controleure. 4. Diskussion. Bahlreiches ist, ihre Zahl von 25 000 auf 65 000 stieg, so daß im verflossenen jungen Burschen eine goldene Brillantbroche in Form eines Kranzes, Erscheinen erforderlich. Der Vorstand. Sommer weit über 800 000 Freibäder verabfolgt wurden. in der Mitte zwei Rubinen und zwei Brillanten in Treffform, rechts Daß der fleißige Besuch der Badeanstalten ein wesentliches und links davon je einen Brillanten und eine Berle enthaltend, abNieder- Schönhausen. Wahlverein Bezirk Pankow. Diens Mittel zur Förderung der Volksgesundheit darstellt, das müßte die tag, abends 81/2 Uhr, Mitgliederversammlung bei Sette- Berliner Schuldeputation schon längst auch ohne socialdemokratische Renommen. Der Bursche will diese Broche im Winter 1899 in der forn, Lindenstraße, Vortrag des Genoffen Stiefel- Berlin über: Anregung begriffen haben. Alexandrinenstraße, zwischen Neuenburger- und Hollmannstraße, geDie Heimatpolitik des Reichskanzlers. Mühlenbeck. Wahl= funden und unterschlagen haben. Der Eigentümer derselben wolle verein Bezirt Pantow. Heute, nachmittag 4 Uhr, Mit- Für den Neubau der Berliner Universität ist nach Mit- sich im Zimmer 330 des töniglichen Polizeipräsidiums melden oder glieder- Versammlung im Gasthof zur Sonne. Vorbesprechung zur teilungen aus Universitätstreifen das Baugelände jetzt endgültig zu 317 IV/ 15. 02 Nachricht geben. Errichtung eines Konsumvereins. gewählt. Auf Anregung des jeßigen Prorektors Profeffor Adolf Straßensperrung. Die Jungfernbride wird wegen Erneuerung Reinickendorf West. Wir machen darauf aufmerksam, daß verwaltung für das Terrain entschieden, das sich nördlich vom Fahrwerte und Reiter gesperrt. Ebenfalls wird die MühlendammWir machen darauf aufmerksam, daß Harnack und mit Zustimmung des Kaisers hat sich die Universitäts- der schadhaften Sturze vom 28. d. Mts. ab bis auf weiteres für der ganze Westen zur Gemeindevertretung wählt und ersuchen, Universitätsgrundstüd jenseits der Dorotheenstraße befindet. Als schleunigst die Wählerliste einzusehen, eventuell die Steuerzettel im Mittelpunkt der neuen Anlage wird das schon jetzt der Hochschule fchleuse für die nächsten acht Tage gesperrt sein. Restaurant Kohlschmidt, Scharnweberstraße, abzugeben. Dritter Wahlkreis. Am Freitag, den 31. Januar, abends 8 Uhr, fvricht im großen Saale des Gewerkschaftshauses die Genoffin Clara Bettin Stuttgart über: Weib und Arbeiterin im Lichte der Socialdemokratie". Rege Beteiligung der Genoffinnen und Genossen erwartet V Der Vertrauensmann. Lokales. Schülervorstellung. Eine gebörige Haus Dorotheenstr. 5 dienen, worin zur Beit das Orgelkonzert. Montag, den 27. Januar, abends 71 Uhr, wird ber Schmargendorf. Dienstagabend 81/2 Uhr hält der Wahlverein Institut für Altertumskunde, das botanische Universitätsinstitut, Succosche a Capella- Chor unter Leitung von Herrn Paul Schärf, ferner Frl. Hedwig Schiefer, Frau Sanitätsrat Dr. Musehold, Herr Franz Noad, bei Lönhard, Warnemünderstraße 6, eine Generalversammlung ab. ferner das englische, das germanische und das historische die Biolinistin Miz Mary Norris und Herr Schwieffelmann beim Orgel Tagesordnung: Bericht des Vorstandes, des Staffierers und der Institut untergebracht sind. Hinzugenommen werden noch das dem vortrag des Musikdirektors Otto Dienel in der Marienkirche mitwirken. Der Revisoren. Wahl der Bezirksführer. Die Wählerlisten zur Gemeinde- Militärfisfus gehörige Haus Dorotheenstr. 4, in dem sich gegen Eintritt ist frei. wahl liegen bis 30. Januar im neuen Rathaus, Spandauerstraße, wärtig die Intendantur des Gardecorps befindet und das neugebaute Fenerbericht. Sonnabend früh gegen 4 Uhr wurde die 4. Com aus und können Sonntag von 11-12 Uhr eingesehen werden. Die Eckhaus Dorotheenstr. 6 und Universitätsstr. 1, ferner die an der jenigen, welche teine Zeit haben, mögen ihre Adresse bei Herrn Seeger, Rückseite dieser Häuser anstoßenden Grundstücke der Georgenstraße, pagnie nach der Chausseestr. 82 gerufen. Hier war in dem im 4. Stock des Breitestr. 21, Seitenflügel 2 Treppen, abgeben. die zum Kronfideikommiß gehören und die an der Ostseite der zweiten Quergebäudes befindlichen Backraum der Gasglühlichtfabrik ausgebrochen. Ober- Schöneweide. Die Wählerlisten sind im Amtsbureau Universitätsstraße gelegenen Häuser 2, 3 und 3a, die dem Bankhauje s gelang indes, die Gefahr mit einem Rohre in furzer Zeit au Es ist also das täglich von 8-3 Uhr, im Restaurant Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. reiche Viereck, das von der Dorotheenstraße, dem Hegelplate, beseitigen, sodaß der entstandene Schaden unerheblich ist. den ganzen Tag einzusehen. der Georgenstraße und der Universitätsstraße begrenzt wird. Betriebsstörung findet daher nicht statt. Eine Stunde später mußte in der Prenzlauerstr. 43 ein Kellerbrand abgelöscht werden, der für den Neubau der Universität ins Auge gefaßt. Außerdem ist noch eine Erweiterung des Universitätsgebäudes geplant. hauptsächlich Kiften und Gerümpel einäicherte. Außerdem war noch Wenigstens soll der an die Universitätsstraße grenzende Westflügel auf dem Bahnhof Moabit infolge Selbstentzündung von Breßlohlen ausgebaut und die ganze Universitätsstraße entlang bis dort geführt ein Waggon in Brand geraten, der die Wehr längere Zeit beschäftigte da die Preßkohlen umgeschichtet werden mußten. Damit fäme die alte Universität mit der neuen in fast Das ganze Parterre des Schiller- beaters ist von drei werden. zehn bis vierzehnjährigen Mädchen besetzt. Nur dann und wann unmittelbaren Zusammenhang. Der jetzige botanische UniversitätsAus den Nachbarorten. ein Lehrer oder eine Lehrerin. Auch von den Seitenlogen des ersten garten würde verschwinden, da der neue große botanische Garten in Dahlem hinreichenden Ersatz für denselben bietet. Auch die beiden Schöneberg. Bei den gestrigen Gewerbegerichts- Wahlen siegten Ranges blicken Gemeindeschülerinnen herab; nur auf der Mitte Baraden im Kastanienwäldchen, von denen eins zur Zeit von der unsre Genoffen mit großer Majorität. dieses vornehmen Platzes und auf dem zweiten Rang ge- akademischen Leseballe benutzt wird, und die andre erst neuerdings wahren wir Knaben. Wohlgemerkt, es wird eine Schüler- für Vorlesungszwecke erbaut worden ist, werden mit der Neugestaltung Aus Steglitz schreibt man uns: Mit einem Kaiserhoch eröffnete haben es der Verhältnisse zum Abbruch kommen. der neue Gemeindevorsteher die erste von ihm geleitete Sigung vorstellung, feine Kindervorstellung gegeben; wir der Gemeindevertreter. Ein patriotischer Anfang! mit verständigen, gereiften Knaben und Mädchen Die Fraktionen der Stadtverordneten- Verfammlung haben Eintritt in die Tagesordnung erbat sich Gen. Rapp das Wort zu denn sie alle gehen bereits in die erste klasse. Es ist ja im Theater jetzt nach den Ersatzwahlen folgende Stärke: Die alte Linke" hat ciner Beschwerde über den Gemeinde- Vorstand, welcher einen von ein befremdlicher Anblick, diese Trennung nach Geschlechtern, aber 61 Mitglieder; die neue Linke" zählt 30; die freie Fraktion" um ihm geschäftsordnungsgemäß gestellten Antrag, sowie die vorgestern anders läßt es sich wohl nicht einrichten. Natürlich sizen die Kinder faßt 22; die socialdemokratische Fraktion" 28 und die Wilden" im Vorwärts" erwähnte Jnterpellation nicht auf die Tagesordnung der einzelnen Klassen zusammen. Das ist der Aufsicht wegen so gut zählen 3 Mitglieder, zusammen 144 Mitglieder, so daß jegt seit gelegt habe, und zwar deshalb nicht, weil der Gemeindevorsteher und auch dem jungen Publikum angenehm; man will sich doch in langer Zeit wieder einmal die Stadtverordneten- Verfammlung voll der Ansicht war, daß der Antrag feinen Zived babe." Ueber die den Zwischenpausen aussprechen. Im ganzen find die Oberklaffen zählig ist. 8wedmäßigkeit von Anträgen zu urteilen, meinte Rapp. sei nicht von 25 Gemeindeschulen versammelt. Aus der außerordentlichen Magiftratofizung vom Sonn- Sache des Gemeindevorstandes, sondern der Versammlung. Herr Bereits voriges Jahr hatte das Schiller- Theater auf eigne Kosten abend. Bon feiten der Unternehmer für den Bau des Teltow Bubrow stützte sich in der Sigung zwar nicht mehr darauf, daß es, teinen Kanals ist an den Magistrat die Anfrage gerichtet, ob, falls der Zweck habe", schloß aber aus der Geschäftsordnung auf die Unzulässigkeit einzelne Schülervorstellungen veranstaltet Diesmal ging es auf Teltow- Kanal eine Abzweigung nach der Oberfpree erhielte, die des Autrages, den er jedoch unter den„ Mitteilungen" der Versammlung andre Weise, denn es gelang, die Kuratoren der Cohn- Oppenheimer Stadtgemeinde Berlin das hierzu erforderliche Gelände fostenlos zur Kenntnis bringen wollte. Die Vertreter waren geteilter Meinung Stiftung für die Neuerung zu intereffieren und aus dem Stiftungs- hergeben würde. Da es sich bei dieser Sache um Erschließung und schließlich wurde befchloffen, über den Antrag nicht zu verhandeln. bermögen die Zinsen von 100 000 m. flüffig zu