Mr. 44. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit flluftrierter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Bettungs Breislifte für 1902 unter nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Ste Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20@fg. Bleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pig ( nur das erste Wort fett). Inferate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramin- Adresse: Socialdemokrat Berlin", Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Freitag, den 21. Februar 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Sernsprecher: Amt I, Nr. 5121. An die socialistischen Vereinigungen werden braucht. Fast alles steht schon in den Motiven oder der aus der Reichstatistik die Betriebsweise der meiningenschen Landund an die Gewerkschaften. Brüssel, 31. Januar 1902. Genoffen! Das internationale socialistische Bureau, welches am 30. Dezember in Brüssel eine Konferenz abgehalten hat, hat uns beauftragt, Euch zu dem Internationalen Socialistentongreß einzuladen, welcher im August nächsten Jahres( 1908) in Amsterdam abgehalten werden wird. In Uebereinstimmung mit unfren holländischen Genossen beginnen wir bereits jetzt mit der Organisation unsres nächsten Kongresses, damit er würdig der wachsenden Macht der internationalen Socialdemokratie und der immer bedeutsameren Rolle, die sie im Weltleben zu spielen berufen ist, ausfalle. Teilt uns bitte den Wortlaut Eurer Vorschläge vor dem 1. November des laufenden Jahres mit. Zur Zeit erwarten wir dann von Euch einen Bericht über jeden derselben. Der Vorsitzende erklärt dies für unzulässig und macht den Redner darauf aufmerksam, daß er sich wieder melden könne und dann das Wort erhalten werde. Der Reduer setzt seine Ausführungen bis nach 42 Uhr fort und ersucht abermals, mum abbrechen zu können. Diesem Verlangen wird aber von der Mehrheit nicht stattgegeben und ein entsprechender Antrag abgelehnt. Darauf bricht Abg. Dr. Müller- Meiningen seine Rede ab. Rebe keinen Satz entdeckt, der der Oeffentlichkeit entzogen zu Als der Redner dann an der Hand eines reichen Zahlenmaterials Staatssekretär hat es bereits im Plenum gesagt; was soll nun berwirtschaft, die mit der gesamten mitteldeutschen im wesentlichen übertraulich sein? einstimmt, auseinandersetzt, wird die Mehrheit ungeduldig und unterStaatssekretär Graf v. Posadowsky fordert, daß seine Aus- bricht den Redner durch wiederholte Schlußrufe. Redner verbittet einandersegungen über die Verhandlungen mit Oestreich- Ungarn und fich derartige Störungsversuche und fährt in seinen Darlegungen Rußland unbedingt als vertraulich behandelt werden. fort. Eine Gleichstellung des Gerstenzolles mit den andren Getreidearten Danach können die Ausführungen des Staatssekretärs, so weit sei nicht gerechtfertigt. Der Gerstenpreis sei ein guter gewesen und sie nicht vertraulicher Natur waren, hier wiedergegeben werden. Die Erhöhung des Gerstenzolls nicht zulässig, weil dadurch die ViehEr führte aus: Unser Handel hat sich auch unter der Geltung eines mäster am schwersten getroffen würden, da sie die ausländische Gerste 5 Mark- Bolls für Roggen früher gedeihlich entwickelt. Die Rauftraft nicht entbehren tönnten. Das Manto unsrer Gerstenernte steigt des Landes hat nicht nachgelassen, die Kriminalität ist nicht ge- immer mehr; obwohl der Anbau rapid zunimmt, hält er nicht stiegen, die Voltsvermehrung ist nicht zurückgegangen, kurz, alle Be- Schritt mit der Verbrauchssteigerung und macht eine erhöhte Gerstenfirchtungen, welche an die Einführung eines 5 Mart- 3olls für einfuhr nötig. Roggen geknüpft wurden, find durch die Thatsachen nicht bestätigt Redner fährt in seinen Darlegungen fort, obwohl bereits das Wir bitten Euch deshalb, die Frage, ob Euer Verein am worden. Es geht nicht an, bei Erörterung der Getreidezölle Glockenzeichen zur Eröffnung der Plenarsizung ertönt. Kongreß teilnehmen wird, auf die Tagesordnung Eurer nächsten auf Irland oder Dänemark ชน exemplifizieren, da in Der Redner will seine Rede abbrechen, um sie in der folSigung oder Eures nächsten Kongresses zu setzen. Gebieten Gleichzeitig beiden die Verhältnisse ganz anders liegen wie genden Sigung zu Ende zu führen. fordern wir Euch auf, die Fragen zu prüfen, welche nach Eurer bei uns. Das„ grüne Giland" ist durch den Golfstrom bes Meinung auf die Tagesordnung des Amsterdamer Kongresses gesezt günstigt und die Landwirtschaft hatte dort deshalb vorwiegend mit werden sollten. Weideland zu rechnen, ähnlich wie in Dänemark und Oldenburg, wo die Marschen ihrer Natur nach zu Weideland geschaffen find. Für die Regelung unsrer Zollsäge können nur die Bruttokosten der Erzeugung diesseits und jenseits der Grenze maßgebend sein. Die Zollfäße des Entwurfs für Getreide stellen die äußerste Grenzlinie dar, von seinem Doppeltarif sei im Entwurf nicht die Rede. Die Festlegung von Minimalsätzen für vier Getreide- Arten foll mur eine feierliche Erklärung der Absichten der Regierung sein. Vier Minimalzölle machen aber noch keinen Doppeltarif. Nachdem der Staatssekretär diese Erklärungen abgegeben hatte, verließen die Agrarier, die in großer Zahl neben Vertretern Die Erklärung des Grafen v. Posadowsky, daß die Regierungen andrer Parteien als Gäste der Kommissionsverhandlung weder jetzt noch in einem späteren Stadium der Beratungen beiwohnten, in Hellen Auszug der Enttäuschten! Im Tarifentwurf find so fährt der antrages bewilligen werden, macht den Versuchen der UeberHaufen den Sigungsfaal. Der die Mindestzölle des tonservativ- ultramontanen KompromißMinister fort die verschiedenen inländischen Interessen gegen göllner ein Ende, noch höheren Wucher durch die Gesetzgebung einander abgewogen worden. Nachdem nun aber einmal diese Ausgewährt zu erhalten als die Regierung schon im Uebermaß ihnen gleichung der Interessen im Tarifentwurf stattgefunden hat auf bietet. Es war von vornherein tlar, daß die Regierung, falls sie und nach reiflichster Prüfung aller in Frage kommenden Berhältniffe, Grund aufrichtigen Wohlwollens für die landwirtschaftlichen Interessen muß es als durchaus ausgeschloffen bezeichnet werden, daß die Minimalzölle dem Antrag Herold entsprechend erhöht würden. Wolle die Mehrheit des Reichstages um jeden Preis hohe Bölle aufrecht erhalten, dann muß sie das System der Minimalzölle ganz fallen lassen und alles dem Belieben der Regierung anheimstellen; der Staatssekretär weist sodann des näheren aus einer Rede des Fürsten Bismard bei Verhandlungen über einen Handelsvertrag mit Frankreich nach, wie wenig gemeinpolitische und handelspolitische Fragen mit einander sich verquiden. Der Staatssekretär schließt mit der Erklärung, daß, wie der Reichskanzler schon deutlich zu erkennen gegeben habe, die verbündeten Regierungen für diesen Antrag in feinem Stadium der Verhandlungen zu haben sein würden." Gemäß den Beschlüssen der Zusammenkunft des Internationalen Bureaus vom 30. Dezember erinnern wir alle socialistischen Vereinigungen und die Gewerkschaften an die auf dem Londoner Kongreß( 1896) gefaßten Beschlüsse betreffend die Zulaffung zu den Socialistentongreffen und an die auf der Brüsseler Konferenz( 1899) festgesetzten und auf dem Pariser Kongreß( 1900) bestätigten Ergänzungen hierzu: 8ugelassen sind durch Londoner Beschluß: 1. Die Vertreter der Vereinigungen, die das Ziel verfolgen, das Kapitalistische Eigentum und die kapitalistische Produktionsweise durch die socialistische Produktionsweise zu ersetzen und die für die Er reichung dieses Ziels die Benutzung von Gesetzgebung und Parlament für notwendig erachten. 2. Die reingewerkschaftlichen Vereinigungen( Trades- Unions), welche, ohne an der politischen Bewegung teilzunehmen, die Notwendigkeit eines gesetzgeberischen und parlamentarischen Vorgehens anertennen. Jufolge hiervon sind die Anarchisten ausgeschlossen. Durch Brüsseler Beschluß: 1. Alle Vereinigungen, die den wesentlichen Grundsägen des Socialismus zustimmen, als da sind: Vergesellschaftung der Produktions- und Tauschmittel, internationaler Zusammenschluß und gemeinsames Borgehen der Arbeiter aller Länder; Eroberung der staatlichen Macht für den Socialismus durch das als Klaffenpartei organisierte Proletariat. 2. Alle Gewerkvereine, welche, ohne direkt an der politischen Bewegung teilzunehmen, sich auf den Boden des Klassenkampfes stellen und erklären, daß sie die Notwendigkeit des politischen Handelns, also von Gesetzgebung und Parlament, anerkennen. Wir werden Euch nach dem ersten November ein Rundschreiben zugehen lassen, in welchem wir Euch bekannt machen werden: 1. mit der provisorischen Tagesordnung des Kongresses; 2. mit den von unsren holländischen Genossen und von uns für die Sicherung des Erfolgs der internationalen Arbeiter und Socialisten- Zusammenkunft getroffenen Vorbereitungen. Wir bitten Euch. Eure Antwort an den internationalen Sekretär, den Genossen Victor Serwy, Voltshaus, Brüffel, Rue Joseph- Stevens, au richten. Im Namen des Sekretariats: Die Mitglieder: E. Anseele. Em. Vandervelde. Der Sekretär: Victor Serwy. Nachdem der Minister geendet, erteilte der Vorsitzende dem Abg. Graf Schwerin- Löwit( tons.) das Wort. Der Vorsitzende erteilt nun dem Abg. Frhrn. v. Wangen Heim( L.) das Wort. Bevor der Redner aber noch beginnen konnte, wird ein Vertagungsantrag auf Freitag angenommen. 黃 hinausgehen kann, da diese Borlage schon mindestens die Wahrscheinnicht den Zollfrieg als politisches Ziel will, über ihre Vorlage nicht lichkeit gefährlicher Zollkriege in fich birgt. Die Parteien des Wucherkompromisses spielen vorläufig die Rolle der Entrüsteten und geben sich den Auschein, als sei ihnen nun an der Zollvorlage überhaupt nicht mehr viel gelegen. " Die Deutsche Tageszeitung" findet in ihrer Abendnummer vom Donnerstag noch kein Urteil über die neue Situation. Sie erklärt aber, daß die Parteien nicht mehr ernst genommen werden können", welche den weiteren Zollrückzug mitmachen. Die Kreuz- Zeitung" und die„ Germania", die leitenden Blätter der beiden großen Wucherparteien, machen den Versuch, einstweilen! noch ernst genommen zu werden". Das konservative Blatt will trotz der Erklärung des Grafen v. Posadowsky daran festhalten, daß das vielleicht doch noch nicht das letzte Wort" der Regierung Bebel( Soc.)( zur Geschäftsordnung) erhebt Widerspruch bedeute; wenn es dies wäre, so müßten wir," sagt die„ Kreuzund verlangt, daß nach der gestrigen Rednerliste verfahren werde, Beitung", allerdings die Hoffnung, daß über in der der Abg. Schwerin- Löwig nicht der erste Redner war, sondern haupt etwas zu stande kommt, bedeutend heraba ein Redner der freisinnigen Partei an erster Stelle stand. Es entsteht mun eine Debatte darüber, ob das Langen des Abg. Bebel berechtigt fei. Der Vorsitzende erklärt, daß er das Wort abwechselnd an einen Anhänger und an einen Gegner des Rolltarifs geben wolle. Stadthagen( Soc.) und Bebel( Soc.) erklären, ein solches Berfahren widerspreche der Geschäftsordnung. feten". Aehnlich die ,, Germania", die erklärt, daß Verdurch die Ablehnung des jetzigen Kompromisses die Aussichten der ganzen Vorlage auf ein Minimum herabgedrückt wurden. Dabei deutet das Centrumsorgan an, daß statt des jezigen Kompromisses vielleicht ein andres der Regierung annehmbarer sein werde. An dieser Geschäftsordnungsdebatte beteiligen fich noch die Abgeordneten v. Kardorff( np.), Fischbeck( frs. Vp.), Gothein ( frf. Vg.), Graf Schwerin( t.), Dr. Heim( C.), Spec( C.), Dr. Spahn( C.), Dr. Paasche( natl.) und Staatssekretär Graf Posadowsty. Das Vorgehen des Vorsitzenden findet keine Diese Aeußerungen der Wucherpresse bedeuten nur eine M a stierung ihres Rückzuges. Wenn die Getreide- Mindestzölle sich nicht erhöhen lassen, so werden sie versuchen, die Regierungsvorlage durch andre Renderungen agrarisch zu verbessern". Und sollte auch dies schließlich nicht gelingen, so werden sie dennoch die Vorlage annehmen; sie sind dann in der angenehmen Lage, zu leidenden durch andre große und kleine Mittel doppelt schnell und doppelt reichlich geholfen werden! Die Regierung gegen das Kompromiß. unterſtügung und er ist schließlich gezwungen, dem Abg. Müller- erklären: So große Opfer haben wir gebracht! Nun muß uns NotVorsitzender Abg. Rettich behauptet, es sei Bericht erstattet. Die Petitionen, die nach dem 7. Januar eingegangen feien, wären noch nicht geordnet. Es entspinnt sich eine rege Auseinandersetzung zwischen dem Vorsitzenden und Stadthagen. Stadthagen macht nochmals darauf aufmerksam, daß Wangenheim nur einige Titel aus der gedruckten Zusammenstellung der Petitionen vorgelesen habe. Was in den Betitionen selber stehe, habe er nicht gesagt. Deshalb müsse baldigst Bericht über die von Wangenheim übersehenen Petitionen erstattet Meiningen das Wort zu erteilen. Politische Meberlicht. Berlin, den 20. Februar. Der Reichstag Das Sigungszimmer war heute überfüllt. Die in Aussicht ge- Dr. Müller- Meiningen( frs. Bp.): Die Entschiedenheit, mit der stellte Erklärung des Grafen Posadowsky hatte eine große Anzahl der Staatssekretär erklärt hat, daß die Regierung keinesfalls über Es wäre also ganz verfehlt, wenn jemand glauben sollte, von Mitgliedern des Hauses angelockt, darunter fast alle Mitglieder die im Tarif für Getreide festgesezten Bölle hinausgehen wolle, sei daß durch die Erklärung des Grafen Posadowsky den Wuchergesetz der Budgetkommission. Die Beratung begann aber nicht sofort mit erfreulich. Erfreulich sei diese Erklärung auch insofern, als aus ihr das Todesfiegel aufgedrückt worden sei. Vielmehr tritt die Sammelder Erklärung des Grafen Posadowsky. Vor Eintritt in die Tages- das Zugeständnis, daß der Doppeltarif verfehlt fei, zu erkennen fei. politit mun in ein neues Stadium. Erst sammelten sich Konservative ordnung beantragte nämlich Stadthagen zur Geschäftsordnung Bu begrüßen sei auch die Erklärung des Abg. Dr. Heim aus der und Centrum zum Kompromiß, jetzt beginnt die Sammlung dieser einen weiteren Berichterstatter für die Petitionen zu den Ziffern 1 Geschäftsordnungs- Debatte, aus der hervorgehe, daß die Stellung Kompromißparteien mit den Nationalliberalen. und 2 des Tarifs zu wählen. Wangenheims Berichterstattung sei der Regierung zu zu den Gerstenzöllen den bayrischen Damit beginnt für die 8ollopposition der durchaus mangelhaft gewesen. Flügel des Centrums aus der Mehrheit herausdränge eigentliche Stampf! Er begrüße die bayrischen Landsleute mit offenen Armen als Bundesgenossen für die Ablehnung des Bolltarifs der Regierung. Redner geht auf die Frage der Verfassungsmäßigkeit des Minimal tarifs ein und bestreitet die Zulässigkeit von Doppeltarifen. Seiner Ansicht nach würden die dem Kaiser in der Verfassung gewährleisteten Rechte ver türzt. Auch als Demokrat müsse er in Fragen, bei denen es sich lediglich um Auslegung und nicht um Gesetzgebung handele, eventuell faiserliche Rechte verteidigen. Redner geht auf die Stellungnahme der Presse des Auslandes zu der Bolltarifvorlage ein. Die Die freisinnigen Abgeordneten Eickhoff, Kopsch und Aeußerungen der ehemaligen französischen Handelsminister Mesureur der jüngst in das Haus eingetretene Demmig besprachen und Delombre, daß die deutsche Regierung große, fast unüberwindliche das Thema der Lehrerbehandlung beim Militär, des KantinenSchwierigkeiten haben werde, halbwegs günstige Handelsverträge herzu- wesens und der überflüssigen Stontrollversammlungen. Der stellen, seien jedenfalls beachtenswert. Im schutzöllnerischen Frankreich konservative Abg. v. Brockhausen wiederholte habe sich die von der Opposition befürchtete künstliche Begünstigung agrarische Verlangen auf grundsätzliche Berücksichtigung der der Großlandwirtschaft und Schädigung der Kleinlandwirtschaft be- landwirtschaftlichen Verkaufsgenossenschaften durch die Proviantreits eingestellt. Professor Conrad habe eingehende Erhebungen über ämter. Außerdem polemisierte er unter heftigen Angriffen die Möglichkeit für kleinere Landwirte, Getreide zu verkaufen, ange- auf die Socialdemokratie gegen die zweijährige Dienstzeit. stellt und diese spräche durchaus gegen die geplante Bollerhöhung. Es war auffällig, daß vom Regierungstisch werden. Gamp( Np.) unterstützt diesen Antrag. Man einigt sich schließlich dahin, daß baldigst über die von Wangenheim übersehenen Petitionen Bericht erstattet werden foll Staatssekretär Graf v. Posadowsky giebt nunmehr die er wartete längere Erklärung ab, in der er zu dem Schluß kommt, daß der Kompromißantrag Herold( C.) u. Gen. in keiner Form und in keinem Stadium der Beratung annehmbar ist. Bebel( Soc., zur Geschäftsordnung): Ich habe in der ganzen führte am Donnerstag die Generaldebatte über die Heereseinrichtungen zu Ende. Die Diskussion war im wesentlichen eine Nachlese. niemand die zweijährige Dienstzeit in Schut! Die hier verzeichneten Seuchen betreffen faft ausnahmslos nahm. Sein Fraktionskollege v. Gersdorff entfesselte wieder eine kleine Polendebatte, indem er die Forderung nach mehr Garnisonen im Osten wiederholte. Schweine. Verseuchtes Rindvieh tommt in Oestreich fast gar nicht vor. Salzburg, Kärnten, Tirol, die Exportländer für Bayern, find als, völlig feuchenfrei anzusehen. Böhmen, gegen das sich Sachsen absperrt, ist ebenfalls durchaus unbedenklich. In der Schweiz waren zur selben Zeit 6 Ställe von der Maul- und Klauensenche, 6 von der Schweinefeuche heimgesuchtDer Centrums- Abgeordnete Gröber nahm sich noch mal Herrn Romen vor und fand die Ansicht des ReichsMilitärgerichts geradezu erschreckend, daß der Gerichtsherr auf Grund der Kommandogewalt selber in die Untersuchung ein- eine winzige Zahl. greifen kann. Hoffentlich hält das Centrum Wort und hilft Die Statistik ergiebt demnach, daß nicht der mindeste gesundbei der nächsten Revision der Militär- Strafprozeß- Ordnung beitliche Grund vorliegt, die Grenze weiter zu sperren, zumal die Kontrolle an der Grenze viel zuverlässiger und gründlicher ist als das Institut des Gerichtsherrn beseitigen. Aus unsren Reihen sprachen 4 Redner. Stadthagen im Innenverkehr. Oft el bien ist der eigentliche Seuche teilte einen Fall mit, der auf das schlagendste beweist, zu herd, während Ostreich sich eines gefunden Viehbestandes erfreut. welchen ungeheuerlichen Konsequenzen der Erlaß des Kriegs- Die Oeffnung der Grenzen würde das Fleisch verbilligen, geministers von 1894 führt, der die Bethätigung socialdemo- sunde Tiere auf den deutschen Markt bringen und infolge der Konfratischer Gesinnung im Heere verbietet. Leider hielt es der furrenz auch zur forgfältigeren Pflege und strengerem Seuchenschutz Kriegsminister, der heute ganz in Schweigen versunken war, hinsichtlich des inländischen Viehs führen. wohl um die Bewilligung seines Gehaltes nicht noch länger Für die Grenzsperren tam in Ernst feine sanitäre Rücksicht hinauszuschieben, nicht für nötig, auf die direkte Frage unfres geltend gemacht werden, sie muß folglich so schnell wie möglich beGenoffen zu antworten und einen Kommentar zu jenem feitigt werden. und einen komme зи јелен jenem Erlasse zu liefern. bureaus den Dank Sr. Majestät auszusprechen. Der Raifer sendet seinen Bruder nach Amerika, um der Administration und dem Volke der Vereinigten Staaten einen neuen Beweis feiner freundschaftlichen Gesinnung zu geben und die Bande, welche die beiden Nationen verbinden, fester zu knüpfen. Seine Majestät ist überzeugt, daß das amerikanische Volt seine Intentionen zu schägen weiß, und wünscht seiner Befriedigung über die Unterstützung, welche die amerikanische Presse seinen Bes Mit großer strebungen entgegenbringt, Ausdruck zu geben. Genugthuung bemerkt der Kaiser, daß jene amerikanischen Zeitungen, die früher Deutschland gegenüber sehr argwöhnisch waren, zu besserem Verständnis der freundschaftlichen Politik der deutschen Regierung belehrt worden sind." Monarchisten mögen es nicht sehr taktvoll finden, daß Herr Hamman die Person des Kaisers benutzt, um die Einwirkung auf Sie zugängliche Presse zu verstärken. Wie steht es mit dem Brief des Prinzen Heinrich an Dewey, Herr Hamman? 每 Ausland. Die Triester Totenopfer. -st- Wien, 19. Februar.( Eig. Ber.) In Triest ist vollDie Straßeukämpfe in Spanien ständige Ruhe eingefehrt und nur die brutalen Maßregeln der Re Bebel fertigte den Grafen Roon gründlich ab und stellte die Unwissenheit dieses ehemaligen Generallieutenants in der scheinen, namentlich in Barcelona, wieder einmal einen geradezu gierung Koerber: Die Verhängung des Standrechts und die früheren und gegenwärtigen Militärlitteratur fest. In wahr- revolutionären Charakter angenommen zu haben. Freilich läßt sich Siftierung der staatsbürgerlichen Rechte erinnern an die schredlichen haft überzeugender Weise that unser Genosse das Gerede von der wahre Charakter der Vorgänge nach den Telegrammen feines- Tage, an welcher das Mannlicher- Gewehr wider die eignen Staatsder Vaterlandsfeindlichkeit der Socialdemokratie ab. Kunert wegs ohne weiteres erkennen. Denn wenn auf der einen Seite auch bürger gerichtet worden ist. In dem Augenblicke, da der Spruch des erwiderte dem Kriegsminister auf seine gestrigen Angriffe und die spanischen Behörden alles aufbieten, um eine wahrheitsgetreue Schiedsgerichts bekannt wurde, legte sich in der aufgewühlten Stadt hielt fein Urteil aufrecht, daß die Mißhandlung absolut Darstellung der Vorgänge zu unterdrücken, so haben andrer- die Erregung: Die Gewaltmaßregeln der Verwaltung waren schon wehrloser Menschen eine Feigheit sei. Fischer Sachsen feits doch frühere Erfahrungen gelehrt, daß die Depeschen- in dem Moment überflüssig und zweckwidrig, da sie erlaffen schließlich besprach abscheuliche Soldatenquälereien, die und bürgerlichen Privatkorrespondenten oftmals mit wurden. Wohl war schon lange nicht der Streit der Lloydheizer die in Zittau vorgekommen find, und den Militärboykott, Sensationsnachrichten über Einzelheiten aufwarten, an der die Ursache, die die Erregung! genährt hatte, aber wer die Psychologie der Maffen begreift, versteht schon, daß eine selbst den der dortige Regiments- Kommandeur über die Wirte ver- schöpferische Phantafie ihrer Verfasser einen starten Anteil hat. weitab entfernte Thatsache auf hängt hat, die ihre Säle nur zu Gewerkschaftsversammlungen ernsten Charakter zu tragen. In Barcelona Herrscht der General- die Leidenschaften ernüchternd wirken konnte. Immerhin scheinen die augenblicklichen Unruhen einen sehr von ihrer Empfindung Dann famen die hergeben. Der fächsische Militärbevollmächtigte Krug zu Nidda streit, stockt aller Verkehr, werden Barrikadenschlachten geschlagen. Elemente Herrn v. Koerber zu Hilfe, eine schreckliche Bora hatte die erklärte dieses Verhalten des Regiments- Kommandeurs mert lehuliche Zustände herrschen in andren Städten Cataloniens. Auch Straßen gesäubert, nicht die Drohungen, die in den verhängten würdigerweise für eine Privatangelegenheit, auf welche die in Madrid selbst scheint es zu gären: man hält die Truppen in Gewaltmaßregeln der Regierung liegen. Am Montag wurde die Arbeit auf allen Punkten aufgenommen; die vom Bureau Herold fächsische Militärverwaltung feinen Einfluß habe, und verwies Kampfbereitschaft. in Sachen der Militärmißhandlungen in Zittau auf die schwebende sein, die auch alle die früheren Unruhen hervorriefen: die Mißwirt- den Streik verkündet und verlangten zuerst die Zurückziehung Die Ursachen des neuesten Aufstandes scheinen die gleichen zu auch nach Berlin versandte Nachricht, die Arbeiter hätten neuerlich Untersuchung. Nachdem dem Kriegsminister das Gehalt bewilligt war, schaft der Regierung und des Pfaffentums, die Notlage der des Militärs, war, wie so viele offizielle" Meldungen, die die wurde die Lenzmannsche Resolution gegen das Duell gegen Arbeiter, die Agitation des in Spanien noch eine Art politischer Triester Tage hervorgebracht haben, eine tendenziöse unwahrheit. Gestern tamen die erbitternden Ereignisse von Triest im die Stimmen der Rechten angenommen und dann die Weiter- Macht bildenden Anarchismus und der catalonischen Unabhängigkeitsberatung des Militäretats auf Freitag vertagt. partei. Alle diese Momente häufen den Zündstoff an, lokale Be: Abgeordnetenhause zur Sprache. Gemäß dem Geseze legte die gebenheiten, Etreits und dergleichen lassen die ersten Funken Regierung die Ausnahmeverordnung vor und Herr v. Koerber 6fprühen, und das Vorgehen der Behörden und der Polizei entfacht begründete sie mit einer langen Rede. Aber die entstellten und dann die Lohe. Von dem eigentlichen Flammenherd aus gefärbten„ amtlichen Berichte" des mit Schuld und Blutschuld beDas Abgeordnetenhaus beriet am Donnerstag in erster fallen dann Brände auch in der Umgebung nieder. Das ladenen Triester Statthalters wurden von unserm Genossen Ellen Lesung die Vorlage, betr. den Erwerb von Bergwerks: Barlament pflegt dann für die betreffenden Provinzen bogen in einer von leidenschaftlicher Erregung durchglühten Rede eigentum im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund für den Staat. Die verfaffungsmäßigen Garantien aufzuheben und die Sol- in unbarmherziger Weise zerpflückt, und mit unbarmherziger Logif In seiner einleitenden Rede pries der Minister Möller batesta übt folange ein Schredensregiment aus, bis die wurde dargethan, daß die Schuld an den traurigen Dingen niemand die fegensreiche Wirkung des Kohlensyndikats und erklärte Stommisstiefel den legten Funken ausgetreten haben. Da aber die anders trifft, als die unzureichende, gewissenloſe, verwahrloste staatausdrücklich, daß eine Berstaatlichung des geursachen der ewigen Aufstände ungemilbert fort bestehen, liche Verwaltung in Triest. Außer der Socialdemokratie wurde die samten Bergbaues nicht in der Absicht der züngelt oft schon nach Monaten die Flamme von neuem empor. Regierung liege. Der wohlwollenden Beurteilung der Vorlage schlossen sich Redner aller Parteien an. Abg. Schulh Barcelona, 20. Februar. Die Lage verschlimmert sich immer ( Bochum, natl.). gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß der mehr. Fort während finden Zusammenstöße statt, wobei Staat auch für die Wohlfahrt der westfälischen Bergarbeiter stets zahlreiche Personen verwundet werden. Eine fein möglichstes thun werde. große Anzahl Bäckereien wurden vom Böbel zerstört. Die SchriftNach Ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission feger bedrohen diejenigen Kameraden mit dem Tode, welche die setzte das Haus die Beratung des Etats der Justizverwaltung Arbeit wieder aufnehmen wollen. Ebenso bedrohen sie die Drudefort. Wie alljährlich wies die Regierung die Wünsche einzelner reien, in denen noch gearbeitet wird, mit Zerstörung. Die ZeitungsRedner auf Aufbesserung verschiedener Beamtenkategorien, befizer haben beschlossen, ihre