Mr. 28. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungss Breisliste für 1902 unter r. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. te Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Kinderausbeutung. " 1 Sonntag, den 2. Februar 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Der Reichstag des Landarbeiters zu haben und die Ausbeutung wird durch die als erwartet werden konnte, im Orkus verschwinden! Doch es wäre patriarchalische Form, in die sie sich fleidet, noch schlimmer als in vermessen, einen so schnell befreienden Ausgang des Zollattentates der Industrie. Wie schamlos betreiben die Junker die Kinder- zu erhoffen. Weit wahrscheinlicher ist es, daß die konservative Partei Bei den diesjährigen socialpolitischen Debatten, die der Reichs- ausbeutung zur Erntezeit! In wie brutaler Weise wird die Gesund sich bescheiden zum gemäßigten" Wucher der Regierungsvorlage tag bei der Beratung des Etats des Reichsamts des Innern ver- heit der Kinder verwüstet von den Rübenjunkern, deren Specialität bekehrt. anstaltete, hat die Bekämpfung der gewerblichen Kinder- die Verwendung der Kinder zum Rübenverziehen ist. Den Junkern arbeit, einer der größten Scheußlichkeiten des kapitalistischen zuliebe schließt der Staat die Schulen. Dörferweise holen die Treiber Systems, eine größere Rolle gespielt als sonst. Selbst den Ver- der Junker auf Leiterivagen die Kinder zusammen, die dann in sengender begann ant Sonnabend die encyclopädische Unterhaltung, die sich tretern der Ausbeuterparteien schlägt das Gewissen angesichts der Sonne, in gebückter Körperhaltung auf dem Felde die Rüben ziehen. nach Beendigung der socialpolitischen Generaldebatte bei der zweiten schändlichen Auswucherung der Arbeitskraft armer Proletarier Aus den Schilderungen ländlicher Lehrer kennen wir die elende Lesung des Etats des Reichsamt des Junern in jedem Jahre enttinder und der Verwüstung ihrer Gesundheit durch den Verfassung, in der die Kinder nach der Feldarbeit in die Schule spinnt. Es sind auch meistens dieselben Gegenstände, über die man Kapitalismus. Es ist deshalb auch von ihnen ein energi- fommen, wie sie über brennende Augen und Schmerzen des Rückgrats spricht und um die man kämpft. Wieder brachte der freisinnige Abg. sches gesetzliches Eingreifen gefordert worden. Aber die bürger- flagen und wie diese Ausbeutung sie oft dauernd in ihrer Gesund- Dr. Müller- Meiningen den Ausbau des internationalen Rechts liche Socialpolitik, die das Medusenantlig des Kapitalismus nur wie heit schädigt. zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs zur Sprache, wieder mit einer dünnen Schminke überzieht, bleibt im Grunde machtlos Gegen diesen fapitalistischen Kindermord in seiner vielfachen wurde die Förderung der Hochsee- Fischerei durch ein internationales gegen die Kinderausbeutung, weil eben ihre Energie" vor dem Gestalt wird das, was jetzt von Steichs wegen geschehen soll, nur ein Abkommen über Schonreviere und Schonzeit erörtert, und wieder tapitalistischen Interesse zusammenknickt. Auch jetzt hat sich das ganz schwächlicher Schritt sein. Es ist Socialpolitit nach der Art wurde zum Kampf gegen die Reblaus aufgegerufen. wieder gezeigt, in der Art, wie die bürgerlichen Barteien sich über vie die letzte größere Maßnahme: die Regelung der Arbeitszeit im Bon allgemeinerem Interesse war die Debatte, die sich bei dem den dem Bundesrate vorliegenden Gefeßentwurf betreffend die gewerb- Handelsgewerbe. Gesetzliche Festlegung der durchgängig gebräuchlichen Kapitel der Reichs- Schulfommission über die Mecklenburger Volksliche Kinderarbeit außerhalb der Fabriken geäußert haben. Höchstarbeitszeit und Beschränkung der Maßnahmen auf einen Bruchschul- Verhältnisse entspann. Die Reichs- Schulfommission führt einen Die gewerbliche Kinderarbeit ist ja weit größer, als allgemein teil des Handelsgewerbes: die Ladengeschäfte. Eo auch hier. Der vom stattlichen Titel, ihre Aufgaben aber sind höchst bescheidener Natur: angenommen wird. Schon nach der bekannten statistischen Erhebung Grafen Posadowsky angekündigte Gesezentwurf soll eine tägliche sie hat sich mit den Prüfungsordnungen und dem Berechtigungsbon 1898, deren Resultate die Unterlage für die Regelung der vierstündige Arbeitszeit für Kinder von zwölf Jahren erlauben, die wefen zu beschäftigen. Immerhin aber ergiebt sich in der Debatte Kinderarbeit bilden, waren in Deutschland außerhalb der Kinderarbeit gänzlich verbieten in einigen wenigen Betrieben, in über die Ausgaben, die sie erfordert, die Möglichkeit, diesen engen Fabriken weit über eine halbe Million Kinder unter 14 Jahren be- denen sie überhaupt minimal ist, und im übrigen die Hauptgebiete Rahmen zu verlassen, und unser Genosse erzfeld erwarb sich schäftigt: 544 288 Kinder. Davon waren thätig in der Industrie der Kinderarbeit: die häuslichen Dienstleistungen und die Landwirt- ein wirkliches Berdienst, daß er hierbei einmal den elenden Zustand 306 823, im Handel 17 623, im Verkehr 2691, in den Gast- und schaft, vollständig ausnehmen. Diese Socialpolitik scheint den Grund- des Mecklenburger Volksschulwesens sachkundig erörterte. Die LandSchankwirtschaften 21 620, in Austragediensten 135 830, in gewöhn- fatz zu haben, bestehende Zustände einfach gesetzlich zu machen in schulen, die unter dem Patronat der Rittergutsbefizer lichen Laufdiensten 35 909, in sonstiger gewerblicher Beschäftigung dem Gedanken: nun können sie sich wenigstens nicht noch mehr ver- stehen, find in traurigster Verfassung, die Lehrer werden 11 787. In den Großstädten und deren Vororten schwankt die Zahl schlechtern. Daß eine solche Socialpolitik niemals wirkliche Ver- auf das erbärmlichste bezahlt und befinden sich in schimpfder beschäftigten Kinder zwischen 12 bis 141/2 Proz. durchschnittlich, besserungen schaffen kann, braucht nicht erst bewiesen zu werden. lichster Abhängigkeit vom Gutsherrn. Unser Redner forderte, in gewissen Industriedörfern mit ausgebildeter Hausindustrie ſteigt Das Verhalten der Mehrheitsparteien des Reichstags bei den daß das Reich Mindestbedingungen aufstellen solle, die alle Voltsfie bis zu 80 Proz. aller schulpflichtigen Kinder. Die Zahlen Debatten über die Kinderarbeit zeigt, daß bei ihnen der gute Wille schulen der Einzelstaaten zu erfüllen hätten. geben wie gesagt nur ein schwaches Bild, weil die Kinder- zur Beseitigung derselben völlig fehlt. Das kapitalistische Ausausbeutung der Landwirtschaft von der Erhebung väterlich beutertum in Landwirtschaft und Judustrie, die bürgerliche Häuslichverschont geblieben ist, weil ferner nicht festgestellt worden ist, feit könnten geschädigt werden; deshalb ein paar Scheinmaßnahmen wie viele Kinder im Gesindedienst und im Hause gewerblich be- und im übrigen bleibt alles wie es ist. schäftigt werden. Deshalb kommt jetzt auch die Rhein.- Westfälische Beitung", das bekannte Organ des Ausbeutertums der„ roten Erde" dazu, den auf Grund dieser Erhebungen von der Regierung fertig gestellten Gesetzentwurf bereits jetzt frech als ein gegen die Industrie gerichtetes Tendenzgefet" zu bezeichnen. Gegenüber der jämmerlichen Halbheit des Gesezentwurfs könnte man das Urteil des Ausbeuterblattes noch nicht einmal so sehr übelnehmen, wenn man nicht wüßte, daß es ebenso schimpfen würde, wenn auch die Agrarund Hausausbeutung mit getroffen worden wäre. Die Debatte selber führte zu einer allgemeinen Erörterung der mecklenburgischen Zustände. Neben die schlecht bezahlten Volksschullehrer stellte Herr Eickhoff von der freisinnigen Volkspartei die schlecht bezahlten mecklenburgischen Gymnasiallehrer, und Herr Dr. Pa chi de beschäftigte sich mit der mecklenburgischen Verfassung so eingehend, daß ihn der Mecklenburger, der gerade auf dem Präsidentenstuhle saß, Herr Büsing, unter allseitiger Heiterkeit zur Sache rufen mußte. Aber soweit geht nach dem Grafen Posadowsky- die Kompetenz des Reiches nicht. Die mecklenburgische Eigentümlichkeit darf nicht angetastet werden und selbst die„ bundesfreundliche" Einwirkung des Reichsfanglers, die von freisinniger Seite spöttisch anEine wirkliche Bekämpfung der Kinderarbeit erfordert ja nicht geraten wurde, dürfte in diesem Falle wohl ausbleiben. Handelt bloß das gesetzliche Verbot derselben, sondern auch Maßnahmen zu es sich doch nur um die Schule und nicht um die Kirche und nicht einer allgemeinen Befferung der Verhältnisse. Den Hausindustriellen um das Centrum. Der ultramontane Abg. Kirsch erklärte ganz zwingt der Hunger zur Kinderausbeutung, und wenn das Gesetz fie offen, seine Partei hätte beim Toleranzantrag ihr Heu hereinihm verbietet, ohne daß seine Lage sich besser gestaltet, so liegt die gebracht und wegen der mecklenburger Volsschule würde sie keinen Uebertretung des Verbotes nahe. Das befürchten eben auch unsre Finger krumm machen. offiziellen Socialpolitiker und deshalb gehen sie so zaghaft und mit einer Fülle Verklausulierungen an die Regelung der Kinderarbeit heran. Erst wenn die Socialpolitik des Staates den erwachsenen Seitdem ist die Kinderarbeit noch bedeutend angewachsen. Zu- Arbeiter und die erwachsene Arbeiterin beffer schützt gegen die nächst in der Heimarbeit. Aus den Berichten der Gewerbe- tapitalistische Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, wenn die tägliche ArbeitsInspektoren läßt sich dies mit zahlreichen Beweisen belegen. Die zeit verkürzt wird und durch geeignete Maßnahmen auf die ErUrsache dazu ist das Bestreben der Fabrikanten, ihre Produktion zu höhung des Arbeitereinkommens hingearbeitet wird, sinkt auch all verbilligen durch einfaches Illusorischmachen der Arbeiterschutz- Gesetze. mählich die Ziffer der Kinderarbeit. Diese Socialpolitik der Halbheit Da diese ihnen die Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren in aber, die die Kinderarbeit, welche sie bekämpft, gar nicht ernsthaft beden Fabriken verbieten und auch sonst der tollsten Ausbeutung feitigen will, kann keine Erfolge bringen. gewisse Zügel anlegen, so geben sie in steigendem Maße Arbeiten an die Hausindustrie ab. In der Pragis hat das bisherige gesetzliche Vorgehen nicht die Beschränkung der Kinderarbeit, sondern nur ihre Verlegung aus der Fabrik ins Haus bewirkt. Im KönigBerlin, den 1. Februar. reich Sachsen, in Thüringen und in den sonstigen Domänen der deutschen Hausindustrie existieren ganze Betriebsweisen Die Regierung gegen die agrarische Obstruktion. Bisher hatte die Regierung vermieden, flare Stellung zu den über durch die Kinderarbeit. Das berüchtigte Mitnehmen von Arbeit nach Hause" ist meist nichts andres als der Um- ihre Zolltarif- Vorlage hinausgehenden Forderungen der Agrarier zu weg, auf welchem der Fabrikant eben doch zu der vollen Ausbeutung nehmen. Sie beschränkte sich auf Ermahnungen und Warnungen an die der Kinder gelangt, die ihm das Gesetz in der Fabrit beschränkt hat. junkerlichen Freunde, nichts Unmögliches zu verlangen. Erst der Zollkriege In vielen Betrieben der Spiel- und Holzwaren-, der Puppen, heraufbeschwörende Agrarierantrag in der Zolltariffommission bezüglich öffentlichen und privaten Krankenhäusern hier in Berlin wie in der der Bürsten und Pinsel, der Cigarren- Industrie giebt die Fabrit der Ursprungsatteste veranlaßte den Grafen Posadowsky zu einer der Kinderarbeit nur den letzten Schliff. Und diese grauenhafte präciseren Ablehnung solcher Zumutung. Jezt geht die Regierung Ausbeutung, die frühzeitig Gesundheit und Leben der Proletarier weiter, indem sie durch die„ Nordd. Allgem. Ztg." hochoffiziös eine finder untergräbt, ist im Steigen begriffen, weil überall der Erklärung abgeben läßt, die sich zwar formell auch gegen die AnKapitalismus sich auf die Kinderarbeit wieder einzurichten beginnt, griffe der Boll- Linken auf die Regierung wendet, aber wesentlich nachdem er die paar Jahre socialpolitischer Anläufe glücklich über gegen die Ueber- Forderungen der Agrarier geplant ist. Die Erstanden hat. flärung fagt in ihrem entscheidenden Teil: nur " Politische Webersicht. „ Die amtlichen Vertreter des Entwurfs sind durchaus einig darin, daß das ganze Werk durch Ueberschreiten der vorgeschlagenen Minimalsätze oder Vermehrung der Zollbindungen, sowie durch Uebertreibungen von der Art des vom Staatssekretär Grafen von Bosadowsky in voller Uebereinstimmung mit dem Reichskanzler bekämpften Antrages wegen der Ursprungszeugnisse auf das ernstlichste gefährdet wird." Sehr breit wurden zwischendurch die Gymnasialreform und die Bulaffung zum juristischen Studium besprochen, wobei die Reduer der Rechten und des Zentrums in mittelalterlicher Begeisterung für das Studium des Lateinischen schwärmten. bei den Von größerer Bedeutung waren die Verhandlungen, die sich beim Reichsgesundheitsamt ansponnen. Herr Lenzmann von der freisinnigen Volkspartei forderte wie in den Vorjahren die reichsgefegliche Regelung der Vorschriften über die Unterbringung von Irren und Graf Bojadowsky sagte nähere Erkundigungen Einzelregierungen zu. Den Schluß des Tages bildete eine auf umfangreiches Material gestützte Rede des Genossen Antrid, in der er seinen guten Kampf gegen die fürchterlichen Mißstände in Proving wirksam fortsette. Die Rede mußte leider wieder wie im Vorjahre- in so vorgerüdter Stunde gehalten werden, daß sie in der Bresse vielleicht nicht die Beachtung finden wird, die Am Montag geht die Debatte weiter. sie verdient. Fleischwucher, Butter- und Milchring im Abgeordnetenhans. Das Abgeordnetenhaus überwies am Sonnabend nach Debatte den Gesetzentwurf gegen die unwesentlicher Ver unstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden durch Reklameschilder an eine Kommission von 14 Mitgliedern und setzte sodann die zweite Beratung des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung fort. Die Debatte, die sich in Einzelheiten verlor, verlief anfangs recht langweilig; erst am Schluß, als die Frage des Berliner Milchringes angeschnitten wurde, wurde sie etwas interessanter. Die andre Ursache des Steigens der Kinderarbeit ist die Krise und die durch sie bewirkte Berringerung des Arbeitereinkommens. Wo Lohnreduktionen oder Betriebseinschränkungen derart auf den ArbeitsJohn gedrückt haben, daß der Vater seine Familie nicht ernähren kann, da wird das sind gezwungen, sich nach fleinem Verdienst uni zusehen. Das hat fürzlich die Schwelmer Lehrerschaft in ihrem durch die Blätter gegangenen Aufruf ebenfalls dargelegt. Durch den schlechten Geschäftsgang ist der Lohn vieler Arbeiter gesunken und 8war, erklärt auch jetzt die Regierung noch nicht die Un die Zahl der Arbeitslosen in erschreckendem Maße gestiegen. In annehmbarteit jener agrarischen Forderungen und läßt den unseren Schulklassen sehen wir in größerer Zahl als bisher fränt agrarischen Versuchen, die Regierung über ihre Vorlage hinaus liche, unzureichend genährte oder mangelhaft bekleidete Kinder zutreiben, noch immer einige Möglichkeit. Doch wird diese Anarmer Eltern." Und so wie dort sind die Zustände überall, fündigung für einen sehr großen Teil der Wucherparteien eine entExtrem- agrarische Forderungen brachten die Abg. Ring zumal in den Großstädten. Diese Kinder drängen sich zu den scheidende Losung bedeuten. Das Centrum und die NationalArbeiten als Austräger oder zu häuslichen Dienstleistungen aller Art, Liberalen haben nach einer solchen Losung in heißem Sehnen und Mendel- Steinfels vor, die beide, angeblich aus wobei sie oft die Thätigkeit Erwachsener verrichten müssen, ohne das verlangt; sie haben nun Gewißheit und können ihre Bemühungen rein sanitären Gründen und imter Berufung auf die Wissenfür mehr als ein paar Groschen Entlohnung zu erhalten. um eine feste geschlossene Mehrheit für die Tariffäße der Regierungs- schaft die völlige Sperrung aller Grenzen verlangten. Es ist erstaunlich, mit welcher Keckheit die Agrarier selbst die WissenDas Höchstmaß der Kinderausbeutung aber wird in der Land- vorlage mit größter Sicherheit fortsetzen. wirtschaft erreicht. Hier ist die Kinderarbeit nicht bloß besonders Die Konservativen aber werden sich entscheiden müssen. schaft in ihrem Kampfe um die Auspressung der Massen durch ausgedehnt, sondern auch besonders schwer. Die Junker haben es in Werden sie von der ernstlichsten Gefährdung" des Tarifs ablaffen hohe Fleischpreise zu Hilfe rufen. Herr Ring ist sogar nicht der organisierten Verwendung von Kinderkräften zur billigen Be- in der Ueberzeugung, durch ihr Schacherspiel jedenfalls eine Herab abgeneigt, auch die bayrische Grenze zu sperren, weil von wältigung von Arbeiten geradezu zu einer Birtuofität gebracht. Es ſetzung der Zollsäge verhindert zu haben? Oder werden sie ver- Bayern nach seiner Meinung zu viel östreichisch- ungarisches ist das noch ein Rest aus der guten alten Zeit" der Erbunterthänig- suchen, das Spiel dennoch tveiter zu betreiben? Oder endlich- Vieh eingeführt wird. Der Minister v. Podbielski, der feit, da ihnen Käthner und Justleute in unbeschränktem Maaße zu werden die extremisten Heißsporne des Bündlertums die konservative wiederholt in die Debatte eingriff, zeigte sich den agrarischen Forderungen durchaus geneigt. Herr v. Podbielski ist, Hand- und Spanndiensten, zu Hofarbeiten, zu Knechte und Mägde- Bartei wirklich zur Ablehnung der Regierungsvorlage zivingen? diensten pflichtig waren. Aus jener Zeit her glaubt der Junker Der legte Fall, so zweifelhaft sein Eintreten ist, wäre freilich wie er behauptet, einzig und allein darauf bedacht, einen selbstverständlichen Anspruch auf die Arbeitskraft der Kinder das beste, was geschehen könnte. Dann würde die Vorlage schneller, der Bevölkerung gesunde Nahrung zuzuführen. Mit tiefem Kummer muß er es mit ansehen, daß seine lieben| Regierungsstellen sich den Bestrebungen des Zuchthausgefeges mit Berliner lieber eine alte Stuh als ein gemästetes Kalb, essen andauerndem Eifer hingeben. Dieselbe Regierung, die dem Volke und daß sie überhaupt mehr auf die Quantität als auf die die Vertenerung der nötigsten Nahrungsmittel, die Belastung durch Qualität der Nahrung fehen. Den einzigen Lichtblick bieten neue Flottenvorlagen zumutet, ste ist zugleich hartnäckig bemüht, ihm die Berliner Schuljungens, die die Margarine verachten die einzige Wehr der Arbeiter im wirtschaftlichen Kampfe unbrauchbar und für Naturbutter schwärmen. Mehr als einmal ist es zu machent. ihm passiert, daß er in den Freistunden die Schuljungen beim Frühstück überraschte, und als er ihnen sagte:„ Auf Euren Stullen ist ja keine Butter, sondern Margarine!" da warfen die Jungen wie auf Kommando ihre Stullen zu Boden. Wie herrlich wird es sich dermaleinst in Preußen regieren, wenn die heutige Jugend bei PodbielskiButter herangereift ist. Als tüchtige Geschäftsleute zeigten sich die Herren Dr. Arendt, der selbst bei dieser Gelegenheit für die Doppelwährung Propaganda machte, und Herr Mohr, das ehemalige Mitglied der nationalliberalen Fraktion, der eine große Reflamerede für die von ihm fabrizierte Margarine hielt. Das Wort„ Geschäftsreklame", des eigens den Vorsitzenden des deutsch- nationalen Arbeiterbundes Lorenz Hertling aus Hamburg, sowie den Vorsitzenden aus Gelsen firchen fomment laffen. Hat aber alles nichts genügt. einandersetzungen zwischen Freisinn und Antisemiten den Eindruc Die Wähler in Schaumburg- Lippe müssen nach diesen Auseinandersetzungen zwischen Freisin und Antisemiten den Eindruck gewonnen haben, daß der einzige anständige Kandidat der sozial: demokratische Kandidat gewesen sei. lebrigens hat Graf Reventlow am Tage der Stichwahl einem socialdemokratischen Ber tranensmann persönlich den Dank für unsere sa chliche Kampfes weise ausgesprochen. Beförderung der ,, inneren Kolonisation". Herr v. Maffow und die Lage der Landarbeiter. Königsberg i. Pr., 31. Januar.( Eig. Ber.) In dem Berichte Vorwärts" über die Reichstagsrede des Herrn v. Massow vom 25. Januar heißt es: Redner hebt hervor, wie vorzüglich die Landwirte für die Arbeiter sorgen. Ich thue das, damit die Schreierei über uns tonisation haben die Konservativen, Freifonservativen, das Einen Gesezentwurf zur Förderung der inneren Kos endlich einmal aufhört.( Gelächter links.) Wie vortrefflich find Centrum und ein Teil der Nationalliberalen im Abgeordnetenhause unsre Arbeiter untergebracht im Gegensatz zu dem furchtbaren eingebracht. Der Regierung soll aus bereiten Mitteln ein Fonds Wohnungselend in den großen Städten. Ich gebe meinen von 12 Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden, um 1. GrundLenten jährlich 80 Centner Getreide, sage und schreibe stücke käuflich zu erwerben, 2. dieselben planmäßig zu besiedeln durch 80 Centner Getreide, und da sagen Sie, die Leute seien nicht Errichtung neuer Stellen von mittlerem oder kleinem Umfange; in interessiert an hohen Getreidepreisen." Ausnahmefällen ist auch die Bildung größerer Restgüter zu1Herr v. Massow hat es mit der Wahrheit nicht ganz genan lässig, das ihm von der 3. diejenigen Kosten zu bestreiten, welche entRechten entgegengerufen wurde, war vielleicht parlamentarisch such unternommen, festzustellen, wie es auf dem Gute Barnehnen b) aus der erstmaligen Regelung der Gemeindeschul- und Kirchengenommen. Wir haben sofort, als wir seine Rede lasen, den Ver- stehen: a) a115 der erstmaligen Einrichtung nener Stellen, nicht zulässig und wurde auch vom Präsidenten gerügt, aber des Herrn aussieht. verhältnisse. Mit der käuflichen Eriverbung von Grundstücken ist nur zutreffend war es trotz alledent. Die Rede des Margarine- Schriftliche Kontrakte sind mit den Arbeitern, wie wir feststellten, in dem Umfang vorzugehen, daß hinlängliche Mittel zur Bestreitung Fabrikanten war natürlich für die Agrarier die erwünschte nicht vereinbart. Ein bestimmtes Getreidequantum ist den Inst- der nach Nr. 2 und 3 erforderlichen Kosten übrig bleiben. Die neu Veranlassung, die Regierung für ein strengeres Margarine- leuten nicht zugesichert. Wie auf vielen andren Gütern erhalten zu bildenden Stellen dürfen nur als Rentengüter verkauft werden. gesez scharf zu machen. die Leute den 18. Centner vom Erdrusch an der Maschine. Ihr Die Ablösung der vereinbarten Rente kann durch Vermittelung der Wo über Margarine und Butter gesprochen wird, ist es Anteil richtet sich also nach dem Ertrag der Ernte. Ist die Rentenbank erfolgen. Alle Einnahmen aus der Wiederveräußerung der Wo über Margarine und Butter gesprochen wird, ist es selbe sehr ertragreich, so erhalten sie mehr, ist sie schlecht Grundstücke und deren Zubehör, sowie aus Zwischennutzungen fließen zu Teicht, auch die Milch in die Debatte zu ziehen. Mit einem ausgefallen, stellt sich auch der Anteil der Arbeiter geringer. dem Fonds zurück. Die Durchführung dieser Aufgaben erfolgt durch AnSchlage, ohne daß man genau sagen kann, wie es fam, be- Davon kann keine Rede sein, daß die Leute regelmäßig siedelungsstellen, welche nach Bedarf für die einzelnen Provinzen fand sich das Haus in einer fröhlichen Debatte über den 80 Gentner erhalten. Das ist höchstens einmal in einent be zu errichten sind und sich zusammenseßen aus dem Oberpräsidenten Berliner Milchkrieg. Der Führer in diesem Kampfe, sonders günstigen Jahr der Fall gewesen. Im übrigen der Provinz bezw. dessen Stellvertreter als Vorsitzenden, aus dem Abg. Ring( f.) verteidigte das Vorgehen der Milchcentrale, stellen sich die Löhne auf Barnehnen wie folgt: Inst lente er Landesdirektor( Landeshauptmann), aus einem von Landwirtschafts während die Abgg. Dr. Barth( frs. Vg.) und Gold halten außer dem Erdrusch Tagelohn 40 Pf. und 3 Bfund minister bestellten Mitgliede der Generalfommission und ans drei schmidt( frf. Vp.) den Standpunkt der Konsumenten ver- Korn; der erste Scharwerker bekommt 35 Pf. pro Tag, von der Landwirtschaftskammer der betreffenden Provinz aus der traten. Herr v. Podbielski verhielt sich in diesem Kampfe fann ich eine Rub und zwei zwei Schafe halten, hat einen landwirtschaftlichen Sachverständigen. Die gesamten Geldgeschäfte, der zweite 30 Pf. und je 3 Pfund Korn. Der Mann Kampfenn Zahl der zur Landwirtschaftskammer wählbaren Personen gewählten neutral; er bedauerte nur, daß er persönlich infolge Morgen Kartoffelacker und 1/4 Morgen zur Leinsaat und bekommt welche auf Grund dieses Gesetzes zu erledigen sind, werden der des Milchkrieges seine Milch nicht los werden schließlich 30 M. Holzgeld. Die verheirateten Knechte erhalten 72 W. Seehandlung übertragen. Jahreslohn, 16 Centner Roggen, 3 Centner Gerste, 3 Centner Hafer, Schon die Bestimmungen über die Zusammensetzung der Ans Am Montag wird die Beratung fortgesetzt. Außerdem 3 Centner Erbfen und 1 Centner Weizen, Holzgeld, halten eine Kuh siedlungsstellen, in denen das agrarische Element die Oberhand hat, stehen kleinere Vorlagen auf der Tagesordnung. und zwei Schafe und erhalten dasselbe Ackerland wie die Inſtlente, charakterisieren den Antrag als einen extrem agrarischen. Seine brauchen aber nur einen Scharwerker zu stellen. Die Deputanten Annahme unterliegt keinem Zweifel. Aber selbst wenn die Regierung erhalten 20 Centner Roggen, das Uebrige wie Senechte, und einen ihm Folge leistet, so wird dadurch das Ziel der Antragsteller, einen Lohn von ungefähr 150 M. jährlich. Die Frauen erhalten für dreimaliges feßhaften Bauernstand zu bilden, nie erreicht. Mit diesen gewaltMelken pro Tag im Monat ganze 5 M. Knechte und Deputanten haben famen Mitteln kann auch das Junterparlament den Lauf der geschichtfeinen Anteil am Erdrusch. Es ist also nichts mit den 80 Centnern Getreide. So wie es mit der Getreidelieferung nicht stimmt, hat lichen Entwicklung nicht henumen. Herr v. Masso w auch in Bezug auf die Wohnungen geflunkert. Für ein Denkmal für den General v. Roon, für das auf Der Ausdruck vortrefflich" paßt auf keines der ArbeiterWohnhäuser auf seinem Gute. Von den sieben Häusern sind nur Anregung des Reichskanzlers ein Komitee gebildet ist, wird gegenin dreien die Stuben gedielt, in den übrigen giebt es nur wärtig unter den Offizieren der Armee gesammelt. Die Lehmboden. Die Wohnung besteht für die Familie des Bezirkskommandos machen durch Zuschriften auch Arbeiters und je einen oder zwei Scharwertern aus Stube und pensionierten Offiziere darauf aufmerksam, daß sie bei ihnen Stammer sowie Kochgelegenheit auf dem Flur. Der Keller besteht etwaige freiwillige" Beiträge abladen könnten. Wenn man schon Roon, dem„ Handlanger" der ver aus einem Loch in der Stube, das bedeckt wird. Die Gutsleute auf Barnehnen sind durchaus nicht von ihren Behausungen entzückt. fassungswidrigen Heeres- Reorganisation und den Der edle Herr hatte also durchaus keine Ursache, den Mund voll Minister des Konfliktsministerium 3, ein Denkmal errichten will, ist es ja ganz verständig, die Kosten dafür durch die zu nehmen. Offiziere aufbringen zu lassen. Von dem eigenartigen AnimierDas Geheimnis der Duellrede. In Sachen der an- system, das man dabei durch Versendung von amtlicher Stelle geblicher Aeußerungen des Kaisers über die ausgehender Cirkulare anvendet, dürften freilich manche Offiziere nicht gerade erbaut sein. DuelIfrage ist jetzt wie die Potsd. Korr." meldet Redacteur Paul Groll, ferner dem Verleger der„ Potsdamer 8tg.". Die vermißten Pekinger Instrumente. Ein Reutersches Buchdruckereibefizer Frik Stein, und dem stellvertretenden Vorsteher Telegramm meldet aus Peking: Das astronomische Anit hat beim der Potsdamer Stadtverordneten- Versammlung, Geheimen Rechnungs- Hofe eine Bitte un Zuweisung von Geldmitteln einrat Julius Steinbach, die Anklage wegen Beleidigung der gereicht, um die aus dem Pekinger Obfervatorium weggeführten Lieutenants im 1. Garde- Regiment z. B. v. Goßler( Sohn des Kriegs- nstrumente erfeßen zu fönnen. Das Amt erklärt in dieser ministers) und v. Kessel( Sohn des kommandierenden Generals des Bittschrift naiv, daß die alten Instrumente im vorigen Jahre ver Gardecorps) zugestellt worden. Die Anklage stützt sich nicht nur auf loren gegangen" seien." fann. * * Deutsches Reich. Uferlose Phantasien. Die Marineoffiziösen haben das Handwerk schnell wieder auf gegeben, Herrn v. Tirpitz von der Anklage rein zu waschen, daß er 1900 den Reichstag gröblich getäuscht hat. Wozu auch! Herr v. Tirpitz hat nichts Schlimmeres gethan als andre auch, die noch blühen und gedeihen. Ueber solche kleinen Schönheitsfehler steht man bei uns himveg. Das Schlimme ist nur, daß die Socialdemokratie so schuftig ist, die Wahrheit für eine sittliche Pflicht zu halten und zu verkünden. Dann schimpft man natürlich über die verbrecherische Immoralität der Wahrheit. Welchen Begriff aber mögen allmählich die unter geordneten Beamten von der Ehrlichkeit bekommen, die höchste Bureaukratenpflicht ist, wenn sie sehen, wie ihre obersten Chefs ungefährdet Politik treiben dürfen. D Während die offiziösen Wäsch- und Glanzplätter ruhen, ergehen sich einige Zeitungsdiplomaten in uferlosen Phantasien über Ursprung und Zweck unsrer Veröffentlichung. Ein Ganz- Schlimmer hat herausbekommen, daß wir für eine konservative Intrigue benutzt worden sind, die darauf zielte, Herrn v. Tirpik, den verdächtigen Schwiegersohn eines ttt Freihändlers zu stürzen. Merkwürdig, daß diese Geſellſchaft niemals den Gedanken zu faffen vermag: es fönne ehrliche Leute geben, die einfach nur die Pflicht erfüllen wollen, eine Politik der Täuschung zu entTarven. auf " " " " dem die § 185 Str.-G.-B., wegen formeller Beleidigung der Offiziere, die darin Da Deutschland der glückliche Finder" der Instrumente ist, gefunden wird, daß ihnen der Kaiser angeblich ihre Jugend in wird es ja wohl mmmehr nicht länger zögern, den Verlierern den Minister für Vernichtung des Koalitionsrechts. Als wir kürzlich das Erpressungsurteil der ersten Straffammer drastischer Weise vorgehalten haben sollte, sondern auch auf§ 186" Fund" schleunigst wieder zuzustelleir, und zwar nicht nur unter Verdes Straf- Gesetzbuchs, wegen Verbreitung nicht erweislich wahrer zicht auf den Finderlohn, sondern auch gratis und franko. des Berliner Landgerichts I gegen den Zimmerer Kußmer mit- Thatsachen. Geheimer Rechnungsrat Steinbach kommt als Verbreiter teilten und besprachen, gaben wir bereits der Vermutung Naum, der Nachricht insofern in Betracht, als er sie am Biertisch erzählt Der Fiskus regalpflichtig. Die vom Fistus im Ruhrrevier daß diese sonderbare Rechtsauslegung, die den Arbeiter, der mur bat, während als Verfasser des inkriminierten Artikels der Verleger vor der Hand erworbenen Grubenfelder sowie die Zeche„ Goldbeck" fein Koalitionsrecht benutzt, der Erpressung für schuldig erklärt, nicht Stein in Anspruch genommen wird und der Redacteur Groll damals liegen im Bereiche der Standesherrschaft Recklinghausen, so daß der zeichnete. Wie Fiskus dem Standesherrn Herzog von Arenberg durch die Erwerbung ohne Mitwirkung des preußischen Justizministers zu stande für den Inhalt der Zeitung verantwortlich gekommen ist. Eine Berliner Korrespondenz bestätigt jetzt diese Ver- verlautet sollen die Angaben des Artikels auf Verwechselung regalpflichtig wird. Die Regalrechte des Herzogs sind fürzlich noch mutung und ergänzt sie, indem sie die Mitschuld auch des mit Vorgängen bei einem andren Garde- Regiment bernhen. auf Grund eines Prozesses, den die Bergwerksunternehmer, welche Neben dieser Anklage gegen die drei vorgenannten Personen schwebt die Steuer nicht mehr zahlen wollten, gegen den Herzog aufnahmen, preußischen Ministers des Innern feststellt. Die Korrespon- außerdem noch ein Verfahren vor dem Gericht des Landwehrbezirks durch alle Instanzen bestätigt worden, so daß der Arenberger im denz sagt: Potsdam gegen den früheren Chefredacteur und Mitbesitzer der vorigen Jahre ca. 600 000 M. Bergwerkssteuer einnehmen konnte. Zur Frage des Koalitionsrechts der gewerb Potsdamer Zeitung", Martin Berger, welcher Oberlieutenant der Für die Zukunft wird der Fiskus das Vergnügen haben, die Liebeslichen Arbeiter hat der Minister des Innern im Ein- Reserve ist und in dessen Abwesenheit von der Redaktion der Artikel gabe an den Standesherrn vergrößern zu helfen. Der Arenberger ist natürlich davon überzeugt, daß die heutige Weltordnung die beste, verständnis mit dem Justizminister eine beachtenswerte Ver- vom 9. Dezember v. J. erschien. die göttliche ist, für deren Bestand man schon aus Regalinteressen fügung erlaffen. Anlaß dazu gab die Freisprechung eines Arbeiters, der einen Berufsgenossen zur Zahlung von Vereins- ,, Nun aber weiter!" Ueber die vom Kaiser angefertigten einstehen muß. beiträgen zu bestimmen versucht hatte. Nach§ 152 der Ge- neuen Schiffstafeln im Kuppelraum der WandelAbgelehnte Ordensauszeichnungen. Von den aus Anlaß werbe- Ordnung werden bekanntlich alle Verbote 2c. gegen Gewerbe- halle des Reichstages werden noch folgende Einzelheiten des Geburtstages des Kaisers durch Ordensverleihungen dekorierten gehilfen 2c. wegen Verabredungen und Vereini- bekannt: Personen hat ein größerer Teil die Annahme der Auszeichnungen gungen" behufs Erlangung günstiger Lohn- und Arbeits- Die Tafeln stellen die Schiffsstärken Rußlands, Japans zurückgewiesen. Wie bis jetzt bekannt geworden ist, find es 27 Ber bedingungen aufgehoben, während§ 153 den mit Strafe bedroht, und der Vereinigten Staaten von Nordamerika vor. fonen gewesen. In der Hauptsache handelt es sich hierbei um zurückOstseeflotte aus der durch Anwendung förperlichen Zwanges zc. andre zu bestimmen Nach der ersten Tafel besteht die russische weisung des Allgemeinen Ehrenzeichens. Lehrer, Subalternbeamte, versucht, an solchen Verabredungen" teilzunehmen 2c. 23 Schlachtschiffen( davon 1 im Bau) Tonnengehalt 13516 penfionierte Postbeamte usw. haben erklärt, daß ihre tren geleisteten 12 Kreuzern erster Klasse( 14 367 bis Da hier nicht zugleich von Vereinigungen" die Rede war bis 1492 Tonnen, Dienste nicht durch eine Ordensauszeichnung anerkannt werden können ( um welche es sich in jenem Strafprozesse handelte) var 4700 Tonnen) und 15 Panzerdeckkreuzern( 6630 bis 3000 Tomen), da sie lediglich um des Brotes willen ihren Dienst gewissenhaft verdie Freisprechung erfolgt, und γίναν unter Berufung die Schwarze Meerflotte aus 12 Schlachtschiffen( 12 585 bis 3000 richtet hätten. eine tammergerichtliche Entscheidung, welche Tonnen). Die zweite Tafel enthält die japanischen SeeKölers Erbe hat in dem neuen Oberpräsidenten der Provinz beide Minister für nicht nicht zwingend" erachten; dieselbe fräfte, die sich aus 11 Schlachtschiffen( 15 443-2100 Tonnen), führe vielmehr zu„ unannehmbaren Folgerungen", die gegen 7 Kreuzern erster Klasse( 9906-9456 Tonnen) und 18 Panzerdeck- Schleswig- Holstein, Herrn v. Wilmowski, einen eifrigen Mehrer ge= Die Flotte der funden. Die Germanisierungspolitik des Herrn v. Wilmowsti scheint einen Verabredungszwang gerichtete Strafvorschrift treffe Freuzern( 4978 bis 3400 Tonnen) zusammensetzen. auch den Vereinigungszwang. Uebrigens wäre im vor- Vereinigten Staaten von Nordamerika besigt 31 Schlachtschiffe die des Herrn v. Köller sogar noch übertrumpfen zu sollen. Ueber liegenden Falle, da ein flagbares Recht auf die Vereinsbeiträge( 16 000-2159 Tonnen), hierunter das kürzlich erst fertiggestellte die widerrechtliche Answeisung des Hofbefizers( nicht Hotelbesizers, nach§ 152 Abs. 2 nicht bestehe, der Thaibestand auch aus den Schlachtschiff Projekt" mit 16 000 Tonnen, das größte amerikanische wie es in unfrer gestrigen Notiz infolge eines Druckfehlers hieß) Gesichtspunkten der Erpressung zu prüfen, gewesen. Der Schlachtschiff, 11 Serenzer erster Klasse( 13 615--8281 Tonnen) und Finneniann wird der Frankf. 3tg." geschrieben: " Finnemann ist in Schleswig- Holstein geboren. Zur Zeit der Justizminister hat daher die Beamten der Staatsanwaltschaft 26 Panzerdeckkreuzer( 7468 bis 1362 Tonnen). angewiesen, den angegebenen Rechtsstandpunkt den Gerichten Besonders interessant ist der Hinweis auf die japanische Annegion hat er für Dänemark optiert und sich mit seiner Familie gegenüber zu vertreten, gegen abweichende Entscheidungen die Flotte. Da Deutschland durch seine geniale Politik bei dem chinesisch- vier Tage jenseits der Grenze aufgehalten, so daß also von einer zulässigen Rechtsmittel einzulegen und möglichst auf die japanischen Kriege Japan vor den Kopf gestoßen und durch die nicht Niederlassung keine Rede sein kann. Nach seiner Rückkehr widerrief Herbeiführung einer Entscheidung des Reichsgerichts hinzu- minder geniale Politik des China- Kreuzzuges auf eine Annäherung er seine Optionserklärung, und auf Grund dieses Widerrufs durfte wirken. In gleicher Weise ersucht der Minister des Innern die Japans an China hingewirkt hat, dürfte man dem Anwachsen der er sich als preußischer Unterthan betrachten. Von den Oberpräsidenten, die ihm nachgeordneten Verwaltungsbehörden in japanischen Seekräfte eine besondere Bedeutung beimessen, die jeden- Behörden ist er auch als solcher behandelt worden. falls in einer Verstärkung der diesem Sinne zu verständigen." ostasiatischen Im Jahre 1870 optierte er zum zweitenmal, jedoch hat diese ErEs zeigt sich, daß die Staatsanwaltschaft der Belehrung seitens Station zum Ausdruck kommen wird. Weshalb man so sehr auf flärung feine Gültigkeit, wie Flensborg Avis" mit Recht hervorihrer obersten vorgesetzten Behörde bedurfte, um die„ Lücken" der die Seekraft Rußlands und Amerikas hinweist, erscheint uns weniger hebt, Daß er trotzdem die Ordre erhalten hat, das preußische Gewerbe- Ordnung und das Mißlingen des Zuchthausgesetzes durch verständlich. Ist doch der Zar sogar von Wilhelm II. mit der Staatsgebiet zu verlassen, beweist nur, welch' fleinlicher China Denkmünze bedacht worden, und steht doch die Mittel die preußische Verwaltung sich in Norddie Anwendung des Erpressungsparagraphen auf ehrenhafte Arbeiter A meritareise des Prinzen Heinrich bevor! schleswig bedient. Wenn alle Dänischgesinnten, die sich Wie vortrefflich doch der gesamte Justiz- und vorübergehend im Auslande aufgehalten haben, ausgewiesen werden zu ergänzen. Die Wahl in Schaumburg- Lippe hat, wie schon gestern können, dann dürften wir wohl noch manche Ueberraschung Berwaltungsapparat funktioniert! Der Zimmerer Keye, der beharrliche telegraphisch gemeldet wurde, mit einem Siege der Freisinnigen zu gewärtigen haben. Die jetzigen Verhältnisse sind geradezu Gegner der Organisation seiner Berufskollegen, wendet sich- jeden geendigt, da die Socialdemokraten für den Gegner des Brotivuchers unhaltbar. Es wird in der That hohe Zeit, daß endlich einmal falls auf Auraten scharfmacherischer Kreise- int' einem Schreiben an den Justizminister. Der Justizminister fette Der Wahlkampf wurde zwischen den Freisinnigen und Anti- Klarheit über die Rechtslage der Optanten geschaffen wird." sich alsbald mit seinem Kollegen, dem Minister des Innern, in femiten mit unerhörter Leidenschaft und Bösartigkeit geführt. Ein Fall Kulenkampff" in Dresden. Am 11. November v. J. Verbindung und beide weisen ihre untergeordneten Behörden auf die Während die Freifinnigen auf die wechfelvolle politische Lauf wurde früh morgens um 1/27 1hr der in einer hiesigen Stofferfabrik Anwendung des Erpressungsparagraphen gegen einen Arbeiter hin, der bahn des Grafen Reventlow, des antisemitischen Kandidaten, hin- beschäftigte verheiratete Arbeiter Müller von einem Gendarmen verdie Arbeitsniederlegung seiner Stollegen ankündigte im Falle der wiesen, schilderte in letter Stunde vor der Stichwahl ein anti- haftet, nach dem Polizeigebäude transportiert und von dort mit drei Weiterarbeit des Organisationsfeindes. Sofort folgt die Staats- femitisches Flugblatt in scheinbar dokumentarischer Form den frei andern Personen im grünen Wagen nach dem Gerichtsgebäude sinnigen Kandidaten als einen höchst bedenklichen Bucherer und( Mathildenstraße) gebracht. Dort angekommen, protestierte M. anwaltschaft dem Wink des Ministers und das Richterkollegium teilt Betrüger. Die Stimmung war so„ animiert", daß es in Stadthagen natürlich aufs lebhafteste gegen seine Verhaftung und Interalsbald die ihm vom Justizminister empfohlene Auslegung. Es erfolgt vor beiden Wahllokalen zu Schlägereien zwischen Antisemiten und nierung. Das nügte ihm aber nicht das geringste. Er wurde Bestrafung mit 6 Wochen Gefängnis. Freifinnigen fam. hart angefahren, mußte sich entkleiden, wurde gemessen und Die juristische Inhaltbarkeit des Urteils haben wir bereits nachgewiesen. Die obige Korrespondenz lehrt, wie die obersten preußischen eintraten. 