machen. Für den etwa ziemlich bedeutenden Umfanges städtischen Befizes handelt, hat der Auf die Interpellation R apps betreffs der Gewerkschafts4200 M. hohen Betrag werden diesen Winter zehn Vorstellungen gegeben, Magistrat beschlossen, die Angelegenheit einer Kommission aus platate verweigerte Herr Buhrow eine Antwort, da es fich zu thun, " Vor Jedem der m Polizeifachen handle und er als mtsvorsteher der Kartoffelbrei ohne Fleisch bestand, war ungenießbar. an den scheinen haben, darunter mehrere sehr schivere Jungen", Buchthaus Gemeindevertretung nicht Rede zu stehen brauche. Genoffe Rapp folgenden Tagen gab es mit Midsicht auf die damalige Fastenzeit brider und eine Anzahl Dirnen. Schon die große Zahl der Anwird bei andrer Gelegenheit seine Anfrage wiederholen. Der Vor- Sellfish. Dieser wurde von Gefangenen mit den Händen geklagten zeugt dafür, wie weit verzweigt und gefährlich diese aussteher machte noch Mitteilung von dem Ableben des Gemeinde- ferviert, ich verschmähte es daher, von diesem Fischgericht zu ge- getragene Genossenschaft, deren Mitglieder nach und nach der vertreters Professor Dr. Wendeler und die Versammlung ehrte nießen. Ich wurde ferner drei- bis viermal mit Verbrechern aller Kriminalpolizei in die Hände gefallen sind, war. Die männlichen dessen Andenken in gewohnter Weise. Dr. Wendeler war der Führer Art im Zellenwagen transportiert. Von einigen diefer Leute wurde Mitglieder, von denen einige schon fünfzehnjährige Zuchthausstrafen der bürgerlichen Opposition und bei der letzten Wahl unser Gegen- ich auch erkannt. Von einem Gefängnisbeamten wurde mir zugerufen: hinter sich hatten, verübten lange Zeit gewerbsmäßig Einbrüche kandidat in der dritten Abteilung des zweiten Bezirks. Er war Herr Doktor, Sie auch auf Grund des§ 176 Abs. 3 des Strafgesetz bei besser gestellten Privatleuten sowie in Manufakturwarengeborener Oppositionsmensch" und der gefürchtetste Gegner der buches! Am 23. März wurde ich meinem Bruder, einem hiesigen handlungen, in Gold- und Juwelengeschäften usw. " Mehrheit". Die Beratung des Gewerbegerichts- Rechtsanwalt, vorgeführt. Diefem klagte ich ganz besonders über Einbrecher ſtand eine Dirne hilfreich zur Seite. Die Weiber waren Statuts, welches jetzt endlich aus dem„ Musterſtatut" geboren das schlechte, ja ungenießbare Effen, und bat diefen, mir gewissermaßen die Agentinnen der Einbrecher. Letzteren stand ein wurde, soll in einer Sondersizung am 7. Februar erfolgen. Der Geld zur Einzahlung für Selbstbeföstigung zu geben. ganzes Arsenal der feinsten Einbrecherwerfzenge: Stichsägen, KreisBericht der Wohnungstommission tonnte nicht erstattet Dieser gab mir fofort 30 m., die ich auch sofort einzahlte. Ich be- sägen usw. zur Verfügung und sie machten davon den umfassendsten werden, da der Referent Fischer wieder einmal nicht an antragte alsdann in einer schriftlichen Eingabe die Selbstbeföstigung, Gebrauch. Die Dirnen hatten die Aufgabe, die Diebesbeute, die wesend war. habe aber bis zum 3. April die Gefangenenkost essen müssen. Als ich die teilweise in Kuppelquartieren untergebracht wurde, unter der Hand Die Angelegenheit des Groß- Lichterfelder Krankenhauses 30. eingezahlt hatte, wurde mir gesagt: ich müsse schriftlich un Ge- abzusetzen; Kleider und Schmucksachen trugen sie auch wohl selbst bespricht Dr. Rabnow- Schöneberg in der„ Berl. Aerzte- Storr.". Gr währung der Selbstbeköftigung nachsuchen. Ich bat daher, mir und zeigten sich damit ganz ungeniert bei Tage und bei Nacht. Veranlassung giebt, wenn sie vor der Frage stehen, ob sie einen wähnten schriftlichen Antrag verwenden, auf den andren wollte ich an werden die Verhandlungen zunächst im großen Schwurgerichtssaale Kranken dem Lichterfelder Krankenhause zuweisen sollen. Es sind meine Mutter schreiben, die am grauen Star erkrankt war. Am und vom Montag nächster Woche ab im kleinen Schwurgerichtssaale dies: die„ geradezu erschreckend hohe Diphtherieſterblichkeit" und die folgenden Tage aber bekam ich nur einen Briefbogen. Ich sollte stattfinden. Ihre Dauer ist vorläufig auf 10 Tage berechnet. Den Grundsäge bei der Behandlung chirurgischer Fälle. Was die Diph jedoch zunächst mit den andern Gefangenen nach dem Bellenvagen Vorsitz im Gerichtshofe wird Landgerichtsdirektor Tadmann theriesterblichkeit angeht, so betrug fie in Berliner Krankenhäusern geführt werden. Der Gefangenenaufseher befahl mir daher, mich führen. hebt zweierlei hervor, was den Werzten zu den schwersten Bedenken wei Ernei Briefbogen zu geben. Ginen wollte ich für den er- Da dieser Riefenprozeß schon räumlich einige Schwierigkeiten bietet, 12-17 v. H., in dem Lichterfelder Krankenhause 59,2 v. 5. Die mit dem Gesicht der Wand zugewendet auf= Eine principiell wichtige Entscheidung, die neue lex Heinze Behandlung chirurgischer Fälle im Lichtenfelder Krankenhause ist nach austellen. Ich leistete diesem Befehl Folge. Kaum war dies betreffend, fällte geſtern die 4. Gtraffammer des zandgerichts 1. Dr. Rabnow in dem Kernpunkte zu beanstanden, daß der Leiter der geschehen, so trat ein Serr in meine Belle und schrie Angeklagt war der Inhaber der Firma Arthur Block 11. Co., inneren Abteilung, Dr. Schweninger, zu bestimmen hat, ob bei mich an, weshalb ich ihm den Rücken zudrehe. Ich antwortete, Fabrik Hygienischer Instrumente, und mit ihm ein Redacteur, einem Kranken ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden soll. daß mir dies so befohlen worden sei. Der Herr schrie nun wegen öffentlicher Anpreisung unzüchtiger Gegenstände. Die Firma Der Chirurg hat sich nach Dr. Schweningers Weisungen zu richten. noch lauter: Sie haben, wenn ein Beamter in die Belle tritt. Arthur Block u. Co. hatte in einer Reihe fachwissenschaftlicher und mit dem Gesicht nach Eine solche Ordnung der Beziehungen zwischen dem Vorsteher der bornt zu stehen. Sollten Sie mir Tageszeitungen eine Annonce veröffentlicht, in welcher sie als Mittel inneren Abteilung und dem Chirurgen steht einzig in seiner Art da. noch einmal den Rücken zukehren, dann werde ich Sie mit drei gegen Frauenleiden einen zum Patent angemeldeten Apparat, Diefen Mitteilungen stehen andre gegenüber, wonach die Be Assistent Nichter?- Dr. Schulze: Ich kannte den Herrn nicht. Vorf.: Es war das der Obturator" genannt, anbot. Ueber der Annonce befand sich die handlung im Groß- Lichterfelder Krankenhause durchaus gut sei, so daß wors.: Hat er nicht gefagt, er werde im Wiederholungsfalle bean flasche in der Hand tragend. Der Staatsanwalt hielt den Abbildung eines gefunden Kindes, eine Milchnamentlich heilungsbedürftige Mitglieder von Krankenkassen sich mit Vertrauen dorthin begeben könnten. tragen, daß Sie vom Herrn Untersuchungsrichter mit drei Tagen Zweck, dem der Apparat dienen soll, für einen unzüchtigen und Mittelarrest bestraft werden?- Dr. Schulze: Nein, er fagte: erhob wegen der öffentlichen Anpreisung desselben die Anklage. Ich werde Sie im Wiederholungsfalle mit drei Tagen Mittelarrest bestrafent. Aus der Stadtverordneten Sitzung in Spandau. Man fchreibt uns: Unire Genossen hatten den Antrag gestellt, dem nach 25jährigen Dienst vom Magistrat plötzlich entlassenen Wiegemeister Die Gefangenenaufseher zc. als Belastungszeugen suchen die Bremer, bei dem der Magistrat aus Anlaß der über die Darstellung des Dr. Schulze abzuschwächen und darzulegen, daß sie Kohlenlieferungen des früheren Stadtverordneten- Vorstehers in jeder Beziehung korrekt verfahren seien. Ueber die Kost der GeSturm in Umlauf gelangten Gerüchte merkwürdigerweise Gedächtnis fangenen singt der Gefängnisdirektor Hoffmeister als Benge folgendes schwäche" vorgefunden haben will, eine Pension zu bewilligen. Loblied: Stadtv. Rieger, der den Antrag begründete, verwies auf die bekannten " " In der Verhandlung machte der Angeklagte geltend, daß der Apparat ein hervorragendes medizinisches Juteresse habe und in erster Linie als wichtiges Heilmittel in Betracht komme, und berief sich hierfür auf die Aussprüche einer Reihe hervorragender Autoritäten. des Apparats in medizinischer Hinsicht an, beantragte aber dennoch Staatsanwalt Hellwig erkannte die Bedeutung die Bestrafung der beiden Angeklagten, da es nach der neuesten Es werden selbstverständlich im Allgemeinen so viel Portionen Rechtsprechung des Reichsgerichts für die Strafbarkeit einzig darauf Vorgänge, und erklärte, daß die Entlassung Bremers allgemein als gekocht, als Gefangene vorhanden seien. Es werde aber in dieser ankomme, ob der Apparat zu unzüchtigen Zwecken geeignet sei und eine Maßregelung aufgefaßt worden sei, die jeden in abhängiger Weise aufs humanste verfahren, d. h. es werden ge Verwendung finde. Letzteres sei vorliegend zweifellos der Fall. Stellung befindlichen städtischen Bediensteten notgedrungen bedenklich wöhnlich einige Portionen durch Zusak von Wasser Rechtsanwalt Dr. Löwenst ein führte dagegen aus, daß die Anmachen müsse, in Zukunft überhaupt Unregelmäßigkeiten zur Anzeige mehr gefocht, damit arme