Nr. 65. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Summer mir illustrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Jusertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Solonet. geile oder deren Naum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Abrene: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Bürgertum und Revolution. Dienstag, den 18. März 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. ließ er sogar auf dem Bundespalais die schwarz- rot- goldene Fahne versammlung vertrödelte, statt erst einmal durch Einführung aufpflanzen. Alle deutschen Staaten beeilten sich, den Volkswünschen der Volksbewaffnung und Auflösung der stehenden Heere die Macht Gewährung zu versprechen. Aber das Volk hatte mit fürstlichen der Reaktion endgültig zu brechen und sich selbst eine wirkliche BVersprechungen aus der Zeit der Fürstenbefreiungs- Kriege zu böse Machtposition zu schaffen, ihre Zeit mit endlosen theoretischen Erfahrungen gemacht, als daß es sich mit diesen Versprechungen hätte Debatten über die Grundrechte des deutschen Volkes, wobei eine beruhigen lassen. Ein Ausschuß einflußreicher Politiker berief die Unmasse des blamabelsten politischen Unverstandes an den Tag befrüheren und gegenwärtigen Bundesmitglieder sowie die Teilnehmer fördert wurde. Auch die preußische sogenannte Nationalaller gefeßgebenden Körperschaften zu einem Vorparlament, nach versammlung bewies feine größere politische Reife. Schon dadurch, Frankfurt a. M. zusammen, das am 31. März zusammentrat. daß sie sich nicht als tonstituierende, souverän die Verfassung Inzwischen war es freilich überall in Wien, Berlin, in festlegende Versammlung aufthat, sondern mit der Rolle eines mit Ba den usw. zur offenen Erhebung gekommen. der Krone feilschenden Kontrahenten begnügte, verurteilte sie sich zur Als durch die Pariser Februar Revolution auch in Deutschland die Lawine endlich ins Rollen kam, war Deutschland zwar mit revolutionärem Zündstoff reichlich genug angefüllt, allein der große geschichtliche Moment fand keine Bürgerklasse vor, die im stande gewesen wäre, Feudalismus und Absolutismus nicht nur für den Augenblick zu schlagen, sondern dieser Mächte auch dauernd Herr zu werden. Die deutsche Bourgeoisie befand sich politisch gegenüber der Bourgeoisie Englands und Frankreichs in einer geradezu kläglichen Rückständigkeit. In den meisten deutschen Staaten, namentlich in Breußen, Die Revolution war überall siegreich. In Wien mußte Ohnmacht. Wohl faßte sie allerhand von einem gewissen Radikalisherrschte noch der unverhüllteste Absolutismus, der seinerseits wiederum Metternich, die Jukarnation des ganzen feudal- absolutistischen mus zeugende Beschlüsse, wie die Abschaffung der Gottesnur eine besondere Regierungsform der Junterherrschaft bildete. Die Systems, nach London flüchten, wo er bereits Herrn Guizot vor- gnadentums- Formel, die Abschaffung des Adels, die preußischen Provinzialstände z. B., die Friedrich Wilhelm IV. am fand und wo sich auch der Prinz von Preußen, als„ Kauf- Ausmerzung der reaktionären Elemente in der 3. Februar 1847 als„ Vereinigten Landtag" einzuberufen geruhte, mann Lehmann" flüchtend, bald einstellte, um das Trifolium ge- Armee, allein diese Beschlüsse hatten nur eine papierene Bedeutung, hatten, abgesehen davon, daß sie keine gewählte Volksvertretung stürzter Steaktionäre vollzählig zu machen. sie verloren in dem Augenblick allen Wert, als im November waren, nichts zu beschließen, sondern nur zu beraten. Sie Die Revolution war siegreich, und sie hätte sich trotz der Nieder- General Wrangel den Rumpf der Versammlung mit dem Bajonett bildeten nichts als die Geldbewilligungs- Maschine, deren der Ab- lage der badischen Republikaner auch behaupten können, wenn sich auseinanderjagte. Indem die konstituierenden Versammlungen nur folutismus zur Erhaltung seiner Kreditfähigkeit bedurfte. nicht alsbald die ganze Misere bourgeoiser Engherzigkeit redeten und Beschlüsse faßten, aber gar nichts thaten, bereiteten Dieser Zustand traurigster Rechtlosigkeit ist weniger verwunderlich, und beispielloser Philisterei offenbart hätte. Was sich in sie mit beispielloser Kurzsichtigkeit der Reaktion ihren Triumph vor. wenn man sich die sociale Rückständigkeit Deutschlands vergegen- der französischen Revolution erst in einem viel späteren Stadium Das Verhängnis ließ denn auch nicht allzulange auf sich warten. wärtigt. Die deutsche Industrie lag noch in den Windeln, nur in Sachsen zeigte: der Interessenzwiespalt der revolutionären Elemente, Bereits im Sommer 1849 hatten die Regierungen mit Hilfe der und namentlich am Rhein spielte sie eine größere Rolle, weshalb sich das tam bei der deutschen Revolution gleich in ihren allerersten Armee überall wieder das Heft in ihre Hände gebracht. Schon im denn auch die rheinische Bourgeoisie durch politische Fortgeschritten- Anfängen zum Ausdruck. Schon am 13. März kam es bei der November 1848 war Robert Blum erschossen worden, im Juni 1849 heit auszeichnete. Der Bau von Eisenbahnen, mit dem erst in den revolutionären Erhebung in Wien zu einem Zusammenstoß zwischen wurde der erneute Aufstand in Baden durch preußische Truppen dreißiger Jahren begonnen worden war, hatte allerdings einen Auf- Bürgertum und Proletariat. Das Wiener Bürgertum war faum niedergeschlagen. Vergebens forderte das auf 100 Mitglieder zuschwung der Kohlen- und Eiſenindustrie zur Folge gehabt; doch be- Herr der Situation geworden, als es den Tausenden bewaffneter sammengeschrumpfte„ Rumpfparlament" zur Schaffung von Voltsstand die Mehrzahl der Betriebe aus kleinen Handwerksbetrieben. Vorstadt- Proletarier, die den bürgerlichen Straßenkämpfern zu Hilfe wehren auf: die Bajonette spreugten auch diesen letzten Rest des In Preußen wurden beispielsweise 1846 457 000 Handwerksbetriebe eilen wollten, die Thore verschloß und sogar von den Wällen deutschen Revolutionsparlaments. Im Juli begannen die Kriegsgezählt, in denen 384 000 Gesellen und Lehrlinge beschäftigt waren. herab auf die Arbeitermassen feuerte. Man wollte eben die Revolution gerichte in R a st att ihre Blutarbeit. Die Reaktion hatte gefiegt 78 000 Fabrikbetriebe beschäftigten 550 000 Personen. Der Mittel- ohne das Proletariat machen, dem man dann auch die Errungen- und alle Blütenträume des deutschen Völkerfrühlings wurden von dent stand, der Kleinbetrieb dominierte also; kein Wunder, daß unter schaften der Revolution vorenthalten zu können glaubte. Nicht anders brutalen Schreckensregiment der Sieger erstickt. solchen Umständen die deutsche Revolution im großen und ganzen spielten sich die Dinge in Berlin ab. einen spießbürgerlichen Charakter trug und nach schönem Anfange Als am 13. März eine start proletarisch durchsetzte Boltsund trotz mauch erhebender Episoden im ganzen den kläglichsten versammlung eine Adresse an den König richtete, in der Berlauf nahm. Das deutsche Bürgertum hatte sich selbst durch seine standalöse Unfähigkeit und seine spießbürgerliche Angst vor dem Proletariat um den Sieg gebracht. Das Bauerntum war gleich nach der Befreiung von den Feudallasten, die es an der Revolution in ihren Anfängen regen Anteil nehmen ließ, in seine Apathie zurückgefunken. Das Broletariat, so wenig zahlreich es auch sein mochte, hätte einzig eine ver läßliche Schuzwehr gegen die Reaktion abgegeben. Aber man scheute sich aus Furcht vor den proletarischen Forderungen vor der Volksbewaffnung, vielmehr mißhandelte und brutalisierte man die einzig wahrhaft revolutionäre Boltsschicht. So mußte denn die Tragikomödie der deutschen Revolution mit Schimpf und Schande enden. die Schaffung eines Arbeitsministeriums geDer Bauernstand hatte sich in dem Zeitraum von 1815-1848 fordert und der Wunsch ausgesprochen wurde, das Volk vor allmählich und unter den schwersten Opfern von den schlimmsten Bürden Kapitalisten und Wucherern zu schüßen und das Los der Arbeiter zu " abzulösen" vermocht, doch drückten ihn beim Ausbruch der Revo- verbessern, da forderte die Tante Voß, schon damals das Organ lution noch ansehnliche feudale Lasten, namentlich auch die junterlichen der liberalen Berliner Weißbierphilister, daß den MilitärkommanJagdgerechtsame. Neben den freien Kleinbauern gab es noch feudale danten strenge Befehle gegeben würden, gegen die ProletarierHinterjassen, die Fronarbeit leisten mußten. Das Loos der Land- versammlungen vorzugehen, in denen der Wille des„ gesitteten" und proletarier vollends war ein trauriges. Renommierte doch 1848 der anständigen" Volkes doch nicht zum Ausdruck gelange! Als dann Junker Bismarck damit, daß die Tagelöhner seines Gutes Kniephof am 18. und 19. März das Berliner Proletariat sein Blut auf den gegen jammervolle Naturallieferungen und einen Tagelohn von 4, Barrikaden versprigte, um die infame Militärattacke gegen gesittete" resp. 3 Groschen, im Winter noch weniger, jährlich 156 Männer und anständige" Bourgeoisdemonstranten zu rächen und die Macht War die deutsche Revolution ein Kampf des dritten Standes und 26 Frauentage zu schanzen hatten! Die Bauern waren deshalb der Reaktion zu brechen, ließ dieselbe Tante ihr berühmtes, Extra- gegen den Feudalismus, so war die grandiose Volkserhebung der im Anfang der Bewegung größtenteils durchaus revolutionär. blatt der Freude" vom Stapel, in dem es den Barrikaden- Bariser Kommune 1871 im wesentlichen der Verzweiflungskampf der Bei den Bauernaufständen in Württemberg beispielsweise kämpfern nicht Elogen genug machen konnte. Sobald jedoch der Proletarier und des Kleinbürgertums gegen die Großbourgeoisie. Die verfuhren die Bauern denn auch keineswegs zimperlich: sogar das Erfolg der Revolution sicher gestellt schien und das Proletariat durch Wahlen für die französische Nationalversammlung hatten eine Schloß eines besonders gehaßten Feudalherrn ging in Flammen auf. Demonstrationen und organisatorische Bestrebungen verriet, daß auch fonservative Majorität ergeben, die Regierungsgewalt war in die Die Atmosphäre in Deutschland war mit Elektricität geladen, es einen Anteil an den revolutionären Errungenschaften zu erobern Hände der industriellen und ländlichen Großfapitalisten übergegangen, als das Wetter in Paris ausbrach. Sogar dem Bundestag in versuchte, begann die Hezze gegen die Arbeiter von neuem. Die Die regierenden Schlot- und Krautjunker haßten die Pariser revolutio= Frankfurt, der„ Mumienversammlung", erpreßte der Schreck einigen gange Geschichte des Jahres 1848 strogt von Brutalitäten, die sich näre Bevölkerung und ließen sie diese Hassung durch allerhand MaßzAngstschweiß. Er erließ denn auch bereits am 1. März eine Pro- die Berliner Bürgerwehr, die Schutzgarde der Bourgeoisie, gegen das nahmen spüren. So dekretierte sie, daß die am 30. November 1870 verflamation, in der es hieß:„ Deutschland wird und muß auf die Stufe Proletariat herausnahm. fallenen Wechsel, deren Zahlung wegen des Krieges auf unbestininite gehoben werden, die ihm unter den Nationen Europas gebührt. So schroff und unduldsam das siegreiche Bürgertum gegen die Zeit vertagt worden war, binnen zwei Tagen eingetrieben werden Am 3. März gab er jedem Bundesstaat die Aufhebung der Arbeiterklasse auftrat, so schlaff und energielos verhielt es sich sollten, ein Aft, der die kleinbürgerliche Bevölkerung von Paris mit Censur anheim und beschloß am 10. März, Vertrauensmänner zur gegen die allmählich erstartende Reaktion. Die seit dem dem Ruin bedrohte. Der Versuch, die republikanisch gesinnte Pariser Revision der Bundesverfassung einzuberufen. Ein paar Tage später 18. Mai in Frankfurt tagende deutsche National Nationalgarde zu entwaffnen, schlug vollends dem Faß den Boden Aus der preußischen Volksvertretung ländlichen Mittelstandes gegen den Feudalismus, wieder. Und so zer- wollte, allein auch die obige Erklärung drückt durch den Baffus von des Jahres 1848. Man sieht, die Versammlung spiegelt in ihrer Zusammensetzung bedeutete zwar die Ablehnung des Antrages der Linken, der den den Charakter der Revolution: die Auflehnung des bürgerlichen und Märztämpfern direkt den Dank der Versammlung votiert wiffen fahren und energielos fich die Versammlung im allgemeinen auch den unbestrittenen Verdiensten der Märzkämpfer zeigte, so sehr ihre Thätigkeit die klägliche Halbheit des liberalen die Anerkennung der Revolution aus. Philistertums aufwvies, die sich in Brutalität gegen das Proletariat Der Antrag, den Märzkämpfern den Dank des Hauses ausa Die preußische Nationalversammlung", wie die tonstituierende und kurzfichtiger Vertrauensseligkeit und Waschlappigkeit gegenüber zusprechen, hatte folgenden Wortlaut: Versammlung des Revolutionsjahres oft genannt wird, bewies schon der Krone und der reaktionären Camarilla äußerte, so hoch steht trotz" Die hohe Versammlung wolle in Anerkennung der Res durch die Art ihres Zustandekommens, wie wenig demokratisch- alledem das Niveau jener Versammlung über dem der Vertretungen des volution zu Protokoll erklären, daß die Kämpfer des 18. und revolutionärer Geist in der ganzen Erhebung des Bürgertums steckte, heutigen Bürgertums. Der Demoralisierungsprozeß der Bourgeoisie hat 19. März sich ums Vaterland verdient gemacht haben." dem die proletarischen Barrikadenkämpfer zum Siege verholfen inzwischen reißende Fortschritte gemacht. Die Furcht vor dem Prole- Der Antragsteller Abg. Berends begründete den Antrag unter hatten. Das Wahlrecht, nach dem die konstituierende Versammlung tariat, die damals schon die Aktion des Bürgertums lähmte, hat es anderm mit folgenden Ausführungen: gewählt wurde, war kein demokratisches direktes, sondern ein heute völlig entnervt. Die Verhandlungen der preußischen Ver- Man sagt, der Kampf wäre überflüssig gewesen, es wäre alles indirektes, gemäß den Wünschen der Bourgeoisie, die fammlung atmen doch wenigstens hin und wieder den Hauch souveränen bereits vor dem Kampfe bewilligt gewesen. Allerdings hatte der in Uebereinstimmung mit dem mit dem liberalen Ministerium Camp- Boltsbewußtseins, des Kampfes gegen Junkertum und Absolutismus. König vieles bewilligt, bevor der Stampf eingetreten war, aber war hausen erklärte, daß das Volk noch nicht„ reif" sei für Heute dagegen überbieten sich die Barteien des Bürgertums in in dieser Bewilligung, die zufriedenstellung des Boltes die direkte Wahl. Bergebens war der Protest der überwiegend aus ekelhaften Loyalitätsbeteuerungen gegenüber dem immer nackter erlangt? War uns die Garantie gegeben, daß diese Vers Arbeitern bestehenden und auf die Arbeiter sich stützenden demokrati- hervortretenden Absolutismus, und das Junkertum herrscht in heißung auch wirklich zur Wahrheit werde? Ich glaube, schen Elemente gegen den undemokratischen Wahlmodus. Zwar Preußen noch so dreist und unbeschränkt, als ob das deutsche Bürger- diese Garantie war nicht da, diese wurde erst nach dem Kampfe fanden eine Reihe von Versammlungen statt, in denen heftiger tum niemals ein Revolutionsjahr erlebt habe. Wie gesagt, viel erlangt. Es ist gewiß nicht anders möglich, als daß ein jeder, der Protest gegen das indirekte Wahlsystem erhoben wurde, allein ge- Staat ist mit den deutschen Revolutions- Parlamenten nicht zu machen, ein menschliches Herz hat, dergleichen Ausbrüche des Kampfes bes plante Massenkundgebungen wurden durch Verhaftung und Prozessie- mit dem preußischen ebenso wenig wie mit der Frankfurter National- dauern und die Schrecken des Kampfes beklagen wird, aber rung der Organisatoren und durch die brutale Gewalt der Bürger- versammlung; immerhin sind einige Reminiscenzen aus den Verwehr vereitelt. Die Bürgerwehr entpuppte sich hier bereits als handlungen der preußischen konstituierenden Versammlung geeignet, reaktionäre Institution, die dem bedrängten Ministerium zu Hilfe die Entwicklung bourgeoisen Bürgerstolzes zu illustrieren. tam und die Demonstranten mit dem Bajonett zurückwies. Eine der ersten Aktionen der am 22. Mai zusammengetretenen Immerhin war die Versammlung zur Vereinbarung der preußi- Versammlung war die Anerkennung der Revolution. schen Staatsverfassung", wie ihr offizieller Titel lautete, troß der 8. Juni wurde folgende motivierte Tagesordnung mit 198 gegen indirekten Wahl, aus der sie hervorgegangen war, doch recht wesents 177 Stimmen angenommen: lich anders zusammengesetzt, als die spätere preußische Landratskammer, die auf Grund des 1849 octroyierten Dreiklassen- Wahlsystems gewählt wird. Der Adel war in der 48er Versammlung nur durch 40 Personen vertreten( darunter nur 16 Mitglieder des unabhängigen Adels, des ostelbischen Junkertums), Justizbeamte waren 98 gewählt worden, Verwaltungsbeamte 48, städtische Beamte 28, außerdem 52 Geistliche, 27 Lehrer, 31 Kaufleute, 28 Handwerker, 68 Bauerit, 11 Aerzte, 5 Litterateu, 4 Offiziere, 1 Commis, 1 Gefelle, 1 TageLöhner. " Am „ Die Versammlung geht, in Erwägung, daß die hohe Bedeutung der großen Märzereignisse, denen wir in Verbindung mit der königlichen Zustimmung den gegenwärtigen staatsrechtlichen Zustand verdanken, auch das Verdienst der Kämpfer um dieselben unbestritten ist, und überdies die Versammlung ihre Aufgabe nicht darin erkennt, Urteile abzugeben, sondern die Verfassung mit der Krone zu vereinbaren, zur Tagesordnung über." es ist ebenso begründet, daß eine solche Staatsumgestaltung nur in großen Katastrophen des Kampfes geboren und fest gegründet werden kann." Der Abg. Schulze aus Deligsch erklärte: " Ich wüßte nicht, daß irgend eine Thatsache eine Iautere Acclamation im Lande hätte finden können, als eben diese Berliner Revolution." Abg. Schulz aus Wanzleben: Haben nicht Trauergottesdienste stattgefunden für die Berliner Helden? Hat man nicht in allen Provinzen reichliche Beiträge für die Hinterbliebenen derselben gesammelt? Und man wollte noch zweifeln, daß die Provinzen diese Ansichten nicht geteilt hätten? An diesem Grundsatz knüpfen wir den Antrag, als Grabschrift auf das Denkmal, welches den Freiheitskämpfern gesetzt werden muß, zu schreiben:" Die Nationalversammlung hat dekretiert, daß Die Annahme dieses motivierten Uebergangs zur Tagesordnung diese Gefallenen wohlverdient ums Vaterland find." Volkes. B " " - war aus. Die Proklamation der Kommune war die Antwort des Pariser| Herzensangst, uur ja den extremen" Forderungen gewiffre Frauen, 18 ülpich" am 23. Februtar d. J.- die Landwirtsbündler erhielten die ja auch die politische Gleichberechtigung der Frauen wollten, damals von den katholischen Bauern ein Vertrauensvotum Auf eine Widerlegung der unsäglichen Bourgeoislegenden über die nicht nachzugeben. Auch der Centrums- Abgeordnete Dr. Dittrich ein erstes Resultat dieses Vertrages. Kommune- Regierung, von der übrigens noch nicht ein Drittel der Mit- empfahl ein vorsichtiges Vorgehen auf dem Gebiete der Frauen- Uebrigens legt sowohl der Bund der Landwirte wie der katholische glieder der Arbeiterklasse angehörten, braucht an dieser Stelle ebenso- bildung. Bauernverein großen Wert darauf, daß die Intimität des Verwenig eingegangen zu werden, wie auf die vielfach in proletarischem Beim Kapitel ,, Kunst und Wissenschaft" wurde von mehreren hältnisses verborgen bliebe, wie ja auch der Bund der Landwirte Geiste gehaltenen socialen Maßnahmen der Kommune, die freilich zum Rednern, wie schon im Vorjahre, angeregt, die Museen am Abend zu geheime, bezahlte Agenten im Centrum unterhält. Die Herren haben guten Teil deshalb nicht voll zur Wirksamkeit kommen konnten, weil öffnen, eine Forderung, die von dem konservativen Abg. v. 2 öbell sich in ihrer Bauernschläue" dahin verständigt, daß sie sich bei jeder von Anfang Mai ab der Kampf gegen die Versailler Truppen mit dem Hinweis auf die Feuergefährlichkeit der elektrischen Be- Gelegenheit demonstrativ verleugnen. Die Staatsmänner des alle Kräfte in Anspruch nahm. Die demokratische Selbstlosigkeit der leuchtung bekämpft wurde. Der Generaldirektor der tgl. Mufeen tatholischen Bauernvereins sollten so wurde verabredet so oft Kommuneverwaltung aber steht jedenfalls ebenso einzig in der Ge- Dr. Schöne machte außerdem auf allerlei finanzielle und wie möglich die Formel gebrauchen: Der Bund der Landwirte sei schichte, wie der Heroismus der Kommunekämpfer während des verwaltungs technische Schwierigkeiten aufmerksam, so daß am Rhein nicht nötig. wochenlangen Verzweiflungslampfes. Kein größerer Gegensatz ist diese dankenswerte Anregung wohl vorläufig feine Aussicht Besonders pikant ist es nun, daß man neulich sogar an Gedenkbar, als zwischen der ungeheuren Energie der überwiegend hat, verwirklicht zu werden. richtsstelle diese vertuschende Formel verkündet hat, bermutlich um proletarischen Bariser Freiheitskämpfer und der Jämmerlichkeit der Ein paar allgemeine Kunstbekenntniffe leistete sich der national- ihre Glaubhaftigkeit zu erhöhen. In dem Prozeß des Herrn Bauer, deutschen Revolutionsphilister in ihrer ungeheuren Mehrzahl. liberale Dr. Lotichius, der es für nötig befand, mit einem ge- des mit einem festen Gehalt angestellten Agenten des Bundes der Und ebenso beispiellos, wie der Gemeinsinn und Heldenmut der wissen Bathos die Selbstverständlichkeit in die Welt zu setzen, neben Landwirte, trat für seinen Bundesgenossen" Herr Schreiner, Kommunards war auch die Bestialität der Versailler Henkersknechte, der Klassischen Kunst habe auch die moderne Kunst in Malerei, Plastik der Redacteur der„ Rheinischen Volksstimme", als eifriger in erster Linie des Generals Gallifet. Die ungeheuere Grau- und Litteratur ihre volle Berechtigung. Aber so fügte diefer Reinigungszeuge auf. Und dieser Herr Schreiner nahm die günstige famkeit, mit denen die herrschende Klasse das um seine politische und Kämpe der Moderne warnend und besorgt hinzu die Kunst müsse Gelegenheit wahr, vor Gericht feierlich gemäß jener verabredeten mit benen unt ver und sociale Freiheit kämpfende Pariser Volt niedermegeln ließ, zeigt aber sich selbstverständlich stets in den Grenzen der Ethik" halten. Dann Formel zu erklären: Er und seine Freunde seien ,, dagegen, daß auch deutlich, wie u n überbrückbar die Kluft geworden ist, die tam eine ganz schüchterne und versteckte Bolemit gegen gewiffe fürz- der Bund hier an den Rhein komme, wo der Bauernverein fich im Laufe der Entwicklung zwischen den Kapitalisten und dem lich proklamierte Kunstanschauungen: man dürfe der Kunst keine der ältere set und die landwirtschaftlichen Interessen ausProletariat aufgethan hat. Direktiven geben, fie müffe frei sein in Konzeption und Ausführung. reichend vertrete." Karl Marg hatte durchaus recht, als er die Kommune- Erhebung Die Hauptsache aber fei, daß in unfrer Zeit des Materialismus auch Das erklärt derselbe Herr Schreiner als Beuge, der jenes die glorreichste That des französischen Proletariats seit der Juli- der Jdealismus gepflegt werde. Abkommen im Januar mit dem Bunde der Landwirte getroffen Insurrektion nannte. Man vergleiche mit diesen Himmelstürmern hat; denn gerade dieser Herr Schreiner war es, der mit von Paris die Himmelssklaven des deutsch preußischen dem Führer der Bündler Limburg und seinen Adjutanten Heiligen römischen Reiches mit seinen posthumen Rey und Pilgram den Aktionsvertrag vom Januar geschlossen hat. Maskeraden, duftend nach Kaserne, Kirche, Krautjunkertum und vor Man muß geftehen: dieser Herr Schreiner nimmt es gewissenhaft allem Philistertum". mit seinen Vertragspflichten; fogar an Gerichtsstelle verkündet er die verabredete Formel, die dazu dienen soll, das schöne Verhältnis zwischen Bund und Bauernverein zu verschleiern: Der Bund der Landwirte ist am Rhein nicht nötig!" In der That, er ist nicht mehr nötig, da der katholische Bauernverein mur noch eine Filiale des Bundes der Landwirte iſt. Und an einer andren Stelle: wonnen." " Politische Neberlicht. " nichts Die Ostelbier strecken ihr Spinmetz weit aus, und alles geschieht hübsch heimlich, im Stile der Höfifchen Hintertreppen- und Camarillapolitit. Das Centrum aber hat alle Ursache, dem Bund der Landwirte gegenüber nervös zu sein. Es gerät mit seiner mittleren" Politit, feinem„ maßvollen" Bollwucher in die gleiche Lage wie die Regierung: Sie gerät in die Mitte zwischen die gleichermaßen unwillig drängenden: Centrumsarbeiter und CentrumsDeutsches Reich. Diese Bekenntnisse einer fein differenzierten Seele blieben leider vereinzelt; niemand von den übrigen Herren hatte zur Kunst noch etwas zu sagen. Montagabend soll die Beratung fortgesetzt werden. Ein Geheimvertrag zwischen Centrumsbauern und Bund Der Kampf der Arbeiterklasse mit der Kapitalistenklasse und der Landwirte. ihrem Staate ist durch den Pariser Kampf in eine neue Phase An der Sünde der Bescheidenheit gehen die Agrarier sicher getreten. Wie die Sache auch verlaufe, ein neuer Ausgangs- nie zu Grunde. Die agrarische" Tugend" nur im Fordern jede Be punkt von weltgeschichtlicher wichtigkeit ist gescheidenheit streng zu verpönen, ist dem Centrum in den Zollkämpfen schon mehrfach recht unbequem geworden: Ihr unterstützt die weit gehendsten agrarischen Forderungen, so lautet das Entweder, oder: wir versagen Euch die Gefolgschaft, so lautet die Adresse der rheinischen Bauern an die Centrümler. Den Bauern zu gefallen, Berlin, den 17. März. kann das Centrum aber doch nicht offen den Arbeitern gegenüber Die deutsche Frau und Minifter Studt. auch die unverschämtesten Buchergelüfte der Agrarier vertreten und Das preußische Abgeordnetenhaus brachte am Montag daher sucht man die Arbeiter zu beschwindeln, die bittere Bille in der zweiten Lesung des Stultus Etats das Kapitel der Brotverteuerung mit Saccharin zu verfüßen. Zu diesem Zweck Elementarunterrichtswesen" zu Ende und trat dann operiert man u. a. auch mit den Mäßchen von der ausgleichenden bauern. in die Beratung des Kapitels Kunst und Wissenschaft" ein. Gerechtigkeit, welche verlange, den Landwirten die Zahlung höberer Ein Titel„ Beihilfen zur Unterhaltung höherer Mädchenschulen" Löhne an die landwirtschaftlichen Arbeiter durch höhere Verwertung gab dem freifinnigen Abg. We detamp Veranlassung, die der Produkte zu ermöglichen. Um die Sorge für die Landarbeiter Bulaffung der Errichtung von Mädchengymnasien und Er- noch besser zur Schau stellen zu können, hat man in das Programm Der Abschluß der Brüffeler Zuckerfonvention leichterungen im akademischen Studium der Frauen zu fordern. Der des fatholischen Volksvereins auch die Forderung: Roalitions. hat in den Kreisen der deutschen privilegierten Zuckervertenerer Kultusminister Studt verlas darauf eine in reaktionären Anrecht für die Landarbeiter, aufgenommen. Das große Aufregung hervorgerufen. Sie sehen mit vollem Recht ihren schauungen schwelgende Erklärung, deren rednerische Wiedergabe, so geht der Arbeiterfreundlichkeit der Agrarier, so unschuldig Buderring bedroht, da mit dem Fortfall des jetzigen hohen sorgfältig fie vorbereitet schien, dem Minister nicht ohne allerlei kleine die Forderung, deren Verwirklichung ja doch สิน Schutzzolls und der Ausfuhrprämien es ihnen nicht mehr möglich Entgleisungen glüden wollte. Den Forderungen der Frauenbewegung unternommen wird, auch ist, ganz gewaltig wider den Strich. Die sein wird, dem Julande höhere Breife abzunehmen als bem steht Herr Studt sehr unwirsch gegenüber; Mädchengymnasien sind Rheinische Volksstimme" läßt eine geharnischte Epistel gegen das ist auch der Zuckerwucher ein echtes Kind der Bismardichen Auslande. Wie die Begünstigung des Spiritus durch Liebesgaben ihm ein„ Experiment", das die Unterrichtsverwaltung ablehnen muß. Koalitionsrecht der Landarbeiter los und bemerkt darin: Begünstigungspolitik einzelner Interessentenkreise auf Kosten Das Beispiel der standinavischen Länder und einzelne in Südder Allgemeinheit und just zur selben Zeit, wo die Brennereien deutschland gemachte Versuche könnten für Preußen nicht maßgebend von ihrer Ueberproduktion ersticken, trifft den Zuckerring dasselbe sein. Der Kultusminister ist ängstlich besorgt, daß etwa die Schicksal, zumal hier sich auch noch das Ausland gegen den un,, durch die Natur gegebenen und durch die Kultur entwickelten lauteren Wettbewerb, den die Ausfuhrprämien hervorrufen, wehrt. Uuterschiede zwischen Mann und Weib durch Mädchengymnasien Als die ersten Nachrichten über den Abschluß der Zuckertonvention und Frauenstudium leiden könnten. Der deutschen Familie muß eintrafen, wurde vom Vorstande des Vereins der deutschen Zuckerdie Eigenartigkeit der deutschen Frau nach Möglichkeit erhalten industrie eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, die am 6. März in Berlin zusammentrat. Nach bleiben." Es sollen demnach auch den Frauen in ihrem Universitätsdem ausführlichen Bericht, den das Organ des Vereins, die studium keine Erleichterungen gewährt werden, und der unwürdige„ Jedem das Seine"! Das ist wirklich föstlich! Die rheinischen„ Deutsche Zuckerindustrie", giebt, ging es bort mehr als Zustand, daß die studierenden Frauen auf das Wohl- oder Uebel- Bantern stellen die höchsten Zollforderungen und wollen alles oder lebhaft her, zumal als ein Mitglied seine Zufriedenheit wollen jedes Professors und Privatdocenten angewiesen sind, wird nichts der ländliche Arbeiter aber soll sich bedingungslos mit mit dem Abschluß der Konvention äußerte. Es war ein Herr vom Minister aufs neue legitimiert. Aergerlich meinte Herr Studt, der Knute vollständiger Unfreiheit zufrieden geben. Jedem das Keding aus Schmakentin, der sich mit der Abschaffung man tönne von ihm doch nicht verlangen, den Zudrang der Frauen Seine! der Prämien und der Herabsetzung des Einfuhrzolls einverstanden zu den männlichen Berufen noch zu fördern. Alles, was er thun will, bau so viel Wesens zu machen. Dieser nehme doch nur 2 Proz erklärte und seinen lieben Kollegen riet, doch nicht von ihrem Rübenfind einzelne Reformen im Lehrplan der höheren Mädchenschulen des deutschen Aderlandes ein, noch dazu auf bevorzugtem Vielleicht soll auch in einzelnen Fällen gestattet werden, daß die Boden, er genieße eine weitere Bevorzugung durch künstliche Be Gymnasialfurfe für Mädchen statt 4-5 Jahre in Zukunft 6 Jahre förderungswege, Eisenbahnen und Chauffeen, und er könne es dauern. So viel ist allerdings sicher, wäre Herr Studt als weib- Bereits in der zweiten Hälfte des Januar dieses Jahres hat nicht begreifen, daß er auch noch durch die Gefeßliches Wesen auf die Welt gekommen er wäre voll der deutschen wenn wir nicht irren in Düren zwischen einem Vertreter gebung bevorzugt werden soll. Familien erhalten worden; nichts hätte ihn verführt, ein Mädchen- des Bauernvereins und dem Häuptling der rheinischen Mitgymnasium zu besuchen. Ohnehin zeigt er auch als Mann in ans- glieder des Bundes der Landwirte eine Konferenz stattgeprägtem Maße die durch die Natur gegebenen und durch die preußisch- bureaukratische Kultur entwickelten Unterschiede" zwischen einem frei dentenden Geist und einem preußischen Minister. Dem tonservativen Reaktionär und Pfarrer Schall ging felbft dies schüchterne Tasten noch zu weit. Er bat den Minister voller Abg. Jacoby: Wir Es dürfte an der Zeit sein, daß die bäuerlichen Mit glieder des Volksvereins die Forderung stellen, der Volksverein möge die„ Koalitionsfreiheit der ländlichen Arbeiter" ans seinem Programm streichen. Soweit die ländlichen Arbeiter organisiert werden müssen, hat das im Rahmen des Bauernstandes zu geschehen. Die Organisation des Bauernstandes ist die Aufgabe des Bauern vereins. Der Volksverein möge also hier dem Bauernverein nicht ins Handwerk pfuschen. Jedem das Seine." Die Bauern dürften aber dem Centrum noch mehr zu schaffen machen; denn so wird uns aus zuverlässiger Quelle berichtet der Bund der Landwirte hat mit dem Rheinischen Bauern verein sich in aller Form verbrüdert. des Volkes die ursprüngliche, die einzige Quelle treiben; er ist zu den höheren Offizierstellen vorzugsweise Darob entstand unter den Zuckerprämien- Freunden große Unruhe, die fich noch steigerte, als Herr Steding aussprach, er halte es für seine Pflicht als Landwirt, hier durch seine offene Erklärung bie Regierung in ihrer Absicht, die 8uderprämien abzuschaffen, zu stärken. Als aber Herr Keding auch das arte!! in sehr zutreffender Weise kritisierte, wurden seine Ausführungen in Gelächter und Schlußrufen erstickt. Natürlich war der Ueberagrarier Herr Dr. Rösicke andrer Meinung, obwohl er „ Die gesetzlichen Bestimmungen in betreff der Sets, Schonund Hege- Beit des Wildes, sowie das Recht zur Jagdfolge werden aufgehoben." In der Debatte erklärte der Abg. Walded:„ Es soll kein Jagdrecht mehr geben. Jeder soll das Wild schießen fönnen, wenn er es auf seinem Boden findet. Jeder andere Zustand gehört dem Mittelalter, der Feudalität an, dem Staat, in dem einige für einige Vorteil gelvannen, dem Staat, für den man nicht schmähliche Namen genug finden kann. Um eines Vergnügens, um des Wildprets willen werden die Saaten zertreten. Ich denke, daß diese Genüsse und Vorteile verschwinden müssen vor der Majestät unsrer Aufgabe und stimme für die unentgeltliche Ablösung." gefunden, auf der die Grundsäge für ein gemeinsames Vorgehen aller Agrarier festgestellt wurden. Man hat auch bereits sich dahin verständigt, daß die beiderseitigen Führer der kartellierten Agrarbünde als Kandidaten für die Wahlen aufgestellt werden sollen. Die für das Centrum so blamabel ausgegangene, Schlacht zu Uebel, er datiert aus den Zeiten des Faust recht 3. Ich erinnere ziehen, um die Versammlung mit dem Bajonett auseinanderWir können es uns nicht verhehlen, es giebt eine Partei im aber auch an die Gegenwart. Man weiß, wie in der neuesten zutreiben!. Lande, die den Folgen der Revolution auf alle Weise entgegenarbeitet, Beit der Adel ganz Deutschland mit tausend Feuerschlünden bedroht, Ein Schlag gegen die Junker Privilegien sei schließlich noch die den großartigen Freiheitstampf der Märztage zu einem bloßen deshalb habe ich die Ueberzeugung, daß nur dann, wenn der Adel erwähnt. Mit 271 gegen 69 Stimmen nahm die Versammlung Straßentumult herabzuwürdigen und zwischen den Provinzen und mit Stumpf und Stiel ausgerottet wird, die Freiheiten folgende Anträge an: der Hauptstadt einen gefährlichen wiespalt zu erregen des Volts gedeihen können." „ Jedes Jagdrecht auf fremdem Grund und Boden fich bemüht. Partei entgegen- Abg. Temme bekämpfte scharf die Vorrechte des Adels. ist ohne Entschädigung aufgehoben." Tieten but a volte Anerkennung der Stevole„ Das Jahr 1806 hot fte querit gebrochen, nur der Abel iſt eur in allen ihren Folgen.... Der Grundsaß, daß der Gesamtwillen Griverbung größerer Güter befähigt. Er darf kein Geiverbe jeder Macht im Staate, also auch der des Königs ist, diefer geeignet; er darf sich mit„ Weiberpersonen", vie es im Grundsatz der Volts souveränetat, ist in jenen Märztagen Gesez heißt, vom gemeinen Bürger- und Bauernstand nicht vernicht verzur vollen Geltung gekommen. Meine Herren, den Freiheits- heiraten. Er darf chrbare Bürgertöchter verführen und sie mit tämpfern jener Tage verdanken wir es, daß die Schmach des einigen lumpigen Thalern abfinden. Das alles gilt zum Teil noch. Absolutismus von uns genommen ist. Ihnen verdanken wir es, daß Was ihm an Vorrechten genommen ist, hat er seit 1815 auf andren innerhalb weniger Tage Rechte uns geworden sind, um welche jahre Wegen wieder zu erlangen gewußt. und noch jetzt steht man ihn lang wir vergeblich gebeten haben. Es ist eine Pflicht der überall, wo es gilt, den Freiheiten des Voltes entgegen zu treten. Dankbarkeit, die wir erfüllen, wenn wir diesen Männern Welche Namen liest man jezt, die in der Umgebung des ungücklichen öffentlich unsre Anerkennung aussprechen!"- Kaisers in Olmit genannt werden, als Verschwörer gegen Interessant ist auch der Beschluß, durch den mit 217 gegen das arme Wien? Nur Fürsten, Grafen und Barone, und nicht bloß 184 Stimmen dem König die Formel bon Gottes Gnaben" öftreichische, auch preußische. Soll der jetzige Zustand noch länger aberkannt wurde. Man wollte auch äußerlich dem Gottes dauern? quaden- Bewußtsein einen empfindlichen Stoß versetzen. Der Antrags Johann Jacoby sab scharf genug, um einen Beschluß des Es ist kein gweifel, daß das deutsche Bürgertum nicht gleich steller Abg. Schneider erklärte offen heraus, der Ausdruck von Hauses, der den Adel abschaffte, nicht zu überschäzen. Er begriff. dem französischen ein Heroen- Zeitalter gehabt hat. Neben dem Gottes Gnaden" sei ein Begriff des gestürzten abfolutistisch- daß nicht durch Parlamenisreden und Beschlüsse die Reaktion ver- grandiosen Befreiungskampf des bürgerlichen Frankreichs nimmt fich patriarchalischen Regierungssystems und entstamme der Zeit nichtet werden könne. Er äußerte sich deshalb:„ Der Gegenstand die deutsche Revolution geradezu kläglich aus. Statt revolutionärer der Finsternis, wo der Fürst der Herr, der Bürger der Unterthan ist eine Sache von feiner großen politischen Wichtigkeit. Energie halbheit, Konfusion und endloses Phrasengeträtsch. Und gewesen sei. Die Revolution habe bewiesen, daß auch das Volt Nach meiner Meinung über den Wert einer Erklärung der Rechte troy alledem: neben den Vertretern unfrer heutigen Bourgeoisie von Gottes Gnaden" sei. des Bolts, die wir jegt beraten, sichert dieselbe die Rechte nehmen sich die preußischen Volkstribunen von 1848 denn doch noch Der Abg. Siebert führte aus, daß sich infolge der glor nicht gegen Verlegungen. Gelpinnt das politische Be- äußerst respektabel aus! reichen Revolution vom 18. und 19. März das Bewußtsein fest- wußtsein eine feste Gestalt, fo find wir von selbst gesichert, gelingt Ein halbes Jahrhundert ist seit der Revolution verstrichen. gesetzt habe, daß der König nur ein Sechzehntel es aber einer noch immer mächtigen Partei, es auf den alten Aber noch haben die Freiheitskämpfer im Friedrichshain nicht das Millionenteil der Bevölkerung ausmache, ebenso wie jeder Zustand zurückzudrücken, so schüßt die Erklärung nicht vor schlichteste Denkmal erhalten, fogar jede Inschrift wurde vom PolizeiTagelöhner auch. Verlegung." präsidenten verboten. Ihre Märtyrer hat die Bourgeoiste nicht mur Der Abg. Schulze erklärte derb: wenn eine Firma Welch minimale Bedeutung die Beschliffe einer gefeßgebenden längst vergessen, sie hat sogar wacker mitgeholfen, ihr Andenken zu bankrott geworden, sei es Pflicht, sie nicht mit in das neue Versammlung haben, hinter der nicht die nötige Macht steht, befudeln und die" glorreichen" Märzkämpfe vom Standpunkt des Geschäft hinüberzunehmen; dies sei mit der Formel des alten bewies die Annahme des Antrages des Abg. Stein, daß der Kriegs- Lakaien und des geifernden Renegaten aus zu beschimpfen. Absolutismus der Fall. minister einen verwarnenden Erlaß an die Offiziere In dem preußischen Parlament, wo einst der Adel abgeschafft Eine, wenn auch etwas naiv überschäzte Aktion gegen das wegen der reaktionären Umtriebe unter denselben richten möge. wurde, üben die Junter ihr übermütiges Regiment. Ind dem GottesJuntertum bedeutet zwar die Abfaffung des Abels. Zwar veranlaßte die Annahme dieses Antrags den Rücktritt des quadentum, das gleichfalls durch Parlamentsdekret in die historische Ein Amendement zum Artikel 4 der Verfassung, das den Wortlaut Ministeriums Hansemann und die Erklärung des neuen Rumpelkammer geworfen worden war, schmeichelt mit einem beihatte,„ der Adel, sowie die Titel, welche fein Amit bedeuten, werden Ministeriums Pfuel, daß der Kriegsminister den General spiellosen Byzantinismus das liberale" Bürgertum. Orgien der abgeschafft", wurde im Oktober mit der Mehrheit von 56 Stimmen kommandos seinen festen Willen mitgeteilt habe, allen Bestrebungen Unterthanen- Devotion, wie sie unsre Bourgeoispreffe unlängst erst im Offiziercorps fest entgegen zu treten, allein Wrangel bei der Prinzenreise feierte, wären selbst in vormärzlichen Tagen angenommen. Der Abg. Scheider erklärte:" Der Adel ist ein eingewurzeltes I fonnte derweilen 50 000 Mann Soldaten um Berlin zusammen- lunmöglich gewesen * doch am Sonnabend vorher bei Besprechung der Brüsseler Konvention König Krupp an feine Unterthanen. im Reichstage so wenig in der ganzen Frage Bescheid wußte, daß er 110 Man schreibt uns aus Essen: beständig von einer Herabseßung des Zolls auf 6 Fr. sprach, während nur der Ueberzo Il von 20 auf 4,80 M. herabgesezt werden soll, standen, König Krupp mit dem Nimbus eines ganz besonderen Geschäftsmäßige Lobhudler hatten es bisher gar trefflich verdie 20 M. Boll aber, die der deutschen Inlands- Verbrauchssabgabe Menschen- und Arbeiterfreundes zu umgeben. Nicht allein, daß man entsprechen, noch hinzuzurechnen sind, so daß der Schues verstand, mit großem Tamtam Reklame für die sogenannten 80II nicht 4,80 M., sondern 24,80 m. beträgt! Bisweilen scheinen die Eisenbahner wirklich an einem Ueberfluß von Personal zu leiden, während es sonst an allen Ecken und Ecken fehlt. Ausland. Die socialistischen Abgeordneten und das Ministerium juo Zanardelli.. Rom, 15. März. Jm Widerspruche zu dem von mir früher mitgeteilten Beschluß der Leitung der socialdemokratischen Partei, haben die Parlamentsführen wird wie im Juni 1901. abgeordneten beschlossen, zu Gunsten des gegenwärtigen Ministeriums zu stimmen, was vielleicht wieder zu ähnlichen Auseinandersetzungen Die heutige Lage ist folgende: Zur Zeit der Wiedereröffnung des Parlamentes versuchen die and arbeiter Vereinigungen ihre im letzten Jahre erkämpften Vorteile zu befestigen und ihre Lage endgültig zu verbessern. Im vorigen Jahre fanden sich die Landbefizer einer ganz derselben nach. Jetzt aber sind die Besizer, durch die erlittene unvorhergesehenen Bewegung gegenüber und gaben infolge dieses unerwarteten Widerstandes ihrer Arbeiter leicht den Forderungen, Niederlage flüger geworden, gut vorbereitet; in einigen Gegenden Am 6. März in der Versammlung der Zuckerintereffenten faß Wohlfahrtseinrichtungen zu machen, als Großthat wurde jedesmal in Herr Dr. Röfice wieder auf dem hohen Pferde, spielte sich als sach- die Welt hinauspofaunt jede„ Schenkung" Krupps an die Kassen 2c. verständiger Vertreter der Landwirtschaft auf, und da er zu Gunsten Daß Krupp im vergangenen Jahre durch vorgenommene bedeutende der Zuckerverteuerung sprach, erntete er auch selbstverständlich großen Lohnabzüge sein Einkommen um 5-6 Millionen Mark- auf 20 bis Beifall. Mit wie wenig Sachkenntnis die Sachverständigen" in jener fich; wenn Krupp aber von solchen Happen ein Krumchen für die Benfions21 Millionen Mark- steigerte, daß den Arbeitern zu erzählen, hütet man Veriammlung ausgerüstet waren, zeigt die naive Meinung" eines Herrn Gutsbefizers Grote( Clauen), die dahin ging, daß die Be- laffe abfallen läßt, dann geberden die journalistischen Volksbeschwindler hauptung des Herrn Steding, der Zuckerrübenbau mache nur 2 Broz fich wie berauscht über die Hochherzigkeit und Uneigennützigkeit der der deutschen Landwirtschaft aus, auf ungenügenden Informationen Excellenz. Auch beeilte sich zum Ueberfluß die Lokalpresse auch noch, beruhe. Im Magdeburgischen, im Braunschweigischen, in der König Krupp vor dem Verdacht zu schüßen, er sei mit irgend welchen Provinz Hannover betrage doch der Rübenbau 25-33 Broz. der schroffen Maßnahmen gegen seine Arbeiter einverstanden: Wenn Landwirtschaft! Nun genügt aber ein Blick auf die amtliche Statistit, um sich der von den Pseudofreunden der Arbeiter fabrizierte Spruch und Herr Krupp das erführe, würde er für Alenderung sorgen, so lautete darüber Kenntnisse zu verschaffen, wie viel Areal in den verschiedenen gläubig wurde der nachgebetet; Hunderte Male hörten wir es aus Provinzen wie im ganzen Reich mit Zuckerrüben bebaut ist. Bei dem Munde aller Arbeiter. Ein ganzer Sagenkreis von Wohlfahrts- haben sie beträchtliche Summen zur Anwerbung von Streifbrechern der landwirtschaftlichen Betriebsstatistit von 1855 wurden gezählt Landwirtschaftliche Betriebe mit Anbau von Rüben zur Zuder- thaten unvob die Gestalt des Herrschers Strupp und von Tag zu gesammelt, so daß die gestern Besiegten leicht morgen zu Siegern fabrikation 113 244, das find 2,04 Proz. aller landwirtschaftlichen Tag hoffte ein großer Teil der Arbeiter auf das plögliche werden könnten. Betriebe. Bebaut mit Zuckerrüben waren 396 289 Hektar, das sind, da Hervortreten des Wohlthäters und damit, so wünschte So z. B. haben wir jegt im Bercellefischen( Piemont), in Poles das gesamte Acker- und Gartenland 26,2 Millionen Hektar bedeckt, und glaubte man, habe alle ungerechtigkeit, schlechte Be- fina( Benedig), im Modenischen und im Ferraresischen( Emilia), wo mr 1,5 Broz. derselben! Im Königreich Preußen waren im Jahre 1900 handlung, Chikane ein Ende. Und nun ist der Traum aus- im ganzen ungefähr 30 000 Landarbeiter streiken, Gutsbesizer, die 2 Proz., in der Proving Sachfen 110 330 Hektar, das sind 7,3 Broz., wandte sich mit Beschwerden und Wünschen direkt an die Adresse der Der Konflikt ist somit eher politischer als 337 897 Hektar mit Zuckerrüben bebaut, das sind etwas weniger wie geträumt! Die Arbeiter machten die Probe aufs Erempel, man sich weigern, die im letzten Jahre festgestellten Verträge einzuhalten oder mit den Vertretern der Arbeitervereine zu verhandeln. in der Provinz Schlesien 56 076 hektar, das sind 2,5 Proz., in der Ercellenz Krupp Die Märchenwelt von Kruppscher Wohlthäterei Natur. Die Befiger hegen offenbar den Wunsch, daß ein neuer politischer als ökonomischer Broving Hannover 36 339 hektar, das find 2,7 Broz., in Braunschweig wurde von ihm selbst in Trümmer geschlagen; Krupp felbst zeigte, ernstlicher Aufruhr entstehe und fich möglicherweise das 24 360 Hektar, das sind 18 Proz., in Anhalt 19 904 Hektar, das sind entblößt von dem Nimbus, in den ihn eine geschäftsmäßige Fama Blutbad von Berera wiederhole. Sie hoffen ferner auf die Nieders 24 860 ettar, das find 18 Proz., in Anhalt 19 904 Hektar, das find 14 Proz. Von 25-33 Proz. ist also nirgends die Nede! Herr Keding hat also vollkommen recht, daß im Vergleich zur