Nr. 59. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für dt fünfgespaltene Petitzeile oder dere. Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pr Inserate für die nächste Numme. müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Gern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 10. März 1892. den technisch bis in die kleinsten Einzelheiten verfeinerten Expedition: Beuth- Straße 3. Bezeichnend ist es, daß verschiedene Berufsgenossen Was die Unfallversicherung lehrt. Großbetrieb zur Herrschaft, deffen Losung lautet: So rasch schaften folgendes erklären: " Bon einigen Seiten wird das vielfach hervortretende Be fireben verletzter Arbeiter betont, anderweitig erworbene oder schon früher vorhanden gewesene Krankheiten, wie Lungentuberkulose u. s. w., auf einen Betriebsunfall als unmittelbare, häufiger noch als nur mitwirkende und mittelbare Ursache zurückzuführen. Auch findet sich die Ansicht, daß das wachsende Gefühl der Sicherheit, das den Arbeitern aus der Aussicht auf eventuelle Entschädigung erwächst, sie hin und wieder zur Außerachtlassung der Unfallverhütungs- Vorschriften und zu einer gewiffen Nachlässigkeit bei dem Gebrauch der Schutzvorrichtungen zu verleiten scheine. Ferner wird die zunehmende Vermehrung der Unfälle in den großen Industriezentren theils auf die Gelegenheit zu häufigerem Arbeitswechsel, theils auf die die Frische und Besonnenheit der Arbeiter beeinträchtigende großstädtische Lebensweise zurückgeführt; auch sollen die hier häufiger ausbrechenden Streits einen leicht erklärlichen, ungünstigen Einfluß auf die Vermehrung der Unfälle ausüben." Die Unfallversicherungs- Statistik ergiebt ein erschrecken- und so wohlfeil wie nur angeht zu produziren. In Zeiten des Wachsthum der Unfälle. Die Thatsache nun, daß sich des guten Geschäftsganges, der wachsenden Nachfrage, der für das Jahr 1890 eine Zunahme sowohl der Zahl der Uebererzeugung treten alle Uebelstände dieser Großproduktion Berlegten, für welche Unfallanzeigen erstattet worden sind, noch greller hervor, das Menschenmaterial wird noch als auch der Zahl derjenigen Unfälle ergeben hat, für weniger geschont, noch intensiver ausgenützt, folglich welche im Jahre 1890 erstmalig Entschädigungen festgestellt weniger widerstandsfähig, schneller erschöpft und verfällt worden sind, erstere betrug 200 001( gegen 174 874 im den Gefahren des Betriebes noch leichter als sonst. Dazu Jahre 1889), lektere 42 038( gegen 31 449) hatte das tritt der dem modernen Industriewesen charakteristische Ersatz Reichs- Versicherungsamt veranlaßt, die Genossenschaftsvor- der geschickten Arbeit durch Handlangerei, der Männer durch stände aufzufordern, über ihre Erfahrungen auf diesem Ge- Weiber, jugendliche Arbeiter und Kinder, die nothwendige biete zu berichten. In einem Rundschreiben vom 22. Fe- Wirkung des Maschinenwesens, das sich mit jedem Tage bruar macht das Reichs- Versicherungsamt bekannt, daß von mehr perfektionirt. Ist Noth am Mann, florirt das Geden gewerblichen Berufsgenossenschaften die überwiegende schäft, so werden in den Produktionsprozeß noch stärkere Mehrzahl als die hauptsächlichsten Gründe für die Zunahme Aufgebote unqualifizirter Arbeiter hineingezogen, billig, der Unfälle folgende bezeichnet hat: willig und weit mehr gefährdet, als die handwerksmäßig 1. die im Jahre 1890 wesentlich verschärfte Kontrolle geschulten, auf ihr Sondergewerbe eingeschulten, gelernten über die Anmeldung der Betriebsunfälle(§ 104 Abfah 2 des Arbeiter. Die treibende Kraft bei diesem Verfahren des Proletarier sich die früher vorhanden gewesenen KrankIn wessen Dienst, zu wessen Vortheil die abgerackerten Unfallversicherungs- Geseges); 2. die angespanntere Thätigkeit der Unternehmerthums ist die Plusmacherei, ist der durch den heiten" wohl erworben haben! Und nicht bewiesen, beIndustrie während des Jahres 1890 und des mit in Betracht Druck der ökonomischen Verhältnisse hervorgerufene Zwang, hauptet wird. Aber es ist klar, daß in der That ein tommenden letzten Theiles des Jahres 1889, sowie die dadurch vielfach herbeigeführte Einstellung von nicht genügend angelernten mit allen Mitteln auf dem Markte zu foufurriren. Mensch mit durch Siechthum geschwächtem Körper mehr disund geübten Arbeitern; 3. die mehr und mehr in alle Kreise So lange der gesetzliche Arbeiterschutz so unzulänglich ponirt zu Unfällen ist, als ein gesunder Mensch. Die Inder arbeitenden Bevölkerung eingedrungene Bertrautheit mit ist, wie noch heute, so lange die färglichen Schutzbestimmungen sinuation, daß die Arbeiter wegen des Bettelgeldes der Unden Bestimmungen der Unfallversicherungs- Gesetzgebung, welche naturgemäß zu einer häufigeren Verfolgung von Entschädigungs- zu Gunsten der Industriellen eingeschränkt und durchlöchert fallrente, die oft noch in knickrigfter Weise von der Berufsansprüchen, insbesondere auch bei leichten Verlegungen, geführt werden, ist auf eine erhebliche Abnahme der infolge dieser genossenschaft angefochten wird, einen Unfall fahrlässig herhabe; 4. die durch die Rechtsprechung des Reichs: Versicherungs- Mißstände sich ereignenden Unfälle nicht zu rechnen. Man beiführen, ist so absurd wie unfein. Der Arbeitswechsel der Schiedsgerichte gewonnene wohlwollende, schaffe einen allgemeinen wirklichen Normalarbeitstag, man wird vorgenommen, wenn die Arbeitsbedingungen anderswo übrigens auch dem Geifte der sozialen Gesetzgebung ent erzwinge die Durchführung der Fabrikgesetze, man führe günstiger find; wie dies aber mit den Unfällen kausal zusprechende Auslegung des Begriffs Betriebsunfall", welche erst eine Fabrikaufsicht durch, welche diesen Namen verdient, fammenhängen soll, ist schwer zu begreifen. Und die großin den letzten Jahren in die Praxis der Genossenschaftsorgane man wende die schroffsten Maßregeln an, um die Anbringung städtische Lebensweise", womit wahrscheinlich doch auf die in vollem Maße Eingang gefunden und zur Anerkennung einer aller der Vorrichtungen zu erreichen, welche Leib und Leben Vergnügungssucht" der Arbeiter angespielt ist, setzt deren Frische erhöhten Zahl von Entschädigungsansprüchen, und auch hier der Arbeiter schützen. Kurzer Arbeitstag giebt frische, um nicht herab, sondern Ueberarbeit, Unterernährung, Diangel gerade für die leichteren" Unfälle, beigetragen habe. In letzterer Beziehung machen mehrere Genossenschaftsvorstände pieles leistungsfähigere, also auch die Profitrate nicht an Ruhe u. s. w. Und nun die Streits! Wenn nächstens darauf aufmerksam, daß die Arbeiter in wachsendem Umfange kürzende, sondern erhöhende Arbeitskräfte. Hohe Löhne und behauptet wird, daß Erdbeben, Mondfinsterniß, Sonnenfür fleinere Verletzungen, welche vor Einführung der Unfall- gute Ernährung, Behausung, ausreichende Ruhe, mit Einem flecke eine Folge von Ausständen seien, so wird das vergesetzgebung nicht beachtet wurden, Entschädigungsansprüche Worte eine gute Lebenshaltung sind die nothwendigen Bor schimmelte Philisterthum es auch glauben. erheben. Gerade diese Ansprüche, und zwar insbesondere auch bedingungen für eine Verminderung der Unfallgefahr. die wegen angeblich durch Betriebsunfall entstandener Leiftenbrüche erhobenen, immer zahlretcher auftretenden Entschädigungsforderungen ergäben einen recht erheblichen Bruchtheil der insgesammt zu entschädigenden Unfälle." amits und Rein Zweifel, daß die schärfere Kontrolle, daß ferner die größere Bertrautheit mit den Versicherungsgesetzen die Ziffer der angemeldeten Unfälle erhöht hat. Aber nur ein fleinerer Bruchtheil des Zuwachses ist offenbar dem Ein fluffe dieser Momente zuzuschreiben. Das unter 2. an geführte Moment steht mit in erster Reihe, aber immer doch nur als Folgeerscheinung. Daß das Reichs- Versicherungsamt unter Bödifer's Leitung feine Pflichten wohl erfüllt, ist von uns nie bestritten worden. Aber die Ueberlast an Geschäften führt zu bedenklichen Uebelständen; es ist nicht zu leugnen, daß da, wo Bödiker nicht direkt eingreift, der juristische Formalismus auch im ReichsVersicherungsamt zum Durchbruch kommt, sehr zum Schaden der Sache. Jedenfalls aber herrscht auch auf diesem Gebiete - persönliches Regiment. Es verschwinde Herr Bödiker, der ernsthafte Sozialpolitiker und unbefangene Gentleman, vom Schauplatz: welcher Umschwung, wenn ihn ein Die betrübende Aufwärtsbewegung der Unfallziffer jedoch flacher Streber ersetzt! Energisch aber ist zu protestiren ist ursächlich mit dem Fortschritte der heutigen Wirthschafts- gegen die Auffassung, als ob auch die Schiedsgerichte so weise verbunden. Dieser bedingt die fortgesetzte Entwickelung wohlwollend" verführen. In ihrer großen Mehrheit tritt und Vervollkommnung aller technischen Mittel, er zwingt zur nackt und unverfälscht das Unternehmerinteresse in den Einführung der besten, d. h. der auf größter Stufenleiter mit Vordergrund, und die Ziffer der Berufungen ist der beste möglichster Geschwindigkeit arbeitenden Maschinerie, er bringt Beweis, daß Bieles faul ist im Feuilleton. Nachdruck verboten.) [ 59 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. sozialen Reich. " Zum Schluß heißt es: " In den landwirthschaftlichen Betrieben wird die Zunahme der Zahl der entschädigten Unfälle zwar durch den Umstand zur Genüge erklärt, daß bei einem großen Theile der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften im Jahre 1890 das Gesetz überhaupt erst während eines vollen Rechnungs jahres in Kraft war. Auch bestätigen die eingegangenen Berichte durchgehends, daß der oben unter 3 ausgeführte Umstand im Bereiche der Landwirthschaft für die Vermehrung der Zahl der entschädigten Unfälle der ausschlaggebende ist, da naturgemäß die Kenntniß der Unfallgeseßgebung auf dem Lande viel langsamere Fortschritte gemacht habe. Bei dem kurzen Bestande der landwirthschaftlichen Unfallverficherung ist es auch erklärlich, daß den landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften noch keine Gelegenheit zur Sammlung umfassenderer Erfahrungen nach Art der von den gewerblichen Berufsgenossenschaften in ihren Berichten niedergelegten gegeben war. Doch ist zu erwähnen, daß die Mehrzahl der Berufsgenossenschaften ebenfalls die verschärfte Kontrolle über die Anwelche der Großfabrikation bereits rettungslos verfallen sind und denen wir uns mit größeren Kapitalien, die uns zur Zeit nicht zu Gebote stehen, ohne ein klägliches Fiasko Konkurrenz zu machen versuchen könnten." mit Die hierauf eintretende Pause unterbrach der Vorsitzende der Frage: Wünscht einer aus der Versammlung das Wort über diesen Vorschlag unseres Freundes zu ergreifen?" sagt, daß ich mit einem solchen Vorschlage vor einem Kreise von Kaufleuten und Fabrikanten Lachen und Spott ernten würde, weil diese Leute von derartigen Opfern für ihre Mitmenschen gar keinen Begriff haben. Auch Chriftus fand seine opferfreudigen Anhänger nur unter den Armen und Elenden, denn der hochangesehene Nicodemus wagte nur verstohlen mit ihm zu verkehren. Um nun aber von den Wünschen und Hoffnungen zu den Zahlen des Herrn Barth zurückzukommen, schlage ich vor, daß wir von Niemand meldete sich, und Hanke fuhr deshalb fort: dem Reingewinn nur zwei Fünftel den Mitgliedern gut ,, Wir haben im kleineren Kreise diese Frage lebhaft beWas mich aber zu diesen vielleicht etwas ausschweifenden schreiben, ein Fünftel der Kranken- und Invalidenkasse zu sprochen, ernstlich erwogen und sind vollständig von der Betrachtungen veranlaßt, ist die Ueberzeugung, daß wir mit weisen, ein Fünftel zum Geschäftskapital schlagen und das Nothwendigkeit und Nüglichkeit dieser Maßregel überzeugt. unserer Genossenschaft nicht lediglich nur an uns, auch nicht letzte Fünftel dazu verwenden, ähnliche Genossen- Um Sie mit Ihrem Urtheil jedoch nicht zu schnell in Aurufen. Dieses Kapital bleibt, es spruch zu nehmen, schlage ich vor, daß wir zur Bedenkung wie damals schon der Deputirte der Wehrhahn'schen Druckerei mag noch so oft an uns zurückgezahlt werden, immer dieser Sache Jedem eine Frist von drei Tagen gönnen, ehe betonte, innerhalb der großen Bewegung bleiben müssen, diesem Zwecke gewidmet, und die von uns auf diese Weise wir zu einem Beschlusse schreiten, und daß wir einstweilen welche sich die Befreiung der Arbeit von den entwürdigenden ermöglichten Genossenschaften übernehmen die Pflicht, in die Verfügung über unseren Geschäftsgewinn in der Schwebe Fesseln des Kapitals zum Ziel gesezt hat. So fehlerhaft gleicher Weise etwas für ihre leidenden Mitarbeiter zu lassen." chun in Mannes er- thun. Es wäre dies die einzige Möglichkeit, wie wir um Dieser Vorschlag fand einstimmige Genehmigung, und ſcheinen dürfte, die Kräfte unseres Geschäfts durch Theil die mit Recht so viel gefürchtete Staatshilfe herumkommen Hanke fuhr weiter jovt: home an anderweitigen Unternehmungen zu zerstreuen, fönnen, wenn ich auch im Intereſſe der Menschlichkeit bie Es steht zunächst eine Beschwerde unseres Kameraden so wichtig und unabweisbar ist noch für uns die Aufgabe, Hoffnung festhalte, daß unser Beispiel allein den Beweis Schwarze auf der Tagesordnung. Derselbe ist mit burch einen kleinen Theil unseres Geschäftsgewinnes, den liefern wird, wie in der That derartige Genossenschaften der Abschäßung seiner Arbeit nicht zufrieden und fur baburch ermöglicht haben, daß wir befreit worden kreditfähig sind. Es ist selbstverständlich, daß wir unsere appellirt freien, die dann auch einen höheren Gewinn find von den Fesseln des Rapitals, anbere Arbeiter zu be- Liebesgaben zuerst solchen Genossenschaften zuwenden, die haben für solche Fälle die Bestimmung, daß jedes Miterzielen geringere Summen zu ihrer Einrichtung bedürfen und deren glied der Genoſſenſchaft seinen Namen in die Urne Arbeitsprodukte wir selbst täglich gebrauchen, ich meine wirft, aus welcher dann drei Namen herausgenommen möder Befreiung immer weiterer Rreise zu arbeiten ver-. B. Cigarren-, Schuhmacher- und Schneiderwerkstätten, werden, beren Träger als Schiedsgericht zusammentreten; schichten. Im Anfange werben unsere Opfer ganz, ver- Bäckereien und dergleichen. Sie werden sich wundern, wie selbstverständlich find die früheren Abſchäßer, ſowie der Beschwindend kleine Reſultate den unserem Arbeiter, das nach und nach ineinandergreifen wird, und werden erschwerdeführer hiervon ausgeschlossen. Ich werde jest bie grog vir befreien, ertoe altarbeiter am lennen, wie Sie sich selber geholfen haben, indem Sie An- urne herumgehen lassen und bitte, die Bettel, auf welche jultat fein ungeheures. uben Welterlösungsmerte, schließlich ist das Re- deren zu helfen glaubten. Ich will aber gleich von vorn- Jeder seinen eigenen Namen geschrieben hat, zusammenSich weiß, wie schon ge- herein davor warnen, Arbeitszweige in Angriff zu nehmen, gefaltet hineinzuwerfen." an das Urtheil der Kollegen. Wir meldung der Betriebsunfälle und die Spruchübung des Reichs- 1 Versicherungsamts und der Schiedsgerichte, einige auch die vermehrte Ausbeutung unbedeutender Unfälle und schon früher bestandener Krankheiten als Gründe der Vermehrung der betannt gewordenen Unfälle bezeichnet haben." 3 Um aber auf die freifinnig- fonservative Weisheit der wirth| Bitten und Mahnungen nicht nach Berlin zu bringen sind. fchaftspolitischen Beweisführung des Kommissionsberichtes zurück- So zeigte sich auch heute das Haus wieder beschlußunfähig, zukommen: sie wirkt an mehreren Stellen geradezu kostbar. Die als die Abstimmung über die Tabakresolution endlich er fonservativen Freunde der Vorlage haben das unbestimmte Gefolgte. Der Präsident setzte zwar sofort eine neue Sigung fühl, daß auch in der Landwirthschaft gegenüber der Technik und Die profitwüthigen Junker, deren schmähliche Nicht- Rapitalfraft des Großbetriebes, den sie übrigens selbst repräsentiren, auf eine Viertelstunde später an, die Gegner des Telegraphenfein Halten mehr für den mittleren und fleinen Bauer ist. Sie gesetzes hatten aber ihren Zweck erreicht. Die Verhandlung achtung des Lebens der Landarbeiter selbst die preußischen merken auch, daß der Bauer auf diese Weise immer mehr Sozial- darüber ist um weitere acht Tage hinausgeschoben und das guterzogenen Fabrikinspektoren geißeln, werden über diese demokrat wird. Aber um die letzte Konsequenz ziehen zu können, Duell Siemens Stephan fann mittlerweile hinter den KouEhrenrettung so erstaunt wie erfreut sein. Keine Schuh- find sie eben zu- konservativ. Zuzugestehen, daß auch in der Land- lissen weiter gekämpft werden. Ein recht erbauliches Schauvorrichtung, die diesen Namen verdient, schändliche Aus- wirthschaft der gemeinwirthschaftliche Betrieb im Großen das Ende spiel ist das zwar nicht, aber da es sich um ein Auseutung, das ist die Lösung des landwirthschaftlichen Zahlen- vom Liede sein muß, das verbietet ihnen ihr Klaffeninteresse. Ge- beutungsobjekt handelt, dessen Ausdehnungsfähigkeit sich äthsels. schehen muß aber Etwas, denn beim natürlichen Gang der Dinge heute wohl ahnen, aber nicht absehen läßt, so begreift es Auch für das Jahr 1891 hat sich eine Steigerung der verschwindet der Kleinbetrieb zu rasch zum Nutzen der Sozial- fich, daß das profitlüfterne Kapital alle Minen springen demokratie. Und so entsteht im konservativen Kopfe der Homun zur Anmeldung gelangenden und der entschädigten Unfälle culus des Heimstättenbauers, dessen künstliche Isolirung die natür- läßt, um sich die Bahn für die Zukunft frei zu halten. ergeben: erstere betrug 224 028, letztere 51 437. Das Reichs- liche Lebenskraft ersetzen soll, der aber ein wirthschaftliches Unding Versicherungsamt hat die Berufsgenossenschaften aufgefordert, in der Zeit der Dampfpflüge und Dampfmollereien ist. Auf dem Eine Novelle zum Unterstützungswohusik. Zu diese Angelegenheit nicht nur fortgesetzt im Auge zu be- umgekehrten Wege gelangen die" Freisinnigen" zu ihrer Utopie den vielen Vorlagen soll, wie der Minister von Bötticher halten, sondern auch sich die Ermittelung der in der Ar- eines freien Bauern", um dessentwillen sie den Heimstätten- in der Sitzung des Deutschen Landwirthschaftsraths vom beiterklasse über die Sache hervortretenden Ansichten durch bauern verwerfen. Weil die Bildung des Großgrund- 8. d. M. angekündigt hat, eine Novelle zum Unterstügungsdie politische Form der wohnsitz kommen. Sie seht die