Nr. 91. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart prr Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ereint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. te Insertions- Gebaye beträgt für die sechsgespaltene Stolonel getle oder beren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Nun gerade nicht! Homburg vor der Höhe, einst das Monaco Deutschlands, ist jetzt das Lieblingsbad der kaiserlichen Familie und der englischen Hofgesellschaft. In der Nähe liegt die Saalburg, die Wilhelm II. ausbauen ließ. Im Homburger Herbstnebel verlor einst der alte Hohenlohe urplöglich seine Kauzlerschaft. In diesem Bad des Kaisers mun giebt es zwei Bahnhöfe, die nach der Meinung des Eisenbahnministers den Verkehrsbedürfnissen nicht genügen; ja die Verhältnisse sollen nach der Versicherung der Regierung derart sein, daß jedes Jahr Unglücksfälle vorkommen und eine schwere Eisenbahn.Katastrophe leicht eintreten kann. Von der letzten Station vor Homburg, Oberursel, hat die Strecke ein starkes Gefälle; daß die Lokomotive in die Abschlußmauer des Bahnhofs hineinfärhrt, gehört zu den gewöhnlichsten Vorkomm nissen. Auf diese Umstände berief sich der Eisenbahnminister und die Regierung verlangte vom preußischen Abgeordnetenhaus zum Bau eines Durchgangs- Bahnhofs in Homburg, dessen Gesamtkosten auf 5 400 000. veranschlagt sind, eine erste Rate von einer Million. Die preußische Junkerkammer min war heuer bei den Eisenbahnforderungen nicht knauferig. Man bewilligte so ziemlich alles, und die Herren im Often forderten noch manches mehr. Aber bei der Homburger Forderung wurden sie plöglich halsstarrig. Schon in der Kommission regte sich der Widerstand. Ein Konservativer meinte harmlos, in Insterburg sei die Betriebssicherheit noch mehr gefährdet, als in Homburg. Immerhin, die Forderung wurde mit 11 gegen 8 Stimmen von der Kommission bewilligt. Sonnabend, den 19. April 1902. Expedition: Sw. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. nische Zeitung" hat in einem unsauberen denunziatorischen nach Brüssel entsandten Korrespondenten hervorging, war man Lakaien- Artikel, in dem sie der Krone die liberale Loyalität gegen- gleichwohl von einer solchen Lösung der Frage nicht sonderlich entüber der junkerlichen Rücksichtslosigkeit anpries, die Aufmerksamkeit züdt. Und mit Recht: ein derartiges Verfahren wäre schließlich auf den Fall gelenkt. Das edle Blatt schreibt: doch nur eine Verschleppung der brennenden Angelegenheit gewesen. 0 lich verrechnen. Der Generalstreit hat einen ilmfang erlangt, Wir sind freilich der Ansicht, daß die Wahlrechtsgegner sich gründ Von dem Umfang des Generalstreiks " Die Konservativen und Ultramontanen haben unter Führung des Grafen Limburg Stirum bei der zweiten Nun hat die Regierung die Kammer nicht aufgelöst, sondern bis Lesung des Eisenbahnetats die Forderung für den Neubau zum Dienstag vertagt. Wenn man auch die Abstandnahme der des Bahnhofes in Hamburg v. d. H. abgelehnt. Diese Ablehnung Regierung von einer Schließung der Session als Zugeständnis ansehen hat zweifellos einen scharf ausgeprägten Charakter. Sie richtet tann, so bedeutet andrerseits die, wenn auch nur kurze, Bertagung ihren Pfeil dirett gegen die Krone, und sie gewinnt deshalb eine besondere Tragweite, da es ausgeschlossen erscheint, der Kammer doch auch eine Verschleppung. Soviel scheint festdaß diesem völlig unerwarteten und unzweidentigen Vor- zustehen: Die Regierung hofft noch immer, den Sturm beschwören gehen der unentwegten konservativen Opposition die zu können. Auch König Leopold hält das Abwarten vorläufig entsprechende Gegenaktion fehlen wird. Die fachlichen für das flügste. Er spekuliert wohl gleich den Klerikalen darauf, daß Gründe, die Graf Limburg- Stirum für die Ablehnung vor die Wasser sich doch noch verlaufen, daß der Hunger die Streitenden brachte, sind zu fadenscheinig, als daß sie irgendeinen Eindruck zur Wiederaufnahme der Arbeit zwingt und das Ganze ausläuft machen könnten... Der Kaiser hat bei dem wiederholten Aufenthalte, wie das Hornberger Schießen! den er in den letzten Jahren aus traurigem Anlasse in Homburg hatte nehmen müssen, die unerträglichkeit und Gefährlichkeit des Zustandes, die übrigens in der ganzen Gegend sprichwörtlich geworden ist, vollauf tennen gelernt, und mit dem ihm eignen daß seine Wirkung sich in kürzester Zeit auch für die besigende Klasse fachlichen Eifer und ernstem Nachdruck hat er eine Verständigung des Landes in der verheerendsten Weise geltend machen muß. Und aller Beteiligten im Sinne der raschen Beseitigung des völlig schließlich könnte der Hunger die Hunderttausende von Proletariern, unhaltbaren Zustandes aufs erfolgreichste betrieben. Man statt sie zu entnerven und zur bedingungslosen Unterwerfung zu muß ihm hierfür um so dankbarer sein, als der Zustand veranlassen, auch zum Aeußersten treiben. des Bahnhofs nur geeignet ist, das Ansehen der staatlichen Eisenbahn- Verwaltung bei all den Ausländern, die das vornehme Bad zu besuchen pflegen und für den Wohlstand der giebt der folgende Artikel der Arbeitsmarkt- Korrespondenz" einen dortigen Gegend von besonderer Bedeutung sind, schwer zu Begriff: schädigen. Es ist für jeden Kenner unsrer politischen Verhältnisse Der Generalstreik in Belgien dürfte der größte Ausstand sein, bezeichnend, daß gerade der erbittertste Führer der konservativen der jemals stattgefunden hat." Es ist von Interesse, einen Ueberblick Opposition es ist, der die Aufrechterhaltung dieses traurigen Zu- darüber zu gewinnen, in welchem Umfang die Bewegung zu der standes, der im Westen allzu bekannt ist, mit Aufbietung un- 8ahl der Arbeiter überhaupt steht. Die Gesamtgewöhnlicher Kraftanstrengung die der Regierungsforderung bevölkerung des Königreichs ist für Ende 1900 auf 6 815 054 zustimmenden Fraktionen standen geradezu vor einer Ueber- ermittelt; es ist der dichtbevölkertste Staat der Erde( 231 Einwohner rumpelung der tonservativ ultramontanen Mehrheit durchzu- auf 1 Quadrat- Kilometer). Die belgische Berufs- und Gewerbezählung setzen bemüht ist." vom 31. Oftober 1896 hat sich zivar in ihrem ersten Material als lückenhaft erwiesen, ist aber dann durch Auskünfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch amtliche Vergleichung derselben so umfaffend vervollständigt worden, daß die nachträgliche Veröffentlichung in fünf umfangreichen Quartbänden sich ein hohes wissenschaftliches 822 976 gewerblichen Arbeitern und Arbeiterinnen Ansehen erworben hat. Man kann die hier gewonnene Zahl von als ziemlich zuverlässig ansehen. Von diesen entfällt ungefähr die Hälfte auf das Kleingewerbe und nur die andre Hälfte auf die vom Streit ergriffene Großindustrie. Die größte Bahl von Arbeitern vereinigt in sich das Textilgewerbe mit 60525 Betrieben, die 63222 ArNachdem dann der Abgeordnete von Homburg für die Forderung beiter und 95507 Arbeiterinnen beschäftigen. Der größere Teil der im lebhaft eingetreten war, erhob sich Graf Limburg Stirum, Textilgewerbe Beschäftigten entfällt auf die Leinenindustrie, der der Stratege und Generalissimus der Kanalrevolte, und erklärte mit übrige auf das Wollen- und Baumwollen- Gewerbe. Der Wert der ein paar schneidenden Worten, daß die Zustände in Homburg zwar geführt sein müßte? Produktion der verschiedenen Zweige des Textilgewerbes beziffert nicht ideal, aber auch nicht unerträglich seien, und daß Wenn aber die Kölnische Zeitung" das Verhalten der Junker stärkste Arbeiterschicht umfaßt der Steinkohlen- Bergbau fich auf mehr als 300 Millionen Frank jährlich. Die nächſtangesichts der schlechten Finanzlage die fünf Millionen mit dem des- Berliner Kommunalfreisinns vergleicht. Die Bahl der Arbeiter in diesem Produktionszweige be lieber für andre, notwendigere Bahnen verwendet werden so beleidigt sie die Konservativen und thut den„ Vollen und Ganzen" giffert sich auf rund 122 000. 1890 betrug fie erst 97 751. Roch sollten; die Mehrzahl seiner Freunde stimme also gegen Berlins bitter Unrecht. Bereits stellt die Freisiunige Beitung" ent- schneller als die Zahl der Belegschaft ist der Wert der Bergbans die Forderung. Dabei gab sich der Graf keine sonderliche Mühe, rüstet fest, daß die Berliner Freisinnigen ja den Lindemumbau Produktion gestiegen. Er betrug im Jahre 1890 rund 156, Gegengründe gegen den verlangten Bahnhofsbau beizubringen; im prompt bewilligt haben. im Jahre 1899 dagegen 274 Millionen Frant. Ueber Gegenteil, er leistete sich den Spaß, das Anfinnen gehörig zu ver So ist es. Der Berliner Kommunalfreifinn hat alles be- 58 000 Arbeiter, darunter mehr als 50 000 weibliche, zählt das Beulfen, indem er beispielsweise berechnete, daß der jährliche Personen- willigt, was die Strone verlangte, nachdem er sich erst gesperrt und Kleidungsgewerbe. Die Industrie der Holz- und Schnitzstoffe umfaßt verkehr 309 000 Personen betrage, einen täglichen damit bewiesen hatte, daß er von der Notwendigkeit der Forde- 20 000 Arbeiter zählen auch die keramische Industrie( Glas), das rund 50 000, die Steinbruch- Industrie etwa 36 000 Arbeiter. Ueber Durchschnittsverkehr von 806 Personen ergebe eine ganz unfinnige rungen nicht überzeugt war. Man hat die Umgestaltung der Eifengewerbe und die Zuckerfabrikation. Die Produktion in den aufRechnung, da sich in einem Bad wie Homburg der Berkehr natürlich Linden bewilligt, den Märchenbrunnen nach kaiserlichen Kunstgeführten Zweigen des Großgewerbes wird auf rund 21/4 Milliarden im wesentlichen auf ein paar Sommermonate fonzentriert und der anregungen gemodelt und die Erkrankung des Stadtrats Kauffmann Frant jährlich oder 8,3 Millionen arbeitstäglich geschäßt. Die Zahl der Bahnhof dieſem sommerlichen Berkehr angepaßt werden müßte. benutzt, um schleunigst sich von ihm loszusagen. Ausständigen wurde am Mittwoch in der Hauptstadt Brüssel auf 60 000 und in dem Grubengebiet von Charleroi auf 50 000 geschätzt, in den andren Ausstandsgebieten( Baffin du centre, Borinage, Lüttich, Ber wiers) auf etwa 110-120 000 Mam. Danach hätte man es mit einer belgische Großindustrie würde im Streit stehen! An den Pro= Biertelmillion streikender Arbeiter zu thun, d. H. die halbe duktionsziffern der oben genannten Gewerbe ist zum Teil auch das von dem Streit verschont gebliebene I ein gewerbe beteiligt. Aber selbst unter angemessener Berücksichtigung dieses Umstandes wird der Produktionsausfall Belgiens auf mindestens 3 Millionen Frank für jeden Tag des Ausstandes geschätzt. Am legten Dienstag tam die Angelegenheit im Abgeordneten Hause zur Verhandlung. Es war eine langweilige Geschäftsfizung. Die Positionen wurden ohne wesentliche Debatte angenommen. Man achtete im Hause kaum darauf, was verhandelt wurde, als der Berichterstatter über die Homburger Bahnfrage referierte. Aber Herr Die Kölnische Zeitung" droht den störrischen Junkern mit einer v. Kröcher, der Präsident, gedachte der Eretution eine größere Feier Gegenaktion der Regierung. Das wird die Opposition nach den lichkeit zu verleihen, zumal die Konservativen und die Centrumsleute papiernen Kanonaden gegen die Kanalrebellen fürchterlich erzu Ehren dieser Position in hellen Haufen in den Saal geströmt schröcken! Die Junker verneinen eben die Bedürfnisfrage für den waren. Herr v. Kröcher schwang also die Glocke und mahnte zur Bahnhof, und da ist es ihr Recht und ihre Pflicht, die Forderung Ruhe, indem er schalthaft bemerkte: Die Sache interessiert abzulehnen. Was können sie dafür, wenn sie zufällig gerade einige Herren aus dem Hause, und die können die Aus- einen Bau für nicht notwendig halten, den der Kaiser als un führungen des Herrn Berichterstatters nicht hören, wenn es so un- aufschiebbar empfiehlt! Herr v. Thielen wird sich halt auch diesmal ruhig ist." mit dem tapferen Spruch der Hoffnung auf die Zukunft bescheiden müssen: Gebaut wird er doch! Oder wird die Gegenaktion etwa in der Einbringung der Kanalvorlage bestehen, die, wenn es nach der Meinung des Kaisers ginge, jetzt eigentlich schon aus was Es war höchst auffällig, daß Graf Limburg Etirum, der sonst nur bei hochpolitischen Fragen das Wort nahm, bei dieser an sich gleichgültigen lokalen Bahnhofsfrage vorgefchickt wurde. Um solche Kleinigkeiten pflegt sich doch sonst der Fronde- Diplomat der Junker schaft nicht zu fümmern. Bergebens flehte der unglückliche Minister v. Thielen um Annahme der Forderung. Er schilderte in düsteren Farben die Vertehrsunsicherheit des dortigen Betriebes und unterließ es auch nicht, sinnvoll zu erwähnen, daß„ Homburg in den letzten Jahren ziemlich regelmäßig eine Zeitlang Residenz der taiserlichen Familie und andrer hoher fürstlicher Personen gewesen." Auch ein Regierungskommissar aus dem Finangministerium predigte tauben Ohren. Das Centrum schloß sich dem Nein der Junter an. Und es war umsonst, daß der nationalliberale Herr v. Eynern feststellte, daß von den 5 400 000 m. nur 400 000 auf die eigentlichen Stationsanlagen entfallen und nur" 70 000 auf die Fürstenzimmer. Wegen diefer 70 000 m. werden wir," fügte Herr v. Eynern als loyaler Unterthan patriotisch hinzu,„ weiter kein Wort in einem monarchischen Staat verlieren". Und Herr b. Ehnern verriet auch den Ursprung der Opposition, man hatte das Gerücht ausgesprengt, daß ein Lugusbau für bestimmte Zwede, für die Annehmlichkeiten von Fürstlichkeiten und andrer Personen errichtet werden soll". Das ist der Unterschied: der Berliner Kommunalfreisin hält die Wünsche der Börse für nicht gerechtfertigt und bewilligt fie doch. Die Junker aber erklären derartige Forderungen von Anfang an für sachlich nicht notwendig, und keine Macht und feine Drohung zwingt sie dann, ihr Nein aufzugeben. Die Junker sind eben Sterle, sie nügen ihre Macht bis zur äußersten Konsequenz aus, die freisinnige Bourgeoisie aber schimpft und winselt. Die Junker laffen keine Gelegenheit vorübergehen, um zu demonstrieren, wer Herr im Lande sei. Der Freisium aber hat die Opposition nur erfunden, um den Eindruck der Erbärnilichkeit nach folgender feiger Unterwerfung zu verstärken. Deshalb lohnt es sich, von dem Homburger Bahnhofs u zu erzählen! Die Ablehnung der Revision. Die Korrespondenz nimmt übrigens die Zahl der Streikenden viel zu niedrig an: statt der 250 000 dürften gegenwärtig mindestens 350 000 Arbeiter die Arbeit niedergelegt haben. Independence belge" giebt nämlich die Zahl der Streifenden allein für die Provinz Hennegan auf 144 000 an, rund 3000 Arbeiter setzten noch die Arbeit fort. Das heißt, daß in dieser Provinz 98 Proz. der Arbeiter in den Generalstreit eingetreten sind! In Verviers streiten 20 000 Mann. In Brüssel haben nach einer Herold- Meldung die Schrift k. Brüssel, 18. April, 6 Uhr 46 Minuten eger in einer Versammlung mit 607 gegen 462 Stimmen be abends. Die Revision der Verfassung wurde schlossen, von dem Eintritt in den Ausstand abzu in der heutigen Kammerfignug mit 82 gegen sehen, da kein Anlaß dazu vorliege".(?) 64 Stimmen abgelehnt. Die nächst e Trotz der ungeheuren Zahl Ausständiger ist es in den letzten Kammerfikung findet am Dienstag statt. Tagen so gut wie nicht mehr zu Zusammenstößen gekommen. Nur in Der socialdemokratische Parteivorstand Parteivorstand beschloß Arlon fam es zu einem Zusammenstoß zwischen Ausständigen und In der That, das war der Grund der Forderung und der Fortschung des Generalstreit 8. Grund der Ablehnung seitens Seiner Majestät allergetreuefter Gendarmerie, wobei mehrere Schiffe fielen und eine Anzahl Bersonen Jumferoppofition. Der Kaiser interessierte sich besonders für den Die Spannung der politischen Situation hat sich also nicht ver- verletzt wurden, darunter ein Mitglied der Bürgerwehr, welches einen Bahnhofsban, und dieses kaiserliche Interesse war Urfache genug, mindert. Die Revision ist abgelehnt worden. Gleichwohl hat aber Messerstich ins Gesicht erhielt. In Verviers vertrieb die Polizei um die Junker zu einer besonders sorgfältigen Prüfung die Regierung die Kammer nicht zu schließen, sondern nur auf furze eine Gruppe Ausständiger, welche sich nach Dolhain begeben wollte, der Bedürfnisfrage zu veranlassen. Da sie das Bedürfnis nicht geit zu vertagen gewagt. Die Kanumer nach Ablehnung der um die dortigen Arbeitswilligen zum Eintritt in den Streit zu ver anerkannten, verweigerten sie frisch und fröhlich dem taiserlichen Revision einfach zu schließen, wäre die schärfste Brüefierung der anfaffen. In Antwerpen wurden zwei Soldaten der Wunsche die Erfüllung. Die Junter der Kanalvorlage urteilen eben Opposition gewesen, die sich denken ließe. Die Liberalen hatten eine Bürgerwehr wegen Nebellion zu je einem Tage Gefängnis auch in Bahnhofsfragen ohne Ansehen der allerhöchsten Person, Auflösung der Kammer gefordert, in der Hoffnung, daß dann und 25 Fr. Geldbuße verurteilt. streng nach dem, was sie fachliche Motive nennen. das zu Gunsten der Revision ausfallende Votum des Volks die Der hübsche Zwischenfall war in der Oeffentlichkeit unbemerkt Regierung zum Nachgeben zivingen würde. Man neigte anscheinend geblieben, obwohl sich die Konservativen alle Mühe gegeben hatten, auch in den Kreisen der belgischen Genossen zu der Ansicht, die mit Hilfe des Centrums durchgefeßte Ablehnung der Forderung daß die Regierung fich schließlich zu diesem vermittelnden Schritte in möglichst eindringlicher Form zu demonstrieren. Erst die öl bereit fluden lassen würde. Wie aus dem geftrigen Bericht unsres Berurteilung verhafteter Manifestanten. Vier der in dieser Woche verhafteten Manifestanten wurden heute zu fünfzehn Tagen Gefängnis verurteilt. Die Wilde der Strafe beweist, daß die Regierung die Broe volatiouen doch nicht bis zum äußersten zu treiben riskiert. ming Meeting im Bolkshaus. schritts auf, gegen diesen Vorstoß sich zu wenden. Die Zweierlei Junker. Als wir den famosen Beschluß der Der Frankfurter Zeitung" wird über das am Donnerstag Abgg. Röside. Dessau und Bassermann verteidigten preußischen Herrenhäusler besprachen, die verlangten, abend im Volkshaus stattgefundene Meeting telegraphiert: die Gewerbegerichte und wiesen rühmend auf die Vorzüge daß von den für die Provinzen bestimmten staatlichen Dotationen Zum erstenmal seit den letzten Unruhen war heute abend ein großes dieser Gerichte hin. Zu einer principiellen Entscheidung über nicht nur die Kreise und Gemeinden, sondern auch die Guts. bezirke, d. h. die Gutsbesiger unterstützt werden sollten, Meeting im Voltshause. Ueber 4000 Menschen waren diese Frage konnte es bei diefer Gelegenheit natürlich nicht rühmten wir diesen höheren Junkern nach, daß sie wenigstens den anwesend. Kein Betrunkener war zu entdecken. Eine großartige, tommen. Sie wird wohl erst bei der Vorlage über die Er- Mut der Ehrlichkeit befäßen. entschloffene Ruhe herrschte. Der erste Redner war Senator La richtung kaufmännischer Schiedsgerichte erfolgen. Im übrigen So ehrlich sind nun die Junker des Abgeordnetenhauses nicht. fontaine, eine feinsinnige Gelehrtenerscheinung, aber kein Bolts- wurden unsre Anträge, die Gewerbegerichte für die Seeleute Sie möchten zwar auch gar zu gern die Dotationen für die Gutsredner. Die Regierung, fagt er, verberge sich hinter Bajonetten, einzuführen, abgelehnt. bezirke, aber sie getrauen sich nicht, sie zu fordern, weil sie hier Säbeln der Soldaten und Polizisten. Sie scheinen fortfahren Am Sonnabend stehen die Nebengesete der Seemanns- beim besten Willen nicht, wie bei den Junker- Dotationen des Zollzu wollen, das belgische Volt zu maffatrieren. Ordnung, das Serbisklassen- Gesez, der Gesegentwurf betreffend tarifs, vom Schuß der nationalen Arbeit, von der Erhaltung des Wir Republikaner wollen uns an den Monarchen wenden. die Beseitigung des fliegenden Gerichtsstandes sowie die Bauernstandes zc. schwagen können. Deshalb meldet mun die„ Rons. Korresp.": Versagter, so wird wird sich sich der republikanische Gedante lex Rintelen auf der Tagesordnung. „ Grundsäglich ist die konservative Fraktion mit der Absicht immer weiter ausbreiten. Der Redner schließt, indem des Herrenhauses einverstanden, auch sie hält die Gutsbezirke mit er zur Ruhe und Legalität mahnt. Elbers feuert auf Vlämisch den Gemeinden für durchaus gleichberechtigt.#Da aber die zur Fortsegung des Generalstreits an. praktische Durchführbarkeit desin Herrenhaus- Beschlusses überwindlichen Schwierigkeiten, die des näheren zu gründen Abgeordnetenhaus. be= Das Abgeordnetenhaus füllte seine Freitagsigung durch die BeVandervelde huldigt mit bewegten Worten dem Mann mit ratung fleinerer Vorlagen und Petitionen aus, die bis Durch dem großen Herzen, Paul Janson. Er bewundert Euren Streit auf einige wenige fein allgemeines Interesse beanspruchen. wir uns vorbehalten müssen, begegnen würde, hat die konservative Fraktion des Abgeord und grüßt Euch durch mich! Er gab soeben der Genossin Vandervelde llebergang zur Tagesordnung erledigte das Haus zwei Betitionen netenhauses dem Beschlusse des Herrenhauses nicht 500 Frank mit der Devise, daß die Arbeiterklasse ruhig bleibe. Ihr kennt gegen die Einführung einer staatlichen obligatorischen Schlacht: beizutreten vermocht, sondern zu dem Antrage, die die große Autorität Jansons in der liberalen Bourgeoisie, folgt seinem bieh Versicherung sowie die Petition des Bundes der Berursprüngliche Fassung der Vorlage herzustellen, sich entschließen Rat! Die europäische Socialdemokratie tritt für uns liner Grundbefizer- Vereine, die sich gegen die Unterstützung des müssen." ein. Die englische Bartei fündigt finanzielle Hilfe an. Die Wohnungsbaues and Gemeindemitteln, gegen die lebernahme Somit ist zwischen den Gutsbezirks- Junkern im Abgeordnetenvon Grund und Boden durch die Gemeinden und gegen die Er deutsche Socialdemokratie sandte durch Singer 10 000 Mart. Einrichtung einer Wohnungsaufsicht wendet. Der Regierung als Material haus und im Herrenhaus ein Konflikt ausgebrochen, der aber in Vivat dem internationalen Socialismus!( Ungeheurer Beifall.) überwiesen wurde die Petition des Verbandes der Verpflegungs- Wahrheit nur in dem Gegensatz der diplomatischen Verhüllung zum Auch im Lande regt sich die Opferwilligkeit. Eine arme stationen im Großherzogtum Hessen und in der Provinz Hessen- ehrlichen Bekenntnis der brutalen Selbstfucht privilegierter Slaffen Die Junker des Abgeordnetenhauses lehnen diese neue Lehrerin sandte Ohrringe und Trauring. Mit un- Nassau betreffend gesetzliche Regelung des Wander- besteht. beschreiblicher Bewunderung blicke ich auf den Heldenmut von armen wesens; Petitionen betreffend Beseitigung des Ge- Liebesgabe nur deshalb ab, weil es ihnen„ unüberwindliche Schwierig300 000 Arbeitern, die auf Lohn verzichten und den meinde steuerrechts der Beamten, Geistlichen und Volksschul- feiten" macht, die Unverschämtheit in schöne täuschende Phrasen einHunger erwählen, um das System zu stürzen, lehrer wurden der Regierung zur Erwägung überwiesen. das ein Attentat auf die Gerechtigkeit ist. Hierauf bc= Am Sonnabend stehen wieder kleinere Vorlagen und Petitionen iischen Brüdern unterwerfen? spricht Atte der Redner die Stellung des Königs zur Socialdemokratie. Falls aber der König, so schließt er, ein Ge= fangener der leritalen sein will, wird er zu denen gehören, die wir germalmen. Morgen wird der General rat der Partei über unsre Haltung entscheiden. Darf ich auf Eure unbedingte Folgfamkeit rechnen? Taufende rufen" ja". Die Menge stimmt die Marseillaise an. Großartiger Eindruck! Man geht ruhig auseinander, man sieht feine Bürgergarde. Brüssel, 18. April.