ausgehungerte Personen, die plöglich preifung des Apparats nicht unter das Strafgesetz falle, da derfelbe oder zur Sprache zu bringen, sofern es sich um einflußreiche eingeliefert werden, auch noch warmes Essen erhalten. Ein Anrecht vermöge feiner eigentümlichen Beschaffenheit nur von Aerzten verwendet Personen Handele. Es sei Ehrenpflicht der Versammlung, die auf warmes Essen haben plöglich eingelieferte Gefangene am Tage werden könne und mit Rücksicht darauf eine mißbräuchliche Verwendung Fehler des Magistrats wieder gut zu machen und dem Entlassenen ihrer Einlieferung nicht; erst am folgenden Tage feien fie zur vollen ausgeschlossen sei. Außerdem könne aber aus der Faffung der Genugthuung zu geben. Der Antrag sei kein socialdemokratischer" etwa, Soft berechtigt. Er untersuche häufig die Kost und finde sie sehr Annonce niemand ersehen, welchen Zweck der Apparat habe; infolge bor dem die bürgerlichen Herren gewöhnlich solche Furcht schmackhaft. dessen sei es auch ausgeschlossen, daß jemand Aergernis daran befunden, er werde nur von Socialdemokraten gestellt, weil diese Demgegenüber bezeichnete ein als 8euge vernommener nehmen könne. Beide Voraussetzungen müßten nach den Motiven zu sich zuerst auf ihre Ehrenpflicht besonnen hätten. Stadiv. Jenne Gefangener die oft als ungenießbar. Borf.: dem Geseze und den vom Reichsgericht aufgestellten Grundsäßen für ( fr. Bereinigung) beantragte recht pathetisch, gleich einem Diktator. Sie haben wohl einen sehr verwöhnten Gaumen? Beuge: die Auslegung derselben zusammen treffent. Der Gerichtshof schloß namens der Majorität"(!) Ueberweisung des Antrages an keineswegs, ich efie aber lieber trockenes Brot sich dieser letzteren Ausführung an und erkannte auf Freiden III. Ausschuß. Stadtv. Rieger erwiderte, daß dadurch von mit Waffer. Dr. med. Rolden, der Dr. Schulze nach dessen sprechung der beiden Angeklagten. seiner Fraktion gewissermaßen ein Vertrauensvotum für die Haftentlassung behandelt, bekundet: Dr. Schulze, der nach der Das Urteil, welches gestern abend 1/28 Uhr gesprochen wurde, lautet gegen befredacteur Bosso 300 Mart, gegen Dr. Schulze 150 Mart Geldstrafe. Jennesche Graftion beansprucht werde, sa ja befamtlich jest ten Catterfus behandelt, beru an Körpergewicht ab Socialdemokrat in den Ausschüssen sei. Ein solches Votum genommen, habe einen Südfall der Rippenfell fönnten aber seine Freunde nicht ausstellen, ganz im Gegenteil, sie Entzündung gehabt, so daß Lebensgefahr vorlag. Dr. med. hätten alle Ursache, der freien Vereinigung" die alle bürger- Ernst schließt sich diesem Gutachten an. Danach wird die Verlichen Stadtverordneten in sich vereinigt, schärfstes Mißtrauen handlung auf Sonnabendvormittag 9 Uhr vertagt. entgegen zu bringen. Gegen die Stimmen unsrer Freunde ward natürlich der Jennesche Antrag angenommen. Einen zweiten socialdemokratischen Antrag: erneute Beratung der Erhebung einer umfassenden Wohnungsstatistik und über Einrichtung einer städtischen Wohnungsinspektion in gemischter Kommission, begründete Stadtv. Pieper( Soc.), der auf die Wohnungsverhältnisse am Ort und auf die von andren Städten, so z. B. Köln, hierin gegebenen Beispiele verweist, und gleichzeitig einige der Hauptfragen stizziert, die bei einer Wohnungsstatistik beachtet werden müssen. Namens der Majorität" beantragt Herr Jenne, Verweisung dieses Antrages an die bereits bestehende Gesundheitskommission zur Vorberatung, womit sich unsre Genossen einverstanden erklärten, da dieser Kommission außer zwei Aerzten auch unser Genosse Radke angehört. Die bekannte Schülersche Zehntausendmark- Affaire hat Veranlassung gegeben, daß die eingesetzte gemischte Kommission Vorschläge zur Verbesserung der Buchführung im Stadtbauamt und in der Hauptkasse macht, um zu verhüten, daß in Zus funft noch weitere Fälle von Zuvielzahlungen an Privatunternehmer passieren können. Von unsrer Seite wurde zur Sprache gebracht, daß auch der Maurermeister Härtner 2000 m. über sein Guthaben ausgezahlt erhalten habe. Nach den Erklärungen des Stadtbaurats ist die Stadt wegen beider Beträge gedeckt. Gerichts- Beitung. " Allgemeine Familien- Sterbe- Kasse. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 bei Dieke und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel, von 3-6 Uhr. Samariterfurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Wir machen nochmals auf die heute abend, 52 Uhr, bei Schulz, Grenadierstr. 33, stattfindende Versammlung aufmerksam, in welcher Stadtverordneter Dr. A. Bernstein einen Vortrag über die Wohnungsfrage" halten wird. Nachher gemütliches Beisammenfein. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, uebungsstunde in Filtale Brunnenstr. 150: Bortrag über„ Vergiftungen". nachher praktische Uebungen. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer können jederzeit eintreten. Schriften- Eingang. Volkmann. Die Erziehung zum Sehen. Ein Vortrag von Ludwig Volkmann. Leipzig, R. Voigtländers Verlag. Preis 1 M. Das Verfahren der Breslauer Justiz gegen unser dortiges Parteiblatt erschien vorgestern selbst dem Reichsanwalt in Leipzig bedenklich. Kunsterziehung. Ergebnisse und Anregungen des KunsterziehungsDas Landgericht Breslau hat am 22. Oftober Tages in Dresden am 28. und 29. September 1901. R. Voigtländers vorigen Jahres den Redacteur der Volkswacht" Franz Klühs Berlag in Leipzig. Preis 1 M. wegen Beleidigung des in Waldenburg( Schlesien) bestehenden Guttentagsche Sammlung deutscher Reichsgefehe. Gewerbe: Vereins zur Förderung des Wohls der Arbeiterklasse" zu einem gerichts- Gesetz, in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. Septbr. 1901. Monat Gefängnis verurteilt. Der genannte Verein giebt ein Tertausgabe von Stadtrat Mug dan; 5. Auflage, bearbeitet von Bürgereignes Blatt mit dem Titel„ Der Feierabend" heraus. Dieses meister W. Cuno zu Hagen i. W. J. Guttentags Verlagsbuchhandlung, Blatt befand sich mit dem Blatte des Angeklagten in einer Berlin. Mensch und Erde. Skizzen von den Wechselbeziehungen zwischen Preßfehde und gelegentlich einer Erwiderung wurde in der Volks beiden. Von Alfred Kirchhoff. Aus der Sammlung„ Aus Natur und wacht" und der ebenfalls vom Angeklagten verantwortlich redigierten Geisteswelt". Leipzig, Verlag von B. G. Teubner. 1901. Preis gebd. Wahrheit" der Feierabend" als Organ des Vereins zur Förderung 1 M. 25 Pf. des Un wo bis der Arbeiterklasse bezeichnet. In dieser Bezeichnung hat das Gericht eine Ehrenkränkung fämtlicher Mitglieder jenes Vereins erblickt und es hat auf den gestellten Strafantrag hin wie erwähnt erkannt. Die Revision des Angeklagten, welche vorgestern vor dem Reichsgericht zur Verhandlung fam, wurde vom Reichsanvalt für begründet erklärt. Sehr dürftig sei die Feststellung begründet, daß der Artikel beleidigend sei. Die Zwecke und Ziele des Vereins seien noch nicht die aller Mitglieder, wie das Gericht anzunehmen scheine. Dann aber scheine das Landgericht den§ 193 verfannt zu haben. Dasselbe habe dem Angeklagten den Schutz dieses Paragraphen an sich dem Blatte Feierabend" gegenüber zugebilligt; es fage dann aber, um dem Angeklagten den Schuß nicht zu teil werden zu laffen, der Angriff des Angeklagten richte sich gegen den Verein. Hierbei übergehe das Gericht vollständig, daß der Feierabend" 7 as Organ jenes Vereins ist. Dr. Fischer. Für junge Mütter. Belehrung über Schwangerschaft, Wochenbett und Kindespflege. Anhang: Wie erzielt man eine leichte Entbindung? 4. Auflage. 2 W., geb. 3 M. Verlag von Wilhelm Möller. Berlin S. Witterungsübersicht vom 25. Januar 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 5 bedeckt minembe 746 Hamburg 744 SS 3 wolfig Britn 748 SSW 3 wolfig Brantf./. 747 SSW 6 bedeckt München Temp. n. G. 5° 4° R. Stationen 4 paparanda 4 Betersburg 5 Gort Barometerstand mm Winds rigtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 15° C.