Mr. 62. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern spredj- urdlus: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonntag, den 13. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Bum Begriffe des Ziel, die Kaiserkrone, zu erreichen, war die Organisirung Politische Uebersicht. Tumpenproletariats. des Pariser Lumpenproletariats, die von Mary sogenannte Ueber die Schöpfung Napoleon's III. fchreibt nun Karl Mary: Dezemberbande. " land. Berlin, den 12. März. In der Literatur des wissenschaftlichen Sozialismus Unter dem Vorwande eine Wohlthätigkeitsgesellschaft zu Das Abkommen mit dem Herzog von Cumbers findet sich eine Erörterung über das Lumpenproletariat stiften, war das Pariser Lumpenproletariat in geheime Sektionen Der Reichs- Anzeiger" bringt die folgenden amtzuerst im„ Kommunistischen Manifest", der von Mary und organisirt worden, jede Sektion von bonapartistischen Agenten lichen Aktenstücke: Engels gemeinsam verfaßten Programmschrift des klaffen geleitet, an der Spitze des Ganzen ein bonapartistischer General. Herzogs von Cumberland, Königliche Hoheit, vom 10. Włärz " Judem ich dem Staatsministerium ein Schreiben des bewußten Proletariats, und etliche Jahre später in Mary' Neben zerrütteten Roues der Aristokratie mit zweideutigen dieses Jahres anbei zugehen lasse, gebe ich Demselben zu tlassischem Buche: Der achtzehnte Brumaire des Louis Subsistenzmitteln und von zweideutiger Herkunft, neben ver- erkennen, daß ich nunmehr den Zeitpunkt für gekommen erBonaparte. In dem legtgenannten Werke giebt der hervor fommenen und abenteuernden Ablegern der Bourgeoisie, achte, die durch die Verordnung vom 2. März 1868 ausragendste geistige Vertreter unserer Partei auch gleich eine Bagabunden, entlaffene Soldaten, entlassene Zuchthau gesprochene Beschlagnahme des Vermögens des Königs Begriffsbestimmung dieses Wortes, deren Wiederabdruck firäflinge, entlaufene Galeerenstlaven, Gauner, Gaukler, uns im Augenblick angebracht erscheint. Wir sind in den Lazzaroni, Taschendiebe, Taschenspieler, Spieler, Maqueraus Georg ufzuheben. Wegen der Ausführung dieser Maßlehten Tagen nicht selten dem Einwurf bei ganz braven( Louis), Bordellhalter, Lafiträger, Literaten, Orgeldreher, nahme will ich den Vorschlägen meines Staatsministeriums Parteigenossen begegnet: was heißt das, Lumpenproletarier, Lumpensammler, Scheerenschleifer, Kesselflicker, Bettler, kurz wenn ich infolge andauernder Arbeits- und Verdienstlosig- die ganze unbestimmte, aufgelöste, hin- und hergeworfene feit herunterkomme und meine Kleider zu Lumpen werden, Masse, die die Franzosen la Bohème nennen; mit diesem ohne daß ich im Stande bin, mir neue zu kaufen, dann ihm verwandten Elemente bildete Bonaparte den Stock der zähle ich wohl auch zu den Lumpenproletariern? Gesellschaft vom 10. Dezember.... Eine solche Annahme ist natürlich grundfalsch, denu, Dieser Bonaparte, der sich als Cchef des Lumpen um es furz zu sagen, nicht die als Kleidung dienenden proletariats konstituirt, der hier allein in massenhafter Form Lumpen sondern die verlumpte Gesinnung ist das die Interessen wiederfindet, die er persönlich verfolgt, der charakteristische Merkzeichen für den Lumpenproletarier. in diesem Auswurfe, Abfall, Abhub aller Klassen die Fene Gesinnung, die sich für Geld verkauft und zu jedem einzige Klasse erkennt, auf die er sich unbedingt stützen Schurkenstreich bereit ist, besonders auch gegen die eigenen kann, er ist der wirkliche Bonaparte, der Bonaparte sans Klaffengenossen, sie ist die hervorstechende Eigenschaft des phrase. Sumpenproletars. Unter dem zerrissenen Kittel kann das rock cntgegensehen. Berlin, 12. März 1892. An das Staats- Ministerium. Wilhelm R. Graf von Caprivi. Durchlauchtigster Großmächtigster Kaiser und König, freundlich lieber Vetter und Bruder! Da ich Grund habe anzunehmen, daß es den allerhöchst eigenen Wünschen eurer kaiserlichen und königlichen Majestät entspricht, eine gütliche Erledigung der Differenzen herbeigeführt zu sehen, welche wegen Ausführung des Vertrages obschweben, der unter dem 29. September 1867 über die Vermögensverhältnisse meines in Gott ruhenden Vaters Majestät, zwischen diesem und des hochseligen Königs Wilhelm von Preußen, nachmaligen deutschen Kaisers Wilhelm I. Majestät, abgeschlossen ist, nehme ich keinen Anstand, an eure Majestät die freundliche Bitte zu richten, diese Angelegenheit allerhöchstselbst einer wohlwollenden Prüfung unterziehen zu wollen. In seiner Gesellschaft vom 10. Dezember treueste, opferbereiteste Herz schlagen, ebenso wie der Geh- sammelte er 10 000 Zumpenterls, die das Volk vorstellen rod vom feinsten Tuch, die Glaceehandschuhe und der müssen, wie Klaus Zettel den Löwen..... modernste Zylinderhut einen physisch und moralisch auf Auf seinen Reisen mußten die auf der Eisenbahn vertiefster Stufe ſtehenden Lumpen decken können. Jenes packten Abtheilungen derselben ihm ein Bublikum imgefinnungslose Lumpengesindel ist es aber, vor dem gerade provisiren, den öffentlichen Enthusiasmus aufführen, vive eine proletarische Bewegung am allermeisten Ursache hat l'Empereur! heulen, die Republikaner insultiren und durch erklärt, so jetzt wiederholt zu erklären, daß jedes den Frieden Gern benutze ich diese Gelegenheit, wie ich schon früher sich zu hüten, denn die Reaktionäre und Volksfeinde aller prügeln, natürlich unter dem Schutze der Polizei. Auf des Deutschen Reiches und der ihm angehörenden Staaten Beiten haben es für angebracht gehalten, sich dieses Gesindels feinen Rückfahrten nach Paris mußten sie die Avantgarde störende oder bedrohende Unternehmen meinen Absichten fern für ihre Zwecke zu bedienen oder versucht, durch dasselbe bilden, Gegendemonstrationen zuvorkommen oder sie auslich zu schänden. die proletarischen Bestrebungen zu fälschen und wenn mög- einanderjagen. Die Geſellſchaft vom 10. Dezember gehörte liegt; als deutscher Fürst liebe ich mein deutsches Baterland treu und aufrichtig, und nie würde ich das versichere ich Eurer kaiserlichen und königlichen Majestät ausdrücklich sich äußert: Hören wir zuerst, wie das„ Kommunistische Manifest" ihm, sie war sein Wert, sein eigenster Gedanke." So Karl Mary über das Lumpenproletariat, dessen sich wissentlich veranlassen oder gut heißen, daß mit den zu „ Das Lumpenproletariat, diese passive Verfaulung der der Abenteurer Napoleon bediente, um sich auf den fran- meiner Verfügung stehenden Mitteln, mögen sie mir schon untersten Schichten der alten Gesellschaft, wird durch eine zösischen Kaiserstuhl zu schwingen. Einen ähnlichen Versuch zustehen oder erst in Erfüllung des vorgedachten Vertrages proletarische Revolution stellenweise in die Bewegung hinein- machte General Boulanger, für den der Halbnarr Deroulède zufließen, feindselige Unternehmungen gegen Eure Majestät geschleudert, seiner ganzen Lebenslage nach wird es bereit- in Theilen der Patriotenliga das Pariser Lumpenproletariat oder gegen den preußischen Staat direkt oder indirekt anwilliger sein, sich zu reaktionären Umtrieben erkaufen zu zu organisiren versuchte. gestiftet oder gefördert werden. Laffen." Ein klassisches Beispiel, wie die Reaktion es versteht sich das Lumpenproletariat dienstbar zu machen, führt K. Mary in der Eingangs erwähnten Schrift an. Mit dieser verfolgte Mary den Zweck, wie er in der Borrede selbst sagt, zu zeigen, wie der Klassenkampf in Frankreich Umstände und Verhältnisse schuf, welche einer mittelmäßigen und grotesken Personage das Spiel der Heldenrolle ermöglichten". Diese groteske Person" war Napoleon III. und eines der Mittel" deren dieser Abenteurer sich bediente, um sein Feuilleton. Nachdrud verboten.] [ 62 Am Webstuhl der Zeit. Zeitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Bei uns in Deutschland und speziell hier in Berlin lernten wir diese Spezies Menschen und deren politische Verwerthung im Jahre 1878 nach den Attentaten in jenen un heimlichen Gestalten kennen, welche in den Arbeiter- Versammlungen erschienen, und in denselben plötzlich zu einem Hoch auf den Kaiser aufforderten, oder dieses Manöver in besuchten Arbeiter- Restaurants wiederholten. Vor diesen Gestalten sich zu hüten und die Verantwortung für deren Thaten" abzulehnen, daran wird das klassenbewußte Proletariat unter allen Umständen festhalten müssen. sichert und meinte, indem er sich dem Enttäuschten mit seiner gewöhnlichen Ruhe wieder gegenüber setzte: " - Um so vertrauensvoller glaube ich mich der Hoffnung hingeben zu dürfen, daß Eure Majestät Allerhöchstsich nicht länger behindert erachten werden, den obe ngedachten Bertrag zur Ausführung bringen zu lassen. und Mit der Versicherung der vollkommensten Hochachtung Freundschaft verbleibe ich Gurer kaiserlichen und königlichen Majestät freundwilliger Better und Bruder Ernst August. Lothringerhaus Wien- Penzing, den 10. März 1892. An des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Majestät." Geschenk Ihre fernere Freundschaft und Unterstützung bei unferen Parteibestrebungen zu sichern. Sagen Sie, ob Sie es so wollen?" Sie sehen, Herr Howald, daß wir Advokaten doch etwas flüger find, als Sie uns zutrauen. Und nun, hoffe ich, wird sich schon eher ein verständiges Wort mit Ihnen reden schatte. lassen wegen der 50 000 Thaler." Eine solche Forderung ist ganz unerhört", murmelte Howald. Es bleibt mir nichts weiter übrig," seufzte der GebrandAber ohne Groll, nicht wahr, Herr Howald?" Es ist ein Geschäft, bei dem Jeder so viel zu ges winnen oder zu retten sucht, wie möglich, und wenn das Geschäft abgeschlossen ist, dann ist auch weiter nicht von Groll zu reden. Nun aber werden Sie mir doch das Testament ausliefern?" " Sobald ich gedeckt bin, allerdings." " Ich bin augenblicklich nicht im Stande, eine solche Summe zu realisiren. Sie müssen sich mit einer Schuldverschreibung begnügen." ,, Sie werden mir eine Hypothek auf Ihr Fabrikgebäude ausstellen, dann ist die Sache abgemacht." Und das Testament?" " Die ganze Sache ist unerhört, Herr Howald, wenn Sie das richtige Wort sagen wollen; aber als großer GeSehen Sie, Herr Howald," fur Raffmaus unschäftsmann, der Sie in der That sind, sollten Sie wirklich beirrt fort, während sein Lächeln immer sarkastischer wurde, etwas großherziger sein. Der Krämer handelt nach klein-| " da manchmal etwas zu Tage kommt, was man längst für alle fich bringen will, wer aber mit Hunderttausenden wirthSeiten begraben glaubte. In solchen Schränken giebt es schaftet, muß wissen, daß man etwas Ansehnliches in ein auch geheime Fächer, darin sind meist höchst wichtige Geschäft stecken muß, aus dem man viel herausnehmen will." Papiere; aber das Allerwichtigste findet sich in einem ganz " Ich bin in die Nothwendigkeit verseßt, etwas Großes unauffindbaren Versteck wie hier. Sehen Sie, da hebt man zu opfern," meinte endlich Howald, sich allmälig fassend, eine fünstlich angebrachte Rückwand in die Höhe, an die und so will ich Ihnen einen großen Schritt näher rücken, kein Mensch denkt; es ist auch nur ein ganz winziger ich will Ihnen 30 000 Thaler geben, und hoffe nun aber Raum, und dennoch groß genug, um ein Dokument hinein- auch bestimmt, daß Sie vernünftig sein werden." zulegen, das unter Brüdern seine 300,000 Thaler werth ist."| Sie wollen„ Das Geschäft ist glatt," bemerkte Howald, indem er Raffmaus hatte, während er diese Erklärungen gab, 30 000 geben; das ist ein sicherer Beweis, daß Sie auch seinen Hut ergriff und dem Advokaten zum Abschied die fich dem Schranke genähert, denselben geöffnet und zog mun 50 000 geben werden, und ich sollte thöricht genug sein, mir Sand reichte. ans dem unſeren Bejern nicht mehr unbekannten Werfted von Ihnen 20 000 wegreden zu lassen? Nein, Sie werden Sie wären übrigens," meinte dieser, indem er sich in Papier heraus, welches er entfaltete und dem jungen mir dieses Geld geben, wenn ich darauf bestehe. Doch da- erhob und in die dargebotene Hand einschlug,„ billiger wegManne vor die Augen hielt. Diesen erfaßte der Schwindel von mit Sie sehen, daß ich auch großherzig in großen Angelegen- gekommen, Herr Howald, wenn Sie mir nicht bei dem Neuem, und wie von einem halb unbewußten Instinkte der Selbst- heiten zu handeln verstehe, lasse ich 10 000, die ich schon Fräulein Findeisen in den Weg getreten wären." dem Dokumente. Aber Raffmaus hatte es schon wieder ge- I schent erhaltung getrieben, versuchte er einen hastigen Griff nach ganz ficher in der Tasche fühle, nach, um durch dieses Gehören Sie wohl, Herr Howald- durch dieses" Ich muß Ihnen offen gestehen, daß ich einige Neigung Tauschen Sie bei Abgabe Ihres Hypothekenscheines ein." Wie so?" fragte Howald erstaunt. Paris ist eine Messe, die 40 Millionen des Welfen- Des Königs Wille das höchste Gefeh. Für den Eine brave Antwort. Wie wir bereits gemeldet, fonds find den formellen Verzicht auf etwas unerreichbares, Berliner Dombau werden die geforderten 10 Millionen aus wird die in Leipzig den Arbeitslosen gewährte Unterstützung die Aufhebung der Annexion Hannovers, werth. Denn der dem öffentlichen Säckel bewilligt. Das Geld kommt in die nicht als eine Armenunterstützung im Sinne der Wahlgefehe Brief des Herzogs von Cumberland befagt klipp und klar, Hände einer Behörde, welche dem Hausministerium unter- angesehen. Daß dem so ist, ist allein dem entschiedenen daß Ernst Auguft sich mit dem Stand der Dinge abge- ftellt ist. Der Hausminister ist nur dem König verant- Vorgehen der klassenbewußten Arbeiter geschuldet. Die am funden hat und ein für allemal refignirt, soweit Hannover wortlich, sein Thun und Lassen untersteht nicht der Kontrolle 8. März auf dem Leipziger Rathhanse empfangene Depus in Frage tommt. Zur Sache selbst sei auch heute wieder des Landtags. Und mit kühler Ruhe erklären die Minister tation der Arbeitslosen ist von dem Bürgermeister Dr. Tröndlin von uns betont, daß die Auslieferung der vierzig in der Kommission, daß dem König nicht angemuthet werden ausdrücklich gefragt worden, ob denn die Arbeitslosen so Millionen, die bisher zur Besoldung von Reptilien, dürfe, die Unterhaltungskosten für den Dom selbst zu tragen, sehr auf die Wahrung politischer Rechte sähen, daß sie keine zur Subventionirung hilfsbedürftiger Schwiegerväter obwohl dieser Bau nichts ist als eine Privatkirche, welche Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln annehmen hoher Beamter u. 1. w. benutzt worden sind, an den dem Königshause auf Staatskosten gebaut wird. Aber die wollten." Darauf ist ihm die treffende Antwort geworden: Herzog von Cumberland in keinem Betrachte gerecht- Byzantiner der Landrathskammer geben sich mit Kleinig- Wir wollen lieber hungern, als unsere fertigt ist. Die Gelder des Welfenfonds sind hannoversches feiten nicht ab und bewilligen auf Kosten der Steuerzahler politischen Rechte verlieren." Die Unterstübung Staats eigenthum gewesen, sie gehören heute dem preußi- Alles. Der König hat's gewollt. wird also, wie aus der obenerwähnten Bekanntmachung schen Staate und sind für öffentliche Zwecke, nicht für den hervorgeht, nicht vom Armenamte selbst, sondern aus den Herzog von Cumberland zu verwenden, der keinen Anspruch Theile und herrsche. Das ist der alte Despoten Erträgnissen öffentlicher Sammlungen bewirkt werden, eine auf den Fonds hat. Im Jntereffe der Steuerzahler ist spruch; und die Feinde des Proletariats machen sich ihn Thatsache, die in Arbeiterkreisen eine günstige Beurtheilung gegen jede Maßregel zu protestiren, welche diesem flaren gut zu Nuze. Sie wissen, daß die Arbeiter vereinzelt ohn findet. Die Größe des Nothstandes geht u. A. aus der Thatbestand zuwider dem Sohne Georg's von Hannover ein mächtig, vereinigt, als Klaffe organisirt, unwiderstehlich Thatsache hervor, daß das hiesige Armenamt in den ersten Bermögen zuwendet, das dem preußischen Volke einzig und sind. Alle Versuche des Proletariats, fich zu einigen und beiden Monaten dieses Jahres allein an Baarunterstützungen allein zukommt. Daran ändert die Friedensbotschaft des zu organisiren, sucht die herrschende Klasse deshalb mit Lift 19 400 m. mehr verausgabt hat, als in demselben Zeitraum freundwilligen Betters und Bruders" Ernst August auch oder Gewalt zu hindern, und wo trotzdem eine Organisation des Vorjahres. nicht das Mindeste. Hände weg! bleibt die Losung. Aber der Arbeiter entsteht, da bereitet man ihr alle möglichen der preußische Landtag wird so sicher über den Stock springen, wie er die natürliche Vertretung der Bourgeoisie ist, er wird der Regierung auch den Welfenfonds apportiren. " " " " Tantchen graut's. In der Gesellschaft des Lump: n proletariats ist es der ängstlichen Tante Boß" doch bäng lich zu Muthe geworden, und sie jammert nun: " Der„ Borwärts" ist sehr ärgerlich darüber, daß wir auf Die unangenehme Lage aufmerksam gemacht haben, in der fich augenblicklich die sozialdemokratische Parteileitung befindet. Die Boff. 3tg." habe Zärtlichkeit für die Lumpen, Zuhälter, Penn brüder u. f. 1. gezeigt. Wir fragen dagegen: Wo denn? Wir haben darauf hingewiesen, daß das„ Lumpenproletarict", ba von der offiziellen Leitung der Bourgeoisie" zugeschoben wird, von den unabhängigen Sozialisten für die Sozialdemokratie in Anspruch genommen worden ist. Das ist eine einfache, durch Voltsversammlungen der jüngsten Zeit crwiesene Thatsache, die fich nicht aus der Welt schaffen läßt. Daß