Nr. 55. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebüŋe beträgt für die fechsgespaltene Rolonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. -VO Johann Jacoby. ( 8um 25jährigen Gedenktag seines Todes.) Donnerstag, den 6. März 1902. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Gedankenlos willenlos Menschenalter hinaus wieder zu verwirren.„ Deutschlands„ Die Gesellschaft das heißt die Habgier der besitzenden Zerrissenheit hat Jahrhunderte lang Schmach und Elend auf Klassen sagt zu den Besitzlosen: Uns verdankt Ihr Arbeit und uns gehäuft. Nur die Einheit tann uns Heil bringen. Als Brot. Darum sollt Ihr von den Früchten Eures Schweißes uns Im deutschen Reichstag, das seine gewaltigen Steinmaffen am in den Tagen des März die deutschen Stämme sich gegen ihre Be- so viel abgeben, als wir für billig erachten. Wollt Ihr dies nicht, Königsplatz türmt, dentet kein künstlerisches Wahrzeichen auf die Be: drücker erhoben, hat jeder einzelne Stamm seinen Willen kundgethan: so steht es Guch frei, ohne Arbeit und Lohn zu verhungern. stimmung eines Volkshauses des allgemeinen, gleichen Wahlrechts: fortan soll Deutschland ein freies und einiges Reich sein.... besiglos ist die Masse des Volkes Ueberall heraldischer Schnicschnack, unpolitische Wandbilder, dynastischer Was in der Stunde begeisterter Erhebung jeder einzelne Stamm sich den Zwecken der Kirche, des Staats, der Gesellschaft unterthan." Pomp. Bronzene Ritterpuppen sollen in der mächtigen Wandelhalle gelobte, das soll jezt von der Gesamtheit feierlich proklamiert, durch Dann führt Jacoby aus, wie sich zunächst die drei Mächte Elufstellung finden, ein Kaiser steht auf dem Schlußstein des Hauses, den Gesamtwillen des souveränen deutschen Volkes ausgeführt untereinander befehden, wie dann Thron, Altar und Geldmacht sich dessen Bestimmung nicht einmal eine Inschrift zu künden wagt. werden. Der deutsche Reichstag ist das Mittel, um die Ein- verbinden, um den Forderungen der Freiheit und GleichSelbst in dem verlotterten, rückständigen Oestreich ist der griechische heit des Vaterlandes auf dem Wege friedlicher Umgestaltung zu berechtigung Widerstand zu leisten. Tempel des Reichsrats durch die Marmorbilder antiker Weisen und erzielen! Wer Deutschlands Einheit will, der muß die Macht, die Jegt gilt es den letzten, entscheidenden Kampf der unterdrückten, die Büsten moderner Barlamentarier geschmückt. Im deutschen Reichstag Kraft des Volksparlamentes fördern. Wer dieser Macht entgegen- freiheitbedürftigen Menschheit gegen den dreieinigen Feind! aber foll Willensfreiheit Arbeitsso heischt es die Herrschende Klasse sich nicht der alte tritt, wer fie hemmt oder schwächt, der ist ein Feind des Vater- Geistesfreiheit deutsche Voltstraum erfüllen, der unter Opfern, Känipfen und landes." So rief Johann Jacoby am 18. Mai 1848 ans. freiheit ist die Losung." Martern zur Einheit und Freiheit drängte, soll nicht der Märzensturm Es ist anders gekommen, wie er hoffte. Eine Einheit wurde in Man erkennt: Dies Glaubensbekenntnis ist wahlverwandt der von 1848 sich steinern gestalten, sondern er soll ein Triumphmal des Blut gelittet, die Freiheit wurde im Waffenlärm zertreten. Johann Weltanschauung des Proletariats. tonterrevolutionären Ursprungs des Deutschen Reichs sein, dieser Jacoby erlebte noch diese Entwicklung. Aber er ließ sich weder in Das Proletariat allein gedenkt denn auch heute des schlichten dynastisch- militaristisch- kapitalistischen Bildung aus Blut und Eisen. Die sie hineinreißen noch durch sie entmutigen. Er paßte sich nicht Mannes, der ein Charakter von antifer Größe war. Das Proletariat Hohenzollernlegende, die brutale Erfolgspolitik, der wiedergeborene dem liberalen Renegatentum an, wie so viele andre, er wurde sich allein hat auch das sittliche Recht, Johann Jacobys Gedächtnis zu Trotz des vormärzlichen Europas hat den Schmuck des Reichshauses nicht selbst untreu und brauchte sich deshalb auch nicht vorzulügen, feiern. Die reine Luft des klassischen weltbürgerlichen Deutschtums der gebieterisch bestimmt, eines Parlamentts, das aus einer widerwillig wie er mit den Jahren vernünftiger und einſichtiger geworden; Leffing, Kant, Schiller, Goethe, Fichte weht um diesen revolutionären zugestandenen Konzession eine so unerschöpfliche, bequeme Gold- Selbstverrat wählt ja stets diese Formel der Entschuldigung. Aber Geist. An ihm mag sich der große, stolze Glauben an unire weltmachermaschine zur Befriedigung für alle Gelüste der herrschenden er verlor auch nicht den Glauben an seine Ideale. Wie er dem geschichtliche Mission aufrichten, wenn er in den Notwendigkeiten der Reaktion geworden ist. König Friedrich Wilhelm IV. 1848 auf seine unanständige Geberde leinen, mühsamen, oft wider wärtigen Tagestämpfe zu erschlaffen Zu einem Trödelmarkt ist der in dem, seinen edlen Beruf ver- das Wort entgegenschleuderte:" Das eben ist das Unglück der Könige, und zu verzagen droht. Yeugnenden und verratenden Hause betriebene bürgerliche Bar- daß sie die Wahrheit nicht hören wollen"- so wagte er es auch, dem lamentarismus geworden, eine Agentur für die Geschäftsintereffen im Erfolgsrausch dreier Kriege geblendeten Bürgertum die der besitzenden Klaffen, eine Stätte Kleinlichsten Brofithaders, der Unwahrheit und Unehrlichkeit, des Schachers und der Liebedienerei. Byzantinische Heuchelei, duldsame Unterwürfigkeit, feige Inkonsequenz erniedrigen fortgefeßt die Voltsvertretung. Rein großer Gedanke, keine reine Begeisterung, kein stolzer Höhenflug herrscht auf dieser Börse des bürgerlichen Parlamentarismus, den eine fieche und feile Opportunität allen Anmaßungen des herrschenden Regimes gefügig macht. Hätten die Helden von 1848 geahnt, daß ihre bürger lichen Erben die Sache, für die sie ihr Blut ließen, so erfüllen würden, sie hätten sich besonnen, ob es sich verlohnte, darum auf die süße Gewohnheit des Lebens zu verzichten. " Ja, ich gehöre zur äußersten Oppofition gegen Unrecht und Inwahrheit", rief vor 61 Jahren der große Vorfämpfer dieses bürgerlichen Barlamentarismus dem anklagenden Staatsanwalt zu Niemand mehr aus dem Bürgertum würde heute solch ein Bekenntnis wagen. Die gesättigte Bourgeoisie hat längst alle Ideologie" abgestreift, moralische Begriffe gehören nicht in die Politik, ivenn ihre Proklamierung nicht gelegentlich als Heuchelei nützlich scheint, der bürgerliche Barlamentarismus ist nichts als ein Instrument direkten und indirekten Geldverdienens, und die feinere panamistische Korruption herrscht überall, auch wenn sie nicht in der groben Form der BarBestechung erscheint. Erst 25 Jahre hat sich das Grab über dem 3 mit der geißelnde Wahrheit ins Gewissen zu rufen, auch wenn er ganz Verständigung Verständigung der Agrarier mit allein stand. Nach Königgrätz schrieb er über die Nationalen" und die praktischen Politiker": Regierung. In der Mittwoch- Sigung der Tarifkommission wurde " Ihnen ist die staatliche Einigung der Nation nicht Mittel zu unter Ablehnung des Erhöhungsvorschlages der Vorlage, der einem höheren Zwed, sondern absoluter End- und Selbstbestehende Zoll für polierten und unpolierten Reis( Position wed. Voltsrecht, bürgerliche Freiheit, öffentliche Moral, die ganze 10 und 16), aufrecht erhalten, bei Leinsaat und Leinöl unter Kulturentwicklung der Menschheit alles das sind Dinge, die sich Ablehnung noch weitergehender Anregungen die Zollfäge der der absoluten Nationalitätsforderung unterzuordnen Regierung gebilligt. Abermals wurde durch die haben. Die Jdee der Nationalität ist der Grundton, alle andren Geschäftsführung des Vorsitzenden und die Ideen find Nebentöne, die dem Grundton folgen müffen. Geht es nicht auf friedlichem Wege, so muß Blut und Eisen die Nation zu sammenschweißen: durch das Schwert muß die Einheit geschaffen werden, lautet die Parole dieser Staatsmänner". Unwillkürlich wird man an die Worte des Wachtmeisters in Wallensteins Lager erinnert: 11 Alles Weltregiment, muß Er wissen, Von dem Stockte hat ausgehen müssen, Und das Scepter in Königshand Ist ein Stock nur, das ist bekannt. Der Kaiser Napoleon ist der Erfinder dieser modernen Nationalitätslehre". N Annahme eines Schlußantrages eine lebhafte Geschäftsordnungs- Debatte hervor. gerufen. Die Mehrheit beschloß, mit dem Präsidenten des Haufes darüber in Verbindung zu treten, daß und wie die brei strittigen Geschäftsordnungs- Fragen dem Plenum und der Geschäftsordnungs- Kommission vorzulegen seien. Graf von Ballestrem lehnte aber ein Eingehen auf diese Materie ab, falls nicht die Kommission mit einem Bericht an das Plenum treten wolle. Als seine persönliche Ansicht sprach er aus, daß dem Brauch des Hauses entsprechend die Kommission selbst ihre Geschäftsordnung festzusetzen habe. Nunmehr wurde von der Mehrheit und der Minderheit folgende Vereinbarung über Manu geschlossen, der jenes Wort einst aussprach. Und doch wirkt Kurz bevor Bismard mit dieser Napoleonischen Nationalitätslehre die strittigen Fragen( ohne Aufgeben ihres grundsäglichen er beinahe wie eine fremde Erscheinung aus einer prähistorischen über den kleinen Buonaparte, der Schüler über den Meister trium- Standpunktes) für die ferneren Sigungen getroffen: 1. Auch Epoche des deuschen Bürgertums. Wenu Johann Jacoby phierte, übertönte Johann Jacoby den brandenden Blut- und Eisen- wenn ein Schlußantrag eingelaufen ist, muß das vor Beginn heute im Reichstag erschiene, für dessen Werden er einst seine ganze Nationalismus mit dem fühnen, prophetischen Wort: Wenn unsre der Abstimmung über den Antrag um das Wort nach Bersönlichkeit einsette, und wenn er dann idealistisch von ewigen Staats- und Gesellschaftsrettungen, die glorreichen Errungenschaften suchende Kommissionsmitglied sofort das Wort erhalten; Grundsätzen, fittlicher Weltanschauung, großen revolutionären Ge- der Blut- und Eisenpolitik als eine verschollene Sache längst der Ver- 2. der Antragsteller zu einer Tarifpofition hat stets das Wort danken sprechen würde, die Parlamentsagenten des kapitalistischen gessenheit anheimgefallen, wird man es unsrer Zeit noch als Verdienst zu erhalten. haben mehrere Mitglieder einen gleichen Antrag Profits und des feudalen Privilegs würden über das altfränkische anrechnen, daß sie den Genossenschaftsgeist, den Keim aller mensch gestellt, so haben sie zu vereinbaren, wer von ihnen das Wort Männlein lachen. Graf Bülow würde ihn belehren, daß er von den lichen Tugend und Größe, in der Arbeiterivelt belebt und gepflegt erhalten soll, 3. mit dieser Maßgabe sind Schlußanträge Durch diese Vereinbarung tiefsinnigen Geheimnissen der höheren und höchsten Diplomatie nichts und dadurch den Grund gelegt hat zu einem neuen, auf dem in der Kommission zulässig. verstiinde, und in den Blättern würde des Tags darauf stehen, wie der Princip der Gleichheit und Brüderlichkeit beruhenden, wahrhaft fitt- ist der in andren Kommissionen herrschende Brauch bestätigt. Jacoby platte Albernheiten geredet und sich unsterblich blamiert hätte; lichen Gesellschaftsleben. Die Gründung des kleinsten Auf diesen Friedensschluß folgten einige zu allseitiger der geniale Kanzler Graf Bülow habe ihn glänzend abgeführt, Arbeitervereins wird für den fünftigen Kulturhistorifer von Nachgiebigkeit auffordernde Worte des Grafen v. Posanicht einmal das Ohr des Hauses habe der lächerliche alte Herr Doktor größerem Wert sein, als der Schlachttag von Sadowa." bowsky. Die Mehrheit de: konservativen Partei scheint aus Königsberg i. Pr. gehabt. Den Sedanjubel beantwortete er mit einem unerschrockenen sich mit den Grundzügen der Regierungsvorlage ausDennoch nicht alle würden lachen. Dort auf der linken Protest gegen die Annexion von Elsaß Lothringen. Er büßte im geföhnt und mit dem Grafen Posadowsky verständigt Seite des Hauses, wo die Vertreter des Proletariats sizen, würde Kerker. Und als zwei Jahre später die aufsteigende Socialdemo- zu haben, so daß in der nächsten Zeit wohl allein die Zollman ihm dankend und ehrfurchtsvoll die Hand schütteln, und der kratie durch den Leipziger Hochverratsprozeß in ihren Führern zu gegner die Vorlage zu bekämpfen haben werden. Nach den vielerlei Zollschranken winkt für die nächste bescheidene Mann würde sich still zu ihnen gesellen und er würde in Boden geworfen werden sollte, da protestierte der still gewordene Lächelnd- beglückter Gelaffenheit ihnen sagen:„ Es ist zwar anders Mann gegen diese Gewaltpolitit des neu entstandenen Reiches, in Sigung die erste Oase zollfreier Positionen. Position 16 will gekommen, wie ich einst hoffte, die menschliche Entwicklung schreitet dem er öffentlich seinen Uebertritt zur Socialdemokrat Baumwollfamen, Ricinussamen und einige andre Samen 30llfrei lassen. Freilich belegt Position 164 Ricinus ö I langsam und die Hindernisse türmen sich scheinbar in noch höherem verkündete. Maße, wie die Kraft, sie zu überwinden. Gewiß, die drüben sind Johann Jacoby war nicht eigentlich Socialist. Er war mehr mit 9 M.( in denaturiertem Zustand mit 2 M.) 8oll. Die! schlimm verwahrlost, eine traurige Gesellschaft von Wechslern und Idealist der Humanität als Gesellschaftskritiker. Gleichwohl trennte Gegner jeder Obstruktion haben auch hier Zollfreiheit beantragt. Händlern. Dafür seid Ihr aber herrlich über mich hinausgewachsen, ihn seine tiefere sociale Einsicht frühzeitig von dem bürgerlichen Ihr seid reicher und gründlicher geworden, flarer über Ziele und Radikalismus. Schon 1848 forderte er nicht nur die politische, sondern Wege, und in stetig reifender Stärke schreitet Ihr zum Siege, weil auch die sociale Umgestaltung; die staatliche Freiheit war ihm schon Am Mittwoch wurde zunächst über die Positionen 10 und 161: Ihr den Glauben an menschliche Größe, die Begeisterung für die damals nur ein Mittel für die sociale Befreiung, und er erkannte ,, Reis, unpoliert und poliert", verhandelt. Die Vorlage sieht einen Zukunft, weil Ihr die Ideale des Völkermärz nicht verloren habt. scharf, daß in der Furcht der Befizlosen vor den Besitzenden" die Boll von 4 M. auf unpolierten und von 6 M. auf polierten Reis Laßt das Zwerggeschlecht schwatzen, schachern und höhnen Ihr geht Hauptgefahrfür die 1848er Bewegung lag. Gothein( frs. Vg.) beantragt, den Zoll auf polierten Reis auf Euren Weg unbeirrt In der Vorrede zu der 1872 erschienenen Sammlung seiner Schriften 4 M. Herabzusetzen, die Socialdemokraten beantragen, den Reis Und wenn dann einst der Tag kommt, da das Proletariat zur und Reden legte er in knappen Sägen sein Glaubensbekenntnis nieder: ganz 30llfrei zu lassen. herrschenden Macht geworden, dann wird in der Wandelhalle des Er spricht von den drei Zauberformeln": Im Namen der Kirche Antrick( Soc.): Gründe für die Erhöhung des Bolls auf polierten deutschen Reichstages all der mittelalterliche Plunder verschwinden im Namen des Staats im Namen der Gesellschaft. Reis find in der Vorlage nicht angeführt, es sei denn, daß man es und die unscheinbaren Männer in marmornem Abbild Platz finden, Durch diese dreifache Zauberformel habe seit jeher Herrschbegier und als Begründung ansieht, wenn behauptet wird, daß die Erhöhung die einst für die deutsche Einheit stritten und litten, als die Fürsten Selbstsucht Einzelner den Geist, den Willen, die Arbeits der Getreidezölle bewirke, daß der Reisverbrauch steigt und dem und Junker noch diese Umstürzler mit ihren Häschern verfolgten, mit traft der Völker gefesselt und ausgebeutet. Getreidepreis größeren Wettbewerb macht. Wie es heißt, soll die Pulver und Blei zu vernichten trachteten. In dieser Ahnengalerie„ Die Kirche das heißt die Anmaßung der Priester- fagt Regierung eine Zollerhöhung ursprünglich nicht beabsichtigt haben, der deutschen Volksbefreiung wird der Dr. Johann Jacoby aus zu dem Laien: Euer Geist ist zu schwach, die Wahrheit zu er die erst im Wirtschaftlichen Ausschuß verlangt worden sei. Eine Königsberg in Preußen die Reihe beginnen. gründen. Auf daß Ihr nicht in Irrtum und Sünde verfallt, müßt Notlage der Interessenten ist nicht vorhanden. Wenige große KapiMit den Vier Fragen eines Ostpreußen", die 1841 erschienen, Ihr ohne Prüfung- glauben, was wir, die Dolmetscher talisten haben das Reisgeschäft in Händen, sie sind in einem wurde die bürgerliche revolutionäre Bewegung in Breußen ihrer selbst des göttlichen Geistes, als Wahrheit verkünden!. Kartell verbunden und suchen die Konsumenten auszuplündern. sich bewußt. Als wir alle noch in politischer Finsternis lebten, trat„ Der Staat das heißt die Herrschsucht der weltlichen Macht- Gerade der Reis ist von außerordentlicher Bedeutung für die Johann Jacoby aus dem Dunkeln hervor, fertig, flar, glänzend, haber fagt zu den Staatsangehörigen: ohne Unterordnung Ernährung der armen Voltsschichten. Die Bollerhöhung des Reis, kühn, und ward der Schöpfer des politischen Lebens in Preußen" feine Ordnung auf Erden! Nicht dem eignen beschränkten Urteile der gar nicht im Julande angebaut werden kann, beweist, in welchem so bekannte später Franz Ziegler. Seit dieser Zeit wehte Märzen- dürft Ihr in Eurem Handeln folgen, sondern dem, was wir als Maße die arbeitenden Klaffen den Auswuchergelüften der Iuft. Das Jahr 1848 löfte die vier Fragen, um sie dann auf echt feststellen... Junker p reisgegeben werden sollen. " vorwärts!" " bor. Gamp( Rp.) ruft: Unverschämt! Vorsitzender Rettich ruft Antrick zur Sache. Der Vorsitzende fragt an, wie denn die Geschäftsordnungs-| In Wirklichkeit handelt es sich bei dieser Auskunftsstelle, bei fragen vor das Plenum gebracht werden sollen. der das Reich 30 000 M. Hergeben soll, um ein Werbebureau Die Kommission wird sich dahin schlüssig, daß zunächst dem für unsre afrikanischen Kolonien. Während die Freisinnigen sich ebenso wie gestern Bebel gegen die Bewilligung der Summe erklärten, ebenso eine Minderheit im Centrum, deren Wortführer der Abg. Heim war, beschloß die Mehrheit, die 30 000 Mark als einmalige Ausgabe zu bewilligen. Ist aber erst einmal A gesagt, so wird wohl auch in den nächsten Jahren die gleiche Ausgabe gefordert werden. Antrick: Der Ausplünderung ist ein kleiner Danm dadurch entgegengesetzt, daß deutsche Kapitalisten in Indien Reisschäl- Mühlen Seniorenkonvent die Fragen zur Entscheidung unterbreitet werden eingerichtet und dem Kartell Konkurrenz gemacht gemacht haben. follen 1. ob Schlußanträge in Kommissionen zulässig seien: 2. ob Wolle man diese Konkurrenz bekämpfen, dann fann es am vor der Abstimmung über Schlußanträge Geschäftsordnungs- Debatten besten geschehen, wenn man den Nohreis im Zoll herabsetzt. angängig feien; 8. ob jedem Antragsteller zur Begründung seines Durch die Festsetzung des Bolles auf polierten Reis von 4 auf Antrags das Wort erteilt werden müsse. 6 M. würde dem Kartell ein Profit von 3 Millionen Mark bewilligt werden. Freilich haben die Herren schon jetzt ein fleines Geschent sich gesichert, indem ihnen schon heute bei der Einfuhr von poliertem Reis 18 Prozent für Abfälle berechnet werden, während thatsächlich je nach der Güte des Nohproduktes nur 12-15 Proz. Abfälle vorhanden sind. Verteuert man den Reis, dann verschlechtert man die Lebenshaltung der Arbeiter und auch die Landwirtschaft hat Schaden, denn Reismehl ist ein vorzügliches Futtermittel für die Mästung von Kälbern. Bei der Abstimmung über die Positionen 10 und 161 wird der Boll für unpolierten Reis nach der Vorlage auf 4 M. festgesetzt. Der Zollfaz für polierten Reis wird dagegen mit 12( Centrum und Linke) gegen 11 Stimmen von 6 auf 4 M. herabgesetzt und demgemäß die Anmerkung gestrichen. In Position 15 ist Leinsaat und Hanffaat mit einem Bollfat von 0,75 M. belegt. Beide genießen jetzt Bollfreiheit, die für Leinfaat Belgien, Rumänien und Rußland gegenüber vertragsmäßig gebunden ist. Antrick und Genossen( Soc.) und Gothein( frs. Vg.) beantragen 3ollfreiheit, v. Wangenheim( tons.) Erhöhung auf 2 Mark. Bingen( C.) referiert über die Petitionen. Grube für bie Ein lebhafter Kampf wurde um das neue Dienstgebäude für die Kolonialverwaltung geführt, das in der Wilhelmstr. 62 an Stelle der Grundstücke errichtet werden soll, die der Fürstin Luise von Hohenzollern gehören. Die Reichsregierung war bereit, 2800000 m. dafür zu bezahlen. Die Budgetkommission hat die Summe auf 21/2 Millionen herabgesetzt und die Besitzerin hat eiligst zugegriffen. Aber auch dieser Preis geht weit über den wirklichen Wert des Handtuchartigen Grundstücks hinaus, den Bebel auf 1½ Millionen Mark tagierte. In namentlicher Abstimmung wurde schließlich der Ankauf des Grundstücks zu 2/2 Millionen mit 126 gegen 91 Stimmen beschlossen. Mit der Minderheit stimmten auch einige CentrumsGothein( frf. Vg.): Man hat uns mitgeteilt, daß die ZollRegulierung für Reisschäl- Mühlen in Kraft bleiben soll. Würde man auf Rohreis einen Zoll von 4,00 M. festsetzen, so würde das einem Zoll für geschälten Reis von 4,88 m. entsprechen. Unser teis von 4,88 97. entſprechen. Unser Hauptabsatzgebiet für geschälten Reis war Oestreich- Ungarn. Dort Autrick( Soc.) begründet seinen Antrag. Gründe für die Er- abgeordnete. haben deutsche Kapitalisten Schälmühlen errichtet und min verlangen hebung eines Zolles von 75 Pf. find in den Motiven nicht angeführt. Beim Kolonial Etat sah sich der olle ehrliche fie, daß der Zoll erhöht werde. Diesem Drängen der deutschen Nur der Bund der Landwirte versucht eine Begründung, indem er Arendt gezwungen, wegen seiner unberechtigten Angriffe Kapitalisten haben die Oestreicher nachgegeben. sagt, der Anbau sei im Jnteresse des Fruchtwechsels geboten, aber auf den verstorbenen Kolonialdirektor Kaiser wegen dessen die Preise seien so tief gefunken, daß der Anbau sich nicht mehr Gegnerschaft gegen Peters Abbitte zu leisten. Er nannte bei lohnt. Die Preisstatistik aber beweise, daß diese Behauptung un- dieser Gelegenheit die„ Kölnische Zeitung" das schäbigste Blatt wahr ist. Die Statistik zeige, daß die Preise zwar schwanken, aber der Welt. Herr Dr. Paasche, der bekanntlich Mitarbeiter der eher eine steigende als eine sinkende Tendenz haben. ,, Kölnischen Zeitung" ist, wagte nur sehr bescheiden Widerspruch zu erheben, indem er meinte, er könne Herrn Arendt nicht ganz Recht geben. Geheimrat Lan sucht den Schutzzoll für polierten Reis damit zu begründen, daß das Deutsche Reich in Europa das einzige Staatswesen sei, das nicht zwischen poliertem und unpoliertem Neis differenziere. Unterstaatssekretär v. Fischer: Der Schutzoll für polierten Reis entspreche dem Ausbeuteverhältnis. Müller: Fulda( C.) und Genossen beantragen gleich Gothein den Bollfaz für polierten Reis auf 4 M. zu bemessen und die Anmerkung zu Position 161:" Polierter Reis zur Herstellung von Stärke unter Ueberwachung der Verwendung 4,00 M." demgemäß zu streichen. Vorsitzender Rettich teilt mit, daß ein Schlußantrag eingegangen sei und läßt sofort darüber abstimmen, obwohl Stadt: hagen( Soc.) fich inzwischen zur Geschäftsordnung gemeldet hat. Der Schlußantrag wird angenommen. Zur Geschäftsordnung wiederholt Stadthagen seinen gestrigen Protest gegen die Zulässigkeit von Schlußanträgen in Kommissionen und beanstandet die Geschäftsführung des Vorsitzenden, weil dieser seine Wortmeldung zur Geschäftsordnung unbeachtet gelassen habe. Redner beantragt, seinen Protest zu Protokoll zu nehmen. Eine Bergewaltigung laffen wir uns nicht gefallen. Wir werden später im Plenum beantragen, daß diejenigen Teile des Zolltarifs, die in geschäftsordnungswidriger Weise in der Kommission verhandelt worden sind, an die Kommission zurückverwiesen werden. Vorsitzender Rettich erklärt, es entspreche dem Vrauche, daß in Kommissionsverhandlungen Schlußanträge zulässig feien. v. Kardorff( Rp.) tadelt die Ausdrücke der socialdemokratischen Redner, die es liebten, den Ton der Berliner Voltsversammlungen in diese Kommission zu übertragen. Stadthagen( Soc.) protestiert gegen diese Kritik. Der Ton der Socialdemokraten sei doch besser, als der Ton im Cirkus Busch. Die Erregtheit der Majorität beweise, daß der Neunuhr- Anfang für die Abgeordneten der Rechten zu zeitig fei, weil sie offenbar einen längeren Schlaf zur Beruhigung ihrer Nerven nötig hätten. Autrick( Soc.) protestiert gegen den vom Vorsitzenden verübten Bruch der Geschäftsordnung. Der§ 44 der Geschäftsordnung bestimme, daß jeder sofort zur Geschäftsordnung das Wort erhalten müsse. Antrick( Soc.) ruft in heftigster Erregung aus: Anstatt auf tückische Art die Geschäftsordnung zu mißbrauchen, möge doch die Mehrheit den Mut haben zu erklären, daß Gewalt vor Recht gehen solle. Das Verfahren des Vorsitzenden gegen Stadthagen sei ganz ungehörig. Vorsitzender Rettich erklärt es für unzulässig, dem Vorsitzenden so etwas vorzuiverfen. Die Saatzucht ist in Deutschland wenig vertreten, die Landwirtschaft gebraucht die Oelkuchen als wichtiges Futtermittel; setzt man hier einen Zoll ein, dann folgen die Konsequenzen. Wenn man den Zu längerer Debatte kam es dann über die Frage der Delmüllern das Rohprodukt verteuere, dann muß man auch das Weiterführung der Usambarabahn bis Mombo. Die fertige Produkt höher im Zoll stellen. Die Verteuerung von Del Budgetkommission hat die Streichung der Kosten für dieses aber schädigt die Wachstuchindustrie. Als Konfumartikel wird Leinöl Projekt, die auf 1 550 000 m. geschätzt werden, beschlossen. von den ärmsten Leuten gebraucht, von Leuten, die wöchentlich nur Herr Dr. Arendt beantragt die Bewilligung von 950 000 m. 4 bis 7 Mart verdienen und nur von Kartoffeln und Leinöl leben. als erste Rate, womit fachlich nichts geändert ist, denn dann Diese Politik könnte man eine Räuberpolitik nennen. müssen die späteren Raten eben höher bemessen Da Abg. Antrick die Leinöl- Industrie in seiner Rede berührt werden. In der Diskussion war es charakteristisch, daß die in bekanntlich hat, wird beschlossen, aus der Position 164: fette Dele in Fässern die Herren Antisemiten, alleit den Satz Leinöl 4 M. mit in die Debatte zu ziehen. Dingen zu spät kommen, sich jetzt als besonders enragierte Staatssekretär Graf Posadowsky bekämpft mit vertrautolonialschwärmer bemerkbar machen. Herr Werner und lichen Mitteilungen sowohl die Erhöhung wie Minderung der Herr Bindewald traten eifrig für die Bewilligung der Bollsäge der Positionen 15 und 164. Summe eine, die, wie Richter mit Recht bemerkte, qu Benmer( natl.) bedauert, daß Graf Posadowsky feine Er- einem neuen Reichsdefizit von 3-4 Millionen führen und flärung nicht im voraus abgegeben und so die Verhandlung ab- die Erhöhung der Tabak- und die Einführung einer Biergekürzt habe. Er bedauert, daß nicht auch die Verhandlungen stener in greifbare Nähe rücken würde. Auch über diese über vertrauliche Mitteilungen vertraulich behandelt würden. Forderung kam es zu einer namentlichen Abstimmung, in der Dr. Müller- Sagan( frs. Bp.) erachtet es als selbstverständlich, der Arendtsche Antrag mit 120 gegen 98 Stimmen abgelehnt daß dies wie in der Budget: so auch in der Tarifkommission in wurde. vollem Umfang der Fall sein müsse. Vorsitzender Dr. Paasche erklärt dies ohne Widerspruch für die Auffassung der gesamten Kommission. Dr. Heim( C.) und Abgeordnete der Rechten, die sich selber zum Wort gemeldet haben, stellen den Antrag auf Schluß der Debatte. Dieser Antrag wird mit allen gegen neun Stimmen abgelehnt. Gothein( frs. Bg.) begründet seinen Antrag. Nachdem noch Handelsminister Möller weitere vertrauliche Mitteilungen gemacht hat, wird ein Schlußantrag angenommen. Abg. Frhr. v. Wangenheim( t.) stimmt für den Schlußantrag und zieht seinen Antrag zurück, da er nicht zu Wort gekommen sei um seinen Antrag begründen zu können. Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus setzte am Mittwoch die Beratung des Kultusetats fort. Während in früheren Jahren fast die ganze Generaldebatte durch Kulturpaukereien zwischen Centrum und Nationalliberalen aus. gefüllt wurde, scheinen sich diesmal die Heißsporne in beiden Lagern eine gewisse Zurückhaltung auferlegt zu haben. Zu heftigen Zusammenstößen wird es wohl erst in den nächsten Tagen kommen; vorläufig begnügen sich die Nationalliberalen damit, den Gegnern vereinzelte Seitenhiebe zu versehen, um die rechte Kampfesstimmung bei ihnen zu erzeugen. # Diese Abweichung vom Programm setzte das Haus in die Vorsitzender Rettich erklärt, Graf Ballestrem habe ihm gesagt, Die Pofition 15 und der Zoll für Leinöl aus Pofition 164 Lage, sich der Beratung einer ernſteren Frage, des Volks. es stehe nirgends in der Geschäftsordnung, daß die für das werden in Höhe der Vorlage mit 15 gegen 8 Stimmenfchulwesens, zu widmen. Abg. Kopsch( frs. Vp.) u. Gen. Plenum geltenden Bestimmungen auch auf die Kommiffionen an angenommen. forderten die Regierung in einem Antrage auf, baldmöglichst einzuwenden seien. Graf Ballestrem habe ihm gesagt, daß Vorsitzender Rettich referiert über seine Verhandlungen mit dem gehende Untersuchungen darüber anzustellen, ob und inwieweit er vollkommen im Rechte sei, wenn er Schlußanträge zur Ab- Präsidenten Grafen Ballestrem. Der Präsident habe erklärt, daß er die Ausführung des Lehrerbesoldungs Gesetzes den Absichten stimmung bringe, ohne vorher eine Geschäftsordnungs- Debatte den Seniorentonvent mit dem Streit über die Geschäftsordning des Gesetzes entspricht. Das Bild, das Abg. Kopsch, der auf zuzulassen. nicht befassen wolle. Auch das Plenum könne damit nur befaßt diesem Gebiete Fachmann ist, und nach ihm Abg. Ernst werden, wenn ein schriftlicher Bericht vorliege. Der Präsident( frs. Vg.), gleichfalls ein Fachmann, von der Lage der Lehrer sei der Ansicht, daß die Kommission den Streit entwarfen, ist gerade kein erfreuliches. Namentlich in Ostelbien selber austragen müsse. herrschen geradezu kulturwidrige Zustände; es giebt Orte, wo das Anfangsgehalt der Lehrer 660 m. jährlich, also 1,80 m. pro Tag, beträgt. Auch die Alterszulagen sind durchaus ungenügend. Troß dieser Feststellungen will der Minister Studt von dem Antrage nichts wissen; er will, namentlich im Hinblick auf die schlechte Finanzlage, nur die größten Härten ausgleichen. Dagegen will er, sofern er der Zustimmung des Hauses sicher ist, ein Gesetz über die Schulunterhaltungspflicht vorlegen. Ein solches Gesetz ist von den Nationalliberalen und Freikonservativen wiederholt gefordert worden, es ist aber stets an dem Widerstand der Konservativen und des Centrums gescheitert, die keine Specialgesete, sondern ein allgemeines Volksschul- Gesez auf konfessioneller Grundlage zur Berdummung der Massen verlangen. Auf dieser Forderung bestehen sie auch jetzt noch, es fcheint aber, nach der Rede des Abg. Maltewig( f.) zu urteilen, daß wenigstens die Konservativen sich als Abschlagszahlung mit der bloßen Regelung der Schulunterhaltungspflicht begnügen. Dr. Heim( C.) wünscht, daß das Plenum des Reichstages über die strittige Geschäftsordnungsfrage entscheide, ob ein Schlußantrag in der Kommission zulässig sei oder nicht. Er habe nicht Lust, sich von den Socialdemokraten Ungezogenheiten fagen zu lassen. Vorsitzender Rettich erklärt, der Ausdruck Ungezogenheiten" sei bielleicht nicht ganz am Blaze gewesen. Dr. Paasche( ul.) behauptet, im Lande herrsche die Meinung, daß die Minorität die Majorität vergewaltige. Dr. Müller- Meiningen( frs. Bp.) bestreitet, daß dies der Fan sei. Das Plenum müsse nicht nur über die Frage der Schlußanträge, sondern auch darüber entscheiden, ob Wortmeldungen zur Geschäftsordnung vor der Abstimmung über Schlußanträge zu berücksichtigen seien. Vorsitzender Rettich behauptet, er sei durch die Meldungen zur Geschäftsordmung in seinen Ausführungen unterbrochen worden. v. Wangenheim( f.): Herr Stadthagen scheint sich für eine sehr bedeutende Persönlichkeit zu halten, wenn er verlangt, daß man seine Erklärung zu Protokoll nehme. Gamp( Rp.) macht, ohne die Frage präjudizieren zu wollen und ohne irgend eine Bindung für die folgende Beit, folgende Vorschläge:" Zu jedem Antrag muß ein Antragsteller das Wort erhalten. Wenn gleichlautende Anträge vorliegen, verständigen sich die Antragsteller untereinander, wer von ihnen das Wort nimmt. Vor der Abstimmung muß das Wort zur Geschäftsordnung erteilt werden. Schlußanträge sind zulässig. Dr. Müller- Meiningen( frf. Vp.) bat Bedenken über die Durch führung der Bestimmungen über die Redefolge bei gleichlautenden Anträgen. Graf Schwerin Löwis( f.) hofft auf eine Verständigung. Die Mehrheit habe sich bedeutende Redebeschränkungen auferlegt., Heim( C.) wünscht, daß im Protokoll ausdrücklich bemerkt wird, daß hier nur eine private Abmachung getroffen wird. Die Antrag steller sollten immer zuerst das Wort erhalten. Die Kommission erklärt sich mit den Vorschlägen des Abg. Gamp einverstanden. Am Schluß der Verhandlung weift Staatssekretär Graf Posadowsky darauf hin, daß die Feststellung des Tarifs, soweit er nicht die Zollfäße abgrenzt, belanglos fei gegenüber der Be: deutung der durch Handelsverträge zu vereinbarenden Boll fätze. Graf Posadowsky sucht dies im einzelnen darzuthun durch Stadthagen( Soc.): Ich wundere mich nicht darüber, daß vertrauliche Mitteilungen. Wangenheim sich mit einer Retourkutsche zu rächen sucht; ein Protest Stolle( Soc.) erklärt, daß Nahrungsmittelzölle niemals als muß selbstverständlich in das Protokoll aufgenommen werden. Wenn Kompensationsobjekte gelten dürfen, weil sie zu Lasten der Volksich es ausdrücklich verlangt habe, so ist das nur eine ernährung fielen. Erinnerung für den Schriftführer gewesen. Die Unfitte der Gothein( frf. Vg.) weist darauf hin, daß deutsche Zollerhöhungen Schlußanträge hat sich seit etwa zehn Jahren in den Zollerhöhungen im Ausland zur Folge hätten und die SchwierigKommissionen eingebürgert, aber wenn es geschehen ist, so war es nur teiten handelsvertraglicher Vereinbarungen steigerten, nicht minderten. zulässig, weil kein Widerspruch vorhanden war; soll es Gebrauch Graf Kanik( f.) meint, wenn Nahrungsmittelzölle keine werden, daraus ein Recht zu bilden, wenn man stillschweigend etwas Kompensationsobjekte sein sollten, dann dürften auch die Agrarier zuläßt, dann werden wir im Plenum die Konsequenzen darans Industriezölle nicht als solche gelten laffen. Die Zolltarifvorlage ziehen und nur Beschlüsse von einem beschlußfähigen Hause müsse als ganzes betrachtet werden, das nur den Wert eines faffen laffen. Vorschlags babe. Die Verhandlungen der Kommission über einzelne Erst bei den Kardorff( Rp.): Wenn ein Schlußantrag vorliegt, muß erst Bollfäße hätten deshalb nur sekundären Wert. darüber abgestimmt werden, bevor das Wort zur Geschäftsordnung Handelsverträgen werde das entscheidende Wort zu sprechen erteilt werden kann. fein. Dr. Heim( C.) bestreitet, daß die Absicht besteht, die Minorität Die weiteren Verhandlungen wurden hierauf auf Donners zu vergewaltigen. Auch ihm sei durch einen Schlußantrag das Wort tag vertagt. abgeschnitten worden. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.) bestreitet, daß seine Partei anders Politische Neberlicht. Berlin, den 5. März. Die Nationalliberalen und Freikonservativen ließen durch ihre Wortführer, die Abgg. Dr. Friedberg und Freiherr v. 3edlik, die Erklärung abgeben, daß sie einem etwaigen Verfuch auf Erlaß eines Volksschulgesetzes auf konfessioneller Grundlage den gleichen Widerstand entgegensehen würden, wie dem Zedligschen Entwurf unseeligen Angedenkens. Im übrigen war die Debatte recht belanglos. Die Polen brachten ihre bekannten Klagen vor, und die Redner der Linken sowie der Freikonservativen spendeten dem aus dem Amte fcheidenden Ministerialdirektor Hügler einige warme Worte der Anerkennung. Am Freitag wird die Beratung fortgesetzt. Am Donnerstag fällt die Plenarsizung mit Rücksicht auf die Arbeiten der Budgetkommiffion aus. Nicht Vereinsrecht, sondern Polizei willkür. Fräulein Anita Augspurg hatte im" Tag" die mehr als ziveifelhafte juristische Anficht vertreten, daß das preußische Vereinsgefetz der Polizei formell die Handhabe biete, bei der Zulassung der Frauen zu Versammlungen politischer Vereine mit zweierlei Maß δα es im nur Vereinsgeset zu messen, da heiße, aufs Mitglieder daß politische Vereine, die Franen als tönnten, ud nehmen, geschlossen werden daß Ver als sachlich diskutiert habe und weist die Vorwürfe Paasches zurück. Herold( C.) erklärt, das Centrum werde keinesfalls für eine fammlungen folcher Vereine, an denen sich Frauen beteiligten, Bergewaltigung der Minorität zu haben sein; dazu habe es aufgelöst werden könnten, sofern der Aufforderung des überfelbst zu lange in der Oppofition gestanden. Ueber Schlußanträge war heute beschlußfähig. Ein Ereignis, das von der Rechten wachenden Beamten, die Frauen zu entfernen, nicht Folge geleistet wird aber ohne Debatte abgestimmt und deshalb dürfe man nicht bei der ersten namentlichen Abstimmung durch demonstrativen verde. Dies können" bedeute kein müssen“, es siche also jemand das Wort zur Geschäftsordnung geben. Beifall begrüßt wurde. Zunächst wurde der Nachtragsetat in in dem Ermessen der Polizei, ganz nach Belieben von dem Recht Molkenbuhr( Soc.) und Stolle( Soc.) erklären, die Anficht dritter Lesung debattelos bewilligt und dann die Debatte über Gebrauch zu machen, ohne damit die Pflicht gleichmäßiger BeHerolds sei falsch, denn sonst wäre es ja auch unzulässig, wenn ein die Auskunftsstelle für Auswanderer fortgesetzt. Der Reichs- handlung auf sich zu nehmen. Frl. Augspurg erklärte dann weiter, daß dies formale Recht Schlußantrag gestellt werde, über diesen eine namentliche Abstimmung, parteiler Graf Arnim besaß die Stirn, den parteipolitischen herbeizuführen. Charakter der Deutschen Kolonialgesellschaft" zu bestreiten. moralisch das schlimmste Unrecht bedeute, weil es der Der Reichstag " Bolizeiwilltür unbegrenzten Spielraum laffe. Das hindert aber natürlich Herrn Schweinburg nicht, sich in der neuesten Nummer feines offiziösen Waschzettels die formale Gesetzesauslegung des Frl. Augspurg schleunigst zu nutze zu machen, um daraus dann auch das moralische Recht der Polizeibehörde abzuleiten, das Vereinsrecht für ordnungsparteiliche Vereine einfach zu suspendieren und nur für um stürzlerische Vereine in Geltung zu belaffen. Die„ Berl. Pol. Nachr." schreiben: „ Diese Ausführungen eines Socialdemokraten über unsre Auslandspolitik treffen das kommt bei dieser Partei sehr selten vorausnahmsweise völlig zu." " 1 " Der Patriotismus der Panzerplatten- Intereffenten. Ein Berliner Blatt beschäftigt sich ausführlich mit allerhand Conliffengeschichten des Berliner Blattes der Panzerplatten- Patrioten, der Berliner Neuesten Nachrichten". Für die Leser des Vorwärts" " In diesem( dem§ 8 des Vereinsgesetzes) wird bekanntlich ist es nichts Neues, daß dies Blatt, dessen journalistischer Lebensbestimmt, daß Vereine, welche Frauen zu ihren Mitgliedern auf zweck in Flotten- Propaganda und ultrareaktionärem Scharfmachertum nehmen, aus diesem Grunde geschloffen werden können, und besteht, von einem Konsortium von Großindustriellen ausgehalten ebenso ist dort gesagt, daß, wenn in einer Versammlung wird, unter denen der Essener Kanonenkönig die erste Geige der Aufforderung der Polizei, antvesende Frauen zu entfernen, spielt. Auf die kürzliche Erklärung des Blattes, daß es nicht entsprochen wird, dies ein Grund der Auflösung der Ber- nicht fanimlung ist. In beiden Fällen wird daher der Polizei für den nicht mehr krupp- offiziös, sondern in den Besitz einer Aktienjammlung ift. In beiden Fällen wird daher der Polizei für den gesellschaft übergegangen fei, hatte der Vorwärts" prompt erwidert, Fall der Nicht beachtung jener Beschränkungen das Recht beigelegt, in der dort angegebenen Weise einzuschreiten, aber es daß Krupp zwar seine Zeitungsaktien verkauft habe, aber nur an ist in ihr pflichtmäßiges Ermessen gestellt, ob und inwie- cin Konsortium, an dem er wiederum besonders start be= weit sie von dieser gesetzlichen Berechtigung Gebrauchteiligt ist. Ebenfalls nicht unbekannt war, daß noch immer als machen will... Daß die Polizei von ihren Vollmachten vollen Vorsitzender des Aufsichtsrats des Blattes Herr Geh. Finanzrat Gebrauch macht gegenüber den Socialdemokraten, gente, das Gehirn der Firma Krupp, figuriert. welche das Vereins- und Versammlungsrecht zu gegen den Staat und seine Ordnung selbst gerichteten Bestrebungen zu mißbrauchen pflegen und welche in dem vorliegenden Falle planmäßig darauf ausgehen, die in dem Gesetze vorgesehenen Beschränkungen des Vereins- und Versammlungsrechtes zu durchbrechen oder zu umgchen, liegt in der Natur der Sach e." Welches Glück, daß Fräulein Augspurg mit ihren juristischen Kommentiertünsten den ministeriellen Breßtuli erleuchtet hat! Herr v. Hammerstein kann aufatmen: Die Frauenrechtlerin hat für ihn die vereinsgefeßliche Frauenfrage gelöst! Bwar existiert ein preußisches Vereins recht, aber dies Recht legt es gerade in die Hand der Polizei, an die Stelle des Gesetzes die Willkür treten zu lassen. Ob die Gerichte sich ebenfalls dieser köstlichen Interpretation an schließen werden? Deutsches Reich. Der Seniorenkonvent hat am Mittwoch unter dem Vorsitz des Präsidenten beschlossen, nach Erledigung der dritten Lesung des Etats, welche voraussichtlich bis zum 15. d. M. beendet sein wird, Osterferien eintreten zu lassen. Nach Vorschlag des Präsidenten werden die Ferien bis zum 15. April dauern. Neben dem Etat wird nur noch der Gefeßentwurf betreffend das Rote Kreuz vor Ostern fertiggestellt werden. Ebenso sollen die rückständigen Petitionen, welche von der Kommission als ungeeignet zur Erörterung im Plenum erachtet sind, durch Beschlußfassung des Reichstags erledigt werden. Der Absicht, die Zolltarif- Kommission über die Vertagung des Reichstags hinaus und auch vor dem Wiederzufammentritt nach Ostern arbeiten zu lassen, wurde von socialdemokratischer Seite mit dem Hinweise entgegengetreten, daß zivar gegen den früheren Beginn der Kommissionsfigungen nichts einzuwenden sei, daß aber die Unterbrechung der Kommiffionsarbeiten vor Ostern gleichzeitig mit der Vertagung des Reichstags erfolgen solle. Falls der Plan nicht aufgegeben werde, könnte es leicht passieren, daß die Beratung der dritten Lesung des Etats über den 15. d. M. hinaus danern könnte, wodurch dann auch die Mitglieder der Zolltarif- Kommiffion im Plenum festgehalten werden. auf die Tagesordnung gesetzt werden. Erstaunliche Geduldproben effante Mitteilung, daß Herr Krupp einmal in einer Anwandlung Neu an dem Artikel des Berliner Blattes ist dagegen die intervon Zeitungsmüdigkeit sein Blatt, das Blatt für Marine- Patriotis mus und deutsche Weltmachtpolitit, das Patriotenblatt schlechthin einem englischen Konsortium zum Verkauf hat anbieten lassen! # einem damaligen Angestellten des Boltsblatts", dessen Aufgabe es ist, die Arbeiter mit Volfsblatt"-Politik zu bemeistern.( Bur Charakteristik dieser lettgenannten Centrumsgröße diene dem Leser zur Kenntnis, daß diefelbe, vorgenannter Bernhard Meyer, noch vor einigen Jahren radikalster Socialdemokrat war, wenigstens in Düsseldorf seit Jahren sich als solchen öffentlich gerierte. Wie er jetzt die Socialdemokraten mit Haut und Haaren vertilgte, so war er damals öffentlich Centrums- und Pfaffenfresser; aber die Herren Geistlichen wußten den wackeren Mann herumzukriegen, gaben ihm eine Stelle im katholischen Volksblatt" und Sankt Bernhard ist seitdem Düsseldorfer Centrumsgröße und weiß sich nicht fromm genug und focialistentöterisch genug zu geben. D. B.) " Wir fügen hinzu, daß im Protokoll diefer Sigung die einmütige Stellungnahme der Mitglieder gegen die Getreidezölle möglichst verfchleiert worden ist. Die Sache charakterisiert sich selbst zur Genüge. Man sucht die Arbeiterschaft zu versimpeln und über ihre Interessen hinwegzutäuschen, im Interesse der Wirtfchaft einer Oligarchie in der hiesigen Centrumspartei, wie ste in der hiesigen Attien- Gesellschaft Voltsblatt" nebst dem, was drum und dran hängt( vergl. Düsseldorfer Volksbank usw.) repräsentiert ist. Daß die Interessen dieser Kapitalisten, welche die Centrumspolitik nach ihren eigenen Zwecken und gielen auslegen, mit den Interessen der Arbeiterschaft nicht ſtimunen fönnen ist klar, klar aber auch, warum diese Leute die volksfreundliche Politik eines Windhorst verlassen haben. " So die christlich- ultramontane Wochenzeitschrift, die in derselben Rummer, wo sie dies schreibt, zum Bapstjubiläum beffen großes Portrait und einen schwungvollen Artikel dazu bringt, die in jeder Daß hinter dem aufdringlichen Patriotismus unsrer Banzer- Nummer Heiligenbilder und entsprechende Artikel liefert, die also platten- Fabrikanten ja nichts steckt, als der schäbigste und strupel boch sicher" stockkatholisch" genannt werden muß. loseste Kapitalisten- Heißhunger, ist zwar allbekannt; daß diese Schäbigkeit aber soweit geht, hätte man kaum annehmen sollen. Hans Moft und die Schutzöllneret. Man schreibt uns: In der Besprechung der Reichstags- Verhandlungen vom 4. März erwähnt der Berichterstatter auch die Thatsache, daß Herr v. Kardorff einen Artikel der Berliner Fr. Presse" aus dem Jahre 1878 citiert habe, der sich angeblich für die Bismarcksche Bollpolitik ausgesprochen habe. Ob letzteres richtig, vermögen wir nicht fest zustellen, da uns der Artikel nicht zur Verfügung steht. Nicht richtig ist aber die Bemerkung des Berichterstatters, der schon damals speciell in Zollfragen eine Ausnahmestellung einer schreibt:„ Der Verfasser dieses Artikels war Johann Most. nahm." vent Daß letzteres nicht der Fall war, ergiebt sich wohl klar daraus, daß Most namens der vom Parteitag in Gotha 1876 eingesezten Kommission zur Prüfung der Frage: ob Schutzzoll oder Freihandel?" den Bericht an den Parteitag erstattete. Hätte Most eine Ausnahmestellung eingenommen, so wäre er sicher nicht zum Referenten für Vorschläge ernannt worden, die nachher der Parteitag ohne jede die Partei damals so wenig wie heute sich einseitig auf den FreiDebatte einstimmig annahm. Ten Thatsachen entspricht, daß handel oder Schutzzoll festlegen lassen wollte; ein Bestreben, dem Genosse Bebel in den Worten Ausdruck gab:„ Man könne nicht Beschluß fassen, ob für oder gegen Schußzzoll, da diese Frage für uns teine Principienfrage sei und in jedem einzelnen Fall nach Umständen entschieden werden müsse." An Getreidezölle von 5 M. oder gar 7,50 m. dachte damals, wo schon ein Zoll von einer Mark unerreichbar hoch schien, freilich niemand, auch der verrückteste Agrarier nicht. Ein neuer Wreschener Prozeß droht. Gegen mehrere Brefchener Bürger, den Photographen Fürmanet, den Maurer Piasecki u. a.( den Mann der Verurteilten) hat man eine Unterfuchung wegen Anfreizung zu Gewaltthätigkeiten eingeleitet. Es handelt sich um die Photographien mit der Gruppe der Verurteilten. Sie sollen aufreizend sein! Die Karten sind in Taufenden in ganz Polen in Umlauf. Man spricht in Wreschen schon von dem neuen Prozeß. Der Schulinspektor Winter soll wieder als geuge fungieren. Das kann ja nett werden! Zur Wahlrechtsfrage in Sachsen- Weimar, 3. März.( Eigner Linten gestellter Antrag, die Abänderung des Landtagswahl- Gesezes Bericht.) Wieder einmal beschäftigte heute den Landtag ein von der betreffend. Jeder neugewählte Landtag hat sich um schon seit einer Reihe von Jahren mit der Einführung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts zu beschäftigen gehabt, und ebenso regelmäßig gelang es den vereinten Sträften der Reaktion, jede Verbefferung diefes Gesetzes zu vereiteln. In dem gegenwärtig vorliegenden Antrag wird das gleiche, geheime und direkte Wahlverfahrenwelches für die privilegierten Wahlen( 10 Abgeordnete) bereits be Die Regierung schwieg sich aus, während die konservativen Abgg. steht, auch für die allgemeinen Wahlen( 23 Abgeordnete) verlangt. v. Boyneburg und Reichmuth sowie der Vicepräsident Schönemann das bestehende Gesetz gegen die von den Antragstellern er folgten Angriffe verteidigten. Der Antrag wurde zur weiteren Be ratung einem Ausschuß überwiesen. U Vom reichsländischen Versammlungsrecht. Aus Metz wird uns geschrieben: Vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts hatten sich dieser Tage der Schuhmacher Ehrhardt und der Gastwirt uhlemann unter der Anklage zu verantworten, eine Versammlung veranstaltet beziehungsweise geduldet zu haben, ohne Befferung der Schulzustände als Strafe. dieselbe vorher polizeilich anzumelden. In der That handelte es Als erster Gegenstand soll nach Ostern die Fortsetzung der zweiten Folge gehabt, welche deren Il rheber nicht vorausgesehen lung), die, falls jeder Erschienene sich durch persönliche Schweinburg meldet:„ Die Vorgänge in Wreschen haben eine sich jedoch um eine sogenannte réunion privée( Privat- VerfamBeratung der haben dürften. Die Staatsregierung ist infolge derselben zur leber schriftliche Einladung ausweisen tann, Seemanns- Ordnung der polizeilichen Anzeugung gelangt, daß die dortigen Schulverhältnisse einer intensiven meldung, Genehmigung und Neberwachung nicht bedarf. Besserung bedürfen, und daß die Schulunterhaltungs- Die Anklagebehörde hatte nach dem Bericht eines in die pflichtigen demzufolge zu erheblich stärkeren Leistungen für Versammlung eingedrungenen Polizei Wachtmeisters behauptet, ihre Schule anzuhalten sind. Die Zahl der Lehrkräfte an der katho- es seien darin Ausdrücke gefallen, die weit über das Maß des„ Erlegt Brinz Heinrich in Amerika ab. Der Telegraph meldet ein paar ein besseres Berhältnis zwischen Lehrer und Schülerzahl hergestellt lischen Stadtschule in Wreschen ist beträchtlich vermehrt, damit neue Episoden, die gleich bezeichnend sind für den Heroismus des und eine intensivere Gestaltung des Unterrichts ermöglicht wird. Prinzen wie für die" Gleichheitsflegeleien" der Amerikaner. Diese Maßnahmen dürften sich aber nicht auf diese einzelne Die Budringlichkeiten eines Amateur- Photographen werden Schulgemeinde beschränken, sondern es liegen Anzeichen da folgendermaßen geschildert: für " Der Prinz stellte sich ihm bereitwillig, jedoch die Landesteilen, namentlich in der Provinz Bosen mit der vor, daß auch anderwärts in den zweisprachigen Stellung gefiel nicht; der Photograph fagte: Mister Bermehrung der Lehrkräfte planmäßig und nach Prince, treten Sie nach rechts, Mister Prince, jezt mehr nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Lehrer vorn, Mister Prince, noch weiter rechts usw.; das war träftigst vorgegangen werden wird." denn doch zu viel. Der Prinz wurde unwillig und Ob diese Strafe besonders schrecklich empfunden werden wird? fagte:" Well, jetzt habe ich schon fünfmal die Oder will man statt der Lehrer Büttel anstellen? Stellung gewechselt für Sie und nun machen Sie Schluß!" Später drückte der Prinz sein Bedauern darüber aus, daß er seine Selbstbeherrschung verloren habe; aber der Chef der Geheimpolizei möge ihn etwas mehr vor den Amateurs schüßen." Bengt es nicht von fast beispiellofer Langmut, daß der Prinz es später fogar noch bedauerte, fich gegen seinen dreisten Quälgeist fchließlich zur Behr gesezt zu haben? " Riffe im Centrum& turm. gegen beide Angeklagte sechs Tage Gefängnis und 20 M. Geldstrafe, laubten" hinausgingen. Die Staatsanwaltschaft beantragte deshalb eventuell weitere 20 Tage Gefängnis. Im Gegensatz hierzu erkannte das Gericht auf kostenlose Freisprechung, da die Verfammlung in durchaus gefeßlicher Weise veranstaltet worden und des§ 152 der Reichs- Gewerbe- Ordnung eine für die Arbeiterverlaufen fei. Das Mezzer Landgericht hat bereits in der Frage bewegung des Reichslandes günstige Entscheidung gefällt, ohne daß sich die Berwaltungsbehörde veranlaßt gefühlt hätte, sich auch nur im geringsten an diefelbe zu kehren. Ausland. England. W Der Achtstundentag für Bergarbeiter. London, 3. März. Der kürzlich unter diefer Spitzmarke im„ Vorwärts" veröffent-( Eig. Ver.) Jufolge der Kränklichkeit von Mr. Balfour, dem Führer lichte Leitartikel hat in Düsseldorfer Centrumskreisen recht mobil ge- des Unterhauses, ruhen die Verhandlungen über die neue Geschäftsmacht. Das Düsseldorfer Boltsblatt" ficht sich ge- ordnung. Dafür aber gewinnt das Haus Beit zu parlamentarischen zwungen, der Not gehorchend, die Thatsache zuzugeben, daß aus Arbeiten. Uebermorgen soll die zweite Lefung des Entwurfs Sen Reihen der katholischen Arbeiter Düsseldorfs in schärffter betreffend Einführung des Achtstundentages für Bergarbeiter Seine schier unverwüstliche Geduld bewies der Prinz auch in Weise gegen Boltsblatt" und Brotwucher- Centrum Front ge- beginnen. Der