gehüllt, sich als der nach Gewinn und immer größerem Gewinn lage des Ministeriums Giolitti- Banardelli und auf die Bildung eines gesamten Landwirtschaft der Zuckerrübenbau nur einen bescheidenen trachtende Unternehmer. neuen reaktionären Ministeriums Sonnino, welches die Zusammen Zeil darstellt. nur vent סטן -Am 26. Februar fandte man an S. M. Krupp auf Capri ein kunft der Landarbeiter verbieten und selbst die Vereine auflösen soll, als ob der ganzen Landwirtschaft ein schwerer Schlag drohe, legung der Beschwerden und Wünsche der Arbeiter an ihn ab Das hindert aber die Zuckerfabrikanten nicht, jetzt so zu thun, Telegramm, unterm 1. März ging eine ausführliche schriftliche Dar- um so wieder„ den Frieden auf dem Lande herzustellen." Die Verhandlungen im Parlament behandeln mun eben diese der Rübenbau eingeschränkt werden müßte. die Gesetzgebung des Reiches nun, agrarische Bewegung und dazu den von den Eisenbahnern Wie sie aber die Unterthanen wurden einer Antwort überhaupt nicht ge- erfochtenen Sieg. Die Reaktionäre verlangen eine feste Regierung, die Brüsseler Kont vention die alte Privilegienwirtschaft über den Haufen wirft, würdigt, ganz zu schweigen von der Erfüllung ihrer Wünsche. Am die das Land nicht in die Hände der Socialdemokraten liefere" zu Gewährung neuer Liebesgaben umgestalten sollen, wissen 6. März fand dann die schon kurz gemeldete zweite Versammlung und vermittelst einen neuen Gesetzes die Streiks der Beamten des aber die Buderverteurer selber noch nicht und deshalb faßten fie eine statt, wo die Konstatierung, daß Krupp seine Arbeiter nicht einmal öffentlichen Verkehrs verhindere. Die Liberalen und die Regierung Resolution, die es für„ berfrüht" erklärt, sich fachlich zur Non- einer Antwort gewürdigt, größte Entrüstung hervorrief. Der Er- hingegen behaupten, daß die Fortschrittsbewegung des Proletariats vention zu äußern! Als ihr selbstverständliches Recht beanspruchen klärung: für die Zukunft müsse man jeden Versuch, Krupp von der unvermeidlich sei, daß eine Reaktion nur zu Gewaltthätigkeit führen fie aber, daß die Regierung, ehe sie endgültige gesetzgeberische Schuld für die auf der Fabrik sich zeigenden Mißstände freizusprechen, haltung der Freiheit und Neutralität der Regierung in den wirt würde, und daß es weit besser sei, heftige Ausbrüche durch EinDispofitionen trifft, der deutschen Buderindustrie und der entschieden zurückweisen, für Krupp gebe es Entschuldigung nicht schaftlichen Kämpfen zu vermeiden. deutschen Landwirtschaft Gelegenheit giebt, in eingehender Weise mehr, stimmten die tausenden Anwesenden einmütig zu! ihre begründeten Wünsche zum Ausdruck zu bringen". " Nun, unsre den Agrariern so freundlich gefinnte Regierung wird An demselben Tage ließen dann die in der Schmiede S. S. es daran nicht fehlen lassen. Sache der Handelskammern beschäftigten Arbeiter, denen die Mittagspause genommen werden aber wäre es, wenn auch sie rechtzeitig Einspruch gegen das Fort- follte, nochmals eine Eingabe an König Krupp abgehen. Nunmehr bestehen der bisherigen Zuckerverteuerung und der durch die Gesetz- erfolgte die bereits im„ Borwärts" mitgeteilte Antwort. Sie vollendet gebung protegierten Ringbildung erhöben! Das deutsche Publikum ist das Werk, fie jagt den letzten Rest von Harmonieduseligkeit zum jest jahrzehntelang von den Zuckerindustriellen geschröpft worden, es hat Teufel. Das, was man bisher meist tauben Ohren predigte, Krupp in den letzten drei Jahren seit Bestehen des Buckerkartells jedes selbst bestätigte es, er betrachtet seine Arbeiter nur vom Standpunkt Pfund Suder nicht nur um die 10 Pf. Staatsabgabe, sondern auch bes Kapitalisten, der nach steigendem Profit hungert. 21 Millionen noch um 8-10 Bf. für ben startellwucher verteuert erhalten! Eine mark tomite strupp im vergangenen Jahre als Einkommen verHebung des Buckerverbrauchs, die im Interesse der gesamten Be völkerung liegt wie in dem der Industrie, läßt sich nur steuern, aber das ist kein gutes Betriebsergebnis; um solches zu bann ermöglichen, wenn der Wuchernugen des Startells erzielen, muß den Arbeitern die Mittagspause genommen werden, schwindet und die Verbrauchsabgabe erniedrigt sollen die Lohusklaven die Lohusklaven ununterbrochen von früh morgens Da das Reich bei Wegfall der Prämien jährlich 6 Uhr Uhr bis abends 6 Uhr auf der Fabrik bleiben, so antwortete an 30 Millionen Mark Ausgaben spart, tann es mindestens um den der berühmte Wohlthäter! Der denkwürdige Passus aus König Krupps gleichen Betrag die Steuer erniedrigen, so daß diese anstatt 10 mur Antwort sei wiederholt mitgeteilt: 8 Pfennige pro Pfund zu betragen hätte. Unfre Fraktion wird so wie stets die Beseitigung je der Steuer auf Zucker fordern, da diefes ein notwendiges Nahrungsmittel ist. Aber freilich der Militärstaat wird die mehr als 200 Millionen Mark, die er aus der Budersteuer zieht, nicht fahren lassen! wird! Angesichts diefer Lage glaubten die socialdemokratischen Abgeordneten sich nicht berechtigt, der Reaktion behilflich zu sein und den Ausbruch von Unruhen unter Gefährdung der Verfaffung zu schüren. Ebenso wenig glaubten sie sich berechtigt, die von den Eisenbahnern gewonnenen 24 Millionen rium die von dem jetzigen Ministérium mit den Eisenbahnern neuer Gefahr auszusetzen, da höchst wahrscheinlich ein reaktionäres Ministeauszufetzen, ba abgeschloffenen Verträge nicht anerkennen wirde. Die socialdentokratischen Abgeordneten sagten sich: Es ist besser von zwei lebein das gelinbere zu wählen; im Falle aber, daß wir uns geirrt haben, tann uns mufre Partei baffir tadeln und wir werden ihr das uns anvertraute Mandat zurückerstatten. Zu Gunsten des Minifteriums stimmten 14 Abgeordnete, unter ihnen die Vertreter der Eisenbahner, der Hafenarbeiter, der Arbeitskammer und der Landarbeiter, gegen das Ministerium stimmten Ferrari, Costa, Noé, Pescetti, zivet enthielten sich der Abstimmung. hören mögen auf die falschen Propheten, die immer jagen: Gewerbe- Ordnung verfügt. Einsprüche der Arbeiter gegen und ane Des Socialisms die schlimmsten ans " Niederlande. Camillo Prampolini erklärte im Parlament die Gründe des „ Die Anordnung, daß die Arbeiter während der Mittagspause daß das ganze Haus ergriffen wurde, und selbst die Reaktionäre Entschluffes der Mehrheit mit solcher Ueberzeugung und Beredsamkeit, auf dem Werk bleiben müssen, ist zur Erzielung guter Betriebs- lauschten ihm mit größter Aufmerksamkeit. Der Präsident der ergebnisse notwendig und liegt deshalb auch mit im Intereffe Stammer unterbrach den Redner mit den Worten: Oh Apostel der Arbeiter." des Friedens, beharren Sie in dieser edlen Gesimmung, Welcher Hohn! Die ateiter, denen man durch fortgesetzte 2ohn- bas gegenwärtige Dilemma in folgender Weise: Die focial die Ihnen so hohe Ehre macht." Herr v. Podbielski hat am Sonnabend den westfälischen reduktionen die immer größer werdenden dienste" für König demokratische Partei hat sich eine Pflicht gestellt, die sie mit Brampolini betrachtet Bauern Mäßigung" gepredigt. In Münster wurde ein Denkmal Krupp abzwadte, sollen es als in ihrem Interesse liegend empfinden, Aufopferung und unermüdlichem Fleiße erfüllt. Sie ist bemüht, für den verstorbenen Freiherrn von Schorlemer Alst, den wenn durch weitere Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse endlich die Profetarier von allen rohen Zornesansbrüchen fernzuhalten und westfälischen Bauernkönig, der Begründer der westfälischen Bauern günstige Betriebsergebnisse" erzielt werden! organisationen enthüllt. Der preußische Landwirtschaftsminister hielt der Mittagspause wurde von dem leitenden Betriebsassistenten die gegnerische Klasse gereinigt werden. Die Aufhebung der persönliche Haß gegen den Arbeitgeber soll zum Kampf gegen bei dieser Feier einen Toast, in dem er mahnte, daß die Landwirte So werden durch die nicht unmäßig in ihren Forderungen" fein sollen und daß sie nicht gegen die Bestimmungen die Bestimmungen der Arbeits- und Wirkung des Socialisms die schlimmsten aus dem Glend der ausgelöscht. Ihr könnt Euch ganz allein auf den Isolierschemel stellen." s die Ungesetzlichkeit wurden nicht beachtet und weil die Arbeiter die Das Proletariat verfolgt heute einzig eine humane Bolitit, die zur ist, eilen die westfälischen Bauernvereine alsbald zum heimlichen am Dienstag war die Kündigungszeit abgelaufen und die betreffenden untergeordnete Klasse an. Dann hat die Socialdemokratie eine Nachdem der preußische Minister wieder nach Berlin abgereift ungesetzliche Verfügung nicht beachteten, wurden 25 Manu gekündigt. großen Umwälzung der socialen Stände führen soll. Die Stonservativen hingegen sehen die Arbeiterklasse noch immer als eine völlig Stelldichein mit den falschen Propheten" vom Bund der Land- Leute wurden, je von 2 Polizisten oder Feuerwehrleuten begleitet, zweite Gegenpartei in den Liberalen des Ministeriums, die eine verwirte und fluchen der Mäßigung, die die Landwirte zu Grunde in das Lohnbureau geführt, um ihre Entlassung in Empfang zu mittelnde Richtung einnehmen. Da nun angesichts dieser beiden richtet.nehmen, gerade als wenn Verbrecher ihrem Richter und Rächer zu Strömungen die focialdemokratische Partei zur Zeit noch nicht anf Ausbeutung der Auswandernden. Aus Bremen wird uns geführt werden. So verfährt man im gelobten Königreiche Krupp, ein socialistisches oder febft radikales Ministerium hoffen kann, so will geschrieben: Die bereits gemeldete Massenauswanderung im Wohlfahrtsdorado Effen mit Arbettern, die ungefeglichen fie für die Liberalen stimmen, um wenigstens die ärgsten Feinde über Bremen bez. Bremerhaven hat der Norddeutsche Lloyd Maßnahmen Kruppscher Betriebsassistenten nicht bedingungslos sich der Arbeiterklasse von der Regierung fernzuhalten. zu einer Erhöhung der 8wischendecks- Fahrpreise fügen. Die Vorgänge haben das eine Gute, daß den Arbeitern auf denjenigen transatlantischen Linien benutzt, die für bie Auswanderung besonders in Frage kommen. Auf diesen endlich die Augen aufgegangen sind und sie endlich sich aufraffen, in Linien ift der bisher schon recht hohe Fahrpreis der Organisation suchen, was sie bisher vergeblich durch das gute 13 Jahren bestehenden Arbeitsgesetz dürfen Frauen und jugendliche Reaktion in der Socialpolitik. Nach dem nun bereits seit 10 Mart pro Blazz erhöht worden, so daß die Ueberfahrt Herz der Excellenz Krupp erwarteten: Gerechtigkeit, Bertretung und Personen in Fabriten und auf Arbeitsplägen nicht vor 5 Uhr morgens mit Schnelldampfern nach New York 170 m., mit Post- Wahrnehmung ihrer Interessen. dampfern nach Baltimore 150 M. und nach Galveston oder und nicht nach 7 1hr abends beschäftigt werden, jedoch mit der New York 160 M. für jeden Platz im Zwischendeck kostet. Das sind Einschränkung, daß für bestimmte Betriebe mit besonderer Erlaubnis außerordentlich hohe Baffagepreise, die durchschnittlichen bewegen sich des Ministers die Beschäftigung bis 10 Uhr abends ausgedehnt sonst zwischen 120-140 m. Anfang März reifte der älteste Sohn Wilhelms II. von Mann werden kann. Eine Oceanfahrt im füllten, mit Von dieser Vergünstigung machen die Fischüber- heim über Speyer nach Germersheim. Dies Geschehuis würdigte räuchereien, Fischtrocknereien und Fischsalzereien einen Ausdünstungen Ersticken geschwängerten Gebrauch. zum Zwischended, dessen stallähnliche Beschaffenheit in schreiendem die Eisenbahndirektion in Ludwigshafen durch einen ausführlichen gedehnten Die Unternehmer find aber auch Kontraft zu dem Brunk der Kajüten und Salons steht, müssen die Geheimerlaß", den unser Mannheimer Parteiorgan im Wort- hiermit nicht zufrieden, und der„ chriftliche" Ministerpräsident in einer wirtschaftlichen Zwangslage befindlichen Auswandrer jetzt laut veröffentlichte. Es geht daraus hervor, daß Prinzen in Deutsch- Dr. Kuyper hat auf ihre Veranlassung einen Gefeßentwurf ein also wohl oder übel noch um 20-25 Prozent teurer bezahlen, land sich mit großer Ruhe einer Eisenbahn anvertrauen können. Es bis zum 15. März bis 12 Uhr nachts, vom 15. März bis zum 1. Juni gebracht, wonach Frauen in den Heringsräuchereien vom 1. Oktober ale zu Beiten geringeren Andranges und damit verbundener ver- wird nicht nur technisch alles aufgeboten, um den Betrieb zu sichern, fogar bis 2 Uhr beschäftigt werden können. Doch soll die Arbeitshältnismäßiger Bequemlichkeiten. Geld stinkt eben auch für die es muß sich nicht nur der ganze Bahnverkehr nach dem prinzlichen geit 8 Stunden pro Tag nicht übersteigen. Die Unternehmer haben Aftionäre des honnetten" Norddeutschen Lloyd nicht! Sonderzug richten schon eine Viertelstumde bor Durchfahrt des auch die Zulaffung der Sonntagsarbeit verlangt. Das hat der Der vom Lloyd gecharterte Hamburger Dampfer Batavia" Suges müffen 3. B. alle Stangierbevegungen auf der Strecke eingestellt Minister aber rundweg abgelehnt. Dagegen sträubte sich jedenfalls hat heute, Montag, mit 2400 Zwischendeckern an Bord die Wefer werden es haben meist die Stationsvorstände selbst die richtige fein chriftliches Gelvissen. verlaffen. Dieselbe ungeheure Zahl die Bevölkerung einer fleinen Stadthat am 3. März- seit 1891, dem Höhepunkt der Aus- Stellung der Weichen und das Freifein der Kreuzungen persönlich and Spanien. wanderung nach Brafilien, zum erstenmale wieder auch bereits zu prüfen, es wird nicht nur für eine vermehrte Bahnbewachung Ministerkrisis. Der spanische Finanzminister Ursaiz gab inder Lloyddampfer Rhein nach New York befördert. Sorge getragen fondern auch alle Reize der Eisenbahn- folge des Scheiterns feiner Bantreform feine Demiffion. In einem Aesthetik" werden dem pringlichen Reifenden zu Ehren entfaltet. Gs heißt in dieser Hinsicht: DE JOAST He muchas Die Bahnwärter haben während der Vorüberfahrt des Sondere auges die Uniformvorschriften genauestens zu beachten und den Rock vollständig zu schließen. Ablöswärter tragen die Dienstmüße und feiertägliche 11111 Nach der amtlichen Statistik sind im Februar 1902 1206 Deutsche über Bremen und Hamburg ausgelvandert( 1901 743); dazu kommen 217 Deutsche, die über fremde Säfen ausgewandert sind. Die Zahl der im Februar über Bremen und Hamburg ausgeivanderten Ausländer beträgt 18 821. Im Krosigk Prozeß wird die nächste Verhandlung nach der Ostdeutschen Voltszeitung" am 10. April vor dem Oberkriegsgericht in Gumbinnen stattfinden. Landrats- Abgeordnete. Unbeabsichtigt boshaft schreibt das Kreisblatt des Streises Biedenkopf, der hinterländer Anzeiger": Herr Landrat von Heimburg trifft heitte auf einige Tage hier ein." Dieser Herr Landrat ist nicht etwa der Landrat eines andren Kreises, der mur Biedenkopf besucht, sondern er ist der angestamnite Landrat des Kreises, der es vorzieht, lieber in Berlin seine Abgeordneten- Diäten zu beziehen, als seinen Kreis zu verwalten. Man sieht, wie entbehrlich Landräte sind; sie besuchen" mur gelegentlich ihren" Kreis. Immerhin tönnen sie in ihrer Abwefenheit den Kreis nicht schädigen, während die Anwesenheit der Landräte in Berlin für die politischen Verhältnisse höchst verderblich ist. Kleidung. Der Prinz reift! " Der Oberbetriebsinspektor erscheint in schwarzem Rock und hohem Sute, mit Handschuhen. 0118= außerordentlichen Ministerrat erweiterte sich diese partielle Ministerfrisis zur Demission des Gesamtministeriums. Man nannte u. a. Montero Mios als fünftigen Kabinettschef, doch wurde Sagasta wiederum mit der Bildung des Ministeriums betraut. Sagastas Versuche, Rios zu veranlaffen, in die Neubildung einzutreten und ein sogenanntes großes Ministerium" zu bilden, scheiterte, da Nios ablehnte. Die fünftige Großjährigfprechung und die Uebernahme der egierung durch den jugendlichen König, welcher kommenden Mai fein 16. Jahr zurücklegt, sollen auf die Winifterkrisis nicht ohne Einfluß gewesen sein. Der Boeren- Krieg. Die Stationsvorstände der von dem Sonderzuge berührten Stationen haben während der Durchfahrt des Sonderzuges anf der Mitte des Bahnsteiges Aufstellung zu nehmen und den vorüberfahrenden Zug in militärischer Weise zu grüßen. Das 8ugbegleitungs- Personal fest sich aus einem Zugführer, einem Schaffner und einem Wagenwärter zusammen. Nach einer Kapstädter Depesche der„ Daily Mail" wurden die Diefelben tragen den Uniformrock vollständig geschlossen, schwarze Beinkleider und, ausnahmlich des Wagenwärters, weiße Handschuhe." Nene englische Schlappen. Operationen gegen die Aufständischen in der nordwestlich ent Kapkolonie ditrch Eroberung zweier britischer Wie anders sonst, wenn im zerschliffenen Gewand ein füimmer Convois mit Proviant für die dortigen Garnison städte liches Weiblein als Streckenwärter den Zug falutiert. Wenn der die Affairen erheblich behindert. Details fehlten noch, aber Bring reift, ist alles feierlich und künstlerisch" erhaben: schivarge gewefen, da große Quantitäten Broviant in die Hände der Aufwären sehr bedauerlicher Art Sofe, weiße Handschuhe, vollständig geschlossener Uniformrod, und ständischen fielen. Der Feind zähle 1500 bis 2500 ann I alle Stationsvorstände stehen stramm und grüßen militärisch! unter Kommandant Mariz. Alles war vorbereitet, bie Die Times" veröffentlichen ein Telegramm aus Pretoria, wonach Botha nur über 700 Mann verfüge und sich in östlicher Richtung von Bryheid vor den Truppen Hamilton zurückziehe. Schalt- Burgher und die Boerenregierung halten sich nördlich von der Delagoabaibahn auf. De Wet und Stein befinden sich westlich von der Hauptbahnlinie des Orange- Staates und werden von den englischen Kolonnen zwischen Heilbron und Frankfurt verfolgt. Man glaubt, Botha versuche sich Delarey anzuschließen. werden! Blockhauslinie von Victoria- West- Road gegen die Lambertsbah bor- Reinickendorf. Die Gemeindevertreter Wahlen finden am in Aussicht genommen. Ferner wurde nochmals der Beschluß gefaßt, gerückt, und nach Verproviantierung der Garnisonen sollten die Dienstag, den 25. d. M., von nachmittags 3 Uhr bis abends 8 Uhr an die Krankenkassen das Ersuchen zu richten, in erster Linie die Operationen beginnen. Damit ist es nun nichts. Innerhalb der statt. letzten Wochen wurden die Operationen der Boeren an verschiedenen Garten( Süß), Residenzstraße; im Westen: Marks zuzulassen; ebenso, daß die Krankenkassen nur Bade- Anstalten zu Wahllokale: Im Osten: Kaiser Friedrich- organisierten Kollegen als Heilgehilfen und Masseure für die Kassen Stellen erneut. Der Feind besteht durchaus aus Veteranen und den Restaurant, Scharnweberstraße 67/68. Wähler- lassen, die organisierte Kollegen beschäftigen. Ferner wurde nochmals besten Streitkräften. versammlungen finden statt für den Osten Bekanntlich sollte die Kapkolonie bis auf einige versprengte Donnerstag, den 20. d. Mts., abends 8 Uhr bei Neu- Weigert erhoben, ebenso wurde berichtet, daß die Moabiter am scharfer Protest gegen die Beschimpfungen durch den Stadtrat Banden von Boeren gesäubert sein. Und nun läßt man sich von bauer, Hausotterstr. 43, für den Westen am Sonnabend, Krankenhaus- Verwaltung von ihrem Personal fordert, daß dasselbe einem Feind von so ungeahnt großer Stärke zwei große den 22. d. M., abends 8 Uhr, bei Ww. Thomas, Ecke Eichhornstraße nicht dem Verband angehören solle. Zum Schluß wurden noch die Convois abnehmen, wobei es natürlich auch nicht ohne große und Auguste Viktoria- Allee, und am Montag, den 24. d. M., abends Verhältnisse des Massage- Instituts von Abraham kritisiert. Mannschaftsverluste abgegangen sein wird. 8 Uhr bei Muster, Ecke Berliner- und Humboldstraße. Es scheint wirklich nötig zu sein, daß, wie die Militärbehörde blatt- Berbreitung: im Osten, Flug Die Mineralwasser- Arbeiter hielten am 9. März eine öffent mitteilt, 10000 Mann Verstärkung nach Südafrika abgehen! 8 Uhr, die Genossen haben sämmtlich bei Buzierer, Provinz- der als Gast vom Centralverband der Handels- und Transportam Mittwoch, abends liche Bersammlung bei Franke, Sebastianstr. 39, ab. Streituer, Botha und De Wet. straße 48 ,. zu erscheinen; im We sten: am Donnerstag, abends 8 Uhr. Arbeiter anwesend war, führte den Versammelten vor Augen, wie Die Genossen vom Eichbornplan treten vollzählig bei Engel an, alle notwendig es sei, sich zu organisieren. Der Redner empfahl Anfür Mann auf dem Posten! Die Furcht vor uns hat die Gegner Verband mit den Kaufhäusern Jordan und Wertheim ver übrigen Genossen bei Kluge, Berlinerstraße. Genossen! Seid Mann schluß an den Centralverband. Er führte aus, daß der bewogen, ihre sonstigen Bänkereien hintanzusetzen und sich gegen uns handelt hätte und daß die betreffenden Firmen die Organisation des zu vereinigen. Macht ihre Anstrengungen zu nichte und sorgt, daß Berbandes anerkannt hätten. Reicher Beifall lohnte den Redner. der 25. März ein Ehrentag für die Reinickendorfer Socialdemokratie Dann referierte M. Kiesel über das Thema: Die wirtschaftliche Krise und die Notwendigkeit der Organisation. Das Referat wurde Pankow. Die Wahlen der ersten und zweiten Wählerklasse mit großem Beifall aufgenommen. Als neue Mitglieder ließen sich sind am Freitag ohne jedes allgemeine Interesse in einigen Stunden 9 Anwesende aufnehmen. An der Diskussion beteiligten sich Warerledigt worden; handelte es sich doch nur um eine Handvoll Wähler, muth, Schlottmann, Simon, Albold u. a. Simon Bu den Gemeindewahlen. von denen die Wahlen vollzogen wurden. In der zweiten Wähler- erwähnte noch, daß der Schutzverband und der Verein der Mineralflaffe findet eine Stichwahl zwischen dem„ Vaterländer" Rechts- wasser- Fabrikanten dem Verein freundlich gesinnt seien. Neu- Weißensee. Die Gemeindewahlen finden für die anwalt Hoffmann und dem Bürgervereinler" Conrad statt. Im Centralverein der Bureau- Angestellten referierte am dritte Klasse am Freitag, den 21. März, von 4-7 1hr nachmittags Mit welchen Mitteln die Bürgerlichen versuchten, in der dritten 4. März Frl. Imle über„ Die Bedeutung der Konsumgenossenstatt. Im ersten Bezirk sind von uns aufgestellt die Genossen Gust a v. Wählerklasse Erfolge zu erringen, geht aus folgendem hervor: fchaften". In der Diskussion, an der sich Danziger, Bauer, Seifert und Eduard Kafielke; im dritten Bezirk der Genosse Im ersten Bezirk der dritten Abteilung stand unsrem Ge- 3addach, Fischer u. a. beteiligten, wurde Verschiedenes für und Adolf Garz. Die Wahllokale befinden sich für den ersten Bezir Pradel( Inhaber von Willners Weißbier- Brauerei), gegenüber. Herr sprach Bauer. Deredder gab den Kaſſenbericht pro 4. Quartal nossen Freiwaldt der„ Herrgott von Pankow", Herr Brauereibefizer gegen Konsumgenossenschaften vorgebracht. Zur Urabstimmung in Albrechtshof, Parkstraße 13, für den dritten Bezirk bei Bolzmann( früher Backhaus), Brenzlauer Chaussee. Pradel nannte sich den Wählern der dritten Wählerklasse gegenüber 1901. Auf Antrag Bauer wurde beschlossen, dieses Jahr von einer Die Wahlen der zweiten Abteilung werden am Dienstag, den sehr bescheiden„ Prokurist Pradel". Am Freitag wurde Herr Pro- Kranzspende für die Märzgefallenen abzusehen, sich aber so zahlreich 25. März, vormittags von 10-1 Uhr, vorgenommen. Das Wahl- furist Bradel" in der zweiten Wählerklasse aufgestellt und auch gewählt als möglich am Besuche des Friedhofs zu beteiligen. lofal befindet sich bei Tscheutschler( fr. Hähling), Langhansstr 106. Die von unsren Genossen erzielten Resultate können wir dahin zu und zwar unter dem klingenden Namen„ Brauereibefizer Pradel". Unfre Kandidaten in der zweiten Wählerklasse sind die Genossen Emil sammenfassen, daß die dritte Wählerklasse für jezt und in Zukunft Wahlvereins nahm zunächst einen außerordentlich beifällig aufLichtenberg. Eine Versammlung des Socialdemokratischen Schumann und Karl Haufschild. Am Donnerstag, den 20. März, abends 8 Uhr, findet im Vereins- Clemen, welcher in beiden Bezirken gewählt ist, hat das Mandat genommene Wahl Wolfs zum Bezirksführer des 12. Bezirks, die ein fester Bestand der Socialdemokratie geworden ist. Genosse genommenen Vortrag von Manasse entgegen. Die hierauf vorhaus, Charlottenburgerstr. 