Nr. 70. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumeranbo: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1902 unter r. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Jte Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Urjunker. ,, Es läßt sich nicht länger mehr ertragen, daß... bei jeder unerläßlichen Reform der Verwaltung stets von neuem die besorgte Frage sich erhebt, ob vielleicht eine Mehrheit von drei Stimmen im Herrenhause für die klare politische Notwendigkeit zu gewinnen fei, oder ob ein neuer Pairschub dem schwerfälligen Verständnis des Kleinadels nachhelfen solle. Mit Ausnahme eines kleinen Kreises von Landedelleuten aus dem Osten stimmen alle Parteien in der Geringschätzung des hohen Hauses so vollständig überein, daß es fast Ueberwindung fostet, das hundertmal Durchgesprochene noch einmal zu sagen. Sonntag, den 23. März 1902. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Gerade die letzten Tage haben wieder zur Genüge gezeigt, wie Handelsverträgen dadurch erschwert würde. Ohne daß die Redie Junker ihr Herrenrecht auffaffen. Zwar ist der angekündigte Antrag gierung fich äußerte, erledigte das Haus den Bericht durch festigten Grundbesitz" die Vermögenssteuer zu erlassen, noch nicht des Grafen Mirbach( Julius Ulrich Gottlob Emmerich), dem„ be- Kenntnisnahme. eingebracht. Dafür aber haben die Herrenhäusler einige andre Heranziehung der Gesellschaften m. b. H. zu den Debattelos nahm das Haus die Geseßentwürfe betreffend die Kleinigkeiten für sich beschlossen. Diese feudalen Leute vertreten einen Sereis abgaben und betreffend die Novelle zur Land ganz eigentümlichen Kommunismus: fie schwärmen nämlich fürs gemeinde- Ordnung an. Durch diese Novelle soll den größeren Teilen, und zwar in der Weise, daß sie zum Staat sagen: wir Gemeinden der sieben östlichen Provinzen die Möglichkeit gegeben wollen redlich teilen, du bezahlst meine Schulden werden, mit Genehmigung des Ministers durch Ortsstatut vorzuund ich werde dafür in ausgleichender Gerechtig- schreiben, daß ein oder mehrere, höchstens jedoch ein Drittel ihrer teit dein Vermögen huldvollst entgegennehmen. Schöffen befoldet werden können, und zwar sind die Schöffen auf " Hinsichtlich des Fideikommißstempels beeilte sich die Regierung " Darüber find alle Unbefangenen einig, daß wir eines Neubaues entgegenkommende Erklärungen abzugeben. Herr v. Podbielski, der bedürfen: das morsche Gefüge des Herrenhauses verträgt keine Aus- gegenwärtig im Landwirtschaftsministerium wohnt, bekannte sich zu befferung mehr. Die unfelige Verordnung vom 12. Oftober 1854 dem Grundsaß, daß es eine Aufgabe der Regierung für die nächste bleibt eine der häßlichsten Erinnerungen unsrer Ge3ufunft ist, unfren Grundbesiz mehr zu befestigen, ihn dem öffents schichte. Niemals, feit Preußen zur Großmacht geworden, hat lichen Verkehr zu entziehen"; deshalb müffen natürlich die Stempel eine siegreiche Partei ihre augenblickliche Ueberlegenheit so gewissen gebühren für Fideikommisse herabgesetzt werden. Los mißbraucht, um die ganze Zukunft der Gesetzgebung sich zu unterwerfen; niemals früher hat sich die Krone den Standesinteressen des kleinen Landadels so willfährig untergeordnet. von Nach dieser edlen Marime treiben die Herren die Staatssubven- 12 Jahre zu wählen. Die Regierung will durch diese„ Reform" des tionen in zweierlei Form: erstens indem sie jede steuerliche Beitrags: jezigen unhaltbaren Zustandes, wie er sich namentlich in den Berliner Einem fräftigen Staat steht es übel an, diese verdugte leistung verweigern, zweitens indem sie dafür um so reichlichere Vorortgemeinden herausgebildet hat, diese Gemeinden aus politischen und entwürdigte Versammlung als ein totes direkte Unterstützungen verlangen. Glied an seinem Leibe fortzuschleppen, eine allgemein im Herrenhaus dieser Tage gestellter Antrag, den Fideikommißstempel Dem ersten Zwecke diente ihr Erwägungen von der Erwerbung des Städterechts ausschließen. für notwendig erachtete Reform wie die Zahlung eines bösen herabzusetzen; dem zweiten das noch dreiftere Begehren, die Pro- Staatsmittel zur Verbesserung der WohnungsDie Beratung der Vorlage betreffend die Bewilligung weiterer Wechsels immer wieder hinauszuschieben. Die Fortdauer des Herren- vinzialdotationen den„ leistungsschwachen" Gutsbezirken zu verhältnisse von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben hauses gefährdet den festen und folgerechten Gang der Gesetzgebung, fommen zu lassen. sie erschüttert die konservative Gesinnung in der Nation... beschäftigt sind, und gering besoldeten Staatsbeamten gab einem der edlen und erlauchten" Herren, dem Grafen v. Hohenthal Döltau Gelegenheit zu einer Rede, für die wir ihm zu größtem Dante verpflichtet sind, da er ganz unverhüllt den Gedanken Ausdruck gab, von denen die Gegner der modernen Arbeiterbewegung beseelt sind, die sie aber aus Klugheit nicht auszusprechen pflegen. Der Graf pries den Bau von Arbeiterwohnungen, weil dem Staate dadurch die Möglichkeit gegeben wird, die Arbeiter zu Sklaven zu erziehen. Durch den Bau er, könne der Staat auf die patriotische Gesinnung der Arbeiter von Wohnungen, so meinte einwirken, denn wenn es schon mit einiger Berechtigung heiße: Wes Brot ich esse, des Lied ich singe", so könne man mit noch viel mehr Berechtigung sagen:" Wes Wohnung ich habe, des Lied ich finge". Aus dem Umstande, daß diese Rede unerwidert blieb, darf man wohl folgern, daß Graf v. Hohenthal damit die Meinung des Hauses wiedergegeben hat. Wohnungsreformer", Hoffentlich werden diejenigen noch immer für den Bau von Arbeiterwohnungen durch das Reich, Reich, den Staat, die Ges meinden oder Private für ihre" Arbeiter schwärmen, aus der Rede des Grafen v. Hoheithal Veranlassung nehmen, ihre Anschauungen gründlich zu revidieren. Seitdem zeigt unsre Erste Kammer in merkwürdiger Vollständigkeit alle Gebrechen, welche einem Oberhause anhaften fönnen; fie beleidigt den Stolz der Nation durch die einseitige Härte beschränkter Staatsgesinnung. „ Die natürliche Trägheit privilegierter Klassen erscheint in diesem Kleinadel ungewöhnlich reich entwickelt. Spärlich ist sein Besuch, leblos sind die Debatten, wenn nicht zu: veilen ein Standesinteresse die Parteileidenschaft erregt." Solche heftige Scheltworte widmete im Jahre 1872 der fonfervative preußische Hofhistoriograph Heinrich v. Treitschke dem preußischen Herrenhause. Diese freundwillige Geneigtheit der Regierung ermutigte die Urjunker im Herrenhaus zu einem neuen Streich. Vom Abgeordneten haus hatte das Herrenhaus das Gesetz über die Provinzialbotationen zur Beratung und Beschlußfassung überwiesen er halten. Nach dem vom Abgeordnetenhause beschlossenen Gesetz follen die Provinzialverbände vom Staate jährlich Renten in der Höhe von sieben Millionen erhalten, zur Erleichterung ihrer Armentasten und zur Unterstützung von leistungsschwachen Kreisen und Gemeinden auf den Gebieten des Armen- und Wegewesens sowie bei dem Bau und der Unterhaltung von Brücken. Ein solches Gesetz schien den Urjuntern deshalb unannehmbar, weil es ihnen feinen direkten Vorteil gewährte, und so vers befferten sie es schleunigst, indem sie die Vorlage dahin abänderten, daß aus den Staatsmitteln auch die Gutsbezirke, will sagen die Gutsbesiger, wenn sie leistungsschwach, unterstützt werden sollen. die Endlich ging das Haus noch über eine Petition des Bundes Berliner Grundbesigervereine zur Tagesordnung über, die sich gegen eine vorzugsweise staatliche Unterstützung des Baugenossenschaftswesens und gegen den städtischen Grunderwerb über den für die eigentlichen Kommunalzwecke erforderlichen Bedarf hinaus wendet. Die nächste Sigung findet voraussichtlich am 29. April statt. Die Mogelpartei.. Wie eifrig man sich in der Centrumspartei um die er. sehnte Verständigung mit der Regierung müht, zeigt folgende Aeußerung in der neuesten Nummer der Germania": " Seitdem sind dreißig Jahre ins Land gegangen, und die Gesetz geber von Geburts und Königs Gnaden gedeihen fröhlicher denn je. Die ostelbischen Gutsbezirke sind Ueberbleibsel aus der Feudal Noch immer können sechzig Edle Preußens, die von den wild- zeit. Es sind kleine absolute Standesherrschaften, in denen der romantischen Vornamen Bodo, Gisbert, Busso, Dictlof. Erdmund, Gutsherr polizeiliche Gewalt übt und allerlei kommunale Rechte ausRodrigo, Hannibal, Achatius, Wendt, Theodosius, Hilmar, Sittig, übt, während die Einwohner keinerlei Gemeinderechte haben. Diese Bollo, Thaffilo, Bolykarp, Bogdan, Natango, Edzard, Diepold, Gutsbezirke sind seit jeher das Schoßtind der Gesetzgebung. Die Es soll dann endlich der Etat beraten werden. Ahasverus, Faustus, Timoleon, Malte, Wichard, Archibald usw. ge- Miqueliche Steuergesetzgebung hat den Gutsbezirken, d. h. den Gutsziert zu werden pflegen, die Gesetzgebung Preußens entscheidend be- herren, die Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer überwiesen, will sagen stimmen; denn die Anwesenheit von 60 dieser Busso, Malte und geschenkt. Die Schullasten entziehen sie sich in jeder Weise. Dafür können Ratango von, zu und auf genügt zur Beschlußfähigkeit. 1854 glaubte diese Gutsherren fraft ihrer Machtvollkommenheiten ihre" Leute kein Mensch, daß diese Rarität länger als paar Jahre am Leben drangfalieren und politisch vergewaltigen; in den Gutsbezirken bleiben könnte. 1872 forderte ein to. fervativ- reaktionärer Historiker, werden die„ konservativen" Wahlen„ gemacht“. v. Treitschke, die schleunigste Beseitigung dieses morschen Gebäudes, Nun heischen die Herren der Gutsbezirke für ihre persön= und heute 1902!- geht auf der Leipzigerscaße zu Berlin gegenüber lichen Juteressen direkte Subventionen, die nur Gemeinden und dem Warenhaus Wertheim der neue Geschäftspalast der„ Herren", das Kreisen zu gute kommen; das bedeutet nichts andres, als daß die Warenhaus der Junker seiner Vollendung entgegen. Die geborenen Feudalherren außer ihren unzähligen Liebesgaben nun auch direkte Gesetzgeber denken noch gar nicht daran, zu sterben. Staatsrenten in barem Geld verlangen. Das ist eine Art der Und im gewissen Sinne ist es ganz richtig, daß diese erhabene Vergesellschaftung des Großgrundbesitzes, die insofern die socia Institution noch blüht. So sehr sie als ein anthropologisches listische Forderung umkehrt, als das Privateigentum an ProduktionsMuseum erscheint, in dem Menschen einer ausgestorbenen politischen mitteln sich das gesellschaftlich- staatliche Vermögen einverleibt; der Nasse der Nachwelt aufbewahrt sind, so ist dieses Herrenhaus doch Einzelne annettiert den Staat. Der Junker vergesellschaftet" sich, in Wahrheit ein höchst zuverlässiges Barometer, von dem man den indem er die Staatsmittel konsumiert. politischen Luftdruck der Gegenwart ablesen fan t. Einen Ruhmes= Der arbeitslose Proletarier mag auf dem Pflaster verenden, titel darf dieses Unparlament beanspruchen: Es ist die ehrlichste Gemeinde, Kreis und Staat sehen keine Notwendigkeit ein, auch nur Körperschaft. Jm Reichstag und auch im preus schen Abgeordneten mit einem Heller die Not zu lindern. Der Junker aber heischt unter haus erscheint der Junker in diplomatischer Zä jmung; die Furcht der Firma eines„ leistungsschwachen" Gutsbezirks Anteil an den vor der Oppofition nötigt ihn, seine Gedanke und Gefühle zu Provinzialdotationen. verhehlen. Ja, unter dem Zwang des Reichstag 8- Wahlrechts kleidet In der That, die Junker sind nicht nur leistungsschwa ch; sie er sich sogar demokratisch- konstitutionell; der stolze Ahasverus, leisten gar nichts für die Allgemeinheit. Dieser Rechtstitel Wichard, Edzard legt Wert darauf, als schlichter Töffel oder Jochen aber, daß sie nichts leisten, genügt ihnen, um alles von der Anbäuerisch vollstümlich zu werden. gemeinheit zu forden. " Nach einer Mitteilung, die der Köln. Volkszeitung" aus parlamentarischen Kreisen zugeht, sind„ begründete Anhaltspunkte dafür vorhanden, daß die Regierung und eine Mehrheit des Reichstages bezüglich der Minimalzölle weniger entfernt von einander sind, als dies in weiten reisen angenommen wird." Das stimmt mit unseren Juformationen überein; es tommen dabei hauptsächlich die Minimalzölle für Weizen und Gerste in Betracht. Die Ausfichten der Zolltarifvorlage sind daher nicht ganz so schlecht, wie sie vielfach geschildert werden. Auch ist das Unannehmbar", wie wir wiederholt betont haben, nicht für jede Abweisung der Zolltarifvorlage aufrecht zu erhalten, zumal nicht bei den Säßen des Generaltarifs. Ju betreff der Getreidezölle ist eine Verständigung noch feineswegs ausge= fchloffen, aber es ist unbedingt notwendig, daß eine solche Verständigung unter der Reichstagsmehrheit und mit der Regierung möglichst bald erfolgt, um zu einer geschlossenen Phalaur" zu gelangen." " Im Zollstreit läßt das Centrum all' feine sämtlichen Künste spielen. Alles, was die Centrumsleute in dieser Lebensfrage des deutschen Volkes beginnen, list Tattit, nichts Ueberzeugung. Sie Anders im Herrenhaus. Hier sieht man den Junker im Zu- Die Regierung hat einstweilen sich diesem Begehren der Urjunker haben nur das eine Ziel, ihr Parteischiff unversehrt durch diese stande der reinen Natur, hier redet und handelt der Urjunker, wie widersetzt. Auch das Abgeordnetenhaus dürfte dem Wunsche nicht Klippen hindurchzubugsieren, um gleicherweise ihre ausschlaggebende er wirklich denkt, unbekümmert um die freche Kritik der öffentlichen willfahren, nicht etwa, weil der Junker des Abgeordnetenhauses be- Machtstellung gegenüber der Regierung und ihren Einfluß bei den Meinung. Das Herrenhaus ist die heilige Stätte, wo der Urjunker scheidener wäre als der im Herrenhause. Nein, er ist nur feiger und Massen, die ihnen bisher folgten, zu erhalten. Das Centrum offen und gerad feine Standesforgen und Vermögensintereffen unehrlicher als sein Bruder im Oberhause. Der Urjunker spricht schließt sich den Ueberzollforderungen an, damit debattiert. Daher die große Originalität in seiner Stoffwahl aus, was der Junker denkt! Und darin liegt der Wert des nicht das Bündlertum ihm den Wind aus den Segeln Während er die wichtigsten Gesetzesvorlagen im Handumdrehen prähistorischen Herrenhauses. wortlos erledigt, beschäftigt er sich liebevoll und ausführlich mit dem Schicksal des schottischen Moorhuhns. Mag die Welt in Flammen stehen, der Herrenhäusler begründet unter andauernder Bewegung seiner Standesgenossen den Antrag, daß durch das Eisenbahn- Ministerium getrennt von den allgemeinen Fahrplänen für Viehtransporte, ein Fahrplan herausgegeben werde für Renn- und Zuchtpferde, welche durch den Unionklub einen hochfeudalen Sportverein- oder die Landwirtschaftskammer als solche legi timiert sind. Politische Leberlicht. Herrenhans. Berlin, den 22. März. nehme. Zugleich aber ist es hinter den Coulissen eifrig daran, mit der Regierung zu mogeln in der Fertigstellung des 8011tompromisses. Ist dieses später zu stande gebracht, dann kann das Centrum seinen Bauern sagen: Seht, wir thaten für Euch, was irgend möglich war, mehr zu thun hindert uns der Widerstand der Regierung. Und zu den Städtern, die über Zollwucher flagen, sagt Am Sonnabend find endlich auch die Herrenhäusler in die das Centrum mit fronimem Augenaufschlag: Gewiß, es wird Euch Ferien gegangen, nachdem sie zuvor in einer verhältnismäßig furzen ein Opfer auferlegt zu Gunsten der leidenden Landwirtschaft, aber Sigung eine Tagesordnung von 14 Punkten erledigt hatten. Die das Centrum hat Euch bewahrt vor weit höheren Opfern, wie sie meisten Vorlagen riefen überhaupt keine, die übrigen mur eine un- Euch die ostpreußischen Junker anferlegen wollten. So denkt das Hier im Herrenhaus vertritt der Urjunker, durchaus nicht als bedeutende Debatte hervor. Centrum fich durch die Schwierigkeiten des Zollstreites hindurch berschämter Armer, mit einer erfreulichen Offenheit feine Bei dem Bericht über die Betriebsergebnisse der vereinigten zuschleichen. So lange die Centrumswähler, insbesondere die christlich- germanische Weltanschauung, daß es die höchste Pflicht des preußischen und hessischen Staats- Eisenbahnen stellte der Arbeiter der Industrie diese verräterische Politit thöricht erStaates sei, den Junker auszuhaiten. Man versteht nicht völlig die Referent Herr v. Groß an die Regierung das eigenartige Ver- tragen, kann das Centrumsspiel gelingen. Aber bereits find politischen und wirtschaftlichen Silosigkeiten der Zollpolitik, wenn langen, den aus dem Auslande kommenden Waren höhere Eisen- fie erwacht und es tann geschehen, daß die nächsten Reichstagsman nicht die ungeschminkten Ansprüche des Junkertums im Herren- bahn- Tarife aufzulegen als den Inlandwaren. Oberbürgermeister wahlen eine vernichtende Abrechnung der rheinisch- westfälischen und Hause beachtet und sich darüber klar wird, daß der Wille und das Strudmann- Hildesheim und Professor Dr. Schmoller be- der schlesischen Arbeiter mit den Mogelkünften der schwarzen Partei Interesse dieser Staste das höchste Gesetz in Preußen und damit auch zeichneten diese Forderung mit Recht als gefährlich, da das Ausland bringen. im Deutschen Reiche ist. sich das nicht ruhig gefallen lassen werde und der Abschluß von Die reaktionäre Ueberrumpelung des französischen Parlaments. Paris, 20. März( Eig. Ber.) hat, jetzt fich für die Verewvigung des kommunalen Lebensmittel-| Kränzchen das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl, oder um im wuchers ansprechen würde. Aber Liberale und Centrumsleute Stile der hakatistischen Gespensterfurcht zu reden, großpolnische in holdem Bunde erklärten sich für den Anschluß an die Petition, Agitation getriebeit haben sollen. Welch klägliches EinHart am Ende ihres gesetzgeberischen Mandats hat die welche die Beschlüsse ihrer eignen Parteifreunde im Reichstag ver- geständnis der Schwäche, welch kleinliche Intoleranz, welche Deputiertenkammer der französischen Republik eine reaktionäre That urteilt. Inkonsequenz! Außerdem wäre natürlich erst noch zu beweisen, daß die Ausverbrochen, die so leicht wohl in keinem andern auf Selbstachtung Es ist ein reizvolles Spiel: Jm Reichstag wünscht das Centrum gewiesenen sich des fürchterlichen Verbrechens überhaupt schuldig haltenden Barlament möglich wäre. Die Verlängerung der den Reichsbrotwucher schmackhafter zu machen durch die vor gemacht haben. Das abgekürzte Verfahren der polizeilichen AusLegislaturperiode bis auf sechs Jahre, um ein volles läufige! Bereitwilligkeit der Beseitigung des kommunalen Brot- veisung flößt ebensowenig Vertrauen ein, wie die famose ruffische Drittel, ist im Handumdrehen votiert worden in der Form eines wuchers. Aber das Centrum in der Kommune verlangt die Bei- Verschichung auf administrativem Wege! plöglich aufgetauchten Busazantrages" zu einem Gesetz- behaltung seines Kommunalwuchers und erfreut seine Kommune- Man könnte in der That Oestreich etwaige Repressalien nicht entwurf über Wastechnik und Wahlkreis Geometrie, der mit der unterthanen durch eine tapfere Petition gegen den Reichsbrotwucher! verdenken, die möglicherweise denn doch anders ausfallen könnten, Dauer der Legislatur nichts gemeinsam hat. So wollen die Jesuiten des Centrums den Schein erwecken, als als sie die National- Zeitung" wünscht. wollten fie teinerlei Wucher. In Wirtlichte it aber schützen und fördern sie beiderlei Wucher! -HOTO Erhebungen über das Kartellwesen. " Der Streich war offenbar abgekartet zwischen der Regierung, Wie patriotische" Denkmäler zu ftande kommen. Aus dem gefälligen und stummen Antragsteller, Bourquery Frankfurt a. M. wird uns berichtet: Jm Stadtverordnetende Boisserin, einer„ radikal"-nationalistischen Windfahne, und Kollegium wurde am 18. März die Frage des Bismarck Denkmals dem Verteidiger des Antrages Rouvier panamistischen Anendgültig erledigt. Wegen der Playfrage fam es nochmals zu einer gedenkens, unter Beihilfe des Vorsitzenden Deschanel, Namens Der National- Beitung" ist der Wortlaut der Rundfrage bekannt erregten Debatte. Die erste Nede Quards hatte in vielen Kreisen der Regierung sprach Unterrichtsminister Leygues, der den geworden, die der preußische Handelsminister an die Ne- der Bürgerschaft, insbesondere bei den Altfrankfurtern, viel Beifall neulich verunglückten Ministerpräsidenten interimistisch und das gierungspräsidenten bezüglich der wirtschaftlichen Startelle erlaffen gefunden, während die waschlappige Haltung der Freisinns- Demoreaktionäre Geficht der Janus- Regierung jederzeit vertritt. hat. Das Schreiben belagt, daß nicht that lichen startette fratie ſehr verurteilt wurde. Das veranlagte am Dienstag, einen Und die Gründe Nouviers und Leygues? Die Volts genommen werden möge, weil hierdurch unnötige Beunruhigung in Demokraten Wedel, auch demokratischerseits ein paar scharfe Worte vertreter müßten soweit als möglich der Kontrolle des souveränen die Beteiligten zunächst nicht befragt werden, sondern die Ne- waren seine Mitteilungen über die Art, wie die Beiträge für die beteiligten Kreise getragen werden würde, auch sollen überhaupt des Protestes gegen den Bismarck Rummel zu sagen. Interessant Wolfes erhoben werden, dann würde die geseggeberische Arbeit er- gierungspräsidenten sollen nur das bei ihnen bereits befindliche amt- das Denkmal zusammengekommen find; er führt aus: fprießlicher sein im Sinne, nüglicher Reformen". Natürlich wurde liche Material benußen, um dem Minister eine Anzahl von der erstere Gedanke von den reaktionären Rednern nicht in nackter Fragen zu beantworten; von Mitteilungen über Kali, KohlenForm ausgesprochen. Sie hüllten ihn in die Worte von dem ,, Wahl- Coats-, Roheisen- Syndikate könne dabei vorläufig abgesehen werden. tampf- Wettrenuen", das sich der Deputierten am Ende der Legis. Die Fragen des Ministers lauten: latur bemächtigt und sie mit Rücksicht auf die Wähler unter vielem Schlechtem doch auch manche gut demokratische Reform volieren läßt. Uuniß zu sagen, daß die Deputiertenkammer in 6 Jahren nicht mehr, sondern weniger wirkliche Reformarbeit leisten würde anstatt der jetzt regelmäßig vertrödelten Hälfte der Legiss latur würden dann volle Zweidrittel derselben, vier Jahre, vertrödelt werden. pugiardim tim s Die triftigen Gegengründe der socialistischen Abgeordneten beider Fraktionen, Viviani und Vaillant, die Proteste des radikalen Berichterstatters der Kommission Klotz, des Linksradikalen Belletan und selbst des- melinistischen Abgeordneten Ferry prallten ab an dem reaktionären Entschluß der einen und am niedrigen Egoismus der andern, derjenigen nämlich, die für dieselben Wahllosten um 2 Jahre mehr ihren Sessel und ihre Diäten gesichert wiffen wollen. Das, Attentat auf das allgemeine Wahlrecht", wie der Melinist Ferry den Antrag nannte, wurde eskomotiert mi 298 gegen 237 Stimmen dies die in der Kammerſitzung proklamierten Zahlen. Die dann amtlich berichtigte Zahl, die die stets abweichende Ergebnisse liefert, da die Deputierten vielfach mehrere Stimmzettel für einen und denselben Gesetz geber in die Urne werfen( diese Fälschung hat sich hier fest eingebügert!) reduciert die Mehrheit auf 268 gegen 241 Stimmen. Die Mehrheit besteht besteht aus 123 Melinisten, 80 Radikalen, 30 Salliierten, 19 Monarchisten und 2 Nationalisten; die Minderheit als 42 Socialisten, 112 Radikalen und Linksradikalen, 22 Melinisten und 65 Nalliierten, Monarchisten und Nationalisten. Man sieht, es ist im wesentlichen die berüchtigte Regierungsmehrheit Nr. 2", das seit Herbst v. J. in die Erscheinung getretene Zersetzungsprodukt der republitanischen Verteidigung", die der reaktionären Ueberrumpelung zum Sieg verholfen hat. Immerhin ist von Glück zu sagen, daß die ministerialistischen Socialisten diesmal mit Ausnahme eines Enthaltungsvotums sämtlich gegen den von der Regierung befürworteten Antrag votiert haben. Denn noch dieser Tage haben sie wieder auf dreifache Weise abgestimmt über den Listenwahl- Autrag, trotzdem der Kongreß von Tours die Listenwahl soeben frisch ins Reformprogramm aufgenommen hatte. Millerand aber hat selbstverständlich den Beschlüssen seiner Bartei getreu" mit den andern Ministern für den reaktionären Streich votiert. Nun hat der Senat das Wort. Wird er aber auf den Protest der Presse hören, der selbst im führenden republikanischen Bourgeoisorgan, dem, Temps", sich Luft macht? Der Streich ist nicht nur reaktionär, er ist auch eine kopflose Herausforderung an die Wählerschaft, die sich gerade an den ministerfreundlichen, bezw. ministeriellen Kandidaten schwer rächen dürfte. Den Nationalisten aber liefert er einen ausgezeichneten AgitationsMeine Mitbürger, denen noch zum großen Teil die Gewaltafte von 1866 lebendig in der Erinnerung sind, haben auch durchaus nicht, wie der Herr Bürgermeister fagte, den Gedanken des Bismarck- Denkmals mit Freuden begrüßt und unterstützt. Die Beiträge waren nur in den ven Mann, der Frankfurt die wenigsten Fällen der Zoll der Dankbarkeit und Verehrung für rücksichtsloseste Härte des Gewalthabers fühlen ließ. Man hat zu dieſem Denkmal alle Hebel in Bewegung gefest u -und der Herr Reichsbank Direktor hat sich persönlich zu hiefigen Geldlenten und Justituten bemüht, um fie zu Zeichnungen zu bewegen, die sie aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht gut abschlagen konnten. 1. Bezeichnung des Kartells, Sitz desselben. Wie groß ist die Zahl der Mitglieder? 2. Wie groß ist die Zahl der von den syndicierten Unternehmern beschäftigten Arbeiter? 3. Auf welche Erzeugnisse erstrecken sich die Bestimmungen des Kartellvertrags? 4. Wie groß ist die Menge und der Wert der syndicierten Erzeugnisse? 5. Aus welchen Gründen ist das Kartell errichtet worden? 6. Zweck des Kartells( Preisvereinbarung, Gebietseinteilung, Produktionskontingentierung 2c.). 7. Organi Wedel bestätigte also damit, was Genosse Quard das vorige fation des Kartells( unter Mitteilung der Sagungen, der mal behauptet hatte, nämlich daß die Mittel für das Denkmal unr von Beschlüsse, der Verträge). 8. Sind Vereinbarungen mit andren inländischen oder ausländischen Kartellen getroffen den oberen Zehntausend aufgebracht worden seien und auch da teilworden, eventuell welcher Art find diese Vereinbarungen? weise nur zwangsweise". Genosse Dr. Quard wendete fich jetzt 9. Hat die Entstehung des Kartells zur Bildung andrer nochmals in schneidender Kritik gegen die Denkmalserrichtung in Kartelle Anlaß gegeben, z. B. von Kartellen der Rohstoff- einer Stadt, die in besonderem Maße Bismarcksche Brutalitäten hat Produzenten oder der Abnehmer( unter Bezeichnung dieser Kartelle)? fühlen müffen. Buffetten ut bent, ba bie Regierung auf die Wahlmache ihrer 25. Welche Erfahrungen find hinsichtlich der Einwirkung auf die ihrer getreuen Mehrheit für sechs Jahre sicher ist es fragt sich mur, welcher Mehrheit, der Nr. 1 oder der Nr. 2. worden? ganz gegen seine sonstige Gewohnheit. zu seinen Wählern zu sprechen. Wie er dies thut, geht aus folgender Bekanntmachung der Lübbenauer Zeitung" hervor: „ Der Reichstags- und Landtags- Abgeordnete Herr Henning wird am 25. und 26. d. Mts. den Wählern des Kreises Kalau Bericht über seine Thätigkeit im Reichstage und Landtage erstatten. Am Dienstag, den 25. d. M., mittags 1 Uhr in Lübbenau, Hotel zum brannen Hirsch, abends 61/2 Uhr in Kalau, Hotel Hecht, am Mittwoch, den 26. d. M., mittage 1 Uhr in Senftenberg, Hotel Baranius, abends 51/2 Uhr in Drebkau, im Schüßenhause. Außer den Wählern find auch Mitglieder andrer Parteien als Gäste willkommen. Eine zweite Serie von Beriammlungen zu späterer Zeit, wo der Abgeordnete Herr Henning in den Orten Groß- Räschen, Clettwig, Altdöbern und Betschau sprechen wird, ist in Aussicht genommen." st Hieraus erfieht man so recht, wie jene Leute bestrebt sind, unter Ausschluß der großen Masse der Wähler,- ihr voltsschädigendes Gebahren den dortigen Grubenbaronen und Rittergutsbefizern mundgerecht zu machen. Alle die kleinensHandwerksmeister, die Tausende von Grubenarbeitern, die bisher das Hauptkontingent der Wähler dieses Herrn stellten, sie sind einfach ausgeschlossen an der Teilnahme zur ritisierung jenes Thätigkeitsberichts. Der Herr weiß auch warum. Nicht nur die Agitation unsrer Genossen, nein, hauptsächlich die nackte Wirklichkeit hat den Berglenten die Augen geöffnet, von wem ihre Interessen gewahrt werden, und sie sind nicht geneigt, fernerhin auf Kommando ihrer Aufieber" das Stimmvieh für die Ausbeuter des Boites abzugeben. Herr Henning wird von den Arbeitern gezwungen werden, auch ihnen Rede zu stehen. v. = " 10. Hat das Kartell eine Verteuerung der Produktions- In der Abstimmung stimmten aber nur 4 Demokraten mit dem to sten zu hindern vermocht? Welche Mittel sind zur Erreichung socialdemokratischen Stadtverordneten; die Mehrheit der Demokraten dieses Zweckes angewandt worden? 11. Ist das Kartell im hatte sich gänzlich gedrückt und die Aufstellung des Denkmals vor elsiche stande gewesen, eine Ueberproduktion zu verhindern? dem Schauspielhause wurde zum Beschluß erhoben. 12. Haben die vom Kartell geforderten Preise der syndicierten Wie der Herr Abgeordnete zu seinen Wählern spricht. Erzeugnisse gegen die Preise vor dem Bestehen des Kartells Der elementare Protest gegen die zollwucherischen Parteien im Reichseine Aenderung erfahren oder nicht oder ist eine Gleich- tage, wie er bei allen stattfindenden Nachwahlen zum Ausdruck gemäßigkeit erzielt worden? Juwieweit ist eine Einwirkung langt, ist bei einzelnen Mitgliedern dieser Gesellschaft nicht ohne Eindes Kartells auf die Gestaltung der Marktpreise druck geblieben. Um diesen üblen Eindruck zu verwischen, unternachweisbar? Durch welche Mittel ist ein Einfluß auf die nimmt es u. a. der derzeitige Vertreter des Wahlkreises KalauBildung der Marktpreise erzielt worden? 13. Wie gestalten sich Luckau die Absa zverhältnisse der fartellierten Betriebe? Ist eine Wirkung hat das Startell auf die Konkurrenzfähigkeit der von ihm Anpassung der Produktion an den Bedarf erzielt worden? 14. Welche abhängigen Industrie ausgeübt? 15. Findet seitens des Kartells ein Export statt? Wie stellen sich die im Inlande verlangten Preise zu den Exportpreisen? 16. Sind Exportprämien gewährt worden? an wen und in welcher Weise? 17. Sind die Dividende und Kurse der bei Kartellen beteiligten Aktiengesellschaften, Gewerkschaften 2c. gestiegen oder nicht? 18. Welche Mittel wurden angewandt, um den außenstehenden Wettbewerb zu bekämpfen? 