Nr. 60. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt, für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein weißer Rabe unter den deutschen Fabrikinspektoren beamten Freitag, den 11. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. legen, weil der Arbeiter durch Gewährung von Wohnung Reichstagsdebatten über den Arbeiterschutz von den Sozialund Aehnlichem mit bürgerlicher Besizwuth geimpft und demokraten vertreten, aber von der maßgebenden Stelle als Aus diesen Gründen mußten, die anerkannten Vertreter ständiger mit großem Nachbruck! Im Ganzen frohnen feinen Emanzipationsbestrebungen entfremdet werden soll. undurchführbar" erklärt. Jegt erhebt sie ein Sachver war von jeher derjenige für das Großherzogthum Baden. der Arbeiterparteien" öfters Stellung gegen Wohlfahrts- gegenwärtig 13 779 Kinder und junge Leute bis zu 15 Jahren Auch sein neuester Bericht über das Jahr 1891, welcher vor einrichtungen nehmen, und die Thatsachen geben ihnen in den Fabriken des„ Musterstaates" Baden, darunter zirka einigen Tagen vor denjenigen aller übrigen Aufsichts- darin vollkommen Recht. Im Uebrigen ist es ihnen 7000 Mädchen. Auf welche Verwüstungen der Volkserschien, enthält wieder eine Reihe von Be- nie eingefallen, einem Arbeiter von der Benutzung gesundheit läßt das schließen. Um Uebrigen beklagt der obachtungen, zu denen die meisten der jetzigen Amtsbrüder einer Fabriksküche abzurathen, in welcher er gut und preis- Inspektor die mangelhafte mangelhafte Arbeiterstatistik, die ihm des badischen Inspektors nie durchbringen werden. Und an werth bedient wurde und sich frei bewegen kann, und was von den Verwaltungsbehörden geliefert wird. Er dem prompten Erscheinen des Berichtes sieht man, daß solcher Dinge mehr sind. Nur soll man von den Leuten, theilt mit, daß das Reichsamt des Innern Erhebungen Urtheilsfähigkeit und gute Beobachtungsgabe mit der Rasch die so oft in der Fabrik über Gebühr ausgenutzt werden, über die der Gewerbe- Aufsicht neu zu unterstellenden Beheit der Berichterstattung Hand in Hand gehen, während für solche Lappalien keine besondere Dankbarkeit verlangen. triebe einheitlich für das ganze Reichsgebiet machen wolle. das langsame Tempo, in welchem die Referate aus den Täuscht uns nicht Alles, so urtheilt der badische Fabrik- n- Man kann aus dem Wortlaut der Mittheilung schließen, übrigen deutschen Bezirken nachzufolgen pflegen, das ſpektor trotz aller Verwahrungen vielleicht gerade unter dem daß es sich wieder nur um eine ganz flüchtige ArbeiterGegentheil von einer Garantie für deren Gediegenheit sind. Eindruck dieser agitatorischen" Argumentation jetzt selbst statistik handeln wird. Der Bericht plädirt sodann gegen Der badische Beamte, jetzt Ober Regierungsrath schon viel unbefangener als vor Jahren, wo er z. B. die etwaige Ausnahmebestimmungen zu Gunsten der Zucker, Wörishofer neuestens Ehrendoktor der Universität Wohlfahrtseinrichtungen" ten Brinks in den Himmel hob. Cichorien- und Glasfabriken und zu Ungunsten der Arbeite Freiburg i. B., war früher einfacher Eisenbahn- Bei Gelegenheit wird noch manche andere Halb- rinnen, wie sie in Preußen theilweise erlassen werden zu techniker und liefert den Beweis, daß aus einem Ingenieur heit des Berichtes herauszuheben sein. Es wäre sollen scheinen, und theilt skandalöse Zustände aus ausnahmsweise auch einmal ein halbwegs guter Sozial- jedoch ungerecht, wenn wir nicht auch heute einer Lumpenfortirungs- Anstalt mit, unter welchen politiker werden kann. gleich einige der guten Seiten des amtlichen die dort beschäftigten Arbeiterinnen zu leiden hatten. §. die Selbstverständlich hat auch der neueste Bericht des Schriftstückes speziell beleuchteten. So wendet sich Ober- Die stellenweise geübten Lohnabzüge werden scharf badischen Beamten wieder seine bürgerlichen Mucken. So Regierungsrath Wörishofer in sehr anerkennenswerther tritifirt, und interessante Erfahrungen über B. an der Stelle, wo von der Beurtheilung der Wohl- Weise, was zunächst das Aeußere der Fabrikinspektion be- Unfallhäufigkeit, sowie die Gesundheitsgefährlichkeit in fahrts- Einrichtungen" durch die anerkannten Vertreter der trifft, gegen die Belastung der Gewerbeaufsicht mit der gewiffen Gewerbezweigen, z. B. in der renitenten PforzArbeiterparteien" sehr abfällig gesprochen wird. Die„ un- Dampftesselrevision, unter welcher er auch leidet und die heimer Bijouterie- Industrie berichtet. bedingte Ablehnung" der Wohlfahrts- Einrichtungen von dieser man bei der im Gange befindlichen Reform" der preußi- Heben wir zum Schluß hervor, daß sich die Klage über Seite sei, sofern es sich dabei nicht nur um agitatorische schen Inspektion glücklich ebenfalls beliebt hat. Er schiebt den Mangel staatlich anerkannter Arbeitervertretungen wie Zwecke handle"( welch' liebenswürdige Infinuation!) das die Reffelaufsicht mehr und mehr den speziell für diesen ein rother Faden durch den neuen Bericht zieht, so ist der Beichen einer weitgehenden Einseitigkeit und des Mangels Zweck bestehenden Vereinen zu und befreit sich dadurch von arbeiterfreundliche und fachliche Inhalt des Referates über an vorurtheilsloser und damit richtiger Beurtheilung." einer lästigen Arbeitsbürde, die seine sozialpolitische Beobach- die Fabritinspektion in Baden während des Jahres 1891 Die Wohlfahrts Einrichtungen seien doch ein nicht zu tungs- und Vermittelungsthätigkeit nur beeinträchtigen kurz skizzirt. Die badischen Genossen mögen dem Fabrikentbehrendes Erziehungs- und Vorbereitungsmittel für die kann. Vivant sequentes! Er durchschaut richtig die inspektor, der schon manchen Strauß mit den Kapitalistenaufsteigende Klaffenentwickelung der Arbeiter". Namentlich Gründe, aus welchen die Mehrzahl der badischen vertretungen des Landes ausgefochten hat, in seiner an den ungelernten Arbeitern würde eine Verbesserung ihrer Fabritbetriebe trotz des schlechten Jahres nicht sehr erkennenswerthen Thätigkeit durch häufige und wahrheitsLage nach verschiedenen Richtungen gar nicht zu gute kommen, zahlreiche Arbeiterentlassungen vornahmen: weil die treue Mittheilungen tüchtig weiter unterstützen! wenn sie lediglich auf ihre Kraft angewiesen wären. So mit der( Betriebs-) Einschränkung nothwendig ver= der badische Fabrikinspektor, der sich in einer merkwürdigen bundene Steigerung der allgemeinen Geschäftsunkosten Verkennung von Ursache und Wirkung bewegt. Erst dort, uns die Schwierigkeit des Absages vermehren würden" wo von der eigenen Kraft" der Arbeiter Etwas zu spüren beileibe etwa nicht aus Arbeiterfreundlichkeit. Dieselbe ist, suchen die Unternehmer gewöhnlich das Schlafmittelchen Erwägung", so ergänzt der Inspektor seine Beobachtung, der Wohlfahrtseinrichtungen" anzuwenden. Dasselbe soll führt freilich auch in Zeiten günstiger Prosperität"( giebt meistens die böse Sozialdemokratie beschwören und einen es auch eine ungünstige" Prosperität?) dazu, daß die Stamm patriarchalisch gesinnter" Arbeiter schaffen. Es ist Produktion über alles Maß gesteigert wird." kein Zufall, daß die ländlichen Unternehmer, auch die Die bösen Sozialdemokraten nennen das eben ,, anarchische großen, nirgends noch zu Wohlfahrtseinrichtungen" ge- Produktion" der bürgerlichen Gesellschaft! griffen haben; fie stehen eben noch keiner organisirten schildert der neue Bericht sodann die grauenhafte Wirkung Arbeiterbewegung mit eigener Rraft" gegenüber. Und die der Kinderarbeit auf die gesundheitliche Entwickelung der Errichtung einer Bentralstelle für Wohlfahrtseinrichtungen Betroffenen; er fand dieselben meist so zurückgeblieben und in Berlin nach den heftigen Arbeiterbewegungen der letzten verkommen, daß sie den Eindruck viel jüngerer Jahre ist auch kein bloßer Zufall. Wenn also die Wohl- Menschen machten. Seine nachdrückliche Forderung geht fahrtseinrichtungen einerseits durch Proben von der eigenen deshalb dahin: Ausdehnung des gesetzlichen Schuzes bezüg Kraft der Arbeiter erst hervorgerufen werden, so haben sie lich der Tag- und Nachtarbeit auf die jungen Leute bis zu meist andererseits den Zweck, diese Kraft wieder lahm zu 18 Jahren. Dieselbe Forderung wurde bei den letzten " " Feuilleton. Nachdruck verboten.) ( 60 Am Webstuhl der Zeit. Zeitgenössischer Roman in 3 Büchern " Rückhaltlos Politische Uebersicht. Berlin, den 10. März. über Lumpen und Proletarier hat getroffen, wen er treffen Lumpen und Proletarier. Unser gestriger Leitartikel sollte, und wird von den biederen Adressaten zwar nicht bankend, aber darum doch nicht weniger befriedigend für uns quittirt. sich verschiedene, die weniger weltkluge Leute( nicht in der Unter den Empfangsbescheinigern finden Gesellschaft, vermuthet hätten. Fällt uns da zum Exempel ein ultrarespektabel aussehendes Frauenzimmer an und keift und freischt: Die jüngsten Straßenunruhen haben die Leitung der sozialdemokratischen Partei in eine bedenkliche Lage versetzt. Man fühlte sich so behaglich als vorgeschrittenste Partei. Wie einst der dritte Stand das Bürgerthum, den Adel und die Geistlichdaß es sich um Gründung einer Zeitung auf unsere eigene Gefahr und Rechnung handelt. möchte die Herren bitten, hierüber ihre Meinungen zu äußern." Ablehnen! ablehnen!" riefen hier mehrere Stimmen zu" Für unser junges Geschäft erscheint es allerdings im gleicher Zeit. höchsten Grade gewagt, ich möchte eher sagen: verwegen, Auch der Geschäftsausschuß," bemerkte Hanke, hält es daß wir uns in solch ein kostspieliges Unternehmen mit dem moralischen Charakter einer Arbeiterassoziation einlassen; aber die Zeitung ist dringend nothwendig, für unvereinbar, zur Begünstigung der Verbreitung schlechter ist beinahe unentbehrlich, und eine Buchdrucker- Assoziation Schriften die Hand zu bieten. Wir werden unter der Herrschaft ist mehr als irgend sonst eine Genossenschaft in der Lage, der gegenwärtigen Zeitverhältnisse nicht ermöglichen, die Druck so eine nothwendige Unternehmung wagen zu können. Durch werte auszuwählen, welche von uns aus mit Stolz der Welt einen sehr großen Theil unserer Bourgeois- Zeitungen wird Es hat sich ferner ein Herausgeber von einer zugänglich gemacht werden können, wie wir uns überhaupt das Publikum jahraus, jahrein auf die mannigfaltigste Art Romanbibliothet bei uns gemeldet, der uns allerdings vor dem Fehler vieler Regierungen und Kliquen zu hüten belogen und betrogen, wird systematisch das Recht in Unganz bedeutende Bestellungen zu machen gedenkt. Aber haben, eine Bevormundung unserer Mitbürger versuchen zu recht umgedeutelt, wird das Herzblut der Nation ver init seinem Kapital ist es nicht weit her, und meinte wollen; aber bei schlechten Werken wollen wir wenigstens giftet. Durch unsere Bourgeois Zeitungen werden alle er, wir würden durch die Verlagswerke reichlich gedeckt nicht die Verantwortung auf uns nehmen, die den Verbreiter unsere verdienstvollen großen Männer, welche nicht in das werden für das, was er etwa nicht gleich zahlen könnte. schädlicher Schriften trifft. Ich glaube, wir befinden uns Horn der besitzenden Klassen rückhaltlos blasen, im milderen Die Sache schien mir damals annehmbar, doch hat Herr da in vollständigem Einverständniß mit allen unseren Falle gänzlich ignorirt, im Dunklen gelassen, während eine Dr. Lange nähere Kenntniß davon genommen und ge- Kollegen?" von A. Otto Walster. V ganze Anzahl von voltsfeindlichen Scheingrößen mit unver funden, daß die Werke, welche da zur Verbreitung in„ Gewiß! gewiß!" riefen die Genossen von allen Seiten. Dienten Lorbeeren so zu sagen überschüttet werden. Im weiteren Kreisen bestimmt sind, zum größten Theil der be rüchtigten Kolportage- Literatur augehören, mit welcher das Meinung vertreten möchte?" fragte Hante weiter. Und es ist wohl Niemand hier, der eine abweichende schlimmeren Falle verfolgt man unsere Vorkämpfer und Freunde in der niederträchtigsten Weise. Wie soll, wie merfahrene Publikum unter allen möglichen anlockenden fann diesem fluchwürdigen Systeme, das uns nebenbei Titeln veranlaßt werden soll, Schriften zu kaufen, über j " Nein, nein", scholl es zurück. moralisch aussaugt, wie unsere Fabrikanten uns materiell deren Werth und Wirkung auf das Volk unter uns wohl" So habe ich denn nur noch einen Vorschlag zu er- aussaugen, ein Ende gemacht werden? Weder durch Preßteine wähnen," fuhr Barth fort,„ der sowohl von unseren aus- freiheit, noch durch Breßbeschränkung, das ist klar. Die wie gesagt, wenn der Unternehmer uns nicht vollständig be- wärtigen Freunden, als von Einzelnen in unserer eigenen Demokratie, das Volt, der Arbeiter muß sich seine eigene zahlen tönnte, in die Lage kommen, für die Verbreitung Mitte ausgegangen ist. Wir alle fühlen, wie dringend noth- Bresse schaffen, ein wirkliches Voltsblatt muß als Gegenvon Schriften sorgen zu müssen, von deren Bewendig es ist, daß wir den vielen Waffen unserer mächtigen gift dienen, sonst kommen wir in Zustände, die nachgerade deutung für die Bildung des Volkes wir keine Gegner eine Waffe der mächtigsten Art in unserer Zeit für alle Welt Welt unerträglich werden. Ja, meine günstige Meinung haben. es find monatlich gegenüber schaffen, die einerseits die Wirkung der gegnerischen Herren, wenn Sie es recht bedenken, so ist die 30 Druckbogen, die zu ſehen und jedesmal in je 10 000 Stampfmittel beschränkt, uns selbst aber als Mittel dient, moderné Preſſe in den Händen der jetzt herrschenden Gremplaren zu drucken finn dieser Zeit gewiß ein au- unsere Jbeen weiter zu verbreiten und ein Heer von Vor- Klassen die neue Kette, mit der man uns in geistiger ſehnlicher Ersak für die uns entzogenen Arbeiten. Ich urtheilen zu zerstreuen. Sie werden bereits errathen haben, Sklaverei halten will, wie man es früher durch die Kirche auch Ausgebeutete? fragen sie. " Und nun ein Vorschlag zur Güte. Wie wär's, wenn eine deutsche Mobilgarde errichtet, und das Lumpen proletariat bewaffnet und militärisch gedrillt würde? Man schlüge zwei Fliegen mit einer Klappe: für das Lumpenproletariat wäre die soziale Frage gelöst und zum Dank dafür würde es sicherlich bei erster Gelegenheit die bösen Sozialdemokraten todtschießen. Der gedanken- bankrotte Staatssozialismus kann froh sein, daß wir diese Idee verrathen haben. Wir schenken sie ihm. . Dem Grafen von Caprivi zur gefälligen Notiz. Der Rath der Stadt Leipzig erließ unterm 8. März eine Bekanntmachung, in welcher es heißt: Aber auch keit überwand, so kämpft der vierte Stand, das Proletariat,| Metze zu entflammen, denn sie zeigt ihnen die Schätze der stand bewirke es, daß, während die großen Städte und gegen die Bourgeoisie" unter der Losung: Steh auf, daß fatten Sozialdemokratie". Industrie- Gegenden an Ueberbevölkerung leiden, es auf dem ich mich sehen kann." Aber noch ehe der vierte Stand Plah nehmen konnte, tommt so etwas wie ein fünfter, um ihm den Sälfte jetzt in" der Armee der Arbeitslosen hungert, an Arbeitern mangele. Vielfach könne heute schon nicht Oh, diese fatte Sozialdemokratie", deren größere Lande, ganz besonders aber im Osten unseres Vaterlandes Blah ftreitig zu machen. Dieser fünfte tritt sehr unmanierlich auf, er schlägt Schaufenster ein, plündert Läden und während der größere Theil der fleineren Hälfte das Getreide rechtzeitig eingebracht werden. Die dünne Be rügelt sich mit der" Polizei; die Schaaren, aus denen er im Punkte des materiellen Wohlergehens sich bei völkerung im Dsten verschulde es aber auch, daß die Land fich zufammensett, sind zweifellos viel weniger von dem einem Tausch mit den Günstlingen der Bossischen" wirthschaft im Osten Deutschlands in der Hauptsache auf Wunsche nach Arbeit beseelt, als von dem Verlangen, zu und Magdeburger Zeitung" entschieden verbessern den Export angewiesen sei. Die große Auswanderung der trafehlen und möglichst mühelos, wenn auch nach Bourgeois" würde. Denn das Lumpenproletariat besteht wohl Landbewohner schädige aber nicht blos die Landwirthschaft, Begriffen nicht sehr anständig, des Lebens Nothdurft sich an- aus Lumpen, trägt aber- außer in seinen untersten sondern das gesammte Vaterland. Daß die Armee ihren zueignen. Es ist das„ Lumpenproletariat", wie es jede Beit Schichten- keine Lumpen, sondern geht im Gegentheil sehr Hauptzuwachs aus den Landbewohnern erhalte, könne hervorbringt und wie es besonders in den großen Städten fein gekleidet, und die Lumpe des Lumpenproletariats man bei allen Ersatzgeschäften beobachten. immer den trüben Bodensatz gebildet hat. An sich sind diese Lumpen einer Staatsordnung, die sich auf die tüchtige und schauen vornehm herab auf die Lumpen der ehrlichen Arbeit. Kunst, Wissenschaft, Technik und Handel in den großen ehrenwerthe Mehrzahl der Staatsbürger stüht, nicht gefährlich. können auf die Dauer nicht in voller Genug. Wie die„ Vossische" und die„ Magdeburgerin", so Städten Wohl aber können sie einer Partei gefährlich werden, die sich keifen und freischen noch Duzende von Blättern. Man Blüthe bleiben, wenn den großen Städten nicht hin und mit stolzen Worten als eine Partei der Unterdrückten und kann sagen: die ganze deutsche Bourgeoispresse nimmt wieder frisches Blut aus den Landbewohnern zugeführt Ausgebeuteten bezeichnet. Und in der That haben die Vor- instinktmäßig Partei für das Lumpenproletariat. Und das werde. Das großstädtische Leben bringe eine derartige Entgänge der letzten Wochen einen Zwiespalt innerhalb der ist sehr natürlich, denn die Bourgeoisie weiß, daß das nervung und Verflachung mit sich, daß eine gewisse Bes Sozialdemokratischen Partei hervorgerufen, der, wenn augenblicklich auch nicht von großer praktischer, doch von großer Lumpenproletariat ihr ureigenstes Kind und nicht weit vom lebung durch die Bewohner des platten Landes von Zeit zu grundsäglicher Bedeutung ist. Die, wenn nicht hoffähige, doch par- Stamm gefallen ist; sie weiß, daß es all ihre Lafter und Ge- Beit geboten erscheine. Es sei deshalb dringend erforder lamentsfähige, offizielle Führung der Partei schüttelt die, Lumpen" brechen ererbt hat, und vielleicht noch ihre letzte Stütze wer- lich, den jährlich größer werdenden Auswanderungsstrom einmit leidenschaftlichen Neußerungen des Unwillens und des Ab- den kann gegen den anderen Zwillingsbruder, der sein zudämmen. Dies könne aber am besten durch eine systematische scheus von ihren Rockschößen ab. Lumpen, zuhälter, Penn- Menschenrecht fordert- gegen das ehrliche revolutionäre innere Kolonisation geschehen. Es müsse der Versuch ge brüder, Spitzbuben, Ginbrecher, Diebe und Louis find einige Proletariat. macht werden, die ländliche Arbeiterbevölkerung seßhaft der Bezeichnungen, mit denen sie vom offiziellen Vorwärts" überschüttet werden. Man schafft künstlich einen" Unterschied zu machen, dies wäre das geeignetste Mittel, den sozialen zwischen Lumpenproletariat und Arbeiterproletariat und taschen Gefahren zu begegnen und der Landwirtschaft ganz be Spielert so lange, bis man herausbekommt, daß eigentlich das sonders im Osten Deutschlands wieder aufzuhelfen. Eine Lumpenproletariat eine Schußtruppe der Bourgeoisie gegen das derartige Seßhaftmachung würde aber auch dem GesammtArbeiterproletariat ift. Damit ist aber eine starte Strömung vaterlande zu Gute kommen. Er ersuche folgender Re innerhalb der Partei nicht einverstanden. Sie erkennt einen solution zuzustimmen:„ Der Deutsche Landwirthschaftsrath solchen Unterschied nicht an. Sind die Lumpenproletarier nicht erklärt: Eine zielbewußte Bevölkerungspolitik ist für große Sind es nicht gleichfalls Landestheile zumal des Ostens dringend geboten. nothwendige Erzeugnisse der heutigen Gesellschaftsordnung? Es empfiehlt sich die Seßhaftmachung der breiten Schichten Wenn sie hungern und frieren, was nüßt ihnen denn die Ver: der Bevölkerung durch energische Forderung der inneren tröftung auf eine zukünftige Gesellschaftsordnung, in der sie Kolonisation. Anzustreben ist besonders die Bildung von fatt werden sollen? Sie dürften diese Neuordnung der Dinge selbständigen Landgemeinden mit gemischter Landvertheilung." schwerlich erleben. Diese hungernden Menschen, die sich kraft ihrer Menschenrechte gewaltsam das Brod aus den Bäckerläden holen, sind Herr Professor Sering weist dem großgewerblichen Unterunsere Brüder, sie kämpfen denselben Kampf, den wir kämpfen, Um der augenblicklichen Nothlage der zur Zeit in hiesiger nehmerthum in seiner berufenen Schrift über die Arbeiterund es ist Feigheit und Verrath, sie mit Schimpfworten wegStadt wohnhaften verdienstlosen Arbeiter abzuhelfen, haben ausschüsse die Rolle patriarchalischer Feudalherren zu, welche aujagen. Zweifellos ist die größere Folgerichtigkeit bei der wir die alsbaldige Jnangriffnahme verschiedener öffentlicher mit ihren getreuen Unterthanen die Ausschuß- Komödie auflegteren Beweisführung. Zweifellos denken auch viel mehr Arbeiten, soweit solche unter den jetzigen Witterungs- Verhältaber desto weniger Bielbewußte" Sozialdemokraten so, als der„ Borwärts" ein- nissen möglich sind, beschlossen, auch am heutigen Nachmittage führen, die zwar nichts kostet, eine unmittelbare Vertheilung von Brot an besonders Bedürfnüßt. gestehen will. Wenn troydem die Parteileitung auch über diese Er bleibt dem Ziel, das er sich gesteckt hat, treu, wenn er tige vorgenommen. Wir betonen aber, daß eine Wiederholung nur Widerhaarigen Herr bleiben wird, so geschieht es aus äußermit gefühlvollem Eifer die lichen Gründen. Auch der verbohrteste Fanatiker muß einsehen, der letzteren Maßregel unthunlich ist und daß alle diejenigen, Seßhhaftmachung des Landvolks empfiehlt. Wenn die Fluth daß die Zeit für Krawalle und Gewaltthaten augenblicklich welche auch morgen und an den folgenden Tagen Arbeits- Ber- der Auswanderung höher und höher steigt und das Paras verteufelt schlecht gewählt ist. Man wird sich deshalb bedienst nicht finden können und feinen Unterhalt haben, sich an dies des Junkerthums, das Gebiet östlich der Elbe, fiellt ruhigen und vorläufig das Lumpenproletariat laufen lassen. den Vorsteher des betreffenden Armendistrikts zu wenden haben, den größten Prozentsatz Deutschlandmüder so hätte der Aber diese Vorgänge, wenn sie auch keine unmittelbaren Folgen welcher das Erforderliche sofort vorkehren wird. Die in Nationalökonom Sering den Agrariern des Landwirthschafts haben mögen, sind doch lehrreich genug. Sie zeigen, daß es solchem Falle gewährte Unterstüßung gilt, soweit sie nicht an in der Politik eine äußerste Grenze nicht giebt. Ueber die vom Armenamte Unterstützte gewährt wird, nicht als Armen- raths die Ursachen dieses Vorgangs in aller Kürze und mit Starten fommt ein Stärkerer und über die Extremten ein noch Unterstützung." finnenfälliger Klarheit erläutern können. Der Kampf des Extremerer. Auch wenn der vierte Stand fiegen sollte, wäre Kleinbauern gegen den Großgrundbesig, die Auspowerung die Menschheit weit entfernt von dem ewigen Frieden, der ihr der Landarbeiter durch die Gutsherren, die erbärmliche von den Propheten der kommenden Zeit verheißen wird. Lohn der Faulheit. Daß der Fleiß belohnt wird, soziale Lage der ländlichen Bevölkerung sind die treibenden Ei, ei! Diese Zärtlichkeit für die„ Lumpen, Buhälter, fommt zwar im Leben nicht oft vor, ist aber in der Ord- Kräfte in jenem Auswanderungsprozeß. Abcr Herr Sering Pennbrüder" u. s. w. Welch' sonderbarer Geschmack! Und nung. Daß Faulheit belohnt wird, kommt desto häufiger empfiehlt dafür die Kolonisation, d. h. die Fesselung der wo ist die„ Ehrbarkeit"? Tantchen, Tantchen, mir graut vor, ist aber nicht in der Ordnung, namentlich wenn der Landarbeiter, die an der Scholle haftend in ein neues vor Dir! Denn es ist keine Geringere, als die Ehrbarste will. Dem Deutschen Reichstag