150, eine öffentliche Wählerversammlung für den ersten Bezirk angenommen. Die Nachwahl für den zweiten entgegen dem Vorschlage des Vorstandes erfolgte, zeitigte die Amtsstatt. Zahlreiches Erscheinen der Wähler der zweiten und dritten Bezirk ist auf Montag, den 24. d. M., durch amtliche Bekannt- niederlegung des Gesamtvorstandes. Der Vertrauensmann übernahm Die Parteigenoffen, namentlich aber die Mitglieder des Wahl- machung festgefegt worden. vereins werden aufgefordert, am Mittwoch, den 19. März, abends 8 Uhr, Mann für Mann zur Flugblattverteilung sich einzufinden. Treffpunkt bei Wassermann, Stönig- Chauffee 55 und bei Tscheutschler, Langhansstr. 106. Klasse ist notwendig. Nüze jeder die turze Spanne Zeit bis zur Wahl aus zu intensivster Agitation! Zu den Gemeindewahlen in Reinickendorf. Endlich ist der Bahltermin für die Gemeindewahl amtlich bestimmt worden. Für die erste und zweite Abteilung finden die Wahlen am Mittwoch, den 26. März cr. statt. Für die dritte Abteilung für den Bezirk West am Dienstag, den 25. März d. J., im Marts schen Restaurant, Scharnweberstraße 67/68. Für den östlichen Ortsteil am selben Tage im Restaurant Kaiser Friedrich Garten( Seepart, M. Süß), Residenzstraße 48. " " folgendes Resultat: Genoffe Gronwald 327 Stimmen, Genoffe Friedrichsfelde. Die geftrige Gemeinderats- Ersatzwahl zeitigte Buresch 322 Stimmen. Bon den Mischmaschkandidaten erhielt beträgt, so hat Stich wah I stattzufinden. Danz 325 und Hinz 324 Stimmen. Da die absolute Majorität 328 die Geschäfte, und einstimmig fand eine Resolution Annahme, in welcher der Vorstand aufgefordert wird, bei der Gemeindebehörde, zu führen über den schleppenden Gang in Sachen des zu errichtenden bei dem Bezirksausschuß und eventuell bei dem Minister Beschwerde Gewerbegerichts. Der Vertrauensmann wurde beauftragt, um gehend eine außerordentliche Generalversammlung zur Neuwahl des Borstandes einzuberufen. Friedrichshagen. Die gestrige Gemeinderatswahl brachte uns einen vollen Erfolg. In beiden Bezirken wurden unsere Genossen mit großer Stimmenmehrheit gewählt. Im ersten Bezirk erhielt Ge- Lekte Nachrichten und Depelthen. nosse Kramm 202 Stimmen, der Gegner 99; im zweiten Bezirk Genosse Sonnenburg 330, der Gegner 59 Stimmen. Versammlungen. Die Wahlen beginnen pünktlich nachmittags 3 Uhr und Vom Hegenwahn, Nachtbilder aus der Kultur- und werden abends 8 Uhr geschlossen. Die Neuzuwählenden in der Religionsgeschichte, lautete das Thema, über das Rechtsanwalt dritten Abteilung dürfen Nichtangesessene sein und werden die Victor Grant am Donnerstag in einer öffentlichen BerGemeindeverordneten gemäß§ 54 der Landgemeinde- Ordnung auf ſammlung des socialdemokratischen Wahlvereins 6 Jahre gewählt. für den ersten Wahlkreis, die in den Arminhallen tagte, Jeder Wähler wird nach der Reihenfolge der Wählerliste auf- sprach. Bezugnehmend auf eine Anzahl Herenprozesse, auf den gerufen und muß dem Wahlvorstand mündlich den Namen des von Herenhammer" und andre historische Dokumente gab der Vorihm zu Wählenden nennen. tragende eine lehrreiche Schilderung des wahmvizzigen Aberglaubens Für unsere Parteigenossen sind dies, für den westlichen Be= an Heren und Teufel, der, verbreitet und auf's eifrigste gefördert zirk: der Genosse Ohl, für Ost: Genosse Jendreied. Es durch das Papsttum, zu entsetzlichem Massenmord und scheußlichster ist erforderlich, daß sich die Parteigenossen mit Legitimationspapieren Folterung unschuldiger Menschen geführt hat Unter Hinweis auf die versehen. Huldigungen, die noch in unsrer Zeit sehr von protestantischer Seite dem Papfitum als Machtfaktor dargebracht werden, und auf die Standalscenen, die die Ultramontanen jüngst in der Versammlung in München verübt haben, kommit der Redner zu dem Schluß, daß wir es noch nicht sehr weit gebracht haben und noch viel Schutt hinweg zu räumen ist, bis die Herrschaft des Lichts und der Freiheit anbrechen kann. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Zur Diskussion sprach Pretorius und forderte zum Ausfritt aus der Landeskirche auf. An der Versammlung nahmen auch mehrere Frauen teil. Für den Arbeiter und Proletarier kommt es darauf an, Bertreter ins Dorfparlament zu senden, denen das echte, große, heilige Gefühl für Menschenrecht und Menschen wohl fahrt im Herzen sigt, die aus innerster Ueberzeugung für die Forderungen der Socialdemokratie eintreten. Und diese Forde rungen können nur Socialdemokraten vertreten. Wem es daher ernst ist um das Gemeinwohl, der wähle die Genossen Ohl und Jendreieck. aber " An den Semeindewahl in Wien. Wien, 17. März. Bei den Ergänzungswahlen für den Ge meinderat im dritten Wahlkörper wurden in sämtlichen 20 Bezirken die Chrichlich- Socialen mit großer Mehrheit gewählt. Die DeutschFortschrittler hatten nur in fünf Bezirken Kandidaten aufgestellt, die Socialisten hatten Wahlenthaltung angekündigt. Unter den Gewählten befinden sich der Bürgermeister und Vicebürgermeister. Die Christlichsocialen besaßen alle 46 Mandate des dritten Wahlförpers. Einbruch. Wien, 17. März.( B. H.) In der verflossenen Nacht wurde das Lokal des Wahlkomitees der hiesigen socialdemokratischen Handelsangestellten erbrochen und daraus das Mitgliederverzeichnis, ein Teil der Wählerliste und ein Geldbetrag entwendet. Unterhaus. beantragt die Ernennung einer besonderen Kommission, welche London, 17. März.( W. T. B.) Campbell Bannerman alle käufe und Kontratte der Regierung für 3 wede des Krieges in Südafrika prüfen soll. Redner führt aus, der Antrag sei gerechtfertigt durch die der Deffentlichkeit bekannt gewordenen Thatsachen und durch die vorhergegangenen der Truppen, der Beamten der betreffenden Departements sowie des Erörterungen im Parlament. Das Interesse der Steuerzahler, Unterhauses mache eine unabhängige Untersuchung notwendig. Labouchère unterstützt den Antrag. Herzfelde. Heute, am 18. März. von 31/ 2-5 Uhr nach mittags wählt die dritte Klasse der Gemeindewähler im Lokale Im Wahlverein für den zweiten Reichstags- Wahlkreis Kriegsminister Brodrick erklärt: Aus der spärlichen Bevon Zasler. Kandidat ist der Maurer Otto Schröder. Alle in sprach am Mittwoch Dr. Arous zu einer Versammlung im fetzung der Bänke der Oppofition könnte man nicht entnehmen, Berlin arbeitenden Wähler werden dringend ersucht, die Hoffnung der welche uns die Beteiligung an den preußischen Ueber die grundfäßliche Frage, daß eine Untersuchung anzustellen Königshof", Bülowstraße, über die technischen Aufgaben, daß das Haus über ein von ihr beantragtes Tadelsvotum berät. Gegner, durch die so ungünstige Wahlzeit noch einmal unter sich" Landtagswahlen stellt. Ausführlich erläuterte der Vor- ist, besteht zwischen der Regierung und der Opposition keine bleiben zu können, zu Schanden zu machen und am Wahltische zu tragende die komplizierten Bestimmungen des Landtagswahl Meinungsverschiedenheit. Aber die Regierung kann dem nicht zu erscheinen. Die Bürgerlichen versuchten am Sonntag, im legten Reglements, ging besonders auf die Verhältnisse in den zum stimmen, daß dies jetzt geschehe. Augenblick, einen zweiten Arbeiterkandidaten" in dem königlichen zweiten Reichstags- Wahlkreise gehörenden Bezirken ein und zeigte, Bergarbeiter Suchsdorf auf den Schild zu erheben. Gemeinde- welche Thätigkeit eine umfassende Wahlbeteiligung notwendig T Achtstundentag in Staatswerkstätten. vorsteher und Gemeindevertreter waren einträchtig an der Arbeit, macht. Am Schlusse seiner interessanten Ausführungen weist Madrid, 17. März.( W. T. B.) Die„ Gaceta de Madrid* es gelingt nichts mehr! der Redner besonders auf den agitatorischen Wert einer allgemeinen Wahl- veröffentlicht ein Dekret des Finanzministers, durch Zahlreich erschienen die Arbeiter in der unter Ausschluß der Oeffentlichkeit einberufenen treten würde, und erklärt, ohne die Schwierigkeiten zu unterschäßen, Arbeitstag eingeführt wird. Ueberstunden sollen mit einem Achtel beteiligung hin, durch die das Unsinnige des Systems erst so recht zu Tage welches für die Arbeiter in den Staatswerkstätten der achtstündige Wähler- Versammlung", unterstützt vom Genossen Graner- daß die Beteiligung uns auf jeden Fall nüßen würde. Lichtenberg. Trotzdem der„ liberale" Herr Schley den Gesetzen der Vortrag schloß sich eine rege Diskussion, in der sich jedoch principielle des festen Lohnes pro Stunde vergütet werden. Logit Zwang anthat, der Gemeindevorsteher einen gebildeten Kandi- Gegner der Wahlbeteiligung nicht zum Wort meldeten. Unter daten", einen solchen, mit dem er und die„ andren" einverstanden andern trat& ille sehr entschieden für die Wahlbeteiligung ein Dresden, 17. März.( Privatdepesche des„ Vorwärrs".) Der sein könnten, verlangte, wurden die Gründe, die der Genosse und forderte vor allem diejenigen, die nicht preußische Staats- Raffierer Schulze vom hiesigen Central- Theater, der 8000 Mark Graner für unfren Kandidaten ins Feld führte, mit großem angehörige find, auf, fich das Staatsbürgerrecht zu erwerben. unterschlagen hatte und nach Zürich geflüchtet war, wurde heute Beifall aufgenommen und Gemeindevorsteher sowie„ Gemeinde- b. Oppel aus Kapstadt führte u. a. aus, daß das Wahlsystem in vom Landgericht zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt. vertreter" mußten zusehen, wie die große Majorität für Schröder gegen lange nicht so schlecht sei wie das preußische. Er habe sich als erklärte die am 18. Januar d. J. von der Verwaltungsbehörde er der Kapkolonie, obgleich es nicht so gut sei als das in Transvaal, Flensburg, 17. März.( W. T. V.) Das hiesige Landgericht Suchsdorf stimmte. Suchsdorf war aber auch ehrlich genug zu erklären: Deutscher geschämt, daß hier solches Wahlsystem noch in Geltung sei. folgte Ausweisung des Hofbesizers Christian Finnemann aus TaarMeine Stellung als Arbeiter im königlichen Bergwerk macht. es mir Der Referent ging in seinem Schlußivort auf verschiedene auf den ning, die auf Grund des Artikels 19 des Wiener Friedensvertrages unmöglich, für die Forderungen einzutreten, die die Arbeiter in ihrem Vortrag bezügliche Fragen ein. im Jahre 1866 zum ersten und im Jahre 1870 zum zweiten Kommunalwahl Programm niedergelegt haben. Wenn also jeder Wähler seine Pflicht erfüllt, dann wird auch hier die„ Ordnungsvom Schöffengericht in Hadersleben ihm wegen unerlaubter Rückkehr Male für Dänemark optierte, unbeschadet einer späteren Widerrufung feiner Optierungserklärung für rechtsgültig und bestätigte die partei" gesprengt. = = der Töpfer tagte am 12. Juli 1902 in Stecherts Festfälen. Her Eine starkbesuchte Versammlung des Centralverbandes mann John referierte über das Thema„ Arbeitslosigkeit, deren Zur Gemeindevertreter Wahl in Schmargendorf ist noch Folgen und wie können wir dieselben mildern". In kurzen Zügen nach dem preußischen Staatsgebiet auferlegte Haftstrafe von vier mitzuteilen: Die Beteiligung an der Wahl war lebhaft. 50 Prozent stände, durch welche die Arbeitslosigkeit bedeutend erhöht wird. Vor schildert Redner die Zustände im Töpferberuf und kritisiert die Um- Tagen. Kaffel, 17. März.( W. T. B.) Der in dem Prozeß gegen den der eingeschriebenen Wähler gaben ihre Stimme ab. Die Thätig keit der Gemeindevertretung, in der das belebende kontrollierende allem ist es die Accordarbeit, die dazu geschaffen ist, den Egoismus Aufsichtsrat der Trebertrocknungs Gesellschaft als Zeuge, verund kritisierende socialistische Element fehlt, hat selbst bürgerliche des einzelnen Arbeiters anzustacheln und ihn zur übermäßigen der ersten Straffammer des hiesigen Landgerichts wegen fortnommene Kaufmann Georg Christian Schäfer wurde heute von Kreise unzufrieden gemacht. Arbeitsleistung zu reizen. Der Verlauf der Wahl trug zur Um eine Aenderung in diesen äußerst Um eine Aenderung in diefen äußerst gesetzter Erpreffung, begangen an dem Kaufmann Schlegel, Stärkung der Opposition viel mit bei. In den Wahllisten fehlten gesunden Verhältnissen herbeizuführen, schlägt der Referent vor, früheren stellvertretenden Vorsitzenden der Trebertrocknungs- GeEinwohner, die 10-16 Jahre hier ansässig sind. eine Magimalgrenze Des Werdienste s Auch unsrer und zusetzen Partei gingen dadurch mehrere Stimmen spricht sellschaft, zu 9 Monaten Gefängnis und 2 Jahren Ehrverlust Erwartung als, daß das Helle Solidaritätsgefühl unter den Berliner Ofensetzern fo bei sofortiger Verhaftung verurteilt. Schlegel hatte sich seit 1897 Entrüftung rief die Verkündigung des Wahlresultats hervor. starf sich zeigen möge, daß der Durchführung eines derartigen Be aur jährlichen Zahlung von zuerst 2000, dan 3000 M. an Schäfer Ohne eine Abstimmung des Wahlbureaus herbeizuführen, erklärte der Gemeindevorsteher die auf die beiden Kandidaten, welche schlusses auch von den Kollegen keine Schwierigkeiten bereitet werden, bereit gefunden, um damit dessen Schweigen über seine Vorstrafen nur Mitbesitzer find, abgegebenen Stimmen für ungültig liche Redner, mit Ausnahme eines einzelnen, sprachen sich im Sinne Sparkasse Samuel Augenstein erschoß sich, nachdem der Sekretär die bisher in der Lage waren, mehr verdienen zu können. Sämt u erlangen. Budapest, 17. März.( B. H.) Der Direktor der Altofener und den Kandidaten der Amtspartei mit 89 Stimmen für des Referenten aus, und fand eine Resolution gegen drei Stimmen Adler, welcher einen großen Betrag defraudiert hatte, geflohen war. gewählt. Die Beisitzer fügten dem Wahlprotokoll einen Protest bei. verloren. auf die fest= Annahme, nach der die Magimalgrenze des Verdienstes in den Die Auslegung des Gemeindevorstehers widerspricht Sommermonaten auf 9, für die Wintermonate auf 7 Mart festgesezt Jufolgedessen fand ein derartiger Sturm auf die Sparkasse unfres Erachtens dem§ 41 der Land- Gemeinde- Ordnung, in dem ist. Weiter wurde ein Entwurf zur Einführung einer Arbeitslosen- statt, daß die Kassen gesperrt und Polizei zur Aufrechterhaltung der es heißt:" Steht ein Wohnhaus im( geteilten oder ungeteilten unterstützung bekannt gegeben und begründet; die Diskussion darüber Ordnung requiriert werden mußte. Miteigentum mehrerer, so kann das Gemeinderecht" Grund dieses Besitzes mur Suez, 17. März,( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Jm von einem derselben ausgeübt soll in einer demnächst stattfindenden Versammlung fortgesezt werden. werden." Der§ 40 bezeichnet als„ Gemeinderecht" auch, das Nachdem auf die Sperre bei Töpfermeister Vonhoff hingewiesen Suezkanal ist ein Petroleumschiff in Brand geraten, ein andres Recht zur Bekleidung unbefoldeter Aemter in der Verwaltung" und und einige andre Mißstände besprochen, erfolgte Schluß der Ver- aufgelaufen und verlassen worden: es wird eine Explosion be= Vertretung der Gemeinde". Gegen die Wahl wird voraussichtlich fürchtet. Der Verkehr durch den Kanal ist voraussichtlich auf drei ſammlung. Tage behindert. Brotest erhoben. Der„ Sieg" der Amtspartei ist eine moralische Die letzte Mitgliederversammlung des Verbandes des New York, 17. März.( W. T. V.) Dem New York Herald" Niederlage derselben. Zwei Drittel aller Wähler stimmten für die Maffage, Bade- und Krankenpflege- Personals war sehr gut wird aus Lima telegraphiert. bei der Eröffnung einer neuen Brüde pppositionellen Kandidaten und erklärten sich dadurch gegen die besucht. Es wurde beschlossen, vom April ab einen Massagekursus über den Maranon( Oberlauf des Amazonenstroms) sei die Brücke jezige Gemeindewirtschaft. für die Mitglieder abzuhalten und ist als Ort das Gewerkschaftshaus plöglich eingestürzt und über 100 Menschen seien ertrunken. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Wax Bading in Berlin Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 65. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 18. März 1902. Der Verband der Lagerhalter und Lagerhalterinnen " Deutschlands A Die auf Verbandskosten in den Monatsblättern" aufzunehmen sind. Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die OberVon Berlin lag ein Antrag vor, welcher eine Aenderung rheinische Bant in Mannheim erzielte einen Reingewinn von der bom Verbande aufgestellten Minimalforderungen hin 1 364 387 M.( im Vorjahre 1300 166 m.) Dividende 6 Proz. sichtlich der Kaution und der Mantovergütung im Sinne der Be Allgemeine deutsche Kreditanstalt in Leipzig giebt hielt am Sonntag und Montag in Berliner Gewerkschaftshause seine schlüsse der Brandenburger Konferenz verlangt. To st Rigdorf ihren Gewinn auf 6446 612 M.( 6 091 567 M.) an. Dividende fiebente Generalversammlung ab. Dieselbe war beschickt von begründete diesen Antrag, indem er, auf sachverständige Gutachten 8 Proz.- Die Magdeburger Privatbank verzeichnet nach 26 Delegierten aus folgenden Bezirken: Leipzig, Dresden, Chemiz, gestüßt, ausführte, daß Fleisch, Wurst- und Fettwaren durch Ein- Aufbrauchen des Dispositionsfonds von 378 078 M. und der EffektenBerlin I und II, Braunschweig, Hamburg, Potschappel, Halle, Blauen, trocknen und Ausschneiden in kleinen Mengen einen bedeutend Konsortialreserve von 250 000 m. noch einen Verlust von 1 218 336 M., Magdeburg. Meuselwig, Zwickau, Thüringen, Frankfurt a. M. größeren Gewichtsverlust erleiden, als durch die Mankovergütung ge- der aus dem Reservefonds gedeckt werden muß. Die Fabrit Den Jahresbericht erstattete der Verbandsvorsitzende Friedrich- deckt wird. Besonders leiden darunter die Berliner Lagerhalter, für Nähmaschinen- Stahlapparate Mehlich in Berlin Leipzig. Er bemerkte u. a., zum Zweck einer besseren Agitation für die weil bei ihnen der Verkauf der genannten Waren eine große Rolle berichtet über einen Reingewinn von 174 983 M. Dividende 20 Proz. Bestrebungen des Verbandes sei im vorigen Jahre ein eignes Preß- spiele. Die Stellung einer Kaution sei ungerecht und unzweck- Bergmann Elettricitäts- Werte in Berlin hatte organ, die Monatsblätter", gegründet worden. Dasselbe habe lebhaften mäßig und müsse deshalb beseitigt werden. Nach eingehender Debatte einen Bruttogewinn von 1983 001 M.( 1995 076 m.) Dividende Anklang bei den Mitgliedern gefunden und auch seine Aufgabe in wurde beschlossen: Wo durch besonders starken Verkauf von Fleisch- 17 Proz. Die Sudenburger Maschinen Fabrik in agitatorischer Hinsicht erfüllt. Die Mitgliederzahl sei erfreulich ge- und Wurstwaren die übliche Mankovergütung nicht ausreicht, haben Magdeburg schließt mit einem Verlust von 21 602 M. ab. Die wachsen, sie betrage jegt 772. Die mündliche Agitation in den ein- die Lagerhalter das Recht, im Einverständnis mit dem Centralvorstand Nürnberger Metall- und Lackierwaren Fabrik zelnen Bezirken könne der Hauptvorstand nicht in der gewünschten besondere Vereinbarungen mit der Verwaltung zu treffen. Auch vorm Gebr. Bing, beziffert ihren Reingewinn auf 171 781 m. Weise betreiben, in dieser Hinsicht müßten die Bezirke selbständig zu stimmt die Generalversammlung der Weigerung der Berliner Lager-( 176 658 M.) Dividende 14 Proz. werden suchen. In den Kreisen der Genossenschaften habe früher halter, Kaution zu stellen, zu. Ein Antrag, der die Vertretung Kämmerei verfügt über einen Reingewinn von 1 288 881. eine Stimmung gegen die Organisation der Lagerhalter geherrscht. des Schiedsgerichts auf der Generalversammlung verlangt, wurde Dividende 10 Prog. Die Berlin- Rüdersdorfer Huts Die Stimmung fei jetzt beffer, man habe sich auf jener Seite über- durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die Diäten der fabrik verzeichnet 46 275 M. Verlust. Es ist eine Herabjegung zeugt, daß die Lagerhalter, auch wenn sie sich zur Wahrung ihrer Inter- Delegierten wurden auf 10 M. pro Tag, die Entschädigung des Vor- des Aktienkapitals beabsichtigt. effen organisieren, ebenfalls gute Genossenschafter sind. Die Beschlüsse standes für das Geschäftsjahr auf 400 m. festgesetzt.- Die nächste des Schiedsgerichts würden leider von den Verwaltungen der Konsum- Generalversammlung soll in Dresden abgehalten werden. bereine nicht anerkannt, obglich das Schiedsgericht den Wünschen der Verwaltungen gemäß umgestaltet worden sei. Der Vorstand werde in dieser Hinsicht eine Besserung anstreben, ob mit Erfolg, das ist abzuwarten. Partei- Nachrichten. " Die Bremer WollSociales. Förderung" des Arbeiterschuhes. Es wurde vor einigen Tagen offiziös angekündigt, daß der Aus dem badischen Parteileben. Bösch Leipzig gab einen Ueberblick über die Resultate der Versammlung beschäftigte sich der socialdemokratische Verein in wie bisher. Eine Probe davon liegt jetzt wieder vor. Die AusnahmeIn fortgesetter General- Bundesrat den Arbeiterschutz jetzt noch wirksamer betreiben wolle unter den Lagerhaltern aufgenommenen Statistik: Eingegangen find Mannheim mit dem Offenburger Parteitage. 162 ausgefüllte Fragebogen, die ein Bild über die Verhältnisse in einer Auseinandersetzung zwischen Dreesbach und Kazenstein, in fohlenwerken, datiert vom 17. März 1892, durch welche auf diesen Es kam noch zu vorschriften für die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter auf Steinebensoviel Konsumvereinen geben. Geantwortet haben 692 Lager- deren Verlauf Kazenstein diese Erklärung abgab: Werken die Bestimmungen des§ 136 G.-O. verschlechtert wurden, halter und Lagerhalterinnen, davon sind 612 Verbandsmitglieder. 2 Personen haben eine wöchentliche Geschäftszeit unter 60 Stunden, lässigen Beeinflussung der Landtagsfraktion nicht aufkommen zu laufen am 1. April d. I. ab. Durch Bekanntmachung des BundesUm Mißdeutungen zu vermeiden und den Schein einer unzu- weiter verschlechtert durch die Verordnung vom 1. Februar 1895, 132 eine solche von 61-70 Stunden, 473 71-80 Stunden, laffen, gebe ich zu, daß ich mich mit einer Drohung auf dem rats vom 15. März d. I. sind diese Ausnahmebestimmungen für die 83 81-90 Stunden, 2 91-93 Stunden. Nach Abzug der innerhalb Parteitag der Geschäftszeit liegenden Pausen betrug die wirkliche Arbeitszeit Mannheim einen Strach gebe-verhauen" habe, und nehme dieselbe( 8 um 1. April 1903 verlängert worden. daß, wenn die Fraktion das Budget bewilligt, es in Bergbaubezirke von Preußen, Baden und Elsaß- Lothringen bis bei 40 Personen unter 60 Stunden, bei 405 bis 70 Stunden, bei deshalb zurüd. Es wäre interessant zu erfahren, welche Gründe den Bundesrat. 191 bis 80 Stunden, bei 55 bis 90 Stunden und bei 1 bis 95 Stunden. Hierauf wird folgende Resolution angenommen: Bolle Sonntagsruhe genießen 406 Personen, bei den übrigen sind Die Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Offen- dazu veranlaßt haben. Für die übrigen Bergbaubetriebe treten, die Geschäfte Sonntags 1-5 Stunden geöffnet. Bei 194 Personen wird burger Parteitags und dem Verhalten der Mannheimer Delegierten sofern nicht etwa bis dahin noch eine neue Ausnahme- Verordnung einverstanden. Ferner hofft sie, daß die erfolgten Auseinander erscheint, am 1. April die Vorschriften des§ 136 G.-O. in das Geschäft mittags geschlossen, 359 haben eine regelrechte Mittagspause, 139 haben eine unvollkommene oder gar keine Mittagspause. segungen dazu führen, daß auch der Schein vermieden wird, als Straft. Danach dürfen jugendliche Arbeiter( bis zu 16 Jahren) Einen monatlichen Umsatz bis 2500 M., der vom Verband aufob die badische Partei in irgend einer Frage mit den Beschlüssen der Gesamtpartei im Widerspruch steht." gestellten Höchstleistung einer Arbeitskraft, haben 426 Personen, bis Als Landesvorstand wurden gewählt Pfeiffle als erster, 3000 27. 104, über 3000 M. 117. 47 Personen erhielten kein Manto agenstein als zweiter Vorsitzender, Hahn als Sekretär, Bosch bewilligt, 44 ein solches von 1/4 Proz., 261 1/2 Broz., 63 3/4 Proz., und Eckardt als Beisizer. 261 1-2 Broz. Es macht sich das Bestreben bemerkbar, bei Fleischund Fettwaren das Manko zu erhöhen. Gemeindewahlen. In Slamen bei Spremberg fiegte unsre Bezüglich der Gehälter der Lagerhalter ist folgendes ermittelt: 57 erhielten monat Lifte in der dritten und in der zweiten Klaffe einstimmig. In der lich unter 80 M., 55 bis 90 M., 78 bis 100 m., ersten Klasse erhielten wir 7, der Gegner 13 Stimmen. In Alt 110 erhielten bis 120 m., 94 bis 130 m., 83 bis 140 m, warthau in Schlesien wurde in der dritten Klasse der zweite 208 über 140 bis 250 M. Ein Teil der vorbenannten Personen Socialdemokrat in den Gemeinderat gewählt. erhielten außer dem angeführten Gehalt Wohnungsentschädigung. Ein Verein zahlte bis 300 m.- 489 Personen erhielten festes Gehalt, 124 Gehalt und Prozente vom Umsatz, 68 bezogen nur Neumarkt wurden vier Genossen vom Schöffengericht Breslau zu Wegen Flugblatt Austragens im Kreise Breslau- LandProzente. In 283 Fällen mußten die Frauen mithelfen, wofür in je 6 M. Geldstrafe verurteilt, einer wurde freigesprochen und Genosse 261 Fällen Entschädigung gezahlt wurde. Geregelte Ausgehezeit Schütz wegen Anstiftung zu 15 M. verurteilt. hatten 694 Personen. 694 mußten Kaution stellen und zwar 87 -W inter 500 M., 302 500 m. und darüber, 240 1500-2000 m. Vom Achtuhr- Schluß waren 596 Personen betroffen, 420 hatten die gefegliche Ruhepause. Gegen die Ergebnisse der Statistik vom Vorjahr macht sich im allgemeinen eine Besserung der Verhältnisse in verschiedenen Punkten bemerkbar. Der Bericht, den der Kassierer Hennig erstattete, schließt in Einnahme und Ausgabe mit 7923,60 m. Der Etat des Verbandsorgans beträgt 11 923,60 m. Polizeiliches, Gerichtliches usw. - Die Empfehlung, fünftigbin die Gesetze besser zu studieren, ausgesprochen gegenüber einem Polizeikommissar, und zwar im böhnischen Zone", trug dem Genossen Weber in Elbing 15 M. Geldstrafe wegen Beleidigung ein. Es ist ja notorisch, daß niemand die Geseze besser kennt wie die Polizei. Wir liefern davon täglich Beispiele. nicht vor 5 Uhr morgens und nicht nach 81/2 Uhr abends be schäftigt werden. Nach der Ausnahmeverordnung darf die Beschäftigung bei solchen Werken, die auf achtstündige Schicht eingerichtet sind, schon um 5 Uhr morgens beginnen und braucht nicht vor 11 Uhr abends zu schließen. An Tagen vor Sonn- und Festtagen kann sie schon um 4 Uhr morgens beginnen und( wo in zwei Tagesschichten gearbeitet wird) am nächsten Werktage bis 1 Uhr nachts dauern. Bei sechsstündigen Schichten dürfen die Pausen wegfallen. Sterblichkeit und Junkerherrschaft. Die Behauptung der Agrarier, daß ohne ihre Ausbeuterwirtschaft die meisten Rekruten stellten, weil vom Lande die Städte den ZuDeutschland rettungslos zu Grunde gehen müsse, weil sie dem Staat strom frischer Volkskraft erhielten, weil das Land mit all' seinen Verhältnissen gesünder sei als die Stadt, trifft nicht zu. Wenigstens trifft es nicht zu auf jene preußischen Landesteile, Ausbeuterwirtschaft beglücken". welche die junkerlichen Großgrundbesitzer mit ihrer Statistischen Bureau herausgegebene Statistische Korrespondenz" Die vom föniglich preußischen stellt für das Jahr 1900 fest, daß die Sterbeziffern in den Eldorados der preußischen Junker höher sind als in den Gegenden der Industrie und zumal in dem von den Junkern verschrienen Berlin. Unwahre Thatsachen soll der Genosse Karl Thiel in Von den einzelnen preußischen Regierungsbezirken mit Kassel, früher Redacteur am dortigen Parteiblatte, über den hatte im Jahre 1900 Aurich emer Sterbegiffer von Pfarrer Fürer dort und die Oberin des Kasseler„ Roten Kreuzes", 16,6 auf 1000 Einwohner die günstigste Sterblichkeit; dann Eveline Bauer, behauptet haben. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit folgen die Bezirke Osnabrück mit 17,7, Schleswig. Lüneburg und wurde deshalb gegen Thiel vor der Straffammer verhandelt und Minden mit 18,2, Staffel mit 18,3, Stade und Wiesbaden mit 18,5, dieser zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt, da der Wahrheitsbeweis Hannover mit 18,7, Erfurt und Koblenz mit 19,7, Hildesheim mit 20,0, vollständig mißlungen sein soll. Berlin mit 20,2, Aachen mit 21.4, Frankfurt und Köslin mit 21,6, vollständig mißlungen sein soll. Potsdam mit 21,8, Posen und Magdeburg mit 21,9, Arnsberg und Düsseldorf mit 22,2. Ueber dem Durchschnitt des Staats von 22,3 stehen Merseburg mit 22,9, Münster mit 23,4, Köln mit 23,5, Sigmaringen mit 23,9, Königsberg und Marienwerder mit 24,3, Gumbinnen mit 25,1, Stettin mit 25,2, Stralsund und Bromberg mit 25,8, Liegnitz und Oppeln mit 25,9, Breslau mit 27,2 und Danzig mit 27,8. im Aus der Diskussion ist folgendes bervorzuheben: In Berlin ist, wie To st ausführte, mit den Verwaltungen der Konsumvereine ein Uebereinkommen dahin getroffen, daß diese Verträge mit den LagerHaltern abschließen. Nur ein Verein ist diesem Abkommen nicht bei getreten. Eine Stommission ist mit der Ausarbeitung der Verträge betrant. Das Zustandekommen der Verträge werde zeigen, daß ein gutes Verhältnis zwischen Lagerhaltern und Verwaltungen herrsche. Die Dorfzeitung in Hildburghausen hatte über die Buhl Leipzig bemerkte, ein Teil der Lagerhalter gehören den Accordmaurer- Diskussion in Lübeck geschrieben und gesagt, daß die Organisationen ihres früheren Berufes an und fühle fich verpflichtet, Teilnehmer wegen ihrer Haltung in dieser Frage 3 Monate ein in erster Linie für dieselbe zu arbeiten, während es Pflicht eines jeden gesperrt werden müßten. Dies hatte die Altenburger Volkszeitung" Lagerhalters sei, vor allen Dingen seiner jezigen Berufsorganisation als den Gipfel des Blödsinns und die Dorfzeitung als das dimmste anzugehören und in deren Interesse zu arbeiten. Von andrer Seite Blatt Thüringens bezeichnet. Dadurch fühlte sich der Chefredacteur wurde dagegen bemerkt, in manchen Orten werde von den Lager- der Dorfzeitung beleidigt und flagte gegen den verantwortlichen Haltern ohne weiteres vorausgesetzt, daß sie für die Partei und Ge- Redacteur der Altenburger Volkszeitung", Genoffen Kühn, der dafür überhaupt und unter diesen Bezirken ragen gerade die junkerlichen 14 Bezirke haben somit eine höhere Sterblichkeit als der Staat werkschaft thätig seien, und sie fönnten sich auf ihrem Posten nur zu 50 M. Geldstrafe verurteilt wurde. Eldorados Ost- und Westpreußen, Posen, Pommern, halten, wenn sie diese Voraussetzung erfüllen. Das sei auch in Schlesien mit traffen Ziffern hervor. Die zehn Regierungsmanchen Orten eine Notwendigkeit, und deshalb seien die Ansichten bezirke mit der Buhls nicht überall durchführbar. Buhl erwiderte darauf, die LagerSterblichkeit liegen größten Aus Industrie und Handel. halter sollten sich nur auf Grund ihrer geschäftlichen Tüchtigkeit in agrarischen Osten, während die 15 gesündesten Bezirke ihren Stellungen erhalten. Andre Gründe dürften dafür nicht maß- Sigung des Hauptausschusses Anlaß, auf die in der Wochenübersicht troß seiner Riesenbevölkerung, besseren Gesundheitszustand auf, als Die Reichsbank. Reichsbankdirektor Dr. Koch nahm in der im industriellen Westen Preußens liegen. Und Berlin selbst weist, gebend sein. Nach Schluß der Debatte wurde dem Gesamtvorstand einstimmig welche seit Ende 1901 um 492 Millionen Mart, in Wechseln allein fich ergebende steigende Goldfülle hinzuweisen. Die Anlage, die sämtlichen Großgrundbefizer- Provinzen Breußens. An sich sagt die Statistit nichts Neues. Decharge erteilt. Eine Resolution wurde angenommen, welche die Bezirke wie um 296 Millionen Mark, gesunken ist, betrage jezt 17, beziehungsAurich, mit Bauern- und Seemannsbevölkerung haben den Verbandsbezirke verpflichtet, für die Durchführung der aufgestellten weise 3 Millionen Mart weniger, als in den beiden letzten Jahren, glänzendsten Gesundheitszustand; nach ihnen die westlichen BeMindeſtforderungen zu wirken und der nächsten Generalversammlung freilich immer noch erheblich mehr, als in den übrigen fünf Vor- zirke von Minden, Osnabrück, Hannover mit gemischter Bauernüber diese Thätigkeit Bericht zu erstatten. Die Comptoiristen des Konsumvereins Vorwärts in Dresden jahren. Der Metallbestand sei mit 1050 Millionen Mark und 152, und Industriebevölkerung. Aber auch Bezirke mit überwiegender waren Mitglieder des Handlungsgehilfen- Verbandes, sie sind aus bezw. 217 Millionen Mart stärker, als in den beiden letzten Vor- Industriebevölkerung haben noch, dank den getroffenen öffentlichen demselben ausgetreten, weil sie in einem bestimmten Fall mit der jahren. In Gold habe die Reichsbank jetzt den höchsten Bestand seit Einrichtungen, guten Gesundheitszustand. Erst da, wo das JunkerHaltung des Handlungsgehilfen Organs nicht einverstanden waren, ihrem Bestehen erreicht, obwohl in dem laufenden Jahre bei wenig tum schrankenlos mit der Boltstraft wüstet, sinti der Gesundheitsund ersuchen den Lagerhalter- Verband, fie als Mitglieder aufzunehmen. günstigen fremden Wechselpreisen nur geringe Goldanläufe aus dem zustand auf das niedrigste Maß herab. Auslande machen gewesen sind. Die Golddeckung der Banknoten Und diese statistischen Angaben entsprechen auch durchaus dem, Der Verbandsvorsitzende Friedrich sprach gegen die Aufnahme. fei seit Jahresfrist um 9,2 Proz. gewachsen, die steuerfreie Noten- was die preußischen Gewerbe Aufsichtsbeamten über die Geſundheitsverhältnisse der Arbeiter im preußischen Eldorado feststellen. die Angelegenheit dargelegt und unter andern auch der Nedacteur rücklage erheblich höher, als in den Vorjahren bis 1895. des Handlungsgehilfenblattes, Josephion, sich dazu geäußert hatte, Industrie wieder, die Unsicherheit läßt die Geldgeber zu einer festen bericht über 1900 ist es nachzulesen. Da sagt u. a. der Danziger Die Lage des Geldmarktes spiegelt die Verhältnisse in der Allerdings können sie nur einen Zipfel von der agrarischen Arbeiterausbeutung lüften. Im preußischen Gewerbe- Inspektionswurde diese Angelegenheit dem Vorstand zur Regelung überwiesen. allwig erstattete den Bericht der Preßkommission. Er gab Anlage ihres Beſizes nicht kommen, deshalb der flüssige Geldstand. Beamte von den ländlichen Arbeiterwohnungen:„ Das Wohnhaus Gleichzeitig ergiebt diese Geldfülle aber auch einen Beweis unsrer vereine eingehende Darstellung von der geschäftlichen Lage und der fehrten wirtschaftlichen Grundlage, daß in einer Zeit, wo die bitterste zeichnet sich von den Ställen und Scheunen nur durch größere BauRedaktionsführung des Verbandsorgans und gab dem Wunsch Aus- Armut in den unteren Volkeklassen herrscht, die oberen Zehntausend fälligkeit aus." Die Wanderarbeiter schliefen auf feuchtem MoosAufsichtsräten der Konsumvereine gelesen werden mögen, damit die von Sorge erfüllt sind, wie sie ihr Besitztum gewinnerbend an- männliche und weibliche Arbeiter in demselben Raum schliefen"." Der grund". In ländlichen Ziegeleien wurde mehrfach festgestellt, daß Verwaltungen sich über das unterrichten, was die Lagerhalter Tegen sollen. Königsberger Beamte: Die für russische Wanderarbeiter angelegten Von der Trebergesellschaft. Wie die Hessische Korrespondenz" Unterkunftsräume zeigen„ arge Mißstände", unglaubliche UnsauberFriedrich befürwortete namens des Vorstandes und im Ein- mitteilt, soll der Direktor Schmidt dem Untersuchungsrichter ge- feit" u. dgl. m. Alle diese Zustände sind bekannt. Die längste Arbeitsverständnis mit dem Ausschuß die Anstellung eines befoldeten standen haben, daß sämliche Tochtergesellschaften der Trebergesell zeit, die schamloseste Ausplünderung der Arbeitskraft, die niedrigste Verbandssekretärs, die im Juteresse der weiteren Entwickelung der schaften von Anfang an mit Verlust gearbeitet haben. Sämtliche Entlohnung, die schlechteste Kost, die miserabelsten Wohnungszustände Organisation notwendig sei. Der Vorstand, der nur สม รั un Gründungen erfolgten auf Veranlassung der Leipziger Bank. Jus- sind auf den ostelbischen Junkergütern zu finden. Die Sterblichkeitsbesoldeten Mitgliedern besteht, könne die Arbeiten nicht mehr be- gesamt habe die Trebergesellschaft 120 Millionen von der Leipziger ziffern find das Spiegelbild dieser Zustände. wältigen. Bank erhalten. Die hiervon nicht buchmäßig vorhandenen 40 Millionen So zerschlagen die Thatsachen die agrarischen Lügen und zeigen, Diese beiden Punkte riefen eine ausgedehnte Debatte hervor, Mark seien in Leipziger Banktonten unter fingierten Namen gedeckt. daß Junkerwirtschaft und Volkswohl in jeder Hinsicht zwei miteinander die jedoch kein allgemeines Interesse hat. Die Anstellung eines An den fortgesetzten Bilanzschiebungen feien außer Leipziger Bant unverträgliche Dinge sind. Verbandssekretärs mit einem Anfangsgehalt von jähr zwei andre kleinere Bankinstitute beteiligt. lich 2000 Mark wurde beschlossen und dem Vorstand das Recht Ein Notschrei gegen der Anstellung und Entlassung desselben übertragen. druck, daß die Monatsblätter" auch von den Vorständen und " wünschen und was in ihren Reihen vorgeht. Die Bildung eines sächsischen Kohlensyndikats soll auf Metallarbeiter- Verband in Altendorf- Essen auf Sonnabendabend einWohlfahrt. Eine vom christlichen Der Bericht des Ausschusses, den Voigt- Berlin erstattete, wurde einer Anfang nächster Woche stattfindenden Konferenz Zwickauer und berufene Versammlung Kruppscher Arbeiter war, obwohl im nahe ohne Debatte entgegengenommen. Hierauf erfolgte die Neuwahl des soll diese Konferenz dahin Beschluß faffen, eine Preisermäßigung Moltenbuhr referierte, und obwohl die Firma Krupp in weifer VorDelsnig- ngauer Werksverwaltungen beschlossen werden. Außerdem belegenen Borbeck eine Bolksversammlung tagte, in welcher Genoffe Vorstandes. Derselbe hat seinen Sig in Leipzig. Gewählt wurden: 1. Vorsitzender Pötzsch, 2. Vorsitzender Friedrich, Kassierer Hennig, für Industriekohle vom 1. April ab eintreten zu lassen. forge in vielen Betrieben Ueberarbeit angeordnet hatte, wiederum 1. Schriftführer Becker, 2. Schriftführer Hagen, Beisiger: R. Krüger, Auch eine Folge der Krisis. Die Zahl der Auswanderer ist von ca. 2000 Personen besucht. Unter anderm sprach ein 63jähriger, Orn, Buhl, Hallwig. Als Revisoren wurden Schmidt und Bannes nach den veröffentlichten Ausweisen im Steigen begriffen. Dies ehemaliger, auch nach langer Dienstzeit aufs Pflaster geworfener, gewählt. Der Sitz des Ausschusses bleibt in Berlin. benutzt der Norddeutsche Lloyd, die Zwischendecks Fahrpreise nach christlicher Kruppscher Arbeiter, Mitglied des christlichen Verbandes, Nun folgte die Beratung verschiedener Anträge. Ein von Berlin Amerita um 10 M. zu erhöhen. Die Preise betragen nach New in recht wirkungsvoller Weise gegen das sogenannte Wohlfahrtssystem: gestellter Antrag: Zur Deckung örtlicher Ausgaben einen Teil der York per Schnelldampfer 170 M., per Postdampfer 160 M., nach Humanität, Batriarchalismus existiere nicht, das seien bloß AushängeVerbandsbeiträge am Ort zu behalten, wurde abgelehnt. An- Baltimore 150 M., nach Galveston 160 M. Sie sind bereits in Kraft schilde für Befriedigung der Dividendensucht:" Immer höhere genommen wurde ein Antrag, wonach Inserate für die Agitation getreten. Dividenden", in diesem Streben werde der Arbeiter immer mehr Briefkasten der Redaktion. bedrückt und ausgebeutet. Schließlich wurde unter donnerudem Beifall Die Märznummer des„ Süddeutschen Postillons" ist erschienen und einstimmig eine vom Vorsitzenden des christlichen Verbandes eingebrachte zum Preise von 10 Bf. zu beziehen. Maifest Postkarten, 100 Stück 3 M. Verlag H. Möhring, Johann Resolution angenommen, durch welche von der Gesetzgebung georgenstadt. Regelung des sogenannten Wohlfahrts Rassen= wesens energisch verlangt wird, Regelung in der Weise, damit Arbeiter nicht mehr durch Willkürakte ihre durch jahrelange Beitragszahlung erworbenen Rechte verlieren Tönnen. In Essen in der Borussia fand dann am Sonntag auch wieder eine Protestversammlung, vom Deutschen Metallarbeiter- Verband einberufen, statt. Hier war das über 1000 Personen fassende Lokal wieder vollständig überfüllt und hunderte Protestler gegen Kruppsche Wohlfabrt mußten umkehren. Auch hier wurde eine Resolution, in welcher die Anwesenden sich zum Eintritt in die Organisation verpflichten und in welcher gefeßliche Regelung des Wohlfahrtskaffen- Unfugs verlangt wird, einstimmig angenommen. Endlich ist es Tag geworden- im dunklen Reich des Königs Krupp. Aus der Frauenbewegung. Die Damenkonfektionsarbeiterinnen in Lemberg( Galizien) find in den Streik getreten. Es handelt sich um Lohnforderungen und Herabsetzung der Arbeitszeit. " Eingegangene Druckschriften. Von der Neuen Zeit( Stuttgart, Dietz' Verlag) ist soeben das 24. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Märzrevolution und Kommunistenbund. Die ökonomischen Faktoren des Alkoholismus. Von Emil Vandervelde. Der Abschluß der socialistischen Krise in Frankreich. Von Rosa Luxemburg. II. Die amerikanischen Geseze gegen die Trusts. Von M. Beer.- Die Lage der weiblichen Dienstboten in Berlin. Von Helene Simon. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 18. März. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 7/2 nhr. T Neues Chern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Probekandidat. Anfang 8 Uhr. Deutiches. Ecclesia triumphans. Boltsaufklärung. Puß. Anfang 71 Uhr. Berliner. Lucians Satiren. Anfang 72 Uhr. Lessing. Cyprienne. Anf. 71/2 Uhr. Westen. Gasparone. Auf. 72 Uhr. Residenz. Ein galanter Richter. Vorher: Die Wiener in Paris. Anfang 72 Uhr. Neues. Champerays Leiden. Anfang 712 11hr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 11Hr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrettl). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Strindberg: Cyklus. Auf. 812 Uhr. Trianon. Coralie it. Co. Anfang 8 Uhr. Central. Das füße Mädel. Anfang 712 11hr. Thalia. Seine Kleine. Anfang 71 11hr. Luisen. Dic Räuber. Anfang 7 Uhr. Carl Weis. Das Jungfernftift. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zigeunerbaron. Anfang 72 Uhr. Velle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 72 Uhr. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Zwergin mit ihrem Kinde eine bisher in der Welt nicht dagewesene Sehenswürdigkeit Mutter 80 cm Tocht. 50cm gross 32 Jahre alt. 9 Jahre alt. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. 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Die Leute müßten am Ersten ziehen. Die Polizei hat eventuell auf Ihr Verlangen einzuschreiten. Einkommen und Vermögen in Preußen und ihre Entwicklung seit Einführung der neuen Steuern mit Nuzanwendung auf die Theorie der Einkommensteuer. Von Dr. Kurt Nitschte in Breslau. Verlag von Gustav Fischer in Jena 1902. Preis 2,50 M. R. 2. 16. Das wäre zulässig und straflos. Ungenannt. Sie befinden sich im Irrtum. Die erfolgte Aufnahme eines nichtpreußischen Deutschen in den preußischen Staatsverband kann nicht zurückgenommen werden. Selbstverständlich sind Naturalisationen und dergleichen, die durch Betrug erschlichen sind, anfechtbar. 2. S. 100. Nein. N. 1. Das Retentionsrecht des Vermieters besteht nach wie vor. Es erstreckt sich auf alle, einer Pfändung unterworfenen, also nur nicht auf die unentbehrlichen Sachen.. P. R. 80. Geringfügige Fehler. A. 2. 300. Wenn die Pfändung erfolgen sollte, würde Ihre Tochter( vertreten durch Sie) mit Er folg Interventionsflage anstrengen und Einstellungsbeschluß erwirken können. Tegel. Die Wahl eines Nichtangesessenen ist ungültig, wenn die Wahl eines Angefessenen ausgeschrieben ist. Ob ein Angesessener hätte aus geschrieben werden dürfen, richtet sich nicht danach, wieviel Nichtangesessene gewählt werden konnten, sondern wieviel Angefeffene gewählt werden müssen. Es ist das schon in den Briefkasten der Sonnabendnummer dar gelegt.- H. D. 1000. Bis zu deren Selbständigkeit, eventuell bis zu deren zurückgelegtem 21. Lebensjahr. P. G., Rigdorf. Der Betreffende fann seine Aussage verweigern, wenn er sich sonst des Ehebruches zeihen würde. B. 1. 1. Beide gehören der Schneiderfasse an. 2. Ja. 3. Nein. A. G. Eine bestimmte Frist sieht das Gefeß nicht vor. O.. 100. 1. Ja; Vergütungspflicht besteht nicht. 2. Nein. Annenstraße. Nein. E. Tischer. Sie sind im Irrtum. Nach dem Stempeltarif Nr. 48 des fauntmachung von 13. Februar 1896 find alle mietsstempelpflichtigen Berträge in ein Verzeichnis einzutragen. Stempelpflichtig sind alle Verträge von mehr als 300 Mark Jahreszins. Auch dann sind diese Verträge stempelpflichtig, wenn der auf die Geltungsdauer des Vertrages während des betreffenden Kalenderjahres entfallende Zinsbetrag 150 Mark oder weniger beträgt, so daß z. B. ein während der Dauer eines halben Monats in Geltung gewesener Mietsvertrag, in dem der monatliche Zins auf 30 M. verabredet ist, der Eintragung und der Versteuerung mit 50 Pf. bedarf, während andrerseits ein 10 Monate in Geltung gewesener Mietsvertrag, in dem der monatliche Mietszins auf 25 M. festgesetzt ist, steuerfrei bleibt. Ist nun ein Vertrag mit dem Jahreszins von 900 Mart mit 1 Mart versteuert gewesen, der Vertrag erreicht aber am 1. Juli sein Ende, so ist nur der Stempel bis zur Beendigung des Vertrages, also nur für 450 Mart, mithin nur 50 Bfg. zu entrichten. Der Vermieter, an den eine Mark gezahlt ist, hat 50 Pfg. zu viel erhoben. Er kann deshalb von dem neuen Mieter, dem er die Wohnung bis Ende des Jahres vermietet, nichts mehr verlangen. In jedem Fall kann sich der Mieter das Verzeichnis zeigen lassen. Ist nach demselben feine Wohnung bereits für das ganze Jahr versteuert, so hat er nicht noch zu versteuern, es sei denn, daß der Vermieter die zu viel erhobenen 50 Pfg. G. G. Die Bundesrats- Verordnung! an den ersten Mieter zurückzahlt. vom 23. Januar 1902 über die Beschäftigung in Gast und Schankwirt schaften trifft auf alle diejenigen Personen zu, tie im Betriebe der Gaft: und Schankwirtschaften als Oberkellner, Kellner, Kellnerlehrlinge, Köche, Kochlehrlinge, am Büffett oder mit dem Fertigmachen falter Speisen be: schäftigt sind. Die von Ihnen erwähnten Personen find sämtlich ant Büffett ( mit Ausschänken, beziehentlich mit Reinigungsarbeiten) beschäftigt, fallen daher unter die Verordnung. 9. 9. Nein. B. 7. Sie müssen zahlen. Belle- Alliance- Theater.| Trianon- Theater. Mittwoch, 19. März, präz. 82 Uhr, im Schweizergarten, Die Dame aus Trouville. Schwank m. Gesang u. Tanz in 3 Aften. Eniil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Hierauf: Er. Lebensbild in 1, Aft. Adele Hartwig ut. Leopold Thurner a. G. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Schuldig. Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Direktion R. Winkler ut. W. Fröbel. Das erfolgreiche SpecialitätenMärz Programm! Heute neue Kunstkräfte. Bringes mufizierende Hunde. Theodor Lippart, der moderne amüsante Humorist. Bonett u Willy, Matad. ant Lyra- Appar. Dazu: Um 83/4 Uhr: Georgenstrasse, 2 Minuten vom Bahnhof Friedrichstr. Zum 115. Male: Coralie& Co. Anfang 8 Uhr. Parkett 2 M. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte u. Specialitäten- Vorstellung Tägl. Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u.Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Die Veilchenfee. Casino- Theater. Voltsstück mit Gesang in 2 Atten von W. Gerice. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billet Vorverkauf v. 11-1 Uhr. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett 1) Köpnickerstr. 68. Heute abend 8 Uhru. a.:,,Bataillonstopf"( Offiziers- Humoreske). ,, Nora- Parodie", Satirisches Schattenbänkel. Bozena Bradsky u. Oskar Strauss, Marcell Salzer etc. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Dienstag, 18. März, abds. 81/2 Uhr: Strindberg- Cyclus. Emanuel Reicher, Rosa Bertens, Gertrud Eysoldt. Apollo- Theater. Die grossartigen 10 Specialitäten. Der Kosmograph: Mufit von Jean Gilbert. Morgen: Benefiz für Herrn Gadiel. Der Hüttenbesitzer. Donnerstag, Freitag u. Sonnabend: Gasparone. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Brins Prinz Heinrich Diamant. Sonntagnachm. 3 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Abends 7/2 Uhr: Unfre Marine, Specialitäten- Borstellung. Die Veilchenfee. Anfang 8 Uhr. oder: Er muß aufs Land. Cafino Theater. Ihre Familie. % Specialitäten Vorstellung. An: fang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 11hr. Passage Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Hrania. Taubenstr. 48/49. m Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Walluer Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Probekandidat. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Central- Theater. Heute abend 71/2 Uhr zum 91. Male: in Amerika. Ferner: Metropol- Theater Don Juan in der Hölle Thomas, Bender, Josephi. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Mit vollständig neuer pracht W. Noacks Theater. voller Ausstattung: Brunnenstraße 16. ' ne feine Nummer! chüzenlis'l. Lothringerstr. 37. um 9 uhr: Ihre Familie von Engels und Stinde. Mit bedeutenden Gästen. Vorher das großartige Specialitäten- Programm. Anfang Wochent. 8 Uhr, Sount.72 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr Sonntags 7 Uhr. Patentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 35052* Album-. Lederwarenfabrik Oskar Gundau Oranien- Strasse No. 30 Ecke Adalbert- Straße. 1tv g'I uoq Gesangbücher Schmchucksaen Charlottenburg. Vor dem Königsthor: Grosse öffentliche Versammlung der in mechanischen Filz- und Lederschuhwaren- Fabriken beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lebenslage der Schuhindustrie- Arbeiter Deutschlands und die Aufgaben der Organisation. Referent Reichstags- Abgeordneter Bock- Gotha. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Feier des 1. Mai. 4. Verschiedenes. 169/7 X.A. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Cirkus Renz- Konzert- Tunnel Karlstrasse. Wochentags 7 Uhr. Nur erstklassige Direktion: Sonntags 5 11hr. Specialitäten. J. M. Hütt. Jeden Sonnabend nach der Vorstellung: Tanz ohne Nachzahlung O BELOW. Louis Kellers Festsäle Koppenstr. 29. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger Entree 50 Pf. 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Steffens. und 4 Bildern von Julius Freund. Heute: Tanzkränzchen. Mittwoch: In der Heimat. Im 4. Bilde: Frauchens Geburtstagstisch. Der Cirkus bleibt nur noch kurze Zeit! Anfang 8 Uhr. Rauchen über all gestattet. Vom Palmsonntag, den 23. März, bis inkl. Ostersonntag, 30. März, finden die letzten 7 Aufführungen der Ausstattungsposse ' Ne feine Nummer im Theater des Westens statt. Während dieser Zeit im Metropol- Theater Ensemble- Gastspiel Cirkus Alb.Schumann Dienstag, den 18. März 1902, 3um 51. Male: Die große phantastischabends präc. 71/2 Uhr: romantische Ausstattungs- Pantomime von Hof Balletmeister A. Siems Mephisto ca. 500 Mitwirkende, sämtliche neuen Einlagen. Besonders hervorzuheben der feenhafte Aft: Jm Reiche der Liebe. Der Herenfabbath. Der Ritt auf dem Das füße Mädel. des Opern- Theater d.Westens aftermeffer 2c. 2c. Borher: Die groß Operette in 3 Aften von H. Reinhardt. D'Andrade, Rothmühl, Morgen und folgende Tage: Das füße Mädel. Biberti als Gäste. artigen März Specialitäten. u. a.: Die fenfationelle Bicycle: Todesfahrt des Amerikaners Mr. Chester aus von Novität! Sonntag, 23. März, nachm. 3 ur, Sanssoucishe? Das lebende Rätsel. Neu Uhr, zum 794. Male: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Das füße Mädel. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Täglich: Abends 72 Uhr: Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Akten. Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Sonntag, den 23. März: Der Kesselflicker. Baula Worm a. G., Guibo Thielicher. Gerda Walde. Helmerding, Paulmüller, Charakterbild mit Gesang in 1 Att. Bojé, Wannovius. ,, Hab'n Sie nicht Palmsonntag: Der Goldbauer den kleinen Cohn gesehen?" mit dem Berliner Schauspiel- Verein. " Darstellung der vier Elemente mit wunderb. Licht- Effetten. L'écuyère lumineuse. Frl. Dora Schumann. Der Ritt durch Feuer und Flammen. 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März, abends 8 Uhr, im Böhmischen Brauhaus", Landsberger- Allee 11/13: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1.„ Der 18. März und seine Bedeutung für das Proletariat". Referent: Stadtverordneter Genoffe Hugo Heimann. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch ersuchen Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz: licher und 214/ 5* Die Vertrauensleute. Socialdemokratischer Wahlverein het der Beerdigung meines geliebten für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südoft). Mannes und unsres guten Vaters Heinrich Detweiler fagen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insonder: heit dem Herrn Chef E. Brandt, i. F. Silber u. Brandt, den Kollegen Dienstag, den 18. März, abends 8 Uhr, in der Urania, Wrangelstraße Nr. 10: Verlammlung. Tages Ordnung: Zahlstelle Berlin. 137/12 Nachfrag zum Statut der Orts Krankenkasse für den Mittwoch, 19. März, abends 71/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus Gemeindebezirk Lichtenberg. ( Saal 8), Engelufer 15: Branchen- Versammlung der Perlmutter- Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Saffenbach. 2. Beschluß über unfren Arbeitsnachweis. 3. Verbandsangelegenheiten. Alle in der Perlmutter, Horn- und Steinnuß- Knopfindustrie beschäf tigten Kollegen sind hierdurch ergebenst eingeladen. Un zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Kommission. Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Mittwoch, 19. März, im Wedding- Park, Müllerstr. 178: Die vierte Auflage des Statuts, in welcher die Aenderungen der Nach träge 1 bis 7 im inneren Text bes rücksichtigt sind, wird zufolge der nachstehenden Verfügungen des Herrn Regierungs- Präsidenten zu Potsdam wie folgt geändert: 1. Aenderung des§12. Der Regierungs- Präsident. A. 379/12. Potsdam, den 6. Dezember 1901. Gemäß Nr. 7 der Anweisung zur Ausführung des KrankenversicherungsGesetzes vom 10. Juli 1892 wird der Mitglieder der Orts- Krantentasse neu festgesetzt, und zwar: Branchenversammlung durchschnittliche Tagelohn für die Tages Ordnung: 242/14 1. Der Stand der Aussperrung und weitere Stellungnahme dazu. 1. Vortrag des Genoffen Kotzke über:" Des Märzes Ideen". 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von der Maschinenfabrik Cyklop werden aufGäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet gefordert, in dieser Versammlung zu erscheinen. und Kolleginnen, den Frühstücks- 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. brüdern, dem Personal der WestonComp., den Mitgliedern der Central: Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer( E. H., Bezirk Berlin 6) für das ehrende Geleit, sowie dem Herrmannschen Gesangverein für die erhebenden Gefänge am Grabe unfren innigsten Dank. 1284b Pauline Detweiler geb. Naundorf nebst Kindern. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes, unsres Bruders u. Schwagers Gustav Heubaum sagen wir allen Verwandten, Freunden Der Vorstand. Achtung, 5. Wahlkreis. Dienstag, den 18. März, abends 8%, 1hr, im Schweizer Garten( am Königsthor): Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Der Obmann. Achtung! Parkettbodenleger. Achtung! a. für männliche Mitglieder über 16 Jahre auf. b. für weibliche Mitglieder über 16 Jahre auf c. für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge auf 3,00 Mr. 1,50#P 1,25" 1,00 Diese Säße treten mit dem 1. Januar 1902 in Kraft. Mittwoch, 19. März, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshane, d. für weibliche Mitglieder Engelufer 15: Versammlung. い Tages Ordnung: 1. Wahl zweier Kommissionsmitglieder und eines Beitragssammlers. 2. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Verbandsbuch vorzeigen. E unter 16 Jahren auf. In Vertretung: gez. v. Tschoppe. Da die Kaffe ungeachtet der rechtsfräftig gewordenen Aufforderung vom 30. Januar 1902 A 1374/1 e& Die Kollegen von der Firma Leibe u. Co. werden besonders ein abgelehnt hat, die durch meine unter geladen. Der Obmann. 245/5 Kamm- u. Celluloidhaarschmuck- Arbeiter. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow. 2. Diskussion. und Bekannten, sowie der Firma 3. Deffentliche Parteiangelegenheiten. Kopp u. Co. und auch der Freien Vereinigung der Asphalteure, Papp: Die Vertrauenslente. Dachbeder und verwandten Berufs: Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! genoffen Umgegend unfren innigsten Dant. 1283b Frau Heubaum geb. Ahlgrimm{ nebst Kindern. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes Albert Henning sage ich allen Verwandten und Genossen meinen herzlichsten Dank. 1282b Die trauernde Witwe Anna Henning nebst Sohn. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise Itebe: voller Teilnahme sowie für die vielen tostbaren Kranzspenden bei der Be: erdigung meines inniggeliebten Mannes, des Schlächtermeisters Moritz Wisotzky, fagen wir allen Freunden und Bekannten sowie Am Dienstag, den 18. März 1902, abends 8 Uhr, finden 4 grosse öffentliche Hente, Dienstag, den 18. März 1902, im Gewerkschaftshans Statuts zu beschließen, werden ge( Saal 7), Engelufer 15: Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Streit bei Streich. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Volks- Versammlungen Musikinstrumenten- Arbeiter. in folgenden Lokalen statt: Moabit: 2hrends Brauerei, Turmftr. 25/26. Ferdinand Ewald. Referent: Stadtv. Wedding u. Oranienburger Vorstadt: bei Raabe, Kolberger: straße 23. Referent: Redacteur H. Ströbel. Gesundbrunnen u. Rosenthaler Vorstadt: bei 3immer: mann, Badstraße 58. Referent: Abg. W. Pfannkuch. Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstraße 23. Referent: Rechtsanwalt J. Hersfeld. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: dem Sängerchor unfren innigsten Dant. Der 18. März u. das Proletariat. Agnes Wisotky nebst Kindern. Orts- Krankenkasse für das Tapezierer- Gewerbe zu Berlin. Donnerstag, den 219/9 Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenslente. Socialdemokratischer Wahlverein 20. März für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. abends präcise 812 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandanten: straße 20: Außerordentliche Am Donnerstag, den 20. März, abends 8/2 Uhr, im ,, Eiskeller", Chausseestr. 88: dem 6. Dezember 1901 A 379/12 getroffene Festsetzung der durchschnittTagelohnfäße erforderliche Aenderung der§§ 20, 30 und 31 des mäß§ 33 Abs. 3 bes Strantenversicherungs- Gesetzes in Verbindung mit Biffer 33 der Ausführungs anweisung die§§ 20, 30 und 31 des vorstehenden Hauptstatuts vom 28. November 1892 aufgehoben. 22. Februar 1893 An ihre Stelle treten nachfolgende Bestimmungen: $ 20. Mittwoch, 19. März, abends 81/2 thr, im Gewerkschaftshaus Für den Todesfall eines Mitgliedes ( Saal 5), Engelufer 15: Branchenversammlung. a) nach lekter ununterbrochener, Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Distusfion. 3. Branchenangelegenheiten. Die Versammlung findet der Feiertage wegen nicht den letzten Mittwoch im Monat statt. RIXDORF. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Am Mittwoch, den 19. März, abends 8 Uhr, bei Klemke, Bergstraße Nr. 136/37: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Sollegen Ahrens. 2. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbücher find zwecks Kontrolle mitzubringen. Die Ortsverwaltung. 81/2 gewährt die Kaffe ein Sterbegeld nach 12 angenommenen Maßstabe: mindestens einhalbjähriger hiesiger Mitgliedschaft im dreißigfachen, b) nach einer kürzeren Mitgliedschaft im zwanzigfachen Betrage dieses Tagelohnes, also für Mitglieder: der I. Klasse von 90.-M. bziv. 60 M " II. III. " " 45.37.50 " " 30 25 " " " " " " " IV. 30.20 " " " " " " Berstirbt ein als Mitglied der Kaffe Ertranfter nach Beendigung der Krantenunterstügung, so ist das Sterbe geld zu gewähren, wenn die Erwerbs: unfähigkeit bis zum Tode fortgedauert hat und der Tod infolge derselben Krankheit vor Ablauf eines Jahres nach Beendigung der Krankenunter: stützung eingetreten ist. General- erfammlung Ausserordentliche General- Versammlung. Atuna! Radfahrer! Achtung! af wether, that can en 12736 Wahl des Rendanten. Karl Nickisch, I. Borsigender, Berlin N., Weinbergsweg 11. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Dr. Schünemann, Specialarzt für Hauts, Harn: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Sprechstunden: 1/ 212-1/ 23, 16-1/ 28. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Einigungsverhandlungen mit den Genossen § 30. Diejenigen, welche Mitglieder der Kaffe haben ein Eintrittsgeld im Betrage des für vier Wochen zu zahlen, also: Am Dienstag, den 18. März, abends 8 Uhr, bei Schultheist, leistenden vollen Kaffenbeitrages zu Alexanderstr. 23: Schönhauser Borstadt. 2. Beratung und Beschlußfaſſung über diesbezügMonats- Verlammlung. lidhe anträge. Mitgliedsbuch legitimiert. Recht zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 247/1 Den Genoffen der Schönhauser Vorstadt machen wir bekannt, daß sich dort folgende Bahlstellen befinden: Augustin, Schönhauser Ede Chorinerstraße. Allee 74; Otto, Trescowstraße 22; Behrens, Fehrbellinerstraße 85, Achtung! 21 Achtung! Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Ausstellung unsrer Nähmaschinen. 3. Ber: schiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. + 98* Qualität mit Glockenlager und Patent Doppelglockenlager führen, find 125 Die Preise unserer Fahrräder, die wir nur in allerbester 1. und 145 m., W. K. C.- Maschinen werden auf Bestellung in unsrer eignen Werkstelle gebaut. Reparaturen billigst, auch an Nichtmitglieder. Ge: brauchte Fahrräder reichhaltig am Lager. Berliner Einkaufs- Genossenschaft, Marfiliusstr. 19. Sechster Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Verein der Kleber Berlins und Umgegend. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. Am Dienstag, den 18. März, abends 81 Uhr, im Berliner Specialarzt für 11/ 13* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Bruch- Pollmann Prater, Kaftanien- Allee 7/9: Volks- Versammlung Tages Ordnung: Mittwoch, den 19. März, abends S thr: außerord. General- Verſammlung im Lokale des Herrn Jannascht, Inselstraße 10. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Der 18. März und seine Bedeutung". Referent Biele der deutschen Gewerkschaftsbewegung. 2. Diskussion. 3. Geschäftliche empfiehlt sein Lager in Bruchban- Reichstags- Abgeordneter Emanuel Warm. 2. Diskussion. dagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fomie sämtl. Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Lieferant f.Orts- u. Hilfs- Krantentassen Berlin C., Zur Einleitung der Versammlung Gesangs- Vorträge. zahlreichen Besuch ersucht [ 1245 Um Der Vertrauensmann: Karl Wünsch. 1. Vortrag des Genossen Kleinlein über: Die Entwicklung und die 101/11 Angelegenheiten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. tung: Deutsch. Metallarbeiter- Verband Achtung! [ 31732 Achtung! Buchbinder und Buchbinderei- Arbeiterinnen! 30. Linien- Straße 30. Großer Möbelverkauf. worgen, wittwoch, den 19. März, abends 8½ Uhr, in den In meinem großen Möbelspeicher " Arminhallen", Kommandantenstr. 20( gr. Saal): Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 18. März, abends 8½ Uhr: Verlammlung Ne Königstr. 59 Gr. öffentliche Versammlung der in den Betrieben der Firmen: Böhme& Comp., Nene ( nahe Alexanderplatz) stehen viele aller in " " " 271/3 Klaffe I 2,16 M. II 1,08" III 0,96 " IV 0.72 Befreit vom Eintrittsgeld find: diejenigen, welche nachweisen, daß fie innerhalb der letzten 13 Wochen vor ihrem Eintritt in die Kaffe einer andren Krankenkasse angehört oder Beiträge zur GemeindeKrankenversicherung geleistet haben, 2. diejenigen, welche behufs Erfüllung ihrer Dienstpflicht im Heere oder in der Marine gemäß§ 8, 8iffer 3 aus der Kasse ausgeschieden sind und nach Erfüllung der Dienstpflicht durch Rückkehr in die Beschäftigung die Mitgliedschaft auf Gritud des§2 wiedererlangen. 3. diejenigen, welche gemäß§8 Biff. 3 um deswillen aus der Kaffe aus: geschieden sind, weil die Natur des Gewerbezweiges, in welchem sie beschäftigt waren, eine periodisch wiederkehrende zeitweilige Einstellung des Betriebes mit sich bringt, wenn sie nach Wieder beginn der Betriebsperiode durch Rückkehr in die Beschäftigung die Mitgliedschaft auf Grund des§ 2 wiedererlangen. § 31. Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen fortan: 1. für erwachsene männliche Kaffeninitglieder über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrlinge 54 Pf. über 2. für erwachsene weibliche Kaffen Mitglieder 16 Jahre Wohnungs Einrichtungen, neue und Buchbindereien und Buckdruckereien beschäft. M. Hirsch& Cie, Kleinmann, Holtheim, Vöckling 3. für männliche Kaffen- Mitbieliehen geweſene, zum schleunigen sehr billigen Ausverkauf. Passendere Gelegenheit für Brautleute wohl noch nie dagewesen. Brautleute erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis. Durch Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: = 1. Die Tarifdurchbrechungen in verschiedenen Buchbindereien und die große Gelegenheits Einfäuse, Er getrofferen Sonderabmachungen. Referent: Kollege Alb. Bergmann. sparniffe dex Ladenmiete, ferner durch 2. Wertstubenaugelegenheiten und Verschiedenes. 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März. & Kerkenbusch und Kallmann beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 7. Tagesordnung: Die Mißstände in unserer Branche. Bahlreicher Besuch ist notwendig. Dienstag, 18. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshane, Engel- Ufer 15, Saal 5: Große Versammlung glieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 27" 24" 18 " 4. für weibliche Kaffen- Mitglieder unter 16 Jahren Die Beiträge sind für jede Woche, innerhalb welcher der Versicherte der Kaffe angehört, ihrem vollen Beitrage nach zu entrichten. Dabei gilt als Woche der Zeitraum von Montag bis Sonntag einschließlich. Diese Bestimmungen treten mit dem Tage der Behändigung an ben Kaffenvorstand in Kraft. Potsdam, den 6. März 1902. Der Regierungspräsident. ( L. S.) In Vertretung: A. fämtlicher Heizungs- Rohrleger und Gehilfen. 31/3 von Tschoppe Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Heizungs- Rohrleger zu dem von den HeizungsIndustriellen ausgegebenen Accord Tarif? 2. Verbandsangelegenheiten. Es wird jedem Kollegen zur Pflicht gemacht, in dieser Versammlung der Wichtigkeit der Tagesordnung halber zu erscheinen. Mittwoch, 19. März, abbs. 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: Die vorstehenden Aenderungen der §§ 12, 20, 30 und 31 des Statuts treten gemäß der Bekanntmachung des Vorstandes vom 2. Januar d. J. in den Nummern 3 der Volts: Ober- Barnim" zu Friedrichsberg und Zeitung für die Kreise Nieder- und des Vorwärts" zu Berlin vom 4. Jas muar d. J. an Stelle dieser vorgenannten Lichtenberg, den 10. März 1902. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse, P. Bevyn, Vorsitzender. " Konferenz der Vertrauensleute für den Süden. Bekanntmachung nunmehr in Straft. Bahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. 112/18 Die Ortsverwaltung. 99-190190185 1002 Flaschenpfand- Frage gelöst! Auf den Preis von • * M. 2.85 für 1 Kasten 30 Flaschen unseres aus bestem Malz und feinstem Hopfen wie Münchener Schankbier gebrauten ff. 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Wenn schäfts, die Folge seines Bündnisses mit dem agrarischen Monopol- redung, mündlich erklärt, daß auch der§ 17 der neuen Ordnung, unternehmen des Herrn Ring- Düppel, täglich mehr zu fühlen be- welcher derselben rückwirkende Kraft vom 1. April 1901 gewähren Vierter Wahlkreis( Südoft). Heute, Dienstag, abends starte finanzielle Unterstützung" hin, die tommt, weist in einem Briefe an Kunden, die ihn verlassen, auf die will, nicht genehmigt werden könnte. Der Magistrat ist nun damit 8 Uhr, findet in der Urania", Wrangelstr. 10, die Mitglieder Ver- Milchkrieges er im Laufe des einverstanden- verschiedene Stadtverordnete angeblich aber dem sammlung des Wahlvereins statt, in welcher Genosse Soyke über: über stellen wir fest, daß diese finanzielle Unterstügung Milchhandel gewährt habe. Demgegen nicht, daß die neue Ordnung erst am 1. April 1902 in Straft tritt. Die Jden des März" sprechen wird. Gäste haben Zutritt. in einem Beitrag von 1000 Mart( in Worten: Zahlreichen Besuch erwartet Die Mordaffaire Gaudin verliert, wie ein Berichterstatter Ein Der Vorstand. tausend Mart) zu den Insertionskosten bestanden hat. Wir meldet, je weiter die Untersuchung vorschreitet, mehr und mehr air Achtung, 5. Wahlkreis! Heute, Dienstagabend 81/2 Uhr, im hoffen noch jetzt, daß die Zahlung dieser Summe, die nur im Interesse für die Militärbehörde. Nachdem zunächst festgestellt ist, Schweizergarten( am Königsthor): Volksversammlung. eigensten Interesse des Gebers erfolgte, für Herrn Kommerzienrat daß weder der Portier des Hauses Unter den Linden, nach der 2. Diskussion. 3. Oeffentliche Parteiangelegenheiten. Die Tages- gewissen Stolz darauf hinweisen, daß wir Milchhändler, sämtlich meinsam den Weg angetreten haben, sondern es als möglich dahinTagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow. Bolle nicht allzu drückend sein wird. Wir dürfen hier mit einem Kellner mit Bestimmtheit bekunden können, daß die vor dem Hause Tages- gewiffen wartenden Dragoner mit Gaudin gegen 1/25 Uhr nachmittags geordnung erfordert einen zahlreichen Besuch der Parteigenossen. Gewerbetreibende mit beschränkten Mitteln, den wirtschaftlichen Charlottenburg. Heute, Dienstag, abends 82 Uhr, findet in Kampf gegen das agrarische Monopol, in dem wir mit den eignen geſtellt fein lassen, daß G. hinter den Dragonern her gegangen ist, der Gambrinusbrauerei, Wallstr. 94, eine Wolksversammlung Gelde der Steuerzahler, die 700 000 m. aus der Preußenkaffe, be- hat sich jetzt ein Zeuge gemeldet, der den Ermordeten nach dem statt. Tagesordnung: Welche Bedeutung hat der kämpft werden, bislang ohne finanzielle Unterstützung von Beitungsbild um 1/48 Uhr in Begleitung jener Garde- Dragoner in irgend welcher politischen Partei geführt haben, lediglich getragen dem Bethlefchen Lokal zu Briz gesehen haben will. Dieser Zeuge Schöneberg. Heute, Dienstagabend, findet im Obst schen von der gewichtigen moralischen Hilfe der freiheitlich gesinnten ist auch der einzige, der bekundet hat, daß es sich um AnDabei gehörige des 2. Garde Dragonerregiments handele. Lokale, Meiningerstr. 8, eine Versammlung des Wahlvereins statt. und wirtschaftlich einfichtigeren Bevölkerung und Preſſe. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Zubeil: hat uns zu Beginn des Kampfes der feste Anschluß an eine große für die Unschuld des Dragoner Schulz, den die Militärbehörde bereits diese Angabe richtig ist, so wäre das ein neuer Beweis politische Partei gefehlt. Damals standen so manche von uns noch seit acht Tagen für nicht mehr belastet hält. Die Gegenüberstellung Bauern dem schönen Worte von dem Schuße des Mittelstandes durch des Zeugen mit sämtlichen Mannschaften des 2. Garde- Dragonerdie Konservativen. Inzwischen haben auch diese Gewerbsgenossen, die Regiments, auch den Lazarett- und Revierkranken, ist refultatios einst vom Land in die Stadt mußten, weil es für den Bauernsohn verlaufen. Die Angaben des Zeugen ließen sich aber mit den Ausdraußen teine freie Scholle gab, am eignen Leibe erfahren, was fagen der Garderobefrau des Bethkeschen Lokals vereinigen, welche es mit der Liebe der Konservativen für den Mittelstand für eine überaus wichtige Beobachtungen gemacht hat. Danach hat ein Bewandtnis hat, und daß uns nur die freiheitlich gesinnte Bevölke- Mant, auf den das Signalement des Gaudin unzweifelhaft paẞt, rung davor schüßt, zum Vorteil der Agrarier und ihrer Preis- 1/46 Uhr das Lokal betreten. Dieser Mann sprach gebrochen ,, Sie ist nicht tot". Wo es ein klassenbewußtes Proletariat monopole mit Hilfe des eigenen Geldes der Steuerzahler vernichtet deutsch, verkehrte seit dem Sommer etwa alle vier Wochen giebt, wird der Erinnerung an die Revolution des 18. März 1848 zu werden. Wir werden in dem Kampfe gegen das agrarische bei Bethke und wurde allgemein für einen Polen ge Ausdruck verliehen und zahlreiche Veranstaltungen geben Kunde von Monopol und den Milchring, gegen Ring und Volle fest stehen und halten. Er war ohne jede Begleitung, saß jedoch später zählen auf die Hilfe der städtischen Bevölkerung, die von den ufer- mit zivet Civilisten im eifrigen Gespräch. der Innigkeit, mit der die Arbeiterschaft des größten Ruhmes- losen Plänen zur agrarischen Monopolisierung aller Lebensmittel nun ein gewiffer Verdacht gefallen. Der eine derfelben ist groß, Auf diese ist tages gedenkt, den das Walten der Geschichte dem deutschen( Wilchring, Fleischring, Futterring) bedroht wird. schlank mit dunklem Schnurrbart und Haar, dunklem Filzhut und von Bolt im verflossenen Jahrhundert beschert hat. Bierundfünfzig Jahre auffallend blaffer und tränklicher Gesichtsfarbe. Der andre wird als find seit dem Berliner Barrikadenkampf vergangen, der das Die Verwaltung der Hochbahn scheint es, was Briskierung Klein und untersetzt mit ziemlich starkem Schnurrbart, blühender GeZeitalter des absoluten Gottesgnadentums für immer des Publikums betrifft, mit der Großen" erfolgreich aufnehmen zu fichtsfarbe und bekleidet mit braunem Ueberzieher und dunklem schloß und dem Volte zwar nicht die Freiheit brachte, wohl Hochbahn warnen muß man jeden, der Sonntags pünktlich sein erstenmal an dem fraglichen Sonntag das Lokal besuchten und seitwollen. Das„ Berl. Tageblatt" schreibt: Vor der Benutzung der Filzhut beschrieben. Auffallend ist übrigens, daß diese Leute zum aber ihm die Morgenröte jenes Tages zeigte, an welchem es völlig Biel erreichen will. Der gestrige Sonntagsbetrieb wenigstens zeichnete dem nicht mehr bemerkt wurden, ebenso wie der Mann, den mat auf sich selbst gestellt ist und das Wort des patriotischen Philosophen sich durch eine derartige Unzuverlässigkeit aus, wie sie auch bei einem für Gaudin hält, seitdem nicht wieder dort gewesen ist. Von einem von der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlig trägt, zur so jungen Unternehmen nicht vorkommen darf. Die Züge verkehrten Vergehen der inhaftierten Dragoner Schulz und Schirmer kann keine Wahrheit werden muß. in unregelmäßigen Abständen, bald hinter einander, bald wieder mit Rede sein. In zahlreichen Versammlungen wird die Arbeiterschaft Berlins Abständen von Viertelstunden. Allerdings war der Andrang des heute die Lehren, die ihr der 18. März gab, in sich aufnehmen. einfacher Weise dadurch, daß sie die Wagen bis zur Grenze der MögBublikums ein außerordentlicher. Die Bahnverwaltung half sich aber in Wenn sie zurückblickt auf die Zeit, die seit jenem Sieges- lichkeit überfüllte. 80 Personen und mehr konnte man in den Wagen tage des Volkes verflossen, so fann sie, ohne die Ueberzeugung zu verstoßen, daß noch viel zu thun übrig bleibt, fannte schneidige Verordnung, daß die Rüge rücksichtslos nur gegen zählen, welche kaum halb so viel Sigpläge enthalten. Durch die beob der Früchte ihres Wirkens befriedigt sein. Seit jenen 54 Jahren 1/4 Minute an den Haltestellen halten dürfen, ängstlich gemacht, hat die Arbeiterschaft sich dank ihrer politischen und gewerkschaftlichen drängte das Publikum schon lange vor den Stationen nach beiden Organisation im öffentlichen Leben eine Stellung errungen, mit der Ausgangsthüren, so daß eine Hochbahnfahrt nichts weniger als ein auch der verbohrteste Gegner rechnen muß; und mit dem zum sicheren Vergnügen wurde. Neberdies wird die Luft in den schlecht ventiErfolg führenden Streben, sich politisch und materiell zu befreien, ausreichende Lüftung bei dem furzen Aufenthalt auf den Endstationen Erfolg führenden Streben, sich politisch und materiell zu befreien, lierten Wagen bei derartigem Andrang so verschlechtert, daß eine geht Hand in Hand das heiße Mühen, auch geistig sich der Aufgaben, nicht möglich ist. die ihrer harren, würdig zu zeigen. ab= = = Der Aufsichtsrat der Großen Berliner Straßenbahn hat Großen Berliner Straßenbahn zur Erbauung von Beamten- Wohnder Baugenossenschaft des direktionstrenen Vereins der Angestellten der häusern einen Betrag von 280 000 m. gegen 3 Proz. Verzinsung zur nannten Gesellschaft der Baugenossenschaft 3000 M. zur Deckung der Verfügung gestellt, nachdem bereits früher die Direktion der ges Unfoften überwiesen und zehn Anteile a 300 m. gezeichnet batte Der Vorstand der Baugenossenschaft hat infolge dieser Subventionen am Sonnabend ein in Deutsch- Wilmersdorf in der Berlinerstr. 48/49 belegenes Grundstück erworben. Dasselbe foll nun schleunigst zu auf dem Bahnhof Westfälische Straße Bediensteten. Die Direktion Beamten Wohnungen umgebaut werden und zwar zunächst für die der Großen" mag die Genossenschaft, die sich hoffentlich ihre SelbstDaß das Verlangen, sich auch die geistigen Güter der Nation Die Arbeitsverhältnisse in der englischen Gadanstalt. Von ständigkeit zu sichern wissen wird, immerhin unterstügen. Aber wenn mehr und mehr zu eigen zu machen, besonders in Berlin unter der gewerkschaftlicher Seite wird uns geschrieben: Weit über den lokalen die Direktion glaubt, ihre Angestellten durch ein derartiges WohlArbeiterschaft lebhaft vorhanden ist, zeigten die beiden Ber- Rahmen hinaus erregen die Vorgänge in unserer Nachbarstadt wollen der modernen Arbeiterbewegung abspenstig zu machen, so anstaltungen, mit denen die bedeutendsten Organisationen für die Bekanntlich hatte der dortige Magistrat durch eine besondere Vorlage Schöneberg das Jutereffe weiterer Echichten der Bevölkerung. dürfte sie schief gewickelt sein. tünstlerischen und wissenschaftlichen Bedürfnisse des Proletariats in die Errichtung eines eigenen Gaswertes verlangt und die polizei. Im Keller des Hauses Krausnicfir. 24 betreibt ein Ehepaar Ein Gattenmord an sich eigner Art beschäftigt die Kriminala den letzten Tagen das Andenken an den 18. März gefeiert haben. Stadtverordneten haben diesem Wunsche durch eine zustimmende Schilling seit zwei Jahren eine Gastwirtschaft. In dieser verkehrte Die Arbeiterbildungsschule hielt Sonntagabend im Beschlußfassung Rechnung getragen. Jetzt stellt sich nun seit einem Jahre auch ein Metallschleifer Faust, der bis vor acht großen Saal des Gewerkschaftshauses eine Feier ab, die den Zweck heraus, daß die Vorlage ein Bauernfänger Kunststückchen" Tagen in einer Fabrik in der Sophienstraße beschäftigt war und hatte, die sociale Dichtung den Anwesenden zu veranschaulichen. war; die monopolifierte englische Gasanstalts- Gesellschaft" wurde dann plöglich seine Arbeit aufgab. Faust tam jeden Tag zu Schilling In einem von Begeisterung eingegebenen Festvortrage wies der ängstlich gemacht, damit sie größere Zugeständnisse bei einer zum Mittagessen. Seit einem halben Jahre hatte dieser ihn im thätige Förderer der Schule, Herr Dr. Rudolf Steiner, nach, schlaue Direktion ist auch wirklich auf diesen Leim gegangen und hat lebt, betrüge. Faust versuchte vor Jahresfrist schon einmal, in eventuellen weiteren Vertragsfrist zugestehen sollte. Die sonst so Verdacht, daß er ihn mit seiner Frau, mit der er in kinderloser Ehe wie mit dem Emporblühen des Industrialismus die sociale Frage ganz bedeutend höhere Summen gegen früher zugestanden. Nun dem Hause Krausnickstr. 24 eine Wohnung zu bekommen, wie in allen Kulturländern Gegenstand der Dichtung gevorden ist. Die mehr verzichtet der Magistrat auf die eigene" Gasanstalt, angeblich man annimmt, hervorragendsten Schriftsteller, welche sich mit der Schilderung des weil dieselbe mit Unterbilang anfangend, auch später nicht hohe erhielt sie aber nicht, weil er von seiner Frau getrennt lebt. Ami um in der Nähe seiner Geliebten zu sein, socialen Elends befassen, wurden treffend sfizziert, und nach einer Ueberschüsse abwerfen würde. Trozdem wir andrer Ansicht sind, Sonntagabend war er nicht in der Wirtschaft; daher ging Schilling Betrachtung über die neuere deutsche Dichtung und die in ihr eingetretene wollen wir uns heute nicht weiter mit dieser Angelegenheit befassen. um 2 1hr mit um so größerer Ruhe zu Bett, während seine Frau Reaktion gab Herr Steiner der Fassung Ausdruck, daß aus dem Wir möchten nur die Gelegenheit benutzen, um den Schöneberger noch aufblieb, um einige Droschkentutscher, die in dem Lokal zu ver Proletariat selber die Männer entstehen würden, die zu fingen und Magiftrat, der auf Jahre hinaus wieder mit dieser englischen tehren pflegen, zu bedienen. Gegen 3 Uhr wurde Schilling, der zu sagen wußten nicht allein von den Leiden des arbeitenden Volkes, in Gesellschaft in Geschäftsverbindung tritt, auf die Zustände bald eingeschlafen war, durch seinen Hund, den er in die hinter der sondern auch von seinen Hoffnungen, seinem Lieben, seinen Freuden. fchäftigten Arbeiter hinzuweisen. Wir sind überzeugt, die hatte, gewedt. Das Tier war sehr unruhig und kratzte seinen Herrn Bezug der persönlichen Behandlung der dort be Schankstube gelegenen Privaträume( Stube und Küche) mitgenommen Recitationen und Gesangsvorträge aus den Dichtungen von Henckell, städtischen Kollegien haben nicht nur das Recht, sondern auch die fortwährend im Gesicht und Preczang, Heine, Liliencron und andre beschlossen den Abend in Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß Leben und Gesundheit und die sich den Schlaf aus den Augen gerieben hatte, merkte er, an den Händen. Als Schilling würdiger Weise. persönliche Freiheit ihrer Mitbürger in einem Betriebe, der vorzugs- das Stube und Küche mit Gas angefüllt waren. Das Märzfest der Freien Voltsbühne am Sonnabend weise für die Stadt liefert, nicht derart mißachtet wird, wie es hier ans Fenster, schlug Er ging hatte den großen Saal der Brauerei Friedrichshain bis auf den schon seit Jahren der Fall ist. Allerdings konnte es vor Jahren jene dem Gas Abzug. Als er sich dann von der Betäubung erholt hatte sie feit dat en de referentet wird, wie es hier aus eine S Scheibe ein und verschaffte fo legten Platz gefüllt. Hier waren es hervorragende Namen aus der kapitalistische Gesellschaft noch wagen, den Arbeitern mit der Hunger- und näher umfah, fand er, daß die Gasleitung geöffnet war. Seine hiesigen Künstlerwelt, die das ausgewählte Programm schmückten; Sie peitsche zu drohen, als die Gemeinde regiert wurde von Leuten, Frau war verschwunden, mit ihr einige Wertsachen, 400 M. Bar Gustav Waschow und Laura Detsch h vom Theater des Westens Aber heute, wo sich, das Gemeinwesen auf einer ganz andren die Vermutung, daß Frau Schilling nach Verabredung mit Faust unfre Arbeiter als minderwertige Geschöpfe betrachteten. gelb und zwei Sparkassenbücher über 900 und 400 m. Es besteht und Herr Eduard v. Winterstein vom Lessing- Theater hatten es Grundlage aufgebaut hat, bedarf es wohl bloß eines Anstoßes, die Gashähne aufgedreht habe, um ihren Mann durch Vergiftung übernommen, einem zum größten Teil aus Arbeitern und Arbeiterinnen um die städtischen Behörden zu veranlassen, daß in jenem zu beseitigen. Der durch seinen Hund gerettete Ehemann machte bestehenden Publikum die deutsche Dichtung, soweit sie sich mit dem Betrieb der socialpolitischen Seite in etwas Rechnung getragen wird, der Polizei Anzeige und stellte selbst gestern den ganzen Tag über Freiheitsdrang und den Leiden des Voltes befaßte, in Wort und Lied vor- daß man nicht so gegen die guten Sitten und die gefeglich ge Nachforschungen nach dem Verbleib seiner Frau an. Alle Bes zuführen. Wo solche Geister schafften, konnte auf keinen Fall die währleistete Koalitionsfreiheit verstoßen darf, wie mühungen, sie zu ermitteln, waren bis gestern, Montag, abend erWirkung ausbleiben, und der begeisterte Beifall einer vieltaufend- dies hier offenkundig geschieht. Heberaus lange Arbeits- folglos. köpfigen Menge bewies immer von neuem den Künstlern, daß das ist das Merkmal dieses hohe Gewinne abwerfenden Betriebes. Und zeit, schlechte Entlohnung und Behandlung, das Eine Unglücksehe. Um sich und ihr Kind zu vergiften, hat Intereſſe des Volks für seine Dichter nicht erst geweckt zu werden wehe demjenigen, der es wagt, von dem Rechte des§ 152 Die 28 Jahre alte Schlossersfrau Martha Hinge geb. Avent mit braucht, sondern daß der Sinn für das Schöne auch im Arbeiter der Gewerbe Ordnung Gebrauch zu ihrem zweijährigen Sohne Karl ihre Wohnung in der Utrechterstr. 4 feimt und sich zur edlen Blüte zu entfalten im Begriff ist. organisieren! Mit Schimpf und Schande wird er vom Hofe war sehr eifersüchtig, wie ihr Mann versichert, ohne Grund. Am machen, fich zu verlassen. Die junge Frau, die früher für Modeblätter zeichnete, Dichterabende, wie die der Arbeiter- Bildungsschule und der Freien gejagt. Die Angst vor dieser harten Maßregel hindert Volksbühne waren vor einem halben Jahrhundert, ja selbst vor die dort Beschäftigten, sich ihren Berufskollegen anzuschließen. Dem Mittwochabend machte Hinge im Feldschlößchen" an der Müllers zwanzig Jahren noch nicht möglich. Heute aber sehen wir, wie ein reaktionären Bestreben der Direktion muß begegnet werden, und das Straße den Ball des Hauspersonals mit. Seine Frau ließ er zu großer Teil der Arbeiterschaft mit Jubrunst und heißem Mühen auch allen Dingen das Stadtverordneten Kollegium thun. Es liegt im geworden wäre. Sie war damit auch zufrieden, als er ihr versprach, kann bei dem erneuten Vertragsabschluß der Magistrat und vor Hause, angeblich weil ihm das Fest für zwei Personen zu teuer die geistigen Schäße der Nation sich zu eigen zu machen sucht. Und Interesse der Stadt selbst, wenn man die Verkürzung jener ge- aber erst am Donnerstagmorgen um 53/4 Uhr zurückkehrte, machte daß er um 12 Uhr wieder zu Hanse sein werde. Als Hinge mum das giebt uns Gewähr dafür, daß an dem Tage, wo der Socialismus fundheitsgefährlichen Arbeitszeit so rasch wie möglich verlangt, ihm seine Frau eine heftige Scene. Während er dann nachmittags als der Erbe der bürgerlichen Revolution ſein Siegesbanner auf- wenn man dafür sorgt, daß die Gasarbeiter eine menschenwürdige ihm seine Frau eine heftige Scene. Während er dann nachmittags gepflanzt hat, auch Kunst und Dichtung von allen Gliedern des Existenz haben. Und auch das Recht der Organisation muß war, ging die Frau in Sonntagskleidern mit dem kleinen Knaben in demselben Hause in mer Schlosserei bei der Arbeit Voltes wieder mit Ehrfurcht betrachtet werden. gewährleistet werden. Der Magistrat von Berlin hat dies schon längst erkannt und eine große Zahl bedeutender Städte legen der be- veg, ohne etwas zu hinterlassen. Einer Hausgenoffin, die ihr be Die Beerdigung des Genossen Witkowski fand gestern zwecks gemeinsamer Beurteilung von Arbeiterangelegenheiten in The Gift bekomme, wiſſe ſie ſchon. Die Hausgenossin hielt diese Die Beerdigung des Genossen Witkowski fand gestern treffenden Arbeiterorganisation soviel Gewicht bei, daß sie mit dieser egnete, erklärte fie, daß sie sich und ihr Kind vergiften wolle. Wo unter zahlreicher Beteiligung der Parteigenoffen statt. In der Verbindung treten. Die in jener englischen Anstalt beschäftigten Drohung nicht für ernst. Frau Hinge kehrte jedoch nicht wieder nach Leichenhalle des Friedrichsfelder Gemeinde- Friedhofs hielt Genosse Arbeiter erwarten von dem gefunden Sinn der Schöneberger Hause zurück und ließ nichts mehr von sich hören. Alle NachHause zurück und ließ nichts mehr von fich hören. Alle Nach Mezner nach einem stimmungsvollen Gesangsvortrag die Ge- städtischen Kollegien, daß sie auch hier bestrebt sind, die Interessen forschungen nach ihrem Verbleib waren bisher erfolglos. Die Vere mißte ist sehr flein und schmächtig, hat ebenso wie ihr Söhnchen dächtnisrede, in der er die Verdienste des Verstorbenen einer nicht kleinen Anzahl von Bürgern zu schützen, umsomehr, da mißte ist sehr klein und schmächtig, hat ebenso wie ihr Söhnchen in der Partei würdigte und darauf hinwies, daß der früh- fich die Forderung dieses Schuzes auf rein geseglicher und schwarzes Haar und blaue Augen und trägt einen schwarzen Rock, eine rote Bluse, einen schwarzen Hut und gelbe Lackschuhe. Das zeitige Tod unseres Genossen der mit allen Mitteln be- moralischer Basis bewegt. Sind trägt weiße Kleidung( Müße, Estimomantel, Kittel, Strümpfe) und schwarze Knöpfschuhe. triebenen Verfolgungswut der socialistischen Bestrebungen unter Um den städtischen Haushalts- Etat noch vor dem 1. April der Fuchtel des Socialistengefeges geschuldet sei, um zum Schluß unter Dach zu bringen, finden in nächster Woche und zwar Dienstag darauf hinzuweisen, das Andenken des Verstorbenen durch Bethätigung und Mittwoch außerordentliche Sigungen der Stadtverordnetenin seinem Sinne zu ehren. Am Grabe wurden sodann das Lied: Bersammlung statt, während die ordentliche am Donnerstag der Ein Sohn des Voltes" gesungen und zahlreiche Kranzipenden, nächsten Woche voraussichtlich ausfällt, wenn bis dahin der Etat anu. a. von den Genossen des vierten Reichstagswahlkreises, dem genommen worden ist. Parteivorstand, dem Segerpersonal des Vorwärts", der Redaktion und Expedition, den polnischen Socialisten usw. niedergelegt. " Zum Milchkrieg. Die Vereinigung der Milchhändler Vereine ersucht uns, folgende Buschrift abzudrucken: Herr Kommerzienrat Bolle, der die wirtschaftliche Isolierung seines GeDurch ein entfehliches Unglück sind in der vergangenen Nacht wei junge Menschenleben vernichtet worden: Der in der Seydelftraße wohnhafte 19jährige Handelsgehilfe Konrad Dittmar war am Sonntagabend mit feinem Berufs- und Zimmergenossen Hermann Friedmann ins Berliner Theater gegangen. Der Einer wesentlichen Bestimmung des Ortsstatuts für die 23jährige Better Dittmars, Georg W., leistete ihnen Gesellschaft. Kanalisation von Berlin, das bekanntlich infolge eines Stadt- Die jungen Leute besuchten nach dem Theater verschiedene Lokale verordneten- Beschlusses vom 20. Juni 1901 geändert werden soll, hat und begaben sich, ziemlich angetrunken, gegen 4 Uhr morgens der Oberpräsident von Bethmann- Hollweg die Ge- auf den Heimweg. Friedmann wollte schließlich noch allein nehmigung versagt. Der Oberpräsident hat bei einer nach Eingang weiter gehen und trennte sich von den beiden Dittmars, diese seines schon mitgeteilten Eclasses in dieser Sache stattgehabten Unter- gingen zusammen nach der Seydelstraße, wo Georg Dittmar be feinem Better übernachten wollte. Friedmann tam erst um 6 Uhr auf, an der sich gerade auch tannte, schloß ihm die Hausthür Potsdamerstr. 70a, und Schonert, Koppenstr. 66/67, wegen Nicht- gleichen sollen von auf, an der sich gerade auch der Bäckerjunge mit dem Frühstück eingefunden hatte. Den Eintretenden bot sich ein schrecklicher Anblick. Auf dem Hausflur lagen neben der Treppe in einer großen Blutlache regungslos zwei junge Männer, in denen Friedmann mit Entsetzen seine beiden Bechgenossenerfannte. Da man zunächst an ein Verbrechen glaubte, so rief der Schußmann sofort die Revier- und Kriminalpolizei. Es stellte sich aber heraus, daß die beiden jungen Männer, nachdem sie schon beinahe die Wohnung erreicht hatten, über das Geländer die Treppe hinabgestürzt waren. Konrad Dittmar gab kein Lebenszeichen mehr von sich. Drei Aerzte, die alsbald erschienen, konnten nur noch feinen Tod feststellen. Er war zuerst gefallen und hatte sich den Schädel zerschmettert. Sein Better war auf ihn gestürzt, hatte sich aber trotzdem ebenfalls einen Schädelbruch zugezogen. Er wurde, lebens gefährlich verlegt, mit einem Koppschen Rettungswagen nach der Charité gebracht. Noch nicht dagewefen. Seit zwei Tagen ist die Berliner Feuerwehr nur ein einziges Mal alarmiert worden und nicht ein Brand ist in dieser Zeit von ihr gelöscht worden, während im Durchschnitt täglich sechs Feuer gemeldet werden. Es wäre nicht nur für die Feuerwehr höchst erwünscht, wenn in Zukunft diese Ruhe in Permanenz erklärt würde. 