= 4° N. 746 NW 2 4wolfig 754 Still bebeits 6 Aberdeen 751 SO 4 heiter-1 Baris 746 S 3 heiter 2 Für die preußische Gefangenenbehandlung sowohl, wie für ufre Gerichtspragis ist der Strafprozeß gegen den Arzt Dr Schulze in Köln und den Chefredacteur Ernst Posso von der„ Kölnischen Zeitung" überaus bezeichnend. Wir haben gestern bereits die Angelegenheit kurz erwähnt. Wenn auch an sich nichts besonders Neues ans Licht gefördert wurde, so werden doch einzelne Erscheinungen Das Reichsgericht glaubte jedoch diesen Bedenker nicht beials Denkmäler des heutigen kulturzustandes in späterer Zeit hoch eingeschäzt werden. Dr. Schulze, ein in Köln treten zu sollen und erkannte auf Verwerfung der Revision. bekannter und angesehener Arzt, wurde im März vorigen Jahres unter Nach einjähriger Vorbereitung wird numehr am Mittdem Verdacht verhaftet, daß er jungen Leuten bei dem Versuch, sich woch, 29. d. Wis., an der 1. Straffammer des Landgerichts I Wetter- Prognose für Sonntag, den 26. Januar 1902. vom Militärdienst zu befreien, behilflich gewesen sei. Die ihm im der Riefenprozeß gegen die Einbrecher und Hehlerbande Etwas fühler, zeitweise auffiarend, aber sehr veränderlich mit NiederUntersuchungsgefängnis zu teil gewordene Behandlung brachte er Fuhrmann und Genossen" beginnen. Es handelt sich schlägen und ziemlich starken westlichen Winden. später auf dem Aerztetag zur Sprache, und ein Bericht dabei um nicht weniger als 35 Personen, die als Angeklagte zu erBerliner Wetterbureau. über diese Versammlung, den die„ Köln. Zeitung" veröffentlichte, diente dem Staatsanwalt als Handhabe, gegen das Blatt einzuschreiten. word n. Wochen Spielplan. Schiller. Theater Deutsches Theater Berliner Theater. Leffings Theater Wien Das große Licht Miß Hobbs Das große Licht Miß Hobbs Sonntag 26. Mignon Montag 27. Dienstag 28. Mittwoch 29. Donnerstag 30. Freitag 31. Sonnabend 1. Sonntag 2. Die Entführung aus dem Serail Heilmar Der Freischütz Heilmar Die Puppenfee 17. Sinfonie- Abd. b. königl. Kapelle Mitt. Deff. Spr. Carmen Heilmar Einsame Menschen Lebendige Stunden Der Jongleur Die Mütter König Richard III. Der Jongleur Die Weber Lebendige Stunden Lebendige Stunden Einsame Menschen Die versunkene Glocke Der Jongleur Der Jongleur Heimat Lebendige Stunden Es lebe das Leben Die rote Nobe Es lebe das Leben Nachm.: Rosenmontag Die Fee Caprice Wiener Blut Amphitryon Der eingebildete Ueber unfre Kraft II Flachsmann als Erzieher 1. Sondervorstell. Krante Amphitryon Der eingebildete Krante Das schwarze Schäflein Der Freischütz Wiener Blut Die Fledermaus Die Fee Caprice Wiener Blut Eugen Onégin Agnes Sorma Die Zwillings: schwester Der Walzerkönig Schröder u. Co. Dorf und Stadt Der Walzerkönig Maria Stuart Der Walzerkönig Hüttenbesitzer Die rote Robe Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Nachm. 3 Uhr: Alt- Heidelberg Auf Auffordern des Vorfizenden schilderte Dr. Schulze in eingehender Weise seine am 18. März 1901. nachmittags, erfolgte Opernhaus N: Kindervorstellt. 2 er aftung. Er sei gegen 7 Uhr abends in eine Zelle eingeliefert Vors.: Ich habe mir die Zelle Nr. 20, in der Sie ge sesin baben, selbst angesehen; es ist das die beste Belle, die es im Schauspielh. Das große Licht Die Quizows Das große Licht Unterfu bungsgefängnis giebt. Dr. Schulze: Ich muß bemerken, daß ich zu Dr. Pröusting auch nicht gesagt habe ich sei in ein Loch ohne Fenster gesperrt worden. Ich habe mich nur über die Belle beschwert, da einmal dieselbe nicht geheizt war und da anderseits das obere Fenster so schlecht schloß, daß infolge des furchtbaren Sturmes, der in jener Nacht herrichte, das Fenster fortwährend auf und zu schlug. An Schlafen war daher nicht zu denken.- Vor fizender: Das Bett war doch aber sauber? Dr. Schulze: Ich konnte mich nicht entschließen, mich zu entkleiden und in das Bett zu legen. Vorsitzender: Das ist Ansichtssache, jedenfalls war das Bett frisch bezogen und es lagen zwei wollene Decken zur Verfügung. Dr. Schulze: Ich konnte mich jedenfalls nicht entschließen, das Bett zu benützen. Ich legte mich deshalb mit den Kleidern zur Ruhe, konnte aber nicht schlafen. Infolge der großen Kälte bekam ich Seitenschmerzen und mußte die heftig ganze Nacht husten und auswerfen. Ich habe dies auch am folgenden Tage dem Gerichtsarzt, Herrn Dr. Longard, mit geteilt. Ich wurde, da ich mich nicht zu Bett gelegt hatte, von Sem Aufsichtsbeamten icharf angefahren. Alsdann Neues tönigliches Opern- Theater( Kroll). Diesen Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Residenz Theater. Montag bis wurde ich hinausgeführt und aufgefordert, mich in Reih' und Donnerstag: Die japanische Bafe. Borher: Chassé- Croisé. Freitag: Sondervorstellung: Verliebt.( Amoureuse.) Sonnabend und folgende Tage: Nenes Theater. Sonntagabend und folgende Tage: Coralie u. Co. Central Theater. Diesen Glied zu stellen, um den Kaffee in Empfang zu Die japanische Vafe. Chassé- Croisé. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Montag bis Mittwoch: Der rote Kolat. Vou nehmen. Ich weigerte mich aber, dies zu thun, mit dem Be- Sonntag: Die Geisha. Alle Abende: Das süße Mädel. Thalia Theater. Alle Abende: Seine Kleine. Metropol Theater. Alle Abende: Ne feine Nummer merken: ich verzichte auf den Staffee. Ich weigerte mich schon des- Donnerstag an: Die drei Wünsche. Trianon Theater. Alle Abende: Kleine Spiele und lebende Lieber. Ernst v. Wolzogens Buntes Theater. Alle Abende: Wechselndes halb, mich in Reih' und Glied zu stellen, da meine Mitgefangenen Brogramm. Schall und Rauch. Alle Abende: Vorstellung vor Sereniffimus. Secessions Theater. Alle Abende: Detlev v. Liliencrons Buntes aus Leuten bestanden, mit denen anständige Menschen nicht gern Brettl. Belle Alliance Theater. Alle Abende: Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Carl Weiß Theater. Alle Abende: Das Jungfernzusammenkommen. Das Essen, das in der Hauptsache ausstift. Apollo Theater. Alle Abende: König Aqua. Casino Theater. Specialitäten. Theater des Westens LuisenTheater Auftreten von Agnes Sorma Johannisfeuer Wiener Blut Bar und Nachm.: Zimmermann Die weiße Dame Dorf und Stadt Nachm.: Nathan der Weise Die Preise unserer Schuhwaaren Herren- Leder- Schnallen- Stiefel bequemster Stiefel der Jetztzeit 9,50 Mk. BallGoodyear Welt Schuhe u. Stiefel nur eigenes Fabrikat. Schuhe von den einfachsten sind streng fest und auffallend billig. 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Maßstab für die Bemeffung der freie ärztliche Behandlung und Arznei; 2. im Falle der ErwerbsunfähigUnterstützungen und Beiträge.( Durchfeit vom ersten Tage nach dem Tage schnittlicher Tagelohn.) der Erkrankung ab für jeden Arbeits: § 11. Für die Bemessung der Höhe tag sowie für jeden auf einen Wochendes Krankengeldes und der Beiträge werden die Kassenmitglieder in fünf tag fallenden Festtag ein Krankengeld und zwar: Klaffen eingeteilt: b. 2. " " " " 1,25" C. 3. " " " " 1,00 " d. " " 4. 5. " " " " 0,75 0,50 1. Kassenmitglieder, deren Arbeits: a. Mitgliedern d. 1. Klasse von 1,50 M. verdienst für den Arbeitstag 2,75 M. und mehr beträgt 1. Klaffe. 2. Kaffenmitglieder, deren Arbeits: verdienst für den Arbeitstag 2,25 bis e 2,75 M. beträgt 3. Rassenmitglieder, deren berdienst für den Arbeitstag 2,25 M. beträgt § 15 ist hinter den Worten„ bon 12 Monaten" statt 52 Wochen 26 Wochen zu setzen. 3. Die Beschaffung von Brillen usw. 2. Klasse. Arbeits- wie bisher bleibt. 1,75 bis 3. Klasse. 4. Rassenmitglieder, deren Arbeits: verdienst für den Arbeitstag 1,25 bis 4. Klaffe. echt Nussbaum.. Mk. 271,75 t. beträgt etwas kleiner... Mk. 24. Kleiderspind extra gross, halbecht, § 19 erhält folgende Fassung: Für den Todesfall eines Mitgliedes ge währt die Kaffe den Hinterbliebenen ein Sterbegeld: a. für Mitgl. der 1. Klasse v. 90 M. 5. Kassenmitglieder, deren Arbeitsberbienst für den Arbeitstag bis 1,25 M. beträgt 5. Klaffe. b. Der durchschnittliche Tagelohn ist bis auf weiteres festgesetzt: für die 1. Klasse auf 3,00 M. 3533 2. 75 " " " " " " C. 3. 60 " " " " " d. 4. 45 " " " " n " 2. " " " " 3. " " " 2,50 2,00 " e. 5. 30 " 1 " " " " 4. " " " " 1,50 " 5. 1,00 " " § 28. Abfa 2 erhält" folgende Fassung: Dasselbe beträgt: Diese Säße bleiben so lange in für die 1. und 2. Selaffe je 1,50 M., Geltung, bis sie durch die höhere für die 3., 4. und 5. Klaffe je 1 M. § 29 lautet fortan: Die wöchent Berwaltungsbehörde anderweitig feft: gestellt werden. In diesem Fall find lichen Kassenbeiträge betragen: für die 1. Klaffe 0,54 M. die neuen Säße auf die im§ 65 des Statuts bezeichnete Art bekannt zu machen. 2. "" " 0,45 3. 0,36 " " " 4. 0,27 #" " 5. " " " 1,18 n Artikel II. Jedes Kaffenmitglied wird auf Grund seiner Anmeldung nach Maß gabe des darin angegebenen Arbeitsverdienstes durch den Kassenvorstand Vorstehende Abänderung tritt nach einer Klasse zugeteilt, welche in das erfolgter Genehmigung durch den Quittungsbuch des Kaffenmitgliedes Bezirtsausschuß und statutenmäßiger einzutragen ist. Versetzungen in eine Bekanntmachung vom ersten Montage höhere oder niedere Lobnklasse finden ab in Kraft. bei verändertem Arbeitsverdienst je: Berlin, den 25. September 1901. Der Vorstand. C. Spaun, Vorsitzender. feder- Matratze und Keil- echt Nussb. fourniert Mk. doch nur von Quartal zu Quartal kissen Einfacher... Mk. Mk. 48.Nussb., pol. Mk. 24.- bis 33.Walzen- Divan Mk. 70.m. Satteltaschen u. Plüscheinfáss. Passend. Passend. Verticow Mk. 43, Garnituren| Sophas statt, der Arbeitgeber ist verpflichtet, derartige Veränderungen der Kassen: verwaltung spätestens am dritten Tage nach Beginn des Quartals im Kaffenlofal schriftlich anzumelden. § 12 lautet fortan: Mitgliedern, welche der Kasse volle sechs Monate angehören, wird für die Dauer der Krankheit, jedoch nicht über 26 Wochen, R. Hildebrandt, Schriftführer. Genehmigt. Berlin, den 13. Januar 1902. L. S. Der Bezirksausschuß zu Berlin, Abteilung II. Siber. II C 114/1. 01. 120-150 Mk. 40-55 Mk. die Krantenunterstützung gewährt. ad 3135 Gew. II. 02. Anerkannt solide Arbeit. Herren- Vortrag. Carl Bruckhoff, G. Friedrichstr. 