Entwurf wurde vor ungefähr 18 Monaten einem zweiten, noch ärgeren Falle, der folgendermaßen geschildert macht wird. ausgearbeitet. Noch am 27. Februar 1901, also vor mehr als wird: Die Spaltung im Düsseldorfer Centeumslager nimmt inzwischen einem Jahre, wurde die zweite Lesung beantragt und mit 212 gegen Als der Zug 2 Uhr nachts bei der Wafferstation Somerset ihren luftigen Fortgang und die christliche Düsseldorfer Wochen- 199 Stimmen beschlossen. Nichtsdestoweniger wurde in der Session hielt, forderte eine lärmende Menge schreiend, daß der schrift, der ultramontane Rhein. Hausschat", wartet jetzt mit 1901 nichts zur Förderung des Entwurfs gethan. Zu bemerken ist Prinz sich zeige; junge Burschen schlugen schließlich einer Enthüllung auf, die so recht zeigt, wie die frommen Schäflein noch, daß unter seinen heftigsten Gegnern fich auch Mr. Fenwick begegen die Fenster des Zuges, so daß alle aus dem in den katholischen Arbeiterkreisen von den Centrumsgrößen geleit- findet, der die Bergarbeiter von Northumberland im Parlament Schlafe erwachten. Als später diese häßliche Episode, die hammelt werden. Jnteressantes aus dem Arbeiterverein" vertritt. besonders Evans wütend gemacht hatte, besprochen wurde, sagte ruft der Hausschatz" und schreibt: Italien. der Prinz:„ Ich wußte gar nicht, was los war. Ich konnte doch nicht gut erscheinen, da ich in Nachtkleidern war." Wie muß der Prinz den Unterschied zwischen den amerikanischen und deutschen Sitten empfunden haben. In Deutschland werden nicht nur die Eisenbahnperrons abgesperrt, sondern auch die Straßen, und die Passanten, mögen fie es auch noch so eilig haben, müssen fich gedulden, bis die Straße dem öffentlichen Berkehr wieder frei gegeben wird. In Amerika herrscht dagegen der Mob, der ohne Rüdficht auf ein allerhöchstes Ruhebedürfnis seine Nengier befriedigen. will und höchst ungnädig gegen die Fensterläden poltert, wenn sein Wunsch nicht als Befehl aufgefaßt wird. Und kein Schußmann legt fich ins Beug! Der Merger über die blamable Niederlage, die unsre Redner am Montag der Regierung und den Tartüffs der bürgerlichen Parteien beigebracht haben, kommt in der Presse zum deutlichsten Ausdruck. Zwar hat ein Teil der Berliner Prefse das probateste Mittel gewählt, um sich über die schmähliche Blamage hinwegzu helfen: das Totschweigesystem, aber die Provinzpresse, der das Temperament mit dem Berstand leichter durchgeht, schäumt dafür um so giftiger von Schimpfereien über. Es wird da von den unjäglich platten und thörichten Tiraden" der Ge= nossen Gradnauer und Ledebour gesprochen, von dem verworrenen Berrbild" ihrer Darlegungen über die auswärtige Politik, von dem vollständigen Mangel jedes vaterländischen Gefühls und nationalen Taftes". Nur ein Blatt von der Ordnungspresse macht eine Ausnahme, die Rheinisch- Westfälische Beitung", die ja bei aller fanatischen Scharfmacherei hin und wieder den Mut hat, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. melden: " Sie läßt sich in ihrem Reichstags Entrefilet aus Berlin Eine längere Rede voll boshafter und nicht selten ins Schwarze treffender Spigen hielt der Socialdemokrat Dr. Graduauer gegen die„ aufdringliche Reisepolitit" des neuen Kurses und gegen die ängstliche Zurückhaltung Deutschlands und der andren Mächte gegenüber den Greueln des BoerenIrieges." und in einem Bülows Rede gloffierenden Leitartikel erklärt sie nochmals ausdrücklich: = " Welche Stellung nimmt der Verein christlicher Arbeiter und Zur Eisenbahner Bewegung. Die Regierung dürfte mit Handwerker im Paulushaus zur Zolltarif Vorlage und den ihren Maßnahmen gegenüber den Eisenbahneru recht wenig zufrieden Getreidezöllen ein? Am zweiten Weihnachtstage hat bekanntlich fein. Aus allen Teilen des Landes und von den verschiedensten cine chriftliche Arbeiterversammlung im Baulushause statt Bevölkerungsklassen gehen Proteste ein gegen die Mobilisierung der gefunden, in welcher verschiedene intereffante Tagesfragen gestreift Eisenbahn- Angestellten. Bon dem mobilisierten Jahrgang 1878 haben wurden; unter anderm hat Herr Kirsch auch die Zoll- sich nur etwa 40 000 gestellt, es fehlen also noch 25 000 Mann. vorlage berührt mit Rücksicht auf die kurz vorher dort Der Avanti" meint, daß vielleicht 20 000 von den Fehlenden einen abgehaltene Hetversammlung des Bundes der Landwirte. Die triftigen Entschuldigungsgrund würden beibringen fönnen, von 5000 aus der Versammlung heraus durch Antrag mit etwa aber fönne man annehmen, daß sie sich der Mobilisation zu entziehen 50 Unterschriften geforderte Diskussion wurde vom Vor- suchen. Gegen diese wird nach Ablauf von 8 Tagen gerichtlich vorgegangen fitzenden, hochwürdigen Herrn Präses Dr. Schmitt be: iverden. Daß die Regierung selbst das Gefühl hat, daß sie unberechtigt fanntlich mit leichten Auerden abgelehnt. Das Gauze und parteiischer Weise in die Differenzen zwischen Eisenbahner und war nur ein jämmerlicher Versuch, das Ansehen der den Gesellschaften eingegriffen hat, geht daraus hervor, daß sie jetzt hiesigen Arbeitervereine zu Gunsten der Getreidezölle und die Führer der Eisenbahner nach Nom berufen hat. Diese unterder Politik der offiziellen hiesigen Centrumsgrößen handeln seit zwei Tagen mit dem Ministerium und wenden sich nun à la Bolfsblatt" zu verwerten. Es ist gewiß fläglich, an ihre Genossen mit der Aufforderung, die Entscheidung über den wenn man zu solchen Kunststückchen seine Zuflucht nehmen muß. Streit bis auf den 10. März hinauszuschieben. In dem Aufruf, der Man fürchtete eine Diskussion, denn man traute offenbar der von fünf der bekanntesten Führer der Eisenbahuer unterzeichnet ist, Masse der Arbeiterschaft nicht den Grat von Dummheit zu, daß worunter sich auch der Deputierte Nofri und Turati besinden, heißt sie ihre eignen Interessen verkennen und sich für die Brot- und es, daß die Unterhandlungen über die„ organici"( Neglements der Fleischverteuerung aussprechen würden. Löhne, Dienstzeit usw.) schon ziemlich weit gediehen seien, daß sich leber die Anfichten, welche unter den Mitgliedern des ge- aber eine eingehende Beratung nötig mache. nannten( christlichen) Arbeitervereins in dieser Hinsicht herrschen, dars Zur Regierungskrifis. Der Minister des Innern, Giolitti, über wollen wir mmmehr ein weniges verraten. Im hat sich über die Krisis einem Zeitungskorrespondenten gegenüber Arbeiterverein findet bekanntlich allwöchentlich ein sogenannter bahin ausgelassen, daß das Ministerium nochmals geschlossen vor die socialer Unterricht Unterricht statt, ein Vortrag nebst Aussprache Stammer treten werde. Erhalte es teine Mehrheit, so bleibe ihm der Mitglieder über sociale Fragen. Es tvar im nichts übrig als zurückzutreten und einem Ministerium Somnino Frühjahr vorigen Jahres, als auf Wunsch der Mitglieder Blaz zu machen. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten haben die einmal eine praktische Tagesfrage vorgenommen wurde, nämlich Regierungsparteien zu wählen, es läge nun an ihnen, zu eutdie Getreidezölle. Das Referat hatte das Mitglied Herrscheiden, Suertamp, welcher in sachgemäßer Weise die Zwecklofigkeit der Getreidezoll- Erhöhung hervorhob. Ebenso erklärten fich alle Diskuffiou8redner mehr oder weniger scharf gegen die Getreidezölle. Die schußzöllnerische Politik des hiesigen alten Cemtrumsblattes fand mun zwei Berteidiger, einmal an Erster Verhandlungstag.( Schluß der Abend- und Nachtsizung.) Herrn Sonnen, dem allmächtigen Mitgliede des Kuratoriums, Programm- Diskussion. mehrfachen Hausbesitzers und Inhaber eines gutgehenden In Fortsetzung dieser Diskussion spricht Ladengeschäfte, der wohl der wohl wenig nach einer Brotver Revelin zu Gunsten des Programmentwurfs des Generalteuerung zu fragen braucht, und Herrn Beruh. Meyer, fomitees. Zunächst kritisiert er Devilles Auffassung von den MinimalDer Kongreß zu Tours. Tours, 3. März 1902. " forderungen. Diese bedeuten feineswegs nur fofort durchführbare Janrès stimmt mit Deville überein, daß das Programm an Tours, 4. März. Forderungen, sondern sie bezeichnen die Tendenz unsrer Reform- die Revolution von 1789 anzutnüpfen habe: Trotz der bourgeoisen ( Worläufiger Bericht.) thätigkeit, ohne deshalb Abschlagsmaßnahmen, die ihre Durchführung Interpretation der Deklaration der Menschenrechte, wohnt dieser In der gestrigen Nachmittagssigung wurde über den Bericht der anbahnen, anszuschließen. In Bezug auf Militärausgaben legteren ein solcher latenter socialistischer Sinn inne, daß Breßlommission und der Kammerfraktion u. a. verhandelt. Dem müssen wir uns an die Taktik der deutschen Genossen das Proletariat, in dem Maße wie es in der Revolution fünftigen Generalfomitee wurde aufgegeben, ein periodisches Parteihalten: einen Mann und keinen Groschen!" Das er- wächst, aus der Deklaration kommunistische Folgerungen zieht. organ anzubahnen, das womöglich wöchentlich erscheinen fordert die Klassenlage des Proletariats. Unfre Milizenforderung Wir sind die Logiker der Demokratie. Auch das soll im Programm soll. An eine Tageszeitung ist vorderhand nicht zu denken. Der steht damit in feinem Widerspruch. gefagt sein, das wird uns neue Kraft geben. Ich unterschätze nicht Fraktionsbericht wurde nur unter Vorbehalten gebilligt. Bestimmte Zur Principienerklärung übergehend, verwirft Redner Devilles die Bedeutung der ökonomischen Entwickelung und der des Prole- Beschlüsse zur Verhinderung von skandalösen Abstimmungen der DeAntrag, den Socialismus im Programm an die Revolution von tariats schon seit Louis Philippe. Aber das allein genügt nicht. putierten wurden noch nicht gefaßt. Es heißt, daß der Kongreß 1789 anzufnüpfen. Diese ist ja der Fetisch, der Göze, den die Der Entwurf des Generalfomitees rechnet nicht genug mit der darauf noch zurückkommen werde. Bourgeoisparteien gerade den Socialisten entgegenhalten. Ihr müßtet neuesten Entwicklung. Revelin beruft sich immer auf das Erfurter In der Abendsigung verlas Jaurés die neue Principienden Worten der Menschenrechte" einen andren Sinn unterlegen, als Brogramm. Hat aber nicht Bebel die Revision dieses Programms erklärung, die von der Kommission einstimmig votiert. die Männer von 1789, die das Privateigentum im Auge hatten. angekündigt? Sollen wir 1902 das deutsche Programm von 1891 wurde. Von der marristischen Principienerklärung des GeneralAber auch die Deklaration der Menschenrechte von 1793 abschreiben? Der Entwurf ist von einem socialen Bessi tomitees ist so gut wie nichts beibehalten worden. Die neue ist nicht socialistisch. Man könnte höchstens vielleicht an mismus durchdrungen, er spricht bom„ Wachstum des Erklärung ist wesentlich von Jaurès verfaßt, sie ist ideologisch und Babeuf, an die Verschwörung der Gleichen anknüpfen. Aber socialen Elends, der Unsicherheit, des Druces und der rhetorisch gehalten, eher ein Manifest als ein Programm, dent die Grundlage unfres Socialismus ist doch der Klaffentampf. Ausbeutung". Nun weiß ich wohl, wie viel Elend es heute Umfang nach eine kleine Broschüre. Sie reproduziert alle LeitIhr wollt Euch auf Grundsätze berufen, die historisch einen un- giebt, Optimismus wäre ein Verbrechen. Aber die Dinge gedanken der Jaurèsschen Programmrede.. Der Kongreß nahm die socialistischen Sinn haben und von den Radikalen, von Méline an- follen in ihrer Bewegung dargestellt werden. Die Lage des neue Erklärung debattelos unter stürmischem Beifall und e in= gerufen werden. Das Gesez Chapelier, Verbot der Koalitionen, Proletariats ist in Hebung begriffen, feine Verteidigungsmittel ver stimmig an. wurde ja durch die Deklaration der Menschenrechte begründet. mehren sich: Gewerkschaften, Genossenschaften, Arbeiterschutz- Gesetz- Ueber die Minifterfrage wurde einstimmig beschlossen, daß in Bu Devilles Kritit betreffs der Stelle des Entivurfes, die von der gebung. Wie Adler auf dem Wiener Parteitag fagte, würden funft tein Socialist ohne Zustimmung der Partei Klaffenscheidung handelt, ist nicht zutreffend: im Entwurf ist das bie Arbeiter selbst protestieren, wenn fie vom wachsenden ins Ministerium eintreten darf. Verschwinden des Mittelstandes gerade als Tendenz formuliert. Elend" hörten. Nach Marg ist die Berelendung die notwendige Renaudels Gegenentwurf scheint im allgemeinen den Vorbedingung der Revolution. Er sagt, daß der Kapitalismus im Genosse Kautsky ersucht uns um Aufnahme nachstehender revolutionärsten Teil der Partei befriedigen zu wollen. Er Gegensatz zum Feudalismus seine Arbeiter nicht ernähre. Das ist Beilen: ist aber viel furchtsamer als der Entwurf des Generalfomitees nicht wahr. Die Katastrophen- Theorie ist unrichtig. Das Wachsen des Mittelstandes. In der Programmgegenüber dem Kleinbürgertum und der Bauernschaft. Die Wie wird der Socialismus fiegen? Man hat von zwei Methoden diskussion auf dem Kongreß von Tours hat Gabriel Deville focialistische Partei darf nicht die Kleinbürgerlichen Vorurteile schonen, gesprochen: von der Reform und der Revolution. Es ist aber un- nach dem gestrigen Bericht des Vorwärts" den Saz des Programmfie soll nur diejenigen Kleinbürger zu gewinnen fuchen, die unsre historisch, sich auf eine dieser Methoden zu versteifen. Es kann sein, entwurfs bemängelt, der sagt:" So spaltet sich in allen industriellen Ideen anerkennen. Die Bauern sind keine eigentliche Klaffe. Redner daß die Reformen sich nach und nach zu einer gründ- Ländern die Gesellschaft immer mehr und mehr in zwei feindliche erinnert an Marg Urteil über die französische Bauernschaft im lichen Umgestaltung auswachsen werden; es ist aber Staffen: die Bourgeoisie und das Proletariat!" Das", erklärte Deville, 18. Brumaire". Die Bauern haben keine Organisation, teine auch eine fprungweise Wendung möglich infolge des ist als Thatsache falsch, wie schon Rautsty in einem Artikel eignen Vertreter im Parlament. Die meisten von den Bauern Widerstandes der Reaktion. Ob es zur Gewalt fommt, kann man über den Mittelstand geschrieben hat, der nach Kautsky im Wachsen gewählten Deputierten, etiva 150 Mann, find Groß- nicht bestimnit wissen. Aber woher die Prophetengabe Renaudels, grundbesizer, dann kommen noch Aerzte. Selten werden von der selbstsicher proklamiert, daß nur die Revolution den Socialismus den Bauern Linksradikale gewählt, noch seltener stimmen sie zum Siege bringen werde? für Socialisten. Wollen wir die Bauern gewinnen, dann müßten vir ein Agrarprogramm ausarbeiten, beiläufige Einschiebsel in der Brincipienerklärung tangen nichts. Es ist gefährlicher, bei den Bauern ein Mißverständnis über unsre Stellung zu ihnen aufkommen zu lassen, als ihren Widerstand gegen unsre Jdeen hervorzurufen. Revelin erklärt sich damit einverstanden und fährt fort, indem er die wichtigsten Punkte der Principienerklärung des Komitee Entwurfs begründet: die Klassenscheidung, den Klaffenkampf und den Internationalismus. In Bezug auf den ersteren Punkt lehnt sich der Entwurf an das Erfurter und Wiener Programm an. Der Internationalismus ist im Entwurf schärfer ausgedrückt als in jenen beiden Programmen. begriffen ist". * * „ Ein neuer, an Zahl sehr starker und ununterbrochen zuUnternehmer Angestellte Lohnarbeiter 1882 1895 39,6 28,7 . 2,8 4,4 57,6 66,9 Also selbst wenn wir die Angestellten mit den Unternehmern zufammen als„ Befizende" rechnen wollten, wäre ihr Prozentsaz 1882 bis 1895 von 42,4 auf 33,1 gesunken.( S. 130.) Diese Zeilen genügen wohl, zu zeigen, daß Deville sich mit Un recht auf mich beruft. Ich begreife es, daß er und Seinesgleichen nach Mitschuldigen für ihr Renegatentum suchen, muß es aber ablehnen, als Kronzeuge ihrer reaktionären Mittelstandspolitik zu fungieren. Die Zuckerkonferenz. Um einer Legendenbildung vorzubeugen, sei mir gestattet zu bemerken, daß Devilles Mitteilung als Thatsache falsch" ist. Ich Im Gegensatz zu Deville glaube ich, daß die Revolution sehr habe nie erklärt, daß der Mittelstand in seiner Gesamtheit flar definiert werden kann. Lacour meinte, die Revolution be- im Wachsen begriffen sei. Ich verfechte vielmehr die Anschauung, dente weiter nichts als die Vergesellschaftlichung; das ist aber nur daß er im ganzen und großen abnimmt. In dem Artikel, Kollektivismus und man kann auch legalistischer Kollektivist sein. In auf den Deville fich bezieht( Nene Zeit XIII, 2, S. 16), handle ich diesem Sinne find wir ja alle revolutionär. Aber es genügt von einer besonderen Art von Mittelstand, der sogenannten Der Gegenentwurf stellt das Ziel vor den Mitteln, das ist nicht, wir sollen Revolutionäre sein auch in dem Sinne, daß wir den Intelligenz", die allerdings zunimmt. Ich sage da: fcholaftisch. Der Komiteeentwurf dagegen hält sich an die historische blog als einen Gewaltszustand. Wenn aber historische Erschütterungen nehmender Mittelstand bildet sich auf diese Weise, dessen Wachstum Kapitalismus nicht mehr als ein Rechtssystem anerkennen, sondern Entwicklungsreihe, ebenso wie das Erfurter Programm. Wozu einen Teil der Resolution Kautsky über die Ministerfrage eintreten, irgend ein glücklicher Zufall, dann darf das Boletariat im stande ist, unter Umständen den Rüdgang des gein den Programmentwurf aufnehmen? Die Resolution selbst besagt den gesetzlichen Boden verlassen, ohne sich von Loyalitäts- Skrupeln famten Mittelstandes zu verdeden, der durch den ja, daß es sich dabei um die Taktik, nicht um das Princip handelt. mit dem Worte Revolution Mißbrauch getrieben wurde. abhalten zu lassen.( Beifall.) Aber es ist nicht zu vergessen, daß Niedergang des Kleinbetriebes verursacht wird." Man hat In meiner Schrift gegen Bernstein gehe ich näher auf diese Ich weiß, die Ministerfrage wird noch für lange Zeit traurige Folgen haben, aber es genügt, von ihr in einer besonderen Reso- mit dem Worte um sich geworfen, ohne die Sache ernst zu nehmen. Frage ein. Aus dieser nur noch folgendes Citat: " Die Intelligenz ist diejenige Bevölkerungsschicht, die am raschesten lution oder in einem Manifest zu sprechen. Die Guesdisten und Das ist Heuchelei, und die Heuchelei ist nicht revolutionär.( LebDann führt die revolutionäre Phrase zur Ab- anwächst. Nach der deutschen Gewerbezählung wuchs im Gewerbe Blanquisten würden übrigens so wie so nicht abrüsten, haben sie hafter Beifall.) doch nicht für die Resolution Kautsky, sondern für die Resolution Tenkt die Arbeiter von dem Gebrauch der ihnen zur Verfügung der Angestellten dagegen um 118,9 Proz. Indes war dieses rasche wendung von der methodischen Arbeit. Die revolutionäre Phrase von 1882 bis 1895 die Zahl der Lohnarbeiter um 62,6 Proz., die Guesde- Ferry gestimmt. Renaudel bemerkt, daß er und Genossen auch mit einer bestehenden Kampfmittel ab. Wir haben das gesetzliche Recht der ge- Anwachsen noch nicht genügend, den relativen Rückgang des Unterwerkschaftlichen Organisation, aber nur ein Zwölftel der Arbeiter sind nehmertums zu paralysieren, das absolut nur um 1,3 Proz. wuchs. besonderen Resolution über die Ministerfrage, außerhalb des Pro- organisiert. Die Konsumvereine umfassen bisher eine nur un- Vom Betriebspersonal waren in Prozenten: gramms, zufrieden wären, nur aber müßte sie vor Annahme des bedeutende Zahl von Arbeitern, und es giebt fast keine ProduktivProgramms votiert werden. genossenschaften. Die Jdee des Generalstreiks ist zu nichts geworden, weil sie mit der Revolution gleichbedeutend wurde. Und doch ist der Generalstreit an fich legal und er könnte für bestimmte Forderungen sehr wirksam sein. So aber hat man durch die Generalstreit- Idee die Energie des Proletariats in der Richtung eines eingebildeten Falles von Gewaltaktion abgelenkt. Die rebo lutionären Deklamationen sind eine Bürgschaft für die Kapitalisten. Alle großen historischen Umgestaltungen sind von der Majorität Der Generalstreit soll nicht ins Programm aufgenommen durchgeführt worden. Die Rolle der aktiven Minderheit besteht nur werden. Nahezu die Hälfte sämtlicher französischen Socialisten ist darin, die Mehrheit hinzureißen im Namen der Intereffen dieser gegen den Generalstreit. Unser Programm soll aber ein Einigkeits- felben Mehrheit. Man soll nicht zu der Mehrheit von der Kraft der programm sein, auch unter dem Gesichtspunkt der Einigkeit Minderheit sprechen, sondern der Mehrheit die Ueberzeugung der mit den Gues disten, die gegen den Generalstreik sind. Und Minderheit mitteilen, um sie in die Bewegung hineinzureißen! Das Lehte Nachrichten und Depeschen. auch die Mehrheit des internationalen Socialismus hat die Refo- ist freilich schwieriger als einige leere Worte über die Revolution zu lution Briand zu Gunsten des Generalstreits verworfen( Pariser fagen!( Lebh. Beifall.) Hamburg, 5. März.( Privatdepesche.) Der Redacteur der Internationaler Kongreß 1900). Selbst die Allemanisten haben den Zum Minimalprogramm übergehend, bemerkte Jaurès, Harburger Zeitung" Tiemann, der die Genossen Abg. Förster Generalstreit nicht ins Programm aufgenommen, offenbar daß Deville hierüber das meiste bereits gesagt habe. Die Abschaffung und den Redacteur Stengele des Meineides im Eheprozeß weil es eine noch dunkele Frage ist. Auch der letzte Gewerkschafts- der Staatsschuld würde die kleinen Renten ruinieren, während doch des früheren Abg. Hartmann beschuldigt hatte, wurde heute tongreß hat keine Klarheit darüber geschaffen. Warten wir also ab, in Renaudels Gegenentwurf die Kleinbürger geschont werden. bis die Frage durch die thatsächliche Entwicklung geklärt worden ist. Es besteht allerdings ein Widerspruch zwischen der Ver- vom Harburger Schöffengericht zu 200 Mark Geldstrafe und Der Saz des Komitee- Entwurfs über die stetige, methodische und weigerung des Kriegsbudgets und der Milizen- sämtlichen Kosten verurteilt. Die Verhandlung erbrachte den revolutionäre Klaffenaktion umfaßt übrigens alle Möglichkeiten, auch forderung, aber er ist nicht in der Weise zu beseitigen, wie Beweis gänzlicher Haltlosigkeit obiger Beschuldigung. den Generalstreit. Zwischen methodisch" und„ revolutionär" giebt Deville vorgeschlagen hat; wenn die Socialisten nach Deville für es feinen Widerspruch: je methodischer die Aktion, desto gesicherter jede durch die Landesverteidigung gerechtfertigte Forderung stimmen die Revolution, indem eine Vergeudung der Kräfte vermieden wird. müßten, so müßten sie das ganze Kriegs- und Marinebudget votieren. Brüffel, 5. März. Die„ Köln. 8tg." meldet: Die deutschen Unser Programm muß sich in der Age der Gesamtpartei Aber es ist im Programm zu sagen, daß die Partei leiden- Delegierten der 3udertonferenz erhielten heute mittag die bewegen; es darf nicht unter den Durchschnitt der jetzt geltenden schaftlich den Boden des Vaterlandes verteidigen will, und e ben telegraphische Weisung aus Berlin, die Konvention in dem bereits socialistischen Ideen herabfinten. Sonst wären die Guesdisten und dar um fordert sie die Volksmiliz, die, wie Vaillant neulich in veröffentlichten Wortlaut zu unterzeichnen; falls die französischen Blanquisten berechtigt, zu sagen, daß Ihr keine wahrhaft socialistische der Kammer sagte, das beste Verteidigungsmittel Delegierten heute abend noch rechtzeitig eintreffen, wird die Konvention Partei feid. Es soll ein Programm der Wiederversöhnung sein ist. Die Socialisten können also erklären, daß sie unter noch heute abend unterzeichnet werden. Andernfalls wird die Unterund dem andern socialistischen Lager Achtung einflößen können. Se m Milizsystem für die Militärausgaben votieren zeichnung morgen bestimmt vollzogen. Es soll für die französische Socialdemokratie das sein, was das würden. Redner hat nichts gegen die Aufnahme des Erfurter Programm für die deutschen und das Wiener für die Generalstreiks ins Programm, ivent dieser nur einen östreichischen Genossen ist!( Lebhafter Beifall der Minderheit.) friedlichen und gesetzlichen Charakter trägt. Redner kritisiert die Auf- Alais( Dep. Gard), 5. März.( W. T. B.) Der inters Briand, Sekretär des Generalfomitees, freut sich über den faffung vom Generalstreit als dem Stundenschlagen der Revolution, nationale Kongreß der Grubenarbeiter hat sich für ruhigen Ton der Diskussion: Das beweist, daß man gekommen ist, den ührenmechanismus derselben. Selbst ein in diesem Sinne den Achtstundentag entschieden und mit 124 gegen 105 Stimmen beum die einigenden, nicht die veruneinigenden Punkte zu suchen, obwohl fiegreicher Generalstreik wäre keineswegs die sociale Revolution. fchloffen, die Einführung des Achtstundentages durch einen jede Meinung scharf ausgesprochen wird. Zwei Strömungen sind Hätte die Kommune 1871 gefiegt, so würde es um 30 Jahre früher Generalaus stand zu erzwingen, ohne sich in neue Berhandzum Ausdruck gekommen: eine evolutionistische mit Deville und ein Ministerium Waldeck Rousseau gegeben haben. eine revolutionäre mit Renaudel. Wir haben ein Programm in( Seiterfeit.) In Spanien würde der siegreiche Generalstreit weiterungen mit der Regierung einzulassen. einem trüben Augenblick auszuarbeiten: die Nähe der Wahlen macht nichts als eine Republik herbeiführen, die stets von einem militärischen die einen aus Rücksicht auf die Wähler zu gemäßigten Ideen geneigt, Staatsstreich bedroht wäre. Sonst kann der Erfolg des Generalwährend die andren aus Keckheit desto revolutionärer auftreten. streiks, wenn er bestimmten Einzelforderungen gilt, verschieden sein London, 5. März.( W. T. B.) Das Unterhaus lehnte mit Deville übertreibt in gemäßigtem Sinne. Nach ihm hat es den An- je nach den Umständen. In Belgien hat er 1893 einen halben Er- 208 gegen 207 Stimmen eine Bill ab, welche für Bergarbeiter schein, als ob wir die Bourgeoisgesellschaft bitten müßten, gütigst folg gebracht, das allgemeine Wahlrecht mit dem Pluralvotum; die den a chtstündigen Arbeitstag einführen will. fagen zu wollen, was sie uns gewähren möchte. Reformen find fein neueste Bewegung der französischen Bergarbeiter hat das AchtstundenGeschenk, sie werden aufgezwungen. Der übermäßige Widerstand Gesez erzielt. freilich begünstigt durch das gegenwärtige Ministerium. Stuttgart, 5. März.