die sozialdemo fratische Parteileitung, die die Lumpen von sich abschüttelt, den reffern Geschmack hat, ist ganz unsere Meinung. Nur bedanken wir uns auch unsererseite, fie uns als Bortämpfer" zuschieben zu lassen. Wenn man in reaktionären Kreisen, die nach neuen Ausnahmegesetzen lüftern sind, die Unruhen der letzten Wochen mit ciner gewissen Schadenfreude begrüßt hat, so ist die Voss. 8tg.", und so viel wir sehen die ganze liberale Preffe daran nicht mitschuldig. Sie hat im Gegentheil die Aus fchreitungen beklagt, aber immer baran festgehalten, daß fie politisch bedeutungsl.s sind und zu Ausnahmemaßregeln nicht den geringsten Anlaß geben. Hindernisse, und ist von Außen nichts zu erreichen, so sett man von Jnnen den Hebel der Zwietracht an. Und wie das gemacht wird, verräth man uns jeht aus England. Dem englischen Anarchismus sind wir schon verschiedene Die Novelle zum Unterstützungswohnsik. Schon werthvolle Aufklärungen schuldig. Die Deffentlichkeit wieder ist irgend ein offiziöser Nachrichtenhausirer in der überhaupt die politischen Gewohnheiten des Landes haben Lage, über die Begründung der Unterstützungswohnsit- ihm eine Mittheilsamkeit verliehen, die sonst dem Polizei Novelle Mittheilung zu machen, ehe die Novelle in den und sonstigen Anarchismus aus guten Gründen Händen der Abgeordneten ist. Dieser unerhörte Schacher nicht eigen zu sein pflegt; un so beschenkt er uns denn schlägt der Politik ins Gesicht, welche Herr von Caprivi von Zeit zu Zeit mit rollenwidrigen Enthüllungen, die den verinnezuhalten versprochen hat. Das Mantschen und borgenen, Drahtziehern" die Haare zu Berg treiben mögen. Wie Munkeln mit den publizistischen Trödeljuden blüht so gut die Londoner Anarchisten" in ihres Herzens Unschuld das wie zur Zeit des Barzinesen. Wenn die Regierung, wozu fie Geheimniß der Berliner Krawalle ausplauderten, ist den nicht blos berechtigt, sondern auch unseres Erachtens ver Lesern bekannt. Noch interessanter aber ist das amtliche pflichtet ist, eine Vorlage der öffentlichen Besprechung mög- Rezept für Spaltungen" und andere der Polizei liebliche lichst früh unterzogen sehen will, so benüße sie ihre amt Thaten, welches sie in ihrem revolutionär kommunistischlichen Organe, so veröffentliche sie die Aktenstücke im anarchistischen Moniteur abdrucken. In einem Bericht über Reichs- Anzeiger." die Spizel, welche, wie jetzt von den Herren ,, Anarchisten" einDie Begründung der Novelle betont der Novelle betont die Ver- gestanden wird, die famose Walsall- Verschwörung" an schiedenheit der Meinungen über die Art der allseitig angefertigt haben, heißt es da:" Coulon" einer der entertannten Nothwendigkeit einer Umgestaltung der Armen- laroten Spitzel erklärte sich für einen Feind jeder Gesetzgebung. In Norddeutschland wollte man eine strengere Organisation und Autorität er traue feinem Führer." Durchführung des Grundsages, daß durch den eine gewisse Wer organisiren und irgend praktisch vorgehen wollte, war Zeit hindurch fortgesetzten Wohnsitz die Verpflichtung des ein Bourgeois", ein Autoritäts- Mensch". Ei, ei, Tantchen, nur nicht gelogen! Lies Deinen Armenverbandes dieses Wohnorts zur Gewährung von In ähnlicher Weise verfuhr Mac Cormick, der zweite feurigen Liebesbrief vom Tage vorher, wische Dir den Armenunterstützung begründet wird. Andererseits wünsche der entlarvten Spigel. Alles geht ihm zu langsam. Die Mund von den Küssen, die Du mit dem„ umpenproletariat" man Rückkehr zu dem früher gehandhabten Heimathssystem, Arbeiter haben Hunger, sie können nicht warten. Ein Feig ausgetauscht hast, und thue das Vernünftigste, was eine so nach welchem die öffentliche Unterstützung eines ling, wer zur Geduld mahnt. Reden, Schreiben, Drgani- ehrbare Dame, die sich in flagranti hat erwischen lassen, Hilfebedürftigen regelmäßig und dauernd von der firen Alles Unsinn; das schwächt bloß die revolutionäre thun kann: Schweige! Jedes Wort der Entschuldigung Heimathgemeinde zu gewähren war, der der Hilfe Kraft ab. Nur Bomben und Dynamit können helfen. Und oder Ableugnung verschlimmert nur die Lage. Und bitte, bedürftige durch Abstammung, Aufnahme oder Zuweisung wer langsamer Vorbereitung das Wort redet, hat kein Herz mach' uns noch recht oft sehr ärgerlich". angehörte. Die vorhandenen Meinungsverschiedenheiten für das hungernde Proletariat. Doch Scherz bei Seite! Die Thatsache, daß nicht blos eröffneten feine Aussicht für eine umfassende Neugestaltung Nach diesem Rezept, welches die Londoner Polizei den die Vossische Zeitung", sondern auch die meisten anderen des Armenrechts, für die überdies erforderlich sei, daß die beiden Ehrenmännern die beiläufig nicht die einzigen Organe der deutschen Bourgeoisie sich auf die Seite des Wirkung, welche die sozialpolitischen Gesetze auf Höhe und Gentlemen" in dieser Verschwörung" sind für die Lumpenproletariats gegen die Sozialdemokratie gestellt Wertheilung der Armenlaften ausüben werden, besser zu" anarchistische" Bewegung mitgegeben, gewannen die Coulon haben, ist zu ernst fund zu wichtig, als daß wir die Verübersehen sei, als dies jezt möglich wäre. Die Gesetzgebung und Genossen das Vertrauen der Maulhelden, die sie dann fuche, fie wegzuestamotiven oder auch nur zu verdunkeln, beseitige oder mildere doch schon zahlreiche und besonders ans Meffer lieferten. Jetzt und das ist die Komit dieser uns gefallen lassen könnten. Die schmachvolle Thatsache ist Schwere Fälle der Armenunterstügung. Es wird darauf Episode giebt der Londoner Anarchisten- Moniteur seinen und bleibt angenagelt. Und die Bossische Zeitung" mag hingewiesen, welche Wirkung das Arbeiter- Invaliditäts- und Lesern den weisen Rath, Leuten, die in solch ultraradikaler" hundert Mat sagen, denunziatorische und provokatorische Altersversicherungs- Gesetz übe, auf Grund dessen in den Weise auftreten, nicht zu trauen, läßt sich dadurch jedoch Absichten feien ihr fern gewesen, sie ist und bleibt mit an einen Jahre 1891 bereits 132 917 Personen in den Genuß nicht abhalten, der deutschen Arbeiterbewegung gegenüber genagelt am Schandpfahl. von Renten gelangt sind. Auch die in dieser Richtung er das Coulon Mac Cormick'sche Polizeirezept zu befolgen. Laffenen neuen Landesgesetze, besonders in Württemberg und Jedenfalls wissen wir nun aus authentischer Quelle, wie Preußen( 11. Juli v. 3.), versprächen wohlthätige Folgen man in der Arbeiterbewegung zu verfahren hat, um den für die Ortsarmen- Berbände. So hat man sich denn darauf Geschmack der Polizei zu treffen, und sich ihren Dant beschränken zu müffen geglaubt, einige Abänderungen des zu verdienen. bisherigen Gesetzes vorzunehmen, soweit sie geeignet sind, Lediglich einigen in der Praxis hervorgetretenen Uebelständen abzuhelfen, ohne daß dadurch der künftigen Umgestaltung der Grundsätze der Armengefeßgebung vorgegriffen wird. Es gehört in der That eine Einbildungskraft von orienta lischer Energie dazu, Renten der Alters- und Invaliditätsversicherung als einen sozialpolitisch höher zu bewerthenden Ersatz der Armenpflege zu bezeichnen. Die Renten find zu lein zum Leben, zu groß zum Verhungern, sie reichen gerade zum Durchhungern; find fie doch niedriger als die Armen unterstügung, wie sie z. B. in vielen süddeutschen und weft deutschen Bezirken gereicht wird. " " Sie, Herr Doktor, mit Ihren 48 Jahren?" " Was wollen Sie? Man hat eine Stellung in der Welt, die einige Jahre gut macht; man kann es auch noch weiter bringen. Die jungen Mädchen haben eine gute Portion Eitelkeit, und ich fühle mich noch sehr rüftig." Da habe ich also zugleich Schmerzensgeld zahlen müssen?" So ist es," erwiderte der Advokat lachend. " Nunmehr aber werden Sie mir hoffentlich nicht mehr in den Weg treten?" " Das Geschäft ist glatt, beruhigte Raffmaus und geleitete seinen Gast zur Thür hinaus. Erst als Howald das Haus verlassen, entschloß sich auch Habicht, der inzwischen in einer Restauration auf der anderen Seite der Straße gelauert hatte, seinen Mittagstisch aufzusuchen. Viertes Kapitel. Ein Flugblatt. 17 " " Unverfroren. Wen die geforderte Erhöhung des Tabakzolles treffen wird, haben wir bereits gezeigt, bie große Masse der auf wohlfeile Waare angewiesenen Berbraucher, für welche eine wohlschmeckende und doch billige Bigarre nur hergestellt werden kann, wenn ausländischer Tabat mit Vom Beschwerberecht der Soldaten. Das Würz- verwendet wird. Mit einer wunderbaren Offenherzigkeit burger Militärgericht verurtheilte am 12. März, wie der hatten die rheinpfälzischen Bürgermeister in ihrer Miquel Bossischen Zeitung" telegraphisch gemeldet wurde, einen Depesche die Bollforderung begründet. Ihnen schließt sich Sergeanten, welcher zwei Stefruten durch Mißhand- ieht die Münchener Allgemeine Zeitung" an, welcher von bes Lungen zu Unzucht3aften zwang, zu 1/2 Jahren theiligter Geite" aus der Pfalz geschrieben wird: Gefängniß. Die Sache tam zufällig heraus. Vor Gericht erklärten die Rekruten, sich vor einer Beschwerde gefürchtet zu haben. Der Ratavergehorsam und die typische Furcht vor der Beschwerde sind nur die Konsequenzen des herrschenden Systems. Unterwürfigkeit und schweigendes Dulden sind die Früchte des Militarismus. und vertraut Die feine Zigarre des wohlhabenden Rauchers würde dadurch kaum um einen halben Pfennig nertheuert und vielen Tausend süddeutscher Bauernfamilien fönnte ihr bes scheidener Bejiz erhalten werden, denn die Werthverminderung des Grundbesizes ist in den Tabak bauenden Gegenden eine ganz bedeutende." Auf die Bigarre des armen Rauchers kommt es natür und welches immer neue für die junge Dame empfand und schon lange selber Ab- Kampfe für die Freiheit und für das Wohl seiner Mitbrüder wieder thätig ein, werden von der Demokratie vor fichten auf sie hatte. ängstliche Rücksichten nehmen und schlaue Kniffe an- wärts gedrängt, bei hartnäckigem Widerstande wenden tann; ihm schweben als Jdeale die opferfreudigen der Reaktion geht das große Drama, das ewig fich er Märtyrer der religiösen Umwälzungen und die radikale neuernde, von Neuem los. Arbeit der ersten französischen Revolution vor Augen. Das Ein stetiger Fortschritt. muß sein, eine Entwickelung Bolt begreift auch nie, daß ein Kampf des Volkes gegen aller staatlichen Institutionen ist ganz unvermeidlich, oder die regierende Minderheit mit seiner Niederlage endigen der Staat geht rückwärts und muß endlich ganz vergehen; tönnte, weil es die entschiedenen Vortheile einer festen diese Wahrheit wird von allen Parteien anerkannt, es Organisation nicht kennt, es glaubt daher lieber an Ver- handelt sich nur um das Mehr oder weniger. Daß aber rath, der nun allerdings in einer Zeit, wo Alles durch dieser Fortschritt, daß diese Entwickelung, die beide doch einander geschüttelt wird, seine Rolle mitspielt. Das Bolt unvermeidlich sind, nur unter frampfhaften Bewegungen leidet aber auch an einer gründlichen Unkenntniß aller und tausendfältigen Kämpfen zu Stande fommen, das ist Parteistellungen; es tennt nur zwei Parteien, die der die Schuld furzsichtiger oder schwacher Regierungen, herrschenden Klaffen und die der großen Menge, welche unter oder blind ihren Sonderinteressen huldigender Gesells Die furzsichtigen jener Herrschaft leidet. Das Volt verlangt volle Gleich schaftsklassen. Regierungen vers berechtigung aller Staatsbürger den stehen es nicht, es nicht, aus dem offenen Programm der liberalen Führern, die das keineswegs wollen, sondern jeder Beit, Paragraphen enthält, zeit erbeben, wenn in stürmischen Tagen die echte Demokratie die nothwendigsten Punkte als berechtigt anzuerkennen und ihr Haupt erhebt. Dann ziehen jene Führer sich zurück oder zu den ihrigen zu nehmen, die schwachen Regierungen lassen opfern lieber einen Theil ihres Programms der Regierung sich von einer einzelnen Partei beherrschen oder beeinflussen Seit den letzten großen politischen Bewegungen, welche und den reaktionären Parteien, als daß sie einen Theil und sind häufig nicht besser daran im Bunde mit den ganz Europa durchzitterten und denen auch die Hauptstadt davon der Demokratie zu opfern sich entschließen könnten. Liberalen, als im Bunde mit den Reaktionären. nicht unzugänglich gewesen, war eine lange Zeitperiode, Die unmittelbaren Folgen einer niedergeschlagenen Regulator giebt der Durchschnitts- Standpunkt der Bildung nicht der Ruhe, denn diese giebt es unter den auf franten Revolution find die Eingangs unferes Kapitels erwähnt.n; aller Staatsangehörigen und das auf ihm fußende, mit ihm Grundlagen bestehenden modernen Staatsgesellschaften nicht eine Berfegung der Parteien tritt ein; die grollende Demokratie sich umwandelnde Rechtsbewußtsein des Boites, welches nun mehr, wohl aber der Erschlaffung, der Apathie, wenn nicht arbeitet im Dunkel und getrennt von den übrigen Partei- allerdings ein ganz anderes ist, als das, welches den schul gar der Hoffnungslosigkeit eingetreten. Die Demokratie schattirungen an ihrer Zukunft; die Reaktionäre dagegen an gerechten Juristen innezuwohnen pflegt. und das aus tausend Gründen und Ursachen stets einer vollen Ausübung des Sieges und der dadurch Es zeugt daher von großer Unkenntniß, wenn man von revolutionär gefinute Bolf grollte, ohne recht zu wissen, wenn, erlangten Machtfülle. Ein Gefühl der Unsicherheit, ein der Wankelmüthigkeit der großen Masse spricht, welche und ohne bestimmt angeben zu können, warum. Eine An- heimlicher Schrecken waltet in allen Schichten der Bevölke- heute der einen und morgen der anderen Bewegung zahl seiner Führer war geflohen, eine Anzahl eingeferkert, rung; die mittleren Parteien schwanken zeitweilig zwischen zujauchzt. Die Auflösung des Räthsels liegt darin, daß die einen Theil derselben, der sich geschickt den Schlingen des der Abneigung vor den rückschrittlichen Bewegungen und unerfahrenen nur die Schreier bemerken und die große Staatsanwalts, sowie den Negen der Gesetze über Hochver den Gefahren einer neuen Bewegung. Endlich aber scheitern Menge Derer übersehen, welche grollen und rath, Majestätsverbrechen, Aufruhr, Beamten- Beleidigung, die Reaktionäre, welche das Staatsschiff aus dem großen und die Zahl der Schreier wird allerdings vermehrt durch Aufreizung, Erregung von Haß und Verachtung u. s. w. Beitstrome wegzulenten versuchen und hier und da auch eine ein Heer von Gedankenlosen oder von solchen, die eben gern mit den elastischen Maschen zu entziehen gewußt, betrachtete Strecke weglenten, an den Klippen des Ufers; die Unmasse einmal schreien. das Bolt als heimliche Verbündete der Regierung, als Ver- von Unmöglichkeiten, zu denen die Reaktion endlich geräther an der Sache des Volkes. langt, läßt eine Umkehr selbst der Regierung als NothDas Bolt kann und will es nie begreifen, daß man im wendigkeit erscheinen; die mittleren Parteien greifen ( Fortsetzung folgt.) Den schweigen. lich nicht an. Diese brutale Ungenirtheit der Interessenpolitit fennzeichnet die Leute, welche ihr huldigen, mit wünschenswerther Deutlichkeit. Explosionshumbug. In einem Hause des Boulevard Die Staatsregierung aufzufordern, die mit dem Normal etat herbeigeführten Berbesserungen in den Einkommensverhältnissen der Lehrer an den höheren Lehranstalten als abgeschloffen nicht zu erachten und gelegentlich der allgemeinen Aufbesserung der Beamtengehälter weiter zu führen." werden für erledigt erklärt. Die in Bezug auf den Normaletat eingegangenen Petitionen = Saint Germain in Paris findet eine Gasexplosion statt. Sofort drahtet der Wolff'sche Telegraphenjunge in alle Ein weißer Rabe. Ein konservativer Gutsbesitzer, Anarchisten zurückführen zu sollen, weil zu den Bewohnern Welt: Man glaubt, die Explosion auf ein Attentat der Herr von Zadow auf Alt- Muhrow in Pommern, fordert in des Hauses auch der Appellations Gerichtsrath Benoit ges einer soeben erschienenen Schrift: Der alte und der neue hört, welcher geäußert hatte, das Gericht würde sich dem Für die Provinzialschulräthe( Rap. 117, Titel 1) Kurs", seine Berufsgenossen auf, die Getreidezölle preis- nächst mit der Anarchisten- Angelegenheit von Saint Denis ist eine Gehaltsaufbesserung von je 150 M. im Etat vorgesehen zugeben. Er schreibt u. A.: beschäftigen. Die Mauern des Gebäudes find durchlöchert, und zwar als Folge der Gehaltsaufbesserung für die Direktoren. " Sat etwa jetzt der Bauer Geld und hat's die ganze als ob sie von einer Mitrailleuse getroffen wären; in dem Die Kommission beantragt die Bewilligung dieser MehrWelt? Nein, im Gegentheil! Die Kalamität der Landwirthe ist größer als je. Infolge dessen sind auch die Fußboden der zweiten Etage befindet sich ein großes Loch. forderung. Handwerker und Arbeiter, die von den Landwirthen leben, Ein Bedienter wurde an der Hand und im Gesicht leicht nicht beffer daran, als früher. Sie Alle seguen feineswegs die verletzt." In der Verbreitung solcher Schwindelnachrichten Getreidezölle, wie früher immer als sicher prophezeit wurde, liegt System. Es soll Stimmung gemacht werden für sondern schimpfen auf die theuren Preise aller Lebensmittel. Attentate auf die Arbeiterbewegung. Ein irgend erheblicher Nußen ist also der Landwirthschaft aus Und wenn Herr von Badow mit Engelszungen redete, gegen alle Beweisgründe ist das Junkerthum dreifach mit dem Erz der zügellosen Gewinnsucht gepanzert. der unglücklichen Bollpolitit bis jeht nicht erwachsen." hat neulich ein Blatt ausgerechnet, welche der Chef der Warum er nicht kommt. Fünfundzwanzig Gründe Baare- Gesellschaft für sein Nichtkommen nach Berlin auf gezählt. Jetzt sind zwei frische Gründe hinzugekommen: 1. Er ist zwar gesund, aber blos weil er sich nicht mit Politik beschäftigt; und in Berlin könnte er doch der Politik nicht aus dem Weg gehen. 