Nr. 71. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Postbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1002 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Jte Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgespaltene Solonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mit dem 1. April 1902 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure sowie unfre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Hans. Für das übrige Deutschland nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen zum Preise von 1 Mark 10 Pfennig pro Monat ( ausschließlich Bestellgeld, 14 Pfennig pro Monat) entgegen.( Eingetragen ist der„ Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste unter Nr. 7878.) Die Einziehung des Zeitungsgeldes von den bisherigen Bostabonnenten erfolgt gegen Quittung durch die Briefträger, die zur vollgültigen Quittungsleistung berechtigt sind. 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Wir führen unfren Lesern ein Bild vor, das jeden Menschen bon normalem Empfinden auf das tiefste erschüttern muß. Es handelt sich um unglückliche Kinder, die vor Gericht ge= bracht worden sind; es handelt sich darum, zu zeigen, wie Staats= anwalt und berufsmäßige Richter in einem bestimmten, aber immerhin tyypischen Falle die Strafgewalt gegen armselige Geschöpfe richten, denen nur Mitleid und werkthätige Hilfe gebührt. Der Fall redet um so eindringlicher, als er von einem Arzt, dem gerichtlichen Sachverständigen Dr. Hils, in der letzten Nummer der, Medizinischen Reform" der Oeffentlichkeit unterbreitet wird. Wir übergehen dabei das eigentliche Motiv, das den Sachverständigen bewogen hat, sich mit dem Fall zu befassen, nämlich die Rücksichtslosigkeit, mit der man ihm in seiner amtlichen Eigenschaft begegnet ist, und halten uns an den Gerichtsfall selber. Es stand zur Beurteilung ein von Kindern ausgeführter Die b sta hl. Herr Dr. Hüls, dessen Darstellung wir wörtlich folgen, ist, was bemerkt werden muß, auch Schularzt. E. und Genossen hieß der Fall. Zunächst erwähnt der Arzt die persönlichen Verhältnisse der findlichen Diebe und ihren Geisteszustand. Ueber den einen der Angeschuldigten besagte das Buch des Schularztes in Uebereinstimmung mit dem Schulgesundheitsschein: " Winter 1900/01, IV. Klasse.. M., 14 Jahre alt, geistesschwach, der Hilfsschule für Schwachbegabte zu überweisen." Der Klassenlehrer, der als Zeuge geladen war, sagte in Uebereinstimmung mit dem Rektor: Der Junge ist ordentlich und fleißig, aber äußerst beschränkt. Ueber einen zweiten, B. H., lauten die Notizen: Blutarm und magenschwach, Nasenrachenwucherungen, schläft bei offenem Munde." Auch der saß mit 14 Jahren noch in der vierten Klasse, wo sonst die Acht bis Neunjährigen sigen. Ueber die beiden andren, so fährt der Arzt fort, hatte ich keine Notizen, sie waren also törperlich gesund und brachten es mit ihren Schulleistungen auch bis zur 3. und 2. Klasse. Ueber alle vier berichtete noch der Rektor: Sie sind in der Erziehung vollständig verwahr lost und sich felbst überlassen, weil die Eltern resp. bei dem einen die Mutter, eine Witwe, mit noch drei kleinen Kindern, den ganzen Tag draußen arbeiten müssen. Wir haben hier also geradezu klassische Beispiele vor uns, jugendliche Opfer der vortrefflichen Gesellschaftsordnung unsres Beitalters: Kinder, zum Teil bedenklich krant, alle aber verwahrlost und im tiefsten Elend, Knaben, welche wahrscheinlich noch fein Sonnenstrahl jenes Glückes erwärmt hat, das mit Recht als das reinste und für das ganze Leben wertvollste gilt, das Glück einer forglosen Kindheit. Und diese unglücklichen Geschöpfe scheinen leineswegs von Natur zu bösen Streichen veranlagt zu sein; dem einen stellt der Rektor ausdrücklich das Zeugnis aus, daß er trotz des grauenhaften Elends, in dem er lebt, ein ordentlicher und fleißiger Junge ist, also Eigen schaften befigt, die manchem sorgfältig und im Wohlleben erzogenen Sprößling der Bourgeoisie nicht anhaften. Der gerichtliche Sachverständige gelangte zu folgender Beurtei lung der Verbrecher": Dienstag, den 25. März 1902. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. rung, die beweist, wie die Gerichtstragödie, die sich vor ihm abspielte, ihm das Auge geöffnet hat für den intimen Zusammenhang zwischen strafrechtlichen Vergehen und socialen Verhältnissen; er fagt: „ Man bestraft hier überhaupt nicht Personen, sondern man bestraft staatliche nub sociale Verhältuiffe, an denen wohl der Staat oder die Gesamtheit, nicht aber die betreffenden Kinder oder deren Eltern schuld sind." " Es handelte sich um Diebstähle, leichte, schwere Diebstähle, Der ärztliche Gutachter gelangt zu einer abschließenden Aeuße Banden- Diebstähle, Einbruchsdiebstähle, Diebstähle im wiederholten Rückfall. Wenn man die vier Verbrecher, welche in der Anklagebant hintereinander standen, sah, nahmen sich für einen, durch Kenntnis des Strafgesetzbuchs und andre Juristerei nicht beeinflußten Arzt alle diese Ausdrücke doch etwas tomisch aus. Die drei vordersten Knaben überragten mit ihren Köpfen nur so wenig den Tisch, an dem sie standen, und trugen, obgleich dreizehn und vierzehn Jahre alt, in allem noch so ausgeprägt den Charakter des Kindes an sich zwei davon gehen ja noch in die Schule daß es dem natürlichen Gefühl wider- Leider aber trifft die wirkliche Strafe nicht die Verantwortlichen strebt, diese Kinder wie erwachsene Verbrecher behandelt zu des Staates und der Gesellschaft, sondern die bejammernswerten sehen und daß mich geradezu ein Grauen übertam, Kinder. Diese werden in zartester Jugend in die Furchtals da von Gefängnisstrafe geredet wurde und ich gar barkeit des Gefängnisses geworfen, wo in ihnen die letzten hörte, daß zwei dieser Kinder bereits monatelang in Unter- Hoffnungen auf Menschengüte und Menschenglück und die letzten fuchungshaft gesessen hatten und aus dem Gefängnisse dem Steime besseren Strebens erstickt werden, von wo sie vielleicht zurückGerichte vorgeführt wurden. Der einzige, der in Größe und Ge- kehren in der Verzweiflung, die der Sporn der meisten Verstalt einen 14jährigen Burschen darstellte, war der vierte, welcher brechen ist. von mir sowohl wie von seinem Klassenlehrer als geistesschwach bezeichnet wurde und dem man die Imbecillität aus dem Gefichte herauslas." Mit den Verbrechen" der drei andern Kinder sah es folgendermaßen aus: " Sie waren nach Abziehen einer Latte in eine Laube eingestiegen und hatten dort eine Flasche Selterwasser, einige Kohlenzünder und Petersilie herausgenommen, in der Absicht, sie sich rechtswidrig anzueignen", ein paar Mal hatten sie einen Schaukasten aufgemacht, einmal Handschuhe und Strümpfe, ein andermal ein paar Bortemonnaies herausgenommen, ein drittes Mal war es ein Messer, alles wieder in der Absicht, es sich rechtswidrig an zueignen". Was sie damit machten, weiß ich nicht, denn nach Hause durften sie diese Sachen nicht bringen. Ein andermal sollen fie eine elektrische Glühbirne abgeschraubt haben, wieder in der Absicht 2c.", nämlich um damit zu spielen; das war einer der einfachen Diebstähle. Der größte Banden- Diebstahl" war der, daß sie durch ein offenstehendes Fenster von der Fensterbant 60 Pf. nahmen. Also auch die Diebstähle selbst trugen alle den Charakter des Kindlichen ganz ausgeprägt an sich; es waren, wie der Verteidiger mit Recht sagte, doch mehr böse Jungenstreiche als Diebstähle im gewöhnlichen Sinne." Welche Beurteilung fanden nun die derart dargestellten Fälle bei den Berufsrichtern? Der geistesschwache 14jährige Knabe wurde freigesprochen; nicht auf Grund des Gutachtens seiner Geistesschwäche, sondern weil er überhaupt nicht gestohlen hatte. Ueber die Bestrafung der drei andern Knaben sagt Dr. Hüls: = " 4 Ist die heutige Strafjuftig schon allgemein eine Unmenschlichkeit, indem sie diejenigen der Pein überliefert, welche die Gesellschaft schuldig werden ließ, so ist das Walten der heutigen Justiz gegen unerwachsene und unerzogene Kinder die Todsünde dieser entarteten Gesellschaft. Politische Uebersicht. Berlin, den 24. März. Friedensunterhandlungen! Eine überraschende Nachricht kommt vom südafrikanischen Kriegsschauplatz. Aus Pretoria wird gemeldet: " Die Mitglieder der Regierung von Transvaal Schalk Burger, Reiz, Lukas Meyer, Krogh und Banderveld unter sind mit Sonderzug der Parlamentärfahne aus Middelburg hier eingetroffen." Der Standard" berichtet ferner: Sie ent „ Schalk Burger und die andren Delegierten der Boeren hatten einen Teil der Woche hindurch eine Stellung bei Rhenosterkop inne und wurden sehr bedrängt von Oberst Park und andren. gingen sogar einmal mit Mühe der Gefangenschaft. Ihre Stellung wurde mehr und mehr unhaltbar. Am Freitag nacht wurden Stafettenreiter nach Balmoral entsandt, welche meldeten, daß die Delegierten unter Eskorte daselbst eintreffen würden, was am Sonnt abend geschah. Die Delegierten reisten sofort nach Pretaria weiter, während die Eskorte in Balmoral zurückblieb. Beim Eintreffen in Pretoria wurden Schalt Burger und die übrigen Delegierten in sitcheners Wagen abgeholt und nach dem Hauptquartier geleitet, wo sie mit Lord Kitchener eine Unterredung hatten. Nach dieser Besprechung fuhren die Boeren Delegierten nach dem Oranje- Freistaat weiter."— " Für den einen, E., der allerdings der Anführer der„ Bande", nämlich der Verführer der übrigen, auch schon einigemal wegen Diebstahls mit einem Verweis bestraft worden war, beantragte der Staatsanwalt 1 Jahr Gefängnis und er erhielt 6 Monate; einige Monate hatte er dazu schon in Untersuchungshaft gesessen; der zweite erhielt zu seiner Untersuchungshaft" Daily Chronicle" meldet, die Boeren- Delegierten seien nach noch sechs Wochen und der dritte, für den der Staatsanwalt ihrer Besprechung mit Lord Kitchener nach Kroonstad gereist. nur drei Tage beantragt hatte, erhielt drei Monate. Ueber den Die Londoner Morgenblätter stimmen darin überein, daß die 3 weiten Knaben konnte ich noch bekunden, daß Kinder mit Meldung aus Pretoria betreffend die Boeren- Delegierten nicht genau folchen Nafen Rachenwucherungen, welche mit offenem Munde genug sei, um etwas Bestimmterme, als Vermutungen Raum schlafen, erfahrungsgemäß in der Regel in ihrer förper zu geben. Die Meldung wird als Hoffnung versprechend angesehen, lichen und geistigen Entwickelung zurückbleiben und aber man bezweifelt, ob Schalt Burgers Autorität daß ich auch bei diesem, übrigens schwächlichen und von Botha, Delarey und De Wet anerkannt wird. blutarmen fleinen haben, der dazu auch noch einen Daß die Boerenregierung sich nunmehr, zum erstenmal mißbildeten Kopf hatte, annähme, daß dies bei ihm der Fall während des Krieges, mit Friedensvorschlägen an Kitchener gewendet sei. Er saß ja auch mit 14 Jahren noch in der vierten Klasse. hat, ist zweifellos ein bedeutsames Zeichen für die FriedensgeneigtDarauf wandte der Staatsanwalt wieder ein: Ob ich dann heit wenigstens gewisser Boerenkreise. Anderseits ist die Lage der glaube, daß jeder erwachsene Mensch, der im Schlaf den Boeren nach ihren letzten großen Erfolgen auf den verschiedensten Mund offen habe, geistes schwa ch sei; worauf ich aller- Gebieten des Kriegsschauplazes schwerlich eine derartige, daß die dings entgegnete, daß ich überhaupt nicht von erwachsenen Boeren zu dem Entschluß gekommen sein könnten, sich zu Menschen, sondern bon Kindern gesprochen habe und den ihnen von England proponierten Bedingungen zu unterwerfen. daß ich auch da nicht etwa nur meine Privat- Meinung, sondern Man könnte im Gegenteil annehmen, daß die Boeren England des nur das gesagt habe, was wissenschaftlich durch allgemeine halb jetzt ein Entgegenkommen beweisen, weil sie annehmen zu Erfahrung festgestellt sei. Das Gericht ging auf diese Begutachtung ebenfalls nicht weiter ein und hat mein Gutachten ja auch angenscheinlich gar nicht berücksichtigt. Auch von den beiden andren Knaben, wenn ich über sie gefragt worden wäre, hätte ich ohne Besinnen bezeugt, daß ich nach allem, was ich von ihnen gesehen sie erzählten alle ihre Thaten so harmlos, tindlich und wahrheitsgetren, daß jede Zeugenvernehmung für überflüssig gehalten wurde sie für un Man wird angesichts all' diefer Umstände gut thin, erst weitere reife Kinder halte und ihre Handlungen nicht mit den Nachrichten über die Vorschläge Schalt Burgers sowie darüber abHandlungen Erwachsener in Vergleich stellen zuwarten, ob derselbe in Uebereinstimmung mit Botha, De Wet und könne, und wenn diese Kinder einem ärztlichen Gutachter- Kollegium Delarey handelt. Erst dann wird man Mutmaßungen über den Vers vorgeführt worden wären, so wäre dessen Gutachten zweifel- lauf der Unterhandlungen wagen dürfen. los nicht anders ausgefallen. dürfen glauben, daß auch England angesichts der für es keineswegs rofigen Lage größere Konzessionen zu machen bereit sein dürfte. Da es sich freilich für England darum handeln muß, seine Herrschaft über Südafrika ein für allemal zu sichern, wird es kaum auf Bes dingungen eingehen können, die den Boerenstaaten eine größere unabhängigkeit und damit die Möglichkeit zu einer nochmaligen Erhebung lassen. Die frische Frage. Der Sachverständige erklärt, daß er durchaus nichts dagegen habe, wenn ein 14 jähriger Bursche mit der erforderlichen körperlichen London, 22. März.( Eig. Ber.) und geistigen Reife ausnahmsweise auch einmal mit Gefängnis be- Die im Herbst angekündigte Krisis der irischen Frage scheint straft werde. Aber hier, so führt er weiter aus, handelte es sich um Kinder nun hereingebrochen zu sein. Die Vorgänge der lezten Monate und Kinder gehören nicht ins Gefängnis, das ist natur- und haben ihren Ausbruch beschleunigt. Die bekannte Wahl in Galway; vernunftwidrig. Sie gehören, wenn nötig, in eine Erziehungs- das Wachsen der Agitation für den zwangsweisen Auskauf Anstalt.„ Ein sehr erfahrener Pädagoge, dem ich den Fall er der Grundherren, wie es sich in der Wahl von East- Down zählte, fand es grauenhaft und wollte es überhaupt nicht glauben,( Ulster) zeigte; der Beifall von einigen irischen Abgeordneten daß diese Kinder wirklich mit Gefängnis bestraft worden seien." bei der Verkündigung der Niederlage Methuens und der Herr Dr. Hüls meint weiter zu diesem für unsre Justizzustände Zwischenfall Dillon- Chamberlain haben die öffentliche Meinung Eng typischen Fall: Wir Aerzte müssen jedenfalls mit aller Straft dagegen lands tief aufgeregt. Einspruch erheben, daß man unmündige Kinder, Wie heute verkündigt wird, hat sich der gestrige Kabinettsrat mit mögen sie verbrochen haben, was sie wollen, ins Gefängnis der Zweckmäßigkeit der Wiederaufnahme des Ausnahmegesetzes steckt, und sie dadurch zu Verbrechern macht, statt( Crimes Act) Vom Jahre 1887 beschäftigt. Das Gesetz ist ihnen die Erziehung zu verschaffen, an der es ziemlich elastisch. Es bestimmt: jede Organisation, die dahin lihnen gefehlt hat. wirlt, daß Afte der Gewalt resp. der Einschüchterung berübt, oder daß Gesetz und Ordnung gestört werden, Religion ist in Gefahr" wieder fest an sich zu telten. Der Erfolg fann als gefährliche Verbindung betrachtet und aufgelöst werden. wird aber nicht der sein, den fie erhoffen, denn das Sprengpulver Demnach könnte keine agitatorisch thätige Verbindung in Jrland be- des Bolltarifs wirkt! stehen. Es ist höchste Zeit," bemerken heute die" Times" in ihrem " 0 " " eriegen, welches to Getviß, die Fren haben in den letzten 80 Jahren einen be deutenden Schritt zur nationalen Befreiung gethan. Und auch das Hervorholen des alten Ausnahmegesetzes wird diesen Fortschritt nicht Hemmen.ard mod Deutsches Reich. und Die Zuckervorlage. Nach dem Lokal- Anzeiger" soll eine der Brüsseler Zuckerkonvention entsprechende Vorlage bald nach Osten dem Reichstage zugehen. Die Verbrauchssteuer werde auf 16 M. ( jegt 20 M.) ermäßigt. Diese Herabjegung ist allzu gering, als daß sie den Zuckerkonsum der deutschen Bevölkerung in dem Maße heben könnte, wie es dem Interesse zugleich der Voltsernährung und der Zuckerindustrie entspricht.Das Centrum in Nöten. li " der " " mun " Sehr schön und sehr erstaunlich! Die Leute von der Rhein. Boltsstimme", die selber unser Kölner Partei- Organ in einer andren Angelegenheit vor Gericht gezogen haben, wollen den Vorwärts" nicht verklagen, weil sie den in dem etwa anzuſtrengenden Prozeß auftretenden Beugen hinsichtlich ihrer Eides fähigkeit mißtrauen. Wer aber wären die Zengen, die in einem solchen Prozeß zum Eide kommen würden: Natürlich die Herren vom rheinischen Bauernverein und vom Bund der Landwirte. D Es mag noch weiter darauf hingewiesen sein, daß die zum 1. Mai zu liefernden Geschüße für Indienststellungen bald fertiggestellt sind, und dann werden bei Krupp eine Anzahl Arbeiter, die jezt noch massenhaft Ueberstunden arbeiten müffen, aufs Pflaster ersten Leitartikel, daß das Schwert von der Scheide gezogen wird".mania" wird wohl mm bald einsehen, daß wir weit besser fiber nicht geforderten 17 Centimeter- und 19 Centimeter- Geschützen Der Eid der Centrumsbündler. Die katholische Ger- fliegen und es wird nur noch in beschleunigter Eile an den noch denn man habe lange genug dem Wachsen einer Organisation zubie Centrumsverhältnisse unterrichtet sind als das Centralorgan der gearbeitet. Was es mit diesen beiden Geschützen auf sich hat, darüber gesehen, die darauf ausgeht, die Biele der Landliga" zu verwirklichen, was ihr bereits bis zu einem gewiffen Grabe Partei selbst, sofern nicht etwa das Blatt sich nur so stellt, als habe mag der Reichstag sich Aufklärung verschaffen vielleicht gelingt's! es vom Baum der Erkenntnis nicht gegessen. gelungen ist". Die neue Militärvorlage wird zu den bereits gemeldeten noch Noch vor zehn Tagen hatte sich ein Kabinettsrat mit der Ereine ganz neue, reizende Kanone fordern, nämlich ein 10 CentiAls wir die Mitteilungen über den Geheimvertrag zwischen den meter- Geschüt! Dieses Festungsgeschütz wird nach einem ganz greifung von Waßregeln gegen die Vereinigte Frische Liga"( die Centrumsagrariern und dem Bund der Landwirte brachten, forderte nenen System gebaut, so, daß das Nohr in vertikaler Lage abgeCentralorganisation Irlands) beschäftigt. Die erste Folge war die bie Germania" die beteiligten Herren Bauer und Schreiner schoffen und geladen werden kann. Der Schlußteil wird nicht mehr Absage des Königs an Irland. Die Iren ließen sich indes nicht ein- auf, die Angelegenheit zur gerichtlichen Klärung zu bringen. Wir be- feitlich, sondern auf dem Rohre angebracht. Das Rohr trägt als schüchtern. Im Laufe der letzten Woche haben die irischen Führer mehrere merkten fofort, daß die Herren es hübsch bleiben lassen würden, der Eingravierung einen heraldischen Adler. Diese Waffe, wie die übrigen öffentliche Versammlungen abgehalten, in denen sie sich zu den wirt- Aufforderung der Germania" Folge zu leisten; denn felbstverständneuen Geſchüße die auf eignes Risiko" gebaut werden, erhalten schaftlichen und politischen Programmen Irlands rückhaltlos lich wird der Bund der Landwirte seinen Geheimagenten nicht er- auch wieder einen verbesserten Aufsatz. Die neueste Kruppsche Vaterlandsretterei wird ein schweres Stüd bekannten. Ebenso hat die irische Presse sich mit der Haltung der lauben, daß seine politischen Geschäftsgeheimnisse unter dem Gideszwang Geld fosten!" irischen Vertreter im Parlament einverstanden erklärt. In Bezug öffentlich ruchbar werden. Jezt muß nun die„ Germania" in einer ausauf den Zwischenfall Dillon- Chamberlain schreibt das irische führlichen Bolemit gegen den Bund der Landwirte bekennen, daß wir Schiffsjungenlos auf dem Prinzenschiff. Kiet, 22. März. Hauptorgan Freemans Journal":" Nicht Mr. Dillon ist schulbig, recht behalten haben; die Centrumsbündler wollen in der That nicht( Eig. Ber.) Als fürzlich das Schulschiff" Stein" von seiner AusHauptorgan Freemans Journal":" Nicht Mr. Dillon ist schuldig, flagen. Das ist nicht weiter merkwürdig. Interessant aber ist die als sieben Schiffsjungen desertiert waren. Welche Erlebnisse die sondern der Sprecher( Präsident) des Unterhauses, der Chamberlains Entgegnung rechtfertigte.... Die Boeren in der Begründung, mit der die Herren von der centrumsbündlerischen Jungen zu solchen gewaltsamen Unterbrechungen ihrer Erziehung im englischen Armee find gemeine und feige Verräter.... Mr. Chamberlain heinischen Bolts stimme" es ablehnen, der Weifung Marinedienst veranlaffen, darüber geben zwei Verhandlungen, die hat so viel Bewunderung für Renegaten, daß er im Fall Germania" zu folgen; dieſes Centrumsorgan des Bundes der gestern vor dem Kriegsgericht der Marine Akademie ſtattgefunden cines anglo- französischen Krieges für Frankreich fämpfen würde, wenn haben, unzweideutigen Aufschluß. Der fortgefeßten Mißer zur Ueberzeugung käme, daß die Franzosen den Erfolg und die " Im Gegensatz zur städtischen Centrumspresse läßt uns handlung von untergebenen war zunächst der WachtmeistersBeute haben würden." Ein andres irisches Blatt, der„ Evening das, was der Vorwärts" sagt, vollständig talt maat Niez von der„ Charlotte", demselben Schulschiff, auf Telegraph", benterft: Mr. Dillon hat wohl übertrieben, als er Und wenn er sagte, wir hätten filberne Löffel gestohlen, würden dem fürzlich Prinz Adalbert als Marine- Kadett seine erste Auslandse- Stabelt feine erste 3 Chamberlain einen, verdammten Lügner" nannte. Daß er ein Lügner wir ihn auch nicht vor den Kadi citieren. Principiell gehen jungen seiner Korporalschaft wiederholt durch Schläge und Ohrreise zurückgelegt hatte, angeklagt. Niet hatte die 13 Schiffsist, steht außer Zweifel. Aber die Verdammnis ist noch nicht wir, so lange das Gericht seine Beweise auf Eide aufbaut, mit eigen mißhandelt. Einmal ließ er, als ein Stiid Fleisch verda. Sie ist erst im Ankommen begriffen." Aus dieser Leuten nicht ins Gericht, von denen wir wissen, schwinden war, die ganze Korporalschaft antreten und verfette, Sprache läßt sich auch beiläufig ersehen, welches Maß von Breßdaß sie die Existenz Gottes leugnen. Was kann ein als sich der„ Dieb" nicht meldete, der Reihe nach jedem freiheit Irland genießt! Eid helfen, bei dem versichert wird:" So wahr mir Gott helfe," Einzelnen Ohrfeigen. Derartige Erziehungsakte famen fast wenn der Schwörende an feinen Gott glaubt?" tagtäglich während der der Untersuchung vorangehenden Monate vor. Besonders hatte der Echiffsjunge Summerlein unter der Brutalität seines Vorgesetzten zu leiden. Am 31. Juli vorigen Jahres N. gab ihm eine Ohrfeige. Eine Stunde später beorderte er ihn ins batte R. sein Arbeitszeug nicht gewaschen, da er fich umwohl fühlte. Zivischendeck und nahm ihn da nochmals vor. Er verfekte ihm mehrere Schläge ins Gesicht, stieß ihn wiederholt gegen die e Bordwand Ben Boden, worauf er ihm mit dem Fuß auf die Brust trat. bub was infchließlich auf Kummerlein verspürte fofort heftige Schmerzen in der Brust und mußte sich am folgenden Tage ins Lazarett begeben. von ihren eignen Leuten, den allerchristlichsten Centrums hin, daß das Stoßen gegen die Bordwand und der Fußtritt den Wir ersehen also mit Grausen, daß die„ Rheinische Voltsstimme" hier wurde Lungenfpigen Katarrh festgestellt. Der als Sachverständiger vernommene Oberstabsarzt stellt es als möglich bündlern, annimmt, daß sie nicht an Gott glauben. Wir Ausbruch des Leidens wenn nicht verursacht, so doch beschleunigt sind nun zivar der Meinung, daß man sehr wohl an habe. N. will aus lebereifer gehandelt habe. Seit seiner Gott glauben" und doch Meineide leisten kann, während Rückkehr aus dem Chinafeldzuge sei er sehr umgekehrt die gottlosesten Menschen es mit ihrer Eidespflicht sehr nervös und reizbar. Da die übrigen Schiffsjungen gewissenhaft nehmen. Indessen die Rheinische Volksstimme" muß wegen der einfachen Wißhandlungen teinen Strafantrag gestellt ja ihre Zeugen kennen: Sie glauben nicht an Gott ihr Anti- hatten, und der ursächliche Zusammenhang zwischen der Krankheit christentum folgt ja allerdings schon aus ihrem gotteslästerlichen des Kummerlein und den Wißhandlungen als erwiesen nicht an8ollwucher und deshalb sei auf ihre Eide kein Berlaß. genommen wurde, kommt Nieß, dem ein sehr gutes Führungszeugnis ausgestellt wird, mit drei Wochen Gefängnis davon. hatte sich der Obermatrose Palm von demselben Schiffe zu Gleichfalls wegen wiederholter Mißhandlung von Untergebenen verantworten. Auch dieser Angeklagte hatte mehrere Schiffsjungen durch Schläge und Ohrfeigen wiederholt mißhandelt. Dem Jungen Horn versetzte er eines Tages einen so heftigen ,, Vor wie nach wird es unser Bestreben sein, den Rhein. HausSchlag ins Gesicht, daß er gegen die Kombufe schatz" unter der christlichen Arbeiterschaft Düsseldorfs mehr noch fiel und ihm Blut und Eiter aus dem rechten Ohr floß. Horn wie bisher zu verbreiten. Auf keinen Fall können wir uns Centrum und Diäten. Es scheint, als verstärke sich in meldete sich erst eine Woche später frank, worauf festgestellt wurde. mit dem offiziellen Parteiorgan, dem„ Düsseldorfer Volks- Centrumskreisen die Meinung, daß die gollfrage benutzt werden solle, daß er eine starke Entzündung im Ohr hatte und faft blatt und feiner Haltung in Zollfragen sowohl wie auch die Regierung zu einer endlichen Lösung der Diätenfrage zu drängen. völlig taub war. Auch heute ist der Mißhandelte auf dem rechten in Sachen der Gewerkschaftsbewegung einverstanden er- Schon neulich erklärte die Germania", den Aeußerungen der Boll Ohr noch schwerhörig. Einige Zeugen geben an, daß Horn schon klären. Ist es doch vorgekommen, daß das„ Volksblatt" opposition einigermaßen folgend, daß eine Diätenbewilligung allein vor dem Vorfall schlecht gehört habe, was diefer lebhaft trotz Aufforderung der beteiligten chriftlichen Gewerkschaft verbessern könne. Jetzt spricht sich die„ Korrespondenz für Centrums- das Ohrleiden durch den Schlag entstanden sei. für die Gollkommission das Schicksal der Zollvorlage nicht erheblich bestreitet. Der Sachverständige hält es für möglich, daß wochenlang Streifbrecher gesucht hat. Auch in Wir stellen fest, daß die zollgegnerischen Artikel( die blätter" noch deutlicher aus. Sie erklärt es als eine Pflicht des diesem Falle haben die Schiffsjungen sich geweigert, wegen der Vorwärts" ebenfalls obgedruckt hat. B.) von christlichen Reichst anglers, jezt der Krone rückhaltlos darzuthun, der einfachen Körperverlegung Strafantrag zu stellen. Da Arbeitern des Stadt- und Landkreises Düsseldorf geschrieben„ daß die Bewilligung von allgemeinen Diäten das notwendige der Angeklagte außerdem nicht Kapitulant sondern Vierjährigfind. Darum werden wir, selbst gegen den Willen des Vorstandes Mittel ist, um die hochwichtige Zollgefeßgebung Freiwilliger ist und als solcher die Erziehung der Jungen der hiesigen Centrumspartei, für den Rhein. Hausschap" eintreten, Gang zu halten. Wenn Graf Bülow und feine Kollegen freiwillig übernommen hatte, so liegt eine Verlegung der Amitsschon aus dem einfachen Grunde, weil wir an den Namen und im preußischen Staatsministerium dieser Aufgabe nicht mit voller oder Dienstpflichten nicht vor und er muß freigesprochen seine Förderungen nicht verstehen füthen, betettel vehuge antwortlichkeit für das Stoden des Reformwerks und die für Lebenszeit einen„ Kknads" wegbaben und die Idylle auf dem Titeln Herren gesehen, daß sie Arbeiterstand und Einsetzung ihrer Person gerecht werden, so haben sie die Ver- werden. Die armen Jungen, Kummerlein wie Horn, werden wohl ihrer Stellung fernstehen und zum großen Teil vollständig un- damit verbundene innere Krisis zu tragen. Den schutzzöllnerischen Prinzenschiff, von der bürgerliche Blätter nach der Heimkehr des Abgeordneten die furchtbar fchwere Arbeit zuzumuten und Prinzen Adalbert fo rührende Schilderungen entwarfen, gewis nie Es gilt jetzt den Belveis zu erbringen, daß wir uns nicht zugleich ihnen die unentbehrlichen Mittel zur Entfaltung vergessen. einschüchtern laffen. ihrer Kräfte fortgesezt verweigern, das geht doch nicht an. Hält die Die Erklärung ist unterzeichnet von dem Vorstand des christlichen Regierung das Scheitern des Zolltarifs und die wirre Wahl unter Breßvereins. der Zollparole für ein kleineres Uebel, als die Gewährung von Das„ Voltsblatt" in alle bringt folgende Mitteilungen über Von derselben Seite ist zu Dienstag, den 25. März, eine außer Diäten, so schätzt sie offenbar ihr eignes Wert recht gering ein. das Verhalten der dortigen Polizei zum Versammlungsrecht, ordentliche Generalversammlung einberufen mit der Tagesordnung: Dann kann sie auch nicht erwarten, daß die schußzöllnerischen das der weitesten Aufmerksamkeit würdig ist: Beratung der weiteren Schritte in dem uns aufgedrungenen Kampfe. Abgeordneten für dieses Werk fich wie Herkulesse abarbeiten oder wie" Auf ein wahres Martyrium fann seit einiger Zeit das hiesige Einleitung einer allgemeinen Agitation gegen die reaktionären Winkelriede opfern." Gewerkschaftstartell zurückblicken. Plöglich wurde Anfang Bestrebungen der Volksblatt". Politik und die Getreide- Was das Herrenhaus leiftet! Das preußische Abgeordneten- Februar die regelmäßige Monatsfizung polizeilich aufgelöst, zöffe". haus hat einen Gesezentwurf über die Bildung von Gesamt: Sigungen war das auch der Fall gewesen, ohne daß dies Anstoß weil Frauen anwesend feien. In den voraufgegangenen verbänden in der evangelischen Kirche des Konsistorialbezirks erregt hätte. Um selbst den strengsten Auslegungen des VereinsStaffel angenommen. Das Herrenhaus hat nun eine Hochbedeutsame Aenderung antiche angemeldet, weil in dieser Form unbedingt die Anwesenheit gejeges gerecht zu werden, wurde die Versammlung als öffent dem Entwurf vorgenommen. Es hat Kaffel in Cassel verwandelt. von Frauen zugelassen werden mußte. Es müßte nichts; auch diese Infolgedessen muß das Abgeordnetenhaus sich aufs neue mit dem Versammlung wurde kurzerhand aufgelöst, weil die Frauen dermaßen verbesserten Gesetz befaffen. nicht entfernt wurden. Der dritte und letzte Weg wurde beschritten; das Kartell mußte dabei freilich seinen Charakter als geschlossene Korporation aufgeben; es wurde eine öffentliche Versammlung anberaumt und ein Bureau versammlung allenthal ben erfüllt wurde. Auch das nüßte nichts; gewählt, so daß das das Wesen einer einer öffentlichen Boltswieder erfolgte die Auflösung, weil Frauen anwesend seien. Auf letzten Freitag war nun die vierte Ber fammlung einberufen worden. Frauen waren diesmal nicht fammlung erfolgt. anwesend; die Anmeldung war wiederum als öffentliche Vers befann gegeben, als der anwesende Polizeibeamte wiederum Schon hatte der Vorsitzende die Eingänge zur Auflösung schritt, weil seiner Meinung nach die Versammlung keine öffentliche, sondern eine Befchloffene fei, zwei Bersammlungen aber nicht auf einmal abgehalten werden könnten." Es wird natürlich gegen alle diese Auflösungen der Rechtsweg beschritten werden. Auf die erste Beschwerde ist vor kurzem erst fiber vier Wochen nach der Beschwerdeführung die a b= Rechts der Bund der Landwirte, links die katholische Arbeiter schaftes wird allmählich ungemütlich im Centrumslager. In Düsseldorf ist es, wie wir wiederholt berichtet haben, zu einer förmlichen Spaltung im Centrumslager gekommen. Ueber den Fortgang des Streites wird uns berichtet: Die neulich im Vorwärts" erwähnte„ Erklärung" des Borstandes der Düsseldorfer Centrumspartei gegen den die Brotwucher Politik des Centrums scharf bekämpfenden christlichen Hausshaz" zu Düsseldorf wird in der neuesten Nummer des legteren christlichen Blattes schroff beantwortet. Es heißt da: bekannt sind.... Daß auf die Dauer das Centrum die Arbeiterinteressen nicht ungestraft mißhandeln darf, wird den einfichtigeren Führern der katholischen Arbeiter immer flarer. Die Westdeutsche Arbeiter 3eitung" in MünchenGladbach hatte schon nach der Wahl in Duisburg- Mülheim, der mit einer Niederlage für die Centrumspartei endigte, ihre warnende Stimme erhoben; sie verlangte damals eine bessere Organisation der Centrumspartei, die Arbeiter sollten Mitbestimmungsrecht in den Wahlkomitees haben, besonders wurde dies für die industriellen Wahlfreise verlangt, weil die Centrumspartei sich doch hier auf die Arbeiter stützen müsse. " Der damalige Appell muß in den führenden Centrumskreisen ungehört verhallt sein, denn die Westdeutsche Arbeiterzeitung" fchreibt jetzt wieder, daß sehr wenig geschehen sei. In einem Leitartifel betlagt sie sich bitter, daß man ihren Warnungen nicht gefolgt, und fährt dann fort: Wir überlassen es den Centrumsagrarien, sich mit dieser VerWir überlassen es den Centrumsagrarien, sich mit dieser Verleumdung durch ihr Blatt auseinanderzusetzen. Es genügt uns feftzustellen, daß die Agenten des Bundes der Landwirte im Centrum der gerichtlichen Auseinandersetzung über ihre intimen Beziehungen zu den Ostelbiern sorgsam aus dem Wege gehen. lied shun Wenn wir das Herrenhaus nicht hätten! Redende Generäle. Der schnell verflossene Gouverneur von Ostafrika, General v. Liebert, hat in Brandenburg eine große weltpolitische Rede vom Stapel gelassen, in der er bramarbasierte " Wir sind ein aufsteigendes Bolt, ein Herrenvolt und herrschen wollen wir in der Welt." Im Polizeistaat Preußen. b stud Solche Renommierpolitit wirkt besonders hübsch in einer Zeit, wo das deutsche Herrenvolt nach dem Ratschluß des Grafen Bülownicht einmal wagen darf, auf die Junehaltung feierlich beschloffener internationaler Verträge " Wo sollen aber solche Zustände schließlich hinführen? Dar einzuwirken. über herrscht doch wohl kaum ein gweifel, daß die Stellung Also lasse man gefälligst das Bellen!, elmand unsrer Partei, faum jemals eine so schwierige war, als gerade jegt. Die wirtschaftlichen Streitfragen, die gegenwärtig in der Neue Marine- Artillerie. Auf die von uns wiedergegebenen politischen Arena ausgekämpft werden in Verbindung mit dem kürzlichen Mitteilungen der„ Leipz. Volksztg." über den Bau von stillen Kulturkampf, der immer heftiger entbrennt, geben Schifffanonen nach neuen Typs versuchten das Berliner Kruppblatt unfren Gegnern Waffen in die Hand, die sie sehr gefchidt gegen sowie die„ Germania" die übliche Dementierung. Jezt aber bestätigt unsre Partei verwenden und durch welche sie Beunruhigung in die die Essener Volkszeitung", das Centrumsblatt im Kruppschen Reiche, weisen de Antwort eingegangen und die Klage beim BezirksKreise unsrer Wähler hineintragen. Die Vermutung, daß die Zoll- durchaus die Darstellung der Leipz. Volksztg.". Sie schreibt: frage zu einer Reichstags- Auflösung führen wird, gewinnt immer Wir sind in der Lage, die Nachricht der Leipziger ausschuß nunmehr eingereicht worden. Auf die andren Beschwerden mehr an Boden und es ist nicht ausgeschlossen, daß wir plöglich Volkszeitung selbst im großen und ganzen bestätigen zu ist überhaupt noch keine Antwort erfolgt." vor eine Reichstagswahl gestellt sind, die uns mancherorts völlig können. Allerdings fabriziert Strupp nicht in beschleunigter Gile unvorbereitet autreffen würde. Aber selbst davon abgesehen, haben und nimmt nicht Sonn- und Feiertage zu Hilfe. Andrerseits steht wir im nächsten Jahre allgemeine Neuwahlen zum Reichstage. Strupp zur Zeit auch in Verhandlung mit verschiedenen auswärtigen Der Ausfall einer solchen Wahl würde aber aller Vorane- Staaten und fertigt für diese Probegeschütze an, da es sich um al ficht nach in diesen Orten ein derartiger sein, dak größere Aufträge diefer Staaten handelt. So dauern beispielsKoloman Tisza gestorben. Koloman Tisza, der ehemalige es uns noch lange Zeit in die Ohren flingen würde, weise die Unterhandlungen mit Rußland nun schon drei Jahre. ungarische Ministerpräsident, ist am Sonntag im Alter von 72 Jahren falls man nicht schleunigst mit allen Kräften das Bersäumte nach- Aber außer diesen Arbeiten fabriziert Strupp thatsächlich gestorben. 1848 nahm Tisza an der national revolutionären Er holt und energisch die Reorganisation und Agitation aufnimmt." wieder einmal auf eigues Rififo" nene Schiffsgeschüße hebung Ungarns hervorragenden Anteil. 1861 spielte er als Führer Wir sind überzeugt, daß troß dieses wiederholten Aufrufs die und Haubigen..." des linken Centrums, das für den ungarischen Landtag das WahlArbeiter nicht in den Wahlkomitees zugelassen werden, denn die Ar- Die Leipz. Voltsztg." bemerkt hierzu weiter: beiter würden den Herren mit ihren Forderungen unbequem werden; Ob Krupp in beschleunigter Eile, an Sonn- und Feiertagen, gesetz von 1848 mit dem selbständigen ungarischen Ministerin wiederhergestellt wissen wollte, und zwar durch eins auch befürchtet man, daß, wenn die Arbeiter einmal Einblick in die an den neuen, nicht gegebenen Aufträgen arbeitet oder nicht, ist das inneren Verhältnisse der Centrumspartei gethan, fie fich noch schneller Unwesentlichste bei der ganzen Frage. Wir können aber auch in fachen Beschluß, nicht, wie die sogenannte Abreßpartei durch von der heuchlerischen Gesellschaft abwenden würden. Die Führer dieser Beziehung auf das bestimmteste versichern, daß an Material- eine Adresse an den König, eine bedeutsame Rolle, des Centrums versuchen jetzt allerorten noch einmal die alte Stultur- Reserve", an den neuen Geschützen in beschleunigter Eile an Sonn- Die Adreßpartei behielt jedoch die Mehrheit im Landtag. Die von tampfsmähre zu reiten, und die Arbeiter mit dem Rufe:„ Die und Feiertagen gearbeitet wird. ihr mit Oestreich gepflogenen Ausgleichsverhandlungen führten erst Ausland. Destreich- Ungarn. M 4 " 1866 zu dem Biele, daß die Verfassung von 1848 fast unversehrt| Arbeiter der Rothschildschen Werte am 17. März die Arbeit der Ausführung eines Beschlusses, den er stets für einen unheilvollen wieder hergestellt wurde. Erst 1875, als die Adreßpartei sich auflöste ein, da man ihre völlig(?) ungerechtfertigten Forderungen ablehnte. gehalten, so viele Schwierigkeiten entgegenstellen. und ein Teil derselben sich mit dem rechten Flügel der Naditalen Die Werke wurden nunmehr geschlossen. Am 21. März versammelten Mit den Eimtahmen aus der Umsatz und Einkommen zur liberalen Partei verband, wurde Koloman Tisza als sich ungefähr 300 von den Arbeitern vor dem Polizei- Amt und ver- ftener wird die Diskussion über den Antrag Augustin und GeFührer derselben Ministerpräsident. Tisza unterstützte die öftreichische langten die Freilassung der am vorhergehenden Tage ver nossen wegen Abstandnahme von der Erhebung der Regierung, wofür diese der Magharisterung Ungarns nichts in den hafteten, Säbelsführer" der Bewegung. Da die An- untersten gesammelten der Aufforderung der Polizei zum Auseinandergehen Weg legte. 1889 geriet Tisza durch ein neues Wehrgefeß, nicht nachfamen, wurden mehrere Werbaftungen vorfür die Einkommen von 660-900 m. verbunden. Der Ausschuß Gemeinde- Einkommenftenerstufe zum Sahe von 4 M. das für alle Referve- und Landwehroffiziere die deutsche Sprache genommen. Am folgenden Tage machte eine Menge den Versuch, hat diesen Antrag mit 10 gegen 4 Stimmen abgelehnt, desgleichen für die Einkommen von 660-900 W. verbunden. Der Ausschuß obligatorisch machte und im Lande heftiger Oppofition begegnete, bie Verhafteten zu befreien, und griff die vor dem Gefängnis auf eine Resolution, wonach die Äußerhebung fegung von 1903 ab erfolgen mit seiner eignen Partei in Widerspruch. 1890 benügte er die gestellte Compagnie Soldaten an. Die Lente schossen und warfen Kossuth Frage, um die durch seine Stellungnahme zu Gunsten Steine auf die Soldaten, die in der Notwehr(?) Feuer gaben. Bon foll, mit 9 gegen 5 Stimment. Stadtv. Bren( N. L.): Es gilt mit der angeborenen Farbe Kossuths hervorgerufenen Differenzen mit den übrigen Ministern zu den Soldaten wurde einer verwundet; von den Stu heder Entschließung zu bandeln; auch mit der Resolution zur Bereinent guten Abgang zu benußen. störern blieben dreißig tot. schiebung der Maßregel auf 1903 wäre nichts gewonnen. Den Reinertrag Combi 600 Frankreich. Die Regierung gegen Magim Gorki. Der berühmte aus der Stufe kann man auf 260 855 M. schätzen. Da der Etatsansschuß Novellist Maxim Gorki, der anläßlich der letzten Unruhen in Rußland 60 855 Mart abgestrichen hat und diese bei der Umsatzsteuer Deputiertenkammer. Der Minister des Auswärtigen Delcaffé vorübergehend in haft genommen worden war, war fürzlich von in Abgang bringen will, wir aber gar nicht wissen, wie berlangte am Montag einen Kredit von 500000 Fr. für die der Petersburger Akademie der Wissenschaften zum sich die Einnahmen aus der Umsatzstenter geftalteit, ein flotteres Reise des Präsidenten Ser Republik nach Ruß Ehrenmitglied ernannt worden. Jetzt meldet nun der Geschäft aber in Aussicht stehen soll, so haben wir auch keinen AnI and. Der Minister weist auf das Schreiben des Kaisers Nikolaus II. Regierungsbote", daß infolge von Umständen, die der Akademie der laß, die CO 855 M. abzusetzen, sondern wir können ebenso gut den hin, in welchem dieser den Präsidenten Loubet einlud, sich persönlich Wissenschaften unbekannt waren(?), die Wahl Marim Gorkis zum Posten 200 000 2. erhöhen. Dann wäre die Balance hervon den allgemein in der russischen Bevölkerung für Frankreich Ehrenmitglied ungültig erklärt werde. Gorki fei gemäß§ 1035 gestellt. Ja beantrage diese Aenderung für den Fall, daß die Herrschenden Gesinnungen und der wachsenden Stärte der Union der Kriminalprozeß Ordnung zur Untersuchung gezogen worden. Biermark- Stufe außer Hebung gesetzt wird, was wir ebenfalls beFrankreichs und Rußlands zu überzeugen.( Beifall.) Der Kredit Der Paragraph betrifft verbrecherische Absichten, die Anzeichen eines antragen. wird alsdann ohne Debatte mit 469 gegen 32 Stimmen Staatsverbrechens tragen. Kämmerer Maaf: Einen Etat derart in Balance zu bringen, bewilligt med stor silmalyst 10 Rußlands führende Geister sind aber fast alle Staatsverbrecher!-wäre sehr leicht.( Stadtb. Mommsen: Sehr richtig 1) Nachdem Die demokratische Linke des Senate trat unter dem Vorfiz Aften. wir mit der Aufhebung der Viermärker abgefallen sind, haben wir thres Bicepräsidenten Bonnefoy- Sibow zusammen und beschloß die Weshalb der Thronerbe Putschun gestürzt wurde. Aus festgesetzt. teine neue Vorlage gebracht. Jetzt sind die ganzen Etats durch die Kammer votierte Berlängerung der Legislatur Shanghai läßt sich das Laffansche Bureau" melden: Ende steuer eingestellt mit den ausgeworfenen Betrage von 2 Millionen. Legislatur- Weshalb Mit pochendem Herzen habe ich die Umsayperiode gut zu heißen, aber die teilweise Ernenerung der Kammer nach drei Jahren zu fordern. Im übrigen foll November wurde bereits berichtet, daß die Hofbeamten öffentlich Das flottere Geschäft ist auch da, in den letzten Wochen find die Stimmung des Senats dem Kammerbeschluß nicht günstig sein. erzählten, ein Hauptgrund der Absekung und Berbannung des mehrfache Umsätze erfolgt, und ich will mur hoffen, daß die Man rechnet auf ein Begräbnis erster Klasse in einer Kommission, fian- fu, zu der Gattin Kuangiüs, der Kaiserin von verantworten und muß ganz entschieden dagegen protestieren, Brinzen Putschun sei darin zu suchen, daß er und zwar schon in 1940 000 m. einkommen. Aber eine Erhöhung mag ich nicht Belgien. China, unjittliche Beziehungen unterhalten habe, die daß in allerletzter Stunde eine solche Aenderung beschlossen nicht ohne Folgen geblieben seien. Die Meldung wurde wird. Die 300 000 m. der untersten Stufe find auch bei in Kai- feng- fu, Singan- fu und Peking allgemein für richtig ge- einem Etat von 112 Millionen Mark feineswegs unbedeutend. Nach halten. Jezt melden die chinesischen Zeitungen aus Beting: Einer der den eignen Angaben der Steuerdeputation würden bei der Muf ersten Aerate des kaiserlichen Haushalts hat in einem Bericht erklärt, hebung 35 Burreanbeamte und etwa 20 Steuererheber entlassen werden daß die Kaiserin demnächst ihrer Entbindung ent- tönnen; heute haben Sie bereits zahlreiche neue Beamtenstellen bewilligt. gegensieht. Unfre ganze Arbeit kommt in Unordnung. Das geht nicht zu machen, selbst um die Thronerbschaft gebracht. Bekanntlich wurde er im nächsten Jahre eine gleiche Resolution, dann machen wir Ihnen So hätte denn der unvorsichtige Butschun sich durch seine Liebelei fo gern ich die Biermärker losgeworden wäre. Bringen Sie im November des vorigen Jahres feines Ranges als Thronerbe dem einen Etat danach. verheirateten Kaiser Kwangfü traute man augenscheinlich von vorn herein keine Leibeserben zu eines Hezogs abgefunden. Da Butschun der Sohn des befannten Bogerfür verlustig erklärt und mit dem Titel führers Tuan war, glaubte man, daß ihn diese Unvorsichtigteit in der Wahl seines Vaters um seine Würde gebracht habe. Nun soll es die Invorsichtigkeit in der Wahl der Wutter seines Kindes gewesen sein, die seinen Sturz herbeiführte. Und in der That, daß Putschun durch seine ehebrecherischen Beziehungen zu der Kaiserin- Gemahlin für einen natürlichen Thronerben sorgte, war wirklich der Gipfel der Unvorsichtigkeit. Bielleicht gewährt es ihm aber einigen Trost, daß wenigstens fein Kind die von ihm leichtfertig verfcherzte Krone tragen wird. = Ricfendemonstration für die Wahlrechtsreform. Am Sonntagnachmittag fand hier eine Kundgebung für das allgemeine Stimmrecht und das proportionale Wahlsystem statt. Der Zug, an dem fich etwa 300 socialistische, liberale und christlich demokratische Vercine, weit mehr als 50 000 Mitglieder, sowie viele liberale und socialistische Deputierte beteiligten, durchschritt die Hauptstraßen der Stadt und machte dann vor dem Stadthause Halt. Eine Abordnung überreichte hier dem Bürgermeister de Mot eine Petition und bat ihu, fie dem Parlamente zu übergeben. Der Bürgermeister, erklärte, er werde die Petition um so lieber überreichen, als die heutige Rundgebung ruhig und würdig verlaufen sei, und bat die Abgesandten, ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß die Ruhe und Ordnung nicht gestört werde. Selbstmord eines Generals. In Brüssel hat sich der General der Reserve Hennequin, Direktor des Kartographischen Sustituts des Großen Generalstabs, erschossen. Der Kriegsminister ließ sofort das Kabinett und die Papiere des Verstorbenen versiegeln und beauftragte mehrere höhere Offiziere des Generalstabes mit der Untersuchung des dunklen Vorfalles. Italien. " Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. = 24. März 1902, nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung um Am 20. März ist der Stadtv. Iuth( A. L.) verstorben; die Versaminhung chrt sein Andenken in der üblichen Weise. Der zum unbesoldeten Stadtrat gewählte Bankdirektor JordanCharlottenburg hat die Annahme der Wahl abgelehnt, da sie formell ungültig ist. Die Erfahwahl soll von einem neuen Ausschusse vorbereitet werden. Die Die Franen- und Kinderarbeit in der Kammer. Am 18. d. M. begann in der italienischen Kammer die Generaldiskussion des Gesezentwurfes über die Arbeit der Frauen und Kinder in den Fabriken, welche nach dreitägiger Dauer mit der Annahme der Tagesordmung des Berichtserstatters der Kommission Di San Giuliano endigte. Der Gesetzentwurf der Regierung hatte bereits der 18.( außerordentliche) Sigung vom Montag, den Kammer vorgelegen, wurde aber, da er niemand recht befriedigte, einer Kommission zur weiteren Beratung und Ausarbeitung überwiesen. Die Kommission hatte sich aber nicht ime mit 514 Uhr. dem Regierungsprojekt zu befaffen, sondern ihr war gleichzeitig ein vollständiger Gefeßentwurf seitens der socialistischen Fraktion zu gegangen, zu dessen Gunsten bekanntlich am 23. Februar mehr als 300 öffentliche Versammlungen stattgefunden haben. Das Regierungsprojekt und das der Socialisten bewegen sich in großen Gegenfägen. Die Kommissionsbeschlüsse halten beiden die Mitte. So z. B. verlangt das Projekt der Socialisten die Altersgrenze für die Kinderarbeit auf 15 festgesezt, während das der Regierung 10, das der Kommission 12 Jahre verlangt. Das socialistische Projekt verlangt ferner die Ausdehnung des Gesetzes auf die Frauen und Kinder in der Landarbeit, wovon die andern gänzlich absehen. Der Entwurf der Socialisten verlangt ferner genauere Angaben, was unter„ um gehende und gefährliche Arbeiten" zu verstehen ist. Die Auslegungen des Gesundheitsrats find ihnen ungenügend. Bei der Nachtarbeit verlangen die Socialisten die Begrenzung auf 20 Jahre und wollen Frauen und Kinder gänzlich ausgeschlossen wissen, während der Kommissionsvorschlag 15 Jahre und beide Geschlechter zuläßt. Die Socialisten verlangen Schutz der Frau 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Entbindung, während das ministerielle und Kommiſſionsprojekt sich im ganzen mit 28 Tagen, in Ausnahmefällen sogar mit 14 Tagen begnügen. und Ausgaben." Etatsberatung Stadtv. Wallach( A. 2.): Die Brutto- Einnahme aus der Stufe aus der Luft gegriffen. 1900 find nur 20 Proz. von der einist 700 000 m., die 260 000 m. des Stadtv. Preuß sind einfach gestellten Summe ausgefallen. Es handelt sich um eine Principienfache für die bisherige Majorität, in deren Namen ich spreche. thäter Stadtv. Bruns( Soc.): Ueber die Streitfrage, ob Wohloder nicht. nicht unterhalten. Es ist doch selbstverständlich, daß, brauchen wire Tange git wenn wir die Stufe aufheben, wir auch den Censiten nicht die Veranlagung zuschicken; wir wollen doch nicht das Pferd beim Schwanz auf zäumen. Der Kämmerer weiß ganz genau, wo er Ersparungen machen müßte; er würde keine Beamtengehälter auszahlen, für die er feine Beschäftigung hat. Die neuen Beamten sollen doch erst vom 1. April ab eingestellt werden; werden sie nicht gebraucht, so werden sie nicht eingeftellt. Der Magistrat und der Kämmerer erweisen ihrer Sache einten schlechten Dienst, wenn sie jetzt auf 1903 vertrösten; besser hätte der Kämmerer davor gewarnt, den Antrag dem Etatsausschuß zu überweisen. Bei Dem jezigen Niedergang der wirtschaftlichen Verhältnisse sollte man, wvie auch der Magistrat felbst damals ausgeführt hat, die Wermsten der Armen von dieser Steuer entlasten. Es könnte sehr gut nach dem Antrag Preuß verfahren werden, die Finanzlage wird dadurch nicht schlechter werden. Stadtv. Mommsen: Die Begründung des Antrages Preuß durch den Antragsteller überhebt uns eigentlich einer Wider legung; denn daß die Balancierung des Etats der Stadt Berlin bloß eine Formalität sei, ist doch eine sehr eigentümliche etatsrechtliche Anschauumg. Ich bin auch für die Aufhebung der 4 Mart Stener, aber jetzt so leichthin den Etat der Umsatzsteuer zu ändern, geht doch nicht an. Darum empfehle ich die Annahme der wird fortgesetzt bei dem Kapitel„ Verschiedene Einnahmen Resolution, welche für 1903 die Aufhebung anstrebt. Stadtv. Caffel( A. L.): Der Antrag Preuß ist nicht annehmbar. Die von der Stadt gewährten„ Beiträge und Geschenke an Ver- Die überwiegendste Mehrheit meiner Freunde ist auch principiell der eine und Institute" wünscht der Ausschuß einer besonderen kom- Resolution Mommsen entgegen. Das damit abgegebene Versprechen missarischen Brüfung unterworfen zu sehen, damit event. durch Zu- voriges Jahr für das allgemeine, gleiche, an eine Steuerpflicht fann vielleicht gar nicht eingelöst werden. Die Versammlung hat Die 2 fammenziehung gleichartiger Wohlfahrtsbestrebungen eine wirksamere und an eine gewisse Ansässigkeit gebundene Wahlrecht resolviert; Thätigkeit der Vereine durchgesetzt werden kann. Die bisherige Subvention von 8000 M. für das Aquarium demnach können wir nicht das Wahlrecht ohne Bindung an eine soll auf 15 000 m. erhöht werden. Der Ausschuß hat der Erhöhung Steuerpflicht wollen. Damit find wir nur konsequent. Wir wollen nicht, daß die Wähler gegenüber der Kommune gar keine Pflichten gestimmt, um das eventuelle Eingehen des anerkannt ſehr nüglich haben sollen. Wenn etwa auch heute die Reſolution durchgehen sollte, Ohne Debatte stimmt die Versammlung dem Antrag auf Ein- müssen wir uns vorbehalten, diese principiellen Gründe auch bei der Den heftigsten Kampf wird es bei Beratung der einzelnen fetzung eines Ausschusses zur Prüfung der obengedachten Zuschüsse nächsten Etatsberatung zu wiederholen. zu und nimmt ebenso eine Resolution an, wonach der Magistrat Stadtv. Singer( Soc.): Ich hätte nicht das Wort genommen, wenn Baragraphen um den Arbeitstag geben. Hier gehen die Gegen- ersucht wird, die Subvention für das Aquarium auch nach 1902 auf nicht err Caffel mich dazu zwänge. Herr Cassel versichert feierlich, fäße am weitesten auseinander. Die Socialisten verlangen 15 000 M. zu normieren. daß seine Freunde für das allgemeine, direkte Wahlrecht sind, aber männliche und weibliche Inspektoren, die von Arbeiterorganisationen präsentiert werden. Die Erhöhung des Beitrags für den Berliner Lokalverein auf Grund eines Census und eines Wohnsizzes. Ein Wahlrecht, strenge Strafen fordern, begnügen fich die anderen Projekte 8000 m. wird abgelehnt. Während die Socialiſten des evangelisch- firchlichen Hilfsvereins von 6000 auf welches sich auf einen Census stüßt, hört auf, ein allgemeines Wahlrecht zu sein( Sehr gut! und Beifall); mit sehr milden, so daß, das Gefeß fast unwirksam sein würde. dann wäre auch ein Wahlrecht, welches nur die Haus Bum Schluß verlangen die Socialisten Gewerbeschulen im Anschluß Preises der Stadt Berlin für ein Rennen der Grünauer Ruder Wahlrecht an einen Census fuiipft und also dessen plutokratischen Für den Berliner Regatta verein sind zur Stiftung eines besitzer ausüben, ein allgemeines Wahlrecht. Wer das an die Elementarschulen, unentgeltliches Frühstück für die Schüler regatta 300 M. eingesetzt. Der Ausschuß hat die Position ge= und Unterstützung der Wöchnerinnen. Mit dieſen Forderungen stehen strichen; Stadtv. Barth( A. 2.) befürwortet die Genehmigung, Charakter aufrecht erhält, hat kein Recht, davon zu sprechen, daß er die Socialisten allein. Dagegen genießet ihr Antrag auf Gründung Stadtv. Wallach spricht dagegen, die Mehrheit lehnt die Forde die Ihnen unbequemen Massen nicht mehr in Frage kommen, sondern einer Nationaltaffe für Schwangere die Sympathien ber Regierung. rung ab. Es wird also das Projekt der Regierung durch beraten. Gestrichen wird ferner die Forderung von 500 M. für die frei- für die bevorzugten Klassen; Sie wollen unter dem Deckmantel villige Sanitätsfolonne Berlin. einer an sich demokratischen Einrichtung ein Privilegium für die London, 22. März.( Eig. Ber.) Die Wakefielder Erfaz- Verbreitung von Volksbildung und des Vereins für das Wohl der Ueber die Petitionen des Vorstandes der Gesellschaft zur Besitzenden haben! wahl ist auf Dienstag, den 25. d. M. angefeßt worden. Die Ausfichten des ſocialiſtiſchen Kandidaten haben sich insofern verfchlimmert, coulentlaffenen Jugend um Erhöhung ihrer Subventionen wird zur als jein Programm sowohl die liberale wie die focialdemokratische Tagesordnung übergegangen. Orthodoxie abgestoßen hat. Ein Teil der Liberalen hat sich für Siinmenthaltung erklärt. Die socialdemokratische Justice" ist über Snowden ganz enttäuscht. Aber auch die gemäßigte Clarion" meint, der Kandidat hätte, beffer gethan, fich offen als Socialist zu England. erklären, Denn verliert er, so wird der Verlust auf Rechnung des Progressiften den Sieg für sich reklamieren. Socialismus gesezt werden; gewinnt er aber, so werden die Dänemark. wirkenden Justituts zu verhüten. für allgemeines Wahlrecht ist. Sie wollen ein Wahlrecht, wo Stadtv. Caffel: In den früheren Verhandlungen haben wir ins ausdrücklich für die Abschaffung des Klassenwahlsystems ausgesprochen. Das bedeutet allgemeines Wahlrecht aller ders Für den Berein Mädchenhort werden statt 3000 nur die bisherigen gebunden an eine Steuerleistung. Das ist kein plutokratisches jenigen Wähler, welche überhaupt ein Wahlrecht haben, 2000 m. bewilligt. Von der ablehnenden Antwort des Magistrats in Sachen des Wahlrecht; die Wähler der dritten Klasse bilden keine Plutokratie. M. Dispositionsfonds von 5000 m. für den Stadtverordnetenvorsteher Für dieses Wahlrecht hatte sich die Berlammlung in ihrer wird Kenntnis genommen. sehr großen Mehrheit aussprochen. Nach der heutigen SteuergesetzDer Etat des Märkischen Provinzial Museums sowie die Stats gebung ist jedem das Wahlrecht gegeben, der 4 M. zahlt. für das städtische statistische Amt, für das Gewerbegericht, für die Das sind keine Blutokraten. Unfre Haltung ist vollkommen folge Stadtbibliothel, die Boltsbibliotheken und Lesehallen werden en bloc eine Steuerpflicht nicht binden wollen, haben wir stets hervor richtig. Warum wir im Reiche und im Lande das Wahlrecht an unverändert genehmigt. gehoben, weil Militärpflicht und indirekte Steuern dabei in Betracht kommen; die Stadt aber ist eine Vermögensverwaltung. Wegen der Verquickung der Frage mit dem Wahlrecht werden wir nicht für die Aufhebung stimmen, ganz in derselben Weise, wie es 1892 Herr Singer felbft ausgesprochen hat. Der Verkauf der westindischen Jufeln wird durch die Langs Beim Etat für die Gasanstalten und die öffentliche famkeit, mit der das Landsting an die Sache herangeht, sehr ver- Betroleumbeleuchtung soll die bisherige Fuhrkostenentschädigung von zögert. Als am 14. März das Folketing endgültig den Verkauf be- 1260 M. für den Dirigenten des Centralmagazins um 1000 W. geSchloffen hatte, wurde im Landsting sofort der Vorschlag gemacht, fürzt werden, da die Kontrolle des Möhrensystems und der öffentdaß die Verhandlung hier so vor sich gehen solle, daß das Landsting lichen Beleuchtung einem andren Beamten übertragen werden soll. fich zunächst als Ausschuß konstituieren solle, um in geheimer Sigung Stadtrat Namelan bittet, es bei dem bisherigen Sage zu be= zu beraten, dann zwei öffentliche Sitzungen endgültig über die Sache laffen, da auch nach der Organisationsänderung die amtlichen Verentscheiden sollten. Aber erst am 19. März wurde dieser Vorschlag Pflichtungen des Betreffenden feine Einschränkung erfahren werden. augenommen und erst am 25. März wird die erste geheime Stadtv. Raft( A. L.) äußert sich in demselben Sinne. Ausschußsizung stattfinden. Die Verfanumlung beschließt die Bewilligung der bisherigen Es scheint somit unmöglich, daß die 1260 M. Frage bis zum ordentlichen Sessionsschluß entschieden wird. Es scheint darauf abgesehen zu sein, die ganze Sache zu verschleppen. Im übrigen wird der Gas- Etat nach dem Entivurf genehmigt. Der Personalbesoldungs- Etat ist vom Magistrat Darauf deutet auch ein Vorschlag hin, der fürzlich in der„ National tidende" gemacht wurde, den Beschluß so lange zu verschieben, bis nach den Wünschen der Versammlung umgearbeitet worden. Sämt das Repräsentantenhaus in Washington die 5 Millionen Dollar be- liche von den bisherigen Gehaltsordnungen abweichenden Zulagewilligt hat. Das tann aber nicht eher geschehen, als nicht der Traktat vorschläge sind gestrichen. Die neu geforderten 130 Bureau- Affiftentenvom dänischen Reichstag genehmigt ist und die Ratifitationen aus- ftellen hat der Ausschuß bewilligt. gewechselt sind. Auf diese Weise würde also das Geschäft überhaupt Betition eingegangen, welche die Einfeßung einer erften Rate Zum Etat für Straßen und Brückenbau ist eine nicht zu stande kommen. für die Niederlegung des Scheunenviertels verlangt. Rußland. Nach der Mitteilung des Magistrats läßt sich ein geitpunkt für den Mehelei unter andständischen Arbeitern des Petroleum- Beginn dieses Unternehmens noch gar nicht übersehen. Die Petition reviers. Tiflis, 23. März. Die amtliche Beitung Kawkas" wird dem Magistrat als Material überwiesen, nachdem Stadtv. Hugo teilt nachstehendes mit: Nachrichten aus Batum zufolge stellten die Sachs( A. L.) darauf hingewiesen hat, wie natürlich es ist, daß sich Der Antrag Preuß wird in namentlicher Abstimmung mit 60 gegen 43 Stimmen abgelehnt, die Resolution Mommien mit 53 gegen 49 Stimmen ebenfalls in nament licher Abstimmung angenommen. Damit ist der Antrag Augustin erledigt.. ledigt. Eine Anzahl weiterer Special- Etats werden ohne Debatte er Die Gesamtsumme der Einnahmen und Ausgaben des Stadthaushalts- Etats für 1902 balanciert mit 112 780 257 W. Hierauf referiert Stadtv. Hugo Sachs über die neue Faffung des Ortsstatuts II von 1897 betreffend die Anlage nener Straßen durch die Stadt und der Anlieger an vorhandenen umbebauten Straßen. durch Privatunternehmer, sowie betreffend die Verpflichtungen Der Ausschuß hat hierzu folgenden Gemeindebeschluß vorgeschlagen: 1. Zu den Kosten für Herstellung von Straßenverbreiterungen, Anlegung von Blägen und, sofern dadurch ein neuer Verkehrsweg geschaffen wird, für Herstellung von Brücken, Straßen 0 über- und Straßenunterführungen einschließlich der hierzu erforder- Termin wurde auch thatsächlich auf Sonnabend, den 29. d. M., I forderung, nicht den Mut, seine Angriffe zu wiederholen. Hoffentlich lichen Anrampungen und Zugangswege, haben diejenigen Grund- angesetzt. Ein Tag, welcher allen gesetzlichen Anforderungen ent- holt er dieses in einer demnächst stattfindenden öffentlichen Versammeigentümer, denen hierdurch besondere wirt sprach und welcher auch rechtzeitig laut§§ 59 und 62 bekannt lung nach. schaftliche Vorteile erwachsen, Beiträge zu gemacht werden konnte. Wie erstaunten aber unsre Parteigenossen, Trotz aller schmutzigen Agitation unsrer Gegner ist am Tage der Leisten, die nach diesen Vorteilen zu bemessen sind. als am letzten Donnerstagabend 8 Uhr die Wähler durch Bekannt- Stichwahl der Sieg unser, wenn die Arbeiter des Ortes, soweit 2. Diese Verpflichtung tritt nur dann ein, falls die in 1 er- machung zur Stichwahl auf Donnerstag, den 27., also einen Tag fie wahlberechtigt sind, sämtlich ihre Stimmen dem Kandidaten der wähnten Veranstaltungen von der Stadtgemeinde im öffentlichen vorm Karfreitag, vom Amtsvorsteher berufen wurden! Auf den Socialdemokratie geben. Unfre Genossen am Orte hegen die stille Interesse vorgenommen werden. Solche Veranstaltungen, mit denen sofort am Freitag früh eingelegten mündlichen Protest wurde unsren Hoffnung, daß die Stichwahl noch im laufenden Jahre stattnach dem 1. April 1895 begonnen ist, die aber beim Inkrafttreten Genossen bedeutet, daß die Besichtigung von zukünftigen Rieselfeldern finden wird. dieses Beschlusses noch nicht vollendet sind, unterliegen bereits dieser vorgehe, und daß der Amtsvorsteher als auch alle Schöffen keine Verpflichtung. Zeit hätten, die Wahl am Sonnabend vorzunehmen. Es gehe nun 3. Soweit auf Straßen oder Straßenteile das Fluchtliniengesetz einmal nicht zu ändern und wir könnten ja nach der stattgefundenen und das betr. Ortsstatut Anwendung findet, ist die Anwendung dieses ungesetzlichen Wahl protestieren. Beschlusses ausgeschlossen. 4. Der Umfang der nach 1 und 2 eintretenden Verpflichtung wird im Einzelfalle durch besondere Beschlüsse nach§ 9 des Kommunalabgaben- Gefeßes von den Gemeindebehörden festgestellt. Der vom Referenten warm empfohlene Gemeindebeschluß wird ohne Debatte en bloc angenommen. Die Vorlage wegen Aulegung neuer Straßen auf dem Gelände der Aktiengesellschaft Neu- Bellevue zwischen der Stromstraße, der Straße Alt- Moabit, der Straße 30, ber Levezovstraße und der Spree sowie einer Fußgängerbrücke beantragt Stadtv. Dinse( N. L.) einem Ausschuß zu überweisen. Stadtv. Singer richtet an den Magistrat die dringende Bitte, doch in Zukunft Borlagen von solcher Bedeutung zeitiger an die Bersammlung zu bringen. Die lektere komme in eine höchst peinliche Situation, weil die Sache bis zum 11. April geregelt Die Vorlage geht an einen Ausschuß, der sofort ernannt wird und dem auch die Stadtvv. Heimann, Ewald und Borg= mann angehören. sein solle. Den Beschlüssen des Pflasterausschusses wegen der Versammlungen. Eine öffentliche Militärschneider- Versammlung, die gestern Damit wäre am Ende erreicht worden, daß wir den Gegnern abend tagte, nahm folgende Resolution an: Die am 24. März auf lange Zeit ein ungefeßlich errungenes Mandat laffen sollten, bis in den Arminhallen versammelten circa 300 Militärschneider durch Verivaltungsgerichts- Erkenntnis dann endlich in ein bis zwei Berlins sind nach Anhören der Berichte der am Sonn Jahren Remedur geschaffen wäre. Beit gewonnen, alles gewonnen, abend, den 22. März, beauftragten Kollegen der einzelnen Ge dachten die Gegner. Uns aber lag daran, die Interessen der Ar- schäfte zu der Ansicht gelangt, daß die Mehrzahl der Unternehmer beiter wahrzunehmen, welche in der Osterwoche nicht noch neben der Militärgeschäfte einer einheitlichen Lohnregelung und dem Charfreitag einen Lohnausfall haben sollten, um am Donners- tariflicher Festlegung nicht abgeneigt find. Da es sich aber bei tag zur Wahl gehen zu können. Eine erst am Freitagabend eingelegte der jegigen Bewegung im wesentlichen um einheitliche tariftelegraphische Beschwerde beim Landrat rettifizierte das Verhalten des liche Lohnregelung handelt, so beauftragt die VersammAmtsvorstehers und die Wahl mußte wohl oder übel am Sonnabend lung die Vertreter der Organisation, unverzüglich das Berliner mittag auf den nur gesetzlich richtigen Sonnabend, den 29. März, Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen, um so sämtliche bei Junehaltung des Gesetzes einmal für den Arbeiter einen günstigen Die Versammelten wählen den legten gütlichen Versuch zur festgesetzt werden. Wie erbost unfre Gegner darüber find, daß wir Unternehmer der Branche zur Stellungnahme zu zwingen. Wahltag festgesetzt haben, ergiebt sich daraus, daß fie beim Regie- Einigung in der Hoffnung, so auf der ganzen Linie Erfolg ungs- Präsidenten eine Umänderung des Wahltages beantragten; zu haben, ehe sie zu dem äußersten Mittel der Arbeitsniederlegung wenn das nichts hilft, wollen sie Wahlenthaltung proklamieren. greifen. Die Bersammlung behält sich jedoch die weitere Entmögen alle Parteigenossen nunmehr am Tage der Stichwahl unfren scheidung vor, welche im Anschluß an die Verhandlungen vor dem Kandidaten Franz Karow mit großer Mehrheit in das Gemeinde- Einigungsamt stattfinden soll." parlament wählen. Der Centralverband der Töpfer hielt am 20. März in Kellers Birkenwerder. An Unverständlichkeiten reich sind diesmal die Festsälen eine starkbesuchte Versammlung ab, in welcher über den in Gemeindevertretungs Wahlen an unfrem Orte. Besonders bei voriger Bersammlung verlesenen Entwurf betreffend Einführung einer der Wahl in der dritten Abteilung geht es funterbunt zu. Arbeitslosen- Unterstützung diskutiert wurde. Allgemein war die AnAuswahl der 1902 neu und umzupflasternden Straßen und Plätze In der Hauptwahl am 13. d. M. bewarben sich um das eine frei- ficht vorherrschend, daß auch im Töpferberuf die Einführung einer en bloc beizutreten, wird beantragt. Stadtv. Singer verlangte über die Umpflasterung der Straße gewordene Mandat in dieser Abteilung drei Kandidaten, von denen derartigen Unterstützung vorteilhaft für die Angehörigen der Organis Stadtv. Singer verlangte über die Umpflasterung der Straße der eine 46, der andre 33 und der dritte 32 Stimmen erhielt. fation wirken wird und deshalb keine Opfer geschent werden " Unter den Linden" eine besondere Abstimmung, wird mit diesem Während der Wahlhandlung stellte sich nun heraus, daß der dürften, die eine baldige Durchführung dieses UnterstützungsVerlangen aber von der Versammlung und zurückgewiesen, weil die Annahme schon im Etat erfolgt sei. Gegen und der eine ortsbekannte Persönlichkeit ist, in der Wählerliste fehlte. Beitrag von 1 M. und eine wöchentliche Unterstützung von 5-9 M. vom Borsteher Name des Kandidaten, auf den sich 33 Stimmen vereinigten, wesens ermöglichen. Die Vorlage, in der ein wöchentlicher Extradie darauf vom Vorsteher vorgenommene Abstimmung über en bloc- Die Kandidatur wurde bei Proklamierung des Wahlresultats vom auf 5-7 Wochen vorgesehen ist, soll den Mitgliedern nochmals Annahme legt Stadtv. Singer Protest ein. Stadtv. Mommsen beantragt, um aus dem Dilemma heraus- Standidatur gefallenen Stimmen aber nicht. Gleichzeitig wurde werden. Falls eine Dreiviertel- Majorität für die Annahnie des EntWahlvorstandstisch aus für ungültig erklärt, die auf die ungültige schriftlich unterbreitet und dann eine Urabstimmung vorgenommen zukommen, dem Antrage Singer zu entsprechen. Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte bequemt sich der Vorsteher dazu; die zwischen den beiden anderen Kandidaten eine Stichwahl angeordnet, wurfs sich entscheidet, fegt eine Versammlung den Termin fest, von 767 000 M. werden gegen die Stimmen der Socialdemokraten und die nach einer späteren Bekanntmachung am Sonnabend, 22. d. Mts., dem an die Extrabeiträge gezahlt werden müssen. Hierauf sah sich stattfinden sollte. die Versammlung gezwungen, wie alljährlich um diese Zeit, zur Fensterder meisten Mitglieder der Neuen Linken bewilligt. Die Vorlage wegen Hebertragung der Drudherstellung Kandidaten ein Protest an die Aufsichtsbehörde abgeschickt worden feit Wochen Arbeiten ohne verglaste Fenster ausführen, ohne daß die Sofort nach Schluß des Wahlaktes war von dem ausgefallenen frage Stellung zu nehmen. Es wurde gerügt, daß alle übrigen Bauberufe des Gemeindeblattes und der damit in Verbindung stehen: mit der Begründung, daß das Recht, gewählt zu werden, nicht Polizeiorgane auch nur einen Finger rühren, um dieses auf Grund der den Drucksachen an die Firma Wilh. Greve( Juh. May Basch) abhängig gemacht werden könne von der Mitaufführung in der vom Polizeipräsidenten erlassenen Berordnung zu verhindern. Folgende auf die Dauer von drei Jahren hat der niedergesetzte Ausschuß wählerliste. Obgleich bis dato noch kein Bescheid von der Aufsichts- Resolution wurde gegen eine Stimme angenommen: Die am abgelehnt und beantragt, den Magistrat um eine anderweitige behörde vorliegt, ist doch im letzten Augenblick die bereits 20. März tagende, von ca. 800 Töpfern besuchte Versammlung Vorlage zu ersuchen. Stadtv. Wallach beantragt die Beratung des Gegenstandes in angeordnet gewefene Stichwahl vom Gemeindevorstand wieder spricht ihr Bedauern aus, daß der vom Polizeipräsidenten von geheimer Sigung. aufgehoben worden. Am Freitagabend um 9 Uhr erschien Berlin und Regierungspräsidenten von Potsdam erlassenen Baubetreffs des Schutzes der nämlich in einer gerade tagenden Bersammlung der dritten Wähler- Polizeiverordnung Stadtv. Bruns widerspricht; es liege nichts vor, was nicht in lasse, die Stellung zu der am nächsten Morgen vorzunehmenden lichen Arbeiter( vom 1. Oktober 1901) nicht mehr Nachbaugewerb voller Oeffentlichkeit besprochen werden könnte. Die Mehrheit beschließt, den Gegenstand in geheimer Sigung trage des Gemeindevorstehers, daß die Stichwahl nicht statt- durch, daß das Arbeiten bei unverglasten Fenstern verhindert Stichwahl nehmen wollte, der Gemeindediener und erklärte im Aufdruck von seiten der Behörden verliehen worden ist daDer von der Versammlung gewünschten Verstärkung der fände. Gründe wurden überhaupt nicht angegeben, und der Ge- wurde. Nachdem alle andren Gruppen des Baugewerbes anstandsWasserwerts Deputation 11117 einen Stadtverordneten meindevorsteher, der von drei dazu beauftragten Teilnehmern an der los Arbeiten ohne vorschriftsmäßig gedichtete Fenster ausführen hat der Magistrat nicht entsprochen, da der Umfang der Bersammlung überall im Dorfe gesucht wurde, um Rede und Ant- durften, beschließt die Versammlung, auch unsren Kollegen es freiGeschäfte eine Vermehrung nicht erfordere. wort zu stehen, war unauffindbar. Was nun werden wird, das zustellen, auf Bauten ohne verglaste Fenster Arbeit anzunehmen. Der Vorsitzende ersucht die Kollegen, die als Delegierte zur Stadtv. Singer beantragt, von der Mitteilung des Magistrate mögen die ewigen Götter wiffen; der Gemeindevorstand weiß es sicherlich nicht. Innungs- Krankenkasse gewählt sind, sich ihre Legitimationstarten Kenntnis zu nehmen, aber gleichzeitig den früheren, wohl erwogenen Beschluß der Versammlung aufrecht zu erhalten. Ein Monstrum seltener Art war übrigens die Wählerliste, die von unfrem Bureau, Neue Friedrichstr. 20, abzuholen und vollzählig in der Liste fehlten, die das Stimmrecht unzweifelhaft befizen, scheinen. Deder fragt an, ob in der Versammlung ein Mitglied der Wahl zu Grunde lag. Während die Namen sehr vieler Personen zu der in nächster Zeit stattfindenden Generalversammlung zu er ihre Steuern prompt entrichtet haben, waren andre aufgeführt, die selbe sei verpflichtet, zu erklären, ob die in dem Flugblatt darunter Namen von Leuten, die viele Jahre lang, bis zu 27 Jahren, des Gefellenausschusses der Steglitzer Innung anwesend sei. infolge Veränderung ihrer Einkommensverhältnisse das Stimmrecht des hiesigen Lofalvereins gegen unsern Beamten gerichteten längst verloren haben; ja, was man in einem Vororte Berlins nicht Borwürfe, wonach derselbe in dem Jahresbericht der Filiale Berlin für möglich halten sollte, selbst die Namen solcher Personen waren in über die Vorkommnisse bei der vorjährigen Lohnbewegung in der Wählerliste verzeichnet und wurden auch mit aufgerufen, die Steglitz die Umwahrhei tgeschrieben habe, berechtigt seien. Kößling bereits vor Jahren verstorben sind. Ein Toter hat sogar gewählt, als Mitglied des Gesellenausschusses erklärt, daß die in dem Bericht und das ganz ohne spiritistische Hilfsmittel. enthaltenen Aeußerungen thatsächlich von einem bei der Tarifberatung anwesenden Vertreter der Lokalisten gefallen sind. Damit hält die Versammlung die Angelegenheit für erledigt. zu verhandeln. Die Versammlung nimmt diesen Antrag einstimmig an, nachdem auch Stadtv. Caffel dafür gesprochen hat. In die Grundeigentums- Deputation werden die Stadtvv. Deter und Heimann gewählt. Die übrigen Gegenstände werden auf die erste Sitzung nach Ostern vertagt. Schluß 1/210 Uhr. Bu den Gemeindewahlen. Jn Groß- Lichterfelde ist heute die Stichwahl zur Gemeindebertretung. Es kommt für unsre Parteigenoffen einzig unser Kandidat Redacteur Wesker in Betracht; wir verweisen auf den Wahlvereinsbeschluß vom Sonntag. Parteigenoffen, wenn jeder feine Pflicht thut, wird es gelingen, unsren Kandidaten zum Siege zu verhelfen! Versäume keiner, seiner Wahlpflicht zu genügen! Reinickendorf. In letzter Stunde werden die Parteigenossen auf die heute Dienstag stattfindende Gemeindewahl der 3. Abteilung aufmerksam gemacht. Die Wahl findet von 3-8 1hr nachmittags statt. Für Ost im Kaiser Friedrich- Garten in der Residenzstraße 49 ( Süß); für West im Marksschen Restaurant in der Scharnweberstraße 68. Die Wähler haben sich zu legitimieren und den Namen des von ihnen zu Wählenden dem Wahlvorstand mündlich zu nennen. Auf alle Mann zur Wahl. an Der Ferner war ein ganzer Stoß Vollmachten zur Ausübung des Stimmrechts grundbesigender Witwen von der 46- Stimmen- Bartei berangeschleppt worden, und keine der Vollmachten trug die geseglich vorgeschriebene Stempelmarte. Ein bereits in Vorbereitung be findlicher längerer Proteſt dürfte wohl zur Annullierung sämtlicher Lehte Nachrichten und Depelihen. Wahlen führen. Unterhaus. London, 24. März.( W. T. B.) Auf eine Anfrage CampbellBannermans teilt Brodrick mit: Vor vierzehn Tagen gab Geleit durch unsre Linien und zurück gewähre, um mit Steijn die Schalt Burger den Wunsch kund, daß ihm Kitchener freies Möglichkeit von Friedensvorschlägen zu besprechen. Kitchener willfahrte der Bitte mit Zustimmung der Regierung. Chemnitz, 24. März.( B. H.) Jn dem benachbarten HohensteinErnstthal wurde gestern abend gegen 7 Uhr der Schuhmann Beier von einem Mädchen auf der Polizeiwache in einer Blutlache liegend mit einer schweren Schlagwunde am Hinterkopf und einer Stichwunde über dem Auge aufgefunden. Beier, der kurz vorher von einem Patrouillengange zurückgekehrt war, ist anscheinend von einem bisher unbekannt gebliebenen Manne auf der Wache überfallen worden. Grünau. Recht sonderbare Auffassungen scheinen die Herren, welche an der Spize unsres Gemeinwesens stehen, zu haben. Am bei welcher von den einzelnen Kandidaten, es kommen drei in Be5. März fand hier die Kommunalwahl der dritten Abteilung statt, tracht, feiner die absolute Majorität erzielte. Nach dem amtlichen Wahlresultat hat zwischen dem Fondsmaller Herrn Paul Schmidt und unserm Genossen Hermann Wust row Stichwahl stattzufinden. Seitdem sind nun schon volle drei Wochen verflossen, ohne daß der Termin der Stichwahl festgelegt ist. Die Gesetzestenntnis der Herren ergiebt sich aus der Thatsache, daß sie bei einer Wahl, die doch, da Stichwahl stattfinden muß, noch nicht entschieden ist, auf eingelegten Protest hin den Akt der Stichwahl noch nicht vor Friedrichsfelde. Am Mittwoch, mittags von 12 bis abends genommen haben. Dieser Protest soll von derjenigen bürgerlichen Partei 7 Uhr findet die Stichwahl für die Ergänzungswahlen statt. Zur eingelegt sein, der es nicht möglich war, trop Abgabe von etwa Stichwahl stehen die Genossen Karl Gronwald und Robert 40 Forensenstimmen, ihren Kandidaten, Spediteur Wilhelm Neuen Bingen, 24. März. Wie die„ Rhein- und Nahezeitung" meldet, Burisch. Beide sind an diesem Tage zu wählen. Parteigenossen! dorf, in die Stichwahl zu bringen. An und für sich ist dieser Proteft explodierte gestern früh das Pulverhäuschen der hiesigen EisenWenn mancher weniger lässig wäre und nicht dächte, daß es auf grundlos und nur dem gekränkten Ehrgefühl des Kandidaten ent- handlung Brez u. Huff. Durch die Explosion wurde an den ans Menschen find eine Stimme nicht ankomme, dann hätten wir jegt vier socialdemo- sprungen. Troß der nicht ganz einwandsfreien Kampfesweise, trog grenzenden Häusern erheblicher Schaden verursacht. kratische Gemeindevertreter! Am ersten Tage hatten die Genossen war es den Herren nicht möglich ihre Absichten zu erreichen. Man nimmt an, daß das Pulverhäuschen von allem Liebeswerben dieser Gegner nm die Stimmen einzelner Arbeiter, nicht verunglückt. böswilliger Hand in Brand gesteckt werden ist. Gronwald und Burisch 327 bezw. 322 Stimmen, die Gegner 325 Das Betreiben der andern Hälfte der feindlichen Brüder" Straßburg i. E., 24. März. Der Dieb des am 20. d. M. beziv. 324. Die absolute Majorität betrug 328. Am zweiten Tage der hiesigen bürgerlichen Gesellschaft geht 111117 dahin, den entwendeten Postfackes ist in der Person eines Postboten verhatte Genosse Pinseler 351, Genosse Kehr 349, die Gegner bisherigen Gemeindevertreter Herrn Wilhelm Neuendorf aus haftet worden. Das gesamte gestohlene Geld ist wieder zur Stelle 358 resp. 357, die absolute Majorität war 356( 356). der Vertretung au verdrängen. Sie haben zu diesem gebracht. Die Gegner hatten den letzten Mann Zweck den Fondsmakler Herrn Paul Schmidt, der auch nach Ablauf den Wahltisch Paris, 24. März.( W. T. B.) Senat. Nachdem mehrere geschleppt, Kranke wurden aus den Betten geholt, sämtliche der Amtsperiode des jezigen Gemeindevorstehers an dessen Stelle Kapitel des Kriegsbudgets angenommen sind, bringt Minister Gemeindebeamte, Postbeamte, Bahnbeamte, sämtliche Lehrer stimmten matters sind der hiesige Grundbesizer- und der Bürger- von 500 000 Fr. für die Reise des Präsidenten Loubet nach rücken soll, auf ihren Schild erhoben. Die Schildträger dieses Fonds- des Aeußern Delcassé die Vorlage betr. einen Kredit gegen uns. Sie wurden indirekt gezwungen, zur Wahl zu gehen. verein. Da mum die Versammlungen des letzteren Vereins unter Rußland ein. Die Verlesung des Motivenberichts der Vorlage Der Bürgerverein hat auch sonst keine Stoften gescheut; zwischen dem Zeichen der Wahlbesprechung standen und es Gästen gestattet wird vom Hause, mit wiederholtem Beifall begrüßt. Der Minister Karlshorst und dem Wahllokal fuhren am Wahltage ständig zwei war, den Verhandlungen beizuwohnen, so ließen es sich einige beantragt Verweisung der Vorlage an die Finanzkommission. Int Kremser unentgeltlich. Zur Stichwahl sollen die Gegner drei Auto- unsrer Genossen angelegen sein, von diefer Gastfreundschaft Namen dieser Kommission beantragt Antonin Dubost, von einer mobile gemietet haben. Genossen, es gilt nun, den Kampf fiegreich Gebrauch zu machen. In der ersten der drei Versammlungen dieses Diskussion der Vorlage abzusehen. Die Vorlage wird darauf ohne zu bestehen. Die Gegner haben bald ihren letzten Mann zur Wahl Vereins, die unsre Genossen besuchten, wurde ihnen volle Diskussion einstimmig mit 296 Stimmen angenommen. Die Vergebracht, während bei uns noch ca. 300 eingeschriebene Wähler nicht Redefreiheit gewährt, von der die Genossen einen derartigen Ge- kündung der Abstimmung giebt Anlaß zu erneutem Beifall auf allen gewählt haben. Wir bitten auch die Berliner Genossen, ihre Arbeits- beschränkte Redefreiheit gestattet wurde, das heißt, so weit es den brauch machten, daß ihnen in der nächsten Versammlung nur eine Seiten des Hauses. Paris, 23. März.( V. H.) Jn Queffant erfolgte an Bord des Kollegen aus Friedrichsfelde aufzurütteln und an ihre Pflicht zu Interessen des Vereins angemessen schien. Aber auch hierdurch ließen Dampfers" Chili" eine Explosion im Kohlenraume. Von den drei erinnern. Wer bis 7 Uhr das Wahlzimmer betritt, tann noch es sich die Genossen nicht nehmen, unsre Forderungen nach Gebühr in dem Nanne fich aufhaltenden Matrosen wurde einer aus dem wählen. zu vertreten. Dadurch wurde mum aber vollends dem Faß der Boden Schiffe ins Wasser geschleudert und ertrant, die beiden übrigen In Pankow fand gestern eine Nachwahl statt, zu welcher ausgeschlagen, denn in einer dritten Versammlung des Bürgervereins erlitten tödliche Verletzungen. unsre Genossen Stimmenthaltung proklamiert hatten, da ein partei- erklärte der Borsigende vor Eintritt in die Tagesordnung, daß Gäste Belgrad, 24. März.( W. T. V.) Der Senat hat mit 18 genössischer Hausbesitzer nicht aufzutreiben war. Daher fam es, daß wohl anvesend ssin, sich aber nicht an der Debatte beteiligen dürften. gegen 14 Stimmen bei vier Stimmenthaltungen die neue Ver der Hausbesitzer und frühere Genosse Holdkötter mit 159 Stimmen Brüder" derart aufeinander, daß unsre Genossen einen Blid hinter die radikale Mehrheit der Skupfchtina besonderes Gewicht legte, abs In dieser Versammlung plagten die Gemüter der feindlichen eins- und Versammlungsgesez- Vorlage, auf welche gewählt wurde. die Koulissen thun konnten und die aufrichtige Meinung dieser Herren gelehnt. Die Verkündigung der Abstimmung wurde von einer AnTreptow Baumschulenweg. Das Ergebnis der Gemeinde- erfuhren. zahl Hochschüler, welche der Verhandlung im Zuschauerraum beivertreterwahl führte, wie schon mitgeteilt, zur Stichwahl zwischen Dajunsren Genossen die Redefreiheit genommen war, bemußte wohnten, mit Hochrufen auf die Freiheit erwidert. Karow( Soc.) und Nickel( f.) Wie schwer es den Arbeitern gemacht der sich früher als Parteigenosse gerierende, jegt dem konservativen Tiflis, 22. März. Einem amtlichen Bericht zufolge fand am wird, zeigt folgendes: War es schon nach langem Hin und Her eine Bürgerverein angehörige Gastwirt Gustav Lindenhayn die Ge- 20. März morgens im Flecken Oni im Gouvernement Kutais ein Thatsache, daß durch Mehrheitsbeschluß der Wahlvorstand laut§ 60 legenheit, die Socialdemokratie im allgemeinen und deren Kandidaten Erdbeben statt, durch welches viele Wohnhäuser beschädigt wurden. L.-G.-O. von unsren Genossen Krebs und Mickley gebildet wurde im besonderen zu verunglimpfen. Menschen wurden nicht verletzt. ( es fielen auf sie 67 gegen 54 gegnerische Stimmen), so mußte diefer In den unsrerseits einberufenen drei öffentlichen Kommunal Wahlvorstand sich auch über den Termin der Stichwahl einigen; der lwähler- Versammlungen hatte dieser Herr, troz ergangener Auf- festgestellt. Bis jetzt zählt man 15 Todesfälle. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin Manila, 23. März. Hier wurde der Ausbruch der Cholera Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 71. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Das Schiedsgerichts- Gesch von Neusüdwales. bie bis zu 10 Pfd. Sterl. herangezogen werden können. Dienstag, 25. März 1902. lot die Verantwortlichkeit auf die einzelnen Mitglieder der Vereinigung, einschränkung von 38 Proz im Monat Februar fonnte bis auf 31 Proz. gemindert werden. Nach Hütten im Minetterevier war der Das sind die Grundzüge des neusüdwalisischen Schiedsgerichts- Confsabruf legthin günstiger infolge des Wiederanblasens von fünf London im März.( Eig. Ber.) Geſches. wichtigsten Paragraphen find 34, 36 und 37. Hochöfen. Im Jahre 1900 war im Minetterevier der Coatsverbrauch Die tiefen Klaffentänipfe, die in den Jahren 1890 und 1891 in Der Zweck des 34. ist, den Ausbruch eines Streits oder einer Aus- 5 343 349 Tonnen, im Jahre 1900 nur 4579 000 Tomment, da Auftralaften tobten, führten dort zu socialpolitischen Erperimenten, sperrung, d. h. den akuten Konflikt, unmöglich zu machen. Das 30 Hochöfen weniger im Betriebe waren. Für März bleibt die auf die vornehmlich darauf gerichtet waren, Schiedsämter zur Bei- nenseelandische Gesetz hat einen ähnlichen Paragraphen und während 38 Broz. veranschlagte Produktionseinschränkung wahrscheinlich in legung von Konflikten zwischen Kapital und Arbeit zu schaffen. Es der letzten sechs Jahre war in den organisierten Gewerben Neu- vollem Umfange bestehen, diejenige pro April sich nach der Angabe wurden derartige Gesetze geschaffen: in Neusüdwales seelands fein Streit zu verzeichnen.§ 35 bedarf keiner Erläuterung; des Vorstandes auf 37 Proz. beziffern. Jahre 1891, in Südaustralien im Jahre 1894 und in Neu- er bedeutet den Schuß der Gewerkschaften. Sehr wichtig sind feeland ebenfalls im Jahre 1894. Gesetz erivies fich als lebensfähig und wurde im Laufe der Jahre schaftsprincips: est se yung von Minimalbedingungen, mitteilungen über den Geschäftsgewinn, der in der MineralNur das neuseeländische§§ 35 und 36. Sie bedeuten den vollständigen Sieg des Gewert- Gewinne amerikanischer Trusts. Unter dem Titel:„ Wos Trufte verdienen" bringt die„ Montanzeitung" folgende interessante weiter amendiert und wird wohl noch weiteren Verbefferungen unter- unter welche die Arbeit nicht sinten darf; Vor- industrie der Vereinigten Staaten im Jahre 1900 erzielt worfen werden. Denn jede focialpolitische Maßnahme, jede Reform ziehung der organisierten Arbeit. Und dies ist das industrie der Vereinigten Staaten ist ein Experiment, das sich erst in der Praris bewähren muß. Eine Alpha und Omega bes Gewerkschaftswesens. Schließlich ist noch wurde: Es gelangten zur Verteilung 130 941 000 Dollar Dividenden, bon welcher Summe auf die Standard Oil Garantie auf sein unmittelbares Gelingen tann vernünftigerweise§ 37 zu erwähnen, der gegen das Schwizsystem ge Co. 47 800 000 Dollar entfallen, gleich 97,9 Prozent des weder gefordert noch gegeben werden. Nur der Nachweis darf richtet ist, denn dieser Paragraph stellt es dem Schiedsgerichte Gesamtgewinnes in der Petroleum Industrie. Von den gefordert werden, daß das ihm zu Grunde liegende Princip den socialen anheim, die Praxis der Fabritarbeit auf die Heimarbeit aus- restierenden 2,1 Broz. treffen auf die II. S. Oil Co. 0,6 Proz. gleich Verhältnissen entspricht. zudehnen.Partei- Nachrichten. Die Lebensfähigkeit des Gesetzes von Neuseeland besteht in der richterlichen Gewalt, mit der die Schiedsämter ausgerüstet wurden. Sie bilden einen Zweig der allgemeinen Justizverwaltung. Ebenso wie individuelle Konflikte nur vor den Civil- und Strafgerichten Dem Andenken Wilhelm Liebknechte hat aus Anlaß der am ausgetragen werden müssen, find auch Klaffenkonflikte vor die Schieds- 29. März bevorstehenden Enthüllung seines Grabdenkmals der Wahre ämter zu bringen. Weder Klassen noch Individuen dürfen das Recht Jacob" einen wesentlichen Teil seiner soeben erschienenen Nr. 7 des in ihre eigne Hände nehmen. Diese Ausdehnung der Judikatur 19. Jahrganges gewidmet. Das Grabdenkmal ist nach einer Originalwurde möglich: a) durch die demokratische Gleichheit; b) durch die zeichnung des Schöpfers desselben, des Bildhauers Heinrich May, Raſſeneinheit; c) durch die Abwesenheit von Erinnerungen an altes Unrecht; auf einem ganzfeitigen Bilde dargestellt. Einen Artikel„ Zur Eind) durch das Vorhandensein von socialpolitischen Reformgebauten, weihung" hat Emil Rosenow und ein Gedicht, in welchem Liebknechts denn Neuseeland wurde zum Teile von Chartisten kolonisiert; Persönlichkeit gefeiert wird, hat Clara Müller beigetragen. e) durch die verhältnismäßig äußerst geringe Zahl der Be Jus Wasser gefallen ist die große von Herrn Dr. Lütgenau völkerung, im Jahre 1895 zählte Neuseeland nur 29 000 Fabrit- ins Wert gesetzte Meineidsaktion gegen einige Parteigenossen, die in dem bekannten Betrugsprozesse gegen ihn ausgefagt hatten. Dem Genossen Lückel- Bochum, der als erstes Opfer fallen sollte, ist das nachstehende Schriftstück zugegangen: arbeiter. Eine derartige Gemeinschaft, die noch dazu isoliert auf Klimatisch gesunden, reichen Inseln wohnt, könnte doch zu ganz andren Reformen schreiten. Wir haben also mit Verhältnissen zu thun, die zu den seltensten Ausnahmen gehören. In Europa lassen sie sich nicht mehr reproduzieren. Die Gesetzgebung Neuseelands und die Schiedsämter find ihre bedeutendste Schöpfung hat deshalb nur für die übrigen australischen Kolonien eine praktische Bedeutung, da sich die dortigen angelsächsischen Gemeinwesen in manchen Buntten ähnlich find. Ihnen dient Neuseelands Schiedsgerichts Gesetz zum Muster. Im Jahre 1900 wurde es von Weftaustralien kopiert und wie mau hört, nicht mit besonderem Erfolge, die Bevölkerung ist dort nicht so einheitlich wie in Neuseeland. Dann schuf die Legislatur von Neufüdivales am 10. Dezember 1901 ein Gesetz, das mit dem Muster nur das Princip gemein hat, im übrigen aber den Verhältnissen des Landes angepaßt ist. at, im übrige Nach der Februar Rummer der" Labour Gazette" bestimmt dieses Gesetz: Die Regierung ernennt einen Registrator, der die wirtschaftlichen Bereinigungen( Industrial Unions) einträgt und ihnen hierdurch Korporationsrechte verleiht. Als wirtschaftliche Bereinigungen find zu betrachten: a) eine Person oder Gesellschaft refp. eine Vereinigung von Personen oder Gesellschaften, die mindestens fünfzig Personen beschäftigen; b) eine Gewerkschaft oder Vereinigung von Gewerkschaften; c) ein Zweigverein derselben. Nach der Eintragung ist ihnen der Jukorporierungsschein auszustellen. Beschluß. In der Untersuchungsfache gegen den Schuh macher Heinrich Lückel in Bochum wegen Meineids wird dem Antrag der königlichen Staatsanwaltschaft zu Dortmund vom 11. März 1902 entsprechend unter Belastung der Staatskaffe mit den Kosten der Angeschuldigte aus dem thatsächlichen Grunde des mangelnden Beweises außer Verfolgung gefegt.§§ 196, 202 St.-P.-O. Dortmund, den 14. März 1902. Königliches Landgericht. 275 000 Doll., und auf die übrigen Gesellschaften 1,5 Broz. gleich 741 000 Doll. Der Gewinn der Standard Oil Co. ist fast achtmal so groß wie derjenige aller andren Mineralindustrien zusammengenommen, da ihre bereits genannte Dividendensumme 63 Proz. der Produktionsfosten repräsentiert, während die von allen übrigen Mineralindustrien verteilte Dividende bon 83 141 000 Doll. bei einem Rohwaren vert von 1081 796 497 Doll. nr 8 Proz. der Produktionstosten beträgt. Der Petroleumindustrie am nächsten kommt die Kupfergruben- Induſtrie, auf die im Jahre 1900 mehr als ein Fünftel der gesamten Dividendenverteilung in der Mineralindustrie entfiel. Da die Vereinigten Staaten 54 Proz. des Kupfervorrats der Welt produzieren, ist dem Kupfersyndikat ein kontrollierender Einfluß auf den Weltmarkt gesichert. Der Wert der jährlichen Kupferproduktion beläuft fich auf 100 154 000 Dollar, die erzielte Dividende auf 28 633 000 Dollar, während alle andren Metallindustrien bei einem jährlichen Produktionswert von 409 647 000 Dollar mur 18 069 000 Dollar zur Verteilung bringen können, woraus ersichtlich ist, daß der Trust: die Amalgamated Copper Co., die Macht hat, sich von den Kon sumenten einen sechsmal höheren Gewinn zahlen zu lassen, als die Produzenten aller andren Metalle aus dem Markte ziehen fönnen. Tantieme D : attien Gesellschaft vom Jahre 1896 in Hamburg Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Reederei beziffert ihren Reingewinn auf 146 140 M. Dividende 7 Broz.( int Vorjahre 8 Proz.) Die Gesellschaft für elektrische Hiermit dürften mun die Aften über den Fall Lütgenau" und Unternehmungen hatte einen Bruttogewinn von 3 099 920 m. alles, was damit zusammenhängt, endgültig geschlossen sein. Dividende 4 Proz.( 8 Proz.) Berthold, MeffinglinienFabrik berechnet ihren eingewinn auf 426 638 M. Dividende In Sachen des Entwurfs zu einer Petition an den 10 Prozent. Die Borsigwalder Terraingesell sächsischen Landtag erklärt der Genosse Lebius, daß der Entschaft schließt mit einem Gewinn von 14 086 M. ab, von wurf, der das Ersuchen um Gewährung des wirklichen Wahlrechts dem 11 336 Mark in Abzug kommen.- Die zum Landtage für alle Wähler, die unter 38 M. Steuern zahlen, Berliner Speditions und enthält, nicht vom Centralfomitee, auch nicht von einzelnen Whitesellschaft giebt ihren Gewinn auf 169 000( 170 000 M.) an. Lagerhaus Aktien gliedern desselben, ausgehe, vielmehr Lebins diese Petition im Auf- Dividende 5 Proz.( 6 Proz.). Reiß u. Martin Att.- Gef.. trage einiger Parteigenossen von Dresden- Altstadt selbst entworfen tönnen in diesem Jahre keine Dividende verteilen, der Ueberschuß habe. Die Namen Sindermann und Schulze unter dem Betitions- von 39 080 W. wurden zu Abschreibungen verwandt. Die Musikentwurf feien auf einen Jrrtum des Genossen Lebius zurückzuführen. werte Ralliope in Leipzig erzielten 57 691 M. Reingewinn. Die wirklich an den Landtag abgegangene Petition trage die Namen Dividende 8. Proz. Sindermann und Thieme und enthalte in ihrer forrigierten Fassung die Forderung nach dem allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrecht. Lebins erklärt ferner, daß das Centralkomitee der Versendung des betreffenden Petitionsentwurfs an die Zeitungen fernstehe. usw.ed Der Gouverneur ernennt den Vorsitzenden aus den Richtern des Obersten Gerichtshofs. Die Unternehmer und die Arbeiter reichen je cine Liste von Personen ein, aus denen der Gouverneur die beiden Beisiger bestimmt. Werden keine Borschläge gemacht, so hat der Gouverneur das Recht, nach eignem Gutdünken die Beisiger zu er Bürstenmacher Roth. Roth, der sehr eifrig für unsre Bartei thätig In Elmshorn verstarb nach kurzer Krankheit der Parteigenoffe nennen. Liegt dem so ernannten Schiedsgericht ein Prozeß vor, der technische Fragen einschließt, so darf das Gericht zwei Fachmänner war, hinterläßt eine Frau und vier kleine Kinder. als Beisiger zuziehen, einen aus der Reihe der Arbeiter. Das Polizeiliches, Gerichtliches uŢiv. Gericht ist berechtigt, Zeugen vorzuladen und Dokumente zu ver Genoffe Ein sehr gefährlicher Preffünder ist der Genoffe Rihle untersuchen. Vor jedem prozeß follen die Richter ein von der Chemmißer Volksstimme". Gegen ihn mußte an einem geschworen werden, die ihnen eröffneten Geschäftsgeheimnisse Tage in nicht das weniger als drei Klagesachen verhandelt werden. Zu zu wahren. Eine Nichtachtung des Eides wird mit EntLaffung und mit einer Geldstrafe bis zu 500 Pfd. Sterl. geahndet. Jede Bartei fann auf ihr Verlangen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gehört werden. Das Gericht kann nur von einer wirtschaftlichen Vereinigung in Anspruch genommen werden. Jedoch ist es erforderlich, daß die Bereinigung ein Meeting zu diesem Zwed beruft und die Mehrheit die Anrufung des Gerichts beschließt. 3ft nach Ansicht des Registrators die Einberufung des Meetings nicht möglich, so genügt ein Mehrheitsbeschluß der Beamten der Union. mit 20 Sociales. landwirts Schutz vor Schuhvorrichtungen. Man schreibt uns ans Königsberg: Am 1. April d. J. sollte eine im Jahre 1896 im Fahren arbeitenden landwirtschaftlichen Maschinen in Kraft treten. publizierte Bolizeiverordnung betreffend die Schußvorrichtungen an Dagegen wandte sich die Generalversammlung des schaftlichen Centralvereins für Ostpreußen, indem sie Ende vorigen Termin für das Inkrafttreten der Verordnung hinauszuschieben. Dieser Jahres ihren Vorstand beauftragte, den Oberpräsidenten zu ersuchen, den Beschluß ist für die Arbeiterfürsorge der so patriarchalisch gesinnten Agrarier deswegen besonders kennzeichnend, weil die Zahl der Unfälle in nächst hatte er einen Stadtrat beleidigt; der brachte ihm 100 m. ein. der Landwirtschaft in Ostpreußen start zunimmt. Begründet wurde die Dann hatte er das gleiche Bergehen gegen einen Affeffor bei der Forderung beim Oberpräsidenten damit, daß die Fabriken die SchutzGlauchauer Amtshauptmannschaft begangen; diese Strafthat wurde vorrichtungen nicht rechtzeitig liefern könnten und daß die Schutzmittel babon mit einer rate it gana to glatt tam er sehr tener seien. Da die Fabriken sich seit Jahren auf die Bemit einer Beleidigung gegen den Assessor Dr. Schmidt stellungen einrichten konnten, hätten sie natürlich liefern können. beim Roßweiner Amtsgericht, die agter& Verruchtheit der Gesinnung zeugte. Befagter Herr Assessor hatte Die hat ihnen der Oberpräsident v. Richthofen auch im gewünschten einer bodenlosen Die Agrarier forderten nur Rücksichtnahme auf ihren Geldbeutel. Die es nämlich fertig gebracht, in der schriftlichen Begründung eines Maße zu teil werden lassen. Er hat die Polizeiverordnung that Urteils gegen den Genossen Kolb in Nauen einen Saß zu bauen, sächlich aufgehoben und bestimmt, daß die betreffenden Vorschriften der, in der„ Volksstimme" abgedruckt, die respektable Länge von erst am 1. April 1908 in Kraft treten. Die Vereinigingen dürfen unter einander Verträge auf eine 1,72 meter hatte! Diese in ihrer Art einzig dastehende Leistung, Periode bis zu drei Jahren abschließen. Werden Abschriften der- ficher der Weltrekord auf diesem Gebiete, hatte der socialdemo Ueber die ungarische Fabrikindustrie macht die Statistische selben an den Registrator eingefandt, so haben sie die Kraft eines fratische Schmierfint Rühle nicht etwa anerkannt, sondern Korrespondenz nach amtlichen Ermittelungen einige interessante AnIn Hinsicht auf Streiks, Aussperrungen, Entlaffung von Arbeitern, integerinnt und vor Schaudern und die Feder sträubt gaben. Die Ermittelungen beziehen sich auf die Betriebe mit es niederzuschreiben Festlegung eines Minimallohues, Förderung des Gewerkschafts- gemacht! Der Herr Assessor klagte natürlich und das Landgericht und betreffen die Produktion des Jahres 1898 und die Verhältnisse in läterlicher Weise wesens und die Erzwingung der schiedsrichterlichen Urteile enthält verurteilte Stühle ebenso natürlich zu 200 Mart Geldstrafe. Der der Angestellten Anfang 1899. das Gefeß folgende wichtige und wahrhaft reformatorische Be- Gerichtshof war sich. wie der Vorsigende betonte, im Zweifel, ob er ftimmungen: nicht auf eine Freiheitsstrafe erkennen solle; nur der gute persönliche Eindruck des Angeklagten schügte ihn vor einem solchen Urteil. Nun, Herr Assessor Dr. Schmidt hat seine Genugthuung, und wie wir sie kennen, wird die Presse aller Parteien sich beeilen, diese Genugthuung durch weiteste Verbreitung des Urteils und feiner Ursachen zu einer vollendeten zu machen. 200 M. Geldſtrafe für die Stritit an einem 1,72 Meter langen Say! Da toftet ein Meter ja über 100 M. Genau Bruchrechnen etwas wieviel auf den Meter om weer wir es nicht ausrechnen, zurückgeblieben sind. Wenn uns aber die deutsche Juftig öfter solche Aufgaben stellt, werden wir's noch nachholen müssen. schiedsrichterlichen Urteils. $ 34. a) Wer nach einer entsprechenden Frist zur Anmeldung von Konflikten, oder b) während der Schwebe der Gerichtsverhandlungen 1. eine Handlung unternimmt, die den Charakter von AusSperrungen oder Streiks hat, ferner die Arbeit suspendiert oder unterläßt, oder ben Gerichtshofen übergenge her bie Nach der amtlichen Veröffentlichung entfielen auf die T- mes- sdT Industries anlagen: Eisen- u. Metallindustrie 230 9,73 Zahl Proz. Maschinen- und Fahrbetriebsmittel- Fabrifation, Mufit- Juftru menten Erzeugung, Stalf-, Magnesit, Gips-, Elektricitätsindustrie. 192 8,12 = • 408 17,05 Aus Industrie und Handel. Sonduftie...... 304( 16,67 Cement, Thomtvarenund Glasindustrie. Holzindustrie Leder-, BorstenHaarindustrie Textilindustrie. Bekleidungsindustrie. Papierindustrie Nahrungs- und Genußmittel- Industrie Chemische Induſtrie Vervielfältigungs- Ind. 1131 Fabrik Produktionswert: angestellte: Millionen Proz. Zahl Proz. Kronen 46 181 18,79 181,86 18,30 39 864 16,08 170,90 12,52 3,75 32 523 13,24 51,31 29 288 11,93 95,20 6,96 4 930 14 285 2,01 80,93 2,26 5,82 53,47 3,91 3 820 1,56 20,41 1,49 5.761 2,84 15,96 1,17 3153 645,98 47,26 5,37 83,83 6,13 2,67 17,08 1,25 100 1366,92 100 2. zu solchen Handlungen aufreizt oder ihnen Borschub leistet, macht sich eines Bergehens schuldig, das mit einer Geldstrafe bis zu 1000 Bfb. Sterl. oder mit Gefängnis bis zu zwei Monaten geahndet wird. § 35. Eutläßt ein Unternehmer einen Arbeiter, weil diefer einer wirtschaftlichen Vereinigung( Gewerkschaft) angehört, oder weil er ein schiedsrichterliches Urteil gegenüber dem Unternehmer erhalten hat, so ist der Unternehmer mit 20 Pfd. Sterl. für jeden entlassenen Ar Metallerzeugung in Deutschland im Jahre 1901. Der 64 2,71 110 4,65 iſt, daß die Entlassung starte Südgang der Geschäftstonjunktur in der Wietallindustrie tritt 114 aus einem andern Grunde vorgenommen wurde. in der amtlichen Statistit deutlich zu Tage, die über die Erzeugung 4,82 54 2,28 §36. Auf Grund feines Urteils oder auf Grund eines Vertrages und den Wert der Metallproduktion Auskunft giebt. Ohne Aus darf das Schiedsamt nahme sind starke Rückgänge zu verzeichnen. Die inländische Verarbeitung ist dabei eine noch viel ungünstigere, da der Export von 558 23,61 49 718 20,24 175 7,40 13 178 Roheisen gestiegen ist und die Einfuhr zurückging. Der Markt im 2,96 6566 Inland hat also bedeutend weniger aufgenommen, als in dem Vergleich mit dem Vorjahr zum Ausdruck kommt, ferner sind die Lagerbestände auInsgesamt 2364 100 245 564 gewachsen, so daß die volle Erzeugung nicht zur Verarbeitung gelangte. In der Zahl der Angestellten sind auch alle Beamten, sogar Nach der Statistik wurden an Eisenerzen gefördert 16 570 258 Tonnen Lehrer, Aerzte, Seelsorger 2c. inbegriffen. Es ergiebt sich aus den ( 179; 18 964 294 Commen) im Werte von 71 892 000 m.( i. 2. Schlußzahlen, Geelforger ze. inbegriffen. Es ergiebt fich aus den daß auf Arbeiter ein Produktionswert von 77 628 000 22.), an Binkerzen 647 496 Tonnen( i.. 639 715 Tonnen) 5566 Kronen entfällt. Ob die Aufnahme etwas enthält über die im Werte von 21 502 000 m.( i. 23. 25 753 000 M.), an Blei- Erzen Teilung dieses Wertes in Rohstoff- und Betriebskosten, Löhne und 158 340 Tonnen( i. V. 148 207 Tomen) im Werte von 14 141 000 Unternehmergewinn, ist aus den Angaben der Statistischen Korres art( i. 23. 18 072 000 M.), an upfererzen 777 379 Tonnen( i. 2. spondenz" nicht zu ersehen. Soviel läßt sich jedoch nach andern 47749 Tommen) im Werte von 24 299 000 W.( i.. 23 816 000 ähnlichen Untersuchungen behaupten, daß die Kosten der Roh- und V. Mark). Au Roheisen wurden produziert 7 835 204 Tonnen( i. V. Hilfsstoffe sowie der Werkzeugverschleiß höchstens die Hälfte des 549 087 000 202.) Der Durchschnittswert stellte sich auf 62,88 Möhne und Unternehmergewinn. Die Unternehmer scheinen da also 8494 852 Tonnen) im Werte bolt 488 723 000 m. i. V. Produktionswertes erreichen. Das übrige bleibt zur Verteilung auf ( i. 64,64 M.) pro Tonne. An Zink wurden produziert wurden Das norwegische Storthing und die Arbeitslofen. Das a) einen Minimallohn festschen... und b) verordnen, welche Arbeiter, die zu gleicher Zeit und unter gleichen Bedingungen Beschäftigung suchen, vorzuziehen sind; ferner, daß ein besonderes Tribunal eingesetzt wird, welches darüber zu entscheiden hat, in welchen Fällen ein Unternehmer, dem eine solche Berordnung zugegangen war, auch einen Nichtgewerkschaftler anstellen darf. wird; § 87. Si Berlauf eines Prozesses darf der Gerichtshof alle oder einige der folgenden Bunkte durchführen. Er darf: 1. verordnen, daß irgend eine industrielle Gewohnheit, Bragis, Regel oder Bedingung auf den ganzen Arbeitszweig ausgedehnt 2. bestimmen, wie weit und unter welchen Bedingungen und Ausnahmen eine solche allgemeine Regel bindend sein soll für alle 8. Strafeu festiegen gegen das Hebertreten dieser allgemeinen Regel; Personen eines Arbeitszweiges 4. Einhaltsbefehle gegen Unternehmer erlassen; anlaffen; 6. die Ausschließung eines Mitgliedes aus der Vereinigung berordnen; Tonnen( i. 23. 155 790 Tonnen) im Werte von 54 787 000166 288 nicht schlecht zu fahren. ( i. V. Don 62 067 000 M.). Der Durchschnittswert betrug 329,48 M.( i.. Socialfomitee des Storthings hat dem Gesuch der demokrati5. die Streichung einer wirtschaftlichen Bereinigung bei.. 30 929 Tounen) im Werte von 46 380 000 W.( i. 23. 46 934 000 M.). Arbeitslosen zu bewilligen, seine Zustimmung versagt, empfiehlt 398,40 m.). An Blockupfer wurden produziert 31376 yenichen Arbeiter Organisation, 20000 Stronen für die Der Durchschnittswert pro Tonne stellte sich auf 1478,12 M.( i. 2. dagegen die in dem Gesuch der Arbeitslosen 1517,49 M.). Christiania gemachten ge, hauptsächlich die Bewilligung Das westfälische Coakssyndikat hat in den beiden ersten von Mitteln für öffentliche Arbeiten betreffend, zur Annahme. Die Monaten des Jahres 1902 einen Minderabsaß von 315 238 Tommen direkte Linderung der Not soll den Kommunen überlassen werden, zu verzeichnen, sie betrug 962 210 Tonnen. Die angesagte Förder- den von den Arbeitslosen vorgeschlagenen Maßregeln gegen die 7. Strafen festlegen gegen Nichtbefolgung der Urteile. § 40. Ist die Vereinigung oder der Zweigverein korporativ nicht im stande, die ihm auferlegten Strafen zu zahlen, so übergeht Arbeitslosigkeit soll jedoch in möglichst größter Ausdehnung entgegengekommen werden, und namentlich soll den Arbeitslofen auch freie fahrt auf den Staatsbahnen gewährt werden nach solchen Orten, wo sie Aussicht auf Beschäftigung haben. Am Freitag follten diese Anträge nun im Storthing zur Verhandlung kommen, da man jedoch annahm, daß eine längere Debatte entstehen würde, wurde die Angelegenheit bis nach Ostern verschoben. Man darf wohl annehmen, daß, wenn die Volksvertretung endlich mit den Anträgen fertig ist, der größte Teil der Arbeitslosen nicht mehr auf die Notstandsarbeiten angewiesen sein wird. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " vom Gewerkschaftskartell aufgeftellten Kandidaten mit 1737 bis Bei der Gewerbegerichts- Wahi in Meißen wurden die 1739 Stimmen gewählt. Eine Gegenliste war nicht vorhanden. Von den Arbeitgebern beteiligten sich 74 an der Wahl. Die vom Gewerbeverein aufgestellten Kandidaten wurden gewählt. Deutsches Reich. Das Personal der Straßenbahn in Düsseldorf sieht mit Die deutsche Gärtner- Vereinigung hat Agitation unter Sorge dem tommenden Herbst entgegen. Aus Anlaß der Ausstellung den Gärtnern eine besondere Runner der, Gärtner- Zeitung" heraus- wird dort im kommenden Sommer ein 2/2 Minutenbetrieb eingegeben. Diejenigen unsrer Parteifreunde, die mit Gärtnern geführt. Um dies zu ermöglichen wird das gegenwärtige Personal zusammenkommen, werden gebeten, die Agitationsschrift zu verbreiten. um die Hälfte erhöht. Da nach Schluß der Ausstellung ebenso viel Die entsprechende Anzahl Frei- Eremplare möge man sich von der Leute wieder entlassen werden, befürchten die älteren Beamten, die Redaktion, Hamburg, Margarethenstr. 50, einfördern. Verwaltung werde zum Herbst unter dem alten, zum Teil organidfierten Bersonal aufräumen und das neu angeworbene behalten. Tarifgemeinschaft im Feingoldschläger Gewerbe. Nach Sämtliche Goldschläger- Werkstätten in Dresden sind langen Verhandlungen kam zwischen dem Deutschen MetallarbeiterVerband und dem Verband der Feingoldschläger: Meister Deutschlands gesperrt. Arbeitsangebote nach dorthin find deshalb zu unterTassen. eine Tarifvereinbarung zu stande, die vorläufig auf ein Jahr gilt. Hauptzwed ist die gemeinsame Festseßung der Löhne und der Die Maler der Firma Emil Ertel in Crimmitschau haben Arbeitszeit. Diese wird je nach Bedarf festgesetzt, darf aber neun wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Das Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend, die Stunden täglich nicht überschreiten. In den der Tarifgemeinschaft Organisation, die sich vor zwei Jahren von der Vertretung der angehörigen Betrieben dürfen nur tariftrene Arbeiter beschäftigt Centralverbände separiert hatte, giebt jetzt seinen zweiten Jahres- werden und diese dürfen wiederum nur in tariftreuen Geschäften bericht heraus. Die Zahl der beigetretenen Gewerkschaftsorgani. Arbeit nehmen. In Mittelfranken gehören alle Betriebe der Tarif fationen beträgt 24, die 10 161 Mitglieder aufweisen. Im Vorjahre gemeinschaft an. Wenn sich die Vereinbarung bewährt, soll sie später waren es 22 Organisationen mit 12 300 Mitgliedern. Von den für längere Zeit abgeschlossen werden. größeren Vereinen zählen die Maurer 2635, die Zimmerer 1515 und die Möbelpolierer 1239 Mitglieder; alle übrigen Vereine stehen in der MitIn Sachen des Schneiderstreiks fand dieser Tage in gliederzahl unter tausend. Für Steifs wandten die Vereine 20 701,05 m. Mannheim eine Verhandlung vor dem Einigungsamt statt. Au In auf. Es werden rubriciert als erfolglos 8, mit teilweisem Erfolg 52 dem Verhalten der Arbeitgeber scheiterten die Verhandlungen. und erfolgreich 8 Streits und Aussperrungen. Lettere betrafen Karlsruhe hat die Firma Lersch ihre Arbeiter ausgesperrt. Streits, an welchen 54 Personen beteiligt waren, und 4 Sperren Einige Inmungsmeister stehen der Firma bei, indem sie für dieselbe und Aussperrungen, von denen die Zahl der Beteiligten nicht an- Arbeiten anfertigen. Das hat unter den Gehilfen große Erbitterung In gegeben ist. Bom Kartell wurden für streikende Gewerkschaften erregt und ist ein allgemeiner Ausstand nicht unmöglich.- Ju außerdem noch 6537,55 M. aufgebracht. Von den einzelnen Elberfeld nimmt die Bewegung einen guten Fortgang. Es Gewerkschaften wird über den schlechten Geschäftsgang und die damit haben wieder mehrere Firmen bewilligt; teils nach vorausgegangenem verbundene Arbeitslosigkeit geklagt. Die neutralen Gewerkschaften Streit, teils ohne daß es zur Arbeitsniederlegung tam. und Verbände sind vielfach Gegenstand des Angriffs; wie weit dieser Die Gutenbergbündler, welche in der„ Halleschen Zeitung" Tendenz Naum gegeben ist, charakterisiert der Schlußpaffus des Vor- ihre Kollegen vom Buchdrucker- Verband trok gegebenen Versprechens worts, in dem das Resumee folgendermaßen lautet:" Für gewissen in dem Kampf für den neuen Tarif im Stich ließen, wollen gegen Yose Streber das kein Plazz in der Arbeiterbewegung sein und das Mißtrauen ist eine berechtigte demokratische Tugend. Achtet auf das Volfsblatt" in Halle flagbar werden, weil dieses ihr Verhalten scharf kritisierte. Eure Tribunen!" Herr Kleffel, der Geschäftsführer des Verbandes Berliner Die Stuccateure, welche an der Düsseldorfer Gewerbe- AusMetallindustriellen bestreitet in einer uns zugesandten Berichtigung, ftellung thätig sind, sind in einen Streit eingetreten. Vor Zuzug daß er etwa sich für Marienfelde meldenden Streitbrechern Speise- wird gewarnt. Auch in Dresden haben die Stuccateure marken für die Volksküche versprochen habe. 3224 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, den 25. März. Differenzen. Carl Weiss- Theater. Urania. Große Frankfurterstr. 132. Bis inklusive. Sonnabend geschlossen. Sonntag, den 30. März 1902: Anfang 72 Uhr. Zum erstenmal: Große Novität! Hannemann vom Bichhof und: Der kleine Cohn. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Große Berliner Ausstattungspone mit Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 72 11hr. Neues Opern Theater( Kroll). Beschloffen. Schiller. Nathan der Weise. An: fang 8 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 71 hr. Ges. in 5 Bildern von Ernst Ritterfeld. Musik von Albert Wicher. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unfre Marine oder: Er muß aufs Land. Kleine Preise. Montagnachmittag 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Kleine Breise. Parkett 60 Pf. Ab. 72 Uhr: Hannemann vom Viehhof und: Der kleine Cohu. Berliner. Die Gioconda. Anfang Thalia- Theater. 72 Uhr. Leffing. Johannisfeuer. Anfang 712 Uhr. Theaters: Wesien. Gastspiel des Metropol ' ne feine Nummer. Anfang 72 Uhr. Residenz. Einquartierung. Anfang 712 Uhr. Neues. Goldfische. Anfang 712 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( leberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Ranch. Sereniffimus: Zwischenspiele. Anf. 8 Uhr. Trianon. Coralie u. Co. Anfang 8 Uhr. Central. Das süße Mädel. Anfang 7 Uhr. Dresdenerstraße 72/73. Täglich: Abends 72 Uhr: Seine Kleine. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Akten. Guido Thielscher, Frizz Helmerding, Hans Juntermann. Herbert Paul müller, Baula Worm a. G., Gerda Walde, Leonore Bojé, Else Wannovine. ,, Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn geselien?" Karfreitag, 28. März, abends 8 Uhr: Kleine Preise. Oratorium Aufführung: Paulus. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an Montag, Ausland. In Tanger( Marocco) ist ein Generalstreik in allen Industrien ausgebrochen. Witterungsübersicht vom 24. März 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Barometers stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Swinembe 752 WSW 2 bedeckt Hamburg 752 WNW 2 Hlb.bed. 753 WSW 2 bedeckt 2 heiter Brantf./M. 755 SW Berlin München 755 753 N 4 bedeckt 2 Regen Wien Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. 11. 6. 3 Haparanda 767 NO 2 wolfig 15 4 Petersburg 763NNO 1 bedeckt 5 Cort 743 SSW 16ebect 7 3 Aberdeen 3 Paris 4 756 SS 2wolfent Wetter Prognose für Dienstag, den 25. März 1902. Zunächst aufklarend, am Tage wärmer bei lebhaften füdlichen Winden; später neue Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. den 31. März( 2. Ofterfeiertag), im Gewerk| Typographia. schaftshause"( großer Saal) Engel Ufer 15: Konzert 14616 der Berliner Tonkünstler- Vereinigung.( B. Seifert.) Raffeneröffnung 5½ Uhr. Anfang 62 Uhr. Entree 50 f.( inkl. Tanz) im Vorverkauf a 40 Pf. bei Rühle, Musikalienhandlung, Morißplay; P. Horsch, Cigarrenhandlung, Engel Ufer 15; Gottfried Schulz, Admiralstr. 40 a und im Gewerkschaftshause. Morgen Mittwoch: Uebungsstunde. Ich wohne jetzt Elisabeth- Ufer 22. [ 13266 Dr. Paul Bernstein. der Riviera. Central- Theater.| W. Central- Theater. W. Noacks Theater. Patentanwalt Dammann, der Riviera. Um 4 Uhr zu kleinen Preisen: Von den Alpen zum Vesuv. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. Zwergin ihrem mit Kinde eine bisher in der Welt nicht dagewesene Sehenswürdigkeit Mutter 80 cm Tocht. 50cm gross 32 Jahre alt. 9 Jahre alt. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Während der Karwoche besonders Apollo- Theater. gewähltes Programm. Thalia. Seine Kleine. Seine Aleine. Aufans Grossartigst. Specialitäten- Der Bajazzo und sein Kind. 71 115r. Luifen. Die Jungfrau von Orleans. Anfang 7 Uhr. Carl Weiß. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Flederniaus. Ansang 72 Uhr. Belle Alliance. Dame Programm der Saison. Georg Hartmann, 4 Milons, Illusionist. Kraft- Turner. CymbalVirtuosin. Tronville. Hierauf: Gr. Anfang Zinka Panna, mbain. 72 Uhr. Orpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Georg Kaiser, Humorist. Behrwall- Trio. Rudolfi- Truppe. La bella Tamara. Amon. 16 erstklassige 16 Specialitäten Mittwoch, den 2. April: Charivari. Täglich Borstellung. Willé- Troupe, Hand- u. Kopf- Schluss d. diesjährig. Saison. Anfang 8 Uhr. Metropol. Gastspiel des Theaters des Westens: Don Juan. Anfang 71 Uhr Apollo. Lebende Lieder. Speciali täten Borstellung. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. = Palast. Specialitäten- Vorstellung. Die Beilchenfee. Anfang 8 Uhr. Casino Theater. Ihre Familie. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. F Paffage Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Akrobaten. Milli Capell, Sporting- Akt m. Pferd u. Hunde. Elsa Möller, The Leamy- Tr., Sängerin. Akrobatin. a. Luftreck. Kolossaler Erfolg der Lebenden Lieder. Der Kosmograph: Prinz Heinrich in Amerika. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater bebe: Gastspield. Opern- Ensembles Frühlingstage an der Riviera. Un 4 Uhr zu kleinen Preisen: Von den Alpen zum Vesuv. Zuvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Nathan der Weise. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Gottf. Eph. Lessing. Mittwoch abend 8 1hr: Nathan der Weise. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Belle- Alliance- Theater. Die Dame aus Trouville. Schrank m. Gefang u. Tanz in 3 Aften. Eniil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Sierauf: Er. Paris. Lebensbild in 1 Aft. Abele Hartwig u. Leopold Thurner a.G. Karfreitag: Konzert vom Berl. Zoutünstler- Orchester. des Theater des Westens. Francesco d'Andrade a.C. Don Juan. Oper in 2 Akten von W. Mozart. Mittwoch, den 26. März: Nicolaus Rothmühl a. G. Der Troubadour. Anfang 8 Uhr. Cirkus Alb.Schumann Letzte Woche! E Dienstag, den 25. März 1902, abends präc. 71/2 Uhr: Gr. ausserordentl. Galavorstellung. Auftreten sämtlicher neu engagierten Specialitäten. U. a.: Der phänomenale Amerikaner Mr. Chester mit feiner sensationellen Bycicle- Todesfahrt. L'écuyère lumineuse. Frl. Dora Schumann. Zum Schluß: In Feuer u. Flammen. Das neueste ameri: Push- Ball. fantsche Sportsspiel Dir. Albert Schumanns anerkannt Die große phantastisch romantische Pantomime erreicht daftehenden Drig- Dreffuren. Mephisto Avis! Au den Osterfeiertagen nachmittags 3/2 Uhr und abends Uhr: Vorstellungen. Nachin. 1 Kind frei. Trianon- Theater. 7½ 1or: 28 Je 2 GalaGeorgenstrasse, 2 Minuten vom Bahnhof Friedrichstr. Zum 120. Male: Coralie& Co. Anfang 8 Uhr. Parkett 2 M. Montag, den 31. März 1902: Deutsche Konzerthallen. Zum erstenmal: Die wahre Liebe ist das nicht. Cirkus Busch Dienstag, 25. März, abbs. 712 Uhr: Große Vorstellung: Klondike. Orig. Pantomime des Cirkus Busch. Auftreten der neu engagiert. Schul reiterin Mme. Charlotte Lehmann. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte u. Specialitäten- Vorstellung Tägl. Anstich des ,, Urbock" Bockbier- Jubel u.Trubel. Ausschank: Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Abends 71/2 Uhr: Das füße Mädel. Hauptschlager: Das Lied vom süßen Mädel. Launische Dame, Glück ist dein Name. Berlinchen, du bist so niedlich. Theaterstück- Refrain- Couplet. Englisches Parodie: Duett. Morgen und folgende Tage: Das füße Mädel. Donnerstag, den 26. März cr. Jubiläumsvorstellung, zum 100. Male' Das füße Mädel Jeder Besucher erhält ein elegantes Souvenier. Freitag: Geschlossen. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Dienstag, den 25. März 1902, abends 82 Uhr: Gastspiel von Emanuel Relcher. Gertrud Eysoldt. Serenissimus Zwischenspiele. Frau des Andern. Liebesträume. Kleine Fite. Frau Mimi. E. von Wolzogens Buntes Theater( Ueberbrett!) Köpnickerstr. 68. Heute abend 8 Uhr u. a.: Brunnenzauber, Musik von Zepler, AtelierBozena spuk( Pantomime). Bradsky u. Oskar Strauss, Marcell Salzer, Bokken Lasson etc. Casino- Theater Lothringerftr. 37. robes glänz einzig baſteh. Er: folges nur bis Ende dieses Monats Um 8% Uhr: Ihre Familie. Anfang Wochent: 8 Uhr, Sonnt.71% Uhr. Palast- Theater ( früher Feen- Balaft) Burgstr. 22. Direttion R. Winkler 11. W. Fröbel. Gr. Extra- Borstellung 10 erfolgreiche Pracht- Nummern. Uut 88% Uhr! Nur noch kurze Zeit Die Veilchenfee. Berliner Boltsstück in 2 Aften. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billet- Vorverkauf v. 11-1 Uhr. Mittwoch: Letzte Vorstellung. Amt 1., 2. u. 3. Ostertag: Gr. Fest- Vorstellung. JA THOSE Neues Programm. HECHT SEALIN 3 Stempel Fabrit von[ 32169 Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Brunnenstraße 16. Geschlossen bis 1. Osterfeiertag. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. 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Wahlkreis( S0.) Dienstag, den 25. März, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Lokale Urania, Wrangelstr. 10-11. Tages- Ordnung: Nachklänge vom 18. März. Referent Stadtverordneter Adolf Hoffmann. Um zahlreichen Besuch bitten 214/ 8* Die Vertrauensleute. Am Sonnabendabend 6 Uhr starb nach schwerem Leiden mein lieber Mann und unser guter Bruder u. Ontel, der Schriftsetzer Julius Baumert. Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 51/2 Uhr, auf dem Central- Friedhof in Friedrichsfelde statt.[ 14876 Die tiefbetrübte Witwe Marie Baumert. Am Sonnabend, den 22. März, abends 6Uhr, starb nach schwerem Leiden unser braver Kollege, der Schriftsetzer Centralverband der Maurer 2c. Julius Baumert Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 26. März, abends 8½½ Uhr: 2 Mitgliederversammlungen für Süd- Ost im Lotal Krüger, Naunynstr. 6; für Süd- West bei Sitzenstock, Gneisenauftr. 67. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht des Vertreters. 3. Verbandsangelegenheiten. Guten Besuch dieser Versammlungen erwartet 137/ 17* Die Verbandsleitung. im 53. Lebensjahre. Sein echt follegialer Charakter sichert ihm ein dauerndes ehrendes Andenken bei den 1486b Kollegen der Norddeutschen Buchdruckerei. Orts- Krankenkasse der Sattler u. verw. Gewerbe, Achtung! Achtung! Socialdemokrat. Wahlverein für den 247/2 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis Schönhauser Vorstadt. Dienstag, 25. März, abends 8½½ Uhr, im Berliner Prater, Kastanien Allee 7-9: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichtigung des Genossen Wünsch über den Versammlungsbericht des Wahlvereins des sechsten Kreises in der Nr. 55 des Vorwärts". 2. Bericht über die Einigungsvorschläge des sechsten Kreises. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches Erscheinen notwendig. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich in folgenden Lotalen: Emil Behnfeld, Schönhauser- Allee 40; Hermann Ramlow, Schönhauser- Allee 135; August Dierke, Schwedterstr. 33; Karl Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9; Gustav Pinner, Tresckowstr. 36. Der Vorstand. J. A.: C. Mars. Achtung! MAURER. Achtung! ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Freitag, den 21. März 1902, ver: Nittwoch, den 26. März, abends 82 Uhr, in den ,, Boruffia Sälen", Ackerstr. 6/7: Adtung! Lugino- Wand- Putzer. Achtung! das Mitglied Dienstag, 25. März, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshans, Engel- Ufer 15, Saal 3: Derlammlung aller bei der Firma Lugino beschäftigten Plattensetzer inklusive der streikenden Puter auf fugenlose Wände. 137/19] Tages Ordnung: Bericht über den Stand des Streiks. Der Vorstand des Zweigvereins der Maurer Berlins und Umg. J. A.: Karl Panser. Verein der Berliner Buchdrucker 35/3] und Schriftgießer. Den verehrl. Mitgliedern geben wir hierdurch bekannt, daß der Antrag für Einführung eines Zuschusses bei dauernder Erwerbsunfähigkeit angenommen worden ist. Abgestimmt haben 5008 Mitglieder. Dafür waren 3767, dagegen 1227 Mitglieder. 14 Stimmzettel waren ungültig. Nach diesem Beschluß erhöht sich nun der wöchentliche Beitrag von 1,50 auf 1,70 M. und wird derselbe am Sonnabend, den 29. März d. J. zum erstenmale erhoben. Die Herren Vertrauensleute und Druckereikassierer wollen dies den Mitgliedern per Cirkular bekanntgeben. Der Gauvorstand. J. A.: Alb. Massini. Activa. Bilanz per 30. September 1901. 3077,10 Per Geschäfts- Guthaben der Passiva. Georg Schwartzkopf ( Werkstatt von Oskar Jigner). Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 4 Uhr, von der Leichen: 1. Halle des St. Georgenkirchhofes in 271/7 für Weißensee aus statt. J. A. G. Assmann. Sonnabendmittag 12 Uhr ver: schied nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden, unsre innigstgeliebte Tochter und Schwester Lieschen im 16. Lebensjahre. Dies zeigen betrübt an Franz Schmidt nebst Fran, Swinemünderstr. 65. Die Beerdigung findet Mittwoch, 26. März, nach. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. PetriKirchhofes, Friedenstr. 84, aus 1459b statt. Deffentliche Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: Vortrag des Gen. Walded Manasse über ,, Auferstehung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen! Da sich der Vortrag ganz besonders zur Aufklärung unsrer Frauen eignet, ist es doppelt Pflicht, guten Besuch dieser Versammlung zu agitieren. J. A.: Julius Gehl. NB. Die Kollegen der Zahlstelle Norden halten am 1. Osterfeiertage, abends 7 Uhr, eine Oeffentliche Versammlung mit Frauen im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42, ab. Der Versammlung folgt Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Entree 10 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Der Obmann. 129/10 Junungs- Krankenkasse der Töpfer-. OfenseherJunung. ( 3wange Junung.) Dienstag, 8. April, abends 7 Uhr: General- Versammlung der Delegierten der Arbeitnehmer im Herbergslokal Weinstraße 11. Tagesordnung: Wahl von vier Vorstandsmitgliedern Delegiertenkarte berechtigt Dr. med. Schaper ad§ 85 des Kaſſenſtatuts. Haut- u. Harnleiden, homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. 1467b nur zum Eintritt. Julius Prillwitz, Borsigender, N. Drontheimerstr. 5b. Emil Hoffmann, Schriftführer, SW. Feilnerstr. 10. Abstinentenheim ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). 14765] Geschäftsstelle: Berlin NO. 55, Prenzlauer Allee 27. anies Zur 267, An Kassenbestand " Warenbestand " Inventar- Conto 3861,61 1073,06 " " Anteil bei der Groß" Genossen Lieferanten- Conto div. Kreditoren 3059,45 0 4935,32 250, Sa. 8261,77 einkaufs Gesellschaft Hamburg. Am Ballsaison. 90 Für Vereine und Gesellschaften. Cotillon, Masken, Zauber-, Scherz- Artikel, Damenspenden, Polonaise- Dekorationen. Paul Schimlick, Festlichkeitsbedarf, Sa. 8261,77 Errichtet wurde unsre Genossenschaft am 6. Juli 1901 von 23 Mitgliedern. Im Laufe des Geschäftsjahres sind neu eingetreten 221 Mitglieder. Schlusse des Geschäftsjahres gehörten der Genossenschaft an 244 Mitglieder. Tel. Vla, 11873. Das Geschäftsguthaben der Genoffen beträgt am Schlusse des Geschäftsfahres 3059,45 m. Die Haftsumme der Genossen beträgt am Schlusse des Geschäftsjahres 7320 M. Neu- Weißensee, den 22. März 1902. 106/9 Konsum- Verein ,, Weissensee".( E. G. m. b. H.) Der Vorstand. Robert Pasewaldt. Heinrich Bachmann. Der Aufsichtsrat. Fritz Huhn, Vorsitzender. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme ( Endstation der Stern"-Dampfer) Telephon: Juhaber: Hermann Peter. Grünau Nr. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich an Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. 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Mitteilung an Busch, Klavierspie ler verlangt Wörthers [ 1027 Rirdorf, Bring Handjerystraße 66/67. straße 39. + 61* 13406 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fosten 40 Pf. pro Zeile Achtung! Achtung! Modelltischler! Bon der Union, ElektricitätsGesellschaft, Moabit, fowie von der Firma Ludwig Löwe, Maschinenbau, Eckert, Fabrit landwirtschaftlicher Maschinen, Friedrichsberg, und Schrepp, Berliner Modellfabrik, Kastanien: Allee, Jachmann, Eisengieferet, verlängerte Huttenstraße, find sänts liche Modelltischler ausgesperrt. Den Modelltischlereien Kurzholz, Oranienstr. 25, Dietrich, Chauffee: straße 52, und Garbe, Wasserthors straße 30, find Aufträge aus der " Union" zugegangen. Zuzug fernhalten! Nr. 71. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Tokales. Liebknechts Denkstein. Am ersten Osterfeiertag wird auf dem städtischen Friedhofe von Friedrichsfelde das Denkmal auf dem Grabe Liebknechts enthüllt werden, das die Berliner Parteigenoffen auf Anregung des sechsten Wahlkreises dem Unvergeßlichen errichtet haben. Die Feier wird früh 9 Uhr beginnen. Sie wird durch Gesang der Gesangvereine des sechsten Kreises eingeleitet. Die Gedächtnisrede hält der jetzige Vertreter des Liebknechtschen Wahlkreises, Genoffe Ledebour. Der Zutritt zu der Feier, an der die Arbeiterklasse ganz Berlins und ganz Deutschlands im Geiste teil hat, kann in Anbetracht der Raumverhältnisse und der daraus sich ergebenden Anforderungen der Friedhofsverwaltung keine unbeschränkte sein. Vielmehr ist es un vermeidlich, daß zur Feier nur Deputationen Zutritt haben können. Daher kommt an die Partei- Organisationen, an die Gewerkschaften sowie an die Vertreter der Partei in öffentlichen Aemtern nur je eine gewisse Anzahl von Eintrittskarten zur Austeilung. Und nur mit solchen Karten versehene Genossen werden Zutritt zur Grabstätte haben. Bon 10 Uhr ab wird das Denkmal zur Besichtigung allgemein freigegeben. An die Genossen und Genossinnen richten wir das Erfuchen, sich nicht in geschlossenem Zuge, sondern, gemäß behördlicher Anordnung, fich nur einzeln zum Friedhof zu begeben und den Anordnungen unsrer Ordner Folge zu leisten. Da für eine würdige Ausschmückung der Grabstätte bereits durch das Komitee Sorge getragen wird, so bitten wir, von Kranzspenden absehen zu wollen. Das Romitee. Die Stadtverordneten- Versammlung hat in ihrer gestrigen außerordentlichen Sigung die Beratung des Stadthaushalts- Etats für 1902 beendet, so daß sie mit der zweiten Lesung in nur drei Sigungen fertig geworden ist. Die noch restierenden Einzeletats wurden meist wieder ohne lange Erörterung erledigt, darunter auch der Etat der Gaswerke und der Straßen- und Brückenbau- Etat. Dienstag, 25. März 1902. mehr nach dem 31. März zur Frankierung verwendet werden. verkleiden. Dieser Umstand spielte beispielsweise eine ganz bedeutende Die durch das Bostantsblatt vom 12. März getroffenen Durch Rolle bei einem ähnlichen Morde, welchem vor 13 Jahren der in führungsvorschriften lauten dahin, daß die am 1. April den Brief der Krausnickstraße wohnhaft gewesene Militär- Juvalide Roese zum taften entnommenen, mit alten Bostwertzeichen frantierten Sendungen Opfer fiel. Damals wurde in der Wohnung des R. ein Photoohne Nachtare zur Absendung kommen. Auch sonst sollen die Post- graphie- Album vorgefunden, in welchem sich zahlreiche Abbildungen nicht in der Beförderung aufhalten und mit Nachtare belegen. Soldaten, Lataien 2c. verkleidet hatten. Auch der Mörder des Nt. iſt, anstalten Sendungen mit unrichtigen Bostwertzeichen bis auf weiteres von pervers veranlagten Männern befanden, die sich als Frauen, Immerhin liegt es im Interesse des Publikums, stets die richtigen wie wir erwähnen wollen, niemals ermittelt worden. Bostwertzeichen zu benutzen und nicht mehr zu große Einkäufe alter Freimarken, Postkarten 2c. zu machen. Die unverwendet bleibenden alten Bostwertzeichen werden bis Ende Juni d. J. an den Poſtschaltern und bei den Landbriefträgern gegen neue Postwertzeichen imgetauscht. Auf dem Untergrundbahnhof Potsdamerplatz ist den Fahrgästen die größte Aufmerksamkeit zu empfehlen, wenn sie nicht an ihrem sowohl die. Linie nach dem Stralauer Thor als auch nach dem Geldbeutel geschädigt werden wollen. Vom Potsdamerplaz aus geht Zoologischen Garten. Ein Schild an der Decke des Perrons Die Drucksachen des Magistrats( Gemeindeblatt, Ver- zeigt an, welche Linie zur Zeit befahren wird, doch ist dieses Schild waltungsberichte, Vorlagen 2c.) sollten, wie erinnerlich, anderweit so winzig, daß es vom Fahrgast kaum bemerkt wird. Am Sonntag vergeben werden und zwar wiederum auf drei Jahre, weil die Firma sind denn auch eine ganze Anzahl Fahrgäste statt nach dem Stralauer 2öwenthal, welcher die Drucherstellung seit langen Jahren für Thor nach dem Zoologischen Garten gefahren. Die irrtümlich be= den vertragsmäßigen Preis von 41 266 M. pro Jahr übertragen fahrene Linie mußte natürlich nachbezahlt werden, ebenso die Fahrt mal eine Mehrforderung von ca. 4950 M. stellte. Bei der öffentlichen gelöften und bereits koupierten Billets die Linie Stralauer Thor be= waren, infolge Lohnerhöhungen, Steigerung der Papierpreise 2c. dies- zurück. Am Potsdamerplay wurden den Fahrgästen, die nun auf ihre Ausschreibung hatte nun die bekannte Firma Wilhelm Greve, In- fahren wollten, die Billets einbehalten und für ungültig erklärt. haber May Pasch, das Mindestgebot mit 38 842 Mart ab- Erst nach Rücksprache mit dem Stationsvorsteher gelang es den Fahrgegeben, während andre angesehene Druckfirmen( wie Litfaß, gästen, die Karten zurückzubekommen, so daß sie ihre Fahrt beginnen Elsner, Sittenfeld, Hayus Erben) erheblich höhere Gebote als die konnten. Man sollte, um derartige Vorkommnisse zu vermeiden, Firma Löwenthal abgaben; sie schwankten zwischen 51 803 M. und etwas mehr ins Auge fallende Schilder anbringen; außerdem wäre 63 796 M. Die Firma Pasch bewarb sich schon vor sechs Jahren vielleicht den Zugführern oder Schaffnern zu empfehlen, ihre Linien un die Magistratsdrucksachen; damals forderte fie für den Drud laut auszurufen. wie heute, trotzdem inzwischen die Setzerföhne ze. um 14 Pro 3. des Gemeindeblattes und der Etats ungefähr doppelt so viel gesezte Stadtverordneten Ausschuß hat nun begestiegen find. Der zur Vorberatung dieser Angelegenheit einchlossen, den Antrag des Magistrats betreffend Uebertragung der Drucksachen an die Firma Greve ( Pasch) abzulehnen. empfängerin Witive Luife Klamma aus der Stendalerstr. 13 Hand Am Rande des Grabes hat die 73 Jahre alte Almosenund schlief mit ihr in einem Zimmer. Seit einem Jahre an Ateman fich gelegt. Die alte Frau wohnte bei ihrer verheirateten Tochter not und Rheumatismus leidend, stand sie in der Nacht zum Sonntag heimlich auf und erhängte sich in der Küche, ohne daß ihre Tochter oder deren Mann etwas merkte. Erst am Morgen fand man sie als Leiche auf. marktes nach Friedrichsfelde haben sich die Rummelsburger InJu Sachen der beabsichtigten Verlegung des Magervichtereffenten an den Oberbürgermeister von Berlin gewandt, um sich die Unterstützung der Berliner Gemeinde in der Bewegung gegen die Verlegung des Marktes zu sichern. Außerdem streben die Rummelsburger eine Konferenz beim Landwirtschaftsminister an, um in einer erfahren, haben sich verschiedene Großhändler von Magervieh und persönlichen Rücksprache die Sachlage dazulegen. Wie wir weiter ehrenvortlich verpflichtet, ihr Vich auch für die Zukunft nach RummelsGänsen, die den Runimelsburger Markt beschicken, unterschriftlich und burg zu senden, selbst wenn der geplante Magerviehmarkt in Friedrichsfelde zu stande kommt. Das Kuratorium des städtischen Vieh- und Schlachthofes der Verpachtung der Restaurationsräume auf dem beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung wiederum mit der Frage Centralviehhofe, welche bekanntlich vom Magistrat zum zweitenmal ausgeschrieben werden mußte, da bei dem ersten Submissions Verfahren kleine Unregelmäßigkeiten vorgekommen waren. Auf die zweite Ausschreibung sind dem Vernehmen nach weit über zwanzia Die Die Krönung der Etatsberatung bildete die Beschlußfaffung voriger Sitzung eingesetzte Subkommission beschäftigt hat. Nachdem Angebote eingegangen, mit deren Sichtung und Brüfung sich eine in über die Frage, ob die Einkommen von 660-900 Mari dieselbe geſtern Bericht erstattet, machte sich das Sturatorium über noch weiter zur Gemeinde- Einkommensteuer heran- die Person des neuen Bächters schlüssig; über diesen Beschluß scheint zuziehen seien. Auch hierüber wurden nicht mehr allzu viele aber strengste Amtsverschwiegenheit obwalten zu sollen, Worte gemacht. Die Sache ist so oft und erst im vorigen Herbst dem der Name des Erwählten war nirgends zu erfahren. Die Auwieder so gründlich erörtert worden, daß sie nachgerade als gelegenheit wird nunmehr wieder den Magistrat beschäftigen, ehe sie spruchreif gelten konnte. Der socialdemokratische Anan das Forum der Stadtverordneten gelangt. trag, der die Nichtbesteuerung forderte, hatte im Etatsansschuß Großfeuer brach Sonntag in der Kabelfabrik von Siemens feine Mehrheit gefunden, wurde aber im Plenum von den Antragt. Halste am Salzufer in Charlottenburg aus und beschäftigte Die Benachrichtigungen über die Stenereinschätzungen die Charlottenburger und die Berliner Feuerwehr mehrere Stunden. stellern aufrecht erhalten. Unterstützt wurde er von der„ Nenen werden gegenwärtig den Steuerzahlern zugestellt. Die Einschäßungs- Von dem etiva 70 Meter langen vierstöckigen Gebäude, in dem sich Linken", die ihrerseits einen entsprechenden Antrag einbrachte Kommissionen haben Steuererhöhungen in ungeheuer großer Bahl die Modelltischlerei befindet, wurde der größte Teil des Dachstuhles und zugleich Vorschläge machte, in welcher Weise der Steuerausfall vorgenommen, die durch nichts gerechtfertigt erscheinen, umsoweniger. zerstört und ein großes Lager von Fournieren, wertvollen Hölzern anderweitig zu decken sei. Ein Antrag der Fraktion Mommsen" als bei der nunmehr seit zwei Jahren zurückgehender Geschäfts- und Modellen eingeäschert. Gegen 10 Uhr vormittags entdeckte empfahl mir eine Resolution zu Gunsten der Beseitigung der Vier- konjunktur eine Herabsetzung der Steuern elvartet wurde. Demgemäß ein Wächter das Feuer in dem Lagerraume des Dachgeschosses. mart Steuer von 1903 ab. Die Debatte eröffnete der Redner ist schon jetzt, noch während die Ausgabe der Benachrichtigungen Die Flammen sprangen schnell auf die einzelnen, start ausder„ Neuen Linken", Herr Preuß. Den von ihm geführten Nach- stattfindet, die Zahl der Reklamationen recht bedeutend und die getradneten Holzstapel über. Da mit der Charlottenburger auch weis, daß der Etat auch ohne die Viermark- Steuer sehr wohl Steuerbehörden werden in diesem Jahre mit einer wahren Hochflut gleichzeitig die Berliner Wehr alarmiert war, so waren bald vier balanciert werden kann, bemängelte der Stadttämmerer Maa B. von Gesuchen wegen Herabsetzung in der Steuer überschwemmt Dampf- und mehrere Drucksprigen zur Stelle. Die Hauptaufgabe der noch im Herbst für die Beseitigung dieser Steuer eingetreten werden. Die Reklamationsfrist muß streng innegehalten werden, da war es, dem Feuer den Weg zu verlegen und namentlich zu ver war. Genosse Bruns, der von unsrer Seite für die Beseitigung bei einem verspäteten Eintreffen der Proteste bei der Steuerbehörde hüten, daß die in den einzelnen Stockierten untergebrachte Modellsprach, hob besonders ein Argument hervor, das allein schon hin- auch nur um einen Tag jede Reklamation erfolglos ist. gereicht haben müßte, um dem socialdemokratischen Antrage tischlerei stark in Mitleidenschaft gezogen werde. Unter Leitung des Die Deputation der städtischen Wafferwerke sollte um einen Branddirektors Kiesel arbeitete die Ortswehr mit elf Schlauchleitungen, zum Siege zu verhelfen: die wirtschaftliche Notlage, Stadtverordneten vermehrt werden: der Magistrat hat sich mit diesem während die Berliner mit vier Rohren eingriff. Nach anderthalbunter der infolge der Arbeitslosigkeit gegenwärtig ein großer Teil Beschluß nicht einverstanden erklärt, da der Umfang der Geschäfte stündigem Wassergeben war man des Feuers Herr. Die Berliner der Arbeiterbevölkerung leidet. Bor Bruns hatte bereits Herr eine Vermehrung der Mitglieder der Deputation nicht erfordert", Löschzüge fonnten um 1 Uhr wieder abrücken, doch dauerte die allach erklärt, daß seine Fraktion, die Alte Linte", dahingegen tritt der Magistrat dem Beschluß bei, die Grund vollständige Ablöschung noch einige Stunden. Eine Betriebsstörung principiell nicht für einen Verzicht auf die 4 M. zu haben sei. eigentums- Deputation um zwei Stadtverordnete zu verstärken, findet nicht statt. Die Entstehungsursache des Feuers ist nicht erHinterher wurde die Principienfestigkeit des Freisinns von Herrn fofern die Stadtverordneten- Versammlung sich damit einverstanden mittelt.. Caffel noch einmal bekräftigt. Im übrigen suchte Herr Caffel den erklärt, daß auch die Zahl der Magistrats Vertreter um ein Eindruck der ablehnenden Haltung, die er und seine Freunde ein Mitglied vermehrt werde. Das Polizeipräsidium teilt mit: Nach Unterschlagung von nahmen, dadurch zu mildern, daß er wieder die bekannten wahl= mindestens 35 000 Kronen ist seit Ende Januar d. Js. von rechtlichen Erwägungen geltend machte. Sirger führte In der seit Jahren schwebenden Angelegenheit betreffend die Christiania flüchtig und wird steckbrieflich verfolgt der in ihn furz, aber kräftig ab. Gegen Singers Vorwurf, daß der Freifinn Einstellung eines Betrages von 5000 M. in den Specialetat 45 Deutschland geborene, in England naturalisierte Kaufmann Charles Caffelscher Richtung, indem zur Verfügung des Stadtverordneten Vorstehers" Sember, 50 Jahre alt, mittelgroß, blond, mit blondem SchnurrWahlrecht grundsätzlich an einen Census gebunden wissen wolle, die Aufrecht war der Magistrat wiederum dem Beschluß der gemischten Deputation bart, schielenden blauen Augen, von kränklichem blasfeu Aussehen; erhaltung des plutokratischen Charakters des Wahlrechts nicht beigetreten; er lehnte die Einstellung der 5000 m. abermals wegen Ausschlägen auf beiden Händen trägt er gewöhnlich Handverteidige, wehrte sich Herr Caffel mit großem Eifer. Als er ver nicht erfolge, ein Bedürfnis nicht beurteilt und bemessen werden und Swinemünde verfolgt werden. ab, weil, so lange die Zwedangabe für die Verwendung des Geldes schuhe. Seine Spur fonnte nach Stopenhagen, Rostock, Stettin ficherte, feine Haltung fei ganz folgerichtig, ergänzte ein Zwischenruf: tönne. Der Etatsausschuß hat mun, anscheinend des langen Streites die ihn bis Swinemünde begleitete, zeigte er Spuren von Geistes Nach Angabe einer Dänin, liberal ist sie!" Abgestimmt wurde zuerst über den Antrag müde, beschlossen, der Versammlung zu empfehlen:„ von der Ant- gestörtheit, und ist nicht ausgeschlossen, daß er in einer Anstalt Aufder„ Neuen Linken"; er wurde mit 60 gegen 43 Stimmen abgelehnt. wort des Magistrats Kenntnis zu nehmen". Mit Nein stimmte auch ein Teil der Neuen Linken" selber! BerDamit dürfte die nahme gefunden hat. In die Fremdenbücher der Hotels trug er sich schiedene Freifinnige, die noch im Herbst für die Nichterhebung eigenartige Sache begraben sein. als Sember- Fischer ein. das er " 0 = der Viermark- Steuer gewesen waren, wollten jetzt nichts mehr Die Zahl der öffentlichen Uhren soll bekanntlich um 17 Stück Einen würdigen Bruder in Chrifto hat sich die Evangelischdavon wissen. Bei jedem einzelnen Umfall dieser Braven er- vermehrt werden. Die Mittel hierzu sind bereits seit Jahr und Christliche Gesellschaft St. Michael zugeeignet, nämlich den Dresch scholl von den Bänken unsrer Genossen der spöttische Zuruf:„ Um- Tag von den städtischen Behörden bewilligt, auch die Pläge aus- grafen Bückler. Die frommen Leute fünden auf Handzetteln. an, daß gefallen!" Im ganzen wurden so acht Umfälle registriert. An- gewählt worden, auf welchen die neuen Uhren Aufstellung finden sie im Laufe dieser Woche in den Hohenzollernsälen zu Friedenau genommen, und zwar mit 53 gegen 49 Stimmen, wurde dann die follen. Wie wir hören, wird zur Zeit ein Modell für die Uhren- Evangelisationsversammlungen abhalten werden, für die u. a. auch Resolution Mommsen, womit der socialdemokratische Antrag Träger konstruiert, welches allen Anforderungen genügen dürfte. Graf Bückler als Redner genannt ist. Wahrscheinlich hat der zur von selber abgethan war. Die Resolution bedeutet weiter nichts Sobald dasselbe die Zustimmung der städtischen Behörden gefunden Zeit von der Staatsanwaltschaft gesuchte Rattenseher fich die Bibelals einen höchst unsicheren Wechsel auf die Zukunft. Die freifinnige haben wird, soll mit der Aufstellung der 17 Uhren, voraussichtlich verse Seid unterthan der Obrigkeit“ und Liebe Deinen Nächsten Mehrheit wird ihn im nächsten Jahre schwerlich einlösen. noch in diesem Jahre, begonnen werden. wie Dich selbst" zum Thema erforen. Ueber die gleich in " " Nach Verabschiedung des Etats wurde noch eine lange Reihe mehr oder weniger wichtiger Vorlagen erledigt. Eröffnung des Durchgangsverkehrs auf der Hochbahn. Rätselhafte Selbstmorde. Die 17 Jahre alte Stieftochter Straßenpflasterungs- Vorlage tvollte man Die Betriebsverwaltung der elektrischen Hoch- und Untergrundbahn Klara des Synagogenpförtners Mi II er aus der Lützowstraße 16, en bloc abstimmen lassen, Singer verlangte aber befondre eröffnet den Durchgangsverkehr zwischen Often und Westen mit Be- verließ am Sonnabendabend um 11 Uhr, als ihre Eltern nicht zu Abstimmung über die Pflasterung der„ Linden". uzung des Geleisdreiecks am heutigen Dienstag. Es geschieht dies Hause waren, die Wohnung und sprang, wie Vorüberkommende Es gab darauf eine längere Geschäftsordnungs- Debatte, weil der Weise, daß eine nene Linie Zoologischer Garten- Hallesches fahen, furz vor 2 Uhr gegenüber dem Hause Tempelhofer Ulfer 24 Es gab darauf eine längere Geschäftsordnungs- Debatte, weil Thor eröffnet wird. Der weitere Verkehr mit dem Osten wird durch in den Landwehrkanal. Als der Vater um 12 Uhr nach Hause kam das Herrn Wallach nicht in den Kram paẞte und der Borsteher Herr Langerhans nicht begriff, um was es fich handelte. Zoologischer Garten- Hallesches Thor verkehren in Abständen von Erst um 6 Uhr morgens fand er mit Hilfe von Schiffern die Vermißte Umsteigen auf der Haltestelle Hallesches Thor vermittelt. Die Züge und das Mädchen nicht fand, stellte er sofort Nachforschungen an. Der Singersche Vorschlag drang schließlich durch; aber die kostspielige 10 Minuten. Der erste Zug geht vom Zoologischen Garten morgens an der Möckernbrücke als Leiche wieder. Die Eltern erklären, daß sie Linden" Pflasterung wurde angenommen von derselben Mehrheit, 5,55 Uhr, der letzte 12,33 Uhr nachts. Die Fahrzeit vom Zoologischen auch nicht eine Andeutung hinterlassen habe, weshalb sie ins Waffer die sich eben erst gegen den Verzicht auf die Viermark- Steuer er Garten zum Halleschen Thor beträgt 9 Minuten. flärt hatte! gegangen sei. Der 49 Jahre alte Kaufmann Gotthilf Michaelis aus der Altonaerstr. 19, der verheiratet und Vater zweier Töchter Die Beratung über die Vergebung der städtischen Die 20. Gemeindeschule in der Oranienstraße 26 wird von 15 und 17 Jahren war, betrieb seit 26 Jahren in dem Hause Drudsachen wurde in die geheime Sigung vertagt. Bruns am 1. April d. J. nach der Waldemarstraße 17 in einen Neubau An der Schleuse Nr. 12 einen Leinenhandel und seit 10 Jahren einen erklärte sich aus grundsätzlichen Bedenken gegen diese Flucht vor der verlegt. Das Schul- Grundstück in der Oranienstraße 26 soll dann großen Ausfuhrhandel in Bedarfsartikeln aller Art nach SüdwestOeffentlichkeit. zu einer Blinden- Beschäftigungsanstalt eingerichtet werden, weil das Afrika. Seine Verhältnisse waren, so weit bis jetzt bekannt ist, durchZu dem Widerstand des Magistrats gegen die Verstärkung bis jetzt dazu benutzte Grundstück in der Alten Jakobstraße 112 an aus geordnet. Als am Sonnabendmorgen eine Verkäuferin den der Wasserwerts Deputation wies Singer darauf den Reichsfistus zur Vergrößerung der Reichsdruckerei verkauft worden Backraum hinter dem Comptoir betrat, fand sie Michaelis erhängt hin, daß die Versammlung beschlossen habe, den Fraktionen Ges ist und in zwei Jahren geräumt werden muß. In der Anstalt sind vor. Ein Arzt stellte fest, daß der Tod schon geraume Zeit vorher Tegenheit zur Mitarbeit möglichst in allen Deputationen zu geben. durchschnittlich 150 Blinde beschäftigt. Die Einrichtungskosten werden eingetreten war. Sein Antrag. den Beschluß auf Verstärkung der Wasseriverks: etwa 7000 M. betragen. Der Reichsfiskus will das alte Gebäude Deputation zu wiederholen, wurde fast einstimmig angenommen. in der Alten Jakobstraße niederreißen und einen Neubau aufführen Museum, das Bergamon- Museum, die National- Galerie, das Museum Die königlichen Museen in Berlin, d. h. das Alte und Neue Eine verdiente Schlappe für den Magistrat! Taffen. für Völkerkunde und das Kunstgewerbe- Museum sind während der Die Genoffenschaft ,, Abstinentenheim" giebt bekannt, daß In der Gaudinschen Mordaffaire find die durch die Monate April bis September an den Wochentagen, mit Ausnahme fich die Geschäftsstelle von jest ab Berlin NO., Brenzlauer Allee 27, militärische Untersuchungs- Kommission bei den Mannschaften des der Montage 2. Garde Dragoner- Regiments vorgenommenen Bernehmungen tage Aufgang III, befindet. Wer sich für dieses Unternehmen intereffiert resultatlos verlaufen, wie auch die Durchsuchung der Stubenschränke Feiertagen der hohen Feste von 12 bis 6 Uhr für das Publikum und nähere Auskunft wünscht, wird gebeten, sich mündlich oder schriftlich an die Geschäftsstelle zu wenden. in der Kaserne nach den dem Getöteten geraubten Gegenständen er- geöffnet. folglos blieb. Nach dem Verlaufe der Untersuchung ist es über- Oeffentliche Sygiene Vorträge der Centralfommiffion. Nochmals die neuen Postwertzeichen. Wegen der mit dem Haupt zweifelhaft geworden, ob das Verbrechen durch Garde- Wegen Behinderung des Vortragenden mußte vor einigen Wochen 1. April ds. Js. einzuführenden neuen Postwertzeichen für das bis- Dragoner verübt worden ist, vielmehr wird mit der Möglichkeit ge- ein Vortrag über Geschlechtskrankheiten ausfallen. Herr Dr. Ernst herige Reichspostgebiet und Württemberg geben wir noch folgende rechnet, daß die That auch durch den Angehörigen einer R. W. Frank wird über dieses Thema nunmehr heute, Dienstag, Mitteilung des Reichspostamts wieder: Die bisher im Reichspostgebiet andren Kavallerietruppe begangen sein kann. Die Kriminal- abends 81/2 Uhr, in der Schulaula Keibelstr. 31/2 sprechen. Beginn gültigen Bostwertzeichen mit der Inschrift Reichspost" werden mit polizei hat übrigens die Untersuchung nach einer andren des Vortrags präcise 81/2 Uhr. Butritt für jedermann unentgeltlich Ende März 1902 außer Kurs gesetzt. Nach der in den Schalter- Richtung hin aufgenommen, da es nicht ausgeschlossen ohne Legitimation. die National Galerie mit Ausnahme der Diens von 10 bis 4 Uhr Sonntags, und an den zweiten 0 räumen der Postanstalten angebrachten Bekanntmachung sollen die erscheint, daß Civilpersonen, die von ihrer Dienstzeit her im Besitze Professor Dr. Erift v. Leyden feiert am 20. April feinen siebzigsten neuen Bostwertzeichen, mit deren Verkäufe bereits begonnen worden von eignen Uniformen find, bei dem Verbrechen beteiligt waren. Geburtstag. Ein Komitee will aus Anlaß dieses Tages ein Festbantett in ist, nicht vor dem 1. April und die alten Bostwertzeichen nicht Es ist festgestellt, daß homosexuell beanlagte. Personen fich häufig der Philharmonie veranstalten. GegenAbend war am Kottbuser Platz einkind unter die elektrische Straßentverden. Aus deu Nachbarorten. 9119 Schöneberg. Die Barteigenoffen werden darauf aufmerksam gemacht, daß sich die Wohnung des Vorsitzenden des Wahlvereins, Starl Wollermann, jegt Frankenstr. 7, Seitenflügel I. befindet. Ober- Schöneweide. Morgen Mittwoch, den 26. März, findet bei Kaufholt eine Versammlung des Wahlvereins statt. Die Mitglieder werden dringend ersucht, überzählige Urania- Billets abzuliefern; desgleichen so viel wie möglich abzurechnen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. fammer zu Paderborn zu verantworten. Bade ist am 10. Februar Versammlungen. Elfte allgemeine Kaninchen Ausstellung. Der Centralverein 17. Straffammer hiesigen Landgerichts I( Vorsitzender Landgerichts- 1 Gegen das Urteil im Altenbekener Prozeß haben die Vers beutscher Kaninchenzüchter( Siz Berlin) veranstaltet vom 28. März bis Direktor Voigt) zu seiner Aburteilung vorgeführt. Dem jest teidiger der beiden Verurteilten, des Zugführers Peters und des zum 1. April d. J. in den heizbaren Glashallen des Etablissements 50 jährigen Angeklagten, der ein fleißiger und bescheidener Mann Blockwärters Kleinhans( Block Schürenberg) Revision angemeldet. Sie Buggenhagen am Moritplatz seine elfte allgemeine Kaninchen- Ausstellung. war, wurde zur Last gelegt, in den Jahren 1897-1901 in 13 Fällen gründet sich namentlich darauf, daß das Gericht sämtliche EntlastungsAm zweiten Ofterfeiertage findet im großen Saale des fich der Amtsunterschlagung, der Beiseiteschaffung einer Urkunde und anträge der Verteidigung abgelehnt hat, worin eine Beschränkung der Gewerkschaftshauses, Engel- fer 15, das legte Konzert in der Untreue schuldig gemacht zu haben. Er hat nach dem Inkraft Verteidigung erblickt wird. Falls der Berufung stattgegeben werden dieser Saison der Berliner Tontünstler- Vereinigung treten des neuen Stempelgefeßes in 9 verschiedenen Fällen größere follte, dürfte die neue Verhandlung nicht vor Oktober zu erwarten statt. Das fehr reichhaltige Programm dürfte auch hohen An Geldsummen im Gesamtbetrage von 15 300 m., die ihm zu Stempel- fein. Auch der Staatsanwalt hat Revision eingelegt, und zwar sprüchen genügen und dem Konzerte einen guten Zuspruch sichern, zweden übergeben worden waren, dazu benutzt, um sich aus gegen das Kleinhans zu neun Monaten verurteilende und gegen das umsomehr, als die Darbietungen der Tonkünstler Bereinigung fich drängenden Schulden herauszureißen. Er hat dann als Notar Meher freisprechende Erkenntnis. bereits durch die früheren Stonzerte im Gewerkschaftshause, welche wahrheitswidrig bekundet, daß bei den betreffenden Stammurkunden Die Leichenberaubung auf der Altenbekener Unglücksstets vor ausverkauftem Hause stattfanden, eine große Zahl von die erforderlichen Stempel taffiert seien. In 4 Fällen hat er Tanzkränzchen) sind zu haben bei Rühle, Musikalienhandlung, zu bestimmten Zwecken übergeben worden waren, zu andren Zwecken werden kann. Bekanntlich dauerte es sehr lange, ehe alle VerFreunden erworben haben. Eintrittskarten zu 40 f.( einschließlich dann noch Gelder, die ihm in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt ſtätte. Beim Altenbekener Eisenbahn- Unglück soll noch ein Verbrechen verübt worden sein, wie es schlimmer kaum gedacht Morigplay; in den Cigarrengeschäften Gottfr. Schulz, Admiral- verwandt. Der Angeklagte, der sich seiner Zeit der Staatsstraße 40a, und P. Horfch, Engel- Ufer 15, sowie im Gewerkschaftsanwaltschaft selbst gestellt und seine Löschung aus der Liste der unglückte aus den Trümmern hervorgeholt werden fonnten. Der hause und an der Abendkasse. Rechtsanwalte beantragt hatte, war im bollen Umfange geftändig verhängnisvolle Zusammenstoß der zwei Eisenbahnzüge geschah Fenerbericht. Zwei größere Brände, durch die zahlreiche schiefe Ebene gedrängt worden sei. Seit dem Jahre 1881, wo er bas Wimmern der Sterbenden und Schwerverwundeten. und erklärte glaubwürdig, daß er nur durch die bitterste Not auf die am 20. Dezember 1901, mittags zwischen 12 und 1 Uhr, und die ganze folgende Nacht hindurch hörte man noch Mieter in Aufregung versetzt wurden, erfolgten Montag früb. Gegen sich verheiratet habe, sei er in Schulden geraten, da seine Hoffnungen dieser entsetzlichen Nacht wurde der Nottenarbeiter Johann 4 Uhr wurde die Wehr nach dem Krögel 1, dem interessantesten auf ein Aufblühen seiner Bragis fich nicht erfüllten. Er habe sich die immer der Sterbebe der Sottero Ueberbleibsel von Alt- Berlin, gerufen. Hier war in dem zu ebener durch Darlehen seiner Freunde und durch Opfer seiner Verwandten des verunglückten D- Buges beobachtet, als er sich an den HofenBade bon einem Bahnmeister in einem Personenwagen ausgeholfen und sich über böswillige Weise Feuer entstanden, das in kurzer Zeit die darüber immer noch genug Schulden bestehen und die Praxis sei immer afchen einiger Leichen zu schaffen machte. Der Bahumeister liegenden Wohnungen von fleinen Mietern total verqualmte. Nur schlechter geworden, da er in mancher Notlage gezwungen ge jedoch nicht, sondern sprang fofort zum Wagenfenster hinaus. Der fragte den Mann, was er in dem Wagen suche. Dieser antwortete dem Umstande, daß das Fener noch rechtzeitig bemerkt wesen sei, einzelne seiner Klienten anzuborgen. Er habe suribe, tvar es zu banken, daß die Mieter ihre Wohnungen immer neue Schulben machen müssen und schließlich keinen Bahnmeister will darauf sogleich wahrgenommen haben, daß einem schleunigst auf Hintertreppen verlassen konnten. Die Feuer- Kredit mehr gefunden. wehr mußte längere Zeit mit zwei Schlauchleitungen Wasser geben, in der Kaffe gehabt, um die Schreiber und die Tete zu bezahlen waren. Einige Tage später foll Bade sich für 50 M. eine Flinte Er habe oft nicht genug Geld mehr verunglückten Ingenieur aus Hagen die Hosentaschen aufgeschuitten bevor die Gefahr beseitigt war. Kaum war die Wehr hier mit der und mehr als einmal habe sein Bureauvorsteher ausgeholfen. Er gekauft, feiner Geliebten goldene Ohrringe geschenkt, seine Freunde Arbeit fertig, als sie wenige Häuser weiter nach der Stralauerstr. 42 wurde vielfach mit Exekutionen bedroht, der Gerichtsvollzieher drohte haben mehrere Personen angezeigt, daß belirtet und viel Geld bei fich geführt haben. Außerdem gerufen wurde. In einem Keller des zweiten Hofes war hier auf mehr als einmal damit, am folgenden Tage im Bureau zu ers ihren verunglückten noch nicht ermittelte Weise Feuer ausgekommen. Auch hier hatte scheinen und versiegeln zu müssen. Er sei oft, bevor er feine Angehörigen große Summen Geldes abhanden gekommen seien. Termine wahrzunehmen hatte, in der Lage gewesen, sich darüber auf dem Schlesischen Bahnhofe ein Waggon mit Breßkohlen entzündet. den Kopf zu zerbrechen, wo er 10 M. Herbekommen könne, um seine anderen Leichen 300 M., 100 M. usw. geraubt worden sein. Obwohl Kind war indes schon vor Ankunft der Wehr unter dem Wagen habe er sich zu den Unredlichkeiten verleiten lassen. Er habe aus. Ichlagung erhoben worden. Er hat sich daher Montag vor der Strafbahn geraten, zu dessen Befreiung die Wehr alarmiert wurde. Das furchtbaren Lage, wo schließlich auch seine Verwandten versagten, zu haben, so ist doch gegen ihn die Anklage wegen FundunterFrau in den Stand zu sehen, Mittagbrot zu kochen. In dieser Bade mit großer Entschiedenheit bestreitet, sich irgendwie vergangen hervorgeholt. Kurz darauf brannten in der Reichenbergerstr. 155 nahmsweise immer viel fremdes Geld in Händen gehabt, weil er Chemikalien. In der Burgsdorferstraße und am Bahnhof Weißensee eine Schifferpraris hatte und seine selienten immer lange Zeit unter- 1875 zu Schwaneh bei Paderborn geboren, katholisch, unverheiratet wurde in vergangener Nacht Unfug am öffentlichen Feuermelder wegs waren. Er habe immer gehofft, die entnommenen Gelder immer und imbestraft. verübt. Leider gelang es wieder nicht, der Thäter habhaft zu rechtzeitig decken zu können, bis die Katastrophe eintrat. Er habe Stätte des Altenbekener Eisenbahnmglücks von der Strafkammer zu Der Angeklagte wurde wegen 2eichenberaubung auf der werden. Zur Hebung eines untergehenden Kahnes wurde die Wehr keinen Tag und keine Nacht mehr Ruhe gehabt und sich schließlich drei Jahren Gefängnis und vier Jahren Ehrverlust verinteilt und nach der Köpenickerstr. 8 gerufen. Außerdem liefen noch Feuer selbst gestellt. Staatsanw. Braut erkannte an, daß dem Anmeldungen von Wilhelmftr. 21, Schwedterstr. 32 und Chorinerstr. 18 geklagten alle möglichen Wilderungsgründe zuzubilligen seien. Es fofort verhaftet. ein. In allen drei Fällen konnte jedoch die Gefahr bald beseitigt fei ein trauriges, bemitleidenswertes Menschenfchicksal, welches hier seinen Abschluß erhalte. Der Angeklagte habe alles gethan, was jemand, der gefehlt habe, thun fönne, um sich einer milden Be urteilung wert zu zeigen. Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre Eine außerordentliche Generalversammlung der Möbel6 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust. Justizrat Klein polierer beschäftigte sich am 16. März mit dem Arbeitsnachweis hoIz beantragte ein geringeres Strafmaß, Anrechnung der Unter der Jumungen. Schulz führte aus, daß der Arbeitsfuchungshaft und Belaffung der Ehrenrechte. Der Gerichtshof nachweis des Verbandes welcher ſeit 19 Jahren besteht, billigte dem Angeklagten mildernde Umstände zu, da er nicht aus zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert hätte. deshalb die Ehrenrechte und verurteilte ihn zu einem Jahre drei Stellen zu besetzen gewesen waren. Die Versammlung beschloß, den ehrloser Gesinnung, sondern aus Not gehandelt habe, beließ ihm Dies beweist am besten, daß im vergangenen Jahre 1877 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Unter- Arbeitsnachweis der Unternehmer nicht zu benutzen und eine Extrafuchungshaft. stener von 50 Pf. pro Woche zu erheben, um den arbeitslosen Justizrat Dr. Sello ist vom Ehrengerichtshof der Anwalts- Kollegen eine Mart Unterstützung pro Tag zu gewähren. fammer freigesprochen worden. Das ehrengerichtliche Ber- Kollegen, denen Arbeit zu dem tarifmäßigen Lohn nachgewiesen fahren gegen Justizrat Dr. Sello währte vom Sonnabendnachmittag wird, sind verpflichtet, dieselbe anzunehmen; verweigern fie 4 Uhr ab bis Sonntag früh 1 Uhr vor der Anwaltskammer im dies, so gehen sie sie der Unterstüßung verlustig. Jeder Kammergericht. Zur Anklage stand das Verhalten des Justizrats Kollege hat eine sechstägige Starenzzeit durchzumachen. Den Kollegen, Sello bei der am Schlusse des Jahres 1900 geführten Ver- die vor dem 16. März arbeitslos waren, wird die Zeit mit an teidigung des Bantiers Auguft Sternberg. Den Borsiz führte Geh. gerechnet. Wer bis zu 4 Wochen Aushilfe annimmt, braucht die Justizrat von Simson, die Anklage vertrat Staatsanwalt Richter. Karenzzeit nicht noch mal durchzumachen. Die Kollegen, die 4 Tage Dem Angeklagten standen Justizrat Kleinholz und Rechtsanwalt in der Woche arbeiten, müssen die 50 Bf. auch bezahlen. Es gelangte Dr. Silberstein zur Seite. Der Oberstaatsanwalt hatte in sechs einstimmig eine Resolution zur Annahme, in der der JnnungsPunkten Anklage erhoben. Es handelte sich u. a. um die Heraus- nachweis und die Entlassungsscheine als ein Attentat auf die organiforderung des Staatsantvalts Braut zum Zweikampf. Wie noch er- fierte Arbeiterschaft gekennzeichnet werden. Weiter wurde beschlossen, innerlich sein dürfte, waren die ersten Angriffe gegen Justirat Sello den 1. Mai wie alljährlich durch strikte Arbeitsruhe zu feiern undeshalb erfolgt, weil eine von ihm in der Gerichtsverhandlung gegen beschadet der Drohung der Unternehmer, sämtliche Kollegen 4 Wochen Sternberg dem Gerichtshof gegenüber abgegebene Erklärung an lang auszusperren. geblich falsch sein sollte. Der Justizrat hatte, als die Bestechungsversuche des Sternbergschen Geschäftsführers Luppa zur Sprache famen, Groß- Lichterfelde. Der socialdemokratische Wahlverein Großfeierlich erklärt, daß er nicht wisse, ob hier ein Meineid des Kriminalschuß- Lichterfelde nahm in seiner Generalversammlung am Sonntag, nachmanns Stierstädter oder ein Amtsverbrechen des Kriminalkommiffars dem vor Eintritt in die Tagesordnung das Andenken der verThiel vorläge. Nach eingebender Erörterung der Thatsachen ließ in storbenen Mitglieder Niendorf und Wiemer in der üblichen der gestrigen Verhandlung der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Weise geehrt worden, Stellung zu der heute stattfindenden StichBürgermeister Boddin in Nixdorf ist aus Anlaß der am Richter, in diesem Bunft die Anklage fallen. Gegen 1/21 1hr nachts wahl im zweiten Kommunalwahlbezirk. Der Kandidat, Genoffe Sonnabend erfolgten Enthüllungsfeier des Rigdorfer Kaiser Wilhelm- endigte bas Blaiboyer des Staatsanwalts, der für die übrigen fünf 23 e Bler, beleuchtete die derzeitige Situation und kam zu dem Dentmals zum Oberbürgermeister ernannt worden. Hoffentlich bleibt Herr Boddin auch in dieser Eigenschaft der Mann, der er Fälle insgesamt Verweis und 500 M. Geldstrafe beantragte. Dann Resultat, daß bei Anspannung aller Sträfte socialdemokratischerfeits lich bleibt Herr Boddin auch in dieser Eigenschaft der Mann, der er folgten eingehende Grörterungen der beiden Verteidiger des Justiz- und falls die Gegner, wie bisher, zu einer Einigung bisher war. rate Sello, die auf Freisprechung plädierten. Nach kurzer Beratung nicht kommen würden, der Sieg des focialdemokratischen Friedenau. Eine hübsche Illustration zu der in den Wahl- sprach der Ehrengerichtshof den Angeklagten Justizrat Sello frei, in Kandidaten wahrscheinlich sei. Die Wähler der Arbeiterklasse müssen kämpfen um die Gemeindevertretersize von den bürgerlichen Kandi- dem er feststellte, daß er sich in feinem Punkte gegen die Würde aber unbedingt nur einem einzigen Kandidaten, dem social. daten immer vorgebrachten Phrase von der Vertretung der„ all- feines Standes vergangen habe. demokratischen, ihre Stimme gebe. In der lebhaften Disgemeinen Intereffen" lieferte die letzte Sizung unsrer Gemeinde- Charlottenburg. Der Milchkrieg zwischen den Milch- fuffion wurde allerseits auf die Notwendigkeit einer energifchen Agivertretung bei Gelegenheit der zweiten Refung des Gemeindehaushalts. pächtern und dem Wilchring war die Ursache au einer Privat- tation bis zum Tage der Stichwahl hingewiesen und die ParteiIn der ersten Lesung war beschlossen worden, die Grundsteuer flage zwischen zwei hiesigen Milchhändlern, zu deren Erledigung genoffen zu reger Teilnahme aufgefordert. um 25 Broz. zu erhöhen, was bei den enorm gestiegenen Sonnabend vor dem Schöffengerichte Termin anstand. Bon allBezüglich der Maifeier wurde ein Ausflug am 1. Mai vorMieten jedenfalls nicht zweiten Lesung ber Ladenpreisen und den Ruin der gemeinem Intereffe war die Berhandlung deshalb, weil in derselben beschlossen. Die Veranstaltung von Bergnügungen wurde abgelehnt. mittags, sowie die Abhaltung einer Volksversammlung am Abend Grundbesitzer herbeigeführt hätte. Bei der Unterschied zwischen garantiert reiner entdeckte man nun, daß der Etat, mit einem Ueberschuß Bollmilch" und„ Kindermilch gerichtsseitig festgestellt leber den bekannten Artikel des„ Gemeinnüßigen", der Beleidigungen bon 7014,42 M. abschließt; und dieses freudige Ereignis wurde. Der Milchhändler Hilbig, Kaiser Friedrichstr. 71, hatte gegen mit dem Bemerken, daß die Redaktion des genannten Blattes eine weckte sofort die Begehrlichkeit" eines Gemeindevertreters. Herr den Milchhändler Spahn, Kaiser Friedrichstr. 87 und dessen Ehefrau Schremmer stellte den Antrag, die in der ersten Lesung beschloffene wegen Beleidigung geflagt, weil Spahn ihn durch einen an einen Berichtigung, nicht aufgenommen habe und daß er sich deshalb verErhöhung der Grundstener von 25 auf 15 Broz. herabzusetzen; Stunden gerichteten Brief beleidigt haben sollte. Den beleidigenden anlaßt sehe, die Aufnahme derfelben zu erzwingen. Ob noch weitere selbstverständlich wurde dieser Antrag mit großer Mehrheit" an- Brief geschrieben zu haben, gab Spahn zu; in dem Briefe nennt er den Schritte gegen den Redacteur unternommen werden sollten, überlasse er der Versammlung. Wetter stimmte dem Berichterstatter ingenommen, vermutlich auch im allgemeinen Interesse". Es Kläger einen Ringmilchschieber" und nennt dessen Geschäftsgebahren scheint jedoch nach Ansicht des Herrn Schremmer in unfrem Orte schmutzig". Spahn versuchte, durch Zeugen den Wahrheitsbeweis fotveit zu, als die Aufnahme der Berichtigung durchgesetzt werden auch Leute zu geben, die es nicht so nötig" baben wie die für seine Behauptungen zu führen. Die eine Zeugin bekundete, sie Erhebung der Beleidigungsklage, die ja wohl zweifellos Erfolg haben miffe, sprach sich gegen weitere Maßnahmen, etwa armen Grundbefizer. Diese beneidenswerte Klaffe unfrer Mitbüirger habe bei Gilbig" Sindermilch" bestellt; Silbig babe auch die Lieferung würde, aus. Wenzel betonte demgegenüber, daß gerade die die Nachtwächter, deren Gehalt" um 50 m. höher in von Kindermilch" versprochen, aber die Flaschen, in denen er den Etat eingestellt war. Herr Schremmer wünschte, daß eine solche die Milch geliefert, hätten die Bezeichnung Wollmilch" gehabt, Gegner es find, die bei den geringfügigsten Anlässen die Gerichte Erhöhung nicht alle Jahre wiederkehren möge; diese Leute ständen die Rechnung hätte über 20 Pf. pro Liter gelautet. Bei dieser gegen socialdemokratische Redacteure mobil machen, die aber ihrer ſich gar nicht so schlecht, da fie doch neben ihrem Gehalt auch noch Vernehmung machte der Vorsitzende die Zengin, welche fich an feits, weil sie stets unbehelligt bleiben, glauben, einen förmlichen " Schließgelder" beziehen. Die Glücklichen! Da die Gehaltserhöhung scheinend über den Unterschied zwischen Vollmilch und Kinder- Freibrief auf Beschimpfung politischer Gegner zu haben. Es wurde trondem gutgeheißen wurde, bewerben sich vielleicht nunmehr mild beschlossen, daß die Aufnahme der Berichtigung seitens der andarauf war, aufmerksam, daß einige Hausbefizer um Nachtwächterstellen, um auch einmal ein die Vollmilch zivar denselben Fettgehalt und dasselbe specifische aegriffenen Kommissionsmitglieder eventuell im Zwangswege herbeifolches Schlemmerleben führen zu können. Erwähnt fei noch, daß Gewicht habe wie die Kindermilch, lettere lame aber von zuführen, von weiteren Schritten von Vereinswegen jedoch abzuHerr Dr. Schula einstimmig zum Schulzarat wiedergewählt ühen, die unter besonderer Aufsicht ständen und sehen ist. wurde. Der Arbeiterschaft von Friedenau möchten wir empfehlen, besonders gefüttert würden; schon der Preis von 20 Pf. Centralverein der Bildhauer. Im Gewerkschaftshause abends sich etwas mehr um die Gemeindeangelegenheiten zu kümmern, fie laffe ersehen, daß die gelieferte Milch nicht Kindermilch sein sollte, 8% Uhr: Stellungnahme zum Arbeitsnachweis der Holzinduſtriellen. wird dann bald zu der Ueberzeugung gelangen, daß es dringend benn letztere tofte 80 bis 50 Pf. pro Liter. Daß er ein nötig ist, Leute aus ihren Reihen in die Gemeindevertretung zu Fensterplatat mit der Bezeichnung: Ringfreie Milch" fenden, damit dort endlich auch die Jntereffen der kleinen Leute geführt, aber einen Teil seiner Milch vom Milchring gewahrt werden. bezogen habe, gab ber Privatkläger Hilbig zu. Der Gerichtshof erkannte zwar an, daß Spahn zu seinen Be leidigungen durch das Geschäftsgebahren des Hilbig provoziert sei, fand jedoch in den Aeußerungen Ringmilchschieber" und schmutzigen Geschäften" eine Beleidigung und verurteilte Spahn zu einer Geldstrafe von 5 M. event. 1 Tage Haft. Durch leichtsinniges Umgehen mit Gift ist in Sch margen dorf ein junges Menschenleben vernichtet und ein zweites Kind in große Lebensgefahr gebracht worden. Der dort in der Breitestr. 7 wohnende Bäckermeister Hempel hatte vor längerer Zeit für Menschen angeblich unschädliches Rattengift gebraucht und den Rest in einer Düte auf einem Spinde aufbewahrt. Bei der Wohnungsreinigung fand das Dienstmädchen diese Düte und warf fie, ohne auf den Inhalt zu achten, mit andren Papieren auf den Hof. Der mittags mit andern Kindern auf dem Hofe spielende 6 Jahre alte Sohn Cuni des Steinträgers Kirstein fand diese Düte, toftete von dem Inhalt und ließ den gleichaltrigen Knaben Töpfer auch davon kosten. Bald darauf stellten sich bei den Kindern Bergiftungssymptome ein. Ein Arzt gab sofort Gegenmittel. Der Knabe Kirstein war jedoch nicht mehr zu retten und starb abends unter entsetzlichen Qualen. Der Knabe Töpfer, dem der Magen ausgepumpt worden ist, lebt noch, schwebt aber in großer Lebensgefahr. Die Polizeibehörde in Schmargendorf hat über den traurigen Fall die Untersuchung eingeleitet. find nicht ganz flar id aber Briefkasten der Redaktion. Die juriftliche Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9% Uhr abends statt. 5. S. 95. Kaufen Sie sich ein fleines geographisches Schulhandbuch; da finden Sie alles hübsch beieinander. R. F. M. 1. Pläne. 2. Generäle. 3. Die Zahl steht nicht ganz fest, daher die Schwankungen in der Angabe. O. W. Höchste Temperatur 15,4 Grad Celsius( 5 Grab C..= Bei der Voruntersuchung im Fall Kniffe- Wilmersdorf hat sich bis jetzt herausgestellt, daß der verhaftete Kassenrendant, der nicht weniger als sieben Kaffen gleichzeitig verwaltete, das unterschlagene Geld verschiedenen Stassen entnommen hat. Besonders geschädigt sind die Wilmersdorfer Steuer- und Gemeindekaffe und die Orts- Krantentasse. Bei dieser sind durch die falschen Buchungen, die Ein Kollektenprozeß. Ein Urteil von principieller Bedeutung Senisse zur Verschleierung seiner Veruntreuungen vorgenommen hat, wurde am 19. März von dem Schöffengericht Köpenid gefällt. den Arbeitgebern zahlreiche Ungelegenheiten entstanden. Der Prozeß Die Genoffen Polzin und Wust row waren angeklagt, gegen die 4 Grad R.). gegen den ungetreuen Kassenrendanten, der teilweise geständig ist. Polizeiverordnung, welche das öffentliche Kollettieren ohne polizei- 3. H. 35. Leider nein! wird voraussichtlich Anfang Mai stattfinden. Die politischen Freunde liche Genehmigung verbietet, verstoßen zu haben, da sie zu der Gustav 1001. Ohne Einsicht in das Testament ist Ihre Frage nicht Kniffes haben nicht nur einen erheblichen Teil der fehlenden Summe Gemeindewahl auf Listen gesammelt hatten. Der Portier Rocher Amtsgericht des Bezirks, in dem der zu Verklagende wohnt. 4. Ja, 5. Dafür zu beantworten. P. D., Charlottenburg. 1. und 2. a. 3. Ja. beim ersetzt, sondern auch für die Frau des gewesenen Gemeinderendanten und der Gärtnereibefizer Schröder, beide in Grünau, fühlten sich giebt es feine Frist. G. B., Köpenick. Eine Klage hätte Aussicht auf in ausreichender Weise gesorgt. berufen, dies schwere Verbrechen dem Gendarmen des Ortes mit Erfolg.- Allendorf i. Th. 1. Das hängt vom Inhalt der Statuten ab. zuteilen, welcher das Weitere veranlaßte. Der Amtsantvalt be- 2. Mein. W. S., Bremen. 1. und 2. Ja. 3. Sie fönnen nach Zahlung. Müller, Anton: antragte gegen jeden der Genoffen eine Geldstrafe von 5 M. Das der Miete auf Herausgabe( beim Amtsgericht) flagen. Gericht erkannte auf Freisprechung und Auferlegung der Kosten strake. Leider liegt in dem von Ihnen geschilderten Fall, wie es scheint, Florian. 1, Jst de auf die Staatstaffe, da die Angeklagten nachweisen konnten, daß sie nichts vereinbart, so tritt die gesetzliche stimdigungsfrist ein. 2.-. Wiederweder Kranten noch Unfall- Versicherungspflicht vor. Der Unterschlagungsprozeß gegen Rechtsanwalt Flatow. mur in einem Lotal gesammelt hatten und daß diese Art des holen Sie die Anfrage unter Ergänzung nach der Richtung, ob Sie Der seit dem 15. Januar in Untersuchungshaft fißende frühere Sammelns nach einem Kammergerichtsurteil nicht als öffentliches Gewerbegehilfe, Wertmeister, Handlungsgehilfe sind und об ein schriftlicher oder mündlicher Vertrag vorliegt. Rechtsanwalt und Notar Gustav Jakob Flato w wurde gestern der Kollektieren angesehen werden kann.mid dad F. W. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Gerichts- Beifung. 1 Nein