10, über: Der vierfache Mord in der Oranienstraße u. die sog. unheilbaren Männerleiden." Mittwoch, den 29. Januar, abends 81% Uhr, in den Berolina- Festfälen", Schönhauser Allee 28. Nur für Herren! Eintritt frei! Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: 2b. Glocke in Berlin. Drnd und Berlaa von Mar Bading in Berlin. Nr. 22. 19. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Stadtschulrat Gerstenberg über den neuen Lehrplan der Berliner Gemeindeschule. aussprach, der Kultusminister werde dem Wunsch der Schuldeputation, für die unterste Klasse die Stundenzahl nicht auf 20, sondern auf 18 herabzusetzen, entsprechen. Sonntag, 26 Januar 1902. Aus der Frauenbewegung. Genoffinnen! Redner besprach dann die einzelnen Lehrfächer. In Religion Der Berliner Lehrerverein, der sich um das Zustande soll fünftig weniger Wert auf das Auswendiglernen gelegt werden, kommen der nunmehr gesicherten Reorganisation der Berliner Ge- mit dem Katechismus soll das Kind erst in den späteren Schuljahren Das politische Leben in Berlin geht zur Zeit in hohen Wogen. meindeschule durch seine jahrelange, unermüdliche Agitation ein bekannt gemacht, die Auswahl der Lieder und biblischen Geschichten In beiden Parlamenten werden Beratungen gepflogen über Wohl hervorragendes Verdienst erworben hat, genoß am Freitag die be- soll mehr dem Verständnis der Kinder angepaßt werden. Im Deutschen und Wehe des Voltes; in Kommissionen werden die wichtigsten sondere Ehre, den Stadtschulrat Gerstenberg in seiner soll die Grammatik start zurücktreten, wenigstens der systematische Fragen, der Bolltarif mit seinen Wuchersätzen, die Bewilligung oder Mitte zu sehen und den„ Chef" selber über den neuen Gemeindeschul- Unterricht in der Grammatik. Grundlage ist das Lesebuch, das Verweigerung der Ausgaben für den Staatshaushalt ausführLehrplan, der jetzt der Schuldeputation vorliegt und möglichst zum April entsprechend umgestaltet wird. Den obersten Klassen wird die Lektüre lich erörtert. Die Wahlen zu den Gemeindevertretungen eingeführt werden soll, sprechen zu hören. Die Lehrer und Lehrerinnen der Klassiker geboten. Aber auch das Werk selber soll zu den Kindern der Vororte halten die Wähler ständig int Thätigkeit, Berlins waren in Scharen herbeigeeilt und füllten den großen Saal sprechen. Die Theateraufführungen für Schulkinder, bis die letzten Nachwahlen beendet sind, worauf sich dann eine des Handwerkervereins samt den Galerien bis auf den letzten Stehplatz. Die bisher nur vereinzelt und nur erst versuchsweise veranstaltet neue politische Arbeit schnell einfindet. Jede Genoffin, welche mit Herr Gerstenberg hatte einen starten äußeren Erfolg, aber hinterher worden sind, will G. als erweiterte und dauernde Einrichtung bei- Interesse und Teilnahme die Ereignisse verfolgt, welche regen ergab die Diskussion, daß er in etlichen sehr wichtigen Punkten eigent- behalten wissen. Es wurde nicht ganz klar, ob er wieder nur seine innerlichen Anteil an den Kämpfen und Sorgen des politischen lich doch niemand überzeugt und für seine Ansicht gewonnen hatte. Brivatmeinung vortrug; aber schon die bloße Aufstellung dieser Lebens nimmt, lernt bald einsehen, daß diese Dinge für sie selbst Die Entwicklung des Kindes zum selbständigen Forderung riß die Zuhörerschaft aufs neue zu jubelndem Beifall hin. ebenso wichtig sind als für die Männer, welche allein darüber zu be Denken das ist nach Herrn Gerstenberg das Fundament, In Geschichte fällt das Altertum ganz aus. Dafür wird in den stimmen haben. So sehr sie direkt mit beteiligt, hat sie doch keine auf dem der neue Lehrplan ruht. Die Erreichung dieses Bieles wird obersten Klassen die neueste Zeit besonders berücksichtigt, zum Teil Stimme für ihre Meinung in die Wahlurne zu geben. Stumme möglich, wenn die unteren und mittleren Klassen von Lehrstoff ent- auch die Geschichte andrer Kulturvölker( England, Frankreich), ferner Dienerin im Staate, nicht gleichberechtigtes Glied der Geſellſchaft, Tastet werden und die Kinder an den schwierigeren Teil ihrer der gegenwärtige Zustand unsres Staatswesens, die moderne trägt sie die Lasten der täglichen schweren Arbeit, zahlt die aufAufgabe erst mit dem gefestigteren Denken der letzten Schul- Socialgesezgebung usw. Rechnen und Mathematit sollen erlegten Steuern und zieht die fünftigen Staatsbürger groß. Ihre jahre herantreten. Hierzu ist eine Verteilung des ge- die beherrschende Stellung, die sie bisher hatten, nicht verlieren, aber politischen Rechte dagegen sind die gleichen wie die der Unmündigen, famten Lehrstoffes auf acht Jahreskurse erforder- es ist hier ein langfameres Aufsteigen vorgesehen. Algebra wird be- der Irrsinnigen; mit ihnen stellt sie das Gefeß auf eine Stufe. lich. äußere Organisation der Gemeindeschule ist rücksichtigt, Geometrie beginnt fortan erst im 6.( bisher im 5.) Schul- Wohl lassen sich ungerechtigkeit und Zurücksetzung lange, erstaunlich trotzdem nicht eine völlig genaue Durchführung der acht Klassenstufen jahr. Aus den Ausführungen über die übrigen Fächer( Naturkunde, lange Zeit mit Gleichmut ertragen. Unter der Herrschaft persönlicher beabsichtigt, vielmehr soll das seit Oktober 1900 bestehende System Geographie, Zeichnen usw.) sei hier nur ausgeführt, daß im 3eichen Willfür leben Generationen dahin, ohne das Bedürfnis nach Bes von 7 aufsteigenden Klassen mit einer aufgefeßten unterricht fünftig das Zeichnen nach der Erinnerung stark betont friedigung zu empfinden; der Sinn für Recht und Freiheit der Oberklasse beibehalten werden. Die Berliner Volksschulen, werden wird. Für die Mädchen wird der Handarbeitsunter- Person ist durch den steten Druck eingeschläfert. Einmal aber kommt meint Herr Gerstenberg, sind heute noch nicht sämtlich im stande, richt bedeutend vermindert, um Raum für das Deutsche zu gewinnen sicher der Tag, da die schlummernden Geister erwachen und mit festem eine Oberklasse zu beschaffen. Erst wenn durch den neuen Lehrplan und so das Deutsche auch hier zu der Bedeutung emporheben zu Griff die dichten Schleier alter Vorurteile zerreißen, welche ihnen den die Anforderungen der Mittelklassen ermäßigt sind, wird eine größere fönnen, die es neben dem Rechnen auf der Berliner Gemeindeschule Ausblick in die freie Welt verwehrten. Und wer sich einmal Bahl von Kindern bis in die oberste Klasse gelangen können, und haben soll. Das Verhältnis der Gemeindeschule zu den auf seine Menschenwürde besonnen hat, kehrte nie wieder zurück dann wird sich, nach Gerstenbergs Versicherung, auch das System höheren Schulen wird durch die Lehrplan- Renderung angeblich zu dem alten dumpfen Traum bequemer Abhängigkeit. der 8 Klassenstufen voll durchsetzen. Die so organisierte Gemeinde- wenig beeinflußt. Man werde in derselben Weise, wie bisher, auf Die Frauen find zum politischen Bewußtsein erwacht und fordern schule tann ihre Aufgabe am besten erfüllen, wenn sie 16 einzelne die höheren Schulen übergehen können. Eine Schwierigkeit ergebe ihre Rechte als Bürgerinnen des Staates, zu dessen Wohlergehen sie Selaffen hat; in diesem Punkt stimmt Gerstenberg vollkommen über- fich wegen der Wenderung in Geometrie nur für die Realschule. ihr gutes Teil beitragen. Sie klopfen an die Thüre; Einlaß jedoch ein mit seinem Vorgänger Bertram, der diesen Grundsay Wahrscheinlich werde diese ihre Organisation so ändern müssen, daß werden sie nur finden, wenn sie die Forderung laut und energisch, ( wie wir oft hervorgehoben haben) schon in den 80er Jahren sie eine wirkliche Fortseßung der Gemeindeschule bilde. mit dem Rückhalt einer großen Gefolgschaft, zu zu erheben aufgestellt und damals auch deutlich kennen gegeben hat, daß Der stürmische und langanhaltende Beifall, unter dem Herr wissen. Deshalb geht die dringende Mahnung an alle Frauen, er grundsäglich für die Einteilung in oslassenstufen war. Gersten- Gerstenberg schloß, wird dem neuen Stadtschulrat eine Gewähr sich mit eifrigem Interesse dieser wichtigen Frage zuzuwenden. Sie berg denkt sich aber die Verteilung der 16 einzelnen Klassen auf dafür sein, daß er sich mit diesem Vortrag in die Herzen wird demnächst in einer öffentlichen Versammlung von Genossin die 8 Klaffenstufen so, daß für die oberste Stufe nur eine Klasse der Lehrer hineingeredet hat. Aber die Diskussion zeigte, daß Bettin eingehend behandelt werden; das Thema lautet:" Die eingerichtet wird, für die andern Stufen je zwei, für die unterste sich die Lehrerschaft trotzdem nicht ein Jota von ihren politische Gleichberechtigung der Frau eine Notwendigkeit." aber drei Klassen. Für diese unterste Stufe möchte er dann wohlerwogenen Forderungen abhandeln läßt. Die Versammlung findet statt Mittwoch, 29. Januar, 812 Uhr, eine Frequenz von höchstens 40 Kindern pro klasse Der Lehrerverein schickte mehrere seiner angesehenften Mitglieder und in Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. haben. Den Redner unterbrach hier ein wahrer Beifallssturm, eine