2. Wenn er in Berlin wäre, würde er die Politik der Regierung vielleicht durchkreuzen, was einem so treuen Vasallen und gehorsamen Beamten doch gegen den Strich ginge. 25+ 2 macht 27 Gründe. Bis zu wie vielen er's noch bringen wird? Den einzigen wahren sagt er ja doch nicht: daß in Berlin der Staatsanwalt vor der Thüre steht. • Der Titel wird bewilligt. Es folgt das Kapitel 121: Elementarschulwefen. Nach den Vorschlägen der Regierung sollen sich die Gehälter der Seminardirektoren und Lehrer folgendermaßen abstufen: Direktoren 4000-5400 M. in 5 Stufen von 4 Jahren; erster der englische Kohlenarbeiter- Streit hat im Augen- 3 Jabren; erste Seminarlehrer in der Proving ever in Berlin Seminarlehrer in Berlin 3600-4800 m. in 5 Stufen von blick, wo wir dieses schreiben, seinen Anfang genommen. in 5 Stufen von 8 Jahren; ordentliche Seminarlehrer in Berlin Heute Abend haben zwischen vier und fünfmalhundert von 2400-3600. in 9 Stufen von 3 Jahren; ordentliche tausend Kohlenarbeiter Mittelenglands und eines Theiles Seminarlehrer in der Provinz 1800-3200 M. in 9 Stufen von von Schottland und Wales die Gruben, in denen sie bisher 3 Jahren; Seminar- Hilfslehrer 1200-1800 m. in 4 Stufen von In der größeren Hälfte der Kohlengruben des kohlenreichen 1000-2000 m. in 6 Stufen von je 3 Jahren. thätig waren, verlassen, werden Montag nicht zurückkehren. von je 8 Jahren; Seminarlehrerinnen in Berlin 1500-2100 M. in 6 Stufen von je 3 Jahren; Seminarlehrerinnen in der Provinz Großbritannien ruht mindestens eine Woche lang alle Arbeit, Schulinspektoren soll die Besoldung betragen 2700-5400 m. auf Für die Kreisnnd infolge des Stockens der Kohlenförderung muß eine steigend in Stufen von 3 Jahren. beträchtliche Anzahl von anderen Betrieben zusammen, soweit es sich jetzt übersehen läßt, mit mindestens 150 000 Arbeitern ebenfalls die Arbeit ruhen lassen. Nicht leichten Herzens, aber mit fester Entschlossenheit und kühnem Muth sind die englischen Arbeiter in diesen Riesenkampf eingetreten. Ob er ihnen den Sieg bringen wird, das wissen wir nicht. Aber das wissen wir, was auch immer der Ausgang sein möge, die Sache der Arbeit wird gewinnen. Abg. Sperlich( 3.) will für die ersten Seminarlehrer in der Provinz die Besoldung auf 3000-3600 M. in 4 Abstufungen von je 3 Jahren, für die ordentlichen Seminarlehrer auf 2100 bis 3300 m. in 7 Stufen von 4 Jahren festsetzen, für die KreisSchulinspektoren aber keine Erhöhung eintreten laffen. Vorschlägen der Regierung einverstanden erklären unter der VorDie Kommission beantragt: Das Haus möge sich mit den ausseßung, daß den Seminarlehrern bei Einreihung in die obigen Dienstalters- und Besoldungsstufen die Zeit mit angerechnet wird, während welcher fie nach Ablegung der zweiten Volksschullehrers Prüfung im öffentlichen Schuldienst definitiv angestellt ge wesen sind. Die Ausgaben werden bewilligt, der Antrag der Budgets tommission dagegen abgelehnt, ebenso der Antrag Sperlich. Darauf wird um 4/2 Uhr die weitere Berathung bis Mons tag 112 Uhr vertagt. Parteinachrichten. Mohrenwäsche. Der Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation versendet ein RundItalienischer Kladderadatsch. Herr Rudini, der Er hat schreiben mit vierzehn Zeugnissen von Eisenbahn- Ver- italienische Caprivi, ist in argen Schwulitäten. waltungen, einem solchen der italienischen Staats- Geschütz- feiner Beit erklärt, den alten Kurs" zwar beizubehalten, gießerei in Turin und mit der bekannten Rundgebung des aber in den Finanzen Ersparnisse zu machen. Und die Reichs- Anzeigers" vom 10. November 1891 über die Majorität der neuen Rammer ist ausdrücklich auf das ErGüte der Erzeugnisse" des großgewerblichen Unternehmens. Sparniß- Programm hin gewählt worden. Jetzt stellt es sich Triumphirend hebt ein eifriges Organ des Herrn Baare, nun heraus, daß in dem berichtigten" Etat für 1891/92, die„ Kölnische Zeitung" hervor, nun sei die Zahl der An- also für das verflossene Finanzjahr, statt des herauserkennungen" auf 43 gestiegen. Auch die rechtsrheinische gerechneten Ueberschusses ein Defizit von dreißig tönigliche Eisenbahn- Direktion in Köln hat dem Steuer- Millionen Live( 24 Millionen Mark) sich findet, das defraudanten und Schienenflicker Baare ein Anerkennungs" unter allen Umständen gedeckt werden muß. Aber woher Die schlesischen Parteigenoffen sind im harten Rampf Attest ausgestellt. Uns wundert dieses Verfahren einer nehmen und nicht stehlen? Gepumpt wird dem König mit der Geistlichkeit. Allzu genau scheinen es auch dort die preußischen Staatsbahnverwaltung nicht im mindesten. Nach reich Italien nicht mehr, außer zu exorbitanten Zinsen, Diener der Religion der Liebe nicht mit den Vorwürfen gegen dem der Reichs- Anzeiger" jene famose Kundgebung vom fintemalen die Staatsfinanzen völlig zerrüttet sind. Und die Sozialdemokratie zu nehmen. So hat ein Pfarrer in LangenStapel gelaffen, und der Regierungsvertreter vom Bundes- neue Steuern in dem armen ausgesogenen Land, dessen bielau in einer Versammlung des fatholischen Volksvereins nach raths- Tisch die Baare- Angelegenheit mit dem Gefühle unglückliche Bevölkerung unter der politischen und ökonomischen der Meldung eines dortigen Blattes mitgetheilt, daß man bereits absoluter Wurschtigkeit" behandelt hatte, ist dies jüngste Mißwirthschaft schwer leidet das hieße geradezu eine fo weit gebe, Graue Schwestern beim Befuche von Blatt, das in die Bürgerkrone des Bochumer Eid- Revolution der Verzweiflung heraufbeschwören. Da ist nun Kranten anzugreifen, und dazu wörtlich bemerkt: Al diefes führe die Gottlosigkeit mit sich, zu der die Führer Virtuosen geflochten wird, nur eine anmuthige Ergänzung. guter Rath theuer. Recht treffend schließt die Frankfurter ber Umsturzpartei die Leute gebracht hätten. Genosse Unbefangene werden durch die zusammenh, usirten Bertifikate Beitung" einen Artikel über die italienische Krise mit den August Kühn gab dem Herrn im Proletarier" die entsprechende Antwort. Jenes Beispiel ist ein Beweis, wie unsicher sich die fich nicht beeinflussen lassen: die öffentliche Meinung hat ihr Was in Italien gegenwärtig vorgeht, das ist typisch für Ultramontanen der Sozialdemokratie gegenüber fühlen, sonst Urtheil gefällt. die anderen Staaten Europas. In Italien ist, seiner würden sie sich solcher Rampfesmittel nicht bedienen. wirthschaftlichen Schwachheit wegen, Alles " Wurst wider Wurft. Die deutsche Adels= Genossenschaft, eine der vielen Organisationen unseres Junkerthums, hat dieser Tage, um nicht müßig zu erscheinen, auch ihren schlag zur Abänderung des Strafgesetzes gemacht. wird das Projekt als Anhängsel zum FeigenblattGesetz dem Reichstage von den Edelsten und Besten" präsentirt. Worten: " nur rascher gegangen, als es anderwärts Sozialdemokratische Bauern. Wie unsere Bewegung auch geht. Aber der Prozeß ist im Grunde der auf dem Lande Fortschritte macht, beweist eine Mittheilung der gleiche. Auch die anderen Staaten siechen dahin unter der Würzburger Boltstribüne" aus Aura bei Mittelsinn. Daselbst überschweren Rüstung, die alle übrigen Zweige staatlicher und trat ein Bauer mit ungewöhnlicher Redegewandtheit unter der gesellschaftlicher Thätigkeit lahmlegt und hemmt. Italien Bauernschaft, die über die wirthschaftliche Misere flagte, begeistert könnte sich ein unendliches Verdienst um Europa, um die für die Sozialdemokratie als diejenige Bartei ein, die allein Kultur und um die Menschheit erwerben, wenn es feinen er- Rettung bringen tönne. In jenem Orte, heißt es weiter, würde stickenden Panzer abwerfen und sich mit einer Rüstung begnügen die Frankfurter Arbeiterzeitung( wohl die sozialdemokratische würde, die zu seinen Verhältnissen paßt und feine freie Frankfurter Boltsstimme") viel gelesen. Landleute, welche Entwickelung gewähren läßt. Das ist der Grund, warum das frevle Spiel des Rapitalismus burchschaut haben, tönnen das, was jeht in Italien vorgeht, von so großer allgemeiner sich auch keiner anderen Partei anschließen, als der SozialBedeutung ist. demokratie. Was verlangen die blaublütigen Herren? Die§§ 31 und 33 des Strafgesetzbuches sollen geändert werden. Diese Paragraphen besagen, daß die Verurtheilung zur Zuchthausstrafe die dauernde Unfähigkeit zum Dienste im Heere und in der Marine und zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes zur Folge hat, und daß die Aberkennung der bürgerlichen ist nur schneller fertig geworden, als die anderen, weil es Ja, in dem Todtentanz ist Italien nicht allein. Es Ehrenrechte den dauernden Verlust der aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte, ingleichen den dauernden am schwächsten. Und nun heißt's: vivat oder richtiger Verlust der öffentlichen Aemter, Würden, Titel, Drden und pereat sequens! wer tommt nach Italien Ehrenzeichen bewirkt. Die Adelsgenossenschaft aber will Reihe? daneben noch die Aberkennung des Adels wieder eingeführt wiffen. Todtenliste der Partei. In Biebrich a. Rh. starb nach furzem Krantenlager der Parteigenosse Alex Eggart, 83 Jahre an Die alt, an der Lungenentzündung. In Salzburg starb am 16. Februar der Schneider Karl Pranz, 47 Jahre alt, an der Schwindsucht. " " Vergebliche Liebesmüh'. Nach einer New= Polizeiliches, Gerichtliches ze. Yorker Mittheilung hat der höchste Gerichtshof Schwarz Gelbes. Die Wiener Bolts. Nun den Adel aberkennen, heißt zum Bürger machen. den nordamerikanischen Standard Oil Trust für unDer Gedanke ist nicht neu; und nicht praktisch. Mit dem gesetzlich" erklärt. Dieser Trust ist die toloffalfte und best- tribüne" ist wieder einmal tonfiszirt und eine zweite Aufselben Rechte könnte die bürgerliche Kanaille verlangen, daß organisirte Monopolgesellschaft, die das Petroleumgeschäft lage der betreffenden Nummer nicht gestattet worden. Ein rother Bettel, auf dem die Redaktion mittheilte, daß sie zum Ersatze ein und mit der ganzen Welt kontrollirt" jeder nichtadelige Lump, der die Ehrenrechte verliert, in den fast bem Blatt unter dem Titel„ Die Arbeit hoch" werde erscheinen lassen, Adelstand versezt werde. Ja, mit noch größerem Rechte, russischen Petroleumkönig, dem Hause Rothschild, über wurde ebenfalls tonfiszirt. Gründe" derzeit unbekannt, vielleicht denn im Verhältniß der Zahl hat der Adel jedenfalls furz oder lang sich zu einem Weltbund zusammen- meint die Wiener Arbeiter Beitung" einige Gedanken hundertmal mehr Lumpe geliefert als der Bürgerstand. schließen wird. Mr. Rockefeller, das Haupt dieses striche und der Umstand, daß die Verfügungen der StaatsanwaltAuch ließe sich für unseren Vorschlag der Gebrauch an- Kartells, wird die gerichtliche Entscheidung als das be- fchaft merkwürdig" genannt werden, statt bemerkenswerth", D, du mein Defterreich führen. Wie viele bürgerliche Lumpe sind nicht schon, handeln, was sie ist, als eine taube Nuß. So gut wie der was geziemender wäre. weil sie Lumpe waren, und zum Lohn dafür geadelt Bucker- Raffinerien- Trust schlägt er den Gesetzen ein Schnippchen, Gegen Gen. Karl Höger wurde von der Wiener Staatsanwaltschaft wegen des Verbrechens und des Vergehens der worden? Die Beispiele sind zahllos wie der Sand am wählt eine andere Form und wirthschaftet mit der neuen Störung der öffentlichen Ruhe" Anklage erhoben. Die Anklage usus est tyrannus der Gebrauch ist Etikette so weiter wie bisher. Die Trusts find eine noth- bezieht sich auf mehrere von Höger gehaltene Reden über die ein Tyrann, wie das Sprüchwort sagt. Warum ihm wendige Entwickelungsstufe des Kapitalismus, fie zeigen die Lebensmittelvertheuerung". Dr. Rüger, welcher sich im nicht auch hier folgen, zumal in dieser tyrannenliebenden Ohnmacht der Produktionsweise im Rampf gegen die über- Tetschner Bezirk aufhielt, um wissenschaftliche Vorträge zu halten, Zeit? mächtigen Produktivkräfte und sind die Vorläufer der wurde von der Bezirkshauptmannschaft ausgewiesen. Derfelbe Entbehrungslöhne. Eine der bekanntesten Emissions sozialistischen Produktionsform. Uebrigens steht es feft, hat sich an die deutsche Gesandtschaft gewendet und gedenkt banken ist die Darmstädter Bank für Handel und Industrie, daß der Deltrust die Petroleumpreise nicht gesteigert, sondern Brotest gegen die Ausweisung zu erheben. Dieselbe berühmte diefelbe, welche die deutschen Kapitalisten mit den Staats von Jahr zu Jahr herabgefeht hat. papieren des bankrotten Portugals festgelegt hat. Daß sie aufreibende Arbeit zu würdigen weiß, erkennt man aus der Statistit der an die Berwaltungsräthe vertheilten Tantiemen. Diese Hungerleider- es wird ihrer ein Bäckerdugend sein - erhielten: Meer. Und 1884 419 571 m. 1885 425 621 1886 551 900 " " 1887 516 597 1888 839 619 1889 1890 1891 1200 866 1097 523 273 423 " " so daß also die Verwaltungsräthe in den acht Jahren im Ganzen 5 325 120 M., sage fünf Millionen dreihundert fünfundzwanzigtausendeinhundertzwanzig Mark an Tantiemen erhalten haben. Dem Verdienste seine Krone! 80 Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Bezirkshauptmannschaft verbot die Platatirung der Pränumerations- Einladung für die Zeitschwingen", also eine rein gewerb liche Anzeige. Die Redaktion wurde angewiesen, an eine höhere Behörde um die Bewilligung hierzu heranzutreten. 30. Sigung vom 12. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, Graf Bedliß und Kom- trägt 4 Wochen Haft. missarien. - Das sächsische Oberlandesgericht hat die Revision des Redakteurs Gradnauer von der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", welcher in einem Artikel über die Pillniger Konvention 1791 awei Fürsten des vorigen Jahrhunderts als Hallunken bezeichnet hatte, endgiltig verworfen. Die Strafe beCharlottenburg. Der Maurer Gustav Beyer Gingegangen find die Gesetzentwürfe betreffend die Auf- hatte am 15. November v. J. bei der Beerdigung des Maurers bebung von Stolgebühren für Taufen, Trauungen und Roch einen Kranz niedergelegt und dabei die Worte gesprochen: tirchliche Aufgebote in der evangelischen Landeskirche Im Namen feiner Kollegen, der Mitglieder der ZentralDer älteren Provinzen der Monarchie und betreffend die Auf- Krankenkasse Grundstein zur Einigkeit, lege ich diesen Kranz bebung von Stolgebühren für Zausen und Trauungen in nieder." Deswegen erhielt Beyer unterm 10. Januar ein polizeider evangelisch- lutherischen Kirche der Provinz Schleswigliches Strafmandat über 6 M. oder 2 Lage Haft, wogegen er gerichtliche Entscheidung beantragte. Das Schöffengericht sprach Die zweite Berathung des Staatshaushalts- Gtats ihn am 9. März unter der Begründung frei, daß nicht eine für 1892/98 wird fortgefeßt und zwar beim Etat des Kultus Grabrede refp. oratorische Auslaffung vorliege, sondern lediglich minifteriums. eine Kranzwidmung der Leidtragenden. Sämmtliche Kosten find der Staatstaffe auferlegt. Holstein. Schweizerische Reformpläne. In der Schweiz wird Bur Berathung steht wiederum der Normaletat. Bur jekt auf das lebhafteste und fachlichste das Projekt der Durchführung des Normaletats von 1892 werden 1400 000. Wahl des Bundesraths durch das Volk erörtert. Er soll verlangt. Der Ausgabetitel und die zum Normaletat geftellten nicht wie bisher indirekt, durch die Bundesversammlung, Anträge waren mit dem Normaletat der Budgetkommission überdie Volksvertretung, sondern unmittelbar vom Bolle gewiesen worden. Dieselbe beantragt nunmehr a) den Ttel zu bewilligen, Der Bundesrath, die Regierung der Eidgenossenschaft, erhielte dadurch seinen Auftrag direkt aus b) den Normaletat durch die Bewilligung für erledigt zu er wählt werden. tlären. den Händen des Schweizervoltes, das dann seine höchsten In der Abstimmung wird der Antrag der Budgetkommission Behörden selbst einsetzte. Dies wilde Land" sieht die angenommen und außerdem gegen die Stimmen der Konservativen Mündigkeit des Boltes als selbstverständlich an und und einiger Zentrumsmitglieder folgender Antrag des Abgeordneten demokratifirt seine Einrichtungen mehr und mehr. Dürre: Briefkaffen der Redaktion. J. K. Dresden. Stand in einer Reihe Zeitungen. Besten Schleswig- Holstein. Ist als Annonze aufzugeben. Gruß! Theater. Sonntag, den 13. März. Opernhaus. Oberon. Montag: Mignon. Circus Renz. Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Große öffentliche Sonntag, ben 18 ás 1902. Circus G. Schumann. Volks- Versammlung 13. März 2 Vorstellungen. Nachmitt. 4 Uhr Schauspielhaus. Der Kaufmann von( ein Kind frei): Extra- Vorstellung Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Venedig. Montag: Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Haus Lonei. Montag: Gnges und sein Ring. Lessing Theater. Paragraph 330. Fünf Dichter. Montag: Gleiches Recht. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Montag: Die Königsbrüder. Residenz Theater. Riquette( Ma Cousine). Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Sein befter Freund. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance Theater. Bräfig. • Onkel Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Rönig Richard III. Montag: Am Altar. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Konkordin- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. PassagePanopticum. Frauengestalten in lebend. Bildern dargestellt von Dienstag, den 15. März, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips). Tages- Ordnung: mit eigens für die Jugend gewähltem 2 große Extra- Vorstellungen. 2 Sonntag, den 18. März 1892, Programm: ,, Die lustigen Heidelberger," oder„ Ein Studenten- Ausflug 71/2 Uhr. Zu der Nachmittags- VorNachmittags 3/2 Uhr und Abends mit Hindernissen." Große Original: Pantomime mit Aufzügen, Tänzen 2c., stellung hat jeder Besucher das Recht, Wie verhalten sich die Arbeiter Berlins gegenüber den Wirthen, welche ihre. Lokalitäten zum 1. Mai verweigern? arrangirt und inszenirt vom Direktor auf das von ihm gelöste Billet ein Die Lokalkommission. J. A.: D. Zabel. E. Renz. Abends 71/2 Uhr: Ausser- Kind unter 10 Jahren frei mit: einzuführen. ordentliche Vorstellung. Auf Helgoland" oder: Ebbe und Pluth. Zum letzten Male in dieser Saison Große hydrologische Ausstattungs- In beiden Vorstellungen Bantomime in 2 Abtheilungen vom Direktor E. Renz. National Tänze Circus unter Wasser. 204/5 Deffentliche Volksversammlung ( 65 Damen) ze. Dampfschiff- u. Boot» Eine Nacht in Venedig." des dritten Berliner Reichstags- Wahlkreises In der Abend- Vorstellung Auftreten des berühmten anerkannt besten Schulreiters der Gegenwart fahrten, neue überrasch. Licht- u. Feuereffette. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Außer- dem: Auftreten der Gebr. Rasso. Zum 1. Male in Berlin. 1. Heben Mr. James Fillis, eines Orchesters von 12 Mann. das Schulpferd„ Germinal" reitend. 2. Zrägt Ferdinand Rasso ein Klavier Montag große Parforce- Vorstellung sammt Pianist, Plötist u. Violinist, mit neuem Programm. In dieser welche schwebend eine Konzertpièce Vorstellung gelangen 20 der besten vortragen. In beiden Vorstellungen Repertoirnummern zur Vorführung. Auftreten der vorzügl. Künstlerinnen Auftreten des Mr. James Fillis mit und Künstler, sowie Reiten und Vor- Germinal. führen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische Entrees von Sämmtl. Klowns 2c. Täglich„ Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Berliner Bock- Brauerei Sonnabend, den 19. März, Abends 1/29 Uhr: d Grosses Vokalu. Instrumental- Konzert veranstaltet und geleitet von V. Dillenberger unter gütiger Mitwirkung der ArbeiterGesangvereine Kreuzberger Harmonie, Hand in Hand, Grüne Eiche, und Frohe Hoffnung. Billets à 30 Pf. sind bei den Mitgliedern und in den mit Plakaten beBerliner legten Lokalen zu haben. Mittwoch, den 16. März cr., Abends 8 Uhr, in ,, Sanssouci", Rottbuserstraße Nr. 4a. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Bebel. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! 830/12 Der Vertrauensmann. Große Achtung! fozialdemokratische Volksversammlung Winter- Garten. für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often) Leztes Auftreten von Mrs. Annie Abbott und Carl Abs aus Hamburg. Auftr. sämmtl. Spezialitäten des großen Programms. Kaſſenöffnung 6, Anfang 7 hr Welt- Restaurant Tägl. Dresdenerstr. 97, 1856b Nordd.Sänger. am Freitag, den 18. März, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Schönlank über die Bedeutung des Tages. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Komitees zur Maifeier. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Alle Genossen und Genossinnen werden hiermit ersucht, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. 391/16 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. MF Versammlung am Dienstag, den 15. März 1892, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Sfizzen aus dem Elend des Proletariats unferer Kulturländer. Referent: Schriftsteller Ringsdorf. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragekasten. Pflicht aller Wähler des 5. Wahlkreises ist es, in dieser Versammlung Der Vorstand. NB. Die Zahlstellen des Wahlvereins sind folgende: Wagner, Neue Königstr. 89; Wittchow, Ecke der Kl. Hamburgers u. Elsasserstraße; Frih Berndt, Neue Schönhauserstr. 18. Dortfelbst werden neue Mitglieder auf genommen; auch können die Beiträge dort bezahlt werden. Auftreten der Duettiftinnen Frauleins Geschw. Waldmann, der Herren Gercke u. Philippo mit sein. Theâtre miniature. zu erscheinen. 18466 Anf. 6 Uhr. Entrée 50 Pf. inkl. Progr. Kinder 20 Pf. Modellen. Restaurant ,, Zukunftsstaat", Ohne Extra- Entrée. Kastanien- Allee 35. 1984L Vereinszimmer, 30-40 Perf. faffend, mit Piano, noch einige Abende an Bereine, auch zur Zahlstelle, zu vergeben Nene Zeit, Jahrg. 88, 90/91, 91/92 am 30. März. zu kaufen gef. Janiszewski, Oranienund vieles andere straße 54, Hof 1 Tr.( Buchdruckerei). nen! Präuscher's anat. Museum. Schluss unwiderruflich Influenza Täglich für erwachsene Damen- Tag jeb. Dienstag Herren. und Freitag. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecte Behrenstr. Interesanteste Völkersdjaft Inner- Afrikas: Märkischer Hof, Admiralstr. No. 18c. Jeden Sonntag: Großer Ball. Jeden Montag: Tyroler Konzert. Empfehle meinen Saal an Vereine zu 882/13 Sozialdemokratischer Wahlverein Bällen, Hochzeiten u. Versammlungen. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Palmen Sonntag ist mein Saal noch an Vereine zu vergeben. Berliner Bockbrauerei Berg. 1837b Tempelhofer 53. Bock- Saison. Täglich: Grosses Militair- Concert, Bock- Jubel und-Trubel, Volks- Belustigungen. Entree Wochentags 20 Pf., Sonntags 25 Pf. 2016L Schuli J. Semmel, praft. Zahn- Arzt, b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. In der Poliklinik für Unbemittelte 8-9 m., 1-3, 5--6 Nachm.( künstl. Zähne 2 Mark) hrenGelegenheitskauf. Ein Posten silberner RemontoirUhren in 6 Steinen gehend, mit Goldrand 13,75 Mt., goldener Damen- Remontoir- Uhren, in 10 Steinen gehend, 21 Mt., 2 Jahre Garantie. Regulateure von 10 Mt., Stand- Wecker von 2,50 Mt. an. Gr. Freifonzert. 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Einsegnungs- Anzüge von 10, 12, 15, 18, 20, 25 M. Prima. Knaben- und Burschen- Anzüge zu noch nie dagewesenen spottbill. Preisen. Goldene 110th Ho Leinigerit. o. 99 Allen werthen Genossen empfehle ich als ganz vorzüglich in Brand und Geruch meine preiswerthe[ 1944L 5 Pf.- Cigarre No. 1 und die 6 Pf.- Cigarre No. 24. 0. Stadelmann, Dienstag, den 15. d. M., Abends 8 1hr, in Kuebel's Salon, Badstr. 58: Versammlung. 423/16 Tagesordnung: 1. Die Aufklärung, die Fackel des Jahrhunderts. Referent: Genosse Ludwig Henning, Lehrer an der Arbeiter- Bildungsschule. 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes, Fragekasten. Gäfte willkommen. Die Inhaber von Billets zum stattgehabten Stiftungsfest werden ersucht, baldigst abzurechnen. Der Vorstand. Die Aufnahme neuer Mitglieder sowie Entgegennahme von Beiträgen geschehen an folgenden Stellen: F. Hermerschmidt, Moabit, Perlebergerstr. 28; Franz Gleinert, Fenn- u. Müllerstraßen- Ecke; Haverlandt, Bellermannstr. 87; A. Linneken, Beuffelstr. 57; Steinbach, Antonftr. 1; Joh. Guadt, Brunnen ftraße 88; Emil Schmidt, Tresckow- u. Diedenhofenerstraßen- Ecfe; F. Hilgenfeldt, Bergstr. 60; Adolf Scholtz, Kastanien- Allee 35; Max Abraham, Straß burgerstraße 5; Hermann Kruse( Hutmacher- Vereinshaus), Pappel- Allee 3/4. Große öffentliche Kommunalwähler- Versammlung am Sonntag, 13. März, Vorm. 10 Uhr, in Haberecht's Fest- Sälen, Große Frankfurterstraße 30. Tages- Ordnung: 430/5 1. Die bevorstehende Erfahwahl im 22. Bezirk. Referent: Stadt verordneter Vogtherr. 2. Wahl eines Bezirks- Romitees. 3. Verschiedenes. Manteuffelstr. 75. Fachverein der Tapezirer A. Robtabat A Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauer br. 6, am Hacke'schen Markt. 2069L KRONENGARN. 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Gäste haben Zutritt. 383/18] Der Vorstahd. Bäckerei- Genossenschaft für Berlin u. Umg. Dienstag, den 15. März, Abends 8 Uhr: Deffentliche Bursammlung für Männer und Frauen in Kuhlmey's Salon, Schönhauser Allee Kr. 28. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die zu gründende Genossenschaft. Referent: R. Kunkel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 95/5 J. A.: C. Klein, Buchholzerstr. 4. Arbeiter- Bildungsschule( Ostbezirk). Sonnabend, den 19. März, in Joël's Festsälen, Andreasstraße 21: Grosses Kränzchen verbunden mit Theatervorträgen und sonstigen Beluftigungen. Anfang 8 Uhr. 1858b Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Billets find in allen Schulen und folgenden Stellen zu haben: H. Cumpel, Barnimstraße 42, Lock, Friedrichsfelderstraße 11. Elsholz, Markusstraße 81. Tempel, Breslauerstraße 27. Radke, Krautstraße 48. Godler, Auguststraße 38. Um recht zahlreichen Besuch bittet Verantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Die Schulkommission. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 62. Lokales. " -Sonntag, den 13. März 1892. 9. Jahrg. Gegenfäße überbrücken. Sonderbare Schwärmer, die Herren sein Gutachten auf eine vorliegende Vergiftung ab. Die Schlinge, Professoren und Bastoren, noch sonderbarer Reichs- Anzeiger", scheint zum Erwürgen gedient haben zu sollen, doch dürfte die der Du an die Mission dieser Heiligen glaubst! vom Geographie mangelhaft. In der„ Kreuz- Zeitung", Nr. 122 12. März findet sich folgende Notiz: schnelle Wirkung des Giftes hierzu feine Zeit mehr gelassen haben. Die Kranke wurde nach der Charitee befördert. Unter den Effetten der Dame befindet sich eine Rechnung aus dem Hotel" Prinz Heinrich" zu Hamburg vom 5. d. M. und auch ein neues," scharfgeschliffenes Rafirmesser. Nach der gefundenen Nota erscheint es unrichtig, daß die Frau aus Danzig gekommen ist. Auch dürfte es zweifelhaft sein, ob der angegebene Name zutrifft. Ob das Rafirmesser zur Ausführung des Selbstmordes oder zu einem anderen Zwecke hat Verwendung finden sollen, ist noch nicht aufgeklärt worden, da die räthselhafte Frau bisher nicht vernehmungsfähig geworden ist. Parteigenoffen! Dienstag, den 15. März, Abends 8 Uhr, findet bei Lips, Brauerei Friedrichshain, eine öffentliche Voltsversammlung statt mit der Tagesordnung: Wie stellen sich die Berliner Arbeiter gegenüber den Wirthen, welche ihre Lokale zum Alzey( Bayern), 10. März.( Beschlagnahme und 1. Mai verweigern?" Die Lokalkommission. Anklage.) Gestern wurden hier zwei Nummern des Beobachters" mit Beschlag belegt, in denen Artikel über Zu dem Ukas des Stadtraths Dr. Straßmann, welcher den Gewerksärzten die Behandlung die Rede des Kaisers aus den N. Nachr." und einem die Behandlung von Mitgliedern der Maschinenbauertasse verbietet, wird uns folgendes geschrieben: bayerischen Blatte abgedruckt waren. Gegen den Redakteur Der Boykott, welchen der Gewerkskranken- Verein hiermit ist Anklage wegen Majestätsbeleidigung erhoben." gegen die Maschinenbauerkasse ausübt, ist der denkbar un- pommern Bescheid weiß. Alzey liegt nämlich nicht in Bayern, Es hat doch seine Nachtheile, wenn man nur in Hintermoralischste; denn er ist ein purer Rache att, ohne jeglichen fondern, wie männiglich außer den Geographen der Kreuz- 3tg. Aus Furcht wahnsinnig zu werden hat sich vorgestern Zweck. Bekanntlich ist seit dem 1. Januar d. J. die Orts- bekannt, im Großherzogthum Hessen. Der Deutschfreifinnige Bam- Morgen um 6 Uhr die unverehelichte 23jährige Anna Krotfchinsti Krankenkasse der Maschinenbauer aus dem Gewerkskranken- berger das Leben genommen. Die K., welche aus Kohlfurt stammt, Verein ausgeschieden und hat die freie Aerztewahl eingeführt. berger ist Vertreter des Reichstags- Wahlkreises Bingen- Alzey. diente seit dem 1. d. M. in einem Hause der Meyerbeer- Straße Das hat nun die übrigen Kassenvorstände, die als Komitee- Die Baugesellschaft Moabit ersucht uns um die Mit- bei dem daselbst wohnenden Verleger und Redakteur eines hiesigen mitglieder sich bei dem bisherigen Raffenarzt- System sehr gut theilung, daß sie das Terrain an der Stendalerstraße, wo sich Fachblattes, Herrn M. Die K. wollte jedoch die Stellung bereits standen, in helle Wuth versetzt und zu dem obigen sagen wir bekanntlich die Häuser gesenkt haben, nicht in den achtziger wieder am 1. April d. J. aufgeben, wie sie zu anderen gleichfalls unvorsichtigen" Schritt getrieben, der ihnen vielleicht über Jahren gekauft habe. Die Baugesellschaft Moabit hat die be- im Haufe dienenden Mädchen äußerte. Am Donnerstag Abend traf furz oder lang den Hals brechen wird. Die Komiteemitglieder treffenden Terrains niemals erwerben oder bebaut, die der die K. eine ihr bekannte Hausbewohnerin Fräulein P. vor der ( einige derfelben nennen sich Arbeiter") fürchten und zwar Gesellschaft gehörigen Terrains liegen an der Beussel-, verlängerten Hausthür und erzählte derselben, daß sie bereits zweimal irrsinig mit Recht daß eine Kasse nach der anderen aus dem Verein Thurm- ,. Rostocker- und Wittstockerstraße, ungefähr 1/2 Kilometer und dieserhalben schon längere Zeit in der städtischen Frrenaustreten werden und schließlich das ganze stolze Gebäude zu- von der Stendalerstraße entfernt. fammenbrechen wird, sie fürchten, bei allgemeiner Einführung der anstalt in Dalldorf gewesen sei. Jetzt sei ihr wiederum so sonfreien Aerztewahl ein gutes Theil ihres Einkommens zu ver- Ein Spezialist der Diebes- und Einbrecherznuft be- derbar im Kopf zu Muthe und fie glaube, daß sie nochmals bauerkasse, von denen diese legte natürlich ganz sinnlos ist; daher alle die Machinationen gegen die Maschinen- findet sich gegenwärtig im Untersuchungsgefängniß zu Moabit, wahnsinnig werden würde. Diese Befürchtung der M. ist anund zwar in der Person eines etwa 30 Jahre alten Mannes, um halb 6 Uhr weckte die K. das gleichfalls in demselben Zimmer scheinend das Motiv zum Selbstmord gewesen; vorgestern Morgen denn es haben sich 5-600 andere Aerzte der Kasse zur Ver- der den klassischen Namen Theodor Körner trägt. Der„ Künst fügung gestellt. Aber der Ufas beweist an und für sich schon ler" in seinem Fache hat auf seinem Gebiete" bisher weder Salzsäure einen sicheren schnellen Tod bereite. Die Befragte, schlafende Kindermädchen und fragte daffelbe, ob Oleum oder die Nothwendigkeit der freien Arztwahl; sind doch unter dem Konkurrenz gehabt, noch ist er in der Ausführung seiner Tricks ein erst 15jähriges Mädchen meinte harmlos, daß ein solcher herrschenden System die Rassenärzte nichts als die gefügigen erreicht oder übertroffen worden. Er baldowert nämlich solche Vergiftungstod wohl möglich sei und nun begab sich die K. in Lohnstlaven der Kassenvorstände. Daß der freisinnige" Herr Möbelmagazine und Aufbewahrungsräume aus, die nicht allein die Küche und nahm eine größere Dosis Salzsäure. Als eine Doktor und Stadtrath seinen Namen zu dieser Vergewaltigung bei Nacht, sondern auch während des Tages verschlossen gehalten Stunde später Frau M. die Küche betrat, sand sie das Dienstseiner Kollegen hergiebt, kennzeichnet den Berliner Freijinn werden. In diese bricht er mittels Nachschlüssel ein und stiehlt mädchen bereits todt vor. wieder einmal in seiner ganzen Glorie. Wo er herrscht, da selbst die größten und schwersten Möbelstücke. So verschaffte er unterdrückt er das Prinzip der freien Konkurrenz, das er sonst sich kürzlich Abends gegen 6 Uhr zu einem Möbelspeicher in der Einer empörenden Thierquälerei haben sich ein Pferdes als wirthschaftliches Ideal anbetet, aber er unterdrückt es nur Krautstraße mittels Nachschlüssels Eingang und stahl daselbst vier händler und ein Schankwirth aus der Liebenwalderstraße schuldig da, wo es unter den heutigen Verhältnissen ausnahmsweise ein große Nußbaum- Kleiderspinden und ein Wäschespind. Zum Trans- gemacht. Als nämlich ein Pferd des ersteren sich bei der Ausmal dem wirthschaftlich Schwächeren von Vortheil ist. port dieser Gegenstände brachte er sich einen großen Möbelwagen mit, fahrt störrisch zeigte, legten sie dem Thiere einen Strick um die auf den er in aller Seelenruhe die gestohlenen Spinden auflud. Bunge und zerrten so heftig daran, daß sie in einer Länge von In der That ist er auch, ohne angehalten zu werden, mit seiner 20 Zentimeter abriß. Das Pferd wurde dann für 30 M. an Beute entkommen. Der Fuhrmann hatte feine Ahnung davon, einen Roßschlächter verkauft. daß er einem gewiegten Verbrecher Dienste leistete. Durch diesen lieren man Die Thätigkeit der sogenannten„ Volkswohle", jener Vereine, die unter dem prätentiösen Titel" Verein zur Förderung der Wohlfahrt des Boltes" auftreten, und zum Unterschied von Wohlthätigkeitsvereinen in" Gemeinnüßigkeit" zu machen vor: Fuhrmann wurde es dann später der Kriminalpolizei jedoch mög- In der sogenannten Haide bei Rummelsburg ist in der geben, ist an dieser Stelle" wiederholt schon nach Gebühr ge- lich, den Verbleib der Möbel und die Person des Diebes festzu- Nacht vom Donnerstag zum Freitag am Bahndamm ein Mann würdigt worden. Da die Vereine Niemand weiter geniren, Möbelwagen hatte sich Körner noch, einen zweiten Diebesgesellen, den Tod durch Ueberfahren gefunden hat. Die Persönlichkeit des stellen. Zum Transport der Spinden aus dem Magazin zuu mit zerschmettertem Schädel aufgefunden worden, der anscheinend hat die Deffentlichkeit faum irgend welche Veranlassung, fich mit ihnen zu befassen; denn wenn gewisse Leute einen gewissen Hans, in Spizbubenkreisen der„ füße Hans" ge Todten, der etwa 30 Jahre alt ist und blonden Schnurrbart in ihrer Sorge um die