( B. H.) Der Mörder der vor drei erzeugt eine Uebertreibung in den Forderungen, und dann kommt etwas Mit Revelin spricht sich Redner aus gegen die Einfügung Monaten in den königlichen Anlagen ermordet aufgefundenen ModellDurchschnittliches heraus. Es ist wahr, daß mit dem Worte Revolution" der Kautskyschen Resolution über die Ministerfrage ins Pro- steherin Babette Birch wurde in Kirchheim in der Person des 27 Jahre Mißbrauch getrieben wurde, daß ferner viele Leute sich die Revolution gramm. Nach einigen Monaten kann es ja in Belgien zur alten, aus Stuttgart gebürtigen Mechanikers Ludwig Gerster verohne Gewalt nicht vorstellen können. Die Revolution braucht nicht Ministerfrage kommen. Falls die Klerikalen in den Kammerwahlen haftet. Gerster, ein früherer Zuhälter der Ermordeten, hat bereits notwendig gewaltthätig zu sein, aber sie kann es sein infolge der der Koalition der Socialisten und Liberalen unterliegen, würden ein volles Geständnis abgelegt. Konterrevolution. Wir find keine Gewaltsamen aus Neigung, wir dann die ersteren die ganze Regierung den Liberalen überlassen? Kopenhagen, 5. März.( W. T. B.) In der hiesigen geographischen wollen unsre Ideen ohne Gewalt verwirklichen, aber wir müssen Lenormand ruft: Aber dann würde die belgische Partei Gesellschaft teilte der Marinekapitän Hovgaard mit, daß der bie konterrevolutionäre Gewalt voraussehen, die unsre Gegenaktion über die Teilnahme von Socialisten an der Regierung entscheiden! Steuermann Löth- Mikkelsen der Nordpol: Expedition Baldwins hervorruft. Jaurès: Stimmt! Seit drei Jahren höre ich nicht auf, zu von Franz Josefsland aus Nachrichten an seine Familie gelangen Am Schluß bemerkt Redner: Doch wozu weiter diskutieren? fagen, daß das individuelle Experiment Millerands sich nicht ließ, die vom 17. August v. Js. datiert find. Dieselben befagen, Habt Ihr denn nicht den Generalstreit bereits auf dem Kongreß vom wiederholen darf, daß ein Socialist nur auf Grund eines Partei- daß die Fahrt sehr schivierig gewesen ist; an Bord des Schiffes Dezember 1899 votiert und neuestens wieder im Generalfomitee? beschlusses ins Ministerium eintreten darf. Doch zurück zu Belgien! Ohne Amerika" war alles wohl. Das Schiff sollte bei Franz JosefsOder habt Ihr im Dezember 1899 ihn nur votiert, um den die socialistischen Stimmen könnten die Liberalen feinen einzigen Tag Land überwintern. Baldwin beabsichtigt, unter Anlegung von Depots Guesdisten ein Bein zu stellen, um sie mit den Blanquisten, die für am Ruder bleiben. Die Lage wäre also die, daß dic Socialisten in Zwischenräumen von 20 englischen Meilen bis zum 83. Grad den Generalstreit sind, zu vereinigen? Der Generalstreit muß ins im geheimen thatsächlich mitregieren würden, ohne die Vervorzubringen. Von dort aus soll die große Expedition nach dem Programm kommen in der Form, wie er in dem Resolutions antwortlichkeit dafür zu tragen. Wie nun, wenn die Liberalen Nordpol mit 400 Hunden ausgehen. Falls der Nordpol erreicht vorschlag auf dem Pariser Internationalen Kongreß formuliert daranf nicht eingehen und im Falle der Weigerung der socialistischen wird, wird Baldwin die Ostküste Grönlands zu erreichen suchen, wurde, der auch von Jaurès und Allemane unterzeichnet wurde. Partei, an der Regierung teilzunehmen, die Regierung nicht allein wo im letzten Sommer ein Depot für ihn errichtet worden ist. ( Beifall.) übernehmen wollen? Dann würden, trotz aller Kämpfe, jawohl die Baldwin wird versuchen, durch Nachrichtenballons Mitteilungen zu Hervé, der neulich vom Ministerium wegen seiner antimilitaristischen Klerikalen wieder zur Macht zurückkehren.( Lebhafter Beifall.) Ich geben. Brüffel, 5. März.( W. T. B.) Wie die Agence Havas" Artikel gemaßregelte Gymnasiallehrer, verlangt die Abschwächung beanspruche nur das Recht, meine bessere Ueberzeugung betreffs der oder doch die Erklärung des Ausdrucks Atlassenkampf". Das Marimal- Ministerfrage zu propagieren, aber auch die beste Methode ist abscheulich, meldet, ist die Zuderkonvention heute abend unterEs wäre daher zeichnet worden. programm der Links Radikalen sei dasselbe wie unser Minimal- wenn sie gegen den Willen der Partei geht. Liverpool, 5. März.( W. T. B.) Der in Queenstown überprogramm. Ferner verlangt er eine flare Difinition des Inter- ein schwerer Fehler, wenn ein Socialist Millerands nationalismus: im Falle eines ungerechten Angriffs auf Frankreich Handlung wiederholen wollte. Aber man soll der Partei fällige. Dampfer„ Etruria" wird nach einer bei der Cunard- Linie das ist alles, was ich verlange.( Leb- eingegangenen Depesche heute oder morgen im Schlepptau des würden die Socialisten mitkämpfen, aber ihre Stellung zum Vater nicht den Weg versperren Dampfers William Cliff" bei den Azoren eintreffen. Die Schrauben lande müsse scharf geschieden sein von der der demokratischen hafter Beifall.) Patrioten, denen das Vaterland eine Art Religion sei. Die gegenDie Generaldistusfion ist geschlossen. Man schreitet zur Wahl welle der Etruria" ist gebrochen; an Bord alles wohl. wärtigen Vaterländer seien uns Stiefmütter, die dreifarbige Fahne einer Kommission aus 15 Mitgliedern, die die ProgrammIn die Kommission werden Vertreter der sei ein Stück Tuch, das in den europäischen Hauptstädten, in Algerien entwürfe zu prüfen hat. und so weiter beschmugt wurde. Wir müßten formell auf die beiden Richtungen oder vielmehr Schattierungen gewählt. Revanche verzichten, sowie auf jeden Kolonialkrieg. Schluß der Sitzung 21/2 Uhr nach Mitternacht. D " " Grubenarbeiter- Kongreß und Achtstundentag. # Um eine Stimme. Melbourne, 5. März.( W. T. B.) Hier ist bisher ein einziger Fall von Pest nachgewiesen und zwar auf einem von Sydney gekommenen Dampfer. In Sydney sind seit dem Ausbruch der Pest 46 Fälle vorgekommen, von denen 14 tödlich verliefen. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 55. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts” Berliner Volksblatt. Volksblatt. Donnerstag, 6. März Reichstag. 158. Sigung vom Mittwoch, den 5. März 1902, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstische: Freiherr v. Richthofen. Zunächst wird die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts.Etat für das Rechnungsjahr 1901 in zweiter Lesung debattelos angenommen. Hierauf wird die dritte Lesung des Etats des Auswärtigen Amtes beim Titel Auskunftsstelle für Auswanderer fortgesetzt. V 1902. Staatssekretär Frhr. v. Nichthofen: Es handelt sich um einen Bahnbau von 44 Kilometer, das ist ungefähr die Entfernung von Berlin nach Werder a. d. Havel. Man sollte doch nicht so thun, als ob es sich um eine riesige Afrikabahn" handelte. o entsprechen, aber der zweite Teil, der nach der Mauerstraße zu liegt, wird nach meiner Meinung fich in wenigen Jahren als unzureichend herausstellen, so daß ein Neubau erforderlich werden würde, der natürlich viele hunderttausend Mart tosten würde. Die ganze Form des Grundstids ist sehr wenig geeignet für die Zwecke eines Abg. Bindewald( aut.): Man sollte den Strom der deutschen Dienstgebäudes. Außerdem ist der Preis des Grund Auswanderer nach dem fruchtbaren Usambara- Land lenken. Wie viel ftüdes viel zu hoch. Das Grundstück würde faum einen Brivatläufer deutsche Bauernföhne könnten dorthin geben!( Lachen links.) Man finden, und wenn es doch einen fände, so würde dieser jedenfalls nicht schaffe in unseen Stolonien kleine Bauernhöfe!( Großes Gelächter, mehr als 1/2 Millionen dafür bezahlen. Gerade in der Wilhelmstraße links.) Leider ist bei der Ausbeutung unserer Kolonien das Großwird es nicht schwer sein, andre Grundstücke zu günstigeren Bedingungen fapital viel zu sehr beteiligt; es macht unseren Kolonialbesitz zum zu erwerben, die besser geeignet sind für die Zwecke der Kolonial- Gegenstand feiner Schachergeschäfte. Es würden sich gerne viele verwaltung. Wir werden daher gegen die Bewilligung der Summe kleine Leute bereit finden, in unsre Kolonien zu gehen, wenn sie stimmen. mur unentgeltlich Land bekommen fönnten. Abg. Cahensly( C.): Die Bedenken des Abg. Bebel find in Damit Damit schließt die Diskussion. Die Regierungsder Budgetkommission widerlegt worden. Wir werden der Forderung vorlage, welche 1 550 000 W. forderte, wird abgelehnt gegen zustimmen. die Stimmen der Nationalliberalen, der Reichspartei, einiger Damit schließt die Diskussion. Die Abstimmung über den Konservativen und des Abg. Frese( frs. Vg.). Kommissionsantrag ist auf Antrag des Abg. Dr. Müller Sagan ber 950 000 m. bewilligen will, ist auf Antrag des Abg. Richter ( frs. Vp.) eine namentliche. Abg. Graf Aruim( Rp.) verteidigt die Kolonialgesellschaft gegen die gestrigen Angriffe des Abg. Bebel. Die Deutsche Kolonialgesellschaft" verfolgt teine parteipolitische Tendenzen und wird die ihr übertragene Auskunftsstelle unparteiisch und objektiv verwalten. ( Bravo! rechts.) Abg. Lenzmann( frf. Vp.): Die Resolution, die Auskunftsstelle der Deutschen Kolonialgesellschaft" zu übertragen, ist aus einer all. deutschen Bewegung hervorgegangen. Deshalb hat die Linke damals Das Ergebnis der Abstimmung ist folgendes: Für die An gegen die Resolution gestimmt. Auch gehören nicht alle Parteien nahme des Kommissionsantrages stimmen 126 Abgeordnete( Konzur Deutschen Kolonialgesellschaft, so find die Socialdemokraten und fervative und Reichsparteiler, der größte Teil des Centrums, die auch meine Bartei nicht in ihr vertreten. Bei der jetzigen ungünstigen Antisemiten und die freifinnige Vereinigung), dagegen 91 Ab Finanzlage tönnen wir nicht für die Ueberweisung von 30 000 Mart geordnete( die Eocialdemokraten, freifinnige Volkspartei, deutsche eine Gesellschaft stimmen, die nach unsrer Ansicht für Boltspartei, Bolen und ein kleiner Teil des Centrums). Der KomDeutschland eine wenig fegensreiche Politik getrieben hat. Bewilligen missionsantrag ist also angenommen. Die Mitteilung des Vicewir in diesem Jahre diese Summe, dann müssen wir es auch im präsidenten Grafen Stolberg- Wernigerode, daß das Haus beschlußnächsten Jahre thun. Wir werden gegen die 30 000 m. stimmen. fähig sei es find 217 Abgeordnete anvesend wird auf der Staatssekretär Freiherr v. Richthofen: Wenn es nach dem Rechten mit Beifall aufgenommen. Abg. Lenzmann ginge, dann müßten die verbündeten Regierungen Der Rest des Etats des Auswärtigen Amtes wird debattelos den Reichstag gewissermaßen um Entschuldigung bitten, daß sie angenommen. eine Resolution desselben ernst genommen haben.( Sehr richtig! rechts.) Ich glaube nicht entgegen dem Abg. Lenzmann, daß die Deutsche Kolonialgesellschaft einseitig Propaganda betreiben werde. ant reduers an " Abg. Dasbach( C.) schließt sich den Ausführungen des VorAbg. Dr. Müller- Sagan( fef. Bp.) polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. Graf Arnim. Es handelt sich hier darum, ob man einer Privatgeſellſchaft von Staatswegen eine Beihilfe gewähren darf. Ich verneine dies auf das allerentschiedenste. Abg. Cahensly( C.): Wenn man der Deutschen Kolonialgesellschaft die 30 000 m. giebt, so kann das nur unter gewiffen Bedingungen geschehen. Ich werde dieselben bei der dritten Lesung in einem Antrage formulieren. Es folgt die zweite Beratung des Kolonial- Etats. Die Beratung beginnt beim Etat für Ostafrita. Bei den einmaligen Ausgaben nimmt CB Die Abstimmung über den Antrag Dr. Arendt, eine namentliche. Es sind anwesend 218 Abgeordnete, davon stimmen für den Antrag 98( Konservative und Reichspartei, Nationalliberale und der Abg. refe[ fri. Pg.]), dagegen 120 Abgeordnete( die Socialdemokraten, die freifinnige und süddeutsche Volkspartei, freifinnige Vereinigung, Centrum und Polen). Der Antrag ist also abgelehnt. Die Pofition wird nach dem Antrage der Budgetkommission gestrich e n. Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag 1 11hr. Außerdem: Garantievorlage für die o stafrikanische Centralbahn. Schluß 5³/ Uhr. Parlamentarisches. Vom Abg. Dr. Heim( C.): Die deutsche Kolonialgesellschaft ist ausChinesische Einnahmen und Zuschußanleihe. Abg. Dr. Arendt( Rp.)" die Aeußerungen, die er bei der Erschließlich zu dem Zweck gegründet, für unsre Kolonien Propaganda zu örterung der Tuckerbriefe über den verstorbenen Kolonialdirektor Die Budgettommission des Reichtags hielt Mittivoch machen. Eine solche Gesellschaft ist keine unparteiische Stelle, der Dr. Kayfer gethan hat, auf Veranlassung der Witwe des Verstorbenen jedenfalls die letzte Sigung vor den Osterferien ab. Sie beschäftigte eine Auskunftsstelle übertragen werden kann.( Sehr richtig! fints.) qurild. Sein Gewährsmann habe sich im Irrtum befunden. sich mit der allgemeinen Finanzierung des Etats. Was der Deutschen Kolonialgesellschaft recht ist, ist dem Deutschen fei falsch, daß Herr Kayser zu Ungunsten von Dr. Karl Referenten Abg. Speck( C.) waren zwei Anträge gestellt. Der erste Flottenverein" billig. Wer giebt uns denn die Garantie dafür, daß Peters Angaben verschwiegen habe, die ihm Bischof Tucker bezog sich auf die Finanzierung der Expedition in Ostasien. Als im nächsten Jahre nicht der Deutsche Flottenverein" zu einer Pro- persönlich mitgeteilt habe. Redner fährt fort: Ich muß es Einnahme ist darin die erste Binsrate der Entschädigung von paganda für die deutsche Flotte von uns eine Beihilfe fordert. Wir aber auf das weiteste von mir abweisen, daß mein Vorgehen, wie China in Höhe von 10 998 000 W. aufgeführt, außerdem Verkaufsdürfen nicht einer Gesellschaft, die einseitige Parteipolitik betreibt, es die„ Kölnische Zeitung" gethan hat, irgendwie in Vergleich gestellt erlöse von Beuteſtücken 10 000 m. und als erste Tilgungsrate staatliche Subvention zuwenden.( Bravo!) wird mit dem Verhalten des Abg. Bebel betreffs des Zuckerbriefs. der Entschädigung von China 516 824 M. Aus noch offenstehenden Die Kölnische Zeitung" schrieb:„ Der Abg. Dr. Arendt hätte sich Krediten der Jahre 1900 und 1901, die für die Expedition nach Ostvon der Reichstags- Tribüne aus offen und ehrlich eingestanden hat." handen. Die Kommiſſion ſtimmt dem Antrag des Referenten einseinen Gegner Bebel zum Muster nehmen sollen, der seinen Irrtum asien bewilligt, aber nicht verausgabt sind, find 32 738 000 m. vor Fürst Bismard hat bekanntlich einmal die„ Kölnische Zeitung" das ſtimmig zu, die Summe von 10 998 000 m. als Einnahme, die fchäbigfte Blatt der Welt genannt. Der„ Vorwärts" druckte da- Summen von 516 824 20. und 32 738 000 M. als außerordentliche olle ehrliche Arendt".( Große Heiterkeit.) Der Vorwurf des Vormals den Artikel der Kölnischen Zeitung" ab unter dem Titel:„ Der Deckungsmittel in den Etat einzustellen. wärts", daß ich mich eines groben parlamentarischen Verschuldens schuldig gemacht hätte, ist aber ganz ungerechtfertigt. Der Brief meines Gewährsmannes liegt zu jedermanns Einsicht bereit. Abg. Dr. Paasche( natl.): Ich kann dem Abg. Dr. Arendt mit seinem Angriff auf die„ Köln. 8tg." nicht ganz recht geben. Dr. Arendt hatte damals, 1894, ziemlich scharfe Angriffe auf den verstorbenen Solonialdirektor Dr. Kayser erhoben, indem er ihm vorwarf, dem Kellnerinnenschut Tabaksteuer Molkereien. Die schwiegen zu haben. Reichstag seine persönliche Bekanntschaft mit dem Bischof Tucker ver- in ihrer Sizung am Mittwoch u. a. mit einer Petition des Vereins Petitionstommission des Reichstags beschäftigte sich dem Reichstag schon vorher mitgeteilt. Aber gerade diese Thatsache hatte Dr. Kayser Münchner Kellnerinnen, welche eine gefchliche Regelung der alle Veranlaffung gehabt, heute seine Vorwürfe gegen Dr. Kayser fordern 1. nach beendeter Tagesarbeit eine Ruhezeit von mindestens Arbeitsverhältnisse der Kellnerinnen verlangen. Betentinnen ohne weitere Einschränkung zurückzunehmen. Abg. Dr. Arendt( Rp.): 1894 mußte ich auf Grund des mir 10 Stunden; 2. obligatorischen Fortbildungs- Schulunterricht für zugegangenen Materials annehmen, zu meinen Angriffen auf iugendliche Kellnerinnen; 3. daß Kellnerinnen unter 16 Jahren überhaupt Dr. Kayser berechtigt zu sein. Die Ausführungen des Abgeordneten nicht und solche im Alter von 16-18 Jahren in der Zeit von 10 Uhr abends Dr. Paasche waren durchaus überflüssig. bis 6 Uhr morgens nicht beschäftigt werden dürfen; 4. Ausnahmen Damit schließt die Debatte. eine Reihe weiterer Titel. Der Titel wird betvilligt. Ebenso von der gesetzlichen Ruhezeit sollen höchstens an 30 Tagen im Jahre Fortführung der Eisenbahn Tanga- Korogwe( Usambarabahn) sollen, wenn in ihnen die Bedienung durch weibliches Personal Es folgt die Etatsposition, die zu der Aufsicht weiblicher Gewerbe- Aufsichtsbeamten unterstellt werden zulässig sein; 5. gesetzliche Bestimmungen, wonach Schankwirtschaften bis Mombo als erste State 1 550 000 m. fordert. fordern Betentinnen die Einführung Abg. Raab( Autis.) spricht sich für die Bewilligung der 30 000 r. aus. Der Reichstag dürfe seine eigne Resolution nicht desavonieren. Wenn Herr Dr. Heim die Zuwendung eine Liebesgbe an die Kolonialgesellschaft nemit, so habe dieses Wort in seinem Munde eine geradezu unheimliche Bedeutung.( Große Heiterkeit.) Hierauf schließt die Diskussion. Die Regierungsvorlage, die 30 000 Mart als dauernde Ausgabe in den Etat einzustellen, wird gegen die Stimmen der Reichspartei und einiger Nationalliberalen abgelehnt; der Antrag der Budgetkommission, die 30 000 Mark als einmalige Ausgabe zu bewilligen, angenommen. Da gegen stimmen die Socialdemokraten, die freisinnige Volkspartei und einige Mitglieder des Centrums. Beim Kapitel Solonialverwaltung" führt Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.) Beschwerde darüber, daß ein Feldwebel der Schußtruppen, der im Dienste invalide geworden ist, die ihm zustehende Pension nicht vollständig erhalten habe. Das Reich dürfe nicht so kleinlich sein, um diesem Mann seine berechtigten Ansprüche zu kürzen. Leider habe das Kriegsministerium die Beschwerde des Betreffenden abgelehnt. Wort empfehlen möchte. Dr. Arendt hätte danach Zum zweiten beantragte der Referent, die im Etat vorgesehene 3nschußanleihe von 35 000 000 Mark zu streichen. Diesen Antrag auf Streichung wurde nach längerer Diskussion von der Kommission mit 17 gegen 11 Stimmen Folge gegeben. Damit war die Vorberatung des Reichs- Haushaltsetats von der Budgetkommission erledigt. Endlich stattfindet. einer zweijährigen Lehrzeit für Kellnerinnen. Die Kommission beschloß. über die Forderung, die Einführung der Lehrzeit be treffend, zur Tagesordnung überzugehen, die übrigen Wünsche der Betentinnen aber dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Partei- Machrichten. Die Abstammung Liebknechts von Luther. Die Budgetkommission beantragt die Streichung dieses Titels, Kolonialdirektor Dr. Stübel: Der betreffende Feldwebel ist bewilligen will. während ein Antrag Dr. Arendt( Np.) als erste Rate 950 000 m. aus der Schutztruppe ausgeschieden und in das Heer übergetreten. Die Prüfung und Erledigung seiner Ansprüche ist Sache des trags Dr. Arendt. Kolonialdirektor Dr. Stübel: Ich bitte um Annahme des Anpreußischen Kriegsministeriums. Dieses hat vor kurzem an die Kolonialverwaltung das Ansuchen gerichtet, eine dem Betreffenden streckt sich in jedem Fall auf den Bau der ganzen Bahn, wozu wir diesmal Abg. Nichter( frs. Vp.): Das Engagement des Reichstags erDer Magistrat und die Stadtverordneten- Bersammlung zu noch zu zahlende Summe auf ihren Ressort zu übernehmen. Die nur die erste Nate bewilligen sollen. Alle Ausgaben, die wir jetzt Ohlan( Schlesien) petitionieren um Abänderung des TabakstenerKolonialverwaltung hat dies abgelehnt und anheimgestellt, die noch etwa bewilligen, fallen auf eine Erhöhung der Matrikular Gesetzes in dem Sinne, daß das Verhältnis zwischen der BeSumme einstweilen aus dem allerhöchsten Dispositionsfonds zu ent- beiträge. Das möchte ich besonders den Herren zu Gemüte steuerung des inländischen Tabaks und der Steuer auf ausländischen nehmen. Die Sache wurde also an das Kriegsministerium zurück führen, die bei jeder Gelegenheit über diese Erhöhung flagen. Inkrafttreten des Gesetzes vom Jahre 1879 der Fall war. Tabak wieder 1 zu 5 betragen solle, wie es vor dem gegeben; was daraus geworden ist, ist der Kolonialverwaltung bis Lehnen Sie den Antrag Arendt ab!( Beifall links.) jetzt nicht bekannt geworden. Jezt verhält fich die Inlandsteuer zur Auslandsteuer Staatssekretär Frhr. v. Richthofen: Es giebt keine verkehrtere Geheimrat Twele tritt der Auffaffung des Abg. Liebermann Eisenbahnpolitik in Oftafrita als die Unterbrechung einer Eisenbahn- wie 1 zu 1,88.- Auf Antrag Tuzauer beschloß die Kommission, v. Sonnenberg entgegen, als ob irgend ein militärischer oder Civil- linie, die später aller Wahrscheinlichkeit nach doch weiter geführt diese Petition der Zolltarif- Kommission zur Beratung zu überbeamter schon durch seinen bloßen Eintritt in den Dienst die Pensions- werden muß. Es ist weit besser, die Bahn, wenn auch in lang- weiſen. berechtigung erwürbe. Das Reichsschazzamt stehe allen berechtigten famem Tempo, weiterzuführen, als die Arbeiten jegt liegen zu lassen. und Bächter in Bunzlau wünscht eine größere Ausbeutungsfreiheit Der Verband der Vereine deutscher Molkereibeamten, Besizer Ansprüchen mit dem größten Entgegenkommen gegenüber. Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Liebermannnahme meines Antrags würde der Reichstag fich für den Bau der Arbeiter. Die Arbeiterschuß- Bestimmungen sollen auf Molkereien Abg. Dr. Arendt( Rp.): Abg. Richter hat gemeint, mit der An- hinsichtlich der in Molkereien beschäftigten jugendlichen b. Sonnenberg und des Geheimrats Twele wird das Kapitel bewilligt. Damit ist das Ordinarium erledigt. ganzen Bahn festlegen und die Kosten dafür könne er jegt nicht be teine Anwendung finden. Die Kommission beschloß Uebergang Es folgt das Extraordinarium. willigen. Ich meine, die geforderte Summe ist eine so kleine, daß zur Tagesordnung. Beim Titel„ Beihilfe zur Förderung der auf Erschließung wir hier sparen, so würden wir an ganz falscher Stelle sparen. sie im Etat des Deutschen Reiches fast keine Rolle spielt. Wollten Centralafritas und andrer Ländergebiete gerichteten wiffen( Lachen links.) England hat bereits in Afrika 21 000 Kilometer schaftlichen Bestrebungen( Afrikafonds")" 200 000 m." nimmt das Eisenbahnen gebaut und diesem Beispiel müssen wir folgen. Wenn Abg. Dr. Haffe( natt.): Es fehlt noch an einer planmäßigen Erfönnten wir ja gleich dem Beispiel Hannibal Fischers folgen, der die wir jegt unfre ganze Kolonialpolitik vernachlässigen wollen, so In den Dokumenten des Socialismus war kürzlich die Frage forschung des Lebens der Eingeborenen in Afrika. Ein junger Gebeutsche Flotte an den Meistbietenden versteigerte.( Lachen links.) aufgeworfen worden, ob über die Abstammung Liebknechts von betterobenius, hat fürzlich der Stolonialverwaltung eine darauf auch ich gestehe, daß in den Kolonien nicht alles so ist, wie es ſein gerichtete Arbeit vorgelegt, die ich zur wohlwollenden Prüfung sollte. Die uns vorgelegte Denkschrift ist so abgefaßt, daß man auf die Vermutung kommen tönnte, sie sei von einem Kolonialfeind geEin weiterer Titel verlangt als erste Rate zum Ankauf der schrieben.( Beifall rechts.) Grundstücke Wilhelmstr. 62 und Mauerstr. 45/46 als Dienst- Abg. Werner( Antis.) spricht sich für den Antrag Dr. Arendt aus. gebäude der Kolonial Centralverwaltung die Abg. Richter( fri. Vp.): Wenn die Bahn rentabel wäre, würde Summe von 1578 000 m. Die Kommission beantragt, den auch ich solche Ausgaben für Kolonialzwecke bewilligen. Die bisher Ankauf der beiden Grundstücke unter der Bedingung zur Annahme gebante Strecke aber wird nicht einmal die Betriebs to sten zu empfehlen, daß der königlich preußische Fiskus den Einbruch beden. Wir belasten durch die Bewilligung dieser Bahn das Liebknecht ist bekanntlich in Gießen geboren; die Familie fam von Fenstern in die Korridorwand der bezeichneten Gebäude Reich mit einem neuen Deficit von 3-4 Millionen dorthin mit der Berufung des Johann Georg Liebknecht als unter der Garantie gestattet, von dieser Erlaubnis nur bei dem Auf- Mart. Bei dem schon bestehenden Deficit würden solche Universitätsprofessor im Jahre 1707. Von diesem Johann Georg treten zwingender Gründe zurückzutreten, und daß der Gesamt- Bewilligungen schließlich die Einführung der Bier- und Tabat- Liebknecht nun heißt es, wie mir Herr Dr. Becker aus dem antaufspreis von 2800 000 m. auf 2 500 000 m. ermäßigt wird. steuer unvermeidlich machen. Das ist die Mittelstandspolitik des Universitäts- Archiv gütigst mitteilte, in dem offiziellen LeichenIm Fall der Annahme der letzten Bedingung soll die erste Nate von Abg. Werner! Abg. Dr. Arendt meinte, er wolle an andren Kolonial- programm der Universität Gießen auf seinen Tod d. d. 19. Sep1578 000 m. auf 1278 000 m. ermäßigt werden. ausgaben sparen. Bisher haben die Herren vom Kolonialsport immer| tember 1749: Berichterstatter Abg. Prinz Arenberg weist auf das inzwischen nur dann gespart, wenn es sich um ein paar armselige Schreiber Natus igitur et in lucem editus est noster Wasungae eingegangene Schreiben des Reichskanzlers hin, wonach die Befigerin handelte. Aber möge Herr Arendt doch sein Versprechen wahrntachen; Hennebergicae ann. 1679 d. 23 aprilis, patre viro doctissimo der Grundstücke, Prinzessin Luise von Hohenzollern, sich mit der Er- wir stehen ja erst im Beginn der zweiten Lesung des Kolonialetats. Michaele Liebknechtio, scholae trivialis illius oppidi praeceptore mäßigung des Kaufpreises auf 2/2 Millionen Mark einverstanden er( Heiterfeit.)" et collega per 53 annos bene merito, cuius maiores beato klärt und ebenso der Fiskus die Bedingung der Kommission an- Die Begründung für den Bahnbau, daß, Arbeiter beschäftigt Luthero nostro consanguinitate iuncti fuerunt. genommen hat. werden müssen, ist hinfällig. Wie weit sollen wir denn banen? Bis Zu deutsch:" Unser Liebknecht wurde geboren und ans Licht der Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Bp.): Jch bitte, die Position abs zum Kilimandscharo? Dann bleibt immer noch eine Strecke übrig, Welt gebracht zu Wasungen im Hennebergischen am 28. April 1679. zulehnen und auf den Ankauf dieser Gebäude zu verzichten. Die wo Bahnen gebaut und Arbeiter beschäftigt werden können. Der Sein Vater war der gelehrte Michael Liebknecht, Lehrer und Amts= Form des Grundstücks ist so beschaffen, daß es für Reichszwecke un Plantagenbefizer Miesmahl hat in der Budgetkommission gesagt, die genosse an der Bürgerschule jener Stadt 53 Jahre lang, wohlverdient, möglich geeignet sein kann. Auch der Preis, den jetzt die Budget- Bahn hätte mur Zweck, wenn sie bis Kilimandscharo fortgeführt dessen Vorfahren mit unfrem feligen Luther durch tommission uns zu bewilligen vorschlägt, ist noch sehr teuer. würde. Das sind 245 Kilometer, die 30 Millionen Mark tosten. Verwandtschaft verbunden waren. Abg. Werner( Antis.): Die Kommission hat das Grundstück be- Die Bahn soll, wie ich gehört habe, ja auch dazu dienen, die Neu- Also schon jener Johann Georg Liebknecht hat um die Abfichtigt und es für geeignet befunden. Ich bitte die Summe zu gierde der Eingeborenen zu befriedigen, die wissen wollen, wie es stammung der Liebknechts von Luther gewußt, allem Anschein nach durch bewilligen, obgleich der erzielte Abstrich von 300 000 M. nicht sehr an der Küste aussieht. Also eine Bahn gewissermaßen zu feinen Vater; woher dieser die Kunde hat, wissen wir einstweilen nicht, bedeutend ist. Sonntagnachmittags Sprizfahrten!