Blätter so lange nicht erscheinen zu namentlich der Kanzlisten und Gerichtsvollzieher, mit Rücksicht lassen, bis die Ruhe wieder hergestellt ist. Die Censur waltet auf die schlechte Finanzlage des Staates zurück. Gegen immer noch aufs strengste ihres Amtes. Schluß der Sitzung gab es noch einige heitere Momente, als Barcelona, 20. Februar. Von den Ausständigen ein katholischer und ein evangelischer Geistlicher, die Herren wurden drei Arbeiter, welche die Arbeit wieder aufnehmen Hoheisel( C.) und Schall( f.), die Bedeutung der Seel- wollten, getötet; ferner wurde ein Bäcker, welcher den Preis forge und einer guten Lektüre für die Gefangenen anpriesen, des Brotes erhöht hatte, ermordet. Der Verkehr der und der Vertreter des Ministers insbesondere die Schriften Straßenbahnen hat noch nicht wieder aufgenommen werden können. aus dem bekannten Hülleschen Zeitschriftenverlag als Befferungs- Auf den Märkten herrscht Mangel an Lebensmitteln, mittel empfahl. Abgeordnetenhaus. Am Freitag soll zunächst die Beratung fortgefekt und dann mit der Beratung des Etats des Ministeriums des Innern begonnen werden. Die Vichverfeuchung in Preußen. Die Unverschämtheit, mit der die Agrarier aus fanitären Gründen" die Sperrung der bayerischen Grenze gegen östreichisches Vieh verlangen, hat die Aufmerksamkeit wieder auf jenen schamlosen Fleischwucher gelenkt, den die Agrarier durch die von ihnen bewirkten Grenzsperren treiben. Die Telegramme melden: -die Ausständigen verhindern das Schlachten von wich im Schlachthause. Es sind noch weitere Truppenverstärtungen eingetroffen. Die Ruheftörungen haben einen aus geprägt anarchistischen Charakter. Der größte Teil der Schiffe hat den Hafen verlassen, ohne die Ladung zu löschen. Zwischen den Soldaten und den Ausständigen in Tarrafa und Sabadell haben neue Zusammen Stöße stattgefunden. Einige Personen wurden verwundet. Gewaltthat in heftigster Weise von den italienischen und radikalczechischen Parteien angegriffen; die sogenannten maßgebenden Parteien schwiegen. Sie wollten wohl ihrem geliebten Stoerber nicht wehe thun, für seine Brutalitäten zu sprechen fand aber niemand den traurigen Mut. Die Vorlage wurde einem Specialausschuß zugewiesen, dessen Wahl heute erfolgte ind der nach einem Antrag der Deutschen Volkspartei seinen Bericht binnen acht Tagen erstatten soll. Es unterliegt aber fast feinem Zweifel, daß dieser Bericht nicht erscheinen, sondern daß die Ausnahmeverfügung bald aufgehoben werden wird. Herr v. Koerber wird auf die Wiederholung der gestrigen Debatte nicht erpicht sein. durch Bekanntlich hatte die Regierung, um ihre Brutalitäten zu entschuldigen, das Gerücht aussprengen lassen, daß die Ausschreitungen die Arbeiter gar nicht teilgenommen haben sollen der Maffe an der ja nach der Erklärung des Herrn v. Koerber anarchistische Aufreizungen erfolgt sein sollten. Um diese Ausstreuungen wahrscheinlicher zu machen, hat man denn bekanntlich auch eine Anzahl Anarchisten" verhaftet und aivar follten bei diefen Nädelsführern allerhand Waffen ge= funden worden sein. Wie nun der Wiener Arbeiter Zeitung" von dem Genossen Hueber, der sich selbst einige Tage in Triest auf. gehalten hatte, mitgeteilt wird, ist man bei der Verhaftung dieser " Anarchisten" einfach derartig vorgegangen, daß man mit großer Waffenmacht in Cafés und Restaurants eindrang und dort aufs Gerate wohl Leute verhaftete, deren Physiognomie man für verdächtig hielt. Im ganzen seien über 100 Personen verhaftet worden. Daß bei den Verhafteten Waffen gefunden worden seien, sei absolut unwahr. Frankreich. # Beilegung des französisch- venezolanischen Konflikts. Minister Delcassé und der bevollmächtigte Vertreter von Venezuela Maubourguet unterzeichneten gestern ein Abkommen betreffend Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Venezuela, dessen Ratifizierung bis zum 1. Mai d. J. erfolgen soll, und ferner einen Me i st be günstigungsvertrag zwischen beiden Ländern, der unmittelbar nach jenter Ratifi jierung dem Parlament zur Ges Hier halten die Ausständigen alle Waren an, bevor sie in das Zollgebäude gelangen. Madrid, 20. Februar. General Wehler foferierte gestern Nachdem jetzt die Fleischpreise, namentlich auch für Schweine- mit der Königin- Regentin und hatte heute eine Unterredung mit den fleisch, eine gewaltige Höhe erreicht haben, ist es die Pflicht der Re- Militärbehörden. gierung, endlich die Sperren durchweg aufzuheben. Die Truppen in Madrid haben Munition erhalten; fie Mit der dieser Tage verfügten Aufhebung des Verbots der Einfuhr stehen in Bereitschaft, um im Notfalle sofort auszurüden. galizischen Rindviehs ist es nicht gethan. Madrid, 20. Februar.( Privat- Telegramm.) Aus Barcelona, Nun wird freilich behauptet, die Grenzsperren hätten sehr fegens- wo eine große Panit herrscht, ist es unmöglich, genaue Nach reich gewirkt, weil so erzählt heute der Schweinburg- richten zu erhalten. Zwischen Militär und Bevölkerung kommt es infolge ihrer strengen Durchführung nahezu Seuchenfreiheit erreicht vielfach zu Zusammenstößen, bei denen es Tote und Vernehmigung unterbreitet werden wird. worden sei. wundete giebt. Zahlreiche Familien beginnen die Stadt zu verDieser Einwand ist aber mehr als eine grobe Lüge. Obwohl lassen. die Grenzen Preußens mit einer chinesischen Mauer gegen fremdes Vieh blodiert sind, sind die Seuchen nicht erloschen. Maul- Klauenfenche 238 Gehöfte Schweinefeuche 651 Gehöfte. Von den 651 Gehöften, die von der Schweinesenche befallen sind, entfällt faft die ganze Zahl auf die preußischen Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen. In Bayern ist z. B. nur ein einziger Hof verseucht. Deutsches Reich. Wie die nahezu" erreichte„ Seuchenfreiheit" aussieht, das lehrt die letzte amtliche Nachweisung über den Stand von Tierseuchen Aus der Zollkommiffion wird uns noch geschrieben: In der am 15. Februar 1902. Danach find in Deutschland zu dieser Zeit Donnerstag- Sigung offenbarte fich zu Anfang eine außerordentliche Schwerhörigkeit des Borjizenden, die ihn hinderte, verseucht durch ben socialdemokratischen Antrag zu verstehen, über die noch nicht vorgetragenen Petitionen demnächst Bericht erstatten zu laffen. Schließlich gelang es doch. Viel Zeit ging auch dadurch verloren, daß die Linke die Befolgung der Geschäftsordnung auch an diesem Tage erst durch eindringliche Darlegungen sich erzwingen mußte. Auf le berraschung ein und leberrumpelungsversuche muß die Linke jederzeit in der Zolltariffommission gerüstet sein. Es heißt, die Mehrheit beabsichtige, die Debatte über die Kornzölle durch einen Schlußantrag vor einer eingehenden Erörterung der Wirkung der Zölle zu Ende zu bringen. Dadurch wird einer fachlichen, gründlichen, schnellen Erledigung der Kommissionsberatungen nicht gedient. Dafür werden die Socialdemokraten nicht verantwortlich gemacht werden können. Es sind also augenblicklich in Deutschland 889 Gehöfte verfeucht, deren weitaus größter Teil auf die östlichen Provinzen Breußens entfällt. Das ist das gesamte", nahezu feuchenfreie" Ostelbien, das Paradies der Junker, das sich die gesundheitsverderbliche aus ländische Hölle schützen muß. Wie aber ist der Stand der Viehseuchen in diesem Ausland, dessen verpestetes" Vieh wir aussperren? Nach der letzten uns vorliegenden, vom Ende des Jahres 1901 stammenden Statistik betrug die Zahl der verfeuchten Höfe( Schweineund Rindviehkrankheiten zusammengenommen): Niederöstreich Oberöstreich Salzburg. Steiermark. . 28 3 . 0 13 Kärnten 13 Tirol. 10 Vorarlberg. 1 Böhmen 15 Mähren. 5 Schlesien 6 Galizien 117 Tauffahrt und Preßmache. Das Auswärtige Amit in Berlin hat alle Hände voll zu thun, um eine gute Bresse" für die Amerikafahrt des Prinzen Heinrich zu schaffen; ist doch fogar der Direktor des Wolfffchen Telegraphen- Bureaus beauftragt worden, an oder Steise teilzunehmen, damit er nach dem Muster der Walderseeaschen Triumphfahrt im Sommer 1900 für die nötige Begeisterung ader Stimmungstelegramine sorge. " Bei Beratung des Kultusbudgets in der französischen Kammer brachte der socialistische Abg. Breton einen Antrag ein, die Regierung zu ersuchen, die Trennung von Kirche und Staat vorzubereiten. Wenn die abgehende Kammer auch nicht mehr das Gesetz durchführen könne, so solle sie doch wenigstens einen principiellen Beschluß annehmen und der kommenden Legislaturperiode denselben als Erbe hinterlassen. Der Antrag wurde mit 386 gegen 172 Stimmen ab Auch der Antrag des socialistischen Abg. Dejeante, in gelehnt. welchem die Regierung ersucht wurde, die Priesterseminare nicht mehr unentgeltlich von staatswegen herzugeben, wurde mit 319 gegen 205 Stimmen abgelehnt. Im weiteren Verlauf der Debatte werden die minimalen Lehrer- und Lehrerinnengehälter fritisiert und eine Aufbefferung derselben verlangt. Belgien. Ein focialistisches Telegramm an den König. Von der Bersammlung, die am Sonntag in Charleroi zu Gunsten der Einführung des einfachen gleichen Wahlrechts stattfand, und an der gegen 15 000 Personen teilnahmen, wurde die Absendung eines Telegramms an den König beschlossen. Es lautete: An Se. Majestät Leopold II., König der Belgier. 15 000 Broletarier, die im Maison du Peuple zu Charleroi vereinigt find, fordern die politische Gleichheit aller Bürger und hoffen, daß Se. Majestät Leopold II. die Stimme des belgischen Voltes, welches das allgemeine, einfache und gleiche Wahlrecht verlangt, hört." Die Annahme dieses Telegramms geschah unter den Rufen:„ Hoch die Republit!" Es sollte nicht etwa ein Ergebenheits- Telegramm sein, fondern, wie der Antragsteller, der Genosse Pasteur, ausführte, bes deutete das Telegramm eine Mahnung an den König, den Wünschen des Volkes sich nicht zu widersetzen. Afien. Ans Für diese Breßbearbeitung ist ein Telegramm charakteristisch, das Verschleppung der Mandschurei Verhandlungen. ein Herr Robert Warner dem New York Journal and American" Petersburg wird der Frankf. 8tg." berichtet: Der Tod des hiesigen fendet: Berlin, 6. Februar. Geheimrat Dr. Hamman rief mich chinesischen Gesandten Juan Juan dürfte eine weitere Stockung in spät heute nachmittag per Telephon nach dem Auswärtigen den Verhandlungen zwischen China und Rußland über die mandschu Amte, um mir als Bertreter des Reichskanzlers v. Bülow zul rische Frage zur Folge haben. Der Tod des Gesandten kommt der erklären: Ich bin offiziell beauftragt, dem Journal I chinesischen Regierung, wie man hier meint, sehr gelegen, da bis zur das genommen. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. und § 616 von 1113 alt Stadtv. Wallach( A. L.) hält mit einem Teil seiner Freunde Ausschußberatung nicht für notwendig, die Sache sei vollständig geklärt. In der Versammlung, von der Zubeil gesprochen, habe ein Vortrag über den Zolltarif auf der Tagesordnung gestanden, und plöglich sei durch das Zuthun von Zubeil eine solche Resolution cingebracht und angenommen worden. Ankunft des neuen Gesandten in Petersburg jedenfalls einige Zeitlicher Verpflichtung bestehenden Kranken oder Unfallversicherung| Magistrat bisher einfach hinweggegangen. Auch über die Behandlung vergehen wird. gufommt. der erkrankt gewesenen Arbeiter in der Desinfektionsanstalt in der Amerikanischer Protest gegen das Mandschurei- Abkommen. Es ist Ausschußberatung beantragt. Reichenbergerstraße wird schwere Klage geführt; ich bitte auch diese Der Staatssekretär Hay hat nach einer Laffan- Meldung am 1. Februar Stadtv. Heimann( Soc.): Die erwähnte Verfügung ist bereits Slagen zu untersuchen, man wird mich da nicht einer unwahrheit an die Regierungen Rußlands und Chinas folgende Mitteilung über vor mehreren Monaten ergangen und hat in weiten Kreisen Er zeihen können, auch nicht einer Hegrede, wovon neulich der Oberdie Stellung Amerikas zur Mandschurei- Frage gerichtet: Die staunen, Befremden und Unwillen hervorgerufen. Kommunalbetriebe bürgermeister sprach. Regierung der Vereinigten Staaten kann ein Abkommen, wodurch sollten ja eigentlich wohl Musterbetriebe sein. Wir wünschen aber Oberbürgermeister Kirschner: Ich muß diese Behauptungen China einer Körperschaft oder Gesellschaft ausschließ= in diesem Punfte nur ganz bescheidentlich, daß Berlin sich durchaus bestreiten. Wenn man den Dingen auf den Grund geht, liche Rechte oder Privilegien für den Betrieb von Berg- nicht von andren Kommunen allzu sehr überflügeln lassen möge. bleibt meistens nichts davon übrig. Herr Zubeil hat bei der um an zahlreiche Kommunen werken, die Errichtung von Eisenbahnen oder sonst in Wir haben Auskunft Debatte über die Arbeitslosigkeit gesagt, eine Tischlerei in der irgend einer Weise für die industrielle Aufschließung gewandt fie erhalten, von elf Kommunen in aus Köpniderstraße habe Arbeiter entlassen müssen, weil die städtische der Mandschurei erteilt, nur mit der ernste sten führlicher Weise. Manche Regelung hat auch nicht unfren Bauverwaltung zu lässig mit der Vergebung der Arbeiten für das Besorgnis betrachten. Dies schafft ein Monopol, Beifall, aber so unsocial ist keine Verfügung als die des Berliner Virchow- Krankenhaus vorgegangen sei. Diese Angabe hat sich, wie offensichtlich die Vereinbarungen der zwischen China Magistrate.( hört hört!) Die Bestimmung des Bürgerlichen Gefeß sich aus dem Bericht der Verwaltung ergiebt, als völlig unbegründet und den fremden Mächten abgeschlossenen Verträge durchbricht, buchs ist leider nicht zwingendes Recht, und Berlin fegt nun einfach erwiesen. Ich will nicht behaupten, daß absichtlich die Unwahrheit wodurch die Rechte der amerikanischen Bürger ernstlich betroffen durch eine generelle Verfügung diese Schutzbestimmung für alle seine gesagt worden ist, aber Herr Zubeil ist sehr schlecht unterrichtet Auch in Bezug auf Breslau täuscht er sich, auch werden. Es beschränkt ihren rechtmäßigen Handel, da er nachteiliger Betriebe außer Kraft! Das bestehende Recht hinkt ja überhaupt gewesen. Klassifizierung, Einmischung und andrer Benachteiligung ausgefeßt dem Rechtsbewußtsein des Volles erheblich nach; ein solcher Fall Dort ist ein flagbarer Anspruch aus§ 616 ausgeschlossen. Ich habe wird, und birgt in hohem Grade die Gefahr in sich, daß die liegt auch hier vor. Geheimrat Pland, der berühmte Kommentator auch nicht von Hezreden gesprochen. Wir wollen den Arbeitern zuSouveränetätsrechte Chinas in diesem Teil seines Gebiets dauernd des Bürgerlichen Gesetzbuchs, führt aus, daß diese Bestimmung gestehen, was im Recht und in der Billigkeit liegt; was er und sein beeinträchtigt werden; zugleich vermindert es seine Fähigkeit, feinen endlich dem Anspruch der Billigkeit genüge thun soll. Unfre Freunde Anhang den Arbeitern verspricht, ist unerfüllbar und ich hoffe, einsehen werden. internationalen Verpflichtungen nachzukommen. Außerdem würde im Reichstage haben sofort die Befürchtung ausgesprochen, daß diese daß die Arbeiter das mit der Zeit auch will ich nicht beein derartiges Zugeständnis von seiten Chinas zweifellos Forderungen Bestimmung wohl auf dem Papier stehen bleiben würde; aber von Den Antrag auf Ausschußberatung andrer Mächte nach gleichen oder ähnlichen ausgedehnten Vorteilen in den bürgerlichen Barteien wurde eingewendet, große Unternehmungen, fämpfen; den eintrag Augustin aber bitte ich ganz entschieden andren Gebieten des chinesischen Reiches zur Folge haben, und das un- Kommunen 2c. würden sich schenen, diese Bestimmung zu ignorieren. abzulehnen. Herr Heimann hat ja selbst unsre Kompetenz zugegeben, vermeidliche Ergebnis würde der vollständige Schiffbruch der Politik der Niemand aber hat daran gedacht, daß die erste Kommune Deutsch- dennoch mutet man uns zit, die Verfügung aufzuheben und Ihre absolut gleichen Behandlung aller Nationen in Bezug auf Handel, Schiff lands alle Lasten aus diesem Baragraphen von sich ab und auf ihre Zustimmung einzuholen zu einer anderweiten Verfügung: das ist ja Der Oberbürgermeister fagte neulich mit eine volle Umkehrung der Verhältnisse. Daß die Herren fahrt und Verkehr innerhalb der Grenzen des chinesischen Reiches Arbeiter wälzen würde. sein. Andrerseits widerspricht die Erreichung derartiger ausschließ- großer Emphase, unsre Kritik ruiniere noch die ganze Selbstverwaltung. sich so meine Aeußerungen über die Wahrung der licher Vorzugsrechte durch eine Macht für den Handel ihres Landes den Das ist total falsch. Gewisse Stellen richten gegen Berlin unsub- Selbstverwaltung attachieren, beweist mir, daß ich ins Centrum von dem kaiserlich russischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten ſtantiierte Angriffe; aber eine breitere Angriffsfläche als durch diese getroffen habe. Ohne Kritit läßt sich eine so große Verwaltung der diesseitigen Regierung wiederholt übermittelten Versicherungen, die Verfügung können die Herren den Gegnern Berlins überhaupt nicht überhaupt nicht führen, eine selbst heftige Kritik würde ich mir ers faiserliche Regierung habe die Absicht, in China die Politik der offenen geben. Ganz wie das Verhalten in der Wohnungsfrage wird diese bitten, aber zwei Vorbedingungen sind nötig: Prüfung der that Thür" zu befolgen, wie sie von der Regierung der Vereinigten Verfügung von den Gegnern angezogen als ein Beweis dafür, daß sächlichen Unterlagen und zweitens, daß doch nicht bei jeder Gelegen Staaten befürwortet wird und von allen Vertragsmächten, die in man den Kommunen keine Freiheiten geben darf, weil sie davon keinen heit an der Ehrenhaftigkeit oder an der Zurechnungsfähigkeit ( Sehr gut!) Wenn es soweit jenem Reiche Handelsinteressen haben, angenommen ist. Aus diesen Gebrauch zu machen verstehen. Man wird uns sagen, die Sache ist für der Gegner gezweifelt wird. Gründen unterbreitet die Regierung der Vereinigten Staaten, jegt Berlin gar nicht so schlimm; aber je kleiner der Streis, um so gehässiger gekommen ist, daß ein ehrenhafter Mann wie Heilmann von dem wie früher von dem aufrichtigen Wunsche beseelt, der ganzen Welt und kleinlicher die ganze Maßregel. Soweit wie Berlin ist keine andre Stadtv. Hoffmann beschuldigt wird, er könnte sich verleiten lassen, gegen die Wohlthaten des ungehinderten Verkehrs zwischen China und den Kommunalverwaltung gegangen. Dresden lehnt allerdings eine Ver- das Interesse Berlins zu stimmen, weil er für die Vergebung eines Mächten auf der Grundlage gleicher Rechte und Vorteile für alle zu pflichtung auch ab, aber Unterbrechungen in der Arbeit durch Besuch Restaurants an einen Pächter eintritt, dessen Vater Bier von einer sichern, das Obenstehende der ernsten Erwägung der kaiserlichen der Kontrollversammlungen werden auch dort voll bezahlt. Keine Brauerei bezieht, an der er beteiligt ist, wenn man solche ProRegierungen Chinas und Rußlands, in der Zuversicht, daß sie dessen der übrigen Kommunen hat einen solchen generellen Ausschluß vor- striptionslisten aufstellt, dann hat die Kritit einen Grad erreicht, der und da jage ich nicht Bedeutung durch Ergreifung solcher Maßnahmen anerkennen werden, genommen. Nach§ 138 B.-G.-B. find Abreden, die gegen die guten für die städtische Verwaltung gefährlich ist Sitten verstoßen, nichtig. Der die die gerechtfertigte und natürliche Besorgnis der Vereinigten Industrieller machte schon 1900 einen ähnlichen Versuch, aber wissen doch, daß sich viele Mitbürger bedanken, sich wählen zu laffen, Centralverband deutscher Phantomen nach. Die Herren, die die Stadtratstellen zu vergeben haben, Staaten aufheben. die Gewerberäte erhoben übereinstimmend Einspruch gegen die weil sie solcher Kritik sich nicht aussehen wollen( hört! hört! und Einführung eines solchen Passus in die Arbeitsordnung als Zustimmung). Darauf aufmerksam zu machen ist nicht nur mein gegen die guten Sitten verstoßend. In Hamburg hat ein gutes Recht, sondern meine Pflicht, und daran werde ich mich weder Innungsstatut, welches eine ähnliche Bestimmung enthielt, die Ge- hindern lassen durch die Angriffe des Herrn Singer hier, noch durch 8. Sigung vom Donnerstag, den 20. Februar 1902, nehmigung des Senats nicht gefunden. Sowohl Verwaltungs- wie die unparlamentarischen Ausfälle gegen mich außerhalb der Verjuristische Beamte haben also aus Rechtsgründen diesen Ausschluß sammlung!( Lebhafter andauernder Beifall und Händeklatschen. nachmittags 5 Uhr. Die Einführung und Verpflichtung der nengewählten Mitglieder verworfen. Boni rein menschlichen Standpunkt aus ist eine solche Bischen und Ruf: Chor der Landräte!) generelle Außerkraftsetzung einer zum Schutze der Schwachen ge Handelsrichter Deutsch und Kaufmann Wolff( in Firma Loefer troffenen Bestimmung mit den guten Sitten nicht vereinbar; sie ist 11. Wolff) wird in der herkömmlichen Weise vollzogen. Es muß zunächst die namentliche Abstimmung wieder- schon bedauerlich bei einem Privatunternehmer, zehnmal mehr bei einer Kommune. In dem Verwaltungsbericht über das Gewerbeholt werden über den Antrag auf Schluß der Beratung des daß der Antrags Caffe I wegen der im Reich stage gegen die städtische gericht führt unser Magistrat Klage darüber, Krankenhausverwaltung erhobenen Anschuldigungen. und dieser selbe Magistrat scheut sich nicht, generell den städtischen den Unternehmern häufig ausgeschlossen wird, Stadtv. Perls( N. 2.) spricht sich für Ausschußberatung aus; Bei der Abstimmung hierüber war vor 8 Tagen gegen 11 Uhr abends Arbeitern gegenüber denselben Weg zu gehen! Die Nr. 2 der er könne sich mit der Selbstgenügsamkeit des Herrn Wallach nicht die Versammlung beschlußunfähig geworden. Verfügung geht noch hinter das zurück, was gefeßlich den Handlungs- befreunden. Der Schlußantrag wird mit 58 gegen 43 Stimmen angehilfen, den Werkmeistern und Betriebsbeamten schon jetzt zusteht, Stadtv. Zubeil: Der Oberbürgermeister hat sich nicht an die Stadtv. Singer( persönlich): Ich bedauere, infolge Schlusses der nämlich sechs Wochen. Charlottenburg zahlt den halben Lohn für richtige Quelle gewandt, die ich f. 3. durchfichtig genug angedeutet Debatte auf die sa chlichen Angriffe nicht antworten zu tönnen. 26 Wochen, auch die Minimalleistungen der andren. Kommunen sind hatte. Diejenigen, die die städtischen Submissionen übernehmen, find nicht selbst die Ausführer der Arbeiten, sondern die Sachen gehen Herrn Mommsen gegenüber, der meine Worte als Schaumschlägerei mindestens sechs Wochen. Der dritte Punkt, die militärische Einziehung betreffend, noch in die zweite und dritte Hand.( hört! hört!) Die städtischen bezeichnete, berufe ich mich auf ein altes Wort: Wer schimpft, hat hat eine solche Empörung hervorgerufen, daß sich der Magistrat zu Arbeiter stellen ihre Forderungen, nicht wir. Daß sie durch uns Ilnrecht!( Heiterkeit.) Vorsteher Dr. Langerhans: Geschimpft einer Deklaration entschließen mußte; diese macht aber die Verfügung vertreten werden, nehmen Sie uns ja wohl nicht übel. Sie ver ist das doch nicht, Herr Singer.) Das iſt Auffassungsfache.( Große in keiner Weise annehmbarer. Die Wiedereinstellung bleibt auch hier langen generelle Regelung des gesamten Arbeitsvertrages, ArbeitsHeiterkeit. Der Herr Oberbürgermeister hat sich mir gegen nach die Ausnahme. ordnungen und die Schaffung und Ausgestaltung der Arbeiterausschüsse über in die Rolle eines Richters versetzt. Ich bedanere, Wir können ja den Magistrat nicht zwingen, diese innerhalb seiner fowie die endliche Beschränkung der Befugnisse der untersten Vere ihm diese Qualifikation nicht zusprechen zu können. Wollte Kompetenz erlassene Verfügung zurückzunehmen, aber wir wollen waltungsorgane. Zu jener Versammlung waren alle Stadtverordneten ich ihm aber sagen, wie man außerhalb der Bersammm mindestens zum Ausdruck bringen, daß die Versammlung nicht Teil eingeladen worden und auf der Einladung stand ausdrücklich als zweiter lung über den Ton und die Art urteilt, die er gegen mich anschlug, so würde ich mir unzweifelhaft einen Ordnungsruf zuziehen, at an einer so engherzigen und unsocialen Verfügung.( Lebhafter Bunft...( Vorsteher: Jch ersuche Sie, zur Sache zu sprechen!) Ich Beifall.) antworte nur Herrn Wallach!( Vorsteher: Ich mache Sie was ich nicht wünsche. Er hat mir vorgeworfen, daß ich im ReichsStadtrat Namelau: Der Vorredner ist von irrtümlichen darauf aufmerksam, wenn ich Sie zum giveitenmal zur Sache rufe, tage kein Wort für die Stadt Berlin gegen die Angriffe des Abg. Voraussetzungen ausgegangen. In dem§ 616 ist von der entziehe ich Ihnen das Wort! Große Unruhe bei den Socialdemo-: Antrick einlegte. Unter seinen politischen Freunden waren Leute dort, nicht erheblichen Zeit- Bersäummis" die Rede und das ist fraten.)... Dan müßte ich mich fügen, aber in meinem Vertrauen die näher dran waren, feine Verwaltung zu verteidigen, als ich. Gegenstand der Interpretation und zwar der richterlichen. Eine so in Ihre Unparteilichkeit würde ich wankend werden Der Herr Oberbürgermeister hat ferner gemeint, ich hätte mich da: dehnbare Bestimmung können wir in unsrer Verwaltung nicht als zweiter Punkt: Die städtischen Arbeiterverhältnisse. Die Forde durch einer Handlung mitschuldig gemacht, die er als sittlich nicht brauchen. Es muß eine gewisie Einheitlichkeit in der Beurteilung rungen der städtischen Arbeiter werden, wenn auch langsam, zum auerkennen könne, und daß ich dadurch die Selbstverwaltung in dieser elastischen Bestimmung erzielt werden. Auch für die Arbeiter Durchbruch gelangen.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Gefahr bringe. Ohne jede Ueberhebung darf ich sagen, daß ich in selbst ist es eine Wohlthat, wenn sie wissen, was rechtens ist; sie Stadtv. Singer: Der Oberbürgermeister hat von seinem Recht, Bezug auf die Wahrung und Aufrechterhaltung der Selbstverwaltung tämien ja sonst gar nicht zur Ruhe. Wir haben nicht den§ 616 hier allgemein sprechen zu dürfen, recht umfangreichen Gebrauch ge jede Konkurrenz mit ihm aushalte. Stadtv. Caffel nimmt als Antragsteller das Schlußwort: Mit eliminiert, sondern etwas andres an seine Stelle gefegt. Wir haben macht. Er hat sehr wenig von der Sache selbst, aber möglichst viel außerhalb der Sache liegenden Gegenständen ge= der Mehrheit und sämtlichen Antragstellern erkläre ich mich für be- auch Erkundigungen eingezogen und zwar bei 36 Kommunen. von In Breslau wird feineswegs unbeschränkt, fondern für sprochen, was, wie ich hoffe, auch dem Vorsteher ge friedigt mit der von den Magistratsvertretern erhaltenen Auskunft. höchstens zwei Wochen Wochen gezahlt. Im vorigen Juni hat nügen wird, un den Mitgliedern die Antwort darauf ( Ruf: Genügsame Leute!) Die Verwaltung ist danach auf der Warte, die Versammlung beschlossen, den Magistrat zu erfuchen, den nicht zu verfchränken. Bunächst stelle ich fest, daß auf ihn zwar das nach allen Richtungen unsre Krankenhäuser auf der Höhe zu erhalten. städtischen Arbeitern für die Landwehrübungen einen Zuschuß in Höhe Wort: Schnell fertig mit dem Wort ist die Jugend", nicht zuAuch im Gebiete der Krankenhauspflege kann hier und da etwas der des Tagelohnes zu gewähren; da ist bloß von den Landwehrmännern, trifft, aber recht schnell ist der Oberbürgermeister mit den Abhilfe Bedürftiges vorkommen, aber aus einzelnen Verstößen dorf noch nicht einmal von den Reservisten die Rede, und auch jene sollten Wort, Ivenn es sich darum handelt. von uns Gesagtes man doch nicht allgemeine Angriffe herleiten. Ich will das Wort: mindestens ein Jahr bei der Stadt beschäftigt sein. Das ist also ein in Zweifel zu ziehen.