Nr. 93. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit tluftsterter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonets geile oder beren Naum 40 Pig., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Waffenstillstand. Die Beendigung des Generalstreiks. Der Generalftreit ist beendet! thi Der Generalrat der Arbeiterpartei hat am Sonntag nach vierstündiger Beratung mit 24 gegen eine Stimme und 2 Enthaltungen beschlossen, bie Arbeiterschaft zur Wiederaufnahme der Arbeit aufzufordern. Ein am Sonntagabend erschienenes Manifest richtet im Sinne dieses Beschlusses eine Mahnung an die Arbeiter. Das Manifest lautet: Arbeiter! Seit acht Tagen gebt Ihr unsrem Lande und der ganzen Welt ein unvergeßliches Beispiel. Auf den ersten Ruf der Arbeiterpartei habt Ihr die Arbeit verlassen, auf Lohn verzichtet, Euer Brot geopfert, um Euer Recht zu gewinnen. Dienstag, den 22. April 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. gischen Genossen nunmehr befolgen, ist keine andere, als Verkoppelung mit den Serbisklassen beibehalten worden ist. diejenige der deutschen Socialdemokratie, über deren Die Servisvorlage regelt die Entschädigung für die Eindrohende Erfolge unsre Reaktionäre doch täglich burch quartierungslasten und sieht dabei eine bestimmte Klassenwütendes Scharfmachergeschrei quittieren. Zu den Kampf- einteilung der Orte vor. Nach dieser Einteilung soll sich nach mitteln der deutschen Socialdemokratie hat der General wie vor der Wohnungsgeldzuschuß regeln, von dessen Erstreit nie gehört. Gerade die deutschen Delegierten haben auf höhung nicht die Rede ist. Eine Verbesserung ist mur internationalen Kongressen immer wieder dies politische Instrument als insofern vorgesehen, als die niedrigste Servisklasse beein unbrauchbares und überflüssiges bezeichnet. Die deutsche Social feitigt wird und eine Reihe von Orten in höhere Klassen demokratie hat seit jeher die politische Schulung und erhoben werden. Dabei sind aber nicht einmal die die Organisation der Arbeiterklasse für die einzige ziele nächsten Vororte von Berlin mit Berlin gleichgestellt sichere Vorbereitung zur Eroberung der politischen Gewalt erklärt, sie und große Städte wie Köln, Leipzig und Breslau sind nicht hat stets betont, daß diese ruhige und unermüdliche Aufklärungs- und der ersten Servisklasse eingereiht worden. Das Bedenklichste Disciplinierungsarbeit, diese Gesetzmäßigkeit den Stapitalismus tötet. aber ist, daß die Regierung diese Neuregelung für so vorDie belgischen Genossen, die durch gewaltige Demonstrationen der trefflich hält, daß sie sie zehn Jahre lang in Kraft erhalten herrschenden Klaffe das Wahlrecht früher abzutrogen glaubten, haben will, während der Reichstag schon 1897 eine Revision der sich in der Wirkung dieser Demonstrationen für den Augenblick ge- Serviseinteilung für erforderlich erklärte. ismicis täuscht. Aber sie erblicken, und mit Recht, hierin nicht den mindesten Selbst der nationalliberale Redner, Herr HofmannAnlaß, Kleinmütig auf den weiteren Kampf zu verzichten: im Dillenburg, und der Redner der Konservativen, Graf No on, Gegenteil, der brutale Widerstand, der hinter die Macht der wendeten sich gegen die Verquickung von WohnungsgeldVon nun an wird die Verfassungsrevision mit Gewißheit er- Bayonnette sich verschanzenden Klerikalen, die sich nicht scheuten, Buschuß und Servisklasseneinteilung. Lebhaft trat Genosse reicht werden. zur Aufrechterhaltung ihrer Privilegien Ströme Bürgerblutes Singer für eine durchgreifende Erhöhung des WohnungsDie Regierung kann sich dieser Notwendigkeit nicht verschließen. zu vergießen, ist ihnen nur ein immer fräftigerer Ausporn, geld- Zuschusses im Interesse der unteren und mittleren Herr Woeste muß sich für eine nahe Zukunft mit dieser That die Gehirne zu revolutionieren, die Massen noch straffer zu Beamten ein, die jetzt geradezu gezwungen sind, Schlaf fache abfinden. Alle Parteien der Opposition dringen auf dieses organisieren, als bisher. Der Jubel der deutschen Reaktionäre hätte burschen aufzunehmen. Aber für solche Kulturforderungen ist Biel. nur dann einen Sinn, wenn das belgische Proletariat den Höhe eben kein Geld da. Schatzsekretär v. Thielmann jammerte Die Arbeiterklasse und der fortgeschrittenfte Teil der Bour- punkt seiner Macht, seiner politischen Expansion über die schlechte Finanzlage, die im nächsten Jahre noch geoisie sind mehr denn je einig zur Eroberung des allgemeinen bereits erreicht hätte, wenn die politischen Machtverhält- schlimmer sein würde, und Graf Posadowsky wartete gleichen Wahlrechts. nisse des Augenblicks auch die aller Zukunft bleiben würden. Aber mit dem Rate auf, der Reichstag möge mehr Geld in den der Socialismus marschiert, er gewinnt immer neue Anhänger, er Reichsbeutel thun. Wenn für Militär und Marine nicht so schwächt unausgesetzt die Position der Klerikalen, so daß eine Ber- viel herausgenommen würde, wäre schon genug darin, um tagung der Entscheidung nur die spätere Wiederaufnahme des besser für die Beamten zu sorgen, denen die Regierung mit Stampfes unter günstigeren Bedingungen bedeutet! Hilfe des Zolltarifs den Brotkorb noch höher hängen will. Jezt glaubt die Reaktion gestegt zu haben; es ist nur Schein. In Wirklichkeit ist sie besiegt. Indem die klerikale Partei die Revision zurückweist, zerreißt fie selbst alle Beziehungen zu demjenigen Teil der Arbeiterschaft, den katholische Frömmigkeit noch an sie fesselte. Indem die tleritale Partei durch unsühnbare Metzelei und durch niederträchtige Verurteilungen die Unruhen unterdrückt, die aus ihrem blinden Widerstand entstanden, empört sie das öffentliche Gewissen gegen sich. Nachdem fie Eure Brüder ermordet hat, hofft sie Euch niederzuiverfen durch den Hunger, das Elend, die Verzweiflung. Genossen! Ihr werdet diese Rechnung vereiteln! Geschlossen habt Ihr die Arbeit verlassen, geschlossen werdet Ihr sie wieder aufnehmen. Der Streit sei beendet, doch der Kampf werde fortgeführt, hartnäckiger und begeisterter als je! Von der Kammer der Privilegierten appellieren wir an die Privilegierten selbst und wir sprechen die Ueberzeugung aus, daß die Auflösung des Parlaments tommen muß. Was auch immer geschehen mag, in der Zuversicht, daß die Arbeiterpartei stärker ist als sie je gewesen, rufen wir der Arbeiterklasse zu: Die Revision ist nahe! Hoch das allgemeine gleiche Stimmrecht! Der Generalrat. Die socialistischen Deputierten. Die Vertreter der Berufsverbände. Herr Richter hat ausgerechnet, daß der Wohnungsgeldzuschuß durch die Vorlage um 1 bis 2 Proz. im Durch schnitt erhöht wird. Da die Budgetkommission, an die die Vorlage verwiesen wurde, sich auch mit der afrikanischen Centralbahn beschäftigen wird, hat sie es ja bequem, darüber zu entscheiden, ob es besser ist, eine unrentable Bahn in Afrika sorgen. Uebrigens steht der Kommission eine gewaltige Arbeit bevor, die sich beinahe mit der der Zollkommission messen kann. Etwa 400 Anträge auf Erhöhung der Servisklasse für einzelne Orte liegen vor, und das Material dieser Betitionen muß, wie Herr Bachem meinte, gründlich durch beraten werden. Die zweite Lesung der Vorlage kann also noch lange auf sich warten lassen. So viel zur Dämpfung des reaktionären Jubels. Eine andre Frage ist die, ob die führenden Genossen in Belgien während der Revisionsbewegung der letzten Wochen nicht trotz alledem Fehler gemacht haben. Die wiederholte 3 anderpolitik unsrer Genoffen, ihre Rücksichtnahme auf die Wünsche der verbündeten Liberalen, ihr, um einen nicht sehr höflichen, aber deutlichen Ausdruck zu gebrauchen, scheinbarer Bidzad zu bauen oder für die Beamten daheim ausgiebiger zu turs war wiederholt'geignet, ernste Bedenken zu erwecken. Andrerseits ist man sich in Deutschland bewußt, wie unendlich schwer es ist, aus der Ferne die Verhältnisse zu beurteilen. In Berücksichtigung dieser Schwierigkeiten unterlassen wir es auch heute, Kritik an dem Verhalten unsrer belgischen Genossen zu üben, so sehr namentlich auch die rasche Aufeinanderfolge der Proklamierung und der Aufhebung des Generalstreits zu kritischen Raisonnements reizen muß. Ueber die Motive zur Aufhebung des Generalstreiks machen bürgerliche Blätter noch folgende unkontrollierbare Mitteilungen: " Dagegen scheint die Beseitigung des fliegenden Gerichtsstandes für die Presse ohne Kommissionsberatung erledigt zu werden. Schatzsekretär Nieberding gab dem Entwurf eine höchst merkwürdige Begründung mit „ Der Beschluß, die Wiederaufnahme der Arbeit zu proklamieren, auf den Weg. Er stellte es so dar, als wenn die Regierung, ist den Socialdemokraten nahegelegt worden von der ohne selbst von der Notwendigkeit der Vorlage überzeugt zu progressistischen Partei Belgiens. Diese beschloß Die reaktionäre deutsche Presse ist über die Nachricht von der am Sonnabend, den König zur Intervention auf sein, nur dem Drängen des Reichstages nachgegeben und sich Beendigung des Generalstreits in einen ungeheuren Jubel auszufordern und gleichzeitig die socialdemokratische seinen Wünschen„ anbequemt" habe. Während das nationalliberale Gemüt des Herrn Doktor gebrochen. Sie hält die ganze Revisionsbewegung damit für ge- Partei zu ersuchen, den Generalstreit einzustellen, da sein scheitert. Selbst das liberale Mosse- Blatt läßt sich allerlei über die wed erreicht sei und das Land gesehen habe, wie start Esche dieses Entgegenkommen dankbar anerkannte und nur der Wille der Arbeiterpartei sei. Wie der Frlf. 3tg." aus in aller Bescheidenheit einige weitergehende kleine Wünsche enorme Niederlage" des belgischen Proletariats telegraphieren. Brüssel gemeldet sei, glauben Optimisten, daß den Führern vorzutragen hatte, unterwarf Genosse eine diese Vorlage Das Manifest des Generalrats atmet teineswegs den Geist der der socialdemokratischen Partei im Falle der Aufhebung einer principiellen Kritik und verfocht die Ansicht, daß die AbNiedergeschlagenheit. Es erklärt die Einstellung des Generalstreits des Generalstreits 8 uiicherungen von hoher Stelle gelehnung des Entwurfes das richtige sei, weil er in seiner lediglich für einen Waffenstillstand. Der Kampf um die Revision geben seien. Eine Intervention des Königs nach Auf- jezigen Form die Presse mehr schädigen, als ihr nühen werde. sei keineswegs aufgegeben, er werde mit unerschütterlicher Aus- hebung des Streits werde nicht für unmöglich ge Er bezeichnete die Auslegung des Reichsgerichtes, auf Grund dauer fortgeführt werden. Der künftige Sieg des Proletariats stehe halten. In Lüttich forderte am Sonnabend ein socialistischer Führer deren der fliegende Gerichtsstand für die Presse überhaupt erst in einer Versammlung auf, noch einige Tage ruhig zu bleiben und Auch die Mitteilungen, die der„ Peuple" in seiner legten Nummer eine unerwartete, aber nicht unmögliche Lösung möglich geworden ist, für ungesetzlich und hält es für falsch, diese der Krisis abzuwarten." Ungefeßlichkeit durch die Annahme der Vorlage zu sanktionieren. über die Verhandlungen des Generalrats macht, beweisen, daß die Vom Montag wird der„ Voff. 8tg." aus Brüssel gemeldet, daß Besser sei es, wenn auch die Presse auf diesen Fortschritt noch einige leitenden belgischen Genossen die Aufhebung des Generalstreits durch von dem für Montag einberufenen Ministerrat der Erlaß Beit warte. Man muß ja in Preußen Deutschland auf den aus nicht aus dem Gefühle der Unterlegenen heraus beschlossen haben. zur Auflösung des Parlaments erwartet wird. kleinsten Fortschritt ein Menschenalter werden. Die Redner Wenn sich auch vereinzelte Stimmen geltend machten, daß die Aufhebung Was an diesen Meldungen Wahres ist, enzieht sich, wie gesagt, der übrigen Parteien trugen nur Bedenken gegen Einzelheiten des Generalstreits zu bedauern sei, wenn sich auch Zweifel erhoben, unfrer Beurteilung. Bemerkt sei, daß eine Nachgiebigkeit der Re- vor, vor allen Dingen dagegen, daß der fliegende Gerichtsstand oh die Arbeiterschaft überall sofort der neuen Losung willig gierung auch jetzt noch insofern nicht völlig ausgeschlossen ist, als nur für die Zeitungen, nicht für die Druckschriften überhaupt folgen und die Arbeit wieder aufnehmen werde, so auch 1893 die Regierung nach den Demonstrationen erst eine gewisse beseitigt werden soll und daß zu Gunsten des Privatklägers war doch die übergroße Majorität der Genossen der Au- Austandsfrist verstreichen ließ, bevor sie dem Drängen des Volkes der fliegende Gerichtsstand beibehalten wird. sicht, daß die Genossen im Lande wohl begreifen würden, Stonzessionen machte. Dienstag wird die Debatte fortgesetzt. Außerdem steht daß die Aufhebung des Generalstreits kein Aufgeben des KampfDie zweite Lesung des Schaumwein Steuergefeges auf der Tagesordnung. außer Frage.ro . 156 Homburg im Abgeordnetenhaus. ad objekts, teinen Verzicht auf den Siegespreis bedeute, sondern ledig- Brüffel, 21. April.( B. H.) Die Meldungen aus der Provinz lich nicht abzuweisenden strategischen Erwägungen entspringe. Es fiber die Lage berichten, daß nicht überall das 2ofungswurde nachdrücklichst betont, daß die Aufhebung des Streits wort der Socialistenführer betr. die Wiederaufnahme der schon deshalb kein Zurückweichen im Stampfe bedeute, weil Arbeit befolgt worden ist. Besonders im Mittelbeden Das Abgeordnetenhaus begann am Montag die dritte Lesung dieser Kampf ja mit aller Energie auf andrem Gebiete fort und in Charleroi sind die Arbeiter nicht mit der Beendigung des Etats und bewilligte in rascher Reihenfolge eine größere Anzahl geführt werde. Die momentane parlamentarische Niederlage Louvrière ausgepfiffen, als er vor den versammelten Streifern die von Etats ohne erhebliche Debatte. Erst beim Etat der Eisenbahnfei nicht so schwer und so entscheidend, daß sich die Arbeiterschaft zu Wiederaufnahme der Arbeit predigte. In Verviers wurde die verwaltung wurde es lebhaft. Die konservativ- klerikale Mehrheit verzweifelten Aktionen entschließen müsse, wie sie eine Fortsetzung Rede Malempres mit den Rufen: Es lebe der Ausstand! hatte in der zweiten Lesung die Position für den Umbau des Generalstreits herbeiführen tömne. Die Ablehnung der Revision Nieder mit dem Generalrat!" begrüßt. In Jemappe wurde des Bahnhofes in Homburg gestrichen. Die National Es lebe liberalen, durch die Kammer sei nur ein momentaner Pyrrhussieg der Klerifalen, der Abgeordnete Verloz ebenfalls mit Sen Nufen: schon in wenigen Monaten werde die Frage des allgemeinen Wahl der Ausstand!" empfangen, als er den Beschluß des General rechts von neuem brennend geworden sein. Der Kampf fei nur vertagt. Der Generalstreit, wurde auch bemerkt, treffe nicht mur die Gegner, sondern auch viele Freunde der Revision, zahlreiche liberale Unternehmer, die Verbündeten im ferneren Kampfe gegent die Reaktion. rates bekannt machte. Politische Meberlicht. Berlin, den 21. April. die gern jede Gelegenheit benutzen, sich bei der Krone in empfehlende Erinnerung zu bringen, be antragten die Wiederherstellung der Position und führten in der Erwartung, daß vielleicht einige Konservative umfallen würden, die namentliche Abstimmung herbei. Aber die liberalen Mannesseelen wurden bitter enttäuscht, denn nun beharrten die Konservativen er st recht bei ihrer Ansicht, daß der Umbau des Bahnhofs durchaus Daß die deutsche reaktionäre Presse die Beweggründe unsrer nicht deshalb nötig sei, weil ihn der Kaiser wünscht, und sie belgischen Genossen verkennt und die Proklamierung des Waffen- nahm am Montag die erste Lesung der Serbis vorlage ließen sich auch durch die beweglichen Klagen der Minister stilstandes mit billigem Hohn übergießt, ist zwar verständlich, zeugt vor. Die Aufnahme, die der Entwurf fand, war nicht sehr v. Thielen und Frhr. v. Rheinbaben von ihrer Meinung aber nichtsdestoweniger von großer politischer Sturzsichtigkeit. Und freundlich. Die Redner aller Parteien bedauerten, daß die nicht abbringen. Die Kanalfronde stimmte geschloffen gegen gerade die deutschen Reaktionäre hätten sehr wenig Anlaß, einen vom Hause längst geforderte Neuregelung des Wohnungs- den Antrag der Nationalliberalen. Die Position wurde solches Freudengeheul anzustimmen. Denn die Tattit, die die bel- geldzuschusses nicht vom Grund aus erfolgt und seine in namentlicher Abstimmung mit 177 gegen 105 Stimmen endgültig Der Reichstag abgelehnt. Dagegen bewilligte das Hausgleichfalls gegen die| fatorisch auftritt, mit dem deutlichen Zwed, sie zu einem Streit zunahme, durch welche die Gemeindekollegien zur Ridgängig. Stimmen der Konservativen eine Million für Vorarbeiten, Erde veranlassen, der dem Unternehmertum bei der schlechten Geschäfts- ma chung des ungesetzlichen und ungerechten Beschlusses aufgefordert arbeiten und Grunderwerb zum Zwecke der Erweiterung des Bahn- lage willkommen wäre; er würde ihm nicht nur auf die leichteste werden. Die Resolution beauftragt das Bureau der Versammlung, hofs in Homburg, und richtete zugleich in einer Refolution an die Weise eine Produktionseinschränkung" ermöglichen, sondern man event. die Regierung aufzufordern, die erforderliche ZuRegierung die Aufforderung, den Kostenanschlag nochmals zu Bedingungen aufzwingen zu können. hofft auch, nach der Niederlage der Arbeiter ihnen die ungünstigsten stimmung zu dem Mietsteuer- Statut zu versagen. ( Wir möchten dieser Mitteilung unfres Korrespondenten hinzu rebidieren und in der nächsten Session darüber zu berichten, Die Deutsche Bergarbeiter Zeitung" warut darum mit Recht fügen, daß der Beschluß der Geestemünder Hausagrarier unires ob Ermäßigungen der auf 5 400 000 Mark veranschlagten die Kameraden, sich auf Streits einzulassen:„ Behaltet faltes Blut, Grachtens schon deshalb ungefeßlich ist, weil das preußische Baufumme möglich sind. Die Annahme dieses von freisinniger laßt Euch nicht provozieren! Zeigt Disciplin!" Kommunalabgaben- Gesetz unzweideutig bestimmt, daß Gebühren Seite ausgehenden Vermittlungsvorschlages ist die Zugleich hat der Vorstand des Deutschen Bergarbeiter und Beiträge für Kanalisationsanlagen von den Folge des Umfalls einiger Freikonservativen und eines Verbandes an den Bergwerksminister Möller eine Eingabe ge- Grundbesitzern, nicht aus allgemeinen Steuermitteln aufzu Teiles des Centrums. Das Haus hatte offenbar keine Neigung, richtet, in der über die unerhörten Zustände im Kohlenrevier Be- bringen sind. Die höheren Instanzen haben in diesem Sinne sjajon die Sache zum äußersten zu treiben. So erklärt sich, warum ein schwerde geführt wird. Wir entnehmen der Eingabe das Folgende: wiederholt entschieden, so z. B. in der Marburger KanalisationsAntrag auf namentliche Abstimmung auch für den freisinnigen VerAugenblicklich ist wieder eine ähnliche Situation, wie im frage. Red. des„ Vorwärts".) April 1889. Ueberall erfolgen Lohnreduktionen und Kündigungen. mittlungsvorschlag nicht die genügende Unterstützung fand. Die Be Diese Krisenfolgen würden die Belegschaften als etwas willigung wurde dann durch einfache Probe und Gegenprobe fest- Unabänderliches hinnehmen, wenn nicht gleichzeitig weitere Augestellt. Die Annahme des„ Vermittlungsvorschlags" bedeutet, daß Wahlrechtsbewegung in Schweden. legungen fremdländischer Arbeiter erfolgten und wenn die Wilhelm II. den Bahnhof nun doch erhalten wird allerdings gegen Feierschichten und Lohnreducierungen gleichmäßig vorgenommen Stockholm, 21. April. Im ganzen Lande fanden geflern die Konservativen, sofern nicht das Herrenhaus die Forderung würden. Dies ist aber nicht der Fall. Vielmehr wird auf den Kundgebungen zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts statt. Hier wieder streicht. selben Zechen, die Feierschichten einlegen, auch in Neberschichten tam es im Laufe des Nachmittags zu Zusammenstößen zwischen gearbeitet, von bevorzugten Leuten, was sehr böses Blut erzeugt. der Polizei und der Volksmenge, welche unter den Rufen:„ Nach Worauf wir aber insbesondere die Aufmerksamkeit eines bem Schloffel" den Polizeikordon zu sprengen versuchte. hohen Ministeriums lenken müssen, das ist die aufreigende Polizei machte von der blanken Waffe Gebrauch; mehrere Personen Behandlung, die augenblicklich den Belegschaften zu teil wird. Am Dienstag wird die dritte Lesung des Etats fortgesetzt. Aus der Debatte über den Homburger Bahnhof heben wir Hervor: Zu Titel 116( Erweiterung des Homburger Bahnhofs) liegt ein nationalliberaler Antrag vor, den Titel 116 nach der Regierungsvorlage wiederherzustellen und als erste Rate 1 Million Mark zu bewilligen. Die beiden freisinnigen Parteien beantragen, Titel 116 in folgender Fassung zu bewilligen: Zu den vorbereitenden Bauarbeiten( Erdarbeiten) sowie zu den Grunderwerbskosten für eine Erweiterung der Bahnhofsanlagen in Homburg v. d.. 1 000 000 m. Abg. v. Pappenheim( f.): Wird sind der Ansicht, daß andre Bahnhofsneubauten weit dringlicher sind, als der von der Regierung beantragte Bahnhofsneubau in Homburg. Wir sind der Meinung, daß es sich zur Zeit nicht empfiehlt, die geforderte erste Rate zu be willigen. Wir müssen deshalb auch gegen den freisinnigen Antrag stimmen. Wir können keine erste Rate bewilligen, ohne genau zu übersehen, welche weiteren Forderungen sich daraus ergeben. Ausland. Die Jede Woche laufen auf unserm Bureau bewegliche Klagen ein über wurden durch Säbelhiebe verwundet, fünf verhaftet. Eine Abbrutales Benehmen von Beamten, die immer häufiger zu teilung Militär hält mit aufgepflanztem Seitengewehr die zum Thätlichkeiten übergehen, die unterstellten Arbeiter förperlich Schlosse führende Brücke besetzt. Der Führer der Socia mishandeln und in der beleidigendsten Weise beschimpfen. listen Branting hielt mehrere Ansprachen an die Volksmenge, " Sodann kommt im größeren Umfange wieder das be- in denen er sie zur Ruhe ermahnte. In Malmö beteiligten sich rüchtigte Nullen" in Schwung. Die Belegschaften be- 15 000 Personen an der Kundgebung, in Stockholm über 30 000. haupten, diese schwere Schädigung des Arbeiterverdienstes geschähe Für den 1. Mai werden noch größere Demonstrationen erwartet. ai werden in der willkürlichsten Weise. " „ Schließlich ist es unsre Pflicht, bekannt zu machen, daß in Tegter Zeit in weit höherem Maße wie früher die Unfallursachen im Grubenbetrieb vermehrt werden. Den Belegschaften wird vielerorts nicht mehr genügend Holz zum Verzimmern geliefert. Auf Beschwerden bei den Vorgesetzten er folgen häufig cynische Antworten; meistens heißt es: Wem es nicht paßt, der fann gehen." Die Eingabe fordert, daß die Regierung den Mißständen ein Ende mache. Ob sie Erfolg haben wird? Wir leben nicht mehr, wie im Jahre 1889, in der Zeit der socialreformerischen Flugversuche der neuen Regierung, damals als Wilhelm II. dem provozierenden Unternehmertum ganz gehörig den Text las. Aberkennung des Gottesguadentums. Der Nachruf", den der Reichs- Anzeiger" dem Fürsten Reuß widmet, enthält sich jedes charakterisierenden Wortes. Er ist trocken wie ein Steckbrief, der nicht einmal von besonderen Kennzeichen zu vermelden weiß. Minister v. Thielen: Ich bitte Sie namens der Staatsregierung, dem nationalliberalen Antrag auf Wiederherstellung der Borlage zuzustimmen. Die Kosten sind allerdings hoch, aber sie betreffen auch nicht nur den Bahnhofsneubau, sondern auch eine Verbindungsbahn, die unter sehr schwierigen Terrainverhältnissen hergestellt werden muß. Was den Verkehr anlangt, so find gezählt wworden in den fünf Sommermonaten des Jahres 1901 980 000 Durchreisende, in den sieben Wintermonaten 972 000. An einzelnen Tagen aber beträgt der Verkehr das zehufache der täglichen Durch schnittszahl, die im Sommer 6400 beträgt. Der jezige Bahnhof ist Da das Gottesgnadentum doch vermutlich nicht nach Quadratin allen feinen Einrichtungen durchaus mangelhaft. Diese Mangel- Kilometern bemessen wird je kleiner das regierte Land, desto haftigkeit ist schon seit Jahren erkannt worden, ganz ohne Rüd- mehr verschwindet das Gottesgnadentümliche so muß man auficht auf die Qualität der Reisenden, die den Bahnhof nähmen, daß der„ Reichs- Anzeiger", der jedem höheren MinisterialBenutzen. beamten tiefempfundene" Lobreden zu halten pflegt, in diesem Fall ausdrücklich das Gottes dem preußenfeindlichen Monarchen guadentum und die dazu gehörige Verherrlichung aberkannt wissen will. Abg. Stengel( frt.): Die ganze Argumentation des Abg. v. Pappenheim leidet darunter, daß er einen zu großen Wert legt auf den Bau des Bahnhofes in Homburg und die übrigen Bahnanlagen nicht berücksichtigt. Die Staatsregierung kann sowohl das Vertrauen von uns beanspruchen, daß wir ihre technischen Dar- der Kaiser gelegentlich der Einweihung eines Denkmals für einen Nochmals das Granitbeißen. In einem Trinkspruch, den legungen für durchschlagend halten. Die Mehrheit meiner politischen Stavallerie- General in Hannover hielt, erwies er dem Reichskanzler Freunde wird daher für den nationalliberalen Antrag auf Wieder- v. Bülow