19. Wie ist das Verhältnis der Kartelle zu ihren Abnehmern beziehungsweise zu den Händlern geregelt? Sind mit denselben bestimmte Verträge abgeschlossen? Welcher Art find dieselben insbesondere hinsichtlich der Absazbedingungen und Preise? 20. Sind Entschädigungen der in kartellierten Betrieben beschäftigten Personen bei Produktionseinschränkungen oder beim Auflaffen von Betrieben einzelner, dem Kartell angehöriger Unternehmer vor gefehen? 21) Hat sich das Kartell auch eine Einwirkung auf die Arbeits- und Lohnverhältnisse der in den kartellierten Betrieben beschäftigten Arbeiter zur Aufgabe gestellt? 22) Welche Vereinbarungen sind in dieser Richtung unter den kartellierten Betrieben getroffen worden? 23) it insbesondere versucht worden, die Arbeiterschaft von gewissen Arbeiter- Organisationen( Gewerkschaften, politischen Parteien usw.) fernzuhalten oder zum Austritt zu bestimmen? 24) Welche Mittel der Einwirkung auf Arbeit nehmer sind bisher thatsächlich seitens des Kartells in Anwendung gekommen( Aussperrung aus den kartellierten Betrieben usw.)? Das amtliche Resultat der Raftenburg- Gerdauener Wahl. Bei der am 18. März stattgehabteu Reichstags- Erſazwahl im WahlLohne und Arbeitsverhältnisse der in kartellierten Betrieben be- freife Raftenburg- Gerdauen- Friedland wurden im ganzen 17 702 schäftigten Personen bisher gemacht, welche Erfolge damit erzielt Stimmen abgegeben. Davon erhielten Rittergutsbesiger b. Rautter Ranoten( fonfervativ) 9716, Gutsbesiser Bei dem innigen Zusammenhang zwischen Hochschutzöllen I- Königsberg( freifsinnige Volkspartei) 4773 und Gutsund Kartellbildung dürfte es sich empfehlen, die Beratung befizer Ebhardt kommorowen( Socialdemokrat) 8206 der Industriezölle des neuen Bolltarifs so lange zu ver- Stimmen; 7 Stimmen waren zersplittert. v. Rautter ist demnach ichieben, bis die Ergebnisse der Kartell- Rundfrage vorliegen. Außer- gewählt. dem müßte die Nundfrage, die doch nur ein unzureichendes Bild Ein Soldatenschiuder. Wegen schiverer Soldatenmißhandlungen geben kann, zu einer gründlichen Enquete erweitert werden. verurteilte das Kriegsgericht in Trier den Sergeanten Schiffer vom Feld- Artillerieregiment Nr. 44 zu einem Jahr GeDie Ausweisung polnischer Studenten von der Charfängnis. Er hat seine Untergebenen gewohnheitsmäßig in der Die Entrüstung der Presse gegen das Ueberrumpelungs- Botum lottenburger Hochschule hat den Anlaß zu folgender brutalſten Weise mißhandelt; er bediente fich des Säbels, der betreffs der Verlängerung der Legislatur auf sechs Jahre hat genterpellation des Abgeordneten Jaworsti im öst Beitiche, des Zaumzeuges oder was ihm sonst gerade zur Hand war. wirkt. Einige zwanzig Deputierte haben in der geftrigen Kammers reichischen Abgeordnetenhaus gegeben: Zu der Verhandlung waren 64 Zeugen geladen, die alle von dem fizung ihr Botum berichtigt", d. h., ehrlich gesprochen, Laut verbreiteter Zeitungsnachrichten sollen polnische Studierende Ümmenschen mißhandelt worden sind. nuni eid find Istit abgeändert. Damit hat sich die offiziell" proflamierte in nenester Beit aus Unterrichtsanstalten des preußischen Staates Mißhandlung Untergebener in achtzehn Fällen legte die Mehrheit bon 61 Stimmen bezw. die amtlich berichtigte ausgewiesen worden sein. Durch diese Nachrichten lebhaft beunruhigt, Anklage dem Unteroffizier Wittig von der 7. Compagnie des 15. InMehrheit von 22 Stimmen in eine Minderheit von präsidenten die Anfragen: 1. Ob diese Meldungen der Wahrheit alte Angeklagte, der erit zwei Jahre bei dem Regiment war, griff stellen die Unterfertigten an Se. Excellenz den Herrn Minister fanterie- Regiments Nr. 181 in Chemniz, zur Zaft. Der 25 Jahre drei Stimmen verwandelt. Judes offiziell, geschäfts- entsprechen und ob sich unter den Relegierten auch östreichische ordnungsmäßig gilt nach wie vor das reaktionäre Attentat als unterthanen befinden? 2. Aus welchen Gründen erfolgte aus Ehrgeiz, um gute Resultate in der Heraubildung von Rekruten rechtlich votiert!... Mag nun jedoch sein, daß der Senat unter die Ausweisung? 3. Was gedenkt die hohe Regierung zu thun, zu erzielen, zu den schlimmsten Mitteln. Nach der Anklage solchen Umständen davor zurückscheut, das Kammervotum zu be- um im Deutschen Reiche die akademische Freizügigkeit öftreichischer hat er seine Untergebenen ohne Ausnahme im Dienst und außer dem Dienst geohrfeigt, getniffen, stätigen. Man denke: selbst Melines Leibblatt protestiert gegen Unterthanen polnischer Nationalität zu wahren?" Unterzeichnet geschüttelt, mit den Fäusten vor die Brust ge allen Mitgliedern des Polen die sechsjährige Legislatur, falls die Kammer nicht zur Häfte ist diese Interpellation alle drei Jahre erneuert würde! flubs. Abg. Breiter stellt ferner in einer Interpellation folgende schlagen. Ein Soldat erhielt vier Ohrfeigen und die Bezeichnung Berichtigend sei mitgeteilt, daß zwei ministerielle Frage: Ift der Herr Ministerpräsident geneigt, das Ansehen des" Dreckschwein", weil sein Gewehr nicht ganz fauber war. Bald östreichischen Staates pflichtgemäß in Schuß zu nehmen und Socialisten, Légitimus und Narbonne, für die fechs Jahre wenn seine Bemühungen fruchtlos bleiben sollten zu Re Tage frant var. Einem andren Soldaten fuiff er das Brufts darauf traf ihn ein Fauftschlag des Unteroffiziers gegen die Brust, daß er gegen den Schrank taumelte, Blut spie und drei votiert haben! pressivmaßregeln gegen die in Oestreich domizi fleisch zusammen; einen britten stieß er zwischen die Schränke. Bei lierenden preußischen Unterthanen zu greifen?" Die„ National- 3tg." bestätigt die Richtigkeit dieser Zeitungs. einer Schwärmübung zog der Angeklagte einmal fein Seitenmeldungen und teilt ferner mit, daß sich unter den Ausgewiesenen gewehr und drohte seinen Leuten:„ Ich dolche Euch über den auch östreichische Unterthanen befunden haben. Ferner ist sie Haufen!" Dem Soldaten A. setzte er das geschliffene Brust und schrie: Kerl, ich In der Zolltariffommission haben die Abgeordneten des Centrums in der Lage mitzuteilen, daß die Ausweisungen nicht die Maßnahme Seitengewehr auf die ermurtse Dich!". Dabei hatte keiner der Soldaten sowie die meisten Liberalen dem Beschluß zugestimmt, daß mit Ein- einer untergeordneten Behörde darstellen, sondern auf eine An- den Mut, Wittig Zur Anzeige zu bringen. Erst führung des neuen Bolltarif Gefeßes den Kommunen untersagt weisung des deutschen Reichskanzlers zurückzuführen find, als ein Wann wegen Blutspeiens das Lazaret aufsuchen werden solle, indirekte Abgaben auf Lebensmittel weiter zu erheben. nach der gegen alle Ausländer, die sich an großpolnischen Be- mußte und dort als Ursache des Leidens einen Faustschlag bezeichnete, strebungen beteiligen, vorgegangen werden solle. Die NationalGegen den Beschluß der Zollkommission haben bereits einige Beitung" erklärt schließlich, daß man gegen die Ausweisung der wurde die Untersuchung gegen Wittig eingeleitet. Obwohl 18 Fälle Städteverwaltungen Protest erhoben und vor einigen Tagen kam die artiger polnischer Elemente, die preußische Unterthanen feien, lagen, fab das Kriegsgericht in Chemnitz davon ab, den Unteroffizier von Mißhandlung und 7 Fälle vorschriftswidriger Behandlung vorFrage des Anschlußes an diesen Protest im Magistrat von nicht das geringste einzuwenden haben werde. München zur Debatte. Was geschah? Man sollte meinen, Der Bülow- Erlaß, auf den die Answeisung der aus als gewohnheitsmäßigen Schinder zu bestrafen. Das die Magistratsmitglieder, deren große Mehrheit dem Centrum ländischen Schüler des Charlottenburger Polytechnikums demgemäß Urteil lautete immerhin noch auf eine Gesamtstrafe von sechs Monaten Gefängnis. und den liberalen Parteien angehören, würden die Anschauungen zurückzuführen ist, kann mir als trauriges Dokument fleinlichen und ihrer Parteifreunde im Reichstage unterstützen und die Zumutung land alles andere als Hochachtung zu erwerben geeignet ist. Zur hatte sich der Unteroffizier Krohn von der 5. Compagnie des engherzigen Polizeigeistes bezeichnet werden, das Deutschland im Aus- Der Treffen unwürdig. Vor dem Kriegsgericht in Breslau ablehnen, daß sie sich an einem Protest gegen den vernünftigsten selben Zeit, wo ein deutscher Prinz nach Amerika gefchidt 51. Jnfanterie- Regiments wegen Mißbrauch der Dienstgewalt Beschluß der Zollfommission beteiligen sollen. Doch weit gefehlt. wird, um durch eine pomphaft inscenierte Reise in amerikanischen und Unterschlagung zu verantworten. Er hatte sich von Der Socialdemokrat Schmid bewies die ungeheuere Lächerlich- Bürgern das deutsche Stammeszugehörigkeits- einem Untergebenen, dent Musketier Jofizka, zehn Mart keit, der der Magistrat sich überliefere, wenn er, nachdem er vor gefühl zu stärken, fpediert die deutsche Regierung direkt vor dem geborgt. Der Musketier mußte auch für den Unteroffizier turzem gegen den Getreidezollwucher von Reichswegen petitioniert Gramen stehende Ausländer über die Grenze, weil diefelben in ihren öfter das Geld für Speisen, Getränke, Cigarren, Buzzeug auslegen Wie aus der franzöfifchen Preffe ersichtlich, erklärt jetzt eine Anzahl Deputierter, deren Vertreter in ihrem Namen für die Legislaturverlängerung gestimmt haben, daß sie im Falle ihrer Anwesenheit dagegen ihre Stimme abgegeben haben würden. Paris, 21. März.( Eig. Ber.) " % * % Deutsches Reich. Kommunaler Lebensmittelwucher. its er den Unteroffizier einmal ersuchte, das Geld wiederzugeben, tember ein Komitee zu ernennen, welches Kenntnis nehmen soll von Jn Steinbrüchen und Steinhauereien dürfen Arbeiter, die bei erwiderte ihm der Angeklagte: Wenn Sie so frech find, bekommen allen Berichten, die seitens des Ministers des Aeußern einlaufen dem Boffieren oder der weiteren Bearbeitung von Sandstein Sie gar nichts." Krohn, der feit zwei Jahren Unteroffizier ist, hat über die Autorisationen, welche den Kongregationen von andren Re- verwendet werden, nicht länger als neun Stunden tägauch schon öfter Disciplinarstrafen erhalten. Die Unterschlagung gieringen erstattet werden, und hierauf einen Bericht über die Be- lich beschäftigt werden. bestand darin, daß er einen Dienstmantel beiseite brachte schlüsse auszuarbeiten, welche in dieser Frage gefaßt. werden sollen. und fich einen Extramantel daraus machen ließ. Der Vertreter der Auflage bezeichnete das Benehmen des Unteroffiziers als unverschämt, er habe sich der Treffen unwürdig gemacht und sei zim Vorgesezten nicht zu gebranchen. Das Kriegsgericht verurteilte den Unteroffizier Zu vier Monaten Gefängnis, Degradation und Versetzung in die zwette Klasse des Soldaten Standes. mur Italien. Ausnahmen hiervon können von der unteren Verwaltungsbehörde zugelassen werden für Arbeiten, welche in Notfällen oder im öffentlichen Interesse unverzüglich vorgenommen werden müssen. Ein origineller Streit ist in Italien ausgebrochen: ein Streit Die Erlaubnis darf nicht für mehr als 2 Stunden täglich und der Ladeninhaber, der sich gegen die„ Mißbräuche" der höchstens auf die Dauer von 14 Tagen erteilt werden. Konfumvereine richtet. In Romt wurden am 21. März sämtliche§ 10. Jn Steinbrüchen dürfen Arbeiterinnen und jugendliche Geschäfte, Läden und Restaurants geschlossen; auch in Mailand, Florenz Arbeiter nicht bei der Steingewinnung(§ 9 Abs. 1) oder der und zahlreichen andren Städten will man sich dem eigenartigen Rohaufarbeitung von Steinen beschäftigt werden. Streit anschließen. Die Konsumvereine haben in den letzten Jahren In Steinhauereien dürfen jugendliche Arbeiter nicht bei der einen starken Aufschivung genommen, allein im Jahre 1898 über trockenen Bearbeitung von Sandstein, Arbeiterinnen auch nicht mit das die letzte Statistit vorliegt wurden 127 Konsumgenossen- andern Arbeiten beschäftigt werden, bei denen fie der Einwirkung schaften gegründet. von Steinstaub ausgesetzt sind. Außerden dürfen in Steinbrüchen und Steinhauereien Arbeiterinnen dusprog ig Socialistendebatte im badischen Landtag. Aus Karlsruhe wird uns vom 21. März geschrieben: Budget des Ministeriums des Innern in der Zweiten Sammer ge- Gegen die Befihergreifung von Tripolis wendet sich sehr und jugendliche Arbeiter nicht beim Transport oder Verladen von Der gestrige letzte Tag der allgemeinen Beratung über das ftaltete sich zu einer regelrechten Socialistendebatte. Minister heftig das Organ der liberal- demokratischen Linken, der„ Secolo". Schenkel hatte der Socialdemokratie Störung und Untergrabung Gs verweist auf die bösartigen Erfahrungen der früheren italienischen Steinen beschäftigt werden. Für Schieferbrüche kann die höhere der religiös- fittlichen Ordnung" vorgeworfen und daraus den Kolonialpolitik und erklärt, daß Italien ganz andre, nämlich sociale Berwaltungsbehörde Ausnahmen dahin zulaffen, daß jugendliche Schluß gezogen, daß Socialdemokraten zu den staatlichen Selbst- Fragen und Aufgaben zu lösen habe. Die schmähliche Katastrophe Arbeiter beim Transport oder Verladen von Steinen mit ihren Kräften verwaltungstörpern, wie Bezirksräten zc., nicht zugelassen werden des abessynischen Abenteuers sollte in der That dem taum not- angemessenen Arbeiten beschäftigt werden dürfen. dürften. Nachdem ihm hierauf bereits von unfrem Genoffen Eich dürftig wieder zusammengeleinten Kabinett Banardelli zur Warnung Bestimmungen auch solche Betriebe, in welchen die über die Roh§ 11. Als Steinhauereien gelten im Sinne der vorstehenden horn gedient worden war, ließ gestern Drees bach dem Minister dienen. eine derbe Abfuhr zu teil werden. Die Sittlichkeit, so meinte er, Afien. aufarbeitung hinausgehende Bearbeitung der Werkstücke im Steinbranche nicht unter allen Umständen, wie Herr Schenkel glaube, bruche erfolgt. mit der Religion verbunden sein; man könne fittlich sein, ohne die Stadt kantschau in Swangtung fei von den Aufständischen Anwendung, in welchen Steinhauer außerhalb einer regelmäßigen Vom Aufstand in Süd- China. Aus Kwangfi wird gemeldet, Die Bestimmungen der§§ 1, 2, 12 finden auf solche Fälle keine einer Religionsgemeinschaft anzugehören, und ein Frömmler ohne erobert worden. Sittlichkeit. Zum Beweise für legteres erinnere er nur an die Fälle Betriebsstätte, z. B. auf Bauten, vorübergehend beschäftigt werden. Moosauer, Sanden und Terlinden. Den Socialdemokraten sei es § 12 schreibt Aushängen dieser Bestimmungen auf den Werkernst mit dem Grundsatz: Religion ist Privatsache, in ihr gebe es pläßen vor. # Amerika. Schukbill für den Präsidenten. Der Senat nahm mit Leute, die feiner Religiousgesellschaft angehören, und solche, die großer Majorität die Bill zum Schuße des Präsidenten an. Danach Nach§ 18 treten die auf die Arbeiterinnen bezüglichen Vorschriften ihrer Religion nachgehen. Wenn man der Socialdemokratie des- wird selbst bei einem Versuch, den Präsidenten, den Vicepräsidenten des§ 10 am 1. Oftober 1903, alle andren Bestimmungen am halb Mangel an Sittlichkeit vorwerfe, so weise er dies mit Ent- oder ein Kabinettsmitglied zu ermorden, auf Todesstrafe er- 1. Oktober 1902 in Kraft. Bereits bestehende Unterkunftsräume rüstung zurück. Die Spekulation des Ministers auf eine fannt. Ferner soll der Präsident eine besondere Wache er- und Bedürfnisanstalten, die den Vorschriften nicht genügen, Mauferungber Socialdemokratie fei total verfehlt. Wir halten. Aufreizung zur Ermordung wird mit Gefängnis bestraft. dürfen noch bis 1. Oktober 1903 benützt werden. Auf jugendliche find, was wir waren, und wir bleiben, was wir sind, Drakonische Strafandrohungen bieten ebenso wenig einen sicheren Arbeiter, die jetzt schon in den Betrieben beschäftigt sind, finden die revolutionäre Socialisten, die allerdings nicht an den Barrikadenbau Schutz, wie schärffte polizeiliche Schutzmaßregeln. Eine durchgreifende Vorschriften teine Anwendung. denken, sondern in den Köpfen der Menschen revolutionierend wirken. fociale Sanierung ist das einzige Prophylaktikum. Der eine ist etwas tonzilianter, der andre etwas stürmischer, im Förderung des Arbeiterschutes." Grunde aber find wir alle einig. Gemausert, hat sich nicht die General Miles, der Generalissimus der amerikanischen Armee, Nach§ 137 der Gewerbeordnung dürfen Arbeiterinnen in Socialdemokratie, sondern ein Teil der bürgerlichen Gesellschaft in foll pensioniert werden. Ueber die Gründe dieser Kalt- Fabriken zwischen 19 Uhr abends und 1/26 Uhr früh nicht beseinen socialen Anschauungen. Von unsrem revolutionären Biele stellung erfährt das„ Berliner Tageblatt":" Die Pensionierung des schäftigt werden. Durch Bekanntmachung des Bundesrats vom laffen wir nicht ab und werden die Regierung so lange auf das Generalissimus der amerikanischen Armee, Miles, erfolgt, weil der 24. März 1892 waren für Steinfohlenwerke, Zink- und Blei- Erzentschiedenste bekämpfen, als sie eine Klaffenregierung ist. die fich felbe in gehäſſiger Weiſe dem Blane einer Armee- Reorgani- Bergwerte, die auf eine doppelte tägliche Schicht eingerichtet find, den wichtigsten Forderungen der Arbeiterschaft beharrlich widersetzt. speciell der Einsegung eines Generalstabes, Oppofition stündiger Schichtbauer und einer halbstündigen Bause in dieser ation des Staatssekretärs des Krieges, Root, Ausnahmen zugelassen. Danach durfte bei insgesamt achtMinister Schenkel sah sich darauf veranlaßt, seine Aeußerung über die Sittlichkeit der Socialdemokratie einigermaßen einzuschränken, machte. General Miles hatte ohnehin die vorgeschriebene Alters- Schicht die erste Schicht schon um 1/25 Uhr früh beginnen und die er habe nicht sagen wollen, daß die Socialdemokraten unfittliche grenze überschritten und sich durch seine öffentliche Stritit zweite bis 10 Uhr abends dauern( auch Sonnabends). Des sondern nur, daß die socialistische Propaganda die ebrengerichtlichen Urteils gegen Admiral religiös- ſittlichen Anschauungen Intergrabe, tiang best page techleh einem entschiedenen& adet von feiten des Präsidenten 1. Diese Ausnahmen sollten nur auf 10 Jahre, das ist bis ann Roosevelt ausgesetzt." Der Boeren- Krieg. Als Herren der Kapkolonie Buch über die Frau hervorgehe. Hierin trat dem Minister Genosse Fendrich mit Erfolg entgegen, indem er Bebels Werk, das übrigens feine offizielle Rundgebung der Partei darstelle, in Schutz nahm. Dasselbe beruhe auf einer eminent sittlichen Grundlage, indem es eine Reihe der schwersten sittlichen Schäden der bürgerlichen Gesellschaft aufdecke und dadurch auf ihre Beseitigung hinarbeite. Der Vorwurf der bezeichnet eine in London eingetroffene Meldung aus Kapstadt die Unfittlichkeit gegen die Socialdemokratie sei also auch nach dieser Boeren. Danach haben nämlich die Boerenkommandanten Malon Richtung hin völlig unbegründet, und auch er weise denselben aufs und Mariz ihre Truppen südlich von Victoria West verentschiedenste zurüd. einigt. Sie seien nunmehr Herr des ganzen Gebietes, welches eine Ausdehnung von der Größe Frankreichs befitzt. Victoria- West liegt mitten in der Kapkolonie. Stimmt die Meldung, wofür immerhin einige Möglichkeit besteht, so befindet sich, wenn nicht die ganze, so doch die halbe Kapkolonie im Boerenbesiz. Der Mißerfolg Hamiltons. Die allgemeine Debatte über den Etat des Ministeriums des Innern war damit beendigt, so daß das Haus am Freitag in die Specialdiskussion eintreten tonnte. Ausland. Deftreich- Ungarn. -st- Wien, 21. März. Nach Meldungen aus Pretoria sind die großen Operationen Hamiltons gegen Louis Botha in der Nähe von Ermelo gescheitert. zum fanntmachung erlassen, daß für den Regierungsbezirk Oppeln die Ausnahmen bis zum 1. April 1907 verlängert werden. Sind das die angekündigten einschneidenden Vorschriften zum Schutze der Arbeiterinnen? Berkeilte Dampffeffelventile. Der Dampfkessel- Inspektor Böhlmann in Darmstadt wurde durch eine anonyme Anzeige veranlaßt, das Rheindampfboot" Stenz 7" Dabei fand dem Rheder Stenz in Mainz gehörig, zu kontrollieren. er beide Ventile durch gut gearbeitete, anscheinend für längere Dauer bestimmte Steile fest verteilt und zwar in solcher Weise, daß bereits auf längere Dauer dieses Zustandes geschlossen werden konnte. Die Verteilung verhindert den Dampfaustritt bei leberdruck durch das Sicherheitsventil, gestattet eine größere Geschwindigkeit explosion. Es handelt sich also um ein ganz gewissenlofes Verdes Bootes und birgt aber zugleich die schwere Gefahr einer Kesselfahren, durch das einerseits der Unternehmer Vorteile erlangt, durch das aber anderseits das Leben der Schiffsinsassen aufs schwerste gefährdet wird. Die Abstimmung über Gilli. Hente ist im Abgeordneten- Ueber die Sterblichkeit in den Konzentrationslagern hause die Schlacht von Cilli geschlagen worden. Das Haus, wurde dieser Tage im englischen Parlament die letzte Statistik Auf Grund des Rheinschiffahrts- Gesetzes wurde deshalb der in dem seit Wochen eine fast unheimliche Leere gegähnt hatte, war veröffentlicht, wobei eine erhebliche Wendung zum Bessern zu Reeder Stenz, der Kapitän Meister und der Maschinist Proste unter gepadt voll: es war freilich auch die letzte Sigung vor den Ferien, konstatieren ist. Im Monnt Februar find von 19 216 Männerit, Auflage gestellt und- freigesprochen. und da diese über Monatsende hinausreichen, so wurden hente 179 Frauen und 638 Kinder gestorben. Die Sterberate im Februar Der Reeder erklärte, er hätte nichts damit zu thun, ſein Prokurist 44 232 Frauen und 50 457 Kindern im ganzen 68 Männer, Die Sache kam vor die Straffammer als Berufungsinstanz. Diäten gezahlt, und das bringt den saumseligsten Abgeordneten zur erreichte somit nur ein Drittel der Höhe im Vormonate: 67 pro habe die Leute anzunehmen und zu kontrollieren. Der Kapitän und Stelle. Eigentlich ging der Kampf nicht um die betreffende Budget- 1000 gegen 189 pro 1000 in Januar. Allerdings ist auch diese der Maschinist erklärten, sie wüßten nichts von der Berkeilung, der pofition, sondern um eine papierne Resolution. Daß sich im Hause Rate noch immer dreimal so hoch wie die Durchschnittsziffer der Heizer müffe es gethan haben. feine Majorität finden werde, die die Mittel für eine seit vielen großen englischen Städte. Jahren bestehende Schule verweigern könnte, das war vortveg Der Schwindel der englischen Verlustangaben. ficher; thatsächlich wurde das Erforderliche für die so hart erftrittenen und so hartnäckig bestrittenen slovenischen Parallelklassen am Unter der Boeren bei der Einnahme der Beste Itala im ganzen 20 Tote Wie aus Boerenquellen mitgeteilt wird, betragen die Verluste gymnasium in Cilli mit der sehr beträchtlichen Majorität von und 37 Verwundete, während Kitchener seiner Zeit meldete, die 239 gegen 144 Stimmen bewilligt. Für die Bewilligung stimmten Boeren hätten 200 Tote und 300 Verwundete gehabt. Ebenso hatten auch die Socialdemokraten, denn der Besitz einer Schule ist die Boeren bei der Zerstörung der Kolonne Benson nur 13 Tote wohl ein zweifelloser Rechtstitel. Auch das Centrum und und 40 Verwundete, während Kitchener von 44 Toten und 100 Verdie sonst Tonangebenden der neutralen Gemeinbürgschaft, die verwundeten berichtet hatte. faffungstreuen Großgrundbefizer, stimmten für die Bewilligung. Der eigentliche Kampf entspann sich über eine Resolution, die beautragt wurde hatte und die im Budgetausschusse angenommen worden war. " Boriales. Steinarbeiter Verordnung. Und auch die Strafkammer sprach die drei Angetlagten frei. hat nicht den geringsten Vorteil davon, setzt aber sein Leben aufs Das ist doch sehr merkwürdig. Der Reeder hat den Vorteil von dem gemeingefährlichen Verfahren, aber keinerlei Gefahr; der Heizer Spiel. Soll man glauben, daß dieser, obwohl er die Gefahr genau tennt und auch weiß, daß er strafbar handelt, aus eignem Antriebe gehandelt hat? Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Sie besteht in einer Aufforderung“ Auf Grund des§ 120e der Gewerbe- Ordnung hat der Bundes fich die bisherigen Verwaltungsstellen auf und bilden dann eine Die Sattler haben ihre Verwaltungsstellen von Berlin und an die Regierung, die Parallelflassen in Cilli successive aufder Umgegend zu einer einzigen verschmolzen. Am 81. März lösen zulassen, dafür aber die in einer andren steirischen Stadt, in rat Bestimmungen über die Einrichtung und den Betrieb von Steins einzige unter dem Namen„ Ortsverwaltung Berlin". 8ur Regelung Marburg, bestehenden Parallelklassen zu einem selbständigen slovenischen soeben erschienen Reichs- Gesezblatte für 1902 Nr. 16 veröffentlicht wurde ein Kassierer angestellt mit 1800 W. Gehalt. Der Arbeitsbrüchen und Steinhauereien( Steinmetzbetrieben) erlassen, die in dem der Kaffenangelegenheiten und befferem Betreiben der Agitation Realgymnafium auszugestalten. Obwohl es nun feinem Zweifel werden. Sie lauten im wesentlichen. unterliegt, daß die Regierung dieser Aufforderung" nicht entsprechen.§ 1. In folchen Steinbrüchen und Steinhauereien, in denen 10-1 Uhr finden andre Angelegenheiten ihre Erledigung; die jetzt nachweis wird auf die Vormittagsstunden 9-10 Uhr verlegt; von würde, der Antrag also nicht mehr ist als eine leere Demonstration, regelmäßig fünf oder mehr Arbeiter beschäftigt werden, verzweigten Bibliotheken find zu einer gemeinsamen vereinigt fo erzeugte die Abstimmung dennoch heute die größte Aufregung. müssen für die im Freien befchäftigten Arbeiter zur Unterfunft und stehen jedem Mitglied unentgeltlich zur Verfügung. Die So läppisch der Anlaß war, so war es dennoch seit Taaffes Zeiten während der Arbeitspausen ausreichend große wetterdichte Räume Ausgabe der Bücher ist festgefegt auf Montag, Freitag und Sonnder erste Versuch, im Abgeordnetenhause eine antislavische vorhanden sein, welche genügend erhellt, mit einem dichten Fußboden abend von 6-1/ 28 1hr abends. Die Auszahlung der Reise- luterMehrheit zu formieren. Der Versuch mißlang schmählich; die verfchen und bei falter Witterung geheizt sind; sie müffen für jeden ftügung erfolgt zu allen angegebenen Bureauſtunden. Die MitResolution wurde mit 203 gegen 175 Stimmen abgelehnt. Die dauernd beschäftigten Arbeiter einen Sigplay enhaften. Auch müssen Socialdemokraten beteiligten sich an der Abstimmung nicht die Vorrichtungen zum Wärmen der Speisen vorhanden sein. der sehr richtigen Erwägung, daß der Streit um Cilli mit der Frage als Lager- oder Aufbewahrungsräume benutzt werden. Die Unterkunftsräume find täglich zu reinigen; fie dürfen nicht des praktischen Bedürfnisses nach einer Schule nicht mehr zusammens§2 schreibt die Errichtung von ausreichenden und ordentlichen hänge, sondern rein national- agitatorischen Tendenzen entspringe, Bedürfnisanstalten für diese Betriebe vor. dadurch aber jedes Jnteresses für die Arbeiterschaft entbehre. Die Deutschklerikalen, die die Abstimmung freigegeben hatten, stimmten zum Teil für die Resolution, die Italiener abſentierten sich. Und die Deutschen allein sind im öftreichischen Abgeordnetenhaufe die Minorität. F aus § 3 fagt, daß für kleinere Betriebe die zuständigen Verwaltungsbehörden diefelben Vorschriften erlaffen tömnen. aliederbeträge werden entgegengenommen im Bureau und in den Branchenverfammlungen von den Beitragssammlern; außerdem sind zwei Zahlstellen vorgesehen, wo jeden Sonnabendabend von 8-9 Uhr Beiträge entgegengenommen werden. Zahlstelle 1 ist bei C. Achterberg, Adalbertstr. 62( Nähe Gewerkschaftshaus), Zahlstelle 2 bei G. Weihnacht, Grünstr. 21. Das Bureau ist im Gewerkschaftshaus britter Stock Zimmer Nr. 30. des Vereins der Kleber Berlins und Umgegend haben fämtliche Schuße gegen die Unbilden der Witterung entweder Schutzdächer § 4. Für die im Freien arbeitenden Steinhauer müffen zum Achtung, Kleber! Laut Beschluß der Generalversammlung über den Wertstiden oder Arbeitsbuden errichtet werden. Die Arbeitsbuden müffen nach drei Seiten hin, insbesondere nach der Das Abstimmungsergebnis rief im Hause die stärkste Erregung jenigen der Hauptwindrichtung, gefchloffen werden können. hervor, es war eine Stimmung wie zur Zeit der wildesten§ 5. Jn Steinbrüchen und Steinhauereien find für die Arbeiter Obstruktionstämpfe. Die Rechte brach über die Demonstrierung der gesundes Trinkwasser oder andre geeignete Getränke vom Arbeit antideutschen Majorität in stürmischsten Beifall aus; die Altdeutschen geber in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. lärmten, pfiffen und klopften mit den berühmten Bultdeckeln, das Die im§ 3 bezeichneten Behörden können anordnen, daß die Haus glich zum Schlusse einem ganzen Narrenturm. Ironische Rufe: Hoch die deutschen Habsburger!" und eruſtgemeinte: „ Der Teufel hor das Parlament!" gellten durch den Enal, bis endlich der Präsident die Sitzung abbricht. So ging das östreichische Abgeordnetenhaus in die Osterferien! Spanien. Arbeitgeber den Arbeitern nicht gestatten dürfen, Branntwein in den Betrieb einzubringen. arbeitung von Sandstein die Arbeiter mindestens 2 Meter von § 6 schreibt vor, daß beim Bossieren oder der weiteren Beeinander entfernt fein müssen. The Nach§ 7 müssen, soweit es technisch zulässig ist, bei der Sandsteinbearbeitung die Werkstücke feucht gehalten werden und bei warmer und trockener Witterung auch der Fußboden, die ArbeitsDer Ministerrat beschloß, das Programm des Kabinetts dem buden und Werkstätten müssen täglich feucht gereinigt werden, wozu Barlament am 3. April zu unterbreiten. Der Minister des Junern der Unternehmer für Wasser zu sorgen hat. befaßt sich mit der Bildung eines Arbeiterdepartements, Nach§ 8 können die Verwaltungsbehörden solche Vorschriften welches beauftragt werden soll, einen Gesezentwurf über auch für Dolerit und ähnliche Gesteinsarten erlassen. Arbeitsverträge zu schaffen. Der Finanzminister ersuchte seine§ 9. In Steinbrüchen dürfen Arbeiter, die bei der SteinKollegen, ihre Budgets für den 4. April zur Beratung fertig zu gewinnung( dem Brechen, dem Unterschrämen, dem Hohlmachen, dem stellen. Der Kabinettsrat beschloß alsdann nach einem Vortrage des Herstellen und Besetzen von Bohrlöchern, dem Sprengen und der Ministers des Innern, über die Kongregationsfrage sowie gleichen) verwendet werden, nicht länger als zehn Stunden über die Maßregeln zum Inkrafttreten des Dekrets vom 19. Sep- ltäglich beschäftigt werden. Vereinsmitglieder dem Beschluß der Lohnkommission der Kleber und der Sektionsleitung des Verbandes nachzukommen und überall bei Angebot von Arbeit den Unternehmern, welche den Tarif noch nicht unterschrieben haben, denselben zur Unterschrift vorzulegen. In Weigerungsfall ist unbedingt der Leitung des Vereins im Bureau, Schüßenstr. 