Altersgrenze für die Erntsprechende Anhörung der Vertreter der Arbeiterins befizes zufällig auch durch Die Fideikommiß langung des Unterstützungswohnsizes auf 18 Jahre fest, und besondere gelegentlich ihrer etwaigen Zuziehung zu der Be- Fideikommisse begleitet worden tit, und rathung und Beschlußfassung über den Erlaß oder die befizer jetzt für einen ähnlich privilegirten Bauer schwärmen, zwar deshalb, weil die wirthschaftliche Selbständigkeit des so erblicken die Freisinuigen das Abänderung der Unfallverhütungs- Vorschriften wicklung in ihren gesetzgeberischen Folgeerscheinungen, in der Arbeiters wie der Arbeiterin schon mit diesem Jahre beMöglichkeit angelegen sein zu lassen. Privilegirung. So kommen die Liberalen zur Utopie des„ freien ginne. Weshalb bindet man aber das Reichstags- Wahlrecht Wir haben kein Vertrauen zu den Arbeitern, welche Bauern", der siegreich den Kampf gegen den Großgrundbesih" durch an die Altersgrenze von 25 Jahren? Ferner beseitigt die von den Berufsgenossenschaften erkiest werden, der Gefechten wird. Nur der freie Bauer" hat den genügenden Novelle einen Mangel des§ 28, welcher keine Vorschrift danke selbst aber ist gut. Nur bedarf er einer anderen Personalkredit; mit Personalkredit und Bildung" hat aber der über die Verjährung der Erstattungspflicht enthält. Der Durchführung. Mensch Alles, was er vom Manchesterthum verlangen tann;§ 29 erhält einen Zusatz dahin, daß auch land- und forst wenn er damit nicht auskommt, ist es sein persönliches Bech. wirthschaftliche Arbeiter Aufnahme in der betreffenden Ge Also laßt den Bauer frei"! Leute, die mit wirthschaftsgeschicht meinde finden müssen. Die Pflicht der Aufenthaltsgemeine lichen Kenntnissen von dem jahrzehntelangen Verzweiflungskampf Bürgerliche Utopien. = nach und bei Daß Politische teberlicht. Berlin, den 9. März. Ent freier" Bauern gegen den Großbetrieb so wenig belastet zur armenrechtlichen Unterstützung soll von 6 auf 13 Wochen sind, wie die Freisinnigen, können fich ja solche ausgedehnt werden. Weiter werden Regeln aufgestellt über Argumente Schlüsse gestatten. diefer die Beweislast und die Beweisführung darüber, ob bezw. Die Heimstätten" spielen auf agrarischem Gebiete ungefähr dieselbe Rolle in der Wirthschaftspolitik der besitzenden Klassen, tiefen Weisheit hüben wie drüben aus der Heimstättengesetz- wo Jemand Unterstützungswohnsiz besitzt, und endlich soll Kommission Nichts für den„ Bruder Bauer" herauskommen eine Art Polizeivorschrift erfolgen, welche denjenigen, der wie der Befähigungsnachweis auf gewerblichem. Das läßt sich konnte, wird hoffentlich Niemanden Wunder nehmen. seine Angehörigen ohne Unterstützung läßt, mit einer bis in Ginzelheiten hinein verfolgen und bekundet sich auch Mag also das durch die Kommission gelieferte" Gefeß mit angemessenen Strafe bedroht. Die lebhaften Beifallsrufe äußerlich durch die Verworrenheit, welche in den Köpfen der bürgerlichen Urheber dieser Utopien über ihre Durchführbarkeit Hilfe des gefälligen und urtheilslosen Zentrums Rechtskraft er der Agrarier deuten an, in welchen Bahnen die Novelle herrscht. Wenigstens ist der Bericht, welchen die XXIV. Som langen oder nicht,- die agrarische Entwickelung wird unbeirrt wandelt: fie bereitet offenbar eine neue Entlastung des weiter ihren Gang gehen. Die kulturelle Dede des platten niffion des Reichstages foeben über den Entwurf Landes wird nach wie vor Bauern und Tagelöhner in immer nothleidenden Großgrundbe, izes der oftelbischen Gebiete auf ines Heimstätten Gesezes an das Plenum erstattet at, eine wahre Mustersammlung wirthschaftspolitischer Untlar größeren Schaaren in die Städte treiben, und der sich aus- Kosten der städtischen und Industriebezirke vor. heiten und Abfurditaten, ein reines Monstrum in gesetzgeberischer breitende landwirthschaftliche Großbetrieb wird Arbeiter je länger Die chronische Beschlußunfähigkeit des ReichsSinficht. Das gilt freilich trotz den eisernden Artikeln der ie sicherer nur dann zurückhalten, wenn er sich zur menschenwürdigen Bezahlung derselben entschließt. Dann tragen aber die tags. Es ist Mode geworden, die Nichtzahlung von Diäten Freifinnigen Zeitung" ebenso für die freifinnige, wie für Arbeiter den sozialistischen Gedanken zurück aufs Land und die als Hauptursache des spärlichen Reichstagsbesuchs hinzuDie konservative Weisheit, welche in der Kommission verzapft wurde, und die beste Rolle spielten dabei eigentlich noch Lösung aller Schwierigkeiten bahnt sich auf diese Weise langsam stellen. Wir verkennen nicht, daß dies für manchen Abgeordneten ein Grund des Nichtbesuches sein mag, und wir die Regierungstommiffare dritten oder vierten Ranges, welche zu aber unvermeidlich an, mit und ohne Heimstätten- Gesetzgebung. find auch überzeugt, daß die Bänke des Reichstags bei den Berathungen delegirt waren, und deren Fragen und BeDiätenzahlung durchschnittlich nicht so leer sein würden, wie mertungen sehr oft beinahe einen ironischen Anstrich haben. Man läßt diese agrarische Agitation sich selbst befriedigen und sie jetzt sind. Allein die Hauptursache des Uebels scheint gewährt ihr das Bergnügen der Selbstbewunderung; inzwischen uns doch wo anders zu liegen. Als der fortschrittliche Abgehen die Dinge doch ihren Gang, und von den Bauern, für geordnete Bamberger vor einigen Tagen von einem Konfer welche gesorgt werden soll, ist schließlich gar feiner mehr übrig. vativen gefragt wurde, warum er jetzt im Reichstag so selten Die Aehnlichkeit zwischen dem Heimstätten Gesetz und dem spreche, antwortete Bamberger, weil er sich überzeugt habe, Befähigungsnachweis besteht darin, daß aus einer gesellschaftDer Reichstag steht schon seit ca. 14 Tagen unter daß das Sprechen ja doch nichts nühe, daß die Regierung lichen Gruppe, welche infolge der großkapitalistischen Ent- dem Beichen einer verschleierten Obstruktion. Sehr einfluß auf die Beschlüsse des Reichstags blos dann Rücksicht wickelung unrettbar verloren ist, dort die Handwerker, hier die Bauern, ein paar Existenzen durch fünstliche Jolirung reiche Kreise bieten ihre ganze Macht auf, um die Annahme nehme, wenn dieselben ihren eigenen Absichten entsprechen. und Privilegirung erhalten werden sollen, um den Schein zu er des Telegraphengesetzes zu hintertreiben oder doch wenigstens Und das habe ihm den Spaß an den parlamentarischen weden, als wäre damit die ganze Gruppe aus dem Strudel des die Entscheidung darüber so lange als möglich hinaus zu Arbeiten verleidet. Dieses Gefühl der Zwecklosigkeit des Unterganges gerissen. So wollen die adeligen Urheber des schieben, wobei diese Kreise wohl noch immer auf irgend Redens ist es, was sehr viele Abgeordnete in der Erfüllung Heimstätten- Gefeßentwurfes, deren Interesse für den Kleingrund einen ihnen günstigen Zwischenfall hoffen. Eine Wirkung ihrer parlamentarischen Pflicht lässig macht. Und die befizer ja überhaupt nur ein höchst platonisches sein kann, dieses Einflusses ist es, wenn im Reichstag Tag um Tag chronische Beschlußunfähigkeit des Reichstags ist jedenfalls einzelnen bäuerlichen Elementen die Möglichkeit verschaffen, sich über die gleichgiltigsten Dinge stundenlang debattirt wird, mehr eine politische als eine finanzielle Frage. Uebrigens unter allerlei merkwürdigen Formalitäten einen Besitz zu schaffen, und fast jeder Tag das Schauspiel bietet, daß dieselben liegt es in der Natur unserer politischen und wirthschaftder untheilbar und nur zur Hälfte verschuldbar ist, auch der Redner zur selben Sache zwei, drei und mehrere Male das lichen Entwicklung, daß die Parlamentsarbeiten sich mehr Exekution nur für bestimmte, bevorzugte Forderungen unterliegt und um längst Gefagtes immer noch und mehr häufen und einen Umfang annehmen, der es ( man dente sich!) nur an Angehörige des Wort ergreifen, So wiederholen. Wie patriotisch! einmal haben ganz Deutschen Reiches" veräußert werden darf. ge unmöglich macht, sie auf die Dauer als eine Nebenschäf Kurz und gut man will eine fleine Bauern- Aristokratie ringe Etatsposten zu ausgedehnten Kolonialdebatten tigung zu betreiben. Und dies wird über kurz oder lang und tünftlich schaffen, und das Ganze kommt in die richtige politische herhalten heute hat eine vollständige Umgestaltung und Neuregelung der Beleuchtung, wenn man im besagten Kommissionsbericht S. 6 eine von Pfälzer Tabakinteressenten eingebrachte Re- parlamentarischen Thätigkeit und Geschäfte bedingen. Die lieft, daß es sich auch hier um ein wirksames Gegenmittel gegen solution, deren Juhalt auf eine Erhöhung des Tabak- bisherigejezt schon thatsächlich durchbrochene Zer die Sozialdemokratie" handelt, der unvermeidlichen antisemitischen Tendenz nicht zu vergessen, die man in dem geschmackvollen Satze zolls von 85 auf 125 M. pro Doppelzentner abzielt, den schneidung der Legislaturperioden in jährliche Sessionen von ( S. 18) ausgedrückt findet, daß in gewissen Dörfern der Jude Vorwand geliefert, um beide Sigungen mit Bollreden aus- unbestimmter Länge ist entschieden höchst unpraktisch und die ganze Bauernschaft mit Einschluß der Frauen an der Leine zufüllen. Da man doch nicht immer von Tabak reden einer zweckmäßigen Bert heilung der Arbeitslast hinderlich. habe". Nebenbei wird auch noch ein Liebesblick nach den Groß- konnte, so wurden kleine Abstecher in andere Gebiete unseres Daß die Diätenfrage gleichfalls ihre Regelung finden muß, Industriellen geworfen; so heißt es S. 24: ferner fönnte doch Bolltarifs gemacht, so daß man sehr oft im Zweifel sein versteht sich am Stande. namentlich der Staat in die Nähe seiner ausgedehnten konnte, ob sich die Debatte um eine bestimmte Position oder Gruben und Werkstätten Heimstätten für seine Arbeiter er ganz allgemein um die Frage: Schutzoll oder Freihandel richten"; und warum sollten z. B. im Dortmunder Bezirke, drehe. wo so viele Gruben feien, nicht Heimstätten für Arbeiter Es ist ausgeschlossen, diesen Abschweifungen durch fürzlich stattgehabten Verhandlung im Reichstag über den errichtet werden?" Die Agrarier wissen eben auch, welches die schwache Seite der Schlotbarone ist, und was man mit einem einen Schlußantrag ein Ende zu machen, weil die Antrag der Sozialdemokratie, die Apotheken zu verstaat Arbeiter Alles anfangen tann, wenn man, wie im Saarrevier Obstruktionisten stets mit der Drohung der Auszählung lichen, fiel der Eifer auf, mit dem der Abg. Menzer den z. B., durch Vorenthaltung von Bauprämien auf ihn drückt. im Hintergrunde stehen und die Reichsboten troß gegenwärtigen Zustand vertheidigte. Jetzt schreibt uns ein 31 müssen und Da ich den gestern Alles hat seinen zulänglichen Grund. Die Wahr heit dieses Sates hat sich wieder einmal bestätigt. Bei der Ein Setzer nahm die Urne und ging damit unter den sein, erschweren wir sie nicht noch dadurch, daß wir ein Fülle von Rücksichtslosigkeit und Brutalität, die ihr im hohen Genossen herum; aus den gesammelten Zetteln nahm ein Gnadengesuch abschlägig bescheiden." Grade fähig, gegen uns einzuschreiten. Eine Anzahl von Anderer, nachdem die Urne geschüttelt worden, drei Herr Lehnert hat ums Wort gebeten", bemerkte der Außenständen, die fällig sind und unter anderen Verhältnissen heraus, las bie Namen laut vor und legte dann jedes- Borsigende. schon längst eingegangen wären, werden nicht gezahlt. Jene mal das offene Papier auf den Tisch des Vorsitzenden. Aller Augen richteten sich auf den Verurtheilten, der Schuldner lassen es auf die gerichtliche Klage ankommen, bes Dieser las die Namen nochmals vor und forderte die ziemlich verstört aussah und mit schwacher Stimme begann: zahlen mit Vergnügen die Kosten, lediglich zu dem Zwecke, Gewählten auf, sofort nach Beendigung der Geschäftsstunden Ansichten meines Freundes und uns in Verlegenheit zu bringen. Sie wissen, welch' ges an die Prüfung des Falles zu gehen. des Geschäftsausschusses beipflichten muß, so ziehe ich mit meines Spiel Herr Musselich im Verein mit Dr. Raffmaus Der nächste Gegenstand der Tagesordnung," fuhr Sanke Einwilligung der Versammlung mein Gesuch zurück und getrieben, uns mit Hoffnungen hinzuhalten und schließlich zu melden fort, betrifft eine Strafe, welche der Genosse bitte nur, daß mir die Strafe nicht vom Lohn, sondern von das Aergste gegen uns zu unternehmen, dessen schädliche Lehnert dadurch verwirkt, daß er im Laufe der Woche zu meinem Guthaben abgezogen wird." Wirkungen nur dadurch augenblicklich von uns abgewehrt dreien Malen die festgesetzten Arbeitsstunden nicht inne Diese letztere Bitte dürfte nichts Bedenkliches haben," werden konnten, daß uns ein glücklicher Zufall zur selben gehalten und dadurch die gewünschte Ablieferungsfrist ver- meinte Hanke, und wenn Niemand hierüber das Wort Zeit tausend Thaler in die Hände spielte, welche wir jedoch zögert hat. Es ist ihm infolge dessen nach zweimaliger Ver- weiter begehrt, so gehe ich zum nächsten Punkt über. Zwei zurückzahlen werden, wie ich denke, und die ich deshalb auch warnung durch den Werkführer vom Geschäftsausschuß eine Mitglieder unserer Genossenschaft haben an zwei andere gar nicht mit in Rechnung gebracht habe. Im Weiteren Geldstrafe von einem Thaler zuerkannt worden. Genosse Mitglieder Schuldansprüche wegen früherer Darlehen. Da haben uns zwei Buchhändler und eine ganze Anzahl von Kauf Lehnert anerkennt die Gerechtigkeit der Strafe, gesteht sein mun die Gläubiger das Geld nicht länger entbehren, lenten ihre Kundschaft entzogen. Der Direktor des Bolts hat uns den Theaterzettel Unrecht ein, will aber die Strafe im Gnadenwege erlaffen die Schuldner noch nicht zahlen tönnen, so ist in theaters"-o, welche Fronie! von beiden Parteien an haben, wozu die Einwilligung der Genossenschaft er beiden Fällen von uns die gekündigt, und so sehen wir leider Tagen entgegen, in welchen forderlich ist. Wir wollen dem Urtheil der Versammlung Bitte ergangen, das Geld einstweilen einstweilen vorzustrecken wir kaum hinreichende Arbeit für unsere Genossen haben nicht vorgreifen und behalten uns unser Gutachten vor. und von den Schuldnern ratenweise einzuziehen. Die Be- werden, geschweige daß wir an Aufnahme neuer Genossen Herr Mosel hat sich zum Wort gemeldet." treffenden wollen nicht gern genannt sein; der Betrag der denken könnten. Die Allgemeine Zeitung", die sich immer " Ich bin ein naher Freund Lehnert's," bemerkte der Schuld übersteigt das Guthaben der Schuldner nicht; wir mehr dem Namen einer Ganz gemeinen Zeitung" würdig Genannte, und darf als solcher, ohne gehässig zu erscheinen, haben das Geld in der Kasse, und es scheint uns daher zu werden bestrebt, verfehlt nicht, uns bei jeder passenden gegen ihn sprechen. Mir scheint, daß es nicht gut gethan biese Sache ganz unbedenklich. Will jedoch Jemand hier- und unpassenden Gelegenheit zu verdächtigen und uns Ab ist, gleich beim ersten Falle einen Straferlaß zu beschließen. über sprechen?... Das scheint nicht der Fall zu sein, und bruch zu verursachen: kurz wir stehen schon beim Anfange Je mehr die Gesetze aus dem Gesammtwillen der Be- habe ich wiederum Herrn Barth das Wort zu weiteren ge- unseres jungen Unternehmens einer Welt in Waffen gegen über. Auf ferneren Kredit von Seiten des Waschinen theiligten entsprungen sind, je mehr Achtung und Befolgung schäftlichen Mittheilungen zu geben." der Schriftgießerei und der Papier haben sie zu erwarten; ich stimme deshalb gegen den Erlaß" Werthe Geschäftsgenossen," begann der Genannte nun Fabrikanten, der Strafe." mehr, die weiteren Mittheilungen, welche ich Ihnen zu fabrik haben wir durchaus nicht zu zählen, wohl " Von gleicher Auficht geleitet, ist auch der Geschäftsgeben habe, sind leider weit weniger erfreulicher Natur, als aber auf energische Eintreibung ihrer Forderungen, ausschuß zu dem Beschlusse gekommen, die Ablehnung des bie, welche ich Ihnen im Anfange vorzutragen hatte. sobald dieselben fällig sind. Ich habe mich deshalb vers Gefuches bei Ihnen zu beantragen", fügte Hante hinzu. Es ist, als wenn die Bourgeoisie eine dunkle Ahnung davon anlaßt gesehen, eine neue Erfindung im Notendruck, die ich " Es hat noch Herr Dr. Lange ums Wort gebeten." hätte, daß wir mit Gründung unserer Assoziation ihr ein erst noch länger bei mir reifen lassen wollte, praltisch zu " Nicht um des Berurtheilten willen", meinte der Schrift entferntes Grab zu graben begonnen. Es ist ein Justinkt verwerthen und einer auswärtigen Musikalienhandlung, welche steller, sondern um unserer selbst willen, möchte ich den der Selbstsucht, der sie das fühlen läßt, denn vom wirklichen eine billige Ausgabe klassischer Musikwerke beabsichtigt, Aus Beitpunkt möglichst weit hinausgerückt wissen, in dem wir Erfassen der ganzen Bedeutung dieser neuen sozialen erbietungen zu machen. Ich hoffe, daß wir dies Geschäft unter unseren Genossen einen Bestraften haben. Es ist an Schöpfung ist bei ihr nicht die Rede. Aber die bloße machen werden, und dann sind wir zum großen Theil für ( Fortjeßung folgt.) sich schon eine sehr schwere Strafe, der erste Verurtheilte zu Ahnung genügt ihr, um sie zu veranlassen, mit der ganzen die nächste Zukunft gedeckt. " Parteigenosse aus Neckargemünd, dem Wohnort des Herrn welche Kreise sich sich für das Zustandekommen des gräber von Durham, die vorige Woche die Theilnahme an Menzer, in welchem derselbe eine Handlung mit griechischen Blanes auf das lebhafteste lebhafteste interessiren, spielt es dem Streit beschlossen, hätte die Frage nochmals in BeWeinen etablirt hat, daß diese Haltung des Herrn Menzer seine Komödie so geschickt, etwa wie der Weber Bettel den rathung gezogen und wollte eine zweite Abstimmung vornicht auffallen dürfe, da dessen Schwager der Be Löwen. Für dies oder jenes Zugeständniß, das ihnen die nehmen. Das ist unrichtig. Der Beschluß ist gefaßt und sizer der Apotheke in Neckargemünd sei. Regierung mit widerwilliger Geste hinwirft, wird am Ende nichts deutet darauf hin, daß er nicht ausgeführt werde. Die Ueberzeugung des Herrn Menzer von der Vortrefflich die Forderung mit Bauten und Trompeten bewilligt. Ist Allerdings laufen Gerüchte von Verhandlungen um, welche keit unserer Neunundneunziger hat also einen sehr persön es nicht auferbaulich, in diesem frommen Bühnenspiel den die Abwendung des Streiks zum Zweck haben. Allein, da lichen Grund. Herrn Eugen Richter deklamiren zu hören, mit dem für die Grubenbefizer offenbar gegen den Streit gar nichts einden Dombau nöthigen Gelde könne man zehn Kirchen in zuwenden haben, und da die Arbeiter durch das bisherige Zu den Berliner Krawallen. Wir haben schon Berlin bauen und so der Kirchennoth steuern? Wäre Steigen der Kohlenpreise in ihren Annahmen und Vorauss häufig erlebt, daß die Geheimnisse unserer Feinde aus- Eugen Richter nicht eine alte, feige Betschwester, so müßte er ein fegungen nur bestärkt worden sind, so scheinen diese Gerüchte ländischen Kumpanen anvertraut und durch diese dann aus: Tartüffe heißen. Das Papierkügelchen Bombardement nichts zu sein, als die frommen Wünsche vereinzelter Pergeplaudert wurden. Es wundert uns daher gar nicht, daß gegen die Schloßfenster wird nicht länger dauern, als bis fonen. Ein Telegramm, welches besagt, die Kohlenarbeiter wir jetzt durch die Londoner Polizei Anarchisten erfahren, die neuen Schulretter ihr Konzessiönchen apportiren dürfen. wollten blos 8 und nicht 14 Tage ftreifen, ist sinnlos, da welche Rolle den jüngsten Berliner Straßenfrawallen zu Sie warten schon sehnlichst darauf, ihren Rücken, welche das ein Beschluß über die weitere Dauer des Ausstands erst am gedacht war. Diese sollten der Anfang einer revolutionären Gradehalten aber auch gar nicht gewöhnt sind, wieder die 16. d., heute über 8 Tage, gefaßt wird. Bewegung feines war das hungernde Proletariat, das durch Jahrzehnte lange Uebung erworbene Krümmung zu in seiner Verzweiflung zum Aeußersten griff und den ge- geben und sich endlich wieder mit dem Körpertheil in die Sozialistischer Sieg in Rumänien. In Rumänien waltigen Arm erhob, um die Bestie von Staat" nieder- Kampflinie zu stellen, mit welchem sie von altersher den haben Neuwahlen stattgefunden, und der Regierung, wie zufchmettern. Und die Sozialdemokratie war es, welche feindlichen Angriff zu pariren pflegen. das von vorn herein selbstverständlich war, eine große dem zürnenden Riesen in den Arm fiel, und, ihre Grund Majorität" gebracht. Die politischen Zustände des Landes fäße verleugnend, die Sache der Revolution verrieth. Aus Zur Geschichte des Welfenfonds. Auf die An- find so patriarchalisch" und das Benfus- Wahlrecht ist so diesen Ausplaudereien der Londoner Polizei Anarchisten, zapfung der Hamburger Nachrichten" reagirt die„ Ger- leicht zu handhaben, daß jede Regierung eine fügsame deren Natur und Beziehungen ja fattsam bekannt mania" mit der folgenden kizligen an Bismarck gerichteten Mehrheit in der Tasche hat. In die Freude über den sind, erhellt sonnenklar, daß wir vollkommen Recht Frage: jezigen Sieg" find blos einige bittere Wermuthtropfen hatten mit unserem Verdacht, und daß unser Weshalb haben die Herren von Holle und Meding vom gefallen, es sind nämlich auch einige Sozialisten gewählt Verdacht sich auch gegen die richtige Stelle gewandt Fürsten Bismarck eine Pension zugebilligt erhalten, worden, darunter unser bewährter Parteigenosse Waffili hat. Es gab Leute, welche nach den berühmten während doch grade diese Herren vorzugsweise die Welfen- Mortzun. Mustern von 1878 die ganz unpolitischen Menschenlegion geschaffen und ins Ausland geführt haben, wegen deren ansammlungen der vorletzten Woche politisch fruftifiziren" dann dem König Georg, ohne dessen Wissen das geschehen war, fein Vermögen tonfiszirt und damit der Welfenfonds geschaffen wollten, und es gab auch Leute, die bereit waren, die gewünschte Arbeit zu verrichten. Daß wir Sozialdemokraten, und insbesondere auch der Vorwärts" unser Möglichstes ge- übrigens die offiziöse Schreibkunft des früheren hannoverNun, wegen ihrer Verdienste um die Bismarckei. Wenn than haben, den sauberen Plan zum Scheitern zu bringen, schen Höflings Meding nicht besser war, als die von ihm das ist freilich ein schweres Verbrechen in den Augen der unter dem Pseudonym Samarom zusammengeschmierten Polizei- Anarchisten, denen ein gutes Geschäftchen verdorben Romane, so wäre damit nur wieder einmal erwiesen, daß worden ist. Wenn nun die Londoner Polizei- Anarchisten kein Talent und kein Charakter ein Doppelgespann sind, -die sich sehr bezeichnender Weise blos mit den Berliner, das so häufig ist, wie die Bismarckischen Reptilien. nicht mit den vielen sonstigen Nothstandskrawallen be= schäftigen ihrem blödsinnigen, für ihre Gönner so kompromittirenden Geschimpf ob der durch uns verrathenen Revolution" die ebenso blödsinnige Lüge hinzufügen, wir hätten die Noth der Arbeitslosen verhöhnt, indem wir dieselben als„ Lumpen proletarier" bezeichnet hätten, so haben wir für diese Lüge deshalb eine ziemlich milde Beurtheilung, weil die fraglichen Gentlemen vermuthl ich sich selbst durch den Ausdruck getroffen fühlten. Ein Lumpenproletarier" bleibt eben Lumpenproletarier, auch wenn er für seine Gentleman- Dienste so gut bezahlt wird, daß er in Glaceehandschuhen herumstolziren fann, und ein ehrlicher Proletarier bleibt ein ehrlicher Proletarier, auch wenn er hungern und in Lumpen gehen muß. Den Londoner Polizei Anarchisten, die uns schon verschiedene Male unabsichtlich einen Gefallen gethan haben, unseren Dank für die neue Offenherzigkeit. 1 " wurde?" Die Der 1. Mai in Amerika. Bis jetzt ist in den Vereinigten Staaten leider sehr wenig geschehen. " New- Yorker Volkszeitung" vom 24. Februar schreibt: In Amerika ist leider bis jetzt von Vorbereitungen für eine umfassende Feier des 1. Mai wenig zu spüren, und mit Ausnahme von St. Louis haben die Organisationen der Arbeiter noch nirgends Stellung zum internationalen Arbeitertage genommen. Speziell in New- York ist bisher noch garnichts nach dieser Richtung geschehen. Bei der großen Zersplitterung, die augenblicklich in der hiesigen Arbeiterbewegung herrscht, ist kaum zu hoffen, daß eine einheitliche Feier aller Elemente der Arbeiterbewegung zu Stande kommt, wenn irgend eine der Zentralvereinigungen die Angelegenheit in die Hand nimmt. Wohl aber würde eine würdige und allgemeine Feier möglich sein, wenn eine der Gewerkschaften, die bisher den verschiedenen Streitigkeiten fernstanden, die einleitenden Schritte für den internationalen Arbeitertag unternimmt und eine Konferenz von Delegaten aller Arbeitervereinigungen zusammenberuft, die sich ausschließlich mit der Achtstundenfeier des 1. Mai zu bes schäftigen hätte. Eine auf solche Weise eingeleitete Feier hätte die Voraussicht des Gelingens für sich und könnte dazu führen, daß die Arbeiter New- Yorks am 1. Mai nicht hinter ihren europäischen Brüdern zurückstehen würden. Vom Wahlkampf in Japan. Nach der Auflösung des widerhaarigen Barlaments arbeitet die Regierung nach preußisch- deutschem Muster, beeinflußt die Wahlbewegung, verhaftet, verbietet, prozessirt, zensirt, unterdrückt Oppositions blätter. Es geht so munter zu, wie 1887 in Deutschland, als Bismarck die Hurrah- Mehrheit fabrizirte. Bei dem lebhafteren Temperament der Astaten kommt es auch zu Handgemengen. Aber wir haben ja Blumberg und marschiren also auch hier an der Spize der Zivilisation. Parlamentarisches. Keine ungewöhnliche Härte. Wenn eine Dienstherrschaft, wie der Graf und die Gräfin v. Dönhoff- Selten ihr Dienstmädchen, welches sowohl die frühere wie die nachfolgende Herrschaft als ein Muster von Bescheidenheit, Zuverlässigkeit und Fleiß rühmen, mißhandeln, und wenn die gnädige Frau ihm täglich Schimpfwörter wie Schwein"," alte San" und dergleichen an den Kopf wirft, so ist das keine ungewöhn liche Härte". Das arme Mädchen wurde, wie eine Zeugin aussagte, so schlecht behandelt, wie es wohl im Deutschen Reiche nicht zum zweiten Male vorkommen dürfte; das Mädchen habe Tag und Nacht geweint, und sei mit Selbstmord- Gedanken umgegangen. Das Mädchen verließ endlich ohne Kündigung den Dienst und wurde dafür, wie wir gestern bereits an anderer Stelle berichteten, zu drei Mark Geldstrafe verurtheilt. Das Gericht nahm an, daß feine Ein fünfter Stand. War es seiner Beit schon ge- zum Verlassen des Dienstes berechtige. ungewöhnliche Härte vorliege, die allein das Dienstmädchen Das ist der wagt, einen vierten Stand" auf den dritten Stand" der Segen der Gesinde- Ordnung" von 1811, die im Intereffe der Franzosen zu pfropfen, der bekanntlich das Proletariat Sittlichkeit" und der patriarchalischen Ordnung ein Dienst ebensogut umfaßte, wie die Bourgeoisie, so muß es geradezu mädchen wehrlos macht gegen die gemeinsten Schimpfworte, als eine außerordentliche Kraftleistung erscheinen, daß unsere ja selbst gegen Mißhandlung. Schon über 80 Jahre be dent und wissensstarke Bourgeoispreffe jetzt noch einen steht diese Ordnung", an welcher weder Konservative noch fünften Stand" erfunden hat, der dem vierten" auf die Liberale rütteln. Und die hier geschilderte Behandlung ist Sacken treten soll. Gemeint ist das„ Lumpenproletariat", feine ungewöhnliche" der Richter hat es erklärt. Wie für das unsere Bourgeoisie eine plötzliche, jedoch sehr be- beschaffen mögen aber die Gesellschaftskreise sein, in denen greifliche Bärtlichkeit empfindet. Sogar die" Tante Voß" solch eine Gräfin, der die gemeinsten Schimpfworte, wie sie begeistert sich für den fünften Stand" und läßt ihn gegen in den Markthallen verpönt sind, nur so aus dem Munde tages ihre Arbeiten beendet; es handelte sich um e Fest Heute hat die Budgetkommission des Richs. uns aufmarschiren aus der vierten Dimension. fliegen! Bei dieser, feinen" Gesellschaft kann man mit Abraham stellung des Gefeßentwurfes betreffend die Unterstütg von Nur immer langsam voran!„ Nach den bestehenden a Santa Clara sagen: Außen hui, innen pfui! Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannsaften. Bestimmungen", schreibt der Reichs- Anzeiger"," dürfen Bekanntlich hatte die Regierung die Unterstützun an den Eine höhere Art von Polizeianst alt zur Zähmung Nachweis der Bedürftigkeit geknüpft und vorgeschlagen, er GheFrauen weder als Studirende aufgenommen noch der Volksmassen. Das ist, wie ein Predigerorgan, die frau in den Sommermonaten 20 Pf., in den Winternonaten als Gast zu hörerinnen zu den Vorlesungen zu" Christliche Welt", jammert, die Vorstellung, welche das 30 Pf. täglich und jeder sonst unterstützungsberechtigten Person gelaffen werden. Es ist in Frage gekommen, ob und in Bolt mehr und mehr von der Kirche bekommt. Hat das 10 Pf. täglich zu gewähren. wieweit eine Abänderung dieser Bestimmungen rathsam Boll nicht. recht? Und wozu der Jammer? Es ist doch entwurfs beschlossen, den Nachweis der Bedürftigkeit nicht in Die Kommiffion hatte in der ersten Lesung des Gesetz erscheint. Der Minister der geistlichen ze. Angelegenheiten schmeichelhaft für hat deshalb die Universitäts- Ruratoren ersucht, sowohl die höhere Art von Polizeianstalt betrachtet wird. Da hätte insofern nicht unerheblich erhöht, als für dieselben die Säße bes die Kirche, daß sie wenigstens als das Gesetz aufzunehmen und die zu zahlenden Unterstützungen akademischen Senate wie die einzelnen Fakultäten über die Polizei eher recht, sich über Zurücksetzung zu beklagen. diese Frage zu hören und ihm deren Berichte mit eigenen Unfallversicherungs- Gesetzes, also für die Ehefrau 30 pCt. und für jede der sonst unterstützungsberechtigten Personen 10 pet. gutachtlichen Neußerungen alsbald einzureichen." Wir sind It's etwa nicht wahr? Ein Pariser Blatt, das des ortsüblichen Tagelohnes festgesetzt wurden. In der ficher, daß dieser Versuch, eine von allen aufgeklärten Leuten den Majestätsbeleidigungs- Prozeß der Kölnischen heutigen Kommissions Sigung erklärte sich der Staatslängst zu Gunsten des Frauenstudiums entschiedene Frage Beitung" bespricht, charakterisirt die" alte Dame wie felvetär des Jimern sowohl gegen die Erhöhung der durch die Universitätsheiligen lösen zu lassen, den Erfolg folgt:" 3wanzig Jahre lang hat sie in Europa dem Herrn Unterſtüßung, als auch gegen den Fortfall des Nachweiſes der haben wird, den die Reaktionäre ihm wünschen: Ablehnung v. Bismarck als Lockspiel gedient. Bwar stand sie darin Bedürftigkeit; der Minister glaubte, daß das Deutsche Reich wie drückenden Einschränkungen. Der Bopf, der Bopf, der betrieben, war teine höhnischer, hochmüthiger, ruhmrediger. nimmt, für die Unterstützung der Familien der zu Friedens oder ein lächerliches Konzessiöuchen unter so lächerlichen, nicht allein, aber von allen, die dieses traurige Handwerk finanziell zu ſehr belastet wurde, wenn statt der Regierungsvorlage, die etwa 3/4 Millionen Mark im Jahr in Anspruch Bopf, der hängt ihm hinten. Als Herr v. Bismarck in seiner Allmacht an allen Ecken übungen einberufenen Wehrpflichtigen jährlich etwa 11/ s bis Abkommen mit dem Herzog von Cumberland. und Enden Deutschlands die Angriffe auf seine Person ver- 2 Millionen Mark für diesen Zweck gezahlt wird. Nach einer Wir haben bisher von den Gerüchten, die betreffe der Rege- folgen ließ, da jubelte die„ Kölnische Zeitung". Allerdings, furzen Diskussion beschloß die Kommission einstimmig, an der lung der Welfenfonds- Angelegenheit im Schwange waren, jene Blätter, die damals mit den Gerichten zu thun hatten, Fassung der ersten Lesung festzuhalten. Der Reichstag wird unzweifelhaft den Anträgen seiner feine Notiz genommen, weil sie den Stempel der Unzu waren katholische, fortschrittliche, polnische, sozialistische, also verlässigkeit an der Stirn trugen. Nachdem aber die Feinde. Daher Zeter über sie! Aber in ihrem Bis- Kommission zustimmen, und es bleibt abzuwarten, ob der BundesKreuz- Zeitung" und die„ Kölnische Volks- Beitung" aus marckischen Knechtssinne hatte die alte Zeitung, eine wie rath die Verantwortung dafür übernehmen will, daß dieses allseitig als dringend nothwendig anerkannte Gesetz nicht zu Stande offenbar guter Quelle die Nachricht bringen, daß die gute Lateinerin sie auch ist, doch das Sprichwort vergessen: tomut preußische Regierung mit dem Sohne des depossedirten hodie mihi, cras tibi!( heute mir, morgen dir!) Und diese Königs von Hannover ein Abkommen getroffen habe, sei unheilvolle Achtlosigkeit rächt sich jetzt an ihr." Wenn die dieselbe verzeichnet. Aber der Welfenfonds ist aus dem Kölnische Zeitung" mit naivem Erstaunen von dem„ Zorn hannoverschen Staatseigenthum( Domänenbesitz) gebildet und Ingrimm" spricht, mit dem die französischen Chanviworden, er kommt dem Königshause also gar nicht zu, und der nisten sie verfolgen, so ist darauf zu sagen, daß ihr oben preußische Staat hat ihn für allgemeine den Staatsbürgern stizzirtes Porträt von überraschender Naturtreue ist, mag dienliche Zwecke anzusprechen, nicht aber den Nachfahren des man auch sonst über die Auffassung des Petit National", Welfenkönigs auszuliefern. dieses trefflichen Schilderers der Kölnischen", denken wie man wolle. " " % Soziale Lebersicht. An die Gewerkschaften Berlins. Der unterzeichnete geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Kontrollkommission erinnert hierdurch die Delegirten fämmtlicher in dieser Kommission vertretenen Gewerkschaften Komödie. Eines der Mittelchen der von den liberalfreifonservativen Gegnern des Voltsschul- Gesezentwurfes Nothstand überall. In Rußland, in Montenegro, daran, recht thatkräftig für den Vertrieb der FünfAußerdem ersucht verfolgten Hintertreppen- Politik ist der Schein- Widerstand in Ungarn, bei uns, in Spanien, das jetzt auch noch durch Pfennig- Marten einzutreten. gegen die Dombau Millionen. Bekanntlich sind Ueberschwemmungen heimgesucht ist, überall herrscht der derselbe die Delegirten, die eingelaufenen Gelder sobald wie vorläufig 10% Millionen Mark in den preußischen Etat schwarze Hunger. Die bürgerliche Ordnung zeigt sich in ihrer möglich an den Genossen R. Millarg, Lehrterstr. 22, abeingesetzt, um das offenbar vorhandene dringende Bedürfniß ganzen Schönheit. zuführen. B Mit solidarischem Gruße nach Errichtung eines kostspieligen Kirchen- Brunkbau's zu Der Nutzen des englischen Normal- Arbeitstages. befriedigen. Bei der erfreulichen Lage der Staatsfinanzen Zu dem Siege der Progressisten bei den Londoner Graf der Berliner Streit Kontrolltommiffion. der geschäftsführende Ausschuß und dem blühenden Wohlstande, dessen sich die breitenschaftswahlen hat, wie die deutschen RegierungsMaffen der preußischen Bevölkerung augenblicklich in so blätter Kleinlaut zugestehen, der Umstand gar sehr beiJ. A.: Hermann Faber, N, Antonstr. 34, v. part. hohem Maße erfreuen, bei der Wohlfeilheit des Lebens- getragen, daß der Wahltag ein Sonnabend war. In Eng- Sämmtliche Lokalkommissions Mitglieder der Um unterhalts und der berauschenden Höhe des Lebens- Maß land hat die Mehrzahl der Arbeiter an dem Tage einen gegend Berlins werden ersucht, dem Unterzeichneten umgehend stabes der Arbeiterschaft ist die Dombau- Frage allerdings halben Feiertag; um 2 Uhr ruht die Arbeit. Trotz der ihre Adressen einzusenden. Speziell werden die Genossen von eine brennende, und die preußischen Landboten sind die kalten rauhen Witterung haben im Durchschnitt 50 bis Schöneberg gebeten, dieser Aufforderung nachzukommen. G3 Nächsten dazu", sie zu lösen. Wennt auch die firchliche 75 pt. aller berechtigten Wähler gestimmt. In Deutsch- handelt sich daselbst um Freigabe eines Lokals. Statistik die Kirchennoth" Berlins durch schlagende land hütet man sich vor Wahltagen, an denen die Arbeiter J. Wernau, Rosenstr. 30. Bahlen als eine Luftspiegelung erweist, so find Dom, Campo freie Zeit haben. Die Berliner Kirchenwahlen freilich sind Formern hiermit zur Nachricht, daß in Braunschweig Santo u. f. w. viel zu selbstverständlich, als daß man an einem Sonntag. arbeitslose Kollegen in solcher Zahl vorhanden sind, daß allen darüber diskutirte. Nicht blos die Hände falten, wie die Ansprüchen der dortigen Fabriten Genüge geschehen kann. Man Bourgeoisie es gelernt hat, die Hände aufthun und geben, Der englische Kohlenarbeiter Streik. Vorgestern wolle das um so mehr berücksichtigen, als in auswärtigen Blättern Weil das Anti- Bedliz- Kartell weiß, wurde die Nachricht verbreitet, die Union" der Kohlen- Former für Braunschweig gesucht werden. ist die Losung. Theater. Donnerstag, den 10. März. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauern- Ehre.) Alessandro Stradella. Schauspielhaus. Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Haus Lonei. Leffing- Theater. Die Großstadtlust. Berliner Theater. Wilhelm Tell. Residenz- Theater. Riquette( Ma Cousine). Wallner- Theater. Yvette. Borher: Ein berühmter Mitbürger. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Bellealliance Theater. Onkel Bräsig. Oftend- Theater. Die Geyer- Wally. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen. Am 8. d. Mts. cr. verstarb unser Mitglieder- Versammlung Donnerstag, ben 10. März 1892, Mitglied, der Lithograph Herr Huge der Freien Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins Abends 7/4 Uhr: Auf Helga- Richter. am Sonntag, den 13. März, Vorm. 11 Uhr, im Saale des Herrn Scheffer, Insel- Strasse No. 10. Tagesordnung: land" oder: Ebbe und Fluth. Statt: am Freitag, den 11. ds., Nachm. Große hydrologische Ausstattungs- 4 Uhr, vom Trauerhause, Neue HochPantomime in 2 Abtheilungen vom straße 41, aus nach dem DorotheenDirektor E. Renz. National- Tänze tirchhof( Liesenstraße). Um zahlreiche 1. Vortrag über den Entwurf der General- Rommission. Referent ( 65 Damen) 2c. Einlage: Tscher- Betheiligung bittet Der Vorstand. 1809b. Gahmann. 2. Vereinsangelegenheit. 3. Verschiedenes und Fragekasten. keen. Dampfschiff u. Bootfahrten, Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. neue überraschende Licht- und Feuer Außerdem: Auftreten der Gebr. Rasso. effette. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Zum 1. Male in Berlin. 1. Heben eines Orchesters von 12 Mann. 2. Trägt Ferdinand Rasso ein Klavier Bund der geselligen ArbeiterVereine Berlins und Umg. Sonntag, den 20. März 1892, Vormittags 10 Uhr: 129/18 Der Vorstand. Verein der Wäschebranche. sammt Pianist, Flötist u. Violinist, General- Versammlung am Sonnabend, den 12. März cr., in Nieft's Ballfälen, Weberstraße 17: welche schwebend eine Konzertpièce vortragen. Great Steeple Chase von in den Arminhallen, Kommandanten6 engl. Vollblut- Springpferden, dress. u. vorgeführt von Herrn Franz Renz. straße 20. Stiftungs- Fest, Tagesordnung: 1. Bericht des Vor- de³ Im Reiche der Blumen, Fantasie ftandes und speziell des Kassirers. unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Gleichheit( Mitglied des Arbeiter- Sänger- Bundes) und verschiedener Spezialitäten. equestre, v. Frl. Clot. Hager. Contre- 2. General- Anzeiger betreffend. 3. Wahl Anfang 9 Uhr. Herrenbillet 50 Pf., Damenbillet 30 Pf. danse, ger. von 9 Herren. Sisters des Gesammt- Borstandes. 4. BundesArbeitslose Kollegen haben freien Eintritt. Lawrence am fl. Trapez. Auftreten angelegenheiten. a) Aufnahme neuer 849/10 Der Vorstand. der Reitkünstlerinnen Frls. Rosa, The- Vereine. b) Stiftungsfest betreffend. Die nächste Versammlung ist am Mittwoch, den 16. März cr., Abends resina u. Adele, des Reitkünstlers Mr. c) Bericht des Schiedsgerichts. d) Wei- 81/2 Uhr, bei Paster, Neue Königstr. 7. Vortrag des Herrn Henning über die Alex. Briatore. Romische Entree's 2c. terer Bericht über Ginlaßkarten Entstehung der Erde unter Vorführung verschiedener Tafeln. D. D. Morgen:„ Auf Helgoland." Sonn- ermäßigten Preisen. abend: Benefiz f. d. beliebten Clown Hasen197/13 Die Widrigteit, ber Ingesordnung Jahnstr. Gründer's Festsäle C. Godlewsky. Sonntag: Zwei Vor- erfordert ein vollzähliges und pünktstellungen. Nachm. 4 Uhr( ein Kindliches Erscheinen der Delegirten und frei): Auf Verl.:,,Die lustigen Heidel- Mitglieder der Vereine. Der Vorstand. berger." Abends 72 Uhr: Auf Gratweil'sche Bierhallen Helgoland." Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: E. Renz, Direktor.. Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Gr. Freifonzert. Circus G. Schumann. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich 1169 Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. Donnerstag, den 10. März, Abends 71/2 Uhr: Große Gala- n. BenefizVorstellung für die beliebte Schulreiterin Fräul. Adele Schumann. Sehr intereffantes und für SportsTeute speziell ausgewähltes Programm. Das Schulpferd ,, Albert" und das Springpferd ,, Ringlet", geritten von der Castan's Panopticum Benefiziantin. Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Interessantente Völkerfdjaft Inner- Afrikas: Mr. James Fillis reitend das Schulpferd, Germinal". 99 Nur noch vier Mal! Circus unter Wasser. Schuli ,, Eine Nacht in Venedig." b. Emin Pascha- Reich. Morgen: Große Vorstellung. Mr. James Fillis mit Germinal".„ Eine Nacht in Venedig. 30 Personen, Männer, Sonntag, den 13. März: Zwei VorFrauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormistags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöfnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. stellungen. Zum letzten Male in dieser Saison: Circus unter Wasser. Jedes PassagePanopticum. Stud A Lebensgrohe Wachsfiguren und Gruppen, Dioramen. Sündfluth Panorama mit Gewitter. Jm Theater- Saal( ohne Extra- Entree): Täglich v. 6 Uhr ab Vorstellung von Spezial. I. 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Ein Kunstblatt über die vierte und fünfte Seite wird die Huldigung der Arbeit und Wissenschaft an die Göttin der Freiheit versinnbildlichen. Der textliche Inhalt, auf dessen Auswahl und Redaktion besondere Sorgfalt verwendet wurde, wird u. A. bringen: Geschichte der Achtstunden- Bewegung in den einzelnen modernen IndustrieLändern. An die Mai- Prozeß in Italien. Die letzten Arbeiterschutz- Versuche in Deutschland. Landarbeiter Deutschlands. Labor Day( Arbeitertag) in Amerita. Aus dem Auslande. Aus dem geistigen Kampfe gegen die Sozialdemokratie. Gedichte und Festlieder 2c. Das diesjährige Mai- Festblatt wird also sowohl nach dem tertlichen Inhalt, wie nach der fünstlerisch illustrativen Seite hin reicher und vortheilhafter ausgestattet sein, als das vorjährige und somit für die deutschen Arbeiter ein dauerndes Erinnerungs- Blatt an die diesjährige Maifeier bleiben. Um rechtzeitig die voraussichtlich hohe Auflage des Festblattes feststellen zu können, bitten wir die Genossen, uns so schnell als möglich ihren Bedarf anzugeben. Bestellungen, die bis zum 20. März cr. in unseren Händen sind, werden rechtzeitig und in der Höhe der gewünschten Anzahl erledigt. Für später einlaufende Bestellungen können wir keinerlei Garantie für pünktliche Lieferung übernehmen. Der Preis stellt sich für das Einzel- Exemplar auf 10 Pfennig im Verkauf. In Pastien in jedem Quantum pro Exemplar 5 Pfennig netto. Wir ersuchen unsere Parteigenoffen für die Verbreitung des Festblattes" recht thätig sein au wollen und sehen zahlreichen Aufträgen entgegen. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 59. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 191. Sigung vom 9. März. 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Malzahn, b. Stephan, v. Marschall. Die Spezialberathung des Etats, der 3ölle, Verbrauchssteuern und Averse wird fortgesetzt. Zu dem felben liegt der von den deutschkonservativen und 4 nationalliberalen, pfälzischen Abgeordneten eingebrachte Antrag vor, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, möglichst noch in dieser Session einen Gesezentwurf vorzulegen, worin die Erhöhung des Tabatzolles von 85 auf 125 M. für den Doppelzentner ausgesprochen wird. Der Antrag war am Schluß der gestrigen Sitzung vom Abg. Menzer begründet worden. Abg. Brünings( natl.) tritt im Interesse der pfälzischen Tabakbauer für die Erhöhung des Bolles ein. In den Kreisen dieser tabakbauenden Landwirthe der Pfalz herrsche eine hoch gradige Verbitterung und Entrüftung über die durch das Mißverhältniß zwischen Zoll und Steuer dem inländischen Tabakbau bereiteten ruinöse Konkurrenz. Der Landmann müsse die Früchte feines leichten Sandbodens wieder selbst ernten; das laffe sich ohne Schädigung der Händler und der Konsumenten auf dem Wege der Erhöhung des Zolles um 40 M. erreichen. Abg. Clemm- Ludwigshafen( nl.): Durch das Zurückgehen der Preise sind die Pfälzer, obwohl sie ebenso eifrig und unverdrossen thätig sind als früher, ganz außerordentlich zurückgekommen. Der Tabakbau bringt effektiv nicht mehr die ProSuktionskosten. Ich bitte Sie ebenfalls, im Interesse des pfälaifchen Tabatbaues unfern Antrag anzunehmen. Donnerstag, den 10. März 1892. 9. Jahrg. in die Städte nicht mehr ertragen. Berlin habe die Hälfte seiner sonderer Beitrag von Elsaß- Lothringen, 3insen aus belegten Bewohner aus dem platten Lande aufgesogen. Den Klagen der Reichsgeldern, Ueberschüsse aus früheren Jahren, Matrikul Tabakbauer möchte noch am leichtesten durch das Monopol ab- beiträge und außerordentliche Deckungsmittel, lettere beiden zuhelfen sein. Kapitel unter Vorbehalt der definitiven Feststellung der Ziffern. " $ Abgeordnetenhaus. Abg. Tröltsch( natl.) weist auf den infolge der übermächtigen Der Etat der Reichsschuld erfordert eine Ausgabe von Konkurrenz des geringwerthigen russischen Hopfens und infolge 60 865 000 m. der unrichtigen Normirung des Hopfenzolles eingetretenen Rück- Das Haus bewilligt auch diesen Etat ohne Debatte und ge gang des bayerischen Hopfenbaues hin. Im Wahlkreise Ansbach- nehmigt in gleicher Weise das Etats- und Anleihe Schwabach lege man auf die Aufrechterhaltung der Getreidezölle gefeh. den allergrößten Werth und werde sich jeder weiteren Abbröcke- Die wegen Bewilligung von Ehrenzulagen an die Inhaber lung derselben auf das entschiedenste widersehen. des eisernen Kreuzes von 1870/71 sollen nach dem Antrag der Abg. Orterer( 3entr.): In der bayerischen Kammer der Budgetkommission den verbündeten Regierungen zur Erwägung, Abgeordneten ist vor Kurzem ganz allgemein anerkannt worden, die Petition der Handelskammer zu Flensburg wegen Herab daß wir es in der Frage des einheimischen Tabatbaues mit fegung der Fernsprechgebühren u. f. w. als Material überwiesen einem hocheruften Gegenstande zu thun haben, deffen werden. Die Abstimmung wird in der dritten Lesung erfolgen, großes wirthschaftliches Intereffe außer Zweifel steht. ebenso die Abstimmung über die Resolutionen Menzer und v. Bar, Ich halte auch in erster Linie die Herabsetzung der Steuer für betreffend den Tabakzoll und die Auslieferungsverträge. praktischer als die Erhöhung des Bolles. Leider muß man ernst- Damit ist die zweite Berathung des Etats erledigt. Die lich besorgen, daß auch erneute Erwägungen sobald nicht zur Be- nächste Sigung wird auf Montag, den 14. März, 1 Uhr feftfeitigung der Mißstände führen werden. Wir können nichts gesetzt zur dritten Berathung des Krantentaffenweiter thun, als die Regierung dringend ersuchen, die Frage in geseges. Der Präsident richtet an alle Parteien die dringende den beiden in Betracht kommenden Richtungen auf das gründ- Bitte, von da ab vollzähliger zu erscheinen, da lichste zu prüfen. Die allgemeinen Ausführungen des Abg. Barth der gegenwärtige Zustand die Führung der haben mich nicht überzeugt. Wenn man eine Behauptung 12 Mal Geschäfte des Hauses unmöglich mache und ausspricht, so ist sie damit noch nicht bewiesen.( Buruf links.) den Reichstag vor der ganzen Welt herabsebe. Seine neuen Forschungen" haben auch nur einen sehr eng- Schluß 54 Uhr. begrenzten Werth. Eine allgemeine Reduktion der Getreide, Mehl- und Brotpreise ist nicht eingetreten;( Widerspruch links) auch ist der Zeitraum seit dem 1. Februar noch viel zu kurz, um einen sicheren Rückschluß auf die Preisbewegung zu gestatten. 28. Sigung vom 9. März. 11 11 hr. Die Frage bleibt also mindestens streitig. Gegen die Andeutung Am Ministertische: Miquel, Graf 3edlig und zahlreiche Abg. Barth( dfr.): Nach den Ergebnissen der Statistik hat des Abg. Höffel bezüglich des Tabakmonopols müssen wir uns Kommissarien. sich die Lage der deutschen Tabakbauer seit 10 Jahren nicht zu entschieden verwahren. ihren Ungunsten verschoben, weder was die bebaute Fläche, noch Die zweite Berathung des Etats des Kultusminis Abg. Brömel( dfr.): Herr Orterer hat allgemein die Aussteriums wird fortgesetzt und zwar im Kapitel 120: Höhere was die Preise betrifft. Der Antrag kann also nicht damit führungen des Abg. Barth bestritten, ohne irgendwie auf das Gin Lehranstalten, Titel 2: Zuschüsse an die vom Staate zu motivirt werden, daß gerade in der letzten Zeit die Verhältnisse zelne einzugehen, und er zeigt sich über die neuesten Vorgänge auf unterhaltenden Anstalten. besonders mißlich sich gestaltet hätten. Aber wenn dies auch zu dem Gebiete der Preisbewegung nicht einmal genügend unterrichtet. Der Titel wird genehmigt; ebenso die Titel 3 und 4: Bu träfe, so würde der Vorschlag des Antrages doch nicht geeignet Die Forderung eines höheren Schutzzolles für Hopfen hat mich fein, Abhilfe zu schaffen, da der alsdann auf der andern Seite überrascht; ich kann nicht glauben, daß auf eine so kurze und schüsse für die vom Staate und anderen gemeinschaftlich zu unterdem Gesamintintereſſe erwachsende Schaden ganz unverhältniß gelegentliche Anregung aus dem Hause hin der Bundesrath sich haltenden Anstalten und für die von anderen zu unterhaltenden, mäßig größer sein würde. Es handelt sich hier um zwei Objekte, auf die Forderung einlassen wird; hier kommt doch auch die vom Staate zu unterstützenden Anstalter, wobei Abg. Sombart die Ausbildung der technischen Mittelschulen empfahl. welche zwar denselben Namen haben, aber in ihrer Qualität so große deutsche Brauerei- Industrie in Betracht. Der Tabak ge- In Titel 5 werden mehr verlangt 1 400 000 m. zur Durch verschieden wie möglich sind, den einheimischen und den aus- nießt ja schon jetzt einen Wollschutz von 40 M. auf den Doppel- führung des Normaletats von 1892 für die Direktoren und Lehrer ländischen Tabak. Die hier vorgeschlagene Maßregel zwingt durch zentner, also von 1333 pCt. des Durchschnittswerthes; diesen der höheren Lehranstalten sowie zur Remuneration für Hilfstünstliche Preissteigerung den Konsumenten, dem ausländischen Bollschuh wollen Sie auf 80 M., D. h. 2662/3 pCt. des Werthes, unterricht. Tabat zu entsagen und aus reiner Verzweiflung sich an den bis erhöhen! Für das konsumirende Publikum wird dabei nicht Der Normaletat von 1892 tritt an die Stelle des Normaldahin von ihm verschmähten inländischen Tabak heranzumachen. einmal etwas gewonnen, denn nach den eigenen Aussagen der etats von 1872. Zu dem Normaletat, der in einer besonderen Der inländische Tabatbau hat es zu einer rationellen Basis über- Herren Abgg. Scipio und Genossen werden ja die guten deutschen Drucksache vorgelegt ist, liegen folgende Anträge vor: haupt noch nicht gebracht. Tritt der höhere Zoll ein, dann Sorten ins Ausland exportirt und den Deutschen bleibt nur das würde man die besseren Sorten beim Anbau bevorzugen und die geringere Produkt. Herr Bürklin schilt die Verständnißlosigkeit willigung des Titels 5 für erledigt zu erklären, jedoch mit dem 1. Von der Budgetkommission: den Normaletat durch Be geringeren Sorten würden noch schlechter gestellt sein. Der Zweck der deutschen Raucher; er sollte doch die Zwangserziehung ver- Ersuchen an die Staatsregierung, auch die über 4 Jahre hinausdes Antrages wäre also ganz verfehlt. Wir halten ihn nach wahrloster Konsumenten beantragen! Die einseitige Erhöhung allen Richtungen für verwerflich und vertrauen, daß die Regie: des Bolls, ohne jede Rücksicht auf die Interessen der Konsumenten, gehende Thätigkeit als remunerirter Hilfslehrer für anrechenbar rung auf demfelben Standpunkt steht, nicht zu Gunsten eines so nur im Interesse der Tabatbaner, müssen wir auf das Ent. zu erklären. 2. Von den Abgg. Korsch Kropatsched und Genossen: fragwürdigen Experiments einen Eingriff in die ganze Industrie schiedenste zurückweiſen; mit dem Hinweis darauf, daß es dem Von der früheren Dienstzeit des Leiters einer Anstalt zu unternehmen. Im Anschluß an den Titel Bölle" darf ich einen oder anderen Tabakbauer schlecht geht, kann man einen als wissenschaftlicher Lehrer einen solchen Theil für anrechenbar noch kurz darauf hinweisen, daß am 6. Februar, nach dem In solchen Antrag nicht begründen. trafttreten der Handelsverträge, der Weizenpreis über Roggen Abg. von Stumm( p.) kann den heutigen Ausführungen u erklären, daß ihm in seiner Stellung als Leiter ein gleich läßt sich wegen der russischen Verhältnisse nichts Sicheres dar des Abg. Barth über die verderbliche Wirkung der Getreidezölle hohes Gehalt gewährt werden kann, wie es ihm zustehen würde, thun in Berlin 201,7 M., in London rund 170,9 m., die feinen erheblichen Werth beilegen. Neues fei nicht beigebracht, wenn er in der Stellung eines wissenschaftlichen Lehrers geblieben Differenz also 31 M. betrug; 3 Monate früher waren die Preise sondern nur die alten allgemeinen Redewendungen. 3. Von den Abgg. Dürre, Graf Elberfeld und Gein London rund 194, in Berlin 240 gewesen, die Differenz betrug Abg. Barth: Gerade Herr Freiherr v. Stumm begnügt also 46 M. Diese Differenz ist genau um 15 M. zurückgegangen, sich mit allgemeinen Redewendungen, ohne den Dingen auf den nossen: Den bereits definitiv angestellten, sowie den demnächst genau um so viel als die Bollermäßigung beträgt. Damit ist Grund zu gehen. Allerdings habe ich vorhin etwas Neues voranzustellenden ordentlichen wissenschaftlichen Lehrern auf ihr der Beweis geliefert, daß der Zoll voll und ganz vom inlän- gebracht, was noch gar nicht bekannt sein fonnte; ob es etwas Dienstalter den über drei Jahre hinausgehenden Theil der Dienstdischen Konsumenten getragen wird, daß er um den vollen Betrag Wesentliches war, hängt natürlich von der Urtheilsfähigkeit seit als remunerirte Hilfslehrer anzurechnen, soweit nicht diese das Korn vertheuert und daß also die Forderung der Ab- Desjenigen ab, der sich mit der Sache befaßt. Sie wollen aber längere Dauer der Hilfslehrerzeit durch Ablehnung angebotener schaffung jedes Getreidezolles immer wieder erhoben werden muß. unsere thatsächlichen Argumente nicht hören und nicht würdigen, Stellen als ordentlicher Lehrer veranlaßt ist. 4. Abg. Meyer Berlin will die Gehaltssäße für Berlin Ebenso läßt sich heute ziffernmäßig genau nachweisen, daß Sie verlassen sich auf Ihre Inspirationen. Nicht Sie, sondern derfelbe Einfluß sich auch in den Brotpreisen ausdrückt. wir sind in dieser Frage die Vertreter der wahren Interessen des auch für dessen Vororte gelten laffen. 5. Abg. Sperlich will den Unterschied der Gehaltssäke Diese neueren Forschungen über die Wirkung der Getreidezölle Volkes.( Lachen und Widerspruch rechts.) Sie vertreten, das zwischen Städten über und unter 50 000 Ginwohnern aufheben; find einfach unwiderleglich. Unter diesen Umständen müssen wir werden wir nicht müde werden hier zu wiederholen, wesentlich das Aufsteigen im Gehalt für die Leiter der Bollanstalten mit je an die verbündeten Regierungen immer wieder die Aufforderung nur die Intereffen der Großgrundbesitzer, nicht der breiten 300 m. nach 7, 14 und 20 Dienstjahren stattfinden lassen und richten, die Frage der vollständigen Beseitigung der Getreidezölle Schichten der Bevölkerung.( Beifall links.) nicht aus den Augen zu lassen. Der Reichskanzler soll dieser Abg. Menzer wendet sich gegen die Ausführungen der Abgg. bei den wissenschaftlichen Lehrern das Dienstalter vom dritten Tage erklärt haben, er bente nicht daran, die Getreidezölle Brömel und Wolfenbuhr und empfiehlt nochmals die Annahme Jahre nach Beendigung des Probejahres zu berechnen. 6. Die Abgg. Rropatscheck und Genossen wollen das weiter zu ermäßigen; aber die Ereignisse werden ihn dazu des Antrages. Gehalt der Leiter der Vollanstalten in den Städten von mehr als 15 Dienstjahren um je 300 M. steigen lassen. Ferner beantragen: 0 wäre. 7. Die Abgg. Dürre und Genossen, die Staatsregierung aufzufordern: den Einkommensverhältnissen der Lehrer an den höheren Lehr1) die mit dem Normaletat herbeigeführte Verbesserung in anstalten als abgeschlossene nicht zu erachten und gelegentlich der allgemeinen Ausbesserung der Beamtengehälter weiter zu führen, zwingen, wenn er nicht will, daß diefer Splitter aus dem Fuß Abg. Holh( Rp.): Herr Barth hat heute statt einer Tabaksdes deutschen Volkes nicht in einem langwierigen Prozeß heraus- rede eine Getreidezollrede gehalten, in welcher er neue Forschungen eitern soll. zum Besten gab. Ich habe die letzteren nicht selbst mit angehört; Staatssekretär v. Malzahn: Auf die Getreidezoll Frage wenn aber Herr Barth die Entdeckung, daß Getreide- und Brot möchte ich für jetzt nicht weiter eingehen, sondern mache hier nur preise nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen, als eine die eine Bemerkung, daß der Abg. Barth das Einströmen der neue ausgiebt, so kann so kann das auf uns feinen Eindruck an der Grenze lagernden Getreidemaffen nach dem 1. Februar machen; wir haben das lange gewußt.( Buruf des Abg. Barth.) und ihren Einfluß auf die Preisbildung ganz außer Acht gelaffen Mit solchen Argumenten wird man die allgemeine Ueberzeugung bat. Der gestellte Antrag ist schon im vorigen Jahre in Ver- von der Nothwendigkeit der Aufrechterhaltung der Getreidezölle bindung mit einem Antrag wegen Ermäßigung der Tabakstener nicht erschüttern.( Beifall rechts.) hier verhandelt worden; bezüglich des Tabakzolles wurde er ab- Nach weiteren furzen Bemerkungen des badischen Ministerial2) Maßregeln zu treffen, um den Normaletat für die staatgelehnt, bezüglich der Steuer den verbündeten Regierungen zur raths Scherer, und der Abgg. Brömel, Orterer und Erwägung überwiesen. Die Ausschüsse des Bundesraths haben Moltenbuhr verwahrt sich Abg. Barth gegen die eigen- lichen höheren Lehranstalten auch für alle nichtstaatlichen höheren teinerlei Verschleppung. Die Ausschüsse konnten gar nicht sofort er nicht selbst gehört hat, zu polemiſiren, er möge in Zukunft sich wendig gewordenen oder dauernd nothwendig werdenden Stellen 3) die durch die Organisation der Schulen dauernd nothdarüber noch nicht Bericht erstattet( Bewegung), doch liegt darin thümliche Methode des Abg. Holt, gegen Ausführungen, die Lehranstalten zur Durchführung zu bringen, in die Berathung eintreten, ba unmittelbar vorher eine erst orientiren. Denkschrift des Bundesraths über die Frage fertiggestellt war. Damit schließt die Debatte. Der Titel„ 3ölle" wird bewilligt. baldthunlichst mit definitiv angestellten Lehrern zu besetzen; 8. die Abgg. Korsch und Genossen, die Staatsregierung zu Gin geringer Rückgang in der Zahl der Pflanzer und der be- Die Abstimmung über den Antrng Menzer bleibt nach Probe bauten Fläche ist eingetreten, aber dieser Rückgang ist fast regel- und Gegenprobe zweifelhaft. Die Auszählung ergiebt die Be- ersuchen, die von dem Hause der Abgeordneten wiederholt als mäßig erfolgt, wenn ein Preisabschlag vorhergegangen war; schlußunfähigkeit des Hauses; es sind nur 178 Abgeordnete an- nothwendig anerkannte Gleichstellung der Lehrer an den höheren ebenso wie ein Preisaufschlag eine Steigerung der betreffenden wesend, von denen 98 mit Ja, 85 mit Nein stimmen. Der Lehranstalten in ihrem Diensteinkommen mit den Richtern erster Bahlen zur Folge hat. Sollte der Antrag jetzt angenommen Präsident beraumt die nächste Sigung auf 10 Minuten später, Instanz sobald als möglich herbeizuführen. Mit diesem Titel zusammen berathen wird der erste Titel werden, so werden die verbündeten Regierungen ihn prüfen; was auf 43/4 Uhr zur Fortsetzung des Tagesordnung an. fie beschließen werden, kann ich heute noch nicht sagen. Bevor der Präsident die Sitzung für geschlossen erklärt hat, des Kapitels Provinzial- Schulkollegien, in welchem für die ProvinzialDie Abg. Bürklin( natl.), v. Winterfeld( dt.) und Scipio richtet der Abg. v. Massow an ihn die Frage, ob er über den Schulräthe mit Rücksicht auf die Gehaltserhöhung der Leiter der ( natl) sprechen für den Antrag Menger. Stand der gesetzgeberischen Arbeiten zur Abänderung des Unterhöheren Lehranstalten ebenfalls eine Erhöhung des MarimalAbg. Molkenbuhr( Soz.): Den Interessenten, die bis jetzt flüßungs Wohnsitzgesetzes unterrichtet sei. Der Präsident gehaltes von 5100 M. auf 5400 m. vorgesehen ist. Bei der fast allein zu Worte gekommen sind, gegenüber muß doch die erklärt, daß ihm bisher keine Vorlage zugegangen wäre. Staats- Debatte hierüber vertagt sich das Haus auf Donnerstag 11 Uhr. Thatsache betont werden, daß es doch feineswegs die pure sekretär von Bötticher theilt mit, daß ein bezüglicher EntBosheit der Fabrikanten und Händler ist, daß sie den deutschen, wurf dem Bundesrathe vorliege. angeblich so guten Zabat nicht verarbeiten, sondern dem angeblich Schluß 4 Uhr 35 Minuten. fo schlechten und amerikanischen den Vorzug geben. Der Ge schmack des Publikums kann sich nun einmal für die in Deutsch192. Sigung vom 9. März, 43/4 Uhr. land gedeihenden Tabaksforten nicht begeistern. Wenn Abg. von Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Rohe Mißhandlung widerfuhr zwei Sozialdemokraten, Winterfeld aus Patriotismus einmal eine udermärkische Zigarre Malzahn. welche in Twist ringen einer von Geistlichen inspirirten raucht, so ist ja sein Patriotismus zu loben, aber sehr viel Genuß| Die Etatsberathung wird fortgesetzt beim Einnahmetitel tatholischen Versammlung beiwohnten und sich zum Wort meldeten, wird er nicht davon gehabt haben. Die Pfälzer Zigarren, die Tabaksteuer" 10 773 000 M. Die Pofition wird bewilligt, als die gegnerischen Redner den tollsten Unsinn über unsere BeAbg. Menzer gestern auf den Tisch des Hauses niederlegte, ebenso ohne Debatte die Titel" 3udersteuer" a) Material- strebungen geschwatzt hatten. Nach der Schilderung, welche die hatten immer noch ein Sumatradeckblatt. Eigenthümlich an dem steuer 11 573 000 m. b) Verbrauchsabgabe 56 523 000 M., Salz- Bremer Bürgerzeitung" über den Vorfall bringt, muß man anAntrage ist es, daß man eine Erhöhung des Bolles auf Tabatsteuer" 41 514 000 wt., Branntweinsteuer" a) Maisch, nehmen, daß die Versammlung aus Wahnsinnigen bestanden hat, ftengel verlangt, nicht aber eine Erhöhung des Bolles auf die Bottich- und Branntweinfteuer 17 452 000 m. b) Berbrauchs- denn Menschen, welche im Besige ihrer fünf Sinne sind, kann fertigen Bigarren, was doch viel praktischer wäre, wenn man den abgabe und Zuschlag zu derfelben 102 607 000 W., Brauman nicht wohl zutrauen, daß sie zwei Menschen so schändlich inländischen Tabak, der nur mit solchen fremden Stengeln vermischt te u er" und Uebergangsabgabe für Bier 23 877 000 m., desgl. mißhandeln, wie es hier geschehen ist. Das genannte Blatt verbraucht wird, absatzfähig halten will. Ohne fremde Stengel die Aversen. schreibt darüber: Kaum, daß die drei Worte Bitte ums Wort" tönnte eine Bermehrung des Konfums deutscher Zabate nur durch Un Reichsstempelabgaben sind in den Etat ein- den Genossen aus dem Munde waren, erhob sich ein unbeschreibgestellt 37 109 000 M.; die Bewilligung erfolgt ohne Debatte; licher Tumult, hunderte von Fäusten erhoben sich und fielen daran ist heute nicht zu denten. ebenso wird der Etat des Reich 3 schaamtes ohne Dis- auf die Köpfe der beiden Wehrlosen nieder, deren HilfeRp.) spricht von der im allge- tussion unverändert bewilligt, desgleichen die bayerischen Quoten rufe in dem Toben und Brüllen der fanatisirten Masse meinen unbefriedigenden Lage der deutschen Landwirthschaft. und die noch restirenden Ausgabekapitel im außerordentlichen ungehört verhallten. Schlag auf Schlag, Fußtritt auf Das platte Land tonne den fortdauernden Abfluß der Bevölkerung Etat des Extraordinariums sowie die Einnahmekapitel: Be Fußtritt folgte der Referent und zwei Geistliche verschwanden M Parteinachrichten. # " 4. 11 -von der Bildfläche, nur der Vikar Rütemeier, ähulich wie der präsidium hierselbst wegen der im Veteranenverein vorhandenen Das sind also die Spesen für eine Dienstreise". Dieselben Erzengel Gabriel mit dem flammenden Schwerte, stand mit der Sozialdemokraten" viel hin- und herkorrespondirt worden mögen nicht zu hohe sein, weil der Beamte zu repräsentiren hat Präsidentenglocke und klingelte falten Antliges in die geistigen" war. Zwei Polizeibeamten hatten ihre Aussage verweigert, und das ist fein billiges Vergnügen. Je weniger lange Zeit Kampfeswogen hinein. Kein Wort mehr von der christlich- nachdem der verklagte Vereinsvorsitzende zu seiner Entlastung diese Dienstreifen sich ausdehnen, desto geringer wird der Stat katholischen Liebe, während zwei Schritt von ihm die beiden geltend gemacht hatte, fünf der Kläger seien ihm von der für dieselben sein, somit ist Kürze des Bergnügens Würze. Genoffen mit„ chriftlich katholischer Nächstenliebe" überschüttet Polizei als Sozialdemokraten" bezeichnet worden. Das Ge- Der Niagarafall und die Mormonenstadt tönnen auf feinen Fall wurden. Dem Herrn Bikar wurde von einem der Beiden zu- richt beschloß damtals, den Polizeipräsidenten und, wenn nöthig, übermäßig viel postalische Neuerungen aufzuweisen haben, gerufen, sie zu schützen, da er die Verantwortung zu tragen habe den Regierungspräsidenten zu ersuchen, den beiden Beamten die wenn einmal ein Bostweiser von jenseits des großen Wassers nach ein gleichgiltiger Blick und ruhig flingelte er weiter. Noch Ablegung ihres Zeugnisses zu gestatten. In der Sigung Deutschland käme, er würde sich vor Staunen nicht lassen können eine Minute und die Leiber unserer Freunde wären von der am März der Straffammer wurde der Beklagte über die Besoldung der postalischen Arbeitsbienen, der wuthschnaubenden Masse zertreten worden. Da erschien der freigesprochen, und zwar aus folgenden Gründen: Subaltern- und Unterbeamten. Retter. Der anwesende Gendarm hatte sich durchgedrängt und E3 sei unnöthig, festzustellen, ob die Kläger dieser mit gezogenem Säbel und mit gespanntem Revolver fich Bahn oder jener politischen Partei angehörten oder nicht: der Ver- Auch ein Bettler! Wer auf die Dummheit der Menschen schaffend, wurden die„ Uebelthäter" in das Privatzimmer des flagte sei durch seine vorgesetzte Behörde in die fragliche fpekulirt, macht immer sein Geschäft, die Spekulation auf die Mirthes geführt. Jegt waren dieselben in Sicherheit, doch es Situation hineingedrängt worden(); er habe in Wahrung be- Mildthätigkeit derselben ist auch noch einträglich. schien nur einen Augenblick so, die ganze entfesselte, vielhundert rechtigter Interessen gehandelt und es stehe ihm daher der Dummheit ausbeutet, muß zwar„ geriffen" sein, er wird sich aber Töpfige Meute, bei welcher der Branntwein bereits seine Wirkung Schuß des§ 193 zur Seite; die persönliche Ehrenhaftigkeit der immer mit der Ausrede beruhigen können: Ja, weshalb sind die gethan hatte, verlangte die Herausgabe der Beiden, welche nach Kläger sei nicht angezweifelt worden!. Leute so dumm! Wer aber aus der Mildthätigkeit seiner Mitihrer eigenen Aussage, nachdem sie die Situation erkannt, mit dem-In Westerode ist ein Polizist mit der Ueberwachung menschen seine Vortheile zieht, ohne derselben bedürftig zu fein, Leben schon abgeschlossen hatten. Während der ungefähr 11/2 Stunden, von Volksversammlungen betraut, dem kürzlich das Malheur dem steht auch diese Ausrede noch nicht einmal zu Gebote. die unsere Genossen im Zimmer des Wirthes waren, wurden von paffirte, einen beurlaubten Garde du Korps- Soldaten zu ver- Giner unserer Abonnenten theilt uns folgenden Fall mit, in ihnen wie dem Gendarm und Ortsvorsteher, Rettungspläne ent- baften, weil er die Uniform desselben für einen Mastenanzug welchem ein schlauer Borortsbewohner die Berliner Sonntags worfen. Letztere sprachen ihre Meinung dahin aus, daß an ein hielt. Ausflügler systematisch hineinzulegen" pflegt: In der Nähe des Bleiben nicht zu denken sei, in höchstens einer Stunde seien die Zellersammlungen. Die gegen den Genoffen Bahnhofes Schöneberg faß am letzten Sonntag ein Bettler. Gläubigen durch den genoffenen Branntwein total von Sinnen Bildhauer Aeustergerling in Mühlhausen von der Viele der vom Bahnhof Kommenden und zum Bahnhof und dann sei an ein Schützen ihrerseits nicht zu denken. Der Staatsanwaltschaft erhobene Anklage, zum Ungehorsam gegen Gehenden spendeten dem an der Straße Hockenden eine Gendarm hatte mittlerweile sein Pferd holen laffen und das Anordnungen der Obrigkeit dadurch aufgereizt zu haben, daß er Spende; im Laufe der Zeit muß derselbe eine ganz ere felbe bestiegen; nachdem er vor den Augen der Rotte Korab zur Erhebung eines Eintrittsgeldes trop der Vorschrift einer fleckliche Anzahl Nickel zusammengeschnorrt haben. Mir tam der feinen Revolver geladen, mußten unsere Genossen, geführt von Regierungsverordnung, nur mit Genehmigung der Polizeibehörde Mann eigenthümlich bekannt vor, doch lachte ich mich zuerst dem Twistringer Ortsvorsteher, dem Pferde voraumarschiren. die Unkosten einer Versammlung durch freiwillige Sammlungen selbst aus es war ja ganz unmöglich, daß dieser Bettler und Doch kaum dreißig Schritte waren sie vorwärts gekommen, als zu decken, aufforderte, ist auf den Antrag des Rechtsanwalts der wohlhabende Mann, der mir vor Augen schwebte, ein und ein wahrer Hagel von Ziegel- und Straßensteinen von allen Stadthagen von der Straftammer zu Erfurt abgelehnt worden, dieselbe Person sein sollten! Das wäre ja doch der helle WahnSeiten unter einem betäubenden Gejohle und Hurrahgeschrei her- weil die Thatsache, daß das Kammergericht derartige finn. Je mehr ich mir aber den Mann ansah, desto mehr nieder regnete. Die meisten derselben verfehlten ihr Biel nicht. Polizeiverordnungen für ungiltig erachtet hat, das schwanden meine Zweifel. Um endlich Klarheit zu erlangen, trat Einer der Genossen bekam zuletzt einen Stein an den Hinter- Bewußtsein einer rechtswidrigen Aufforderung aus- ich nahe heran, und richtig- ich hatte mich nicht getäuscht, vor topf, so daß er halb bewußtlos nieder taumelte. Im Begriff, schließe, überdies aber selbst bei der Annahme der mir saß der wohlhabende Fuhrherr und Eigenthümer 2. aus den Verlegten in eine mittlerweile erreichte Wirthschaft Rechtsgiltigkeit der betreffenden Verordnung. Die Aufforderung, Schöneberg, in der S.... straße Nr... wohnhaft.( Genaue zu schaffen, wurde die Thür zugeschlagen, wobei der ein Eintrittsgeld zu zahlen, keine Aufforderung gegen das Adresse ist uns bekannt. D. Red.) Als ich mich von meinem menschenfreundliche Wirth die Worte sprach: Was foll Verbot, Eintrittsgelder zu erheben, enthält. Es sei bei dieser Erstaunen erholt hatte, hielt ich mit meiner Auffassung von der ich mit den Kerlen?" Der letzte Augenblick schien jetzt Gelegenheit darauf hingewiesen, daß trotz der vielfachen tammer Sache nicht zurück, aber der Pseudo Bettler lachte und meinte gekommen zu sein, brüllend stürmte die" tapfere" Chriften- gerichtlichen Entscheidungen über die Ungiltigkeit solcher Re- voll Seelenruhe: So dumm wie Sie bin ich nicht, wenn mir Schaar, die Mehrzahl mit irgend einem Exemplar der gierungsverordnungen bislang nur eine sehr geringe Anzahl Jemand etwas schenkt, so stecke ich das ruhig ein. geistigen Waffen" versehen, auf die beiden Gemeindekassen- dieser Neubelebungen des§ 16 des verflossenen Sozialisten- Damit flapperte er sehr vergnügt mit seinen zusammen rauber Familien- und Ehezerstörer" ein- doch ein guter gefehes von den Behörden aufgehoben ist. Die Straffammer zu gebettelten Nickeln, machte sich aber bald darauf aus dem Staube, Stern waltete über ihnen. Dem Gendarm, mit seinem Pferde Kiel hat fogar gegen einen dortigen Genossen die Anklage aus weil es ihm sehr wenig angenehm schien, daß ich hinter seine alles über den Haufen reitend, gelang es, die Masse so lange§ 110 des Straf- Gesetzbuches wegen Aufforderung zum Geschäftstniff" gekommen war. Ich will noch bemerken, daß aufzuhalten, bis unfere Genoffen in Begleitung des Ortsvorstehers Ungehorsam gegen behördliche Anordnungen erhoben. Würden der Bettler" Besitzer von drei Gespannen ist( Pferde und Wagen) die Chauffee nach Bassum erreicht hatten. Nach einer Viertel- die Beamten oder wenigstens der Fiskus für alle durch und selbst Rutscher beschäftigt, die allerdings von der„ guten" stunde konnten diefelben das Wuthgeheul der Menge vernehmen, Erhebung solcher Anklagen erwachsenen Kosten und Auslagen Behandlung ein Lied zu singen wissen. Im Herbst werden sechs welche, durch ein geschicktes Manöver des Gendarmen irre ge- der Angeschuldigten durch Gesetz verantwortlich gemacht, es bis 7 Gänse eingeschlachtet, hin und wieder mal ein paar leitet, wähnten, die Genossen hätten den Weg nach dem Twift- würde die Staatskaffe bezw. das Portemonnaie der Beamten Schweine und so etwas setzt sich hin und bettelt die Leute an! ringer Bahnhof genommen, während dieselben gen Baffum trabten, wohl jährlich um eine recht beträchtliche Summe erleichtert Ist das nicht unerhört? von wo fie zwei Stunden später, wenn auch mit vollständig ge- werden. Uebersteigt doch die seitens der Staatstaffe für Beugen- Schön ist's freilich nicht und nach dieser Veröffentlichung schundenen Gliedmaßen und tüchtig in den Mai gefchickt", den gebühren und Bertheidigungskosten aus Anlaß der auf Grund wird's sicher mit den Sonntagsetnnahmen des braven Schöne legten Zug nach Bremen benutzten." bergers ein Ende haben. Daß da draußen in ihrem MillionenDieser Vorfall fann Herrn v. Zedlig wieder lehren, daß kondorfe die Zahl der echten und rechten Gemüthsmenschen" eine feffionelle Religion feineswegs das moralische Heilmittel ist. Solche beträchtliche ist, ist übrigens uns Berlinern nichts Neues mehr. Greuelszenen würden nicht vorkommen, wenn die Menschen anstatt Ländlich, schändlich! zu gegenseitigem Haß zur Duldsamkeit und überhaupt zur Gerechtigkeit gegen einander erzogen würden. Um ein solches Resultat der Erziehung zu erzielen ist es unbedingt nothwendig, die Schule auf rein menschliche Tugenden zu gründen, sie von allen Pfaffenintereffen zu befreien, denn der Begriff der Unduldsamkeit ist der Pfaffe. " der rechtsungiltigen Regierungsverordnung erhobenen Anklagen allein im Bezirk der Potsdamer Regierung gezahlte Summe 1000 Mark. Die Erhebung solcher Anklagen ist nach der Richtung hin mit Freude zu begrüßen, da sie unsere Forderung, eine Entschädigung für unschuldig Angeklagte in allen Fällen, insbesondere auch dann vom heutigen Staat zu verlangen, wenn einem Beamten fein Versehen zur Last fällt, auch für die weitesten Kreise zu begründen geeignet ist. -Oesterreichisches. Der Gablonzer Bezirkshauptmann erließ an die Bürgermeister und Gemeindevorsteher feines Be" Um rasch und sicher die Prügelhelden der Bestrafung über- zirtes einen Ukas, welcher das Tragen von breiten schwarzen Liefern zu können, ersucht die Bremer Bürger- Zeitung" alle Hüten und rothen Bändern bei Begräbnissen bei Strafe bis zu Genoffen, welche aus Twistringen oder nächster Nähe herstammen 100 Gulden oder 14 Tagen Arrest untersagt. oder die örtlichen Verhältnisse fennen, ihre Adresse an Alwin Kerri, Gellertstraße 39, Bremen, einzusenden. Lokales. " " " A And der Zeit der Straßenkrawvalle datirt folgende, recht nette Geschichte, welche dem Droschkentutscher R. passirt ist. Der selbe kam in der Nacht vom 26. zum 27. v. Mts. mit seiner Droschte die Linden" an der Nordseite entlang gefahren. Als er nun über die Friedrichstraße fahren wollte, tamen ihm vier fein gekleidete Herren entgegen, die unter sich auf dem Straßendamme die tollsten und ausgelassensten Streiche vollführten. Kurz vor dem Kreuzungspunkte obiger Straße blieben diefelben plöglich stehen und rief einer von ihnen in barschem Zone: Lints vorbeifahren!" Der Kutscher, welcher sah, daß er es mit in befneiptem Bustande befindlichen Leuten zu thun hatte, folgte, um Weiterungen zu vermeiden, dieſem anmaßenden Zurufe. leber die Soldatenmikhandlungen und den militäriRaum war er jedoch, ohne ein Wort dabei zu verlieren, an den schen Boykott verhandelte am Sonntag eine Volksversammlung in Stuttgart. Hinsichtlich der militärischen Boykotte sprach Herren vorbeigefahren, als ihm einer derselben mit einem Im„ Töchterheim" der unter dem Protektorat der Spazierstode muthivillig die hintere Scheibe feines Rupees zer der Referent Genosse Schlegel aus Eßlingen unter stürmischem Beifall die feste Ueberzeugung aus, daß durch alle derartigen Kaiferin stehenden Stiftung für verwaiste Töchter von Reichs- schlug. Auf dem Polizeirevier in der Bauhofstraße entpuppte Schädigungen von Steuerzahlenden Bürgern gerade das Gegen- Post- und Telegraphenbeamten, fand gestern der zweite diesjährige sich, der Allg. Fahr- 3tg." zufolge, der ausgelassene Uebelthäter theil von dem erreicht werde, was erreicht werden soll; der Vortragsabend statt, und zwar sprach Herr Ministerialdirektor als ein... Polizeisekretär. Kommentar überflüssig! Siegeszug der Sozialdemokratie, der durch die wirthschaftlichen Sa ch se über„ Eine Winterreise nach Nordamerika", so lauten Das vor einigen Tagen erfolgte Verschwinden des Verhältnisse folossal begünstigt werde, sei nicht aufzuhalten durch die Eingangsworte eines Lokalartikels der freifonservativ- gouverIn dem Artikel wird dann Juweliers Allewelt, Andreasstraße 86 wohnhaft, wird im Osten polizeiliche oder militärische Unterdrückungsmaßregeln. Wenn wir nemental- antisemitischen Post". bas Sozialistengesetz überwunden und dessen Urheber verlacht weiter ausgeführt, daß der Vortragende die Eindrücke sehr lieb: Berlins gegenwärtig viel besprochen. Hiesige Blätter erfahren haben, so werden wir auch die neuesten Gewaltmaßregeln über- lich und nett schilderte, welche er auf einer im Winter 1888/89 über den dauern. Die Versammlung faßte Refolutionen, laut deren die Aus- unternommenen Dienstreise nach den Vereinigten Staaten wüchse des Militarismus als mit demselben nothwendig verbunden empfangen hat. Der Herr Ministerialdirektor hat den Niagara bezeichnet werden und die Hoffnung auf den Fortfall derselben fall besucht, sich die Mormonenstadt angesehen, San Francisco nur auf den Wegfall des heutigen Klassenstaats bezw. auf die nach eigener Anschauung fennen gelernt u. s. w. Umwandlung des stehenden Heeres zu einer allgemeinen Boltswehr gesetzt wird. Der militärische Boykott ist übrigens erst erfolgt, nacht em die Stuttgarter Stadtdirektion, also eine Bivil behörde, der Militärverwaltung die Mittheilung gemacht hatte, daß in den betreffenden Lokalen vorzugsweise" Sozial: demokraten verkehrten. " 1 " " 5 Anlaß zu dem Vorkommniß das Folgende: Allewelt, welcher nicht blos ein gutgehendes Geschäft in Gold- und Silberwaaren inne zu haben schien, sondern auch mehrere städtische Ehrenämter befleidete, war in seiner Gegend ein angesehener Mann. Diesen Umstand wußte er nach Ein Untergebener des Herrn Ministerialdirektors" sendet Kräften auszunußen. Er suchte und fand nicht nur bei Be uns nun im Anschluß an den Bericht der" Post" folgende ganz fannten und Freunden einen weitgehenden Kredit, sondern scheute sich auch nicht, fich auf Kosten der ärmeren Bevölkerungsklasse intereffante Erläuterungen: Der Bericht erweckt vor Allem ein Mal den Anschein, zu bereichern. Dies wurde ihm als Waisenrath, als Schrift im Hinblick als ob die Versammlung im„ Töchterheim" stattgefunden habe. führer des Andreasplatz Bezirksvereins und Das stimmt nicht. Der Vortrag wurde im Postgebäude in der auf sein offenes, ehrlich erscheinendes Wesen nicht eben Artilleriestraße abgehalten( gegen Eintrittsgeld), denn ein schwer. Hierin dürfte indeß der Hauptgrund zu seinem Ver Das Zentrum verliert mehr und mehr in der Gunst des Töchterheim" giebt es überhaupt noch nicht. Der Erlös des schwinden nicht zu suchen sein, denn es handelt sich doch immer fatholischen Boltes, seitdem Junterinteressen in ihm die Ober- Eintrittsgeldes sollte zur Vergrößerung des Fonds behufs Grün- hin nur um Darlehen, deren Aufnahme zu einem Konflikt mit hand gewonnen haben. Dr. Sigl stellt im„ Bayrischen Vater bung eines solchen Heims dienen. Dasselbe sollte eigentlich aus dem Strafgesetz nicht führen kann. Dagegen wird dem Verland" den Führern des Zentrums eine Zensur aus, die an Deut- freiwilligen Beiträgen der Beamten und Unterbeamten aller mißten noch nachgesagt, daß er den Hausbesizer L. durch Unterlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt:" Wenn die Zentrums- Klassen errichtet werden. Das Komitee rechnete bereits mit Bei- schlagung um die Summe von tausend Mart gebracht und außer junter glauben, sich in Berlin dekoriren lassen und dafür hofiren trägen in der Höhe von 1 Million Mark und war nicht wenig dem mehrere Firmeninhaber in betrügerischer Weise geschädigt 30 000 m. beisammen habe. Nachdem er infolge hiervon seine nähere Bekanntschaft zu müssen, dann sollen sie sich von den Utermärkern und erstaunt, als im Sommer 1889 faum pommerschen Knechten wählen lassen, da sind sie dann am Platz waren. Die Subaltern- und Unterbeamten hatten nämlich das mit dem Staatsanwalt befürchten mußte, hat er es als Allerunter den stockpreußischen konservativen Schnapsjunkern und Komitee, in dem die Geheimräthe die Majorität hatten, arg im weltsmann vorgezogen, Fersengeld zu geben und in alle Welt zu Zuckerbaronen. Haben diese Herren in ihrer bisherigen Haltung Stiche gelassen, sie hatten dazu auch ihre gewichtigen Gründe. gehen. Wenn nun auch der Verschwundene in einem an seine der preußischen Regierung zulieb das Dichterwort erfüllt: Halb Es blieb dem Komitee schließlich nichts übrig, als eine Familie gerichteten, aus Westend eingelaufenen Schreiben die Ab Nummer givei, ohne jegliche Beeinflussung sicht fundgegeben hat, sich das Leben nehmen zu wollen, so glault zog es ihn, halb sant er hin" so werden wir Straubinger Sammlung Vorgesetzten" zu veranstalten. Der Erfolg Gaubewohner bei der nächsten Wahl die weitere Verszeile er der war man doch, daß diese Absicht Allewelts nicht ernst genommen füllen: Und ward nicht mehr gesehen." Die Attinger Bauern, ein besserer, so daß das Komitee bis jetzt über 130 000 m. ver- werden dürfe. Man ist vielmehr der Ansicht, daß Allewelt diese welche vor zwei Jahren ihren nun abgedankten Pfarrer wegen fügt. Was damit geschehen soll, sieht noch nicht fest, auf jeden Nachricht nur zu dem Zwecke gegeben hat, um desto sicherer über feiner tattlosen Predigt ärgerten, werden das nächste Mal Gesell- Fall aber wird noch sehr viel Wasser die Spree hinablaufen, ehe die Grenze verduften zu können. schaft finden, denn zum Besten sind wir lang genug gehalten irgend ein Ministerialdirektor des nächsten Jahrhunderts im " Töchterheim" einen Vortrag halten kann wenn es da überAuf schreckliche Weise verunglückte vorgestern der in der haupt noch Ministerialdirektoren giebt und Töchterheime über Anilinfabrit zu Rummelsburg angestellte Meister Babst. Derselbe haupt noch nothwendig sind. fteht schon viele Jahre im Dienste der Aktiengesellschaft für Was den weiteren Juhalt des Vortrages anlangt, so sei auf Anilinfabrikation und genoß bei seinen Vorgesetzten seiner Zuvers dessen Schilderungen von Land und Leuten nicht näher ein- fäffigkeit wegen allgemeines Vertrauen; um so mehr war man gegangen, dieser Arbeit übergebt uns jedes Konversations- Lexikon. in der Fabrik überrascht, als er sich nicht auf seinem Posten Ter Herr Ministerialdirektor hat, wie er selbst erzählt, eine Dienst- fehen ließ. Nachforschungen ergaben bald, daß Pabst bei Beginn reise unternommen, Diefelbe verfolgte den Zweck, mit der ameri- der Arbeit erschienen war, sich dann entfernt hatte und seit dieser fanischen Postverwaltung Berträge abzuschließen wegen Begleitung Beit nicht mehr gesehen worden war. Endlich bemerkte ein r der transatlantischen Dampfer durch Postbeamte. Angenommen, daß beiter an der Oeffnung eines zur Farbstoffbereitung dienenden diese Dienstreife in der That nothwendig war, so scheint dieselbe doch Behälters, zu welchem der Aufstieg mittels einer Leiter führt, eine Ausdehnung erfahren zu haben, die mit dem Abschluß der Ver- ein Buch und einen Meßstab des vermißten Meisters. träge nichts mehr zu thun hatte. Wenn auch die Postverwaltung Die Untersuchung des Farbenreservoirs hatte das alles sehr billig" macht, Dienstreifen ihrer Oberbeamten erscheinen rige Ergebniß, daß die Leiche des Meisters in demselben ges nicht übermäßig billig. Auf der einen Seite wird gespart, daß funden wurde; der Unglückliche hatte in der ähenden Flüssigkeit es den Unterbeamten durch Mark und Bein geht, auf der anderen einen qualvollen Tod gefunden.- Ueber den tragischen Unfall giebt es Dienstreifen" bis nach den Küsten des stillen Ozeans. find nun widersprechende Gerüchte in Umlauf: von der einen Die Steuerzahler haben für Dienstreifen von Ministerial- Direktoren Seite wird der Vermuthung Ausdruck gegeben, daß P., der in folgende Beträge zu entrichten: der letzten Zeit ein verstörtes Wesen gezeigt haben soll, sich selbst den Tod gegeben hat; insbesondere wird dafür der Umstand geltend gemacht, daß er an dem Unglücksinge sich früher als sonst in der Fabrit einfand, und daß er an dem Farbenreservoir nichts zu suchen hatte; andererseits wird daran festgehalten, daß der arme Mann, der von Vorgesetzten und Kollegen herzlich betrauert wird, durch einen unglüdlichen Zufall ein schreckliches Ende ges funden habe. Eine behördliche Untersuchung des Unfalls ist ein geleitet worden; der Unglückliche hinterläßt eine Frau und zwei unerzogene Rinder. worden." * Aus der sozialdemokratischen Preise. Manuheimer ,, Volksstimme":" Mag sich der Kreis der jenigen, die uns, nachdem sie uns durch andere Mittel nicht zu beseitigen vermochten, zu zerschmettern drohen, immer mehr verdichten, mögen sie auch wieder ein neues Sozialistengesez lgebären, wir werden alledem Troy bietend, einem Aderlasse aus dem Wege gehen. Arbeiter, und namentlich ihr Arbeitslosen, ihr seht, welcher Wind zur Zeit pfeift, seid vorsichtig in eurem Handeln; verliert nicht aus dem Auge, daß eine Bande von Spigeln und sonstiger nichtsnuhiger Tagediebe an euch herantreten wird, um euch zu Handlungen zu verleiten, die euch und der ganzen Arbeiter tlaffe bitter ausstoßen würden. Ihr würdet euch selbst dadurch schaden und den Auflösungsprozeß der heutigen Gesellschaftsordnung aufhalten." Polizeiliches, Gerichtliches ze. " a) Tagegelder: 24 Mart pro Tag. b) bei Reisen auf Eisenbahnen und Dampfschiffen für jeden Kilometer 13 Pfennig( für den begleitenden Diener 7 Pfennig). Wahrung berechtigter Interessen." Bu diefem Kapitel wird der Frankfurter Zeitung" aus Köln geschrieben: Aus dem Köln- Ehrenfelder Veteranenverein waren auf Betreiben des Borsigenden, eines Beamten, sechs Mitglieder wegen angeblicher Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen worden. Mehrere wurden infolge dieser Versehnung brotlos und strengten im vorigen Jahr Dazu tamen noch eine Gebühr für Aufenthalt im Auslande gegen den Vorsitzenden Ech. einen Prozeß an, in dem erwiesen( die Höhe derfelben ist verschieden). Auch ist Aussicht auf bewurde, daß zwischen dem Bezirkskommando und dem Polizei- fondere Gratifikation vorhanden. c) für jeden zu bezw. Abgang( auf Bahnhöfen oder Landungsstellen) 3 Mart. traus 0 Arbeiter Bildungsschule. In allen Schulen beginnt am 1 haft hat zubringen müssen. Rechtsanwalt Wronter verwies| Abgeordneter Först er einen Vortrag, in welchem er int 1. April ein neuer Kursus in der Roller'schen Stenographie, in dieser Beziehung auch noch auf den erschwerenden Umstand, interessanter Weise die geschichtliche Aufgabe der Arbeiterklasse worauf Interessenten hiermit aufmerksam gemacht werden. Gleich daß ca. 20 Monate dieser Untersuchungshaft in russischen behandelte. Er gab einen historischen Rückblick über die Entzeitig wird mitgetheilt, daß ein Fortbildungszirkel errichtet Gefängnissen zu verbüßen waren. Der Gerichtshof mußte bei wicklung der Produktion und der diefer entsprechenden politischen werden soll, um Denjenigen, welche sich in der Roller'schen der Sachlage anerkennen, daß Verjährung eingetreten war und Stenographie ausbilden wollen, Gelegenheit zu bieten, bei sprach aus diesem Grunde den Angeklagten frei. möglichst geringen Beiträgen der Stenographie vollständig mächtig zu werden. Es werden daher alle Interessenten gebeten, behufs Besprechung am Sonntag, den 13. d. M., Mittags 1 Uhr, in der Ostschule zu erscheinen. Theater. Thomas- Theater. " Soziale Ltebersicht. W und Rechtszustände, um dann nachzuweisen, wie die heutige Arbeiterbewegung mit ihren Zielen nothwendig aus den jeht herrschenden Produktions- und Austauschverhältnissen, dem durch das Dominiren des privaten, großen Kapitals charakterisirten Gesellschaftsbau, hervorgehen mußte. Der Vortrag fand großen Beifall. Von einer Diskussion wurde Abstand Polizeibericht. Am 8. d. Mts. wurde in der Gärtnerei genommen. Der Referent verlas dann noch die bekannte von Weise, Pappel- Allee 86/87, unter einem Haufen von Pferdesozialistische Rede, welche der Professor Amici vor seinen Studenten dünger ein obdachloser Arbeiter todt aufgefunden. Aus Ostpreußen. In Berliner bürgerlichen Blättern be- in Turin gehalten hat, daran die Betrachtung Inüpfend, daß es, felben Zeit wurde eine Frau in ihrer Wohnung in der Swine- nach welchem dort größere Arbeitseinstellungen vorgekommen sein Bourgeoisie sei, aus ihren Reihen dem Sozialismus immer neue Zu der fand sich dieser Tage eine Nachricht aus dem Kreise Pillfallen, wie dies eine Beispiel unter vielen zeige, das Schicksal der münderstraße erhängt vorgefunden.- In der Nähe des Branden- sollen. Auf eingezogene Erfundigungen ging uns folgende Nach- und dazu mit der Macht des Wiffens ausgestattete Kämpfer zuzuburger Thores vergiftete sich Mittags eine Frauensperson mittelst richt zu: Die beim Bau der Bahnstrecke Ragnit- Pillfallen- führen, was einer Schwächung ihrer selbst gleichkomme. Zum Strychnin und verstarb bald darauf. Vor dem Hause Stallupönen beschäftigten Arbeiter erhalten einen Tagelohn von Kassirer für den Osten wurde Genosse W. Lod, FriedrichsbergerSchwedterstr. 47 wurde zu derselben Zeit ein 3 jähriger Knabe 90 Bf. bis 1,20 M. Die Lebensmittelpreise haben nun in diesem straße 11, gewählt. von einem Geschäftswagen überfahren und erlitt anscheinend Jahre in Ostpreußen eine Höhe erreicht, wie man sie nur im innere Verlegungen.-Im Laufe des Tages fanden drei Nothstandsjahre 1867 fannte; der Scheffel Roggen foftete im Brände statt. Eine große öffentliche sozialdemokratische Wähler. Jahre 1885 5 M., jest 9 M. Die Fleischpreise haben ebenfalls Versammlung tagte am 6. März Mittags, um vornehmlich die eine fabelhafte Höhe erreicht. Wer die Genügsamkeit und die Genossen von Friedrichsberg, Lichtenberg und Wilhelmsberg zur Unterwürfigkeit der oftpreußischen Landarbeiter fennt, wird be- Aussprache über die Kandidaten zur Gemeindewahl und Aufgreifen, daß wenn diese Leute zum Streit greifen, ftellung von Arbeiterkandidaten dazu zu veranlassen. Der stattdie Zustände, unter welchen sie leben, thatsächlich nicht mehr liche Saal des„ Schwarzen Adler" war bis auf den letzten Platz auszuhalten sein müssen. Am Donnerstag voriger Woche haben dicht gefüllt. An Stelle des Reichstags- Abgeordneten Me 13 ger Die Hochzeit des Reservisten"- Poffe denn auch etwa 180 Arbeiter, die beim Bahnbau mit Erdarbeiten Sprach in etwa einstündigem, mit reichem Beifall belohnten Bormit Gefang in 4 Aften nach dem Französischen von F. Zellbeschäftigt wurden, die Arbeit eingesteät mit der Begründung. trage Genosse Franz Behrendt über das neue Sittlichkeitsbetitelt sich das Opus, welches sich Herr Conr. Dreher zu seiner daß es ihnen bei einem Tagesverdienst von durchschnittlich 1 M. gejeß, die„ lex Heinze". Der Redner beleuchtete den Entwurf zweiten Gastrolle gewählt hat. Die Hochzeit des Reservisten" ist nicht mehr möglich sei, sich arbeitsfähig zu erhalten. Auf der dieses Gesetzes in eingehender Weise und kam zu dem ein feichtes Machwert von solch" harmlosem Inhalt, daß man sich Schneidemühle Maczieten haben ebenfalls 100 Arbeiter, die Ergebniß, daß nur nur die Verwirklichung der menschheitin die Zeit eines Prehauser oder Jakob Ayrer zurückverfeht hier einen Tagelohn von 80 Pf. erhielten, die Arbeit nieder- erlöfenden Biele der Sozialdemokratie endgiltig Noth und Laster glaubt. Die Fabel ist von durchsichtiger Einfachheit. Der Zivilgelegt. Der Ausstand dauert noch an und jedenfalls wird er mit und damit die hohen" und niederen Zuhälter aus der Welt ingenieur Dstar Dantelmann ist Reservist und verheirathet. Von dem Siege der Arbeiter enden. Ragnit Pillfallen ist der Wahl- schaffen und Weib und Mann dem naturgemäßen Berufe zuführen der gerade in diese Zeit fallenden Reserve- Nebung läßt er sich kreis des„ Strohdach Flickers" Grafen Kanik; wenn nun schon werde, für den Nächsten zu leben und in seinem Glück und Wohldispensiren. Durch eine Verwechselung wird er aber deßungeachtet Erdarbeiter nur einen Tagelohn von 1 M. erhalten, was mögen befinden das eigene mitbegründen zu helfen. Den Siegeslauf der einberufen. Statt des ersehnten Brautgemaches erwartet ihn die dann wohl die dort so zahlreichen schnapsbrennenden Junker Sozialdemokratie hielten nicht Büttel und Talar, nicht Mixtur Ferienkolonie, wo er sich mit Gewehr und Besen amüsiren kann. ihren ländlichen Arbeitern im Winter zahlen? und Pflaster auf. Die Diskussion war sehr rege und bewegte Nachdem er wiederholt mit dem militärischen Reglement in sich in der Hauptsache im Sinne des Referenten. Man schritt Konflikt gerathen, verkleidet er sich als Bauer und desertirt. Arbeitslosen in Mölkau und auf dem Marktplate statt. Eine ward betont, daß man diesmal von Grundbesitzern Abstand In Leipzig fanden am 8. März Massenansammlungen von darauf zur Aufstellung der Kandidaten zur Gemeindewahl. ES Zum Schluffe löst sich das Mißverständniß seiner Einberufung Deputation wurde vom Bürgermeister Tröndlin empfangen, der nehmen und Leute wählen wolle, die für die arbeitende Be und er gelangt endlich in den unbestrittenen Besitz seiner jungen den sofortigen Angriff von Rathsarbeiten in Aussicht stellte, völkerung Verständniß, Herz und Muth hätten und auch über Frau. Die Posse zählt nicht zu den beiten ihrer Gattung, sie ist z. B. Abbruch der alten Gasanstalt, Beschleußungen zc. Ferner die nöthige Redegabe verfügten. Von unansässigen Bürgern der eine Dutzendarbeit und nach bekanntem Rezept zusammen gequirit. soll die Nathsgärtnerei eine größere Anzahl Personen beschäftigen. in Frage kommenden Orte habe man fünf ausgewählt, dieselben Man nehme, so man hat, um mit Susanne Kübler zu reden eine fleine Dosis Wit, einige Wortspiele, einige Klappbornverse, werden. Der Bürgermeister wies darauf hin, die Arbeitslosen Bernhard Lange, als erprobte Genossen in Vorschlag gebracht. Es sollen nur Leipziger, hauptsächlich Verheirathete berücksichtigt geprüft und davon zwei, die Genossen Ostar Schulze und einen Gran Handlung, viel Jokus, einige Verkleidungen und möchten sich an das Armenamt wenden, wogegen fich aber die Beide wurden darauf einstimmig von der Versammlung gewählt einen Ballast von nichtsfagenden allgemeinen Redensarten und Deputation aussprach, da die Arbeiter dadurch ihrer politischen und versprachen unter lebhaftem Beifall der Genoffen, die ihnen die Posse ist fix und fertig. Trotzdem aber, daß der Inhalt dieser Posse besser sein meisters, ob denn der Masse so viel an den politischen Rechten nach bestem Wissen und Können immerdar treu und gewissenhaft Rechte verlustig gehen würden. Auf die Frage des Bürger- gewordene vorläufig noch ebenso schwere als ehrenhafte Aufgabe Tönnte, hat sich das zahlreich erschienene Publikum auf das Beste gelegen sei, erwiderte der Sprecher der Deputation: Wir werden im Sinne ihrer Wähler zu erfüllen. Es wurde die Hoffnung amüfirt. Vor allem war es Dantelmann- Dreher, welcher den lieber hungern, als unsere politischen Rechte preisgeben", worauf ausgesprochen, daß von etwa 2300 in Frage kommenden Wählern Bogel abgeschoffen hat. Er war prächtig bei Humor und sein der Bürgermeister erklärte, daß er dafür sorgen wolle, daß durch aus dem Arbeiterstande recht wohl die Kandidaten dieser stärksten Rouplet Die Manieren" rief allgemeinen Jubel hervor. Der den Bezug von Armenunterstüßung Niemandem die politischen Klasse durchgebracht werden könnten. Unter Verschiedenem machte Gast fand die beste Unterstützung in dem Armeelieferanten Bern Rechte beschnitten würden. Die Haltung der Polizei war eine Genosse Lazarus auf die Genossenschaftsbäckerei aufmerksam hofer Grünfeld und Gätschenberger- Wirth, auch Baron Spär ruhige. ling Guthery nicht zu vergessen. Von den Damen wollen wir und forderte zur Theilnahme an derselben auf. Genosse Dünne zuerst Rosel" Fräulein Weiß hervorheben, welche sich durch An dem Kartell der Bremer, Hamburger, Antwerpener und beil mahnt zum Abonnement auf das Voltsblatt". Natürlichkeit, niedliches Aussehen und durch ihr schneidig vor Rotterdamer Schifffahrts- Gesellschaften werden sich die engli brausenden Hochs auf die Sozialdemokratie schloß die Vergetragenes Rouplet auszeichnete. Das gleiche Lob verdient auchschen Gesellschaften nicht betheiligen. Sie ziehen den Nugen fammlung. Fräulein Schlütter für ihre Darstellung der Sängerin". Ihr daraus, indem sie die Passagepreise gemäß den Beschlüssen des Liedchen trug fie reizend vor, auch ihre Toilette war allerliebst. fontinentalen Kartells erhöhten, wollen aber freie Hand be Auch die übrigen Darsteller und Darstellerinnen thaten nach halten. Kräften ihre Schuldigkeit. Die Posse wird gewiß eine Zeit lang die Näume des Thomastheaters füllen. Gerichts- Beitung. Ju der Friedländer'schen Bierbrauerei zu Oppeln haben jämmtliche Böttcher ihr Arbeitsverhältniß ge fündigt. Es wurde denselben zugemuthet, zwei Stunden täglich länger für denselben Lohn wie jetzt zu arbeiten. Zuzug ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Verbreitung des Vorstehenden gebeten. Ungewöhnliche Schwierigkeiten bereitete der III. Straffammer eine Verhandlung, die gestern gegen den Kaufmann Georg Schröder aus Odessa stattfand. Der Angeklagte, welcher deutschen Kaufleuten, die Verbindungen mit dem Auslande unter halten, gefährlich werden kann, ist ein abenteuerlicher Mensch und mit den Strafgefeßen schon mehrfach in Konflikt gekommen. Außer wegen Körperverlegung ist er auch schon wegen Diebstahls Aus Dortmund wird berichtet, daß am 1. April 1000 Arund im Jahre 1874 zu Hamburg wegen wiederholter Unter- beiter beim Bau des Emstanals Beschäftigung finden Schlagung und versuchten Todtschlages mit 8 Jahren Gefängniß werden. vorbestraft. Der Angeklagte ließ sich Anfangs der achtziger Versammlungen. M Mit Der Bauarbeiter Verein der Rosenthaler Vorstadt faßte in feiner Gigung am 28. Februar in Betreff der beim legten Wechseln des Vereinslokals vorgekommenen zu hohen Unfosten einstimmig folgenden Beschluß: " Die Versammlung erklärt sich mit der Abrechnung für Monat November einverstanden. Sie ist der Meinung, daß in Zukunft Ausgaben, wie beim leßten Umzuge, nicht ohne Genehmigung der Versammlung gemacht werden dürfen." Unter Verschiedenem empfahl Kollege Gaßmann die Anschaffung des Vereins- Gefeßes, was von der Versammlung einstimmig angenommen wurde. Der Ausschuß bewilligte ihm 40 M. aus der Bundeslasse. Im Allgemeinen wurde den Vereinen empfohlen, bei Veranstaltung von Vergnügungen mehr Vorsicht walten zu lassen. In einem Schreiben, welches zur Verlesung kam, wird den Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes der Vorwurf gemacht, daß dieselben wohl Arbeiterlieder fingen, aber nicht darnach handeln. Ob dies auf Wahrheit beruht, kann der Bund als solcher nicht untersuchen, Die gesammte Belegschaft vom Wilhelmssch a cht des Durer Kohlenvereins streift. Am vergangenen Sonnabend wurde drei Arbeitern gekündigt, weshalb 39 Mann die Einfahrt Arbeiter Säugerbund Berlins und Umgegend. Auss verweigerten; als auch diesen 39 Mann gekündigt wurde, er- schußsigung am 28. Februar. Der erste Punkt der Härten sämmtliche Arbeiter der Nachtschicht, sie würden vor Tagesordnung wurde durch Aufnahme von drei Vereinen erledigt. Burücknahme der Kündigung nicht mehr arbeiten. Der Liederabend des Bundes findet am 18. März im Saale der Aktienbrauerei Friedrichshain statt, sofern nicht von der Lokal tommission eine Abänderung vorgenommen wird. Das Arrangement ist in der Weise geregelt, daß 15 Piecen von einzelnen Vereinen resp. Gruppen ausgeführt werden; dieselben sind Jahre in Odessa nieder und übernahm dort die Vertretung das Polizei Amt ersucht, im Großhandel und im Ladenverkehr Arbeiter- Gesangsfestes in der Umgegend Berlins Schritte zu Zur Sonntagsruhe. Die Lübecker Handelskammer hat ausgeloost. Der Vorstand hat zur Veranstaltung eines großen einer größeren Anzahl, namentlich auch deutscher Firmen. An- den Schluß der Geschäftszeit für Sonntags Nachmittags thun. Da voraussichtlich Vereine Ausflüge nach Buckow zum fangs fchten er auch ganz gewissenhaft seines Amtes zu walten, 1 Uhr anzuordnen und dahin zu wirken, daß die dem öffentlichen Sommer planen, so wurden diese aufmerkſain gemacht, das zu Schulden kommen, und bei dem deutschen Generalfonfulate in welcher die Läden zu schließen sind, auf die Zeit von 9 bis zu meiden. vom Jahre 1884 an aber ließ er sich grobe Unregelmäßigkeiten Gottesdienst am Sonntag Vormittag gewidmete Zeit, während dortige Gasthaus zur Märkischen Schweiz aus bekannten Gründen Ein Verein, welcher angeklagt war, außerhalb Ddessa wurde über ihn lebhafte Klage geführt. Der Angeklagte 10%/ Uhr Vormittags beschränkt werde. Die Geschäftszeit würde Berlins ein öffentliches Konzert unangemeldet veranstaltet zu hatte das Vertrauen mehrerer deutscher Kaufleute gröblich ge- von 6/ 2-9 Uhr Vormittags und von 10%/ 2-1 Uhr, also fünfhaben, hat den Prozeß verloren und sämmtliche Kosten zu tragen. mißbraucht, indem er ihm zugesandte Waaren schleunigst zu Stunden, dauern. Gelde machte, ohne mit seinen Auftraggebern abzurechnen. Er ließ schließlich gar nichts mehr von sich hören und feine Kommittenten hatten das Nachsehen. Auf Antrag einer Anzahl Kaufleute erließ das Berliner Amtsgericht am 23. Januar 1890 den Haftbefehl gegen ihn; einem Antrage auf Auslieferung gaben aber die russischen Behörden nicht statt, sie nahmen denselben vielmehr in Untersuchungshaft und leiteten Der fozialdemokratische Wahlverein für den dritten da derselbe sich nicht mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen verfa ber gegen ihn vorliegenden Straftaten selbst das Straf Berliner Reichstags- Wahlkreis hörte in feiner am 8. D. W. Darf; jedoch ist anzunehmen, daß der Vorwurf nur Einzelheiten verfahren ein. Daffelbe endete mit der Einstellung des Ver- stattgehabten Bersammlung einen Vortrag des Reichstags musiker für einzelne Vereine zu theuer feien. Durch Berlesung zur Grundlage hat. Ein Vertreter beklagte sich, daß Berufsfahrens, nur durch Beschluß des Odeffaer Bezirksgerichts. Abgeordneten Schultze über die Ebartisten Bewegung des Tarifs wurde das widerlegt und werden die Vereine im Reichstags- musiker Der Angeklagte wurde aus Rußland ausgewiefen, an der Wenn von revolutionären Erhebungen gesprochen werde, meinte Interesse der Solidarität ersucht, im Bedarfsfalle sich nur an Grenze jedoch auf Grund des Haftbefehls vom 23. Januar 1890 Redner, habe man immer nur auf Frankreich Bezug genommen, die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker zu wenden. in Haft genommen, da es sich, wie gesagt, nur um einen Beobgleich England gleichfalls große revolutionäre Bewegungen, schluß, nicht aber um ein freisprechendes Erkenntniß des wie die Chartisten- Bewegung, aufzuweisen habe. Die Blicke der Odessaer Gerichts handelte. Der Angefchuldigte wurde nun be- Arbeiterwelt richteten sich seit neuerer Zeit mehr auf England, ihrer letzten Generalversammlung die Staffen- Abrechnung entgegen; Die Freie Vereinigung der Vergolderinnen nahm in fchuldigt im Jahre 1885 dem Auskunftsbureau Schimmelpfeng, da die dortigen Verhältnisse für die kontinentale Arbeiterbewegung dieselbe stellte sich folgendermaßen: Einnahme 149 M. 10 f., für welches er in Odeffa thätig war, 736 M., ferner im Jahre von großer Bedeutung seien, insbesondere jetzt, wo sich in Eng Ausgabe 13 M. 20 Bf., Ueberschuß 185 M. 90 Pf. Der Raffirerin 1886 der Zwirnerei und Nähfadenfabrik zu Göggingen 97 Groß land ein Riesenstreit vorbereite, der weit über die Grenzen des wurde Decharge ertheilt. Kollege Schuller. berichtete dann Glanzfäden, im Jahre 1887 dem Kaufmann Robert Scharlach zu Landes hinaus von hoher Bedeutung sei, indem die Arbeiter über die Verhandlungen der Generalversammlung zu Köln und Chemnitz Waaren im Werthe von 704 M. und in demselben bewegung international und jener Streit lehrreich sein werde besprach einige wichtige Paragraphen des Statuts. Hierauf wurde Jahre dem Kaufmann Nestermann die Valuta eines Wechsels nicht nur für die englischen über 748 M. unterschlagen zu haben. Ueber das Borliegen der für die Arbeiter aller Kulturstaaten. Auf die Chartisten- Bewegung einigung aufzulösen und dem deutschen Bergolderverband beizu Arbeiter, sondern auch nach einer kleinen Debatte einstimmig beschloffen, die freie BerUnterschlagungen herrschte an sich kein Zweifel, dagegen macht übergehend, entrollte der Vortragende ein geschichtliches Bild dieser treten. Hinsichtlich der Theilung des Vermögens entschied man der Rechtsanwalt Wronfer eine ganze Reihe von Präjudicial: Bewegung unter Berücksichtigung aller dieselben bedingenden sich dahin, 30 M. den ausgesperrten Handschuhmachern in Ginwänden geltend, welche längere Erörterungen erforderten. und beeinflussenden Verhältnisse. Redner folgerte aus dem Zu- Friedrichshagen, 30 M. den ausgesperrten Buchdruckern und Dazu gehörte vor Allem der Hinweis auf den Grundsay: sammenbruche der Chartistenbewegung, daß eine Arbeiter 20 M. einem Kollegen, welcher durch Krankheit feiner Familie Ne bis in sodann mehrere Einwände, welche bewegung, folle fie Erfolg haben, Forderungen aufstellen müsse, schwer zu kämpfen hat, zu überweisen. Vom übrigen Theil des dem russischen Straf- und Handelsrecht entnommen waren. welche das Proletariat danernd an sich zu fesseln vermöge und Vermögens sollen allen Mitgliedern, welche spätestens Montag, Nach russischem Recht trifft in solchen Fällen kaufmännischer daß sie ihr Augenmerk auf alle politischen wie wirthschaftlichen den 21. März, ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, die AufUnterschlagung keine strafrechtliche Verfolgung ein, bevor nicht Umstände zu richten und die Art an die Wurzel des Uebels an- nahmegebühren zum Verband erstattet werden. Der Rest des handelsgerichtlich über dieselbe entschieden ist. Nach einer anderen Bestimmung muß binnen Jahresfrist nach Aufhebung der Ber- ulegen habe und dieses sei die privatkapitaliftifche Produktions- Bermögens fällt dem Unterstützungsfonds der im Vergolder- und bindung Klage erhoben werden, sonst tritt Verjährung ein und und an deren Stelle die sozialistische Gesellschaft zu setzen. Wenn Deutschlands zu. Die Vorsitzende forderte die Anwesenden noch weise und die bürgerliche Gesellschaft. Diese feien zu beseitigen verwandten Gewerben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen schließlich wird nach russischem Hecht ein Agent oder Kommissionär, wir in erster Linie die politische Macht erstreben, so gefchehe auf, rege dahin zu agitiren, daß alle im Gewerbe beschäftigten sobald ihm die Waare zum Verkauf übertragen wird, Eigen- dieses, um durch dieselbe in die Lage zu kommen, die wirthschaft- Arbeiterinnen dem Verbande beitreten. thümer derfelben. Der Haupteinwand, den R.-A. Wronter aber liche Umgestaltung vollziehen zu können. Der Vortrag, an den Versammlung bei Scheffer erfolgen die Aufnahmen in den BerAm 21. März in der machte, war der Ginwand der Verjährung. Laut russischen sich eine Diskussion nicht schloß, erzielte den lebhaftesten Beifall band. Ferner wurden alle Kollegen ersucht, die Zeitung in die Gesetzen verjährt nämlich eine Strafthat, die mit Gefängniß be- der Versammlung. Zum Buntie Vereinsangelegenheiten" legte Hände ihrer Kolleginnen gelangen au laffen, um über den Be droht ist und bei welcher der Werth 300 Rubel nicht übersteigt, Genosse Herzog die Abrechnung vom Stiftungsfeste vor. Das schluß der heutigen Versammlung Aufklärung zu schaffen. ir zwei Jahren. Durch eine eingehende Beweisaufnahme wurbe felbe erbrachte einen Ueberschuß von 132 m. 40 Pf., welcher der nun festgestellt, daß in allen Fällen, die dem Angeklagten zur Kaffe des Wahlvereins überlassen wurde. Arbeitslofe Mitglieder beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Die Freie Vereinigung der in der Papierindustrie Last gelegt wurden, die Grenze von 800 Rubel nicht über fönnen Stundung der Vereinsbeiträge durch den Vorstand er umgegend hörte am 29. Februar einen Vortrag des Herrn Schritten, die Verjährung also eingetreten war. Staatsanwalt Riegel halten. Die Arbeiter Bildungsschule wurde dem Interesse der Dr. Fehlauer, in welchem derselbe interessante Ausführungen Deshalb unter dem Ausdrucke des Bedauerns, daß der Angeklagte für seine erheblichen Genossen dringend empfohlen und die Versammlung nachdem ge- über die Ernährungsarten verschiedener Völkerschaften und eine Unterschlagungen straflos bleibt, selbst die Einstellung des schlossen. allgemeine Uebersicht der Nährstoffe, sowohl der Fleische wie der Berfahrens beantragen. Er hielt es für einen Att ausgleichender Im sozialdemokratischen Wahlverein für den vierten Pflanzenkost gab. An den Vortrag schloß sich eine interessante Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 7. März Reichstags- Diskussion. Zur Regelung des Urbeitsnachweises wurde dann mußte " " Allee 3-4, bei Krause. -G Butunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. Borar, eine Rommission von sieben Personen gewählt, ferner ein Antrag| glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ede bei Schulz.- Go2, Sie litten nur am Steuerhinterziehungs- Bazillus, und da diese angenommen, nach welchem die zu gründende Bibliothek von den Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigkeit,( Sutmacher), Bappel- Krankheit unter den Begüterten epidemisch ist, so thut ihr Vers Zahlstelleninhabern verwaltet werden soll. Als Delegirter für Sarmonie, Tempelhof, Dorfitr. 10, bet Gerth.- Bettchen blau, kott- gehen ihrem Ansehen feinen Eintrag. den Gewerkschaftskongreß wurde einstimmig Kollege Freuden- bufer Damm 39, bei Jafob. Butunft 2, Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. reich gewählt. Nachdem noch Kollege Ehlert auf die am Frischmann.- Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Ostpreußischer Männer: Gefangverein, Jüdenftr. 55, bei Sonntag, den 20. März, im Lokale Königsbank" statt- Admiralstraße 38, bei 2ülow. Geeger'fcher Gesangverein, findende Matinee, sowie Kollege Schwarzburger auf eine Blumenstraße 46, bet Wend. Matglöckchen 2, G.-D., Manteuffelstr. 67, öffentliche Kartonarbeiter und Arbeiterinnen- Versammlung, die bet Springstubbe. Eintracht, Glienicke bei Adlershof, bei Keller Ginigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amaltenstraße, bei Hann. Soff am Montag, den 14. März bei Seeger, Grüner Weg 29, stattfindet, aufmerksam gemacht hatte, schloß der Vorsitzende die Verfammlung. Im Verein deutscher Schuhmacher beschäftigte man sich am 29. Februar mit dem Organisationsentwurf der General tommission und nahm nach sehr lebhafter Diskussion folgende vom Kollegen Benz gestellte Resolution einstimmig an: " Die Versammlung des Vereins deutscher Schuhmacher tann fich für den Organisationsentwurf der Generalfommission nicht erwärmen, da sie der Ansicht ist, daß der Entwurf die organifirten Arbeiter in materieller Hinsicht zu sehr belastet. Sie schließt sich vielmehr der Resolution der Nürnberger Gewerkschaften an." Der Vorsitzende gab dann bekannt, daß die Zahlstelle Charlottenburg am 12. März ihr Stiftungsfest feiert und ersuchte um zahlreiche Betheiligung. berger- und Forsterstraßen- Ecke, bet Spindler. In Schönhausen bei Schönau hat sich der Gemeinde vorsteher Gutsbesitzer Friedrich Speer aus noch nicht bestimmter Ursache erschossen. Es hat ihm nicht an konfessioneller Religion gefehlt, dem Herrn Ruge aus Züngeda, denn er war daselbst nung 3", Brandenburg, Neuft. Markt 2, bet Weybmers.- Freie Sänger, Pfarrer, und doch wurde er vom Schwurgericht Gotha zu Langefstr. 108, bei Nebelin. 8utunft 3, Belten, bet W. Grunow. 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt, weil er eine ledige Magd zum Kreuzberger Harmonie, Lindenstr. 106, bet Poppe. Nordstern, Meineid verleitet hatte. Das Mädchen muß den Verkehr Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr nachmittags, Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Liebes- cho, Reichen mit diesem Pfaffen mit 9 Monaten Gefängniß büßen. Eine Belohnung von vierzigtausend Mark verspricht Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ein Herr G. Lehmann in Blasewiß- Dresden Demjenigen, der Donnerstag: Humoristischer Verein Bautenschwengel, bet sommer, ihm den Aufenthalt des Kapitäns Sander nachweist, der Stallschreiberstr. 58. Musikverein Animo, bei Schmidt, Wrangelftr. 141. Raporte, Solmsstr. 1. Geselliger Berein Grüne Eiche,( vor dem Halle'schen Thor), bei am 15. Mai 1872 Befehlshaber des deutschen Dampfschiffes Vergnügungsverein Hilaritas, bet Tempel, Amalie" war. Breslauerstr. 27. Rauchflub Graue Wolte, bet Jörte, Krautstr. 6." Theaterverein Fideler Geift, bei Schneider, Adalbertſtr. 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer Gefangverein Alt- Dessau, Abends Uhr, bei A. Niemann, Görliger ftraße 42. Gefangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereing für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Musitverein Osiris, Abends 9 Uhr, bei Roll, Adalberstr. 21.- Musikstraße 31. bei Göze. 1 verein Frisch auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Theaterverein effing, Abends 9 Uhr, bei Musehold, LandsbergerIn der öffentlichen Versammlung der Lithographen und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Berlins am 1. März, die leider sehr schwach besucht war, er Gefelliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedterstattete zunächst Kollege Schrader Bericht über den Stand des straße 44. Geselliger Bevein Regina, Oranienstr. 121, bet Seifert. Unterstüßungsfonds. Die Gesammteinnahme betrug 1678,08 M., Geselliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Oranienftr. 153 1 r., Verein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, punti die Gesammtausgabe 452,96 M., mithin bleibt ein Bestand von 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerftr. 18. Pfropfenverein Webbing, Abends 1225,12 M. Der Ueberschuß vom Sommerfest beträgt 69,28 M. 8% uhr, bet Helterhoff, Antonftr. 5. Der Kommission wurde Decharge ertheilt. Ein Antrag des Kollegen Staligerstr. 41. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Schrader, die 50 Pf.- und 25 Pf.- Marken abzuschaffen, da die K. Kahlert, Reichenbergerſtr. 131q.- Raudtlub Ohnesorge, übends 9 Uhr, selben nicht mehr gekauft werden, wurde angenommen. Die in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Rauchklub Kernspise, Abends Bersammlung bewilligte auf Antrag desselben Kollegen aus dem Unter- 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Stügungsfonds 300 M. zur Unterstüßung arbeitsloser Kollegen. Zu tlub Nid wärts, Abends 8% Uhr, bei Arndt, Pallisadenftr. 47. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84.- Stat: Revisoren wurden die Kollegen Schüssel, Gehlert und Eysen, und in die Kommission Kollege Hildebrandt gewählt. Beim Geschäftsbericht der Kommission theilte Rollege Dübelt mit, daß für die streifenden Tabatarbeiter 30 m. und für die Buchdrucker 50 M. an die Generalfommission abgeführt worden sind. Die im Sommer 1891 veranstaltete Sammlung zu Gunsten dreier hilfsbedürftigen Lithographen ergab, wie Kollege Schüssel berichtete, die Samme von 361 M., welche an die Betreffenden ausgezahlt wurden. Der Ueberschuß von 5 M. 50 Pf. fiel dem Unterstüßungsfonds zu. Den Bericht der Liquidations- Kommission des Fachvereins der Lithographen gab Kollege Hildebrandt. Mit der Frage, ob die Broschüre über die Lage der Lithographie gedruckt werden solle oder nicht, wird sich eine demnächst einzuberufende Versammlung beschäftigen. Der Redner Im sozialdemokratischen Verein Vorwärts" Rigdorf hielt am 1. März Genosse Ti um einen Vortrag über Die soziale Entwickelung der Arbeiterbewegung. erntete reichen Beifall, und die Diskussion gestaltete sich zu einer sehr regen. In der Bause traten zirka 15 Genossen dem Verein wieder bei. Alsdann wurde ein Antrag, den Genossen Peus zum Ehrenmitglied des Vereins„ Vorwärts" zu ernennen, mit Be geisterung einstimmig angenommen. Da die„ Rigdorfer Zeitung" fich in letzter Zeit in ganz auffälliger Weise mit unserer Partei resp. unsern Versammlungen 2c. beschäftigt, so wurde das Abonnement dieser Zeitung auf Kosten des Vereins beschlossen. Der Bibliothekar Schüttke, Richardsplay 15, macht noch be: tannt, daß er von jetzt ab jeden Abend von 1/ 28-1/ 29 Uhr ( außer Freitags) in seiner Wohnung zu sprechen sei, und ersuchte die Genossen, sich recht rege an dem Gebrauch der Bücher zu betheiligen. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifizirt zu werden. An die Arbeiter Berlins und Umgegend. Da mich die Firma Bär Sohn in ihren Sprechsaal- Er widerungen und auch in der am 4. d. M. stattgehabten Volksversammlung( in welcher ich leider nicht anwesend sein konnte) in die Debatte gezogen hat, ich aber gar nicht Mitglied der in Betracht kommenden Kommissionen bin, vielmehr im Einverständniß aller Betheiligten nur hinzu gezogen wurde, erkläre ich folgendes: Schon vor einem Jahr war ein Konflikt zwischen unseren organisirten Kollegen und der Firma Bär Sohn ausgebrochen, dessen Verlauf ähnlich wie jezt von jener Firma begegnet wurde. Inhaber sich mit dem Nimbus umgaben, Parteigenossen zu sein und Ich selbst traute dem guten Willen der Firma, um so mehr, als die suchte daher eine Verständigung zu erzielen. Ich bin ob meines selbstlosen Einigungsversuches bitter enttäuscht worden und übel wurde mir derselbe gelohnt, denn die Firma stellte mich mit anderen Bersonen hin, als wäre unser Vorgehen von persönlichem Interesse diftirt gewesen. " gegeben? Oder wo habe ich aus Konkurrenzneid" gehandelt? Ich frage nun, wo ist irgend ein leiser Anhalt dafür Derartiges zu behaupten aus Mangel an besseren Gründen Rigdorf. In einer Boltsversammlung hielt am ist eine Kampfesweise, für deren Bezeichnung ich keinen Ausdruck 5. März Schneider Steinmar einen Vortrag über: Die zehn tenne. Gebote und die besitzenden Klassen." Er wies in demselben unter Es kann von„ maßlosen Anschuldigungen" und" unberechtigtem Anführung von Beispielen aus der neueren Zeit nach, wie die Vorgehen" um so weniger die Rede sein, als die Zustände, wie sie von Besitzenden und Herrschenden, die darauf bringen, daß dem der Agitationstommiffion geschildert werden, nicht nur vollständig Volke" die Religion erhalten bleibe und seinen Kindern zutreffen, sondern sogar noch des Belastenderen entbehren, was Barum unter Anderem der Katechismus eingepaukt werde, mit Leichtigkeit nachgewiesen werden kann. Ihrer, der Firma selber im Gegensatz zu den Forderungen dieser Ge Bär Söhne, philanthropischen Gefühle wegen mit größeren Rück bote handeln. Die Ausführungen des Redners wurden fichten vorzugehen kann nicht von Arbeiterorganisationen verlangt mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In der Diskussion sprachen werden; dieses habe ich zu verschiedenen Malen jenen Herren verschiedene Redner in seinem Sinne. Von einigen derselben gesagt. Denn wo würde unsere Sache hinkommen, wenn wir wurde zum Austritt aus der Kirche aufgefordert. Auf Wunsch die beliebte Ausrede der treibenden Konkurrenz gelten lassen legte einer der Redner die Formalitäten dar, welche hierzu nöthig würden? Dann stände in Wirklichkeit die schlechteste Konkurrenz sind. Nach dem Schlußwort des Referenten wurde folgende Re- unter dem Schutze der schlechten. folution angenommen: August Täterow, Mauerstraße 9. Die Versammlung erklärt sich mit dem Vortrag einverstanden( Nachdem nunmehr jede der streitenden Parteien genügend und verpflichtet sich, den bestehenden Arbeitervereinigungen( Verein zu Wort gekommen, schließen wir die Diskussion. Vorwärts" und" Freireligiöse Gemeinde") beizutreten, sowie die Redaktion des Vorwärts.") Kinder im Sinne der Sozialdemokratie erziehen zu lassen." Unter Berschiedenem" tam es zu einer Auseinandersetzung mit dem Redakteur der Rigdorfer Zeitung", Herrn Dr. Böhm. Bom Genossen Sonneberg wurden diesem Blättchen diverse Sünden vorgeworfen, welche es gegen die kämpfenden Arbeiter begangen hat. Herr Böhm versuchte darauf erfolglos, das Blatt # Vermischtes. Eisenbahn- Unglück. Auf der Station Goddelau der Niedbahn stieß ein von Mannheim kommender Güterzug auf einen rangirenden Güterzug. Sechs Personen wurden verlegt, zum Theil schwer. Der Schaden an Material ist bedeutend. " Etwas für unseren Eisenbahn- Minister. Wie wir aus dem Londoner Standard" von gestern ersehen, sind auf der englischen South- Eastern Railway amerikanische Eisens bahn- Wagen versuchsweise eingestellt worden, und die Probe scheint vortrefflich ausgefallen zu sein. Die amerikanischen Eisenbahn- Wagen sind nicht in Koupee's abgetheilt, breiter als die schweizerischen und württembergischen Wagen und mit solchen Bequemlichkeiten ausgestattet, daß die europäischen Wagen daneben als wahre Marterkasten erscheinen. Es wäre sehr gut, wenn auch in Deutschland einmal der Verfuch gemacht würde. Das Publikum würde sich sicherlich so fort von den außerordentlichen Vorzügen des amerikanischen Systems überzeugen. Oder müssen wir in Allem den anderen Völkern nachhinken? Literarisches. " Miller, E., früh. Hauptmann 3. D. Ein Aufschrei mishandelter Soldaten." Verlag von Robert Luz, Stuttgart, Preis 60 Pfg. Von dieser im Reichstage wiederholt erwähnten Schrift, in welcher eine Reihe von Soldatenmißhandlungen aus allen Theilen Deutschlands aufgeführt ist, erschien soeben eine neue Auflage, welcher auch der Erlaß des Prinzen Georg von Sachfen einverleibt wurde. Plekner, Maximilian, Kgl. preuß. Hauptmann a. D. Ein Blick auf die großen Erfindungen des zwanzigsten Jahrhunderts. I. Die Zukunft des elektrischen Fernsehers. Ferd. Dümmler's Verlags- Buchhandlung, Berlin 1892. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Brüssel, 9. März. Morgen tagt hier die parlamentarische Bentralfektion für das Referendum; die Zustimmung derselben zum Referendum ist gesichert. Aller Voraussicht nach schließt sich die Rechte in dem Sinne an, daß sie das Referendum kurzweg vor die Konstituante verweist. Falls wider Erwarten die Rechte neue Schwierigkeiten machen oder einzelne Mitglieder derselben die Verweisung vor die Konstituante unter Vorbehalt ihres gegen setzlichen Votums in der Konstituante beschließen sollen, so demissionirt das Kabinet Beernaert sofort. Der König wird dann ein Kabinet Lambremont berufen, das mit Ausnahme Beernaert's die jetzigen Minister aufnehmen wird. Dieses Geschäftskabinet hätte sodann die Kammerauflösung und die Wahlen vorzunehmen. Rom, 9. März.( Rammersihung.) Pugliese fragt an, wie die Regierung die großen Schwierigkeiten, welchen die Einfuhr italienischen Weins in Deutschland begegnet, zu beseitigen gedenke. Der Ministerpräsident di Rudini antwortet hierauf, daß die Ausführung des deutsch italienischen Vertrages thatsächlich auf ernste Hindernisse gestoßen sei. Italien habe hierüber Vorstellungen erhoben, worauf die deutsche Reichsregierung versprochen habe, den Wünschen Italiens entsprechende Maßregeln der Genehmigung des Reichstages zu unterbreiten. Was den Wein in Behältern anlange, so habe Deutschland nunmehr provisorisch dessen Einfuhr zuge laffen. Pugliese. erinnert daran in seiner Erwiderung, daß Minister Rudini es früher für möglich erklärt habe, daß Wein in Behältern in Deutschland nicht zugelassen werde, daß dies nun provisorisch geschehen sei, tönne nicht genügen. Indem er noch mals auf die enormen Schwierigkeiten hinweist, welche die deutschen Zollämter dem italienischen Weine bereiteten, erklärte er sich von den Mittheilungen des Ministers nicht befriedigt, und fündigte daher eine Interpellation an. Rudini wiederholt, daß über die Frage Verhandlungen schwebten. Die Nothwendigkeit einer Interpellation sehe er nicht ein. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) zu rechtfertigen. Nach diesem theilweise sehr humoristischen Byzantinisches. Wolff's telegraphisches Bureau verbreitet Zwischenfall ging die Versammlung mit einem begeisternden Hoch folgende Depesche aus Darmstadt:" Prinz Waldemar ist hier auf die Sozialdemokratie auseinander. eingetroffen." Prinz Waldemar ist der noch nicht vier Jahr alte Sohn des Prinzen Heinrich von Preußen. An jener Nachricht des liebedienerischen Wolff'schen Bureaus fehlt gerade noch Cadig, 9. März. Der Anarchistenprozeß hat heute begonnen. der Say, daß sich das vierjährige Kind sehr anerkennend über Die Gendarmerie zerstreute die Ansammlungen von Menschen. die Haltung der hessischen Regierung ausgesprochen und den vor dem Justizpalaste. Mehrere Verhaftungen wurden vor Premierminister Finger seines allerhöchsten Wohlwollens ver- genommen. sichert habe. Verein sildung und Geselligkeit. Heute Abend 8% Uhr, in Zäger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13, Theater- Borstellung. Allgemeiner deutscher Tapezierer- Verein.( Filiale Berlin) Ber: fammlung jeden Donnerstag nach dem 15., Abends 8 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Verein der Stralsunder. Heute Abend 9% Uhr, im Restaurant Beißer, Grünstr. 7-8, außerordentliche General- Versammlung. Zentralverband der Konditorgehilfen, Pfefferküchler etc.( Lokalverein Berlin.) Mitglieder- Versammlungen an jedem zweiten und vierten Wegen Beleidigung des Kaisers verurtheilte die StrafDonnerstag im Monat, bei Feuerstein( Gartenfaal), Alte Jakobstr. 75. fammer zu Saargemünd einen Arbeiter zu einem Jahr Lese- u. Diskutirklubo. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, Gefängniß. bet Schröder, Wiefenstr. 39,- Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Briefkaffen der Redaktion. Gieshoit. Süd- Ost, bei Tolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Gce. Zur Steuereinschätzung. Im frommen Erfurt gab es Spinoga, Abends 8% Uhr, bei Hoffmann, Wrangelstr. 32. Seine, vor dem Inkrafttreten des neuen Steuergesetzes 3 Millionäre, G. B. 35. Der Zahlungsbefehl hat Giltigkeit. Rirdorf, Abends 8% Uhr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrenhausstraßen Ecte. na ch demselben nicht weniger als 33, worunter 10- Thaler- Trene Abonnentin Spandau. Die Abgeordneten kommen Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- millionäre. Die frommen patriotischen reichen Leute haben das aus zwei verschiedenen Thüren, die eine bedeutet Ja, die andere stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Annenstraße 9, bei Prog. unverzagt, töpenickerstraße 127a, bei Bibelwort:" Du sollst die Linke nicht wissen lassen, was die Nein. Die Abgeordneten werden gezählt und deshalb nennt man Rüfter. Kornblume, Blumenstraße 54, bei Wuttke. Frühlings Rechte thut" wörtlich genommen, indem sie sich auf Kosten ihrer dieses Verfahren Hammelsprung". lust, Flottwellstraße 5, bet Bartel. Brezelschluß, Annenftr. 16, ärmieren Nächsten um die volle Erfüllung der Steuerpflicht Dr. 3. 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