( B. H.) In der heutigen Kammerfizung drüdten die Abgeordneten für Lüttich, Smeets und Demblon, ihr Bedauern über die gestern von der Regierung abgegebenen Erklärungen aus und meinten, die Arbeiter Ilaffe erwarte nunmehr den Entscheid des Königs. Der Genter Abg. Anseele machte ähnliche Ausführungen und betonte ebenfalls, daß nunmehr der König das Wort habe. Hierauf verlas Vandervelde eine Erklärung der Linken, in der es heißt, daß dieselbe entschlossen sei, die Agitation zur Erlangung des allgemeinen und gleichen Stimmrechts fortzufezen. Der Führer der Klerifalen, Woeste, die rechtfertigte alsdann ablehnende Haltung feitens der fatholischen Mehrheit, worauf der Liberale Janson erklärte, die Socialisten und Liberalen würden die Agitation gegen die klerikal- reaktionäre Regierung fortsetzen. Die Ausführungen Jansons wurden mit Beifall begrüßt. Auch der konservativliberale Abg. Müllendorf gab die Erklärung ab, daß er für die Revision der Verfassung stimmen werde. Hierauf wird zur Abstimmung geschritten und die Revision mit 84 gegen 64 Stimmen abgelehnt. Die Berlesung des Resultats wurde von den Socialisten mit den Rufen„ Es lebe das allgemeine und gleiche Wahlrecht" und„ Es lebe der allgemeine Ausstand" aufgenommen. In hiesigen politischen Kreisen glaubt man nicht, daß der König interveniere und daß die Kammer aufgelöst werde. " auf der Tagesordnung.zuhüllen. Werden die Ehrlichen des Herrenhauses sich den diplomahilips rod din Sil IL 1 Einwände Der Finanzkrach in Sachsen. Ssipjagin und sein Nachfolger. asd Es wird uns in Ergänzung unsrer bisherigen Mitteilungen ges Die Nefrologe für Ssipjagin in der russischen Preße sind schrieben: äußerst frostig gehalten. Die Nowofti" und" Petersburgkija Die Deficitwirtschaft im Staate Sachsen nimmt ihren Fortgang jedomosti" geben nichts weiter als biograpische Daten, ebenso die zur Abwechslung hat jetzt einmal die erste Kammer an Stelle Birshewyja Bjedomosti". Die„ Nowoje Bremja" bringt ausführliche der zweiten die Fortführung der von uns seit Jahren kritisierten unDaten über die dienstliche Laufbahn des Verstorbenen, erwähnt kurz soliden Finanzgebahrung des sächsischen Staatshaushaltes bedie Neuerungen, die er eingeführt oder geplant hat, nirgends schlossen. In seiner Not mußte. mm fogar der neue Finanzaber findet man einen wärmeren Ton in diesen Nachrufen minister Dr. Rüger die Richtigkeit unsrer und nirgends eine aufrichtige Entrüstung, die das Die erste Stammer lehnte, wie früher die zweite, die Anbahnung gegen das zum Bankrott führende System bestätigen. Verbrechen scharf verurteilt. einer solideren Wirtschaft durch eine Steuerreform ab. Obwohl die vom Finanzminister verteidigte Steuerreform trotz der mit geplanten Vermögenssteuer das Deficit, das über 50 Millionen beträgt, nicht beseitigt hätte, wäre durch sie doch eine gefährlichere Situation verhindert, ein Loch im Staatssäckel zugestopft worden. hat das Verhängnis Da aber auch sie bereitelt wurde, freien Lauf. Denn, wie der Finanzminister in richtiger Voraussicht der Dinge in der ersten Kammer sagte, fagte, die Hoffnungen auf eine baldige Besserung der jezigen schivierigen Finanzlage find hinfällig und durch nichts begründet und es sei notwendig, mit dem System zu brechen, Ausgaben für unproduktive Swede in den außer ordentlichen Etat einzustellen. Unfre deutschen Scharfmacherblätter haben also nicht einmal im Barenreiche selbst Seelenverwandte gefunden. Ueber das Verhalten des Studenten Malyschei nach der That meldet ein Blatt: Der Mörder des Ministers Ssipjagin, der Student Malyschew, ist 25 Jahre alt und Kiewscher Edelmann; er ist blond, hat einen Schnurrbart " sehr einnehmendes Aeußeres. Ein Nachfolger Slipjagins hat sich nun doch finden laffen: Der bisherige Staatssekretär von Blehte ist zum Minister des Innern ernannt worden. Auch ihm geht gerade kein guter Ruf voraus. Ob er das Regiment Sfipjagin fortzusetzen Was Während er bei der That drei Schüsse abgegeben hatte, war alles nur mit dem schwer verwundeten Minister beschäftigt. Malyshew hätte ruhig entfliehen können, blieb jedoch stehen, worauf er verhaftet wurde. Auf die Frage, ob er sich So hart hat der gestürzte Finanzminister v. Waydorf den schuldig bekenne, ein Verbrechen begangen zu haben, erwiderte Bankrottpolitikern der Kammer die Wahrheit nicht gesagt, die Malyschew: Jawohl, ich bin schuldig, doch eine wohl im Staate herrschen wollen, aber für sich und ihre KlassenFrevelthat habe ich damit nicht begangen."" Sie genossen die Pflicht der Staatserhaltung ablehnen und mit zugeknöpften Taschen der Finanzmifere gegenüberstehen. haben aber doch einen Menschen erschossen!"" Nein, nicht bleibt mum dem Finanzminister weiter übrig als Buschläge zur ich habe ihn erschossen, sondern seine Circulare Einkommensteuer? Wahrlich, so leid es uns thut, daß die Steuerhaben ihn getötet." zahler der mittleren und niederen Klassen durch hohe Steuers zuschläge geschröpft werden, so hoffen wir doch, daß diese rohe Abzapfung die wohlthätige Wirkung haben wird, die Mißwirtschaft der herrschenden konservativen Partei einem großen Teil ihrer eigenen Anhänger recht fühlbar zu machen, so daß die daraus quillende Einsicht zur baldigen Ablösung dieser Partei resp. ihrer Mißwirtschaft führt. Freilich wird die konservative Partei unter dem DreiflaffenWahlsystem sich sicher im Besiz ihrer Macht fühlen, aber dieses Zur Unterstützung des Generalstreits in Belgien In Petersburg ist das gut verbürgte Gerücht verbreitet, elendeste aller Wahlsysteme kann sich auch gegen sie fehren, vorausdaß Tolstoj. Tiche chow und Korolento, die drei hervorgesetzt, daß eben die Einsicht bürgerlicher Kreise wächst. In einem gingen bei der Expedition des Vorwärts" folgende Beiträge ein: ragendsten Schriftsteller und Dichter, die Rußland befigt, entschloffen Staate wie Sachsen dürfte die gemeingefährliche Wirtschaft der Tschernig 1,-. Schutzmann aus Aachen 1,-. Dr. K. R. u. Frau 10,-find, ihre Stellung als Ehrenmitglieder der taifer- Konservativen selbst von bürgerlichen Kreifen nicht mehr ger Die konservative Partei Sachsens hat an Schändlicheres Staat und Volk Buchhandlung) 253,50. St. 40,-. Gef. d. A. Töpper 2,-. 33 Jahre" 3,-. lichen Akademie niederzulegen, um in dieser Weise duldet werden. verübt, als die Wahl Maxim Gorkijs fleritale Partei in Belgien. Zwei rote Handlungsgehilfen 6, Und es scheint allgemach die Revolution" 6,-. u. 0,50. Gleiches Recht für Alle, Buchdruckerei zum Akademiker öffentliche H. Klodow 15,-. M. Gr. 2,-. A. B. Mister 1,-. Von Redacteuren der Das Gerücht erregt Aufsehen wegen der Persönlichkeiten, von denen Staates selbst in Regierungskreisen einzuleuchten. Berliner Morgenpost" 14,50. Zeichner 1,55. S. C., Charlottenburg 0,50. die Demonstration ausgeht und wegen der in ihr liegenden, gegen Verbandsmitglieder der Druckerei L. Schumacher 10,-... 100,-. das herrschende Regime gerichteten Spize. Summa: 482,55 M. Der Generalrat der Arbeiterpartei beschloß in seiner heutigen Sigung, einen Aufruf an das Volk zu richten, in welchem die Arbeiter aufgefordert werden, den Ausstand fortzusetzen und die Ruhe zu wahren. Joseph Schreyer 10,-. Vorwärts"( Verlag, Redaktion, Expedition und ndall 9 and sin wagen wird? Eine auffehenerregende Kundgebung. B. B. 2,-. T. De. 3,-. Stattlub gegen die Annullierung der rotest einzulegen. Gefährlichkeit der konservativen Herrschsucht und Ausbeutung des Politische Mebericht. Berlin, den 18. April. asdell estado: 000 and( 610) sinjudg 06 en Deutsches Reich. Zolltariffommiffion. Brennt der Regierung auch die Finanzmifere am meisten auf die Nägel, so kann ihr auf die Dauer doch nicht das wachsende Maß des Hasses und der Verachtung im Volke über die jetzige Wirtschaft gleichgültig bleiben. Füglich trägt ein Bolt noch ganz gern große materielle Lasten, wenn ihm politische Rechte gewährt werden. In Sachsen straft man aber das Volk doppelt: es soll die Kosten für die schlechte Wirtschaft der herrschenden Partei tragen, die nommen, Der blamierte Graf. Ein intensiv Blaublütiger, der Graf O. v. Baudissin, hatte fürzlich im Tag" eine Reporternotiz, wonach bei irgend einer Bourgeois- Fete zwei in Berlin erzogene Reger als gesellschaftsfähige Individuen behandelt worden wären, zum Anlaß ges pöbeln und der Berliner Bourgeoisie eine Lektion darüber zu beiden dunkelhäutigen Menschenkinder anzu erteilen, daß„ Nigger" anthropologisch inferiore Geschöpfe feien und noch viel weniger als gesellschaftlich Gleichberechtigte behandelt werden dürften. Europa müsie fich Amerifa zum Vorbild der NiggerBehandlung nehmen und diesen Halbtieren stets mit der gebührenden Geringschäzung begegnen. Tan mo ni molido Der Reichstag In der Freitags- Sigung hielt die Tariflommissions- Mehrheit man macht es aber obendrein noch rechtlos. an den Sätzen der Regierungsvorlage betr. Schmalz und Fett Das muß allgemeine Erbitterung hervorrufen, bis eines erledigte am Freitag die zweite Beratung der Seemanns feft. Die große Einfuhr von Schmalz zeigt die Notwendig- Tages das Maß zum Ueberlaufen kommt. Dahin drängen 3. Ordnung. Es gelang, die noch ausstehenden 22 Bara teit dieser Einfuhr insbesondre für die arbeitende Bevölkerung. Die Vertreter der befizenden Klaffen mit ihrer verbohrten, ſelbſtgraphen durchzuberaten, die in der Hauptsache Straf bestimmungen vorsehen. Unfren Anträgen, die von den Trotzdem will die Regierung den Zoll von 10 auf 12 M. 50 Bf. füchtigen und volksfeindlichen Politik, einerlei, ob sie in der ersten pro Doppelcentner erhöhen; v. Wangenheim, aut deffen Stelle jezt der oder giveiten Kanummer figen. Genossen Meßger und Herzfeld vertreten wurden, Der Socialdemokratie, die fürzlich erst auf ihrer Landesversamm war diesmal in einigen Fällen ein besseres Schicksal be- Abg. Hahn in die Kommission eingetreten ist, beantragte gar eine Erhöhung schieden als bisher. So wurde auf unfre Anregung im§ 100 auf 20 m. Die Socialdemokraten verlangten Zollfreiheit. Nach leb- lung eine Abrechnung mit der Landtagswirtschaft hielt, konnte keine hafter Debatte, der wie bei fast allen wichtigen Tarifpofitionen ein bessere Waffe in die Hand gedrückt werden, als die abermalige Veran Stelle der tautschukartigen Bestimmung, daß derjenige Schlußantrag der Mehrheit ein Ende machte und so die Redner der eigerung einer Steuerreform. Sie wird den Nußen aus diefer verSeemann als Gehilfe bestraft werden soll, der bei einer kehrten und schädlichen Staatswirtschaft zu ziehen wissen. Gehorsamsverweigerung an Bord den Befehlen des Kapitäne Linken hinderte gegen ihre Darlegungen vorgebrachte Behauptungen zu nicht gehorcht, eine feste Norm eingestellt, obwohl inter- widerlegen, wurde der Wangenheim- Hahnsche Antrag abgelehnt und staatssekretär Rothe die Strafhöhe als zu niedrig be- die Regierungsvorlage zu den Tarifpofitionen 124 bis 130 an zeichnet hatte. Auch die Gründe, die von unsrer Seite beim genommen.his it Gegen den Widerspruch der Linken beschloß dann die Mehr§ 108 dafür angeführt wurden, daß der Kapitän mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mart oder mit einer Haftstrafe belegt beit, die Positionen 181( Milch), 132( Butter). 133( stä ſe) zu Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit einer Haftstrafe belegt verbinden. WiIch will selbst die Regierungsvorlage zoufrei lassen. werden soll, wenn er u. a. die verminderte Mannschaft Seitens der Mehrheit liegen Anträge auf Einführung eines Bolles werden soll, wenn er u. a. die verminderte Mannschaft auf der Reise nicht ergänzt, schlugen durch und wurde vor. Käse und Butter sollen nach Anträgen der Mehrheit mit noch diese Garantie zu Gunsten der Seeleute in das Gefeß höheren Zöllen, als die Vorlage will, belegt werden. Nach den aufgenommen. Zum Schluß entwickelte sich noch eine allgemeine Debatte Anträgen der Socialdemokraten dagegen zollfrei sein. Nach dem Bericht über die Frage der Gewerbegerichte. Wir forderten die zu über die zu dieſen Bofitionen eingegangenen Petitionen wurde die Debatte auf Dienstag vertagt. ständigkeit der Gewerbegerichte an Stelle der Seemannsämter Bon Jntereffe war noch eine zwischendurch vom Staatssekretär bei Lohnstreitigkeiten der Seeleute. Staatssekretär Graf Posadowsky wandte sich gegen diesen Antrag und ver- Graf v. Pofadwsky abgegebene Erklärung, daß die Regierung für trat den Gedanken, alle gewerblichen Streitigkeiten der bisher einen Zoll auf Rohkupfer unter feinen Umständen zu haben sei. noch nicht den Gewerbegerichten unterstellten Arbeiter an die Barlamentarische Geschäftslage. In den Zeitungen mischt Amtsgerichte zur schnellen und billigen Erledigung zu überweisen. Freilich fürchtete er, daß die Finanzfrage der sich jetzt in das Bollratespiel ein zweites Rateſpiel fiber die weiteren Dispositionen für die parlamentarischen Beratungen. Wird der Durchführung dieses Gedankens Schwierigkeiten machen Reichstag vertagt werden? Wird er bald vertagt werden, um die würde. Einleitend hatte der Staatssekretär bemerkt, erste Lesung der Zollkommission zu beschleunigen? Wird er bald nach daß sich in letzter Zeit auf vielen Seiten ein Widerstreben Pfingsten nochmals zusammentreten, damit die Fraktionen Gelegenheit gegen die Errichtung weiterer Standesgerichte bemerkbar haben, die Ergebnisse der Zoll- Kommissionsberatung zu besprechen und mache. Herr Dr. Spahn bestätigte diese Ansicht durch einen etwaige Mandate für die zweite Kommiffionslefung zu geben? Welche plötzlichen Ausfall gegen die Gewerbegerichte. Nach ihm haben Beratungsgegenstände wird man noch zur Erledigung bringen die Gewerbegerichte das furchtbare Verbrechen begangen, nicht wollen? Wird man das preußische Abgeordnetenhaus über Pfingsten nach Recht, sondern nach Billigkeit in vielen Fällen entschieden hinaus tagen laffen, um einen beschlußfähigen Reichstag zu er= möglichen? Ueber diese und einige andre Möglichkeiten kombiniert zu haben. Aus seiner Rede flang der ganze Juristenhochmut die Breffe auf und ab. Sicheres weiß niemand, denn offenbar bervor, der die Ausbreitung des Laienelements in der Recht hat die Regierung noch keine bestimmten Beschlüsse gefaßt. Wahrsprechung mit scheelen Augen ansieht. Heine erwiderte ihm einlich erscheint allein, daß eine Vertagung des Reichstages treffend und forderte die Freunde des socialen Fort- eintreten muß. In der letzten Nummer des" Tag" ergreift nun einer dieser Nigger das Wort zur Verteidigung der ihnen von dem blaublütigen Menschenfreund bestrittenen Menschenrechte. Und zwar das Fräulein Massy Bruce. Sie entgegnet unter anderem: Mein achtjähriger Bruder und ich waren die einzigen Farbigen auf dem Feste, es kommte daher nur von uns die Rede fein. Wir sind aber durchaus nicht, wie Herr Graf Baudissin schreibt, Bedienstete des Herrn Antelmann, sondern mein Bruder ist seit sechs Jahren das Pflegekind des genannten Herri und wird wie das eigne Kind erzogen. Er besucht ein Gymnasium in Berlin und steht an Bildung teinem weißen Knaben feines Alters nach. Auch ich wurde vor 13 Jahren in eine deutsche Familie, die eines Herrn Dr. H... als Pflegekind aufgenommen und erzogen und erhielt mit meiner Pflegefchwester gleichen Unterricht. Unser Vater war in früherer Zeit mehrmals in Deutschland und hatte Sitten und Gebräuche hier kennen gelernt. War es ihm daher zu verdenken, daß er das sehr natürliche Verlangen hatte, daß auch seine Kinder etwas lernen sollten? adelt", sagt Herr Graf von Baudissin selbst, und dafür, daß wir schwarz find, können wir nicht. Wiffen Es ist durchaus tein Hochmut, der mich zu dieser Richtig fstellung veranlaßt; doch kann es wohl nach Borgesagtem weder meinem Bruder noch mir von irgend jemand verdacht werden, wenn wir nicht geneigt find, die herabſeßenden Aeußerungen des Das inferiore Niggerweib erweist sich in seiner Entgegnung dem menschenfreundlichen Grafen sowohl an Taft wie an Logit bedeutend überlegen. Ob der rassen- und ahnenstolze Herr Graf mun mehr zugeben wird, daß auch schwarzhäutige Menschen sich zur Kulturhöhe eines strohdachflickenden Ostelbiers oder eines weißhäutigen Kolonialabenteurers aufzuschwingen vermögen? Herrn Grafen von Baudissin ruhig hinzunehmen." Ein paar in die Freffe. Vor dem Breslauer Kriegsgericht der elften Division unter Vorsitz des Majors Graf Niederlande. fizende eröffnet wiederum die Verhandlung, ruft den Aus Die Königin Wilhelmina, über deren Gesundheitszustand geklagten Sidel vor den Richtertisch und fragt ihn, ob er seine schon seit langer Zeit allerhand schlimme Gerüchte kursieren, die aber, Ablehnungsanträge aufrechterhalte. Hickel bejaht diese Frage und ebenso wie manche andre Gerüchte über ihr nichts weniger als glüd- begründet seinen Antrag in derselben Weise wie geſtern. Dasselve liches Gheleben, bisher immer dementiert wurden, liegt nun wirklich thut der Angeklagte Marten auf eine Anfrage des Ober- Kriegsernsthaft danieder. Und zwar soll sie an einem typhösen Fieber gerichtsrats Fischer. Der Angeklagte Hickel bemerkt noch auf Beertranft sein. Nach andren Meldungen soll es sich indes um ein so- fragen, daß er durch seinen Verteidiger von der angeblichen genanntes Frauenleiden handeln. Scheer Kenntnis er als 3euge aufgerufen. Dieser bekundet auf Befragen, er habe den Ober- Kriegsgerichtsrat Scheer foeben kennen gelernt. Er habe niemals von diesem, weder direkt noch indirekt, Acußerungen gehört, wie sie von den Angeklagten angegeben seien. Auch von dritten Personen seien ihm solche Aeußerungen nicht mitneteilt worden. Der Vertreter der Anklage, Ober- Kriegsgerichtsrat England. Das Budget Großbritanniens. London, 15. April. Nach den gestrigen Darlegungen des Schazkanzlers Sir Michael v. Matuschka stand am Donnerstag der 28 Jahre alte a cht- Hicks- Beach stellt sich der Etat für das Finanzjahr 1902/3 wie folgt: Ausgaben. Einnahmen • 174 609 000 fd. Sterl. 147 785 000 fd. Sterl. 26 824 000 Pfd. Sterl. meister Paul Mary von der 1. Schwadron des DragonerRegiments& zu Oels, angeklagt der Mißhandlung eines Untergebenen. Der Wachtmeister, der durch die Auflage be- Defizit schuldigt wird, den Trompeter Meier im Jahre 1901 fortgefest Nachträge für Krieg und Unterstügungen an gemißhandelt zu haben durch Ohrfeigen, Schlag mit die westindischen Zuckerpflanzer. der Säbelscheide nsw., giebt nur zu, ihn einmal ge- Gesamtdefizit. ohrfeigt zu haben. Der Dragoner giebt an, er habe bei Rügen, die ihm der Wachtmeister erteilt, immer Anleihe Checks u. Dividendens scheine. Suspension d. Tilgungsfonds gleich eins oder ein paar in die Fresse be- Erhöhte Einkommenst. tommen. Das sei fast jede Woche vorgekommen. Erhöhte Stempel auf Schließlich sei ihm vom Angeklagten gedroht worden, wenn er noch weiter durch Unsauberkeit und Unpünktlichkeit gerügt werden mitßte, werde er vom Musikcorps zur Schwadron zurück versetzt und dort gehörig geschliffen" werden. Weil er die Mißhandlungen nicht mehr anshielt, giebt der Dragoner an, habe er sich entschlossen, das Leben zu nehmen. Er begab sich nach Breslau und stürzte sich am 11. Dezember bei der Stallenbachschen Schwimmanstalt in die Oder, ward aber gerettet. In der Sache treten 28 Zeugen auf. Die Zeugen fagen aus, daß fie Mißhandlungen gesehen, andere Zeugen, daß er sich geäußert, er werde von dent, Wachtmeister ge= mißhandelt und habe es schlechter, als der Hund an der Kette. Der Vertreter der Anklage beantragt sechs Wochen gelinden Arrest. Das Kriegsgericht erkannte auf fünfzehn Tage. Aus den Schazreserven Einfuhrzoll( 3 Pence 25 Pf. auf den Centuer Getreide, 5 Peuce auf Mehl). · Deckung: 9 • • · 32 000 000 fb. Sterl. 2 000 000 500 000 4 500 000 3 500 000 idual 2 650 000 " " U Schweden. Norwegen. 18 500 000 fd. Sterl. 45 324 000 Pfd. Sterl. " Aeußerung des Ober- Kriegsgerichtaatsanwalt Krüger halten habe. Alsdann wird Meyer beantragt hierauf, die Ablehnungsanträge der Angeklagten abzulehnen, da der Umstand, daß die abgelehnten Herren an der vorhergehenden Verhandlung teilgenommen haben, laut Entscheidung des Reichsgerichts( 5. Band, pag. 435) fein Ablehnungsgrund ist. Der zweite Grund falle aber mit der soeben eidlich abgegebenen Aussage des Herrn Staatsanwalts Krüger vollständig ins Wasser. Sollte jedoch das Ober- Kriegsgericht zu einer andern Entscheidung kommen, so ersuche er, die Verhandlungen um zwei bis drei Tage zu vertagen, das heißt, bis der neue Verhandlungsführer sich orientiert habe. Auf keinen Fall ersuche er, eine Vertagung auf un bestimmte Zeit eintreten zu lassen, da, je länger die Sache fich hinausschöbe, die Zeugenaussagen naturgemäß desto unklarer würden. Es wird danach die amtliche Erklärung des Ober- Kriegsgerichtsrats Scheer verlesen, in welcher dieser erklärt, daß er in teiner Weise befangen sei, und daß er bei der Urteisbegründung in der Verhandlung im August 1901 lediglich die Ansicht des OberKriegsgerichts zum Ausdruck gebracht habe, sowie daß er sich nicht erinnere, die von den Angeklagten behaupteten Aeußerungen gethan zu haben. Die Verteidiger erklären auf Befragen, daß sie nichts zu sagen haben. Danach zieht sich der neugebildete Gerichtshof zur Beratung zurüd. worden oder einem andren zusammen Wer war eventuell diefer andre, oder wissen Sie iver der Thäter war? Marten( fast weinend): Ich versichere wiederholt bei meiner Ehre und meinem Gewissen, so wahr ein Gott im Himmel lebt, ich stehe dem Morde vollständig fern, ich weiß auch nicht wer es gethau hat. Ich stehe vollständig unschuldig hier 45 150 000 ẞfb. Sterl. Das Budget ist ein Versuch, jedermann zu befriedigen. Es ist offenbar ein Kompromiß zwischen den verschiedenen sich wider sprechenden Ansichten innerhalb des Kabinetts. Ungeteilten Beifall Nach etwa einer Stunde tritt der Gerichtshof wieder ein. Obers hat es jedoch nur bei den Schußzöllnern gefunden, die in ihm mit Kriegsgerichtsrat Fischer verkündet unter großer Spannung aller im Ein Ordnungskämpfer. Aus Altenburg wird berichtet: Recht einen Bruch mit dem Freihandel erblicken. Der neu ein- Saale Anwesenden: Das Ober- Kriegsgericht hat dahin entschieden, die Eine tonservative Ordnungsstüße ersten Ranges ist hier geborsten. geführte Getreidezoll ist zwar gering, er beläuft sich auf 5 M. die Ablehnungsanträge 2 Der Fabrikbefizer Gebhardt spielte hier seit Jahren im Stampfe Tonne, aber er ist principiell ſehr wichtig. Die radikale Bresse der Angeklagten werden abgelehnt. Der Umstand, daß Obergegen die Socialdemokratie eine ganz besondere Rolle. Es giebt Londons und der Provinz verurteilt ihn aufs schärfste. Die„ Daily Kriegsgerichtsrat Scheer und Kriegsgerichtsrat Dr. Rößler an der keine von dieser Seite gegen uns ausgeübte Gemeinheit, die ihn News" sagen: Alles, was der Schatzkanzler in seiner Etatsrede sagte, vorigen Verhandlung des Ober- Kriegsgerichts teilgenommen haben, nicht zum Urheber oder doch mindestens zum Mithelfer gehabt hätte. wird von der Thatsache überschattet, daß die Nahrung des Volkes bilde, lant Entscheidung des Reichsgerichts vom 7. Februar 1882 Selbstverständlich war er auch Vorstand eines Militärvereins, in dem besteuert werden soll. Es ist nicht die Frage, um wieviel der Preis feinen Grund für deren Befangenheit. Die Behauptung, Oberer stramm auf patriotische Bethätigung hielt. Bei den Wahlen legte des Brotes dadurch steigen wird. Die überragende Bedeutung des Kriegsgerichtsrat Scheer habe geäußert, er werde dazu beitragen, er eine Stuppigkeit an den Tag, die ihresgleichen wohl kaum noch Budgets liegt in dem Umsturz des großen Princips der britischen daß die Angeklagten verurteilt würden, sei in keiner Weise befinden kann. Mit einem Wort, ein konservativer Mann, wie man Finanzpolitik. Die Hauptnahrung des Volkes wird mumehr zur wiesen. Dies werde den Angeklagten mit dem Bemerken lundihn besser sich nicht wünschen konnte. Beute jedes Finanzministers und jedes Kriegsministers, die auf der gegeben, daß ihnen die Revision gegen diese Entscheidung nur in Daß er sowohl in moralischer, wie auch in geschäft Suche nach Geld und Ruhm find." Das Blatt fordert schließlich Berbindung mit der Revision in der Hauptsache zustände. Die beiden licher Beziehung oberfaul war, das ist seit geraumer Zeit die liberale Partei auf, die alte Freihandelsfahne aufzurollen und herbeigerufenen Herren treten hierauf ab. Der Vorsitzende, tein Geheimnis mehr gewesen. Nur dadurch hielt er sich noch fiber mit dem Mute ihrer Vorfahren zu kämpfen. Der Manchester Oberstlieutenant Herhudt v. Rohden, läßt die Herren Ober- KriegsWasser, daß er mit Kellerwechseln arbeitete, seine Geschäftsbücher Guardian" schreibt:" Die Schutzölner haben einen großen Sieg gerichtsrat Scheer und Kriegsgerichtsrat Dr. Rößler ersuchen, wieder fälschte und seine Gesinnungsgenossen, darunter einen ganz besonders errungen. Wir wollen hoffen, daß dieser Angriff auf die in den Saal zu treten und teilt ihnen alsdann mit, daß die Ablehnungssocialistenfresserischen Regierungsrat, um Tausende anpumpte. Schließ- traditionelle Finanzpolitik Englands die liberale Partei mit Kraft und anträge der Angeklagten verworfen worden seien. Er ersucht die Herren, lich mußte aber auch diese Herrlichkeit zusammenbrechen, der Gauner Mut zu neuen Kämpfen erfüllen wird. Es gilt das Empire vor dem in das Richterkollegium wieder einzutreten. Ober- Seriegsgerichtsrat wurde verhaftet und nun hat ihn das hiesige Landgericht zu drei- Imperialismus so schnell als möglich zu retten." Das" Newcastle Scheer übernimmt. Hierauf wieder die Leitung der Verhandlung. einhalb Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust Chronicle" bemerkt:" Das Budget wird in der Geschichte als das der Im Verlaufe derselben verliest der Beisitzende, Kriegsgerichtsrat verurteilt. Er war einer der Besten im tonservativen Lager: Brotberteitering bekannt sein." Dr. Rößler das Erkenntnis der ersten Instanz vom Bei Herrn Militarismus. Ueber den Kruppschen Schieß3. Juli 1901. Die lange Verlesung wirkt selbst auf die Mitglieder plak bei Meppen, den der Kaiser mit den Kronprinzen am Sonn- Neue Vorschläge zur Wahlrechtsreform. Ein Wahlrechts- der Angeklagte Marten vernommen. des Gerichtshofes etwas ermüdend. Nach beendeter Verlesung wird abend besuchen wird, um verschiedenen Schießversuchen mit neu Entwurf der liberalen Sammlungspartei wurde am Mittwoch in der fragen des Präsidenten Scheer, daß er während seiner Dienstzeit Dieser bemerkt auf Bekonstruierten Geschützen beizuwohnen, wird dem L.