18/19, welches den ganzen Tag geöffnet ist, sofort Mitteilung zu machen, ebenso wenn eine Maßregelung von seiten der Unternehmer versucht werden sollte. Von der Leitung werden in beiden Fällen sofort geeignete Schritte unternommen werden. geöffnet. Während der Saison ist der Arbeitsnachweis den ganzen Tag Ferner wurde beschlossen: Da voraussichtlich in der stillen Beit von den Unternehmern wieder Lohnreducierungen und Maßregelungen versucht werden, dieses aber auf das nachdrücklichste zurückgewiesen werden soll, zur Stärkung des Streiffonds von jedem arbeitenden Stollegen für die beiden Märzwochen pro Woche 1 M. und für die beiden ersten Aprilwochen pro Woche 50 Pf. Extrabeitrag zu ers heben. Arbeitslose haben sich Mittwochs und Freitags von 10 bis 12 Uhr vormittags zur Abstempelung zu melden. Jeder Stempel gilt für einen halben Beitrag. In der letzten Nummer der Meister- Zeitung wird offen aufgefordert, die Kollegen, welche die im Tarif aufgestellten Preise verlangen und vornehmlich die im Kleberverein organisierten Kollegen auf das Pflaster zu werfen. Erfülle daher ein jeder Kleber seine Pflicht, damit die Errungenschaften des legten Streits nicht wieder verloren gehen, sondern voll und ganz durchgeführt werden. " | Die in Nr. 65 des Vorwärts" vom Dienstag, den 18. März, als gesperrt aufgeführten Firmen bleiben bis auf weiteres gesperrt. Die Lohntommission der Kleber Berlins und Umgegend. Bureau: Schützenstr. 18/19, Amt I 1308. Achtung, Metallarbeiter! Der Streit bei der Firma Altmaun dauert unverändert fort. Die Firma und der Nachweis der Kühnemänner machen die größten Anstrengungen, Ersatzkräfte zu be= kommen. Allerliebst ist dabei das Mittel, das Herr Kleffel vom Nachweis in der Gartenstraße dabei anwendet. Der Herr verspricht denen, die sich eventuell bereit zeigen, nach Marienfelde zu fahren, Speiſemarken für die Volksküche. Aber das Mittel zieht so wenig, daß bis jetzt sich eine irgendwie in Betracht kommende Zahl von Arbeitswilligen nicht gefunden hat. Das Streittomitee. Macht viermal. Man vergleiche damit unfren geftrigen Auszug aus der Berichtigung des Herrn, die dieser uns durch den§ 11 des Preßgefezes aufzwingen wollte. In den„ Correspondent"- Bericht heißt es auch in einer Berichtigung... an die Adresse der Sächsischen Arbeiter zeitung"": Neu- Weißensee. Die Gemeindewahlen der dritten Abteilung haben, wie schon kurz gemeldet, mit einem vollständigen Siege unfrer Kandidaten geendet. Die unterlegenen Gegner haben sich doppelt blamiert. Einmal durch ihre Niederlage, die sie trotz ihrer wenig einwandsfreien Kampfesweise erlitten, dann aber auch dadurch, daß fie auf ihr gegebenes Wort, in der dritten Klasse keine Kandidaten Wir haben nur ein einziges Mal, und zwar im Jahre aufzustellen, so wenig Wert gelegt haben, die Gegner haben uns wirlich 1897, den Gasch wegen gröblicher persönlicher Beschimpfungen durch die Aufstellung ihrer Kandidaten ein Vergnügen bereitet, denn verklagt." schließlich gewinnt eine Sache mehr an Reiz, wenn man einen Gegner Uns mutete Herr Nerhäuser zu, zu berichtigen, daß er noch vor sich sieht, der mit dem Aufwand aller zu Gebote stehenden nie gegen Mitglieder dieser Gewerkschaft eine gerichtliche Klage er- Machtmittel den Ausgang des Kamfes zu seinen Gunsten herbeihoben habe." Da wir dieses nicht behauptet hatten, nahmen wir führen will. Und der Machmittel standen unsren Gegnern im ersten stellung derselben mit seiner oben citierten Berichtigung an die alten Wahrspruch aller Philister:" Wes Brot ich eß, des Lied ich von dieser Berichtigung gestern keine Notiz. Die Gegenüber- Bezirk genügend zur Verfügung. Fast möchte man sagen, daß den " Sächsische Arbeiterzeitung" ist aber so interessant, daß wir sie der finge", auch unfre Gegner in diesem Falle als unumstößliche Oeffentlichkeit nicht vorenthalten wollten. Wahrheit angesehen haben. Gemeinde- und Amtsbeamte, Lehrer, Achtung, Lackierer! Der Lackierer Haase, der von seinen aus dem Rheinland gemeldet: In Mülheim a. th. fiegten die reißen. Das Wahlverfahren sorgt dafür, daß alle dieſe abhängigen Mehrere bedeutende Gewerbegerichts. Wahlfiege werden Straßenbahn- Angestellte und Postbeamte waren bis auf den legten Mann aufgeboten, um mit deren Stimmen uns den Sieg zu entorganisierten Kollegen zum Altgesellen gewählt wurde, ist aus diesem freien Gewerkschaften mit 2158 Stimmen über die christlichen". Leute, denen es mitunter ganz anders ums Herz herum sein mag, Grunde von seinem Arbeitgeber, Herrn Krugger, Oranienſtr. 119, welche nur 1096 Stimmen erhielten. In Kalt erhielten die freien im Sinne der Gegner stimmen mußten. Doch konnte natürlich alles gemaßregelt worden. Der Gemaßregelte bekleidete mehrere Gewerkschaften 1929 Stimmen gegen 1538 christliche". Schließlich Jahre die Stelle eines Werkführers im Geschäft des Herrn Krugger. fiegten die freien Gewerkschaften zum erstenmal in der Bürger- nicht verhindern, daß auch dieser Bezirk, der bis dahin noch nie in unfren Händen war, Herrn Fleischermeister Gabriel, Oppelnerstr. 45, welcher in meisterei aumar mit 147 gegen 117 Stimmen. mit überwältigender Mehrheit für die Kandidaten der Arbeiterpartei votierte. An den Genossen der Nr. 69. des Vorwärts" berichtigt, daß er keinen Gesellen gemaß- breiteten die„ Christlichen" die Wahlparole: Die Schwarzen und die regelt, sondern denselben nur wegen schlechter Leistungen entlassen Blauen, die werden die Roten verhauen!" Es kam umgekehrt, die weiten Wählerklasse liegt es nunmehr, durch die Wahlen am kommenden Dienstag diesen Sieg zu vervollständigen. hat, erwidert die unterzeichnete Ortsverwaltung, daß der Geselle Schwarzen büßten sämtliche Eige ein, die sie bisher inne hatten. entlassen wurde, nachdem seine Eigenschaft als Bevollmächtigter des Die gesamten Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuhfabrik Centralverbandes der Fleischer mit voller Namens- und Wohnungs- von Lüder u. Co., Wurzen( Sachfen) find infolge Differenzen in nennung, auch des Meisters Gabriel, bei dem er beschäftigt war, in den Streit getreten. Ursache hierzu gab, daß bei Einrichtung der der Meister- Zeitung gestanden hatte. Der betreffende Gefelle hatte Teilarbeit den Stepperinnen ein Lohnausfall von 2-6 M. zugemutet eine Beschwerdeschrift an die Aufsichtsbehörde gefandt, die der wurde. Im Streite befinden sich 60 männliche und 31 weibliche Innung zur Begutachtung vorgelegen und woraus sie auch den Arbeiter. Zuzug ist fernzuhalten. Uebelthäter entdeckt hatte. In Bezug auf die allgemeinen minderwertigen Leistungen des Gesellen ist diesem auch vom Meister nichts " gesagt worden. Die Ortsverwaltung des Centralverbandes der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands. " Deutsches Reich. In Kalt ver Zuzug von Tischlern ist von der Leo Mellerschen Eisschrankrenzen fernzuhalten. und Büffettfabrit in 2 udwigshafen wegen ausgebrochener Diffe Und als wenn unserm Parteigenossen Hermann Lehmann und dem Mischmasch Mariendorf. Die Stichwahl für die dritte Abteilung, zwischen Kandidaten Dr. Leutloff, findet am Montag im neuen Schulhause in Mariendorf und am Dienstag im Restaurant Dahl in Südende, Lichterfelderstraße, in der Zeit von 12-5 Uhr statt. Den Mariendorfer Wählern, welche es am ersten Wahltage nicht er: möglichen konnten, ihr Wahlrecht auszuüben, ist Gelegenheit gegeben, zu diefes noch am Schlusse der Wahlaktes in Südende thut. Noch einmal, Parteigenossen, thue ein jeder seine Die Münchener Schneidermeister wollen das Offizier: Pflicht nud agitiere kräftig für unsren Kandidaten. Schon frohlocken forps mobil machen. Sie haben an dasselbe ein Cirkular ge Der Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirts lange geplante Aussperrung der Schneider als einen Gewaltakt gewicht legen fie natürlich auf die Vollmachten und die Jagd nach schickt, in dem sie die von ihnen vorgenommene und nachweislich unsre Gegner, daß sie des Sieges bereits sicher sind. Ihr Hauptgehilfen. Der vierte Verhandlungstag begann mit einem Referat der Bösch- Berlin über Arbeiterschuß im Gastwirts- beginnt: An der Spize der Schneidergehilfen Bayerns steht seit stande, es sich ein Stück Geld kosten zu lassen. Eines nur können Arbeitnehmer darstellen. Das originelle Schriftstück diesen grenzt ans Unglaubliche; die Herren sind ja freilich im Gewerbe". Der Referent beschränkte sich auf die Erläuterung einigen Jahren ein socialistischer Agitator, der ebenso fie nicht kaufen, das ist die freie selbstlose Thätigkeit, der rastder von ihm unterbreiteten Resolution, die nach kurzer Diskussion brutal als begabtist." Nun folgen die Schandthaten dieses lose Eifer, der unsre Parteigenossen beseelt. Und wenn wir noch einstimmige Annahme fand, und die folgenden Wortlaut hat: Der Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirts- Gehilfen gitators, der den Schneidern( man höre und schaudere!) einen einmal die Säumigen heranziehen und aufklärend in jeder Beziehung Der Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirts- Gehilfen festen Wochenlohn bei acht- oder neunstündiger Arbeitszeit verschaffen wirken, so kann der Sieg nicht ausbleiben. erklärt: Die Bestimmungen der Bundesrats- Verordnung sind nicht will, und dann kommt obige Verdrehung des Thatbestandes. Die geeignet, die berechtigten Wünsche der Gastwirts- Gehilfen zu be- Offiziere werden dann aufgefordert pardon! an ein hohes friedigen. Der Verbandstag hält hält an den von dem all Offizierkorps wird die gehorsame Bitte"( wörtlich!) gerichtet, 3-5 Uhr, finden im hiesigen Schulhause die Wahlen der dritten Marienfelde. Am Dienstag, den 25. März, nachmittags von gemeinen Fachkongreß aufgestellten Forderungen fest und etwaige Aufträge bis nach Beendigung des Zwistes zu reservieren Wählerklasse zur Gemeindevertretung statt. betrachtet die Erringung derselben nach wie vor als das zunächst und sie feiner andren Firnia zuzuwenden. Unser Kandidat ist der zu erstrebende Ziel. Muß auch die Bundesrats- Verordnung als un- das selbstverständlich wäre, daß die Herren Offiziere, die wir sorgen, daß nicht nur die Intereffen der Befizenden, sondern auch Maurer Friedrich Greulich. Genossen! Es gilt dafür zu genügend bezeichnet werden, so gilt es nichtsdestoweniger, für Durch höher einschätzen, wortbrüchigen Kapitalisten bei der Niederwerfung die der Arbeiterschaft in der Gemeinde Vertretung finden. führung der zu Gunsten der Gehilfen erlassenen Bestimmungen ihrer Arbeiter beistehen müssen, heißt es zum Schluß:„ Einem hoch- Pflicht eines jeden Wählers, an der Wahlurne zu erscheinen und seine Es ist Sorge zu tragen. Zu diesem Zweck beschließt der Verbandstag: verehrlichen Offizierkorps sagen wir für das hochgeschätzte Entgegen Stimme für unsren Kandidaten abzugeben. Säume niemand, wenn Die Hauptverwaltung wird beauftragt, eine kleine Broschüre, ent- kommen im voraus herzlichen Dank und zeichnen hochachtungsvoll haltend die Verordnung mit den nötigen Erläuterungen, heraus gehorsamst" usw. Die Arbeitnehmer waren so frei, dem Cirkular auch die Wahlzeit eine ungünstige sein möge, sein Wahlrecht auszugeben. Die Ortsverwaltungen sind verpflichtet, für möglichste des Arbeitgeberverbandes an das Offizierkorps ein andres nachAufklärung über die Verordnung( durch die Vorträge usw.) Sorge zusenden, das die Dinge richtig stellt. In Elberfeld haben die zu tragen. In allen Städten mit über 20 000 Einwohnern, Schneider bei zwei Firmen die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem vertreterwahl an 20. d. M. der Genosse Mertins mit 183 gegen Johannisthal. Wie bereits gemeldet, wurde bei der Gemeindes denen sich Ortsverwaltungen unfres Verbandes befinden, die betreffenden Geschäftsinhaber wesentliche Zugeständnisse gemacht 42 gegnerische Stimmen gewählt. Diese 42 gegnerische Stimmen ist bei der Polizeibehörde sofort die Ausdehnung der Ruhezeit auf haben, bei drei Firmen wurde der Ausstand durch Entgegenkommen find übrigens ungültig, da der Betreffende gar nicht in der Wählerneun Stunden zu beantragen. Ueber das Resultat dieser Eingaben der Juhaber vermieden; im Ausstand sind noch die Arbeiter zweier ist der Hauptverivaltung eingehend zu berichten. Ebenso ist der Firmen, doch dürften im Laufe der nächsten Tage noch mehrere Ge- liste verzeichnet war. Hauptverwaltung von allen Fällen, in welchen durch die Ver- schäfte hinzukommen. waltungsbehörden die Arbeitszeit auf 17 Stunden festgesetzt wird, Mitteilung zu machen. Von den Uebertretungen der Verordnung seitens der Unternehmer ist den zuständigen Behörden Anzeige zu erstatten. Das gesamte Material ist zu sammeln und der Hauptverwaltung zu überweisen. in Es folgt fodann ein Referat des Vertreters der General fommission a bath über: Unfallversicherung im Gastwirtsgewerbe." Redner weist durch umfangreiches Material die Notwendigkeit nach, die Unfallversicherungs- Gefeßgebung auf das Gastwirtsgewerbe auszudehnen. Eine Diskussion wurde nicht beliebt. Folgende von Sabath unterbreitete Resolution fand einftimmige Annahme: Das Landgericht Fürth hatte am 4. November v. J. die Glasarbeiter Beilmeist, Schaller und Dirschert zu je 3/2 Monaten, Kopp und Kalig zu je 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie wurden beschuldigt, beim Glasarbeiter- Streit im April 1901 Arbeitswillige beleidigt, verfolgt und mit Steinen geworfen zu haben. Die Angeklagten stellten jede Schuld an dem damaligen Auflauf in Abrede, fie wurden aber verurteilt auf die Aussage eines einzigen Belastungszeugen hin, der kein gut beleumundeter Mensch ist und schon wiederholt wegen Messerstechereien schwere Strafen verbüßt hat. Andre Bengen bekundeten, daß die Angeklagten bei dem Auflauf teils über haupt nicht anwesend waren, teils zu entfernt standen, um die ihnen Das Gastwirtsgetverbe ist von dem Gesetz: betreffend die Unfalls zur Last gelegten Handlungen begehen zu können. Das Reichsgericht bersicherung der gewerblichen Arbeiter, ausgeschlossen. Der Verbands hat nun das Urteil bestätigt, und die Verurteilten haben ihre Strafen tag beauftragt deswegen die Hauptverwaltung: In Erwägung der dieser Tage angetreten. Drei von ihnen find Familienväter, zwei Thatsache, daß die Unfallgefahr im Gastwirtsgewerbe eine sehr große sind noch ledig. Das Gewerkschaftskartell in Fürth beschloß, für die ist und mit der fortschreitenden Entwicklung des Gewerbes inmer Dauer der Haft den Angehörigen Unterstügung zu gewähren, und mehr an Umfang zunimmt, das diesbezügliche Material zu sammeln zwar den Frauen resp. Eltern je 15, für jedes sind eine Mart pro und sodann eine Petition an Bundesrat und Reichstag einzusenden, Woche. in der die Notwendigkeit der Einbeziehung des Gaftivirtsgewerbes in die Unfallversicherung nachzuweisen und zu verlangen ist. Ausland. Die Bäcker Stockholms haben am Donnerstag einstimmig In der Nachmittagsigung wird auf die Punkte Presse und beschlossen, vorläufig nicht in den Streit zu treten, sondern den AbHauptverwaltung zurückgegriffen, welche bis zum letzten lauf ihrer Tarifgemeinschaft abzuwarten. Sollten die Meister aber Lage zurückgestellt worden waren. Die vorliegenden Anträge wünschen Brot nach Göteborg liefern, so soll die Arbeit niedergelegt werden die Errichtung eines Bureaus für die Hauptverwaltung; ein andrer zuüben. In der zweiten Abteilung wurde der Baron von Trüzschler mit 25 gegen 10 Stimmen, welche auf den bisherigen Vertreter, den Gastwirt Kahlenberg, fielen, gewählt. Ju der ersten Abteilung wurden für den bisherigen Vertreter, Baumeister Schmidt, 3 Stimmen und für den Amtsbaumeister Boseck 5 Stimmen abgegeben. Die auf den letzten entfallenen fünf Stimmen wurden indessen vom Wahlvorstand einstimmig für ungültig erklärt, da der Betreffende noch kein Jahr im Orte wohnt. Von einzelnen Wählern des Herrn Poseck wird nun durchaus unzutreffend behauptet, daß unsre Genoffe, welche den Wahlvorstand besetzt hatten, nur deswegen die auf Pofect gefallenen Stimmen für ungültig erklärt hätten, weil dieser an feinem früheren Wohnorte, Adlershof, in einem gegen den Maurermeister Pförtner eingeleiteten Majestätsbeleidigungs- Verfahren eine bestimmte Rolle gespielt hat. Dies trifft aber nicht zu, nur der flare Wortlaut der Landgemeinde- Ordnung war für den unter Mitwirtung des Gemeindevorstehers einstimmig gefaßten Beschluß makgebend. Nowawes. Der Wahlkampf in Nowawes, der mit einem so glänzenden Siege unsrer Parteigenossen endigte, trug diesmal den Charakter einer endgültigen Kraftprobe. Von unsren Gegnern war vorher erklärt worden, daß man diesmal alles daranfeßen würde, un die letzten Sitze der dritten Abteilung nicht in unfre Gewalt kommen zu lassen. Jedoch vergebens war der Liebe Müh, denn mit einer vierfachen Majorität wurden unsre Genossen gewählt, und es dürfte fünftighin jeder derartige Verſuch der Gegner als zwecklos zu betrachten sein. Die fünf Sige der dritten Abteilung sich mit der Etatsaufstellung; es ging daraus hervor, daß Einnahme gehören von jetzt an uns. Die letzte Gemeindevertretersizung beschäftigte und Ausgabe sich auf 156 450 M. belaufen. Beim Titel Kirchenverwaltung wurde von unsrem Genossen Gruhl darauf hingewiesen, daß jede Religionsgemeinschaft die Mittel, deren sie benötigt, felbft aufbringen sollte und es deshalb notwendig wäre, den Titel im Etat zu streichen. Die Steuerzuschläge wurden folgendermaßen fests ausgesetzt: Antrag will, daß, die Posten des Redacteurs und Vorsißenden ge- differenzen in den Ausstand getreten. Die Ausständigen drohen Ein Teil der städtischen Arbeiter in Toulon ist wegen Lohntrennt werden, sowie daß den Beamten des Verbandes die Neben die Arbeitswilligen an der Arbeit zu verhindern; es werden aus beschäftigung" untersagt werde. Alle diese Anträge, die durchweg von Berlin aus gestellt sind, werden mit allen gegen die Berliner diesem Grunde Militärposten aufgestellt werden. und die Magdeburger Stimmen abgelehnt. Der Antrag auf Errichtung eines Verbandsarchivs wird angenommen. Annahme fand ferner folgender Antrag: Der Verbandstag erBu den Gemeindewahlen. flärt sich im Princip mit der Schaffung einer Pensionskasse für die Wahlenthaltung in Baufow. Von dem Grundsatz aus gefeßt: 8ur Staatseinkommen und zur fingierten Einkommen Gewerkschaftsbeamten einverstanden und wird sich der Verband feiner gehend, daß nur Genossen, welche Schulter an Schulter mit uns steuer 180 Proz zur Grund-, Gebäude und Gewerbesteuer Zeit dieser Einrichtung anschließen. fämpfen, der Ehre teilhaftig werden sollen, von uns gewählt zu 200 Broz, und zur Betriebssteuer 50 Proz. Die Hundestener ist Zum Schluß der Verhandlungen entspinnt sich noch eine lange werden, sehen wir uns in die Lage versezt, zu der am Montag, von 4 auf 6 M. pro Jahr erhöht worden. erregte Debatte über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Gastwirts- den 24. März, stattfindenden Nachwahl für den zweiten Bezirk der gehilfen in den Gewerkschaftshäusern. Die Delegierten von Frank dritten Abteilung Wahlenthaltung zu proklamieren. Genossen, furt führen bittere Klage über die Verhältnisse im dortigen wir haben vergebens in unsren Reihen Umschau gehalten, Trozdem Als Delegierter zum Gewerkschaftstongreß wird Bösch, als Ersatzman 8illmann Hamburg gewählt. Senat. Gewerkschaftshause, die von Breslau können von einen größeren um Männer zu finden, welche die durch Gesetz vorgeschriebene Lehte Nachrichten und Depelien. Entgegenkommen der dortigen Verwaltung berichten. Es gelangt aus befizer Qualifitation besigen. eine Resolution zur Annahme, in welcher gefordert wird, daß die vor einer Woche unfre Vertreter mit weit über 200 Verwaltungen der Gewerkschaftshäuser verpflichtet werden sollen, die Stimmen Mehrheit in die Gemeindevertretung sandten, müssen Forderungen des Fachkongreffes der Gastwirtsgehilfen in ihren Be- wir jetzt Salt machen, um einer der reaktionärsten Bestimmungen der Paris, 22. März.( W. T. B.) Bei der Beratung des Heerestrieben zur Durchführung zu bringen. Diese Resolution soll dem Landgemeinde- Ordnung gerecht zu werden. Mögen unsre Gegner budgets erklärte der Kriegsminister in Beantwortung verschiedener Gewerkschaftskongreß unterbreitet werden. Hierauf erfolgen die ohne schamrot zu werden, diese Erklärung entgegennehmen; gönnen Kritiken, die Armee dürfe nicht Politik treiben; nun hätte die Wahlen; als 1. Vorsitzender und Redacteur wird Bösch, als wir ihnen ihren Triumph. Benüßen wir die nächsten zivei Jahre Regierung den Eindruck gehabt, daß der Regierung und dem Haupttaffierer Ströhlinger wiedergewählt. Ueber den Ort des zum Ausbau unsrer Organisation, um mit größerer Majorität die Lande eine Gefahr drohe. Eine bestimmte Partei suche fich nächsten Verbandstags entscheidet die Hauptverwaltung. legten bürgerlichen Vertreter der dritten Abteilung zu beseitigen. der Armee zu vergewissern und dränge sie dazu, Politit Gehe feiner unsrer Wähler am Montag wählen; zu treiben. Er habe deshalb intervenieren zu müssen gejeder übe Wahlenthaltung. glaubt. Ein Offizier müsse sich darauf beschränken, seine HochEinen beachtenswerten Erfolg haben die Arbeiter der Firma Groß- Lichterfelde. Die Stichwahl im zweiten Kommunal- achtung vor der republikanischen Form zu bezeugen, alle anderen Steinfeld und Blasberg in Hannover errungen. Vor kurzem brachen Wahlbezirk( Westen) findet am Dienstag, den 25. März, politischen Kundgebungen find ihm untersagt.( Beifall.) Der Minister Differenzen aus wegen Verlängerung der Arbeitszeit, dieselbe sollte y llmannstraße 7, statt. Eine Einigung unter den Gegnern glaubte, um das Avancement zu regeln; er versicherte, er habe nachmittags 3-8 Uhr, im Fichtelschen Klubbause, rechtfertigt alsdann die Maßnahmen, welche er ergreifen zu müssen von 93/4 Stunden auf 10 Stunden erhöht werden. Nach mehrmaligen ist bis zur Stunde nicht erzielt, und wenn nicht alle Anzeichen trügen, 400 Gmpfehlungs schreiben, welche er seit der letzten Aufstellung der Bes Verhandlungen, aus denen der Arbeitgeber entnehmen konnte, daß förderungsliste erhalten habe, einfach verbrannt. Den Offizieren steht die Arbeiter unter feinen Umständen sich diese Verlängerung ihrer dürfte eine solche auch nicht mehr zu stande kommen. Arbeitszeit gefallen lassen würden, fand eine„ Einigung" statt der- In einem Artikel:" Zur Stichwahl" fleht der„ Lokal- Anzeiger" es vollkommen frei, ihre Meinungen auch in politischer Hinsicht zum gestalt, daß allerdings die 93/ 4stündige Arbeitszeit nicht beibehalten, den außerhalb des Kartells stehenden bürgerlichen Kandidaten an, Ausdruck zu bringen, unter der Bedingung allerdings, daß fie die sondern an Stelle der geplanten 10stündigen die 91/2 stündige Ar- leine Standidatur doch im Interesse der bürgerlichen Parteien in Republik und die Beamten, welche sie vertreten, respektieren.( Beifall bertszeit tritt. Ein Erfolg, der nicht zuletzt dem Umstande zuzuletter Stunde noch niederzulegen. Es wird an seine nationale auf der Linken.) Damit ist die Generaldebatte geschlossen. Die und patriotische schreiben ist, daß sämtliche Arbeiter, etwa 120, organisiert sind. und Gesinnung" feine Eigenschaft als Weiterberatung wird auf Montag vertagt. Borsigender eines Kriegervereins" appelliert. Unter diesen Wie Herr Reghäuser berichtigt. Der„ Correspondent für Umständen ist der Sieg des socialdemokratischen SaudiDeutschlands Buchdrucker" bringt in seiner Sonnabend- Nummer einen daten durchaus nicht unwahrscheinlich, vorausgesetzt, daß die Bericht über die Klage der drei Gewerkschaftler gegen Rerhäuser, Arbeiterschaft ihre volle Schuldigkeit thut und der von diesem Herrn selbst verfaßt ist. In dem Bericht heißt es: die paar Tage vor der Wahl noch durch energische Agitation „ Die Verhandlungen sind einmal vom Gerichte selbst aus ausnutzt. Der einzige Kandidat der werkthätigen Bevölkerung ist uns unbekannten Gründen, einmal wegen meiner Abwesenheit Redacteur Heinrich Wester, Dratestr. 48. ( zu den Tarifverhandlungen in Berlin) und weimal wegen Die Parteigenossen des östlichen Bezirks haben sich am Dienstag meiner Krankheit, welche durch ärztliches Attest nachgewiesen vollzählig dem Wahlkomitee zur Hilfeleistung bei den Wahlarbeiten war, vertagt worden." zur Verfügung zu stellen. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin " Straßburg i. Elf., 22. März.( W. T. B.) Von den bei dent vorgefirigen Poftdiebstahl abbanden gekommenen 34 000 M.( nicht 20 000 m. in einem Briefkasten am Hause des Postamtes I vor 3400 M., wie gestern irrtümlich telegraphiert) wurden heute gefunden. London, 22. März.( W. T. B.) Nach einer Lloyds- Meldung aus Kaltutta ist der deutsche Dampfer ,, Stolzenfels" bei Shalimar Point aufgelaufen. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 70. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Das Eisenbahnunglück bei Altenbeken vor Gericht. Nach einer längeren Auseinandersetzung zwischen dem Borsigenden und den Verteidigern über die Anziehung des§ 14 begann das Plaidoyer des Staatsanwalts. Er verbreitete sich über die technische Seite der Angelegenheit, erörterte das Moment der Fahrlässigkeit und betonte, daß die Beweis aufnahme an der Schuld des Angeklagten Kleinhans feinen Zweifel gelassen habe. Dieser sei schuldig, weil er gegen die gedruckten Dienstvorschriften verstieß, weil er gegen den Gebrauch handelte, und weil er gegen diejenigen Dienstvorschriften verstieß, die sich für Kenntnis des Eisenbahndienstes ergaben. Im weiteren legte er dar, daß auch die übrigen Angeklagten gegen ihre Dienstanweisung gefehlt hätten. Er beantragte daher, gegen Kleinhans auf ein Jahr, gegen Meyer und gegen Peters auf je sechs Wochen Ge fängnis zu erkennen. Sonntag, 23. März 1902. Angeklagten herbeiführen. Allein in der Preffe und im Barlainent der Bevölkerung kein Boden für den Geisterspuk sei. So wenig wie 63 Uhr zieht sich der Gerichtshof zur Beratung zurüd. Gegen 8 Uhr abends tritt der Gerichtshof wieder in den Saal. Unter atemloser Spannung des überfüllten Zuhörerraums verkündet der Vorsitzende, Landesgerichtsrat Krönig, folgendes Urteil: Peters und Kleinhans die Kosten des Verfahrens auferlegt. Berliner Partei- Angelegenheiten. machen, sie volle aus unedlen Belveggründen eine Verurteilung der Damit ist aber durchaus nicht gefagt, daß in der großen Masse ist der Bortvurf erhoben worden, daß das Unglück bei Altenbeden Gesund beten und Kartenlegen fich auf die oberen Zehnin der Hauptsache durch das Sparsystem, das leider Gottes taufend beschränken, so wenig macht der Spiritismus vor dem Ueber die Verhandlung des heutigen Sonnabend meldet ims bon der preußischen Eisenbahnverwaltung befolgt wird, ge- Proletariat Halt. Die vielen spiritistischen Vereine zu Berlin schehen sei. ES ist daher nur menschlich, tveitit die zählen denn auch manchen kleinen Mann, manchen Arbeiter zu Mitder Draht aus Paderborn, daß unmittelbar nach der Er- preußische Eisenbahnverwaltung die Schuld von fich ab- gliedern, und diefe Leute mühen fich mit ganz besonderem Eifer, für öffnung der Antrag des Justizrats Lenzmann auf Ladung des zuwälzen und durch eine Verurteilung der Angeklagten den ihren bedenklichen Sport Anhänger zu werben. Die große BerTelegraphen Inspektors Hering zum giveitenmal abgelehnt wurde. Beweis zu führen sucht, daß andre den Unglücksfall verschuldet breitung des Spiritismus wurde bestätigt in einem Borirage, den Rechtsanwalt Dr. Barnan stellte mit Rücksicht auf das une haben. Deshalb habe man sich den Herrn Gager ausgewählt, weil ein eifriger Bekämpfer des Aberglaubens, Herr Erichsen aus erwartete Gutachtent des Direktionsrates Geyer( der am Tage man deffen Gutachten vom Ludwigshafener Prozeß her fannte und Breslau gestern im Hoffmannhause vor den Angehörigen der Preise vorher im Einverständnis mit dem Sachverständigen Regierungs- wußte, daß er auch die preußische Eisenbahnverwaltung entlasten hielt. Dieser Herr hat in den elendeſten Distrikten Deutschlands, in rat Dane erklärt hatte, daß der Angeklagte Kleinhans würde. Damit erhebe ich aber gegen die preußische Eisenbahne den Fabrikdörfern des fächsischen Erzgebirges Studienreiſeit gemacht leichtfertig gegen feine Dienstanweisung gehandelt habe) eine verwaltung nicht den mindesten Vorwurf. Herr Peters hat sich den und dabei entdeckt, daß es kaum ein noch so fleines Neft giebt, in Reihe von Beweisanträgen. Diefe gehen bahin, eine ganze Serrn Stationsvorsteher Reimann sicherlich nicht deshalb als Gut- welchem nicht allwöchentlich ein mehr oder minder großer Kreis ein Reihe in Berlin stationierter Zugführer zu laden, die sämtlich achter gewählt, weil er der Ansicht war, daß dieser zu seinen Un- facher, kaum oder gar nicht mit der modernen Bildung in Be beunden wollen, daß in solchen Fällen nicht gedeckt wird, und gunsten aussagen werde. rührung gelommener Leute sich an Tischrücken und ähnlicher Unterdaß sie in solchen Fällen nicht decken würden, wenn der Aufenthalt nicht länger als zehn Minuten dauert; ferner daß sie Wachen nur Verteidiger anschließen. Die Angeklagten erklären, daß sie sich den Ausführungen ihrer halting erlustrierte. Drei Gebiete unterschied Herr Erichsen als in Betracht kommend: ausstellen würden, wenn ein Teil des Zuges auf der Strecke liegen Das Gedankenlesen, die hypnotischen Künste und die bleibt. Der Verteidiger beantragt weiter, daß das amtliche Stenos Tricks, die im eigentlichen Sinne unter dem Sammelbegriff des gramm der Sigmig in preußischen Abgeordnetenhause vom Spiritismus fallen, und auf allen drei Gebieten bot der 18. Januar 1902 verlesen werde, das beweise, daß der Minister für Redner und Experimentator Proben der auch von ihm erivorbenen öffentliche Arbeiten und der Unterstaatssekretär Fleck erklärt haben, daß dem Angeklagten nur das Nichtauslegen von Knallsignalen wegen Künste. Neberall ist zu unterscheiden zwischen Experimenten, die auf des Rebels zum Vorwurf gemacht werden könne. Im weiteren Der Gerichtshof ist der Ansicht, daß der Angeklagte Peter bloßen und zumeist recht plumpen Taschenspieler- Runftstiden beruhen, wären folchen Künsten, die eine außergewöhnliche Sensibilität bei dent Verlauf der Verhandlung fam es zu einer erregten Auseinander gegen den§ 14 der Zugführer- Ordnung verstoßen hat. Peters wäre ausführenden zur Voraussetzung haben. Der Amerikaner Cumberfetzung zwischen dem Vorsigenden und dem Verteidiger Justizrat verpflichtet gelesen, ganz besonders angesichts des starken Rebels, land, der vor zwei Jahrzehnten durch sein Gedankenlesen die geLenzmann. Dieser erklärte: Ich muß bereits jetzt mit der den Zug Sofort git becken. Der Umstand, daß andre bildeten Kreise so schor, daß er ein Vermögen von zehn