besten Redner ins Treffen. Man forderte vor allem eine völlige Die Vertrauensperson. gewaltige, jeden Freund der Voltsschule packende und mit sich fort- Durchführung des Systems der acht Klassenstufen, sowie eine Siche reißende Kundgebung für die endliche Erfüllung des heißen rung des Zusammenhanges der Gemeindeschule mit der Realschule Wunsches der Berliner Lehrerschaft, das Elend der Klassen und möglichst auch mit den andren höheren Lehranstalten. Eine Die Gleichberechtigung der Frau ist wieder auf einem neuen überfüllung zunächst wenigstens auf der entsprechende Resolution fand einstimmige Annahme. Gebiete amtlich anerkannt worden und es ist bemerkenswert, daß es untersten Stufe beseitigt zu sehen. Herr Gerstenberg Der Lehrerverein erkennt darin den neuen Lehrplan als Hessen ist, das auf diesem Gebiete vorangeht. Der K. P. V." machte ein ziemlich verdugtes Geficht, und als nachher in der Dis- einen erheblichen Fortschritt an, erklärt aber nach wie meldet aus Mainz: fuffion versucht wurde, die Zahl 40 festzunageln, winkte er rasch ab. vor für die vollkommenste Organisation das System der 8 aufEs mag ihm eingefallen sein, daß es ein Unterschied ist, ob ein steigenden Klassen und erblickt in der so organisierten Gemeindeschule Stadtschulrat vor der Lehrerschaft seine pädagogische Ueberzeugung die beste Grundlage für die allgemeine Volksschule. Die Forderung, vertritt oder ob er vor der in gewissen Dingen sehr die Sparsamkeit daß auf eine Erleichterung des Ueberganges in höhere Schulen liebenden Mehrheit der Berliner Stadtverordneten- Versammlung seine erheblich eingeschränkten Wünsche vortragen darf. Die Beifallskund gebungen erneuerten sich, als Gerstenberg- im Gegensaz zu Bertram den Wert der famosen Versegungs- Prüfungen auf ein bescheideneres Maß zurückführte und die Forderung aufstellte, daß diese nicht den Unterricht hemmen dürfen; weiter, als er die Hoffnung Bedacht genommen und namentlich mit Rücksicht auf die Realschule der Beginn des Geometrieunterrichts nicht hinausgeschoben werden solle, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die noch von früher her bestehende Lehrplan kommission des Vereins wird die Wünsche der Lehrer genauer formulieren, um sie der Schuldeputation unterbreiten zu können. Lawn- Tennis- Anzüge in Herren- Grösse für Kostüm- Feste 6 Mk. Ein Utas des Telegraphenvorstehers thut den Telephonistinnen fund und zu wissen, daß sie höhere Beamte in dem Bureau, auf den Treppen, auf den Fluren, und im Hofe der Postgebäude zu grüßen haben. Eine Unterlassung des Grußes werde strenge Maßregeln nach sich ziehen. Wie aber? Zwei Finger an die Müze oder Hände an die Hosennaht? Hoffentlich läßt der Utas diese Specialvorschriften nicht vermissen. So bald Authentisches darüber vorliegt, werden wir es getreulich berichten. Einstweilen: Hoch die Gleichberechtigung der Frau auf allen Gebieten! Ausverkauf zu ausnahmsweise herabgesetzten Preisen, Der Ausverkauf währt nur bestimmte Zeit. 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Wo solches geschieht, bietet sich den Parteigenossen besondere Gelegenheit, die Wähler auf diesen Umstand aufmerksam zu machen und sie aufzufordern, die freie Zeit am Sonntag zu einem Gang aufs Amtsbureau zu benuzen. Benuke daher jeder Parteigenosse den heutigen Tag zu fleißiger Agitation! von 3-5 Uhr. Cenfroz. der Bevölkerung oder 11,95 Proz. aller würde, wie von Kampffmeyer, aber vielfach ist zwar Vollständigkeit Speciell in den sind eine vollständige den ad. br. in den Stadtkreisen 15,26 Proz. und auf dem Lande 7,16 Proz. mit erstrebt, nicht immer ist aber ein Urteil gegeben. So scheint es nicht mehr als 3000 m. veranlagt. Von der Gesamtzahl aller Cenfiten be- zu genügen, daß als Litteratur über die Handelspolitik die trug das veranlagte Einkommen bei 88,05 Proz. zwischen 900 Schriften von Schippel, Calwer und Kautsky in dieser uns 3000 M., bei 7,68 Proz. zwischen 3000 und 6000 M., Reihenfolge ohne irgend ein erklärendes Wort genannt werden. bei 2,08 Proz. zwischen 6000 und 9500 m., bei 1,75 Broz. zwischen Da hört das Buch auf ein Führer zu sein, und erhebt sich nicht über 9500 und 30 500 M., bei 0,37 Proz. zwischen 30 500 und 100 000 m. den Rahmen eines guten Preisverzeichnisses einer Buchhandlung. Eine Vollständigkeit ist aber andrerseits in einem Schriftchen dieses und bei 0,08 Prog. über 100 000 M. Bemerkenswert ist hierbei, daß von 1900 bis 1901 die Prozent Umfangs weder zu erreichen, noch unbedingt erforderlich, jedoch zahl der Cenfiten mit einem Einkommen bis zu 3000 m. etwas ge- hätten nicht getvisse Richtungen litterarischer Bethätigung vollständig Für Wähler, welche verhindert sind, die Wählerliste ein stiegen, dagegen die Prozentzahl der Censiten mit 3000 bis übersehen werden sollen; so wäre ein Abschnitt zu widmen zusehen, baben an verschiedenen Vororten sich Parteigenossen bereit 30 500 M. Ginkommen zurückgegangen und die Prozentzahl der gewesen der Stellung unſerer Partei zu beit übrigen erklärt, sich dieser Mühe zu unterziehen. Es empfiehlt sich, die letzte mit dem Betrag von 30 500 M. überschreitenden Einkommen gleich Barteien, vom Anarchismus bis zum Centrum, Erwähnung Steuerquittung mitzubringen. Wir geben nachstehend die Adressen geblieben ist. hätte verdient die eigne Litteratur unsrer Gewerkschaften, so die derjenigen Personen bekannt, an die man sich im Verhinderungsfall wenden wolle: e man sich im VerhinderungsRecht interessant ist ein Vergleich der Veranlagungsergebnisse Echriften von Legien sowie die andern Veröffentlichungen der seit dem Jahre 1896. Während 1896 nur annäherub drei Behntel Generalfommission, dann die Gewerkschaftsstatistiken, die Protokolle Brit: Drechsler A. Gau, Chausseestr. 40. Cigarrenhändler die b A. Ringe, Bürgerstr. 68. Restaurateur Weniger, Werderstr. 27. Die der Bevölkerung veranlagt waren, umfaßt die veranlagte Bevölfe- der Kongreffe, die Litteratur über den Bauarbeiterschutz, die JahresBürgerfir. Meftaurateur Listen liegen von vormittags 8 bis nachmittags 3 Uhr im Gemeinde ung im Jahre 1900 fast ein Drittel und im Jahre 1901 etwas berichte der Arbeiterfekretariate, die Arbeiter- Notigkalender, unsre Liſten liegen von vormittags 8 bis nachmittags 3 Uhr im Gemeinde- über ein Drittel. Die einkommensteuerpflichtige Schicht hat sich in Beitschriften zc. ich vergesse bei diesen Aussetzungen nicht, Preußen in den Jahren 1896, 1900 und 1901 im Verhältnis von welche ganz außerordentliche Arbeit darin liegt, daß ein Einzelner Friedrichsfelde: Restaurateur J. Loße, Luisenstr. 20. Die 2930 zu 3314 zu 3475 ausgedehnt, während die einkommensteuer- in 48 Seiten eine Geschichte des Socialismus und eine Uebersicht Liste liegt aus im Gemeindebureau, Schloßstr. 24, von 9-1 Uhr und freie Schicht im Verhältnis von 7070 zu 6686 zu 6525 zurück über seine Litteratur giebt, wobei z. B. dem Kapital von Marg eine r. 24, bon 9-1 11hr Abhandlung von mehr wie 10 Ceiten gewidmet wird. Wir hoffen, gegangen ist. Friedrichshagen: Otto Barth, Ahorn- Allee 19; Paul Buhn, Steuererklärungen sind im Jahre 1901 537 152 abgegeben daß das Schriftchen eine weite Verbreitung und bald eine neue und Wilhelmstr. 65. worden. Davon sind 135 755, also 25,3 Proz., beanstandet worden. verbesserte und etwas vermehrte Auflage erlebt. Dann möge der In Johannisthal find folgende Parteigeuossen bereit, für solche Von diesen Beanstandungen haben Erfolg gehabt 108 467. Gegen- Verfasser uns auch ein Regiſter beifügen, das die Benutzung der Wähler, die keine Zeit haben, die Gemeinde Wählerliste über den Angaben der betreffenden Steuererklärungen find mehr Schrift erleichtern wird. nachzusehen: Hermann Banselow, Bismarkstraße; Hermann Mertins, veranlagt an steuerpflichtigem Einkommen rund 262 Millionen Mr. Die Ausstattung der Schrift ist recht gut, mit Ausnahme der Roonstr. 2: Paul Mann, Friedrichstr. 89. und an Einkommensteuer rund 91/3 Millionen Mt. Bei unveränderter seitlichen Drahthefting, die dazu führt, daß das Buch zerrissen Lichtenberg: Die Wählerlisten liegen Wochentags von 8-3 1hr Bugrundelegung der Angaben der Steuererklärungen würden also werden muß. Was sich für einen Preiscourant empfiehlt, eignet und Sonntags von 9-12 Uhr im Rathause aus. Die Einsichtnahme die beteiligten Steuerpflichtigen im Durchschnitt um beinahe zwei sich nicht für ein Schriftchen, das durch Jahre hindurch der Ratgeber ist um so mehr notwendig, als nach den neuen Listen Fünftel zu niedrig veranlagt worden sein. Es ergiebt sich daraus und nach Bildung dürstenden Arbeiters sein soll. die Ersatzwahlen erfolgen. Folgende Personen werden für zugleich, daß es sich in der weitaus überwiegenden Mehrzahl Wähler, die behindert sind, die Listen nachsehen: I. Bezirk: Strauſse, Ser Fälle nicht nicht nur um unbedeutende Erhöhungen der Wilhelmsberg, Berlinerstraße; Bastian, Hagen- und Gudrunstraßen- deklarierten Beträge gehandelt haben kann, und zwar find Sociale Rechtspflege. Ecke. II. Bezirk: Franke, Wilhelm- und Frenestraßen Ede: Schulz. von den Beanstandungen nicht etiva 11112 die Steuer- Die Gewöhnung des Unfallverletzten. Der Dreher 2. hatte Prinzenallee 6. III. Bezirk: Weißpfluck, Wartenbergstr. 68; Grauer, pflichtigen mit geringerem oder mittlerem Einkommen, sondern infolge Betriebsunfalls vor vielen Jahren das Nagelglied eines Frankfurter Allee 197. IV. Bezirk: Lütterbuse, Friedrich Karlstr. 11; Sie Steuerpflichtigen aller Stufen betroffen worden. Für die wohl- Daumens verloren und bezog zuletzt eine Unfallrente von 12 Broz., Radke, Friedrich Karls. 26. Steuerzettel ist als Legitimation erhabenden Klassen gerade tein schmeichelhaftes Zeugnis! Besonders die seit 1892 umbestritten geblieben war. Die Eisen und hoch ist der Prozentsatz der Steuererklärungen, die beanstandet werden Stahl Berufsgenossenschaft entzog ihm die Rente Groß- Lichterfelde: K. Wenzel, Lankwizerstr. 6 I, für die mußten, in den Bezirken Oppeln( 39,2 Proz.), Bromberg( 37,4 Proz.), am 1. September 1900 gänzlich, indem sie sich auf ein Genossen auf der Anhalter Seite( öftlich der Beke), Restaurateur Bojen( 34,5 Broz.), Gumbinnen( 29,9 Proz.), Marienwerder Gutachten füßte, worin der Arzt ausgeführt hatte: Die Narbe möge Ernst Richter, Chauſſeeſtr. 104, für die Genossen auf der Potsdamer( 39,4 Broz.). Köslin( 29,4 Proz.), Liegnig( 29 Proz.), also gerade im noch etwas empfindlich sein, wenn gerade direkt auf den KnochenSeite( westlich der Beke). Die Wählerlisten liegen von 8-3 Uhr ostelbischen Junkerparadies. stumpf gedrückt werde. Die Beweglichkeit des Stumpfes sei unim Rathause aus. In 1400 Fällen haben die Regierungen wegen Buividerhandlungen behindert. Der anatomische Befund sei nicht wesentlich anders wie Lankwik: Garbrecht, Kaiser Wilhelmstr. 45. Ferner im gegen das Gefeß vorläufige Strafen in Höhe von 554 248 Mart früher. Aber wegen der zeitlichen Anpassung und Gewöhnung an Restaurant Jägerheim, Victoriastr. 33. Die Listen liegen im Amts- verhängt. Der Turchschnittsstrafbetrag für den einzelnen Fall betrug die Unfallfolgen wäre die Entziehung der Rente angebracht. Amts- verhängt. hause aus. also rund 395 M. In 110 Fällen, die sogleich zur gerichtlichen Ent 2. legte vergeblich Berufung ein und ergriff dann noch das RechtsDie Parteigenoffen in Neuendorf, welche verhindert sind, die scheidung abgegeben wurden und bereits rechtsfräftig sind, betrug mittel des Rekurses. Er machte persönlich vor dem Reichs- Versicherungstäglich von 8-3 Uhr im Gemeindehause ausliegende Wähler- die Summe der erkannten Geldstrafen 53 117 M.. also im Durch amt geltend, daß er bei Kälte immer noch größere Schmerzen ver liste einzusehen, wollen sich an Restaurateur Karl Gruhl, Nowawes, schnitt 483 M. für den einzelnen Fall. Die Gesamtsumme der spüre und daß ihm der Arm einschlafe, wenn er zwei Minuten lang Priesterstraße, und an Robert Lange, Wallstraße 62, ebendaselbst, festgesetzten Strafen und Nachsteuern beläuft sich auf 781 085 M. etwas mit der Hand halte. Er seijeßt nur ein halber Dreher; nachschlichten Schließlich noch einige Bemerkungen über die Veronlagung der könne er nicht. Die Berufsgenossenschaft verwies zur RechtNowawes: Die Wählerliste ist beim Restaurateur S. Grithl, nicht physischen Personen( Aktiengesellschaften) und dergleichen. Es fertigung ihres Vorgehens auf den guten Arbeitsverdienst des Bricsterstraße, einzusehen. Zur Auskunfterteilung ist Gruhl sowie der find im Jahre 1901 veranlagt 1960 Aftiengesellschaften und Kommandit- Klägers. Diefer brachte eine Bescheinigung seines Arbeitgebers bei, Genosse R. Lange, Wallfir. 62, jederzeit bereit. gesellschaften auf Attien mit 17 686 066 M., 115 Berggewerkschaften mit daß er ausgewählt leichte Arbeiten erhalte und daß sein Verdienst Paukow. Die Wählerlisten zu den bevorstehenden Gemeinde- 826 794 M., 374 eingetragene Genossenschaften mit 84 556 M. und faum im Verhältnis zu seinen Leistungen stehe. Er, der Arbeitgeber, rats- Wahlen find an folgenden Stellen einzusehen: H. Klingenberg, 212 Konsumvereine mit 164 168 M. Das dieser Veranlagung zu nehme manche Rücksicht, weil Kläger in seinem Betriebe verKaiser Friedrichstr. 12; J. Mierte, Berliner- und Mühlenstraßen- Ecke; Grunde gelegte steuerpflichtige Einkommen betrug bei den Attien- unglückt sei. Außerdem besize L. fein Vertrauen. Wo anders würde E. Hoffmann, Mühlenstr. 25; Clemen, Wollank- und Görschstraßen- und Aktien- Kommanditgesellschaften 5882/8 Millionen, bei den Berg- Kläger nicht den vierten Teil seines jetzigen Lohnes verdienen. Ede; Rößner, Cigarrengeschäft, Brehmestr. 60; Nichter, Wollantstr. 92; gewerkschaften 21 Millionen, bei den eingetragenen Genossenschaften Das Reichs Versicherungsamt hob die Vorentscheidung auf Löse, Wollaufstr. 59. 3,1 Millionen und bei den Konsumvereinen 4,8 Millionen Mart. Gegen und verurteilte die Berufsgenossenschaft, dem Kläger die Reinickendorf. Die Wählerlisten zu den Gemeindewahlen das Jahr 1900 weist das steuerpflichtige Einkommen der verschiedenen den 1. September 1900 hinaus liegen von 10 bis 8 Uhr im Rathause aus. Wähler, die ver- Arten von nicht phyftichen Personen insgesamt ein Mehr von faſt weiter 12 Prozent Unfallrente gewähren, sowie ihm 9 Mark an außergerichtlichen hindert sind, die Listen einzusehen, mögen ihre letzte Steuer 62 Millionen auf. Kosten zu erstatten. Begründend wurde ausgeführt: Auf Grund des quittung für Osten beim Restaurateur H. Puzierer, Provinz- und Augenscheins und auch des ärztlichen Gutachtens sei der Senat zu der Granatenstraßen- Ecke, sowie beim Restaurateur Händel, GesellschaftsUeberzeugung gekommen, daß keine wesentliche Besserung vorliege, straße 33, abgeben; für den Westen bei A. Engel, Eichborn die die Entziehung der Rente rechtfertigen könnte. Es wäre auch ftraße 73-74. feine Gewöhnung anzunehmen, denn, wenn überhaupt, hätte diese schon vor Jahren eintreten müssen. wünscht. wenden. In Rummelsburg sind folgende Parteigenossen bereit, die Wählerlisten für solche Personen einzusehen, welche dazu keine Zeit haben: Gebauer ,, Neue Prinz Albertstr. 17; Frank, Neue Prinz Albertstr. 10; Walle, Türrschmidtstr. 33, part.; M. Bitterhoff. Türrschmidtstr. 12; Gastwirt Bendling, Goethestraße und KantDas erste Jahrzehnt seit Inkrafttreten der Steuerreform hat dem preußischen Staate von Jahr zu Jahr steigende Einnahmen gebracht. Daran ist neben der schärferen Handhabung des Gefeßes vor allem der wirtschaftliche Aufschwung schuld. In den nächsten Jahren werden die Steuerergebnisse wohl ein andres, weniger erfreuliches Bild bieten. 02 Vereinskalender. über Leje: und Disfutierklub" Moabit". Montag( außer an den -„ Leopold 0000S 0S Tiffevavisches. fe Zürschmidtstr. 37; Gastwirt B Schillerstr. 26; Gastwirt Müller, Brentano, Dr. L., Ethit und Volkswirtschaft in der Raben ng Mabeyins), Badstein, alsmedelerfi. Je Burgenger, 44. Die Listen Geschichte. Rede beim Antritt des Rektorats der LudwigsMaximilians- Universität, gehalten am 23. November 1901. München 1901. C. Wolf 11. Sohn, 41 S. 4. 1 straße 41. M. Schmidt, Berlinerstr. 43 a. A. top, Chausseestr. 17. Daß in einer Rede und Druckschrift mit dem vorstehenden Titel einer die Jacoby" Sibung jeden Montag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tabert, Markusstr. 14. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Zweiter Vorsitzender: A. Hübner, Erster Wilhelmstraße 134. Kassierer: Seifrit, Fidicinstraße 16. Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Laufiberstr. 33. Montag, abends 9-11 Uhr, Uebungssinnde und Aufnahine neuer Mitglieder. Tonblüte", Liedesfreiheit II", Strausberg, Magnus, ventschel, Lübbenerstraße 18. Wilhelmstraße.-" Berliner Damenchor Harmonie", Rosin, Ruppinerstr. 42.,, Vorwärts IX", Charlottenburg, Beier, Wallstr. 94. Männerchor Osten", " Freya I"( gem. Chor) Rofenthalerstraße 57. Bug, 80", m Männer- Gesangverein Senefelder I", Gieske, Schillingstr. 35.„ Frisch Alexandrinenſtr. 32. -auf L, Friebrides sera, Grodanet, Frautſunier Chauffe 135. Solidarität", Arbeiter Rancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen liegen noch bis 30. Januar im Rathaus aus. Nieder Schöneweide: Christian Hofmanit, Hasselwerderstr. 4. Steglių: Schellhase, Ahornstr. 15 a. Stahle, Cigarrenladen, Herderstr. 31. Oft, Cigarrenladen, Dippelstr. 29. Kruse, Cigarren- der Socialismus niemals erwähnt, und nur auf ei laden, Schloßstr. 118. Cramer, Martsteinstr. 1. Lewandowski, Beile oberflächlich gestreift wird, rechtfertigt allein Düppelstr. 7. Wolf, Schildhornstr. 78. 2. Krüger, Seesestr. 1. Erwähnung dieser Schrift. Es ist charakteristisch für die Tempelhof: J. Flieg, Berlinerstr. 38. M. Müller, Berliner- deutschen Professoren, daß der freimütigste und durch NückWilhelmſtr. 17. E. Zadewig, Reſtaurant, Neueſir. 