ist dieses glückliche Miß- leichte Beute der junkerlichen Gewinnsucht, beständig frische Belohnte für das Muster aller Weisheit und Tugend gelten System der Hörigkeit hineingezwängt werden sollen, eine der Ehrbaren, die Blume der„ Ehrbarkeit"," Tante Voß", welche sich da liebesbrünstig dem Lumpenproletariat an den geschick soeben passirt er hat seine drei Tage Ferien be- Zufuhr zur Armee liefernd, den Ueberschuß an die Städte Kopf wirft. Der Himmel der Baare und Bleichröder segne Schulkindern mitunter geschieht, sondern weil die Mitglieder konkurrirt, mit einem Worte statt einer sozialen Reform fommen, nicht als Belohnung des Fleißes, wie das den abgebend, wo das Landvolk die städtischen Arbeiter niederden würdigen Bund! Uebrigens hat Tantchen nicht blos einen recht schlechten ist und ob nächsten Montag die Bänke des„ Areopags" Sie reagirten dankbar darauf durch die Annahme seiner Geschmack, sie ist auch recht unwissend. Was wir in unserem hübsch voll find? Wir zweifeln. Das aber wissen wir, Resolution. Artikel von der Rolle gesagt haben, die das in der Garde wenn die Reichstags- Majorität in der Verfechtung der mobile( Mobilgarde) militärisch dressirte Lumpenproletariat Boltsrechte halb so ausdauernd und konsequent wäre, wie Bentrumspartei hat im badischen Landtag einen Antrag auf Die Kulturkämpferei im Niedergang. Die badische in der Junischlacht von 1848 spielte, find ihr offenbar im Schwänzen, dann wäre Deutschland das freieste Land Abänderung des Gesetzes von 1860, nach welchem religiöse böhmische Dörfer. Wir rathen der braven Kollegin daher, der Erde. zu lesen, was Mary und Andere über die Junischlacht geDrden nicht ohne Genehmigung der Regierung eingeführt schrieben haben. Das Lernen ist zwar für Hans sprich- Junere Kolonisation. In der Plenarversammlung und einzelne Anstalten der eingeführten Orden nicht ohne des Deutschen Landwirthschaftsraths hat am 9. März Herr Genehmigung errichtet werden dürfen, eingebracht. Und nun Tantchen, kannst Du gehen mit Deinem Dr. Sering, Professor der Nationalökonomie an der Stelle der Genehmigung soll die Anzeigepflicht treten. fünften Stand" aus der vierten Dimension. Berliner Landwirthschaftlichen Hochschule, einen Vortrag Ferner wird die Aufhebung des Gesetzes von 1872 gefordert, Nach der tugendhaft thuenden scheinheiligen Kokette die über die Beförderung der inneren Kolonisation gehalten. wonach die Abhaltung von Missionen und die Aushilfe in dickgeschminkte, frechblickende Dirne nach der„ Bossischen" Bon 1885 bis 1890 haben nach ihm 840 000 Landbewohner der Seelsorge durch Mitglieder nicht eingeführter Drden ver bie Magdeburgische Zeitung". Sie wälzt sich schamlos ihre Heimath verlassen. Davon entfallen 80 000 auf Mittel- boten ist. Es ist die höchste Zeit, daß das klägliche Rüst herum in den Armen der Lumpen, Zuhälter u. s. w." und deutschland, 150 000 auf Süddeutschland und 600 000 ent- zeug einer die geistige Bewegung mit Gewalt bekämpfenden sucht diefelben gegen die Sozialdemokratie, gegen das fielen auf den Osten Deutschlands; letztere Zahl bedeute Politik in's alte Eisen kommit. wörtlich nichts Leichtes. Ist das nun Nothstand oder nicht? An revolutionäre Proletariat zu heben, ebenso wie weiland die 75 pet, der Gesammtbevölkerung. Von diesen 840 000 Per- Bom Tabakzoll. In dem von uns bereits erwähnten liederlichen Dirnen von Paris die Mobilgarden mit Küssen sonen seien 500 000 nach Berlin, Hamburg und den ver- Tabakzoll- Telegramm pfälzischer Bürgermeister an den und Absynth gegen die Juni- Insurgenten hezten. Und schiedenen Industriegegenden gegangen, der übrige Theil sei Minister Miquel enthüllen die Wackeren mit biberber Offen sogar die absucht des Gesindels sucht die Magdeburgische jedoch nach Amerika u. s. w. ausgewandert. Dieser Um- heit ihr edles Gemüth. Es heißt dort: versuchte. Die besigenden Klassen sind selbst zum großen" Nun dann", rief Lange, laffen Sie uns auch keinen schäftsmann und welcher Gelehrte ist durch den Zufall oder Theile irreligiös geworden, fie trauen deshalb auch der Augenblick länger zögern, das Nothwendige zu thun. Die bas Glück so begünstigt, um 2000 Thaler hinlegen zu Kirche teine besondere Kraft mehr zu in Bezug auf ihre Berechnungen des Herrn Barth lasse ich mit aller Achtung können und blos darum, weil ängstliche Gemüther befürchten, Fähigkeit, die Geister zu feffeln; ihre neue Religion ist der für den daran gewendeten Eifer bei Seite und erkläre er möchte ein Verbrechen begehen, an das er vielleicht nicht Liberalismus, und ihre Propheten sind die feilen und grund- Ihnen, daß die Kosten des Blattes, sobald Sie die Arbeit im Traume denkt. Sei nun dem, wie ihm wolle, wir müssen sahlosen Journalisten. Eine bringende Nothwendigkeit für der Druckerei und die geistige Arbeit wegrechnen, beinahe diese 2000 Thaler schaffen und dürfen sie nicht in GeschäftsAbhilfe ist also vorhanden, es handelt sich nur darum, ob gleich Null sind; denn das Papier bezahlen auf jeden Fall Antheilscheinen ausgeben." wir die Mittel zu diesem Unternehmen aufbringen können die Abonnenten, und so lange wir wenig Abonnenten haben, " Ich werde Jemanden zu bestimmen suchen, für uns und wollen. Und da bieten sich denn verschiedene brauchen wir auch wenig Papier. Die Hauptkosten, die diese 2000 Thaler zu stellen," erklärte Lange. Wege; wir können das Volksblatt als Wochenblatt er durch unsere aufgewendete Arbeit entstehen, fönnen wir aber„ Nun dann in Gottes Namen weiter," rief Hanke,„ ein scheinen lassen, als welches es allerdings die geringsten jedenfalls für etwas Nothwendiges opfern oder wenigstens Stein nach dem andern wird herbeigerollt, um den Tempel Roften verursachen würde; wir können es die Woche einige kreditiren, bis das Blatt soweit einträglich geworden, um der Menschlichkeit aufzubauen." mußte Male oder alle Tage herausgegeben; das Erstere empfiehlt einen Gewinn abzuwerfen. Wenn Jeder von Ihnen sich Oder sagen wir vielmehr, ein Felsstück nach dem sich wegen der geringeren Opfer, die es bedingt, das Letztere entschließt, vorläufig uur drei Viertelstunden länger zu andern," meinte Lange, welche, aufeinandergewälzt, den dadurch, daß es den meisten Bedürfnissen entspricht und arbeiten als bisher, so find wir über dem Berge und haben Titanen den festen Standpunkt schaffen sollen, auf dem sie allein unseren beabsichtigten Zweck vollständig erreichbar dabei neben dem Bewußtsein, eine gute That für die Mensch- hinauf nach dem Olymp stürmen, um die alten fettgemäſteten macht. Ein zwei- oder dreimaliges Herausgeben in der heit zu vollbringen, auch noch die Hoffnung auf ein ge- Götter und Götzen aus ihrer behaglichen Selbstgenügsamkeit Woche würde zwischen Wochen- und Tageblatt, ihren Vor- winnbringendes Geschäft, sowie das stolze Gefühl: durch zu schrecken, unter deren Wucht Wucht die Menschheit theilen und Nachtheilen vermitteln. Ich werde die Pläne Bereinigung unserer Arbeitskraft etwas ermöglicht zu haben, töhnt und erstickt. Zeus, der Donnerer, und Kostenanschläge für sämmtliche brei Arten unter was das Kapital häufig mit den größten Geldopfern nicht sterben, die speerschwingende Diana hat die Schwindsucht, den Mitgliedern herumgehen lassen und denke, es ermöglichen kann." Mars dient als General- Lieutenant dem gänzlich poesies wird gut sein, daß Jeder die Sache reiflich überlegt. Vor Lebhafter Beifall gab sich bei diesen letzten Worten Lange's los gewordenen Merkur; Apollo hat nur noch die Wahl, Beginn des nächsten Quartals werden wir wohl nicht kund, und der Vorsitzende benutzte die eintretende Pause, als befoldeter Hofpoet und Hofmusikant zu leben, oder mit an die Herausgabe denken können, und bis dahin ist also um zu fragen: Beit zur Ueberlegung in hinreichender Fülle gegeben." der Drehorgel herumzugehen und Gelegenheitsgedichte, pro " Ist es der Wille der Genossenschaft, daß so schnell wie Bers einen Groschen, zu machen; Minerva geht in Lumpen Barth hatte taum geendet, als sich der Schriftsteller möglich zur Gründung des Boltsblattes" geschritten werdes? und führt statt der Lanze den Kinderwagen; Gott Mammon ungeduldig zum Worte meldete und meinte: Wer dagegen ist, möge die Hand erheben." " Ich bin entschieden gegen alle und jedwede Verzögerung allein noch herrscht in verjüngter Pracht und Macht. Aber er „ Niemand! Niemand!" tönte es zurück. dieser Angelegenheit für den Fall, daß die Versammlung führt nicht die letzten Tage der Weltgeschichte, er wird dem So wäre denn," fuhr Hanke fort, nur noch eine von Sturm der Titanen auf die Dauer nicht zu wider überhaupt die dringende Nothwendigkeit eines solchen ächten den Schwierigkeiten zu beseitigen, die auch hier dem Un- stehen vermögen; wie ein und wahrhaftigen Volksblattes anerkennt; ich möchte bes- bemittelten in den Weg gelegt sind und es ihm so schwer er eines Tages zusammenprasseln, und die Welt wird thönerner Roloß muß halb den Herrn Vorsigenden bitten, an die Versammlung machen, von der preiswürdigen Gabe der Preßfreiheit seiner erstaunen, wenn sie den werthlosen verächtlichen Staub ex eine hierauf bezügliche Frage zu stellen." seits Gebrauch zu machen. Es wird nämlich noch im reaktionären blickt, den sie so lange angebetet, dem sie so unendlich vieles Sie haben den Wunsch des Herrn Dr. Lange gehört," Staate bei Jedermann, der ein öffentliches Breßorgan geopfert. Muth, meine Herren; auch dieser Tag hat uns bemerkte Hanke,„ und ich frage Sie, halten Sie die Be- herauszugeben sich entschlossen zeigt, angenommen, daß er trog aller dräuenden Gewitterwollen, wieder ein schönes gründung eines Volksblattes für eine dringende Noth böse Zwecke verfolgen könne, und wird ihm deswegen von Stück weiter gebracht." wendigkeit? Wer dies thut, möge zum Zeichen die Hand Staatswegen die Stellung einer Kaution auferlegt, die im erheben. Es ist keine abweichende Meinung bemerkbar gegenwärtigen Falle 2000 Thaler betragen würde. Es ist geworden, die Nothwendigkeit ist einstimmig anerkannt." wahr, diese 2000 Thaler werden verzinst, aber welcher Ge( Fortsetzung folgt.) 0 ,, Sie bitten ehrerbietigst um gnädigste Befürwortung einer I ,, Um Herr im eigenen Hause zu bleiben", wie es| Wochen lang, bis der Minister die Sache recht genau und wesentlichen Erhöhung des Eingangszolles, welche den wohl in dem betreffenden Berichte heißt, hat ein von der Ham- gründlich untersucht hat, Hunger zu leiden und zu darben. habenden Raucher feiner Waare nicht schädigt, burger Bürgerschaft eingesetzter Ausschuß ein neues Vereins- n dieser Provinz ist überhaupt noch recht Vieles faul. dagegen aber den bescheidenen Besitz von vielen Tausend und Versammlungsgesetz ausgearbeitet, welches an Stelle der Die reichen Grundbefizer leben im Haag oder auch in Paris, deutschen Bauernfamilien noch erhalten kann." Wenn die Leute, welche" Importirte" rauchen, wenn 30. Juni 1851 treten soll. Um Mißverständnissen zu be- den hohen Steuern, die dann von den weniger Bemittelten bisher giltigen Verordnung über das Vereinswesen vom verzehren daselbst ruhig ihre Pachtzinsen, entgehen dadurch die Konsumenten der Havanna- Zigarren nicht geschädigt werden, so mag immerhin der großen Masse der Raucher, gegnen, bemerken wir, daß das derzeitige Hamburgische Ver- getragen werden müssen und sind durch keine Vorstellungen den kleinen Leuten eine neue Laft aufgehalft werden. Die einsrecht nichts weniger als freisinnig ist, dasselbe entspricht dazu zu bewegen, Meliorationen an ihrem Grundbesitz vorvorgeschlagene Zollerhöhung, welche eine Hinaufschraubung ganz bem Geist der Zeit, aus welcher es datirt, und ab- nehmen zu lassen, wodurch hunderte von jetzt zur Under Belastung auf 260 pct. bedeutet, bezieht sich nur auf gesehen von der Bestimmung, daß politische Vereine nicht mit thätigkeit verurtheilten Händen beschäftigt werden könnten. der Belastung auf 260 pCt. bedeutet, bezieht sich nur auf einander in Verbindung treten dürfen und der Einreichung Es ist hier, als ob man die Nermeren gewaltsam in das die Rohtabake und nicht auf fertige Zigarren. Es ist aber allgemein bekannt, daß gerade die feinen Zigarrenforten es von Mitgliederverzeichnissen sind in der betr. Verordnung so Lager der Sozialdemokratie treiben wollte, denn nicht einfind, welche fertig importirt werden, daß dagegen die Roh- ziemlich alle Beschränkungen des Vereinswesens enthalten, mal der Posten von 100 Gulden, den die Stadt Sneek in tabake, welche aus dem Auslande bezogen werden, zur An- welche das preußische, bayerische und sächsische Vereins- ihr Budget eingestellt hatte, um ärmeren Schulkindern wähfertigung von billigeren Zigarren dienen. Es ist weiter be- gesetzwesen- zieren. Wenn trotzdem von Schererejen rend des Winters warmes Essen zu verabreichen, fand Gnade kannt, daß die inländischen Tabake vielfach erst durch Ver- gegenüber den Arbeiterverbindungen aus Hamburg weniger vor den Augen der Provinzialregierung. Und dennoch hat arbeitung mit auswärtigen Tabaken geschmackvoller werden. zu berichten war, so liegt das an der loyaleren Hand- die Friesische Volkspartei" sich bis jetzt entschieden geEine Zollerhöhung auf ausländische Rohtabake würde also habung der betreffenden Bestimmungen Seitens der Be- weigert, mit der Sozialdemokratie gemeinschaftliche Sache gleichzeitig den Konsum der billigeren Sorten verthenern hörde. Was nun den neuen Entwurf betrifft, so bringt zu machen. Ob aber diese Weigerung angesichts der hier und verschlechtern. Dem Arbeiter, dem Kleinbürger würde derselbe keine Verschlechterung des derzeitigen Rechtsgeschilderten Thatsachen noch länger Stand halten wird, der Genuß seiner 5 Pfennig- Zigarre in doppelter Beziehung ebenso wenig bessert er etwas. Ganz und gar frei ist der eines weiteren Beweises bedürfte, daß das allgemeine Stimm - das wäre auch nicht gut möglich aber dürfte ernsthaftem Zweifel unterliegen. Wenn es noch verleidet, und da der Mensch denn doch erfahrungsgemäß Entwurf von dem Bestreben, mit dem alten reaktionären recht denn doch etwas mehr als eine politische Phrase iſt, zur Anregung bei der Arbeit eines Genußmittels bedarf, so Geist au brechen. Charakteristisch dafür sind die§§ 1 und 2 so dürfte er hier in der unwiderlegbarsten Weise geliefert würde wohl an Stelle der theuerer und schlechter gewordenen des Gwurfs, welche folgenden Wortlaut haben: Tabake vielfach der hygienisch und damit auch sozialpolitisch weit verwerflichere Alkoholgenuß treten. Dies ist die Perspektive, welche die vorgeschlagene Zollerhöhung eröffnet.§ 1. Vereine und Versammlungen, deren Zwecke oder deren Thätigkeit mit den Gefeßen des Staates im Widerspruch stehen oder den öffentlichen Frieden oder die öffentliche Sicher heit gefährden, sind verboten. Würde der sein; denn so viel steht fest, daß die Provinzialverwaltung in Friesland eine ganz andere sein würde, wenn die breiten Volksklassen, über deren Wehe und Wohl von einigen wenigen reichen und vornehmen Herren entschieden wird, auf die Zusammensetzung derselben einigen Einfluß hätten. Wir haben diesen Ausführungen nichts hinzuzufügen. " Vom Dombau. Die Mehrheit für den Dombau ist gesichert, da die Ultramontanen im Bunde mit Konservativen 2. Bei dringender Gefahr für den öffentlichen Frieden und Polen jedenfalls dafür stimmen werden. Es ist ein oder die öffentliche Sicherheit ist die Polizeibehörde Fechtigt, anziehendes Schauspiel, daß die Vorkämpfer des Zentrums jede öffentliche oder nicht öffentliche Versammlung zu unter- Laurent Verrycken. Der Brüsseler Peuple" sagen." für den protestantischen Kirchenbau stimmen. Alle zeigt den Tod eines der Veteranen der belgischen ArbeiterScheu vor dieser Kezzerei schwindet, nachdem die katholische sammlungen verboten, welche mit Nach dem jezigen Gesetze sind alle Vereine und Ver- bewegung an, L. Verrycken's, der seit Anfang der und Partei eine gouvernementale geworden ist und den Ton an- fchaftlichen Ordnung im Widerspruch stehen." vorragend thätig war. In der Internationalen Arbeiter gesell sechziger Jahre, mit de Paepe, Brismée u. A. her giebt, nach welchem mufizirt wird. Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses so läßt sich bei etwas Jnterpretationskunst jeder sozial- tam jedoch bald von seinem Irrthum zurück und ist einer dieser Bestimmung Gebrauch gemacht, Assoziation neigte er eine Zeit lang zu den Bakounisten, hat denn auch mit allen gegen 5 Stimmen die Bewilligung der bemokratische Verein und jede ditto Versammlung verbieten. der Gründer der sozialistischen Arbeiterpartei Belgiens, die, verlangten 10 Millionen als Zuschuß des Staates, d. h. der Unterm Sozialistengesetz hat auch der Hamburger Polizei- nachdem die belgischen Arbeiter sich von den anarchistischen Steuerzahler, beschlossen. Die Fraktion Drehscheibe ist be herr alle Volksversammlungen verboten. Die Bestimmung, Hirngespinnsten freigemacht haben, sich so gesund und kräftig reits, wie wir vorausgefagt, umgefallen. Der Herr Archiv- daß in Zukunft nur mehr Vereine 2c. verboten werden können, entwickelt und in dem jezigen Kampf um das allgemeine rath Dr. Sattler stimmte für die Forderung und erklärte welche den öffentlichen Frieden oder die öffentliche Sicher Wahlrecht ihre Tüchtigkeit zeigt. zugleich Namens der großen Mehrheit seiner Parteigenossen heit gefährden", soll ein Fortschritt sein. Welchen Werth schon jetzt die Zustimmung, während zwei andere national- derselbe unter den Händen einer Polizeiverwaltung hätte, Tode des bulgarischen Agenten Vulfowitsch Betheiligten, der Zum bulgarischen Agenteumord. Einer der ant liberale Mitglieder der Kommission vorläufig" dagegen welche etwa im Geiste Buttkamer's ihres Amtes waltet, potirten, aber mit der Begründung, daß sie zunächst eine brauchen wir unseren Lesern nicht erst zu sagen. Im Großen Agent der russischen Post in Konstantinopel, Schischmanoff, befriedigendere Feststellung des Rechtsverhältnisses der Krone und Ganzen dürfte auch unter dem neuen Gefeß, voraus- ist von den türkischen Behörden verhaftet und auf Reklazu dem Bau" wünschten. Die Deutschfreisinnigen waren gesetzt, daß dasselbe in Kraft tritt, alles beim Alten bleiben. mation des russischen Generalkonsuls diesem ausgeliefert gegen die Bewilligung. Das Bürgerthum ist ein Rohr im Charakteristisch für unsere politische Entwickelung ist nur, worden. Der von der zarischen Regierung gedungene Winde, das sich demüthig beugt, wenn ein schärferes Lüft- daß eine von deutschfreifinniger Seite angeregte Neuordnung Strolch wird also in Sicherheit gebracht von der zarischen chen von oben weht. Man sieht, was es mit der Schein des Vereins- und Versammlungsrechtes in einem Staats- Regierung. opposition des Liberalismus auf sich hat. Wind, Wind, Wind... wesen, das unbestritten zu den fortgeschrittensten in Deutschland gehört, mit dem Ergebniß endet, daß die bezüglichen Herr Post an der Arbeit. Die„ Zentralstelle für Bestimmungen aus der Reaktionszeit nach 1848/49 nicht ver Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen" will im April eine Kon- schlechtert werden. Wenn etwas beweist, wie unser Liberalisferenz von Mitgliedern und Sachverständigen abhalten, in mus auf den Hund gekommen ist, so ist es diese Thatwelcher die Arbeiterwohnungs- und Arbeitererholungsfache. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 29. Sigung vom 10. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, Graf 3eblis und Kom miffarien. beim Normaletat und den dazu gestellten Anträgen. Die Berathung des Kultusetats wird fortgesetzt und zwar Derselbe wird gegen die Stimmen der Konservativen und Budgetfommission verwiesen. Lehrer und Beamten der höheren Lehranstalten sind 821 487. M. Lehrer und Beamten der höheren Lehranstalten sind 821 487 M. eingesetzt und zwar 297 487 m. mehr als im laufenden Etat. Zur Einführung der Versorgung der Hinterbliebenen ber Der Titel wird bewilligt. Darauf wird um 4 Uhr die weitere Berathung auf Sonnabend 11 Uhr vertagt. Frage" besprochen und eine Ausstellung von Plänen, Skizzen, ,, Nur eines Winks" gewärtig. Jm„ Deutschen Modellen veranstaltet werden soll. Will Herr Post und Wochenblatt" entrüstet sich ein Anonymus, der martialisch seine Gefolgschaft Erholung der Arbeiter durchführen, so seinen Aufsatz mit zwei gefreuzten Degen unterzeichnet, über kämpfe er für den Achtstundentag! Was er jetzt thut, die Dienstentlassung des Grafen Limburg Stir um. Freikonservativen mit allen eingegangenen Anträgen an die ist im besten Falle eine leere Flause. Das Vorgehen gegen ihn, heißt es darin, wird um so Die Lorbeeren, welche die gewohnheitsmäßigen Verräthselhafter, als es ebenso bekannt ist, daß es für den Grafen leumber der Sozialdemokratie aus Anlaß der letzten Krawalle Limburg- Stirum, welcher trotz seines Abschiedsgesuches nur hier in Berlin eingeheimft haben, indem sie die Schuld an zur Disposition gestellt war, lediglich eines Winkes bedurft diesen Vorgängen unserer Partei beimaßen, haben den hätte, um ihn zu veranlassen, seinen Entlassungsantrag zu Bamberger Domvikar wiederholen." Wir bezweifeln gar nicht, daß auf einen und Reichstags Abgeordneten, Johannes Wenzel veranlaßt, zur Sache auch sein Urtheil Wink, zart oder mit dem Baumpfahl, der Herr Graf geabzugeben. Herr Wenzel zählte 3. 3. des Kulturkampfes gangen wäre, weil er hätte gehen müssen. Er hat es aber zu den sogenannten Hezkaplänen, er ist Vorstandsmitglied vorgezogen, zehn Jahre Gesandter zur Disposition zu bleiben und Begründer der katholischen Gesellenvereine, aus denen und als inaktiver Beamter einen beträchtlichen Gehalt aus bekanntlich der Bismarc Attentäter Kullmann hervor dem öffentlichen Säckel auf Kosten der Steuerzahler sich gegangen ist. Jufolge dessen wurden eine Zeit lang diese zahlen zu lassen. zahlen zu lassen. Und Graf Limburg- Stirum ist ein sehr Vereine als Buchtstätten für politische Attentäter verleumbet reicher Großgrundbesitzer, der es doch wahrlich nicht nöthig drückt. In jener Zeit, als Bismard den Ultramontanen den ohne einen Finger dafür zu rühren. Wo blieb hier das und in Preußen vorübergehend fast alle polizeilich unter- bat, dem gemeinen Wesen sich in die Fütterung zu geben, Kullmann an die Rockschöße hängte, da wußte Herr Wenzel nicht Feingefühl? " " Parteinachrichten. Aus der sozialdemokratischen Preffe. Leipziger ,, Wähler":" Wenn unsere Gegner mit Gewalt maßregeln gegen die Sozialdemokratie drohen, baß es manche Leute gern sähen, wenn die Flinte fchießen und ist mit untrüglicher Sicherheit anzunehmen, daß unsere Partei auf Siegeswegen dahinschreitet. Wir wissen nur zu gut, der Säbel hauen" würde, aber die sozialdemokratisch geschulte Worte der Entrüftung genug zu finden über solche politische Unanständigkeit", und mancher giftgeschwollene Artikel Arbeitslosen" hat sich an den Ministerpräsidenten Grafen tönnte. Freilich ist man nicht sicher, daß käufliche Verworfene Wiener Wohlthäterei. Das Hilfskomitee für die Arbeiterschaft wird es zu verhindern suchen, daß ein kleiner staats- und gesellschaftsfeindlicher Anstoß" dazu Anlaß geben gegen die firchenschänderischen Kulturkämpfer" und ihren Taaffe mit der Bitte um Zurücknahme des Verbots der auf Anftiften verbohrter Sozialistenfeinde irgend eine verurtheilens Heros Bismarck entfloß damals der Feder des schneidigen Brotvertheilung gewendet. Das Komitee wurde an den werthe That begehen, aber die Sozialdemokratie würde auch in Bamberger Pfarrverwesers. Im Herzen ist Herr Wenzel Statthalter verwiesen welcher die Verdienste" des diesem Falle den Erweis bringen tönnen, daß sie mit derselben heute noch Kulturkämpfer und der Haß gegen den Libe- Komitees anerkannte, das Verbot jedoch unter Hinweis auf nichts zu thun hat. Und so droht jet luftig weiter, unsere Bahn ralismus lodert noch ungeschwächt in seiner Brust, aber das, verschiedene Umstände für gerechtfertigt erklärte. Selbst die versperrt man mit Drohungen ebenso wenig wie mit wirklichen was er seiner Beit, als es gegen seine Partei geübt wurde, Sumanitätskomödie erscheint dem Grafen Taaffe über- Ausnahmemaßregeln." mit Berachtung bekämpfte, das übt er jetzt selbst. Herr flüssig. Er hat ja Säbel und Flinte, um die Hungrigen- tale Opposition gegen das Schulgeset erinnert Märkische Volksstimme"( Frankfurt a. D.):„ Die libe= Wenzel ist unter die politischen Klatschweiber, um nicht zu ftill zu machen.sagen Denunzianten gegangen. Wie wir aus der Gerlebhaft au jenen Pantoffelhelden, der sich vor seiner Megäre unter mania" ersehen, hat der Bamberger Domvitar in einer Niederländisches Idyll. In der Sitzung der zweitentiel himmlische Rofen in's irdische Leben zu flechten. Auf ihren den Tisch flüchtete, als sie im Begriffe war, ihm mit dem Besenhiesigen Katholikenversammlung sich über die Straßen- Kammer vom 2. März wurde, wie aus einem Brief des Befehl, hervorzukommen, schrie der Tapfere unter dem Tisch herunruhen ausgesprochen und dabei nur wiederholt, was die Amsterdamer Berichterstatters der Vossischen Bei vor:" Ich will nicht, ich bleib' hier; Du sollst sehen, daß ich Freifinnige Zeitung" und das„ Kleine Journal" zuerst zu tung" hervorgeht, die Mißwirthschaft der holländischen Herr im Haus bin." erzählen wußten, nämlich daß die Bebel und Liebknecht die Bourgeoisie durch ein klassisches Beispiel erläutert.„ Es intellektuellen Urheber von solchen Auflehnungen gegen die handelte sich", heißt es in der" Voss. 3tg.", um den Noth- Einen neuen Beleg für die Richtigkeit der sozial bestehende Ordnung find". stand in der Provinz Friesland, besonders in der demokratischen Kritik der GesellschaftsauDas ist ungefähr dieselbe Redewendung, mit der die Umgegend von Beets, wo das Elend zu so gräßlicher Höhe tande lieferte das Konsistorium der Provinz Sachsen. Das Kulturtämpfer feiner Zeit die Partei des Herrn Wenzel gestiegen ist, daß, wie ein Blatt sich ausdrückte, nicht nur betr. verschiedener Fragen über Umfang, Ursache und Bekämpfung felbe hatte im vorigen Jahre seinen Kreissynoden eine Vorlage und die katholischen Gesellenvereine für den Narrenstreich gebettelt, sondern geradezu geraubt wird und daß der sozialdemokratischen Bewegung zugestellt. In dem auf Grund Rullmann's verantwortlich machten. Ein Treiben, das Herr die Privatmildthätigkeit kaum mehr als ein einziger Regen- der eingegangenen Berichte erstatteten Bescheid heißt es nunWenzel und seine Genossen und zwar mit Recht als tropfen in einer großen Sandwüste ist. Hauptsächlich sind mehr u. 2. wie folgt: bubenhaft gemein bezeichneten. Aber was den Ultramon- es die Beenarbeiter, bei welchen der Hunger als ständiger ,, Alle Kreissynoden stimmen wesentlich darin überein, daß tanen Anfangs der siebziger Jahre recht war, sollte das Gast eingekehrt ist, und die Schilderungen, die darüber in fast aller Orten in Stadt und Land eine bedenkliche Unzufriedenheute den Sozialdemokraten nicht billig sein? einzelnen Blättern veröffentlicht werden, grenzen an das heit weit verbreitet sei, und daß der Wunsch und das Begehren, Uebrigens begnügt sich Herr Wenzel nicht damit, unsere Unglaubliche. Man hatte in der Provinz selbst schon vor es müsse in den sozialen Berhältnissen vieles anders und beffer Parteiführer der intellektuellen Urheberschaft an den Kra- Eintritt des Winters mit ziemlicher Sicherheit voraus die Lohnverhältnisse in einigen Gegenden derartig sind, werden, weithin die Gemüther beherrsche. Wenn freilich wallen zu beschuldigen, er greift noch um eine Nummer gesehen, wie es kommen werde, und es hatte sich daß auch die angestrengteste Arbeit nicht völlig im weiter und findet, daß die Lehrer der Unruheftifter und ein Komitee gebildet, welches die Absicht hatte, nicht Stande ist, die unentbehrlichsten Lebensbedürfnisse zu somit zumeist schuldig an der Verrohung, von der die nur für den nöthigen Unterhalt, sondern auch für werben; wenn vielfach die Arbeitsverhältnisse so gestaltet jüngsten Straßentumulte ein Symptom bilden, die gottes- ausgiebige Arbeit zu sorgen, so daß der nothleiden- find, daß den Eltern eine einigermaßen genügende Pflege und leugnerischen, atheiſtiſchen liberalen Professoren und Staats- den Bevölkerung der Matel des Almofennehmens erspart Beaufsichtigung der Kinder unmöglich wird; wenn die Wohnungsphilosophen" find. werden sollte. In dieser Hinsicht hatte man den Plan ent- verhältnisse der Arbeiterbevölkerung ein gedeihliches Familienleben nicht zulassen und die nothwendige Erholung, namentlich 41 er= Mit dieser Schlußfolgerung hat es nun Herr Wenzel worfen, den ausgeveenten Grund, dessen Flächeninhalt sich die Sonntagsruhe, entbehrt wird, so erscheint jene Unzufriedenfreilich mit der Tante Boß gründlich verdorben, und sie nach Tausenden von Hektaren berechnet, zu Ackerbau und heit erklärlich. Berschärft mag fie oftmals dadurch werden, daß erklärt, daß die unlauteren und widerwärtigen Behauptungen Wieseuland umarbeiten zu lassen, was sich um so leichter manche der Besitzenden, statt sich als verantwortliche Haushalter sich von selbst richten." Dieſe ſittliche Entrüstung steht be- hätte bewerkstelligen lassen, als zu diesem Zweck ein flüffiges au wissen, den Befiß nur ansehen als das Mittel zu üppigstem sonders der„ Boff. 8tg." schön, welche dieselben„ unlauteren Rapital von 360 000 Gulden verfügbar war. Aber was und zügelloſeftem Lebensgenuß und in der Arbeit und dem Arund widerwärtigen Berleumbungen" fast Tag für Tag geschah? Der ständige Ausschuß der Provinzialstaaten, b. h. beiter nur das Werkzeug zur Beschaffung jener Mittel erblicken. Damit, daß Lüge und Verleumdung sich gegen andere Per- tung einiger Formalitäten Dieberholt, nur daß fie dieselben gegen unsere Partei richtet. Die Provinzialregierung, verweigerte wegen der Nichtbeach: Da kann Mißgunst, Neid und Saß nicht ausbleiben, und aus Verleumdung zu fein!. zu nehmen, und die Folge dieser Riß gefährlich zu werden beginne." die ist also, daß die Bevölkerung dazu verurtheilt ist, noch einige vielen Synodalverhandlungen tönt uns die Klage entgegen, daß Theater. Freitag, den 11. März. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauern Ehre.) Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Der eingebildete Kranke. Deutsches Theater. Das WinterCastan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interessanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. Arbeitslose Bauarbeiter, Maurer, Zimmerer, Maler, Töpfer, Stuckateure, Tapezirer, Anschläger u. s. w. Oeffentliche Versammlung Leffing- Theater. Gleiches Recht. 30 Personen, Männer, am Sonnabend, den 12. März 1892, Vormittags 9½ Uhr, in der Brauerei„ Tivoli", am Kreuzberg. Berliner Theater. Die Königs brüder. Residenz Theater. Riquette( Ma Cousine). Wallner- Theater. Yvette. Vorher: Ein berühmter Mitbürger. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Bellealliance. Theater. Bräfig. • Onkel Oftend- Theater. Die Räuber. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spe zialitäten- Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Freitag, den 11. März 1892, Abends 71/4 Uhr: Gr. KomikerVorstellung. Auftreten d. Clowns C. Godlewsky, 3 Gebr. Briatore, Paul u. William, Gebr. Dianta u. Warne, Herrmann, Gebr. Kronemann, Misco 2c. in ihren höchst tomischen Entrées und Intermezzos. 3um 174. Male: Auf Helgoland" oder: M Ebbe und Fluth. Große hydrol. Ausstattungs Pantomime in 2 Abth. vom Direktor E. Renz. National- Tänze ( 65 Damen) 2c. Einlage: Tscherkeffen. Dampfschiffs u. Bootfahrten, neue überraschende Licht- und Feuereffette. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Außerdem: Auftreten der Gebr. Rasso. Zum 1. Male in Berlin. 1. Heben eines Orchesters von 12 Wann. 2. Trägt Ferdinand Rasso ein Klavier sammt Pianist, Flötist u. Violinist, welche schwebend eine Konzertpièce vortragen. Auftreten einer Wiener Damenkapelle. Prinz Carneval und sein Gefolge, komisch equestr. Arrangements mit 12 Freiheitspferden, dress. u. vorgeführt von Herrn Franz Renz. Emperor, ger. v. d. Schulreiter Herrn Gaberel. Mlle. Edith auf unges. Pferde. Frl. Natalie, Parforcereiterin. Mlle. Theresina auf d. 20 Fuß hoh. Drahtfeil. Mr. Jules, Jockenreiter, 2c. Morgen, Sonnabend: Benefiz f. d. beliebten Clown C. Godlewsky. Sonntag: Zwei Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( ein Kind frei): Auf Verl.: ,, Die lustigen Heidelberger." Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. Freitag, den 11. März, Abends 71/2 Uhr: Grosse Clown- und Komiker- Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm. Wer lachen will, muß heute kommen. Komische Entrees und Intermezzos der beliebten Clowns Little Fred u. Tanti und Gebr. Chianchi. Die Abfahrt vom Corps de ballet- Ball mit der Gepäckdroschke 1001. Höchst tomische Szene. Mr. James Fillis, das Schulpferd Germinal" reitend. Nur noch drei Mal! 99 Circus unter Wasser. ,, Eine Nacht in Venedig." Sonnabend, den 12. März: Große, Gala Sport Vorstellung mit neuem Programm. Mr. James Fillis mit " Germinal".„ Eine Nacht in Venedig." Sonntag, den 13. März: Zwei Vorftellungen. Bum legten Male in dieser Saison: Circus unter Wasser. PassagePanopticum. Frauengestalten in lebend. Bildern dargestellt von Berliner Modellen. Ohne Extra- Entrée. Präuscher's anat. Museum. Schluss unwiderruflich Influenza Täglich für erwachsene Damen- Tag jed. Dienstag am 30. März. und vieles andere #en! Herren. und Freitag. Frauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vorachmittags. mittags, 4, 5, 6, 7, 8 and 9 Uhr Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Kegelbahnen, 6 Billards, 2 Sale. Sowie täglich: 1169L Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. Künstliche Zähne 2 Mark. Plomben von 1,50 M. an. Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor. Betten Theilzahlung. P. R. Retzlaff 0 Bettfedern Spezialgeschäft. Brückenstr. 5( Jannowißbrücke).[ 2052L Tages- Ordnung: 2. Diskussion. 3. Diskussion über die Petition 1. Die lezten Krawalle. und deren Ursachen. zur Errichtung einer Arbeitsbörse. ein Bierzwang. Keine Tellersammlung. Pflicht eines jeden Arbeitslosen ist es, zu erscheinen. Der Ausführungs- Ausschuss des Berliner Bauarbeiter- Kartells. J. A.: Hugo Lehmann, Buttmannstr. 20. 219/5 1832L Sophabezüge Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Ausstehende Sammellisten der Buchdrucker! Troß mehrfacher Mahnungen behufs Einziehung der noch ausstehenden Sammellisten steht noch immer eine so bedeutende Bahl aus, daß sich die unterzeichnete Kommission gezwungen sieht, die Nummern der fehlenden Listen zum lehten Male zu veröffentlichen, in der Erwartung, daß nun endlich die Säumigen dieser Mahnung nachkommen werden. Diejenigen Inhaber von Sammellisten, welche dieselben trotzdem bis spätestens am Montag, den 14. März d. J., nicht abliefern, werden am Andreasstr.23$.p. veröffentlicht werden. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. Kinderwagen. Brößte SagerBerlins Dienstag der nächsten Woche mit Namen und Wohnung im„ Vorwärts" Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. 2069L Verlag des Vorwärts" PP Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Anläßlich der Debatten über ein neues Volksschul- Gefeh bringen wir den Parteigenossen folgende Erscheinungen unserer Literatur in empfehlende Erinnerung: Weltlichkeit der Schule. Von Heinrich Peus. 16 Seiten. Preis 10 Pfennige. In zutreffenden und leicht verständlichen Ausführungen erläutert der Verfasser in dieser soeben neu erschienenen Schrift die mit dem Titel gleichlautende Forderung in unserem neuen Erfurter Programm. Moses oder Darwin? Eine Schulfrage. Allen Freunden der Wahrheit zum Nachdenken vorgelegt von Dr. Arnold Dodel. 4. Auflage. Bolts- Ausgabe. 112 Seiten. Preis 1,00 Mart. Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel für die Schulen des Volkes. Von Hans Müller. 32 Seiten. Preis 15 Pfennige. ( Berliner Arbeiter- Bibliothek. Serie II. Heft 9. Preußische Volksschul- Zustände. Ein Wort an das Volk und seine Lehrer. Von Hans Müller. 48 Seiten. Preis 20 Pfennige. ( Berliner Arbeiter- Bibliothek. Serie II. eft 7.) Beiträge zu der Schule im Dienste für die Freiheit. Von Eduard Sack. 244 Seiten. Preis 1 Mart. Schlaglichter zur Volksbildung. Von Eduard Sack. I. Band. 404 Seiten. In 5 Heften à 40 Pfennig= 2 Mart. Friedrich der Grosse „ Der Heros der deutschen Volksbildung" und die Volksschule. Von Robert Seidel. 116 Seiten. Preis brosch. 1,50 M. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bei Bestellungen von auswärts bitten wir um vorherige Einsendung des Betrages( Porto extra). Es stehen noch folgende Listen aus: 149/2 Nr. 20 39 44 63 125 150 161 1621 2040 2050 2072 2074 2075 2090 167 202 203 237 238 305 306 326 2099 2101 2114 2115 2117 2122 2126 331 338 345 368 428 438 444 445 2141 2160 2163 2190 2211 2213 2223 447 471 492 500 542 549 583 584 2225 2226 2230 2235 2236 2239 2240 589 593 596 597 602 633 634 644 2265 2282 2317 646 649 666 667 673 677 682 732 2386 2396 2407 787 788 742 765 767 768 771 773 2480 2483 2491 774 777 783 785 786 790 970 979 2525 2541 2548 984. 2319 2329 2333 2346 2415 2427 2459 2463 2498 2505 2509 2523 2550 2630 2631 2633 2636 2660 2661 2664 2665 2666 2667 2668 2684 2689 2840 2842 2844 2849 2860 2871 2907 2908 2916 2921 2922 2931 2951 2999. 1002 1021 1024 1033 1037 1048 1067 1071 1072 1073 1080 1084 1090 1109 1126 1148 1167 1174 1192 1197 1219 1222 1234 1268 1326 1342 1374 1412 1414 1428 1437 1454 1459 1476 1479 1482 1489 1491 1496 1497 1517 1519 1532 1600 1622 1669 1694 1700 1702 1706 1707 1710 1739 1747 1772 1774 1779 1781 1789 1832 1833 1865 1866 1867 1891 1896 1897 1909 1910 3398. 1927 1955 1964 1969, 3000 3001 3006 3009 3010 8013 3015 3017 3022 3024 3025 3028 3031 3040 3042 3043 3065 3090 3109 3132 3143 3169 3170 3171 3172 3178 8174 3295 3297 8298 8302 3817 8345 3864 3369 3370 8387 8889 8892 8898 8396 Die Liften sind in der Zeit von Vormittags 10 Uhr bis Abends 7/2 Uht in Gratweil's Bierhallen" abzuliefern. Die Kommission der Berliner Buchdrucker. Leseklub ,, Dietzgen". Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 13. März 1892, Nachmittags 4 Uhr, bei Knebel, Badstraße 58. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Metzner über: Freiherr von Stumm und die Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 452/1 Zur Marx- Feier! E Sonntag, den 13. März, Abends 6 Uhr, in Feuerstein's Salon ( oberer Saal), Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer veranstaltet vom 251/2 Polnischen Sozialisten- Verein. Tagesordnung: Feftrede über Mary. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Bekanntmachung. Der Vorstand. Die kombinirte ordentliche General- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und ver wandten Berufsgenossen zu Berlin findet am Sonntag, den 20. Mär 1892, Vormittags 10 Uhr, im Handwerker- Verein, Sophienstraße 15, statt, wozu die Herren Delegirten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergebenst eingeladen werden. Zages Ordnung: 1. Borlegung des Jahresberichtes, Bericht der Revisoren und Decharge des Vorstandes. 2. Erhöhung der Beiträge. 3. Berichterstattung über eine Abänderung des Aerztevertrages. 4. Mittheilungen. Das Mandat legitimirt. Berlin, den 29. Februar 1892. Der Vorstand. J. A.: Carl Thieme. 1821b Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlind und Umgegend. 2 große Versammlungen 390/1 am Sonntag, den 13. März d. J., Vormittags 10% Uhr. Für den Norden im ,, Weddingpark", Müllerstraße Nr. 178. Tagesordnung: 1. Zweiter Cyklus Vortrag des Elettrotechnifers Herrn Prott. 2. Die Arbeitseinstellung in der Fabrit von Kammerich. 3. Diskussion. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Berschiedenes und Fragen. Zu dieser Versammlung werden alle Kollegen, welche in BaukonstruktionsWerkstätten beschäftigt sind, ganz besonders eingeladen. Für den Süden in Habel's Brauerei, Bergmannstraße 5-7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Vogtherr über: Der inter nationale Gedante. 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Mitgliedes zur Fachtommission als Vertreter der Gürtler. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes und Fragen. Zahlreicher Besuch erwünscht.- Gäste willkommen. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Buzzer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 13. März, Vormittags 102 hr, im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. Tagesordnung: 1. Wie lassen sich unsere gesunkenen Lohnverhältnisse wieder aufbessern? Referent: Rollege Dietrich. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Es wird dringend gebeten, die verausgabten und noch fehlenden Sammellisten zum Buchdruckerstreit vor der Versammlung abzugeben. 1813b B. Förster, Vertrauensmann. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 60. Aus England. -London, 8. März. Freitag, den 11. März 1892. 9. Jahrg. samste Reklame für sie gemacht hatte. Trotzdem durch das ,, Geistige" Waffen. Die Mittel, schreibt der Brauns Verbot der Meetings auf dem sog." World's End" diese wochen- schweiger Volksfreund" welche zur Vernichtung der Soziallang von mehr Hunderten besucht wurden als früher Dutzende demokratie in Anwendung gebracht werden, sind zuweilen recht sich eingefunden, erhielten die Kandidaten der Federation von jämmerlicher Art. Dabei gehen die Sozialistenfresser oft mit über 6000 abgegebenen Stimmen noch keine zweihundert. Aber einer Tölpelhaftigkeit zu Werke, daß man sie wirklich bedauern die Sozialdemokratische Federation ist zum Glück nur ein Glied der möchte. So wurden im benachbarten Zweidorf zweimal, wenige sozialistischen Bewegung, nicht diese selbst. Tage hintereinander, Nachts geschriebene Plakate angeklebt, welche in Bergrath Leuschner in Eisleben erklärt im Halleschen Voltsblatt", daß er den Bureauschreiber, welcher sich in eine Gislebener Boltsversammlung mit falschem Bart und blauer Brille einschlich, nicht mit der Berichterstattung beauftragt, sondern ihn, und zwar in Gegenwart von Zeugen, vor dem Besuche der Bersammlung gewarnt habe. Während die Bevölkerung Londons und am schwersten der ärmere und ärmſte Theil derselben, in Vorwegnahme des angekündigten allgemeinen Ausstandes der Kohlenarbeiter, von den Kohlenhändlern bereits nach allen Regeln der bald hätte ich gefagt schwarzen Kunst gebrandschaht wird, ist bei den am Es ist so gut wie sicher, daß die gewählten Arbeitervertreter Drohungen gegen den Ortsvorsteher und verschiedene andere PerSonnabend vorgenommenen Erneuerungswahlen für den Graf- und Sozialisten eine eigene Gruppe im neuen Grafschaftsrath sonen enthielten und durch einzelne Anspielungen den Schein erschaftsrath gerade die Partei geschlagen worden, welcher die bilden werden. Wie start dieselbe werden wird, läßt sich indeß wecken sollten, als seien es sozialdemokratische Rundgebungen. UnRohlennoth für den Wahlkampf am gelegenften tam. Eines der noch nicht genau bestimmen, da sich vielleicht noch der Eine oder zweifelhaft sollte damit bezweckt werden, einen jungen Genoffen Hauptangriffsmittel der Gemäßigten" gegen die radikale Mehr- Andere der als Progressisten" schlechtweg Gewählten ihnen an- zu verdächtigen, den zu vertreiben alle Machinationen bisher heit des alten Grafschaftsraths war, daß sie dieselbe für die Abschließen wird." Die Zahl wird zwischen 10 und 15 schwanken. vergeblich waren. Nun unser Genosse wird sich dadurch nicht schaffung der früher für London erhobenen Kohlensteuer verant- Damit genug für heute über diesen Gegenstand. Was irre machen lassen, sondern unbekümmert weiter für die hohe wortlich machten, infolge deren der Verwaltung der Metropole eine nun den großen Kohlengräber- Streit, oder, wie es die Arbeiter Aufgabe der Sozialdemokratie thätig sein. Daß man aber überEinnahme von mehreren hunderttausend Pfund Sterling entgangen felbft nennen, die Feierwoche der Kohlenbergleute anbetrifft, so haupt zu solchen läppischen Mitteln greift, beweist, wie wurmfei, während die Preise für Kohlen eher gestiegen als gefallen hat der Vorwärts" bereits so ausführlich darüber berichtet, daß ich fichig die Waffen unserer Gegner find. find. Mit furzsichtigem Doktrinarismus habe man so den Kohlen- dem bereits Gesagten nur wenig hinzuzufügen habe. Der be händlern ein üppiges Geschenk in die Tasche gesteckt, für das jetzt absichtigte Ausstand ist weniger ein Kampf zwischen Kapital und Die Steuerzahler aufzukommen hätten. Beweis, wie verkehrt und Arbeit als ein von den Arbeitern aufgenommener Kampf gegen nichtsnuzzig die Wirthschaftspolitik der Radikalen sei und daß die Anarchie in Produktion und Zirkulation ihres Arbeitsder stimmfähige Bürger Londons nichts Besseres thun könne, als produkts. Seit Monaten wurden den Arbeitern Lohnreduktionen an ihrer Stelle waschechte Konservative zu wählen. auferlegt unter dem Hinweis auf die schlechten Absaßpreise und Da thatsächlich der Wegfall der Kohlensteuer seinerzeit keinen die Ueberfüllung des Marktes mit Kohlen. Und siehe da, kaum merklichen Ausdruck in den Kohlenpreisen gefunden hat, entbehrte ist der Beschluß gefaßt, durch eine freiwillige Arbeitspause dem das Argument nicht einer gewissen Zugkraft. Und nun tamen Ding eine Ende zu machen, und hat es sich gezeigt, daß die Ar noch die Nothstandspreise hinzu, welche die Händler den theils beiter fest entschloffen sind, Wort zu halten, so schnellen auch die Polizeidirektion habe den Gastwirthen den Befehl zuAus Straßburg im Elsaß meldete der, Alsacien- Lorrain", in übertriebener Angst, theils unter dem Druck zwingenden schon, noch ehe ein Arbeiter die Pike niedergelegt, die Kohlen gehen lassen, darauf zu achten, daß seitens der Gäste nicht Bedürfnisses das Wetter hatte zum Schlechteren um- preiſe als die Höhe, wären alle Kohlendepots über Politit, Religion 2c. gesprochen werde. geschlagen auf sie einstürmenden Konsumenten abnöthigten. bereits Und erschöpft. natürlich macht jeder Einzelne Die Straßburger Post" dementirte die Nachricht. Die„ Elsaß Das mußte allem Erwarten nach Wasser auf die Mühle der aus der Reihe der Mittelspersonen, die sich zwischen Produzenten Lothringische Volkszeitung" erklärt diefem Dementi gegenüber, daß Konservativen sein. Trotzdem und ungeachtet mancher ihnen sonst und Konsumenten drängen, seinen besonderen Preisaufschlag, so die Meldung des Alsacien- Lorrain" auf gründlicher Wahrheit günstiger Umstände sind dieselben indeß fast in allen Bezirken, daß Diejenigen am schlimmsten daran sind, die am meisten beruht; einige Wirthe mußten sogar ein Schriftstück unterzeichnen, wo überhaupt ein Wahlkampf stattfand( in fünf Bezirken folcher Zwischenhändler zu befriedigen haben, d. h. die Arbeiter, in welchem hauptsächlich auf die sozialdemokratischen UnterQuartiere der vornehmen Welt verzichteten die Progressisten die ihre Kohlen nur in fleinen Mengen vom Höker einkaufen haltungen als unstatthaft hingewiesen wird. Einige Arbeiter in einem, der als Domäne der Radikalen gilt, die Gemäßigten tönnen. Die Proletarier sind immer die Ersten, die gefchunden haben diesen Ukas auch schon in einer Wirthschaft in seiner vollen von vornherein auf den Kampf) unterlegen. Das Wahlresultat werden, wie sie andererseits es sind, die zuletzt von irgend einer Wirkungskraft zu fühlen bekommen. Als sie argloser Weise ist im gegenwärtigen Moment noch nicht völlig bekannt, in vier günstigen Konjunktur Vortheil ziehen. Viele Engroshändler in sozialdemokratische Themata besprachen, kam eilends der Wirth Bezirken wird es erst heute festgestellt werden, ader soviel ist be- Kohlen haben z. B. ihren guten Kunden aus den bürgerlichen heran und untersagte ihnen eine Fortführung dieser Unterhaltung reits sicher, daß im neuen Grafschaftsrath die„ Gemäßigten" eine Klassen noch Kohlen zu den gewöhnlichen Preisen geliefert, wo mit der Bemerkung:" Er werde bestraft, resp. es würde ihm noch geringere Minorität ausmachen werden als im bisherigen. die kleinen Leute schon Aufschläge von 50 bis 100 pet. bezahlen die Konzession entzogen, wenn er solche Gespräche dulde." Die Männer nach dem Herzen der famosen Liga für die Ver- mußten. Natürlich werden dergleichen Maßregeln gerade das Gegens theidigung von Eigenthum und Freiheit" werden nicht Gegen solche Manipulationen tönnen natürlich die theil des Bezweckten erreichen. einmal soviel Stimmen haben, um das Obstruktions- Bergleute nichts, und es wäre daher höchst unbillig, manöver zu wiederholen, mittelst dessen sie zweimal das ihnen einen Vorwurf für einen Zustand der Dinge zu Zustandekommen eines giltigen Votums über die Besignahme der machen, den sie nicht verschuldet haben, oder von ihnenburg wurde am Sonntag der Genoffe Franz Döring Todtenliste der Partei. In Magdeburg Suben. fällig gewordenen Tramwaylinien verhindert haven. Es sind zu verlangen, sich mit Rücksicht auf denselben den Lohnreduktionen, bis jetzt als gewählt gemeldet 27 sog.„ Gemäßigte" darunter die ihnen zugemuthet werden, völlig zu unterwerfen. Die Verbeerdigt. 1500 Genossen und Genoffinnen gaben ihm das letzte verschiedene, die in wichtigen Punkten mit der progreffistischen antwortung für die Nebelstände, die ihr Beschluß zur Folge geMehrheit gehen und 81 Progreffiften. Das Gesammtresultat habt hat, und die seine Ausführung, wenn es dahin kommen wird sich eine Kleinigkeit günftiger für die Gemäßigten stellen, follte, noch zur Folge haben wird, gehe nach einer ganz anderen Polizeiliches, Gerichtliches 2c. da zwei der noch ausstehenden Bezirke In Stendal wurde der verantwortliche Redakteut die City von London Seite hin. Dieselbe trifft, soweit Individuen in Frage kommen, und der„ Strand" Domänen derselben sind. Es wird sich den Ring der Grubenleiter und der Händler, und über diese Emil Schade vom Altmärkischen Sozialdemokraten" wegen Be etwa auf 33: 85 ſtellen. hinweg die ganze heutige Gesellschaftsordnung. Halb bewußt, leidigung des Pastors Krüger aus Rassiek zu 1 Woche Gefängniß Was diese Wahl so bedeutungsvoll macht, habe ich in meinem halb unbewußt hat dies vor einigen Tagen ein raditales Londoner und zur Tragung der Kosten der Urtheilspublikation in zwei vorletzten Brief bereits hervorgehoben: der Ausblick, den fie auf Morgenblatt ausgesprochen, indem es, freilich mit anderer, wenn Blättern verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte 100 M. Geldstrafe die bevorstehenden Parlamentswahlen eröffnet, und das sozial auch nicht manchesterlicher Nuzanwendung, schrieb: Der beantragt. Der Sache lag folgender Vorfall zu Grunde: Am politische Moment, das in ihr zum Ausdruck gekommen ist. Preis der Kohlen ist eine Sache, die weder einer Federation 3. März v. J. hielt der Pastor im Verein ,, Vaterland" zu Garde In erster Hinsicht ist es, auch wenn man alle Unterstüßung von Unternehmern noch einer Federation von Arbeitern überlegen eine Rede über das Thema„ Soziale Revolution, soziale in Abzug bringt, die den Radikalen bei dieser Wahl von liberalen lassen bleiben sollte." Aber wenn die heiligen Gesetze von An- Reform." In derselben führte er u. a. aus, daß die soziale Frage Unionisten zu Theil geworden, nunmehr fast über alle Zweifel gebot und Nachfrage nicht mehr gelten sollen, welcher Stein im ficher, daß dieselben den Konservativen eine ganze Anzahl Londoner Tempel der tapitalistischen Gesellschaftsordnung ruht dann noch Size abnehmen werden. Würde es nicht für den hiesigen Ver- sicher an seinem Plaze? hältnissen Fernstehende des Interesses entbehren, so tönnte man das im Einzelnen ziffernmäßig nachrechnen. Aber es genügt, die Thatsache festzustellen, daß von im Ganzen rund 420 000 Stimmen, die am Sonnabend abgegeben wurden, etwa drei Fünfte!- rund 245 000 auf Progressisten entfallen sind, und nur zwei Fünftel auf die vereinigten Rechtsliberalen und Konservativen, die da gegen zur Zeit drei Viertel aller Londoner Parlamentsmandate in Händen haben. Parteinachrichten. Geleit. * . Kommunales. " im Sinne der Sozialdemokratie nur durch die blutige Revolution gelöst werden, daß die Streits größtentheils durch die Sozialdemokraten hervorgerufen würden und daß er sich den sozia listischen Zukunftsstaat als einen zoologischen Garten vorstelle, auch daß die sozialistischen Führer im Parlamente Gesetze ein brächten, von denen sie sich doch sagen könnten, daß sie unannehmbar seien. Auf diese Rede hin erschien in Nr. 6 des„ Altmärkischen Sozialdemokraten" folgender Artikel: Gardelegen. Lübeck, Bei den am 8. März vollzogenen Wahlen der Hier ließ Herr Pastor Krüger aus Rassiet wieder einmal etwas Beisitzer zum Gewerbegericht wurden für die sozialdemo- von sich hören. Gebeffert hat er sich in seinem Vortrage seit dem fratische Liste der Arbeiterbeisitzer 1136 Stimmen abgegeben. Eine lezten nicht; er hatte sich diesmal einen Zweigverein des evanNoch wichtiger aber ist das zweite Moment: die sozial- Gegenliste war nicht aufgestellt. Bei der Wahl der Unter- gelischen Bundes auserforen. Den Vortrag hier wiederzugeben, politische Bedeutung der Grafschaftsraths- Wahlen. Wenn die nehmer- Beisitzer siegte die Liste des Industrievereins und der wäre langweilig, auch haben wir keine Luft, Herrn Pastor Krüger Progreffiften einem Umstand ihren Sieg vom Sonnabend ver- Innungen. Für diese Liste wurden 676 Bettel abgegeben. Es bier zu belehren. Wer mit einer solchen Absichtlichkeit unwahr danken, so ist es ihre Berufung auf die von ihren Leuten im waren im Ganzen 4 Listen aufgestellt. Der Andrang zur Wahl- heiten in die Welt hineinschleudert, wie hier Herr Pastor Krüger, Grafschaftsrath inaugurirte Frontveränderung in Bezug auf die urne war während der ganzen Wahlzeit ein ganz enormer, da verdient nicht weiter beachtet zu werden." Arbeiterfrage. In allen Flugblättern und Pamphleten, welche überhaupt nur ein Wahllokal vorgesehen war. Eine große Anvon der Partei veröffentlicht, in allen Reden, welche in zahl Unternehmer konnten ihre Stimme nicht abgeben, einzelne ihrem Namen gehalten wurden, war dies die leitende haben fünf Mal den Versuch gemacht, zur WahlNote. Der gemäßigte Sozialist Sidney Webb, der, was man urne zu gelangen, mußten aber unverrichteter Sache auch sonst von ihm halten mag, einen wahren Bienenfleiß in der wieder nach Hause gehen. Bei der mangelhaften Einrichtung, Busammenstellung statistischen Materials entfaltet, wurde zum war es überhaupt unmöglich, daß alle wahlberechtigten inspirirenden Geist der progressistischen Wahlkomitees. Es hieße Unternehmer ihr Wahlrecht ausüben konnten, denn der Wahl- Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 10. März, fich einer lächerlichen Uebertreibung schuldig machen, den Wahl- vorstand hatte während der ganzen Wahlzeit ununterbrochen ausgang als einen Sieg des Sozialismus hinzustellen, aber un vollauf zu thun. Es ist, wie man hört, von verschiedenen Seiten bestritten bleibt, daß mindestens indirekt am Sonnabend der Protest gegen die Wahl erhoben. Bei den Arbeitern, wo in vier Sozialismus einen großen Erfolg in London errungen hat. Lokalen gewählt wurde, ging alles glatt ab. Daß es bei den Und zum Theil auch direkt. Ein bedeutsames Zeichen dafür Unternehmern so lebhaft herging, so daß man sogar im Gedränge ist es, daß der größte Wahlsieg, der über die vereinigten die Fenster eindrückte, hatte darin seinen Grund, daß man der Reaktionäre errungen wurde, auf Battersea den Wahlkreis Innungsliste eine Liste solcher Gewerbetreibender entgegenstellte, von John Burns entfällt. Dort hatten die Reaktionäre Alles die feiner Innung angehörten und daß dies zuerst von sozialaufgeboten, Burns aus dem Sattel zu heben, und während im demokratischer Seite angeregt wurde. Man machte nun von übrigen London die religiösen Sektiver für die Progressisten und die von Seiten der Innungen und des Industrievereins Anstrengungen, Ueber die Vorlage des Magistrats, nach welcher den Schulbiefen akzeptirten Arbeiterkandidaten eintraten, hatte in Battersea stärker als bei der Reichstagswahl; die wohlbeleibten Industrie- inspektoren in denjenigen besonderen Angelegenheiten, welche ihnen eine Gruppe derselben einen eigenen Kandidaten ins Feld geschickt. vereinler stürzten sich mit wahrer Todesverachtung in das Ge- im Plenum der Schuldeputation zur Berichterstattung oder BeAber alles war umsonst. Burns, der vor drei Jahren dränge. Die Sozialdemokraten haben sich darüber köstlich arbeitung übertragen werden, ein Stimmrecht beigelegt werden 3000 Stimmen erhalten hatte, erhielt diesmal nicht weniger als amüfirt. foll, entspinnt sich eine längere Debatte. Für den Magistrats5168 Stimmen, sein radikaler Mitkandidat jeder Bezirk wählt antrag sprechen die Stadtverordneten Cassel, Spinolo, 4470 Stimmen, die Reaktionäre dagegen nur Schwalbe, Horwit und Stadtschulrath Bertram; gegen denselben die Stadtvv. Gerth, Langerhans und zwei Vertreter 2011 bezw. 1780 Stimmen und der„ liberale" Seftirer Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Kastel bei Mainz 1060 Stimmen. Die Begeisterung, die während und am Abend wurden die Kandidaten der Arbeiterpartei gewählt. nach der Wahl in Battersea herrschte, wird als unbeschreiblich geschildert. Viele Wähler, schreibt ein Berichterstatter, machten das Aus Rudolstadt in Th. wird von einer rapiden 3u Geheimniß der Wahl) dadurch schonungslos zu Schanden, daß sie am nahme der Anhänger unserer Partei berichtet. Vor wenigen Wahltisch peremptorisch einen Stimmzettel für Burns verlangten. Jahren wußten die dortigen herrschenden Klassen fast nichts Auch Herr Sidney Webb erhielt in dem Bezirke, wo er davon, daß daselbst die Sozialdemokratie Vertreter hatte. Jetzt tandidirte, eine außergewöhnlich große Mehrheit, wie denn über- muß man mit unserer Partei ernsthaft rechnen. haupt mit einer Ausnahme alle Arbeiterkandidaten gewählt * Stadtverordneten Versammlung. Nachmittags 5 Uhr. Stadtv. Wieck hat das Mandat niedergelegt. Die Petition der Versammlung an das Abgeordnetenhaus in Betreff des Polizeikoften- Gesetzes ist durch den Beschluß des Hauses vom 5. März, wodurch die Vorlage unverändert an genommen worden ist, für erledigt erklärt worden. Der deutschfreisinnige Arbeiterverein in Berlin hat um Aufrechterhaltung der Gebührenfreiheit bei den Prozessen vor dem Gewerbegericht petitionirt. Vortmann. Stadtv. Singer: Die Analogie mit den das Stimmrecht bereits besitzenden Magistrats- Assessoren trifft nicht zu, diese Herren find städtische Beamte, während die städtischen SchulInspektoren als Kreis- Schulinspektoren zugleich Staatsbeamte sind. Wir haben gar keine Veranlassung, diesen Herren für die Schuldeputation ein Stimmrecht zu ertheilen. In den Staatsund Reichsverwaltungen nehmen viel höhere Beamte an den beworden sind, welche die Progressisten auf ihre Liste genommen. Oderberg i. Mark. Hier tagte am Sonntag eine Volts- züglichen Berathungen theil, ohne Stimmrecht zu genießen. Es Gegen die Progressisten sind dagegen weder Gewerkschafts- versammlung unter freiem Himmel, an welcher ca. 400 Personen hieße die Selbstverwaltung preisgeben, wenn man einen Eingriff fandidaten noch Sozialisten durchgedrungen. Die Stimmen, theilnahmen. Genosse Treuherz( Berlin) referirte unter in dieselbe dahin gestatten wollte, daß die Gestaltung der Gewelche die von der Sozialdemokratischen Federation aufgestellten reichem Beifall über die Ursachen der heutigen Arbeitslosigkeit. meinde- Angelegenheiten mit von der Stimme der Herren abKandidaten erhielten, sind sogar mehrfach noch hinter den be- Gegner meldeter fich zur Diskussion nicht, trotzdem der Rektor hängen soll. Es kann sich hier auch nicht darum handeln, den scheidenen Erwartungen zurückgeblieben, die man unter den der Stadtschule brieflich eingeladen war, weil er in einem Schulinspektoren ein Kompliment zu machen und aus diesem obwaltenden Umständen an ihre Aufstellung knüpfen durfte. Schreiben an die Stadtverordneten- Versammlung betreffs Grün- Grunde etwas von der Selbstverwaltung zu opfern. Daß die Geradezu fiberraschend gering find die Stimmen, die die dung einer Schülerbibliothek ausdrücklich angeführt hatte, dieselbe Superintendenten Sig und Stimme in der Deputation haben, Federation im Bezirke Chelsea erhielt, wo die Polizei burch einen solle mit zur Bekämpfung der Frrlehren der Sozialdemokratie hat hierbei feinen Einfluß, denn diese Befugniß ist den betreffenplumpen Eingriff in das Versammlungsrecht die denkbar wirk- bienen. In einer entsprechenden Resolution erklärte sich dann den Geistlichen durch Gesetz beigelegt; würde die Stadt sich die die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten voll und Deputation nach ihrem Wunsch zusammen setzen können, so stände H Für das übrigens beim hiesigen System sehr gut gesorgt ganz einverstanden, und verpflichtete sich, mit allen ihr zu Gebote es in diesem Punkte vielleicht anders. Der Antrag würde nur ift. Der Wähler erhält am Wahltisch einen amtlich gestempelten stehenden Mitteln für die Verwirklichung der sozialdemokratischen die Rechte von Beamten erweitern, die nicht gewählte Organe Wahlzettel, auf dem die Namen der von den verschiedenen Biele einzutreten. Eine zweite Resolution, welche der bisherigen der Gemeindeverwaltung sind. Parteien aufgestellten Kandidaten bereits gedruckt stehen. Mit Lattik der Parteileitung vollkommen beistimmte und das Vor- Die Magistratsvorlage wird abgelehnt. biefem Bettel geht er in einen der im Wahllokal fächerartig auf- gehen der sogenannten„ Unabhängigen" verurtheilte, gelangte eben- Die Vorlage betreffend die Errichtung eines Gewerbe: gestellten Verschläge, macht dort neben den Namen der Kandi- falls zur Annahme. Mit einem brausenden Hoch auf die Sozialgericht 3 in Berlin hat der Ausschuß mit folgenden AendeDaten, die er zu wählen wünscht, ein Kreuz, faltet den Bettel und bemokratie wurde die Bersammlung geschlossen. steckt ihn dann selbst in die bereitstehende Urne. rungen angenommen: die Wahl soll im September erfolgen ( nach der Vorlage: in der Zeit vom 1. September bis Ende tover; Erfahwahlen haben schon beim Ausscheiden eines| berichte gefagt, daß das Nichtzugeständniß der Kostenfreiheit der der Figur hineinsteckte und diese Arme in Bewegung setzte. Durch Biertels der Beisitzer stattzufinden( nach der Vorlage tönnen Institution einen großen Theil ihres Werthes rauben würde, ein einziges im Gürtel Ajeb's angebrachtes Loch konnte der Zwerg, Erfagwahlen vorgenommen werden, wenn ein Drittel ausge- und daß Vorkehr gegen frivoles Prozessiren schon in der Be welcher natürlich ein Meister im Schachspiel war, genau die vierundschieden ist); die Diäten der Beisiger find auf 6 M. normirt ftimmung geschaffen sei, daß die Parteien vor Gericht persönlich sechszig Felder überblicken. Auch dem wundersamen Chinesen ,, King( Vorlage 4 M.): die Gebührenfreiheit ist beseitigt und ein Tarif erscheinen müssen. Ich bitte Sie diese Grundsätze der Versamm Fu", der alles wußte, alles errieth, ging es nicht besser. Vor und nach nach dem Werthe des Streitgegenstandes gegen 3 Stimmen be lung von 1887 festzuhalten und nicht 1892 nach der reaktionären jeder Vorstellung öffnete sein Erfinder, Herr Rosenfeld die Figur schlossen worden, wonach bei einem Werthe bis zu 20 M. 1 M., Seite zu entscheiden. und legte ein höchst komplizirtes Räderwerk blos. Diese Mechanit von 20-50 M. 1,50 M., von 50-100 M. 3 M., für jede weiteren Stadtv. Sachs II bittet aus rechtlichen und praktischen war jedoch nur ein Blender. Im Innern steckte ein törperlich 100 M. 3 M., bis zum Höchstbetrage von 30 M. Gebühren er- Bedenken, den Ausschußantrag abzulehnen. verkümmerter Knabe, der an jedem Tage in einem Keller der hoben werden sollen. Alle Anträge der Stadtv. Borgmann In namentlicher Abstimmung wird mit 60 gegen Dresdenerstraße in größter Heimlichkeit eingepackt und im u. Gen.: Listenwahl, Wahl der Beisiger auf 2 statt auf 6 Jahre, 37 Stimmen der Antrag auf Wiederherstellung der Vorlage ab- Apparat schon nach dem Schauplatz der Schaustellung gebracht Aenderung der Eidesformel, Wahl am Sonntage u. f. w. find gelehnt; auch der Antrag Sachs II bleibt in der Minderheit. wurde. In einer anderen Stadt wurde später diese Untervom Ausschuß verworfen worden. Der Ausschußantrag wird angenommen, ebenso nach kurzer schiebung durch einen Zufall entdeckt. Jrren wir nicht, so Berathung der Rest der Vorlage und das Statut im Ganzen. hatte sich sogar Herr Rosenfeld dafür vor Gericht zu verant Es beginnt darauf die Etat berathung und werden zu- worten. Für die heutige Verhandlung haben die sozialdemokratischen Mitglieder die Anträge betreffend die Wahl der Beisiger auf 2 Jahre mit der Maßgabe, daß jedes Jahr die Hälfte der Bei- nächst die Spezialetats der Bauverwaltung und der Eine ganze Serie für sich bilden die Verschwinden- Zauber fiber jeder Kategorie ausscheidet und durch Neuwahlen ersetzt Park- und Gartenverwaltung angenommen. Zum funststücke. Sie wurden seiner Zeit eröffnet durch das spurlose wird, und betreffend die Listenwahl wieder eingebracht. Außer ersteren wird folgende Resolution angenommen: ,, Verschwinden einer Dame von einem Stuhl". Es giebt dem beantragen sie, die Gebührenfreiheit aufrecht zu erhalten. Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit den einen sehr smarten Deutsch- Amerikaner, Mr. Herz, der alle zwei Für den Fall der Ablehnung des Antrages betreffend die Dauer Arbeiten zur Herstellung des Hafens am Urban bis drei Jahre aus New- York über das große Waffer herüber der Wahlperiode der Beisiger beantragt Stadtv. Tuyauer die möglichst schnell vorzugehen. tommt und jedesmal eine selbst ausgeheckte, geniale ErStreichung der Bestimmung der Vorlage, wonach alle 2 Jahre Zum Etat der Kämmerei- Verwaltung, Abtheilung findung mitbringt, die er hier zum Besten giebt. Großen ein Drittel der Beisiger jeder Kategorie auszuscheiden und Neu- 1 und 2, Grundstücke, macht Erfolg hatte er vor drei, vier Jahren namentlich mit wahl( resp. Wiederwahl) stattzufinden hat. Stadtv. Sabor darauf aufmerksam, daß der Generalpächter einer jungen Lady, die er vor den Augen des Publikums von Referent Stadtv. Meyer I führt aus, daß der Ausschuß eines größeren Stückes städtischen Terrains in der Elbinger einem einfachen Tisch verschwinden ließ. Wir wollen zum Schluß zunächst die sechsjährige Wahlperiode für die Beisiger als die Straße( am verlorenen Wege), der dieses Land als Kartoffelland hier nachträglich diesen Magier- Trick unseren Lesern verrathen. richtige angesehen und die Vorlage deshalb nicht geändert hat. an leine Leute weiter verpachtet, neuerdings den Preis von Buerst zeigte Mr. Herz einen einfachen Tisch ohne Schublade, Stadtv. Borgmann: Nicht einmal das Gewerbegerichts- 35 Pf. für die Quadratruthe auf 50 Pf. erhöht habe. Die deckte darüber ein Zuch, welches jedoch die Tischbeine nur halb Gesetz hat die sechsjährige Periode als Norm, sondern nur als städtische Verwaltung sollte doch solche Ländereien tünftig direkt verhüllte, setzte auf den Tisch einen Stuhl und ließ auf diesem Maximalgrenze gesetzt; da hätte doch die große Gemeinde Berlin, den kleinen Leuten zugänglich machen, nicht aber solchen General- die Dame Platz nehmen. Dann breitete er eine Leinwandhülle namentlich bei der absoluten Sicherheit der Thatsache, daß der pächtern, die die kleinen Leute derartig ausnuten. Die Pacht um die Dame, zog gleich darauf die Hülle fort und der Stuhl außerordentlich häufige Wechsel im Arbeitsverhältniß ungünstig babe bis 1. Oftbr. 1891 1200 m. jährlich betragen, sei auch für die war leer, die Dame verschwunden. Allerdings hatte Mr. Herz auf den Bestand des Arbeiterbeisiger Kollegiums im Gewerbe- nächsten 6 Jahre nur um ein geringes erhöht worden, während furz zuvor, vom Publikum unbemerkt, auf eine Feder in der gericht zurückwirken werde, nicht nöthig, sofort zu diesem gefeß die Weiterverpachtung dem Unternehmer früher 1650, bei 50 Pf. Tischplatte gedrückt, welche einen schmalen Behälter unterhalb lichen Maximum zu greifen. Wir halten eine kürzere Wahl- für die Ruthe aber 2356 M. einbringe, da das Terrain 4713 des Tisches herausschob. In dem Augenblick, wo die Leinewandperiode für durchaus nothwendig und bitten, unsern Antrag an Ruthen umfasse. hülle um die Dame gebreitet ist, klappt der Sig des Stuhles ein zunehmen. Stadtv. Ha esecke tritt der Beschwerde bei. und öffnet sich eine dem Stuhlrahmen parallele Klappe in der Stadtv. Wagner wird nähere Untersuchung eintreten Tischplatte, so daß die Dame, wie in eine Versenkung in den laffen. Tischfasten hinabglitt. Im selben Augenblick schließen sich Stuhl und Tisch wieder. Um einen solchen Trick mit Erfolg auszu führen, bedarf es allerdings außer dem Apparat noch zweierlei eines sehr gewandten Bühnen- Magiers und einer schmächtigen, höchst geschmeidigen Gymnastikerin. S Die Anträge Borgmann und Zuhauer werden abgelehnt, die Vorlage angenommen. Zur Begründung des Antrags auf Einführung des Listenstrutiniums und auf Abhaltung der Wahl an einem Sonntage bemerkt Der Etat der Kämmereiverwaltung wird bewilligt, ein Antrag auf Verlegung des Heu- und Strohmarktes vom Oranienplatz mit geringer Mehrheit angenommen, desgleichen die Etats für den Biehmarkt und die Fleischschau- Einrichtungen bezw. der Gebührentarif für die Fleischschau. Schluß 9 Uhr. Lokales. Stadtv. Borgmann: Es ist darauf hingewiesen worden, daß die Festsetzung des Sonntags als Wahltag die Zustimmung des Oberpräsidenten nicht finden würde. Wenn Sie alles so ein- Die Vorlage, betreffend die Errichtung öffentlicher Bes Drohende Hauseiustürze. Auf polizeiliche Anrichten wollen, wie es der Oberpräsident wünschen möchte, so dürfnißanstalten, wird nach furzer Erörterung nach dem ordnung geräumt wurden am gestrigen und vorgeftrigen Lage, sowie in der vorigen Woche sämmtliche Wohdürften Sie doch manchmal mit Ihrer Meinung in Widerspruch neuen Vorschlage des Magistrats genehmigt. gerathen. Wenn Sie eine Meinung haben, fönnen Sie nicht nungen der Hintergebäude der Grundstücke Stendaler straße 9 und 10 in Moabit. Wir erfahren darüber: Schon seit darnach fragen, wie der Oberpräsident darüber denkt. Die etwa 1/2 Jahren wurden an den Hinterhäusern genannter GrundWahl am Sonntag hat nichts Bedentliches; auch andere Körperstücke( Quergebäude und Seitenflügel) ganz bedenkliche Senfungen schaften wählen Sonntags. Lassen Sie sich, wir bitten Sie darum, durch diese Argumentation nicht beirren, wenn Sie sonst den Gewahrgenommen und dies gab vor einem Jahre etwa Veranlassung danken der Wahl am Sonntag für berechtigt und vernünftig zu der polizeilichen Maßregel, daß die Häuser verankert und halten. Die im Ausschuß gegen das Listenskrutinium angeführten stets in einer schlechteren Position als der Arbeitgeber. Dieser nahmen die Senkungen immer mehr zu, der Kalk bröckelte von Der Arbeitnehmer befindet sich betreffs der Kündigung mit Bement betonirt wurden. Aber troß dieser Schußvorrichtung Gründe sind für meine Freunde durchaus nicht stichhaltig. Man hat so viele Ausnahmeparagraphen zu seiner Verfügung, daß er den Wänden der Stuben, diese zeigten mitunter ganz bedenkliche hat gesagt, es tomme bei dem Gewerbefchiedsgericht gar nicht die Kündigungsfrist ganz nach Belieben stellen fann, der Arbeit- Riffe und fortwährend liefen bei der Polizei deshalb Beschwerden darauf an, daß dieser oder jener Gewerbszweig vertreten sei. Ich nehmer aber muß dieselbe so inne halten, wie es sein Lohn- seitens der Miether ein. bin entgegengesetter Meinung. Ja es tam so weit, daß vor Die dieser Versammlung verhältniß bedingt. Recht schlimm sind die Arbeiter daran, einigen Monaten angehörenden Rechtsanwälte werden doch aus ihrer Praxis welche hin und wieder mit den Behörden etwas zu thun haben: welches im Parterre des Hinterhauses Stendalerstr. Nr. 9 das Zigarrenhändler M.'sche Ehepaar, wiffen, wie schwierig es ist, Streitigkeiten, in denen technische fie müssen den Vorladungen Folge leisten, sonst gewärtigen fie wohnt, eines Morgens die überraschende Entdeckung machte, Fragen eine Rolle spielen, vor dem ordentlichen Richter zu ver- die übliche Bestrafung, der Arbeitgeber aber tann nicht ge- daß ein Stück der Wand ihres Schlafzimmers im Laufe der Nacht handeln, wie ost Termine angesezt und Sachverständige berufen zwungen werden, den Arbeiter beurlauben zu müssen, er tann verschwunden, nach dem Gartenterrain herausgefallen war. Die werden müssen. Gerade in den Gewerbegerichten müssen also vielmehr dessen Fortbleiben benußen, um die Kündigungsfrist Senfungen haben in der letzten Zeit derartig und so beängstigend möglichst Fachmänner figen. Führen Sie jezt Bezirkswahlen ein, nicht inne zu halten. Ein Beispiel: so tönnten leicht ganze Gruppen von Interessenten gar nicht befam bei einem Meister in der G. Straße Arbeit. Ein Malergehilfe schnell zugenommen, daß die Wirthe der obenerwähnten Gebäude hineingewählt werden, weil sie in dem einzelnen Bezirk die Gehilfe hatte Pech, Der sich an die Baupolizei wandten, welche nun eine gänzliche Räufür den nächsten Tag erhielt Majorität nicht haben. Durchführbar ist das Listensfrutinium schon eine Vorladung zu einer Vernehmung nach dem Polizei- umfassende Reparatur anordnete, die vor Allem darin bestehen er mung der Hinterhäuser durch die Bewohner derselben, sowie eine ebenfalls; ich verweise nur auf Leipzig, wo es in Krait ist, und präsidium. Die Zeitversäumniß war dem Meister nicht angenehm, foll, daß die Fundamente möglichst gesichert werden. Derartige ich erinnere an die Wahlen der Berufsgenossenschaften, die sich aber er bewilligte doch den Urlaub. Zwei Tage später war der" Senkungen" sind übrigens, wenn auch in weniger starkem Maße über einen Rayon erftreden, wie ihn auch Berlin nicht aufweisen Gehilfe wieder zu einem Termin nach Moabit beordert. Wer bei Grundstücken der dicht an der Stendalerstraße gelegenen tann: Da müssen Millionen von Arbeitern einen Einzelnen die Verhältnisse da draußen kennt, weiß, daß eine solche Vor- Stephan- und Lübeckerstraße vorgekommen und haben bei ganz wählen, den sie nie zu sehen bekommen. Bei den Listenwahlen ladung in den meisten Fällen einen verlorenen Arbeitstag be- neuen Gebäuden fortgesetzte Reparaturen erfordert. zum Berliner Gewerbegericht wird man die Personen schon deutet. Es ist durchaus nichts Seltenes, daß man da stunden Veranlassung zu dieser seltsamen Erscheinung erfahren wir: fennen lernen in Versammlungen u. f. w., wenn man sie nur tang auf dem Korridor zum Warten verdammt wird. So erging Das Terrain zwischen Stendaler, Lübecker- und kennen lernen will. Weshalb sich der Magistrat gegen die Ein- es dem Gehilfen auch, er fam so spät nach dem fernen Osten straße bis heran zur Perlebergerstraße bildete bis vor etwa richtung fträubt, ist unverständlich. Die Herren brauchen Berlins, daß ein Umziehen und nach der Werkstatt gehen nicht vor zehn Jahren einen großen Morajt, aus welchem sich das ja nicht zu wählen, sie sind auch sonst nicht mit mehr gelohnt hätte. Am anderen Morgen gab's den üblichen Wasser langsam verlaufen hatte und immerhin war das Terrain der Wahl belastet. Wären die Herren Magistratsvertreter Krach", der Gehilfe hatte schon eine Stunde gearbeitet, als der noch ziemlich fumpfig, als Anfang der 80 er Jahre eine Baus Eberty und Weigert Tischler oder Schneidergesellen( Heiterkeit), Meister erschien und sofort kündigte mit dem Bemerken, daß er gesellschaft zu ganz billigen Preisen das Terrain erwarb und auf so würden sie unserem Antrage aus Ueberzeugung zustimmen. Leute, die zu Hause pfuschten", nicht gebrauchen tönne. Der bemfelben die obenerwähnten Straßen anlegte. Auch die Häuser Ich bitte Sie aus diesen praktischen Gründen, unseren Antrag Meister war also der Ansicht, der Gehilfe habe in seiner Woh- sind von dieser Gesellschaft fertig gebaut und dann an Kauflustige auzunehmen, obwohl ich weiß, daß Sie in Ihrer bekannten nung für sich gearbeitet und es war nicht möglich, veräußert worden, welche jetzt in der glücklichen Lage sind, erfolg Liebenswürdigkeit auch diesen Antrag ablehnen werden. Stadtrath Eberty bittet, aus praktischen und Zweckmäßig Sie herauskommen, sonst ihn vom Gegentheil zu überzeugen. Machen Sie, daß reiche Regreßansprüche wegen Bezahlung der Reparaturen, Auswar sein Refrain. Der fall der Miethen u. s. w. an ihre Verkäuferin, obenerwähnte Baus teitsgründen es bei der Vorlage zu belassen. Gehilfe packte also seine Sachen zusammen und wurde arbeitslos, gesellschaft, machen zu können. Man nimmt bezüglich der Ursache Der Antrag Borgmann u. Gen. wird abgelehnt. alles eine Folge der Moabiter Vorladung. der Senkungen an, daß die eingerammten Grundpfähle, wenigstens Zur Gebührenfrage bemerkt der Referent, daß Die bei Malermeistern beschäftigten Gehilfen haben über ein Theil derselben, nicht genügend tief in dem morastigen Bau der Ausschuß das Prinzip der Gebührenfreiheit abgelehnt und haupt unter einer starken Lohndrückerei viel zu leiden. Während grunde eingerammt werden konnten und daß man diese Balken das entgegenseite aufgestellt habe; doch soll das Gericht befugt ber paar Monate der„ Saison" geht es noch, aber während des oben einfach abgeschnitten habe. Jest sollen diese gewaltsam fein, geeignetenfalles die Kosten außer Ansatz zu lassen. Man Winters, im Frühjahr und im Herbst liegen ungeheuer viel abgekürzten Pfähle nachgegeben und dadurch die Senkungen ver müsse frivoles Prozessiren sowohl der Arbeitgeber als auch der beschäftigungslose Malergehilfen auf der Straße. Im Sommer ursacht haben. Arbeiter verhüten. fräfte zu ergattern, werden sehr viele Leute eingestellt, die das ist es leicht. Beschäftigung zu erhalten, aber um billige ArbeitsWas die Arbeitgeber Alles verlangen von den Leuten, Handwerk überhaupt nicht gelernt haben. Dieser Praxis huldigen welche sie für sich beschäftigen, ist kaum zu glauben. Wenn's so auch Jnnungsgrößen, die ihre Anstreicher dort hernehmen, wo sie weiter geht, dann wird der Arbeiter noch die vollständige am billigsten zu haben sind, ohne sich im Geringsten um den Werkstattseinrichtung liefern müssen, während der Unternehmer Befähigungsnachweis zu kümmern. Gin Malergehilfe schreibt uns, nur die Mittel zum Betrieb vorschießt und neun Zehntel des Verdienstes einstreicht, während der Arbeitnehmer für seine Stadtv. Sachs II beantragt Gebührenfreiheit für Streitobjefte bis zu 50 M. Stadtv. Singer: Von dem neuen Prinzip, welches der Ausschuß hier einführt, war bisher nirgends die Rede. Bisher war man allseitig darüber einig, daß, wenn die Justitution wirklich heilsam wirken soll, die Erhebung von Gebühren vermieden " Stephanwerden muß. Ich theile zunächst die rechtliche Auffassung des daß er vom April bis Oktober bei einem Meister in der A... straße Arbeitskraft und seine Werkstattseinrichtung mit einem Zehntel abvorMagifirats. Nach meiner Auffassung, die sich auch auf die be- über war. Ein Maler bekommt während des Winters natürlich gespeist wird. Das wäre denn das Ideal des kapitaliſtiſchen züglichen Reichstage- Berhandlungen fügt, lag es nicht in der feine Arbeit und so mußte sich der Gehilfe bis Anfang Februar Staates. Maurer, Zimmerleute u. f. w. müssen schon jetzt für Absicht des Gesezgebers, Gebühren einzuführen, und nur mit Rücksicht auf finanziell schwache Gemeinden, denen man die Er- war's nicht weit her gewesen. Im Februar wurde der Gehilfe ſehen, daß sie dadurch einer großen Sorge überhoben sind, wird Rücksicht auf finanziell schwache Gemeinden, denen man die Erso durchfechten. Mit dem Sparen" bei 21 Mart Wochenverdienst ihr Handwerkszeug selbst Sorge tragen und da die Arbeitgeber richtung eines in ihrem Bereich als vortheilhaft erscheinenden wieder bei demselben Meister eingestellt, vom früheren Lohn ich dieses Systemt schon noch weiter ausbilden. Ins Gebiet ber Gerichts erleichtern wollte, wurde diese Fakultät beschlossen. wurden die erfte und zweite Woche 1,50 Mart abgezogen. Die Romit tönnte das Ansuchen eines Arbeitgebers fallen, Außerdem, meine ich, degradirt es das erkennende Gericht, wenn dritte Woche wurde noch ein Abzug gemacht, dann gab's wieder wenn's dem Manne nicht trauriger Ernst wäre. Der man ihm die Möglichkeit giebt, Roften erlassen zu können. Ent die Kündigung, denn die Arbeit war alle" geworden. Der felbe verlangt nämlich in dem" Arbeitsmarkt" eines hiesigen weder werden Gebühren erhoben oder nicht; das erkennende Meister hatte einen Lohntag" einbehalten", den Betrag schickte er kleinen Handwagen hat." Das ist doch etwas starter Inseratenblattes einen aufburschen, der einen Gericht soll Recht sprechen, nicht aber es in der Hand aber später auf Reklamation dem Gehilfen zu. haben, eine bestimante Partei dadurch zu bevorzugen, " Tabat! Wie soll denn ein Laufbursche zu einem Handwagen daß es die Kosten außer Anfat läßt. Das wäre ein Stückchen Ueber die sogenannten„ Wunder", welche sich auf den kommen? Wenn der Arbeitgeber einen braucht, so soll er sich doch Rabinetsjustiz, wie es bei feinem zivilifirten Wolfe mehr vor Spezialitäten- Bühnen zu produziren pflegen, werden in An- selbst einen solchen beschaffen, das ist doch nicht Sache des Lauftommt; die Niederschlagung von Gerichtstoften erfolgt bekannt- knüpfung an den Fall Abbott" sehr interessante Enthüllungen burschen. lich von einer ganz anderen Stelle aus, als von dem erkennenden gemacht. Die Rubrik„ Arbeitsmarkt" der Juferatenblätter wird über Gericht. Ich könnte mir ganz wohl denken, daß man in Rück- Gerade die anscheinend sinnreichsten und komplizirtesten haupt von gewissen Arbeitgebern für ihre wenig schönen Zwecke sicht darauf, daß die Kosten niedergeschlagen werden, vielleicht zu Wunder der Mechanik" erweisen sich zumeist als nackter Humbug. häufig gemißbraucht. So ist uns bekannt, daß Inserate ständig einem etwas anderen Urtheil käme. Diese rechtlichen Bedenken Das war z. B. seiner Zeit mit dem bekannten automatischen aufgegeben sind, da giebt's entsprechenden Rabatt und daß stehen aber hinter wichtigeren faktischen noch zurück. Der Aus- Schachspieler Ajeb" der Fall. Dieser Schach- Automat, welcher diese Inferate nur bezwecken, einen raschen Wechsel des Arbeiter schuß will frivoles Prozessiren verhüten, er will durch die Kosten in der Passage gezeigt wurde, setzte ganz Berlin in helles Staunen personals herbeizuführen. In einigen Branchen der Handarbeit davon abschrecken, daß die Betheiligten ihr Recht suchen. Aus und erregte auch in der Welt der Schachspieler Aussehen. Sette ist es nämlich üblich, daß die neu Einstehenden, die Grünlinge", diesem Gesichtspunkt wird das Gericht nicht errichtet. Das Ge- er doch selbst vorzügliche Schachspieler matt und ging auch aus für einen außerordentlich niedrigen Lohn arbeiten etwa 14 Tage richt hat in ganz bestimmten Fällen Recht zu sprechen. In jedem Simultanpartien wiederholt als Sieger hervor. Dieser, jeb", die lang, bis sie sich eingearbeitet" haben. Die Leistungen sind gar Prozesse muß doch eine Partei verlieren; soll die Unrecht be- Figur eines Türken, tauerte auf einem niedrigen Raften. Natürlich nicht so schlechte, als daß diese Bedingung für die Arbeitgeber tommende in jedem Fall frivol geklagt haben? Würde das vermuthete man in diesem Behälter sofort den lebendigen spiritus nothwendig wäre, und damit rechnen diese auch und tragen etwa der Referent von allen seinen Klienten gelten lasjen, deren rector, Da es aber gestattet wurde, mit der Hand in diesen Kasten dafür Sorge, daß nur ganz wenige der Arbeiter dazu von ihm geführte Prozesse verloren wurden? Mit diesem Stand- hineinzugreifen und da man durch seitwärts angebrachte Glas- gelangen, sich„ einarbeiten" zu können. Sind nämlich die ersten punkt tritt der Ausschuß auf die Seite des Königs scheiben auch hineinzublicken vermochte, so schien es mit dem vierzehn Tage vorüber, dann werden sie nämlich allfällig ge Stumm, der in feinem Rampf gegen die kostenlose Wunder- Apparat doch eine andere unerfindliche Bewandtniß zu fündigt, sie werden hinausgeschmissen" und müssen ihrer Wege Rechtsprechung des Reichs- Versicherungsamts auch von frivolen haben. Durch einen genialen Einfall brachte schließlich ein heller gehen. Das regelmäßig wiederkehrende Inserat sorgt ja dafür, Rekursen spricht. Materiell wird die Sache gar keine Wirkung Berliner den Humbug an den Tag. Indem er sich ganz harmlos daß die Klingel des Arbeitsraumes nicht still steht und täglich haben; die Einziehung wird mehr erfordern als die zu erhebenden bückte, um in den Kasten hineinzufaffen, blies er aus einem bereit frische Kräfte um Beschäftigung anklopfen. Auf diese Weise er Gebühren betragen. Aus ähnlichen Erwägungen hat man doch gehaltenen Röhrchen eine gehörige Portion Schneeberger in die zielt der Arbeitgeber, daß ihm die Hälfte seiner Arbeiterinnen die unterste Einkommen- Steuerstufe erlassen. In Charlottenburg, Deffnung. Die erwartete Wirkung blieb auch nicht aus. auf Arbeiterinnen hat das Vorstehende in erster Linie Bezug wo der hier doch sehr geschäßte Herr Munckel an der Spiße der- apzieh, a- abzieh" ertönte es aus dem Rasten. Durch vierzehn Tage lang für ein Spottgeld arbeitet. Aber nach acht Stadtverordneten steht, hat man an Gebühren nicht gedacht. Der frampshaftes Niesen hatte unter schallender Seiterfeit des Tagen erfolgen dann die üblichen Kündigungen, die eine Hälfte Ausschuß verfährt hier durchaus reaktionär, er erklärt: Klagen ist Publikums der lebende Jusasse seine Anwesenheit verrathen. Es der Leute fliegt hinaus und wird durch andere ersetzt, acht Lage überhaupt ein Unrecht, deshalb muß man es so theuer wie mög- war ein Zwerg, welcher in dem Behälter eine hockende Stellung später erlebt die andere Hälfte das gleiche Schicksal. Wenn lich machen. Noch 1887 wird in dem entsprechenden Ausschuß einnahm, seine Wermchen in die taftanumhüllten hohlen Arme man es heut zu Tage als Arbeitgeber zu etwas bringen will " " muß man eben alle Vortheile wahrnehmen, es gilt fchlau" fetzlichen Anforderungen genügt hatte, mußten auf Anordnung der vorhandenen Stücke auch auf Bernichtung der zu sein! des Reviervorstandes des 50. Polizeibezirks vor Beginn der Feier Platten und Formen erfannt, welche zur Herstellung des Ein mysteriöses Liebesbrama hat sich am Dienstag Mittag, Ansicht des betreffenden Beamten nihilistische Symbole und in einer Besprechung der Papier Zeitung" heißt, bei Arbeiten die Fahnen und Embleme entfernt werden, weil diefelben nach corpus delictigedient haben. Diese Bestimmung wird, wie es wie wir nachträglich erfahren, im Thiergarten abgespielt. Gegen Abzeichen" feien, auch durch Anbringung der Banner in dem der Buchdruckerpresse niemals ausgeführt, tann auch niemals 12 Uhr promenirte daselbst, in der Nähe des Brandenburger Festsaale bauliche Veränderungen stattgefunden hatten. Der im vollen Umfange ausgeführt werden. Wenn der Vertreter der Thores, ein Paar, ein etwa 26 jähriger Herr und eine um 6 Jahr Vorstand des oben genannten Vereins vermag sich indessen Grekutivgewalt zu einem Drucker kommt und ihm sagt, daß er jüngere, elegant gekleidete Dame. Beide sprachen lebhaft mit einander, plötzlich aber trat das Mädchen zurück, 30g ein in weil feiner Meinung nach die beanstandeten" Symbole und Werk zu vernichten, dann kann der Drucker kaum etwas anderes nicht zu dieser Ansicht des Polizeibeamten aufzuschwingen, den Anftrag hat, Platten und Formen zu einem bestimmten weißes Papier gehülltes Päckchen hervor und verschluckte dessen Abzeichen" durchaus nicht nihilistischer oder anarchistischer Natur sagen, als: Bon Blatten" ist das Werk nicht gedruckt, die Inhalt, ein weißes Pulver, um dann nach wenigen Sekunden, find, noch durch einfache Anbringung von Bannern bauliche Formen" find längst ausgehoben, aufgefchloffen und ausehe ihr Begleiter fie an der unfeligen That verhindern konnte, Veränderungen" stattfinden können, welche mit den bevorstehenden einandergenommen." ohnmächtig zu Boden zu stürzen. Der geängstigte junge Mann, Findet der Polizeibeamte vielleicht noch welcher sich den hilfbereit hinzueilenden Spaziergängern als der Vorschriften in Widerspruch stehen. Der Vorstand obigen Ver- irgendwo etwas Ablegesat, so wird er gewiß auch nicht Bräutigam der jungen Dame vorstellte, schaffte die Selbstmörderin eins hat deshalb beim Polizeipräsidium wegen des gedachten Ein- mit einem Hammer braufschlagen, oder die Kolumnen mittelst Droschke zu dem in der Königgrägerstr. wohnenden Arzt schreitens des Reviervorstandes des 50. Polizeibezirks Beschwerde auf den Fußboden werfen, sondern er wird vielleicht anordnen, Dr. med. R., der leider der Unglücklichen feine Hilfe mehr erhoben und gebeten, die zuständigen Beamten mit den erforder- daß Seger antreten und die Druckstifte in den Kasten rasseln bringen konnte; denn schon 8 Minuten später war die jugendliche Polizeibeamten zu viel individuelle Freiheit" gelassen und die sich das Vernichten wohl auch nur darauf beschränken, daß der lichen Instruktionen zu versehen. Thatsächlich ist den Herren lassen. Handelt es sich um Erzeugniß des Steindrucks, so wird Lebensmüde an den Folgen des genommenen starken Giftes- Ansichten der einzelnen Beamten über„ gefeßlich" und ungefeß- Bolizeibeamte den Stein vor seinen Augen abschleifen läßt. In Strychnin verschieden. lich", über erlaubt" und unerlaubt", stehen sich oftmals in Be- beiden Fällen wäre dann unter dem Auge des Gesetzes eine Eine Zierde des Freisinns" ist der Stadtrath Dr. zug auf denselben Punkt" diametral gegenüber. Was von dem Thätigkeit begonnen, die als etwas technisch Nothwendiges und Straßmann. Derselbe hat als Vorstand des Gewerks- einen Beamten an einem Orte in keiner Weise beanstandet wird, Selbstverständliches so wie so bald vorgenommen worden wäre. Krankenvereins an sämmtliche Aerzte des Vereins folgende Ver- wird von einem anderen an anderem Orte, wie im vorliegenden Die Gerichte scheinen mit dem gegenwärtigen Wortlaute der betr. fügung erlaffen:„ Aus Anlaß der Anfrage eines der Herren Ge- Falle, verboten. Dadurch entsteht eine Rechtsunsicherheit, deren Bestimmung auszufommen, es wäre aber doch gut, wenn derselbe werksärzte, ob es zulässig sei, Mitglieder der Orts- Krankenkaffe Beseitigung im allgemeinen Interesse liegt. Wir können der gelegentlich durch eine Ausdrucksweise ersetzt würde, die etwas der Maschinenbauer noch ferner in Behandlung zu nehmen, er Eingabe des Vereinsvorstandes daher nur den besten Erfolg mehr Verständniß für drucktechnische Verhältnisse und Vorgänge öffnen wir den Herren Aerzten, daß es der geschäftsführende Aus- wünschen. an den Tag legt. schuß mit den Interessen des Vereins für unvereinbar hält, Polizeibericht. Am 9. d. M. Nachmittags versuchte eine leber zwei in sozialdemokratischen Versammlungen wenn die Herren Aerzte noch bei Stassen thätig sein wollten, unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson im gefallenen Renkerungen hatten gestern zwei Straffammern des welche sich der Bewegung für die freie Aerztewahl angeschlossen Bolizeigewahrsam auf dem Abort sich zu erhängen. Sie wurde biesigen Landgerichts I faft gleichzeitig zu verhandeln. Vor der haben." Gegenüber diesem Freisinn" erscheinen. die Zopfbestrebungen der Biehl und Mehner noch in hellem Lichte. Daß jedoch noch lebend aus ihrer Lage befreit und nach der Charitee IV. Straftammer hatte sich der Klempner Oskar Laube Handwerker, die durch die kapitalistische Industrie der Vernichtung gebracht. In der Spree, an der Schillingsbrücke, wurde zu wegen Gotteslästerung bezw. Befchimpfung von preisgegeben find, in ihrem Verzweiflungskampf nach dem Stroh- derselben Zeit die Leiche eines neugeborenen Kindes angeschwemmt. Einrichtungen der christlichen Kirchen zu verhalm der Zunftschranken greifen, ist zwar thöricht, aber erklärbar Rutscher, als er mit zwei Pferden die Straße passirte, infolge des Vereins Laffalle" erging fich der Angeklagte in Betrach Vor dem Hause Möckernstraße 126 stürzte gegen Abend ein antworten. In einer am 28. Juli abgehaltenen Versammlung aus ihrem Nothzustande und ihrem mangelnden Verständnisse. ber Glätte mit dem Sattelpferde und erlitt einen Beinbruch, so tungen über den Marienfultus der katholischen Kirche und Bei der Maßnahnie des Dr. Straßmann und seiner Kollegen ist es das nackte Geldinteresse der Aerzte, welches zum Ausdruck daß seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Die Herkunft Christi und erläuterte die persönlichen und Tommt. -Im Laufe des Tages und in der darauf folgenden Nacht menschlichen Verhältnisse der Gottesmutter. Der Gerichtshof fanden fünf Brände statt. Gerichts- Beitung. 21 berücksichtigte einerseits, daß der Angeklagte der sozialdemo Sind schon die Antisemiten- Versammlungen nicht sehr fratischen Partei angehört und seine mehr als realistische Auferbaulich, so sind es die Anti- Antisemiten- Versammlungen noch faffung von der Herkunft Christi seiner wirklichen Ueberzeugung weniger. Von der Vereinigung zur Bekämpfung der Rassenentsprechen mag, er hielt die Bemerkungen des Angeklagten aber hehe" war eine Voltsversammlung auf Mittwoch Abend in für eine dreiste Beschimpfung von Einrichtungen der christlichen Mundt's Lokal, Köpenickerstraße 100, einberufen worden. Die Kirchen und verurtheilte denselben zu drei Monaten GeSchriftsteller Dr. Jacobowski und Blankenburg wärmten den Verlust des Gedächtnisses. Daß Jemand mit 20 000 m. fängniß.- In der zweiten vor der zweiten Straftammer alten fortschrittlichen Kohl auf. Zur Vertheidigung der Juden durchgeht, Monate hindurch herrlich und in Freuden mit dem verhandelten Anklagesache handelte es sich um Aufreizung führte man fogar an, daß Lassalle ein feuriger Anhänger gestohlenen Gelde lebt, und von allem Geschehenen nichts wissen zum Klassen haß, deren sich der Schuhmacher Büttner schuldig des Königthum 3" war. In dieser unsinnigen Weise wurde will, ist schon unglaublich. Noch unglaublicher aber ist es, daß gemacht haben soll. Im September fand in einem Lokale der Bülowdie Bertheidigung der Juden fortgeführt. Es kam zu lärmender drei medizinische Sachverständige ein Gutachten zu Gunsten des traße eine Schuhmacher- Versammlung statt, in welcher u. A. Debattemit den Antisemiten, die schließlich zu polizeilicher Auf- Durchgängers abgeben und ein Gerichtshof auf Grund dieses Gut auch der Angeklagte das Wort ergriff. Er ließ sich über die Belösung führte. achtens benselben freispricht. Drei medizinische Sachverständige deutung des Parlamentarismus aus, den er sich als Mittel zum hatten sich gestern darüber zu äußern, ob ein wegen Unter- 3weck gefallen lassen wollte, fnüpfte aber daran über die Revofchlagung Angeklagter verrückt oder nur ein Simulant ist. lution und die Aufgaben der Proletarier, die sich ihre Rechte Der Angeklagte war der eben erst großjährig gewordene frühere Schritt für Schritt erkämpfen müßten, Bemerkungen, die nach Buchhalter Moritz Rumpe, welcher früher bei der Firma Rosen- den Aufzeichnungen des Polizeilieutenants Schmidt als Aufthal u. Tobias angestellt war. Derfelbe hatte am 18. Dez. 1889 reizung zum Klaffenbaß anzusehen sein sollten. Der Angeklagte den Auftrag erhalten, einen Ghed über 19 753 Mart beim bestritt die Richtigkeit des Referats des Polizeibeamten, der GeBerliner Kaffenverein zu erheben, er hat diesen Auftrag auch richtshof hielt jedoch die Schuld des Angeklagten für erwiesen ausgeführt, ist aber nicht mehr in das Geschäft zurück und verurtheilte denselben zu 2 Monaten Gefängniß. gekehrt, sondern mit dem Gelde durchgebrannt. Er hatte sich nach Triest begeben und dort ein sehr Der erfie Frühlingsbote wurde uns gestern in Gestalt luguriöses Leben geführt, wie er denn überhaupt ein fehr eitler eines braunröckigen, munteren Maitäfers überbracht. Der vor- Mensch ist, der es liebt, sich hochtönende Namen zuzulegen. In wißige Blättervertilger wurde in der Kolonie Bauersruh" in Triest wußte er in der raffinirtesten Weise das Geld an den der Tilsiterstraße auf freiem Felde gefunden. Wir werden alles Mann zu bringen. Er spekulirte auch von dort aus bei einer Mögliche thun, um dem Frühlingsboten durch allerlei Grünfutter betrügerischen Firma in Frankfurt und machte sich den Scherz, ein möglichst langes Dasein zu sichern. Religiöser Zwang. Ein vor der 139. und 140. Schöffengerichts- Abtheilung vorgeladener Beuge weigerte sich am Mittwoch Die Worte der Eides formel: So wahr mir Gott helfe!" nach zusprechen, da er nicht an Gott glaube. Erft auf die Androhung, daß die Eidesleistung durch Haft erzwungen werden könne, gab Der Zeuge feinen Widerstand auf. Die gerade beim Gide er forderliche Gewissenhaftigkeit wird gewiß nicht dadurch gefördert, daß man dem Zeugen seiner Ueberzeugung widersprechende relt giöse Formeln aufzwingt. " Soziale Uebersicht: Der Streik bei H. Krüger, Fabrit chirurgischer Instrumente, Berlin, dauert fort, da der Fabritant darauf besteht, daß trotz der unter den Arbeitern herrschenden Arbeitslosigkeit und trotzdem er selbst nur noch die Hälfte seiner früheren Arbeiterzahl beschäftigt, eine Stunde länger gearbeitet werden soll und zwar zu demselben Lohne, welcher für die kürzere Ar beitszeit bezahlt wurde. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. In der Sigung des burch§ 105b des Reichsgesetzes vom 1. Juni 1891 gegebenen pommierschen Provinzial Landtages wurde beschlossen, von der Befugniß, die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe durch statutarische Bestimmung für die ganze Proving über die fünfstündige Arbeitszeit hinaus zu erweitern, feinen Gebrauch zu machen. in ein kleineres Nest zu ziehen und sich dort durch Zuwendung einer größeren Geldsumme an ein Kloster als ein Wohlthäter der Soiree und Ball. Die Kreuz- Zeitung" berichtete von Kirche aufzuspielen. Seine Spur wurde schließlich entdeckt und einem Ball bei dem Kaiser, brachte jedoch am Abend darauf eine er wurde in Triest in Haft genommen. Er ließ sich aber das Berichtigung, daß es kein Ball war, sondern daß die Festlichkeit durch nicht nicht aus Der Fassung bringen, sondern setzte nur den Zweck hatte, dem Kaifer, welcher verhindert war, dem sich hin und schrieb einen dreisten Brief an Mastenfeste beim Erbprinzen von Meiningen am 26. Februar bortigen amerikanischen Konfnl, in welchem er sich über seine den beizuwohnen, die Kostüme zu zeigen. Getanzt wurde( wie Verhaftung beklagte und behauptete, daß hier eine Personen in der Fastenzeit selbstverständlich) nicht." Die" Post" bringt verwechselung vorliege. Er heiße v. d. Steinen, fei freier ameri dagegen einen ausführlichen Bericht über das Fest, und schildert tanischer Bürger und weder die Kost noch die Zelle passe für auch die einzelnen Masken und Tänze. Sie ist augenscheinlich seinen Stand. Als der Chef Herr Tobias nach Triest tam, und In der bayerischen Abgeordnetenkammer erklärte der gut unterrichtet. Die Kreuz- Zeitung" braucht sich aber deshalb dem Angeklagten plötzlich gegenüber gestellt wurde, bekam der Finanzminister beim Etat der direkten Steuern, solche feine Kopfschmerzen zu machen, sie kann den Mummenschanz und selbe zunächst einen großen Schreck, dann aber erklärte er Gesellenvereine, welche arme Gesellen unentgeltlich oder die Tänze als einfache historische Vorstellung auffaffen. Estategorisch, daß er den Mann überhaupt nicht kenne. Herrn fehr billig verköstigen, tönnten von der Haussteuer befreit werden. tommt zwar, ob man die Sache auf die eine oder andere Art Tobias gelang es, noch etwa die Hälfte des unterschlagenen Den Frommen schenkt's der Herr im Schlaf. denn außer nimmt, auf dasselbe hinaus; die Kreuz- Zeitung" ist nur darüber Geldes zu retten. Der Angeklagte hatte übrigens von tatholischen Gesellen und evangelischen Jünglingsvereinen wird gestolpert, daß sie ihren junkerlich- pfäffischen Belotismus bisher Berlin aus ein Liebesverhältniß mit einer Schauspielerin wohl feine Arbeiterkorporation jenes Bortheils theilhaftig nur dem„ Volke" gegenüber fundzugeben gewohnt war. in Paris, der er fich als sehr reicher und vornehmer werden, trotzdem die selbständigen Arbeitervereine für die UnterVon einer tragikomischen ,, Berwickelung", welche die Herr genähert hatte, angeknüpft und die glühendsten und stüßung ihrer arbeitslosen Mitglieder mehr thun, als die ganze Hundesperre in der Invalidenstraße herbeigeführt, weiß die von unglaublicher Phantasie getragenen Briefe an seine füße katholische und evangelische Kirche zusammengenommen. Bäcker und Konditor- Beitung" zu erzählen. Ein Konditor Mimi" geschrieben. Der Angeklagte wurde nach Berlin in das Arbeiterentlassungen und kein Ende. Aus der ChenilleHausdiener ging, einen großen Baumkuchen tragend, munter die Untersuchungsgefängniß gebracht, erklärte nun aber, daß er keine fabrik in Hainichen i. S. sind 200 Arbeiter wegen mangelnStraße fürbaß und pfiff dabei zum Ergößen seiner Mitmenschen Ahnung von dem habe, was in den ganzen sechs Monaten, die der Beschäftigung entlassen worden. In der ganzen Gegend die bekannte Holzauttion im Grunewald". Da plötzlich bricht er in Triest zugebracht, mit ihm vorgegangen sei. Er behauptet, herrscht große Nothlage. er fein Liedlein ab, er schwankt und in weitem Bogen fliegt der daß er einen Check erhoben, will auch keinen Schimmer von Die Eisenbahn- Angestellten und Arbeiter in England, Baumkuchen auf das Pflaster, in hundert Stückchen zerbröckelnd. Bewußtsein davon haben, wie er nach Triest gekommen. Jetzt die in einem nationalen Verbande organisirt sind, hielten mehrere Die Leine eines Hundes von unbestimmter Raffe war ihm zum ist der Angeklagte vollständig geistestlar, Bersammlungen ab, um sich über ihre Forderungen an die Gifennoch, daß er Fallstrick geworden. Der Hausdiener behielt Geistesgegenwart behauptet aber auch jezt einen volle bahn- Gesellschaften schlüssig zu machen. Sie verlangen: wöchent fechs Monate dauernden Erinnerungs# Defekt genug, die Situation schnell zu überschauen. Weit entfernt davon, gehabt liche Lohnzahlung; zehn Stunden als höchste zulässige Arbeitshabe. fich refignirt in fein Schicksal zu fügen, machte er sich flink auf Der Angeklagte wurde hier zuerst vom Sanitäts- zeit, bei Schienenlegern aber nur neun, und bei den Weichendie Beine und eilte dem Besizer des unheilvollen Thieres nach. rath Dr. Mittenzweig auf seinen Geisteszustand unter- stellern, Signalleuten und allen gleich verantwortlichen Posten nur Nach einigem Unterhandeln bequemte der Herr sich denn auch sucht und dieser stellte fest, daß der Angeklagte zwar geistes- acht Stunden; bei Ueberstunden 25 pet. und bei Sonntagsarbeit geiftes- acht dazu, die präsentirte Rechnung zu begleichen. Unterbessen hatte schwach sei, aber doch seine freie Willensbestimmung nicht ver- 50 pCt. Zuschlag. sich eine fröhliche Kinderschaar auf die Trümmer des Baum foren habe, sondern zu fimuliren scheine. Damit stimmte es Im englischen Parlament wurde kürzlich mit 175 gegen fuchens gestürzt, die in wenigen Minuten den Weg aller Süßig überein, daß weder vor der Unterschlagung hier, noch nach der 152 Stimmen, troy heftigen Widerstands der Regierung, das feit teiten gegangen waren. selben in Triest irgend Jemand von einer Geisteskrankheit etwas 1888 in Kraft befindliche Gesetz fiber die Arbeitszeit jugendlicher bemerkt, der Angeklagte vorher auch noch nicht an Geistes Personen in Magazinen wiederum erneuert. Nach diesem Gefeß Ein sehr bewegtes Leben hat der Färbergefelle Ruppert frankheit behandelt worden ist. Auf Anordnung des Herrn Dr. dürfen jugendliche Personen beider Geschlechter, die das 18. Lebenshinter sich, welcher heute aus dem Zuchthause in Görlig nach Mittenzweig wurde der Angeklagte sechs Wochen der Charitee jahr noch nicht erreicht haben, in Magazinen, Romptoirs, Lager, dem hiesigen Bellengefängniß in Moabit gebracht werden wird. zur Beobachtung überwiesen, daran knüpfte sich eine längere Be Waarenhäusern und Schankstätten wöchentlich nicht länger als Er diente früher bei den Bonner Hufaren, defertirte aber, wurde obachtung in Dalldorf, aus welcher der Angeklagte als geistig 74 Stunden( inklusive Essenszeit) beschäftigt werden. wieder eingefangen und mit zwölf Jahren Festungsarbeit bestraft. gesund" schließlich entlassen wurde. Der Angeklagte, der sich In Cannet( Frankreich) streiten 5000 Bergleute. Nachdem er drei und ein halbes Jahr von der Strafe verbüßt früher geistig überladen zu haben scheint und auch in über- Die Zigarrenarbeiterinnen der königlichen Fabriken in hatte, wurde er begnadigt, wanderte aus und trat in Afrika in triebenem Maße ein Vegetarianer war, ist auch Gegen- Venedig streiken von Neuem. Das Ministerium ordnete an, die französische Fremdenlegion ein. Von dort wurde er wiederum stand eines Gutachtens des Ober- Medizinalfollegiums der daß die Arbeiterinnen, welche bis zum 14. März die Arbeit nicht fahnenflüchtig, ging nach Spanien und führte längere Zeit ein Provinz Brandenburg gewesen und dieses hat auf Grund der wieder aufgenommen hätten, definitiv entlassen seien. Brigantenleben. Im Jahre 1868 tauchte er plöglich in Elberfeld ärztlichen Beobachter fein Gutachten dahin abgegeben, daß der Raubmord und wurde dieserhalb zum Tode verurtheilt. Zu wesen sei. Die Sachverständigen Oberarzt Dr. Bögehold und lebenslänglichem Buchthaus begnadigt, fand er in der Straf Privatdozent Dr. Giemerling vertraten diesen Standpunkt anstalt zu werden Aufnahme, um einige Jahre später dem Zucht vor Gericht und famen auf Grund der wahrgenommenen massenhaufe zu Görlitz überwiesen zu werden. Jetzt, nachdem er 29 haften Sinnestäuschungen und Wahnvorstellungen zu der lever- Eine öffentliche Parteiverfammlung für den zweiten volle Jahre im Kerker zugebracht hat, scheint er dem Wahnsinn zeugung, daß der Angeklagte zur Zeit der That geistes: Berliner Reichstags- Wahlkreis wurde am 9. d. M. abunrettbar verfallen zu sein und wird nun in der Frrenanstalt frant gewesen und jetzt gesundet ist. Geh. Rath Dr. gehalten. Dieselbe beschäftigte sich mit der Maifeier. Wie für sämmtliche Strafgefangenen der Monarchie, im Moabiter mittenzweig schloß sich angesichts des Gutachtens jettirten Rundreisebillets" nichts geworden, b. h. es ist nicht Buchthause vorläufig untergebracht. Stellt es sich heraus, daß es des Medizinalfollegiums nunmehr den Vorgutachtern nunmehr den Borgutachtern an möglich, dieses System bei der Maifeier durchzuführen, infolge sich bei ihm thatsächlich um Irrsinn handelt, so wird er den Stest unter der Vorbedingung, daß die Beobachter nicht feiner Tage in einem zuständigen Provinzial- Irrenhause zubringen. So berichten bürgerliche Blätter. Als ob ein Mensch nicht wahnsinnig werden müßte, wenn er neunundzwanzig Jahre im Buchthause zuzubringen gezwungen wird. auf, beging gleich am ersten Tage feines Eintreffens daselbst einen Angeklagte zur Zeit der That unzurechnungsfäbig ges erlammlungen. 19 der Vorsitzende Kleinert u. A. mittheilte, ist aus dem produ pirt worden. Diese lettere Anschauung vertrat nachdrücklichst bereitung der Maifeier wählte die Versammlung einen siebendessen davon Abstand genommen werden mußte. Zur VorHerr Rosenthal, der mittheilte, daß nach seiner und seines gefammten Personals festester Ueberzeugung der Angeklagte ein so gliedrigen Ausschuß, bestehend aus den Genoffen Krieger, altow, Sallier, Klein, Raulich, Hahn und raffinirter Simulant fei, wie er in den Annalen der Kriminal: 2ägeler. Nachdem hielt Dr. Bruno Schönlant einen justiz noch nicht vorgekommen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften auch er die fefte Ueberzeugung gehabt habe, daß der Angeklagte reichen geschichtlichen Materials einen Abriß der Geschichte des Der Staatsanwalt erklärte, daß Vortrag über Pauperismus". Redner gab auf Grund Berliner Reichstags- Wahlkreis feierte, wie wir bereits beach Berliner Reichstags Wahlkreis feierte, wie wir bereits be- dreist simulire, daß er sich aber der besseren Erkenntniß der Lumpenproletariats. Arme habe es auch im Mittelalter gegeben, richteten, am Sonnabend, ben 27. Februar, im Lokale der medizinischen Sachverständigen beuge und deshalb die Frei- b. b. Leute, die sich nicht durch eigene Arbeit ernähren konnten, Brauerei Königstadt sein Stiftungsfest. Wie üblich, war das fprechung des nun wieder anscheinend ganz gefunden An- Krüppel, Stranke zc., doch sei dies nur eine sporadische Erscheinung h. Beſtlofal mit Bannern und Lassallebüſten ausgeschmückt. Die Banner trugen folgende Inschriften: Wissen ist Macht, Macht gelagten beantragen müſſe. Der Gerichtshof erkannte denn auch gewesen, nicht, wie heute, eine foziale Einrichtung, it Wissen."" Ginigkeit macht start,"" Freiheit, Bahrheit, auf Freisprechung und glückselig lächelnd verließ Herr Rumpe die Gerechtigkeit." -Proletarier vereinigt Euch." Freiheit, Anklagebant. Wahrheit und Recht. Troydem das Fest ordnungsmäßig bei Bei Prozessen auf Grund des Gesetzes über das Urheberder Polizei angemeldet worden war und der Vorstand allen ge- recht und des Preßgesezes wird fast immer außer auf Einziehung dingt Durch bemit die kapitalistische Produktionsweise, deren Fortschritten die Maffenverarmung gleichen Schritt halte. In fesselnder Weise schilderte Redner weiter, wie schon im Mittelalter als eine Folge der ökonomischen Entwickelung bas Sumpenproletariat", der Abhub aller Gesellschaftsklassen, sich| ftraße 38, bei Gnadt. Borwärts 1, G.D. Adalbertstraße 21, bet Roll. Kummer'scher Gesangverein, Landsbergerstraße London, 10. März. Die kleinen Kohlenhändler im südlichen bildete, welches durch seine Deklassirung gezwungen war, unter Bubelangor Berling, ale zatobfirage 73, bet Feuer- Theile Londons haben heute den Kohlenpreis um 2 d. den Zentner Umständen auch durch Verbrechen sein Dasein zu fristen. Schon frein.- Maiglödchen, Hochstraße 32a, bet Wilte. Gemüthlich erhöht. Da die Kohlenvorräthe verschiedener Gasanstalten schnell im 15. Jahrhundert war dieses Bagantenthum infolge der schlechten teit( Pußer), Seydelfiraße 30.- Jugendfreuden, Gartenstr. 162, bet zur Neige gehen, so sieht man einer abermaligen Preissteigerung Meißner. Fris, Köpnickerstr. 127a, bet tüfter.- Collegia, Reichenwirthschaftlichen Verhältnisse ein derartig umfangreiches, daß bergerstraße 16, bet Pätzold. Johanni, Rüdersdorferfir. 45, Gesell- entgegen. Armengefeße" erlassen wurden, um demselben Einhalt zu ge- fchaftshaus Dftenb.- Palme, in Belten, bei Schröder.- Blaue Schleife, London, 10. März. In der heutigen Versammlung des bieten. Diese Armengefeßgebung verschlechterte sich von Jahr- in Bantow, Mühlenftr. 24, bei Stöhr.- Vorwärts6,( Gem. Chor), Nieder Ausschusses der Bergarbeiter von Durham wurden die Resultate Sänger Freiheit, Naunynstr. 43, hundert zu Jahrhundert, indessen das„ Lumpenproletariat" immer Schönweide, bei Siebenbaum. bei Fröhlich. der Abstimmung der Arbeiter über den Streit mitgetheilt. Es Freiheit Gruß, Kastanien Allee 35, bet Scholz. größere Dimensionen annahm. Von der Expropriation der morgenroth 4, Röpnic bet Wiedemann in Adlershof. Wahrheit, stellte sich heraus, daß sich die überwiegende Majorität für den Bauern, dem Raub des Kirchenguts in der Reformationsperiode, der an der Zwölf- Apostelfivche 7b, bet Framte.-Brüderfchaft( Sausdiener), Streit ausgesprochen hat. Die genauen Zahlenangaben fehlen Morgenröthe der fapitalistischen Produktionsweise, dem Zerfall Fischerfir. 41. karthau'scher Gesangverein, Lichtenbergerstr. 21, noch. Die Versammlung wurde auf heute Abend vertagt. Augender feudalen Ordnung auf dem platten Lande, des Zunftwesens Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. blicklich finden noch Verhandlungen zwischen den Zechenbefizern in der Stadt, durch die Zeiten der„ Religions", Eroberungs- Freitag: Verein Grüne Tanne, bei Zeßner, Martusstr. 8. und den Arbeitern statt, um womöglich die Arbeitseinstellung zu bei Heife. Ver und Handelstriege hindurch bis zur vielberufenen Bauern- gnügungsverein Alpenveilchen, bei Wenzel, Gr. Frantfurterfir. 99. Tambourverein Borussia bei Feldhahn, Weidenweg 12( Uebungsstunde). Männerchor vermeiden. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang- London, 10. März. Die vertagte Versammlung des eng verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein lischen Kohlenarbeiter- Bundes, zu welcher aus allen Distrikten Wedding, Abends 8 Uhr, bei König, Gerichtsstraße 35. Englands Delegirte eingeladen wurden, wird am 16. März, Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. Vergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, Nachmittags, im Westminster- Palace- Hotel zu London stattfinden. im Restaurant. Bergnügungsverein Veilchen, Abend 9% Uhr, bei Brauns, Oranienſtr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, bei Ritter, Mauerftr. 86. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Glasgow, 10. März. Bei der heute hier stattgehabten Ber sammlung der schottischen Bergarbeiter Delegirten wurde be schlossen, fünf Tage in der Woche die Arbeit fortzusetzen. Charkow, 10. März. Der Flecktyphus hat hier eine so erschreckliche Ausdehnung angenommen, daß zur erfolgreichen Be tämpfung der Epidemie die ganze Stadt in Reviere eingetheilt worden ist, an deren Spize ärztliche Kollegien stehen. Zahlreiche Sterbefälle sind bereits erfolgt, befreiung" eine immer raschere Aufhäufung von Elend und Verkommenheit. Seite Ihr zur gehe eine mit Blut geschriebene Armengesetzgebung, die mit Galgen und Rad, Schwert und Beil Beil operirte. Das Lumpen proletariat" sei durchaus nicht zu verwechseln mit den Arbeitslosen, der industriellen Reserve- Armee; das Lumpenproletariat" habe durchaus nichts zu thun mit dem klassenbewußten Proletariate. Es stehe auf ganz entgegengesettem Boden wie dieses, auf durchaus reaktionärem Boden, wie schon Karl Mary treffend nachgewiesen. Das klassenbewußte Proletariat habe wohl begründete Ursache, mit dem„ Lumpenproletariate" als Opfern der Gesellschaft Mitleid zu empfinden, aber keine Ursache, sich mit demselben zu identifiziren. Das tlaffenbewußte Proletariat tämpfe auch für das Lumpenproletariat, indem es seine Ursachen, die bürgerliche Gesellschaft, zu beseitigen strebe, habe aber keine Veranlassung, voll Sentimentalität die Verantwortung für die Thaten des Zumpenproletariats" auf sich zu nehmen. Redner erinnerte daran, wie besonders in Frantreich das Lumpenproletariat" von den Machthabern gegen das sozialistische Proletariat mit Erfolg ausgespielt worden sei, ins besondere von Napoleon III., welcher dasselbe organisirte. Das Sumpenproletariat" habe tein Klassenbewußtsein, das klaffenbewußte Proletariat begreife wohl jenes und seine Thaten, wolle dasselbe beseitigen durch Beseitigung des Privateigenthums, weise aber jede Gemeinschaft mit demselben zurück. Der fesselnde Vortrag wurde von der sehr gut besuchten Versammlung mit rauschendem Beifall aufgenommen. Eine Diskussion fand nicht Borsigender des Vereins der Kurbelstepperinnen," Stepper und Geschäfte gleicher Art. statt. Zur Untersuchung eines Streitfalles und demnächstiger Berichterstattung wurde eine fiebengliedrige Kommission gewählt und die Versammlung sodann mit einem Hoch auf die SozialDemokratie geschlossen. 22 Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. In Nummer 54 Ihrer geschätzten Zeitung befindet sich ein Bericht unter Lokales des Vereins von nur Kurbelstepperinnen, über ein stattgefundenes Vergnügen. Ich erkläre hiermit, daß besagter Verein mit dem Verein der Kurbelstepperinnen, Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Stepper und verwandten Berufsgenossen nicht identisch ist, auch nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht und letzterem Verein durch sein Verhalten direkt entgegenarbeitet. Ebenso erklärte Frau Baumann, Vorsitzende des gedachten Vereins, in einer ihrer Gründungsversammlungen, von der Sozialdemokratie nichts wissen und die Agitation derselben von ihrem Verein fern halten zu wollen. Paul Böhm, Gubenerstraße 61, I., verw. Berufsg. B. u. U. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 10. März. Der Präsident Carnot unterzeichnete heute ein Dekret, durch welches die anläßlich des legten Streits verurtheilten Droschkentutscher begnadigt werden. Die Konfektionsfirma Bär Sohn erklärt uns in einer Buschrift, daß die Behauptung des Herrn Täterow, es sei zwischen der Firma und den Schneidern vor einem Jahre ein Konflikt ausgebrochen, unwahr sei; ferner weist die Firma die weitere Be hauptung scharf zurück, daß gegen sie Belastenderes" gesagt werden tönne. Soweit die jetzige Gesellschaftsordnung es irgendwie zulasje, trete sie für ihre Arbeiter ein; sie zahle höhere Löhne als X. in 2. Sie fragen, wie viel Stimmen Bebel und Lieb knecht bei der Wahl zum konstituirenden Reichstag und dann bei der Wahl zum ersten Norddeutschen Reichstag erhalten haben. Die Stimmenzahl des ersten Wahlgangs ist für die Wahl zum Eine gut besuchte Volksversammlung für den 5. tonstituirenden Reichstag in Philipps nicht angegeben. Bei der Berliner Neichstags- Wahlkreis tagte am 9. März im Alten engeren Wahl erhielt Bebel 7993 Stimmen gegen 5281. LiebSchüßenhause. In derselben hielt Reichstags Abgeordneter necht, der bis Mitte Januar im Gefängniß war, blieb bei dem Fr. Kunert einen Vortrag über: Die nationale und interersten Wahlgang mit einigen Stimmen hinter dem einen seiner nationale Bedeutung des 1. Mai." Er führte aus, der 1. Mai zwei Gegenkandidaten, der durch L.'s Eintreten dann gewählt ward. habe nicht nur Bedeutung als Tag der Demonstration der ArLondon, 10. März. Infolge des drohenden Streits der beiter für eine Berkürzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Rohlenarbeiter haben die Besitzer der Clevelander Hütten an: mit 7993 gegen 5256 Stimmen; Liebknecht in der engeren Wahl Bei der folgenden Wahl siegte Bebel im ersten Wahlgang Stunden; mit der Forderung der gesetzlichen Festlegung einer gefangen, die Hochöfen auszulöschen. Man erwartet, daß bis mit 4296 gegen 2317 Stimmen. Bebel's Wahlkreis war der achtstündigen Arbeitszeit sei zugleich die nach einer gründlichen Sonnabend von 83 Defen 70 außer Betrieb gefeßt sein würden. 17. sächsische( Glauchau- Meerane), Liebknecht's ber 19. sächsische Arbeiterschutz Gesetzgebung überhaupt verbunden. Hierfür trete London, 10. März.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".)( Stollberg- Schneeberg). Die Wahl zum konstituirenden Reichs die Arbeiterschaft der ganzen Welt am 1. Mai mit ein. Nachdem Die schottischen Bergleute, mit Ausnahme derjenigen von stündigen Arbeitstages eingehend erörtert hatte, ging er stellung des Betriebes abzusehen, statt dessen aber die Arbeit auf tag am 31. Auguſt 1867 statt. der Redner die Nothwendigkeit und Möglichkeit des acht- Sterlingshire, haben beschlossen, von einer allgemeinen Gin- tag fand am 12. Februar, die zum ersten Norddeutschen Reichszu einer Besprechung der zur Zeit bestehenden Arbeiterschutz 5 Tage in der Woche zu beschränken. C. 2. Robert Blum" von Wilh. Liebknecht, Berlag von Wörlein u. Ko., Nürnberg; Sie können die Schrift durch die Buchhandlung des Vorwärts" beziehen. = H Genosse Goßler. Auf Empfehlungen einzelner Personen können wir uns nicht einlassen. Gefeße der verschiedenen Länder über, wobei er Deutschland erst Cabig, 10. März. Der Prozeß gegen die Theilnehmer an Den vierten Platz, nach England, der Schweiz und Desterreich einräumen den anarchistischen Kundgebungen vom 1. Mai 1891 ist gestern fonnte. Der interessante Vortrag fand großen Beifall. An der zu Ende geführt worden. Alle Angeklagten wurden freigesprochen Diskussion betheiligten sich auch einige" Unabhängige", welche und sofort in Freiheit gesetzt; in dem Augenblick, wo sie das unter anderem die vom Vorwärts" gebrachte Kritik der Berliner Gerichtsgebäude verließen, veranstalteten ihre Genossen eine Straßenfrawaller tadelten. Sie wurden von den Genossen Schuh- Rundgebung gegen die Gendarmerie. Lettere machte von den geben. macher Klein, Frl. Baader und Kunert widerlegt. Es Waffen Gebrauch; einige Anarchisten wurden verwundet, mehrere gelangte dann folgende Resolution zur Annahme: verhaftet. n ( Depeschen des Bureau Herold.) Die Versammlung erklärt mit aller Energie gemäß dem Brüsseler Beschluß für den Achtstundentag, sowie für den Gelsenkirchen, 10. März. Der Verbands= Vorsitzende nationalen und internationalen Arbeiterschutz einzutreten; sie er- Schröder ersuchte die Bergleute, zum Nachtheile der streifenden tlärt sich am Maifeiertag zu betheiligen, in dem Bewußtsein der englischen Kameraden teine Ueberschichten zu machen. Solidarität des Proletariats der ganzen Erde." Mit dem Arrangement der Festlichkeiten wurden die Ge- tündigen Förderungsbeschränkungen und zehnprozentige Lohn noffen Schmidt, Griebentrock, Heryt, Weber, reduktion an. Klotowsty, Jerke und Friz Berndt beauftragt. Christiania, 10. März. Reichsadvokat Get veröffentlicht Verein für die Reform der Schule und Erziehung. Freitag, den in Morgenbladet" eine logisch und historisch begründete Dar11. März, Abends 8 Uhr, im großen Saal von Sanssouci, kotibuserstr. 4a, stellung des§ 5 der Reichsatte und des Wirkungskreises des öffentliche Bersammlung für Damen und Herren. Verein Berliner Gastwirths- Gehilfen. Mitglieder Bersammlung jeden zusammengefegten Staatsrathes, welche mit der Auffassung der 2. und 4. Freitag im Monat, Nachmittags 4 Uhr, bei Ehrenberg, Annen- norwegischen Regierung und des Storthings übereinstimmt. Paris, 10. März. Die Bergarbeiter von Carmaux haben fünf Schiedsrichter betreffs Vermittelung ihrer Ansprüche geftraße 14. Lese- und Diskutirklubs. Freitag, Karl Marr, Abends 8 Uhr, wählt. bet Grube, Mariendorferstr. 10. Westen, bei F. Kiging, Bülowstr. 52. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher Venedig, 10. März. Hier fanden in den letzten Tagen Männerchor, Schönhauser Alee 28, bei Kuhlmey.- Nord, Brunnen- mehrere Ansammlungen Arbeitsloser statt. Allgem. deutscher Sattlerverein. Sonnabend, den 12. März cr., Abends 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobftraße 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Millarg über Ernährung und Einkommen. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 265/12 Verein für die Reform der Schule und Erziehung. Grosse Volksversammlung Freitag, den 11. März, Abends 84 Uhr, im großen Saale von Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Vortrag von Dr. Bruno Wille: Der Atheismus und das Volksschul- Gesez. Diskussion. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. 1808b Konzerthaus ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Sonnabend, den 12. März 1892: Grosser Wiener Maskenball, veranstaltet vom 232/18 Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Um 12 Uhr Demastirung, großer tomischer Aufzug und Ueberraschungen, Verloosungen. Anfang 8 Uhr. Billets à 50 Pf. sind in den Zahlstellen: Blumenstr. 38 bei Hente; Oranienstr. 197 bei Mohn; Zehdenickerstr. 2 bei Ecke, sowie bei den bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. Verein der Wäschebranche. Am Sonnabend, den 12. März cr., in Nieft's Ballfälen, Weberstraße 17: Anfang 9 Uhr. Stiftungs- Fest, unter gütiger Mitwirtung des Gesangvereins Gleichheit Mitglied des Arbeiter- Sänger- Bundes) und verschiedener Spezialitäten. Herrenbillet 50 Pf., amenbillet 30 f. Arbeitslose Kollegen haben freien Eintritt. Der Vorstand. Die nächste Versammlung ist am Mittwoch, den 16. März cr., Abends 81/2 Uhr; bei Baster, Neue Königstr. 7. Bortrag des Herrn Henning über die Entstehung der Erde unter Vorführung verschiedener Tafeln. D. D. 349/10 Gegr. 1876. Hüte Teppiche in allen Arten und Größen kleiner Musterfehler wegen offeriren sehr billig. Portièren, Gardinen, Steppdecken in den geschmackvollsten Ausführungen zu anerkannt billigen 477M Preisen. Reste von Plüschen, Fantasiestoffen, Damasten und Ripsen, passend für Sophas und Garnituren, zur Hälfte des früheren Kosten preises. J. Adler Söhne, Teppichfabrik, Spandauer- Strasse 30, gegenüber dem Rathhause. Grosse Betten 12 Mk. ( Oberbett, Unterbett, zwei Rissen) P. C. H. 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März, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: Gemüthliches Beisammensein mit Tang. Anfang 8 Uhr. 184/8 Der Beauftragte. KRONEN GARN. 1822b SO., Lübbenerstr. 20 frol. Wohnung, Stube, Kch., Kll., Bod., Klof., all.Korr., 3.v. Arbeitsmarkt. Laufbursche für leichte Arbeit verl. 498M Kröbel, Sebastianstr. 79. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 60. Freitag, de» 11. Mär; 189I. 9. Jahrg. KoKal-Fiste für Krrliu. Folgende Lokale sind nicht zu haben: >. Wahlkreis. Kroll's Etablissenient, Sommerstraße. Zelt No. 1. Dräsel, Neue Friedrichstr. 35. - Brandenburger Haus. Mohrenstr. 47. Gustav Richter, Burgstraße 12.(Hotel König von Portugal.) Restaurant„Alt Berlin". Stralauerstr. 45. Gesellschaftshaus, Niederwallstr. 20. Äl l t st ä d t e r Hof, Kaiser Wilhelmstr., Ecke Neuer Markt. I>. Wahlkreis. Friedrich st ädtisches Casino, Märiens Fritdrichstr. 236. teinrich's F e st s ä l e, Blüchcrstr. 61. ch r ö d e r, Steglitzerstr. 18. Anhaltische Ressource, W. Süßer, Möckern- straße 114. Rothacker, Bellealliancestr. 5. Philharmonie, Bernburgerstr. Restaurant„Zur Lehmkute", am Kreuzberg(ver- längerte Katzbachstraße). I». Wahlkreis. Keller, Köpnickerstr. 96/97. Buggenhagen, am Moritzplatz. IV. Wahlkreis. Heiße, Skalitzerstr. 54. F i e b i g, Gr. Frankfurterstr. 27/23. Steffen, Landsberger Allee l50. Wenzel, Gr. Frankfurterstr. 99(früher Krüger). A l h a m b r a, Wallner-Theaterstr. 15. Zech's Säle, Alexanderstr. 270. Königstadt-Kasino, Holzmarktstr. 72. König st ädtisches Kasino, Gr. Frankfurterstr. 76. Martini, Gr. Frankfurterstr. 47. V. Wahlkreis. Schweizergarten. B r ü h n i n g, Grand-Hotel. Siemund, Linienstr. 9. N e u m a n n, Linienstr. 19. Ahrens, Weinmeisterstr. 9. L i n d n e r, Rosenthalerstr. 1 2. Seinrich, Ballsalon, Joachimstr. on hallt, Friedrichstr. 112. Fiebig, Kleine Auguslstr. 14. Philipp, Rosenthalerstr. 38. 0 D i e s e n e r, Landsbergerstr. 40. VI. Wahlkreis. Puhlmann, Schönhauser Allee. K alb o, Berliner Prater, Schönhauser Allee. Bor st ädtisches Kasino. Ackerstr. 144. A r t u s h 0 f, Perlebergerstr. 23. Wilhelnishos, Alt-Moabit. S ch w a r tz, Hohenzollern-Saal, Bandelstr. 35. Schulz, Stettinerstr. 57. Ww. Schirm, Badstr. 19. Gottschalk, Badstr. 23. Germania-Festsäle(Inhaber Stein), Chausieestraße. Marienbad, Gesundbrunnen. Moabiter Kasino, Wilsnackerstr. 63. Cothmann, Brunnenstr. 34. Biktoria-Ballsalon, Brunnenstr. 145. Frölich, Schönhauser Allee 161. Wir bitten die Genossen, aus diese Liste besonders zu achten. Ihre Säle unentgeltlich herzugeben, haben ferner folgende Wirthe mit Namensunterschrift bescheinigt: H. Krieger, Wasserthorstr. 63. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Deutscher Hof, Lnckauerstr. Di« hier veröffentlichten Veränderungen werden von Seiten ber Mitglieder der Lokalkonimission auf die in den Lokalen aus- gehängten Listen'nachgetragen werden. Event. Streitigkeiten mit Wirthen sind den Mitgliedern der Lokalkommission mrtzutheilen, alle anderen Veröffentlichungen er- siiche» wir unbedingt zu Unterlasten, da die Kommisston erst alle Streitfragen prüfen muß, um die Verantwortung übernehmen zu können. Die Lokalkommission. I. A.: Julius Wernau, Rosenstr. 30. Lokalliste für die Umgegend Berlins. Um den Parteigenosten der Umgegend Berlins eine leichtere t>nd bestere Agitation für unsere Partei-Jnteressen z» ermög- «chen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigenossen bei A.isflügen, Partien je. folgende Lokalitäten zu empfehlen und »u ersuche», daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt werden, oainit durch den Druck der Verhältnisse alle noch harlnäckig sich 'weigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den Arbeitern zu Versammlungen öffnen. Kreis Teltow-BeeSkow-Charlottenburg. Adlershof: Wiedemann und Manofsky. Albrech Heller. Zu empfehlen: Miserra(Restaurant). Kuhle (Restaurant). � Britz: Gebr. Walter's Rosen- Seeterrasse. Chanstee- straße 69/70. R u d 0 l f's Restaurant(Ww. Müller), Chaussee- straße 89. C h y m e r k's Restaurant(Zum alten Gasthof), Ehausteestr. 18. A d a m's Restaurant(Buschkrug). G ü ldner's Restaurant, Rudower Chaussee 66. „ Charlottenburg: Bismarckhöhe. Wilmersdorferstraße. Ecke Bismarckstraße. Gambrinus-Brauerei. Wallstraße. Bären-Brauerei. Spreestr. 3. Brauerei Spandauer Berg. Rothe, Kantstr. 114. Friedenau: Spremberg(Kurhaus). � Grünau: R 0 b. S ch m i d t, Köpcnickerstr. 108(Grünauer 'llolkc garten).„Rathshalle"(G. Hecker), Friedrichstr. 1. Johanuisthal-Nieder- Schönweide: A. Senftleben (Borousfia-Brauerei).„Vorwärts" und„Volksblatt" liegen aus folgenden Wlrtben:Siebenbaum, Strecker, Thiele, v' n z e. •.Köpenick: Kein Saal. Klein. Gerisch, Kautsch llstd fernerhin nicht als gesperrt zu betrachten. Wir verweisen °>e Genosten auf den letzten Lokalbericht im„Volksblatt", sowie auf die Lokale in AdlerShof und den anderen Nachbars orte». Marieudorf: Zu empfehlen: Hilgert, Rockel, Stolzenburg, Schramm, Graf. e> Groß- Lichterfelde: G r u n 0 w's Restauraut, Nachfolger A... �staldt. Ferner zu empfehlen: A. Hamm, Restaur. «-Abraham, Restaur. Otto Zöllner, Zigarrengeschäft, �antwitzerstraße. <»,. Nowawes; Kein Lokal. Zu empfehlen: H. B a t h e, �drrchstr. 1. R-in ick el, Wallstraße. Gärtner. Wall- S i.�'kder-Schönweide: Borussia-Braueret. Zu empfehlen: �benbaum, Restaurant. Nixdorf: � Bergschloß- Brauerei, Hasenhaide. Vereins- brauerei, Jägerstraße. M a u e' s Variets- Theater, Herinann- straße 18. Kummer's Salon, Berlinerstr. 136. Hoff- mann's Festsäle, Bergstr. 133. Nieseg k's Salon, Berg- straße 129. B arta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße 120. Stolzenburg's Kaiser Wilhelmsbad, Canner Chaussee. Wiersing's Salon, Knesebeckstr. 77. Würschmidt's Salon, Knesebeckstr. 16. Rudow: Kein Lokal. Schmöckwitt: Restaurant„Seglerschlößchen". Restaurant „Zur Palme"(K u r r a s). Schmargendorf: Wirthshaus Schmargendorf, Paul K ü b l e r, Warnemünderstr. 6. Steglitz: Restaurant„Zur Börse". Schloßstr. 66a. Schöncbrrg: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64—65. Tcmpelhof: Kein Lokal. T reptow: Z 0 r n 0 w' s Restaurant Ben d„e r' s Nestau- rant. I a c 0 b' s Restaurant. N i t s ch' s Restaur nt. H e n z e, Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Volksgarten. H. K ü m p e l, Alter Treptower Weg. Waunsee: Wirthshaus Wannsee(Beelitzhof), Schröder Wilmersdorf: Die Lokalkommission macht die Genossen von Berlin und Umgegend, welche Wilmersdorf besuchen, darauf aufmerksam, daß folgende Wirthe ihre Säle unentgeltlich zu Ver- sammlungcn hergeben. M ö l t e r' s Volksgarten, Berlinerstr. 40, S ch u l z e' s Restaurant, Berliner- und Augustastraßen- Ecke, Viktoria-Garten, Wilhelmsaue, P i e t s ch' s Volksgarten. „Volksblatt" und„Vorwärts" liegen bei genannten Wirthen aus; ferner liegt das„Volksblatt" und„Vorwärts" bei G r ä tz, Brandenbnrgischcstr. 106, aus. Zehlendorf: Kein Saal vorhanden. Zu empfehlen: W a r n i t e, Teltowerstr. 23. K ä h t e, Hauptstraße. Haupt, Potsdamerstraße. Kreis Nieder-Barnim. Bernau: Richter, Elysium. Junker, Schützenhaus. Zu empfehlen: Feder, Bcrlinerstraße,„Zum Kronprinzen". Kluge, Kronenstraße. Tonn, Berlinerstraße. Z e r n i k 0 w, Tuchmacherstraße. Wagner, Königstraße 146. G. Beeger, Königstraße, am Markt. A. Gary, Wallstr. 2. Buckow, Weinbergslr. 16. Hering, Mühlenstr. 4. Friedrichsberg: S p i tz i g' s Vallsalon, Franks. Allee 193. M ü l l e r' s Kronprinzen- Garten, Chaussee Nr. 3. West- p h a h l' s Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee. S u s 0 t t' s Salon, Franks. Alle« 176. Friedrichsfelde: Kein Saal. Zu empfehlen: Momber, Wilhelmslraße. Kamerun, Frankfurter- Chaussee. Müller, Berlinerstraße, Ecke Schloßstraße. Friedrichshageu: Waldhaus(E. Schmidt). Gesellschafts- Haus(F. K e st i n). Restaurant A. Blanke. Eiskeller(R. Richter. Restaurant C. Conrad. Brauerei- Ausschank F. Wolf. Bad Bel�evue(F. Wulff). Seeschlößchen(E. Schultz«). Fischerhütte(Kemperling). Restaurant G. W ö h l e r t. Restaurant B a n d e l 0 w. Müggelschlößchen(Zibolsky). Restaurant„Waldkater"(Kautsch). Kaiserhof(W. Schmidt). Wilhelmsbad(Schönknecht und Zimmermann). Fritz Lerche, Am Rundtheil. Bertha Schulze. C.Böttcher. A. St ö st e l. C. P e tz n i ck. E. Wandrey. C. Magdeburg. W. B e r e n st e ch e r. W. K u r f i s. A. Ralow. D a in i s. E. Jones(Ravenstein). Z a d e m e k. Lichtenberg: Schwarz' Konzert-Garten. K i r ch b a ch, Prinzen-Allee 9. Liebenthal: Gastwirth Thiele. Hohen- Schönhansen: Rich. Schiele's Restaurant. I a e n i ck e, Restaurant. Zu empfehlen: Kuß, Groß- mann, S 0 ni m e r. Hohen- Nenendorf(an der Nordbahn): S ch m 0 h l' s Restaurant. Malchow: L in d e cke. Nieder-Schönhausen:„Elysium"(G r 0 ß j e a n), Linden- straße 25. Noch zu empfehlen: H e in p e l, Restaurant, Buch- holzerstraße 8. Oranienburg: Restaurant„Waldhaus". Pankow: W. Borchardt, Schulzcstr. 27, an der Nord- bahn. M i l k e, Kaiser Friedrichstr. 70/71. P r 0 b r 0 ck, Kreuz- straße 7. Blauermel, Mühlen straße(Ecke Florastraße). Frau Schröder, Wollankstr. 122. Stralau. Zu Versammlungen sind folgende Lokale zu haben: Gräfl. Reischach'sche Brauerei. W i l h. G a st e r j u n., Restaurant. Alte Taverne. Rummrlöbnrg: B 0 r ch m a n n, Hauptstraße. W e i g e l's Ballsalon, Türrschmidstraße. Walter, Hanptstr. 15. M ü l l e r, Neue Prinz Alberlstraße. Rummel,(Weg nach der Köpnicker Haide). Rüdersdorf(Kalkberge): Gasthof„Zur Berghalle." Reinickendorf: B ö l t ch e r' s Seeschlößchen, Markstr. 1/2. L ü d i ck e, Amendestraße 1. H. B u d e w i tz, Hausotlerstraße 4. Neubauer, HauSotterstr. 81. B e n k e, Nordbahnstraße 1. Karus, Residenzstraße 101a. Geb«(er, Provinzstr. 45. Teichert's Ze»tral-S chntzenhaus, Scharnweberstr. 4. M a r k's Restaurant zum Feu erwerker, Scharnweberstrahe. G ö r d e' s Waldschlößchen, Wald- und Eichbornstraßen-Ccke. Maurer, Hoppcstr. 25. F r. B u d e w i tz, Residenz- und Amendestr.-Ecke. Schönholz: Schloß Schönholz. Schöneiche: C. Pedal. Tasdorf(15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof „Zum deutschen Hause." Tegel: S ch u l tz' s Restaurant(früher Lindenberg), Schloß' straße 7—8. Weistensee: W e i ch e r t, Gustav-Adolsstr. 142. H ä h l i n g, LanghanSstr. 106. E r h a r d t, Langhansstr. 126. D n f e- dann, Charlottenburgerstraße 150. C l e b s, Charlottenburger- und Rölkestraßen- Ecke. Seng b eil, Königs-Chanssee 49. Dewein's Gesellschastshaus, Königs-Chanssee. Sternecker' Brauerei. Wilhelmsberg: Restaurant„Wilhelmsberg"(T r i n k a u s) S ch ö l z e l' s Seeschlößchen(früher„Zum Fürsten Wolfgang") an der Landsberger Chaussee. Voigt. Ferner zu empfehlen: Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. Alt-Landsberg: Neubauer. Kreis Ober-Barnim. Biesenthal: Restaurant W e r n i g k. Eberswalde: Restaurant„Zur Mühle". Freienwalde: Gasthof„Zum goldenen Anker". Strausberg: Restaurant Fr. Krüger. Kreis PotSdam-Osthavelland. Potsdam: Brandenburger Kommunikation 16. Velten: W. G r u n 0 w, Wilhelmstr. 19. C. Schröder, Breitestr. 7. Ferner liegt der„Vorwärts" und das„Volksblatt" aus bei Beyer, H. Zemlien, I. Müller, H. Kettner, L. Schulz, L. Arendt, C. Wendland, R. Stümer, W. K ersten. Marwitz bei Velten: W. N 0 e l t e(Saalinhaber.) Spandau: Spandauer Bock. Ter Vorwärts liegt aus bei Hoppe, Schönwalderstr. 48, R a d k e, Neunerstr. 5. Nauen: Der„Vorwärts" liegt aus bei E r n st D e m u t h. Die Lokalkommissionen der Umgegend von Berlin werden ersucht, bei etwaigen Reuerungen resp. Veränderungen dieser Liste dieses sofort den Unterzeichneten mitzutheilen. I. A.: Die Lokalkommission. I. Wernau, Rosenstr. 30. W. L 0 ck, Friedrichsbergerstr. 11. O. Zabel, Frankfurter Allee 90. Soziktle Llelrerftchk. Metallarbeiter Verlins! Als vor Jahresfrist die koalirte» Unternehmer unseres Ge- werkes ihr sauberes Komplott verrathen, der Oesfentlichkeit preis- gegeben sahen, wußten sie zu ihrer Vertheidigung nur zu sagen, daß ihre Vereinigung nur den Zweck habe,„einseitige Lohn- regulirungen" zu verhindern. Sie stellten sich also auf den Standpunkt, daß Lohnregulirungen nur unter Zustimmung beider Theile vor sich gehen dürfen. Wie die Herren diese ihre Theorie in der Praxis ausführen, könnt Ihr jetzt am eigenen Leibe verspüren. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht aus den Zieihen der Metallarbeiter Klagen über Lohnreduktionen an uns gelangen. Rücksichtslos nützt das Unternehmerthum die wirthschaflliche Misere aus, schmälert das ohnehin karge Ein- kommen der Arbeiter noch mehr. Wie stark der Druck nach unten ist, erhellt am besten aus der Thatsache, daß Arbeiter, welche durch Jahre hindurch alle Plackereien und Zwackereien geduldig ertragen haben, die stumpf und ohne das Verlangen nach Fühlung mit ihren Gewerksgenossen dahin- lebten, sich aufbäuiyen über die maßlos„einseitigen Lohnregulirungen" der Unternehmer. Nachdem erst vor einigen Wochen eine partielle Arbeitseinstellung in der„Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft" erfolgt ist, haben am vergangenen Sonn- abend wiederum die Schlosser, Schmiede und Hilfsarbeiter der Kammerich'schen Fabrik die Arbeit niedergelegt. In beiden Fällen handelte es sich um die Abwehr rücksichtsloser Lohn- reduktionen. Die näheren Umstände, welche die Arbeits- niederlegung in der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschast herbei- geführt haben, sind bereits bekannt, und über die Verhältnisse, welche in der Fabrik von Kammerich herrschen und von den dort arbeitenden Kollegen Jahre hindurch ertragen wurden, wollen wir hier nicht reden, da sie in der, am kommenden Sonntage im Weddingpark stattfindenden Versammlung genügend beleuchtet werden dürsten. Wichtiger ist die Frage, was angesichts der immer schwieriger sich gestaltenden Situation geschehen soll. WolltJhr derWelt wirklich das Schauspiel bieien, daß Ihr als Angehörige eines Gewirkes, nach dem unser Zeitalter den Namen das eiserne führt. Eure Lebenshaltung wider- standslos. herabdriicken laßt? Ist es nicht tief beschämend, daß wir kürzlich konstatiren mußten, daß von je 20 Berliner Metall- arbeitern kaum 2 organisirt sind! Und daß diese Zahlen in der That tppisch sind, ist durch die Arbeitseinstellung bei Kammerich drastisch bewiesen worden. Durch solch' sträfliche Pflichtvergessen- heit sind wir natürlich außer Stand gesetzt. Denen helfend, rettend beizuspringen, die infolge ihres Widerstandes gegen die maßlosen Ausbeutungsgelüste des Kapitalismus auf das Pflaster geworfen werden. Ist bei der gegenwärtigen wirihschaftlichen Lage auch an Jnszenirung von Abwehr« streiks nicht zu denken, so wäre es bei regerer Be- theiligung an der Organisation dennoch möglich, wenigstens die Ausgesperrten vor dem völligen Elend zu bewahren. Wir rufen Euch daher nochmals zu: Agitirt, organisirt, rüttelt die Gleich- giltigen auf und reiht sie unserem Verbände ein! Die sich«lehrenden Arbeitseinstellungen»wingen uns aber auch, den Mitgliedern gegenüber streng aus die Befolgung der statutarischen Bestimnurngen zu dringen. Demgemäß erklären wir hiermit, daß wir in Zukunft bei Arbeitseinstellungen, die entgegen dem klaren Wortlaute des Statuts ohne Kenntniß und Billigung des Vorstands resp. der Fachkommission unternommen werden, Unterstützungen nicht mehr gewähren können. Der Vor st and des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. A« die Lithographen, Steindrncker und Berufsgenosse« Deutschlands. Kollegen! Immer und immer wieder richten wir an Euch die Mahnung, dem Worte unseres Vorkämpfers K. Marx: „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" Folge zu leisten und der im April v. I. gegründeten Organi- sation obengenannter Berufszweige beizutreten. Wohl haben wir schon eine größere Mitgliederzahl zu verzeichnen(diese beträgt bis jetzt nahe 4500), aber noch immer stehen dem Verein sehr viele Kollegen vollständig fremd gegenüber, ja selbst in einzelnen Städten hat man noch nicht einmal eine Ahnung von der Existenz eines solchen Vereins, daher sei auch an dieser Stelle der Ruf:„Organisirt Euch!" erhoben. Oftmals liegt es nur an der Anregung; darum thue ein jeder Einzelne seine Schuldig- keit, trete sofort dem Verein bei und agitire für denselben un- ablässig. Ter wöchentliche Beitrag beträgt 15 Pf.(mit„Gratis"- Lieferung des Fachorgans), das Einschreibcgeld 50 Pf. Der Zweck des Vereins ist die Verbesserung der Lebenslage der Kollegen im Allgemeinen. Kollegen! Wir fragen Euch: Ist denn Eure Lebenslage nicht der Verbesserung bedürftig? Wenn ja, dann handelt danach, und auch derjenige, welcher noch in guter Stellung sich befindet, sorge durch den Verein dafür, daß es nicht schlechter werde. Vielfach hören wir die Kollegen sich darüber veklagen, daß die Löhne rapid zurückgehen und die Arbeitszeit immer mehr verlängert wird, aber die Kollegen werden sich nicht klar, wie einem Herabsinken der Löhne gegenüber den immer mehr vertheuerten Lebensmittelpreisen Einhalt zu gebieten ist. Der Unternehmer sagt einfach:„Die Arbeit geht schlecht, ich ver- diene nicht mehr so viel als früher; daher, Arbeiter, werde ich Deinen Lohn kürzen. Obwohl die Arbeitslosigkeit immer mehr um sich greift, wird die Arbeitszeit verlängert. Hier geregelte Zustände zu schaffen, muß uns unsere heiligste Aufgabe sein; wir wollen nicht haben, daß den Kollegen gar zu oft nicht einmal das Allernothwendigste zum Leben geboten wird, jeder Einzelne hat das Recht und die Pflicht, so viel zu beanspruchen, daß es ihm möglich ist, für sich und seine Familie sorgen zu können, wie auch Staat und Kommune gerecht zu werden. Der Einzelne ist nicht im Stande, für sich eine dauernde Verbesserung herbeizuführen, wohl aber die Gefammtheit, eine gut geschlossene Organisation. Trete also ein Jeder derselben bei und führe ihr immer neue Mitglieder zu. Die Kollegen aller Städte sind ver- pflichtet, der Organisation anzugehören; in solchen Städten, wo der Verein noch keine Verbindung hat, wende man sich an den unterzeichneten Borsitzenden, derselbe giebt gern jede gewünschte Auskunft. Otto Sillier, Steindrncker, Berlin 3., Gräfeftraße Nr. 77, 3 Tr. An die Frauen«!,d Mädchen Berlins und Umgegend! Die uuterzeichuele Kommission wendet sich hiermit mit dem Vorschlage an die Frauen und Mädchen Berlins und Umgegend, einen„Fratz kn�Bildungsver ein für Berlin und $ " Umgegend" zu gründen, um auch den nicht direkt gewerblich| Arzt zu behelfen, bis ein neuer beschafft sei. Ob dieser Streit 4. die Entschädigung der Delegirten gleich nach Prüfung der thätigen Frauen Gelegenheit zu geben, sich zu vereinigen und den Sozialdemokraten auch in die Schuhe geschoben wird, diese Mandate zu begleichen; 5. die Vorsitzenden der Filialen haben fortzubilden. Aufgabe des Vereins wäre es, durch Vorträge aller Frage ist nicht ohne weiteres zu entscheiden, denn den sächsischen darüber zu wachen, daß im Ort keine zweite Filiale sich bildet; Art, die in den vielleicht alle 14 Tage regelmäßig stattfindenden Ordnungsblättern ist so ziemlich jede Albernheit zuzutrauen. 6. der Hauptvorstand ist verpflichtet, Namen und Wohnung der Bersammlungen desselben gehalten würden, die Bildungsstufe Vertrauensleute vierteljährlich zu veröffentlichen; 7. Rechtsschutz seiner Mitglieder zu erhöhen. Es ist dies eine um so bes Sehr gut wird in einem Artikel der Grenzboten" ist zu gewähren, wenn Aussicht auf Erfolg vorhanden, doch hat deutungsvollere Aufgabe, als gerade die die Tattit der meisten Behörden und der Presse die Filiale zu entscheiden; 8. Statistit und Zusätze. Kollege Frauen in hervorragendem Maße berufen sind, gegenüber dem Nothstand geschildert. Diese Zeitschrift Feldmann führte hierauf noch an, daß die Delegirten auch die die heranwachsende Generation zu erziehen. fagt in einer Besprechung der Berliner Krawalle: Unterstützung der arbeitslosen Kollegen sowie die Reise- Unters Die zu haltenden Vorträge müßten sich befassen mit den wirth-" Der Nothstand mag nun die Ursache der Ausschreitungen: stützung und das Herbergswesen zur Sprache bringen sollen und schaftlichen Zuständen, der Literatur, den gewesen sein oder blos den Vorwand abgegeben haben, jedenfalls die Kosten der Generalversammlung der Hauptkasse aufzuerlegen neuesten Ergebnissen der Naturwissenschaften müssen sie unsere Blicke auf ihn lenken. feien. Betreffs des Stiftungsfestes wurde ein Vergnügungskomitee und, soweit dies gesetzlich zulässig ist, mit öffent= Die Behörden leugnen ihn. Sehr natürlich! von neun Mann gewählt. Die nächste Mitgliederversammlung lich rechtlichen Dingen. Selbstverständlich würde Denn geständen sie ihn zu, so würden sie sich findet am 14. März statt. die Behandlung von Fragen besonders berücksichtigt werden verpflichtet fühlen, auf Mittel dagegen zu müssen, die speziell in das Leben der Frau eingreifen. Der finnen, und da würde guter Rath theuer sein. Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der in Verein würde eine überaus nothwendigen Er Die bürgerliche Presse leugnet ihn nicht minder. der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgänzung der bestehenden Berufsvereinigungen der Frauen und Ebenfalls natürlich. Denn la libre concurrence, c'est le mono- genossen beschäftigte sich am 1. März mit Lohnstreitigkeiten, Männer darstellen. Wir haben nun zum 15. März nach den pole, wie Proudhon sagt, im Zeitungswesen so gut wie überall. zu welchen es in den Werkstätten von Krüger und von Elges Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine öffentliche Bersammlung Die großen Beitungen stehen im Dienste von gekommen ist. Herr Sch me dice legte den Sachverhalt dar. einberufen, in welcher der von uns gemachte Vorschlag gründlich Kapitalisten, und diese müssen den Nothstand Es sind danach im Laufe der letzten zwei Jahre bei jener Firma diskutirt und eventuell die Gründung des Vereins vorgenommen leugnen, um die Löhne zu drücken und die Noth wiederholt Lohnabzüge zu verzeichnen gewesen, so daß die vor werden soll. Wir ersuchen die Frauen und Mädchen Berlins wendigkeit einer Umgestaltung der Produktion diesem Zeitraum erfämpfte Lohnerhöhung von 10 pet. wieder und Umgegend, recht zahlreich in dieser für sie so äußerst leugnen zu können." verloren gegangen ist. Jetzt nun, wo eine in der chirurgischen wichtigen Versammlung zu erscheinen. Das Nähere über dieselbe Branche sonst nie gekannte Arbeitslosigkeit herrscht, wird noch im Vorwärts" durch Annonce und durch Plakate an Herrn Eugen Richter. Aus Buchholz i. S. berichtet man s Kapitalistisches Gegenwarts Bild, zu Händen des wo andere Fabrikanten nur halbe Tage, 6, 7 und den Anschlagfäulen bekannt gemacht. Stunden täglich arbeiten lassen, sucht Herr Krüger Die Agitationstommission für die Frauen der Sächsischen Arbeiter- Zeitung":" Ein biesiger Posamenten- die ebenfalls Dor zwei Jahren erfämpfte neunstündige Deutschland 3. Berleger übergab kürzlich zwei Arbeiterinnen die Verfertigung Arbeitszeit wieder auf 10 Stunden zu erhöhen. Die betreffenden von 5,40 Meter Schmelzfrausen( per Meter 280-300 Fransen Arbeiter antworteten mit der Arbeitsniederlegung. Anders verZum Gewerkschaftskongres. Wir machen nochmals darauf von 12,5 Bentimeter Länge). Die Arbeit wurde von den zwei hält es sich bei der Firma Elges, deren Inhaber, Herr Goldaufmerksam, daß die Anmeldung der Delegirten nicht bei der geübten Arbeiterinnen in 2/2 Tagen bei einer täglichen Arbeits- schmidt, seinen Arbeitern erklärte, sie könnten, anstatt wie in Lokalkommission in Halberstadt, sondern bei der Generalfommission zeit von 15-16 Stunden vertiggestellt. Wer beschreibt aber das legter Beit sechs Stunden, nun wieder volle Tage arbeiten, da in Hamburg zu erfolgen hat. Von hier aus wird für die Be- Entfeßen der abliefernden Arbeiterin, als sie für die ganze eine Bestellung gekommen sei; nur sollten sie ihm entgegenschaffung von Logis u. f. w. gesorgt. Nur wenn einzelne Dele- Arbeit den Lohn von 1 m. 40 Pf. erhielt! Das ist ein kommen, indem sie auf 5 von den 10 pet. verzichten, welche girte besondere Wünsche bezüglich des Logis haben, wollen sie Stunden Iohn von noch nicht 2 Pfennigen." ihnen vor zwei Jahren bewilligt worden sind. Er berief sich fich an den Vorsitzenden der Lokalkommission, Herrn R. Dahlen, Die Krisis in der Thüringer Griffelindustrie dauert Theil die Prozente überhaupt nicht mehr bezahlten. Herr Golddabei auf die Konkurrenz der anderen Fabrikanten, welche zum Bürstenfabrikant in Halberstadt, wenden. Sodann weisen wir nochmals darauf hin, daß die Halberstadter Gewerkschaften zu noch an, mit dem Unterschied zwar, daß die Verwaltung der schmidt stellte es seinen Arbeitern anheim, über seine Forderung Ehren der Delegirten für Sonntag, den 13. März, Abends, einen Herzoglich Sachsen- Meiningen'schen Schieferbrüche die Schleuder zu berathen, den Vorstand der Vereinigung darüber zu hören Rommers arrangirt haben. preise abgeschafft hat und seit Mitte Januar d. J. 1000 Stück Griffel mit 1 Mark verkauft. Die Lage des Griffelmachers ist und ihm dann Bescheid zu bringen. Auch wollte er den Beschluß der öffentlichen Versammlung abwarten. An der Diskussion, aber dabei eine unverändert traurige. Der Arbeitslohn ist allgemein auf 75 Pfennig per Tausend beschränkt geblieben, in welche diesen Ausführungen folgte, betheiligten sich auch mehrere der Streikenden. Alle Redner traten energisch für die Forts einzelnen Orten ist er sogar auf 72 Pfennig heruntergefeßt fetzung des Streits bei Krüger ein, dessen sonstiges Verhalten worden, und mehr als 20 000 Stück darf eine Griffelmacher: feinen Arbeitern gegenüber, gleich dem des Wertführers, einer Familie die Woche nicht liefern. Mehrmals sind die betheiligten scharfen Kritik unterzogen wurde. Betreffs der Goldschmidt'schen Arbeiter bereits bei dem Ministerium in Meiningen wegen ihrer Forderung wurde ebenso energisch und allgemein dafür eingetreten, daß dieselbe auf jeden Fall zurückzuweisen sei. Beschlossen wurde betreffs der ersteren Angelegenheit, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, als bis die alten Bedingungen vom Fabrikanten wieder anerkannt werden; betreffs der letzteren beschloß man, unentwegt an den bisherigen Arbeitsbedingungen festzuhalten. Nach einem weiteren Beschluß sind die arbeitenden Kollegen verpflichtet, die Streifenden nach besten Kräften zu unterftüßen. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt. Die Regelung der Unterstützung wurde den drei von den zwölf ausstehenden Personen übertragen, welche die Unterhandlungen mit Herrn Krüger gepflogen haben. Dann gelangte die bekanute Peus- Resolution zur einstimmigen Annahme und hierauf wurde die Vers fammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. " Die Verhandlungen des Kongresses beginnen am Montag, den 14. März, pünktlich Morgens 9 Uhr, im„ Odeum". Die Lokalkommission hat während der Dauer des Kongresses im Bentralhotel"( erstes Haus links vom Bahnhof) ein Wohnungsbureau eingerichtet und können die Delegirten hier jede Austunit erhalten. Zum Empfange der Delegirten werden Mitglieder der Lokalkommission zu jedem Zuge am Bahnhof sein. Die Komiteemitglieder tragen eine weiß und rothe Schleife. Vom 10. bis 19. März find alle Zuschriften für die „ Odeum". Generalkommission zu richten an E. Legien, Halberstadt, im Wir ersuchen nochmals, uns unverzüglich die Namen der gewählten Vertreter aufgeben zu wollen. Die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands. G. Legien, Hamburg, St. Georg, An der Koppel 79 I. trostlosen Lage vorstellig geworden. Kapitalistische Entbehrungslöhne. Die Brauerei zum Felsenkeller in Dresden zahlt auf das vorige Jahr 28 pet. Dividende. Zur Sonntagsruhe. Wie das„ Saalfelder Volksblatt" mittheilt, ist für Rudolstadt und für das Land der Geschäftsschluß an Sonn- und Feiertagen von Nachmittags 3 Uhr ab ins Auge gefaßt. In München beantragten die Vertreter von fieben tau männischen Korporationen beim Magistrat den vollständigen Geschäftsschluß an Sonntagen: die große Mehrheit der Geschäftsinhaber bejürchte davon keinen Nachtheil. Das allgemeine 8 Stunden- Gesetz( General eight hours Bill), welches der englische Sozialist Cunninghame Grab a m im Unterhaus eingebracht hat, ist kurz und deutlich. Es lautet: Ausnahmen kann der Staatssekretär nur dann gestatten, wenn sich die Arbeiter durch Majoritätsbeschluß bereit erklärt baben, in eine zeitweilige Verlängerung der Arbeitszeit einzelner Branchen oder Beschäftigungen einzuwilligen. Unternehmer oder deren Ausseher, welche ihre Arbeiter dazu verleiten, oder wissentlich dulden, daß dieselben länger als acht Stunden arbeiten, werden mit 200 M.( str. 10), im Wieder holungsfalle nicht unter 2000. bestraft." Quartalsbeitrag der A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Zollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 13, I. Versammlungen. " Die meisten die Zur Nachahmung empfohlen! Die Bäckermeister und Bäckergesellen vom Gewerbegericht in Frankfurt a. M. haben eine Sigung abgehalten, um sich über die Festsetzung der Sonntagsruhe zu einigen. Den Vorsitz führte ein Mitglied des Magistrats. Der Vorsitzende erläuterte zunächst die Vorschriften über die Sonntagsruhe, insbesondere die§§ 105c und Schriftgießerei- Hilfsarbeiterinnen hielt am 29. Februar In einer öffentlichen Versammlung der Schriftgieker und e. Der Bäckergehilfe Augthun führte aus, daß nach dem Wortlaut dieser Bestimmung dem Gesetze genügt werde, wenn Das Gesetz bestimmt, daß nach dem 1. Januar 1893 Nie- Herr Julius Türk einen interessanten, mit lebhaftem Beifall die zwölf Tagesstunden des Conntags frei blieben, da die Bäcker mand arbeiten soll oder veranlassen oder auch nur gestatten darf, hierüber fand nicht statt. Dagegen zeitigte der zweite Punkt der aufgenommenen Vortrag über Frauenbefreiung". Eine Diskussion aber Sonnabends Nachts bis Sonntags früh und von Sonntags daß irgend eine andere Person arbeite, sei es auf See oder Land, Tagesordnung:" Wahl von 3 Hilfsarbeiterinnen zur Ergänzung Abends bis Montags früh zu arbeiten hätten, bedeute dieses die in irgend welcher Eigenschaft, unter feinerlei Rontraft der Agitationstommission", eine sehr lebhafte und lange Debatte, gänzliche Abwesenheit jeder Sonntagsruhe in ihrem Gewerbe, oder Vereinbarung oder Arbeitsvertrag, oder für persönliche und zwar darüber, in welcher Weise die Schriftgießerei- Hilfs Daß eine längere Ausdehnung der Sonntagsruhe, beziehungs Dienste( also auch giltig für Dienstboten) an Land oder See- arbeiterinnen in Zukunft zu organijiren feien. weise ein früherer Schluß der Sonnabends Nachtarbeit ausgenommen bei Unglücksfällen länger als 8 Stunden von Redner, darunter eine Dame, sprachen sich für den und ein späterer Beginn der Montagsarbeit sehr wohl 24 oder mehr als 48 Stunden in einer Woche." Anschluß der Hilfsarbeiterinnen an Den Schriftgießer möglich sei, bewiesen die jüdischen Bäckereien, die von Freitag verein aus; einige jedoch mit dem Vorbehalt, daß drei Damen bis Sonnabend Abend geschlossen seien. Man beschloß, Herrn in die Agitationskommission gewählt würden und es dieser dann Schmidt, Inhaber einer jüdischen Bäckerei, direkt zur Sigung obliege, alle weiteren Schritte zu thun, welche zu dem gewünschten einzuladen. Dann setzten die Bäckermeister Kißler, Dietrich und Zusammenschluß der Gießer und Hilfsarbeiterinnen führen. Philgus die besonderen Schwierigkeiten auseinander, welche beBuchdrucker Schmitt erklärte es für das Beste, die Arbeiterinnen züglich der Sonntagsruhe für das Bäckergewerbe beständen. Das sich erst selbst organisiren zu lassen und dann eine Vereinigung Frühstücksgebäck für Montags müsse am Sonntag Abend bemit denselben anzubahnen. Ihm wurde von verschiedenen Seiten gonnen werden, und der vermehrte Konsum am Sonntag gestatte widersprochen. Schließlich wurden drei Damen in fein Einstellen der Arbeit vor Sonntag früh; wollten die Bäcker Ein Beschluß betreffs der länger feiern, als von Sonntags Morgens 8 Uhr bis Abends Quittung über bei der Generalfommission der Gewerkschaften Agitationsfommission gewählt. 8 Uhr, so werde sich ihre Kundschaft bedeutend vermindern, viele Deutschlands in der Zeit vom 25. Februar bis 8. März 1892 Organisation wurde, da kein diesbezüglicher Antrag vorlag, nicht Familien würden sich ihren Hausbedarf durch Hausgebäck her eingegangene Gelder. Quartalsbeitrag des Verbandes der Land- gefaßt. Herr Siebert theilte als Mitglied der Bentral- Komstellen und im Uebrigen käme es für den Sonntagskonsum und gewerblichen Hifsarbeiter 60,-. Quartalsbeitrag des Ver- mission deutscher Schriftgießer den Anwesenden mit, daß ein ben Konditoreien und Gastwirthen und für das Montags- bandes der Schloffer und Maschinenbauer 48,-. Quartalsbeitrag Flugblatt, welches von dieser Kommission herrühre, in kürzester Frühstücksgebäck den auswärtigen Bäckereien zu gute. Man möge der Tabatarbeiter Deutschlands 425,-. Quartalsbeitrag der Beit zur Vertheilung gelangen werde. Außerdem wies er auf fich erfundigen, wie die Sache in anderen Städten, insbesondere Vereinigung der Kupferschmiede 78, die zur Zeit schlechten Verhältnisse im Schriftgießergewerbe hin. in Süddeutschland geordnet sei. Der inzwischen erschienene Herr Töpfer Deutschlands 250,-. Quartalsbeitrag des allgemeinen Ueberall sehe man, wie die Prinzipale diese Verhältnisse für sich auszunuzen streben, indem sie die Arbeitsbedingungen herabzu Schmidt hielt seine Geschäftsgepflogenheiten nicht für maßgebend, Sattlervereins 40,-. Hamburg, Schlüter, Schlump 3, drücken suchen und Diejenigen maßregeln, welche sich dagegen aufda das jüdische Publikum sich einmal daran gewöhnt habe, am Freitag und Sonnabend die sogen. Datscher zu essen, am Sonnlehnen oder gar für eine Besserung derselben eintreten. So seien in Berlin mehrere Gemaßregelte derzeit vorhanden, außerdem eine gegen abend also auf frisches Gebäck verzichte. Bäckergehilfe Apfel erklärte sonst bedeutende Zahl Konditionsloser. Diese Leute müßten dieses für richtig, aber die Gewohnheit des Publikums stelle teine unterstützt werden, ebenso der in Offenbach gemaßregelte Kollege Nothwendigkeit des Betriebes im Sinne des Gesetzes dar. Das Nockenbach, dessen dortige Mitarbeiter ihn im Stiche gelassen chriftliche Publikum werde sich ebenso wie das jüdische auch an hätten. Nach kurzer Debatte wurde hierzu Folgendes beschlossen: die Veränderung der Backweise gewöhnen, die durch die Den konditionslosen Schriftgießern Berlins ist aus freiwilligen Sonntagsruhe bedingt sei. Der Vorsitzende erklärte sodann auf Beiträgen eine Unterstügung zu gewähren. Die Regelung der die Anfrage des Bäckermeisters Dietrich, er glaube n icht, daß die Wirthe die für ihre Wirthschaft am Sonntage geback nen Waaren Eine öffentliche Holzarbeiter- Versammlung fand am selben, sowie die Festseßung ihrer Höhe ist dem Vorstande des zum Konfum in Privathäuser abgeben fönnten, er nehme an, 29. Februar statt. Die eingeladenen Ristenmacher, Stellmacher Schriftgießervereins übertragen, welchem auch zur Pflicht gemacht daß dieses unter§ 42a der Gewerbe- Ordnung falle, und frug und die an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter wird, den Kollegen Rockenbach in Offenbach zu unterstützen." an, ob durch wechselseitige Einigung der Bäcker erzielt werden waren nur sehr spärlich erschienen, auch kam es weder zur AbEine öffentliche Versammlung von Impfgegnern fand könnte, daß die Bäckereien abwechselud, anstatt am Sonntag, an ſtimmung über eine Resolution, laut welcher die Delegation für einem Werktag den Gehilfen einen freien Tag geben. Die Bäcker- den Kongreß in Halberstadt dem Delegirten Wolf mit über- am 1. März in den Arminhallen statt. Herr Volkmar legte in meister erklärten dies für unmöglich. Auf die weitere Anfrage tragen werden sollte, noch überhaupt zu endgiltiger Erledigung derfelben kurz die Wirkungen der Bockenimpfung dar, bemerkte, des Borsitzenden, wie lange der Arbeitsbeginn am Sonntag der angesetzten Tagesordnung:„ Stellungnahme zur Vereinigung daß alle Thierärzte darin einverstanden feien, daß sich Kubpocken Abend verschoben würde, wenn die Bäcker auf Grund gemein- dieser Gewerkschaften auf dem Kongres zu Halberstadt." Der in nicht nachweisen lassen, und betonte besonders, daß die Pockenfamer Einigung, die Montagsbrötchen erst um 8 Uhr fertigstellen Aussicht genommene Referent war nicht erschienen und die vielen impjung im frassen Widerspruch stehe zur Antisepsis, die für wollten, erwiderten die Bäckermeister, dieses bedeute wegen der Diskussionsredner vermochten angesichts des Kongresses nicht zu Wundbehandlung allgemein als nothwendig anerkannt ist. Die Zeit, die der Transport der Brötchen erfordern, einen vollständigen einem selbständigen Vorgehen bezüglich der Organisations. rage zu Bocken und also auch das Bockengist zögen Strophulose und Berzicht auf die Herstellung von Frühstücksbrötchen; das Publikum rathen. Bei allen den vertretenen Gewerkschaiten zeigte sich jedoch Zuberkulose nach sich. Der Gesundheitsstand der Armee zeige, werde sich damit nicht zufrieden geben. Die Bäckergesellen er die Sympathie für die Zentralisation und hoffte man allseitig wie groß der Prozentsatz der an diesen Krankheiten Verstorbenen flärten, ihnen sei hauptsächlich um hinausschiebung des von dem Kongres Beschlüsse, die zu Aller Vortheil sind. Die und der wegen derselben Entlassenen ist. Freilich in den Nach Arbeitsbeginnes am Sonntag Abend zu thun, derzeit seien am Bersammlung trug lediglich den Charakter eines umfangreichen weisungen über diesen Gesundheitszustand fehle die Rubrit Sonntag vielfach kaum 7 Stunden Pause. Bäckermeister Dietrich Diskutirabends und gelangte, wie erwähnt, zu keinem Er-" Pocken"; daher erkläre es sich, daß in einem Jahre unter rund glaubte eine Verzögerung des Arbeitsbeginnes bis 9 Uhr Abends gebniß. 16 000 verstorbenen oder wegen Krankheit entlassenen Soldaten sei wohl möglich, im Sommer könne der Arbeitsbeginn auch die Hälfte als anderweitig entlassen" aufgeführt werde; diese wohl noch etwas später stattfinden. Da am Sonntag Morgen welchem 29. Februar ſtattjand, verlas der Vorsigende einen Infolge der üblichen Bockenimpfung werde jest kaum ein Kind mehr In der außerordentlichen Versammlung der Kürschuer, anderweitig Entlassenen" seien in der That chronisch Erkrankte. um 6 Uhr auf Grund des Gesetzes die Arbeit jedenfalls beendigt Brief vom Hauptverſtand aus Hamburg, worin mitgetheilt geboren, das nicht an Strophulose leide. Nach dem Jumpfgeſet ſei es auf sein müsse, sei dieses immerhin eine Sonntagsruhe von 15 Stunden. Die Bäckermeister betonen hierauf nochmals ihre fladt gesendet werden solle, und zwar betreffs der Frage der Impfung zu befreien. Redner schloß mit einer Schilderung ben wurde, daß zum Gewerkschaftskongreß ein Delegirter nach Halber- Grund dieser Krankheit jedem Arzte möglich, ein Kind von der die Frage weiter mit ihnen zusammen zu erörtern. Die Bäcker- Gründung einer Union. Mehrere Redner betonten dagegen, daß Quälerei, welche man vornehmen müsse, um an einem Kalbe den Herr gefellen gaben eine Erklärung im gleichen Sinne ab, sie seien dem ben als was beim Verband der Fall, und dann sei die Dr. Grü well legte hierauf die innere Verwandtschaft der durch eine Union den Mitgliedern wohl mehr Kosten erwachsen Ausschlag zu erzeugen, der Ruhpocken benannt wird. Gewerbegericht und dem Oberbürgermeister dankbar, daß durch diese Besprechung der Anfang zu einer gemeinschaftlichen Er- Rürschnervereinigung noch so jung und hätte noch viel Arbeit Syphilis, Pocken, Scharlach, Diphtheritis, Bleichsucht und örterung gemacht fei; sie wüßten wohl, daß die anwesenden vor sich, um die fernstehenden Kollegen heranzuziehen; dem Influenza dar und führte aus, daß dem Genuß der Kartoffeln, Bäckermeister ebensowenig eine Verpflichtung für ihre Kollegen fegirte tönne nach Halberstadt gehen, doch folle es ihm überlassen Boden nicht in größerem Umange, als es in der That gefchicht, gegenüber würde die Union Zersplitterung bringen. Der De- infolge des Kaligehalts der letzteren, es zu verdanken ist, daß die eingehen tönnten, wie sie selbst. bleiben, wie er sich zur Union stellen wolle. Die Versammlung auftreten. Die anderen Krankheiten träten ja auch nach den Fest Aerztestreik. In Mittweiba stellten am 1. März cr. ftimmte dieser Ansicht zu. Hinsichtlich der bei der Generalver- ftellungen des Reichs- Gesundheitsamtes alle Jahre epidemisch fämmtliche Aerzte gegenüber den Ortskrankentassen ihre Thätigkeit fammlung zu stellenden Anträge hatte die Kommission folgendes auf. Die Versammlung nahm die Ausführungen beider Redner ein und verweigerten selbst bei schweren Krankheitsfällen ihre normirt: 1. Aufnahme der weiblichen Personen in den Verband mit großem Interesse und Beifall entgegen und stimmte nach Silfe, weil sie für jedes Kaffenmitglied 3,50 M. Honorar haben 2. statt„ Verband deutscher Kürschner" zu sezen:„ Die in der Kürschner furzer Debatte einhellig einer Resolution zu, in welcher die wollten, während die Detskrankenkasse nut 2 M. bot. Infolge branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen; 3. das Eintritts- Pocenimpfung als feuchenverbreitend und der Jmpizwang als des Streits erließ der Borstand der Kaffe eine Bekanntmachung, geld für Gesellen sowie Mamfells auf 50 Pf., den Beitrag des Gingriff in die persönliche Freiheit und daher als verfassungs worin die Mitglieder ersucht werden, sich bis auf weiteres ohne Gesellen auf 50, der Mamsells auf 30 Bf. monatlich festzuseßen; widrig erklärt wurde. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.