die Auszeichnung, daß er das von ihm neulich citierte Herstellung der Vorlage stimmten, sollte dieser abgelehnt werden, so Wort des„ korsischen Parvenus" vom„ Granitbeißen" wiederholte. werden wir für den Antrag Dr. Krieger stimmen. Wilhelm II. wendete das Wort in folgender Form an: So mögen auch Sie das Stüd Granit unsres Heeres, das sich Reiterei nemnt, hegen, pflegen und kristalli sieren lassen, daß jeder, der darauf beißt, die Zähne berliert. " Russische Bauernrevolte. Aus Rußland wird uns geschrieben: Die fortschreitende Revolutionierung der städtischen Arbeitermassen greift auch auf die Landbevölkerung über. Diese ist nicht mehr jene träge Masse, als wie sie sich in den 70er Jahren zeigte, der engere Verkehr des platten Landes mit den Industriecentren hat auch in die Dörfer einen frischeren Zug gebracht. Die russische Bauernschaft weist heute in ihren Reihen nicht wenige intelligente Erscheinungen auf, sie beginnt eine immer größere Aufmerksamkeit der Schule zu schenken, die Litteratur und die Preſſe finden auch in der Landbevölkerung Verbreitung. Unter diesen Umständen entwickelt sich unter den Kleinbauern auch ein größeres Klassenbewußtsein, das zuweilen noch traffe Formen annimmt, aber für die Zukimft das beste zu hoffen läßt. Ans mehreren Gouvernements des Reiches kommen Nachrichten über Konflikte zwischen den Bauern und den Gutsbesizern, die nicht überall einen unblutigen Ausgang genommen haben. So ist es z. B. in dem Gouvernement Woronesch zu Zusammenstößen gekommen, weil die Bauern Anspruch auf die Gutsländereien erhoben. Die Gutsarbeiter wurden von den Feldern vertrieben und auf denselben seitens der Bauern Wachtposten aufgestellt, die nur durch ein starkes polizeiliches Aufgebot entfernt werden konnten. Dabei blieb es aber nicht. Die Bauern strömten in hellen Scharen zu dem Dorfe Schtschegli, wo sich der Konflikt abspielt und bald war die Polizei gezwungen, abzurücken. Nun wurde eine Compagnie Infanterie dahin beordert, die mehrere der Banern verhaftete und an den Das brachte den ganzen Umkreis so auf, daß an 15 000 Männer und Frauen Berhafteten auf der Stelle die Exekution vornahm. mit Sensen bewaffnet erschienen. Die Infanterie zog sich nun zurüc und jetzt wurden von allen Seiten Verstärkungen herangezogen. Die halbverhungerten Bauern werden wieder einmal zur Genüge die Milde und Gerechtigkeit der Knute kennen lernen. Abg. Dr. Krieger( fr. Bp.): Meine politischen Freunde haben Im Gouvernement Tambow wandten sich mehrere Dörfer an in der zweiten Lesung für die Forderung gestimmt, obwohl sie sich die Regierung mit dem Ansuchen, an sie die Ländereien eines nicht berhehlen konnten, daß eine solche Summe exorbitant hoch für einen Bahnhofs- Neubau ist. Wir halten einen Neubau in Homburg reichen Gutsbefizers zu verteilen, weil sie sonst verhungern müßten. Die Regierung sah in diesem Anfinnen einen revolutionären Aft und für nötig, möchten aber durch unfren Antrag eine nochmalige Prüfung hat gegen die Bittsteller eine peinliche Untersuchung eingeleitet. der Höhe des Kostenanschlages veranlassen. Das Hochzeitskleid aus China- Seide. Die hallische Im Gouvernement Boltawa, Kreis Poltawa, hat die Polizei Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben: Ich kann ebenso wie Straftammer verhandelte Sonnabend gegen den Redacteur in 22 Dörfern gehaussucht, wobei revolutionäre Schriften aufgefunden der Minister der öffentlichen Arbeiten das hohe Hans nur dringend des Boltsblatts", Genossen A. Weißmann, wegen Beleidigung worden sind. Die Behörden merkten, daß auch hier unter den bitten, den Bahnhofsneubau entsprechend dem nationalliberalen eines Chinakriegers, des vicefeldwebels Ziegler aus Wittenberg. Bauern eine scharfe Gärung um sich greift, dachten aber aufänglich Antrag zu bewilligen. Die Betriebssicherheit wie die Größe des Zur Anklage stand, wie uns aus halle berichtet wird, ein vom an die Propaganda des Stundismus, bis sie durch Denunziationen Verkehrs machen die baldige Ausführung der Renanlagen dringend Brovinzielles veröffentlichter Artikel, der dem„ Wittenberger Kreis- Dorfe Lifitschia leisteten die Bauern Widerstand gegen die Bern 31. Jammar ds. Js. im Volksblatt für Halle" 2c. unter eines Bopen auf die echte Spur gebracht wurden. In dem notwendig. Abg. Lotocha( C.) erflärt, das Centrum werde, wie in der blatt" entnommen war. Es hieß da ohne Namensnennung, haftung, der nur durch Anwendung von Gewaltmitteln gebrochen zweiten Lesung, gegen die Forderung stimmen. daß kürzlich ein Vicefeldwebel getraut wurde, dessen Braut ein werden konnte. Abg. Ehlers( fr. Vg.): Wir werden wie in der 2. Lesung prachtvolles Kleid aus chinesischer Seide trug. Den Stoff zu diesem Im Gouvernement Minst sind einige 150 Bauern verhaftet heute in erster Linie für den Antrag auf Wiederherstellung der leide, schweren, großblümigen weißen Damast, habe der Bräutigam, worden, weil sie mehrere verdächtige Zusammenkünfte gehabt haben Vorlage stimmen, in zweiter Linie für den Antrag Krieger. der bei der Chinatruppe gestanden hat, seiner Braut von dort mit sollen und durch die Bildung von Lesezirkeln und Bibliotheken Die Herren sagen zu dem Minister:" Du magst ja sonst ein ganz gebracht. Das„ Voltsblatt" hatte diese Notiz mit der Spigmarte regierungsfeindliche Bestrebungen gezeigt hätten. Die vermeint ein tüchtiger Eisenbahnminister sein, aber die Sache da bei Homburg Auch China Andenken", versehen und daran die lichen Rädelsführer sind in das Gefängnis nach Moskau gebracht die verstehst Du nicht, die verstehen wir besser." Schlußbemerkung geknüpft: Derartige Andenken" sollen ja worden. mitunter sehr billig gewesen sein. gewesen sein. In der letzteren BeNorwegen.ionsplle and ho merkung wurde die Beleidigung erblickt, indem angenommen wurde, Neue Minister. Die, Ministerkrisis ist beendet; Blehr wird daß dem Chinakrieger der Vorwurf einer unerlaubten Handlung Staatsminister in Christiania und der Minister des Junern Dr. Sigurt gemacht worden ist. In der Verhandlung wurde eine Quittung Ibsen Minister in Stockholm. Der bisherige, Justizminister Qvam vorgelegt, wonach der Chinatrieger den Stoff zu wird Mitglied des Staatsrats in Stockholm und der Staatsrat seidenen Kleide in China käuflich erworben haben will. Der Staatsanwalt Schlütte spricht dem Angeklagten das Recht ab, solche Privat- Arstad übernimmt das Justizministerium. inste angelegenheiten in der Parteipreffe zu veröffentlichen und bes antragte mit dem Hinweise, unsere Krieger sind denn zu gut, sich doch solche Vorwürfe machen nicht der Abg. v. Eyneru( natl.) beantragt namentliche Abftimmung. Abg. v. Pappenheim( f.): Ob die Abstimmung eine namentliche ist oder nicht, ist für uns ganz gleichgültig. Wir haben die Angelegenheit fachlich geprüft und werden unfre Abstimmung vor unserm Gewissen verantworten können.( Sehr gut! rechts.) Daß wir alles für die Betriebssicherheit Notwendige unbedingt bewilligen, dafür bürgt die ganze Vergangenheit unsrer Partei.( Lachen lints.) M M " dem Partei- Nachrichten. Minister v. Thielen legt nochmals dar, daß die Betriebssicher heit bei dem jezigen Zustand der Bahnhofsanlagen gefährdet sei. 3 น Iaffen, 6 Monat Gefängnis. Der Verteidiger Der Verteidiger Die Büfte Liebknechts, für dessen Grabmal modelliert und in Abg. Dr. Sattler( natl.): Weshalb hat eigentlich Herr entgegnet darauf, daß Angeklagte sondern Bronze gegossen, ist auf Wunsch von Parteigenossen in Gips abv. Pappenheim in seiner zweiten Rede so große Worte gebraucht? das" Wittenberger Kreisblatt" die Sache an die Deffentlichkeit gegoffen worden. Abgüsse der überlebensgroßen Büste können zum Es ist doch von feiner Seite eine Andeutung gemacht worden, daß gebracht habe und beantragte Freisprechung. Das Gericht nahm an, Preise von 40 M. durch den Bildhauer Heinrich Mah. Dresdeneine namentliche Abstimmung die Art der Abstimmung irgendwie daß dem Chinatrieger der Vorwurf des Raubes oder Diebstahls Blasewitz, Residenzstr. 4, bezogen werden. beeinflussen könnte. Warum also die Verteidigung dagegen? gemacht worden ist und erkannte mit Rücksicht auf die Tendenz Ueber die Ausführungen des Abg. Letocha habe ich mich gewundert. des Blattes, auf 3 Monate Gefängnis. Sein Parteigenosse v. Savigny hat sich in der Kommission für die Bewilligung der Forderung ausgesprochen. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. Es folgen persönliche Bemerkungen. Aus dem Bericht ist nicht zu erkennen, auf welche Summe die Quittung lautet. = = " 〃 Die Gemeindewahlen er In der Geheimdruckerei des ,, Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes" in Rußland erschien in jüdischem Jargon die Nummer 26 des Centralorgans des Bundes", die„ Arbeiterstimme", 34 Seiten. Juhalt: Die neue Gerichtsordnung für politische Ver Eine ungefegliche Steuer. Die Bedenklichkeit hansagrarischen brecher; zum Gedenktag des 15./28. Januar 1886( die Hinrichtung lebergewichts in Kommunalverwaltungen zeigt sich drastisch in einem der Genossen Kunicki, Bardowski, Ossowski und Petrufinski aus der Abg. v. Savigny( C.) stellt fest, daß er sich in der Kommission Falle, über den uns aus Bremerhaven geschrieben wird: Partei Proletaryat"). Die Willtür der zarischen Regierung; der nur im Namen seiner in der Kommission anwesenden politiIm engbenachbarten preußischen Orte Geest emünde wurde Bar in Frankreich; die Unruhen auf der Obuchowschen Fabrik in schen Freunde vorläufig für die Bewilligung der Summe aus- vor zwei Jahren mit der Kanalisation verschiedener Petersburg und das graujame Gerichtsurteil; die finstere melt gesprochen, dabei aber die Stellungnahme der Centrumspartet im Stadtteile begonnen, deren Kosten durch Anleihen von insgesamt( Bilder aus dem russischen Leben); Nachträge zum Jubiläum Plenum ausdrücklich vorbehalten habe. mehr als einer Million Mark aufgebracht wurden. Bei der letzten Arbeiterstimme", Gedicht an den Bund"; Briefe aus dem Moskauer Abg. Funck( fri. Vp.) erklärt, daß ein Teil seiner Freunde von Etatsberatung hatten sich nun die Gemeindekollegien mit der Aufbrin- Centralgefängnis, aus Jekaterinoslaw, Mohilew, Riga, Berdytschew der Tendenz des Antrages Dr. Krieger abweich e. gung der Mittel zu beschäftigen, welche Unterhaltung, Verzinsung und Minst; die Konferenz des internationalen Bureaus in Brüssel; Ein Antrag auf namentliche Abstimmung auch über und Amortisation der Anlage jährlich erfordern. Magistrat die Studentenbewegung; Chronik der Bewegung; Opfer des den Antrag Dr. Krieger( fri. Vp.) findet nicht die genügende und Finanzfommission des Bürgervorsteher Kollegiums brachten in Barismus; neue Ausgaben; Warnung; Kassenbericht des Central Unterstügung. Vorschlag, den ca. 70 000 M. ausmachenden Betrag auf die Haus fomitees des Bundes". Bei der namentlichen Abstimmung über den resp. Grundstüds befizer unzulegen. Die Mehrheit des nationalliberalen Antrag auf Wiederherstellung aus lauter Hausbefizern zusammengesezten Bürgervorsteher- r at ht der Regierungsforderung ftimmen im ganzen 285 Ab- Sollegiums entschied sich jedoch gegen diesen Vorschlag und begeordnete; davon mit Ja" 105( Nationalliberale, Freisimmige auftragte den Magistrat mit der Vorlage eines Stener in den Vororten Berlins sind jezt beendet, so daß nunmehr Bereinigung, ein Teil der Freifinnigen Volkspartei und der größte statuts, nach welchem die laufenden Kosten der Kanali- ein Ueberblick über die von der Socialdemokratie erreichten Erfolge Teil der Freikonservativen), mit eiu" 177( Konservative. eine fation von den Mietern erhoben werden sollen. In möglich ist. Und diese Erfolge find wahrlich nicht gering anzuschlagen. Minorität der Freifonservativen, Centrum und Polen). Die For einer am 2. April abgehaltenen gemeinschaftlichen Sigung legte der In den meisten Vororten haben die Gemeindewahlen vom März derung ist also abgelehnt. Drei Abgeordnete enthalten sich Bürgermeister ein solches Statut vor, das„ Ordnung über die Er dieses Jahres der Partei einen erheblichen Zuwachs an Mandaten hebung der Kanalisations gebühren" etikettiert war. Nach diesem Der Antrag Dr. Krieger( fri. Bp.) wird darauf nach Probe Statut soll von jeder kanalangeschloffenen Wohnung, sofern sie nicht und Stimmen eingebracht, und diese Errungenschaften stehen um so und Gegenprobe vom Vieepräsidenten Dr. Krause für au leersteht, eine„ Ben uzungsgebühr für die Kanalisation er- höher, als sie unter einem Gesez erreicht wurden, das raffiniert genommen erklärt.( Große Unruhe auf allen Seiten des Hauses.) hoben werden, deren Höhe sich nach dem Mietspreis richtet. Der darauf zugeschnitten ist, den Einfluß der großen Masse der BeDafür erheben sich die beiden freisinnigen Parteien, die National Prozentjak soll 6 Prozent betragen. Dies Statut wurde von den völkerung, auf die die Socialdemokratie fich stüßt, nicht zur Geltung liberalen und der größte Teil der Freikonservativen, da gegen die Gemeindekollegien mit beträchtlicher Mehrheit angenommen kommen zu lassen. Die Widerfinnigkeit der Klassenwahl an sich und Konservativen, eine Minderheit der Freikonservativen, das Centrum und damit die Neueinführung einer Mietssteuer beschlossen. die Widersinnigkeit der Bestimmung, daß zwei Drittel der Gemeindeund die Polen. Die Bremerhavener Wolfsstimme" wies nach, daß der Be- vertreter aus Hausbesitzern bestehen müssen, tritt besonders grell in Damit ist diese Angelegenheit erledigt. schluß der Gemeindekollegien dirett ungeseglich sei, da§ 23 den Vororten Berlins hervor, wo fast überall mit städtischen Vers des preußischen Kommunalabgabengefeges wörtlich hältnissen zu rechnen ist und der als Hort der Solidität und Stabilität beſtimme:" Miet- und Wohnungssteuern dürfen nicht nen eingeführt werden." Von socialdemokratischer Seite wurde zum gepriesene Grundbesig vielfach nichts andres darstellt als ein Ban9. April eine Protestversammlung von Bürgern spekulantentum wildester Sorte. Der Erfolg bei den Gemeindeund Einwohnern einberufen, die riefig besucht war. wahlen ehrt imfre Partei aber noch aus einem andern Grunde. In Es gelangte eine Resolution zur einstimmigen An- vielen Fällen war der Bevölkerung auch die Ausübung der wenigen der Stimme. Deutsches Reich. Streifheher im Kohlenrevier. Wir haben schon des öfteren darauf hingewiesen, daß das Unternehmertum im Jndustriebezirk gegen die Bergarbeiter äußerst provo. " " Rechte, welche das Gefch ihr zugbilligt hat, erschwert werden, sei nichts läßt die schreiende ungerechtigkeit unserer Zustände wohl der Lehrer der Abteilung, und dies war Marten, bei den Reites durch Verweigerung von Versammlungsräumen oder sonstige flarer hervortreten, als die Thatsache, daß ganz wenige Geldproßen, übungen zugegen sein mußte. Der Dragoner Werner, dem Hinderung der Wahlpropaganda, sei es dadurch, daß die Wahlzeit die zumeist rüdsichtslos ihr Klaffenvorrecht ansnuzen, im stande sind, der Karabiner Nr. 99 gehörte, mit welchem der Rittmeister erschossen auf Tagesstunden angesezt wurde, an welchen es der großen Maffe den Willen der großen am Gedeihen des Ortes interessierten Masse in jeder wurde, bekundet, daß der Karabiner mittags noch auf dem Korridor fast unmöglich ist, ihrer Wahlpflicht zu genügen. Doch auch in Beziehung niederzuzwingen. So lange dies Klassenvorrecht der Reichen am richtigen Ort gestanden habe. Als der tödliche Schuß fiel, jei folchen Fällen siegte vielfach der Idealismus und die Opferwilligkeit besteht, müssen alle Phrasen von der socialen Fürsorge, alle salbungs- er, Benge. in der Neitbahn gewesen. " Zu Befehl!" unsrer Parteigenossen und so darf wohl gesagt werden, daß gerade vollen Lobsprüche auf den Segen der socialen Gesetzgebung" in den die Gemeindewahlen unsre Feinde von neuem darüber belehrt haben, Reihen der Entrechteten einem Hohnlachen begegnen. Nicht zum sitzenden auch zumeist mit zu Befehl". Der Präsident bemerkt: Interoffizier Ehrenreich antwortet auf die Fragen des Vorwie thöricht es ist, eine Kulturbewegung wie die socialdemokratische wenigsten dieser krasse Widerspruch zwischen Worten und Thatsachen Sie haben hier nicht zu sagen zu Befeht", sondern offen und frei durch äußere Mittel in ihrem Siegeslaufe hemmen zu wollen. ist es, der die Masse der Bevölkerung der Socialdemokratie zuführt zu sagen, was Sie wissen. Sie stehen hier nicht vor der Front, Die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Zahlen geben aus und die dritte Wählerklasse mehr und mehr zu ihrem Dominium sondern als Zenge vor Gericht. Der Präsident bemerkt auch zu 28 Orten in der Umgegend Berlins einen Ueberblick über unser Vor- macht. Die dritte Klasse der Socialdemokratie, diesem, wie zu allen andern Zeugen, die in den früheren schreiten. diefe Losung wird bei fünftigen Wahlen auch dort wirken, wo wir Verhandlungen als Zeugen vernommen worden sind: Sie ver heute noch keine Erfolge errungen haben. 2AA23 Es wurden social5-8 die Ge= meinde zählt socialdemokrat. Vertreter bor demokratische Stimmen abgegeben in den Tages bei den bei den stunden von vorletzten Wahlen 1902 jezt Wahlen 1902 Gewählt wurde 1902 Adlershof. 2 312 1422 Brizz 2 4 211 210 4-7 1-5 Friedrichsfelde 404 12-7 Friedrichshagen. 3 212 330 Grünau 86 97 63/ 4-73/ 4 Hermsdorf 29 2-4 Johannisthal 134 183 Gr. Lichterfelde. 316 507 Mariendorf 122 147 Marienfelde 58 Neuendorf 110 Nieder- Schönewveide 58 4-7 4-8 12-5 3-5 8-10 9-11 Nowaves. 3 290 458 4-8 Ober- Schöneweide. 196 420 2-7 Bankow 2 461 721 11-8 Reinickendorf 1 223 396 3-8 Rummelsburg 1 2 52 176 Schmargendorf. Schönebed Fichtenau. 4 74 30 Steglitz 585 2776 Stralau 2 107 Tegel 1 299 11-8 Tempelhof 68 152 8-12 143 265 4-8 Waidmannsluft. 42 158 Men- Weißensee... 3 623 810 7-4 4-7 1: 263 733 1 176 Trept.- Baumschulen. Wilmersdorf.. Zehlendorf 1 12211263 4-8 4-8 2-4 4-80 5-7 Aus Industrie und Handel. sichern die Richtigkeit Ihrer Aussagen auf den bereits in der früheren Verhandlung geleisteten Eid? Die Zengen bejahen dies. Ehrenreich hält es auf Befragen des Präsidenten für möglich, daß Marten auf den Rittmeister Krosigt einen heftigen Groll ge habt habe. Das internationale Schiffahrtskartell wird, nach einer vomi Die Gefreiten Simber und Vogel befunden übereinstimmend, Berl. Tagebl." an zuständiger Stelle eingezogenen Erkundigung, von daß fie, als sie am 21. nachmittags Posten standen, Civil: drei Mitgliedern geleitet, von denen das eine vom englisch- amerikaniſchen Syndikat, die beiden andern von der Hamburg- Amerika- personen auf dem Kasernenhofe nicht gesehen haben. Dasselbe Linie und dem Norddeutschen Lloyd repräsentiert werden. Die Ab- befunden der frühere Dragoner, jezige Landwirt Westphal und der Unteroffizier Elendt. machungen beziehen sich auf die Festsetzung der Passagiers und Frachtraten für den nordatlantischen Verkehr, sowie auf Herstellung einer gewissen Interessengemeinschaft". Diese äußert sich in einer gegenseitigen Gewinnbeteiligung, die aber nur einen beschränkten Umfang haben soll. Ganz überflüssig wird wieder seien nur zwei Posten am Thor 1 und 2 aufgestellt gewesen. An der Pforte im Bretterzaun habe kein Posten gestanden. betont, daß die deutschen Gesellschaften bei den VerPräs.: War offen? diese Pforte Zenge: Nein, bandlungen den größten Wert darauf gelegt haben, sich die volle Präs.: War die Pforte auch am Tage Selbständigkeit zu erhalten. Ihr Princip fei, über die etwa auf Zeuge: Ich glaube, fie war tauchenden Streitfragen mit dem englisch- amerikanischen Syndikat immer vernagelt.- Präs.: Es tonnte also auch eine Civilperson zu einer freien Verständigung zu gelangen unter entschiedener Ausschließung jeder Majorisierung. Die freie Verständigung wird in durchgehen? 3euge( zögernd): Ich weiß nicht, manchmal war jie auch nicht vernagelt.( Heiterfeit.)- Präs.: Ob einer dazu gewählten Kommission herbeigeführt werden, die nach die Pforte am Tage des Mordes vernagelt war, wissen Sie nicht? Bedarf zusammentritt, und in der die drei Interessenten gleichmäßig Gefreiter Rim pus hat die eintretenden Civilpersonen passieren lassen, weil sie in einem andren Bereich als dem seinen waren. Glendt bemerkt, er habe am 21. Jamar als Gefreiter Bosten aufgeführt. sie war vernagelt. des Mordes vernagelt? vertreten sein sollen. Die große Betonung der Selbständigkeit der Beuge: Nein.- Konditor Da mä de bekundet: Am 21. nachmittags - habe er den Zuschneider Kablingki in der Kaserne besucht und sei un deutschen Schiffahrts Gesellschaften macht bei dem Eingehen eines gehindert hinein- und herausgekommen. Einige Unteroffiziere brachten die solchen Vertrages nur einen komischen Eindruck. Bei solchen Vereinbarungen handelt es sich nur darum, wer den größten Vorteil Nachricht von dem Morde in sein Lokal. Es wurde gesagt, der Rittfür sich ergattert hat; darüber zu urteilen gehört eine ausführliche meister habe vielleicht den blauen Brief erhalten und wollte deshalb unter seinen Dragonern sterben. Auf der Bekanntgabe des Vertrages. Straße sprangen die Dragoner Der Norddeutsche Lloyd hat gemeinschaftlich mit der Firma vor Frende in die Luft Krupp Ruhrgebiet- Sohlenfelder erworben, deren Aufschließung als und riefen: Hurra, morgen wird Begräbnis gefeiert. Der alte bald erfolgen soll. Der Lloyd nimmt zu dem Zweck eine Anleihe Wachtmeister Marten, der auch hinzu tam, stellte die Leute desvon 10 Millionen Mark auf. Die große Schiffahrts- Gesellschaft halb zur Rede und sagte: Es ist eine Schande für die ganze macht sich durch diese Erwerbung vom Kohlensyndikat unabhängig, deutsche Armee, daß ein solches Verbrechen vorgekommen ist. die Firma Krupp befizt schon seit Jahren eigne Kohlenwerke. * * Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat hat die Ver- Nachmittags wurden in sehr eingehender Weise Kriminal= 10-2, 4-8 träge mit dem Coalssyndikate und dem Briquett- Verkaufsverein auf kommissar v. Bäckmann und Kriminalschußmann Richter 4-8 ein Jahr verlängert. In dem Rechenschaftsbericht für März tritt aus Berlin als Zeugen vernommen. Sie bekunden im wesent Die Zahl der socialdemokratischen Gemeindevertreter ist somit abermals gegen den Monat vorher eine Minderförderung ein. Die lichen dasselbe wie in der früheren Verhandlung. Bäckmann erin zwei Jahren von 23 auf 43, d. 5. um 87 Proz., gestiegen; die Förderung betrug 3 667 510 Tonnen gegen 4298 889 Tonnen in flärt auch heute, daß er erst, als er zur zweiten Verhandlung Zahl der socialdemokratischen Stimmen vermehrte sich von 4450 im eine Einschränkung von 22,02 Proz. eingetreten. Der Höchstprozent- handlung sei Sloped nicht vereidigt worden, weil er zu dem demselben Monat des Vorjahres. Gegen die Beteiligungsziffer ist nach Gumbinnen kam, erfahren habe, in der ersten VerJahre 1900 auf 8199 bei den diesjährigen Wahlen, d. h. um fag, der bis jetzt erreicht ist. Die Direktion bemerkt hierzu: Vize- Wachtmeister Schneider und dem Gendarmen Melzer andre 84,3 Proz. Gewiß ein ansehnlicher Erfolg. Immerhin darf nicht „ Neben dem Darniederliegen der Gewerbethätigkeit im all- Angaben gemacht habe. Er wiederhole, er habe vorausgesehen, außer acht gelassen werden, daß von den 28 hier aufgeführten Vor- gemeinen seien es die infolge des milden Winters auf Lager gebliebenen daß auf Stopek eingewirkt werden würde. Deshalb habe er orten Berlins fast die Hälfte, nämlich 13, noch ohne social- großen Bestände, die einem besseren Absage entgegenstanden, außer- Stopet gefagt, er solle sich von niemand ausfragen laffen und nur demokratische Gemeindevertreter sind. Andrer dem aber der Umstand, daß am 1. April d. J. bekanntlich billigere dem Richter die Wahrheit sagen. Verteidiger Burchard fragt: seits wäre in der Aufzählung unser Vorort Lichtenberg nicht Sohlenpreise eingetreten seien und daß daher im März nur das aller Haben Sie diese dem Stopel gegebene Unterweisung in der ersten Verzu vergessen, wo in diesem Jahre keine Wahlen stattfanden. In notwendigste bezogen wurde. Diese großen Bestände seien leider auch handlung oder zu den Akten mitgeteilt?" 3euge:„ Nein." v. Bädmann Lichtenberg find bei den letzten Wahlen der Landgemeinde- Ordnung zum Kohlensyndikats wesentlich geringere Wengen gegen das Vorjahr mit der früheren Verhandlung einen anonymen Brief aus Gum Veranlassung gewesen, daß gerade die größten Händlerfirmen des giebt auf Befragen des Rechtsanwalts Horn zu, daß er nach Trok alle acht Size der dritten Abteilung von Socialdemokraten besetzt dem Syndikat abgeschlossen hätten. Wenn auch wohl nicht daran zu binnen nach Berlin Berlin erhalten habe. In diesem habe geworden. An sieben Orten beteiligte sich die Partei 1900 noch nicht zweifeln sei, daß der thatsächliche Bedarf den Zutauf weiterer Mengen standen, Marten und Hidel seien nicht die Mörder. an den Gemeindewahlen. demnächst notwendig machen würde, so würde dieses doch nicht eher Er habe den alten Marten, Hickel oder Marten für den eintreten, als bis die großen Läger einigermaßen gelichtet seien. Briefschreiber gehalten. Kriminalinspektor Braun in Berlin habe Die Beschäftigung in der Eisenindustrie habe anscheinend eine behauptet, der Brief sei von Frau Hickel mit der linken weitere Besserung erfahren, indessen sei der Mehrverbrauch an Hand geschrieben. Ein Schreibsachverständiger habe dies als unzuKohlen doch noch nicht so bedeutend, um eine durchschlagende treffend erklärt. Der Zeuge giebt zu, daß er zu Dommig gesagt habe, Wirkung für den Absatz des Kohlensyndikats im allgemeinen aus er stehe da wie ein Delgöße, Sidel stehe bereits mit einem Fuß im Grabe, bei Domnig werde dieser Fall auch sehr bald eintreten. Es erfolgte wieder eine eingehende Besichtigung der Reitbahn sowie durch die Ställe. Damit ist für heute die Verhandlung " 1 zuüben." beendet. Gewerkschaftliches. Gegenftrömungen der christlichen Gewerkschaften. Von Berlin aus macht sich gegenwärtig wieder die Richtung Es würde zu weit führen, wollten wir aus jedem Orte die Swierigkeiten aufzählen, die sich der socialdemokratischen Propaganda entgegenstellten. Nur einige seien erwähnt. Durch Saalverweigerungen thaten sich die Gegner vor allem hervor in Adlershof, Hermsdorf, Groß- Lichterfelde, Mariendorf. Marienfelde, Neuendorf, Nieder- Schöneweide, Tempelhof und Waidmannslust; an allen diesen Orten war fein einziger Saal zur Ab- Die Kohlenproduktion. Im März dieses Jahres betrug die haltung einer Wählerversammlung zu haben. Förderung in Deutschland an Steinkohlen 8 177 451 Tonnen( im Auch der Aufstellung von ausbesiger- Kandidaten März vorigen Jahres 9 206 673 Tonnen), Braunkohlen 3 196 294 Lommen( 3 700 078), Coats 719 452 Tonnen( 853 432), Briketts stellten sich vielfach unüberwindliche Hindernisse entgegen, so in 642 983 Tommen( 747 616). Vom Januar bis März ist gegen das Grünau, Hermsdorf, Mariendorf, Marienfelde, Pankow, Reinicken- Vorjahr die Produktion der Steinkohlen von 27 238 335 Tonnen auf dorf, Rummelsburg, Schmargendorf, Schönebet, Stralau, Tegel, 25 080 178, der Braunfohlen von 11 027 244 Tommen auf 10 205 395, Tempelhof und Wilmersdorf. An manchem dieser Orte wäre uns des Coats von 2483 010 Tonnen auf 2099 439 und der Briketts der Sieg auch der angesessenen" Kandidaten sicher gewesen, wenn von 2177 274 Tonnen auf 2040 312 zurückgegangen. Die Ziffern unter den katholischen Vereinen lebhaft bemerkbar, die der politisch es der Partei gelungen wäre, solche zu finden. In Nummelsburg geben deutlich den weiter anhaltenden Rückgang der Konjunktur an. neutralen und religiös konfessionslosen Stellung der christlichen und Pankow mußte wegen des Fehlens eines socialdemokratischen Geschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Metall- Gewerkschaften abhold ist. Die politisch neutrale Stellung der christHausbesizers Wahlenthaltung proklamiert werden; in Wilmersdorf warenfabrit A.-G. Baer u. Stein beziffert ihren Reingewinn auflichen Gewerkschaften ist von uns nie ernst genommen worden, wohl und Schmargendorf wurden die auf den socialdemokratischen Kan- 167 491 M.( im Vorjahre 176 655 M.). Dividende 10 Broz.( 11 Broz.) aber haben sich die katholischen Führer der Gewerkschaften bemüht, Die Artiengeſelſchaft& offer.) de 10 03( Toleranz in Bezug auf die konfefſionellen Gegenfäße zu üben. Ihre didaten abgegebenen Stimmen einfach für ungültig erklärt. Es Die Aktiengesellschaft Schäffer 1. Walder zahlt in diesem scheint aber, daß mit dem Vorschreiten der Socialdemokratie auch diese Jahre teine Dividende. Die Schalter Herb- und Ofen- attit entsprach den gegebenen Verhältnissen, spalteten sich die christuns entgegengetürmten Hindernisse ganz allmählich überwunden werden. fabrit F. Küpperskirch gab ihren Reingewinn auf 578 266 9. lichen Gewerkschaften, dann waren sie gänzlich zur Ohnmacht verurteilt, an. Dividende 11 Proz. Die Accumulatoren- Fabrik Aktiengesell- fo haben sie es wenigstens zu einem leidlichen Fortschritt gebracht. Sehr groß waren auch die Schwierigkeiten, die sich daraus ergaben, ichaft berechnet für das Halbjahr vom 1. Juli 1901 bis 31. Dezember Aber die katholischen Führer hatten mit einer anderen Gefahr zu rechnen. daß die Ortsbehörden die Wahlzeit ungünstig festsetten. 1901 ihren Reingewinn auf 480 397,71 M. Dividende 10 Proz. Die orthodoxen Würdenträger der katholischen Kirche konnten nicht Nur an 13 Orten von den aufgeführten 28 wurde bis 8 Uhr abends, Die Berliner Panorama Gesellschaft hatte einen Stein- zugeben, daß in den Vereinen ihrer Gläubigen die konfessionellen also bis zu einer Zeit gewählt, wo der Arbeiter einigermaßen im gewinn von 36 949 M. Dividende 3,4 Proz. Der Berliner Unterschiede beiseite geschoben werden, oder gar der tezerische Stand: stande ist, seiner Wahlpflicht nachzukommen; an vielen Orten, so in Spediteur- Verein verzeichnet einen Reingewinn von 87 281 punkt Anhänger findet, in den Gewerkschaften hätte die Bekämpfung Briz, Hermsdorf, Mariendorf, Marienfelde, Schönebeck, Tempelhof Mart( 143 696 M.). Dividende 5 Proz. für Vorzugsaktien und 4 Proz. der Socialdemokratie zu schweigen. Höher als alle Aufgaben der und Waidmannslust segte man die Wahlhandlung auf Tagesstunden Bruttogewinn auf 604 640 M. Dividende 9 Proz.( 11 Proz.). Mir. Genest beziffern ihren socialen Fürsorge steht die Propaganda der Kirche, wurde den für Stammattien( 8 Broz.). Mig 1. Genest beziffern ihren ,, irregeführten" Gewerkschaftsführern Brust, Giesbert u. a. zugerufen Die Höchster Farbwerte vorm. Meister, Lucins u. Brü- und in dem Sinne klang der Banufluch aus, der von Fulda gegen ning warfen einen Reingewinn von 4 406 922 2.( 4 764 601 M.) ab. die christlichen Gewerkschaften geschleudert wurde. Ganz haben sich Dividende 20 Proz. Die Niederlaufiger Kohlenwerke die Führer der christlichen Gewerkschaft dieser Weifung nicht unter worfen, die erzielten 878 457 M. Bruttogewinn. Dividende 8 Proz,( 12 Proz.) Disharmonie ift aber längst wieder durch in die Stellung der Gewerkschaftsführer zur Zollfrage zurückgedrängt. Trotzdem hat man von Berlin aus im stillen den Gegensatz geschürt. Die tatholischen Arbeitervereine Norddeutschlands haben seiner Zeit im strengen Gegensatz zu der westdeutschen christlichen GewerkschaftsGumbinnen, 21. April. bewegung den Standpunkt betont, daß besondere GewerkschaftsBei Eröffnung der heutigen Sigung teilt Oberkriegsgerichtsrat organisationen nicht zu empfehlen seien, die fachgewerblichen An1347 Sheer mit, es werde heute abend 7 1hr eine nochmalige Ortsbesichtigung gelegenheiten sollen durch Fachabteilungen in den katholischen bei Beleuchtung vorgenommen werden, da der Word bekanntlich Vereinen erledigt werden. Von diesen Grundsäßen in die Bewegung geschehen sei, als es bereits dunkel und die Reitbahn erleuchtet war. in Berlin geleitet und nunmehr hat sich die Propaganda durch eine Herr Scheer richtet sodann an die Berichterstatter die Mahnung. von hier betriebene Agitation hervorragender Führer, darunter bemöglichst sachlich und ausführlich zu berichten, die findet sich auch Herr v. Savigny, über ganz Deutschland ausgedehnt. Bresse, die in dieser Weise verfahre, werde das Ansehen, das sie Die M.- Gladbacher Westdeutsche Arbeiterzeitung" ist mit dieser bereits befize, erhöhen. Als erster Zeuge wird der Unteroffizier Propaganda der Berliner Führer sehr unzufrieden, denn sie wittert Wiemer in den Saal gerufen. Dieser macht einen so be nicht mit Unrecht einen Zwiespalt für die christlichen Gewerkschaften. fangenen Eindruck, daß ihn der Vorsitzende wiederholt fragt, Desgleichen drückt die Köln Voltsztg." ihre Unzufriedenheit aus, fie ob er trant jei. Präsident Scheer: Sie brauchen hier nicht trant fällt über die Berliner Gegenströmung folgendes Urteil: ou ſtehen und jollen auch nicht, ingen zu Befeht", sondern in ruhiger und ausführlicher Weise erzählen, was Sie wiffen. Sie stehen hier nicht vor der Front, sondern als Zeuge vor Gericht. Uebereinstimmend mit andren Zeugen bekundet Wiemer sodann, daß am 19. Januar zwischen 4 und 6 Uhr nachmittags die Neitbahnthür mehrfach von Unbefugten geöffnet worden sei. Rittmeister v. Strofigt jei darüber sehr ungehalten und bemüht gewesen, die betreffenden Personen festzustellen. Die Angeklagten Marten und Hickel bemerken auf Befragen des Verhandlungsleiters, daß sie zu dieser Zeit im Dienst waren. Unteroffizier Futtermeister Fehler befundet, Rittmeister v. Krofigt habe hidel für die ordnungsmäßige Bes leuchtung der Ställe verantwortlich gemacht; Hickel sei in seiner Eigenschaft als Quartiermeister von dem Rittmeister gelobt, wegen seines Reitens aber getadelt worden. Zeuge ist der Meinung, Marten wäre am 21. Januar verpflichtet gewesen, machen will, das Centrum tann nicht mit einer Gewerkschaftszum Reitdienst zu gehen. Der Rittmeister habe, wenn er zugegen bewegung paftieren, die es ernst mit ihren Aufgaben meint. var, über die einzelnen Abteilungen naturgemäß das Kommando Vor allem muß der Streit als ein Mittel, die Lage der Arbeiterklasse gehabt. Er habe es auch jedenfalls als erforderlich erachtet, daß zu heben, von den konsequenten Führern der Berliner Bewegung fest, wo die meist auswärts beschäftigten Arbeiter nur unter beträchtlichen petuniären Verlusten an dem Wahlatt teilnehmen konnten. Außerordentlich traß tritt an vielen Vororten die Begünstigung des Besitzes durch das Klaffenwahlrecht hervor. Die Zahl der Wähler in den einzelnen Klassen ergiebt sich aus folgender Tabelle. Es sind Wähler vorhanden in der Adlershof Brig Friedrichsfelde 1200 1. I. 2. l. 3. KI. 11 116 1466 13 230 28 165 70 504 1838 Friedrichshagen Grünau 2 32 Bearin Zohammnisthal Hermsdorf 25 84 450 450 11 46 580 Groß- Lichterfelde. 197 406 3512 Mariendorf. 25 87 1020 Marienfelde 4 36 247 Neuendorf 3 2 870 Nieder- Schöneweide. 13 27 Nowawes 75 403 340 1465 Ober- Schöneweide 1 Bankow 15 1362 35 465 3485 Reinickendorf 16 142 2515 Rummelsburg. 4 86 2800 Schmargendorf 2 52 Schönebeck- Fichtenau 14 32 Steglitz. 83 461 599 137 3506 Stralau 5 18 Tegel. 3 38 193 1078 Tempelhof 10 88 1484 Treptow Baumschulenweg 3 21 1135 Waidmannslust 6 64 Neu- Weißenjee 156 343 .. 232 737 26 132 1438 560 4873 4489 Wilmersdorf Zehlendorf. In diesen Zahlen liegt ein besonders wertvolles Agitationsmaterial gegen die heutige Ordnung" des Klassenstaates Preußen, denn Tuning Der Krosigk- Prozeß. " „ Unfre Stellung zu einem derartigen Plane brauchen wir fanm noch einmal darzulegen, nachdem wir es schon wiederholt gethan haben. Die christlichen Gewerkschaften find da, sie haben, wenn man die Eisenbahnerverbände hinzurechnet, etwa 200 000 Mitglieder. Es hat keinen Zweck und kann nur Verwirrung stiften folvie Wasser auf die Mühle der freien" Gewerkschaften treiben, wenn man jegt den Versuch machen will, mit einer neuen Organisation der alten in die Parade zu fahren. Der katholische Charakter dabei lockt uns in feiner Weise. Läßt man andre Stände in Ruhe, wenn sie ihre Standesinteressen auf nicht fonfessioneller Grundlage betreiben, so möge man auch die Arbeiter in Ruhe lassen, wenn sie das gleiche thun." Wir halten die Reaktion gegen die christlichen Getverkschaften bedeutender, als es die Kölnische Volszeitung" glauben berpönt werden. Diese Ansicht ist in Högter auf einer Konferenz bracht hätte, da er einen Rontratt gemacht und sonst mußte das von ihr geborene Kind bei einer Frau unterbringen, der Vertreter christlicher Gewerkschaften von Herrn v. Savigny, der wegen Kontraktbruchs bestraft worden wäre.(!) es aber wieder abholen, weil sie die Unterhaltungskosten nicht übrigens auch dem Fuldaer Hirtenschreiben nicht feru stehen soll, Sollte dem Gendarm unbekannt sein, daß Vertragsbruch nicht erschivingen konnte. Ein andres Unterkommen für das Kind offen ausgesprochen. Die Gegner blieben in der Minorität. Um strafbar ist? Oder hat der Arbeitswillige den Gendarmen falsch vervolle Klarheit zu schaffen, sendet Herr v. Savigny der„ Germania" standen? eine Zuschrift, der wir folgendes entnehmen: " Ich bin stets der Ansicht gewesen und bin es auch heute Sämtliche Granithauer in Kopenhagen, mit Ausnahme von noch, daß unter besonderen Umständen die gemeinsame zweien, haben die Arbeit niedergelegt. Ursache des Ausstandes find Lohnreduktionen. Aus der Frauenbewegung. zu finden sei ihr unmöglich gewefen. Da habe sie die Ver 3iveiflung gepackt und sie sei zu dem Entschluß gekommen, sich mit Weißensee gegangen, um den Entschluß in dem dortigen See zur dem Kinde das Leben zu nehmen. Am 14. Januar sei fie nach Ausführung zu bringen. Das Ufer ſei ſeicht gewesen, sie habe eine ziemliche Strecke ins Wasser hineingehen müssen. Ihre Erwartung, daß sie plötzlich bei einer tieferen Stelle versinken würde, sei nicht in Erfüllung gegangen. Sie habe das Kind an der Brust gehalten, als ihr das Wasser aber bis hierher ging, habe sie es mit aus Arbeitseinstellung, der Streit, sogar das einzige Mittel sein kann, um dem Arbeiter zu seinem Rechte zu verhelfen, und nichts liegt mir wahrhaftig feruer, wie mir jeder bestätigen wird, der meine Thätigkeit in Arbeiterkreisen aus eigner Anschauung keit, als die Absicht, dem Arbeiter irgend ein Recht zu verkürzen. Andrerseits Wilmersdorf. Die Wanderversammlung des Vereins für gestredten Armen in die Höhe gehoben. Sie habe geglaubt, ist allerdings meiner Auficht nach und ich glaube mich damit im Frauen und Mädchen Schönebergs und Umgegend, die für Montag, daß sie vor Kälte umfinten würde, aber auch dies sei Einverständnis mit allen einsichtigen Socialpolitikern zu wissender den 21. April, bekannt gemacht wurde, findet umständehalber erst nicht eingitroffen. Nach einiger Zeit habe sie die Rene Streit kein indifferentes Kampfmittel und als gewissermaßen regel- heute, Dienstag, den 22. April, in Wittes Volksgarten, Berliner- ergriffen und sie habe ihr Vorhaben aufgeben wollen. Im Begriffe, mäßiger Lohnregulator, wie er oftmals gedacht wird, ganz ver- ftraße 40, statt. Frl. Ida Altmann wird über Religion der Frauen dem Ufer wieder zuzuwaten, sei fie ausgeglitten und dabei das fehlt, weil er wirtschaftlich auf die Dauer den mittleren Erwerbs- und Mädchen sprechen. Gäste, Herren sowie Damen, baben Zutritt. Kind ihren erstarrten Armen entfallen. Sie habe sich gebückt und stand ruiniert und diesen und die Arbeiterschaft zusammen dem Der Vorstand. das Kind unter dem Wasser gesucht, es auch nach einiger Zeit ge= Großkapital ausliefert, welches durch den Streik erfahrungsgemäß nicht bezwungen wird. Auch unter Gesichtspunkten der Ein neues Beispiel, wie Unternehmer im Stampfe gegen den Arbeiter- fehen, daß es bereits tot war. Darauf sei ste zur Polizei gegangen. Sächsische Socialpolitik". Aus Sachfen wird uns geschrieben: funden, als sie mit ihm aber das Ufer erreicht hatte, habe sie geschuß ist die bedenkliches, ja unerlaubtes Rampfmittel; man reishauptmannschaft 8 widau, daß in den Betrieben der nicht widerlegt werden, einige vom Verteidiger, Rechtsanwalt geklagten stellten ihr das beste Zeugnis aus. Erlaubte Streits nach der Auffassung des Herrn v. Savigny und Stiderei- und Spizen- Industrie im Blauenschen Bezirt Dr. Schwindt, geladene frühere Dienstherrschaften der Anz seiner Hintermänner dürften schwerlich einmal eintreffen, fie sind eine( Bogtland), allwo die Ausbeutung der Arbeiterinnen im großen anwalt plädierte für Schuldig wegen fahrlässiger Tötung, während Umschreibung des Unerlaubten, eine Stonzession an die Naiven, die noch zwölf Stunden täglich arbeiten sollten. Maßstabe getrieben wurde, die Frauen und Mädchen nur der Verteidiger ausführte, daß die Angeklagte sich in einem Zustande die chriftliche Gewerkschaft noch als Trägerin wirklicher Arbeiterinteressen hoben die Unternehmer hiergegen ein lautes Lamento und hochgradiger Verzweiflung befunden habe, daß sie für ihre That betrachten. Ganz folgerichtig wenden sich die Berliner Führer gegen jeden ihre Agitation gegen dieses bißchen Arbeiterschutz verstärkte fich von nicht verantwortlich gemacht werden könne. Die Geschworenen verStreit, weil sich dagegen ihre Anhänger aus der Bourgeoisie auflehnen Jahr zu Jahr. Sieben Jahre lang blieb dann die Behörde taub neinten sämtliche Schuldfragen, sodaß die Angeklagte freidie christliche Gewerkschaft soll in Unterstügungseinrichtungen aufgehen, ein Traktätchenverein bleiben und ernste Konflike vermeiden. gegen des Wüten der Fabrikanten, bis jetzt auf einmal eine Sinnes- gesprochen werden mußte. Diese Halbheit muß den christlichen Gewerkschaften das Rückgrat in Plauen i. V. ging nämlich soeben eine Verordnung" derfelben änderung bei ihr eintrat: Dem Vorsitzenden des Fabrikantenvereins brechen und den freien Gewerkschaften, um mit der Köln. Bolts- Kreishauptmannschaft zu, worin bekannt gegeben wird, daß die Verzeitung" zu reden, Wasser auf die Mühlen treiben. muß zwischen erlaubten und unerlaubten Streits unterscheiden." Berlin und Umgegend. Das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts beschäftigte sich am Montagnachmittag mit dem Ausstand der Fabrifschuhmacher und Arbeiterinnen in der Fabrik von Goldstein Köpnickerstraße. Der Ausstand ist auf eine Aenderung der Lohntarife und die Entlassung von sechs Arbeitern zurückzuführen. Am Montag vormittag wandten sich nun die Beteiligten an das Bureau der Gewerkschaftskommission um Vermittelung. Das Bureau der Gewerkschafts- Kommission setzte sich seinerseits mit dem Gewerbegericht in Verbindung und in der bisher wohl bei keiner Verhandlung vor dem Gewerbegericht erreichten kurzen Zeit von mehreren Stunden konnte von Herrn Gewerbegerichtsdirektor v. Schulz eine Sigung einberufen werden. Es tam dabei folgender Vergleich zu stande: I. Die Forderung der Gesellen für das aushilfsweise Ködern, Ausballen und Anklopfen, eine höhere Entschädigung zu bekommen, wird anerkannt und erklärt sich der Arbeitgeber bereit, falls solche Arbeit aushilfsweise von andren Arbeitern bewirkt wird, einen TageYohn zu bezahlen. II. Das Arbeitsverhältnis der sech& Arbeiter ist ordnungsmäßig gelöst worden. Der Arbeitgeber erklärt sich bereit, trotzdem die Arbeiter aus eignem Antrieb ihre Entlassung forderten, sie wieder einzustellen. III. Die Arbeiter verpflichten sich, auf die in der Fabrik beschäftigten Köderer und andren Arbeiter in feiner Weise wegen ihrer gegenwärtigen Löhne einzuwirken." Der Streit der Kürschner- Zurichter ist beendet, nachdem der von den Gehilfen aufgestellte Lohntarif mit einigen Aenderungen, bei denen die Arbeiter entgegenkamen, von den Meistern angenommen worden ist. Die Arbeit wurde nach einwöchentlicher Streikdauer am Montag wieder aufgenommen. 〃 " Natürlich er= Bau- Unglück. Der Staatsfügung von 1895- aufgehoben worden sei.- Stolz rufen die ehte Nachrichten und Depeschen. Unternehmer aus: Es ist erreicht!" Ihrer Ausbeutung steht nun nichts mehr im Wege! Seit einiger Zeit überschwemmen die Fabrikanten des obigen Industriezweiges die Blätter mit Waschzetteln, worin über den ungeheuren Mangel an weiblichen Arbeitskräften" geklagt wird. Sicher ist, daß die Maßregel der Behörde eine Folge dieses unabläffigen Schreiens ist! Sociales. früheren Gasthofe" Zum Stern" stürzte heute nachmittag um 5 Úhr Stuttgart, 21. April.( B. H.) Bei dem in Abbruch befindlichen der Ciebel ein und begrub unter seinen Trümmern drei Arbeiter. Die rasch herbeigeeilte Feuerwehr konnte dieselbe noch lebend aus dem Schutthaufen ziehen. Die Verletzten wurden mittels Sanitätswagen nach dem Hospital gebracht. Eine vorübergehende Frau wurde ebenfalls verlegt. Gegen den Geschentwurf zur Beschränkung der KinderVersteckspiel bei den Friedensverhandlungen. arbeit hat der" Germania" Centralverband deutscher BäckerLondon, 21. April.( W. T. B.) Unterhaus. O'Kelly fragt: Innungen eine Petition an den Reichstag abzusenden beschlossen. Es soll darauf hingewiesen werder daß die in Aussicht genommenen Welches sind die den Boerenführern zu Pretoria gestellten Friedens Bestimmungen das Frühstückaustragen durch Kinder bedingungen?" Balfour entgegnet:" Ich habe meiner früheren ganz unmöglich machen. Sie schen den Beginn der Be- Antwort nichts hinzuzufügen." O'Kelly:„ Warum kann, wenn die schäftigung schulpflichtiger Kinder auf 6/2 Uhr fest. Da nun Boerenkommandos über die Friedensbedingungen informiert werden, im Sommer die Schule um 7 Uhr beginnt, eine halbe nicht auch das Haus darüber informiert werden?" Balfour:" Ich von der man noch Stunde, den Weg zur Schule ab- acceptiere jene Behauptung nicht." aber rechnen muß, zum Austragen des Frühstücks nicht ausreicht, würden die Bäckermeister gezwungen sein, wenigstens im Sommer erwachsene Personen mit dem Frühstückaustragen zu beschäftigen und dadurch ihre Geschäftsunkosten erheblich zu steigern. Die Betenten erklären das Austragen von Gebäck für eine Helsingfors, 21. April.( W. T. B.) Vormittags 10 Uhr sollte leichte und gesunde Beschäftigung und richten an den Reichstag das der Gouverneur des Bezirkes Ninland in Helsingfors in der Manege Ersuchen, das Austragen von Backwaren durch Kinder im Sommer der Garnison eine Kontrollversammlung der gestellungsbereits eine Stunde früher als im Entwurfe vorgesehen ist, flitigen Rekruten abhalten. Hierbei störte eine Menge 8. H. von 5/2 Uhr morgens für zulässig zu erklären. von etwa 500 Personeu durch Husten und Lärmen die Vorlesung der Wenn dem Wunsche der Herren Bäckermeister, 0514 Gegen die Ruffifizierung Finnlands. Kriegsartikel foivie den Namensaufruf der Rekruten. Bei dem Vorder ledigAchtung, Vergolder. Bei der Firma O. Scholz, Lottumstr. 5, lich aus Profitsucht diftiert ist, nachgegeben würde, nachgegeben würde, dann ruf der einzelnen Gestellungspflichtigen an den Tisch der Kommission find Differenzen ausgebrochen und ist Zuzug von allen Branchen würde der skandalöse Zustand, daß Kinder, die noch einen langen nahm der Lärm und die Unruhe noch zu. Gegen 12 Uhr mittags bis auf weiteres fernzuhalten. und anstrengenden Schulunterricht vor sich haben, um 5 Uhr und wurde die Kontrollversammlung unterbrochen. Als der Polizeitommissar Raitotangassa die Manege verließ, em Die Ortsverwaltung der Filiale Berlin. früher das Bett verlassen und dann einer in ermüdendem Treppenmit Heulen und Lärmen, warf Einen erfreulichen Erfolg mit Hilfe der gewerkschaftlichen steigen bestehenden Arbeit nachgehen müssen, vorläufig auf lange pfing ihn die Menge Organisation haben die Töpfer in Spandau erzielt. Diese Seit wieder legitimiert sein. Wenn das Frühstückaustragen übrigens nach ihm mit Steinen und Eisstücken und verletzte ihn schwer. Dant streben schon seit längerer Zeit die Einführung des sogenannten so gefund ist, wie die Herren Bädermeister es schildern, warum dem energischen Eingreifen der Gehilfen des Polizeimeisters Stabsmachen sie es nicht selber? Ein probates Gegenmittel gegen die fapitäns Marimon konnte der Kommissar aus der wütenden Menge Die dortige Innung hat sich dem jedoch stets entgegengestemmt und Thätigkeit verfallen, ist das„ gesunde" Treppenſteigen und Straßen- eröffnung der Kontrollversammlung hatte sich die Volksmenge noch Berliner Lohutarifs" auch für das Töpfergewerbe in Spandau an. Verfettung, der so viele Bäckermeister infolge ihrer anstrengenden befreit und auf die Centralstation der Polizei geschafft werden, woim Februar d. J. schließlich die Forderung der organisierten Ge- abtraben unbedingt. Eine solche Kur brauchen aber die Proletarier- wesentlich vermehrt. Unter ihr befand sich sich der Sekretär des Straßen- bei die Menge mehrere Schußleute thätlich angriff. Bei Wiederfellen rundweg abgelehnt. Lettere beschlossen hierauf, am linder nicht. 1. Mai mit Ablauf des alten Tarifs in den Generalstreit zu treten. Veranlaßt durch die den Gesellen von ihren Berliner Kollegen vor kurzem ausdrücklich und einstimmig zugesicherte moralische Unterstützung sah sich die Spandauer Töpferinnung mun endlich ge= zwungen, nachzugeben, indem sie die Forderungen der Organifation nachträglich doch bewilligte. Somit gilt der Berliner Lohntarif vom 1. Mai ab auch für die Spandauer Töpfer. Gewiß ein schöner Erfolg der Töpferorganisation! Gerichts- Bettung. a finnländischen Senats Gurughelm, Baron Born, Agel Lilije, Die Stadtfiskalen und andre den gebildeten Ständen angehörige Leute. Diese erlaubten sich noch viel größere Ausschreitungen. Von insgesamt 857 Gestellungspflichtigen waren nur 57 er schienen. Eine Ein intereffanter Prefprozeß wurde am 19. April gegen unser Bruderorgan die Brandenburger Zeitung" vor der Am 18. April, morgens 10 Uhr, eröffnete die Ersagkommission Straftanmer in Prenzlau geführt. Anlaß dazu war ein Bericht ihre Sigung in der Kaserne des dritten finnischen Leibgardeder Zeitung über eine Mißhandlung eines Civilisten durch Soldaten. Menge von mehreren Tausend Bersonen hielt trop wiederholten Einbataillons zur ärztlichen Untersuchung der Rekruten. An die Parkett- und Stabbodenleger! Die in unsrer Die Staatsanwaltschaft hatte in einem Augenzeugen des Vorfalls, greifens der Polizei und trotz Aufforderungen zum Auseinandergehen den Branche beschäftigten Arbeiter ersuchen wir, den Zuzug nach Berlin dem früheren Lehrer Magnus in Prenzlau, den Verfaffer vermutet, Kasernenplay bejezt und empfing jeden Retruten, der aus der Kaserne fernzuhalten, weil gegenwärtig die Arbeitslosigkeit eine sehr erhebliche und indem sie ihn anklagte, auf Grund der Bestimmungen heraustrat, mit Schreien, Pfeifen und Schimpfworten. Gegen elf ist. In der letzten Zeit sind viele Kollegen von auswärtigen Firmen über" Busammenhang", und ohne bon dem sogenannten Uhr vormittags wandte die Menge fich gegen einen an einer Straßenhierhergeschickt, um für einen recht unwürdigen Preis zu arbeiten. Die Berliner Tarifpreise find folgende: Grundtage für Stabboden fliegenden Gerichtsstand Gebrauch machen zu müssen, ede stehenden Gendarmerie- Unteroffizier. Um sich zu schüßen, begab pro Quadratmeter bis 25 Stäbe 90 Pf., bei 26 bis 35 Stäben 95 Bf., auch den verantwortlichen Redacteur der Brandenb. 3tg." Genossen sich dieser in einem in der Nähe befindlichen Auktionslokal, wurde bei mehr als 35 Stäben pro Stab 1 Pf. Aufschlag. Parkett 90 Bf. Schmüderi vor das Landgericht Prenzlan gezogen. Außerdem jedoch von der Volkemenge wieder herausgeriffen. Er zog nnnmehr Wir bitten die Stollegen dies zu beachten und waren der Musketier Licht angeklagt und der von ihm geprügelte Magimow eilte mit gezogenem Säbel herbei. Einen Augenblick lief die die Waffe, auch der Gehilfe des Polizeimeisters Stabskapitän pro Quadratmeter. wenden uns besonders an die Kollegen in Breslau, Belgard, Danzig Schuhmacher Walter. Licht gab nämlich zu, den Walter mit einem Menge auseinander, fiel dann über Magimow her, der schwer verwundet und Hannover. Sollten dennoch Kollegen hierhergeschickt werden, so Stocke geschlagen zu haben und auch, als dieser floh, ihn unter zusammenbrach, der ihm zu Hilfe eilende Schußmann wurde von der mögen sie auf dem Arbeitsnachweis der Holzarbeiter, Engel- Ufer 15, weiteren Schlägen bis in die Thür der Börsenhalle verfolgt zu haben, wenge niedergeworfen und durch Schläge und Fußtritte jämmerlich fich informieren, behauptete aber, daß Walter ihn zuerst mit der Hand geschlagen zugerichtet. Gegen 12 Uhr mittags fandte die Vollsmenge eine AbDie Kommission der Parkettbodenleger. J. A.: C. Krafft. hätte, was dieser entschieden bestritt. Der Staatsanwalt beantragte ordnung ab, welche erklärte, daß, wenn die auf dem Platz stehenden Deutsches Reich. gegen Magnus als Verfasser 6 Monate Gefängnis, gegen Schmüdert Bolizeiwachen und Bosten zurüdgezogen würden, die Menge fich ruhig Die Lohnbewegung der Schneider Rostocks ist im großen 4 Monate, gegen Walter 6 Monate und gegen den Musketier verhalten und auseinandergehen wolle. Daraufhin entschloß sich der und ganzen zu Gunsten der Gehilfen ausgefallen. Schneidermeister bis auf den Obermeister der Inmung age glaubwürdig, die Verteidigungszeugen für ganz unglaubwürdig er Bolizei der Stadt wurde aufgeboten, um die Menge zu zerstreuen, Sämtliche Licht 6 Mark Geldstrafe, indem er die Zeugen des Licht für allein Polizeiminister, die Polizei zurückzuziehen. Gegen 2 Uhr nachmittags hatte die Menge wieder den Senatsplay und alle Nebenstraßen besetzt. Die mann haben eine Verständigung mit den Gehilfen herbeigeführt. flärte. Dies veranlaßte den Verteidiger, Rechtsanwalt eine war aber ohnmächtig. Sofaten rüdten von neuem vor. Jetzt Der Streit der Stuccateure in Breslau ist zu Gunsten der aus Berlin, zu der Bemerkung, daß ihm solche Anträge noch nicht wandte sich die Menge gegen fie, warf mit Steinen und Eisstüden Arbeiter beendet. Fast alle Bedingungen derselben sind erfüllt. vorgekommen wären, und zu dem Hinweise darauf, wie und schleuderte aus den Fenstern der Häufer Holzklötze und Die Angestellten der städtischen Straßenbahn in Königs- solche wohl auf die öffentliche Meinung wirken müßten. Flaschen mit äßenden Flüssigkeiten herab. Mehrere Kosaten berg sind mit ihrer in der That nicht beneidenswerten Lage unzu- Das Gericht fah die Sache ganz anders an als der Staatsanwalt. wurden verwundet, darunter einer lebensgefährlich am Kopfe. frieden. Sie lagen namentlich über geringe Löhne und fiberlange Es sprach Magnus frei, weil seine Verfasserschaft nicht feststände, Trotzdem wurde zunächst noch von dem Gebrauch der Schußwaffe Arbeitszeit. Eine Deputation von 12 Mann ist gewählt, die bei der nahm auch nicht als erwiesen an, daß Walter zuerst geschlagen hätte abgesehen, dagegen den Kofalen gestattet, ihre Nagaiten zu benutzen. Leitung der Straßenbahn vorstellig werden und namentlich im und verurteilte ihn nur wegen wörtlicher Beleidigung zu 30 M. Infanterie vom ersten finnländischen Schüßenregiment herangezogen. Bugleich wurden noch fünfzig Kosaken und zwei Compagnien Interesse der Gesundheit der Angestellten und der Betriebssicherheit Geldstrafe. Den Musketier Licht verurteilte es wegen Körper- Bei dem Straßenfampf, der sich nunmehr entspann, wurden einen neunstündigen Schichtwechsel verlangen soll. verlegung zu 60 M. Geldstrafe und den Redacteur Schmückert, weil sechs Schuyleute und ein stofat verwundet, außerdem die Behauptung des Artikels, daß mehrere Soldaten geschlagen viele andre Personen. Der Rest der Nacht verlief ohne weitere hätten, nicht erwiesen war und wegen formeller Beleidigungen zu ernstere Ruhestörungen. 200 M. Geldstrafe. Im Abwehrstreik der Schreiner und Lackierer in NeuIsenburg ist insofern eine erfreuliche Wendung zu verzeichnen, als zwei Möbelfabrikanten und zwar die Herren Philipp Leonhardt und Michael Leonhardt nach Rücksprache mit der Lohntonimission den neuen reducierten Tarif zurüdgezogen und den alten Tarif von 1896 anerkannten. Im Ausstand befinden sich noch die Arbeiter von fünf Firmen. Die meisten Ausständigen arbeiten anderwärts, fahnenflüchtig wurden bis jetzt nur die Schreiner. Kaserne in die Luft gesprengt. Das Schwurgericht des Landgerichts II begann gestern eine neue Sizung mit der Verhandlung einer Anklage wegen Kindes- New York, 21. April.( W. T. B.) Eine Kaserne, welche in mord. Die unverehelichte Emma Gedanke, ein verkümmert Managua( Nikaragua) von den Konservativen in die Luft ge= Dasselbe aussehendes Wesen, wurde aus der Untersuchungshaft vorgeführt. prengt wurde, war ein zweistöckiges Gebäude. Getötet find sämtliche Soldaten, welche Wie fächfische Polizei Streifende ,, bekehrt". In Dresden Vor der Polizei, der sie sich am 14. Januar selbst gestellt, hatte die ist völlig zerstört. deren Zahl sich auf hundert stand ein Glasarbeiter vor dem Schöffengericht, weil er einen Angeklagte sich allerdings in einem Zustande höchster seelischer sich drinnen befanden, und zweihundert belief. Viele andre Personen wurden Arbeitswilligen, der anfangs mitgestreift hatte, durch Drohungen und förperlicher Depreffion bezichtigt, daß fie ihr 2 Monate altes bis zweihundert belief. und Ehrverlegungen zur Teilnahme am Streit veranlassen wollte. Sind ertränkt habe. Als fie dann vor der Straftammer stand, verlegt. Auch die daneben liegenden Häuser wurden schwer be Der Angeklagte gab zu, in der Erregung gegen seinen ehemaligen widerrief sie das Geständnis und gab eine Darstellung von dem schädigt. Präsident Belaya hat eine öffentliche Erklärung erlassen, Freund beleidigende Ausdrüde gebraucht zu haben, doch wollte er Sachverhalt, daß sie in dem Lichte einer Person erschien, die sich bei Be in welcher er für die Explosion eine Verschwörung verantwortlich ihn dadurch nicht zur Niederlegung der Arbeit betwegen. Er hätte von gehung der That in höchfter Verzweiflung befunden habe. macht und mitteilt, daß in dem Gebäude Dynamit und Schießfam aber zu der Ansicht, daß nicht, pulver lagerten. Der Schaden wird auf fünf Millionen Besos vornherein gewußt, daß das vergeblich sei. Das Urteil lautete denn Der Gerichtshof auch nur wegen Beleidigung auf 30 M. Geldstrafe, wegen Ver- wie die Anklage annahm, nur fahrlässige Tötung, sondern Mord geschäzt. legung des 158 erfolgte Freisprechung. vorlag; die Sache wurde deshalb dem Schwurgericht überwiesen. Das Interessanteste an dem Prozeß ist aber die Aussage des als Jm gestrigen Termine wiederholte die Angeklagte ihre letzten An- London, 20. April.( B. H.) Nach hier eingetroffenen Telegrammen Belastungszeugen auftretenden Beleidigten. Derselbe gab zu, mit- gaben. Sie habe zuletzt bei einem Restaurateur gedient, bei dem sie wurde die Stadt Merito von einem schweren 90 Sekunden dauernden gestreift zu haben. Er sei aber wieder zur Arbeit ge- einen aus Destreich stammenden Kellner tennen gelernt. Dieser habe Erdbeben heimgesucht, welches verhältnismäßig wenig Schaden angangen, weil ihn ein Gendarm wieder nach der Hütte ge- fie verlassen, als sich die Folgen ihres Umganges einstellten. Sie gerichtet hat. Verantwortlicher Nedacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. St. 98. 19. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 170. Sigung vom Montag, den 21. April 1902, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. V Abg. Singer( Soc.): 4 Dienstag, 22. April 1902. Mit großer Entschiedenheit ist soeben vom Staatssekretär betont gegen der Meinung, daß alle an einem Preßdelikt be worden, es sollte ja nur ein Zuschuß sein. Was man aber dann teiligte Personen gleich artig behandelt werden müßten. Eine verlangen fann, ist, daß der Zuschuß heute denselben Ausnahme macht die Vorlage mur bei Privatflagen. Prozentsaz von der Miete darstellt wie 1873.( Sehr Um der Wahrheit die Ehre zu geben, muß ich übrigens Nun machte richtig! links.) der Herr Staatssekretär auf erklären, daß die Regierung sich jenen Wünschen des Reichsdie Erhöhung der Gehälter aufmerksam. Gewiß, daß ist tags nur anbequemt hat, ohne sich seine Anschauungen zu Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Gesetz nicht zu bestreiten. Aber durch den Wohnungsgeld- Buschuß eigen zu machen. Die Regierung fann es nicht anerkennen, daß der entwurfs betreffend den Servistarif und die klassen sollen doch die Ungleichheiten beseitigt werden, die sich jetzige Zustand zu so erheblichen Unzuträglichkeiten geführt hat, daß einteilung der Orte sowie Abänderung des Gesetzes für dieselben Beamtenklassen betreffend die Bewilligung aus der Verschiedenartigkeit der eine Aenderung dringend notwendig gewesen wäre. Wenn also in der Wohnungsgeld Teuerungsverhältnisse in den einzelnen Orten ergeben. Man fann Bresse Stimmen laut geworden sind, die den jezigen Zustand für noch Zuschüssent. sich höchstens auf die Teuerungszulagen für die Postbeamten beziehen. besser halten als die Vorlage, so würden die verbündeten Abg. Hofmann Dillenburg( natl.): Die Vorlage hat zwei Man verweist uns nun auf die finanzielle Lage, auf andren Regieringen, falls der Reichstag diesen pessimistischen Anivandlungen Sciten. Mit dem neuen Servistarif sind wir im großen Gebieten aber läßt doch die finanzielle Lage die Verwirklichung folgen follte, nichts dagegen haben; wir ziehen das Gegen und gangen einverstanden. Besonders freuen wir uns über aller möglichen Projekte zu. Die Unterhaltung der wärtige auch vor. Zuzugeben ist allein, daß der gegenwärtige die Berücksichtigung des platten Landes. Was zweitens Beja ung in China foftet uns nahezu so viel wie der Zustand hier und da Ungleichheiten für die Presse haben faint, die Bemessung der Wohnungsgeldzuschüsse anlangt, so sind wir der ganze Wohnungsgeld- Zuschuß für die Beamten. Unire ganze aber die Rücksichten auf die Presse allein können nicht maßMeinung, daß diese Bemessung nach andren Grundfäßen erfolgen Welt politif steht im Widerspruch zu der finanziellen Lage. gebend sein. müßte als die Bildung der Servisklassen. Ich kann im Namen Die Hauptschuld, daß wir zu feiner richtigen Normierung der Abg. Dr. Esche( natl.): Die Vorlage wäre gar nicht not= meiner Freunde erklären, daß wir das in der Vorlage angewandte Wohnungsgeld- Zuschüsse kommen, liegt in der unglücklichen Verwendig gewesen, ventit der§ 7 der Strafprozeß Verfahren als ein dauerndes für unhaltbar ansehen und ablehnen quickung von Wohnungsgeld- Zuschuß und Servis.( Sehr richtig! Ordnung immer richtig ausgelegt worden iverden. Wir fordern die principielle Trennung links.) Mit der Ueberweisung an die Bitdgetkommission sind wir wäre. Eine Strathat muß naturgemäß da bestraft von Wohnungsgeld 3uschuß und Tarifklassen. einverstanden. Dieser Kommission liegt zur Zeit auch die Vorlage werden, wo sie begangen ist. Das steht auch in den Positive Vorschläge habe ich heute nicht zu machen. Vielleicht wäre betreffend eine Reichsgarantie für eine Bahn in Ostafrika von Motiven der Strafprozeß- Ordnung. Die Vorlage es angebracht, 3/4 der thatsächlich bezahlten Miete zurückzuerstatten; Dar es Salaam nach Mrogoro vor. Dort werden für ist also nur von deklaratorischem Wert, fie schafft fein neues ein Fortschritt würde auch darin liegen, wenn der Wohnungsgeld- 87 Jahre pro Jahr 700 000 m. gefordert. Diese Vorlage Recht, kann also auch niemals als ein Privileg für die Presse aufzuschuß der Beamten mit und ohne Familie verschieden berechnet verlangt nur 681 000 M. Wenn man jene 700 000 m. wenigstens gefaßt werden. Die Ausnahme, welche die Vorlage für Privatklagen würde. Das jezige System ist eine von der Regierung selbst vorläufig spart, fönnte man hier schon das Doppelte einsetzen. wegen Beleidigung vorsieht, halte ich für durchaus glücklich. tünstlich geschaffene ewige Quelle der Erbitterung und Mißstimmung Die Beamten wünschen dringend eine solche Aufbesserung, während Dem Beleidigten muß daran liegen, daß in seinem Wohnorte, unter den Beamten. Ich beantrage im Namen meiner Freunde den Schwarzen in Afrika wenig ant der Bahn gelegen wo das Schriftstück verbreitet worden ist, der Thatbestand der Bedie Ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission oder eventuell ist( Heiterkeit), höchstens liegt diese im Interesse einiger leidigung festgestellt wird. Dagegen bedauere ich es sehr, daß auch an eine besondre Kommission von 21 Mitgliederit. Mitglieder der Kolonialgesellschaft. Die Die Kommission durch die Vorlage noch fein einheitlicher Gerichtsstand ge wird auf jeden Fall eine gründliche Nachprüfung schaffen wird. Es bleibt neben dem Erscheinungsort des Ich schließe mich dem Antrage auf Ueberweisung an die Budget- den Termin für die Revision dieses Gesezes erheblich heruntersetzen. stand bestehen. der Vorlage vornehmen müssen und bor allem auch Breßerzeugnisses auch der Wohnort des Thäters als Gerichtstommission an; sie ist jedenfalls die eeignetste Kommission dazu, Eine Kommissionsberatung der Borlage halte weil sie die finanzielle Lage, mit der diese Vorlage eng in Zusammen- ach unsrer Meinung wäre alle zwei Jahre eine solche Revision er- ich für überflüssig. Ich kann schließlich noch fonstatieren, daß das hang steht, am besten beurteilen kann. Mit dem ersten Teil der forderlich. Im Hinblick auf die früheren Absichten der Regierung Berdienst, diese Vorlage veranlaßt zu haben, meiner Partei zufällt; Vorlage sind auch wir ganz einverstanden. Wir sind aber ebenfalls und die langen Vorbereitungen, die das Gesetz erfordert hat, kann es war ein Antrag Büsing, der die Regelung dieser Materie zuerst der Meinung, daß wir uns nicht mit der Verfegung einiger ich nur sagen: Die Berge thaten sich auf und heraus kam nur ein verlangte.( Bravo! bei den Natl.) Orte in höhere Servistlaffen und der Auf- winziges Märstein. Wir lehnen jede Verantwortung ab, daß es so Abg. Dr. Spahn( C.): Eine Kommissionsberatung halte auch hebung der 5. Servistlaffe begnügen fönnen. Die gekommen ist.( Bravo! links.) ich für nicht angebracht, da es sich um eine verhältnis Jagd nach dem Glück, in eine höhere Servisklasse zu kommen, wird den verrückten und habgierigen Forderungen der agrarischen Presse. außerdem noch auf einem Gebiet bewegen, das für die DeffentAbg. Graf Noon( fons.): Herr Singer sprach wieder einmal von mäßig geringe Zahl Von Streitpunkten handelt, die sich eingeschränkt, wenn überhaupt vernünftige Wohnungs 3= geld- Zuschüsse existieren. Nun sagt die Regierung, trotzdem Sie wissen sehr gut, daß die agrarische Presse unfre Ansichten ver- lichkeit großes Jutereffe hat, nämlich auf dem Gebiete der Presse. vor fünf Jahren im Reichstag und auch bei der Regierung Ein- tritt. Was würden Sie sagen, wenn wir bei jeder Gelegenheit von Die einzelnen Streitpunkte ſelbſt werden ja in der zweiten Leſung aus verständnis darüber herrschte, daß andre Grundsäge für die unverschämten und habgierigen Börsen- und Judenblättern reden führlich erörtert werden. So wird es sich darum handeln, ob es richtig Wohnungsgeldzuschüsse gefunden werden müssen, daß diese würden. Was die Sache selbst anlangt, so sind auch wir für eine war, die periodische Presse allein einzubeziehen und vor allemt auch im Reform jezt nicht vorgenommen werden könne und verschärft ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission. Die Verquickung die Frage des Gerichtsstandes des Wohnortes des Thäters. ihre ablehnende Haltung noch dadurch, daß sie sagt, das der Servisklassen mit dem Wohnungsgeld wird sich auch nach unsrer Die in der Vorlage gemachte Ausnahme für Privatklagen halte ich Gesetz soll fünftighin nur von 10 zu 10 Jahren revidiert Ansicht auf die Dauer kaum aufrechterhalten lassen; ebenso halten für durchaus notwendig. werden. Einer der Gründe dafür, daß das vorige Weal die fünf- wir den Termin von zehn Jahren für zu lang. Die Klassen- Abg. Beckh- Coburg( frf. Bp.): Schon seit vielen Jahren hat jährige Revision in das Gefeß aufgenommen wurde, war ja gerade, einteilung schlage ich vor, für einige Jahre en bloc anzunehmen, es um den Absatz 2 des§ 7 einen heftigen Kampf gegeben und eine daß man nach Ablauf der 5 Jahre die Gelegenheit benutzen wollte, sonst könnte allerdings eine Verzögerung eintreten, wie sie Herr Menderung des§ 7 wurde allseitig verlangt. Auf dem Bamum eine vollständige Regulierung der Wohnungsgeldzuschüsse herbei- Richter schilderte. berger Juristentage hat sich Professor Liszt ebenfalls zuführen. Es ist charakteristisch für die Auffassung der Regierung, Staatssekretär Graf Posadowsky: für eine enderung ausgesprochen, und es wurde daß sie ein Gesez, das vor 30 Jahren gemacht ist, noch heute Die von dort eine Resolution angenommen, die sich für die Beseitigung des uns aufgestellte Statistik beweist, daß man für maßgebend hält. Sie scheint der Ansicht zu im allgemeinen wohl sagen darf, daß sich die Höhe der Wohnungsbeschränkt die Beseitigung des fliegenden Gerichtsstandes auf die fliegenden Gerichtsstandes aussprach. Der Gutwurf der Regierung fein, daß sich seit dreißig Jahren in Deutschland mieten der Beamten nach den Servistlassen richtet. So waren wir nichts geändert hat in den wirtschaftlichen Verhältnissen, nach denen auf Grund des gesammelten Materials viel eher in der Lage, dem periodische Presse. Ich möchte mich dafür erklären, daß die doch ein vernünftiger Wohnungsgeld- Zuschuß berechnet werden muß. Wunsche des Reichstags zu entsprechen und bei der Abgrenzung Presse ausgedehnt werden. Wir wollen, daß der Gerichtsstand Bestimmungen dieses Gesezentwurfs auf alle Produkte der In Verlin, das eine Ausnahmestelling genießt, beträgt der ber beträgt der der Orte in die einzelnen Servisklassen die thatsächlichen Wohnungsgeld- Zuschuß nach der Vorlage für die unteren Wohnungsmieten zu Grunde ausschließlich bei demjenigen Gericht begründet ist, in dessen zu Tegen. Die Höhe des Beamten, 240 M. Die Regierung muß doch selbst wissen, daß diese Wohnungsgeld Zuschusses kann nicht Gegenstand der Debatte Bezirk die strafbare Handlung begangen ist. Wenn auf enter Beamten von ihrem Gehalt unmöglich so viel zulegen können, um bei dieser Vorlage sein, denn es handelt sich hier nicht um eine Druckschrift der Drudkort nicht angegeben ist, ist allerdings der Entdirekt auf das Halten von Schlafburschen hingewiesen, und die ein solches Gesetz wünschen, dann würde ich Ihnen allerdings fagen saß die diesbezüglichen Strafrechtsparagraphen angewendet werden. eine ihren Ansprüchen genügende Wohnung zu erhalten. Sie werden Novelle zum Gesetz über den Wohnungsgeldzuschuß. Sollten Sie wurf der Regierung nicht ausreichend. Es wird aber dann seitens der Bolizei eingeschritten und es ist dadurch die Möglichkeit gegeben, Schäden des Schlafstellenwesens brauchen wir ja heute nicht erst müssen thue Geld in Deinen Beutel, denn eine solche Vorlage wäre Wir find gegen die Kommissionsberatung und werden in der zweiten nochmals zu erörtern. Berlin genießt aber, wie gesagt noch eine von außerordentlicher finanzieller Tragweite. Ich bitte Sie, sich Ausnahmestellung, in den Städten der Provinz sind die Zuschüsse im großen und ganzen auf den Boden der Vorlage zu stellen und liegende Entwurf entspricht den Bedürfnissen Lejung eine Reihe von Abänderungsanträgen stellen. Der vors noch viel geringer. Ich frage Sie, wie sollen Unterbeamte in großen uns in der Kommission ihre Vorschläge zur anderweiten Klassen- in teiner Weise und es wäre beffer, alles bliebe und mittleren Städten mit einem Wohnungsgeld- 3usch u B einteilung und Bemessung der Wohnungsgeldzuschüsse zu machen. beim alten, als wenn dieser Entwurf Annahme bon 180 bis herab zu 72 M. auskommen? Eine VerAbg. Dr. Bachem( C.): Bei einer Anzahl von Städten ist bei besserung wird nun darin gesucht, daß Orte aus der niedrigen in Festsetzung des Servistarifes das Wohnungsbedürfnis in Rücksicht die höhere Servisklasse gerückt sind. Das ist aber gar nicht richtig. gezogen worden, bei den meisten nicht. Deshalb find wir zu einem durch den Reichstag haben die verbündeten Regierungen gar nicht Staatssekretär Nieberding: An eine Abänderung der Vorlage Der Wohnungsgeld- Zuschuß muß berechnet werden nach den wirtschaftlichen Verhältnissen. Die Zolltarif Borlage der Regierung Bwitterding gekommen, das weder ein guter Servistarif noch ein gedacht, da fie lediglich einen Beschluß des Reichstags bei der guter Wohnungstarif ist. Der vorliegende Tarif ist zweiten Lesung der Strafprozeß- Novelle aufgenommen haben. Es ist wird ja hoffentlich verhindert werden, von den verrückten und hab nicht geeignet, eine dauernde Regelung herbei mir also auch nicht eingefallen, eine Drohung auszusprechen, falls gierigen Forderungen des Bundes der Landwirte ganz abgesehen. zuführen. In drei großen Städten liegen die Verhält der Reichstag die Vorlage abändert, wie dies der Herr Vorredner Die Regierung aber mußte, als sie die Servisvorlage machte, von nisse besonders mißlich. Köln, Breslau und Leipzig müssen meinte. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß der Regierung der Annahme ausgehen, daß ihr Zolltarif Gesetz werden würde. Dann: väre die Folge eine Berteuerung der notwendigsten Lebens- un endlich in die Servisklasse A. Die Vorlage hat in diefer an der Vorlage selbst nicht sehr viel liegt. mittel und damit zwingen Sie die Beamten, mehr Geld für die wie sie Graf Roon befürwortet, erscheint mir als eine bedenkliche übrigens den Standpunkt aufgegeben, daß vor der allgemeinen Beziehung wieder nichts gethan. Der Antrag der en bloc- Annahme, Abg. Dr. Dertel( f.): Mit dieser Vorlage hat die Regierung Ernährung auszugeben und es an der Wohnungsmiete abzuknapfen. Procedur. Wir müssen die eingegangenen Petitionen sämtlich durch Revision der Strafprozeß- Ordnung einzelne Materien nicht herausWeshalb ist denn die Vorlage so unzureichend? Weil wir arbeiten. Servistarif und Wohnungsgeldzuschüsse müssen getrennt gegriffen werden dürften. Die Mißständenwelche der Millionen und Abermillionen für Militarismus und Marinismus werden. Die früheren Vorlagen sind stets von der Budgetkommission fliegende Gerichtsstand zur Folge hatte, find ja so be= ausgegeben haben, und deswegen für Kulturzwecke tein mitberaten worden, es bleibt uns nichts übrig, als die Vorlage taunt, daß ich nicht ausführlich darauf einzugehen branche. Auch Geld haben. Ich hoffe, daß die Kommission sich an die wieder der Budgetkommission zu überweisen, was ich hiermit be- die Deutsche Tageszeitung", gewiß ein harmloses Blatt( Oho! Arbeit machen und das leisten wird, was man von ihr verantrage. langen muß eine gründliche Reform des Wohnungsgeld- Zuschusses. liufs), ist auf Grund desselben an den verschiedensten Orten, Wünschenswert ist ferner noch die Gleichstellung einer Reihe Vororte Den ersten Satz der Vorlage nehmen meine politischen Freunde auch in Flensburg und Apenrade angeklagt worden. und Badeorte mit Berlin. Dort sind die Wohnungsmieten, wenn auch ausnahmslos an. Eine Ausdehnung auf die nicht periodischen nicht teurer, so doch mindestens ebenso hoch wie in Berlin. Wo gleich Preßerzeugnisse halte ich nicht für nötig, die Frage ist aber artige wirtschaftliche Verhältnisse vorhanden sind, müssen auch gleiche auch nicht so wichtig, um daran die Vorlage scheitern an Wohnungsgeldzuschüsse gezahlt werden. Hierzu rechne ich auch noch lassen. Viel umstrittener ist der zweite Say. In ihm haben vevdie Industriecentren. Dort besteht ein Wohnungsmangel und die schiedene Blätter eine Senebelung der Presse, ein Ausnahmegejek Folge ist die Steigerung der Mietspreise. Ich hoffe, daß in der schlimmster Art gefehen, während, andrerseits die Münchner Kommission sich die Möglichkeit finden wird, die großen Mängel, air denen die Regierungsvorlage leidet, zu beseitigen.( Bravo! bei Allgemeine Zeitung" nach seiner Ablehnung ein Großziehen Der Revolverpresse befürchtet. Beide Auffassungen schießen nach meiner Meinung weit über das Ziel hinaus. Ich bin der Meinung, daß dieser zweite Satz in der That von der Presse als Ausnahmes Der Herr Abg. Singer sagte, das erste, was man von einem bestimmung empfunden werden muß, wenn er es auch nicht ist, er Wohnungsgeld- Zuschuß verlangen könnte, ist, daß er vernünftig sei. ist vielmehr nur eine beschränkte Wiederherstellung des geltenden Ich unterschreibe das vollkommen; uur läßt sich über den Begriff Bustandes. Wird der Saz Gesez, so wird Herr Moor in der Dernünftig" fireiten. Nach der Ansicht des Abg. Singer z. B. würde Lage fein, die gesamte Presse nach Altona zu citieren. nur der Zuschuß vernünftig sein, der die ganze Wohnungsmiete deckt. Ich kann erklären, daß ein großer Teil meiner Freunde während der Abg. Hofmann einen Zuschuß von drei Vierteln der Die Vorlage wird der Budgettommission über gegen die Vorlage stimmen wird, wenn der zweite Sab abMiete verlangte. Als der Zuschuß eingeführt wurde, war man sich wiesen. gelehnt wird. Ich halte es aber nicht für richtig, an diesem flar darüber, daß es nur ein Zuschuß sein sollte: Gegenüber den Es folgt die erste Beratung des Entwurfs eines Gefeßes Streitpunkt die ganze Vorlage scheitern zu lassen, denn wir dürfen Ausführungen der beiden Vorredner möchte ich an etwas erinnern, betreffend den fliegenden Gerichtsstand der uns der Thatsache nicht verschließen, daß sie eine erhebliche Ver was von ihnen nicht berührt worden ist, nämlich, daß wir seit der Presse( Abänderung des§ 7 der Strafprozeß- Ordnung). Nach besserung für die Presse bedeutet.( Bravo! rechts.) ersten Vorlage betr. den Wohnungsgeldzuschuß unsren Beamten eine der Vorlage soll§ 7 der Strafprozeß- Ordnung folgende Fassung Abg. Heine( Soc.): Der Staatssetretär hat uns zu vers 3. B. in Gehaltserhöhungen. Wenn nach der neuen Klassen- 87. Der Gerichtsstand ist bei demjenigen Gerichte begründet, Gefühl absoluter urstigteit gegenüber steht. Er hat gestehen gegeben, daß die Regierung diesem Ent: vurf mit dem einteilung für einzelne Orte noch ungerechtigkeiten bestehen sollten, in dessen Bezirk die strafbare Handlung begangen ist. so wird die Kommission ja die Aufgabe haben, derartige Ungleich- Wird der Thatbestand der strafbaren Handlung durch den Inhalt sagt:" Wird der Entwurf nicht angenommen, um so beffer." Wirb heiten zu beseitigen. Den Herzenswunsch des Abg. Singer, daß der einer im Inland erschienenen periodischen Druckschrift begründet, so der Entwurf, wie er vorliegt, nicht angenommen, so fage auch ich:„ Um so beffer!" Ich bin hier einer von den Buschuß erhöht werden soll, kann ich sehr wohl verstehen; ist als das nach Absatz 1 zuständige Gericht nur dasjenige anzusehen, auch ich:" Um so besser!" Ich bin hier einer von den vent nur die Mittel dazu vorhanden wären! Die in dessen Bezirk die Druckschrift erschienen ist. Jedoch ist in den wenigen, die an dem Entwurf den geringsten Teil der Vaterschaft Finanzlage des Reiches hat sich sehr ernst ge- Fällen der Beleidigung, sofern die Verfolgung im Wege der Privat- haben und werde diese günstige Pofition ausnutzen und erklären, staltet und wird sich in diesem Jahre noch ernster gestalten. Ich lage stattfindet, auch das Gericht, in dessen Bezirk die Drudfchrift varum es besser ist, wenn er nicht angenommen wird. Ich gebe zu, möchte Sie bitten, auch dieses Moment in Ihren Beratungen nicht verbreitet worden ist, zuständig, wenn in diesem Bezirk die beleidigte daß es für einen Nichtjuristen schwer ist, die Gefahren, welche unberücksichtigt zu laffen. Person ihren Wohnsiz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.", Staatssekretär Nieberding: den Socialdemokraten.) Schazsekretär Frhr. v. Thielmann: Klasseneinteilung nicht. Wir haben im Westen Städte mit weniger als Abg. Lenzmann( fri. Vp.): Für den Besten paßt die ganze 4 und 5000 Einwohnern, die ebensolche Tenerung und Wohnungsnot haben, wie Städte mit 40 000 und 50 000 Einwohnern. Die Städte im Westen haben koloffale Lasten, sie zahlen auch den Kommunal beamten viel höheres Servis wie das Reich. Hagen ist in die erste Klasse eingereiht, Lüdenscheid, Jierlohn, Altena gehören aber auch in die erste klasse, sie sind nicht hineingekommen wegen ihrer Einwohnerzahl, obwohl sonst dieselben Verhältnisse herrschen wie in Hagen. Abg. Hoffmeister( frs. Va.): Es muß sich darum handeln, ausgleichende Gerechtigkeit zu üben. Die Vorlage erscheint mir weiter davon entfernt, als der gegenwärtige Zustand. Die Grundfäße der Vorlage find falsch. Die Berechnung nach der Einwohnerzahl führt zu großen ungerechtigkeiten. Die Festungsstädte, insonderheit Glogau sind nicht genügend berücksichtigt worden. Hiermit schließt die Diskussion. Reihe Zulagen in den verschiedensten Formen gewährt haben, so erhalten: Abg. Richter( frs. Vp.): finden würde.( Bravo! links.) in diesem Entwurfe liegen, zu erkennen. Der Entwurf schädigt die Presse mehr, wie er nützt. Ich bin nicht der Meinung des Herrn Staatssekretärs, es wäre nicht vorgekommen, Wenn die Regierung nicht gründlicher reformieren wollte, als es Die Vorlage ist weniger der Ausdruck der leber daß der§ 7 leichtfertig angewendet wäre. Das kann ich auf Grund diese Vorlage thut, weshalb hat sie dann die großen zeugung der verbündeten Regierungen als der Ausdruck des der Erfahrungen in meiner Bragis als Verteidiger widerlegen. Ich ers Enqueten veranstaltet, die statistischen Erhebungen, die Wunsches, in dieser strittigen Frage der Forderung innere z. B. nur an den Fall Graßmann. Graßmann ist wegen seiner Bergleiche zwischen Wohnungsmiete und Zuschuß usi.? Es des Reichstags entgegenzukommen. Der Reichstag hat Uebersetzung des Liguori von Gericht zu Gericht gezogen, bis er endlich wird im ganzen eine Erhöhung um 681 000 mart wiederholt in der Richtung der Vorlage Beschlüsse gefaßt. Üeber in Bayern verurteilt ist. In München habe ich selbst folgenden .verlangt. Das beträgt im Verhältnis zu der Gesamt- einen dieser Beschlüsse geht der Entwurf noch hinaus. Der Fall aus den Akten ersehen: Eine sächsische Staatsanivaltschaft fumme des Wohnungsgeld- Zuschusses 2 Proz., rechnet man Reichstag wollte feiner Zeit die Beschränkung des Gerichtsstandes zu fragte in München an, weshalb wegen einer Kritik des Löbtauer den Servis, mit dazu ganz und gar uur 1 Proz. Das ist noch Gunsten der Presse nur eintreten lassen zu Gunsten des Redacteurs, Urteils keine Antlage erfolgt seinnd es findet sich in den Akten der Münchener nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. Verfassers, Verlegers und Druckers. Die Regierung war das Staatsanwaltschaft der Vermert:" Die Staatsanwaltschaft habe sich " aber platz 1. Allee 2. Hildebrandt, Echliemannfir. 13. Dr. Richter, Chauffees ftraße 87. Rolle, Weißenburgerstr. 51. Schönknecht, Vinetas Stolzenberg, Prenzlauer- Allee 214. Niemeyer, Rostockerstr. 1. Dr. Dehmel, Charlottenburg, Knobelsdorfstraße. Hermel, Charlottenburg, Hardenbergstr. 4/5. Rothe. Charlotten burg, Spandauerstr. 36. Weill, Charlottenburg, Bismarckstr. 81. Güzkow, Rigdorf, Prinz Handjerystr. 53. 8igan, Rigdorf, Hermanns plak 9. Hengster, Schöneberg, Hauptstr. 52. uur Staatsanwaltschaft keinen Anlaß zur Bestrafung genommen haben, wenn auch das Oberlandesgericht nebifamenten als nicht erscheint gleichgültig, vom militärischen Standpunkt aus urteilt man von Versammlungen. Die Centralfommission der Krankenkassen Berlind und der Vororte # Zum dritten Punkt der Tagesordnung teilt der Vorsitzende Simanowski mit, daß in diesem Jahre nicht nur die schon im vorigen Jahre vorhandenen vier Erholungsstätten wieder eröffnet werden, es wird vielmehr noch eine solche für Kinder hinzukommen. Die Er öffnungen finden wieder im Mai statt und sind außer obiger Erholungsstätte zwei für Männer und zwei für Frauen vorgesehen. Sodann wird bekannt gegeben, daß in der nächsten Zeit ein neues Verzeichnis der Droguisten mit über hundert Bezugsquellen mehr erscheinen wird. Die Kassen mögen die benötigte Anzahl der selben recht bald mitteilen, um die Auflage zu bestimmen, ebenso wird die Verteilung eines Flugblattes, zu welcher die thatkräftige Mitwirkung der Kassenmitglieder als selbstverständlich betrachtet wird, Die Frage vorgelegt, hielt es aber nach Lage der Verhältnisse nicht oder Aeußerung einem Dritten zur Kenntnis gelangt ist. Ich weiß) für geboten einzufchreiten." Der betreffende Redacteur wurde dann wohl, daß es nicht in der Absicht des Verfassers gelegen haben kann, vor ein sächsisches Gericht gezogen und dann zu einigen Monaten die gesamten Beleidigungen auszunehmen, sonst hätte er nicht Privatklagen Gefängnis verurteilt.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) die besonders anszunehmen brauchen, Obgleich es im wesentlichen die socialistische Presse ist, die vom das beweist nur, daß der Entwurf nicht in gehöriger fliegenden Gerichtsstand betroffen wird, glaube ich doch nicht an die Weise durchgearbeitet worden ist. Wie notwendig es Verbesserung, die Herr Oertel in diesem Entwurf erblickte. Die ist, auch für die Beschlagnahme einer Druckschrift ein bestimmtes Rechtsprechung des fliegenden Gerichtsstandes ist einfach gefeß- Forum zu begründen, beweist ein in der Schrift meines Partei widrig. Davon müssen wir ausgehen. Der Herr Staatssekretär genossen Kunert Die heilige Behme des Militarismus" angeführter Die Versammlung erklärt sich einstimmig mit der Zulassung der fagte, die früheren Beratungen des Reichstags über diesen Fall. Ein Soldat wurde vom Militärgericht zu einem Jahre vorstehenden Apotheken für sämtliche Krankenkassen Berlins 2c. eins Gegenstand bei der Strafprozeß- Ordnung hätten zu feinem pofitiven Gefängnis verurteilt, weil er ein Paket Drudiachen an einen Wirt verstanden. Die bisher zugelassenen Apotheken bleiben ebenfalls Ergebnis geführt. Das ist aber nicht der Fall. Denn sowohl die gegeben hatte, dessen Juhalt niemals vorher von einem Staats- ferner zur Lieferung berechtigt. Mitglieder des Reichstags, als wie der Regierungsvertreter Hanauer anivalt beanstandet worden war. In dem Citat Vor dem Sklaven, Bum zweiten Verhandlungsgegenstand, Erlaß der Minister der waren einstimmig der Meinung, daß solche Anklagen in allen Fällen wenn er die Kette bricht, vor dem freien Mann erzittre nicht" wurde geistlichen Angelegenheiten und für Handel und Gewerbe, spricht Der Verkauf nicht anders behandelt werden könnten, als an dem Ort, wo die der Thatbestand der Aufreizung erblickt.( hört! hört! bei den Social: Apotheker Staller. Erlaß beschränkt den Hanauer hat unr einen Ausnahmefall be- demokraten.) Das Militärgericht meinte: Die Thatsache, daß Polizei und von Arzneimitteln im freien Verkehr. Redner bemerkt, daß, Beitung erscheint. Beleidigung als solche die Abgabe zeichnet, nämlich daß eine an einem andren Ort herauserkannt den in kommenden werden könnte. Das ist so recht eine juristische Tüftelei, ein Fall, der in der Praxis schärfer.( Hört! hört!) Gegen eine derartige Rechtsunsicherheit zulässig erklärte, so hat doch das Kammergericht in Berlin überhaupt nicht vorkommt. Der Herr Abg. Hänel hat schon damals müssen wir uns unbedingt schützen. feit einer Reihe von Jahren den entgegengesetzten Standpunkt ein auf die große Gefahr hingewiesen, die durch die Ablehnung des An- So wie das Gesetz vorliegt, können wir es nicht annehmen. genommen. Dies scheint auch der Polizeipräsident zu würdigen, trages des Reichstags und die Erklärung des Dr. Hanauer herbei Es wäre in principieller Beziehung ein verhängnisvoller Rückschritt. demu während er früher den Aerzten erklärte, fie machen sich der geführt würden; er hat sich leider als ein richtiger Prophet eriviesen. Man glaube nicht, daß unter allen Umständen etwas gemacht werden Anstiftung einer strafbaren Handlung schuldig, wenn diese Meditamente, Soviel ist durch dre damaligen Ausführungen erwiesen, daß muß. Will die Reichsregierung kein gutes Gesetz, so thut die Presse die nach seiner Meinung dem freien Verkehr nicht freigegeben sind, der fliegende Gerichtsstand ein Mißbrauch ist, auch wenn besser daran, noch etwas zu warten. so verordnen, daß sie aus Droguengeschäften bezogen werden können, das Neichsgericht sich nicht auf diesen Standpunkt stellt. Wir sind es ja auf allen Gebieten gewohnt, auf die not- unterläßt er diesmal eine solche Warnung, begnügt sich vielmehr nur Wenn wir den Entwurf annehmen, den uns die Regierung hier vor- wendigsten Verbesserungen ein Menschenalter und länger warten zu müssen damit, den Erlaß zur Kenntnis der Aerzte zu bringen. Diefe haben gelegt hat, ist es fein Mißbrauch mehr. Der Mißbrauch wird dann und so wird auch die Presse die kleinlichen Zwiebelungen noch weiter er aber keinen Anlaß, die bisherige Verordingsweise abzuändern, denn legalisiert. Der Entwurf bedeutet aber auch für die Praxis einen tragen können. Wenn wir es bei dem jezigen Zustande belassen, der für die drei Medikamente in Betracht kommende Breis Rückschritt. Wir sagen, daß die Hochflut der Anwendung des könnte man uns höchstens vorwerfen, daß wir ein Unrecht mit an ist ein solcher, daß diese Medikamente wohl der Kassenstempelung fliegenden Gerichtsstandes vorüber vorüber ist. Die Gerichte, die gesehen haben, dem wir nicht im stande waren abzuhelfen, nehmen wir bedürfen. Sollte es also Aerzte mit so ängstlichem Gewissen geben, eine Korrigierung ihrer Entscheidungen vom Reichsgericht aber die Vorlage an, so kann man uns mit Recht den Vorwurf machen, so können diese sich leicht beruhigen, da alle Verordnungen von nicht zu befürchten haben, haben den fliegenden Gerichts- daß wir uns an dem Unrecht selbst beteiligt, es santtioniert haben teuren Medikamenten stets der Kassenstempelung bedürfen. Was die stand längst aufgegeben. Im Lauf der Jahre wird und das wäre der größte Fehler, den der Reichstag nach dieser Kassen dann machen, ist ausschließlich Sache der Kassen. Es sei aber vielleicht auch das Reichsgericht seinen Standpunkt ändern. Das ist Richtung thun könnte.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) absolut nicht zu billigen, wenn die Aerzte an Stelle der drei der eine Grund, aus dem ich gegen den Entwurf stimmen werde. Diese Abg. Jeffen( Däne) erklärt sich ebenfalls gegen die Ausnahme, Medikamente sich der Verordnung andrer Medikamente zuwenden würden. ganze Judikatur hängt zusammen mit einer grenzenlosen Ausdehnung die die Vorlage für die Privatklage wegen Beleidigung macht. Die Angelegenheit ist bereits gerichtlich anhängig gemacht des den Thäter strafrechtlich zuzurechnenden Gebietes von Handlung Als Redner wieder auf die allgemeine Ausnahmebehandlung und wird das Kammergericht abermals beschäftigen; es ist zu er und Wirkung eine falsche Theorie, die sich nicht nur in der Anwendung eingeht, unterbricht ihn der Präsident Graf Ballestrem:„ Ich muß warten, daß dasselbe seinen bisherigen Rechtsstandpunkt in dieser des fliegenden Gerichtsstandes zeigt, sondern auch auf anderen Gebieten. den Redner bitten, teine allgemeine politische Rede zu halten. Das Frage nicht verlassen wird. Sollte aber das Kanimergericht ein Es herrscht die Tendenz, den Moment des Beginns einer strafrecht- tönnen fie thun beim Budget im nächsten Jahre."( Stürmische seiner früheren Rechtsprechung entgegenstehendes Urteil fällen, so lich zu verfolgenden Handlung möglichst weit nach vorn zu schieben, heiterfeit.) werden zweifelsohne Mittel gefunden, den Berliner Apothekern in schon den Versuch strafbar zu machen usw., andrerseits das Ende des Die Weiterberatung wird sodann auf Dienstag 1 Uhr vertagt; vielleicht noch empfindlicherer Weise die Lieferung dieser und ähn Delikts möglichst weit hinauszuschieben. So hat man einen außerdem zweite Beratung der Novelle zum Schaumiveinsteuerlicher Medikamente zu entziehen. Gegensatz konstruiert zwischen der Vollendung und der Be- Gesetz.- Schluß 64 Uhr. endigung einer Strafthat. Das Breßdelift kann z. B. noch so lange bestraft werden, so lange sich noch irgendwo ein Exemplar des Breßerzeugnisses befindet. Bei dieser Lage der Dinge ist es möglich gewesen, auch den dolus eventualis in die Braris einzuführen. Glücklicherweise hält ja die öffentliche Meinung bei uns die Preßdelikte überhaupt nicht für Delikte, sondern ihre Verfolgung nur für die Unterdrückung einer andren Ueberzeugung. Herr Dertel hat recht, wenn er sagt, daß eine wahre Manie in Bezug hatte die Krankenkaffen- Borstände und Verwaltungsbeamten zu einer auf Breßanklagen eristiert, dieselben richten sich aber mehr gegen die Bersammlung am Freitagabend nach der Berliner Ressource geladen. oppositionelle Presse. Durch ein Urteil des Ober- Landesgerichts in Dieser Einladung waren 40 Orts- Krantentassen, 7 Betriebs- KrankenDresden und später auch des Reichsgerichts ist die Verjährung des Breß- tassen, 9 Vorortstassen, 24 eingeschriebene Hilfskaffen, 7 Jnnungsdelikts überhaupt aufgehoben. Für Breßdelikte ist eine Verjährungsfrist Krankenkassen, zufammen 87 Strankenkassen, gefolgt. Rendant in allernächster Zeit stattfinden. von sechs Monaten vorgesehen. Nach unsrer Judikatur existiert aber Albert Sohn erstattete Bericht über die Verfügung des Oberein Delikt noch so lange, als sich z. B. von einem Buche in irgend einer präsidenten der Provinz( Brandenburg vom 9. April d. Is., der welcher Orts Krantentasse Bibliothet ein Exemplar zu jedermanns Entnahme befindet. Seine Ver- nach für den Gewerbes Zur Unterstützung des Generalstreiks in Belgien jährung beginnt nicht eher, als bis das letzte Exemplar dieses Erzeugnisses betrieb der Staufleute 2c. und der Allgemeinen Orts- Krankenkasse von den Flammen verzehrt oder auf eine andre Weise abhanden gekommen gewerblicher Arbeiter aufgegeben wird, neben den bisher ist. Das ist ein Zustand, der gefezwidrig und gegen denklaren Willen zugelassenen noch weitere 30 Apotheken für den Bezug von Medi- gingen bei der Expedition des„ Vorwärts" folgende Beiträge ein: Ungenannt 1; 50. Schneiderwerkstatt Ed. Cohn, Behrenstr. 24 11,50. des Gesetzgebers ist. Trotzdem besteht er bei uns als geltendes famenten, welche dem freien Verkehr nicht überlassen sind, für ihre Geifer 2,50. Tischlerei von Heinz u. Beyer 4,75. Buchdruckerei von Blos Recht. Nehmen wir diesen Entwurf an, so verewigen wir den Mitglieder freizugeben. Der Referent führt aus, daß, nachdem die felb u. Müller 6,50. L. Renkwitz, Stettiner 3;-. Verein abstinenter Grundsatz, der geführt hat zur Anwendung des dolus eventualis, Einigungsverhandlungen im Januar d. J. durch das rigorose Ver- Arbeiter und Arbeiterinnen 7,80. Geburtstagsfeier bei R. Frizz durch des fliegenden Gerichtsstandes und zur Aufhebung der Verjährung. halten der Apothekenbefizer scheiterten, die Kassenvertreter den Herrn Wiederhall 5,20. Zuschneider der Müzenfabrik A. G. Hoffmann 4,50. Schon dieser Folgen wegen sollte man den Entwurf ablehnen.j Oberpräsidenten um Verhandlungen in dieser Angelegenheit ersuchten Arbeiter der Firma E. Angrid 22,45. R. R., Landsberg a. Warthe 3,-: Als Jurist aber habe ich auch andre Bedenken gegen den Ent- und während der Zeit dieser Verhandlungen sich verpflichtet fühlten, Gin Köpenider Vorwärtslefer C. S. 1,-. Gesammelt durch Schweizer bei wurf, so Bedenken des juristischen Schönheitsgefühls. Man erklärt von weiteren Stampfmitteln Abstand zu nehmen. Nach Lage der Baruch 8,20. Von den Mitgliedern des Verbandes deutscher Buchdruder im „ Vorwärts" 50,- Scheibentöpfer von Eckhart 4,75. Bezirt 137 durch in Absatz 1, daß der Gerichtsstand bei demjenigen Gerichte begründet Sache ist die Centralkommission aber zu der Ansicht gekommen, daß Böhnte 5,20. Agitationsklub Wilhelm Liebknecht 16,50. Arbeiter von ist, in dessen Bezirk die strafbare Handlung begangen ist. Im der jezige Zustand so lange ein dauernder sein werde, klapproth und Hoppe 7,20. Arbeiter- Bildungsverein Friedrichshagen 20,-. Absatz 2 heißt es dann, als zuständig ist nur das Gericht anzusehen, bis Apothekenbesizer die Initiative gunt Frieden Buchdruckerei H. S. Herrmann 60,75. Werkstatt von Pawlowski u. in dessen Bezirk die Druckschrift erschienen ist. Wenn der im ersten unter andren Zugeständnissen, als diejenigen vom Januar, ergreifen Bernharzig außer dreien 5,10. Schirmstod- Fabrik B. Noa 12,90. Schneider Absatz genannte Ort der Ort der That ist, dann ist eben der zweite werden. Die Kommission war der Ansicht, für diesen dauernden von Herling u. Joel durch Hippolit 6,-. Pianofabrit von Neufeld 12,35. P. 2. 1,-. Dühölter u. Schölzel 6,25. Gesangverein nicht mehr der Ort der That. Zustand ca. 30 Apotheken mehr zuzulassen und hatte vor 2 Wochen Dr. R. J. 5, " Solidarität"( Buchdruckerei- Hilfsarbeiter) 10,-. Silberwaren- Fabrik E.. Die Schaffung eines bestimmten, ausschließlichen Forums für beschlossen, hierzu die Genehmigung der heutigen Versammlung einBreßdelikte wird von gewisser Seite als Begünstigung der Presse zuholen. Inzwischen sind die vorerwähnten Verfügungen vom Ober- 4,80. Organisierte Hausdiener des Warenhauses Tiek, gesammelt durch Nebazz 21,85. Rohrleger und Gehilfen von Hillig u. Westphal 6,-. bezeichnet und fast jeder Redner hat sich dagegen verwahrt, als ob er präsidenten ergangen und spricht Referent ſeine Freude darüber aus, Arbeiter der Firma Lachmann, Ritterstr. 79, 9,50. Arbeiter der Firma etwa die Presse begünstigen wolle. Erstens handelt es sich nicht um daß die Auficht der Ober- Verwaltungsbehörde in dieser Frage mit Quinte 6,50. Kolonie der lustigen, tapferen Boeren durch Schallenberger eine Begünstigung, sondern nur um die Beseitigung eines Zustandes, derjenigen der Centralkommission übereinstimme. Er hält es aber 7,25. Hafenstein u. Vogler, Buchdruckerei, Wasserthorstraße, 15,65. Vier Vier selbständige der die Presse schlechter stellt als jeden andren. Warum aber für eine Notwendigkeit, daß diese Verfügung nicht nur von den zwei helle Maler 1,-. Zwei deutsche Republikaner 1,50. Schuhmacher vom alten Fachverein 6,-. Tischler und Polterer sollte man nicht schließlich auch die Presse begünstigen? vorerst in Betracht kommenden Staffen nachgekommen wird, sondern Philipp 4,30. Tischlerwerkstatt Richt 5,80. Der gemütliche Wir Deutsche pflegen ja sehr stolz darauf zu sein, daß sämtliche Kaffen dieser Verfügung entsprechen. Die Gründe bon Schlesier und sieben Tapezierer 3,85. Bautischlerei E. Mittag. daß wir die Buchdruckerkunst erfunden haben. Es giebt ja hierfür sind das Interesse der Kassenmitglieder, Rücksichtnahme Bellealliancestraße 25,35. Buchdruderet Grunert 3,35. Kollegen der Firma auch Leute, die wenigstens im Auslande die Journalisten den auf die Aerzte, um diesen nicht noch mehr verschiedene Formulare Odenberg in Lichtenberg 7,50. Tischlerei von Kimbel u. Friederichsen 41,20. tommandierenden Generalen gleichstellen, und wenn man die Bresse, zu unterbreiten, vor allem aber die Erwägung, freiwillig das zu Schirmstock Fabrit A. Wendt 10,- H. Brunt 8,55. Zum Siege der die sich zur Verherrlichung von Prinzenreisen, von loyalen Demon- thun, wozu die Kassen möglichenfalls in furzer Zeit durch Ver- Menschheit, von T. u. P. 4, Bezirk 95 bei Rachfahl 10,-. Täschner der Es sei Lederwaren- Fabrit Offer u. Co. 2,80. Buchdruder und Stereotyyeure der strationen und zur Verbreitung gewiffer photographischer Aufnahmen fügungen des Oberpräsidenten gezwungen werden können. hergiebt, begünstigt, warum soll man nicht auch die ernste Schrift- schon drei weiteren Kaffen durch Vermittelung des Magistrats vom Firma Ashelm 25,-. Th. T. Simonsdorf 6,50. Henschinsky, Charlottenstellerei begünstigen? Auf der öffentlichen Kritik beruht die Gesund- Oberpräsidenten Kenntnis davon gegeben, daß auch gegen diese burg 1,10. Klarinette A. E. G., Aderstraße, 9,- Mechanifer S. 11. H. Pianofabrit Görs einzelne Mitglieder Beschwerde wegen ungenügender Zahl der 10,05. F. Dörr, Lederfabrit, J. Salomon 5,35. heit des Boltstörpers. und Kallmann, Filiale Gneisenaustraße, 11,90. Personal boir Es muß also ein bestimmtes, ausschließliches Forum für Preß zugelaffenen Apotheken erhoben haben. Die Apotheker hatten Bruno Phatitsch 9,15. W. Schmidt, Bau Nixdorf, Thüringerstraße 10,35. die sämtlich denselben Wort- Schneiderwertstube Elrodt 100,-. Lederarbeiter der Firma Gebr. Schlägel, delikte geschaffen werden. Thut man dies nicht, so kann auch z. B. sich von diesen Beschwerden, Versammlung der Lederarbeiter 3,50. H. W. 1,-. im Wege des Zusammenhanges nach§ 13 der Strafprozeß- Ordnung laut haben und alle schon vom 20. Dezember 1901 datiert Lichtenberg, 19,50. jeder Redacteur wieder vor jedes beliebige Gericht in Deutschland sind, viel versprochen, dies beweise schon, daß sie dieselben auf ihre Herren- Schneiderwertube der Firma Biester 10,50. Textilarbeiter- Verband, Von den Arbeitern der Firma E. Lewi, Charlottenburg, gezogen werden. Vorgestern habe ich in einem Brozeß verteidigt, in Kosten im Druck haben herstellen lassen und so nur Unterschriften erdem eine in Brandenburg erscheinende Zeitung angeklagt war betteln brauchten. Ihre Enttäuschung durch den zur Sprache durch Eimstädt 10,- Malergehilfen von Kruse 3,70. Hutmacher Baschta 1. Ornstein maschinisto couseur 11,50. Von den Arbeitern der englischen wegen eines Verichtes über eine in Prenzlau vorgefallene Schlägerei. stehenden Erlaß des Oberpräsidenten, der erst vom 9. April datiert, Gasanstalt burch C. B. 4,75. Arbeiter von Kirchner, Brandenburgstraße, Tabatarbeiter und Arbeiterinnen Cigarrenfabrit von P. Juhl In Prenzlau glaubte man den Verfasser des Berichts ermittelt zu ist deshalb eine große. Daß die Kaffen aus dem Kampfe als Sieger 8,90. Durch H., Automatenfabrik Westend" 21,-. Klaviatur haben und klagte ihn dort an. Auf Grund des Zusammenhanges hervorgehen werden, ist ohne Zweifel. Redner glaubt sogar, daß 14, aber flagte man zugleich auch den verantwortlichen Redacteur aus der vollständige Sieg in kürzerer Zeit eintreten wird, als man all- Fabrik Schwois u. Co., Köpuiderstraße, drei nichtgewerkschaftlich Organi Beamte der Ortsfrankenkasse der Brandenburg an. Man brauchte also gar nicht seine Zuflucht zu gemein erwartet; denn wenn die auch nach der Verfügung aus- fierte durch Möller, 1. Rate, 1,50. dem fliegenden Gerichtsstand zu nehmen, um diesen Redacteur seinen geschlossenen hundert Apothekenbefizer erkennen, daß dieser Zustand Kaufleute, 2. Rate, 27,45. Lagerraum Eyck u. Straffer 13,75. 5. Abt. gequirit, ordentlichen Richtern zu entziehen. ein dauernder sein werde, werden sie zur Erfüllung der Forderung Wilhelmstr. 1. Rate 13,50. Arbeitslose Einfeger 4,-. Dr. R. J. 3, C. Thorup, Berlin 3,- Ein socialistischer Student 3,-. Für das Volt Die Notwendigkeit, auch die nicht periodische Presse in diese der Kaffen um so geneigter sein. gegen die Pfaffen 10,- Bildhauer von Christ, Posenerstr. 29 4,30. Bon Vorlage aufzunehmen, ist schon betont worden. Es giebt Hoppe( Orts- Krankenkasse der Schneider), Magnan( Orts- einem gesperrten Tischlermeister, Bosenerstr. 29 3,-. S. Herrmann, Arbeiter d. Firma Krohne u. Endemann und zwei in der That feinen vernünftigen Grund dagegen. Kammergerichtsrat Krantentaffe der Buchdrucker), Gries( Neue Maschinenbauer- Buchbinderei 12,15. Kronecker und Ober- Landesgerichtspräsident Hamm und der 25. Juristen- Krankenkasse) gaben über die gegen diefe Kassen ergangenen Be- Tischler 10,25. Gesellenfeier Otto Fischer 2,10. Organis. Arb. u. Arbeiterinnen tag haben ebenfalls in diesem Sinne votiert. Für ebenso zwedklos schwerden recht interessante Aufschlüsse. Die 50 Unterzeichner der der Filzschuhfabr. E.. Werner, Staligerstr. 100 7,50. Franz Borfelz 2,-. Buch halte ich die Exception der Privatklagen. Ich habe schon ersten Beschwerde laffen sich als Mitglieder im allgemeinen gar nicht Schuhmacherei Lademann u. Söhne 5,-. Durch Th. 4, Aus Emils u. Bettys die Ueberwucherung der Beleidigungs- feststellen, nur bei sieben Personen war dies möglich, und mert- bruderei Franz Schulz, Friedenau 6,45. neulich gesagt, daß Sparbüchse 2, VerwaltungsDeutscher Metallarbeiter: Berband, eine Berlin 500, durchaus nicht wünschenswerte Thatsache unfres würdigerweise wohnten diese sieben Personen in allernächster Nähe stelle flagen K. Sch. 1,00. Mehrere Kurbelsticker 19,00. Sie beweist durchaus nicht eine be- einer zugelassenen Apotheke. In einem Fall war dem Unterzeichner Verband der Textilarbeiter, Filiale Köpenid 50,- Personal der Brauerei öffentlichen Lebens ist. Dr. K. K. und Frau sondere Stärke des Ehrgefühls. Ein großer Teil dieser Klagen ist der Weg zu der in seinem Hause befindlichen Apotheke noch zu weit. Bichelsdorf 30,- Bepler, Charlottenburg 20, Töpfer bei Töpfermeister Stahnte, Bau Stolze 15,-. Ofenjezer die reine Chikane. Wir haben also gar keinen Anlaß, hier eine Die Beschwerde gegen die Buchdruckerkasse war von 88 Personen 15,-. Ausnahmebestimmung zu Gunsten der Privatklagen zu machen. unterschrieben, hiervon entfallen allein auf die Buchdruckerei Hermann bei Kelch 7,25. Töpfer- Bahlstelle Moabit 6,25. Neubau Stegliz, BrandenBesondere Bedenken erregt ferner die Umgrenzung des Preßdeliftes Schmidt, Alexanderstraße 28, 30 Unterzeichner( der Arbeitgeber und burgstraße 10,-. Dr. A. F. 10,-. Arbeiter bei Roffemann u. Kühnemann in der Vorlage. Es hat sich als außerordentlich schwer erwiesen, sämtliche Angestellte), welche aber bisher gar nicht frant waren und 15,25. Munition zur Erringung des gleichen Wahlrechts durch Liebezeit und Dechand 10,-. Arbeiter Kabelwert Oberspree, Abt. H. 2. 8,-. Die hierfür eine genügende Form zu finden. Die Fassung der Vorlage bis zur nächsten zugelassenen Apotheke nur 2 Minuten zu gehen hatten. Bielbewußten von Rothe 22 8,65. N. V., Berlin 5,-.. Peed, Karby der Thatbestand der Dasselbe war bei den Beschwerdeführern der Neuen Maschinenbauer- 3. Aus Potsdam 3,-. Org. Tabatarb. Neusalz a. D. 1,80. W. Ganz, ist ganz unzulänglich. Danach soll strafbaren Handlung durch ben Juhalt der Druckschrift taffe der Fall, welche fast alle Werkmeister in der Gasmesser- Bertin 1,--. W. Sticher, Berlin 1,-. Schwenderling, Berlin 1,-. Gin begründet sein. Nur in diesem Fall foll der fliegende Fabrik von Julius Pintsch sind und bisher nicht erkrankt waren. Augsburger Fabrikant mit dem Motto„ Nieder mit der schwarzen Mr. Pfeil, Münster 3,-. A. Brzost, Löbau 2, Gerichtsstand ausgeschlossen sein. Wenn das Gesez wird, Daß diese Beschwerden durch einen vielleicht nicht ganz geringen Bande" 20, so haben wir den fliegenden Gerichtsstand überhaupt nicht beseitigt, Druck zu stande gekommen, liegt auf der Hand. Diese Redner, wie Zwei Verbandsmitglieder Buchdr. Kabiz 1,-. Verband aller in der Stickerei denn außer dem Hochverrat giebt es fein einziges Delift, wo der auch Albrecht( Bäckerkaffe) und Mehne( Maschinenbauerfasse) empfehlen besch. Personen 18,-. Spiritus- Laboratorium 2,50. Reinhold Schirmer 5,-. Arbeiter der Firma Faßkessel u. Münstmann 22,55. Töpfer vom Bau Emil Stammtisch Schönaich 2, bloße Inhalt einer Druckschrift schon genügt, es muß überall noch sämtlich die Zulassung der nachfolgend aufgeführten 30 Apotheken Cabin und einige kollegen 16,50. Buchs ein weiteres dazu kommen. Ich kann nicht annehmen, daß die Ver- für die Kassenlieferungen, deren Veröffentlichung erfolgt, um den Billig Nachf., Lindenstr. 53, 9,50. Polierpadden von Spinn 5, Verbandsmitglieder und drei Nichts faffer des Entwurfs den Reichstag haben dupieren wollen, jedenfalls Kaffen Gelegenheit zu geben, bei Neudruck von Rezeptformularen binderei Kämmerer 29,65. o 3,-. organisierte des gr. Sekerfaals b. Bürenstein 12,-. Schuhfabrit Silbers aber haben sie sich die jetzige Rechtsprechung und Gesetzgebung nicht ge- dieselben berücksichtigen zu können: Küchentischlerei genügend vergegenwärtigt. Man verweise mich nicht auf die loyale Ausle- Helwig, Kaiser Friedrichplatz 2. Koforte, Friesenstraße 19. stein jun. Nachf. 8, Contobuch- Arbeiter Wedding 20, Morgenrot 0,60. Tischfabrit Vogler, Prinzenstraße 56. Friedländer, Wrangelstraße 108. von Nitschte, Weißenfee, 1. Rate 3,10. gung dieses Baffus durch das Reichsgericht. Zu dieser Hoffnung hat uns die bisherige Haltung des Reichsgerichts leider feine Veranlassung Lehmann, Oppelnerstraße 38. rozinsky burch J. L. 6,75. Sattler von Lehmann u. Schlesinger 1,-. Reich, Adalbertstraße 16. Teichert 2,-. Maria Hiffe 5,-. Agrarier aus der Niederwallstraße 7,75. Reichwege, Reichenbergerstraße 110. Schlesinger, Laufigerstraße 1. Tischlerwerkstelle von Mau 2,50. Wäschezuschneider von Cohn u. Samuel 10,-. gegeben. Aber auch ganz abgesehen davon, bliebe bei dieser Faffung noch Voigts Witwe, Reichenbergerstr. 172. Herrmann, Thaerstr. 1. Met allarbeiter Wielandstraße 9,20. Stocfabrit Emanuel Noa 9,20. immer das ganze große Gebiet der Beleidigungen unter dem fliegenden Jaensch, Petersburgerstr. 36. Kowalewski, Grüner Weg 102. Gerichtsstand. Denn das Reichsgericht steht auf dem Standpunkt, daß es bei jeder Beleidigung für die Strafbarkeit nicht nur auf den Rohde, Landsberger Allee 152. Brednow, Aderstr. 121. Bachmann, Inhalt, sondern auch darauf ankommt, ob die beleidigende Schrift Lothringerstr. 50. Evers, Swinemünderstr. 52. Fischer, Kastaniendie V iliale IV, 10, . Summa 1935,85. Bereits quittiert 2373,95. Insgesamt 4309,80. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( do). Centralverband der Maurer etc. Orts- Krankenkasse Dienstag, den 22. April cr., abends 8 1hr: ( Südost). General- Versammlung Haden( Zweigverein Berlin.) didafür das Barbier- Gewerbe. Donnerstag, den 24. April, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: in„ Sanssouel", Kotibuſerſtr. 4a001. General- Versammlung Tages: Ordnung: 01. Bericht des Vorstandes und Rechnungslegung." 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons über: 242/ 18* Wie beteiligen wir uns an der preußischen Landtagswahl". 4. Diskussion. 5. Vereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. April, abends 81/2 Uhr: Versammlung in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstraße 13. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Klees über den neuesten Gefeßentwurf betr. Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 247/5 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Bei der großen Bedeutung, welche dieser Vortrag auch für die Frauen hat, find letztere besonders eingeladen und werden für dieselben die Galerien reserviert. 9.0. Socialdemokrat. Wahlverein für den 6. Berliner Wahlkreis. Donnerstag, den 24. April 1902, abends 8½½ Uhr, Versammlung 1104 in den„ Arminiushallen", Bremerstraße 70/71. 100 Tages Ordnung: 1. Die augenblickliche Situation unserer Organisations- Angelegenheit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 247/ 7* Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Dienstag, den 29. d. M., abends 9½ 1hr, bei Bauer, Rosen thalerstr. 57: 1 Ordentliche des Zweigvereins( aller zum Lohngebiete gehörigen Verbands- Zahlstetten, General- Versammlung sowie der Sektionen der Buzzer, Rabitzputzer und Cementierer). Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom 1. Quartal. 3. Ergänzungswahl zum Ausschuß. 4. Stellungnahme zur Maifeier. 5. Verschiedenes. 008) Zahlreichen Besuch erwartet Die Verbandsleitung. 133/ 11* Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost" ( Vereinsburean: Kottbuser Ufer 44a). Mittwoch, den 23. April, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a: General- Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht. 3. Statuten beratung auf Grund des Beschlusses der Jannar: Generalversammlung. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Voranzeige. Sonntag, den 27. April, vormittags 11 1hr T Der Vorstand. 106/19 der Delegierten. Tagesordnung: 1. Protofollverlesung. 2. Jahres: bericht des Rendanten. 3. Bericht der Revisoren. 4. Bericht über die Erhebung der Beiträge. Wahl eines stellvertretenden Rendanten. 6. Raffen: angelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Kassenbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: Kitschmann, Vorsitzender. Dienstag, 22. April, abends 81/2 Uhr, bei Ballschmieder, Badstr. 16: Vortrag. Nur Herren haben Zutritt. Thema:„ Die Heilung sogenannter Männerleiden durch das Naturheils " Die Quecksilberkuren Naturheilkundig., Gr.Frankfurterstr.87. Gintritt frei. Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Sarn und verfahren". 212-3, 6-128. im grossen Saale des Gewerkschaftshauses( Engel- Ufer 15) Franenleiden, Seydelstr. 9. und ihre Folgen". Ref.: H. Muller, Volks Versammlung. 288/8 Tages Ordnung: 1. Wie entbinden wir uns von den heutigen Mietslasten? Referent: Reichstags- Abgeordneter Pens. 2. Diskussion. Der Einberufer. 86 00 für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Schönhauser Vorstadt). Achtung! Achtung! 21 Orts- Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. Gemäß§ 56a Abs. 3 des Krankenversicherungs- Gesetzes und§ 64 des Statuts geben wir den Kassenmitgliedern hiermit bekannt, daß durch Vers fügung des Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg vom 9. April d. Js. neben den bisher zugelassenen fortan noch folgende 30 Apothefen für die Komitees u. Vereine. Bersorgung der Kaffemuitglieder mit Arzneimitteln zugelaſſen find: Bei Abmachungen von Festlichkeiten im Lokale des Herrn Walter, Große Frankfurterstr. 117, weisen wir hierdurch hin, daß der Tanzmeister Serr Otto Wandt Nichtmitglied unsres Vereins ist, dagegen der bort auch beschäftigte Tangmeister Paul Massuthe Mitglied unfres Ber: Am Dienstag, den 22. April, abends 8½ Uhr, im Berliner eins ist und wir ihn deshalb empfehlen. Der Vorstand des Tanzlehrer Vereins Solidarität". Prater, Kastanien- Allee Nr. 7-9: General Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Neu noffen Julius Kaliski über:„ Bürgertum und Socialreform". 5. Dis tuffion. wahl des 2. Borsigenden. 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Bortrag des Ge Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Carl Mars. 247/6 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 23. April 1902, abends 71/2 Uhr, im Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45: Branchen- Versammlung der Perlmutter Arbeiter. Tages Ordnung: 1.„ Die Tischler Junung". Referent: Kollege Klingner. 0 3. Verbands Angelegenheiten. 2. Maifeier. erscheinen. 3 82/10 Kollegen! Es ist Eure Pflicht, pünktlich und zahlreich zu Die Kommission. Centralverband der Maurer 2c. Zahlstelle Charlottenburg. Dienstag, den 22. April 1902, abends 8 1hr, im Lokale von A. Bauer, Berlinerstraße 86 a: Außerordentl. Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Wilh. Fritzsch über:„ Die heutigen zu stände auf den Bauten und wie sind dieſelben zu bessern. 2. Diskussion. 3. Bericht aus den Vertretersizungen. 4. Gewerkschaftliches. 139/6 Der überaus wichtigen Tagesordnung wegen ist es moralische Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Deshalb erwartet recht regen Besuch Die örtliche Verwaltung. J. A.: Fr. Busse. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 22. April, abds. 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal II.: Versammlung der Silberpolierer. Tages Ordnung: 1. Bortrag bes Roll. Mahle. 2. Distusfion. 3. Berbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 23. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung der Metallschleifer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über:„ Das Recht auf Arbeit". 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 114/3 Achtung! Radfahrer! 200/1 Für Berlin: Helwig, Kaiser Friedrich Platz 2. Kaforke, Friesenstr. 19. 120 G. Vogeler, Prinzenstr. 56. A. Friedländer, Wrangelstr. 108. Reich, Adalbertstr. 16. W. Lehmann, Oppelnerstr. 38. A. Reichwage, Reichenbergerstr. 110. G. Schlesinger, Lausigerstr. 1. Voigt's Wwe., Reichenbergerstr. 172. Heute Dienstag, den 22. April, abends 8½ 1hr, findet eine Hans Hermann, Thaerftr. 1. Versammlung der Berliner Einkaufs- Genossenschaft 288/10 bei Schultheiss, Aleranderftr. 23, statt. Die Geschäftsstelle Marsiliusstr. 19. C. G. Jaensch, Petersburgerſtr. 36. Kowalewski, Grüner Weg 102. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Für Charlottenburg: Achtung! T Rixdorf. Dr. Dehmel, Rnobelsdorfstraße. Achtung! M. Hermel, Gardenbergstr. 4/5. Mittwoch, den 23. April, abends 8 Uhr im Lokal von Thiel( früher Laukner), Bergstr. 151/52 Große öffentliche Versammlung aller in der Baubrauche Beschäftigten. ( Maurer, Maler, Zimmerer, Bauarbeiter, Glaser, Tapezierer, Steinsetzer, Tischler usw.) Tagesordnung: 1. Der Bauarbeiterschutz in Preußen und die preußische Regierung. Referent: Genosse Gustav Link. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.[ 288/7 Das Gewerkschafts- Kartell. J. A.: Der Ausschuß. Allgemeine Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Gemäß§ 56 a Abs. 3 des Krankenversicherungs- Gesetzes und 67 des Statuts geben wir den Kaffenmitgliedern hiermit bekannt, daß durch Berfügung des Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg vom 9. April b. Js. neben den bisher zugelassenen fortan noch folgende 30 Apothefen für die Versorgung der Kaffenmitglieder mit Arzneimitteln zugelassen sind: Für Berlin: Helwig, Kaiser Friedrich- Platz 2. Kaforke, Friesenstr. 19. G. Vogeler, Brinzenstr. 56. A. Friedländer, Wrangelstr. 108. Reich, Adalbertstr. 16. W. Lehmann, Oppelnerstr. 38. A. Reichwage, Reichenbergerstr. 110. S. Sch lesinger, Lausitzerstr. 1. Voigt's Wwe., Reichenbergerstr. 172. H. Hermann, Thaerstr. 1. C. Jaensch, Petersburgerstr. 36. Kowalewski, Grüner Weg 102. Für Charlottenburg: Dr. Dehmel, Snobelsdorfstraße. M. Hermel, Sardenbergstr. 4/5. 0. Rothe, Spandauerstr. 36. F. Weill, Bismardstr. 81. Berlin, den 21. April 1902. 272/12 Emil Rohde, Landsberger Allee 152. Karl Brednow, Aderstr. 121. Ernst Bachmann, Lothringerstr. 50. Paul Evers, Swinemünderstr. 52. E. J. Fischer, Kastanien- Allee 2. H. Hildebrandt, Schliemannstr. 13. Dr. Richter, Chausseestr. 87. A. Rolle, Weißenburgerstr. 51. E. Schönknecht, Vineta- Platz 1. R. Stolzenberg, Prenzlauer Allee 214. H. Niemeyer, Rostockerstr. 1. Für Rixdorf: P. Gützkow, Prinz Handjerystr. 53. Fr. Ziegan, Hermann- Platz 9. 1750 Für Schöneberg: Georg Heygster, Hauptstr. 52. Der Vorstand. R. Weisse, Borfigender. 10 Jahre Garantie. Zähne 2 MK. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 Mark. Plomben 1,50 M. Reparatur, sofort. Umarbeit. schlechtsitz. Gebisse.. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. und Arbeiterinnen Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Am Mittwoch, den 30. April, abends 81/2 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstraße 23: General Versammlung. Tages Ordnung: 1. Borstandsbericht. 2. Staffenbericht. 3. Bericht von der Gaukonferenz. 4. Bericht der Delegierten zur Gewerkschaftskommission. 5. Verbands: angelegenheiten und Verschiedenes. 64/9 Pflicht der Mitglieder ist es, bei der wichtigen Tagesordnung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. + Die Ortsverwaltung. Lichtbilder- Vorträge+ über Schwangerschaft, Frauenschutz und Leiden. Mittwoch, den 23. cr., für Männer, Admiralstr. 18c. Donnerstag, d. 24., für Frauen, Andreasstr. 21, abends 8 1hr, Gäfte 20 Pf., 1 Broschüre. Ref.: pratt. Naiucheilt. Grundmanu. Naturhellv. ,, Reform" Kuranstalt Köpenickerstr. 72, Sprechst. 11-2, 6-8, ( Haus Schaarwächter). Sprechst. 9-7 Uhr.[ 19/ 7* Ein Posten vou 0. Rothe, Spandauerstr. 36. F. Welll, Bismardstr. 81. Berlin, den 22. April 1902. Emil Rohde, Landsberger Allee 152. Karl Brednow, Ackerstr. 121. Ernst Bachmann, Lothringerftr. 50. Paul Evers, Swinemünderstr. 52. E. J. Fischer, Kastanien- Allee 2. Herm. Hildebrandt, Schliemannstr. 13. Dr. Richter, Chausseestr. 87. A. Rolle, Weißenburgerstr. 51. E. Schönknecht, Bineta- Platz 1. R. Stolzenberg, Brenzlauer Allee 214. Herm. Niemeyer, Rostaderstr. 1. Für Rixdorf: P. Gützkow, Prinz Handjerystr. 53. Fr. Ziegan, Hermann- Platz 9. Für Schöneberg: Georg Heygster, Hauptstr. 52. Orts- Krankenhalle für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Gustav Knebel, Borfigenber. Handelsleute und Apotheker. Bekanntmachung. [ 21026 H. Philipsohn, Schriftführer. 5½ Bjund Brot 50 Pf. Backware Zur Wahl zweier Vertreter der Arbeitnehmer, an Stelle ausgeschie bener Vertreter in der Generalver- 6 Stück für 10 Pf. fammlung der unterzeichneten Staffe, Albrechts Bäckereien: werden sämtliche wahlberechtigte Ar: Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, beitnehmer zu dem zwecks Vornahme Falkensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. der Wahl auf Dienstag, den 29. April cr., abends von 7 bis 8 1hr in Obits Festfälen in Schöneberg, Meiningerstraße 8, angefeßten Wahltermine hierdurch ein geladen. Für die Teilnahme an diesen Wahlen, welche geheim sind und durch Stimmzettel vorgenommen werden müssen, sind die gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen maßgebend. 272/14 Im Anschluß an diese Wahlver: fammlung findet ebendaselbst um 8 Uhr eine ordentliche General versammlung mit folgender Tages: ordnung statt: 1. Abnahme der Jahresrechnung 1901. 2. Pensionsregulativ der Beamten. 3, Kenntnißnahme von dem Stande der Angelegenheit, Ausscheiden der Receptur Friedenau. 4. Freiwillige Krankenkontrolle. 5. Verschiedenes. Schöneberg, den 18. April 1902. Gemeinsame Orts Krankenkasse für Schöneberg und Friedenau. A. Wöller, Vorsitzender. Fr. Mary, Schriftführer. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fowie sämtl. Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferant f.Orts- u. Hilfs- Krankenkaffen Berlin C., Eigene Confection. Elegante ostümröcke Cost enorm billig in Tuch, Zibeline, Kammgarn und Cheviot, 6 M., M., 10 M., 12 M., 15 M., Seidendamast 25 M., Alpacca 4.50 M., 6 M., bis 30 M., weiss Cheviot und Piqué 3, 5, 7-15 m. Jaketkleider elegante Façons in Zibeline, Neversibel, Cheviot, Covercoat und Homespun 39672 15 M., 20 M., 25 M. Bolerokleider Saccokleider Blusenkleider lette Neuheit 12 M., 15 M., 18 M. Seidenblusen 6,50 M., 8 M., 10 M., 15 M. Blusenhemden 1,75 M., 2,50 M. [ 37622 Golfcapes 6 m., 8 m., 10 m. 30. Tinien- Straße 30. 500 Teppichen 061 in verschiedenen Größen und Qualitäten wird Dienstag, den 22., Mittwoch, den 23., Donnerstag, den 24., Freitag, den 25. und Sonnabend, den 26. April, nachm. von 2-7 Uhr in einem Lagerraume des Teppich- Fabrik- Lagers, Hauptstraße 1, circa 40 Broz. unter bisherigen bekannt billigen Listenpreisen zum Verkauf gebracht. Der Verkauf dieser Teppiche, worunter sich große, schwere, elegante Salon, Wohn- und Speisezimmer Exemplare befinden, welche nur als Muster- Teppiche gebraucht wurden, findet nur an genannten Tagen, nachmittags von 2-7 Uhr. Berlin- Schöneberg, Hauptstraße 5-6, Hof links 1 Treppe, statt. Schwarze, glatte u. bestickte Capes und Kragen 10 M., 12 M., 15 M. Jakets, Sackpaletots, moderne Façons in vorzüglichem Siz und tadels loser Verarbeitung 10 M., 12 M., 15 M., 20 M. Sielmann& Rosenberg BERLIN. Kommandanten- Straße, Ecke Lindenstraße. Maassanfertigung. BackfischSaccos. Jnkets 10 M. Dr. med. Schaper Zahntechnisches Lehr- Institut H. Eberts homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. des Vereins der Zahnfünstler im Deutschen Reiche. N., Brunnenstr. 14( ain Rosenthaler Thor). Sprechzeit 9-4. Festsäle ,, Neues Klubhaus" 72 Kommandanten- Strasse 72. Zahnziehen und Behandlung tranker Zähne unentgeltlich. Grosse u. kleine Säle( Bühne), bis 500 Personen fassend, zu verPlomben n. künstliche Zähne zu niedrigften Klinik- Breifen. geben. Habe noch Sonnabende u. Sonntage frei. Grosser Ball. 8. Zichung 4. Klasse 206. Kgl. Preuß. Lotterie. 