-A." geschrieben: zweiten Kammer von dem Abgeordneten S. von Friesen eingebracht. Der Kruppsche Schießplatz ist der größte Deutschlands, ja vielleicht Der Entwurf geht darauf hinaus, daß das politische Wahlrecht allen weimal mit je drei Tagen Mittelarrest bestraft der Welt, und er wird in diesem Jahre noch erweitert werden, Kommunalwahlberechtigten zuerkannt werden soll und zwar von des Angeklagten. Dieses besagt, daß sich Marten gut geführt sei. Der Präsident verliest das Führungszeugnis so daß alsdann die Schußlinie etwa 26 Kilometer be- dem Jahre ab, in dem man das 25. Lebensjahr vollendet. Des habe und gerichtlich nicht bestraft worden sei. Der Angeklagte tragen wird. Es werden neue Berträge mit den den an- weiteren wird beantragt, die Regierung aufzufordern, in der nächsten Sickel erklärt auf Befragen, daß er jegt, da er den Civilversorgungsgrenzenden Besitzern abgeschlossen und zwar auf 30 Jahre. Reichstagsfession einen Vorschlag zur Aenderung des Kommunal schein habe, Militäranwärter sei. Der Präsident stellt fest, daß Früher war wohl diesem oder jenem der Zutritt zu dem Schießplaze wahl- Gesezes vorzulegen, dahingehend, den Hänslern das Wahlrecht auch Hickel das Zeugnis allgemein guter Führung erhalten und gestattet worden. Neuerdings ist dieser aber nach allen Seiten fast zu geben. hermetisch abgesperrt und mit einem wahren Aufsichtscordon ver- Von konservativer Seite sind zwei weitere Vorschläge zur Wahl- Der Präsident bemerkt alsdamn: Marten, ich frage Sic weder gerichtlich noch mit strengent Arrest bestraft worden sei. sehen worden. Selbst nachts wird Wachtdienst ausgeübt, und eine rechtsreform eingebracht worden, die aber beide wesentlich darauf mm als Mann von Ehre und Gewissen, haben Sie den Herrn natürlich aus Civilisten bestehende Patrouille durchstreift in Be- berechnet sind, bei einer mäßigen Vermehrung der Wählerzahl Rittmeister Krosigk mit Hickel gleitung von Hunden die in Frage kommenden Stellen. Die Geschüß den ländlichen Wahlkreisen ein Uebergewicht über die städtischen zu erschossen? stände und die maschinellen Vorrichtungen an ihnen find wahrhaft verschaffen.- C imponierend. Man sieht da große Krahnbalken zum Bewegen von Geschützen, riesige Panzerplatten, die zum Teil von Geschossen Der Staatsminister Steen, der mm sein Abschiedsgesuch ein durchbohrt sind, mächtige Geschützrohre und eine Fülle von Materialien. Selbstverständlich ist der Signaldienst, eine der inter- gereicht hat, hat sich um den Sieg des demokratischen Systems in effantesten Einrichtungen auf dem Riesenschießplaz, besonders Norwegen verdient gemacht und sein Wirken wird sowohl von unserm ausgedehnt. Telegraph und Telephon spielen eine Hauptrolle, da- Bruderorgan in Kristiania als auch vom Stockholmer" Socialdemo- und bin gänzlich unschuldig das vorige Mal verurteilt worden. Ich neben Signalmasten, Flaggen und dergleichen. An Schußtagen, an traten" rückhaltlos anerkannt. Leztere Zeitung schreibt u. a. Sein hatte ja auch keine Ursache, den Herrn Rittmeister zu erschießen. Da welchen sich oft bunifarbige, internationale Kommissionen auf dem Nachruf in der politischen Geschichte Skandinaviens der letzten zehn ich von nichts weiß, tann ich doch auch den Thäter nicht angeben. Schießplaze einfinden, erdröhnt die ganze Meppener Gegend. Die Jahre wird der warme Dank aller wirklich freisinnigen und auf- Präs. Hickel, haben Sie mit Ihrem Schwager Marten oder Geschüße, Panzerplatten und dergleichen werden auf besonders richtigen Demokraten sein für das, was er als Polititer einem andren den Herrn Rittmeister Krosigk erschossen oder kennen geleistet hat. In den Tagen seines Alters hat er als Sie den Thäter? Hickel( mit fester Stimme): Ich weiß nicht, Wagen mit sinnreich konstruierten Achsen. Zur Bewirtung der Gäste Chef der Regierung wie ein Mann die Versprechungen der wer den Herrn Rittmeister erschossen hat. Danach wird gegen 1 Uhr „ Linken" bezüglich der Einführung des allgemeinen ist ein eignes Hotel errichtet, welches mit größtem Komfort auswahlrechts gehalten und eingelöst und damit der die Verhandlung bis auf 4 Uhr nachmittags vertagt. Nach Wiedereröffnung der Sigung wird in der Vernehmung des kammer ist von der socialistischen Fraktion der Zweiten bildet in dieser Hinsicht eine Epoche in der Entwicklung der norwegi- williger eingetreten, Februar 1899 Gefreiter und Die Errichtung eines Arbeitsamts und einer Arbeits- politischen und socialen Macht gebahnt. Sein Ministerium von 1898 Angeklagten Marten fortgefahren. Dieser bemerkt auf Befragen des Präsidenten, er fei im Jahre 1896 als Dreijährig- Freibadischen Kammer beantragt. Das Arbeitsamt soll seinen schen Gesellschaft. Damit soll jedoch keineswegs geleugnet werden, 1899 Unteroffizier geworden. und Oktober Siz in Karlsruhe erhalten und sich aus drei wissenschaftlich ge- daß die bürgerliche Linkendemokratie, deren leitender Mann Steen Als er eintrat, war Lieutenant bildeten Beamten und einer dem Bedürfnis anzupassenden Anzahl gewesen ist, ihre Schattenseiten hat und daß diese mit den Jahren Krosigk Eskadronschef. Dieser habe ihn auch zum Gefreiten und Jakob Eskadronschef. Im April 1897 wurde Rittmeister Hilfsbeamten zusammensetzen. Mindestens ein Biertel dieser Stellen unangenehm scharf hervorgetreten sind in der Form von Koterie Unteroffizier befördert. Im November 1898 fei er auf Veranlaffung ist mit Frauen zu besetzen. Das Personal steht im Staats- politit, einer leichtsinnigen Finanzpolitik und eines kurzsichtigen und des Rittmeisters v. Krosigk nach Berlin auf die Telegraphenbeamten- Verhältnis. Das Arbeitsamt tritt in die Rechte und einseitigen norwegischen Chauvinismus." Pflichten der Fabritinspektion ein, die mit dem Jufrafttreten schule kommandiert worden. Dieses Kommando habe bis zum dieses Gesetzes aufgelöst würde. Der Aufsicht des ArbeitsJuni 1900 gedauert. Oktober 1900 habe er eine Rekrutenabteilung amtes sollen in gleicher Weise wie die Fabrikbetriebe Bauten zur Ausbildung erhalten. Im Dezember 1900 habe er dieselbe dem landwirtschaftliche Betriebe, Handwerksbetriebe, die Betriebe des Regiments- Kommandeur, jezigen Oberst v. Winterfeld in Gegenwart Handels- und Verkehrs sowie die Arbeitsstätten der Heimarbeiter des Rittmeisters v. Krosigt, des Oberlieutenants v. Below und des unterstehen. Wachtmeisters Bucpesch vorgestellt. Die Vorstellung fiel sehr günstig Die Arbeitskammer soll zur Vertretung der Intereffen aus. Er erhielt eine große Belobigung. Brä: Wieviel Rekrutender Betriebsinhaber und der von ihnen gegen Lohn oder Gehalt Trotz des schlechten Wetters ist der Andrang des Publikums sehr abteilungen gab es in der Schwadron? Angfl.: Drei.- Präs.: beschäftigten Personen in Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft, Handel start. Als eventuelle Ersatzrichter sind Ober- Striegsgerichtsrat Fischer Wer befehligte die beiden andren?- Angefl.: Interoffizier Buntus und Verkehrsgewerbe errichtet werden und 51 Abgeordnete zählen, und Kriegsgerichtsrat 3iemer aus Danzig herbeigerufen. Wenige und Sergeant Schidal. Präs. Das waren bedeutend ältere von denen 34 von den Arbeitnehmern, 17 von den Arbeitgebern auf Minuten vor 9 Uhr erscheinen dieſe Herren und die bisherigen jüngere Unteroffiziere in der Schwadron?- Anget I.: Jawohl.Leute wie Sic? Angefl: Jawohl. Präs. Waren sonst noch je 3 Jahre zu wählen sind. Die Abgeordneten erhalten Tagegelder Mitglieder des Ober- Kriegsgerichts im Saale. Die Angeklagten jüngere Unteroffiziere in der Schwadron? Anget I.: Jawohl.und Spesen. Die Arbeitskammer tritt alle drei Monate einmal zu- find nicht anwesend. Der Verteidiger Rechtsanwalt Horn Präs.: Es gab also noch jüngere Unteroffiziere, die keine Rekrutenfammen und unterstützt das Arbeitsamt in seiner Thätigkeit. Sie ist in das Vorzimmer getreten. Der Vorsigende, Oberstlieutenant abteilungen erhalten hatten? Angefl.: Jawohl. Präs.: fann Untersuchungen anstellen über die Gehälter, die Löhne, die erhudt v. Rohden bemerkt: Es ist jetzt 9 Uhr, der Gerichts- Es war also ein großer Vorzug, daß Sie mit der Ausbildung einer Arbeitsart und Arbeitsdauer, die Lebensmittel- und Mietspreise, die hof wird sich zu einer Beratung zurückziehen. Die richterlichen Rekrutenabteilung betraut wurden? Angefl.: Jawohl. Wirkung von Verordnungen, Gesetzen, Handelsverträgen, Zöllen, Offiziere und die genannten beiden Herren aus Danzig begeben sich Präs. Daraus geht hervor, daß Rittmeister v. Krosigk mit Ihnen Stenern und Abgaben und hat ferner das Recht, Beschwerden und ins Beratungszimmer. Ober Kriegsgerichtsrat cheer und sehr zufrieden war? Angel.: Jawohl. Mißstände im gewerblichen Leben zur Kenntnis der Centralbehörden Kriegsgerichtsrat Dr. Rößler bleiben im Saale und unterund der gesetzgebenden Körperschaften zu bringen und Anträge an halten sich sehr angelegentlich mit dem Vertreter der An- Präs. Sie sollen auch Weihnachten einen längeren Urlaub erdieselbe zu stellen. Die aus der Durchführung dieses Gefezes er- flage, dem Ober Kriegsgerichtsrat Meyer und untersuchen den halten haben als die andren Unteroffiziere. Angefl.: Ich erhielt wachsenden Kosten werden aus allgemeinen Staatsmitteln gedeckt. auf dem Tisch liegenden Karabiner, mit dem der tödliche Schuß vom 20. Dezember bis zum 3. Januar Urlaub, die andren UnterEin weiterer Entwurf regelt das Wahlrecht für die Arbeitskammer. abgegeben wurde. Inzwischen erscheinen zwei Dragoner- Offiziere offiziere nur 8 Tage. Der Angeklagte erzählt auf Befragen des und bedeuten den im Saale anwesenden 8e ugen, daß ihrer Ent- Präsidenten: Er habe alte und neue Remontepferde zu reiten gehabt. fernung nichts im Wege stünde, da heute ihre Vernehmung Am 19. Januar 1901 konnte er das Remontepferd Jsidor nicht reiten. Der auf keinen Fall erfolgen könne. Dem Vernehmen nach ist Rittmeister befahl ihm darauf, vom Pferde abzusteigen und sagte: Jezt Staatsanwalt Krüger, der heute als Zeuge vernommen werden wird ein junger Dragoner das Pferd eine Stunde lang reiten. Der Nene Schurkerei der Chriftlichsocialen. Der christlichsociale soll, noch nicht aus Justerburg eingetroffen. Gegen 93/4 1hr betritt Dragoner Stum bries, der im 2. Jahre diente, mußte auf das Pferd Magistrat in Wien hat einen neuen politischen Gewaltakt verübt: der neugewählte Gerichtshof wieder den Saal. Der Vorsitzende be- steigen. Präs. Dieser konnte das Pferd reiten? Ang et L.: er hat die Wahl eines socialdemokratischen Gehilfen fiehlt, die Angeklagten hereinzuführen und teilt mit, daß das Gericht, Jawohl. Präs. Sie sollen darüber so in Aufregung gekommen zum Obmann der Handelsangestellten wegen an entsprechend den Anträgen der Angeklagten, die genannten beiden sein, daß Sie mit den Zähnen knirschten? Angell: Das be= geblicher Verlegung der geheimen Wahl für ungültig Herren aus Danzig gewählt habe. streite ich. Präs. Es ist schon einmal vorgekommen, daß ein erklärt. Die Wahl hatte bekanntlich vorige Woche stattgefunden und Der Borsigende fragt die Angeklagten, ob sie diese Herren Unteroffizier vom Pferde absteigen mußte, weil er es nicht reiten die Wahl des Socialdemokraten mit großer Mehrheit ergeben. für befangen erklären wollen. Die Angeklagten verneinen tomte?- Angell: Jawohl, das ist vielfach vorgekommen. Nun soll, wie das schon bei der letzten Wahl, in der ebenfalls dies. Der Vorsigende bemerkt darauf, daß die Sigung bis zum Anf weiteres Befragen erzählte der Angeklagte, am 20. Januar der Socialdemokrat siegte, geschah, der mit cirka Eintreffen des als Zeugen vorgeladenen Staatsanwalts Krüger- fei er nachmittags mit Fräulein Simonest, mit der er ein Liebes1400 Stimmen unterlegene antisemitische Kandidat als Insterburg unterbrochen werde. Dem Vernehmen nach wird eine verhältnis unterhielt, spazieren gegangen. Am Montag, den Obmann funktionieren! Die skandalöse Angelegenheit Bertagung auf unbestimmte Zeit eintreten. Fünf Minuten 21. Januar mittags, sei während der Reitübung Oberstlieutenant wird im Parlament erörtert werden. nach 10 Uhr meldet sich Staatsanwalt Krüger. Der Bor v. Winterfeld in die Reitbahn gekommen. Er konnte das Remonte gestattet ist. Ausland. Oestreich- Ungarn. Der Krosigk Prozeß. ( Telegraphischer Bericht.) 8 weiter Tag der Verhandlung. = Gumbinnen, den 18. April 1902. = -7 Die Affaire auf der Reitbahn. pferd wieder nicht aus der Front herausziehen, es ging aber schließ- pro Jahr 50 Pf. Beitrag zu diesem herrlichen Streifabwehrfonds zu schuß, über den im November 1900 und am 19. Februar 1902 einlich. Der Rittmeister kommandierte alsdann Hürdenreiten. Es zahlen, deffen Verwaltung dem Centralvorstande in Berlin über gereichten und nicht zum Abschluß gelangten Lohntarif mit der sollte mit den Pferde über eine große Puppe gesprungen werden. fragen wurde. Anfangs war auch die Begeisterung groß und die Innung zu verhandeln. Der Vorstand der Filiale Berlin der VerDas Pferd parierte jedoch nicht. Der Rittmeister befahl ihm des- 50 Pfennigftücke wurden prompt und willig gezahlt. Mit der einigung der Maler 2c. wird beauftragt, an diesen Verhandlungen halb, wieder vom Pferde zu steigen. Der Unteroffizier Stüber Beit aber fam die Sache anders, die anfängliche Begeisterung ließ teilzunehmen. Die Versammelten verpflichten sich, für die Stärkung mußte sich auf das Pferd sezen. Der Oberstlieutenant jagte: Wir nach und mit ihr auch der Zufluß der Gelder. Die Meister auf und den Ausbau dieser Organisation zu wirken und ihre berechtigten werden nächstens die Unteroffiziere, die Remontepferde nicht reiten dem Lande und in kleinen Städten tamen zu der Anschauung, daß Forderungen zur Durchführung zu bringen. tönnen, einsperren lassen. im Ernstfalle doch nur die Meister in den großen Städten einen Der Zweigverein Berlin des Centralverbandes deutscher Der Rittmeister, der sehr laut sprach, war an diesem Tage nicht greifbaren Nuzen von dem Streikabwehrfonds haben würden, und Brauer( Sektion I) beschäftigte sich in seiner letzten Monatsaufgeregt. Am 21. Januar 1901 sei er nachmittags auf die stellten infolge dieser besseren Einsicht die Beitragszahlungen ganz versammlung mit Anträgen zum Delegiertentage. Vorsitzender Schwadrons- bezw. Regiments- Kammer kommandiert worden. Gegen ein. Jufolge dieser Steuerverweigerung brach im Heerlager der odapp als erster Redner brachte eine ganze Reihe Busaz resp. 4 Uhr nachmittags war der Dienst auf der Kammer zu Ende. Es Centralverbands- Bäckermeister eine grimme Fehde aus, infolgedessen Abänderungsanträge zu den verschiedensten Paragraphen des Statuts wurde alsdann gemeinschaftlich Branntwein mit Stirich getrunken. der Polizeipräsident von Berlin als obere Verwaltungsbehörde sich ein und begründete sie. Die Diskussion wurde paragraphenweise vor Hierauf sei er mit Hickel zu seinen Eltern Kaffee trinken gegangen. mehrfach in diesen häuslichen Streit einzumischen hatte. Schließlich genommen, und dann gleich über den betr. Paragraphen abgestimmt. Dort sei er etwa 10 Minuten geblieben. Hierauf sei er auf den riß auch diesem das Geduldsfädchen; er sperrte einfach den mittler- Bis auf einen wurden sämtliche Anträge als solche des Zweigvereins Korridor gegangen, um Drückeberger abzufangen. weile auf etwa 25 000 m. angewachsenen Streitabwehrfonds, deponierte Berlin zum Delegiertentage angenommen. Es verblieben noch 3 von Es wird hierauf beschlossen, eine die Gelder auf der Reichsbank und verlangte von dem Central- den vorliegenden Anträgen für die nächste Versammlung. In der Ortsbesichtigung verbands- Vorstande eine anderweitige Regelung dieser leidigen An- inzwischen vorgenommenen Delegiertenwahl wurden Hodapp vorzunehmen. Der Vorsitzende teilt mit, daß an dieser Besichtigung der Dinge, die da kommen würden, indessen gelegenkt. Mit Spannung harrten nun die Verbandsmitglieder und Tröger als Delegierte und Wirth und Heyder die Angeklagten, Berteidiger usw. teilzunehmen hätten und daß auch Darob verlor nun wieder die Bäcker- Innung zu Glauchau die Ge- wählt. Ferner wurde beschlossen, den auf Sammellisten für die nicht tamen. als Erfagleute gewählt. Bum 2. Schriftführer wurde Me to ge Privatpersonen, die Eintrittskarten befäßen, also auch die Vertreter bulb; sie machte furzen Prozeß und verlangte unter Klage- Androhung Bauanschläger eingegangenen 100 M. überschießenden Betrag, der der Presse, sich an der Besichtigung beteiligen fönnten. Es vom Centralverbands- Vorstande die Zurückzahlung der von ihr zum Agitationstommission zu überweisen. Um weiteres Geld für die werden mun die Ställe, ganz besonders aber die Reitbahn, Streikabwehrfonds geleisteten Beiträge. Das ging nun wieder dem Agitationefommission flüssig zu machen, sollen Sammellisten für diein der der Rittmeister erschossen wurde, besichtigt, ferner die Centralverbands- Vorstande wider den Strich. Derselbe schob den felbe ausgegeben werden. Hodapp verlas nunmehr den Brief der Stelle, von wo aus Scopeck die beiden Leute mit steifen müßen Polizeipräsidenten vor und erteilte der Junung Glauchan den diplo- Genossenschaft zur Gründung einer Parteidruckerei um Hergabe eines und schwarzen Mänteln vor dem Guckloch an der Bandenthür der matischen Rat, sie möge, wenn sie ihre Beiträge wieder haben wolle, Darlehns und teilte mit, daß auch die Brauer sich mit 1000 M. beReitbahn gesehen haben will, weiterhin das Guckloch, durch welches den Polizeipräsidenten von Berlin auf Herausgabe derselben ber- teiligen wollen. Gärtner forderte auch Private zur Hergabe von der tödliche Schuß gefallen sein soll, die Regimentskammer, die ehe- klagen, da dieser den schönen Streitabwehrfonds gesperrt habe. Ob Darlehn auf. Zum Schluß brachte Vogel noch eine Angelegenheit malige Wohnung des Wachtmeisters Marten und endlich der Korridor, diefer Rat befolgt werden wird, muß abgewartet werden. Auf dem des ringfreien Arbeitsnachweises vor, und forderte Streichung des auf dem Marten die Drückeberger abfangen wollte. Auf dem im August in Köln stattfindenden Verbandstage soll nun endlich die betreffenden Kollegen in den Listen. Korridor stellt Ober- Kriegsgerichtsrat Scheer ein längeres Sache geregelt" werden. Verhör mit Marten an. Ob er Kriegsge gerichtsrat cheer: Sie fagten, Sie wollten Drückeberger abfangen; da hätte es sich doch Herausstellen können, daß Sie selbst Drückeberger waren. Marten: Es Die Aussperrung der Bauarbeiter in Amsterdam und der ist ja fraglich, ob ich Anzeige gemacht hätte.( Große Bewegung.) sich daran schließende Streit im Baugewerbe sind durch einen Schieds- Brüssel, 18. April, 9 Uhr 53 Min. abends.( Privat Marten bemerkt des weiteren auf Befragen, er sei nicht zum spruch der zur Herstellung des Friedens eingefegten gemeinsamen Depesche des Vorwärts".) Socben begannen vor den Reiten gegangen, da er auf die Packkammer tommandiert war und Kommission beendet worden. Der Tarif wurde von den Unter- Ministerien Unruhen infolge Vorgehend der Polizei. In auch weil der Rittmeister sich freute, wenn er allein die Abteilung nehmern nicht anerkannt. Die Arbeiter haben bei diesem Kampfe der klerikalen Hochburg Brügge griff die Polizei socialiſtiſche tommandieren konnte. Auf die Frage, ob er auch an die nichts gewonnen, aber auch nichts eingebüßt. Stelle gegangen sei, wo der Karabiner gestanden Die Zimmerleute der Schiffswerft von San Marco fordern, hatte, bemerkt Marten: Wenn ich dahin gegangen bin, wie aus Triest gemeldet wird, eine 20prozentige Lohnerhöhung so ist es unbewußt geschehen. Es wird hierauf festgestellt, und wollen, falls diese nicht bewilligt wird, in den Streit eintreten. daß von der Stelle, wo Marten gestanden hat, bis dorthin, wo der Karabiner aufgestellt war, 12 Schritte Entfernung seien. Die Besichtigung dauert fast zwei Stunden. Sie soll bei Beleuchtung wiederholt und auch der Versuch gemacht werden, ob und wie es möglich sei, den Karabiner, mit dem der tödliche Schuß abgegeben wurde, in das Guckloch zu stecken und unbemerkt zu schießen. Gegen 7 Uhr abends wird die Sigung im Saale wieder er öffnet, aber sogleich wieder geschlossen und auf morgen 9 Uhr bertagt. Partei- Nachrichten. D Ausland. Die belgische Wahlrechts- Bewegung. Manifeftanten an und verwundete 15 derselben. * Brüssel, 18. April, 11 Uhr 10 Min. Nachts. In Loewen gab es fünf Tote. Die Gendarmen schoffen zweimal ohne vorherige Warnung. Die Menge erwartete den Die Zahl der im Ausstand befindlichen Hafenarbeiter in Präsidenten Schollaert, der aber nicht kam, obschon er erKopenhagen wird augenblicklich auf 500 geschäßt. Die Vereinigte klärt hatte, keine Furcht zu haben. In Brüssel ist augenDampfschiffahrts- Gesellschaft sandte Donnerstagabend Dampfer nach blicklich alles ruhig. England und Aalborg ab, die übrigen planmäßigen Fahrten wurden eingestellt oder verschoben. Die Arbeiterorganisation teilte teleBrüssel, 18. April.