11ommen. Der Wigodzkische Opernverein veranstaltet am Mittwoch, den 19. März, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße 4a, zum Besten der " Heimstätte in Berlin" eine Aufführung der Oper„ Das Nachtlager von Granada". Anfang 8, Uhr. Billets a 2, 1,50, 1 M. find im Wigodztischen Konservatorium, Charlottenstr. 97, in der Wufitalienhandlung von Richard Rühle, Morigplak, in den Filialen der Firma Löser u. Wolff und an der Abendtaffe erhältlich. Aus den Nachbarorten. Ihre Unterschrift zurfidgezogen haben und deshalb gleichfalls gesperrt sind die Firmen Schieblich, Bülowstr. 36, und Beit, Brenzlauer Allee 8. Außer den schon veröffentlichten Bewilligungen sind noch folgende eingelaufen: Lehmann, Kaiferin Auguftaftr. 73; Rademacher, Trescowe straße 39, Beyersdorf, Köpenick; May Pieper, Steinmegstr. 93; Karl Eichenberg, Buttkamerstr. 22; Frizz Kühn, Bülowstr. 46. Die Lohntommission der Kleber Berlins und Umgegend. Desa Heinsbergerstr. 71; Knauer, Usedomstraße; art Melzheimer, gegebenen Aufträge sollen direkt fingiert gewesen sein. den Abschlüssen, die auf 790 758. zahlung der Tarifpreise. angegeben wurden, nur 36 250 M. berechtigt gewesen sein. Die Bilanzen sollen buchmäßig forreft, thatsächlich aber falsch und so zurechtfrisiert worden sein, daß der Wert des Unternehmens möglichst hoch erschien. Alle diese Täuschungen und unwahren Angaben sollen bei dem Plane, das Unternehmen zu gründen" ausschlaggebend gewesen sein und schließlich den Zusammenbruch der Gründung zur Folge gehabt haben. Die Aktiengesellschaft mußte in Konturs gehen und es sind viele Personen erheblich geschädigt worden. Nach der Schäzung des Konkursverivalters wird für die Gläubiger im günstigsten Falle eine Quote von 75 Proz. herauskommen, Bureau: Schützenstr. 18/19, Amt I 1308. für die Aktienbesitzer bleibt aber nicht ein einziger Pfennig Achtung, Metallarbeiter! In der Motor- Fahrzeug- Fabrit übrig. Den Borsiz im Gerichtshofe führt Landgerichts Marienfelde- Berlin A.-G. ist am Montag die Arbeit eingestellt Direttor Tackmann, die Anklage vertritt Staatsanw.- Nat worden. Beteiligt sind 223 Mann. Die Firma beabsichtigte das mit Dr. Gretschmar, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Dr. DavidRecht berüchtigte Prämiensystem einzuführen, und glaubte, daß die sohn. Als Sachverständige find die gerichtlichen Bücherrevisoren gegenwärtige Konjunktur hierzu günstig sei. Doch haben die Arbeiter Reuter Berlin und Conselius- Leipzig zur Stelle, ferner durch Niederlegen der Arbeit gezeigt, daß sie troß der ungünstigen Betriebsmeister Wilhelm Kaiser aus Leipzig, Ingenieur Rudolph Geschäftslage einem Stampfe gegen dies raffinierte System nicht aus ließ aus Breslau und einige auf Antrag der Berteidigung ges dem Wege gehen. ladene technische Sachverständige, darunter der tgl. fächsische Hofrat Prof. J. Lewidi Dresden, welche sich über den Wert der Batente des Angeklagten aussprechen sollen. Die gesamten Geschäftsbücher des Angellagten sind in hohem Berge im Gerichtszimmer aufgestapelt, die Verhandlung selbst bietet tein allgemeines Interesse, da es sich um die Grörterung zahlreicher technischer Fragen und Fragen der Buchführung Handelt. Eine große Anzahl von Zeugen ist vorgeladen, außerdem müssen die Aussagen von etwa 50 auswärts wohnenden und fommissarisch vernommenen Bengen verlesen werden. Für die Ver handlung find vorläufig 5 Tage bestimmt. Wir werden uns darauf beschränken, s. 3. das Ürteil mitzuteilen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Nachdrud gebeten. Achtung, Schuhmacher! Die Differenzen in der Schuhfabrit von Goldstein, Köpnickerstr. 55, find beigelegt. Die Ortsvertvaltung. eine Deutsches Reich. = Bom Spiel in den Tod. Ein schauerlicher Unglücksfall spielte fich Somtag in Weimanns Festgarten in der Wadstraße ab. Der Die Berliner Fleischergesellen und die Kündigung und Entvierzehnjährige Schneiderlehrling Willi Hajet, Stralsunderstraße 27 lassung. Wie bekannt, hatte die Berliner Fleischer- Jimung in ihrer wohnhaft, war mit einigen Kollegen nach dem Festgarten gegangen. vorlegten Sitzung auf Antrag des Gesellen- Ausschusses beschlossen, Die Jungen trieben bei den Schaufeln ihr Spiel, als plöglich eine die Sonntagsfündigung und Entlassung auf einen Wochentag zu verSchiffschaukel durch die Luft saufte und dem kleinen Hajet an die legen. Hierüber kam es zu einem Zwiespalt, indem die Innung Stirn flog. Die Wirkung war eine ganz entsegliche. Die schwere nunmehr jeden Wochentag als Kündigungstag angesehen wissen Schaukel hatte den Kopf des Knaben im wahren Sinne des Wortes wollte, während die Gesellen nur einen noch näher zu bestimmenden Das letzte Nachspiel zum ,, Sarmlosen- Prozek" bildete die gespalten, so daß das Gehirn austrat. Der Verunglückte wurde Wochentag festgelegt haben wollten und dieser Forderung in einem Verhandlung, welche gestern die ganze Sigung der dritten Strafnoch lebend nach der Unfallstation in der Badstraße gebracht. Dort Versammlungsbeschluß Ausdruck verliehen. In ihrer gestrigen fammer des Landgerichts I in Anspruch nahm. Unter der Anklage wurde dem kleinen Hajek ein Notverband angelegt und sein Transport Sigung beschäftigte sich die Berliner Fleischer- Innung wieder mit des gewerbsmäßigen Glückspiels stand des 42 jährige Rentier Friedrich nach dem Lazarus- Krankenhause, wo er im sterbenden Zustande dieser Frage und nahm nach lebhafter Diskussion unter heftigem Brozeß" infofern eine Rolle, ale dabei zur Sprache fam, daß er sich Lewin vor Gericht. Der Angeklagte spielte im Harmlosen antam, veranlaßt. Eine Hoffnung auf Rettung des Jungen ist nicht Protest des Gesellen- Ausschusses folgenden Antrag des Innungs- Prozeß" insofern eine Rolle, als dabei zur Sprache fam, daß er sich an einem Hazardspiel, das im September 1896 im Grand Hotel zu vorhanden. borstandes mit großer Majorität an:" Die Beteiligten sollen Wie das Volk fich nährt. In der Roß- Schlächterei in der das Recht haben, das Arbeitsverhältnis täglich aufzulösen, bezw. Nürnberg stattfand, gemeinsam mit dem bekannten Spieler Wolf sich damals ins Greifswalderstraße werden jährlich rund 13 000 Pferde mit einem eine Vereinbarung über einen bestimmten Tag gemeinsam festzu Ausland begeben und ist mehrere Monate fortgeblieben. Die jezzen." Schlachtwerte von mehr als 21/2 Millionen Mart geschlachtet. Da Auflage stügt sich zumeist auf Vermutungen und Schlußdie Betriebsräume dieser Privat- Roßschlächterei ganz unzulänglich Die Adreffe des Obmannes der Charlottenburger Ge- folgerungen, die aus allerlei Verdachtsumständen gezogen werden. sind und auch in sanitärer Beziehung sehr zu wünschen übrig lassen, werkschafts- Kommission ist Franz Jost, Spandauerberg 7. Die Thatsachen werden vom Angeklagten zugegeben, daß er seit dem so hat der Etats ausschuß einstimmig eine Resolution angenommen, Jahre 1895 häufig dem Glücksspiel gehuldigt und auch später in den nach welcher die Stadtverordnetem dem Magistrat zur Erwägung Jahren 1897 und 1898 wiederholt im Hotel de Prusse in Leipzig die geben, auf dem Städtischen Viehhofe ein besonderes Schlachthaus Der Centralverband aller in der Schmiederei beschäftigten Bant gehalten habe. Er giebt auch zu, daß er mit den gerichts. für Pferde zu errichten. Der Ausschuß ist dabei von der Ansicht Personen schließt seine Jahresabrechnung mit 95 530,50 M. in Ein- bekannten Spielern Reuter und Wolf in Berührung gekommen und ausgegangen, daß der Genuß des Pferdefleisches wegen dessen Preis- nahme und Ausgabe ab. Der Bestand in der Hauptkasse betrug am in Nürnberg mit Wolf zusammengetroffen sei. Mit aller Entschiedenheit würdigkeit in den ärmeren Volksschichten immer beliebter" werde. 1. Januar d. J. 18 419,69 m. Erfreulich ist es, daß die Mitglieder- bestritt der Angeklagte dagegen, daß er aus dem Glücksspiele Eine idyllische Anschauung! Der Oberbürgermeister hat, wie fürzlich zahl bon 5320 im Vorjahre auf 6392 in diesem Jahre ein Gewerbe gemacht habe. Sein Vater habe ihm ein so großes gemeldet, die erwähnte Stoßschlächterei bereits in Augenschein ge- gestiegen ist. Leider ist die Fluktuation der Mitglieder Vermögen hinterlassen, daß er von den Zinsen leben könne, ohne auf sehr hohe, so tvarenim verfloffenen Jahre allein einen Spielgewinn angewiesen zu sein. Das Vermögen habe er 4661 Aufnahmen zu verzeichnen. Wie infolge des wirtschaftlichen selbst durch Hypotheken- und Diskont- Geschäfte fort und fort verNiederganges nicht anders zu erwarten war, find die Ausgaben für mehrt. Mit den Harmlofen habe er nie etwas zu thun gehabt, er Reise- und Arbeitslosen Unterstützung ganz enorm gestiegen. Die tenne weder Herrn v. Kröcher noch Herrn v. Kayser und habe niemals selben betrugen zusammen 17 592,82 oder 2,75 M. pro Kopf der weder im Centralhotel noch im Minervahotel noch sonstwo mit den durchschnittlichen Mitgliederzahl im Berichtsjahre gegen 6592,16. armlosen gespielt. In Nürnberg fei er zufällig mit Wolf zusammen oder 1,19 pro Mitglied im Jahre 1900, Diefe Ausgaben sind im getroffen. Als dann im September 1898 die Aufsehen erregenden 4. Quartal 1901 allein höher, als im Jahre 1900 für alle vier Enthüllungen über die Harmlosen im Berl. Tagebl." erschienen, ſei Quartale zusammen. er auch nicht nach dem Auslande" gegangen, weil ein Mann Aus Schöneberg wird uns geschrieben: Gelegentlich der jüngsten feines Namens ebenfalls in dem Artikel erwähnt sei, sondern er Etatsberatung hatten unfre Vertreter angeregt, ben Beisigern habe fast alljährlich eine Reise nach Monte Carlo unternommen. Von den geladenen Zeugen wurde zuerst Kriminalkommissar zum Gewerbegericht die erforderlichen Gefeßesbicher v Manteufel vernommen. Er erklärte, daß ihm der Name des Anvon Gemeindewvegen zur Verfügung zu stellen. Natürlich durfte Während des Sammetscherarbeiterstreits in Krefeld hatte geklagten zuerst im Jahre 1898 aufgestoßen sei. Es sei damals eine man nicht erwarten, daß die bürgerliche Mehrheit im Stadtparlament der Schriftführer Paulsen der dortigen Filiale des Textilarbeiter anonyme Anzeige eingegangen des Inhalts, daß der Rentier Betsall sich sogleich zu der Erkenntnis aufschwingen würde, daß Gesetzes- verbandes ein Flugblatt herausgegeben, in welchem er die Streit von einer Anzahl Personen ausgebeutet worden sei und wie ankenntnis dei dieser Bethätigung in erster Linie für die Vertreter des brecher mit Landesverrätern im Striege auf eine Stufe stellte. Sofort genommen werde, durch falsches Spiel. Unter den Bezichtigten habe sich Getverbegerichts unbedingt erforderlich sei. Wit knapper Not hat nach Verbreitung des Flugblattes wurde Paulsen verhaftet, und auch Lewin befunden. Die angestellten Ermittelungen hätten indeffen man sich denn auch im Etats ausschuß und zwar mit 7 gegen troz mehrmaliger Beschwerde und Angebots einer hohen Staution teine Handhabe dazu gegeben, um gegen die Bezichtigten vorgehen 6 Stimmen dazu aufgerafft, den von unsren Genossen gestellten An- nicht entlassen, weil, wie es hieß, die zu erwartende Strafe eine zu können. Später habe sich gegen Lewin nur feststellen lassen, daß trag dem Magistrat zur Erwägung zu über- Hohe sei, und weil Fluchtverdacht vorliege, da Paulsen als er häufig nach Leipzig gereift sei, um dort mit einem Herrn Mary weisen! Sonst ist man bei Bewilligung oft sehr nebenfächlicher Streitagitator" ein unruhiges, unftätes Leben zusammen im Hotel de Bruffe die Bank aufzulegen. Mit den HarmAusgaben nicht so ängstlich. In der außerordentlichen führe.( 1) In der außerordentlichen führe.() Dabei ist Paulsen verheiratet und Bater losen habe Lewin nicht in Verbindung gestanden, ein Zusammenhang Sizung am Freitag hat denn auch thatsächlich die Stadt- mehrerer Kinder. Gleichzeitig mit mit der Verhaftung wurde mit v. Kayser und v. Kröcher habe sich nicht im geringsten nach verordneten- Versammlung sich diesen Erwägungen" angeschlossen. das Flugblatt beschlagnahmnt. Die Auflage wurde erhoben weisen lassen. Der folgende Benge, Kaufmanu Betsall, bekundete, Noch fläglicher stellte sich dieselbe Mehrheit dem Antrage des auf Grund des§ 130 bes Strafgesetzbuches( Aufreizung zum daß er mit Lewin niemals gespielt habe. Die bei dem AnMagistrats gegenüber, die Steuerstufe von 4 M. für die Selaffenhaß) und verurteilte die Straffammer in Krefeld Baufen geflagten beschlagnahmten, von ihm, dem Zeugen, and Einkommen von mehr als 660-900 M. außer ebung voriges Jahr im Oktober zu zwei Monaten Gefängnis. Auf die gestellten Wechsel rührten ans rein kaufmännischen zu bringen". Auch diesen Antrag lehnte die Versammlung ab, von BanIjen eingelegte Revision hob das Reichsgericht das Urteil auf. fchäften her. Es traten dann noch andre Zengen auf, ftimmte aber einer Resolution zu, den Magistrat zu erfuchen, weil der§ 130 zu Ünrecht angewendet fei, da bei streikenden und nicht welche den Angeklagten als einen durchaus korrekten und eine Vorlage bezüglich Niederschlagung dieser Steuerstufe ein- ftreifenden Arbeitern von zwei verschiedenen Bevölkerungsklassen teine foliden Menschen schilderten. Auf den größten Teil der Zengen zubringen, wenn ein berartiger Gemeinde beschluß Stede sein könne. In der Entscheidung wurde auf die§§ 110 wurde verzichtet. Staatsanwalt Schwickeraih fam dennoch auf Grund in der Stadt Berlin vorliegt". Hat man etwa Be- und 111 des Etraf- Gesetzbuchs hingewiesen, welche angewendet werden der Beweisaufnahme zu dem Schluß, daß der Angeklagte das Glückssorgnisse, daß im andren Fall ein zu großer proletarischer Zuzug tönnten. Bei der abermaligen Verhandlung kam das Gericht zu spiel gewerbsmäßig betrieben habe. Dafür spreche die lange Zeit nach Schöneberg bei Aufhebung dieser Steuer stattfinden könnte? einer fostenlosen Freisprechung und zwar, weil bei dem ruhigen und die Häufigkeit des Spiels, der Aufwand des Angeklagten und Und sollte dieser seitens des Ersten Bürgermeisters Witte feiner Charakter des Angeklagten gar nicht angenommen werden könne, feine Reise ins Ausland, die als eine Flucht anzusehen sei. Auch Zeit kurz vor der Abstimmung über den neuen Gasvertrag in Aus- daß er beabsichtigt habe, die Streifenden zu Gewaltthätigkeiten auf der ganze Verkehr, den der Angeklagte pflegte, spreche gegen ficht gestellte Antrag etwa auch nicht ernst gemeint" gewesen sein? zuheben, wie es die§§ 110 und 111 vorausjeßen. Bei der Strafabmessung sei mildernd in Betracht zu Oder glaubt man genug gethan zu haben, wenn man den Magistrat Eine schärfere Verurteilung der Maßnahmen der Staatsanwalt ziehen, daß der Angeklagte teine Existenzen vernichtet habe ersucht, bei Einziehung dieser Bier- Mark- Steuer rüdsichtsvoll zu schaft und der ersten Instanz läßt sich nicht denken. In Erwartung oder besonders scharf vorgegangen fei. Der Staatsanwalt verfahren und Pfändungen zu vermeiden, eventuell die Beiträge der hohen Strafe wird Paulsen in Untersuchungshaft genommen beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen niederzuschlagen, wenn Not, Arbeitslosigkeit oder Krankheit vor- und wegen seines un stäten, unruhigen Lebens sechs und 300 M. Geldstrafe. Der Verteidiger, Justizrat Wronter, trat handen sind?" Wochen lang festgehalten. Und nun spricht das Gericht ihn frei, mit Wärme für die Freisprechung des Angeklagten ein, indem er Außerdem wurde noch ein Ausschußantrag angenommen, den weil wegen seines ruhigen Charatters nicht angenommen nachzuweisen suchte, daß derselbe wohl seiner Leidenschaft für das Magistrat zu ersuchen, die Einführung des obligatorischen werden kann, daß er beabsichtige, die Streifenden zu Gewaltthätig- Spiel gefröhnt, es aber nicht zum Gewerbe gemacht habe. Fortbildungsschul- Unterrichts in Erwägung" au ziehen. feiten anzureizen! Wer entschädigt jetzt unfren Genoffen für die zu Ein Antrag unserer Genoffen, den Krantentasien au Unrecht erduldete Haft? Die damit verbundenen Seelenqualen lassen ihren Vorträgen die Schulaulen tostenlos zu über- fich überhaupt nicht entschädigen. laffen, wird dem Magistrat zur Vorprüfung" überwiesen, " " In der Rahmenfabrik von H. Heise in Hannover, Firma Göttinger Rahmenfabrik", haben die sämtlichen Arbeiter die Arbeit eingestellt und ist Buzug fernzuhalten. Gerichts- Beitung. $ Ge= Der Gerichtshof erkannte, nach furzer Beratung dahin, daß der Angeklagte des gewerbsmäßigen Glückspiels zwar dringend verdächtig, aber nicht überführt und deshalb freizusprechen sei. Die Hauptverhandlung gegen den wegen Unterschlagung ver hafteten Rechtsanwalt und Notar Gustav Flato w wird am 24. d. M. vor der 7. Straftammer stattfinden. Der Angeklagte, dem Justizrat Kleinholz als Verteidiger zur Seite steht, ist im großen und ganzen geständig, so daß die Verhandlung nur kurze Zeit in Aus spruch nehmen dürfte. Die Position Beitrag an das Krankenhaus in with nur unter Groß Lichterfelde mit 53 200 Mart" wird der Bedingung in den Etat eingestellt, daß der Magistrat, dem früheren Stadtverordneten- Beschlusse zufolge, die Zahlung dieses Beitrages so lange ausseßt, bis im Krankenhause geordnete Ber- Die Vorgänge bei der Gründung der verkrachten Industrie hältnisse eingetreten sind. Aktiengesellschaft Lichtenberg" unterliegen jezt der Der bisherige Steuerzuschlag von 100 Broz. zur Betriebs- Prüfung der I. Straffammer des Landgerichts I. Vor derselben bestener wird vom Etatsjahre ab auf 50 Proz. ermäßigt. gannen gestern die Verhandlungen einer umfangreichen Betrugs- Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Jm Gewerkschaftsanklage, die sich gegen den aus der Untersuchungshaft vorgeführten hause abends 8 Uhr: Außerordentliche Generalversamm= Charlottenburg. Die von der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Kaufmann Bernhard Fröhlich richtete. Der Angeklagte war bis lung. Wahl eines Revisors für den Centralvorstand, Stellungnahme zum für die vereinigten Gewerbebetriebe Charlottenburgs in Verbindung Anfang 1899 alleiniger Inhaber einer zu Leipzig- Reubniß unter der Arbeitsnachweis der Holzindustriellen, Herabſegung der Unterstützungen, mit der Centralkommission der Krankenkassen Berlins und Vororte Firma B. Fröhlich u. Co. bestehenden Fabrik zur Herstellung rauchVerein der Mineralwasser- Arbeiter. Dienstag, den 18. März, eingeführten hygienischen Vortragsabende gehen im Laufe diefer loser Feuerungsanlagen und einiger Nebenerzeugnisse. Er hatte abends 8 Uhr, Schmidstraße 21 bei Hecht Vereinssizung. Woche bereits ihrem diesjährigen Ende entgegen. Dieselben finden Centralverein der Bureau Augestellten. Abends 9 Uhr, Rosen nur noch am Dienstag, den 18. cr. in der Aula der Ober- Realschule, einige Patente, die nach seiner Meinung von ganz bedeutendem thalerstr. 57 bei Bauer, Vortrag des Kollegen Felgentreu:„ Das Miet Werte waren. Am 10. April 1899 wurde die Fabrit mit einer zu Berlin- recht"( 2. Teil). Schloßstr. 27, und am 21. März in der Aula der Gemeindeschule, Lichtenberg unter der Firma F. Bergeru. Freytag bestehenden Fabrik ver- Oeffentliche Mieterversammlung, veranstaltet vom Verein Goethestr. 22, statt. Am Dienstagabend wird Herr Dr. G. Steinis schmolzen und aus beiden die„ Industrie Aktiengesellschaft Lichten- Berliner Wohnungsmieter, Dienstag, den 18. März, über„ Hals, Nase und Ohr" und am Freitagabend Herr Dr. E. Hei- berg" gegründet. Wie ungeheuerlich hoch man den Wert der Patente abends 8½½ Uhr, in den Ar minhalten, Kommandantenir. 20. mann über„ Schutz und Pflege des Auges" sprechen. Die Vorträge und die Leistungsfähigkeit der Fabriken bemaß, geht aus der That- Bortrag des Herrn Rechtsanwalts Wittner über: Mietsrechtliche beginnen präcis abends 81/2 Uhr, ihr Besuch ist für jedermann sache hervor, daß nach der ursprünglichen Abficht des Gründer- ragen. tostenlos und kann derselbe aufs wärmste empfohlen werden. tonsortiums das Attienkapital auf 3 600 000 m. festgesetzt werden Wetter Prognose für Dienstag, den 18. März 1902. sollte. Es wurde schließlich auf 2 400 000 M. bemessen. Der Wert Bunächst ziemlich heiter bei mäßigen südwestlichen Winden, etwas fälterer des Berger u. Freytagschen Geschäfts, wurde dabei auf 400 000 M. angesezt. Für die Einbringung seines Unternehmens erhielt der An- Nacht, aber höherer Tagestemperatur; später neue Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. geklagte eine Vergütung von 1955 000 M. in 1855 Aftien zu je 1000 M. Achtung, Kleber! Laut Versammlungsbeschluß vom 16. b. M. und 100 000 m. bar. Hiervon wurden ihm selbst 800 Attien a 1000 M. find folgende Firmen bis auf weiteres gesperrt: S. Feder, Lessing- und der Barbetrag von 100 000 m. zugewiesen, so daß etwas über straße 6; Auhagen, Kronenstr. 11, und Röppe u. Späthe, Klopstod fiber 1 Million als Gründergewinn zu betrachten ist. Bei der Beftraße 36, wegen Nichtanerkennung des Tarifs; Schmalian, Neue wertung des Unternehmens des Angeklagten waren die von ihm Die Prospette di Winterfeldtstr. 21; Harmuth, Nytestr. 28; Bander, Charlottenburg, vorgelegten Prospekte und Bilanzen maßgebend. Spreestraße; Wolff u. Sohn, Charlottenburg, Grolmannstr. 59; waren von Uebertreibungen und falschen Angaben durchsetzt, sie Stiller, Strelitzerstr. 67; Daniel, Kastanien- Allee 86; Schöpf, waren ganz darauf zugeschnitten, das Publikum anzuloden. So Am 15. März verstarb unfer seit Gründung des Vereins angehöriges Beuffelstr. 44a; Schwarzer, Linienstr. 108; Kreuzfe, Oranienburger wurde auspofaunt, daß sich die Feuerungsanlagen außerordentlich straße 12; Brandenburg, Rammlerstr. 23; Achilles, fflandstr. 4; Wein- bewährt" haben, während thatsächlich die Anlagen mehrfach wieder Mitglied Joseph Zembaldt im 39. Lebensjahre an der Proletarier frankheit. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 19. März, nachmit mann, Lichtenberg, Dorfstraße; Otto, Danzigerstr. 19; Witt, Dessauer- herausgerissen sein sollen, weil sie sich nicht bewährten. Ebenso tags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Rummelsburger Kirchhofes aus statt. straße 11; Bägold, Elsasserstr. 28; Lina Gronau, Marburgerstr. 3; falsch soll die Behauptung gewesen sein, daß Anlagen in Höhe von Ehre seinem Andenken. Viele der alt= Haffe, Hochmeisterstr. 28; Otto Schölzel, Holzmarktstr. 10; Lobed, 150 000 M. in der Ausführung begriffen seien. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Unterstützungsverein der Kupferschmiede Deutschlands. Filiale Berlin. Der Vorstand.