Nr. 29. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1902 unter nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und G Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das Vorwärts übrige Ausland 3 Mart pro Monat. is an old Erscheint täglich außer Montags. oth Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Roloner zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpebition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Zoll- Chaos. Die offiziöse Erklärung über die ernstliche Gefährdung des Boll tarifes durch die agrarischen Forderungen hat die bisherige Bollwirrnis taum erheblich geklärt. Gerade die Presse derjenigen Bar teien, für welche die Regierungserklärung bestimmt war, verharrt entweder in ratlosem Schweigen oder sucht eine Ausflucht in ausweichender Beantwortung. nicht. " Dienstag, den 4. Februar 1902. schlossen seien, über die Getreidemindestzölle unter einen Um ständen hinauszugehen". Vielmehr sei es nun die Aufgabe des Bundes der Landwirte, endlich flare und bindende Antwort zu geben, ob er nunmehr zu einem Kompromiß geneigt ist und wie weit er eventuell von seiner ursprünglichen Forderung( nämlich dem 7,50 M. Mindestzoll für die vier Getreide- Arten) herunterzugehen gewillt ist?" Politische Webersicht. Der Reichstag Berlin, den 3. Februar. Expedition: SW. 19, Beutl- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. an die Landesregierungen. Nur für einzelne Fälle wollte er die Kompetenz des Reiches geltend machen. Dabei gab er unter anderm an, daß die fürchterlichen Angaben, die vor einigen Monaten über das Elisabeth- Kinderkrankenhaus durch die Presse gelaufen sind, auf Wahrheit beruhen. Dort sind vermutlich durch die Unsauberkeit des Pflegepersonals Säug linge, die wegen andrer Krankheiten Aufnahme gefunden haben, geschlechtskrank geworden. Die Ansicht des Ministers, daß die Erörterung dieser Bustände eigentlich nicht vor dem Reichstag gehöre, wurde nur von dem geschworenen Verteidiger des Berliner Kommunalfreisinns Herrn Dr. Hermes geteilt, der in kläglicher HilfTosigkeit die Berliner Stadtverwaltung reinzuwaschen fuchte. Zwei Redner der Nationalliberalen, die Herren Graf Oriola und Prinz Schönaich- Carotath erklärten in Uebereinstimmung mit dem Redner des Centrums, daß Antrick sich ein wirkliches Verdienst durch sein Vorgehen erworben habe und daß der Reichstag auch der richtige Ort für die Aufdeckung solcher Mißstände sei. Sie desavouierten babei ihren Parteigenossen Francen, der die schlechte Be zahlung der Wärter damit zu entschuldigen versucht hatte, daß christliche Nächstenliebe und Aufopferung überhaupt nicht mit Geld zu bezahlen sei. Genosse Peus schloß die Debatte hierüber durch die Forderung ab, daß die Krankenhäuser einer Kontrolle durch unabhängige Bürger unterworfen würden. Abgeordnetenhaus. Es sei noch verzeichnet, daß die eigentlichen Blätter der Sammelpolitik, wie die" Post" und die nationalliberale Bresse, Die Kreuz- Beitung" drudte am Sonntag die Erklärung der dringend auffordern zur Einigung aller göllnerparteien auf die Nordd. Allg. Ztg." ab, ohne ein Wort dazu zu finden. Auch Regierungsvorlage. im Abendblatt vom Montag weiß die Redaktion des Blattes noch So hat die Regierungserklärung das chaotische Durcheinander nicht, was sie sagen soll, um nicht ihre Partei vorzeitig zu binden. Der streitenden Zollparteien kaum erheblich ent: virrt. Die unsägliche Desgleichen existiert für die Konservative Korrespondenz", das Gier des Brotwuchers will sich nicht genügen lassen an den reichlichen offizielle Parteiblatt der Konservativen, die Regierungsnote noch Bissen der Regierungsvorlage. Das niedrige Ränkespiel der gegenseitigen Die tonservative Partei will sich also gründlich überlegen, politischen lebervorteilung unter den Bollparteien ergänzt würdig die ob sie ihre bisherige Taktit des Ueberforderns beibehalten oder den gemeine Sucht nach vermehrtem Ausmaß der Volksauswucherung. Mahnungen der Regierung gehorchen will. Leicht ist den Herren Die Zolloppofition die nicht von dem Zerwürfnis ihrer Junkern diese Entscheidung nicht. Verbleiben sie bei den Forderungen, Gegner, fondern aus der eignen Kraft ihren Erfolg erwartet! die sie bisher erhoben haben, so entsteht die Gefahr, daß für die darf mit Genugthuung die politische und moralische Verwahrlosung wichtigsten Tarifpofitionen schon in der Zollkommission überhaupt keine feststellen, der die Wucherparteien im innern Streit um die Beute Mehrheit zu stande kommt und am konservativen Widerstand das von Tag zu Tag mehr verfallen. große Wucherwerk scheitert. Bescheiden sich die Konservativen mit der Regierungsvorlage, so verraten sie gerade diejenigen Forderungen, deren Notwendigkeit sie der Landwirtschaft als auf wissenschaftlichen Berechnungen beruhend und als unbedingt erforderlich, wenn die Zwischendurch wurde noch die Bekämpfung der MilzbrandLandwirtschaft nicht völlig zu Grunde gehen soll, in lautester Agitaerkrankung der Borsten- und Pinselarbeiter erörtert. Genosse tion vorgetäuscht haben. Eine schwere Entscheidung! Südetum forderte die obligatorische Einführung der Nur die Deutsche Tageszeitung" ist schnell fertig mit ihrem tam Heute in seinen Erörterungen über das Reichs Desinfektion des Materials auch der Ziegenhaare durch Urteil. Wäre das Bündlerblatt die konservative Partei, so wäre die Gesundheitsamt nicht hinaus. Im Vordergrunde des strömenden Dampf. Dem Direktor des Reichs- Gesundheitsamtes, ernstliche Gefährdung" der Zollvorlage fast besiegelt. Zwar erachtet Interesses stand die Rede, die Genosse Antric am Sonn- Köhler, der diesen Vorschlag zu weitgehend und zu stürdie Deutsche Tageszeitung" die Erklärung der„ Nordd. Allg. 8tg." abend über die Zustände in Krankenhäusern gehalten hatte misch fand, und die Desinfektion des inländischen Materials noch nicht als hinreichende Klärung und wünscht statt der An- und die heute von ihm noch in mannigfacher Hinsicht, für überflüssig erklärte, trat Genosse Wurm entgegen. Er fündigung ernstlicher Gefährdung eine noch präcifere Stellungnahme besonders aber in Bezug auf das Moabiter Krankenhaus machte darauf aufmerksam, daß auch die Tapezierer, die mit der Regierung. Aber sie lehnt den Verzicht auf ihre weitergehenden ergänzt wurde. Roßhaaren arbeiten, der Gefahr der Milzbranderkrankung Bedingungen ungveideutig ab; sie sagt: Borher waren in der Debatte noch einige andre Fragen ausgesetzt seien. Man kann nicht stürmisch genua auftreten. „ Wenn die verbündeten Regierungen jetzt schon entschlossen berührt worden, die mit der öffentlichen Gesundheitspflege wenn es dem Schuh auch nur eines Menschenlevens gilt. find, über die Getreidemindestzölle unter feinen Um= So hatten sich die beiden Morgen geht die zweite Lesung des Etats des Reichsamts ständen hinauszugehen, die andren landwirtschaftlichen im Zusammenhang stehen. Bölle nicht zu binden und so maßvolle Anträge wie den Müller der Freisinnigen Volkspartei den Unfug der des Innern weiter. über die Ursprungsatteste abzulehnen, so haben wir an der christlichen Wissenschaft zum Thema gewählt. Herr weiteren Beratung des ganzen Bolltarifes und der Zolltarifgesetze Müller- Meiningen besprach außerdem die unsichere fein erhebliches Interesse, dann möge man Mittel und Rechtslage der Redacteure, die für die Aufnahme Das Abgeordnetenhaus beendete am Montag die zweite Wege suchen, um die unnüge Beitvergeudung zu von Geheimmittel Injeraten verantwortlich gemacht werden, Beratung des Etats der Landwirtschaftlichen Ververhindern. Auf den Boden des Regierungswährend Herr Müller Sagan die Abneigung des waltung. Die Debatte drehte sich fast ausschließlich um entwurfs können sich die Vertreter der Landwirtschaft nicht Dr. Schweninger gegen die Serum- Therapie zur Sprache die im Extraordinarium geforderte erste Rate von 1 400 000 m. ftellen. Sie müssen darauf bestehen, daß die Getreidezollsätze brachte. erhöht, die Zölle für andre landwirtschaftliche Erzeugnisse gebunden In die Debatte über die christliche Wissenschaft als Gewährung eines Darlehns an die Genossenschaft für werden. An dem Zustandekommen des Vorlage ohne diese Bu- mischte sich auch Herr Stöcker ein, der, von einer gewissen Viehverwertung in Deutschland behufs Errichtung eines geständnisse ist, wie wir die Stimmung und Sachlage überschauen, Konkurrenzfurcht erfüllt, die schlechte Philosophie und die Magerviehhofs in Friedrichsfelde bei Berlin. nicht zu denken." schlechte Theologie der Gesundbeter herabwürdigte. Seine Hierzu lag eine Petition der Gemeinde Nummelsburg vor, Weiter mahnt das Bündlerblatt die Zollkommission des Reichs- Bemerkungen über die üble Verwendung weiblichen Pflege- die Forderung abzulehnen. tage, trotz der Regierungserklärung die agrarischen Ueberforderungen personals bei gewissen Strankheiten veranlaßten den Ham- Die Freisinnigen beantragten die Zurückverweisung der zu beschließen. Dann, so hofft es, werden die verbündeten Re- burgischen Bundesratsbevollmächtigten Dr. Klügmann, Position, gegen die sie schwere Bedenken vorbrachten, an gierungen sich die Sache doch nochmals„ reiflich überlegen". Das die freien Schwestern, die in den Hamburger Krankenhäusern die Budgetkommission. Abg. Kreitling( frs. Vp.) führte Organ des Bundes der Landwirte schließt dann seinen Artikel mit ihres Amtes walten, in Schutz zu nehmen und die Angriffe aus, daß für die Rentabilität eines Magerbichhofs in einer erregten Berurteilung der Regierungsvorlage, die, keine gegen sie auf den Neid des männlichen Pflegepersonals zurück- Friedrichsfelde gar keine Gewähr vorhanden sei und daß von Hilfe für die Landwirtschaft, sondern allerhöchstens eine Schein zuführen. einer Verminderung der Seuchen durch Anlegung eines der-: hilfe und ein Almosen" bedeute. In ihrem Montagsabend- Antric gab dem gemischten System den Vorzug, der artigen Viehhofes nicht geredet werden könne. Demgegenüber blatt erhebt dann die Deutsche Tages Beitung" scharfmacherisch gleichmäßigen Verwendung von Männern und Frauen in verteidigte der Minister von Podbielski die Forderung, Klage wider die gegenüber der Socialdemokratie nervenschwache der Krankenpflege, und verlangte vor allem eine gute die er noch von seinem Amtsvorgänger übernommen hat, mit und energielofe" Regierung, welche Nervenstärke und Energie mur Fachausbildung für das Pflegepersonal und seine öko- dem Hinweis darauf, daß es sich hier um eine rein veterinärzeige, gegen diejenigen, welche den Zolltarif so gestalten wollen, nomische Besserstellung auch durch Alterspension. In der polizeiliche Maßnahme handele. Sehr scharfe Kritik übte daß er der nationalen Arbeit wirklich gute Dienste leistet". Hauptsache aber galt seine Rede dem Moabiter Krankenhaus. Abg. Dr. Crüger( fr. Úp.) an der Position, deren Zwed Wird sich nun die konservative Partei dieser Hier hielt er den Behauptungen des Stadtrats Straßmann nach seiner Meinung die Beseitigung des Zwischenbündlerischen Losung unterwerfen? Oder wird sie, wie beim Fleisch gegenüber alles aufrecht, was er vor zwei Jahren über die handels und die Konsolidierung der Viehpreise ist. beschau- Gesetz, den Bündlern das Geschäft des Lärmens und der ungenügende Bezahlung und Zahl der Krankenwärter und Sanitäre Rücksichten kämen für die Landwirte ant agitatorischen Demagogie überlassen und in ihrer Mehr über die Verwendung ungelernter Wärter gesagt hatte. Seine dieser Stelle sicher erst in letter Linie in Betracht, heit den staatsmännischen Kompromiß mit der Regierung Angaben über die skandalösen Zustände, die in diesem Stranten die Hauptsache sei ihnen, sich einen starken Einfluß suchen? Das Wahrscheinliche ist, daß die Konservativen haus geherrscht haben, wurden vom Hause mit größter auf die Preisbildung zu verschaffen. Die Agrarier, die sich auch in dem durch die Regierungserklärung beengten Spielraum Aufmerksamkeit angehört. Es ist wirklich unglaublich, sonst immer als Retter des Mittelstandes hinstellen, trachten eine agrarische Emporschraubung der Zölle weiter betreiben werden. Sie daß in diesem Krankenhause Kranke, die an Lupus und danach, den ganzen Vieh- und Fleischhandel an sich zu ziehen werden sich weder zu einem unbedingten Ja noch zu einem un- Tuberkulose leiden, als Essenträger neben Wärtern ver- zum Schaden der Viehhändler und Schlächter. Berwerflich bedingten Nein entschließen. Sie werden wie die Löwen und bis wendet werden, die selbst an bösen Krankheiten leiden. fei es auch, einer Genossenschaft eine staatliche Hilfe angedeihen zum Aeußersten um die Verstärkung des Wuchers fämpfen. Sie Am beschämendsten für den Berliner Kommunalfreifinn ist zu lassen. Es handle sich hier um eine Genossenschaft, die werden schreien und toben und mit dem Ende des Monarchismus sicherlich die Thatsache, daß die Wärter, die das hohe Glück vom Staate ein Darlehen von 22 Millionen verlange, obauf dem Lande drohen, wie soeben die Schles. 8tg." Aber sie erringen wollen, im Moabiter Strankenhause schlecht bezahlt wohl sie nur über einen Reservefonds von 1100 m. verfüge. werden sich hundertmal überlegen, den großen Wucherraub fahren zu zu werden, einen Revers unterschreiben müssen, worin sie sich Nachdem Minister v. Podbielski und Abg. Ring( f.) laffen, weil ihnen nicht alle 8ollfriegsträume sich erfüllen. ausdrücklich der Gesinde- Ordnung unterwerfen und der Ver- die Interessen der Agrarier nochmals vertreten und Abg. Auch das Centrum hat sich zur abwartenden Haltung ent- waltung das Recht geben, sie ohne Angabe von Gründen auf Langerhans( frs. Vp.) und Dr. Friedeberg( natl.) schlossen und weicht scheu der flaren Beantwortung der Regierungs- der Stelle zu entlassen. Diese That unfres Kommunalfreisinns für Rückverweisung der Position gesprochen hatten, wurde note aus. Die Zolltaktit des Centrums ist ja diftiert von der reiht sich der That der freisinnigen Reichstagsfraktion würdig die Forderung unter Ablehnung des freifinnigen Antrags beblassen Furcht vor dem Einbruch des Bundes der Landwirte in an, die beim Bürgerlichen Gesetzbuch die Beseitigung der willigt. feine Gebiete. Das Centrum hat bei seinen Zollforderungen tein Gefinde- Ordnungen bekanntlich zu hintertreiben gewußt hat. Bei einem andren Etatstitel Zuschuß zu den Kosten gutes Gewissen vor seinem Arbeitergefolge und wenigstens ein sehr Man scheint eben im eignen Hause ohne Gesinde Ordnung der Bauten für die von Wildpark nach Dahlem zu vererheblicher Teil seiner Abgeordneten wäre gut und gern zufrieden, nicht regieren zu können. legende Gärtner- Lehranstalt" versuchte Abg. Dasbach( C.) wenn es bei der Regierungsvorlage verbliebe. Nur die Angst, daß Genosse Singer schloß sich dem Wunsche Antricks an, eine Schilderung der Berliner Wohnungsnot zu dann die Bündler sich auf die ländlichen Gentrumswähler stürzen daß dieser Augiasstall endlich ausgeräumt werde. Er wies geben und für die Errichtung von Arbeiterwohnungen auf und dem Centrum die Schuld an der Nichterfüllung noch höherer dabei nachdrücklich auf die Thatsache hin, daß der Berliner einem Teile der Domäne Dahlem einzutreten. Der Redner Bollsäge zuweisen, zwingt das Centrum, den Mahnungen der Regierung Kommunalfreisinn unsrer Fraktion bis in den Januar dieses wurde jedoch vom Präsidenten v. Krö cher in seinen Ausnicht ohne weiteres zu folgen, sondern die Hoffnung eines weiteren Jahres hinein trotz ihrer Größe keine Vertretung in der führungen, als nicht zur Sache gehörend, unterbrochen. agrarischen Ausbaues der Vorlage zur Schau zu tragen. Strankenhaus- Deputation eingeräumt habe. Gleichzeitig riet er, Am Dienstag beginnt die zweite Beratung des Etats Die Germania" legt den ganzen Ton ihrer Betrachtungen die dirigierenden Aerzte der Krankenhäuser so hoch zu be- des Handelsministerium s. darauf, daß die offiziöse Erklärung noch kein unbedingtes Un- zahlen, daß sie auf die Privatpraris verzichten können, der annehmbar" enthält, sondern noch, wenn auch nur in engeren sie jetzt häufig ihre beste Kraft widmeten, Die offiziösen Bertuschungsmanöver Grenzen, dem Kompromisse zwischen Regierung und Reichstagsmehrheit Endlich fand auch Graf Posadowsky Worte der Er- zum Tirpitz- Erlaß werden von der„ Berliner Korrespondenz" Raum läßt, der eine mäßige Erhöhung der Getreidezölle widerung auf die schweren Anklagen, die Antrick erhoben mit andauerndem Eifer und unentwegtem Ungeschick fortgesetzt. Die erstrebt." Ja, das Centrumsblatt, wendet sich entrüftet gegen die hatte. Er nannte die Thatsachen erschütternd, wenn sie sich minifterielle Korrespondenz macht nun gar den unglücklichen Versuch, bündlerische Unterschiebung, daß die Regierungen schon jegt ent- beweisen ließen, verwies die Beschwerden aber wieder einmal die Juitiative zu dem Tirpitz- Erlaß dem Kollegen vom Ausivärtigen " = Amt in die Schuhe zu schieben, indem sie erklärt, die Notwendigkeit vermehrter Auslands- Indiensthaltungen ressortiere nicht vom Marine Amt, sondern vom Auswärtigen Amt, und das 2. Zu dem Rechtsstudium werden außer den Studierenden, und Kreischen und Rasen und Jammern hab ich noch nie so gehört. Marine- Amt habe noch niemals dem Auswärtigen Amt Auslands- welche das Zeugnis der Reife von einem deutschen humanistischen Jl Allah! Jl Allah!, anders hörte man nichts. Doch wir fehrten Indiensthaltungen aufgedrängt". Was fümmern die Oeffentlich Gymnasium besißen, auch solche Studierende zugelassen, welche das uns nicht daran und sie schwuren uns Rache in ihrer Wut. As wir Zeugnis der Reife von einem deutschen Realgymnasium oder aut und wohl wieder in unserm Bivoak waren, begruben wir die keit diese ministeriellen Familienangelegenheiten! Und überdies von einer preußischen Ober- Realschule erworben haben. Gefallenen und begaben uns zur Ruhe." hat Herr v. Tirpitz denn nicht in feinem Erlaß rund und 3. Den Studierenden der beiden letzteren Kategorien sowie den-„ Man findet hier", schreibt„ Het Volt", gerade das, was den nett erklärt, daß man zwar im Jahre 1900 schon ganz genan gejenigen Gymnasialabiturienten, deren Reifezeugniß im Lateinischen Engländern am meisten zum Vorwurf gemacht wird: das Niederwußt habe, daß die Judiensthaltungen zwar sehr viel mehr nicht mindestens das Prädikat genügend" aufweist, bleibt es bei machen von Gefangenen und das Verbrennen der Feldfrüchte. fosten würden, als in dem Flottengesetz vorgesehen war, daß eigner Verantwortung überlassen, sich die für ein gründliches Ver- Konzentrationslager haben wir noch nicht, aber dafür lassen wir man aber die bewilligungsfrohe Mehrheit vorsichtshalber doch ständnis der Quellen des römischen Rechts erforderlichen sprachlichen Leute totschießen, die zu Zwangsarbeit verurteilt sind. Solche Mitteilungen werden aber unsre Militaristen nicht abhalten, zu ver mit der grufelerregenden Kostenrechnung für die Indiensthaltungen und fachlichen Vorkenntnisse anderweit anzueignen. 4. Bei der Einrichtung des juristischen Studiums und der ersten sichern, daß wir Holländer ganz brave Leute sind, aber daß die einstweilen verschonen zu müssen geglaubt habe?! Ein bitteres juristischen Prüfung wird Borkehrung getroffen werden, daß die Engländer Schurken find."-" Medikament läßt sich eher schlucken, wenn es auf mehrere Dofen ver- 31 3 bezeichneten Studierenden sich über die dort gedachten VorItalien. kenntnisse auszuweisen haben. 1. Die geeignetste Anstalt zur Vorbildung für den juristi zurückfamen, stedten wir alles in Brand, auch den schen Beruf ist das humanistische Gymnasium. Reis, den sie angebaut hatten. Aber nein, das Schreien tcilt wird. " M Ferner bringt die Berl. Korresp." die beruhigende Mitteilung, daß man sich ja vorläufig über die Frage des Umfanges und des Zeitpunktes der Vermehrung der Auslands Indienst haltungen innerhalb der einzelnen Reichsämter noch nicht ver ständigt habe. Das heißt, daß den Wünschen nach oben einst weilen noch keine Schranke gesezt ist, daß das Marine- Amt sich vom Auswärtigen Amt noch beliebig viel Auslands- Judiensthaltungen „ aufdrängen" lassen kann. Volkswirtschaftliche und andre praktische Kenntnisse würden den Suristen ungleich dienlicher sein, als der lateinische Ballast. dienlicher fein Die Auflösung der christlichen Demokraten. Rom, 31. Januar.( Eig. Ber.) Auch wir besaßen eine Sorte von christlichen Demokraten, die den Kapitalismus auf demselben Gebiete zu bekämpfen vorgaben, wie die socialistischen Kritiker. Aber nach den Prellereien der Organe des Vatikans und der päpstlichen Enchelika erwies sich das Borgehen diefer christlichen Demokraten als doppelzüngig und jesuitisch. Die Socialisten bekämpfen sie jetzt mit der größten Lebhaftigkeit. Troßdem duldete der Vatikan nicht einmal die demokratischen Allüren diefer christlichen Demokraten, er verfügte, daß sie von der Bildfläche verschwänden. So erklärt jezt der jugendliche Geistliche Don Romilo Murri, der Agitator der christlichen Demokraten, daß fratische Cirkel von Rom ist im Begriff, sich aufzulösen. Offener Brief eines Arbeiters an Herrn v. Massow. Wir erhalten folgende Zuschrift eines Arbeiters: " Gelegentlich der Etatsberatung des Reichsamts des Jummern hatten Sie die Worte gebraucht, die Socialdemokratie rede fich in ihren Versammlungen an wie Haustnechte, und dies seien die Nach den Neichstagsbeschlüssen zum Flottengefeß sind, wie die Manieren der Arbeiter. Hiergegen muß ich entschieden Ver Berliner Corresp." erwähnt, nur die Mittel für die Indiensthaltung wahrung einlegen! Daß wir Arbeiter nicht die gebildeten von drei großen und neun fleinen Kreuzern bewilligt. Das ist, an Umgangsformen" Ihrer Kreise, Herr v. Massow, besitzen, liegt in den abenteuerlichen weltpolitischen Plänen der Regierung gemessen, der Natur der Sache; ich rechne mir dies jedoch nicht zur Un zu befriedigen( das Rezept ist Ihnen wohl schon hundertmal genannt im Reichstag) und wir werden an Intelligenz und Umgangsformen Nach dem Abbé Daens und dem Pater Stojalewski hat sich den Kreisen, die glauben, dieselben in Erbpacht zu haben, te ineswegs nachstehen! Aber hierfür sind Sie ernstlich nicht zu also jetzt auch Don Murri Nom unterworfen. Um so besser für die and haben, das beweist schon die Thatsache, daß Sie die„ fulturbeledten" Klarheit des Kampfes und die Frontstellung der Partei! i Arbeiter des Westens nicht mehr haben wollen in Ihren ostelbischen Gefilden! Dort gebrauchen Sie eben noch untvissende Arbeiter mit " Hausknechts- Manieren". außerordentlich wenig. Oder wollen die Berl. Corresp."/ ehre an! Geben Sie uns Gelegenheit, unser Bildungsbedürfnis er fich ins Privatleben zurüdziehen werde, und der christlich demos oder die„ Nordd. Offiziöse" uns durch Veröffentlichung des dem Tirpik Erlaß beigefügten Tableans beweisen, daß die Absichten der Regierung sich diesem bescheidenen Rahmen der Indiensthaltungen anpassen? So lange das nicht geschieht, wird man nicht um hin können, die allzu offenherzigen Stellen des Tirpitz- Eclasses ihrem Wortlaut nach zu deuten und an der Meinung des Marine Amtes festzuhalten, daß die vorläufige Unterdrüdung der ausschweifenden Indiensthaltungs- Pläne eine Täuschung des Reichstag 3 bedeutete. " llebrigens rechnet bereits die Freifinnige Zeitung" unter Bugrundelegung der von der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gemachten Konzessionen eine Mehrausgabe von 46,60 Millionen Mark gegenüber den Ziffern des Flottengesetzes heraus: des Auch haben Sie unsre wahren Vertreter der Arbeiter zu verunglimpfen versucht und dabei Herrn Bebel und Singer herausgegriffen. Auch hier sind Sie auf dem Holzwege! Die Namen der Leute, die sich wahrhaft verdient gemacht haben für die Interessen des Volfes, die brauchen kein Denkmal von Erz und Stein, die haben sich ein unvergängliches gefegt im Herzen des Volkes! Von diesen Männern wird man noch reden, wenn Sie und Ihr Junkergeschlecht vom Erdboden verschwunden sind zu Gunsten der Allgemeinheit! Mit aller Hochachtung Ein Arbeiter. Asien. Damenempfang bei der Kaiserin von China. Aus Peting wird vom 2. Februar gemeldet: Bei dem gestrigen Empfang der Gemahlinnen der Gesandten durch die Kaiſerin- Witive verlas Fran Conger eine Rede, in der sie den Hof zu seiner Rückkehr nach Peking beglückwünschte und auf die schlimmnen Erfahrungen der vergangenen Jahre hinwies, welche jezt durch die Herstellung freundschaftlicherer Beziehungen zu den Mächten der Vergessenheit überantwortet seien. Die Kaiserin- Witwe sprach in der Erwiderung in freundlichster Weise ihre Freude über ihre Rückkehr aus. Hierauf stellte der östreichische Gesandte sämtliche Damen vor. Der Kaiser und die Kaiserin- Witwe Selbst wenn die Steigerung von 1906 bis 1910 statt 6 Millionen schüttelten ihnen die Hand. Dann begaben sich alle in ein Nebenvorübergehend etwa 7-7-8-9--9 Millionen Mark betragen würde, zimmer. Beim Eintreten in dasselbe ergriff die Kaiserin- Witwe ergebe sich folgende Reihe: 1906: 109,91( 110,91); 1907: 115,91 Frau Congers Hand und fagte schluchzend, daß an dem Angriff ( 117,91); 1908: 121,91( 125,91); 1909: 127,91( 134,91); 1910: Die zweite badische Kammer beschäftigte sich mit dem Etat auf die Gesandtschaften damals ein furchtbarer 133,91( 143,91). " Allerdings sind dann im Jahre 1910 die fort des großherzoglichen Hauses und des Staatsministeriums. Dabei Irrtum Schuld habe. dauernden Ausgaben mir 10 Millionen Mark höher als vorgesehen nahm die socialdemokratische Fraktion Anlaß, ihre ablehnende Haltung Die Kaiserin hätte noch hinzufügen können, daß ja doch auch die war. Aber in den fünf Jahren 1906 bis 1910 haben insgesamt die fortdauernden Ausgaben dann 633,55 Millionen zu den im Titel I geforderten Apana gen zu bekunden. Bei der Belagerung nicht allzu ernsthaft gemeint gewesen sei, da man von jeher geübten Eile, mit welcher über diese Positionen hinweg- andernfalls das ganze Legationsviertel in ein paar Tagen in einen Mark betragen, statt 609,55 Millionen in der Berechnung geeilt zu werden pflegte, gelang es auch diesmal infolge eines Miß- Schutthaufen habe verwandeln können; daß man wiederholt die Eine Mehrbelastung der Gesamtkosten zur Ausführung des Flottengesetzes von 24 Millionen Mark verständnisses über die Geschäftsordnung den Einspruch aus der Belagerten mit neuem Proviant versehen habe usw. Die Parole, hat man danach dem Reichstage verschwiegen. In Wirklichkeit aber Generaldebatte fernzuhalten. Es gelang jedoch schon bei dem nächsten daß Pardon nicht gegeben werde, war von der Kaiserin sicherlich ist die Mehrbelastung noch größer. Denn selbst wenn für 1911 zunächst Titel„ Landtag" dem Abg. Geck, die ablehnende Haltung der social- nicht ausgegeben worden. demokratischen Fraktion gegen die Apanagen zur Geltung zu bringen. gar feine weitere Steigerung der fortdauernden Ausgaben erfolgt, Dem allgemeinen Tadel über die ungenügende Einrichtung des 23angwenschao zum zweiten Großjekretär ernannt Durch kaiserliches Edikt ist unglu zum ersten, erreicht der Betrag von 143,91 Millionen Mark der Voranschlag Ständehauses schloß sich der Redner der socialdemokratischen Fraktion des Gesezentwurfs erst im Jahre 1912, so daß sich bis an und erklärte, daß seine Fraktion auch einen positiven Vorschlag dahin die Mehrkosten noch von 24 auf 29,60 Millionen Mark erhöhen. Noch größer stellt sich der Unterschied zur würdigen Ausstattung des badischen Barlaments habe, den er, wenn ihm das möglich ge: vesen wäre, beim Titel I gemacht haben Die Lage auf Kuba kritisch. New Yorfer Blätter betrachten heraus, wenn man nicht bloß die Anschläge des Gefeßentwurfs, würde: die Streichung der dort geforderten persönlichen Aus- den Ausbruch einer Revolution auf Stuba als bevorstehend, sondern die Anschläge der Budgetkommission in Betracht zieht. Denn nach denselben wäre die Summe der fortdauernden lagen und deren Verwendung als 1. Rate für den Bau eines zeit- falls die Vereinigten Staaten sich weigern, die Forderungen der gemäßen Landtagsgebäudes. Gelegentlich der Anforderung der Kubaner zu genehmigen. Die letzten Telegramme der amerikanischen Ausgaben von 143,91 Millionen Mark erst im Jahre 1914 erreicht. 