( W. T. B.) Nach Schluß der Sizung graphisch der deutschen, englischen, schwedischen und norwegischen Hafenarbeiter Organisation mit, daß die Schiffe der Vereinigten der Repräsentantentammer begaben sich die socia Dampfschiffahrts Gesellschaft boykottiert seien, um die Ladung der- listischen Deputierten, denen sich ein Zug von ungefähr selben zu verhindern. tausend Personen anschloß, nach dem Volkshause, wo eine VerDer bereits angekündigte Maurerstreik in Malmö hat am ſammlung abgehalten wurde, in welcher der socialistische Abgeordnete 16. d. M. begonnen. Die Arbeit wurde bei sämtlichen zur Bau- Vandervelde das Bolt beschwor, auf den Wegen der Er hoffe noch, Aus dem Rheingau schreibt man uns: Ueber die Arbeit bei meistervereinigung" gehörenden Unternehmern niedergelegt. Nur die Gesetzmäßigkeit zu verharren. der letzten Reichstags- Ersatzwahl wurde am Sonntag in einer Partei- Maurerarbeiten an Folkets Hus und in Folkets Park werden fort- fügte Bandervelde hinzu, daß der König intervenieren werde, um der Angst des Volkes ein Ende zu Konferenz des 2. nassauischen Wahlkreises in Biebrich Bericht er- gesetzt. Die Zahl der Streifenden beträgt ca. 200, stattet. Dieselbe war von 10 Ortschaften durch 17 Delegierte besucht. Der ,, Dänische Arbeitsmanns- Verband hat in den letzten machen. Die Versammlung erteilte noch dem Beschlusse Mit Genugthuung fonstatierte der Kreisvertrauensmann Eul die bei Jahren recht bedeutende Vorteile für seine Mitglieder erzielt und des Generalrats der Arbeiterpartei wegen Fortsehung des allder letzten Wahl erzielten Fortschritte, trotz der Schwierigkeiten, mit damit zugleich den Beweis erbracht, daß auch die sogenannten un- gemeinen Ausstandes ihre Zustimmung und ging dann in größter denen wir allenthalben zu kämpfen hatten. Neben 10 000 Stalendern gelernten Arbeiter durch eine einheitliche Organisation ihre Lohn- Nuhe auseinander. wurden 360 000 Flugblätter verbreitet und 36 Versammlungen ab- und Arbeitsbedingungen in weitestem Umfange zu verbessern vergehalten, davon 12 im Freien. Ein Heer von 300 Personen, mögen. Im Jahre 1900 hatte dieser Verband für insgesamt 11 268 meist Arbeitslose, war während der Wahlzeit thätig, die gesamten Arbeiter Forderungen an die Arbeitgeber gestellt; 7621 Arbeiter erKosten für die Reichstagswahl belaufen sich auf 8000 M., wozu noch reichten die Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen ohne Kampf, 2400 M. für die Stadtverordnetenwahl kommen. Die Wahlen haben 3647 streitten oder wurden ausgesperrt, und von diesen erhielten mit einem Deficit von 861 M. abgeschlossen. Ueberraschend für 3237 ihre Forderungen ganz oder teilweise bewilligt, während nur viele Genossen tam die Erklärung des seitherigen Kandidaten des 410 nichts erreichten. Der Verband zahlte 1900 151 356,03 Kronen Wahlkreises, Genossen Dr. Quard, daß er mit Rücksicht auf seine Streifunterstützung aus. Im Jahre 1901 wurden für 9542 Arbeiter stetig wachsende Arbeitslast in Frankfurt selbst, namentlich im Stadt- Forderungen gestellt, wovon 8875 Vorteile erzielten. An Streitunterparlament, nicht mehr in der Lage sei, fich ferner noch dem Wahl- stügung wurden 137 272,48 Kronen ausgezahlt. Solch außer freise zur Verfügung zu stellen, und deshalb die Parteigenossen ersuchte, ordentlich gute Erfolge hat bis jetzt noch feine Organisation in sich nach einem andren Kandidaten umzusehen. Seinen Nachfolger Dänemark aufzuweisen vermocht. Die Gründung des Arbeitswerde er nach Kräften zu unterstützen suchen. Die Lage im Kreise manus- Verbandes" fand 1897 durch Zusammenschluß von drei damals sei eine derartige, daß er sich mit Ehren zurüdziehen könne. Die bereits vorhandenen Organisationen von Arbeitsleuten statt. Der Ronferenz, welche von der Erklärung überrascht wurde, bestellte eine Staffenbericht, der auf dem Kongreß von 1900 vorgelegt wurde, wies aus fünf Personen bestehende Kommission, die sich vorberatend mit in der Bilanz die Summe von 1 060 000 kronen und einen Kassen der Kandidatenfrage beschäftigen foll. Für den Wahlkreis ist der bestand von 54 585 Kronen auf. Rücktritt Quards ficher ein großer Nachteil und es dürfte auch schwer halten, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Polizeiliches, Gerichtliches ufiv.m - Die Frankfurter Polizei hat wieder mal eine hübsche Die Frankfurter Polizei hat wieder mal eine hübsche Schildbürgerei auf dem Gebiete der Staatsretterei vollbracht. Für Dienstagabend war im Gewerkschaftshause ein Vortrag des Real lehrers Schriftstellers Robert Seidel aus Zürich über Republikanismus und Socialdemokratie angekündigt. 12 Der Boeren- Krieg. Bertagung der Friedens- Verhandlungen. Der erste Lord des Schatzes, Balfour, kündigte im Unterhause an, die Verhandlungen in Südafrika seien auf drei Wochen unterbrochen worden, um den Vertretern der Boeren GeLegenheit zu geben, die Kommandos zu befragen. In englischen Regierungsfreisen legt man bezüglich der Friedensverhandlungen noch immer einen gewissen Bessimismus an den Tag. Man fährt in der Preffe fort, zu versichern, daß dasjenige, was in Pretoria sich zutrage, nicht mit dem Namen Friedensverhandlungen bezeichnet werden könne. Trotzdem wird versichert, daß die Regierung am Mittwoch die Bedingungen erhalten hat, unter denen die Boeren Frieden schließen wollen. Der heutige Ministerrat wird sich hiermit beschäftigen. Gegenüber den Auslassungen der Regierungsblätter bleibt der Die ,, Typographische Vereinigung" in Christiania, eine Abteilung des„ Norwegischen Typographenverbandes" hat beschlossen, unmittelbar bevorstehe. Auch die„ Daily Mail" erklärt, Daily Expreß" bei der Ansicht, daß der Frieden aus der norwegischen Arbeiterpartei( Socialdemokratie) auszutreten. Die Schwierigkeiten bei den Verhandlungen feien Diefer Beschluß wurde hauptsächlich durch die Anschaffung einer überwunden und eine Verständigung sicher. Die Hauptpunkte feien Segmaschine für„ Socialdemokraten" in der„ Arbeiter- Aktiendruckerei" bereits erledigt, während die Einzelheiten erst später geregelt werden herbeigeführt. Uebrigens find bei andren größeren Zeitungen in sollen. Die Boeren bätten die englischen Bedingungen Christiania schon seit längerer Zeit Segmaschinen im Gebrauch. wie es scheint, lassen sich auch die schwedischen Buchdrucker durch ihre Verbannungsproflamation. Milner sei so vom Zustandekommen angenommen, sogar diejenigen betreffend die Amnestie und die Die Versammlung hatte auch Antipathie gegen die Segmaschinen zu thörichten Beschlüssen ver- des Friedens überzeugt, daß er bereits einen australischen Sachdie polizeiliche Genehmigung erhalten. In letzter Stunde erhielt leiten. In Göteborg fand anläßlich der Anschaffung einer Seg verständigen berufen habe, um die stosten des Wiederaufbaues der aber der Vertrauensmann und Einberufer der Versammlung vom maschine durch die„ Areiterdruckerei" für die„ Ny Tid" eine Protest- berständigen berufen habe, um die Kosten des Wiederaufbaues der Polizeipräsidium einen Schreibebrief, worin ihm mitgeteilt wurde, daß Seidel als Ausländer nicht sprechen dürfe, und wenn versammlung von 200 Buchdruckern statt, die eine scharfe Resolution Farmen abzuschätzen. es doch geschehe, er ausgewiesen würde. Abends war die gegen das socialdemokratische Organ annahm und die Einstellung Versammlung mit einem Maffenaufgebot von Polizeiern besetzt, die Nur ein Redner Hob hervor, daß die Frage vom Standpunkt des der infolge jener Maßnahme arbeitslos gewordenen Seger verlangte Tekte Nachrichten und Depeschen. deutlich verrietén, daß sie auf eine Auflösung warteten. Aber es fam nicht dazu. Genoffe L. Opificius sprang in legter Minute ein Intereſſes der gesamten Arbeiterschaft beurteilt werden müsse. und hielt aus dem Stegreif" einen Vortrag, in dem er in seiner satirischen Weise unter dem Beifall der Versammelten die liebe Eisenbahunuglück. Krefeld, 18. April.( B. H.) Heute morgen erfolgte auf der Lohnbewegungen in Schweden. Die Steinhauer in Strede Krefeld- Uerdingen ein Zusammenstoß zweier GüterHalmstad sowie die Transportarbeiter dieser Stadt haben Polizei. verulfte. Seidel wurde beim Verlassen der Versammlung mit am 15. d. M. die Arbeit niedergelegt. Die Zahl der Streitenden ge. Der Materialschaden ist sehr groß; sieben wagen find vollständig zertrümmert. Ein Bremser wurde verlegt. Die frenetischem Beifall begrüßt. Das unbegreifliche Verbot der Polizei war beträgt ca. 500. Es handelt sich um Lohnreduktionen. In Helsing Verkehrsstörung ist bereits wieder beseitigt. für uns ein gutes Agitationsmittel für den 1. Mai, die Frankfurter borg haben die Schneider sowie die Maurer beschlossen, die Polizei aber hat sich in den Augen des Auslandes wieder mal Arbeit niederzulegen, wenn ihre Forderungen nicht bewilligt werden. gründlich bloßgestellt. Ein gleiches Verbot erging übrigens auch für In Malmö faßten die Maurer den gleichen Beschluß. eine am Mittwochabend im benachbarten Oberrad geplante Ver sammlung. Da Seidel auch in Köln a. Nh. zu sprechen gedenkt, bleibt abzuwarten, ob auch dort ein Polizeiverbot erfolgt. In Hessen, wo mehrere Versammlungen geplant find, wird der Schweizer wohl ungeniert sprechen dürfen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Schloffer, Dreher, Schmiede! Der Streit bei der Firma Altmann dauert unverändert fort. Achtung, Kernmacher! Der Streik bei Ludwig Löwe dauert unverändert fort. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Achtung, Täschner! In der Taschenfabrik von S. Markiwiz, Ritterstr. 76, haben die Täschner und Nieter wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Versammlungen. Dinslaken( Rheinproving), 18. April.( W. T. B.) Auf der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" plagte heute früh mit weithin hörbarem Knall ein Kessel, wobei zwei Mann schwer und einer leicht berletzt wurden. Elberfeld, 18. April.( W. T. B.) Die Kriminalpolizei nahm Eine öffentliche Malerversammlung, die am Montag im in der vergangenen Nacht eine aus 8 Personen bestehende Gewerkschaftshause tagte, beschäftigte sich mit dem Berhalten der Falschmünzerbande fest, welche seit längerer Zeit falsche EinmarkInnung zu dem von den Gehilfen eingereichten Lohntarif. Dieser stücke in Umlauf gebracht hatte. Die zur Herstellung der falschen ift in einer Versammlung am 19. Februar beschlossen worden. Er Stücke erforderlichen Formen sowie eine Menge falscher Stücke wurden stimmt im wesentlichen mit dem früheren Tarif überein, nur statt beschlagnahmt. des seitherigen Minimallohns von 50 Pf. wird ein solcher von Dresden, 18. April.( W. T. B.) Heute vormittag durchschnitt 60 Pf. pro Stunde gefordert. Um den ihr unbequemen Tarif die 32 Jahre alte Ehefrau des Schmiedemeisters Kippenhan in verhandlungen aus dem Wege zu gehen, hat sich die Malerimmung Löbtau ihren drei Kindern im Alter von 9, 3 und 1½ Jahren die hinter einen formalen Vorwand verschanzt. Sie hat der Gehilfen Kehle und tötete sich alsdann selbst. Das Motiv der Organisation durch Schreiben vom 13. März geantwortet: That dürfte in zerrütteten Vermögensverhältnissen Nach den Bestimmungen des bisherigen Tarifs hätten zu suchen sein. Aenderungen zu demselben durch den Gehilfenausschuß bis zum Kopenhagen, 18. April.( W. T. B.) Die Hafenarbeiter und 15. November beantragt werden müssen. Diese Frist sei verstrichen, Seeleute in allen dänischen Häfen haben beschlossen, am 25. April die spätere Einreichung eines neuen Tarifs tönne nicht mehr be die Arbeit niederzulegen, falls nicht bis dahin eine Uebereinkunft rücksichtigt werden, und somit bleibe der alte Tarif( 50 Pf. Minimal mit dem Reederverein betreffend die Lohn- und Arbeitsverhältnisse lohn) noch weiter in Kraft. Die Gehilfen stehen dagegen auf dem der Heizer, Seeleute und Hafenarbeiter erzielt worden ist. Die Standpunkt, daß der alte Tarif, auf den die Immung fich jetzt be afenarbeiter, welche nicht dem Fischereiverband ruft, gar nicht mehr zu Recht besteht. Man habe schon im vorigen gehören, beabsichtigen bereits morgen in den Ausstand zu Jahre wegeu Aenderung dieses Tarifs gegenseitig unterhandelt, treten. nachdem er rechtzeitig gefündigt worden sei. fich aber nicht London, 18. April. Wie das„ Reutersche Bureau" vernimmt, einigen können und der alte Tarif sei somit außer Kraft getreten. ift die Nachricht, die Boerendelegierten feien auf Anregung von Uebrigens habe die Junung gar nichts getan, um ihre Mitglieder, englischer Seite hin zu den Berhandlungen gekommen, vollwelche weniger als 50 Pf. Stundenlohn zahlen, zur Innehaltung lommen irrig; die Delegierten hätten lediglich aus eigenem des Tarifs anzuhalten, was sie doch unbedingt hätte thun müssen, Antriebe gehandelt, und diese Thatsache werde als Beweis für ihr wenn sie meine, der Tarif sei noch in Kraft. Die Junung wolle sich aufrichtiges Bestreben angesehen, durch friedliche Verhandlungen zu eben nur den Verhandlungen über die berechtigten Forderungen der einer endgültigen Regelung zu gelangen. Gehilfen entziehen. Nach einer regen Diskussion wurde Petersburg, 18. April.( W. T. B.) Wie die„ Nowosti" ans Der Streifabwehrfonds, welcher vor drei Jahren vom folgende Resolution angenommen: Versammlung pro- Schemacha melden, stieß man dort bei den Aufräumungsarbeiten Centralverbande deutscher Bäckerinnungen„ Germania" ins Leben ge- teftiert ganz entschieden gegen das Verhalten der Berliner Maler- im Tartarischen Bade auf fünf Frauenleichen. Die rufen wurde, hat sich zu einen Schmerzenstinde für den Verband Innung, aus deren Antwortschreiben vom 18. März die Abficht einer Störper hätten teine Verlegungen aufgewiesen und die Aerzte hätten ausgewachsen. Laut Verbandsbeschluß hatte jedes Verbandsmitglied Verschleppung hervorgeht. Die Versammlung beauftragt den Aus- festgestellt, daß die Frauen verhungert seien. Die Lohntommission der Täschner. Dentsches Reich. Die Steinsetzer und Rammer sowie 20 Silfsarbeiter( im ganzen 56 Mann) in Harburg haben die Arbeit niedergelegt, weil die Meister sich weigern, den neuen Lohntarif anzuerkennen. Der alte Lohntarif läuft zwar erst am 1. Mai ab, da bis dahin jedoch die dringendsten Arbeiten erledigt sein würden, mußten die Leute den Arbeitgebern ihre Forderungen schon jetzt vorlegen, Die selben bestehen in dem Verlangen eines um 10 Pf. pro Stunde erhöhten Stundenlohnes. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. all= r. 91. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 19. April 1902. Reichstag. 168. Sigung vom Freitag, den 18. April 1902, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. Die zweite Beratung der Seemanns- Ordnung wird fortgesetzt bei§ 100 der Kommissionsfaffung. Die Abgg. Albrecht( Soc.) u. Gen. beantragen, diesen Paragrapben zu streichen oder eventuell die Worte oder eines andren Borgesetzten" zu streichen, und statt ist als Gehilfe zu bestrafen" zu sagen wird mit Gefängnis bis zu techs Monaten oder Geldstrafe bis 300 M. bestraft. ant § 114 wird unverändert angenommen; ebenso§ 115. § 116 lautet:" Im Inlande wird der Streit zwischen dem Kapitän und dem Schiffsmanne, welcher nach der Anmusterung über den Antritt oder die Fortsetzung des Dienstes entsteht, von dem Seemannsamt, in dessen Bezirk des Schiff liegt, unter Vorbehalt des Rechtsweges entschieden." Abg. Kirsch( E.): Auch ich bin ein Freund der Gewerbegerichte, es ist mir aber außerordentlich zweifelhaft, ob durch die Zuständigkeit der Gewerbegerichte für diese Fälle eine Beschleunigung des Verfahrens sich erzielen ließe. Ich halte es nicht für angebracht, die Gewerbegerichte als Einigungsinstanz in die Seemannsordnung einzuführen, sondern ich glaube, wenn man einmal die Seemansämter von der Entscheidung über civilrechtliche Streitigkeiten entlasten will, dann am besten für diese Entscheidungen eine besondere Behörde in der Art der Gewerbegerichte einzurichten wäre. Abg. Lenzmann( frf. Vp.) beantragt an Stelle des Antrages Albrecht ad 1 die Worte einzufügen die Verfolgung tritt nur auf Antrag ein". Die übrigen Anträge der Herren Socialdemokraten wollen noch über das Gesez hinaus Strafen gegen die Offiziere verhängen. Darin liegt eine tendenziöse Feind feligkeit gegen die Offiziere, die ich nicht mitmache.( Sehr richtig.) Geheimrat v. Jonquières: Der Ausdruck, triftiger Grund" ist Ein Antrag Albrecht( Soc.) u. Gen. bestimmt, daß im allgedirekt auf einen Antrag der Abgg. Herzfeld, Megger und Schwarz meinen das Gewerbegericht, in dessen Bezirk das Schiff liegt, für § 100 beſtimmt: Ein Schiffsmann, welcher solchen Befehlen in die Kommissionsfassung hineingekommen. Die Herren haben also die Streitigkeiten zwischen dem Kopitän oder Reeder und dem des Kapitäns, eines Schiffsoffiziers oder eines andren Vorgesezten fein Recht, sich über diesen Ausdruck zu beschweren. Schiffsmanne zuständig sein soll. Ist ein Gewerbegericht in dem den Gehorsam verweigert, welche sich auf die Abwehr oder Unter- Abg. Cahendly( C.) wendet sich gegen die socialdemokratischen Bezirf nicht vorhanden, so soll das Seemannsamt entscheiden. drückung der in den§§ 97, 98( Nötigung und Widerstand des Anträge. Abg. Dr. Herzfeld( Soc.) begründet den socialdemokratischen Schiffsmanns gegenüber einem Vorgesezten) bezeichneten Hand- Abg. Metzger( Soc.): Der Herr Unterstaatssekretär meint, der Antrag. Die Gewerbegerichte find infolge ihrer Zusammenlungen beziehen, ist als Gehilfe zu bestrafen. Kapitän hätte tein Interesse daran die Mannschaft nicht zu ersetzung aus den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer e her gänzen. Dieses Interesse hat der Kapitän doch, da er so an zur Schlichtung der Streitigkeiten geeignet wie die Proviant spart und außerdem hat die Mannschaft den Schaden, Seemannsämter. Nehmen Sie unsren Antrag an, dann verdaß ihre Kräfte übermäßig angespannt werden. Von einer tendenziösen veisen Sie 9/10 aller Fälle von Streitigkeiten an die GewerbeGegnerschaft unsrerseits gegen die Offiziere fann feine Rede sein. gerichte, da die Streitigkeiten naturgemäß fast nur in großen Häfen Wir haben im Gegenteil wiederholt Anträge gestellt, die das Los der wie Hamburg, Bremen, Lübeck 2c. vorkommen. Wollen wir die Abg. Menger( Soc.): Sonst rühmt man stets die vorzügOffiziere verbessern sollten. Frage principiell regeln, so ist hier die beste Gelegenheit. liche Manneszucht der deutschen Seeleute, die Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Wenn das Centrum sich fie zu den gesuchtesten Schiffsmannschaften in allen Weltteilen macht. gegen unfren ersten Antrag erflärt, to zeigt es damit, daß es ihm Wenn das wahr ist, dann ist es auch überflüssig, sie wegen Auf- mit der Gewährung des Koalitionsrechts die lehnung gegen die Vorgesetzten mit so schweren Strafen zu belegen, Arbeiter nicht ernst ist, denn die Seeleute fönnen natürlich ihr wie sie dieser Paragraph vorsieht. Ich bitte Sie daher, den Para- Koalitionsrecht nicht ausüben, wenn der Kapitän ihnen aus allen graphen ganz zu streichen, zum mindesten aber unsre Anträge möglichen Gründen den Urlaub verweigern tann. Der Ausdruck anzunehmen. ,, triftig" ist allerdings früher auf uniren Antrag in das Gesetz geUnterstaatssekretär Rothe wendet sich gegen die Anträge. An fommen, aber wir haben eben unterdessen eingesehen, daß wir uns fich wäre es vielleicht zwvedmäßig, die allgemeine Bestimmung dieses damals geirrt haben. Pa agraphen durch eine bestimmte Strafe zu ersetzen und müßte Der Vorwurf des Herrn Lanzmann, wir seien Feinde der Staatssekretär Graf Posadowsky: In vielen Kreisen hat sich dieselbe etwas höher sein als sechs Monate. Schiffsoffiziere ist um so lächerlicher, als es die Gesinnungs- der Widerwille und das Widerstreben gegen die Tendenz, einzelne Abg. Lenzmann( frs. Bp.) tritt für die Kommissions- genossen des Herrn Lenzmann, die Reeder, waren, Standesgerichte von der allgemeinen Rechtsprechung abzusplittern, fassung ein. Wird der Betreffende als Gehilfe belangt, so tritt, welche den Schiffsoffizieren das Koalitionsrecht nehmen wollten. immer mehr verstärkt. Man sieht in diesem Bestreben eine Gefahr wie die Erfahrung gezeigt hat, sehr oft Freisprechung ein, während( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) für die allgemeine Rechtsprechung. Nach meiner persönlichen Ansicht er nach dem socialdemokratischen Antrag unter allen Umständen bewäre vielleicht ein geeigneter Weg, das Ziel des Antrages zu erstraft werden muß. reichen, wenn man alle Ansprüche aus den Vertragsverhältnissen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, alle Lohnansprüche und was damit zusammenhängt, den Amtsgerichten zur schleunigeren und wesentlich billigeren Erledigung überwiese. ein folches Verfahren für alle Lohnansprüche einführen mit Ausnahme derjenigen, die schon in den bestehenden Gewerbegerichten ihre Erledigung finden. Wenn man die ganze Frage auf diese breite Grundlage stellt, so wird man mehr erreichen, als vent man fortgesetzt neue Standes gerichte schafft. Einem solchen Weg, den ich für einen sehr glücklichen halte, steht aber noch ein großes Bedenken entgegen, das ist das finanzielle. Unfre Rechtsprechung erfordert schon jetzt erhebliche Zuschüsse, die sich noch erheblich vergrößern würden, wenn die Prozesse aus Lohnansprüchen usw. in der angedeuteten Weise den Amtsgerichten überwiesen würden. Ich spreche hier nur meine persönliche Ansicht aus; ich würde mich aber freuen, wenn es gelingen sollte, die Bedenken, die gegen die Ausführung eines solchen Gedankens bestehen, an allen maßgebenden Instanzen zu überwinden. Damit würde auch der Tendenz des socialdemokratischen Antrages Rechnung getragen werden, d. h. dem Arbeiter die Möglichkeit zu gewähren, mit minimalen Kosten und mit einem möglichst schnellen summarischen Verfahren zu seinem Recht in Bezug auf seinen Lohn zu kommen. Abg. Kirsch( C.) spricht sich gegen die socialdemokratischen Anträge ans. Interstaatssekretär Rothe polemisiert gegen den Abg. Lenz mann. Der gebräuchliche Begriff des„ Gehilfen" kommt bei diesem Paragraphen gar nicht in Betracht. Außerdem ist die Strafe von fechs Monaten ja nur das Höchstmaß der Strafe, die eintreten soll. Abg. Henning( t.): Auch uns ist der letzte socialdemokratische Antrag iympathisch. Wir wünschen, daß der Schiffsmann genau weiß, welche Strafe ihn erwartet. Da aber das Strafmaß des Antrags Albrecht uns zu niedrig erscheint, werden wir heute gegen ihn stimmen und behalten uns das weitere für die dritte Lesung vor. Abg. Dr. Spahn( C.) tritt für den letzten Antrag Albrecht ein. Der zweite Eventualantrag Albrecht wird hierauf angenommen ( dafür stimmt außer den Socialdemokraten ein Teil des Centrums); etenso§ 100 in der so veränderten Fassung. § 102 setzt Strafen fest für den Fall, daß eine Untersuchung des Echiffes oder des Proviants infolge einer wider besseres Wissen" oder„ leichtfertig" auf unwahre Behauptungen gestützten Beschwerde bei einem Seemannsamte herbeigeführt wird. Die Abgg. Albrecht( Soc.) und Genossen wollen die leichtfertige", auf unwahre Behauptungen gestüyte Beschwerde straflos Lassen. Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Das Beschwerde recht, das den Seeleuten gegen schlechte Beschaffenheit des Proviants usw. gegeben ist, wird ihnen durch diesen Paragraphen so gut wie genommen, da der Begriff leichtfertig" außerordentlich un bestimmt ist. Abg. Kirsch( C.): Mit dem Koalitionsrecht hat dieser Paragraph nichts zu thun, und im übrigen haben ja die Herren Socialdemokraten gestern selbst das Koalitionsrecht der Seeleute beseitigt, das wir ihnen geben wollten. Wir werden lediglich für den Antrag Albrecht stimmen, der den Kapitän auch bestrafen will, wenn er die Mannschaft den Vorschriften dieses Gejeges gemäß nicht ergänzt. In der Abstimmung wird der Antrag Albrecht zu 2 angenommen. ( Dafür stimmen außer den Socialdemokraten die Freisinnigen und das Centrum.) § 108 wird in der so veränderten Fassung angenommen; ebenso die§§ 109 und 109a. Abg. v. Savigny( C.) beantragt folgenden neuen§ 109b einzufügen:„ Wer als Reeder oder als Vertreter eines Needers es unterläßt, bei der Anheuerung dem Schiffsmann den vorgeschriebenen schriftlichen Ausweis einzuhändigen, wird mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft bestraft." Die Abgg. Albrecht( Soc.) und Genossen beantragen folgenden Zusatz als§ 109c: Als Reeder im Sinne der vorber gehenden Paragraphen gelten auch die Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften oder sonstiger durch einen Borstand vertretener Gesellschaften, Genossenschaften usw., welche Reederei betreiben. Die beiden Anträge werden gegen die Stimmen der Konfervativen angenommen. § 110 wird debattelos angenommen. § 111 bestimmt die Fälle, in denen die Untersuchung und Entscheidung durch das Seemannsamt erfolgt. Jim Falle des§ 88 Abs. 2( wenn ein Schiffsmann, um sich der Fortsetzung des Dienstes zu entziehen, entweicht oder sich verborgen hält) soll das Seemannsamt nur entscheiden, wenn es seinen Sig außerhalb des Reichsgebietes hat. Man könnte Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Für die Schiffsleute ist ja bereits eine Absplitterung von den allgemeinen Gerichten vorhanden und die Kosten, auf die der Herr Staatssekretär hinwies, dürften bei Annahme unsres Antrages nicht zu groß sein. Wir müssen diese Gelegenheit benutzen, den Schiffsleuten die Wohlthat der billigen und schnellen Rechtsprechung zu Die Abgg. Albrecht( Soc.) und Genossen beantragen statt verfchaffen. ,, außerhalb" zu setzen innerhalb". Staatssekretär Graf Posadowsky: Gegen die Ausgestaltung § 103 setzt Geldstrafe bis zu 1000 m. oder Gefängnis bis zu Weiter bestimmt der Paragraph, daß das Verfahren gebührender Gewerbegerichte liegen feine finanziellen Bedenken vor, ich habe 2 Jahren auf vorsätzliche und rechtswidrige Zerstörung oder Befrei ist. Die Abgg. Kirsch( C.) 1. Gen. beantragen außerdem nur auf die finanziellen Folgen meines allgemeinen Vorschlags hinschädigung von Teilen des Schiffes. Oeffentlichkeit des Verfahrens einzuführen. Des weiteren fann nach gewiesen, eine beschleunigte Erledigung aller Lohnstreitigkeiten bei dem Paragraphen der Beschuldigte gegen den Bescheid des Seemanns den Amtsgerichten einzuführen. Der Antrag Albrecht wird abgelehnt,§ 102 unverändert an genommen. Ein Antrag Albrecht( Soc.) will die Strafe auf 300 M. oder Gefängnis bis zu 3 Monaten ermäßigen. Abg. Kirsch( C.): Die Kommission hat bereits die Strafe erheblich herabgesetzt und ich bitte Sie, es dabei zu belassen. § 103 wird unter Ablehnung des Antrags Albrecht angenommen, ebenso§ 104. § 105 bestimmt: Der Kapitän, Schiffsoffizier oder sonstige Vorgesetzte, welcher einem Schiffsmann gegenüber seine Disciplinargewalt mißbraucht, wird mit Geldstrafe bis 1000 M. oder Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft. Abg. Metzger( Soc.): Ich möchte von der Regierung eine Er flärung darüber haben, ob den Maschinisten zur Zeit eine Disciplinargewalt zusteht. Es ist häufig vorgekommen, daß Beschwerden der Seeleute über Mißbrauch der Disciplinar gewalt seitens der Maschinisten und Steuerleute zurüdgewiesen sind, weil nur dem Kapitän eine Disciplinargewalt zusiche. Geheimrat v. Jonquières: Die lettere Auffaffung hat allerdings bisher bestanden, neuerdings hat aber das Reichsgericht dahin entschieden, daß auch ein Mißbrauch der den übrigen Vorgesezten des Schiffsmanns reffortmäßig zu stehenden Befehle als Mißbrauch der Disciplinar gewalt gelten soll. § 105 wird hierauf angenommen; ebenso§ 106 und 107. In§ 108 wird gegen den Kapitän wegen verschiedener Unterlassungen und Zuwiderhandlungen gegen Bestimmungen der Seemannsordmmg Geldstrafe bis zu 150 M. oder Haft festgesetzt. Diese Strafe tritt unter anderm ein: 1. Wenn der Kapitän dem Schiffsmann ohne triftigen Grund die Erlaubnis zum Berlaffen des Echiffes verweigert; doch mur, wenn der Schiffsmann die Bestrafung binnen drei Tagen beim Seemannsamte beantragt. Ein Antrag Albrecht( Soc.) will das Wort„ triftig" durch „ dringend" ersetzen und die Strafe auch ohne Antrag des Schiffsmanns eintreten lassen. 