11 Die Antisemiten hatten keine Mühe gescheut, um die Arbeiter gewogen und dann in eine Zelle überführt. Nach einigen Stunden für den Grafen Reventlow einzufangen; sie hatten zu diesem Zwecke ivurde er einem Beamten vorgeführt, der ihm mitteilte, daß er frei dem Bösen fei. Es sei eine Verwechseling vorgekommen. Ein Haufierer, der namentlich bezüglich des Stimmenfangs unter den Arbeitern und Der Erzbischof fährt fort, daß diese sündhaften Lehren auc mit ihm den jedenfalls nicht seltenen Namen Müller hatte, sei der Bekämpfung der socialdemokratischen Partei. Dieser Mann, bei uns in Polen schon zahlreiche Anhänger hätten, und schließt mit wegen Gewerbefontravention mit fünf Mark Geldstrafe oder einem Namens Jäger, ist auch Nationalrat, und zwar verdankt den Worten: Tag Haft bestraft worden, zu deren Verbüßung man ihn fälschlicher er seine Wahl der demagogischen Jrreführung der Arbeiter, Wo aber die niederträchtigen Ratschläge der Böswilligen weife" herangezogen. die freilich auch in bezug auf sociales Denken und Fühlen schon Nachahmung gefunden haben( was in allen größeren Müller reichte eine Beschwerde bei der Polizeidirektion ein und um einige Jahrzehnte hinter ihrer Zeit zurückgeblieben zu sein Städten und Fabritcentren der Fall ist), bort muß forderte Schadensersatz für den ihm entgangenen Arbeitsverdienst. Er erscheinen. Dieser Jäger nun ist von allen Gerichtsinstanzen, in legter die Geistlichkeit mit dem größten Eifer und Wach= hielt auch eine Bestellung und es wurden ihm 5,50 M. Entschädigung ge- Linie vom Bundesgericht in Lausanne, wegen Brieffälschung, samkeit immer aber mit Ueberlegung währt. Wenn man bedenkt, daß es außerordentlich leicht hätte festgestellt die er zwecks Befriedigung seines persönlich- politischen Ehrgeizes be- entgegenwirken und zu mindest sich bemühen, diejenigen zu werden können von der Polizei, daß man den falschen Müller er- ging, verurteilt worden; er hat jetzt in Form öffentlicher Abbitte retten, die noch nicht angesteckt sind. Das möge Gott segnen und das wischt: man hätte nur an den von Müller angegebenen Arbeitgeber einen kläglichen Rückzug angetreten gegenüber den Oberrichtern des Wert mit reichem Erfolg krönen." telephonieren brauchen, so muß man schon sagen, daß das Vorgehen Kantons Margau, die er wegen seiner Verurteilung schwer angegriffen, Es gehört ein trauriger Mut dazu, das von allen Kulturder Polizei unverständlich ist. Müller war verheiratet und wohnte worauf sie ihn verklagten aber trotzdem fizzt er nach wie vor, menschen gehaßte und auf das tiefste verachtete Barenregiment und bereits 7 Jahre in derselben Wohnung. als ob gar nichts geschehen wäre, im Stadtrat der Bäderstadt die beispiellose Ausbeutungspraxis der Kapitalisten in Russisch- Polen Baden, im Kantonsrat des Kantons Aargau und im Rationalrat auf diese Art zu verteidigen. Aber der Klerus hat ihn schon seit und seine Partei fordert ihn nicht öffentlich zum Rücktritt von allen längerer Zeit gehabt. Er thut auch in Russisch- Polen, was man ihm ist der Tiefstand der politischen Moral einer Partei einer Partei, die Socialisten, er bespigelt sie sogar, wenn es die Polizisten diesen Aemtern auf, sondern schweigt verständnisinnig dazu. Das befiehlt, er ligt von den Kanzeln herab das Blaue herunter über die gegenüber den andren Parteien sich als strenge Sittenrichterin verlangen. Man kann sich denken, welcher Kampf unfren polnischen aufspielt. Kann es eine ärgere Heuchelei geben? Und mit solchen Genoffen jetzt seitens des Kerns bevorsteht, nachdem der Kirchenfürst von Polen zum Kampf auffordert. Infre Genossen haben aber Gegnern muß sich die Socialdemokratie herumschlagen! Frankreich. eine neue, wuchtige Waffe in der Hand, um die Arbeitermassen über das volksfeindliche Wesen der katholischen Hierarchie aufzuklären. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Schuhmacher! In der Filzschuh- Fabrik von Der staatsgefährliche Phonograph. Aus Straßburg i.& wird uns geschrieben: Große Gefahr drohte dieser Tage der preußisch- deutschen Reichsherrlichkeit im Lande der wiedergewonnenen Brüder". Ein fahrender Phonographenkünstler hatte sich bei uns in der Reichslandes- Hauptstadt eingefunden, dessen Programm u. a. auch die verpönte Marsellaise aufwies. Der Mann ließ das unfchuldige Ding ungestört einige Tage lang da und dort in den Wirtschaften los, ohne daß irgend ein Unglüd passiert wäre. Endlich wurde die Hochivohllöbliche auf ihn aufmerksam und schloß dem Die Affaire Hervé vor der Kammer. In Beantwortung Apparat den staatsgefährlichen" Mund. Wohlgemerkt hatte dieser verschiedener Interpellationen über Maßregeln von Lehrern, die nicht etwa den revolutionären Text, sondern lediglich die herrliche Socialisten und Freidenker find, besonders auch über die Angelegen Melodie des Liedes, die ja nach Ansicht einiger eine alte Kirchen- heit Hervé, der wegen der Veröffentlichung antipatriotischer Artikel weise fein foll, zum Besten gegeben. Und trotzdem die Angst der bestraft wurde, verteidigte Unterrichtsminister Leygues die getroffenen Behörde!. Bisher hatte man bei uns nichts dagegen einzuwenden Disziplinarmaßregeln und erklärte, er ſei entschlossen zu verhindern, 2 amprecht in Stettin find infolge Lohnreduktionen von gehabt, wenn ein Schusterjunge auf der Straße die Marseiller Weise daß die Politik in die Gymnasien und andre Schulen pfiff. Allem Anschein nach soll im Interesse einer rascheren Germani- hineingetragen werde. Das Haus nahm schließlich mit 25 Proz. bei den Zwickern Differenzen ausgebrochen. Sämtlichen Wir ersuchen die Kollegen, 349 gegen 60 Stimmen eine Tagesordnung an, in welcher die Er- Accordarbeitern ist gekündigt worden. den Zuzug nach Stettin streng fernzuhalten. Wilhelm II. in Mülhansen? Wie die Straßb. Bürger- flärungen des Ministers gebilligt werden. Beitung" berichtet, wurde in den letzten Tagen einigen Mülhauser Im Falle Herré kann unsres Wissens von einem Hineintragen Die Agitationskommission der Provinz Brandenburg. Großindustriellen mitgeteilt, daß der Kaiser bei seinem diesjährigen der Politik in die Schule gar keine Rede sein. Verband der Tapezierer. Am Dienstagabend 8 Uhr findet Aufenthalt auf Schloß Neville in Lothringen einen Abstecher nach der Die Parlamentswahlen. Wie der Frankf. 3tg." aus Paris die durch einen schamlosen Trenbruch einberufen wurde. Jeder Verbei Jannascht, Inselstr. 10, eine öffentliche Stleberversammlung statt, oberelsässischen Industriemetropole zu machen gedenke, und unter der gemeldet wird, darf es numiehr als feststehend gelten, daß die bandskollege hat dort zu erscheinen. Hand angefragt, welche Großbetriebe ihm den besten Einblick in die Staminer Mitte März, spätestens aber am 25. März, vertagt und die Die Verbandsleitung. dortigen Industriezweige gewähren würden. Es wäre das erste Mal, Neuwahlen auf den 27. April und die Stichwahlen auf den Deutsches Reich. daß ein Kaiser des neuen Deutschen Reiches nach Mülhausen käme. Der Grund der der 4. Mai angesetzt werden. Der Grund der Beschleunigung der Noch eine Nachwehe vom Herner Krawall im Jahre 1899. Nachdem die Stadt mit der Wahl des„ Vernunftsiegers" Schlumberger Bahlen ist nicht in der Rußlandreise Loubets zu suchen, wie einige Bei Gelegenheit des Herner Bergarbeiterstreifs soll der Kafimir eine so außerordentlich würdige" Vertretung im Reichstage erhalten Blätter melden, sondern in der taktischen Erwägung, daß die Urbaniak mehrere von der Arbeit heimkehrende Arbeitswillige bedroht hat und damit offiziell fozzenrein" geworden ist, steht dem Besuche Republikaner über die Standidatenfrage humsomehr in Zwiespalt ge- haben. Ohne daß der Staat darob gewackelt, blieb das fürchterliche des Monarchen ja nichts mehr im Wege. Sidder.muraten, je länger die Pause dauert. Vergehen zwei Jahre lang ungerochen. Endlich aber faßte die rächende Nemesis mit sicherer Faust den Sünder;-von der Bochumer Straffammer wurde Urbaniak wegen versuchter Nötigung zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. fation mummehr auch diesem Idyll ein Ende gemacht werden. Ein Renegat. In der neuesten Nummer der Zukunft" veröffentlicht Herr Baul Ernst, Schriftsteller zu Friedenau, eine Heitere Betrachtung über Italien. Das Gewerkschaftskartell in Dresden hat im verflossenen bereiten. Dort ist die Marquise di Cassibila verhaftet worden. Sie Ein neuer Skandal scheint sich in Merino( Sicilien) vorzu hatte ihre zwei Advokaten Patti und Catania demuziert, sie hätten ihr für die Summe von 300 000 Fr. ihre Unterstützung in einem demokrat, Redacteur der Berliner Volkstribüne" und zeichnete Erbschaftsprozeß angeboten, in welchem es sich um ungeheure gegenwärtig 54 Gewerkschaften durch 82 Delegierte angeschlossen, die Summen handelt; auch ihr Beichtvater ist jetzt verhaftet worden. England. fich durch äußerste Schärfe des Ausdrucks und demagogische Geüber 1900, wo dieselben Gewerkschaften( außer den Barbieren mit 15 002 männliche und 547 weibliche Mitglieder repräsentieren, gegen berden ans. Je zt giebt er folgende tiefsinnig- heiteren Bekenntnisse: Lübeck war eine wichtige Etappe auf dem Entwicklungswege 30 Mann) 15 445 männliche und 390 weibliche Mitglieder zählten. der Socialdemokratie von einer Partei, die für die höchsten und letzten Das ist bei den männlichen Mitgliedern eine Abnahme von 443 und Ziel der Menschheit kämpfen wollte, indem sie die Gesellschaft aus dem Der Schluß der Adresdebatte. bei den weiblichen Mitgliedern eine Zunahme von 156. Bei diesen heutigen Chaos und dem morgenden Untergang in Ordnung und London, 30. Januar.( Eig. Ber.) Genau zwei Wochen hat das Zahlen sind die Mitglieder der Organisation der Eisenbahner Gesetz hinüberführte, zu einer Partei, die nur noch die bestimmten Parlament über die Antwort auf die Thronrede debattiert. Die nicht angegeben. Aus taktischen Gründen geben letztere diese Jutereffen einer einzigen Bevölkerungsklaffe vertritt, wie es mit Aus- Busabanträge beschäftigten sich mit den verschiedensten Gegenständen: der Oeffentlichkeit nicht preis. Ebenso fehlen die Musiker, da nahme des Centrums, der lezten Gruppe mit idealen dem jüdafrikanischen Kriege; der maltesischen Sprachenfrage; dem sie eine Veränderung ihrer Organisation vornehmen. Weiter Zielen, und den paar Polen, Welfen und Elsässern alle andren Parteien persischen Meerbusen; der irischen Frage; der Wiedereinteilung der sind bei diesen Zahlen die Textilarbeiter, Dachdecker, Gastwirts auch thun. Manchem ſind hier Jugendillusionen versunken; die nicht dem Wahlkreise; der Vertretung der Kolonien im englischen Parlament; gehilfen und Brauereihilfsarbeiter nicht mit inbegriffen, da Proletariat Angehörigen, die dem früheren Ziel näherzukommen der Errichtung von Kornkammern, in England, 11117 einer deren Vertreter trop wiederholter Aufforderung die zu diesem fuchten, werden geringe Neigung haben, die bloß egoistischen Hungersnot in Kriegszeiten vorzubeugen; ferner mit der Zwecke auszufüllenden Fragebogen nicht eingesandt habent. Bestrebungen der au fich wertlosesten und uninteressantesten Wohnungsnot und Einwanderungsfrage und dem Telephonhandel. Nicht mehr vertreten sind die Former, die in den MetallKlasse, der Arbeiter, zu teilen. Sämtliche Anträge wurden abgelehnt oder zurückgezogen und die arbeiter- Verband eingetreten find. Auch die Blumen- und BlätterBald nach der Aufhebung des Socialistengesezes, als die Regierung ist stärker denn je. In Bezug auf Walta hat arbeiter sind nicht mehr vertreten; für diesen Beruf ist erst wieder freudige und opfermutige Jugendlichkeit der Partei verschwand, Mr. Chamberlain feine Proklamation, die gegen die italienische eine neue Organisation im Entstehen begriffen. Gingetreten find die die über so manche Schwächen hinweggetäuscht hatte, und die nun Sprache gerichtet war war, zurückgezogen, so daß die italienische und Barbiere. Dem Kartell sind in Summa 38 Streits mit 838 Bean die wachsende Partei herantretenden wirklich politischen Auf- englische Sprache in Malta gleichberechtigt find. Immitten der feind teiligten gemeldet; 25 davon hatten Erfolg, 2 teilweisen Erfolg, gaben garnicht gelöst, sondern immer nur die stets lichen Kundgebungen Europas gegen die englische Boerenpolitik konnte 6 feinen. Das Kartell nahm eine Arbeitslosenzählung vor, sinnloser werdenden alten Säße mechanisch Chamberlain auf die Freundschaft der italienischen Regierung nicht verrichtete eine Wärmefiube ein und hat auch die Absicht, ein Arbeiter wiederholt wurden, hat sich wohl mancher besonnen, ob zichten. Sir Joseph Dimsdales Antrag auf Einsetzung einer Stom- fefretariat soll ebenfalls von ihm für Dresden eingerichtet werden. denn wirklich die Arbeiterklasse für die große Aufgabe bestimmt mission zurllutersuchung des Telephonhandels tam letzten Montag doch zur Der Wert des Eintragungsrechts für gewerkschaftliche fei, die ihr Marg zuschrieb Verhandlung, da die Agitation fich als zu stark erwiesen hatte, um Vereine. In Nürnberg besteht seit Jahren ein Verein der Brauer, Das aber hätte wenig bedeutet, hätten nicht die Arbeiter selbst die Sache in der Versenkung verschwinden zu lassen. Der Antrag der lediglich Unterstützungszwecke verfolgt und der sich in das Ver mit dem ihnen eignen Zustinkt fürs Reale auch eine schöne wurde aber mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Debatte über einsregister des Amtsgerichts hat eintragen lassen. Vor einiger Zeit Täuschung von Mary, daß der theoretische Sinn, der den den Antrag betreffs Errichtung von Kornkammern brachte die gestern änderte der Verein sein Statut und nahm unter andrem die Vor gebildeten Klassen in Deutschland abhanden gekommen ist, bei den erwähnte antisemitische Rede von Gibson Bowles. Ebenso hatte der schrift in diefes auf, daß in Zukunft nur solche Brauer aufgenommen Arbeitern neu aufgewacht fei!- in Lübeck durch die Zurecht- Antrag von Major Evans Gordon, dem konservativen Abgeordneten für würden, die dem Centralverband der Brauer und verwandter Bes weisung Bernsteins, auf dessen Person sich zufällig die Sache zu Stepney( Ost- London), auf Regulierung und Beschränkung rufsgenossen angehören. frigte, bewußt und flar ausgesprochen, daß sie eine wissenschaftliche der Einwanderung einen antisemitischen Beigeschmack. Er Infolge dieser Aenderung hat die Polizeibehörde in Nürn Weiterentwicklung ihrer Lehren nicht annehmen wollen, weil der forderte die englischen Juden auf, sich seinem Antrage anzuschließen, berg gegen die Eintragung der Aenderungen in das Vers alte Stand ihnen schmeichelhafter und nüßlicher zu sein scheint. denn es sind ernste Gefahren vorhanden, daß die Bewegung einsregister Einspruch erhoben. Der Einspruch wird damit be Damit fällt natürlich jede Möglichkeit der gegen die Immigration einen antisemitischen Charakter annimmt". gründet, daß der Centralverband der Brauer, dessen Ziele politischen Illusion eines über ihre Klasse Mr. Gerald Balfour, Präsident des Handelsministeriums, versprach eine sich der Nürnberger Verein durch die erwähnte Eintrittsbedingung hinausreichenden Interesses... Untersuchung der ganzen Angelegenheit, worauf John Burns folgende zu eigen gemacht habe, ein politischer Verein sei. Zwar, Anfrage stellte: Will der Präsident uns sagen, ob die Untersuchung auch so heißt es in dem Beschlusse des Polizeisenats, leugneten die Führer auf den Distrift von Park Lane ausgedehnt würde?" Der steno- der socialdemokratischen Partei so wie jener sogenannten Gewerk graphische Bericht verzeichnet: Große Heiterkeit". In Park Lane, schaften, Hilfsorganisationen der socialdemokratischen Partei", den ganz am Hyde Park, wohnen nämlich die jüdischen Millionäre aus politischen Charakter dieser Organisationen, wo sie Unannehmlich Südafrika. feiten davon befürchten, und es sei auch durch das Statut des Centralverbandes die Politik ausgeschlossen; das sei aber eine papierene Borschrift und habe die Gewerkschaften nie ge hindert, mit der socialdemokratischen Partei Hand in Hand zu gehen. Auch hätten ja die durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften auf ihrem Kongreß in Pankow ihren politischen Charakter ausdrücklich betont. Im allgemeinen kann man annehmen, daß die Menschen, eine je tiefere Klasse man betrachtet, immer entsprechend weniger nabe dem Ideale der Menschheit tommen: die ganz specifischen Tugenden der unteren Schichten, die sich im allgemeinen in den höheren nicht finden, sind nicht die großen und können daher nie schöpferisch wirken; und die Tugenden, die sie mit den höheren Ständen gemein haben, sind teils schwächer ausgebildet, teils durch ihre Fehler paralysiert; die Fehler aber der oberen Klassen findet man sämtlich, wenigstens in der untersten, nebst den eignen. Das Seltsamste an der ganzen vierzehntägigen Debatte war die vollständige Abwesenheit von Arbeiterfragen und gewerkschaftlichen Anträgen. Die Abgeordneten der Gewerkschaften haben mit keinem Worte die Beschwerden der Arbeiter vor das Haus gebracht. Sie egiftierten einfach nicht. Graf Posadowsky dürfte wohl seinen englischen Kollegen, den Right Honorable C. T. Ritchie herzlich beneiden. Großes Verständnis für die Gewerkschaftsbewegung verrät diese Polizei- Entscheidung zwar nicht, aber für den Wert des Eintragungss rechtes ist sie charakteristisch. gericht in Landau beschäftigte sich dieser Tage mit einem feltenen Ein Streiffünder vor dem Militärgericht. Das Militär Die Socialdemokratie hat Glück mit ihren Abtrünnigen. Welch ein Unheil hätte ein Mann von dieser Geistes- und Charakterbeschaffenheit anrichten können, wenn es ihm beschieden gewesen wäre, Einfluß in unsrer Partei zu gewinnen! Was für ein klarer Kopf Arbeitervertreter im Parlament. Der Wunsch, eigne Verund eine unbändige Originalität dieser neuerdings bis zum Ideal treter ihrer Interessen im Parlament zu besigen, wird unter der der höchsten und deshalb edelsten Klasse, des Adels, herangenäherte englischen Arbeiterschaft immer stärker. Im letzten Jahre haben sich Mensch! Man denke: Bernstein als Repräsentant einer Richtung, die Trades Councils( Gewerkschaftskartelle) einer Reihe von Städten Fall. Vor demselben hatte sich nämlich ein Soldat wegen Ver= die die praktische Arbeit rein proletarischer Interessenvertretung dafür ausgesprochen, ohne daß es bisher zur Konstituierung einer bekämpft und nun als geopferter letzter Mohikaner des alten solchen Fraktion im Unterhause gekommen wäre. Jetzt hat wieder weltumbildenden Menschheitsidealismus Lübeck verlassen muß. So der Trades Councils von Birmingham den Arbeitervertretern im tief hat noch niemand unfre parteigenössischen Diskussionen: Barlament ein Schreiben zugehen laffen, in welchem er dieselben erfaßt wie Herr Paul Ernst, der Ergenosse: Indem der Lübecker auffordert, sich zu einer Fraktion der Arbeiter- Abgeordneten zu Barteitag Bernstein bekämpfte, hat er die alten revolutionären sammenzuschließen. In dem Schreiben heißt es u. a., daß imuner Menschheitsziele aufgegeben und die Socialdemokratie zu einer mehr Gewerkschaften einsehen lernten, daß eine Besserung ihrer Lage Partei engherzigster Interessenvertretung erniedrigt. Wieder eine nur durch das Mittel des Stimmzettels Enttäuschung mehr für Herrn Paul Ernst! Nur noch das Centrum Worten durch die politische Aktion d. h. also mit andren herbeigeführt werden könne. hat Ideale wir vermuten, daß der Enttäuschte demnächst katholisch werden wird, wenn er auch für, den Jesuitenorden nicht begabt genug erscheint. 1 Rußland. Geistliche als Schergen des Zarismus. gehen gegen den§ 153 der r Gewerbe- Ordnung zu verantworten. Es erschien als Verbrecher der Infanterist tegiments in Landau, geboren 1880. Eisengießer von Ziegelhausen Hermann Remmele der 3. Compagnie des 18. Jufanterie bei Heidelberg, vor dem Gericht. Der Angeklagte war früher in Bielefeld in Arbeit. Gelegentlich eines im Jahre 1900 in der Spinnerei„ Vorwärts" in Bratwede ausgebrochenen Streifes hatten sämtliche Spinnerinnen die Arbeit niedergelegt. Vers schiedene der streikenden Arbeiterinnen, nenn an der Zahl, waren nun geneigt, die Arbeit unter den alten Bedingungen wieder aufzunehmen, weshalb am 5. Mai eine Versammlung ab Allerdings, Herr Paul Ernst hat es nicht mehr nötig, das Es ist nicht das erste Mal, daß man berichten muß, wie sich die in dieser Versammlung, in der es sich darum handelte, ob die gehalten wurde, um die Arbeitswilligen zum Ausharren zu ermuntery. Broletariat interessant" zu finden. Andrerseits hat die Social fatholische Stirche als Schußwall des brutalen Arbeit wieder aufgenommen werden sollte, oder nicht, soll num demokratie es niemals nötig gehabt, diesen tiefen Denker und 3arismus und des Kapitalismus offenbart. Selten ist Remmele eine Rede gehalten haben, in der er sich in äußerst scharfent Dichter interessant zu finden, selbst damals nicht, als er ein aber der Klerus mit einer solchen Dreiftigkeit aufgetreten, als der Redewendungen gegen jene nenn Spinnerinnen, die die Arbeit wieder Märtyrer seiner revolutionären Gesinnung prozessiert wurde Warschauer Erzbischof in einem kürzlich veröffentlichten aufnehmen wollten, ausliep. 130 in der Versammlung anwesende wegen Verbreitung unfittlicher Schriften. Sendschreiben an die Geistlichkeit. In dem Schreiben wird Spinnerinnen faßten infolge diefer Ausführungen den Beschluß, die bewunderungswürdige Thätigkeit der polnischen Socialisten die Arbeit nicht aufzunehmen. Der Angeklagte, folgendermaßen charakterisiert: Ait alles legen fie der sich in äußerst geschickter Weise verteidigt, giebt die den Maßstab der Bequemlichkeiten des Lebens, fie erstreben Aeußerungen zum Teil zu, doch will er sich erst nach mur den größten Genuß der Leiblichen Güter und ver der Abstimmung, Die politische Moral der herrschenden radikalen Partei. die die Fortführung des Etreits sprechen dies allen, welche, die Wohlthaten der Religion ver beschloß, in diesem Sinne ausgedrückt haben. Demgegenüber stehen Zürich, 28. Januar.( Eig. Ber.) Wie in Deutschland, so ver- achtend, zu ihnen kommen. Selbstverständlich wenden sie die Aussagen der beiden Beamten, die die Versammlung überwachten. folgen auch in der Schweiz die Gegner alle Vorgänge innerhalb der dabei mehr Lüge als Wahrheit an, wie es die Erfahrung Der Vorsitzende bemerkte, daß der Streit ja erlaubt sei, socialdemokratischen Bewegung mit Argusangen und erheben sie beweist. Denn sie bekämpfen, sowohl die kirchliche wie die weltliche nur müfie er mit erlaubten Mitteln geführt werden, was aber von sofort zu deren Diskreditierung ein wahres Judianergehen, Gewalt, fie beneiden die Reichen und schüren die andren zum dem Angeklagten nicht behauptet werden könne. Der Auflages wenn fie irgend eine wirkliche oder vermeintliche In Neid an, fie verwerfen das Eigentum und wirken für den vertreter beantragte für Remmele 1 Monat 15 Tage Gefängnis, das forrektheit eines Genossen entdecken. Wie wenig feinfühlig Stommunismus, fie predigen die Freiheit der Sitten. Gericht verurteilte ihn zu 3 Wochen Gefängnis. und taktvoll sie aber gegenüber den Sünden ihrer eigenen we I che wenn sie einmal anerkannt würde Genossen sind, mag folgender Fall beweisen. In Baden( Kanton notwendigkeit die Barbarei ant Stelle der Aargau) bei Zürich betreibt ein früherer Gymnasiallehrer und feit- Humanität herbeiführen würde; die Heiligkeit Die Bewegung der italienischen Eisenbahner. Ernente heriger Zeitungsherausgeber und Redacteur die Geschäfte der der Ehe, alles, was recht und edel ist, wollen sie Berhandlungen zwischen dem Ministerium und den Compagnien radikalen Partei mit einer seltenen Abgebrühtheit und Demagogie, aus dem Leben beseitigen." bissons es haben das Resultat ergeben, daß die mittelländische EisenbahnAusland. Schweiz. ni mit NaturAusland. Compagnie sich bereit erklärte, im laufenden Jahre Gehalts- Dr. v. Gordon und wenn sie nach dessen Ansicht strafbaren In- hatten. Eine Klage wurde seitens des flagenden Kollegen ohne Zu erhöhungen im Betrage von 2 Millionen, welche 20 000 Beamten halt haben, stellt namens des Vorstandes der Kammer Herr Prof. ftimmung der Rechtsschutzkommission zurückgezogen: demselben zu gute kommen würden, eintreten zu lassen. Ferner sollen die Dr. Koßmannn Strafantrag. Gestern ereilte das Schicksal den werden," da er eigenmächtig gegen die Intereffen des Arbeitsordnungen einer Revision unterzogen werden, die eine bessere Naturheilkundigen" Hermann Böttger, der sich wegen unlauteren Verbandes gehandelt hat, die entstandenen Kosten auferlegt. Organisation der Arbeit, mehr Ruhezeiten usw. dem Personal Wettbewerbes vor der 2. Straffammer des Landgerichts I zu ver- Von der Bibliothek wurden an 90 Abenden 607 Bände ausgeliehen. fichert. Die Nachrichten der bürgerlichen Blätter jedoch, die dahin- antworten hatte. Der Angeklagte war früher Suspettor und be- Der Bericht der Kranken- Zuschußkasse umfaßt die Zeit vom 1. Januar gehen, daß die Gefahr des Ausstandes beseitigt sei, sind verfrüht; hauptet, daß er schon von früher Jugend an sich für die Natur- bis 31. Dezember 1901. Jusgesamt wurde 11 259 M. Krankenunterstützung Die Forderungen der Eisenbahner gehen viel weiter und bis heilmethode interessierte und sich seine Kenntnisse dadurch erworben gezahlt. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat: Zweiter Borsigender jezt haben sie sich mit obigem noch nicht einverstanden habe, daß er ein halbes Jahr lang in der Sprechstunde eines Natur- wurde 8impel; zweiter Schriftführer Hermann Glaubig; erklärt. Dagegen hat das Ministerium mit seinen Beschlüssen, welche Heilkundigen gewirkt habe. Unter Anklage standen Annoncen, in zweiter Staffierer Neuling. Als Revisoren wurden Weßt und auf die Militarisierung der Eisenbahnangestellten hinzielen und die welchen er in marktschreierischer Weise sichere Heilung bei Haut, Hempel gewählt. In die Kontrollkomission wurden gewählt: Eisenbahner am Streifen verhindern möchten, bei diesen sehr böses Harn- und Nierenkrankheiten selbst in verweifelten Fällen versprach. Für Bezirk Weißensee Stabeno w; Bezirk Moabit Mag Geisler; Blut gemacht. In zahlreichen Versammlungen, welche in den letzten Geritsarzt Dr. Stör mer erflärte als Sachverständiger: Nach allem, Bezirk Osten Wilhelm Michaelis; Bezirk Süd- Osten Her Tagen stattgefunden haben, wurden energische Protestrefolutionen was die Akten enthalten und nach dem persönlichen Eindruck des mann Geisler; Bezirk Rigdorf Friz Wagener; Bezirk gegen die ministeriellen Beschlüsse gefaßt. Im Avanti" nimmt der Angeklagten halte er den Angeklagten für gänzlich unfähig, Krant- Norden W. Maaß und D. Schubert. Als Obmann derselben Abgeordnete Nofri, der Organisator der Eisenbahner, das Wort und heiten zu heilen. Die von ihm angeblich befolgte Heilmethode sei wählte man Jädicke. tritt mit großer Energie für das Streifrecht der Eisenbahner ein. absoluter Unsinn und Charlatanerie. Die Krankheiten, die der AnDer 6. Nationaltongreß der Arbeiter des Baugewerbes, der soeben geklagte angeblich sicher" heile, erfordern ein ganz eingehendes in Alessandria tagt, hat den Eisenbahnern ihre Sympathie bekundet Specialstudium und eine gründliche Kenntnis anatomischer Details. und Unterstützung zugesagt. Der Angeklagte sei ein Kurpfuscher par excellence, der nicht die Naturheilmethode befolge, sondern mit allopathischen Mitteln in der unerhörtesten Weise turpfusche. Staatsanwalt Dr. Kug beantragte eine Geldstrafe in Höhe von 500 M., und das Urteil des Gerichts lautete diesem Antrag gemäß. Die Arbeiter der Papiermühlen von Varese( Italien) find, 200 an der Bahl, in den Streit eingetreten. Sie fordern den Behnstundentag, die Erhöhung des Lohnes für die Frauen um 25 Proz. und des der Männer um 40 Proz. Die ersteren erreichen jezt einen Tagelohn von durchschnittlich 80 Centimes( 65 Pf.), die Tegteren einen solchen von 1,65 M. im Durchschnitt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Erster Wahlkreis. Heute, Sonntagabend 6 Uhr, ist in den Arminhallen, Rommandartenstraße 20, eine Versammlung mit nach folgendem Beisammensein und Tanz. Schriftsteller Genosse Georg Bernhard referiert über:„ Die Zöllner auf Schleichwegen." Näheres siehe Inserat. " Sechster Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Dienstagabend 8 Uhr, eine Versammlung bei Hensel, Invalidenstraße 1a, stattfindet, in der Reichstags Abgeordneter Rosenow über Heimatspolitik sprechen wird. Der Strafprozeß gegen Gryga und Pieper aus Spandau endete gestern Abend um 11/2 Uhr mit der Freisprechung beider Angeklagten. Das Gericht nahm als erwiesen an, daß Gryga auf der Polizeiwache mißhandelt worden ist und erklärte die Zeugen aussagen der Polizeisergeanten als sehr unzuverlässig. Versammlungen. In die Arbeitsnachweiskommission wurden Kuhner, Hate, Just und Windmüller gewählt. Als Beitragssammler für Bezirk Norden wählte man Jost, für Bezirk Süd- Westen Engler. Als Bibliothekar wurde angelow gewählt. Für die Sigungen der Berliner Gewerkschaftskommission wurde Kollege Gober delegiert. Die Kollegen Paul Nicolai und Albert Lemke wurden wegen Streitbruchs aus dem Verbande ausgeschloffen. Von Mitte Mai bis Ende Freie Volksbühne. Die Generalversammlung des Vereins fand am 30. Januar in den Arminhallen statt. Zu Beginn derselben der freie Denker und Dichter". In fesselnder Weise schilderte der hielt Herr Wilhelm Spohr einen Vortrag über:" Multatuli, Vortragende unter großer Aufmerksamkeit der Zuhörer das Leben, die Leiden und das Schaffen Multatulis. Reicher Beifall lohnte dem VorVortragenden. Im Geschäftsbericht des standes konnte eine weitere stetige Entwicklung des Vereins fonstatiert werden. Der Mitgliederbestand ist stabil geblieben, Bananschläger. Am 27. Januar vormittags beschäftigte sich so Zweiter Wahlkreis. Den Mitgliedern des Socialdemokratischen Bauanschläger mit den Mißständen, welche aus dem städtischen Sub- nächsten Spieljahr bei Gründung einer im Gewerkschaftshause eine gut besuchte Versammlung arbeitsloser o daß die zahlreich eingelaufenen Neumeldungen erst im neuen Abteilung beWahlvereins giebt der Vorstand hierdurch bekannt, daß gegen Bahlung missionswesen entstehen. rücksichtigt werden können. Der Referent, Karl Wiesenthal, Dem vielfach geäußerten Wunsche der des Vereinsbeitrages für Februar die Broschüre: Landtagswahl- Agitation" in allen Bahlstellen gratis in ohne ur stellte fest, daß städtische Bauten in Arbeit gegeben werden, Mitglieder entsprechend, hat der Vorstand mit Herrn Direktor Morwiz daß der Magistrat die Opern Serie abgeschlossen. fich darum fümmert, ob die Empfang genommen werden kann. Arbeit von ansässigen Arbeitern, welche Steuern zahlen müssen, ge- Juni ist zu diesem Zwecke das Metropol- Theater an 6 Sonntagmacht wird oder ob von außerhalb Leute herangezogen werden, nachmittagen gemietet worden und werden je zweimal„ Don während die Berliner arbeitslos herum laufen. Im Lauf seiner Rede Der Kaffenbericht ergiebt( inkl. Bestand von M. 9514,63) in der Zeit Juan"," Carmen" und die Bauberflöte" zur Aufführung gelangen. kam er auf die Aeußerung des Stadtrats Fischbeck zu sprechen: vom 1. Oftober bis 31. Dezember eine Einnahme von M. 26 557,59, es giebt keinen Notstand". Jeder Polizeilieutenant, der nachts die die Ausgaben betragen 17 539,95 M., sodaß am 1. Januar ein BeSchußleute kontrolliert, könne, wenn er offne Augen hat, sehen, Rummelsburg. Den Mitgliedern des Wahlversins, die nicht wieviel Obdachlose auf den Bänken der Anlagen und Promenaden stand von 9017,64 m. verblieb. In der Diskussion wird der Wunsch daß an Stelle des Genossen Voigt Genosse Adolf Hoog, Kant- müßte, wenn er das Herz auf dem rechten Fleck hat, der Behörde die Aufführungen von„ Dantons Tod" und" Der eingebildete in der letzten Generalversammlung anwesend waren, zur Kenntnis, sowie auf den Stufen der Hausthüren figen. Jeder dieser Beamten ausgesprochen, die Mitglieder in Zukunft über die eventuelle Unbesetzung von Rollen zu unterrichten. Ferner wird über straße 9/10, vorn 3 Tr., als Bibliothekar gewählt ist. Die Bücher- sagen: Es giebt viel Not und Elend in Berlin. Die Ausführungen ausgabe findet wie bisher Freitagabend von 8-9 Uhr statt. Kranke" diskutiert. Ein Antrag Rißmann auf Aenderung des Referenten wurden mit großem Beifall aufgenommen des§ 18 des Statuts dergestalt, daß jedes Mitglied im neuen SpielDer Vorstand. und nach kurzer Diskussion fand folgende vom Redner Wilmersdorf. Mittwochabend 84/2 Uhr, findet in Wittes empfohlene Resolution einstimmige Annahme:" Die heutige Ver- jahr derfelben Abteilung anzugehören hat, wie im vergangenen Volksgarten, Berlinerstr. 40, eine Versammlung des Wahlvereins fammlung arbeitsloser Bauanschläger protestiert energisch gegen gesprochen hat, gegen wenige Stimmen abgelehnt. Ebenso wurde Jahre, wird, nachdem sich der Vorstand gegen den Antrag ausstatt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Rosenow über den deutschen die Umgehung des Minimal Lohntarifs, welcher von der Bauernkrieg im Jahre 1525 sprechen wird. Gäste willkommen, Berliner Schloffer- Junung und dem Verbande Berliner Schloffereien ein Antrag auf Entschädigung der Bahlstellen- Inhaber beinahe einMariendorf, Tempelhof, Marienfelde. Dienstagabend Martendorf, Tempelhof, Marienfelde. Dienstagabend und verwandter Gewerbe aufgestellt und vom 1. November 1901 timmig abgelehnt. Als Revisor wurde Herr Bernhard Schneider 81/2 Uhr hält der Wahlverein bei Abel, Tempelhof, Germaniaftr. 1, gültig ist. Als eine Umgebung dieses Tarifs bezeichnen die Ver- bestellt. fammelten arbeitslosen in Berlin ansässigen Bauanschläger das AnRummelsburg. Am Mittwoch, den 22. Januar, fand im eine Versammlung ab. In derselben wird Genosse Hermann werben von Zwischenmeistern, sowie das Herbeiziehen der zum Teil Lokale des Herrn Weigel eine Generalversammlung des socialdemo= Sonnenburg einen Vortrag über die Bedeutung der Gemeinderatswahlen für die Arbeiterschaft halten. nicht selbständigen Bauanschläger von außerhalb, welche die Ber- fratischen Wahlvereins für Rummelsburg statt. Den Bericht des liner Arbeit zu bedeutend billigeren Preisen machen, während Vorstandes gab Genosse Niet als Vorfizender. Es haben imt Adlershof. Den Vorwärts"-Abonnenten, welche nicht in der die hiesigen Bauanschläger arbeitslos und hungernd in Berlin legten Quartal fünf ordentliche und eine außerordentliche BorstandsDonnerstag Bersammlung zugegen waren, zur Nachricht, daß alle auf der Straße herum laufen, aber in Berlin Steuern zahlen sizung sowie eine öffentliche Versammlung stattgefunden. Nach dem Leser, welche nicht bis 10 Uhr im Befiß ihrer Zeitung sind, diese müssen. Auf der städtischen Schule in der Straßmannstraße gaben Bericht des Kassierers, Genossen Bitterhof, betrugen nur beim Spediteur erhalten können, ebenso die älteren Nummern. auf Befragen die Bauanschläger an, daß die Arbeit, welche sonst die Einnahmen mit dem alten Bestand 233,33 Mark, Nieder- Schöneweide. Unser Ort hat sich in Speditions- 6,10 m. kostet und dort für 4,50 m. gemacht wird, auch so viel die Ausgaben 134,20 Mart, bleibt ein Bestand von 99,13 Mart. schlechter angefertigt wird. Die Versammelten sprechen deshalb im Der Mitgliederbestand im vorigen Quartal betrug 362, neuangelegenheiten jetzt von Johannisthal getrennt und seine eigne Einverständnis mit dem Referenten die Erwartung aus, daß durch eingetreten find 20, ausgetreten 14, bleibt ein Mitgliederbestand von Spedition eingerichtet. Man wolle Bestellungen auf den Veröffentlichung dieser Resolution sowie durch Einsendung der 368. Voigt als Bibliothekar fordert die Genossen auf, die Vorwärts" 2c. nur bei Karl Bonokow, Berlinerstr. 