1, Tate,& riedrich ſichten sich am wenigften beengt fühlende Lehrer der deutschen Ecke der Dorf- Nationalökonomie, die historisch: ethisch und volkswirtschaftlich so ſtraße. Die Anmahme von Aufträgen erfolgt wochentags von 7, bebeitungsvolle Bewegung des Socialismus in diefer Schrift bis 81/2 Uhr abends, Sonntags von 11 bis 1 Uhr mittags. ignorieren fonnte. Desto breiter läßt er sich aus über die wohl Mariendorf: Herm. Lehmann, Bergstr. 31. Herm. Schütte- mehr in seiner Phantasie bestehende als von ihm beobachtete ideale im Bereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, PutbuserGesinnung in der deutschen Studentenschaft, auf die er das steigende straße 44, 4 Treppen. Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Weißensee: Emil Schumann, Lehderstr. 118. Julius Schillert, Interesse der studierenden Jugend an den nationalökonomischen Aufnahme neuer Mitglieder:„ Blaue Schleife", Dembirki, Görligerstr. 52. König- Chaussee 39a. Helmike. Heinersdorfer Weg 38. Wilhelm Studien zurückzuführen sucht. Grüne Linde", Thulmann, Prinzen- Allee 19." Borwärts", Wählisch, Reste, Rölfeſtr. 186, II. Albert Taubmann, Elsaßstr. 15, II. Den wesentlichen Inhalt der Schrift bildet ein rascher Ueberblick Adalbertstr. 4. Gemütlichfeit IV", Frankfurter Allee 198.„ Flieder H. Sorrer, Straßburgstr. 56. Blaue Wolfe II", Kienast, Born über die Entwicklung nationalökonomischer Anschauungen innerhalb duft II", Stein, Samariterfir. 36. Wilmersdorf: Natusch, Uhlandstr. 71. Kraft, Pariserstr. 51. des christlichen Gedankentreises, zuerst bei den Kirchenvätern und dorfer und Löwestraßen- Ecke. Merifaner", Schmat, Landsberger Allee 36. Witte, Berlinerstr. 40. Wasserturm", Wartenberg, Straßburgerstr. 40." Excelsior", ReichenNidel, uhland- dann in der Reformation. Hier ist so manches, wenn auch nicht Rudloff, Bruchsalstr. 14. Fickinger, Straße 108. Chauffeeso sich 133. Saleuſee( zu Wilmersdorf gehörig): Hilpert, Kurfürstendamm beu, fo boch intereffant zusammengestelltes zu finden. Je mehr fid Burbuſerſtraße 19.-" Grete Männer", Gr- Lichterfelbe, Night, Chance der Redner der Gegenwart nähert, desto kürzer werden seine Aus führungen, so daß ihm, wie wir schon eingangs bemerkt haben, auch nur für die Nennung des Wortes Socialismus teine Zeit übrig blieb. Nur einige weitere Ausführungen über agrarische und Mittelstandsbewegung, die aber nichts Neues bringen, stören die eigentümliche Disposition dieser Rektoratsrede. Nr. 126. Meyer, Georg Wilhelmstr. 20. Zehlendorf: Aug. Wirth, Auguststr. 6. G. Semmler, Beerenstraße 3. H. Böhm, Grunewaldstr. 4a. O. Bielicke, Potsdamer straße 8. H. Koester, Neuestr. 3. E. Krause, Mittelstr. 10. O. Jätel, Spandauerstr. 26. W. Paulit, Düppelstr. 12. Die Wählerliste zur Gemeindewahl liegt am 28, und 30. d. M. bis abends sieben Uhr, an den andren Tagen von 8 Uhr bis 3 Uhr öffentlich im Zimmer 2 des Amtsbureaus aus. straße 104. 2. Sonntag:„ Ohne Sorge", Trutinat, Gipsstr. 16. Central- Raucherbund. Zuschriften sind an Kleist, Rigdorf, Juliusstraße 26, zu richten. Montag: Maiglöckchen", Schöneberg, Gleditschstraße 19. Kap der guten Hoffnung", Salzwedelerstr. 15. Arbeiter Schwimmerbund. Sonntag:" Freiheit", vormittags 10-12 Uhr, städtische Badeanstalt, Bärwaldstraße. Arbeiter Radfahrerbund" Solidarität“. Gau 9( Prov. Branden burg). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten an den Gauvorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Montag: Verein Stette" tagt jeden ersten und dritten Montag im Monat in Tegel bei Krause, Berliner: und Brunowstraßen- Ecke. So Tüchtiges Brentano in größeren Arbeiten geleistet hat, was wir trotz allen Widerspruches gerne zugestehen wollen, so leiden seine offiziellen Reden als Universitätsprofessor in hohem Maße an schweren Mängeln, wir erinnern da mur an seine Ausführungen in Leipzig über die Ursachen der socialen Not, die wenn gar nichts anderes, so doch dies bewiesen haben, daß ebenso groß wie feine Ausdauer in Gefang und gesellige Vereine. Montag: Sängerloge", Große Die Uebersicht der Ergebnisse der Einkommensteuer- der Betämpfung der Marrischen Theorie seine staunenswerte Un- Frankfurterjir. 146.„ Berein der Aquarienfreunde"," Büchler- u. Mustauertenntnis derselben ist. 12 503 336 M. Veranlagung. this ―n. straßen- Ecke. Lotterieverein„ Bauernglück", Anklamerstr. 8. = Konsumgenossenschaften Berlins und der Umgegend. Konsumt= Kampffmeyer, Paul, Die Geschichte und Litteratur perein Berlin Rirdorf( E. G. m. b. S.). Verkaufsstellen: 1. Nixdorf, Die dem Abgeordnetenhause zugegangene Uebersicht der Er- der deutschen Socialdemokratie in ihren Haupt- Biethenstr. 31; 2. Pücklerstr. 38; 3. Faldenſteinſtr. 6; 4. Rixdorf, Hobrechtftraße 82; 5. Britz, Werderstr. 33; 6. Ober Schöneweide, Edisonstr. 4; gebnisse der Einkommensteuer Veranlagung für 1900 zügen. IV u. 48 G. fl. 8. Nürnberg. Fränkische Verlags- 7. Rixdorf, Rosenstr. 4; 8. Berlin, Stralauer Allee 20a; 9. Steglit, Schloßund 1901 enthält eine Reihe interessanter Daten. In Preußen ist anstalt und Buchdruckerei Hermann Sydow it. Cie. straße 87a; 10. Johannisthal bei Senftleben; 11. Treptow, Baumschulenweg 36. für das Steuerjahr 1901 bei 3 649 188 Cenfiten der Betrag von Die Idee, welche in trefflicher Weise Stampffmeyer in dem kleinen 12 Groß- Lichterfelde, Dürerstr. 37; 13. Emdenerstr. 19; 14. MünchebergerKonsumverein Berlin Nord( E. G. m. b. H.): 186 888 684 M. an Einkommensteuer veranlagt worden, gegen Schriftchen ausgeführt hat, hat sicherlich vielen von uns ebenso straße 32. einen Betrag von 174 385 348. bei 3379 534 Cenfiten im vorgeschwebt, wie dem Recensenten. Wer die Bibliothek unserer 1. Vinetaplas; 2. Chorinerstr. 46; 3. Buttmannstr. 19; 4. Willdenowftr. 30; Konium: Jahre 1900. Es ergiebt sich demnach gegen das Vorjahr ein Arbeitervereine, wer als Redacteur, oder Arbeitersekretär so häufig 5. Gartenstr. 3; 6. Moabit, Wiclefstr. 31; 7. Gbelingsir. 14. Mehr an Cenfiten von 269 654 und an Steuern ein Mehr von um Rat von wissensdurstigen Arbeitern gefragt wird, wer es mit gerein Berlin: Süd( E. G. m. b. S.): 1. Arndtstr. 5; 2. Gräfefir. 40; Bedauern empfunden hat, daß so viele schlechte Litteratur von den für Schöneberg und Umgegend( E. G. m. b. S.): 1. Apostel und umgegen... 3. Die Bevölkerungsziffer hat sich nach der zum Zweck der Veran- Arbeitern im guten Glauben gekauft und gelesen wird, der muß sich Baulusstraße 27; 2. Gothenfiraße 1. Konsumverein Char Tagung startgehabten Personenstandsaufnahme auf 34 056 414 gegen freuen, daß endlich einer von uns auch die Zeit fand, das Thema, lottenburg( G. 6. m. 6. S.): 1. Wilmersdorferstr. 27; 2. Tauroggener Konsumgenossenschaft von Friedrichshagen 33 469 818 Stopfe gestellt. Von diesen hatten 20 581 002( im Jahre Wie informiert man fich über den Socialismus", zu bearbeiten. firaße 10.1900: 20 881 587) ein Einkommen von weniger als 900 m., und Es soll nicht geleugnet werden, daß der Recensent mit einem gewiffen und um gegend( E. G. m. S.): 1. Friedrichstr. 98.- Konsum zwar in den Städten 7 500 284( 7 658 966), auf dem Lande 13 089 894 Mißtrauen das Schriftchen in die Hand genommen hat, fürchtete er Genossenschaft Adlershof( E. G. m. b. S.): 1. Hackenbergstr. 29. Konsumverein Weißenfee( E. G. m. b. H.): 1. Friedrichstr. 12. ( 13 231 136). Mit andren Worten: im Jahre 1901 blieben doch, daß der einseitige Standpunkt Kampffmeyers auch in Berliner Konsumberein. Verkaufsstellen: Michaelfirchplatz 4, Man muß etwa 60 Broz, im Jahre vorher jogar 63 Proa. diesem Werkchen zum Ausdrud kommen würde. aller Preußen stenerfrei, weil ihr Einkommen es aber zugestehen, daß der Autor im wesentlichen mit feinem Takte Rummelsburg: Türrschmidtstraße 6, Stralau, Stralauer Allee 17f, Lichtens Zatte Krautfir. 7, Betersburgerſtr. 4 a, Emdenersſtr. 45, Beuſſelſir. 56, Roſtocerfir. 21, weniger als 900 Mart jährlich betrug. alles vermieden habe, was nicht als die gemeinsame Auffassung berg: Frankfurter Chauffee 48/ 49.- Aufnahmen werden in obengenannten Mit einem Einkommen von mehr als 3000 M. sind ver- unsrer Bartei erscheinen konnte. Damit soll nicht gesagt sein, daß Verlaufsstellen jederzeit vollzogen außer Sonntags. Auskunft in Genossens anlagt 485 696 Cenfiten gegen 418 878 im Jahre 1900, b. h. nicht dieses oder jenes Buch von manchem anders charakterisiert schafts- Angelegenheiten erteilen die Vorstände der betreffenden Vereine. " Ausstellung für Spiritus- Industrie und technische Verwendung des Spiritus Berlin N., See- Strasse Institut für Gärungsgewerbe vom 8. bis 16. Februar 1902. Geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 42 Uhr nachmittags. Spiritus Lampen Spiritus- Kocher Die Hausfrau findet Spiritus- Kochherde 8287L* Spiritus- Bratöfen Spiritus- Bügeleisen etc. Spiritus- Locomobilen Der Landwirt findet Maischapparate Jedermann findet Destillierapparate etc. Spiritus- Heizöfen Spiritns- Motore Spiritus- Automobile Spiritus- BeleuchtungsAnlagen etc. Alle Apparate, vom grössten bis zum kleinsten, werden im Betrieb vorgeführt.. Eintrittspreis: Für Dauerkarten Für Tageskarten Für Sonntagskarten Im Vorverkauf: Tageskarten.. 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