2. Wenn der Kapitän es unterläßt, die Eintragungen in das Abrechnungs- und Heuerbuch zur Berechnung der Heuer und des leberstundenlohns vorzunehmen. Die Abgg. Albrecht u. Gen.( Soc.) beantragen, hinzuzufügen: und wenn der Kapitän den Vorschriften des§ 46 zuwider die Mann schaften nicht ergänzt".( D. h. wenn die Zahl der Mannschaften sich während der Reise vermindert, ohne daß eine Verminderung der Arbeitsanforderungen in Aussicht steht.) 3. Wenn der Kapitän die vorgeschriebenen Eintragungen in das Schiffstagebuch unterläßt. Ein Antrag Albrecht( Soc.) will unter die vorgeschriebenen Eintragungen, deren Unterlassung strafbar ist, auch die Verkürzung der Heuer wegen Untanglichkeit aufgenommen wissen. amtes innerhalb 10 Tagen auf gerichtliche Entscheidung antragen. Abg. Spahn( C.): Gerade der Hauptzweck, die schnelle Erledigung Der Antrag ist bei dem Seemannsamte zu Protokoll oder schriftlich der Klagen herbeizuführen, würde durch den socialdemokratischen Antrag anzubringen. Die Abgg. Albrecht( Soc.) u. Gen. beantragen im nicht erreicht werden, da die Gewerbegerichte nicht ständig, sondern legten Sag hinter Seemannsamt" einzufügen: Gegen deffen Be- mur an bestimmten Tagen rechtsprechen. Ich bitte Sie daher, in scheid auf gerichtliche Entscheidung angetragen wird." diesem Fall von der Zuständigkeit der Gewerbegerichte Dieser Paragraph bestimmt außerdem, daß nach Abschluß der abzusehen. Das Mißtrauen gegen die Amtsgerichte ist ganz unUntersuchung vor dem Seemannsamt ein mit Gründen versehener begründet. Bescheid zu erteilen ist, welcher dem Angeschuldigten im Fall seiner Anwesenheit, zu verkünden, im Fall seiner Abwesenheit in Ausfertigung zuzustellen ist." J boxes Abg. Heine( Soc.): Hier wird uns nun noch zu später Stunde und so ganz en passant die interessante Mitteilung, daß maßgebende Kreise, Ein Antrag Kirich v. Savigny( C.) will die Worte im zum mindeſten der Vertreter der ausschlaggebenden Fall seiner Amvesenheit zu verkünden" streichen. Partei, gegen die Gewerbegerichte find und sie am Abg. Herzfeld( Soc.): Hier wird dem Seemannsamt im Ausliebsten so bald wie möglich beseitigen wollen. Damit land die Verhängung von schweren Gefängnis- wären wir glücklich so weit, daß, was mit so großer strafen übertragen. Dabei ist das Verfahren vor dem Mühe geschaffen ist, die Gewerbegerichte, zu Gunsten der Seemannsamt nur ganz summarisch, der angeklagte Seemann Juristen Jurisprudenz beseitigt werden sollen. Ich will hier keine hat nicht das Recht, die Vernehmung beliebiger Zeugen zu lange Nede halten, sondern nur den Widerspruch meiner Fraktion verlangen. Das ist eine ganz außergewöhnliche Bestimmung gegen diese Pläne aussprechen. Herr Spahn hat! ge zu Ungunsten der Seeleute. Wir verlangen daher, daß die jagt, bei den Gewerbegerichten würde nicht Recht Leute nach Deutschland geschafft und hier in regelrechtem gesprochen, sondern nach der Billigteit verfahren. Diefen Strafverfahren von berufsmäßigen Richtern abgeurteilt werden. interschied zivischen Recht und Billigkeit fann ich als Im Fall der Berufung gegen das Urteil des Seemannsamtes muß Prattifer des Rechts nicht anerkennen.( Sehr richtig! links.) Was dies ja ohnehin geschehen. Aber die Einlegung der Berufung ist billig ist, ist eben auch recht.( Widerspruch.) Herr Spahn dem Angeklagten sehr erschwert, denn er kann von dem Kapitän festist ja Reichsgerichtsrat und die Thätigkeit des Reichsgerichts besteht genommen werden, und hat dann eventuell eine Untersuchungshaft ja darin, ausschließlich in juristischen Fragen die letzte Entzu überstehen, die viel länger dauert als die Strafe, zu der ihm das scheidung zu sprechen. Wer aber bei den unteren Instanzen zu thuit Seemannsamt verurteilt. Ich bitte deshalb dringend um Annahme hat, weiß, daß die Sache ein ganz andres Gesicht hat. Hier unfres Antrages. handelt es sich für den Richter darum, sich in das Denten und Die Anträge Kirsch( E.) werden angenommen. Die An- Handeln der Leute, die Recht suchen, hineinzuversezen. Das träge Albrecht( Soc.) abgelehnt. 111 wird in der so ver- wird den Juristen viel schwerer als denen, die in dem beänderten Faffung angenommen.§ 112 wird debattelos genehmigt. treffenden Beruf thätig sind. Ich selber habe viele Lohnstreitigkeiten § 113 handelt von der Befugnis des Kapitäns, die Sachen der bearbeitet, ehe es Gewerbegerichte gab, und habe gesehen, wie un Schiffsleute, die einer strafbaren Handlung verdächtig erscheinen, zu fagbar schwer es ist, sich in die Gewohnheiten durchsuchen. des gewerblichen Lebens hineinzudenken. Was Der Kapitän soll auch befugt sein, diese Schiffsleute festzu- die Fähigkeit der Auffassung anlangt, so find die Gewerbegerichte den Amtsgerichten in jeder Beziehung über. Ein socialdemokratischer Antrag will diese Festnahme Das, was fie geleistet haben, ist etwas, was dem Praktiker und nur gestatten, wenn eine schwere Strafe zu erwarten ist oder die meines Erachtens auch dem Theoretiker die höchste Achtung Sicherheit der Besatzung oder Passagiere sie notwendig macht. abgewinnen sollte. Leider ist die Thätigkeit der Gewerbegerichte Abg. Metzger( Soc.): Die Fassung der Kommission ist geradezu noch beschränkt, da bei großen Objekten immer noch die Berufung ungeheuerlich und ich bitte Sie dringend, unsern Antrag anzu- an die ordentlichen Civilgerichte offen steht, die oft einen Strich nehmen. durch die Rechnung machen und die Thätigkeit der Gewerbegerichte lahmlegen. Alle Freunde des socialen Fortschritts werden sich mit Entschiedenheit gegen diese Pläne der Berufsjuristen stemmen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) nehmen. Abg. Kirsch( C.) erklärt den Antrag Albrecht für unannehmbar. Abg. Bargmann( frs. Bp.) erklärt sich für den socialdemokras tischen Antrag. Unter Ablehnung der Anträge Albrecht wird§ 113 in der Kommissionsfaffung angenommen, ebenso§§ 114, 115. Abg. Herzfeld( Soc.) begründet, die Anträge. Das Wort§ 114 bestimmt: Jedes Seemannsamt ist verpflichtet, die güt triftig" tommt in der ganzen Seemanns- Ordliche Ausgleichung der Streitigkeiten zwischen Kapitän und Schiffsnung sonst nicht vor. An dieser Stelle hat es nur die mann zu versuchen. Wirkung, daß es ganz in das Belieben des Kapitäne gelegt wird, Abg. Megger führt Beschwerde darüber, daß sich die Konsuln ob er dem Schiffsmann die Erlaubnis zum Verlaffen des Schiffs als Borsigende der Seemannsämter im Ausland bei verweigern will. Ich bitte Sie daher, diesen dehnbaren Begriff auch Streitigkeiten der Interessen der Seeleute häufig nicht in hier durch das Wort„ dringend" zu ersetzen. genügender Weise annehmen. Redner führt einzelne Fälle Unterstaatssekretär Rothe: Sie haben beschlossen, daß der zum Beweise hierfür an, seine Ausführungen bleiben indes bei der Kapitän den Urlaub nur aus triftigen Gründen veriveigern darf, herrschenden Unruhe auf der Tribüne im einzelnen unverständlich. daher muß auch hier das Wort„ triftig" stehen bleiben. Auch die Direttor im Auswärtigen Amt Dr. Körner: Die angeführten übrigen Anträge Albrecht bitte ich abzulehnen, denn die in ihnen er- Fälle sind mir nicht bekannt. Wenn sich die Seeleute, die sich von wähnten Fälle eignen sich nicht zu Strafbestimmungen. Insbesondere Stonjuln benachteiligt glauben, an das Auswärtige Amt wenden, so hat der Kapitän gar tein Interesse daran, die Mannschaft im Falle wird dieses in jedem einzelnen Fall Remedur eintreten lassen. der Verminderung nicht zu ergänzen, denn die bisher gezahlte Abg. v. Savigny( C.) protestiert dagegen, daß auf Grund einHeuer muß unter die Leute, die Mehrarbeit zu leisten haben, ver- zelner Fälle allgemeine Anflagen gegen den Stand der Konsuln erteilt werden, I hoben werden. Abg. Röficke- Dessau( wildlib.): Ich gebe Herrn Spahn durchaus zu, daß die Gewerbegerichte häufiger wie die andern Gerichte die Billigkeit mitsprechen lassen, aber das ist gerade ihr Voraug.( Sehr richtig! links.) Die Sondergerichte bieten allein die Sicherheit, daß wirklich Sachverständige urteilen.( Schr richtig!) Ich werde deshalb für den socialdemokratischen Antrag stimmen. Abg. Baffermann( natl.): Ich muß mich gegen den Vorsioß wenden, den Abg. Dr. Spahn gegen die Gewerbegerichte gemacht hat. Die Rechtssprechung der Gewerbegerichte ist im allgemeinen eine gute; anßerdem unterstehen sie einer viel schärferen Kontrolle als die andren Gerichte. Abg. Dr. Spahn( C.): Ich bleibe dabei, daß bei den Gewerbegerichten der Billigkeitsgesichtspunkt, bei den Amtsgerichten aber der Rechtstandpunkt in Betracht kommt. Das ist zweierlei.( Abg. Dr. Herzfeld ruft: Leider!) Wer aber für sich den Rechtsstandpunkt in Anspruch nimmt, läßt sich nicht gern mit Billigkeitsrücksichten abfinden. Darüber sollte doch gar kein Zweifel möglich sein. Sm übrigen hat es mir durchaus fern gelegen, einen Borstoß gegen die Gewerbegerichte zu machen. = Der Antrag Albrecht wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten, der Freifinnigen und des Abg. Bassermann( natl.) a b gelehnt und§ 116 in der Kommissionsfaffung angenommen. §§ 117 und 118 werden debattelos in der Kommissionsfassung genehmigt. § 119, den die Kommission unverändert ließ, bestimmt, daß ein Abdruck dieses Gesetzes, der für das Schiff über Kost und Logis geltenden Vorschriften 2c., im Voltslogis zur jederzeitigen Einsicht der Schiffsleute vorhanden seien muß. " Ein Antrag Albrecht u. Gen. will hinter Vorschriften" einfügen die Worte: die für das Schiff wesentlichsten Unfallverhütungsvorschriften der See- Berufsgenossenschaft. Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Unser Antrag ist so allgemein berständlich und spricht so für sich selbst, daß ich mich darauf beschränke, Sie um die Annahme zu bitten. Abg. Dr. Semmier( natl.) macht als Berichterstatter darauf aufmerksam, daß diese Bestimmung bereits in dem See Unfallversicherungs- Gesetz enthalten ist. = Abg. Herzfeld( Soc.) zieht darauf den Antrag Albrecht zurück. § 119 wird darauf unverändert angenommen, ebenso debattelos der Rest des Gesetzes. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Sonnabend 1 Uhr.( Nebengeseze zur Seemannsordnung, Servisklassen- Gesez, lex Rintelen, Gesetz betr. den fliegenden Gerichtsstand der Presse. Schluß 6 Uhr. 1100 Zolltarif- Kommission Die Tarifkommission fuhr am Freitag bei Position 124 bis 127 in ihren Beratungen fort. Position 124 legt auf Schmalz usw. einen Bollfag von 12,50 M. ( bisher 10 M.) Position 125 sieht für Schweine und Gänsefett( roh) einen Zollsag von 5 M. vor( bisher 2 M.). Position 126 legt auf Flomen und premier jus*) einen Zoll von 7 M.( bisher 2 M.). Position 127 sieht für Talg von Rindern und Schafen einen Bollfaz von 2 M. vor wie bisher. Antrick und Genossen( Soc.) beantragen für alle vier Pofitionen Zollfreiheit, Abg. Frhr. v. Wangenheim( t.) dagegen durchweg einen Zollsag von 20 Mart. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) beantragt für Schmalz einen Zollfazz von 6 M., für Schweines und Gänsefett einen solchen von 2 M. und für Talg einen Satz von 2 M. Sieg( natl.) beantragt Schluß der Debatte. Zur Geschäftsordnung fragt Fisch bed( fri. Bp.) an, ob die heutige Mitteilung des Grafen Bosadowsky, daß die verbündeten Regierungen fich keinesfalls auf einen Rohkupferzoll einlassen würden, auch als vertraulich zu betrachten fei. Staatssekretär Graf Pofadowsky erklärt, daraus brauche fein Geheimnis gemacht zu werden; im Gegenteil. Graf Kanik bedauert, daß so über die Nohkupfer- Frage feitens der Regierung entschieden werde, ohne daß die Freunde dieses Zolls ihre Gründe entwickeln konnten. Er bitte, gleichzeitig mit der Erflärung des Grafen Bosadowsky auch bekannt zu geben, daß Freunde des Bolts auf Rohtupfer in der Kommission fäßen. Fischbeck erklärt, es werde zweifellos für die Industrie von Intereffe sein, zu erfahren, daß Graf Kanig und seine Freunde für den Rohtupferzoll einträten. Politit aber bedürfe es höherer Fett und Schmalzzölle, als die[ Einer besonderen Art der Nötigung bei einem Streik Regierungsvorlage enthalte. sollten sich die Schuhmacher Ko subed und Timpf schuldig geHerold( C.) vertriit den Standpunkt der Regierungsvorlage und macht haben, die am 17. April zum zweitenmal vor der Straf erkennt an, daß Deutschland der Einfuhr von Schmalz und Fetten tammer IV des Landgerichts I standen, nachdem das Reichsgericht bedürfe. Wollten wir unsern Bedarf davon selbst decken, so würde das Urteil derselben Kammer vom 21. November 1901 aufgehoben zum Nachteil der heimischen Landwirtschaft eine Ueberproduktion an hatte. Das erste Urteil zeigte in interessanter Weise, wie Fleisch eintreten. ein organisierter Arbeiter bei der heutigen Rechtsprechung einer Berurteilung verfallen fann. Während des Streits in der Filzschuhwaren Fabrit von Eckstein u. Panitsch im Februar 1901 hatte der Arbeiter Sagischewski Arbeit in der Fabrik angenommen. Nach der Feststellung des Urteils hatte ihm eines Tages eine Anzahl Streifender zugeredet, die Arbeit niederzulegen. Unter diesen sollen sich die beiden Angeklagten befunden haben, was übrigens Kosubeck, soweit es ihn angeht, entschieden bestreitet. Nach der Feststellung des Urteils sind nun teine Drohworte gebraucht worden, außer daß einer gesagt haben soll: wenn Du nicht ein so alter Mann wärest, würden wir Dich anders behandeln", und daß gerade die beiden Angeklagten etwas Bestimmtes gesagt hätten, ist überhaupt nicht festgestellt. Trotzdem hat das Landgericht die Angeklagten, die völlig unbescholten sind, zu je 8 Wochen Gefängnis verurteilt, indem es darin, daß der Zeuge von einer größeren Anzahl streikender Bei der Abstimmung wird zunächst beschlossen, als gemeinschaft- Arbeiter in die Mitte genommen und von ihnen durch Worte bes liche Anmerkung zu den Positionen 124-127 den Satz aufzunehmen: arbeitet wurde, die Arbeit niederzulegen, allein schon eine ,, Be Bur Herstellung von Seife oder Lichten auf Erlaubnisschein unter drohung" sieht. Aus den Worten:„ went Du nicht Ueberwachung oder vorher amtlich ungenießbar gemacht für premier ein fo alter Mann wärest, würden wir Dich anders bejus( Bof. 126) 2,50 M.. sonst 2." Dann werden unter Ablehnung handeln" folgert das Landgericht, daß diese Bedrohung eine aller Anträge die Positionen 124-127 nach der Regierungs- Bedrohung mit Körperverlegung" gewesen sei, denn anders be= vorlage angenomment. handeln" heiße natürlich verprügeln. Es tomme auch nicht darauf Die Pofitionen 128 bis 180 werden zusammen beraten. an, daß die Angeklagten selbst dies nicht gesagt hätten, denn ste Pofition 128 legt auf Knochenfett und Abfallfette einen Zollsag hätten an der gemeinschaftlichen Handlung aller, jeder an seinem von 2 M. wie bisher, Position 129 auf Fischspect, Fischthran, Teile mitgewirkt". 23 a Ifett einen solchen von 3 M. wie bisher, und Position 180 auf Tierfett einen Satz von 2 M., ebenfalls wie bisher. Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. Stadthagen( Soc.): Hier wird ein Boll für Stoffe gefordert, durchweg Rohstoffe find. In Position 129 ist Leberthran, der als Nahrungs- und Heilmittel einen großen Wert hat, verteuert worden. Wenn ein Gelehrter wie Liebig versuchen würde, nochenfett als Nahrungsmittel zu verarbeiten und dadurch große Viehherden in Amerika als Nahrungsmittel zugänglich machte, so würde er jegt als Verbrecher verfolgt werden. Man spricht immer davon, daß dem Arbeiter mehr an gutem Lohn als an billigen Lebensmitteln gelegen sein kami. Aber der gute Lohn wird dem Arbeiter nirgend garantiert. Hier handelt es sich um reine Rohstoffe für die Induſtrie. Wenn man hier verteuert, erschwert man der Industrie die Konkurrenz und vermindert die Arbeitsgelegenheit. die v. Kardorff( Rp.): Die indischen Kulis essen gar kein Tierfett und sind doch außerordentlich start. Müller- Sagan( frf. Bp.): Der Vergleich der deutschen Arbeiter mit den indischen Kulis trifft nicht zu. Die Eiweißzerstörung in der Muskulatur steigere sich in dem Maße als die Fettschicht im Körper schwinde. Das Reichsgericht hatte dies Urteil aufgehoben, weil die Strafe aus§ 153 der Gewerbe Ordnung und nicht aus§ 240 St.-G.-B. ( Nötigung) normiert worden war. Letztere Bestimmung droht zwar die höhere Magimalstrafe an und ist deshalb nach§ 73 des Straf gesetzes zu Grunde zu legen, hat aber die für die Angeklagten günstigere Folge, daß hier auf die nach§ 240 Str. G. B. zulässige Geldstrafe erkannt werden kann, die nach§ 158 der Gewerbe- Ordnung ausgeschlossen sein würde. = = Der Vorsitzende, Landgerichtsrat Braun, erklärte bei Beginn der Verhandlung offent, daß er die reichsgerichtliche Auffassung nicht verſtünde, daß das Gericht aber daran gebunden sei. Da das Reichsgericht nur die Straffestießung aufgehoben, die sogenannten thatsächlichen Feststellungen des ersten Urteils aber aufrechterhalten hatte, so mußte der Verteidiger, Rechtsanwalt Heine, sich darauf bes schränken, die Verhängung einer Geldstrafe zu beantragen. Er hob dabei hervor, daß in den Worten wenn Du nicht ein so alter Man wärest, würden wir Dich anders behandeln," eine Drohung, d. H. das Juaussichtstellen eines Uebels für einen möglichen Fall schon deshalb nicht gesehen werden könnte, weil das Alter des Sagischewski eine unabänderliche Thatsache sei und nie der Fall eintreten könnte, daß er jünger würde. Das Gericht aber folgte dem Antrage des Staatsanwalts und verhängte wieder je drei Wochen Gefängnis. Antrick( Soc.): Die Motive erkennen an, daß die deutsche Produktion den Bedarf an tierischem Fett nicht decken kann. Anstatt nun zu dem Vorschlag zu kommen, den bestehenden 8on aufzuheben, wird ein höherer Boll vorgeschlagen und den Wermsten das zum Leben nötige Fett verteuert. Die vorgeschlagene Zollerhöhung wird die Armen jährlich 15 Millionen Mart kosten. Der vor geschlagene Zoll richtet sich gegen Amerika. Der Preis für ameri- Hahn( B. d. L., zur Geschäftsordnung) erklärt, er habe den fanisches Schmalz ist in den letzten Jahren von 18 auf 52 Bf. ge- Vorwurf, daß uns das Ausland bezüglich der Schmalzeinfuhr ftiegen. Zu dieser Preissteigerung würde noch die Steigerung durch unlautere Sonkurrenz mache und ekelhafte Erzeugnisse bei uns ein Nachdem erst kürzlich der Ruffe Laterner wegen des Verden Zoll hinzutreten, was zur Folge haben würde, daß die Leistungs- führe, nur deshalb nicht begründet, weil ihm das Wort ab- triebes in Frankreich gestohlener Reisechecks zu mehrjähriger Buchtfähigkeit der Arbeiter herabgedrückt würde. Bu wenig Fett in der geschnitten sei.edantys Hausstrafe verurteilt worden ist, ist schon wieder ein Russe wegen Ernährung fördert den Alkoholgenuß. Die Arbeiter werden Stadthagen( Soc.) regt an, daß dann doch der Abg. Hahn Vertriebes serbischer Wertpapiere, die gleichfalls in Frankreich genicht nur als Konsumenten, sondern auch als Produzenten ge- Wiederaufnahme der Verhandlung beantragen möge. Seiner Unter- stohlen worden und die er bei hiesigen Banten unterbringen wollte, schädigt. In der Industrie für Nahrungs- und Genußmittel wird stützung sei er sicher.