2. Rate für das Hotel der badischen Regierungsvertretung in Berlin Beamten sind in äußerst peſſimiſtiſchem Tone gehalten. Die Blätter Die Gesamtbelastung von 1906 bis 1914 stellt sich danach um 46,60 führte Abg. Ged die Bit I o wsche Charakterisierung der bundesstaat- fordern den Senat auf, die Initiative zu ergreifen, um die FordeMillionen Mart niedriger, als sie sich stellt, wenn der Betrag von lichen Vertreter vor und empfahl, dem badischen Landes- Hotel in rungen bei der Regierung durchzufezen. Berlin die Eigenschaft eines bundesstaatlichen Heims dadurch zu ver leihen, daß man den 14 badischen Reichstags- Abgeordneten darin Obdach gewähre. Minister v. Brauer bezeichnete den Reichskanzler v. Bülow als das Opfer einer mißverständlichen Auffassung seiner Reichstagsrede und bedauerte ironisch, daß in dem neuen badischen 98 Staatshotel bereits alle Räume besetzt sind. 143,91 Millionen Mark schon 1910 erreicht wäre." Wobei aber immer festgehalten werden muß, daß die„ Nordd. Allg. 3tg." die beabsichtigte Steigerung der fortdauernden Ausgaben" viel zu niedrig ansetzt.Deutsches Reich. Billige Arbeiterfreundlichkeit. Die Ablehnung der Resolution Nöside betreffend die Arbeitsnachweise durch unsre Frattion giebt dem„ Berl. Tagebl." Gelegenheit, in Arbeiterfreundlichkeit zu machen. Herr Nösicke hatte in Gemeinschaft mit Herrn Pachnide eine Resolution eingebracht, nach die Gemeinde der die Reichsregierung gehalten sein sollte, Verwaltungen zur Errichtung fommunaler paritätischer Arbeitsnachweise anzuhalten, sobald- Unternehmer und Arbeiter solche fordern. Dagegen stimmte unsre Fraktion und da auch die Konservativen dagegen stimmten, so wurde sie abgelehnt. Das„ Tageblatt" sieht sich um in die bequeme Rolle des Arbeiterfreundes versetzt, der uns weil es ja nichts toſtet vorhält, einen wie schlechten Dienst wir den Arbeitern geleistet hätten. Man dente nur die Großthat! Wenn Unternehmer von der Gemeinde die Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises fordern, dann soll die Gemeinde von Reichs wegen zur Erfüllung des Unternehmerivunsches angehalten werden! Die Gemeinde kann man wohl mit der Laterne suchen, die zur Erfüllung eines Unternehmerwunsches erst gezwungen werden muß Im Gegenteil find es ja gerade immer die Unternehmer, die es verhindern, daß die Wünsche von Arbeitern auf Errichtung solcher Arbeitsnachweise erfüllt werden. Eine iretümliche Meldung haben wir in unsrer Nummer vom 31. Januar unter der Marke„ Eine Warnung!" gebracht. Nach der Nordd. Allg. 8tg." liegen in Raumi überhaupt keine Deutschen begraben und die Sterblichkeit der deutschen Soldaten ist eine außer ordentlich geringere als in jener Notiz angegeben war. 119 Ausland. Dänemark. Vich und hungernde Schulkinder. worden. Amerika. Die venezolanischen Insurgenten haben die Regierungstruppen bei Jabal geschlagen und ihnen schivere Verluste beigebracht. Parlamentarisches. Im Reichstage ist der Kommissionsbericht über den Entwurf des Schaumweinstener: Gesetzes heute eingegangen. Der Boeren- Krieg. Zur holländischen Friedensintervention. " Wie der Gaulois" meldet, hat der niederländische Ministerpräsident Kuyper einem Mitarbeiter des Blattes mitgeteilt, daß die niederländische Regierung vom Londoner Kabinett bis her weder eine amtliche noch eine halbamt= <-" Ein Regierungsentwurf zur Schulbespeisung. Der Stultus- liche Antwort erhalten habe. Deshalb seien, da eine minister Christensen hat am Freitag dem Follething einen Gesetz- Indiskretion des Londoner Kabinetts schwerlich vorliege, fämtentwurf vorgelegt, der die Bespeisung bedürftiger Schulkinder an- liche Meldungen über den Inhalt der englischen geblich in besserer Weise regeln soll als der diesbezügliche social- Antwort unbegründet. Semokratische Entwurf. Der Minister will erstens, daß in den Der Minister will erstens, daß in den Mit Bezug auf das Gerücht, der von der niederländischen Res Schulen, wo weiblicher Haushaltungs- Unterricht erteilt wird, die gierung bei der britischen Regierung unternommene Schritt habe behierbei zubereiteten Speisen den nach Ansicht der Gemeindeverwaltung zweckt, freies Geleit für zwei Mitglieder der in Europa befindlichen bedürftigen Kindern zuerteilt werden, ohne daß dies den Eltern als Armen Boerenmission nach Afrika zu erlangen, schreibt das Blatt Petit unterstüßung angerechnet wird, und zweitens den Kommunen das Recht zu- Bleu", es sei zu der Erklärung ermächtigt, daß den Boerengesprochen wird, Beiträge an solche Vereine zu geben, die während delegierten von einem solchen Schritt nichts be= der Wintermonate an bedürftige Schullinder unentgeltlich Speisen tannt sei. Dieselben seien noch heute gänzlich ohne verabfolgen. Thatsächlich würde die Annahme dieser Vorschläge Kenntnis vom Inhalt der Mitteilung der niederan den bestehenden Zuständen nichts ändern, daß das hier Verlangte ländischen Regierung an England; sie seien dem niederFreilich ist bei einem paritätischen Arbeitsnachweise sehr zu be- der Hauptsache nach schon eingeführt ist. Der Entwurf scheint denn ländischen Kabinett außerordentlich dankbar für seine hochherzige denken, wie er eingerichtet ist. Wo organisierte Arbeiter nicht in der auch eigentlich nur den Zweck zu haben, den socialdemokratischen, Bemühung zu Gunsten des Friedens und wünschten nichts mehr, als Lage find, in solchem paritätischen Arbeitsnachweis wirkliche Parität der den Gemeinden die Pflicht der Schulbespeisung bedürftiger daß dieselbe Erfolg haben möge. zu erzwingen, da hüten sie sich sehr vor diesem bedenklichen Geschenk. Kinder auferlegen will, und den Staat zur Hilfeleistung heranzicht, Nenes Gefecht. Die Barität auf dem Papier hindert nicht die Ausgestaltung solches zu Fall zu bringen. Nachweises zu einer ganz gewöhnlichen Streitbrecher- Organisation. Das Folkething be- Bei einem Gefecht zwischen englischen Truppen und 50 Boeren Sind aber start organisierte Arbeiter in der Lage, ihre Unternehmer zu der Errichtung eines wirklich paritätischen Arbeitsnachweises als schäftigte sich am Mittwoch mit zwei Gesetzvorschlägen, die seitens in der Nähe des Zusammenflusses des Wilge und des einer auch für sie nüglichen Einrichtung zu bewegen, dann wird es der Mehrheit und der Regierungsvertreter eine sehr ungleiche Be- eeuwspruit am 25. vorigen Monats überschritten 100 Boeren handlung fanden. Das Gesch zur Förderung der Vich von Weffels Komunando den Wilge- Fluß etwas weiter unterhalb cines 8wanges von Reichswegen nicht bedürfen. Die Arbeiterfreundlichkeit des Berliner Tageblatis" ist wirklich sucht, durch das für diesen Zived insgesamt 700 000 Stronen be- diefer Stelle und stürmten auf die Nachhnt der füdafrikanischen willigt werden, wurde mit größtem Wohlwollen behandelt und leichten Reiter ein. 70 Boeren, die zu De Wets Kerutruppen gezu billig. angenommen. Der socialdemofratische Gesezentivurf zur Behörten, griffen die Stellung der leichten Reiter augenscheinlich in der Massow- Märchen. Wir haben bereits in der letzten Sonntag- peisung bedürftiger Schulkinder, durch den für Absicht an, sich eines Pompomgeschüßes zu bemächtigen. Die leichten nummer auf Grund der Thatsachen festgestellt, wie es mit der Be- ca. 52 000 Kinder, 1/6 sämtlicher Freischulkinder, die Möglichkeit Reiter schossen mit Granaten auf den Feind, der sich darauf zurückzog. hauptung des Herrn v. Massow steht, daß er seinen Leuten jährlich geschaffen werden soll, in den Wintermonaten täglich einmal warmes De Wet mit sechs Begleitern floh den Hielienbergvlei- Fluß entlang. Effen zu erhalten, fand leider nicht das gleiche Entgegenkommen. Die Steyn mit 30 Mann steht zwischen Reitz und Bethlehem. 80 Centner Getreide gebe. Schwindelhafte Pferde- Einkäufe für den südafrikanischen Es giebt aber noch einen andren indiretten Beweis, daß Vertreter der Mehrheit, die mit Eifer über die Viehzucht diskutiert Herr v. Massow die Wahrheit unmöglich gesagt haben tann. Nimmt hatten, hatten hierzu nichts zu sagen. Der Kultusminister erklärte, Krieg. London, 1. februar.( Eig. Ber.) Die parlamentarische man nämlich an, daß die 80 Centner lediglich Roggen feien und daß durch das vorgeschlagene Gefeß der Kommune ein unnötiger Kommission, die die militärischen Pferde- Einkäufe zu untersuchen 3wang auferlegt würde, und er fei gegen solchen Zwang. hatte, veröffentlichte vorgestern die gefundenen Resultate. Es wurden fetzt man dafür den niedrigsten Preis an-6,50 M. für den Centner so ergeben diese 80 Centner in Geldwert ein Jahreseinkommen von N. 2. Christensen fand es mit Recht merkwürdig, daß der Minister in Ungarn Pferde für 111 000 Pfd. Sterl. gekauft, die um immer dann ein Zwangsgesetz wittert, wenn es sich darum handelt, 44 000 Pfd. Sterl. zu hoch bezahlt waren. Schuldig ist Nun beträgt aber der ortsübliche Tagelohn in Parnehmen für den Armen einen Vorteil zu verschaffen. Der Entwurf wurde der- der Tierarzt und Hauptmann Hartigan, der von einem Pferdehändler erwachsene männliche Arbeiter 1,50 W. täglich oder für das Jahr, felben Kommiffion überwiesen, die sich mit den Vorschlägen zur Be- mit dem unglüdlichen Namen Levijohn 2,5 Proz. an Nommission" kämpfung der Arbeitslosigkeit befaßt. zu 300 Arbeitstagen gerechnet, jährlich 450 M. Da nun der ortsübliche Tagelohn nur nach Bestätigung des Gutsherrn, also in diesem h Falle des Herrn v. Massow, festgesetzt werden kann, so ist es klar, 520 Mart. " Niederlande. Kitchener nachgeahmt. Unter diesem Titel veröffentlicht„ Het " erhalten hat. Partei- Nachrichten. daß Herr v. Massow den ortsüblichen Tagelohn viel zu niedrig Wolk" ab und zu charakteristische Berichte über die Heldenthaten der Mit dem Parteikonflikt in Nürnberg hatte sich am Freitag angegeben hätte, wenn er wirklich seinen Lenten 80 Centner Getreide holländischen Kolonialtruppen. In der Nummer vom 31. Januar die Generalversammlung des dortigen socialdemokratischen Vereins geliefert hätte. Herr v. Massows eigne Angabe über den orts- wird der Brief eines jungen Soldaten mitgeteilt, der zum erstenmal zu befassen. In einer außerordentlichen Sizung des Partei- Ausblichen Tagelohn widerlegt bündig seine 80 Centner Phantasie. am Atjehtrieg teilnahm. Mit den Schuhen voll Sand," schreibt schusses, die vor einigen Wochen zu dem Zwede einberufen war, um Das unentbehrliche Latein. Ueber die Zulassung zum der Soldat, mußten wir den Feind verfolgen. 10 fielen in unsre die Zerwürfnisse zwischen einzelnen Genossen auszugleichen und eine Studium der Rechte veröffentlichen die preußischen Minister der Hände, die wurden sofort mit den Bajonetten nieder Verständigung herbeizuführen und an der von Berliner ParteiIn einem Engpaß fanden tvir zwvei vorstand die Genossen Pfannkuch und Gerisch teilnahmen, hatte Justiz und des Unterrichts folgende Bekanntmachung im Reichsgemacht. in Erwideruno eines Angriffs gegen tote Zwangsarbeiter, beide mit Schüssen in der Brust. Als wir Genosse Scheidemann anzeiger": W V In den Genossen Herrmann den Vorwurf erhoben, daß dieser| Auch der Giroeffektenverkehr weist einen Rüdgang auf. Die Gesamt- Die beiden Tischler, die die Arbeit eingestellt, verlangten deshalb, der Miturheber eines in den freisinnigen Fränkischen Kurier" er zahl der Buchungen fiel von 357 127 im Jahre 1900 auf 251 112 im um nicht wieder ohne Kostgeld nach Hause gehen zu müssen, anx fchienenen Partei- Angelegenheiten behandelnden Artikels sei. Dieser Jahre 1901 und der Umsatz fiel in demselben Zeitraum von 25. Januar die Abschlagszahlung von vergangener Woche, und da Artikel war im Jahre 1900, furz nach dem Tode Dertels, er- 8994 Millionen auf 5797 Millionen Mart. Dagegen betrug der ihnen in nicht wiederzugebenden Ausdrücken bedeutet wurde, sie beschienen und berichtete über eine Zusammenkunft einer Anzahl von Wechselverkehr 104 816 972 M. im Jahre 1901 gegen 100 753 674 M. fämen nichts, so fühlten sich dieselben gezwungen, die Arbeit einParteigenossen, die mit dem Vorgehen der Nürnberger Parteileitung im Jahre 1900. Die Gesamtumfäße des Instituts belaufen sich auf zustellen. bei der Uebernahme des Parteigeschäfts nicht einverstanden waren. 34,2 Milliarden gegen 41,8 Milliarden: 1900. Von dem Reingewinn Die Notiz in der Nr. 24 vom 29. Januar entsprach demnach der Auf den erwähnten Vorwurf Scheidemanns hin wurde der bayrische in Höhe von 615 600 M.( im Vorjahre 878 428 M.) werden 61/3 Proz. Wahrheit. Landesvorstand als Schiedsgericht in dieser Sache bestimmt. Das Dividende verteilt. Die Verivaltung der Betriebs- Krankenkasse der Angestellten Schiedsgericht tagte am 26. Januar und stellte durch Zeugen sowie durch das offene Geständnis der Beteiligten fest, daß der be- Barons v. Cohn bereit erklärt, 71/2 Millionen Mart an die fallierten gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Unter andrem wird von der Von dem Spielhagen- Konsortium haben sich die Erben des des Warenhauses Ties weist in einer Zuschrift an uns die treffende Artikel von den Genossen Herrmann, Eiginger, Banken auf Regresansprüche herauszuzahlen. Die geltend gemachte Verwaltung darauf hingewiesen, daß die Kasse ohne jeden Einfluß Speyerer und Scherm gemeinsam verfaßt und in den ,, Sturier" lanciert wurde. Die Angeschuldigten brachten vor, Forderung betrug 30 Millionen. Die Banken find auf den Ver- seitens des Chefs vollständig frei von den Angestellten verwaltet daß sie im Parteiinteresse zu handeln glaubten, sie hätten den gleich eingegangen und erhält die Neue Bodengesellschaft 5 Millionen, wird. Der Betriebsunternehmer hat sogar darauf verzichtet, feine Vertreter zu der Delegiertenversammlung zu ernennen. Alle MaßKurier", der immer Artikel aus angeblich socialdemokratischen Streifen" die Preußische Hypothekenbank 212 Millionen Mark. nahmen sind im Einverständnis des Vorstandes, der aus sieben Anbrachte, hineinlegen und abschrecken wollen, fernerhin solche Zuschriften Die Hamburg Amerika Linie" hat in Kingston auf Jamaica gestellten besteht, und der Delegiertenversammlung gefaßt. Die Kasse zu bringen. Es sollte auch die Opposition durch das Erscheinen für den Bedarf der eigenen Schiffe und für den allgemeinen Verkehr hatte im Jahre 1901 durchschnittlich 1480 Mitglieder, Voit eintes Berichtes über ihre Zusammenkunft in einem gegnerischen ein Kohlendepot begründet. Die Gesellschaft hat ferner die Errichtung diesen waren im Laufe des Jahres 1023 haustrant mit 18 023 Blatte stußig gemacht werden, um dadurch einer Zersplitterung der einer Schleppschiffahrt zwischen Hamburg und den Rheinhäfen be- Strankheitstagen. Um diesen starten Ansprüchen gerecht zu werden, Parteiträfte in Anbetracht der Ersazivahl, die damals vor der Thüre schlossen. mußte die Kasse einen Vorschuß von 6200 M. entnehmen, auf dessen stand, vorzubeugen. d Das Ergebnis der Schiedsgerichts Verhandlungen lag am Der russische Petroleumhandel befindet sich seit langem in Rückerstattung die Firma verzichtete. Im andren Fall hätte man Donnerstag dem Parteiausschuß vor, der zu dem Beschlußz tam, bedrängter Position, vor allem sind es die kleinen Interessenten und gezwungenermaßen die Beiträge bedeutend erhöhen müssen. der Generalversammlung keine mildere Beurteilung des Falles, Bächter, die die Regierung bestürmen, Erleichterungen in ihrem Pacht erster Linie mußte dahin getrachtet werden, wieder bessere Versondern eine strenge Strafe, und zwar den Ausschluß aus dem jocial- verhältnis einzuführen. So empfahl man der Regierung, den Bacht- hältnisse zu schaffen. Die Delegiertenversammlung beschloß deshalb, demokratiichen Verein vorzuschlagen. In der Generalversammlung, zins nicht mehr in bar zu erheben, sondern prozentual sich an der ohne daß eine Einwirkung von andrer Seite unternommen wurde, das der auch der Reichstags- Abgeordnete Gen. Dr. Güdefum anwohnte, ent Gewinnung durch lebernahme eines Quantums Rohpetroleum zu Kaffenstatut zu ändern und wieder eine bestinimte Anzahl Kaffenspann sich eine längere Debatte für und wider. Ein Teil der Redner beteiligen. Der Vorschlag ging von dem Bakner Börsen- Komitee ärzte anzustellen. war für rücksichtslojes Vorgehen, andre wollten mildernde Umstände aus, dem aber ein Verein entgegenarbeitet, der, aus der Für die diesseitige Betriebskrankenkasse mit 1050 Mitgliedern gelten lassen und nicht den Ausschluß, sondern nur einen strengen Minderzahl der bedeutendsten Großindustriellen gebildet. mit find zur Zeit 17 Aerzte in festem Engagementsverhältnis thätig. und Mantascheff Abkommen Sollte jedoch diese Zahl thatsächlich nicht genügen, so werden wir Tadel unter Aberkennung der Ehrenämter verhängt wissen, wieder den Firmen Nobel, Rothschild andre plädierten für eine Ausnahme in Bezug auf den Genossen betreffend Exportation russischen Petroleums getroffen hat, die rechtzeitig den Verhältnissen Rechnung zu tragen wiffen. Scherm, dessen Schuld in diefer Sache geringer sei. Ven Balusche Naphtha- Industrie zu monopolisieren strebt und deshalb Echerm selbst lag ein Brief vor, worin er bemerft, er erachte es bei die Genehmigung der Gesuche des„ Baku- Börsenkomitees" zu hinter der gegenwärtigen Aufregung und Verwirrung für aussichtslos, die treiben sucht. Für das Jahr 1902 haben fünf Firmen eine Lieferung Generalversammlung durch persönliche Erklärungen zu einer objektiven von 173 Millionen Bud Rohnaphtha nach Nischni Nowgorod überWürdigung der Angelegenheit veranlassen zu können, daher bleibe er nommen, wovon Nobel 90, Gesellschaft Massut" und" Orient" der Versammlung fern. Er verweist darauf, daß er der Partei über Gesellschaft je 30. Ter Akopoff und Näjansche Eisenbahngesellschaft 5, 30 Jahre angehöre und über 17 Jahre Leiter des Vereins gewesen sei bezw. 18 Millionen Pud stellen werden, deren Transport von Während dieser Zeit habe er sich gern jeder Arbeit für die Partei strachan nach Nischni Nowgorod zum Preise von 53/4 Stopeken pro muterzogen, diese Thätigkeit bilde einen Hauptteil seines Lebens- Pud durch eine Gruppe von Dampfschiffs Inhaberu ausgeführt inhaltes. Wenn er mun sehe, daß eine unglückliche That, begangen werden wird. inter heute ihm selbst unerklärlichen Umständen, und die er aufrichtig Mehrere. Kleinere Naphthahändler und Industrielle, die bebedaure, hinreichend sein solle, nicht nur all das, was er im Leben absichtigten, ihrerseits eine zweite Exportgesellschaft zu gründen, für die Partei gethan, aufzuwiegen, sondern auch noch hinreichen wollen sich nun an das Finanzministerium um Vorschüsse in Barsoll, ihn auszuschließen, dann bleibe ihm keine andre Wahl als aus geld wenden wie solche in Rußland des öfteren gegen eine Sicher zutreten und dadurch dem Verein die Begehung eines Unrechts zu stellung durch Hypotheken und Pfandbriefe gewährt werden esparen. In Konsequenz seines Austrittes werde er auch sein welche Pläne aber die zuerst erwähnte Petroleum- Exportgesellschaft Landtagsmandat niederlegen. zu vereiteln sucht, indem sie durch drei, nach der„ Russia", mit der „ Standard Oil Comp." in engster Verbindung stehende Herren, die Direktoren der Firma Rothschild und der Gesellschaft Waffut". HH. Beer und Len, sowie Hrn. Aaron, Schwiegerjohn des Hrn. Noth schild, den kleineren Industriellen Vorschläge machen läßt, sich den bereits vereinigten kapitalskräftigeren Firmen anzuschließen, anstatt eine selbständige Gesellschaft zu gründen. Die Versammlung kam zu dem Beschluß, alle in der Versammlung von Rednern eingebrachten Anträge abzulehnen, dagegen den Antrag des Ausschusses auf Ausschluß aller Beteiligten anzunehmen. guns an Es wurde ferner beschlossen, das Parteisekretariat beizubehalten. An Stelle des Genossen Herrmann wurde dann Genosse e ist als Parteisekretär gewählt. Die Revision Lütgenaus gegen das Dortmunder Landgerichtsteil ist vom Reichsgericht verworfen worden. Gleichzeitig mit dieser Nachricht wird von Köln aus die Mitteilung verbreitet, daß 2. gegen einige Beugen in seinem Prozesse Strafanzeige wegen an geblich geleisteten Meineides gestellt habe. Das alte verbrauchte und durchsichtige Manöver! Bekanntlich hatte Lütgenau schon vor der Verhandlung des Strafprozesses die Hauptbelastungszeugen unschädlich zu machen gesucht, indem er die Genossen 2 del und 23 underlich wegen Interschlagung des Effener Fonds und den Genossen Gerisch wegen Anstiftung zu dieser Unterschlagung bei der Staatsanwaltschaft denunzierte. Diese That wurde dajn, genau nach dent jetzigen Muster, als eine„ bedeutsame Wendung", welche der Lütgenau- Prozeß genommen habe, mit großem Geschrei in die Oeffentlichkeit lanciert Damals veröffentlichte Genofie Gerisch eine Erklärung die, nach Darlegung des wirklichen Sachverhalts mit der Wendung schloß. mr ein versoffener Lump oder ein verlogener Schuft fönne behaupten, daß an dem Essener Fonds eine Unterschlagung verübt ſci. zend ab. Der Lütgenau fiel denn auch mit seiner Demmziation glän Die neue Demungiation Lütgenaus richtet sich hauptsächlich gegen den Genoffen Lüdel, weil die Behauptung Lütgenans, Lüdel sei ihm deshalb feindlich gefiunt, weil er ein von Lückel an den Barteivorstand gerichtetes Unterstützungsgesuch hintertrieben habe, unter seinem Eide als unwahrheit bezeichnete. Thatsächlich hat Lückel damit mir die reine Wahrheit gesprochen, da er niemals ein nterstützungsgesuch an den Parteivorstand gerichtet hat. Ein eventuelles Verfahren, das in dieser Sache eingeleitet würde, müßte die absolute Unschuld Lückels ergeben. Bermutlich hat das der Lütgenau auch eingefehen und deshalb hat er gegen Lüdel eine allerneueste Denunziation eingereicht, nach welcher die zu verschiedenen Zeiten von Lüdel gemachten Aussagen sich nicht völlig mit einander decken sollen. Da es fich dabei um nebensächliche und absolut gleichgültige Punkte handelt, kann dieses Epiel noch lange fortgesetzt werden. V " Achtung, Kleber( Tapezierer)! Von der Verbandsleitung wird im Vorwärts" Nr. 28 die Einberufung der Versammlung am 4. Februar, abends 8 Uhr bei Jannascht, Inselstr. 10, als schamloser Trenbruch bezeichnet. Wir sehen uns zur Stener der Wahrheit veranlagt, furz folgendes zu berichtigen: Es hatten wohl Verhandlungen zwecks Einberufung einer Versammlung( bezüglich der Lohnbewegung der Stieber) am Freitag, den 6. Februar zwischen der Leitung des Verbandes der Tapezierer und dem Vorstand des Vereins der Kleber Berlins und Umgegend stattgefunden. Diese Verhandlungen wurden aber auf eigene Anregung der Verbandsleitung vorbehaltlich der Zustimmung der Organisationsversammlungen geführt, ohne daß es in verschiedenen Bunkten zu einer Verständigung kam, die an der Hartnäckigkeit der Verbandsleitung scheiterten. Der Vorstand des Vereins der Kleber Berlins erstattete in der Vereinsversammlung am Freitag, den 31. Jannar, Bericht über die betreffenden. Verhandlungen. Es stellte sich nun diese Versammlung durch Annahme einer Resolution auf der Standpunkt, daß in Anbetracht dieser Vorgänge der Vorstand des Vereins der Kleber fofort beauftragt wurde, die Vorarbeiten zur Lohnbewegung zu übernehmen, da sonst eine verhängnisvolle Verschleppung eintreten tönne. Unser Verein kann sich dem Wunsch, daß die Verbandsmitglieder in der Versammlung erscheinen, mut an schließen, er erwartet aber, daß nur die Kleber der Einladung folgen. Verein der Kleber. bou Die Frage, ob Pachtschilling oder Produktionsanteil hat bis jetzt ihre Lösung noch nicht gefunden, und es unterbleiben auf den der Achtung, Modelleure! Sämtliche bei der Firma Hauter Regierung gehörigen Naphthaländereien alle Arbeiten, bis zu Gunsten( Berlin) beschäftigten Modelleure haben wegen Abzug der einen oder der anderen Partei entschieden ist. In der General- 50 Proz. der Bauzulage die Arbeit niedergelegt. versammlung der Naphtha- Industriellen vom 17. Samuar gelangte Deutsches Reich. die Frage zur Abstimmung und wurden 56 Stimmen, darunter solche von Vertretern der Regierung für, 39 gegen Einführung lichen Tischlern, neun Mann, wegen Nichtanerkennung einer neuen Zu der Tischlerei von Böhnhardt zu Eisenach ist sämt der Abgabe in natura abgegeben. Die Gegner der neuen Pachtbedingungen( Auszahlung in natura) fürchten von denselben Arbeitsordmmg gekündigt worden. ein weiteres Sinken der Rohölpreise, besonders dann, wenn auf den Domänen der einzelnen Bächter in Bibi- Eibat neue Sprudel in Thätigkeit treten, wie das fürzlich beim Brunnen Nr. 6 der Batu Naphtha Comp. der Fall war, der täglich mindestens 1 400 000 Bud lieferte, von denen mit Hilfe aller erreichbaren Pumpen nur die Hälfte geborgen werden konnte, was deutlich zeigt, daß Oel genug vorhanden ist, die Lagerungsverhältnisse aber einer gründlichen Besserung bedürfen und neue Absatzwege geschaffen werden müssen. Die Staatsschuld der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat im vergangenen Monat um 5 701 388 Dollars abgenommen; der Barbestand des Staatsschates beträgt 1 220 468 056 Dollars. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Greizer Textilarbeiter bliden wieder auf eine Reihe von Erfolgen zurück. Bei der Firma Daut 1. Oehler wurde der Lohntarif bewilligt und soll von Montag ab zur Berechnung kommen. Desgleichen bei der Firma Gebr. Schulze. Auch sollen bei letzterer Firma die Ausnähgelder in die Lohnbücher eingetragen werden, was bisher nicht der Fall war. Bei der Firma F. A. Jahn ( Weberei) Zenleurodaerstraße, find die Forderungen der Weber nach einmaliger Verhandlung genehmigt worden. Die Lohnzahlung nach dem neuen Tarif gelangt am Freitag, den 7. Februar zur erstmaligen Anwendung. Auch die vogtländischen Weber rühren sich. Die Arbeiters schaft der Firma Jäger u. Seidel in Elsterberg trug nach nur 1% stündigem Streit einen glänzenden Sieg davon. Von 48 Webern In und Weberinnen hatten sich 43 an dem Streit beteiligt. Bei der Firma Dennhardt in Netsch kau stellten die Arbeiter einheitlich die Arbeit ein. Das Vorgehen der Arbeiter in diesem Betriebe ist Herr Tischlermeister Adolf Trebe schreibt uns: In Nr. 24 um so überraschender, als es sich um unorganisierte Arbeiter handelt. Ihres geschätzten Blattes vom 29. Sannar steht unter" Getvert- Der Grund der Arbeitsniederlegung ist in diesem Fall ein Lohnschaftliches":" In der Tischlerei bei Trebs, Fruchtstr. 35, haben Arbeiterinnen der Firma Rödel n. Thieme. abzug. In Reichenbach streifen sämtliche 100 Arbeiter und die Kollegen die Arbeit eingestellt, da sie ihren rückständigen Lohn nicht erhalten konnten. Grund des§ 11 des Preßgefeßes im folgende Berichtigung: Da diese Notiz der Wahrheit nicht entspricht, ersuche ich Sie auf CS Ausland. nd.imd Die Heizer des ,, Destreichischen Lloyd" haben nach einem Wolfischen Telegramm aus Triest die Arbeit niedergelegt; fie vers haben aber zu einem Ergebnis noch nicht geführt. langen Herabseziung der Arbeitszeit. Verhandlungen sind eingeleitet, Sociales. ständigem Lohn eingestellt haben, es wird wie fast allgemein üblich, Es ist unwahr, daß bei mir die Gesellen die Arbeit wegen rüd: bei mir in Accord gearbeitet; ich war infolge der schlechten Zeitverhältnisse gezwungen, die bisher gezahlten Preise etivas zu reducieren, Lütgenau tennzeichnete sich selber am besten durch den Inhalt fellen, am Sonnabend, den 18. cr. die Arbeit niederzulegen; da mir teilte dies mit; wie ich aber erfuhr, beabsichtigten die sämtlichen Geeiner Postkarte, die er im Jahre 1900 an den Genossen Bebel dadurch die Arbeit unfertig stehen blieb, die Herstellung durch andre richtete. Auf dieser Karte droht er dem Genossen Bebel, daß, Leute fostet bekanntlich viel mehr, wie der Accord beträgt, zahlte ich werker und Arbeiter bildete, wie berichtet wird, den Gegenstand Die Lage der im Eisenbahnbetriebe beschäftigten Hand wenner( Bebel) nicht bald den Mut zu einer öffent am Sonnabend, den 18. Januar, allen Leuten nur 6 M., fügte aber einer Audienz, welche der Vorsitzende des Verbandes deutscher Ligen Erflärung zu seinen( 2ütgenaus) Gunsten hinzu, da die völlige Anfertigung fast durchweg nur noch Tage Eisenbahnhandwerker und Arbeiter fürzlich beim Minister der öffent fände, er ihn nicht länger schonen fönn c. Um die ganze bodenlose Frechheit dieser Drohung zu begreifen, lieferung den Rest- Accord voll ausbezahlt. in Anspruch nehme, erhalte jeder sofort bei Ab- lichen Arbeiten Herrn v. Thielen hatte. Der Vorsitzende Molz- Trier Es waren alle richtete an den Minister unter Hinweis darauf, daß in Oestreich die muß man bedeuten, daß der Lütgenau es nur der Rücksichinahme einverstanden, zwei Tage darauf lieferten 3 Mann, weitere betreffenden Kategorien von Eisenbahnbediensteten nach zweijähriger des Parteivorstandes zu verdanken hatte, wenn er zu jener Zeit nicht 4 Tage 2 Mann ab; der Accord wurde bezahlt, ich mußte aber Thätigkeit in das Beamtenverhältnis eintreten, die Bitte, diesen Zustand längst dem Strafrichter überliefert und mit Schimpf und Schande wegen mangelnder Arbeit alle aufhören lassen. Den verbleibenden in Preußen nach zehnjähriger vorwurfsfreier Dienstzeit eintreten zu aus der Partei ausgestoßen war. 3 Gesellen zahlte ich Sonnabend, den 25. Januar, die vereinbarte laffen. Sodann wurden Wünsche geäußert wegen Verbesserung der Man kann wirklich gespannt sein, wie lange die Behörden noch volle Abschlagszahlung von 24 M., alle drei hatten nur noch in Penfionsverhältnisse, Erhöhung des Krankengeldes auf den vollen Tageauf die Auschuldigungen dieses Menschen reagieren werden. dieser Woche zu arbeiten, am Montagmorgen verlangten mun die lohn, Gewährung von Freifahrscheinen bei Urlaubsreisen, wie sie den Gesellen Dinde und Schmidt, deren Accordrest ca. je 50 M. Beamten gewährt werden. Der Minister hat dem Verbandsvorsitzenden betrug, weitere 18 M. mir, ich gab zur Antwort, wohlwollende Erwägung der vorgetragenen Wünsche zugesichert. Bes sie jollten ruhig anfangen, ich würde ihnen dann am merkenswert ist auch noch eine Erklärung des Vorfizenden zu der Mittwoch das Geid zahlen, fie bekämen ja doch Ende der Frage eines eventuellen Ausstandes der Eisenbahner; er äußerte sich Woche ihr ganzes Geld. Während der dritte Gefelle seinen dahin, daß eine Arbeitseinstellung derselben so gut wie ausgeschlossen In dem Bericht über den niederrheinischen Parteitag mir die Arbeit unvollendet stehen. Accord fertig stellte, hörten die Genannten sofort auf und ließen fei; niemand von ihnen würde die Verantwortung für ein solches Vorgehen übernehmen. ( fiche Nr. 23 des„ V.") war davon die Nede, daß den Genossen in Gegen dieselben habe ich wegen Accordbruchs die Klage ein Düsseldorf von den Elberfeldern die Pistole auf die Brust gesezt worden geleitet, Termin findet bereits nächste Woche statt, gegen die Ültheber fei mit der Forderung eines höheren Preises für das Parteiblatt, der in Ihrem Blatt aufgeführten, Notiz, die mich geschäftlich sehr weil es jest jechsfeitig, erscheine, und daß die Düsseldorfer dadurch schädigen kann, werde ich die nötigen Echritte einleiten. zur Gründung eines eignen Blattes gezwungen worden wären. Berlin O., Fruchtstraße 33. einer Erklärung des Elberfelder Blattes wird die Sache jetzt dahin Hochachtungsvoll richtig gestellt, daß es den Düsseldorfern freigestanden habe, für den alten Preis das vierseitige Blatt weiter zu beziehen. Die technischen Einrichtungen der Druckerei in Elberfeld sind auch derart, eine solche Regelung zu gestatten. Der Bericht war uns von infrem Berichterstatter zugegangen und wir waren nicht in der Lage, die Darstellung zu kontrollieren. Die württembergischen Parteigenossen halten ihre diesjährige Landesversammlung am 30. März in Stuttgart ab. Von befonderen Gegenständen stehen die Reichspolitik und die Landespolitik auf der Tagesordnung sowie die Beschlußfassung über das nene Landesorganisationsstatut. Adolf Trebs, Tischlermstr. Da die Bittsteller jeden Gedanken an einen Streit weit von sich weisen und auch nichts über die schlechten Löhne gesagt zu haben scheinen, so wird man sie hoffentlich nicht gleich zu Socialdemokraten Stempeln. Umjomehr sollte es sich der Minister angelegen sein lassen, nicht bei der wohlwollenden Erwägung" stehen zu bleiben, sondern zu Thaten für die Eisenbahner überzugehen, damit sie nicht am Ende doch noch Socialdemokraten werden. " Der Wunsch nach Verbesserung der Krankenkassen- Bezüge ist Zu obiger Berichtigung erhalten wir folgende Mitteilung: recht begreiflich. Sind doch die Erkrankungen der Eisenbahner sowohl Es ist ganz unzutreffend, wenn Herr Trebs in feiner Verichtigung der Zahl wie der Dauer nach in ständigem Steigen begriffen, so daß behauptet, seine Gefellen wollten am 18. Januar die Arbeit ein- man darin wohl eine Folge steigender Anforderungen an ihre Arbeitsstellen, da dieselben erstens deshalb keine Veranlassung hierzu hatten, leistungen sehen kann. So stieg die Anzahl der Erkrankungsfälle bei weil bereits zum 24. Januar eine Sigung von Vorstandsmitgliedern den Bahnbetriebskaffen von 1890 zu 1900, also in 11 Jahren, von Aus Industrie und Handel. der Meister und Arbeiterorganisationen zur Beilegung der Differenzen 82,81 per hundert Mitglieder auf 36,76, die Zahl der bei Herrn Trebs anberaumt war, und vor Einleitung der Verhand- Stranfheitstage von 5,98 auf 9,40 pro Mitglied. Ein Er Die Bank des Berliner Kaffenvereins läßt in ihrem Jahres lugen die Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes die Arbeit nicht frankungsfall dauerte 1890 durchschnittlich 18,22 Tage, 1900 durchBericht für 1901 sehr stark den Niedergang der Geschäftskonjunktur einstellen; dann aber wären die Gesellen des Herrn Trebs im schnittlich 25,57 Tage. Dabei ist auch die Zahl der Unfälle in forthervortreten. An den Umfäßen, die das Institut als General- Abrech- Nachteil gewesen, wenn sie die Arbeit verlassen hätten, währender Steigerung begriffen. Im Jahre 1890 ertranften mur mungsstelle der meisten Berliner Banten vermittelt, erkennt man indem fie, nach der obigen Zuschrift, in einigen Tagen ihre Arbeit 3,17 Broz. der Kaffenmitglieder infolge von Unfällen, 1900 schon den Geschäftsgang der Banken; die Umsätze auf dem Geldmarkt fertig gestellt und noch einige 40 M. zu bekommen hatten. 6,43 Broz, eine Zahl, die in diesen 11 Jahren noch nie erreicht spiegeln zugleich auch denstand des Warenmarktes wieder. Sowohl Das Zahlen eines geringen Softgeldes wie das von 6 M. am wurde. Wenn man erfährt, daß das Krankengeld nur etwa 1,50 wt. im Sukassoverkehr als im Giro- Effektentonto sind starke Rückgänge im 18. Jannar, ist aber öfter vorgekommen, so am 7. September v. 3. pro Tag im Durchschnitt beträgt, so fann man wohl verstehen, daß vorigen Jahre zu verzeichnen. Der Inkassoverkehr betrug im Jahre 1901 15 M., 3. Oftober 21 M., am 12. Oftober 12 M., am 20. November das Interesse an der Erhöhung dieser Bezüge immer dringender 12 604 Millionen Mark gegen 16 841 Millionen im Jahre vorher. 20 M. wird. " Das Arbeitersekretariat Nürnberg, das erste Institut feiner Rosa Mayreder mit einem Auffage: ,, Zur Kritik der Weiblich- im Reiche. Der Referent schilderte die Sachlage in Kiel, Breck, Art in Deutschland, hat seine heurige Jahresversammlung abgehalten, feit", in welchem sie sich mit den verschiedenen einander wider Eisenberg und Hamburg, ging weiter auf die Maßregelungen in der Genoffe Segiz den Bericht der Sekretäre erstattete. Als sprechenden Aeußerungen von gelehrten Schriftstellern 2c. über das in Bunzlau und Braunschweig ein, erläuterte dann den für er im vorigen Jahre die Frequenzziffer von 15 444 mitteilte, tuiipfte eib befaßt. uns günstigen Ausgang des Konfliktes in Gotha und zuletzt auch er bie er daran die Vermutung, die zugleich auch als Wunsch gelten den Streit in Esbjerg in Dänemark. An der Hand dieser versollte, daß damit wohl der Beharrungszustand erreicht sei. Allein Wahlrechtsverlangen. Die Arbeiterinnen der Grafschaften schiedenartigen Beispiele, die auch im Vorwärts" des näheren schon diese Voraussage hat sich nicht erfüllt. Die Zahl der Be Yorkshire und Cheshire haben eine große Petitionsbewegung ins erörtert worden sind, wies der Redner die Notwendigkeit und ermahnte sucher stieg im Vorjahre auf 16 589. In diesem Jahre allein Werk gesetzt. In einer Petition an das Parlament fordern sie die einer strammen Gesellen- Organisation nach beträgt die Steigerung der Inanspruchnahme so viel wie in den Teilnahme an den Barlamentswahlen. insonderheit die Beriiner Fleischergesellen zu festerem Zusammendrei vorausgegangenen Jahren. Seit der Errichtung des Sekretariats 14 halt, damit die Metropole des Reiches den Kollegen Deutschlands hat sich die Frequenz mehr als verdoppelt. Die meisten Auskünfte auch mit gutem Beispiele vorangehe. In der Diskussion äußerte In Unfallsachen und Schriftsätze betrafen die Socialgesetzgebung. man sich im gleichen Sinne. Der nunmehr erstattete Vorallein wurden 3722 Ausfünfte erteilt. Auf dem Gebiete der Altersstands- und Kaffenbericht zeugte von einem erheblichen Fortschritt gegen das Vorjahr; vom Kassierer wurde jedoch über unregelnahme des Heilverfahrens hervorzuheben. Bezüglich der KrankenUnter den übrigen Auskünften stehen an erster Stelle die Mietsdifferenzen, die beweisen, daß die Rigorosität der Hausbefizer auch in der Zeit, da die Nachfrage nach Wohnungen nicht so start ist, nicht nachgelassen hat, und es wurde beobachtet, daß die Kenntnis der einschlägigen Gesetzesbestimmungen bei Mietern und Vermietern sehr viel zu wünschen übrig läßt. Allies and Gerichts- Beifung. und Invaliditätsversicherung sind besonders die Gesuche um Ueber- Der Prozeß gegen die Trebertrocknungs- Aktiengesellschaft. mäßige und geringe Beitragszahlung geklagt, da von 400 eingeschriebenen versicherung wurde beobachtet, daß die Klagen im allgemeinen das Vor der 1. Straffammer des Landgerichte zu Staffel hat Montag Mitgliedern nur knapp die Hälfte Beiträge entrichten. Aus der hin erhoben werden, daß einerseits die Gemeindeversicherung von ihrer der Prozeß gegen die Aufsichtsratsmitglieder der Kasseler Treber Vorstandswahl gingen hervor: Fritz Gluch, Bevollmächtigter, Befugnis zur Ueberweisung an Heilanstalten einen sehr aus- trocknungs- Aktiengesellschaft wegen Verschleierung, Untreue May Sidert, Kassierer, Rich. Lange, Schriftführer, knopp und gedehnten Gebrauch macht, andrerseits muß aber auch tonstatiert und betrügerischen Einwirkens auf den Kursstand Klimm, Beisiger, Biedermann, Keßler und Komminsti werden, daß eine Reihe von Privatkassen in dieser Beziehung sich der Aktien unter großem Andrange des Publikums begonnen. Reviforen. Unter Bernfsangelegenheiten wurde erwähnt, daß er habe beim in jüngster Zeit verschiedentlich Revisionen der Arbeitsebenfalls Gewohnheiten zugelegt haben, die nicht zum Vorteil der Staatsanwaltschaftsrat Mantell teilte mit, Versicherten sind. Justizministerium und beim Auswärtigen Amt ersucht, bei der räume durch den Gewerbe- Juspettor stattgefunden haben und franzöfifchen Regierung zu beantragen, den in Paris verhafteten beshalb wurden die Kollegen aufgefordert, ihre Aussagen dem Direttor Adolf Schmidt als Zeugen hierher bringen zu Thatbestand gemäß zu machen und niemand zu Gunsten zu laffen. Auch der Direktor der Leipziger Bank, Egner, wird aus reden. Ferner wurden die Kollegen ersucht, rege für die Samm dem Leipziger Untersuchungsgefängnis als Zeuge vorgeführt werden. lungen zur Deckung der Kongreß- ünkosten zu wirken. Die Angeklagten sind der Kaufmann Hermann Sumpf aus Kassel, der Fabrikant und Kaufmann Richard Schlegel zu Kassel, Den verschiedenen Bevölkerungsschichten nach betrachtet, giebt es, vorbestraft durch Urteil des Bezirksgerichts in Birna 1874 wegen abgesehen von den Arbeitern, kaum einen Beruf, der nicht zur Diebstahl, Betrug, Unterschlagung mit 3 Jahren Gefängnis, der Kundschaft des Sekretariats fein Kontingent gestellt hätte. Unter Bierbrauer Ernst Otto aus Dortmund, der Ritterguts befizer den Gästen dieses Instituts befinden sich Architekten, Bürgermeister, Johann Schulze Dellwig aus Haus Sölde bei Hörde in Hebammen, Ingenieure, Kaufleute, Pfarrer, Nachtwächter, Pensionisten, Westfalen, der Mittergutsbesizer Arnold Sumpf aus Greifswald; Redacteure, Schuglente, Studenten, Schauspieler ze. Damit ist bewiesen, die Angeklagten befinden sich fämtlich in Haft. daß sich das Sefretariat immer mehr zu einem öffentlichen Institut auswächst, dem anch bürgerliche Streife Vertrauen entgegenbringen, das aber von Arbeitern allein unterhalten wird und seine Dienste Der Gesamtheit unentgeltlich zur Verfügung stellt. Von den Besuchern waren nur 5005 organisiert. Der Procent fatz der Organisierten hat sich dem Vorjahre gegenfiber verringert. Von den Auskunftsuchenden hatten ihren Wohnsiz in Nürnberg 15 274, in Fürth 159, im übrigen Bayern 1028, in den übrigen deutschen Bundesstaaten 69, im Auslande 9. Auch die Zahl der schriftlichen Ein- und Ausläufe hat sich in außerordentlich hohem Grade vermehrt, erstere betrugen 1459, lettere 4167, das sind 439 refp. 1737 mehr als im vorausgegangenen Jahre. Ueber das Vermögen der Trebertrocknungs- Gesellschaft zu Raffel war am 4. Juli v. J. auf Antrag des Konkursverwalters der Leipziger Bant, Justizrats Barth, der Konkurs eröffnet werden. Die Gefell schaft schuldete der Bank 89 433 820 M. Gleichzeitig wurde mit der Konturseröffnung gegen die fünf Mitglieder des Aufsichtsrats ein Der Hauptbeteiligte, Generaldirektor Strafverfahren eingeleitet. Schmidt, hatte sich ins Ausland geflüchtet. Er ist bekanntlich vor wenigen Tagen in Paris verhaftet worden. Die ungeheuren Schwindeleien, welche mit den Treberaktien fyftematisch getrieben wurden, namentlich das Streben, durch fort währende Erhöhung des Aktienkapitals blendend hohe Dividenden zu schaffen, dürfte noch in aller Erinnerung sein. Die Vereinigung der Hausdiener, Packer und Geschäftsfutscher hielt am 23. Januar ihre gutbesuchte Generalversammlung ab. Die Versammlung nahm die Neuwahl des Gesamtvorstandes vor: erster Borsigender wurde Schattschneider, Dalldorferstr. 7, erster Staffierer Koch, Holzmarktstr. 40, und erster Schriftführer Conrad, Staligerstr. 117. Leider Die Modell und Fabrikstischler hielten am 22. Januar im Wedding- Bart" eine Branchenversammlung ab. Aus dem Bericht der Werkstatt Kontrollkommission, den Oesinghaus gab, ift besonders hervorzuheben, daß in dem Zeitraum vom 1. April bis Ende Dezember 1901 acht Branchen- und zehn VertrauensmännerBersammlungen stattgefunden haben, sowie seitens genannter Kommission 15 geschäftliche Sigungen und 23 Werkstattbesprechungen abgehalten wurden. Nahezu die Hälfte der Werkstattbesprechungen machten sich nötig infolge von während der jezigen Periode schwachen Geschäftsganges mehrfach vorgenommenen Lohnreduzierungen. war es infolge des schwachen Zusammenhaltes der Modelltischler mir in einem Betrieb, in der„ Union" der Elektricitäts- Gesellschaft, möglich, einer geplanten Herabsehung der Löhne energisch entgegen Die Angeklagten bestreiten, von den Fälschungen und Schiebungen treten ait fönnen. Nachdem Desinghaus als Obmann Schmidis Kenntnis gehabt zu haben. Von der Anklagebehörde, die und weiß, Behn, Wörlen, Stübner, Tarnawa und Erster Staatsanwalt v. Ditfurth und Staatsanwaltsschaftsrat Mantell to dler als Kommissionsmitglieder gewählt waren, trat die Ververtraten, wird auf Grund der umfangreichen beschlagnahmten Korre- fammlung in eine sehr lebhafte Diskussion über die in nächster Zeit fpondenz der Nachweis versucht werden, daß den Aufsichtsrats- stattfindende Urabstimmung betr. die Einführung der Arbeitslosens mitgliedern mindestens seit den Jahre 1895- die Hauptbücher bis unterstützung ein. Die meisten der Anwesenden standen der Unter1894 fehlen bekannt war, daß die Trebertrocknungs- Gesellschaft stügung sympathisch gegenüber, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß der Kampfcharakter der Organisation teine Einbuße erleidet. stets mit Geldverlegenheiten zu kämpfen hatte. Dem Fabrikinspektor wurden 45 Beschwerden übermittelt, von benen 21 für begründet, 6 für unbegründet und 5 für teilweise begründet erklärt wurden, die übrigen sind noch unerledigt. Ueber die Berufsgenossenschaften bestehen die Klagen der VerTetzten in unveränderter Weise fort. Im Berichtsjahre wurden allein 95 Berufungsschriften an die Schiedsgerichte und 25 Returs schriften an das Reichs- und Landes- Versicherungsamt ausgefertigt. Die meisten eingelegten Berufungen waren erfreulicherweise von Der Angeklagte Hermann Sumpf will unbedingtes Vertrauen Friedrichshagen. Am Sonnabend, den 25. Januar, tagte hier Erfolg. Das mittelfränkische Schiedsgericht ist unter seinem neuen zu dem Generaldirektor Schmidt gehabt haben und schiebt im Borfißenden bestrebt, das Gefez mehr zu Gunsten der Verlegten aus- weiteren Verlaufe seiner Bernehmung alle Schuld auf den eine gut besuchte öffentliche Bersammlung, in der auch Frauen Das Consortial= Conto von 18 Millionen Mark bei reichlich erschienen waren. Die Genoffin Klara gettin referierte zulegen. Vom Reichs- Versicherungsamt tann das leider nicht gesagt felben. um über das Thema:„ Der Brotivucher und das notleidende Volk." werden; seit dessen Borsigender Boediker abgegangen ist, ist in die der Leipziger Bant fei von letzterer gewünscht worden, Rechtsprechung des Reichs- Versicherungsamtes ein Geist eingezogen, den Anschein zu vermeiden, daß die Trebertrocknungs- Gesellschaft Die Vortragende erntete für ihre flaren und fachlichen Darlegungen der als geradezu feindlich den Versicherten bezeichnet werden muß. folche hohe Summen der Leipziger Bank schulde. Arnold Sumpf reichen Beifall. Da sich trog wiederholter Aufforderung Gegner Die meisten Klagen werden von den Verletzten über die Vertrauens- schließt sich den Erklärungen seines Bruders an und hebt hervor, nicht zum Wort meldeten, wurde von einer Diskussion Abstand ge= ärzte erhoben, und nicht mit Unrecht. ihm, der selbst nicht kaufmännisch gebildet sei, seien die Verhältnisse nommen. Der Vorsitzende machte dann noch auf die im März stattNach dem Kassenbericht wurden vereinnahmt 11 232,91 M., ver: der Tochtergesellschaften gut erschienen. Die Verteidiger erklären auf findende Gemeindewahl aufmerksam. ausgabt 11 696,06 M., so daß ein Deficit von 463,15 M. vorhanden Anfrage, noch nicht auf die Vernehmung des Direktors Schmidt ver Centralverein der Bildhaner Deutschlands( Verwaltungsstelle zichten zu können. Nachdem die Vernehmung der übrigen Anist. Das Vermögen beträgt 9283,48 m. Berlin). Dienstag, den 4. Februar, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, geklagten, die sämtlich versichern, in gutem Glauben gehandelt zu außerordentliche Generalversammlung. I. Rechenschaftsbericht der Centralhaben und von der Profperität des Unternehmens überzeugt gewefen taffe, Wahl des Verwalters und zweier Revisoren. II. Eventuelle Erhebung zu sein, beendet war, wurde die Verhandlung auf Dienstagvormittag eines Extrabeitrages für die Centralkaffe. III. Verschiedenes. bertagt. Aus der Frauenbewegung. Verband der Blumen, Blätter- und Putfedern Arbeiter: und Brotwucher und Genossenschaftsgeseh. Wegen des Aus- Arbeiterinnen. Mittwoch, abends 8 Uhr, Versammlung in den Arminlegens einer Petition gegen die Erhöhung der Gehallen, Kommandantenstr. 20. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über: treibezölle wurden am Sonnabend von der Potsdamer Straf- flege der Schönheit. Tamer fieben Vorstandsmitglieder des Konsumbereins Vorwärts zu Luckenwalde bestraft. Sie hatten es still" haufes gefüllt. Die Rednerin erörterte diesmal die tieferen Ur- fchweigend genehmigt, daß im September v. Js. in den Verkauf: Lehte Nachrichten und Depeschen. tveil " 1M Es brennen 129 Faß Die ,, Weib und Arbeiterin im Lichte der Socialdemokratie" lautete das Thema des Vortrages, den Klara Bettin am Freitag hielt. Die Versammlung war von dem Vertrauensmann des dritten Wahlkreises einberufen. Sie erfreute sich eines sehr starken Besuches. Bis auf den legten Platz war der große Saal des Gewerkschaftsfachen der Frauenfrage. Sie zeigte, daß die landläufige Annahme, stellen und Schantstätten des Konsumvereins die von dem social wonach die Frau von Natur geistig und körperlich minder demokratischen Wahlverein veranlaßte Petition zur Unterschrift ausForst i. 2., 3. Februar.( W. T. B.) Auf der Konradsgrube entwickelt und deshalb auch minder leistungsfähig sein soll wie der gelegt wurde, worauf auch ein Inserat in den Zeitungen aufmerk Mann, wissenschaftlich nicht haltbar, ja thatsächlich widerlegt ist. Die fam machte. Das Luckenwalder Schöffengericht hatte jeden in Döbern stürzte eine Förderschale mit drei Grubenarbeitern, welche Bortragende legte dann dar, daß es nicht in der Natur begründete, Angeklagten zu fünf Mark Geldstrafe event!. 1 Tag Haft ver- die Schale unberufenerweise betreten hatten, in die Tiefe; alle einen drei Arbeiter waren fofort tot. sondern durch die kapitalistische Gesellschaft mit ihren verkehrten urteilt, es in dem Auslegen der Petition Einrichtungen hervorgerufene Ursachen sind, welche das weibliche Verstoß gegen§ 149 des Genossenschaftsgefeges erblickte, in welchem Gleiwik, 8. Februar.( B. S.) Dem Wanderer" zufolge brach Geschlecht hindern, seine natürlichen Anlagen und Fähigkeiten es heißt: Mitglieder des Vorstandes werden bestraft, wenn ihre frei zu entfalten und zu bethätigen. Befonders macht sich Handlungen auf andre als die im§ 1 festgelegten Geschäfte gerichtet heute nachmittag 8 Uhr in dem Destellierraum der Fettwarenfabrit heut, unter der Herrschaft des Kapitalismus, ein Konflikt bemerkbar find." In der Berufungsinstanz wurde von der Verteidigung aus von Karl Sachs in Alt- Zabrze Feuer aus, das in wenigen Augen zwischen den Berufspflichten der erwerbenden Frau und ihrer geführt, daß hier keine Handlung der Angeklagten vorliege, zumal es blicken die Fabrik in Flammen fezte. Bethätigung als Weib und als Mutter. Je mehr die Frau in An- an einer Willensäußerung des Vorstandes fehle. Die Petition decke amerikanisches Harz, welches zu Del verarbeitet werden sollte. Man spruch genommen wird durch Berufsarbeit, um so weniger bleibt ihr sich mit dem Zwed des Konsumvereins, billige Nahrungsmittel zu glaubt, daß es den vereinigten Anstrengungen von vier Feuerfür die Wirksamkeit in der Familie. Die Socialdemokratie will erzielen. Der Gerichtshof verwarf aber die Berufung der Anwehren gelingen wird, ein nahe gelegenes Gebäude, in dem fünfdiesen Konflikt mildern, indem sie für Erringung befferer Arbeits- getlagten, weil der Zwed des Konsumvereins lediglich die Vermitt- bis fechshundert Fässer Mineralöl lagern, zu schützen. bedingungen durch gemeinsame Organisationen beider Geschlechter, lung billiger Nahrungsmittel durch Ein- und Verkauf fei. Eine sonstigen umliegenden Gebäude find bei der herrschenden Windstille besonders aber für gefeßlichen Schuß der Arbeiterinnen eintritt, um pofitive Handlung des Vorstandes sei zu der Strafbarkeit desselben gesichert. diese so viel als möglich der fapitalistischen Produktion zu entziehen, nicht nötig. Königsberg i. Pr., 3. Febr.( W. T.B.) Die Hafflotsenstation teilt damit den Frauen die Möglichkeit gegeben wird, sich nach der weibMilitärbefreiungs Prozeß. Aus Elberfeld wird be- mit, daß das Fahrwasser zwischen Königsberg und Billau seit lichen und rein menschlichen Seite hin auszuleben. Auch die volle Rechtsgleichheit ist ein vorzügliches Mittel zur freien Entfaltung richtet: Bor der hiesigen Straffammer begann Montag die durch heute ohne Hilfe eines Eisbrechers nicht paffierbar ist. Graz, 3. Febritar.( B. S.) Der Schnellzug der Südbahn der weiblichen Persönlichkeit. Aber nicht nur gemildert, sondern Reichsgerichtsbeschluß angeordnete nochmalige Verhandlung des beseitigt müssen die Gegenfäße werden, welche die Frau an der Militärbefreiungs- Prozesses gegen 13 Angeklagte, darunter den Ala- Wien blieb heute Nacht bei Döllach im Schnee stecken und freien Bethätigung ihrer Sträfte hindern. Das kann nicht geschehen Rentner Hermann Baumann und die Witwe Therese Diedhoff von tonnte bisher nicht freigemacht werden. in der tapitalistischen Gesellschaft, sondern es ist erst möglich, wenn hier. Den Vorsig führt Landgerichtsdirektor Schulte Uffelage; die Paris, 3. Februar.( W. T. B.) Die Deputiertenkammer berät der Socialismus die Herrschaft angetreten hat. Erst dann wird Anklage vertreten Erster Statsanwalt Jonen und Staatsanwalt volle Freiheit geschaffen für die Entwicklung der Persönlichkeit, dann Alberts. Als militärische Sachverständige find Corps Generalarzt eine Vorlage, betreffend nachträgliche Bewilligung der während der fönnen sich alle Kräfte frei entfalten, und dann ist es auch der Frau Dr. Stricker vom Gardecorps und Generalarzt Dr. Kern vom 2. Armees Vertagung des Parlaments durch Dekret eröffneten Kredite für Corps in Stettin geladen. den Empfang des Kaisers von Rußland. möglich, fich je nach Anlage und Neigung zu bethätigen. Die Socialdemokratie ist die Befreierin der Frau, aber nur leber den Verlauf der Verhandlungen am Montag wird be- Déjeante verlieft im Namen der Socialisten eine Erklärung, soweit sie revolutionär ist und durch Beseitigung der Kapitalistischen richtet: Der Angeklagte Baumann bestreitet, sich mit Frei- in welcher gegen diese Stredite Einspruch erhoben wird. Er bringt Gesellschaft volle Freiheit für die Entwicklung der Bersönlichkeit machungen befaßt zu haben, er habe nur einzelnen Bersonen eine Tagesordnung ein, welche sich gegen die Geldvergendung und Rat erteilt, ihnen ihre Fehler geschildert und geraten, sich nicht gegen die Haltung der republikanischen Regierung gegenüber schafft.einem schweren Regimente zu melden. Ober Geld dem Selbstherrscher, dem Kaiser von Rußland, tadelnd ausspricht. Der Vortrag, der begründet war auf tiefer wissenschaftlicher bei Erkenntnis und durchweht von leidenschaftlicher Begeisterung für die empfangen babe, wiffe er nicht mehr, weil sein Gedächtnis infolge hohen Jdeale wahrer, edler Menschlichkeit, wurde von der tausend- der langen Untersuchungshaft gelitten habe. Auch die übrigen An geflagten bestreiten ihre Schuld. Der Erste Staatsanwalt Töpfigen Menge mit stürmischem Beifall aufgenommen. Jonen erklärt, daß die Anklage auf Bestechung durch die rechtsträftige Freisprechung der Anklage beseitigt worden sei, es sei daher kaum möglich, daß die neue Straffammer zu einer andren Es fäme nur die Frage der Täuschungen in Auffaffung gelange. Betracht, und ob das von den Angeklagten angewandte Täuschungsmittel zu einer Täuschung geeignet war. Der Staatsanwalt nimmt den Stand der Militärärzte in Schutz, der aus der vorigen Vers Das Gericht beschloß, die handlung glänzend hervorgegangen sei. angeblich freigemachten Angeklagten am Nachmittag durch Militärund Civilsachverständige untersuchen zu lassen. Die Arbeiterinnen der staatlichen Tabakfabrik in Sternberg( Oestreich) stellten bei den Wahlen zum Vorstand und Schiedsgericht der Unfallversicherungs- Anstalt zum erstenmal eine eigene socialdemokratische Kandidatenliste auf. Die Fabrikleitung, deren Sandidaten bisher immer widerspruchslos gewählt wurden, stellte gleich falls eine offizielle Liste auf. Trotzdem wurde die socialdemokratische Lifte mit 696 gegen 508 Stimmen gewählt. Von der Furcht der Arbeiterimien vor Maßregelung legt die Thatfache Beugnis ab, daß 325 weiße Bettel abgegeben wurden. Diese 325 wollten zwar die Kandidaten der Fabrifleitung nicht haben, trauten sich aber nicht socialdemokratisch zu stimmen. Oestreichische Frauenbewegung. Nun haben die freifinnigen bürgerlichen Frauen Wiens außer den„ Dokumenten der Frauen" noch ein zweites Organ, dessen erste Nummer unter dem Titel: „ Neues Frauenleben" vor einigen Tagen erschienen ist. Das Organ war früher als„ Frauenleben" im Brivatbesitz und ist jetzt an den Allgemeinen östreichischen Frauenverein übergegangen. Fr. Fidert, die Präsidentin des genannten Vereins und bekannt als eine von den Christlichsocialen meistgehaßte Lehrerin, wurde mit der Leitung des neuen Organes betraut. Berlammlungen. g Waldeck Rousseau erwidert, die Regierung würde sich einer Pflichtverlegung schuldig gemacht haben, wenn sie nicht die erforderlichen Kredite für den Empfang des Herrschers des befreundeten und verbündeten Boltes eröffnet hätte.( Lebhafter Beifall.) Sembat( Soc.) erklärt, Nußland sei nicht der Verbündete Frankreichs, denn es sei auf Rußlands Geheiß geschehen, daß Franks reich Mytilene räumen mußte. Walded Rousseau und Delcassé widersprechen dieser Behauptung, welche den Thatsachen durchaus nicht entspreche. Sembat erwidert, daß das Gelbbuch, welches über die An gelegenheit erscheinen werde, den Beweis erbringen werde, daß Graf Lambsdorff in Konstantinopel gegen die französischen Interessen gehandelt habe. Im übrigen habe das Bündnis mit Nußland feinen Wert, da Rußland Frankreich nicht einmal Handelsvorteile gewähre. Delcassé erklärt, die Regierung habe die Pflicht gehabt, dem Kaiser von Rußland einen Empfang zu bereiten, wie, er feiner und Frankreichs würdig sei; auch hätten sämtliche Generalräte Frank Frank Der Centralverband der Fleischer und Berufsgenossen reichs ihre Freude über jene Ereignisse ausgesprochen. Deutschlands hielt am Mittwoch, den 29. Januar dieses Jahres, reich verfolge eine weitausschauende Politit und diese habe feine quartalsmäßige und recht gut befuchte Hauptversammlung bei zu dem Bündnisse geführt, welches beiden Völkern Nutzen bringe. Hierauf wird die Tagesordnung Dejeante mit 496 gegen Bauer, Rosenthalerstraße, ab. Den ersten Bunft der Tagesordnung bildete eine Besprechung der von den Meisterorganen ausgestreuten 46 Stimmen abgelehnt und der Kredit mit 502 gegen 46 timmen über den Centralverband und seine Ber bewilligt. unwahrheiten sammlungen. Das Gebahren dieser Arbeiterfreunde" wurde London, 8. Februar.( W. T. B.) Die italienische Bart Wie es in der ersten Nummer heißt, sollen nur tüchtige allseitig ins richtige Licht gestellt, im übrigen jedoch darüber Lafaro" ist auf der Fahrt von Hamburg nach Cardiff gestern litterarische Kräfte zur Mitarbeit gewonnen werden. Unter den Mit: zur Tagesordnung übergegangen. Hierauf folgte die Berichtarbeiterinnen des ersten Heftes befindet sich an erster Stelle Frau erstattung vom Stande der Lohnbewegungen und Aussperrungen mit der gesamten Bemannung bei Scilly untergegangen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. " Br. 29. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 133. Sigung vom Montag, 3. Februar 1902, nachmittags 1 hr. Die Beratung beginnt mit dem Kapitel„ Gesundheitsamt". Abg. Dr. Müller- Meiningen( fr. Bp.): = Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Dienstag, 4. februar 1902. Abg. Stöcker( wildkons.): Ich habe die beiden Broschüren citiert, weil ich der Ansicht bin, daß hier auf diesem Gebiete allgemeine Mißstände vorhanden sind, auf deren Beseitigung das Reichs- Gesundheitsamt zu dringen hat. Abg. Singer( Soc.): Ich fühle mich, wie auch im vorigen Jahre, veranlaßt, meinem hat Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie dürfen " dieser Mißstände festzustellen. Die Ursache dieser Mißstände liegt in demokraten.) Ist das nicht ein Skandal, daß die Freifinnigen, erster Linie in der schlechten und miserablen Bezahlung und in die öffentlich immer gegen die Gesinde ordnung auftreten, der schlechten Behandlung, wie sie das Pflegepersonal zu er einen solchen Kontrakt von ihren Angestellten verlangen? dulden hat. ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.)- Sorgen Sie dafür, daß Am Bundesratstische: Graf v. Posadowsky. Ich habe durchaus nichts gegen die Schwestern dieser Angiassiall ausgemistet wird; erst dann werden Sie bessere Die zweite Lesung des Etats des Reichsamts des pflege. Ich verstehe es aber nicht, wie man 16-17jährige Verhältnisse in den Krankenhäusern schaffen.( Bravo! bei den Junern wird fortgesetzt. Mädchen auf Männer stationen beschäftigen kann. Welchen Socialdemokraten.) schweren filtlichen Gefahren diese Mädchen ausgesetzt sind, brauche ich Abg. Francken( natl.): vor Ihnen wohl nicht auseinandersetzen. Gegen die ausschließliche Wenn der Abg. Antric sagte, die Krankenpfleger würden nicht Schwesternpflege sprechen aber noch andre Gründe. Ueberall, genügend bezahlt, so erwidere ich ihm, daß christliche Nächstens Ich möchte die Stellung der Polizei gegenüber der wo ausschließlich die Schwesternpflege eingeführt iſt, führt nicht liebe und Aufopferung nicht zu bezahlen sind. Presse in Bezug auf die sogenannten Geheimmittel der Arzt, sondern in der Regel die Oberin das Herr Abg. Sachse sagte in seiner letzten Rede, es geschehe in den Turz berühren. Die chikanösen Verordnungen der Polizei Regiment.( Sehr richtig!) In dem Groß- Lichterfelder Kranken- Bergwerken nichts, um die Wurm krankheit zu bekämpfen. Ich vers in diefer Beziehung bedeuten ein wahres Labyrinth für die Preffe. hanje find Dinge vorgekommen, die jeder verurteilen muß. Dort weiße ihn auf die zahlreichen Erholungsheime, die in Westfalen zur AufDer Redacteur weiß meist gar nicht, weshalb er bestraft wird, weil find die Schwestern, um einen unliebsamen Arzt zu nahme Wurmkranker errichtet worden sind. Des weiteren fordert der Begriff Geheimmittel noch gar nicht festgelegt entfernen, in den Generalstreit getreten, find weg- Redner gefeßliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Branntist. In Preußen allein giebt es vierzig Verordnungen, welche gegangen und haben die Kranken einfach liegen weinpest. Das Trinken ist gestattet, aber das Saufen muß verdie Anpreisung der verschiedensten Geheimmittel verbieten.( hört! laffen.( hört, bört! bei den Socialdemokraten.). Ich persönlich boten werden.( Heiterkeit.) hört!) Geradezu lächerlich ist es doch zum Beispiel, daß halte nicht das Schwesternsystem, sondern das gemischte System für Stollwerts Hustenbonbons, Schweizer Billen, Kräuterwaren usw. das beste. In diesem Sinne haben sich vor kurzem auch die als Geheimmittel angesehen werden, deren Anpreifung der Presse Aerzte der Berliner Charité ausgesprochen. verboten ist. Es ist nun eine neue Geheimmittel- Verordnung Staat und Gemeinde haben für eine gute Ausbildung der projektiert, die aber wieder die Entscheidung darüber, was Geheim Krankenpfleger zu sorgen und vor allen Dingen diesen Pflegern das mittel sind, dem Ermessen der Polizei überläßt. Die Pensionsrecht zuzuerkennen. In der Berliner Charité ist ein weiteren Bestimmungen sind so fompliziert, daß jeder Re- Mann, der 7 Jahre tren als Pfleger gedient hat, wegen Erdacteur sich einen Tier-, einen Menschenarzt und einen Chemiker blindung entlassen worden und bekommt jest volle halten müßte, um zu verhüten, daß er bestraft wird. Ueberhaupt sieben Mark Pension. Als ich neulich diesem Mann Gefühl tiefer Beschämung darüber Ausdruck zu geben, dürfte kein Verleger oder Redacteur für eine solche Annonce ver- fagte, ich wollte den Fall hier im Reichstage zur Sprache bringen, daß in der Stadtverwaltung Berlins Dinge vorantwortlich gemacht werden, sondern lediglich der Inserent. Hier muß un- bat er mich gebeten, davon Abstand zu nehmen, denn er hatte tommen, wie sie mein Kollege Antrick hier vorgebracht hat. bedingt die Klinke der Gesetzgebung in die Hand genommen werden. Angst, der preußische Staat würde ihm auch diese Ich finde es auch gar nicht verwunderlich, wenn dem Abg. Gewiß fann der Staat nicht auf allen Gebieten die Kinderfrau spielen, aber winzige Pension entziehen. Ich beruhigte ihn aber und Antrick hie und da ein Versehen in seinen Angaben nachgewiesen es ist bezeichnend, daß man auch hier die kleinen hängt und die Großen fagte ihm:„ Wenn auch der preußische Staat schon sehr schäbig ist, an dem Gesamtresultat wird dadurch nichts ge= Laufen läßt. Gegen den umfangreichen Schwindel, der mit dem ist, so schäbig ist er denn doch nicht.( Heiterfeit. Glocke ändert. Es schickt sich nicht für eine Verwaltung, sich bei BeVoltakreuz getrieben wird, geht man nicht vor und auch nicht gegen des Präsidenten.) fanntwerden dieser Mißstände zurückzuziehen, sondern sie den nenesten Humbug, die sogenannte christliche Wissenschaft diefe Mißstände wahr die Pflicht, Pflicht, darüber Auskunft zu geben, ob der Miß Eddy in der Flottwellstraße 4, dies Ueberbrettl der einen Bundesstaat nicht als schäbig bezeichnen.( Große Heiterkeit.) oder nicht. Derartige Zustände Heilsarmee.( Heiterfeit.) Das Reichs Gesundheitsamt hätte die bestehen ja nicht nur in Berlin, sondern auch in andren Pflicht, hier einzuschreiten.( Bravo! links.) Abg. Antrick( fortfahrend): Städten und das Reichs Gesundheitsamt hätte deshalb Dem Abg. Stöcker erwidere ich, daß im Elisabeth- um so mehr Veranlassung, das Wort in dieser Sache zu Auch ich möchte auf diesen Unfug des Gesundbetens Krankenhaus viele Geschlechtsfrante aufgenommen ergreifen, als ja im vorigen Jahre mitgeteilt wurde, es solle eingehen. Hier liegt sicher Anlaß vor zu behördlichem Einschreiten. worden sind, denn sonst würde die große Anzahl von Gonorrhöe- eine Revision des Moabiter Krankenhauses stattMir ist von Personen besten Klangs mitgeteilt worden, daß das finden. Wie ist dann das Ergebnis dieser Revision? An den Zu franken nicht vorgekommen sein. Gesundbeten dort prompt für 2 m. erledigt wird. Es soll vorgekommen sein, daß mit demselben Schwamm, ständen trifft die Schuld nicht nur den Berliner Magistrat ( Hört! hört! links.) Selbst schwerkranke Personen Tassen sich durch den mit dem die syphilitisch franken Kinder gewaschen und die Krankenhaus- Verwaltung, sondern auch die Berliner Dabei muß ich. religiösen Kultus, der hier zum Schein getrieben wird, verführen.- Des ind, gleich darauf weiter gewaschen wird; das ist doch eine Stadtverordneten Versammlung. Schweinerei. tonstatieren, daß es uns Socialdemokraten, seitdem wir in der weiteren muß ich mich zu den Zuständen im Groß- Lichterfelder Krankenhaus wenden, das unter der Leitung des Professor rankenhaus zurückkommen. Trotzdem ich hier eine große mals möglich gewesen ist, auch nur einen socialIch muß nun wieder auf meine Anklagen gegen das Moabiter Stadtverordneten- Versammlung von Berlin vertreten sind, nieSchweninger steht. In diesem öffentlichen Krankenhaus ist die Zahl der Sterbefälle an Diphtheritis größer als in Menge von Thatsachen mit Belegen angeführt habe, geht demokratischen Stadtverordneten in die Krantenden Berliner Krantenhäusern. Dies liegt jedenfalls ist die National- Zeitung". der unanständige Kampf gegen mich weiter. Am unanständigften haus- Deputation hineinzubekommen.( Hört! hört! Sie erklärt, ich hätte bei den Socialdemokraten.) Unter diesen Umständen werden Sie es daran, daß dort bei der Heilung der Diphtherie ein Verfahren anwieder unwahre Thatsachen mitgeteilt, nachdem in gewandt wird, das grundsätzlich abweicht von der Behandlung mit der verstehen, wenn ich von meinen Freunden und mir jede Verabwälze. Heilſerum. Da nun unter Umständen Kranke zwangsweise auch in Berliner Stadtverordnetenversammlung festgestellt sei, daß, was ich antwortlichkeit für diese Zustände dieses Jahres haben die Herren eindieses Krankenhaus gebracht werden können, so hat das Reich ein damals gefagt? Ich habe meine eignen Erlebnisse aus gesehen, daß sie es einer Gruppe, die ein Fünftel der Versammlung vor zwei Jahren gefagt hatte, unwahr sei. Was habe ich nun Erst im Januar Ebenso ist es Pflicht des Reichs, im Interesse der wirksamen Be- Moabit vorgetragen, habe z. B. erzählt, daß wärter dort mit 21 M. ausmacht, nicht zumuten können, in einer so überaus wichtigen kämpfung der Biehseuchen die Tierärzte pefimiär so zu stellen, daß angestellt seien. Das Durchschnittsgehalt habe ich auf 30 M. an- Deputation nicht vertreten zu sein und haben einen Socialdemo sie nicht auf Privatpraxis angewiesen sind.( Sehr richtig! links.) gelesen, wonach damals die Mindestlohne für die wärter es als seine ernste Aufgabe ansehen, den bestehenden Mißständen gegeben. Herr Stadtrat Straßmann hat daraufhin eine Liste vor- fraten in die Krankenhaus- Deputation gewählt. Dieser Kollege wird Abg. Stöcker( f.): 23 M. betragen haben. Redner verliest dem gegenüber die nachzugehen. Als vor zwei Jahren Kollege Antrick seine Anklagen Auch ich möchte zu der erwähnten christlichen Wissenschaft etwas Namen einiger Wärter, die nach Ausweis der hier vortrug, haben wir sie natürlich bei der Etatsberatung im sagen. Hier ist weder von christlicher Wissenschaft noch 2ohnlisten damals mit 20-21 Mart bezahlt Stadtparlament zur Sprache gebracht. Der Berlauf der Sigung ist vom Beten im Ernst die Rede. Es handelt sich um eine von wurden. Ebenso unwahr ist die Behauptung des Herrn Ihnen ja bekannt gegeben worden. Das allerschlimmste bei diesen Amerika importierte schlechte Philosophie und noch Straßmann, daß feine ungelernten wärter in Moabit angestellt tiefbebauerlichen Mißständen ist, daß sie nicht auf das Verschlechiere Theologie. Man sollte hier dagegen vor- wären. Mein Oberwärter war Schneider, ein zweiter Megger, ein schulden einzelner Personen zurückgeführt werden können. gehen, wie in Amerika, 100 man Besizer solcher An- dritter Konditor; das nennt der Herr Stadtrat ge- or Verfehlungen einzelner Personen sind auch musterhaft geleitete stalten, in denen Kranke an dieser Behandlung gestorben lernte wärter! Ich hatte behauptet, die Zahl der Wärter sei Anstalten nicht sicher, hier aber liegt die Schuld an dem ganzen find, wegen Kurpfuscherei schwer bestraft. Das dieses sogenannte zu gering. Damals waren auf jeder Station brei, heute sind System, daran, daß man sich nicht entschließen kann, genügendes Gesundbeten in so vielen Kreisen Verbreitung findet, liegt an dem es vier. Weiter hatte ich darauf hingewiesen, daß die Desinfektions- Personal und genügend bezahltes Personal anzustellen.( Sehr richtig! ganzen Zuge unserer Zeit nach Mystischem, lebernatürlichem; vielen apparate häufig nicht in Ordnung gewesen wären. Herr Straßmann bei den Socialdemokraten.) Große Kommunen ſezen ja mit Recht Leuten ist das Christentum verefelt und so verfassen sie solchen erklärt, diese Apparate würden jeden Tag von dem Maschinenmeister ihren Stolz darin, ihre Anstalten den modernsten Anforderungen der Schwindel, ebenso ist es ja auch mit dem Spiri- revidiert. Ich habe aber Zeugen dafür, daß solche Apparate Hygiene entsprechend auszugestalten, und auch wir werden stets dafür tismus, der eine Inzahl von Geistern in unfrem wochenlang nicht in Ordnung gewesen sind. Außerdem eintreten, daß dieser Zweig der Einrichtung der Krankenhäuser Bolte verwirrt. Es müßte eine Kommission gebildet werden, die führte ich an, daß 30 Personen in einer Badewanne ge= nicht vernachlässigt wird. Wir müssen aber mit Bedauern feststellt, was wirklich am Spiritismus daran ist. Heute giebt es babet würden. Herr Straßmann behauptet, an einem Lage tonstatieren, daß über diese Aufgabe der Einrichtung der notwendigen zahlreiche Eristenzen, die mit Hilfe des Epiritismus vom bewußten würden höchstens 6-7 Personen gebadet, dafür genüge eine Bade- Laboratorien die eigentliche Aufgabe der Krankenhäuser, die Leute Betruge leben.( Sehr wahr! links.) Allein hier in Berlin giebt es wanne. Das ist nicht wahr; jeden Freitag müffen 30 Personen gefund zu machen, etwas vernachlässigt wird. Man sorgt nicht für Hunderte von sogenannten Medien. Der Herr Abg. Antrid hat am Sonnabend hier Mißstände fraten.) Da fann von einer genügenden Reinigung nicht leidet manchmal darunter. Auf einen Arzt kommt eine zu gefchildert, die viel besser Unglüdsfälle" genannt werden die Rede sein. Weiter wies ich darauf hin, daß fein Not- große Bahl von Patienten. Sehr groß ist der Andrang müßten. Er hob hervor, daß in Krankenanstalten Lente, die nur als lage vorhanden gewesen seien. Herr Straßmann behauptete, es von Assistenten und Volontären zu den Krankenhäusern. frank verdächtig sind, als wirklich frank entlassen werden. Das wird feien thatsächlich eine große Zahl Stearinlichten dagewesen. Diese Herren betrachten ihre Thätigkeit dort als Schule für ihre aber überall so vorkommen. Wenn in einer Strantenanstalt sich eine Diefe Lichter find aber lediglich auf meine Ver- Ausbildung für die spätere Privatpragis. Der leitende Chefarzt in anfleckende Krankheit ausbreitet, so dauert es gewöhnlich lange, che antaffung angeschafft worden, als zweimal das einem solchen Krankenhause ist heute gar nicht in der Lage, sich um alles man dies merkt. Was der Abg. Antrick über das Elisabeth- Gas versagte.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.). zu kümmern, was in der Anstalt vorgeht, wie das seine Pflicht wäre. Krankenhaus in Berlin gesagt hat, ist leider wahr. Wenn Weiter hat Herr Straßmann behauptet, iyphilitische Bärter Diese Herren, oft Autoritäten ersten Ranges, begnügen sich mit einer aber dann der Abg. Antrick sagte, in diesen Strankenhäusern gehe es gäbe es nicht in Moabit. Der Herr Decernent scheint gar nicht General visite in Begleitung der behandelnden Aerzte. Jin fehr fromm her, so könnte es fast den Anschein gewinnen, als ob zu wissen, was draußen vorgeht. Ich stelle der Regie- übrigen sind sie durch ihre meist sehr große konsultative Pragis so dies die Ursache solcher Mißstände sei. Das ist aber keineswegs rung eine ganze Reihe von wärtern zur Verfügung, die in Anspruch genommen, daß sie an eine individuelle Behandlung der Fall. thatsächlich Syphilis krante waren. Trogdem hat ihrer Pflegebefohlenen im Krankenhause nicht denken können. Hier Zur Resolution Lenzmann fann ich nur" ja" sagen. Es geschehen der Stadtrat Straßmann die sollte man nicht sparsam sein, und wenn man keinen Chefarzt für Unverschämtheit hätte ich bald ge= leider immer noch solche Fälle, wie sie der Abg. Lenzmann hier vor sagt die Stirn, zu behaupten, ich hätte die Tribüne des Reichs- 8000 m. bekommt, einen für 15 000 oder 20 000 W. anstellen, der getragen hat. tags gemißbraucht, um unwahre Anschuldigungen zit dann aber seine Thätigkeit im Krankenhause zu seinem Lebensa Wenn diese Diskussion den Erfolg hat, Ich habe mich aber zum Worte gemeldet, um die Aufmerksam erheben. Aufrechterhalten muß ich auch meine Behauptungen, daß beruf machen müßte. feit auf zwei Broschüren zu lenken, die die Pflege der Krante beim Eisen bedient haben. Dies ist z. V. der die Verhältnisse auf diesem Gebiete zu bessern, würde sich niemand Schwestern in den Krantenhäusern behandeln. Die Fall gewesen bei einem Tuberkulose- und Lupus- Kranken, der eine mehr freuen als wir Socialdemokraten.( Bravo! bei den SocialBroschüren beziehen sich auf die sogenannten„ freien Schwestern". Maske trug.( hört! hört!) demokraten.) Diesen wird der Vorwurf gemacht, daß bei der Behandlung von Weiter hatte ich behauptet, das Essen sei schlecht, die Wärter Staatssekretär Graf Posadowsky: männlichen Kranten Dinge geschehen, die nicht nur peinlich, fauften sich häufig selbst welches. Daraufhin hat Herr Straß sondern im höchsten Grade schamlos genannt werden müssen. mann ein Menu vorgelesen unter stürmischer Heiterkeit Ich kenne selbst einen Fall, in dem eine Schwester an einem ge- der Stadtverordneten Berjammlung und betont, einen Abend schlechtskranken Mann Dinge vornahm, die geradezu scheußlich ge- gäbe es sogar Fricassée. Das ist wahr; es werden nämlich die nannt werden müssen. Unter diesen Umständen erscheinen mir die in Ueberreste von Speisen von altem Fleisch 2c. in einen den Broschüren erwähnten Fälle durchaus glaubhaft. Hier Topf gethan, dann eine faure Sauce darüber gegossen und dann muß Wandel geschaffen werden. Es müssen Anstalten geschaffen ist das Fricassée fertig. Diese Speise wird jetzt dort Fricassée werden, in denen männliches Pflegepersonal ausgebildet wird. Ich à la Dr. Straßmann genannt.( Große Heiterkeit.) Die behoffe, daß das Reichsgefundheitsamt Veranlassung nehmen wird, die häbigen Leutchen, die in der Stadtverordneten- Versammlung damals Fälle zu untersuchen.( Bravo! rechts.) so gelacht haben, haben jedenfalls an ein Fricassée gedacht, wie sie es bei Kempinski bekommen.( Heiterkeit.) Die Beschwerden über die Krankenhäuser sind schon im vorigen Jahr hier vorg racht worden und ich habe deshalb Aulaß ge= nommen, mich an sämtliche deutschen Bundesregierungen zu wenden. Speciell in Preußen haben eingehende Revisionen stattgefunden. Es liegt mir auch hier eine Verfügung der DessauAnhaltischen Regierung vor. Die Ermittelungen haben ergeben, daß in Preußen, soweit die Charité und die Universitätstliniten in Frage kommen, Vorwürfe zu unrecht erhoben worden find, daß dagegen, soweit Krankenhäuser in Altona, Görlig und Königsberg in Frage kommen, die erhobenen Vor würfe zum Teil berechtigt waren. Was den traurigen ereignet hat, so ist die Thatsache richtig. Es ist eine Unterfall anlangt, der sich im Glisabeth Kinderhospital fu chung eingeleitet und der Geh. Medizinalrat Dr. Robert och hinzugezogen worden, um zu ermitteln, wie ein solcher VorHanseatischer Bundesbevollmächtigter Senator Dr. Klügmann: Die Broschüren, die der Hera Borredner erwähnte, beziehen nach der Wärter von 27-78 Mart Gehalt bekamen. Nach meiner Weiter hat Herr Straßmann eine große Lobuliste vorgelegt, sich auf die Hamburgerkrantenhäuser. Die Krankenpflege Feststellung ist der höchste Lohn, den ein Wärter in Moabit erhält, wird in Hamburg nicht von freien Schwestern ausgeübt, sondern 5 Mart. Wie ist nun die Liste des Herrn Straßmann zu stande alle Krankenpflegerinnen gehören einem Verband an. Die Untersuchung gekommen? Er führt darin 7 Personen auf, die mit der gang überhaupt möglich war. Die Untersuchung hat eine hat ergeben, daß teine der erhobenen Anschuldigungen rantenhauspflege garnichts zu thun baben. Da fichere Ursache nicht ergeben; vermutlich liegt die berechtigt war. Der ganze Ton der Broschüren, die die schwersten ist ein Telephonist bei Tag und bei Nacht, ein Diener Schuld an der Unfauberkeit des Pflegepersonals. Wir alle Schmähungen gegen die Oberinnen enthalten, beweist, daß es fich des Direttors, ein Desinfektionsbeamter, ein wärter, wiffen, daß auf dem Gebiete der Krankenhauspflege Tediglich um Agitationsbroschüren gegen die weiblichen Briefträger, Aufseher, die alle Oberwärter genannt große Mängel vorhanden sind, daß da noch viel Krankenpflegerinnen handelt im Interesse der männlichen Stranfen- werden. Wenn man diese Personen wegläßt, so bleiben thatsächlich zu leisten ist. Auch Aerzte irren sich manchmal, auch Operationen pfleger. Unregelmäßigkeiten, Ueberschreitungen der Instruktion die Gehälter übrig, die ich genannt habe. verlaufen unglücklich. Die Aerzte sind eben auch nur Menschen, es o mmen selbstverständlich in jedem größeren Betriebe vor, das ist Schließlich muß ich noch zur Schande der Berliner giebt tüchtige und untüchtige, pflichteifrige und nachlässige, begabte unvermeidlich. Thatsache ist aber, daß sich die Seranken selbst durchaus Stadtverwaltung einen Vertrag vorlegen, der Ihnen und unbegabte Aerzte. In der Hauptsache ist das ganze Gebiet aber nicht gegen die Behandlung durch Pflegerinnen beschweren, im Gegen- tiar madjen wird, wie es fommt, daß fich fein anständiger Landessache und es ist sehr schwer, in diesem hohen Hause teil, fie sind sehr zufrieden damit. Mensch mehr dazu hergiebt, einen Wärterposten dort anzu- Rede und Antwort zu stehen. wenn man für die laufende nehmen. In diesem Kontrakt heißt es:„ Ich übernehme Berwaltung nicht verantwortlich ist. Bedenken Sie doch, es Der Herr Vorredner fagte foeben, in jedem großen Betriebe die Verpflichtung, das Dienstverhältnis vierzehn Tage vor der giebt in Deutschland 3524 öffentliche Heilanstalten. In fämen Mißstände vor, und deshalb müßte man diese nicht so übel von mir gewünschten Entlassung zu fündigen, räume aber dem einem Falle betrifft die Beschwerde des Abgeordneten Antricknehmen. Es kommt aber nicht darauf an, daß mal ab und zu leitenden Verwaltungsbeamten oder dessen Stellvertreter das Recht Reichsgebiet; es war die Mitteilung, daß in einem Berliner Institut, Mißstände vorkommen, sondern es kommt darauf an, daß man die ein zu meiner sofortigen Entlaffung ohne Angabe von wo sehr start ansteckende Krankheiten in Frage kommen, nicht mit Ursache dieser Mißstände ergründet. Darin fann ich Gründen.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Außerdem der nötigen Sorgfalt verfahren wird. Hier hat die Reichsaber dem Vorredner nicht recht geben, daß die Kranten unterwerfe ich mich den Bestimmungen der für Preußen bestehenden gewalt auf Grund des Reichs- Seuchengefeges zu entscheiden, und anftalten überall ihre Schuldigkeit gethan hätten, um die Ursache Gesindeordnung ausdrücklich."( Sört! bört! bei den Social-' Sie tönnen sich darauf verlassen, daß ich dieser Abg. Antrick( Soc.): " Eingegangene Druckschriften. 18. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Frage fehr ernst nachgehen werde. Ich kann nur noch- zeigen, wie das die sächsische Regierung thut. Herr Fisher will in Krankenhäusern mit weiblichem Pflegepersonal veranstaltet. Die mals bitten, in folchen einzelstaatlichen Fragen fich nicht an mich, mir nicht glauben, so lange ich den Namen nicht nenne, daß mir Antworten rühren von den Oberinnen her. Sie gipfeln darin, daß sondern an die rechte Schmiede zu wenden. Noch einen Gesichts- ein sächsischer Beamter gesagt hat, er würde auch noch Social- alle Maßnahmen, welche das Schamgefühl der Schwestern verlegen punkt möchte ich hervorheben. Sie wissen, welcher Widerwille in demokrat werden. Ich will nur sagen, daß Herr Fischer könnten, unterlassen werden. Natürlich ist hier kein besonders fein großen Bevölkerungsfreifen gegen öffentliche Krankenhäuser besteht. dieser Beamte von socialpolitischer Einsicht nicht ausgebildetes Schamgefühl gemeint, sondern es sind nur ganz be Sie werden mir aber zugestehen, daß die große Masse der Be- gewesen ist.( Heiterkeit.) stimmte Handlungen den Schwestern verboten. völkerung in einem Krankenhause besser aufgehoben ist, als in der Direktor im Reichs Gesundheitsamt Dr. Köhler: Damit schließt die Diskussion. Das Kapitel„ Reichs- Gesundeignen Behausung.( Sehr richtig!) Ich meine mun, es ist nicht umgefährlich, durch folche Debatten hier die Abneigung gegen die Die Forderung, sämtliches inländisches Material zu desinfizieren, heitsamt" wird bewilligt. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Dienstag öffentlichen Krankenhäuser noch zu verstärken. Wenn die vom Abg. geht doch etwas zu weit. Die Frage ist noch nicht ganz 111hr.( Rest des Etats des Reichsamts des Junern. Gesetz betreffend Antrick erzählten Fälle wahr sind, so sind sie erschütternd. Espruchreif, es finden noch fortwährend Erwägungen den Schutz des Genfer Neutralitätszeichens.) statt. Auch der strömende Wasserdampf garantiert nicht in allen fann fich dann aber nur um Ausnahmen handeln. Die deutsche Fällen die Abtötung der Milzbrandbakterien. Die Milzbrandfälle Schluß 64 Uhr. Krankenhauspflege steht auf einem sehr hohen Niveau. Ueber die erwähnte christian science will ich mich vor einzelne Fälle vorgekommen sind. Unser Streben ist genau dasselbe, haben sich ganz bedeutend vermindert, wenn auch immer noch sichtig äußern. Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soeben das Sie stammt aus derselben Quelle wie der Spiritismus und beruht auf psychologischer Ursache. Ich habe gewiß wie das des Herrn Vorredners, nur wollen wir nicht so stürmisch Einiges zur Parteigeschichte. Beiträge zu einer Geschichte der Inter keine Sympathie dafür. Aber in solchen mehr psychologischen Dingen vorgehen, wie er. nationale. Von Mar Bach. Zur Frage der Arbeitslosenversicherung. ist oft mit hochgebildeten Personen nicht zu reden. Abg. Prinz Schönaich- Carolath( Hospitant bei denNational Bon Serinann Molfenbuhr. II. Die Streits in Oestreich im Jahre 1900. Ich kenne einen nüchternen, leidenschaftslosen Mann, der mir er- liberalen): Die Anregungen des Herrn Antric Socialpolitische Umschau. Von Emanuel Wurm. Splitter. Litteraflärt hat, er habe selbst gesehen, wie es plöblich Blumen waren durchaus dankenswert. Meiner Ansicht nach be- rische Rundschau: Volkslitteratur. Feuilleton: Ueber Goethe. Bon bon der Dede geregnet habe. Dagegen giebts fizzen wir aber die besten Krankenhäuser in der ganzen Welt. Theodor Lessing. teinen Kampf.( Heiterkeit.) Abweisen aber möchte ich den Ge- Der Angriff des Herrn Antric auf die National 8eitung" Annalen des Deutschen Neichs. München. J. Schweizers Berlag danken, dagegen mit staatlichen Machtmitteln vor- war nicht berechtigt. Sie mußte nach den Vorgängen in der( Arthur Sellier). 1902. Heft 2. Jubalt: Der Börsenverkehr und seine zugehen. Das könnte diese Irrtümer nur noch vertiefen. Berliner Stadtverordneten- Versammlung zu ihrer Haltung kommen gesetzliche Regelung. Von Dr. Fr. Schweyer. Handelsverträge und Was nun die Resolution wegen des Irrenwesens an- und wird jest jedenfalls ihre Beschuldigungen Handelspolitik. Von C. Wiefinger. Yangt, so möchte ich dringend davor warnen, alle die Mords- gegen Herrn Antrick zurücknehmen. Herr Antrick Von der„ Kommunalen Pragis", Zeitschrift für Kommunalpolitik geschichten zu glauben, die in den Zeitungen über Fälle hätte seine Anflage allein gegen den Stadtrat Straßmann und Gemeindesocialismus( Dresden, Verlag Kaden u. Comp.), ist uns stehen, in denen angeblich Gesunde in Irrenanstalten zurückgehalten richten müffen. Jedenfalls gebe ich zu, daß sein Vorgehen das soeben die Nr. 3 des 2. Jahrganges zugegangen. worden sind. Für den Laien ist es ungemein schwer zu sagen, wo einzige Mittel ist, um etwaige Mißstände in den Krankenhäusern dieser Nummer heben wir hervor: Das Hamburger Projekt einer StadtDie Gemeinden und die Arbeitslosigkeit. Das neue hört der gesunde Menschenverstand auf und wo fängt die Gemein zu beseitigen. Der Erfolg unserer Debatten in den letzten Jahren Schulbedarfsgesetz für Bayern. Die Kommunale Praxis" erscheint am gefährlichkeit an. Ich habe es noch nicht erlebt, daß bewußt ein Ge- ist zum Beispiel gewesen, daß der Durchschnittslohn für das 1. und 15. jeden Monats. Preis vierteljährlich 1 M.( eingetragen in funder in eine Frrenanstalt gebracht worden ist. Die beiden hier be- Wärterpersonal in der hiesigen kgl. Charité erhöht worden ist. der Postzeitungsliste für 1902 unter Nr. 4116). Einzelnummer 20 Pf. sprochenen Fälle sind attenmäßig unrichtig. Natürlich kommt es vor, Gine genauere ueberwachung der Frrenhäuser als bisdaß auch mal eine falsche Diagnose gestellt wird. her ist durchaus notwendig. Namentlich die Ent= Marktpreise von Berlin am 1. Februar 1902 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. lassung der Jrren begegnet häufig zu großen Schwierig. Kartoffeln, nene, D- Ctr. teiten. Der Arzt, der den einzelnen Kranten mur wenige Minuten teizen, gut D.- Ctr.| 17,50| 17,46 Rindfleisch, Keule 1 kg fieht, ist nicht in der Lage, zu beurteilen, ob der Jrre noch so trank do. Bauch ist, daß er in der Anstalt verbleiben muß. Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelselsch Butter Eier 9 Die angeregte Frage der Ausführung des Viehseuchen Gefeßes ist Landessache und ich kann hier weiter nicht darauf eingehen. Dem Abg. Müller- Meiningen aber möchte ich auf seine Anfrage wegen der Geheimmittel noch erwidern, daß sein Material offenbar nicht ausreichend ist. Als Geheimmittel sollen nur offenbar schädliche oder zu betrügerischen Zweden fabrizierte Mittel angesehen werden. Gegen die Liste des Bundesrats, auf der die Geheimmittel stehen, steht jedem Einspruch offen. Ist aber ein solcher Einspruch nicht erfolgt und die Mittel stehen auf der Liste, so muß eine einheitliche, gleichmäßige Behandlung in ganz Deutschland Plaß greifen.( Bravo!) Abg. Graf Oriola( natl.): und Vorortbahn. Sächsischer Bundesbevollmächtigter Dr. Fischer: Herr Südekum hat mir indirekt Mangel an socialpolitischem Geißte, gut Verständnis vorgeworfen. Ich kann Herrn Südekum nur sagen: Du kennst mein Herz noch lange nicht!( Heiterfeit rechts.) Man kann wohl das Vorhandensein von Mißständen in einzelnen* afer, gut gewerblichen Betrieben anerkennen und braucht deshalb noch lange kein Socialdemokrat zu sein.( Sehr richtig! rechts.) frat werden. Miscellen. Aus dem Juhalt 6, 4mittel 17,42 17,38 1,60 1,20 " " " gering Roggen, gut 17,34 17,30 1,40 1" " " mittel 14,60 14,58 14,56 14,54 " 1,70 1,30 1,80 " " n 1, " gering 14,52 14,50 n 1,60 1, B mittel 14,50 14, 13,90 13,40 2,60 2, 60 St 5- 2,80 " gering 13,30 12,80 Karpfen 1 kg 2,20 1,20 17,10 16,60 Nale 2,60 1,40 mittiel 16,50 16, Bander 2,60 1,20 gering 15,90 15,40 Hechte " 2,20 1,20 7,32 6,82 Barsche " 1,80 0,80 8,60 6,30 Schleie 3,00 1,40 40, 25, 50, 25, 60,-20, Bleie Krebse " " Vilchistroh Linsen † ab Bahn. * frei Wagen und ab Bahn. Abg. Wurm( Soc.)[ auf der Tribüne fast unverständlich]: Dem Hel Ich bin recht froh, daß die Regierung sich nun endlich entschlossen Herrn Borredner möchte ich bemerken, daß der betreffende Beamte Ertfen hat, auf die Beschwerden des Abg. Antric eine Antwort zu geben. Seit einer Stunde fragen wir uns, ob denn diese Antwort nicht gesagt hat, wenn ich Arbeiter wäre, würde ich auch Socialdemo- Speifebohnen endlich kommen wird. Gewiß mag die Angelegenheit zum Teil LandesHerr Geheimrat Köhler meinte, man könne nicht zu stürmisch fache sein, aber wir haben vollkommen recht, derartige Beschwerden beim Darin liegt doch aber nichts Stürmisches, wenn man vorgehen. Kapitel„ Reichs- Gesundheitsamt" zur Sprache zu bringen.( Sehr ein Verfahren vorschreibt, deffen Durchführbarkeit fest. richtig! links.) Der Herr Staatssekretär ist ja auch zum Teil auf die ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) gestellt ist. Sache selbst eingegangen. Notwendig ist, daß die Einzelregierungen wie nötig es ist, daß auch das inländische Material vielleicht auf Veranlassung des Reichs- Gesundheitsamts desinfiziert wird, geht daraus hervor, daß festgestellt ist, daß in energische Untersuchungen über die vorgetragenen Mißstände mehreren Betrieben, in denen alle Vorsichtsmaßregeln zur Desanstellen. Wir verlangen, ebenso wie die Socialdemokraten, Abstellung infizierung des ausländischen Materials getroffen waren, doch Er M das Note Abg. Peus( Soc.): Dann wird 1,20 0,80 per Schot 15,- 3, Produktenmarkt vom 3. Februar. Der Getreidemarkt war luftlos. Warenofferten sind nach wie vor am Markte. Weizenlieferungen waren auf Amerika 14 bis 1/2 Mark abgeschwächt, höheres DesterreichUngarn blieb unbeachtet. Roggen konnte sich für vorbere Sichten behaupten, ba einige Frage für außerhalb bestehen bleibt und rufſiſcher etwa 2 02. Göber gehalten wurde. Mehl war ruhig, 5 Bf. billiger; mCocohander bleibt artifel blieben Lieferungen still und unverändert; im amerikanischer Mixed- Mais höher gefragt, andere Sorten dieses Artikels angeboten. Safer liegt an den Provinzmärkten fest, infolge besseren Abzuges nach Sachsen, am hiesigen Plage, der noch stark mit Ware überfüllt sein soll, unverändert. Rüböl war umfaßlos. Spiritus 10 Pf. niedriger, loco 70 er 33,40 m. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. F. F. Wir nehmen Zuschriften über Mißstände in Fabriten nur dann auf, wenn sie uns von der in Betracht kommenden Gewerkschaftsorganisation zugesandt werden. Wenden Sie sich daher zunächst an diese. 5. S. 02. Für die erwähnten Gelbstücke wird Ihnen von einem Münzenhändler ein Betrag ausgezahlt werden, der den nominellen Wert um ein geringes übersteigt. A. M., Droutheimerstr. Teilen Sie den Fall der Aerztekammer, der Stadtbahn 37, mit. P. 100. Die erwähnten Spieldosen erhalten Sie, wie uns mitgeteilt wird, von der Firma H. Julius Zimmermann, Leipzig. dieser Mißstände, und dieser Ansicht wird sich wohl auch die„ Nat.- 8tg.", frankungen an Milzbrand vorgekommen sind. Nicht deren Artikel ich nicht kenne, anschließen. Die Klagen über die mur die bei der Verarbeitung von Noßhaaren beschäftigten Arbeiter leiden, Berliner Krankenhäuser konnten die Socialdemokraten doch auch im sondern ebenso klagen die Tapezierer, die in den Noßhaarlagern oft bis in Plenum der Stadtverordneten Versammlung vor den Hals im Roßhaar stecken.( hört! hört! bei den Socialdemobringen, wenn sie nicht in der Krankenhaus- Deputation waren. Herr traten.) Durch die starke Staubentwicklung ist die Gesundheit der Singer hat anerkannt, daß in vielen Krankenhäusern noch Mängel zu beArbeiter aufs äußerste gefährdet. seitigen sind, hat aber hinzugefügt, daß nicht sofort die Möglichkeit ihrer boten.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Auch hier ist dringend Abhilfe geBeseitigung vorhanden ist. Er hat weiter hervorgehoben, daß in großen Kommunen alles mögliche gethan wird, um die Kraufen- Abg. Dr. Hermes( frs. Bp.): Ich zweifle nicht daran, daß die anstalten zu Musteranstalten zu machen. Das entspricht ganz meiner Angriffe auf die Berliner Krankenhäuser sich bald in der Berliner Ansicht. Ich halte es für dringend geboten, daß das Krantenpflege- Stadtverordneten- Versammlung wiederholen werden. Personal gut befoldet und verpflegt wird und daß man vom Magistrat aus die Antwort auf die Angriffe des Abg. seine Zahl dem Krankenbestande entspricht. Mit Antrick nicht schuldig bleiben. Dort wird auch der einzige Ort sein, Herrn Singer Stimme ich nicht überein, wenn er wünscht, daß wo man in die Details dieser Fragen wird eingehen können. den leitenden Aerzten in den Krankenanstalten die Privatpragis Abg. Gröber( C.): Es ist doch sonst das Princip der Demo berboten wird. Tüchtige Aerzte verdienen in der Privat- kratie, daß alles in vollster Oeffentlichkeit vor sich pragis so ungeheuer viel, daß es unmöglich sein dürfte, gehe. Das muß gelten, auch wenn es sich um Anstalten des Frei- An ihnen durch das Gehalt als Chefarzt eines Strankenhauses einen finns und des Fortschrittes handelt.( Beifall und Heiterkeit entsprechenden Ersatz zu bieten. Die Folge wäre, daß die tüchtigsten im Centrum und rechts.) Das muß man sagen auf die Gefahr hin, errötete. Haus darüber ( Heiterkeit.) Mir Aerzte der Krankenhauspflege fernbleiben und das wäre nicht daß A. N. 2. Nein; die Ehefrau thut gut, um eine Schädigung zu hindern, bei der Sparkasse ein Sperrgebot herbeizuführen. Muff 60. wünschenswert. Eine Bermehrung des Aerztepersonals halte miüffen Jahr für Jahr eine Prüfung vornehmen, um zu sehen, ein: was geschenft ist, bleibt geschenkt, kommt nicht wieder ins Haus ob die schon früher gemachten Versprechungen sich erfüllt haben. gerennt". Von dieser Regel giebt es nur Ausnahme auf dem Gebiete des ich auch für geboten.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Die vou socialdemokratischer Seite erhobenen Angriffe trugen so sehr Gefinderechts, des Rechts der Verlobten, ferner wenn der Schenfer verarmt, Abg. Dr. Südekum( Soc.): den Stempel der Wahrheit an sich, daß ich daran keinen und endlich wenn innerhalb eines Jahres Widerruf einer Schenkung wegen W. N. Die Bundesrats- Verordnung über den Betrieb der Roßhaar- Augenblick ziveifle. Diese Erörterungen find hier im Reichstage groben Undanks erfolgt. Wenn Sie nicht erscheinen, fann Spinnereien giebt mir erwünschten Anlaß, den Kampf gegen durchaus am Blaze; fie fönnen recht wohl die Unterlage gegen Sie Verfäumnisurteil ergehen. Sie thun also beffer, sich zu erkundigen. Richard 22. Gegen diese Bezeichnung liegt wohl kein Bedenken vor; die Milzbrand Gefahr hier zu besprechen. Die Klagen der bilden für allgemeine medizinalpolizeiliche Maß E. K. Die Arbeiterschaft richten sich gegen die Halbheit der durch die Ver- nahmen. Eine beffere Bezahlung des Wartepersonals in den entgegenstehende Entscheidungen sind uns nicht bekannt. Wirlung der berkennung der bürgerlichen Ehrenrechte tritt mit der Rechts: ordnung vom 28. Januar 1899 getroffenen Bestimmungen. Im§ 2 Berliner Krankenhäusern erscheint durchaus erforderlich. Ich möchte fraft des Urteils ein. Die Zeitdauer wird von dem Tage ab berechnet, an werden den Unternehmern zwei Desinfektionsverfahren zur beliebigen bei dieser Gelegenheit das Reichs- Gesundheitsamt bitten, darauf hin- dem die Freiheitsstrafe verbüßt, verjährt oder erlassen ist. F. G. 55. Berwendung überlassen. Aber nur das Verfahren mit strömendem zuwirken, daß die Beschränkungen, denen die religiösen Kranken- Leider nein. E. 23. 36. 1. Das hängt vom Inhalt des Kassenstatuts Dampf giebt wirkliche Sicherheit. Graf Posadowsky hat be- pfleger- Kongregationen in einer Reihe von Bundesstaaten unter- ab. 2. Ja. B. 2. H. 158. 1-4 Rein. 5. Ja, indes könnten Sie R. R. 8, F. J. 24, hauptet, daß dieses Verfahren in Nürnberg nicht aus hygienischen worfen sind, aufhören: wir müssen viele Freiheit für diese Genoffen- dann gegen die Beerdigungskosten aufrechnen. 7. W. 242: Nein. Kaufvertrag. Ein Verkäufer, der verspricht, ein sondern aus technischen Gründen ortsstatutarisch festgesetzt schaften verlangen.( Beifall im Centrum.) gleiches Geschäft in derselben Straße nicht zu errichten und das Versprechen worden sei. Das ist nicht der Fall. Nur hygienische bricht, ist nicht strafbar, der Käufer kann aber auf Schließung des Geschäfts Gründe sind dafür maßgebend gewesen. Die UnterT. 2. 90. Am 31. Dezember 1902. nehmer behaupten nun, durch das Verfahren mit strömendem Dampf In Anhalt ist in der Oeffentlichkeit nichts von einer solchen und auf Schadensersatz flagen. R. 2. 2. Entspricht die Erzählung der Wahrheit, so können Sie gegen litte das Material. Zwei Untersuchungen im Reichs- Gesundheitsamt Verfügung bekannt, wie sie der Staatssekretär erwähnte, obwohl die geschilderte Verbreitung nichts ausrichten. Agraria. 1. Ihr Pachthaben die Unrichtigkeit dieser Slagen ergeben. Durch diese Des dazu ein großes Bedürfnis vorhanden wäre. verhältnis endigt, falls nicht Verlängerung vereinbart wird, ohne Kün Es ist schon vorgestern der Brief eines Dessauer Kreisphysikus digung am 30. September. 2. Nein. 2. 3. 40. Wegen Berichtigung infektionsart tritt weder ein Gewichtsverlust ein nur worden, die Unreinlichkeiten werden beseitigt in dem außerordentlich schwere Be- des Gesindezeugnisses müssen Sie sich an die Polizeibehörde mit dem Annoch leidet das vorgebracht Material den Krankenhaus- Direttor in trage wenden, das Zeugnis zu berichtigen und die Herrschaft anzuhalten, in seiner Qualität, wenn die Desinfektion schuldigungen gegen erhoben wurden. Dieser 1891 geschriebene auf ihre Kosten ein neues Gesindebuch ausfertigen zu lassen. M. N. Das sachgemäß vorgenommen wird. Deshalb ist die Frage, Bernburg ob dieses Desinfektionsverfahren obligatorisch einzuführen Brief, der uns zufällig in die Hände gekommen ist, ist von uns beschlagnahmefähige Gehalt tann von mehr als einer Seite beschlagnahmt werden. Es tritt, wie bei jeder Pfändung mehrerer Gläubiger, dann das sei, als gelöst zu betrachten, und es wäre zweckmäßig, veröffentlicht worden und wir haben wiederholt auf das dringendste Verteilungsverfahren ein. Die Hauptregel für dieses ist, daß der, der zuerst die zweite Desinfektionsart, das zweistündige Kocher des Materials, die Regierung um Auskunft ersucht, ob der Brief der Wahr- beschlagnahmt hat, zunächst befriedigt wird.- 1. Heer. Das Bürgerliche Ter Briefschreiber ist heute Decernent den Unternehmern zu nehmen. Zu dieser Desinfektionsart haben die heit entspricht. der Gesetzbuch hat in seinem Einführungsgesetz die landesgesetzlichen Vorschriften in der anhaltischen Regierung. über die Friften, bis zu deren Ablauf gemietete Räume bei Beendigung des Arbeiter ein Vertrauen. Jm vorigen Jahre gab mir Medizinal- Angelegenheiten Graf Posadowsky den freundlichen Nat, mir den§ 120 a der Ge- Die Regierung habe aber keine Aufklärung darüber gegeben Mietsverhältnisses zu räumen find, aufrecht erhalten. Diese landesgesetzwerbe- Ordnung anzusehen: ich würde da finden, daß derartige und das anhaltische Volt weiß noch nicht, ob die ungeheuerlichen lichen Vorschriften sind sehr verschieden: in Preußen sind diese Fristen Arbeiterschutzvorschriften nur soweit geltend gemacht werden dürfen, Anschuldigungen wahr sind oder nicht. Es ist dann eine Anklage er- durch landespolizeiliche Verordnungen( örtlich verschieden) geregelt. Ob und als die Natur des Betriebs es gestatte. Der Rat war überflüssig, folgt, die ausging von dem betreffenden Krankenhaus- Direktor. Die welche Frist für Ihren Ort besteht, erfahren Sie auf dem Polizei- Amt. 2. Nein. F. W. 1902. Leider ist die Herrschaft berechtigt, den Mietsthaler aber verhinderte, daß der denn der Paragraph war mir bekannt. Es geht aber nicht an, Regierung Briefschreiber und den durch schuldhaften Bruch entstandenen Schaden abzuziehen. Das in Ihrem Fall wohl 3 M. ist beim Amtsgericht daß diese Desinfektionsvorschriften für kleine Betriebe als nicht Beugnis ablegte und zwar auf Grund des§ 53, der die Sicher zu viel Abgezogene heit der anhaltischen Staaten betrifft. Das einzutlagen. Natur des Betriebs" ist gewiß ein un2. S. 100. 1. Ihr Anspruch ist noch nicht verjährt. vorhanden gelten." Wie 2. Ueber die Frage, ob ein Loos einer Lotterie gewonnen hat, erhalten Sie flarer Ausdruck: er darf aber nicht so ausgelegt werden, ist ein unglaublicher Mißbrauch dieses Paragraphen. da die Richter jetzt die Wahrheit feststellen? Es bei dem Lotterieverkäufer Auskunft.- Schimanowski. Das erste Testament daß er bedeutet: so weit der Profit der Unter- sollen Neu- Sorge 14. Der Betreffende ist seit Jahren verstorben. nehmeres gestattet".( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) wird noch ein weiterer Termin in dieser Angelegenheit ist giltig. O. B. Das ist unseres Wiffens nicht vers Weshalb soll aus Scheu vor der Vernichtung eines kleinen Betriebes stattfinden. Die anhaltische Regierung verschlimmert durch. 23. 90. 1. und 2 Ja. W. H. Ist das Kind nach dem 31. 12. 1899 geboren, so haben eine ganze Kategorie von Arbeitern Gefahren für ihr Leben aus- folches Vorgehen das Mißtrauen der Bevölkerung zu den Kranken- Sie Alimente zu zahlen. Ist es vor dieser Beit geboren, so find Sie nicht häusern. Wir müssen verlangen, daß kein vielbeschäftigter Krankenhaus zur Alimentenzahlung verpflichtet, wenn die Mutter bereits früher außer gesezt werden.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Streitfrage 113 N. Die Gesellschaft ist im Recht. Selage wird auch über die zu geringe Ausdehnung der direktor eine Privatpragis hat. Wenn ein Chefarzt Privatpraris hat, ehelich geboren hat. Desinfektionsvorschriften geführt. Die Verordnung beschränkt dann liegt die Versuchung für ihn nahe, den ganzen Tag in der Gäbide. Nein. Pohle 10 000. Ja.- GEmpor. 1. Nein, die 2. Uns nicht bekannt. 7. K. Halensee. Das Urteil des sich auf ausländisches Material und läßt noch Ausnahmen Stadt herumzukutschieren und Krankenhaus Krankenhaus sein zu Hälfte. A. B. 1. Ja. 2. Nein. zu. So unterliegen Stamelhaare und Ziegenhaare nicht dem lassen. Diese Versuchung muß beseitigt werden. Dann D.-V.-G. läßt sich über die Altersfrage nicht aus. Desinfektionsawange. Im ersten Entwurf der Verordnung waren aber ist weiter nötig strenge Kontrolle der Krankhäuser, nicht die Biegenhaare einbegriffen, im zweiten blieben sie weg, sehr zu durch Beamte, sondern durch unabhängige Bürger. Diese Unrecht, denn im Jahre 1901 find in Nürnberg zwei Fälle von ganze Debatte ist ja auch nur zu ftande gekommen, weil ein unUebertragung von Milzbrand durch Ziegenhaare vorgekommen, abhängiger Reichstags- Abgeordneter einmal in ein Krankenhaus In Nürnberg hat sich eine Milzbrand- Kommission aus Arbeitern ge- gekommen ist und dort beoabachtet hat. Mit der Verquidung von bildet, und diese ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß sämtliches Krankenpflege und Religionspflege find wir Socialdemokraten nicht in- und ausländisches Material an Biegenhaaren desinfiziert einverstanden. Wie oft find Fälle vorgekommen, wo man am werden muß. Die Kommission hat auch beim Nürnberger Magistrat Frankenbett sich die größte Mühe gegeben hat, nicht den Kranken zu Swinembe 768060 1bedeckt Redner erinnert an gamburg den Erfolg erzielt, daß dieser eine dahingehende Verfügung erlaffen heilen, sondern ihn zu befehren. hat. Auch das inländische Material ist in hohem Grade milzbrand- den Fall des Kaplans in Köln, der eine todkranke Frau zu Berlin verdächtig. In Kirchhain in der Niederlaufik find Milzbrandbakterien dem Geständnis zwingen wollte, fie lebe im Konkubinat, und an Schaffellen festgestellt worden und zwar amtlich von der an die Alegianerbrüder und den Bruder Heinrich. technischen Deputation des Veterinärwesens. Das ist in dem betreffenden Man muß den Mut des Herrn Gröber bewundern, daß er Berichte des dortigen Gewerbe Inspektors zu lesen. Wir müssen also diefes Gebiet betreten hat.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) die Forderung der Desinfizierung des inländischen Materials ganz Abg. Dr. Semler( natl.): Der Verband deutscher KrankenTategorisch aufstellen. Die Behörden dürfen sich nur nicht rückständig anftalts Aerzte hat eine Umfrage über die angeblichen Mißstände boten. Witterungsübersicht vom 3. Februar 1902. morgens& libr. Stationen Barometers ftand mm richtung Bind 766 NO 7660SO Frantf./M. 763 NO München Wien Windstärke Wetter க Temp. n. 6. 5°. 4° R. Stationen Barometers stand mm Wind richtung Windstärke Wetter -1 paparanda 761 NN3 4volfent 3 Nebel-1 Betersburg 758 WNW 1Schutee 3bedeckt 0 Cort 766 ONO 4 bedeckt 0 762 NNO 2 wolfent Temp. n. G. 5° C.= 4° R. 2 bedeckt 2 berbeen 762 SO 25lb.bed- 4 Baris 766 SO 1 bedeckt Wetter- Prognose für Dienstag, den 4. Februar 1902. Ziemlich trübe mit geringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Winden; Temperatur nahe dem Gefrierpunft. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 4. februar. Opernhaus. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Trianon- Theater. Georgenstrasse, Ecke Universitätsstr. Madonnenschein. Lebende Lieder. Anf. 8 Uhr. Parkett 2 M.- Sonnt. 4 Uhr: Neues Kindertheater. Tierspiele. Kinderquartett. Frühlingstage an der Riviera Deutsche Konzerthallen. Im Hörsaal um 8 Uhr: Margarete. Anfang Dr. P. Schwahn: Die Gletscher und 712 Uhr. Schauspielhaus. Wallensteins Tod. Anfang 7 Uhr. = Nenes Operu Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Jongleur. Anfang 8 11hr. Deutsches. Lebendige Stunden. An fang 7 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Leffing. Nora. Anfang 72 Uhr. Residenz. Verliebt. Vorher: Im Frack. Anfang 72 Uhr. Neues. Coralie 1. Co. Anfang 72 Uhr. Westen. Eugen Onégin. Anfang 71 Uhr. Secessionsbühne. Detlev LilienAnfang crons Buntes Brettl. 8 11hr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrettl). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Vorstellung bor Serenissimus. Anf. 81/2 Uhr. Trianon. Lebende Lieder. Kleine Spiele. Anfang 8 Uhr. Central. Yvette Guilbert mit ihrer Gesellschaft. Montmartre en Ballade. Poil de Carotte. Le Sphinx. L'Innocent criminel. Anfang 7 1hr. Thalia. Seine Kleine. Anfang 712 Uhr. Luisen. Die Waise von Lowood. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Das Jungfernftift. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die drei Wünsche. Anfang 72 Uhr. ihre Thätigkeit. Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Neu!! Original Tiroler Sängergesellsch. d. Gebr. Wilhelm aus Insbruck. Voranzeige! Mittwoch, d. 5., abends 8 Uhr, Konkurrenz- Kampf zwischen dem Kraftturner Alex Meyeru. d. Athleten Zimmermann Wilh. Plasch. Passage- Theater. Die siebenjährige Lola Gray in dem Mimodrama: Der Bajazzo und sein Kind An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte n. Specialitäten- Vorstellung Tägl Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u. Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanas Norddeutsche Sänger Neu! Die Zillerthaler. Neu! Die Polkaschützen. Nach jeder Vorst. TANZ. Entree 50 t. 75 Pf. Wochent. Anfang 8 Uhr, Entree 30 u. 50 Pf. Wochent. Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Sie? Lanzetta Er? Casino- Theater. Damenluftkampf ausgeführt von 12 jungen Damen. 16 erstkl. Nummern. Lothringerstr. 37. Gaſiſpiel Wilhelm Richter in der Gesangsposse„ Lustige Brüder". Dazu„ Ehrlos" und das sensat. 2 neue Programm. Velle Alliance. Die Dame aus Schall und Rauchfang Wochent. 8 Uhr, Sonnt.7 Uhr. Trouville. Hierauf: Er. Anfang 72 Uhr. Orpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari Brettl. Täglich Bor: stellung. Anfang 8 Uhr. Metropol.' ne feine Nummer. Specialitäten Borstellung. Anfang 8 Uhr Apollo. Gastspiel des Central ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Dienstag, den 4. Februar 1902, abends 82 Uhr: Vorstellung vor Serenissimus Erlösung. Familienidyll etc. Parkett 6, 4,50. 3. 2 Mk. Theaters. Das jüße Mädel. Belle- Alliance- Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. fino Theater. Lustige Brüder. Cafino Ehrlos. Specialitäten Vor: stellung. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten- Vorstellung. Die füßen Mädel. Anf. 8 Uhr. Specialitäten: Passage Theater. Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialis täten Die Dame aus Trouville. Schwank m. Gesang u. Tanz i. 3 Akten. Emil Sondermann. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Hierauf: Er. Lebensbild in 1 Aft. Carl Wallner als Gaft. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Carl Weiss- Theater. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: an Riviera. Brühlingstage bends 8 Uhr: Dr. Schwahn: Die Gletscher und ihre Thätigkeit. Jnvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Große Frankfurterstr. 132. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Mutteriegen. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion: Winkler u. Fröbel. Das durchweg neue glänzende Februar- Programm. 12 Koloffal- Nummern. Um 9 Uhr: Wiederauftreten des Dir. Wilh. Fröbel in der Aus ftattungs- Gesangsburleske Die süßen Mädel. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billet Vorverkauf v. 11-1 Uhr. Sonnabend, den 8. Februar: Palast- Theater- Masken- Ball. Todes- Anzeige. Caning in ent- Verein der Bauauschläger Am Sonntag, nachm. 2 Uhr, fchlief nach langem, schwerem Leiden mein innig geliebter Mann, der Maurer und Gastwirt Albert Bernsee. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. d. M., nachm. 2 11hr, von der Halle des Neuen Luisen: Kirchhofes am Fürstenbrunner Weg aus statt. 33839 Berlins und Umgegend. Donnerstag, 6. Februar, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause. Engel- llfer 15, Saal I: Versammlung Tagesordnung. 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Wahl des Vergnügungskomitees und Fests 33/4 fetzung der Vergnügen. 3. Verschiedenes. Mitgliedskarte legitimiert. Beiträge werden nur zwischen 7 bis 8 Uhr angenommen. Mitgliedskarten und Arbeitsberechtigungskarten sind Der Vorstand. Kranz- und Blumenbinderei zur oftempelung vorzulegen. von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Ausserordentl. Mitglieder- Versammlung Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen: Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. Mitglieder- Versammlung der Militär- Sattler, Filiale IV am Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerks schaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal VIIITagesordnung: 1. Arbeitslosen Unterstützung. 2. Wahl eines Arbeitsnachweisführers. 3. Verschiedenes. 156/5 Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist Pflicht. Der Vorstand. dous Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Mittwoch und Donnerstag kommen beispiellos billig zum nventurVerkauf Riesen- Posten Teppiche 1 Partie darunter 16 Tapestry Teppiche allerbestes Fabrikat in aparten Mustern Grösse her 1260/330 cm M.42, bis- M.60. Teppich- Haus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S., Wochentags 7 1hr. Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung 0.BELOW XA Louis Kellers Festsäle Koppenstr. 29. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger ( Fuhrmann, Horst, Walde). Anfang 8 Uhr. 52328* Entree 50 Bf. Nach jeder Soiree: Familien- Kränzchen. Bons haben Gültigkeit. Jeden Mittwoch: Berliner Prater, Kastanien- Allee. Der Ausstoss unsres diesjährigen Masken Garderobe Bockbieres von Carl Ernst, Köpnickerstr. 126, 1 Tr. Größte Auswahl! Billigste Preise! Vorzeiger dieser Annonce erh. 10% Breisermäßigung. Apollo- Theater. Ganfefedern 60 Pf. Das Jungfernftift. des Central Theaters Operette in 4 Aften nach ein Das süsse Mädel. des Paul de Kod von Ernest Guinot. Musik von Jean Gilbert. Mina Michetti al 8 Ga st. Morgen: Das Jungfernstift. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Dornröschen. Schiller Theater Evon Wolzogens ( Walluer Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Jongleur. Boffe mit Gesang in vier Abteilungen von Emil Bohl. Mittwoch abend 8 Uhr: Zum erstenmale: Familie Fourchambault. Donnerstagabend 8 Uhr: Familie Fourchambault. Central- Theater. Beginn der Vorstellung 72 Uhr: E. Buntes Theater( Ueberbrett 1) Köpnickerstr. 68. Dienstag, den 4. Februar 1902: Lina Abarbanell. Bozena Bradsky u. Oskar Straus. U. a.: Nora- Parodie. Die beiden Pierrots. Brahms'sche Duette. Anfang 8 Uhr. Cirkus Busch Dienstag, 4. Februar, ab. 71/2 Ubr: Mme. Yvette Guilbert Große Borstellung. Klondike. Orig. Pantomime des Cirkus Busch. mit ihrer Gesellschaft Montmartre en Ballade. Yvette Guilbert, Monlaja, Legay, F. Villé, Mme. Dore Fragerolle, Clement- George. Poll de Carotte. Comödie en un acte. Le Sphinx( Ombres). Cirkus A. Schumann. Dienstag, den 4. Februar 1902, abends präc. 72 Uhr: Zum 5. Male: Novität: Seus. Erfolg. Die große Ausstattungspantomime Mephisto Eine romant. phantast. Handlung in L'Innocent Criminel. Comödie en 3 Abteil. v. Hofballettmeister A. Siems. un acte. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Mit vollständig neuer Ausstattung: Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Paula Worm a. G., Guido Thielscher, Helmerding, Funkermann, Paulmüller. Besonders hervorzuheben: Neu! Neu! Das Hexen- Trampolin, aus geführt von 20 besten Springern der Gesellschaft. In dieser Höhe noch niemals gezeigt worden. Vorher: Die großen Februar Specialitäten. U. a. zum 4. Male: Neu! Phänomenal! L'écuyère lumineuse? In Feuer und Flammen. von Operette in 3 Akten: Heinrich Reinhardt. Ferner: The Leamy- Truppe Rivoli und Fran O'Neil u. Torp Arvida Svensson Reade Trio. Anfang 72 Uhr. Grosse pr. Pfund( gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänserupf m. 2.00, bessere Gänsehalbdaunen m. 2.50, 3.00. beste fchneeweiße M. 3.50, russische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 2.50. Prima geriffene mt. 3.00, 3.50. Derfand gegen Nachnahme. Berlin S.. Gustav Lustig, prinsengraße 46a. Erste Bettfedernfabrik m. electr. us beginnt am Sonnabend, den 8. Februar. Brauerei Königstadt Honig! Akt.- Ges. Schönhauser Allee 10-11. Unverfälscht. deutschen Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. Bienenhonig, beste Qual, verf. 9 Pfd.netto zu 6,50 M., 5 Pfd. 4 M. franko Nachn. Specialarzt für 7/ 19* Haut- und Harnleiden. Garant. Rückn. E. Reil, Nord- 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. loh, Bahnhof Auguftfehn Oldenbg. Betriebe. Diele Unerkennungsschreib. Ball- und CottillonPatentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 33592* Ziehung 12., Indische Menagerie Z2, 13, 14, 15. März im Exerzierhaus ( am Prenzlauer Thor) Lothringerstrasse 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 und 8 Uhr. Dreffur mit Löwen, Tigern, Wölfen u. Syänen, sowie Löwen- Ringkampf Uhr. und Fütterung um 4 u. 8 Entree: I. Biag 1 M., II. BI. 50 Pf., III. Bl. 25 Bf., Rinder unter 10 Jahren und Militär ohne Charge zahlen auf 1. u. 2. Pl. die Hälfte, demi 3. BI. 15 Pf. Die Direktion: Froese. Charivari- Theater. Alte Jakobstr. 37. Neues glänzendes FebruarProgramm. Pepi Weiss Mizzi Braun Lotte Sebus Albert Kühne Max Reichard u. a. 1/ 24Uhr Nachm.- Vorstellung zu halben Preisen. 1/28 Uhr Beginn der AbendVorstellung. Gerda Walde, Bojé, Bannovius, Neu! Zum 1. Male in Deutschland W. Noacks Theater. Junter- Schatz. Anfang 72 Uhr. Metropol- Theater Thomas, Bender, Josephi. Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: Frauchens Weihnachtstisch. Anfang8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Mons. Edourd Sosmann. Ferner das übrige vorzügliche Programm und Dir. Alb. Schumanns neueste Originaldreffuren. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Brunnenstraße 16. Benefiz für Arthur Seelen ( 25jährig. Schauspielerjubiläum) Die Loreley. Romantisches Schauspiel mit Gesang von Karfch, bearbeitet von A. Seelen. Benefiz- Tanzkränzchen. Mittwoch: Die Haubenlerche. zu Köln a. Rb. 300 000 Loose. 4 te Grosse zur Erhaltung des Geld Lotterie Siebengebirges Loose: 1 Ganzes. 4.20 1 Halbes 2.10 ( Porto u. Liste 30 Pl.) 14 000 Geldgewinne zahlbar ohne Abzug. I Hauptgewinne: Mark 125000 75000 50000 20000 10000 5 à 4000-20000 5 à 2000-10000 15 a 1000-15000 Artikel. Sämtlicher Festlichkeitsbedarf für Vereine. Masten-, Dekorations, Scherz, Bauber:, Cottillon- Artikel in großer Auswahl. Billige Preise. Paul Schimlick, Berlin, Friedrichstr. 235. Tel. VIa Nr. 11 873. [ 33472* Galerie 20 Pf. Frauen berühmter in zwanglosen Heften. Heft 1 bis 3 burch jede Buch handlung zu beziehen, sowie direkt von Goldsteins Verlag, Nowawes b. Potsdam. [ 2136 ТУГІЙ HECHT BERLIB Stempel Fabrik von[ 32168 Robert Hecht, Berlin S., Oranienftr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschuk Typen" Perfekt" zum Zusammensetzen einzelner Wörter fowie ganzer Säße von 1,50 M. an heilt mit guten Erfolge Frau Grundmann, praft. Naturs heitfundige, Leiterin der Frauen- Heil anstalt, Köpenickerstr. 72, Sprechst.: Dienstags und Freitags, nachm. 4-8. Frauenleiden allen Weltausstellungen. 5½ Bfund Brot 50 Pf. Preisgekrönt, els miste 5Backware 6 Stück für 10 f. Albrechts Bäckereien: Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, Falkensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Dr. Schünemann, Specialarzt für Hants, Harn: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Sprechstunden: 1212-1/ 23, 16-1/ 28. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, sowie sämtl. Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Lieferant f.Orts- u. Hilfs- Kranfenfassen Berlin C., [ 3173* 20 à 500-10000 30. Linien- Straße 30. 50 a 200-10000 100 100-10000 300 à 50-15000 1500 20-30 000 a Charlottenburg. 12000-10-120 000 F. Kunstmann, Wallstr. 1. Uhren und Goldwaren! Grossartige Auswahl! Billigste Preise! Reelle Garantie! Loose versendet: General- Debit Lud. Müller& Co. Berlin, Breitestr. 5. Telegr.- Adr.: Glücksmüller. 1½ Millionen Mh. sind mit einem Los zu gewinnen. Jedes Los mindestens ein Ge winn. Der fleinste Treffer be: trägt mehr wie der Einsatz, daher bei Auslosung kein Risifo. Reine Klaffenlotterie, feine Serien oder Natenlose. Gesetzl. erlaubt! Kein Schwindel! Jeder überzeuge sich erst und verlange Prospett. 5/ 6* P. Seldenfaden, Mühlhausen 181( Thüringen). Gegen nicht Rheumatismus, Gallenstein, Leber-, Magen-, Nierenleiden, Hautunreinigkeiten, Fettleibigkeit, Zuckerkrankh. Blutandrang ist vielseitig ärztlich empfohlen- ohne Berufsstörung Monhaupts Citronensaftkur mit naturheilkräftigem milden Citronensaft von reifen Citronen als Citromon" Bes. gesch. Berlin und nächste Vororte sende 3 Flasche Citromon", d. i. Saft von 20 frischen Citronen, für 1 Mk., oder 1 Kilof. d. i. Saft von 80 frischen Citronen, für 3 Mk. frei Haus. Auswärts von 4 Mka an franco( incl. Verpackung) mit Kurplan und Dankschreiben vieler Geheilten, Täglich frische Pressung. P. Monhaupt, Berlin P Schönhauser Allee 177. Fabrik sanitärer Specialitäten Sonst nirgends weiter. Telephon: Amt III. No. 98, Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Achtung! Dienstag, den 4. Februar, abends 8½ 1hr: Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Volks- Versammlung Rixdorf. Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Frt. Anna Pappritz über: Sittliche und wirt fchaftliche Gefahren bei der Berufswahl unsrer Töchter. 2. Diskussion. Genoffinnen und Genossen, agitiert für regen Besuch. 1/2 Die Vertrauensperson. VI. Wahlkreis. Dienstag, den 4. Februar er., abends 8 Uhr, bei Hensel, Invalidenstraße Nr. 1a: Mittwoch, den 5. Februar, vorm. 10 Uhr, im Apollo- Theater, Hermannstr. 49/50: Grosse Arbeitslosenversammlung. Tages Ordnung: Volks Versammlung. Die Arbeitslosigkeit und was thun die BeTages: Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Heimats hörden, um die Wirkung derselben zu lindern? Referent: Genosse Adolf Cohen. Diskussion. politit. 2. Diskussion.. Um recht zahlreichen Besuch dieser Versammlung werden die Partei- 202/3 genofsinnen und Genossen ersucht. 219/2 Der Vertrauensmann. Centralverband der Töpfer. Der Einberufer. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 5. Februar, abends präc. 6 Uhr, bei Fiebig, Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Große Frankfurterstr. 28: Mittwoch, den 5. Februar 1902, abends 82 Uhr, in den Armininehallen, Bremerstr. 72/73: aller Versammlung zum Organisationsgebiet Berlins und Um- Bezirks- Versammlung für Moabit. gegend gehörenden Kollegen. Tages Ordnung: 111/5 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse. 2. Distuffion. Tagesordnung: 1. Bericht über den Stand der Sperre bei 3. Neuwahl der Bezirksleitung und Verbandsangelegenheiten. Schöffel. 2. Gewerkschaftliches. 195/5 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorftand. 10 Jahre Garantie. Zähne 2 MK. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 Mark. Plomben 1,50 M. Reparatur. sofort. Umarbeit. schlechtsitz. Gebisse Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7 Uhr. Mittwoch, den 5. Februar 1902. abends 8 1hr, bei Bartel, Große Frankfurterstr. 18: Konferenz für den Osten. Nr. 59: Zahlstelle Berlin. Mittwoch, 5. Februar, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Tages Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Süden: bei Retzolk, Wafferthorstraße 68. Süd- Weften und Westen: in Habels Brauerel, Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. 3. Vers schiedenes. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmftr. 84. Tages Ordnung: Bericht der Vertrauensleute und Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Wedding und Gesundbrunnen: bei serrn Raabe, Tages Ordnung: Kolbergerstraße 23. 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands: und Werkstattangelegenheit. 3. Verschiedenes. Die Kommissionsmitglieder werden gebeten, eine Stunde früher zu er ſcheinen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernan, Schwedterstr. 23/24. Tages Ordnung: Bericht der Kommission. Verbands: und Werkstattangelegenheiten und Berschiedenes. Often und Nordoften: bei Mann, Straußbergerstr. 3. = Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Werkstattangelegenheit. 3. Vers bandsangelegenheit. bei Lutterbüse, Friedrichsberg- Lichtenberg: Friedrich Karlstr. 11. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Obmanns. 2. Werkstellenangelegenheiten und Ver schiedenes. im von Mittwoch, den 5. Februar 1902, abend 8½ Uhr, bei Kumke, Modell- u. Fabriktischler derftr. 123. Konferenz für den Westen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII 353 Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensmänner. 3. Berschiedenes. 78/3 Drechsler. Mittwoch, den 5. Februar 1902, abends 814 1hr, im Gewerk schaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: Sonntag, den 9. Februar, vormittags 10 Uhr, im Palat- Theater( Feenpalat), 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke: General- Versammlung. 1. Vortrag: Welchen Nußen hat die Einführung der Arbeitslosen- Unters ftüßung? Ref.: Kollege Klingner. Korreferent: Kollege Sickfeld. Stock: und Celluloidarbeiter. Mittwoch, den 5. Februar 1902, abends 8 1hr. bei Mörschel, Jüdenstraße Nr. 35: Der Obmann. Tagesordnung: 1. Jahresbericht der Ortsverwaltung, Kaffenbericht und Bericht der Reviſoren. 2. Neuwahl des 1. Bevollmächtigten, Sihung der Vertrauensleute und Branchen- Kommission. 111/6 Bühne 2 M. ziehen 1 9. Blomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl. bes Schriftführers, des Arbeitsvermittlers, des Auszahlers der Arbeitslosen- Unterstützung und eines Revisors. 3. An die Verwaltung gelangte Anträge Zu dieser Versammlung werden keine Laufzettel verschickt. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Am Eingang zum Saal erhalten die Kollegen einen gedruckten Jahresbericht, einen Kaffenbericht und Stimmzettel. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. Zahn1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7. in größter Auswahl zu Betriebswerkstätte für Knaben- Konfektion Gustav Laaser, Knaben- Anzlige Engrospreisen Brunnenstrasse 84. Anfertigung nach Maß in kürzester Zeit, Grosses Stofflager. Max Arnsdorff| Damenkleiderstoffe» Einsegnung und Ballsaison Specialhaus Berlin SO. Oranienstrasse 176, Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Brauerei- Nieder: 9748* Ecke Adalbertstrasse. zur von den 3335* Le billigsten bis zu den elegantesten Qualitäten, zu denkbar soliden und festen Preisen. Kleine Anzeigen. Wirtschaft( Nußbaum) umzugs: halber, Brunnenstraße 13, Vermiets: comptoir. Händler ausgeschlossen. Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Masken Anzug, Freiheitsdame, Gnadengesuche, Straffachen, Ali- Komiter einige Tage noch frei. neu, verleiht Gozkowskyftraße 36, mentensachen, Invalideniachen, Schant- Elsholz, Hussitenstraße 29. 2606 Grünfram- Geschäft. +80 erlaubnis, Ehefachen. Rat, Hilfe ge Anfertigung eleganter Herren- diegen. Langjähriger Gerichtssekretär, Teilzahlung gestattet. Gefängnisinspektor, Oranienburgergarderobe. Marcus, Kleine Frankfurterstraße 20. ftraße siebzehn. Kunststopferei von Frau Kokošky, Steinmesstraße 48, Quergebäude hochparterre. 112/10 Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer für zwei Herren fofort zu vermieten. Rosen thal, Forsterstraße 54, Hof III. Nähmaschinen, preiswerteste Be: zugsquelle, ohne Anzahlung, Woche 1,00, Lieferung nach allen Stadtteilen so: fort, Landsbergerstraße ,, 82", Röpnicer. + 88* ftraße 60/61 Rohtabak- Muster, abgelegte, Lager: abfall, sind ständig gegen Kasse billig abzugeben. Offerten unter H. 2. Er 3246 pedition dieser Zeitung. Hobelbänke, verschiedene, preis: Vivisektion! Wer sich über diese 3266 wert Diewiß, Moßstraße 76. ruchloseste Grausamkeit unsrer Zeit Sofa. noch gut erhalten, sehr unterrichten will, verlange die Flugbillig zu verkaufen Admiralstraße 20, blätter des Weltbundes gegen Bivi 1 Tr. Haubeniad. 325b feftion, welche unentgeltlich versendet Bett, prachtvolles, 17,00. Michel, werden vom Tierschutzverein Berlin, Köpnickerstraße 26. 3296 Königgrägerstraße 108. Dafelbft können auch Referenten für Vorträge in Arbeitervereinen über Vivisektion be stellt werden. Um gütigen Abdrud 161b* wird gebeten. Meyerlerikon, Brockhaus und alle andren Bücher kauft, beleiht Nochstraße 56 Hannemann, Amt VI, 3397. 982K Bücherankauf zu höchsten Preisen. Epstein, Markgrafenstraße 101.[ 130/ 1* Mehlwürmer fauft Pfund 2,50 Waschinsky, Wilsnaderstraße 63. 3086* Vereinszimmer mit Piano für einige Abende frei, auch passend für Wolff. Zahlstelle. Restaurant Frohberg, Brüdenstraße 2. 2646 Vereiuszimmer empfiehlt Nestau rant Blumenstraße 35a. 2986* Rechtsbureau, Rechtshilfe, Ein: straße dreiundsechzig. 3306 I. Schlafstellen. Stellenangebote. Dirigent, tüchtiger, für ArbeiterGesangverein Mittwochs. Reverenzen. Offerten unter Sch. I. Poftamt 32. Tüchtige Bilderrahmenmacher werden verlangt Gost u. Co., Kur fürstenstraße. 146. 3286 3336 Jacketts: und Rodarbeiterinnen verlangt Laufigerstraße 23, I. Aelteres Mädchen oder Frau fürs Kind. Schreiber, Cuvrystraße 43. Mamjells auf Kostüme und Baletots verlangt Herrmann, Kottbuferdamm 103. +122 Eine tüchtige Belegerin verlangt Goldleistenfabrik Alexandrinenstraße 3216 Nr. 25. Mamfells auf Sad- Baletots ber langt Heller, Stolbergerstraße 27, I. Mamfells auf bessere Jadetts verlangt Weise, Bücklerstraße 22. Mamjells auf bessere Sacco Baletots, verlangt Köpniderstraße 8 III 3196 Bruch. Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhof Börse. 111/7 Fahrrad, gut erhalten, 45 Mart, Gutgehendes Schankgeschäft ist Schneider, Rheinsbergerandrer Unternehmung wegen preis: verfauft 251b wert zu verkaufen. 3u erfragen straße 11 I. Quizzowstraße 89. Radfahrer. benutzt diese günstige lage Freienwalder Leycum.+ 70* Gelegenheit und kauft ans dem alt: Cigarrengeschäft, gangbares, renommierten Fahrrad- Geschäft von Miete 650 Mart mit Wohnung, sofort Hermann Taeker, Bernauerstraße 21, Neue Fahr zu verkaufen Charlottenburg, Pots: nahe Brunnenstraße. danterstraße 4. räder 65,00 bis 95,00, Jahresgarantie, + 144* gebrauchte 15,00, 20,00 bis 60,00. Gardinenhaus Große Frankfurter: Bubehörteile: Decken 3,00 an, Schläuche Straße 9, parterre. + 37* 2,75, Lenkstangen 2,00, Acetylen Borjährige elegante Herrenhojen lampen 1,75, Carbid 0,35, Dellampen aus feinsten Stoffen 9-12 Mart. 0,85, Dreiecktaschen 0,75, Griffe 0,10, Berkauf Sonnabend und Sonntag. Luftpumpen 0,35 2c. 252b Bersandhaus Germania, Unter den Malzkraftbier, blutbildend, für Linden 21, II. Kanarien- Hedeinrichtung 5 Mart, Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, Teppiche, Betten, Steppdecken, Gewichtszunahme, beffere Gesichts: Möbel, für Brautleute paffend, ver: Gardinen, Remontoiruhren, Regula: farbe, überraschend, 14 Flaschen fauft billig Bellermannstraße 83, Keller. toren spottbillig Leibhaus Neander: 3 Mart, 1/18 Toune 3,50 erflusive. Möbelverkauf aus der Fabrik. straße 6. Teilzahlungen gestattet.[ 6/ 7* Nicht Flaschenzahl, Qualität ent: Muschelspinden 28,-, Trumeaux 28, Porterfellerei Ringler, Küchenmöbel, Nußbanmmöbel. mehrere Zimmer, scheidet. Baneelfofas 85, 112/ 16* Garnituren, Taschensofas 65, verkaufe auch einzeln, Plüschjoja, Bernauerstraße 119. elegant 50,00, Spiegel 10,00, Säulen: Brennholz vom Abbruch sowie Matragen. Billigste Bezugsquelle für und Wiederverkäufer. trumeau 35,00, fchöne Delgemälde sämtliche Baumaterialien, Charlotten Brautleute 3,00, Teppich 8,00, Schlagregulator burg, Bismarckstraße 89, Platz. 596 Sirschowig, Mariannenstraße 7a. 15,00, Stühle 3,00, Paneeljofa mit Steppderken billigst Fabrit Große Bett( neu), Steppdecken, Tisch: Spiegel, Schlafsofa, Bettstellen, Aus: + 37* deden verkauft umständehalber Hoff ziehtisch, Sofatisch, Kleiderschränke, Brankfurterstraße 9, parterre. Bertito, Kücheneinrichtung billig, beste Papagei Auswahl. Kanarien mann, Naunynstraße 52. Gelegenheit für Brautlente. Garten roller 5 Mart an, Rollerweibchen, straße 148, vorn I links.+ 137* Sedfäfige 1,50. Oranienstraße 87, 2436* Teppiche mit Farbenfehlern Bogelhandlung. Fabrikniederlage Große Frankfurter. Kanarieuroller. Zuchtweibchen, Straße 9, parterre. + 37* verfauft Brandt, Holzmarktstraße 9. Blinder Stuhlflechter bittet um Ein Tafelklavier billig zu verkaufen Straffachen, Berufungen, Gnaden. Bagageianswahl. Kanarienroller 1nfallsachen, Klagen, Eingaben, Arbeit. Stühle werden zu den 2. Ritter, Rostockerstraße 40. 2775 5,00 an, Zuchtweibchen, Heckfäfige Reklamationen Bugger, Stegliger gesuche, Unfallsachen, Schantsachen, 426 Berträge, Klagen, Zahlungsbefehle, billigsten Preisen geflochten, werden Musikwerke mit auswechselbaren 1,50 Oranienstraße 87, Bogelhand: straße 65. Haterteilung billigt. Rechtsbureau abgeholt und unentgeltlich zurich Arbeitsnachweis a. Vergolder Notenscheiben, geringe Teilzahlung. lung. Rechtsbureau, Teltowerstraße Bulfow, Stalizerstraße 141. 3326 geliefert. Adresse: Muladstraße 27, Berlin SO., Engelufer 15. A. Gläser. J. Kurzberg, Landsbergerstraße 13. Ringschiff Nähmaschine, umstände fünfundvierzig. Eingabengefuche, Rat Es wird verlangt ein Verjilberer 991* Gold, Silber kauft Brunnen: Comptoirdiener, unverheiratet, auf blante Schlipse, ein Mattierer Einsegnungs- Anzüge, fertig oder halber 35,-. Garantie. Koch( Moabit), erteilung. 3226 Kostenfreie zahnärztliche Behand: straße 137, Uhrmacherladen. 3346 mit schriftlichen Arbeiten vertraut, und Firniffer für Berlin. Zu er nach Maß von 12 bis 20 Wharf. Guter Bremerstraße 57. Nähmaschinen tauft Würfelbude verkauft Brandes, lung, Zahnziehen. Zahnärztliche PoliSiz garantiert. Abraham, AdmiralWerner, sucht Stellung. Offerten erbitte unter fragen im Arbeitsnachweis v. 8-10 Uhr 323b flinit, Chausseestraße 1a. 1016 Elisabethstraße 45. 9998* Alerandrinenstraße 55. 7/ 19* J. 2. Expedition dieser Zeitung.( 2176 vorm. Die Kosten trägt der Verband, Straße 38. 3186 335b Vermischte Anzeigen. gabengefuche, Raterteilung. AndreasFreundliche Schlafstelle, ein bis zwei Herren, vermietet Heier, Schöne: berg, Sedanstraße 47, Hof III.( 2586 Schlafstelle, Herrn, sofort Man3206 teuffelstraße 62. Klische Möblierte Schlafftelle, separat, Breslauerstraße 19, vorn IV. Witwe Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin 2829 Mamfells, beffere Paletots, in und außerm Hause. Schulze, Görlizer: 2826 straße 41 I. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fojten 40 Bf. pro Zeile Nr. 29. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. An die arbeitende Bevölkerung Berlins und der Vororte. lichen auch mancherlei, was für die Spandauer Polizei nicht gerade Achtung, Arbeitslosenzählung! Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission ersucht alle Personen, welche noch im Besize einer Zählkarte sind, diese an das Bureau der Kommission, Engel- Ufer 15( Gewerkschaftshaus), einzusenden. In Schöneberg werden die Zählfarten von den Zählern abgeholt. Arbeitslose, welche eine Zählkarte bisher noch nicht erhalten haben, können sich zur Eintragung auf unserm Bureau melden. Der Ausschuß. Dienstag, 4. februar 1902. Tokales. Ehe die Vernehmung der Polizeifergeanten über frühere AusDer letzte Tag der Arbeitslosenzählung schreitungen im Dienst begann, wurde Oberbügermeister bot fein wesentlich andres Bild, als das vor acht Tagen von uns Stölze, als Chef der Spandauer Polizei, befragt, ob er die ihm geschilderte. Mit ganz wenigen Ausnahmen hatten sich in den Bes er bottlein unterstellten Beamten für diesen Fall von der Amts verschwiegen zirken dieselben Zähler eingefunden, die das Geschäft der Listengeschilderte. Mit ganz wenigen Ausnahmen hatten sich in den Be heit entbinden wolle.- Oberbürgermeister Kölze sagte darauf: zirken dieselben Zähler eingefunden, die das Geschäft der Listenfinden solle, dann könne er seine Einwilligung zur uneingeschränkten Einholung der Listen allerdings nicht vor sich, wie das Austragen Wenn die Vernehmung der Beamten in öffentlicher Sigung statt- verteilung am Sonntag vorher besorgt hatten. So glatt ging die Aussage der Beamten nicht erteilen. Es würden hier persön- derselben. Obgleich verhältnismäßig einfache Fragen an die Beliche Verhältnisse einzelner Beamten zur Sprache fommen, völkerung gerichtet waren, waren doch nicht alle Befragten im und wenn diese Aussagen in die Presse kämen, so schade das dem stande, dieselben ohne Hilfe sachgemäß zu beantworten; da Ansehen der Spandauer Polizei. Vom Richtertische wurde dem mußte denn der Zähler helfend eingreifen und die unterlassene oder Oberbürgermeister entgegengehalten, daß die Amtsverschwiegenheit nur unvollkommene Ausfüllung selbst vornehmen. Nicht immer war es auf solche Fälle Anwendung finde, wo durch die Aussagen die Sicherheit mangelhafte Schulbildung, welche die Ursache für eine unrichtige Eine gerichtliche Kennzeichnung der Spandauer Polizei. teeth tenter Beamten fomme die Amtsverschwiegenheit Ausfüllung oder die Verweigerung der Ausfüllung gab. Mancher des Staates gefährdet werde. Bezüglich der persönlichen Angelegenheiten Ueber den Ausgang des Prozesses gegen Gryga und Pieper, die sich am Freitag und Sonntag vor der zweiten Straffammer des Landgerichts II. abspielte, find unfre Leser bereits durch eine furze Notiz in der Sonnabend Nummer unterrichtet worden. Wir wollen jegt die markantesten Züge wiedergeben aus dem Bilde, welches in der Verhandlung entrollt wurde. Es handelt sich um einen jener immer noch wiederkehrenden Vorgänge, wo ein Bürger mit heiler Haut eine Bolizeiwache betritt, und sie mit erheblichen Verlegungen wieder verläßt, ohne daß die auf der Wache anwesenden Beamten von der Ursache der Verlegungen etwas wissen wollen. Im vorliegenden Falle hatte der Maurer Gryga am 21. Juni 1900 in einem Schantlokal in Spandau im Berlauf eines Streites mit Gästen des Lokals eine Backpfeife befommen. Um die Persönlichkeit des Schlägers feststellen zu lassen, begab sich Gryga Beamten. überhaupt nicht in Frage, und wenn der Herr Oberbürger- fatte Spießer fühlte sich durch die Frage, ob er arbeitslos fei, meister hinsichtlich der dienstlichen Thätigkeit der Beamten auf seiner beleidigt, andre handelten einfach nach dem Rezept der Firma Naud Weigerung beharre, dann müßte die Verhandlung vertagt, und die u. Hartmann und verweigerten aus mangelndem socialen Empfinden Einwilligung zur Aussage der Beamten durch die vorgesehenen ihre Bethätigung an einem so wichtigen Werke, wie es doch die Rechtsmittel eingeholt werden. Nach diesem Vorhalt gab der Arbeitslofenzählung zweifellos ist, wenn die Bethätigung auch lediglich Oberbürgermeister seine Einwilligung zur Aussage der in der Beantwortung einiger Fragen bestehen sollte. Ein Herr Gröbenstraße glaubte glaubte besonders bezüglich des Hauptzeugen, des Polizeifergeanten Böhme, geistreich zu Persönliche Angelegenheiten tamen in der Verhandlung nur Landgerichtssekretär in der sein, tvenn er auf die Karte schrieb:„ Die zur Sprache, und diese waren allerdings derart, daß sie die moralische hier Wohnenden arbeiten gerne, haben haben daher auch Arbeit, Beschaffenheit dieses Mannes, den der Herr Ober- Bürgermeister noch 2e utenot herrscht in der Landwirtschaft". Vielleicht sucht am ersten Verhandlungstage als einen tüchtigen und pflicht sich der Herr Gerichtssekretär, der gerne arbeitet und dem treuen Beamten bezeichnet hatte, in einem sehr ungünstigen vermutlich deswegen auch sein Posten viel zu bequem sein dürfte, Vichte erscheinen ließen. Es wurde festgestellt, daß Böhme, der eine Instmann- oder Scharwerkerstelle in Ostelbien. Er dürfte bald verheiratet und Vater von sechs Kindern ist, jahrelang ein sehr eine Erfahrung machen, die viele Arbeitslose nach Berlin getrieben Böhme, der in der Nähe Posten stand. Böhme wies Gryga mit daß aus diesem Verhältnis drei Kinder hervorgegangen sind. hat, nämlich daß die Leutenot auf dem Lande eine Saisonerscheinung feinem Anliegen nach der Polizeiwache. Gryga ging auch dahin, und Die betreffende Frau ist seit Jahren von ihrem Mann geschieden ist, die im Winter in Lente le berfluß unschlägt. Was seine als er nach Erledigung seiner Angelegenheit die Wache verlassen und zwar weil sie des Chebruchs überführt worden ist. Ob sie den Meinung anbelangt, daß der auch Arbeit bekommt, der gerne wollte, traf er in der Thür auf Böhme. Es kam nun zu einem zu Ehebruch mit dem Polizeisergeanten Böhme begangen hat, konnte arbeitet, so mag er probeweise einmal feine Bewerbung auss sammenstoß zwischen Böhme und Gryga. Die Ursache dieses Zu- nicht aufgeklärt werden, weil Böhme sowohl wie die betreffende geschriebene Stellungen irgend welcher Art einsenden; der Herr, der sammenstoßes, sowie die Folgen, welche sich unmittelbar daran aus Frau durch das Recht der Zeugnisverweigerung nach diefer Richtung auf seinem sicheren Böstchen vom wirklichen Leben feine tuüpften, werden von Gryga einerseits, und den beteiligten Polizei: gedeckt waren. Ferner ist festgestellt, daß Böhme beamten anderseits in völlig widersprechender Weise dargestellt. Gryga iveigerte, fich Ahnung hat, wird staunen, welche Erfahrungen er bei dieser fir die unehelichen Kinder, die er Arbeitssuche macht. Aus einem nördlichen behauptet, Böhme habe ihn als streifenden Maurer bezeichnet, und mit der geschiedenen Frau gezengt hat. jorgen. deshalb sei er von den auf der Wache anwesenden fünf Beamten mit einer Brostituierten hat Böhme gleichfalls ein Ver- man uns: Zum Teil fonnten wir recht launige Erlebnisse mißhandelt und eingesperrt worden. Dagegen behaupten die hältnis gehabt, und das Verhältnis muß ziemlich offenkundig be- erzählen. Sogar der Herr Amtsvorsteher hatte die freundliche Beamten, Böhme habe wegen des Vorfalles bei dem erwähnten trieben sein, denn Böhme wurde in der Wohnung der Dirne gesehen, Bemerkung für den Einsammler, daß er nicht arbeitslos wäre. Wirtshausstreit die Persönlichkeit Grygas feststellen wollen, Gryga und wenn sie zu andren Leuten von Böhme sprach, dann nannte sie Andrerseits waren auch häßliche Auftritte zu vermelden. Das gehabe sich dessen geweigert, er habe den Beamten Widerstand geleistet ihn ganz vertraut, mein Otto".. Diese Verfehlungen Böhmes ringste war, daß den Einholern der Zählfarten in unfreundlicher und sei deshalb in Haft genommen. find auch dem Oberbürgermeister Kölze nicht unbefannt geblieben. Weise die Thüren vor der Nafe zugeschlagen wurden. Ich bin Beals sie zu seiner Kenntnis kamen, hat der Oberbürgermeister dem amter, ich habe mit der Sache nichts zu thun."" Bleiben Sie mir Böhme einen ernsten Verweis erteilt, er hat ihn aus der Kriminalabteilung, der Böhme damals angehörte, entfernt und ihn dem damit vom Leibe."" Machen Sie, daß Sie fortkommen." Das waren Sicherheitsdienst überwiesen. so einige uns von Gebildeten bescherte Redensarten. Die polizeilichen Organe hielten sich in achtungswerter Reserve. Gryga ist aus Anlaß des Vorganges auf der Wache bereits wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt verurteilt worden. In dem jezigen Prozeß ſtand Gryga unter der Anklage wiffentlich falscher Anschuldigung. Er hatte nämlich seine Erlebnisse auf der Wache zum Gegenstand einer Eingabe au die Staatsanwaltschaft gemacht, worin er die Beamten der Mißhandlung beschuldigt. Vororte meldet In der Beweisaufnahme tamen verschiedene Fälle zur Sprache, welche bewiesen, daß die Polizeisergeanten, auf deren Aussage sich Welches Resultat wird nun die Zählung haben? Das läßt sich die Anklage Hauptsächlich stigt, feineswegs höflich mit dem Publikum leider bei dem umfangreichen Material zur Zeit noch nicht annähernd Pieper, der als verantwortlicher Redacteur des Spandauer umzugehen pflegen. Es handelte sich hier zum Teil um Vorgänge, sagen. Immerhin hat auch, was von einzelnen Zählern in den BeArbeiterblattes Laterne" Grygas Abenteuer veröffentlichte, soll die schon vor Jahren Gegenstand gerichtlicher Berhandlungen gewesen airfen mitgeteilt wurde, schon grauenhafte Einzelheiten enthüllt. So durch Behauptung nicht erweislich wahrer Thatsachen die Polizei- waren, und die für den gegenwärtigen Prozeß den Beweis lieferten, wurden allein in einem Hause 13 Arbeitslose gezählt. Im beamten beleidigt haben. daß die hier in Frage kommenden Beamten sich in der Durch die Beweisaufnahme ist nun festgestellt worden, daß Ausübung ihres Dienstes Grobheiten, Mißhand- Hafenheideviertel, den Stadtbezirken 76a, 76b, 76'c, 78a, 78b Gryga, der sich abends zwischen 7 und 8 Uhr unverlegt nach Ingen 78 c. und bei find Sistierungen 11 11 d einer ortsanwesenden Bevölkerung unbegründete der Polizeiwache begab, am Morgen des folgenden Tages ent- haben zu Schulden kommen lassen. Bemerkenswert ist, daß die Be- von 34 000 Scelen 1300 Arbeitslose( einschließlich der wegen lassen wurde, und zwar mit erheblichen Verlegungen. amten alles, was in dieser Hinsicht gegen sie vorgebracht wurde, Krankheit Erwerbsunfähigen) und 870 Personen, die nur verkürzte Eine ärztliche Untersuchung Grygas, die gleich nach seiner Entlassung rundweg ableugneten, selbst wenn es sich um Dinge handelte, die in Beit arbeiten, gezählt worden. Aber wir wollen daraus nicht vorgenommen wurde, hat ergeben, daß er an Armen und Beinen früheren Gerichtsverhandlungen bereits festgestellt worden sind. In allgemeine Schliffe ziehen; warten wir ab. Nie haben wir mit zahlreiche blaue Flecken und Hautabschärfungen dieser Hinsicht sei nur ein charakteristisches Moment hervorgehoben: zitterndem Herzen mehr gewünscht als jetzt, daß unfre aufwies, und daß sein Gesicht eben solche Verlegungen zeigte. Be- Aus einem militärgerichtlichen Protokoll wird festgestellt, daß der Gegner recht behalten mögen, daß die Arbeitslosigkeit sich nicht sonders waren beide Augen stark geschwollen und mit Blut unter Polizeisergeant Teuber während seiner Militärzeit als laufen, was nach Aussage der ärztlichen Sachverständigen auf Unteroffizier wegen mißhandlung eines unter als jo umfangreich herausstellen möge, als wir es leider befürchten! mehrere Faust schläge, die Gryga erhalten haben muß, zurückgebenen verurteilt worden ist, und zwar auf Grund der Aussage eines Die Stadt Berlin und ihre Arbeiter. Der Magistrat ließ zuführen ist. Mehrere Zeugen, die Gryga 4 Tage nach dem Vor- Oberstlieutenants. Als dem Zeugen Teuber dies vorgehalten fall sahen, geben an, daß sie ihn beim ersten Anblick nicht er- wurde, bestritt er, jene Mißhandlung, wegen deren er verurteilt worden ist, dieser Tage bekanntlich die Miteilung verbreiten, daß er, um mißtannten. So sehr war sein Gesicht infolge der genannten Verlegungen veranlaßt zu haben. Das veranlaßte einen beisitzenden Richter zu verständlichen Deutungen vorzubeugen, zu seiner bedenklichen Verentstellt. der Teußerung: Ja, soll denn das so fort gehen, daß fügung über die Arbeitsverhältnisse der städtischen Sie hier alle Zeugenaussagen als falsch bezeichnen? Wollen Arbeiter eine Erläuterung erlassen habe. Wo der MaSie denn behaupten, daß der Herr Oberstlieutenant vor dem Militär- gistrat gerade einmal dabei ist, Mißverständnisse" aufgericht eine falsche Aussage gemacht hat?" Hierauf erklärte dann zuklären, denkt er auch vielleicht daran, bas ArbeitsTeuber: Die Aussage des Herrn Oberstlieutenants ist richtig. Aehnliche Scenen wiederholten sich öfter im Laufe der Verhandlung. verhältnis der in den städtischen Krankenhäusern an Immer wenn ein Zenge etwas vorbrachte, was einen der Polizei- gestellten Personen einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Hier beamten in ungünstigem Lichte erscheinen lassen konnte, wurde es herrschen Zustände, wie sie ein Junker im dunkelsten Ostelbien sich von diesen rundweg bestritten, selbst wenn es sich mir nicht lieblicher ausmalen kann. Wenn ein Krankenpfleger in Stellung um an sich unbedeutende und aus der Situation erklärliche Aus- tritt, dann hat er folgenden Dienstvertrag mit seinem Namen zu schreitungen handelte. unterschreiben: Bei dem geschilderten Vorgang auf der Wache waren außer dem Polizeifergeanten Böhme noch drei andre Polizeisergeanten und ein Bolizeiwächter beteiligt. Einer von ihnen ist inzwischen gestorben. Die vier andern traten als 8 en gen gegen Gryga auf. Sie bestritten jede Mißhandlung. Obgleich nach Angabe dieser Zeugen Gryga ihnen so heftigen Widerstand leistete, daß alle fünf Beamten zu thun hatten, um ihn zu bewältigen, und sie alle fünf den Gryga schließlich in die Hafizelle tragen mußten, behaupten die Beamten doch, Gryga habe bei dieser Gelegenheit auch nicht einmal ohne ihre Absicht Büffe und Stöße erhalten, welche die Ursache der zweifellos festgestellten Verlegungen gewesen sein tönnten. Ja der Polizeisergeant Böhme, der Gryga kurz vor dessen Entlaffung zu Protokoll vernahm, will teine Spur von Verlegungen an Gryga bemerkt haben. Nach eingehender Befragung über diesen sonderbaren Umstand meinte Böhme, er habe Gryga bei der Vernehmung überhaupt nicht angesehen. Bald nach der Vernehmung durch Böhme ist Gryga bom Polizeikommissar selieme vernommen worden. Dieser hat allerdings gesehen, daß Grypa im Gesicht Verlegungen hatte, als ob er geschlagen sei. Der Kommissar hat Gryga auch nach der Ursache dieser Verletzungen befragt. Gryga hat ihm gesagt, er sei von den Polizeibeamten gefchlagen worden. Der Kommissar gab als Zeuge an, er habe diese Behauptung Grygas protokolliert, um eine Unterfuchung der Angelegenheit zu veranlassen. Wie der Vorsitzende des Gerichts feststellte, steht aber in dem Protokoll, welches der Kommissar mit Gryga aufgenommen hat, nichts davon. Weiter ging aus der Beweisaufnahme hervor, daß man in Spandau im Polizeiarrest festgehalten werden kann, wenn es sich um nichts weiter als um Feststellung der Persön lichkeit handelt. Wenn jemand von einem Bolizeisergeanten zum Zweck der Namensfeststellung nach der Wache gebracht wird, so kann er nach der bestehenden Instruktion bis zum nächsten Tage festgehalten werden, falls feine Einlieferung abends nach Schluß der Dienststunden der Kommissare erfolgte. Wer im Laufe des Tages sistiert wird, der soll allerdings nach der Instruktion dem Kommissar oder dem Inspektor sogleich vorgeführt werden. Aber diese Vorschrift ist von den unteren Beamten nicht immer befolgt worden. So wurde ein Fall festgestellt, wo ein Mann, nur um seine Persönlichkeit festzustellen, mittags um 1 1hr nach der Wache gebracht und erst am folgenden Morgen vorgeführt und entlassen wurde. Ich erkläre und verpflichte mich, den Bestimmungen der Hausordnung des Krankenhauses, sowie der mir bekannt gemachten Dienstanweisung in allen Punkten auf das gewissenhafteste nach zukommen. Namentlich verpflichte ich mich, allen mir als Vorgefegte bezeichneten Personen unbedingt Gehorsam zu leisten und daher alle mir von diesen aufgetragenen Arbeiten, gleichviel welcher Art, jederzeit unweigerlich zu verrichten. Ich übernehme die Verpflichtung, das Dienstverhältnis vor der von mir gewünschten Auflösung desselben zu kündigen, räume aber dem leitenden Verwaltungsbeamten oder deffen Stell vertreter ausdrücklich das Recht ein zu meiner fofortigen Entlassung Entlassung ohne Angabe eines Grundes. Außerdem unterwerfe ich mich den Bestimmungen Die Beweiserhebung hatte ein für die Angeklagten günstiges der für den Preußischen Staat bestehenden GeResultat. Sie wurden beide am Schluß des zweiten Verhandlungs- sinde Ordnung hiermit ausdrücklich und erkenne an, daß Gryga behauptet, er sei in eine im Keller liegende tages, um 1/212 Uhr nachts, freigesprochen. In der Urteils- mein Dienstverhältnis lediglich auf Privat- Dienstvertrag beruht, Belle gebracht worden. Er will sich mit Bestimmtheit erinnern, begründung sagte der Boifigende: Das Gericht habe im großen und so daß ich Beamtenrechte durch dasselbe nicht erwerbe." daß er eine Treppe hinunter getragen worden sei. Er will sich bei ganzen der Darstellung des Angeklagten Gryga Glauben geschenkt. Die Diese Bestimmungen sind durchaus nicht etwa dekorativer Natur dem Transport festgehalten haben, um ein Aufschlagen seines Störpers Polizeibeamten hätten sich nicht als unverdächtige Bengen erwiesen, in dem Sinne, daß die städtische Verwaltung sich im äußersten auf die Treppenstufen zu verhindern. Dieser Umstand ist schon in ihren Aussagen fönne keine volle Glaubwürdigkeit beidem Widerstandsprozeß gegen Gryga zur Sprache gekommen, und gemessen werden. Die Angaben Grygas enthielten auch verschiedene Un- Notfalle gegen unberechtigte Ansprüche schützen will. Es wird gar damals haben die Beamten übereinstimmend gesagt: Da giebt richtigkeiten, die sich daraus erklären ließen, daß infolge der Schläge häufig der Brauch geübt, daß die Verwaltung einem Wärter kündigt, es ja gar feine Stufen, woraus geschlossen wurde, daß es gegen den Kopf Grygas Gedächtnis getrübt sein könne. wenn er erkrankt ist; nach der Genesung muß er immer damit im Spandauer Polizeigebäude überhaupt teine Bellen giebt, wenn Gryga seiner Verhaftung Widerstand entgegengesetzt haben rechnen, daß er entlassen wird. Bezeichnend ist auch, daß die städtische zu denen Stufen hinabführen. Nun ist aber inzwischen festgestellt sollte, so seien doch die Angriffe der Beamten gegen ihn über das Verwaltung das Monstrum der preußischen Gesinde Ordnung worden, daß doch drei Bellen im Steller vorhanden sind, die berechtigte Maß hinausgegangen. Von wissentlich falscher Auschul- in den Krankenhäusern für sich ausnüßt und den Angestellten die aber nach der Instruktion für gewöhnlich nicht mehr benutzt digung fönne hiernach nicht die Rede sein. Ebensowenig fönne im gewerblichen Arbeitsverhältnis ungesetzliche Bebingung werden sollen. Ob Gryga in eine dieser Zellen gesperrt wurde, gesagt werden, daß Pieper wissentlich unwahre Thatsachen ver- aufzwingt, daß der Wärter eine Kündigungsfrist einzuhalten hat, konnte nicht festgestellt werden. Die Beamten behaupten, sie hätten breitet habe. wogegen sie fich das Recht vorbehält, den Mann jederzeit ohne An ihn in eine der zu ebener Erde liegenden Zellen gebracht, und auf gabe eines Grundes zu entlassen. Das Koalitionsrecht ist nach dem diesen Umstand beziehe sich die Aeußerung: Da giebt es ja feine Stufen." Ukas der freisinnigen Verwaltung für die in Betracht kommenden Angestellten einfach suspendiert. " Berliner Partei- Angelegenheiten. " Da die Aussagen der Polizeibeamten bezüglich der Vorgänge auf der Wache den Angaben Grygas stifte entgegenstanden und Zweiter Wahlkreis. Den Mitgliedern des Socialdemokratischen ein direkter Beweis für die letzteren nicht zu erbringen war, so hatte die Wahlvereins giebt der Vorstand hierdurch bekannt, daß gegen Zahlung in den Händen des Rechtsanwalts Dr. Karl Liebknecht liegende Berteis des Vereinsbeitrages für Februar die Broschüre: 8ur digung eine Beweiserhebung angetreten, die den Zweckt haben sollte, einer Landtagswahl- Agitation" in allen Zahlstellen gratis in seits die Beugenaussagen der Polizeifergeanten als unzuverlässig zu Empfang genommen werden kann. fennzeichnen und andrerseits die vom Angeklagten behaupteten MißRigdorf. Am Mittwochvormittag 10 Uhr findet im Apollohandlungen als mindestens wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft hatte nun ihrerseits die Beweisaufnahme nach Theater, Hermannstr. 49( Jnhaber Thomas), eine Arbeitslosen Wird hier auch das nötige geschehen, um mit einem für die städtische Verwaltung sehr bequemen, für den Angestellten aber in jeder Beziehung nachteiligen Brauch aufzuräumen? Daß unsre Krankenhaus- Zustände immer noch sehr viel zu wünschen übrig laffen, zeigt eine Beschwerde, die dieser Tage von einem hiesigen Unternehmer an den Vorstand der in Betracht kom worden ist. Das Schriftstück lautet: der entgegengesezten Richtung angeordnet, und so tam es, daß eine Bersammlung statt. Tagesordnung: Die Arbeitslosigkeit und Die bei mir angestellte Arbeiterin Bauline 2. wurde plöglich ungewöhnlich große 8ahl von 8eugen aufgeboten wurde. was thun die Behörden, um die Wirkung derselben zu lindern? Durch die Vernehmung derselben wurde sowohl die amtliche Johannisthal. Heute, Dienstagabend, ist bei Rau, Bark Thätigkeit, als die persönliche Qualifikation der als Zeugen in straße 12-13, Bersammlung des Wahlvereins. Zahlreiche Beteiligung diesem Prozeß auftretenden Polizeisergeanten beleuchtet. Ju dieser ist erwünscht. Hinsicht brachte der zweite Verhandlungstag neben vielem Univefent- l frant und der in Anspruch genommene Arat ordnete die Aufnahme der Arbeiterin in das Krankenhaus Moabit an. Den Krantenschein ließ ich bei der Klasse abstempeln. Auf eine Anfrage im genannten Krankenhause erhielt ich aber den Bescheid, daß dort zur Zeit fein Bett frei sei. Nun richtete ich eine Anfrage an er mit beleidigenden Ausdrücken. Der Gerichtshof nahm von einer öffentlichen Zweden zu überlassen, trotzdem ohne Zuthun der Befiher das Krankenhaus Friedrichshain und erklärte dabei ausdrücklich, Verhandlung mit dem Trunkenen Abstand und verhängte gegen ihn das Terrain um Millionen im Wert gestiegen ist! daß der Krankenschein auf das Krankenhaus Moabit ausgestellt sei. eine fofort zu verbüßende zweitägige Haftstrafe. Die Gerichtsdiener Die Gemeindevertretung beschloß, die Vorarbeiten zu dem bekannten Die Antwort aus dem Friedrichshain lautete, daß ich die Kranke hatten Mühe, den fich heftig Sträubenden in die Zelle zu bringen. Verfahren zu beschleunigen, auf Grund dessen Berlin in Gemäßheit möglichst bald dorthin senden möge. Dies geschah denn auch; die Mit dem Leben bezahlt hat der 29 Jahre alte Handelsmann des§ 53 des Kommunalabgaben- Gesetzes zu den Schullasten der Gemeinde Lichtenberg herangezogen werden soll. Kranke wurde sofort in einer Droschke nach ihremBestimmungsort gebracht. Alfred Haberecht die Spielerei mit einem geladenen Revolver. In auf Erhöhung der Mietsentschädigung der Rettoren Der Antrag Doch dort verweigerte man der Kranken jezt die Aufnahme, einmal, angeheitertem Zustand betrat H. am Freitagabend und biefiger Gemeindeſchulen wurde wiederum abgelehnt.-- Die Erweil der Krankenschein auf Moabit lautete, dann aber auch, weil Dresdenerstraße 114 belegene Wohnung und machte sich mit der richtung eines Ortsstatuts betreffend die Anlegung und Unterangeblich kein Platz vorhanden war. Solches geschah, nachdem der Waffe zu schaffen. Blöglich ging ein Schuß los und das Blei drang haltung von Bürgersteigen, dem unter anderm eine rückBegleiterin der Kranken von der diensthabenden Wärterin zweimal Haberecht in die Stirn. Nachdem er zwei Tage lang in der wirkende Kraft bis in das Jahr 1897 beigelegt wurde und versichert worden war, daß sie ruhig nach Hause gehen könne, da erlag er ihr am gestrigen Sonntagnachmittag. Wohnung an der gefährlichen Verwundung behandelt worden war, das vorsieht, daß die Anlieger 75 Prozent, die Gemeinde die Aufnahme der Kranken durchaus sicher sei. 25 Proz. der aufgewandten Unkosten zu tragen haben, wurde nach Die Kranke war jetzt allein und mußte sich in ihrem hilf Yosen Zustande bei rauher Witterung nach einer ziemlich entfernt gelegenen Droschten- Haltestelle schleppen, dann in der einzig vor handenen offenen Droschke nach Hause fahren und hier angelangt, ohne Hilfe nach ihrer drei Treppen hoch belegenen Wohnung hinauf flettern. Man sollte denken, daß solche unglaublichen Vorfälle nach den vielen Krankenhaus- Beschwerden, die in den letzten Jahren die Deffentlichkeit beschäftigt haben, zu den Ummöglichkeiten gehörten. Der Tod des alten Füllborn wurde Sonntag im Anzeigenteil unsres Blattes gemeldet. Mit Füllborn ist abermals einer der alten, unter dem Socialistengeseg erprobten Kämpfer dahingegangen. Von Beruf Former, ward er am 1. Mai 1890 eines der Opfer des bekannten Kühnemänner- Komplotis. Es Es war ihm fortan nicht mehr möglich, in seinem Handwerk Arbeit zu finden, und so entschloß sich Füllborn, Kolporteur zu werden. Elf Jahre lang versorgte er die Werkstätten mit Parteischriften und trug so zur Aufklärung der Arbeiterschaft bei. Das Begräbnis unsres Mitstreiters gestaltete fich ain Sonntag der Bedeutung des tapferen Streiters angemessen. Zahlreiche Arbeiter, die den Toten als Parteigenossen oder Kollegen fchäzen gelernt hatten, pilgerten nach Friedrichsfelde hinaus, wo der Gesangverein der Former die Feier einleitete und Stadtverordneter Gottfried Schulz dem Verstorbenen ergreifende Worte ins Grab nachsandte. Eine Reihe Stranzspenden erinnerten an die Achtung und Berehrung, die der alte Füllborn in der Arbeiterschaft genossen hatte. Die Besoldung der städtischen Armenärzte, die früher nur 1080 M., dann 1200 M. und schließlich 1500 M. betrug, soll auf 1600 M. erhöht werden, womit ein Antrag des Vereins der Armenärzte seine Erledigung findet. Außerdem sind in dem Etat für 1902 drei nene Stellen für Armenärzte vorgesehen. PE い " V A Am Stationsassistent und Postagent Risse, der nach Unterschlagung von angenommen. In der Debatte leistete der„ Sprecher" der GrundAuf dem Bahnhof ergriffen wurde gestern nachmittag der langem Sträuben der Grundbesiger mit einer Stimme Majorität 6500 m. amtlicher Gelder am 9. Januar aus Nieder- Üllersdorf besitzer, Herr Plonz, sich wieder einmal den Gemeinplay. daß die ( Laufig) flüchtig geworden war, während er Frau und Kinder dort Eigentümer es feien, welche drei Viertel aller Kommunallasten zu zurüdgelassen hatte. Er hatte sich nach Berlin gewandt und hier in tragen haben. Der Herr mußte es sich gefallen lassen, daß einem Hotel am Stettiner Bahnhof Wohnung genommen. Der Gemeindevertreter Grauer ihm erwiderte, daß solches erst geAufenthalt in dem Gasthof wurde ihm jedoch zu unsicher; er mietete schehe, nachdem die Herren Eigentümer die Mittel hierzu mit sich daher bei einer Frau F. in der Invalidenstraße ein Zimmer. etlichen Prozenten Profit aus den Taschen der Bevölkerung Nun hatte er sich mit seinem Schwager und seiner Schwägerin in entnommen haben. Der revidierte BegräbuisgebührenBerbindung gefekt, die er auf dem Bahnhof Friedrichstraße erwarten Tarif" gab unsren Genossen Gelegenheit, den Gemeindewollie. Von dieser Absicht war die hiesige Polizei durch die Gubener vorstand zu ersuchen, seinen Einfluß bei den Vorgesezten unsrer Staatsanwaltschaft verständigt worden, und N. wurde auf dem Gendarmerie dahingehend geltend zu machen, daß in Zukunft Bahnhof von Kriminalbeamten verhaftet. In seinem Besitz befanden die bekannten Störungen von Leichenbegänguissen sich noch 4400 M. Den Rest hatte er verjubelt. verhindert werden. Durch das Vorgehen der Gendarmen sei die Jm Cirkus Schumann feierte die deutsche Kunst am Sonn- Bevölkerung des Ortes in arge Bennruhigung bersetzt worden, und abend ihre Auferstehung. Während im übrigen Berlin das lleber- so rechtfertige sich das Ersuchen an den Gemeindevorstand. Auch brettl umhergeht wie ein brüllender Löwe und suchet, wen es ver- indem er unsren Genossen empfahl, doch erst dahin zu wirken, daß hier machte Herr Plonz seiner„ liberalen" Gesinnung" alle Ehre, schlinge, ist in der Karlstraße das alte deutsche Drama von Dottor das Tragen roter Schleifen bei Leichenbegängnissen unterbliebe; Faust wieder zum Leben erweckt worden. Dort saß er, der Gewir thun ja so was auch nicht meinte der Herr. lehrte aller vier Fakultäten, verfluchte die Wissenschaft mit merkbarer Der Gemeindevorsteher erklärte, nichts Wesentliches in der antomimik und verschrieb sich in seiner unbefriedigten Zweifel- Sache thun zu können. Unfre Genossen erreichten dann noch den ucht dem leidigen Gottscibeiums. Und auch ein Weibs bild, gar appetitlich anzuschauen, spielte bei diesem höllischen Wegfall der für die Unterstellung der Leichen in das Leichengewölbe Wesen eine Rolle. Satanella nannte sich die Dame, die vorgesehenen Gebühren; ebenso sollen die Gebühren für die Ervom Mephistopheles gedungen war, den Doktor von der Beschäfti- laubnis, die eignen Gräber begießen zu dürfen, in Wegfall kommen. gung mit den höchsten Problemen abzulenken und ihn in zwar fünd- werbegericht zu beraten, wurde widersprochen; der Antrag Der Dringlichkeit des Antrages, das Ortsstatut für das Ge after, aber eben deshalb sehr molliger Sinnenlust zu unterweiſen. Nun war das Schöne dabei, daß Dr. Faust, selbstlos, wie Gelehrte wird demzufolge in nächster Sigung Gegenstand der Beratung sein. find, bei seinen Abenteuern auch dem Publikum Augenweide Maucherlei Vorgänge in der Spandauer Kommunalgönnte. Wir sahen ihn schwelgen, umgeben von hunderten Trikot verwaltung, über welche auch der Vorwärts" wiederholt bes damen, und sahen dann, wie er als Wunderdoktor auf dem richtet hat, haben der socialdemokratischen Stadtverordneten- Fraktion Schüßenfest seltsame Heilungen und noch seltsameren Schabernack in Spandau Veranlassung gegeben, eine Reihe Beschwerdepunkte zur verrichtete. Am Schluß aber fam die Höllenfahrt des Kenntnis des Regierungspräsidenten zu bringen, um diesen dadurch Zauberers, denn im Cirkus Schumann wandte die poetische Ge- zu veranlassen, die Verwaltung der städtischen Interessen Spandans Die Straßen- Besprengung und das Abwaschen der Asphalt- rechtigkeit es so, daß der große Aufwand des Mephisto nicht schmäh einer eingehenden Prüfung unterziehen zu lassen. Auch haben unfre dämme soll nach einem Beschluß der Straßenreinigungs- Deputation, lich verthan wird. Faust fährt zur Hölle, und wenn der Schauder, Genossen beantragt, mit Rücksicht auf die bekannten Beschlüsse der dem der Magistrat beigetreten ist, geändert und vermehrt werden. der uns hierbei packt, durch den Anblick des zahlreichen weiblichen Stadtverordneten Mehrheit bei Beratung des Wafferwerks- und In Zukunft sollen die Straßen viermal besprengt und ab- Bugpersonals einige Linderung erfährt, so ist auch das dankbar an Sanalisations Etats, wobei die Hausbefizer sich einer ganz anzergewaschen werden. Die Besprengung und das Abwaschen soll zuerkennen. Im ganzen ward in der Pantomime, die sich an ein ordentlich liebevollen Fürsorge erfreuen dürften, dem Haupt- Etat thunlichst des Nachts erfolgen. vor zwei Jahren an derselben Stelle aufgeführtes Stück eng an die Genehmigung des Regierungspräsidenten zu versagen. schließt, ein Ausstattungsstück ersten Ranges geschaffen, das gewiß Gegen die neue Polizeiverordnung über den Verkehr mit nicht verfehlen wird, das Publikum für den Cirkus Schumann zu machte der Bund der Landwirte am Sonntag, den 2. Februar, mit Ein Reinfall mit dem Brotwucher. Ein glänzendes Fiasto Suhmilch nud Sahne hat der Verband deutscher Milchhändler- interessieren. Aber auch an Reiter- und Akrobatenstücken wird an Vereine eine Eingabe an den Landwirtschaftsminister v. Podbielski dieser Stelle des Guten gar viel geboten. Am Sonnabend zeichnete versammlung in Teltow, welche auf den Besuch der Generalseiner vom Oberamtmann Ring Dippel einberufenen Kreisgerichtet. Er macht darin die Bedenken des Milhändlerstandes fich namentlich Fräulein Dora Schumann als tüchtige Schul- Versammlung im Cirkus Busch vorbereiten sollte. Nachdem der gegen einzelne Bestimmungen des Entwurfes geltend. Besonders reiterin aus. Vortragende, Herr Redacteur Herfurth Berlin, zwei Stunden wird gegen die Einführung der Bezeichnung Marktmilch protestiert, weil diese neue Milchforte, die angeblich an Stelle rollen in dem morgen, Mittwoch, zum erstenmal zur Aufführung Mitte der Versammlung in längeren und kürzeren Ausführungen so Theater. J Schiller Theater wird die Besetzung der Haupt- das Programm des Bundes entwvidelt hatte, trat man ihm aus der der Vollmilch treten soll, in Wirklichkeit. da für sie mir fommenden fünfaltigen Schauspiel Familie Fourchambault" von zahlreich und wirksam entgegen, daß die Erwiderungen des Bundes 2.7 Proz. Fettgehalt gefordert wird oft schlechter sein Emile Augier, übersetzt von Raphael Löwenfeld, folgende sein: Fourcham: redners nur herzlichem Gelächter begegneten. Schließlich wurde aus wird, als die jetzige Halbmilch. Da überdies int der bault: Gustav Rickels; Leopold: Georg Paeschke; Bernard: Hans Kuhnert Berordnung die Bestimmung fehlt, daß der Marktmilch Baron Raftiboulois: Albert Steinrück; Frau Fourchamboult: Elisabeth der Mitte der Versammlung spontan eine Resolution gegen nichts hinzugesetzt oder abgenommen werden darf, wird der Scholz: Frau Bernard: Emma Griebe; Blanche: Frida Brock; Marie ie de Getreidezollerhöhung angenommen. Milchfälschung Thür und Thor geöffnet. Auf Grund dieser und Letellier: Marianne Wulf. Hygienische Vortragsabeude in Charlottenburg. andrer Bedenken ersuchen die Petenten um Einberufung einer Feuerbericht. Sonntag früh furz nach 3 Uhr wurde die Wehr heutigen Dienstag spricht Herr Dr. Ostar Bloch in der Aula der zweiten Milch konferenz im Landwirtschafts- Ministerium, nach der Badstr. 56 gerufen. Hier standen in einer Wohnung Betten, Ober- Realschule, Schloßstr. 27, über den Kampf gegen die Tuber inter Hinzuziehung von Sachverständigen. Sie machen als solche Möbel und Kleidungsstücke in Flammen, die mit einem Rohre erstickt tulose" und am Freitag Herr Dr. Julius Meyer in der Aula der den langjährigen Polizeichemiker Dr. Bischoff, den gerichtlichen werden mußten. Abends gegen 7 Uhr mußte infolge mehrfacher Gemeindeschule Goethestr. 22 hierselbst über dasselbe Thema. Die Sachverständigen für Milchhandel, Dr. Edgar Reich, sowie Meldung ein größeres Löschaufgebot nach der Kommandantenstr. 50 Borträge beginnen um 82 Uhr abends. Der Zutritt ist für jederStommerzienrat C. Bolle namhaft. Außerdem weisen sie in der ausrücken. Es handelte sich jedoch nur um einen kleinen Keller- mann unentgeltlich und der Besuch nur zu empfehlen. Eingabe darauf hin, daß die bestehenden Milchverträge größtenteils brand, sodaß die Wehr nach furzer Arbeit wieder abrücken konnte. erst am 1. Oktober d. J., vielfach sogar noch später, ablaufen, so In der Hauptsache ist nur Verpackungsmaterial eingeäschert worden. daß die nene Verordnung ohne empfindliche Schädigung der Milch Vorher famen in der Greifswalderstr. 31 und in der Tilsiterstr. 19 pächter nicht vor dem 1. Januar 1903 in Straft treten könnte. Zimmerbrände aus, die indes im Entstehen beseitigt werden konnten Ein Opfer der Wissenschaft. Im Depeschenteil unserer und hauptsächlich nur Kleidungsstücke und Gardinen beschädigten. In Sonntagnummer meldeten wir lurz den erschütternden Vorfall, der der Stralauerstr. 34 und Barnimstr. 2 ging der Inhalt von Bodenfammern in Flammen auf, während in der Fruchtstr. 35 durch den Tod des Hauptmanns v. Sigsfeld zur Folge gehabt Explosion einer Petroleumilampe ein kleiner Wohnungsbrand enthat. Der auf so beklagenswerte Weise ums Leben Gekommene war früher Jugenieur und ist erst im Jahre 1897 als Oberlieutenant standen war. Außerdem erfolgten noch Alarmierungen von Brunnenstraße 67 und Lübeckerstr. 13, die indes auf geringfügige Anlässe Reserve des 2. Garde Ulanen Regimentes in das Luftschiffer- Bataillon eingetreten, hatte jedoch seit zurückzuführen waren. einer langen Reihe von Jahren vorher sich um die Entwicklung der Lawinensturz. Jn Bleiberg( Kärnten) am Fuße des Luftschiffahrt hochverdient gemacht. Seine erste wissenschaftliche Fahrt Dobratsch sind gestern zwei Lawinen niedergegangen, die mehrere machte er am 23. Juni 1888 in dem von ihm auf eigene Stoften Häuser zerstörten. Eine größere Anzahl Menschen ist unter den Lawinen begraben, zwei Lawinen bedrohen noch Bleiberg. probung des vom Geheimrat Aßmann erfundenen Aspirations- gestern mit den zu Ende vorigen Jahres vorgenommenen ErsatzDie Mandate der von der ersten und der dritten In Wien ist einer der Raubmörder entdeckt worden. Unter Psychometers, dessen praktische Konstruktion von v. Sigsfeld her- wahlen. stammt. In Gemeinschaft mit Hauptmann Parseval erfand und Wählertlässe gewählten Kandidaten wurden für gültig erklärt, dem Verdachte der Ermordung der Rentiere Hegerhorst in der erbante er in der später Riedingerschen Ballonfabrik in Nürnberg dagegen jezte die Gemeindevertretung die Entscheidung über die Augartenstraße wurde der ehemalige Motorführer der StraßenDrachenballon", der noch heute in der Luftschiffer Wahl des in der zweiten Klasse gewählten Kaufmanns Dintsch aus. bahnen Johann Frauscher verhaftet. Er giebt an, er habe nur Abteilung mit großem Erfolg benutzt wird. v. S. war gleichzeitig Hier wird sowieso eine Neuwahl zu erfolgen haben, da Herr Dintich stehlen wollen, die Frau aber, aus Furcht vor Entdeckung, als fie ereiner der bedeutendsten Kenner der Probleme für lentbare Luft- demnächst Wilmersdorf verläßt. Bekanntlich ist in der dritten Klasse wacht sei, getötet. Seine Geliebte Katharine Höflinger, die bei der schiffahrt, und er hat nach dieser Richtung hin selbst praktische Ver- auch ein Socialdemokrat, der Gastwirt Natusch gewählt worden. Ermordeten wohnte, wurde wegen Verdachts der Mittwisserschaft gleichfalls verhaftet. fuche angestellt. Seit längerer Zeit arbeitete er an der Her= Wilmersdorf. Treue Freundschaft wollen die Reichsstellung eines Ballons, mit welchem er sich mehrere Tage lang trenen am Orte ihrem politischen Führer, dem wegen UnterUeber ein seltenes Eisenbahnunglück wird aus Wien in der Luft zu halten hoffte. Auf der Unglücksfahrt sollten schlagung verhafteten Gemeindekassen- Rendanten Sniffe auch in berichtet: Sonntag explodierte auf der Station Deutsch- Landsberg Messungen der Elektrizität in der Luft vorgenommen der Not bewahren. Es wird nämlich berichtet, daß der Gemeinde der Graz- Köflacher Bahn der Kessel einer Güterzugslokomotive, werden. Nachdem das geschehen war, stiegen Hauptmann v. Sigs- Wilmersdorf durch die jetzt auf die Summe von 19 023,40 M. fest- wodurch der Maschinenführer und der Heizer, sowie zwei Bahnbeamte feld und sein Begleiter Dr. Linde bis auf 650 Meter herab und gestellten Unterschlagungen kein Schaden erwachsen werde, da zu- getötet wurden. Die Ursache des Unfalls ist wahrscheinlich unge faben, daß sie die Schelde vor sich hatten. Um nicht durch den nächst die von Knisse hinterlegte Sautionssumme von 5000 M. der nügende Speisung der Lokomotive mit Wasser. Heftigen Bind auf das offene Meer getrieben zu werden, zogen sie die Gemeinde verfallen, dann aber auch die politischen Freunde Brière begundigt. Aus Paris wird uns gemeldet: Die Bentilleine. Sachverständige meinen, daß diese nicht genügend funktioniert des auf so bedenkliche Weise vom öffentlichen Schauplatz gegen den Landwirt Brière in Corances, den Mörder seiner fünf haben muß. Der Ballon sank zwar, aber da nicht Gas genügend entwich, abgetretenen Mannes für den Rest der unterschlagenen Gelder Stinder, vom Schwurgericht in Chartres verhängte Todesstrafe ist in so stieg er bald wieder. Die Luftschiffer entschlossen sich nun zum aufkommen würden. Eine solche Handlungsweise verdient lebenslängliche Zwangsarbeit umgewandelt worden. Der Prozeß Absprung. Dr. Linde gelang der Sprung, Hauptmann v. Sigsfeld gewiß menschlich edel genannt zu werden; fie zeugt um so mehr hatte seiner Zeit großes Aufsehen, weit über die Grenzen Frankreichs jedoch, der nach ihm sprang, verwickelte sich in das Schlepptan, schlug von christlicher Langmuit, als Sniffe mit seinem Jahreseinkommen hinaus, hervorgerufen. Das Todesurteil verblüffte fast allgemein. Hintenüber mit dem Kopf auf die Erde auf und wurde mit ge- von gut 7000 Mart wenigstens vor der äußersten Not geschützt war Man brachte zwar dem gefchloffenen Angeklagten keinerlei Sympathien brochenem Genich noch ein Stück Weges geschleift. Die Leiche und es nicht dringend nötig hatte, die Gemeindekaffe für seine entgegen, hielt ihn wohl auch der That für fähig, andrerseits fehlte wurde in Zwyndrecht bei Antwerpen in einer Blutlache aufgefunden. privaten Zwecke in Anspruch zu nehmen. Nur mangelt dieser Sucht, es aber an jedem strikten Beweis für die Schuld Brières. Die AufSie war infolge der entsetzlichen Verstümmelungen fast unkenntlich. die Schuld des gefallenen Bruders wieder gut zu machen, die hebung des Urteils durch einen Gnadenakt des Präsidenten Loubet, Dr. Linde, der Quetschwunden am Kopfe, an den Beinen und Armen Konsequenz. Denn gerade im staatserhaltend- konservativen Partei- die wir sofort nach Beendigung des Prozesses für sehr wahrscheinlich erlitt, telegraphierte den Unfall nach der Wohnung des Verunglückten, lager wußte man bisher nicht genug Lärm zu machen, wenn bezeichnet hatten, ist nunmehr am Sonntag erfolgt. der deutsche Konsul in Antwerpen übermittelte die Tranerbotschaft in der Zeitung zu lesen stand, daß ein armer Teufel von Arbeiter dem Kommando des Luftschifferbataillons, nachdem er für die Ueber- sich an den von der Kollegenschaft angesammelten Gewerkschaftsgeldern der Atlantischen Küste und des Aermeltanals melden, daß dort fortSturmnachricht. Telegramme aus verschiedenen Hafenorten führung der Leiche nach dem Hotel Weber in Szaiserlei bei Antwerpen vergriffen habe. Dann wurde mit Baufen- und Trompetengeforgt hatte. Das hiesige Generalfommando setzte sofort den begleitung das schöne Lied vom Verprassen der Arbeitergrosajen dauernd starkes Univetter Herrsche. Bruder des Verstorbenen in Kenntnis, und dieser reiste Sonntag heruntergeleiert; und doch hat man noch nie gehört, daß die Social- Aus New York wird vom Montag gemeldet: Wegen starken morgen nach Antwerpen, um die Leiche nach Ballenstedt zur Beisetzung demokratie in solchen, im Vergleich zur vorliegenden Sache immerhin Sturmes, der in dem Gebiet zwischen den großen Seen und den gu geleiten. milde liegenden Fällen die That nicht, rücksichtslos mit rechtem Atlantischen Ocean wütete, ist der Eisenbahn-, Telegraphen- und Mehrere Brüsseler Blätter melden. Dr. Linke, der sich im Zu- Namen genannt hätte. Bemerkt jei noch, daß Knisse seiner Strant Telephonverkehr gestört. Im westlichen Teil des Staates New York stande vollständiger Niedergeschlagenheit befinde, habe auf Anraten heit wegen nicht in Untersuchungshaft genommen, sondern in seiner sted en die Eisenbahnen und Straßenbahnen im Schnee fest. Im des Konsuls seine sofortige Abreise nach Berlin aufgegeben. Wohnung gelassen wurde. Daß die so schon wackelig stehende Sache Geschäftsviertel der Stadt Waterbury in Connecticut brach gestern Der Direktør und verantwortliche Redacteur des„ Deutschen der Reichstrenen am Orte durch den Fall ihrers Führers gerade ge- abend Fener aus, das sich bei dem herrschenden Sturme bald über Um 1012 1hr abends Reichs- Anzeigers", Herr Reinhold Siemenroth, women hätte, kann man nicht sagen. Herr Stnisse war es auch ein Dutzend Häuserblocks ausgedehnt hatte. der den famosen Protest gegen die Gültigkeit der letzten Ersagwahlen war das Feuer zum großen Teil gelöscht, es brach aber heute ist gestern morgen gestorben. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Einen bösen Auftritt verursachte gestern der Arbeiter Leon- zur Gemeindevertretung erhob und damit dei den jetzigen An- früh von neuem aus. hardt, als er nach stundenlangem Warten aufgerufen wurde, um gehörigen der Körperschaft so merkwürdiges Entgegenkommen fand. Dollars. Ein fürchterliches Bergwerks Unglück hat sich, wie der sich vor dem Schöffengericht wegen eines Vergehens zu verantworten. Lichtenberg. Die Abänderung des Bebauungsplanes, Der Angeklagte hatte der Flasche zu reichlich zugesprochen und war Abteilung XIII2, für die Umgebung Berlins ist nun nach jahre Draht aus Eagle Paß( Texas) meldet, in einem 85 englische Meilen dadurch in einen Zustand geraten, daß mit ihm nicht verhandelt langem Verhandeln, soweit Lichtenbergs Gemeindegebiet in Frage südlich von dort gelegenen Bergwerk bei Coahuila in Meriko er= Der Hauptanlieger, die eignet. Es entstand infolge bisher noch nicht aufgeklärter Ursachen werden konnte. Als er sich im Anklageraum befand, verlangte er fommt, endlich zu stande gekommen. energisch einen Spudnapf, da er an der Spudtomanie" leide. Den Terraingesellschaft Dottische Erben, hat ihren Gemeinsinn" glänzend eine Flugstaub Explosion, während 165 Arbeiter unter Tage waren., Gerichtsdiener, der sich weigerte, seine Forderung zu erfüllen, belegte bethätigt und es rundweg abgelehnt, der Gemeinde einen Platz zu 75 Leichen wurden bereits geborgen. der Aus den Nachbarorten. erbauten Ballon Herder" zum Zweck der wissenschaftlichen Er- In Wilmersdorf beschäftigte sich die Gemeindevertretung den " Linoleumfabrit beschäftigte Schlosser Emil Rocha u. Als Rochau Aus Rigdorf. Schwer verletzt wurde der in der hiesigen ein Maschinenlager mit Blei ausgießen wollte, sprizte dem Unglüdlichen das kochende Blei ins Gesicht und verbrannte ihm Stirn und ugen. Nachdem ihm die erste ärztliche Hilfe zu teil geworden, wurde N. dem Briger Kreiskrankenhaus zugeführt. Vermischtes. M Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Juferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.