8, 1 Tr. links, Resolution an die Berliner Stadtverordneten- Versammlung diesem Bibliothek rege in Anspruch zu nehmen, da dieselbe wiederum um aufgeben. Bünktliche Bestellung wird zugesichert. Mißstande auf den städtischen Bauten gesteuert werde." einige wertvolle Bände vergrößert ist. Nachdem derselbe sein Amt als Bibliothekar niedergelegt, wird der Genosse Hoog, Rummelsburg, Kantstr. 9/10, vorn 3 Treppen, einstimmig als Bibliothekar gewählt. Zum vierten Punkt der Tagesordnung, Kommunales, berichtete Genoffe Ritter als Gemeindevertreter, daß in diesem Frühjahr die Neuwahl eines Gemeindevertreters der dritten Klasse stattfindet und empfiehlt, da wir uns mit einem eigenen Kandidaten beteiligen, den Genossen Gebauer als solchen. Die eigentliche Aufstellung des Kandidaten soll jedoch in einer öffentlichen Wählerversammlung erfolgen. In das Wahlkomitee wurden Frant, Prüfer, Ulbrich, a ge und Neuber gewählt. # 7 Gerichts- Beitung. " Eine Steinsetzer Versammlung, einberufen vom Gesellenausschuß, tagte am Mittwochabend im Nümannschen Lokale. Der Gesellenausschuß erstattete Bericht über seine nochmaligen Unter Im Prozeß gegen die Einbrecher- und Hehlerbande Fuhr handlungen mit der Jumung in der Lohnfrage und konnte als Er mannu. Gen. ist gestern die Beweisaufnahme wesentlich gefördert gebnis derselben mitteilen, daß dieselben diesmal bon worden. Die Beweisaufnahme und die ziemlich ungezwungen ge- Erfolg getrönt waren, die Innungsmeister haben gebenen Erläuterungen der Angeklagten bieten manche Bereicherung nahezu einstimmig fich zur Iveiteren Anerkennung des der Encyclopädie des Verbrechertums, und wer Studien über den jezigen Tarifes bis 31. März 1903 bequemt, was wohl nicht Verbrecherjargon machen will, findet in der sonst recht eintönigen zum wenigsten auf die in einer früheren Versammlung angenommene Beweisaufnahme hin und wieder ein Körnchen, welches des Auf- Protestresolution zurückzuführen ist. Dieselbe habe es veranlaßt, daß hebens wert ist. So wurde gestern mehrmals vom dänischen der zur Zeit trante Obermeister die Sache persönlich in die Hand SuB" gesprochen. Uneingeweihte werden nicht vermuten, daß mit genommen habe. Die Versammlung erklärte sich mit der Thätigkeit dieser füßen Bezeichnung ein recht häßlicher Angriff gemeint ist, der in des Gesellenausschusses einverstanden. Nicht so befriedigt war die der Weise ausgeführt wird, daß der Verbrecher, der festgenommen wird, Versammlung von der Thätigkeit des Gesellenausschusses der Stegfeinem Gegner gleichzeitig einen Stoß mit dem Fuß gegen die Beine, Tiger Jnnung, die zwar auch den alten Lohntarif auf ein weiteres mit einem Ellenbogen gegen den Unterleib und einen Schlag mit Jahr anerkannt hat, es aber gleichzeitig verstanden hat, dem Gesellen der Fanst ins Gesicht versetzt. Auch das Türmen" wurde als ausschuß einige wichtige Konzeffionen auf andren Gebieten abzuringen. So eine liebliche Gepflogenheit der gewohnheitsmäßigen Verbrecher hin- hat derselbe seine Zustimmung dazu gegeben, daß wieder, wie vor gestellt. Wenn mehrere Einbrecher alle geworden", d. h. hinter dem Streit, der Lohn für einen Tag( Sonnabend) nicht zur AusSchloß und Niegel gebracht worden sind, dann fangen sie an zu zahlung gelangen soll, und weiter hat der Gesellenausschuß Kon, türmen", das heißt sie bezichtigen noch so viel Personen zeffionen bezüglich des 1. Mai gemacht. Da derselbe zu diesen als möglich der verschiedensten Straftaten, in der Hoffnung, daß Stonzeffionen nicht die Zustimmung der Steinfeger hatte, so wurde sie sich ihre Position dadurch verbessern, denn, so meinte der eine der Berliner Gesellenausschuß beauftragt, dahin zu wirken, daß Angeklagte, je größer die Zahl der Angeklagten, desto weniger Strafe diese Abmachungen nicht die Zustimmung der zuständigen Arbeiter fällt auf den einzelnen und desto weniger Ueberblick können sich die schaft finden. Gerichte verschaffen. In den Reihen der Angeklagten befinden sich am " Nachher praktische Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, Uebungsstunde in der Centrale, Dresdenerstraße 45. Vortrag über: Gefahrdrohende Krankheitsstände. nebungen. Neue Teilnehmer können jederzeit eintreten. Gäste willkommen. Socialdemokratischer Agitationsverein für den NeichstagsWahlkreis Stralsund Franzburg Nügen. Sonntag, den 2. Febr., vormittags 10 Uhr, bei H. Ramlow, Schönhauser Allee 135, Vereins: fitung Herren als Gäste willkommen. Hilfskaffe der Graveure, Ciseleure und verw. Berufsgenossen tagt jeden ersten Montag im Monat Restaurant Elyze, Luisen- Ufer 1, abends 8-10 Uhr. Tekte Nachrichten und Depelthen. und im Allgäu find unter heftigen Stürmen schwere Schneemassen Stuttgart, 1. februar.( W. T. B.) Jn der schwäbischen Alb niedergegangen. Die Bahnlinie Aulendorf- Memmingen ist zwischen vier Türmer" dieser Art. Sie hatten in einem bestimmten Falle 24. 5. M. im Gewerkschaftshause ihre Generalversammlung ab. Vor nach Wangen und von Amstetten nach Laichingen ist der Betrieb Die Holzbearbeitungsmaschinen Arbeiter hielten am Wolfegg und Kißlegg gesperrt, auch auf den Strecken von Kißlegg der Polizei einige Mitangeklagte als die Thäter bezeichnet und Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken eingestellt. hielten diese Bezichtigung auch vor Gericht aufrecht. Auf des verstorbenen Kollegen Rudolf Jenz durch Erheben von den Triest, 1. Februar.( B. H.) Seit heute Nacht herrscht hier die Frage, worauf sich die Vermutung denn gründe, er= flärte der eine: Die betreffenden hätten in der Kaschemme Blägen. Der Kassierer gab die Abrechnung vom 4. Quartal 1901. eine fürchterliche Bora, die den Verkehr vollständig lahmlegt. Aristokratentisch" gesessen und es sei allgemeines Gerede Danach beläuft sich die Einnahme influfive eines Kassenbestandes Sechs Dampfer, welche hätten auslaufen müffen, sind daran ge bom 3. Quartal in Höhe von 11 872,10 Mart gewesen, daß die vom Aristokratentisch das Ding gedreht" hätten. 17 091,80 m. Ihr steht eine Ausgabe von 4004,95 m. gegenüber. arbeiten auf den Dampfern fufpendiert. Der Borafturm erstreckt sich auf hindert. Im Freihafengebiet wurden die Ladungs- und LöschungsNicht uninteressant war auch die Mitteilung des einen Angeklagten, Somit verblieb am Schlusse der Abrechnung ein Bestand von bis Lussin. Im füdlichen Dalmatien herrscht starker Sirocco, der die daß in diesen Kreisen gewissermaßen eine Versicherung gegen 13 086,85 M. Aus den nun folgenden Halbjahrsberichten war zu wirkung eines außerordentlichen Luftdruckes im Norden und einer Arbeitslosigkeit" bestehe. Dieser Angeklagte bestritt nämlich die Teilnahme an einem Diebstahl und auf die Frage des Präfi- entnehmen, daß die Thätigkeit des Vorstandes eine außerordentlich starken Depression im Süden ist. umfangreiche war. Es fanden statt: 2 Generalversammlungen, denten, wovon er denn gelebt habe, da er doch absolut nicht gearbeitet Paris, 1. Februar.( B. H.) Aus allen Provinzen laufen 4 Mitgliederversammlungen, 2 Werkstatt Vertrauensmänner Nachrichten über heftige Schneeftürme ein, in mehreren derselben habe, antwortete der Angeklagte mit Stolz: zwischen ihm und drei Bersammlungen, 7 Bezirks- Vertrauensmänner Versammlungen, liegt der Schnee meterhoch, ein Vorkommnis, wie es seit Jahrzehnten andren Angeklagten habe das Abkommen bestanden, daß derjenige, 28 Vorstandssigungen und 4 Kommissionssizungen. An Mit- nicht zu verzeichnen gewesen ist. Der Verkehr ist stellenweiſe gänz der arbeitslos fei, von den übrigen mit durchgeschleppt werden müsse. gliedern zählte der Verband am 1. Januar 1902 1012. lich unterbrochen und viele Ortschaften von der übrigen Welt vollAls dem ersten Angeklagten Fuhrmann der Boden unter den Füßen zu heiß wurde, beabsichtigte er, mit seiner Geliebten, einer zwölf Durch den Tod find 3 Kollegen ausgeschieden. Arbeitslos waren ständig abgeschloffen. In den Häfen herrscht große Beunruhigung. Es waren da wegen des herrschenden Sturmes Schiffsunfälle befürchtet werden. Jahre älteren Prostituierten, nach Dresden zu verduften. Auf die vom 1. Juli bis 31. Dezember 1901 566 Kollegen. Frage, ob sie denn beide als Braut und Bräutigam reisen wollten, 95 fonnten nicht besetzt werden oder aber waren schon besetzt. Es Der Ballon 379 Stellenangebote eingegangen, 284 Stellen wurden besetzt, Antwerpen, 1. Februar.( Meldung der„ Agence Habas- Reuter".) Berson", in dem heute der Hauptmann vom erklärte der Angeklagte mit einem Anflug von Humor und Selbst verblieben am Schluffe des Jahres noch 82 Kollegen arbeitslos, deutschen Luftschiffer- Bataillon Bartsch v. Sigsfeld und Dr. Linke ironie:„ Nein, als Mutter und Sohn". Die gestrige Berhandlung, die nur bis zum Mittag dauerte, wurde fast aus- aus dem Bericht der Kontrollkommission war zu entnehmen, daß aus Berlin fich zu furzem Aufstieg in Berlin erhoben hatten, wurde schließlich mit der Vernehmung der wegen Hehlerei angeklagten weib- felbige 68 Werkstattsizungen abgehalten hatte, wozu insgesamt von starkem Winde weitergetrieben und hatte nach 5 Stunden 108 Werkstellen erschienen waren. lichen Angeklagten ausgefüllt, die von den Einbrechern Kleider, Gold- Kommission ergab folgendes: Mit den aus vorigem Halbjahr der Ballon sehr starken Gasverlust. Beide Luftschiffer suchten sich durch Der Bericht der Rechtsschutz- Antwerpen erreicht. Kurz nach dem Ueberschreiten der Schelde hatte sachen u. dgl. zum Geschenk erhalten haben. Die Beweisaufnahme gegen den der gewohnheitsmäßigen Hehlerei beschuldigten Pfand: 40 Klagen angestrengt worden. hinübergenommenen 10 find bis zum Schluß dieses Jahres Abspringen auf die Wiesen am linken Schelde- Ufer zu retten, dies Beim Reichs Versicherungsamt gelang Dr. Linke, doch erlitt er mehrere leichte Quetschungen. leiher Marcus Scheher wird erst am Dienstag stattfinden. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Davidsohn wurde gestern der waren es sechs, von denen in zwei Fällen vollständiger Erfolg für Hauptmann v. Sigsfeld blieb mit dem Fuß im Tauwerk hängen, die Kollegen zu verzeichnen war, in einem Falle teilweise schlng mit dem Kopfe auf dem Boden auf, und kam ums Leben. mitangeklagte Arbeiter Paul Schmoll aus der Untersuchungshaft, Erfolg, während in einem Falle Abweisung erfolgte. In zwei Er war vom Ballon noch etwa 50 Meter weit geschleift worden. in welcher er fast ein Jahr gefessen, entlassen. Die Verhandlung Dover, 1. Februar.( W. T. B.) Der Post dampfer wird erst am Dienstag fortgesetzt werden und zwar im kleinen Sachen ist 8. 8. noch nicht entschieden. Beim Schiedsgericht für Arbeiterversicherung wurden 21 Berufungen gegen Bescheide der„ Marie Henriette", welcher gestern von hier abgegangen ist, Schwurgerichtssaale. Berufsgenossenschaften eingelegt, von denen 16 zur Entscheidung mußte wegen Stad bruches auf offener See wieder umfehren und Gegen die Naturheilkundigen. Die durch eine Reichsgerichts- gelangten. In drei Fällen wurde nach dem Antrage der Kollegen ent- ist, nachdem er die Nacht über von fortwährenden Sturzseen heimEntscheidung gegebene Möglichkeit, gegen die marktschreierischen schieden. Acht Anträge hatten teilweisen Erfolg, während in fünf Fällen gesucht und bei Deal eine Zufluchtsstelle gefunden hatte, hier wieder Annoncen der Kurpfuscher mit Hilfe des Gesetzes zur Be Abweisung erfolgte. Noch nicht erledigt sind aur Zeit fünf Sachen. eingetroffen. fämpfung des unlauteren Wettbewerbes vorzugehen, wird jetzt auf Beim Amtsgericht wurden 7 Klagen eingereicht, von denen eine zu Belgrad, 1. Februar.( W. T. B.) Bei dem Brande des Grund eines Beschlusses der Brandenburgischen Aerztekammer ganz Gunsten des betreffenden Kollegen entschieden ist. Noch nicht ent- Militärdepots in Kragujewaz sollen eine halbe Million Gesystematisch ausgenutzt. Wenn solche Inserate gefunden werden, schieden hiervon find 5 Sachen. Beim Gewerbegericht wurden fünf wehrpatronen explodiert sein. Berluste an Menschenleben sind nicht gehen sie zunächst an den Rechtsbeistand der Aerztekammer Justizrat Slagen eingereicht, die in 2 Fällen Erfolg, in 3 Fällen feinen Erfolg zu beklagen. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 0 # Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 28. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Februar 1902. Reichstags 132. Sigung vom Sonnabend, 1. Februar 1902, nachmittags 1 11 hr. Am Bundesratstische: Graf v. Posadowsky. Die zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Junern wird fortgesetzt. wird. " Der Titel wird bewilligt. sich über ausreichende Sprachkenntnisse, speciell im Lateinischen mungen der früheren Schulreform wieder aufgehoben wurden. ausweisen. Abg. Kirsch( C.) warnt vor allzubie! Experimenten auf dem Gebiete des Schulwesens. Vor allem müßten die Abiturienten in der lateinischen Sprache so gut beschlagen sein, daß sie mindestens das corpus iuris im Urtert lesen können. Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Als Kosten der Maßregeln gegen die Reblaus- kandidaten. Die Schullehrer werden nicht für würdig gehalten, frankheit werden 1000 m. verlangt. Abg. Dr. Deinhard( natl.) wünscht, daß das Reich in dem hochwichtigen Schutz des deutschen Weinbanes nicht ermüden möge. Redner warnt vor Experimenten mit amerikanischen Reben. Präsident des Reichs- Gesundheitsamts Dr. Köhler giebt zu, daß beim Anbau amerikanischer Reben die größte Vorsicht geboten sei. sgeschehe alles, um eine Uebertragung der Reblaus auf den deutschen Weinbau zu verhindern. Das Kapitel wird hierauf bewilligt. Beim Kapitel„ Statistisches Amt" tritt Abg. Werner( Antis.) für Besserstellung der expedierenden Sekretäre ein. Das Kapitel wird bewilligt. Es folgt das Kapitel Normal- Aichungs- Kommission. Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Vp.) fragt an, ob ein Gesetz betreffend die Aichung der Bierfässer, das dem Reichstag seit langem zugefagt sei, bald ergehen werde. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ein Gesetz, das die Aichung der Bierfässer und die Freizügigkeit der Bierfässer für das ganze Reich vorsieht, d. h. welches bestimmt, daß Bierfässer, welche in Bayern z. B. geaicht sind, auch in Preußen als geaicht gelten, ist fertiggestellt. Es schweben nur noch Verhandlungen über die Höhe der Gebühren für die Aichung. Das Kapitel wird bewilligt. Es folgt das Kapitel Gesundheitsamt. Hierzu liegt folgende Resolution des Abg. Lenzmann und Genossen vor:„ Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, baldigst einen Gefeßentwurf vorzulegen, welcher die Grundsätze feststellt, wodurch die Aufenthaltsverhältnisse und die Aufnahme von Geistestranten in Irrenhäusern sowie die Entlassung aus denselben reichsgesetzlich geregelt werden." Abg. Lenzmann( frs. Bp.) Die Staaten, die so weise waren, der ersten Schulreform Preußens nicht zu folgen, wie z. B. Sachsen( Lachen links), hatten daher auch nicht nötig, die zweite negative Schulreform mitzumachen. Ich bin überhaupt gegen allzu vieles Reformieren auf dem Gebiete des Schulwesens.( Sehr richtig! rechts.) Ich bin für die Gleichberechtigung der Realgymnasien und Gymnafien in Bezug auf die Zulassung der Abiturienten zum akademischen Studium. Unter Allgemeine Fonds" werden als Beitrag des Reichs, Aus dem Herrn Vorredner spricht der Geist vergangener Daß auch den Oberrealschul- Abiturienten das juristische Studium zur Unterhaltung des in Bern errichteten inter- 3eiten.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Mir sind sehr ohne weiteres freistehen soll, halte ich nicht für richtig, der logischen nationalen Bureaus des Verbandes zum Schutze wenig Juristen bekannt, die das corpus iuris im Urtert studieren, Schulung durch den lateinischen Unterricht bedarf der Jurist am des gewerblichen Eigentums 3000 m. gefordert. dagegen kenne ich viele, die die römische Sprache und sultur meisten. Ganz wertlos sind auf jeden Fall alle Zwischen- und Abg. Dr. Müller- Meiningen( fr. Vp.): Ich möchte den Dank sehr guttennen, mit den gegenwärtigen wirtschaft Ergänzungsprüfungen. weiter Kreise des Handels und der Industrie für die Einseßung lichen Verhältnissen aber gar nicht Bescheid Abg. Dr. Beumer( natl.): Die Schüler aller drei Arten der dieses Fonds zum Ausdruck bringen. Hoffentlich wird das inter- wissen. Die Erklärung des Etaatssekretärs begrüße ich mit Freuden. neunklassigen höheren Lehranstalten sind zum Studium der klaffinationale Recht auf dem Gebiete der Bekämpfung des unlauteren Es müßte aber doch weitergegangen werden in der Weise, schen Philosophie berechtigt, da ist es ganz selbstverständlich, Wettbewerbs noch weiter ausgestaltet. Sehr wünschenswert wäre daß die Abiturienten der Realschulen und Realgymnasien daß sie auch zum juristischen Studium zugelassen werden müssent. ein Beitritt des Reichs zum Madrider Uebereinkommen zum Schutz ohne weiteres zum juristischen Studium zugelassen Ich hoffe, daß im preußischen Landtage diese Konsequenz anerkannt der gewerblichen Bezeichnungen. werden, ohne daß sie als Personen zweiter Klasse betrachtet werden wird. Geheimrat Hauß: Die Erfüllung des letzteren Wunsches ist werden in Bezug auf das juristische Studium, weil sie nicht genügend zur Zeit nicht möglich, da die Bestimmungen dieses Uebereinkommens Lateinisch verstehen. Ich habe mich zum Wort gemeldet, um einiges mit unfrer nationalen Gesetzgebung nicht ganz übereinstimmen. über die Volksschulverhältnisse in Mecklenburg vorDer Titel wird bewilligt. zubringen. Mindestens 90 Prozent der Deutschen schicken ihre Kinder Beim Titel: Zur Förderung der Seefischerei" erwidert auf eine in die Volksschule und daher hat das Reich ein großes Interesse Anfrage des Abg. Fürst zu Inn- und Knyphausen( f.) daran, gewisse Mindestbedingungen aufzustellen, die alle VoltsStaaatssekretär Graf Posadowsky: Die Einrichtung von Schon- schulen der einzelnen Bundesstaaten erfüllen müssen. In Mecklenburg find zeiten und Schonrevieren in den nordischen Gewässern ist angesichts 10 Broz. der sämtlichen Volksschulen jetzt und seit Jahren des Raubsystems, das dort betrieben wird, sehr notwendig. Wir sind unbesetzt.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Schule ist der internationalen Kommission zur Erforschung der nordischen Meere in Mecklenburg nicht staatlich, sondern es giebt Schulen der beigetreten, die am 1. Mai d. J. ihre Thätigkeit beginnen soll. Welche Ritterschaft und der Kommunen. Eine einheitliche Teile der nordischen Meere sich für diese Schonreviere eignen, ist höchste Schulbehörde giebt es nicht. Früher repräsentierte eine schwierige wissenschaftliche Frage, welche diese Kommission der Großherzog diese Behörde. Als man aber auf sein Drängen die prüfen soll. Ich hoffe, es wird möglich sein, auf Grund größten Mißstände abschaffte, hat man ihm gleichzeitig die höchste Schulder wissenschaftlichen Grundlage zu einem internationalen Ab- aufficht genommen und sie einem Schulkollegium übertragen, in dem Die An Tommen über Schourevier und Schonzeit zu gelangen. Die see- die Rittergutsbesitzer das Uebergewicht haben. männische Ausbildung des Fischers ist sehr wichtig. Die Kleinstellung der Lehrer besorgt die sogenannte Gutsobrigkeit, fischerei soll weiter unterstützt werden, wir haben an ihrer Er- der Rittergutsbefizer. Er hat das se chsmonatliche in haltung dasselbe Interesse, wie an der Erhaltung der Küsten- digungsrecht. Daher befindet sich der Lehrer in der größten fchiffahrt. Abhängigkeit von dem Gutsbesitzer. Es besteht in Mecklenburg eine Abg. Dr. Pachnicke( frs. Bg.) frägt an, ob diesmal die volle Bestimmung, wonach der Schulpatron, der Gutsbesizer, verlangen Summe von 400 000 m. für die Förderung der Hochfeefischerei fann, daß die 8jährigen Kinder seiner Tagelöhner gusgegeben worden ist, und weiter, ob den Fischern in Norderney ihm während des Sommers für Landarbeiten zu der im vorigen Jahre nachgesuchte Schutz zu teil geworden ist. Diensten stehen.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Trotzdem wir alle an uns Während dieser Zeit versäumt das Kind also die Schule! begründet die Resolution. Der Antrag ist nicht neu, ich habe ihn gestellten Wünsche erfüllt haben, haben wir doch im Laufe der Jahre Freilich ist dazu ein Dienstschein nötig, derselbe muß aber natürlich seit 1895 jedes Jahr eingebracht und werde dies mit der Zähigkeit 700 000 M. zur Förderung der Hochseefischerei erspart. 300 000 m. von Lehrer ausgestellt werden, sobald das Kind 8 Jahre alt ist, meines Boltsstammes jedes Jahr thun, bis meine Forderung von Es giebt gegenwärtig 66 000 Geiftésdavon sollen zur Anlage eines Forschungshafens benutzt werden, denn wenn etwa der Lehrer darauf hinweisen sollte, daß das Kind der Regierung erfüllt ist. daher bleiben 400 000 M. zur Verfügung. Die Norderney- Fischer noch nicht gelernt hat, so fann ihm ja der Gutsbesizer sofort sagen: franke in deutschen Frrenanstalten, und das Reich hat alle „ Wenn Ihnen das nicht paßt, so fönnen Sie ja gehen." Jeder auf Ursache, haben die gewünschte Unterstützung erhalten. diesen Unglücklichen den nötigen Schutz aut Der Titel wird bewilligt. dem Gute Angesessene hat 3 M. Schulgeld für die Dorf gewähren. Die Bestimmungen über Aufnahme, Behandlung und Bei der Forderung von 30 000 M. für die Herausgabe der schule zu bezahlen, auch wenn seine Kinder von dem Unter Entlassung der Frren sind in den einzelnen Staaten so verschieden „ Nachrichten für Handel und Industrie" macht richt dispensiert sind. Die Gutsbesitzer, Gutspächter artig, daß eine reichsgesetzliche Regelung unbedingt Abg. Dr. Paasche( natl.) darauf aufmerksam, daß das äußerst und Pastoren brauchen aber die 3 Mark Schulgeld nicht zu notwendig ist. Der Reichstag hat bereits 1897 einen gleichen Mit Rücksicht auf den vertvolle Material dieser Zeitschrift von seiten des Reichs jedem bezahlen.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) In welcher Antrag ohne Widerspruch angenommen. Interessenten auf Verlangen unentgeltlich zur Verfügung gestellt Achtung der Lehrer in Mecklenburg steht, dafür ist ein Beweis, daß Beschluß des Seniorenkonvents will ich nur einen einzigen Fall jeder Gutsbefiger für seine Kinder schon ganz früh eine fran anführen, der in einer Broschüre des Geheimen Medizinalrats Blechzig zösische Bonne nimmt und später einen Schulamts behandelt wird. Es handelt sich um den Fabrikanten Pähold in Auerbach, der von den Behörden für blödsinnig erklärt worden ist. den Kindern des Gutsbesizers die Anfangsgründe beizubringen. Nach der Broschüre ist aber ganz klar, daß dies nur geschehen ist, Außer Naturalien erhält der Lehrer nur 360 Mark bares Geld um eine unbequeme Persönlichkeit zu entfernen. Herr Pätzold pro Jahr.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) In der aller: hat nämlich den Bürgermeister der Stadt Auerbach des Betruges legten Zeit haben sie noch eine Alterszulage erhalten, die von beschuldigt; bas Verfahren den gegen Bürgermeister 5 Jahren zu 5 Jahren um 100 Mark steigt, so daß das bare Gehalt ist aber abgewiesen worden und Pätzold für größenwahnnach 15 Jahren 600 Mart beträgt. Auf diese Alterszulage sinnig erklärt. Der Vorwurf des Betruges gründete sich darauf, aber hat der Lehrer keinen geseglichen Anspruch. Das Bewilligungs- daß ein verstorbener Kämmerer der Stadt Auerbach große recht steht dem Schulpatron zu, und dieser gewährt die Unterschlagungen begangen hatte, deren Mitschuldiger der Alterszulage nur, wenn der Lehrer stets ein pflichtgemäßes Bürgermeister sein soll. Pätzold hatte es sich zur Aufgabe Verhalten seinem Patron gegenüber gezeigt hat. Solche gemacht, die Wahrheit in diesem Falle festzustellen, Bustände müssen natürlich zur Landflucht der Arbeiter hatte die Aeußerung gethan, ich bin ein energischer Mann, führen. Wer wird es einem mecklenburgischen Arbeiter übel ein Genie, ich werde dem Rechte schon zum Recht verhelfen". nehmen, wenn er das Land flieht, wo seine Kinder eine solche Aus- Auf diese Aeußerung hin erkannten die Aerzte auf Paranoia expansioa bildung erhalten. Wir verlangen daher, daß der Reichstag d. h. Größenwahnsinn. Wenn alle Menschen, die sich Mindestbestimmungen über die Anzahl und das Gehalt der dünken mehr zu sein, als sie in Wirklichkeit sind, Lehrer, über die Zahl der notwendigen Schulhäuser erläßt.. an Größenwahnsinn leiden sollen, dann müßten wohl Staatssekretär Graf Posadowsky: Wenn man die Sache unStaatssekretär Graf v. Posadowsky: Die Reichs Schul- auch manche von uns ins Irrenhaus.( Große Heiterfeit Es muß eine Untersuchungsbefangen ansieht, soll man glauben, es würde sich nicht möglich fommission fanm die Wünsche des Vorredners nicht erfüllen und Sehr richtig! links.) machen, den Wünschen Rechnung zu tragen. Ich kann aber nicht Soll das Volksschulwesen dem Reich unterstellt werden, so wäre kommiffion Laien eft aus Jrrenärzten, Juristen und voraussagen, welche buchmäßigen Schwierigkeiten etwa vorliegen. dazu eine Verfassungsänderung notwendig. Für eine solche Ver- gesetzt werden, die jeden einzelnen Fall genau prüft. Nach einer Jedenfalls will ich mich mit dem Staatssekretär des Reichspostamts fassungsänderung würden die verbündeten Regierungen nicht zu gewissen 3eit muß ein jeder Geistestrante einer der= in Verbindung setzen, denn ich habe das socialpolitische Interesse, haben sein. artigen Besichtigungskommission vorgeführt werben, daß die Bestimmungen der Invaliden- Versicherung dem Publikum Abg. Dr. Müller Sagan( frs. Vp.): Der Herr Staatssekretär die über sein Verbleiben in der Anstalt nach eingehender Prüfung möglichst handlich gemacht werden. Selbstverständlich aber wird es hatte ein gewiffes formales Recht zu seinen letzten Aeußerungen. entscheidet. Ich bitte Sie, meinen Antrag wieder einstimmig anzusich nur um den Umtausch von Marken, die im Bezirk der betreffenden Aber die Zustände sind deshalb nicht minder benehmen, damit der Bundesrat sich von der Notwendigkeit der reichsBostanstalt gültig sind, handeln. flagenswert und werden hier so oft besprochen werden, als gesetzlichen Regelung dieser Materie überzeugt.( Bravo! links.) diese Zustände in Mecklenburg andauern. Der Reichskanzler Staatssekretär Graf Posadowsky kommt nunmehr auf zwei Zur Förderung des Absages landwirtschaft- tönnte auch hier bundesfreundlich einwirten. Dem früher von dem Abg. Lenzmann angeführte Fälle zurück, in denen licher Erzeugnisse und zur Unterstützung wissenschaftlicher, Abg. Kirsch erividere ich, der Hauptvorzug der Reformischule sei der angeblich geistig Gesunde zwangsweise in Frrenanstalten verbracht technischer und ähnlicher allgemeiner Bestrebungen auf dem Gebiete gemeinschaftliche Unterbau. Das viele Latein ist in der Praxis nicht sein sollten und berichtigt die frühere Darstellung in Einzelheiten. der Landwirtschaft werden 90 000 M. angesetzt. zu verwerten. Die Entwicklung der Reformschule folle man nicht Die preußische Regierung hat mir seiner Zeit auf meine Aufrage Abg. Herold( C.) betont die Notwendigkeit einer internationalen hindern. Die Anregungen meines Freundes Eickhoff unterstütze ich geantwortet, daß in den einzelnen Provinzialreglements ausreichende Statistik und einer regelmäßigen Berichterstattung über die Lage aufs wärmste. Garantien dagegen gewährt seien, daß gesunde Personen in verdes Getreidemarktes und bittet den Staatssekretär um Abg. Eickhoff( frs. Bp.): Ich nehme an, daß die Abiturienten brecherischer Absicht in Frrenanstalten gebracht oder dort zurückfinanzielle Unterstützung für diesen Zweck. aus Ober- Realschulen, auch wenn sie Jura studieren, teiner Nach gehalten werden können. Sollte der Reichstag den Antrag wieder Staatssekretär Graf Posadowsky: Wir können nur Thatsachen prüfung unterzogen werden sollen. Ein Ergänzungsstudium auf annehmen, so werde ich mich mit der preußischen und den übrigen mitteilen. Es wäre aber sehr verdienstvoll, wenn große land- der Universität genügt genügt auch. Herr Kirsch möge einen Regierungen in Verbindung setzen und so verfahren, wie jetzt die wirtschaftliche Verbände ein Organ gründen würden, Juristen nennen der wegen mangelnder Kenntnis des Stellung der Regierungen zu dem Antrage ist. das dies statistische Material ohne jede Polemik Lateins in seiner Karriere gescheitert ist. Herr Herzfeld Abg. Antrick( Soc.): einwandsfrei veröffentlichte. Finanzielle Unterstützung hat sich der mecklenburgischen Volksschullehrer angenommen, Ich hatte im vorigen Jahre eine ganze Fülle von Mißständen könnte einem solchen Organ aus dem uns zur Verfügung stehenden ich möchte, wie schon im vorigen Jahre, auf die schlechten BeFonds wohl gewährt werden. soldungsverhältnisse der mecklenburgischen Gymnasial- aus den verschiedensten Krankenhäusern hier zur Sprache gebracht. Der Titel und damit das Kapitel„ Allgemeine Fonds" wird lehrer hinweisen. Im vorigen Jahre hat mich die„ Kreuz- Die Antwort darauf war, daß Revisionen stattgefunden und ergeben Zeitung" dafür angerempelt, das Blatt, welches einen früheren haben, daß meine Angaben teils richtig, teils inwichtig waren. Mit Ueberwachung des Auswanderungs- Oberlehrer zum Leiter hat. Die Dinge stehen mit der Reichs- solchen Revisionen kann man aber recht wenig erreichen, da sie ja vorher angemeldet werden; wenn dann ein Regierungswesens" wünscht Schulkommission mur in sehr losem Zusammenhange. Aber die Abg. Caheusly( C.), daß den Zwischendecks der Auswanderer- stompetenz der Reichs- Schulfommission muß eben, vertreter kommt, findet er natürlich alles in schönster Ordnung. Die Ursachen dieser Mißstände liegen lediglich in dent schiffe größere Aufmerksamkeit von den Auswanderungskommissaren wie die Debatten hier erweisen, erweitert werden. Mangel an finanziellen Mitteln. Bevor ich mich geschenkt werden möge. In bezug auf Raum, Luft und Licht lassen Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): In Mecklenburg sind die Verdiese Zwischendecks noch auf vielen deutschen Auswanderungsschiffen hältnisse der höheren Schulen nicht so schlecht wie die der Volks- jedoch mit dieser Frage näher befasse, möchte ich auf eine andre, nämlich auf den großen Mangel an Kranken. piel zu wünschen übrig. schule. Mecklenburg ist kein Staat im modernen Sinne.( ViceDas Kapitel wird bewilligt. präsident Büsing bittet den Redner, nicht auf die staatsrechtlichenhäusern eingehen. Das wird von niemand ernstlich bestritten. Verhältnisse Mecklenburgs einzugehen. Heiterkeit.) Die Regierung Sogar in Berlin, das in dieser Hinsicht Hervorragendes geleistet Es folgt das Kapitel Reichs Schulfommission. Abg. Eickhoff( frs. Vp.): Es ist gewiß ein Fortschritt, daß die ist an den traurigen Verhältnissen nicht so schuld wie die Ritter bat, fehlen nach Berechnung eines Sachverständigen täglich für die Kranken noch 1000 Betten. Es ist nicht möglich, alle Kranken in Abiturienten der Realgymnasien zum medizinischen Studium aus darauf dringen, daß die mecklenburgische Verfassung geändert den Berliner Strankenhäusern unterzubringen. In der Provinz steht es werden muß. Hente fehlt uns noch die Hilfe des Centrums, die bedingungslos diese Berechtigung zuzugestehen, nachdem ihnen von aber uns wohl noch zu teil werden wird, wenn die Verhältnisse aus Mangel an Geld oder an Einsicht, aus Knauferigkeit, keine allerhöchster Stelle aus die Gleichwertigkeit zugestanden worden ist. Krankenhäuser. Als ich im vorigen Jahre einige Orte nannte, wurde Ist es nicht eine Anomalie, daß man heute von einem Realabiturienten weiter so schlimm bleiben wie bisher. Abg. Kirsch( C.): Die mecklenburgische Regierung hat erklärt, ich von einem konservativen Blatte in der Provinz anverlangt, während sich derselbe Abiturient dem theoretischen Studium der unsre Erklärung, daß wir eine andre Stellung den mecklenburgischen fließ, Schwiebus und Wriezen liegt es in dieser Beziehung beeine Ergänzungsprüfung im Lateinischen zum medizinischen Studium unsern im Toleranzantrag ausgedrückten Wünschen nachzukommen. Begriffen: später hat dieses Blatt selbst zugegeben, daß auf diesem Gebiete unhaltbare Zustände herrschen. In SchönNaturwissenschaft widmen kann. Soll das juristische Studium auch in Zukunft das Privileg der Gymnasial- Abiturienten bleiben. Man Sragen gegenüber einnehmen würden, bezog sich auf den Toleranz fonders im Argen. ( Aha! links.) antrag und wir sind jezt befriedigt. konnte von einer reichsgesetzlichen Regelung dieser Frage lesen, doch offentlich giebt aber die mecklenburgische Regierung auch in der ſeien die Verhandlungen an dem Widerstand einiger Staaten gescheitert. Eine einheitliche Regelung wäre aber leicht möglich, man Berfassungsfrage eine so befriedigende Erklärung, wie in der Baritätsbrauchte nur eine dem§ 6 der neuen Prüfungsordnung für die frage ab. Wir sind gegen die Staatsschule, in Med I enMediziner analoge Bestimmung schaffen. Ich kann den Herrn Staats- burg sowohl wie anderwärts. sekretär versichern, daß eine Regelung dieser Frage in unsrem Sinn überall freudig begrüßt würde.( Beifall kinks.) Der Titel wird bewilligt. U Beim Titel, Belastung des Reichs aus dem auf Grund des Invalidenversicherungs Gesezes zahlbaren Renten( 38 166 000 M.) frägt Abg. Dr. Crüger( fr. Bp.) an, ob die Postanstalten nicht angehalten werden können, auch den Umtausch von gültigen InvalidenVersicherungsmarken, die nicht mehr zur Verwertung kommen können, borzunehmen. Der Titel wird bewilligt. bewilligt. Beim Kapitel " = schaft, die alle Reformen ablehnt. Abg. Dr. Oertel( f.): und In Spremberg, einer Stadt von 10 000 Einwohnern in der aufis war ebenfalls großer Mangel an Krankenhäusern und die bürgerliche Mehrheit in der Kommune mußte erst von oben herab gezivungen werden, ein neues Krankenhaus zu bewilligen. In dem einen bestehenden Krankenhause gab es nur einen einzigen Krankenwärter.( Hört! hört!) Die Bevölkerung wehrt sich mit Die Ausführungen des Herrn Eickhoff standen in der That nur Händen und Füßen dagegen, in dies Krankenhaus zu geben wegen Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich kann nur für Preußen in losent Bujammenhange mit dem Etatstitel, den wir beraten. der mangelhaften Behandlung, die den Kranken dort zu teil wird. sprechen. Das preußische Staatsministerium hat sich bereits schlüssig Ich will aber dem einmal gegebenen bösen Bei- In einer noch größeren Stadt, Kottbus, giebt es auch nur ein gemacht, die Abiturienten von Realgymnasien und Ober- Realschulen spiel folgen. Die Schulreform von 1901 hat viel Gutes gebracht, strankenhaus mit gerade 46 Betten.( Hört! hört! bei den Socialaber bestand zum juristischen Studium zuzulassen. Selbstverständlich müßten sie das Gute vor allem darin, daß Bestim demokraten). Dabei giebt es in Rottbus 16-17 000 Krankenkassen in einer Erklärung meine Angaben aufrecht zu erhalten und, so- 1 bald die stenographischen Berichte vorliegen, das weitere zu veranlassen. Partei- Nachrichten. mitglieder. Der angestellte Arzt wohnt nicht im Kranten Haus sondern muß immer erst geholt werden. Es giebt dort feine chirurgischen Instrumente, teinen Operations- Sofort nach Empfang des Berichts habe ich eine Versammlung Verräter. Die jahrelangen häßlichen Stänkereien unter den Nürn fa al. Im Landtage ist Kottbus konservativ vertreten, aber der der Aerzte und des Pflegepersonals der Berliner Krankenhäuser, zu berger Barteigenossen haben jetzt zum Ausschluß von 4 Mitgliedern aus Herr Abgeordnete hat mehr für die agrarischen Interessen zu sorgen, die der ich auch die beiden Stadträte Bail und Straßmann einlud, ein- der dortigen Organisation geführt. Dieselben find überführt worden, Zustände unter denen die Arbeiter leiden, fümmern ihn nicht. berufen. Sie sind aber nicht erschienen. Dort habe ich meine An- Nachrichten über Parteivorgänge, durch die die Partei kompromittiert Die Arbeiter selbst haben in der Stadtverwaltung keinen Einfluß, lagen wiederholt, ein Bericht ist in der Preffe er- wurde, an den" Fränkischen Kurier" geliefert zu haben, ein Blatt, bei den Wahlen haben sie eine reaktionäre Masse gegen fich. Daher schienen, bisher ist Antlage gegen mich nicht er das sich seit je durch die schäbigste Bekämpfung unsrer Parteigenossen haben sich die Arbeiter in der Not an mich gewandt mit einer Ein hoben. Kein Krantenwärter hat in der Ber in Nürnberg hervorgethan hat. Zu den Verrätern gehört bedauergabe, damit ich ihre Klagen hier vorbringe. Die Petition tam in diesem sammlung meine Anlagen zurückgewiefen, im licherweise auch der Landtags- Abgeordnete Scherm, Jahre auch in der Stadtverodnetenversammlung in Rottbus Gegenteil, es wurde allseitig ausgesprochen, daß ich die Verhältnisse der infolgedessen bereits sein Mandat niedergelegt hat. Nähere Mitzur Sprache. Bei dieser Gelegenheit sagte der Krankenkassen- biel zu milde geschildert hätte. Nach meinen An- teilungen liegen noch nicht vor. Arzt den Herren einmal gründlich die Wahrheit. flagen damals hat Herr Geheimrat Kirschner das Moabiter Sierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Montag 1 Uhr. ( Außerdem Etat des Reichs- Justizamts.) Schluß 634 Uhr. bleiben. werde. lassen. Parlamentarisches. Arbeiterstatistik. des liche Waffe im Kampf gegen die Regierung und die bürgerlichen Parteien bildet. In den letzten Heften werden u. a. Bundesrat, Civilliste, Duellunwesen, Finanzgeschichte des Reiches, Flotte, Fort bildungsschulen, Gewerbeaufsicht, Genossenschaften ze. behandelt. Der neue Jahrgang der Illustrierten Roman- Bibliothek„ In Freien Stunden" empfiehlt sich sowohl durch die glückliche Aus wahl des Spindlerschen Romans, Der Bastard", der von der Litteratur geschichte dem berühmten Roman„ Der Jude" gleichgestellt wird, und der Gorkischen Novelle Im Banne der Dämonen", wie auch durch die neue Art von Illustrationen, mit denen der„ Bastard" geschmückt ist. Wir empfehlen diese Wochenhefte zu 10 Pfg. unseren Lesern, welche für ihre Frauen und Kinder eine billige und gute Unterhaltungsschrift haben wollen, aufs Beste. Aus Industrie und Handel. Berliner Arbeitsnachweis- Statistik. Der Centralverein für Ergänzend zu diesen Mitteilungen wird dem Bureau Laffan aus Er stellte fest, daß man in Rottbus ein Krankenhaus mit Krankenhaus inspiziert. Aber wie. Er ist einmal durchgegangen Parteilitteratur. Vom Socialdemokratische Reich 3mindestens hundert Betten brauche. Die korridore und und hat dann an den Oberbürgermeister berichtet, er hat alles tags- handbuch von May Schippel, das in Wochenheften zu je Treppen feien in dem bestehenden Krankenhause so eng, daß man sie in bester Ordnung gefunden. Wie kommt der Herr dazu, nicht 20 Pf. von der Buchhandlung Vorwärts in Berlin herausgegeben mit einer Tragbahre mit Schwerkranken nicht passieren könne.