( Große Heiterkeit.) Eine wir dürfen aber ohne Bedenken die Familientradition bis etwa zum Abg. Bebel( Soc.): Der Teil der Gebäude, der nach der Million rollt aur andern; dem muß endlich Einhalt gethan werden! Jahre 1650 heraufrücken. Das wäre bis rund hundert Jahre nach Bilhelmstraße zu gelegen ist, mag vorläufig dem gewünschten Zwecke( Bravo! links.) Luthers Tod, also keineswegs eine schlechte Bezeugung, zumal man Der Titel wird bewilligt. 0 Dr. Martin Luther etwas Näheres bekannt sei. Genosse Bernstein, der Herausgeber der Dokumente, bemerkte dazu, daß Liebknecht selbst nicht bekannt sei, ob Dokumente darüber existierten. Jetzt liefert in wiederholt von dieser Abstammung gesprochen habe, daß ihm jedoch Köhler einen intereffanten Beitrag zu der Frage, aus dem hervorder in Marburg erscheinenden Christlichen Welt" ein Herr Walther geht, daß die Annahme der nahen Verwandtschaft der Familie Liebknecht mit Luther eine hohe Wahrscheinlichkeit für sich hat. Er schreibt: " " " annehmen darf, daß man auf eine solche Abkommenschaft zu achten ɣindem sie durch Inserate Handwerker für Fabrik Gefeße nicht genügt durch Erstreckung des Geltungsbereiches eines pflegte. Wie nun und ob wirklich ein Glied der Lutherschen geschäft, Tischler bevorzugt", sucht. Einige Tischler, Gewerbegerichts oder gar eines Berg- Gewerbegerichts auf eine Familie sich mit einem des Liebknechtschen Geschlechts verbunden die auf das Inserat hineinfielen, mußten dann erfahren, daß sie Anzahl weit auseinanderliegender Gemeinden mit mehr als 20 000 hat, wäre noch zu ermitteln. Nobbes Stammbaum der Familie Streitbrecherdienste verrichten sollten, indem man ihnen Einwohnern. des D. Martin Luthers"( 2. 2. 1856) giebt keinen Fingerzeig, das Polieren und Schleifen von Marmorplatten und eine Anfrage beim Pfarramt Wafungen brachte bisher keinen zu dem horrenden Preise von 30 Bf. pro Stunde übertragen wollte. Herr Wegener dürfte lediglich die Erfahrung machen, daß die Tischler genau so solidarisch denken wie die Steinarbeiter. Ertrag." Parteipreffe. Die Aktiengesellschaft Leipziger Buchdruckerei, Leipziger Boltszeitung, teilt mit, daß der Vorstand der Gesellschaft aus den Genossen Motteler, Heinisch und Kaufmann besteht. Polizeiliches, Gerichtliches usw. sonderen Verhältnissen der Großstadt. Die weitaus größte Zahl der in Berlin beschäftigten Kellner habe ihre Wohnung nicht bei dem Prinzipal; das Verhältnis war nach den Erhebungen der„ Kommission für Arbeiterstatistit" vom Jahre 1893 wie folgt: Es haben bei dem Prinzipal Wohnung: Bon je 100 Kellnern " " 100 Oberkellnern. " " 100 Kellnerinnen Deutsches Reich Berlin 64,4 78,7 88,1 21,1 16,7 Die neunstündige Nuhezeit in den Berliner Gastwirtschaften einzuführen wird in einer von der Fachkommission der Berliner Gastwirtsgehilfen dem Polizeipräsidenten eingereichten Kriegerverein und Gewerkschaft. Vom Vorstand des Petition gefordert. Die Bundesrats- Verordnung vom 23. Jan. d. J. Kriegervereins in Heiligenhafen, Ostholstein, war an 15 Mit über die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen in Gaſt- und Schantwirtschaften sieht bekanntlich für Gehilfen über 16 Jahre glieder die Aufforderung gerichtet worden, sie sollten aus ihren Ge- nur eine 8 stündige Ruhezeit vor. In Ziffer 1, Abs. II der Bestimmungen Totenliste der Partei. In Hamburg starb nach längerem iverkschaften( Maurer- und Hilfsarbeiter- Verband) austreten, widrigen ist jedoch den Polizeibehörden das Recht eingeräumt, die längere Ruhezeit Krankenlager der Parteigenosse Heinrich Le i brod. Der Verstorbene falls sie aus den Kriegervereinen ausgeschlossen werden würden.( die 9stündige, die nach der Verordnung nur den Gehilfen und Lehrwar Mitbegründer des Verbandes der Schneider, der ihm viel ver- 3wei Mitglieder, darunter ein 48er Schleswig- Holsteinischer Veteran, lingen unter 16 Jahren zugesichert ist) auch für die Gehilfen über dankt. Mehr als 10 Jahre war er Gewerbegerichts- Beisiger, und famen der Aufforderung nach, die übrigen legten in einem gemein- lingen 16 Jahre vorzuschreiben. zwar schon vor der allgemeinen Errichtung der Gewerbegerichte, als famen Schreiben Protest gegen das Anfinnen des Vorstandes ein Von diesem Rechte Gebrauch zu machen ersucht die Fachkommission in Hamburg schon ein Gewerbe- Schiedsgericht bestand. So wie und sind daraufhin auf Grund eines Statutenparagraphen, der sich das Polizeipräsidium und begründet dies Verlangen mit den be= Leibrock der gewerkschaftlichen Organisation ohne irgend welche gegen die Socialdemokratie wendet, ausgeschlossen worden. Die Unterbrechung seiner Mitgliedschaft die Treue bis zum letzten Atem- ausgeschlossenen werden wegen der materiellen Vorteile, deren sie zuge bewahrt hat, so treu hielt er auch zu den politischen Kämpfen mit ihrer Mitgliedschaft verlustig gehen, Klage erheben. und Zielen des Proletariats, zur Arbeiterbewegung im allgemeinen. Während des Sammetscherer Streiks hatte der Genoffe Schon unter dem Ausnahmegesetz gehörte er der socialdemokratischen Baulfsen als Geschäftsführer der Strefelder Filiale des Deutschen Partei an und war auch für diese stets thätig, soweit seine Kräfte Paulsen als Geschäftsführer der Krefelder Filiale des Deutschen und Fähigkeiten dazu ausreichen, derselben stets neue Anhänger und Textilarbeiter- Verbandes ein Flugblatt herausgegeben, in welchem Mitglieder zu gewinnen. Alle, die ihn gekannt haben, werden ihm er das Treiben der Streitbrecher in drastischer aber zutreffender Weise geschildert hatte. Die sofortige Verhaftung war die Folge ein ehrendes Andenken bewahren. und mußte Paulsen sechs Wochen in Untersuchungshaft zubringen. Im Oktober vorigen Jahres verurteilte ihn die Strafkammer zu In den Berliner gastwirtschaftlichen Betrieben werde so machen Krefeld zu zwei Monaten Gefängnis auf Grund des§ 130 des Straf die Betenten weiter geltend eine sehr intensive Arbeitsleistung gesetzbuches.( Aufreizung zum Stlaffenhaß.) Auf seine Revision hat verlangt, der Geschäftsschluß erfolge in der Regel in später Nachtdas Reichsgericht das Urteil aufgehoben und an die Vorinstanz zu stunde, wenn die Verkehrsinstitute( Straßenbahn 2c.) ihren Betrieb rückgewiesen. Das Reichsgricht hob in der Begründung seiner Ent- bereits eingestellt haben, und so müsse die Mehrzahl der Gehilfen scheidung hervor, daß die Straffammer in dem Urteil den§ 130 nach vollendeter sehr anstrengender Arbeitszeit dann noch den oft zu Unrecht angewendet habe. Es kämen hier nicht verweiten Weg bis zur Wohnung zurüdlegen. schiedene Bevölkerungsklassen in Betracht, sondern es handle Jedermann, der die aufreibende Thätigkeit der Gastwirtsgehilfen sich um streikende und arbeitswillige Arbeiter, also um Leute, welche fennt und die großstädtischen Wohnungsverhältnisse in Rechnung Von einem Gegensatz zieht, wird zu dem Schluß kommen müssen, daß das Verlangen der derselben Bevölkerungsklasse angehören. zwischen streikenden und nichtstreikenden Arbeitern nach§ 130 des Betenten berechtigt und äußerst bescheiden ist. Hatte doch selbst das Strafgesetzbuchs tönne keine Rede sein. Denn die Meinungs- und Reichs- Gesundheitsamt in seinem Gutachten für die Gehilfen von Interessenunterschiede treten dort regelmäßig nur in fonkret geüber 16 Jahren eine achtstündige Ruhezeit ohne die Wege lagerten Fällen mit fonkreten Zielen hervor und verschwinden in der nach und von der Arbeitsstätte für notwendig erachtet. fir äußeren Erscheinung mit Erledigung der bestimmten Streitpunkte, Auch in dem Entwurf der Bundesrats- Verordnung ohne daß das Gepräge eines dauernden Zustandes irgendwie kenntlich Städte von über 20 000 Einwohnern die neunstündige Ruhezeit vorwird. Die Krefelder Straffammer wird sich also noch einmal mit gefehen. Wenn diese Bestimmung jetzt gefallen und es dem Ermessen dem Fall zu beschäftigen haben. der Bolizeibehörde überlassen ist, die neunstündige Ruhezeit event. einzuführen, so kann es nur den Sinn haben, daß man die Einführung von den lokalen Verhältnissen abhängig machen wollte. Daß die Vorbedingungen für die Einführung der verlängerten Ruhezeit in Berlin vorliegen, dürfte zweifellos sein, und so glauben wir, baß der Polizeipräsident fich den Wünschen der Betenten kaum wird verschließen können. Wegen Verteilung von Druckschriften wurden sechs Genoffen in Lieguig zu je 3 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Schöffen gericht hatte sie freigesprochen, die Berufungskammer fand jedoch in der des Sonntags geschehenen Verbreitung eine öffentlich bemerkbare Arbeit. A Aus Industrie und Handel. Die Allgemeine Berliner Omnibus Aktien Gesellschaft hatte in ihrer Generalversammlung eine heftige Opposition zu bestehen. In Anbetracht des schlechten Abschlusses wurde der Vorschlag gemacht, man möge fich mit der Neuen Berliner Omnibus- Gesell fchaft einigen, um eine gegenseitige Konkurrenz zu beseitigen, hier wie dort unrentable Linien eingehen zu lassen. Die Direktion will von einer Fusion mit der Neuen Berliner Omnibus- Gellschaft, die bereits mit Unterbilanz arbeitet, nichts wissen und mißt die Schuld an dem ungünstigen Abschluß dem niederen Tarif bei. An Dividende war nur 1 Proz. vorgeschlagen- eine Abfindung, die den Herren Aktionären ungenügend erschien, wohl umsomehr, als auch der Auf fichtsrat auf seine 12 000 m. nicht verzichten wollte. Man beschloß deshalb kurzer Hand 4 Proz. zu verteilen und die Bilanz so ins Gleichgewicht zu bringen, daß die Abschreibungen auf Pferdeconto um 99 000 m. reduziert wurden. Eine etwas sonderbare Methode. Stahlräder- Syndikat. Die in Köln abgehaltene Versammlung von Stahlräder- Fabrikanten beschloß einstimmig die Bildung eines Syndikats und wählte zu diesem Zwecke eine Stommiffion, die fofort mit den nötigen Vorarbeiten beginnen wird. Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Deutsche Effetten und Wechselbant in Frankfurt a. M. verteilt in diesem Jahre eine Dividende von 1/3 Proz.( im Vorjahre 4 Broz.). Die Deutsche Ansiedlungsbaut beziffert ihren Reingewinn auf 340 945 M.( 226 513 M.), Dividende 8 Proz.( 8 Proz.). Die Deutsche Treuhandgesellschaft verfügt über einen Reingewinn von 281 645 M.( 194 956 m.), Dividende, wie im Vorjahre 15 Proz. Der Düsseldorfer Bankverein veröffentlicht einen sehr ungünstigen Abschluß. Der Reingewinn beträgt 934 190 M.( 1 059 881 m.) Außerdem werden 525 000 m. zu Abschreibungen auf Consortial- und Contokorrent- Conto verwandt. Dividende 4 Proz.( 8 Proz.) Die Chemische Fabrik vorm. Schering verzeichnet einen Bruttogewinn von 752 857 M. ( 963 322 M.) Dividende 10 Proz.( 15 Proz.)- Die Terrain Gesellschaft Groß- Lichterfelde wirft 27 Proz. Dividende aus. Die Zimmermeister in Flensburg haben alle Forderungen der Gesellen rundweg abgelehnt. Wegen der schlechten Konjunktur wollen diese für das laufende Jahr von einer Lohnbewegung absehen. In Greiz schweben gegenwärtig wieder Einigungsverhandlungen, die vom Oberbürgermeister Thomas angebahnt worden find. Schon am Sonntag fouferierte derselbe mit dem Vorsitzenden der Lohnfommission und am Montagvormittag waren die Weber Dietsch, Heidel, Maschte und Flohrschütz im Rathaus. Wie man er fährt, ist der neue Lohntarif von der Kommission des Fabrikantenvereins fertiggestellt. Man will denselben aber vorläufig nicht der Oeffentlichkeit übergeben. Am Dienstag haben aufs Sprechungen stattgefunden, an denen die obengenannten Arbeiter und feitens der Fabrikanten der Vorsitzende der Lohnkommission Wiz, Direktor Möbius von Gebrüder Albert und Louis Beck teilnahmen. Welches Resultat diese Besprechungen hatten, können wir zur Zeit noch nicht mitteilen. Ausland. neue Be Zum Turiner Gasarbeiterstreik. Das auf Veranlassung des Bürgermeisters zusammengetretene Schiedsgericht hat bestimmt, daß von den 600 Streifenden 242 Arbeiter in den Gasanstalten Unter Kommen finden sollen; die übrigen sollen später eingestellt werden. Der Schiedsspruch hat in den Reihen der Streifenden große Erbitterung hervorgerufen. Sociales. Auswärtiger Handel der Schweiz im Jahre 1901. Die Einfuhr der Schweiz im verflossenen Jahre betrug 1098,1( 1900: Zur Ausführung des Gewerbegerichts- Gesetzes. 1111,1), die Ausfuhr 836,5( 836) Millionen Frant. Danach betrug die Einfuhr um 13 Millionen weniger als 1900, die Ausfuhr aber Die Auslegung, die die Bestimmung des Gewerbegerichts- Gefeßes um 1/2 Million mehr. Die so viel besprochene Unterbilang ist demnach über die Errichtung von Gewerbegerichten für Orte mit mehr als von 275,1 auf 261,6 oder um 132 Millionen zurückgegangen, 20 000 Einwohnern durch den Minister Möller in seinem Erlaß vom worüber sich alle kritiklosen Beurteiler der Handelsbilanz freuen 23. Dezember 1901 gefunden hat, wird Anlaß zu Erörterungen im werden. Dazu liegt aber um so weniger Grund vor, als der Rück Reichstage geben. Die Arbeitsmarkt- Korrespondenz" will wiffen, gang der Einfuhr, wovon hauptsächlich Rohstoffe( Eisen und Eisen- daß nach einem parlamentarischen Gerücht der Abg. Trimborn sich waren für 14,4, Steinkohlen für 6,9 Millionen weniger) betroffen zu der Auffassung des Handelsministers zustimmend geäußert habe, scheint darum find, in direktem Zusammenhang mit der Krise steht, unter der fast und zu befürchten, daß infolgedeffen die das ganze Land leidet. Von den Ausfuhrartikeln erwähnen wir Reichstagsverhandlungen die Absicht der Urheber des Gesetzes kondensierte Milch, deren Export von 26,73 auf 28,94 Millionen nicht deutlich zum Ausdruck bringen, vielleicht eher zu Gunsten der Frank stieg, wovon England für die Versorgung seiner Truppen in Auffassung des Ministers ausfallen tönnten. Südafrika den Löwenanteil bezahlte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. wvar Vermittlungsverfahren in Streitfällen in der Schweiz. Der in diesem Blatt mehrfach erwähnte unglückliche Gießerstreit in Uzvil( Kanton St. Gallen) hatte die vereinigte socialistische und demokratische Partei des Kantons St. Gallen zu einer Eingabe an die Regierung um den Erlaß einer Verordnung, betreffend Vermittlung in Streitfällen veranlaßt, und die Regierung hat nun unter Annahme der detaillierten Vorschläge des Gesuches eine bezügliche Berordnung erlassen. Dieselbe enthält 5 Artikel, durch welche bestimmt wird, daß in Streitfällen die Regierung den Parteien Gelegenheit zu geben habe, die Streitigkeit durch ein Vermittlungsverfahren beizulegen. Auf Verlangen eines Beteiligten wird die Regierung eine Bermitt lungskommission unter dem Vorsiz eines seiner Mitglieder oder eines unbeteiligten Dritten ernennen. In wichtigen Fällen kann auch der Gemeinderat oder das Bezirksamt beim Regierungsrat die Bestellung einer Vermittlungskommission nachsuchen. Dieselbe ist berechtigt, aus der Reihe der beteiligten Arbeiter und Unternehmer Vertreter in gleicher Bahl oder auch sonstige Fachleute heranzuziehen. Wenn es sich nur um einen Betrieb handelt, kann der Regierungsrat eines seiner Mitglieder oder einen unbeteiligten Dritten allein mit dem Vermittlungsversuch beauftragen. Für jede Partei sollen in der Regel zwei Ver treter in die Kommission gewählt werden, wobei die Vorschläge der Parteien thunlichst zu berücksichtigen find. Die Vermittelungsfommission fann sich selbst ergänzen, jedoch ist hierbei stets eine gleiche Anzahl von Arbeitgebern und Arbeitern zu ernennen. Die Beschlüsse der Kommission werden durch die absolute Mehrheit gefaßt. Das Verhandlungsprotokoll ist von sämtlichen Kommissionsmitgliedern zu unterzeichnen. Nach dem Bericht der Kommission erläßt die Negierung im Amtsblatt" eine Bekanntmachung unter Mitteilung der Gründe der event. Ablehnung des Verfahrens durch eine Partei, oder der Ablehnung des Vergleichsvorschlages, oder der Annahme desselben durch beide Parteien, wobei der wesentliche Inhalt des Vergleichs mitgeteilt wird. " von Die Sachlage bei diesem Gesetz ist nicht so einfach, als daß mit Die Arbeitslosigkeit in Rotterdam. Die Gewerkschaften und der bloßen Deklaration des Willens der Urheber durch diese selbst die socialdemokratische Partei in Rotterdam haben dieser Tage eine schon alles erreicht wäre. Die vom Minister den Unterbehörden Zählung der Arbeitslosen vorgenommen, die hauptsächlich als Grunderteilte Anweisung beruht ja nicht bloß auf gewagter Auslegung einer lage für einen in der Gemeindevertretung gestellten Antrag auf ungenau formulierten Vorschrift, sondern hat eine Gesetzesvorschrift Unterstüßung der Notleidenden und Schaffung von Arbeitsgelegenheit für sich, die für sich allein betrachtet, zweifellos ist. Das gilt für dienen follte. Die Zählung hatte folgendes Ergebnis: Durch die den ersten Teil der Antveisung, die sich auf§ 7 beruft. Gewerkschaften wurden insgesamt 1329 Arbeitslose gezählt, Dieser Paragraph schreibt unzweideutig vor, daß die sach- denen nahezu 600 über 3 Monate arbeitslos waren, 200 über 2, liche Zuständigkeit des Gewerbegerichts auf bestimmte Ge- 250 über 1 Monat und nur 200 weniger als einen Monat. In werbe und die örtliche auf bestimmte Gemeindegebiete beschränkt andren Erwerbszweigen wurden noch weitere 1602 Arbeitslose gewerden kann. Das ist eine sehr unglückliche Bestimmung. Daß die zählt mit zusammen 20 697 Wochen Arbeitslosigkeit. Da aber wegen Urheber des Gesetzes, zu denen noch mehr Leute wie der Abgeordnete der kurzen Frist, die für die Zählung zur Verfügung stand, diese Trimborn gehören, die Absicht hatten, in allen Orten, wo nach dem sehr unvollkommen ausgefallen ist, muß man die wirkliche Zahl der Die Gemeindeneuen Gesez Gewerbegerichte errichtet werden müssen, dessen Wohl- Arbeitslosen auf mindestens 4000 veranschlagen. thaten allen gewerblichen Arbeitern zugängig zu machen, ist nicht zu vertretung lehnte alle zur Linderung des Notstandes vorgeschlagenen bezweifeln; tlar ausgesprochen, namentlich im Gegen Maßnahmen mit 34 gegen 2 Stimmen ab. Der§ 7 fat zum§ 7, haben sie das aber nirgends... ( früher 6) ist unerörtert und stehen geblieben als ein Zeichen ungenügender Durcharbeitung des Gegenstandes. Versammlungen. Rigdorf. Die außerordentliche Generalversammlung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes nahm am 25. Februar den Bericht vom Gautag entgegen; eine Diskussion darüber fand nicht statt. Bei der Wahl eines Delegierten zum Verbandstag erhielten: LuschRigdorf 151 und Kirchner- Weißensee 4 Stimmen. Die Wahl der Delegierten zum Gewerkschaftstongreß ergab für Arends 111, für Glode 105 Stimmen. Zur letzteren Wahl wurde lebhaft Klage geführt, daß die Einladungen zur Konferenz für Aufstellung der Kandidaten an die Zahlstellen zu spät ergangen feien, und wurde eine dementsprechende Resolution angenommen. Sämtliche von der Kommission ausgearbeiteten Anträge zum Verbandstag wurden einzeln mit großer Majorität angenommen und die Stimmzettel zur Urabstimmung. betreffend„ Arbeitslosenunterstützung" verteilt. Herr Tapezierermeister Heinrich Kahlen sendet uns folgende Richtigstellung: In Nummer 58 des Vorwärts" vom Dienstag, den 4. d. M., bringen Sie unter der Rubrik„ Gewerkschaftliches" einen Bericht über die Lohnbewegung der Kleber, worin ausgeführt wird, daß ich gesagt haben soll: Die wirtschaftliche Misere mache es möglich, den Angriff der Kleber leicht abzuschlagen, wenn die Meister nur einig sind, und dies müsse geschehen." Das ist nicht von mir gesagt worden. Trotz der allgemeinen Abneigung der Meister gegen Erneuerung der Tarife mit der Gehilfenschaft habe ich erklärt, daß ich für die Zukunft die Hoffnung auf eine Tarifgemeinschaft, ähnlich wie bei den Buchdruckern, zur Bekämpfung der Schwindelarbeit im beiderseitigen Interesse nicht aufgeben kann, da ich keinen andren Ausweg wüßte, um die Auswüchse in unfrem Gewerbe zu bekämpfen. Auch wurde in der Versammlung der Tarif Sollte er in der Praxis so ausgelegt werden, wie befürchtet der Kleber mit geringen Differenzen als berechtigt anerkannt. Aber wird, daß man durch Beschränkung des Gerichts auf ein unerhebliches wie die Verhältnisse in unsrem Gewerbe liegen, übernehmen die Ge- Gewerbe oder einen gewerbslosen Gemeindeteil die vermuteten AbHilfen selbst Arbeiten zu Preisen, die jede Tarifgemeinschaft über den sichten der Urheber durchkreuzt, so wäre das zwar eine illoyale AusHaufen werfen. Ein Beispiel möge mir gestattet werden: Obwohl ich mich legung, aber der Wortlaut oder eine bei Schaffung des Gefeßes sonst mit größerer Kleberarbeit nicht befasse, wurde ich von einem ausgesprochene ngiweifelhafte Willenserklärung stände dem nicht Hausbesitzer ersucht, Offerte zu machen zum Kleben von 800 Rollen entgegen. Indes hat diese Vorschrift schon bisher bestanden und ist einem großen Geschäftshause. Ich verlangte per Rolle nicht in solcher Weise angewendet worden. Sollte es jetzt geschehen, 34 Bf.; jetzt macht ein Gehilfe die Arbeit für 25 Pf. dann liegt es am Reichstag. Ein Parlament, das sich seiner Würde per Rolle inklusive Kleister also 30 Broz. billiger. und feiner Macht bewußt ist, hat Mittel genug, die Regierung Daß unter diesen Umständen für einen Meister, der Steuern, Kranken- auch an illoyaler, seinen Absichten widersprechender Ausführung seiner wenn es will. Ob es wollen wird, tassen, Alters- und Invaliditäts- und Berufsgenossenschafts- Beiträge Geseze zu hindern bezahlen muß, jede Kalkulation aufhört, ist erklärlich. Da in unfrem müssen wir abwarten und da würde es allerdings die Arbeiter Reinickendorf. Am Diskutierabend am Donnerstag, den Beruf, namentlich zum Kleben, wenig Mittel zum Selbständigarbeiten freundlichkeit des Centrums, das hier den Ausschlag gäbe, in schlechtem, notwendig sind, so wissen wir selbst manchmal nicht, wer eigentlich aber nicht in neuem Lichte erscheinen lassen, wenn es Herrn Möllers 27. Februar, wurde der Antrag des Gemeindevertreters Schilling, betreffend die Notstandsarbeiten in der Gemeindefizung vom Meister und wer Gehilfe ist. Im übrigen kann Ihr Gewährsmann Auslegung billigte. versichert sein, daß ich meine Haltung in wirtschaftlichen Fragen, Anders ist es mit dem zweiten Teile der Ministerialanweisung, 24. Februar erörtert. Dabei wurde das Verhalten Schillings welche meinen Beruf betreffen, meinen politischen Freunden gegenüber die sich um die Auslegung der Worte für Gemeinden" dreht und einer Aeußerung des Gemeindevorstehers gegenüber, daß unter den jederzeit verantworten werde. Mit Hochachtung Heinr. Sahlen. die Herr Möller so anwendet, daß schon durch die Errichtung eines 625 Arbeitslosen sich Gesindel befinde, das arbeitsschen wäre und Berg- Gewerbegerichts für Gemeinden mit mehr als 20 000 Ein auch sogenannte„ Naturforscher" darunter zu zählen seien, scharf vers Deutsches Reich. wohnern den Vorschriften des Gesetzes genügt fei. Das ist urteilt. Die Genossen tadelten ferner, daß der„ Vorwärts" über die Das Zur Bewegung der Schneider. In München ließ der direkt falsch. läßt sich nachweisen der aus Ent- letzten Versammlungen nichts gebracht hätte. Der Berichterstatter Gewerberichter Dr. Prennes die streitenden Parteien zu sich rufen. stehungsgeschichte des Wörtchens für". Im ursprünglichen machte geltend, daß der„ Vorwärts" seine Spalten nur für allgemein Die Gehilfen erklärten, daß sie feinerlei Ursache haben, das Antrage stand in"; so wurde er auch vom Plenum der interessierende Fragen offen halten könne. Einigungsamt anzurufen, würden sich aber an den Verhandlungen Kommission überwiesen, die Vertreter der Regierung stimmten dem Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute abend, beteiligen, um nachzuweisen, daß das Recht auf ihrer Seite sei. Da Gedanken, der darin liegt, in der Kommission ausdrücklich zu und 9 Uhr, im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45, für den Gesamtkursus, sowie für eine Reihe von Firmen sich an der Aussperrung nicht beteiligten, bei nur aus rein äußerlichen Gründen, um bei dicht zusammengewachsenen den Kursus des Turnvereins Fichte: Vortrag des Zahntechnikers Herrn andren die Arbeit wieder aufgenommen wurde, reduciert sich die Gemeinden Komplikationen zu vermeiden, wurde auf Wunsch des Jäbide über: Bahn- und Mund frankheiten. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer tönnen jederzeit eintreten. Das Stiftungsfest findet am 15. März Zahl der Ausgesperrten auf 369 mit 312 Kindern.- In Kassel fächsischen Regierungsvertreters das Wort„ in" durch für" ersetzt. find 200 Schneider in den Ausstand getreten. Auch nach Ob da der Abgeordnete Trimborn und mit ihm das ganze Centrum ini Klubhause, Kommandantenstr. 72, statt. Oeffentliche Versammlung der Barbier: und Frisenrgehilfen in heute eine andre Meinung verträte oder nicht, wäre ganz gleich- Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Freigabe der Die Einführung der Hygiene in unsren Beruf. Die AufTischler als Ersatz für streikende- Steinarbeiter gefucht. gültig. Hier ist die Absicht nicht nur der Urheber des Gesetzes, 2. Feiertage. Bei der Firma Aug. Wegener in Herrenhausen bei Hannover fondern der Vertreter beider geseügebender Faktoren schon bei der bebung des Vertrages vor dem Einigungsamt. Ergänzungswahl der Agitationsstreifen die Steinarbeiter. Die Firma sucht sich nun zu helfen, Schaffung des Gesezes klar zum Ausdruck gelangt. Rechtlich ist dem tommission. dort ist Zuzug fernzuhalten. -W Mieters. Briefkasten der Redaktion. $. B. 1001. In Berlin giebt es Stadtsergeanten; sie ziehen für die Armenverwaltung die zurückerstatteten Unterstützungen ein, z. B. die Kosten der Verpflegung in Krankenhäusern. P. B. 69. Der Krawall vor dem Hause Blumenstraße 51c war am 25. Juli 1873, den Anlaß zu den Ausschreitungen gab die Ermission eines E. 3000. Es ist uns leider nicht möglich, Ihnen eine andre Adresse zu geben. Zwei Streitende. Die Straßenbahnlinie Gesundbrunnen- CharTottenburg ist 1886 eröffnet worden, die älteste Linie der Großen": Gesund brunnen- Rosenthaler Thor am 8. Juli 1873, die überhaupt älteste Pferde: bahnlinie in Berlin: Kupfergraben- Charlottenburg im Frühjahr 1865. H. S. 12. Für schwachbefähigte Kinder: die Nebentlassen" der Gemeindeschulen( ohne weiteres fostenlos); für schwachsinnige: die städtische Indiotenanstalt Dalldorf( im Wege der öffentlichen Armenpflege). Nein. Witterungsübersicht vom 5. März 1902, morgens 8 1hr. 10. B. 17. Nein.- 2 Wettende. Sachverständige für Glücksspiele find D. J. 4. 1. Ja. 2. Das hängt von der Höhe des Nachlasses ab. wir nicht. Alter Abonnent Partow. Sie sind im Recht und könnten 3. Ja. 4. Nein. 5. Das ergiebt das Testament: Das Pflichtteil beträgt Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des eine Beschwerde an das Polizeiprädium richten. P. 5. 60. 1. und 2. die Hälfte des gesetzlichen Teils. 6. Nein. A. L. Beantragen Sie Bes Sonnabends von 712 bis 92 Uhr abends statt. 3. Breitestr. 24 a, A. S. 78. 1. Geburtsurkunde, die Be- richtigung. Der Antrag ist an das Polizeirevier zu richten. A. B. 367. scheinigung über den Kirche austritt und die Militärpapiere werden Ja, aber Ihrem Zweck wird es entsprechen, im zweiten Testament vor verlangt. 2. Eine Frist besteht nicht; melden Sie aber spätestens Dieses usw." zu setzen: Meine Mutter setze ich auf den Pflichtteil. 4 bis 6 Wochen vor oer Heirat das Aufgebot an. X. Nein. Bauer. Dies Eigentum Ihrer Frau haftet nicht für Ihre Schulden. N. O. P. Die Argfehung Auswärtiger darf dann gehindert werden, wenn eine Pfändung dennoch stattfindet, so muß die Ehefrau bei dem wenn der Neu- Anziehende voraussichtlich der Armenpflege verfallen würde. Gericht Widerspruchsflage erheben und vorläufige Einstellung der ZwangsWenn Sie zwei Jahre lang für Ihre Mutter in Berlin gesorgt haben, so vollstreckung beantragen. Beispiele für solche Interventionsklage und solchen daß sie weder vor ihrem Heimatsort noch von Berlin Unterstügung erhält, Antrag finden Sie im Arbeiterrecht. G. D. 186. 1. Die geschiedene fann sie nicht mehr ausgewiesen werden. Potsdam 100. Das Recht Ehefrau fann unter Ueberreichung eines Hebammen- Attestes bei dem Amtshätte der Gemann nicht; die Ehefrau könnte auf Scheidung Klagen und gericht Dispensation von der zehumonatlichen Wartezeit beantragen. 2. Ja, Strafantrag wegen Ghebruchs stellen. 2. W. 500. Nein. Elifabeth 101. Sie sind im es tostet 3 Mart, eine Bescheinigung auch 3 Mart. Irrtum: der Chef kann wegen langandauernder Krankheit fristlos tündigen, muß aber wenigstens 6 Wochen das Gehalt zahlen.- Amtsvorsteher. 1 u. 2. Nein, aber das Ober- Verwaltungsgericht hat bereits im entgegengesetzten Sinn entschieden. 3. Ja, es sei denn, daß von 11 Uhr ab nichts geschänkt wird. F. M., Nixdorf. Wir können Ihnen unmöglich mitteilen, wem ein uns nicht bekanntes Stück Land gehört. Wenden Sie sich an den dortigen Magistrat oder an den Kirchenvorstand mit einer diesbezüglichen Anfrage. 2. S. Sie müssen die Mietssteuer zahlen. R. R. 100. 1 und 2: Nein. C. 3. 1. Es kann ein Staatszugehörigkeits Ausweis verlangt werden. Stellen Sie zunächst einen solchen Antrag. 2. Wenn es zur Zeit der Rückforderung noch vorhanden ist, ja. 3. Nein. 4. Klagen können Sie. Wie Sie selbst hervorheben, ist aber ein für Sie siegreicher Ausgang nur dann zu erwarten, wenn der Beklagte seine Aeußerung Grants./M. 769 München 767,50 zugiebt. Eine Beleidigungsklage ist beim Amtsgericht anhängig zu machen; 768 NW ihr muß ein Sühneverfahren bei dem Schiedsmann des Bezirks voraus: gehen, in dem der zu Verklagende wohnt. Wohnen die Parteien nicht in Wetter Prognose für Donnersta, den 6. März 1902. derselben Gemeinde, so ist ein Sühneverfahren nicht erforderlich. Trocken und vielfach heiter, nachts etwas tälter, am Tage ziemlich . G. 1. Die Kinder haben ein Pflichtteilsrecht, könnten also in Ihrem Falle warm bei mäßigen östlichen Winden. je 3/4 des Nachlasses verlangen. 2. Das mündliche Versprechen ist rechtsungültig. 100. Das Brunnenunglück in Schneidemühl war 1893. A. 10. Eine zur Verbreitung bestimmte Druckschrift muß den Namen und Wohnort des Verlegers oder des Verfassers oder Herausgebers ent: halten. Ausgenommen von dieser Vorschrift sind Formulare, Preiszettel, Visitenkarten u. dgl. Haben Sie Druck und Verlag auf dem Tert an gegeben und der Drucker auftragswidrig beides fortgelassen, so find Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. Hatten Sie auf dem Text Verlag und Drud fortgelassen, so sind Sie verpflichtet, die auftragsgemäß hergestellten Druck: fachen zu bezahlen. G. 9. Nein. Da die Mutter kein Vermögen hinterlassen hatte, ist auch nichts zu erben. X., Charlottenburg. Leider ist der Abzug, falls die Höhe stimmt, berechtigt. Es ließe sich nur im Wege der Güte eine Aenderung herbeiführen. M. G. 9. Ja. Alter Abonnent 100, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 6. März. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 7/2 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 71/2 Uhr. % = Urania Typographia Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr; Frühlingstage an der Riviera Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Spies: Flüssige Luft. Invalidenstr. 57/62. Neues Overn Theater( Rroll). Tägl. Sternwarte. Geschlossen. Schiller. Der Revisor. 8 Uhr. Deutsches. Anfang Es lebe das Leben. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 7 Uhr. Lessing. Nora. Anfang 72 Uhr. Residenz. Ein galanter Richter. Borher: Furcht vor der Schwiegermutter. Anfang 71/2 Uhr. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Neu! Präsident Roosevelt Miss Alice Roosevelt. Neu! Italienische KonzertKapelle, Humberto' a. Venedig. Neues. Das Ewig- Weibliche. An- Neu! Der Boerenkrieg! fang 72 Uhr. Westen. Im Brunnen. Hierauf: Der Kuß. Anfang 7 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Riesenmomentbilder aus dem Transvaal- Kriege, nach der Natur aufgenommen. E. v. Wolzogens Buntes Theater Thalia- Theater. ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Serenissimus. Zwischenspiele. Anf. 82 Uhr. Trianon. Coralie it. Co. Anfang 8 Uhr. Central. Das füße Mädel. Seine Kleine. 712 Uhr. Thalia. 71/2 Uhr. Luisen. Anfang Anfang Der Kaperbrief. Anfang 72 Uhr. Carl Weiß. Anfang 8 Uhr. Das Jungfernstift. Friedrich Wilhelmstädtisches. Dresdenerstraße 72/73. Abends 7/2 Uhr: Seine Kleine. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Paula Worm a. G., Guido Thielscher, Gerda Walde. Helmerding, Paulmüller, Bojé, Wannovius. ,, Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn gesehen" Sonntag, 9. März, nachm. 3 Uhr, fleine Preise: Deborah. Der Zigeunerbaron. fang Carl Weiss- Theater. 712 Uhr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 712 Uhr. Orpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol.' Ne feine Nummer. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 1hr Apollo. Don Juan in der Hölle. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. V Casino Theater. Lustige Brüder. Ehrlos. Specialitäten Vor stellung. Anfang 8 Uhr. い Weichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 11hr. Palast. Specialitäten- Vorstellung. Die Veilchenfee. Anfang 8 Uhr. Specialitäten Passage Theater. Vorstellung. Anfang nachmittags 5 hr. Specialis Passage Panoptikum. täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49. Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Im Hörsaal. Anfang 8 Uhr: Dr. Spieß: Flüssige Luft. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Große Frankfurterstr. 132. Preciola. Schauspiel mit Gesang von Pins Alexander Wolff. Musik von Karl Maria von Weber. Anfang 8 Uhr. Morgen zum erstenmal: Gasparone. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Mar und Morit. Abends 8 Uhr: Das Jungfernstift. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Othello. tagabend: Gasparone. Soni Metropol- Theater 9. Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. ( M. des A.-S.-B.) Chormeister: Alexander Weinbaum. Sonntag, den 16. März, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstrasse 29: Lieder- und Kammermusik- Abend unter gütiger Mitwirkung der Konzertsängerin Käte Ravoth( Sopran) und hervorragender Solisten vom Berl. Tonkünstler- Orchester. Nach dem Konzert: TANZ. Eintritt 50 Pf. Kinder 10 Pf. Anfang 6 Billets a 40 Pf. sind im Bureau des Vereins Berliner Buchdrucker, Ritterstr. 88, und im Setzersaal des Vorwärts" zu haben. 65/4 Der Vorstand. Uhr. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Karlstrasse. Wochentags 7 Uhr. Direktion: Nur erstklassige Sonntags 5 11hr. Specialitäten. J. M. II ütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion R. Winkler 11. W. Fröbel. Das neue große März- Programm! 12 neue Nummern. Großer Erfolg! Jack u. Merry. Fanny Behrens. Richards- Truppe. Charles- Trio. Neu! Dazu um 834 Uhr: Neu! Fredoff. Die Veilchenfee. Berliner Volksstück mit Gesang in 2 Aften. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billet- Vorverkauf v. 11-1 Uhr. Stationen Berlin Barometer= Wetter 5°.= 4° R. Stationen ſtand mm Barometer 2hlb.bed.- 0paparanda 769 764 S -1Petersburg O'Cort Wind richtung Windstärke Wetter 2Schnee Temp. n. 6. 2607-90 -11 Swinembe 771 Hamburg 770SSO 3 bedeckt 771SO 2 heiter 3 bedeckt 7 2 bedeckt 3 Nebel 2wolfig 1 Aberbeen -4Paris 1 764 ONO 2voltent 1 Wien Central Fernsprecher- Amt III, 8804. Berliner Wetterbureau. Berlins grösste Fischhandlung empfiehlt von täglich frischem Fange und täglich frischer Zufuhr in Kühlwaggons frische, geräucherte und marinierte Seefische zu bekannt billigen Preisen. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft, Nordsee Hauptfiliale Berlin C. 22, Bahnhof Börse, Bogen 9-10. II. Filiale: Lüneburgerstr., Ecke Paulstr. Prinzenstrasse No. 30. III. IV. " Madaistr. 22, i. Schles. Bahnhof. Diese Woche: auf Wunsch auch franco Zusendung. Seefisch- Kochbücher gratis, nach auswärts Schellfische in allen Größen 25-30 Pf. pro pfd. Cablinn auch ohne Kopf und 30-35 Pf.. im Anschnitt Seelachs 25-30 Vf. im 35-40 Vf. Anschnitt " " " Bratflunder, Rotzungen, Schollen, Seehecht, Knurrhahn, Austerfisch, Goldbars, Heilbutt, Tarbutt, Steinbutt, Seegungen 2c. gleichfalls billig. Lebende Hummer 2,80 Mk. pro Pfd. Johs. Skorczyk, Generalvertreter für Berlin. Ordentliche Casino- Theater. W. Noacks Theater. General- Versammlung Lothringerstr. 37. flaffiges Specialitäten- Programm: Dazu ,, Lustige Brüder" mit Richter, ,, Ehrlos" mit Berg. Anfang Wochent. Subr, Sonnt.71% Uhr. Trianon- Theater. Georgenstrasse, 2 Minuten vom Bahnhof Friedrichstr. Zum 103. Male: Coralie& Co. Anfang 8 Uhr. Parkett 2 M. Brunnenstraße 16. Bajazzo und seine Familie. Schauspiel in 5 Aften v. F. Wittmann. Heute: Tanzkränzchen. Freitag: Verlorene Ehre. Cirkus Busch Sanssouci Donnerstag, 6. März, abends 7 Uhr: Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns E. von Wolzogens Norddeutsche Sänger Buntes Theater( Ueberbrett1) Köpnickerstr. 68. Heute abend 8 Uhr u. a.:,,Atelierspuk" ,,, Nora- Parodie" ,,, Zufall" von Fulda ,,, Strohwitwer u. Strohwitwe". ,, Satirisches Schattenbänkel: Bozena gleitung Oskar Strauss. Thomas, Bender, Josephi. Bradsky, Kompositionen und BeMit vollständig neuer prachtvoller Ausstattung: ' ne feine Nummer! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in I Vorspiel und 4 Bildern von Julius Freund. Im 4. Bilde: Francliens Geburtstagstisch. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Schiller Theater Apollo- Theater. ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Der Revisor. Lustspiel in 5 Atten v. Nikolaus Gogol. Deutsch von E. v. Schabelsky. Freitagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Der Probekandidat. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Kolossaler Erfolg der neuen Specialitäten! The 3 Milons Martin Kettner Milly Capell 3 Avolos Sam Elton Willi Walden The Leamy- Troupe Der Kosmograph. Vorher: Central- Theater. Don Juan in der Hölle Heute Donnerstag, abends 7/2 Uhr: Das füße Mädel. Operette in 3 Aften von H. Reinhardt. Morgen und folgende Tage: Das füße Mädel. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Preise, jeder Erwachsene hat ein Kind frei: Schneewittchen bei den sieben Zwergen.- Sonn tagnachmittag 3 Uhr, halbe Preise: Die Geisha. Belle- Alliance- Theater. Die Dame aus Trouville. Emil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Sierauf: Er. Lebensbild in 1 Aft. Adele Hartwig u. Leopold Thurner a.G. Anf. 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorst. Anfang S Uhr. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte n. Specialitäten- Vorstellung Tägl. Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u. Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Donnerstag, 6. März, abds. 82 Uhr Gastspiel von Eman. Reicher. Die Frau des anderen, Komödie in 1 Akt von Latzkó. Geschichten vom toten Rabbi, improv. Soloscene von Eman. Reicher. SerenissimusZwischenspiele. kumedi. Abschiedssouper. BauernPassage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Beginn des Abendprogr. 8 Uhr. Der kleine Cohn ist da! Burleske in einem Akt. Der Bajazzo und sein Kind. 16 erstklassige 16 Specialitäten Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags, 7 Uhr. Nach jeder Soirce: Tanzkränzchen. Sonntag Anf. des Konzerts 5 Uhr, der Vorst. 7 Uhr. Entree 50 Bf. num. B1.75 Bf. Wochentags Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sperrfiz 50 Pf. Tanz frei. Vereinsbillets gültig. Grosse Indische Menagerie im Exerzierhaus ( am Brenzlauer Thor) Gr. Borstellung. Klondike, OriginalPantomime des Cirfus Busch und die neu engagierten Specialitäten. Großer Möbelverkauf. der Bertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandter Gewerbe zu Berlin am Mittwoch, den 20. März d. J., abends 8 Uhr im Nümannschen Lokale, hierselbst, Brunnenstrasse 188 ( amt Rosenthaler Thor). Tages- Ordnung. 1. Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung und Erteilung der Decharge. 3. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerden, alt In meinem großen Möbelspeicher welchen die Einsicht in die Kaffens und Lagerräumen bücher notwendig ist, müssen mündlich Neue Königstr. 59 oder schriftlich behufs Beantwortung ( nahe Alexanderplatz) stehen vicle Wohnungs Einrichtungen, nente und vieliehen gewesene, zum schleunigen sehr billigen Ausverkauf. Paffendere Gelegenheit für Brantleute wohl noch nie dagewesen. Brautleute erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis. Durch derselben in der General- Versamm lung bis zum 16. d. M. dem Vorstande mitgeteilt werden. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Herren Vertreter 9886 sehr erwünscht. große Gelegenheits- Einfäufe, Er Das Mandat legitimiert. sparnisse der Ladenmiete, ferner durch Selbstanfertigung sämtlicher Bolster: möbel und Dekorationen als Jnnungs: meister bin ich im stande, ganze Einrichtungen schon von 150, 200, 300 Wart อิน ausstattungen von liefern. 2000 Marf. Hochelegante 1000 bis zu Ganz besonders zu Lothringerstraße 1-7. Täglich 3 große Vorstellungen. 4, 6 empfehlen ist der große Vorrat ver und 8 Uhr. Dreffur mit Löwen, liehen gewesener und zurückgesetzter Tigern, Wölfen u. Syänen, sowie Möbel, die fast noch ganz neu und im Löwen- Ringkampf Breise ganz bedeutend herabgeſetzt find. Musterbuch gratis und franko. und Fütterung um 4 u. 8 Uhr. Kein Kaufzwang. Gefaufte Möbel Entree: I. Play 1 M., II. BI. 50 Pf., werden 3 Monate fostenlos aufbe III. BI. 25 Bf., Rinder unter 10 Jahren wahrt, durch eigne Gespanne geliefert und Militär ohne Charge zahlen auf und aufgestellt. Bitte genau auf 1. u. 2. Pl. die Hälfte, dem 3. Pl. 15 Pf. Hausnummer 59 zu achten. Die Direktion: Froese. Filialen Cirkus Schumann. Heute Donnerstag, den 6. März, abends präcise 712 Uhr: Elite- Abend. 11. a.: L'écuyère lumineuse. In Feuer und Flammen, ausgeführt von Frl. Dora Schumann. Neu! She, die Berlin Stettin Chausseestr. 54. Magazinstr. 2. Bellealliancestr.98. Hohenzollernstr.3. Berlin, den 5. März 1902. Der Vorstand. Aug. Lübke. C. Gutheit. Donnerstag, den 6. d. M13., abends 9 Uhr, in Haberechts Festsälen, Große Frankfurterstr. 30: Demonstrations- Vortrag. Der prakt. Naturheilkundige H. Müller spricht über Heilbarkeit der Lungenschwindsucht, der Tuberkulose und Krebskrankheiten. 9926 Damen und Herren freier Zutritt. Carl Helbig, Heilgehilfe und Masseur für sämtliche Krankenkassen Berlins 41110*] und Umgegend. Usedoinstr. 9. Eing. Wattstr. 19, I. Maßzanzüge Wer Stoff hat 24 M. 30 M. Paletots nach Mass 22 M. Bewunderungswert anzusehen, Stoffresten 9816 4 Elemente. Novität! Flix Kiary welchen Vorteil ich dem werten avec son Acte comique. Push- Publikum biete. Von reinwollenen Ball, amerikanisches Sportsspiel, ausgeführt von 12 Amerikanerinnen u. 10 Herren der Gesellschaft. Die vier ber. Akrobatenpferde, dressiert u. vor: geführt von Dir. Schumann. Bim und Bom mit ihrem vollständig neuen musikalischen Att. Mephisto ca. 500 Mitwirkende. 2 Mufifcorps. Große Ausstattungs Pantomime vom Hofballettmeister A. Siems. Morgen, Freitag, den 7. März, abends präcise 712 Uhr: Grosse Gala- Vorstellung mit gewechseltem Progr. und Auftreten der oben angeführten Specialitäten. liefere ich den besten Maßanzug mit Anproben unter Garantie tadel: lofen Sites zu obigen Preisen. Engros- Resterhandlung Chausseestr. 54, Bellealliancestr. 98, 1 Treppe. 1 Treppe. fertige unter Garantie tadellosen Sites, guter Znthaten, Anzug 18.. Sommerpaletot 16 2. Alexander Schmidt, Wienerstr. 1-6. Ecke Stalizerstraße, vorn 1 Treppe, 1. Aufgang, Eingang von Stalikerstraße aus. Mit Stoff Anzug von 27 W. an. Arbeiter. Kfenographen- Verein Stoke- Schrey Patentanwalt Dammann, Neuer Unterrichtskursus beginnt Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 35052* Zähne M. 2 an beliebige Teilzahlung. Olga Jacobson, 145 Invalidenstr. Freitag, den 7. März, im Bezirk Centrum, bei Grupe, Annenstrasse 16. Beginn 82 Uhr abends. Die erste Stunde ist kostenfrei. Unterrichtsgeld 4 Mk. Das Lehrbuch wird gratis geliefert Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! ( Schönhauser Vorladt.) Sonntag, den 9. März, abends Punkt 5 1hr, im Jägerhans", Schönhauser Allee 103: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Waldeck Manasse trümmerte Götter und Gößen". 2. Diskussion. über: Ber 9906 " Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Bertrauensmann: Karl Wünsch. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Sonntag, den 9. März 1902, nachmittags 5 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Vereinslokal, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. J. Friedeberg, über: Alkoholismus. 2. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 9846 Verein abst. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Hente, Donnerstag, den 6. d. M., abends 8 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag. 000000 IV. Wahlkreis, Osten. Sonntag, den 9. März 1902: Großes März- Vergnügen in L. Kellers Festsälen, Koppenstrasse 29, bestehend in Konzert, Gesangsaufführungen, Theater- Vorstellung. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Nachdem: Tanz. Serren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig, nach. Billet 25 Pf., an der Kasse 30 Pf, Von 6 Uhr ab im kleinen Saale: Tanz. Anfang nachmittags 4 Uhr. Programm gratis. Wahlverein des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Sonnabend, den 8. März 1902: 13. STIFTUNGS- FEST Die Mäßigkeit, die gefährlichste Form des Alkoholismus. in den Räumen des Palast Theaters( früher Feen- Palast) Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. 286/17 Der Vorstand. D. D. NB. Das Vereinsorgan„ Der Abstinent" sowie Statutenbücher werden In dieser Versammlung ausgegeben. Steinarbeiter. Freitag, den 7. März, abends 8 1hr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Gesellenausschuß über die weiteren Tarifverhandlungen. 2. In welcher Krankenkasse versichern wir uns? Um pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. 172/7 Achtung! Mitglieder des Arbeitervertreter- Vereins. Die ordentliche Mitglieder- Versammlung findet nicht am Donnerstag, den 6. März, sondern am Donnerstag, den 13. März im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 5, statt. Zur Der Vorstand. J. A.: Rob. Ahrens. Ballsaison. 53/2 Für Vereine und Gesellschaften. Cotillon, Masken, Zauber, Scherz- Artikel, Damenspenden, Polonaise- Dekorationen. Paul Schimlick, Festlichkeitsbedarf, tel. Vla, 11873. Berlin, Friedrichstrasse 235. Wichtig bei Capitalsanlagen ist die Berliner Finanz- und Handelszeitung XIII. Jahrgang Berlin SW., Hafenplatz 4 XIII. Jahrgang best informirtes, dreimal wöchentlich erscheinendes Finanzblatt. Anfragen der Abonnenten über in- u. ausländische Werthpapiere werden im ,, Briefkasten" eingehend beantwortet. Abonnementspreis Mark 5.00 pro Quartal. Die Zeitung wird einen ganzen Monat hindurch auf Verlangen gratis und franco zugesandt. 3503L* 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzlos. ZahnBühne 2 M. in 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl Das 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Spr. 9-7.. beliebteste aller Hustenmittel Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Ecdeftillation an der Markthalle mit Orchester- Pianino zu verkaufen Jonasstraße 8. Burg- und Wolfgangstrassen- Ecke bestehend in Gesangs- Aufführungen und Theater- Vorstellung. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Ledebour. Nachdem: Tanz. hugdA- Jian Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang präcise 8 Uhr. 246/19 Programm gratis. Billets 20 Pf. Der Vorstand. Preie Volksbübne Sonnabend, den 15. März 1902, abends 8 Uhr, im grossen Saal der Brauerei Friedrichshain: Lieder- und Balladenabend . März- Fest unter Mitwirkung des Frl. Laura Detschy und Herrn Gustav Waschow vom Theater des Westens, Herrn Eduard v. Winterstein vom Lessing- Theater und des Violin- Virtuosen Max Pfilzer. Recitation. Zum Vortrag gelangen u. a: Der Arbeitsmann von Dehmel- Strauss. Belsazar, Schumann. Ein Studentengrab( 1848), Bunzl- Federn. Lass brausen die Räder, Bunzl- Federn. Die rote Hanne, Schumann. Der Tod und die Tödin, Löwe. Die deutsche Muse, Plüddemann usw. usw. Festmarken a 50 Pf. vom 1. März ab in allen Zahlstellen. 8. Serie der Vorstellungen im Berliner Theater: >>>>>> Wilhelm Tell====== am Sonntag, den 16. März, 1./2. Abteilung, Anfang 2 Uhr. 4 10./11. Abtl. kommenden Sonntag 2% Uhr im Lessing- Theater: Haus Rosenhagen, Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 228/10 Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Ausverkauf wegen Aufgabe des Ladengeschäfts. Alle Waren im Preise ganz erheblich herabgesetzt. 34478* D. Wurzel& Co., Köpnickerstr. 160. find infolge des angenehmen Geschmacs and Spitzwegerichsaft Bonbons. Au haben der durchaus sicheren Wirkung meine echten zu bei Gustav Behm, Berlin O., Frankfurter Allee 120. G. R. Brenzel, Prinz Handjerystr. 47 u. Hermannstr. 227, Carl Ehlers, Wiesenstraße 32, und Otto Schult, Chauffeestraße 84, vis- a- vis der Liefenstraße. Kleine Anzeigen. 1035* Als Vermählte zeigen sich ganz ers gebenst au: 9855 Frau Wwe. Marie Schmidt, Restaurateurin, N., Hochstädterstr. 22, Karl Sauer, Nachtwächter, Schulstr. 112. Berlin, den 5. März 1902. Julius Fischer! Weiß- u. Bayrischbier- Lokal. 2. Wahlkreis, Zahlstelle 1. Boeckhstr. 7. Vereinszimmer mit Pianino zu 33332* 25 Personen. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. Specialarzt für 11/ 13* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Sehr beachtenswert! Montag, den den 10.März. eröffne einen SerienVerkauf besondrer Gelegenheits- Partien beispiellos billiger Teppiche mit unbedeutenden Musterfehlern Ich mache meine werte Kundschaft, namentlich Hoteliers and Logierhausbesitzer, auf diese seltene Kaufgelegenheit ganz besonders aufmerksam. NB. An Händler gebe von diesen Partien nur einzelne Stücke ab. Teppich- Specialhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. Beachten Sie gefl. mein Sonntags- Inserat! Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. 9116 1 Lehrling für Klempnerei, Gas Mittagtisch für Herren. Wrazidlo, Anfertigung eleganter Herren: Teilzahlung garderobe. gestattet. Wienerstraße 58, Quergeb. II.+24 und Waffer verlangt T. Vogt, MüllerWer Stoff hat? Fertige Herren- ftraße 130. 9366 anzüge mit Futtersachen 15 Mart. Schriftmaler verlangt NiederwallWagner, Schneidermeister, Frank- straße 15. furterstraße 59, III. 9826* Kartonarbeiterinnen verlangt W. Plaut, Blumenstraße 74.[ 10478* 161b* Gardinenhaus Große Frankfurter: Nähmaschinen, preiswerteste Be straße 9, parterre. + 37* zugsquelle, ohne Anzahlung, Woche Möbel- Gelegenheit. Beim Auftio- 1,00, Lieferung nach allen Stadtteilen Marcus, Aleine Frankfurterstraße Postkarte genügt. Lands: zwanzig. nator Otto Lidete, Möckernstraße 25 fofort. Köpenickerstraße ( Bahnspeicher), stehen zum spottbilligen bergerstraße 82". Nr. 60/61. + 88* Berkauf neue gediegene und wenig Malzkraftbier, blutbildend, für +81 gebrauchte Einrichtungen, ein Posten Säulentrumeaus 30,00, Salonteppiche Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, Grüntramgeschäft, gut gehend, 20,00, Simmerteppiche 8,00, Mufchel Gewichtszunahme, beffere Gesichts: frankheitshalber preiswert zu verfchränke, Salongarnituren, Baneel- farbe, überraschend, 14 Flaschen Taufen Putbuserstraße 32. 9635* fofas, Suhebetten, Büffetts, Schreib: 3 Mart, 18 Tonne 3,50 exflusive. Kolonialwaren, Obst, Gemüse tische, Bücherschränke, Salonbilder, Nicht Flaschenzahl, Qualität entGeschäft, verseßungshalber sehr billig verkäuflich. Friedenau, Rheinstraße 35. 