( Unruhe.) Er hat sich an einer Stelle AusWer schinipft, hat unrecht! nicht auf Herrn Antric anwenden, weil er eklatanter Widerspruch. Die Leute, die zur Kontrollversammlung gehen, unft erbeten, die nicht vollständig orientiert war oder selbst geschimpft hat. Wer aber übertreibt und Schlüſſe zieht aus Thatsachen, erfahren bei uns keinen Lohnabzug. Der Gesetzgeber hat mit vollem Recht nicht recht weiß, was ist. Das sollte die Verwaltung wiffen, daß die die zum Teil unbewiesen sind, zeigt, daß er das Unrechte getroffen hat. diese Bestimmung nicht als zwingendes Recht statuiert; fie konnte wohl für Leute, die bei uns submittieren, die Arbeiten noch weiter vergeben. ( Zuruf des Stadtv. Stadthagen: Das wenden Sie nur auf sich an!) fleine Verhältnisse passen, aber nicht für große Kommunen. Dami hat der Oberbürgermeister sich darüber verbreitet, weshalb Dieser Zwischenruf bestürzt mich in keiner Weise. Es iſt unmöglich.( Zwischenrufe: Umgekehrt!) In der Gasverwaltung hat noch kein unsre städtische Verwaltung Mängel hat, durch unsre Kritik Herren zufrieden zu stellen, die auch für Verbesserungen kein Wort einziger Arbeiter von der Befugnis Gebrauch gemacht, nach einem follen Mitbürger verhindert werden, Ehrenstellen in der Verwaltung der Anerkennung haben. Ich bedauere nur, daß der beste Zeuge halben Jahr in ein engeres Verhältnis zur Verwaltung zu treten, anzunehmen. Ich weiß ja nicht, wie viele solcher Herren für uns, Professor Virchow, durch Krankheit uns ferngehalten wurde. weil sie ein solches abhängiges Verhältnis nicht wollen.( hört! existieren; daß sie sich dadurch abschrecken lassen, haben wir nicht Ich ziehe hiermit namens meiner Freunde den von uns gestellten hört!) Da kann man also den Bergleich mit den Handlungsgehilfen zu bedauern, denn sie find dann nicht wert, in der Verwaltung Stadtv. Singer: Ich mache von meinem Rechte Gebrauch, den nicht heranziehen. Ich kann Sie nur bitten, den Antrag ab- thätig zu fein. daß an seiner guten Absicht nicht gezweifelt wird; daran hat er es Antrag wieder aufzunehmen, weil wir durch die erhaltene Auskunft Stadtv. Maas( A. L.): Wir haben Ausschußberatung beantragt, uns gegenüber sehr fehlen lassen. Die Art, wie er von der vorigen nicht befriedigt find. Stadtv. Stadthagen verlangt das Wort zur Geschäftsordnung. weil wir, obwohl die Mehrzahl den Ausschluß des§ 616 für richtig Sigung Aussprüche heranzog und uns eine Vorlesung hielt, wie ivir Stadtv. Stadthagen verlangt das Wort zur Geschäftsordnung. hält, doch die einzelnen Bestimmungen für verbesserungsbedürftig handeln müßten, wenn wir die Selbstverwaltung schüßen wollen, Vorsteher Dr. Langerhans mahnt zur Ruhe, man solle doch halten und sie in einem Ausschusse prüfen lassen möchten. Die Ge- besagt doch unr: er läßt jede stritit zu, wenn sie nur seiner Verwal jetzt den Streit begraben und jetzt gemeinschaftlich zusammen- werbegerichte haben verschieden geurteilt. Der Lösung des Arbeits- tung günstig ist.( Unruhe.) Wer in so gereizter, unmotivierter Weise auf Stadtv. Singer: Wenn der Herr Vorsteher damit meint, ich verhältnisses im Falle der Einziehung zu Militärübungen kann ich tritt, von dem darf ich sagen, daß er sich ins Herz getroffen fühlt.( Lachen.) Eine gute Selbstverivaltung kann die Kritik vertragen, aber die Werfoll den aufgenommenen Antrag wieder aufgeben, so bedaure ich, dem nicht zustimmen. Stadtv. Hugo Sachs( A. L.): Ich hoffe, daß es zu einem treter einer Selbstverwaltung, die sich bei jeder Gelegenheit auf nicht nachkommen zu können. Stompetenzkonflikt zwischen dem Magistrat und uns aus diesem Anlaß dekorative Reden beschränken, geben zu, daß diese Selbstverwaltung an!" sein soll. Ich will nicht tommen wird. Der Magistrat hätte den mißdeutungsfähigen ein Blümchen rühr mich nicht an 1" Ausdruck„ Ausschließen des§ 616" gar nicht gebrauchen sollen. Die mich gar nicht berufen darauf, daß wir den größten Nummern 4 und 5 find viel zu allgemein gefaßt. Teil der Bürgerschaft vertreten.( Rufe: Nein!) Warum sollen Sie Stadtv. Zubeil( Soc.): Der Stadtrat hat sich die Sache doch auch rechnen tönnen?( Stürmische Heiterkeit.) Aber wenn die Vorzu leicht gemacht. Bei der II. Gasinspektion ist ein Arbeiter auf gänger der Herren vom Liberalismus in diesem Saale auf dem Veranlassung der Polizei zur Auskunftserteilung in seinem Militär- Standpunkt des Oberbürgermeisters gestanden hätten, dann würde verhältnis aufs Bureau beschieden worden und die Stunde Berlin unter der bürgerlichen Verwaltung nicht das geworden sein, wurde ihm abgezogen. Die Arbeiter sträuben sich gegen das engere was es schließlich geworden ist. Seit einiger Zeit hat der OberVertragsverhältnis, weil sie nicht des letzten Steftes von Selbständig- bürgermeister die Gewohnheit, bei allem, was ihm nicht gefällt, zu feit beraubt werden wollen. Nach der Verfügung vom 25. Oftober 1901 entgegnen: Hier wird die Selbstverwaltung geschädigt! Wenn weiter haben alle Markthallen-, Part- usw. Arbeiter ausdrücklich Reverie unter- nichts vorläge, als dies, wir könnten uns glücklich preisen. So gut schreiben müssen, wonach sie sich jeden Anspruchs begeben. So liegen er seine Meinung ungeschminkt ausspricht, so werden wir die Dinge und nicht, wie der Herr Stadtrat es darstellt. Wenn die städtische dasselbe immer wieder auch thun, gleichgültig ob es Ihnen Arbeiterschaft mit ihren Familien 40-45 000 stöpfe zählt, so hat ein oder dem Ober- Bürgermeister gefällt oder nicht. Wir vertreten hier großer Teil der städtischen Bevölkerung wohl ein Recht darauf, daß die wirtschaftlich Schwachen, die Gedrückten.( Rufe: Oho!) Wir ihm ein Recht, wie das nach§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches, vertreten diejenigen, die auf Grund des Gesetzes( Buruf des Stadtv. nicht durch einen Federstrich estamotiert wird. Der Gewerberichter 28 alla dh: teine Steuern bezahlen! Stürmische Heiterfeit.)... Sie haben Schalhorn spricht sich ganz im entgegengesezten Sinne wie der mir das Wort aus dem Munde genommen, bei uns fangen die Sie wären § 616 des Bürgerliches Gesetzbuches lautet: Magistrat aus. Aber dieser ist dem schlimmen Beispiel der staatlichen Rechte der Menschen nicht erst beim Geldbeutel an. Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruches auf Eisenbahn- Verwaltung und andrer Großbetriebe gefolgt. Die nicht in der Lage. Ihre Position einzunehmen, wenn die Massen, die Vergütung nicht dadurch verlustig, daß er für eine verhältnis- städtischen Arbeiter haben eine Versammlung abgehalten und eine mäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Resolution an die städtischen Behörden gefchickt; fie verlangen darin Grund ohne fein Verschulden an der Dienstleistung verhindert auch die endliche Anerkennung der Arbeiterausschüsse und die Aus Er muß sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher führung der Ausschußwahlen, wie sie die Stadtverordneten- Verfammihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetz- lung gefordert hat. Ueber diesen Beschluß der Schwesterbehörde ist der Antrag zurück. wirken. Stadto. Mommsen: Die Verhandlung vom legten Donnerstag ist nicht bloß für das rote Haus und für uns selbst bestimmt. Ich stelle daher den Antrag, den stenographischen Wortlaut derfelben im Gemeindeblatt zu veröffentlichen und die betreffende Nummer sämtlichen Mitgliedern des Reichstags und des Bundesrats zuzu stellen. Die Versammlung ist damit einverstanden; der Vorsteher wird die nötigen Anweisungen geben. Darauf wird der jeßige Antrag Singer, frühere Antrag Caffet, Darauf wird der jezige Antrag Singer, frühere Antrag Caffel, in der Abstimmung abgelehnt. Die socialdemokratische Fraktion, Stadtvv. Augustin u. Gen. beden Magistrat zu ersuchen, die Verfügung vom 25. Of die Nichtanwendung des§ 616 B. G.-B. außer Kraft zu segen und den Magistrat zu ersuchen, der Versammlung eine Vorlage zum Zwed anderweitiger Regelung der Materie zu machen." antragen, tober 1901 betr. wird. zulehnen. ( Lärm) Der Oberbürgermeister verlangt mit Recht, die feine Steuern bezahlen, nicht für Sie arbeiteten.( Großer Lärm.) Ich bitte den Oberbürgermeister, diese Art väterlicher Ermahnungen, die bei uns nicht den geringsten Antlang findet, freundlichst ums gegenüber nicht anzuwenden; wir wollen fachlich unfre Meinungsverschiedenheiten austragen, ihn anerkennen als ersten Beamten, aber nicht in der Rolle des Oberbürgermeisters als Erzieher!( Beifall p bei den Socialdemokraten.) wie er.( Lebhafter Beifall.) Ein Schlußantrag wird angenommen. Der Antrag Augustin wird darauf einem Ausschuß überwiesen. Die Deputation für die städtischen Krantenanstalten und für die öffentliche Gesundheitspflege soll um zwei Bürgerdeputierte vergrößert werden. Bon der Errichtung einer Volks- Badeanstalt auf dem Gesundbrunnen will der Magiftrat ein st teilen Abstand nehmen. Stadtv. Borgmann( Soc.) tritt für eine Bade- Anstalt auf dem Gesundbrunnen ein. Die Versammlung beschließt aber nach dem Magiftratsantrage. Zu einer Gedächtnisfeier für Ernst Wichert überläßt die Versammlung im Einverständnis mit dem Magiftrat den Rathaus- Festsaal kostenlos dem Verein Berliner Preffe" für Sonntag, den 9. März, mittags 12 Uhr. Die übrigen Gegenstände werden abgesetzt. Schluß 94 Uhr. = Dersammlungen. Die Arbeitslosen- Zählung werde, handle durchaus nicht logisch, wenn sie die Gesundbeter aus der Aula des Falt- Realgymnasiums verbannt. Werde doch im Religionsunterricht der Schule, in den auch die Dissidentenkinder hin Ge Verein der Kellner Berlins und Umgegend. Freitagnachmittag Der Boeren- Krieg. De Wets„ nene" Taktik. Aus einem Tangen Bericht Lord Kitcheners dürfte nachstehende ritit Dewets seitens des englischen Oberbefehlshabers von Interesse sein. Lord Kitchener jagt: Oberbürgermeister Kirschner: Herr Zubeil hat nichts nachgewiesen.( Buruf Sie auch nicht!) Wer einen Vorwurf erhebt, hat stand auf der Tagesordnung einer am Donnerstag abgehaltenen eingezwungen werden, der Grund dazu gelegt, daß ein Aberglaube wie die Beweislast, nicht der andre. Von einem Unterunternehmer ist Delegiertenversammlung der Berliner Gewerkschafts- das Gesundbeten Boden finde. Wie könne man unter solchen Um uns auch nichts bekannt, dazu würde die Genehmigung der Kommission. Der Referent Körsten führte aus: Die ständen sagen, die Schulen würden entweiht, wenn die Gesundbeter darin Verwaltung gehören. Mir gegenüber sich als denjenigen hinzu- Arbeitslosen- Zählung sei zur Zufriedenheit erledigt worden, ihre Versammlungen abhalten. Wenn man der Unwissenheit und dem stellen, der die Schwachen und Bedrückten vertritt, ist Herr Singer dank den Hilfskräften, die sich in großer Zahl zur Ver- Aberglauben den Boden entziehen will, dann müsse man dafür sorgen, nicht berechtigt; ich vertrete die Schwachen und Bedrückten so gut fügung stellten. Was die Delegierten hinsichtlich der Beteiligung daß die Schule vom Einfluß der Kirche befreit werde, daß sie eine ihrer Gewerkschaftsmitglieder versprachen, ist erfüllt worden, einige Stätte werde, die Aufklärung und Wissen verbreitet. Zum Schluß Stadtv. Caffel spricht dem Oberbürgermeister seine Anerkennung Organisationen haben sogar mehr als 10 Prozent ihrer Mitglieder wandte fich der Referent, dessen Ausführungen stürmischen Beifall aus für die energische Abwehr der unqualifizierbaren Singerschen gestellt, nur einzelne sind unter diesem Prozentsatz geblieben. fanden, an alle diejenigen, die nicht mehr auf dem Boden des Angriffe und tritt dann für Ausschußberatung ein, da insbesondere Die Zahl der gewerkschaftlich Organisierten, welche bei der Kirchenglaubens stehen, mit der Aufforderung, aus der Landeskirche die Nr. 3 ihn nicht befriedigt. Arbeitslosenzählung mitgeholfen haben, ist vom Ausschuß festgestellt auszutreten. Es folgte min eine lange Diskussion, die sich bis worden. Es handelt sich um diejenigen, die bei der Verteilung der 1 Uhr nachts hinzog. Außer einer Anzahl von Rednern, die in Persönlich bemerkt Stadtv. Hoffmann( Soc.): Der Ober- Bählfarten am 26. Januar und bei der Einsammlung am 2. Februar Uebereinstimmung mit dem Referenten gegen die dogmatische bürgermeister hat auch auf mich in seiner Rede Bezug thätig waren. Diese Hilfskräfte verteilen sich auf die einzelnen Religion sprachen, traten in der Person des bekannten Stöckerianers genommen. Ich habe den Fall Heilmann in dem Zusammenhang Berufe wie folgt: 8 Bautechnifer und poliere, 624 Maurer und Buzzer, Brieg und des Licentiaten Mumm zwei Verfechter des christlichen erwähnt, daß man sich in der öffentlichen Meinung darüber wunderte, 262 Bau- und Erdarbeiter, 263 Zimmerer, 7 Glaser, 118 Maler und Glaubens auf. Zum Schluß wurde eine Resolution zu Gunsten des daß die Stimme des Herrn Heilmann im Auschuß den Ausschlag gab. Anstreicher, 54 Dachdecker, 121 Töpfer, 28 Stuccateure, 17 Asphal- Austritts aus der Landeskirche angenommen. Herr Heilmann hat ja diefer öffentlichen Meinung auch Rechnung ge- teure, 24 Steinfeger und Rammer, 29 Steinmeßen, Steinhauer und tragen. Wenn er nicht gefeßlich verpflichtet war, ein anderes Ver- Marmorarbeiter, 31 Glasmacher und Glasschleifer, 11 Borzellan- öffentlichen Versammlung, nachdem der alte Fachverein aufgelöst Die Bilderrahmenmacher beschlossen in einer gut besuchten fahren als das damals getadelte zu beobachten, so hätte er es aus arbeiter, 1 Gärtner, 159 Former und Gelbgießer, 15 Kerminacher war, in den Holzarbeiter- Verband als Branche für sich selbst einAnstandsgefühl thun müssen!( Unruhe: Stadtv. Hugo Sachs ruft und Gießereiarbeiter, 42 Gold- und Silberarbeiter, 37 Drücker, zutreten. Es wurden gewählt als Obmann F. Da mast. LiegnigerFrechheit!) 195 Gürtler und Galvaniseure, 54 Schleifer, schmiede, 43 Kupferstraße 7/8, und als Werkstatt- Kontrollkommission Pophal, 88 Schmiede, 365 Dreher, 647 Schlosser und Fischer, Bauer, Kiese, klamm, Frank und Brandes. Maschinenbauer, 263 Klempner, Rohrleger und Installateure, 2 Nadler In der Versammlung vom 9. Februar fonnte der Obmann die Mitund Drahtbinder, 16 Maschinisten und Heizer, 17 Elektromonteure, teilung machen, daß bereits 53 Kollegen Mitglieder des Verbandes 39 Stanzer, Hobler, Präger und Schnittarbeiter, 29 Graveure und waren und 12 Kollegen sich zur Aufnahme bereit erklärten. Ciseleure, 92 Mechaniker und chirurgische Instrumentenmacher, wurde bekannt gegeben, daß der Arbeitsnachweis sich im Verbands14 Büchsenmacher und Uhrmacher, 578 Metallarbeiter ohne Angabe bureau, Zimmer 11 des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, befindet, der Branche, 33 Stellmacher, 1471 Tischler und Drechsler, 108 Möbel- und wird derselbe vom Verband für die Branche gesondert geführt. polierer, 198 Ristenmacher und Holzschneider, 27 Böttcher, Die Arbeitgeber werden vom Verlegen des Arbeitsnachweises be28 Storb-, Kamm, Bürsten-, Pinsel- und Knopfmacher, 45 Modelleure, nachrichtigt. Unter Verschiedenem regten Gläß und Reimund Holz- und Steinbildhauer, 2 Arbeiter der chemischen Industrie, die Frage der Arbeitslosen- Unterstüßung an und ersuchten die An87 Lackierer und Vergolder, 251 Buchbinder und Galanterie- Arbeiter, wesenden, sich recht rege an der demnächst stattfindenden Urabstimmung 88 Sattler und Täschner, 148 Tapezierer und Kleber, 58 Gerber des Verbandes zu beteiligen. und Lederarbeiter, 2 Mufiler, 6 Xylographen, Zeichner und Kupferstecher, 80 Weber, Posamentiere und Textilarbeiter, 397 Buchdrucker, 3 Uhr Bersammlung und Aufnahme neuer Mitglieder. Schriftgießer und Stereotypeure, 52 Buchdruckerei- Hilfsarbeiter, 14 Buchdruckerei- Silfsarbeiterinnen, 58 Lithographen, Steindruder und Steindschleifer, 199 Schneider, Zuschneider und Bügler, 17 Kürschner und Müßenmacher, 22 Hutmacher, 11 Haudschuhmacher, 147 Schuhmacher, 34 Müller, Bäcker und Konditoren, 57 Brauer und Brenner, Aus Industrie und Handel. 73 Cigarren- und Tabatarbeiter, 15 Barbiere und Friseure, 18 Wäscher, Färber und Blätter, 86 Kaufleute, Buchhalter und Schreiber, Der preußische Kohlenbergbau im Jahre 1901. Die 174 Hausdiener, Packer und Kutscher, 25 Kellner, 52 Gastwirte, Steinkohlenproduktion ist nach der amtlichen Statistik von 400 Arbeiter ohne Angabe des Gewerbes. Das find im ganzen 101 992 059 Tommen im Jahre 1900 auf 101 195 807 Tonnen im 8776 Personen. Damit ist aber die Zahl der Hilfskräfte noch nicht Monat durch die Entfaltung großen Unternehmungsgeistes seitens der Die Operationen in der Oranjefluß- Kolonie sind im vergangenen Jahre 1901 zurückgegangen. Der Nüdgang ist nicht so erheblich, er erschöpft. Ginesteils haben verschiedene Bezirke noch keine Angaben beträgt nur 0,78 Proz., aber es ist seit 1892 das erste Mal, der vorstehenden Art gemacht, andrerseits sind in den Aufführungen Leute De Wets bemerkenswert gewesen. De Wet soll auf Grund daß in der Erzeugung von Kohlen ein Rückgang eintritt. Noch un- meist nur die von Gewerkschaften gestellten Hilfskräfte, aber nicht die von Beratungen eines am 11. Dezember abgehaltenen Kriegsrates günſtiger liegen die Verhältnisse mit dem Abfag. Während im politisch Thätigen angegeben, so daß die Gesamtzahl derer, welche feine bisherige Tattit beträchtlich geändert haben. Er entdeckte, daß die zerstreuung seiner Jahre 1900 96 759 589 Tonnen abgesetzt wurden, ist der Betrag durch ihre Mithilfe die Aufnahme der Statistik ermöglicht haben, Er entdeckte, daß die zerstreuung seiner Streitkräfte in im Jahre 1901 auf 95 050 655 Tonnen gesunken, das bedeutet einen wenigstens 12 000 betragen dürfte. teine Abteilungen über das ganze Land lediglich Minderabsag von 1 708 934 Tonnen oder 1,77 Proz. Beachtenswert ist dabei, daß im Gebiete des Kohlensynditats die Einschränkung in Auf die Ausstellungen eingehend, welche die bürgerliche Breffe au einer fortgesetten Verminderung in der Stopfunfre mobilen Kolonnen beständig Geden Resultaten der Zählung machte, bemerkt der Nedner, zahl führte, da Der Erzeugung eine größere war, als in den andren Gebieten. Es Doppelzählungen seien dadurch verhindert, daß die Karten, welche fangene machten. Er nahm ferner wahr, daß seine ausweichende bestätigt sich somit die Thatsache, daß die außerhalb des Syndikats später einzeln einliefen, nicht mehr mitgezählt worden sind. oder Defensivtaktik nur dazu führen könne, daß er durch die stehenden Werke auf Kosten des Shudikats nicht un- Die Arbeitsbeschränkung hat einen sehr großen Umfang, sie geht wurde. Deshalb faßte er den Beschluß, seine Leute in verschiedene vorrückenden Blodhauslinien unausweichlich eingeschlossen erhebliche Vorteile genießen. Am ungünstigsten gestaltete bis zu einem Drittel der vollen Arbeitszeit. Alle Arbeiter, sich die Lage im bierten Quartal, hier weist allein der welche fich als solche bezeichneten, die aussehen müffen, aber größere Truppenförper zusammenzuziehen, deren Aufgabe es war, Dortmunder Bezirk einen Minderabjay von 5,76 Broz. auf. gerade am Zähltage in Arbeit standen, sind als vollbeschäftigt jede Berührung mit stärkeren englischen Kolonnen zu vermeiden, Auch im Januar 1902 ist gegen den gleichen Monat des Vorjahres gezählt worden. Obgleich also die Ergebnisse der Zählung mit der dagegen die Gelegenheit abzuwarten, über vereinzelte ein erheblicher Rückschlag in der Förderung zu bemerken. Die größten Vorsicht zusammengestellt sind, ergaben sich doch erschreckend Abteilungen oder Arbeitstolonnen an den EndSteinkohlenförderung erreichte 8 147 656 Tonnen und wurde gegen die große Zahlen. Herr Dr. Freund, der die Zahl der Arbeits- punkten der Einschließungslinien herzufallen. Förderung im Januar 1901 mm 756 256 Tonnen zurückgedrängt. losen im Herbst auf 35 000 schätzte, scheint die Autorität Taktik des Boerenführers hat bereits verzweifelte Stämpfe In Anbetracht der ungünstigen Arbeitsverhältnisse sind bereits im zu sein, welche hinter einer in bürgerlichen Blättern ver- herbeigeführt. Ich bin der Ansicht, daß wir diese Kämpfe, Kohlensyndikat Erwägungen im Gange, ob die Einschränkung der öffentlichten Notiz steht, die verschiedenes an unsrer Bählung unfrer fleineren Stolonnen, willkommen heißen können, da dadurch trotz des Ueberfalls und der Niederlage einer( nur einer?!) Produktion nicht auf 25 Broz. erhöht werden muß. auszusehen hat. Da wird auch in dieser Notiz gefragt, ob Günstiger hat sich der Braunkohlen- Bergbau entwickelt. deffen wir die Alters- und Invalidenrenten- Empfänger zu den Arbeitslosen wahrscheinlich die Kraft zur Verlängerung des Kampfes um só Förderung von 34 018 013 Tonnen im Jahre 1900 auf 37 493 778 gezählt haben. Das ist natürlich nicht der Fall. Nicht einmal in früher gebrochen werden dürfte. Tonnen im Jahre 1901 stieg. Die beffere Gestaltung der Marktlage Bie Rubrik„ Ktranke und Invaliden" find die Rentenempfänger eindürfte hier auf die hohen Preise für Steintohlen zurückzuführen sein. getragen, sondern fie find, soweit sie sich nicht als arbeitslos bezeichneten, als vollbeschäftigt gezählt worden. So erklärt es sich, Die Berliner Handelsgesellschaft giebt in ihrem soeben ver- daß wir nicht einmal die 20 000 Nentenempfänger, von denen Herr öffentlichten Jahresbericht den Bruttogewinn auf 11 426 790 W. an, Freund spricht, in unfrer Zählung nachgewiesen haben. An diesen gegen 12 490 032 m. im Vorjahre. Der Geschäftsverkehr ist dabei hatten wir auch kein Interesse, sondern nur an der Darstellung hinzufügt:„ General Gilbert Hamilton meldet, daß er am 18. Februar, fein geringerer geworden, denn es zeigen sich in Attiva nicht un- der Arbeitslosigkeit. Die Zusammenstellung nach Berufen usw. während er sich auf dem Marsche nach Nigel befand, bei Klippan bedeutende Erhöhungen des Wechsel-, Lombard, Effekten-, Kon- ist noch nicht abgeschlossen, sie wird aber in nächster ein Gefecht mit dem Feinde gehabt habe, in dessen Verlaufe ein dem stehen in Baffiva ent- Beit veröffentlicht werden können. Als die Arbeitslosigkeit Teil der zweiten Dragoner, der nach dem linken sprechende Erhöhungen der Verpflichtungen gegenüber. Für Ab- im vorigen Herbst in der Stadtverordneten- Versammlung Flügel detachiert worden war, umzingelt und abgeschnitten schreibungen sind von dem Bruttogewinn 2 Millionen ver- besprochen wurde, ſagte der Stadtrat Fischbeck, es be- wurde. Zwei Offiziere wurden schwer verwundet, wandt, wovon 1 680 000 m. für die Konsortial- und Effekten- Bestände stehe teine Not, da die Stadt nicht einmal die zum Schneeschippen a wei Mann wurden getötet, sechs verwundet und und 320 000 m. auf Conto- Corrent- Conto zur Verwendung ge- erforderlichen Leute habe bekommen können. Redner bemerkt 46 gefangen genommen, später aber wieder freigelaffen. langen. Durch die letztere Summe werden die Forderungen der demgegenüber, er habe festgestellt, daß an dem betreffenden Tage hamiltons Abteilung war zu schwa ch und konnte deshalb den Gesellschaft in Höhe von ca. 300 000 m., welche mit den Konkursen bei den betreffenden Arbeitsnachweisen keine Leute zum Schnee- Feind nicht aus feiner starten Stellung ber= der Reederei Vereinigter Schiffer und der Firma Ernst Kuznigky schippen verlangt worden sind, obgleich Hunderte auf dem Central- treiben; fie sezte den Marsch auf Nigel fort. Oberst in Breslau zusammenhängen, sowie die Beteiligung bei einer Arbeitsnachweis anwesend waren, die sich gern zum Schneeschippen Mackenzie, der im Norden des Banagher- Sees operiert, nahm zehir Bahlungsstodung in Rußland im Betrage von ca. 20 000 m. aum gemeldet hätten. Boeren gefangen." bollen Betrage abgeschrieben. Nach Absetzung dieser Abschreibungen Es fragt sich nun, was foll angesichts der festgestellten Arbeitsfortial, and Debitoren Contos; 4 bleibt sodann ein Reingewinn von 7456 292,50 m. gegen 8595 570,70 Mart im Vorjahre verfügbar. Die in der Bilanz ausgewiesenen Reserven beziffern sich Ende 1901 unverändert auf 24 800 000 m. gleich ca. 271/2 Proz. des Kommanditkapitals von 90 Millionen Mart. An Dividende wird 7 Broz. in Vorschlag gebracht, gegen 8 Proz. im Vorjahre. Der Pensionskasse der Angestellten soll eine Dotation von 50 000 m. überwiesen werden, wodurch deren Vermögensstand auf 1671 856,55 W.( 1900 1566 562,20 m.) gebracht wird. Der nach Abzug der statut- und vertragsmäßigen Tantiemen verbleibende Restbetrag von 250 010,50 M. foll auf neue Rechnung borgetragen werden. an Diese neue Bis jetzt hat sich freilich De Wets„ neue" Taktik, die uns nur Reihe von Schlappen eingetragen, denen ein Bericht Kitcheners De Bets alte Taktik zu ſein scheint, den Engländern eine ganze Reihe von Schlappen eingetragen, denen ein Bericht Kitcheners vom 19. Februar folgende nene Schlappe Tofigteit geschehen. Auf die von den Arbeitslosen Bersammlungen Lehte Nachrichten und Depelihen. Unterhaus. nicht er am 18. November angenommene Resolution, die den Behörden eingereicht wurde, ist teine Antwort erfolgt. Der Ausschuß schlägt mm vor, dieselbe Resolution mit entsprechenden Aenderungen den zuständigen Behörden aufs neue einzureichen, vielleicht auch durch ob in Gemäßheit der Bestimmungen des englisch- japanischen BerLondon, 20. Februar.