Millionen Möglichkeit einer Vertagung rechnen. Dann würde ich die Ane Zugführer ebenso handeln, kann den Angeklagten nicht straf- aus Europa in die neue Welt hinüberführte, arbeitete mit ausberaumung eines Lokaltermins beantragen, um die Tragiveite des frei machen. Der Angeklagte Meher hat gegen seine geflügeltem Raffinement auf beiden Wegen. Gine mit seiner Schalles an Ort und Stelle festzustellen. Ich erfahre zu meinem dienstlichen Vorschriften nicht verstoßen, er war daher frei Mittelsperfon vereinbarte Art des Antwortens brachte im Berein Erstaunen, daß bereits eine Art Lokaltermin stattgefunden hat. mit der durch unausgefeßte lebung erworbenen Feinfühligkeit der Präsident( mit Nachdruck): Ich muß das entschieden in Abrede ausprechen. stellen! Sinne die überraschendsten Resultate zuwege. Auch Herr Erichsen Justizrat Lenzmann: Es hat also eine LokalbesichDer Angeklagte Kleinhans hat dagegen seine Dienst- experimentierte auf diesem Gebiete geschickt und erzielte ebenfalls im tigung stattgefunden seitens der staatlichen Organe und seitens der vorschriften in erheblicher Weise verletzt. Er mußte fich sagen, der Hypnotisieren einige augenfällige Wirkungen. Herren Sachverständigen. Einem der Herren Verteidiger wurde das D- Bug lag zwischen Schürenberg und Keimberg, er konnte nicht an- Am interessanten war es, wie Herr Erichsen den spiritistischen wenigstens mitgeteilt, mir aber nicht. Ich habe gehört, die nehmen, daß das verlangte freie Fahrt" dem D- Bug gelte, denn er Großthaten auf den Grund ging und namentlich die wirklich recht Richter haben sich die Dertlichkeit angesehen. Präsident: hatte diesem Bug freie Fahrt schon gegeben. Der Angeklagte wäre plumpen Späße der jetzt verhafteten Anna Rothe nachahmte. Diese Das werden Sie uns nicht verargen können, wir können verpflichtet gewesen, ehe er freie Einfahrt gab, sich zu überzeugen, Berfon ist, wie erinnerlich, besonders dadurch interessant geworden, frei gehen, wohin wir wollen. Justizrat 2 enzmann: ob die Strede wirklich frei war. Dadurch ist das Unglück entstanden. daß sie ungleich den meisten andren Medien ein Weib aus dem Die Besichtigung muß jedenfalls mit der ganzen vom Gesetze vor. Der Angeklagte Kleinhans hat sich daher ebenfalls der Gefährdung Bolle ist, eine arme Arbeiterfrau, ungeschliffen in Ausdruck und Aufs geschriebenen Garantie geschehen. Präsident: Ich glaube, daß treten. Aber auch Anna Rothe hat bei einem Taschenspieler eine die ganze Sache in einer Weise behandelt wurde, die nur zu Gunsten eines Eisenbahntransportes, der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Lehrzeit durchgemacht und wenn sie später im plötzlich verdunkelten der Angeklagten ist. Dr. Barnau: Ich stelle hiermit den Antrag, Körperverlegung schuldig gemacht. Zimmer eine phosphorisierte Tafel, die sie im Kleide verborgen den Stationsvorsteher Schröder vom Potsdamer Bahnhof in Berlin Bei der Strafzumessung hat der Gerichtshof Peters mildernde hatte, als Geist erscheinen ließ, wenn sie geschickt Blumen aus dem zu laden. Derselbe soll befunden, daß von der Eisenbahndirektion Umstände zugebilligt und deshalb gegen diesen nur auf 6 Wochen Wermel griff, dann dürfte weniger ihrem nicht übermäßig großen Magdeburg amtlich mitgeteilt wurde, daß trotz der Nichtdeckung des Gefängnis erkannt. Dagegen hat der Angeklagte Kleinhans un Taschenspielertalent als der ungeheuren Vernageltheit ihrer Gläubigen D= Zuges die Behörde nicht annehme, daß Peters seine Dienst gemein leichtfertig gehandelt. Der Gerichtshof hat daher selein- Bewunderung gezollt werden. Borschriften verlegt habe. Nach längerer Berating verkündete der Es hieße unfre Lefer beleidigen, wollten wir ihnen die BinsenVorsigende: Das Gericht hat die Anträge des Verteidigers Rechts. hans zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt und den Angeklagten weisheit vortragen, daß es nichts Uebernatürliches giebt und alle anwalt Dr. Barnau abgelehnt. Juftigrat 2enzmann stellt hierauf verblüffenden Sensationen der Spiritisten sehr banal find, sobald neue Anträge. man ihnen auf den Grund kommt. Diese Modekrankheit soll als Zeichen der Zeit und als weiter nichts betrachtet werden. Vielleicht interessiert es aber, zu erfahren, daß etliche Männer von Nuf und Namen dem Experimentalvortrage beiwohnten. Herr Paul Lindau Color Die Lokallifte für Berlin und Umgegend war zugegen, der vor sechs Jahren einen Staatsanwalt auf die ist nen herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blattes bei- Bühne führte, welcher das Unglück hatte, neben seiner normal gefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den staatsretterischen noch eine occulte Einbrechernatur zu besitzen, die Parteigenoffen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu ihn natürlich arg mit sich selbst in Konflikt brachte. Auch unser beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegen- Oberbürgermeister, Herr Kirschner, war anwesend. Er, über, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen arg zusetzent, wird mit besonderer Befriedigung vernommen haben, daß dem die unkontrollierbaren Geister aus höheren Regionen so oft und offen betrieben werden, bleibt uns kein andres Mittel übrig, als solche Alben, bei Licht betrachtet, ungemein geistlos und undie 2 okalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß bedeutend find. das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Parteigenossen, besucht daher bei Ausflügen, Vergnügungen 2c. nur solche Lokalitäten, Zur Schuldebatte im roten Hause. Die Ausführungen, die Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Barnau sucht die Haltlosigkeit welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen in der Stadtverordneten- Versammlung bei der zweiten Lesung des der Anklage nachzuweisen. Dem Gutachten des Sachverständigen erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, Etats von socialdemokratischer Seite über verschiedene Mißstände Gaher werde von einem alten erfahrenen Beamten, dem Herrn beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste lichen Breffe als fleinliche Nörgeleien hingestellt worden. Anders im Gemeindeschulwesen gemacht wurden, find in der bürgerStationsvorsteher Reimann, der 28 Jahre im preußischen Eisenbahn die neue Lotalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen wird in der vom Berliner Lehrerverein herausgegebenen„ Pädadienst stehe und Vorsteher des belebtesten Bahnhofs Berlins jei, Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine gogischen Beitung" geurteilt. In einer eingehenden Be feineswegs beigepflichtet. Wenn man außerdem erwägt, daß die Dienſtvorschriften der Zugführer von den Eisenbahndirektionen vere lauſel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für sprechung der betreffenden Stadtverordneten- Sitzung( 13. März), die schiedene Auslegungen erfahren, so kann man doch von einem Mann, der Arbeiterversammlungen später verweigert werden wir in der neuesten Nummer des Blattes finden, wird den Bemänvon der Bide auf gedient, nicht verlangen, daß er genau sollte, der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkomm- gelungen unfrer Genossen im wesentlichen zugestimmt. nach der Intention seiner vorgesetzten vorgesetzten Behörde handle. nisse der letzten Zeit lassen eine Bestimmung dieser Art dringend Beigepflichtet wird vor allem dem Urteil über die Bollte man ein solches Verlangen stellen, dann müßte sich jeder ratsamt erscheinen. Ebenso ist es Pflicht der Vorstände und den Berliner Gemeindeschulen hier und da noch bestehende Zugführer alle Tage bei seinem Dienstantritt fragen: taun ich komitees, dafür nach Möglichkeit zu sorgen, daß bei Mehrbedarf Einrichtung, daß eine Klasse in zwei Abteilungen zerfällt, diesmal nicht ins Gefängnis fonimen?" Wenn es dahin lommen an Bedienungspersonal der Stellennachweis des Verbandes stufe des betreffenden Schuljahres gemeinsam daß also Kinder der Unter- und der Obersollte, dann bedauere ich die preußischen Zugführer. Der Berteidiger deutscher Gastwirtsgehilfen Ortsverwaltung Berlin" unterrichtet werden. Von dem socialdemokratischen Stadtführt weiter aus, daß, da der Angeklagte den Befehl zur Weiterfahrt Berücksichtigung findet. Thut ein jeder seine Pflicht, so kann der verordneten Herrn Borgmann( so heißt es in der Päd. 8tg.") wurde gegeben, der Lokomotivführer diesem Befehl aber erst nach zivei Minuten nachgekommen sei, zwischen der angeblichen Verfehlung des Erfolg nicht ausbleiben. 2okale, die teine Säle haben, mit Recht gefagt, daß die Schüler unter solchen Verhältnissen nicht Angeklagten und dem Unglücksfall jeder Zusammenhang fehle. Der find für den Verkehr frei. richtig gefördert werden können." Die Wünsche, die hinsichtlich der Angeklagte muß aber auch aus rechtlichen Gründen freigesprochen Die Lokalkommission. billigen und schlechten Schulgeigen vorgebracht werden, da die Verlegung der Dienstvorschriften nicht straf Am 1. Osterfeiertag, mittags 12 Uhr, findet eine von den wurden, werden als sehr gerechtfertigt" bezeichnet. Nur dagegen, rechtlich, sondern nur disciplinarisch geahndet werden könnte. Genoffen des vierten Berliner Wahlkreises S.O. arrangierte Matinee daß der Gesangsunterricht in den Gemeindeschulen nicht gut fei, Bahlreiche Menschen sehen heute auf diese Verhandlung, aber auch im Konzerthause Sanssouci, Rottbuferstr. 4a, statt. Die Hoff- wird Einspruch erhoben.„ In der That ist der GesangsTausende von preußischen Zugführern blicken mit Spannung hierher, mannschen Norddeutschen Sänger treten auf. Der geringe Eintritts- unterricht allgemein gut, trotz der schlechten Instrumente. um zu erfahren, ob das, was sie jahrzehntelang gethan und für preis von 30 Pf. pro Person läßt wiederum ein gefülltes Haus Borgmann bezeugen, daß vielfach über geradezu elende SchulDas aber fönnen wir mit gutem Gewissen Herrn recht gehalten haben, strafbar sei. Ich habe die volle Ueberzeugung, erwarten. daß Sie den Angeklagten freisprechen werden. Sechster Wahlkreis. Wir machen nochmals ganz besonders geigen geklagt wird. Mag man die Geige als ein möglichst wenig Es tritt Pause bis 31/2 Uhr ein. auf die heute, Sonntagabend 62 Uhr, im Kolberger Salon statt- u benigendes Hilfsmittel beim Gesangunterricht ansehen, so ist es Nach Wiedereröffnung der Sigung sucht der Verteidiger Everken findende Bolts versammlung aufmerksam, in der der Genosse och ärgerlich, wenn solch ein Instrument nur ein flanglos Wimmern, den Nachweis zu führen, daß sein Schußbefohlener Meyer vollständig Dr. Rudolf Steiner über Sociale Dichter" einen Vor- einen Schrei voll Schmerz von sich giebt." Die Ausführungen Hoffden Dienstvorschriften entsprechend gehandelt und auch sonst in manns über die Schmöker" in den Schüler bibliotheken trag hält. feinerlei Weise eine Verfehlung begangen habe, mithin an dem werden mit folgenden Worten unterstützt:„ Es ist bekannt, daß sich Unglücksfall vollständig unschuldig sei. Der Verteidiger schließt mit Sechfter Wahlkreis, Schönhauser Vorstadt. Am Dienstag in den sogenannten Schülerbibliotheken vielfach ganz abscheulich mit dem Antrag auf Freisprechung. Verteidiger Justizrat hält der Wahlverein eine außerordentliche Generalversammlung im ich mußige und zerlumpte Bücher befinden, die man Lenzmann bedauert zunächst nochmals die Ablehnung seiner Anträge. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7/9, ab. Tagesordnung stehe als Lehrer nur mit Widerstreben den Kindern in die Hand Der Verteidiger fucht alsdann den Beweis zu führen, daß der An- Inserat am Dienstag, den 25. d. Mts. Um zahlreiche Beteiligung giebt, oder die man vielleicht lieber zurückhält, damit sie einem geklagte Kleinhans seine volle Schuldigkeit gethan hat. Ein Block ersucht Der Vorstand. nicht von reinlichkeit liebenden Eltern retourniert werden. svärter, der die Dienstvorschriften nur mechanisch auswendig gelernt In Puhlmanns Vandeville- Theater, Schönhauser Allee 148, hätte deshalb nicht geschadet, wenn die Stadtverordneten den hat, um sie vielleicht vorwärts und rückwärts herzusagen, ohne den sowie im Berliner Prater, Kastanien- Allee 7/9, halten die Partei- socialdemokratischen Antrag einer allgemeinen Revision alt= Sinn erfaßt zu haben, sei auf einem großen Betriebe nicht zu ge- genossen der Schönhauser Vorstadt am zweiten Osterfeiertage genommen hätten; mit dem Zukunftsstaat hat es ja nichts zu brauchen. Ein solcher Beamter ist seiner Aufgabe nicht gewachsen. eine große Matinee ab, an der das Ult- Trio, die Gesellschaft thun." Als weniger zutreffend" werden die Bemerkungen über das Wenn sich der Herr Gutachter aus Ludwigshafen einmal den Eisen- Strczelewicz, der Gesangverein Neue Zeit usw. mitwirken. Billet veraltete Büchermaterial der Lehrerbibliotheken bahn- Betrieb im rheinisch- westfälischen Industriebezirk ansehen verkauf im Lokale, wo Plakat aushängt. Zahlreiche Beteiligung bezeichnet. Hier dürfte ein regsames Kollegium mit einem regsamen und beobachten vollte, wie die Beamten sich oftmals wird erwartet. Rektor an der Spize sich in einem gewissen Maße selbst helfen selbst helfen müssen, damit kein Unglück geschieht, dann werde dieser können." Doch wird auch hier von der" Päd. 8tg." die Gea Herr jedenfalls zu einer andren Auffassung über den Mißbrauch" verein bei Loenhard, Warnemünderstr. 6, seine regelmäßige Mit Stadtschulrat Gerstenberg ist ebenfalls Mitglied des Berliner LehrerSchmargendorf. Am Dienstagabend 81/2 Uhr hält der Wahl währung größerer Mittel für notwendig gehalten. gelangen. Die nicht geschriebenen Maßnahmen feien bisweilen sehr gliederversammlung ab. wichtig. Er habe gestern nicht umsonst den Herrn Bahnmeister gevereins, liest auch fleißig die Bäd. 8tg." und hat erklärt, daß er fragt, ob der Dienst mit einer gewissen Strammheit gehandhabt gern auf die Wünsche der Lehrer hören wolle. Ob es ihn nicht werde. Ich habe die Zuversicht, daß man hieraus teinen Vorwurf etwas nachdenklich stimmen wird, wenn er steht, wie sehr wieder erhebt, allein diese Strammheit führt mit Notwendigkeit dahin, daß einmal die Rörgeleien" der Socialdemokraten Beamte, wie der Angeklagte, dessen Amtsführung noch rein ist, das sich mit den Wünschen der Lehrerschaft decken? Protokoll fürchten und deshalb bestrebt sind, die Verspätung eines hat wenigstens der socialdemokratische Teil der Arbeiterschaft fich Buges zu vermeiden. Ich habe beantragt, durch Sachverständige feine allzugroßen Kopfzerbrechen gemacht. Man hatte hier wichtigeres festzustellen, ob es richtig sei, daß ein Blockwärter außer seinem zu thun ,; als sich mit Medien und Botschaften aus dem Jenseits zu Block auch zwei Schranken zu bedienen hat und eine Strecke von plagen; die Thatsachen, diese harten und sehr greifbaren Dinger Männer bei der Frrenanstalt Herzberge in Lichtenberg, die Anlegung 500 Meter beaufsichtigen kann. und überhaupt das ganze Diesseits mit seinen schweren Kämpfen von Straßen auf dem Gelände der Aktiengesellschaft Neu- Bellevue Der Erste Staatsanwalt weist die Angriffe des Ver- beschäftigte die Arbeiter zu intensiv, als daß sie Dingen, von denen zwischen der Stromstraße, der Straße Alt- Moabit, der Straße 30, teidigers, Justizrate Lenzmann, auf die preußische Eisenbahn- Ver- unsre Schulweisheit sich nichts träumen läßt, grüblerisch nachhängen der Leveßowstraße und der Spree, sowie einer Fußgänger- Sprees waltung mit großer Entschiedenheit zurück. Die attenmäßige Dar könnte. Die wenigen Spiritisten unter uns find denn auch zumeist brücke( Abteilung VII des Bebauungsplanes) und die Ausführung stellung des Unglücksfalls habe ergeben, daß die preußische Eisen- Gegenstand des Mitleids gewesen. Weltere Parteigenossen werden von Neubauten auf den städtischen Rieselfeldern Fortsegung der bahn Verwaltung nicht der Schatten eines Vorwurfs treffe. noch wissen, welche unglückliche Rolle im sechsten Wahlkreise vor zehn Berichterstattung des Etatsausschusses über die nachstehend beNach furzer Erklärung des Verteidigers Everken nimmt noch ein Jahren unser Freund H. Spielte, ein Mann von Charakter und hoher zeichneten Etats, und zwar: Verschiedene Einnahmen und Ausgaben mal das Wort Verteidiger Justizrat Lenzmann: Ich will mir Bildung, der auf Grund eines eifrigen Studiums der Mathematik Gasanstalten und Petroleumbeleuchtung Personalbesoldung dem Herrn Ersten Staatsanwalt furz erwidern, daß es mir fern ge- den wissenschaftlichen Beweis von der Berechtigung des Spiritismus Straßen- und Brückenbau- Kapital- und Schuldenverwaltung Legen hat, der preußischen Eisenbahnverwaltung den Vorwurf zu liefern wollte und dem dabei gar übel der Stopf gewaschen wurde. Antrag von Mitgliedern der Versammlung betreffend Abstandnahme " Lokales. Ueber den Spiritismns " " " an S Auf der Tagesordnung der außerordentlichen Stadtverordneten Sitzung vom nächsten Montag stehen unter anderm: Vorlagen, betreffend die Errichtung eines Hauses für 54 steche Steuer stener Betriebssteuer Gemeinde- Grundsteuer = von der Erhebung der Gemeinde- Einkommensteuer nach dem Steuer- die Polizei, die von einem Wärter gerufen wurde, die Burschen nach Der Vorstand des Juunngsausschusses der vereinigten satze von 4 M., umfassend ein Einkommen von mehr als 660 bis der Wache zu bringen. Inmungen zu Nixdorf hat sich dahin schlüssig gemacht, gegen die 900 M. einschließlich Warenhaussteuer- Hunde- Ausgehoben wurde am Donnerstagabend die Kaschenme von am 2. März d. J. vollzogenen Wahlen der Beisiger der Arbeitnehmer steuer- Braumalzsteuer- Buschlag- Wanderlagersteuer- Umsatz- Fräulein Mannfraß in der Kielerstraße Nr. 15. Acht Dirnen und zum Gewerbegericht bei der Regierung zu protestieren und die UnGewerbesteuer Einkommen sechs Zuhälter wurden auf die Wache gebracht. Das ist an sich gültigkeit derselben zu beantragen. Der einzige Grund der BeFeststellung des Stadthaushalts- Etats für das Etatsjahr nichts Seltenes; unter den männlichen Personen, die angehalten anstandung der Wahlen ist, daß die Wahlen an einem Sonntage 1902. Berichterstattung über die Vorlagen betreffend die Er wurden, befand sich aber auch ein dreizehnjähriger Junge, der zwei stattgefunden haben, wozu nach der Meinung der Protestler gar werbung der zur Liebigstraße verwendeten Flächen der Grundstücke Tage vorher seiner Mutter aus der Weißenburgerstraße entlaufen keine Veranlassung vorgelegen habe, und weil die socialdemokratische Liebigstr. 4 und 5- und die Auswahl der im Rechnungsjahre 1902 war, um sich herumzutreiben. Forderung der Verlegung aller Wahlen auf einen Sonntag nicht neu und umzupflasternden Straßen und Plätze. Ein Unhold, der sich gegen schulpflichtige Mädchen vorging, ist unterstützt werden dürfe. Einen gleichen Antrag hatten die Jnnungshelden bereits an den Magistrat gerichtet, waren aber vom VorDas Ortsstatut über die Anstellung der Kommunalbeamten in der Person des 27 Jahre alten Seifenhändlers Hans Moll aus bom 31. Mai 1900 hat jezt nach mehrfachen mündlichen Ver- der Belforterstr. 24 festgenommen worden. Am Montag schickte eine fizenden des Gewerbegerichts mit demselben abgewiesen worden. Handlungen zwischen Kommissaren des Oberpräsidenten und des Arbeiterfrau aus der Diedenhofenerstraße ihre 13/2 Jahre alte Die Stadtverordneten Versammlung zu Spandau nahm Magistrats die Genehmigung der Aufsichtsbehörde gefunden. Der Tochter zu Moll, um Seife zu holen. Als das Mädchen zurückkam, am Donnerstag zunächst die Neuwahl eines Stadtkämmerers vor; Magistrat hofft, die beiden andren Ortsstatute über die Hinter- flagte es weinend, daß Moll hinter ihr die Ladenthür verschlossen gewählt wurde Stadtrat Weber Köpenick mit 20 Stimmen; bliebenen- Versorgung gleichzeitig mit dem Ortsstatut über die und Gewalt gebraucht habe. Die Mutter ging mit dem Kinde nach Stadtrat Jerchte- Bromberg erhielt 10 und Affeffor Kelp- Spandau Anstellung der Kommunalbeamten in Kraft setzen zu können. dem zuständigen Revier, und eine ärztliche Untersuchung bestätigte 8 Stimmen. Beim nächsten Punkt: Ergänzung der Kommission für Diese Hoffnung scheint sich nicht zu erfüllen. Während die Darstellung der Mißhandelten. Trotzdem leugnete Moll, der aus die Lehrergehalts Frage, gab Stadtv. Pieper( Soc.) namens der Oberpräsident am 4. September 1900 mitteilte, daß seinem Laden heraus festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt unsrer Freunde die Erklärung ab, daß die Mehrheit in voriger materielle Bedenken gegen den Inhalt der beiden Statute wurde. Bis jetzt sind schon acht Mädchen im gleichen Alter ver- Sigung Neigung gezeigt habe, die zwischen ihr und unfren Genossen über die Hinterbliebenen Versorgung nicht vorliegen, ist nommen worden. bestehenden Differenzen beizulegen, hinterher aber sofort wieder bes neuerdings dem Magistrat mitgeteilt worden, daß das Ortses daß ihr damit nicht ernst sei, unsre Der Polizeipräsident teilt mit: In der Köpnickerstraße, gegen- wieſen habe, statut über die Hinterbliebenen- Versorgung der Direktoren und über der Kaserne des dritten Garderegiments z. F. ist am 23. Fe- Genossen sich deshalb genötigt sehen, die Obstruktion fortLehrer usw. zunächst noch vom Oberpräsidenten der Schul- bruar ein Knabe von einem mit einem Schimmel bespannten zwei- zusetzen, bis ihnen ihr Recht in Bezug auf die Art aufsichtsbehörde vorgelegt werden müßte, daß aber das andre Orts- räbrigen Privatwagen überfahren worden. Der Eigentümer dieses der Besetzung aller Deputationen 2c. werde. Er schlug auch sogleich statut über die Hinterbliebenen- Versorgung der Gemeindebeamten Fuhriverts, der sich an Ort und Stelle Zeugen aufgeschrieben hat, den Stadt. Rieger für die Kommission vor. Die Mehrheit brachte neuerdings in einigen Punkten beim Oberpräsidenten Bedenken wolle seine Adresse nach Zimmer 323 II im Polizeipräsidium ein jedoch unsern Genossen Scholz in Vorschlag, der auch in der Zettelwachgerufen hat, so daß hierüber weitere Verhandlungen erforder- senden, oder in den Vormittagsstunden sich dort persönlich wahl gewählt wurde. Die Erhöhung der Hundesteuer wurde in lich sind. Der Magistrat ersucht deshalb die Stadtverordneten melden. namentlicher Abstimmung, welche unsre Freunde beantragt Bersammlung, folgendem Beschlusse zuzustimmen:„ Die Stadt Ein rätselhafter Unfall. In vergangener Nacht wurde in Ortsstatut über die der Münzstraße der wohnungslose Arbeiter Martin Nastawed Anstellung von Gemeindebeamten bei. Die auf Kündigung an- von einem Schuhmann mit gebrochenen Beinen augefunden. Der gestellten Gemeindebeamten haben, sofern ihnen nach zehnjähriger Mann, der sich augenscheinlich im angetrunkenen Zustand befand, ununterbrochener Dienstzeit gekündigt ist, auch wenn sie nicht dienst- fonnte nicht einmal angeben, wie er zu diesem Unfalle gekommen unfähig sind, Anspruch auf Pension und Reliktenversorgung. In den war. Er behauptet, daß er früher im Armenhaus zu Weißensee geFällen jedoch, in denen nach dem Ermessen des Magistrats der Be- wohnt hat. Sein Zustand war derart, daß er dem Krankenhause amte durch sein Verhalten die Kündigung verschuldet hat, kann ihm Friedrichshain zugeführt werden mußte. durch Beschluß des Magistrats die Gewährung der Pension ganz oder teilweise versagt werden. verordneten Versammlung stimmt dem Ortsstatut 0 hatten, mit 28 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Ueber die Geschäftsführung des Vorstehers tam es hierbei zu einem Zusammenstoß zwischen diesem und dem Stadtv. Rieger( Soc.). Der Vorsteher erklärte demokraten nicht nötig habe, noch erst die Geschäftsauf Borhalt, daß er es gegenüber den Social. ordnung näher zu studieren. Gegen diese Aeußering protestierten unsre Genossen energisch.( Rufe:" Ausnahmegeseze"!) Bei einem andren Punkte:„ Neuanstellung eines Vollziehungsbeamten und Boten", gegen die unsre Genossen sich wendeten, erfuhr Für das Berliner Aquarium sind mit Eintritt der wärmeren man von dem Stadtv. Reinecke, daß die städtischen VollWitterung auch sofort die Zufuhrquellen reichlicher geflossen, denn ziehungsbeamten im Interesse des Flotten Beim Umtausch von Postwertzeichen begegnet man hier und während der jüngsten Tage liefen von fünf verschiedenen Seiten vereins zu Botendiensten( Austragen von Briefen) verda auf den Aemtern Schwierigkeiten. Auf dem Postamt in der kopf- und artenreiche Sendungen hier ein. Vorerst sei erwähnt, wandt würden. Unser Redner protestierte heftig gegen eine solche Oranienburgerstraße schickte man am Freitag Leute, die Karten usw. daß Herr Werner Hörnicke für die Reptiliensammlung ein Exemplar Art der Begünstigung des Flottenvereins, als im höchsten Maße mit Firmenaufdruck umtauschen wollten, von einem Schalter zum jener stattlichen Echse überwies, die in den dürren steinigen Gegenden ungehörig. Mit demselben Recht könnten wir Socialdemokraten andren, von diesem in jenes Amtszimmer. Schließlich sagte man Afrikas zu Hause ist und wegen ihres mit viereckigen, meist dornigen dann auch verlangen, daß städtische Beamte für unsere Partei Botenihnen, fie möchten bis zum 1. April warten. Das ist aber ein Wirtelschuppen bekleideten Schwanzes den Namen„ Dornschwanze dienste verrichten. Stadtv. Jenne( lib.) sprach gleichfalls seine eigentümlicher Nat, da vom 1. April an für den Umtausch be- Gidechse" führt. In einer der geräumigsten Seewasser- Bassins nahe Verwunderung und feine Mißbilligung über eine solche Berwendung stimmter Wertzeichen eine Gebühr von 1 Pf. das Stück erhoben dem Ausgang zog ein nordischer Meeresvogel ein, den man in ähn von städtischen Beamten aus. Die Vorlage wurde hierauf abgelehnt. werden soll. Es geht wohl auch nicht gut an, daß man die Schalter- lichen wissenschaftlichen Schaustellungen nicht zu sehen bekommt und der In geheimer Sizung wurde Stadtv. Pieper in die Krankenhausbeamten, die mit dem gewöhnlichen Dienst ohnehin genug zu thun einen ob seiner Seltenheit wertvollen Zuwachs der Tierwelt des Deputation gewählt. Hier stimmten einmal die Vorschläge der haben, auch noch mit dem Umtausch belastet. Für beide Teile, die Aquariums bedeutet. Es ist ein A It, Bertreter einer entengroßen Mehrheit und unserer Genossen überein. Post und das Publikum, wäre es wünschenswert, auf jedem Amt Vogelart, die auf den nordischen Vogelbergen brütet. Sein Feder einen besonderen Beamten mit diesem außerordentlichen Geschäfte fleid trägt zwar teine prunkvollen Farben, dafür aber zeichnet sich befizer- Mehrheit und dem socialdemokratischen Gemeindevertreter Steglit. Zu erregten Debatten zwischen der Hauszu beauftragen. der Vogel durch die vollendetften Schwimmer- und Taucherkünfte t app gab wiederum in der letzten Gemeinderats- Sizung Zu den Veruntreuungen bei der Deutschen Kreditanstalt aus. Zu den seltensten und anziehendsten Objekten einer Sendung am Freitag die Angelegenheit der verspäteten Einziehung werden noch einige Einzelheiten mitgeteilt. Dürfeldt ist durch ver- aus dem adriatischen Meere gehört ein auffallend gebauter und von Pflasterkosten Beiträgen Veranlassung. Der Antrag fehlte Unternehmungen an der Börse, besonders aber durch Bau- schöner Blumenpolyp; seine Erscheinung gewinnt, sobald er straff eines Grundbesizers auf Erteilung einer Bauerlaubnis wurde ab-. spekulationen und Hypothekengeschäfte zu Grunde gegangen. Für aufgerichtet und mit ausgebreiteter Fahne dasteht, das Aussehen gelehnt, weil die Straßenanlieger sich noch nicht über die Pflastering eigne Rechnung baute er n. a. in Lichterfelde, beteiligt war er auch einer fußhohen rötlichen und weißen Feder und darum hat man der Straße geeinigt haben. Genosse Stapp bemerkte hierbei, die start an Bauten im Norden der Stadt. Durch derartige Unter dem anmutigen Geschöpf den Namen Seefeder beigelegt. Ablehnung beweise, daß die Mehrheit selbst nicht an die von dem nehmungen fan er auch mit der Deutschen Kreditanstalt" zu Der Berliner Zoologische Garten hat wiederum einen Rekord fachverständigen" Bankfassierer Barsetow aufgestellte Behauptung sammen, die schon seit neun Jahren besteht, früher auch gute Ge- in der Einführung feltener Tiere zu verzeichnen. Ein afrikanischer glaube, wonach die Gemeinde durch die nachträgliche Einziehung der schäfte auf dem Baumarkte machte, dann aber zurückging. Dürfeldt na stenst a chler ist eben angekommen und wird die Besucher Anliegerbeiträge keine Zinsen verliere, sonst fönnte sie doch und Schneider glaubten sie wieder beleben zu können. Die unfres Zoologischen Gartens sehr interessieren. Es iſt ein naher in allen Fällen zunächst die Straße auf Gemeindekosten treibende Kraft scheint auf diesem Gebiet Schneider gewesen Verwandter des Stachelschweins, nicht etwa unsres Igels, der wegen pflastern Tassen und im Behinderungsfalle die Anteile zu sein. Das Fabrikunternehmen Dürfeldts, in der Brunnen- seiner stacheligen Behaarung im Volksmunde diesen Namen trägt, einziehen. G.-V. Barseko w lehnte in gewundenen Ausführungen straße geht sehr gut. Sein Versuch aber, durch Gewinne aus der sondern ein echter Nager, ausgezeichnet durch seine meißelförmigen die Verantwortung für die Form der im Stegliger Anzeiger" Fabrik Verluste der Kreditaustalt zu decken, führte zu einer heillosen Nagerzähne. Er befigt außer der stacheligen Behaarung des Rückens von ihm aufgestellten Behauptungen ab. Er bestreite nicht, Verwirrung. Zum Absatz seiner Fabrikerzeugnisse in Eisenmöbeln, noch ein sehr eigentümliches Merkmal; an der Spiße des Schwanzes daß Binsverluste eingetreten seien, aber nicht in der von Rapp be Bolsterwaren 2c. beabsichtigte D. in 25 größeren deutschen Städten befindet sich eine Quaste von sehr absonderlich geformten, lanzettförmigen, haupteten Höhe. Rapp habe die Sache an die Oeffentlichkeit gebracht, Bweiggeschäfte einzurichten; 15 davon sind bereits eröffnet, die ersten platten Horngebilden, die von dem sonderbaren Gesellen wie eine um Skandal zu machen. Rapp erwidert, daß die socialdemokratischen in Köln, Magdeburg, Leipzig, Hamburg, Bremen, Lübeck. Die Klapper bewegt werden, wenn er beunruhigt wird. Die Quasten- Wahlflugblätter schon vor zwei Jahren diese Verwaltungsselbständigen Inhaber der Zweiggeschäfte, denen Reisende für ihren stachler leben in Westafrika und Hinterindien, fehlen aber in den mängel beklagt haben, man habe aber damals statt die Abrech Geschäftsbezirk zur Verfügung standen, mußten Bürgschaften von bazwischenliegenden Gebieten. Diese Verbreitung gehört zu den nungen zu beschleunigen, die Flugblattverteiler 1000 bis 3000. stellen, je nach Bedeutung des Ortes. Alle diese größten Rätseln, welche der Wissenschaft heute dargeboten werden. zu bestrafen versucht. Wenn der Fachmann Barfelow auf seinem Kautionen wurden sofort für die Kreditaustalt verwendet. Hiesige In Westafrifa findet man Menschenaffen, schwanzlose Halbaffen, Standpunkt verharre, thue er dies wider besseres Wissen. Das Vertreter von Geschäften, deren Material Dürfeldt in seiner Fabrit Zwergformen von Flughunden, Zwerg- Moschustiere, einfarbige Wild- lettere wird vom Vorsitzenden gerügt. Der Schöffe Flemming und für seine Bauten brauchte, mußten sich einen Abzug taken usw., die weder in Ostafrika noch in Vorderindien bisher nach- bekennt sich als beteiligten Interessent, bestreitet von ihrem Vertreterverdienst gefallen lassen. Bar wurde nie gewiesen sind, aber im fernen Hinterindien sich wiederfinden. Man aber, daß die Hausbesiker von der Verzögerung Vorteil bezahlt, sondern immer nur in Wechseln. Wie viele hat vorläufig feine Erklärung für diese merkwürdige Erscheinung. gehabt hätten, er habe wenigstens nichts davon gemerkt. davon laufen, läßt sich noch gar nicht übersehen. Es handelt sich Der Antrag Rapp, einen unbeteiligten Sachverständigen mit der zum Teil um Wechsel von 600-1000 m. und noch mehr. Wechsel- Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr, im Königstadtfälschungen begangen zu haben, bestreitet Dürfeldt. Dagegen hat Kafino( Nadday), Holzmarktstr. 72, Vortrag des Schriftstellers Prüfung der Angelegenheit zu betrauen, wird abgelehnt und be Schneider, der früher in der Kreditanstalt das Bankgeschäft erlernt Franz Philipps über Heinrich Heine. Rechtsanwalt Viktor lossen, die Sache zur Prüfung an die Etats- und Rechnungskommission zu überweisen. hatte, ebenfalls Wechsel ausgegeben, obwohl er Prokura nicht besaß. Fränkt ist plöglich verhindert, den angesagten Vortrag zu halten. Schneider ist noch nicht ergriffen. Daher weiß man auch noch nicht Bahlreicher Besuch wird erwartet. " Aus der letzten Sigung ist noch nachzutragen, daß die Ers höhung des Schulgeldes für die Realschule um 4 M. und entfernt, wie viel aut Wechseln er in Umlauf gesetzt hat. Um sich Die Direktion des Apollo- Theater ist durch die Verordnung des Gymnasiums um 6 M. beschlossen wurde. Außerdem wurde die Deckung zu verschaffen, unterhielt Dürfeldt auch Verbindung mit des königlichen Polizeipräsidiums gezwungen worden, von heute ab von socialdemokratischer Seite geforderte Errichtung einer dem Bankier Moosharke in Halberstadt. Gegen diesen ist nun ein dem„ Charakter der Karwoche" angemessenes Programm zur Volks Badeanstalt vom Gemeindevorstand als notwendig eine Anzeige wegen Wuchers erstattet worden. Er wird be- Darstellung zu bringen. Troß der kolossalen Schwierigkeiten, welche anerkannt und ein Projekt in Aussicht gestellt. Ebenso wurde schuldigt, Dürfeldts ungünstige Lage gekannt und durch Abzug bei einem so einschneidenden Wechsel zu überwinden waren, ist es die geforderte schärfere Baukontrolle zur Verhütung enormer Zinsen ausgebeutet zu haben. Nachdem gestern die gelungen, ein tadelloses Programm zusammenzustellen. Neben den von Unfällen zugefagt. Die vollzogenen GemeindeBlätter die Veruntreuungen bekannt gemacht hatten, fanden sich Specialitäten werden die„ Lebenden Lieder" den Clou der Vorwahlen vom 3. bis 5. März wurden für gültig erklärt; somit wieder Geschädigte, besonders Baugewerbetreibende, in großer Bahlstellungen bilden; die ersten Gesangskräfte wie Siegmund Lieban, zieht in der nächsten Sigung der zweite Socialdemokrat ein, um ihr Guthaben abzuheben oder wenigstens Auskunft zu er- Franz Porten u. a. sowie eine Reihe eigens engagierter Künstler, in das Rathaus ein. Langen. Niemand konnte ihnen helfen; man verwies fie lediglich an unter denen sich eine Dresdener Sängerin von hervorragenden die Kriminalpolizei. Die Verluste sind zum Teil sehr beträchtlich; Stimmmitteln befindet, haben sich zu gemeinsamem künstlerischen so verliert ein Kaufmann im Süden der Stadt, der Aufsichtsrats mitglied ist, 40 000 M. Sehr erheblich ist auch ein andres Mitglied des Aufsichtsrats, ein Rechnungsrat, geschädigt. Der Vater Dürfeldts verliert sein ganzes Vermögen. Vor vierzehn Tagen überredete ihn Schneider noch zu einer Unterschrift, die ihm nun den letzten Rest bon 15 000 m. kostet. Wirken vereinigt. Kronprinzen eingeweiht worden. Wenn es irgend einen Ort auf der In Rigdorf ist gestern ein Wilhelmsdenkmal in Gegenwart des Welt giebt, wo der Einwohnerschaft ein derartiges Standbild gleichBevölkerung. gültig ist, so Rigdorf mit seiner durchaus socialdemokratisch gesinnten Bildungsanstalt für Mädchen, Naunynſtr. 63, nahe der Adalbertstraße, Die 7. städtische Fortbildungsschule, kaufmännische und gewerbliche beginnt ihre Unterrichtsturse für das Sommersemester am Montag, den 7. April 1902. Die Anstalt arbeitet nach dem Plane einer Handels und Bei der Explosion einer Dynamitpatrone wurde der BahnGewerbeschule für Mädchen. Die Unterrichtsgegenstände sind: Deutsch wärter Glaubiz in Bude 24 auf der Eisenbahnstrecke zwischen ( Rechtschreibung, Briefstil, Aufsätze, Lektüre), kaufmännische Korrespondenz, Rathenow und Schönhausen schwer verletzt. Vor drei Wochen fanden Auch ein Lohn der Ehrlichkeit. Eine eigenartige Fund- Schreiben, praktisches Rechnen, einfache und doppelte Buchführung, gewerb Bahnwärter auf der genannten Strecke eine Schachtel mit Dynamitgeschichte wird gegenwärtig in polizeilichen Kreisen viel besprochen. liches Zeichnen, Gesang, Turnen, alle Arten von weiblichen Handarbeiten, patronen. Anstatt ihrer Behörde hiervon Mitteilung zu machen, Vor etwa 14 Jahren fand ein Wagenwäscher auf der Straße einen wie Band- und Maschinenähen, Wäschezuschneiden und Ausbessern, Weiß-, nahmen sie den gefährlichen Fund mit in ihre Behausung oder kostbaren Diamanten im Werte von 3000 m., welchen er jedoch für Bunt- und Plattſtickerei, Plätten, Schneidern, Puhmachen und Maschine: Wärterbude. Gestern hantierte nun einer von ihnen, der BahnGlas hielt. Da sich um den Stein eine metallene Faffung befand, ſtickerei. Außerdem wird im Franzöſiſchen und Englischen für den praktischen wärter Glaubig, in Bude 24 mit einer Patrone, wobei dieſe Gebrauch Unterricht erteilt. Auch Stenographie nach Stolze- Schren wird so nahm er ihn mit nach Hause und überließ es ſeinem Kinde zum gelehrt und Uebung im Gebrauch bewährter Schreibmaschinen erworben. explodierte. Der Mann trug schwere Verlegungen davon; drei Finger Spielzeug. Vor einigen Wochen erhielt der Wagenwäscher den Besuch Das Schulgeld beträgt monatlich 50 Pf., für Schneidern und Plätten 1 M., der rechten Hand und ein Finger der linken Hand wurden ihm abeines Freundes, der den Stein sah und den Wert desselben erkannte. für Französisch und Englisch je halbjährlich 3 M. Anmeldungen neuer gerissen; der Verunglückte ist noch nicht vernehmungsfähig. Auf Der Finder brachte den Diamanten sofort nach dem polizeilichen Schülerinnen des Nachmittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer bei dem welche Art die Schachtel mit den Dynamitpatronen auf den EisenbahnFundbureau am Alexanderplatz und die Behörde veröffentlichte in Rektor Zander, Naunynstr. 63, nahe dem Oranienplatz. törper gelangt, ist noch nicht aufgeklärt. üblicher Form das eingelieferte Stück als gefunden. Ein Kaufmann Levysohn, der in der Sylvesternacht einen wertvollen Diamantring wenig Alarmierungen zu verzeichnen. Sonnabend früh gegen 7 Uhr Fenerbericht. In den letzten 24 Stunden hatte die Wehr nur verloren und nach demselben bisher vergeblich geforscht hatte, las wurde sie nach der Steinmetzstr. 29 gerufen. Hier hatten auf einem die Bekanntmachung und begab sich zur Polizei in der Annahme, Hängeboden Betten, Wäsche und Kleidungsstücke Feuer gefangen, das Die Affaire Sanden und Genoffen daß es sich um seinen Ring handle. Aus den ihm von dem Beamten indes in turzer Zeit erstickt werden konnte. Kurz vorher mußte in ist nunmehr so weit gediehen, daß die Anklageschrift fertig gestellt gemachten Angaben entnahm 2. jedoch, daß der Stein nicht sein der Schwedterstr. 47 ein Schornsteinbrand Eigentum sei, sondern dem ihm bekannten Kaufmann Wolfram Gardinen und Betten gingen Freitagabend furz nach 10 Uhr in der Die Anklageschrift ist durch Buchdruck vervielfältigt und stellt einen ein Schornsteinbrand beobachtet werden. und den Angeklagten und deren Berteidigern übermittelt worden ist. gehöre, der den Diamanten vor länger als Jahresfrist verloren und Chauffeestr. 2 in Flammen auf. Nachmittags war in der Brunnen- stattlichen Band von 194 Druckseiten dar. auf Wiedererlangung des Wertgegenstandes nicht mehr gerechnet straße 39 in einer Küche ein Brand entstanden, dessen Ablöschung werden folgende 7 Personen zu erscheinen haben: die früheren Bank Auf der Anklagebant hatte. Da sich W. als rechtmäßiger Eigentümer des Kleinods jedoch bald erfolgen konnte. Außerdem lief noch eine Feuermeldung direktoren Eduard Sanden, Heinrich Schmidt in Charlottens Gegen den ehrlichen Finder aber, der bis zum heutigen Tage Finderlohn von der Müllerstr. 173 ein, die aber nur einen kleinen Wohnungsburg. Paul Buchmüller in Charlottenburg, Kommerzienrat noch nicht erhalten hat ist eine Untersuchung wegen widerrechtlicher Einbehaltung eines Fundobjekts eingeleitet worden, da nach gesetzlichen Bestimmungen Fundobjekte, sofern sie einen Wert von 3 M. überschreiten, innerhalb dreier Tage polizeilich gemeldet resp. ab= geliefert werden müssen. brand betraf. Aus den Nachbarorten. Charlottenburger Volkshaus. Die Gewerkschaften, Gesangvereme 2c. werden ersucht, ihre Veranstaltungen( Stiftungs- und Wegen groben Unfuge gegen die Rettungswache in der Sommerfeste zc.) für 1902, sowie Mastenbälle für 1903 Frühjahr, soweit es noch nicht geschehen, recht bald beschließen zu wollen und Wilmersdorferstraße wurden in der Nacht zum Sonnabend in Char-| lottenburg drei Burschen von etwa 20 Jahren festgenommen. Sie dem Unterzeichneten zur Eintragung anzumelden, weil sonst eine Klingelten um 11½ Uhr den dienstthuenden Arzt heraus, schlugen sich Garantie für Unterbringung in den Sälen 2c. wegen des starken gegenseitig auf die Nase und baten dann den Arzt, sie zu verbinden, Andranges nicht übernommen werden kann. J. A.: Otto Goerte, bamit er etwas zu thun habe. Dieser und andrer Unfug veranlaßte Wallstr. 69. Gerichts- Beitung. Ed. Schmidt- Berlin, Otto Sanden, Aleg. Hänschte und der frühere stellvertretende Bankdirektor Warsinsti. Die fünf erst genannten Personen sizzen seit Dezember 1900, die beiden letzten seit Ende März 1901 in Untersuchungshaft. Die Angeklagten werden sich auf die Beschuldigung des Vergebens gegen§ 37 des Hypothekenbank- Gesetzes vom 13. Juli 1899( übermäßige Veräußerung und Belastung von Hypotheken), ferner wegen Bilanzenverschleierung, Benachteiligung der ihrer Obhut unterstellten Banken und Beihilfe zu verantworten haben und zwar werden dem Hauptangeklagten Ed. Sanden 9, Eduard Schmidt 5, Hänschte und Buch= müller je 4, Heinrich Schmidt 3, Otto Sanden und War. insti je 2 selbständige Handlungen zur Last gelegt. Der Die Versammlung nahm noch eine zweite Resolution an, welche sich gegen die Einführung der Marktmilch" und für gerichtliche Anfechtung der betreffenden Polizeiverordnung erklärt. " § 312 des Handelsgesetzbuchs, der dem Art. 249 des alten I bracht werden, während es doch umgekehrt sein müsse. Nur| Nittergutsbesizer Franz Jordan. Nur Rittergutsbesitzer Franz Jordan aus Nose Hatte am Handelsgesetzbuches entspricht, droht Mitgliedern des Vorstandes oder solche Verordnungen dürften erlassen werden, die mit dem Geses in 24. Oftober vorigen Jahres, abends zwischen 9 und 10 Uhr in des Aufsichtsrates, die absichtlich zum Nachteil der Gesellschaft handeln, Einklang stehen, deshalb müßte die Berordnung bei der nächsten Schönlante das Publikum dadurch gereizt, daß er auf den Gefängnis und zugleich Geldsirafe bis zu 20 000 m. an. Bugleich Gelegenheit gerichtlich angefochten werden. Auf diese Ausführungen Bürgersteig ritt. Auf beleidigende Burufe aus der Menge aut kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden, bei des Referenten ging in der Debatte ein redegewandter Milchbauer wortete er durch Schläge mit der Reitpeitsche. Einer der mildernden Umständen ist auch ausschließlich Geldstrafe zulässig. aus Fredersdorf ein. Er erklärte, daß die betreffende Polizei- Getroffenen stellte Strafantrag. Wegen der Körperverlegung wurde Herr Nach§ 314 des Handelsgesetzbuchs werden Mitglieder des Vorstands verordnung im Interesse der Milchproduzenten Jordan zu 5 M., wegen der Uebertretung der Straßenpolizeis oder des Aufsichtsrats mit Gefängnis bis zu 1 Jahr und zugleich erlassen sei. Wurm nagelte diese Erklärung als ein bedeutsames Ordnung zu 3 M. Geldstrafe verurteilt. Der Herr Staatsanwalt mit Geldstrafe bis zu 20 000 m. bestraft, wenn sie wissentlich in Geständnis fest. Gesetze und Verordnungen sollen im Interesse hatte 100 resp. 6 M. beantragt. in ihren Darstellungen, in ihren llebersichten über den Vermögens des Publikums erlassen werden, aber nicht zum Nugen Wie viel Strafe hätten socialdemokratische Arbeiter erhalten, stand der Gesellschaft oder in den in der Generalversammlung ge- eines kleinen Kreiscs von Interessenten. In seinem Schluß wenn sie beileibe nicht das Publikum brüskiert, sondern in aller haltenen Vorträgen den Stand der Verhältnisse der Gesellschaft uns wort sagte Wurm: Die Berliner Stadtverwaltung darf nicht Ordnung des Sonntagsvormittags Flugblätter verbreitet hätten? wahr darstellen oder verschleiern. Dieser Vergehen sollen sich die dulden, daß der Milchring Sieger bleibt. Sollten die Händler Ob sie auch, wie der prügelnde Gutsbesizer mit fünf Mart davonAngeklagten als frühere Vorstands- bezw. Aufsichtsratsmitglieder der nicht in diesem Kampf aushalten, sollten sie abgekommen wären? Preußischen Hypotheken- Aktienbank, der Deutschen schwenken und sich der Centrale fügen, dann Grundschuldbank, die bekanntlich zu dem Zweck gegründet tönnte es dahin kommen, daß die städtische Ver Schemacha im Kaukasus wird der Düina- 3tg." unter dem 2. März Ueber die Lage der durch Erdbeben zerstörten Stadt worden sein soll, um faule Hypotheken, mit denen sich die Preußische waltung die Milchbersorgung selbst in die Hand geschrieben: Bis heute sind gegen 3000 Leichen geborgen worden. Hypothekenbank nicht befassen durfte, unterzubringen, und der nimmt." Wenn es der Centrale gelingt, den Verkaufspreis der Obwohl man die verstümmelten Körper vor der Beerdigung mit Aktiengesellschaft für Grundbesitz und Hypo- Milch zu erhöhen, dann könne das Bedürfnis der Milchversorgung ungelöschtem Salt übergossen hatte, herrscht in der ganzen Stadt ein thetenverkehr, schuldig gemacht haben. Der Angeklagte durch die Stadt nicht mehr verneint werden. In diesem Falle würde entsetzlicher Leichengeruch. Nicht einmal die ziemlich starken Fröste Eduard Sanden, der jetzt 63 Jahre alt und Vater von nicht nur die socialdemokratische Fraktion, sondern auch andre Stadt- haben es vermocht, die Luft zu reinigen. Noch immer sind die Sieben Kindern ist, ist seit dem Jahre 1880 der Nachfolger verordnete dafür eintreten, daß Berlin auf seinen Rieselgütern die mohammedanischen Totengräber an der Arbeit; gilt es noch mindestens Spielhagens in der Direktion der Preußischen Hypotheken- Aktienbank Milcherzeugung betreibe und die Milch zu möglichst mäßigem Preise 1000 Leichen auszugraben und zu beerdigen. Selbstverständlich läßt gewesen. Der Angell. Heinrich Schmidt, 69 Jahre alt, hat an die Konsumenten liefere. Es liege also im eigenen Interesse der sich der materielle Schaden vorerst noch gar nicht übersehen; man Jura studiert, ist dann in Süddeutschland zum Bankfach übergetreten, Milchhändler, daß sie nicht fahnenflüchtig werden und nicht das Ver- wird erst abwarten müssen, bis aus der ganzen Umgegend gevar feiner Zeit Direktor der Nürnberger Vereinsbank und bekleidete trauen der Berliner Arbeiter täuschen. feit 1885 die Stelle des zweiten Direktors der Preußischen Hyponaue Daten über die Verluste an Hab und Gut eingelaufen Folgende Resolution wurde angenommen: Die Versammlung sind. theken- Aktienbank und der Deutschen Grundschuldbank. Kommerzien- spricht ihre Entrüstung darüber aus, daß die Meierei Bolle durch man versucht, die einschlägigen Ziffern für Schemacha selbst anWährend der Anwesenheit des Generalgouverneurs hat rat Eduard Schmidt, der Chef des einst so hoch angesehenen ihren Paft mit der agrarischen Milchcentrale den vereinigten Milch- nähernd festzustellen, und man geht nicht zu weit, wenn man be= Bankhauses Anhalt 1. Wagner, war als Aufsichtsrat thätig und händlern in den Rücken gefallen ist und hierdurch den notwendigen Hauptet, daß diese Stadt allein an zerstörten Grundstücken, Mobilien forgte für die Unterbringung der Werte der Spielhagen- Banken. Busammenbruch des Milchringes zum Nachteil der großstädtischen und sonstigem Eigentum einen Gesamtverlust von etwa 20 millionen Der Angeklagte Puchmüller, 53 Jahre alt und Vater Milchkonsumenten aufgehalten hat. Sie fordert die Hausfrauen und Rubel erlitten hat. Kenner der Berhältnisse behaupten, daß bei der von zwölf Kindern, ist der Schwager des Angeklagten Otto Milchkonsumenten Berlins auf, nur ringfreie Milch 31 eigentümlichen Art, in der die hiesige Bevölkerung ihre Ersparnisse Sanden und war etiva ein Jahrzehnt hindurch dritter kaufen und zu verhindern, daß die agrarischen Milchverteuerer aufzubewahren pflegt( die nicht unbeträchtlichen Spargelder werden Direktor der Preußischen Hypothekenbank. Warsinski, ein ehe zum Siege gelangen. maliger Schlosser, fast ausnahmslos in irgend einem Winkel des Hauses verborgen) var feit 1892 stellvertretender Direktor der der Verlust an Bargeld allein eine Anzahl von Millionen ausinache. Grundschuldbank. Otto Sanden, 55 Jahr alt und Vater von Bei den angestellten Nachgrabungen sind auch wirklich viele halb5 Kindern, war zwei Decennien hindurch Direktor der Aktien- Gesellfchaft für Hypotheken- und Grundstücks- Verkehr, und Haenschte, versengte Banknoten und eingeschmolzene Goldstücke gefunden der als Architekt erst Baumeister der letzteren Gesellschaft war, ist Arbeiter tagte am Mittwoch, den 11. d. M., im Englischen Garten, Eine Branchenversammlung der Stock- und Celluloid worden. später Prokurist in derselben geworden. Dem Vernehmen nach ist Im Armenhause verhungert... Die Angelegenheit des bis jetzt nur Buchmüller im allgemeinen geständig gewesen, die um Stellung zu dem Generalversammlungs- Beschluß über die Extra- Armenhäuslers in Neukirchen bei Schwandorf, den man auf seinem übrigen Angeklagten sollen sämtlich ihre Schuld bestreiten. beiträge zu nehmen. Der Obmann 8orn meinte, jeder einzelne Krantenlager hat verhungern lassen, hat jetzt, wie die Fränkische Bei dem Umfange der Anklage soll den Beschuldigten eine längere des Holzarbeiter- Verbandes dazu veranlaßt hätten, die 50 Pfennige wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht in Amwisse ja schon durch die Presse, welche Motive die Ortsverwaltung Tagespost" von dort berichtet, zur Erhebung einer Anklage Frist zur Entgegnung gelassen werden, doch wird angenommen, daß als Extrabeiträge zu erheben. Die Vertrauensmänner- Versammlung berg geführt. Angeklagt sind der Pfarrer, der Bürgermeister( der die Hauptverhandlung am 1. Juni vor der siebenten Strafkammer habe einstimmig beschlossen, die Entlassungsscheine sowohl wie den ehemalige Centrumsabgeordnete Lautenschlager), ein Armenpfleg wird beginnen können. Den Vorsitz wird Landgerichtsdirektor Voigt führen, die Anklage durch Oberstaatsanwalt Isenbiel Arbeitsnachweis, der nach berühmtem Muster der Kühnemänner schaftsrat, der Ortsführer und der Genteindediener. und Staatsanwalt Beed vertreten werden, die Verteidigung liegt Daß mit der Einführung der Entlassungsscheine. sowie mit von den Holzindustriellen eingeführt werden soll, abzulehnen. in den Händen der Rechtsanwälte Dr. Schwindt( für Ed. Sanden), dem Arbeitsnachweise Justizrat Fedor Stern( für Heinr. Schmidt), Justizrat Dr. Sello ausgeführt werden solle, um hauptsächlich die Staffen zu schwächen, nur ein Schlag gegen den Verband ( für Otto Sanden), ferner der Justizräte Modler, Wronker, sei wohl dem indifferentesten Arbeiter flor. Und um mun dem VorDie juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Rechtsanwalt Leonh. Friedmann und Heinemann. gehen der Holzindustriellen energischen Widerstand leisten zu können, Das Kreis- Krankenhaus zu Groß- Lichterfelde, um welches inüsse sich jeder Kollege zur Pflicht machen, 50 Pfennig Extrabeiträge Stener, G. W., Drechslergehilfe, Adolf 28, R. M. 38, 5. 34. Frau Geser. Nein. Wettende, Pankow. In 10 Jahren. ein so heftiger Streit in ärztlichen Kreisen entbrannt ist, bildete den zu zahlen. Denn was heute den Tischlern von den Herrn serviert K. Die Minimalzeit beträgt 13 Wochen; diese Frist kann durch Statut Ausgang einer gestern vor dem Schöffengericht verhandelten Privat- wird, kann morgen den Stockfarbeitern aufgetischt werden. Nach ein- ausgedehnt werden. R. R. 25. Geringfügige förperliche Fehler, flage. Diese war von den praktischen Aerzten Dr. Rabnow gehender Diskussion wurde folgender Antrag welche Sie voraussichtlich zum Dienst mit der Waffe untanglich machen. Schöneberg und Dr, Samter Friedenau angestrengt und richtete Die heutige Versammlung beauftragt die Oblente, bei der O. Krausnick. Der Stempel ist richtig berechnet. Die ausführlicheren sich gegen den Buchdrucker Robert Rohde, der das amtliche Ortsverwaltung darauf zu dringen, daß Arbeitslose unsrer Darlegungen über den Mietsstempel finden Sie zuletzt im Briefkasten vom Zeltower Kreisblatt" druckt und verantwortlich zeichnet. Branche, 18. März. Die gesetzlichen Vorschriften enthält das preußische Stempelsteuerwelche fich als arbeitslos gemeldet haben, Gesetz, das Sie in jeder öffentlichen Bibliothet einsehen können.. Die auf einem Kreistage zur Sprache gebrachten Verhältnisse in dem ebenfalls unterstützt werden. Unter Werkstatt= Angelegenheiten 3. 6. 22. Räumt Ihr uns unbekannter Mietsvertrag, wie das häufig bom Professor Schweninger geleiteten Kreis- Krankenhause zu Groß- wurden für die Berliner Stockarbeiter recht beschämende Verhältnisse der Fall ist, dem Wirt ein solches Recht auf Vornahme umständlicher Lichterfelde waren f. 8. Gegenstand von Besprechungen in einer Protest in der B. Noaschen Werkstatt geschildert. Eine 12-14stündige Ar- Reparaturen ohne Entschädigung ein, so steht ihm das Recht zu, sonst nicht. versammlung und man war dort der Ansicht, daß sie auch dem größeren beitszeit scheint dort so gut wie eingeführt zu sein. Auch sollen 2. R. 10 a. 1. In der Regel in vier Jahren. 2. Etwa eine Mart. Bublikum unterbreitet werden müßten. Sie wurden daher von den einzelne Accordpreise außerordentlich niedrig sein. Daß da solche 3. Nein. 4. Am besten erfolgt zwecks Beweises die Kündigung schriftlich; beiden Privatklägern in einer Versammlung des Schöneberger Verhältnisse einreißen würden, war sich der Verband bewußt; find wann die Kündigung auszusprechen ist, ergiebt sich aus der Eintragung. Bezirksvereins Südwest besprochen. Gegen die daselbst gemachten doch die meisten Arbeiter, die mit dem Herrn B. Noa übersiedelten. ge- und unterschriebenes Testament ist gültig. Zeugen sind nicht erforderlich, Zwei Wettende. Ein unter Angabe des Orts: und Tages eigenhändig Ausführungen wendete sich ein in scharfer Form gehaltener Artikel solche, die von der Organisation nichts wissen wollen oder gar bei ebensowenig Uebergabe an das Gericht. Beispiele für solche Testamente in Nr. 6 des Teltower Streisblattes. Darin wurde ausgeführt, daß dem legten Streit der Firma E. Noa als williges Werkzeug dienten. finden Sie S. 238 und 239 des, dem Arbeiterrecht" angehängten Führers. es geschmacklos" sei, medizinische Fragen vor Laien zu erörtern, Des weiteren wurde über den Werkführer in der Gembicky schen Dies Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus.- M. W., Brizz. Ja. die Art und Weise, wie dies in jener Versammlung geschehen, Fabrik geklagt, der alle Klagen über Mängel oder Schäden an Werk3embold. 1.- 3. Ob nud in welcher Höhe jemand eine Alters- oder fei geeignet gewesen, den anwesenden Berufskollegen die zeugen und Material damit aus der Welt schafft, daß er sie als Invalidenrente zusicht, hängt davon ab, wie viel für ihn geklebt ist und ob Schamröte ins Gesicht zu treiben, die Standesvertretung Lügen bezeichnet. er( für Erlangung der Altersrente) 70 Jahre oder( für Erlangung der Inder Aerzte sollte sich mit diesem Verhalten beschäftigen, validenrente) erwerbsunfähig ist. Die Witwe hat einen Anspruch auf Gr denn die betreffenden Aerzte täuschten ihre armen Kranken und stattung der Hälfte der für ihren Mann geleisteten Beiträge, wenn für den Mann mindestens 200 Marken geklebt worden und dem Mann ein Renten solches Vorgehen sei nicht bloß taktlos und geschmacklos, sondern frech anspruch nicht zuerkannt war. Ein Beispiel für solchen Antrag finden Sie und gemein. Rechtsanwalt Dr. Flatau gab namens des AnDie arktische Expedition des Baron Toll. Die deutsche in dem in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden Arbeiterrecht" S. 446. geklagten die Erklärung ab, daß er die in dem Artikel enthaltenen St. Petersburger Beitung" teilt ein Telegramm des Polarforschers Der Antrag ist an den Landrat zu richten. 4. Armenunterſtüßung erhält, beleidigenden Wendungen bedauere. Der Artikel sei ihm von bewährter Baron Toll an den Großfürsten Konstantin mit, das am 17. März Organen zu prüfen. Steineswegs erhält je de Witwe Armenunterſtügung. wer unterstützungsbedürftig ist; ob dies der Fall, ist von den Gemeinde: Seite zugegangen, und er habe ihn leider in Druck gegeben, ohne ihn in Irkutsk aufgegeben und Aidschargaidach, den 24. Februar, datiert 5. St. treffen Sie am besten in seiner Wohnung, Blumeshof 7, vor 812- Uhr vorher genau durchzulesen. Uebrigens mache der Angeklagte den ist. In demselben heißt es: Am 28. Januar verließ ich mit dem morgens. Schutz des§ 193 für sich geltend. Rechtsanwalt Dr. Marwig Chef der Hilfsexpedition Woloffowitsch die Sarja" und fuhr nur für zwei Wochen Klebebeiträge vom Lohn abgezogen werden. bestritt dagegen, daß von Anwendung des§ 193 die Rede sein könne, der Post entgegen, die wir in Powwarnaja Aidschargaidach in da die ganze Form des Artikels, dessen Verfasser der Angeklagte der Nähe des Kap Swjatoinoß am Festlande antrafen; zurück denke nicht nennen wolle, die beleidigende Absicht deutlich verrate. Esich über die Jufeln Großljachow, Stolbowoi und Bjelkow( westlich liegen sehr schwere Beleidigungen nicht nur im Sinne des§ 185, von Kotelnoi) zu fahren. Unterdessen wird Lieutenant Mattiffen über fondern auch des§ 186 vor, der ganze Artikel charakterisiere sich als das Eis nach Norden fahren zur Untersuchung der Frage der großen Stationen ein Schmähartikel und deshalb verdiene der Angeklagte eine Gefängnis- Wuhne und der Ursachen ihrer Entstehung. Ich denke, meinen noch Strafe. Der Gerichtshof berücksichtigte einerseits die Unbescholtenheit vorhandenen Kohlenvorrat zu benutzen, um Fahrten im Eismeer des Angeklagten, andrerseits die Schivere der Beleidigung und erfannte im Norden der Neusibirischen Inseln zu unternehmen, und aus§ 185 und 186 Str.-G.-B. auf 300 M. Geldstrafe event. 30 Tage Gefängnis. Den Privatklägern wurde die Publikationsbefugnis im Teltower Kreisblatt", dem Friedenauer Lokalanzeiger" und dem Schöneberger Tageblatt" zugesprochen." Mit dieser Verurteilung des armen Kreisblatt- Nedacteurs ist die Frage, ob die Verwaltung des Lichterfelder Kreis- Krankenhauses gut oder schlecht ist, ihrer Lösung leider um keinen Schritt näher gekommen. Versammlungen. Vermischtes. angenommen: Briefkasten der Redaktion. Sonnabende von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Ja. " 1 F. R. 22. Dem in Wochenlohn stehenden Arbeiter tönnen Witterungsübersicht vom 22. März 1902, morgens 8 1hr. Berlin Barometer stand mm 747 S 748 S Windrichtung Windstärke Wetter 2 bedeckt 2'wolfig Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometerſtand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. 1. C. 5° G.= 4° R. 1Schnee-11. 746 NW 4 heiter 750SS 2wolfent 3 3 5 Beiersburg 756 ONO 9 Cort 7 Aberdeen 7 Baris 5 mit dem legten Rest in die Lena einzulaufen. Ich hoffe, auf diese Swinembe 748 WSW 1 bedeckt 7 paparanda 7600 4h16.bed- 19 Weise die Mitglieder der Expedition auf der„ Sarja" oder doch auf Hamburg Lena bis Jakutsk zu bringen; falls dies nicht möglich ist, find wir im stande, mit Hilfe von Karten die Heimkehr anzutreten. Die wissen dank der von der Hilfsexpedition eingerichteten Depots vollkommen schaftlichen Arbeiten gehen regelmäßig von statten. Dünchen Wien Grantf./. 750 SSW 3 bedeckt 750 NAB 3wolfig 752 NNO 1 heiter Wetter: Prognose für Sonntag, den 23. März 1902. Etwas fühler, zeitweise heiter, aber sehr veränderlich mit Regenschauern Derlund ziemlich frischen füdwestlichen Winden. Ein ostelbischer Rittergutsbesitzer vor Gericht. Das „ Schneidemühler Tageblatt" berichtet in seiner Nummer 69: Wochen: Sonntag Montag Dienstag Spielplan. 23. 24. 25. Mara Der Evangelimann Frau Anne Opernhaus Fidelio Schauspielh. Frau Anne Opern Das große Licht Theater Schillers Theater Deutsches Theater. Der Herr Senator. Leffinge Nora Theater Agnes Sorma Mittwoch 26. Der fliegende Holländer Samfon und Dalila Das große Licht Frau Anne Donnerstag 27. Freitag 28. Deff Konzertpr. 10.Sinfonie- Abd. Geschlossen d. tgl. Kapelle. Geschlossen Sonnabend 29. Sonntag 30. Geschlossen 10. Sinfoni- Abd. der kgl. Kapelle Geschlossen Lohengrin Das große Licht Nathan der Weise G8 lebe das Leben Gioconda Die Kollegin Agnes Sorma Fauft Anfang 7 Uhr Einsame Mensch. Nachm.: Nathan der Weise Es lche das Leben. Nachit.: Fauft Alt: Heidelberg Der Milchring und seine Rettung durch den Millionär Bolle. Eine Volksversammlung, in der das vorstehende Thema auf der Tagesordnung stand, hatte der Vorsitzende des Berliner Milchpächter- Vereins am Freitag nach Kellers Saal in der Koppenstraße einberufen. Der llebertritt Bolles zum agrarischen Milchring sagte der Einberufer gebe dem Ring die Möglichkeit des Sieges, wenn die Milchkonsumenten sich nicht energisch dagegen zur Neues fönigl. Wehr setzten, um die Schädigung von sich abzuwenden, die ihnen durch den Sieg des Milchringes droht. . Das. Referat hatte Reichstags- Abgeordneter Wurm übernommen. Er besprach die Entstehung und die wirtschaftliche Bedeutung des Milchringes und betonte, daß dieser ins Leben gerufen worden sei in der ausgesprochenen Absicht, zunächst die Milch, dann aber auch Butter, Käse usiv. zu verteuern, und zwar auf Kosten der Tonsumirenden Bevölkerung. Die Berliner Arbeiter hätten recht gethan, als sie sich beim Beginn des Milchkrieges auf die Seite der Milchhändler stellten, denn solche Ningbildung, die jede Konkurrenz ausschließt und den Preis beliebig hochschrauben, fann, müsse im Interesse der Konsumenten verhindert werden. Es handle sich hier nicht um eine Unterstügung des Kleinhandels gegen den Großbetrieb, sondern um einen Kampf, der die Bildung eines die Konsumenten ausbeutenden Monopols verhindern soll. Bolle sei Hun zu den Agrariern übergegangen. Er habe sich damit auf die Seite der Gegner der Berliner Bevölkerung gestellt und werde den Die Jüdin Schaden seiner Handlungsweise tragen müssen. Die Stimmung der Berliner Arbeiter sei gegen Bolle, der auch schon eine jedenfalls nicht kleine Zahl von Kunden verloren habe. Der Referent Borstellung vor Borstellung vor die Arbeiter, Serenissimus Serenissimus schloß mit der Aufforderung an sich nach Ivie bor feindlich gegen die Milchcentrale und ihren Alle Abende: Einquartierung. Nächsten Sonntagnachmittag: Das blaue Kabinet. Neues Theater.-Alle neuen Verbündeten Bolle zu verhalten. Im Laufe seines Vor- Abende: Goldfische. Diesen und nächsten Sonntagnachmittag: Der Veilchenfresser. Trianon Theater: Allabendlich: Coralie u. Co. Theater trages hatte Wurm auch die neue Polizeiverordnung besprochen, die des Westens: Allabendlich( außer Freitag): Gastspiel des Metropol- Theaters:' ne feine Nummer. Freitag: Requiem von Mozart. Nächsten für Marktmilch" einen Fettgehalt von 2,7 Proz. festiept. Er be- Sonntagnachmittag: Der Waffenschmied. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Von Sonntag bis Mittwoch: Die Fledermaus. Donnerstag Sonnabend und nächsten Sonntag: Die Maschinenbauer. Nächsten Sonntagnachmittag: Othello. merkte dabei, das Nahrungsmittel- Gesez kenne den Begriff„ Markt- und Freitag: Geschlossen. Theater: Alle Abende: Das süße Mädel. Freitag: Gefchloffen. Diesen und nächsten Sonntagnachmittag: Die Geisha. Thalia Theater. milch" nicht, und deshalb sei die Verordnung ungesetzlich. Das habe abendlich( außer Freitag): Seine Kleine. Freitag: Oratorium Paulus. Nächsten Sonntagnachmittag: Aschenbrödel. Bellealliance- Theater. Anauch Geheimrat Dr. Pistor vom Landwirtschafts- Ministerium zu abendlich( außer Freitag): Die Dame aus Trouville. Er. Freitag: Konzert des Berliner Tonkünstlerorchesters. Nächsten Sonntagnachmittag: Die gegeben, er habe aber genreint, das Nahrungsmittel Gesetz Saubenterche.- Carl Weiß- Theater. Abends: Unsere Marine. Von Montag bis Sonnabend: Geschlossen. Nächsten Sonntagabend: Hannemanu müsse geändert und der Verordnung in Einklang ge, vom Viehhof und der kleine Cohn.- Urania. Alle Abende: Frühlingstage an der Riviera. Freitag: Geschlossen. Es lebe das Leben Nathan der Weise Es lebe das Leben Nathan der Weise Nathan Cyrano bon Bergerac der Weise Es lebe das Leben Der Probekandidat Lebendige Stunden Geschlossen Geschloffen Berliner Theater. Alt- Heidelberg Alt: Heidelberg Gioconda Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Geschloffen Die Fee Caprice Die Jungfrau Liese Grubener bon Orleans Ueber den Wassern Agues Sorma Nora Agnes Sormia Geschlossen Don Juan Don Juan Der Pfarrer von Kirchfeld Der Troubadour Der Kaperbrief Geschlossen Rigoletto Geschlossen Don Juan Schall und Rauch Serenissimus Zwischenspiele Residenz Theater. Strindberg Cyklus Borstellung vor Serenissimus Geschloffen Vorstellung vor Serenissimus 1 LuisenTheater Metropol: Theater Johannisfeuer Agnes Sorma Die Jungfrau von Orleans Gebrüder Boc D. Hüttenbesitzer Sorma. Nachm.: Haus Nofenhag. Gebrüder Bock. Nachut. Die Räuber Die Jüdin Strindberg Cyklus: 1. Das Band, 2. Stärt. Central All Unfrem Freunde F.Gleinert und Frl. A. Kunstreiter zur Ver Lobung ein donnerndes Hoch. 142/10 Die Sprizmannschaft aus bem Wedding- Casino. Unserm alten Parteigenossen und guten Freunde 13786 Wilhelm Merker zu feinem am 24. März stattfindenden Wiegenfeste unsre herzlichsten Glüdwünsche! Sei fröhlich stets und unverdroffen, Dein Leben ohne Sorg' und Plage, Dies wünschen Freunde und Genossen Dir bis in Deine fernsten Tage! G. M. R. K. C. G. A. K. A. Z. M. F. L. L. Aeuglein. H. R. A. W. K. St. C. K. F. F. G. H. E. L. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäscheu. Krawattenbranche, Todes- Anzeige. 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Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonn tag, nachmittags 21/2 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. Die Parteigenossen werden ersucht, sich recht zahlreich hieran zu beteiligen. 202/11 Der Vorstand. Stoff, EinsegnungsAnzüge nach Mai, guter für 16, 20, 25, 30 Mark. Alexander Schmidt, Wienerstraße 1-6, Ecfe Stalizerstraße, vorn 1 Treppe I. Aufg. Eingang von Stalizerstraße aus. Dr. Simmel, Prinzenstr. 59. Specialarzt für 11/ 13* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Annahme- Stellen für ,, Kleine Anzeigen". Osten: Wengels, Gr. Frankfurterstr 133, Gustav Vogel, Koppenſtr. 83. Chr. Schult, Blumenstr. 14. Nordosten: J. Neul, Barnimstr. 42. Norden: S. Raschke, Grünthalerstr. 65. Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96. E. Stolkenburg, Wiesenstr. 41/42. 2. Dechaud, Ruheplasstr. 24, H. Bogel, Demminerfir. 32. A. Tiets, Invalidenstr. 124. Nordwesten: Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. Südwesten: 8. Ohnesorge, Bergmannstr. 23, S. II. H. Schröder, Kreuzbergstr. 15. Süden: 7. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8 Südosten: Paul Böhm, Lausitzer Platz 14-15. W. Gesche, Wrangelstr. 58. Martin Mescha, Adalbertstr. 24. P. Horsch. Engel- Ufer 15, Centrum: A. Tiek, Breitestr. 23. Charlottenburg: G. Scharnberg. Sesenheimerstr. 1. Friedenau: H. Berufee, Kirchstr. 15. Sämtliche Freunde und Gönner sind hierzut eingeladen. Kaffenöffnung 7 Uhr. Der Vorstand. [ 287/9] Armin- Hallen" Kommandantenstraße 20. Wir empfehlen unsern über 1000 Personen fassenden größen schattigen Natur- Garten nebst großem Saal und Nebenräumen, circa 1000 Personen fassend, vollständig renoviert, zur Abhaltung von Sommerfesten 2c.( Für Vereine auch Staffeeküche.) Gleichzeitig erlauben wir uns, unfre 8 Vereinszimmer in jeder Größe in Erinnerung zu bringen. 13396* Gebr. Mielitz, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. 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Der Angeklagte hatte die Vernehmung eines Sachverständigen darüber beantragt, daß in allen Redaktionen die gebrauchten Manuskripte vernichtet würden. Die Bernehmung des Sachverständigen wurde dann vom Gericht abgelehnt und die Behauptung des Angeklagten als wahr unterstellt. " Zu 14 Tagen Gefängnis wurde der Genosse Garbe. Redacteur des Voltsblattes für Kassel", vom Schöffengericht Hersfeld verurteilt. Durch einen Artikel im Wegweiser", der Landausgabe des Blattes, foll er einen Kaufmann beleidigt haben. in Die Gegenliste, die nur Vertreter des Freihandels vorschlug und eine Richtung vertrat, die dem zünftlerischen Standpunkt abhold ist, erlangte bis zu 1436 Stimmen. Das neue Heim des Konsum, Bau- und Sparvereins Produktion" in Hamburg wurde am 14. März vom Aufsichtsrat und Vorstand abgenommen und dem Betrieb übergeben. Die GeTerrain gekauft, auf dem zunächst ein großer Speicher, verbunden nossenschaft hat in einer noch wenig bebauten Gegend ein größeres mit Staffeerösterei, Wohn- und Geschäftshaus, aufgeführt wurde. Den interessanten Schilderungen der„ Konsumgenossenschafts- Korrespondenz" über das mit allen modernen Hilfsmitteln ausgestattete Geschäftshaus entnehmen wir folgendes: Von der Straße durch einen kleinen Vorgarten getrennt, erhebt sich das vierstöckige, einen fräftigen, foliden Eindruck machende hübsche Wohnhaus. Die breiten, hohen Spiegelscheiben des Parterres belehren uns sofort, daß dieses geschäftlichen Zwecken gewidmet ist. In der einen Hälfte des geräumigen Barterres wird eine Restauration eingerichtet, in der jeder, sei er mun Mitglied des Konsum-, Bauund Sparvereins Produktion" oder nicht, nach des Werktags Last und Mühe bei einem guten Trunte sich erholen tam. In der andren Hälfte des Parterres wird eine Verkaufsstelle des Vereins er öffnet werden. " " einem Sonntag, 23. März 1902. Bank in Verbindung, die zuerst eine Bilanz, verlangte. Diese dem Verein noch nicht sechs Wochen angehören, sind von jeder Unterwurde eingereicht und war von den Aufsichtsräten Distler, Seiß, stüßung ausgeschlossen. Von der 7. bis 13. Woche der Mitgliedschaft Trögler und Sichelstiel unterzeichnet. In der Bilanz war der wird die Hälfte der festgesetzten Unterstützung gezahlt. Bei AbwehrEine Märzfeier veranstaltete der deutsche Arbeiterverein in Bruttonutzen mit 206 761 M. angegeben, aber die Bilanz erties streiks wird die Unterstügung vom ersten Tage, bei Angriffsstreifs Britssel. Er hatte zu diesem Zweck eine Versammlung nach dem sich bei näherer Betrachtung als falsch. Es wurde durch eine erst vom vierten Tage an gezahlt. Nach Aufhebung eines Streits Maison du Peuple" einberufen, in der Genosse Dr. Erdmann aus Inspektion ein Verlust von 331 029 M. festgestellt. Zahlreiche findet eine weitere Unterstützung auf die Dauer von vier Wochen Köln einen Vortrag über die Revolutionsgeschichte hielt. Der weiße als Außenstände angeführte Poften mußten als uneinbringlich ab- statt. In Ausnahmefällen entscheidet eine General- oder MitgliederSaal des Volkshauses war von deutschen Arbeitern bis auf den geschrieben werden, zu Hunderten fungierten längst bezahlte versammlung. legten Platz besetzt. Die Versammlung verlief sehr würdig, dem Außenstände als noch vorhanden in der Vermögensübersicht, Eine verunglückte Ehrenrettung! Man berichtet uns aus Gegenstande angemessen. Aftivposten waren doppelt aufgeführt, die Warenbestände usw. Spandau: Der Abgeordnete unfres Wahlkreises( Potsdam- SpandauDen deutschen Genossen, die Brüssel auf ihrer Reise berühren, viel zu hoch bewertet. Die Verhandlung ergab für die Aufsichts- Osthavelland), Tischlermeister Pauli Potsdam, der in den letzten fann empfohlen werden, das Maison du Peuple" aufzusuchen. räte der Gesellschaft, die in dem Prozeß als Zeugen Wochen dadurch wiederholt von sich reden gemacht hat, daß er im Deutsche Genossen sind immer anwesend und zwar in der deutsch- auftraten, so gravierende Thatsachen, daß diese Herren fast noch Potsdamer Stadtparlament eine Arbeitslosen- Versammlung eine östreich- ungrischen Ecke. Deutsche Zeitungen liegen auf und jeden mehr belastet erscheinen, als der Angeklagte, der schwer krank ist und Komödie", ein„ Lustspiel" usw. nannte, der im vorigen Jahre die giveiten Montag hält der Deutsche Arbeiterverein feine Sigungen sich auf seine Untenntnis geschäftlicher Dinge beruft. Besonders der Socialdemokraten Bestbenten" nannte, und der dadurch seine dort ab. Jn gewerblichen Streitigkeiten giebt der Verein seinen Aufsichtsrat Distler scheint nach dem Ergebnis der Beugenaussagen Arbeiterfreundlichkeit" bestätigte, daß er im Reichstage Mitgliedern unentgeltlich Rechtsschutz. bei den Manipulationen eine sehr thätige Rolle gespielt zu haben. in der Rolle eines freiwilligen Regierungs- Kommissars" Distler war zu gleicher Zeit auch Vorsitzender des Aufsichtsrats unfren Genossen Zubeil und die von diesem aus den Spandauer der Süddeutschen Wasserwerke, einer Schwestergesellschaft des Staatsbetrieben vorgebrachten zahlreichen Beschwerden scharf be Wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen Hilpertschen Unternehmens, die nach Aussage ihres Direktors nur fämpfte, und unfren Genossen überhaupt das Recht absprach, die wurde der Genoffe Kasch, Redacteur des„ Volksblattes für Hardeshalb gegründet wurde, um die Hilpertgesellschaft über Wasser zu Spandauer Staatsarbeiter zu vertreten, dieser selbe Herr Pauli burg", von der Strafkammer in Lüneburg zu 1 Monat Gefängnis halten. Schon 1898 hatten die Südd. Wasserwerke der Hilpertgesellschaft fühlte dieser Tage das Bedürfnis, sich bei den Spandauer berurteilt. Er hatte den Artikel eines Mitarbeiters über die Arbeits- 200 000 m. ohne jegliche reelle Unterlage gewährt. Das Gericht be- Staatsarbeitern von dem Verdacht, der rücksichtsloseste ArTofigkeit aufgenommen, in dem sich die Wendung fand, daß der schloß die schwerbelasteten Aufsichtsräte wegen Verdachts der Mit- beiterfeind zu sein, gründlich zu reinigen. Zum DonnerstagArbeitslose der Willkür der Polizei überliefert sei und darin wurde thäterschaft nicht zu vereidigen. Der Staatsanwalt beantragte gegen abend hatten seine hiesigen Gesinnungsgenossen darum eine der Thatbestand des§ 131 gefunden, also die Behauptung einer Hilpert 3 Jahre Gefängnis, 18 000 M. Geldstrafe und 5 Jahre Chr- Aroße öffentliche Bersammlung" nach dem„ Noten wissentlich erdichteten Thatsache zur Verächtlichmachung von verlust. Er wurde zu 4 Monaten Gefängnis und 1200 M. Geld- Adler" einberufen. Herr Pauli gedachte in dieser Versammlung Staatseinrichtungen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt R. Heine- strafe verurteilt, von der Anklage der Falschgründung wurde er frei hinter verschlossenen Thüren die Socialdemokratie und die wahren mann, wies zwar, gestützt auf eine Reichsgerichts- Entscheidung, gesprochen, zugleich wurde die Ueberweisung der Bücher, Akten und Vorgänge im Reichstag abzumurksen, denn Socialdemosehr eindringlich darauf hin, daß in dieser Redewendung überhaupt Papiere an die Staatsanwaltschaft verfügt. Gegen die Aufsichtsräte traten follten feinen Zutritt haben. Das hatte aber den Erfolg. nicht die Behauptung einer Thatsache, sondern eine allgemeine Kritik wird nun ebenfalls vorgegangen. Distler war Magistratsrat und daß unsre Genossen mittels Handzettel zum Besuch der Versammlung enthalten sei, das Gericht folgte aber der Auffassung des Staats- legte sein Amt wegen dieser heitlen Affaire nieder, Sichelſtiel ist aufforderten, und in noch nie dagewesener Zahl strömten darum die heute noch Gemeindebevollmächtigter.io Arbeiter nach dem Versammlungslokal. Um 8 Uhr wurde dieses bereits abgesperrt, Hunderte fanden keinen Einlaß mehr; im Saal und auf den Gallerien hatten sich die Versammelten dermaßen zufammengedrängt, daß ihre Zahl auf ca. 2500-3000 Perfonen geschätzt bemächtigte sich von Anfang an eine große Unruhe, die noch gewurde, davon gut zweidrittel Socialdemokraten! Der Versammlung steigert wurde, als die Einberufer nicht auf die stürmisch geforderte Bureauwahl eingingen. Aufseher Ri ed eröffnete die Versammlung und forderte die anwesenden Socialdemokraten auf, den Saal zu verlassen! Ihm antwortete ein unbändiges Gelächter, worauf er die mehr als naive Frage stellte:„ Oder sind Sie alle Socialdemokraten?" ( Stürmische Burufe:„ Ja, ja, alle!) Hierauf forderte Herr in welches Kaiserhoch auf, Ried zu alle, Socialdemokraten einstimmten; dem Hoch folgte auch die von einem Teil der Versammlung gesungen das Lied:" Hoch soll er Aus Industrie und Handel. leben, dreimal hoch!", dazwischen ungeduldige. Rufe nach Bureaus wah!! Blitzschnell erteilte Herr Nied aber Herrn Pauli das Die Handelskammer- Wahlen dritter Abteilung, welche seit Wort, der sofort damit begann, daß er versprach, sachlich bleiben zu Anfang voriger Woche stattfanden, haben am gestrigen Sonnabend wollen, sollte er aber in der Diskussion( 1) persönlich anihren Abschluß gefunden und mit dem Siege der Liste des Vereins gegriffen werden, dann würde er auch persönlich werden. Berliner Kaufleute und Industrieller und der mit demselben verin den Glauben ver bündeten 68 kaufmännischen Vereinen Berlins geendet. Es wurden die im Vergleich zu den engen niedrigen Wohnungen in den fett, Die Etagen find zu freundlichen Hellen Wohnungen eingerichtet, Dadurch wurde die Versammlung daß eine Diskussion stattfinden würde und ließ nach amtlicher Feststellung 3928 Stimmen abgegeben; somit betrug düsteren Straßen der Großstadt wahre Paläste genannt werden darum den Referenten reden. Herr Pauli begann da die absolute Majorität 1965 Stimmen. Gewählt wurden: Emil dürfen. Durch einen an der Seite des Hauses angebrachten Thor- mit, daß er zunächst schilderte, welchem Zweck die Spandauer W. Hinrichsen in Firma Emil W. Hinrichsen, Dr. H. Gerschel, weg gelangt man auf einen großen geräumigen Hofplatz, in dessen militärischen Betriebe dienen. Dann ging er auf die Debatten im Firma W. Hagelsberg, Attiengesellschaft, Friz Gugen Hintergrunde der dreistöckige mächtige Speicher emporregt. Vom Reichstage über die Spandauer" Musterbetriebe“ über, und nun hain in Firma Seidenhaus Michels u. Co., Richard Weigert Thorweg aus zur linken Seite wird der Hof durch Wagenremise hatte er auch sofort sein Versprechen der Sachlichkeit vergessen, in Firma L. W. Schneider u. Co., J. Philippsohn in Firma und Pferdestall begrenzt. Der Keller des Speichers, dessen Fußboden denn er wurde dermaßen persönlich gegen unsren Genossen Kunert Philippsohn u. Leschziner, Dr. Bry in Firma Louis Bry, Richard und besonders den in der Versammlung anwesenden Genossen Riel in Firma Richard Niel, Hugo Heilmann in Firma Müller u. 3ubeil, daß er fortgesetzt von Ausrufen höchster Empörung unterHeilmann, Emil Jacob in Firma Jacob u. Valentin und William brochen wurde und minutenlang gänzlich verstummen mußte. Ledermann in Firma W. Ledermann. Er stellte die Behauptung auf, daß Bebel und besonders Kunert 1898 bei der Beratung des Militäretats nur aus dem Grunde die Verhältnisse in den Staatsbetrieben zur Sprache gebracht hätten, weil sie damit glaubten, die Staatsarbeiter für die in jenem Jahr stattgefundene Reichstagswahl zu Gunsten der Socialdemokratie ein zufangen. Nachdem dies aber mißlungen sei, da die Staatsarbeiter zu vernünftig feien, um sich in die Neze der Socialdemokratie zu begeben, habe man die Staatsarbeiter im nächsten Jahre( 1899) dadurch st rafen wollen, daß die socialdemokratische Fraktion beim Militäretat diesmal über die Staatsbetriebe völlig schwieg und nicht einmal feine Resolution zu Gunsten der Arbeiter, für die er mühsahm die nötigen 15 Unterschriften aufbringen mußte, unterstützte.( Die Resolution bezweckte eine Verbesserung der Pensionsverhältnisse der Meister und bezog sich nicht im geringsten auf die Arbeiter. D. Berichterst.) Seit dem Jahre 1900 bringe nun der Abgeordnete 8ubeil zahllose Beschwerden" vor, die wie fleinliche Rörgeleien und Klatsch seien, nichts weiter gar nicht vor den Reichstag gehören, und mit denen Er halte im Reichstag 3ubeil den Arbeitern nur schade. langatmige Reden ohne Inhalt, weil die Socialdemokratie eben auf die Dummheit der Staatsarbeiter spekuliere. Wenn Zubeil bei seinen Beschwerden, die fast durchweg unwahr seien, nicht selbst gelogen habe, dann sei er aber belogen worden.( Hier wird der Redner durch ungeheures Toben stürmisch unterbrochen. Rufe: Lügner", Verleumder"," Gemeinheit"," Komödiant"," Bauli raus", Bubeil soll reden" usw. flogen ihm an den Kopf.) ging Herr Pauli dazu über, die bekannten Dankschreiben um sich mit dem nötigen für Wohlverhalten zu verlesen, Auch die Laterne" bekam ihr Glorienschein zu umgeben. Fett ab; bei dieser Stelle flog ihm eine sinnige Aufmerksamkeit ein Exemplar der„ Laterne" vor die Füße. Er schloß dann kurz, da sich der Lärm immer mehr steigerte. Der Leiter der Versammlung, Aufseher Ried, setzte nun allem die Krone auf, ins dem er die Versammlung wegen der Disciplinlosigkeit" der SocialUnter den Konfektionsarbeiterinnen in Seifhennersdorf demokraten sofort schloß, ohne die Diskussion zu eröffnen. 8ubeil, Wenn das Kohlensyndikat unter diesen Verhältnissen nicht bald( Sachsen) gärt es. Fortgesette Lohnbrückereien in den verschiedensten der sich gleich zu Anfang für die Diskussion zum Wort gebazu sich entschließt, mit den Preisen weiter herabzugehen, werden Formen haben die Erbitterung aufs höchste gesteigert. Bei der großen meldet hatte, machte vergebliche Anstrengungen, sich vernehmbar wir im Ruhrbezirk demnächst mit großen Arbeiterentlassungen Firma Gärtner, wo die Lohndrückerei in ein System gebracht ist, zu machen, der Lärm tannte jegt teine Grenzen mehr, beim Kohlenbergbau zu rechnen haben, welche möglicherweise haben bereits fast alle Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. Sie es wurden wiederholt stürmisch aufgenommene Hochs auf die Social dazu führen können, daß die ruhige und zufriedene Bergarbeiter verlangen die Entlassung eines Werkführers, der sich bei der Bebemokratie und auf 8ubeil ausgebracht und die Marseillaise an Bevölkerung wieder erregt wird. Man möge aber dann nur nicht drückung der Arbeiterinnen besonders hervorthut. gestimmt. Herr Pauli wurde unter polizeilicher Bes wieder die Schuld auf die Bergarbeiter schieben." Frauen in den Armenkommiffionen in Schweden. Bisbe dung durch eine Hinterthür aus dem Saale gebracht; später Nach den Berichten über die letzten Verhandlungen des Syndikats jetzt tönnen in Schweden verheiratete Frauen nicht Mitglieder der sollen ihn einige seiner geängstigten Parteigenossen sogar bis nach ist weder auf eine Berücksichtigung der Wünsche der Konsumenten fommunalen Armenkommissionen werden. Ein Antrag, wonach Potsdam begleitet haben! So endete der Reinigungsversuch des noch der der Arbeiter zu rechnen. Verständigen Vorstellungen hat ihnen dieses Recht zugestanden werden soll, wurde vom Gesetz- Herrn Bauli! Unfre Genossen haben zum nächsten Mittwoch fich das Syndikat bisher immer unzugänglich gezeigt und von social gebungsausschuß dem Reichstage nicht zur Annahme empfohlen. in dieser Angelegenheit zwei Volksversammlungen einpolitischen Pflichten hat es sich nie beschwert gefühlt. Hier kann nur als die Sache jedoch dieser Tage im Reichstage zur Berhandlung berufen und zu denselben Herrn Pauli schriftlich und durch die die Unzufriedenheit der Arbeiter, die übrigens nie verschwunden tam, sprachen sich beide Klammern dahin ans, daß die Gesetzgebung Presse eingeladen! war, helfen, nur müssen die Arbeiter ihre Kräfte in der Organisation auch den verheirateten Frauen das Recht einräumt, Mitglied der sammeln, um den Kohlenbaronen zu imponieren. Armenkommissionen zu werden. In der ersten Kammer wurde der hinein, der in der Freitagnacht nach achttägiger Verhandlung vor der Majorität für den Antrag so groß, daß von einer Votierung Abftand In die Mysterien des Gründerwesens leuchtete ein Prozeß Beschluß mit 82 gegen 32 Stimmen gefaßt, in der zweiten war die Straffammer in Nürnberg zu Ende ging. Der Fabrikbefizer genommen wurde. Christian Hilpert war angeklagt auf Grund des Aktiengeseges wegen Falschgründung, Betrug und fortgesetter Falschbilanzierung. Hilpert war Besitzer eines Wasserleitungs- Baugeschäftes, das er am 1. Juli 1897 mit Hilfe einiger Strohmänner in eine Attiengesellschaft um In der Generalversammlung des Fachvereins der Musik: wandelte, deren Direktor er wurde. Das Aktienkapital sollte instrumenten- Arbeiter am 17. März sprach Mar Schütte über 550 000 M. betragen. Für das Geschäft erhielt Hilpert 250 Aftien Die Bedeutung des 18. März für das arbeitende Volt". Sodann Genosse Freuthal ersucht uns um Aufnahme nachfolgender a 1000 m., 300 000 M. zahlte der Bankier Moritz Dinkelsbühler ein wurde folgende Ergänzung zu§ 4 des Statuts angenommen: 1. Bei und erhielt 300 Attien. Die Berechnung des Wertes des Geschäftes drohenden Differenzen in den Werkstätten ist der Agitations Berichtigung: Bei der Donnerstag- Versammlung im Eisfeller habe geschah auf Grund einer bon Hilpert felbst gefertigten tommiffion resp. dem Vorstand sofort Mitteilung zu machen. ich nur gegen alle übrigen Zugeständnisse gesprochen, sonst aber mich Bilanz. Er wurde mun beschuldigt, daß er sich als Gründer Während der Dauer der Differenzen haben sich die Mitglieder den für die Ürabstimmung erklärt. Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 der Gesellschaft einen rechtswidrigen Vermögensvorteil dadurch Anordnungen der Kommission resp. des Vorstandes zu fügen. Alle verschafft habe, daß er über den Vermögensstand falsche Folgen, welche durch Nichtinnehaltung obiger Bestimmung entstehen, bei Diete und Mariannenstr. 48 bei Liebehenfchel von 3-6 Uhr. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen, Angaben machte und den Stand der Verhältnisse durch un- haben die Mitglieder selbst zu tragen. 2. Nur Mitglieder, welche Montag, abends 9 Uhr: Tezte Uebungsstunde des Winterkursus in der richtige Angaben und Buchungen wissentlich verschleiert habe. Die dem Verein drei Monate angehören und sämtlichen Verpflichtungen Filiale Brunnenstr. 150. Vortrag über Strantenpflege. Der neue Kursus Gesellschaft zahlte im ersten Jahre 8 Proz. Dividende. Sie trat nachgekommen sind, erhalten die statutenmäßige Unterſtüßung, außer beginnt daselbst am 28. April. Neue Teilnehmer können schon ietzt eindann behufs Vergrößerung des Grundkapitals mit der Pfälzischen dem 3 Mark wöchentlich aus dem Streitfonds. Mitglieder, welche treten. Gäste willkommen. räume. mit schwedischen Klinkern sauber gepflastert ist, ist zu den verschiedensten Zweden in kleine Räumlichkeiten eingeteilt. Da finden wir einen Fettwaren, einen Stäse- und einen Weinkeller. Außerdem ist noch ein Bierabfaß- und ein Delabfaßteller vorhanden. Im Hochparterre befindet sich das große helle Comptoir des Vereins. Der übrige Raum ist zum Lagerraum eingerichtet, von dem noch ein kleiner Raum als Comptoir des Lagermeisters abgegrenzt ist. Die erste und zweite Etage sind Ueber die Geschäftspraktiken des Kohlensyndikats schreibt ganz als Lager eingerichtet. Diese Lagerräume, von denen nur die Köln. Volfsztg.": Garderobe und Waschraum, und in der ersten Etage noch ein " Seitens des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikates werden Abfaßraum für Kaffee abgegrenzt sind, sind 27 Meter lang gegenwärtig wieder die größten Anstrengungen gemacht, um die- und etwa 17 Meter breit. Man sieht, es sind gewaltige Lager jenigen Großverbraucher, welche mit ihren Aufträgen für das neue Bon jedem Boden führt eine Schiebethür nach dem Geschäftsjahr noch immer zurückhalten und deren Zahl ist noch immer Hofe hinaus, während auf der entgegengesetzten Seite eine groß zum Abschluß zu bewegen. Diese Bemühungen scheitern indes Schiebethür nach dem hinter dem Speicher vorbeiführenden Kanal nach wie vor zumeist an der Forderung, den Bedarf gleich für das hinausführt. Auf diese Weise können die Waren, ob sie auf dem ganze Jahr zu den heutigen Preisen zu decken. Hierauf wollen die Land- oder Wasserwege dort ankommen, stets bequem eingenommen Verbraucher sich zumeist nicht einlassen, weil sie sich sagen, daß die werden. gegenwärtige Marktlage die jetzige Höhe der Preise um so weniger Der dritte Boden, der gleichfalls als Lager eingerichtet ist, rechtfertige, als eher eine Verschlechterung als eine Besserung in den bildet das eigentliche Herz des Betriebes. Auf der einen Abfazverhältnissen auf dem Kohleumarkte zu erwarten sei. Diese Seite des großen Bodens ist ein Raum abgegrenzt, in dem ein Auffassung ist jedenfalls richtig, und es hieße das Syndikat in seinem Deußer Gasmotor von 8 Pferdekräften untergebracht ist. Bestreben, die Preise auf einer der gegenwärtigen Marktlage ent treibt den Fahrstuhl und die verschiedenen Winden, die bestimmt sprechenden Höhe zu erhalten, nur bestärken, wenn die Verbraucher so sind, die Waren auch bis auf den höchsten Boden des Speichers zu leicht zu der Erfüllung der Forderungen desselben sich verstehen wollten. befördern. Wenn übrigens in den letzten Tagen die Nachricht in gewisse Blätter Auf der andren Seite des dritten Bodens ist die Staffeerösterei gebracht worden ist, der größte Teil der Verbraucher habe bereits abgegrenzt. Hier steht ein von der Maschinenfabrik Emmerich a. Nh. von einem zweifür das ganze Jahr mit dem Syndikat wieder neu abgeschloffen, erbauter Schnell- Kaffeeröster Probat", der so entspricht dieselbe nach den von mir eingezogenen Erkundigungen pferdigen Deuzer Gasmotor in Betrieb gefekt wird. Alles in durchaus nicht den Thatsachen; denn ein sehr großer Teil der allem eine Einrichtung, die gegen den Betrieb im Kleinhandel große früheren Kundschaft des Synditats hat den nächstjährigen Bedarf Borteile und Annehmlichkeiten aufweist. Mit der Fertigstellung an Kohlen teils bei nicht dem Syndikat angehörenden Ruhrzechen, dieses Baues ist erst ein Drittel der angekauften Fläche bebaut, geteils bei englischen Kohlenhändlern vollständig gedeckt. Der über- plant ist der Bau von 4 Wohnhäusern und die Errichtung einer großen aus rege Wettbewerb der englischen Kohle im Nord- Bäckerei. westen Deutschlands hat dem Rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat in der letzten Zeit überhaupt viel zu schaffen gemacht, indem er immer weiter in die Intereffengebiete des letzteren mit großem Erfolg eindringt. " 7 " Aus der Frauenbewegung. Versammlungen. " " Alsdann Köpenick. Zur Feier des 18. März fand im hiesigen SchüßenDann nahm Ernst Obst Schöneberg das Wort zu seinem Vortrag: wurde dieselbe durch einige Lieder des Gesangvereins Morgenrot. aus eine sehr gut besuchte Voltsversammlung statt. Eingeleitet Der 18. März 1848 und seine Bedeutung für das Proletariat". Oft unterbrochen von begeistertem Beifall der Anwesenden schloß der Vortrag mit einem träftigen Appell an die Versammlung, nur für die Ziele der Socialdemokratie einzutreten und zu agitieren. Der Borsigende schloß die Versammlung mit einem brausenden Hoch auf die internationale völkerbefreiende Socialdemokratie. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonntag, den 23. März. Freie Volksbühne. Berliner Theater. 42 Urania. Carl Weiss- Theater. Central- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage teilung: Wilhelm Tell. Anfang an der Riviera. 2 Uhr. Opernhaus. Fidelio. Anf. 72 Uhr. Montag: Mara.- Der Evangeli mann. Schauspielhaus. Frau Anne. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Opern Theater( Kroll). Das große Licht. Anfang 7%, Uhr. Montag: Konzert des Berliner Tonfünstler Orchesters. Anfang 8 Uhr. F Schiller. Der Herr Senator. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: König Harlekin. Montag: Nathan der Weise. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Zwergin ihrem mit Kinde eine bisher in der Welt nicht dagewesene Sehenswürdigkeit Mutter 80 cm Tocht. 50cm gross 32 Jahre alt. 9 Jahre alt. Deutsches. Es lebe bas Leben Trianon- Theater. Anfang 7/2 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Rosenmontag. Montag: Es lebe das Leben. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing. Nora. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Medaille. Der eingebildete Kranke. Montag: Die Fee Caprice. Westen. Gastspiel des Metropol Theaters:' ne feine Nummer. Anfang 72 Uhr. Nachmittags zu halben Preisen: Der Troubadour. Montag:' ne feine Nummer. Residenz. Einquartierung. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Kameliendame. Montag: Einquartierung. Neues. Goldfische. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Veilchenfreffer. Montag: Goldfische. Secessionsbühne. Detlev Lilien crons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett!). Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schall und Ranch. Serenissimus: 8wischenspiele. Anf. 812 Uhr. 2 Georgenstrasse, Minuten vom Bahnhof Friedrichstr. Zum 118. Male: Coralie& Co. Anfang 8 Uhr. Parkett 2 M. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Während der Karwoche besonders gewähltes Programm. Große Frankfurterstr. 132. Nachmittags 4 Uhr: Kleine Preise: Letzte Borstellung vor Ostern. Parkett 60 Pf. Nachmittags 3 Uhr, halbe Preise, zum 794. Male: Die Geisha. Abends 7/2 Uhr: Möbelfabrik Hellmundt& Co., Holzmarktstrasse Der Hüttenbefizer. Das lühe mädel. No. 11 Abends 8 Uhr: Unfre Marine oder: Er muß aufs Land. Hauptdarsteller: Mia Werber, Pol di Augustin, Henny Wildner, Emil Albes, Rudolf Ander, Siegm. KunSchwant in 3 Atten v. Otto Randolf.stadt, Ottmar Koss, Karl Schulz. Ab 1. Osterfeiertag: Hannemann bom Viehhof und der kleine Cohn. Große Berliner Gesangspoffe. füße Mädel. Morgen und folgende Tage: Das Donnerstag, den 26. März cr., Jubiläumsvorstellung, zum 100. Male: Schall und Rauch das füße Mädel. ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Sonntag, den 23. März 1902, nachm. 32 Uhr: Vorstellung vor Serenissimus. Abends 8 Uhr: Gastspiel von Emanuel Reicher. Fraud. Andern. SerenissimusZwischenspiele. Geschichten vom toten Rabbi, Bauernkumedi, Abschiedssouper. Belle- Alliance- Theater. Die Dame aus Trouville. Schwant m. Gesang u. Tanz in 3 Atten. Emil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Sierauf: Er. Lebensbild in 1 Att. Adele Hartwig u. Leopold Thurner a.G. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Schuldig. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett!) Köpnickerstr. 68. Heute abend 8 Uhru. a.:,,BataillonsDer Bajazzo und sein Kind. topf"( Offiziers- Humoreske). Behrwall- Trio. Rudolfi- Truppe. La bella Tamara.# Amon. 16 erstklassige 16 Specialitäten Apollo- Theater. Zinka Panna, 4 Milons, Cymbal- Virtuosin. Kraft- Turner. Rachmittags 3 Uhr: Borstellung Georg Hartmann, Sam Elton, zu ermäßigten Preisen. い Montag: Serenissimus Zwischen: fpiele. Trianon. Coralie u. Co. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Central. Das füße Mädel. Anfang 712 11hr. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Das füße Mädel. Thalia. Seine Kleine. 7 Uhr. Illusionist. Excentric- Akt. Milli Capell, Sporting- Akt m. Pferd u. Hunde. Georg Kaiser, Gebr. Avolo, Humorist. Xyloph.- Virtuosen. Elsa Möller, The Leamy- Tr., Anfang Sängerin. Akrobatin. a. Luftreck. Nachmittags 3/2 Uhr: Mathilde. Montag: Seine Kleine. Luisen. Die Jungfrau von Orleans. Anfang 7 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Liefe Grubener. Carl Weiß. Unfre Marine oder: Lebende Lieder. Mitwirkende: Siegm. Lieban. Emma Malkowska. Franz Porten. Elfriede Hohenfeld a.G. Aug. Runze, Elsa Malta. Georg Barsch. Johanna Ott. Carlos Schmiedel. Prinz Heinrich Er muß aufs Land. Anfans Der Kosmograph: in Amerika, 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Montag: Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Fledermaus. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance. Die Dame aus Kasseneröffnung 6. Uhr. Anfang 72 Uhr. Metropol- Theater 71 Uhr. Hierauf: Gr. Anfang Gastspiel d. Opern- Ensemble Nachmittags 3 Uhr: Schuldig. Montag: Die Dame aus Trouville. Sierauf: Er. Orpheus. Specialitäten Borstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Metropol. Gastspiel des Theaters des Westens: Don Juan. Anfang 712 Uhr Montag: Die Jüdin. Apollo. Don Juan in der Hölle. Specialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage Panoptikum. Specialis täten- Vorstellung. 0 Pataft. Specialitäten- Borstellung. Die Veilchenfee. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Casino Theater. Ihre Familie. Specialitäten: Torstellung. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Lieder des Musikanten. Montag: Ihre Familie. Speciali täten Vorstellung. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr.. Paffage Theater. Specialitäten des Theater des Westens. Francesco d'Andrade a.G. Don Juan. Oper in 2 Akten von W. Mozart. Montag, den 24. März: Nicolaus Rothmühl a. G. Die Jüdin. Anfang 1/28 Uhr. Cirkus Busch Sonntag, den 23 März: 3wei gr. Vorst. Nachmittags 4 Uhr: Hle guet Brandenburg. Ab. 7 Uhr: Klondike. Orig. Pantomime des Cirkus Busch. Mittwoch, den 2. April: Schluss d. diesjährig. Saison. Borstellung. Anfang nachmittags Cirkus Alb.Schumann 3 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Sonntag, den 23. März 1902: Vorletter Sonntag. große außerordentliche 9 Gala Vorstellungen nachm. 3½ Uhr u. abends 72 Uhr. In beiden Vorstellungen die großartigen März- Specialitäten. ? Schiller Theater She? ( Wallner- Theater). Uhr: # 1 2 Neu! Das lebende Rätsel. Neu! Ein Stündchen in der Geisterwelt. Neu! Die phänomenale ,, Nora- Parodie", Satirisches Schattenbänkel. Bozena Bradsky u. Oskar Strauss, Marcell Salzer, Bokken Lasson etc. Leydeckers Festsäle. Sophienstr. 34. Inhaber: Julius Hoffmann. Heute, Palmsonntag: Theater- Vorstellung. Verein Universum I. Vorsitzender: Schröder. Anfang 6 Uhr. Heute, Sonntag, 8 Uhr, im Architektenhause, Wilhelmstr. 92/93: Rosegger- Abend. Num. Platz m. Garderobe. u. Programm 50 Pf. Lessing- Gesellschaft für Kunst u. Wissenschaft. E. V. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Nachmittags 3 Uhr: Mathilde. Täglich: Abends 72 Uhr: Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Guido Thielscher, Paula Worm a. G., W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Mutter und Sohn. Schauspiel in 5 Atten von Charlotte Birch- Pfeiffer. Montag: Keine Vorstellung. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. 31862* C. F. Walter. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra- Ball bei doppelt be: seztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. A. Zameitat. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater. u. Specialitäten. Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine, oulant zu vergeben. 131892* Buss' Salon und Stehbierhalle. Gr. Frankfurterstr. 85. Jeden Sonntag, Dienstag, Donners tag, Freitag: Ball. Empfehle meinen Saal nebst Garten an Vereine zu Festlichkeiten an Sonnabenden. 33982* Otto Theel. Johannisthal. Berba alde, Helmerding, Paulmüller, Raus Park- Restaurant. Bojé, Wannovius. ,, Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn gesehen?" Casino- Theater Lothringerstr. 37. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Lieder des Musikanten. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung. Saal für Vereine u. Versammlungen. Elysium Landsberger Allee 40-41. folges nur bis Ende dieses Monats 1. Mat Saal und Garten frei. Um robes glana, eingia bafich. Gra um 8% uhr: Ihre Familie. Anfang Wochent. 8uor, Sont.7% Upr. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, am Kottbuser Thor. Balmsonntag, 23. März: Extra- Soirée. Hoffmanns Norddeutsche Sänger und einmalige Aufführung des vieraftigen Schauspiels Der Goldbaner durch den Berliner Schauspiel- Verein 1889. Anfang u. Entree wie gewöhnlich. Morgen Montag: " Der Kesselflicker." Palast- Theater ( früher Feen- Valaft) Burgstr. 22. Direktion R. Winkler ut. W. Fröbel. Gr. Extra- Borstellung 10 erfolgreiche Pracht- Nummern. Uut 83% Uhr! Nur noch furze Beit Die Veilchenfee. Berliner Boltsstück in 2 Aften. Anfang 7 Uhr. Ermäßigte Preise. Entree 30 Pf. Parterre 50 Pf. Mittwoch: Letzte Vorstellung. Am 1., 2. u. 3. Ostertag: Gr. Fest- Vorstellung. Neues Programm. Bycicle- Todesfahrt Deutsche Konzerthallen. Sonntagnachmittag 3 Us: Bycicle- Todesfahrt König Harlekin. Ein Mastenspiel in 4 Aufzügen von Rudolph Lothar. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. des Amerikanes Mr. Chester aus einer Höhe von 36 Meter. Neu! Der Ritt durch Feuer und Flammen. Luftspiel in 3 Aufzügen von Franz L'écuyère lumineuse. b. Schönthan und Gustav Kadelburg. Montagabend 8 Uhr: Bum erstenmal: Nathan der Weise. Dienstagabend 8 Uhr: Nathan der Weise. Frl. Dora Schumann. Nachmittags auf allen Plätzen ein Rind frei. Jedes weitere Kind halbe Preise( außer Galerie), abends jedoch volle Preise. In beiden Vorstellungen, nachmit tags und abends: Die große AusIk- Trio. ftattungs- Bantomime v. Hof- Ballett meister A. Siems, ca. 500 Mitwirkende Berline Stralsunderstr. 1. Mephisto l UM Felix Scheuer An der Spandauer Brilcke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte n. Specialitäten- Vorstellung Tägl. Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u. Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Sonnabends sowie Wochentags ist Saal und Garten mit Norddeutſchen Sängern an Beretne bis 3000 Personen unentgeltlich zu vergeben. Jeden Sonntag Ball. 36522* No. 11 Berlin. Fabrikgebäude 1 Treppe. Direkte Einkaufsstelle. PaneelEtageren- Sofa mit Satteltaschen und 95.Plüscheinfassg.. Mk. 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März, abends 62 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstr. 23: Bolksversammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Rudolf Steiner über:„ Sociale von den Parteigenoffen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Süd- Ost). Dichter( mit Recitationen aus den Werken derselben). 2. Diskussion. Auftreten der Hoffmannschen Norddeutschen Sänger. Anfang 12 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! [ 214/7] 219/10 Eintrittspreis 30 Pfennig pro Person. In Anbetracht des sehr lehrreichen Vortrages ersucht um recht zahlreiche Beteiligung der Parteigenoffen und Genoffinnen Der Vertrauensmann. Das Komitee. Achtung! 4. Wahlkreis($ 0.) 13 The Dienstag, den 25. März, abends 8 Uhr: VI. Wahlkreis. Oeffentliche Versammlung Montag, den 31. März 1902: Vier große Matineen arrangiert von den Socialdemokraten des sechsten Kreises. Für Moabit im Moabiter Gesellschaftshause( Peters), Alt- Moabit 80/81. Unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Vereinte Sangesbrüder Moabits"( M. d. A.-S.:B.) und der Volksfänger- Gesellschaft Lewandowski. Für Oranienburger Vorstadt und Wedding im Eiskeller, Chauffeestraße 88. Unter Mitwirkung der Gesangvereine ,, Nordwacht" und" Weddinger Harmonie"( M. d. A.-S.-B.) und des Blobelschen Mufit Konservatoriums. Für Gesundbrunnen in Ballschmieders Kastanienwäldchen, Badstraße 16. Unter Mitwirkung des Gesangvereins der Putzer( M. d. A.-S.-B.) und von Mitgliedern des Turnvereins ,, Fichte". Für Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt in den Borussia- Sälen, Ackerstraße 6/7. Unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Maiglöckchen I"( M. d. A.-S.-B.) und des Theatervereins ,, Anke". In allen Matineen: im Lokale Urania, Wrangelstr. 10-11. Um zahlreichen Besuch bitten 214/ 8* Die Vertrauensleute. 8. Abänderung zum Statut der Orts- Krankenkasse der Steindruder und Lithographen. zu Artifel I. I. m§ 12, Absaz I Nr. 3 ist an Stelle der Worte„ ersten Tage der Erwerbsunfähigkeit" setzen: dritten Tage nach dem Tage der Erkrankung". II. Die entgegenstehende Bestimmung im Artikel I der 6. Abänderung vom 28./4. 1898 wird aufgehoben. III.§ 40 Abs. 2 werden die Zahlen 1028, 11/28 gestrichen und dafür gesetzt 9/29, 30. IV.§ 49 Absatz 5 u. 6 werden die Worte„ Generalversammlung" in, Wahlversamm lung" umgeändert. 13836 Centralverband der Maurer 2c. He Zahlstelle Berlin. Artikel II. Vorstehende Abände rung tritt mit dem 2. Montage nach erfolgter Genehmigung durch den BeMittwoch, den 26. März, abends 8½ thr: sirtsausschuß und stattgehabter Ver2 Mitgliederversammlungen für Süd- Ost im Sofal Krüger, Naunynstr. 6; für Süd- West bei Sitzenstock, Gueisenaustr. 67. Tages: Ordnung: 1. Bortrag. 2. Bericht des Vertreters. 3. Berbandsangelegenheiten. Guten Besuch dieser Versammlungen erwartet Die Verbandsleitung. 137/ 17* Achtung! öffentlichung in Kraft. Berlin, 28. Dezember 1901. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Steindrucker u. Lithographen. M. Stuhlmann, Borsigender. Herm. Knothe, Schriftführer. Orts Krankenkasse der Schuhmacher. Achtung! Montag, den 24. b. W., abbs. 8%, Uhr, General- Versammlung. im Englischen Garten, Aleranderstr.27c: Militärschneider! Montag, den 24. März, abends 82 Uhr in den ,, Arminhallen", Kommandantenstrasse Nr. 20 Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert. Versammlung Anfang präcise 12 Uhr. Um zahlreichen Besuch bitten 219/11 Die Komitees. 6. Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt.) 1. Die Antworten der Arbeitgeber auf unfre Forderungen und unfre Stellungnahme dazu. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht jedes Militärschneiders, zu erscheinen. 162/8 Der Vertrauensmann. Oeffentliche Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht pro 1901. 2. Statutenänderungen und event Wahl einer Revisionsfommission. 3. Besprechung über die Strafs bestimmungen des§ 82 des Krankenversicherungs- Gesetzes. 1368 4. Berschiedenes. Vertreterkarte legitimiert. Der Vorstand. Ich wohne jetzt [ 13266 Elisabeth- Ufer 22. Dr. Paul Bernstein. Metallarbeiter- Versammlung Achtung! Vereine! Montag, den 24. März, abends 8%, hr Montag, den 31. März 1902( zweiten Osterfeiertag), mittags Punkt 12 hr bei Buggenhagen am Moritzplatz. Grosse Matinee in Pahlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Allee 148, und Berliner Prater, Rastanien: Allee 7-9, veranstaltet von Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt, bestehend aus Konzert, Gesangs- Aufführungen, Theater 1456b unter Mitwirkung des Berliner Ult- Trio, Gesellschaft Strzelewicz, Gefangverein Neue Zeit". Konzert unter Leitung der Dirigenten Genossen M. Behnfeld und Mehlhaase. NB. Die Parteigenöffen werden ersucht, sich vorher mit Billets zu versehen, da an der Kaffe keine Billets verkauft werden. Um rege Beteiligung ersucht Das Komitee. Socialdemokratischer Wahlverein für Schöneberg. Am Sonntag, den 30. März( 1. Osterfeiertag), in Obsts Festfälen, Meiningerstraße 8: Gr. Vereins- Vergnügen Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Anfang abends 6 uhr Entree: 30 Pf. Tanz: 30 Pf. Uhr. Wir machen darauf aufmerksam, daß an der Kasse eine Ausgabe der Billets nicht stattfindet. Billets sind nur beim Borsitzenden, bei den Bezirksführern und in den bekannten Verkehrslokalen zu haben. Einer recht zahlreichen Beteiligung sieht entgegen Der Vorstand. Orts Krankenkaffe Schöneberg. für das Gewerbe der Verfertigung von Musikinstrumenten. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Pawlowitsch über: Die schädliche Wirkung des Prämien- Systems. 2. Diskussion. 3. Der Streit bei der Firma Altmann. Zahlreichen Besuch erwartet 113/3 Der Einberufer. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel: lfer 15, 3immer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 25. März cr., abends 8, Uhr: Versammlung M Saal( 300 Personen) zum 1. Mai noch frei. 14550 Schulz, fr. Buske, Grenadierstr. 33. Berlin SW. Alte Jakobstr. 124. Elektrotechnikum Maschinen- Bau- Schule. Höhere Fachschule mit Werkstätten. Elektro- Maschinen- Ingenieur-, Techniker-, Werkmeister-, Monteur- Ausbild. Vorkenntnis nicht erforderl. Unbegabtheit kein Ausbildungshindernis. Ingenieur- Dipl. ,, Neue Abendkurse." Prospekt kostenlos. der Gold- u. Silberarbeiter u.verw. Berufsg. Möbel im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn P. M. Grempe über: Welche Vorteile bringen uns die Fortschritte der Veleuchtungstechnik". 113/2 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Gau 9 Die Ortsverwaltung. 3619L Bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen. Großes Lager. Villige Preise. Langjährige Garantie. faße Arbeiter- Radfahrerbund Solidarität Wilh. Lambrecht, 19 nobnsver veranstaltet am ersten Osterfeiertag feinen Herren- Anzüge Dritten Gautag in Wilmersdorf beim Bundesgenoffen Emil Witte, Berlinerstraße 40. Um 9 Uhr Delegiertenversammlung, 2½ Uhr Gauversammlung, 7 Uhr Konzert, Gesangsaufführung, Specialitäten- Vorstellung. 12 Uhr Tanz tränzchen. Das Komitee. 287/10 Volks- Versammlung Verband der Tapezierer. am Dienstag, den 25. März 1902, abends 8 Uhr, in Obfts Festfälen, Meininger- Straße Nr. 8. Ordnung: März 1. Fortfeßung der Berfammlung vom 13. Mars 1902. 2. Berfchiebenes. Die am 14. Dezember vorigen Jahres erfolgte Wahl von 29. Dele: gierten aus dem Stande der Arbeit: nehmer zu den Generalversamm lungen ist für ungültig erklärt 202/12 worden. Sonnabend, den 12. April 1902, abends 8 Uhr, findet im Lokale von Die Kommission der Ortskrankenkasse. J. A.: Fr. Mary. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Schulz, Grenadierfir. 33, eine neue Akung! Versammlung statt. Tages Ordnung: Wahl von 29 Delegierten aus den Reihen der Arbeitnehmer.(§ 49 des Statuts, 7. Abänderung). Sämtliche Mitglieder, welche das 21. Lebensjahr zurückgelegt und sich im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, werden hiermit er: gebenst eingeladen. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Kaffenlokal befindet sich vont 1. April 1902 ab Gollnowftr. 44, Quergeb. III, bei Max Wendt. Staffenstunden werktäglich von 10 Uhr bormittags bis 1 Uhr nachmittags. 271/6 Der Vorstand. 19 ( Filiale Berlin.) Montag, den 24. März, abends 8/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engelufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen G. Link über: Die Arbeiter: versicherungs- Gesetze. 2. Diskussion. 3. Verbandsanglegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! 177/1 Vuker! Donnerstag, den 27. März 1902, abends 7 Uhr im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15( grosser Saal) Deffentliche Versammlung der Putzer Berlins und der Vororte. 133/7 Die Verbandsleitung. Achtung! Lugino- Wand- Puter. 36,00-40,00, Paletot 30,00-40,00, liefert chic und sauber gearbeitet. zugiebt mit Wer selbst Stoff outen Bu thaten 20-25 M.; großes Lager in fertig. Herren: n. Knaben: Bekleidung, Kinder und Flinglings- Anzügen. 35842* Berufskleidung für sämtliche Gewerke. Herren- Ausstattungen. Herren: schneiderei S. Haber, Invalidenstr. 112, Eckhaus der Chaussee- Straße. Laden und 1. Etage. teppdecken Stepp kauft man am besten und billigsten nur direkt in der Fabrik Wir geben den Kollegen bekannt, daß die Firma Lagino Gure Forderung abgelehnt hat, indem sie nur den Kollegen die 80 Pf. bewilligen will, die eine vierwöchentliche Lehrzeit durchgemacht haben resp. die Leistungen B. Strohmandel, Berlin S. ganz unbollbringen, die Herr Sugino für angemessen hält. Da es nin gas 72, Wallstr. 72, nahe der möglich ist, unter diesen Bedingungen weiter zu arbeiten, da die Antwort Rotrasse, einer Ablehnung gleich zu rechnen ist, so machen wir Euch auf Eueren am 17. März gefaßten Beschluß aufmerksam, welcher besagt, daß bei Ablehnung der Forderung die Arbeit niedergelegt werden soll. Wir erwarten demgemäß, daß sich alle Buzzer der Lugino- Wände am Tages Ordnung: Montag früh im Lokale von Ladewig, Kommandantenstraße 65, 1. Wie stellen wir uns bei jeziger Konjunktur zu den vorjährigen Be- einfinden, woselbst jeder Streifende eine Streillegitimation und die not: schlüssen, Einführung der Lohnarbeit. Referent: Kollege Neumann. wendigen weiteren Anweisungen erhält. 2. Der Bauarbeiterschutz in Preußen. Wir ersuchen alle Bauhandwerker und Arbeiter, die in der be Kollegen, da in dieser Versammlung eventuell Beschlüsse von weittragender Bedeutung gefaßt werden, so ist es notwendig, daß kein treffenden Branche Arbeitenden auf diese Annonce aufmerksam zu machen. Buzer in der Versammlung fehlt. Die Verbandsleitung der Maurer. J. A.: Karl Panser. Im Auftrage: Franz Schultz. wo auch alte Decken aufgearbeitet werden. 34958* Technikum Elektra Neanderstraße 4. Neue Abendkurse 10. April. Elektrotechnik. Maschinenbau. Zeichnen. Algebra. Laboratorium. Prospekte fret. A. Jandorf& Co. Spittelmarkt 16-17. Belle Alliancestr. 1-2. Gr. Frankfurter Str. 113. Ecke Leipzigerstraße. Corsets Corset, Gürtelfaçon mit Spitze garniert St. 125 Mk. Corset, Façon halbhoch, St. 115 150 Mk. Corset, Façon halbhoch, St. 190 300 Mk. elegante Garnierung Am Blücherplatz. Frack- Corset. Ecke Andreasstraße. Corsets Frack- Corset st. 245 320 550 MK. Corset, Empire- Façon, St. 165 195 Mk. Corset- Tuch, hellblau weiss, rosa, St. 95 Pf. Strumpfhalter Paar 68 95 Pf. nsere Warenhäuser u. Photographischen Ateliers sind heute Sonntag, den 23. März Don Mittags 12 Uhr bis Abends 6 Uhr geöffnet. Gratis- Photographie- Bons liefern wir heute bei einem Gesamteinkauf Don 5 Mk. 10 Mk. 15 Mk. 20 MK. 14 Dtz. Visit 12 Dtz. Visit 14 Dtz. Cabinet 14Dtz. Makart 20 * 08 1930 Bei Bezahlung bitten wir an der betreffenden Zahlkasse einen Photographie- Bon zu verlangen. Grosse Ausstellung garnierter Damenhüte, ungarnierter Damenhüte und Putz- Zuthaten. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Nr. 70. 19. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 23. März 1902. withdied su Litterarische Rundschau. Arbeiterschuh. die in Ermangelung einer mit größeren Mitteln arbeitenden amt-[ nehmungen sich besonders weit über ihre Kräfte hinaus Baner, Stephan, Scherrer, Heinrich, Curti, Theodor, General- lichen Arbeitsmarktstatistit aber immerhin als relativ bester Erjazz engagiert hatten, nicht aber in dem Sinne, daß sie eine bei sekretär, Präsident und Vicepräsident des Bureaus der Inter- angesehen werden muß. andren Banken nicht übliche Praxis befolgt hatten. Es mag strittig inter 1111r Berliner Milchfrieg": viel als g Zur Agrarfrage. H. C. Dr. Alfred Noffig. Die moderne Agrarfrage.( Revision des Socialismus, 2. Band, das System des Socialismus, 2. Teil). Berlin Bern. 1902. Atademischer Verlag für sociale Wissenschaften. 587 S. 80. In diesem zweiten Band seiner„ Revision des Socialismus" be= Der Feldnationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz, Die inter- Hinzugekommen ist ferner ein besonderer Abschnitt über die fein, ob nicht ohne die bekannte Hilfsaktion der Reichsbank eine Annationale Vereinigung für gefeglichen Arbeiter- age des Holzmarktes und verschiedener Holzindustrien in 1901, zahl andrer Banken das Schicksal des Leipziger Instituts geteilt Ichn. Bericht und Verhandlungen der tonstituierenden Ver- sowie als Anlage ein größerer Auszug aus den erst im letzten Jahre haben würden; doch selbst wenn man von dieser Wahrscheinlichkeit fammlung, abgehalten zu Baden am 27. und 28. September 1901. vollständig vom Reichsamt des Innern veröffentlichten Ergebnissen abficht, zeigen die bedeutenden Verluste und Abschreibungen, zu ( Schriften der internationalen Vereinigung für gefeßlichen Arbeiter der in 1897 vorgenommenen Produktionsstatistit. Schon der vorige denen sich eine Reihe der größten Kreditbanken auf ihren Effettenschutz Nr. 1.) XIV. U. 275 GS. 8. 1901. Jena, Gustav Fischer. Band des Jahrbuchs brachte eine furze Uebersicht der Hauptzahlen; und Konsortialconten laut ihren jüngsten Bilanz- Veröffentlichungen Bern, Schmidt u. Frande. nun sind auch die Ziffern der wichtigsten Einzel Industriezweige gezwungen sehen, daß denn doch die Nichtung, die das GründungsIn dieser Schrift finden sich sehr viele Klagen über den Mangel Statistit kann diese Ergänzung, nachdem der erste Band mit der Mit- nommen hat, nicht so einwandsfrei und unbedenklich erscheint, als hinzugefügt. Troß des zweifelhaften Charakters der betreffenden und das Beteiligungsgeschäft an industriellen Unternehmungen geFinanzieller Mittel selbst zur bescheidenen Ausführung des Programme dieser Gesellschaft und doch merkt man gerade an dieser Schrift, wie teilung der Hauptergebnisse den Anfang gemacht hatte, als Bereicherung Genosse Calier meint. wenig gespart wird. Weder die Litteratur, noch die Zwecke der Ver- werden nun einmal in Zeitungen und Schriften die Bahlen eigentlichen Wert des Buches vermögen sie kaum zu beeinträchtigen; des neuen Bandes gelten. In Ermangelung befferer Nachweise Indes derartige Zugaben muß man schon in Kauf nehmen. Den einigung hätten irgend etwas gelitten, wenn diese Schrift überhaupt nicht der 1897er Produktionserhebung immer wieder herangezogen, denn diefer liegt auf ganz andrem Gebiet: in dem mit anerkennens oder nur in sehr verkürzter Weise erschienen wäre. Die ersten 125 Seiten und schon aus Gründen der Kontrolle läßt sich deshalb ihre Mit- wertem Fleiß von allen Ecken und Enden zusammengeholten ſtatiſti enthalten in französischer und deutscher Sprache einen stenographisch getreuen Bericht der tödlich langweiligen Verhandlungen, die sich von aufnahme rechtfertigen. Zu tadeln ist nur, daß Calwer, der im schen Material. Soweit sich bei bloßem Durchlesen des Buches, ohne einigen furzen Bemerkungen abgesehen, lediglich um formale Dinge vorigen Jahr die Zollangaben selbst als bloße Schäßungswerte Nachprüfung dieses Materials im einzelnen, beurteilen läßt, ist beim drehten. Es ist durchaus nicht abzusehen, welchen Wert diese Wissenschaft und Deffentlichkeit" fehle, diesmal einfach die Ziffern verfchiedene Druckfehler und Unrichtigkeiten aufgefallen, z. B. find charakterisierte, über deren Zustandekommen jede Kontrolle der Zusammentragen mit Sorgfalt verfahren, doch sind mir immerhin diplomatisch getreue Wiedergabe nur für den Augenblick bestimmter übernimmt, ohne sich über ihren Wert zu äußern. Mancher, der die S. 244 bei der Angabe der Bevölkerungszunahme in den deutschen Bemerkungen haben kann. Aber auch der übrige Inhalt der Schrift hätte sich außerordentlich Qualität jener Statistit nicht femnt, kann dadurch zu irrigen Annahmen Bundesstaaten für 1900 noch die vorläufigen, nicht die endgültigen start reduzieren lassen. So können der Bibliotheksbericht, das Kreis- veranlaßt werden. Bählungsresultate verwendet. Seite 167 weichen die von der interschreiben des schweizerischen Bundesrates wegen der Zustellung von Weist derart der neue Band manche Bereicherung des Juhalts nationalen Bereinigung für Statistit berechneten Zucker- ProduktionsMaterial an das internationale Arbeitsamt, das fast einen Bogen auf, so ist er andrerseits noch mehr als der erste Jahres- ziffern für Deutschland von den vom kaiserl. Statistischen Amt starte Gutachten über das nächstjährige Budget des internationalen eine turze, rein referierende Uebersicht bietenden Nachschlagebuch ge- letzten drei Jahren auf deutschen Werften im Bau gewesenen Handelsbericht zu einem fast lediglich statistisches Material und ermittelten Zahlen ab. Seite 120 ist der Tonnengehalt der in den Arbeitsamtes, eine genaue Kalkulation über Druckfosten füglich fein Intereffe über den engsten Kreis der Verwaltung hervorrufen. worden. Wer eine von einem bestimmten theoretisch- volkswirtschaft- dampfer zu hoch angegeben, ebenso der Tonnengehalt der HandelsEbenso wird man den Berichten der nationalen Vereinigungen und lichen Vorgänge des letzten Jahres, eine nähere Darlegung der für ausländische Rechnung auf deutschen Werften im Bau befanden; Ebenso wird man den Berichten der nationalen Vereinigungen und lichen Standpunkt geschriebene Beurteilung und Kritik der wirtschaft- dampfer, die fich für deutsche Rechnung auf fremden Werften und Statuten derselben kein Interesse abgewinnen können. Bemerkenswert dagegen ist das bon Professor Stephan inneren Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Erscheinungen die letzten Ziffern schließen vielmehr auch den Tonnengehalt der Bauer erstattete Referat über die Aufgaben des des Wirtschaftslebens und der in ihnen zum Durchbruch kommenden Segelschiffe, der großen Flußschiffe und zum Teil auch der Kriegsnationalen Arbeitsamtes. Aber dieses steht nur in einem sehr Entwicklungstendenzen sucht, tommt nicht auf feine Rechnung. Das schiffe ein. Losen Zusammenhange mit den Aufgaben diefes Arbeitsamtes felbft, Bestreben Calwers ist, möglichst reserviert au referieren und ein Andenn die konstituierende Versammlung hat ganz ausdrücklich diese stoßen nach irgend welcher Seite zu vermeiden, furz, wie das TitelArbeit als für ihre Thätigkeit nicht maßgebend bezeichnet. Es ist dies blatt ankündigt, für Volkswirte und Geschäftsmänner, Arbeitgeber- und nicht erstaunlich, denn sie beweist, daß der sonst als Socialpolitiker Arbeiter- Organisationen gleichmäßig zu schreiben. Dieses Bestreben ernsthafte und nüchterne Generalsekretär auch über eine reichliche Dofis geht so weit, daß er beispielsweise in seinen Ausführungen über die Phantasie verfügt. Er stellt Aufgaben dem Arbeitsamt, die selbst bei Beriverfung der Mittellandkanal- Vorlage im preußischen Abgeordweitaus größeren Mitteln unausführbar wären. Weit über das Gebiet netenhause jede Bemerkung über das Verhalten der Agrar- Konserdes Arbeiterschutzes hinaus werden die Pläne gesponnen. So soll das vativen und ihre Motive vermeidet und sich auf den Satz beschränkt: Arbeitsamt Grundlagen schaffen für eine internationale Lohustatistit, Sämtliche Entwürfe bleiben infolge der Haltung der Majorität und handelt der Verfasser ein eng umgrenztes Gebiet noch enger um für ständige Schiedsgerichte zur Echlichtung von Arbeiterstreitigkeiten der Regierung vorläufig unausgeführt." grenzt, als felbft der Titel lautet, denn thatsächlich ist es nur eine im Weltverkehr, die internationale Arbeitsvermittlung soll es vorJudes ohne Einnahme irgend eines wirtschaftspolitischen Stand specielle Seite der modernen Agrarfrage, die ihn hier be= bereiten usw. usw. Dabei ist gar keine Aussicht vorhanden, daß die punktes läßt sich keine Uebersicht über wirtschaftliche Vorgänge schäftigt: die der bäuerlichen Betriebe. Das ift an sich schreiben. Das Το internationale Vereinigung in absehbarer Frist auch nur die SammWort gebrauchte von dem tein Fehler, ja, tuir müssen es als einen großen Vorzng lung der Arbeiterschutz- Geseze veröffentlichen wird. rein objektiven Standpunkt ist nichts Auch bei Unfinn jeder gegenüber dem ersten Stande bezeichnen. So sehr dieser der dieser Arbeit wird der Generalsekretär der internationalen Mensch kann nach feinen Kenntnissen, Erfahrungen, Anschauung Vorschub leistete, als sei der Verfasser mit absolut uns Bereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz einiges Wasser in seinen Eindrücken usw. urteilen, d. b. eben subjektiv. Schon dei der Aus- genügender Ausrüstung an feine Arbeit herangetreten, so sehr legt Wein gießen müssen. Sein Entwurf für die Darstellung der Ar- wahl des statistischen Materials, bei der stärkeren oder geringeren der vorliegende Band Zeugnis davon ab, daß wenigstens für das beiterschuß- Gesetze aller Länder soll vier Abschnitte enthalten. Die Wirtschaftslebens spricht der sogen. Standpunkt mit. Es ist z. B. ganz fehlen lassen. Er selbst teilt im Vorwort mit, daß er sich bemüht Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung bestimmter Seiten des hier behandelte Thema der Verfasser es an Vorarbeiten nicht hat Einleitung, der erste Abschnitt zerfällt in 5 Unterabteilungen(!), deren erste(!) nicht weniger als Folgendes enthalten soll: Geschicht zweifellos, daß wenn andren Wirtschaftspolitikern die Aufgabe gestellt habe, die konkreten Verhältnisse der Landwirtschaft durch unmittel liche Entwicklung der Landwirtschaft, des Bergbaues, der In worden wäre, die wirtschaftlichen Erscheinungen des letzten Jahres bare Beobachtung zu ergründen. Ein längerer Aufenthalt in den dustrie, des Verkehrwesens, des Städtewesens und der Ge- darzulegen, mancher darunter der zollpolitischen Kämpfen, der Ver- Hauptländern des Kontinents, welche charakteristische agrarische meindeverwaltung. Hierbei ist besondere Rücksicht auf die öffentlichung des Zolltarif- Entwurfs, dem Charakter dieses Entwurfs 2c. Typen darstellen," schreibt er, hat mir dazu gedient, Betriebsformen Familienhaftes Hausgewerbe, Handwerk, Berlag- weitgehende Beachtung geschenkt hätte, während Calier diese Vorgänge mit zahlreichen Landwirten in nähere Beziehung zu treten, fyftem, Fabrilsystem, Wandergewerbe, Kleinbetrieb, Branchenbetrieb, indirekter Stellungnahine, hat Calwer an verschiedenen Stellen doch nicht arbeit fennen zu lernen, und überall die Berichte der Bücher durch system, Fabrilsystem, Wandergewerbe, Kleinbetrieb, Branchenbetrieb, vollständig ignoriert. Aber ganz abgesehen von solcher gewissermaßen die verschiedensten Kulturen durch Teilnahme an Bazare, Warenhäuser usw., ferner auf die Unternehmungsformen ( Privatbetrieb, privater Stollektivbetrieb, Trusts, Genossenschafts- mit offenen Meinungsäußerungen zurückzuhalten vermocht. So Autopfie nachzuprüfen."( Vorwort S. VII.) Jedenfalls aber zeigt betrieb, Gemeinde- und Staatsbetrieb) zu legen, und womöglich am urteilt, wie schon im Vorwärts" erwähnt, er S. 90 über den er sich in der einschlägigen Litteratur wohl zu Hause und daß er fie Schluffe dieses Abschnittes die gegenwärtige Berteilung dieser Formen gründlich durchgearbeitet hat, bezeugen der sehr systematische Aufbau statistisch darzustellen." Das ist also der erste von 5 Teilen der Ein" Die Versorgung einer großen Stadt durch eine moderne Groß- und die überaus flare, stets ohne Umschweife auf ihr Ziel losgehende leitung, welcher Einleitung drei weitere Abschnitte, darunter der eigent- unternehmung bietet die Möglichkeit, die Qualität und die Lieferung Sprache des Buches. Alles, was sich auf die Betriebstechnik der liche Abdruck der Arbeiterschutz- Geseze mit Einschluß der das Gebiet der Milch beffer zu kontrollieren, als dies ohne eine solche der Fall Landwirtschaft bezieht, wohin wir auch die geschäftlichen Fragen: berührenden Gemeindegesetze und Gemeindevorschriften folgen soll. sein kann. Rein wirtschaftlich betrachtet, ist die Organisation des Bodenpreis, stapital bezw. Kreditbeschaffung, Absay- oder Vers So schön dieser Plan auch flingen mag, so wenig verspricht er je Sandels in großem Stil, wie wir es bei Warenhäusern, Special wertung der Erzeugniffe 2c. rechnen wird von Nossig sachgemäß verwirklicht zu werden, weil dazu die Kräfte, sowohl die finanziellen, geschäften, Bazaren sehen, auch bei landwirtschaftlichen Produkten ein und genau auseinandergesetzt. Wir erfahren, inwiefern und aus als die wissenschaftlichen, des aus zwei Mitgliedern bestehenden durchaus fortschrittliches Beginnen, wenngleich nicht geleugnet werden welchen Gründen in diesen Bunkten die kleinen Betriebe bisher den Bureaus niemals ausreichen können. Auch hier schiene ein weniger ebenso vorliegen, wie bei Unternehmervereinigungen auf gewerblichem ber rechtlichen Hemmnisse und Schwierigkeiten der bäuerlichen soll, daß die Gefahren der Centralisation und Startellierung hier großen gegenüber im Nachteil waren, wobei u. a. auch das Kapitel ein Mehr zu sein. Bemerkt sei, daß alle Publikationen in deutscher, Gebiete. Vom Standpunkt des Konsumenten ist die Stellungnahme Wirtschaften eingehend erörtert wird, und was ihnen heute französischer und englischer Sprache erscheinen sollen, daß dadurch die aber davon abhängig zu machen, daß diejenige Form des beffere Aussichten eröffnet. Druck und die Uebersetzungskosten ganz außerordentlich anschwellen Handels den Vorzug verdient, die am bequemften und unter Berlid bon Noffig das Genossenschaftswesen in der LandGanz besonders eingehend wird Da es dem Amte daran liegen muß, bald mit Veröffentlichungen witchcentrale, wenn sie siegt, den Preis langfam and stetig hinauf- Betriebe ins hellste Licht gestellt. Ob er in diesem Punkte nicht zu sichtigung der Qualität am billigsten liefert. Die Gefahr, daß die wirtschaft behandelt und seine Bedeutung für die fleinbäuerlichen hervorzutreten, möchten wir ihm den Vorschlag machen, eine Arbeit zu veröffentlichen, die dringend erforderlich ist, und für die inneren Geschäfte schrauben würde, sollte nicht dazu verleiten, eine Betriebsform zu rofig malt, wird die Zukunft lehren müssen. Wir stehen zur Zeit des Umtes unbedingt hergestellt werden muß. ein internationales begünstigen, die vom Standpunkt des wirtschaftlichen Fortschritte aus immer noch erst vor den Anfängen einer durchgreifenderen Anwendung Wörterbuch aller den Arbeiterschutz betreffenden Ausdrücke, die in der zu überwinden ist." des Genossenschaftsprincips in der Landwirtschaft und können daher Litteratur und in den Gesezestegten vorkommen. Alle unsre Nach Geuoffe Die in diesen Sägen niedergelegte Ansicht ist um so seltsamer, noch nicht bestimmen, wo da die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit bei schlagebücher und Wörterbücher laffen entweder völlig im Stich oder als Genosse Calwer an andrer Stelle sich gegen die Preispolitik der jegiger Eigentumsverteilung sind, und wohin feine allgemeinere genügen nicht, wenn man die den Arbeiterschutz betreffenden tech- Ringe und Kartelle wendet und eine gefeßliche Regelung des Durchführung schließlich wird führen müssen. Wir können nur Vernischen Ausdrücke fremder Sprachen ins Deutsche übersetzen will. Startellwesens fordert. Richtig ist, daß eine Centralisierung mutungen aussprechen oder Vermutungen der einen Art andre gegen Ein Beleg hierfür ist ja auch das unlängst an dieser Stelle bebessere Kontrolle ermöglicht; aber überstellen, was natürlich nicht kritisieren heißt. Soweit haben unfres sprochene Buch von Zanten„ Die Arbeiterschutz- Gesetzgebung in auch eine Startellierung der Eisen-, Zucker, Kohlenproduzenten Erachtens vielmehr Noffigs Auseinandersetzungen wenig von der und Händler 2c. ermöglicht, wenn auch nicht immer eine beffere Kritit zu fürchten. internationale Arbeitsamt Das Sanitäre Kontrolle, so doch die Erreichung mancher volkswirtschaftlicher Anders dagegen da, wo sein Buch das Gebiet des PrivatwirtAlle derartigen Vorteile aber werden mehr als schaftlichen verläßt und sich dem Socialpolitischen zuwendet. Alsdann aufgewogen durch die Tendenzen solcher Verbände, ihre Monopol- finden wir unsren Autor wiederholt auf recht anfechtbaren Wegen. stellung zu möglichster Hinaufschraubung der Preise auf Kosten Was wir als die schwache Seite des Nossigschen Buches bezeichnen der Masse der Konsumenten zu mißbrauchen. Und in dieser müssen, wird schon durch eine Stelle im Schlußsaz des Vortvorts Wir stehen der internationalen Vereinigung für gesetzlichen Hinsicht nimmt der Berliner Milchring keine Ausnahmestellung ein. angezeigt. Nachdem er ausgeführt hat, daß der vorliegende Band Arbeiterschutz fühl gegenüber, wir hätten aber sicherlich nichts da- Sein Zweck ist nicht die Ermöglichung einer befferen ſanitären Stoutrolle, fachlich eine fortlaufende Revision der bisher vom Socialismus progegen, wenn dem Unternehmen Erfolge beschieden wären. Die vor- sondern die Preissteigerung, und wenn er diesen Zweck bisher pagierten Anschauungen über die Agrarfrage enthält und daß diese liegende Beröffentlichung läßt, wie wir nicht gern tonstatieren, mur mild vertreibt, ein andrer Ring Zucker und ein dritter Spiritus, Socialdemokratie zum landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen nicht erreicht hat, liegt das nicht an seinem Nichtwollen. Ob er Revision in der theoretischen Neugestaltung des Verhältnisses der murmilch fehr geringe Hoffnungen auflommen. Tapeten oder Seife, ist für die Beurteilung ganz nebensächlich. gipfelt", heißt es weiter:„ Sie bildet eines der wesentlichsten Der Vergleich des Milchringes mit Warenhäusern hinft nicht Elemente der Revision: nicht nur darum, weil die Agrarfrage die nur, er humpelt auf beiden Beinen. Die Warenhäuser sind doch Hauptlücke in der socialistischen Doktrin bildete; nicht nur darum, weil sie feine Bereinigungen von Produzenten oder Händlern, die eine Auf das Fundament des volkswirtschaftlichen Baues ist, sondern auch darum, Richard Calwer: Handel und Wandel, Jahresberichte über hebung der Stonkurrenz unter ihren Mitgliedern bezwecken zur Durch weil die verhängnisvollsten Irrtümer des Socialismus nur von hier aus, den Wirtschafts- und Arbeitsmarkt für Bollswirte und Geschäfts- brückung höherer Preise; sie sind vielmehr große Verkaufsbetriebe, auf Grund einer genauen empirischen Erforschung der landwirtschaftmänner, Arbeitgeber- und Arbeiter- Organisationen. II. Band. die durch ihre Centralisation die Kosten und II. Band. die durch ihre Centralisation die Kosten und Spesen des lichen Verhältnisse und einer induktiven Agrartheorie gelöst werden Jahrgang 1901. Berlin 1902, Akademischer Verlag für sociale Bivischeuhandels herabdrücken und dadurch eine Verbilligung der können."( S. VII.) Wissenschaften( Dr. John Edelheim). 350 S. 80. Preis 10 m. Waren bewirken. Verfolgten die dem Milchring angeschlossenen Woran wir hier vor allem Anstoß nehmen, ist der Satz weil Bon Calwers Jahrbuch Handel und Wandel" ist der zweite, Milchproduzenten ebenfalls den gwed durch eine Centrali fie die Agrarfrage das Fundament des volkswirtschaftlichen das Wirtschaftsjahr 1901 behandelnde Band erschienen, der sich hin- sation des Verkaufs den Konsumenten die Milch billiger zu Baues ist". Wir halten ihn, was die wirtschaftlich vorgeschrittenſten fichtlich der Einteilung des Materials und der Darstellungsweise dem liefern als bisher, so würde schwerlich einem Socialisten oder Länder anbetrifft, für durchaus veraltet. Von England steht erften Band anschließt, im einzelnen aber manche Bereicherung und Arbeiter eingefallen fein, gegen ihr Vorgehen Stellung zu nehmen. das ganz außer Frage vergleiche insbesondere darüber das lehr Veränderung aufiveist. Fortgefallen ist z. B. der Abschnitt über die Auch Calwers Anficht über die deutsche Bankpragis dürfte selbst reiche Schriftchen von Goldstein,„ Berufsgliederung und NeichZunahme der Produttivträfte und Aufnahme in nichtsocialistischen Kreisen vielfach abgelehnt werden. Er meint tum", Stuttgart 1897. Indes wenn man England etwa als ein fähigkeit des Marktes", in dem Calwer eine Berechnung nämlich S. 20 im Anschluß an seine Darstellung des Fallissements unter Ausnahmeverhältnissen entwickeltes Land beiseite schieben der Produktionssteigerung in ihrem Verhältnis zur Konsum der Leipziger Bank: Wenn daher eine mittlere Bant sich weit über wollte, so würden die sichtbaren Entwickelungstendenzen der zunahme versuchte. Entschieden zum Vorteil des Werkes, denn ihre finanziellen Kräfte hinaus einem solchen Unternehmen( der deutschen, belgischen, schweizerischen und selbst der französischen die vielen Annahmen und Voraussetzungen, zu denen eine derartige Trebertrocknungs- Gesellschaft) verpflichtete und nun darau zu Grunde Bollswirtschaft den Beweis liefern, daß die Landwirtschaft auch in Berechnung mangels ausreichender statistischer Nachtveije nötigt, geht, so ist dieser Fall höchstens fymptomatisch für die Lage mittlerer diefen Ländern teils aufgehört hat und teils immer mehr aufhört, machen das Rechnungs- Resultat zu einem völlig wertlosen. Dafür Bantinstitute mit waghalsigen Draufgängern in der Direktion, aber das" Fundament der Boltswirtschaft" abzugeben. haben andre Teile eine wesentliche Erweiterung erfahren, besonders teineswegs für die Lage des deutschen Bankgeschäfts überhaupt." Ganz sicher bildet die Gewinnung der Bodenprodukte heute wie Das Kapitel über den Arbeitsmarkt, das diesmal als Einleitung eine Diese Auffaffung ist ja nicht gerade neu. Zuerst beim Zusammen- früher die Grundlage aller Produktion, aber absolut furze Skizzierung der amtlichen Berichterstattung über den Arbeits- bruch der Dresdener Kreditanstalt, dann auch bei dem der Leipziger gilt das nur noch für die Weltwirtschaft als Einheit betrachtet, markt in England, Frankreich, Belgien und Oestreich bietet. Zumeist Bant wußte ein großer Teil der liberalen Bresse zu verfichern, der deren Agrarfrage aber ganz anders ausschaut als die Agrarfrage stüßen sich die Angaben dieses Kapitele über Beschäftigung und Fall dieser Banken sei durch ganz abnorme schwindelhafte Trans- der einzelnen Länder und insbesondere die der vorgeschrittenſten Arbeitslosigkeit der deutschen Arbeiter im Laufe des Jahres 1901 attionen herbeigeführt, die nur als Ausnahmen gelten tönnten. Stulturstaaten. In den letteren ist vielmehr die moderne auf die Berichte der Jastrowschen Halbmonatsschrift Der Arbeits- Innerhalb gewiffer Grenzen ist das auch richtig, aber nur insofern Agrarfrage" gerade die Frage, wie sich die Landwirtschaft damit abmarkt": eine Grundlage, die sicherlich vieles zu wünschen übrig läßt, als diese Banten in ihrer Liaison mit industriellen Unter- finden soll, daß sie nicht mehr das Fundament der Volksmüssen. den europäischen Staaten". würde mit der Erfüllung dieses Wunsches vielen Forschern und Praktikern auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes große Dienste leisten, jedenfalls könnte diese Arbeit vielmehr müßen als die in späte Aussicht zu stellende Erfüllung des Niesenwerkes, dessen Leistung Prof. Bauer sich zutraut. Wirtschaftsgeschichtliches. des Milchhandels eine Vorteile. DE wirtschaft bildet und sogar den Vorrang vor andren Zweigen der liegenden Band auf Grund der hier gefundenen, also nur für bäuer-| Dasselbe gilt von der Besprechung einer ganzen Reihe anbres nationalen Produktion immer mehr einbüßt. So repräsentierte schon liche Landwirte bündigen Resultate der Socialdemokratie eine neue Fragen des staatlichen und privaten, bezw. selbst. 1895 in Deutschland die Landwirtschaft eine Berufsbevölkerung von Tattit in der Frage der ländlichen Genossenschaften und eine völlig hilflerischen Eingreifens. Sierher gehört denn auch das 181/2 Millionen, die Industrie aber eine solche von 2014 Millionen veränderte Haltung gegenüber den herrschenden Klassen zumuten zu bäuerliche Genossenschaftswesen, dem eine ganze Reihe Köpfen, und seitdem hat sich das Verhältnis noch weiter zu Ungunsten wollen. Ehe er noch gezeigt hat, wie die bäuerlichen Genossen- von sehr lesenswerten Kapiteln gewidmet werden. Nachdem er es in der Landwirtschaft verschoben; von dem Bevölkerungszuwachs tommen schaften auf die Lage der Landarbeiter zurückwirken, hält er sich schon seinen verschiedenen Aeußerungen und Formen vorgeführt und gezeigt hat, jest mindestens zwei Drittel auf die Industrie, für berechtigt, den Satz aufzustellen:" Das Genossenschaftswesen ist wie viel es für die fortschrittliche Entwicklung der bäuerlichen LandDer Rest verteilt sich auf Handel und Verkehr, öffentlichen Dienst 2c., das Mittel, durch welches die bürgerliche Welt sich selbst aus den wirtschaft zu leisten vermag, schließt Nossig mit einem begeisterten während die Landwirtschaft stationär bleibt oder zurückgeht. Was Angeln hebt."( S. 584.) Da darf er sich nicht beklagen, wenn Hymnus auf dieses Emancipationsmittel. Die schon voll bethätigten und von den Personen, gilt auch vom Wert ihrer Erzeugfeine Vorschläge in der Socialdemokratie nur mit fühler Stepsis die sich weiter abzeichnenden Leistungen des Genossenschaftswesens für die nisse; die Industrie produziert erheblich mehr Werte als die Land- aufgenommen werden. bäuerlichen Landwirte sollen die Socialdemokratie veranlassen, den nicht die Landwirtſchaft heute das gundament bet Boltsentgelten zu lassen, was her Berfafer achtzeinen Stellet des feine pratiſchen Reformen Hand anzulegen, ausschließlich die ErWir würden indes für grundfalsch das ganze Buch ursprünglichen Parteiplan", im Rahmen des bestehenden Staates ant wirtschaft. Und schließlich ist es die Industrie und nicht die selben und in einzelnen Punkten verfehlt hat. Trotz der bezeichneten oberung der politischen Macht anzustreben, und, Typus es ein recht neue ſociale und wittund Produktion liefert, so daß die letztere selbst mehr und mehr Buch. Es ist, wie gesagt, kein Buch über die ganze moderne Agrarfrage, schaftliche Ordnung einzuführen," als eine unreife Konzeption rezum Specialfall der ersteren wird ein Zweig, der seine Besonder- sondern behandelt nur eines ihrer Probleme: die Lage und Aus- volutionärer Geister" fallen zu lassen und einzuräumen, was fein heiten hat, aber in der Mehrheit der Fälle nach denselben Principien fichten der bäuerlichen Landwirtschaft. Dies Problem Unbefangener mehr verkennen" tönne, daß die Genossenschaftsbetrieben wird, wie die übrigen Industriezweige. aber hat der Verfasser mit um so größerer Liebe studiert, und wenn bewegung, insbesondere auf landwirtschaftlichem Gebiete, dieses wichtig genug, eine gründliche Beleuchtung zu erheischen. es auch nicht die Bedeutung hat, die er ihm beimißt, so ist es doch praktisch historische Werk in glänzendster Weise angebahnt hat und es en beibt aber einen wählen, wenn man es die bie er so ist es doch in weiſe hiprechende heute noch von der einstmals unzweifelhaft richtigen Auffassung aus Es heißt also einen falschen Ausgangspunkt wählen, wenn man geht, daß die Landwirtschaft das Fundament der Volkswirtschaft zwei Millionen Bauern mit ihren Familienangehörigen sind keine Hilfe wird."( S. 585.) bilde. Man wird dann, so sehr man in den Principien und Zielen Körperschaft, über deren Lebensbedingungen und Möglichkeiten sich Es ist fast unbegreiflich, wie jemand einer so sorgfältig durchvon ihnen abweichen mag, durch die Logik der Thatsachen in eine eine große und vorwärtsstrebende Partei auf die Dauer ungestraft gearbeiteten Studie einen so wenig begründeten Say anhängen bedenkliche Nachbarschaft mit unfren modernen Agrariern gerückt. Irrtümern hingeben kann. Welche Frrtümer über die Lebens- kann. Wem er beim Lesen zuerst ins Gesicht fällt, dem würde Und das ist denn auch, soweit dies bei einem Demokraten und bedingungen und die Lebensfähigkeit der bäuerlichen Landwirtschaft man es nicht verdenken können, wenn er daraufhin das Buch ohne Socialisten überhaupt möglich ist, bei Noffig wiederholt der Fall. lange Zeit in der socialistischen Literatur obwalteten, ist bekannt. Die weiteres beiseite legt. So steht die Frage der Revision des Socia Wenn wir unter Agrarier jemand verstehen, der die Gesamtvolks- schlimmsten tönnen als überwunden gelten, aber noch sind wir weit lismus" wahrhaftig nicht, daß man noch nötig hätte, der Socialwirtschaft der Landwirtschaft unterordnet et und das scheint davon entfernt, die Debatte als völlig geklärt betrachten zu dürfen. demokratie einen so findischen Impossibilismus auszutreiben, wie er mir der wissenschaftliche Begriff des Agrariers zu sein, so sehen Zu dieser notwendigen Klärung mun trägt das Nossigsche Buch sehr ihr hier unterstellt wird, und dadurch wird sie wirklich nicht gelöst, zu wir Rossig an verschiedenen Stellen Fragen, wie die der Getreide- viel Material heran, und dies in so musterhaft flarer Darstellung, daß man diesem tindischen Impoffibilismus ein Programm von preise, des Getreidehandels, der Landwirtschaftlichen Schutzölle 2c. daß schon vom rein ästhetischen Standpunkt aus seine Lektüre einen wahrhaft findischer Einfachheit um nicht zu sagen Einfalt ganz und gar vom Standpunkt des Agrariers beurteilen des hohen Genuß bereitet. In der That ist die stärkste Seite des Buches gegenüberseßt, die eine lebertreibung mit einer andern schlägt. Was Kleinbänerlich- demokratischen Agrariers, das sei hinzugesetzt, aber fein Stil, der ein ungemein ausgebildetes Gefühl für ordnendes Nossig dem angeführten Satz folgen läßt, mildert die Ueberimmerhin des Agrariers, dem niedrige Preise für Landwirtschafts- Denken verrät; und wenn der vorher gekennzeichnete Grundfehler treibung wieder etwas ab, hebt sie aber nicht auf, und fo produkte ein Abschen und ein Greuel sind. nicht hineinspielte, könnte das Nossigsche Buch beinahe als das Muster kann unser Schlußurteil denn auch nur sein, daß sein Buch zwar für Dahin kamm und wird ihm aber selbstverständlich die Social- eines Lehrbuchs bezeichnet werden. Es geht auf alle wesentlichen ein specielles Gebiet der Frage der wirtschaftlichen Ent demokratie nicht folgen. Nicht in dieser Richtung darf sich eine Revision Fattoren ein, welche das Schicksal der Bauernwirtschaft bestimmen, und widelung empirisches und grundsätzliches Revisionsmaterial des Socialismus bewegen. Die unzweifelhaft wichtige Nachprüfimg fucht überall deren charakteristische Seiten und Wirkungen Klar herauszu- in guter Durcharbeitung erbringt und insoweit auch durchder Frage von der Lebensfähigkeit der Kleinbetriebe in der Land- heben. Wie schon erwähnt, legt Rossig besonderes Gewicht darauf, festzu- aus Anspruch auf Beachtung und Anerkennung von seiten der wirtschaft darf nicht in eine Uebernahme der Gesichtspunkte der stellen, wie zu verschiedenen Zeiten Gewalt und Recht in ihren ver- Socialdemokratie erheben darf, daß es aber sonst das vom SoHeinen Landwirte und ihrer Anivalte ausarten. Sie darf uns keinen schiedenen Formen die Bauernwirtschaft beeinflußt, wie mangelhafte, cialismus zu leistende Werk viel zu beschränkt, viel zu einseitig Augenblick vergeffen machen, daß neben etwa zwei Millionen kleiner vom Stlasseninteresse oder juristischer Befangenheit der Gesetzgeberdiktierte unter dem Gesichtswinkel einer Klasse auffaßt der Mittel- und Landwirte, die kraft ihrer Lebensverhältnisse den arbeitenden Klassen Rechtseinrichtungen bis in die neueste Zeit hinein ihre volle Ent- Kleinbauern die wohl einen Teil, aber nie das entscheidende zuzurechnen find, die deutsche Volkswirtschaft 51/2 Millionen land- faltung gehemmt haben und so die Vorstellung aufkommen fonnte, Stontingent des Socialismus stellen kann, um der Socialdemokratie wirtschaftlicher Lohnarbeiter zählt, die in erster Linie auf die daß sie überhaupt wenig entwicklungsfähig sei. Bei Besprechung der auch nur für die grundsätzliche Beurteilung derjenigen Frage einen Berücksichtigung von seiten der Socialdemokratie Anspruch haben. verschiedenen Erbrechtsysteme zeigt sich Roffig auch darin als bäuer- sicheren Leitfaden zu liefern, deren Titel es trägt, die moderne Nicht daß Noifig die Landarbeiter übersähe. Aber er begeht den llicher Agrarier, daß er entschieden für das bäuerliche Anerbenrecht Agrarfrage. Fehler, die Untersuchung der Lage dieser einem weiteren, dem ab-[ eintritt, doch wird das Für und Wider von ihm mit Vorführung schließenden Band seines Wertes zuzuweisen und doch schon im vor- sehr instruktiven Materials durchaus gewissenhaft gegenübergestellt. Billigste, streng feste Preise! An der Spandauer Brücke 2 Theodor Büsing Nähe Bahnhof Börse u. Hackeschem Markt. Specialhaus für Herren- und Knaben- Garderobe. 1 Ed. B. An der Spandauer Brücke 2 Nähe Bahnhof Börse u. Hackeschem Markt. Schuhwaren für Damen, Herren und Kinder. 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Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 70. 19. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 23. März 1902. ,, Abstinentenheim“. " nehmen muß, jeder, der es zur Erholung aufsucht, merkt diese Herrschaft. Alkoholfreie Getränke sind in den meisten Wirtschaften ents weder gar nicht oder nur zu einem verhältnismäßig viel zu hohen Preise zu haben. Das Wirtshaus ist auch, was seine ganze Einrichtung betrifft, heute meistens weit davon entfernt, dem Gaste das Geim zu erseßen und durch die Erholung, die es ihm bietet, zu ſeiner Veredelung beitragen zu können. Vereins- und öffentlichen Lebens in die Wirtshäuser nichts andres, als ihre ständige Verbindung mit dem Alkoholgenuß, und es weiß wohl Jeder, daß diese Verbindung mit dem Kneipenleben schon Bugleich mit der wachsenden Beteiligung des zur Selbständigkeit längst eine große Gefahr für uns geworden ist, daß wir durch sie erwachten Volkes an öffentlichen Angelegenheiten entwickeln sich mehr mehr oder weniger unter der Herrschaft der Wirte und indirekt und mehr die Vereinigungen, die die Kräfte vieler zur Erreichung unter ber gerrimaft ber großtapitalistischen idealer oder wirtschaftlicher Ziele zusammenfassen wollen. Immer Brauereien stehen. Hier thut Abhilfe dringend not! ist gemeinschaftliches Beraten, gemeinschaftliches Arbeiten nötig, und Es ist daher freudig zu begrüßen, daß jetzt in Berlin eine Schon längst haben zahlreiche Menschen, die die Verhältnisse bire polizei, unfer time bie tägliche Arbeit uns Genoffenf& aft an die Deffentlichkeit getreten iſt, die unter dem durchschauen, die Notwendigkeit erkant, den Einfluß des Alkohols nicht gestatten, offenem Markt Licht Namen Abstinentenheim" den 8wed verfolgt, durch Errichtung auf das Wirtshaus zu beseitigen. Im Wirtshaus der Zukunft darf der Sonne unfre Angelegenheiten zit erledigen, so alkoholfreier Wirtschaften, in denen kein Trinkzwang herrscht, und es, so sagen sie, keine alkoholischen berauschenden Getränke geben! haben wir überall große und kleine Versammlungsräume nötig. die nicht mit Rücksicht auf Gewinn betrieben werden, hier beffere Das erste derartige Wirtshaus in Berlin hofft nun die Genossenschaft Ihre Beschaffung liegt im öffentlichen Interesse. Aber die Gesell- Zustände herbeizuführen. Wohl alle Vereinigungen, denen nicht das Abstinentenheim" gründen zu können. Sie hofft mit ihm eine Stätte schaft, der Staat oder die Gemeinde, haben hierzu bislang wenig Biertrinken selbst der Zweck ist, werden die erwähnten Mißstände zu schaffen, an der für Speise und Trant gesorgt ist, an der gethan, und da, wo Räume zu solchen Zwecken vorhanden sind, schon empfunden haben und in der Emanzipation ihrer Vereinsarbeit vor allem aber der einen Platz findet, der Erholung von der Arbeit stehen sie doch oft nicht allen Vereinigungen zur Verfügung, vom Wirtshaus in seiner heutigen Gestalt einen willkommenen Fort- und heitere, edle Geselligkeit sucht. Kurz, fie möchte für alle ein sondern es wird eine, durch wirtschaftliche und politische Motive ge- schritt erblicken. Es würde, wie wir glauben, nur ihr eigenes Heim schaffen, das der Gast mit dem Bewußtsein betritt, ein freier leitete parteiische Auswahl getroffen. Daher ist fast das Interesse sein, das junge Unternehmen zu unterstützen. Mensch unter freien Menschen zu sein, und das er, nen gekräftigt für ganze öffentliche Leben auf die Räume angewiesen, die Die Genossenschaft Abstinentenheim" will aber, wie aus ihrem den oft harten Kampf des Lebens verläßt. Unternehmer schaffen und bermieten. Das wäre nun Statut und einem uns vorliegenden Rundschreiben hervorgeht, noch Man muß anerkennen, daß es sich hier um ein schönes, hohes ja an sich nicht schlimmer als vieles andre, und unter den heutigen mehr. Jeder weiß ja, welche verderbliche Rolle der Alkohol spielt, Ziel handelt, und es ist nur zu hoffen, daß die Genossenschaft Verhältnissen läßt es sich auch nicht ändern, denn es macht hier wie er Elend jeder Art erzeugt, bestehendes Elend stets verschärft Abstinentenheim", die auf eine Anregung im Berein abstinenter wenig aus, ob der Unternehmer eine einzelne Person oder eine Ge- und die Menschen durch Betäubung gleichgültig und unfähig macht, Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins" hin gegründet worden ist, die nossenschaft ist. Aber das Bedenkliche ist, daß alle diese Unternehmer, zur Verbesserung ihrer Lage alle Kräfte anzuspannen. Das Beachtung und Unterstützung aller findet, und daß die Berliner fast nur Gastwirte, zugleich am Verkauf alkoholischer Getränke Wirtshaus ist heute aber der Ort, an dem der Altohol am Arbeiterschaft ihr Verständnis für die großen Fragen der Zeit auch lebhaft interessiert sind. Es bedeutet daher die Verlegung des unbeschränktesten herrscht. Jeder, der dort seine Mahlzeiten ein- hier beweist. Dr. Georg Keferstein- Steglitz. " WARENHAUS A. WERTHEIM -losni] tusxhev 15 # 801pn3 20 Heute( Sonntag vor Ostern) bleiben unsere Geschäftshäuser, wie an allen Sonntagen, geschlossen. Verlangen Siebe Ein Versuch überzeugt! sbst Heichel's Französische Cognae- Essenze Champagne mit Schutzmarke Allein echt sehr Lichtherz Erhältlich in fast allen Droguerien etc. nur in Orig.E6-08 Flaschen a 75PI. oder 1,25 M. 2%, Liter Cognac.- ff.Weingeistert Ltr.M.1,40 excl. Ueber 800 Niederlagen in Deutschland. Lassen Sie sich nicht durch Nachahmungen täuschen. Alleinger Otto Reichel, Essenzen- Fabrik, Berlin SO., Eisenbahnstr. 4. Amt IV 3190 and IV 646. Fabrikant 21 Jeder verlange kostenfrei: ,, Die Destillation im Gaushalt: Felix Scholz, Koppenstr. 35, Ecke Frankfurterstr. Vollständiger Ausverkauf Emaillierter Geschirre und Küchengeräte etc. zu enorm billigen Preisen so lange der Vorrat reicht! Dampferpartien. 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