( Hört! an seine vorgefeßte Behörde zu berichten? Er hätte zum mindesten wird, liegen jetzt 16 Hefte vor. Mit jedem Heft erweist sich das hört! bei den Socialdemokraten.) Kinder könnten gar nicht aufgenommen die Pflicht gehabt, die von mir erhobenen Anklagen in den einzelnen Wert immer mehr als ein gründliches und vorzügliches Nach werden. Die Bimmer feien alle besetzt, er habe sogar einen Geistes- Fällen zu untersuchen. Das hat er aber nicht gethan. Wenn wir schlagewert für alle politischen und wirtschaftlichen Tagesfragen. franten in demselben Zimmer mit einem andern zu dieser Art von Revision der preußischen Regierung nicht das geringste Stein Arbeiter, der die Streitfragen unsrer Zeit von Grund Kranten unterbringen müssen.( Hört! hört!) Wenn hier die Vertrauen haben, ist selbstverständlich. Hier muß Abhilfe geschaffen aus verstehen will, kann dieses Buch entbehren, das eine vorzüg preußische Regierung eine Revision hat vornehmen lassen, so trifft werden. Geschieht das nicht, dann werden sich zur Zeit einer Epidemie sie die Mitschuld an den schandbaren Zuständen. Freilich die Folgen zeigen, und die am meisten darunter leiden, werden der Bürgermeister dieser Stadt von 40 000 Einwohnern meinte wieder bie Arbeiter sein. Die Verantwortung für die Folgen auf diese Ausführungen des Arztes, mit einigermaßen gutem aber fällt auf die preußische Regierung.( Bravo! bei Willen könne man noch ganz gut mit dem Krankenhaus auskommen. den Socialdemokraten.) ( Hört! hört bei den Socialdemokraten.) Wie stellt sich zu solchen Zuständen der neuerrichtete Gesundheitsrat. Wenn hier eine Epidemie ausbricht, fehlt jede Möglichkeit, die Kranken unterzubringen. Hier muß der Staat sein Aufsichtsrecht gebrauchen, um folche Kommunen zu zwingen, ihre Pflicht zu thun.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ich komme nun zu einzelnen Mißständen in Krankenhäusern. Ich behauptete seiner Zeit, daß es heute möglich sei, daß ein als krant verdächtiger Mensch in ein Krankenhaus komme und dasselbe mit einer schweren Krankheit, die die Beratung der ihr überwiesenen Teile des Etats Die Budgettommission des Reichstags begann er sich dort geholt hat, behaftet wieder verlasse. Reichsamts des Innern beim Kapitel: Statistisches Amt. Diese Behauptung hat damals ungeheure Entrüstung erregt. Leider hier ist die Errichtung einer Abteilung für Arbeiteraber hat sie sich in neuester Beit be wahrheitet. Ein solcher statistit vorgesehen, die an stelle der Kommission für ArbeiterFall hat sich thatsächlich ereignet und zwar in Berlin felbst. Es ist konstatiert worden, daß im Elisabeth- Strantenhause in einem ſtatiſtik treten foll. Gefordert werden vorläufig zwei neue Mitglied- Arbeitsnachweis teilt aus dem Monat Dezember v. J. die ErgebJahre 40 Kinder an Gonorrhoe erkrankt sind. Wenn das in stellen( 9000 M.) und eine Zulage für den Präsidenten( 2500 M.). Die niffe über die Frequenz von 85 Berliner Arbeitsnachweisen mit. Berlin geschieht, was soll dann erst in den Krankenhäusern der Provinz ganze Reuorganisation beansprucht die Summe von 52 300 M., Danach haben sich im Dezember 1901 auf den Arbeitsnachweisen geschehen. In diesem Krankenhaus geht es sehr from m her, bie wovon die jest wegfallenden Kosten für die Kommiſſion für Arbeiter 13 876 Arbeitslose gemeldet gegen 9576 im Jahre vorher. Offene Stranken werden bort viel zu viel mit Beten behelligt. Als statistik in Höhe von 39 000 M. in Abzug zu bringen find. Referent Stellen wurden 6902 gemeldet gegen 6217 im gleichen Monat des diese Zustände in der Presse veröffentlicht wurden, gab sie die Oberin bg. v. Tiedemann( Rp.) empfiehlt die Bewilligung. Korreferent Abg. Bebel( Soc.) erkennt an, daß die Errichtung Jahres 1900. Besezt wurden 6482 Stellen. Das Verhältnis ges gar nicht zu; ich habe aber aus ganz genauer Quelle die Nachricht, der neuen Abteilung eine Verbesserung gegen den jetzigen Zustand staltet sich noch bei weitem ungünstiger, wenn man berücksichtigt, daß die Ansteckung bei den Kindern festgestellt ist. Wo bleiben da sei, befürchtet aber, daß eine Beschränkung der Befugnisse daß in diesem Jahre 85 Arbeitsnachweeise berichteten, während es die Bestimmungen des Seuchengesezes, wenn in ganz der Kommission für Arbeiterstatistit eintreten tönne im Jahre 1900 nur 33 waren. Die Lage des Arbeitsmarktes im ruhigen Zeiten solche Ansteckungen nicht verhindert werden können? und fragt, wie das in Zukunft werden solle. In einem andern Fall, der in der Braunschweigischen Laufe des Januar d. J. wird allgemein von den einzelnen Bureaus Landeszeitung" feinem socialdemokratischen Blatt verommiffion für Arbeiterstatistit sollte ungeschmälert erhalten Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, die Kompetenzen der noch trüber geschildert und über eine Zunahme der Arbeitslosigkeit öffentlicht wurde, wurde folgendes festgestellt: Ein scharlachberichtet. tranter Arbeiter erhielt lange Zeit hindurch kein Abg. Hoch( Soc.) fragt an, ob denn in Zukunft, wie bisher, Das internationale Schiffahrts- Kartell. Wie das„ Berl. Wasser zum Waschen. Seine wärterin erhielt täglich seitens der Kommission Vorschläge für neue Maßnahmen der social Tagebl." mitteilt, haben die amerikanischen atlantischen Reedereien eine Mart und mußte ihn dafür beköstigen und ihm täglich zwei Liter Milch geben.( hört! bört 1) Das sind Zustände politischen Gesetzgebung gemacht werden könnten und empfiehlt eine den Beschluß gefaßt, die Mindest- Frachtsäge für Getreide, Mehl und Die engere Verbindung der Abteilung für Arbeiterstatistik mit den Arbeiter Provisionen von New York nach London resp. Liverpool auf die in einem geordneten Staatsleben nicht vorkommen dürften. ganze Frage ist eine Geldfrage, ich wende mich nicht organisationen. gegen Personen, sondern gegen das ganze System. Wie Abg. Dr. Müller- Sagan( fri. Vp.) unterstützt diese Anregung 1/2 Bence feftaufezen. Die bisherige Nate für diese Route betrug ich schon sagte sind auch in Berlin die Zustände ganz schauerlich. und fordert ferner eine Vermehrung der Bahl der Reichstags- 1/ Benny per Civt. Der Zuschlag beläuft sich also auf 50 Broz. mitglieder( bisher 6) in der Neuorganisation, damit nicht das Das Wolffsche Bureau meldet, daß an der Konferenz Ich bringe nur Material vor, wenn die Leute, die es mir zutragen, parlamentarische Element durch das bureaukratische zurückgedrängt die führenden englischen, amerikanischen und fontinentalen fich verpflichten, ihre Angaben auch vor Gericht zu vertreten. transatlantischen Dampfergesellschaften teilgenommen hätten, und So find in Bethanien außerordentliche Mißstände vorhanden. Staatssekretär Graf Posadowsky bittet, der neuen Abteilung daß der Beschluß gefaßt Ein Patient schreibt mir, daß er im Jahre 1900 auf dem Saale 63 tein Mißtrauen entgegenzubringen. Auch in Zukunft würden wie preise für die erste worden wäre, auch die Passagiers gelegen. Statt um 8 Uhr abends habe er gegen seine Herz- bisher, Vorschläge in Form von Thesen von ihr zu machen, sein. erhöhen. Es wäre ein Minimalfaz festgesetzt worden, unter den in und für die zweite Rajüte zu beklemmungen um 11/2 oder auch um 22 eine Eisblase auf das Herz gelegt bekommen. Bier Nächte habe er nicht schlafen können, weil der Reichstag möge doch die Sache zunächst einmal ruhig laufen Bukunft die Preise nicht hinuntergehen dürfen; die Preise der dritten der Wärter nicht gekommen sei. Der Grund sei die unmenschlich lange Abg. Hoch( Soc.) verlangt, daß der neuen Abteilung die Befugnis Kajüte bleiben verändert. Die endgültige Genehmigung dieser Arbeitszeit des Wärters. Ein Wärter habe den ganzen beigelegt werde, Unternehmer und Arbeiter zur Auskunftserteilung Abmachungen erfolge erst in 14 Tagen in der Schlußkonferenz, die Saal besorgen müssen. Kranken wurde zwei Stunden lang das vor ihr zu zwingen. An dem Mißtrauen sei die" Post" in New York nach Eintreffen der beiden Generaldirektoren Ballin und Stechbecken im Bett gelassen. Aehnliche Zustände werden mir von einem andren Berliner Krankenhause berichtet, die auch auf einem schuld, die gejubelt habe, daß nach Schaffung der Wiegand stattfinden wird. die neuen Abteilung Gesezesmacherei der Mangel an Wärtern beruhen. Ein Mann, der absolut der Hilfe be- Kommission für Arbeiterstatistit aufhören werde. New York telegraphiert: durfte, flingelte, ohne daß jemand tam. Der Kranke litt an Krämpfen, fiel vom Stuhl, zerschlug sich den Kopf mentarischen Beirats. Er befürchtet, daß sich ein„ neues, kleines Abg. Dr. Haffe( natl.) ist gegen die Vermehrung des parlaund erst geraume 8eit später tam der Wärter. So sieht es in den bestgeleiteten Krankenhäusern in Barlament" daraus entwickeln könne. Berlin aus, wie nun erst in der Provinz. Es fehlen Krantenhäuser, wärter, es fehlt auch ein gut bezahltes Aerzte personal. Die Aerzte sind auf private Bragis angewiesen, darunter leidet die Behandlung der Kranten in den Krankenhäusern. Es soll vorgekommen sein, daß Aerzte mit großer Privatpragis bei Operationen in Krankenhäusern Dinge gemacht haben, die, wenn sie in die Oeffentlichkeit fämen, die Aerzte in die Hände des Staatsanwalts bringen würden. Daß dies so ist, kann ich Ihnen beweisen. Vor mir liegt der Brief eines früheren Kreis physitus in Dessau an die Regierung seines Einzelstaates, der den leiten den Arzt des Krantenhauses in Bernburg. Dr. Hagemann beschuldigt, Menschenleben gefährdet zu haben. Dieser Abg. v. Tiedemann( Rp.) fürchtet, daß durch Hinzuziehung zu Herr sigt jezt im Ministerium dieses Einzelstaates. Er bieler Sachverständiger die Sache zu einer Farce würde. stellt in dem Briefe unter anderm fest, daß ein Mann, Staatssekretär Graf Posadowsky weist darauf hin, daß der der sich einen Splitter in die Hand gerissen hatte, im Bundesrat die sieben Mitglieder es seien wirklich sieben, nicht sechs, Krankenhaus gestorben ist, ohne daß, nach Aussage feines wie irrtümlich in der Begründung der Vorlage vermertt sei- Aus dem oberschlesischen Industriebezirke wird uns ge Hausarztes, der Splitter entfernt worden wäre. ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Und was hat die zu wählen habe. Er könne also auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer schrieben: In den letzten Wochen haben sich die Arbeiterverhältnisse wählen und werde namentlich gern Gewerbeinspektoren als besonders im oberschlesischen Industriebezirke nicht unbedeutend verschlechtert; Regierung nach diesem Briefe gethan? Der Brief ist datiert vom Jahre 1891. Der damalige Kreisphyfikus, der Briefschreiber, sitzt geeignet heranziehen. Im übrigen müsse sich durch die Erfahrung insbesondere betrifft die Verschlechterung die Kohlenberglente. Nach ergeben, welche Zusammensetzung den Absichten der Abteilung, die dem der befürchtete Rückgang im Kohlenabsage eingetreten ist, sind jegt an der Stelle des Geheimen Medizinalrats an den die Grubenverwaltungen sofort mit Feierschichten gefolgt. Was für durchaus objektiv statistisch wirken solle, am besten entspreche. Der Brief gerichtet war, im anhaltischen Ministerium, die nächste Zeit erwartet wird, ist nun: Herabsetzung der Preise im und der angeschuldigte Arzt ist heute noch leitender Hierauf wird die Forderung anstandslos genehmigt. Großhandel und dementsprechend Herabsetzung der Löhne und Arzt des Krantenhauses in Bernburg. Entweder hat also Auf eine Anfrage erklärt der Staatssekretär, daß das Fortfall der bisher üblichen Lohnprämien für regel der Geh. Medizinalrat den Dr. Hagemann damals verleumdet Reichstags- Präfidialgebäude noch im nächsten Jahre fertig gemäßige Arbeit und dergleichen. Die dem gegenüber oder dieser gehört ins 8uchthaus wegen Gefährdung stellt werde. Abg. Eickhoff bemängelt die langsame Weiter stehende Besserung in der Eisenindustrie war niemals bedeutend und von Menschenleben. Keiner von ihnen ist aber bisher an- führung der Ausschmückung des Reichstags- Gebäudes? Warum denn hatte sich stets nur auf einzelne fleinere Zweige, wie die Drahtgetlagt worden, wohl aber der socialdemokratische die Gemälde im Lesezimmer jahrelang unvollendet blieben? industrie, erstrect. Sie ist auch jetzt nur stellenweise und unregel Redacteur, der den Fall veröffentlichte. Er Regierungs- Kommissar weist darauf hin, mäßig vorhanden. Die Lohnabzüge in Eisenhütten dauern fort. wäre verurteilt worden, wenn er nicht den Original- daß die Ausschmüdungs- Kommission nur schiver zusammen Unter den zahlreichen ausländischen Arbeitern, die gegenwärtig( wie brief des Kreisphysitus hätte vorlegen können. Daraufhin wurde die Sigung des Gerichts vertagt, um vom Ministerium die zubringen sei. Abg. Hoffmann- Dillenburg( natt.) wünscht baldige es scheint, auf behördliche Einwirkung) entlassen werden, befinden Herstellung der Gemälde für den Sigungsfaal. Staatssekretär sich auch die vielbesprochenen Galizier von der Verwaltung der Genehmigung zur Vernehmung des Briefschreibers als Zeuge zu Graf Pojadowsky meint, diese Aufgabe solle erst in Angriff Binkhütten der schlesischen Aktiengesellschaft in Lipine. Neben den erlangen, die bisher versagt war. Ob sie jest erteilt ist, weiß ich genommen werden, wenn sich ein gottbegnadeter Künstler dazu streichischen und russischen Arbeitern kommen übrigens für Obernicht. Redner geht des weiteren auf Mißstände in den schlesien sehr stark auch Italiener in Betracht. Diese hatten hier Privat Krantenanstalten von Fränkel und Oliven in Ueber die Forderung für die biologische Abteilung des Reichs- seit Jahren gewissermaßen ein Privilegium für Gefteinsarbeiten, und Tankwitz ein, die im einzelnen auf der Tribüne unverständlich Gesundheitsamtes in Dahlem entspinnt sich eine lange Diskussion. zwar in solchem Umfange, daß sogar bereits italienische Zwischenbleiben. Ebenso schlimm liegen die Verhältnisse in einem Abg. v. Tiedemann( Np.) bekämpft die Forderung aus finanziellen unternehmer sich einnisteten. Durch die Entlassung von Italienern Institut am Schiffbauerdamm neben dem Neuen Theater. Dort werden Kaninchen, Meerschweine usw., die mit giftigen Stoffen Rücksichten, während der Korreferent, Abg. Bebel( Soc.), für ihre wird namentlich in der Gesteinsarbeit mehr freier Platz für eins Bewilligung eintritt. Der Staatssekretär und der Direktor des heimische Arbeiter geschaffen. Die Ausländer sind dabei übel dran. geimpft find, Tage lang herumlaufen gelaffen, ehe fie getötet werden. Ein Verbrennungsofen befindet sich dort nicht, die Leichen der Tiere Reichs- Gesundheitsamts, Köhler, weisen nach, daß die Forderung Alle Beiträge zu Pensionen und Knappschaftstassen für Invaliden-, Witwen- und Waisenversorgung gehen ihnen mit ihrer Entlassung werden in Papier gewidelt in die Steffelfeuerung des Neuen Theaters dringend und unbedingt notwendig fei. Abg. Bebel( Soc.) beantragt, die Forderung auf ein Jahr zurüd verloren. Dies trifft allerdings in gewiffem Umfange auch auf die geworfen.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Ansteckungen zustellen, um sie nach näherer Prüfung der Bodenverhältnisse von einheimischen Arbeiter zu, die infolge des Rückganges beschäftigungsfind auf diese Weise taum zu vermeiden. los werden. Denn wenn ihnen auch das Recht gegeben ist, sich selb Es ist mir unmöglich, Ihnen mein ganzes Material bei der Dahlem in einem Nachtragsetat wieder zu stellen. Nach weiterer Beratung zieht Abg. Bebel nach näheren Aus- ständig weiter zu versichern, so hätte dies doch zur Folge, daß sie nicht bloß vorgerückten Zeit vorzutragen, nur noch ein paar Sachen muß ich künften des Direktors Köhler und des Grafen Bofabowsky die Arbeiter, sondern auch die Arbeitgeber- Beiträge in der arbeitserwähnen. Große Mißstände bestehen in der Charité in Berlin. feinen Antrag zurück und die Forderung wird einstimmig an- lofen geit zahlen müßten. Da eine Zurüdazhlung der Beiträge ausDort bekommen die Wärter 24 Mart Anfangsgehalt und geschlossen ist, so werden Fälle genannt, wo auf diese Art mehrere müssen 14-16 Stunden arbeiten. So tommt es auch, daß Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr.( Lokalinspektion der Bau- hundert Mark an gezahlten Beiträgen verloren gingen. Die gedrückte fich die besten Elemente aus diesem Berufe entfernen. Ich tömte wirtschaftliche Lage erstreckt sich auch auf das benachbarte polnischnoch von ähnlichen Zuständen aus Düsseldorf, Danzig, Frant- pläge für die Errichtung eines Kolonialamts.) russische Dombrowa- Revier, von wo ebenfalls Arbeiterentlassungen furt usw. erzählen. Ich hoffe, daß die Regierung endlich und Lohnkürzungen gemeldet werden. In diesem Revier find Maßnahmen gegen solche Mißstände treffen wird. Das Meistermonopol der Lehrlingezüchteret. Im Abgeordneuerdings gegen den aus Oberschlesien über Oestreich eingeführten Als ich den Kampf gegen die Krankenhaus- Verwaltung begann, trat netenhause hat Onkel Felisch, unterſtüßt von konservativen In Coats Zollerhöhungen vorgeschlagen worden, die mit dem im Reichsmir nicht nur die Regierung, sondern auch die Presse entgegen. In nungsbrüdern, zur zweiten Beratung des Handelsetats den zünft tag vorgelegten Bolltarif in Verbindung gebracht werden. der Berliner Stadtverordneten- Versammlung haben givei Stadträte lerischen Antrag eingebracht, die Regierung zu ersuchen, dieselbe wolle erklärt, daß meine Angaben unrichtig seien. Sie beriefen sich auf im Bundesrat ihren Einfluß dahin geltend machen, daß dem Reichsdie Revision des Moabiter Krankenhauses durch den Geheimrat tage baldigft ein Gesezentivurf vorgelegt werde, durch welchen die Kirchner. Sie warfen wir vor, daß ich die Tribüne des Reichstags Ausbildung der Lehrlinge nur solchen Gewerbetreibenden dazu benutzt hätte, um ein Berliner Krankenhaus durch unrichtige gestattet ist, welche die Meisterprüfung in ihrem Gewerbe abAngaben zu diskreditieren. Mir blieb demgegenüber nichts übrig, als gelegt haben. 3 " Staatssekretär Graf Posadowsky desavoniert die Post". 99 Proz. von dem, was fich als offiziös geberde, sei es nicht. Reine Nationalökonomie ohne praktische oder juristische Grundlage empfehle sich nicht zur Vorbildung für Beamte der Abteilung für Arbeiterstatistit. Abg. Gröber( E.) betont gleichfalls die Notwendigkeit juristischer Detailkenntnis und hält eine Verstärkung des parlamentarischen Elements in der Kommission für nüglich. bente auch kein Mensch daran, Laien und Richter in gleicher Bahl zu beteiligen. Arbeitern in die Kommission. Abg. Bebel( Soc.) fordert die Aufnahme von Unternehmern und finde. Ein genommen. schaften, die mit dem heutigen Tage in Kraft tritt, wird die VerEine der Wirkungen der Verschmelzung der Schiffahrts- Geselldrängung der keiner Interessen- Vereinigung angehörigen sogenannten wilden" Dampfer sein, da die verbündeten Eisenbahngesellschaften ihnen keine Frachtaufträge mehr erteilen werden. Die hierbei in Betracht kommenden Schiffsfrachten betragen über eine Million Tonnen. Ju hiesigen Kreisen besteht kein Zweifel darüber, daß der Verschmelzung der Frachtschiffahrts- Gesellschaften eine gleiche Ver einigung in riesenhaftem Maßstabe auf dem Gebiete des Personenverkehrs folgen wird, deren Wirkungen sich auch bei den kontinentalen Schiffahrts- Gesellschaften geltend machen dürften. Diese Mitteilungen sind mit großer Reserve aufzunehmen, beruhen sie auf richtiger Information, so sind es sicherlich nur Teilrefultate der Verhandlungen. Es erscheint ganz ausgeschlossen, daß mur Frachtsäge für Getreide vereinbart sind und die übrigen der freien Konturenz überlassen bleiben. Der Auschluß der Vororte an die Handelskammer. Bekanntlich ist es noch eine offene Frage, ob die Städte Nixdorf, Charlottenburg und Schöneberg der Handelskammer zu Berlin oder derjenigen zu Potsdam angegliedert werden sollen. In Berücksichti gung des Umstandes, daß in Berlin der Handel, sei es in Geld Effekten oder Waren, das ausschlaggebende Moment des wirtschaft- Junrechtmäßiger Geltendmachung des Scheines zur Verantwortung lichen Lebens darstellt, während die Peripherie der Hauptstadt ziehen. Die Verhandlung soll am 16. Februar in Stockholm statt ein vorwiegend gewerblich industrielles Bild zeigt, sind von finden. Industriellen aus Rigdorf Stimmen laut geworden, welche die ZuGoldproduktion Transvaals im Jahre 1901. Während teilung der dortigen Kaufmannschaft zu der Handelskammer zu des Monats Dezember 1901 wurden im Transvaal- Gebiete Potsdam empfehlen zu müssen glauben. Diese Meinung ist ge- 52 897 Unzen feines Gold gewonnen. Die Gesamtproduktion des legentlich einer Konferenz von dem Vertreter des Magistrats, Bürgermeister Boigt, dem Handelsminister mitgeteilt worden mit Jahres 1901, d. h. der Monate Mai bis Dezember, belief sich auf der Bitte, den Rixdorfer Kaufleuten nochmals Gelegenheit zu einer 238 991 Unzen, während in den Monaten Januar bis Mai 1900 Aeußerung über ihre diesbezüglichen Wünsche zu geben. Der 348 760 Unzen gewonnen wurden und vom Juni 1900 bis April 1901 eine Ausbeute nicht zu verzeichnen war. AU Minister hat, dieser Anregung folgend, den Rigdorfer Magistrat er sucht, eine Meinungsäußerung der beteiligten Berufskreise herbeizuführen. Es ist nun seitens des Magistrats auf Montag, den 3. Februar, abends 8 Uhr, eine Versammlung aller Beteiligten im Sigungssaale des Rathauses anberaumt worden, um zu hören, ob die Mehrheit für den Anschluß nach Berlin oder aber nach Potsdam hinneigt. Eingegangene Druckschriften. Wirtschaft; Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin W., Lützowstr. 85A) haben soeben das Februarheft ihres VIII. Jahr gangs erscheinen lassen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Sadi Gunter: Boden Paul Müller: Gefährliche Utopisteret. Dr. Hugo Lindemann( C. Hugo): reform und Socialismus. Charles Roeser: Käthe Kollwitz. Die Berliner Kohlenhändler haben, wie die Voss. 3tg." Krise und Wohnungsverhältnisse. Dr. Ernst Gystrow: Socialformalismus und Kulturrealismus. meldet, ihre Detailpreise für Kohlen, Briquetts und Coats durchweg ermäßigt, eine um diesen Zeitpunkt ganz außergewöhnliche Maßregel, Dr. Eugen Losinsty: Das religiöse Problem im Socialismus. die aber ihre Erklärung durch den mangelnden Absaz infolge der Rudolf Lebius: Der amerikanische Cigarettentrust in Dresden. andauernd milden Witterung findet. Die Preisermäßigungen be-& anny mle: Die Arbeitslosenunterstützung in den deutschen GewertRundschau: Politik; von Richard Ca Iwer. schaften. tragen für oberschlesische Steinkohle 5 Pf., für böhmische Brann von Mar Schippel.- Socialistische Bewegung; von Dr. L. Gumplowicz. fohlen 10 Pf. per Centner, für Briquetts 1 M. pro 1000 Stück, für GenossenschaftsGewerkschaftsbewegung; von Heinrich Bürger. Sociale Kommunalpolitik; von westfälischen Schmelzcoats 20 Pf., für Gascoats 20-30 Pf. per bewegung; von Gertrud David. Centner. Dr. Hugo Lindemann( C. Hugo). Psychologie; von Dr. Ernst Gystrow. Technik von Dr. Heinrich Lur. Bücher; von Dr. L. Ausfuhrvergütungen für die Eisen- Industrie. Zwischen Gumplowicz. Als Beigabe bringt das Heft ein charakteristisches Der Preis des Heftes Vertretern des Kohlenbergbaues und der Eisen- Industrie fand am Selbstporträt von Käthe Kollwiz. Freitag in Köln eine allgemeine unverbindliche Besprechung über die beträgt 50 Pf., pro Quartal 1,50 M. zu beziehen durch alle BuchForm der Gewährung von Ausfuhrvergütungen statt. Die Verhandlungen, Colporteure und Bostanstalten( Post- Zeitungs Katalog handlungen sind noch nicht abgeschlossen, man rechnet aber darauf, Str. 7138) ferner direkt durch die Expedition der" Socialistischen Monats: hefte", Berlin W. 35, Lützowstr. 85 A.( Busendung unter Kreuzband oder in daß es zu einer gegenseitigen Verständigung komunt. geschlossenem Couvert.) Die Emaillierwerke, deutsche, französische, belgische, italienische, östreichische und schweizer, haben beschlossen, die Verkaufspreise für alle von heute ab eingehenden Aufträge um 5 Prozent zu erhöhen. Für das deutsche Inlandgeschäft beschloß die Versammlung, in den gegenwärtig geltenden, zwischen der sächsischen Gruppe und dem Verkaufsbureau Vereinigter Emaillierwerte G. m. b.. neu festgesezten Preisen und Bedingungen vorläufig keine Aenderung eintreten zu lassen. Alle Werke verpflichten sich, zu den dergestalt er: höhten Preisen noch Aufträge zu acceptieren, welche bis zum 30. April er. ausgeliefert werden dürfen. " ..Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeits: markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow), Berlin, Verlag von Georg Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" Reimer. erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 9 des 5. Jahrganges unter anderm: Situationsberichte aus einzelnen Die Arbeitslosen- Debatte im Reichstage. Gewerben. Mitteilungen aus deutschen Arbeitsnachweisverbänden. Sonstige Mitteilungen: Berband deutscher Arbeitsnachweise. Verbandstag. Verband märkischer Arbeitsnachweise. Thätigkeit für Vermehrung der Arbeitsnachweise. und Nachweise machen den sonstigen Juhalt des Heftes aus.- Die Dokumente des Socialismus koften pro Quartal 3,75 M.( Einzelheft 1,25 M.); kombiniert mit den„ Socialistischen Monatsheften" find sie zum crmäßigten Preise von insgesamt 4, M. pro Quartal zu haben. Martipreise von Berlin am 31. Januar 1902 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, nene, D- Ctr. Rindfleisch), Kente 1 kg Wetzen, gut D.-tr. 17,50| 17,46 Hammelselsch Butter 6, 4, mittel " " 17,42 17,38 1,60 1,20 gering 17,34 17 30 " † Roggen, gut 14,60 14,58 " " mittel gering 14,56 14,54 " dv. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch 1,40 1, " " 1,70 1,30 1,80 " " * Gerste, gut 14,52 14,50 14,50 14, " 1,60 1, " 2,60 2, mittel 13,90 13,40 Eier " " 9060 Stit 5,20 2,80 " * afer, gut gering 13,30 12,80 " 17,10 16,60 Karpfen Aale 1 kg 2,20 1,20 2,60 1,40 . " mittel 16,50 16, Bander 2,60 1,20 " gering 15,90 15,40 Hechte 2,20 1,20 " 7,32 6,82 Barsche 1,80 0,80 " 8,60 8,40 Schleie 3,00 1.40 " 40, B " 25, 50,-25, 60,- 20, Bleie Krebse ver Shot 15, 1,20 0,80 3, † ab Bahn. " Nichtstroh Hell Erbsen Speiset ohnen Linsen * frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 1. Februar. Trotz des eingetretenen Frostwetters war die Tendenz des Getreidemarktes schwach im Anschluß an unverändert matte Meldungen fast aller ausländischen Börsen und die Preise für Weizen und Roggen waren um 14 bis 12 M. gedrückt. Das ausländische Warenangebot war bedeutend, besonders war amerikanischer Weizen in großen Posten offeriert, allerdings nicht zu ermäßigten Preisen. Die namhafte Abnahme der hiesigen Bestände tam nicht unerwartet und machte daher keinen Eindruck. Mehl war gut behauptet. Hafer und Mais still und unverändert. Rüböl ohne Geschäft. Am Spiritusmartte wurde 70 er loco zum gestrigen Preise von te wurde 33,50 M. gehandelt. Schluß für Getreide schwach behauptet. Amts Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 1. Februar 1902. Zum Verkauf standen: 5650 Rinder, licher Bericht der Direktion. 1097 Stalber, 11 039 Schafe, 7488 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund in Pfennigen): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht, oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund wertes, höchstens 7 Jahre alt 61-64, b) junge fleischige, nicht auss gemästete und ältere ausgemästete 55-60; c) mäßig genährte junge und gut Das Februarheft der Dokumente des Socialismus hat als genährte ältere 51-53; d) gering genährte jeden Alters 48-50.- Bullen: ersten Artikel eine Abhandlung über August Becker, einen sehr begabten a) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 57-62; b) mäßig genährte jüngere Färsen und Socialisten aus der ersten Epoche der socialistischen Bewegung Deutschlands. und gut genährte ältere 53-56; c) gering genährte 48-52. Schwindelgeschäfte in Schweden.„ Lappmarkens Attien- Den Aufsatz eröffnet ein bisher ungedruckter längerer Brief dieses Kampf Kühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; gesellschaft der Grubeninteressenten" mit einem Aftienfapital von genoffen von Georg Büchner und Wilhelm Weitling an b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 81 Millionen Kronen ist begründet worden, um die Schulden der Julius Fröbel in Zürich. Den Schluß bildet ein Stück aus einem 52-54; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Gellivara und Kirunavara- Gesellschaft zu decken. Sie hat nun gegen 1843 gehaltenen Vortrage Beckers, in dem ein eigenartiges socialistisches Kühe und Färsen 48-50; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 46-47; Gin zweiter Artikel zeigt I e) gering genährte Kühe und Färsen 40-45.- Kälber: a) feinste Masts einen ihrer Agenten, den deutschen Dr. phil.. v. Staufmann Anklage| Uebergangsprogramm entwickelt wird. erhoben. Dieser hatte es übernommen, für 26 000 Lappmarks- Aktien den berühmten Arzt und Naturphilosophen des 16. Jahrhunderts Para- talber( Vollmilchmast) und beste Saugfälber 72-75, b) mittlere Mastmit einem nominellen Wert von 26 Millionen Kronen Käufer auf- celfus, als Verfechter tommunistischer Grundsäge, ein und gute Saugtälber 60-65, c) geringe Sangfälber 46-52, d) ältere, gering britter bringt zwei Artifel aus der Pariser Réforme" von 1847, die wahr: genährte( Fresser) 42-46. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mastzutreiben, wofür ihm eine Provision von 6 Miffionen Stronen augscheinlich& riebrich zum effe bar 57-60bferschafe) 40-46, d) Holſteiner Riederungsgefagt war. Der Plan mißglückte aber, und darauf wurde ein neues zweite die von Feargus O'Connor geführte& and antaufsbewegung Sammel und Als Urkunden des Socialismus veröffentlicht schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Uebereinkommen mit dem Agenten getroffen, wonach er für 35 Millionen der Chartisten behandelt. Kronen Aktien zu einem Kurs von 75 Broz. gegen eine Provision von das Heft das am Vorabend der Februar- Revolution von der Pariser Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Pfund 25 Proz. unterbringen follte. Auch das gelang nicht." Réforme veröffentlichte erste Programm der franzöfifchen schwer, 61; b) schwere, 280 Pfund und darüber( stäfer) 00; c) fleischige Für 100 Pfund Kaufmann, der bei der Uebernahme dieser zweiten Kommission wohl Socialdemokraten sowie den aus dem Jahre 1885 stammenden 58-60; d) gering entwickelte 55-57; e) Sanen 56-57. Eine Bibliographie von Schriften, die auf den Das Rindergeschäft wickelte sich lang= die Vollmacht für die erste, nicht aber den Garantieschein auf die ersten Entwurf eines Programms der russischen( marxistischen) mit 20' Proz. Tara. Verlauf und Tendenz. 6 Millionen- Provision zurückgegeben hatte, forderte jetzt die Aus Socialismus Bezug haben, Angaben über den Inhalt focialistischer sam ab, es bleibt Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete fich ruhig. Bei zahlung dieser Summe. Die Gesellschaft hat ihn dagegen auf Rück- 8eitschriften des In- und Auslandes, Notizen über den Socialis Schafen war der Geschäftsgang ruhig, es bleibt etwas Ueberstand. Der gabe des Garantiescheines verklagt und wird ihn außerdem wegen mus in nichtsocialistischen Zeitschriften und Anfragen Schweinemarkt verlief ruhig und wurde geräumt. Socialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ber Genosse Eduard Füllborn, Former, am Donnerstag, den 30. d. Mts., plötzlich verstorben ist. Todes Anzeige. Allen Verwandten Kollegen und Genoffen zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- und Großvater Johann Zimmermann am 1. Februar nach langem schweren Leiden verstorben ist. 3166 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Februar, nachmittags 42 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane: Kirchhofs, Nieber Schönhausen aus ftatt. Ehre seinem Andenken! Die trauernde Witwe Die Beerdigung findet statt heute, H. Zimmermann geb. Pichler, nebst Sonntag, nachmittags 112 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs in Friedrichsfelde. Rege Beteiligung erwartet 240/3 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Kindern, Buchholzerstr. 3. Todes- Anzeige. Am Freitag 10 Uhr entschlief nach furzen, aber schweren Leiden mein Mann, unser Vater, Bruder, Großund Schwiegervater, der Schantwirt Gustav Buchmann Den Mitgliedern zur Nachricht, daß im 51. Lebensjahre. der Kollege, Tischler Immanuel Boorberg am 30. Januar verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. Februar, nachmittags 22 Uhr, Die Beerdigung findet am Montag, den 3. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Gubenerstr. 12, aus statt. Dies zeigen tiefbetrübt an 3136] Die Hinterbliebenen. 2926 Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung bei unfrer guten Mutter Socialdemokraten.. Alkolar für die Glückwünsche zu meinem Geburtstage sage ich den Orts- Krankenkasse mitleſern der Morgenpost von der der Schneider, Schneiderinnen Kunstkolonne(?) bei Schuckert meinen besten Dank. Hugo Krziminski. Schöneberg. Heute feiert das Cher paar Restaurateur Friedrich Kahl nebst Frau das Fest der silbernen Hochzeit. Schöneberg, den 2. Februar 1902. Apostel Baulusstr. 18. Lackierer. 3106 Dienstag, den 4. Februar, abends 812 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Vereins- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Wie gestalten wir unsren Arbeitsnachweis? 2. Wahl eines Delegierten zum 107/2 Provinzialtag. und verw. Gewerbe zu Berlin. Die für das Jahr 1902 gewählten Restaurant, Osten, [ 3056 mit gr. Vereinszimmer, 2 Kegelbahnen, große Fabrit, ist wegen Uebernahme verkaufen. Off. u. L. G. 2. Exp. d. Bl. Bertreter der Orts- Krankenkasse der eines Bahnhofs- Reſtaurants sofort zu Schneider, Schneiderinnen und vers wandter Gewerbe zu Berlin werben zu der am Montag, den 10. Februar 1902, Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, stattfindenden 2946 Außerordentlichen General- Versammlung hierdurch eingeladen. Tagesordnung: 1. Abänderung mehrerer Paragraphen bes Statuts. 2. Verschiedenes. Berlin, den 2. Februar 1902. Frau Reimann, Borsitzende, Lübbenerstr. 3. Peter Bauer, Schriftführer, Schützenstr. 31. 3. Anträge der Ortsverwaltung. Genossenschafts- Buchdruckerei Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Franen- Begräbniskaffe von der Leichenhalle in Wilhelmsberg der Beerbigung meiner lieben Grau, der Schriftgießer- Gehilfen aus statt. Um rege Beteiligung ersucht DS 78/12 Die Ortsverwaltung. Achtung Vereine! Saal mit Bühne, 400 Personen, Balmsonntag sowie ersten Osterfeiertag frei. Neue Königstr. 7. Daselbst gr. Bereinszimmer noch etliche Tage frei. # 88 A 88 Anna Bergemann geb. Briese Beteiligten, zu Berlin. Dienstag, d. 18. Febr., abds. 6 Uhr Solingen ( Eingetr. Genossensch. m. b. Haftung). Die diesjährige General- Versammlung 2865 findet statt amSonntag, d. 23. März, nachmittags 5 Uhr, im Lokale bei Zimmermann, Wilhelmstr. 2: des Herrn Karl Ern, am Wehrwolf. Elektra, Neuer Abendkursus für Herren aller Branchen. Theorie und Praktikum. Zeichnen Algebra. Beginn: 4. Februar, abends 8 Uhr. Prospekt gratis. Neanderstr. 4. Charlottenburg Ober- Schöneweide. Allen Freunden und Bekannten zur gefl. Nachricht, daß ich heute in Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstraße 3, Ed. Seegebarth Schönhauser Allee 141. Werkstatt für Wasserwagen für Maurer, Zimmerlente, Töpfer usw., sowie sämtliche Maurer und Töpfer- Werkzeuge 3176 vorrätig. 