( W. T. B.) James O' Kelly fragt an, eine Deputation persönlich vorstellig zu werden. Die Resolution trages England und Japan auf die Räumung der Provinz macht bestimmte Vorschläge, wie durch Jnangriffnahme öffentlicher chantung abzielende Vorstellungen bei Deutschland erhoben trages England und Japan auf die Räumung der Provinz Arbeiten Arbeitsgelegenheit zu schaffen ist. Unterstaatssekretär des Auswärtigen Cranborne, städtischen Behörden Subventionen für die Gewerkschaften zum Norman fragt an, ob die Regierung mit Rücksicht auf die Unter anderm hatte der Referent auch angeregt, daß von den hätten. erwidert, derartige Vorstellungen seien nicht erhoben worden. Zweck der Arbeitslosenunterstützung gefordert werden sollen. Bestimmungen des englisch- japanischen Abkommens Diese Forderung Forderung wurde in der Diskussion nachdrücklich betont mit dem Hinweis, daß es Pflicht der Allgemeinheit ist, ihre wägen werde, ob es nicht angebracht sei, Schritte zu thun, feit August 1900 Japanische Handelsbeziehungen zu Korea. Mittel, zu denen ja auch die Arbeiter beigetragen haben, zur Linde- daß das Seezollamt in Niutſchwang, das Lage und Klima Koreas sowie die historischen Beziehungen rung eines offenbaren Notstandes zur Verfügung zu stellen. Wenn von russischen Behörden verwaltet wird, der chinesischen Rewerde. Cranborne erividert, die Japans zu diesem Lande machen es erklärlich, daß sich japanische in der Landwirtschaft ein Notstand besteht, werde demselben gierung zurückgegeben Auswanderer in großer Zahl dahin wenden. Von der fremden ja auch aus öffentlichen Mitteln gesteuert. Andrerseits wurde russische Regierung habe erklärt, ihre Verwaltung der Zölle Bevölkerung Koreas, die über 20 000 Seelen beträgt, find 17 000 bemerkt, daß es in Niutschwang sei nur eine zeitweilige und vorläufige, und sie daß es weniger ankomme auf die ins einzelne beabsichtige, dieselbe an die chinesische Verwaltung zurückzugeben, der Resolution, sondern vielmehr Japaner. Diese leben zumeist in der Hauptstadt und in den gehenden Forderungen sobald es die Umstände erlaubten. Die englische Regierung habe geöffneten Häfen und bilden die Träger des Handels mit ihrer auf die principielle Forderung, daß die städtischen Behörden nicht den geringsten Grund, die Aufrichtigkeit dieser Erklärungen als der festgestellten Ausdehnung der Arbeitslosigkeit Der japanische Handel mit Korea, der im Jahre 1884 nur zur Linderung des Notstandes zu thun haben, was ihnen irgend fraglich anzusehen. 746 000 en betrug, hat sich namentlich nach dem chinesischen Kriege möglich ist. Von den Staats- und Reichsbehörden müsse aber gefordert Köln a. Mh., 20. Februar.( B. H.) Die Köln. 8tg." meldet andauernd und kräftig gehoben und bildet den größten Teil des ge- werden: Gesetzliche Regelung der Arbeitszeit und Beseitigung aller aus Mailand: Jufolge der starken Regengüiffe der legten Tage Einschränkungen des Koalitionsrechts. Angenommen wurde ein find zahlreiche Gebirgswässer und Flußläufe in Venetien und den Antrag, welcher den Ausschuß beauftragt, anstatt der Resolution vom Marken ausgetreten und haben überall sehr großen Sachschaden ans hörden zu richten, welche den Notstand behandelt und um Abhilfe Die Not der von der Ueberschwemmung betroffenen Bevölkerung ist 18. November eine Eingabe an die städtischen und staatlichen Begerichtet. Die Eisenbahnverbindungen sind mehrfach unterbrochen. gemäß den in der Debatte hervorgetretenen Wünschen ersucht. sehr groß. Bon der Entsendung einer Deputation wurde Abstand genommen. Heimat. famten toreanischen Außenhandels. Seine Entwicklung seit dem Jahre 1895 wird in folgender Tabelle veranschaulicht, in der auch die Ziffern für die Gesamt- Einund Ausfuhr Koreas aufgenommen sind. Jahr Japanische Ausfuhr nach Korea( ohne Edelmetalle) 3 881 476 Japanische Einfuhr aus Korea( ohne Edelmetalle) Werte in 2 925 399 Koreanische Gesamt- Ein- und Ausfuhr( ohne Goldausfuhr) en*) 10 566 273 11 268 330 1895 1896 8.367 693 5 118 925 1897 5 196 572 8 864 359 19 041 409 1898 5 844 331 4 796 032 1899 6 995 931 4976 167 9 958 271 17 534 756 15 305 673 20 453 461 Stuttgart, 20. Februar.( B. H.) Nach einer gestern vorgenommenen amtlichen Arbeitslosenzählung sind zur Seit 1875 männliche und 30 weibliche Personen völlig arbeitslos, während 775. Bersonen nur in beschränktem Umfange beschäftigt sind. Eine sehr stark besuchte Volksversammlung, die die Kommission für den Austritt aus der Landeskirche einberufen hatte, füllte am Mittwoch den großen Kellerschen Saal bis auf den legten Play. Als Referent trat Ad. Hoffmann auf. Zum Ausgangspunkt Lüttich, 20. Februar.( W. T. B.) Die Verwaltung der Grubens feiner Betrachtungen nahm der Redner das in hohen und höchsten gesellschaft" Ougrée Maribaye" hat heute die alte Grube MariKreisen der Gläubigen betriebene, in lezter Beit vielbesprochene Geſundbeten. Er führte aus, daß diejenigen, welche auf dem Stand- haye in Seraing geschlossen, weil die Arbeiter der an sie am punlt des dogmatischen Christentums stehen, unlogisch handeln, 12. Februar gerichteten Aufforderung, sich heute wieder vollzählig wenn sie das Gesundbeten verurteilen. Die christliche Kirche zur Arbeit einzufinden, widrigenfalls sie entlassen würden, nicht nachgekommen waren. Hierdurch find 650 Arbeiter be baren Heilungen, die durch den Glauben Glauben und die Straft häftigungslos. des Gebets zu stande gekommen seien, und es sei die ein Madrid, 20. Februar.( W. T. B.) Privatdepeschen aus fache Konsequenz solcher Lehren, wenn mun Leute versuchen, sich das Saragossa melden den Ausbruch eines allgemeinen Ausstandes. Gebet zur Herstellung ihrer Gesundheit nugbar zu machen. Die Baku, 20. Februar.( W. T. B.) Bei den Aufräumungsarbeiten freifinnige Stadtverwaltung, die ja im Gegensatz zu wirklich liberalen in Schemacha wurden bis jetzt 32 Personen lebend zu Tage ge*) 1 gen 2,00 M. Anschauungen dafür eintritt, daß dem Volte die Religion erhalten fördert. Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. 1900 8 805 618 Die starte Zunahme der Handelsbeziehungen zwischen Korea lehre den Wunderglauben, und Japan erklärt zugleich das hohe Interesse, das Japan an der Burückdrängung des russischen politischen Einflusses hat und läßt die Annäherung an England und China als eine ganz natürliche Folge erscheinen. die Bibel erzähle von wunder= Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 44. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 21. februar 1902. Reichstag. 148. Sigung vom Mittwoch, 20. februar 1902, nachmittags 1 hr. so zu daß derjenige, der Socialdemokrat ist, nicht verpflichtet ist, zu dienen, fraten unter seinen Arbeitern für die geschicktesten erklären wird. Hat doch dann werden wir darüber reden können. Heute aber sind gerade auch Herr v. Caprivi im Jahre 1893 meinem verstorbenen Genoffen die tüchtigsten Soldaten häufig Socialdemokraten( Lachen rechts), Grillenberger gegenüber ausdrücklich erklärt, daß seine Erfahrungen die tüchtigsten, denen sogar Chinadenfmünzen an mit der Socialdemokratie im Heere die allerbesten seien, daß Am Bundesratstische: v. Go Bler. geboten werden. Von den Leuten, die sich Vaterlandsfreunde gerade sie sich ihrer Pflicht durchaus gewachsen zeigten. Ich wünschte, nennen, geizen viele nach einer Denkmünze, aber sie erhalten sie es käme nie dazu, aber ich kann Ihnen sagen, Sie werden eines Die zweite Beratung des Militär- Etats wird fortgesetzt nicht. Dem Socialdemokraten aber wird sie angeboten, doch er schlägt Tags noch froh sein, wenn Ihnen socialdemokratische Fäuste zur ( Titel Gehalt des Kriegsministers). sie aus.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Verfügung stehen.( Bravo! bei den Socialdemokraten. Lärm rechts.) Abg. Eickhoff( frs. Bp.) Abg. Kopsch( frf. Vp) bemängelt die Bergebung der Kantinen Herr v. Goßler hat seine gestrige Rede zu einem sehr bringt einen Fall aus Worbis zur Sprache. Bei der Kontroll- an Generalpächter. Bei der Kantinemvirtschaft biete der Großbetrieb heftigen Ansfall gegen die Socialdemokraten benutzt. Stadthagen versammlung im vorigen Frühjahr hatte der Rittmeister Krüger nicht ausschlaggebende Vorteile. Der Kantinenwirt müsse mit den hat ihm ja bereits gedient, aber ich will noch einige Worte das Kommando Rührt Euch!" gegeben. Da wandte fich Soldaten in intimer Fühlung stehen. Bei der Generalpacht hat den hinzufügen. Was giebt dem Kriegsminister das Recht zu der Beder Lehrer Thilo halb zu seinem Nachbarn, ohne die Löwenanteil des Gewinnes nicht der Soldat, hauptung, wo nimmt er den Beweis her für sein Wort, wir liebten Lippen zum Sprechen geöffnet zu haben. In diesem sondern der Pächter. Es müsse auch Vorsorge getroffen werden, unser Vaterland nicht mud wir befäßen gar kein Vaterland. Als Augenblick faßte ihn der Rittmeister an der Brust, zog ihn aus dem daß nicht minderwertige Waren in den Kantinen verkauft werden. Deutsche gehören wir nach Deutschland. Daß Herr v. Goßler froh Glied und sagte zum Feldwebel: Schreiben Sie den Kerl auf, der Die Generalpacht entspreche nicht dem Versprechen der Verwaltung, wäre, wenn wir Deutschland verließen, will ich ihm recht gern hat im Glied gesprochen. Auf die Beschwerde des Lehrers sagte der Mittelstandspolitik zu treiben. Principiell veriverfe er überhaupt die glauben, er wäre vielleicht auch bereit, die AuswanderungsRittmeister: Auf der Kinderschule könnt Ihr schwagen, Kantinenwirtschaft, aber da sie nun einmal eingeführt sei, müsse kosten zu tragen.( Heiterkeit.) Es fällt uns aber gar nicht hier aber habt Ihr das Maul zu halten!( hört! hört! links.) man sie so gestalten, wie sie dem Soldaten am meisten nüße. ein, auszuwandern, ivir bleiben im Lande und nähren Dieser Vorgang spielte sich auf offener Straße ab vor den Generalmajor von Einem: Im Allgemeinen steht die Militär- uns redlich und fuchen seine Einrichtungen Augen der Schüler jenes Lehrers. Der Rittmeister sagte dann verwaltung auf dem Standpunkt des Vorredners. Nur acht Kantinen verbessern, daß dieses Vaterland allen Deutschen später zu dem Lehrer: Gerade weil sie Lehrer sind, sollen Sie sind noch an große Firmen verpachtet. Die Zahl solle noch weiter lieb wird, damit so verwirklicht werde, was Fichte in seinen bestraft werden".( hört! hört! links.) Der Lehrer mußte gemindert werden. ,, Reden an die deutsche Nation" als sein politisches Testament niedersich dann einer mehrstündigen Verhandlung unterwerfen, das Abg. Gröber( C.): Der Kommissar Herr Romen hat uns gelegt hat: Und so wird von den Deutschen aus erst dargestellt Resultai war jedoch seine Freisprechung, über die Vergestern eine Auffaffung des Reichs- Militärgerichts mitgeteilt, über werden ein wahrhaftes Reich des Rechts, wie es noch nie in handlung wurde ihm Schweigen auferlegt.( hört! hört! hat es wahrhaftenen fart, Das Reichs- Militärgericht der Welt erschienen ist, in aller der Begeisterung für Freiheit des Tints.) einem andren Falle fuhr derselbe Rittmeister erklärt, daß der Gerichtsherr Bürgers, die wir in der alten Welt erblicken, für Freiheit, ge feine Leute an: Ihr steht ja ta wie Blödsinige, Ihr Sammel. nach Einleitung der Untersuchung noch selbst Ermittelungen gründet auf Gleichheit alles deffen, was Menschenantlin Wenn man mit diesem Falle die bekannte Thatsache vergleicht, daß angestellt hat. Das ist meiner Meinung nach ganz unzulässig und trägt."( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Das haben Sie nicht ein andrer Lehrer feine Strafe in Sprizenhause verbüßen verstärkt die Bedenken gegen die Institution des Gerichtsherrn. Das fertig gebracht, das hat die bürgerliche Gesellschaft nicht fertig gemußte, so muß man den Eindruck bekommen, als bestehe bei vielen ist eine überaus wichtige Frage, die über den einzelnen Fall hinaus- bracht, das aber werden wir Socialdemokraten fertig bringen.( LebOffizieren eine gewisse Boreingenommenheit gegen die geht. Die Militärſtrafgerichts- Ordnung kennt den Unterschied zwischen hafter Beifall bei den Socialdemokraten. Lärm und Lachen rechts.) Lehrer. Ich bitte den Herrn Kriegsminister den von mir anrichterlicher Untersuchungshandlung und militärpolizeilichen Unter- Abg. Graf v. Roon( f.): Vielleicht ist dem vielbelesenen Herrn geführten Fall untersuchen zu lassen. suchungen nicht. Das hat seinen guten Zweck. Die Erhebungen Bebel das Sprüchlein bekannt: Wer Recht behalten will, und hat Generallientenant v. Tippelskirch: Auf den angeführten sollen nach dem Willen des Gesezes nur von Sachverständigen nur eine Zunge, Behält's zulegt gewiß." Auf die Ausreden des Fall kann ich nicht eingehen, da mir das Material fehlt, eine Unter- ausgeführt werden.( Sehr richtig! im Centrum.) Daher ist es dem Herrn Bebel will ich mit Rücksicht auf die Geschäftslage des Hauses uchung wird erfolgen. Der andere erwähnte Lehrer hat seinen Gerichtsherrn und damit auch dem Inhaber der Kommandogewalt, nicht eingehen, sonst fürchte ich, daß dem Kriegsminister auch heute Militärarrest nicht im Sprizenhaus sondern im Militärarresthaus in denn das ist dieselbe Person, nicht gestattet, selbst Erhebungen zu noch nicht sein Gehalt bewilligt wird.( Lachen bei den SocialKonig verbüßt. Auf eine frühere Anfrage des Herrn Abg. Graf veranstalten. Ich bitte den Herrn Kriegsminister, diesem Punkte, demokraten.) Oriola erwidere ich noch, daß das Kriegsministerium sich stets auf der von größter Tragweite ist, seine besondere Aufmerksamkeit zu den Boden der Entscheidungen des Reichsmilitärgerichts stellt. widmen. Es würde eine grenzenlose Verwirrung anrichten, wenn Abg. v. Brockhausen( f.): Herr Kunert hat den toten es weiter einem Offizier gestattet wäre, als Inhaber der KommandoRittmeister Krofigt einen Feigling genannt. Dies war schon gewalt eine Handlung vorzunehmen, die ihm in seiner Eigenschaft an fich ganz unberechtigt, höchstens kann man von Roheit als Gerichtsherr verboten ist.( Sehr richtig! im Centrum.) in dem Falle des Rittmeisters Strofigt sprechen. Es wäre aber überhaupt richtiger, die Toten ruhen zu lassen, ich erinnere tommt. müssen auch diese berücksichtigt werden. für Abg. Bebel( Soc.): Abg. Frhr. v. Hodenberg( Welfe): Wir wünschen, daß die Soldatenmißhandlungen möglichst eingeschränkt werden. Sie sind auch thatsächlich eingeschränkt worden, aber es tommen noch genug vor. Redner führt eine Anzahl Fälle von Mißhandlungen in Braunschweig und Hildesheim an und bedauert, daß er wegen Kürze der Zeit dem Kriegsminister sein Material nicht vorher habe zur Verfügung stellen können. Die Mißhandlungen würden zum Teil verschuldet durch den ungenügenden Nachwuchs an Unteroffizieren. Wenn der Kriegsminister eine Befferstellung der Unteroffiziere beantragen würde, wäre Redner bereit, sie zu bewilligen. Abg. Kunert( Soc.): a 11 ihren Sie nur an Lassalle und seine Stellung zum Duell. Vor Auf die Anfrage meines Freundes Stadthagen hat der allem müssen wir Wahrheitsliebe auch von den Socialdemokraten Herr Kriegsminister noch nicht geantwortet. Ich schließe aus seinem verlangen. Es ist aber nicht wahr, wenn Herr Bebel behauptet, er Schweigen, daß er nicht geneigt ist, uns einen Kommentar seines wolle nicht den Offiziersstand diskreditieren, in der That hat die Erlaffes zu bieten. Freilich dürfte es außerordentlich schwer sein, Redner bespricht die Duellfrage und verteidigt die ganze Agitation der Socialdemokratie feinen andern Zweck dem Erlaß überhaupt eine Deutung zu geben, die seine mißbräuchliche Corps. Die Corps, die er kenne, erzögen ihre Mitglieder so, daß als den ganzen Beamtenstand, das Heer und damit auch die Anwendung ausschließt. Ich halte den Erlaß überhaupt für un- fie lernten, Direktion zu üben. Auch die Wahrheitsliebe werde geMonarchie zu diskreditieren. Noch auf dem letzten Parteitag gefeßlich und zwar vom Standpunkt der Gleichberechtigung aller pflegt und direktionslose Mitglieder" aus diesen Corps ausgeschlossen. hat Herr Burm erklärt, seine Partei gebe durch die Ablehnung des Bürger. Es darf nicht zweierlei Recht geben für Social- Die Wahrheit zu sagen und zu bekennen sei mutiger, als sich vor Budgets ihren grundsäglichen Gegensaz gegen den demokraten und Nicht- Socialdemokraten, weder die Pistole zu stellen. tapitalistischen Staat Ausdrud. Redner wendet sich innerhalb noch außerhalb des Heeres. gegen die zweijährige Dienstzeit, unter der es namentlich bei der Ich komme nun zu den Angriffen des Grafen Roon. Ich Ich bin gestern vom Kriegsminister schwver angegriffen worden Artillerie sehr schwierig geworden sei, die Truppen ordentlich Stellung gegenüber dem heutigen Staate auseinanderzufeßen, meisters Serofigt ist mir ganz gleichgültig. Aber in dem Artillerie sehr schwierig geworden sei, die Truppen ordentlich halte es eigentlich für leeres Strohdreschen, ihm unsre principielle und muß ihm noch einige Worte widmen. Die Person des Rittauszubilden, bedauert die Fortlegung der Garnisonen auts vielen fleinen Städten und wünscht bei der Natural- die habe ich schon oft genug dargelegt. Zwischen seiner und meiner besonderen Fall kommen wir mit dem Grundfag de mortuis nil verpflegung der Truppen größere Berücksichtigung der land- Auffassung liegt freilich ein so tiefer Abgrund, daß wir uns nie nisi bene nicht aus. Es kommt darauf an, feinen Charakter wirtschaftlichen Verkaufsgenossenschaften.( Bravo! rechts.) verständigen werden. Seine Weltanschauung geht nach rückwärts, festzustellen, um den Vorgang in der Reitbahn zu erklären. Generallieutenant v. Heeringen: Die Heeresverwaltung fauft unire nach vorwärts.( Widerspruch rechts.) Graf Roon warf uns Der Minister hat den Rittmeister v. Krosigt als Soldat belobt. Ich ihr Getreide daher wo sie es am besten und preiswertesten be- wieder vor, wir diskreditieren die Armee durch unire Kritik der Miß habe hier der Revisionsverhandlung beim ReichsmilitärDie Proviantämter find angewiesen vor allem aus erster handlungen. Nun, die Armee diskreditiert sich felbft dadurch, gericht beigewohnt und dort aus den Atten gehört, daß er Hand zu kaufen, innerhalb dieser Grundsätze werden die Genoffen- daß solche Dinge in ihr vorkommen.( Sehr richtig! bei den die Unteroffiziere als Clowns bezeichnet hat. Die so beschaften insofern berücksichtigt, als sie zu den Produzenten gerechnet Socialdemokraten.) Die Empfindungen der bürgerlichen handelten Unteroffiziere lassen ihren Unmut werden. Eine Anweisung, daß die Proviantämter sich grundsäglich Parteien für diese zum Teil bestialischen Mißhandlungen haben sich untergebenen aus. Krosigk blamierte die Unteroffiziere an eine Centralstelle wenden und nur dort kaufen, kann ich nicht in im Laufe der Jahre abgestumpft. Während früher die Vertreter aller häufig. Gegen den alten Marten war Krosigk sehr Aussicht stellen. Wenn von Händlern billigere Angebote vorliegen, Parteien in der schärfsten Weise solche Fälle verurteilten, geschieht schroff, auch das Verhältnis zu Hickel und den jungen Marten war heute nichts mehr dergleichen. Charakteristisch war die Aeußerung sehr ungünstig. Das ist alles aftenmäßig verlesen worden. des sächsischen Vertreters Krug zu Nidda. Er meinte, in einem Fall Der Vorsitzende des Gerichtshofes war offenbar ein wohlwollender Abg. Stadthagen( Soc.): hätte es sich ja nur um Stöße, um Ohrfeigen usw. gehandelt, das Mann, aber aus Standesvorurteilen faun er nicht heraus. Die ThatDer friegsministerielle Erlaß vom 2. Jamar 1894, der den seien doch nur kleinere Mißhandlungen. Vergegenwärtige man sich sache, daß Herr v. Alten als Gerichtsherr Ermittelungen angestellt Soldaten jede Bethätigung socialdemokratischer Gesinnung verbietet, demgegenüber, wie seiner Zeit Friedrich der Große über hat, fand gar keinen Anstoß. Mein Urteil über den Rittmeister ist bereits schon häufig behandelt worden. Bei Gelegenheit des Falles solche Dinge dachte. Damals, also zu einer Zeit, wo die Krosigk muß ich aufrechterhalten. Mihhandlungen abFriese, der auf Grund dieses Erlasses verurteilt wurde, weil er sich Kulturansprüche viel geringer waren, und weigerte, einen Meineid zu leisten, haben sich bereits fast alle das aus Söldnern bestand, verbot Friedrich seinen Offizieren bleibe ich. Auch mein Parteigenosse v. Vollmar, der gewiß mit in einem Seer, folut wehrlofer Menschen sind ein Zeichen von Feigheit. Dabei Parteien dieses Hauses gegen die ganz unhaltbare Aus- sogar den Gebrauch von Schimpfwörtern. Ebenso sagte der General den militärischen Ehrbegriffen vertraut ist, hat im bayrischen Landlegung dieses gefeßlichen Erlasses gewandt. Ich habe aber min v. Rollendorf in jener Zeit:" Seine Majestät haben teine tage gesagt: Einen Wehrlosen zu beleidigen, scheint für manchen einen noch viel ungeheuerlicheren Fall anzuführen. In Schlingel, Canaillen und Hunde im Dienst." So schrieb Offizier feine Verlegung der Ehre zu sein, und doch kann ich mir Herne wurde Anfang vorigen Jahres ein Handwerker man vor 120 Jahren! Heute aber wären wir schon froh, wenn nichts so chrloses denken als bewuste Beleidigung eines Namens Dittmann zu einer achtwöchentlichen Nebung einberufen. nur schiere Mißhandlungen verboten würden. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm die China Denkmünze an Menschen, der nicht im stande ist, sich zu verteidigen.( Sehr Graf Noon ist wiederholt auf die Schrift des von mir er richtig! bei den Socialdemokraten.) geboten, deren Annahme er aber ablehnte mit der Be- wähnten deutschen Offiziers zu sprechen gekommen. Er scheint den die polnische Fraktion gegen mich ausgespielt. Ich glaube nicht, daß Der Herr Kriegsminister hat, gründung:„ Ich bin überzeugter Socialdemokrat Eindruck gewonnen zu haben, als wenn diese Schrift zu Gunsten der er bei den Polen Glück damit gehabt hat. So viel ich gehört habe, und kann es mit meiner Gesinnung nicht vereinbaren, Socialdemokratie abgefaßt sei. Sie ist aber durchaus von Ihrem hat dann der Herr Kriegsminister gesagt, die Socialdemokraten haben kein eine solche Dekoration anzunehmen." Darauf wurde dieser patriotischem Standpunkt aus geschrieben; aber wir sind objektiv Waterland zu vergeben. Nun die Polen haben auch kein Vaterland Mann unter Anklage gestellt, die dahin geht, daß der betreffende genug, uns über diese Schrift zu freuen, weil wir zufällig mit der zu vergeben, denn es ist ihnen von den Deutschen gestohlen, geUngehorsam gegen einen dienstlichen Befehl gezeigt habe. Ansicht des Verfassers übereinstimmen. raubt worden.( Glocke des Präsidenten.) ( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Der Kriegsminister sagte Ich war übrigens einigermaßen erstaunt, daß Graf Roon und gestern, in der Armee vereinige fich Disciplin und Gerechtigkeit. Die auch Graf Oriola fich so über meine Rede aufregten. Auf den Herrn Grundlage für die Gerechtigkeit ist aber die Wahrheit und wer Kriegsminister hat meine Rede einen geradezu ruhigen Eindruck ge= feine Dienstgewalt dazu gebraucht, die Wahrheit zu ver- macht und ich muß auch meinerseits anerkennen, daß die Art und tuschen, verstößt gegen Disciplin und Gerechtigkeit.( Sehr Weise, in der der Herr Kriegsminister mir antwortete, wohlthuend Abg. Kunert( Soc.) fortfahrend: Im Fall Fleischer hat sich richtig! bei den Socialdemokraten.) Der betreffende hatte abstach von der Redeweise des Grafen Roon.( Heiterkeit.) Herr Krug zu Nidda geirrt, wenn er behauptet, es hätte sich bei doch das Recht dazu. die Annahme der Denkmünze Graf Roon meinte, ich hätte meine Kenntnis nur aus den Mißhandlungen nur um leichte Fälle gehandelt. In der That zu verweigern; er hat die Wahrheit gesagt, weshalb er sie Beitungen. Allerdings lese ich viele Zeitungen, auch die Ihrer find eine Reihe schwerer Mißhandlungen unter den 200 Fällen verweigert hat, und soll deshalb bestraft werden. Wir haben ja Bartei. Aus der Kreuz- Zeitung" 3. B. habe ich manches Gute, vorgekommen. Es find Tage vorgekommen, an denen Fleischer jeden allerdings so viel Chinamünzen, daß man nicht was Dem Grafen Roon entgangen ist.( Große Heiterfeit.) einzelnen seiner Leute geschlagen hat, die Soldaten haben das mehr weiß wohin damit.( Heiterkeit! bei den Soc.) Der So verdanke ich alles, was ich hier in Bezug auf den französischen Essen in der Kniebeuge einnehmen müssen ufw. llu Termin, der gegen Dittmann bereits stattgefunden hat, wurde ver- Kriegsminister dargelegt habe, im wesentlichen einem Artikel des bestreitbar ist auch, daß einer der am meisten tagt, da erst der Hauptmann vernommen werden soll, wie die be- Generals v. Holleben in der Kreuz- Zeitung", der mißhandelten, J ädel, fich infolge der Mißhandlungen treffende Aeußerung gelautet hat. übrigens durchaus nicht der Ansicht ist, daß deffen Pläne die französische das Leben genommen hat. Der bayrische Herr MilitärDer Grund, weshalb ich die Sache hier zur Sprache gebracht Armee gefährden könnten. Und zu diesen Vorschlägen gehört auch bevollmächtigte iuchte uns nicht durch Sturm, sondern durch Sonnenhabe, ist die Ungeheuerlichkeit, daß eine solche Auflage überhaupt der, daß man in Frankreich dazu übergehen will, ein Drittel der schein zu entwaffnen, aber die Thatsachen und mein Urteil darüber erhoben werden konnte. Das Heer ist dazu da, Deutschland zu Offiziere aus dem Unteroffizieröstand zu nehmen, eine bleiben doch bestehen. Es hat sich im Verlaufe der Debatten gezeigt, schützen und man fann keinen Menschen bestrafen, deshalb, weil er Maßregel, die freilich das Kopfschütteln oder sogar Haar- daß die Absichten unsrer Kritit von einem großen Teil des Hauses die Wahrheit sagt. Ich hoffe, daß der Striegsminister sträuben des Grafen Noon hervorrufen dürfte.( Heiterfeit.) nicht verstanden werden. Sicher aber wird man uns draußen seinem Erlasse eine Auslegung geben wird, die ein Der deutsche Generalstab und der Kriegsminister beurteilen übrigens im Lande verstehen. so rechtswidriges Anlageverfahren ausschließt. Wenn die französischen Pläne ganz anders, als Graf Roon, denn alle man auf dem Standpunkt eines solchen Erlasses steht, wäre Militärverbesserungsvorschläge, die uns gemacht werden, werden mit das einzig Logische, wenn man Socialdemokraten überhaupt nicht in den Zuständen in der franzöfifchen Armee motiviert, denen wir nach die Armee aufnimmt. Thut man das aber, dann muß man ihnen kommen müßten. Graf Roon hat dann gefagt, wenn Scharn Abg. v. Gersdorff( f.) bittet den Kriegsminister, um den Kampf auch Gleichberechtigung zugestehen. Vor Gefeß horst meine Ausführungen gehört hätte, würde er sich im Grabe gegen die Polen zu unterstützen, in den östlichen Provinzen mehr ist jeder Bürger gleichberechtigt und der Herr Kriegs- herumgedreht haben. Das beweist mir nur, daß er die Garnisonen in die kleineren Städte zu legen. minister hat kein Recht, dem Gesez entgegenzuhandeln. Freilich, Reorganisationspläne Scharnhorsts nicht fennt der Herr Kriegsminister hat ja erklärt, Socialdemokraten haben allerdings ein beschämendes 8eugnis für einen Abg. Fischer- Sachsen( Soc.): überhaupt kein Vaterland, aber irgendwo müssen doch auch Social: Generallieutenant der preußischen Armee. Scharnhorst sagt Ich bitte den sächsischen Herrn Militärbevollmächtigten, Aufdemokraten geboren werden. Die wirklichen Vaterlandsfreunde find wörtlich: Erst durch die Miliz ist in Frankreich und flärung zu geben über einen Fall von Mißhandlung, der sich und bleiben die Socialdemokraten.( Lachen rechts.) Vaterlands- England der militärische Geist der Nation erwacht in der Staferue in Zittau zugetragen hat und in den Kreisen der freund ist derjenige, der für das Allgemeinwohl strebt und ein lebhafter Enthusiasmus für die Unabhängig Bürgerschaft eine gewisse Erregung und Veunruhigung hervorund wirkt, Vaterlandsfeind, wer unter dem Deckmantel feit des Vaterlandes erzeugt worden.( hört! hört! bei den gerufen hat. Der Soldat Haustein mußte am Freitag, den der Vaterlandsliebe und der Heuchelei die anderen Socialdemokraten.) Das fagt Scharnhorst und sein bester Biograph 11. Januar d. J. Strafererzieren und dabei seinen Tornister, wie ausbentet und kuechtet.