600 Mart, schön gelegene Par: Ostbahn: Vorort, verkauft zellen, Hausverwaltung Brunnenstraße 151. Vorjährige elegante Herrenhosen Verzugshalber fünf Bimmer aus feinsten Stoffen 9-12 Mart. Möbel, garantiert tadellos, auch Berkauf Sonnabend und Sonntag. einzeln. Brautleute nur Gelegenheits: Bersandhans Germania, Unter den kauf. Muschelschraut, Vertiko 25,00, Linden 21, II. 1030 Salougarnitur, Wert 150,00, für 85,00, Taschenfofa 45,00, Rohrlehn Zwei Mart Bierteldugend Damenstühle 4,25, Ausziehtisch 16,00, Salon: Hemden, Herrenhemden 3,-. Austisch 12,00, Salontrone, Muschelstattungen sowie elegante Reise: bettstellen, komplett, 35,00, Büffett muster spottbillig. Wäschefabrik Adolf Salomonsky, Stadtbahn 21, Nähe Polizeipräsidium. 139/4 Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhof Börse. 111/7 Teppiche, Betten, Steppdecken, Gardinen, Remontoiruhren, Regula toren, spottbillig, Leihhaus Neander: straße 6. Teilzahlungen gestattet. Möbelmagazin liefert Möbel, Teppiche, Gardinen auf Teilzahlung unter sehr coulanten Bedingungen. Abzahlungen auf Jahre hinaus ver teilt. Meyer, Juvalidenstraße 38, an 8546 der Chausseestraße. links. 980b Arbeitsmarkt. Stellengesuche. ber: 9866 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile Achtung! Modelltischler! 100,00, Stores 2,50, Gardinen, Fenster Vermischte Anzeigen. Barteigenoffen empfohlen Restaurant Boisdam, Hauptpoftlagernd.[ 1046st Berliner Modellfabrik, KaftantenVivisektion! Wer sich über diese ruchloseste Grausamkeit unsrer Zeit unterrichten will, verlange die Flugblätter des Weltbundes gegen Vivi: fettion, welche unentgeltlich versendet werden vom Tierschutzverein Berlin, Königgrägerstraße 108. Dafelbft können auch Referenten für Vorträge in gestickte Uebergardinen, Divandecken, scheidet. Porterte flerei Ringler, Arbeitervereinen über Vivisektion bes 113/ 17* ſtellt werden. Um gütigen Abdruck Stores, Steppdecken, Salonuhren, Bernauerstraße 119. Verschiedene Blüschtischdecken 5,00. Steppdecken billigst Fabrit Große wird gebeten. Lagerhalter, mehrere Jahre als + 37* Gelegenheitsfäufe. Gekauftes lagert Frankfurterstraße 9, parterre. Goldsachen, Silber, Zahngebiffe folcher im größeren Verein Berlins Achtung! unentgeltlich. Posten Fahrräder, erstklassige, fauft Brunnenstraße 137, Uhrmacher thätig, branchenkundig, mit dem Ge 9456* noffenschaftswesen vollständig 65-100, Jahresgarantie. Gebrauchte laden. 20-45,00. Schläuche 2,75, Decen Bücherankauf zu höchsten Preisen. traut, fucht zum 1. April oder später 5,00. Taefer, Bernauerstraße 21. 9896 Epstein, Markgrafenstraße 101.[ 130/ 1* folche oder ähnliche Stellung. Gefällige Angebote an Ernst Toft, Rir Rothänflinge Grünfinken 0,75. Von der Union, ElektricitätsSchlafsofas, alte Möbel tauft dorf, Jägerstraße 42 II. 10488* 1,50 verkauft Waldemarstraße 33 II. Lazarus, Andreasstr. 57. Gesellschaft, Moabit, fowie [ 10278* Gelernter Kaufmann, 27 Jahre, von der Firma Ludwig Löwe, Briefmarken Sammlung fauft mit der Buchführung vertraut, sucht Maschinenbau, Eckert, Fabrit Braß, Klopstockstraße 21. 147b bauernde Stellung irgend welcher landwirtschaftlicher Maschinen, Hochbahnstation Oranienstraße Art, auch Kaution. Offerten K. 100, Friedrichsberg, und Schrepp, 3,00, Geldschraut 65,00, geschnigter Emil Golm, Wienerstraße 7, gegen: Blinder Stuhlslechter bittet um Allee, Jachmann, Gifeugießeret, über Bahnhof. + 24* Arbeit. Muschelschrant, Vertito 50,00, SchreibStühle werden zu den verlängerte Huttenstraße, sind sämt tisch, Betten, Regulator, Teppich, Rechtsbureau, Teltowerstraße Saal mit Bühne, 300 Personen billigsten Preisen geflochten, werden liche Modelltischler ausgesperrt. Den Trumeant 28,00, Säulenpaneelsofa fünfundvierzig. Eingabengefuche, Rat 65,00. Auch Sonntags. Dresdener erteilung. 991* faffend, zu vergeben, auch Sonntags, abgeholt und unentgeltlich zurück: Modelltischlereien Kurzholz, Oranienstraße 180. 8356* geliefert. Adresse: Mulackstraße 27, Oranienstr. 25, Dietrich, Chauffee: straße 66, eine Treppe. Rechtsbureau Fabisch, Andreas: A. Gläser. * straße 52, Garbe, Wasserthorstr. 30, Teppiche mit Farbenfehlern straße dreiuudsechzig. ind Horn, Charlottenburg, Rechtshilfe, Chefcheidungs, Interventions, Unfall: 9416 Militär, Steuersachen! Fabritniederlage Große Frankfurter Raterteilung. Bismarckstraße 106, find Aufträge aus Stellunggefuche, berufung! Rat: straße 9, parterre. der, union" zugegangen. Unfallfachen, Klagen, Eingaben, Linien: straße 36. 8105 Notenfcheiben, für Restaurateure Musik: straße 65. geringe automaten, Teilzahlung. Gangbare Geschäfte jeder Art Jakobstraße 67. Umsonst Zahnziehen, Brunnen Kurzberg, Landsbergerstraße 13.* ftraße 42. Jährlich 9000 verschiedene habe zum Verkauf für Berlin, auch Patienten. Dr. dental auswärts, einzelne mit Hausverwal surgery Gaskocher! Zweiloch- Gastocher! 4415 tung.( Käufer schriftlich.) A. Elendt, Fischler. 3,00, Geschloffene Gastocher! 5,00, Landwehrstraße sechzehn. Gas- Bratofen! 7,00, Gas- Blätteisen! Kunststopferei von Frau Kotosty, 10398* + 37* Musikwerke mit auswechselbaren Reklamationen Putzger, Stegliger: erteilung! Strafaufschub. 139/5 Stellenangebote. Formerlehrling verlangt. te Zuzug fernhalten! 961b* Für ein größeres Ball- Lokal Berlins wird ein erster 9876 Tanzmaitre( große Figur) gesucht. Offerten Kanarienroller und Weibchen ver- Gas- Bügelapparat! bittig! Wohlaner, Steinnesstraße 48, Quergebäude hochanarienhügel fauft, Breisangabel postlagernd unter K. M. Bostamt 32. zauft Prinzessinnenstraße 12, III. Wallner- Theaterstraße zweiunddreißig. parterre. Schmidstraße 31. Konopka. 12/6 Verantwortlicher Nedacteur: Carl Leib in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: 2b. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. [ 35712* Nr. 55. 19. 3abrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Gesezgebung Englands und Transvaals. 6. Wahlkreis. Sonntagabend 6 Uhr findet im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Schütte über Robespierre sprechen wird. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Um regen Besuch bittet Die Vertrauensperson. Tokales. Donnerstag, 6. März 1902. Die Pläne für die nordöstliche Berliner Vorortbahn liegen jetzt, nachdem mit sämtlichen beteiligten Gemeinden wegen der BeLondon, 2. März.( Eig. Ber.) nutzung der öffentlichen Wege Verträge abgeschlossen sind, der ReHerbert Spencer, der bekanntlich zu den ausgesprochensten gierung zu Potsdam vor, die bereits die Genehmigung in Aussicht Gegnern des südafrikanischen Krieges zählt, regte im Jahre 1900 den gestellt hat. Die geplante Linie beginnt an der Kirche in FranzösischGedanken an, einen Vergleich zu ziehen zwischen der Gesetzgebung Buchholz, benutzt bis Bankow die Provinzialstraße, geht dann durch Transvaals und der Englands vor der ersten Reformbill( 1832). Heinersdorf nach Neu- und Alt- Weißensee und Neu- Hohenschönhausen, Dieser Gedanke wurde von Mr. Edward B. Rose, einem eng durchschneidet die Gemeinden Lichtenberg und Friedrichsberg in nordlischen Boerenfreunde, aufgenommen und soeben ist von ihm Von der Eisenbahn- Bureaukratie. Wir hatten schon früher südlicher Richtung, erreicht am Borhagener Wege die Gemeinde eine Broschüre erschienen, die das Resultat des Ver- die in der Eisenbahn- Verwaltung herrschende Praxis gekennzeichnet, Rummelsburg und benutzt schließlich bis Stralan den eisenbahnDie Unternehmer sind gleichs enthält. Mr. Rose lebte längere Zeit in Johannis- nach der bei Rüdvergütung nicht ausgenutzter Fahrkarten eine Mart fistalischen Parallelweg an der Ringbahn. burg und war dort Vorsitzender des Gewerkschafts- Schreibgebühr von den Nachsuchenden erhoben wird, so daß in vielen verpflichtet, die Bahn innerhalb 15 zum Bau geeigneter Monate fartells( Trades- Council). Seit etwa 14 Monaten weilt er in Fällen von dem zurückgewährten Betrage nichts mehr übrig bleibt. nach Erteilung der behördlichen Genehmigung dem Betrieb zu überLondon, redigiert das Reformblatt" New Age" und ist in der So ungerechtfertigt ein solches Verfahren auch ist, die Eisenbahn- geben. Friedensbewegung unausgesetzt thätig. Der Verfasser ist der Ans Verwaltung hält nach wie vor an dieser durch nichts begründeten Oeffentliche Hygiene- Vorträge der Centralkommission der ficht, daß es gar nicht nötig sei, bis auf das Jahr 1832 zurückzugehen. bureaukratischen Maßregel feft. Krankenkassen. Die sociale Gesetzgebung ermöglicht der deutschen Die Gesetzgebung Transvaals könne zu ihrem Vorteile auch mit der Am 30. Januar wollte ein Lichtenberger Einwohner vom Bahnhof Arbeiterschaft in hervorragendem Maße eine Versorgung in gesunddes zeitgenössischen Englands verglichen werden. In Fol. Frankfurter Allee nach Fürstenwalde fahren. Ein plöglich eintretendes heitlicher Beziehung. Der Zweck der Gesetze wird um so mehr gendem geben wir einige Parallelen. Unwohlsein nötigte ihn, in Rummelsburg die Fahrt abzubrechen, erfüllt werden, je mehr die Arbeiter mit den Rechten vertraut sind, und er wandte sich nun auf den Nat des Stationsvorstehers an die welche ihnen die Gesetze verleihen. Diese Kenntnisse sollen die Eisenbahn- Berkehrs- Inspektion I mit einem Gesuch um Rückerstattung heutigen Vorträge vermitteln. Es wird daher ausnahmsweise in 1. Das Wahlrecht- betreffend Briten und Boeren. des Fahrgeldes. Darauf erhielt der Mann die Antwort, daß er nach jeder Schule über ein andres Thema gesprochen werden, und zwar Beschränktes Wahlrecht, errungen Allgemeines Wahlrecht. Jeder Abzug von 10 Bf. für die durchfahrene Strecke und einer Mart reden: in der Schulaula Zilfiterstr. 4/5 Herr Regierungsrat männliche Boer erhält im Alter Schreibgebühr noch 5 Pf. zu erhalten habe, die fer an der Dr. Zahn über Krankenversicherung, in der Schule Schönhauservon 21 Jahren das volle Wahl- Fahrkartenkasse des Bahnhofes Frankfurter Allee erheben könne. Allee 166 der Senatsvorsitzende im Reichs- Versicherungsamt Herr recht; im Alter von 16 Jahren Wenn dies binnen 5 Tagen nicht geschehe, so erfolge Zusendung durch Geh. Regierungsrat Bielefeldt über Invalidenversicherung, in das beschränkte Wahlrecht. England. nach 50 jähriger Agitation. Im Jahre 1899 belief sich die männ liche Bevölkerung des Vereinigten Königreichs, die im Alter von 21 Jahren und darüber stand, auf 11 985 900. Davon waren nur 6 161 487 stimmberechtigt. Transvaal. " die Post auf Kosten des Gesuchstellers. Der Betreffende teilte nun der der Schule Gneisenaustr. 7 Herr Regierungsrat und ständiges MitVerkehrs- Inspektion mit, daß er die fünf Reichspfennige nicht ab- glied des Reichs- Versicherungsamts Dr. Klein über Unfallheben werde. Mit der Pünktlichkeit, die eine preußische Behörde versicherung, in der Schule Stephaustr. 27 der Senatsvorsitzende im eduziert, erhielt der Mann umgehend sein Guthaben in Gestalt einer Reichs- Versicherungsamt Herr Geh. Regierungsrat Professor Fünpfennig- Marte zugesandt, wofür er allerdings noch das Porto Dr. Hartmann über Schutz gegen Unfallgefahr in gewerblichen bezahlen mußte. So hat der Mann zwar Mühe und Umstände, aber Betrieben, in Schöneberg in der Schule Feurigstr. 62/63 Herr teinen Nußen von der Rückerstattung" des Fahrgeldes gehabt. Dr. Werner Heffter über gewerblichen Arbeiterschutz. Beginn Was hat nun die Eisenbahn- Verkehrs- Inspektion für eine Mart der Vorträge präcife 81/2 Uhr abends. Eintritt für jedermann Schreibgebühr geleistet? Sie hat dem Gesuchsteller als Antwort unentgeltlich ohne Legitimation. Am Donnerstag werden auch die ein gedrucktes Formular übersandt, das mit 23 geschriebenen Worten Karten für den Vortrag des Herrn Prof. Binger am Sonntag ausgefüllt und adressiert ist. Und dafür eine Mark! ausgegeben. Wenn die Eisenbahn- Verwaltung von ihrem ganz unbegründeten bureaukratischen Verfahren nicht lassen will, dann sollte sie wenigstens durch Anschlag an den Bahnhöfen dem Publikum davon Kenntnis geben, um Leute, welche auf Rückzahlung geringer Beträge rechnen, vor Schaden zu bewahren. Besser wäre es allerdings, der bureaufratische Bopf der Schreibgebühr würde ganz beseitigt, wenigstens handelt. in solchen Fällen, wo es sich um die Vergütung fleinerer Beträge 2. Das Wahlrecht betreffend Ausländer. Bedingungen: 5 Jahre Residenz Bedingungen: 7 Jahre Residenz; in England oder Kolonien; Na- 2 Pfd. Sterl. an Naturalisations turalisationsschein; Zahlung von gebühren; Huldigungseid; jeder 5 Pfd. Sterl. an Naturalisations- Ausländer, der 2 Jahre im Lande gebühren; Huldigungseid; Be- gewohnt, erhält den ersten Naturalistätigung seitens des Staats- fationsschein, der ihn berechtigt, sekretärs des Innern, der dem bei Unterhauswahlen zu stimmen, Naturalisierten das Wahlrecht ver- ebenso bei gewissen Beamtenweigern fann. wahlen. Kein Beamter hat ein Recht, dem Ausländer die Naturalisationspapiere zu verweigern. 3. Aufstellung der Wahllisten. Die Registrierung der Wähler Besondere Registrierung nicht ist sehr kompliziert und entrechtet nötig. Jeder Bürger oder Ausvon 10 bis 25 Proz. der Wähler. länder wird vom Feld- Kornet test registriert. An- und Abmeldung beim Umzug von einem Ort oder Distrikt in den andern. Stimmen. Jeder Wähler nur 1 Stimme. 4. Zahl der Zahlreiche Wähler mit mehreren Stimmen. Erbliche Monarchie. 5. Oberhaupt des Staates. Gewählter Präsident; feine Wähler sind alle registrierten Bürger im Alter von 21 Jahren. 6. Gefeßgebende Körperschaften. Ein Haus wird gewählt; das| Beide Häuser gewählt, die die andre erblich. gesetzgebenden Arbeiten unter sich berteilen. lands. vaal gab. 7. Oftober 1901 unter dem Titel Mark diskontiert worden " Sternbergs Beguadigung abgelehnt. Für den verurteilten Banfier Sternberg waren bekanntlich Ende vorigen Jahres unter der Arbeiterschaft der ihm gehörigen industriellen Unternehmungen Unterschriften für ein Gnadenge such gesammelt worden. Wie den beteiligten Streifen jetzt mitgeteilt wurde, hat der Kaiser das Gnadengesuch abschlägig beschieden. Der Unglücksfall, der sich am Freitagnachmittag voriger Woche in der Gasanstalt an der Danzigerstraße ereignet hat, Der Beleidignugsprozeß Jacobi- Bernhard. Die heute vor fcheint doch nicht so ganz ohne Verschulden der Berwaltung entdem Schöffengericht anstehende Verhandlung der Privatklage des standen zu sein, wie es nach einer magistratsoffiziösen Meldung den Stadtverordneten Leopold Jacobi gegen den Schriftsteller Anschein hatte. Ofen ähnlicher Art wie der zusammengestürzte, gab Georg Bernhard und den Stadtreisenden Hermann es früher viele; sie sind aber bis auf einige im Laufe der letzten Lewinski dürfte unter dem Drucke großer räumlicher Schwierig- Beit abgerissen worden, um Defen verbesserter Konstruktion Blaz feiten vor sich gehen, da sie in dem ganz kleinen Sitzungszimmer zu machen. Während des Abrisses schon getrauten sich die Maurer Nummer 70 stattfinden muß, welches faum für 20 Menschen Raum nicht recht in bas Gewölbe des Unglücksofens hinein, bietet. Es handelt sich um einen in der Welt am Montag, am da häufig Steinmassen abbröckelten. Man mußte daher wissen, daß Gemeindesumpf" er das Arbeiten am Ofen gefährlich war. Dann aber wurde der schienenen und mit„ Michel" unterzeichneten Artikel, als dessen Ver- verhängnisvolle Fehler begangen, die Anker, welche den Ofen zu faffer sich der Angell. Bernhard bekannt hat. Anknüpfend an den sammenhielten, zu lösen und dadurch dem Mauerwerk jede SicherTod des Stadtv. Kleefeld und die über den Verstorbenen um- heit zu nehmen. Ob hier die Schuld beim Polier oder bei der laufenden Gerüchte, erinnerte der Artikel an Gerüchte, die über einen Direktion liegt, ist nicht bekannt; auf jeden Fall war es aber eine andren Stadtverordneten f. 8. im Schwange gewesen seien. Der Name Leichtfertigteit, unter solchen Umständen noch Arbeiter auf dem Ofen des Stadtverordneten war zunächst nicht gemunnt, die Persönlichkeit zu beschäftigen. war aber so dentlich gekennzeichnet, daß jeder den Stadtv. Jacobi Es muß noch als ein großes Glück betrachtet werden, daß der 7. Dauer der Parlamentsperiode. erfennen mußte. Als seiner Zeit umlaufendes Gerücht wurde u. a. Einsturz in einem Augenblick erfolgte, wo nur drei Männer auf dem Das Unterhaus wird auf sieben Beide Häuser werden auf vier mitgeteilt, daß er einen Betrug durch Geld wieder ungeschehen ge- Ofen thätig waren; eine Viertelstunde vorher waren 15-20 Personen Jahre gewählt. Jahre gewählt. macht habe und daß als Vermittler bei diesem Sündenbegräbnis an der Unglücksstelle beschäftigt. Jetzt, wo der Unfall sich ereignet 8. Erziehung. zwei Rechtsanwalte, die Namen von gutem Klang tragen, thätig ge- hat, ist ständig ein Assistent als Aufsichtsperson zur Stelle. Das englische Volksschulwesen Im Jahre 1898- das letzte wesen seien. Das Gerücht habe ihn ferner mit Bucherern in Ver= Die Mitteilung, daß der verunglückte Arbeiter Hermann steht weit hinter dem der Ver- Jahr, für welches eine Schul- bindung gebracht und behauptet, in einem Specialfall feien einem Schmidt seinen Verlegungen erlegen sei, hat sich glücklicherweise einigten Staaten oder Deutsch- statistit vorhanden ist- hat Trans- leinen Schneidermeister Wechselabschnitte fiber mehrere Tausend nicht bewahrheitet. Schmidt lebt noch; er ist im Krankenhause bis vaal fünfmal soviel für Ergegen Hereingabe minderwertiger jetzt noch nicht wieder zur Besinnung gekommen, und ob er wiederziehung ausgegeben wie England. schaft in der Stadtverwaltung hinter den Coulissen einen ganz be Ware. Dieser Mann übe durch sein Geld und feine Verwandt- hergestellt wird, steht noch dahin. Der Verfaffer giebt noch eine ganze Reihe andrer Vergleiche, deutenden Einfluß aus, er verschaffe dem kapitalistischen Einfluß Ein hiesiges Privat- Fundbureau war vom Polizeipräsidium die uns die Gesetzgebung Transvaals als die einer agrarischen im Stadtparlament Geltung, er habe am schärfften die aufgefordert worden, sämtliche dort abgegebene Fundsachen an das! Demokratie zeigen. Interessant ist die Bemerkung, daß die Verstadtlichung der Berliner Elektricitätswerte bekämpft und die Polizei- Fundbureau abzuliefern nebst einer Erklärung darüber, von Boerenregierung nur Civile hen anerkannte, sowie daß vor dem Stange der Berliner Straßenbahn gehalten, dann aber infolge ganz went und wo die Gegenstände gefunden worden sind. Der Inhaber Aufblühen Johannisburgs es keine Pfandleihanstalten in Trans- eigentümlicher verwandtschaftlicher Verhältnisse sich veranlaßt gesehen, des Bureaus verweigerte dies und erhob Klage gegen die Verfügung plöglich für die Verstadtlichung der Siemens u. Halste- Bahn aufs im Verwaltungsstreitverfahren. In der gestrigen Verhandlung vor Ihre Verfassung und ihre Thaten während der letzten zwei wärmste einzutreten. Dies der ungefähre Inhalt des Artikels, der dem Bezirksausschuß wurde die polizeiliche Verfügung aus rechtKriegsjahre beweisen zur Genüge, daß die Boeren ganz nahe daran den Stadtverordneten Jacobi zur Erhebung der Privatklage ver- lichen Gründen aufgehoben. Der Kläger wies nach, daß waren, eine Kulturnation zu werden und daß sie die Sympathie anlaßt hat, nachdem der Staatsanwalt den Antrag, öffentliche er feit Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches nur Gegenaller Freiheitsliebenden durchaus verdienen. Klage zu erheben, abgelehnt hatte. Dem neben dem Verfasser stände in Verwahrung genommen habe, die weniger als drei Mark mitangeklagten Lewinski wird zur Last gelegt, daß er mit wert seien und somit der Meldepflicht nicht unterliegen, da ja derBu den Gemeindewahlen. dem Artikel, der, wie gesagt, keinen Namen enthielt, artige geringwertige Fundstücke nicht abgeliefert zu werden brauchen. bei der Kundschaft des Privatklägers umbergelaufen sei, ihn Diejenigen Fundgegenstände, welche jedoch vor dem 1. Januar 1900. In Neuendorf hat die Gemeindewahl am Dienstag noch gezeigt und überall betont habe, daß zweifellos Herr Jacobi gemeint eingeliefert seien, find durch das Gesetz, da die Auffindung länger Leine Entscheidung gebracht. Es wurden für unfren Parteigenoffen fei. Den Vorsiz des Schöffengerichts wird Amtsgerichtsrat Bagler als ein Jahr zurückdatiert, Eigentum des Finders. Der Gegner Dummanig 110 Stimmen abgegeben, für den von den Grund- führen, dem Privattläger a cobi werden Justizrat Sleinholz habe diese Gegenstände nur in Verwahrung und müsse sie den befizern aufgestellten Herrn Schimmel 126 Stimmen und für den und Rechtsanwalt Senff als Sachwalter zur Seite stehen, die Ver: Findern, fobald diese diefelben reflamieren, herausgeben. Der vom Gemeinde- und Kriegerverein aufgestellten Herrn Wernitz teidigung des Angeklagten Bernhard haben die Rechtsanwalte Bezirksausschuß schloß sich dieser Auffassung des Klägers vollständig 66 Stimmen. Somit hat zwischen unsrem Barteigenoffen und dem Wolfgang Heine und Hugo Caro, die des Angellagten an und erklärte die Polizeiverfügung für rechtsungültig. Grundbefizerkandidaten Stichwahl stattzufinden. Lewinski hat Rechtsanwalt Morris übernommen. Es sind Zwei Berliner Maler, die Herren Herman Hendrich und Im Vororte Steglitz siegten bei den Ergänzungswahlen zur über 50 Beugen geladen, eine große Reihe von Zeugen, darunter Emil Bossart, find bei einem Brande, der auf den Boden des Gemeindevertretung in der zweiten Abteilung die Kandidaten des Oberbürgermeister Kirschner, Stadtv. Singer, Stadtv. Marg- von ihnen bewohnten Hauses Friedrich Wilhelmstr. 16 ausgekommen Grundbefizer Vereins Kaufmann Geride und Hoftischlermeister araff u. a. find von der Verteidigung geladen worden. Wie zur ist, empfindlich geschädigt worden. Die beiden Maler benutzten einen Richter mit 147 und 151 Stimmen über die vom Ortsverein und Entfaltung dieses großen Apparats das fleine Sigungszimmer aus Bodenraum zur Aufbewahrung von Gemälden und Aquarellen. Der den Unabhängigen" empfohlenen Kandidaten Torpedodirektor a. D. reichen soll, ist vorläufig noch ein Rätsel. Nebenraum dient zur Aufbewahrung von allerhand Packmaterial. Kretschmar, der 91, und Töpfermeister Schulze, der 101 Stimmen Auf der Tagesordnung für die Sigung der Stadtverord- einer geschlossenen Laterne mit einem offenen Licht nach diesem BodenAbends um 7 Uhr begab sich ein Mädchen trotz eins Verbots statt mit neten- Versammlung am Donnerstag, den 6. März d. J., nachGemeindewahlen eine Flugblattverbreitung statt. Mitgliedern der Versammlung, betr. die Verpflichtung der männlichen das Dachgebält in Flammen. Es konnte auch von der Feuerwehr, Friedrichsfelde. Am Sonntagvormittag 8 Uhr findet zu den mittags 5 Uhr, stehen u. a. folgende Gegenstände: Antrag von aum. Dem Mädchen entfiel das Licht und entzündete einen Korb mit Holzwolle. Sofort stand nicht nur dieser Raum, sondern auch Es ist Pflicht der Parteigenossen, sich Mann für Mann daran zu be- Arbeiter unter 18 Jahren zum Besuch einer Fortbildungs- die erst von einem Portier eines andern Hauses alarmiert wurde, teiligen. Treffpunkt bei Loffe. Berichterstattung über die Petition des Vereins der Die Gemeinderatswahl in Grünau, die gestern stattfand, leisch beschauer und Fleischbeschauerinnen zu Berlin um Ge- als die Flammen schon aus dem Dache schlugen, nicht mehr verendete mit dem Ergebnis, daß unser Genosse ust row, der währung eines festen Einkommens und Anerkennung ihrer Beamten- hindert werden, daß etwa ein Dugend Gemälde und Aquarelle ver97 Stimmen erhielt, mit dem Kandidaten der Bürgerpartei Schmidt, eigenschaft. Berichterstattung über die Vorlagen, betr. den Vor- brannten. Die übrigen konnten von der Wehr in Sicherheit auf welchen 111 Stimmen entfielen, in die Stichwahl fommt. entwurf zum Neubau eines städtischen Amtes zur Untersuchung von gebracht werden. Wenn auch die Gemälde gegen Feuersgefahr verEin dritter bürgerlicher Kandidat brachte es auf 93 Stimmen, Nahrungs- und Genußmitteln, sowie Gebrauchsgegenständen in der sichert sind, so ist der Schaden trotzdem erheblich. Fischerstr. 39/42, die Uebertragung der Drudkherstellung des Im Cirkus Busch fam gestern abend während der Vorführung Gemeindeblattes und der damit in Verbindung stehenden Drucksachen der Bantomime Klondike" der die Rolle des Indianerhäuptlings an die Firma Wilh. Greve( Jnh. Mar Pasch) auf die Dauer von spielende Bereiter Ernst Bauerschmidt beim Brückensprung mit 3 Jahren, die Genehmigung einer neuen Bekleidungsordnung für seinem Pferde zu Fall und trug dabei unerhebliche Hautabschürfungen Die nächste Lokal- Lifte erscheint am Sonntag, den die Waisenverwaltung und die Erhöhung der Kostgelder, den Verkauf davon. Der Vorfall erregte im Publikum um so größeres Aufsehen, 23. März. Wir ersuchen daher die Mitglieder der okaldes städtischen Grundstüces Kottbuser Ufer 47a, die Einrichtung als es annahm, daß Bauerschmidt den kleinen Sohn des Helden des tommission von Berlin und Umgegend, Aenderungen des jeßigen Sanatoriums Gütergos als Heimstätte für brust Stüdes bei dem Sprung als Beute mit sich führte. In Wirklichkeit und Neuaufnahmen bis spätestens Freitag, den 14. März, ein- franke Männer und die Belegung der Heimstätte Malchow mit bruft wird das Kind durch eine Wachspuppe ersetzt. fenden zu wollen, für Teltow Beeskow" an den Genossen kranten Frauen und die Vermietung der Restaurations Hermann Schlieb'iz in Brik, Jahnstr. 2; für Niederräume auf dem städtischen Vieh- und Schlachthof, Bor Barnim" an den Genossen Otto Riebe in Friedrichsfelde, lagen betreffend: die Verzinsung des Kaufpreises für die Aktien der Victoriastr. 4; für Potsdam Ost- Havelland" an den Attien- Gesellschaft Berliner elektrische Straßenbahnen. Genossen Albert Neue in Spandau, Jagowstraße 9; für Diverse Orte" an den Genossen Gustav Stein in Wriezen a. D., Die Gewerbesteuer ergab in Berlin im Jahre 1900 rumb inde in eine andre Lage bringen. Dabei zerbrach ein Kamm an Frankfurterstr. 32, sowie für Berlin an den Genoffen Wilhelm 9 Millionen Mart. Sie ist in den letzten fünf Jahren um rund der Winde und der bereits auf der einen Seite hochgehobene Kessel Hinz, Prinzenstr. 66, S. 14. Die Genoffen werden ersucht, hier- 4 Millionen Mark gestiegen. 