( Stürmische Heiterkeit.) verhaftet worden. Seine Personalien und seine ganze Herkunft find viel Schmalz und Talg gebraucht. Diese Industrie wird völlig in Dunkel gehüllt. Er behauptet, Rabinowig zu heißen, will fonkurrenzunfähig gemacht, und sie wird das ausländische AbsatzRusse und nach Amerika ausgewandert sein; dort will er sich gebiet an die Länder abtreten müssen, die das Rohmaterial zollfrei haben naturalisieren lassen und den Namen Moriz Lewin beigelegt haben. Unter diesem Namen hat er nach seiner Behauptung kaufmännische Geschäfte betrieben. Rechtsanwalt Dr. Schwindt hat den Antrag auf Entlassung des Verhafteten gestellt, da er von der Rechtsansicht ausgeht, daß es sich hier um einen Ausländer handle und der Diebstahl an den Wertpapieren gleichfalls im Auslande begangen sei. Vorläufig werden noch weitere Recherchen angestellt, um über die Persönlichkeit des angeblichen Russen volle Klarheit zu erlangen. erhalten. Auch die Seifenfabrikation leidet schiver unter der Bollerhöhung. Man hat zwar vorgesehen, daß denaturiertes Fett billiger eingehen kann, aber die Fabrikanten behaupten, daß sie zu vielen Seifenarten tein denaturiertes Fett gebrauchen können. Die Seifenfabrikation kann so wie so schon schwer mit dem Ausland konkurrieren. Müller- Sagan( frj. Vp.) begründet seinen Antrag, nachdem er im einzelnen nachweist, welche Bedeutung die Fettstoffe für die menschliche Ernährung besigen. Da der Fettverbrauch um so höher sei, je stärker die Muskelkraft in Anspruch genommen werde, treffen die Fettzölle unverhältnismäßig die besonders muskelthätige arbeitende Bevölkerung. Ueberhaupt aber sei doch zu erwägen, daß die Gefundheit der Bevölkerung gefährdet würde, wenn man ihre Ernährung entfette. Wie sei die Erhöhung der Fettzölle mit der Be tämpfung der Tuberkulose vereinbar? Gerade für die Atmung seien die Fettstoffe doch von größter Wichtigkeit. Bei der Abstimmung werden die Tarifnummern 128-130 nach der Vorlage der Regierung angenommen. Gegen scharfen Protest der Linken werden die Tarifnummern 181-133( Milch, Butter, Käse) gemeinsam zur Besprechung gestellt. Die Kommission vertagt sich auf Dienstag 9 Uhr. Gerichts- Beifung. Sahn( B. d. L., ist für Fehrn. v. Wangenheim eingetreten): Im Landfriedensbruch Prozeß der Steinbrucharbeiter von Die deutsche Landwirtschaft sei in der Lage, den Bedarf an Fetten Gommern und Umgegend aus Eignem zu decken. Durch Bölle müsse sie in den Stand gefegt beantragte der Staatsanwalt, Gerichtsassessor Born, die FreiMieszinsti, Meiling und werden, die Preisstellung selbständig zu regeln, während sie bisher sprechung von Berger, Vor dem Schöffengericht zu Königs- Wusterhausen hatten in dieser Beziehung abhängig vom Ausland gewesen sei, das uns Wächtler, gegen sämtliche andern Angeklagten beantragt der sich dieser Tage sieben Parteigenossen zu verantworten, durch Zuführung zweifelhafter tierischer Produkte unlauteren Wett- Staatsanwalt Bestrafung wegen schweren Aufruhrs($ 115, weil sie am 8. Dezember vorigen Jahre in Eichwalde und Hohens lehnte Flugblätter verbreitet haben und dadurch die Heiligkeit bewerb mache. Die Forderung von 20 M. müsse durchaus als be- Absatz 2) unter 8ubilligung mildernder Umstände. scheiden betrachtet werden. Früher sei vom Bund der Landwirte Diesem Antrage schließt sich Staatsanwalt Storp an. des Sonntags umzustürzen versucht haben sollen. Bei einem der eine Mindestforderung von 30 M. gestellt. Der Verteidiger Rechtsanwalt Landsberg stellt auheim, den Angeklagten, W. Schulz aus Hohenlehme, beantragte der Amtsanwalt die selbst die Freisprechung, die andern, G. Thieme und A. Horn aus Hamburgischer Senator Klügmann entgegnet dem Vorredner, Angeklagten Witt wegen Widerstandes gegen daß unsre Bevölkerung auf den Import vom Ausland an Staatsgewalt zu verurteilen, beantragt aber gegen alle andern Eichwalde, N. Kulick aus Hohenlehme, sowie Zoll, Simon und Kasper gewiesen sei. Für die Ernährung der ärmeren Volksschichten sei das Angeklagten soweit sie von ihm verteidigt werden Freiaus Adlershor, wollte er zu je 30 M. Geldstrafe verurteilt wissen. Fett fast noch wichtiger als Fleisch. Zum Beweise seiner Behauptung, fprechung; es handelt sich um die Angeklagten Berger, Das Gericht fprach alle Angeflagten frei und sagte, daß, daß das Ausland uns unlautere Konkurrenz mache, habe Hahn auch August Gebhardt, Möhring, Kahner, Lissat, wenn man den Ausführungen des Amtsanwalts folgen wolle, man jeden Menschen, der am Sonntag ein Paket trage, verurteilen müsse. nicht einen einzigen Beweis angeführt. Er habe sich darauf be- Wächtler. schränkt, das vorzutragen, was in bekannten Eingaben enthalten sei. Der Verteidiger Rechtsanwalt Beder II beantragt, Wilhelm Spandan. Der bei dem Aufzuge in der Nacht vom 5. zum Premier jus sei ein ausgezeichnetes Material für die Margarine- Gebhardt wegen Widerstandes gegen die Staats- 6. April cr. in Haft genommene Arbeiter Albert Rift er hatte sich fabritation; weil es das ist, deshalb richte sich der Born ber Agrarier gewalt zu verurteilen, aber wegen keiner andern Strafthat. am Freitag vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Es gegen dieses wertvolle Zwischenprodukt, welches sehr sorgfältig herwird ihm zur Last gelegt, daß er rubestörenden Lärm verübt habe. gestellt zu werden pflegt. Seine Gewinnung sei freilich nur in Der Klagende Normann Schumann. Gestern beschäftigte Das Gericht verurteilte ihn zu drei Wochen Haft. Schriftstellers Normanngroßen Schlachthöfen durchführbar. Der Begriff des premier jus wiederum eine Privatklage des sei zolltechnisch sehr wohl zu begrenzen, bei der Abfertigung haben Schumann in Luzern das Schöffengericht. Die Auflage richtet Gin Nachtbild. Wegen eines im Dezember v. J. an einem sich bisher keinerlei Schwierigkeiten ergeben. Von seinem Stand- sich gegen den Redacteur der Morgenpost" Mag Wolff und fünfjährigen Knaben namens Schauer verübten Luftmordes hatte sich punkt aus müsse er dringend davor warnen, über die Zollsäge der bezog sich auf eine in der Nummer vom 19. November enthaltene gestern, wie uns ein Privattelegramm aus Hamburg meldet, der Vorlage irgendwie hinauszugehen. Notiz, welche besagte, daß Normann- Schumann von der Luzerner Polizeidirektion ausgewiesen worden sei. Hinzugefügt war der Say: wolfjährige Schulknabe Hermann Salamon vor Vielleicht hängt diese Maßregel mit dem von Bebel erhobenen dem dortigen Landgericht zu verantworten. Der Staatsanwalt hatte Vorwurf der Hunnenbrief- Fabrikation zusammen". Rechtsanwalt fünf Jahre Gefängnis beantragt; das Gericht verurteilte den Knaben Freudenthal als Verteidiger des Angeklagten beantragte Aus- zu acht Jahren Gefängnis, sprach ihn aber von der Ansegung der Verhandlung. Er verwies darauf, daß das Verfahren flage wegen Sittlichkeitsverbrechen an dem Kinde frei, da ihm die wegen Majestätsbeleidigung gegen Normann Schumann zur Strafbarkeit der Handlung erforderliche Einsicht gefehlt habe. noch schwebe und dessen Beendigung abzuwarten wäre, da es zur Ob ein solches Kind wirklich geistig normal ist und ins Gefängnis Beleuchtung der Persönlichkeit des Privatklägers von Bedeutung jei. gehört? Der Verteidiger behauptete auch, daß lekterer gleichzeitig für eine Reihe von Blättern, die teils links, teils rechts stehen, politische ArGothein( frf. g.) weist darauf hin, welcher Unterschied zwischen titel geliefert habe und berief fich dafür auf das Zeugnis des Hofpremier jus und Oleomargarine bestehe, die aus dem premier jus predigers Stöcker, des Abg. Bebel, des Redacteurs OberEine Luftballonfahrt über die Alpen hat am 16. d. M. der ausgepreßt werde, wobei Stearin als Rückstand bleibe. Der Krieg winder u. a. Rechtsanwalt Dr. Hahn Charlottenburg als östreichische Erzherzog Leopold Salvator von Salzburg aus untergegen das Stearin im premier jus fei insofern luftig, weil nur Vertreter des Privatklägers bezog sich dagegen auf eine amtliche nommen. In seiner Begleitung befand sich der Kommandant der Dieses Stearin gesundheitsschädlich sein soll, während man immer Bescheinigung der Kantonalbehörde und der Polizeibehörde von militär- aeronautischen Anstalt Hauptmann Hinterstoißer. Diese Luftfahrt hört, wie das Stearin, welches aus dem Talg deutscher Luzern, wonach eine Ausweisung des Privatklägers weder in Antrag ist schon deshalb, abgesehen von der intereffanten und nicht gefahrlosen Rinder gewonnen wird, als gutes Nahrungsmittel empfohlen gebracht, noch in Erwägung gezogen worden sei. Namens seines wird. Redner legt sodann dar, welche Bedeutung die frag- Klienten verwahrte er diesen auch entschieden gegen den Vorwurf, eine in den Alpen aufzusteigen und über die Spitzen der Berge hinzufliegen. frag- Klienten Fahrt über die Berge, bemerkenswert, weil es der erste Versuch war, lichen Stoffe für die kosmetische Fabrikation haben. Wenn Fabrikation von Hunnenbriefen betrieben zu haben und berief fich auf Der Ballon zog an dem Wazmann, dem Steinernen Meer, dem man premier jus höher belaste als Zala 2c., so würden die Mar- bie Ausführungen des Kriegsministers v. Gozler in der Reichstags- Bochkönig vorüber, und im Hintergrunde sah man, auf dem garinefabriken ihr Rohmaterial Surch Vermittelung von Seifen- fizung vom 11. Januar d. J., wonach Hunnenbrief- Fabriken in Paris, Firmament verschwimmend, die Gebirgsrücken der Tauern. Um Zurich und Baſel zu ermitteln gewesen seien. Damit stehe aber der 8 fabriken beziehen. zu lassen. Hahn fordere Säge, die in keinem Verhältnis zum Wert enthalte eine Beleidigung im Sinne des§ 186, denn es werde nur über das Tennengebirge flog. Die Temperatur betrug in dieser gerade als der Ballon in einer Höhe von 3300 Metern Staatssekretär Graf Posadowsky bittet, es bei den Bollfäßen Privattläger in feinem Zusammenhange. Der Vorwurf der Ausweisung Uhr 40 Minuten war in der Ferne der Großglockner fichtbar, ſtehen. Deutschland fönne seinen Bedarf an tierischen Fetten allein derjenige ausgewiesen, der ein gemeines Verbrechen begangen habe Höhe- 8 Grad. Um 10 Uhr 10 Minuten zog der Ballon nicht decken. Gegen die Einfuhr gesundheitsschädlichen Fleisches haben oder sich in dem betreffenden Staate mißliebig gemacht habe. in einer Luftbahn von 4000 Metern über den Gebirgsstock des wir das Fleischbeschau- und das Nahrungsmittelgesez. Unfre Cafes Rechtsanwalt Freudenthal bestritt dies. Dachstein. fabrikation gebrauche Schweineschmalz. Wenn wir unsren Bedarf an tung, daß jemand ausgewiesen worden sei, sei nicht be- Der Kurs führte dann über die Rottenmanner Tauern. ein solches Mißgeschick könnte jeden Poli- Jm Mürzthal wurde an die Landung gedacht. Diese ers Fett und Talg im Inland decken wollten, müßte unsre Fleisch- leidigend, denn produktion um das sechs bis achtfache gefteigert werden. titer treffen. Bezüglich der Hunnenbrief- Fabritation legte Das sei einfach unmöglich. Redner macht hierauf vertrauliche Mit- den Artikel des Reichstags Abgeordneten Bebel im Vorwärts" folgte ganz glatt und leicht in der Nähe von Judenburg. Auf einer Wiese bei Weißenkirchen, unmittlbar neben einer bom 12. November vor. Der Gerichtshof hielt eine weitere mible, wurde der Abstieg vollzogen. Als die Landleute in teilungen. Beumer( natt.): Es sei bisher nicht möglich gewesen, premier Beweisaufnahme nicht für nötig und verurteilte den Angeklagten zu der Nähe den Ballon vom Himmel zu Erde niederfinken sahen. jus von Talg zu unterscheiden. In einigen Bollämtern habe man 30 Mart Geldstrafe event. 2 Tagen Gefängnis und Bubli bemächtigte sich ihrer große Angst; fie liefen erschreckt davon, und tationsbefugnis für den Beleidigten in der„ Morgenpost", der erst als die Luftschiffer sie durch Zurufe überzeugten, daß ihre Augst premier jus als Schmalz, in andern als Talg verzollt. Graf Kanis( l.) steht auf dem Standpunkt der Hamburger Frankfurter Zeitung", der Oder- Zeitung" und im" Luzerner Tage unbegründet sei, wagten fie es, näher zu fonimen und Hand anzus Handelskammer; er wolle durch Erhöhung der Bollsäge die Mög- blatt". Der Gerichtshof hielt die unzutreffende Behauptung, daß begründet sei, wagten sie es, näher zu kommen und Hand anzulegen, um den Ballon zu verpacken und fortzufchaffen. Die Landung lichkeit erweitern, mit Nordamerika zu besseren Handelsverträgen zu erfolgte um 11 Uhr 20 Minuten vormittags. Von Judenburg trat tommen. In dieser Beziehung glaube er in vollem Einverständnis dann der Erzherzog mit Hauptmann Hinterstoißer die Rückfahrt nach mit dem Reichskanzler zu sein. Zur Durchführung einer solchen *) premier jus ist ein durch Ausschmelzen frischen Rinderfetts mit Dampf unter möglichst niedriger Temperatur gewonnenes Erzeugnis, das aur Margarinefabrikation dient. " # = Die Behaup er der Privatkläger ausgewiefen fei, für beleidigend und die geringe Geldstrafe für angemessen, da dieser Borwurf für den Privattläger nicht besonders schwer fallen könne. Den Schlußpaffus hat das Gericht nicht für beleidigend gehalten. Die qu. Notiz sei nach dem Bebelschen Artikel erschienen, der Angeklagte habe im guten Glauben gehandelt und er habe den Schlußsaz wohl nur hinzugefügt, um Idie Ausweisung den Lesern erklärlich zu machen. Wien an. Vermischtes. Duisburg. Der Rhein- und Ruhrzeitung" zufolge ist die rau des verhafteten Fabrikanten Terlinden gestern ebenfalls verhaftet und in das Gerichtsgefängnis eingeliefert worden. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler Dienstag, 22. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 3: Branchen- Versammlung der Parkett- Bodenleger. und deren Berufsgenossen.( E. H. 86, Hamburg.) Mitglieder- Versammlungen finden ftatt: Bezirk A. am Sonntag, den 20. April, vormittags 10½ Uhr, bei Nowak, 1. Unfre Lohnbewegung früber und jest, Portrag des Reichstags: B. am Sonntag, den 20. April, vormittags 10% Uhr, im Reſtaurant Tages Ordnung: jetzt. Abgeordneten Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch wird gebeten. 82/8 " " Mauteuffelstraße 9. " 3ur Hütte", Stalizerstraße 30-31. Sonntag, 20. April, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, C. am Sonntag, den 20. April, vormittags 10 Uhr, bei Gerth, D. am Montag, den 21. April, abends 8½½ Uhr, bei Baner, Engel- Ufer 15, Saal IV.: Blücherstraße 66. Rosenthalerstraße 57. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, die meinem lieben Mann die letzte Ehre erwiesen haben, und für die reichen Kranzspenden unsren herzlichsten Dant. 20086 Die trauernd Witwe nebst Kindern. Marie Klähne, Staligerstr. 132. Danksagung. Allen denen, die an der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, unfres Sohnes, des Schriftgießers Adolf Löhr, teilgenommen haben, unfren herzlichen Dant, insbesondere Herrn Manasse, für die trostreichen, mir aus der Seele gesprochenen Worte, sowie für die Kranzspenden und Schriftgießer gegend, der Neuen freien Voltsbühne Die trauernden Hinterbliebenen. Versammlung der Branche der Bautischler.desordnung: 1. Gefchäftliches. 2. Biertelfährlicher Kaffenbericht pro 1. Quartal 1902. 5. Bero& dritaleßer Bertind und UmJut Bezirk B. findet als 3. Punkt die Wahl eines ette Mitglieder( bis 45 Jahre) aufgenommen und deß Schiller- Thenters. Das schiedenes. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Erscheinen aller ist dringend notwendig. Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolierer. Versammlung am Montag, 21. April, abends 8%, Uhr, Audreasstraße 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann: Auf was wir stolz find. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Der Vorstand. 145/18 Revisors statt. 272/4 Die Zahlstellen, in denen an jedem Sonnabendabend werden, befinden sich: Naunynstr. 78 bei Grundmann, Kleine Andreasstr. 14 bei Schmidt; Reichenberger: straße 29 bei Schmidt; Sfalizerstr. 69 bei Wartenberg; Soffenerstr. 46 bei Ment; Alte Jakobstr. 69 bei Lenz; Elfafferstr. 11 bei Raddas; Georgenkirchstr. 25 bei Radtte; Moabit, Thurmstr. 72 bei Buchwald. Die Ortsverwaltungen. Schmöckwitz. Orts Krankenkasse Der Sutmacher, Hutfourniteure Restaurant ,, Seddin- See" und Filzwaren Verfertiger Berliner 20196 Spar- und Bauverein. Eingetragene Genoſſenſchaft mit 27. beschränkter Haftpflicht. Auf die Tagesordnung unserer aut Generalversammlung April 1902 ftattfindenden - Hoffen geſetzt: wird noch der Antrag von 370 Ge 19916 empfiehlt fein schön gelegenes Lokal zu Dampferpartien, Ruderern und zu Berlin, ,, Aenderung des§ 33 des Statuts." Radfahrern. Großer schöner Garten für 2000 Personen. Zwet große Am Sonntag, den 27. April cr., Der Vorstand. Kegelbahnen Stelle die billigsten Dampfer zur Verfügung. vormittags 10 Uhr, im Restaurant L. Schmidt. [ 35750* A. Feind, Weinstraße 11: Telephon Amt Grünau 54. Freundl. ladet ein Ang. Noack. Ordentliche Verband des technischen Bühnen- Personals. Für gute veien und Getränke iſt beſtens geforgt. Sonnabend, 19. April, abends 11 Uhr. Neue Rosstr. 3: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands und der Delegierten. 2. Kassenbericht. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Verbandsangelegenheiten und Ver fchiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet 190/4 Der Vorstand. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 20. April, nachmittags 3 Uhr, bet Wwe. Thomas, Neinickendorf, Eichhornstr. 54, Ece Augusta Viktoria- Allee: n. Brodts Gesellschafts- Haus Erkner am Dämeritz- See 3 Minuten vom Bahnhof- herrlich am Wald und Wasser gelegen empfiehlt sich den Genossen bei Ausflügen per Eisenbahn und Dampfer, den geehrten Familien, Vereinen und Fabriken zu angenehmem Aufenthalt. Im Monat Mai, Juni, Juli und August find noch Sonnabende und Sonntage zu vergebent. H. Eberts Grosso a. kleine Säle 37399* Festsäle ,, Neues Klubhaus" 72 Kommandanten- Strasse 72. ( Bühne), bis 500 Personen fassend, zu verGroße öffentliche Versammlung aller ungelernten Arbeiter u. Arbeiterinnen Reinidendorfs Tagesordnung: 1. Vortrag: Wenn zwei basselbe thun, so ist es nicht gebonntag, och nebende u Sonntage frei. Grosser Ball. und Umgebung. u. u. Mittwoch Donnerstag: 64/8 Wo? basselbe. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. NB. Die Versammlung wird präcije 3 Uhr eröffnet. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Die Ortsverwaltung. Achtung! Lichtenberg. Achtung! Sonntag, den 20. April, mittags 12 Uhr, im großen Saale des Höflich, Frankfurter Chauffee 120: ist ein schöner Aufenthalt, schön zu Fuß, Rad und Kremser zu erreichen? Beim alten Freund auf Pichelswerder. Für gute Küche usw. ist immer bestens gesorgt! [ 37769* - Musik: Elektrisch. Öffentliche Verſammlung für Männern. Frauen Grosse Industrie- Ausstellung 222/6 Tages Ordnung: Die Gewerbegerichtswahl. Referent: Genosse Körsten. Genossen, agitiert für regen Versammlungsbesuch. Das Wahlkomitee. Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 20. April, nachmittags 5 Uhr, in Frankes Festsälen, Sebaftianstr. 39, nahe der Alten Jakobstraße: abi Statutenmäßige BERLIN 1902 für Gast- u. Hauswirtschaft, Kochkunst, Erfindungen und Neuheiten 20/13 16 vom 12. vom 12. bis inkl. 27. April im Luisenhof, Dresdenerstrasse 34-35. Heute Sonnabend, volkstümliche Preise: General- Versammlung.25 Pf. Tages Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Anträge. 4. Fortsetzung der Verhandlung der wegen lokaler Umstände vertagten Bersammlung vom 6. April.( Diskussion über den Bericht der Delegierten zur General- Versammlung in Magdeburg.) 138/9 Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Verein der Mineralwasser- Arbeiter Berlins u. Umg Mittwoch, den 23. April, abends 8 Uhr, bet Patt, Dragonerstr. 15 Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Bericht des Kaffierers. 3. Bericht der Kommission. 4. Bericht über den am 8. April gefaßten Beschluß: Anschluß des Vereins an den Centralverband der Handels: und Transport- Arbeiter. 2012b Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 20. April 1902, vormittags 10 Uhr bet Fischer, Krummestraße 41 Bezirks- Versammlung für Charlottenburg. Tages Ordnung: 114/1 1. Vortrag des Kont. Mittmann. 2. Diskussion u. Verbandsangelegenheiten. u. Berbandsange Montag, den 21. April 1902, abends 8 Uhr im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer No. 15, Saal IV Kombinierte Vertrauensmänner- Konferenz der gesamten Vertrauensleute Berlins. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Gewerkschaftsfongreß. 2. Aufstellung von Kanbibaten zur Wahl eines Delegierten zum Kongreß. Es muß jede Werkstatt vertreten sein. Mitgliedsbuch und Einladungskarte legitimiert. Die Ortsverwaltung. = Gewerkschaftlicher Frauen- Verein sämtlicher Berufe Berlins u. Umgegend. Montag, den 21. April, abends 9 Uhr im Lokal des Herrn Franke, Sebastianstrasse 39 Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über die gewerkschaftliche Frauen Bewegung am Unterrhein. Referentin Frau Gubela. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zum Vorstand. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Stellungnahme zum 1. Mai. 6. Berichterstattung über die am 6. März einstimmig angenommene Reso: lution an die Beitungsfommission des Vorwärts". 7. Verschiedenes. Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. 288/5 van Houten's Cacao Man versuche diese bestrenommierte Marke als erstes Frühstück! Die Kölnische Unfall- VersicherungsActien- Gesellschaft in Köln a. Rh. gewährt unter äusserst vorteilhaften und liberalen Bedingungen Versicherung gegen Sturmschäden ( insbesondere auch Wirbelwinde, Cyclone, TorGeneralversammlung, wozu die Delegierten eingeladen werden. Tages Ordnung: 19936 a) in getrennter Berfammlung: 1. Neuwahl eines Borstandsmitgliedes der Arbeitnehmer( Amtsdauer bis 1. Januar 1903). b) in gemeinschaftlicher Bersammlung: 2. Jahres- und Kaffenbericht. 3. Bericht der Staffenrevisoren pro 1901 und event. Antrag auf Erteilung der Decharge des Rendanten und des Vorstandes. 4. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der§§ 2, 4, 10, 27 und 30 des Statuts. 5. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Postkarte gestattet. Der Vorstand. Karl Kummert, Vorsitzender, Pankow, Floraftr. 43. Kranken- Unterstügungs- und Begräbnis- Berein der Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Umg. Sonntag, den 20. April 1902, bor: mutttags 10 Uhr, Bangestr. 65: General- Versammlung. Tagesordnung: Ernst Roscher. Orts- Krankenkasse Boxhagen- Rummelsburg. abends 8 1hr, Dienstag, den 29. April er., General- Versammlung. [ 272/9 im Lokale des Hrn. Jans, Hauptstr. 87, Tages Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Eventuelle Bes schlußfaffung über Intrafttreten des neuen Statuts. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: Budde. Orts Krankenkasse der Nadler und Siebmacher zu Berlin. Sonntag, 27. April, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 7: General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Verlesen der Protokolle. 2. Staffenbericht des Rendanten. 3. Bericht des Rechnungsausschusses. 4. Verschiedenes Der Vorstand. 1998b R. Schmidt, Vorsitzender. Mieter: und Bauverein Selbst: hülfe zu Berlin. G. G. m. b. H. Bilanz vom 31. Dezember 1901. Einnahme. 1. Gintrittsgelder 1. Abrechnung vom I. Quartal 1902. 2. Geschäftsanteile 2. Vereinsangelegenheiten und Ber fchiedenes. 37/2 " • 18, • • • 900, 918, 48,65 Ausgabe. Die Mitglieder werden ersucht, 1. Geschäftsuntosten recht zahlreich zu erscheinen. Neue Mitglieder von 16-45 Jahren 3. Kassenbestand 2. Ein Sparkassenbuch über. 850, werden in der Versammlung vom Rendanten Herrn Deredder aufgenommen. Der Vorstand. Allgemeine Ortskrankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Co Am Sonntag, den 27. April 1902, vormittags 10 Uhr, findet in der Berliner Ressource, Kommandanten Straße 57, die ordentliche Generalversammlung statt, zu welcher die für 1902-1903 gewählten Vertreter hiermit ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1901. 2. Decharge Erteilung. 3. Mitteilungen des Vorstandes. Berlin, den 18. April 1902. Der Vorstand. R. Weiße, Vorsitzender. 272/3 Orts- Krankenkasse Einnahme Ausgabe 19,35 918, 918, 48,65 Bleibt Barbestand 869,35 Die Mitglieberzahl betrug 31. Dezentber 1901: 18. am Die Saftfummte ber Mitglieder betrug am 31. Dezember 1901: 900,-. Berlin, den 29. März 1902. Der Vorstand: Richard Rehbein, Wilhelm Nöder, Wilhelm Brand. Der Aufsichtsrat: Karl Knoblauch, Otto Lehmann, Wilhelm Steller. 106/18 Kraft- Rothwein FürBlutarme u.Kranke ärztlich Feurig Süsser empfohlen Fi.150 U.2M. haben Santajucial der Kupferschmiede. empfiehlt Dr. v. Walek. Generals Sonntag, den 27. April cr., bertreter Sommer, Roloniestr. 3. vorm. 10% Uhr: General- Versammlung Die schönsten Herrenim Rosenthaler Hof", Rosenthaler: straße 11/12. 272/5 Tagesordnung: Siehe überfandte Einladung des Vorstandes. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Ordentliche Anzüge. Herrengarderobe in neu, 38832* fowie speciell Monatsgarderobe von Kavalieren zurückgelegte Sachen, fast neu, für jede Figur paffenb, fino in größter Auswahl zu staunend billigen Preisen stets zu haben. nados) und deren Begleit- Er- General- Versammlung J. Wand, Prinzenstr. 17, scheinungen. Die Versicherung erstreckt sich auf Gebäude aller Art, sowie deren Inhalt als: Mobiliar, Maschinen, Einrichtungen, Waren und Vorräte. Nähere Auskunft erteilt gern die Direktion in Köln, sowie [ 3961L die leicht zu erfragenden Vertreter der Gesellschaft. Hüte! Serrenhüte von 1,50 an Knabengüte ,, 0,75 ,, Größtes Lager in Strohhüten von den einfachsten bis zu den feinsten Genres Schirme zu außergewöhnlich billigen Preifen. Mühen. Krawatten. am Montag, den 28. April, abds. 82 Uhr, in Feinds Salon", Wein: ftraße 11. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung für 1901. 2. Be richt des Rechnungsprüfungs= Ausschuffes f. 1901 1. Erteilung d. Decharge. 3. Beschlußfassung über den vom Vorstand angestellten Krantencontroleur. 4. Berschiedenes. 272/6 Um pünktliches Erscheinen der Delegierten erfucht Der Vorstand. Orts- Krankenkaffe der Strumpfwirker. Bekanntmachung. Den Mitgliedern und Arbeitgebern zur Kenntnißnahme, daß die Xш. 6änderung zum Statut betreffs der Sagungen des Ortsstatuts für Hausgewerbetreibende Berlins vom Bezirks[ 37248* ausschuß genehmigt und somit in Scraft getreten ist. Die Verteilung findet Dresdenerstr. 2, bemnächst fiatutenmäßig statt. Der Vorstand. Otto Gerholdt, aliyeftraße. 272/2 Ecke Ecke Wafferthorstraße. 38088* Gardinen Jugenbifil, circa 250 Muſter. Neuheiten, Secessions und Katalog( 450 Illuftrat.) gratis und franco. Emil Lefèvre, Oranienſtr. Berlin S., 158. Die Groß Destillation u. 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Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fojten 40 Bf. pro Zeile Aelterer Parteigenosse in der inündlichen und schriftlichen Agitation bewandert, auch mit Buchführung und schriftlichen Arbeiten bertraut, jucht Stellung als Redacteur, Berichterstatter, Arbeitersekretär 2c. Gefl. Offerten unter U. 3. Erpe 39342* dition des„ Vorwärts". Nr. 91. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 19. April 1902. " Lokales. " gefahr. # Die zum und " Die mindestens 16 Fällen hätte der Blig, falls die elektrische Oberleitung näherung an den Mars verringert und eine rubige Landung ermög in den betreffenden Straßenzügen nicht vorhanden gewesen, in die licht werden. Daß meine Ideen durchführbar sind, will ich Ihnen," Wohnhäuser einschlagen müffen. Juwieweit die bei dem Gewitter so schloß damals Ganswindt seine Ausführungen, fofort beweisen. In der letzten geheimen Sigung der Stadtverordneten gemachten Erfahrungen für die etwaige Anwendung eines neuen Ich habe niemals Klavier spielen gelernt und habe es mir selbst wurde beschlossen, die Vorlage zur Uebertragung der Druckherstellung Bligableiter- Systems zu verwenden sind, dürften weitere Unter- beigebracht durch meine eignen Kombinationen". Mit einem flotten des Gemeinde- Blattes" und der damit in Verbindung fuchungen lehren. Berlin besitzt jedenfalls durch die Telephon- und Marsch beendete der Erfinder feinen Vortrag und mit der Ueberstehenden Drucksachen an die Firma Wilhelm Grewe( Inhaber Mar Straßenbahnleitungen einen wirksamen Schuh gegen jegliche Blig zeugung, den Ausführungen eines geistestranten Mannes zugehört Baich) auf die Dauer von drei Jahren, an den Magistrat zurück Bemerken wollen wir noch, daß eine Gefährdung von zu haben, entfernten sich die Besucher jener seltsamen Sigung. zugeben mit dem Ersuchen, der Stadtverordneten Versammlung eine Straßenbahnwagen durch elektrische Entladungen nicht stattfindet, da Der verhaftete Erfinder Hermann Ganswindt wurde gestern neue Vorlage zu machen. Gleichzeitig genehmigte die Versammlung jeder Waggon mit sicher wirkendem Blizableiter ausgerüstet ist, der mittag nach seiner eingehenden Vernehmung auf der Schöneberger die Wahl des Stadtelektrikers Dr. Kallmann auf weitere 6 Jahre auf sich auch bisher in allen Fällen nicht nur in Berlin, sondern auch Polizeidirektion mit einer Droschte nach dem Moabiter UntersuchungsGrund eines neuen Vertrages. in allen Orten, in denen Straßenbahnen verkehren, bewährt hat. gefängnis übergeführt. Die beschlagnahmten Bücher und KorAus der gestrigen Magiftratofizung. In der Sigung vom respondenzen bilden ganze Berge. Ganswindts Angestellte, darunter Ueber den Wasserschaden bei der Paketpost und der Fern: ein Buchhalter, der acht Jahre bei ihm thätig war, sind nach der Freitag wurde beschlossen, die im Humboldthain vorhandenen sprecheinrichtung durch das Unwetter am legten Montag berichtet Schließung der Geschäftsräume durch die Polizei ohne Be Gewächshäuser zu erweitern, um die Blumen und Gewächse, noch die Bert. Btg.":" Sämtliche Kellerräume an der Oranien- schäftigung. Vielleicht sorgt das Schußkomitee für fie. die zur Ausschmüdung unsrer Bläße und Anlagen dienen, in größeren burger- und Artilleriestraße waren vollständig mit Wasser Durchsicht der Bücher wird sich vielleicht einfacher gestalten Mengen ziehen zu können. Die Kosten sollen in den nächsten Etat gefüllt; das Fener in den Heizmaschinen erlosch. eingestellt werden. In der Zeit vom 29. Juni bis 5. Juli d. Js. Auspumpen des Wassers früh um 52 Uhr gerufene Feuer: glaubte, da Ganswindt selbst sie im Laufe der Zeit wieder in fürzerer Zeit erledigen lassen, als man zunächst findet hier die neunte Tagung des Internationalen Schiffahrts- wehr fonnte wegen der überaus großen Zahl von Hilfs bolt durch gerichtliche Bücherrevisoren nachprüfen ließ. Ge Kongresses statt. Der Magistrat hat auf einen Antrag der Kongreß gesuchen aus allen Teilen der Stadt, bei denen es sich vielfach ist übrigens jetzt nicht das erste Mal, daß der Erfinder mit dem Icitung beschlossen, ihn zu beschicken. Stadtbaurat Krause wird den auch um die Rettung von Menschenleben handelte, erst gegen Staatsanwalt zu thun hat, er mußte sich vielmehr schon wiederholt Magistrat vertreten. 12 1hr mittags mit ihren Dampfdrucksprigen eingreifen. Die in Die Absicht, Berlin zu schneiden" haben nach den Mit der Zwischenzeit von dem Personal des Paketpostamis unter- Aegen Anzeigen verantworten, diese erwiesen sich bis jetzt stets als ungerechtfertigt, so daß das Ermittelungsverfahren immer bald teilungen einer Korrespondenz die Werderschen Obsthändler. Es wird nommenen Versuche, mit fleinen Handpumpen die Wassermengen zu wieder eingestellt wurde. Die Untersuchung führt auch bewältigen, hatten wenig Erfolg. Im Ausgabefeller( Bogengebände), diesmal Landrichter Reuter, gemeldet: der sich schon seit 6 Jahren Die geplante Verlegung des Obst Großmarktes aus der der mit Paketen angefüllt war, erreichte das Wasser zwar nur einen jedesmal mit den Ganswindtschen Angelegenheiten befaßt hat. Central- Markthalle in Berlin nach der Landsberger Allee hat nicht etwa 15 Centimeter hohen Stand, indessen war es nicht zu ver- Ganswindt entstammt einer sehr angesehenen Familie. Sein Vater, nur unter den nächstbeteiligten Hausbesizern und Gewerbetreibenden hindern, daß rund fünfhundert Pakete durch Wasser Karl Ganswindt, der in Voigtshof bei Seeburg in Ostpreußen in der Nähe der Centralmarkthalle, sondern auch unter den Obst- beschädigt wurden. Trotz der zur Sicherung der Sendungen 50 Jahre hindurch ein Mühlenetablissement besaß. verfügte über behändlern eine große Beunruhigung hervorgerufen, die von den aus ergriffenen Maßnahmen wird voraussichtlich doch für eine größere deutende Geldmittel. In seinem Hause unterhielt er auch ein Atelier wärtigen Obsthändlern und Produzenten geteilt wird. Die Zahl von Baketen Ersatz geleistet werden müssen. Im Betriebe der für technische Versuche. Vor 40 Jahren erregte die Erfindung eines " Werderschen" befürchten, daß ihnen die Lieferungen nach einer am Stadt- Fernsprecheinrichtung sind hauptsächlich die Stadt- Fernsprech- feiner Söhne großes Aufsehen. Er konstruierte damals das erste Central Viehhof belegenen Halle erschwert und verteuert ämter 1, 4, 7 und 3 betroffen. Bei den drei erstgenannten hat es sich vierrädrige Velociped für mehrere Personen. und die Umfäße verringert werden, weil Eisenbahn- mehr um unpünktliches Eintreffen der Beamtinnen infolge des Un- Interessant für die Beurteilung der Persönlichkeit des Erfinders transporte an Stelle der Beförderung mittels der Dampfer treten wetters und der dadurch entstandenen Verkehrshemmnisse sowie um scheint sein letztes Schreiben an den Kriegsminister über seine Flugmüssen, wodurch das Obst und auch der Geschmad desselben beein- geringfügige Beschädigungen einzelner Kabel durch eingedrungenes maschine zu sein. Es heißt da:" Für den Fall, daß die deutsche Regierung trächtigt werden sollen. Die Werderschen wollen sich deshalb be- Regenwasser gehandelt, die keine eigentlichen Betriebsstörungen ver- diese Erfindung nach ihrer Prüfung von mir sollte als Staatsgeheimnis mühen, sich von Berlin gänzlich unabhängig zu machen. Zu diesem ursacht haben. Schlimmer hat das Fernſprechamt 3 zu leiben ge- erwerben wollen, würde ich eine einmalige Entschädigung von 20 Mill. Zwed agitieren sie für die Einrichtung von Märkten in Werder. habt. Die Kellerräume des Grundstücks, in denen auch die End- Mark verlangen, welche mir schon jetzt in rechtsverbindlicher Form Mit audren Worten, sie wollen in Zukunft nicht mehr nach Berlin verschlüsse des Vermittelungsamts 3 untergebracht sind, waren für den Fall zugesichert werden müßte, daß ich innerhalb von mit Obst kommen, sondern die Berliner und alle andren Händler etwa zwei Meter tief unter Wasser gesezt. Dadurch ein bis zwei Jahren eine allen Anforderungen genügende sollen dann nach Werder kommen. Dadurch würde ein großer find Nebenschlüsse in sämtlichen in das Amt eingeführten Stabeln lenkbare Flugmaschine herstelle, womit jedoch nicht gefagt sein soll, Teil des Verkehrs mit Obst von Berlin abgelenkt werden, entstanden, die zunächst nur den Betrieb erschwert, aber nach und daß dieselbe nicht schon viel früher vollendet sein kann. Um jedoch wodurch natürlich eine Verteuerung eintreten weil nach zu umfangreichen Störungen von Anschlußleitungen und Ver- diese Arbeit frei von allen petuniären Schwierigkeiten ausführen zu größere Spesen für die Händler entstehen und das unverkaufte bindungsleitungen Anlaß gegeben haben. Mit dem Austrocknen der können, müßte der Staat sofort eine solche Flugmaschine zum Preise Obst am Schluß des Marktes, das oft sehr billig hier am Playe Räume, der Endverschlüsse und Kabel wurde sofort mit allem Nach von 200 000 m. bestellen, die Hälfte dieses Preises sofort ausverkauft wurde, dann nicht mehr auf die Preise im Kleinverkehr druck vorgegangen." zahlen usw." Das Kriegsministerium antwortete dem Erfinder, daß drücken kann. Wenn der Obstgroßmarkt in Berlin bleiben soll, dann es seine Mondreise nicht ernst nehme, für seine Erfindungen vor muß entweder die Halle in der Dorotheenstraße, die sehr günstig am läufig teinen Bedarf habe, sie fich aber gelegentlich ansehen werde. Wasser gelegen ist, dafür eingerichtet werden, oder eine andre bessere Diese Antwort legte Ganswindt als für sich günstig aus. Lage als die an der Landsberger Allee für den Obstmarkt in Aussicht genommen werden, bevor die„ Werderschen" ihre Pläne ausführen. D muß, Die Betriebsverwaltung der elektrischen Hoch- und Untergrundbahn beabsichtigt, für den Verkehr auf ihren Linien Arbeiter Fahrtarten auszugeben. Es wird geplant, folche Arbeiterkarten zu dem ermäßigten Preise von 10 Pf. für die ganze Oststrecke vom Stralauer Thor bis zum Potsdamer Platz aus zugeben. Diese Karten würden auch zu einer Fahrt zwischen dem ift gleichzeitig mit der Inkraftfehung des neuen Fahrplans und Stralaner Thor und der Bülomstraße berechtigen. Die Einführung Tarifs am 1. Mai in Aussicht genommen. Arbeiter Samariter- Kolonne. Wir machen hiermit auf die in unsren beiden Abteilungen beginnenden Sommerkurse zur Ausbildung in der ersten Hilfe bei Unglücksfällen aufmerksam. Die Kurse beginnen in der Centrale„ Dresdener Garten", Dresdener- Wie sich die Welt in jenen Köpfen malt. Die auf den straße 45, am Montag, den 21. April, in der Filiale Restaurant Lebensmittelwucher wie toll verſeffene" Deutsche Tages- Zeitung" Schmitz, Brunnenstr. 150, am Montag, den 28. April, jedesmal thut arg verschnupft, weil wir gestern bei Betrachtung der Arbeiten 9 Uhr abends. In jeder Abteilung bildet der Kursus für sich ein am Teltow- Kanal gezeigt haben, wie es um den wichtigsten abgeschlossenes Ganzes und verteilt sich auf neun lebungsabende, Schutz, den des deutschen Arbeiters bestellt ist. Seiner Natur nach welche vierzehntägig stattfinden. Das Eintrittsgeld beträgt 25 f., kleidet das Blatt feinen Ausfall in folgende Unflätigteit: der monatliche Beitrag ebenfalls 25 Pf. Die Ausbildung wird er: reicht durch theoretische Vorträge und praktische lebungen. Außerdem steht den Teilnehmern eine reichhaltige Bibliothek unentgeltlich zur Verfügung. Jede Auskunft wird von dem Vorfizenden W. Meyer, Bernauerstr. 78, bereitwilligst erteilt; auch sind dort Lehrpläne zu haben. Ebenso werden Aufträge für die dienstthuende Abteilung zu Sommerfesten usw. vom Vorsitzenden angenommen. Einer zahlreichen Beteiligung der Arbeiter und Arbeiterinnen sehen wir ent gegen. Alles weitere siehe Sonntags- Juferat. Mart. Der„ Vorwärts" flunkert hier wie gewöhnlich. Erstens er halten die Arbeiter mehr wie zwei Mark täglich. Zweitens ist das„ bißchen Arbeitsgelegenheit" den Berlinern durchaus nicht genommen. Jeder, der sich um Arbeit bewirbt, wird, so lange Arbeiter eingestellt werden, unbedingt angenommen. tommen aber herzlich wenig Berliner. Einzelne, die den Bersuch machten, haben sich nach kurzer Zeit still in die Büsche geschlagen. Schwer arbeiten ist nichts für Berliner Arbeiter, weil sie schon förperlich den Anforderungen nicht gewachsen sind. Außerdem ist den meisten das Leben im freien Felde zu wenig unterhaltsam, als daß sie sich zu der Kanalarbeit drängen sollten. Sie ernähren sich eben auch ohne Arbeit, und das ist entschieden angenehmer. der sich wegen zahlreicher Hoteldiebstähle in Haft befindet, ist noch Der Geifteszustand des falschen Fürsten Manolesco", war zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Charité überwiesen immer der Gegenstand gerichtlicher Erwägungen. Der Hochstapler worden, und das von den dortigen Aerzten erstattete Gutachten geht dahin, daß Manolesco erblich belastet sei. Ein daraufhin vom Rechtsanwalt Dr. Schwindt gestellter Antrag auf Haftentlassung wurde abgelehnt, auf Antrag des Staatsanwalts Dr. K a 3 wurde Sanitätsrat Dr. Leppmann mit der Erstattung eines Gutachtens betraut. Dieser ist zu demselben Ergebnis gekommen wie die Charité- Aerzte. Der Staatsanwalt will sich dabei nicht beruhigen, sondern hat die Einholung eines Obergutachtens beantragt. Der Untersuchungsrichter hat diesen Antrag abgelehnt, weil in dem Gutachten der Sachverständigen ein Ziviespalt sich nicht zeige, und der Staatsanwalt hat nunmehr mit einer Beschwerde sich an die zuständige 8. Strafkammer gewandt. Der Verteidiger hat bei dieser Sachlage jetzt einen neuen Antrag auf Haftentlassung gestellt. Mehrere hundert junger Bäume, Linden, Rot- und Weißdorn, sowie fleine Akazien, werden jetzt auf der Mittelpromenade der Stalizer und der Gitschinerstraße eingepflanzt. Der früher hier befindliche Baumbestand hatte durch die Anlage der Hochbahn derartig gelitten, daß er beseitigt werden mußte. Ob die neuen Bäume besser fortkommen werden, ist fraglich, da sie ebenfalls dicht an der Hochbahn stehen. Die Verhandlungen zwischen den Gemeinden Berlin und Rummelsburg wegen der Beteiligung an der Errichtung eines Magerbiehhofes in Rummelsbury find vorläufig gescheitert. Die Gemeinde Rummelsburg will nun einen neuen Magerviehhof Dies ist eine neue Anwendung des bei gewissen Leuten sehr Rudolf Virchow, der soeben das Ausfallen seiner Vorlesungen auf eigne Kosten und ohne ein Abkommen mit Berlin abzuwarten, beliebten Losungswortes Haltet den Dieb". Das Sprachrohr der einrichten. Junker, die das arbeitende Bolt durch den Lebensmittel- Wucher aus- anzeigt, war beim Minister nur um einen Urlaub bis zum Juni Das Kuratorium des städtischen Vieh- und Schlacht rauben wollen, denunziert dasselbe Bolk als eine nichtsnußige Bande für das ganze Sommerhalbjahr beurlaubt, um ihm Gelegenheit zu Schlacht- rauben eingekommen. Wie wir hören, hat Dr. Studt den Gelehrten aber hofes hat in seiner legten Sigung die Summe festgesezt, die es von Faulenzern und Lagedieben. geben, seine Gesundheit völlig wiederherzustellen. für die Zwecke des Vieh- und Schlachthofes voraussichtlich bis Ende Die Verhaftung des berüchtigten Erfinders Hermann Die Schuldenlaft des flüchtig gewordenen Kaufmanns. März 1908 noch zu Bauten usw. aus Anleihemitteln vom Magistrat Gauswindt, welche Donnerstag durch die Schöneberger Bolizeifordern wird. Diese Summe beläuft sich auf rund 6 Millionen behörde in seiner auf seinem Ausstellungsplatz in Schöneberg be- Gustav Lanzke, welcher in der Mitterstraße 58 ein Agentur- und legenen Wohnung vorgenommen wurde, erfolgte auf Grund von An- Kommiffionsgeschäft betrieb, ist nicht so bedeutend, als man ursprüngZum Apotheken- Boykott. Der Kampf der Berliner Kranken- zeigen, welche verschiedene Anteilzeichner, die vergeblich auf einen lich angenommen hat. Sie beträgt annähernd 90 000 m., von denen Geivinn gerechnet, bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht II er- allein etwa 60 000 m. auf Wechsel- Verbindlichkeiten beruhen. BeLaffen gegen die Apotheker ist in ein neues Stadium getreten. Der stattet haben. Schon seit fünf Monaten wurde G. von der Kriminal- fanntlich hatte 2. in einem Schreiben von Paris aus seinen BuchOverpräsident der Provinz Brandenburg hat seine Verfügung polizei beobachtet, welche immer mehr zu der Ueberzeugung kam, daß halter beauftragt, den Konkurs anzumelden. Wie die Nachforschungen gegen die Ortskrankenkassen der Kaufleute und gewerblichen ber berühmte Mann an seine Erfindungen selbst nicht glaubte, fondern ergeben haben, dürfte fich der Flüchtige wohl nicht mehr in der Arbeiter vom 13. November 1901, wonach der Boykott gegen 200 Apotheken aufgehoben werden sollte, dahin geändert, die auf Grund von ausgegebenen Anteilscheinen einlaufenden Gelder zum französischen Hauptstadt aufhalten, sondern sofort nach Absendung des baß zu den bisherigen 70 zur Lieferung zugelassenen Apotheken noch Teil für sich und feine Familie verwende und nur den Ueberschuß Briefes nach England gefahren sein. Mogeleien Bestohlener. Das Polizeipräsidium teilt mit: weitere 80, namentlich aufgeführte, hinzukommen. Dieser Erlaß zur Fortführung seiner Erfinder- Ideen benuße. Seine Verhaftung ist um so bedeutungsvoller, als bereits unabhängig hiervon die kann denn auch thatsächlich nur auf Grund der oben angegebenen In letzter Beit mehren sich die Fälle, in welchen bei Einbrüchen die Centralfommission der Krankenkassen beschlossen hatte, Rücksicht darauf, daß das jezige Verhältnis sich zu einem Dauerzustand zu entwickeln scheine, sämtlichen Kaffen zu empfehlen, aus eignen Stüden die Zahl der zugelassenen Apotheken zu vergrößern. Wir fommen ausführlicher auf die Angelegenheit zurüd. Inserate und zu tausende versandte Prospekte zur Teilnahme an Menge und den Wert der entwendeten Gegenstände machen, um eine seinem Unternehmen aufforderte und, nachdem ursprünglich nur Arteil- höhere Entschädigung von der Versicherungsgesellschaft zu erhalten. scheinezu je Taufenden Mart ausgegeben wurden, folche allmählich auf Es liegt im eignen Interesse des Publikums, die Angaben über den 100, 50, 20, 10 und 5 m. herabgefeßt und schließlich Coupons zu 2,50 M. Wert der entwendeten Sachen vorsichtig zu machen, da in allen abgegeben wurden. Die letzteren allerdings sollten, sobald das Unter- Fällen, in welchen der Nachweis gelingt, daß der Wert der gestohlenen Interessante Erfahrungen über die Einwirkung der Obernehmen florieren würde, mit je 15 M. eingelöst werden. Ganswindt hat auch Sachen erheblich geringer als angegeben ist, Strafanzeige bei der leitung der Straßenbahn auf elektrische Entladungen sind mit Ministerien, der Feuerwehr usw. verhandelt, um für seine Flug Staatsanwaltschaft wegen Betruges erstattet wird. Bereits in dem gelegentlich des schweren Gewitters am Montag gemacht worden. maschinen und Tretmotore Propaganda zu machen, und wollte auch zehnjährigen Verwaltungsbericht des Polizeipräsidiums bom Schon bei den Gewittern in den vorhergehenden Jahren ist beobachtet dem Kriegsministerium seine Erfindung" des Flugapparates für Jahre 1900, Seite 489, ist auf die Zunahme der fingierten bezw. worden, daß der Blig Neigung zeigt, die Stromdrähte der Ober- 20 Millionen Mark verkaufen. Mehrfach hat er auch seinen Tret dem Werte nach übertriebenen Einbrüche hingewiesen. Die Verleitung zu erfaffen, und in den Jahren 1896/97, als mir die motor der hiesigen Feuerwehr vorgeführt; natürlich ohne Erfolg, sicherten fönnen nicht eindringlich genug vor leichtfertigen Angaben elektrische Straßenbahnen nach Treptow existierten, galt der da die Ideen Ganswindts praktisch unverwendbar waren. Wie hoch über die Höhe ihres Berlustes gewarnt werden, da bei nachweisbar Laufigerplatz als Einschlageplay". Seit Seit der weiteren Aus- die Summe der bei G. eingezahlten Anteile fich beläuft, wird die falschen Angaben die strafrechtlichen Folgen für sie sehr empfindlich dehnung des Oberleitungsneges war es am Montag bas erftemal eingeleitete Untersuchung ergeben, nachdem die Gefchäftsbücher des fein fönnen. der Fall, daß ein Gewitter stundenlang fest fiber Berlin stand. Erfinders durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden sind. Jeden In Sachen des Pastors Diffelhoff gehen fortwährend neue Von den ca. 300 beobachteten elektrischen Entladungen, welche falls dürfte über das Vermögen resp. über das Erfindungsgeschäft Nachrichten über Veruntreuungen ein. Auch Berliner gehören innerhalb des Weichbildes Berlin niederzuckten, gingen mehr als ein Ganswindts Konkurs angemeldet werden. Drittel in das Leitungsnetz der Straßenbahn, welches sich hierdurch Ueber das erste öffentliche Auftreten Ganswindts in Berlin er zu den Gefchädigten; ferner Altfiger Haase aus Klein Schulzendorf, gelviffermaßen als ein ganz vorzügliches Schußmittel gegen Blig- halten wir folgende Mitteilung: G. hielt im Jahre 1888 und 1889 der Diffelhoff einen Betrag von 1800 Mart übergeben hat, damit er gefahr erwies. So fuhren nicht weniger als sechs Blige innerhalb eine Reihe von Vorträgen in der Philharmonie, woselbst er gegen im Trebbiner Krankenhause verpflegt werden konnte. Das Kircheneiner Stunde in der Residenzstraße in die Kupferleitung der 1 M. Entree feine Erfinder- Ideen entwidelte. Gleich bei seinem vermögen, welches Diffelhoff entwendet hat, war dazu bestimmt, Straßenbahn und zwar in der Nähe bewohnter Gebäude, so des ersten Auftreten führte er ein kleines Modell seiner Flugmaschine daß aus den Zinsen das Gehalt des Oberpfarrers, des Diakonus, Klosters zum guten Hirten" und an der Ecke der Justusstraße. vor, welches einem Kinderspielzeug, unter dem Namen fliegender des Rektors, des Küsters und des Organisten, soweit sie aus firchBesonders bemerkenswert war eine elektrische Entladung, welche Maifäfer" bekannt, ähnelte. Er führte damals den erstaunten Zu- lichen Mitteln fließen, bestritten wurde. Es ist zum größten Teil den Kabelmast vor dem Hause Rosenthalerstr. 54 traf. Trotzdem hörern seine Idee vor, wie er mit einem besonders konstruierten Flug- durch Ablösung der Holz-, Getreide und sonstigen Gerechtsame, das Dach des Gebäudes den Mast um 12 Meter überragt und zahl- Apparat Reisen nach dem Mond und Mars werde unternehmen können, durch Rentenbriefe, zum anderen Teile durch Verkauf von Grundreiche Eisenteile enthält, ging der Blitz entgegen dem Naturgefeße, Ideen, die er zweifellos dem bekannten Jules Verneschen Roman, DieNeise stücken, die er verwaltete, entstanden. Von den Mitgliedern des nach welchem er dem höchsten Punkt zustrebt, nach dem kaum zwei nach dem Mond" entnommen hat. Er wollte einen festen, granaten Gemeindekirchenrats waren mehrfach Revisionen der Kirchenkaffe be= Meter vom Hause entfernten Stupferleitung enthaltenden Eisenpfahl. ähnlichen Cylinder herstellen, in welchem eine Perfon bequem Blas antragt worden, die aber Diffelhoff unter gut erdachten Vorwänden Noch weit auffälliger ist ein Vorfall auf der Tegeler Chauffee. Dort finde. Durch besondere Borrichtungen an Spize und Boden des und unter Mißbrauch des Ansehens der vorgesetzten Behörden zu selbst befindet sich ein Schaltergehäuse von zwei Weter Höhe und Cylinders, welche das fortgesetzte Abgeben von Schüssen ermöglichen verhindern wußte. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 15. April d. Js., früh faum givei Meter entfernt steht ein acht Meter hoher Rabelmast. follten, wollte G. auf Grund des Rückschlag- Gesetzes derartige Der Mast sowohl wie das Gehäuse werden von der Krone eines Geschwindigkeiten erreichen, daß er innerhalb 24 Stunden bis gegen 51/4 Uhr, wurde in der Leveßowstraße, auf dem Bürgersteige, Baumes überragt. Ein Blisstrahl ging durch die Baumkrone hindurch, zum gelangen wollte. Um nicht allzu heftig auf in der Nähe der Straße 30, die Leiche eines neugeborenen dann, Weltförper aufzuschlagen, würde fo ohne den Baum zu berühren, und drang auch unter Vermeidung dem führte Kindes männlichen Geschlechts gefunden. Das Kind, welches an= aus, die Fluggeschwindigkeit durch scheinend lebensfähig war, ist vermutlich gleich nach der Geburt, die des Mastes in das Schaltergehäuse, dessen innere Konstruktion aller- der Erfinder" weiter dings aus zahlreichen Stupferplatten und Kupferdrähten besteht. In Abgabe von Schüssen von der Spitze des Cylinders aus bei der An nicht mit ordnungsmäßiger Hilfe stattgefunden hat, in alte weiße Mars Lappen und einen alten blaufarierten Bettbezug, fämtlich ohne Baukommission, Eichler in die Rechnungs- Revistonskommission| balten, an denen das Teilgerüst seinen Halt hatte, Zeichen, gewickelt worden. Personen, die über die Mutter des und in die Begebau- Kommission, Clemen in die Straßenbesprengungs- Ios, das Gerüst brach zusammen und die drei Unglücklichen Kindes oder sonst irgendwelche Angaben machen können, werden er- und in die Straßenreinigungs- Kommission. Aus den Verhandlungen ist st ii rzten in die Tiefe. Zum Entfezen der zahlreichen sucht, sich in den Vormittagsstunden im Polizeipräsidium, Ab hervorzuheben, daß die Schulnot am Orte durch die Umwandlung Passanten der an dieser Stelle besonders lebhaft frequentierten teilung IV, Eingang V( an der Stadtbahn), 2 Treppen, Zimmer 324 von Lehrerwohnungen in Klassenräume wenigstens gemildert" wer- Schloßstraße schlugen die Körper niit furchtbarer Gewalt auf die einzufinden oder ihre Angaben schriftlich oder in ihrem Polizeirevier den soll; es wurde festgestellt, daß nur 12 Klassenräume und Straße auf. Jürgens war sofort tot, den Maurermeister Metzger zu den Akten 2627 IV/ 27 02 zu machen. 