( Sehr richtig! links.) Können Sie Lehmann bestätigt, nur von einer Miliz im großen Stile erwartete das ja üblich ist, mit Sand füllen; erst wog der Tornister an der Hand des socialdemokratischen Programms nachweisen, Scharnhorst etwas. Es ist hier viel über die Stellung der 16 Pfund, dann 24 Pfund. So mußte er aufschritt machen, daß wir etwas andres wollen, als das Allgemeinwohl Socialdemokraten im Heere gesprochen worden. Aber so wie behauptet wird, eine halbe Stunde lang ohne fördern? Das fönnen Sie nicht.( Buruf rechts.) Wenn übrigens weit Urteile über die Thätigkeit der Socialdemokraten in Unterbrechung. Am nächsten Tage ist dann der Soldat gestorben der Herr Kriegsminister sagt, wir haben kein Vaterland, wie kommt der Armee vorliegen, find fie die denkbar günstigsten. und unter den Soldaten wird gesagt, er habe sich zn er dann dazu, Socialdemokraten in das Heer einzustellen, da doch Unfre Leute haben viel zu sehr Disciplin und wissen viel zu gut, Tode exerziert. Wenn die Soldaten, die selbst tagtäglich solche. nur Deutsche zum Militärdienst genommen werden.( Große was ihnen bevorsteht, um nicht alles zu thun, um als gute Soldaten Quälereien und Schindereien erdulden müssen, das sagen müssen, so Heiterkeit. Sehr richtig! bei den Sociald.) Machen Sie ein Gesez, zu gelten, genau so, wie jeder große Unternehmer die Socialdemo- nehme ich keinen Anstand, es für wahr zu halten. Daß das Beladen " fagen, daß Deutschland den Polen das Vaterland geraubt hat, ich Vicepräsident Büfing: Herr Abgeordneter, Sie dürfen nicht rufe Sie zur Ordnung. Ge= Generallieutenant Krug zu Nidda: Ich habe nur behauptet, daß einige der Mißhandlungen im Fall Fleischer nicht schwer waren. Im übrigen gebe ich Fleischer durchaus frei. nur zuging, di A Schluß 53/4 Uhr. Parlamentarisches. Veteranen und Wehrstener. Dietrich( t.) der Antrag Zurz angenommen und die Steuerfreiheit der Apotheken beseitigt. In der Debatte, in der es etwas durcheinander ging, war durch Mitteilung des Abg. Semler( natl.) herausgekommen, daß die Spiritus Centrale am 1. Januar 1902 1 365 000 hektoliter Spiritus am Lager hatte; ferner, daß sie im Juli 1901 vor Aufhebung der Prämie plötzlich 122000 ettoliter denas turiert hat, um noch traich die Prämie zu erhalten. Auch sind vor dem 15. Juli 1901 große Quantitäten über die Grenze geschafft worden, um die Exportprämie zu genießen; allein nach Basel 40 000 Hektoliter! Bei der Neu veranlagung zum kontingent follen nach dem Antrag Arenberg statt gweier Sachverständigen der Brennerei Berufsgenossenschaft zwei Sachverständige aus den Kreisen der Besizer landwirtschaftlicher Brennereien zuNachdem die Abgg. Dietrich( f.) und Müllergezogen werden. eine dementsprechend. Fulda( C.) für die Aenderung eingetreten sind, beschließt die Kommission Die Abgg. Müller- Fulda( C.) und Fik( natl.) stellen Anträge, die darauf hinauslaufen, die Materialbrennereien allgemein, soweit eine Betriebserweiterung seit 1887 stattgefunden hat, zur NeuDie Debatte darüber wird auf fontingentierung zuzulassen. Donnerstagabend vertagt. Partei- Nachrichten. von Tornistern mit Sand eine ganz gewöhnliche Erscheinung ist, beweisen, wird bewilligt und die Duell- Resolution Lenzmann ja die friegsgerichtlichen Verhandlungen. Ich erinnere nur an den gegen die beiden konservativen Parteien angenommen. Fall Lundwis, den der Feldwebel Schaller so lange Lauf- Dann bertagt das Haus die Weiterberatung auf Freitag schritt machen ließ, bis er erschöpft zusammenbra ch. 1 Uhr. Schaller bekam dafür nur acht Tage Mittelarrest!( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Mir waren früher schon wiederholt Mitteilungen aus der Zittauer Kaferne zugegangen, aus denen hervorzugehen schien, daß die Behandlung der Soldaten, besonders bei dem 3. Bataillon, eine wenig schöne ist. Ich habe damals die Sache nicht vorgebracht, da ich optimistisch genug war, zu Die Budgetkommission des Reichstages mußte glauben, daß die Kritik der Mißhandlungen hier im Reichstag und die Erlasse des Prinzen Georg zur Folge hätten, daß alles gethan fich am Donnerstag zu Beginn ihrer Beratung fofort vertagen, werde, um die Mißhandlungen in den Kasernen zu beseitigen. weil ihre Mitglieder in die Tariffommission gelaufen waren. Aber die Vorkommnisse der letzten Zeit in Sachsen haben mich denn Sie begann ihre Sigung erst wieder um 103/4 Uhr. doch eines Besseren belehrt. Wenn wirklich der ernste Wille Graf Oriola( natl.) beantragte, den angeforderten Betrag von vorhanden wäre, die Mißhandlungen zu beseitigen, so tönnte es 6200 000.( zur Gewährung von Beihilfen an bilfs nicht vorkommen, daß z. B. ein Unteroffizier feine ganze Million zu erhöhen, da sonst wieder bedürftige Veteranen bedürftige Kriegsteilnehmer von 1870/71) m Korporalschaft tagtäglich mißhandelt, ohne daß irgend jemand von den höheren Offizieren dagegen ein- mangels flüffiger Reichsmittel unbefriedigt bleiben würden. Reichs- chatsekretär Frhr. v. Thielmann bekämpft diesen schreitet und daß solche Fälle von Mißhandlungen immer Auch Antrag, weil teine sicheren Grundlagen für die Schäßung der Zahl durch einen Zufall ans Tageslicht kommen. die Mißhandlungen im Fall Lungwiz sind nur durch Zufall der Unterstützungsbedürftigen vorhanden seien. Er stellt aber einen ans Tageslicht gekommen; sie waren aber so zahlreich, daß sich Nachtragsetat in sichere Aussicht. Es gehe nicht an, die Ausjeder sagen mußte, in einer fleinen Garnison wie Königstein ist es gaben fortwährend zu erhöhen, ohne gleichzeitig für Steigerung unmöglich, tagtäglich solche Mißhandlungen zu begehen, ohne der Einnahmen Fürsorge zu treffen. Selbst kleine Vorlagen, wie daf andre Offiziere davon etwas merken. Mie roh es dabei die Saccharin- und Schaumweinsteuer- Gesetze würden vom ReichsDie italienischen Socialisten in der Schweiz hielten am beweist allein die Thatsache, daß Lungwitz am tage verzögert. Abg. Dr. Arendt( Np.) empfiehlt die Einführung einer Reich 3 Sonnabend und Sonntag in Luzern ihre Delegiertenversammlung Weihnachtsabend auf Befehl seines Vorgesetzten auf einen Schrank gesetzt wurde mit einem Besen in Wehrsteuer. der Hand, ab, die von 24 Delegierten besucht war, welche 40 Seftionen vers Beschlossen wurde, die Agitation unter den italienischen und einem Schild mit der Aufschrift: Stille Nacht, heilige Staatssekretär Freiherr v. Thielmann erinnert daran, daß traten. anfangs der 80er Jahre eine Wehrsteuer- Vorlage, welche rund Arbeitern rege zu betreiben und dafür italienische socialistische AbNacht. Dort mußte er eine Stunde lang rauchen, was er sonst nie that. Am nächsten Tage tam er ins Lazarett und erst da merkte der 16 Millionen einbringen sollte, vom Reichstag einstimmig abgeordnete zu gewinnen. Den italienischen Arbeitern in der Schweiz Arzt, daß er gemißhandelt worden war. Auf Befragen leugnete gelehnt worden sei. Das ermutige nicht, es wiederum mit einer soll empfohlen werden, sich den schweizerischen Gewerkschaften an Arzt, daß er gemißhandelt worden war. Auf Befragen leugnete aber Lungwig, gemißhandelt zu sein, weil er sich fürchtete. Man Wehrsteuer- Vorlage zu versuchen. Freilich werde um so mehr anzuschließen. hat in diesen Tagen so viel von dem feinen Ehrgefühl der Offiziere nene Reichsstenern gedacht werden müssen, da die Zahl der gesprochen. Wie es damit bestellt ist, beweist der bekannte Unterstützungsbedürftigen zu Beginn des neuen Etatsjahres fich höher die Parteigenoffen Sachsens halten ihre Landesversammlung am 1. und 2. April in Meißen ab. Außer den geschäftlichen AnFall des Lieutenants Rosen, den der betrunkene Staufstelle als veranschlagt worden sei. mann Häbler geohrfeigt hatte. Der Lieutenant benahm sich zunächst Graf Oriola( natl.) stellt fest, daß unter diesen Umständen die gelegenheiten stehen auf der Tagesordnung: Landtag und Landtagsdurchaus korrekt und erst auf Zureden eines Kameraden erwachte Erhöhung des geforderten Betrages nicht ausreichen werde, um alle wahlen, sowie die Reichstagswahlen. sein militärisches Ehrgefühl und veranlaßte ihn, den Schlag des bedürftigen Veteranen zu unterstützen. Er müsse nunmehr die MehrKaufmanns zu erwidern, indem er in seine Wohnung drang forderungen auf 1300 000 m., die Gesamtforderung also auf und mit dem blanken Säbel auf ihn einschlug. Wenn übrigens 7500 000 M. zu erhöhen, beantragen. Die Einrichtung einer Arbeiterkammer, die Genosse Stolten die Ehre des Offiziers verlangt, daß er jeden Schlag Staatssekretär v. Thielmann empfiehlt dies auf dem Wege zurückgiebt, dann handelt doch auch der Soldat schlapp, der einer Resolution zu thun, welche den Reichskanzler ersucht, beantragt hatte, wurde von der hamburgischen Bürgerschaft nicht jede Ohrfeige fofort erwidert.( Sehr gut! bei den Social- bis zur dritten Lesung sich zur Einstellung des Mehrbetrages bereit abgelehnt. Ebenso wurde der antisemitische Antrag auf Einrichtung einer Handlungsgehilfenfammer abgelehnt. Beide Anträge wurden demokraten.) Gerade durch die Beschimpfungen wird das Ehrgefühl zu erklären. Ein Antrag auf der Soldaten ertötet.( Sehr richtig! b. d. Socialdemokraten.) Graf Noon( konf.) meint, nach dem Antrage Oriola würden gegen ein halbes Dugend Stimmen abgelehnt. Redner bittet die sächsische Militärverwaltung, dahin zu wirken, daß 200 000. für die Veteranen zu viel herauskommen. Er ſei ſehr Kommissionsberatung der beiden Anträge wurde gegen einige der Regiments tommandeur von Zittau sich nicht in für eine allgemeine Wehrsteuer mit Ausnahme der Einkommen unter 20 Stimmen abgelehnt. Politit mischt. Jetzt verbietet der Herr den Soldaten, ein Gasthaus zu besuchen, in dem eine Gewerkschaftsversammlung stattgefunden Müller- Fulda( E.) betont, daß die Klagen Arendts wegen des hat. Durch diesen Boykott ergreift er in den wirtschaftlichen Stämpfen unberücksichtigtbleibens berechtigter Ansprüche bedürftiger VetePartei für die Unternehmer. Wie viele Soldaten werden ranen vor die Landtage gehören, da sie herrühren von bein der Kaserne Socialdemokraten nicht durch die Lektüre socialdemo- hördlichen Mißgriffen der Einzelstaaten. Er stehe zwar einer kratischer Schriften, sondern aus Erbitterung über unwürdige Behandlung! Wehrsteuer sympathisch gegenüber, wolle sie aber doch erst einführen, Ich habe die Mißhandlungsfälle vorgetragen, um sie zu beseitigen wenn in allen Einzelstaaten eine gleichmäßige Einkommensteuer und um Aufklärung über den ersten Fall zu bekommen, in dem auch durchgeführt sei. Er empfehle eine Reform der Zuckersteuer, Aufdie Eltern noch in Unkenntnis geblieben sind.( Bravo! bei den hebung der Exportprämien, die Beseitigung der Liebesgaben für die Socialdemokraten.) 10Staatssekretär v. Thielmann bestreitet, daß aus der Aufhebung der Zuckersteuer sich ein Mehr von rund 45 Millionen für die Reichstasse ergeben werde. Im Falle der Beseitigung der Exportprämien werde auch eine Verminderung der Reichseinnahmen nicht zu vermeiden sein, da das Gesetz in dieser Richtung die Verwaltung vinculiere. 600 M. Branntweinbrennereien. 1115 Sociales. Von dem hervorragenden Kapitalistenparlament der Republik war nichts Besseres zu erwarten. Genosse Stolten fündigte an, daß der Antrag wiederkehren würde. V In Die Verabreichung von warmem Frühstück an bedürftige Schulkinder beschloß die Stadtverordneten Versammlung Der Antrag ging von den socialdemokratischen önigsberg. Mitgliedern des Kollegiums aus. Es sollen 3000 M. zu dem Zwed zur Verfügung gestellt werden. Die Ladenschluß- Frage tam am 19. Februar im Haufe der Lords zur Verhandlung; der liberale Unionist Lord Aveburg brachte abermals seinen Gesezentwurf ein. Die frühere Ablehnung war er folgt mit dem Hinweis, daß nicht genug Material über die Frage vorhanden sei. Es war deshalb ein besonderes Komitee eingesetzt worden, um die Ladenschluß Frage zu untersuchen. Dies Komitee war unter der Leitung Salisburys selbst in seinem Bericht zu dem Müller- Sagan( frs. Vp.): Bon einem Ueberschuß sei gar nicht Schluß gekommen, daß die jetzt übliche lange Arbeitszeit in den die Rede, es solle mir das dringende Bedürfnis der be- Ladengeschäften von großer Schädlichkeit für die Gesundheit nament dürftigen Veteranen befriedigt werden. Eine Wehrsteuer sei aus den lich der weiblichen Angestellten sei. Trotzdem sprach auch diesmal Anfang der achtziger Jahre fargelegten Gründen undistutabel. Die wieder der Regierungsvertreter dagegen und das Gesez wurde mit Parteien, welche mehr Einnahmen für die Reichskasse wünschen, 57 gegen 26 Stimmen abgelehnt. möchten doch ihre Vertreter in der Branntweinkommission bestimmen, für Aufhebung der Maischraumsteuer und Beseitigung der Liebes- bat auch in den Niederlanden eine erschreckliche Zunahme der Un Betriebsunfälle in Niederland. Der industrielle Aufschwung gaben einzutreten. glücksfälle in den Fabriken und auf den Arbeitsplägen zur Folge gehabt. Die Zahl der Unfälle betrug 1895: 2805, 1896: 3328, 1897: 4027, 1898: 4358, 1899: 5176, 1900: 5305. Es tamen also 1900 beinahe doppelt so viel Unfälle vor als 1895. mada Aus der Frauenbewegung. Genoffinnen von Schöneberg! Daß wir gegenwärtig schwere Zeiten durchmachen, sehen auch jene Arbeiterfrauen, welche sich sonst mir wenig um Fragen allgemeiner Art bekümmern. Welche wohl meinen, ihr Mann brauche sich weder mit Politik noch mit Gewerfschaften zu befaffen; das koste mur Geld und tange nichts. Sagt man ihr gar, nicht nur ihr Mann, auch sie selbst, falls sie arbeitet, gehöre in die Gewerkschaft, so hat sie dafür mur ein mitleidiges Lächeln. Aber das vergangene Jahr war ganz dazu angethan, viele dieser Blinden sehend zu machen. Die steigende Teuerung der Wohnungsmieten und dann die zunehmende Arbeitslosigkeit mußte bange Sorge auch bei denen wecken, die zufällig bis dahin persönlich nicht darunter leiden mußten. Die Sehnsucht nach der Rückkehr befferer Zeiten wächst zugleich mit der Zunahme der Not. Sächsischer Bevollmächtigter Major Krug zu Nidda: Der Vorredner hat über die sächsische Armee in sehr grellen Farben gesprochen. Der Soldat Haustein ist an Gehirnkrebs gestorben. Ob diese bösartige Geschwulst mit Mißhandlungen im ursächlichen Busammenhang steht, kann ich nicht sagen. Auf einen anonymen Brief hin, der Mißhandlungen als Ursachen nannte, ist eine Untersuchung eingeleitet worden, die noch nicht abgeschlossen ist. Auch bei dem Bater ist ein anonymer Brief angelangt und die Angehörigen haben dies der Kommandobehörde mitgeteilt. Die Mannschaften, die bis her vernommen worden sind, bestreiten Mißhandlungen.( Nuf bei den Socialdemokraten: Natürlich!) Au den Fall Lungivit hat der Abg. Fischer allgemeine Betrachtungen geknüpft, die nicht berechtigt find. Lungwig ist scheußlich mißhandelt worden. Sie billigt niemand, ich selbst habe den Anlaß zu der Untersuchung gegeben auf eine Mitteilung, die mir Abg. Gäbel gemacht hat. Fraktion zu seiner Steuerpolitik zu befehren. Dr. Arendt( Rp.) empfiehlt dem Abg. Müller- Fulda, seine eigne Daß die Mißhandlungen so lange verheimlicht werden konnten, erklärt Singer( Soc.) legt dar, daß eine Wehrsteuer schon deshalb sich daraus, daß sie auf dem 3immer verübt wurden. Der ungerechtfertigt erscheine, weil sie diejenigen besonders belaste, welche Lieutenant Hausdorf scheint ein sehr jähzorniger junger von der Natur vernachlässigt worden seien. Mängel der Mann zu sein, er hat für sein unglaubliches Verhalten seine Strafe Person dürften nicht auf solche Weise bestraft erhalten. Der Lieutenant Rosen hat sich ganz unglaublich be- werden. Wenn überhaupt neue Stenern nötig seien, müsse in erster Linie nommen, er ist zwei Tage nach dem Vorfall zu dem Kaufmann endlich einmal die Einführung einer Reichs- Einkommensteuer gegangen und hat ihn verhauen. Dies wäre nur im Affeft zu ent- in Angriff genommen werden. Ueber die Aufhebung der Maischraumschuldigen gewesen. Auf den Regimentskommandeur in steuer und die Beseitigung der Zuckerprämien möge der Abg. MüllerZittau habe ich keinen Einfluß. Fulda seiner Fraktion Vortrag halten. Das sei der rechte Ort für Abg. Demmig( frs. Bp.) bringt einige Wünsche auf Vereine Förderung der fraglichen Reform. minderung der Kontrollversammlungen gur Der Antrag Graf Oriola, den geforderten Etatsbetrag auf Sprache, die nur eine Vergeudung von Arbeitstagen bedeutete. 7 500 000 M. zu erhöhen, wird im Wege der Resolution einstimmig Im ganzen würden der arbeitenden Bevölkerung im Jahre angenommen.nam 2 Millionen Arbeitstage, also etwa 4 Millionen Mark Nächste Sigung Freitag 10 Uhr.( Etat der Reichs- Eisenentzogen. Dabei handele es sich bei den Kontrollversammlungen bahnen.) mur um Aeußerlichkeiten. Auch Agitation gegen die Socialdemokratie werde in höchst überflüssiger Weise getrieben. Das sei ein Mißbrauch der Kontrollversammlungen zu politischen Zweden, beschäftigte sich am Mittwoch zunächst mit einem Antrage des Abg. wie Richter und Windthorst schon 1878 befürchtet hatten. Die Lurz( C.), der sich gegen die Steuerfreiheit des Spiritus für pharma Strafen, die von der Militärverwaltung gegen Angehörige des Be- zeutische Zwecke in Apotheken richtet. Abg. Lurz begründet seinen Aber wie soll, wie kann es beffer werden, wenn zur Stunde, da urlaubtenstandes angedroht würden, seien viel zu hart. Wie leicht Antrag damit, daß nur ein Teil der Apotheker von der Steuerfreiheit alles darniederliegt und viele Taufende fleißiger Hände feiern müssen, sei es möglich, diese Kontrollversammlungen bei ihrer ungenügenden Gebrauch mache. Die Rezepte seien aber in allen Apotheken gleich weil feine Arbeit vorhanden ist, ein Gesetz vorliegt, durch welches das Bekanntmachung zu versäumen; trotzdem würden dafür zwei Tage teuer. Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) tritt für die Gewissen Brot der Armut verteuert werden soll? Der Wucherzoll muß, falls Arrest verhängt.( Sehr richtig! links.) In lezter Zeit wurde haftigkeit der deutschen Apotheker ein, dem nur wieder eine nene er Gefegestraft erlangt, das Volk von vielen Seiten empfindlich treffen; sogar dekretiert, jeder Mann, der einmal eine Kontrollversammlung Steuerlast aufgebürdet werden solle. Auf die Frage des Redners, von feiner schärfer als durch den Getreidezoll. In einem reichen Hausverfäume, werde mit drei Tagen Mittelarrest, Arrest bei Wasser und wie hoch denn der Gesamtbetrag des in Apotheken verbrauchten halt freilich spielen die paar Pfennige" Zollerhöhung keine Rolle; Brot mit harter Schlafstelle bestraft. Auch das Zuspätkommen steuerfreien Spiritus sei, erwidert Geheinirat Kore uber, der Gesamt- so ist aus der Wohlhabenden gedankenlosem Ausspruch, daß man die werde hart bestraft, ebenso das Vergessen des Militärpasses. Ein betrag habe sich im letzten Jahre auf 13 800 Liter beziffert; die Berteuerung nicht merke, die Meinung entstanden, man könne ruhig Beurlaubter ist in Bayern mit einem Tage bestraft worden, Mehrbelastung für die Apotheker würde also eine Million Mark die Zollerhöhung bewilligen. Ein verhängnisvoller Irrtum! Die weil er die Denkmünze aus dem siebziger Kriege betragen. Abg. Müller- Fulda( C.) befürwortet gleichfalls den Proletarierin merkt die Erhöhung mir zu gut. Die fleine- ach, vergessen hatte.( Hört! hört!) Die Verfügung des Kriegs- Antrag Lurz. In den Apotheken werde von dem Personal furchtbar sehr kleine Summe, welche bisher für die Ernährung der Familie minifteriums aus dem Jahre 1887, daß jeder Mann, der zur viel" Apothekerschnaps" ge- trunken. Abg. Gamp( p.) erklärt mur eben gelangt hat, will nicht mehr reichen. Woher das Geld Kontrollversammlung berufen wird, während des ganzen Tages fich gleichfalls gegen die Steuerfreiheit, weil sie nur den großen nehmen für das Brot, welches noch fehlt? Die Portionen werden unter dem Militärftrafgesek steht, ist ungesehlich und Apotheken zu gute fäme. fleiner; Eltern und Kinder bleiben ungesättigt. Und die Herren beruht auf der falschen Auslegung eines Urteils des Die Abgg. Gamp, Müller Fulda, Wurm( Soc.) und Ge- tönnen meinen, die Mutter merke das nicht! Reichsgerichts. Frohme und Stadthagen haben seiner Beit noffen beantragen, dem Zwecke des Antrages Lurz gemäß, in das schon darauf hingewiesen, zu welchen Widersinnigkeiten diese Be Gesetz eine Bestimmung aufzunehmen, wonach nur der in öffent stimmung wird. Ein socialdemokratischer Wirt darf sich lichen Kranten, Entbindungs- und ähnlichen Anstalten danach am Tage der Kontrollversammlung nicht in seinem oder in öffentlichen wissenschaftlichen Anstalten verbrauchte nichtLotal aufhalten.( Beifall links.) denaturierte Spiritus zur Steuerfreiheit zugelassen, für Apotheken aber Der Kriegsminister hat erzählt, daß bei einem Regiment in diese Steuerfreiheit ausgeschlossen bleiben soll. Abg. Dr. Paasche Schlesien Versuche mit Reduktion des sogenannten Gamaschendienstes( natt.) erklärt sich gegen eine Behandlung der Apotheker, die ihnen gemacht worden sind, daß die Versuche aber sehr schlecht ausgefallen ihren Betrieb weiter erschwere und verteure. find. Die Branntweinftener- Kommission Aber eben, weil sie es nur zu gut wiffen würde, darf sie nicht warten, bis die vorgeschlagene Bollerhöhung Gesetz geworden, che sie sich dagegen erklärt; das hieße, die denkbar fchlechteste Politit treiben. Leichter ist es immer, ein schädliches Gesetz am 3standekommen zu hindern, als ein bestehendes wieder abzuschaffen. Deshalb ist es Pflicht jeder Genoffin, mit aller Energie gegen die drohende Verteuerung der Lebensmittel anzukämpfen, fich zu wehren Wurm( Soc.) tritt gegen die Aushungerung, die ihr zu Gunsten eines Teils der BeIch glaube, der Militärverwaltung war der schlechte für die Tendenz des Antrages Lurz ein. Die Steuerfreiheit figenden angefonnen wird. Ausfall angenehm, und ich gehe weiter, die Verfuche begünstige die Apotheker den Juristen gegenüber. Zum Viele unter Euch, Genoffinnen von Schöneberg, werden wissen sind so schlecht ausgefallen, weil man wußte, dak mindesten muß gefordert werden, daß fpirituose Mediswollen, wie sie fich an dem großen Stampfe erfolgreich beteiligen man oben wünschte, daß die Versuche schlecht ausfallen sollten.tamente der Steuerfreiheit entsprechend in der Apotheker- fönnen? Geht mir in hellen Haufen in die Versammlung, welche am Der Gamaschendienst hat durch den Generalmajor v. Butkamer eine tare verbilligt würden. Unterstaatssekretär v., Fischer Dienstag, den 25. Februar, bei Obst, Meiningerstr. 8, stattfindet. Hier bernichtende Berurteilung erfahren. Ich bitte den Kriegsminister tritt für die Aufhebung der Steuerfreiheit ein, weil so eine wird Genoffe Bebel über den Zolltarif und die Arbeiterklasse diese Kritik zu beachten und ernsthaft mit Reformen vorzugehen. Gleichmäßigkeit der Besteuerung durchgeführt, eine sehr lästige sprechen. Es bedarf wohl keines weiteren Wortes, um Euch den ( Beifall links.) und sehr wertlose Kontrolle beseitigt und dem Reiche eine Besuch der Versammlung zur gern geübten, froh ausgeführten Die Vertrauensperson. Abg. Kirsch( C.) bemängelt die übermäßige Ausdehnung von Million Mehreinnahmen verschafft werde.- Abg. Dr. Paasche Pflicht zu machen. Dauerritten bei einzelnen Kavallerieregimentern. bemerkt gegen Wurni, die Drogisten seien in Bezug auf die Steuerfreiheit des Spiritus für 83 Medikamente den Apothekern völlig gleichgestellt. Redner erklärt aber, aus den Gründen des Unterstaatssekretärs v. Fischer mun für den Antrag Lurz stimmen zu wollen. Abg. Wurm( Soc.): Nachdem festgestellt sei, daß auch die Drogisten werde er und seine Freunde gegen den Antrag Lurz stimmen. Generalmajor v. Einem erklärt Dauerritte im Intereffe des Dienstes und der Ausbildung für erforderlich. Grundsaz sei dabei, daß jeder Offizier das Pferd in beftem Zustande an Ort und Stelle bringt. Abg. Fürst Radziwill( PBole) wendet sich gegen die VerDer gewerkschaftliche Frauenverein hält am 23. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, in Krügers Salon, Naunynstr. 6, eine Mitgliederversammlung mit Vortrag und gemütlichem Beisammensein ab. Ein neues Arbeiterinnenschutz- Gesetz in der Schweiz. Steuerfreiheit genießen, und zwar in gleichem Umfang wie die apotheker, Dem Großen Rate( Landtage) des Kantons argan liegt legung von Garnisonen nach fleinen polnischen Städten. Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole) schließt sich dem Vorredner an, Abg. Dr. Müller- Sagan weift darauf hin, die 83 Meditamente gegenwärtig der Entwurf zu einem tantonalen Arbeiterinnenfchugs eine solche Maßnahme liege nicht im militärischen Intereffe, sondern würden in der Lage höher gestellt werden müssen, wenn die Steuer- Gesetz vor, der sich an das bezügliche Gesetz des Kantons Zürich habe eine politische Spize. freiheit aufhöre. Bei der Abstimmung wird mit allen gegen die anlehnt. Nach dem vorliegenden Entwurf soll sich das Gesetz er Damit schließt die Diskussion. Der Titel„ Ministergehalt"| Stimmen der Freifinnigen, Socialdemokraten und des Abgeordneten strecken auf alle dem eidgenössischen Fabritgesetz nicht unterstellten Betriebe, in denen eine oder mehrere weibliche Personen als anivalt Dr. Löwenstein, Beklagter durch Rechtsanwalt Märter habe. Auch wurde die Richtigkeit der Sachdarstellung bes Tehrtöchter Die 23. Civiltammer erließ am 31. Januar eine einste Hause des Geschäftsinhabers Kost und Wohnung haben. Mädchen Direktion des Apollo- Theaters einen Vertrag abgeschloffen, demzufolge weilige Verfügung, durch welche Herru Ziegra bei Vermeidung einer im schulpflichtigen Alter, das heißt unter 14 Jahren, dürfen er sich verpflichtete, die Libretti für die im Laufe des Jahres zur Auf- fistalischen Strafe von 1000 m. für jeden Uebertretungsfalt verweder als Arbeiterinnen noch als Lehrtöchter eingestellt führung gelangenden Burlesken zu schreiben. Es waren im Vertrage boten wurde, die Burleske des Herrn Bolten- Bäckers aufzuführen. werden. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit beträgt 10, an den für das Jahr drei Libretti vorgefehen, wobei mündlich verabredet Auf den hiergegen erhobenen Widerspruch hat das Gericht die einst Vorabenden von Sonn- und Festtagen 9 Stunden. Die Arbeit wurde, daß diese Libretti nur im Bedarfsfalle zu liefern seien. That weilige Verfügung zwar aufgehoben, Herrn Ziegra aber als Voran Sonn- und Festtagen ist untersagt. In Ausnahmefällen fann sächlich sind vom Beklagten auch niemals mehr Libretti gefordert bedingung aufgegeben, dem Kläger, der das Streitobjekt selbst auf von den Behörden Ueberzeitarbeit bewilligt werden. Die gegen worden, als er gebrauchte, obgleich allein die von Bolten- Bäders 4000 M. angegeben hatte, durch Hinterlegung dieser Summe vor feitige Kündigungsfrist beträgt 14 Tage, die Lohnzahlung hat verfaßte Burleske Frau Luna" den Spielplan von 420 Vorstellungs- Schaden sicher zu stellen. Weitere Entscheidung über den Fall bleibt mindestens alle 14 Tage zu erfolgen. Die Arbeitsräume sind ver- abenden ausfüllte. Der Vertrag ist zweimal verlängert worden, dem Hauptprozeß vorbehalten. schiedenen sanitärischen Borschriften unterworfen. Bei Anstellung dann fand eine gütliche Vereinbarung über die Aufhebung des Vertrages von Lehrtöchtern ist ein schriftlicher Lehrvertrag abzuschließen. statt, später einigte man sich aber wieder über die Fortdauer desselben. Im Mai 1901 fand in Köln eine Zusammenkunft des Herrn Bolten- Bäckers Für die weiblichen Angestellten in Ladengeschäften wird bestimmt, daß ihnen eine ununterbrochene Nachtruhe Briefkasten der Redaktion. Für die weiblichen Angestellten in Ladengei wenigstens mit Herrn Ziegra in Gegenwart des Kapellmeisters Paul Linte statt Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des werden Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. 10 Stunden zu sichern ist. Das Wirtschaftspersonal tann und hier las Herr B.-B. eine auf Veranlassung des Herrn Ziegra zur Bedienung der Gäste abends bis zur Polizeistunde be- schon seit längerer Zeit von ihm in Bearbeitung genommene, die Sanitas. Kurator der Unfallstationen ist Herr Max Schlesinger, Yorkschäftigt werden, bei Freinächten auch darüber hinaus. In allen ysistrata- Jdee behandelnde Burleske vor, die vollen Beifall straße 81. Dieser Herr wird Ihnen auf alle Fragen Auskunft geben. Fällen ist den Bediensteten eine Nachtruhe von wenigstens fand. Herr B.-B. händigte demnächst das Libretto feines Stüdes 3. 100. Erfundigen Sie sich in der Akademie der Künste, Universitäts8 Stunden zu gewähren. Mädchen unter 18 Jahren dürfen, wenn in mehreren dem Bellagten aus. GB ergab sich die Straße 6, oder im Künstlerhause, Bellevueftraße. fie nicht zur Familie des Wirtes gehören, nicht zur Bedienung der Notwendigkeit einiger Abänderungen und Ergänzungen, wegen 2. 31. Bon 300 M. an. Wenden Sie sich an A. Bebel, Schöneberg, Gäste verwendet werden. Weiblichen Angestellten in Ladengeschäften deren Kapellmeister Linke persönlich mit Herrn B.-B. verhandelte. Eisenacherstr. 69 III. in und Wirtschaften soll monatlich mindestens ein Sonntag freigegeben Dieser beklagte sich darüber, daß ihm das vertragsmäßige fragen. 20. K. Er wohnt Rathenowerstraße 1. Sprechzeit telephonisch era warum dem Ladenpersonal nicht jeder Sonntag, da ja monatliche Autoren- Honorar nicht mehr gezahlt worden und Holzafche wird als Füllmaterial für Eisschränke, auch in der chemischen der Schluß der Geschäfte angeordnet werden kann ist nicht recht lehnte deshalb Ergänzungen und Abänderungen ab. Dann kam ein Industrie als Filtriermasse benutzt. einzusehen. Uebertretungen des Gesetzes werden mit Geldstrafen bis Telegramm aus Berlin, in welchem Zahlungen versprochen wurden, zu 200 Fr. oder mit Gefängnis bis zu 3 Monaten bedroht. So falls das fertige Buch abgeliefert wurde. Daraufhin übernahm Herr begrüßenswert der den Arbeiterinnen und Lehrtöchtern in den Bolten- Bäckers die Bearbeitung, ließ sich aber von Herrn Linte das gewerblichen Betrieben gewährte Schutz ist, so unzulänglich sind die bindende Versprechen geben, dem Apollo- Theater keine der vorBestimmungen zum Schuße der Angestellten in Ladengeschäften und genommenen Abänderungen oder Ergänzungen zugänglich zu machen, im Wirtschaftsgewerbe, so daß man darin nicht mehr als einen bevor er dazu ausdrücklich ermächtigt werde. Die versprochenen schüchternen Anfang erbliden kann. Bahlungen find nicht erfolgt. dagegen erfuhr Herr B.-B., daß die Aufführung feiner Burleske im Apollo- Theater un 13 mittelbar bevorstehe. Wie der Kläger auf Grund eines ihm sei Herr Linke eines Tags mit einem Paket, das fertige Buch das Theaterbureau gekommen und habe dem Beklagten gesagt, Schuh den Frauen und Kindern. P. J. 3. Das Mädchen haftet für die 200 M. überhaupt nicht. Die Herrschaft ist nicht berechtigt, das Mädchen über den Ablauf der Kündigungsfrist hinaus zurück zu behalten. Macht sie einen solchen Versuch, so soll sich verlassen und ihre Rechte auf Lohnzahlung, Herausgabe der Bücher usw. das Mädchen nicht daran kehren, den Dienst mit Ablauf der Vertragszeit beim Amtsgericht im Wege der Klage geltend machen. Wienerstr. Ja. Kluge. Die Behörde tann die Genehmigung zur Uebernahme einer Nebenstellung einem Beamten erteilen, die Genehmigung auch zurückziehen. H. A. N. 88. Teilen Sie die gemeine Mißhandlung schleunigst unter genauer Angabe der Einzelheiten und mit der Bitte, Ihren Namen ver schweigen zu wollen, der Staatsanwaltschaft beim Landgericht II Berlin, Allt Moabit 11/12, mit. 6. 6. 53. Einen Pfändungss 3. D. 1. Der von Ihnen angedeutete Scheidungsgrund ist längst verDie italienischen Arbeitskammern haben im Laufe der letzten zugegangenen Briefes vor Gericht behaupte und die Musik der und Ueberweisungsbeschluß können Sie durch das Amtsgericht bewirken. paar Wochen insgesamt etwa 225 Versammlungen einberufen, in welchen die Regierung aufgefordert wurde, ein Gesetz zum Schuk Lysistrata" enthaltesaß die Operette fertig sei. Auf das Verjährt. Sie fönnten vielleicht wegen böslicher Verlassung klagen und zur er zu machen hatte, der Frauen- und Kinderarbeit zu erlassen. Die socialistische Fraktion langen, das fertige Buch herauszugeben, habe Herr Linte auf Grund Anstellung der Klage öffentliche Zustellung der Klage sich bewilligen laffen. hat schon seit Jahren einen solchen Gesezentwurf, das Projekt seines Versprechens fich deffen geweigert und gesagt, daß der Inhalt 2. Ja. 3. Sie müssen zunächst ein Sühneverfahren einleiten. Dann ist die Turati- Kullichoff, dem Parlament eingereicht. Auch die Regierung des Palets privat und streng vertraulich sei. Er habe Klage durch einen Rechtsanwalt anzufteden. Deffentliche Zustellung der hat nun einen Entwurf fertiggestellt, der aber nicht entfernt den alsdann, da Wünschen der Arbeiter entspricht. Am 23. d. Mts. tritt die Kammer wieder zufammen; am Vorabend der Wiedereröffnung sollen oben bezeichnete Bersammlungen ihren Abschluß finden, um die Regierung und die Parlamente auf diesem Wege vorwärts zu drängen. das Baket vorübergehend im Bureau zurückgelaffen und die entweder Erlaß eines Zahlungsbefehls beantragen oder beim Landgericht einen Geschäftsgang Klage wird Ihnen nur bewilligt, wenn Sie nachweisen, daß der Aufenthalt Ihnen trotz aller Bemühungen unbekannt ist. 5. 2. 61. Sie müßten und die Varianten gegen das frühere Buch mit der Schreibmaschine Anfall, alio nach dem Tode des Erblaffers pfändbar. Der erwirtte volla Zwischenzeit sei dazu benutzt worden, das Paket zu öffnen durch einen Anwalt Klage erheben. Eine Erbschaft ist erst nach ihrem abzuschreiben. Auf Grund dieses Thatbestandes beantragte Rechts- streckbare Schuldtitel( Bahlungsbefehl oder Urteil) hat 30 Jahre lang Vollanwalt Dr. Löwenstein. Herrn Bolten- Bäders in seinen gefährdeten firedbarfeitsfähigkeit. H. N. Urbanstraße. 1. Leider nein. 2. Nein, es Gerichts- Beitung.hem Befiger des Apollo- Theaters die Aufführung der Burleste zu fich an Ihre Krantentaffe Autorenrechten zu schüßen und durch eine einstweilige Verfügung sei denn, sie ist 70 Jahre alt oder erwerbsunfähig. 3. Ja, wenden Sie W. Z. Vom vollendeten 21. Jahre ab darf Der Kampf um Lysistrata. Ein lebhafter Streit des be- unterfagen. Rechtsanwalt wenn der andre einen will. bestritt dagegen die Be: man ohne Einwilligung der Eltern heiraten fannten Theater- Schriftstellers Heinrich Bolten Bäders gegen rechtigung dieses Verlangens und behauptete, daß Herr Bolten- Sohn soll auf Zahlung einer Vergütung flagen und B. R. Gleimftr. 14. Einfaches, chronisches Leiden. Bruhn. Ihr sich ber den Befiger des Apollo- Theaters, Herrn Mar 8iegra, beschäftigte Bäckers in Erfüllung eines noch nicht abgelaufenen Ver- Gewerkschaft der Civilmusiker anschließen. Streitfrage. 1. Klondieser Tage die 23. Civiltammer. Der Kläger wurde durch Rechts- trages das Stüd dem Kapellmeister Linke ausgebändigt deife. 2. Wenn eine Vermietung unmöglich wird, ja. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion. dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 21. februar. Opernhaus. Margarete. Anfang 71 Uhr. Schauspielhaus. Der Herr von Abadessa. Anfang 7 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Urania. Metropol- Theater Casino- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera Invalidenstr. 57/62. Tägl. Sternwarte. Schiller. Familie Fourchambault. Castans Anfang 8 Uhr. Deutsches. Es lebe das Leben. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Leffing. Das Glüď. Anfang 71 Uhr. Residenz. Sein Doppelgänger. Borher: English spoken. Anfang 7 Uhr. Neues. Untreu.- Colombine. Anjang 72 Uhr. Westen. La Traviata. Anfang 7½ 11hr. Secessionsbühne. Detlev Lilien crous Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Sereniffimus. Zwischenspiele. Anf. 8 Uhr. Trianon. Coralie u. Co. Anfang 8 Uhr. Central. Das füße Mädel. Anfang 71 Uhr. Thalia. Seine Kleine. 71 11hr. Luisen. Liefe Grubener. 712 Uhr. Anfang Anfang Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Neu! Der Boerenkrieg! Vorst. 11-1 vorm u. 4-10 nachm. Neu! Gutenberg und die Buchdruckkunst. Konzert und Vorträge. Entree 50 Pf., Kinder u. Militär ohne Charge 25 Pf. Voranzeige! Am 1. März Boerenfest. Anfang 8 Uhr abends. Billets a 1 M. im Vorverkauf und a. d. Hauptkasse. Central- Theater. Heute Freitag, abends 72 Uhr: Das füße Mädel. Operette in 3 Aften von H. Reinhardt. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene hat ein Kind frei: Schneewittchen bei den fieben Zwergen. Sonntagnach mittag 8 Uhr, halbe Preise: Der Seekadett. Carl Weiß. Das Jungfernftift. Thalia- Theater. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Dresdenerstraße 72/73. Der Obersteiger. Anf. 72 Uhr. Mit vollständig neuer Ausstattung Welle- Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 712 Uhr. Orpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. ' ne feine Nummer. Specialitäten Vorstellung. Aufang 8 1hr Apollo. Don Juan in der Hölle. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Lustige Brüder. Ehrlos. Specialitäten Vor: stellung. Anfang 8 Uhr. Palaft. Specialitäten Vorstellung. Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 3 Aften. Paula Worm a. G., Guido Thielscher, Selmerding, Paulmüller. Gerda Walde, Boje, Wannovius, Junter: Schatz. Anfang 7 Uhr. Sonntag, 23. Februar, nachmittags 3 Uhr, fleine Preise: Der Naub der Sabinerinnen. Thomas, Bender, Josephi. Mit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: Lothringerstr. 37. Glänzender Erfolg! Allabendlich ausverkauft! W. Richter in ,, Lustige Brüder". Hans Berg in Ehrlos" 2c. 2c. Anfang Wochent. 8 Uhr, Sonut.7 Uhr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Mutterfegen. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Frauchens Geburtstagstisch. Freitag, 21. Februar, abds. 8%, Uhr: Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Anfang 8 Uhr: Don Juan in der Hölle Das phänomenale Specialitäten- Progr. Palast- Theater ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direktion: Winkler ut. Fröbel. Neue Specialitäten. Um 9 Uhr! Großer Erfolg des Dir. Wilhelm Fröbel in der Ausstattungs- Operette Die süßen Mädel. Neu! Fredoff Neu! Wardinis Neu! Neu! Dazu das große glänzende Februar- Programm! Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Billet Vorverkauf v. 11-1 Uhr. Freitag, den 28. Februar: Festvorstellung. Robert Dills Benefiz. Carl Weiss- Theater. Passage- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Benefiz für Marta Lissy u. Emilie Pauli Ganz Berlin spricht von Die füßen Mädel. Anf. 8 Uhr. Das Jungfernstift. der 7 jährigen Lola Gray 3 Paffage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang nachmittags 5 11hr. Paffage Panoptikum. Specialis täten Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49. Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 1hr: Familie Fourchambault. Schauspiel in 5 Atten von E. Augier, a. d. Französ. übers. von R. Löwenfeld. Sonnabendabend 8 Uhr: König Harlekin. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Revisor. Sonntagabend 8 Uhr: Familie Fourchambault. Operette in 4 Aften von Ernest Guinot. Musik von Jean Gilbert. Anfang 8 Uhr. Minna Michetti als Gast. Morgen: Das Jungfernstift. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Haus Huckebein. Sonntag 7 Uhr: Einmalige Aufführung: Othello, der Mohr von Venedig. Trianon- Theater. Georgenstrasse, 2 Minuten vom Bahnhof Friedrichstr. Zum 91. Male: Coralie& Co. Anfang 8 Uhr. Parkett 2 M. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett!) Köpnickerstr. 68. Freitag, 21. Febr., abends 8 Uhr: U. a.„ Zufall" von Fulda, Atellerspuk" ,,, Fescher Domino" von E. v. Wolzogen ,,, Nora-Parodie" von Bernauer. Lina Abarbanell. Morgen Sonnabend: Zweite Subscriptions- Redoute. in dem Mimodrama Der Bajazzo und sein Kind. Täglich ausverkauft! In Vorbereitung: Der kleine Cohn ist da!! Burleske in einem Akt von Robert Breitenbach. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Pension Schöller. Poffe in drei Aften von Karl Lauffs. Anfang der Vorstellung 7% Uhr. Sonnabend: Gastspiel von Eman. Reicher. Zum erstenmal: Die Frau des andern", Komödie in 1 Akt von Latzko. Geschichten vom toten Rabbi", improvis. Soloscene von Zwischenspiele. BauernEm. Reicher. Serenissimuskumedi Abschiedssouper. Belle- Alliance- Theater. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Emil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Lebensbild in 1 Aft. Adele Hartwig u. Leopold Thurner a. G. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Von Stufe zu Stufe. Charivari- Theater. Alte Jakobstr. 37. Neues glänzendes FebruarProgramm. Pepi Weiss Mizzi Braun Lotte Sebus Albert Kühne Max Reichard u. a. 1/28 Uhr Beginn der AbendVorstellung. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. S Uhr. Sonntags 7 1hr. Apollo- Theater. Rixdorf, Hermannstr. 49. Jeden Sonntag und Montag Cirkus M. Ja Schumann Cirkus Busch Heute Freitag, den 21. Februar, Grosse ausserordentliche abends präcife 72 Uhr: Vorstellung. U. a.: Neu! Zum erstenmal am Kontinent! Neu! Push- Ball Sports: Spiel. New! Neu! Amerikanisches 12 Amerikanerinnen 12 In Feuer und Flammen L'écuyère luminense! ausgeführt von Frl. Dora Schumann. Mons. Sosmann m. feinem Sports- Aft. Dir. Alb. Schumann mit f. unerreicht bastehenden Original- Dreffuren. Zum Slub am 23. Male: Mephisto ca. 500 Mitwirkende. 2 Mufifcorps. Große Ausstattungs Pantomime bon A. Siems. Morgen gen Sonnabend, 22. Februar: XXI. Grande Soirée Hig- Life. Sonntag: 2 gr. Gala- Borstellungen. Nachm. 31½ Uhr und abends 7½ Uhr. In beiden Vorstellungen ,, Mephisto!" Nachmittags 1 Kind frei. Grosse Indische Menagerie im Exerzierhaus ( am Brenzlauer Thor) Lothringerstraße 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 und 8% Uhr. Dreffur mit Löwen, Tigern, Wölfen u. Hyänen, sowie Löwen- Ringkampf und Fütterung um 4 n. 8½ Uhr. Entree: I. Play 1 M., II. Pl. 50 Bf., III. BI. 25 Bf., Rinder unter 10 Jahren und Militär ohne Charge zahlen auf 1. u. 2. Pl. die Hälfte, dem 3. Pl. 15 Pf. Die Direktion: Froese. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte u. Specialitäten- Vorstellung Tägl. Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u. Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Große Theater- Borstellung. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Groker Snal und Garten zu Vereinsfestlichkeiten zu vergeben. 32719* Ph. Thomas. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Karlstrasse. Nur erstklassige Direktion: Wochentags 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung Restaurations- Uebernahme. Freunden und Bekannten hiernut zur Kenntnis, daß ich das bisher von Herrn A. Brike betriebene Restaurant Brunnenstraße 79( gegenüber dem Straßenbahn- Depot) Freitag, den 21. Februar, abends Orig.- Pantomime des Cirkus Busch. 71/2 Uhr: Große Borstellung. Klondike, Bolo auf Stelzen. Elefant u. Pferd. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Eine Theaterprobe. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Entree wie gewöhnlich, Tanz frei. Bon heute ab: 155 Pf. 65 Pf. Liesen Rückenfett Sonntagmittag 12 Uhr: Warmen Schweinebraten, 14 Pfd. 35 f. Sauce gratis. Maertens, Bergmannstraße Mr. 12. Preisgekrönt auf allen Gegen Weltausstellungen. nicht Rheumatismus, Gallenstein, Leber-, Magen-, Nierenleiden, Hautunreinigkeiten, Fettleibigkeit, Zuckerkrankh. Blutandrang 1st vielseitig ärztlich empfohlen- ohne Be rufsstörung Monhaupts Citronensaftkur mit naturheilkräftigem milden Citronensaft von reifen Citronen als Berlin und Flasche Citromon" ges gesch. nächste Vororte sende Citromon", d. i. Saft von 20 frischen Citronen, für 1 Mk., oder 1 Kilofl. d. i. Saft von 80 frischen Citronen, für 3 Mk. frei Haus. Auswärts von 4 Mk. an franco( incl. Verpackung) mit Kurplan und Dankschreiben vieler Geheilten. Täglich frische Pressung. P P. Monhaupt, Berlin Schönhauser Allee 177. Fabrik sanitärer Specialitäten. Sonst nirgends weiter. Telephon: Amt III. No. 98. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 31402* Wilmersdorfer- Strasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Gold waren zit äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werden schmerzlos gestochen Roh- Tabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise, übernommen habe.- Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. F. Wienert Nachf. L. Lehmana Keine Vorstellung. funes Friedrich Bergmann, Schantwirt. 23 Rosenthalerstr. 28. Achtung! 6. Wahlkreis. Atung! Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Sonntag, den 23. Februar, abends 1/26 11hr: Volks- Versammlung im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes und unfres guten Vaters deed and Berlins und Umgegend. Sonntag, den 23. Februar, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung gen wir hiermit allen Ber1. Bortrag des Stadtverordneten Dr. Weyl über: Streiflichter austin Kellers Festfälen, Koppenstraße Nr. 29. bein roten Hause. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vertrauensmann. 219/5 " Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über: Wie gestalten wir unsere Verwaltung?" 2. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 3. Bericht des Ansschusses. 4. Wahl des Ausschusses und der Thürcontroleure. 5. Verschiedenes. 129/7 Adtung! 6. Wahlkreis. Atung! One Mitgliedsbuch kein Einlaß! Schönhauser Vorstadt. Sonntag, den 23. Febrnar, abends 6 Uhr, im ,, Jägerhaus", Schönhauser Allee 103: Möbelpolierer. Sonntag, den 23. Februar, mittags 112 Uhr, Koppenstraße 29: August Hönseh wandten, Freunden und Be tannten unsren innigsten Dant. Ww. Hönsch nebst Kindern. Danksagung. Der Vorstand. Allen Verwandten und Bekannten, besonders den Kollegen von Siemens Sonntag 2 Uhr: Koppen: u. Halske, sowie dem Gesangverein plat n. Tegel,( Berliner: Hoffnung, welche meinem Mann, straße 92). Heute Reigen: Friedrich v. Straßmann, bie fahren bei Raabe, Kol- letzte Ehre erwiesen haben, sage ich bergerstraße. 11/8 hiermit meinen besten Dant. 3474 Witive v. Straßmann. Volks- Versammlung. Oeffentliche Versammlung. Herren- Kragen, Tages- Ordnung: " Tages Ordnung: Danksagung. rein leinen, garantiert 4 fach, Allen Verwandten und Bekannten, 1. Die Handlungsweise der Stuhlpolierer und ihre Arbeitgeber früher fämtliche neue Façons in allen Weiten welche meinem lieben Manne und 1. Vortrag des Stadtverordneten A. Hoffmann:„ Das Volk der und legt. Referent Sollege R. Weber. 2. Wie stellen fich die Möbel- Stück 15 Pf., and unfernt guten Bater die letzte Eyre Borrat reicht. erwiesen, hauptsächlich der Metall Geschloffene Kragen arbeiter Krankenkasse, dem Metall: Rirdorfer Tanzlehrer und den Kollegen. Manschetten, prima, garantiert 4 fach, der Firma Lüben u. Buhse sowie Denter in der Zwangsjacke. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Um zahlreichen Besuch ersucht 219/6 Der Vertrauensmann: Karl Wünsch. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitagabend 81% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- User Nr. 15: ? 3. Vor polierer zu dem neu gegründeten Arbeitsnachweis der Innung schläge zur Wahl des Gesellenausschusses und Beisitzer zum Innungs schiedsgericht. 4. Verschiedenes. 145/8 Die Kollegen, speciell die Stuhlpolierer werden hiermit ersucht, pintti Die Herren Stuhlfabrikanten Bolze, F. Haak, P. Haak, zu erscheinen. Mongowius, Pöfflow, Lehmann, Weber& Co. usw. sind schriftlich eingeladen. Krause, Laufer, Die Lohnkommission. Sitzung der Orts- Verwaltung. Verein ser Kleber( Tapezierer) Achtung, Parkettbodenleger! 79/14 Freitag, den 21. Februar 1902, abends 8 Uhr: Dersammlung im Gewerkschaftshause, Saal I, Engel- llfer 15. Tagesordnung: Stellungnahme zur Firma Kampfmeyer und Verschiedenes. Die Kommissionsmitglieder werden ersucht, um 7 Uhr zu erscheinen. Der Obmann. Bezirk Friedrichsberg. Freitag, den 21. Februar, uachmittage 5 Uhr: per Dutzend 3 M. u. 3 M. 50 Pf.arbeiter Berband, ferner dem Berein Dukend 2,25 Mark, Gefellitens unfern berzlichsten Dank. Oberhemden, Serviteurs, Krawatten in größter Auswahl. Trikotagen, Strümpfe. Detailverkauf zu EngrosPreisen. 32409* Ernst Marcuse, Münzftr. 23. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. für 7/ 19* Mitglieder- Versammlung Hant- und Harnleiden. bei Jaunascht, Inselstraße 10. Tages Ordnung: 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 1. Bortrag des Genoffen Kater. 2. Diskussion. 3. Festsetzung Große Betten 12 M. der Streifunterstützung. 4. Vereinsangelegenheiten. 101/7 Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist unbedingt notwendig. Der Vorstand. Achtung! Täschner und Koffermacher Achtung! und alle in der Branche beschäftigten Personen. Sonnabend, den 22. Februar, abends 8% Uhr, im Lokale des Sonntag, den 23. Februar, nachmittage 42 Uhr, in den Herrn Lutterbüse, Friedrich Karlstr. 11: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Arbeitsnachweis und die Entlassungsscheine der Tischlerinnung. 2. Diskussion und Verschiedenes. Der Bezirksleiter. Achtung! Einsetzer. Atung! Sonntag, den 23. Februar, vormittags 10% Uhr: Versammlung bei Gleinert, Schulstraße 29. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Kunze: Die Krife, ihre Ursache und Wirkung. 2. Der Arbeitsnachweis der Junung. 3. Verschiedenes. Regen Besuch erwartet Die Kommiffion. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 22. Februar, abends 81/2 1hr, bei Dieke, Aderstraße 123: Central Festfälen, Oranienstraße 180: Große Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: ( Oberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Guftav Luftig. Berlin S., Bringens ftraße 46. Bretelifte toftenfrei. Diele Anerkennungsschreiben. Achtung! 645b] Wm. Rudolf nebft Kindern. Danksagung. Allen Verwandten und Freunden für die zahlreiche Beteiligung und reichen Kranzspenden bei der Beerdi gung meiner lieben Frau den herzlichsten Dant, besonders dem Genossen Manasse, der Offenbacher Frauenkasse, dem 160. Bezirk, dem Lese- und Dis futierflub Leopold Jacoby" und dem Gefangverein Liedesfreiheit I". 646b Paul Hintze. En gros " " En detail Rohtabak 33962* Berlin NO. Max Otto, Rene Königstr. 6. Achtung! Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Sonntag, den 23. Februar, vormittags 10 1hr: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten E. Rosenow über: Bilder aus der Entvidlungsgeschichte des Menschengeschlechts. 2. Dis im Lokal ,, Englischer Garten", Alexanderstr. 27 c. tuffion. 3: Verschiedenes. 6345 Nach der Versammlung gemütliches Beifammensein mit Tanz. Um recht zahlreiches Erscheinen aller Kollegen nebst Frauen erfucht Die Lokalkommission der Filiale III. J. A.: J. Hesse. 10 Jahre Garantie. Zähne 2 Mk. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 Mark. Plomben 1,50 M. Reparatur. sofort. Umarbeit. schlechtsitz. Gebisse Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7 Uhr. Möbel- Fabrik Wohnungs- Einrichtungen Lager kompletter 111/18 zu Fabrikpreisen Eigne Werkstätten empfiehlt am Kottbuser Außerordentliche Konferenz der Ver- Julius Apelt, Skalitzerstr. 6, Thor. 3390 tranenslente des Nordens. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. [ 3390L* 1. Vortrag über:„ Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetz". Referent C. Gutheit. 2. Abrechnung der Dreizehner- Kommission und Neuwahl der felben. 3. Verschiedenes. 6276 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden aufgeflärten Mitgliedes, in der Versammlung pünktlich zu erscheinen. Die Dreizehner- Kommission. Tischler- Verein zu Berlin ( E. H. 89). Sonnabend, den 22. Februar, abends 8/2 1hr, im Lokal des Herrn Lipke, Melchiorstr. 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. med. Oskar Aronsohn über: ,, Nervenkrankheiten". 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 198/5 Gäste, auch Frauen, haben Zutritt., Billets zur Urania- Borstellung am Sonntagmittag 2 Uhr( Eröffnung 1 Uhr) sind noch zu haben. SF Sonnabend, den 8. März, bei Schnegelsberg, Hafenheide 21: Maskenball. Die nächste Versammlung findet daher erst am 22. März statt. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Junge Herbst- Gänse und 45 f. der Uhrmacher Berlins. Centralverband d. Zimmerer Deutschlands. Zimmerer Deutschlands. Junge Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 23. Februar, vormittage 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Solidarität". Ref.: Genoffe Dr. Borchardt. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 254/5 Gäste sind willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um besonders zahlreiches und pünktliches Erscheinen zu dieser Ver: fammlung ersucht Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter: Straße 9, parterre. + 37* Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, HadescherMarkt 4, Bahnhof Börse. 111/7 Spottbillig! Teppiche, Betten Steppbeden, Gardinen, ühren. Leihhaus Neanderstraße 6. Teilzahlungen gestattet. 8/ 8* Teppiche mit Farbenfehlern Fabrikniederlage Große Frankfurter Straße 9, parterre. + 37* Steppdecken billigst Fabrit Große Frankfurterstraße 9, parterre. Möbelverkauf, brauchte. Römer, Sebastianſtr. 81. Seifengeschäft verkäuflich. Rigdorf, 6096 Weserstraße 202. Schaufgeschäft, 760 Miete, trantheitshalber fofort zu vertaufen. 4936 Freienwalderstraße 20. Der Vorstand. Gänse- Stücken- Fleisch Gänse- Stücken von der Kenle Gänseliesen mit Darmfett Hantfett..... . Pfund 40 Pi. Pfund 55 Pf. Pfund 90 Pf. Pfund 50 und 60 Pf. Gänseklein von einer Gans 50 Pfennig. 9/ 17* A. Kohn, Markthalle Dresdenerstrasse Stand 72. Wörtherstrasse Stand 64. Kleine Anzeigen. Verkaufe mein gutes geräumiges Nähmaschinen, preiswerteste Be Lokal, im Centrum gelegen, zwei zugsquelle, ohne Anzahlung, Woche 1,00, Vereinszimmer und Kegelbahn, sehr Lieferung nach allen Stadtteilen so schöne Wohnung, billige Miete, Zahl fort, Landsbergerstraße ,, 82", Röpnicer stellen, Vereine und Arbeitsnachweise straße 60/61 fofort billig Schüßenstraße 18/19. Fahrräderbeleihung, Alexandrinenstraße 55. * 630b + 88* Laut Beschluß der Generalversamma lung vom 22. November 1901 und Genehmigung des Bezirksausschusses von 7. Februar 1902 betragen die monatlichen Kassenbeiträge: I. Für männliche Mitglieder über 16 Jahre( ausschließlich der Lehr linge) 2,16 M. II. Für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 0,93 Mr. III. Für weibliche Mitglieder über 16 Jahre 1,44 Mr. IV. Für weibliche Mitglieder unter 16 Jahren 0,72 Wt. Der Vorstand. G. Lätsch, Bors. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Vermietungen. Zimmer. Pücklerstraße 25, Balkonzimmer, Vermischte Anzeigen. Arbeitervereinen über Bivisektion bes 2 Herren, 12,00, Kaffee, Matarius. Arbeitsmarkt. Komifer für Festlichkeiten einige Tage frei. Elsholz, Hussitenstraße 29 Mamsells auf Baletots, Seiden 6476* topf, Bernauerstraße 47a. Tüchtige, selbständig arbeitende Kunstschmiede finden Beschäftigung bei +81 Mitfits, Haidestraße 20. Plätterinnen auf Oberhemden im Haufe verlangen Leinberger u. Gravenhorst, Wäschefabrit, Greifs: 138,5* Blätterinnen auf Serviteurs im Hause verlangen Leinberger u. Gravenhorst, Wäschefabrik, Greifs138/ 6* walderstraße 13. Vivisektion! Wer sich über diese ruchlofefie Grausamkeit unirer Zeit unterrichten will, verlange die Flugblätter des Weltbundes gegen Vivifeftion, welche unentgeltlich versendet werden vont Tierschutzverein Berlin, Königgrägerstraße 108. Dafelbft können auch Referenten für Vorträge in Pianino, Schwechten, wenig ge stellt werden. Um gütigen Abdruck 161b* braucht, fofort, billig verkäuflich. wird gebeten. Schlafstellen. walderstraße 13. Ritterstraße 120 I beim Wirt. 5/ 20* Unfallfachen, Klagen, Eingaben, Anfertigung eleganter Herren Bugger, Stegliger garderobe. Vorjährige elegante Herren- Winter- Reflamationen Teilzahlung gestattet. 426* Marcus, Möblierte Kleine Frankfurterstraße Schlafstelle sofort paletots und Anzüge aus feinsten traße 65. Stoffen 25-40 Mart. Berkauf Sonn 5676 Oranienstraße 44, vorn IV Treppen, Rechtsbureau Fabisch, Andreas zwanzig. abend und Sonntag. Versandhaus Wegner. 9/16 Rechtshilfe, straße dreiundsechzig. 75 Pfennige! Steuerberufung, Germania, inter den Linden 21, II. Raterteilung. 575b Gingabengefuche, Raterteilung. Aller Weiche Herrenhüte, gute Qualität, Umsonst Zahnziehen, Brunnen billigst Schanfsachen, Militärsachen, Stück 95 Pfennig. Bessere Sachen straße 42. Fahrlich 9000 verschiedene Kaufverträge, Zahlungsbefehle, Ge+ 37* enorm billig. Sutfabrit, Comptoir Batienten. Wulkow, richtstlagen. Stalizer: Dr. dental surgery 6046 Kaiserstraße 25A, früher Barnim 441b ftraße 141. Fischler. neue und gestraße 4 und 5. Sonntags ge Civil, Mandolinenklub. Hilfe im Rechtsbureau. Herren zur öffnet. [ 985 Steuerreflamationen, Gründung eines solchen. Montag Straffachen, 6146 Möbelfabrik verkauft Säulen 8 Uhr. Schusters Bierhans, Quikow billig, George, Fichtestraße 2. spinden 50,- Trumeaux rundbogen straße 131. + 81* Saal, 300 Personen fassend, zu geschliffen, Salongarnituren, Gobelin, Maſſeur, ärztlich geprüft, empfiehlt bergeben, auch Sonntags. Oranien: billigsten Preisen geflochten, werden Grün, Jeruſalemerſtraße 23. Teppichtaschen 145,-, Baneelsofas, sich in allen vorkommenden Fällen straße 180. Taschenplüschfofa 62,-, Küchenmöbel außer dem Hause. Lerow, Adalbert Herrenanzüge, Baletots, elegante. Gläser. Restauration, billig zu verkaufen. größte Auswahl. Billigste Bezugsstraße 68, II. 4946 Ausführung, geringe Teilzahlung. Hirschowitz, * Kurzberg, Landsbergerstraße 13. Kostenfreie zahnärztliche Behand lung, Zahnziehen. Zahnärztliche Politlinit, Chanffeestraße 1a. Tüchtige Maurer zum Beitritt eines Baugeschäfte gesucht. Offerten Vereinszimmer mit Biano zu unter P. 2 an die Expedition dieser auf Reisetoffer und Waschsäcke per vergeben. Ludwig, Stalizerstraße 13. Beitung. Sofas, ganze alte, fauft Trömel, Markusstraße 40. 5 Vereine vorhanden. Offerten unter quelle. O. 2 Expedition des Vorwärts" # 6326 straße 7a. Mariannen 10228 Stellengesuche. Blinder Stuhlflechter bittet um Arbeit. Stühle werden aut den 6236 abgeholt und unentgeltlich zurückgeliefert. Adresse: Mulackstraße 27, 9999* Stellenangebote. Lederfärberei Arbeiterin gesucht Schönhauser Allee 71a. 6386 Mädchenjacken- Arbeiterinnen ver langt gulde, Frankfurter Allee 16. Paginiererin, geübte, sucht Be schäftigung. Offerten unter A. 100 postlagernd Bostamt 16 SO. 6426 Paletot Arbeiterinnen, Lohn von 4 M. aufwärts, verlangt Anaftafius 6206 2 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile Einige tüchtige Sattler Goldsachen, Zahngebisse, Uhren, Silber fauft Brunnenstraße 137, Fredersdorf. Ostbahn Borort, Grünfram- Geschäft, gut gehend, Uhrmacherladen. 586b awei Barzellen nahe Chaussee verwegen Umzug nach außerhalb preis: fauft die Hausverwaltung Brunnen wert zu verkaufen Putbuserstraße 32. Vereinszimmer, geräumig. Simeon9789* ftraße 23. Straße 151. Schlosserei wegen Uebernahme Kunststopferei von Frau Kofosły, Haarfärbemittel. unübertroffen, eines andern Geschäfts verkaufe so: Lederfärberei. Arbeiter überzeugungshalber Fünfzig Pfennig fort billig, Kerkenbusch, Frankfurter Steinmetzstraße 48, Quergebäude hoch + 117* parterre. 9/15 Schönhauser Allee 71a. * Allee 168. Probeflaschen, Charlottenstraße 3. Berantwortlicher Redacteur: Cavl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von War Bading in Berlin. 6336 sofort nach außerhalb bei gutem Gr gesucht werb gesucht. Offerten unter R. 2 6376 an die Expedition des„ Borwärts". Mr. 44. 19. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feitag, 21. Februar 1902. Aus der Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung. fefefefähigkeit; tatsächlich wurde die Beschlußunfähigkeit Schöffengericht in Effen zu 20 M. Geldstrafe verurteilt, weil er in Die Chartottenburger Stadtverordneten Bersammlung beriet Schlußantrag beginnen. am Mittwoch eine Reihe socialpolitisch wichtiger Vorlagen, die Anlaß " zu beftigen Zuſammenſtößen zwischen den Socialdemokraten und den Die 12. Konferenz der Vertrauensmänner- Gentralisation und zwölf seiner Kollegen, legten gegen biefes Urteil Berufung ein, Bertretern der bürgerlichen Parteien gaben. ant, den Kater. der Maurer Deutschlands, in diefer Vergewaltigung zu begegnen, bezweifelte Stadtv. Hirsch die Redacteur des Bergknappen", wurde am 16. Juni 1900 vom festgestelt. einer Bolemit mit der Westd. Boltsztg.", dem Organ Fusangels in Die nächste Sigung wird mit der Abstimmung über den Bochum, behauptet hatte, Fusangel beschäftige in seiner Druckerei Gutenbergbindler. Die Gutenbergbündler aber charakterisierte er als Streitbrecher, als Leute, vor denen man nur Ver achtung haben könne. Die Kläger, Buchdrucker C. Ilig Bunächst handelte es sich um die Borlage betreffend die Aus= weil es ihnen zu milde erschien. Essen hat num umfangreiche tommissarische Vernehmungen debuuna bes städtischen arbeitsnad weiſeg auf gelernte Arbeiter und auf das Gefinde. Der Referent, Stadtv. durch 26 Delegierte beschickt. Außerdem waren die Mitglieder der im Berliner Lokal- Anzeiger", in Magdeburg, Stettin und andren welche in Berlin im Englischen Garten tagte, war aus 28 Orten über die Frage angeordnet, ob fich Gutenbergbündler Hirsch, empfahl die Annahme der Vorlage in Verbindung mit Hirsch, empfahl die Annahme der Vorlage in Verbindung mit Fünfer- Kommission anwesend. Die Centralisation der Zimmerer, die Orten des Streitbruchs schuldig gemacht haben. Schließlich endigte einem socialdemokratischen Busazantrage, wonach Fälle von Geschäftskommission der Freien Bereinigung deutscher Gewerkschaften die Berhandlung mit der Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils und Streits und Aussperrungen im Arbeits Nachweis mit: geteilt werden müssen. Redner regte ferner und die Redaktion der„ Einigkeit" waren ebenfalls durch je einen der Verurteilung des Angeklagten Brust zu einer Geldstrafe von Deputations Mitgliedern aus den Reihen der Arbeitnehmer Delegierten vertreten. Die vertretenen Organisationen haben zu: 800 M. Der Schutz des§ 193 des Straf- Gefeßbuchs wurde ihm fammen 3487 Mitglieder und ein Bermögen von 52 889,07 M. Den abgesprochen. Gerichtlich scheint nach diesem Urteil nicht feſtDiäten zu gewähren. Stadtrat Dr. Jastrow führt aus, das Geschäfts- und Rechenschaftsbericht der Fünfer Kommission gab zustehen, daß die Gutenbergbündler Streitbrecher sind, geschicht. von dem Referenten für den Fall von Streits und Aussperrungen gewünschte Verfahren des Arbeitsnachweises werde schon jetzt ein Maurern gewählte Geschäftsleitung und beginnt von da ab ftreit bon 1891 mit Brinzipalshilfe u. a. auch deswegen ge Am 26. April fonstituierte sich die von den Berliner i ich steht fest, daß der Gutenbergbund nach dem großen Buchdruckergeschlagen; ob der Magistrat einer Festlegung dieser Maßregel durch die gemeiniame Thätigkeit, die bis babin mir von einem einzelnen gründet wurde, weil man den wegen ihres Berhaltens aus dem Gemeindebeschluß zustimmen werde, könne er nicht sagen. Ein Be- Vertrauensmann besorgt wurde. In 17 Sigungen erledigte die Buchdruckerverbande ausgeschlossenen arbeitswilligen Buchdruckern die dürfnis für die Einführung von Diäten für die Arbeiterbeifizer ſei Kommission alle Dinge, die in agitatorischer sowie taktischer Hinsicht Borteile an Versicherungseinrichtungen 2c. wieder zuwenden wollte, wohl nicht vorhanden, da die Sigungen fast stets in den Abendstunden für die Centralisation notwendig waren. Versammlungen wurden beren sie durch den Ausschluß aus dem Verbande verlustig gingen. ftatifänden, so daß die Beisiger nicht finanziell geschädigt würden. im Auftrage oder durch Unterstützung der Kommission 49 ab Dem gegenüber wies Stadiv. Paasche( Soc.) auf die Notwendig gehalten, durch den Vertrauensmann vor dem 26. April 4, Wegen Beleidigung von Arbeitswilligen wurden keit hin, den Zustand, wie er sich nach der Mitteilung des Magistrats zusammen 53, auch fanden am 17., 18. und 19. März die 11. Konferenz Leipzig zwei Maler zu Geldstrafen von 30 und 15 W. verurteilt, vertreters herausgebildet habe, auch statutarisch festzulegen. Redner der Maurer Deutschlands in Braunschweig sowie am 22., 23., 24. und ein britter wurde freigesprochen. Zwei Kollegen der Angeklagten fordert den Magistrat auf, klipp und klar zu dem socialdemokratischen 25. September der 5. Kongreß der Vertrauensmänner- Centralisation hatten sich an dem Streit bei Baquer u. Binteiſen beteiligt, hatten Antrag Stellung zu nehmen. In der weiteren Debatte kam es zu der Gewerkschaften Deutschlands, des weiteren eine Konferenz auch Streifunterstützung bezogen, fehrten aber später als ArbeitsAuseinandersetzungen zwischen dem auf dem Standpunkt der der Maurer des Herzogtums Braunschweig einschließlich willige in den Betrieb gurid, obgleich einer von ihnen sogar agi Innungen stehenden Stadv. Arnold und unserm Genossen Hirsch, Wernigerode am 29. Dezember in Braunschweig statt, die auf tatorisch für den Streit thätig gewesen war. Die Angeklagten haben der Herrn Arnold vorwarf, er scheine zu glauben, daß der Arbeits- Kosten der Kommission durch Delegierte beschickt wurden. Außerdem sich nun in berechtigter Erregung hinreißen lassen, den Abtrünnigen nachweis nur für die Herren Arbeitgeber da sei. Herr Arnold hatte nämlich davon gesprochen, daß es fraglich sei, ob der Arbeits- der Maurer Berlins, sowie am 16. Juni eine Konferenz der Maurer Gegenwart zu thun. Der Strafantrag lautete anfangs auch auf fand am 14. Juni eine Sigung der Kommission und des Vorstandes beleidigende Aeußerungen zuzuschleudern oder solche in andrer nachweis" brauchbare" Arbeiter nachweise und daß man sich im Berlins und der Vororte statt, woran in beiden Fällen ein Delegierter Bergehen gegen§ 158 der Gewerbe- Ordnung. Der Einwand der übrigen telephoniſch stets leicht Arbeitskräfte verschaffen könne. der Freien Vereinigung der Maurer Braunschweigs teilnahm. In Angeklagten, daß ihnen gar nicht daran gelegen habe, so unsichere Das Reſultat der Debatte war die Annahme der Vorlage unter den 53 Versammlungen find nicht enthalten die Agitationen, die von Kantonisten wie die durch das Gericht zu schüßenden Arbeitswilligen Angenommen wurde nach furzer Debatte der Antrag Marcus den Organisationen selbständig innerhalb der vorgeschriebenen noch einmal zum Bezug von Streitunterstützung zu bewegen, flang ( freis.) u. Gen., unbeschadet der späteren Etatsberatung dem Magiftrat 15 Kilometer jedes einzelnen Agitationsgebietes, sowie nicht die- aber nach Lage der Sache so glaubhaft, daß der Amtsanwalt felbft schon jetzt die Mittel zur Verfügung zu stellen, die zu einer sofortigen ienigen, die über diesen Kreis von den Einzelvorständen vor auf die Anwendung des§ 153 verzichtete. Die Verurteilung erfolgte Jnangriffnahme der Kanalisationsarbeiten für den Stadtteil jenseits genommen und durch die Kommission bezahlt wurden. Die deswegen nur wegen Beleidigung. Korrespondenz war eine sehr rege und mußten nicht weniger denn der Spree erforderlich sind. Die Aussperrung in Greiz wird leider noch fortdanern. Die Das Hauptinteresse erregte die Besprechung der social. 309 Briefe, 108 Postkarten geschrieben sowie alle nötigen Materialien, Fabrikantenvereinigung hat einen Sturm entfesselt, der sich leider so demokratischen Interpellation:„ Die von den Gewert- Geldsendungen und Bestellungen entgegengenommen und von der balb nicht legen wird. Die ausgesperrten Arbeiter schaften Charlottenburgs veranstaltete Arbeitslosen- Statistik hat ergeben, in der gewerblichen Thätigkeit in einzelnen Orten, so in den wollen die Arbeit nicht eher wieder aufnehmen, Kommission erledigt werden. Durch den wirtschaftlichen Niedergang daß am 2. Februar d. Js. in Charlottenburg von insgesami am 2. Februar d. Js. in Charlottenburg von insgesami pommerschen Städten Demmin und Loiz, die ganz besonders auch als bis ihnen eine Lohnerhöhung zugestanden 12 566 Personen, die die Fragebogen beantwortet haben, 2681 Per- noch durch den Druck des Unternehmertums zu leiden haben, find ist. Speciell die Arbeiter der Firma Albert haben es mit 140 fonen arbeitslos waren, 2284 berkürzt arbeiteten, 650 frant refp. die Organisationen verschwunden. Braunschweig mit seiner Umgebung, gegen 24 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen in geheimer Aberwerbsunfähig waren und 6951 in Arbeit standen. Welche Schritte sowie Gifhorn und Blankenburg a.. find dem Verbande bei- ftimmung abgelehnt, den Streit ohne Konzessionen zu beenden. hat der Magistrat unternommen und welche gedenkt er einzuschlagen, getreten. So find nun noch Berlin mit der Umgebung, Jüterbog. Mehrere Redner verlangten, der Fabrikantenverein solle erst seine um die aus diesen Zahlen hervorgehende fürchterliche Arbeitslosigkeit Groß- Lichterfelde, Nowawes, Schönwalde, Rüdersdorf, Herzfelde, Stagel, Aussperrung zurücknehmen. Der Centralvorstand des Textil und ihre Folgen zu mildern?" Stadtv. Dr. Borchardt begründete die Interpellation, indem Königsberg i. Pr., Stralsund, Nauen, Haſſelfelde i. H., Wernigerode, arbeiter- Werbandes hat die Unterstützung für die streikenden beziv. Friedrichshagen, wo jetzt selbständige Organisationen bestehen, und er zunächst mit dem Magiftrat, der es bekanntlich abgelehnt hat, haben sich vor kurzer Zeit noch die Kollegen in Grüneberg an der ausgesperrten Verbandsmitglieder bewilligt. Da die Streikenden selbst eine Arbeitslosen- Statistik zu veranstalten, ins Gericht ging und sodann die Ergebnisse der von den Gewerkschaften veranstalteten Nordbahn mit Umgegend und Kolberg selbständige Organisationen Greiz au berlassen beginnen, wird die UnterstützungsthätigStatistit näher beleuchtete. Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit sei gegründet. Die Vereinigung von Friedrichsberg, Rummelsburg und feit erleichtert, In 30 Betrieben wird noch fortgearbeitet, Statistit näher beleuchtete. Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit sei Friedrichsfelde hat beschlossen, für die Folge als Filiale oder Zweig da die Firmeninhaber nicht dem Fabrikantenverein angehören. Man durchaus ungewöhnlich und erfordere ganz ungewöhnliche Mittel zu verein dem Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins tann die Zahl der darin beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ihrer Beseitigung. Er empfehle die Anlegung eines NotstandsFonds zur Linderung der Folgen der Arbeitslosigkeit; man lönne und der Umgegend anzugehören. Die Gesamteinnahme der Fünfer- ungefähr auf 8000 schäßen. Es sind größtenteils fleinere diesen Fonds den Arbeiter- Organisationen überweisen, die durch die Kommiffion betrug 9779,70 M., die Gesamtausgabe 6201,84 M., der Betriebe, die in Frage kommen. Nur einige größere Firmen sind Statistit gezeigt habe, was sie leisten kann.( Widerspruch.) Angesichts des großen Elends folle der Magisteat ferner Mittel zur Speisung der die aus 8 Paragraphen bestehende Brogrammrefolution vor, die einUnter Punkt„ Organisation und Agitation" Yegte Rater eine Bolksschule besuchenden Kinder der Arbeitsloſen bereit stellen und abge- stimmige Annahme kand. Die ersten beiden Paragraphen der Refosehen von diesen besonderen Maßnahmen in Erwägung ziehen, wie der regelmäßig wiederkehrenden Arbeitslosigkeit und ihren Folgen zu belution lauten wie folgt: gegnen sei. Der Magistrat solle in reuiger Erkenntnis dessen, was er versäumt hat( Lachen rechts), Mittel zu regelmäßigen Arbeitslosenzählungen bereit stellen und eine besondere sociale Kommission einjezen, die dauernd Maßnahmen zur Verhütung der Arbeitslosigkeit erwägt.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Ablehnung des socialdemokratischen Antrages. Stadtrat Dr. Jastrow, der namens des Magistrats die Interpellation beantwortete, erklärte, daß der Magistrat sich seit einem Jahre dauernd mit den Vorgängen auf dem Arbeitsmarkte befaßt habe, und daß auf Veranlassung des Oberbürgermeisters ein eignes Decernat gebildet worden sei. Der Oberbürgermeister erkenne an, daß eine weit über das Normale hinausgehende Arbeitslosigkeit herrsche, dieselbe habe aber nicht den Charakter eines drückenden Notstandes. Redner teilt sodann mit, welche Arbeiten bereits zur Ausführung gelangt find, um Arbeitslose zu beschäftigen, und jene Arbeiten, welche mit eintretender milderer Witterung in Betracht kommen. Der Magistrat habe die Arbeitgeber in Charlottenburg rechtzeitig aufmerksam gemacht, daß sich eine Arbeitslosigkeit vorbereite, und so wurde vielfach, um Entlassungen vorzubengen, die Arbeitszeit herabgesetzt. Wenn man die Arbeitslosenziffer in Charlottenburg mit der andrer Orte vergleicht, so müsse man gestehen, daß alles geschehen sei, um die Zahl auf das äußerste herabzudrücken. Der Magistrat werde auch fernerhin bestrebt sein, die Arbeitslosigkeit zu verhüten; er verzichte auf den Ruhm großer Aktionen und ziehe statt dessen geräuschlose aber wirksame Maßnahmen vor.( Beifall.) Eine Besprechung der Interpellation war der Mehrheit sichtlich unangenehm; hindern konnten sie eine solche zwar nicht, da die Socialdemokraten und Freifinnigen die ausreichende Anzahl von Unterschriften zu dem Antrag auf Besprechung aufgebracht hatten, aber sie beantragten Bertagung auf 14 Tage. Dem widersprach Stadtv. Hirsch. Der Vertagungsantrag wurde abgelehnt, und nun befolgten diese Arbeiterfreunde" eine andre Taktik; sie ließen die Socialdemokraten reden und mischten sich nur durch Zwischenrufe in die Debatte ein. Bestand 3578.86 M. § 1. Die Vertrauensmänner Centralisation der Maurer Deutschlands bildet einen Zweig der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften". Sie bekennt sich zu den Grundsägen der socialdemokratischen Partei Deutschlands und hält es für unerläßlich notwendig, für die Ausbreitung und Anwendung dieser Grundfäße sowohl in der Gesamt Centralisation wie in deren lokalen Vereinigungen einzutreten und thätig zu sein. Nach dieser Auffaffung ist die gewerkschaftliche Bewegung nicht Selbstzwed, sondern nur ein gutes und notwendiges Mittel für den höheren Zweck der Befreiung des Proletariats aus der Kapitals- Knechtschaft. W dabei. sid Die Elsterberger Webereifirma Beringer u. Hofmann unterstützt die Greizer Firma W. H. Arnold durch Entgegennahme von Streitarbeit. Gereihte Ketten werden per Age von Greiz nach Elsterberg geliefert. Leider tritt die indifferente Arbeiterschaft der ge= nannten Elsterberger Firma dem nicht entgegen. Die Buchdrucker in Gera, welche im Sommer aus dem dortigen Gewerkschaftskartell ausgetreten waren, haben einen Antrag auf Wiederanschluß an das Kartell mit geringer Majorität abgelehnt. Hoffentlich gelingt es den Kartellfreunden unter ihnen noch, auch die übrigen von der Notwendigkeit zum Anschluß an dasselbe zu überzeugen. Die im Geraer Kartell vertretenen Arbeiter unterhalten u. a. auch ein Arbeitersekretariat und haben bei ArbeitervertreterWahlen stets auch Kandidaten der Buchdrucker berücksichtigt. Die Differenzen in der bayrischen Korffabrik zu München find in friedlicher Weise beigelegt. § 2. Der Swed der Bertrauensmänner- Centralisation der Maurer Deutschlands" ist also neben der Fortbildung und Festigung des Klassenbewußtseins ihrer Mitglieder die Unterstützung aller ernsten Bestrebungen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Ein Ausstand in Tsingtau. Stiel, 18. februar.( Eig. Ber.) der Berufsgenossen durch Einwirkung auf die Lohn- und Arbeits- Bekanntlich ist vor ca. zwei Jahren in Tsingtau eine Reparatur verhältnisse, Werbefferung des Arbeiterschußes gegen Unfallsgefahrwerkstätte für deutsche Kriegsschiffe, die mit der Zeit zu einer vollund gesundheitswidrige Ausbeutung jeder Art. Sie gewährt nach ständigen Werft erweitert werden foll, angelegt worden. Im dem Umfang ihrer Mittel Unterstützung von Ausständen und von November vorigen Jahres wurde den dort beschäftigten Arbeitern Gemaßregelten, sowie Rechtsschutz in allen solchen rechtlichen Streit plöglich zugemutet, anstatt 10 Stunden, wie bisher, 1012 Stunden fällen, die zum Arbeitsverhältnis in Bezug stehen. Die„ Vertrauensmänner- Centralisation der Maurer Deutschlands" erklärt 3 arbeiten, und zwar sollte ihnen für die halbe Stunde Mehrarbeit fich solidarisch in den gewerkschaftlichen Kämpfen aller Arbeiter, die nichts bezahlt werden. Die Leute wollten sich selbstverständlich! auf dem Boden des Klassentampfes stehen, und verspricht besonders Chef, dem Baumeister Reimann, um Einspruch gegen die Maßregel darauf nicht einlassen und sandten ihren Vertrauensmann zu ihrem ihre Kämpfe auf gewerkschaftlichem Boden moralisch und materiell zu erheben. Der Baumeister schien anfangs auch den Vorstellungen, nach Kräften zu unterstützen. wurde ein Befehl“ angeschlagen, der folgenden Jubalt hatte. Gehör geben zu wollen nach zwei Tagen aber, am 21. November, Einigkeit". Die übrigen Paragraphen find principiell weniger von Der§ 8 der Resolution bestimmt als Publikationsorgan„ Die Bedeutung. Unter Berschiedenes" wurde noch eine ausführlich motivierte Resolution gegen die Accordarbeit angenommen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Als erster Diskussionsredner ergriff Gen. Hirsch das Wort. Er erwidert dem Stadtrat Jastrow, daß die Aktionen des Magistrats Achtung! Kleber und Bauhandwerker! Die Bauten Kantso geräuschlos gewesen seien, daß niemand etwas davon bemerkt straße 120( Unternehmer Schulz Sohn, Friedrichstraße) und Charhabe, die Arbetslosen am allerwenigsten. Schon vor Jahresfrist tottenburg, Kaiser Friedrichstraße und Bismarckstraßen- Ecke( Unterhabe die socialdemokratische Fraktion die Frage der Arbeitslosigkeit nehmer Achilles, Ifflandstr. 4) find für Kleber gesperrt, da die im Stadtparlament in Fluß gebracht, und doch habe der Magistrat Tarifpreise nicht gezahlt werden. so gut wie gar nichts gethan. Er begreife nicht, wie der Stadtrat Die Lohntommiffion der Kleber. Deutsches Reich. Charlottenburg mit Berliu vergleichen tönne, Charlottenburg sei Die Maler in Wilmersdorf wählten als Delegierten für den keine Arbeiterstadt. In Wirklichkeit sei die Arbeitslosigkeit noch weit Provinzialtag den Kollegen Köhler. Derselbe soll auch als Stangrößer, als aus den Zahlen der Statistik hervorgehe, denn es feien bidat für die Gewerbegerichts- Wahl vorgeschlagen werden. bei weitem nicht alle Fragebogen beantwortet. Der Magistrat wolle die Arbeiten über das ganze Jahr verteilen, aber das sei feine Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Hierzu sei es nötig, Für den Extrabeitrag im Bildhauerverbande, der sich zur vorbeugend zu wirken. Er schlage au diesem Zwecke Ausbalancierung der durch die Krije start beeinträchtigten Kaffendie Errichtung fommunaler Betriebswerkstätten und kommunaler verhältnisse im Verbande notwendig machte, haben von 108 VerSchreibstuben bor. Die städtischen Betriebe müßten zu Muster- waltungsstellen 77 ohne Vorbehalt gestimmt. Nur 9 Verwaltungsbetrieben umgestaltet werden. Abgesehen von der Speisung der stellen erflärten sich gegen den Antrag; die übrigen waren für einige Kinder der Arbeitslosen, müßte auch den Familien derselben eine Modifikationen. Der Extrabeitrag von 20 Pf. pro Woche dürfte also Unterstützung gewährt werden, die jedoch den Charakter einer Armen- demnächst erhoben werden. unterstützung nicht annehmen dürfe, damit die Arbeiter nicht ihr Wahlrecht vollends einbüßen. " Die Arbeitszeit beträgt von morgen ab 101/2 Stunden, und zwar von 61/2 Uhr morgens bis 62 Uhr abends, mit einer 11/ aftündigen Mittagspause. Arbeiter, welche hiermit nicht zufrieden find, werden sofort entlassen. Dieselben haben ihre Werkzeuge abzugeben und aus den Baraden auszuziehen." Die Arbeiter legten daraufhin am nächsten Tage mit Ausnahme von zwei Schlossern und einem Zimmermann sämtlich die Arbeit nieder, räumten die Baracken und quartierten sich im Hotel Riautschou" in Tsingtau ein. Den ehemaligen Angehörigen des oftafiatischen Expeditionscorps, die sich auf ein Jahr verpflichtet hatten, behielt man von dem verdienten Lohn 300 M. als Konventionalstrafe" ein, offenbar ein ganz ungefegliches Beginnen, da die Verwaltung durch die Verlängerung der Arbeitszeit doch zuerst den Kontrakt gebrochen hatte. Die Arbeiter führten darauf Beschwerde beim Gouverneur und verlangten das Geld zur Heinreise. Nach Verlauf von sechs Tagen wurde ihnen der Bes scheid, daß die Verlängerung der Arbeitszeit zurückgenommen werde und daß sie weiterarbeiten könnten. Damit war der Ausstand erledigt. Ausland. Ein Matrosenausstand scheint in Marseille bevorzustehen. Das Syndikat der Matrosen der Handelsmarine hat wegen der fchlechten Behandlung der Matrosen an Bord der Kauffahrteischiffe mit einer Klage gedroht. Falls die Lage der Matrosen sich nicht bessern sollte, wird ein Ausstand unvermeidlich sein. Beim Gummiarbeiter- Streit in Harburg haben, wie in der Berliner Partei- Angelegenheiten. Stadtv. Vogel( Soc.) stellte noch einen Vergleich an zwischen dortigen Januar- Versammlung des Verbandes der Maschinisten und Heizer mitgeteilt wurde, die beteiligten Mitglieder dieser der Fürsorge des Magistrats für die Wohlhabenden und der mangelnden Organisation rund 1000 Mart an Unterstützung bezogen, Schriftsteller Georg Bernhard in der vom Wahlverein des fünften Ueber Zoll- und Klaffenpolitik spricht Freitagabend 812 Uhr Fürsorge für die Arbeiter. Da sich inzwischen der größte Teil der Stadtverordneten entfernt während sie an Beiträgen etwa 20 Mark eingezahlt hatten. Reichstags- Wahlkreises nach Bößows Brauerei, Prenzlauer Adee 242, hat, beantragt Stadtv. Sirsch die Vertagung der Angelegenheit, die neulich von einem Gericht aufgestellte Theorie, daß vom Eintritt einberufenen öffentlichen Versammlung. eines Mitgliedes der Verband einen Vermögensvorteil hat, Sie zu wichtig sei, als daß sie vor leeren Bänken verhandelt werde. bener gegnung des Stadtrats Dr. Jastrow wird ber hat also ein gewaltiges zoch, ebenso wie die bekannte Behauptung, nachmittags 3 Uhr, findet im Restaurant Waldschloß( Schöneiche) Die Mehrheit ließ noch durch ihren daß von den in den Gewerkschaften gezahlten Beiträgen fich lediglich eine Boltsversammlung statt mit der Tagesordnung: Bertagungsantrag abgelehnt. die Führer" mästen. Wortführer, Herrn Rostock, auf die socialpolitische Weisheit des 1. Vortrag des Genossen Sonnenburg: Was wollen die Magistrats toasten und stellte nun, um unseren Rednern die Möglich Sind die Gutenbergbändler Streifbrecher? Der bekannte Socialbemotraten in der Gemeindevertretung?" keit einer Erwiderung zu nehmen, schnell einen Schlußantrag. Um christliche Gewerkschaftsführer August Brust aus Alteneffen, 2. Diskussion. 8. Aufstellung eines Kandidaten. 4. Verschiedenes. Klein- Schönebeck und Fichtenau. Am Sonntag, den 23. Februar, " = Tokales. 1übner ebenfalls wegen Lehrlingszüchterei angezeigt wurden, mußte, weil nicht gehörig substanziiert, zurückgewiesen werden. Ein Schlafstellenschwindler treibt im Südwesten der Stadt ſein Unwesen. Dieser Tage wußte er unter der Angabe, daß er Alfred Möller heiße, aus Blaue in Thüringen stamme und am Potsdamer Bahnhof als Bahnsteigschaffner angestellt sei, die Frau 30 M. zu beschwindeln. Der Betrüger ist von kleiner Gestalt, hat des Omnibuskutschers Behrens in der Halleschen Straße 9 um dunkles, beinahe schwarzes Haar und einen dunkelblonden Schnurrbart. Die Zähne sind schadhaft. Er trägt einen schwarzen Jackettanzug und einen dunkelblauen, etwas abgetragenen Ueberzieher. Zu der Angelegenheit des flüchtigen Paul Neumann, über dessen Auftreten wir berichteten, wird einem hiesigen Blatt noch gemeldet: N. ist in der That der Sohn des bekannten Dermatologen, Hofrats Prof. Dr. J. Neumann in Wien. Er hat in Wien studiert, aber nie ein Gramen gemacht. Mit Vorliebe nannte er sich Aſſiſtenzarzt von Prof. Schweninger, manchmal auch von Prof. Laffar. Studenten r hielt sich fast den ganzen Tag in der Akademischen Leſehalle auf, gegenüber nannte er sich gerne" Alter Herr der Marcommania- Wien", preffte er um mehr als 100 M.; als dieser sich an seinen Vater wo er die Bekanntschaft jedes Studenten suchte. Einen Studenten in Wien wandte, erfuhr er, daß sich dieser von seinem Sohn vollständig losgefagt habe. Bisher ist es der Behörde noch nicht ge lungen, des Neumann habhaft zu werden. An Verblutung geftorben ist vorgestern abend bas 3 Monate alte Kind Else Spindler, die Tochter eines Omnibusfutschers aus Aus der Stadtverordneten- Versammlung. der Invalidenftr. 14, das von seinem Bruder in entseglicher In der gestrigen Sißung der Stadtverordneten ging es wieder Der Stadthaushalts- Etat für 1902 ist der Stadtverordneten Weise mit einem Messer verwundet wurde. Während die Mutter recht lebhaft her. Zunächst wurde die vor 8 Tagen wegen Beschluß- Bersammlung zur Beschlußfassung zugegangen. Er schließt in Ein- Einkäufe besorgte, muß der fünfjährige Knabe sein in der Wiege unfähigkeit der Versammlung nicht zu stande gekommene Abstimmung nahme und Ausgabe mit 112 839 112 M. ab. Die Einnahmen liegendes Schwesterchen mit dem Küchenmesser bearbeitet habent. 112839 über den von freifinniger Seite beantragten Schluß der Kranken betragen im Ordinarium 107 697 177. und im Extra- Ordinarium Das Kind wurde an der Stirn, der Nase, der Oberlippe, am Hinterhaus Debatte angenommen. Sie ergab die Annahme des 5 141 935 M., die Ausgaben 101 550 502 m. mb 11 288 610 M. topf, an Händen und Beinen durch Schnitte und Stiche derart verSchluffes mit 58 gegen 43 Stimmen. In einer persönlichen Bemerkung Gegen das legte Jahr ergiebt sich beim Ertra- Ordinarium eine wundet, daß es hoffnungslos nach dem Kaiser und Kaiserin wandte sich Genosse Singer gegen die Anzapfungen, durch die der Mehreinnahme von rund 5 Millionen Mark und beim Extra Friedrich Krankenhaus gebracht werden mußte. Der kleine Tot Oberbürgermeister Kirschner in der vorigen Situng feine Ver- Ordinarium eine Mindereinnahme von 1/3 Millionen Mart. schläger hat bisher nicht zu einem Geständnis der That gebracht Iegenheit und feinen Aerger zu verdecken sich bemüht hatte. Die Ausgaben sind beim Ordinarium um 5 402 584 M. ge- werden können, obgleich kein andrer die beispiellose That vollführt Singers Antwort Klang aus in eine mehr als deutliche An- stiegen und beim Extra- Ordinarium um 1797 393 m. gefallen. haben kann. Unbegreiflich ist, wie der Knabe auf den unseligen spielung auf die alles Bürgerstolzes bare Art, in der gerade Die Ueberschüsse sind wie folgt eingestellt: 567 503 M. Gedanken, sein Schwesterchen zu schlachten, hat verfallen können. von Herrn Kirschner die Selbstverwaltung oft genug preisgegeben bei der Kämmerei, 6 231 949 M. bei den Gas- und Wasserwerken, Die Nachricht vom Tode der durch ihren Ehemann schwer worden ist. Das Schlußwort hatte als Antragsteller Herr Caffel. Biehmarkt 2c., 64 989 965 W.( mehr 3 Millionen Mark) Steuern, verwundeten Frau Weber in Stahnsdorf hat sich als falsch Er erklärte, er und seine Freunde seien durch die Auskunft des 10 618 459 M. verschiedene Einnahmen aus Abgaben, Dotationen, herausgestellt. Die Frau ist freilich noch immer nicht außer LebensMagistrates durchaus befriedigt", leistete sich noch einen schwung- Renten 2c., zusammen: 82 407876 m. Buschiffe erforderten: Kanali- gefahr. vollen Hymnus auf die städtische Krankenhaus Verwaltung und fationswerke, Rieselfelder, Urbanhafen: 3 156 970 m., der Unterricht: 80g dann seinen Antrag als erledigt zurüd. Der Verein ,, Berliner Preffe" wählte zum ersten BorSinger 19 327 995 M., die Armenverwaltung: 11 568 710 M., die Krankenmachte noch einmal den Versuch, weitere Erörterung und pflege: 5 869 642 M., die Part- und Gartenanlagen: 1213 750 M., sigenden an Stelle des verstorbenen Geheimen Justizrats Wichert völlige Klarstellung der Krankenhaus- Mißstände durchzusetzen, die Bauverwaltungen: 14467 632 2., die Polizeiverwaltung Herrn Chefredacteur Karl Vollrath von der Volkszeitung", indem er nunmehr den Antrag mit der Begründung wieder und das Feuerlöschwesen: 5 675 257 M., die Straßenbeleuchtung der bisher das Amt des zweiten Vorsitzenden bekleidete. aufnahm, daß die vom Magistrat gegebene Auskunft nicht und Reinigung: 4 714 662 M., die Kapital- und Schuldenvertvaltung: Der Maler Getschoret, der am Sonntagabend auf dem Gesunds befriedigt habe. Der Antrag wurde indes, da sich jetzt Herr Caffel 3 601 817 M., die Verwaltungskosten 11 058 154 M. und Kapitel XIII, brunnen blutend aufgefunden wurde, ist beim Abspringen vom felber dagegen erklärte und mit seinen Freunden gegen ihn stimmte, verschiedene Ausgaben: 1753 287 M., zusammen 82 407 876 M. oder Straßenbahnwagen und nicht, wie irrtümlich gemeldet wurde, bei mit großer Mehrheit nur die socialdemokratische Fraktion stimmte 1125 631 M. mehr als im laufenden Etat. Bei den Bauverwaltungen einer Schlägerei schwer verletzt worden. dafür abgelehnt. find rund 3 Millionen Mark weniger als im Vorjahre eingestellt Zu einem erneuten scharfen Zusammenstoß zwischen den social worden, lediglich um eine Bilanzierung des Etats zu ermöglichen. demokratischen Mitgliedern der Bersammlung und dem Magistrat Die Anleihefchuld erhöht sich nach dem Etat um 24 186 261 M. führte dann die über 2 Stunden dauernde Debatte über die rücksichts- auf 311 Millionen M., wovon noch 18 Millionen M. verfügbar sind Toje Behandlung, die die städtische Verwaltung Berlins den Ge- und 81/2 Minionen M. getilgt werden sollent. meinde Arbeitern in Fällen der Erkrankung oder Der Umfrage über die Nervosität der Lehrer, die von der Einziehung zu militärischen lebungen zu teil ärztlicher Seite veranstaltet wird, bringt man in Lehrerkreisen eine tverden läßt. Unsere Genossen hatten den Antrag eingebracht, die lebhafte Teilnahme entgegen. Der aufgestellte Fragebogen nimmt betreffende Verfügung sofort außer Kraft zu setzen und die Ange- nicht ausschließlich, aber doch vorwiegend Bezug auf die mit dem Tegenheit anderweitig zu regeln. Genoffe Heimann, der diesen Beruf zusammenhängenden Ursachen der Nervosität, so unter anderm Antrag begründete, ging mit unsren städtischen Muster auf den Einfluß der Eramenvorbereitung, die vielfach zur Ueberbetrieben" scharf ins Gericht und zeigte, daß" in der in arbeitung und Schlafentziehung zwingt und damit den Grund zu Rede stehenden Frage keine andre Stadt so engherzig frühzeitiger Entwickelung nervöser Störungen legt, ferner auf die und unsocial verfährt wie Berlin. Heimann hob Nebenbeschäftigung zum Zweck des Erwerbes, die bei ungenügender treffend hervor, daß hier wieder einmal ein Fall vorliegt, wo die Besoldung nicht zu umgehen ist, auf die Stärke der Klassenbelegung, Berliner Kommunalverwaltung durch ihr Verhalten die herbste Kritit die Zahl der Unterrichtsstunden, die Dauer der Heftkorrekturen usw. Herausfordert und es den Gegnern der Selbstverwal tung direkt nahe legt, das bißchen Bewegungsfreiheit, das den Berliner Gemeindeschulen soll in der nächsten Zeit ernstlich beDie Beschaffung künstlerischen Wandschmuckes für die Komununen noch gelassen worden ist, noch mehr zu betrieben werden. Aus den Reihen der Gemeindeschullehrer ist vor schränken. Stadtrat Nam slan meinte mit gut gespielter furzem eine freie Vereinigung zur Pflege der Kunst in der Schule Naivität, die Gemeindearbeiter ständen sich bei der vom Magistrat zusammengetreten. Sie hat jetzt ihre erste Sigung abgehalten und getroffenen Regelung thatsächlich besser als bei der Unsicherheit, sich unter anderem mit der Frage des Wandschmuckes beschäftigt. die das Gesez geschaffen habe. Die Bedeutung dieser Regelung" Eine von ihr gewählte Kommission ist beauftragt worden, nach wurde vom Genoffen 3ubeil in wirkungsvollen Ausführungen Selaffen zusammenzustellen, was von künstlerischem Wandschmid und Ein schwerer Banunfall hat sich bei dem Abbruch der noch näher beleuchtet. Oberbürgermeister Kirschner antwortete tünstlerisch nicht minderwertigen Anschauungsbildern, die den Neuen Charité gestern morgen um 8 Uhr ereignet. Der ihm. Wieder zog er, wie vor 8 Tagen, das tragische Register, gab Unterricht zu unterstützen und zugleich die künstlerische Bildung der 34 Jahre alte Arbeiter Johann Schiemann aus der Stargarderversicherte, die von socialdemokratischer Seite geübte Kritik habe auch Stadtschulrat Gerstenberg bei. sich von neuem als den trenen Hüter der Selbstverwaltung und Jugend zu fördern geeignet sind, vorhanden ist. Der Sigung wohnte straße 79 trat fehl und stürzte etwa vier Meter tief von seinem Standort ab. Außer einer Hüftverlegung erlitt er einen Bruch einen Grad erreicht, der der Kommune gefährlich zu werden drohe. Singer diente ihm mit einer Antwort, die im Grunde genommen feine letzte Warnung zur Vermeidung von Unfällen im StraßenDas Absteigen von Straßenbahnwagen. Im Anschluß an des rechten Schlüiffelbeins. Schieman wurde nach dem Krankenfaat gefahren. auch den Beifall der Freifinnigen hätte finden müssen, wenn der verkehr macht der Polizeipräsident öffentlich darauf aufmerksam, daß Fenerbericht. Die Wehr hatte wieder zahlreiche Alarmierungen Berliner Kommunalfreisin es nicht längst verlernt hätte, gegen nach der statistischen Zusammenstellung für das Jahr 1901 die zu verzeichnen. Donnerstag früh 5 Uhr wurde sie nach der Tilſiterüber dem Magistrat und seinen Hintermännern die Rechte der Stadtverordneten- Versammlung zu wahren. Herr Kirschner Hälfte aller Unfälle im Straßenbahnbetriebe durch das Aufstraße 22 gerufen. Hier war in einer Chokoladenfabrik ein Schadender Fahrt hervor fener ausgekommen, welches Werktische, Formen und waren einwar auch auf den Fall Heilmann zurüdgekommen, der in der vorigen und Absteigen der Fahrgäste während Sigung in der Debatte über die Verpachtung des Viehhofs- anlaffung, wiederholt darauf hinzuweisen, daß nach Einführung des werden, ist. Diese Thatsache giebt dem Polizeipräsidenten Ver- äscherte. Es mußte längere Zeit mit einem Rohre Wasser gegeben นท die Flammen ชน erstiden. Mittwochabend Restaurants von unfrem Genossen Hoffmann festgenagelt worden tvar. Als Hoffmann sich zu furzer elektrischen Betriebes auf der Straßenbahn das Auf- und Absteigen gegen 7 Uhr gingen Gardinen in der Albrechtstr. 11 in Flammen In der Reinickendorferstraße 59 muußte nachmittags Erwiderung erhob, führte man auf freifimiger Seite eine jener während der Fahrt- wie eine Reihe von Fällen mit tödlichem auf. ein Küchenbrand Ausgang bewiesen haben abgelöscht werden. auch für jüngere Leute mit LebensLuisen- Ufer 20 Spettafelicenen auf, die hier seit einiger Zeit an der Lagesmit Wäsche in einer Wohnung und Elisabeth= ordnung sind. Die Verhandlungen endeten mit Ueberweisung des gefahr verbunden ist. Er ersucht daher das Publikum, die Straßen- ein Korb Antrages an einen Ausschuß. Warten wir ab, was aus diesem bahnwagen nur auf den Haltestellen zu besteigen und zu verlassen, Ufer 10 Gardinen und ein Strobsad in Brand geraten. Alarmirungen und erivartet namentlich von dem einsichtsvolleren Teil der Benach Brunnenstr. 57. Hochmeisterstr. 18 und Boechstr. 47/48 betrafen völkerung, daß er auch hierin ein gutes Beispiel geben und ohnungsbrände, die hauptsächlich kleidungsstücke und Betten bebemüht sein werde, weniger vorsichtige Personen von einem vor- schädigten. Donnerstag früh 6 Uhr hatten in der Königgrägerzeitigen Berlaffen des Wagens in geeigneter Weise abzuhalten. Sollten biefe wiederholten Warnungen unberücksichtigt bleiben, so würde nach der Meinung des Bolizeipräsidenten in Erwägung zu ziehen sein, das Auf- und Absteigen während der Fahrt unter Strafe zu stellen. Er habe auch bisher nur im Interesse des Publikums davon Abstand genommen, den Zugang zum Hinterperron während der Fahrt durch eine Thür schließen zu lassen, um die Reisegeschwindigkeit auf der Straßenbahn, die in verkehrsreichen Straßenzügen bereits verhältnismäßig gering ist, durch das zeitraubende Deffnen und Schließen der Thüren nicht noch weiter herabzusetzen. herauskommen wird. Er " war Straße 117 in einem Seller Regale, Thüren und Brennholz Fener gefangen, das indes in furzer Zeit abgelöscht werden konnte. In der Gerichtstr. 16 brannten außerdem noch Lumpen und Kleidungsstücke in einer Kabuse. Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Bei der gestrigen Stadtberordneten Ergänzungswahl im 4. Bezirk wurden abgegeben: Gültige Stimmen 663, davon erhielten Banser( Soc.) 368, Nitse ( Bürgerl.) 293. Mithin ist unser Kandidat mit großer Mehrheit gewählt. fünf Socialdemokraten an. Der Stadtverordneten Versammlung gehören nunmehr 3 Gegen die Lehrlingezüchteret schreitet die städtische Gewerbe- Deputation energisch ein. Die Handhabe dazu bietet ihr der§ 128 der Reichs- Gewerbe- Ordnung. Ganz besonders traffe Fälle von Lehrlingsausbeutung sind im we cha niter Gewerbe zu verzeichnen und haben wiederholt ein Einschreiten der Gewerbe- Deputation erforderlich gemacht. Auch in ihrer Sigung am Mittwoch, den 19. d. Mts., hatte die Deputation wieder Gelegenheit, einigen Lehrlingszüchtern das Handwerk zu legen. Der Fabrikant Paul Bruc betreibt die Fabrikation von Werk zeugen 2c. für Zahntechnifer. Er beschäftigte in seinen Schloffer- und Mechanikerwerkstätten insgesamt 31 Lehrlinge und nur Berliner Räuberromantik. Eine Bande jugendlicher Straßen 3 Gehilfen, welche ihre Lehrzeit ebenfalls in dem Betriebe des räuber wurde gestern auf Veranlassung der Berliner Kriminalpolizei Herrn Brud absolviert haben. Die Lehrzeit beträgt vier Jahre; es in Lichtenberg festgenommen. Zu ihr gehören der 16 jährige Baul erhalten die Schlosserlehrlinge im ersten Jahre ihrer Lehrzeit ein Beter, der um 6 Monate ältere Richard Littgan und der 17 Jahre In Wilmersdorf gab es einst eine Zeit, wo zwischen den wöchentliches„ Kostgeld" von 2 M., welches in jedem folgenden Jahre alte Richard Battloß, die bei ihren Eltern in Lichtenberg und beiden bürgerlichen Gruppen, die am Orte in Betracht kommen, wegen um 1 M. erhöht wird. mithin im vierten Lehrjahre 5 M. in der Rummelsburg wohnen, sich seit etwa einem Monat auf der Chaussee der Frage, wer die Fettangen auf der Suppe haben soll, gar Woche beträgt. Bei den Mechanikerlehrlingen ist von„ Kostgeld" Berlin- Rummelsburg als Wegelagerer umhertrieben und Vorüber- bittere Feindschaft herrschte. Wenige Wochen sind es erst her, daß überhaupt nicht die Rede. Da ein Werkführer oder Meister in dem gehende planmäßig überfielen und beraubten. Die arbeitslosen die Führer der Liberalen und die des mit ihnen zusammengehenden Betriebe nicht eingestellt ist, Herr Bruck fich aber um die Ausbildung Burschen hatten noch zwei jüngere Mitglieder angeworben, die aber Hausbesitzer Vereins sich nicht scheuten, selbst in die Versammlungen der Lehrlinge nicht sonderlich müht, können die jüngeren Lehrlinge noch teine Strafthaten begangen haben und daher nicht der Socialdemokratie zu gehen und dort zu beteuern, daß die im Betriebe nötigen Handfertigkeiten nur von ihren älteren festgefeßt werden fonnten. Der Räuberhauptmann Baul in kommunalen Dingen nur ganz minimale Differenzen zwischen Kollegen lernen. Von einer gediegenen Ausbildung Peter versammelte feine Lente gegen Abend um fich unfrer, der roten, und ihrer, der blauen Demokratie beständen. Mit Tann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden. und stellte fie δα auf, 100 erfahrungsmäßig das wohl Jubrunst wurde in einer solchen Wahlversammlung kurz vor der Darum scheint es Herrn Bruck übrigens auch gar nicht zu thun zu habendste Publikum zu verkehren pflegt. Die jungen Verbrecher Stichwahl int Dezember versichert, daß nur der Kandidat der fein. Sein Hauptstreben ist darauf gerichtet, fic billige, möggingen in der Weise zu Werte, daß einer die Opfer anbettelte, Socialdemokratie für die meisten Hausbesitzer in Betracht lichst gänzlich kostenlose Arbeitskräfte zu verwährend er sie durch Vorstellen eines Fußes am Weitergehen ver- komme und nie und nimmer jemand von ihnen dem von den Reichsfchaffen, um seine Fabrikate so billig wie möglich an den Mann hinderte. In diesem Augenblick näherte sich schnell und unbemerkt treuen aufgestellten Kandidaten seine Stimme geben werde. So zu bringen. Haben die Lehrlinge ihre Lehrzeit beendet, so werden ein Zweiter von hinten und versezte dem Ahnungslosen einen sollte es ewig bleiben. Kurz, es fehlte nicht viel und die Welt hätte fie einfach entlassen und durch nene ersetzt. Diesem Treiben wuchtigen Stoß in das Genic, so daß er über das vorgestellte Bein das Schauspiel erlebt, daß die Hausbefizer mit fliegenden Fahnen will die Gewerbedeputation Einhalt thun, denn ihr Beschluß ging zu Fall kommen mußte. Nun warfen sich alle auf den Wehrlosen, gänzlich ins Lager der Noten einschwenken würden. dahin, Herrn Brud aufzugeben, die Zahl seiner Lehrlinge von 31 bearbeiteten ihn mit Schlagringen und plünderten ihn regelrecht aus. Unfre Parteigenossen waren gescheit genug, diese Beteuerungen auf 8 herabzusetzen. Binnen furzer Zeit tamen drei folcher Ueberfälle zur polizeilichen von der der Natur der Dinge nach einzig möglichen Seite aufzu Noch ärgere Zustände scheinen in dem Betriebe des Mechanikers Kenntnis. Eingehende Nachforschungen führten zur Festnahme des fassen, nämlich von der humoristischen. Und sie thaten wohl Emil Wenig, Schmidstr. 4, zu herrschen. Er nennt sich stolz: Anführers Peter, der nun feine Komplicen verriet und daran. Denn jetzt liegen plöglich Reichstreue und Liberale einander Fabrikant physikal.- chemischer Apparate und Lehrmittel für Institute selbst die Rolle eines Ueberfallenen spielen wollte. Die frendetrunken in den Armen. Im Landhause fand Mittwochabend und Schulen. In seinem Betriebe werden außer einem Merk: Aussagen der preisgegebenen Genossen waren aber so be- eine Besprechung zwischen den feindlichen Gruppen statt; wie es führer" 16-18 Lehrlinge beschäftigt. Diese haben, je nach der Länge flimmt und belastend, daß P. schließlich seine Schuld bekannte. heißt, soll der Amtsvorsteher Habermann den ersten Anstoß zur der Lehrzeit ein Lehrgeld bis zu 500 M. zu zahlen. Geschwindigkeit scheint bei Herrn Wenig keine Hegerei zu sein, da bei ihm Lehrlinge Bei der ,, Arbeit“ überrascht wurde am Mittwoch anläßlich es mir einen Gegner gebe, nämlich die Socialdemokratie, Annäherung gegeben haben. Gar bald einigte man sich dahin, daß ichon in 6 Monaten„ ausgebildet" wurden. Zum Anwerben von Lehr- einer Streife, die die Kriminalpolizei durch verschiedene Verbrecher- und der Herr, der am glühendsten diese Ansicht verfocht und einem Tingen dienen verlockende Prospekte, in denen n. a. angekündigt lokale unternahm, in einer" Stafchemme" in der Auguststraße der Zusammengehen aller bürgerlichen Elemente das Wort redete, war wird, daß auch ein Elektro- Ingenieur den Lehrlingen theoretischen 23 Jahre alte Stutscher Paul Marquardt, der vor Jahresfrist aus Herr Bobreder, der Leiter des Hausbesitzer- Vereins, derselbe Herr, Unterricht erteilen soll, daß Vorträge über Präzisionsmechanik ge- dem Zuchthaus in Sonnenburg entlassen wurde. Das gefährliche der wenige Wochen vorher in einer von socialdemokratischer Seite einHalten werden usw. In Wirklichkeit entpuppte fich der Elektro- Handwerk eines Einbrechers hatte er aufgegeben und betrieb das berufenen Versammlung hoch und heilig beteuert hatte, daß er nur für Jugenieur als ein Reisender", dessen Thätigkeit u. a. barin leichtere Geschäft eines" Fleppenfabrikanten", d. h. er stellte falsche den Socialdemokraten stimmen werde. Nur wenige, bestand, für Herrn Wenig neue Lehrlinge anzuwerben. Das ein- Papiere her und vertrieb sie in Herbergen und Verbrecherlokalen. unter ihnen der Hausbesitzer Heine, sprachen energisch gegen den geholte Gutachten der Gewerbe- Inspektion über die Zustände aus Baubu den stahl er mit Vorliebe die Papiere von Kompromiß. Uns Socialdemokraten kann dieser natürliche Verlauf entfernte die Schrift außer der Firma mit der Dinge mur recht sein. Arbeitern, in dem Betriebe denkbar des Herrn Wenig ist das Die Situation ist geklärt und damit ist ungünstigst e. Durch einwandfreie Zengen wurde Säure und füllte sie dann beliebig wieder aus. fest= für uns zu den Gemeindewahlen unendlich viel mehr ge= fünfzehn er sehr geschickt behördliche Stempel, die er für seine Falschstücke verwonnen als wenn das verdächtige Liebängeln von liberaler Seite gestellt, daß in diesem„ Musterbetriebe" seit circa Jahren wandte. Die Unterschriften stellte er auf heftographischem Wege her. noch angehalten hätte. Ein Umstand verdient aber zur Charakteristik neben den Lehrlingen feine Gehilfen be= schäftigt wurden. Herr Wenig beruft sich zwar darauf, daß er Bei ihm selbst wurde weiter nichts Berdächtiges gefunden, als der der bürgerlichen Freiheitsmannen noch erwähnt zu werden. günstige Zeugnisse vorlegen fönne, über von ihm in Schulen 2c. ge- Rachweis, daß er in der Swinemünderſtraße unangemeldet wohnte. liberaler Seite wurde nämlich erklärt, daß die wegen Unterschlagung lieferte Apparate und Instrumente. Andrerseits aber wurde nach- Dort fand man in einer Cigarrentiſte fein ganzes Handwerks zeug, erfolgte Verhaftung des bisherigen Vorsitzenden des reichsgewiesen, daß er beffere Instrumente, die er für Lehranstalten lieferte, das zur Herstellung der leppen" diente. Die einzelnen Papiere treuen Vereins, des Gemeindekassenrendanten senisse, zum wesentvon andren Fabrikanten bezogen hat. Der„ Wertführer" des Herrn verkaufte Marquardt für 50 Vf. bis zu 1 M. und verdiente damit lichen ein Zusammengehen mit den Reaktionären ermöglicht Wenig, ein älterer Mechaniker, soll auch erst eingestellt worden sein, soviel, daß er im letzten Jahre davon gelebt hat. Er wurde in habe. Das kennzeichnet die Herren. als fein Chef Kenntnis davon erhalten hatte, daß er Untersuchungshaft genommen. Ans der Haft entlassen wurde gestern der Bauunternehmer Bei den Ausschachtungsarbeiten zum Teltower Kanalbau chappa dh aus Wilmersdorf, dessen Verhaftung unter dem Vertvegen Lehrlingszüchterei bei der Gewerbedeputation denunziert worden sei. Der Be- sind in der Nähe von Kohlhasenbrück mehrere intereffante Funde dacht der Brandstiftung vor einigen Wochen erfolgt war. schluß der Gewerbebeputation lautete: Herrn Wenig ist aufzugeben, gemacht worden. Vor einigen Wochen fand man im Torfmoor Haftentlassung auch die Einstellung des gegen Sch. eingeleiteten Vers fünftig nur noch 4 Lehrlinge in seinem Betriebe einen alten Fischerfahn und jetzt hat man nicht weit von dem Vorfahrens folgen wird, steht noch nicht fest. zu beschäftigen. werk„ Eule" die Gerippe eines Mannes und eines Pferdes aufEine Besch: verde des Gesellenausschusses der hiesigen Steingefunden, welche durch eine Kommission untersucht werden sollen, Wetter Prognose für Freitag, den 21. Februar 1902. feber Innung und des Redacteurs der Steinfeger weshalb Landrat v. Stubenrauch eine Sicherung des Terrains anEtwas tälter, langsam aufflarend bei ziemlich frischen öftlichen Winden; Beitung, durch welche die Steinfegmeister De Ilos, 8elle und geordnet hat. Teine wesentlichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau.. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin " Auch schneidet Bon Ob der