1895 ergab diese Steuer bei 144 Broz. fiel gegen den zweiten, so daß der zwischen beiden Kesseln stehende von Kenntnis zu nehmen und die Einsendungen umgehend zu machen, nur 51/2 Millionen Mart. Für 1901 ist bei 150 Broz. nach Maßgabe Maler, der nicht mehr Zeit hatte, um zur Seite zu springen, buchspätere Einsendungen können nicht mehr berücksichtigt werden. der Ausschreibung auf einen dem legten annähernd gleichkommenden stäblich totgedrückt wurde. Der Verunglückte wies, nachdem man Gleichzeitig teilen wir den Genossen noch mit, daß alle An- Ertrag zu rechnen, wobei jedoch zu bemerken ist, daß gegenüber ihn aus seiner gräßlichen Lage befreit hatte, noch einige Lebensfragen und Zusendungen nur an den Genossen Wilhelm Hinz, der Erhebung der Warenhaus- Steuer bei den in der IV. Steuer zeichen auf und wurde nach dem Paul Gerhard- Stift in der MüllerBerlin S. 14, Prinzenstr. 66, zu richten sind und nicht klasse für das legte Quartal des Steuerjahres zum Betrage von straße gebracht, doch war er bereits eine Leiche, als man mit ihm etta 295 000 m. nicht ausgeschrieben worden ist. Eingenommen dort eintraf. Die Parteiblätter der obigen Kreise werden um Abdruck ersucht. find bis jetzt rund 8 Millionen Mart. Die Einziehung für das Einen furchtbaren Tod suchte in der Nacht zu gestern die Die Lokalkommission. IV. Quartal ist noch im Gange. 41 Jahre alte Frau des Fuhrherrn Baul Witte in der Kastanienerhielt. Berliner Partei- Angelegenheiten. " " an die Redaktion des Vorwärts". " " schule. Borligichen Fabrit zu Tegel der daselbst beschäftigte Maler R. Auf schreckliche Weise zu Tode gekommen ist gestern in der Er hatte zwischen zwei etwa 250 Centner schweren Dampffeffeln zu thun. Ein andrer Arbeiter wollte nun den einen Kessel mittels einer Ance 24. Frau Witte ist mit ihrem 3 Jahre jüngeren Mann feit| Schülerzahl von 470 beträgt der Zuschuß aus der Gemeindekasse Versammlungen. 15 Jahren verheiratet. Der Ehe find vier Kinder von 6-14 Jahren 25 663 M.; also ein Mehr gegen das Vorjahr von 5803 M. entsproffen. Obwohl Witte ein Möbeltransportgeschäft mit zehn Die Gastwirt& witwe Weber in Stahnsdorf, die schon der Vereinsversammlung, die am Dienstag in Hensels Saal stattWahlverein für den sechsten Reichstags- Wahlkreis. In Pferden befigt, betrieb seine Frau einen Räucherwarenhandel in der tot gesagt worden war, ist jetzt auf dem Wege völliger Genesung. fand, hielt Wolkenbuhr einen Vortrag über die ArbeiterWarkthalle, wie es heißt, weil Witte mehr Geld für andre als für Die schwere Schußwunde, die ihr der Gatte vor seinem Selbstmord versicherung. Nachdem der Referent die Grundzüge des Unfall, feine Familie übrig habe. Er soll ein Liebesverhältnis mit einer beigebracht hat, ist mit den anderen geringen Verlegungen gut geschiedenen Droguistenfrau, die jetzt eine Mädchenfucipe betreibt, unterhalten. Am Montag soll Frau Witte ihre Nebenbuhlerin besucht und gebeten haben, von ihrem Manne abzulassen, aber ohne Erfolg. Gestern in der Nacht kam es zu einem Wortwechsel zwischen den Eheleuten. Gegen 12 Uhr erhob sich die Frau von ihrem Lager, sich nach dem Verbleib ihres Mannes erkundigte. Mit seinem Dienstgewehr erfchoffen hat sich der Grenadier Hoh boom von der 5. Compagnie des Königin Augusta- Regiments. Der junge Mann war aus Aachen gebürtig und in seinem bürgerlichen Berufe Handlungsgehilfe. Was ihn zum Selbstmord getrieben hat, ist nicht bekannt. Dr. B. Spies wird ſeinen bereits angekündigten Experimental- Bortrag Ueber flüssige Luft" am Donnerstagabend 8 Uhr im Hörsaal der Urania in der Taubenstraße halten. Im Theater wird in dieser Woche noch der Vortrag Frühlingstage an der Riviera" zur Wiederholung gelangen. Feuerbericht. Ein größeres Schadenfeuer tam in der Nacht zum Mittwoch Engel- Ufer 4 in der Konfitürenfabrik von Kurz u. Seugner zum Ausbruch. Auf noch nicht ermittelte Weise waren hier Regale, Arbeitstische, Kisten und Immobilien in Brand geraten. Die Wehr hatte längere Zeit mit einem Rohre Wasser zu geben, um die Flammen zu ersticken. Eine Betriebsstörung findet jedoch nicht statt. Kleinere Brände beschäftigten die Wehr noch in der Veteranenstr. 27 und Margarethenstr. 7. Aus den Nachbarorten. verheilt. # Gerichts- Beitung. Der Revolver spielte wiederum eine unglückliche Rolle in Kranken- und Invaliden- Versicherungsgesetzes dargelegt und die Unzulänglichkeit derselben nachgewiesen hatte, plaidierte er für einheitliche Organisation der Arbeiterversicherung und deren Ausdehnung auf die Fürsorge für Witwen, Waisen und besonders die Arbeitslosen. Unter Verschiedenes" fragte ein Genosse an, ob die Behauptung Ein" begoß sich mit Petroleum und steckte dann ihr getränktes einem Streit, welcher gestern das Schwurgericht des Landgerichts I wahr sei, die Wünsch in einer Versammlung der Schönhauser Nachtgewand mit einem Streichholz in Brand. Die Kinder riefen beschäftigte. Der Störperverlegung mit töblichem Ausgang beschuldigt, Borstadt ausgesprochen hatte und die dahin geht, ihm sei der Ging die Nachbarn herbei und liefen nach der Rettungswüche in der befand sich der Briefträger Otto Schmidt auf der Anklagebant. Diesem Grunde habe Wünsch nicht mit den übrigen Vertrauensblick in die Abrechnung des Kreises verweigert worden, und nur aus Kastanien- Allee. Das ganze Haus geriet in Aufregung. Die Be- Schmidt war seit längerer Zeit mit dem Arbeiter Mathias verfeindet. wohner wetteiferten, Kleidungsstücke über die Unglückliche zu werfen, Ein Bekannter teilte ihm mit, daß Mathias sich mit Racheplänen lenten abgerechnet, sondern seine Ueberschüſſe ſelbſt an die Parteium das Feuer zu ersticken. Aber bevor das gelang, war die Frau schon am ganzen Körper schwer verbrannt. Ein Arzt der Rettungs- gegen ihn trage und geäußert habe, er werde dem Schmidt bei Gefaffe abgeliefert. Darauf erwiderte Freythaler: Er habe wache legte ihr einen Verband an und ließ sie nach der Charité egenheit ein Auge ausstechen. Von dieser Zeit an trug Schmidt zunächst gar nicht glauben können, daß Wünsch diese Bebringen. stets einen geladenen Revolver bei sich. Am Abend des 22. No- hauptung wirklich ausgesprochen habe, denn es sei doch für einen Vertrauensmann sehr blamabel, wenn er öffentlich sage, vember stand der Angeklagte bor einem Hause in der er habe keinen Einblick in die Abrechnungen des Kreises, Wegen Doppelche ist ein Privatwächter Weber von der Kri- Reinickendorferstraße, als Mathias mit mehreren andern jungen bie doch durch die Hände der Vertrauensleute des Kreises gehen. minalpolizei festgenommen worden. Weber, der damals Arbeiter Leuten des Weges kam. Schmidt wollte zuerst einer Be= war, heiratete im Jahre 1885 in Wilmersdorf, verließ aber seine gegnung ausweichen und begab sich in einen Vorgarten, dann tam Da aber Besucher jener Versammlung bestätigt haben, daß fich Frau bald wieder und fümmerte sich nicht mehr um fie. Zehn Jahre ihm aber der Gedanke, daß ihm dies als Feigheit ausgelegt werden wünsch wirklich so ausgedrückt habe, wie es der Versammlungsspäter ging er in Berlin ohne weiteres eine zweite Ehe ein. Nun tönne und er trat wieder auf die Straße hinaus. Es tam zwischen bericht des Vorwärts"" wiedergiebt, so habe er( Freythaler) eine berichtigende Erklärung an die Redaktion des Vorwärts" gesandt, die ist aber aus der ersten Ehe ein Kind hervorgegangen, das jetzt in den beiden Gegnern zu einem furzen Wortwechsel, dann ging aber nicht aufgenommen worden sei. Er wolle nun an dieser Stelle Fürsorge- Erziehung fommen soll. Die Nachforschungen, die deshalb Schmidt zuerst dadurch zu Thätlichkeiten über, daß er dem den Genoffen die erforderliche Aufklärung geben: Was Winsch nach dem Vater angestellt wurden, führten zur Entdeckung der Mathias zivei. Ohrfeigen versezte. Ats mun nicht nur der Doppelehe. Obwohl die erste Frau ihren Mann bestimmt erkannte, Geschlagene, fondern auch dessen Begleiter Miene machten, behauptet, sei nicht richtig. Es handle sich auch nicht um die Ableugnete er anfangs; später legte er jedoch ein Geständnis ab. Die fich auf den Angeklagten Schmidt zu stürzen, sprang dieser rechung vom Sommerfest. Diese konnte das Komitee nicht zweite Frau erfuhr von seiner ersten Ehe erst dann etwas, als sie einige Schritte zurück, 30g seinen Revolver hervor und gab einen geben, weil wünsch bis heute noch nicht über das Sommerfest mit dem Komitee abgerechnet hat. In der Hauptsache handle Schuß auf den vor ihm stehenden Mathias ab. Der Getroffene fank zu Boden, die Kugel war ihm in den Unterleib gedrungen. Er es sich vielmehr um die Regelung der von den Vertrauensleuten des Angeklagte behauptete, daß er nur einen Schredschuß habe abgeben Flugblätter, Inserate und sonstige Agitationsausgaben ein Schuldens ist einige Tage später an der schweren Verlegung gestorben. Der Kreises gemeinsam verwalteten Kreistasse. Der Kreis hatte für wollen und deshalb die Schußwaffe gegen den Erdboden gerichtet habe. entsprechend, alle vier Vertrauensleute zu gleichen Teilen aus den conto von 4000 M. zu begleichen, welches, dem bisherigen Brauch Die Kugel müffe abgeprallt sein. Während der Staatsanwalt diese Einnahmen ihrer Vorstädte zu decken hatten. In einer anfangs Behauptung durch die Beweisaufnahme nicht für bestätigt hielt und Einmahmen ihrer Vorstädte zu decken hatten. deshalb auf Echuldig unter Bubilligung von mildernden Umständen Jamiar abgehaltenen Sitzung der Vertrauensleute und Revisoren seien die Rechnungen über die besagten Schulden vorgelegt plädierte, trat der Verteidiger, Rechtsanwalt Chodeziesner, seien die Rechnungen über die besagten Schulden vorgelegt für Freisprechung ein, indem er nachzuweisen suchte, daß dem worden. Gleich den andren Teilnehmern der Sizung habe auch Angeklagten weder eine vorfägliche noch eine fahrlässige Körper- ünsch Einblick in die Rechnungen genommen und sich Notizen verletzung zur Laft gelegt werden könne. Die Geschworenen ver- daraus gemacht. Da aber Wünsch und ein andrer Vertrauensmann weder seine Abrechnung noch Geld zur Schuldentilgung mitgebracht neinten auch beide Schuldfragen, worauf die Freisprechung des Au- hatte, so sei eine neue Sigung zum 15. Januar festgesetzt und begeklagten erfolgen mußte. stimmt worden, daß jeder Vertrauensmann seine Dezemberabrechnung Das Urteil in der Anklagefache gegen Moschall u. Gen. und Geld mitzubringen habe. Auch Wünsch sei mit dieser Abist gestern nachmittag erfolgt. Durch dasselbe wurden zunächst zwei machung einverstanden gewefen. Wenige Tage später habe man Der in zweiter Linie stehenden Angeklagten, der Fabrikant O. und aus von Parteifaffierer veröffentlichten Quittung für der Rentner H., freigesprochen, da der Gerichtshof sie zwar für Dezember ersehen, daß die Genoffen der Schönhauser Vordringend verdächtig hielt, sich gegen§ 175 Str.-G.-B. vergangen zu ftabt ihre Ueberschüsse an die Parteikasse abgeliefert hatten, haben, die Beweise aber doch nicht für ausreichend hält. Der ohne an die Bezahlung der Kreisschulden zu denken, welche zu jener Techniker H., dem das ganze Monatsgehalt durch den Angeklagten Zeit entstanden waren, als die Genossen der Schönhauser Vorstadt der die Anzeige er= Die Polizeizustände in Spandau und die dortigen städtischen Moschall gestohlen worden ist und noch gemeinsam mit dem ganzen Kreise arbeiteten, und deshalb auch Behörden. Man schreibt uns aus Spandau: Nachdem in der vorstattet hat, wurde zu 1 Tag Gefängnis verurteilt. zur Deckung der gemeinsamen Schulden verpflichtet waren. In legten Stadtverordneten- Sigung der Verfuch der socialdemokratischen Was den Angeklagten Schauspieler Haupt betrifft, foder Sigung am 15. Januar hatte Wünsch weder Abrechnung noch Fraktion, die durch den bekannten Prozeß gegen unsre Genossen ist ihm in zwei Fällen ein Diebstahl nachgewiesen. G8 Geld mitgebracht, und auf Borhalt bestritten, daß eine dahin Pieper und Gryga offenbarten Mißstände im hiesigen Polizei- ist berücksichtigt worden, daß er bisher unbestraft war, andrerseits gehende Abmachung in der vorigen Sigung getroffen worden sei. wefen einer Besprechung zu unterziehen, vom Oberbürgermeister und aber auch, daß er einer guten Familie angehört und daß der Stand, Auch am 15. Januar hätten wieder Abrechnungen der Vertrauenssowie die der Kreiskaffe zur Einsicht ausgelegen. dem Stadtverordneten- Vorsteher bereitelt worden war, fahen dem er angehörte, ihm die Schwere eines solchen Vergebens hätte lente, fich unfre Genossen genötigt, den Antrag:" die bis jetzt städtische Polizei recht eindringlich vor die Seele führen müssen und daß er einen 23 inch habe weder in dieser, noch in einer früheren Sigung Auszu verstaatlichen", einzubringen, um so den beabsichtigten erheblich tieferen moralischen Fall gethan. Er ist deshalb zu einem funft über irgend einen Posten der Abrechnung verlangt. Es fei Zweck auf einem Umwege zu erreichen. In der letzten Jahre drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. ganz unverständlich, wie Wünsch unter solchen Umständen öffentlich Stadtverordneten- Sigung stand dieser„ Verstaatlichungsantrag auf In Bezug auf den Bandendiebstahl hat der Gerichtshof zwar an- behaupten könne, ihm sei der Einblick in die Abrechnungen verwehrt der Tagesordnung. Der Oberbürgermeister, der sich über alle genommen, daß die drei Angeklagten sich zur Begehung von Dieb- worden. Die Thatsache bleibe bestehen, daß die Genoffen der polizeilichen Dinge fast regelmäßig tiefes Schweigen auferlegt und stählen in den beiden von ihnen gemieteten Wohnungen verbunden Schönhauser Borstadt trotz mehrfacher Aufforderung weder mit der der auch in voriger Sitzung die Beantwortung der focialdemo- hatten, es hat aber in keinem Falle feststellen können, daß sie wie Streistaffe, noch mit dem Komitee vom Sommerfest, noch mit dem fratischen Interpellation rundweg abgelehnt hatte, mochte inzwischen es ein Reichsgerichts- Erkenntnis verlangt in Ausführung dieser Kassierer des Wahlvereins abgerechnet haben. wohl eingesehen haben, daß ein ferneres Schweigen in Verbindung gemeinsam gewirkt haben. Deshalb mußte in diesem dieser die Gemüter starf erregenden Frage unmöglich fei, Bunfte der Auflage die Freisprechung der Angeklagten erfolgen. Gegen 700 Serreumaßschneider hatten sich am 4. März im und er fprach! Nicht aber zu unsrem Antrag ergriff der Mofchall ist mehrerer Diebstähle überführt und zu einem großen Saale des Gewerkschaftshauses versammelt. Ritter refe Polizeigewaltige das Wort, sondern bei der Vorlage vorher, die Jahre neun Monaten Gefängnis, die Wahle, die rierte über: Laffen die Vorgänge in einzelnen Geschäften darauf im äußerst losen Zusammenhang mit dem Thema stand, um zu er- von dem unzüchtigen Treiben in der Wohnung völlige Kenntnis schließen, daß die Unternehmer der Herrenmaßbranche systematisch die klären, daß es ihm nicht in den Sinn komme, an dem Urteil der haben mußte und aus eigennützigen Motiven handelte, zu drei Löhne zu drücken suchen? Redner verivies zunächst darauf, daß der Straffammer( welches unfre Genoffen von der Anklage der Monaten Gefängnis verurteilt worden. Haupt und Moschall letzte Streit in der Maßbrauche im Jahre 1900 die SchneiderBolizei Beleidigung freigesprochen hat) Stritit zu üben, wurden außerdem zu drei Jahren Ehrverlust verurteilt, Moschall meister zusammengeführt habe, und daß eine, wenn auch lose Centralisation derselben sich jetzt über ganz Deutschland erstrecke. So dasselbe habe ihn doch sehr überwurden sechs Monate Untersuchungshaft angerechnet. hätten mehr denn je alle Lohnbewegungen der Kollegen Deutschlands rascht! Glücklicherweise hätten aber die Socialdemokraten durch ein über den lokalen Rahmen weit hinausgehendes Interesse. die Verbreitung des Verhandlungsberichts als Flugblatt dafür Da für dieses Frühjahr in einer ganzen Reihe deutscher gesorgt, daß die Zahl derer noch größer geworden sei, welchen so müßten die sas Ürteil nicht verständlich ist! Er hätte aus dem Prozeß die Lehre Nach weiblichen Mitgliedern sehnen sich nun auch die Hirsch- Städte Lohnbewegungen vorbereitet würden, gezogen, daß seine beste Absicht in das Gegenteil verkehrt würde, Dunckerschen Gewerkvereine. Bisher hatten sie den Frauen das Berliner Kollegen auf der Hut sein und mit allen Mitteln verhindern, daß der Berliner Arbeitgeberverband Streifarbeit in und deshalb würde er in Butimft über polizeiliche Dinge noch mehr denkbar geringste Jutereffe zugewendet;- trotz gelegentlicher Berlin unterbringe. Im Laufe feiner weitern Ausführungen erkannte schweigen! Namens der socialdemokratischen Fraktion er schöner Redensarten hielt man sich das störende und unbequeme Ritter an, daß die sogenannte Maßkonfektion die Herrenschneiderörterte Genosse Rieger 111111 ausführlich die auch im Element des schönen Geschlechts möglichst weit vom Leibe. Daß meister schwer bedrücke. Man könne mit Bezug auf manche Geschäfts,, Vorwärts" bereits mitgeteilten Polizeizustände, wobei er bei den freien Gewerkschaften die Frauen schon lange als gleichdem Herrn Polizeichef ganz ungeschminkt die Wahrheit sagte berechtigte Kolleginnen in Reih und Glied mitkämpfen, konnte die praktiken geradezu von einem unlauteren Wettbewerb sprechen. Es gebe Firmen in Berlin, so Cohn u. Sohn in der Niederwallstraße und darauf hinwvies, daß solche Zustände unmöglich weiter Herren von jener Seite nicht zur Nachahmung reizen; und Stier in der Kommandantenstraße, die für andre Geschäfte aufrecht erhalten werden könnten. deni das Princip der freien Aufnahme jedes Arbeits- Arbeiten, die dort als Maß arbeit bestellt seien, konfettions Mit keinem Wort sprach unser Genosse zu unsrem Antrage; kollegen ohne religiöse politische Schnüffelei wider den Stadtverordneten Worsteher, der ihn an die Begründung strebt sehr den Grundsägen der Gewerkvereinsleiter. mäßig zu den Konfektionslöhnen herstellten. Einem solchen Treiben mahnte, vertröstete er auf später. Stadtv. Pieper( Soc.) Daß aber auch die Frommen beider Konfeffionen mit Glüd tönnte man ganz gut Hand in Hand mit den Meistern ein Ende machen, wenn letztere sich auf einen höheren Standpunkt stellen wies auf das verlegene Schweigen der bürgerlichen Lokal- und Erfolg die Frauen zu organisieren wiffen, das hat den Herren könnten. Aber die Unternehmer der Herrenmaßschneiderei seien noch blätter über diese Angelegenheit hin; am liebsten hätten sie die augenscheinlich zu denken gegeben. Da sich die Sache anderwärts nicht so weit. Im Gegenteil bekämpften fie lieber ihre Leute mit betreffende Nummer, welche die Freisprechung meldete, im aussichtsreich erwiesen hat, wollen sie nun auch auf diesem Felde schwarzen Listen. Redner wies dann an der Hand zahlreicher Trauerrand erscheinen lassen! Runmehr 30g Stadtv. Rieger, ernten und der Centralrat ermahnt die einzelnen Vereine und Ver- Vorkommnisse in den einzelnen Betrieben nach, daß die Unternachdem sich niemand von den bürgerlichen Stadtverordneten zum bände, die Berufsorganisation der gewerblich und industriell be- nehmer in letzter Zeit systematisch auf einen Lohndruck hinarbeiten. Wort gemeldet hatte, unseren Antrag zurück, da dieser seinen schäftigten Frauen zu fördern. Und Dr. Hirsch selbst sagt in seinem Die Fachschrift„ Die deutsche Mode" drohe zudem mit der Abschaffung 3wed erfüllt hätte. Dem Oberbürgermeister riet unser Verbandsorgan:" Jeder wahre Gewerkvereinler wird diesen Weckruf der Extratarife der ersten Berliner Maßgeschäfte. Pflicht der Kollegen Genoffe, von seinem Amte zurückzutreten. als höchst zeitgemäß und notwendig begrüßen und sich mit dem Posten seien.( Lebhafter Beifall.) In der Debatte teilte ein Aus Nixdorf. Der Arbeiter Alfred Beher aus der Herz und Hand der neuen Bewegung anschließen. Gilt es doch wäre es, immer wieder zu zeigen, daß sie in jeder Beziehung auf die endliche Durchführung des alten Gewerkvereinsgedankens. Redner mit, daß die Kollegen von Trung u. Voß sich in einer Laufigerstraße 10 in Berlin stürzte in der Berlinerstraße hierselbst die Segnungen der Organisation auch unfren Arbeitsschwestern zu Werkstattfigung mit der von der Firma geschaffenen Betriebsvon einem Kohlenwagen und geriet unter die Räder des tverkstätte beschäftigt hätten. Nur zwei hätten sich bereit Letzteren. Schwer verletzt wurde der Unglückliche nach dem Kranken- gänglich zu machen, sie zur Mitarbeit und damit zur namhaften in erklärt, der 311 arbeiten. Ein andrer hause am Urban übergeführt. Wegen eines an einer Arbeiterfrau Verstärkung unsrer großen und guten Sache heranzuziehen." Warum der alte Gewerkvereinsgedanke so lange ein vers Redner konnte Berkstatt verübten Sittlichkeitsverbrechens wurden der Former von den Herrenschneidern der Firma Beet Die sämtlichen zu Zeidler und der Arbeiter Sperling in Haft genommen. Die Be- borgenes Dasein geführt hat, wird uns nicht gefagt, ebensowenig. 1. Cloppenburg das Gegenteil feststellen. warum die Liebe zu den Schwestern so plöglich erstand. Die raubung von Kindern, welche zum Einholen von Waren aus- Liebe, die sich erst zeigt, wenn die Aussicht, ein gutes Geschäft da- Hause beschäftigten Maßschneider dieser Firma hätten sich zum geschickt worden, war eine Specialität der Arbeitsburschen Will mit zu machen, sie hervorlockt, wirft nicht sehr überzeugend. Stückschneider außer dem Haufe nicht in die Werkstatt nehmen wolle, Arbeiten auf der Werkstatt gemeldet, wohingegen die Firma die Schulz und Gustav Heppler. Beide sind jetzt von der Vorsicht ist ja der Tapferkeit besserer Teil; auf die Liebe sondern nach Werkstattarbeitern annonciere. Da eine Anzahl Berhiesigen Kriminalpolizei abgefaßt und in Untersuchungshaft ge zu den Arbeitsschwestern angewendet verhinderte sie bisher die bandskollegen fich geweigert haben, in Betriebswerkstätten zu nommen worden. Wegen eines im Hause Jägerstraße 11 hierfelbst Bewerfvereine, von den Frauen Notiz zu nehmen, und treibt sie jetzt, arbeiten, so sollen sich damit nächstens Delegiertensitzungen befaffen. berübten Einbruchs Diebstahls wurde der Lederarbeiter nach guten Erfolgen von andrer Seite, sich an der Werbung zu be Wilhelm Fabels aus der Urbanstraße in Berlin hier feft- teiligen, weil ein Schaden nicht mehr zu erwarten steht. Da in Im Verband für das technische Bühnenpersonal hielt diesem Monat die Agitation beginnen soll, wird sich bald zeigen, Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr einen sehr interessanten Vortrag über:" Was müssen die Bühnenarbeiter thun, um mit den Pankow. Der Gemeinde Haushaltsetat für das welchen Erfolg der neue Bewerber davonträgt. Rechnungsjahr 1902 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 968 000 Neugierig fann man sein, wie die politische Klausel gehandhabt andren Arbeitern gleichzustehen?" Zum Delegiertentag entsandte die Mart ab. Das veranschlagte Vermögen des Ortes beträgt 3 261 524 werden wird. Müssen die eintretenden Frauen auch versichern, daß Bersammlung Kuppehde, Müller und Feldberg. Ferner wurde beMark 60 Pf., die Schulden stellen fich auf 1778 970 M. Die ein- fie mit der socialdemokratischen Partei nichts zu thun haben? fchloffen, daß das Theater des Westens und das Neue Theater die zelnen Positionen feßen sich wie folgt zusammen: Einnahmen Oder glaubt man im Lager der Gewerkvereinler, daß die Frau in der Hälfte des lleberschusses von ihrem Maskenball der Verbandskasse aus Kapital und Grundbesig 3288 M., Gemeinde- und Amtsverwal- Politik eine solche Null sei, daß sich bei ihr das Forschen nach der zukommen lassen sollen. tung 4700 M., Standesamt und Friedhof 12 198 M., Gebühren, Be- Barteiangehörigkeit überhaupt nicht lohnt? Eine Wahlstimme hat Erklärung. Zu dem Versammlungsbericht des Schneider- Berbandes, Filiale Berlin, vom 16. Februar dieses Jahres, nach dem Leuchtung usw. 8030 M., indirekte Gemeindeftenern 76 600 M. Jm sie ja freilich nicht. ganzen fommt gegen das Vorjahr eine Mehreinnahme von 12'000 Eins ist sicher: ob nun die Frau auch der politischen Zwangs- mir vorgeworfen wurde, eigenmächtig mit dem Gewerbe- Inspektor Mark heraus, die direkten Gemeindeſtenern in Höhe von 449 780 M. maßregel unterworfen wird, oder ob sie eine Sonderstellung zu eine Unterredung abgehalten zu haben, obwohl derselbe einen Verbringen ein Mehr von 59 760 M., was wohl der Erhöhung der Ge- gewiesen erhält beides erscheint für geistig rückständige treter des Verbandes sprechen wollte, habe ich folgendes zu bemerken: meindefteuern um 20 Broz. zuzuschreiben ist. Ausgaben find ver- Arbeiterinnen berechnet, welche man zu getvinnen hofft. Oder Es entspricht nicht den Thatsachen, daß der Gewerbe- Inspektor über zeichnet: Gemeindeverwaltung 63 624 M., Amtsverwaltung 92 765 M., glaubt man unter den weiblichen Arbeitern so viele fanatische die Forderungen der organisierten Schneider an die Gesetzgebung" Es ist ferner unwahr, daß der GewerbeSchulverwaltung 141 631 M., Armenwesen 38 055 M., Feuerlösch- Gegnerinnen der Socialdemokratie zu finden, daß man sie verhandeln wollte. wefen 725 M., Straßen- und Wegebau 8650 M., Straßenbeleuchtung durch das erhebende Bewußtsein gewinnen tann, unter lauter ge- Inspektor mit einem Vertreter der Organisation" verhandeln wollte; 19 600 M., Straßenreinigung 15 709 M., Arbeitslöhite 1600 W., finnungstüchtigen bürgerlichen Elementen zu figen? Wir denken und es ist vielmehr richtig und den beweisbaren Thatsachen entsprechend, Friedhofsverwaltung 4280 M., Parochiallasten 4346 M., Stener- hoffen, daß jede selbständig denkende Arbeiterin es vorziehen wird, daß der Gewerbe- Juspektor über einige Fragen" betreffend Heimverwaltung 92 752 M., Kanalisation 12 200 m. Zur Dedung des den freien Gewerkschaften anzugehören, in denen fein arbeit in der Berliner Konfektionsindustrie meine Ansicht hören Deficits aus den letzten Rechnungsjahren sollen 25 000 m. verivendet Unterschied des Glaubens oder Denkens gemacht, tein Bekenntnis wollte. Da es mir wegen Ablehnung einer umfangreicheren Er werden. Hervorzuheben ist, daß die Zuschüsse aus der Gemeinde- der Ueberzeugung gefordert wird, und nur einzig die Sebung der Klärung durch die Redaktion nicht möglich ist, gleich hier die Beweise taffe für die Voltsschulen 111 915 M. betragen, das bedeutet gegen Lage des Arbeiterstandes in leiblicher und geistiger Hinsicht alle für das Vorstehende anzufügen, muß ich mich mit dieser Erklärung V bescheiden. G. Stoboy. das Vorjahr ein Mehr von 9415 M., für die Realschule bei einer Mitglieder der Gewerkschaft zu festem Bunde vereint. aber 0 genommen. $ Aus der Frauenbewegung. oder Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin