Nr. 66. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn a Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Snferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der 18. März. Bwei Gedenktage hat das internationale Proletariat ben 18. März und den 1. Mai- jener der Vergangenheit, dieser der Zukunft gewidmet, beide dem gleichen Zwed dienend: das heilige Feuer der Begeisterung für die Sache des arbeitenden Boltes zu nähren und die Leidenschaft zu entflammen für den großen Emanzipationskampf der unter drückten und ausgebeuteten Menschheit. Während die Proletarier aller Länder sich rüsten zur würdigen Begehung des 1. Mai, sind sie heute in geistiger Gemeinschaft vereinigt, um der Großthaten des Bolles zu gedenken und an dem Beispiel der todten Borkämpfer und Märtyrer sich emporzuschwingen zur Höhe des Pflichtgefühls und des Opfermuths. Freitag, den 18. März 1892. Expedition: Benth- Straße 3. Und richtig: es war der Schlußstein gewesen! Das dank der verrätherischen Feigheit der Bourgeoisie. Im ganze europäische Staats- und Staatensystem tam ins November 1848 fiel Wien, und an demselben Tag, wo Wankender Sturmwind der Revolution fegte über Robert Blum dort sein Leben ließ, zog Wrangel in Europa hinweg; die festesten Throne ächzten und frachten. Berlin ein. Namentlich Deutschland, das Land des beschränkten Unterthanenverstandes und der Geduld, gerieth in wilde, wirre Bewegung der revolutionäre Westwind, der inzwischen ein beißender Märzwind geworden war, durchsaufte die fromme Kinderstube- Alles drunter und drüber werfend. Der größte Staatsmann des 19. Jahrhunderts und aller Jahrhunderte, wie die Zeitgenossen ihn priesen, der Schöpfer und Träger der monarchischen Ordnungspolitik nach Besiegung der französischen Revolution und Napoleon's der politische Wundermann Metternich klappte zus sammen wie ein Taschenmesser und wurde am 13. März Der 18. März hat nicht minder als der 1. Mai einen von den Wienern zu seinem abgetakelten Freunde und internationalen Charakter. Und diese Internationalität wird Konkurrenten, dem Bürgertönig Louis Philippe, nach London dadurch noch ganz besonders hervorgehoben und zum Ausgeschickt. -Im nächsten Jahr noch das Nachzucken der Revolution: in Dresden, Baden, der Pfalz- noch der Heldenkampf der Ungarn und die Nacht der Reaktion brach herein. Die französische Republik, die in den Arbeitern ihre einzigen sicheren Stüßen zusammengeschoffen hatte, fiel dem abenteuernden Lump Bonaparte in die Hände, der als ges er nanute fich Kaiser krönter Räuberhauptmann Frankreich noch gründlicher ausraubte, wie sein Vorgänger, der Bürgertönig, es gethan hatte. Und in Deutschland er hob sich die Dynastie Bismarck auf den Hausmeier- Thron. Blut und Eisen" wurde die Losung. Mittelalterliche Gewaltpolitik. Frankreichs. Da, ein Bliz durch die Nacht! Es ist der 18. März 1871. Hüben Bismarc- drüben Bonaparte- das vertrug sich und das schlug sich. Das Volk von Deutschdruck gebracht, daß der 18. März ursprünglich das Werk Und in Berlin grollte es. Das Volk stellte die be- land und Frankreich hatte die Kosten zu tragen. In einem der zwei Völker ist, die an ihrem eigenen Leib Jahrhunderte tannten Forderungen jener Zeit die Forderungen mörderischen Massenkrieg, dem mörderischsten, die Zeitdauer hindurch die Kulturfeindlichkeit des sogenannten Nationali- des bürgerlichen Liberalismus, eine bewußte proletarische betrachtet, den die Welt bis dahin jemals gesehen, zer tätsprinzips erfahren und mit ihrem innersten Herzblut die Bewegung gab es noch nicht. Der König wankt und fleischten sich die beiden mächtigsten und vornehmsten KulturMenschlichkeit und Nothwendigkeit der internationalen Verbrüderung der Völker schwankt. Jetzt Nachgeben, jezt Ablehnen. Am 18. März völker des europäischen Festlands auf tausenden von Schlachtfeldern durch die That und durch ist anscheinend Friedensschluß zwischen König und Volt. Zivilisation schienen begraben unter den Schlachtfeldern ihr Leiden bewiesen haben. Der König hat Alles bewilligt. Das Volk jubelt. Das Volk jubelt. Da Von den zwei Voltserhebungen, die das internationale frachen Schüsse. Das jubelnde Volt ist vor dem Schloß Proletariat heute feiert, ist die eine der 18. März 1848 von Militär überfallen worden.„ Ein Mißverständniß" deutsch, die andere der 18. März 1871 heißt's! Doch das Volt hatte verstanden, daß die französisch. Im Jahr 1848 war es das Volk von Säbel scharf geschliffen und die Flinten scharf geladen waren. Berlin, im Jahr 1871 das Volk von Paris, welches Rache! die Sturmfahne der Freiheit ergriff und zum Siege trug. Die Todten und Verwundeten werden weggeschleppt, Barrikaden gebaut der Kampf entbrennt. Ein ernst Hier ist nicht Platz für die Geschichte jener Tage. Nur furz und in scharfen Umrissen seien die Ereignisse hin- hafter, blutiger Kampf. Hier das empörte, verrathene Volt gezeichnet. Es war im Februar 1848. In Frankreich - dort das herrliche Kriegsheer". Und das Volk siegte siegte im Rampf, wenn auch regierte ein König, der, den europäischen Regierungen als Ausbund aller politischen Weisheit, und als Schlußstein der die Thatsache planmäßig weggelogen wird. Die Monarchie europäischen Staats- und Staatenordnung galt. Er hatte war besiegt.. den einzig richtigen Kurs entdeckt( und von den Staats- Das war der 18. März 1848. Das arbeitende Volt von Paris hat die rothe Fahne und die Waffen erfaßt zur Vertheidigung, zur Rettung der jungen Republik, die es nach dem Fall des Kaiserreichs errichtet hatte, und deren Vernichtung die Bourgeoisie plante. Das Bolt von Paris ist siegreich. Wenige Tage nach dem 18. März ersteht die Kommune. Die Geschichte der Kommune, der ersten ProletarierRegierung, ist in das Herz jedes Arbeiters eingegraben: von Feinden umlagert, hinter und neben den Bersaillern die fiegreiche deutsche Armee als deren Rückhalt, das übrige Frankreich gleichgiltig oder feindlich an Sieg war da weisen der Zeit ward es ihm auch geglaubt): das Juste Was folgte, ist bekannt die Monarchie war besiegt, nicht zu denken. Es galt zu kämpfen. Und die Geschichte milien die richtige Mitte, die richtige- Mittelstraße-; nicht überwunden. Das siegreiche Volk zog vor das Schloß, der Kommune ist eine Geschichte des Kampfes, unablässigen und er fühlte sich allmächtig, er, der Bürgertönig", gestützt und jene Szene ereignete sich, die Freiligrath in seinem: nicht abbrechenden Rampfes bis zu dem unabwendbaren auf das zufriedene Bürgerthum, dem er, mit dem welt-„ Die Todten an die Lebendigen" so ergreifend geschildert Schicksalsmoment, da der todtgeheßte, todtwunde Löwe der geschichtlichen Wort: Enrichissez vous! Bereichert Guch! hat,-die Monarchie war in der Person des Königs, der Ueberzahl erlag. Wie die Bourgeoisie aller Länder aufjubelte, wie sie die das Gemeinwesen, das arbeitende Volk zur Plünderung vor den todten Rebellen den Hut ziehen mußte, aufs tiefste überlassen hatte. gedemüthigt. Gedemüthigt, nicht gebrochen. Das Volk ver- Rache- Orgien der Versailler mit frenetischem Beifallruf und das ist in frischem Gedächtniß, Doch unten, in dem ausgeplünderten, ausgebeuteten Volte zieh, vergaß. Die Monarchie verzieh nicht und vergaß Händeklatschen begrüßte der Arbeit gährte es und in den Februartagen begann der nicht. Sie sammelte Kräfte. Das revolutionäre Bürger- als wäre es gestern gewesen. alte, seit 1830 geschlossene Revolutionstrater sich wieder zu thum aber, erschreckt durch den Schatten, welchen die Und in frischem Gedächtniß ist, wie das arbeitende öffnen und am 24. Februar wurde der Entdecker der richtigen nahende Arbeiterbewegung vorauswarf, hatte nicht den Volk Deutschlands, Englands, Italiens, der alten und Mitte, der Ausbund aller politischen Weisheit, der Schluß- Muth zu einer Revolution die Märzrevolution" war neuen Welt einmüthig für die Pariser Kommune Partei stein des europäischen Staats- und Staatensystems von dem eine Revolution nur dem Namen nach, und mit der nahm, und wie auf ihrem blutgetränkten Grabe die Boltszorn zerschmettert, weggeblasen und sein Julithron Niederlage der Juni- Insurgenten war der wirk- Proletarier aller Länder sich vereinigten. Die Kommune unter verachtungsvollem Gelächter auf dem Bastilleplatz ver- lichen Revolution das Rückgrat zerschlagen. Im Herbst von Paris hat das Mahuwort unseres unsterblichen Lehrers brannt, da wo einst die Zwingburg der alten, legitimen war es so weit, daß die Feinde des Boltes sich wieder und Wegweisers Karl Marx der Verwirklichung zu Monarchie von Gottes Gnaden gestanden. hervorwagen konnten. Und die Macht war auf ihrer Seite geführt. Der Todestag der Kommune ist der Geburtstag Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 66 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " recht zu kommen wußten, mit Schulden belastet und endlich die Dorfbewohner, jung und alt, herbeilockte. Nicht weniger infolge nothwendiger Versteigerung einem Güterschlächter", als ein Dußend Lakaien, in Blau und Silber gekleidet, wie derartige Ausnüßer großer Landbesitzungen genannt stand zum Dienst der ankommenden Gäfte bereit. Im wurden, in die Hände gefallen war. Der Güterschlächter", Garten prangten auf weißgedeckten Tafeln einige Ers hatte die alten Waldungen niederschlagen lassen, Felder und frischungen, wie sie der Herbst zu bieten vermag: Pfirsiche, Wiesen an begüterte Bauern des Ortes stückweis verkauft, auf Weintrauben, Orangen, ausgewählte Aepfel und Nüsse. diese Weise noch einen zweimal höheren Kaufpreis erzielt, als Hierzu kamen Bisquits und Makronen, mousfirende Wasser, er selbst dafür bezahlt, und trotzdem noch ein Landgut be- Eis, Champagner und Weine von den Grenzen Asiens, wie halten, welches aus den Wirthschaftsgebäuden und dem von den Ufern des atlantischen Meeres herbeizitirt. Bei jeder Equipage, die herbeirollt und die von dem Es ist ein Schwermuth erregendes Bild, die Wirkungen eleganten Herrenhause mit daran stoßendem Park sammt dieser Herbststürme zu beobachten; im Reichthum des Frühlings einigen anliegenden Feldern und Wiesen bestand. In solchem kleinen Balton im ersten Stockwerke bequem erspäht werden achtet man der vielen Opfer nicht, die er beansprucht, und Bustande war es für keinen Dekonomen mehr brauchbar; fann, fällt das Dichester in einen Tusch, mit dem sich das im Herbst, wo das Sterben so allgemein wird, achtet man die Gebäude waren auf eine größere Wirthschaft berechnet Fauchzen der Dorfjugend vermischt, denn schon mehr als einmal des einzelnen Blattes, das langsam aus seiner luftigen Höhe gewesen; nur ein reicher Mann, der zu seinem Vergnügen hat einer der Insassen kleine Münze unter fie geworfen und sie da= ein Sommerschloß halten wollte, konnte es gebrauchen, und durch zu einem erbitterten Kampfe angeregt. Ein kleines Bild ten vor ihm gefallenen Schwestern nachfolgt. Wir sehen ein solcher hatte sich in der Person des jungen Howald ge- vom großen Leben! den duftigen Flieder verblühen in wenigen Tagen und die funden. lieblichen Rosen fast ohne besonderen Schmerz zu empfinden, Die Gesellschaft, welche sich nach und nach versammelt, aber an die duftlosen letzten Blumen des Herbstes hängt Herrenwalde lag gute drei Stunden von der Stadt würde, was ihre Zusammenseßung anbelangt, von sich das Herz. Und darum regt einer der letzten schönen entfernt; die eingeladene Gesellschaft hatte sich bereits nach schiedenen Kreiseu Veranlassung zu Aussehungen mancherlei Tage im Oktober oder im finster drohenden November dem Frühstück auf die Reise begeben müssen, um dem Art geben. Ein wirklich Gebildeter, der den Werth des mächtiger die Menschenherzen an, als selbst der schönste Fest- kurzen Tage möglichst viele hellen Stunden noch abzu- Menschen nicht lediglich nach der Schwere des Geldsackes tag im Mai. gewinnen. Howald hatte sich's indeß ausgebeten, daß man bemißt, würde in dem dicken, unbehilflichen und in seinen Solch einen Spätling von freundlichen Tagen hatte ein etwa eine halbe Stunde vom Gut entferntes Dorf als Scherzen, sowie in manchen seiner Manieren kaum erHowald glücklich getroffen, um sein lange vorher angekündigtes Rendezvous gebrauchen möchte, indem er das Vergnügen träglichen Bankier Roscher einen nichts weniger als anHerbstfest zu geben, nachdem es infolge widriger Umstände haben wollte, die Gesellschaft auf einem angenehmen genehmen Zuwachs zur Gesellschaft erblicken, ebensowenig wiederholt verschoben war. Die mit der Umgegend Ver- Spaziergange in seine Besizung zu fgeleiten. Der Gasthof wie in seiner Tochter Esmeralda, deren Geistes- und Gefühlstrauten lächelten jungen des Dorfes Moorungen, welches zu diesem Behufe auswelt ebenso mager, wie die Formen ihres Körpers. Fabrikanten von seiner Besitzung Herrenwalde sprechen gewählt worden war, hatte sich zu dieser Gelegenheit in Sie ist schon fünfundzwanzig Jahre alt, wird als die einzige hörten. Man wußte, daß dieses Herrenwalde ehemals eines feftliches Gewand gehüllt; alle Eingänge zierten, troß der Tochter ihres Vaters auf eine reichliche Million geschätzt, ber schönsten und größten Rittergüter gewesen, das aber vorgerückten Jahreszeit, die reichlichsten Guirlanden und hat aber trotzdem bis zur Stunde feinen Mann finden von seinen früheren altadeligen Besitzern, die, wie viele Kränze; von den Giebeln des Hauses herab wehten bunte tönnen. Nach ihrer Erklärung hat sie nicht mehr ohne ihres Standes, mit den neuen Werthverhältnissen nicht zu Flaggen, und im Garten spielte ein Trompeterkorps, welches Schaudern ans Heirathen denke anen, seitdem ein junger zwar wenn fie den ver Und heute, am 18. März 1892, reichen wir unseren Brüdern in allen anderen Ländern die Hand, wissend, daß der Sieg unserer Sache in unserer Hand ist und uns durch Niemand und Nichts mehr entrissen werden kann. bleiben. Indem wir diese Thatsache konstatiren, wollen wir noch einmal unsere Ansicht wiederholen, daß die tlaffenbewußte Arbeiter schaft keine Ursache hat, über die Zerstörung der freien Hilfskaffen besonders betrübt zu sein. Es werden Arbeitskräfte frei, stellen wir sie in den Dienst der guten Sache. der fleischgewordenen Internationalität der Arbeiter. I den Freifinnigen sprach heute Meyer Berlin, während Virchow| Fabritskaffen halten, so macht es auch der Staat in seinen Be bewegung. fehlte. Die Abstimmung, welche per Hammelsprung erfolgte, trieben, seien dies Eisenbahnen, Werften oder sonstige Genährt von dem Blute der Märtyrer wuchs der ergab heute eine vollständige Niederlage der Anhänger der Zünfte Unternehmungen. Kein Arbeiter wird Mitglied der auf diesen Baum der internationalen Sozialdemokratie mit wunder- für den Aerztestand, indem der Antrag Schulenburg mit 130 Werken bestehenden Unterstützungskaffen ohne ärztliche Unterbarer Schnelle, zum angstvollen Staunen der Feinde, unsere gegen 107, Stimmen abgelehnt wurde. Der Heichstag hat sich also zwei fuchung und Gesundheitsattest und, damit ja die Kaffen gesichert Mal in unzweideutigfter Weise gegen das Aerztemonopol aus- find, hat man bei einer Reihe von Staatsbetrieben die famose eigenen tühnsten Hoffnungen übertreffend. gesprochen, und die Anhänger desselben haben alle Ursache, es Bestimmung vorgesehen, daß Arbeiter über 40 Jahren überhaupt jetzt zu bedauern, daß sie durch ihr Vorgehen sich eine so un- nicht angenommen werden. zweideutige Abweisung vor aller Welt geholt haben. Die Hier liegt also die Auswahl offen zu Zage, gleichmäßig moralischen Nachwirkungen werden draußen im Lande nicht aus- geübt vom Staate wie von den Unternehmern. Ehe der 18. März das revolutionäre Todtenfest des Von prinzipiell viel wichtigerer Bedeutung als die Aerzteinternationalen Proletariats ward, hatten wir in Deutsch- frage ist für die Arbeiter die Entscheidung des Reichstags über land schon ein revolutionäres Todtenfest, das 1848 begründet die zukünftige Stellung der freien Hilfskaffen. Wie bereits erwähnt, sind die Vorschläge der Kommission und 1849 zum ersten Mal in ganz Deutschland und über angenommen worden und haben sonach in Zukunft die freien die Grenzen Deutschlands hinaus begangen ward: die Hilfskaffen, soweit sie Anspruch erheben, gesetzliche Kaffen zu sein, Robert Blum Feier, zum Andenken an den deut- Arzt und Apotheke in natura zu liefern. schen Volksvertreter, der 1848 das Leben einsetzte für seine Ueber- Mit dieser Bestimmung ist den zentralisirten Hilfskaffen, von Drten im ganzen zeugung und am 10. November 1848 in der Brigittenau stand- beren Mitglieder über hunderte und rechtlich ermordet wurde auf dem Altar des Nationalitäts- Reiche zerstreut leben, jeine eine Steigerung der prinzips. Denn nur durch die gegenseitige Verhegung der nicht werden Die kleineren zu tragen vermögen. verschiedenen österreichischen Nationalitäten gelang es damals mittleren Mitgliedschaften der Zentralfaffen werden alle aufden Feinden der Freiheit, Wien und die Revolution zu gegeben werden müssen und wenn sich auch die Mitgliedschaften bezwingen. an großen Orten mit starker Mitgliederzahl würden halten tönnen, so lohnt es sich doch nicht der Mühe und Kosten, wegen der Mitgliedschaften von einem Dutzend Orte den ganzen Verwaltungsapparat aufrecht zu halten. # Doch das Bürgerthum wurde es bald müde, die Nevolution von 1848 zu feiern, in der es nur noch eine Jugendverirrung" sah. Es jagte nach Gold und trat seine Ideale mit Füßen. Schon nach wenigen Jahren waren es nur noch die Arbeiter, welche den 10. November feierten. $ Ausgaben aufgeladen, weldje Politische welde Politische Weberlicht. und Die zentralisirten Hilfskaffen werden also über kurz oder lang, freiwillig oder durch Kaffendefizits gezwungen, ihre Stelle als gefeßliche Rassen räumen und dann als sogenannte Zuschußtassen weiter fortbestehen. Wir glauben, daß, nachdem die Würfel im Reichstage einmal gefallen find, die in Frage kommenden Kassen gut daran thun, sich über die Frage ihrer Weiterexistenz möglichst bald zu entscheiden. Die bürgerliche Bewegung ist von der proletarischen abgelöst worden, die Robert Blum Feier ist in der Feier des 18. März aufgegangen- der nationale Gedenktag in dem internationalen. So will es der geschichtliche Fort Den Herren Reaktionären sowie unseren fathedersozialistelnden schritt. Der 18. März schlingt das Band revolutionärer Geheimräthen, sind die freien Hilfskaffen ein Dorn im Auge, weil Erinnerung um das deutsche und französische Proletariat, diefelben selbständige und freie Schöpfungen der Arbeiter find. und vereinigt beide in der Gemeinschaft internationaler müffen, so will es die Reaktion, bureaukratische Schablonen an deren Stelle treten. Uns soll auch das recht sein. Diese Solidarität mit den Arbeitern aller übrigen Länder. Arbeiterschöpfungen haben die Arbeits- und Agitationskraft von Für uns giebt es keine Schranken der Nationalität. fo viel hunderten von tüchtigen Genossen in Anspruch genommen Wir kennen nur eine Menschheit, die durch den und für die politische Thätigkeit lahm gelegt, daß es für die Partei Rapitalismus in zwei Klassen und zwei Völker getheilt ist. nur von Nußen fein kann, wenn diese Kräfte von jest ab ihr Die besitzende Klasse ist das Bolt unserer Feinde; die wieder ganz und rückhaltlos zur Verfügung stehen. Im Uebrigen arbeitende Klaffe ist unser Volt, und wer ihr angehört, aber werden Leiter der werden die bisherigen Mitglieder und Leiter ist unser Freund und Bruder. Andere Völker kennen freien Hilfskaffen von jetzt ab in den Ortsfaffen, in welche fie zwangsweise gepreßt werden, so manches bisher dort geführtes mir nicht. Stillleben arg stören. Ein Erfolg der Novelle, den zu bedauern wir nicht die geringste Ursache haben. Das Volk der Arbeit will sein Recht und es will Friede und Ordnung an Stelle des Klassenkampfes, des Nationalitätenhaders und des wirthschaftlichen Chaos. Daß es weiß, was es will, das hat der Brüsseler Kongreß gezeigt. Das Volk des Besizes dagegen weiß nicht, was es will. In Deutschland und allen übrigen Staaten bekundet es durch all sein Handeln und Nichthandeln seine politische Unfähigkeit und seine ökonomische Gemeinschädlichkeit. Es ist Zeit, daß dem Bolt der Arbeit die politische und ökonomische Herrschaft zufalle. Unsere Genossen im Reichstag haben deshalb der Entscheidung über§ 75, welche übrigens längst feststand, mit großer Geelenruhe entgegen gesehen und in der Debatte durch den Abgeordneten Moltenbuhr ihren prinzipiellen Standpunkt nur kurz darlegen lassen. Die bornirten Gegner jeder freien Arbeiterschöpfung haben ihren Zweck erreicht, nun mögen sie sehen, wie sie mit ihrer Errungenschaft" fahren. Mit welch fadenscheinigen Mitteln die Feinde der freien Hilfskaffen operirten, beweist die Thatsache, daß auch jest wieder das angebliche Aussuchen der Kassenmitglieder durch die freien Silfskaffen gegen diese ins Treffen geführt wurde. Bezeichnender 2eise war es der Groß- Fabrikant Möller( Dortmund), welcher diefen Scheingrund vorbrachte. V Berlin, den 17. März. Das Bürgerthum und 1848. Der„ Frankfurter Beitung" schreibt ihr Wiener Berichterstatter über die Wiener Revolutionsfeier vom 13. März: " Ich möchte aber an die Erinnerungsfeier des 13. März noch eine Bemerkung knüpfen. Als ich vor 20 Jahren noch Student auf der Wiener Universität war, da zog am 13. März die deutsche Studentenschaft noch regelmäßig auf den Friedhof, um die Märzgefallenen zu ehren. Ebenso war die Zahl der bürgerlichen Vereine, die sich des 13. März erinnerten, noch groß. Heute sieht man weder Studenten noch Bürger, wenigstens nicht in solcher Bahl, daß fie Bedeutung hätten. Bei uns haben sich alle freiheitlichen Instinkte und Triebe zu den arbeitenden Klassen geflüchtet. So bescheiden unfere 48er Revolution war, der Philifter von heute scheut sich, ihr seine Reverenz zu bezeugen, wenn er auch weiß, daß wir das bescheidene Maß von bürgerlicher Freiheit, das wir besigen, ihr verdanken. Das österreichische Bürgerthum wird sich ernsthaft befinnen müffen, ob es gewillt ist, aus. schließlich die Interessen des Geldfaces au vertreten. Das Bild, das es heute darbietet, ist abschreckend genug. Rein Zug von Idealismus, feine Spur liberalen Geistes! Herzens und Geistesöde das ist die Signatur aller öffentlichen Thätigkeit der bürgerlichen Parteien bei uns, Dagegen ringt sich die Arbeiterschaft von Tag zu Tag höher und erzwingt fich die allgemeine Achtung, die man ja doch immer, wenn auch noch so widerwillig, denen zollt, die zugleich die Träger einer Jdee sind und von ihr getragen werden!" - Wie in Desterreich, so in Deutschland, so überall, wo die klaffenbewußte Arbeiterschaft ihren Befreiungskampf führt. Caliban. Der„ Kreuz- Zeitung" muß das Zugeständniß gemacht werden, daß sie ihren Junkerstandpunkt ehrlich ver tritt und mit offenem Bisir für die volksverwüstenden Grund säge der Muckerei, Stöckerei, Auspowerung der Maffen, für Feudalismus und Reaktion streitet. Sie sagt was sie denkt, und ihre Brutalität ist uns lieber, als die verheuchelte Leisetreterei der anderen Bourgeoisorgane. Das klassenbewußte Proletariat wird von den Hammerstein und GeDie Ankunft dieses Tages der Befreiung und der Erlösung zu beschleunigen, das liegt in der Macht des internationalen Broletariats mit Aufgebot aller Kraft für die Befchleunigung thätig zu sein, ist die Pflicht jedes Arbeiters Wir fagen Scheingrund, denn in Wirklichkeit konnte von noffen mit ehrlichem, tödtlichem Hasse verfolgt, und ihnen und uns in dem Entschluß, treuer, unentwegter, hingebender, einem Aussuchen der Mitglieder bei den freien Hilfstassen nur wäre es am willkommensten, wenn die Flinte schöffe, der hiebe, die ultima ratio der bürgerlichen furchtloser Pflichterfüllung zu stärken, das ist die höchfte in der Beit des Inkrafttretens des Krankenkassen Gefeßes die Säbel Aufgabe des Märzfestes der internationalen Sozial- Rede sein, seitdem aber hat es mit jedem Jahre mehr aufgehört Politik, die Kartätſche, die moderne Kulturbewegung und eristirt heute faum mehr. Die Sache ist einfach die: die vom Erdboden vertilgte. Die Arbeiterklasse ist für Demokratie. ganze heranwachsende Arbeiter Generation wird als Lehrlinge die Kreuz Zeitung" Caliban, jenes wüste, ungeschlachte und jugendliche Arbeiter den Orts, Gemeinde- oder Betriebs- Ungeheuer des Shakespeare'schen Sturms", halb Thier, halb faffen zugeführt, während der Zufluß an jungen Mitgliedern an Mensch, gerade gut genug, für Junker und Junkergenossen die freien Kassen auf ein ganz geringes Maß reduzirt ist. Arbeiter in unsäglicher Arbeitspein zu frohnen, gerade schlecht genug, aber, welche einmal einer Kaffeneinrichtung angehören, entschließen fich schon um der damit verbundenen Scherereien willen schwer, ist ihre Auffassung, ihr Jdealbegriff des werkthätigen Bolts, um als Bestie behandelt und mißhandelt zu werden. Das aus derselben, ohne zwingenden Grund, auszutreten. Der entscheidende Schlag gegen die freien Hilfskaffen ist gestern im Reichstage geführt worden. Man schreibt uns darüber unterm 17. März: Gerade diese Thatsache aber, daß den freien Kassen der Die Verhandlungen über die Krankenkassen- Novelle gediehen Zuwachs an jugendlichen Mitgliedern fehlt, läßt das Unglück", heute bis zu§ 75. Derfelbe handelt von den freien Hilfskaffen daß man den Kaffen die Existenzmöglichkeit genommen hat, noch und wurde nach den Vorschlägen der Kommission mit einigen leichter ertragen. Für manche Kasse mußte der Mangel an Zunebenfächlichen redaktionellen Henderungen angenommen. Damit fluß von jugendlichen Arbeitern in wenigen Jahren geradezu zu ist das Schicksal der zentralisirten freien Hilfsthssen entschieden. einer Ratastrophe führen. Bevor den Hilfstassen, als gesetzlichen Kaffen, der Garaus gemacht Wenn aber der Vorwurf der Mitgliederauswahl gegen die wurde, sand infolge des gestern bereits erwähnten Antrags des freien Hilfskaffen 3. 3. ohne jeden Schein von Berechtigung ist, Grafen von Schulenburg, welcher das Aerzteprivilegium bei fo trifft er im vollen Umfange auf die sogenannten Betriebsbem§ 55 a gewissermaßen durch ein Hinterpförtchen taffen zu. doch noch einschmuggeln wollte, noch eine längere Debatte Keine Fabrits, Baus, Knappschafts- oder Innungstaffe über diese Frage statt. Neue Gesichtspunkte konnten aber von nimmt Mitglieder ohne ärztliches Gesundheitsattest an, und so teiner Seite mehr vorgebracht werden. Für die Zünftler unter wie dies Herr Möller und seine Erwerbsgenossen in ihren Kavallerie- Offizier sich aus hoffnungsloser Liebe zu ihr erschossen. Indessen Dr. Beißer, der ihr soeben vorgestellt worden und den sie mit einem nachlässigen Blicke von oben bis unten gemustert, erzählt dem gleichfalls anwesenden Professor Birnenmann, daß die Sache ganz anders verLaufen sei. Ein junger Kavallerie- Offizier, dem sie unver hohlen ihre Neigung zu erkennen gegeben, habe nur die Wahl zwischen Rettung durch eine Heirath mit ihr oder freiwilligem Tod, um den Folgen leichtsinnigen Handelns zu entziehen, gehabt, und den letteren Weg vorgezogen. können sich kaum anständig kleiden, aber wo es zu schmausen giebt, müssen sie allemal dabei sein." " Es bekommt ihnen auch ganz gut," meinte giftig die magere Bantiers- Tochter, die Mädchen sind von einer ganz uneleganten Dicke." " Sie scheinen sich auch etwas darauf zu Gute zu thun, denn sie gehen ewig in ausgeschnittenen Kleidern," bemerkte die Kommerzienräthin. " Und wie ausgeschnitten!" fügte Esmeralda hinzu, welche alle Ursache zu haben schien, immer bis an den als zugeknöpft zu erscheinen. wie Aber pfui, Papa, wie kann man solche Reden in anständiger Gesellschaft führen." " wie er sich gebildet haben mag in den ostelbischen Baschalits, wo in unsäglichem Elend, in Schmutz und Verkommenheit die Aermsten der Armen als Hörige der Grundherren hausen, degradirt, stumpf, verthiert. Gegen Caliban die Beitsche, die Büchie, die Kanone, wenn Caliban sich erkühnt, mensch lich zu fühlen, zu denken, zu handeln! im Die Aristokratie ist natürlich der edle Luftgeist Ariel, der über den bösen Caliban den Sieg davonträgt Sturm". So schreibt die„ Kreuz- Zeitung" am Schlusse einer Beitbetrachtung": Bei Caliban" bildet sich allmälig die Ueberzeugung aus, daß die höheren Gesellschaftsschichten sich nur dadurch von ihm Weinhändler Tieftrunk, der mit dem ältesten Fräulein Zahler in ein lebhaftes Gespräch eingetreten war. Der Festgeber, Herr Howald, eilte inzwischen unter den Gruppen herum und suchte mit aalglatter Höflichkeit jedem seiner Gäste einige angenehme Worte zu sagen. Ueberall, wo er hintam, hinterließ er beim Weggehen eine angenehme Empfindung, selbst bei Esmeralda, obschon diese einen ver geblichen Versuch unternommen hatte, ihn längere Zeit im Gespräch zu fesseln. Sie hatte dafür die Genugthuung, zu bemerken, daß er auch bei den vier Damen, die den Gegenstand ihres Mergers bildeten, nicht länger verweilte. Ein höchst liebenswürdiger junger Mann," meinte sie zur Kommerzienräthin, und sehr reich; er kann getrost in den besten Familien anfragen, wenn er sich verheirathen will." Sie, meine Beste, würden mit ihm ein schönes Paar abgeben," erwiderte die Kommerzienräthin. " " Ich werde mich nie entschließen können, ein zweites Verhältniß einzugehen," erwiderte aber Esmeralda seufzend und suchte ein schwärmerisches Aussehen anzunehmen. Es war auch keiner von den fibrigen eingeladenen Es riecht sehr nach Demimonde, man muß nur sehen, Damen angenehm, in dieser Gesellschaft den Inspektor Bahler und seine vier Töchter zu finden. Inspektor Bahler kokett sie das Kleid aufzunehmen verstehen." " Jedenfalls nur um zu zeigen, wie dich ihre Waden." war zwar eine äußerst angenehme Persönlichkeit, gewandt " Wer spricht hier von Waden? Du, Esmeralda?" rief und gefällig, bescheiden und unterhaltend, aber man kannte die Verlegenheiten feiner finanziellen Lage, man munkelte bei diesen Worten der dicke Bankier, ich rathe Dir, Dich bereits von Unterschleif und Betrug, von einer demnächstigen nicht auf dieses Gebiet zu begeben, denn Du hast in Deinem Revision und kriminellen Untersuchung, so daß man Ge- Leben, außer vom Hörensagen nicht gewußt, was eine fälligkeiten von einer solchen Persönlichkeit mehr nur aus Babe ist." Ein aufmerksamer Beobachter fonnte indessen bemerken, Nachficht und Guade fich gefallen ließ. Und im Stillen daß dem Festgeber die fröhliche Laune nicht vom Herzen überlegt schon Jeder, wie er seine abschlägige Antwort im Ei was! sprachst Du nicht eben selbst von Waden?" fam. Sobald er von einer Gruppe geschieden war, ver Falle eines Darlehnsgesuches abfaffen wollte, und richtete Wir sprachen von der unangenehmen Zugabe, welche schwand das Lächeln von seinen Lippen, und seine Stirn danach im Boraus fein Benehmen ein. Zahler's schlimmste Eigenschaft aber war, Bater von vier Töchtern zu sein, welche die Gesellschaft durch die Fräuleins Zahler erhalten hat." runzelte sich, wenn er einen Blick nach der Landstraße warf. Unangenehme Zugabe, die Zahler's? Wahre Pracht- Die eigentlichen Königinnen des Festes laffen lange bem männlichen Theile der Gesellschaft überall gut zu und Revumädels find es, wahre Appetits gesichter. Weiß auf" fich warten," flüsterte ihm Dr. Raffmaus bei einer sagten, denn dieser fand in ihnen Eigenschaften, welche man felten vereinigt antrifft: hübsche, fast schöne Gesichtszüge, Bott, wenn ich wieder Heirathsgedanken in den Leib be- folchen Gelegenheit zu. Ah, Herr Dr. Raffmaus, freue mich, daß Sie Wort tabellofen, üppigen Wuchs, geschmackvolle Toilette, einen fomme, nehme ich mir aus dem vierblättrigen Kleeblatt eins ziemlich hohen Grab von Bildung, Herzensgüte und ein heraus. Vierblättriges Kleeblatt, guter Vergleich, hä, hä, fehr lebendiges, wie gefälliges Benehmen. Fragt man aber, hä", schmunzelte der Bankier. was die Damen an diesen Mädchen auszusehen hatten, so erfährt man, außer dem Umstande, daß sie schön find, un gefähr das, was eben die magere Esmeralda mit der pockennarbigen Rommerzienräthin Wismuth an Bemerkungen austauscht. Kommen Sie, liebe Kommerzienräthin", rief Esmeralda auf's Aeußerste entrüftet, mein Vater fühlt sich, wie es scheint, mitten unter seiner Kneipgesellschaft." " Bei Euch? in meiner Kneipgesellschaft? nee, da müßte ich herzlich danken; da seid Ihr mir doch nicht gemüthlich genug." Auch hier wieder diese Zahler's," meint die Kommerzien Diese letzten Worte hatte er zur Luft gesprochen, denn räthin, indem sie einen geringschäßigen Blick nach den Mädchen die beiden Damen waren bereits weiter gegangen. Um sich wirft, es ist mir unbegreiflich, wie die Leute in solche Ge- zu tröften, näherte er sich den Damen, welche soeben den fellschaften gelangen tönnen! Diese Leute besigen gar nichts, l Gegenstand des Gesprächs gebildet, und traf dort den gehalten." Ich werde doch, da ich mich für diese Sache so sehr intereffire, wie Sie wiffen. Ich hoffe auch bei dieser Ge legenheit etwas zu lernen von Ihnen, Herr Howald, denn man rühmt allgemein Ihre gesellschaftlichen Talente und Ihre unwiderstehliche Eroberungskunst bei den Damen." ( Fortsetzung folgt.) untttscheidtn. daß sie Geld haben und er leineS;«aS Wunder. daß er denkt:„Die Sache läßt sich ändern." Aber auch hier- be: sehen wir. daß die Arbeiter trotz ihrer Unbotmäßigkeit nicht «gentlich der„schuldige Theil" sind, sondern ihre liberalen Erzieher, deren Hetze gegen Autorität, Aristokratie und Rang zu dieser alles beherrschenden Uebermacht des Kapitalismus und Mammonismus, dieses wahrhaften„Kolosses auf thönernen Füßen" geführt haben. Dieser moderne Mammonismus trägt das Zeichen des göttlichen Gerichts an der Stirn, durch die Herzlosigkeit und Brutalität seines Ausbeutungssystems ist er zum Untergange reif. Soll die Sozialdemokratie diesen ent- scheidenden Schlag führen und damit den Sieg erringen? Wir meinen, es bleibt nur die Alternative, daß die Sozial- demokratie den großen Schritt vorwärts gehe— oder wir einige Schritte rückwärts thun. Wer zieht das letzter« nicht vor? Zwar ist es heute schon sehr schlimm, aber noch nicht so schlimm, daß bereits„aller Tage Abend" ist." Einige Schritte rückwärts, mit keckem Sprung um ktliche Jahrhunderte zurück! Ist der„Kreuz-Zeitung" ihr geschichtliches Wissen verloren gegangen?„Caltban" schlug die Junker ohne Gnade todt, ließ den rothen Hahn fliegen, lugte kaiserliche Schwiegersöhne in die Spieße, so einige weltgeschichtliche Jahrhundert-Schritte zurück. Die Vertreter des Großgrundbesitzes, die Alliirten des mobilen Kapitals, haben keine Ursache, ihr Thun, ihr Ziel, ihr Loos von dem der Großhändler, Jobber, Großindustriellen, Bankkönige zu scheiden. Sie ziehen alle an einem Strang, und Caliban hat mit ihnen Allen ohne Unterschied zu rechnen und abzurechnen. Der Sturm, das Drama der Zukunft, wird den Artel Kapitalismus verwehen wie ein welkes Blatt, diesen Ariel, der die Ausbmtung des Menschen durch den Menschen, die soziale und politische Unfreiheit, den Hunger der Massen, den wahnwitzigen Luxus der Besitzenden zum Zwangsgesetze des gesellschaftlichen Lebens gemacht hat. Und Caliban, das geknechtete, nach Freiheit ringende Volk, Caliban, der Träger der Kultur und des Fortschritts, der Erbe der Vergangenheit, der Bürge für eine bessere Zu- tunft, wird die Repräsentanten veralteter, verrotteter, gemein- schädlicher Einrichtungen nicht rauher anfassen, als sie es verdienen. Nicht wahr, Frau Hurtig aus der Königgrützer- straße, uradlige Gelegenheitsmacherin des Säbelregiments?— Ein Zugeständnis;. Anläßlich einer Erörterung über die Nothlage des Bauernthums schreibt ein Leser der hoch- schntzzöllnersschen„Leipziger Zeitung," des amtlichen Organs der sächsischen Regierung:„Wer kann also heute Jemand zumuthen, daß er sich auf dem Lande umsonst halb zu Tode plagt? Ganz dasselbe ist es mit den landwirthschaftlichen Arbeitern, sie verdienen in der Stadt in 2 Tagen mehr als auf dem Lande die ganze Woche, haben nebenbei noch ein angenehmes Leben." Aber die„Leipziger Zeitung," das ge- treue Mundstück der Agrarier, schilt über die aufsässigen, unzufriedenen Landproletarier, welche dem Joche der Grund- besitzer sich entziehen und in die Städte wandern.— AuS der Ferienkolonie. In Stuttgart fand am 14. März eine Gerichtsverhandlung statt, die einen drastischen Beleg zu den bekannten Erlassen geliefert hat. Der Ersatzreservist Karl Schmidt, Sohn des Bauern Christian Schmidt von Schützingen, der im S. Infanterie-Regiment in Ludwigsburg seiner Militärpflicht genügte, ist infolae der von dem Unteroffizier Siegle an ihm verübten Mißhand- lungen wahnsinnig geworden und befindet sich seit dem 9; Oktober vorigen Jahres in der Irrenanstalt Pfullingen. Dem Schmidt ist eine lebenslängliche Pension von 684 M. ausgesetzt worden und sein Vater klagt nun die Kranken- und Verpflegunaskosten im Betrage von 510 M. vom Unter- offizier Siegle em. Dieser war wegen seiner an Schmidt verübten Schändlichkeiten zunächst vom Militärgericht mit 9 Wochen Arrest bestraft worden; das Urtheil wurde vom Kriegsministerium als zu milde umgestoßen und er zu weiteren 12 Wochen und zur Degradation verurtheilt. In der erwähnten Verhandlung wurde das Sündenregister des Herrn Siegle entrollt: Gemeine Schimpfworte, rohe Drohungen, Schläge, Fußtritte u. s. w. waren es, mit denen er die Angehörigen seiner Korporalschaft regalirte und den Schmidt, auf den er es besonders abgesehen hatte und der S3ar kein besonders guter Soldat, aber in seinem zivilen «u|e ein tüchtiger und ordentlicher Mensch war, in Ver- zweiflung und geistige Umnachtung trieb. Sein Zustand ist unheilbar. Die Verhandlung wurde behufs Vernehmung weiterer Zeugen auf den 3. April verschoben.-- Zum Kapitel der Majestätsbeleidigunaen. Die .Züricher Post" versieht die auch von uns besprochene Nachricht der„Allgemeinen Zeitung", daß„an höchster Stelle" die Verfolgung von Maiestätsbeleidigungen nicht gebilligt werde, mit folgender Randbemerkuna: „Weit besser wäre, der Kaiser würde sich hierüber in einer Tischrede äußern; ein Tadel aus seinem Munde dürste offenbar sehr bestimmend auf den Kurs der Staatsanwälte einwirken; die Herren hören ausgezeichnet, wenn oben gesprochen wird. An die Notiz der„Allgem. Ztg." aber kehren sie sich sicher nicht. wissen sie ja doch, daß Uebereiser in der Regel doch eher Be- lohnung als Straf, einträgt."— Kindsköpfe. Obwohl der Sieg unseres Genossen Hos- wann bereits gestern unbestritten scststaud, treibt noch heute Abend die bürgerliche Presse vom„Reichs-Anzeiger" bis zur «National-Zeitung" und bis zu den kleine» Waden beißern des�Deutschsreisinns da ergötzlichste Versteckspiel. Sie sträuben sich gegen die offene Beichte, so lange es angeht, melden das Zahlenmäßige Wahlergebniß, schweigen aber mit'peinlicher Sorgfalt darüber, daß die Sozialdemokratie im 22. sächsischen Wahlkreise einen glänzenden Erfolg zu verzeichnen hat. Der Bogel Strauß ist das Modell für diese Kindereien.— Wozu der preußische Landtag Geld hat und wozu «icht. Er hat Geld für Kircheubauten, er hat kein Geld für wissenschaftliche Zwecke. Er giebt zehn Millionen für den Berliner Dom. aber 750 000 Mark sind nicht zu beschaffen zu einem zeitgemäßen großen Fernrohr(Refraktor) für das astrophysikalische Observatorium in Potsdam, diese bedeutende wissenschaftliche Anstalt, welche dank ihren Leistungen Welt- *uf besitzt. Für Prachtbauten Millionen, keinen Pfennig für dringend nöthiges wissenschaftliches Handwerksgeräth!— Sonntagsruhe im HandelSgcwerbe. Dem Vcr- vehmen nach sollen die Sonntagsruh«- Bestimmungen für das Handelsgewerbe endgiltig am l. Juli 1892 in Kraft trete«. Schon mit dem 1. April ds. Is. sollen diejenigen Borschriften eingeführt werden, welche sich auf die zur Durch- lührung des betreffenden GesetzeSabschuittcs erforderlichen Maßnahmen beziehen. Nach diesem Zeitpunkte werden dann vw Gemeinden oder weiteren Koimnunalverbände die im 9 105 b Abs. 2 der Gewerbe-OrdnungS-Novelle vorgesehenen statutarischen Anordnungen über die Einschränkung oder Untersagung der sonst zugelassenen sünfstündigen Sonntags- arbeit erlassen können.— Der Dombau. Gestern hat das preußische Ab- geordnetenhaus in einer Nachtsitzung glücklich die zehn Millionen Mark bewilligt. Nur die Deutschfreisinmgen sahen sich genöthigt, dagegen zu stimmen; Herr Eugen Richter betonte fromm und brav in seiner Rede, für das viele Geld könne man zwölf Predigtkirchen bauen. National- liberale, Konservative und Zentrum stimmten für die For- derung. Die Führer der Katholiken erklärten, daß sie aus „Pietät" für das Königshaus die Millionen für den pro- testantischen Kirchenbau votirten. Die Herren sind aber von ihren Wühlern nicht nach Berlin geschickt worden, um aus Kosten der Steuerzahler ihr gefühlvolles Herz zu zeigen. Die Junker und Schlotbarone hätten ihre Pietät ja be- weisen können, indem sie aus ihrer eigenen Tasche die Mittel für den Bau hergaben. Im Lande herrscht Roth, die Arbeitslosigkeit liegt wie ein Alp aus dem werkthätigen Volke, in Schlesien herrscht der Hungertyphus, und der Landtag bewilligt vorläufig-» das dicke Ende kommt nach— 10 Millionen für einen Prunkbau, um dem Monarchen zu gefallen. Merkt's Euch, Wähler!— Zweierlei Sittlichkeit. Die frommen und konser- vativen Herren haben im Reichstage dafür gestimmt, daß Arbeitern, welche sich eine Krankheit durch geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, kein Krankengeld gewährt werde. König Stumm erblickte eine ungerechte Schädigung der anderen Arbeiter darin, daß auf ihre Kosten solchen Kranken noch Krankengeld gewährt werden sollte, und überdies würde dieses auf das sittliche Bewußtsein der Arbeiter nachtheilig wirken. O dieser hochmoralische Herr v. Stumm! Nur die Moral der Arbeiter liegt ihm am Herzen. Offiziere, die sich durch geschlechtliche Ausschweifungen Krankheiten zu- ziehen, beziehen während derselben ihr volles Gehalt aus den Taschen der Steuerzahler. Tarin sieht Herr v. Stumm keine Ungerechtigkeit gegen diese, noch fürchtet er davon eine „Schädigung des stttlichen Bewußtseins" bei den Offi- zieren.— Deutsches Bauern- Elend. Einer unserer Partei- genossen stellt uns einen Brief einer ihm naheverwandten Bauernsamilie aus dem Amt Rastatt in Baden zur Ver- fügung, aus dem hervorgeht, in welcher Lage sich der kleine Bauer befindet, für den nach Angabe unserer Agrarier die Getreide- und Fleischzötte eingeftihrt wurden. Unser Ge- währsmann bemerkt, daß die betreffende Bauernfamilie in normalen Zeiten ihren Bedarf an Feldfrüchten selbst baue und vom Ackerbau lebe. In dem Briefe heißt es: Wir sind genöthigt. Euch mit einer Bitte zu kommen, die Ihr uns wenn irgend möglich erfüllen werdet. Unser Frnchtvorrath ist ausgegangen und deshalb sind wir ge- nöthigt, das Mehl, das bei uns so theuer ist, kaufen zu müssen, wozu wir aber kein Geld haben, weil der Vater bei dem kalten Winter nichts verdienen kann. Ihr könnt Euch deshalb denken, wie hart es ist für uns, das Brot anzuschaffen." Die Schreiberin bittet alsdann den Adressaten um ein Gelddarlehn, indem sie weiter bemerkt, daß sie schon seit vierzehn Tagen kein Brot mehr hätten. Das Geld verspricht sie zum Herbst nach der Ernte zurück- geben oder auch Kartoffeln dafür senden zu wollen. In der Lage dieser badischen Bauernfamilie befinden sich heute Millionen kleiner Bauern im Deutschen Reich, aber die Getreidezölle bleiben bestehen, nicht den viele» kleinen, sondern den wenigen großen Bauern und Grund- herre» zu Liebe, die nahezu allein den Vortheil davon haben.— Dynamit und kein Ende. Die Entdeckungen von Dynamit- Patronen und Dynamit- Verschwörungen in Frankreich und sonstigen Ländern folgen einander mit einer Regelmäßigkeit, welche gar zu lebhaft an die Aera Pourbair in den belgischen Kohlenbecken erinnert und jeden Zweifel an dem Vorhandensein eines Plans ausschließt. Auch das haben die jetzigen Dynamit- Funde und Dnnamit-Streiche mit den Pourdaix'schen gemein, daß ent- weder die Entdeckung erfolgt, ehe Schaden angerichtet ist, oder. in Anbetracht der furchtbarm Sprengkraft nur vergleichsweise geringer Schaden angerichtet wird, und, bis jetzt wenigstens, kein Menschenleben verloren gegangen ist. Das ist em für die Beurtheilung sehr wichtiges Moment. Wenn wir nach den Urhebern dieser sDy- namit-Attentate forschen, so bewegen sich unsere Vermuthungen in zwei Richtungen. Entweder haben wir es mit wahn- sinnigen Verbrechern zu thun, gleichviel wie sie sich nennen, oder mit Kollegen und Nachahmern des biederen Pourbaix. Tollhänsler oder Lockspitzel— ein Drittes giebt's nicht.— Rede man nicht von„revolutionärem Fanatismus". Der verbissenste Fanatiker, der auch nur im theil- weise» Besitz seiner fünf Sinne ist, muß sich sagen, daß durch solche Attentate die Sache der Revolution nicht gefördert, sondern nur in Verruf gebracht werden kann— auch bei den Volksmassen. Es bleiben also nur die Lock- spitze! und Wahnsinnige. Ein Wahnsinniger berechnet aber die Folgen nicht; und wenn er einmal zu Dynamit greift, würde er dies nicht unter Bedingungen thun, welche geeignet sind, die Wirkungen einzuschränken. Er würde ini Gcgcntheil, wie das in der Natur solcher Irren liegt— und jeder Irrenarzt wird uns das bestätigen— nach möglichster Zerstörung— auch von Menschenleben— trachten. Die Annahme, daß die Thäter Wahnsinnige seien, scheint hiernach ausgeschlossen. Bleiben die Lockspitzel; und die Annahme, daß derartige „Gentlemen" ihre Hand im Spiel haben, wird gerade durch den eben besprochenen Umstand— die relative Harmlosig- keit der bisherigen Tyuamit-Attentate— wesentlich gefestigt. Der Polizci-Agent, welcher Dynamit-Attentate macht oder zu solchen auffordert, fühlt sich doch immer noch als Agent der öffentlichen Ordnung und er hat zu viel Manneszucht, als daß er seine staatSretterische Thätigkeit nicht in einer die vsscutliche Ordnung möglichst wenig störenden Weise auszuüben versuchte. Attentate müssen sein— im Interesse der Staats- und Gcsellschaftsrettnng— allein es sollen dabei wo möglich keine Menschenleben geopfert werden— das war der faniose Moralkodex des Pourbaix; und seine französischen und sonstigen Kollegen werden wohl ähnlich denken.— Wieder eine k Ans Lüttich fliegt eine neue Spitzel- Ente auf. In der Nacht vom 16. zum 17. März sei am Eingänge des Hauses, in welchem der mit der Dynamit- assäre von Ougröe beschäftigte Präsident des Assisenhofes wohnt, eine Dynamitpatrone niedergelegt, aber noch ehe sie explodirte, entdeckt und beseitigt worden. Wer hat diese Patrone niedergelegt? Antwort, ihr Patrone der Lock- spitzel!— Soldatenmißhandlnngen in Oesterreich. Das Kriegsgericht des fünften österreichischen Korps verurtheilte zwei Lieutenants der neunten Batterie wegen Mißhandlung ihrer Untergebenen zum Verluste der Charge und Arrest- strafe. Einen Mann von derselben Batterie, welcher sich dem ihn aus Befehl des Offiziers mißhandelnden Korporal mit der Waffe widersetzte und ihn schwer verletzte, ver- urtheilte das Kriegsgericht zum Tode; derselbe dürfte jedoch begnadigt werden. Der bis zur Verzweiflung gequälte arme Teufel von gemeinem Soldaten wird zum Tode ver- urtheilt, weil das jenseits der schwarzgelben Grenzpfähle so gut wie bei uns mit Blut geschriebene Militär-Strafgesetz- buch die Nothwehr eines Unterdrückten so furchtbar ahndet. Die frechen, brutalen Lieutenants kommen in Arrest und verlieren ihre Charge, Buben, welche die Menschenquälerei als Sport betreiben und die Korporale aus die Soldaten, wie ihre Hatzrüden auf ein Stück Wild hetzen. Gut, der zum Tode Verurtheilte mag begnadigt werden. Aber welcher Widersinn der Zustände offenbart sich.in den oben registrirten Angaben!— Das„Recht auf Arbeit" in der Schweiz. Die Urabstimmung innerhalb der schweizerischen sozialdemo- kratischen Partei bezüglich des Rechts aus Arbeit ergab rund ein Plus von 400 Stimmen zu Gunsten der Annahme. Zusammen stimmten etwa 1200 Mitglieder. Das Partei- komitee ist nun verpflichtet, zu geeigneter Zeit zur Verwirk- lichung des Postulates die Volksinitiative anzurufen. Wir halten diesen Beschluß für durchaus verkehrt und der ganzen wissenschaftlichen Anschauung des modernen Sozialismus für zuwiderlaufend. Mit solchen kleinbürgerlichen Utopien est gar nichts erreicht. Die sozialistische Gesellschaft bedarf dieses„Rechts" nicht, die bürgerliche Gesellschaft verwirk- licht es nicht, oder doch, sie verwirklicht es, indem sie die Arbeiterklasse exploitirt. Nicht das Recht auf Arbeit, diese von Bismarck vollends auf den Hund gebrachte� Phrase, das Recht aus Muße ist eS, das wir begehren.— Der englische Kohlenarbeiterstreik. Ein Telegramm vom heutigen Tage meldet, daß die Konseren» des Berg- arbeiter- Verbandes, nachdem sie gestern noch zu keinem Resultat gekommen, die Wiederaufnahme der Arbeit für nächsten Montag beschlossen habe, da der Zweck der Arbeits- einstellung erreicht sei.— Indisches. Im Unterhause brachte letzter Tag« Mae Neill die indische Hungersnoth zur Sprache. 34 000 Per- sonen seien in Indien Hungers gestorben. Der Unterstaats- sekretär für Indien, Curzon, erklärte, daß die indische Re- gierung ihr„Bestes" gethan habe. Der Gouverneur von Madras habe persönlich dreimal die nothleidenden Distrikte besucht. In der ersten Woche des laufenden Monats seien 70 141 Personen in Indien an Nothbauten beschäftigt ge- wesen. 4780 hätten anderweitige Unterstützung bekommen, Die Hungersnoth werde den indischen Staatsschatz an ent- fallenden Einnahmen und direkten Ausgaben 100 Lakhs Rupien kosten. Auf Vorschlag Balfours ging das Haus über den Antrag Mac Neill's zur Tagesordnung über. Die Briten im holden Verein mit den eingeborenen Unterdrückern saugen das herrliche Hindustan aus, plündern das Landvolk, das unter dem Steuerdruck fast vergeht, bereichern sich auf alle Weise und cxploitiren in Betrieben, welche kein Fabrikgesetz schützt, Zehntausende armer Weber und Spinner.— Soztals Llclrerlrrstl. An die Zimmerer Berlins nnd Umgegend! Kameraden! In Anbetracht der jetzt so großen Arbeitslosigkeit in unserem Gewerbe und der damit verbundenen Lohndrückern halten wir es für unsere Pflicht, Euch nochmals daraus aufmerk- sam zu machen, daß sehr viel der unter den Kameraden herrschende Jndifferentismus dazu beigetragen hat. Eure Lage zu ver- schlechter». Für jeden Arbeiter aber ist es Pflicht, die Ursachen, welche diese schlechten Zustände herbeiführen, möglichst zu be- seittgen. Dies ist nur zu erreichen, wenn ein Jeder an den Ver- sammlungen Theil nimmt, welche Gelegenheit bieten, über die Euch so nahe angehenden Fragen zu berathen und somit ein gleiches Handeln unter sämmtlichen Kameraden herbeizuführen. Einem Jeden von Such muß es klar sein, daß unter den jetzt herrschenden Verhältnissen der Einzelne machtlos der Willtür der Unternehmer preisgegeben ist; fast jeder wird am eigenen Ich er- fahren haben, wie sein gutes Recht so vielfach mit Füßen ge- treten wird und er Alles über sich ergehen lassen muß, wenn er nicht der Existenz verlustig gehen will. Darum, Kameraden, rafft Euch auf und tretet Alle für die Arbeitersache mit Energie ein und Ihr werdet erfahren, daß eine große geschlossene Masse auch in der schwersten Zeit noch im Stande ist, der Willkür einen Damm zu setzen. Kein denlender Kamerad wird sich der Ansicht verschließe», daß in Berlin Alles daran gesetzt werden muß, um eine Einigung unter den Zimmerern herbeizuführen: dazu ist aber nöthig, daß alle Kameraden ihre Sache mit Interesse verfolgen und nicht wie bisher, von den Versammlungen fernbleiben. Der Gewerlschastskongreß. der zur Zeit in Halberstadt tagt, muß für Jeden von hohem Interesse sein. Erscheine deshalb jeder Zimmerer in der am Sonntag, den 2v. März, Vormittags 10 Uhr, bei Mündt, Köpnickerstr. lOO, stattfindenden öffentlichen Versammlung, wo von den in der öffentlichen Versammlung am 23. Februar gewählten Delegirlen Bericht über den Gewerk- schastskongreß erstattet werden wird. Mit kameradschaftlichem Gruß Die Lohnkommission. I. A.: E. O b st, Blumenthalstr. 8, Hof 3 Tr. Zum Nothstand. Im Dorfe S ch ö n, f e l d bei Leipzig waren am 12. März 124 Personen arbeitslos; davon 77 Ver- heiralhete. Von den Verhenatheten haben öl insgesammt 186 Kinder zu ernähre», davon 7 Familienväter je 4, 4 je«, einer 7 und einer sogar V Kinder!— Trotzdem kommen natür- lich hungernde Arbeiterfamilien nur in Romanen vor. AnS Holland. Die Arbeitslosigkeit ist unter den Tors- gräbern in der Provinz Friesland wahrend der letzten Wochen so gestiegen, daß die Ar, nonvögte nicht länger im Stande sind, den stets sich mehrenden Anfragen um Unterstützung Seitens der nothleidenden Arbeiter zu entsprechen. Im ganzen Lande werden jetzt zur Milderung des Elends Sammlungen vorgenommen, welche bereits mehrere tausend Gulden ergeben haben. Wiewohl die Arbeitslosen in mehreren Dörfern in großer Anzahl vor den Wohnungen der Armenvögte demonstrirten. wurde die Ruhe doch überall von den Gendarmen aufrecht erhalten. Auch in Amsterdam sind viele Arbeiter beschäftigungslos. Ein Beweis dafür ist, daß sich während der letzten Tage bei dem Stadtkommandanten durchschnittlich täglich 16 junge Leute von 18—20 Jahren als Soldaten für die ostindische Armee einschreiben ließen. Theater. Freitag, den 18. März. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bantern- Ehre.) Der Dorfbarbier. Schauspielhaus. Der neue Herr. Deutsches Theater. Gyges fund Ring. Leffing Theater. Paragraph 330. Fünf Dichter. Berliner Theater. Der Veilchenfreffer. Residenz- Theater. Riquette( Ma Cousine). Wallner Theater. Sein bester Freund. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Bellealliance- Theater. Bräfig. Onkel Circus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Sozialdemokratischer Wahlverein Freitag, den 18. März 1992, Circus G. Schumann, für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Abends 7/4 Uhr: Große KomikerVorstellung. Auftreten der Klowns Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. C. Godlewsky, 3 Gebrüder Briatore, Brillant- Vorstellung mit vorzüglich Heute Abend 71/2 Uhr: Groke Paul und William, Gebrüder Dianta und Warne, Gebr. Kronemann, Herrmann, Misco etc. in ihren höchst fomischen Entrees und Intermezzos. Ferner Galgenstrick, geritten von der beliebten Schulreiterin Fräul. Clotilde Hager. Emir( Apporteur), dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Horaz und Mercur, zusammen vorgef. von Herrn Ernst Renz( Enkel). Emperor, geritten von dem Schulreiter Herrn Gaberel. Auftreten einer Wiener Damenkapelle. Mlle. Theresina auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Miss gewähltem, aus den besten RepertoirNummern bestehendem Programm. Auftreten des berühmten anerkannt besten Schulreiters der Gegenwart Mr. James Fillis, das Schulpferd ,, Markir" rettend. Zum 3. Male. Neu für Berlin! Der Krieg im Zululande, oder: Die Vertheidigung des Königs Cetevano gegen die Engländer. Große historische KriegsFreitag, den 18. März, Abends. 8 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandanten- Straße Nr. 20: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Bedeutung des 18. März. Referent: Genoffe Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Zahlstellen des Wahlvereins sind folgende: P. Salzwedel, Kloster: ftraße 83; Wernau, Rosenstr. 30; Mecklenburg, Oberwasserstr. 12. 450/6 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Edith, Jockeyreiterin. Mlle. Natalie, Pantomime, arrangirt vom Direktor für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Oftend- Theater. Liaue die zweite Parforcereiterin. Mr. Franks, GroFrau. Adolph Ernst Theater. Der tesquereiter 2c. Außerdem: Auftr. der Gebr. Rasso. Zum 1. Male in Berlin. 1. Geben ausgeführt von 250 Personen. Morgen, große Gala- Sport- Borin ftellung. Auftreten des Mr. James Fillis. Zum 4. Male: Der Krieg im Zululande. Große historische Kriegss Borstellungen. Nachmittags 3/2 Uhr Sonntag, den 20. März, Zwei gr. Zanzteufel. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. eines Orchesters von 12 Mann. Gebrüder Richter's Variété. Spe- 2. Trägt Ferdinand Rasso ein Klavier Pantomime. sammt Pianist, Flötist u. Violinist, zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- welche schwebend eine Konzertpièce Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Zum Schluß: Auf Helgoland", 1 Kind frei) und Abends 7 Uhr. Borstellung. ober: Ebbe und Fluth. Große hy Bum 5. Male: Der Krieg im ZuluKonkordia- Palast- Theater. Spe- brologische Ausstattungs- Bantomime lande. Auftr. des Mr, James Fillis zialitäten- Vorstellung. in 2 Abtheilungen vom Direktor E. mit seinem Schulpferde Martir. ftellung. American- Theater. Spezialitäten: Vorstellung. vortragen. Renz. National- Tänze( 65 Damen) 2c. B. Nieft's Einlage: Tscherkesen etc. Dampfschiff und Bootfahrten, neue über- Weberstr. 17. Fest- Säle, Weberstr. 17., raschende Licht- und Feuereffekte. find noch einen Sonnabend im April frei 80 Fuss hohe Riesenfontaine. PassagePanopticum. Täglich„ Auf Helgoland." Frauengestalten stellung zum Benefiz für Herrn Pranz Renz. Sonntag: Zwei Vorstellungen. in lebend. Bildern Nachm. 4 Uhr( 1 Rind frei) Die dargestellt von Touristen". Abends 7/2 Uhr Auf Berliner Helgoland". Modellen. Sonnabend Equestrische Gala- VorOhne Extra- Entrée. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Interesanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schu b. Emin Pascha- Reich. und Sonntag d. 10.( Palmsonntag). Grosse Betten 12 Mk. ( Oberbett, Unterbett, zwei Rissen) mit gereinigten neuen Federn bei Gustav Lustig, Berlin, Prinzen straße 43. Preiskourante gratis und franto. Viele AnerkennungsE. Renz, Direktor. schreiben. 2053L Achtung! Former im Norden Berlins! Oeffentliche Versammlung Freitag, den 18. März, Abends 8 Uhr, Kähler's Salon, Möckernstr. 117, Ecke Teltowerstraße. 450/5 Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 18. März. Referent: Stadtv. Fritz Bubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragen. Achtung! Große Der Vorstand. Achtung! Sozialdemokratische Volksversammlung für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often) am Freitag, den 18. März, Abends 8 Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Schönlank über die Bedeutung des Tages. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Komitees zur Maifeier. Genoffinnen werden hiermit ersucht, in dieser Versammlung zahlreich zu Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Alle Genoffen und erscheinen. Der Vertrauensmann. 391/16 Achtung! Rixdorf. Achtung! Grosse öffentliche am Montag, den 21. März, sendo& Uhr, bel Schröder, Berſammlung für Männer u. Frauen 8 Müllerstrasse 178( Weddingpark). welche Marken mit mir abzurechnen haben, bitte ich, pünktlich dort zu sein. Waldeck Manage. 2. Diskussion. Nach der Versammlung geselliges Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Kollegen, am Sonnabend, den 19. März, Abends 82 Uhr, im Variété- Theater, Hermannstraße 18. Tagesordnung: 1. Religion und Schule. Referent: Former im Norden, seid in dieser Versammlung alle zur Stelle! Beifammensein mit Tanz. Alle Arbeiter und Arbeiterinnen müssen erscheinen. Der Einberufer: W. Paetzel. Die Versammlung ist mit Wissen des Vertrauensmannes einberufen. 421/9 Der Einberufer. Große öffentliche 154/15 30 Personen, wäer, Versammlung für Männer u. Frauen Achtung! Schöneberg. Achtung! Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vornittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Freitag, den 18. März, Abends 81/2 Uhr, Om Restaurant Otto Klein, Schönleinstraße 6. Zages Ordnung: 433/19 1. Vortrag über die Bedeutung des 18. März. Ref.: Genoffe Antrick. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung findet vom Lese- und Diskutirklub ,, Vereinte raft" ein gemüthliches Beiſammenſein statt. Der Vorstand. Achtung, Sattler! Gr. Freifonzert. der Orts- Krankenkasse der Sattler zu Berlin Oeffentliche Mitglieder- Versammlung Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten MittagsSonnabend, den 19. März, Abends 8½ Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission über Einführung freier Wahl tisch à la Duval. Diner à 1 Mark. Der Aerzte event. Beschlußfaſſung fiber hierzu gestellte Anträge. 2. Diskussion. 3 Kegelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: 1169L 1897 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. J. A.: C. Tannhausen, Blücherstr. 55. Gr. Bock- Ausschank Fachv. der Marmor- u. Granitarbeiter. aus der Berliner Bock- Brauerei. Achtung! Johannisthal! Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß am Sonntag, den 20. d. M. ein Wursteen stattfindet. 1906b A. Senftleben. Seeschlößchen Reinickendorf. 2129 Eröffnung: Sonntag, den 20. März. Gr. Ball im Barquettsaal. Es ladet ergebenst ein Böttcher. Heute frische Blut und Leber. Sonntag, den 20. März, Vormittags 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobftraße 48a, Tages- Ordnung: 1905b 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, die statistischen Fragebogen auszufüllen und abzuliefern. Der Vorstand. Grosse öffentliche Generalversammlung Der Maurer Berlins und Umgegend wurst, in bekannter Güte, empfiehlt am Sonntag, den 20. März, Vormittags 10 Uhr, im Böhmischen Hermann Liewald, Manteuffelstr. 46. 19076 Brauhause, Landsberger Allee Nr. 11-13. Tagesordnung: 1. Abrechnung der Vertrauensmänner über die Schrägüber dem Pferdebahn- Depot. Berwaltung des Generalfonds der Maurer Berlins und Umgegend vom großer Stand, Oberbett, Außerordentliche Mitglieder- Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Schönebergs und Umgegend Sonntag, d. 20. März, Borm. 11 Uhr, im Lokal Jacob, Grunewaldstr. 110. angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereins 121/9 Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Heute, Freitag, den 18. März, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung des Sozialdemokrat. Wahlvereins für Teltow- Charlottenburg 421/8 im Saale ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Kunkel über die Bedeutung des Tages. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. ( 1167L Zur rothen Cravatte. Invaliden- Straße Nr. 147, Ecke der Bergstraße. Billigste Bezugsquelle für Sonnen- u. Regenschirme, Handschuhe, Cravatten, sämmtliche Herrenwäsche, Hosenträger etc. Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 19. März, Abends 81/2 Uhr: [ 412/5 Unserem Freund Ernst Kuschte, genannt der Schaukel- Wirth, zu seinem 42. Biegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Schaukel wackelt. Die Schaukelbrüder. Ein guter Gold- und Silberbecher, Ein Nülleken nicht zu falt, Vorstands- Sizung Dann leben ganz gemüthlich wir bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. KRONENGARN. Kinder reell und billig Und werden dabei alt. 1910b Unserem Freund und Genossen Paul Schönberg zu seinem heutigen Wiegens Biesbock merkste nischt? 1908 b Fertige Betten, e, Unter- männer und Reviſoren. 4. Berichterstattung vom Halberstädter Gewerkschafts- Stallschreiberstt. 6. 12. mär³ 1891 bis 1. März 1892, 2. Distuffion. 3. Neuwahl der Bertrauens Alte Stiefel für Herren, Damen und bere ein dreimal donnerndes Hoch, daß bett, 2 Kopftiffen, mit gereinigten neuen Kongreß. Federn, 12 Mk. Fertige Inlets, 381/18 1916b Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zu zahlreichem Besuch Kalbskenle, à Pfund 40-45 Pfg., 30-40 Bettwäsche, Matraßen, alle Arten dieser äußerst wichtigen Versammlung laden ein Stepp, Schlaf- und Bettdecken, Polfterbettstellen empfiehlt billigst das als streng reell bekannte, 1870 begründete Spezial Geschäft von S. 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Jaquet- ArDer Vorstand Chauffeeftr. 51, Qu. I. 1911 b Hountag Vormittag 104 Uhr, beiter auf befte Stoffarbeit, unter VorTh. Mehner. Diskussion. Vereins- Rosenthalerstraße 38, Vortrag des zeigung von Probearbeit verlangt. Neue des Zentralv. deutscher Böttcher. Grünftr. 38 I. 1909 b ine solide, rentable Fabrit, Bahn- angelegenheiten. Verschiedenes. Frage- Herrn E. Vogtherr über:„ Ulrich von Der Vorstand. Hutten". Gäste sehr willkommen. und Poststation, schönste Lage taften. 1918b Tüchtige Fassaden Puzzer finden Am Sonntag, den 27. März, VorThüringens, mit vollständig neuen Brauer- Verein der Provinz mittags 10 Uhr, findet die Feier der dauernde Beschäftigung. Näheres Görs Maschinen- Einrichtungen, starter aushaltender Wasserfraft, sucht einen Freitag, den 18. März, Abends des Konzerthauses, Leipzigerstraße 48, Theilhaber. Einlage 30 000 Mart 8 Uhr, findet bei Feuerstein, Alte ftatt. Jugendaufnahme in den Festräumen ligerstr. 61, im Restaurant. 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S.[ 19046 Lausitzerstr. 15, 1 Tr., bei Dertell. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Ranarienhähne 4,50, Weibchen 1, 1,75 11. 2 M. Stralauerpl. 21, Thierhandig. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Größte Ausw. v. Geschenken zur Einsegnung. C. Lübeke, Oranienstr. 154 am Moritplay. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 66. Freitag, den 18. März 1892. 9. Jahrg. Parteigenossen! Arbeiter Berlins! nete tägt. Die beulichen Wergte genießen eines berechtigten gegen 107 Stimmen, der Antrag von der Schulenburg mit dernehmen können, vermehren dadurch, man nicht approbirte ber Schulenburg ausgesprochen, wird der Antrag Möller mit 130 Aerzte zuläßt. nehmen. A Am Mittwoch, den 23. März, haben die Wähler der 3. Ab- Rufes. Ich würde mich für verloren halten, wenn ich mich der selben Mehrheit, der Antrag Hirsch- Gutfleisch mit großer Mehrtheilung, also die Arbeiter, fleinen Handwerker und Beamten im Behandlung eines Nichtarztes unterwerfen sollte.( Widerspruch heit abgelehnt, dagegen der vom Abg. von Stumm beantragte 22. Stadtbezirk an die Wahlurne zu treten, um ihre Stimme für bei den Sozialdemokraten.) Die Halligen und die mit Aerzten Busaz und mit diesem§ 55a angenommen. 22. Stadtbezirk an die Wahlurne zu treten, um ihre Stimme für nicht start besetzten Gegenden Ostpreußens, welche der Staatseinen Vertreter im städtischen Parlament abzugeben. Die bisDie§§ 56-74 werden, unter Annahme einiger redaktioneller herige fortschrittliche Mehrheit im städtischen Verwaltungstörper sekretär von Bötticher angeführt hat, kann man nicht als Maßstab Aenderungen angenommen; bei§ 58 wird außerdem ein Antrag hat in augenfälligfter Weise gezeigt, daß sie für die Interessen der Sozialdemokraten, die Frist für die Bewilligung von Erunserer Wähler, des arbeitenden und dabei nothleidenden Volkes, Abg. von Wendt( 3.) weist darauf hin, daß die große stattungsansprüchen von 2 auf 4 Wochen zu verlängern, ankein Verständniß hat, daß ihre Klassenzugehörigkeit ihr einfach Mehrzahl der Petitionen für die Aufrechterhaltung des bestehenden genommen. verbietet, dem etwa vorhandenen guten Willen" die That folgen Behandlung nur auf approbirte Aerzte feien nur die erste Zustandes eingegangen ist; für die Uebertragung der ärztlichen Bei§ 74 bedauert zu lassen. Abg. Stöbel( 3.), daß die Wünsche der Mitglieder der Es ist daher unfere unabweisbare Pflicht, wirkliche Vertreter selbst eingetreten. Jeder Privatmann ist in der Auswahl seines Knappschaftstassen durch die Vorlage nicht erfüllt feien. Die der Arbeit, tlaffenbewußte Sozialdemokraten in die Gemeinde- Arztes vollständig unbeschränkt und die Kaffenmitglieder wollen Einrichtungen der Knappschaftstassen seien durchaus nicht so verwaltung zu entfenden. Jeder Parteigenoffe agitire, wo sich nichtapprobirte Aerzte die Behandlung übernehmen können, ge- lich sei es mit der Frage der Aerzte sehr schlecht bestellt, trotzdem das möglichst auch sein. Wenn diese Frage, ob auch andere als außerordentlich gut, wie man es immer dargestellt habe; namentGelegenheit bietet: in Werkstätten, Verkehrslokalen, in Bersamm lungen und wo er sich sonst befinden mag. Es gilt, durch Wort regelt werden foll, dann muß sie bei der Gewerbe- Ordnung, nicht ohne große Koften eine Befferung herbeigeführt werden könnte, und Schrift Säumige neu aufzurütteln, neue Kämpfer für die bier geregelt werden. Die Annahme des Antrages Schulenburg wenn man nur die Aerztewahl etwas freigeben wollte. Krupp Reihen der Proletarierbewegung zu gewinnen. Es gilt, am würde nur die Abneigung gegen das Krankenkassen Gesetz ver- in Effen hat seinen Arbeitern zur Auswahl eine große Anzahl 23. März einen neuen Markstein in der Klaffenbewegung der stärken. von Aerzten zur Verfügung gestellt. Bei den Knappschaftskaffen Arbeiter aufzurichten! Abg. v. Münch erklärt sich gegen den Antrag des Abg. besteht aber ein großer Zwang in dieser Beziehung, was zu großen Streitigkeiten und Beschwerden geführt hat. Eine AendeDies erreichen wir, wenn wir, fest geschlossen, dem Kandidaten von der Schulenburg. der Sozialdemokratie, Ministerialdirektor Lohmann: Daß die Vorlage eine rung würde große Befriedigung hervorrufen. Schädigung des ärztlichen Standes ist, kann ich nicht anerkennen; Abg. Leuschner( Rp.): Versuche, eine freiere Arztwahl im Gegentheil, es werden viele Personen, die sonst niemals daran herbeizuführen, find in Westfalen gemacht worden, aber sie find denken würden, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, der ärzt- unbefriedigend verlaufen, namentlich auch in finanzieller Belichen Behandlung unterworfen und dadurch die Thätigkeit der ziehung. Die Erhöhung der Beiträge würde die Unzufriedenheit Aerzte erweitert. Die Gewerbe Ordnung fennt eine geilkunde vergrößern. auch von nichtapprobirten Personen im§ 54, wonach die Aus- Abg. Möller: Wenn Beschwerden vorliegen, fo mag Herr übung der Heilkunde im Umherziehen den nichtapprobirten Per- Stößel fich an die Direktion der märkischen Knappschaftstassen fonen verboten ist. Redner erklärt sich gegen den Antrag von wenden und zwar unter Namensnennung; die einzelnen Fälle der Schulenburg aus den Gründen, welche der Staatssekretär werden dann untersucht werden. von Bötticher in der zweiten Lesung vorgebracht, ferner gegen Abg. Szmula: In Oberschlesien bestehen dieselben Klagen den Antrag Hirsch- Gutfleisch, weil derfelbe das Prinzip des§ 6, über die Knappschaftstassen, wie der Abg. Stößel vorgebracht wonach die ärztliche Behandlung in natura dargeboten werden hat, namentlich wird über die schlechte, grobe Behandlung seitens muß, durchbreche. der Aerzte geklagt. Kaufmann Robert Flatow, Wallner- Theaterstr. 18, sum Siege verhelfen. Wir bitten Folgendes zu beachten: Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist in die GemeindeWählerliste als stimmberechtigt jeder selbständige Preuße einzutragen, welcher das 24. Lebensjahr erreicht hat, wenn er seit einem Jahr Einwohner der Stadt ist, sich im Bollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, feine Armenunterstützung aus öffent lichen Mitteln empfangen und seine Gemeinde- Abgaben gezahlt hat, auch an Klaffensteuer einen Jahresbetrag von 6 M. entrichtet oder doch zur 2. Klassensteuer- Stufe eingeschätzt worden ist. Als selbständig wird Jeder betrachtet, welcher einen eigenen Hausstand hat, d. h. welcher über einen Wohnraum oder mehrere Wohnräume selbständig verfügt. Als unterstützt wird auch der jenige angesehen, welcher für sich oder seine Familienangehörigen Krantenpflege aus öffentlichen Mitteln durch Aufnahme in ein Krankenhaus empfangen und die dadurch entstandenen Kosten nicht zurückgezahlt hat. Als Legitimation zur Ausübung des Wahlrechts genügt die feitens des Magistrats jedem Wähler zugestellte„ Wahlkarte". Im Nothfalle auch die letzte Steuerquittung. Die Wählerlisten sind bis zum Wahltage einzusehen bei Spiedermann, Markusstr. 6. Das Wahlfomitee. J. A.: Eduard Friese. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 196. Sigung vom 17. März, 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Rottenburg, ohmann, von Woedtke. Abg. Möller beantragt außer einer redaktionellen Aenderung des Antrages von der Schulenburg hinzuzufügen, daß das Krankengeld nur auf Grund von ärztlichen Attesten gezahlt werden soll; nur in dem Fall, wo ein Nichtarzt ausdrücklich zur Behandlung zugelassen ist, gilt auch deffen Zeugniß. Abg. Leuschner: Der Beseitigung solcher Aerzte, die die Leute grob behandeln, stehen die Knappschaftsstatuten nicht im Wege. Abg. Hirsch: Allgemein habe man die Empfindung, daß die Einrichtungen der Knappschaftstassen nicht dazu beitragen, den Frieden zwischen Unternehmern und Arbeitern zu fördern. Die Unternehmer sollten an ernstlichere Reformen denken, ehe es zu spät wird. fann. Arbeiter zwangsweise ange den hier Statuten Die Abg. Molkenbuhr( Soz.): Würde§ 75 nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen, so würde ein großer Theil der freien Hilfstassen nicht mehr existiren können. Wenn Sie die freien Kassen verpflichten, an Stelle des Krankengeldes freien Arzt und Medizin zu liefern, so würde sofort eine Ungleichheit eintreten, da für Mitglieder, welche vereinzelt an einem Orte wohneu, größere Aufwendungen gemacht werden müßten. Auch den Medizinalfaffen würden Sie mit Annahme des§ 75 in der Fassung der zweiten Lesung den Lebensfaden unterbinden. Die freien Kaffen tönnen sich allerdings ihre Mitglieder aussuchen; dasselbe thun die Fabrikherren auch. Die Staatsbetriebe gehen den Fabrikanten hier mit einem wunderbar schönen Beispiel voran. Die freien Kaffen sind Institutionen, welche von den Arbeitern selbst geschaffen sind. Wenn sie Mängel haben, so muß es den Mitgliedern selbst überlassen werden, diese zu verbessern. Abg. Eberth( dfr.): Die zahlreichen Petitionen, welche den bestehenden Zustand aufrecht erhalten wollen, können wir für uns anführen; denn mit Ausnahme der Verfügung einer Behörde eines Bundesstaates, welche die Naturheilkundigen zugelassen hat, Bum§75( freie Hilfskaffen) liegt ein Antrag Hirschsind überall sonst nur die approbirten Aerzte zugelassen. Die Gutfleisch vor, wonach durch Statut der freien Hilfstaffen Frage muß wegen dieses Ausnahmefalles tlar gestellt werden. bestimmt werden kann, daß den Mitgliedern an Stelle der freien Der Wahlbezirk umfaßt folgende Straßen: Wenn dies jetzt nicht geschieht, wird eine Unruhe entstehen, von ärztlichen Behandlung, die Hälfte des ortsüblichen Tagelohnes Alexanderstr. 1-17, 19-52, 69-71. Blumenftr. 1-34, der man sich gar teine Vorstellung machen kann. Die Sache muß ihres Beschäftigungsortes gewährt wird. 51a- 76, 83 u. 84. Holzmarktstr. 1-18, 52-55, 58-78. Raifer hier, nicht bei der Gewerbeordnung geregelt werden und wunder- Abg. Hirsch: Es handelt sich hier Kaffendenen fein ftraße 1-48. Große Frankfurterstr. 69. Kleine Frankfurter- bar ist nur, daß man darüber so lange im Reichstag debattiren einrichtungen, Man tann ftraße 1-9, 20-25. Grüner Weg 1-22, 102-125. ffland- mußte. Denn selbstverständlich sind Aerzte doch nur solche, welche hören straße 1-11. Markusstr. 1-21b, 24-47, 50-54. Wallner- die gesetzlichen Bedingungen erfüllt haben. Daß untergeordnete Feststellung der Leistungen überlassen, da die Mitglieder Theaterstr. 1-45. Magazinstraße. Schillingstraße. An der Verrichtungen von Heilgehilfen u. s. w. vorgenommen werden nur durch freien Entschluß sich den Statuten unterwerfen. Jannowigbrücke. An der Michaelsbrücke, Westseite. Raupach- fönnen, ist selbstverständlich. Die Mitglieder der freien Kassen werden nicht die ärztliche Hilfe Straße. Die Stadtbahn von Michaelisbrücke, Westseite bis zum Ministerialdirektor Lohmann: Nach dem Wortlaut des An- vernachlässigen, denn nur als Ersatz für die Bezahlung des nördlichen Ufer der Spree bei der Alexanderstraße. Kleine trages Schulenburg ist das durchaus nicht selbstverständlich; der Arztes erhalten sie die baare Zahlung; wird ein Arzt nicht zu Markusstraße. Alexanderplatz, Ostseite der Straße längs der Richter wird die Verrichtungen der Heilgehilfen nur dann gezogen, dann gehen sie des Krankengeldes verlustig. Wird der Stadtbahn. Krautsstr. 1-12, 16 u. 16a, 47-52, 54a, 55a. anerkennen, wenn sie von einem Arzt angeordnet sind, sonst nicht. Antrag nicht angenommen, so wird die ganze Organisation ber Georgenkirchplatz 33 u. 34. Rönigsgraben 1 u. 20-22. Lands- Abg. Möller: Unter ärztlicher Behandlung kann nur die freien Kaffe vernachlässigt werden. Die Mitglieder sind mit bergerstraße 60-67. Prenzlauerstr. 32-32a. Alte Schüßen- durch einen approbirten Arzt verstanden werden; da die Ab- diesen Rassen zufrieden, die ja auch sehr viel mehr leisten als ftraße 8-16. Rurzeftr. 1-19. lehnung des Antrages Schulenburg bei§ 6 die Sache zweifelhaft z. B. die Gemeinde- Krankenversicherung. gemacht hat, muß der Antrag hier zur Annahme gelangen, um jeden Zweifel zu beseitigen. Abg. Wurm( Soz.): Die lange Debatte über diesen Paragraphen beweist nur, daß der Minorität unsere Abstimmung von vorgestern unbequem ist. Die Ausführungen des Ministerialdirektors Lohmann lauten ganz anders, als die gestrige Erflärung des Ministerialdirektors Bartsch im Abgeordnetenhause. Letzterer erklärte, daß nur approbirte Aerzte| als Kaffenärzte zu gelassen werden dürfen. Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkte, daß den Mitgliedern der Krankenkassen das größere Recht zu gewähren sei und nicht die Privatinteressen der Aerzte besonders geschützt werden müssen. Wenn die Wissenschaft durch die Kurpfuscher in Gefahr gerathen sollte, dann Nach§ 55 a fann die höhere Berwaltungsbehörde auf An- wäre es sehr traurig um dieselbe bestellt; durch solche fleinlichen trag von mindestens 30 betheiligten Versicherten nach Anhörung Gesetzesvorschriften wird sie jedenfalls nicht geschützt. Es ist mir der Kaffe und der Aufsichtsbehörde die Gewährung der Kranken- nun auch von anderer Seite zugestanden worden, daß das Ver- Ministerialdirektor Lohmann: Der Antrag Hirsch wird faffen- Leistungen durch weitere als die von der Rasse bestimmten trauen eine große Rolle bei der Heilung des Kranken spielt. dahin führen, daß die Mitglieder in fleinen abgelegenen Orten Aerzte, Apotheken und Krankenhäuser verfügen. Auch der Abg. Meyer- Berlin sagte, er würde lieber sterben, als für die Zuziehung ärztlicher Hilfe die geringste Entschädigung er Abg. von Stumm will dieser Bestimmung hinzufügen: sich in die Behandlung eines nichtdeutschen Arztes begeben. halten bei den größten Kosten; in den großen Städten würde es Wenn durch die von der Kaffe getroffenen Anordnungen eine( Widerspruch des Abg. Meyer.) Damit haben Sie ausgedrückt, umgekehrt sein. den berechtigten Anforderungen der Versicherten entsprechende daß Sie nur zu einem deutschen Arzte Vertrauen haben. Der Abg. Gutfleisch empfiehlt eine Reihe redaktioneller Anträge Gewährung jener Leistungen nicht gesichert ist." Rrante, welcher fein Vertrauen zu seinem Arzte hat, nimmt nicht der freien Kommission und freien Kommission und ferner den die Arzneien, die ihm verschrieben werden, er befolgt nicht die Antrag Hirsch, der an Stelle der ärztlichen Behandlung als Ervorgeschriebenen Verhaltungsmaßregeln u. f. w., nnd das wirkt faß den halben ortsüblichen Tagelohn gewähren will. Mindestens auf den Heilprozeß störend ein. Kurpfuscher und Naturarzt ist müsse man den freien Kaffen aber das Recht gewähren, diesen nicht dasselbe. Kurpfuscher können sich auch in den approbirten Ersatz den Mitgliedern zu geben, welche zugleich Mitglieder ärztlichen Stand einschleichen. Die Anhänger der Natur- einer Gemeinde- Krankenversicherung oder eines anderen Zwangs Die Abgg. Hirsch und Gutfleisch beantragen, folgenden heilmethode werden aus der Debatte die Lehre ziehen, kaffe find. Bufaß zu machen:" Durch Beschluß der Verwaltung der Ge- daß es nöthig ist, alle Möglichkeiten zu beseitigen, welche dem Geheimrath v. Wödtke widerspricht diesen Anträgen. meinde- Krankenversicherung und durch das Kaffenstatut tann be- Verdacht Raum geben, daß sich Kurpfuscher unter ihnen be Die redaktionellen Anträge werden angenommen, ebenso der stimmt werden, daß den Versicherten an Stelle der ärztlichen Be- finden. Im Anfange der Bewegung ist allerdings durch schab- Antrag Hirsch- Gutfleisch, welchen der Abg. Gutfleisch zuletzt handlung der Ersatz der Aufwendungen, welche sie hierfür gemacht tonenmäßiges Kuriren viel gefündigt worden, aber in neuerer empfohlen hat. haben, in Höhe des Krankengeldes gewährt werde." Zeit hat sich das vollständig geändert. Es hieße das Kind mit Darauf wird die weitere Berathung um 51/2 Uhr bis Frei dem Bade ausschütten, wenn man der alten Richtung zu Liebe tag 12 Uhr vertagt. wegen einiger Mißstände der neuen keine Bahn gewähren wollte. Der Antrag Schulenburg will nur das nachholen, was vorgestern nicht gelungen ist. Doch das Haus wird hoffentlich nach wie vor die Beschlüsse aufrecht erhalten, wie sie im Intereffe der Kranten liegen. Wollen Sie dies und auch das Interesse der Aerzte wahrnehmen, so machen Sie den Arzt zum Be amten des Staats. Dann wird die Kurpfuscherei von selbst verDie dritte Berathung der Novelle zum Kranten tassen Gesetz wird fortgesetzt. Abg. von der Schulenburg- Beehendorf will folgenden Zufaß machen:" Die Hilfe von Nichtärzten ist nur dann von der Gemeinde Krankenversicherung oder der Krantentasse zu bezahlen, wenn diese Hilfe auf ärztliche Verordnung geleistet oder in dringenden Fallen angerufen ift." Abg. Leuschner spricht sich gegen den von der Kommission zugefügten§ 55 a aus. Abg. von Stumm empfiehlt seinen Antrag, welcher eine größere Klarheit in die Sache bringe. Abg. Hirsch befürwortet seinen Vorschlag, der die freie Arzt wahl begünstige, welche der Staatssekretär von Bötticher ja als bas anzustrebende Jdeal bezeichnet habe. " Allgemeiner deutscher Gewerkschaftskongres. Da uns über den Schluß der Nachmittags Sigung vom 15. März feitens unseres Spezial Korrespondenten aus uns unbekannter Ursache ein Bericht nicht zugegangen ist, folgen wir im Nachstehenden den Angaben des Hamburger Echos" und verweisen in Bezug auf das Schicksal des Organisations- Entwurfs der Generalfommission selbst auf das erstere der uns zugegangenen Original- Telegramme. Abg. v. b. Schulenburg( dk.) hält es für nothwendig, zu bestimmen, daß nur Hilfe durch einen approbirten Arzt schwinden. von den Krankenkassen bezahlt werden soll, es sei denn, Abg. Prinz Schönaich Carolath tritt für den Antrag des daß der Arzt andere Hilfe ausdrücklich angeordnet hat. Abg. v. Stumm ein. Man müsse erst die Verhältnisse der beDie Hilfe des Heilgehilfen würde nicht ausgeschloffen sein, denn treffenden Kaffeneinrichtungen prüfen, ehe man einer kleinen Aner ist der Gehilfe des Arztes. Wenn ein Arzt aber einen Natur- zahl von Personen das Recht gäbe, eine Aenderung in diesen heilkundigen zuzieht, so wird deffen Hilfe auch zu bezahlen sein. Einrichtungen nach ihren Wünschen zu verlangen. Abg. Meher Berlin( dfr.) spricht sich für den Antrag des Abg. Gutfleisch( dfr.): Es wäre besser, wenn man sich mit Abg. von der Schulenburg aus. Die Kaffen sollen ärztliche Be- der Frage, ob approbirte Aerzte oder Naturheilkundige, gar nicht handlung gewähren, aber es wird im ganzen Gesetz unterlassen, befaßt hätte; denn sedes materiae ist die Gewerbe- Ordnung und Nach der Begründung des Entwurfes durch den Vorsitzenden ben Begriff der ärztlichen Behandlung zu definiren. Der Antrag nicht dieses Gesetz. Die Gerichte haben jetzt schon über die Frage der Generalfommission, Regien, fommt eine Resolution der wäre eigentlich überflüssig, weil aus§ 29 der Gewerbe- Ordnung zu entscheiden, ob die Bezahlung nicht approbirter Aerzte gefordert Hamburger Kellner und eine solche des Offenbacher Frauen- und deutlich hervorgeht, was unter ärztlicher Behandlung zu verstehen werden kann, z. B. im Falle von Körperverlegungen. Meist Mädchenvereins zur Berlesung. Bektere verlangt Auflösung aller ist. Aber dieser§ 29 ist auch irrig ausgelegt worden, so daß haben sie nur die Kosten der approbirten Aerzte als erfasfähig Fachorganisationen und Bildung eines einzigen Arbeitervereins eine Bestimmung in diesem Gesetz zweckmäßig sei. Die Gewerbe- betrachtet, aber sie haben auch Ausnahmen gestattet und dabei event. Vereine, welche alle Arbeiter einer Industriegruppe umDrdnung unterscheidet nicht zwischen approbirten und nicht sollte man es belaffen. Die Gegner des Antrages Schulenburg faffen und Bildung eines Zentralvereins sämmtlicher Arapprobirten Aerzten, sondern hat nur die Strafbestimmungen be- find durchaus nicht alle Anhänger der Naturheilkunde. Redner beiterinnen. eitigt. Nach§ 29 der Gewerbe- Ordnung sollen nur die appro- tritt für den Antrag Hirsch- Gutfleisch ein. Segi Fürth ist der Meinung, daß bei der Selbständigkeit birten Aerzte von Staat und Gemeinde mit amtlichen Funktionen| Abg. Meyer Berlin: Die Heranziehung von Naturheil der einzelnen Gewerkschaften und bei dem Bestehen der Blätter foll feinem beschränkt werden; aber die Heran- für jede Gewerkschaft die ganzen Beiträge für Verwaltungskosten anstaltung der Gemeinde, die nur einen approbirten Arzt beschäftigen ziehung soll nicht aus Kassenmitteln erfolgen, sondern auf aufgehen würden. Die Unionen seien nicht zweckmäßig, er halte harf. Das Gefeß zwingt die Aerzte, einem gewissen Kreise von eigene Roften. Die volle Freiheit, Naturheilkundige hinzu- für die Metallarbeiter deren jezige Organisation für die Personen billigere vingt die gewähren als anderen Personen; zuziehen, könnte nur dann eingeführt werden, wenn überhaupt praktischste, gebe aber ohne weiteres zu, daß auch der MetallDas ist mit Gründen der Humanität befürwortet worden. Die freie ärztliche Wahl eingeführt würde. Man darf doch nicht die Zahl der Berfonen, welche Kuren vor# = arbeiter- Verband bei einem Ansturm der Kapitalmacht nicht erNachdem sich noch Abg. Endemann für den Antrag von folgreich Widerstand leisten könne. Es müsse ein Versicherungs # werden, verband gegründet werden, dem sich jede Organisation anschließen deren Ergebniß der Versammlung mittheilen soll. Der Rückgang mit der man wohl einverstanden sein kann, steht nicht im Eins fönne, wenn es ihr möglich. sei Thatsache, er führe sich zurück auf die Abnahme der Ge- flang mit dem, was der Stadtv. Singer vorgebracht hat. BeRiede Branschweig erklärt, daß er sich der Meinung der burten, die Zunahme der Sterblichkeitsgiffer der Kinder, die hauptet ist ein direttes Berbot, die Versammlung zu besuchen. Generaltommission nicht anschließen könne. Er halte die losen mangelhaften Ernährungsverhältnisse. Was die Kommune als Ob die Leute sich unbotmäßig oder nicht betragen haben, ob sie Organisationen mit dem Vertrauensmännersystem für das Beste. solche thun könne, um den weiteren Rückgang entgegenzuarbeiten, mit Recht oder Unrecht entlassen sind, das hat mit der Sache Was haben denn die Zentralorganisationen erreicht? Sie sind müsse sie thun, wenn sie ihrer Verpflichtung gegen die Allgemein- gar nichts zu thun. Wenn Sie das in diese Verbindung bringen, zu persönlichen Interessengemeinschaften herabgeſunten.( Au, au!) heit eingebent bleiben will. Dahin hätte gehört das Eingehen auf fo gewinnt es den Anschein, als ob wir befürworteten, daß Wir verlangen von dem Kongreß, daß er unsere Organisation unfern Antrag wegen der Verabreichung warmen Frühstücks an solche Beschimpfungen und Prügeleien stattfänden.( Widerspruch.) anerkennt. Die Bewegung ist durch die Zentralisation zurück- die Gemeinde- Schulkinder( Aha!) und die Annahme unseres An- Was in den Atten steht, sind Aussagen von Arbeitern, die sich gegangen. Die Agitation liegt freilich im Argen. Wenn aber trags auf unentgeltliche Verabfolgung der Lehrmittel. Die für über Störung in ihrer Arbeit beschwert gefühlt haben sollen. Ja, Organisationen wie die der Buchdrucker unterliegen, trotzdem fie die Kinder bedürftigter Eltern in den Etat eingesetzten 40 000 m. ift denen einfach zu glauben?( Lachen.) Mit Lachen kann man hohe Unterstützungen erhielten, so könne man es den schlecht feien faft aufgebraucht, ein Beweis, daß die Summe noch lange fo ernfte Dinge nicht erledigen. Das Solidaritätsgefühl unter bezahlten Arbeitern in den Provinzen faum verdenken, wenn sie nicht ausreiche, wenn man berücksichtige, wie es mit der Ver- den Arbeitern ist so groß, daß sie zu Denunzianten Streitbrecher werben. Zum Schluß ersucht Redner nochmals, theilung bestellt sei. In dieser Beziehung müsse noch vieles anders erst herabfinten, wenn es ihnen an Hals und Kragen In allen auch den Lokalorganisationen freien Spielraum zu gewähren. wenn man auch anerkennen könne, daß an vielen geht. allen Denunziationsprozessen zeigt sich als fchlechte Schmidt ist ebenfalls der Meinung, daß man es jeder Stellen das Verfahren sich gebessert habe. Man müsse viel allgemeines Urtheil, daß die Denunzianten die Organisation felbft überlaffen soll, welche Form fie für die beste hält. toleranter dabei vorgehen; es handle fich nach der Ueberzeugung ften Elemente sind.( Bwischenruf des Stadtraths Weber.) Es scheint fast, als ob man in den Organisationen, welche fich feiner Freunde hierbei nur um ein Uebergangsstadium zur un Ebenso dringend muß ich den Magistratsvertreter bitten, der allgemeinen Meinung nicht angepaßt haben, einen Prügelfnaben bedingten unentgeltlichen Lieferung der Lehrmittel, wie die Un- die Frage der schwarzen Listen, der Kennzeichnung der für die Mißerfolge suche, welche in den wirthschaftlichen Ver- entgeltlichkeit der Boltsschule nur als ein Uebergangsstadium zur Arbeitsscheine zu prüfen. Wir wissen ja aus den Reichstags. hältnissen liegen. 28ir fönnen mit der steigenden Macht des Unentgeltlichkeit der Bürgerschule u. f. w. zu betrachten sei. Die verhandlungen her, welcher Kniffe sich die Unternehmer hierbei Rapitals nicht mehr Schritt halten. Ein großer Theil der Ar- Anträge bezüglich der Beköstigung verfolgten ebenfalls ein ganz bedienen, wie ein Tinten- oder Fettfleck nutzbar gemacht wird und beiter liegt auf der Straße oder kann die Beiträge für die bestimmtes Biel; die Versammlung werde schließlich doch ge- wie bis weit nach rechts hinein diese Handlungsweise für eine Organisation nicht mehr erschwingen. Daher die Schwäche der nöthigt sei, denselben zu entsprechen. höchst gemeine erklärt wird. Ueber solche Dinge zu lachen ist ein Gewerkschaften, Lassen Sie also jeden Beruf sich organisiren, Stadtschulrath Bertram will nur dem Mißverständniß Thun, das ich nur lebhaft bedauern kann. Wird ein solches wie er will, fonft wird der Zwist in der deutschen Arbeiter entgegentreten, als ob sich ein Rückgang in der Frequenz der Manöver zur wirthschaftlichen Knechtung von einem Staats- oder bewegung nicht verschwinden. Wir müssen die einzelnen Berufs- Gemeindeschulen zeige. Der sei nicht eingetreten, nur das Wachs- städtischen Beamten verübt, so muß ein solcher Beamter aus der genoffen erft zu möglichst gleichartigen Anschauungen über die thum fei geringer. Die legten Ursachen davon seien schwerlich Verwaltung hinaus! Ich bitte um strengste Untersuchung. Organisationsform erziehen. festzustellen; über die Gelegenheitsursachen, also für 1892[ die Geburtsziffern für 1886, feien in den Publikationen der Unterrichtsverwaltung einige Mittheilungen gemacht worden. Die Resolution wird gegen die Stimmen der Sozialdemodemokraten abgelehnt, der Etat der Gemeindeschulen bewilligt. Die Etats der Taubstummenschule und der Blin benanstalt werden bewilligt, ebenso der Etat der Timm Berlin prázifirt seinen Standpunkt dahin, daß die Gewerkschaftsbewegung überhaupt nichts positiv Ersprießliches Teiften wird, aber zur Erweckung des Klaffenbewußtseins und zur Heranbildung der Arbeiter sei fie nöthig. Englische und ameritanische Verhältnisse dürften wir nicht als Beispiele an führen, diese träfen bei uns nicht zu. Politik und Gewerkschaftsbewegung ließe sich nicht trennen, deshalb müsse jede Form Armenverwaltung. der Organisation anerkannt werden. Lotale Angelegenheiten tönnten am besten durch lokale Kartelle geregelt werden, für weitere Angelegenheiten folle man auch die Organisationen anerfennen, welche ein Vertrauensmänner- Syftem haben. Krüger weist darauf hin, daß man in Sachsen alle Formen der Organisationen habe und haben müffe, um sich durch die Kautschukparagraphen des dortigen Vereinsgesetzes hindurch zuschlängeln. Man solle also auf diese Verhältnisse Rücksicht nehmen. Die Nürnberger Resolution halte er für die annehm barste und empfehle diese. In den Entwurf der Generalfommission halte er das Rechnungswesen für den schwierigsten Bunkt. M Blaurock Berlin will ebenfalls die Lokalorganisationen für gleichberechtigt angesehen wissen und hält die Vorschläge der Generalfommission nur für geeignet, eine Bersplitterung herbeizuführen. Wir wollen in vielen Punkten mit Ihnen zusammengehen, hindern Sie uns daran nicht. = # V Nachdem dann noch vom Vorsitzenden bekannt gemacht, daß Mittwoch Mittag die Spezialfongreffe tagen sollen, erfolgt nach Berlesung des Protokolls Schluß. Zum Etat der städtischen Ga 3 anstalten referirt Stadtv. Nam3lau über den Antrag, den Gaspreis von 16 auf 12 Pf. für ben Rubikmeter herunterzusetzen. Der Ausschuß habe den Antrag abgelehnt, da die Gaspreise Berlins auf dem ganzen Kontinent die billigsten seien, mit einer einzigen Ausnahme. Der Ueberschuß der Gasanstalten sei ein Gewinn, dem ein Risiko gegenüberstehe. Die städtischen Gasanstalten seien ein fauf männisches Geschäft. Die Frage scheide vielleicht heute ganz aus der Diskussion aus, da die Stadt doch durch den Vertrag mit der englischen Gesellschaft gebunden sei und dieser Vertrag erst im nächsten Jahre ablaufe. Stadtrath Weber: Von Denunziation fann hier keine Rede sein. Es hat ein Arbeiter sich wegen Entlassung beschwert, und infolge dieser Beschwerde sind 4 oder 5 Arbeiter protokollarisch vernommen worden. Stadtv. Singer: Ich bin von der Erklärung des Magistratsvertreters vollkommen befriedigt. Mir hat daran gelegen, feftau stellen, daß mit Wissen der obersten Vertretung der Stadt folche Dinge nicht vorkommen. Beide Vorkommnisse sind aber geschehen. Es ist durchaus gleichgiltig, ob die Schlägerei stattgefunden hat, ob Entlassungen eingetreten sind; was nicht gleichgiltig ist, sind die schwarzen Striche auf den Scheinen und die Berbote des Versammlungsbefuchs bei Androhung der Entlassung. Darauf ist der Stadtrath Weber nicht eingegangen, weil er es wohl ohne vorherige Untersuchung nicht thun wollte. Ich will nur hoffen, daß aus dieser Verhandlung die ihm untergebenen Beamten sich eine Lehre nehmen werden, in Zukunft seinem Willen entsprechend zu handeln und sich nie wieder so etwas herausnehmen. Der Etat wird genehmgt, nachdem sowohl der Antrag Mielenz Stadtv. Singer: In letterer Beziehung bin ich mit dem auf Erlaß der Miethe für die Gas- und Wassermesser, als auch Referenten ganz einverstanden, er hätte dann aber auch darauf der Ausschußantrag auf Ermäßigung dieser Miethe bis zu den verzichten sollen, Gründe gegen die Verbilligung des Gases Selbstkosten abgelehnt worden. anzuführen. Da er dies dennoch gethan, halte ich mich für Ueber den Spezialetat der Gymnasien, Realgymnasien verpflichtet, meiner entgegengesetzten Auffassung Ausdruck zu und Ober- Realschulen berichtet Stadtv. Namslau. Durch geben. Ich theile den reinen Geschäftsstandpunkt für Gemeinde- die Einführung des neuen Lehrplans werden die wöchentlichen v. Elm Hamburg hält Industrieverbände und die von angelegenheiten nicht; nach meiner Meinung liegt feine Ver- Pflichtstunden der ordentlichen Lehrer nicht unerheblich reduzirt Eegits empfohlene Metalarbeiter Organisation noch nicht für anlassung vor, aus den im Interesse der Bürgerschaft betriebenen und zahlreiche Hilfslehrerstellen überflüssig gemacht. Die schwierige zeitgemäß, da die wirthschaftliche Entwickelung noch nicht so weit städtischen Unternehmungen Gewinn zu ziehen, es sind nur die Lage, in welche dadurch eine große Anzahl von Hilfslehrern vorgeschritten sei. Die Fachpresse wolle er zentralisiren, aber man often natürlich eventuell inklusive Amortisation zu decken. Ich kommen, hat dem Ausschuß im Einverständniß mit dem Magistrat dürfe nichts über das Knie brechen und nicht vergessen, daß die bin genöthigt, das zu konstatiren, damit nicht der Eindruck auf Veranlassung gegeben, durch Bereitstellung von Mitteln zur Hos tleinen Fachblättchen mitunter sehr viel geleistet hätten. Für die lomme, als ob die Auffassung des Referenten allseitig getheilt norirung von Extraftunden einen Versuch zu machen, dieser Agitation bei nichtorganisirten Arbeitern müsse man die Politik wird. Ich habe das Wort ergriffen, um eine besonders Schwierigkeit abzuhelfen. aus dem Spiele lassen und könne auch Politik genug an anderen wichtige Angelegenheit zur Sprache zu bringen. Vor mir liegen Die Vorschläge des Ausschusses werden genehmigt. Arten treiben, ohne die Gewerkschaftsversammlungen dazu zu die Beweise dafür, daß innerhalb der städtischen Gasanstalts- Beim Etat des Fortbildungs- Schulwesens wird benutzen. Ginen Rückgang in der gewerkschaftlichen Bewegung Verwaltung den beim Rohrlegen u. 1. w. beschäftigten Arbeitern eine Petition des Vorstandes der Arbeiterbildungs falle man doch nicht den Zentralorganisationen in die Schuhe Borschriften darüber gemacht werden, wie sie ihre wirthschaft- fchule berathen, welche, nachdem sie vom Magiftrat abgelehnt schieben, daran wären lediglich die ungünstigen Verhältnisse liche und sonstige Ueberzeugung äußern follen. Es war der Ber- war, an die Versammlung gerichtet worden ist. Referent schuld. An eine bestimmte Form der Organisation müßten wir fuch gemacht worden, im Intereffe der Abstellung gewisser Uebel- Direktor Schwalbe theilt mit, daß die Petition die Einräus uns binden. Daß die Form der festen Zentralisation die beffere stände die betreffenden Arbeiter zu einer Versammlung zusammen mung von sechs Schulräumen für die Wochentage Abends und fei, hätten ihm selbst Vertreter des Vertrauensmänner- zu berufen; es bestand ferner die Absicht, einen Verein derselben den Sonntag Bormittag für die Unterrichtsertheilung unter den Systems, der losen Organisation, zugestanden, deshalb zu gründen, ein Vorgehen, das durchaus legal und ein- fonft üblichen Bedingungen verlange. Der Magiftrat habe empfehle er fie. Das Vertrauensmänner= System er- wandsfrei ist. Es liegt mir vor die schriftliche Erklärung mit der Begründung abgelehnt, daß der Verein, obwohl er eine fenne die reaktionären Verhältnisse an, weil sie ihnen Rechnung zweier Leute, in der einen wird bestätigt, daß ein Herr Fortbildungsschule darstelle, feine Konzession habe. Der Vorstand trägt, während die Zentralorganisationen der Entwickelung Heinicke, Vertreter des Gasinspektors Hartmann bei der Schule halte für dieselbe feine Konzeffion für erforderlich, Rechnung tragen und beffere Verhältniffe in Bezug auf die Ver- der Lohnzahlung den Arbeitern sagte, sie möchten den andern weil sie nach Art der Turnvereine, des Handwerkervereins, der fammlungs- und Roalitionsfreiheit herbeiführen wollen. fagen, daß derjenige, der zu der betreffenden Versammlung der Humboldtakademie, welche alle aus städtischen Mitteln unterstüt Megger Hamburg will nur die Ausführungen von Segit Gasanstalts- Arbeiter Berlins und Umgegend gehe, entlassen werde würden, in uneigennütziger Weise die Mitglieder weiter bilden ergängen, da er voraussetzt, daß nicht Jedem die Organisation( Hört, hört!); der zweite bescheinigt, daß der Bauführer, Ingenieur wolle. Der Ausschuß hält eine Rongeffionirung nach dem der Metallarbeiter bekannt ist. Diese trägt dem leider noch vor Meyer, auf ber Gasanstalt am Stralauerplatz bei der Lohnzahlung Reglement von 1859 für nothwendig. Es handle sich hier um eine handenen Raftengeist Rechnung, indem sie Sektionsbildung zuläßt. den Arbeitern mitgetheilt habe, daß er vom Gasanstalts- Direktor Schule, in der sich Jeder durch Zahlung von Schulgeld einen Redner wendet sich dann gegen die Zahlung hoher Beiträge, Cuno beauftragt sei, mitzutheilen, daß jeder Arbeiter zu entlassen Platz sichern könne. Der Ausschuß empfiehlt Uebergang zur welche nicht geeignet sei, Mitglieder heranzuziehen, auch nicht sei, der zu der Versammlung gehe. Ich werde beide Schriftstücke Tagesordnung. Niederlagen zu vermeiden im Stande sei, das beweise der Buch- dem Magistratsdezernenten zur Verfügung stellen und habe die Ein Antrag Vogtherr, die Petition dem Betitions druckerstreit. Er warne vor der verderblichen Tendenz der hohen feste Zuversicht, daß eine Untersuchung eingeleitet werden wird, ausschuß zu überweisen, wird abgelehnt und die Verhandlung Beiträge. und habe nur zu bitten, weil selbstredend die Vorausseßung, daß fortgefeßt. Bosch Berlin spricht im Sinne der von den Kellnern so etwas vorkommen fann, in weite Streife große Beunruhigung Stadtv. Vogtherr: Der Einwand des Magistrats, daß eingereichten Resolution und ersucht um Unterstützung der Be- trägt( Unruhe), daß der Magistrat ausspricht, daß die städtische die Arbeiter- Bildungsschule als solche unter das Reglement von strebungen der Kellner. Redner wünscht dann noch, daß die General- Verwaltung sich nicht anmaßt, sich in die politische und wirth- 1859 falle und deshalb der minifteriellen Konzession bedürfe, ist tommission mehr Geld für die Agitation unter den nicht organi- fchaftliche Ueberzeugung der von ihr beschäftigten Arbeiter zu deshalb unzutreffend, weil jenes Reglement vor Allem die Schulen firten Arbeitern aufwenden möge. mischen. Die Dinge gehen aber noch weiter. Auf drei Entlassungs- treffen will, welche eine Art Geschäft darstellen und andererseits scheinen, die unmittelbar nach jener Versammlung von Herrn den öffentlichen Anstalten Konkurrenz machen. Unsere Schule Sartmann ausgestellt sind, sind die Namen mit biden schwarzen aber hat Lehrfächer, welche bis vor kurzem in Berlin nicht gelehrt Linien unterstrichen.( Hört, hört! und Ruf: Schwarze Liste!) wurden. Die Stadt hat zudem die Verpflichtung, alle Bildungs Bon demfelben Herrn liegen mir Entlassungsscheine aus früherer Zeit bestrebungen zu unterstützen, sie mögen herrühren, woher sie wollen, vor, wo jener Strich fehlt.( hört, hört!) Sier ist nur ein Schluß Die Schule betreibt ihre Lehrthätigkeit unter den Augen der Bes möglich: Man hat mit diesem Strich unter dem Namen des hörde bereits seit einem Jahr. Hätte man sie angreifen können, Arbeiters eine Kennzeichnung desselben vollzogen( Lachen) und so wäre das sicher längst geschehen. Bei den Turnvereinen damit dasjenige gethan, was hier im Saale und draußen von beruft sich der Magiftrat auf einen bestimmten Beschluß der Vers der hier maßgebenden Partei stets verurtheilt worden ist, man fammlung. Diese Berufung läßt doch den eigenthümlichen Schluß hat eine schwarze Liste in die städtische Verwaltung einzu, daß die Versammlung die Ausbreitung der Bildungs geführt, gerichtet gegen folche, welche aus irgend einem Grunde bestrebungen nicht wünscht. Auch der Handwerkerverein und bie Ben Borgesetzten nicht mehr passen. Diese Dinge find in keiner Humboldsakademie haben nie eine Konzession für ihre UnterrichtsWeise mit dem in der Gewerbe- Ordnung garantirten Koalitionsveranstaltungen nachgesucht; ebensowenig wird es die Arbeiter recht vereinbar. Ich nehme zur Ehre der städtischen Verwaltung bildungsschule thun. Die Veranstaltungen des Vereins find aud an( Unruhe und Zwischenrufe), daß dieser Fall das einzige Bor- nicht für Alle bestimmt, sondern für seine Mitglieder. Daher tommniß in ihrem Bereich ist. Die Möglichkeit des Vorkommens paßt die Heranziehung des Schulgeldes nicht. Ich denke nicht, aber muß eine ernste Mahnung für den Magistrat sein, dafür baß man in dieser Versammlung das städtische Fortbildungs Gorge zu tragen, daß solche gefeßlich unzulässigen und direkt un- Schulwesen zum Nachtheil der fortgeschritteneren Arbeiters moralischen Einwirkungen und Einflüsse nicht geübt werden. bevölkerung monopolisiren will. Es paßt doch nicht für alle Stadtrath Weber: Wenn wirklich derartige Borkommniffe Altersklassen diefelbe diefelbe geistige Speise. Bei Deutsch, Ges vorliegen, dann würden die betreffenden Beamten selbstverständlich schichte Städtischen die schwerste Mißbillignng erfahren. Ich hatte auf die freund Fortbildungsschulen dem Lehrstoff wie den Lehrern scharf schaftliche Mittheilung, daß diese Sache zur Sprache gebracht werden auf die Finger gesehen werden. In einem mir zu Händen würde, heute Nachmittag den Verwaltungsdirektor mir kommen lassen, befindlichen Lehrbuch für Fortbildungsschulen der hat entschieden verneint, daß irgendwie den Arbeitern Bormann und Windmüller in Effen wird die Sozialdemokratie direkt schriften über den Besuch von Versammlungen gemacht oder in Zusammenhang mit dem Attentat von 1878 gebracht. Solches Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 17. März, schwarze Listen geführt würden; er würde bas event, ebenso Material wird hoffentlich in den Berliner Schulen nicht als Nachmittags 5 Uhr. entschieden mißbilligen. Ich bat dann um vorhandene Alten über Lehrstoff gebraucht. Weite Kreise der Bevölkerung hegen den Die Petition, betreffend Abstandnahme von der ferneren Arbeiterentlassungen aus der neuesten Zeit, habe sie theilweise Berdacht, daß die Gründe des Magistrats, die er angegeben hat, Vermiethung des an der Ede der Artillerie- und Auguststraße schon durchgesehen und finde in der Eingabe eines Arbeiters Aus- nicht die einzigen sind; der Magistrat wird sicherlich diesen Ber belegenen fleinen Blakes, der jetzt als Kohlenplay vermiethet ist, führungen, welche mit denen des Herrn Singer stimmen; es bacht entfräften. Ich bitte indeß, wenn solche andere Gründe wird nach längerer Debatte dadurch erledigt, daß der Magistrat schreiben sich also diese Beschwerden wohl aus diesem Falle her. vorhanden sein sollten, sich darüber heute deutlich auszusprechen, Stadtschulrath Bertram fann für Lehrbücher der Geschichte ersucht wird, nach Ablauf des jetzigen Kontraktes auf eine ander- Es war gelegentlich einer Rohrlegung in der Jerusalemerstraße weitige Verwerthung Bedacht zu nehmen. vorgekommen, daß auf dem Arbeitsplatze Arbeiter mit anderen an Fortbildungsschulen keine Verantwortung übernehmen. Ueberall Die Bersammlung feht die Berathung des Stadthaushalts- Arbeitern in Streit gerathen waren, daß sie den andern vor- werbe der Geschichtsunterricht in vaterländischer Weise ertheilt. Etats für 1892/98 fort und genehmigt vom Stapite! Unterwarfen, daß sie in die Versammlung nicht gekommen feien; als auch erkenne die Stadt teine Berpflichtung an, jedes Bildungs richtsverwaltung" die Spezialetats Höhere Mädchenschulen" und letztere sich darüber beschwerte, daß man sie in ihrer Arbeit störe, bestreben, welcher Art es auch sein mag, zu unterstützen. Berschiedene Einrichtungen für die städtischen höheren Lehr- fam es zu bösen Schimpfworten und schließlich zur Schlägerei, Referent Stadtv. Schwalbe: Wir wollen teinen politisch anstalten." Bei letterem Etat wird die zur Forderung der die nur dadurch beendet werden konnte, daß man Feierabend oder sonst gefärbten Fortbildungs- Unterricht, wir wollen Kenntniß der neueren Sprachen bei den Lehrern für Reise- bot. Danach wurden drei Arbeiter, die sich an der Störung be- einen wirklich freien, unbeeinflußten Unterricht. Die Anag Stipendien ausgeworfene Summe von 2000 M. auf Antrag Selle theiligt und die Sache soweit getrieben hatten, einfach entlaffen. Logie unit den genannten Anstalten des Handwerkerverein verboppelt. Ueber die Frage, ob die Versammlung zur Erhöhung( Hört, hört! und Ruf: Da haben wir's jah, und einer von und der Humboldt- Akademie trifft nicht zu. Ich empfehle noch eines Ausgabepostens ohne Weiteres berechtigt ist, erhebt sich eine diesen drei Arbeitern hat dann diese Darstellung gegeben, mals den Uebergang zur Tagesordnung. längere Distuffion, in welcher von der Mehrzahl der Redner die fich bei den Atten befindet. Ich werde sehr gern diese Berechtigung als selbstverständlich in Anspruch genommen Veranlassung nehmen, noch weiter zu untersuchen, Sie können fich darauf verlassen, daß nach Recht und Billigkeit wesen, verfahren wird, daß der Verwaltung solche Beeinflussung durch für die aus fern liegt und daß gerade bei der Gasverwaltung mit der größten Unbefangenheit hierbei verfahren wird. * ( Original- Telegramme des„ ,, Vorwärts".) Halberstadt, 17. März, Abends 7 Uhr 26 Min. Der allgemeine Gewerkschaftstongreß hat bei 11 Stimmenthaltungen mit 147 gegen 39 Stimmen den Organisationsentwurf der Generaltommission abgelehnt und eine Resolution angenommen, welche überall, wo es möglich ist, die Organisation nach Berufen empfiehlt. Halberstadt, 17. März, Abends 8 Uhr 25 Min. Nach Ablehnung einer Resolution, welche Anerkennung jeder Gewert schaftsorganisation verlangt, gaben die Bertreter der Lokalorganisation eine Erklärung ab und verließen den Kongreß. wird. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Es folgt der Etat der Gemeindeschulen. Stadtv. Vogtherr befürwortet eine Resolution, wonach der Magistrat über die Ursachen des Rückganges der Zahl der Gemeindeschüler und Schülerinnen Erhebungen anstellen und und Nationalökonomie in den muß von Schür Die Petition wird durch Uebergang zur Tagesordnung be und seitigt, der Etat angenommen, ebenso die Etats für das Fachschul für Straßen- Beleuchtung, Reinigung und-Besprengung Gemeinde- Friedhöfe und die Standesämter. Schluß 94 Uhr. Stadtv. Stadthagen: Die Erklärung des Stadtraths Tokales. Alle diejenigen, welche gewillt find, am Sonntag, den 20. d. M., bei der Verbreitung eines Flugblattes für die Wahl des Genoffen Robert Flatow zum Stadtverordneten mit thätig au sein, werden ersucht, sich Sonntag früh 71/2 Uhr in dem Lokal von Spieckermann, Markusstr. 6, einzufinden. Die Versammlung im 4. Wahlkreise, in welcher Genoffe Bruno Schönlant heute Abend über die Bedeutung des Tages sprechen wird, findet Abends 8 Uhr statt. vor dem Unternehmen zu warnen. Bürgerliche Blätter- Waden: 128. Februar gemeinschaftlich von dort entfernt und mit einem ftrümpfler und Wasserstiefel bunt durcheinander geben der Baarbestande von 50 m. eine Fußtour nach Hamburg angetreten. schüchternen Hoffnung Ausdruck, daß der Plan an dem Wider: Den jungen Leuten ging jedoch bald das Geld aus, sie durchstand des Minifteriums scheitern möge: und das in einer Zeit wanderten bettelnd Mecklenburg, begaben sich über Schwerin bes sic volo, sic jubeo!" In furzer Zeit werden wir also nach Wittenberge und befchloffen von hier nach Berlin als„ blinde wieder erleben, daß beutegierige Börseaner diefelbe Orgie feiern, Paffagiere" zu fahren. Die Ausreißer begaben sich in der Nacht wie bei der ersten Schloßfreiheits- Lotterie unseligen Angedenkens. zum Dienstag auf das Geleise der Berlin- Hamburger Bahn und schwangen sich bei Station Breddin( hinter Wittenberge gelegen) Die Tischlerinnung bat, wie die hiesigen bürgerlichen auf einen Wagen eines um 1/26 Uhr früh von dort abgehenden Beitungen berichten, ermittelt, daß im Tischlergewerk gegenwärtig Güterzuges und fuhren bis 3emiz mit. Da es bitter falt war, die Zahl der arbeitslosen Gesellen zum mindesten 7000 beträgt so wollten die Abenteurer bei Anlangen des Trains daselbst und daß dabei irgend welche Aussicht auf Befferung der Ver- ein wenig ihre steifgefrorenen Glieder erwärmen und stiegen hältnisse nicht geboten ist". Mit dem letteren Satz hat die Jn ab. Als sich aber der Zug wieder in Bewegung fehte und Eine Gedächtnißfeier für Karl Marx hatte der Bese- nung zweifelsohne ganz recht, aber die Verhältnisse" würden die Burschen, wieder auf die Puffer steigend, ihren alten Platz lub Karl Mary" am Sonntag Abend in den Räumen des auch nicht beffere sein, wenn das Tischlergewert auch nicht einnehmen wollten, rutschte Sponholz ab, die Räder der nach Feenpalaftes veranstaltet. Die Pfeiler der Emporen waren mit einen beschäftigungslosen Gehilfen aufzuweisen hätte. Wir folgenden Waggons gingen über den Körper des Unglücklichen Grün festlich umhüllt. dürfen nämlich wohl annehmen, daß die Innung nicht nur das und zermalmten denselben, so daß der Tod auf der Stelle eingrünem Kranz und lang herabfallender rother Schleife ge- Gehilfen im Auge hat Gegenüber dem Eingang hatte ein mit Wohlergehen der Mitglieder ihrer Zunft, sondern auch das der trat. Haßte wurde in das Kyrißer Gerichtsgefängniß eingeliefert und sieht seiner Bestrafung wegen Betruges entgegen. schmücktes Bruftbild des Gefeierten vor der Mitte der langen Wie im Tischlergewert, so ift's in allen anderen Gewerken. Seitentribüne feinen Ehrenplatz gefunden; Rundbilder von Karl Ueber eine Entführungsgeschichte, deren Schlußszene sich Mary und Lassalle, grau in grau gemalt, schmückten die Bühne, der Die Schloffer und Schneider, die Schmiede und Böttcher werden gegenüber nach dem entgegengesetzten Ende des Saales zu, eine annähernd ein gleiches Kontingent zur Armee der Arbeits- vorgestern Abend in einem Hotel der Invalidenstraße abspielte, wird fosen stellen. Bon den landwirthschaftlichen, Hand- und Folgendes gemeldet. Am Montag Abend traf in dem erwähnten mächtige rothe Fahne in Goldschrift die Worte:„ Freiheit, Gleichheit, Bau- Arbeitern gar nicht zu reden. Die Tischlerinnung wird nun hotel ein junges Paar ein, das sich als Dr. B. und Frau aus Brüderlichkeit" leuchten ließ. Zählt der„ Lefeklub Karl Mare" angesichts des herannahenden Osterfestes gestützt auf die 7000 Greifswald in das Fremdenbuch eintrug. Das Baar ging fast auch nur 28 Mitglieder, so waren doch an vier tausend Personen seiner Einladung gefolgt- alte und junge arbeitslosen Tischlergesellen die übliche Warnung an die Eltern gar nicht aus und ließ sich das Effen nach dem Zimmer hinaufMänner, Frauen und Kinder waren festlich versammelt: überall erlassen, ihre die Schule verlaffenden Söhne nicht dem Tischler bringen. Vorgestern gegen Abend traf in demselben Hotel ein Herr war der große Saal wie die Tribünen dicht besetzt, als die Feier gewerk zuführen zu wollen. Aehnliche Warnungen erfolgen auch ein, welcher sich das Fremdenbuch vorlegen ließ und darauf dem bald nach 5 Uhr mit dem Einzugsmarsch aus Tannhäuser" ihren von anderen Gewerken, so daß den Eltern, welche ihren heran- Ehepaar einen Besuch abstattete. Eine Viertelstunde später verAnfang nahm. Die Musikstücke des reichen Programms aus wachsenden Sohn zum Handwerker ausbilden laffen wollen, angst ließ Dr. B. nach Zahlung seiner Beche das Gasthaus und bald und bange werden möchte. Mit dem goldenen Boden" des verließ auch die schluchzende" Gattin desselben mit dem NeuFreien ja was sollen denn nun antömmling das Hotel. Die Dame foll die Gattin eines KaufVereinigung der Zivil. Berufsmufiter" unter Handwerks also ist es nichts mehr, Leitung des Herrn G. Groß sehr tüchtig durchgeführt; die Fest- eigentlich die Söhne der Leute, welche nicht im Stande find, für manns aus Stettin sein, die sich zur Behandlung nach Greifs den Unterhalt derselben noch Jahre lang zu sorgen, lernen? wald begeben hatte, wo sie bei ihrem Schwager, einem Restaugefänge aber brachte der Gesangverein, Kreuzberger Harmonie" in anerkennungswürdigfter Weise zur Aufführung. Niemand, Um den Arbeiter, den Proletarier, tümmert sich ja doch rateur, wohnte. Bei dem Lehteren lernte sie einen Arzt kennen, er ist" nur" Arbeiter, feine Nachkommen mit welchem sie schließlich den Ausflug nach Berlin unternahm. Den ersten Theil schloß ein schwungvoller Prolog zur Gedächtniß find alfo ohne Erbarmen dazu verurtheilt, wiederum Ihrem Schwager schrieb sie, daß man sich keine Mühe mehr feier, gedichtet von E. M. Scavola, vorgetragen von dem Genoffen Buchhändler Schulz, dem Vorsitzenden des Vereins." nur" Arbeiter zu werden. Die Generation der Lohnftlaven geben möge, fie aufzusuchen, eine Bitte, die der Restaurateur aber Hüllt ein in Flor die rothen Bänder die rothen muß erbarmungslos weiter gezüchtet werden, der Fabriksklave nicht berücksichtigte. die rothen fann nur Fabriksflaven erzeugen. So ist unter dem Klassenstaat Banner hüllt in Flor!" begann der der Prolog, Prolog, und älteren und neueren Zonwerken wurden von der endete mit dem Zuruf: " Seht Ihr im heil'gen Wetterleuchten die rothe Saat rother Flur? auf von vornherein dafür gesorgt, daß die Arbeiter in fortwährender Polizeibericht. Am 16. d. Mts. Mittags gerieth ein dreiGenossen! Durch den thränenfeuchten, umflorten Blick wirthschaftlicher Abhängigkeit erhalten werden. Die Profetarier- jähriges Mädchen vor dem Hause Stephanstr. 35 unter die Räder Strankheit erbt sich fort von Geschlecht zu Geschlecht. Die Zahl eines Bierwagens und erlitt außer einer Verlegung des linken schaut vorwärts nur! der Nichtsbesitzer nimmt mit unheimlicher Schnelligkeit von Jahr Beines einen Bruch des rechten Unterschenkels. Es wurde nach zu Jahr zu, denn das Großkapital vernichtet alljährlich viele dem Krankenhause Moabit gebracht. Zu berselben Zeit wurde Tausende von Existenzen. Schon hierin liegt die Gewähr ein Tapezier in seiner Wohnung in der Gitschinerstraße erhängt vordafür, daß der tapitalistische Staat nicht bis ans Ende der gefunden. An der Ecke der Flottwellstraße und des Schöne berger Ufers wurde Nachmittags ein Mädchen von einem LaftDinge bestehen kann. wagen überfahren und so schwer verlegt, daß feine Ueberführung nach dem Elisabeth- Krantenhause erforderlich wurde. Im Thiergarten, nahe dem Goethe- Denkmal, wurde Abends ein unbekannter, etwa 25jähriger Mann todt aufgefunden. Er hat sich anscheinend vergiftet. Seht Ihr die rothen Morgenstrahlen?- Das ist der Tag der nächsten Wah!! Da wollen wir die Zinsen zahlen, Karl Mary von Deinem ,, Kapital"! " 4 " " in der Werkstatt, blickte sich erstaunt um und meinte zu dem Der Gerichts- Beifung. Daß das ,, patriarchalische" Verhältniß zwischen Arbeit Nach der Ouverture zum Figaro" von Mozart hielt an nehmer und Arbeitgeber längst in die Brüche gegangen ist, bildet Stelle des zwar anwesenden, aber durch ein Kehlkopfleiden be- einen großen Kummer für die Frommen im Lande. Zwar kommt hinderten Reichstags Abgeordneten iebknecht Genoffe es noch hin und wieder vor, daß die bürgerlichen Zeitungen Rotosty die Gedächtnißrede auf Karl Mary. Ein leben einen Reklame- Bericht bringen über das, gelungene" Fest, welches des Bild Proletarier aller Länder vereinigt der oder jener Unternehmer seinen Arbeitern gegeben hat. Wer Euch!" deffen Bedeutung eine Cartouche mit diesen aber ein Mal einem solchen Fest beigewohnt hat, wird auf den Worten und über einem Hammer verschlungenen Händen ersten Blick gesehen haben, daß es mit der vielgerühmten Einverdeutlichte, endete den zweiten Theil. Den dritten Theil be- tracht" zwischen Unternehmer und Arbeiter nicht weiter her ist, schloß ein zweites lebendes Bild, welches die Arbeiter als in der Fabel vom Wolf, der zum Lamm fagte: Komm bewegung" darstellte und in Vignetten Humanität"," Mensch her, ich werde Dich auffreffen, mir thut das weiter nicht Die Frommen im Herrn unter sich. Vom Kriegss lichkeit", politische Rechte" als die Ziele der Bewegung bezeich- web! Und schon jetzt sind solche Arbeiterfeste" Ausnahmen, schauplah in der Zion3- Gemeinde wurde in einer nete; erfunden und gestellt waren die hübschen Gruppen von die überwiegende Mehrzahl der Arbeitgeber steht ihrem Anklagesache berichtet, welche gestern das Schöffengericht am dem Portraitmaler Hansen. Mit der von der Kreuzberger Personal vollkommen fremd gegenüber und weiß mit den Landgericht I einige Beit beschäftigte. In feiner Gemeinde Harmonie" vorgetragenen Arbeiter- Marseillaise schloß die eigent Maschinen besser Bescheid, als mit ihren Arbeitern. Ein Beispiel, Berlins plagten die kirchlichen Gegenfäße so scharf aufeinander, liche Feier. Genoffe Schulz führte die fröhlichen Genossen und daß auch der Handwerksmeister von patriarchalischen" Ge wie in Biondas zeigte auch diese Verhandlung wieder. As Genofsinnen zur Polonaise und bis zum neuen Morgen wogte bräuchen nichts mehr wissen will, sei heute mitgetheilt: Der bei Brivatkläger trat der liberale Kirchenälteste Fabrikant C. Heckert, bas bunte Treiben der tanzluftigen jungen" und" alten" Welt. einem Tischlermeister in der R.straße in Arbeit stehende Tischler als Angeklagte der stud. theol Burgwis, Lehrer Frid, ReDie Wadenstrümpfler in Nöthen. Die in der Nähe der geselle Hermann Bunge feierte am letzten Sonnabend sein dakteur Ba II a, Superintendent a. D. Krü deberg und der Wildparkstation neu zu errichtenden Gastwirthschaften müssen 25 jähriges Arbeitsjubiläum. 25 Jahre lang ohne Unterbrechung Stadtverordnete Bregel auf. Die beiden letzteren hatten in ein und derselben Werkstatt zu arbeiten, bildet in dem Leben erhoben. die Widerkiage Am 18. September v. J., Extra- Antleidezimmer für Wadenstrümpfler und Kniehösler ein: des Arbeiters heutzutage nicht nur ein Ereigniß, ist es auch als es fich um die Kirchenwahlen handelte fand richten, wenn anders sie die Konzession erhalten wollen, das und darauf legt der Arbeiter immerhin noch Gewicht als eine Versammlung liberaler Wähler der Zions- Gemeinde ist das Allerneueste im Jahre 1892! Die Freifinnige Zeitung" Beweis seiner Züchtigkeit und Brauchbarkeit. Wer heute nicht statt, zu welcher auch mehrere Herren der positiven Partei fich des Herrn Eugen Richter hat diese Neuigkeit in Erfahrung ges etwas gelernt hat und etwas vor sich bringt, den be. Butritt zu schaffen gewußt haben. Da sich dieselben nach Ansicht bracht und der freisinnige Wasserstiefler säumt nicht, dieselbe in hält felbst der der christlichst sozialste Meister nicht in folgender Form den Lefern seines Blattes aufzutischen: Eintrittskarten gesetzt haben konnten, so wurden sie energisch aus strümpfe hat sich besonders lästig erwiesen für die aus hatten also zur Feier des Tages" dessen Platz u. f. w. bekränzt dem Saal verwiesen. Die Betreffenden begaben sich sofort zu Die neue Softleidung der Kniehosen und Waden.seiner Werkstatt. Die Kollegen des oben erwähnten Arbeiters der Leiter der Versammlung nur auf Umwegen in den Besitz von Berlin zu den Hoffesten im Neuen Balais bei Botsdam Ein- und ihm auch ein fleines Geschenk geftiftet. Als der Jubilar den Vertrauensmännern ihrer Partei und erzählten dort ihre geladenen. Die Minister und sonstigen hohen Beamten nehmen feinen Kollegen ein Achtel Bier auflegen ließ, erschien der Meister Erlebnisse und diese Mittheilungen bildeten alsdann den Gegenaus naheliegenden Gründen Anstand, in jener auffallenden und die Kritik bes nicht courfähigen Publikums Jubilar:„ Na, hier ist wohl heute Festlichkeit?" Als ihm mit stand von Besprechungen in einer am 28. September abherausfordernden Tracht auf Bahnhöfen und Eisenbahnen zu ver-" Ja" geantwortet wurde, verschwand der Meister in feine Privat- gehaltenen Versammlung des positiven Parochialvereins der Zionstehren. Dies legt den Betreffenden die Nothwendigkeit auf, jedesmal gemächer und ließ sich während des Tages in der Werkstatt nicht gemeinde. Speziell trat der stud. theol. Burgwig auf und vor und nach jeder Hoffestlichkeit in der Stadt Potsdam behufs mehr blicken. Für den Jubilar hatte der Arbeitgeber auch nicht erzählte, daß der Kirchenälteste Heckert ihn beim Kragen gepackt Schwarze eingeschlagen habe. Der Superintendent a. D. Umkleidung einen Gasthof aufzusuchen und sich aur Ber: ein Wort der Anerkennung! Die Feftfeier blieb somit auf den und mit einem gefüllten Bierseidel auf den Buchhändler bindung mit dem Neuen Palais der Droschten zu bedienen. Eine Kreis der Arbeiter beschränkt.. Daß der Meister dem Jubilar rü de berg bestätigte, daß auch ihm dieselbe Mittheilung von ungezählte Neichthümer in den Schooß häufe, hat Niemand ver aus Hof- und Ministerialbeamten behufs Abhilfe der hieraus langt, wohl aber schien ein freundliches Wort doch wohl an- glaubwürdigen Personen gemacht worden sei und er fügte hinzu, erwachsenden Unzuträglichkeiten niedergesetzte Kommission hat würden, einen solchen Menschen als Kirchenältesten aufzustellen? ermittelt, daß sich weder im Neuen Palais noch im Bahnhofs gebracht. Das ist auch ein Kapitel aus dem„ patriarchalischen" daß man abwarten müsse, ob die Liberalen die Stirn haben Der Stadtv. Prezel aber ging noch weiter und meinte, He cr gebäude Wildpart entsprechende Garderobenräume befinden. Gs Leben zwischen Handwerksmeister und Handwerksgefellen. wenn ein Raufbold, ist daher von dieser Seite den Potsdamer Behörden der Wunsch Die Unterbeamten auf den Perrons der hiesigen Heckert könne sich nicht wundern, der ihm auf Straße begegne, zu ihm zu erkennen gegeben worden, bei Rongeffionirung von Stadt- und Ringbahn sind vor einiger Zeit vereidet worden, Zag Herr Kollege" fage. " grzten Das Schlagen mit dem Gastwirthschaften in der Nähe der Wildparkstation diefer und haben, soweit es den Betrieb der Stadtbahn betrifft, dem Bierseidel wurde ferner in einem Flugblatt kritisirt, Bedürfnißfrage" befondere Berücksichtigung zu Theil werden zu fahrenden Publikum gegenüber polizeiliche Befugnisse erhalten. welches von dem Angeklagten Frid unterzeichnet war, schließlich laffen." Also die Wadenstrümpfler und Kniehösler geniren sich, sich s tönnen seitens dieser Beamten Sistirungen solcher Personen, bildete es auch die Grundlage von Besprechungen in mehreren Also die Wadenstrümpfler und Kniehösler geniren sich, sich die sich nicht genügend legitimiren können, vorgenommen Artikeln der vom Angeklagten Balla redigirten Zeitung Das in ihrem auffälligen Aufpus dem übrigen Publikum zu zeigen, werden. Diesbezügliche Bestimmungen über die polizeilichen Be- Bolt". Der Kläger bestritt entschieden, mit dem Bierfeidel ge das ist auch ein Standpunkt! Natürlich wissen die Grzellenzen fugnisse der Perronbeamten, sowie auch der Bahnarbeiter, soweit mit den Wattons sehr genau, daß sie furchtbar ausgelacht zu haben, die Angeklagten dagegen traten den Wahrheitsbeweis werden, wenn sie vor versammeltem Bolt einherstolziren wie der solche durch Abzeichen als Bahnbeamte fenntlich, sind auf den schlagen oder den Angeklagten Burgwig am Rockfragen gepackt an und behaupteten, daß Herr Schwarze, direkt aus der liberalen Hahn im Salat. Um dieser fatalen Geschichte zu entgehen, müssen Stadtbahnhöfen durch Anschlag bekannt gegeben. sein Renkontre mit dem Kläger fie, gekleidet wie andere gewöhnliche Sterbliche, nach Potsdam Der Zug von Dresden über Jüterboget, der vorgestern Bersammlung tommend fahren und hier erst die hösische Masterade vornehmen. Das ist Aband hier um 7 Uhr 3 Minuten eintreffen sollte, hat Berlin erzählt und seinen mit Bier begossenen Ueberzieher vorsiemlich umständlich und so hat sich die extra zu diesem Zved mit einer Verspätung von eindreiviertel Stunden erreicht. Bis gezeigt habe. Die Widerklage stützte sich darauf, daß Herr und Pretzel durch aufammengetretene Kommission entschlossen, den Potsdamer Be Großbeeren war die Fahrt glatt abgelaufen, als es aber weiter Sedert die Angeklagten Krückeberg hörden den oben angeführten Wunsch zu präsentiren. Daß biefer gehen sollte, versagte die Lokomotive den Dienst; das Siederohr Worte wie„ Bubenstreich"," flegelhaft"," Feigheit" c. beleidigt Wunsch einem Befehle gleich geachtet wird, versteht sich in Potsdam war geplaßt. Die Passagiere fügten sich mit Humor in die und den Angeklagten Burgwiß einen Lügner" genannt und vor von selbst und so wird den zukünftigen Gastwirthsbesitzern bei Unterbrechung; endlich nach 1 Stunde 12 Minuten fonnte es ihm ausgefpien haben sollte. Diese Behauptungen wurden wieder Wildpart noch eine ganz besondere Klaufel in ihren Konzeffio weiter gehen,' nachdem eine Reservelokomotive von Berlin ein von Herrn Heckert durchaus bestritten. Derfelbe blieb auch dabei, nirungsvertrag gesetzt werden. getroffen war. Doch die Freude sollte nicht lange dauern. daß err Schwarze nicht mit einem Bierseidel geschlagen worden Daß Herr Gugen Richter hierüber die Schale feines Spottes mitten im freien Felde, noch vor Groß- Lichterfelde, versagte auch sei, vielmehr selbst schlagen wollte und dabei an die Wand geausgießt, ist ganz in der Ordnung. Aber haben wir nicht auch die Reservelokomotive und fonnte erst nach etwa halbstündiger toßen worden sei. Der angebliche Bierfleck auf seinem Baletot Schon freisinnige Männer der Couleur Richter in Wadel Arbeit der Maschinisten wieder in Gang gebracht werden. fei in Wirklichkeit ein von dem Wandpuh herrührender Fleck gefirümpfen und Kniehosen frauchen und am Hofe Menuet tanzen Der Humor der Passagiere war aber nicht mehr auf die Beine wesen.Bon den vernommenen Zeugen hatte Niemand mit eigenen Augen das Schlagen mit dem Bierseidel gesehen, dagegen beschwor feben? Das ist der freifinnige Männerftolz vor Königs zu bringen. der Zeuge Schwarze, daß der Kläger Heckert in drohender Haltung thronen" Fünf Einbrecher wurden vorgestern Abend in einem Hause und mit erhobenem Bierfeidel auf ihn zugegangen sei, Taschen zu! Ueber die in Aussicht genommene neue Lotterie der Manteuffelstraße bei der Arbeit" ertappt. Der Beamte ihn auch berührt habe und ein Theil des Inhalts des Seidels erfährt der Börsen Courier", daß Loose im Betrage von acht verließ um 7 Uhr feine Wohnung, um einen Besuch abzustatten, auf seinen Baletot ausgeschüttet worden sei. Auf der anderen Millionen Mart ausgegeben werden follen. Davon seien vier tehrte aber, da er den Gesuchten zu Hause nicht antraf, nach Seite bekundeten zwei Beugen, daß der Kläger die in der WiderMillionen Mark für Gewinne bestimmt, zwei Millionen für die etwa 20 Minuten in feine Wohnung zurück. Gr fonnte aber tlage behaupteten beleidigenden Aeußerungen gethan. RechtsFinanziirung, während zwei Millionen Mart übrig bleiben sollen, feine Eingangsthür mittelst des Schlussels nicht öffnen, und hörte anwalt F. Mundel beantragte die Bestrafung der Angeklagten, um den Zweck der Lotterie zu erreichen. Tritte in der Wohnung. Er rief um Hilfe, als sich die Thür da offenbar Beleidigungen vorlägen, die Rechtsanwälte BetterDie U. R.-K." weiß über die geplante Lotterie noch Folgen plöglich öffnete und fünf Kerle an ihm vorüberſtürzten. mann und Dr. Zeidler beantragten dagegen auf Grund der zu berichten: S. schlug mit seinem Krüdstod auf dieselben ein, erhielt aber Beweisaufnahme die Freisprechung der Angeklagten und die Be Bei der neuen Schloßlotterie handelt es sich um die Auf selbst einen Schlag mit einem Stemmeisen, welches noch später strafung des Klägers auf Grund der Widerllage. Im letteren bringung von 2 bis 2/2 Millionen Mart, welche zur Nieder auf dem Flur vorgefunden wurde. Zwei der Thäter, ein gewiffer Sinne entschied der Gerichtshof. Er sprach die Angeklagten frei, legung der Häuser am Schloßplay zwischen der Breiten Straße Diallas und Jänecte, wurden ergriffen und verhaftet. 6. hat in wonach er auch für erwiesen ansah, daß diefelben in ihren Mitund der Spree fowie zu einer Abrundung des Rothen Schlosses ihnen zwei Personen wiedererkannt, welche, als er das Haus theilungen über den Vorfall etwas übertrieben haben und ver Un der Stechbahn 1-4) erforderlich sind. Es ist die Anlage verließ, von der Straße aus anscheinend seine Wohnung beurtheilte den Widerbeklagten zu 85 Mart Geldbuße und einer großen Terrasse auf der Südseite des königlichen Schloffes obachteten. Die Festgenommenen räumen den Einbruch ein, Tragung der Roften. geplant, deren Ausblick durch die geplanten Niederlegungen wollen aber keine Hilfe gehabt haben. Einer der gefährlichsten Zuhälter Berlins, der„ Arwesentlich gewinnen würde. Der Plan der neuen Lotterie ist nicht nur vollständig fertig gestellt, sondern die Loose find Ein tragisches Ende hat die Flucht zweier jugendlicher beiter" Auguft Neubert, wurde gestern durch Urtheil der vorbehaltlich der Genehmigung der Lotterie von Seiten des Ausreißer genommen. Der achtzehnjährige Kaufmannslehrling vierten Straffammer des Landgerichts I für längere Zeit unMinisteriums des Innern- durch ein leistungsfähiges Finanz- May Sponhols von hier und der sechszehnjährige Schmiede schädlich gemacht. Der Angeklagte hat sich Jahre lang von einer tonsortium bereits fest übernommen worden. lehrling Oswald Haßte aus Dresden, welche sich beide in der unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehenden Person ernähren lassen. des : 9 Wir halten es für überflüssig, unsere Leser noch besonders sächsischen Hauptstadt in der Lehre befanden, hatten sich an Wie die lettere unter ihrem Eide bekundete, ist sie fortgesetzt von " eine Lese- und Diskutirklub Süb- 0. Seute Abend sy Uhr bei Zollsbor Menschenrechte". Görligerfir. 58, Vortrag des Genoffen Dr. Pinn über„ Die Entwickelung ber Militärschneider. Sammelpunkt der Mitglieder zum 18. März Morgens 8% uhr Sichtenbergerſtr. 21 bet Setſe. Achtung, Knopfarbeiter! Sonntag, den 20. März, bet Geeger, Grüner weg 29, Vereins- Bersammlung. Bortrag des Herrn Dr. Binn:„ Aus alter und neuer Beit". Schleswig- Holstein. Freitag, den 25. März, Abends 8% Uhr, Sigung im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße 16. Ronftituirung des Vereins. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, Westen, bei F. Kizing, Bülowstr. 52. bei Grube, Martendorferstr. 10. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund Schönweide, bei Siebenbaum. 1 Sänger Freiheit, Naunynftr. 43, der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Vorstände derselben zu richten. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Freitag. Uebungs Kaiser'scher ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Nord, Brunnen Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Borwärts 1, G.D. Adalbertstraße 21, bet Roll. ftraße 38, bei Gnadt. Kummer'scher Gesangverein, Landsbergerstraße 31, bet Musehold. Buchbinder Männerchor Berlins, Alte Jatobftraße 75, bet Feuer Gemüthlich Maiglöden, Hochstraße 32a, bei Wilte. fein Jugendfreuden, Gartenstr. 162, bei feit( Buber), Sendelſtraße 30. Meißner. Iris, Köpnickerstr. 127a, bei Rüfter. Collegia, Reichen bergerstraße 16, bet Bagold. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gefell schaftshaus Ostend.- Palme, in Velten, bei Schröder.- Blaue Schleife, in Bantow, Mühlenftr. 24, bei Stöhr.- Vorwärts66( Sem. Thor), Nieder, bet Fröhlich. Freiheit Gruß, Kastanien Allee 35, bet Scholz. morgenroth 4, Röpnic bei Wiedemann in Adlershof.- Wahrheit, an der Zwölf- Apoſtelkirche 7b, bet Framke.-Brüderfchaft( Sausbiener), Fischerstr. 41. Karthau'scher Gesangverein, Lichtenbergerstr. 21, Freitag: Berein Grüne Zanne, bet Ranfer, Martustr. 8. Bund geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Wer gnügungsverein Alpenveilchen, bei Wenzel, Gr. Frankfurterstr. 99) Tambourverein Borussia bet Felbhahn, Weibenweg 12( Uebungsstunde). Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangs Quartettvereint verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Männerchor wedding, Abends 8 Uhr, bet König, Gerichtsstraße 35. Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. Berliner Zurngen offenschaft. Die erfte Männerabtheilung 96 bem Angeklagten auf das Empörendste gemißhandelt worden. I genommen. Zu dem angegebenen Thema führte Genoffe Einmal schlug er fie mit wuchtiger Fauft ins Auge, die Sehkraft Dietrich ungefähr folgendes aus: Schon vor 20 Jahren hätten auf demselben ist infolge dessen völlig erloschen. Der Staats- die Bau- Arbeiter gewußt, daß nur durch engen Zusammenschluß anwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Gesammtstrafe von aller Berufsangehörigen die wirthschaftliche Lage der Angehörigen zwei Jahren sechs Monaten Gefängniß, der Gerichtshof war aber dieses Berufs verbessert werden könne, weshalb man für ganz der Ansicht, daß der Angeklagte mildernde Umstände nicht ver- Deutschland eine Organisation schuf, die sehr bald eine große diene, derfelbe wurde vielmehr zu einer 3 uchthausstrafe Mitgliederzahl aufzuweisen hatte und auch zufriedenstellende Er von einem Jahr drei Monaten verurtheilt. Wenn ich folge erzielte. Bald aber, im Jahre 1875, traten andere Verrauskomme, steche ich Dir über den Haufen!" rief der Verurtheilte hältnisse ein, die ganze Schwere des Gesezes traf die junge der Zeugin mit wüthender Geberde zu, als er vom Gerichtsdiener Organisation, zerschmetterte sie und demoralisirte die Bau- Arabgeführt wurde, beiter. Nun traten die Unternehmer auf den Plan, organisirten fich und führten härtere Arbeitsbedingungen ein. Jm Wegen Anfertigung und Vertriebs unzüchtiger Men Jahre 1881 wurde von den Bau- Arbeitern neue jahrskarten stand gestern der Fabrikant Adolph Sohn vor Organisation gegründet und die gewißigt durch Er Ser vierten Straffammer des Landgerichts I. Bei dem Händler fahrungen fam eine Vereinigung zu Stande, die bald Steffen wurden zwei Karten beschlagnahmt, weil sie Darstellungen wieder mächtig empor blühte und energisch und auch nicht ohne enthielten, welche arg gegen die gute Sitte verstießen. Steffen Erfolg dem schamlofen Treiben des Unternehmerthums entgegen: gab als Bezugsquelle die Cohn'sche Fabrit an, es wurde daselbst trat. Bald darauf sonderten sich infolge der im Baufache Nachsuchung gehalten und noch eine große Menge ähnlicher immer mehr hervortretenden Theilarbeit und ganz besonders Karten gefunden und beschlagnahint. Der Angeschuldigte wollte durch die neue Bauverordnung, die Buyer von den Maurern ab, etwas Anstößiges in den Karten nicht finden und sich deshalb ohne indeß die Fühlung mit dem Ganzen zu verlieren. Die für gesichert gehalten haben, weil ein Polizeilieutenant gelegent- Durchschnittsarbeitszeit eines Puters beträgt im Jahre höchstens lich einer Revision die Karten nicht beanstandet habe. Dieser 30 Wochen, während der Lohn auf Grund des Tarifs täglich Beamte bekundete dagegen, daß ihm nur die Revision der Fabrik 7 M. bei neunstündiger Arbeitszeit ausmachen soll. Daß ein er die Karten garnicht zu Gesicht bekommen habe. Der Gerichts- strengenden Arbeit eines Puzers für Berlin gewiß nicht zu hoch hof verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 50 M. ist, können die Arbeitgeber nicht einsehen, denn schon wird von Erdmann Schnappke hieß der Mann, welcher gestern dieser Seite angekündigt, daß der Lohn bedeutend reduzirt und wegen gefährlicher Körperverlegung vor der III. Straffammer ein Zurückgehen der Mitgliederzahl der vereinigten Bußer ein, hiesigen Landgerichts I stand und die Verhandlung zeigte, daß er die schon auf 1000 angewachsen war. Das muß anders Diesen Namen mit einem gewissen Recht trug. Der Angeklagte werden. er Jeder Puker muß erkennen lernen, daß ging am 23. Februar v. J. mit einem anderen Manne die allein dem Unternehmer gegenüber nichts ist, daß aber turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Schönhauser Allee entlang und warf einen vor seinen Füßen eine Organisation, die sämmtliche Pußer umfaßt, mit dem Unter- effing- gungsverein Gfperang Bergnügungsverein& fperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, spielenden Jungen in besonders roher Weise zu Boden. Dies nehmerthum fertig wird. Die kleinlichen Nörgeleien müssen ein im Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9X Uhr, bet Brauns, hatte der zu derfelben Zeit des Weges kommende Tischler für alle Mal beseitigt werden; und über diejenigen, welche das Drantenstr. 183 p.- Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8¼ Uhr, Blücher wahrgenommen und da er Aergerniß daran Nörgeln und Tuscheln absolut nicht laffen tönnen, muß zur nahm, stellte er den Angeklagten wegen feines Ver Tagesordnung übergegangen werden. Eine freie Kritik muß fahrens dem Jungen gegenüber zur Rede. natürlich herrschen und jeder, der in der Arbeiterbewegung eine darüber zum Wortwechsel, der in Thätlichkeiten überging, Rolle spiele, habe sich eine solche Kritit gefallen zu laffen. Für die damit endeten, daß Blücher plöhlich mit lautem Aufschrei zu eine große internationale Organisation sämmtlicher Bau- Arbeiter Boden stürzte. Der Angeklagte hatte nämlich in der Wuth mit mit Begeisterung plädirend, schloß der Redner sein mit Beifall den Zähnen nach der Hand seines Gegners geschnappt und dem aufgenommenes Referat. Die nachfolgenden Redner, die Genossen felben einen Finger beinahe gänzlich abgebiffen. Gräschke, Buchholz und Hasete, sprachen im Sinne Die Verlegung war eine so schwere, daß Blücher 5/2 Monate des Referenten und forderten ebenfalls auf, der bestehenden frant barnieder gelegen hat. Mit Rücksicht auf die viehische Organisation sich anzuschließen. Hierauf wurde folgende vom Rohheit, welche der Angeklagte bekundet, beantragte der Staats: Genossen Gräschte eingebrachte Resolution einstimmig ananwalt zwei Jahre Gefängniß. Der Gerichtshof ließ es jedoch bei der Jugend des Angeklagten und der bisherigen Unbescholtenheit desselben bei neun Monaten Gefängniß bewenden. Versammlungen. = H fam genommen: bei Ritter, Mauerstr. 86. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. März, Bormittags präzise 10 Uhr, General- Bersammlung in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Es fehlen noch einige Mit gliebsliften, welche wir zur Vervollständigung des Vorstandsberichts bedürfen, und bitten wir diese umgehend an den Vorsitzenden A. Schmelzer, Südost, übbenerfir. 26, 1 Tr., einzusenden. Vermischtes: Hingerichtet wurde am Donnerstag in Wien der Dienst botenmörder Schneider. Zum ersten Male feit Jahrzehnten wird heute in der Schweiz wieder ein Mörder hingerichtet. Es lebe die moderne Kultur! " Ju Bialystock wurden zwei Brüder namens Kulikowski verhaftet, welche gewerbsmäßig russische Auswanderer unter dem Vorwand der Hilfeleistung beim Grenzübergang in einen Wald gelockt, ermordet und beraubt hatten. Gegen 20 Leichen von Personen, die auf diese Weise ums Leben gekommen sind, hat man im Wald Monti unweit der Station der Brest- Grajewo Bahn aufgefunden. Ein Einsturz wird vom Kohlenbergwerk Levant bu Flénu in Cuesmes( Belgien) gemeldet. Drei Arbeiter tamen ums Leben, zwei wurden schwer verletzt. Durch Lawinensturz wurden in Belluno acht Personen getödtet. Die heute in der Brauerei Rönigstadt" tagende öffentliche Versammlung der Buger Berlins" und Umgegend erklärt den im Februar 1889 im Königstädtischen Rafino gefaßten Beschluß: bei neunstündiger Arbeitszeit einen Abschlaglohn von 7 M. zu fordern, Fast jeder Tag bringt ein Todesurtheil, und doch lassen unter allen Umständen festzuhalten. Ferner beschließt die Ver- die Mordthaten nicht nach. Am 14. März wurden in Neuwied sammlung, um diese Errungenschaft dauernd zu behaupten, sich die Gebrüder Peter und Engelbert Siegel aus Ueckendorf wegen dem Zentralverband deutscher Maurer Mann für Mann anzu- Ermordung eines Bauern des Lebens verlustig erklärt und am schließen. 15. März in Posen der Schuhmacher Blasczak, welcher ein DienstBeim Punkt Verschiedenes" frug Genosse Förster an, mädchen ermordet hatte. Was hilft die Abschreckungstheorie", Jm 22. Kommunal- Wahlbezirk tagte am 16. März eine ob es wahr sei, daß die bei einem hiesigen Theaterbau be- gegen deren Abschaffung sich die alte Gesellschaft mit Händen Kommunalwähler Versammlung, in welcher als erster Redner schäftigten österreichischen und süddeutschen Kollegen bei 10- bis und Füßen sträubt? Nichts, rein gar nichts. Unschuldig verurtheilt. Vom Schöffengericht zu Langens Herr Flatom das Wort nahm, um die Genossen zur lebhaften 11stündiger Arbeitszeit auch noch um täglich 50 Pf. billiger Betheiligung an der am Mittwoch, den 23. März, stattfindenden arbeiteten. Da von den hier in Betracht kommenden Arbeitern salza war, wie der Boltswille" berichtet, der dortige Fuhrmann Stadtverordneten Wahl und zur energischen Agitation für den Niemand das Wort zur Klarstellung der Sachlage nahm, be- Mohring wegen Diebstahls zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt fozialdemokratischen Kandidaten aufzufordern. Wie Arbeiter antragte Genoffe Dietrich den Vertrauensmann Förster worden. Die Etraftammer zu Erfurt hob dieses Urtheil auf forderungen im rothen Hause behandelt werden, zeigte Redner zu beauftragen, sich zu den in Rede stehenden Arbeitern zu be- und sprach den Verurtheilten frei, weil einer der Zeugen sich an der Petition der Maurer um Sicherung einer ausreichenden geben und ihnen, falls die Beschwerden auf Wahrheit beruhten, selber des dem Mohring zur Laft gelegten Diebstahls schuldig bekannte. vor Schädliche ihres Beginnens Bezahlung der auf städtischen Bauten beschäftigten Arbeiter: das Ungehörige und führen. Die Bauarbeiter bewillkommneten über die Petition wurde einfach zur Tagesordnung übergegangen. Augen zu Wie nöthig ferner die Wahl von sozialdemokratischen Stadt- jeden auswärtigen Kollegen, erwarten aber, daß sich diese den verordneten ist, wies Redner an den thatsächlichen Schäden des örtlichen Verhältnissen anpassen und nicht billiger arbeiten, als städtischen Submissionswesens nach, für die er ein eklatantes die hiesigen. Der Antrag wurde angenommen. Eine längere Beispiel anführte. Herr Flatow betonte dann, daß es falsch sei, Debatte verursachte eine Frage: Was aus dem noch nach der wenn die Gegner behaupten, fie allein feien Vertreter der Beendigung des Streits der Buchdrucker gesammelten Gelde geGesammtheit. Daß die Sozialdemokraten in der Stadt- schehen soll. Diese Frage war schon von der letzten Bersammlung verordneten Versammlung nicht blos für die Arbeiter, dahin entschieden worden, daß der geringe Betrag dem fast vollsondern gleichzeitig für die Gesammtheit eintreten, gehe ständig entblößten Generalfonds der Puzer zu überweisen sei. unter Anderem daraus hervor, daß unsere Parteigenossen Ein Redner, der energisch die Abführung des Geldes an die für die Uebernahme der Pferdebahnen und anderer einen großen Buchdrucker verlangte, gab sich schließlich, nachdem der VerGewinn abwerfender Betriebe, die von der Gesammtheit benutzt trauensmann vorgeführt, daß die Buchdrucker 100 m. bekommen Aus Liverpool wird berichtet: Am Sonnabend wurde in und also auch unterhalten werden, in städtische Verwaltung ein hätten, die dem Generalfonds entliehen seien, zufrieden. Zum treten. Die Gründe, welche die freifinnige Majorität im Rothen Schluß machte noch der Vorsitzende bekannt, daß am Sonntag, Melbourne( Australien) ein Mann verhaftet als der Mörder Hause gegen deren Uebernahme vorbringt, seien faule Ausreden, den 20. d. M., eine Versammlung der Buzzer stattfinden wird, in einer Frau, deren Leichnam in dem Zement unter der Feuerstätte Denn wenn Marthallen, Viehhof, Riefelfelder und die Waisen- welcher Genoffe Edstein aus Zwickau Bericht über den in einer Küche eingebettet lag. Die Liverpooler Polizei untersuchte nun das Haus, welches der Mörder bei seiner Anwesenheit in häuser von der Stadt verwaltet werden fönnen, so sei dies sicher Halberstadt stattfindenden Gewerkschafts- Kongreß erstattet. Liverpool zuletzt bewohnt hatte und fand funter dem Hausflur auch bei der Straßenbahn u. f. w. möglich. Redner streifte des Weiteren die Nothwendigkeit, die Sanitätswachen in städtische Der Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend welcher mit Zement bedeckt war, fünf Zeichen, und zwar vier Kinder. Man erwartet, noch auf Unterhaltung zu nehmen und besprach dann die Ungerechtigkeit hielt am 13. März eine Versammlung ab, in welcher aus der eine Frau und des Wahlsystems. Letzteres beleuchtete noch besonders Stadtv. Berliner Arbeiter Bibliothek Heft 1, welches das Bellamy'sche mehr Leichen im Berfolg der Untersuchung zu stoßen. Es herrscht Sabor, indem er anführte, daß in der ersten Klasse 3700 Werk:„ Ein Rückblick aus dem Jahre 2000 auf 1887" enthält, allgemein der Glaube, daß der in Australien Verhaftete, welcher Wähler allein 42 Stadtverordnete wählen, während in der zweiten von den Kollegen Meßmann und Schnellede vorgelesen sich Williams nennt, fein anderer sei als Jack der Aufschlizer". Klaffe 17 000 dieselbe Anzahl zu wählen haben. In der dritten und mit großer Aufmerksamkeit angehört wurde. Die Versamm Hier herrscht über die Entdeckung große Aufregung. Klaffe ist dagegen Genoffe Singer in einem Wahlbezirk gewählt, lung beschloß dann, dem Delegirten zur Streift- Kontrollkommission Der allein 16 000 Bähler zählte, und er, Redner, für jede Sigung resp. Bersammlung 50 Pf. aus der Vereinskaffe ſex in einem Bezirke, der 8000 Wähler habe, ge zu gewähren, aus der Vereinstasse 10 M. an die Streit- Kontrollwählt, fie beide also zusammen von 24 000 Wählern, fommission abzugeben und den Kämpfern für Freiheit, Wahrheit während in den ersten beiden Klassen 84 Stadtverordnete von und Recht, welche am 18. März 1848 gefallen sind, einen Kranz nur 20 700 Mann ins rothe Haus geschickt wurden. Als Proteft zu widmen. Kollege Krüger erklärte sich bereit, denselben auf Köln, 17. März. Wie verlautet, übernimmt Dr. Kleser, dagegen, daß diese Bevorzugung allein auf Grund des Reich- dem Friedhof niederzulegen. Alsdann wurde noch eine freiwillige thums geschehe, müßten selbst solche, die nicht Sozialdemokraten Sammlung vorgenommen, aus deren Erträgniß die Absendung bisher Redakteur an der Köln. Zeitung", die Chefredaktion feien, dem Kandidaten der Sozialdemokraten die Stimmen geben, eines Glückwunsch- Zelegrammes an den Halberstädter Gewert des mit dem 1. April hier ins Leben tretenden dritten großen Blattes. was namentlich den Angehörigen des Gelehrtenproletariats zu schafts- Kongreß bestritten wird. Rom, 17. Februar. Kammerſigung. Etatsdebatte. Cavallini rathen sei. Sei nun bisher im 22. Bezirk stets ein Freisinniger Im Weddingpark fand am 13. März eine Bezirks- Ber- begründet die Nothwendigkeit der Beschränkung der Heeres gewählt und ein Sozialdemokrat noch nie aufgestellt worden, so dürfe das nicht abhalten, das Möglichste zu thun, um unseren sammlung des Verbandes aller in der Metall: ausgaben und fordert die Tagesordnung. Der Kriegsminister Kandidaten diesmal durchzubringen. Im 27. Bezirk sei uns vor industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und erklärt, daß die Abgeordneten, welche immer das Heer als Ursache zwei Jahren auch beim ersten Anlauf der Sieg zugefallen. Als Umgegend statt, in welcher der Elektrotechniker Herr Prott der Leiden des Voltes hinstellten, ein schlechtes Werk verrichteten. Kandidat wurde hierauf einstimmig, dem Vorschlag des zu diesem unter Beifall über Elektrizität ſprach. Der zweite Punkt der Das Heer müsse die Unabhängigkeit des Staates vertheidigen, es Zwecke von einer früheren Versammlung gewählten Komitees Tagesordnung betraf die Arbeitsniederlegung und die Zustände sei für dieselbe verantwortlich. Der Kriegsminister führt aus, es entsprechend, der Kaufmann Robert Flatow aufgestellt, in der Fabrik von Rammerich. Hierüber referirte Rollege fei heute unmöglich, weitere Ersparungen zu machen, er werde welcher versprach, das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigen zu Gerisch. Derselbe schilderte die Ursachen jener Arbeitsnieder aber untersuchen, ob durch eine Reform der Verwaltung wollen. Eine Resolution, mit ganzer Kraft für den Kandidaten legung, die hauptsächlich in einer 10 prozentigen Lohnreduktion den Wünschen Cavallini's irgendwie Rechnung getragen werden einzutreten, gelangte zur Annahme. Der Vorsitzende ersuchte die bestanden, nachdem den Kollegen furz vorher schon 5 pt. ab tönnte. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Genoffen noch, am Sonntag, früh 8 Uhr, bei Spiefermann, gezogen worden waren. Trotzdem die meisten der betreffenden Markusstr. 6, sich einzufinden, um Fluglätter in Empfang zu Arbeiter echte Musterarbeiter im Sinne der Kapitalisten waren, Kopenhagen, 17. März. Das Folfething hat in nament war ihnen dieser Abzug denn doch zu viel und sie legten deshalb nehmen und auszutheilen, und schloß dann die Versammlung. Im Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs- die Arbeit nieder. Von den 40 Mann waren nur 5 organisirt. licher Abstimmung mit 57 gegen 37 Stimmen die beantragte der Diskussion hielten mehrere Kollegen den Aus- Staatsunterstützung für den radikalliberalen Schriftsteller Georg genoffen, welcher am 10. März bei Hensel, Invalidenstraße, In eine Filialversammlung abhielt, machte der Bevollmächtigte zuständigen ihre Sünden vor und bedauerten, daß sie sich Brandes im Betrage von 2000 Kranen jährlich abgelehnt. nächst Mittheilung vom Tode des Kollegen Radelt und der Organisation gegenüber so lange theilnahmslos verhalten hatten. Lucas, worauf die Anwesenden das Gedächtniß der Ver- Kollege Dietrich ftellte dann den Antrag, den Abg. Ginger storbenen durch Erheben von den Plätzen ehrten. Weiter wurde zur nächsten öffentlichen Versammlung einzuladen, um den Aus Briefkaffen der Redaktion. bekannt gemacht, daß noch drei Kollegen frank sind. Hierauf spruch, den derselbe im Reichstag gethan haben soll, daß der Friedrichshagen. Genosse Theodor Mehner schreibt hielt Genoffe Stahl, welcher während des Ausnahmegesetzes Arbeitgeber berechtigt wäre, den Arbeiter zu entlassen, welcher in 10 Jahre lang in Amerika gelebt hat, einen interessanten Vor- der Werkstatt agitirt, näher zu erläutern. Der Antrag wurde uns zu dem Inserat in Nr. 33 des Voltsblatts für Teltowtrag über die dortigen Verhältnisse, die in vieler Beziehung ver- gegen drei Stimmen angenommen. Kollege Gerisch führte Beeskow", in welchem er für den 19. März als Versammlungs hältnißmäßig noch schlimmer feien als bei uns. Er warnte des- an, daß den Arbeitern von Kammerich jahrelang Strafgelder ab. Referent bezeichnet ist, daß er aus Friedrichsberg von Niemandem halb dringend vor der Auswanderung nach Amerita und erntete gezogen worden wären, von deren Verbleib fie ununterrichtet ge- um ein Referat angegangen worden ist, auch seine Busage gar für seine Ausführungen reichen Beifall. An der Diskussion be- blieben feien. Unterm Verschiedenen lud Kollege Wegener nicht hätte geben können, und daß fonach der Einsender des theiligten sich die Kollegen Reßler, Müller, Freude, zum Besuch der„ Urania" ein. Billets sind bei den Kassirern Inserats tein Recht hatte, ihn als Referenten zu nennen. Ferner verlas er das Schuhmann und faltentha I. Kollege Reßler ersuchte die zum Preise von à 25 Pf. zu haben. Kollegen noch, wenn sie eine vatante Stelle wüßten, dies sofort Schreiben des Gastwirths Kairras in Schmöckwith, welcher zum im Bureau zu melden, da wir jetzt 30 stellenlofe Kollegen hallen. Besuch seines Lokals einlud. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf den Verband. Die Putzer Berlins und Umgegend hielten am Sonntag Sozialdemokratischer Wahlverein, Charlottenburg. Freitag, den eine starkbesuchte öffentliche Versammlung mit folgender Tages 18. März, Abends 8 Uhr, öffentliche Bersammlung im Saale„ Bismarchöhe", Theaterverein Vulkania. Vorherige Einsendung des ordnung ab: Wie lassen sich unsere gesunkenen Lohnverhältnisse wilhmersdorferstraße 39. Vortrag des Genoffen Kunkel über: Die Bedeutung Betrages nöthig. wieder aufbessern? Bor Eintritt in die Tagesordnung wurde des Tages. Berichtigung. Im Bericht über den Halberstädter Gewerk Bretterträger. Große öffentliche Ber ein Antrag, ein Begrüßungstelegramm an die in Halberstadt ver- sammlung für Männer und Frauen heute übend 8% Woman's schaftstongreß ist beim Punkt Mandatsprüfungs- Kommission" Tanstatt„ Balder" zu lesen Wolter. sammelten Delegirten zum Gewerkschaftskongreß zu senden, an- Festfälen, Oranienfir. 180, Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) M. S. 200. Wir bitten um Wiederholung Ihrer Frage. Frau Wächter. In der heutigen Nummer nicht möglich. A. v. B. Da wir den dortigen Berhältnissen zu fern stehen, empfehlen wir Ihnen, das Material dem sozialdemokratischen Organ Jhres Kreises zu überweisen. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 66. gezogen. Der Epilog der Pariser Kommune." Dem als daß Die Freitag, den 18. März 1892. Achtung, Rigdorf: 9. Jahrg. ganz genau, daß der Erzbischof von den Ordnungssoldaten erschossen worden. Jaquemet, der Generalvitar des Erzbischofs, hatte ihm Den Parteigenossen hierdurch zur Nachricht, daß die am unmittelbar nach der That sein dahin lautendes Beugniß ein- Freitag, den 18. März, in Hoffmann's Salon tagende Versammlung, welche den 18. März zur Tagesordnung hat, wozu Dieser ganze Verleumdungschor, den die Ordnungspartei in der Reichstags- Abgeordnete Förster eingeladen ist und deren ihren Blutfesten nie verfehlt gegen ihre Schlachtopfer anzustimmen, Bekanntmachung die Unterschrift„ Der Bertrauensmann" trägt, beweist blog, daß der heutige Bourgeois fich für den rechtmäßigen nicht 3 mit ber fozialdemokratischen Partei zu Nachfolger des ehemaligen Feudalherrn ansieht, der jede Waffe, thun hat. in seiner eigenen Hand, für gerechtfertigt hielt gegenüber dem plebejer, während irgendwelche Waffe in der Hand des Plebejers R. Köppen, Vertrauensmann. In jedem ihrer blutigen Triumphe über die selbstopfernden Borkämpfer einer neuen und besseren Gesellschaft, übertäubt die, auf die Knechtung der Arbeit gegründete, schmähliche Zivilisation das Geschrei ihrer Schlachtopfer durch einen Hehruf der Verleumidung, den ein weltweites Echo wiederhallt. Das heitere Arbeiterparis der Kommune verwandelt sich plöglich, unter den von vornherein ein Verbrechen ausmachte. Für den dritten Verliner Reichstags- Wahlkreis fand Händen der Bluthunde der„ Ordnung", in ein Bandämonium. Und was beweist diese" ungeheuere Verwandlung Die Verschwörung der herrschenden Klasse zum Umsturz der am 16. März eine öffentliche Voltsversammlung in Bourgeoisverstand aller Länder? Nichts, als daß die Kommune geführten Bürgerkrieg- eine Verschwörung, deren Spuren wir einen Vortrag zugesagt hatte. Das Lokal war wieder überfüllt; Revolution durch einen unter dem Schutz des fremden Eroberers Sanssouci statt, für welche Reichstags- Abgeordneter Bebel fich gegen die Zivilisation verschworen hat! Das Bariser Bolt opfert sich begeistert für die Kommune; die gefolgt find vom September bis herab zum Einmarsch der Mac es mochten über 3000 Personen anwesend sein. Bebel sprach Mahon'schen Prätorianer durch das St. Clouder Thor gipfelte über Ursachen und Wirkungen der Krisen. Der Zahl seiner Todten ist unerreicht in irgend einer früheren in den Blutbade von Paris. Bismarck schaut mit vergnügten felbe nahm Bezug auf die Borrede zur dritten Auflage von Karl Schlacht. Was beweist das? Kommune nicht des Volts eigene Regierung, sondern die Gewalt Sinnen auf die Trümmer von Paris, in denen er vielleicht die Mary Kapital" vom 24. Januar 1873, in welcher Mary die ,, erste Rate" jener allgemeinen Zerstörung der großen Städte sah, tommende Krise voraussagte. Redner zeigte, daß die Krisen handlung einer Handvoll Verbrecher war! Die Weiber von bie er bereits erfleht hatte, als er noch ein einfacher Rural international find. Nach dem französischen Kriege, als der Paris geben freudig ihr Leben hin, an den Barrikaden wie auf( Krautjunker) in der preußischen Chambre introuvable( unfind- Milliardensegen sich über Deutschland ergoß, brach eine Epoche Sem Richtplay. Was beweist das? Nichts, als daß der Dämon baren Kammer) von 1849 war. Er schaut zufrieden auf die der Prosperität an, da Geld nicht brach liegen fann, sondern der Kommune sie in Megären und Hekaten verwandelt hat! Die Leichen des Pariser Proletariats. Für ihn ist dies nicht nur die wieder Geld hecken müsse. Mit der immer weiter fortschreitenden Mäßigung der Kommune, während ziveimonatlicher unbestrittener Austilgung der Revolution, sondern zugleich die Austilgung Frank Entwickelung der Großproduktion sei die Uebersicht über den Herrschaft, findet ihres Gleichen nur in dem Heldenmuth ihrer reichs, das jetzt in Wirklichkeit enthauptet ist, und durch die frau- Bedarf verloren gegangen, die produzirten Waaren fänden keine Vertheidigung. Was beweist das? Nichts als daß die Kommune zwei Monate lang, unter der Maste der Mäßigung und Mensch- zösische Regierung obendrein. Mit der, allen erfolgreichen Staats- Abnehmer mehr, die Produktion würde eingeschränkt, es entſtänden männern eignen Seichtigkeit sieht er nur die Oberfläche dieses Geschäftsstockungen, Krisen, mit ihren Begleiterscheinungen: Lohnlichkeit, den Blutdurst ihrer teuflischen Gelüste sorgfältig verbarg, ungeheuren geschichtlichen Ereignisses. Wo hat je vorher die fürzung, Arbeits- und Verdienstlosigkeit, welche die Krisen für um sie in der Stunde ihres Todeskampfs loszulassen! Das Paris der Arbeiter hat im Att seiner heroischen Sieg damit frönt, daß er sich nicht nur zum Gendarmen, Mitleidenschaft zichen und viele Existenzen ruiniren. Die Folge Das Paris der Arbeiter hat im Att seiner beroischen Geschichte das Schauspiel vorgeführt eines Siegers, der seinen weite Streise sehr empfindlich bemerkbar machen, Hoch und Niedrig in Selbstopferung Gebäude und Monumente mit in die Flammen sondern auch zum gemietheten Bravo der besiegten Regierung der technischen und der Produktionsentwickelung sei, daß die Wenn die Beherrscher des Proletariats feinen hergiebt? Zwischen Preußen und der Kommune von Paris war konstante Kapitalvate( Anlage in Maschinen, Werkzeugen, Gelebendigen Leib in Stücke reißen, dürfen sie nicht länger darauf fein Krieg. Im Gegentheil, die Kommune hatte die Friedens bäuden 2c.) immer größer, die Lohnrate immer fleiner und legtere rechnen, triumphirend in die unangetasteten Mauern ihrer Wohnsitze Präliminarien angenommen und Preußen hatte seine Neutralität noch weiter ungünstig beeinflußt werde durch die ungeheure Verwieder einzuziehen. Die Versailler Regierung schreit: Brandstif erklärt. Preußen war also keine friegführende Partei... Und besserung der Maschinen und Werkzeuge, wodurch gelernte Artung und flüstert dies Stichwort allen ihren Handlangern zu bis so kam denn endlich an den Tag der wahre Charakter jenes beiter immer mehr überflüssig gemacht und Arbeitskräfte erspart ins entfernteſte Dorf, auf ihre Gegner überall Jagd zu machen als der gewerbsmäßigen Brandstiftung verdächtig. Die Bourgeoisie Kriegs, den die Vorsehung angeordnet hatte zur Büchtigung des werden. In allen Kulturländern sei die Reservearmee daher in der ganzen Welt sieht der Massenschlächterei nach der Schlacht gotttlosen und liederlichen Frankreichs durch das fromme und stetem Wachsen begriffen. Dadurch werde der Bestand der bürgerfittliche Deutschland! Und dieser unerhörte Bruch des Völkerrechts, lichen Gesellschaft immer mehr gefährdet. Diese erkenne dies sehr wohlgefällig su, aber sie entsetzt sich über die Entweihung von selbst wie es von den Juristen der alten Welt verstanden, statt die wohl und suche nun nach Auswegen, zunächst nach neuen AbfahDach und Fach! Wenn Regierungen ihren Kriegsflotten Staatsfreibrief geben, sivilifirten" Regierungen Europas aufzurütteln, daß sie dies rechts gebieten. Dies war so lange möglich, als die Kulturländer noch Wenn Regierungen ihren Kriegsflotten Staatsfreibrief geben, brüchige Preußen, das bloße Werkzeug des Petersburger Kabinets, nicht auf der heutigen Höhe der Waarenproduktion standen. zu tödten, zu verbrennen und zu zerstören," ist das ein Freibrief in die Acht der Völker erklären- treibt sie nur zu der Erwägung, Redner nahm hierbei Gelegenheit, das Unhaltbare der deutschen für Brandstiftung? Als die britischen Truppen muthwillig daskapitol ob die wenigen Schlachtopfer, die der doppelten Poftentette un Kolonialpolitik in Afrika anschaulich zu demonstriren. Die in Washington und den Sommerpalast des Kaisers von China ver- Baris entgehen, nicht auch noch dem Versailler Henter auszuliefern alljährlich für afrikanische Kolonialzwecke verausgabten Millionen brannten, war das Brandstiftung? Als Thiers sechs Wochen lang find! tönnten für Kolonialzwecke in Deutschland weit bessere Paris bombardirte, unter dem Vorwand, daß er bloß solche Häufer Daß nach dem gewaltigsten Krieg der neuern Zeit die siegreiche Verwendung finden, wovon die Gesammtheit Vortheil hätte. anzünden wollte, in denen Leute seien, war das Brandstiftung und die bestegte Armee sich verbünden zum gemeinsamen Ab- In absehbarer Zeit fönnten die deutschen Kolonien nicht dazu Im Krieg iſt Feuer ein vollständig rechtmäßige Waffe. schlachten des Proletariats ein so unerhörtes Greigniß beweist, dienen, die Ueberschüsse der Produktion aufzunehmen, die Krisen Gebäude, vom Feinde besetzt, bombardirt man, um sie anzuzünden. Müssen die Vertheidiger sie verlassen, so stecken sie selber sie in nicht wie Bismarck glaubt, die endliche Niederdrückung der sich zu vermindern. Redner zeigte ferner in eingehender Weise, wie Brand, damit die Angreifer sich nicht darin festsetzen können. emporarbeitenden neuen Gesellschaft, sondern die vollständige Zer- Amerika alle Kräfte baran seye, sich von Europa auch wirthNiedergebrannt zu werden, war stets das unvermeidliche Schicksal bröcklung der alten Bourgeoisgesellschaft. Der höchste heroische Aufschaftlich unabhängig zu machen. Die Zeit, wo die alten Kulturaller in der Schlachtfront aller regelmäßigen Armeen der Welt schwung, dessen die alte Gesellschaft noch fähig war, ist der National- ftaaten Amerika als Absatzgebiet betrachten konnten, fei für immer frieg, und dieser erweist sich jetzt als reiner Regierungsschwindel, vorüber. Ebenso schließe sich Rußland immer mehr ab, des gelegenen Gebäude. Aber im Krieg der Geknechteten gegen ihre der feinen andern Zweck mehr hat, als den Klassenkampf hinaus: gleichen von Deutschland die Staaten Desterreich, Frankreich, die Unterdrücker, dem einzig rechtmäßigen Krieg in der Geschichte, zuschieben und der bei Seite fliegt, sobald der Klassenkampf Schweiz zc. infolge des seit dem Jahre 1878 befolgten Schutzzollda soll dies bei Leibe nicht gelten. Die Kommune hat im Bürgerkrieg auflodert. Die Klassenherrschaft ist nicht länger systems. Unter der Schutzzollära fei einerseits die Kapitalbildung das Feuer, im strengsten Sinne des Worts, als Ver- im Stande, sich unter einer nationalen Uniform zu verstecken; ungeheuer gesteigert worden, auf der anderen Seite habe indessen theidigungsmittel gebraucht. Sie wandte es an, um den Versailler Truppen jene langen graden Straßen zu versperren, die die nationalen Regierungen find Eins gegenüber dem Proletariat die Proletarisirung der Massen stetig zugenommen, sei der handNach Pfingssonntag 1871 fann es feinen Frieden und keine wertsmäßige Betrieb, das Kleingewerbe, erheblich zurückgegangen. Faußmann absichtlich dem Artilleriefeuer offen gelegt hatte; Waffenruhe mehr geben zwischen den Arbeitern Frankreichs und Gleichzeitig sei sowohl im Groß wie Kleinbetriebe die besser be fie wandte es an, um ihren Rückzug zu decken, grade wie den Aneignern ihrer Arbeitserzeugnisse. Die eiserne Hand einer zahlte männliche Arbeitskraft durch die minder bezahlte weibdie Versailler in ihrem Vordringen ihre Granaten anwandten, gemietheten Soldateska mag beide Klassen, für eine Zeitlang, in liche Arbeitskraft verdrängt worden. Das Fazit fei, daß im die mindestens ebenso viel Häuser zerstörten wie das Feuer der gemeinsamer Unterdrückung niederhalten. Aber der Kampf muß Verhältniß zur steigenden Arbeiterzahl die Löhne finken, die Stommune. Noch jetzt ist es streitig, welche Gebäude durch die aber und abermals ausbrechen, in stets wachsender Ausbreitung Griftenzbedingungen für den Einzelnen immer schwierigere werden. Stommune. Noch jetzt ist es ftreitig, welche Gebäude durch die Bertheidiger und welche durch die Angreifer angezündet wurden. und es kann kein Zweifel sein, wer der endliche Sieger sein wird Dazu komme die erwähnte Verminderung der Absatzgebiete. Und die Bertheidiger nahmen Zuflucht zum Feuer erst dann, die wenigen Aneigner, oder die ungeheure arbeitende Majorität. Die Verhältnisse würden demnach immer ungünstigere, die Krisen als die Versailler Truppen bereits mit ihrem Massenabmorden der und die französischen Arbeiter bilden nur die Vorhut des ganzen mit der immer fortschreitenden Entwickelung immer häufiger und Gefangenen begonnen hatten. Zudem hatte die Kommune längst modernen Proletariats. andauernder und die Widerstandsfähigkeit der Mittelschichten da vorher öffentlich angekündigt, daß, wenn zum Aeußersten getrieben, Während die europäischen Regierungen so, vor Paris, den gegen eine immer geringere; schließlich fämen wir aus den Krisen fie sich unter den Trümmern von Paris begraben, und aus Paris internationalen Charakter der Klassenherrschaft bethätigen, schreien gar nicht mehr heraus, sofern nicht eine gänzliche Umwälzung ein zweites Moskau machen werde, wie die Vertheidigungsfie regierung, freilich nur als Deckmantel ihres Verraths, dies ebenfalls fie Beter über die Internationale Arbeiter Assoziation- die vor sich gehe. Redner meinte, daß die gegenwärtige Krise noch regierung, freilich nur als Deckmantel ihres Verraths, dies ebenfalls internationale Gegenorganisation der Arbeit gegen die welt gar nicht abzusehen, diefelbe vielmehr erst im Anbeginn stehe. versprochen hatte. Grade für diesen Zweck hatte Trochu das nöthige bürgerliche Verschwörung des Kapitals- als Hauptquelle alles Die bürgerliche Gesellschaft könne der steigenden Noth nicht steuern. Petroleum herbeigeschafft. Die Kommune wußte, daß ihren Gegnern Nichts lag am Leben des Pariser Volks, aber sehr viel dieses Unheils. Thiers flagte sie an als den Despoten der Arbeit, Das Wort, welches lehthin in Leipzig gefallen, gereiche der ganzen an ihren eignen Pariser Gebäuden. Und Thiers, feinerseite, hatte der sich als ihren Befreier ausgebe. Picard befahl alle Ber- deutschen Arbeiterschaft zur hohen Ehre, das Wort, von hunan ihren eignen Pariser Gebäuden. Und Thiers, feinerseits, hatte bindung der französischen Internationalen mit denen des Auslandes gernden Arbeitern gesprochen, daß sie auf Armenunterstützung erklärt, er werde in seiner Rache unerbittlich sein. Sobald er abzuschneiden; Graf Jaubert, der alte, zur Mumie gewordene verzichten, um ihre politischen Rechte nicht zu verlieren; ein Be erst seine Armee schlagfertig hatte auf der einen Seite, und auf Mitschuldige des Thiers von 1835, erklärte es für die Haupt- weiß, daß die Arbeiter ihre politischen Rechte wohl zu schätzen der anderen die Preußen den Ausgang absperrten, rief er aus:„ Ich aufgabe aller Regierungen, sie auszurotten. Die Strautjunter wüßten. Um der steigenden Noth etwas zu steuern, hielt werde erbarmungslos ſein! Die Buße wird vollständig sein, die der Nationalversammlung heulen gegen sie, und die gesammte Referent für nothwendig Meliorationen, Inangriffnahme Justiz streng." Wenn die Thaten der Pariser Arbeiter Bandalismus waren, so waren sie der Bandalismus der verzweifelnden europäische Presse stimmt ein in den Ghor. Ein ehrenwerther öffentlicher Bauten, Verbesserung des im Argen liegenden französischer Schriftsteller, der unserer Assoziation durchaus fremd Kanalwesens, Aufhebung der Zölle auf Nahrungsmittel, Bertheidigung, nicht der Vandalismus des Triumph, wie der, ist, spricht sich aus wie folgt:" Die Mitglieder des Bentral Deckung rückständiger Miethen durch Kommunen u. f. w. dessen die Christen sich schuldig machten an den wirklich unschäß- fomitees der Nationalgarde, wie auch der größere Theil der Mit- Alles dies könne freilich nicht durchgreifend wirken, aber die allbaren Kunstwerken des heidnischen Alterthums; und selbst dieser glieder der Kommune, sind die thätigsten, einsichtigsten und gemeine Nothlage etwas lindern. Die bürgerliche Gesellschaft Vandalismus ist vom Geschichtsschreiber gerechtfertigt worden als energischsten Köpfe der Internationalen Arbeiter- Affoziation.. sehe mit verschränkten Armen dem Zersehungsprozesse zu; sie ein unumgängliches und verhältnißmäßig unbedeutendes Moment Leute, durchaus ehrlich, aufrichtig, einfichtig, voll Hingebung, rein thue nichts zur Abhilfe, aus Furcht, mehr thun zu müssen. Die in dem Riesenkampf zwischen einer neuen, emporkommenden und und fanatisch im guten Sinne des Wortes." Der polizeigefärbte Konsequenz sei, daß die Gesellschaft immer mehr degenerirt, einer alten, zusammenbrechenden Gesellschaft. Noch weniger war Bourgeoisverstand stellt sich natürlich die Internationale Arbeiter- torrumpirt werde, daß die Unzufriedenheit sich steigere, auch in es der Vandalismus Haußmann's, der das historische Paris weg- Assoziation vor als eine Art geheimer Verschwörung, deren den Kreisen der Besitzenden, daß Millionen Menschen sich die fegte, um dem Paris des Bummlers Platz zu schaffen. Zentralbehörde von Zeit zu Zeit Ausbrüche in verschiedenen Frage vorlegen, wie das enden, wo das hinaus solle, wie die Aber die Hinrichtung der vierundsechszig Geiseln, voran den Ländern befiehlt. Unsere Assoziation ist aber in der Zustände geändert, gebeffert werden können, daß Millionen die Erzbischof von Paris, durch die Kommune! Die Bourgeoisie und That nur das internationale Band, das die fortgeschrittensten Ueberzeugung gewinnen, daß Alles Flickwerk und Stückwerk, daß ihre Armee hatten im Juni 1848 eine längst aus der Kriegführung Arbeiter in den verschiedenen Ländern der zivilisirten Welt ver- es am besten sei, die heutige Gesellschaft ganz zu beseitigen, kurz, verschwundene Sitte wieder eingeführt das Erschießen ihrer einigt. Wo immer, und in welcher Gestalt immer, und unter daß sie Sozialdemokraten werden. In dem Augenblicke, wo die wehrlosen Gefangnen. Diese brutale Sitte ist seitdem mehr oder welchen Bedingungen immer der Klaffenkampf irgend welchen Gesellschaft sich die Frage vorlege, wie sie sich zu organisiren weniger angewandt worden bei jeder Unterdrückung eines Volts Bestand erhält, da ist es auch natürlich, daß Mitglieder unserer habe, würde diese Frage auch schon gelöst sein. Sollte zu den Aufstandes in Europa und Indien, womit bewiesen ist, daß sie ein Assoziation im Vordergrund stehen. Der Boden, aus dem sie wirthschaftlichen Kalamitäten sich noch eine politische Katastrophe wirklicher Fortschritt der Zivilisation" war! Andrerseits hatten emporwächst, ist die moderne Gesellschaft felbft. Sie kann nicht gefellen, wie sie allem Anscheine nach im Osten sich vorbereite, die Preußen in Frankreich die Sitte wieder ins Leben gerufen, niedergestampft werden durch noch so viel Blutvergießen. Um sie so würde die Entwickelung zur neuen Gesellschaft noch unGeifeln zu nehmen unschuldige Leute, die ihnen mit ihrem niederzuftampfen, müßten die Regierungen vor Allem die Bwing endlich beschleunigt werden. Unsere Aufgabe sei es, die Er Leben für die Handlungen Andrer hafteten. Als Thiers, wie wir herrschaft des Kapitals über die Arbeit niederstampfen also fenntniß immer mehr zu verbreiten, daß der Mohr bürgerliche sahen, schon vom Anfang des Kampfes an die menschliche Sitte die Bedingung ihres eigenen Schmaroyer- Daseins. Gesellschaft" seine Schuldigkeit gethan habe, daß der Mohr gehen des Erfchießens der kommunalistischen Gefangenen in Kraft sette, Das Paris der Arbeiter, mit seiner Kommune, wird ewig tönne, dahin zu wirken, daß sich möglichst schmerzlos vollziehe blieb der Kommune nichts übrig, zum Schuß des Lebens dieser gefeiert werden als der ruhmvolle Vorbote einer neuen Gesell- der Uebergang aus der alten Gesellschaft in eine neue, deren Gefangenen, als zur preußischen Sitte des Geifelngreifens ihre schaft. Seine Märtyrer sind eingeschreint in dem großen Herzen Wahlspruch Freiheit, Gleicheit, Brüderlichkeit sein werde, in der Zuflucht zu nehmen. Das Leben der Geiseln war aber und aber der Arbeiterklasse. Seine Bertilger hat die Geschichte schon jetzt gleiches Recht herrschen werde für Alles, was Menschenantlig mals verwirkt durch das anhaltende Erschießen von Gefangenen an jenen Schandpfahl genagelt, von dem sie zu erlöfen alle Geträgt! Dem fast zweistündigen Vortrage wurde stürmischer, durch die Versailler. Wie konnte man ihrer noch länger schonen bete ihrer Pfaffen ohnmächtig sind. endloser Beifall gezollt. Debattelos nahm die imposante Voltsnach dem Blutbade, womit Mac Mahons Prätorianer ihren Einversammlung einstimmig folgende Resolution an: marsch in Paris feierten? Sollte auch das letzte Gegengewicht Die heute in Sanssouci tagende Volksversammlung des gegen die rücksichtslose Wildheit der Bourgeoisregierungen dritten Berliner Reichstags- Wahlkreises erklärt sich mit den AusErgreifung von Geifeln zum bloßen Gespött werden? Der führungen des Referenten einverstanden. Dieselbe erkennt an, wirkliche Mörder des Bischofs Darboy ist Thiers. Die Kommune daß die wirthschaftlichen Krisen nicht eher gänzlich verschwinden hatte aber und abermals angeboten, den Erzbischof und einen werden, als bis das privatkapitalistische Produktionssystem abganzen Haufen Pfaffen in den Kauf auszuwechselu, gegen den gewirthschaftet und an deren Stelle das sozialistische getreten ist. einzigen von Thiers festgehaltenen Blanqui. Thiers weigerte sich Am 18. März, Abends 8 Uhr, findet eine Versammlung des Die Versammelten erklären daher, mit ganzer Kraft dahin wirken hartnäckig. Er wußte, daß er der Kommune mit Blanqui einen Sozialdemokratischen Wahlvereins statt.( Siehe Inferat.) G3 ist zu wollen, daß die sozialistische Gesellschaft fobald als möglich Kopf geben werde, während der Erzbischof seinen Zwecken am besten Pflicht jedes Parteigenossen, für deren zahlreichsten Besuch fleißig ins Leben trete." dienen würde als- Leiche. Thiers ahmte hierin Cavaignac nach. zu agitiren. Dazu wird hiermit noch besonders aufgefordert. Nach einer Mahnung an die Genossen, sich am 18. März in Welchen Schrei des Entfeßens ließen nicht im Juni 1848 Ca- Ferner ist es Pflicht jedes Parteigenossen, dem Sozialdemokratischen keiner Weise provoziren zu lassen, sowie, dem Wahlvereine beivaignac und seine Ordnungsmänner los, als sie die Insurgenten als Wahlverein als Mitglied beizutreten, damit derfelbe in seinem zutreten, schloß die Versammlung mit braufenden Hochrufen auf Mörder des Erzbischofs Affre brandmarkten! Und doch wußten sie Bestreben, die Grundsätze der Sozialdemokratie zu verbreiten, die Sozialdemokratie und den Referenten. thatkraftigst gefördert wird. 11 die Der Bürgerkrieg in Frankreich. Adresse des Generalraths der Internationalen Arbeiter- Assoziation, Abschnitt IV. Dersammlungen. Parteigenoffen Charlottenburgs! Ernst Buzte, Borsitzender, Christstr. 30. Geschäfts- Auflösung! Wegen vollständiger Auflösung unseres seit über 12 Jahren bestehenden Geschäfts in der tommen vom 1. Februar cr. ab folgende Waaren wie Oranienffrake 64 Kleiderstoffe, Leinen- u. Baumwollenwaaren, Teppiche, Gardinen, Tischdecken, Fertige Wäsche 2c. 2c. zu enorm billigen, streng festen Preisen zum Ausverkauf. Rein Feilschen tein Handeln, sondern streng feste, sehr billige Preife. Geschäfts- Häuser Arbeiter Bekleidung für alle Bewert schaften. Gebrüder Lamm, Berlin S., Oranienstrasse 64, zwischen Morigplay und Kommandantenstraße. P. S. Die Preise sind auf jedem Stück Waare deutlich mit blauer Schrift verzeichnet und dadurch jeder Käufer vor Uebervortheilung geschützt. Baer Sohn BERLIN. 24a, Chausseestr. 24 a. 8, Brückenstr. 8. 16, Gr. Frankfurterstr. 16. Eigene Werkstätten für Maaß- Anfertigung unter Leitung erster Meister. Deutsche und echte englische Stoffe in großer Auswahl. Werktags- Anzug haltbar u. dunkel farrirt 10 M. Frühjahrs- Anzug farrirter, praft. Butstin 13 M. 50 n. 18 Frühjahrs- Aung hochmod. hellfarr. Butst. 20.. 24 M. Cheviot- Anzug zweireihiges, mod. 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Bumke, Bras. des Allgem. deutschen Mus.- Verb.; Herr Dachs; Herr Redakteur Lackowitz. 2. Diskussion. Der Einberufer. 1822b W. Krüger, 1. Vorsitzender des Vereins Berliner Musiker, Schlegelstr. 16. Teppiche Berband der Vergolder und in verw. Gewerben beſchäft. in allen Arten und Größen kleiner Musteríehler wegen| offeriren sehr billig. Portièren, Gardinen, Steppdecken in den geschmackvollsten Ausführungen zu anerkannt billigen 477M Preisen. Reste von Plüschen, Fantasiestoffen, Damasten und Ripsen, passend für Sophas und Garnituren, zur Hälfte des früheren Kostenpreises. J. Adler Söhne, Teppichfabrik, Spandauer- Strasse 30, gegenüber dem Rathhause. Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Monats- Versammlung der Filiale Berlin Montag, den 21. März, Abds. 8½½ Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Zahnarztes Herrn R. Wolf über:„ Die Hygiene des Mundes." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder bez. Anschluß der weiblichen Mitglieder vom aufgelösten Fachverein der Vergolderinnen an den Verband. 4. Wahl des zweiten Verbands- Kassirers. 5. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung für Berlin. Die Vertrauensmänner und Alle, welche noch im Besitz von Billets vom D. D. Stiftungsfest sind, werden dringend ersucht, abzurechnen. 827/5 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Beschließende Versammlung 390/8 am Sonntag, den 20. März, Vormitt. 10% Uhr, in Norbert's Sälen, Beuthstrasse No. 18-21. Tagesordnung: 1. Die geplante Lohnbewegung der Drahtarbeiter. 2. Antrag der Fachkommission, eine in diesem Jahr aufzunehmende Statistit betreffend. 3. Antrag der Rechtsschutz- Kommission, eine Unterstützung betreffend. 4. Antrag des Vorstandes, die Reise- Unterstützung betreffend. 5. Definitive Abrechnung vom Wintervergnügen. 6. Berichterstattung über die mit dem Zahlreicher Dekonomen der Neuen Welt" gepflogenen Verhandlungen.+ Besuch erwünscht. Mitgliedskarte legitimirt. " Der Vorstand. befindl. Rohtabate find am Lager. Achtung! Friedrichsberg und Umgegend! Gr. Wiener Maskenball A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. 2069L 1832L KRONENGARN. zur Feier des ersten Stiftungs- Festes der Filiale Friedrichsberg des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins am Sonnabend, den 19. März, Abends 9 Uhr, in Westphal's Schwarzem Adler, Frankfurter Allee. Freunde und Gönner des Vereins werden gebeten, sich zahlreich an demfelben zu betheiligen. Billets, Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet 176/11 Sophabezüge Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Alte Stiefeln für Herren u. Damen Linienstraße 6. vert. Gen. Lehmann, 1819b Theilzahlung. F. 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