30 Ziegung vom 21. April 1902, vormittags. Pur die Gewinne über 232 Wt. jind den betreffenden Vinmmern in slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 288 98 451 599 621 40 704 36 39 894 916[ 1000] 1013 48 65 147[ 10001 282 325 517[ 3000] 650[ 1000] 705[ 5001 24 856 924 49 84 2019 296[ 3000] 303 740 3028 70 84 193 348 50 69 83 664 708 4011 43 164 291[ 3000] 327 430 661:[ 3000] 848 52[ 500] 85[ 1000] 929 98 5042 11000] 88 191 243 351 483 655 875 6042 56 66 234 419 67 96 525 89 1500] 786 827 54 937 7077 145 67 410[ 500] 68 525 681 734 891 8077 78[ 500] 626 91 752 9124 36 92 215[ 15 0001 42 468 559 652 790 881 10027 161 682 716 80 970 11003 46 192 264 364 12014 50 99[ 500] 282 313 400 37 549 689 733 869 987 1500] 88 13130 298 595 707 14020 33 89 217 311 29 533 959 66 15104 466 96 569 89[ 500] 941 16092 149 53[ 10001 55 322[ 5001 94 449 559 669 768 808 49 98 1000] 17248 70[ 3000] 315 83 799 821 920 63 18056 59 123[ 1000] 60 286 354 96 460 587 722 898 922 25 19023 72 110 377 592 626 829 54.988 20005 39 168 417 77 547 759 90 823 70 21097 191 461 512 60 651 990 22069[ 3000] 74 153 201 62 506 59 637 790 802 916 43 23087 212[ 500] 91 380 444 70 72 787 802 24056 115 393 671 707 880 92[ 500] 25036 56 181 343 49[ 1000] 582 85 756 818 53 26016 142 92 232[ 1000] 72 461 593 698 760 99 991 94 27046 69 91 [ 500] 121 225 358 445 598 639[ 1000] 722[ 5000] 28175 205 18 339 75 90 94 665 705 38 29126 221 555 749 [ 3000] 944 30000 302 57 95 415 556 624 754 31158 86 220 330 444 73 654 32375 518 618 57 856 79 961 33123 238 402 52[ 500] 62 553 86 34066 107 16 316 486 510 14 681 744 35175 358 59 64 405 62 99 640 700[ 500] 1 39 78 844 74 934 42 36110 71 490 543 661 918 40 66 ( 3000] 80 37046 148 50 445 523 603[ 3000] 735 838 918 50 52 38543 770 73 39024 91 753 96 979 40012 20 39 357 523 86 794[ 500] 803[ 500] 88 41155 201 46 489 96 502 21 950 42272 404 98 602 [ 1000] 21 825 38 43123 359 82 438 48 564 925 44038 59 126 260 673 79 700 801 905 45 45616 53 62 793 826 962 46043 208 63 80 330 443[ 30001 624 65 85 819 47104 51 519 851 80 978 48138 73 209 393 461 529 86 853 49036 105 80[ 3000] 275 80 307 497 513 601 72 50015 34 110[ 500] 202 352 408 569 648 75 83 834 70 953 51034 65 136[ 500] 239 85 376 432 79 52073 06 82 419 504 6 35 41 719 819 53082 101 283 418 579 662 961 85 54109 38 225 86 396 460 543 624 55014 89 180 99 328 30 593 640 76 897 56403 52 540 64 1200 0001 841 90 57038 67 340 562 682 93 58053 195 246 302 418 65 77 536 721[ 1000] 898 59031 138 ( 500] 290 515 890 60026 351 456[ 500] 576 612 941[ 500] 87 61077 133 78 92 429 71 85 96 583 765 844 66 991 62217 511 84 63009 10 53 226 408 87 604 96 893 64033 233 351 438 48 74 523 63 600 62 907 72 94 65086 154 67 202 62 314 628 31 80 790 876 66033 261 87 420 553 66 72 758[ 500] 927 67089 259 480 519 68002 187 446 61 654 799 851 919 70 69156 206 15 355 410 592 792 73057 117 36 51 250 480 70049 183 88 638 828 83 916 71021 54 74 90 210 444 576 764 88 72076 125[ 1000] 292 449 61 [ 1000] 544 606 817 20 69 97 99 575 604 702 863 973 74056 69 77 110 285 649 717 816[ 1000] 77 935 57 75035 304 17 415 600 53 772 821 76028 188 234 96 375 464 800 28[ 5000] 927 77082 94 95 212 589 659 706 882 913 61 78141 379 470 511 52 995 79016 19 92[ 1000] 223 90 341 558 652 766 905 30 80011 436 543 601 22 738 91 855 943 81026 225 45 697 908 24 26[ 3000] 82154 258 323 407 35 541 690 887 965 83034 111[ 500] 291 347 67 96 436 652 786 855 934 84011 133 36 398 457 613 45 66 809 23 58 67 934 92 95059 116 212 31 321 59 67 98 420 539 67 781 862 86078 581 714 74 89 845[ 1000] 85 87122 85 567 650 757 88153 209 332 66 720[ 1000] 76 91 862 938 89090 265 333 57 90 487 90 543 776 815 81 977 90001[ 1000] 36 111[ 1000] 46 335 60 573 691 719 37 69 829 968 91005 64 93 181 316 59 417[ 500] 31 510 38 48[ 3000] 49 642 790 92031 116 22 244 451 672 748 85 933 93109 311 45 96 406 503 42 81 669 957 76 94041 155[ 500] 289 627 66 69 95019 316 349 577 650 839 80 96291 337 606 871 74 933 97176[ 1000] 499 589 636 38 762 87 812 72 973 $ 98007 58 80 267 427 71 533 74 613 37 728 859 79 99006 153 204 8 369 401 537 649 967 2100016 27 55 142[ 3000] 253 934 101203[ 1000] 367 74[ 500] 566 759 840 905 102049[ 500] 80 117 204 50 369 556 610 841 103158 251 368[ 500] 69 591 747 82 927 104120 62 350 615 842 91 906 105000 31[ 1000] 417 511 30 47 606 777 806 29 976 84[ 1000] 106120 364 430 592 639[ 1000] 809 107127 47 59 218 38 536 746 921 36 108011 260 393 712 84 858 109235 331 409 63[ 500] 565 605 [ 500] 821 918 87 110000 32 67[ 3000] 73 95 298 421 97 679 934 11114 310 588 648 895 943 47 61[ 500] 112031 [ 1000] 118 284 330 465 585[ 3000] 642 99 766 949 [ 2000] 113297 443 71 564 654 820 964 114030 37 53 183 238 556 655 91[ 500] 782 849 115013 109 خلاط Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Markusstraße 28. 19 351 450 544 638 721 39[ 500] 62 92 116025 Sonntag, Mittwoch und Donnerstag: 210-31 545 34 723 17122 254 373 224 79 11898. Ziehung 4. Klaffe 206. Kgl. Preuß. Lotterie. 664 820 119526 120119 240 61 420 640[ 500] 859 77 121365 83 439 93 548 631 66 67 754 852 66 944 1222 462 590 670 80 89 93 891 123188 91 212 436 605 62 789 99 857 124185 251 357 410 66 69 77 505 683 125011 101 203 51 399 450 91[ 15 000] 905 126134 44 231 555[ 1000] 618 34 82 96 776[ 500] 899 127028 148 203 370 431 547 82 86 602 942 128002 125 222 25 303 433 716 32 54 867 72 81 129082 161 200 5 58 336 429 39 567 87[ 1000] 632 747 130089 135 495 551 654 747 805 15 23 78 953 56 131050 121 207 27 60 307 88 461 90 591 98 132135 203 548[ 500] 75[ 500] 95 627 63 66 702 133129 67 404 868 990 134023 73 244 383 415 63 926 35 135154[ 1000] 216 34 558 70 742 862 67 92 902 40 136086[ 3000] 688 871 137157 79 323 531 86 689 881 948 138259 370 404 632 84 99 862 940 139299 345 82 405 21 695[ 1000] 737 805 38 80 960 140172 286 96 463 593 851 99 141265 436 864 142176 238 71 405 21 533 70 680 809 143327 76 483 575 660 733 144099 358 69 443 645 145018 404 9 63 85 568 79 632[ 500] 68 712 953 72 146030 151 522 667 762 147161 201 51 307 55 417 20 825 [ 5000] 148064 134 50[ 500] 218 63 323 75 97 542 662 65 88 716 28 891 149011 106 241 323 415 17 47 693 735 49 150288 323 33 58[ 1000] 80 483 656 63 68 789 [ 1000] 814 74 93 151172 95 316 725 915 49 152146 367 471[ 1000] 525 44 709 14 869 153086 251 353 528 40 653 861 937 154009 46 103 280 691 92 741 936 155047 50 59 207 53 94 366 516 55 60[ 1000] 850 919 67 156013 36 154 62 239 69 88 99 309 13 499 510 89 606 739 61 871 87 954 157007 92 203 43 347 677 82 960 158067 122 47 205 355 597 747 858 159150 59 205 43 58 60 408[ 1000] 12 29 51 852 73 160007 151 433 827 41[ 1000] 67 988 161077 273 77 328[ 1000] 97 586 94 901 162091 109 19 69 272 421 76 544 91 824 163031 54 134 309 45 82 532 96 685 86 865 921 164009 366 472 945 165010 78 145 72 209 53 93 480 574[ 1000] 91 640 86 702 26 31 86 947 166210 332 73 84[ 500] 453 76 819 906 167064 107 310 65 450 566 790 813 961 168075 161 85 369 413 557 70 876 940 43 169222 95[ 1000] 383 510 608 798[ 500] 171024 170134 354 507[ 500] 64 625 714 836 134[ 500] 67 81 432 74 550 65 606 15 940 172132 254 81 391 548 649 832 173137 226 30 306 69[ 1000] 460 510 773 937 174018 452 817 43 175176 266 430 558 850 60[ 3000] 89 176111[ 1000] 280 399 576 822 948 177367 89 406 75 834 98 911 178056 248 324 37 400 787[ 500] 866 916 179089 137 249 392 485 568 915 66[ 500] 88 180052 59 84 628 909 88[ 3000] 181586 700 31 69 182049 55 101 94 210 35[ 500] 324 446 70 75 83 183026 70[ 500] 81 604 714 888 932 184024 248 92 97 374 450 576 88 696 706 63 91 925 185483 524 613 59 85 91 186084 378 565 674 762 818 74 87 991 187025 37 52 281 570 638 46 727 966 72 188007 29 105 10 50 99 437 520 659 858 189077 372 591 650 787 826 77 0 130 60 546 769 190069 90 130 60 546 769 97 861 93 191003 93 188 97 290 390 827 61 192079 459 540 42 94 193005 157 69 211[ 3000] 425 43 506 609 63 740[ 500] 970 194092 205 423 602 77 83 86 919 195047 146 86 236 373 440 48 89 525 72 83 727 77 825 51 196059 209 92 510 625 716 833 95 197013 387 89 93 573 632 834 198007 244 53 89 300 422 25[ 500] 515 41 46 52 66 608 98 987 199187 367 85 488[ 500] 670 86 759 90 918 80 89 200001 397 408 41 657 921 201156[ 500] 352 85[ 500] 87 617 706 61 847 202031 86 171 76 314 38 53 77 487 670 74 203006 150 221 395 673 763 806 24 995 204021[ 3000] 68 71 127 216[ 500] 51 93 378 611 760 93 872 82 983 205436 516 28 954 81 206012 154 61 438 631 744 860 79 963 207125 348 413 556 61 71 615 75 832 208031 162 526 78 209015 156 203 76 319 428 95 519 47 62 677 971 210012 26 50 246 319 69 567 605[ 1000] 856 977 211049 118 279 325 462 551 64 840 64 916 212107 42 205[ 500] 392 502 64 806 34 1500] 918 61 70 78[ 5001 213044 74[ 500] 124 447 99 506 36 727 811 21 75 982 214113 72[ 500] 229 38 44 368[ 1000] 550 724 811 36 215056 476 607 36 96[ 3000] 726 833 34 984 216049 300 460 88 588 683[ 3000] 727[ 1000] 46 887 217039 109 37 85 98 360 71 409 586 607 26 35 705 218147 233 379( 500] 459 512 23[ 500] 717 219236 [ 500] 317 684 708 988 220020 35 99 190 229 30 322 29 460 592 653 940 221254 369 89 450 568 69 822 60 956 222108 84 222 95 338 493 713 23 861 951 223188 220 442 601 36 739[ 1000] 45[ 3000] 871 987[ 30001 224060 96 213 300 26 91 511 48 693 731 832 950 91 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu au 000 2 zu 150 000 Mt., 2 zu 75 000 Dt., 2 zu 50.000 t., 7 zu 3) 000 Mr., 11 zu 15 000 t., 25 gu 10 000 DL, 48 gu 5000 it, 747 300 92, 976 au 1000 St.. 1866 500. Berichtigung. In der Liste vom 19. April nachmittags lies: 89 151 ftatt 89 157. 21. April 1902, Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Nummern in selammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 86 160 328 69 431 573 696 771 73 831 1126[ 1000] 85 222 75 93 319 519 745, 83 823 929 83 2010 125 247 83 363 421 59[ 3000] 570 807 86 926 3126 45 74 335 68 75[ 500] 565 763 923 42 4304 656 705[ 500] 37 826 72 957 5339 489 511 30 49 602 706 888 980 6016 117 259 348 618 70 993 7013 58 67 106 241 383 425 561 [ 500] 643 94 880 81 8151 94 296 317 20 98 466 554 77 82 958 82 83 95 9000 211 337 476 501 49[ 500] 769 854 952 57[ 3000] 501 49( 500) 769 10118 586 808 75 90 11203 38 86 302 841 85 941 ( 500] 59[ 1000] 12107 91 97 257 90 333 40 46 415 570 704 23 874 75 995 13045 123 72 299 526 689 744 813 14041 49 171 236 84 537 939 15066 132 332 41 595 721 839 989 16368 443 67 720 806 1500] 956 17273 359 598 703 16[ 3000] 917 74 18043 291 430 592 651 796 924 30[ 500] 19102 24 78 569 81 649 757 966 20038 75 117 233 54 436 545 620 707 50 899 21008 96 159 81 215 378 402[ 3000] 51[ 500] 743 55 957 22230 332 561 655 63 706 58 887 922 23064 125 253 394 489 539 674 86 713[ 1000] 14 41 84 960 73 24022 199 236 46 54 91 645 25081 240 387 487 561 904 26280 469 71 633 728 96 27146 74 307 60[ 500] 91 473 529 607 30 38 978 28004 40 120 80 97 602 781 85 97 896 950 29169 323 53 644 753 838 30168 87 350 738 72 31071 200 55 67 341 573 617 728 32117 238 88 361[ 3000] 478 564 633 719 74 86 930 33050 545 964 87 34290 395 459 88 698 710 71 77 906[ 3000] 35027 193[ 1000] 94 212 27 393 582 793 36079 345 438 596 828 35 45[ 500] 923 37081 286 99 521 91 834 38373 426 30 582 620 778 825 91 39090 0778 825 91 229 85 426 85 549 615 712 817 40060 91 312[ 1000] 617 69 79[ 500] 731 56[ 500] 89 823 954[ 3000] 41057 75 245 346 414 670 863 948 42184 98 378 472 505 636 801 47 84 951 43010 41 175 370 490 504 15 68 821 947 44005 63 153 72 432 53 534 639 66 720 809 55 45306 31 51 401 644 46117 223 357 659 47207 83 350 404 745 902 20 76[ 500] 48180 369 440 648 78 814 57 901 85 49242 68 403[ 500] 602 47 885 95 904 98 50193 256 456 58 558 645 742 832 51094 95 97 337 612 52162 206 399 604 765 99 878 53132[ 1000] 67 277 327 29 407 25 582 629 88.797 860 54359 423 581 681 869 55048 108 245 60[ 500] 427 56 501 30 655 752 64 830 67 56041 145 233 333 610 63 850 947 60 57115 60 380 521 60 86 606 884 906 58103 23 99 59045 87 221 303 431 553 58 60033 195 246 346 409 22 85 511 93 634 99 61046 73 123 54 339 623[ 3000] 40 746 62052 130 296 422 656 84 866 996 63033 67 120 36 322 740 99 807 48 ( 500] 63 64358 423 525 661 65222 419 529 703 30 ( 3000] 66134 201 18 396 506 829 67307 21 80 440 878 89 94 943 68083 120 808 21 69123 382 436 546 98 677 755 876. 70038 272 98 647 873 934 71106 313 740 72156 77 86 349 523 60 630 787 73066[ 1000] 236[ 1000] 446 570 91 741 987 74059 161 260 61 76 79 300 68 450 559 722 94 897 928 75040[ 500] 90 155 81 83 319 35 88 453 536 76113[ 500] 230 41 97 566 888 77007 52 76 187 264 314 17 613 44 71 744 54 58 818 57[ 1000] 91 946 52 78069 239 437 523 693 706 18 46 88 840 79211 ( 500] 326 65 501 44 607 18 729[ 500] 806 61 987 72 80306 500 899 978 81312 523 674 738 82001 310 506 63 677 747 84.98 848 927 80 83029 571 94 845 75 941 84030 61 69 100 63 87 451 512 609 17 728 85050 202[ 3000] 23 54 96 311 23 421 81[ 500] 516 17 772 808 92 86070 115 26 51 343 409 52 83 92 522 96 97[ 500] 645 721 866 909 19 43[ 3000] 87000.100 65 70 248 65 313 571 736 894 88146 99 488 652 65 89271 328[ 500] 74 83-415 677 795 843 933 65 93 90084 100 96 230 389 510 95 617 45 93 734 916 91067 91 120 66 83 224 777 890 914 92068 166 77 238 74 868 75[ 3000] 93155 225[ 500] 449 639 ( 1000] 773 77 851 96 922 94026 186 363[ 1000]. 415 544 70 87 93 848 933 55 95017[ 1000] 41[ 500] 77 286 336 47 470 768 96034 48 87 279[ 3000] 340 [ 1000] 503 17[ 500] 64 659 782 99 812 57 97343 46 512[ 3000] 99 686[ 1000] 801 11 98096[ 1000] 100 35 72 251 306 576 641 96[ 500] 790[ 500] 819 93 99047 59 416[ 1000] 35 530 623 67[ 500] 88 738 835 906 13 49 37 +38 597 100059 112 247 438 597 774 96 812 69 964 101016 48 227[ 3000] 520 647 762 870 976 77 102048 179 256 69 88 342 87 471 504 9 649 755 938 103212 558 694 757 899 936 69 70 90 104026 340 583 647 740 881 994 105020 138 271 367[ 500] 72 420 533 37 67 637 106089 252 429 540 54 737 814 973 107046 237[ 3000] 43 300 92 408 13 600 48 731 39 59 66 978 [ 500] 108135 76 385 416 35 82 848[ 3000] 109025 49 151 315 472 686 788 848 922 91 110072 108 590 95 652 858 912 68 111029 37 112 26 58 238 397 481[ 500] 533 617 710 37 68 879 92 957 112037[ 500] 93[ 500] 363 402 28 33 63 677 736 57 113425 69 516 645 49 795 864 977 114260 330 50 557 85 907 115090 102 349 98 561 94 674 700[ 500] 7 823 33 957 116083 258 310[ 3000] 13 28 405 518 725[ 3000] 39 45 70 941 117158 Kleine Anzeigen. 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Gläser. 1125* Mönch, Wiesenstraße 36. Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich Th, Glode in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin 15 Mart an. of III. Rechtsbureau. Kr. 93. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Volksblatt. Dienstag, 22. april Berliner Partei- Angelegenheiten. Zur Maifeier. 1902. und 5 Frauen entlassen werden. 54 Männer und 1 Frau wurden das Geschrei und eilten nach der Unfallstelle. Eine Menge Ausungeheilt entlassen, 17 Männer und 1 Frau starben. An dem flügler liefen ihnen nach. Angesichts der Schwerleidenden kam es zu Krankenbestand von 1510 Männern und 1368 Frauen, der am Ende einer förmlichen Schlägerei unter dem Publikum. Die Ver des Etatsjahres in der Anstalt verblieb, waren die Alkoholisten mit unglückten wurden zu Dr. Bölzhausen gebracht und, nachdem sie hier Wie in jedem Jahre seit 1890, so rüstet sich die Arbeiterschaft 233 Männern und 11 Frauen, d. h. mit 15,4 bezw. 0,8 Prozent Verbände erhalten hatten, mit einem Fuhrwerk in die königl. Klinik Berlins und der Vororte auch jetzt, um für die Ideale des klassen- beteiligt. übergeführt. Hier mußte dem Mann sofort ein Arm abgenommen bewußten Proletariats in würdiger und eindrucksvoller Weise zu Zum Fall Kästner. Es erregte bekanntlich einiges Aufsehen, werden. Dem Mädchen ist ein Auge ganz ausgelaufen; ob das Licht demonstrieren. Nach bisherigem Brauche wird auch diesmal am als wir am 30. März die wunderliche Zuschrift veröffentlichten, in des andren wenigstens zum Teil gerettet werden kann, läßt sich noch Vormittag des Arbeiter- Feiertages von den einzelnen Berufs- der ein Anonymus mitteilte, daß er den Diebstahl eines Geldbriefes fähig. Auf den Unfall ist das Gerücht von einer Liebestragödie in nicht fagen. Die Verunglückten sind beide noch nicht vernehmungs organisationen und Gruppen eine Heerschau über die Fortschritte verübt habe, wegen dessen ein Herr Kästner in Leipzig unschuldig Schönholz zurückzuführen. auf dem Gebiete der gewerkschaftlichen Thätigkeit veranstaltet verurteilt worden sei. Dem Schreiben war ein Geldbetrag beiVermißt wird seit dem 12. d. M. die 28 Jahre alte Buchwerden, während der Nachmittag die Männer, Frauen und gefügt worden, der dem angeblich unschuldigen Kästner, wenn dieser halterin Helene Lehmann, die feit mehreren Wochen stellungslos war Kinder des tlassenbewußten Proletariats im die großen, auffindbar wäre, übermittelt werden sollte. Jetzt lesen wir in einem und ihre Wohnung, Wilsnackerstr. 32, am genannten Tage vorDresdener Blatt die folgende Meldung: mittags verlassen hat, ohne dahin zurückzukehren. Da die Vermißte „ Durch die Ermittlungen der hiesigen Kriminalpolizei ist jetzt in der letzten Zeit sehr niedergeschlagen war, wird befürchtet, daß sie festgestellt worden, daß der an den„ Vorwärts" gerichtete sich ein Leid angethan hat. Wer über ihren Verbleib etwas weiß, anonyme Brief, in dem sich der Anonymus als den Verbrecher wolle dem nächsten Polizeirevier oder dem Frl. Emilie Schurr, Berle bezeichnete, der 1878 einen an Frau Kästner in Leipzig adressierten bergerstraße 26 parterre, Mitteilung machen. Geldbrief seines Juhalts von 25 150 m. beraubt habe, um den Der nächste Lehrgang an der Hufbeschlags- Schmiede seiner Zeit dieserhalb bestraften Kaufmann Kästner als unschuldig zu Charlottenburg beginnt Montag, den 2. Juni, vormittags 8 Uhr. verurteilt hinzustellen, von dem hier wohnenden Kästner Meldungen zur Teilnahme sind an den Vorsteher Oberroßarzt a. D. sle I b st durch Vermittelung einer hier wohnhaften Frau in Leipzig Brandt in Charlottenburg, Spreestraße 42, zu richten. Zur Aufzur Post gegeben worden ist. Kästner behauptete annahme sind erforderlich: 1. der Nachweis über Erlernung des fänglich, dem an den Vorwärts" gerichteten Briefe vollkommen Schmiedehandwerts, 2. ein polizeiliches Führungsattest. Unbemittelte fern zu stehen und keine Ahnung zu haben, von weni derselbe her- erhalten freie Ausbildung und haben keinerlei Prüfungsgebühren zu rühre. Nach Ermittelung der betreffenden Frau gab er aber zu entrichten. den Brief mit Kenntnis von dessen Inhalt in der erwähnten Weise befördert zu haben; nur will er den Brief nicht selbst geschrieben, sondern von einem„ Unbekannten" mit der Weisung erhalten haben, ihn dem„ Vorwärts" einzusenden. Verschiedene Widersprüche, in die fich Kästner außerdem verwickelte, lassen nach dem Bolizei bericht feinen Zweifel, daß das ganze Manöver mit dem Briefe auf se ästner als Urheber zurüdau führen ist.“ von der Partei veranstalteten Festlichkeiten versammeln wird. Diese Einteilung des Feiertages ist sozusagen zur allgemeinen Regel geworden, und nur wenige Organisationen haben auch den Nachmittag abgesondert vom großen Ganzen für sich gefeiert. Mögen mun auch verschiedene wohlerwogene Gründe für diese Sonder veranstaltungen gesprochen haben, so meinen wir doch, und wir befinden uns in dieser Frage im Einverständnis mit der erdrückenden Mehrheit der Vertreter der Arbeiterschaft, daß es den Festlichkeiten einen einheitlicheren Geist geben würde, wenn auch die Organisationen, die den Nachmittag bisher noch für sich gefeiert haben, auf die Sonderfestlichkeiten verzichteten und sich einheitlich den großen Partei Veranstaltungen anschlössen. Für die ber= hältnismäßig geringe Zahl der hier in Betracht kommenden Vereine wäre das Opfer leicht, wenn von einem solchen überhaupt geredet werden kann; die großen parteigenössischen Veranstaltungen würden dadurch aber an geschlossener Wirksamkeit erheblich gewinnen. Wir sind überzeugt, daß die Bitte, der wir hier im Namen aller in Betracht kommenden Faktoren Ausdruck geben, gern erfüllt wird, und daß am kommenden Maifeiertag, wie voriges Jahr schon in den meisten Fällen, die Nachmittags= Veranstaltungen einheitlich von der gesamten klassenbewußten Arbeiterschaft besucht werden. Wenn der Fall, was nicht unwahrscheinlich ist, sich so verhält, wie hier mitgeteilt worden, so verdiente Stästner schon wegen der Plumpheit, mit der er operierte, bestraft zu werden. Der Grund Dritter Wahlkreis. Donnerstag, abends Uhr, findet im feines wunderlichen Vorgehens scheint darin zu liegen, daß er mit bestier bomberlichen Bonehenge die Gewerkschaftshause die Generalversammlung des einer hiesigen Versicherungsgesellschaft, die ihm mißtraut, wegen Wahlvereins statt. Tagesordnung: Vorstandsbericht, außerdem Vor- Auszahlung einer Unfallversicherung prozessiert und nun durch den trag des Genossen Robert Schmidt über: Unfre demokratischen nach überschlauer Berechnung seine Unschuld dokumentierenden Brief Forderungen. Der Wahlverein für den sechsten Wahlkreis hält heute abend 81/2 Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13, eine Bersammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Klees über den neuesten Gefeßentwurf betr. Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben spricht. Bei der großen Bedeutung, welche dieser Vortrag auch für die Frauen hat, find lettere besonders eingeladen und werden für diefelben die Galerien reserviert. Wahlverein für den 6. Wahlkreis Schönhauser Vorstadt. Heute, Dienstag, abends 81/2 Uhr, im Berliner Brater, Kastanien- Allee 7-9: General- Versammlung: Tages ordnung: Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. Neuwahl des 2. Vorsitzenden. Vereinsangelegenheiten. Vortrag des Genossen Julius Kalisti über: Bürgertum und Socialreform. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. Ober- Schöneweide. Mittwoch, abends 81/2 Uhr, findet bei Kaufholt eine Versammlung des Wahlvereins statt. Vortrag des Genossen Kote:" Junker und Bauer". Bericht über die Zeitungsspedition. Vereinsangelegenheiten. Lokales. 0145 Die städtische Hilfsaktion. beweisen will, ein wie harmloser Knabe er sei. Eine wesentliche Verschärfung der Hundesperre ist neuer dings durch das Polizeipräsidium angeordnet worden. Die Eisenbahnbeamten haben die Anweisung erhalten, im Fern- und Vorortsverkehr Hunde, auch wenn für dieselben ein Billet gelöst ist, nach den Bahnsteigen nicht hinaufzulassen, falls nicht die Eigentümer der Tiere im Besitze von polizeilichen Ausführungsscheinen aus dem Gestern wurden zahlreiche Ausflügler, Seuchengebiet sich befinden. welche ihre Hunde nach den Vororten mitnehmen wollten, von der Bahnfahrt aus oben genanntem Grunde ausgeschlossen. Es sei darauf hingewiesen, daß polizeiliche Ausführungsscheine auf jedem Polizei bureau unentgeltlich ausgestellt werden. daß ein Parteigenosse, der am 20. März vor dem Arbeitsnachweis Die Polizei und die Arbeiterschaft. Wir teilten fürzlich mit, der Nühnemänner in der Gartenstraße ruhig seine Pflicht als Bettelverteiler ausgeübt hatte, von Polizeibeamten behelligt und in seinem es handelte sich darum, Arnüglichen und notwendigen Wirken beiter vor Streifbruch zu behüten gehindert worden war. Nunmehr hat unser Parteigenosse vom Polizeipräsidium eine auf den hohen Betrag von 30 Mart lautende Strafverfügung erhalten, die damit begründet wird, daß beim Verteilen der Streifzettel ein Auflauf entstanden fei. Natürlich denkt unser Parteigenosse gar nicht daran, dem Verlangen des Polizeipräsidenten Folge zu leisten; er will eine gerichtliche Entscheidung herbeiführen und hierbei hören, wie bürgerliche Richter sich zu der für unsre heutigen Zustände bezeichnenden Angelegenheit stellen. Der 70. Geburtstag des bekannten Mediziners Prof. Leyden ist am Sonntag durch ein großes Festbankett in der Philharmonie begangen worden. wie wir schon meldeten, eine totale Mondfinsternis statt, welche Moudfinsternis. Am heutigen Dienstag, 22. d. M., findet, größtenteils auch in Berlin sichtbar sein wird. Der Mond geht an bem genannten Tage bereits total verfinstert um 7 Uhr 11 Minuten im Sternbilde der Jungfrau auf und verweilt vollständig im Erdfchatten bis 8 Uhr 35 Minuten. Das Ende der Finsternis überbaupt fällt auf 3/410 Uhr. In der vorhergehenden Nacht wird der Mond um Punkt 1 Uhr den Stern erster Größe Spika in der Jungfrat bedecken. Zur Beobachtung der Finsternis werden die optischen Hilfsmittel der Sternwarte der Urania dem Publikum von 7 bis 10 Uhr zur Verfügung stehen. Um 1/27 Uhr wird der Aftronom der Urania Dr. Graff einen furzen, erläuternden Projektionsvortrag über Finsternisse" halten. Auf der Treptower Sternwarte stehen die Sonntagsvorträge unter dem Zeichen der Worauf ist bei der Mondfinsternis am 22. April zu achten?" In Mondfinsternis. Das Thema für den 5 Uhr- Vortrag lautet: dem 7 Uhr- Vortrag giebt Direktor Archenhold Anweisungen zum Photographieren der Mondfinsternis" und hält auf der oberen Plattform praktische Uebungen ab. Wer im Besitz eines photographischen Apparates ist, wird gebeten, denselben mitzubringen, damit die richtige Einstellung und Probe- Aufnahme des Mondes nach dem Vortrag vorgenommen werden können. Mit dem Riesenrefraktor wird der Mond während der ganzen Woche bis 12 Uhr nachts den Besuchern gezeigt. Aus den Nachbarorten. Lichtenberg. Aus der gestrigen Gewerbegerichtswahl gingen die von den Gewerkschaften aufgestellten 16 Kandidaten als Sieger vorhanden. Bei der Wahl der Arbeitgeber siegte die gegnerische Liste; hervor. Abgegeben wurden 1529 Stimmen. Gegner waren nicht unfre Kandidaten brachten es bis zu 27 Stimmen. Aus Spandau wird uns geschrieben: Unter dem Verdacht, dem Socialdemokraten Zubeil Material für seine im Reichstage vor gebrachten Beschwerden geliefert zu haben, ist in der Geschützgießerei hierselbst der Betriebsschreiber Knabe gekündigt worden; einer feiner Kollegen, der bereits durch Sammlung von Unterschriften für die Dankadresse an Pauli sich als befonderer Patriot erwiesen hat, soll dem Direktor, Major K. als das v. Lahrbusch, gegenüber den mutmaßliche Starnickel bezeichnet haben. Es braucht nicht erst besonders betont werden, daß die Herren in K. den, Falschen" gefaßt haben. In der Pulverfabrik wurde der Arbeiter Michaels nach zwölfähriger Dienstzeit entlassen, weil er nach der Denunziation eines sehr frommen Arbeitskollegen im Betriebe den stenographischen Bericht über die Reichstagsdebatten betr. die Spandauer Musterwerkstätten vertrieben habe. Somit find die Pulverarbeiter glücklich davor behütet worden, die Wahrheit über den„ Arbeitervertreter" Pauli- Botsdam zu erfahren. an Am Montagabend beschäftigte fich der von der Stadtverordneten Bersammlung eingesetzte Ausschuß mit der Frage, in welcher Weise am schnellsten und zweckmäßigsten den durch das Unwetter vom 14. April geschädigten Bürgern geholfen werden könne. Es wurde festgestellt, daß der Magistrat schon in einer Reihe von Fällen, namentlich bei kleinen Gewerbetreibenden, helfend eingegriffen habe. Im übrigen vermißte man noch genügende thatDurch 15 Messerstiche wurde Sonntagabend ein Klempnerfächliche Unterlagen, um den Umfang des Schadens beurteilen geselle Frig Beutert in der Swinemünderstraße lebenszu fönnen. Der Ausschuß, der unter dem Borsiz des Stadtverordneten- gefährlich verwundet. Beukert ist bekannt mit der Familie eines Vorstehers Dr. Langerhans tagte und an dem als Vertreter des Händlers Brehmer, der von seiner Frau getrennt lebt. Diese ist zu Aus Schöneberg. Bekanntlich hatte der hiesige Socialdemos Magistrats Oberbürgermeister Si richner, Stadtbaurat Strause und ihrer Mutter in der Swinemünderstraße zurückgekehrt. Ihr Mann Stadtrat Dr. Münsterberg teilnahmen, faßte folgenden Beschluß: beobachtet nun dieses Haus, um gegen seine Frau Material fratische Wahlverein zu seiner auf den 18. März d. J. fallenden eine für „ Es wird ein Unterausschuß eingesetzt, bestehend aus denStadtverordneten er Beutert Monatsversammlung auch Frauen zur Teilnahme eingeladen, die Chefcheidungsklage zu sammeln. Als der Wohnung seiner Schwiegermutter tommen Rast, Liebenow, Raaz, Buchow und Hinge, der Schaden fest aus jah, denn auch zahlreich erschienen waren. Jedoch der Mensch denkt die Polizei lenkt. Was in unserer Nachbarstadt Rigdorf den stellen und weitere Beschlüsse des Ausschusses vorbereiten soll. stellte er ihn zur Rede. Benkert wollte sich nicht mit ihm und Schadensmeldungen würden an den Magistrat oder an eines der einlassen. Darüber wurde Brehmer so wütend, daß er seinem Bestand der Ordnung nicht gefährdete, in Schöneberg fonnte es den Kommissions- Mitglieder zu richten sein. Die Schäden müffen genau Gegner gegen 15 Stiche in den Kopf, den Hals, die Brust 2c. an einer politischen Vereinsversammlung teilnehmenden Frauen Und so mußten sie denn auf Intervention des nachzuweisen und im einzelnen specifiziert fein." Wie mitgeteilt beibrachte. Der Messerstecher wurde verhaftet, der Verwundete nach schädlich sein. Man fürchtet, daß aufsichtführenden Beamten den Versammlungsraum verlassen. wurde, find vom Präsidenten der Oranje- Republit Steijn 500 m. dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Der Arbeiter Auf die dagegen eingelegte Beschwerde ist dem Genossent mit dem Ausdruck des Bedauerns über das Unwetter und die er den heutigen Tag nicht überleben werde. Schäden für die davon Betroffenen beim Magistrat eingegangen. Stanislaus Ja niz verlegte heute nacht vor dem Hause Weiden- Wollermann nun folgende Antwort zugegangen: Auf die weg 12 ohne jebe Beranianjung ben Bligler Frig Stellmacher burch Beschwerde vom 27. v. Wt. betreffend Ausschluß der Frauen aus Stadtrat Gustav Kauffmann hat am Montag früh um 8 Uhr einen Messerstich erheblich an der Stirn und ergriff darauf die Flucht. der Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins bie Maison de santé in Schöneberg berlassen und sich nach Friedrichs- Er wurde jedoch in der Tilsiterstraße von mehreren Personen ein- 18. März cr. gereicht Ihnen zum Bescheide, daß ich keine Verroda begeben. geholt und durch Schläge am Kopf verletzt. anlassung habe, gegen den die Aufsicht führenden Beamten eine Die öffentliche Bibliothek und Lesehalle in Berlin, Lebensgefährliche Brandwunden erlitt am Sonntagmittag zuschreiten, da er den gesetzlichen Bestimmungen gemäß gehandelt hat." Unfre Frauen werden hoffentlich daraus die Ruganvendung Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus, hat eine äußerst wertvolle Ver- die dreijährige Käthe Bofel, Tochter des Schuhwarenhändlers ziehen, daß sie um so eifriger den öffentlichen Bersamm mehrung ihres umfangreichen und jedermant fostenlos zugängigen Bofel, bei einem Brande, der in Abwesenheit der Eltern in deren lungen beiwohnen müssen, damit sie das erreichen, was ihnen in Bücherbestandes zu verzeichnen. Am 1. April wurde die mit Sorg- Wohnung im 1. Stock des Hauses Bergmannstr. 13 ausbrach. Als geschlossenen Vereinen von Gesetzes wegen" verboten ist. falt vorbereitete, 1200 Bände umfassende Geschichtsabteilung der all die Feuerwehr erschien, brannten Betten, Kisten, Körbe u. a. Das geschlossenen Vereinen von Gesezes wegen" verboten ist. gemeinen Benutzung übergeben. Der 85 Drudjeiten starte Fach- tleine Mädchen hatte schwere Brandwunden im Gesicht, den Katalog ist systematisch in 34 Unterabteilungen geordnet und er Armen und am Oberkörper davongetragen und mußte auf ärzt leichtert durch seine Einteilung die Uebersicht über das weite geld liche Anordnung sofort nach dem Krankenhaus gebracht werden. der Geschichtswissenschaft. Neben den bekannten encyklopädischen und Ein zweites Kind ist unversehrt geblieben. Nach Aussage von Quellenverfen, wie Ouden, Weber, Schlosser, Beder, Jannssen, Lam Hausbewohnern soll es sich um eine Brandstiftung handeln; als precht, Helmolt, den Generalstabswerken usw. finden sich die wichtigsten der That verdächtig wurde der 20jährige Giesche, der in dem Einzeldarstellungen von Mommsen, Curtius, Nante, Sybel, Delbrüd, selben Hause twohnt, von der Polizei festgenommen. Die HausTreitschke, Giesebrecht, Scherr, Carlyle, Taine, Lissagaray usw. bewohner wollen den Verhafteten, der früher in der Bofelschen An Reichhaltigkeit, namentlich in Bezug auf die neuere und die Wohnung bei seinen Eltern gewohnt hat, kurz vor Ausbruch des preußische deutsche Geschichte. dürfte diese Sammlung taum von Brandes dort gesehen haben. Es wird angenommen, daß er noch einer andren, dem großen Publikum gleich mühelos zugängigen Schlüssel zu der Wohnung besessen hat und, um einen Einbruch zu Bibliothek übertroffen werden. Der Besuch des Institute ist jedem verdecken, das Feuer vorsätzlich angelegt hat. Die entrüsteten Haus um so mehr zu empfehlen, als die mit der Bibliothet verbundenen bewohner hätten den Burschen gelyncht, wenn die Schugleute ihn Lese- und Arbeitsfäle mit 440 Beitungen und Zeitschriften sowie nicht abgeführt hätten. einer umfassenden Nachschlagebibliothet ausgestattet sind. Bibliothek Ein schreckliches Unglück ist Sonntag in Nordend durch unund Lesehalle find geöffnet an Wochentagen von 51/ 2-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. B Wetter Prognose für Dienstag, den 22. April 1902. Mild und zeitweise heiter, aber veränderlich mit etwas Negen und schwachen südwestlichen Winden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 1hr abends statt. G. 2. Spandau. Die Angelegenheit ist zur Veröffentlichung nicht geeignet. Borwert 333. Falls Sie sich nicht etwa zur Kostenzahlung verpflichtet Frau E. Es würden die haben, brauchen Sie gar nichts zu zahlen. Eltern des Mannes miterben. Die Witwe erhält die Hälfte des Nachlasses. Ueberdies erhält sie als Voraus alle Gegenstände, die zum ehelichen Hanshalt gehört haben, und die Hochzeitsgescheute. Durch Testament tönnen die Eltern auf Bflichtteil gesetzt werden: sie erhalten dann nicht die Hälfte, vorsichtiges Umgehen mit Sprengstoffen entstanden. Unter den Aus- fondern ein Biertel des Nachlasses. 2. 2. 16. 1. In der Aufgebots flüglern, die sich dort aufhielten, befand sich auch der 28jährige fache( Attenzeichen) beantrage ich Erlaß eines Ausschlußurteils. 2. Durch das Ausschlußurteil werden die nicht gemeldeten Ansprüche ausgeschlossen. Die Alkoholiften der Irrenanstalt Dalldorf sind in dem 2illy Tarun mit seiner 20 Jahre alten Braut Johanna P. D. 35. Wenden Sie sich an den Magistrat.- 21. K. 26. Körperliche jezt vom Magistrat veröffentlichten Verwaltungsbericht für das Etats- Abrahamsohn, über deren Persönlichkeiten sich näheres noch Fehler, die voraussichtlich zu einer Befreiung vom aktiven Dienst führen werden. jahr 1900/11 zum erstenmale zu einer besonderen Gruppe zusammen nicht feststellen ließ. Tarun soll erst vor kurzem aus Amerita W. Th. 1. Ja. 2. Die Enterbungsgründe finden Sie auf S. 95 des gefaßt. An dem ganzen Krankenzugang der Anstalt, der sich in dem hierher zurückgekehrt sein. Er besaß Nitroglycerin dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen von denen er genannten Jahre auf 1000 Männer und 487 Frauen belief, war Patronen, erzählte, daß man sie in Besehallen aus. 3. Falls feine abweichenden testamentarischen Vorschriften Alkoholismus"( chronisch oder akut) mit 314 Männern und 6 Frauen Amerika zum Spengen der Bäume beim Ausroden des Urwaldes vorliegen, steht dem Erben die Auszahlung des Erbes mit dem Zeitpunkt 4. Geburtsurfunden, Militärpapiere beteiligt, d. h. mit 31,4 beztv. 1,3 Proz. Unter den männlichen Alto- gebrauche. Zwei dieser gefährlichen Patronen hatte er auch seiner erreichten Großjährigkeit zu. und bei Minderjährigen Einwilligungserklärung des gesetzlichen Vertreters holisten wurden 67 bereits zum zweitenmal aufgenommen, 29 zum gestern auf den Ausflug mitgenommen. Am sogenannten Bingelgraben( Bater, Mutter oder Vormund) sind zum Aufgebot erforderlich. brittenmal, 15 zum viertenmal, 10 zum fünftenmal, 21 zum sechsten- zwischen Nordend und Wilhelmsruh holte er eine aus der Tasche, C. 2. 111. Wegen Beseitigung des Zeugnisses müßte sich das Mädchen an bis zehntenmal, 2 zum zwölftenmal, 3 zum sechzehntenmal; um sie am Grabenrand zu probieren. Vergeblich bat ihn seine das Polizeipräsidium wenden. Leider vergehen bis zur Erledigung x. 9. 3. Sie irren sich. unter den meiblichen 1 zum zweitenmal, 1 zum drittenmal. Braut, die unheimlichen Dinger doch zu beseitigen. Tarun wollte folchen Antrags in der Regel 2 Monate. Otto Jakobi. Bertreten waren alle N. B., Adlershof, G. N., Friedrichshagen. Ja. Altersklassen, am stärksten jedoch aber von seiner Spielerei nicht ablassen. Kaum hatte er die Patrone D. G. 19. das Alter 31-50 Jahre, mit 236 Männern und 5 Frauen. Der aus der Tasche genommen, als sie explodierte. Die Wirkung des Der Chef ist leider im Recht. Eine Klage ist aussichtslos. jüngste der in die Anstalt aufgenommenen Alkoholisten war noch Sprengstoffes war entfeßlich. Tarun fiel um und rollte vom Graben- 1. Sie fönnten Strafanzeige wegen Bedrohung erstatten. 2. Das Tragen eines Revolvers ist nicht strafbar. E. N. Biegen. Der Standesnicht 20 Jahre alt, die beiden ältesten über 70 Jahre. Verheiratet rand in das seichte Wasser. Ihm waren beide Hände zerrissen. Das beamte hat recht. Ein Mann wird mit erlangter Großjährigkeit hetratswaren 196 Männer und 2 Frauen, ledig 70 Männer und 1 Frau, Mädchen, dem beide Augen geblendet wurden, schrie jämmerlich um fähig. Großjährig wird man mit Bollendung des 21. Lebensjahres. Jedoch die übrigen waren verwitwet, geschieden, oder eheverlassen. Als Hilfe. Zwei Berliner Werzte, Dr. Wernecke und Dr. Pankow, die kann man auf Antrag durch das Amtsgericht nach vollendetem 18. Lebensgeheilt oder doch gebessert konnten im Laufe des Jahres 219 Männer ihren Kollegen Dr. Bölzhausen in Nordend besucht hatten, hörten jahre für großjährig erklärt werden. Dem Betreffenden bleibt nur übrig, ch mit einem Antrage auf Großjährigkeitserklärung an das Amtsgericht zu| Texftindustrie der 2. Juli 1894, für Werkmeister, Lehrer, Techniker, Er| solche Personen während der dem oben erwähnten Zeitpunkt( 1.1.1891 ober wenden, wenn er vor vollendetem 21. Lebensjahre heiraten will. zieher und ähnliche Angestellte der 1. Januar 1900, für alle übrigen 4. 1. 1892 oder 2. 7. 1894 oder 1. 1, 1900) unmittelbar vorangegangenen Drehjestr. 4. Voraussetzung für Erlangung der Alters: Gattungen Versicherungspflichtiger der 1. Ja: 3 Jahre berufsmäßig, wenn auch nicht ununterbrochen, eine Beschäftigung rente ist, daß der Betreffende: 1. das 70. Lebensjahr vollendet nu ar 1891 das vierzigste Lebensjahr vollendet haben. Bei gehabt haben, die verficherungspflichtig gewesen wäre, wenn schon damals die hat, 2. eine Wartezeit von mindestens 1200 Beitragswochen hindurch diesen werden nämlich für jedes volle Jahr, um welches ihr Versicherungspflicht eingeführt gewesen wäre. Dieser oft schwer zu führende versichert gewesen ist. Die Länge der Wartezeit ist für diejenigen Ver- Lebensalter zu diesem Zeitpunkt das vollendete 40. Jahr überfliegen Nachweis ist jedoch erlassen, wenn für die betreffende Person innerhalb der ficherten herabgesetzt, welche zu der Beit, als die Versicherungspflicht für hat, 40 Wochen und für den überschießenden Teil eines solchen Jahres ersten 5 Jahre nach dem erwähnten Zeitpunkt eine die Versicherungspflicht ihren Berufszweig in Kraft trat für die Hausgewerbetreibenden die weiteren Wochen, jedoch nicht mehr als 40, abgerechnet. Diese begründende Beschäftigung für die Dauer von mindestens 200 Wochen bes der Tabakindustrie ist dieser Zeitpunkt der 4. Januar 1892, für die der Abkürzung der Wartezeit erfolgt aber nur dann, wenn nachgewiesen wird, daß standen hat. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 22. April. Opernhaus. Der fliegende Hol länder. Anfang 7 1hr. Centralverband Urania. Metropol- Theater Wintergarten.co Theater- n. Ballafal, der Handels, Transport Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage Schauspielhaus. Das große Licht an der Riviera. Anfang 72 Uhr. Renes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Der Probekandidat. Anfang Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 7 Uhr. Berliner. Der beftrafte Brubermorb oder: Prinz Hamlet aus Dänemart. Anfang 712 Uhr. Leffing. Duse- Gastspiel. Francesca da Rimini. Anfang 7½ 116r. い Westen. Lilli Lehmann Gastspiel. Fidelio. Anfang 72 Uhr. Residenz. Einquartierung. Anfang 71 Uhr. Neues. Gastspiel des Pariser Ensembles vom Théatre du Balais Royal. Sacré Léonce. Anfang 72 Uhr. Central. Das süße Mädel. Anfang 7 Uhr. Thalia. Seine Kleine. Anfang 71 Uhr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 72 Uhr. Quisen. Romeo und Julia. Anfang 7 Uhr. Carl Weiß. Hannemiann vom Vichhof und Der Kleine Cohn. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Romeo und Julia. 72 Uhr. Invalidenstr. 57/62. Tagl. Sternwarte. #Von 7.11 bis 9.45 Beobachtung der Mondfinsternis. Emil Thomas a. G. Heute: Henry Bender Josef Josephi Das glänzende Ballett Anna Müller- Linke und 16 Specialitäten. Fritzi Georgette Frid- Frid Sanssouci Unsre Don Juans Grosse Posse mit Gesang u. Tanz Musik von Franz Holländer. in 4 Akten von Leon Treptow. Roth, Adolf In Scene gesetzt vom Direktor Ferron und Victor Richard Schultz. Morgen und folgende Tage: Unsre Don Juans. Passage- Theater. Un Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Emilie Carola, preisgekrönte Wiener Schönheit. Gustav Bonné, Humorist, mit sein. Schlager: Berlin sei ruhig, schrei hurra! Der kleine Cohn, der kleine Cohn, Der kleine Colin ist da! 16 erstklassige Nummern. Castans Panopticum Friedrich- Strasse 165. mit Kinde Anfang Zwergin ihrem Secessionsbühne. Detlev Liliencrons Buntes Brettl. 8 11hr. Anfang E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett!). Anfang 8 1hr. Schall und Rauch. Serenissimus: Zwischenspiele. StrindbergCyklus. Anfang 812 Uhr. Orpheus. Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. Unfre Don Juans. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Palajt. Specialitäten- Borstellung. Eine Nacht im Ballhaus. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Berlin auf Stelzen. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Vaffage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialitäten- Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Jnvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Schauspiel in 4 Aufzügen von Max Dreyer. Mittwoch abend 8 Uhr: Mein Leopold. Donnerstagabend 8 Uhr: Zum 1. Mal: Die Romantischen. Hierauf: Hexenfang. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich: Hannemann vom Vichhof und: Der kleine Cohn. Große Berliner Ausstattungsposse mit Gef. in 5 Bildern von Ernst Ritterfeld. Mufit von Albert Wicher. Anfang 8 Uhr: Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freitag, den 25. April, zum 1. Male: Hochsensationelle Novität aus unsren Tagen. Die Kinder der Armen. Sociales Voltsstück in 4 Atten mit autorisierter Benutzung des Sensationswertes C. Antuna- Traversis J fanciulli von*** Grégor Jurci. ( einzig in ihrer Art aut dem Erdenrund!!) Der Boerenkrieg ( Botha, De Wet, Delarey, Krüger.) Lebende Photographien. Neu! Kirchmeyer. humor.- musikal. Quintett Belle- Alliance- Theater. Heute zum 117. Wal: Die Dame ans Trouville. Schwant mit Gesang u. Tanz in 3 Aft. Emil Sondermann. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Hierauf: Er. Pariser Lebens: bild in 1 ft. Morgen: Die: Anfang 72 Uhr. selbe Vorstellung. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Täglich. Anfang 72 Uhr: Täglich. Seine Kleine. Am 28. April: Jubiläum der 100. Aufführung. Am 30. April: Abschieds- Vorstellung und Benefiz für Guido Thielscher. Am 1. Mai: Gastspiel der Schlierseer. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Der Sommer Garten ist in oberbayrischer Art dekoriert. Palast- Theater ( früher Feen- Palaft) Burgstr. 22. Direktion Richard Winkler. Riesen- Gastspiel. Programm: Auftreten der größten Schau: nummern der Welt. Mit ungeheuerem HeiterfeitsErfolge allabendlich: Der grosse Schlager! 812 Uhr 812 Uhr Eine Nacht im Ballhaus. Schwank in 4 Aften von Kneifel. Hänfling, Stüfter: Dir. Rich. Winkler. Hellborn, Pfarrer: Rob. DIII. Lotte, Stöchin: Franziska Kentler. Anfang präcife 7 Uhr. Entree 30 Pf. Schluß dieser Saison: Am 30. April 1902. An diesem Tage haben fämtliche Ehren- und Freifarten zum legten Male Gültigkeit. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Abends 8 Uhr Central- Theater. Gastspiel von Emanuel Reicher. 71/2 Uhr. Heute zum 124. Mal: 71 Uhr. Das lüke Mädel. Serenissimus- Zwischenspiele Strindberg- Cyclus u. a. Operette in 3 Atten von Landsberg Deutsche Konzerthallen. und Stein. Mufit von Reinhardt. Sonntag, 27. April, nachmitt. 3 Uhr Der Bettelstudent. Fräulein Hilda Marsin a. G. Abends 71/2 Uhr: Das süße Mädel. Casino- Theater Lothringerstr. 37. Gastspiel Antonie Agoston int Berlin auf Stelzen" c. Urtomisch! Sensationell! Anfang Wochent. 8, Sonntags. 71/2 Uhr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Dienstbote. Specialitäten. Weihnachten. An der Spandauer Brücke 3. Grösst.Vergnügungslokal Berlins Internationale Konzerte von 5 Künstler- Kapellen. Im 6. u. 7. Bogen erstklassige Theater- und Specialitäten- Vorstellung Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Bürgerl. Diner, 5 Gänge. Tägl. Matinee von 12-2 Uhr. Anfang& Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Um 8 Uhr: Acht ausgezeichnete Specialitäten. Um 9 Uhr: Lysistrata mit Luftballett ,, Grigolatis". Kasseneröffnung 7 Uhr. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Lamm und Löwe. Schwank in 4 Aufzügen v. A. Schreiber. Hente: Tanzkränzchen. Mittwoch: Manuela oder Das böse Fräulein. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 1hr. Cirkus Busch Dienstag, 22. April, Abends 72 Uhr Grosse Vorstellung ng. Klondike. Kottbuserstr. 4a, Jeden Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Kenner 19 Rauchen Zenith Cigaretten. RECHT DEALIZ Stempel: Fabrik bont[ 37652* 400, Garten 1500 Personen fassend, mit Theaterbühnen, große und fleine Vereinszimmer, 150, 80 und 60 Personen faffend, Hallen, Schaukel, und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Hierdurch diene den Mitgliedern Schießstand, feste heizbare Kegelbahnen, zur Nachricht, daß unser Kollege 6 Jahre in jeziger Hand mit gutem Grfolg geführt, wegen Uebernahme Max Schröder eines Grundstücks zu verkaufen. Brauerei hilft. Austunft: Zeitungsspedition Mars, Kastanien- Allee 96. 39332 Zur Maifeier und andren Festlichkeiten empfehle: per 100 Stück M. 3, Rote Nelten mit Nadel Maifeier Postkarten. Flaggen- Nadeln, einfach, mit den Bildnissen unsrer Führer Flaggen- Nadeln, doppelt, mit d. Bildn. u. Führer Wappen, einfach, mit den Bildn. unsrer Führer Cigarrenspizen Ia, Feder: " " 2,50 verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Diens: tag, den 22. d. M., nachmittags 3 Uhr von der Charité aus nach dent Charitékirchhof, Müllerstraße: Ecke See: straße statt. 67/8 Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. Am 17. April verstarb durch Ab: fturz, als Opfer feines Berufs, der Klempner 21136 5,50 Otto Goergens " 9, " 4,80 fiel, m. d. Bildn. u. F. 1,50 Muster gegen 50 Pf. in Briefmarken. Versand gegen Nachnahme oder vor: herige Einsendung des Betrages. Hermann Richter, 1965b Sebnitz i. S. im Alter von 27 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen der Firma A. Stand, Wilmersdorf. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 23. d. M., nachm. 4½ Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Friedhofs, Marstraße, aus statt. Deutscher Kranz- und Blumenbinderei Metallarbeiter- Verband von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen u. Blumen Arrangements, Bouquets, Guirlanden Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter uſw. werden fein ut. preiswert geliefert Joh. Gäschke > Echte Filzhäte neueste Moden größte Auswahl erstaunlich billige Preise auch Einzelverkauf im SpecialRobert Hecht, Hut- Engroslager Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. 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Hiermit fagen allen Freunden, Be fannten und Berwandten, vor allemt dem Centralverband der Maurer, für ihre liebevolle Teilnahme, die sie meinem lieben Manne, dem Maurer Hermann Schmidt. erwiesen haben, sowie für die reichen Blumenspenden meinen innigsten Dant. Witwe Schmidt nebst Kindern. Einladung. Donnerstag, den 24. April 1902, abends 82 Uhr, findet im Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15, Saal V, eine Ordentliche General- Versammlung der Vertreter der Kassenmitglieder u. Arbeitgeber ber Orts- Krankenkasse des Maurergewerbes statt. Tages Ordnung: 1. Vorlegung des Verwaltungsberichts und Rechnungsabschlusses für das Stettinerar 1901. JubiläumsPferde- Lotterie Hauptgewinne: complet 15 Equipagen, spannt und zusammen 100 Reit- u.Wagenpferde 25 Damenfahrräder 40 Herrenfahrräder 160 goldene Medaillen 5000 Paar silb. Esslöffel Ene. 5313 Gew. Werth Mark 2. Bericht des Ausschusses über die vollzogene Rechnungsprüfung und Beschlußfaffung über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag auf Bewilligung einer Ent: schädigung für die Kaffenmitglieder des Nechnungsausschusses. 4. Bericht resp. Beratung und Beschlußfaffung in Sachen der Abänderung des Kassenstatuts. 5. Verschiedene Mitteilungen des Vorstandes. 18456* Berlin, den 16. März 1902. Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender, Pflugstr. 17. A. Kelpin, Schriftführer, Demminerstr. 25. Meine Wohnung befindet sich jetzt 200,000 ronprinzen- fer 4 vart. Orig.- Loose à 1 M., 11'Loose= 10 M., Porto u. Gewinnliste 20 Pfg. empfiehlt Carl Heintze Berlin W., Unter den Linden 3. Charlottenburg. F. Kunstmann, Wallstr. 1. Uhren und Goldwaren! Grossartige Auswahl! Billigste Preise! Reelle Garantie! 42 Millionen M. Bargewinne, darunter Hauptgew. v. 300 000, 210 000, 200 000 600 000, 180 000, 150 000 2C. tommen in einem Jahre bei " Dr. Mainzer, Frauenarzt. Sprechstunde 3-4. 21056 Ich habe mich C. Seydelstr. 7 ( am Spittelmarkt) als Specialarst für Hals: und Nasenkrankheiten niedergelassen. Dr. Arthur Meyer, Fernspr. Amt I. 8368. Ich habe mich C. Seydelstr. 7 als Augenarzt niedergelassen. Dr. Hugo Feilchenfeld, Fernspr. Amt I. 8368. Patentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 38052* 17/ 13* Specialarzt für Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. 59 Ziehungen durch die fos Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. gesellschaft Germania" zur Ver lofung. Keine Klaffenlotterie, teine Serien: od. Ratenlose. Gefeßlich er laubt! Kein Schwindell Prosp. gr. Nächste Ziehungen: 1. Mai. Monatsbeitrag nur 5 M. pro Anmeldungen Mitgliedsanteil. befördert F. Mecklenburg sub No. 95 Berlin 0. 17. Erster Pfingstfeiertag und versch. Sonnabende noch frei straße 74. Scholz Festsäle, rankfurter Berantwortlicher Redacteur; Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von War Bading in Berlin.