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Sagt doch der Absatz 2 der Ver- morgen auf Veranlassung des Deutschen Vereins zur Förderung der fügung ziemlich flar: In Krankheitsfällen ist der Lohn stets Luftschiffahrt unternommen. Der Zweck der Fahrt war, eine nach Abzug des Krankengeldes und in der Regel nicht länger als möglichst große Höhe zu erreichen. Hauptmann Siegsfeld von der vier Wochen zu gewähren. Was machen einzelne Betriebsleiter Luftschiffer- Abteilung und Dr. Linde vom Potsdamer Observatorium, Die städtische Schuldeputation hat sich nun in endgültiger daraus? Der eine erklärt den Arbeitern gegenüber, er tann das welche an der Fahrt teilnahmen, hatten zu diesem Zweck eine größere Beschlußfaffung für den Vorschlag entschieden, die äußere Krankengeld geben, der zweite will es gewähren, und der britte Menge Sauerstoff mitgenommen und wollten in einer Höhe voit Organisation der Berliner Gemeindeschule fo und vierte möchte es nur in Not Befindlichen zukommen laffen, als 4000 Meter die fünstliche Atmung eintreten lassen, mindestens zu gestalten, daß jede Schule sieben aufsteigende klassen- ob bei dieser Lohnentschädigung Gelder zu ersparen wären. jedoch eine Höhe von 6000 Meter erreichen. Es sollen in diesen stufen erhält und daß nach Bedarf noch eine sogenannte Ober- Diese eigentümliche Auffassung der Betriebsleiter gegenüber Höhen Messungen der in der Luft vorhandenen Elektricität vortlasse aufgesetzt wird. Wir hatten, als die erste Nachricht auftauchte, den vom Magistrat erlassenen Verfügungen führt eben dazu, genommen werden. Um 1/210 Uhr erhob sich der Ballon„ Berson" daß die Schuldeputation dieser Organisationsform wohlwollend daß sich die Arbeiter, da da ihnen im Betriebe selbst zu von dem Gelände der Luftschiffer- Abteilung, um in westlicher Gleichzeitig hatte die Luftschiffergegenüberstehe und sie in vorläufiger Beschlußfassung angenommen wenig Gehör geschenkt wird, in die Oeffentlichkeit flüchten Richtung zu verschwinden. müssen, um durch die Presse und in Versammlungen ihre Abteilung zwei Militärballons fertig gefüllt, von denen der eine, habe, sofort darauf hingewiesen, daß damit nur Stück wert geschaffen Beschwerden anzubringen. Möge der Magistrat nicht jede noch so" Falke", mit den Oberlieutenants Häring und Solff um 834 Uhr wird. Wenn die Oberklassen nur nach Bedarf" eingerichtet zu harmlose Verfügung als eine„ Tirpizsche Marinevorlage" betrachten, vor dem„ Berson" aufstieg, während der andre,„ Geier", mit Hauptwerden brauchen, dann wird es in Berlin wahrscheinlich noch auf sondern im vollsten Lichte dafür sorgen, daß Anordnungen, die mann v. Tzschudi und den Lieutenants Braun und Draudt um lange Zeit hinaus und vielleicht dauernd eine nicht geringe Zahl von Arbeiterangelegenheiten betreffen, auch den Arbeitern bekannt gegeben 10/2 Uhr folgte. Die Landung dürfte voraussichtlich in der Proving Schulen geben, die, obwohl sich auch in ihnen für die Oberklasse reife werden. Dies kann geschehen durch Anschlag neben der Arbeits- Hannover erfolgen. Kinder finden, dennoch keine solche Klasse erhalten. Um Klassen ordnung oder auch, indem man den bestehenden oder noch zu zu sparen, wird man zu dem bedenklichen Mittel greifen, die errichtenden Arbeiter- Ausschüssen eine solche Verfügung betreffenden Kinder noch im letzten Jahr oder Halbjahr ihrer Schul- amtlich zukommen läßt. Wir sind überzeugt, daß die hier anzeit umzuschulen und sie in den noch nicht gehörig gefüllten" geregte Aenderung sowohl im Interesse der Stadt als auch ihrer Arbeiter liegt. Oberklassen andrer Schulen unterzubringen. Zur Frage des Milchverkaufs. Das Magistratskollegium beschäftigte sich im Verlauf seiner gestrigen Sitzung mit der fürzlich zur Aeußerung vom Polizeipräsidium eingegangenen Bolizeiverordnung über den Verkehr mit Kuhmilch und Sahne". Wenn sich auch die Bestimmungen dieser Verordnung im wesentlichen mit der bisherigen decken, so hat doch der Magistrat davon Abstand genommen, der Verordnung zuzustimmen. Es sollen zunächst Sachverständige des Milchhandels, sowie die Sanitäts- und Veterinärbehörde gutachtlich gehört werden, bevor der Magistrat zu der Verordnung Stellung nimmt. Die Lehrerschaft Berlins hat von jeher das volle Acht laffen- System gefordert, und der Berliner Lehrerverein hat lassen- System gefordert, und der Berliner Lehrerverein hat noch in voriger Woche nach dem Vortrage des Stadtschulrats Gerstenberg über den neuen Gemeindeschul- Lehrplan auf das Bestimmteste erklärt, daß nach wie vor an dieser wohl erwogenen Forderung festgehalten werden müsse. Die Schuldeputation hat, wie man sieht, auf den berechtigten Wunsch der Lehrerschaft wie der Bevölkerung keine Rücksicht genommen, und auch Herr Gerstenberg hat ihm nicht Geltung zu verschaffen vermocht, sofern er das der Schuldeputation gegen Gertrud Calig an der Viktoriaschule und Frl. Käthe NordAls Zeichen Lehrerinnen find angestellt worden: Fräulein über überhaupt versucht hat. Gegen das Oberklassen- System manu an der Sophienschule; als Gemeindeschullehrerin ist wird aus den Kreisen der Lehrerschaft unter andrem alt= Frl. Schröder endgiltig angestellt worden. geführt, die Einführung dieses Systems werde viele Eltern zu der irrigen Ansicht verleiten, die Gemeindeschule sei bereits mit der ersten Klasse abgeschlossen, und die Oberklasse sei eine nicht notwendige oder wohl gar überflüssige Buthat. Es werde infolgedessen von manchen Eltern wenig Wert darauf gelegt werden, daß die Kinder bis in die Oberklasse gelangen. Diese Befürchtung ist leider nicht ganz unbegründet. Wie soll man anders erwarten, wenn anscheinend die Schuldeputation selber die Oberklassen für nicht unbedingt nötig hält? Eine Magistratsvorlage, in der die Stadtverordneten- Versammlung um die Bewilligung von zwei Millionen Mark für die Erweiterung und Erneuerung von Bauten in den städtischen Gaswerfen und am Röhrensystem derselben ersucht worden, ist den Stadtverordneten mit einer Begründung zugegangen. Die Erweiterung des in den Straßen liegenden Röhrensystems ist eine Folge der andauernden Zunahme des Gasverbrauchs. Mit der Erweiterung ist leider wieder eine umfangreiche Straßenbuddelei verbunden. Ueber das Befinden von Virchow bringt die„ Berliner Klinische Wochenschrift" folgenden vom 31. Januar datierten Bericht: Herr Geheimrat Birchow wurde am 26. Januar für einige Stunden in einen Stuhl gesetzt und fühlte sich wohl darin; das verletzte Glied zeigte feine Reigung mehr zur Außendrehung, mäßige Bewegungen im Hüftgelent waren nicht schmerzhaft. Am Montag und den beiden folgenden Tagen trat wieder eine Depression der förperlichen und geistigen Kräfte ein, verbunden mit Schmerzen in der linken Bruſtfeite, ohne örtlich nachweisbare Veränderungen und ohne Temperatursteigerung. Jetzt ist der Patient wieder in der Besserung und im stande, im Bette sigend, seine Mahlzeiten einzunehmen. Immerhin ist der Zustand der Kräfte noch als ein schwankender anzusehen. Weitere Versuche, das Bett mit dem Lehnstuhl zu vertauschen, fönnen Nach weiteren erst in einigen Tagen wieder vorgenommen werden." Meldungen soll der greise Gelehrte wegen Mangel an Appetit wenig Nahrung zu sich nehmen. Ein bedentendes Schadenfener tam Sonnabendnachmittag 5 Uhr in der Neuen Friedrichstraße 22 in dem WollwarenGeschäft von S. Kant zum Ausbruch. Das Personal war zur, Mittagspause, so daß der Brand erst bemerkt wurde, als große Fensterscheiben durch die Hize auf den Hof geschleudert wurden. Gleichzeitig schlugen helle Flammen aus den Fenstern des ersten Stockes. Die in großer Stärke alarmierte Feuerwehr hatte anfangs Mühe, durch den dicken Qualm zum Brandherd zu gelangen. Sie mußte fast 11/2 Stunden Wasser geben, um die Flammen zu ersticken. Sowohl im eigentlichen Fabrikraum, als auch in der angrenzenden Buschneiderstube wurden große Warenvorräte vom Feuer zerstört. Ganze Berge angekohlter Waren wurden auf den Hof hinabWenn, wie behauptet wird, die Berliner Gemeindeschule fünftig verkehr jucht die Eisenbahnbehörde jetzt durch eine im Grunde recht Schaden beträchtlich ist. Die Entstehungsursache ist noch nicht erDer Ueberfüllung der Eisenbahnwagen im Berliner Lokal- geworfen, so daß der verursachte, aber durch Versicherung gedeckte im Princip achtstufig fein soll, dann ist eine nichtssagende Verfügung zu steuern. Die Verfügung hat folgenden mittelt. fein soll, dann ist eine Schule ohne Oberflafie eine Pyramide ohne Wortlaut:„ Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die Vor der Wohnung seiner Frau hat sich gestern früh der Spize. Solche Mängel gelten freilich bei Gemeindeschulen nicht Stationsbeamten bei Abfahrt der Personenzüge im Stadt, 47 Jahre alte Kammerjäger Emil Sittner aus der Gr. Frankfurterals störend. Man hält hier sogar noch viel Schlimmeres für zu- Ringbahn- und Vorortverkehr nicht genügend darauf straße 115 vergiftet. Der Mann soll ein Trunkenbold gewesen sein. lässig. Die Organisation der Gemeindeschule mit sieben auf achten, daß die Züge bezw. einzelne Teile der Gestern früh gegen 5 1hr hörte Frau Sittner vor ihrer Wohnung steigenden Klassenstufen und einer Oberklasse nach Bedarf besteht, felben nicht überfüllt werden. Dem Antrage der in der Lebuserstr. 6 ein lautes Stöhnen. Als sie vorsichtig die wenn auch einstweilen als Interimistikum, bereits seit Oftober 1900. Reisenden, ein überfülltes Abteil zu räumen, Thür öffnete, sah sie ihren Mann auf dem Flur liegen. Sie rief Es giebt aber neben den zahlreichen Schulen, die noch ohne ist zu entsprechen, hierbei jedoch eine Verspätung thunlichst zu Nachbarn zu Hilfe und ließ einen Arzt holen. Rettung war jedoch, vermeiden. Jede Beihilfe zur Unterbringung von Reisenden in nicht mehr möglich. Sittner hatte sich mit Strychnin vergiftet und Oberklasse sind, auch solche, denen sogar die erste und bereits besetzte Abteile ist zu unterlassen. Durch zweckmäßige starb nach fünf Minuten. Die Leiche wurde auf Veranlassung der felbst die zweite, ja gelegentlich sogar die dritte Berteilung der Dienstabteilungen ist Vorsorge zu treffen, daß in den Revierpolizei, die den Rest des Giftes beschlagnahmte, nach dem vierte Klasse fehlt. Einzelne dieser merkwürdigen Zeiten des stärksten Verkehrs das Thürschließer und Auf- Schauhause gebracht. Schulorganismen" find allerdings noch nicht alt und sichtspersonal verstärkt wird. Auf den Bahnsteigen werden sich mit der Zeit zu vollen Schulen auswachsen, manche ist das reisende Publikum ordnungsmäßig zu veraber bestehen in dieser Form schon ziemlich lange, ohne daß daran teilen. Groben Ausschreitungen des Publikums bei Besetzung der Anstoß genommen worden ist. Von einer Schulverwaltung, die Züge bezw. bei dem Andrange auf überfüllte Züge ist seitens des lediglich, um Klassen zu sparen solche Zustände schafft und Jahre Stations- und Bugpersonals mit Energie, nötigenfalls unter Mit hindurch aufrecht erhält, muß leider befürchtet werden, daß sie aus bilfe der örtlichen Polizei Organe entgegenzutreten und gegen Widerspenstige einzuschreiten." demselben Grunde sich auch der allgemeinen Dur ch= führung des Achtklassen- Systems so lange wie irgend möglich zu entziehen suchen wird. Durch die den Sachverhalt verdunkelnde, das Publikum verwirrende Bezeichnung der thatsächlich ersten Klasse als„ Oberklasse" wird ihr das wesentlich erleichtert. in gab die Unhöflichkeit halb Zeugen gesucht. Am 3. August v. J. wurde in der BelleAlliancestraße zwischen Baruther- und Teltowerstraße der 52 Jahre alte Kaufmann Vogel von einem elektrischen Straßenbahnwagen überfahren und tötlich verletzt. Personen, die den Vorfall mit angesehen, insbesondere ein Herr, welcher dem Ueberfahrenen seinen Schirm hinreichte, sowie der Omnibusfutscher, welcher den Vorgang genau gesehen hat, werden gebeten, ihre Adresse bei Frau Vogel, Barutherstr. 12 I, abzugeben. Unter dem Verdachte der Brandstiftung wurden der Bauunternehnter S. aus Wilmersdorf und sein noch schulpflichtiger Sohn gebracht wurde, hatte in der Düsseldorfer Straße zu Wilmersdorf verhaftet. S., der nach dem Moabiter Untersuchungsgefängnis ein Haus erbaut, das er aber nicht halten konnte, so daß es der Subhaftation verfiel. Vorgestern nun, als S. seine bisher innegehabte Boden Feuer aus, das jedoch rechtzeitig entdeckt und mit Hilfe der Wohnung in dem betreffenden Hause aufgeben sollte, brach auf dem Charlottenburger Feuerwehr bald gelöscht werden konnte. Es stellte sich bei näherer Nachforschung heraus, daß Brandstiftung vorlag, sich bei näherer Nachforschung heraus, daß Brandstiftung vorlag, und der Verdacht fiel auf den früheren Eigentümer des Hauses S., Eine Vertrauensmänner- Konferenz der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn tagte am Sonnabendvormittag unter Vorsitz des Direktors v. Kühlewein. Ueber die Ver Handlungen wird berichtet: Es waren auf den einzelnen Depots etwa 40 verschiedene. Berhandlungspunkte aufgestellt worden, die zur Erörterung tamen. Viel Interesse erweckte die Frage der Be kleidung mit Regenmänteln für die im Außendienst angestellten Die Stadt Berlin als Grundbesitzerin. Das Polizei- Dienst- Beamten. Diese Mäntel haben sich, wie die Vertrauensleute über: gebäude am Alexanderplatz( Polizeipräsidium), das bekanntlich der einstimmend erklärten, praktisch bewährt; nur wurde der Wunsch aus Stadt Berlin gehört, ist der Polizei nur zum Teil mietsfrei über gesprochen, daß jeder Fahrer den Mantel auch mit nach Hause nehmen lassen. Für die 1. Abteilung der Polizei, der die allgemeine und dürfe. Allseitig wurde bittere Klage darüber geführt, daß auf landespolizeiliche Verwaltung unterſtellt ist, sowie für die Waffen- den Außenstrecken in einer großen Reihe von Vororten die Beand Munitionskammer und einige andre Zimmer hat der preußische leuchtung der Straßen in den Nachtſtunden geradezu der jetzt in Haft genommen wurde. Der Verhaftete lengnet jede Fistus eine jährliche Miete von rund 58 000 Mark zu erbärmlich sei, und daß hierdurch Unglücksfälle und Zusammenstöße Schuld und nennt eine Anzahl einwandsfreier Beugen, die seine Ans zahlen. Das Ordonanzhaus in der Nenen Königstraße 21, das des öfteren vorfämen. Die Direktion versprach, den in Frage das Hauptsache ชน Einquartierungszwecken benutzt wird, fommenden Vorortsgemeinden Vorstellungen zu machen. Ferner gabe, daß er den ganzen Tag über in Berlin gewesen sei, bestätigen brachte der Stadt nur eine Einnahme von rund 7700 M. an Miete, wurde der Antrag auf Einführung des Schichtdienstes ohne sollen. Etwa zehn Minuten, nachdem S. nach Wilmersdorf zurückbedeutender ist die Mietseinnahme aus den der Stadt gehörigen Mittagspause gestellt. Die Direktion erklärte fich bereit, auch diesen gekehrt war und sich in seine Wohnung begeben hatte, brach das Feuerwacht- Grundstücken; sie ergab 51 000 M. Aus andren städtischen Wunsch ihrer Angestellten zu erfüllen, soweit dies sich mit der Feuer aus. Ein Belastungsmoment wird von der Behörde in dem Grundstücken( Mietshäusern 2c.) hatte die Stadt Berlin im letzten jetzt bestehenden Betriebsführung vereinbaren lasse. Zu einem Umstande erblickt, daß an dem Brandherde verschiedene der Familie Jahre eine Einnahme von 25 000 M., darunter ergab das Haus weiteren Beschwerdepunkt S. gehörende Gegenstände gefunden wurden. Auf der andren Seite Neue Friedrichstr. 35 die Höchsteinnahme mit rund 25 000 m. Die erwachsener Schulmädchen Veranlassung, die auf Schülerkarten aber fehlt es an Beweggründen zu der That, da das Haus am Einnahmen aus den städtischen Holz- und Lagerplägen, deren die Stadt fahrend, sich weigern, einsteigenden erwachsenen Fahrgästen Platz zu Tage des Brandes bereits nicht mehr Eigentum des S. war. eine große Zahl, besonders im Norden, besitzt, betrugen im letzten machen. Die Direktion erklärte, leider nicht in der Lage zu sein, Verbrannt ist die 25 Jahre alte stellungslose Verkäuferin Jahre 165 000 M. Die Trinkhallen waren mit 3300 m. ver- diesen Beschwerdepunkt generell zu behandeln, war aber der Ansicht, Auguste Kaulbarsch aus der Adolfstr. 43. Das Mädchen litt an pachtet und die Verkaufsbuden mit 1300 m. Noch geringer daß den Schaffnern bei derartigen Einzelfällen der Beschwerdeweg Krampfanfällen. Bor acht Tagen stellte sich ein heftiger Anfall ein. find die Einnahmen der Stadt aus dem Schlächter- und Bäcker- offen stehe. Ferner beklagten sich die Vertrauensleute darüber, daß Die Unglückliche flammerte sich an den Tisch, riß aber im Fallen Scharren- Zins, fie betrugen nur 71 M. und für die Ausübung der bei der Direktion die Beschwerden gesellschaftlich höher diesen mit der brennenden Petroleumlampe un. Die Lampe ging Fischerei auf der Oberspree wurden sogar nur 60 M. an die Stadt- gestellter Passagiere ein willigeres Ohr fänden, in Trümmer, das Del setzte das Bettzeug und die Fenstervorhänge tasse entrichtet. Erheblicher sind schon die Einnahmen der Stadt aus als die darauf folgende Verteidigung der Angestellten. und dann auch die Kleidung des Mädchens in Brand. Die Ins der Verpachtung der auf den Spree- Ufern innerhalb der Stadt vor- Die Direktion erklärte demgegenüber, daß sie bestrebt sei, in solchen glückliche erlitt hierbei so schwere Verletzungen, daß sie im Krankenhandenen Gondel- Haltestellen, sie betrugen 1901: 5330. Diesen Fällen unparteiisch zu verfahren. Bei dem Betriebspersonal wurden Hause, wohin man sie gebracht hatte, starb. Einnahmen aus Grundstücken im Betrage von rund 587 000 m. nur diejenigen Fälle besprochen und kritisiert, in denen gegen einen stehen Ausgaben mit etwa 87 000 m. gegenüber, so daß eine Rein- Beamten hätte entschieden werden müssen. Die weit zahlreicheren wurde der Klempner Berthold Zieme aus der Juliusstr. 3 in Rigdorf Wegen Sittlichkeitsvergehens gegen ein 6jähriges Mädchen einnahme von rund 500 000 m. verbleibt. Fälle aber, in denen die Direktion ihre Beamten in Schuß nähme, verhaftet. 3. ist bereits wegen einer ähnlichen Handlung vorbestraft, Gestern gelangten überhaupt nicht zur allgemeinen Kenntnis des Personals. mußte aber später nach einer Irrenanstalt gebracht werden, aus Der Magiftrat und die städtischen Arbeiter. brachten wir die Mitteilung, daß der Berliner Magistrat mit Rück- Das gaftliche Preußen. Die Ausweisung zweier welcher er erst vor kurzem entlassen worden ist. Er dürfte daher ficht auf die„ mißverstandene Deutung", welche seine Verfügung über russischer Studenten, der stud. phil. Johann Augusty die jetzige That in unzurechnungsfähigem Zustande verübt haben. die einheitliche Regelung der Arbeitsverhältnisse der städtischen nowicz und Zbigniew Brodzki, welche sich durch ihre TeilArbeiter außerhalb der Verwaltung gefunden, eine Erläuterungnahme an dem hiesigen Universitätstrawvall" lästig" gemacht haben, erlassen hat. Hierzu schreibt man uns: So erfreulich die Klar wird jetzt amtlich publiziert. Ihr Schicksal teilen, außer dem einem 24 jährigen stellung des Magistrats an und für sich ist, so möchten wir jedoch russischen Gesangschüler Isaac Werblun, als Beteiligte in aller Befcheidenheit darauf aufmerksam machen, daß stud, mus.", noch der aus Dänemark gebürtige Barbier Böckel nicht außerhalb der städtischen Betriebe, sondern gerade inner- der amerikanische Staatsbürger, Kaufmann Max Heymann und halb und merkwürdigerweise, meistens von den Leitern sieben östreichische Staatsangehörige, darunter die Kaufleute Der Betriebe, die verschiedenen Verfügungen des Magistrats in Sandor Steiner und Jacob Hirschkorn, sowie der Koreiner Art interpretiert werden, die lebhaftes Kopfschütteln hervor respondent Ostar Silberberg. Unter den 40 aus dem ruft. Mehr noch. Die Auslegung solcher Verfügung erfolgt eichsgebiet ausgewiesenen Ausländern befindet so häufig in einem für die Arbeiter ungünstigen Sinne, daß sich sich der von der Berliner Polizei ausgewiesene Cigarrenmacher leider an vielen Stellen lebhaftes Mißtrauen eingeschlichen hat. Bernh. van der Bossche aus Antwerpen. " Von einem Milchwagen überfahren wurde Sonnabendmittag die 80jährige Witwe J. Winkow in der Wörtherstraße, Weißenburgerstr. 80 wohnhaft. Die Verunglückte erlitt außer Onetschungen am Oberkörper auch einen Oberschenkelbruch. Ein Schutzmann nahm fich der Schwerverletzten an und brachte sie nach der nächsten Unfallstation. Bon dort aus wurde sie nach dem Krankenhause Friedrichshain übergeführt. Das Polizeipräsidium teilt mit: In der Silvesternacht wurde in der Seestraße. Ecke Königsdamm, ein Korb mit 13 Bleiplatten im Gesamtgewicht von rund 40 Kilogramm aufgefunden. Die Platten haben viereckige Formen, sie sind 0,35 Meter lang, 0,17 Meter breit eines V Ohne AnVermischkes. " 115 8 Millimeter start, sonst nicht gezeichnet. Refognoszenten| vorhanden, trotzdem sie voriges Jahr selber darauf hinwies, daß in Inach dem 1. April von der dann wieder vollbesetzten Gemeinde wollen sich bei dem Gutsvorstande zu Plößensee melden und die einer Klaffe 65 Schüler unterrichtet werden. Eigentümlich ist es, vertretung vorgenommen werden müsse. Andernfalls sollen sofort event. Eigentumsanerkennung dem Polizeipräsidium Berlin zu daß die Mehrheit der Vertretung sich im Voraus dahin geeinigt außerordentliche Erfazwahlen stattfinden. Will die jetzige Vertretung 260 IV 30. 02 mitteilen. gatte, den Antrag der Gemeindebeamten auf Gewährung von sich mit dem einen oder andren Vorschlage nicht einverstanden er Zu der Verhaftung des ,, Bankiers" Gustav Koch wird uns ohnungsgeld 3uschuß, sowie auf Gehaltserhöhung des tlären, so gedenkt man sich höheren Orts zu beschweren. noch gemeldet, daß St. mehrere Angestellt hatte, welche die Serien- damit die Angelegenheit nicht in der Oeffentlichkeit verhandelt werde. der ersten, 132 in der zweiten und 1435 in der dritten Klaffe. Am Orte wählen nach der neuen Wählerliste 26 Einwohner in Steuereinholers einer neungliederigen Kommission zu überweisen, lose unter das Publikum bringen mußten. Der" Bankier" sorgte Warum diese Schen vor der Oeffentlichkeit? dafür, daß ihm seine Opfer pünktlich zahlten, wohingegen er selbst Warum diese Schen vor der Oeffentlichkeit? mit seinen Auszahlungen im Rückstand blieb. Nicht allein in Berlin Die diesjährigen Gemeindewahlen der dritten Abteilung in und Vororten, sondern auch in andern größeren Städten Deutsch- Neu- Weißensee sind für die Arbeiterschaft von der größten lands, so vor allem in Königsberg i. Pr. ließ der Verhaftete seine Bedeutung. Es gilt nicht nur, den Einfluß der Arbeiterschaft int Agenten agitieren. Ob die letzteren von den Betrügereien Kochs| Rate der Gemeinde zu stärken, sondern auch endlich den alt- Die Opfer des Thielenschen Sparsystems. In Sachen der Kenntnis gehabt haben, konnte noch nicht festgestellt werden. In eingesessenen Bürgern, die jeder Neuerung feindlich gegenüberstehen, Gisenbahnkatastrophe bei Altenbeken hat nunmehr, manchen Fällen haben die Geschädigten Verluste bis zu 1000 Mart die Mehrheit in der Vertretung zu entreißen. Bei verschiedenen Ge- wie berichtet wird, die königliche Staatsanwaltschaft die Auklage zu beklagen. legenheiten hat der Gedante Ausdruck gefunden, daß die Beratung erhoben. Angeschuldigt sind die Bahnvärter Kleinhaus und aus Benhausen bei Paderborn, welche am Fenerbericht. In den lezten 24 Stunden hatte die Wehr in der Sigung der Gemeindevertretung nur der Form wegen 20. Dezember v. Js., dem Unglückstage, den Dienst auf den BlockMeyer, beide wieder zahlreiche Brände zu beseitigen. Sonnabendfrüh wurde die stattfand, daß aber die eigentliche Entscheidung über die zur Wehr nach der Perlebergerstr. 50 gerufen, wo ein Schornsteinbrand Beschlußfaffung vorliegenden Fragen schon vorher in besonderer Zu- stationen Schierenberg und Keimberg, zwischen welchen beiden der Zusammenstoß sich ereignete, zu beobachten war. Freitagabend gingen in der Oderbergerstr. 22 sammenkunft erfolgt war. An dieser festgeschlossenen Mehrheit Blockstationen bekanntlich versehen hatten. Außerdem ist der Zugführer des in einer Wohnung Möbel, Wäsche und Kleidungsstüde in Flammen prallten alle Vernunftgründe, die irgendwie von der Opposition ins aus Berlin, angeklagt, weil er seinen auf, die jedoch noch im Keim erstickt werden konnten. In der Rosen- Feld geführt wurden, wirkungslos ab. Und die sogenannten Fort- D- Buges, Peters thalerstraße 49 war in einem Lagerfeller Petroleum in Brand ge- schritte, denen hier und da gezwungenermaßen auch von dieser Mehr- Zug, als er durch das Ueberfahren eines Pferdes zu einem raten. Es gelang der Wehr indeß auch, das Feuer auf heit die Zustimmung gegeben werden mußte, lassen zum Teil in der Aufenthalt von ca. 15 Minuten gezivungen war, der Vorschrift zuwider nicht mit Knallpatronen 2c. gedeckt. Die An den Herd zu beschränken. In der Reichenbergerstraße 105 Ausführung nicht mehr als alles zu wünschen übrig. hatte in einem Pferdestall Stroh Feuer gefangen, während in der Die Einführung der obligatorischen Fortbildungsschule flage lautet auf Gefährdung eines Eisenbahntransportes, auf fahre Brunnenstr. 67 ein Schornstein brannte. In der Mustauerstr. 14 3. B. geschah lediglich deshalb, um einer Verfügung oder einem lässige Tötung und fahrlässige Körperverlegung. Die Verteidigung, welche in den Händen der Rechtsanwalte Everken, Auffenberg zu mußte nachmittags ein Brand abgelöscht werden, der den Fußboden Wunsche der Regierung sich geneigt zu zeigen. und die Balkenlage ergriffen hatte. Alarmierungen nach Demminer- regung von dieser Stelle. vielleicht durch einen Antrag von Paderborn und Lenzmann zu Hagen liegt, wird noch umfassende straße 15 und Swinemünderstr. 36 betrafen fleine Wohnmgsbrände, Seiten der Vertreter der Arbeiterschaft, wäre diese Einrichtung nicht Beweiserhebungen beantragen. In dieser Angelegenheit sind bekanntlich zum Teil selbst von die hauptsächlich Gardinen und Kleidungsstücke beschädigten. Außer ins Leben gerufen worden. Auch die bestehende Gesundheitsdam erfolgten noch Alarmierungen von Victaria Quiseplatz 3 und tom mission verdankt ihren Ursprung einer derartigen Anregung regierungsfreundlichen Blättern zwar nicht gegen die vom StaatsHohenstaufenstr. 18, die jedoch auf geringfügige Anlässe zurück der Regierung. Trotzdem nun aber die Obliegenheiten dieser Stomanivalt angeklagten armen Unterbeamten, wohl aber gegen die zuführen waren. mission in dem darauf bezüglichen Schreiben der Regierung ziemlich erwaltungsbehörde die schwersten Anschuldigungen erSo teilte der Westfälische Merkur" mit, daß die Orgelkonzert. Der Chor der Heilandskirche unter Leitung des Or fich die Kommission flar und deutlich zum Ausdruck gebracht worden sind, beschränkt hoben worden. bescheiden wie immer nur auf die unglücksstrecke, die früher von 25 Bahnwärtern befezt gewesen sei, ganisten Herrn Reinhold Kurth, die Sängerinnen Frl. Elisabeth Ohlhoff, Ausübung fleinen Teiles ihrer Aufgaben und auch jetzt von 13 Bahnwärtern bedient werden müsse; auch sei die WärterElse Vetter und Margarete Steiner und die Violinvirtuosin Frl. Corinne Coryn unterstützen den Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel in der dies noch in durchaus unzulänglicher Weise. Bekannt ist noch bude, die unmittelbar an der Unglücksstelle liege, infolge dieser Marienkirche am Montag, den 3. Februar, abends 7 Uhr. Der das gradezu feindliche Verhalten der Mehrheit der Vertretung übel angebrachten Sparsamkeit unbesetzt gewesen. Der„ WeckEintritt ist frei. gegenüber der Forderung, ein Gewerbegericht zu errichten. ruf" der Eisenbahner bezweifelte, daß nach den bekannten Verminde enthaltenen Notiz über das Berliner Aquarium wird uns mitgeteilt, und wie weit sind die Beratungen der Kommission für die Aus- fügen. Vom Aquarium. Zu der am 28. v. M. in unsrer Zeitung Ohne den heute vorliegenden gefeßlichen Zwang wäre an eine solche rungen des Begleitpersonals der Zugführer im stande gewesen sei, dem Gemeinwohl dienliche Einrichtung nicht zu denken gewesen. über genügend Leute zur Ausführung der Dienstvorschriften zu verdaß die von uns als wünschenswert bezeichnete Ermäßigung des Sollten alle diese Anschuldigungen gegen das System Thielen Eintrittsgeldes bereits seit einiger Zeit zur Einführung gelangt ist. arbeitung eines Orts statuts für die Errichtung dieses GewerbeFür Bildungsvereine beträgt der Eintrittspreis pro Person 40 i gerichtes? In einer Sigung anfangs Dezember vorigen Jahres fich als hinfällig erwiesen haben? Für Bildungsvereine beträgt der Eintrittspreis pro Person 40 Pf wurden einstimmig die Beratungen über dieses Statut vertagt bis zum Gerade heute veröffentlicht Eduard Engel im„ Tag" einen Außerdem werden Familien- Abonnements ausgegeben. Auf Grund der Borzeigung einer pro Jahr 1 M. betragenden Abonnementsfarte Gintreffen des sogenannten Normalstatuts. Dies ist längst vorhanden, interessanten Auffaz, in welchem er aus dem amtlichen Bewenigstens darf man es annehmen, da andre Gemeinden auf Grund dieses richt über die Betriebsergebnisse der preußisch- hessischen Eisenbahn zahlt jedes Mitglied der Familie inkl. Dienstboten je 25 Pf. pro Statuts längst Beratungen gepflogen haben. In Neu- Weißensee ist nachweiſt, daß ein Teil der Unterbeamten mehr als 15 Stunden in dieser Beziehung in allen Wipfeln Ruhe, vielleicht will man auf Dienst hat. Hierbei frägt Herr Engel: Im Zoologischen Garten ist soeben ein Damara- Klipp- diese Weise die früher schon prophezeite Wartezeit von 1-1½ Jahren Angenommen, einer diejer 126 Bahnivärter, 94 Weichensteller, schliefer als Geschenk des um die Erforschung der Thierwelt allmählich verstreichen lassen. So ließ es sich auch erklären, daß 3 Stationsbeamten mit mehr als fünfzehn bis sechzehn Stunden Deutsch- Südwest- Afrikas verdienten Herrn Oberlieutenant Volt- feiner Zeit die Mehrheit der Vertreter begann,„ rabiat" zu werden Dienst würde in der sechzehnten oder siebzehnten Dienſtſtunde vormann, Kommandanten der Station Grootfontein, ein- und zu einem se ir chen- Erweiterungsbau die Summe von übergehend geistig getroffen. Das merkwürdige Tier hat in dem kleinen Hause gegen- etwas über 40 000 m. verweigerte, in demselben Atemzuge aber Müdigkeit führte ein großes Eisenbahmunglück herbei, der über dem Eisbären- 3winger einen größeren Raum zur Wohnung für einen Kirchennenbau aus dem Säckel der Gemeinde 80 000 m. erhalten, wo es sehr gut besichtigt werden kann. Wer es zum ersten male sieht, wird darüber im Zweifel sein, zu welcher Ordnung der Säugetiere er es rechnen soll. Die zierlichen kurzen Beinchen endigen in recht plumpen, mit platten hufförmigen Nägeln versehene Zehen, nur die Innenzehe des Hinterfußes trägt eine Kralle. Der Körper erinnert an denjenigen eines großen Meerschweinchens. Dab man cs aber mit einem Nager nicht zu thun hat, beweist das Fehlen vont breiten Nagezähnen. Die Slippschliefer bilden unter den jegt lebenden Tieren eine fehr eigentümliche Gruppe, ausgezeichnet durch viele Merk male, welche bei feiner andern Familie wiedergefunden werden. Manche Eigentümlichkeiten, wie das Gebiß, die Bildung der Hinterfüße und einige Besonderheiten in dem Bau der Eingeweide deuten merkwürdigerweise auf eine gewisse Verwandtschaft mit den Nas hörnern hin. Die Klippschliefer leben wie die Murmeltiere an felfigen Abhängen und sind gesellige, lebhafte Tiere. Ihre Nahrung besteht in Knollen und Wurzeln. Bewundernswert ist ihre Fertigkeit, an glatten Wänden emporzuklettern, indem sie die weichen Fußfohlen in die geringste Unebenheit eindrücken und so einen Halt gewinnen. Erwähnenswert ist auch eine mit vielen Ausführungsgängen versehene Drüsenschicht in der Haut des Hinterrückens, welche mit weißlichen Haaren bedeckt ist. Der Berliner Zoologische Garten besitzt schon längere Zeit eine zweite Art dieser Gattung aus dem östlichen Sudan, die in nächster Nähe dieses Südafrikaners unter gebracht ist. Person. M Arbeiter Bildungsschule. Heute abend 7 1hr im Gewert schaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1: Vortrag des Genossen Stremplin über:" Das Drama". Ilm zahlreichen Besuch wird gebeten. Eine Hunde- Ausstellung, bei der 110 Ehrenpreise zur Verteilung kommen, wird am 8. und 9. Februar vom Sthnologischen Klub im Luisenhof, Dresdenerstr. 34-35, abgehalten.. Aus den Nachbarorten. glatt bewilligte. übermüdet, und unaufmerksam, feine Ivent mißte Staatsanwalt eigentlich auf die Anklagebank bringen?- Bei dieser Gelegenheit eine kleine Bemerkung. Diese Thatsachen, herausgerissen aus vielen andren, seien der Hat der Leser schon je gehört, daß nach einem Eisenbahnumglid Arbeiterschaft vor Augen geführt, um klar zu machen, daß es endlich irgend ein nicht im unmittelbaren Betriebe stehender an der Zeit ist, alles daran zu setzen, um die heute vorhandene Beamter angeklagt worden wäre? Und doch ist es Mehrheit aus der Vertretung der Gemeinde verschwinden zu machen. selbstverständlich, daß in gewissen Fällen die Schuld einen höheren Beamten treffen muß, der eine verkehrte allgemeine Anordnung Zu der Verhaftung des Rendanten Kniffe in Wilmersdorf getroffen hat. Aber noch niemals ist für einen Eisenerfahren wir, daß die von dem letzteren veruntreute Summe aufbahnunfall ein höherer Verwaltungsbeamter 40 000 M. geschätzt wird. K., der in der Mecklenburgischen verantwortlich gemacht worden; immer waren es BahnStraße eine große Wohnung hatte, bezog ein Gehalt von wärter, Weichensteller, Stationsbeamte, Telegraphisten usw., die au7000 M. und lebte in kinderloser Ehe. Er spielte bei den letzten geklagt und oft genug verurteilt wurden." Gemeindewahlen eine bedeutende Rolle und ebenso im Vereinsleben In Wien wurde Sonnabend früh die 84jährige in der von Wilmersdorf. Da er sogenannte noble Passionen" hatte, fam er mit seinem Gehalt nicht aus, aber seine großen Ausgaben fielen ugartenstraße wohnhafte Rentiere Thekla Egerhorst mit Es liegt Raub= nicht auf, weil man ihn für vermögend hielt. Die Aufdeckung feines einer flaffenden Kopfiunde tot aufgefunden. Von dem Thäter hat man keine Spur. Es ist dies Treibens erfolgte durch einen Zufall. Der Gemeinde- Kassenrendant mord vor. hatte sich einen Beinbruch zugezogen und ward durch einen andren der zweite Raubmord, der innerhalb einer Woche in Wien verübt Gemeindebeamten vertreten. Dieser prüfte nun genau die Bücher, Ein schweres Jagdunglück ereignete sich, wie aus Paris beweil die übliche Revision bevorstand, und entdeckte einen Fehlbetrag von 20,000 M. für das letzte Rechnungsjahr. Die gesamten Unterrichtet wird, bei Arras. Graf Depas streckte bei der Wildschweinschlagungen dürften, wie schon bemerkt, das Doppelte betragen. jagd ein Tier nieder, die Kugel durchschlug den Kopf des Tieres Knisse selbst bestreitet, in eigennütziger Absicht die Veruntreuungen und traf die Gräfin Mesre- Depas, welche nach wenigen Minuten verübt zu haben, er sei mit Arbeit so überlastet gewesen, daß hier- verschied. durch die falschen Buchungen entstanden seien. " Wilmersdorf. Endlich wird sich unsre Gemeindevertretung, wenn man dies aus 7 Mitgliedern bestehende Rumpf- Parlament noch so nennen darf, mit der unvermeidlichen Beschlußßfaſſung über die Gültigkeit der legten Ergänzungswahl beschäftigen müssen. Wie wenig sich die Vertretung den gesetzlichen Bestimmungen fügt, geht daraus hervor, daß am 13. v. M. eine öffentliche Sigung tagte, welche einen Ausschuß zur Prüfung der Wahlen ernannte, und erst jetzt eine Sigung zum Montag auberaumt ist, die über die Gültig feit der Mandate endgültig entscheiden soll. Inzwischen sind von verschiedenen Parteien bei den Behörden Proteste eingereicht worden, die die unvorzügliche Einführung beantragen. Die Quittung über Ein für den Often Berlins und die Gemeinde Lichten- ein solches Verhalten der Gemeindeverwaltung werden voraussichtlich berg wichtiges Projekt hat die Stadt Berlin den Gemeindebehörden unsre Parteigenossen bei der Wahl im März geben. von Lichtenberg unterbreitet. Die Nigaerstraße soll nämlich bis zum Groß- Lichterfelde. Nicht der„ Groß- Lichterfelder Lokalanzeiger", Ringbahnhof Frankfurter Allee durchgelegt werden. Der Gemeinde- sondern die Groß- Lichterfelder Zeitung" steht, wie wir auf Wunsch vorstand von Lichtenberg hat sich mit dem Plan einverstanden erklärt, zur Richtigstellung unsrer vorgestrigen Mitteilung bemerken, mit der und so dürfte bald das ganze Terrain zwischen dem Central- Viehhof Angelegenheit, die zur Verhaftung des Rektors Hillger führte, in Beund der Ringbahn der Bebauung erschlossen werden. Ebenso ist das ziehung. dem Gärtnereibefizer George gehörige Terrain auf der Südseite der Frankfurter Allee an eine Hamburger Firma verkauft, dasselbe wird von dem Terrain an der Kronprinzen- und Scharnweberstraße berichtet, wo sich schon jetzt eine rege Banthätigkeit entwickelt. Die Ver Handlungen der Gemeinde Rummelsburg mit der Gemeinde Lichten berg über die Rechtsverhältnisse in der Borhagener Straße und der Weserstraße nehmen ihren Fortgang, so daß in Kürze der Osten bis an die Ringbahn vollständig erschlossen sein wird. Nebenher wird durch die Errichtung eines Elektricitätswerkes durch die Gemeinde Lichtenberg, durch die Einigungsverhandlungen mit Friedrichsfelde wegen der Wasserversorgung sowie durch Verbilligung der Gaspreise die Entwicklung der beteiligten Gemeinden zu Judustrieorten lebhaft gefördert. Das Statistische Amt der Stadt Charlottenburg hat mit Hilfe der Polizeidirektion zu Anfang Januar die leerstehenden 28 ohnungen und Geschäftslokale ermitteln lassen. Dabei sind festgestellt: Wohnungen ohne Geschäftslokale von einem Zimmer ohne Küche 3, von einem Zimmer mit Küche 18, von zwei Zimmern mit Küche 43, von drei Zimmern und Zubehör 93, von vier Zimmern 113, von fünf Zimmern 60, von sechs bis acht Zimmern 233, von neun und zehn Zimmern 71, von elf bis fünfzehn Zimmern 19, insgesamt 653 Wohnungen. Ferner wurden als leerstehend festgestellt 91 Geschäftslokale mit Wohnungen und 79 Geschäftslotale ohne Wohnungen. Im ganzen entspricht der jetzt vorhandene Vorrat an Wohnungen( 653) dem zu Anfang Mai 1901 ermittelten Bestande( 665), indessen ist die Zahl der kleinen Wohnungen etwas angewachsen. Es wurden damals gezählt 6 mit einem, 21 mit zwei, 65 mit drei Zimmern. Das Statistische Amt, Rosinenstraße 12. läßt übrigens 2ohnungsuchende Einsicht in die Adressen der freien Wohnungen nehmen. Zehlendorf. Zum Amt des Gemeindevorstehers, das demnächst bekanntlich neu besetzt werden soll, haben sich nicht weniger als 33 Bewerber gemeldet. Unfre Gemeindevertretung hat sich stark gelichtet, denn von den 18 Vertretern fehlen 6, die zum Teil durch eignen Entschluß ausgeschieden, zum Teil gestorben sind. Man erörtert daher die Frage, ob die Wahl des Gemeindevorstehers nicht Dienstag 4. Wochen: Spielplan. Opernhaus Schiller: Theater Deutsches Theater wurde. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9% Uhr abends statt. P. L. Vorsitzender des Landeriverbs: und Bauvereins für Berlin und Weserstr. 202. umgebung ist, wie wir berichtigend mitteilen, Herr Franz Schulz, Nixdorf, worten. Wenden Sie ſich an W. Friedländer, Elſaſſerſir. 25 1. Schmidt. Ihre Frage läßt sich in einer Briefkastennotiz nicht beantgiebt hierüber nichts anJamiers. Der Ihnen erteilte Bescheid ist der sogenannte Vorbescheid. Auf diesen brauchen Sie nicht zu antworten. Wenn Ihnen nach einigen Wochen der ablehnende definitive Bescheid zugeht, so können Sie Berufung auf schiedsgerichtliche Entscheidung einlegen. Die Aussicht ist leider zweifelhaft, falls Sie nicht genau darlegen, wodurch die Verletzung eingetreten ist und daß die Verlegung Folge eines Betriebsunfalls ist. Ihre Darstellung 5. D. 102. 1. Die Witwe erhält nur dann Unfallrente( Hinterbliebenenrente), wenn der Tod infolge des Unfalls eintritt. 2. Falls das Testament den Formvorschriften genügt, ja. Beispiele finden Sie S. 238, 239 des dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Das „ Arbeiterrecht" liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. Melzer. Soweit das Geilverfahren durch Magnetisieren Betrug ist, ist es wie jeder andre Betrug verboten. Ob Betrug vorliegt, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. O. H. T. 1.- 3. Nein. 4. Ja. 5. Sie leben nicht in Gütergemeinschaft, Mittwoch 5. Briefkaten der Expedition. Schmiedchen. Berlin W. 30, Eisenacherstr. 69. Donnerstag Freitag Sonnabend 6. 7. 8. Samson und Dalila Sonntag 9. Cavall. rustic. Figaros Hochzeit Bajazzi. Mitt.: Agn. Bernauer Miß Hobbs Der Revisor Es lebe das Leben Sonntag 2. Montag 3. Heilmar Der Prophet Margarete Carmen Heilmar Schauspielh. Miß Hobbs Coriolan Wallensteins Tod Miß Hobbs Das große Licht Miß Hobbs Das große Licht Heimat Nachu.: Wilhelm Tell Der Jongleur Der Jongleur Familie Fourchambault Familie Fourchambault Einsame Menschen Familie Fourchambault Es lebe das Leben Nachm. Es lebe das Leben Rosenmontag Lebendige Stunden Alt: Heidelberg Es lebe das Leben Es lebe das Leben Timon. Der Lebendige Stunden Es lebe das Leben Berliner Theater. Lessing: Theater LuisenThenter v. Barnhelm. Auftreten von Agnes Sorma Johannisfeuer Wiener Blut Nachm.: Die weiße Dame Dorf und Stadt Nachm.: Die Fee Caprice Figaros Hochzeit Eugen Onégin Agnes Sorma Nora über den Styr Das schwarze Schäflein Agnes Sorma Cyprienne Die Fee Caprice Wiener Blut Die Fledermaus Wiener Blut Die weiße Dame Der Die Waise von Lowood Der Walzerkönig Der Walzerkönig Der Goldbaner Liese Grubener Liese Grubener Theater des Westens Nachm. Minna Alt Heidelberg Alt- Heidelberg Hahn. Die Fahrt Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Nathan der Weise Hüttenbefizer / Ueber unsre Straft I Agnes Sorma Glück Nachu.: Rosenmontag Alt- Heidelberg Agnes Sorma Glück Wiener Blut Nachm.: Der Freischüt Friedrichsfelde. Am 1. April soll laut einem in der letzten Neues königliches Opern Theater( Kroll). Diesen Sonntagabend: Keine Vorstellung. Nächsten Sonntagabend: Das große Licht. Sigung der Gemeindevertretung gefaßten Beschluß die obligatorische Alle Abende: Verliebt( Amoureuse). Vorher: Im Frack. Nächsten Sonntagnachmittag: Der Schlafwagen- Controleur. Fortbildungsschule am Ort eingeführt werden. Die Kosten Residenz- Theater. Central Theater. Sonntagabend: Das füße Mädel. Von Montag bis Sonntag: Gastspiel hierfür stellen sich auf 3500 W. In Karlshorst, das zu Neues Theater. Alle Abende: Coralie 1. Co. Yvette Guilbert( Montmartre en ballade). Thalia Theater. Alle Abende: Seine kleine. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Alle Friedrichsfelde gehört, macht sich ein Neubau für die Ge- Abende: Die drei Wünsche. Trianon Theater. Alle Abende: Lebende Lieder( neues Programm). Ernst v. Wolzogens Buntes Theater. dringend notwendig. meindeschule Nach einer Dar Jeden Abend: Wechselndes Programm. Schall und Rauch. Diesen Sonntagmittag: Litterarisches Damenbrettl. Alle Übende: Vorstellung vor stellung des Gemeindevorstehers trägt die Regiernug schuld| Serenissimus. Seceffions- Theater. Alle Abende: Detlev v. Liliencrons Buntes Brettl. Belle Alliance Theater. Alle Abende: Die Dame Apollo Theater. Heute: König Aqua. Von Montag daran, daß der Bau noch nicht in Angriff genomunen aus Trouville. Hierauf: Gr. Carl Weis; Theater. Alle Abende: Das Jungfernstift. - Cafino Theater. Specialitäten. Lustspiele. worden ist. Ihrer Ansicht nach ist noch kein genügendes Bedürfnis ab: Das jüße Mädel( Gastspiel des Central Theater- Ensembles). 3 Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 2. Februar. Freie Volksbühne. Carl WeißTheater. 6. Abteilung und 7. Abteilung: Dantons Tod. Anfang 23 Uhr. Lessing Theater. 1. Ab: teilung: Haus Rosenhagen. Anfang 2 Uhr. Opernhaus. 71 Uhr. = Heilmar. Montag: Der Prophet. Anfang Schiller Theater Urania. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aften von Fr. Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Aften von Sudermann. Montagabend 8 Uhr: Der Jongleur. Dienstagabend 8 Uhr: Der Jongleur. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera 150N Invalidenstr. 57/62. Um 8 Uhr: Die Goldfelder Alaskas im KlondikeGebiet. Central Theater. Berliner Aquarium Heute Sonntag, den 2. Februar, Anfang 3 Uhr, halbe Preise. In Schauspielhaus. Miß Hobbs. An erster Besetzung: fang 71% 116r. Der Seekadett. Operette in 3 Aften von R. Genée. Abends 7 Uhr: d Montag: Coriolan. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Heimat. Anfang 8 Uhr. Rachi. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Der Jongleur. Das füße Mädel. Deutsches. Es lebe das Leben. An- 7 Uhr: Gastspiel Yvette Guilfang 7 Uhr. Rachmi. 2 Uhr: Rosenmontag. Montag: Es lebe das Leben. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 71 Uhr. Nachm. 21 Uhr: Minna von Barn helm. Montag: Alt- Heidelberg. Lessing. Johannisfeuer. 71/2 11Hr. Anfang Montag: Die Fee Caprice. Residenz. Die japanische Base. Vorher: Chassez- Croisez. Anfang 712 Uhr. Nachi. 3 Uhr: Die Kameliendame. Montag: Verliebt. Vorher: Jm Frack. Neues. Coralie u. Co. 71 Uhr. Anfang Montag, den 3. Februar, Anfang bert mit ihrer Gesellschaft Montmartre en Balade( Montmartre auf Reise). Dienstag und folgende Tage: Gastspiel Yvette Guilbert. Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 6/16] Für Familien empfehlen wir Abonnementskarten zu 1 Mark, welche z. Besuch des Aquariums gegen jedesmalige Nachzahlung von 25 Pf. pro Person berechtigen. Thalia- Theater. Passage- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Mit vollständig neuer Ausstattung: Seine Kleine. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 3 Aften. Paula Worm a. G., Guido Thielscher, Helmerding, Junkermann, Paulmüller. Gerda Walde, Bojé, Wannovius, Junker- Schatz. Anfang 7, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Beilchen Belle- Alliance- Theater. frejser. Montag: Coralie u. Co. Westen. Wiener Blut. Anfang 7½ 11Hr. Nachmittags zu halben Preisen: Die weiße Dame. Montag( Schüler Vorstellung): Figaros Hochzeit. Secessionsbühne. Detlev Liliencrens Buntes Breffl. Anfang S Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( lleberbrettl). Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schall und Rauch. Borstellung Die Dame aus Trouville. Schwank m. Gesang u. Tanz i. 3 Aften. Emil Sondermann. Herd. Worms. Mizzi Birkner. Roja Marton. Hierauf: Er. Pariser Lebensbild in einem Aufzug. Carl Wallner als Gaft. Sonntagnachmittag 3 Uhr, kleine Preise: Anne- Liese. Metropol- Theater vor Sereniffimus. Anf. 8½ 11 Thomas, Bender, Josephi. Uhr. Nachmittags 32 Uhr: Vorstellung zu ermäßigten Breifen. Montag: Borstellung vor Sere nijfimus. Trianon. Lebende Lieder. Kleine Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Spiele. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr( früher Künstlerhaus): Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel Tierspiele. Kinder- Quartett. Montag: Lebende Lieder. Seleine Spiele. Central. Das süße Mädel. Anfang 71 11hr. Nachmittags 3 Uhr: Der Seekadet. Lebendes Schachspiel. Montag: Yvette Guilbert mit ihrer Gesellschaft. Montmartre en Ballade. Thalia. Seine Kleine. Anfang 7½ Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luijen. Dorf und Stadt. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Nathan der Weise. Montag: Der Hüttenbesizer. Garl Weiß. Das Jungfernstift. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die drei Wünsche. Anfang 71 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Die drei Wünsche. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 71 Nachin. Uhr: Anna- Liese. und 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: Frauchens Weihnachtstisch. Anfang 1/28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Heute zum letztenmal: König Aqua Neues Specialitäten Progamm. Arvida Svensson Rivoli und Frau The Leanny- Troupe O'Neil u. Torp Griffith Reade- Trio. Montag, den 3. Februar 1902: Erstes Gastspiel des Central- Theaters Die siebenjährige Lola Gray in dem Mimodrama: Der Bajazzo und sein Kind Sie? Lanzetta Er? Damenluftkampf ausgeführt von 12 jungen Damėn. 16 erstkl. Nummern. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Neu!! Original Tiroler Sängergesellsch. d. Gebr. Wilhelm aus Insbruck. Voranzeige! Mittwoch, d. 5., abends S Uhr, Konkurrenz- Kampf zwischen dem Kraftturner Alex Meyer u. d. Athleten Zimmermann Wilh. Plasch. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Sonntag, den 2. Februar 1902, abends 812 Uhr: Vorstellung vor Serenissimus Erlösung. Familienidyll etc. Parkett 6, 4,50. 3. 2 Mk. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Ecke Universitätsstr. Madonnenschein. Lebende Lieder. Anf. 8 Uhr. Parkett 2 M.- Sonnt. 4 Uhr: Neues Kindertheater. Tierspiele. Kinderquartett. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett) Köpnickerstr. 68. Sonntag, den 2. Februar, 1902: Lina Abarbanell. Bozena Bradsky u. Oskar Strans. U. a. Nora- Parodie. Die beiden Pierrots. Brahms'sche Duette. Anfang 8 Uhr. Heute, Sonntagnachm.- Vorstell., 3 Uhr, mit Straus und Bradsky. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Badan. 3 Dhe Date Marie. Das süsse Mädel. Internationale Konzerte u Montag: aus Trouville. Hierauf: Er. Orphens. Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari- Brettl. Täglich Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Nachm. 31 Uhr: Borstellung zu halben Preisen. Metropol.' ne feine Nummer. Specialitäten Vorstellung. Anfang 72 Ubr = Montag: Dieselbe Vorstellung. Diyollo. Specialitäten Borstellung. König Aqua. Anfang 72 Uhr. Montag: Das jüße Mädel.. Casino Theater. Lustige Brüber. Ehrlos. Specialitäten Vor: stellung. Anfang 7 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Mutteriegen. Montag: Lustige Brüder. Ehrlos. Specialitäten. Palast. Specialitäten- Vorstellung. Die süßen Mädel. Anf. 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Specialitäten: Passage Theater. Borstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/19.( Jm Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstrasse 57/62. „ Die Goldfelder Alastas im Kloudife- Gebiet. Anfang 8 Uhr. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Cirkus A. Schumann. 2 Specialitäten- Vorstellung Tägl. Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u. Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Neu! Die Zillerthaler. Neu! Sonning, den 2. Februar 1902: große außerordentliche Die Polkaschützen. Gala- Vorstellungen. Nach jeder Vorst. TANZ. Rachmittags 3 Uhr: Ganz erquisites Entree 50 u. 75 Bf. Wochent. Anjang Brogramm und abends 7% Uhr. 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Bf. Wochent. In beiden Vorstellungen die groß- Vereinsbillets gültig und Tanz frei. artigen Februar- Specialitäten. U. a. zum erstenmale in Deutschland: Mons. Edouard Sosmann 2c. In beiden Vorstellungen, nachm. und abends: Neu! Zum 2. u. 3. Male: Mephisto Carl Weiss- Theater. Bofballettmeister 2. Stems, auf das Große Frankfurterstr. 132. Anfang 72 Uhr. Anfang 72 Uhr. und Dr. Faust. Eine rom ant. phantast. Handlung in 3 Abteil. vom glänzendste inscen. v. Dir. Schumann. 1. Att: Ju Studierzimmer des Dr. Faust. Im Reiche der Liebe. 2. Aft: Ein Schüßenfeft im 16. Jahrhundert. 3. Att: Der Herenfabbat auf dem Das Jungfernstift. Blodsberge. Die zehnfache Teufels: Operette in 4 Aften nach einer Idee des Paul de Kock von Ernest Guinot. Musit von Jean Gilbert. Mina Michetti als Gast. Morgen: Das Jungfernftift. Anfang 8 Uhr. Voltige. Fausts Höllenritt 2c. ohne Grösstes Vergnügungs- Etablissement Berlins und Umgegend! Hasenheide Nene Welt Safenheide Mr. 108-114. 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J. auch noch die Oekonomie des obengenannten Etablissements auf längere Zeitdauer übernehme und nach gänzlicher der Neuzeit entsprechender Renovierung und den Neubauten, die definitive Eröffnung sowie das ausführliche Programm desselben durch separate Annoncen und Säulenanschläge bekannt geben werde. 33682* Indem ich versichere, daß es mein eifrigstes Bestreben sein wird, durch Verabreichung tadelloser Speisen und Getränke die Zufriedenheit des geehrten Publikums zu erringen, wie ich dies bisher in den von mir geführten ,, Germania- Prachtsälen" zu erreichen das Glück hatte, bemerke noch ausdrücklich, daß ich schon von heute ab gern bereit bin, Bestellungen behufs Abhaltung von Sommerfesten 2c. in meinem Comptoir Chauffeestraße Nr. 103( Berlin) entgegenzunehmen und ersuche ich die verehrten Vereinsvorstände, schon jetzt die dafür bestimmten Tage zu belegen, damit ich event. Wünschen genügen kann. Hochachtungsvoll Arnold Scholz, Germania- Prachtsäle, Chausseestr. 108. Charivari- Theater. Alte Jakobstr. 37. Neues glänzendes Februar Programm. Pepi Welss Lotte Sebus Mizzi Braun Albert Kühne Max Reichard u. a. 1/ 24Uhr Nachm.- Vorstellung zu halben Preisen. 1/28 Uhr Beginn der AbendVorstellung. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Unter Liebling oder: Mensch ärgere Dich nicht. Posse mit Gesang in 4 Aften von Leon Treptow. Musik von G. Steffens. Heute: Tanzkränzchen. Montag: Die Haubenlerche. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler it. Fröbel. Sonntag, 2. Febritar 1902: Gr. Novitäten Abend. Das durchweg neue riesengroße Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen Juhaber: Max Schindler Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Groker Ball verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. Entree: Mittwochs frei, Sonntags 15 Pf. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. 23250* Max Schindler. Graumanns Festsäle( früher Renz) Naunyn- Strasse 27. 31908* Empfehle meine Säte, 900 Personen fassend( auch mit Bühne), zu allen Sonnabende und Sonntage im April Festlichkeiten und Versammlungen. Gustav Graninanu. und Mai noch frei und an Vereine zu vergeben. Sonnabend, der 22. März, frei geworden! Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Wochentags 7 11gr. Sonntags 5 Uhr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung Max Kliems Festsäle Hafenheide 13-15. Umstände halber sind meine Festsäle( auch der große Festsaal) einige Sonnabende im März und der Palmsonntag frei geworden. Februar- Programm. Wandel- Panorama. Berliner Um 81 Uhr: Wiederauftreten des Dir. Wilh. Fröbel i. b. Operette Die füßen Mädel. Auf. 7 Uhr. Ermäßigte Preise. Entree 30 Bf., Parterre 50 Bf., Billet- Vor: Reserviert 75 Pf. verkauf vormt. v. 11-1 11hr. Sonnabend, den 8. Februar: Palast- Theater Masken- Ball. Grosse Leipzigerstr. 78/74 am Donhotfplatz. Orient- Reise mit der Lustyacht ,, Prinzessin Victoria Luise". Vorftellungen täglich 12, 2, 4, 6, 8 Uhr. Eintritt 50 f. 7/ 2* Schweizer Garten Am Königsthor Am Friedrichshain Indische Menagerie en im Exerzierbaus Sonntag Ball ( am Brenzlauer Thor) bei großem Orchester. Lothringerstraße 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 und 8 Uhr. Drefjue mit Löwen, Tigern, Wölfen u. Hyänen, sowie 33399* Anfang 4% Uhr. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Anfang Löwen- Ringkampf Großer Extra- Ball bei doppelt be5 Uhr. A. Zameitat. und Fütterung um 4 u. 8% 115r. fetztem großen Orchester. Entree: I. Play 1 M., II. PI. 50 Pf., III. B. 25 Bf., Kinder imter 10 Jahren und Militär ohne Charge zahlen auf 1. 11. 2. Pl. die Hälfte, dem 3. BI. 15 Pf. Die Direktion: Froese. Die Sensation der letzten Pariser Welt- Ausstellung Wunder der Elektricität! Illusions- Palast Königstrasse neben ,, Jsrael" Kolossaler Erfolg! Nur noch kurze Zeit. Geöffnet von 2-10 Uhr nachm. Entree 20 Pf., Kinder die Hälfte. Casino- Theater. Alb. Scheruchs Lothringerstr. 37. Gastspiel Wilhelm Richter in der Gesangsposse, Lustige Brüder". Dazu„ Ehrlos“ und das ſenſat nene Programmm. Anfang Wochent. 8 Uhr, Sonnt.7% Uhr. Festsäle, Rüdersdorferstrasse 45. Sonntagnachm. 4 Uhr: Mutteriegen. 2.Osterfeiertag frei geworden. Säle bis 2000 Perf. fassend, kleine Säle in jeder Größe, Cirkus Busch Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Auf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Bersammlungen. 31869* C. F. Walter. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater: u. Specialitäten. Borstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, foulant zu vergeben. 131892 Felix Scheuer 32039* Ik- Trio. Stralsunderstr. 1. Elysium Landsberger Allee 40-41. Balmsonntag, 23. März, Donners tag, 1. Mai, Osterfeiertage( 3. Matinec) sowie Sonnabende sind Saal und Garten zu vergeben. 33369* C. Eisermann. Leydeckers Festsäle Sophien- Straße 34 empfehlen sich zu Bällen und größeren Vereinsversammlungen. Jeden Soms tag: Großer Ball, jeden Dienstag 23itwen- Ball und jeden Donnerstag Damen- Kränzchen, wozu ergebenst 01936 eingeladen wird. Gardinenhaus Bernhard Schwark Paletots. 36 M elegante Winter30 Mf. hochfeine HerrenAnzüge. Beinkleider. 12 M. fchwere WinterAnfertigung nur nach Maß. Guter Stoff, tadelloser Sik.[ 3371L* 14 Krausenstr. 14, 1 r., kein Laden, 1 Tr. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. 7/ 19* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Nachdem sich der Verkauf nach Gewicht von Ia. Presskohlen bei den Schiffseignern Wilhelm Drechsler, Nene Grünstraßenbrücke, Karl Stolpe, Söpnickerbrücke, ས so glänzend bewährt hat, haben sich die Schiffseigner A Otto Wolff aus Berlin, Verkaufsstelle: Maybach- Ufer- Schinkestrasse, und Karl Wolff aus Berlin, Berkaufsstelle: Salz- Ufer- Dowebrücke, auch entschlossen, ihre nur Ia. 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Vortrag des Genossen Kreplin über:„ Das Drama." 4/6 Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 20 Pfennig. Garderobe frei. 208/2 Montag, den 3. Februar, im Lokal des Herrn Bauer, Rosenthalerstraße 57( Hof): Vortrag des Schriftstellers Genossen Georg Bernhard über " Die Zöllner auf Schleichwegen". Rege Beteiligung erwarten Die Vertrauenslente. Eintritt inkl. Garderobe 20 Pf. Herren, welche am Tanz teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Oeffentliche Versammlung der Sonntag, den 9. Februar, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Drittes Stiftungsfest. eftrede gehalten von August Bebel. Konzert, Gesang, Recitation, Tanz. Billet 30 Pf. Abendkaffe findet nicht statt. Das Komitee. Billets sind zu haben im Verein, bei Frau Panzeram, Pappel- Allee 128 I, Frau Klopsch, Koppenftr. 81, Hof IV, Frau Steinkopf, Schwedterstr. 34, Frau Bauschke, Rostockerstr. 46, Frau Seeger, Kolbergerstr. 26. Unfre General Versammlung findet Montag, den 3. Februar, statt. 311 55/3 fc Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Töpferträger Berlins u. Umgegend. Agtung! Zimmerer. Achtung! Dienstag, den 4. Februar, abends 81/2 1hr: Volks- Versammlung Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Frl. Anna Pappritz über: Sittliche und wirtfchaftliche Gefahren bei der Berufswahl unsrer Töchter. 2. Diskussion. Genossinnen und Genoffen, agitiert für regen Besuch. 1/2 Die Vertrauensperson. VI. Wahlkreis. Tages Ordnung: 1. Die wirtschaftliche Lage und deren Ursache. 2. Wahl einer Kommission zur Ausarbeitung eines Tarifs betreffs der Lohnfrage. 3. Die Organisation und deren Nutzen. 4. Verschiedenes. " Den Mitgliedern des Vereins der Zimmerer Berling und Umgegend" zur Nachricht, daß die Verhandlungen der Achtzehner Kommission mit den Arbeitgebern noch nicht Die Töpfer werden höflichst ersucht, thre Träger auf diese Versammlung Verhandlungen erfolgt in unsrer regelmäßigen Versammlung definitiv beendet find. Die Berichterstattung über die bisherigen Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist Ehrensache. aufmerksam zu machen. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 285/ 13* Der Einberufer. Musikinstrumenten- Arbeiter. ( Fachverein.) Dienstag, den 4. Februar er., abends 8 Uhr, bet Hensel, Montag, den 3. Februar, abends 8½½ Uhr, bei Graumann, Invalidenstraße Nr. 1a: Naunynstraße Nr. 27, Volks Versammlung. Delegierten Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Heimats: politit. 2. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch dieser Versammlung werden die Partei: genofsinnen und Genossen ersucht. 219/2 Der Vertrauensmann. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) = Tages- Ordnung: fuffion. 3. Die Einführung der Teilarbeit bei der Firma Lehmann. 1. Vortrag über: Wie bauen wir unsre Organisation aus". 2. Dis Delegierten notwendig. Die Kollegen, welche, ohne Delegierte zu sein, 4. Gewerkschaftliches. Zur Beachtung! Erscheinen sämtlicher Interesse am Thema haben, sind ganz besonders eingeladen. am 16. Februar. Die Bezirkskassierer werden ersucht, diese Mitteilung in den Zahlstellen bekannt zu geben und die teilweise herrschenden Irrtümer aufzuklären. Achtung! Ber Vorstand. J. A.: Albert Juppenlatz. Kürschner. fi 11 b 11 257/4 Achtung! Montag, den 3. Februar 1902, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerei beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c. Tages Ordnung: Schnegelsbergs Festfäle, Juh. Max Schindler, Hafenhaide 21. stellen sich die Berliner Kürschner zu einem internationalen Kongreß. Sonnabend, den 15. Februar 1902, Großer Wiener Maskenball. Mittwoch, den 5. Februar, abends Punkt 8 Uhr: Anfang 9% Uhr. IF Ordentliche General- Versammlung im Saale des Herrn Hoffmann, Aleganderstr. 27 c. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Kassierers sowie Revisionsbericht. 2. Bericht Große Ueberraschungen. Billet 0,50 M. Billets sind bei Grundmann, Naunynstr. 78, sowie bei den Vorstands mitgliedern zu haben. 141/3 Centralverband der Maurer. Zweigverein I Berlin( Putzer). 1. Bericht des Vertrauensmanues sowie Abrechnung vom Streitfonds vom Jahr 1901 und Neuwahl des Vertrauensmannes. 2. Bericht des Delegierten vom Gewerkschaftskartell und Neuwahl desselben. 3. Wie Kollegen und Kolleginnen, da in dieser Versammluag die Abrechnung über den Streiffonds stattfindet und Ihr doch auch dabei beteiligt seid, hoffen wir, daß Ihr pünktlich und zahlreich in der Versammlung erscheint. Ihr tönnt Euch in dieser Versammlung orientieren über den Verbleib des Geldes. 102/2 Der Vertrauensmann. Berliner Konsum- Verein. Verkaufsstellen: Krantstr. 7. Petersburgerstr. 4a( vom 1. April an: Liebigstr. 7). Michaelfirchplatz 4. Stralauer Allee 17f, Mainzerstraße 4. Rummelsburg: Türrschmidtstr. 6. Lichtenberg: Frankfurter Chanffee 48/49. Rostockerstr. 21. Beusselstr. 56. Emdenerstr. 45. des Borstandes und Ausschuffes. 3. Regelung der Entschädigung für die Mittwoch, den 5. Februar, abends 7 Uhr, in den Armin Sonntag, den 16. Februar cr., nachm. 22 Uhr: Raffenverwaltung. 4. Ersazwahl des Vorstandes( 1 Vorsitzender, 2 Staffierer, 1 Beifizer und 4 Erfaßmänner). 5. Wahl des Ausschusses und 4 Ersatzmänner. 6. Innere Kaffen- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird Punkt 8 Uhr eröffnet. Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Der Vorstand. J. A.: Heinrich Metzke. Achtung! Kistenmacher. 38/2 Montag, den 3. Februar, abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstr. 21: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes vom letzten Jahre. 2. Abrechnung vom Letzten Quartal. 3. Wahl der Lohnkommission. 4. Verschiedenes. 103/3 der Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Sonnabend, den 15, Februar, in den Räumen ,, Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117: Gr. Wiener Maskenball. Billets sind in dieser Versammlung zu haben. D. D. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Parkettbodenleger! schaftshaus, Engel- Ufer 15: hallen, Kommandantenstr. 20, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Bericht der letzten Obmänner- Sigung. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Achtung! 133/3 Die Verwaltung. Achtung! Militärschneider. Montag, den 3. Februar, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: Das Resultat der stattgefundenen Werkstattfitungen. Referent: Kollege Ritter. Es ist Pflicht jedes Militärschneiders, in dieser Bersammlung zu er scheinen, sowie für einen guten Besuch derselben Sorge zu tragen. 162/3 Der Vertrauensmann. Centralverband der Maurer 2c. Zahlstelle Berlin. Ausserordentl. General- Versammlung. Tages Ordnung: Statutenberatung. Abteilung III: Moabit. Dienstag, den 4. Februar cr., abends 82 the, bei Flögel, Beuffelstraße 9: Abteilungs- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Abteilungs- Angelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist sehr erwünscht. Gäste sind willkommen. HERREN VORTRAG. Donnerstag, den 6. Februar, abends 812 Uhr, im Berliner Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9, und Freitag, 7. Februar, 105/9 abends 82 Uhr, in Hagemanns Festsälen, Schönhauser- Allee 4. straße und die sog. unheilbaren Männerleiben". Nur für Herren! Eintritt frei! Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: Der vierfache Mord in der OranienPartei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Große Frankfurterstr. 133, Hof part. SO.: Paul Böhm, Lausitzerplatz 14/15 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelerstraße 8, im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stoltenburg, Wiesenstraße 41/42. GesundAm Dienstag, den 4. Februar, abends 8 Uhr: brunnen: Hermann Rafte, Grünthalerstr. 65.- Rosenthaler Zwei Mitglieder- Versammlungen. Dienstag, den 4. Februar 1902, abends 8 Uhr, im Gewerk- Für Sohöneberg im Klubhaus, Hauptstr. 5/6. Für Moabit im Victoria- Salon, Perlebergerstr. 14. Beschlußfaffung über die Einführung der Hanskafferung". Kommissions- Sigung mit Vertrauensleuten u. Verhandlungs- Kommission 78/11 Der Obmann. " Tages- Ordnung in beiden Versammlungen: NB. Da die Einführung der Haustassierung eine wesentliche Veränderung im Zahlungsmodus des Verbandes bildet und eine große Veränderung in der inneren Organisation des Viertels bedingt, so erwarten wir den Be Dienstag, den 4. Februar 1902, abends 8 Uhr, im Gewerk- fuch aller dem betreffenden Viertel angehörigen Verbandsmitglieder. schaftshans, Engel- Ufer 15, Saal V: Die Verbandsleitung. 136/18 Vertrauensmänner- Versammlung der Centralverband der Stuccateure Deutschlands Musikinstrumenten- Arbeiter. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Kleber! Tapezierer! Dienstag, den 4. Februar er., abends 8 1hr, bei Janascht, Jufelstr. 10: ( Filiale Berlin). Montag, den 3. Februar, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96.. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstraße 1, Ecke Goethestraße, v. I.- Deutsch- Wilmersdorf: W. Nidel, Uhland: ftraße 108, part. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Oswald Grauer, Berlin O., Granffurter Aftee 197.- Grünau: Gustav Mier 3, Schöneberg: Bilb. Bäumter, Apofiel Paulusfraße 13, Qntergeb. Röpenickerstraße 111. Rixdorf: Ostermann, Erkstraße 6. Sochy- Ober- Schöneweide:' Otto John, Wilhelminenhofftt. 18. Hochp. Nieder Schöneweide: Karl Weber, Cigarrengeschäft. Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstraße 39, I.- Adlershof: Gustav Hize, Hackenbergstraße 8. Köpenick: Friedrich Woid, Grünstraße 29. Friedenau- Steglitz: H. Bernfee, Kirchstr. 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Sto c, Ernststraße 2, II. Neu- Weissensee: Heinrich Bachmann, Lehderstraße 1, part. links. Rummelsburg: org bert, Prinz Albertstr. 5 a. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. den ,, Vorwärts" entgegengenommen. Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für 173/3 Fortsetzung der Generalversammlung v. 20. vorigen Monats. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung. Central Krankenkaffe der Maurer Tages: Ordnung: 1. Sind die Berliner Kleber gewillt, in diesem Frühjahr 101/2 in eine Lohubewegung einzutreten? 2. Diskussion. Kollegen! Aller Pflicht ist es zu erscheinen, gleichviel, ob organisiert oder nicht. Der Einberufer: Jak. Ussem. Achtung! ( Grundstein zur Einigkeit). Sonntag, den 9. Februar, vormittags 10 Uhr präcife: Versammlung Jufelstraße 10, vorn 1 Treppe. Tagesordnung: 1. Kaffen, Revisions- und Geschäftsbericht. 2. Neuwahl des 1. Staffierers, Achtung! es 2. Bevollmächtigten, des 2. Schriftführers und zweier Revisoren. Albumarbeiter! Montag, den 3. Februar 1902, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Versammlung der in der Album- Branche besch. Arb. u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Thätigkeitsbericht des Branchen- Vertrauensmannes. 2. Wahl des Vertrauensmannes. 3. Werkstuben- Angelegenheiten. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in obiger Versammlung ünktlich und zahlreich zu erscheinen. 23/7 Der Einberufer. 3. Junere Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 149/1 Die örtliche Verwaltung. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 3. Februar cr., abends 82 Uhe: Versammlung sämtl. Schoss- Schumacher bei Cohn( großer Saal), Beuthstraße 19. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Beratung über den revidierten Minimal- Lohntarif. 2. Beschlußfaffung über die Lohnbewegung zum Frühjahr 1902. 3. Ver schiedenes. 169/12 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltnug. Bitte ausschneiden! Wegen vollständiger Auflösung meines seit 43 Jahren bestehenden Geschäfts = Gänzlicher Ausverkauf der jetzt noch reichhaltigen Läger, Teppiche, Portieren, Gardinen, Divandecken, Tischdecken, Schlafdecken, Steppdecken etc. Möbelstoffe, Reste in allen Artikeln ganz besonders zurückgesetzt, sind zum schleunigen Ausverkauf gestellt. Läuferstoffe, A. Löwenthal, Breite- Strasse 20, Ecke Scharrenstrasse. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: 26. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 28. 19. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Bauarbeiterschuß und die Baupolizeiverordnung vom 1. Oktober 1901. her fremd war andres Kapitel welches dem größten Teil der Arbeiter selbst bisEs Jm Januar 1901 wandten sich die Berliner Arbeiter in einer Petition an den preußischen Landtag, da mittlerweile Graf Posadowsky im Reichstag erklärt hatte, daß die Frage des Bauarbeiter Schutzes durch Reichsgesetz nicht geregelt werden könne, sondern Sache der einzelnen Landesregierungen sein muß. In dieser Petition, welche ein wichtiges Aftenstück in der Geschichte Seit einer Reihe von Jahren betreiben die organisierten Berliner des Bauarbeiterschutzes darstellt, wurden alle die mißlichen Banarbeiter eine umfangreiche Agitation für die Einführung von Schutz- Bustände, unter denen die baugewerblichen Arbeiter leben maßregeln und Vorschriften zur Verhütung von Unfällen, um einen müssen, beleuchtet. In dieser Schrift wurde aber auch ein Schuße für Leben und Gesundheit der im Baugewerbe bethätigten behandelt: das der Berufskrankheiten. Arbeiter zu gewinnen. Bum erstenmal wurde im Jahre 1895 feitens der Generalfommission in Deutschland in allen Städten eine wurden Vorschläge gemacht, wie dem abgeholfen werden könne. umfangreiche Enquete über die im Baugewerbe bestehenden Mißstände arbeiterschutzes zu lösen, sondern durch ein einheitliches LandesNicht durch Polizeiverordnungen ist die Frage des Ban aufgenommen. Ein geradezu erdrückendes Anklagematerial gegen die Unternehmer im Baugewerbe, über die umerhört leicht angefeß, Baugesetz, dessen dessen Normativbestimmungen für das gefamte Die Üleberwachung der Ausfinnige Art, wie in diesem Gewerbe mit dem Leben und Königreich Preußen gelten. der Gefundheit der Arbeiter gespielt wird, gelangte mit dieser führungen dieses Landes- Baugesetzes muß von einer BaugewerbeStatistit zur Kenntnis. Aber nicht nur Inspektion, zu einem Teil aus den gewerkschaftlich organisierten die Unter gegen Arbeitern bestehend, ausgeführt werden mit einem Wort, es nehnier richtete sich diese Anklage, nein, auch die staatlichen und Gemeindebehörden traf der gleiche Vorwurf. wurden Arbeitercontroleure verlangt. Leider kam durch Trotzdem es bekannt war, welche elenden Zustände in allen Teilen des Reichs im Bau- den vorzeitigen Schluß der Session des Landtages die Petition nicht gewerbe bestanden, war von dieser Seite nichts unternommen, um die Genugthuung, daß durch die Preffe die öffentliche Aufmehr zur Beratung. Aber die bangewerblichen Arbeiter hatten bessernd einzugreifen. Diese Unthätigkeit mußte um so auffälliger merksamkeit auf die unhaltbaren Zustände im Baugewerbe gewirken, als alljährlich durch die Berichte der nordöstlichen Bau- lenkt wurde und fast einmütig für die Forderungen der baugewerb gewerks- Berufsgenossenschaft konstatiert wurde, in welch hohem Maße Menschenleben vergendet werden. Als dann im Jahre 1899 am 20. lichen Arbeiter Partei ergriffen wurde. Dagegen hatte die Petition und 21. Märg in Berlin der erste Bauarbeiterschuß- Stongreß statt des Herrn Felisch, erregt und in einem Artikel durch die Nrn, 20, 21 den Zorn des Vorsitzenden der Baugewerks Berufsgenossenschaften, fand und alles das, was bei der Enquete 1895 gesagt, noch bei und 22 der„ Baugewerks- Zeitung" versuchte er die Petition der Arweitem überholt wurde, hielt es die deutsche Regierung nicht einmal für nötig, der Einladung der Bauarbeiterschutz bemokratische Hezze bezeichnend. beiter zu widerlegen, sie als tendenziös" und social. Kommission, den Kongreß zu beschicken, nachzukommen; die Rüdsicht auf die Dienstgeschäfte", vie es in der Antwort hieß, erlaubten es nicht. Deutlicher fonnte das unter b. Posadowskys Leitung stehende Reichsamt des Innern" seine socialpolitische Rückständigkeit kaum dokumentieren. A Der Bauarbeiter Kongreß gab sodann die Richtschnur für ein flares, einheitliches Vorgehen. Aus der Kongreßresolution mögen hier nur die Forderungen in bezug auf die Unfallverhütung er wähnt werden: " Thatsächlich ist dieses Schußes aber mir gedacht in den§§ 78 bis 82( nach dem neuen 112-118) des Unfallversicherungs Gesetzes und in den§§ 120 a, b c umb§§ 154 und 154a der Reichs- Gewerbe Ordnung. Die angezogenen Paragraphen der Gewerbe- Ordnung sind für das Baugewerbe aber bisher gänzlich ausgefallen, da die Polizeis behörden von den ihnen durch§ 120 gegebenen Befugnissen wenig oder keinen Gebrauch gemacht haben, und eine kaiserl. Verordnung, lant welcher nach§§ 154 und 154a auch die Bauten der GewerbeAufsicht unterstellt werden können, ebensowenig erfolgt ist. Aber auch das Unfallversicherungs- Gesetz ist für die Unfallverhütung auf Bauten belanglos geblieben, Ferner ist die wichtigste Forderung mit, daß Bautencontroleure aus den Reihen der organisierten Arbeiter als staatliche Beamte augestellt werden." Die Berliner baugewerblichen Arbeiter nahmen die Agitation für die durchaus praktischen Forderungen des Kongresses ungefäumt auf. So wurde im Jahre 1899 eine Kontrolle für Berlin und die Vororte vorgenommen. Die Statistik gab geradezu ungeheuerliche Mißstände in fanitärer wie sittlicher Beziehung bekannt. Noch in demselben Jahre wurde der Entwurf einer Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten bekannt, in der in Bezug auf die Errichtung von Baubuden und Aborten Vorschriften enthalten waren. Gleichzeitig war dem Magistrat die Vorlage zur Begutachtung zugegangen. unterDie in Berlin organisierten baugewerblichen Arbeiter richteten nunmehr im Mai 1900 eine Betition an den Magistrat, in welcher sie die Vorschläge des Polizeipräsidenten soweit ihnen dieselben durch die Preffe bekannt geworden einer fritischen Beleuchtung unterzogen und gleichzeitig praktische Vorschläge breiteten. Vor allem wurde die Errichtung einer BaugewerbeInspektion und Ausübung der Kontrolle durch die Arbeiter aus den gewerblichen Organisationen als amtliche Controleure verlangt. Bei einer Konferenz, die die Arbeiter mit dem Vertreter des Magistrats, tgl. Baurat Lindemann, hatten, wurde den Arbeitern in vieler Hinsicht Konzessionen gemacht. Vom Polizei- Präsidenten dagegen erhielten die Arbeiter feine Antwort, nicht einmal die Bestätigung, daß die Petition eingegangen sei. Das Staatsideal der Junker. Einige Druckfehlee in den Bruchteilen der Prozentberechnung ge nügten, um den Inhalt der Petition als univahr zu bezeichnen. In der That wurden durch diese Fehler, es waren deren vier, die Sünden der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft nur gemildert. In einer Gegenpetition, die namens der Baugewerks- Berufsgenossenschaften dann an den preußischen Landtag gerichtet wurde, erklärte Herr Felisch, daß die Berufsgenossenschaften bereits mehr Beauftragte zur Ueberwachung der Ausführung der UnfallverhütungsVorschriften eingestellt haben, eventuell noch weitere eingestellt würden. Die Unfallverhütungs- Vorschriften feien teils vervollkommnet, teils wird es noch geschehen usw. Vor allem aber dürfe die Forderung der Bautenkontrolle durch die Arbeiter kein Entgegenkommen finden, das bedeute, daß der Staat sich mit Haut und Haaren der Socialdemokratie verkaufe. Herr Felisch nimmt wie gewöhnlich den Mund etwas voll. Zunächst bemerken wir, daß die Unfallverhütungs- Vorschriften noch dieselben sind, wie sie in der Genossenschaftsversammlung in Stettin 1898 angenommen sind. Mithin widerspricht der diesbezügliche Satz in der Unternehmerpetition den Thatsachen. Daß aber die Forderung der bange: verblichen Arbeiter„ Kontrolle durch die Arbeiter" aufrecht erhalten werden muß, wenn die Erlasse neuer Verordnungen den bangewerblichen Arbeitern etwas nügen sollen, wollen wir mit nachfolgendem beweisen. Mit dem 1. Oktober erließ der Polizeipräsident von Berlin eine Baupolizei- Lerordnung, die, obgleich ziemlich lückenhaft, dennoch ohne 8iveifel einen Fortschritt auf dem Gebiete des Bauarbeiterschutzes bedeutet. Die Verordnung lautet: Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850( Gesez- Sammlung S. 265) und der§§ 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883( Gesez- Sammlung S. 195) wird hiermit unter Zustimmung des Gemeindevorstandes der Stadt Berlin für den Geltungsbereich der Baupolizei- Berordnung für den Stadtkreis Berlin vom 15. August 1897 folgendes verordnet: § 1. Die Bestimmungen der§§ 2 bis 7 einschließlich finden Anwendung: a) Bei Hochbauten, wenn einschließlich der Poliere und Lehrlinge mehr als 10 Personen zur Zeit der Rohbau- Ausführung gleichzeitig auf dem Bau beschäftigt sind; während der SohbauAusführung vorübergehend beschäftigte Arbeiter, wie Zimmer leute und Staafer, werden nicht in diese Bahl eingerechnet. Sonntag, 2. Februar 1902. b) Bei Tiefbauten, welche von Unternehmern ausgeführt werden, wenn an einer bestimmten Stelle des Baues mehr als zehn Personen länger als eine Woche gleichzeitig beschäftigt sind. Ausgenommen find Tiefbauten, welche auf bereits angelegten öffentlichen Straßen und Pläßen ausgeführt werden, sofern es sich nicht um solche Bauten( Brückenbauten und dergleichen) handelt, welche auf einem mit festem Bretterzaun umfriedeten Bauplage ausgeführt werden. § 2. 1. Zur Unterkunft für die an solchen Bauten(§ 1) beschäftigten Arbeiter bei ungünstiger Witterung und in den Ruhepausen müssen Räume bereit gehalten werden, welche im Mittel in der Regel 2,20 Meter im Lichten hoch, mit Wänden umschlossen und mit einem wasserdichten Dache versehen sind. Die Grundfläche der Näume muß derart bemessen sein, daß die Größe derselben bei Beschäftigung von 11 bis 15 Arbeitern im Mittel 10 Quadratmeter, 16 bis 20 Arbeiter im Mittel 14 Quadratmeter beträgt. Bei Beschäftigung von mehr als 20 Arbeitern tritt bei jeder Vermehrung um je 1 bis 5 Arbeiter eine Vergrößerung der Grundfläche mindestens um je 2,5 Quadratmeter ein. 2. Die Räume müssen ausreichend Licht- und Luftzufuhr und einen trockenen festen Fußboden haben und auf Erfordern der Ortspolizeibehörde vom 1. November bis 1. April heizbar sein. Bei transportablen Unterkunftsräumen( sogenannten Buden) findet eine Heizung derselben nicht statt. 3. Für die dauernd auf dem Bau beschäftigten Arbeitnehmer ( vergleiche§ 1) sind in den Unterkunftsräumen Sigpläge einzurichten. 4. Baumaterialien dürfen in diesen Räumen nicht gelagert werden, durch Gerätschaften darf der unter 1. erforderte Raum nicht beschränkt werden. 5. Bei Tiefbauten müssen die Unterkunftsräume so gelegen sein, daß der Beschäftigungsort eines jeden Arbeitnehmers von der Unterkunftsstätte der Regel nach höchstens 750 Meter entfernt ist. 6. Für schwimmende Unterkunftsräume findet die Vorschrift über die erforderliche lichte Höhe keine Anwendung. § 3, Bei Hochbauten müssen für die im§ 1 bezeichneten Personen Aborte in solcher Zahl vorhanden sein, daß ein Abortsiz für höchstens 25 Personen dient. Die Aborte müssen derart eingerichtet sein, daß von außen nicht hineingesehen werden kann. Erforderlichenfalls sind vor den Thüren Blenden anzubringen, Werden auch weibliche Arbeitnehmer beschäftigt, so find für diese besondere Aborte anzulegen, welche von den für die männ lichen Arbeitnehmer bestimmten Aborten getrennt liegen müssen. Für Tiefbauten kann die Ortspolizeibehörde die Herstellung folcher Aborte fordern. § 4. Die nach§ 3 herzustellenden Aborte müssen, sofern sie nicht an eine öffentliche Entwässerungsanlage vorschriftsmäßig angeschlossen werden, mit wasserdichten Tonnen, welche nach Bedarf rechtzeitig fortzuschaffen und durch leere, mittels Saltanstrichs desinfizierte Tonnen zu ersetzen sind, versehen werden. Diese Tonnen sind durch Sitz und Stoßbretter zu verdecken. § 5. Die Unterkunftsräume für die Arbeitnehmer und die Aborte müssen genügend erhellt sein und sind stets in reinlichem Zustand zu halten. Die Aborte sind auch, soweit dies im gesundheitlichen Interesse notwendig, zu desinfizieren. § 6. Bom 1. November bis 1. April dürfen Stuccateur, Buzzerund Töpferarbeiten in Neubauten nur dann ausgeführt werden, wenn die Räume, in denen gearbeitet wird, durch Thüren und Fenster nach außen hin verschlossen sind. Die nur vorläufige Anbringung derartiger Verschlüsse ist für genügend zu erachten. § 7. In Räumen, in denen offene Coatsfeuer ohne Ableitung der entstehenden Gase brennen, darf nicht gearbeitet werden. Solche Räume find gegen andre, in denen gearbeitet wird, dicht abzuschließen. Sie dürfen nur vorübergehend von den die Coakskörbe beaufsichtigenden Personen betreten werden. Wo die örtlichen Verhältnisse des Bauplazes die Erfüllung der Anforderungen dieser Verordnung ganz oder teilweise ausverhaftet bleibe. Die nötige Remedur wurde freilich bald geschaffen, sich zu den konservativen Grundsäßen ausschließlich bekennen und das indem König Friedrich Wilhelm dem Nächer der gekränkten Standes- Baterland allein gerettet, das Ministerium ausschließlich gehalten zu ehre die verdiente Begnadigung angedeihen ließ; bei gemeinen Mördern haben vermeinen, wollen das große Wort führen, die Direktion an war das keineswegs eine Gepflogenheit. Wie kann man aber auch einen todeswürdigen Verbrecher mit einem konservativen Duellanten vergleichen? geben und die Gesellschaft reglementieren. Ew. Excellenz erkennen das Gute und Tüchtige, was solche Männer seiner Zeit geleistet, Bu Kaifers Geburtstag haben die Junker ihre altbewährte gewiß dankbarer wie jeder andre an, aber diese Männer treten an Loyalität in empfehlende Erinnerung gebracht, indem sie durch den In diese entschwundenen Tage der näheren Vergangenheit führt maßlich aus ihren Schranken, wenn sie jetzt die Autorität der Regies Mund des Freiherrn v. Manteuffel, ihres Vicepräses im Herrenhaus, uns ein eben erschienenes Urkundenwerk*) zurück, das neben massen- rung angreifen und über Verrat flagen, sobald man sich nicht ihrem 1. a. erklären ließen:" Die Liebe zu unserm föniglichen Herrn ist hafter Spreu doch auch nicht wenig brauchbaren Weizen ergiebt: einseitigen Willen unbedingt unterwirft. Eine jede Frage wird unauslöschlich in unsre Herzen geschrieben. Die Trene, mit der nämlich zahlreiche zwischen 1850 und 1852 verfaßte Originalschreiben von ihnen zur Eristenzfrage gestempelt. Heute ist es die Preß, vir unverbrüchlich zu ihm stehen, fie ist ein heiliges von gewichtigen offiziellen Persönlichkeiten, wie von König Friedrich morgen die Zoll- und dann wieder eine Kulturfrage." Ein andermal Erbteil unsrer Väter, fie endet mit unsrem Tode und Wilhelm IV. und seinem Bruder, dem Prinzen von Preußen, meint derselbe ganz naiv:" Der gute und ehrliche dicke wird auf unfre Söhne und Enkel übergehen." Besonders glän- von dem Petersburger preußischen Gesandten, General v. Rochow, General( Gerlach) ist in der Umgebung des Königs unentbehrlich, zend bewährt hat sich die anspruchslose unterthänigkeit von dem Ministerpräsidenten Otto von Manteuffel und last not allein er sollte mit dem Ministerium, das er doch aufrichtig verehrt, unserer Edelsten und Besten in den herrlichen Zeiten, als ein anderes least von dem Haupt der geheimen Nebenregierung, dem einen Baft schließen, dahin gehend, daß, sobald er mit demselben Mitglied des Stammes der Manteuffel preußischer Ministerpräsident Generaladjutanten von Gerlach. Hier giebt der letztere sich freilich übereinstimmt, was die Regel ist, er die Meinung des Ministeriums war: in jenem unvergeßlichen Jahrzehnt preußischer Geschichte, das nicht so unverhohlen und chnisch, wie in seinem unschäzbaren dem Könige gegenüber mit aller seiner eigentümlichen Geistesstärke man vorzugsweise als die Reaktionszeit zu bezeichnen pflegt. Memoirenwerf. Er spricht in seinen Briefen an den Minister- verteidigt, daß er jedoch im Fall einer entgegengefeßten Auffassung Wohl in keinem anderen Ereignis dieses lehrreichen Dezenniums präsidenten nicht, wie dort, von Otto v. Manteuffel als dem Ober- schweigt." Das möchtest Du wohl! Die Kamarilla dachte natürlich gelangt das innerste Wesen und das gegenseitige Verhältnis der teuffel, von seinen Brüdern als dem Unter- oder Ackerteuffel und als nicht im Traume daran, fich zum Sklaven ihrer dienstbaren Geister damals herrschenden Kreise zu gleich prägnantem Ausdruck, wie dem Flügelteuffel. Wenn aber auch seine Willenskundgebungen zu erniedrigen, und so ließ es sie natürlich auch furchtbar kalt, in dem Lebensende des Berliner Polizeipräsidenten v. Hinkeldey und hier verbindlich in der Form sind und sich manchmal nur als wenn man ihr vorwarf, weniger antikonftitutionell" zu sein, als den begleitenden Umständen. Sinkeldey stand bei König Friedrich ummaßgebliche Ratschläge" einführen, so weiß man doch, woran sie sein sollte. Denn sie dachte gar nicht ernstlich daran, wie Wilhelm IV. in höchster Gunst und genoß sein größtes Vertrauen: er man ist, wenn Gerlach Anweisungen über minutiöse Details Manteuffel, dem„ im Absterben befindlichen parlamentarischen Wirken" tonnte also in seinem Reffort machen was er wollte, wenn er nur und in allen Personalfragen giebt; er spricht eben im vollends den Garaus zu machen. Der bestehende Zustand vielmehr die Kreise der Junker nicht störte. Er war reaktionär bis in die Namen jener allmächtigen Clique, die sich um die war für fie geradezu ideal: für gewöhnlich blieb man hinter den Knochen und völlig strupellos in der Wahl seiner Mittel, wenn es" Streuz- Beitung" gruppierte und die Interessen des Junkeriums Coulissen und dirigierte die Bewegungen der Minister; wenn diese galt, den Staat vor der Revolution zu retten. Soweit war alles rücksichtslos vertrat. Bei ihrem gebräuchlichsten Namen, der sich in aber mal gegen den Stachel löckten, so erfien man auf der parla schön und gut; aber Hinfelden hatte doch eine irrtümliche Auffassung Gerlachs Memoiren oftmals findet, ist diese ritterliche Schar hier mentarischen Bühne und zeigte den rebellierenden Lakaien die adligen vom Wesen des preußischen Staates: vermaß er sich doch wieder nur einmal genannt, in einem Schreiben ihres verhaßten Gegners, Zähne. Dabei nahm denn der Wiederaufbau des junkerlichen Machtholentlich, gleich dem ersten besten demokratischen Blatt auch das be- des Prinzen von Preußen. Darin beklagt dieser sich bei dem gebäudes ganz ungestört seinen Fortgang. währte Organ der loyalen Junker, die fromme Kreuz- Beitung", zu Ministerpräsidenten bitterlich über die Intriguanten, die in der Und der König von Gottes Gnaden, für dessen Selbstherrlichkeit fonfiscieren. Und er schlug dann vollends dom Faß den damaligen Bollfrage hinter dem Rücken der Regierung den mittel- die Kreuz- Zeitung" so wader stritt? Er war längst vom Boden aus, indem er einen hochadligen Klub für harm- und fleinftaatlichen Regierungen in ihrem Widerstande gegen Komödianten zur Marionettenpuppe herabgefunken. Er war Loses Hazardspiel aushob. Eine eindringliche Lektion über Preußen durch vertrauliche Mitteilungen den Rücken steiften, so längst nicht mehr der romantische Stürmer und Dränger, die Formen des Umganges mit der vornehmen Welt war 3. B. dem darmhessischen Regenten:„ Von wem diese Mitteilung dem der sich in volltönenden Reden vermaßt, allein Herr zu sein in also dringend vonnöten. Einer der besten Pistolenschützen in der Regenten zugegangen ist, weiß ich nicht; es kann aber nur von Preußen. Der Schreck der Märztage ist ihm nie wieder aus den tonservativen Partei, Herr v. Rochow- Blessow, forderte den Polizei- der sogenannten Se amarilla herrühren oder von noch intimerer Gliedern gefahren; sobald sich erst herausgestellt hatte, daß das präsidenten vor sein Schießeisen. Der König wußte um das bevor- Seite, die ich nicht zu bezeichnen wage." Das Wesen der Sache feige Bürgertum aus Angst vor dem fich regenden Proletariat hinter stehende Duell seines Günstlings; aber er mußte der ausgleichenden aber gelangt, außer aus dem Schreiben Gerlachs selber, oft genug die preußischen Bajonette flüchte, hatten die Kreuz- Beitungs"-Ritter Gerechtigkeit seiner lieben Junker freien Lauf laffen. So wurde zum Ausdruck, z. B. flagt Rochow:„ Wir stehen in einer ernsten das Spiel gewonnen, womit sie schon am 30. März 1848 begonnen Sinkelden am 10. März 1856 in der Jungfernheide nach allen Strifis, welche Gwv. Excellenz nur durch große Festigkeit und Ent- hatten. An diesem Datum nämlich schrieb Gerlach in sein„ Tagebuch": Regeln ritterlichen Waffenspiels zur Strecke gebracht. Es war schiedenheit entwirren fönnen. Es handelt sich ganz einfach darum," Erster Versuch zur Gründung eines Ministère occulte"( geheimen offenes Geheimnis, daß für den Fall eines unblutigen Ausgangs ob die Regierung des Königs oder die politischen Parteien, welche Ministeriums)." Jetzt( 1850-1852) hatte die Kamarilla den König weitere Forderungen an Hinfelden ergangen wären, woraus eine wie bie andere 11111 den Sieg Sieg fämpfen, Meister längst zu ihrem willenlosen Werkzeug gemacht, zu ihrem dann plebejische Lästermäuler die Frechheit schöpften, die bleiben wollen. Die Iegteren machen Aufprüche, welche Sprachrohr. Man brauchte ihn als Dekoration, um den Uns mutige That des Herrn v. Nochow als einen gemeinen Meuchel- mit dem würdigen Bestehen jeder, vorzüglich aber einer verstand der Maffen zu blenden:„ Wir können den persönlichen mord zu charakterisieren. Nicht so seine Standes und Partei- konservativen Regierung unvereinbar sind. Diejenigen Männer, welche Stönig nicht entbehren," schreibt Gerlach den 4. November 1851 an genossen; ihren Gottesgelahrten fiel die Aufgabe zu, dem Zweikampf den Oberteuffel. Man mußte sich freilich hüten, den Verdacht in ein christliches Gepräge zu verleihen, andre priesen den Thäter in*) Breußens auswärtige Politit 1850-58. Unveröffentlichte ihm rege zu machen, daß es eine Sonspiration gegen seinen Willen" offener Stammerfizung, und der Präsident des Herrenhauses, Graf Dokumente aus dem Nachlasse des Ministerpräsidenten Otto Freiherr gebe; soust aber konnte man mit ihm machen, was man wollte: b. Stolberg- Wernigerode, fand an der ganzen Affaire weiter nichts von Manteuffel. Herausgegeben von Heinrich v. Boschinger. I. Band: schlimmsten Falls brauchte nur das rote Tuch geschwungen zu auszusetzen, als daß der Edle von Rochow" ein Gefangener sei und 1850-1852. Berlin 1902, G. S. Mittler u. Sohn. werden. " schließen, können entsprechende Ausnahmen von der Ortspolizeibehörde bewilligt werden. § 8. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Vorschriften werden mit Geldstrafe bis zu 30 M., im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft. § 9. Diese Verordnung tritt am 1. Oftober 1901 in Kraft. Die baugewerblichen Arbeiter Berlins haben nun vom 10. bis 21. Dezember 1901 eine Bautenkontrolle vorgenommen, um festzustellen, inwieweit den Bestimmungen der Verordnung Rechnung getragen wird. Bir können gleich bemerken, daß die diesmalige Kontrolle, gegenüber der vorherigen, ein für die Arbeiter günstigeres Resultat aufweist. # Bei den Ausbauten müssen wir ebenso arge Verhältnisse kon-| ausdrücklich betont ist, daß innerhalb des Ringbahn- Bezirks die statiren. Hier wird namentlich das Verbot der Coatsforbfrage fast Berliner Polizeipräsidial- Verordnung gilt. überall übertreten. So wurde, wenn die Controleure auf das Das Ergebnis der Bautenkontrolle ist aus der unten folgen ungefeßliche himviesen, der Coatsforb in faft allen den Tabelle ersichtlich. Kontrolliert wurden 210 Mohbauten und Fällen entfernt itn wenn die Kontrolle den Bau 217 Ausbauten. Auf 16 Bauten wurde den Con berlassen den Coatsforb sofort wieder an die vorherige Stelle troleuren der Zutritt nicht gestattet. 311 fetzen. Interessant ist in der ausführlichen Tabelle die Frage der BauBei der Kontrolle am 14. 12. 01 wurden auf dem Bau Echarrn- buden für die einzelnen Berufe. Auf den 217 kontrollierten Bauten Costs febrermeister Herold) nicht hier it; 15 brennende waren die Berufe wie folgt beteiligt. Maurer beantworteten die Coatstörbe gefunden, im ganzen Bau verteilt; vor Coatsdunst Frage über verschließbare und vorschriftsmäßige Buden und Qualm war der Treppenflur kaum paffierbar. Ebenso waren 206 mit Ja, 11 mit Rein. Die Maler beantworteten bei 99 Bauten die Zimmer beschaffen. In dieser„ mörderischen Atmosphäre" arbeiteten 73 mit Ja und 26 mit Nein, Zimmerer bei 93 Bauten 83 mit Ja die Maurer, Töpfer, Maler, Anschläger. und 10 mit Nein, Töpfer bei 83 Bauten 35 mit Ja und 48 mit Nein, Auf dem Bau Lynar- und Tegelerstraßen Ede( Unternehmer Stuccateure bei 88 Bauten 45 mit Ja und 43 mit Nein, Rohrleger Maler Sperling) wurden dieselben Zustände vorgefunden. bei 122 Bauten 108 mit Ja und 14 mit Nein. Hierbei sei bemerkt, In der Menzelstr. 13, Friedenau( Unternehmer Stötol), brannten daß namentlich bei den Rohrlegern vont einer Bude gar Immerhin sind die Mißstände noch so groß, daß man es kaum in der ersten Etage acht Coatstörbe. Die Maurer filzten" trotzdem nicht gesprochen werden kann, da in allen diesen Räumen für möglich halten sollte, derartige Zustände in der Metropole der dabei.( 18. 12. 01.) Materialien aufgespeichert liegen; eine Ausnahme bilden nur Intelligenzin Berlin vorzufinden. So wurde in der Mirbach- Auf dem Bau Kantstr. 12 Charlottenburg( Kontrolle 17. 12. 01) die Maurer. Bei allen andren Berufen ist es ein Raum, im straße 10 im Osten Berlins der Bau in einem taum glaub- brannten in den Etagen, Lummen". Hier hat der Reviervorstand so- Neuban selbst belegen, der feucht ist, nur das ein ver lichen Zustande gefunden. Laden und hinterer Hausflur waren gar mehrfach kontrolliert, trotzdem bestehen die Zustände weiter. schließbarer Raum für die Sachen zum Auss und Anziehen vorunterkellert, aber nicht eine Kelleröffnung überwölbt. Als Lanfgang Die standalösesten Zustände sind jedoch in Rigdorf aufgefunden handen ist. Am schlechtesten stehen die Töpfer in dieser Frage. für die Stein- und Mörtelträger diente ein etwa 3/4 Meter breiter worden, hier sind die Banten fast, könnte man sagen, von Coats- Bei unverglasten Fenstern waren die Maurer auf 6, die Maler Belag von schwachen Schalbrettern ohne Barriere und ohne förben und Lummen überschwemmt. Ziethenstr. 37, Elsenstraße 82. auf 5, die Zimmerer auf 1, die Töpfer auf 3, die Stuccateure auf genügende Absteifung. Geradezu lebensgefährlich waren die Lade-( Kontrolle 21. 12. 01.) 23, die Rohrleger auf 14, die Buzzer auf 23, die Anschläger auf 10, pläge der Stein- und Mörtelträger. Kein Schußdach am ganzen Die Aborte befinden sich bei den Ausbauten fast durchweg und die Einsetzer auf 2 Ausbauten beschäftigt. Bau, nur der Vordereingang war in Mannshöhe notdürftig ab- in erbärmlichem Zustande. In der Hainstr. 2( Banfow) befand sich Die Baupolizei- Verordnung bestimmt allerdings, daß vom gedeckt. Vom Ladeplatz zum Abort, ein niedriger Raum, der von der Abort im Keller. Es war nur eine Grube". 1. November bis 1. April nur auf Bauten gearbeitet werden darf, Schmutz starrte, führte ein circa 30 Centimeter breiter, aus Staken Was nützt den baugewerblichen Arbeitern die Polzeiverordnung to die Fenster und Thüren nach außen hin vers zusammengeworfener Laufgang". Keine Balkenlage ab- unter solchen Umständen, die paar Mark Strafe" zahlen die Unterschlossen sind. gedeckt, so daß der ganze Bau" einem Vogelkäfig glich. Die ge- nehmer gern, schinden sie es doch vom Arbeiter doppelt und dreifach Bei offenen Coatsfenern arbeiteten die Maurer auf 9, die schilderten Zustände fanden sich noch bei einer vorgenommenen Nach heraus. Hier ist ein energisches Eingreifen der Be Maler auf 11, die Töpfer auf 21. die Buzzer auf 10, die Kontrolle. Der Leiter des Baues meinte, da müsse denn eben die Polizei hörde am Playze. Freilich handelt es sich hier nicht um den Stuccateure auf 14, Rohrleger auf 2, Glaser auf 2, Anschläger auf nachhelfen. Selbstverständlich wurde der Bau, nachdem das Vorstellig Schutz für Streikbrecher, sondern um die stritte Durchführung der 3 und die Einsetzer auf einem Ausbau. Die Beordnung des Polizeiwerden bei der Revierpolizei nichts nutzte, dem Polizeipräsidium Bestimmungen zum Schuße für die baugewerblichen Arbeiter, und präsidenten wird von den Unternehmern garnicht beachtet und die zur Kontrolle empfohlen. So könnten noch eine ganze Reihe Fälle da haben es die Behörden in Preußen bekanntlich nicht so eilig. Arbeiter scheuen vor Anzeigen der bestehenden Mißstände zurück, aus angeführt werden, wo die Dinge ähnlich liegen. Bemerkt sei noch, Aber nicht nur das allein ist's; kannten doch selbst die behörd- Furcht, die Arbeit zu verlieren. daß den gesetzlichen Vorschriften bei Ausführung der Dachdecker- und lichen Organe noch nicht einmal die Bestimmungen der Baupolizei- So hat denn die vorgenommene Kontrolle der organisierten bauKlempnerarbeiten selten oder gar nicht entsprochen wird, so daß| Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten. Und andrerseits wissen gewerblichen Arbeiter bewiesen, daß die Forderungen:„ Landes= es als Wunder gelten muß, wenn nicht mehr Unfälle passieren. einzelne Beamte gar nicht, in welchem Umfange die Verordnung Bau gesez und vom Staat angestellte Controleure Unsere Tabelle giebt hierüber erschöpfende Auskunft. Anwendung findet. aus den Streifen der organisierten Bauarbeiter" So bestritt in Charlottenburg ein Reviervorstand auf eine Be- die Grundlagen zum wirksamen Schuß für das Leben und die schwerde des Controleurs, daß die Berliner Verordnung für Char- Gesundheit der baugewerblichen Arbeiter sein müssen. lottenburg Anwendung findet; während in der Verordnung " " Der Polizeibehörde in Nigdorf und Schöneberg sind eine ganze Reihe von Beschwerden übermittelt; ob Abhilfe geschaffen wurde, find wir nicht in der Lage angeben zu können. Sind auf dem Baud. UnfallVerhütungsVorschriften gut. Zustande, fichtbar aus gut abgefteifi genügend geu. abgedect? steift u. wechfel72,38134 ja Sind die Ist bei Treppen Deffnungen flurabdeckungen abgesperrt, Rüstung noch Sind die Balkenlagen A. Rohbauten. = G. L. Entspricht die 1. Sind SicherheitsSchußrüstung den gurte vorhanden und polizeilichen Vor- im Gebrauch? schriften( 1,50 breit 2. Ist ein verschließBrustwehr und barer Raum vors handen? Stoßbrett)? 0/0 Ist die Rüstung in Sind d. Leitern in gutem ZuSind die stande, event. die vorlegte Treppenbaus und Thüren geſtaatt gehängt? feitig gestellt? verstellt? in gutem Zustande? resp. abgedeckt? Sind genügend Schutzdächer vorhanden? von oben geschützt? 1. Ist die Baubude Ladeplätze u. in vorschriftsmäß. Ist der Abort Laufgänge der Zustande? in vorschriftsBauarbeiter 2. Ist ein Vermäßigem Zustande? Sit bei Ausführung von Dacharbeiten eine Schutzs bandskasten vorhanden? vorrichtung vorhanden? 0/0 0/0 0/0 0/0 0/0 152 ja 58 nein 27,62 35 nein 16 stemt. 72,43 158 ja gut 18,92 12 nein 8,65 1 zieml. gut 92,39 67 ja 38,07 106 ja 7,02 80 nein 45,45 40 tein 0,59 29 ung. 16,48 72,60 116 ja 68,64 76 ja 27,40 31 nein 18,34 64 nein 22 mg. 13,02 14 ung. 0,0 49,35 41,56 9,09 %% 0 94 ja 0/0 84 ja 57.53 1. 160 ja 77,29 138 ja 66,34 42 ja 56 nein 38,36 47 ein 22,71 61 nein 29,33 12 6 ung. 4,112. 45,41 9 sigut ( ziemi. 4,33 0/0 0/0 % 0 77,78 28 ja 56,00 1. 5 ja 11,11 ein 22,22 22 nein 44,00 40 nein 88,89 2. 5 ja 14,29 113 nein 54,59 30 nein 85,71 Sind verschließ Sind auf dem bare und vor schriftsmäßige Bau die Unfall- Buden für d. Ar Verhütungsbeiter( Maler, Abort- Anlage vorschriften Stuccateure, arbeiter B. u 8 baute u. Sind Deffnungen genügend ab: mit Brettern Treppenläufe gedeckt od. um benagelt, rein Stehen Sind die Rüstungen Gefäße zur Benuzung Stuccateure für Maler, in Ist die Sind die Innenrüftungen ge nügend mit Quadrat oder Rundsteifen Sind die Laufgänge genügend breit und mit Brettern belegt? Sind die Treppen: poteste gangbar? Sind die Treppenläufe Werden die Dunkelheit beleuchtet? von Salt und bei eintretender friedigt( Kochin den utaschinen- Deff Schmuz, und mit Geländer nungen, RalfEtagen? gruben, bersehen? Balkonthüren)?( Urineimer) vorschrifts: mäßigent Zustande? 0/0 0/0 0/0 0/0 0/0 55,05 3 ja 1.9981 ja 80,81 145 nein 96,03 26 nein 14,14 31,98 19 m. Sind verschließbare Räume für Maler, Töpfer, Ja) Sind für die a) Wird in der Töpfer genüg. Malerbude Arbeiten u. in gutem Zu die Junenarbeiter Arbeits: material ge Tagert? stande befind liche Leitern vorhanden? Arbeiten die Innens vorrichtungen beitsplatz der vorhanden? Töpfer gut abgedeckt? 0/0 0/0 bei un verglasten Fenstern? %/ 0 bei offenem Coatsfeuer? 0/0 Stuccateure, b) Sind Wasch- b) Ist der Ar Töpfer, Maugenügend? Rohrleger usw.) sichtbar ausgehängt? rer, Bimmerer, vorhanden? % 0/0 122 ja 53,75 135 ja 60,55 172 ja 105 nein 46,25 21 nein 9,41 42 nein 67 teir 30,04 15 m. ( weise gestützt? ( Buzzer.) 0/0 75,11 87 ja 18,348 nein 6,558 m. 0/0 0/ 0/0 84,46 103 ja 62,80 178 ja 83,18 109 ja 7,77 52 11. 31,71 13 11. 6,25 61 nein 7,779 m. 5,4922 m. 10,57 28 11. Anmerkung: m. bedeutet: mangelhaft; ung.: ungenügend. Rohrleger vorhanden? 0/0 58,69 59 ja 27,57 105 ja 84,00 107 ja 65,64 a) 54 ja 63,53 a) 80 ja 93,02 42 ja 19,8251 ja 26,29 18,84 155 n. 72,43 6 nein 4,80 29 nein 17,79 31 nein 36,47 6 nein 6,98 170 n. 80,18 143 11. 73,71 13,77 14 m. 11,2027teilw. 16,57 b) 60 ja 46,51 b) 26 ja 29,21 12 teilw. 8,70 69 nein 53,49 63 nein 70,79 Friedrich Wilhelm IV. war also nur mehr eine traurige Ruine, ständig in der sklavischten Abhängigkeit vom Barismus befand, ist man der Revolution" rücksichtslos zu Leibe gehen müsse, wie sie wenn er auch, um einen Ausdruck seines Bruders zu gebrauchen, noch genugjam bekannt. In welcher Art der Zar sich aber auch mit den sich äußerte nicht allein in Sundgebungen liberaler, demokratischer immer seine Lieblingsidee du moyen- âge"( des Mittelalters) hegte inneren Angelegenheiten des preußischen Staats beschäftigte, dafür oder gar kommunistischer Anschauungen durch die Presse, sondern und denn auch seine Bickelhaubenerfindung weiter vervollkommnete: geben die hier gedruckten Briefe Rochows, der viel eher als preußischer auch in der Juſtitution der Geschworenengerichte, in der„ Beraubung wenigstens schreibt v. Rochow über einen Besuch bei dem alten Gesandter in St. Petersburg, iussischer Sekretär für das Departement aller Jagdberechtigten"; in der Aufhebung der gutsherrlichen Rechte usw. Metternich auf dem Johannisberg u. a.:„ Den Helm des Generals Preußen genannt werden sollte. Material in Hülle und Fülle. So schreibt Dagegen war mun jedes Mittel erlaubt: Abgesehen von der ultima ratio v. Schack setzte sich der Fürst auf und nannte ihn eine schöne, Rochow den 4. 1. 1851:„ Der Kaiser würde es allerdings gerne gesehen hatte man für gewöhnliche Zeiten außer der Gesetzgebung einerseits antife Kopfbedeckung", wozu ich bemerkte, sie sei nach einer haben, wenn im November 1848 beim Einrücken des Generals v. Wrangel die Geistlichkeit, andrerseits die Polizei. Beide wirkten harmonijch eigenhändigen Zeichnung des Königs gefertigt." in Berlin die Revolution in der Wurzel unterdrückt worden wäre. zusammen, jene mit zielbewußter Verfrommungsthätigkeit, diefe u. a. Sonst betrieb er bon persönlichen Plänen mehr Der Kaiser ist ferner der Ansicht, daß es noch andre Momente ge- mit systematischer Lockspigelei. Auch in dieser Urkundensammlung die Wiedergewinnung des 1848 ant die Schweiz übergeben habe, wo man feine schlechte Sonstitution hätte zu geben spielt eine saubere Epigelaffaire eine hübsche Rolle. Bunsen begegangenen Ländchen Neuenburg mit einem komischen Fener- brauchen. Er fühlt aber nach allem, was ich ganz ruhig, ohne ge- richtet über den politischen Agenten" Laspée in London, den die eifer, der diese monströse Idee geradezu als eine fire erscheinen reizt oder empfindlich zu sein, Sr. Maj. entwickelt, sehr wohl, daß preußische Regierung benutzte, um die deutschen Flüchtlinge zu läßt. Von der famosen Affaire handelt in vorliegendem Bande ein für uns der Weg, welchen sich Ew. Excellenz vorgezeichnet haben, bespigeln, und der denn auch die nötigen Räubergeschichten Schreiben des Kabinettsrats Niebuhr, datiert 28. September 1851, der zweckmäßigste sein mag. Er wird Geduld haben und uns nicht lieferte. Der Oberteuffel hatte ihn freilich in dem Verdacht, an den Ministerpräsidenten, worin die politischen Kombinationen drängen, weil er Vertrauen zu Ihnen hat; verlassen Hochdieselben sich kein kompletter Gentleman zu sein; den 29. Dezember 1851 schreibt er des Königs in dieser Frage zusammengefaßt sind; da heißt es n. a. darauf! Der Kaiser meint es gut und ehrlich mit uns, und deshalb an Bunsen:„ Der Wirksamkeit des Herrn Laspée wünsche ich allen Was erstrebt werden muß, ist ein Bouleversement der Schweiz mit soll man nicht gleich einen roten, dicken Kopf bekommen, den möglichen guten Erfolg, kann indes nicht bergen, daß ich dabei vollkommenster Achtung der ehrwürdigen und echt konservativen Bauch aufblasen und die Schultern bewegen, wenn der Kaiser einige Bedenken habe, welche durch die mir über ihn vermittelst Kantonalfreiheit. In dem daraus wahrscheinlich folgenden eine unbewachte Aeußerung macht." Den 10. Oftober 1851 von andren Eciten zugegangenen Mitteilungen gesteigert Kampfe wird es vielleicht gelingen, die Schweiz zu dismembrieren, schreibt derselbe: Der Kaiser rechnet mit Zuversicht darauf, worden sind. Der Fall in betreff des Königsberger und dann kann daran gedacht werden, sie dem Deutschen Bunde zu daß das königl. Ministerium unter Hochdero Führung den Kammern Falschmünzers ist hier in einer Weise geschildert worden, erwerben." Wer den hiruverbrannten Blödsinn dieser Phantasien gegenüber mit aller Entschlossenheit die Rechte der Krone verteidigen welcher die Schuld des Mißlingens auf Laspée fallen in seiner vollen Ausdehnung genossen hat, muß unvermeidlich auf und die konservativen Grundsätze zur Geltung bringen laffen werde." läßt. Ich bin weit entfernt davon, mich zum Schiedsrichter zwischen den Gedanken kommen, daß der Verstand des Königs damals Den 11. Oktober 1851 läßt der Bar folgenden Ukas nach Berlin er den hierbei beteiligten sauberen Persönlichkeiten aufwerfen zu wollen, bereits sehr merklich aus den Fugen gegangen war: und der An- gehen: Für die bevorstehende Not im westlichen Deutschland muß rate aber zu großer Vorsicht, damit man nicht mit teurem Gelde zeichen finden sich in dieser Sammlung noch mehr. So begreift Stat geschafft werden; Aufstände züchtige man scharf, die Verführer eine Schlange bezahlt." Das ist freilich Bagatelle gegen die besseren man auch erst recht den tieferen Sinn eines Schreibens von Rochow an der Volksklasse lasse man schonungslos bluten; Nachsicht gegen sie ist Polizeischerze jener Zeit. Der meineidgewandte Dr. Stieber stieg Manteuffel, worin er, am 3. Dezember 1852, den Empfang von Grausamkeit gegen das Volk; unliebsame Kammern schicke man nach seit seinen glänzenden Leistungen im Kölner Kommunisten Prozeß drei königlichen Handschreiben anzeigt:" Ich habe diese erleuchteten Hause." immer höher auf der Rangleiter der Beamtenhierarchie. Aftenstücke mehreremale lesen müssen, um sie zu verstehen. Ich bin Aber nicht bloß für diese principiellen Dinge, sondern auch den Ex- Lieutenant Henze ließ Hinckeldey eine Verschwörung inscenieren, zu alt und kann nicht mehr in verivickelten Ideen mich zurechtfinden." für Personalfragen interessiert sich der Zar. So ist er höchst woraus dann der Ladenbergsche Prozeß entstand. Während die Daß die Junker späterhin trop voller Bekanntschaft mit dem unheil- aufgebracht über die Ernennung des Generals v. Bonin zum Kriegs- Kamarilla den Prinzen von Preußen durch den oft verurteilten, baren Frrfinn des Königs den Uebergang der Regierungsgewalt an minister, und später verlangt er kategorisch die Abberufung des aber nie bestraften Spizel Lindenberg überwachen ließ, hielt es der feinen Bruder, von dem sie argwöhnten, daß er ihren Willen nicht preußischen Gesandten in London; Rochow schreibt darüber am Ministerpräsident v. Manteuffel für durchaus erlaubt, dem Herrn thun werde, zu verhindern und verzögern suchten, ist ja genugsam 15. Februar 1852:" Se. Maj. hält die Beseitigung des Wirkt. Geh. v. Gerlach und dem Kabinettsrat Niebuhr durch seinen„ Agenten" Rats Bunsen für unerläßlich und besteht darauf, wiefern noch ein Techen interessante Depeschen stehlen zu lassen. Das geschah alles So gab es also im damaligen Preußen der Junker bloß drei vertrauter Austausch über allgemeine politische Angelegenheiten unter der erhabenen Devise Mit Gott für König und Vaterland." Regierungen auf einmal. Erstens die nominelle Staatsregierung unter zwischen Preußen und Rußland stattfinden soll. Der Kaiser sprach den Oberteuffel. Daß dieser bloß ein Kommis war, wußte die ganze mir sein Verlangen sehr traß aus. Ich glaube aus Rücksicht für politische Welt; z. B. äußerte sich der Dezembermann Louis Napoleon meinen allergnädigsten Monarchen diese delikate Sache in einem Immediat dem preußischen Gesandten gegenüber dahin:" Nicht Herr v. Manteuffel, schreiben vortragen zu sollen, und ich hoffe, daß Ew. Greellenz dieses sondern der König regiert."" Er irrte sich aber in der Annahme, daß Verfahren nicht mißbilligen werden. Indem ich Hochdenselben das Manteuffel des Königs Kommis fei. Der König hatte zwar seine Schreiben an S. M. offen überreiche, lege ich noch ein zweites persönlichen Liebhabereien und seine unberechenbaren Launen: insofern fürzeres bei und stelle es Ew. Excellenz weißem Ermessen anheim, kann man ihn Regierung Nr. II nennen. Durchweg aber war er welches von beiden Hochdiefelben abgeben lassen wollen." uur ein Figurant in den Händen der das loyale Junkertum Manteuffels weises Ermessen entschied sich dahin, dem König beide repräsentierenden Kamarilla: diese ist Regierung Nr. III und hat Schreiben zu unterschlagen.... Nach Nikolaus Tode( 2. März 1855) an ersten Anspruch auf den Namen einer wirklichen Ne- schrieb der König an Bunsen:„ Ich danke Gott auf den Knien, daß gierung. Freilich ist auch mit ihr der anmutige Kreis noch nicht er mich würdigte, bei dem Tode des Kaisers Nikolaus tief betrübt erschöpft, sondern um das Tohuwabohu vollständig zu machen, zu sein." Und Gerlach sagte in der Kammer, daß man um den Zaren gab es noch eine preußische Regierung Nr. IV im Auslande; die in Breußen wie um einen Bater getrauert habe, worauf ihm entgegnet Vormundschaft Väterchens. Zar Nikolaus I. war der angebetete wurde, daß manche im Zaren wohl ihren Ernährer betrauert hätten. Schutzpatron der preußischen Neaktion in der inneren, wie in der Was zwischen den vier Regierungen Preußens auch für Irrungen zeit ihr Staatsideal erkennen. äußeren Politit. Daß in letterer Preußen in jener Zeit sich voll- entstehen mochten, in einem Punkte waren sie alle einig darin, daß bekannt. D Der neue Sancho Panja der Konservativen hat vollkommen recht: der Name der Junker ist mit ehernen Lettern in der preußischen Geschichte eingetragen. Wenn Herr v. Maffow aber deshalb stolz darauf. ist, ein Junker zu sein, so ist das eine Ansichtssache, über die sich mit ihm nicht ernstlich streiten läßt. Da er die bedeutende Entdeckung gemacht hat, daß Heine mit den Wanderratten die Juden gemeint habe, so wird er wahrscheinlich auch nicht die Junker gemeint wiffen wollen, wenn eine um Deutschlands Erlösung bittet von dem herrschenden Zwitterwesen: Von jenem Gamaschenrittertum, Das ekelhaft ein Gemisch ist Vou gotischen Wahn und modernem Lug, Das weder Fleisch noch Fisch ist." Jedenfalls aber werden die Junker in dem Preußen der Reaktionse C Der Bankroft des socialistischen Ministerialismus in Frankreich. Darin liegt die Bürgschaft, daß das französische Proletariat die Krise, ausgefallen, wenn der Verfasser die gelverkschaftliche Arbeiter, die ihm der socialistische Ministerialismus gebracht hat, überwinden wird. presse studiert hätte und nicht lediglich aus der„ Socialen Der zweistündige, wirkungsvolle Vortrag fand lebhaften Beifall. Bragis" feine Kenntnisse gezogen hätte. Troz alledem Die nachstehende Resolution wurde einstimmig angenommen: ist diese Zusammenstellung fehr wertvoll, ja, die einzige Tifferavisches. W. -ber= Am Montag sprach die Genossion lara 3ettin vor einer Die Versammlung sendet den französischen Genossen, die sich in dieser Art, die wir besigen. Bei dem Kapitel über den fingulären überfüllten Volksversammlung im Saale der„ Urania" in der Wrangel- der Unité socialiste révolutionaire zu einer Partei auf dem Minimallohn wollen wir uns nicht weiter aufhalten, das Notstraße über das obige Thema. Die Rednerin führte unter Andrem Boden des socialistischen Klassenkampfes vereinigt haben, ihren wendigste, was zu bemerken war, haben wir ohnehin schon anaus: Frankreich schien lange Jahre hindurch das Versuchsfeld eines Glückwunsch und den Ausdruck ihrer brüderlichen Sympathie. Die gegeben. mechanischen, blinden Revolutionismus zu sein. Jetzt dagegen ist Versammlung erblickt in dieser Einigung die Gewähr dafür, Von ganz besonderer praktischer Bedeutung ist der specielle Teil Frankreich das Versuchsfeld eines seichten Opportunismus geworden, daß die gegenwärtige schwere Krise für das socialistische Frankreich des Buches, der von dem kommunalen Minimallohn in Deutschland der sich immer weiter von dem Boden des proletarischen Klaſſen- im letzten Ende eine heilſame, stärkende und flärende Wirkung haben und vom Arbeiter- Beamtentum, handelt. Hier ist in fleißigster tampfes entfernt. wird, indem sie alle wirklich socialistischen Elemente in Frankreich Weise zusammengetragen all das, was die einzelnen Städte In allen Ländern, wo die socialistische Bewegung sich kräftig zusammenfaßt und durch die organische Verbindung der praktischen hinsichtlich der Lohnpolitik und des dauernden Arbeitsvertragsentwickelt hat, tauchen gegenwärtig ähnlich opportunistische Tendenzen Gegenwartsarbeit mit der Anstrebung des revolutionären socialistischen verhältnisses in de lezten Jahren geleistet haben. Ueber die Leistungen auf, wie in Frankreich. Dort wie anderwärts hat man den Gegenjas Endziels der französischen Arbeiterklasse die Rolle einer gefürchteten des Staates fonnte er da, es ist nicht seine Schuld, nur wenig zwischen den beiden Strömungen dahin charakterisiert, daß die und geachteten Macht sichert, die sie fraft ihrer glorreichen Vergangen- fagen, aber er hätte die Verhältnisse im Bergbau wenigstens cine von den Leuten der praktischen, positiven Reformarbeit getragen heit, ihres Opfermites und ihrer politischen Reise mit vollen Recht erwähnen sollen. Wir wünschen, daß zum mindesten dieser wurde, die andre von den Kämpfern für das revolutionäre socialistische beanspruchen darf. specielle Teil von allen Vertretern der Arbeiterinteressen in den Endziel, den Anhängern der revolutionären Phase. Diese Auffassung tommunalen Vertretungen genau gelesen wird, nicht etwa deshalb, ist meines Erachtens falsch. Es handelt sich nicht um das Was" weil auf diesem Gebiete etiva vieles erreicht ist, sondern weil man des Kampfes, sondern um das, Wie". Die Notwendigkeit praktischer Reformarbeit wird von keiner Seite bestritten, ebenso wenig aber in zahllosen Orten zeigen kann, daß im Vergleich zu einigen wenigen noch garnichts geschehen ist, um die socialen Pflichten des kommunalen die Notwendigkeit des Kampfes für das socialistische Endziel. Wohl aber fragt es sich: Sollen wir praktische Reformarbeit Klien, Dr. Ernst. Minimallohn und Arbeiterbeamten- Arbeitgebers seinen Arbeitern gegenüber zu erfüllen. Vor allem ist leisten, sollen wir unser Endziel antreten, losgelöst von allen bürgertum.( Abhandlungen des Staatswissenschaftlichen Seminars zu die Fülle des Materials, das zum Teil bisher überhaupt nicht erlichen Parteien, als Partei des proletarischen Klassenkampfes, oder Jena, herausgegeben von Prof. Dr. J. Pierstorff. Erster Band, hältlich war, an diesem Teil des Buches zu rühmen. 2. Heft.) Jena 1902. Gustav Fischer. 232 S. 80. Wenn der Verfasser an mehreren Stellen die Reichsversicherungen aber im Bunde mit bürgerlichen Parteien, angegliedert an einer ein Stück staatlicher Minimallohnpolitik nennt, so können wir ihm Partei des Refornunischmaschs. Wohl aber fragt es sich: Wie Die genannte Schrift hebt sich weit über die Mehrzahl deutscher nicht beistimmen. Doch wir wollen weitere Differenzen mit dem follen wir die praktische Reformarbeit bewirken? Als Mittel zu Doktordissertationen heraus. Sie ist nicht wie die meisten derselben Autor nicht anführen, denn das Buch ist sicherlich trop der Ausdem Zwecke, das Proletariat in jeder Hinsicht kampfestüchtiger für eine Stompilation, eine Neugruppierung von Bekanntem, sondern stellungen, die wir machen mußten, ein wertvolles und nützliches, den Umsturz der kapitalistischen Ordnung zu machen oder als Mittel, sie fann wissenschaftlichen Wert beanspruchen, sie behandelt einen dessen Verbreitung nur zu wünschen ist. ad. br. den Socialismus stückweise in die kapitalistische Gesellschaft ein in der Litteratur bis vor kurzem völlig vernachlässigten Gegenstand: zuschmuggeln, sie auszuhöhlen. Zur richtigen Bewertung der einen neue Entwickelungsformen im Lohnsystem. Mit diesem Lobe foll und der andren Auffassung tragen, die Vorgänge bei, aber nicht verschwiegen werden, daß der Schrift auch viele Mängel die sich in Frankreich mit dem Eintritt eines Socialisten einer Erstlingsarbeit anhaften, daß sie vor allem das vorliegende Sociale Rechtspflege. in eine bürgerliche Regierung abgespielt haben. Sie find Material nicht erschöpft, und der Verfasser nicht den vollkommenen in vieler Hinsicht lehrreich. Man juchte die Beteiligung Ueberblick über die Litteratur besitzt. Andererseits aber muß anerkannt Millerands an der Regierung damit zu rechtfertigen, daß man sagte: werden, daß die Frage nicht wie die meisten socialpolitischen Abhandlungen Mückenberger ist die gesetzliche Sündigungsfrist einheitlich für alle unverbindliche Vertragsabrede. In der Druckerei von Die Republik war in Gefahr, und es galt, sie durch den Eintritt ohne Zusammenhang mit der theoretischen Nationalökonomie be- Mückenberger ist die gesetzliche Kündigungsfrist einheitlich für alle gewerblichen Angestellten durch Fabrikordnung ausgeschlossen. Beim eines Socialisten ins Ministerium zu schützen. Ich bin entgegen handelt wird. Es ist auch das Bemühen des Verfassers zu erkennen, gesetzter Ansicht. Durch den Theaterlärm Déroulèdes dürfen wir der juristischen Seite und zwar der civilrechtlichen wie der ver- Engagement des Buchdruckers W. wurde diesem zwar ein Exemplar Striſe nicht ernſtlich in Gefahr, Republik war aur Zeit der Dreyfus- waltungsrechtlichen Rechnung zu tragen. Bei den ſtark von einander maschinenmeiſter mit 35, cine, 14 tägige Kündigungsfrist, ohne denn es gab ja ausschlagdes Verfassers und des den Chef zu unterrichten. Als W. ohne Kündigung entgebenden socialen Klaffen in Frankreich, die ein Interesse am Sturz Recenfenten ist es unmöglich, mit der Kritik an allen Punkten einzu- laffen war, flagte er gegen Mückenberger beim Gewerbe der Republik gehabt hätte. Hat sich doch die dritte Republik insetzen. Wir beschränken uns und beautragte, ihm eine gericht Lohnentschädigung glänzender Weise als Sachwalterin der Großbourgeoisie bewährt, daß die theoretischen Ausführungen über die Lohnfrage faft aus: vegen vertragswidriger plöglicher Entlassung zuzubilligen. Der Be hat sie doch für das Kleinbürgertum gesorgt und die Bauern mit sich schließlich von der sogenannten Wiener Schule Start Mengers flagte bestritt jede Verpflichtung und berief sich auf die Arbeitsausgeföhnt. beeinflußt sind und daß der Verfasser zwar Mary feunt, aber ihn Auch das Proletariat hielt an der Republik fest in der Erkenntnis, viel zu wenig ausnügt. Zum überwiegenden Teil stützen sich die ordnung. Der Obermaschinenmeister sei nicht berechtigt geweſen, daß sie die geeignetste Staatsform ist, unter der das Proletariat die Ausführungen auf focialem Gebiete mit einzelnen Arbeitern andre Bedingungen, als sie die Arbeitsauf Quellen zweiter Der als Zeuge zu verabreden. politische Herrschaft ergreifen kann. Aber wenn man selbst annimmt, Hand, auf Notizen aus der Socialen Bragis". So wird ordnung vorschreibe, daß die Republik zur Zeit der Dreyfuskrise in Gefahr war, so war Grund dieſer die Tarifbewegung in der deutschen Gewerkschaftswelt nommene Obermaschinenmeister hielt sich auf Grund feiner der Abrede Stellung zu befugt. Die Kammer VIII deshalb der Eintritt eines Socialisten in das bürgerliche Ministerium zwar ausführlich, aber nicht immer richtig dargestellt. Die wichtigen unter dem Vorsiz des Dr. Meier wies indeffen die Klage mit noch nicht notwendig. Eine Regierung, welche die Republik schüßen Quellen für die Tarifgeschichte, der„ Correspondent für Deutschlands wollte, hätte auch ohne die Teilnahme eines socialistischen Ministers Buchdrucker und Schriftgießer", der„ Grundstein", der„ Zimmerer", die folgender Begründung ab: Die Verhandlung habe ergeben, daß der Obermaschinenmeister der Firma Mückenberger nicht berechtigt ges die Unterstützung aller Socialisten gefunden, wie die Haltung der übrige baugewerbliche Presse, der Jahresbericht des Buchbinder wesen sei, entgegen den Bestimmungen der Arbeitsordnung mit dem Gues disten gegenüber dem Kabinet Bourgeois beweist. Verbandes für 1900, die Protokolle der Gewerkschaftskongresse, läger eine vierzehntägige Kündigungsfrist zu verabreden. Die Rednerin schildert dann die socialpolitische Gesetzgebung unter die Streikreglements, dann Maiers Geschichte des Ver Millerand, seinen schwächlichen Versuch, den Zehnstundentag einzu- bandes der Glacé- Handschuhmacher kennt der Verfasser nicht. Abrede sei deshalb für die Firma nicht rechtsverbindlich, so daß führen und die Nachtheile des Streitgesetzes für die Gewerkschaften. Ebenso hat er unbenutzt gelassen das Material in der Wiener der Kläger daraus irgend welche Ansprüche an die Firma MückenEin anderer Gefeßentwurf, welcher sich mit den Gewerkschaften Socialen Rundschau", die wichtigen Schriften von Métin und Pierre berger nicht herleiten könne. befaßt, giebt den Arbeitern das Recht, im Wege der Civilklage gegen Leroy- Beaulieu über die australischen Arbeiterverhältnisse, das Buch Dem Branerciarbeiter H. waren durch Betriebsunfall die folche Unternehmer vorzugehen, die sich Eingriffe in die Koalitions- von Vigouroug: la concentration des forces ouvrières dans l'AmeEr bezog infolgedessen freiheit gestatten. Die Prozeßkosten machen dieses Recht fir Bicle rique du nord.( Die Zusammenfassung der Arbeiterkräfte in den Nase und beide Kiefer zertrümmert worden. illusorisch. Dabei muß dem nur mit geringen Strafen bedrohten Vereinigten Staaten von Amerika), aus dem er nicht nur über die von der Brauerei- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente von 75 Proz. Die Berufsgenossenschaft setzte dann die Nente auf 3318 Proz. herab, Unternehmer die böswillige Absicht des Eingriffs nachgewiesen Tarifverhältnisse, sondern auch über die Kontrollmarke belehrt werden. Auf der andren Seite giebt der Entwurf dem Unternehmer worden wäre. Ueber lettere hätten ihn auch Eatorius v. Walters- weil eine wesentliche Besserung eingetreten sei, und das Schiedsebenfalls das Recht, gegen Sperren und Boykotts der Arbeiter civil- haufens Bücher über die nordamerikanischen Gewerkschaften und über gericht verwarf die Berujung des Verletzten, worauf dieser Returs rechtlich zu klagen, und er belegt die Arbeiter, welche sich bei Aus- den Socialismus in Elmerika zu anderen Ansichten gebracht. Die Das Reichs- Versicherungsamt hofte übung des Koalitionsrechts Drohungen und Gewaltthätigkeiten" fritiklose Benutzung der„ Socialen Praxis" hat auch vereinzelte lln ein Obergutachten des Professors Scheebe ein, der folgendes fchuldig gemacht haben sollen, mit schweren Strafen. Er hebt den richtigkeiten zur Folge, so z. B. die Mitteilung über die Schaffung die ganze Stirn einnähmen, und behaupte, in jeder Woche höchstens ausführte: Kläger flage über fortwährende Kopfschmerzen, die Paragraphen des Strafrechts nicht auf, der die Beeinträchtigung der eines Brauertarifs für Nürnberg. Fürth und Umgebung, der noch Freiheit der Arbeit" mit harten Strafen belegt. In dem Entwurf immer in Aussicht steht." Andrerseits enthält das Buch eine drei Tage arbeitsfähig zu sein. Er könne schlecht schläfen und müsse mit offenem Munde schlafen und atmen. Thatsächlich sei H.s Gesicht betreffend die Alters- und Invalidenversicherung wagte Millerand Reihe wertvoller Original Mitteilungen, was man sonst bei durch die Verlegungen start entstellt. Er habe eine hochgradige bezüglich der Rentenansprüche der ausländischen Arbeiter, nicht einmal Doktordissertationen nur selten autrifft. so weit zu gehen, als es Bismarck in dem deutschen Gesetz ge- Das Buch teilt sich in drei Abschnitte: einen theoretischen Teil, Sattelnase und der Zugang zur Luftröhre sei so beengt, daß sofort man ihm den Mund than hat. einen praktischen und einen speciellen Teil. Auf den theoretischen Erstichungserscheinungen aufträten, wenn zuhalte. Daß H. Kopfschmerzen habe und schlecht schlafe, Wenn wir die socialpolitischen Leistungen des Kabinet Walded Teil näher einzugehen, können wir uns ersparen, da wir hier nicht sei ihm zu glauben. Etwas übertreibe er indessen wohl. Millerand würdigen wollen, so müssen wir fragen, wie es über Grenzungen und wicht über die theoretischen. Er habe auch die Untersuchung durch falsche Angaben ersich gegenüber den wirtschaftlichen Kämpfen der Arbeiter verhielt. handeln wollen. Hier war die Regierung, der ein socialistischer Minister angehörte, Hier unterscheidet, unfrem Ermessen Ermessen nach unrichtig, der der Nase ließe sich durch eine kleine Operation verbessern;. weigere stets bereit zum Arbeitertruz. Auf der Insel Martinique wurden Verfasser den Minimallohn, so weit er bisher in Erscheinung die Lohnsklaven mit Flintenkugeln bedacht. Bei dem Streit in getreten, als obrigkeitlichen Minimallohn, korporativen Minimallohn sich aber, eine solche vornehmen zu lassen. Eine Herabsetzung der Rente wäre gerechtfertigt. 331/3 Proz. der Vollrente wären indessen Chalons wurde ebenfalls geschossen. Beim Ausbruch des Bergarbeiter- und fingulären Minimallohn. Unter obrigkeitlichem Minimallohn Streits in Montcean- les- mines fandte die Regierung ein so starkes versteht er zwei zu einander nicht gehörende Erscheinungen, die An- 3 wenig. Er schätze die Erwerbsbeschränkung des Klägers auf 40 bis 45 Broz. Das Reichs- Versicherungsamt hob daraufhin die Militäraufgebot in das Streikgebiet, als ob es sich um die Be- ordnung eines Minimallohus durch die Staatsgewalt für das Staatskämpfung eines Feindes handelte. Aber nicht genug damit, Soldaten gebiet und die Sicherung des Minimallohns für die Arbeiter, die im Vorentscheidung auf und verurteilte die Brauerei Berufsgenossenwaren als Streifbrecher thätig. Eine weitere Schandthat der Dienste des Staates direkt oder durch Vermittelung von Unter- schaft, H. 45 Proz. der Vollrente zu gewähren. Stegierung, der ein socialistischer Minister angehörte, war die Aus- nehmern thätig sind. weisung des italienischen focialistischen Abgeordneten Morgari, der Hier wäre eine genauere Scheidung notwendig gewesen. Unter Der Dachdecker Selbuser hatte sich beiin Reinigen eines in Marseille den Streit der italienischen Hafenarbeiter in ruhige dem korporativen Minimallohn versteht er den den Lohn betreffenden Brauereischornsteins durch einen Schrotschuß verletzt, den Bahnen zu lenken bestrebt war. zwischen und Arbeitern stande gekommenen in den Schornstein senden wollte, bevor er Die Regierung der republikanischen Verteidigung hat eine ebenso Tarifverträge, Vier wäre muſres Grachtens von einem Minimallohn an das Ausfragen ging. P. verlangte später von der schmachvolle Kolonialpolitik getrieben wie ihre Vorgänger, sie hat nur dann zu sprechen, wenn auch bei Accordarbeit ein Minimum des Berufsgenossenschaft eine Unfallrente, wurde aber mit der Begrünabgewiesen, daß cr tein sich mit den andren europäischen Mächten an dem Hummenzuge nach Beitlohnes unter allen Umständen garantiert wäre. Am meisten Ein- dung bei ihr versicherungssondern ein selbständiger Unternehmer China beteiligt. Sie hat sich der efelhaftesten Bauchrutscherei vor wendungen scheint der finguläre Minimallohn zu verdienen, die Schöpfung pflichtiger Arbeiter, dem Zaren schuldig gemacht, und der socialistische Minister hat einzelner Unternehmer hinsichtlich des Lohnes. Eine Reihe an ergebenst die Hand des russischen Despotismus gedrückt, angeführter Beispiele für singulären Minimallohu gehören weit mehr der das Blut der russischen Freiheitskämpfer klebt. Ein leber in das Gebiet der Wohlfahrtseinrichtungen und zwar der Gewinn blick über die Thaten der republikanischen Sammlung zeigt, beteiligung, des Prämiensystems usw., als in das Gebiet des daß fie nicht eine socialistische Reformpolitik getrieben garantierten Minimallohns. " " " ciulegte. 110ch schwert. Der Nasenbefund habe feine Befferung ergeben. Die Form er J der Brauereifei. Er betreibe selbständig das Gewerbe des Reinigens von Sesseln und Schornsteinen. Er arbeite zwar selber mit, beschäftige aber auch mehrere Arbeiter, die er entlohne. Der Unfall fei seinem eignen Betriebe zuzurechnen, nicht dem der Brauerei. Das Schiedsgericht wies die Berufung ab. Das Reichs- Versicherungshat, die int Interesse der socialistischen Zukunft liegt. Beim staatlichen Minimallohn sind natürlich sehr eingehend die amt gab jedoch seinem Rekurse statt und verurteilte die Brauereisondern daß sie bürgerliche Reformpolitik trieb im Interesse der australischen Verhältnisse dargestellt. Wenn der Verfasser es als Berufsgenossenschaft zur Rentengewährung. Das Rekursgericht führte tapitalistischen Gegenwart. einen Nachteil betrachtet, daß inter der Herrschaft des aus:. könne nach feinen ganzen wirtschaftlichen Verhältnissen Durch den französischen Korrespondenten des„ Bortvärts" haben Minimallohnes die Existenzbedingungen für die Hausindustrie nicht als selbständiger Gewerbetreibender angesehen werden, bald hier, auch bald da die Leser erst jetzt erfahren, daß Millerand in seiner letzten Wahlrede aufhörten, so scheint er zu übersehen, daß dieses Resultat socialpoli- wenn die Reinigung von das Princip des Klassenkampfes außer acht gelassen hat; der tisch erfreulich und sicherlich kein unbeabsichtigtes war. Dem Verfasser Fabrikschornsteinen und-Kesseln selbständig übernehme. Er müsse Korrespondent schließt daraus mit Recht, daß Millerand nicht mehr ist dagegen zuzustimmen, wenn er die Einführung des Minimallohnes als Accordant jedes einzelnen Fabritbesizers gelten, mit dem er er in auf dem Boden des modernen revolutionären Socialismus steht. auf dem Wege der Gesetzgebung in den kleinen von den Hauptpunkten geschäftliche Berbindung trete. Samt seinen Hilfskräften sei er Die Rednerin weist darauf eingehend nach, daß die Regierung der Judustrie ungeheuer weit entfernten australischen Kolonien für jedesmal dem Betriebe der betreffenden Unternehmer zuzurechnen, der republikanischen Verteidigung an keine der Aufgaben ernstlich leichter möglich hält, als in den im engsten wirtschaftlichen wo er gerade Reinigungsarbeiten vornehme, im vorliegenden Falle herangetreten ist, welche die Dreyfus- Affaire geftellt hatte und deren Zusammenhang miteinander stehenden Staaten Europas. Bon also dem bei der Beklagten versicherungspflichtigen Brauereibetriebe. Lösung im Juteresse der gefunden Entwicklung und Sicherstellung sehr großzein Werte ist die Zusammenstellung der Minimallöhne der Republik lag. Im Kampfe gegen die aufgedeckte Storruption staatlicher Verwaltungen und der verschiedenen Kommunen. Ter Maurer Klein, der sich bei einer Arbeit im Brauereis nickte sie zusammen. Die Amnestie setzte die Fälscher und Mein- Wir finden hier den vortrefflichen Bericht des t. t. arbeitsstatistischen betriebe den linken Arm gebrochen hatte, bezog zuletzt von der cidigen außer Verfolgung und versagte den Opfern der Schurken ihre Amtes„ Der Arbeiterschutz bei Vergebung öffentlicher Arbeiten und Brauerei Berufsgenossenschaft eine Unfallvente von 25 Proz. Diese Nehabilitierung. Lieferungen," über den wir nach seinem Erscheinen berichtet haben, im wurde ihm gänzlich entzogen, nachdem ein Sanitätsrat Gerst heim Und nun die Frage: Wie hat der Ministerialismus auf die wesentlichen bis auf den heutigen Tag ergänzt. Besonders beachtens- folgendes Gutachten erstattet hatte: Selein klage noch über Schmerzen focialistische Bewegung, wie auf das Proletariat zurückgewirkt? wert sind die Rückwirkungen fommunaler Lohnpolitik bei großem Umfang und Sanväche im verlegten Arm, besonders aber über Schmerzen der Hat er die Socialisten einiger, geschlossener, aktionsfähiger gemacht, der gemeindlichen Betriebe auf die Lohnhöhe der vei privaten Unter- Bruchstelle. Er wolle die alte Straft nicht wieder erlangt haben. Indessen die Werbekraft des Socialismus erhöht? Hat er das Proletariat zu nehmer thätigen Arbeiter. Auch hierüber findet sich interessantes Material. erscheine es nicht glaubhaft, daß noch erhebliche Schmerzen beſtändcu; die stärkerem Stlassenbewußtsein und zielbewußteren Klassenkampfe ge- Bei Behandlung der korporativen Minimallöhne hätte auf Seite 80 be- Muskeln hätten sich gekräftigt, und die Besserung sei so wesentlich, führt? Er hat die Socialisten nicht geeint, sondern ge= merkt werden müssen, daß lediglich die englischen Gewertvereine im Gegen- daß die Rente eingestellt werden könne. S. Tegte nach vergeblicher spalten und die bestehenden Spaltungen bedeutend verschärft. satz zu den kontinentalen, vor allen zu denen des deutschen Sprach Berufung beim Reichs- Versicherungsamt Refurs ein. Der Die Aktionskraft der Socialisten im Parlamente ist schwächer ge- gebietes die Aufnahme von Mitgliedern nicht abhängig machen von Sektionsvorstand der Berufsgenossenschaft berief sich darauf, daß worden und gelähmt. Vor Millerands Eintritt in das Kabinett bem Nachweis fachlicher Leistungsfähigkeit. Es ist nicht mit der Kläger jetzt sogar etwas mehr verdiene, als vor dem Unfall. Darauf gingen in Parlament alle Gruppen geschlossen, einmütig gegen genügenden Klarheit zum Ausdruck gebracht, daß dieses Princip erwiderte Kläger, daß es gar nicht darauf ankomne. Er arbeite jezt den gemeinsamen Feind vor. Jetzt dagegen sind; die Socialisten lediglich in England, und auch da bloß bei den alten Gewerk- wieder als Maurer im Baugewerbe, und da seien die Löhne überhaupt gespalten in ministerielle und antiministerielle. schaften" herrscht. Das weitausgebildete Neß von Tarifverträgen höher als im Brauereibetriebe, wo er zur Zeit des Unfalls beschäftigt Aber trotzdem liegen die Verhältnisse in Frankreich nicht so, daß in den deutschen Baugewerben beweist klar, daß eine Voraussetzung gewesen sei. Auch blieb der Kläger dabei, daß er bei der Arbeit. man am Fortschritt des Socialismus verzweifeln müßte. Während dieser Art zur Erzielung korporativer Minimallöhne nicht erforderlich noch Schmerzen empfinde. Das Reichs- Versicherungsamt wies den der socialistische Ministerialismus auf der einen Seite zerjegend, ist. Gegen Einzelheiten zu polemisieren, müssen wir uns schon Rekurs zurück, und der Vorsitzende Friedensburg führte begründend lähmend und trübend gewirkt hat, hat er auf der anderen Seite alle des Raumes wegen erfparen. Wir wissen z. B. nicht, warum man aus: Es möge ja sein, daß K. noch geringe Beschwerden im Arm Gruppen geeinigt, die auf dem Boden des Klassenkampfes stehen. Was so gewichtige Bedenken gegen die Angliederung der Einigungsämter an habe. Zweifellos wären sie aber nicht derart, daß sie ihn bei der jahrelang nicht möglich schien, das ist jetzt zur Thatsache geworden: die Gewerbegerichte" vorzubringen hat, um so weniger liegt dazu Arbeit beeinträchtigten. Die Entziehung der Neute sei deshalb beDie„ Arbeiterpartei", die" Revolutionäre socialistische Partei" haben ein Anlaß vor, als nach dem neuen Gewerbegerichts- Gesetze dieser rechtigt. sich zusammen mit sieben fleineren Organisationen zu einer einbeit Zusammenhang nun bedeutend loser ist als früher. Das Kapitel lichenpartei zusammengeschlossen, der, Unité socialiste révolutionaire". über den korporativen Minimallohu wäre unverhältnismäßig besser Das beliebteste aller SCHUTZMARKE 8 Hustenmittel And tufolge des angenehmen Geschmacks und Spitzwegerichsaft Bonbons. zu haben ber durchaus sicheren Wirkung meine echte n bei Gustav Behm, Berlin O., Frankfurter Allee 120. G. R. Prenzel, Brinz Handjernstr. 47 u. Hermannstr. 227, Carl Ghlers. Wiesenstraße 32, und Otto Schult, Chausseestraße 84, vis- a- vis der Liesenstraße. Berliner Bock- Brauerei Act.- Ges. Abteilung I Abteilung II Tempelhoferberg. Berlin. Chausseestrasse. 64. Bockbier- Saison 1902. Eröffnung des Ausschanks am Tempelhoferberg: Sonnabend, den 1. Februar 1902. Einzig! Unerreicht! Täglich grosser Bock- Jubel.- Zwei Militär- Kapellen. Original! Unser weltberühmtes Original- Bockbier kommt nur in Korkflaschen mit Kapseln zum Verkauf 3342L* 20 Flaschen für 3 Mark. -Nur echt, wenn in der Flasche zwei Böcke eingeblasen. 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Bei der Gemeinde- Krankenversicherung wird nach diesem Lohne bas Krankengeld berechnet. Bei Betriebsunfällen wird die Unfallrente nach dem„ ortsüblichen Tagelohn" bemessen in solchen Fällen, wo der Verletzte zur Zeit des Unfalles feinen Lohn oder weniger als den„ ortsüblichen Tagelohn" verdiente. Bei der Invalidenversicherung gehören alle Mitglieder freier Hilfskaffen, soweit sie in Accord, Stunden- oder Tagelohn arbeiten, derjenigen Klasse an, die dem 300 fachen Betrage des„ ortsüblichen Tagelohnes" entspricht. Der ortsübliche Tagelohn wird von der höheren Verwaltungsbehörde festgesetzt und amtlich bekannt gemacht nach Anhörung der Gemeindebehörde. Der Sinn der Vorschrift ist, daß die Gemeindebehörde über die am Orte bestehenden üblichen Tagelöhne gewöhnlicher Tagearbeiter Auskunft geben und die Festsetzung sich nach diesen thatsächlichen Verhältnissen richten soll. Beim Mangel jeglicher Lohnstatistik ist das natürlich ein sehr unzuverlässiges Verfahren, und die Erfahrung lehrt, daß die Festsetzungen oft ziemlich willkürlich erfolgen. Neben dem Mangel einer sicheren Unterlage mag daran wohl auch der Umstand mit schuld sein, daß die Unternehmer, die ja zu den Lasten der Versicherung beizutragen haben, an der möglichst niedrigen Festsetzung des„ ortsüblichen Tagelohns" interessiert sind. Jenachdem der Einfluß interessierter Kreise an den maßgebenden Stellen stärker oder schwächer ist, dürfte sich das an den Lohnfestsetzungen zeigen. Deshalb haben unsre Vertreter im Reichstage schon längst gefordert, daß diese amtlichen Festsetzungen für's ganze Reich zusammengestellt und dem Reichstage vorgelegt werden, um feiner Kritik zugängig gemacht zu werden. Sonntag, 2. Februar 1902. Weil die Schutzvorrichtungen Geld kosten, sollen sie, da der Geldbeutel der Agrarier über alles geht, nicht angebracht werden, sondern die Landarbeiter sollen auch weiterhin Leben und Gesundheit unnötiger Gefahr aussetzen. Das ist echt patriarchalische Arbeiterfürsorge, die ja bekanntlich von den ostpreußischen Gutsbesigern in ganz besonderem Maße geübt werden soll. burgischen Gebieten geht er auf 2 M. Herunter. Ein Arbeiter, der stets im richtungen derartig tener wären, daß der kleine Landwirt nicht bremischen Gebiet gearbeitet hat, arbeitet vorübergehend, z. B. jetzt infolge im stande sei, sie anzubringen. der Krise aus Not für einen geringen Lohn in einem benachbarten oldenburgischen Orte und verunglückt dabei, so wird seine Unfallrente nach dem Jahreslohne von 600 M. festgesezt; wäre er, nur wenig davon entfernt, in bremischen Gebiet verunglückt, dann würde seine Rente nach dem Saße von 930 M. festgesetzt. Solche auffälligen Schwankungen finden sich in vielen Bezirken; so, um nur noch ein Beispiel anzuführen, in der Amtshauptmannschaft Meißen 2 M. und in der angrenzenden Amtshauptmannschaft Großenhain 1,40 M. Es wäre sehr erwünscht, wenn für diese Festsetzungen Grundsäge zur Anwendung kämen, bei denen die Interessen der Arbeiter besser gewahrt würden. Londoner Statistik. London, 29. Januar. Der erste Teil des Schlußberichts über den Census vom Jahre 1901 ist gestern erschienen. Er enthält die Statistik Londons, oder genauer gesagt, der 28 Bes zirke, die der Grafschaftsverwaltung von London unterstehen, sowie der City( innere Stadt). Ihre Bevölkerungszahl beläuft sich auf 4536 541, was eine Zunahme von 308 224 in den letzten zehn Jahren bedeutet. Die Zunahme entfällt zum großen Teil auf die Vorstädte. Von den imieren Bezirken haben abgenommen: die City 10779; Westminster Die Schwindsucht im Steinmekgewerbe. Wiederholt haben 18 958; Finsbury 8518; Holborn 7376; Marylebone 10 782; wir darauf hingewiefen, welch außerordentlich große Opfer die Lungen- Schoreditch 6090.- Die weiblichen Personen übersteigen die männ erkrankungen, namentlich die Schwindsucht, bei den im Steinmetzlichen um 252 371. Die Zahl der schulpflichtigen Kinder( von 5 bis 14 gewerbe beschäftigten Arbeitern erfordert. Soeben veröffentlichten Jahren) beträgt 777 867, davon sind 386 168 Knaben und 391 699 die Dresdener und Leipziger Organisationen der Steinmetzen neue Mädchen. Die Zahl der Personen, die über 75 Jahre alt sind, Statistiken, deren Ziffern mit erschreckender Deutlichkeit zeigen, wie beträgt 52 679( 18 776 männliche, 33.903 weibliche.) Im Alter von 100 gesundheitsgefährlich dieser Beruf ist und zwar, wie wir hinzufügen Jahren und aufwärts giebt es 19 weibliche und 5 männliche Personen. können, fast ausschließlich infolge des Mangels an gesetzlichem Von den männlichen Personen find 1292594 unverheiratet, 777 363 Gesundheitsschutz für die Steinarbeiter. verheiratet und 72 128 verwitwet. Von den weiblichen Personen find 1 403 842 unverheiratet; 793 097 verheiratet und 197 517 verDie Zahl der Ausländer beträgt 135 377; 79 804 männ witwet. liche und 55 573 weibliche. Von der männlichen Bevölkerung im Alter von über 10 Jahren waren beruflich thätig 83,6 Proz.; von der weiblichen 37,4 Proz. Da nun Aus der Frauenbewegung. Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein Rigdorf hält Montag, den 3. Februar, abends 81/2 Uhr, bei Mercier, Steinmetzstraße 113, feine regelmäßige Versammlung ab. Zum Vortrag schützt sich die Frau vor Ueberbürdung. Das Referat hält die Naturfommt: 1. Frauenerkrankungen vor und während der Ehe. 2. Wie ärztin Fr. Pickel. Gäste haben Zutritt. Die Dresdener Organisation teilt in Nr. 5 des Steinarbeiter" vom 1. Februar mit, daß von den 583 Mann, auf die sich die Erhebungen erstreckten, in der Zeit vom 1. Juli 1900 bis 30. Juni 1901 134= 23 Proz. 7745 Tage frank waren, das ergiebt durchschnittlich 574/5 Tage Krankheit. Auf Hals- und Lungenleiden fommen 44 Proz. der Erkrankungen, auf Rheumatismus 14, Verlezingen 13, verschiedene Krankheiten 28 Proz. Ferner starben 30 Mann, deren Durchschnittsalter 38 Jahre 61/3 Monate war.. Trennt man aber diejenigen, die erst im späteren Alter zum Steinmegberuf übergingen, von denen, die ihn nach Beendigung der Schulzeit erlernt haben, so ergiebt sich für Nach 8-10 jähriger Berufsthätigkeit treten die Folgen der Staublegtere ein Durchschnittsalter von nur 36 Jahren 23 Tagen. einatmung und Erkältungen auf, denen die Steinarbeiter bei ihrem Berufe ausgesetzt werden: die Atmungsorgane erkranken. Gleichzeitig zur Mitteilung, daß der Verein am 15. Februar in diese Krankheiten," heißt es im Dresdener Bericht, einen sehr lang- demselben Lokal einen Maskenball zu feiern gedenkt. samen Verlauf nehmen, so ist die Not in den meisten Fällen kein Der Vorstand. Dem Reichstage ist jedoch noch nichts vorgelegt worden, wohl seltener Gast. Sich nur einigermaßen gegen diese Not zu schützen, ist Ordensschwestern in der Irrenpflege. Schon häufig hat aber hat das kaiserliche Statistische Amt kürzlich eine solche der Steinmetz nicht im stande, weil durch die alljährliche Arbeits- man Klagen gehört über die großen Mängel der Verwaltung, wenn Zusammenstellung veröffentlicht, die Gelegenheit zu kritischen Belosigkeit das im Sommer Ersparte wieder aufgebraucht wird." Das geistliche Orden die Leitung der Wohlfahrtspflege in der Hand Durchschnittsalter der Beschäftigten betrug 31 Jahre haben, sowohl bei der Kindererziehung, wie bei der Fürsorge mertungen bietet. 116 Monate. Es sind nur wenige, die ein hohes Alter aufweisen; für Irrsinnige, Idioten und andre Unheilbare. Diesmal ist es ein Da fällt vor allen Dingen auf, daß die Festsetzung für Berlinmur 3,6 Proz. waren über 50 Jahre, davon nur 0,7 Proz. über französischer Bericht des Dr. A. Marie, Chefarzt und Inspektor für verhältnismäßig niedrig ist. Es sind festgesetzt für männlich er- 60 Jahre alt und diese älteren Leute hatten entweder Frrenanstalten, welcher ein trauriges Bild entrollt von den Verwachsene Arbeiter( über 16 Jahre) 2,90 M.; für weibliche 1,60 M. früher andren Berufen angehört oder find entweder hältnissen in den Anstalten Westfrankreichs, welche von der An vielen Orten, wo die Löhne sicher nicht höher sind wie in Poliere oder selbständig gewesen, konnten sich also mehr Kongregation zum guten Erlöser" geleitet werden, in Caen, St. Lo, die andren. Berlin, ist dennoch ein höherer ortsüblicher Tagelohn festgesetzt. So schonen und schützen wie Dabei find im Pont l'Abbé und Bégard. Zunächst ist das Pflegepersonal durchaus für Männer in Bremen. Stadt Bremen 3,50 M., Bremer Dresdener Bezirk, dank der Organisation, die Arbeitsverhältungenügend, sowohl der Zahl nach als in seinen Leistungen, freilich Welch' fann man haven 3,60 m., bremisches Landgebiet 3,10 m. In Kielisse geregelte! Mit Recht sagt daher der Bericht: von Dienenden, welche mit schwerer Arbeit außerauf 3,20 M., Helgoland 3,25 M.; auf 3 M. in Hamburg, grauenhafte Zustände können enthüllt werden, wenn zurückgebliebene ordentlich überlastet sind und für die Anstrengungen einen Lohn von ( 16-24 Gegenden mit gleichfalls so sorgfältig und so umfassend gesammeltem 20-30 Fr. erhalten, Mart) Bergedorf, Altona, Flensburg, Sonderburg, statistischen Material an die Oeffentlichkeit treten fönnen feine mustergültige Pflege beanspruchen. Die Schwestern felbst zeigen im VerSande, Schiffbeck, Wandsbeck, Harburg, im ganzen Im Leipziger Bezirk waren von den 280 an der Statistik kehr mit den Kranken alle Vorurteile, welche die WissenStreise Gee ste münde, in Leipzig, Stuttgart und noch Beteiligten 76= 27 Proz. frank, davon ein Sechſtel lungenkrank schaft längst entkräftet hat. Die unbequemen Kranken nennen sie manchen andern Orten. Für die Zugehörigkeit zur Invaliden- und halsleidend. Das Durchschnittsalter der Gestorbenen( sie wurden schlecht und boshaft und behandeln sie danach. Dazu kommt, Versicherung spielt diese Differenz allerdings keine Rolle, alle diese sämtlich von der Berufskrankheit: Schwindsucht dahingerafft) betrug daß, um an dienenden Pflegerinnen und Schwestern die geringste Lohnfestsetzungen bleiben innerhalb der 4. Klaffe( 850 bis 1150 m. 383/4 Jahre. Zahl zu beschäftigen, die Frren in großen Räumen möglichst Jahresverdienst), wohl aber fann sie für die Unfallrente schon be- für die Steinarbeiter beschäftigt. Ob dabei wieder solche Saritatur ihres Leidens. Der Bundesrat ist mit der Ausarbeitung von Schutzbestimmungen zahlreich zusammenleben, ohne Rücksicht auf die Natur trächtlich werden. So fönnen denn einige aufgeregte Kranke eines Arbeiterschutzes herauskommen wird wie bei der Gastwirts- die Harmlosen und Schlimmer ist es für die weiblichen Arbeiter. Mit 1,60 wt. ge- gehilfen- Verordnung?! sonst ganz Ruhigen erschrecken und schver schädigen kein Wunder, daß Zwangsjacken und hören sie in die 2. Klasse der Junvalidenversicherung( 350 bis 550 M. ähnliche Marterinstrumente häufig zur Anwendung gelangen. Unt Jahresverdienst); in Bremerhaven z. B. sind aber für sie so seltener dagegen wohlthnende Bäder, wie denn die Neinlichkeit 2,40 M. festgefegt, in Bremen 2 M., ebenso in Hamburg, Die Zahl der Unfälle steigt in der Landwirtschaft rapide. Es überhaupt viel zu wünschen übrig läßt. Dem Arzte wird, wie bei womit sie in die 3. Klasse der Invaliden- Versicherung kommen. ist das 1. a. auf die Zunahme der Maschinen zurückzuführen, die in geistlichen Orden so häufig, keinerlei Einfluß auf die Führung Selbst in sehr fleinen Orten findet man für weibliche Arbeiter den landwirtschaftlichen Betrieben zur Anwendung gelangen. Nach der Anstalt gegönnt. Daß unter den Kranken sich viele befinden, die höhere Lohnfestsetzungen wie in Berlin. So 1,80 m. in württem= dem kürzlich erschienenen Bericht der Verwaltung der oftpreußischen arbeiten, ist an sich gewiß gut und nüglich. leider jedoch werden bergischen Kleinstädten und sogar Dörfern, in den Landkreisen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft betrug die Zahl der anfie in geradezu empörender Weise überanstrengt und der Lohn für die erzwungenen Leistungen ist unglaublich gering. Münster und Redlinghausen, im Kreise Achim des gemeldeten Betriebsunfälle im Jahre: 1898 In einem dieser Häuser wurden jedem Kranken Regierungsbezirks Stade und im gangen Kreise Blumenthal waren ihrer zwanzig bis dreißig für den Monat 1 Frant gleich desselben Regierungsbezirks sogar 2,10 M. Von 1,60 M2. bis 1,75 M. Von den 2355 Unfällen, die im Jahre 1900 entschädigt 80 Pf. betechnet! Gine Zahlung dieser Art Lohn" zu nennen, hat find Festsetzungen für die Arbeiterinnen in vielen kleinen Gemeinden wurden, betrafen: männliche Erwachsene 1718, weibliche Er sicher noch niemand anders je für möglich gehalten. Die christliche und selbst ganzen Kreisen zu finden. wachsene 549, männliche Jugendliche 68, weibliche Jugend- Barmherzigkeit und Menschenliebe darf man eben nicht in den geistIn Beziehung auf die Krankenversicherung machen sich die liche 20. Es werden also sehr viele weibliche Arbeitskräfte lichen Anstalten suchen wollen. niedrigen Festsetzungen besonders fühlbar in den weiten ländlichen bei Arbeiten beschäftigt, wo die Unfallgefahr recht groß ist. Daß bei Gegenden, wie Ost- und Westpreußen und Schlesien, wo ausreichenden Schutzvorrichtungen liegt, ist zweifellos. Wie groß das den Unfällen an Maschinen vielfach die Schuld an dem Fehlen von die ortsüblichen Tagelöhne" selbst für Männer bis auf 1 Mark Interesse an einer möglichst schnellen Verringerung der Unfälle in heruntergehen. Dort herrscht die Gemeinde- Krankenversicherung start agrarischen Streifen ist, dafür wurde auf der Generalversamm vor und ist vielfach auch für den qualifizierten Arbeiter die einzige lung, die der„ Ostpreußische landwirtschaftliche Centralverein" Möglichkeit der Versicherung gegen Krankheit, und da die Gemeinde- in Königsberg abhielt, ein drastisches Beispiel gegeben. Krankenversicherung nur die Hälfte dieses ortsüblichen Tagelohnes Dort wurde nämlich betreffend die Schuhvorrichtungen als Krankengeld zu gewähren braucht, so bekommt der kranke Hand- an landwirtschaftlichen Maschinen mit besondrer Berücksichtiwerfer ein tägliches serantengeld bis herunter zu 50 Pf. ung am 1. April 1902 in Kraft tretenden Polizei- Hamburg Schwerer Schaden kann auch einem Unfallverletzten entstehen berordnung vom 15. August 1896 beschlossen, den Centralverein zu Brauti./M. durch die oft auffällig großen Differenzen, die in benachbarten Be- ersuchen, an den Oberpräsidenten von Ostpreußen mit der Bitte Blanch zirken in den Festsetzungen auftreten. So ist, wie schon erwähnt, im noch über den 1. April hinanszuschieben, eventuell sie umzuändern, da heranzutreten, den Zeitpunkt des Infrafttretens der Polizeiverordnung Wien ganzen Landgebiet Bremen der ortsübliche Tagelohn für Männer einmal die Fabriken nicht im stande seien, die verlangten Vorund 3,10 M. festgesetzt; in den angrenzenden hannöverschen und olden- richtungen an den Maschinen anzubringen, und da zweitens die Vorder Agrarische Gemütsmenschen. 6981 1899 7213 1900 7535 Witterungsübersicht vom 1. Februar 1902. morgens S the. Stationen Barometer= stand mm Wind richtung Windstärke winemde 7820 Berlin 782 NNO 780 ONO 774 7680 Wetter 3 wolfig 2 bedeckt Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärte Wetter es Temp. n. C. 5° C.= 1°. 2 bedeckt 2 3 hlb.bed. 3 5ivolten!-2 1 Haparanda 7722 -2 Betersburg 4 hlb.bed.-2 Cort 780 6'wolfenl-3 Aberdeen 7 Schnee 770 NO -6 Baris 773 NNO 2Schnee-6 Wetter- Prognose für Sonntag, den 2. Februar 1902. Vielfach heiter bei etwas strengerem Frost und scharfen nordöstlichen Winden; zeitweise enwas Schnee. Berliner Wetterbureau. Dienstag, den 4. Februar, endet der Ausverkauf zu ausnahmsweise herabgesetzten Preisen. Tennis- Anzüge für Costümfeste 6 Mk. Näheres die Anschlagsäulen. BAER SOHN Fabrikation und Maass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Bekleidung. Chausseestrasse 24a/ 25. 11. Brückenstrasse 11. Anzüge nach Maass von 24 Mk. an. Gr. Frankfurterstrasse 20. WARENHAUS A. WERTHEIM In dieser Woche: Wäsche- Ausstellung. Damenwäsche Priesenf. m. Handm. 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