bequemste Art des Zeittodt nannt, mitgebracht, der später auch festgenommen wurde. Wit trägt, ist noch nicht festgestellt und im Rummelsburger Schauschlagens einen Volkswohlverein gründen, so kann den gestohlenen Möbeln, die sämmtlich neu waren, hat Körner hause zu rekognosziren. ihnen die artige Zeitvertreibspielerei schon gönnen. Wer ernstere dann gewöhnlich gleich vom Thatorte aus eine Rundfahrt durch Bflichten zu erfüllen hat, wird nicht daran denken, harmlose große händlern zu ganz ansehnlichen Preisen verkauft. Ueberall hatte Mädchen in der Wohnung seiner Dienstherrschaft in der Meyer mehrere Stadttheile unternommen und die Spinden bei Möbel- Polizeibericht. Am 11. d. M. Morgens vergiftete sich ein Rinder in ihren Spielereien zu stören. Thatsächlich hört man denn auch seit Jahr und er sich als Tischlermeister ausgegeben, und da er früher in einem beerstraße mittels Schwefelsäure. Vormittags versuchte eine Tag nichts mehr von der bahnbrechenden Möbelgeschäft beschäftigt gewesen war, so hatte er sich auch Frau in ihrer Wohnung am Grünen Weg sich mittels Karbola Thätigkeit der Volkswohle, Volfsheime e tutti quanti. Haben doch einige Kenntnisse vom Handel dieser Art angeeignet, so daß er fäure zu vergiften. Sie wurde noch lebend nach dem Krankenfelbft die bürgerlichen Blätter, die sonst jede neue Pfuscherei auf seine Rolle, ohne Verdacht zu erregen, zu spielen vermochte. Bon hause am Friedrichshain gebracht. In einem Hotel versuchte Sozialem Gebiet mit Behagen breit treten, die totale Bedeutungs- der Verschmigtheit der Spizbuben liefert noch die Thatsache Be- zu derselben Zeit eine dort eingekehrte Dame von außerhalb losigkeit der Bramarbaffe richtig erkannt und ignoriren dem weiß, daß sie auch dem Fuhrmann, indem sie ihn in eine Destillation fich mittels Senffpiritus zu vergiften, nachdem sie vorher bes gemäß die Volkswohle" in fast beleidigender Weise. verschleppten, mit dem Führgeld durchbrannten. reits vergeblich den Versuch gemacht hatte, sich zu erhängen. Sie mußte nach der Charitee gebracht werden. Nachmittags Ein einziges Blatt ist es noch, welches mit Bienenfleiß alle Spalten des professoral öden Zeitschriftchens„ Volkswohl durch einem hiesigen Gasthofe aufhielt, erzählte einem hiesigen Güter- in der Adalbertstraße mittels Revolvers einen Schuß in die Ein Schwindler, der sich als Dr. Strelau seit Januar in brachte sich ein Kaufmann in der Wohnung seiner Eltern. schnuppert und alle Notizen, den dieses Renommiſtenblättchen makler, daß er sich verheirathen wolle, eine größere Mitgift zu Schläfe bei und verletzte sich so schwer, daß seine Ueberführung über der Boltswohle Thätigkeit veröffentlicht, in einer eignen erwarten habe und daher beabsichtige, einen größeren Grundbesitz nach dem Krankenhouse am Urban erforderlich wurde. Rubrit von Sozialpolitik zum Abdruck bringt. Diese Zeitung zu erwerben. Gelegentlich theilte er dann noch mit, daß der dem Hause Große Frankfurterstr. 101 fiel zu derselben Zeit ein und das ist Charakteristische an der Sache ist der Moniteur König von Sachsen ihm den Titel„ Graf Schwarzenegg" ver- Konditor infolge der Glätte zur Erde und brach den Fuß. Er der Regierung, der Reichs- Anzeiger". Danach scheint der Reichs- Anzeiger" in der That noch der Nähe Berlins aufmerksam, das verkäuflich sei, und beibe be- Von der Kaiser Wilhelmbricke sprang Abends ein unbekannter liehen habe. Der Agent machte ihn auf ein größeres Gut in wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. diefe harmlosen Seifenblasen an der gährenden Oberfläche sichtigten dasselbe. Der angebliche Graf Schwarzenegg schloß mit etwa 30jähriger Mann in die Spree und ertrank. In der dies Blatt sich einmal die Mühe nehmen und aus eigener An- dem Bevollmächtigten des Besizers eine Punktation ab, wonach Nacht zum 12. d. M. brachte sich ein Tischler in der Wohnung er das Gut für 1 200 000 m. kaufen wollte. schauung über die angebliche Thätigkeit der„ Volkswohle" unter dem Namen Graf Schwarzenegg stellte sich der angebliche Schuß in den Kopf bei und verstarb bei der Ueberführung nach Unter feiner Eltern in der Prenzlauer Allee mittels Revolvers einen richten, dann würde es sicher von der Meinung abkommen, als Strelau darauf einem hiesigen Bankhause vor und erzählte, daß dem Krankenhause. feien diese Vereinsbildungen ein Glied in der Rette sozialer das Gut H. gekauft habe, hunderttausend Mark anzahlen politischer Unternehmungen. Man braucht nur den zehnten Theil der Renommiſtereien des Volkswohl für baare Münze zu nehmen und man hat das Paradies auf Erden. Was das Dresdener Volkswohl z. B. leistet, dagegen ist die ganze Heilsarmee der wahre Stümper. Diese Vereinsblüthe leistet sich im letzten Jahres- Geschäftsbericht folgenden Banegyritus: Gerichts- Beitung. Vor werde, die Resifaufgelder aber, aufzunehmen gedenke, da das Gut wenig belastet sei. Dem Direktor der Bank erschien die Sache zweifelhaft; er suchte sich über die persönlichen Verhältnisse des Fremden zu unterrichten; es wurde ihm mitgetheilt, daß derselbe Desterreicher sei und eigentlich Graf Eichelburg von Greiffenstein heiße. Das Geschäft zerschlug sich aber, und der Graf wandte sich nun an den Subdirettor einer hiesigen Lebens- Ver- Wegen eines trenlosen Verhaltens einem Unglücks. " Wir folgen feinem neuen, sondern dem alten Gebote: Wer sicherungsgesellschaft, wies durch Dokumente nach, daß er wegen genossen gegenüber hatte sich gestern der Handelsmann Herseinen Bruder haffet, der ist in Finsterniß." Die Finsterniß ist Ankaufs des Ritterguts S. in Unterhandlung stehe, stellte auch in mann Walter vor der VII. Straftammer hiesigen Landvergangen, die Nächstenliebe scheint uns als das wahre Licht, als Aussicht, fich mit 300 000 m. in die Lebensversicherung einzukaufen. gerichts I zu verantworten. Derselbe hatte im Strafgefängniß die göttliche Bestimmung eines jeden Menschen, und wir suchen, Zunächst wolle er aber ein Darlehen von einer Million Mart von Blößensee einen Kaufmann P. fennen gelernt und als er in unbekümmert um die politischen und konfessionellen Kämpfe der aufnehmen, das er mit der Mitgift seiner Braut, eines Fräulein Freiheit kam, besuchte er die Mutter des P. und theilte der Gegenwart, durch unsere Veranstaltungen den Weg zum Herzen v. S. aus Hamburg, zurückzahlen werde. Der Subdirektor hatte felben mit, daß er von ihrem Sohne den Auftrag erhalten habe, des Volks und zum sozialen Frieden zu finden.( Amen aber auch kein großes Vertrauen zu dem Aristokraten, namentlich ihm 15 M. zur besseren Verpflegung im Gefängniß zukommen zu Ferner heißt es dann, daß der Verein eine Reform da er auf die Frage, was er an eigenem Vermögen befize, er- lassen. Die Mutter übergab ihm auch das Geld, der Angeklagte des geselligen Lebens und der Erholungen des Volkes klärte, daß er nur Lausitzer Kohlenwerke habe. Auch dies Ge- hat aber dasselbe nicht abgeführt, sondern unterschlagen und für anstrebe, eine Geselligkeit ohne Alkohol und Verzehrungszwang, fchäft tam nicht zu Stande; dagegen ist es dem Schwindler fich verwendet. Mit Rücksicht auf die Vorstrafen des Angeklagten eine Versöhnung und Ausgleichung unter den verschiedenen Stän- gelungen, durch ähnliche Vorspiegelungen einem Fabrikanten verurtheilte der Gerichtshof denselben zu einem Jahre den, die Hineintragung von wahrer Bildung und Gesittung in Darlehen in Höhe von 300 M. abzulocken. Heute ist seine Ver- 3 u ch i haus. Die weitesten Volkstreife u. f. w. u. f. w. haftung erfolgt. Er heißt Rudolf Richard Fischer und ist Wer an diesen Zielen des Vereins mitarbeiten wolle, der Photograph. Sein Vermögen besteht in vier Pfennigen und hatte sich gestern der Fabrikant Albert Ermisch vor der Wegen Branntwein- Verbrauchsabgaben- Defraudation möge 2 M. abladen, ohne der Mildthätigkeit Schranken zu feßen, einem Pfandschein. denn, damit diese schönen Zwecke des Vereins ganz erreicht werden, II. Straffammer des hiesigen Landgerichts I zu verantworten. müssen immer mehr Kräfte herangezogen werden. Nur dann ist Eine räthselhafte Persönlichkeit beschäftigt seit vorgestern Der Angeklagte ist Inhaber einer Brennerei zur Verarbeitung das letzte Ziel des Vereins:„ die Verbindung der Selbsthilfe mit die Polizei. In das Hotel zum Rostocker Hof, Eichendorffitr. 11, von Wein zu Kognak und hält ein unter steuerlichem Mitliebevollem, selbstlosem, gemeinnüßigem Thun" zu erreichen. fehrte am 8. d. M. eine an einem Stocke gehende, gelähmte verschluß stehendes Privat- Theilungslager für unversteuerten überWie man aus der Ruhmrederei des Dresdener Boltswohles Dame ein, die sich Frau Rosa Meyer aus Danzig nannte und destillirten Branntwein zur Herstellung von gespriteten Fruchtfieht, sind es hohe ideale Ziele, denen der Verein nachstrebt. vorgab, ihre Nichte, welche in einem hiesigen Krankenhause von fäften. Er hat 5 Destillirblasen angemeldet, davon 3 für die Nicht weniger als einen Ausgleich der sozialen Gegensäge will er einer schweren Krankheit genesen sei, nach der Heimath zurück- Brennerei und 2 auf die Destilliranstalt. Wie eine am 5. Mai ins Werk sehen. holen zu wollen. Sie ging auch zu dem Zweck der Auffindung 1891 bei demselben vorgenommene steueramtliche Kontrolle erWas aber thut der Verein Volkswohl in Wirklichkeit? Er des Krankenhauses wiederholt aus, fehrte aber stets mit der Be- geben, hat derselbe auf einer zu seiner Destillir anstalt an= hat Boltsunterhaltungs- Abende veranstaltet, in denen dem„ Volke" merkung zurück, ihre Nichte noch nicht gefunden zu haben. Als gemeldeten Blase ein Gemisch von 80 Litern sogenannten„ Kirsch Erholung und Belehrung geboten wird, d. h. Predigten einiger fie am Donnerstag gegen Abend wiederum in den Gasthof heim- bruf", 12 Litern versteuertem Sprit zu 96 pCt. und 70 Litern rebelustigen Bastoren, bie man auch in der Kirche gratis erhalten tehrte, bestellte sie sich ihr Abendessen und verschloß dann ihre sogenannten„ Lutterrückstandes" abtreiben laffen, ohne daß er tann, wenn es einem danach gelüftet, und an sonstiger geistiger Zimmerthür. Man forschte auch, als das Zimmermädchen eine dem Haupt- Steueramt eine Anzeige davon gemacht hätte; die Speise wird noch anregende" Lektüre geboten. Die Schriften Stunde später das Geschirr holen wollte, aber feinen Ginlaß Steuerbehörde steht auf dem Standpunkte, daß nach den und Traktätchen des Herrn Stöcker werden wohl nicht fehlen. fand, nicht weiter nach, da man glaubte, daß die alte Dame Paragraphen 17 und 18 des Gesetzes vom 24. Juni 1887 Sodann besitzt der Verein ein Mädchen- und ein Lehrlings- bereits zur Ruhe gegangen fei. Da aber auch am nächsten eine folche Anzeige erforderlich ist, weil Kirschdruf die Fähigkeit heim, von deren Thaten der Sänger des Berichts schweigt. Es Morgen die Fremde sich nicht zeigte, auch die Thür habe, in sich selbst Alkohol zu bilden. Bei der Abdestillation geöffnet wurde, betrat man den des Gemischs soll auch 1 pet. wahren Alkohols in demselben ge Obhut besonders bedürftigen Theilen der Bevölkerung nüßen. Raum von dem Nebenzimmer aus. Schaudernd prallten funden worden sein. Die Angelegenheit war für den An Die positive Thätigkeit gipfelt laut Geschäftsbericht also die Eintretenden zurück; auf dem Fußboden neben dem geklagten von nicht geringer Bedeutung, da das Gesez eine ausschließlich in den großen und fleinen Voltsunterhaltungs- Bette lag in einer großen Blutlache mit dem Geficht folche eigenmächtige Abtreibung eines Gemisches, welches zur Abenden, und daneben scheint der Verein noch ein gutgehendes nach unten die Bewohnerin der Stube in bewußtlofem Alkoholgewinnung geeignet ist, mit einer Geldstrafe von 5 bis Restaurationsgeschäft zu betreiben, denn er hofft, durch einfache Zustande. Außerdem war um den Hals eine Schlinge gelegt 10 000. bedroht. Der Angeklagte bestritt, sich einer Steuertönnen. gemacht zu haben. Der hier in kommende skirschdruf, fei ganz alte verſchimmelte gewesen, für welche die gesetzliche Verbrauchs= bereits bezahlt war. Eine folche Alkohol beden und alle Theile, Der Stadt mit 2genturen beglücken zu sodann das 7. Polizeirevier. Der Arzt stellte feft, daß noch Frage Leben in dem Körper war und gab im Hinblick auf drei, eine Waare Und mit solchem Rüstzeug will man den Kampf aufnehmen weiße Flüssigkeit enthaltende Flaschen, von deren Inhalt aus Abgabe gegen die Proletarisirung der Massen, will man die sozialen einer eigens zu diesem Zwecke getauften Taffe getrunken war, bildung fei vielleicht bei frischem unverspriteten Kirsch Glück auf!" faft zu erwarten. Er feinerseits habe nur den Versuch| ficht, sondern auch moralisch müssen die Ausstehenden unterstützt| Berantwortung ablehnt. Die durch diese unbedeutenden Bors machen wollen, ob er aus jenem verschimmelten Zeug noch Kirsch werden. tommnisse hervorgerufene Angst der Bourgeoisie ist nur das geist herausziehen könne. Ueber die Frage, als was jener Kirsch- Darum alfo Kameraden Deutschlands beherziget diese Mah- Beichen des schlechten Gewissens derselben. Die Versammlung druf der schleimige Sah, der sich durch den Alkoholzusatz zu nung. Keine Ueberschichten zum Druck und Nachtheil unserer erwartet, daß nunmehr durch ernste Maßregeln seitens der dem Kirschsaft ausscheidet zu betrachten ist, erregte längere englifchen Brüder sei Euch die heiligste Pflicht, die bindendste Staats- und Kommunalbehörden der Noth der Arbeitslofen ab Diskussion der Sachverständigen. Oberkontroleur- Assistent Parole. Der Sieg unserer Kameraden jenseits des Ranals ist geholfen wird." Schiffer und Ober- Steuerkontroleur Belfner vertraten den auch der unferige. Also zeigt, daß ihr solidarisch handeln könnt, Standpunkt, daß es sich hier um Kernobst handele, welches zur und der Erfolg wird unser Vorgehen frönen. Alkoholgewinnung geeignet sei. Die entgegengesetzte Ansicht entwickelten Chemiter Dr. Bischoff und Fabrikant Löwen thal, während der Chemiker Dr. Hamilton es für nöthig erachtete, den fraglichen Kirschdruf überhaupt zu sehen. Staatsanwalt Dr. Benedig glaubte, daß nach dem Wortlaute des Gesetzes hier entschieden eine Steuer Defraudation angenommen werden müsse. Es handele sich hier um eine für die Steuerbehörde immerhin wichtige Prinzipienfrage und er bringe eine Strafe von 10 M. in Antrag. R.-A. Dr. Coßmann beantragte dagegen, geftüßt auf das Gutachten des Dr. Bischoff, die Freisprechung, mindestens ein non liquet und hob hervor, daß dem Angeklagten jedweder Dolus gefehlt habe. Der Gerichtshof folgte dem Gutachten des Dr. Bischoff, daß hier fein Material vorlag, welches noch geeignet war zur Alkoholgewinnung. Der§ 18 Nr. 1 und 2 tönne nicht zur Anwendung kommen und aus diesem Grunde mußte der Angeklagte freigesprochen werden. Die Berliner Straßenkrawalle werden schon am 19. b. M. Die Straffammer beschäftigen. Wie wir hören, wird ein Theil der während der Unruhen Verhafteten unter dem Rubrum Schulz und Genossen an dem genannten Tage vor der VII. Straffammer wegen Landfriedensbruchs zur Verantwortung gezogen werden. Soziale Lebersicht. Aufruf an alle in Berlin lebenden Ost- und Westpreußen! Parteigenossen! Seit Jahresfrist besteht hier ein Verein Ost- und Westpreußischer Sozialisten", dessen einzige Aufgabe es ist, in den Ostseeprovinzen für Verbreitung der sozialdemo Tratischen Grundfäße Sorge zu tragen. Nachdem referirte Reßler über die Arbeitsbörse. Ein von ihm formulirter Antrag wird eine demnächstige vom BauArbeiter- Kartell einzuberufende Versammlung beschäftigen. Die Versammlung stimmte zum Schlusse einem Antrage zu, daß sich Aus Queensland( Australien). Queensland Jeder der Organisation seines Gewerbes anschließen möge, und Plantagenbefizer haben durch ihre Agenten mit der italienischen brachte am Ende der Verhandlungen ein dreifaches Hoch auf die Regierung eine Vereinbarung getroffen, betreffs eines Imports internationale Arbeiterbewegung aus. Die Versammlung verlief von Landarbeitern. Der Handel in Menschenfleisch scheint ein ohne die geringste Störung. gutes Geschäft zu sein. Die erste Schiffsladung Italiener ist beIn einer öffentlichen Männer- und Frauenversamm reits angelangt. Die Angeworbenen haben sich auf bestimmte Jahre verpflichten müssen, die Woche für 10-12 Shilling lung, die am 6. März bei Röllig, Neue Friedrichstraße, unter zu arbeiten. Nach Ablauf dieser Frist wird denselben ein Stück dem Vorsitz des Genossen Kröhn tagte, hielt Genosse Meyner Land gratis überwiesen, jedenfalls Boden, der nichts trägt, denn einen Vortrag über:" Das Jahr 1878 und die Rede des Frei gutes Land lassen die Herren nicht aus den Fingern. Die Be- herrn von Stumm." Lebhafte Zustimmung wurde dem Redner hausung und Beköstigung läßt viel zu wünschen übrig; besonders zu Theil, als er ausführte: Wir sind eins mit unseren aus diesem Grunde allein haben schon eine Anzahl Arbeiter sich Vertretern im Parlament. Die Redewendung des Freiherrn von ihrer Fesseln entledigt und anderweitig ihr Fortkommen gesucht. Stumm, er schließe die Mitglieder der sozialdemokratischen Im Interesse der unglückseligen Opfer wäre es zweckmäßig, wenn Reichstags- Fraktion von den gegen die Sozialdemokratie er die italienische Arbeiterpresse dem Schacher entgegenträte. Die hobenen Angriffen aus, beweise nur die totale Unkenntniß dieses Queensland- Arbeiter, soweit der Unionstarif in Anwendung Herrn auf dem Gebiete unserer Parteiverhältnisse. Nach dem fommt, arbeiten nicht unter 25-30 billing pro Woche bei hochintereffanten Vortrage wurde folgende Resolution Kohl freier Station. Aus diesen paar Zahlen ist zu ersehen, daß es mann's angenommen: sich nur um die Herabdrückung der Arbeitsbedingungen der australischen Arbeiter handelt, bezw. um den Profit der nimmer fatten Großgrundbesitzer und Kapitalisten. Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Töpfer und verwandten Berufsgenossen Deutschlands( Siz Dresden) hält am 19. Mai im Restaurant Ruhlmey zu Berlin, Schönhauser Allee 28, ihre 4. ordentliche Generalversammlung ab. Versammlungen. Die Bersammlung erblickt in der Rede des Abgeordneten von Stummm nur einen Nothschrei der Besitzenden nach Maß nahmen zur Unterdrückung der Sozialdemokratie, nachdem durch ihre geistigen" Waffen nur die geistige Unfähigkeit und der Banterott der besitzenden Klassen besiegelt ist. Die Maßregelung sozialdemokratischer Arbeiter in Staatswerkstätten erklärt die Bersammlung als unwürdig unserer Zeit und findet es nicht mit den Gesetzen vereinbar, wenn Staatsbürger, die diefelben Pflichten an Gut und Blut zu bringen haben wie Andere, wegen der Be thätigung ihrer politischen Ueberzeugung gemaßregelt werden." Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt für den Norden am 5. März eine gutbesuchte Mitglieder- Ver Sammlung ab, in welcher der Zahnarzt Herr Robert Wolff über die Hygiene des Mundes" referirte. Der intereffante Bor Die zweite Versammlung arbeitsloser Bauhandwerker, trag fand sehr beifällige Ausnahme. In der Diskussion sprach einberufen vom Ausführungs- Ausschuß des Berliner Bauarbeiter: Kollege Ulbricht im Sinne des Referats. Unter Vereins- An Die Agitation im Often ist zu einer zwingenden Nothwendig- Kartells, hatte gestern den großen Saal auf Tivoli völlig gefüllt gelegenheiten machten einige Kollegen den Vorschlag, eine Früh teit geworden, der fapitalistische Uebermuth tritt hier in seiner und schätzen wir die Zahl der Anwesenden auf 4000. jahrspartie zu unternehmen. Hierüber entspann sich eine lebhafte ganzen Rohheit zu Tage. Namentlich ist der Schwerpunkt unserer Das Bureau wurde gebildet durch den Zimmerer Hugo Debatte, worin u. A. darauf hingewiesen wurde, daß jedenfalls Thätigkeit auf eine energische Landagitation zu legen. Lehmann, Maler Hohlwegler, Maurer Bendien. vom Gesammtverein für den Bußtag eine Partie ver Bahlreiche Briefe mit der Bitte um Uebersendung von Die Tagesordnung lautete: 1. Die letzten Krawalle anstaltet würde. Kollege Luther stellte sodann den Antrag, für Broschüren 2c. find an uns von Landarbeitern gelangt, diesen und deren Ursachen," 2. Die Petition betreffs den Norden einen Ausflug zu veranstalten. Der Antrag wurde an Ersuchen ist der Verein bis jetzt auch voll und ganz nachgekommen. Errichtung einer Arbeitsbörse". Vor Eintritt in genommen und der 22. Mai als Ausflugstag bestimmt; die Tour Ueber 1000 Broschüren und Zeitungen sind von Vereinswegen die Tagesordnung protestirte Maurer Jansch gegen den ersten wird in der nächsten Bereinsversammlung bekannt gemacht. Im bis jeht nach Ost- und Westpreußen oersandt. Wer zur weiteren Punkt der Tagesordnung. Die Bauarbeiter hätten mit den Weiteren bedauerte Kollege Ulbricht, daß die öffentlichen Agitation beitragen will, der fomme Dienstag, den 15. März, zu Krawallen nichts zu thun. Man möge sich nur mit den Ursachen Versammlungen der Musikinstrumenten- Arbeiter von den Kollegen Joel, in die öffentliche Versammlung, in welcher Reichstags- Ab- der Arbeitslosigkeit und der Möglichkeit zu deren Beseitigung be- aus dem Norden sehr wenig besucht werden und ersuchte die geordneter Schulze aus Königsberg über die Lage in schäftigen. Baumeister Reßler hielt es für nothwendig, über Kollegen, das Verfäumte in Zukunft nachzuholen. Der Antrag Oft- und Westpreußen sprechen wird, und schließe sich dem Verein die wirkliche Bedeutung der Krawalle sich auszusprechen und es des Kollegen eßmann, den Vorstand zu ersuchen, die Bei der Ost- und Westpreußischen Sozialisten an. Deshalb bei der Tagesordnung zu belaffen. Die Versammlung treibung des Geldes für die verkauften Billets von der Matinee, Der Vorstand: beschloß demgemäß. Reßler ging in seinem Referat zunächst welche der Gesangverein" Deutsche Schleife" für unseren Kollegen J. A.: C. Rott, Münchebergerstr. 26. auf die Ursachen der Arbeitslosigkeit ein und führte weiter aus, Müller veranstaltet hatte, zu beschleunigen, wurde ebenfalls daß, um den abgeleugneten Nothstand sichtbar zu Tage treten zu angenommen. Aufruf an alle im Vergolder- und verwandten Gewerben lassen, die erste Versammlung der Arbeitslosen nach der Brauerei Die Freie Vereinigung der Kutscher und der im beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Friedrichshain einberufen wurde. Diefelbe nahm einen Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter Berlins und Nachdem die vom 26. bis 28. Dezember vorigen Jahres in ordnungsmäßigen Verlauf. Es habe durchaus nicht die Absicht umgegend hörte am 6. März einen Vortrag des Genoffen Köln stattgehabte Generalversammlung unseres Verbandes durch bestanden, Aufruhr zu verursachen. Die Arbeitervertreter hätten siegerist über das Gewerbegericht. Der Redner erläuterte Verbesserung der Statuten verschiedene Uebelſtände beseitigt und sich die größte Mühe gegeben, durch einen Nebenausgang in's Freie bie einzelnen Paragraphen des Gesetzes in verständlicher Weise die Arbeiterinnen in die Organisation aufgenommen hat, wenden zu gelangen, um auf die Maffen beruhigend einzuwirken. Daran und forderte die Kutscherschaft auf, sich ja recht rege an der wir uns aufs Neue an die noch außerhalb des Verbandes stehen wurden sie aber durch Brauereipersonal verhindert. Vieles wäre Wahl zum Gewerbegericht zu belheiligen. In der Diskussion ben Kollegen und Kolleginnen, in der Hoffnung, daß unser Ruf vielleicht anderen Falles unterblieben. Ein Theil der Massen 309 sprachen im Sinne des Referenten die Kollegen Maraſas, nicht vergebens und unfer Streben, allen in unserer Branche un ungeordnet in die Stadt. Wäre dies in Paris oder London Böt cher und Grabovsti. Dann wurde der Kaffenbericht Beschäftigten Arbeit und dafür gerechten Lohn zu verschaffen, geschehen, hätte kein Hahn darnach gekräht. Als die Arbeits- vom verflossenen Bierteljahr verlesen, welcher günstiger als der Arbeits- Bötcher lofen fich längst verlaufen, stellten sich Elemente ein, die mit den frühere ausfiel. Im Weiteren beschloß man, auf den Gräbern Unsere Organisation hat während des zweijährigen Be- ersteren nichts gemein haben, und die sofort zur Stelle sind, wenn der Märzgefallenen durch den Vorstand einen Kranz niederlegen stehens mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, am meisten ein Aufgebot von Schuhleuten irgendwo sich zeigt, und die Gefallen mit der Einsichts- und Theilnahmlosigkeit und der Selbstsucht daran finden, Radau zu machen. Wenn man die Vorkommnisse als zu lassen, und ging hierauf mit einem Hoch auf die Sozialunferer eigenen Arbeitsgenossen und Genoffinnen. Dadurch ist Revolte" bezeichnet habe, so müsse er dieses entschieden zurückes den Unternehmern, ob Fabrikanten oder Innungsmeistern, weisen. Eine Revolte habe einen bestimmten Zweck, man wolle In der öffentlichen Versammlung der Ost- und Weft leicht geworden, Eure Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. dadurch etwas erreichen. Das war bei den Vorkommnissen nicht preuken sprach am 6. März Genosse Folger( Schüler der Wollt Ihr noch länger zusehen, bis Ihr schließlich im der Fall. Wenn gefagt werde, der Hunger habe die Leute Arbeiter- Bildungsschule) über„ Ultramontanismus und Sozialis Strudel des allgemeinen Elends untergegangen seid? Jeder ver- dazu getrieben, so meine der Hunger durch mus." Der Beifall, welcher dem Genossen gespendet wurde, fann Loren gegangene Streit zeigt, daß es unsere eigenen Klaffen- Einschlagen von Fensterscheiben 2c. nicht gestillt werde. Jeder als Beweis für die Erfolge der Arbeiter- Bildungsschule gelten. genoffen, die Streitbrecher, find, welche von den Unternehmern siel- und flaffenbewußte Arbeiter müsse ein derartiges Handeln unterm" Berschiedenen" wurden vom Bureautische aus die Be mit bitterem Spott gelobt, aus Dummheit oder Eigennutz unseren entschieden verurtheilen. Die Krawalle seien von den Gegnern für strebungen des Vereins der oft- und westpreußischen Sozialisten Sieg vereitelt haben. Legt deshalb die Untugenden des Eigen ihre politischen Zwecke fruftifizirt worden. Die Sozialdemokraten largelegt, worauf die stark besuchte Versammlung folgende Refonutes und der Theilnahmlosigkeit ab, werdet und werbet Kämpfer müßten die dümmsten Menschen von der Welt sein, wollten sie lution annahm: und Rämpferinnen für unsere gerechte Sache! Nur in der Soli- dergrtige Krawalle veranstalten, welche die Arbeiterfache nur" In Anbetracht der traurigen ökonomischen Lage der oft darität der Gesammtheit tönnt Ihr eine Verbesserung Eurer schädigen. Der Sozialdemokratie falle die Aufgabe zu, die Massen und" westpreußischen Landarbeiter erachtet es die heutige, von aufzuklären; sie habe gar kein Interesse an Krawallen, wie sie etwa 400 Personen besuchte Versammlung für äußerst nothLage finden. Laßt Euch nicht vom Schein der Unternehmer- Arbeiterfreundlich- stattgefunden haben, und die, an sich ganz bedeutungslos und das wendig, auch in diesen Provinzen die Agitation zu entfalten, feit blenden, verzichtet auf Vortheile, welche durch Striecherei erlangt Wert von Bummlern, Neugierigen und Lumpenproletariern, in und beschließt, dies zu unterstützen durch Anschluß an den Ber werden müssen und die Interessen der Allgemeinheit schädigen. unerhörter Weise für gegnerische Zwecke aufgebauscht worden ein der oft und westpreußischen Sozialisten, welcher sich jene Bedenkt, daß Ihr es Euch und Eurer Familie schuldig seid, selber sind. Der Referent erörterte dann das Wesen und Wirken Aufgabe gestellt hat." nicht fruchtlos bleibe. Der Hauptvorstand J. A.: Paul Höpfner, Bors. Invalidenstraße 151. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. " er, daß der demokratie auseinander. Im Sozialdemokratischen Agitationsklub für den für bessere Zustände einzutreten. Unsere Statistit weist deutlich des Lumpeuproletariats" und erklärte es als eine absichtliche Im Allgemeinen Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher nach, daß die Familienväter trotz Fleiß und Sparsamteit mit Entfiellung, wenn man dem Begriffe Lumpenproletariat" etwas einem fortwährenden Defizit in der Haushaltung zu fämpfen anderes unterschiebe, als beabsichtigt sei. Für das Lumpen Berufszweige Berlins und Umgegend sprach am haben. Es ist daher nur Hohn, unter solchen Verhältnissen von proletariat" tönne tein klaffenbewußter Arbeiter Partei ergreifen, 5. März Herr Silberberg über das Thema Stlaventhum Zufriedenheit zu sprechen. Leider hört man oft den Stuf: G3 wenn daffelbe auch Produkt der heutigen Gesellschaft set. Trotz und freie Arbeiter". Der interessante Vortrag wurde sehr beinügt uns Alles nichts, es wird doch nicht besser!" Damit täuscht der Bedeutungslosigkeit hätten die Krawalle doch schon das böje fällig aufgenommen und die Anwesenden erklärten sich mit dem Ihr Euch selbst, ebenso wenn Ihr für die Fehler und Bergehen Gewissen der Bourgeoisie wachgerufen. Man habe sich nunmehr Referenten voll und ganz einverstanden. An die Versammlung einzelner Personen das Ganze verantwortlich macht. Die offenen bereit gefunden, das Vorhandensein eines Nothstandes an- schloß sich eine gemüthliche Unterhaltung, wobei Gesangs- und und versteckten Angriffe der Unternehmer gegen unsere Organisation, zuerkennen. Dies sei der Nußen der Krawalle, so sehr dieselben deklamatorische Vorträge sowie ein Tänzchen geboten waren. Die die Maßregelungen gegen die Arbeitervertreter beweisen deutlich, auch an sich zu verwerfen seien. Der einzige Weg, der zum Ziele nächste Vereinsversammlung findet am 12. April statt. daß wir auf dem richtigen Wege find. Je stärker unsere Or- führen könne, sei, die heutige Wirthschaftsordnung zu reformiren Die Arbeiter- Bildungsschule( Süd- Bezirk) hielt am ganisation, desto mehr schwindet bas Uebergewicht der Unter- und daneben die Massen aufzuklären und zielbewußt zu machen. nehmer. Darum tommt und helft an dem Bau unserer Dr. Möge diese Versammlung hierzu beitragen.( Bravo.) Maler 6. März eine Versammlung ab, in welcher Herr Räder ganisation träftig mit, laßt Euch nicht die Ausübung Eurer Rechte Hohlwegler behauptete, daß der Aufzug von Arbeitslosen( Schüler der Arbeiter- Bildungsschule) über Die Wirkung der verfümmern. Nur der verdient die Freiheit, der täglich fie er ausgeführt worden sei, daß diefelben aber an den Erzessen unbe- Weltgeschichte auf die Gestaltung des sozialen Lebens" sprach, theiligt waren. ringen muß. Auch maß er der Polizei viele Schuld bei. wofür ihm der vollste Beifall der Anwesenden zu Theil wurde. Berlin, im März 1892. Ohne den Janbagel zu vertheidigen, wollte er doch auf denselben Am 20. März findet wieder eine Versammlung in demselben als Produkt der heutigen Gesellschaft feinen Stein werfen. Die Lokale statt. heutige Gesellschaft sei für denselben verantwortlich. Die zielbewußten Arbeiter müßten aber vor Versumpfung bewahrt wer den. In der langen Arbeitslosigkeit liege die Gefahr der Ver- Often Berlins sprach am 6. März Herr Dr. Pinn über fumpfung. Die Maffen feien zu organisiren. Auch er war der soziale Zustände im Alterthum. Die Versammelten ehrten das Meinung, daß durch Krawalle nichts erreicht werde. Auf die Andenken des verstorbenen Hamburger Genoffen Reimer durch gewerkschaftliche Organisation müsse das Hauptgewicht gelegt Erheben von den Plägen. An die Versammlung schloß sich ein Für Böttcher ist der Zuzug nach Stettin wieder frei- verden, um eine Umgestaltung der heutigen Produktionsweise gemüthliches Beisammensein mit Tanz. herbeizuführen. Ein Unabhängiger produzirte hierauf die be- Arbeiter- Bildungsschule. Montag, den 14. März, fällt in der Süd gegeben, da dort die Differenzen beigelegt sind. Dagegen ist der tannten Rebensarten über die Angelegenheit, wobei es beschule und in der Dtschule der Unterricht aus und wird dafür in ersterer Dienstag, den 16. März, in letterer am Donnerstag, den 17. März, ertheilt. Zuzug nach Braunschweig noch fernzuhalten; Erfundigungen fonders Angriffe auf die sozialdemokratische Preffe feßte. Die Borstandsfisung am Montag findet nicht bei Norbert, sondern in ben find bei Karl Rickeberg dafelbst, Wolftamp 11, 2. Etage, ein- Bimmerer Schent verbreitete sich über Verkürzung der Arbeits- Arminhallen statt. Arbeiter- Bildungsschule Nord( Moabit). Die für Sonntag, be zuziehen. zeit. Maurer Wilte sprach im Sinne des Referenten. Reichs13. März, in den Arminiushallen, Moabit, geplante Versammlung kann nicht In Königszelt dauert der Ausstand der Porzellan- tags- Abgeordneter Auer rechtfertigte die Haltung der Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen Sonntag, ben maler fort. Sie erfuchen dringend um Fernhaltung des demokratischen Preffe den Krawallen gegenüber, insbesondere des Vorwärts", indem er dieselbe als völlig forrekt bezeichnete. 13. ( Großer Beifall.) Nachdem eine von einem gewissen Lambrecht den Allgemeine und Zentral- Aranken- und Sterbekaffe der Metalleingebrachte Resolution, welche sich über die Haltung des Vor- 18. März, Vormittags 11 Uhr, bei Schlüter, Kleine Marfusfir. 10. Allgemeine Kranken- und Sterbelaffe der Metallarbeiter( E. wärts" tadelnd aussprach, gegen zirka 50 Stimmen abgelehnt 29 und 89), Filiale 2. Berfammlung Sonntag, den 13. März, Vormittags worden, wurde nachstehende Resolution gegen zirka 10 Stimmen 10 Uhr, in trösche's Salon, Fichteftr. 29. Rißenmacher. Sonntag, ben 13. März, Mitgliederversammlung bei und unter großem Beifall angenommen: Wienecke, Alte Jakobftraße 83. Bericht der statistischen Kommission. Fachverein der Capezirer Berline und Umgegend. Montag, be 14. März, Berfammlung. Referent Reichstags- bg. J. Auer. Die Töpfer werden um Fernhaltung des Zuzuges nach Lindow i M. und Stralsund ersucht. In lekterer Stadt handelt es sich um Reduktion des Lohnes. Buzugs. " Bergmann L. Schröder erläßt namens des Juternationalen Ausschusses für Deutschland folgende Publikation: Auf zur internationalen Solidarität! Die Vertreter der Bergleute aller Länder haben sich verDie heutige Versammlung der Arbeitslosen im Baugewerbe pflichtet, bei Streitbewegungen oder anderen wirthschaftlichen Kämpfen ihre Solidarität dadurch zu beweisen, daß jede Kon- erklärt sich mit dem Referenten einverstanden, daß die Krawalle furrenz, die die Bestrebungen der Ausständigen beeinflussen tönnte, in Berlin von den fozialdemokratischen Arbeitern Berlins weder vermieden wird. Gerade das scheint in diesem Augenblicke drin hervorgerufen sind, noch gebilligt werden. Gie sieht in den Krawallen gend geboten, wo die englischen Kameraden sich im Kampfe zur den bedauerlichen Ausfluß der durch falsche Polizeimaßregeln ge- ftraße 100. Aufrechterhaltung der bisher gezahlten Löhne befinden. Hier heißt förderten Skandalfucht der in der Großstadt reichlich vorhandenen un es also die Solidarität beweisen. Nicht nur in materieller Hin- fauberen und unreifen Elemente, für welche die Versammlung jedel Sozialdemokratie, thre Ursachen und thre Stele", „ Die Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung". Fachverein der Schlächtergesellen Berlins und Umgegend. Monats Kartonarbeiter und Arbeiterinnen. Deffentliche Versammlung Fachverein der Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins und Umgegend. Jeden Sonntag vor dem Ersten, Abends 7 Uhr, Versammlung bet Rufledt, Markgrafenftr. 8. Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Jeden erften und britten Sonntag im Monat, Nachmittags 6 Uhr, bei Schultheiß, Neue JakobStraße 24-25. Maler und Berufsgenossen, Filiale 6 Moabit. Montag, den 14. März, Abends 8 Uhr, Mitglieder- Bersammlung im Bereinslokal Perlebergerstr. 28. Vortrag des Kollegen Hohlwegler. Verein Berliner Wohnungsmiether. Allgemeine Miether- BersammLung Montag, den 14. b. Wts., Abends 8 Uhr, im Restaurant Königshof, Bülowftr. 37. Bortrag über die Bestrebungen der Hausbesigervereine. Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- und LederwaarenIndustrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 14. März, Abends Punkt 9 Uhr, Vereins Versammlung in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Stellungnahme zu der Anfrage der Gewerbebeputation über Sonntagsruhe." Referent Kollege B. Joft. Die Lederarbeiter werden ersucht, bis spätestens 15. März ihre Mitgliedsbücher umzutauschen, Vereinslokale, Dresdenerstr. 45. Freie Vereinigung der Graveure, Ziseleure und verwandter Berufsgenossen. Bersammlung Montag, den 21. März, Abends 8% Uhr, im Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 14. März, Abends 8% Uhr, Bersammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75 ( Gartenfaal). Vortrag. Zentralverband deutscher Korbmacher( Filiale Berlin). Regelmäßig Bersammlung am 1. Montag nach dem 15. eines jeden Monats, Abends 8 Uhr, bet Roll, Adalbertstr. 21. Tachirer( Filiale 4). Bersammlung Montag, den 14. März, Abends 8% Uhr, Blumenstr. 78. Lehrkurfus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen( weibl. Abth.). Montag, den 14. März. Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jafobftr. 75, Vortrag und Uebungsstunde. Sumanistische Gemeinde. Montag, den 14. März, Abends 8 Uhr, Kommandantenftr. 79. Bortrag. Bitherflub Freiheitstlänge, jeden Montag Abend bei E. Frante, besuchen zur Zeit die von der kanadischen Regierung gegründeten Apoſteltiraje 7b. Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Posenerstraße 15, Restaurant Schulen. Schuttpels. Sozialdemokratische Lese- und Diskutieklubs. Sonntags. Mar Kayser, Nachmittags 8 Uhr, Schneekoppe, Nostisstr. 29. li Vermischtes: and Indo] Depeschen: E ( Depeschen des Bureau Herold.) Ratibor, 12. März. Die Pocken- Epidemie nimmt einen für die oberschlesischen Industriebezirke bedenklichen Charakter an; infolge deffen ist die Paßausgabe in Myslowitz auf ein Neber die Grubenkatastrophe in Anderlues liegen Minimum eingeschränkt worden. An sämmtlichen Grenzüber folgende weitere Nachrichten vor: gängen fand die Errichtung von Desinfektionstammern statt. Anderlues brennt. Die Flammen schlagen aus den Schachten Schüßenhauspächters Pittius, die Kellnerin, das Küchenmädchen Die Zeche Herold's Telegraphenbureau: Sorau( Niederlaufig), 12. März. Drei Dienstboten des hiesigen hervor. Die Ueberwindung des Feuers ist nur möglich durch und die Köchin sind wahrscheinlich infolge Einathmens von Erfäufen des Schachtes. Erst 70 Opfer, darunter 29 Todte, find Kohlenoxydgas erstickt aufgefunden worden. Betreffs der Todeszu Tage gefördert, alle übrigen sind rettungslos verloren. Die ursache turfiren übrigens noch andere Gerüchte. Aufregung in der ganzen Gegend ist maßlos. wanderung oftgalizischer Bauern nach Amerika erheblich im Wien, 12. März. Infolge des Nothstandes ist die AusSteigen; in Krakau verhaftete die Polizei einen Auswanderungsagenten, welcher Bauern über die Grenze schmuggelte. Die Erfäufung der brennenden Gruben von Anderlues hat begonnen. Das Zechengebäude ist zerstört. Das Feuer brach in 500 Meter Tiefe aus. Die Gesammtzahl der Todten beträgt gegen 200. Viele Verwundete schweben außerdem in LebensPest, 12. März. Abgeordnetenhaus. Anläßlich neuerer gefahr. Fälle von Soldatenmißhandlungen wurden zwei Interpellationen Die Rettungsarbeit in Anderlues wird fortgesetzt. Im eingebracht. Die des Abgeordneten Gullner fordert eine Reform Blub der Wanderfreunde. Sonntag, den 13. März, Wanderfahrt nach tiefften, 500 Meter unter der Erde gelegenen Stollen befanden des Militärstrafverfahrens noch in dieser Session. Der AbWannsee, Kohlhafenbrüd, Pfaueninsel, Potsdam. Abfahrt nach Wannsee ab Bahnhof Friedrichstraße 7,49 Uhr. Bersammlung eine Biertelfiunde vor Absich 85 Arbeiter, die zweifellos alle todt sind, da sich dort der geordnete Thaly verlangt eine strenge Bestrafung unmenschlich gang des Zuges im Vorraum des Fahrkartenverkaufs. Explosionsherd befand. Die Gesammtzahl der Nachts aus zwei vorgehender Offiziere. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von Stollen von 420 und 370 Meter Tiefe zu Tage geförderten 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Todten ist noch unbestimmt. Mehrere Minister befinden sich seit heute Abend in den Ausstand eingetreten. Ungefähr 10 000 Ser Glasarbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bei Borg gestern Abend in Anderlues. Die Arbeits- Invalidenkaffe fandte Kohlengräber sind in Nordwales ausständig. In der Grafschaft London, 12. März. Mindestens 400 000 Bergleute sind mann. Vorwärts 3, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. Arbe iter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends zehntausend Franks zur Vertheilung unter die Bedürftigen. Unter Nottinghamshire haben sämmtliche Bergleute die Arbeit nieder9 Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche den Todten befinden sich viele Mädchen. Schleife, Naunynstr. 86 bet Bubeil. Liederlust, Fichtestr. 29 bet Krösche. Senefelder, Jubenstr. 55 bei Trischmann. 13. März. Die Bewältigung des Bechenbrandes in Anderlues gelegt. 20 000 kündigten auf 14 Tage. Sobald die abgeschloffenen Lieder bergel ber mater und verwandten Berufsgenossen Annenstr. 14 bei Ehren- durch Erfäufung ist als zwecklos ausgegeben worden. Die Lieferungskontrakte erfüllt sind, werden sie die Arbeit einstellen. In allen Kohlengruben wird von nächster Woche ab die Arbeit Moabiter Stedertafel, Wilhelmshavenerstr. 25 bei Brosch. Schachtzugänge werden verschlossen. Im Bergwerke liegen ruhen, nur wenige Maschinenarbeiter werden für die durchaus Harmonie 2 Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, 170 Leichen. Görligerstr. 58 bet Tolfsdorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riebel. nothwendigen Arbeiten thätig bleiben. Die Vorräthe in den Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser: Wolff's Telegraphen- Bureau: Nach einer Meldung Haupt- Kohlenzentren sind bereits erschöpft. Viele Kohlen- BergStraße Nr. 43 bei Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg, aus Underlues wurden die Arbeiten zur Rettung der verunglückten werke von Süd- Yorkshire haben den Betrieb eingestellt. Man Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Sängergruß, Friedrichshagen Grubenarbeiter auf Anordnung der Ingenieure unterbrochen. tann noch nicht sagen, ob der Ausstand eine Woche oder vierzehn bei Blant. Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bet Struſe.& yra 2, Charlotten: Man versuchte, die Grube unter Wasser zu setzen, aber das Tage anhalten werde. burg, Charlottenburger- Ufer sb bet Benzin. Sängerhain, Reichen: Feuer breitete sich weiter aus und schlug in hohen Flammen bergerfir. 21 bei Päzhold. 2otosblume, Kleine Surstraße 10 bet aus dem Schachte heraus. Alle Außengebäude fingen Feuer Ranzow. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Rugegend, und wurden schnell zerstört. Die Katastrophe ist somit eine honntag: Privat- Theatergesellschaft und Artiſtentlub Sumor, bei Sabed, vollständige; man bat teine Hoffnung mehr, die 180 Leichen, die Fürbringerstr. 7. Privat- Theatergesellschaft Lustspiel bet Siegemund, in den Stollen geblieben sein sollen, wiederzufinden. Eisenbahnstr. 20. Theater und Artistentlub Jugendfraft 2 bei Ritter, Mauerstr. 86. Theaterverein Boruffia bet Odert, Zeughofstr. 8.- Geselliger Berein Neue Welt bet Strohschänt, Rytestr. 48. Montag: Theaterverein Proletariat bei Köhn, Naunynstr. 83. Blaue Qua ste bei Dudeck, Pflugstraße 16. Rauchflub Deutscher Michel, Koppenstr. 43c. Froh Hoffnung der Zimmerer Berlin West. 1 Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater: gesellschaft Walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Guvrystraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeben Sonntag 4 Uhr bei Chriftect's, Manteuffelftr. 48. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennfir. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Berfammlung LinienStraße 150. Tambour- und Bergnügungsverein Gut Seif, alle 14 Tage bei Wendt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein 3wiebelfifche, Rixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner: firaße 120. Schleiermacherstr. 2. Durch Schneewehen haben die Eisenbahnzüge mehrfach Verspätungen gehabt. Wieder Einer. Der Professor Ruggeri von der Universität zu Messina wurde wegen Fälschung eines Testaments verhaftet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Die Paris, 12. März. Der Untersuchungsrichter, ein Polizeis kommissar und der Leiter des städtischen Laboratoriums fezten heute Morgen die Untersuchung über das Dynamitattentat auf dem Boulevard St. Germain an Ort und Stelle fort. Aus der Prüfung der Trümmerstücke ergab sich, Explosionsvorrichtung sich in einem zylindrischen Behälter befand, der 2 Kilogramm Dynamit enthielt; die Sprengs vorrichtung war eine sogenannte Höllenmaschine. Daß bei der Explosion teine Menschen verunglückt sind, wird allgemein geradezu als Wunder angesehen. 121 638 Indianer giebt es in Kanada. Dies konstatirt Paris, 12. März. Das Handelsgericht erklärte den konfer der Jahresbericht, welcher dem kanadischen Parlament von der vativen Senator Lareinty, welcher Zuckerrohrplantagen auf Mar Indianer- Abtheilung vorgelegt worden ist. Es hat im legten Jahre Ruhe und Frieden unter den Indianern geherrscht. Die tinique betreibt, für fallit. Pareinty legte Berufung ein. Influenza richtete große Verheerungen unter ihnen an. Die Indianer des Nordwestens geben immer mehr ihr Nomadenleben auf und widmen sich dem Ackerbau. 7554 Indianerkinder Das Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft Gegründet 1867. von Gegründet 1867. D. PERLEBERG Chauffeeffrake Nr. 57, Ecke Tiefenstraße. empfiehlt zur bevorstehenden Frühjahrs- und Sommer- Saison fein in umfangreichster Auswahl bestehendes Lager in fertiger Herren- sowie Sämmtliche von mir zum Verkauf fertiggestellten Waaren bestehen ausschließlich aus nur reinwollenen Stoffen vom einfachsten bis zum feinsten Knaben- Konfektion. Genre, die in fauberster Ausführung in eigenen Werkstätten wie hinlänglich bekannt durch tadellosen Siz und höchste Eleganz zu billigten Preisnotirungen abgebe. 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Vortrag des Herrn Julius Kunow über Naturheilkunde. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Für den Südwesten: Montag, den 14. März, Abends präzise 82 Uhr, im Lokale des Herrn Otto Klein, Schönleinstraße 6. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Wenzel über„ Charles Fourier. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben freien Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 325/16 Die Lokalverwaltung. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung Allen Freunden und Genossen hier mit zur Nachricht, daß uns am 11. d. Mts. ein rother Sozialdemokrat ge 18416 Deutscher Konditoren, Pfefferküchler boren ist. u. Berufsgenossen, sowie der Hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen am Montag, den 14. März, Abends 9 Uhr, Berliner Ressource", Kommandantenstrasse 57. Tages Ordnung: in der W. Hasche nebst Frau. Unserem Schankwirth Fritz Pähke, 96/2 Baufiberstr. 11, zum morgigen Geburts 1. Die Sonntagsruhe. Ref.: Herr Reichstags- Abgeordneter A. Bebel. tage ein donnerndes Hoch! 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Für Arbeiterinnen sind Plätze refervirt. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Es ist Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 13. März, Abends 6½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: " Vortrag des Herrn L. Henning über: Die Urzeit des Menschengeschlechts." Nach dem Vortrag: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. 437/16 1858b Die Stat- und Trudel- Brüder von Nebenan. Na Frige, das Andere mußt Du Dir verkneifen. R. J. R. 2. 2. 3. G. H. Für die Theilnahme meiner Kollegen in der Pianoforte Fabrit des Herrn Ruhla, Koppenstr. 72, bei der Beerdi gung meiner lieben Frau Emilie Vormelter verw. Krendel geb. Lehmann sage hierdurch meinen 1845b tiefsten Dank. Reinhard Vormelfer, Gatte. Ferdinand Krenckel, Sohn. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen am Donnerstag, den 17. März, Abends 8½ Uhr, in Hoffmann's Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler ur hier in der Ecke bei der ManFettsälen, Oranienstraße 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Um zahlreiches Erscheinen bittet 173/10 Der Vorstand. Allen dem Fachverein angehörigen Kollegen werden die Vorgänge, welche fich innerhalb unserer Bewegung im Laufe vorigen Jahres abgespielt haben, nicht unbekannt sein in Sachen des Herrn Karl Geffrois. Laut Beschluß der in der Dranienstr. 180 in Hoffmann's Festsälen am 14. Januar 1892 abgehaltenen Mitglieder- Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend wurde der Vorstand beauftragt, die Sache des Herrn Karl Geffrois der Deffentlichkeit zu übergeben und ersuchen wir hiermit Herrn Geffrois um FernBriefes u. dergl., widrigenfalls wir ihn zur gerichtlichen Verantwortung ziehen Der Vorstand. haltung eines solchen, wie am 14. Januar 1892 uns zugeschichten, schmußigen werden. J. A.: W. Kuhn, Grimmstr. 36. ( u. a. gewerbl. Arbeiter, Filiale Berlin E. Gr. Wiener Maskenball am Sonnabend, den 19. März 1892, In der Norddeutschen Brauerei, Chausseestrasse 58. Herren 50 Pf. Damen 30 Pf. Anfang 8% Uhr. Billets find zu haben beim Raffirer Burwig, Stettinerstr. 19, prt.; auf Zahlstellen, sowie in allen mit Plakaten belegten Lokalen. 304/2 Das Comitee. unseren Andreasftraße 21, Joël's Festsäle, Andreasstraße 21. Sonntag, den 20. März 1892, Vorm. 11 Uhr: Wohlthätigkeits- Matinée. Arrangirt von der Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Agitations- Kommission der in Holzbearbeitungs- Fabriken ( Filiale Moabit.) Dienstag, den 15. März, Abends 8 Uhr: Groke Derlammlung " bei Hermerschmidt, Perlebergerstraße 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hübsch über:„ Volts: armuth und die heutige Gesellschaft." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 176/9 Gäste sehr willkommen. Zellersammlung findet statt. Um zahlreichen Besuch bittet Die Bevollmächtigte. Don J. Meyer, Wienerstr. 1, Berlin. teuffelstraße. Guirlanden Meter von 15 Pf. an, Bouquets von 1 Mt. per Dutzend an. Für gute preiswerthe Waare garantire wie bekannt.[ 1790L Fernsprecher Amt IX. 9482. Stempel! Roh- Tabak. Sumatra, weißer Brand, 2 Pfd. deckend à 2,40, Borstenlanden Deckblatt, feinste Qualität à 1,50, ver fauft die Rohtabak- Handlung von F. Wienert, 63P Rosenthaler Straße Nr. 23. Vereins- Abzeichen. * H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik * Stempel! u. auf Holzplätzen beschäft. Arbeiter. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Felsenburg", Mitgl. des A.-S.-B., des Bitherklubs ,, Gleichheit" und verschiedener Spezialitäten. Musit, ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Freunde und Gönner der Arbeitersache sind hiermit besonders eingeladen. Billets à 30 Pf. find zu haben bei R. Gehlhoff, Mariannen- Ufer 4; W. Huchthausen, Oppelnerstr. 18a; G. Stein, Friedenstr. 79; H. Bu ch= 6013, Landsberger Allee 10; F. Binte, Swinemünderstr. 132, v. 4 T.; Gravirung von Inschriften etc. F. Pump, Brunnenstr. 116a; J. Peterson, Veteranenstr. 22. Verein zur Wahrung d. Juter- Verband d. in Holzbearbeit.Maler und Anstreicher. een der in der Suljabrifation Fabriken u. auf Holzplätzen Am Donnerstag, 17. März, kombinirte MitgliederVersammlung der Filialen Berlins in Gratweil's Bierhallen. Das Nähere in der Mittwochs- Nummer. 211/19 Maler! Arbeiter besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Ortsverwaltung Berlin II, Norb.) Berlins und Umgegend. Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, 17. März, Abds. 8 Uhr, in Feindt's Restaurant, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Der Zweck und die Ziele des Vereins, und wie ist das geringe gegenüber zu heben. Ordentliche General- Versammlung der Filiale I( Süden) Intereffe der Mitglieder dem Verein am Dienstag, den 15. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Dresdenerstraße Nr. 116. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Wahl des gesammten Borstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 2. Diskussion. 406/5 3. Verschiedenes und Fragekasten. Das Erscheinen sämmtlicher MitVersammlung im Lokale des Herrn Rehlitz, Bergstraße 12, Abends 8/2 Uhr. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. NB. Es wird gebeten, von den ausgegebenen statistischen Fragebogen recht regen Gebrauch zu machen. 166/16 Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung des 211/18 glieder ist unbedingt erforderliche Vereins d. Kürschner Der Vorstand. Achtung Klempner! Große öffentliche Versammlung der Klempner Berlins und Umgegend am Dienstag, den 15. März 1892, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Gewerkschafts- Organisation. Referent: RegierungsBaumeister Kessler. 2. Diskussion. 3. Unsere Forderung vom Jahre 1890. 4. Verschiedenes.- Kollegen, es gilt Euer Interesse, erscheint zahlreich. Der Vertrauensmann. 187/16 Achtung! Frauen und Mädchen Berlins! Oeffentliche Versammlung willkommen. am Montag, den 14. d., Ab. 81/2 Uhr, Verband deutscher Schuhmacher bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. ( Filiale Berlin). Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu§§ 105e und b Montag, 14. März, Abends 8/2 Uhr, der Gewerbe- Ordnung. Versammlung 2. Verbandsangelegenheiten. bei Feuerstein( Gartenfaal), Alte Jakob: 444/5 straße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Lother über Das Einheitsleben des Weltalls". 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragekasten. Kolleginnen und Kollegen als Gäste find willkommen. 293/18 Der Bevollmächtigte. Dienstag, den 15. März, Abends 8 1hr, in den Arminhallen", am Kommandantenstraße 20. 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten H. Molkenbuhr über die Nothwendigkeit der Gründung eines Bildungsvereins für Frauen und Mädchen. 2. Diskussion und eventuell Beschlußfassung. 433/17 HEF Männer als Gäste willkommen. E Die Agitationskommission der Frauen. Oeffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung am Dienstag, den 15. März, Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon( unterer Saal), Alte Jakobste, 75. Tages- Ordnung: 1. Die außerordentlich schlechte Lage der Konfektionsarbeiter und sind wir berechtigt, gegen einzelne Firmen vorzugehen? Referent: Rollege August Täterow. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl eines Mitgliedes zur Agitations Kommission. 4. Berichterstattung der Delegirten der Streif- Kontrollkommiffion. Zu dieser Versammlung sind namentlich alle Diejenigen eingeladen, denen unser Vorgehen gegen einzelne Firmen bedenklich erscheint. 179/4 Die Agitations- Kommission. Ost- und Westpreußen! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, 15. März, Abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21, im großen unteren Saal. Bauarbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt. Versammlung Sonntag, 20. März, Vorm. 11 Uhr, bei Wilke, Hochstraße Nr. 32 a.. Tagesordnung: 1. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheiten( Abrech nung vom Monat Dezember). 1835b 3. Verschiedenes und Fragetaften. Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden; neue Mitglieder werden aufgenommen. J. A.: W. Genz, Schriftf., Bernauerstr. 114c. Freie Vereinig. der Seifenfieder und Berufsgenossen. Mitglieder versammlung. am Dienstag, den 15. März, Abends 81/2 Uhr, im Loale des Hrn. Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 262/19 1. Vortrag des Gen. Jahn über: Die Erwidlung des Sozialismus". 2. Distufion. 8. Entrichtung d. Monatsbeiträge. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfeft. Es ist Pflicht der Mitglieder, pünktlich und zahlreich zu scheinen. Der Borstand. Zahnärztliche Poliklinit. Die Ortsverwaltung. ERS AL METALL UNIVERSAL Schutzmarke. POMADE ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u.silberna Die in der ganzen Welt rühm lichst bekannte ,, Helm- Putz- Pomade" anderen Helmen und nicht mit ist nur unser Erzeugniss. Dosen mit unserer Firma, weise werthlose Nachahmungen zurück. man als 2074L Berlin N., Brunnenstr.9. 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Der letzte Stre: k und die Lehre für unsere Gewerk Verbandstag zu formuliren, wurde sich die Versammlung dahin fchaftsbewegung lautete das Thema, welches die legte Ver- einig, es solle sich jedes Mitglied die Statuten zur Hand nehmen, Die Versammlung des Fachvereins der Müller und fammlung des Sozialdemokratischen Klubs der im dieselben eingehend prüfen und etwaige Aenderungen dem Filial Mühlenarbeiter, welche am 6. März tagte, ehrte zunächst das Buchdruck gewerbe beschäftigten Arbeiter be Borstand einreichen; alsdann sollten dieselben von der Versamm- Andenken des verstorbenen Kollegen Schmidt in der üblichen fchäftigte. Der Referent bemerkte Eingangs feines Vortrags, daß lung diskutirt und einer Kommission zur Bearbeitung und Weise. Dann referirte Kollege Nielsch über das Thema: dieses Thema schon mehrere Versammlungen beschäftigt habe und zur Einreichung an den Zentralvorstand übergeben werden.„ Unsere Stellung zum Gewerkschaftstongreß". Redner erläuterte darüber die verschiedensten Auffassungen zu Tage getreten feien. Eine längere Debatte rief ein Vorschlag der Unterstützungs- furs die Ursachen, welche zu der in Aussicht genommenen Zu dem Punkte aber wären wohl alle Kollegen einig, daß der kommission hervor. Weil der Kassenbestand der Filiale sehr Reorganisation der Gewerkschaften den Anlaß gegeben haben und Gewerkverein in Zukunft keine Kaffen, sondern Kampfes- Organi- schwach ist, so erbot sich die Kommission, bei Todesfällen von fritiftete den Entwurf der Generalfommission, sich in seinen Ausfation fein müsse. Bu bedauern sei deshalb die Ablehnung des Mitgliedern die Kranzspende aus ihren Mitteln zu bestreiten. führungen auf den Boden der Lokalorganisation stellend und 2. Theiles der Resolution Silberberg, worin die strikte Ablehnung Der Vorschlag wurde vom Kollegen Hennig bemängelt, indem gegen die geplanten Unionen plädirend, von denen er infolge der Der Tarifgemeinschaft ausgesprochen wurde. In Versammlungen, er meinte, wenn die 30 pet., welche am Urte bleiben, nicht für bald nöthig werdenden Steuererhöhung eine Verminderung der hier sowohl als außerhalb, habe man in Resolutionen den An die lokalen kleinen Ausgaben genügten, so müßte auf dem Ver- Mitgliederzahl der Zentralvereine befürchtete. Zum Schluß er schluß an die moderne Arbeiterbewegung ausgesprochen, jeht bandstag dafür gesorgt werden, daß ein größerer Prozentsatz am fuchte er, von der Entfendung eines Delegirten Abstand zu müsse dieses Versprechen eingelöst werden. Die Larifgemeinschaft Orte verbleibt. Redner wurde aber vom Kollegen Neumann nehmen. Genosse Eckart( Holzarbeiter) bezeichnete dagegen die habe den Buchdruckergehilfen nur Schaden gebracht. Die Ge- dahin befchieden, daß die Organisation eine Kampfesorganisation Bentralisation als die allein richtige und beste Organisations bilfen feien die eigentlichen Träger des Tarifs; sie hätten den und nicht nur für Unterstützungszwecke da sei, sondern lettere form und forderte diejenigen Mitglieder des Fachvereins Tarif mit ungeheueren Opfern eingeführt und auch nur Nebenfache sind. Nachdem noch verschiedene Redner der Müller, welche mit dem Borrebner nicht einverstanden seien, die Kosten für die Aufrechterhaltung deffelben getragen. Argumente für und wider die Frage ins Feld geführt hatten, auf, dem Fachverein schleunigst den Rücken zu kehren und sich in Die Buchdruckerei Besitzer dagegen hätten denselben nur ge- wurde die Versammlung sich dahin einig, die Sache auf sich bei den Holzarbeiterverband aufnehmen zu lassen. Rebner prophezeite zahlt, wenn es ihnen Nugen brachte, und ihre Unterschrift zurück- ruhen zu lassen. Hierauf wurde von einigen Rednern zur Sprache den Lokalorganisationen, daß wenn sich dieselben nicht zur Zentraligezogen, wann es ihnen paßte. Redner erläuterte dieses näher gebracht, daß auf dem Theaterbau Unter den Linden" fation bekehrten, fie in furzer Zeit vom Kapitalismus verschlungen an Beispielen aus den 70er Jahren. Aus all den Gründen sei österreichische Kollegen für einen niedrigen Lohn be- würden, da es die Zentralverbände in Zukunft ablehnen müßten, die Tarifgemeinschaft für die Gehilfen ein Nonsens und Pflicht schäftigt werden; Derselben sei es, voll und ganz dafür einzutreten, daß die Tarif vor Augen führen man müßte denselben die Solidarität die Lokalorganisationen bei Streits noch irgendwie zu unterstützen. ober wenn fie sich dem nicht Kollege Grunau wies die Propaganda des Vorrebners für den gemeinschaft nimmer wieder fehre. Dies sei um so nothwendiger, zugänglich zeigen, an die Kollegen in ihrer Heimath be- Verband der Holzarbeiter zurück und erklärte, es sei doch wohl als sich auch jetzt wieder einzelne Stimmen im Korrespondent" richten, wie vernehmen ließen, welche für die Tarifgemeinschaft eine Lanze von dort aus Remedur schaffen. Ein Redner meinte, man müßte band es hier aussieht; vielleicht könnte man gleich, ob ein Arbeiter einem Fachverein oder einem Verangehöre; die Hauptsache sei, daß brächen. Diese Reaktion müsse bekämpft werden. Redner sich an die Bauverwaltung wenden, die Herren derselben haupt Mitglied einer Organisation iſt. einer Organisation ist. Redner fritisirte geißelte sodann die Bedürfnißlosigkeit vieler Kollegen, welche nicht schwärmten ja sonst immer für unsere Station, und doch nähmen an dem Entwurfe der Generalfommission besonders, daß derselbe etwa darin besteht, daß sie ein Glas Bier verschmähten, nein, sie uns durch fremde Arbeiter in der jetzt so brückenden Zeit das die Müller, Bäcker, Schlächter und Brauer zusammenwerfe. sondern daß sie sich zu wenig um geistige Nahrung fümmern. Brot vom Tisch. Auch im Reichstags- Gebäude sei Aehnliches der Seiner Ansicht nach seien diese Berufe nichts weniger als verDer Künstlerstolz beherrsche noch viele. Es müsse dahin gestrebt Fall. Hier wären es Dresdener Kollegen, welche von einem der wandt. Denn es dürfte wohl nicht vorkommen, daß ein Müller werden, daß aus dem Korporationsstolz ein Ar eiterstolz werde. Shrigen nur 5-6 M. erhielten, während er selbst pro Mann einem Schlächter oder Brauer Konkurrenz macht, dagegen hätten In dieser Hinsicht komme den Buchdruckergehilfen die Ent- 10 M. bekommt. Wenn man auch nichts dagegen haben könnte, die Holzarbeiter durch die Konkurrenz der Müller am meisten zu wickelung des Maschinenwesens zu Hilfe. Kürzlich feien in einer daß reichsangehörige Arbeiter hier beschäftigt werden, so müßten leiden. Im Weiteren sprachen noch die Genossen Fischer, New- Yorfer Beitung infolge Einführung der Maschinenarbeit von sich die Betreffenden doch nach dem am Orte üblichen Lohn Srips und Wolf, sämmtlich Mitglieder des Holzarbeiter 80 Mann 40 entlassen worden. So revolutionire das Maschinen- richten und nicht als Lohnbrücker fungiren. Beschwerde sei auch Verbandes, an deren Ausführungen sich eine lebhafte wesen auch das Buchdruckergewerbe und aus den„ Künstlern" würden da am Plage. Nachdem dann noch auf die am 13. März in der Debatte knüpfte, an welcher sich von Seiten des Fachvereins Maschinenarbeiter. Der Referent tam sodann auf den Klub zu Brauerei Königstadt stattfindende Bersammlung hingewiesen war, die Kollegen Zugehör, Helmrich und Kreuzensprechen und meinte, die Ausgabe deffelben sei es, folche Menschen ging man auseinander. stein betheiligten. Im Schlußworte wies Rollege Nielsch zu erziehen, welche in der Lage sind, die anderen zu belehren. Bei allen Vorträgen solle man Rückschlüsse auf das Buchdruck- Der Fachverein der Tischler Berlins hielt am 6. März beanspruchten, zurück und erklärte, daß man nicht auf dem extremen die Behauptung, daß die Lokalorganisationen eine Sonderstellung gewerbe ziehen, die Kollegen ständig aufklären. Die äußerst seine außerordentliche Generalversammlung bei Joel ab. Der Standpunkt des Genoffen Gc art stehe und behaupte, die Lokal rege Tistussion bewegte sich im Sinne des Referenten. Aus der große Saal war bis auf den legten Platz gefüllt; handelte es organisation sei die allein richtige, wie derfelbe von der BenWitte der Versammlung fam die Aufforderung an den Vorstand sich doch um Stellungnahme zum Verband. Vor Eintritt in die tralisation behaupte. Man fei sogar der Meinung, daß auch eine des Klubs, demnächst eine öffentliche Versammlung zu veranstalten Tagesordnung wurde beschlossen, am 18. März auf die Gräber Bentralorganisation unter Umständen sehr gut sein tönne, da und auf die Tagesordnung derselben das Thema„ Buchdrucker- der Märzgefallenen einen Kranz niederzulegen. Dann machte man jedoch mit derselben schlechte Erfahrungen gemacht habe, fo tunst oder Fabrikbetrieb?" zu segen. Der Vorsitzende versprach der Vorfiyende bekannt, daß der Streit bei Laborenz in Rigdorf, fei wohl die Annahme gerechtfertigt, daß das im Allgemeinen dies in Erwägung zu ziehen. Nachdem noch der Versammlung Knesebeckstraße, noch unverändert fortdauert, und deshalb die nicht immer der Fall sei. Der Antrag, einen Delegirten nach Mittheilung von dem Rücktritt des 2. Borsitzenden gemacht war Kollegen den Zuzug fernhalten sollen. Hierauf gab Kollege Halberstadt zu senden, wurde darauf einstimmig abgelehnt. Die und die Anwesenden aufgefordert worden, die gehörten An- Iode einen Rückblick auf die Entwickelung der Organisation übrigen Punfte der Tagesordnung fonnten wegen vorgerückter regungen in weitere Kreise zu tragen, wurde die Versammlung ge- der Tischler, dabei betonend, wie der Fachverein eifrig bemüht Beit nicht erledigt werden. Schloffen. war, die Zersplitterung der Kräfte zu vermeiden. Jetzt sei eine Reorganisation sämmtlicher Gewerkschaften in Aussicht genommen er überDie Filiale I des Verbandes deutscher Maurer und und gälte es, hierzu Stellung zu nehmen. Ein Antrag von der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter( Gruppe Drahts Eine Branchenversammlung des Verbandes aller in berwandter Berufsgenossen Berlins und Umgegend( Buyer) Seiten des Vorstandes sei nicht gestellt, vielmehr folle die Verarbeiter) befchäftigte fich am 5. März mit der Lohnbewegung nahm in ihrer regelmäßigen Mitgliederversammlung die Abrech sammlung aus ihrer Mitte selbst ersehen, was gut sei. Es ent- der Drahtarbeiter. Kollege Mude legte Namens der Tarif nung vom Maskenball entgegen. Dieselbe ergab einen Ueber- ipann sich hierauf eine äußerst lebhafte Distusfion, an welcher sich eine fommission der Nadler den Bericht derselben vor. Danach soll Schuß von 111,20 m., welcher der Unterstützungstommiffion große Anzahl Redner betheiligten, 3/4 derfelben waren für Lokal- und die Arbeitszeit auf 9 Stunden beschränkt werden und der überwiesen wurde. Ein Antrag, die Versammlungsberichte regel-/ 4 für Bentralorganisation; alle ftimmten aber darin überein, daß Minimallohn 40 Pf. pro Stunde betragen. Auf Montage mäßig im Vorwärts", sowie im Grundstein" zu veröffentlichen, der Verband in der heutigen Zusammenfeßung den Tischlern innerhalb Berlins soll ein Zuschlag von 50 Pf. pro Tag gelegt fand mit großer Majorität Annahme. Kollege Diedrich Berlins nicht genügen fönne; er lege den Kollegen bedeutendere und für außerhalb der Zuschlag je nach den Verhältniffen be brachte hierauf zur Sprache, in welcher Weise Anhänger der Opfer auf als der Fachverein, bei ihm vertheile sich die Ge- rechnet werden. Für Ueberstunden, Sonntags wie Nachtarbeit Lotalorganisation Profelyten machten und Mandate für den sammteinnahme zu 83 pt. auf Berwaltungskosten, Reise- Unter- verlangt man 25 pet. Aufschlag. Kollege Schmidt legte Halberstädter Kongreß zu erlangen suchten. Sie meldeten eine ftügung, Obligatorium u. f. w., so daß nur 17 pet. für den darauf den von der Tariskommission ausgearbeiteten Bericht der Versammlung in irgend einem Vorort an, nähmen dann ihre Kampffonds blieben; beim Fachverein dagegen blieben für letzteren Drahtweber vor. Derselbe wurde angenommen. Danach Anhänger und gingen nach der Versammlung hin, in welcher Bwed 60 pet. Verschiedene Anträge auf Schluß der Rednerliste hat für die Vorarbeiten ein angemessener Aufschlag einzutreten, da dieselben meist nur spärlich von anderen Kollegen besucht oder Berkürzung der Redezeit wurden fast einstimmig zurück- ferner werden wegen der Verkürzung der Arbeitszeit 10 pct. für feien sie dann vermöge ihres Rebetalents die Nicht gewiesen, was wohl für das große Interesse zeugt, mit welchem fämmtliche Arbeiten gefordert. Es wurde sodann beschloffen, anhänger der Lokalorganisation majorisiren fuchten. Die Mitglieder der Verhandlung folgten. Da das Lokal indeß nachdem der beschließenden Versammlung des Verbandes die Ans Hätten sie alsdann ein Wlandat erlangt, so würden sie auf dem um 2 Uhr geräumt sein mußte, gelangte ein Antrag auf Ver- legenheit unterbreitet worden sei, vom 19. April ab in die LohnKongreß in die große Lärmtrompete stoßen und sagen: so und so tagung der Versammlung bis nach dem Gewerkschaftskongreß zur bewegung einzutreten, vorher aber die Forderungen den Fabrikanten viel Ortschaften haben wir hinter uns. Man soll deshalb auf Annabme. Im weiteren wurde noch ein Unterstützungsantrag im Birkularwege zu unterbreiten. der Hut sein und den Betreffenden das Handwerk legen; so wie dem Vorstand zur Erledigung überwiesen, und der Versammlung Größtes Geschäft des Nordens. Singer& Co., Chausseestr. 56, Streng reelle Bedienung. Ecke Liesenstr.. 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