16 Selassen, also 4 fliegende Klaffen in der Schule in der Kaiser und den Dachdecker Treichler trug man schwerverletzt vom Blaze Einem schweren Unfall ist gestern morgen ein Bierfahrer der Friedrichstraße vorhanden sind. Die Gesuche des Vereins zur Be- weg, zunächst in das Parterregeschoß des Neubaues. Hier nahmen Firma Hilfebein zum Opfer gefallen. Als der Mann gestern des deutschen Centralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungen- Dr. Zander, Dr. Eckert und Dr. Ganzer, der beiden Schwerverletztent Firma Hilfe bein zum Opfer gefallen. Als der Mann gestern förderung der wirtschaftlichen Selbständigkeit der Blinden und sich drei sofort herbeigeeilte Steglißer Aerzte, die Herren morgen 10 Uhr in der Dresdenerstraße vor dem Restaurant Bruß frante um eine jährliche Beihilfe resp.um Beitritt der Gemeinde wurde der an. ein Faß Bier abladen wollte, glitt er aus und das Faß fiel ihm Wohnungskommission überwiesen. Der Bericht der Wegebaukommission haus Groß- Lichterfelde übergeführt. Sowohl der tödlich Verunglückte Dann wurden sie mittels Krankenwagens in das Kreiskrankenauf den Körper. Mit schweren Verlegungen wurde der Verunglückte über das Ergebnis der diesjährigen Submiffion auf Pflaster wie die beiden Schwerverwundeten sind verheiratet. Die Stegliger in ein Krankenhaus gebracht. arbeiten führte zu dem Ergebnis, daß Steinfegmeister Brehme Polizei var sofort zur Stelle und traf alle notwendigen AnBengenaufruf. Am 16. April, nachmittags 3 Uhr 5 Minuten als dem Mindestfordernden die Arbeiten übertragen werden sollen. ordnungen, auch zur Ermittlung der Schuldfrage. fuhr ein Tarameter- Droschkentutscher einen Radfahrer bei der Pots- Der Schönholzer Forst, welcher von Pantow, Schönholz Menschenmenge umlagert den Schauplatz der beklagenswerten Eine große damer Brücke am Schöneberger Ufer derartig an, daß dieser vom und Schönhausen begrenzt wird und parzelliert werden sollte, wird Katastrophe. Rade stürzte und von einem Omnibus überfahren wurde. Er wurde nach einer Witteilung des Gemeindevorstehers nun wohl den meister Staudt in Wilmersdorf, Bernhardstr. 17/18, beschäftigt. Jürgens und Treichler wurden von dem Klempners verlegt nach dem Krankenhause gebracht. Der Droschtenkutscher ent- Berlinern als Ausflugsort erhalten bleiben, da sich der Regierungszog sich seiner Feststellung durch schleuniges Davonfahren. Zeugen präsident für Erhaltung des Forstes ausgesprochen hat. Andrerseits des Vorfalls werden gebeten, sich bei dem Verlegten, Eisenbahn- müßten die im vorigen Jahre errichteten Erholungsstätten vom Sekretär Ernst Neumann, Charlottenburg, Kauerstr. 20, zu melden. Roten Kreuz wieder eingehen. Es wurde befürwortet, alle in Be Das Kuratorium der Diesterweg- Stiftung hat in feiner tracht kommenden Instanzen in Bewegung zu setzen, um den Forst letzten Sitzung beschlossen, Herrn Fortbildungsschul- Dirigenten Gillert zu erhalten. zu einer Studienreise nach Hamburg, Hannover, Frankfurt a. M., Breslau, Posen und andren Großstädten zu entfenden zwecks Berichterstattung über Einrichtung, Verwaltung und Erfolge der dort vorhandenen obligatorischen gewerblichen Fortbildungsschulen, um so auch an seinem Teile diese für Berlin brennend gewordene Frage einer gedeihlichen Lösung entgegenführen zu helfen. Ben- Ali- Bey, der bekannte orientalische Magier, hat mit dem Palast: Theater( früher Feenpalast), Burgstraße, abgeschlossen und wird ab 2. Mai daselbst ein kurzes Gastspiel beginnen. Straßensperrung. Die Lübeckerstraße, von der Turm- bis zur Birkenstraße, wird wegen Asphaltierung vom 23. d. Mts. ab für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. libot Svedniji Bad till Allgemeine Kranken: und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29, Filiale Hamburg). Filiale Berlin 3. Sonntag, den 19. April, abends 9 Uhr bei Bergener, Reichenbergerstr. 157: Mitgliederversammlung. Berlin 4. Sonnabendabend 9 Uhr bei Merkowsti, Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Filiale Berlin 5. Sonnabendabend 9 Uhr bei Slobich, Lothringerstr. 68: Bericht der Statutenberatungs- Kommission. Der Ordnungskampf in den Vororten scheint sich jetzt Filiale Rummelsburg. Sonnabendabend 8 Uhr bei Müller, Türrrichten zu sollen. Aus Pankow meldet man uns: Am Sonntag, 834 1hr, in der Aula der 69. Gemeindeschule,& l. Frankfurterstr. 6: die Versammlungen gegen schmidtstr. 37: Bort rag, Kaffenbericht und interne Vereinsangelegenheiten. a 11 Sonntagabenden Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 20. April, vormittags den 16. Februar wurde eine öffentliche Frauenversammlung Versammlung. Freireligiöse Vorlesung". Unt 103 Uhr vormittags ebenaufgelöst, weil um 6 Uhr nachmittags der Gottesdienst anfängt daselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:„ Läuterung durch Leid." Auf eine Beschwerde, in welcher hervorgehoben wurde, daß die Vor- und Nachspiel auf dem Pariser Mustel harmonium. Verfrommungsvorschriften nur auf den Hauptgottesdienst am Vormittag - Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Bezug nehmen, ist nunmehr vom Landrat des Nieder- Barnimer Kreises ahlkreis Calau Ludau hält Sonntag, den 20. d. M., nachmittags Der socialdemokratische Agitationsverein für den Neichstags: folgender Bescheid eingegangen:„ Die am 16. Februar d. I. 3 Uhr, seine regelmäßige Mitgliederversammlung im Lokale des Genossen im Klingenbergschen Lokal zu Pankow abgehaltene Volksversammlung Scholz, Barutherstr. 22, Ede Zossenerstraße ab. hat der überwachende Beamte auf Grund der polizeilichen Anmeldebescheinigung zu der darin angegebenen Stunde zu schließen gehabt. Die Handlungsweise desselben war durchaus forrekt, indes muß be dauert werden, daß der Herr Amtsvorsteher die den Sechsuhr- Schluß der Voltsversammlung vorgeschriebene Bedingung irrtümlicherweise in die Anmeldebescheinigung aufgenommen hat. Aus den Nachbarorten. Köpenick. Im Restaurant Troppens, Müggelheim, Große Krampe, spricht am Sonntagnachmittag 2 Uhr Reichstage Abgeordneter 8ubeil über die politische Lage und den Kampf um den Wucher- auf dem Neubau Echloßstraße 26( Ede gimmermannstraße) zu Ein furchtbares Ban- Unglück ereignete sich Freitagvormittag tarif". as gu Steglig. Dort läßt die Firma Robert Metzger, Friedenau, Pankow. In der Sigung der Gemeindevertretung vom Rheinstraße 22, ein großes dreistöckiges Wohnhaus aufführen, das im Dienstag fand die Einführung der neugewählten Gemeinde- Rohbau nahezu vollendet ist. Auf einem Teilgerüst oberhalb des vertreter statt, unter denen sich auch die Parteigenossen mittleren Erkers des dritten Stockes stand gegen 10 Uhr vormittags Elemen. Eichler und Freiwaldt befinden. Bei den der Chef der genannten Firma, Maurermeister Robert Metzger, Ergänzungswahlen zu den Kommissionen wurden unsre Ce- und zwei Bauarbeiter, der Klempnergeselle Jürgens aus noffen in fieben Kommissionen gewählt; unter anderm fam Freiwald Schöneberg und der Dachdecker Bernhard Treichler aus in die Schulkommission, in die Krankenhaus- Kommission und in die Berlin, Dennewigstraße. Blößlich lösten sich die Quer Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 19. April. Opernhaus. Samson und Dalila. Anfang 72 Uhr. = Schauspielhaus. König Heinrich der Bierte. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Gastspiel der französischen Opern: gesellschaft. Fauft. Anfang 72 Uhr. Schiller. Mein Leopold. Anfang 8 Uhr. Schiller Theater Urania. Thalia- Theater. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Mein Leopold. Volfsstück in 3 Aften von Adolf L'Arronge. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Revisor. Sonntagabend 8 Uhr: Die Räuber. Montagabend 8 Uhr: Mein Leopold. Central- Theater. Deutsches. Liebelei. Hierauf: Der grüne Kafadu. Anfang 71% Uhr. 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Leffing. Duse- Gastspiel. La città morta. Anfang 712 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Flachsmann als Erzieher. Heute zum 122. Mal: 72 7% Uhr. Das füße Mädel. Operette in 3 Aften von Landsberg und Stein. Musik von Reinhardt. Sonntagnachmittag 3 Uhr in erster Beseting: Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. mit Zwergin ihrem Kinde ( einzig in ihrer Art auf dem Erdenrund!!) Der Boerenkrieg ( Botha, De Wet, Delarey, Krüger.) Lebende Photographien. eficie Fledermaus. Anfang Der Zigeunerbaron. Neu! Kirchmeyer. 72 Residenz. Einquartierung. Anfang 71/2 thr. Пенев. Gastspiel des Parijer Ensembles vom Théatre du Balais Royal. Sacré Léonce. Anfang 71/2 Uhr. Central. Das süße Mädel. Aufang 7 1hr. Belle Alliance. Die Dame ans Trouville. Operette in 3 Aften von Schnitzer. Musik von Johann Stranß. Abends 71% Uhr: Das füße Mädel. Metropol- Theater Emil Thomas a. G. Ay, wine. Sierauf: Gr. Anfans Henry Bender Josef Josephi 7/2 Uhr. Thalin. Seine Kleine. Anfang 71/2 Uhr. Anna Müller- Linke Luifen. Die Räuber. Anfang Fritzi Georgette Frid- Frid 71 Uhr. Carl Weiß. Hannemann bom Apollo- Theater. Um 8 Uhr: dell' Oro Hill u. Hull Gebrüder Willé Olga Viarda Kinematoskop Dresdenerstraße 72/73. Witterungsübersicht vom 18. April 1902, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Swinemde 762 S Hamburg Frants./M. 765 München Wien Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 6 Haparanda 764 5 Petersburg 8 Cort Wetter Temp. n. 6. 5° C.= 4° N. 1 bedeckt 2 heiter 1 3 bedeckt 2 bedeckt 760 5 wolkig 10 1 heiter 8 Aberdeen 2 bedeat Regen 8 Baris 765 Stillwolfent 9 763 NM 762 23 765SW 765 Still Wetter Prognose für Sonnabend, den 19. April 1902. Ziemlich heiter, am Tage etwas wärmer bei schwachen südwestlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner, Wetterbureau. 0 klig adst Täglich. Anfang 71% Uhr: Täglic Passage- Theater. Seine Kleine. Gr. Ausst. Poffe m. Gef. u.Tanz in 3 Aft. Jm 2. Aft: ,, Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn geseh'n?" Am 30. April: Abschieds- Vorstellung und Benefiz für Guido Thielscher. Am 1. Meat: Gaſtſpiel ber Schlierseer. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Sonnabendabend 82 Uhr Gastspiel von Emanuel Reicher. Serenissimus- Zwischenspiele u. a. Belle- Alliance- Theater. Heute zum 115. Mal: Die Dame and Trouville. Schwant mit Gesang it. Tanz in 3 Aft. Emil Sondermann. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Hierauf: Er. Pariser Lebens: bild in 1 ft. Anfang 7 Uhr. elbe Vorstellung. Morgen: Dies W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Sonnabend: Wegen Privatfestlichkeit Elsa Malta. keine Vorstellung. 11 Um 9 Uhr: 1061 Sonntag: Biebyof und: Der fieine Gohn. Unsre Don Juans Lysistrata Tamm und Löwe. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Grosse Posse mit Gesang u. Tanz Aschenbrödel. Friedrich Wilhelmstädtisches. Berlin, wie es weint und lacht. Anfang 7/2 Uhr. Seceffiousbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. Anfang 8 11hr. in 4 Akten von Leon Treptow. Musik von Franz Roth, Adolf Ferron und Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Morgen und folgende Tage: Ausstattungs- Operette von Paul Lincke mit dem Grigolatis". mit dem Luftballett 99 Kasseneröffnung Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater Unsre Don Juans. Palast- Theater ( Ueberbretfl). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Strindberg Cyffus. Sereniffimus: 3wischenspiele. Anfang 81% Uhr. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Orphens. Specialttäten- Borstellung. Carl Weiss- Theater. Anfang Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. Unfre Don Juans. Anfang 8 Uhr. S Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Pallage Panoptikum. 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( Ohne Gewähr.) 81 158 357 561 83 95 699 968 98 1158 81 219 443 597 638 848 87 909 2341 60 410 590 647 93 706 59 67 [ 1000] 3008 36 104 44 201 444 68 93 618 898 4001 204 12.[ 1000] 95 357 418 730 839 62 917 5026 120 68 274 301 413 75 551 70 80 82 730 34 6148 50 393 651 64 825 97 973 7191 703 65 876 8002 73 122 49 378 900[ 500] 9069 84 120 373 532 705 810 12[ 3000] 972 10170 74[ 3000] 248 600 14 950 11001 138 95 208 19 321 36 434 67[ 500] 750 812 12152[ 3000] 219 358 407 702 58 13342 46 51[ 500] 68 455 676 718 22 835 78 920 65[ 1000] 14110 234 344 560 617 39 770 15064 158 72 231 96 555 634 43 701 837 43 16066 105 224 65 387 436 541 863 934[ 500] 17093 179 220 90 400 502[ 500] 7 620 80 784[ 500] 939 80 18130 229 345 77 474 624 59 894 928 65 92 19041 63 236 347 70 409 62 716 817 20 958 21435 22068 20010 455 609 98 753 96 846 969[ 3000] 69 74 79 513[ 500] 23 52 647 748 78 95 830 211 41 395 753 73 852 956 68 23045 56 135[ 1000] 73 240 314 88[ 1000] 537 24008( 500] 202 9 307 666 815 25097 186 218 500 43 825 946 51 26015 210 344 416 514 65 77[ 500] 660 774 804 27228[ 500] 82 487 640[ 3000] 808 28058 79 135 36 235 84 445 90 29029 270 495 668 770[ 500] 919 68 30049 89 152 301 87 591 653 713 821 920[ 3000] 31147 79 230 730 995 32032 33 73 77 568 71 756 33077 142[ 500] 380 441 559 685 808 991 34.059 151 93 201 23 34 92 554 903 99 35141 468 72 82 523 45[ 500] 63 685 929 36145 221 96 449 85 527 781 95 873 37146 261 863 984 38014[ 1000] 127 72 243 368 572 655 704 39069 244 320 663 868 40135 94 343 567[ 3000] 873 901[ 500] 41054 80 190[ 3000] 227 325 51 54 62 480 570 676 87 879 949 42168 223 398 485 651 797 862 954 43105 234 674 755 852 984 44057 250 396 430 581 806 31 63 45004 114 45 223 50 51 70 315 80 753.825 51 910 35 72 46120 350 90 632 957[ 1000] 47206 502 667 718 850 974 48020 130 251 443 587 722 93 960 49255 537 733 54 50012 60 101 251 343 441 508 928 62 96 51109 374 464 610 83 52090 167 99 222 62 80 502 623 31 800 929 53482 723 835 53 65 914 54052 99 354 674 719 830 918 38[ 1000] 55130 228 83 352 462 566 86 624 803 12 22 65 920[ 500] 68[ 500] 56316 594 616 90 757 68 76 818 57079 94 169 390 509 666 747 911 58019 52 130 278 442 516[ 3000] 35 61 664 828 968 59006 168 95 286 567 641[ 500] 90 848 60041 144 335[ 1000] 41 486 591 688 913 47 80 98 61084 375 521 732 814 912 62093 100[ 1000] 33 [ 500] 221 499[ 1000] 779 811 16 53 82 63126 33 204 464 542 620 89 92 751 75 837 64181 305 529 76 ( 500] 738 947 89 65014 23 219 56 530 60 88 66140 219 322 580 726 28[ 500] 803 942 72 67000 170[ 500] 204 76 479 93 523 702 66 984 68084 106 45 372[ 500] 795 815[ 500] 934 69098 266 490 721 867 70026 242 311 469 503 827 86 913 38 65 71062 145 264 327 726 69 925 64 72019 77 472 575 626 33 76 789 73032 210 450 77 86 850 86 968 74046 99 178 277 377 510 622 846 71 94 75017 130 59 63 274 389 465 502 7 28 639 793 76003 13 63 132 82 219 450 615[ 500] 722 61 66 918 90 77517 775 846 962 80 78090 252 433 38 621 853 93[ 500] 947 59 79006 112 244 65 487 503 91[ 500] 709 800 54[ 1000] 984 U 80336 868 81096 127 242 338 78 91[ 500] 430 41 585 96 628 703 840 67 68 82 82156 214 308 19 590 679 710 878 940 83218 48 60 560 615 756 830 59 945 84348 472 99 518 22 64 661 709 838 45[ 3000] 85029 97[ 3000] 157 86 472 88 584 786 911 86184 252 68 449 70 555 863 95 87026 104 95 212 86 340 ( 500] 68 404 39( 500) 524 39 677 879 88032 198[ 30001 277 83 379 418 71 506 639 96 808 970 89156 247 363 507 720 27 869 90073 104 206 50 361 69 419 37 64 746 55 65 843 91068 86 90 188 288 457 95 692 715 50 854 92101 14 222 480 93150 87 378[ 500] 412 587 600 792 920 94001 27 146[ 500] 59 328 549 95072 157 218 362 97 426 551 72 611 94[ 3000] 96138 42 88 282 85 328 35 83 455 78 88 516 867 943[ 500] 97006[ 3000] 26 77 151 203 95 354 412[ 500] 80 83 662 80 880 974[ 500] 77 98118 55 69 338 96 695 827 31 99012 51 364 750 [ 1000] 100032 116 208[ 1000] 50[ 3000] 348-552 706 68 887 963 101112 222 497 562 99 764 102002 5 193 247 352 551 620 24 63 828 900 103095 284 359 497 658 704 32 83 851 104103 40 49 267 458 77[ 3000] 633 763 76 105329 89 503 27 688 857 97[ 500] 997 106268 77 376 553 669 956 90 107108 98 282 359 646 732 944 89 108008 78 130 269[ 1000] 683 799 917 109036 347 51 417 62 92 680 749 58 803 22 110010[ 3000] 29 315 74 666 70 754 817 41 111063 175 233 333 95 725 112044 236 421 765 804 113065 120 293 728 69 805 12 23 34 42 84 114127 67[ 500] 343 417 52 592 934 72 82 115031 75 326 432 528 52 81 641 765[ 500] 861 67 976 116134 Preßanstalt für Möbelplüsche, Atlas, Sammet, Leder 2c. sucht einen geübten Arbeiter, der bereits in diesem Fach gearbeitet hat. Offerten unter V. 3 in der Expedition abzugeben. Kenner 1999b Rauchen 03.1 Zenith Cigaretten. 321 417 22 539 58 728 75 971 78 117054 168 223 426 74 509 59 683 743 48 811 63 903 25 99 118086 [ 3000] 220 498 513 54 844 52 65[ 500] 76 80 979[ 500] 119188 357 583 602 3 62 778 94 913 120008 16 153 76 355 66 711 54 87 121016 76 155 343 501 122077 145 493 548 629 802 45 70 948 123017 142[ 500] 248 345 438 67 507 54 90 667 787 919 71 88 124290 482 621 896 935 125015 30 132 42 550 863 126037 49 89 99 193 235 348 89 491 525 90 97[ 500] 867 92 910 87 88 1.27044 113 39 72 389 444 65 85 88 556 622 83 90 732 983[ 1000] 128001 113 76 290 307 576[ 3000] 98 929 43 129191 224 48 [ 1000] 52 82[ 1000] 381 410 888 130037 47 86 246 374 75 404 575 621 31 798 835 131112 15 88 94 641 60 94 711 56 132035 95 174 426 51[ 500] 87 512 30 52[ 500] 94[ 3000] 776 859 89 904 33 63[ 3000] 133089 502 34 693 857 59 134018 72 352 72 99 427[ 500] 532 48 94[ 500] 97 99 605 703 99 805 17 932 135511 14 632 77 741 971 99 136185 408 18 755 997 137087 112 30 69 437[ 500] 788 887 980 138218 577 99 139279 341 52 56[ 500] 67 459 501 80 676 140084 88 144 235 92 378 94 597 817 50 993 141280 86 92 346 48 514 58 709[ 500] 142329 760 812 69 93 928 46 88 143041 240 359 436 64 612 730 848 144100 234 425 520 633 60 77 86 145234 [ 1000] 315 46 681 146169 286 327 605[ 500] 754 846 917 147064 203 36 502 62 652 733 148046 66 104 257 562[ 500] 72 600 149005 263 443 610 769 918 150053 74 107 279 349 70 88 96 523 76 837 151016 39 50 63 81 91 106 210 390 425 72 590 152045 94 282 603 63 769 77[ 500] 888 91 153279 394 415 72 94 573 619 32[ 3000] 60 812[ 500] 936[ 3000] 154040 79 104 311[ 500] 41 428 86 699 708 860. 155044[ 500] 178 308 511 17 680 156058 65 126 70 214 358 462 77 677 725 896 157135 204 318 40 420 40 542 80 799 828 158074 430 50 58 74 575 778 981 159033 43 119 46 58 201 502 47 678 160022 232 40 456[ 500] 57 565 672 713 25 36 822 31 947 67 161123[ 500] 330 430 643[ 500] 57 162115 237 38 78 371 410 87 536 48[ 500] 633[ 3000] 54 163014 249 56 391 96 405 27 58 510 22[ 500 48 687 817 47 164260 368 469 533 836 165102 57 305 27 406 24 33 548[ 500] 812 962[ 1000] 86 166043 59 394 418 575 844 974 167256 69 655 810 168046 64 70[ 500] 156 203 24 35[ 500] 38 51 83 382[ 1000] 576 609 73 847 169006. 100 286 91 375 86 92 549 872 170062 89 148 281 321[ 500] 26 77 483 86 552 [ 500] 54 627 96 867 171196 245 406 81 597 907 172019 47 116 57 71[ 500] 456 937 50 98. 173033 248 458 741 58 92 174075 177 524 630 72 710 908 175025 177 205 306 487 96 527 852 90 914 176046 117 309 50 55 542 647 874 956 64 177088 145 51 53 444 501 59 635 99 994 178054 149 283 434 743 [ 500] 47 820 975 179173 91 335 74 477[ 3000] 90 680 986 99 180020 80 99 193 97 461[ 1000] 85 591 617 35 84 817 913 181089 142 216 46 99 491 96 790 880[ 5000] 971 182209 334 425 518 54 630[ 500] 785 183340 605 11 75 96 709 17 95 886 184113 71 238 399 476 707 28 831 44 955 76 185201 29[ 500] 345 651 74 79[ 500] 806[ 500] 9 996 186060 65 308 88 434 40 87 523 53 667 796 945 187209 29 42 664 743 851 188069 136 44 273 310 98 735 822 34 70 919[ 500] 189188 90 351[ 500] 407 668 772 872 85 929 190059 301 510 613 26 808 953 191040 236 60 [ 10 000] 484 94 962 192024 205 28 95 304 451 602 24 32[ 3000] 738 77 814 31 922 26 57 68 193124 [ 3000] 271 409[ 500] 69 852 986 194279 352 81 84 519 807 86 950 195040 100 71 259 376 734 196002 221 333 526 61 83 860 197242 344[ 3000] 482 681 854 948 198030 357 696 732 199270 392 632 40 836 200158 346 55[ 3000] 519 739 201038 163 72 86 231 339 51[ 500] 414 84 535 898 202029 224 313 403 85 506 17 719 20 30 91 971 203554 56 850 204031 113 223 91 308 77 405 646 757 921[ 500] 29[ 500] 205094 190 416 67 621 53 727 931 69 77 206277 500] 329 401 5 84 92 638 916 22 62 91 207072 98 309 662 721 862 997 208085 146 219 35 36 69 346[ 5001 431 625 709 16 76 805 30[ 500] 60[ 3000] 209025 37 53 125 94 204 99 331 539[ 1000] 992 210009 138 251 334 532 69 652 736 907 36 211141 339 212007 353 741 875 959[ 500] 213027 49 580 609 80 845 93[ 500] 214001 48 142 361 63 434 47 503 37 94 705 983 85 215004 73 202 399 508 27 47 708 34 831 51[ 5001 918 216033 105 15 260 67 76 314[ 500] 56 873 80 217016 65 93 183 256 511 653 81 92 833 922 218021 67 68 107 77 204 51 310 86 498 556 90 646 784 899 974 219035 57 286 320[ 500] 82 95 786 919 90 220346 467 527 631 221263 81 429 504 866 222014 52 97 147 48 291 317 39 60 95 426 543 607 883 223069 209 320[ 500] 520 36 732 60 77 968 224104 50 83 661 705 839 76 951 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mr., 2 3 200 000 t., 2 zu 150 000 m, 2 zu 75 000 Mr., 2 zu 50 000 RE, 8& 30 000 r., 17 zu 15 000 9, 28 au 10 000 57 zu 5000 wt., 868 zu 3000 W, 1152 zu 1000 m., 2159 500 Mt. Telephon Amt IV 447. einreihige Form, mit verdeckter Knopfleiste, Rückennaht und Schlitz, von Covert- Coat oder Cheviot in allen modernen Farben, teilweise auf Seide gearbeitet, elegant und tadellos sitzend, 18, 20, 22,50, 25, 30, 35, 40 u. 45 Mk. Havelocks in wetterfesten Loden ohne Aermel, mit Taillenriegel, 8,50, 10,50, 12, 15, 18, 20, 25, 30 u. 35 Mk. Wasserdichte Gummimäntel, zweireih. Ulsterform mit Samriertem Futter u. Gummi- Zwischen- 25 u. 30 Mk. Radfahrer- Anzüge voller, vorn ganz abgefütterter Pelerine und lage, olive, marengo oder schwarz, 1, metkragen, angewebtem karin Jackett- oder Faltenjoppen- Form 15, 17,50, 20, 25 u. 30 MK. Berlin SO., Oranienstr. 166. Carl Stier, Potsdam, Nauenerstr. 23. Begründung des Geschäfts 1878. M. Schulmeister en gros Schneidermeister en détail Dresdenerffr. 4, Hauptffrake143, am Kottbuser Thor. Sommerpaletots von Mt. 13,50 an Beinkleider. Gehrock- Anzüge. Rock- Anzüge " " · " " 27 23 " " Jünglings- Anzüge. 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( Ohne Gewähr.) 41 156 291[ 1000] 397 425 80[ 500] 572 603 28 61 1093 202 58 69 86 328 405 618 789 821 53 975 2036 82 122 389 526 942 80 3039 125 34 51 238 685[ 3000] 941 4004 56[ 3000] 121 259 302 530 626 714 72 911 6013 5045[ 500] 80 247 347 660 744 918 15000] 82 25 101 208 37 479 673 718 852 7318 53 435 522 31 617 724 849 8071 240 81 94 638 97 717 870 978 9107 234 557 644 861 10025( 1000] 71 134 236 374 417 667 983 11053 94[ 1000] 96 229 308 38 483 795 921 12022 26 44 166 [ 3000] 486 575 637( 30 000] 48 65 720 868 918 96 13309 57 463 549 93 820 14019 83 330 65[ 500] 640 788 899 15006 15 29[ 500] 242 335 446 600 11000] 3 796 939 16017 127 46 80 364 420 64 660 74 784 829 43 936( 1000) 17161 245 68 335 521 79 622 31 64 84 860 918 79 18038 99 226 313 69 750 959 89 19003[ 500] 120 22 317 443 666 895 990 20129 89 265 491 556 820 96[ 500] 943 21295 349 [ 3000] 542 685 838 84 952 22103 242 96 522[ 1000] 814 88 924 23180 205 554 901 19 72 90 24249 81 598 646 721 27 33 25018 136 509 73[ 1000] 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Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin