Nr. 67. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Beitungs- Preisliste ' für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg 1 Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. ern Tprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Vom englischen Sonnabend, den 19. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Kohlenarbeiter-Streik.in übertriebener Angst die Händler mit dreifach so hohen daß wenn man nur einen Durchschnittssah von 8 Pence London, 16. März. Neben den Spekulanten, heißt es dann wieder, sei das organ der englischen Liberalen, die den Kampf gegen diese Publikum selbst an der Preissteigerung Schuld, indem es Royalties" mit besonderem Eifer aufgenommen, rechnet aus, Bestellungen wie gewöhnlich überhäuft habe. Das ist auch pro Tonne geförderter Kohle als Regalabgabe für die Landeine prachtvolle Ausrede. Erst jagt man das Publikum lords annehme- was aber meist hinter der Wirklichkeit „ Wer hat denn's Bier umgeschütt't?" Nun die Feier durch Ermahnungen, sich ja rechtzeitig mit Rohlen zu ver- zurückbliebe diese Klasse von Expressern jährlich bis zu woche" der Bergarbeiter, von der es einen Augenblick schien, sehen, in panischen Schrecken, dann beutet man diesen 6 Millionen Pfund Sterling Steuern auf den Kohlenbergbau als ob man noch um sie werde herumkommen können, zur Schrecken systematisch aus, und hinterher ruft man: Ihr einsacken. Aehnlich geht es im Erz- Bergbau 2c. zu, so daß Wahrheit geworden ist, geht der Streit um die Frage, wer dummen Teufel, hättet ihr euch nicht ins Bockshorn jagen z. B. nach Sir Lowthian Bell im Hüttenbetrieb von denn eigentlich die Kohlenkrisis verschuldet habe, erst recht lassen, so wäret ihr auch nicht gerupft worden." So haben Cumberland auf die Tonne Eisen nicht weniger als sechs los. Ohne Weiteres den Arbeitern die Schuld in die diejenigen, die von der Krisis am Meisten gelitten, zum Schillinge für Royalties auf Eisenerz, Kohle und Kalksteine Schuhe schieben, wie es im gleichen Falle die bürgerlich- Schaden noch den Spott zu tragen. Obendrein ist die entfallen. Ein Hüttenbesizer, der durch den Kohlenstreit es ist festgestellt, daß angeblich gezwungen wurde, seinen Hochofen auszublasen, tapitalistische Preffe Deutschlands, von der braven Kölnerin Panik so ziemlich vorbei, London noch genug Kohlen lagern, um die schreibt an den Londoner" Star": bis zur Kreuz- Beitung" und dem Organ des Herrn Eugen in auf Wochen hinaus mit Kohlen zu" Mein Hochofen produzirt jährlich 50 000 Tonnen Richter, thun würde, mag hier, einige Erzreaktionäre aus Metropole genommen, Niemand. Wer nur ein Bischen Verstand im versehen, während die Bergarbeiter Federation noch Roheisen. Die Royalty- Abgabe an das Grundbesizerthum ob überhaupt noch eine zweite für die dazu erforderlichen Eisenerze, Kohlen und Kaltsteine Ropf hat, sagt sich vielmehr, daß, abgesehen von der Un- darüber beräth, wahrheit einer dahingehenden Behauptung, fie auch ganz Woche gespielt" werden soll, und doch bleiben die beträgt 6 Schilling pro Tonne oder 15 000 Pfd. Sterling, zwedlos wäre. Die Arbeiter würden sich dadurch in keiner Preise, wenn sie auch nicht gerade steigen, unverändert auf die Löhne für alle am Ofen beschäftigten Arbeiter jährlich Weise von ihren Maßnahmen abbringen lassen, und an der Höhe der Schreckenswoche. Der kleine Mann muß noch 3 Schilling pro Tonne oder 7500 Pfd. Sterl. Die Leute eine Beschränkung ihres Koalitionsrechtes ist heute, wo sie immer für den Zentner Kohlen zwei Shillinge und mehr arbeiten hart für ihr Geld und verdienen jeden Benny, den das Stimmrecht haben, weniger zu denken als je. zahlen. Und da man hier noch immer in Kaminen heigt, fie erhalten; was aber thut der Landlord oder der Mineraldie doppelt und dreifach so viel Heizmaterial brauchen, als lord für sein Geld?" die festländlichen Defen, heißt das falte Stuben oder den Schmachtriemen enger gezogen. " Andererseits will aber auch keine Schicht aus der Klasse Er könne daher, meint der gute Mann, obwohl er derer, die zwischen Arbeitern und Konsumenten stehen, die schwer durch den Streit geschädigt worden, den KohlenSchuld auf sich ruhen lassen. Die Einen schieben sie den Anderen zu oder lassen sie von ihren Anwälten in der Andere Händler wiederum schieben die Schuld auf die gräbern keinen Vorwurf wegen ihrer Aktion machen. Presse den Anderen zuschieben. Hört man diese Leute, dann Grubenbesitzer und reden von einer„ Verschwörung" der„ Warum soll diesen Kohlenarbeitern eine Lohnreduktion zu find die Grubenbefizer, die Kohlenhändler und was sonst selben mit den Arbeitern. Und daß mindestens ein Theil gemuthet werden, bevor ein Versuch gemacht worden, eine zum Gewerbe gehört je nachdem schändliche Erpresser oder der Grubenbefizer den Beschluß der Arbeiter sehr gern ge- Reduktion der enormen Regalabgaben zu erzielen, die an unschuldige Engel, so rein wie frischgefallener Schnee. Ein sehen oder sogar unter der Hand direkt dazu gerathen die Landlords für das Recht Kohlen zu graben, bezahlt Herr Locket, Schriftführer des Vereins der Londoner haben, steht außer allem Zweifel. Die Konkurrenz, welche werden müffen?" Und der Schluß seiner Ausführungen Kohlenhändler und Inhaber eines der größeren Londoner die Gruben sich untereinander machen, ist so groß, daß ist: Einen großen Streit gegen die Regale der MineralRohlengeschäfte, bekam es z. B. fertig, zu erklären, sein eine gemeinsame Aftion, ein„ Ring" zur Preissteigerung oder Lords könnte ich wohl verstehen." Das ist dem Herrn zu glauben, und der Krieg gegen Verein interesfire sich ganz und gar nicht für die gegen Preisherabsetzung höchstens distriktweise zu Stande Höhe der Kohlenpreise und er, Herr Locket, sei zu bringen ist, nicht aber nicht aber über das ganze Land die Regale, die Wegerechte und ähnliche schöne Institutionen, überzeugt, daß kein Kohlenhändler bei der jüngsten hinweg. Darum soll die Organisation der Arbeiter be- die den Grundbesitzern erlauben, sich aus der Haut anderer Banit auch nur 100 Pfd.„ gemacht" habe. Wo die 50 pCt. wirken, was die Unternehmer aus eigener Kraft nicht zu Leute Riemen zu schneiden, ist auch unter den englischen Differenz zwischen den alten und den neuen Preisen hin- bewirken vermögen. Der Vorwärts" hat bereits mit Recht Bergleuten sehr populär. Ob aber die Abschaffung derselben geflogen find, sagte Herr Locket leider nicht. Richtig, damit an die Sprengung des Liverpooler Baumwollenringes er den Letzteren unter den heutigen Produktionsverhältnissen wir dem Herrn auch nicht Unrecht thun die Einzigen, innert, wo ebenfalls die Arbeiter dem Fabrikantenthum zu dauernd zu Gute kommen würde, ist eine andere Frage. Jedenfalls geht aus allen diesen Diskussionen hervor, die bei der Affäre profitirt hätten, seien, meinte er, die Hilfe kommen mußten, als dieses sich unfähig erwies, gegen Spekulanten gewesen. Gut, da hätten wir also die Sünder. einen Ring von Baumwollen- Händlern aufzukommen. Das wie sehr die kapitalistische Gesellschaft in allen ihren Fugen Rein Zweifel auch, daß diejenigen Spekulanten, die aufs Phänomen ist in der Hauptsache das gleiche, eine Bankrott- kracht. Kein Recht des Kapitals, das mehr fest und unangreifbar dasteht. Reine Funktion der Kapitalistenklasse, Steigen à la Hauffe spekulirt hatten, ihr Schäfchen erklärung des Unternehmerthums. ins Trockene gebracht haben. Aber das Publikum kauft Aber auch diesem fehlt es nicht an einen Sündenbock. die nicht immer mehr an das organisirte Proletariat überseine Kohlen nicht von den lasterhaften Spekulanten, sondern Theils dreht es den Spieß um und macht den Zwischenhandel geht. Stecken sich die Unternehmer im Kohlenbergbau hinter von den tugendhaften Händlern, die dieselben auf Grund für die Mißstände in der Kohlenindustrie verantwortlich, die Arbeiterorganisationen, um sich gegen den Druck von lange vorher abgeschlossener Kaufverträge von den Gruben theils schimpft es auf die großen Eisenbahn- Kompagnien Seiten der Händler und womöglich auch gegen die unbeziehen und da sollte von den fünfzig Prozent und und Gasgesellschaften, die unablässig auf die Preise drückten, geschmälerte Forterhebung der Bergabgaben zu schützen, so mehr Preisaufschlag so gut wie nichts bei den Händlern und schließlich wird die Kohlenkrisis als erwünschter Anlaß verdankt das Londoner Publikum das nicht weitere Herauffleben geblieben sein? Das glaube Herrn Locket wer Luft benutzt, einen Feldzug gegen die Regale die Royalties" gehen der Preise der Aktion der organisirten Kohlenträger. hat. Uebrigens find die meisten der Herren Händler zu der Grundbefizer in den Kohlen- und Erzdistrikten zu Dieselben hatten, als die Preistreiberei im schönsten Gange gleich auch selbst Spekulanten, und ob sie die Extra- führen. In England ist es der Grundbesizer, dem das war, den Händlern angekündigt, daß sie, wenn die Herren Einnahme als Spekulationsgewinn oder Handelsprofit in Recht an den Schäßen des Erdinnern im Bereiche seines die Preise noch weiter heraufschraubten, 50 pet. Lohnihre Bücher eintragen, ist für das Publikum gehüpft wie Bodenareals zusteht, und thener genug lassen sich diese erhöhung verlangen würden. Diese Drohung brachte zuerst gesprungen." Herren ihr Recht bezahlen. Daily News", das Haupt- die Preistreiberei zum Stillstand. Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 67 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " " Ihr Ernst? Herr Doktor? Das werden Sie bleiben Einladung gefolgt zu sein. Das Uebrige ist Nebensache. lichen, wie der Seelenwunde, doch war es schwer, zu beNicht wahr, wir Beide stehen auf dem Fuße, daß wir uns stimmen, wessen Antlig bleicher erschien, das seinige, oder Alles sagen können?" das Helenen's, als sie den Gruß ihres Bruders erwiderte " Ganz gewiß, lieber Herr Howald, und um Ihnen und, seiner zur Hilfe beim Aussteigen dargebotenen Hand einen weiteren Beweis dafür zu geben, will ich Ihnen ganz nicht achtend, vom Wagen herabsprang. Ziemlich betroffen im Vertrauen mittheilen, daß ich mich an Ihnen zu rächen von dieser verblümten, aber trotzdem offenen Kriegsbeschlossen habe wegen meiner gescheiterten Pläne mit erklärung, als welche er dieses Benehmen auffaßte, Fräulein Findeisen. Ich habe mein Auge auf Fräulein schnell jedoch die gewohnte Selbstbeherrschung wiederHowald geworfen." erlangend, bot er nunmehr Herminen die Hand, indem er Auf meine Schwester, Herr Doktor! Machen Sie sie lächelnd mit den Worten begrüßte: Sie sind sehr gütig, Herr Doktor, indessen muß ich doch," bitte, hier keine unzeitigen Scherze." Schon fürchtete ich, daß heute meinem Feste die Krone Ihnen gestehen, daß mich dieses lange Ausbleiben ziemlich Mein völliger Ernst," versicherte Dr. Raffmans. fehlen würde." beunruhigt. Sollte mir meine Schwester einen Strich durch die Rechnung gemacht haben? Es wäre die schlimmste " Sie meinen das gute Wetter?" erwiderte Hermine, Rache, die sie unbewußter Weise erfinden könnte. Aber sie Ah! Sie haben Besorgnisse wegen jener Affäre? nöthige Furcht gemacht; mein Barometer hat mir schon sich leicht auf seine Hand stüßend," da haben Sie sich unhat zugesagt, und wenn sie das gethan, pflegt sie auch Wort Schlagen Sie sich solche Bedenken aus dem Sinn; das gestern die beruhigendsten Versicherungen gegeben. Warte Dr. Lange, der ihr Schügling ist, eingeladen, sowie das Geschäft iſt glatt und kommt nicht wieder zur Sprache. boch, Helene! Fräulein Barth und ich, wir rechnen heute Fräulein Barth, der sie sich mit einem male in höchſt intimer Ich bin zufrieden mit dem, was Sie freiwillig geb Weise angeschlossen hat." " Ich habe keine Besorgnisse, denn das wird nicht. Ich auf Deine besondere Fürsorge." revolutionär, und das Fräulein Barth, die Schwester jenes " Wie? Herr Howald, den Dr. Lange, jenen Erz- kenne meine Schwefter." Sie hat einen Sinn nach Höherem; ich dente sie eines Tages zu überraschen." Das wird in der Gesellschaft großes Aufsehen erregen. Sie fommen, fie tommen!" rief aber jetzt Howald, Das mag wohl sein; jedenfalls mußte ich sicher gehen, das Gespräch kurz abschneidend, und eilte dem Ausgange wid ich mache mir aus der ganzen Gesellschaft nicht viel, des Gartens zu. menn sie nicht kommt." laffen; ich werde das zu hindern wissen." " Ich werde mir erlauben, Fräulein Findeisen, Ihnen heute als besonderer Führer und Beschützer zu dienen," bes merkte Howald, indem er nun auch Elisen seine, Hilfe beim Aussteigen zu Theil werden ließ. Sie sind sehr freundlich Herr Howald; aber im Interesse der Gesellschaft, welche heute gleichmäßige AnIn der That rollten in diesen Augenblicke zwei Equi- sprüche an Ihre Fürsorge als Gastgeber hat, verzichte ich Sehr schmeichelhaft für uns, Herr Howald; man hätte pagen heran, die unter dem jubelen Tusche der Trompeten gern auf diese besondere Auszeichnung und vertraue mich das früher wissen müssen, man würde der Statiſtenrolle und dem Jauchzen der Dorfjugend vor dem Gasthofe dem Schutze Ihres Fräulein Schwester." hielten. Aus der ersten stiegen Seene, Hermine und Elise, Damit schob das Mädchen den Arm in den Helenen's Itslos aussprechen, aus der anderen Findeisen, Bater md Sohn, sowie Lange. und ging mit dieser nach dem Garten. Howald blieb nichts cht bereuen, meiner Der junge Findeisen litt noch an den Folgen der törper- lübrig, als mit möglichst freundlicher Miene die Herren gern begeben haben." Wir unter uns können Herr Doktor. Die Gesellscha fich In dem Augenblick, wo ich dies schreibe, tritt in West- Pindter von der„ Norddeutschen" in einem langen Leit-[ Land unterdrückt und die Bauern gelegt, mit einem Dent minster die Delegirtenkonferenz der Bergarbeiter- Federation artikel gegen die paar Zeilen, in welchen Liebknecht einem mal, dort ein das rosige Licht seit wenig Monden schauender zusammen, um u. A. darüber zu berathen, ob die" Spielzeit" französischen Korrespondenten gegenüber den absolut un- Säugling mit einer monumentalen Kinderklapper zu bestiften. noch auf eine zweite Woche ausgedehnt werden soll oder politischen Charakter jener Tumulte betont hatte. Es sollte Und wenn der Landtag wirklich hart werden und zu dem nicht. Ein Beschluß wird heute wahrscheinlich noch nicht durchaus ein revolutionäres Vorspiel gewesen sein. Mit Behn- Millionen- Butterbrot nicht mehr den Aufschnitt der gefaßt werden, da noch vorher die Justruktionen an die Kassandraſtimme wurde angedeutet, daß eine blutige Unterhaltungskosten bewilligen wird, et so giebt man Loose Delegirten zusammengestellt werden müssen. Jedenfalls Straßentragödie nachfolgen werde; und welcher Tag wäre aus. So tommen die Herren Minister nicht in Verlegen wäre es zwecklos, auf das Resultat der heutigen Berathung geeigneter dafür als der 18. März? Systematisch heit und der Hazard- Weizen blüht. Nie fehlen die kapital zu warten, da der Telegraph Ihnen dasselbe übermittelt verbreitete man allerhand beunruhigende Gerüchte und fräftigen Bantiers, die den Plan durchführen und mit haben wird, bevor dieser Brief Sie erreicht. brachte es wirklich so weit, daß ängstliche Gemüther dem behaglichem Schmunzeln als Entgelt für die" Finanzirung 18. März zitternd entgegensahen. zwei Millionen in die Tasche stecken. Denn soviel wird Herr von Caprivi hat sich einst sehr. ungehalten über diesmal der geschäftskundige Patriotismus der Geldmänner den Beunruhigungs- Bazillus ausgesprochen. Wenn er eine einfäckeln, welche die Schöne Aussichts- Lotterie in die Hand erkleckliche Anzahl fangen und die Herde, von denen sie genommen haben, ein Lumpengeld, wenn man bedenkt, daß Politische teberlicht. ausgehen, fennen lernen will, dann hat er jetzt die beste vier Millionen für Gewinne, zwei Millionen zur Nieders Gelegenheit. Und kommt er nicht selbst auf die Spur, so legung der Häuser am Schloßplatz zwischen der Breitens möge er sich den Berliner Herrn Polizeipräsidenten rufen straße und der Spree, sowie zu einer Abrundung des lassen. Der fann ihm auf die richtige Fährte verhelfen.-Rothen Schlosses bestimmt sind. Die Berliner Stadtver waltung soll das nöthige Straßenterrain dazu abtreten. Es kriselt. Der„ Reichsbote" schreibt in seiner Nr. 67 Obwohl es im Verkehrsinteresse unumgänglich nöthig ist, vom 19. März: „ Der Kultusminister Graf Beblitz hat, wie uns mitgetheilt daß der Schloßplatz nicht verengert wird, obwohl die wird, dem Reichskanzler seinen Entschluß fundgegeben, von liberale Presse heute gegen die Lotterie eifert, so sagen wir feinem Amte zurücktreten zu wollen. Bestätigt sich diese Nach- bereits heute mit Sicherheit voraus, daß die deutschs richt, so fann es sich nur um das Schulgesetz handeln. In freisinnigen Stadtbehörden, der Magistrat mit dem Helden Bezug auf dieses hat sich der Reichskanzler mit dem Kultus- von Forckenbeck und die Mehrheit der Stadtverordneten minister vollständig identifizi und wenn dieser deshalb zurück- Versammlung mit altbewährter Devotion auf die Knie fallen tritt, so dürfte der Reichskanzler schwerlich bleiben können! und thun werden, was befohlen wird. Die Byzantiner, Die Folgen wären unabsehbar. Wir warten deshalb noch welche den Begasbrunnen errichtet haben, find auch für jede andere Forderung zu haben, die Brust geschwellt von Berlin, den 18. März. Aus dem Reichstag. Die dritte Lesung des Krankentaffen- Gesetzes wurde heute zum Abschluß gebracht, nachdem vorher noch zu§ 75a ein Zusatzantrag von Dr. Gutfleisch und Dr. Mar Hirsch angenommen wurde, wonach eingeschriebene Hilfskassen und auf Grund landesrechtlicher Bestimmungen errichtete Hilfskaffen durch Statut festsezen können, daß in Gemeinden, in deren Bezirk weniger als 20 Mitglieder beschäftigt sind, den Mitgliedern an Stelle der in§ 6 Absatz 1 Ziffer 1 bezeichneten Leistungen der Ersatz der Aufwendungen, welche sie hierfür gemacht haben, in Höhe der Hälfte des ortsüblichen Tagelohnes( 88) gewährt werde. nähere Nachrichten ab." Wir Mit dieser Bestimmung hofft Dr. Hirsch den zentralisirten Hilfskaffen es möglich zu machen auch nach dem InkraftDie Nachricht wird mittlerweile von allen Seiten be- Männerstolz vor Königsthronen. Und die fortschrittlichen treten der Novelle noch weiter zu existiren. Wir theilen stätigt und auch Graf von Caprivi hat seine Demission ein- Blätter, die„ Voffische Zeitung", die" Freifinnige Zeitung", diese rosige Auffassung nicht und der Abgeordnete gereicht. Die liberalen schwimmen über diesen Ausgang in sie, welche jetzt gegen den Lotterieplan Front machen, ber Ulrich gab diesen Zweifeln auch Ausdruck. Der Antrag einem Meer von Wonne und Eugen Richter leitartikelt be- ein Kind aus der Ehe des Byzantinismus mit der Profitwurde mit sehr geringer Mehrheit angenommen, muß aber, reits über das gescheiterte Schulgeset". Wenn nur das wuth" sei, sie werden den gutbezahlten Inseraten der da er nicht gedruckt vorlag, morgen noch einmal zur Abstimmung dicke Ende nicht noch kommt! Der Umstand, daß der Schönen Aussichts- Lotterie ihre Spalten mit der üblichen gebracht werden. Es wird dabei sehr wesentlich von der Führer der Stockkonservativen, der Landrath von Rauchhaupt, Brünstigkeit öffnen, wie vordem den Anzeigen der Schloß Besetzung des Hauses abhängen, wie die Entscheidung aus- extra nach hier berufen worden ist, um mit seinem Rath freiheits- und Kolonial- Lotterie. Das ist zwar Prostitution, fällt. Außer der Krankenkassen- Novelle standen eine lange aus der Batsche zu helfen, spricht gerade nicht dafür, daß aber gutbezahlte. Und Geld riecht nicht.Reihe von Wahlprüfungen auf der Tagesordnung. Die nunmehr die Beit der liberalen Aera gekommen ist. selben wurden alle ohne Debatte erledigt, nur bei der Wahl haben dem Schulgesetstreit immer mit großer Gemüthsruhe indeß der neue Lotterieplan aufgegeben sein. Der Minister Nachschrift. Neuesten Nachrichten zufolge foll des Abgeordneten Grumbt( Birna, Sachsen) kam es zu zugesehen, uns regt auch die neueſte Wendung nicht auf. des Innern, so wird behauptet, habe seine Zustimmung vereiner längeren Auseinandersetzung über das Eingreifen der Spaß macht es uns nur, daß diese Koulissenverschiebung Kriegervereine in die Wahlagitation. Schließlich wurde genau in den Zeitpunkt fällt, wo die Herren vom Zentrum sagt, da man die Segel der Opposition nicht noch mehr die Wahl für giltig erklärt, da das Zentrum in seiner fich für die zehn Millionen für den Dombau bereits so fest- schwellen wolle. Diese böse Opposition, welche die schönsten Majorität in der Wahlagitation der Kriegervereine nichts gelegt haben, daß ein Zurückweichen nicht mehr möglich ist. Pläne kreuzt! Ebenfalls dementirt werden die Gerüchte, daß eine Kronanleihe im Betrage von 40 Millionen geplant bedenkliches mehr erblickt. Früher war das allerdings Der alte Windthorst wäre auf den Leim nicht gekrochen; sei und daß der letzte Kronrath sich mit der Frage einer anders, aber damals zählte das Zentrum noch zu den er hatte die Gepflogenheit, früher aufzustehen. abermaligen Erhöhung der Zivilliste zu beschäftigen gehabt ,, Reichsfeinden", während jetzt diese Partei sich darin gar Die neue Lotterie zur schönen Aussicht. Schloß- habe. Zu dem letzteren Punkte schreibt der tonservative nicht genug thun kann, ihre eigene politische Vergangenheit, freiheits- Botterie, Autiſklaverei- Lotterie, Schöne Aussichts- Reichsbote":" Allerdings hat die Krone eine den Bor soweit sie einen liberalen Anstrich hatte, zu verläugnen. Lotterie, das ist in der That eine anmuthige Steigerung. anschlag sehr überschreitende Ausgabe gemacht. Es handelt Wie die Wahl Grumbt's wurde auch die Wahl des Ab- und voraussichtlich ist die jetzt erreichte Stufe noch nicht sich nach einer Angabe um einige 100.000, nach der anderen geordneten Zangemeister( Gotha), wo die Kriegervereine der Gipfel. In das öffentliche Getriebe greift mit Energie um 1-1/ 2 Millionen Mark, die bei dem geregelten Stande ebenfalls mobil gemacht worden sind, für giltig erklärt. ein die Lottoschraube ohne Ende.. Ist man heute bereits der Finanzen der Krone leicht gedeckt werden können." Sessionsschluß. Es scheint gewiß, daß der Schluß so weit, die Mittel zur Verschönerung der Aussicht eines dieser„ langen" Reichstagsfession- bet die mit dem Zusammen- töniglichen Schlosses durch das von Adolf Wagner als Erhöhung der preußischen Zivilliste in Sicht? tritt des gegenwärtigen Reichstags im Frühjahr 1890 zu- Blödsinnssteuer gekennzeichnete Lotterie- Glücksspiel auf Gestern hat angeblich ein Kronrath, d. h. eine Sigung des sammenfällt vor Ostern erfolgen soll. Dies würde zur zubringen, so wird das staatlich genehmigte Hazardiren, das Gesammtministeriums unter dem Präsidium des Königs statt Boraussetzung haben, daß die Regierung die zahlreichen Roulettespiel von Amtswegen immer weitere Kreise ziehen gefunden. U. a. soll dabei über eine Erhöhung der ZivilGefeßentwürfe, mit denen sie in jüngster Zeit den Reichs- und zu der Brandschatzung durch indirekte Steuern das lifte verhandelt worden sein. Die Einfünfte des Königs tag überschwemmt hat, fallen zu lassen gesonnen ist. Da Setzen in die Lotterie zu einer neuen gewinnbringenden aus der Zivilliste betragen, da sie bei seinem Regierungs gerade diese Gesetzentwürfe( Buhältergesetz, Spionengesetz, Methode der Schröpfung aller Derer machen, welche nicht antritt um drei und eine halbe Million Mark erhöht Elsaß Lothringisches Belagerungszustands: Gesetz 2c.) der alle werden. Die Klassen- Lotterie, diefer Trumpf auf die worden ist, augenblicklich 15 719 296 m. jährlich. Die Be charakteristische Ausfluß der jetzt herrschenden Gedanken öffentliche Sittlichkeit, wird zu einer nichtssagenden Bagatelle gründung der Mehrforderung war damals, in der Aera der richtung des alten Kurses" sind, so würde die Zurück- herabsinken, und jedes Bedürfniß, jeder Wunsch und jede Hochschutzölle, deshalb bemerkenswerth, weil sie die Steige ziehung dieser Gefeßentwürfe unzweifelhaft einen Rückzug Laune hochmögender Herren, einflußreicher Staatsmänner rung der Lebensmittelpreise ins Gefecht führte. Welche und eine Niederlage der Regierung bedeuten. An dieser bedruckter Bapierzettel befriedigt werden. Aus dem Glücks- netenhause gespielt haben, ist fattsam bekannt: Herr Birchow und anderer Autoritäten wird durch die Ausgabe bunt- klägliche Rolle die Deutschfreisinnigen damals im Abgeord Thatsache könnte keine Sophistit etwas ändern. topfe ziehen die Veranstalter der Lotterien sicher einträgliche 3. B. drückte sich bei der Entscheidung über diese Angelegen Der 18. März. Das Volk von Berlin hat den Treffer, die Kolossal Niete fällt aber dem Klassenstaate, heit vorsichtiger Weise. Die Mehrbelastung der Steuer 18. März würdig begangen, wie das selbstverständlich. Es der bürgerlichen Gesellschaft zu, ihnen, die mit solchen zahler in einer Zeit des Niedergangs erfolgte. Heuer, da gedachte der freuen Todten", die im Friedrichshain Mitteln sich um das letzte Restchen von Ansehen und Kredit der Nothstand graffirt, eine weitere Erhöhung der Kron schlummern, und trotz der seltsamen Befürchtungen, welche bringen und eines Tages das erleben werden, was die dotation zu heischen, ist ein Unternehmen, das in einem zu einem außerordentlichen Polizeiaufgebote geführt hatten, Kroupiers in Homburg v. d. H. erblassend erlebten, daß ihnen wahrhaft fonftitutionellen Lande dem Ministerium seine fam es zu feinerlei störendem Zwischenfalle. Dieser ruhige die Gold einraffende Krücke aus der Hand genommen und die Portefeuilles foftete, bei uns aber vielleicht glücken wird. Dieser Verlauf war sicherlich nicht nach dem Geschmack jener Leute, Spielbank geschlossen wird. Die üppigste Einbildungskraft Landtag, der für den Dombau zehn Millionen votirt, wird die seit einiger Zeit eifrigft befliffen waren, den Teufel eines erlahmt, wenn sie all die Möglichkeiten sich vorstellen will, auch die Zivilliste erhöhen. Wenn die Lage der unteren auf den 18. März anberaumten Straßenkampfes an die Wand die fich in Lotteriepläne umseßen lassen. Heute heckt ein Beamten, der Staatsarbeiter, der Subalternen ernstlich ges zu malen. Wie giftig wurde der Borwärts" angegriffen, findiger Kopf eine Terrasse, morgen eine Reitbahn aus, bessert werden soll, werden die Landboten sich dafür um so weil er der Wahrheit gemäß feststellte, daß die Sozialdemokratie diefer projektirt einen Lustsitz an der Spree, jener eine zäher zeigen. Das Volf, das unter den schwierigsten wirth mit den Straßentumulten der letzten Woche des Februar nichts Billegiatur am Rhein, hier ist irgend ein vermoderter Ahne, schaftlichen Zuständen ums Dasein tämpft, wird an den zu thun hatte. Und vorgestern noch polemisirte Herr der vor Jahrhunderten mit den Junkern gemeinsam das Thatsachen die richtige Kritik üben. Findeisen und den Dr. Lange zu begrüßen, in deren Be- ,, D, bitte, nicht schießen," rief Elise, und der jüngere trischen Apparat hervorgerufenen Musik das fast gänzlich gleitung er dann seinerseits den Garten wieder betrat. Findeisen, welcher beim Erblicken dieser Schießwaffe ein zum Schweigen gebrachte Rädergeräusch übertönte. Das Trompeterkorps ließ nunmehr eine schmetternde nervöses Bittern empfand, schien diese Bitte unterſtüßen zu Der Erfinder dieser ingeniösen Eisenbahn weilte schon Fanfare, diesmal außerhalb des Gartens, ertönen, und die wollen, aber im nächsten Augenblicke ging auch schon der längere Zeit im Frrenhause, weil ihm Howald, dem er seine bereits mit dem Programm vertraut gemachte Gesellschaft Schuß los, bei dessen Knallen mehrere Damen laut auf- Erfindung geoffenbart, erklärt hatte, die Erfindung set betrat, in mannigfaltige Gruppen zertheilt, den Weg, auf schrieen. welchem Howald mit dem älteren Findeisen voranschritt. Wunderbar erschienen aber auch den Herren die Wir weise nicht auszunügen sei. Und der arme Arbeiter In der That wäre kaum ein besserer Weg zu fungen des Schusses, denn die Thüre theilte sich sofort, hatte mit dieser Erfindung sein kleines Lebensglück begründen einem Spaziergange aufzufinden gewesen, denn er lief raffelte nach beiden Seiten auseinander und ließ eine breite zu können erhofft! mäßig bergan zwischen einer doppelten Einfassung von Deffnung zum Eintritt für die Gesellschaft. Vor den Blicken Der glückliche Festgeber hatte noch kaum alles Lob einHaselnuß- Sträuchern und neben einem lustig einherplätschern- der Neugierigen zeigte sich nun eine lange Allee, die, sanft nehmen können, welches man ihm, als dem genialſten aller den Bache. Aus unsichtbaren Verstecken bliesen die Trom- ansteigend, zwischen alten Buchen hindurchführte. Die Allee Erfinder des Landes, dem unternehmendsten aller In peter von Zeit zu Zeit einen Schritt befördernden Marsch, schien aber endlos, denn sie führte nach einer Höhe, über dustriellen u. s. w. zu spenden sich beeilte, als plöglich ber und bei der lebhaften Unterhaltung, die in allen Abthei- welche die Blicke nicht hinwegzusehen vermochten. „ Das ist noch ein weiter seg", seufzte der dicke Bankier, Zeiche hielt, der den Eindruck einer Bucht zu einem größeren Bug vor einem mit den reizendsten Anlagen umgebenen lungen des Zuges geführt wurde, gelangte man, ohne viel von der Länge des Weges bemerkt zu haben, an einem da möchte man sich gleich eine Eisenbahn wünschen." Landsee machte. ziemlich hohen verwitterten Gemäuer an, welches an" Eine Eisenbahn möchten Sie haben?" fragte Howald die Umgebungsmauern einer alten Raubritterburg erinnerte. gleichmüthig, die können Sie hier haben. Es hatte sich wie Der Charakter der Landschaft war mit einem Male Da, wo der Weg an das Gemäner stieß, erblickte man eine eigentlich geschickt, daß ich diese Fahrgelegenheit der Gesell- Pflanzen und Bäumen hervorzulugen und zum Verstecken, Pforte aus massivem Holzwerte, von einem Thürmchen über- schaft von vornherein zu Gebote stellte. He! holla! ein spielen einzuladen. Vor sich aber sahen die Besucher, ragt, und der Pfad theilte sich, um rechts und links an der Dampfwagen wird gewünscht! Kommt Niemand? Da muß jenseits der in leichten Wogen sich bewegenden Wasserfläche Mauer entlang zu laufen. ich wieder zu meinem Universalmittel schreiten. Meine ein Schloß wie aus„ Tausend und Eine Nacht". Breite An der Pforte hielt die Gesellschaft an und blickte auf Damen, erschrecken Sie nicht!" Howald, der emfig in seinen Taschen suchte und dann er- Abermals ertönte der Knall der Pistole in Howald's Form weiße Marmorstufen führten zu einem geräumigen Boote, flärte, daß er aus Versehen den Schlüssel vergessen, was Hand, und gleich darauf hörte man das charakteristische Ge- einem riesigen Schwane glich. ihm sehr leid sei, da die Gesellschaft nun einen ziemlichen raffel, eines sich nähernden Eisenbahnzuges. Unwillfürlich Umweg zu machen habe, um nach dem Hauptthor zu gesuchten die Augen das Schienengeleise, welches man sich unIangen. zertrennbar von einer so.chen Fahrgelegenheit vorzustellen sang ein Festtheilnehmer nach der Arie aus Wagner's Schade," meinte die Kommerzienräthin, denn ich muß gewöhnt hatte. Aber nichts war zu sehen, als die glatte Lohengrin". gestehen, daß ich ziemlich ermüdet bin." Gartenstraße. Und wirklich sah die Gesellschaft, die inzwischen die ,, D, Sie sind ermüdet?" fragte Howald mit anscheinend Und nun standen mit einem Male, wie durch eine Wagen verlassen und sich am Ufer versammelt hatte, wie sich theilnahmsvollem Tone, dann müssen wir allerdings sehen, Baubermacht herbeigezogen, zwei elegante offene Wagen, die der Bootschwan oder das Schwanenboot mit dem Kopfe daß wir gleich hier hineinkommen, und wenn wir die Pforte zwar mit ihrer Konstruktion an den Omnibus erinnerten, ihr zudrehte und langsam auf sie zuzuschwimmen begann. aber in Wirklichkeit je zwei einander gegenüber gestellte sprengen sollten." Und als es endlich nahe genug dem Ufer gekommen, Reihen von Armseffeln enthielten. ftreckte es von einem seiner Flügel her einen zierlichen Steg Unter Lachen und Leifallsbezeugungen aller Art bestieg der Gesellschaft einladend entgegen. die Gesellschaft dies new Transportmittel, und zwischen den" Ist es gefällig, theuerstes Fräulein?" rief Howald, Bäumen des Parks hindurch fuhren sie eine kurze Strecke, indem er dem Frl Findeisen seine Hand als Stüße zum wobei eine verborgene Drgel mit ihrer durch einen elek- Einsteigen bot. Einige Stimmen erhoben sich, um gegen einen solchen Schritt zu pretestiren, aber Howald bemerkte lächelnd: Vielleicht thut es diese Pistole", und indem er das bezeichnete Gewehr aus der Brusttasche 30g, richtete er deffen Mündung gegen das Schloß der Pforte. Mein lieber Schwan, Komm doch heran straße 2. ( Fortsetzung folgt.) " Der Artikel 3 fordert, daß in jeder Stadt eine Arbeitsbörse errichtet werde, die unter der Verwaltung der Arbeitersyndikate und der forporativen Gruppen stehen soll" aller Steuertagen auf Lebensmittel. Was die Gemeindesteuern anbelangt( Artikel 4): Abschaffung Ueberflüssige Mühe. Wie aus Paris telegraphirt| find. Mit welch zügellofer Rohheit die Profitsucht wirthwird, sind heute, am 18. März, dem Jahrestage der Pariser schaftet, unterstützt vom Bourgeoisstaat, der feinen Finger Rommune, die Bentralbehörden und die republikanische rührt, um thatkräftig die Arbeiter zu schützen, tritt wieder Garde im Interesse der Aufrechterhaltung der Ordnung" einmal klar zu Tage. Obwohl eine königliche Verordnung tonfignirt worden. Die Arbeiter ehren ihre Todten würdig vom 28. Juni 1884 die Grubenarbeit von Knaben unter Die Abgaben betreffend( Art. 5): Befreiung der kleinen und taktvoll, die Ordnnug aber wird nur gestört, wenn die zwölf Jahren und von Mädchen unter vierzehn Jahren Miether von jeder Mobiliar- und Personalsteuerquote und entPolizei sich Uebergriffe erlaubt, anstatt die Dinge ihren ausdrücklich verbietet, kehrt sich Niemand an diese Vor- sprechende, progressive Steigerung der höheren Säße. Gang gehen zu lassen. So wird das sozialistische Festschriften. Aus der Grube von Anderlues wurde der zer Die Frage der öffentlichen Gesundheit nimmt, wie es in banket im neuen Volkshaus auf Montmartre glänzend verschmetterte Leichnam eines- siebenjährigen Knaben gezogen! einem sozialistischen Programm natürlich ist, einen großen Raum laufen. Für die armen Grubenarbeiter vermag die belgische Regie- ein. So finden wir folgende Forderungen: Herrichtung nach Eine Konkurrentin im eigenen Lager. Gemäß grandios. Die Klasse 1888 der Grenadiere und Carabiniers Rosten der Eigenthümer( Art. 5). Einrichtung unentgeltlichen rung nichts zu thun, für den ersten Mai aber rüstet sie den Erfordernissen der Gesundheit und Ausbefferung aller Wohnungen, die als gesundheitsschädlich erkannt werden, auf erfolgter Eintragung in das Handelsregister erscheint dem- und die Klasse 1889 der Linienregimenter werden unter ärztlichen Beistandes und Verabreichung von Arzneien zu eznächst in Köln eine neue politische Zeitung unter dem die Fahnen gerufen; vom 28. April an wird fein Urlaub mäßigten Preisen( Art. 8). Anlage von öffentlichen, unentgeltTitel Westdeutsche Zeitung". Herausgeber ist der lang- mehr gewährt. lichen Bade- und Waschanstalten( Art. 9). Schöpfung von jährige politische Redakteur der Köln. Beitung", Dr. Hans Sanatorien für die Kinder der Arbeiter und AufKlejer. Die Persönlichkeit des Herausgebers, wie der Der englische Kohlenarbeiter Streik. Der Brief nahme derselben in den bereits bestehenden Sanatorien politische Standpunkt der finanziell Betheiligten, lassen er- unseres Londoner Korrespondenten in der heutigen Nummer, auf Kosten der Gemeinden. Schöpfung von Gebäranstalten kennen, daß das neue Blatt im Gegensatz zu der„ Köln. auf den wir hiermit verweisen, wurde geschrieben, noch ehe mit Wöchnerinnenheim, und von Asylen für die Greife und die Beitung" gemäßigt gegen die Regierung auftreten und eine das Ergebniß der Delegirten- Konferenz der streitenden Berg- Invaliden der Arbeit.- Nachtquartiere und Vertheilung von streng royalistische Haltung" haben wird. Der Grund- arbeiter bekannt war. Die Entscheidung fiel, wie gestern Lebensmitteln an die durchreifenden Arbeiter und Diejenigen, die, charakter wird fartell- liberal" sein. Die erste Nummer er bereits auf Grund eines Telegramms mitgetheilt ward, zu ohne festen Wohnsitz zu haben, nach Arbeit suchen."( Art. 7.) Die Vertreter der sozialdemokratischen Partei im Stadt scheint vermuthlich Anfangs April. Was wird der Kollege Gunsten der Wiederaufnahme der Arbeit am nächsten Mon- verordneten- Kollegium von Berlin, die der deutschen Bourgeoisie von Friedrichsruh zu dieser Sezession sagen! tag aus. Und es ist auch kein Zweifel vorhanden, daß die ihre Gleichgiltigkeit in Allem, was das öffentliche Wohl angeht, Mannschaften dem Beschlusse gemäß handeln werden. Dieser so vorzüglich nachgewiesen haben, werden wir hoffen es Der bescheidene Herr Richter. Mit ein.m gewiffen gilt aber nur für den Bergarbeiter Verband", der mit in den französischen Gemeindevertretungen würdige Nacheiferer Bathos erklärt Eugen Richter in der Freifinnigen Zeitung", 300 000 Mitgliedern am Streit betheiligt ist. Die Kohlen finden. er habe nie behauptet, daß die Sozialdemokratischen Zu- gräber von Durham, über 90.000 an der Bahl, sind ent- Und zuleßt, als unerläßliche Vorbedingung für den Einzug funftsbilder" für sich allein im Stande seien, seit Jahren schlossen, weiter zu streiken, bis die Lohnreduktion, welche von Arbeitervertretern in die Bourgeoisversammlungen fordert bestehende und ausgebreitete sozialdemokratische Organi- fie in den Ausstand trieb, von den Grubenbesizern das Programm: fationen nun auf einmal in Nichts aufzulösen." Allein", auf einmal" ,,, in Nichts aufzulösen", kann man bescheidener zurückgenommen ist, woran so bald nicht zu denken. Wie die Dinge stehen, ist es sehr wahrscheinlich, daß in sein in der Bewerthung der löschpapierenen Verdienste um den meisten Kohlenbergwerken Großbritanniens auf einige die Rettung von Eigenthum, Ordmung, Religion und Zeit hinaus nur fünf Tage in der Woche gearbeitet werden Familie? wird ein Eisenbart- Kurmittel gegen Ueberproduktion", Dieses sind die Forderungen des sozialistischen Manifeftes, Freidenkerisches. Unseren Lesern ist es bekannt, daß welches in der englischen Industrie schon seit vielen Jahr die einzig und allein einer Arbeitervertretung die Bedeutung. wir uns den Zorn der Frau Hedwig Wilhelmi zu zehnten en vogue ist. Es entspricht dasselbe beiläufig den einer wahrhaft sozialistischen aufprägen tönnen. Was Sièyes gezogen haben, weil wir den Abdruck einer Buschrift der Entfettungsturen, denen sich der überfütterte Bourgeois einst vom dritten Stand sagte, das trifft jezt auf die Arbeitergenannten Dame, und zwar aus sehr guten Gründen, ver- regelmäßig unterwerfen muß. Heute Ueberproduktion", laffe zu: Sie weiß, was sie will!" und läßt uns so ermessen, was sie balb tönnen wird"! weigerten. Wie wir aus Amerika erfahren, schlägt Frau morgen gewaltsame Einschränkung der Produktion;- heute was sie bald" können wird"! H. Wilhelmi in dortigen Freidenter- Blättern einen Höllen- Vielfraß, morgen Schwenningereiso ist die Bourgeoisie lärm ob dieser Lappalie. Nun das ist ein Vergnügen, und so ist der Bourgeois. welches wir der Dame gerne gönnen. Durch ihre falsche Darstellung der Sache aber hat sie auch Parteigenossen iregeführt. So schreibt die" New- Yorker Volkszeitung" die sonst das Freidenkerthum genau so beurtheilt wie wir in einer der letzten Nummern: " " Die New- Yorker Volkszeitung", die sich übrigens unseren bei jener Gelegenheit gemachten prinzipiellen Ausführungen vollständig anschließt, ist hier falsch unterrichtet. - machen. 0 Briefe aus Frankreich, = Entschädigung für die Thätigkeit in den Gemeindeverwaltungen Besoldung der Arbeiter- Schiedsrichter nach einer Tage, die ihnen nach der Maximaltage der Arbeitslöhne"( Art. 12), und ebenso: bie vollkommene Unabhängigkeit gegenüber dem Unternehmerthum gewährleistet." Parlamentarisches Die Wahlprüfungs- Kommission beschloß in ihrer gestrigen Sigung die Entscheidung über die Wahl des Abg. Meyer( Arnswalde) noch einmal auszuseßen und weitere Erhebungen über die Wahlvorgänge in Driesen vornehmen zu laffen. Da die Wahl des Herrn Meyer nur mit geringer Majorität erfolgt ist und in Driesen, wo die Arbeiter eines dortigen großen Etablissements bei der Wahl direkt unter Kontrolle gestellt worden sind, wie der kommen. W Soziale Uebersicht: Zum Streik der Porzellanmaler in Königszelt wird uns geschrieben: Von Interesse dürfte ein Zeugniß sein, welches einem der Streifenden, trotzdem er ein ersterhaltenes mit dem Bermert des Amtsvorstehers in Königszelt( 8 118 b. Gew. Dron) zurückgesandt hatte, ausgestellt wurde. Dasselbe lautet: Zeugniß- Abschrift: Jene Polemik( der Frau H. W.) führt sich zurück auf einen Der Nationalrath der Arbeiterpartei hat in diesen Tagen mit etwas tattlofer Boreiligkeit von Seiten des fein Gemeindeprogramm veröffentlicht, das zu den bekanntlich Vorwärts" gegen Frau Wilhelmi gerichteten Angriff, der mit der Maiseier zusammenfallenden Gemeinderaths- Wahlen von Rechts wegen gegen den Freidenker- Verein von Köln hätte überall in ganz Frankreich angeschlagen werden soll. Es ist gerichtet werden sollen. Und jene Voreiligkeit wurde dadurch das auf dem legten nationalen Kongreß in Lyon, wo 298 Gruppen betreffende Unternehmer selbst zugegeben hat, so dürfte die Wahlgewiß nicht ausgeweßt, daß der Vorwärts" einer rechtfertigen- und Syndikate vertreten waren, beschlossene Programm, daß eine prüfungs- Kommission wahrscheinlich zur Üngiltigkeits Erklärung den Erklärung der Angegriffenen die Aufnahme verweigerte. doppelte Wichtigkeit gewinnt durch das Datum feines Ursprungs Wir billigen dieses Verfahren des Vorwärts" durch aus und als erster Schritt zu einem energischen Eintreten unserer nicht. Partei in die Gemeindepolitik. Man weiß, daß bis dahin die sogenanten sozialistischen Radikalen und die Angehörigen der poffibilistischen Partei sich an den Munizipalwahlen nur betheiligt Die hatten, um für das Prinzip der sogenannten fommunalen Autonomie einzutreten, das, wenn man es nicht mit den soziaBemerkung, welche Frau H. W. in Harnisch brachte, war listischen Reformen als seinem Zweck und innerstem Wesen vereinem anderen Parteiblatt entnommen. Die mitgetheilte bindet, in einer kapitalistischen Periode ebenso eitel und nichtsThatsache freidenkerliche Verläugnung des Sozialismus fagend ist, wie das andere Prinzip einer Ueberführung des öffentanläßlich eines Vortrages der Frau H. W. war absolut lichen Verkehrs in Gemeinbesitz. richtig -falsch war nur die gewiß sehr verzeihliche An- Gehen wir nun zum Manifest über, das in großen Bügen nahme, daß Frau H. W. um die Verleugnung gewußt den Juhalt und die Ziele des Programms wiedergiebt. Es ruft „ Herr.... aus.... war bei uns vom 28. Aug. 88 bis habe. Diese falsche Annahme wurde sofort nach Empfang den französischen Arbeitern zu, daß sie mit der Arbeiterschaft des Schreibens der Frau H. W. rückhaltlos und in loyalster zweier Welten den gesetzlichen Achtstundentag zurückzufordern und heute als Porzellanmaler beschäftigt. Er hat seine Stellung im Weise von uns berichtigt. Damit war die Sache für uns so den Weg zur völligen Befreiung der Arbeit, die nur durch Verein mit seinen Arbeitsgenoffen, um im Wege des Streikes politische und ökonomische Enteignung der Kapitalistentlaffe günftigere Lohn- und Arbeitsverhältnisse herbeizuführen, am zu Ende und Jedermann wird zugeben müſſen, daß wir möglich ist, zu bereiten haben"; daß sie auf diese Weise ihre 15. zur Aufgabe am 27. Febr. gekündigt, ist aber von dem unterdurchaus korrekt gehandelt haben. Frau H. W. wollte aber Todten rächen sollten, die im vergangenen Jahre durch die zeichneten Generaldirektor bereits am 23. d. aus der Arbeit ges feine bloße Berichtigung, sie verlangte den Abdruck eines sehr Lebel's der Unternehmer- Republik gefallen find!" Von nun wiesen, weil er in verschiedenen öffentlichen Blättern unwahre erregten, höchst überflüssige und unsere Leser gar nicht ab und gerade darauf legt das Programm sein Schwergewicht Mittheilungen über die Arbeits- und Lohnverhältnisse in der intereffirende Deklamationen enthaltenden Briefes, und vergilt es, zur Eroberung der politischen Macht, die in den Fabrit gemacht hat. Seine Leistung und seine Führung bis langte von der Redaktion des Vorwärts," die zu ver- Gemeinden mit inbegriffen, sich tampfbereit zu machen. Und dahin haben zu feiner erheblichen Ausstellung Veranlassung gedarum handeln, an die geben. schiedentlichen Malen sehr lebhaft für die Dame eingetreten nicht länger foll es fich Rönigszelt, 28. Februar 1892. war, den Abdruck ihres Zornesergußes auf Grund des öffentlichen Gewalten Beschwerden und Klagen, die ewig nur tootes Papier bleiben, zu richten, sondern sich dieser A gez. Mogwit. gez. Voisin." Preßgesezes. Da hörte die Gemüthlichkeit und die Gewalten selbst zu bemächtigen und sie den Interessen der Dieses Zeugniß entspricht den gesehlichen Vorschriften Galanterie auf. Der sonderbaren Zumuthung wurde natürlich Arbeiterklasse und dem Triumphe ihrer Rechte dienstbar zu wiederum nicht. Der ganze zweite Satz ist durch§ 111, Abs. 4 nicht entsprochen. Das der Sachverhalt. Und die N. V. der Gewerbe- Ordnung verboten. Weshalb ein Arbeiter ordnungsBolts- Zeitung" wird nun wohl anders urtheilen. Unnük ist es gewesen, daß man von der durch die Arbeiter gemäß fündigt, geht den Fabrikanten gar nichts an, und ob die Auf unser Verhältniß zum sogenannten Freidenfer lasse gegründeten und nun ihre Gründer unterdrückenden Republik" Angaben, welche hier der Gehilfe über die Firma gemacht hat, thum haben wir keine Ursache, nochmals einzugehen. Unsere Reformen verlangte. Denn sie ist nichts als eine andere Form unwahr sind, das bedarf erst der Feststellung durch den ordent Genoffen sind sich so klar, daß jedes Wort Zeitverschwen- der Monarchie, die das Volk unter derselben Steuerlaft zermalmt, lichen Richter, denn sonst wäre jeder Arbeiter dem Unternehmer wehrlos derfelben tapitalistischen Willkür ausliefert und zum Schußlos preisgegeben. Das Zeugniß darf, wenn nicht der dung wäre. In dieser ernsten Beit haben wir Wichtigeres Profit von 142 000 Großgrundbesitzern den fluchwürdigen Korn- Arbeiter dessen Ausdehnung auf seine Führung verlangt, fich zu thun. wuchervertrag des alten sterbenden Reiches wieder aufleben läßt." überhaupt nur über Art und Dauer der Beschäftigung aussprechen. Hier gilt es für die Arbeiterklasse, nach der Eroberung der Verlangt der Arbeiter auch ein Zeugniß über seine Führung, Das Grubenunglück von Anderlues. In der belgischen Rammer hat der Abgeordnete Sanzee wegen der Gemeinden, Ordnung zu schaffen, indem sie die Verwaltung des so ist darunter nur sein Verhalten während der Arbeit, nicht auf furchtbaren Katastrophe, die 163 Opfer gekostet, die Re- andes in die Hände nimmt. Und, als erstes Werk, bis zur völligen fein sonstiges privates Verhalten zu verstehen. nnd endgiltigen Erringung der Gewalt, sollen die Kommunalräthe, gierung interpellirt. Er beklagte besonders die Mangel- fobald die Arbeiterklasse ihren Einzug in diefelben gehalten haben meldet wird, in Hornu( Belgien). 1000 Bergarbeiter streifen, wie der Voss. 8tg." ges haftigkeit der Bestimmungen über die in der Kohlen wird, unverzüglich die Gristenz und Arbeitsbedingungen verbessern, industrie zu treffenden Vorsichtsmaßregeln. Und mit Recht, Kindheit und Alter der Arbeiter vor dem Hunger fichern, die Frauen An der Dreikönigsschule in Dresden Neustadt streiken denn mit Staunen erfährt man von gut unterrichteter Seite, beschützen und ein für allemal blutige Ueberfälle wie die von die Bildhauer. daß in den Gruben von Anderlues, die doch als die ge- Fourmies aus der Welt schaffen, die nur unter Begünstigung und Die Bau Arbeiter Zürichs sind in einer Lohne fährlichsten der ganzen Gegend bekannt sind, zündende Mitschuld bürgerlicher Gemeindevertretungen möglich sind." bewegung. Und endlich, was die laufende und aktuelle Politik anbelangt, Sprengstoffe benugt wurden, was dem Gesetz über die so sollen die Gemeindewahlen vom 1. Mai den Opportunismus, Zur Tragik des sozialen Elends wird uns natürlich Gruben geradezu zuwider ist. Schon bei den vorigen Kafene letzte und vollendetste Form bürgerlicher Versumpstheit, wieder aus dem Königreich Sachsen, wo die Arbeiterbewegung tastrophen in Anderlues und Agrappe, 1878 und 1880, endgiltig aus den Stadthäusern hinausfegen. Sie sollen, wie an mit allen möglichen Mitteln niederzuhalten versucht wird- ge waren Klagen darüber aufgetaucht; Maßregeln wurden vor- Constans, so an allen diesen unheilvollen Menschen, die schrieben: Vor einiger Zeit beschwerte sich im Voigtl. Boltsbl." geschlagen und neue Bestimmungen festgesetzt. Allein was unter der Verwaltung unserer 36 000. Gemeinden nur eine ein Arbeiter aus Unterfachsenberg( Boigtland)" darüber, daß er nüßen sie, wenn sie nicht ausgeführt werden? Abgeordneter Konzession, Frankreich en detail auszuplündern, verstanden von der Liste der vom Frauenverein unterstüßten Nothleidenden gestrichen worden war. Gleichzeitig gab er der Vermuthung AusJanson flagte auch über die Haltung der Gesellschaft, haben, die Verurtheilung zu vollstrecken. Aber und das Programm betont dies ausdrücklich druck, daß die Ursache wohl seine sozialdemokratische Gesinnung welche wenig geneigt scheint, die Hinterbliebenen der Verunglückten zu entschädigen. Zwar erklärte Miniſter diese Eroberung der Gemeindegewalt wird nur die Einleitung fei. Darauf fandte der Pfarrer Elchlepp aus Untersachsenberg zur endgiltigen Eroberung aller politischen Macht sein, sie wird an das Boigtl. Boltsblatt" eine lange Erklärung, in welcher er De Bruyn, der Verwaltungsrath der Gesellschaft habe ihm uns befähigen, in den weiteren Gang der Ereignisse, die die neue darzulegen suchte, daß der Mann nicht seiner Gesinnung wegen die Versicherung gegeben, er würde die nöthigen Maßregeln Gesellschaft herbeiführen werden, leitend einzugreifen. ausgeschloffen worden sei, sondern weil es noch mehrere Dies ist der Inhalt des Manifestes, das die Arbeiterpartei Andere gäbe, die der Unterstüßung noch treffen, allein das genügte Janson nicht. Er wies darauf noch viel als er. Hören wir nun, hin, daß bis jetzt noch kein Gesetz existire, welches die Ver überall hinausfenden wird, und es würde nur noch erübrigen bedürftiger wären antwortlichkeit der Gesellschaften feststelle. In solchen wenn es nöthig wäre In solchen wenn es nöthig wäre zu beweisen, daß für uns die Eroberung wie der um Unterstützung nachsuchende Arbeiter feine Lage Fällen sei das Einschreiten der öffentlichen Wohlthätigkeit der Gemeindeverwaltungen und auch der Kammer nur ein Mittel schildert. Der Mann soll eine fiebenköpfige Familie ernähren. zwar gebührend anzuerkennen, allein dadurch werde der Ar- zum Zweck ist, und daß wir, gleich der deutschen Sozialdemokratie, Allein ist ihm dies überhaupt unmöglich, ist auch hier gar. beiter an das Almosen gewöhnt, und andererseits könnten alles, Streifs, Wahlen, politische Aktion u. f. w. unserem einen nicht Mode; jedes Familienglied wird eben mit zum Schaffen die Gesellschaften sich gar zu leicht ihrer Verpflichtungen Biele unterordnen: Dem Sieg der Arbeiterklasse und der Herbei gezwungen. Der Mann sagt, er habe sammt der Thätigkeit B " führung der kommunistischen Gesellschaftsordnung. seiner ganzen Familie in den letzten zwei Monaten 48 m. entledigen. Die größten Aktionäre der Anderlues'schen Von den Programmartikeln wollen wir nur einige zitiren, verdient, also 14 Hände in einer Woche etwa 6 Mart. Gruben sind französische Kapitalisten, die nicht zu fassen die zeigen, welche Politik die sozialistischen Abgeordneten in den Trotz dieses elenden Verdienstes ist der Mann aber von einer find. Die Gesellschaft von Anderlues ist mit der von Gemeinderäthen verfolgen sollen. Unterstüßung auszuschließen, weil es noch viel Bedürf Mariemont die reichste des Landes. Ihre Aktien, die Bom gefezlichen Arbeitstag, dem aktuellsten Ziel, handelt der tigere giebt. Wir danken dem Herrn Pfarrer für diese Neuigkeit und werden uns an dieselbe erinnern, wenn die kapis 500 troß der Katastrophe Artikel 2: Einfügung von Klauseln in die Bedingungen über die Aus- talistische Presse wieder von unverschämten Forderungen der Ar über 3000 Fr. Bezeichnend für den Grad der Mißstimmung führung städischer Arbeiten, welche den Arbeitstag auf acht beiter spricht, wenn das Glend der arbeitenden Klasse abgeleugnet ist der Umstand, daß in der Kammer selbst ein Abgeordneter hunden reduziren, ein von dem Rath in Uebereinstimmung mit und der Nothstand auf Konto der Genußsucht und Verschwendung die Schließung der Gruben von Anderlues verlangte, weil den Berbändem festgesetztes Lohnminimum garantiren und die der Arbeiter gesetzt wird, wenn die Sparapostel kommen und fie nicht mit genügender Vorsicht betrieben werden. Aus schon durch ein gesetzliches Detret von 1848 abgeschaffte After- fagen, der Arbeiter müsse sich etwas erübrigen." Anderlues selbst erfährt man, daß sechs der noch lebend aus verdingung verbieten.- Einrichtung einer Inspektionsbehörde, der Grube gebrachten Arbeiter ihren Verwundungen erlegen die über die Ausführung dieser Klauseln zu wachen hat. Theater. Sonnabend, den 19. März. Opernhaus. Freund Friz. Schauspielhaus. Narziß. Deutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Leffing- Theater. Wahrheit. Berliner Theater. Die Königs brüder. Residenz Theater. Musotte. Wallner Theater. Sein bester Freund. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Bellealliance Bräsig. 2000. Theater. Onkel Circus Renz. Karlstraße. Sonnabend, den 19. März 1892, Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Nur noch 5 Vorstellungen. Abends 74 Uhr: Equestrische Gala- Circus G. Schumann. Vorstellung zum Benefiz für Herrn Franz Renz. 3um 1. Male: Hippo- Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. logischer Kongress von 36 Vollblut- Sonnabend, den 19. März 1892, pferden( arabischer, Trakehner, irischer Abends 72 Uhr: Große Blown und schottischer Rasse). Diese Nummer und Komiker- Vorstellung. Sehr enthält sämmtliche Freiheitsdressuren gewähltes urkomisches, neues Prodes Benefizianten. Neu! Alt- Friederi- gramin. Mr. James Fillis, cianische Quadrille. Neu! geritten von 8 Damen und 8 Herren, fommandirt mit feinem Schulpferd Markir". Zum 4. Male: Dom Benefizianten. 4 hohe Schulen zu Der Krieg im Zululande. Groke historische KriegsPantomime, arrangirt vom Direktor G. Schumann, ausgeführt von 250 Personen. 9 gleicher Beit geritten von 4 Damen. Zum 1. Male: Old Jo, fomische Szene von den Herren Franks u. C. Godlewsky. Zum Schluß: ,, Auf Helgoland", Oftend- Theater. Berlin im Jahre oder: Ebbe and Fluth. Große hybrologische Ausstattungs- Pantomime Sonntag, 20. März,( letter Sonntag): in 2 Abtheilungen vom Direktor E. 2 lehte Sonntags Vorstellungen. Adolph Ernst Theater. Der Renz. National- Tänze( 65 Damen) 2c. Nachmittags 3/2 Uhr( 1 Rind frei) Tanzteufel. Fernpalat. Spezialitäten- Borstellung. Einlage: Ulanen u. Garde- Husaren und Abends 7½ Uhr. Gebrüder Richter's Variété. Spe- überraschende Licht- und Feuereffekte. Sport- Vorstellung zum Benefiz für ete. Dampfschiff- u. Bootfahrten, neue Montag, den 21. März: Gr. Galazialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- 80 Fuss hohe Riesenfontaine. den beliebten Schulreiter Mr. James Morgen Sonntag: 2 Vorstellungen. Fillis.- Billets zu dieser Vorstellung ftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Nachmittags 4 Uhr( 1 Rind frei). Auf sind an der Rasse von heute ab zu Verlangen:„ Die Touristen". Abends haben. Borstellung. 71/2 Uhr ,, Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. PassagePanopticum. Frauengestalten in 7lebend. Bildern dargestellt von Berliner Modellen. Ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interesanteste Völkerschaft Inter- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vor4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr mittags, Sachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: 1169L Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publitum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Zum Erbbegräbniss Urban- Strasse No. 51, ladet alle Freunde und Genossen ein 21092 Pfister- Karl. J. Vertr. Für Schüßen. Noch einige Tage find Loose à 50 Pf. zu dem großen Preis- Schiessen BritzerStrasse 22 zu haben. Es ladet dazu ein[ 1988b] Gustav Wächter. Parteigenossen und Genossinnen Bockbierfeste lade ich zu meinem 2078L bei musikalischer Unterhaltung ganz ergebenst ein. Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Ein größeres Vereinszimmer ist noch einige Tage in der Woche zu vergeben. Lade hiermit alle Genossen u. Freunde heut Sonnabend, 19. März, zur Verlofung eines lebenden Ziegenbocks ein. Max Menzel, Rigdorf, Ziethenstr. 36. Elegante 2047L C. Kramer's Restaurant Rixdorf, Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. sich allen Kirchhofsbesuch. Patent in allen Staaten angemeldet. Wo speisen Sie? In der alt. pommer fchen Küche, Dra Grosse Matinée am Sonntag, den 20. März 1892, Mittags 11% Uhr, im Lokale ,, Königsbank", Gr. Frankfurterir. 117, unter gütiger Mitwirkung des Kaiser'schen Männer- Chors und des Thn'schen Gesangvereins ,, Humor" und anderer Kräfte. Veranstaltet von der Freien Vereinigung sämmtlicher in der Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zum Besten kranker Mitglieder. Billets à 30 Pf. sind in den Zahlstellen sowie bei den bekannten Mitgliedern zu haben. Des guten Zwedes wegen steht eine recht rege Be theiligung zu erwarten. Der Vorstand. 254/19 Achtung! Möbelpolirer. Achtung! Die Verbands- Versammlung am Montag, den 21. März, bei Bolzmann, Andreasstr. 26, fällt aus, dafür in demselben Lokal Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung aller Möbelpolirer. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Delegirten vom Gewerkschafts- Kongreß. Referent: Robert Weber. 2. Wie stellen sich die Möbelpolirer zu den Beschlüssen desselben? nothwendig, daß die Bersammlung zahlreich besucht wird. Kollegen, zeigt, daß Im Intereffe unserer Organisation und der Wichtigkeit der Sache ist es Ihr Interesse an der modernen Arbeiterbewegung habt. 232/19 Allgemeiner Die Kommiffion. J. A.: C. Schönicke. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. ( Filiale Norden.) Große Versammlung nienstr 181, Hof pt. am Sonntag, den 20. März, Nachmittags 4 Uhr, bei klein! Frühst. 30 Pf., Mittagstisch 18962 in Knebel's Salon, Badstraße Nr. 58. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Silberberg über:„ Die heutige Erziehung unferet mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis Rinder." 2. Diskussion. 3. Wahl der Bevollmächtigten und Aufnahme neur 50 Pf, nach Auswahl. Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren und Damen, als Gäste, find will tommen. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Tellersammlung findet statt. [ 176/12] Der Vorstand. Patent in mehreren Ländern schon ertheilt. Kathreiner's Kneipp- Malz- Kaffee mit Aroma und Geschmack des echten Bohnenkaffee ist der beste, wohlschmeckendste und Ka Schutz gesündeste Kaffee- Zusatz, ausserdem im Gebrauch der billigste. Kneipp's er's Morte 2.Kaffee. MalzNow it mit Dierer Schulemaria, Plebe und Unterstall w Rana Ratheiser Halfty MONCUEN. Verkaufs- Preis: 45 Reiner Malz- Caffee ist ein vorzügliches Getränk besonders für Frauen, Kinder, Bintarme, Nervenleidende etc. Hauptsache richtige Zubereitung: die Körner mahlen und mindestens 5 Minuten kochen, Wird niemals lose verkauft, sondern nur in Original- Paketen mit nebenstehender Schuhmarke. 45 Pf. 1 Bfd.- Packet, 25 f. 1/2 Pfd.- Packet, 10 Pr. Probe- Badet à ca. 100 Gr. Zu beziehen durch die Colonialwaaren- und Droguen- Handlungen. Kathreiner's Malz- Kaffee- Fabriken Berlin C., Raiser Wilhelmstr. 25 München Wien. G. Scharnow's anerkannt leistungsfähigste Uhren Fabrik Berlin S., Oranienstr. 152, Ede Morigplay, besteht seit 1860. Anert. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren v. 20 M. an do. Ancre- Herren- Re montoir- Uhren Regulateure. 0. v. 50 M. an . v. 8 M. an do. in polirtem Nußbaum- Gehäuse, ca. 1 mtr. lang, 14 Tage gehend,. v. 14 M. an Wecker- Uhren in verschied. Mustern. 0 • v. 3,50 M. an Reparaturen nach Uebereinkunft. Cylinder Uhren reinigen 1,50 M. Gr. öffentliche Tischler- Versammlung am Montag, den 21. März, Abends 81/2 Uhr, im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee Nr. 11-13. Tages- Ordnung: 1. Die Tischler Berlins und ihre Organisation in der Zukunft. Refer Karl Kloß- Stuttgart( Vorsitzender des deutschen Tischler- Verbandes). 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen aller Branchen sind der wichtigen Tagesordnung wegen Der Einberufer. eingeladen. 325/17 Achtung! Former im Norden Berlins! Oeffentliche Versammlung am Montag, den 21. März, Abends 8 Uhr, bei Schröder, Müllerstrasse 178( Weddingpark). Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gegeben. Kollegen, welche Marken mit mir abzurechnen haben, bitte ich, pünktlich dort zu sein. Former im Norden, seid in dieser Versammlung alle zur Stelle! Der Einberufer: W. Paetzel. 154/15 Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 20. März, Abends 6 Uhr: 2 grosse Versammlungen. Süd- Bezirk: Lindenstr. 106 bei Poppe, Vortrag des Herrn Dr. Borchardt über:" Die Wirkungen und das Wesen der elektrischen Ströme." Diskussion 432/9 Süd- Ost- Bezirk: Gratweil'sche Bierhallen, KommandantenAraße 77-79. Vortrag des Herrn Lippmann, Lehrer der Arbeiter Bildungsschule über: Ist die Zivilisation der Menschheit zum Segen ges worden?" Diskussion. Aufnahme neuer Mitglieder. # In beiden Versammlungen nach dem Vortrag Tanz und geselliges Beisammensein. Große öffentliche Versammlung Der Berufs- Musiker am Sonntag, den 20. März, Vorm. 11 Uhr, im großen Saale des Handwerker- Vereins, Sophienstr. 15, zu der auch ganz besonders die Eltern und Vormünder, welche ihre Söhne resp. Mündel in eine Musiklehre geben wollen oder schon gegeben haben, eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Die Schäden und Mißßände im Lehrlingswesen des Musker berufes. Referenten: Herr ( Referat aus gerichtlichen Atten.) Rechtsanwalt Dr. Bonk; Herr J. Bumke, Bräs. des Allgem. deutschen Muf.- Verb.; Herr Dachs; Herr Redakteur Lackowitz. 2. Diskussion. Der Einberufer. 1822b W. Krüger, 1. Vorsitzender des Vereins Berliner Musiker, Schlegelfir. 16. Oeffentliche Versammlung der Maurer u. Putzer Berlins u. Umgegend 247/17 Sonntag, den 20. März 1892, Vormittags 10% Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über den Halberstädter Ges Für jede bei mir gekaufte Uhr übernehme eine schriftliche Garantie bis zu fünf Jahren. 2077L wertschafts- Rongreß. Referent: Kollege Eckstein aus Zwickau. 2. Diskussion. 8. Berschiedenes. HF Bitte genau auf die alte Firma Oranienstr. 152 zu achten. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersuchen wir 0000000000000000000000000000 fämmtliche Kollegen, pünktlich zu erscheinen. mit Kontrollmarken aus der Genossenschafts- Hutfbr. zu 3, 3,50, 4, 5, 6 M. Cylinder eigener Fabrikation zu 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 u. 12 M., empfiehlt OranienGegr. 1876. Hüte Paul Drenske Nachf., tr. 172. 000000000000000000000 000000000000000 Arbeiter! Parteigenossen! Kauft nur Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarken. Großes Lager in Hüten mit Kontrollmarke, Schirmen, Kravatten, Kragen und Mühen. G. Kuhlee, Waldemarstraße 28. Die Vertrauensmänner des Zentralverbandes der Maurer und verw. Berufsgenossen Deutschlands für Berlin. Heinrich Klingenberg, Mittenwalderstr. 88. Bernhard Förster, Lübeckerstr. 48. Deffentliche Versammlung der Kistenmacher mit Frauen am Sonntag, den 20. März, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobstraße Nr. 83. Tages Ordnung: Nach der Vortrag der Frau Rohrlad über: Boltsaberglaube." Tellersammlung statt. Versammlung Tanz. Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet 190/17 Einsegnungs- Butter- und Käse- Handlung Freie Volksbühne. Anzüge in Jaquet- Façon, blauu. schwarz, in nur guten Stoffen von 15 M. an. Julius Lindenbaum, Berlin O., Frankfurterstr. 139. en gros von P. Schulze. I. Geschäft: Boffenerstraße Nr. 43, zwischen Gneisenau- u. Fürbringerstraße. en detail Morgen, Sonntag, den 20. März, Nachmittags 2 Uhr, findet für 2121L die zweite Abtheilung( grüne Karten) die Aufführung des Pfarrers von Kirchfeld von Anzengruber statt. Das Theater wird um 1 Uhr geöffnet und 10 Minuten nach 2 Uhr geschlossen. II. Geschäft: Marheinedreplat, Markthalle X., Stand 105, neu eröffnet. 1931b Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 67. Sonnabend, den 19. März 1892. 9. Jahrg. Parteigenossen! Arbeiter Berlins! trag stimmen, um auch an diesem bescheidenen Punkt die Ver- geben und ihr zur Erwägung zu ſtellen, ob infolge deffen gege Am Mittwoch, den 23. März, haben die Wähler der 3. Abtheilung, also die Arbeiter, fleinen Handwerker und Beamten im 22. Stadtbezirk an die Wahlurne zu treten, um ihre Stimme für einen Vertreter im städtischen Parlament abzugeben. Die bis herige fortschrittliche Mehrheit im städtischen Verwaltungskörper hat in augenfälligfter Weise gezeigt, daß fie für die Interessen unferer Wähler, des arbeitenden und dabei nothleidenden Volkes, tein Verständniß hat, daß ihre Klaffenzugehörigkeit ihr einfach verbietet, dem etwa vorhandenen guten Willen" die That folgen zu lassen. Es ist daher unfere unabweisbare Pflicht, wirkliche Vertreter der Arbeit, flaffenbewußte Sozialdemokraten in die Gemeinde verwaltung zu entfenden. Jeder Parteigenoffe agitire, wo sich Gelegenheit bietet: in Werkstätten, Verkehrslokalen, in Versamm lungen und wo er sich sonst befinden mag. Es gilt, durch Wort und Schrift Säumige neu aufzurütteln, neue Kämpfer für die Reihen der Proletarierbewegung zu gewinnen. Es gilt, am 23. März einen neuen Markstein in der Klassenbewegung der Arbeiter aufzurichten! Dies erreichen wir, wenn wir, fest geschlossen, dem Kandidaten Dies erreichen wir, wenn wir, fest geschlossen, dem Kandidaten der Sozialdemokratie, Kaufmann Robert Flatow, Wallner- Theaterstr. 18, zum Siege verhelfen. = Wir bitten Folgendes zu beachten: Nach den gefeßlichen Bestimmungen ist in die GemeindeWählerliste als stimmberechtigt jeder selbständige Preuße ein zutragen, welcher das 24. Lebensjahr erreicht hat, wenn er feit einem Jahr Einwohner der Stadt ist, sich im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, feine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen und seine Gemeinde Abgaben gezahlt hat, auch an Klassensteuer einen Jahresbetrag von 6 M. entrichtet oder doch zur 2. Klassensteuer- Stufe eingeschätzt worden ist. Hausstand hat, d. h. welcher über einen Wohnraum oder mehrere Wohnräume selbständig verfügt. Als unterſtügt wird auch der jenige angesehen, welcher für sich oder seine Familienangehörigen Krankenpflege aus öffentlichen Mitteln durch Aufnahme in ein Krankenhaus empfangen und die dadurch entstandenen Kosten nicht zurückgezahlt hat. Als Legitimation zur Ausübung des Wahlrechts genügt die feitens des Magistrats jedem Wähler zugestellte Wahlfarte". Im Nothfalle auch die letzte Steuerquittung. Die Wählerlisten find bis zum Wahltage einzusehen bei Spiedermann, Markusstr. 6. " der Hilfskaffen bereits besiegelt. Wir werden aber für den An- haftung und Mißhandlung von Wahlagitatoren Kenntniß zu schlechterungen abwenden zu helfen. Nüßen wird es auf die den Bürgermeister Podlas in Fiddichow und den PolizeiDauer doch nichts. Interessant sind die verschiedenen platonischen sergeanten Wolter daselbst der Thatbestand des§ 340 Str.-G.-B. Liebeserklärungen für die freien Kassen. Auch wenn man die vorliegt. Aeußerungen der beiden Vorredner nebeneinander stellt, sieht man Die Prüfung der Wahl des Abg. v. Weyrau ch( 2. Kassel) recht deutlich, wie eigenthümlich es mit dieser Liebe bestellt ist. wird durch das inzwischen erfolgte Erlöschen des Mandats für Die Arbeiter werden jedoch ihren Schwerpunkt in die Ortstassen erledigt erklärt. Aeltere Beschlüsse des Hauses werden für erverlegen, um sich das Maß des Einflusses zu erhalten, das ihnen ledigt erklärt hinsichtlich der Wahlen der Abgg. Günther ( 8. Merseburg), v. Unruhe- Bomst( 3. Posen), Hastedt sei schon an sich nicht zweckmäßig, bei einer einzelnen Kaffe die Geh. Rath v. Wödtke erklärt sich gegen den Antrag. Es( 17. Hannover), v. Normann( 7. Stettin). Für giltig erklärt werden die Wahlen der Abg. Porsch Leistungen und das Maß derselben ganz verschieden festzustellen;( 11. Breslau), v. Jagow( 1. Potsdam), Hermes( 8. Potsdam) die daraus entstehende Ungleichheit werde von den anderen An- Graf Arnim( 10. Liegnitz). gehörigen der Kaffen durchaus nicht angenehm empfunden wer- Bezüglich der Wahl des Abg. v. Janta Polczynski ben. Die Schwierigkeiten bestehen für die Angehörigen der wird beschlossen, den Reichskanzler zu ersucheu, durch Vermitte 3wangskassen thatsächlich in demselben Umfange. Was mit lung der preußischen Regierung den Wahlvorstand Semmler zu Bem Antrage erreicht werden soll, würde doch nicht erreicht Lusin wegen Verlegung des Wahlgeheimnisses und Beeinträchtigung der Wahlfreiheit zu rektifiziren. zutomint. werden. Abg. v. Stumm hält es für so bedenklich, in diesem Im Anschluß an die Wahl des Abg. Hänel( 7. SchleswigStadium der Berathung über einen Antrag zu entscheiden, dessen Holstein) wird auf Antrag der Wahlprüfungs- Kommission be desselben eventuell gegen das ganze Gesetz stimmen müßte.( Be- verbündeten Regierungen Fürsorge zu treffen, daß die bei Prüfung Tragweite ganz unabsehbar sei, daß er im Falle der Annahme schlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, durch Vermittelung der der Wahlen vielfach zur Sprache gebrachten Verstöße gegen die Abg. Möller erklärt nach den Ausführungen des Bundes- Bestimmungen über die Deffentlichkeit der Wahlhandlung durch fommissars den Antrag ablehnen zu müssen. entsprechende Belehrung der Wahlvorsteher in Zukunft verhütet werden. wegung.) Abg. Hirsch weist darauf hin, daß die freien Kassen die Freizügigkeit sehr viel besser wahren, als die Zwangskaffen dies zu thun im Stande feien. Ihre Mitglieder blieben statutengemäß Mitglieder der Kaffe, wenn sie auch von Memel nach Ronstanz verzögen. Dieser Umstand rechtfertige doch gewiß eine besondere kleine Rücksicht auf diejenigen Verwaltungsstellen, wo die Vertretung eine schwache sei. Abg. Hite: Es wirkt nicht sehr empfehlend für den Antrag Hirsch, wenn die Herren von seiner Annahme ihre Zustimmung Wenn aber auch Herr v. Stumm mit der Kabinetsfrage tommt, so haben die Herren auf der andern Seite doch mehr Recht als Herr v. Stumm. Die Novelle macht bezüglich der freien Kassen einen großen Fortschritt in der Richtung des Herrn v. Stumm, das Prinzip, das er will, wird von der Novelle anerkannt. Die starre Durch führung des Prinzips scheint mir nun aber nicht zwingend geboten, nachdem wir den freien Kassen neue Lasten durch die können unmöglich die Naturalleistung gewähren. Aus Rücksicht Gesetzgebung auferlegt haben. Die großen zentralisirten Rassen auf den historischen Gang der Dinge und in der Absicht, den freien Rassen nicht das Lebenslicht auszublasen, werde ich für den Antrag stimmen. Abg. v. Stumm fann diesen Standpunkt nicht theilen und ersucht nochmals um Ablehnung des Antrages. Der Wahlbezirk umfaßt folgende Straßen: Alexanderstr. 1-17, 19-52, 69-71. Blumenstr. 1-34, 51a- 76, 88 u. 84. Holzmarktstr. 1-18, 52-55, 58-73. Raifer In der Abstimmung wird der Antrag Hirsch- Gutfleisch mit Straße 1-48. Große Frankfurterstr. 69. Kleine Frankfurter den Stimmen der Sozialdemokraten, Freisinnigen und des Groß traße 1-9, 20-25. Grüner Weg 1-22, 102–125. ffland traße 1-11. Markusstr. 1-21b, 24-47, 50-54. Ballner- des Zentrums angenommen und mit dieser Aenderung der Theaterstr. 1-45. Magazinstraße. Schillingstraße. An der§75a. Gegen den Antrag stimmen mit der Rechten und den Jannowizbrücke. An der Michaelsbrücke, Westseite. Naupach Nationalliberalen auch die Antisemiten und vom Zentrum die Grafen Ballestrem, Droste, Chamaré, Galen, Matuschka und die Straße. Die Stadtbahn von Michaelisbrücke, Westseite bis zum Serren v. Schalscha und v. Huene. hördlichen Ufer der Spree bei der Alexanderstraße Kleine Ohne wesentliche Diskussion werden in der Fassung der Markusstraße. Alexanderplatz, Ostseite der Straße längs der Stadtbahn. Krautsstr. 1-12, 16 u. 16a, 47-52, 54a, 55a. 8weiten Lesung resp. mit den Abänderungsanträgen der freien Georgenkirchplatz 33 u. 34. Königsgraben í u. 20-22. Lands- Kommission Gutfleisch u. Gen. angenommen die§§ 75b, 75c, bergerstraße 60-67. Prenzlauerstr. 32-32a. Alte Schützen- 75d, 76, 76a, 76b, 76c, 76d, 76e, 78, 78a, 81, 82, 82a, 82b, 82c, ftraße 8-16. Rurzestr. 1-19. Das Wahlkomitee. J. A.: Eduard Friese. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 197. Sigung vom 18. März. 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Marschall, Rothen burg, Lohmann. Die dritte Berathung der Krantentassen Novelle wird fortgesetzt. Nach§ 75 a ist den eingeschriebenen Hilfskaffen auf ihren Antrag eine amtliche Bescheinigung darüber auszustellen, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 genügen. Die Bescheinigung wird ausgestellt: 1. für Kaffen, deren Bezirk über die Grenzen eines Bundesstaats nicht hinausreicht, von der Zentralbehörde, 2. für Kaffen, deren Bezirk über die Grenzen eines Bundesstaats hinausreicht, von dem Reichstanzler. Die Abgg. Hirsch und Gutfleisch beantragen den Zusatz: Der Bescheid ist innerhalb 6 Wochen zu ertheilen." Sie beantragen ferner, zum§ 75 a zu beschließen, daß in Gemeinden, in denen weniger als 20 Mitglieder der betreffenden Raffe beschäftigt werden, den Mitgliedern an Stelle der Leistung von freiem Arzt und freier Arznei in natura die Hälfte des ortsüblichen Tagelohns gewährt werden kann. 83 t. 87. Nach Art. 25 der Novelle soll das Gesetz am 1. Januar 1893 in Krast treten. Die bisherige Ueberschrift des Gesetzes Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter" wird auf Antrag der Abgg. v. Strombeck u. Gen. in„ Krankenversicherungsgeset" abgeändert. Die Kommission hat in ihrer Mehrheit folgenden Antrag angenommen: Zur Erhebung einer Wahlanfechtung ist jeder zur Reichstagswahl Berechtigte berechtigt." Die Wahlen der Abgeordneten Grumbt( 8. Sachsen) und 3ange meister( Gotha) sind von der Kommission für giltig erklärt worden, obwohl bei beiden Wahlen eine unzulässige Wahlbeeinflussung durch die Kriegervereine festgestellt worden ist. Die Kommission hatte bei der ersten Prüfung diese Agitation für so erheblich erachtet, daß Erhebung beschlossen wurde. Nach der Erörterung des Ergebnisses dieser Erhebungen aber hat die Kommission die Erheblichkeit dieses Umstandes für das Wahlresultat nicht mehr anerkannt und mit 7 gegen 5 Stimmen die Wahl für giltig erklärt. Abg. Hermes( Jauer) beantragt Namens der Minorität der Kommission die Ungiltigkeit der Wahl Grumbt, weil diese Betheiligung der Kriegervereine an der Wahl als ungefeßlich ers wiesen sei. Die Mitglieder der Kriegervereine im Wahltreise feien über 4000 an der Bahl, die Majorität für Herrn Grumbt betrage aber nur etwa 200. Die Wahl könne also als giltig nicht angesehen werden. Abg. von Hellmann( Rp.) tritt für den Kommissionsbeschluß ein. Die Agitation der Kriegervereine gegen die Wahl von Sozialdemokraten erklärt Redner für berechtigt. Sozialdemokraten gehörten nicht in die Kriegervereine, die Parteileitung hätte längst selbst sie zum Austritt veranlassen sollen; da sie das nicht thue, müsse man annehmen, daß die Sozialdemokratie sich in den Kriegervereinen festsetzen wolle. Der Aufruf des Vereinsbundes, der den Gegenstand des Angriffs bilde, sei eine hervorragende geistige Waffe im Kampfe gegen die Sozialdemokratie gewesen und den Kriegervereinen gebühre dafür Dank.( Beifall rechts; ironisches Bravo fints.) er Abg. Aner( Soz.): Der Wahlaufruf ist in dem in Rede stehenden Wahlkreise mit voller Absicht von den sächsischen Konservativen verbreitet worden, weil diese die Deutschfreisinnigen zu den Umfturzparteien rechnen. Jetzt stellen die Herren es immer so dar, als ob dieser Wahlaufruf sich nur gegen Sozialdemokraten gerichtet habe, nicht aber gegen einen Angehörigen einer anderen Partei, die man ja doch alle zusammen unter dent Namen der Ordnungsparteien zu begreifen pflege. Ueberall, nur eben nicht in Sachsen, wo man die Deutschfreisinnigen zu den Umsturzparteien rechnet. Den Sozialdemokraten gegenüber halten Sie jedes Mittel für recht; aber wenn Sie uns teine Rechte geben, warum legen Sie uns denn Lasten auf, nehmen Sie unsere Söhne Damit ist die dritte Berathung der Novelle im einzelnen warum Zu Soldaten und beendet. nehmen von uns Steuern? Wenn Sie uns so rechtlos behandeln, Der Abg. Rösicke hat mit Unterstützung von Mitgliedern so könnten wir auch einmal zu dem gleichen Verhalten aller Fraktionen folgende Resolution zu der Novelle eingebracht: tommen, alle Mittel gelten zu lassen; das würde Ihnen aber Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die ge- böse bekommen. Daß man in Sachsen die Deutschfreifinnigen eigneten Maßregeln zu ergreifen, daß mit dem Inkraft- zu den Umsturzparteien rechnet, folgt mit Sicherheit aus dem treten dieses Gesetzes auch eine anderweite Festsetzung der von dem sächsischen Zentral- Wahlvorstand, Freiherrn v. Friesenortsüblichen Tagelöhne in Kraft tritt, sowie periodische Rötha, veröffentlichten offiziellen Flugblatt, das folgenden Wort Veröffentlichungen der festgesetzten ortsüblichen Tagelöhne laut hat: Während ein Theil der sächsischen Fortschrittspartei sich in erfreulicher und anerkennenswerther Weise von der Ber von Reichswegen herbeigeführt werden." Die Resolution wird nach furzer Begründung durch den liner Zentralleitung der deutschfreisinnigen Partei losgesagt und Die dem zwischen der konservativen und nationalliberalen Partei Antragsteller mit großer Mehrheit angenommen. Gesammtabstimmung über das Gesetz wird erfolgen, sobald die abgeschlossenen Uebereinkommen gegenseitiger Unterstützung bei zusammenstellung der Beschlüsse dritter Lesung im Druck vorliegt. Den Wahlen beigetreten ist, hat ein anderer Theil wiederholt Das Haus geht über zu dem Bericht der Geschäftsordnungs- sein Zusammengehen mit der Berliner Zentralleitung betont. Kommission über die Frage, wer zur Erhebung einer Letterer hat, seinem Programm getreu, in mehreren LandtagsWahlanfechtung berechtigt sei. Wahlkreisen den Kandidaten der Ordnungsparteien Kans didaten seiner Richtung entgegengestellt. Auch haben Letztere sich ausdrücklich als außerhalb des Kartells bezeichnet. Wir stehend haben hierbei daran zu erinnern, daß dieser außerhalb des Kartells stehende Flügel der Die Abgg. Gröber, Spahn und Krebs schlagen folgende Be- Liberalen Sachsens in einer zu Chemnitz abgehaltenen Berfanunlung ausdrücklich die Unterstützung der sozialdemokratischen Partei schlußfassung vor: Zur Erhebung einer Wahlanfechtung ist jeder Deutsche be- in allen den Kreisen beschlossen hat, in welchen sie selbst keine Aussicht haben, einen der Jhrigen durchzubringen. In logischer Die Abgg. Hirsch und Gutfleisch empfehlen die Annahme des letzteren Antrages, von dessen Annahme die Zustimmung der Abg. Gröber befürwortet diesen Antrag. Ein Uebermaß Folge hiervon halten wir uns für berechtigt, diese nach ihrer Freisinnigen zu der Novelle überhaupt abhängig sei. von Wahlanfechtungen sei von der Aufstellung dieses Grundsatzes eigenen Erklärung außerhalb des Kartells stehenden Herren in Abg. Goldschmidt( dfr.) bemerkt gegenüber einer früheren nicht zu befürchten. Warum wolle man allen passiv aber nicht gleiche Linie mit der sozialdemokratischen Um Aeußerung des Ministerialdirektors Lohmann, daß der Vorstand attiv Wahlberechtigten, also allen Angehörigen des Militärstandes, turzpartei zu stellen. Wir machen deshalb die des Verbandes kaufmännischer Vereine sich in seiner letzten Zu- diefes Recht versagen? Jeder im Volte habe ein Interesse, Herren Wähler in den verschiedenen Kreisen Leute sitzen. darauf aufmerksam, daß jede für diese außerhalb des Kartells fammenkunft in Eisenach keineswegs für die Zwangsversicherung daß hier im Hause nur richtig gewählte Leute ausgesprochen habe. Jeder Reichstags- Abgeordnete habe nach der Geschäftsordnung stehenden Kandidaten abgegebene Stimme als; Abg. Sige erklärt es für außerordentlich schwierig, im das Recht zur Wahlanfechtung; diesem Rechte des Vertreters eine Unterstützung der Umsturzparteien anzu= und bitten alle Anhänger der Augenblick die Tragweite des Antrags Hirsch- Gutfleisch zu er- müsse das Recht jedes einzelnen Vertretenen entsprechen. Daß sehen ist, fennen, will aber für seine Person demselben zustimmen. Er habe die Frauen nach seinem Antrage kein Wahlanfechtungsrecht haben Ordnungsparteien um möglichste Verbreitung. dieser auf Thatsachen gestützten Anschauung. nie die Absicht gehabt, und seine Partei wolle auch jeden Anschein sollen, verstehe sich von selbst. vermeiden, als ob die eingeschriebenen Hilfskaffen todt gemacht Abg. Klemm( dk.) vertritt den Standpunkt der Kommission. Ein festes Zusammenhalten aller Anhänger der Ordnungsparteien werden sollten. Die Fraktion könne er aber mit dieser Erklärung Die Wahlanfechtung sei nur ein Recht der Wähler, denn sie sei erscheint diesen auf Störung der Wahlen und Unterstützung der ein Korrelat des Wahlrechts. Die sämmtlichen Vertretenen Umsturzparteien gerichteten Bestrebungen gegenüber um so Abg. Möller muß seine Stellung zu dem Antrag von der hätten wohl ein dringendes Interesse an der ordnungsmäßigen dringender geboten." Dieser Erklärung gegenüber bewundere ich Stellungnahme der Regierung abhängig machen. Ein Billigkeits- Bornahme der Wahl, aber daraus folge kein Recht der Wahl nur den Muth, mit dem diese Thatsache immer wieder ab= geleugnet wird. intereffe sei ja anzuerkennen; aber bei großen Reformwerken anfechtung. werde stets der eine oder der andere nicht ganz zufrieden zu Abg. Träger tritt ebenfalls für die Kommission ein. Wenn Abg. Baumbach( Altenburg) nimmt als Generalinjpektor ftellen sein und auf vereinzelte Organisationen könne dabei nicht man aus der Verfassungsbestimmung, daß die gewählten Ab- der altenburgischen Kriegervereine und derer des Fürstenthums besondere Rücksicht genommen werden. geordneten Vertreter des ganzen Volkes find, Schlüsse ziehen Reuß ä. 2. die Kriegervereine gegen den Vorwurf, als ob sie unAbg. v. 5. Schulenburg( dk.): Wir wollen auch die freien wolle, dann müsse man auch den Frauen ein Wahlanfechtungs- zulässige politische Agitation trieben, in Schutz. Wolle man den Hilfskaffen feineswegs ruiniren, wir wollen nur, daß sie auf recht zugestehen. Denn nach dieser Deduktion hätte jede deutsche Kriegervereinen verbieten, ihre politische Auffassung geltend zu demselben Boden der Verpflichtung stehen sollen, wie die Zwangs- Frau dasselbe Recht auf jeden Abgeordneten( Heiterkeit), wie machen, so möge man das Wahlrecht ändern. Redner bittet an taffen. Die Schwierigkeiten, welche die Antragsteller für die jeder deutsche Mann. Die Wähler seien die berufenen Hüter und den Beschlüssen der Kommission festzuhalten. freien Kassen erleichtern wollen, bestehen in demselben Umfange Schüber des Wahlrechts, dieses politische Recht entscheide auch auch für die Ortskaffen. Wir können zu Gunsten der ersteren über die streitige Frage. hier keine Ausnahme machen und werden den Antrag ablehnen. Nachdem ein Antrag Klemm auf Zurückverweisung der Frage Abg. v. Stumm lehnt ebenfalls den Antrag ab, der den an die Geschäftsordnungskommission gegen die Stimmen der freien Kassen ein neues Privileg gewähren würde, während man Rechten, der Antrag Gröber gegen die Stimmen des Zentrums Doch gerade mit der Beseitigung der Privilegien dieser Kassen und der Sozialdemokraten abgelehnt ist, wird der Kom- zuweisen. Herr von Hellmann hat heute die politische Wahlin der Novelle vorgegangen sei. Die freien Gilstassen passen missionsantrag angenommen. überhaupt in den Rahmen der sozialpolitischen Gesetzgebung nicht binden. nicht mehr. rechtigt." Es folgen Wahlprüfungen. Bezüglich der Wahl des Abg. v. d. Often( 3. Stettin) wird Abg. Ulrich( Soz.): Der Antrag entbeht einer besonderen auf Grund der erfolgten Erhebungen beschlossen, der zuständigen Bedeutung, denn durch die gestrigen Beschliffe ist das Schicksal Staatsanwaltschaft von der Feststellung der ungesetzlichen BerAbg. Rickert: Die Frage des Wahlrechts gehört absolut nicht hierher. Wir kämpfen garnicht gegen die Kriegervereine, sondern nur gegen ihre unerlaubte Thätigkeit. Wenn diese privi legirten Vereine ihre Statuten verletzen dadurch, daß sie Politik treiben, während sie ihnen verboten ist, so haben wir das zurückagitation der Kriegervereine für berechtigt erklärt; sprach er das Namens der Mehrheit des Hauses aus? Ich würde mich sehr wundern, wenn die frühere Majorität plöglich Herrn von Hellmann als ihren Beauftragten anerkennen wollte. Diefelbe Wahlprüfungs- Kommission hat mit 7 gegen 5 Stimmen jetzt abgelehnt, die Abg. Schneider- Hamm bestreitet, daß das unzulässige Eintreten der Kriegervereine einen derartigen Einfluß auf das Wahlergebniß habe, um die Wahl als ungiltig erscheinen zu Laffen. Abg. Frihen Koblenz: Das Zentrum hält e3 in feiner Weise für wünschenswerth, daß die Kriegervereine Politik treiben. Wir haben auch anerkannt, daß nach den Statuten diefer Vereine Wahlagitation zu treiben nicht als zulässig zu erachten ist. In Der Frage aber, ob damit ein Einfluß auf das Wahlergebniß ausgeübt wird, ist das Zentrum getheilter Meinung. Ich per sönlich halte die Kriegervereine für Privatvereine; jedenfalls sind ihre Privilegien nur sehr geringwerthiger Art. Ich werde für die Giltigkeit der Wahl stimmen. Wir lassen hier zur Illufiration des eben Gesagten zwei Berichte von durchaus glaubwürdigen Leuten folgen, die uns im Laufe des gestrigen Nachmittags zugetragen wurden. 1848 Erheblichkeit jener Beeinflussungen anzuerkennen und ist sich damit schreiten veranlaßten. In bürgerlichen Blättern lesen wir, daß j antreten. In gleich anschaulicher Weise schilderte der Vortragende felber untreu geworden. Wenn Sie heute die Wahlagitation der eine Frau sistirt werden sollte und daß hierbei Versuche zur Be- die Vorgänge in Frankreich im Jahre 1871, den 18. März als Kriegervereine als berechtigt anerkennen, während sie ihnen im freiung der Arrestantin gemacht worden sein sollen. Wir selbst den Geburtstag der Pariser Kommune feiernd, ging dann auf Statut verboten ist, dann tragen Sie eine Erbitterung in die konnten über die Veranlassung des polizeilichen Vorgehens deren Kämpfe ein und die heldenmüthigen Opfer, die zu Bevölkerung hinein, deren Früchte die Sozialdemokratie ernten Bestimmtes nicht ermitteln, find aber mit unseren sämmt- Taufenden hingemezelt wurden, als die bewußten Vertreter wird.( Lachen rechts.) Daß es in dieser Hinsicht in Sachsen lichen Gewährsleuten der Ansicht, Ansicht, daß das Benehmen des Proletariats. Wenn auch beide Revolutionen nicht zum Besten steht, dafür haben Sie doch in diesen Tagen namentlich der jungen Polizei- Offiziere ein in hohem Grade un- und 1871, gescheitert seien, spurlos feien sie nicht vorübererst einen schlagenden Beweis erhalten. passendes war. Ohne jede sichtbare Veranlassung wurden gegangen, sie hätten Samen ausgestreut, der kräftig aufgehe. Passanten von Schuhleuten niedergeschlagen und mit Säbelhieben Die große sozialökonomische Revolution, welche die bürgerliche traktirt, sodaß sich zeitweise eine hochgradige Erregtheit des Gesellschaft beseitige und an deren Stelle die sozialistische setzen Bublifums bemächtigte. Daß es nicht zu größeren Aus- werde, sei schon da; wir lebten und webten mitten in ihr, wenn breitungen kam, ist einfach der musterhaften Haltung der Ber- sie auch nicht durch Straßenkämpfe und Butſche sich äußere, liner Arbeiter zu danken." sondern in dem wirthschaftlichen und politischen Berfall derheutigen Gesellschaft. Als dritten Gedenktag feierte der Vor tragende den 18. März in der Beziehung, daß an diesem Tage des Jahres 1890 Fürst Bismarck gehen mußte Von einem Augenzeugen wird uns also berichtet: ( lebhafter Beifall) und schloß unter brausendem Beifalle Ich bin angenblicklich arbeitslos und besuchte gestern Vor der Versammlung mit der Mahnung, auf demselben geraden mittag meine Mutter, die am Landsbergerplatz im dritten Stock Wege wie bisher unbeirrt dem großen Biele zuzuftreben. eine Wohnung inne hat. Gegen 1 Uhr Mittags bemerkte ich In der Diskussion nahm, auf das Lebhafteste begrüßt, Reichlags vom Fenster aus, daß vor einem Neubau Maurer, die ihre Abgeordneter Singer das Wort, um seinerseits ebenfalls die. Mittagspause daselbst abhielten, in barscher Weise von einem für die Freiheit des Volkes gefallenen Vorkämpfer zu ehren und Abg. Bebel( Soz.): Nur der Umstand, daß das Zentrum Polizeiwachtmeister aufgefordert wurden, den Platz vor dem die Gedanken der Hörer auf den internationalen Arbeiterkongreß jetzt in dieser Frage getheilter Meinung ist, wird schuld daran Neubau zu räumen. Die Maurer begaben sich in den Neubau zu Paris zu lenken, als der Verkörperung des Einheitsgedankens fein, wenn die Kommission heute im Hause eine Mehrheit findet. und sahen aus dem ersten Stockwerk auf die Straße. Bei diesem bes internationalen Proletariats, ferner die Blicke zu lenken auf Früher war die Stellung des ganzen Zentrums zu dieser Frage Vorgang fammelte sich begreiflicher Weise eine ziemliche Menschen- den 1. Mai, diesen internationalen Arbeiterfeiertag, der eine Vers ungemein einfach und die Entscheidung desgleichen. Das Bentrum menge an, die von den Schuhleuten jetzt in einer Weise die Frieden- törperung der Forderungen des Proletariats darstellen soll, der aber hat, wie in so manchem andern, auch in dieser Frage in strafe bis zur Friedrichsbergerstraße hinabgetrieben wurde, die sich den großen Gedenktagen als Tag der Hoffnung zugefellt neuerer Zeit für angezeigt gehalten, alte Auffassungen aufzugeben. thatsächlich jeder Beschreibung spottet. habe, der Hoffnung auf Erfüllung dieser Forderungen, welche Wir haben zu protestiren gegen die Behauptungen der Herren Ich sah, daß Leute, die nichts gethan hatten, ohne Weiteres erkämpft werden und für welche bis zum letzten Hauch einzutreten v. Hellmann, Baumbach und Schneider, welche entweder geradezu von verdächtigen Gestalten, die alle mit Gummifnitteln aus- Alle bereit sein müssen. Für dasselbe Ziel, das wir erstreben, die Agitation der Kriegervereine für berechtigt erklären, wenn sie gerüstet waren, niedergeschlagen wurden; ein Arbeiter, der mit hätten die Märzgefallenen gekämpft, wenn ihnen dies Biel auch fich gegen uns richtet, und ihr keine Bedeutung für die Frage der Kaffeekanne in der Hand sich zur Arbeit begeben wollte und noch nicht so flar war wie uns. Dies Ziel zu erreichen, habe der Beeinflussung beimeffen. Der bloße Umstand, daß die An- den Straßendamm überschritt, wurde von einem Polizeilieutenant sich die Sozialdemokratie zur Aufgabe gestellt und dieselbe werde gehörigen der Kriegervereine in diesem Wahlkreise 4882 an der mit dem gezogenen Säbel niedergehauen und dann noch tämpfen raftlos, bis es erreicht sei.( Stürmischer Beifall.) Nach Bahl find, genügt, die Stärke der Beeinflussung nachzuweifen. von mehreren Schuyleuten ebenfalls mit der blanken Waffe trattirt. einem zündenden Schlußworte des Referenten wählte die Vers Ich bin durchaus der Meinung, daß meine Parteigenossen in Ich fah, daß Frauen und Kinder von den Gummischlauch- sammlung eine Kommission zur Vorbereitung der Maifeier, welche Striegervereine nicht eintreten sollen. Aus diesem Gesichtspunkt trägern einfach niedergeknüppelt wurden; meine Schwestern, aus den Genossen Diedrich, Otto, Schentscher, Cellings, Franke, aber haben wir umfomehr das Recht, zu verlangen, daß die die in der Stadt in Geschäften thätig sind, fonnten vor Auf Schulze, Babel, Wengels, Baumgarten, Mottes, Lehmann und Kriegervereine feine Agitation treiben dürfen. regung gestern ihrer Arbeit nicht nachgehen. Wahrhaftig, wer ein solches Stück preußisch- deutscher Kultur mit eigenen Augen gesehen hat, der ist von derfelben für alle Zeiten turirt. Ein Schlußantrag wird abgelehnt. Lock besteht. Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Abg. Gröber( 3.): Früher hat man hier von feiner Seite ein Recht der Kriegervereine auf Agitation anerkannt, das hat In Charlottenburg tagte gestern ebenfalls eine öffentliche erst heute Herr v. Hellmann gethan. Wir billigen auch nicht die Zwei andere Besucher des Friedrichshains melden uns: Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins, die sich mit Agitation derfelben gegen die Sozialdemokraten. Die Agitation Gegen 6/2 Uhr machte die Polizei einen Vorstoß auf das der Bedeutung des 18. März befaßte. Es waren etwa 150 Ge Der Kriegervereine zu Gunsten des gewählten Kandidaten geht Publikum, welches sich anschickte, den Friedrichshain in durchaus noffen versammelt, welche aufmerksam den Darlegungen des Refe Derfelbe schilderte die mir so weit, daß ich eines Beweises dafür, wie weit der Einfluß ruhiger Weise zu verlassen, weil der Kirchhof geschlossen wurde. renten Genossen Kunkel lauschten. derfelben gereicht hat, nicht mehr bedarf. Das Zusammengehen Das Publikum wurde in die Nebenstraßen gedrängt und hier in Umstände, welche die 48er Revolution zeitigten, um dann und politische Entwickelung in Der Kriegervereine zum Zweck politischer Agitation ist nicht nur der rücksichtslosesten Weise die Trottoirs entlang getrieben. Wir auf die ökonomische Bum Schluß eine Statuten, sondern eine Gesetzwidrigkeit. Ich werde für die befanden uns in der Straußbergerstraße. Hier hielt an einer Deutschland nach 1848 näher einzugehen. Kassirung der Wahl stimmen. Ecke ein berittener Schußmann, dessen Pferd, wie es schien, einen seiner Ausführungen äußerte Redner: Die heutige Arbeiter Die Wahl wird mit geringer Mehrheit für giltig erklärt. Mann gestoßen haben mußte. Der Mann wandte sich um, um dem schaft ehre jene Kämpfer für die bürgerliche Freiheit, Für die Ungiltigkeit stimmt nur ein kleiner Theil des Ben- Schuhmann eine Bemerkung zu machen. In demselben welch letztere in gewissem Grade ja auch ihr zu Gute fomme, am trums, Mit derfelben Mehrheit wird die Wahl des Abg. Bange- Augenblick stürzten sich vier oder fünf Fuß Schuyleute besten dadurch, daß sie, soweit sie flaffenbewußt sei, neue Rämpfer meister für giltig erklärt. auf den Wehrlosen, warsen ihn nieder und bearbeiteten für den Sozialismus, für die endgiltige Befreiung der Unter Schluß 52 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. ihn in der unmenschlichsten Weise mit ihren Seitenbrückten werbe. Begeistert stimmte die Versammlung durch ihren ( Dritte Lesung des Telegraphen Gefeßes, Gegewehren. Diese vier Schuyleute betrugen sich wie die Wütheriche, Beifall dem Referenten bei. Sie nahm dann einstimmig folgende fammt. Abstimmung über die Krantentaffen- fie schlugen harmlose Paffanten nieder, megelten mit den Säbeln Resolution an:„ Die Versammlung gedenkt der am 18. März 1848 Novelle, zweite Lesung des G.-G. über die Gesell: nieder, was ihnen vor die Klinge tam, und wenn irgend Etwas gefallenen Vorkämpfer für die Besserung der gesellschaftlichen Bu schaften mit beschränkter Haftung. bewundernswerth war, so war es die grandiose Ruhe des stände und verpflichtet sich, mit allen Kräften für die Erreichung orbeitenden Boltes, welches sich in den Straßen befand. Aller- der sozialdemokratischen Biele einzutreten". Darauf wurde Ges sings ertönten auch einzelne Schreie der Wuth über das provo- nosse Beyer zum ersten Vorsitzenden des Wahlvereins gewählt fetorische Benehmen der Polizeimänner aber auch diese ge- und dann beschlossen, die Regelung der Maifestlichkeiten der nügten nicht, um, soweit wir sehen konnten, das Publikum zum Deffentlichkeit zu überlassen. Hierauf schilderte Genoffe Schu Grwiderung der Robbeiten zu verleiten, wir waren froh, als wir die feine Berliner Erlebnisse vom Nachmittag, scharf das Vorgehen Ant reasstraße erreicht hatten, wo endlich die Mißhandlungen der Schuyleute und Geheimpolizisten verurtheilend. Dazu äußerten aufbärten. Wie man für ein derartiges Benehmen den Beamten sich noch einige Genoffen im selben Sinne. Das Augedenken der Am Ruheplatz der Todten, da pflegt es ftill zu fein- nodefondere Prämien bezahlen kann, ist uns geradezu un- Todten auf dem Friedhof im Friedrichshain ehrte die Versamm dieses alte Wort, Uhlands bewahrheitete sich auch gestern Wiorgen, erklärlich. lung dann durch Erheben von den Sißen und stimmte schließ als wir den Friedhof der Märzgefallenen besuchten. Schon von lich einhellig einer Resolution zu, welche die Handlungen weither von der Landsbergerstraße fah man auf dem Lands ber- Behörden bei den früheren Straßenfrawallen und bei ber bergerplay reges Treiben; Deputationen von Vereinen und GeMärzfeier mißbilligt. werkschaften eilten mit prachtvoll geschmückten Kränzen herbei, um den Tribut ihrer Verehrung den für die Freiheit gestorbenen Helden auf die einsamen Gräber zu legen. beiterinnen- Verein Lokales. " 1 " " -" = * Damit schließen wir unsern Bericht. Die Arbeiterschaft Berlins hat bewiesen, daß der Heldenmuth Derer, die für die Volkssache in den Tod gegangen, unverlöschbar in ihrem Herzen eingegraben steht, während das Bürgerthum im Tanz um das goldene Kalb auch des letzten Nestes seiner ehemaligen Jdeale, selbst der Ehrung der Kämpfer, die für bürgerliche Interessen ge " " 1 Im Anschluß hieran laffen wir die Mittheilungen folgen, die uns aus den gestern stattgehabten Versammlungen zugehen: Der sozialdemokratische Wahlverein für den ersten Berliner Reichstags- Wahlkreis hatte sich ungewöhnlich zahlreich in den Arminhallen" versammelt. Genosse Theodor Dicht gedrängte Gruppen standen auf dem Landsbergerplay; Io cfe sprach unter rauschendem Beifall über die Be Händler, welche die auf rothem Papier gedruckte Boltstribüne" deutung des Tages. Um die Wirkung des Vortrages nicht ab and den in demselben Gewande erschienenen Sozialist" feil- zufchwächen, wurde von der Diskussion allseitig Abstand genommen. boten, hatten fast die ganze Lisiere des Hains eingenommen, Die Anwesenden ehrten das Gedächtniß der vor 44 Jahren für und zwischen ihnen hindurch eilten die Besucher, um die Freiheit in den Tod gegangenen Helden durch Erheben fallen sind, sich frivol entfchlagen hat. a: Grabe der Gefallenen einen Augenblick zu verweilen. Gegen von den Gigen und gingen dann in weihevoller Stimmung Einen 18. März hat es nach der Berliner liberalen Presse 9 Uhr war die Polizei nur schwach vertreten; drei oder vier auseinander. Schutzleute, die darauf hielten, daß das Publikum sich in Reihen Im zweiten sozialdemokratischen Wahlverein sprach niemals gegeben, jedenfalls nicht im Jahre 1848. Die Volts zu Bieren rangirte, machten die Anfömmlinge in durchaus Genoffe Fritz 8ubeil über die Bedeutung des 18. März. Beitung" und die Berliner Zeitung" beleitartikeln zwar den höflicher Weise auf die Nothwendigkeit dieser Anordnung auf- Redner wies furz auf die bürgerlich freiheitliche Bewegung hin, felben, doch werden diese Blätter höchstens als Tirailleure unter mertfam. Die Stimmung war eine ernste und der Bedeutung die am Ende der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts durch liberaler Flagge anerkannt. Nach dem konservativ- antisemitischen des Tages durchaus angemessene. Als wir den Kirchhof betraten, Europa zuckte. Die Freiheit zu wahren, war die Bourgeoisie Reichsboten" soll es allerdings einen 18. März gegeben haben, waren bereits gegen hundert Kränze niedergelegt. Bei dem Rund- aber nicht im Stande; will die Arbeiterschaft sie erringen, so doch sollen sich die Berliner dessen schämen. Die„ Tante Voß" gang bemerkten wir folgende Spender von Kränzen: muß sie selbst und ohne auf eine andere Klasse zu bauen, sich die hat vollständig die Erinnerung an denselben verloren, Eugen Arbeiter von Ludwig Löwe aus Martinicenfelde- den Kranz Freiheit erkämpfen. Ist uns der 18. März eine stete Mahnung, Richter dagegen erinnert sich desselben, aber nur um gegen ihn ' Der Berliner Gesammtpartei der in der Musik- Instrumenten- unferem Ziele unablässig zuzuftreben, so wird er sich in so feinen schmußigen Geifer loszulassen. Höchst ausführlich aber der Loh- blutiger Weise wie 1848 hoffentlich nicht wiederholen. Wir bringt er seine Rede im Abgeordnetenhaus für den Dombau in branche beschäftigten Arbeiter der Mühlenarbeiter der Loh- blutiger Weise wie 1848 hoffentlich nicht wiederholen. gerber der Berliner Stadtverordneten der Tischlerei von fämpfen friedlich, allein bewaffnet mit der Fackel der Auf- Berlin. Was er an der Bewilligung der zehn Millionen auszu Bolter Rauchtlub" Ohne Zwang"- Leseklub„ Süd- Ost" flärung der Wissenschaft; nicht zum zweiten Male werden die sehen hat, sind nur formelle Bedenken, wie die, ob sich die Be Lefeklub" Dießgen" Leseklub Mehr Licht" Kürschner Arbeiter fich dazu gebrauchen lassen, einer anderen Klaffe willigung mit unseren Finanzverhältnissen verträgt, ob nicht noch Berlins Agitationsklub Lassalle" 4. Wahlkreis die an die Rastanien aus dem Feuer zu holen. Wir werden stetig vor Nachforderungen kommen, ob der Landtag über den Bau mit Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berliner wärts schreiten, bis wir unser Ziel erreicht haben und die neue, zureden haben wird, wer als Bauher des Domes anzusehen wenn der Kaiser Brauergefellen Holz- und Bretterträger Lefeklub Bereinte die sozialistische Gesellschaftsform errichtet ist. Wem es dann fei, ob es nicht richtiger gewesen wäre, Kraft" Lumpenproletariat 6. Wahlkreis- Werein Hoff- sncht mehr in Deutschland gefällt, der kann ja den Staub von oder König, oder die betreffende Hofstelle den Dombau nung"-Fachverein der Weißgerber Arbeiter der Maschinen- eiinen Füßen schütteln. Durch lebhaften Beifall gab die start als Bauherr selbst in die Hand nähme und sich nur den Zuschuß fabrik Kärger Fachverein der Knopfarbeiter Allgem. Ar besuchte Versammlung ihr Einverständniß mit den Worten des von 10 Millionen vom Landtage bewilligen ließe. Sonst hat der Wahlverein Charlottenburg Hauchklub Redners zu erkennen. Nach kurzer Diskussion und einigen Mit fromme Eugen Richter nichts gegen den Dombau einzuwenden; Treff- Fachv. der Tischler- Rauchklub Dezimalwage- Hutmacher theilungen des Vorsitzenden schloß Letzterer die Versammlung, er stellt selbst seiner Rede das Zeugniß aus, daß sie von Anfang Berlins Glaser- Gesellenschaft- Freie Vereinigung der Kauf- die unter brausendem Hoch auf die Sozialdemokratie ausein bis zu Ende auch von dem rechtgläubigsten evangelischen Geist leute Arbeiter der Fabrik von Groschkus Arbeiter von anderging. lichen hätte gehalten werden können"; wenn seine kalkulatorischen Die unter großem Andrange in Klein's Restaurant Einwände nur berücksichtigt werden, bleibt ihm jede prinzipielle Ludwig Löwe, Hollmannstraße Rigdorfer Barteigen offen Arbeiter der Allg. Elektrizitäts- Gesellschaft- Diskutirflub Hafen- stattgehabte öffentliche Versammlung hörte mit tiefem Ernst dem Opposition gegen von oben erhobene Wünsche fern. Statklub Rückwärts" Wir machen es der liberalen und freisinnigen Presse nicht Leseklub Johann Jacoby Vortrage des Genossen Antrick, der ein vortrefflich orienRauchklub Kernfpige- Gärtner Berlins und Umgegend Klub tirendes Bild der 1848er Revolution und des 1871er Pariser zum Vorwurf, daß sie sich des 18. März schämt. Diese Scham " Zum Licht" Berliner Metallarbeiter- Verband Arbeiter der Kommuneaufstands gab und auch nicht verfehlte auf die großen ist eben noch ein Rest von Ehre. Diese selbst überwunden zu Eckhardt'schen Fabrik Zimmerer Verband Bund der Irrthümer, die bei diesen Bewegungen gemacht wurden, besonders haben, deß fann sich nur ein Eugen Richter rühmen, der ben Geselligen Vereine- Hoch die Anarchie Berliner Bolts- hinzuweisen, zum Schluß die eindringliche Warnung an die An- 18. März nur erwähnt, um auf die ihn Feiernden seinen Roth Tribüne Verein der Polnischen Sozialisten Berlins wesenden richtend, sich vor Unüberlegtheiten zu hüten, die unsere abzuladen. Kutscher Berlins Tabalarbeiter Echmiede Berlins große Bewegung welche schon im natürlichen Lauf der Dinge Drechsler Berlins II. Wahlfreis I. Wahlkreis ihrer Berwirklichung mit Riesenschritten entgegengeht- nur Arbeiter der Schwarzkopff'ichen Fabrik- Verein der unabhän zurückwersen würden. Stürmischer Beifall und ein begeistert auf Gummiarbeiter gigen Sozialisten Berlins Agitationsflub genommenes Hoch auf die Sozialdemokratie folgte den Ausfür den Osten- Freie Vereinigung der in der Wäschebranche führungen des Redners. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Genossen vom Winters Die Volksversammlung für den 4. Wahlkreis, welche gefallenen zu besorgen, wurde ihnen der Bescheid, daß das Ge feldplay Geselliger Klub Vergißmeinnicht Personal von im Böhmischen Brauhause abgehalten wurde, war von gegen schäft für derartige Zwecke überhaupt keine Kränze habe. Maurer und Dimmick- Arbeiter der Königlichen Fabriken in 2000 Personen besucht. Es sprach hier Genosse Dr. Bruno wäre gut, wenn festgestellt werden könnte, ob überhaupt für Ge Korbmacher Berlins Gesammtpersonal des Schönlant über den 18. März in seiner Doppelbedeutung als nossinnen und Genossen auch für andere Gelegenheiten Blumen Vorwärts" Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deutsch Gedenktag der Ereignisse von 1848 und 1871. In gündender und Kränze verkauft werden. lands Organisirte Schuhmacher Buchdrucker Freie Weise führte der Vortragende die Geschehnisse der bewegten 1848er Ein Mitglied des Krankenkassen- Vereins„ Zukunft Bereinigung der Barbiere und Friseure- Genossen von Weißen- Beit vor Augen, nachweisend, daß das Volk zu den Kämpfen schreibt uns: Ich bin jetzt zwei Jahr Mitglied dieser Kasse und fee- Genoffen von Adlershof. gedrängt worden ist, schilderte die Straßenkämpfe und habe regelmäßig laut Statuten meine Beiträge mit 2,80 m. per des Volkes Monat bezahlt. Im Krankheitsfalle foll pro Tag 3 M. bezahlt Auch mehrere deutschfreisinnige Vereine hatten Kränze nieder: feierte das Andenken der für die Rechte gelegt Heute trauere nur an werden. die Sozialdemokratie Am 23. Februar erkrankte ich. Am 12. März erst war allerdings mit schwarz- roth- goldener Schleife. Die Gefallenen. Stüze der deutschfreifinnigen Partei Berlins, der Ver- deren Gräbern mit dem festen Vorfaze, das zu erfüllen, was ich soweit wieder hergestellt, daß ich wieder arbeiten konnte. Ich ein" Waldeck" hatte hatte es soviel wir ermitteln fonnten, jene nicht auszuführen vermochten, zu erringen Freiheit und glaubte natürlich, daß mir die Kaffe die Beiträge anstandslos vorgezogen, durch Abwesenheit zu glänzen. Wahrscheinlich Hecht.( Stürmischer Beifall.) Redner führte weiter vor Augen, auszahlen würde. Es tam aber anders. Für die ersten fünf hatte Niemand aus dem Vorstande den Muth gehabt, einen daß die damaligen Kämpfe verloren gehen mußten, weil die ziel Tage vom 23. bis 27. Februar erhielt ich, was mir zutam( bret Kranz niederzulegen und da die Berliner Dienstleute bekanntlich bewußte Arbeiterklasse fehlte, wie sie heute zu so mächtiger Ent- Mart täglich). Die zweite Woche( 28. 2. bis 5. 8.) gab's schon rothe Mügen tragen, hätte auf den zahmen Berein leicht ein faltung gelangt ist. Das moderne Proletariat und die Macht weniger, statt 21 M.( der Sonntag wird mitgerechnet) bekam ich revolutionärer Schatten fallen können. desselben wachse immer mehr, je mehr es sich seiner Kraft nur 11,40 M., in der britten Woche gab's nur noch 9,60 Mart. Solange unser Berichterstatter an Ort und Stelle war, bewußt werde, je mehr die moderne Arbeiterbewegung überall Meine Reklamation wurde kurzer Hand abgewiesen, ich könne und es werde die Erbschaft der mich beschweren, went, ich Luft hätte, bezahlt würde nicht mehr. fonnte über die Haltung der Polizei nicht geklagt werden. Im Wurzeln schlage Laufe des Nachmittags scheinen unerhebliche Störungen vor Bourgeoisie, welche in Deutschland wie in Frankreich aus Furcht Ich bin nun der Ansicht, daß der Berein„ Bukunft" unter solchen gekommen zu sein, welche die Polizei zu rücksichtslofem Ein- vor dem Proletariate die Freiheit verrathen und verkauft habe, Umständen seinen Bwved nur vollkommen erfüllt. flever Spandau " Von Genoffinnen wird uns mitgetheilt, daß, als dieselben gestern in die Blumenhandlung von Bernice, Kunst- und Handelsgärtnerei, Ecke der Landsberger- und Friedensstraße, traten mit der Abficht, den Einkauf eines Kranzes für die März ES Wir haben fo häufig vor diesem Verein Zukunft" gewarnt, der Amerikaner sich erbot, mit seinem praktischen Blick baß sich Weiteres von selbst erübrigt. auch für ihn Umschau unter den Töchtern des Landes zu halten. Der transatlantische Better saß auf diese Der Professor Dr. Adolf Gaspari hat sich in der Weise sehr bald sehr bald außerordentlich fest in dem Vertrauen legten Nacht in einer hiesigen Privatklinik für Nervenleidende des P. und der übrigen zärtlichen Verwandten und man fand es erhängt. Gaspari, welcher in Berlin, Freiburg und München durchaus nicht sehr auffällig, daß bei der weiten Reise von studirte, promovirte an der hiesigen Friedrich Wilhelm- Universität Amerika bis Berlin dem braven Better das Geld ausgegangen im Jahre 1878. Am 11. Februar 1878 wurde er zum Lektor in war und die von demselben stündlich erwartete Sendung von im darauffolgenden Jahre als Privatdozent für die romanischen hier nicht darben. Die Verwandten brachten für denselben 180 m. Sprachen und erhielt am 1. Oktober 1880 die Berufung als und 300 M. auf, ja der Töpfermeister gab auch noch einen Anzug außer ordentlicher Professor der philosophischen Fakultät nach her, in welchem der Amerikaner für ihn auf die Brautschau Breslau. Von dort war er im Begriff, einem Ruse nach der gehen sollte. Als derselbe von hier nach Guben gereist war, Universität in Göttingen zu felgen, als er von einer Nerven- um dort die Lebensgefährtin zu wählen, erfuhren die Berliner frankheit befallen wurde und hier in Berlin Heilung suchte. Verwandten, daß der gute Better ein schon oftmals Unter feinen Werten ist das bedeutendste: die sizilianische Dichter wegen Betruges vorbestraftes Subjekt sei, fie bekamen es mit der Schule des dreizehnten Jahrhunderts, welches er in Neapel schrieb, Angst und ließen denselben verhaften. Ihre Besorgnisse waren während er daselbst linguistischen Studien oblag. Der reich auch keineswegs ungerechtfertigt. Herr August Johle machte über begabte Gelehrte hat ein Alter von nahezu 43 Jahren erreicht. feine Farm in der Nähe von Cincinnati fehr abenteuerliche AnDie Leiche ist vorläufig dem polizeilichen Schauhaufe überwiesen gaben und die Anklagebehörde hatte kein Bedenken, die Betrugsworden, bis nähere Bestimmungen seitens der Familie getroffen antlage gegen ihn zu erheben. So stand denn der Better aus worden sind. Amerita gestern vor der 1. Straffammer des Landgerichts I. 3 Monate Buchthaus, 2 Jahre Ehrverlust und 300 M. 1500 M. Geldbuße und der Gerichtshof erkannte auf 1 Jahr Geldbuße event. noch 20 Tage Zuchthaus. Der Farmer" er klärte, sich dabei zu beruhigen. 21/2 Uhr ein Bewohner des Hauses Oranienstr. 141( am MorigBereitelter Einbruch. Als in der verflossenen Nacht gegen play) heimkehrte, bemerkte er, daß eine Füllung der zum Geschäftslokale der Württembergischen Metallwaaren- Fabrik führenden Thür herausgeschnitten war. Der betreffende Herr holte sofort Polizei hinzu, welche sofort nach den Einbrechern fahndete. Bei der genauen Durchsuchung des Hauses fand man endlich im Auklagefache Entgegen anderweitigen Mittheilungen, wonach die gegen das Dienstmädchen des Rentners Keller versteckt einen Mann vor, welcher sich als der eigene uhrauer und deren beide Genossen wegen Mordversuchs in Hausdiener des heimgesuchten Geschäftes entpuppte, welcher der laufenden Schwurgerichtssession noch nicht verhandelt werden dasselbe nächtlicher Weile plündern wollte. Ob er allein gearbeitet, wird, kann gemeldet werden, daß nunmehr Termin zur Hauptoder ob er noch Genoffen gehabt hat, konnte noch nicht festgestellt verhandlung auf den 26. d. M. angesetzt worden ist. Angeklagt werden. Bei der Durchsuchung des spitzbübischen Hausdieners ist das Dienstmädchen Sydow, der Schuhmacher Giffert und das fand man in seinem Befiße nicht unerhebliche Geldmittel. Ehepaar Wilt. Der Ehemann Wilt war bis vor kurzem nicht zu ermitteln, am vergangenen Sonnabend ist es jedoch gelungen, denselben festzunehmen und da die Angeklagten auf Ladungsfrist verzichtet haben, so soll die spruchreife Angelegenheit noch am letzten Tage der Schwurgerichtsperiode erledigt werden. Ein plumper Schwindel, der aber vielleicht noch öfter versucht werden dürfte, wurde vorgestern gegen eine Handelsfrau in Der Markthalle VI in der Invalidenstraße erfolgreich ausgeübt. Vor dem Verkaufsstande der Frau H., deren Mann zugleich den Wochenmarkt auf dem Wedding bezieht, erschien im Laufe des Vormittags ein regulärer Dienstmann mit einem von H. unterzeichneten Bettel, worin derselbe seiner Frau mittheilte, er babe sich schwer verleßt, sie solle ihm sofort 10 M. schicken. In der ersten Bestürzung übergab die Frau auch dem Boten das ver: langte Geld. Bald aber ergriff sie eine große Unruhe, fie schloß ihren Stand und fuhr schleunigst nach dem Wedding, wo sie den angeblich schwer Verletzten im besten Wohlsein antraf. Nun begann eine Suche nach dem betreffenden Dienstmann, den man auch glücklich ermittelte. Derfelbe war jedoch nur im Stande, eine ausführliche Beschreibung des Schwindlers zu geben, der ihm den Auftrag ertheilt hatte, das Geld abzuverlangen. 1 Achtung, Tischler Berlins. Große öffentliche Bersammlung bei Feuer stein, Alte Jakobftraße 75. Vortrag über: Die Organisation der Tischler Berlins." Referent: Der Borstgende des deutschen Tischlerverbandes. Risdorf. Deffentliche Bersammlung für Männer und Frauen heute im Barietee Theater, Hermannstraße 18. Bortrag über Religion und Schule" von Walded- Manaffe. Versammlung. Tischler- Verein. Heute, den 19. März, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Verein Bildung und Geselligkeit. Heute Abend 9 Uhr VereinsBersammlung im Auguft- Garten, Augufifir. 24/25. Tagesordnung: Bortrag klaffen Berlin 5, Moabit. Versammlung Sonntag Vormittag 10% Uhr bei Blodsborf, Rathenowerftr. 76. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufs. nnd 89 Hamburg), Filiale Berlin 6. Sonntag, den 20. März, Vorm. 10% Uhr, Mitglieder- Versammlung Gartenstr. 162 bei Weißner. und 89 Hamburg) Filiale Berlin 5. Heute Abend 9 Uhr Versammlung, Alte Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 Schönhauserftr. 42 bei Reimann. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. Bersammlung bei Wilke, Hochstr. 82a. Nr. 29) zu Hamburg. Filiale Berlin 8. Heute Abend 8 Uhr MitgliederAllgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. Filiale Berlin 9. Bersammlung Sonntag, den 20. März, Vormittags 9 Uhr, im Restaurant Bied, Siemensfir. 18. klaffen( Berwaltungsstelle 4). Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher BerufsSonnabend, den 19. März, Abends 9 Uhr, Flottwellstraße 5 bei Bartelt. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Borstände derfelben uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Strzu richten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends dorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bet Beyerle. Lyrania, Landsbergerstraße 31 bet Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Bubeil. Glück zu, bei Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Senebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). Phönix, Bülowftraße 65 bei Bredlow.- Harmonie 3, Friedrichshagen, Gesellschaftshaus.- Felsenburg, Blumenstraße 21a. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. smeralda, Königsbergerjir. 24.- Siebertran in Brandenburg. Mengert's Volksgarten. Wrangelstr. 84 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. 1 sonnabend: Bergnügungsverein Euftige 18 bei Blöß, Dresdenerstr. 28. Tambourverein Deutsche Eiche bei Sabeck, Fürbringerfir. 7. Rauchtlub Dornröschen bei Malfowsti, Weddingstraße 9.- Bergnügungsverein Grüne Schleife bei Sperling, Inselstraße 1. Privattheater- Gesellschaft Geselliger Verein Gut Barzantria, bei Grothe Kaftanten- Allee 75. Heil bei Lehmann, Fruchtstr. 69. Tambourverein Borusssia bet Feldfahn, Weidenweg 12( Gigung nach dem 1. und 15. im Monat). Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul fahn, Beibenweg 13( Sigung nach bem 1. und 15. im Monat). Nickel'scher Mufitverein Allegro bei W. Bogel, Sorauerstr. 13. Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bet Theaterverein Iphigenia, Rirdorf, bet Vergnügungsveretn Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Beichnis, Königsbergerfir. 24. Bartas. Bergnügungsverein 2uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Lautenbach, Cuvryftr. 3.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Geselligkeitsverein Pallisaden Eiche, Abends 9 Uhr, Pallisadenftraße 103 bei Radke. Danst Forening Freia( Dänischer Berein Freia), Lindenstraße 106 bet Boppe.- Berein ehemaliger Schüler ftraße 58. der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, KoppenStattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22. Rauchklub Dornröschen, Abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim Res staurateur rech. red Vermischtes. wurde der Kaufmann August Hammert gestern vor der ersten Wegen eines vor acht Jahren begangenen Betruges Straffammer des hiesigen Landgerichts I zur Verantwortung gezogen. Der Angeklagte war im Jahre 1884 in einem hiesigen größeren Goldwaaren- Geschäft als Kommis angestellt und schied aus dieser Stellung, weil er angeblich die Absicht hatte, nach Bromberg überzusiedeln. Gr verließ auch wirklich Berlin, am Tage vor seiner Abreise entnahm er jedoch von einer hiesigen Engros Firma auf einen mit dem Stempel feines Chefs ver sehenen Bestellschein fünf goldene Armbänder im Werthe von 700 m. Er ist dann von hier nach England gegangen, wo er längere Zeit thätig war, verweilte geraume Zeit in Amerika, dem Lande seiner Vom Schiffbruch bei Spandau. Die zur Rettung des Sehnsucht, und kam schließlich nach langen Jahren wieder nach fchiffbrüchigen Laftfahns an der Hamburger Eisenbahnbrücke ge- Deutschland zurück. Hier hatte man seine Strafthat, die durch schiffbrüchigen Laftfahns an der Hamburger Eisenbahnbrücke ge- den Opfermuth feiner in dürftigen Verhältnissen lebenden Mutter troffenen Maßregeln sind ohne Erfolg geblieben. Das Fahrzeug, und Schwester nach Möglichkeit wieder gut gemacht worden war, welches heftig gegen die Spundwand des Bollwerts am BapelAns Dortmund ist der etwa 23 Jahre alte Kaufmann schen Grundstück fuhr, zerbrach in der Mitte und sant bald im Laufe der Jahre nicht vergessen und da einzelne richterliche darauf. Ein kleiner Dampfer schleppte es noch so weit strom- Handlungen die Verjährung unterbrochen hatten, wurde er in Albert Adelmann nach Unterschlagung von 9500 M., meist aufwärts an Land, daß es mit dem einen Ende neben dem Untersuchungshaft genommen. Der Staatsanwalt beantragte mit Tausendmarkscheinen, geflüchtet. Auf die Grgreifung ist eine Be Baethge'schen Grundstück aus dem Wasser hervorragt. So ver- Rücksicht auf das hohe Werthobjekt 1 Jahr Gefängniß. lohnung von 300 W. gesetzt. Der Spitzbube spricht schwäbischen mochte der Schiffer wenigstens noch seine Habseligkeiten und Der Gerichtshof billigte aber dem Angeklagten mildernde Umstände Dialekt. Hauseinsturz. In Petersburg stürzte ein dreistöckiger Schiffsgeräthschaften in Sicherheit zu bringen. Berachter des zu und erkannte auf 3 Monate Gefängniß. Neubau ein und verschüttete 13 Arbeiter. Einer derselben mit Kohlen beladenen Kahnes ist eine Berliner Firma; das In der Köpenicker Mordsache Ruttke wird die Haupt Fahrzeug kam aus Schlesien und ist neben der Ladung bei einer verhandlung vor dem Schwurgericht am Landgericht Berlin II wurde todt, die übrigen mehr oder weniger verletzt aus dem Schutt Schlesischen Gesellschaft versichert. Dasselbe befand sich auf der am 2. April stattfinden. Fahrt nach Potsdam. Im Naubthier Käfig wurde während der Vorstellung in der Menagerie von Wombwell u. Bailey im Kohlenflecken Hednes ford ein Neger von drei Bären und einer Hyäne so zugerichtet, daß er, nachdem man ihn aus den Klauen der Thiere gerettet hatte, bald darauf verstarb. Der Neger war während der Vorstellung zum Fallen gekommen. Arbeiter- Bildungsschule. Von Sonntag, den 20. d. M. findet der Unterricht in Rationalötonomie- statt bei- Nerbert, beiBemter in der Münzstraße statt. Achtung! Parteigenossen, welche an der Fortentwickelung des Sozialdemokratischen Wahlvereins im 4. Berliner Reichstags: Wahlkreis Interesse haben, können sich Sonntag, den 20. März, Morgens 8 Uhr, im Lokal vom Genossen Ullrich, Wrangelstr. 84, und Zubeil, Naunynftr. 86, zur Austragung von Flugblättern einfinden. Um zahlreiches Erscheinen bittet der Vorstand. Versammlungen. Herr other einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Im Verein deutscher Schuhmacher hielt am 13. März das Einheitsleben des Weltalls. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen K. Fleischer, 3unter und Haupt. Jm Verschiedenen wurden einem aus Paris zugereisten verheiratheten Kollegen 4 M. aus der Vergnügungstasse und 5,60 M., welche durch Sammlung aufgebracht waren, übergeben, da derselbe in Paris gemaßregelt worden ist und nun hier mit drei Kindern mittellos dasteht. hervorgezogen. B Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wilhelmshaven, 18. März. Auf dem Panzerfahrzeug Siegfried" explodirte heute Nachmittag ein Kesselrohr. Sieben Mann wurden schwer verwundet. Polizeibericht. Am 17. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Eisenbahnstraße erhängt vorgefunden. In der Universitätsstraße vor der Kunstakademie Im Verein Berliner Hausdiener hielt kürzlich der Rechtswurde Nachmittags ein Hausdiener mit einer bedeutenden, an anwalt Herr Dzialoczinsti einen intereffanten Vortrag es wahr sei, daß aus den im Kammerarchiv hinterlegten Atten Rom, 118. März. Kammersißung. Cavallotti frägt an, ob scheinend von einem Falle herrührenden Kopfwunde bewußtlos über Laiengerichte, wofür ihm reicher Beifall zu Theil wurde. des Prozesses in Massauah die Verzeichnisse der von Livraghi aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause Friedrichstr. 95 gerieth Abends eine Frau unter die Räder einer Die Diskussion war sehr rege und gab den Anwesenden in vielen Ermordeten entfernt wurden. Der Ministerpräsident Rudini Droschte und wurde am Borderarm so bedeutend verlegt, daß Punkten Aufklärung. Der Vorsitzende theilte alsdann mit, daß spricht seine Verwunderung über diese Frage aus. Es sei fein Herr Rechtsanwalt Dzialoczinski sich erboten hat, den Mitgliedern Dokument entfernt worden. fie nach der Charitee gebracht werden mußte. Zu derselben in allen Angelegenheiten kostenfreie Auskunft zu ertheilen; man folle glaublich! Rudini: Ich lüge nicht! Cavallotti will sprechen. Imbriani ruft: Es flingt unZeit wurde vor dem Hause Greifswalderstr. 72 ein obdachloser sich deshalb bei vorkommenden Fällen vertrauensvoll an ihn Der Präsident verwehrt dies. Es entsteht ein wilder Tumult. Schlosser vor einem Pferdebahnwagen überfahren und erlitt bewenden. Hierauf ließen sich 20 Kollegen in den Verein als Mit- Cavallotti erklärt, er werde eine Interpellation einreichen. deutende Quetschungen an der rechten Seite. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Abends fanden glieder aufnehmen. Dann wurden innere Angelegenheiten des Bonghi schlägt vor, den Tumulten, die jeden Tag zum Auszwei kleine Brände statt. bruch kommen, ein Ende zu machen durch besondere Disziplinars Schuhmacher! Sonntag, den 20. März, Morgens 8 Uhr, Verbreitung ma ßregeln. von Agitationsnummern des Fachblattes. Sahlreiches Erscheinen bet Steuer, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Weinstr. 22, ist nothwendig. Gerichts- Beitung. Vereins erörtert. Humanistische Gemeinde, Kommandantenstr. 79. Sonntag Vormittag London, 18. März. Der Bergarbeiterverband hat heute 10 Uhr Entlassungsfeier. beschlossen, daß die Arbeiter von Montag ab, wo die Arbeit Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. wieder aufgenommen wird, nur fünf Tage in der Woche arbeiten Bahlstelle Rirdorf und Uingegend. Heute Abend 9 Uhr Versammlung bei Bapte, Ziethenstr. 71. follen. Tagesordnung. Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Sonntag, den 20. März Nachmittags 6 Uhr, in der Schultheiß- Braueret, Neue Jakobstraße 24-25, Versammlung. bei eise, Lichtenbergerftr. 21, General- Versammlung. Beschlußfaffung über Berliner Nagelschmiede. Sonntag, den 20. März, Bormittags 11 Uhr, den lebertritt in den Verband der Metallarbeiter. Wienecte, Alte Jakobstr. 83. Bortrag des Herrn Lehrers Henning über: " Die Bartholomäusnacht." Fachverein der Uhrmacher etc. Heute Abend 9 Uhr Bersammlung bet London, 18. März. In einer heute stattgehabten Konferenz der Kohlengrubenarbeiter wurde eine Resolution angenommen, nach welcher der Montag jeder Woche als Feiertag für alle der Föderation angehörenden Bergleute angesehen werden soll. Die - Die Roblenpreise sinten fortdauernd. neue Einrichtung soll am 11. April in Kraft treten. A18 Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berline. ,, Wetter aus Amerika" erschien eines Tages der Defonom August Johle bei dem Töpfermeister Pessow hier- Leute, Sonnabend, präzise 8 Uhr, Sigung im Werkehrslokal. Sehr dringliche felbst, stellte sich als lieben Verwandten vor und plauderte viel über Familienangelegenheiten und über amerikanische Verhältnisse. Meister P. erinnerte sich dunkel, von der Existenz eines ganz entfernten Verwandten jenseits des Ozeans oberflächlich gehört zu haben und gewann nun einiges Interesse an demselben, da dieser erzählte, daß er es durch Fleiß und Anstrengung zu einem wohlhabenden Mann gebracht habe. Er rühmte sich, dicht bei Cincinnati, dieser viel gerühmten Königin des Westens" eine ausgedehnte Farm im Werthe von 15 000 Dollar zu Serrn Dr. Kantorowicz über„ Lebensbedürfniffe", und Grenadierstraße 33 bet besigen und darauf eines Viehstandes von 9 Pferden, Seefeldt: Vortrag des Herrn Th. Wegner über" Der Todten Mahnung", 12 Rühen und anderen Vierfüßlern sich zu erfreuen. Der biedere Sonntag, den 27. März, Bormittags 10 Uhr: Oeffentliche Bersammlung der Töpfermeister fand es ganz begreiflich, daß es dem Deutscheenpalaft, Wolfgangstraße. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm „ Ethischen Gesellschaft" zu Gunften der Arbeiter Bildungsschule im Amerikaner an den Ufern des Ohioflusses zu einsam geworden Liebknecht. und derselbe in die alte Heimath geeilt war, um sich hier eine Verein der Einseher( Tifahler). Senntag, den 20. März, Bormittags Lebensgefährtin zu wählen. Suchte er doch selbst seine bessere 10 Uhr, Mitglieder- Versammlung Neue Friedrichstr. 44. Marmor- und Granitarbeiter. Jeben dritten Sonntag nach dem Hälfte und da tam es ihm sehr wohl zu statten, daß 1. jeden Monats: Sigung bei Deigmüller, Alte Jatobitr. 48a. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 20. März, Abends 6% Uhr: gwei Bersammlungen. Kommandantenstraße 20 in den Arminhallen: Vortrag des Buchdrucker! Arbeitsmarkt. De er billige Schweinefleisch- Verkauf, à Pfund 55 Pf., beindet sich nur 1924b Schivedterstraße 21. Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Reflamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, iebt Raupachtr. 7, L. Auch Sonntags Stimmbegabte Kollegen, die gewillt sind, einem neu zu gründenden Buchdrucker- Gesangverein, der im Anschluß an den Arbeiter- Sängerbund die Pflege des Gesanges unter den Buchdruckern bezweckt, beizutreten, werden erfucht, zur Borbesprechung am Sonntag, den 20. März, Vormittags 11 Uhr, im Restaurant Wienecke, Alte Jakobstr. 83, zu erscheinen. Eine Wickelpresse ist billig zu verfaufen. Voigt, Müllerstr. 24. Dr. Hoesch, honöopath. Arzt, Größtes LagerBerlins Artillerieſtr. 27. 8-10, 57, Sonnt. 8-10. Verfilberer auf glatte Leisten, Kinderwagen. Andreaskr. 23§.p. Göpfert, Markusstr. 40. 1937b des königlichen AmtsRechtsbureau richters a. D., Alte Drei Orgelbauer, einer auf Zinn, zwei Villige tube me Küche Warschauer: Jakobstr. 180. Gewissmhafter Stath Adr. in der Exped. b.Bl. unt. A.S.[ 19046 vermiethen. auf Holz, für sofort nach außerhalb. ftraße 5( Haltestelle der Stadtbahn) zu in allen Angelegenheiten. Unbemittelten 1686b unentgeltlich. Auch Somtag. Briefhaffen der Redaktion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. Postquittung angegeben; ob Sie daneben auch noch den F. B. Spandan. Der„ Vorwärts" tostet soviel wie in der Sonntagsfreund" bei der Post bestellt haben, wissen wir natür lich nicht. C. Gefrois. Nicht aufnahmefähig. Achtung! Achtung! Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ich das Lokal, Gitschinerstr. 79, von J. Währig in Vertretung übernommen habe. 1936b Gustav Schiefelbein. Bitte um geneigten Zuspruch. Zwei kl. Wohnungen, 95 u. 80 Thlr., zu verm. bei Ziemer, Cuvrystraße 17. Möbl. Schlafft., sep. Ging., 3. verm. Tischl. Knoblauch, Manteuffelstr. 44 IV. Neichenbergerstr. 112 p. leere Stube. 9 M. Möbl. Schlafft. 8. verm. Weinbergsweg 11b III. Aufg. 3 Tr. bei Römer, daf. gr. leeres Bimmer zu verm. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 1785 L 5. F. 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Glasarbeiter Berlins und Umg. am Sonntag, den 20. März, Vormittags 92 Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstrasse No. 45. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Mehner über Gewerkschaftsorganisation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Um pünktliches Erscheinen ersucht 1942b Der Einberufer: H. Zeutel. Preis- Verzeichniß von Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knaben- Garderobe 168 Oranienstrassse 168. Deutsch. Reich u. Ausid. Patent angem. Brav's PatentKassen- Schutz. Gewährt absolute Sicherheit gegen unbefugtes Deffnen, Eingreifen und Berauben der Kasse. An jedem Ladentisch leicht anzubringen. Preis für Berlin Mt. 16 inkl. Anmachen. Preis für auswärts Mt. 16 franto mit Anleitung. Erfinder und Fabrikant: H. Brav, Berlin S., Sebastianstraße 72. Jede Uhr G3 gratuliren Joseph Schwantag zu seinem 40. Geburtstag 1915b Trebor Rellüm. Draude Relre. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 15. März, verschied nach kurzem Leiden unser werther Genosse Richard Maan. Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. d. M., Nachmittags.5 Uhr, von der Leichenhalle des Rixdorfer Kirchhofes statt. Sammelplatz um 1/24 Uhr bei Hoffmann, Bergstr. Um recht zahlreiche Betheiligung 1926b ersucht Der Vorstand des Vereins der unabhängigen Sozialisten für Rigdorf u. Umg." Orts- Krankenkasse d. Steindrucker und Lithographen. Am 16. d. M. cr., verstarb unser 1929b Mitglied, der Invalide Herr Wilhelm Lincke. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 20. d., Nachm. 41/2 Uhr, von der Leichenhalle des Katholischen Kirchhofes, Liesenstraße, aus, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Todesanzeige. Allen Freunden und Bekannten hier mit die traurige Nachricht, daß am ver gangenen Dienstag mein lieber Mann, unser guter Vater, der Zeitungsspediteur Louis Bauer zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gut gebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), Kleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. 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Wolf über Hygiene des Mundes. 2. Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes. 3. Wahl der Ortsverwaltungs- Beamten. 4. Abrechnung von der stattgehabten Matinee und dem Maskenball. 5. Ver schiedenes. 138/11 Rammmacher, Elfenbein- und Stod arbeiter sind besonders eingeladen. Um pünktliches und zahlreiches Ers scheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Gürtler, Dreher! Offerire billigst alle Sorten Vogel- Allen. Kollegen zur Nachricht, daß futter: Ameiseneier à Pfd. 1,40 m. der Streit bei Krüger, Artilleriestraße Westf. Schinken ausgeschn. à Pfd. Nr. 23, unverändert fortdauert. Jeder 1,20 M. Billig ff. Butter 1,20 m., zielbewußte Arbeiter wird uns in Fett- und Mager- Speck 60 Pf., ff. diesem Kampfe unterstüßen. Thür. u. Braunschweig. Fleischwaaren, Eier à Mol. 50 und 65 Pf. 1895L M. W. Walter, Beughofstr. 3. Alle Uhren 78L werden sauber und sorgfältig reparirt Möbel, 1869b Spiegel und Polsterwaaren. C. 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Fortsetzung der Diskussion über den Organisationsentwurf bei den Metallarbeitern ist das Organ das Hinderniß der Eini- kongreß dieser Industrie gingen die Meinungen auseinander, da Kloß, für die Holzindustrie: Auf dem Spezialnicht nach dem Vorbild des Metallarbeiter Verbandes organisirt, Vor Eintritt in die Tagesordnung giebt der Vorsitzende wieder eine Reihe von Zuschriften und Telegrammen bekannt und werden gung. Die beste Organisationsform ist die in der zweiten Re- ein Theil der Holzarbeiter auf dem Boden der Nürnberger Res solution steht. Man glaubt, daß ein Theil der Organisationen folgende Resolutionen vertheilt, welche mit zur Diskussion stehen. solution der Generalkommission vorgeschlagene. Vorstand und Ausschuß des Verbandes deutscher Müller nur auf die großen Städte Rücksicht genommen. Berlin steht obwohl man im Allgemeinen diese Organisationsform für die Meier Hamburg: Bis jetzt wurde bei der Organisation noch nicht im Stande sei, zur Industrie- Organisation überzugehen, und verw. Berufsgenossen ersuchen den Kongreß, einen Beschluß auf dem Standpunkt: wer nicht mit uns fortschreiten kann, mag wichtigste hält. Lotalorganisationen mit Bertrauensmännern sind dahin zu faffen, daß durch die Neuorganisation dafür Sorge geutergehen. Der Tapezirerverein ist bereit, durch Kartellverträge nur da zu empfehlen, wo gefeßliche Hindernisse den Anschluß an tragen wird, daß erstens alle Gewerkschaften, welche noch nicht ein Uebereinkommen mit verwandten Berufen zu treffen. organisirt sind, zu einer Organisation herangezogen werden; eine Zentralisation unmöglich machen. Die Entscheidung über Saupe- Magdeburg: Durch die Zentralisation fann auch Streits soll nicht in die Hände der Generalfommission gelegt zweitens denjenigen Gewerkschaften( z. B. Wüllern, Bäckern, Aufklärung unter die Arbeiter gebracht werden. Wir find noch werden, sondern den Gewerkschaften bezw. Unionen überlassen Fleischern, Bierbrauern), welche durch die Eigenartigkeit ihres Be- nicht soweit, um der Nürnberger Resolution zustimmen zu können, bleiben. Der Beitrag an die Generalfommission soll pro Quartal rufes noch an ungeregelter Arbeitszeit und sonstigen trassen Miß- auch der Metallarbeiter- Verband hat durch Errichtung von Fach- und Mitglied 5 Pfennige betragen und von den Mitgliedern ständen auf Schlimmste zu leiden haben, bei etwa ausbrechenden sektionen dem Kastengeist Rechnung getragen. Die verschiedenen jener Organisation, welche den Beitrag nicht aus der Kasse be= Streits die größte Sympathie gewährt wird und man sich in jeder Organisationen der Metallarbeiter können durch keinen Beschluß zahlen können, durch Extrafteuer erhoben werden. Für die geWeise solidarisch mit ihnen erklärt und sie materiell und mofammte Holzindustrie wurde ein Organ als ausreichend befunden. ralisch unterstützt. Wenn es gelänge, den Arbeitern der Müllerei- wegdekretirt werden. Käppler Altenburg: Die Arbeiter der Nahrungsmittel- In Zutunft soll die Generalfommission zu Kongressen nur jene branche eine beffere wirthschaftliche Lage zu schaffen, so wäre für Industrie fönnen die Beiträge nicht aufbringen, welche noth- Organisationen einladen, welche in dieser Körperschaft die höchste die Landagitation viel gewonnen. Die Kellner Berlins ersuchen, weil die Gastwirthsgehilfen aus eigener Kraft kaum wendig sind, um die Organisationsform der Generalfommission Instanz erkennen. zur Durchführung zu bringen. Es muß eine Bestimmung ge- Redner bringt eine Resolution zur Verlesung, welche fich in im Stande sein werden, ihre soziale Lage zu verbessern, troffen werden, welche auch den Arbeitern dieser Branche den der Hauptsache von der des Metallarbeiter- Verbandes nur dadurch die Delegirten, ihre Gewerkschaften zu bestimmen, mit allen zu Anschluß ermöglicht. Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken, daß die Kellner aus unterscheidet, daß die Organisation nach Industrien nicht sofort Schalbruch Solingen: Die Lokalorganisationen müssen verlangt wird. ihrer schlechten Lage befreit werden, und dort, wo sie Einfluß als gleichberechtigt anerkannt werden. Er bemerkt, daß für die verschiedenen Organis Der Solinger Lotalver fationen der Holzindustrie voraussichtlich in der kürzesten Beit haben, die Wirthe veranlassen, Konzessionen an ihre Kellner zu band ist nothwendig, um die vereinbarten Lohn- und Arbeits- eine Organisation geschaffen werde. Aber ein Zwang soll dabei machen. Ferner sollen in allen größeren Industrie- Orten gemäß bedingungen der Solinger Arbeiter zu erhalten. Er hat feine auf teine Organisation ausgeübt werden, er wisse, daß sich nicht dem Vorschlage der Berliner Streit Kontrollkommission Gewert Lebensfähigkeit beim Streit der Federmesser- Schleifer bewiesen, alle Organisationen anschließen können. chaftskartelle gebildet werden. Segit, für den Spezialtongreß der Metall: Der Verein der Kellner Hamburgs wünscht, daß die welcher 20 Wochen dauerte und 33 000 M. foftete, die ganz allein Bertrauensmänner der organisirten Gewerkschaften in kürzester in Solingen aufgebracht wurden. arbeiter: Die Majorität der Kongreßtheilnehmer konnte der Beschlossen wird, nunmehr die Generaldiskussion zu vertagen, Resolution der Generalfommission schon deshalb ihre Zustimmung Zeit dafür sorgen, daß in allen Städten, wo es möglich ist, die Referenten der verschiedenen Organisationsformen zur Be- nicht geben, weil darin nicht ausgesprochen ist, daß auch nach Sellnervereine gegründet werden. Hierüber sei dem nächsten leuchtung der erhobenen Einwände noch 10 Minuten reden zu Industrieverbänden organisirt werden könne. Konsequenter Weise Kongreß Bericht zu erstatten. Der Zentralverband der an laffen und Nachmittags die Spezialkongreffe abzuhalten. hätte diefes die Generalfommission thun müssen, nachdem sie in Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Legien wendet sich besonders gegen die von Vertretern ihrer Broschüre zur Organisation selbst die Industrieverbände Deutschlands erklärt sich im Allgemeinen mit dem Organisations- lokaler Organisationen erhobenen Einwürfe und hebt hervor, daß als die beste Form der Organisation bezeichnet. Kartellverträge Entwurf der Generalfommission einverstanden, muß aber einem die Aufklärung der Arbeiter Sache der politischen Bewegung sei, mit den übrigen in Betracht kommenden Organisationen abzu einheitlich normirten Beitragssatz entschieden entgegentreten. daß die gewerkschaftliche Bewegung lediglich das Ziel erstrebe, schließen, haben sich die Vertreter des Metallarbeiter- Verbandes Hierauf erhielt Döblin Berlin das Wort. Redner glaubt, die Lebenshaltung der Arbeiter zu erhöhen, sie widerstandsfähiger nicht entschließen können, da man den Todeskampi der Berufsdaß durch Hereinziehung der Politik in die Gewerkschaftsbewegung diese nicht gefördert würde. Die Ansicht Meggers beau machen. Die Vertreter der Lokalorganisationen bliesen auf zentralisationen nicht erschweren wolle. Ein gemeinsames Organ diesem Kongreß allgemein die Friedensschalmei, verlangten für verschiedene tonkurrirende Organisationen zu schaffen, habe züglich der Beiträge stehe mit der verschiedener seiner Berufs- Toleranz. Auf welcher Seite war aber bisher die gehäffigste man nicht für zweckmäßig befunden, da hierdurch die Streitig genossen im Widerspruch. Die Gewerkschaftsorganisation müsse Kampjesweise geführt worden? Es waren die Lokalorganisationen, feiten und Eifersüchteleien zwischen den einzelnen Organisationen als dem zunächst Erreichbaren dienend gebührend Berücksichtigung welche die Zentralisationen in nichts weniger als anständiger erst recht gepflegt würden. Bu einer offiziellen Anerkennung der finden. Der Hinweis auf den Buchdruckerstreit sei hinfällig, Weise befehdeten. Auch auf dem Kongreß sei wieder von ver- Berufsorganisationen konnte man sich nicht herbeilaffen, da sonst wenn damit bewiesen werden solle, daß auch mit startgefüllten sumpften Organisationen geredet worden und fumpften Organisationen geredet worden und trotzdem der Metallarbeiterverband mit seinen, bisherigen Grundfäßen Kaffen nichts zu erreichen sei; an der Niederlage der Buchdrucker, Friedensengel! Die Gewerkschaften müßten versuchen, ihre in Widerspruch gerathen würde. Den Redakteuren der Metallwie der Streiks anderer Berufe, feien die wirthschaftlichen Ver- Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Von diesem Standpunkt aus bearbeiter- Organe ohne Unterschied wurde zur Pflicht gemacht, hältnisse Schuld. Er glaubt, daß durch den Entwurf der General trachtet, fei es begreiflich, wie Megger von einer verderblichen jeden persönlichen Kampf einzustellen und gehässige Angriffe gegen tommission eine Einigung erzielt werden kann, und wünscht, daß Tendenz der hohen Beiträge reden tönne, er möchte diese Stellung die Organisationen zu unterlassen. die sozialdemokratische Reichstagsfraktion der gewerkschaftlichen Megger's besonders festnageln. Bezüglich der Industrieverbände Bewegung mehr als bisher Rechnung trage. Rorreferent Theiß: Die Delegirten des Metallarbeiter Eckstein- Zwickau: Durch die sächsischen Vereinsgesetze hätte er manche Einwendungen zu erheben, woran er jedoch durch Verbandes haben nicht das geringste Entgegenkommen gezeigt. Die Hauptdiskussion drehte sich um die Annahme einer Resolution, wird der Anschluß an die Zentralisation zwar erschwert, aber Segiz Fürth: Prinzipielle Ginwendungen gegen die von welche in ihrem Schlußpaffus die Anerkennung der bestehenden doch nicht unmöglich gemacht. Nicht alle Organisationen erfüllen dem Berbande der Metallarbeiter vorgeschlagene Resolution find Berufs Zentralisationen verlangt. Die Metallarbeiter, im Be ihre Pflicht. Mit Fahnen und anderem Blunder können die nicht erhoben worden, die Gegner derselben halten größtentheils wußtsein ihrer Macht, haben diese Konzession nicht gemacht und Arbeiter nicht herangebildet werden. Redner bezweifelt die nur den Zeitpunkt für diese Industrieverbände verfrüht. Jeden wurde somit die Resolution mit 19 gegen 14 Stimmen abgelehnt. Richtigkeit der Zahlen bezüglich der Lokalorganisation der Maurer falls beweist die Gristenz des Metallarbeiterverbandes, daß diese Dieses Resultat ist der Ausdruck der Machtverhältnisse, wie der Berlins und polemifirt gegen Blaurock. Ferner erklärt er, daß Organisationsform für die Metallarbeiter möglich ist. Von den Große den Kleinen erdrückt, so auch hier; man glaubt, die Bein den Berufen der Dünkel beseitigt werden müsse, bevor eine Vertretern der Lokalorganisationen, welche glauben, auf dem vor- rufsorganisationen aussaugen zu müffen. Sie haben dieses einzige Vereinigung entstehen tönne. Wolter Berlin: Die Form der Organisation sei wohl Bertrauensmänner empfohlen, eine dem Geiste der Lokal- ihre guten Freunde mögen sich ob dieser Schmeichelei bei den 28olter Berlin: Die Form der Organisation sei wohl geschrittenſten Standpunkte zu stehen, werde das System der Schicksal ganz offen auch dem Werftarbeiter- Verband prophezeit, Jedem bekannt, er glaube nicht, daß die Metallarbeiter mit ihrer organisation widersprechende autoritäre Einrichtung, welche den Metallarbeitern bedanken. Unter solchen Umständen fällt es ihm Organisation das Richtige getroffen haben, ebensowenig fönne Ginzelnen große Befugnisse einräumt und deshalb nicht zu em- schwer, daran zu glauben, daß der gegenseitige Kampf nunmehr die lokale Organisation als die rechte Form bezeichnet werden. pfehlen ist. Glaube man ohne Zentralisation durchzukommen, so beendigt ist. Die Metallarbeiter sollten wenigstens mit uns Die Arbeiterschaft erwarte von dem Kongreß, daß er etwas Be- tönne man sich eben nur auf das Solidaritätsgefühl der Massen gehen, in der Abwehr, gegen Angriffe auf die Zentralisationen stimmtes schafft, sich positiv über die Form ausspricht. Wir stüßen, daß dieses aber schon so entwickelt sei, daß festgeschlossene überhaupt. Da schweigt man aber auf Seite der Metallarbeiter. müssen uns freiwillig einer Disziplin unterwerfen. Die geeigneteste Arbeiterorganisationen überflüssig sind, bestreite er. Das Bei- Junge, als Bertreter des Spezialfongresses Form für die Organisation sei in der Resolution des Zimmerer- spiel verbandes enthalten, welche zur Anbahnung der Unionen Kartell- piel der Parteiorganisation sei für die gewerkschaftliche Bewegung der Arbeiter für Nahrungs- und Genußmittel- Industrie. verträge der verwandten Gewerbe fordert und die General- nicht maßgebend. Von allen Seiten werde jezt Toleranz ge- Wir sind troß der verschiedenen Berufe in einigen Beziehungen, predigt, auch dem Metallarbeiter- Verband sei empfohlen worden, besonders über die Frage der Organisationen insofern einig geTommission beibehält. Die kurz bemessene Redezeit verhindert sei. Odenthal Köln verlangt für die Organisationen mit als Vertreter des Verbandes hier seien, haben solche immer anerkennen, trotzdem bei unseren Berufen noch vielfach LokalDbenthal Köln verlangt für die Organisationen mit gegen die Bruderorganisationen Toleranz zu üben. Die heute worden, als wir die Zentralorganisationen als nothwendig Bertrauensmännern die gleichen Rechte wie für die Zentralisationen. geübt, auf der anderen Seite wurde der Krieg begonnen. Die organisationen vorhanden sind. Die Organisationen müssen EinDie Organisation fönne nur Mittel zum Zwecke sein, wir fönnten Bertreter des Verbandes seien zum weitgehendsten Entgegen- richtungen treffen, um den Frauen den Beitritt zu ermöglichen. nicht allein auf gewerblichem Gebiete unsere Lage verbessern, das tommen bereit und hofften, eine Verständigung zu erzielen. Prinzipiell find wir für Unionen, das kann aber durch Verträge hätten die großen Streits gelehrt. Es müsse die Möglichkeit geFeder Berlin. Die englische Bewegung fann uns nicht geschehen, dazu sind keine speziellen Organisationen erforderlich. boten werden, in den gewerkschaftlichen Organisationen Politik zum Borbild dienen. Mit der Gewerkschaftsbewegung wird den Die Agitation wird soviel als möglich gemeinsam betrieben werden. treiben zu können, und dazu sei die Lokalorganisation nothwendig. Arbeitern ein Gaufelspiel vorgemacht. Das Geld thut's nicht Die Tabafarbeiter haben einen Verdienst von durchschnittlich 11 M., Henning Breslau: Die Bentralisation ist nicht die allein- allein, das mußten die Buchdrucker erfahren, sie hätten den deshalb ist ein enger Zusammenschluß nothwendig, um eine bessere feligmachende Form der Organisation; gerade in Berlin, wo die Generalstreit proklamiren müssen. Der Kastengeist wird in fleinen Lebensstellung zu erreichen. Lotalorganisationen vorherrschen, ist die Sammlung für den Organisationen nicht ertödtet. Die Partei- Organisation, mit dem Maifonds am ergiebigften ausgefallen. Das Vertrauensmänner Bertrauensmänner- System, ist vom Staatsanwalt nicht zu fassen. System ist weiter auszubilden und die Arbeitersekretariate find Wenn man nur das Unterstügungs- und Herbergswesen pflegt, als Mittelpunkt desselben zu betrachten. Der Vorschlag bezüglich stellt man sich auf Hirsch- Duncker'schen Standpuntt. des Abschlusses von Kartellverträgen ist annehmbar, auch die einheitliche Agitation ist zu empfehlen. Gegen die Gründung so vieler Fachzeitungen muß der Kongreß Stellung nehmen. M Sechste Sigung. v. GI m, Tabatarbeiter, giebt die Erklärung ab, daß der Borredner nicht die Meinung der Tabatarbeiter vertreten hat, die Tabatarbeiter sind der Auffassung, daß der Generalfommission mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen, sie halten einen Beitrag von 20 Pfennig pro Mitglied und Quartal für nothwendig. Nach Verlesung verschiedener Begrüßungsschreiben beginnt Kretschmar, Bäcker. Wir sind im Prinzip für Industries Dietrich Hamburg: Die Resolution der Metallarbeiter die Berichterstattung über die verschiedenen Spezialfongresse, gruppen- Organisationen, für Unionen, wir halten aber dafür, daß enthält eine Ungerechtigkeit gegen die übrigen Bentralisationen wozu zunächst der Referent der Bauhandwerker das gegenwärtig solche Organisationen noch nicht gegründet werden der Metallarbeiter, die nicht auf dem Boden des deutschen Wort erhält. Derselbe berichtet, daß sie sich mit dem Vertreter fönnen. Durch Kartellverträge wollen wir zur Erhaltung von Metallarbeiter- Verbandes stehen. Er halte die zweite Resolution der Lokalorganisation nicht verständigen konnten, weshalb letterer Bahlstellen uns gegenseitig unterstüßen. Die Herbergsfrage soder Generalkommission für die rechte Form der Organisation. den Kongreß verließ. Man einigte sich sodann auf dem Boden wie der Arbeitsnachweis sollen gemeinsam geregelt werden. Die Heine Hamburg: Man müsse jede Organisationsform an der zweiten Refolution der Generalfommission, mit der Abände- Wanderunterstützung läßt sich wegen Verschiedenheit der Verhält erkennen und es der Selbsterkenntniß der Mitglieder überlassen, rung, daß pro Monat und Mitglied zwei Pfennige an die nisse nicht gemeinsam regeln. In einer Resolution wurde sich die beste Form auszuwählen. Auch die Organisation der Unionstaffe abzuliefern seien. dem Organisationsentwurf der Generalfommission beigestimmt, Metallarbeiter ist nicht überall durchführbar. Der Berichterstatter für den Kongreß der jedoch Berücksichtigung bezüglich der Beiträge erwartet, da die Hacke Hamburg: Im Prinzip muß man den Industrie- Bekleidungsindustrie berichtet, daß sich ihr Kongreß für Löhne z. B. bei den Bäckern so niedrig sind, daß sie für die verband anstreben. Es müssen sich alle Organisationen den die Resolution des Metallarbeiter= Verbandes entschieden habe, unionen pro Quartal und Mitglied teine zehn Pfennig leisten Majoritätsbeschlüssen fügen und die Hilfsarbeiter sich jenen diefelbe jedoch jetzt schon für diese Industrie nicht durchführbar tönnen. Organisationen anschließen, denen sie am nächsten stehen. ist. Beschlossen wurde, zunächst die Schuhmacher und Schneider Maier Hamburg, für die nichtgewerblichen ArKretschmar- Hamburg empfiehlt die zweite Resolution in eine Organisation zu vereinigen und wenn nöthig, das Schuh- beiter: Die Mehrzahl der Kongreßtheilnehmer tonnten sich be der Generalfommiffion, welche allen Verhältnissen Rechnung trägt. macher- Fachblatt" eingehen zu lassen. züglich der Lokal- und Zentralorganisation nicht einigen, wesDie Zentralisation der Arbeiter sei unter allen Umständen er- Die Bergarbeiter haben sich im Großen und Ganzen halb der Vertreter der Lokalorganisation den Kongreß verließ. forderlich, wenn die Organisationen leistungsfähig werden für die Resolution der Generalfommission erklärt, welche alle Im Allgemeinen stehen die nichtgewerblichen Arbeiter auf dem wollen. Formen der Organisation zuläßt. Prinzipiell find die Berg- Boden der Resolution der Generalfommission, jedoch halten sie die Hilmer Hamburg erklärt sich für die zweite Resolution arbeiter für die Zentralisation und werden dieselben der Frage Organitationsform, die sich die Metallarbeiter gegeben haben, für der Generalfommission und polemisirt gegen die Organisations- eines engeren Zusammenschlusses nächstens näher treten. Heute die richtigste. Der Kongreß wünschte außerdem, daß das form des Metallarbeiter- Verbandes. Die Minorität müsse sich schon nimmt der sächsische Bergarbeiter Verband alle Arbeiter Korrespondenzblatt" der Generalfommission allen Zahlstellen der Majorität fügen, wenn etwas Großes geschaffen werden auf, welche im Schacht arbeiten. Die Bergarbeiter haben somit zugestellt wird. soll. Das Vertrauensmänner- System bringt nur Disharmonie in den Berufsdünket abgelegt. Petersdorf, Vertreter der Textilarbeiter: Die Organisationen; die maßgebende Organisation muß die Fach- Dietrich berichtet für die graphischen Gewerte, Die Organisation muß der Entwickelung der Produktionszentralisation werden. daß sie sich geeinigt haben, vom 1. Januar nächsten Jahres ab weiſe folgen. Wir haben Lokalverbände, zwei Branchens Fehmerling Hamburg: Der Nürnberger Resolution ge- mit allen Organisationen der verwandten Berufe in ein Kartell- verbände und einen Industrieverband. In den Branchenbührt volle Anerkennung. Dieselbe berücksichtigt alle Verhältnisse verhältniß zu treten. Es sei dieses aber nur als ein Uebergangs- verbänden sind die Arbeiter vereinigt, welche noch nicht und bietet die Möglichkeit, leistungsfähige Organisationen zu stadium zu betrachten, um später zum Industrieverband zu gelangen. soweit in der Industrie fortgeschritten sind, wie jene schaffen. Durch die Berufszentralisation wird der Kastengeist ge- Bezüglich der Presse soll ein Vereinsorgan geschaffen werden, Arbeiter, welche dem Industrieverband angehören. Wollten wir fördert. Ein großes Gewerkschaftsblatt für eine ganze Industrie- wahrscheinlich werden einige Organe ihr Erscheinen einstellen. für jeden Spezialberuf eine eigene Organisation haben, bekämen gruppe leistet mehr als ein Dußend Blättchen. Wenn die Nürn- In eine gemeinsame Kaffe für Agitation 2c. sollen Extrabeiträge wir deren mehr als ein Dußend. Die Gewerkschaftsblätter dürfen berger Resolution nicht angenommen werden sollte, möge man fließen, um die Zwecke der Organisation besser als bisher erfüllen nicht Verbandsorgane werden, weil sie sonst nicht genügend aufsich für Industrieverbände aussprechen. zu fönnen. Wir müssen dahin arbeiten, daß der Kastengeist ver- flären können. In der Hauptsache stehen wir auf dem Boden Dobler Hamburg: Die gesammten Maler stehen auf den schwindet. Die Resolution der Generalfommission wurde ein- der Nürnberger Resolution. Wir müssen Zentralorganisationen Standpunkt der Berufszentralisation. Die Maler auf den Schiffs- stimmig angenommen. haben, welchen weibliche und männliche Arbeiter angehören. M M 4 Tönnen. Vorläufig können wir uns noch keine allgemeine hat. Er kann sich nicht der Resolution der Metallarbeiter an- der von Kloß vertretenen Resolution des Holzindustrie- Kongresses Organisation geben, weil die Beiträge der in Betracht kommen- fchließen, welche allen Organisationen die Berechtigung aberkennt. zurück. den Organisationen zu verschieden sind. Der natürliche Gang der Entwickelung ist die Berufszentralisation. Für die Resolution des Holzindustrie- Verbandes werden 149, Die York'sche Idee, nach der die Metallarbeiter organisiren wollen, dagegen 38 Stimmen abgegeben, 11 Delegirte haben sich der Abhat in den siebziger Jahren kläglich Fiasko gemacht. stimmung enthalten. Roll Leipzig: Zur Resolution der Metallarbeiter darf Namens der Vertreter der Lokalorganisationen giebt Beh der Kongreß seine Zustimmung nicht geben. Die Schmiede mer- rend Berlin die Erklärung ab, daß sie nach dem Abstimmungsben niemals zu einer solchen Organisation zu haben sein. Der resultat bezüglich Anerkennung der Lokalorganisationen ein InterKongreß muß die richtige Form der Organisation finden, wenn effe an den weiteren Verhandlungen des Kongreſſes nicht mehr er seine Aufgabe richtig lösen will. haben und denselben verlassen. Sie werden nach wie vor mit = Fehmerling- Hamburg für die Organisationen des Seeund Verkehrswesens: Wir stellen uns gänzlich auf den Standpunkt der Nürnberger Resolution. Wir müssen der Machi des Kapitals unsere vereinigte Kraft entgegenstellen. Als Ueber gangsstadium empfehlen wir den Entwurf der Generalfommiffion. Wir fürchten nicht bei Annahme der Nürnberger Resolution unterzugehen, wir werden uns mit den Metallarbeitern verständigen. Krüger Dresden: Die Gegner der Zentralisation sagen, allen flaffenbewußten Arbeitern gemeinsam für Verbesserung ihrer Legien, Vorsitzender der Generalfommission: Die Bericht die Politik muß in die Gewerkschaften hinein. In Sachsen und Verhältnisse fämpfen und das Solidaritätsgefühl hoch halten, erstattung hat ergeben, daß die meisten Spezialfongresse sich für Hamburg ist die Zentralisation gepflegt worden und die politische wenn sie auch nicht verschweigen können, daß durch diesen Beden zweiten Organisationsentwurf der Generalfommission aus- Aufklärung ist hoch entwickelt. Die Nürnberger Resolution trägt schluß ein neuer Bankapfel unter die organisirte Arbeiterschaft gesprochen haben, weshalb er beantrage, darüber in Diskussion allen Verhältnissen Rechnung und es ist unbegreiflich, daß man geworfen wurde. Aehnliche Erklärungen geben noch ab Feder einzutreten. Demgemäß wird beschlossen. Außer der gedruckt dagegen zu Felde ziehen kann. Kloß will sicher nicht gesagt Berlin, Odenthal- Köln und zwei Delegirte von Halle. vorliegenden Resolution der Generalfommission liegen noch haben, daß die Lokalorganisation nicht auf dem Boden der Refolutionen vor, seitens des Kongresses der Holzarbeiter, von modernen Arbeiterbewegung stehe, sondern sie stehe nicht auf dem Verband der Metallarbeiter und eine solche von Theiß, dem Boden der modernen Gewerkschaftsbewegung. Schmied. v. Elm begründet die Resolution der Generalfommission. Unter den augenblicklichen Verhältnissen ist die Gründung von Industrieverbänden nicht zu empfehlen. Die Metallarbeiter haben mit ihrer Organisation noch nicht den Befähigungsnachweis er bracht, die Schwierigkeiten einer solchen Organisation werden sich erst bei Streits einstellen. Man muß den Organisationen die naturgemäße Entwickelung lassen; das ist die Berufszentralisation. Bei der Organisation muß auch auf die Kleinindustrie Rücksicht genommen werden. In England und Amerika hat man nach Berufen organisirt. Wenn Segis fagt, die englischen Or ganisationen verbinden meistens schon in sich eine bestimmte InSustriegruppe, so ist das richtig, aber man darf nicht vergessen, daß wir in Deutschland noch nicht so weit sind. Die bestehenden Organisationen müssen anerkannt werden, soweit es Zentralorganisationen find. Anders verhält es sich bei den Lokalorganisationen, solche dürfen da nur als zu Recht bestehend anerfannt werden, wo der Anschluß an eine Zentralisation gesetzlichen Schwierigkeiten begegnet. Wir sind nur deshalb dagegen, die Politik in die Gewerkschaften hereinzutragen, weil dadurch die Zentralisationen unmöglich gemacht würden. Nach einer kurzen Geschäftsordnungsdebatte wird die Sigung geschlossen. Siebente Sigung. * * * ( Original- Telegramme des ,, Vorwärts".) Scherm Nürnberg: In merkwürdiger Weise begründen Halberstadt, 18. März, Nachmittags 6 Uhr 55 Min. Die Die Befürworter der Fachzentralisation diefelbe. In fleinen Generalfommission bleibt bestehen. Die Mitglieder haben in HamOrten sollen die gemischten Organisationen möglich sein, in burg ihren Wohnsiz. Mit Unterstützung bei Streits hat die großen Orten nicht. Haben die Arbeiter in kleinen Städten mehr Raftengeiſt? Eine andere Frage ist die Zweckmäßigkeit und diese Rommission nichts zu thun. Gewählt wurden in dieselbe: Legien, hat den Metallarbeiter- Verband veranlaßt, Fachsettionen zu er- Dammann, Demuth, v. d. Elm, Deisinger, Frau Köhler, Fehmerling. richten. Der Gewerkverein der Maschinenbauer hat allein mehr Halberstadt, 18. März, Abends 8 Uhr. Der GewerkschaftsMitglieder als alle anderen Gewerkvereine zusammen. Hilmer kongreß lehnte die Beschickung des Chikagoer Kongresses ab, des. meinte, die Schmiede sind die Hälfte der Metallarbeiter, mag fein; wenn man die Grenze recht weit zieht, wie stellt sich dann das gleichen die Sammlung eines Maifonds durch die GeneralVerhältniß zur Organisation? Von 500 000 Schmieden gehören tommission. Um 7 Uhr wurde der Rongreß geschlossen. troß der reinen Fachzentralisation nur 3000 dem Schmiedeverband an. Er empfehle, alle Anträge, welche eine besondere Form der Organisation speziell anerkannt wissen wollen, abzulehnen. Die von Theiß beantragte Resolution, welche Anerkennung aller Berufszentralisationen verlangt, hat nur den Zweck, dem Verband der Schlosser und Maschinenbauer, welcher entgegen einem Kongreßbeschlusse von Herrn Dietrich gegründet wurde, noch offizielle Anerkennung zu Theil werden zu lassen. Dazu darf der Kongreß die Hand nicht bieten, unter den Metallarbeitern würde das böses Blut machen. Es bedarf keiner besonderen Anerkennung einer Organisation. nicht Ein Antrag, von jeder Industriegruppe nur noch einen Redner sprechen zu lassen, wird abgelehnt; desgleichen ein Antrag auf Schluß der Debatte. Angenommen wird ein Antrag, die Redezeit auf fünf Minuten zu beschränken. Parteinachrichten. Aus der sozialdemokratischen Preise. ,, Hamburger Echo" über die neuerlichen Majestätsbeleidigungs- Anklagen: Für den gewöhnlichen Verstand können allgemein gehaltene Grenz- Chemnitz, Former, stellt fest, daß auch sie, entgegen dem Aeußerungen nicht als Beleidigung einer speziellen Persönlichkeit Majoritätsbeschluß, einen Formerverband gegründet haben, daß aufgefaßt werden, und ebensowenig ist die Kritik einzelner Reden Diefelbe beginnt mit Verlesung verschiedener Begrüßungs- fie aber dazu durch die eigenthümlichen Verhältnisse gekommen oder Handlungen eine Beleidigung der Person, es müßte denn schreiben, darunter eines von einer von 600 Bergarbeitern be- feien. Die Vertrauensmänner der Metallarbeiter stünden auf sein, daß das Gesetz den Glauben an die Unfehlbarkeit eines fuchten Versammlung, in welchem der Kongreß zu seinen Ar- dem Standpunkte, eine Union auf föderativer Grundlage zu würde ausgelacht werden, der über eine abfällige Kritik seiner Monarchen zur staatsbürgerlichen Pflicht stempelt. Der Künstler beiten beglückwünscht und zugleich das große Bergarbeiter schaffen, statt dessen habe man den Verband geschaffen. Unglück, dem 180 Arbeiter zum Opfer fielen, zur Kenntniß ge- Die Zusammensetzung des Metallarbeiter= Verbandes ist Kunstleistung wegen Beleidigung flagen wollte. Und wenn allbracht wird. Die richtige. Man wollte die Former mit gemein gehaltene Aeußerungen als Beleidigung spezieller Persön Kloß begründet die Resolution des Holzindustriekongresses. allen Mitteln verhindern, eine selbständige Organisation zu lichkeiten anzusehen sind, so könnte es schließlich so weit kommen, Sachlich unterscheidet sich dieselbe von der der Generalfommission bilden. Wenn die Differenzen unter den Metallarbeitern sich so daß ein findiger Staatsanwalt einer Zeitung, die unter allerlei Dadurch, daß dieselbe, da wo es möglich ist, die Industrie- Ver- fort entwickeln, werden sie den Lokalorganisationen zu Gute Sentenzen auch den Spruch Reden ist Silber, Schweigen ist bände empfiehlt; von der der Metallarbeiter insofern, als sie für kommen; das ist gewiß kein Fortschritt. Es müssen alle Or: Gold" aufführt, einen Strick dreht, wenn zufällig ein Bundes fürst um diese Zeit eine Rede gehalten hat. Aber das wäre noch solche Organisationen, welche noch keine Industrieverbände er- ganisationen anerkannt werden. richten können, die Bildung von Unionen vorsteht. Die Holznicht einmal der Gipfel friminellen Scharfsinns. Warum sollte Arbeiter wollen feiner Berufsgruppe eine Organisation aufeine Zeitung, die eine solche Rede vollständig mit Stillschweigen zwingen, es darf nicht durch Mehrheitsbeschluß des Kongresses übergeht, nicht unter Antlage gestellt werden, weil sie dieselbe ignorirt hat? entschieden werden, wie irgend ein Beruf sich zu organisiren hat. Wir müssen gegen lokale Organisationen, welche Politik treiben v. Elm: Die Auseinandersetzungen der Metallarbeiter wollen, Stellung nehmen. haben gezeigt, daß wir nicht mir nichts, dir nichts die Industrie Deifinger referirt über die vom Verband der Me- verbände beschließen dürfen. Wir brauchen kein Programm auftallarbeiter eingereichte Resolution, welche den Industrie- zustellen, wie es die Metallarbeiter Eingangs ihrer Resolution thun. Verband empfiehlt und Kartellverträge nur bei solchen Eiginger- Nürnberg: Es unterliegt feinem Zweifel, daß Organisationen zulassen will, welche noch nicht zur Herr v. Elm die Aufgaben der gewerkschaftlichen Organisation Industrieverbands- Organisation gelangt sind. Der Resolution vollständig verkennt. Elm hat den Entwurf der General geht eine prinzipielle Erklärung voraus, in welcher gesagt wird, fommission mit verfaßt, er wurde in allen Gewerkschaftsdaß die gewerkschaftliche Organisation nicht das Endziel der Ar- organen besprochen, in einer besonderen Broschüre ver- erhoben hat? faum hier zur Diskussion. beiterbewegung fein kann, sondern nur dazu dienen soll, die Vertheidigt und doch kam er hältnisse der Arbeiter erträglicher zu gestalten. Redner führt Gr war thatsächlich schon ein todtgeborenes Kind, als aus, eine spezielle Anerkennung der einen oder anderen Organi- er geschaffen wurde. Die Nürnberger Resolution wird allgesationsform brauche nicht speziell ausgesprochen werden. Durch mein anerkannt, weil sie den Verhältnissen entwachsen ist. Wir den Beschluß des Kongresses ergiebt sich von selbst, welche Orga- müssen die Hilfsarbeiter zur Organisation heranziehen. In Be nisation er für nothwendig hält. v. Elm könne er nicht ver- rufszentralisation tennt man den Kastengeist nicht. stehen, weil wir noch feine Organisation hatten wie sie in Frank- Thomas Berlin ist für die zweite Resolution der Generalfurt auf dem Metallarbeiterkongreß geschaffen wurde, so solle man fommission. gegen diese Organisation sein. Da hätte man auch keine Eisenbahn bauen dürfen, weil man vorher nicht wußte, ob sie sich bewährt. Der Verband der Metallarbeiter beruht auf der Grundlage, die York schon vor 20 Jahren für nothwendig gehalten hat. Sie lasse allen Branchen volle Bewegungsfreiheit und bes friedige somit auch diejenigen Arbeiter, welche Berufsvereinigung erstreben, da die Arbeiter jedes einzelnen Berufes sich in Fachfektionen formiren können. = Blaurock Berlin: Die praktischste Agitation ist, den Arbeitern klar zu machen, wie die wirthschaftlichen Verhältnisse liegen. Däne Berlin: Die Baugewerbe können sich nicht der Resolution der Metallarbeiter anschließen. Frau Steinbach: Scherm sagte, der Industrieverband der Hirsch- Duncker habe sich bewährt, wenn das ein Berufszentralist gefagt hätte, wäre das Anathema über ihn ausgesprochen worden. Die Berliner wollen die Politik in den Gewerkschaftsorganisationen drin haben, wir wollen sie daraus entfernt halten. Dräger, Werftarbeiter, spricht für die Nürnberger Resolution. Feder- Berlin: Ich dachte bisher, daß jede Organisation, welche auf fozialistischem Boden steht, anzuerkennen ist; bei Kloß scheint dieses nicht der Fall zu sein. Die Zentralorganisationen müssen bei vielen Beschlüssen auf die Vereinsgefeße Rücksicht nehmen, deshalb werden sie nach und nach in eine Bahn gedrängt Heinzmann- Augsburg. Nur zwei Berufe haben sich werden, die sie vielleicht selbst nicht beschreiten wollen. Der bedingungslos der Nürnberger Resolution angeschlossen. Es sind Antrag der Metallarbeiter ist mir sehr sympathisch, aber in den dieses die Berufe der Textil- und Werftarbeiter, welche eben schon fleinen Orten müssen Vertrauensmänner aufgestellt werden, damit den Verzweiflungskampf tämpfen, das ist der beste Beweis, daß die Aufklärung betrieben werden kann. Der Kongreß muß flare der Nürnberger Organisationsvorschlag der zweckmäßigste ist. Stellung zu den Lokalvereinen nehmen, diese als vollberechtigt Kreß Berlin tritt für die Resolution der Holzindustrie ein, anerkennen und ihnen Sitz und Stimme in den abzuschließenden welche auch den lokalen Interessen Rechnung trägt. Körsten Kartellen geben. In den Lokalvereinen kann den Bedürfnissen fragte, was der Tischlerverband in Berlin geleistet hat! Die der Arbeiter mehr Rechnung getragen werden, da Beiträge und Berliner Filiale dieses Verbandes gründete sich im Oktober und hat schon 500 Mitglieder. Leistungen den Verhältnissen angepaßt werden fönnten. Segit: Es ist wiederholt die verschiedentliche Leistung Reichel Burgstädt: Wir können nur Industrieverbände der einzelnen Zentralisationen als ein Hinderniß des Industrie- schaffen. Den verschiedenen Verhältnissen tann in der Weise verbandes bezeichnet worden. Feder hat für die Lokal- Rechnung getragen werden, daß neben den regelmäßigen Beivereinigung ins Feld geführt, daß sie sich in Beiträgen trägen Extrafteuern oder Lokalzuschläge erhoben werden. und Leistungen den örtlichen Bedürfnissen anpassen könne. Stürmer steht auf dem Boden der Generalkommission. Dieses ist auch möglich in der Zentralisation im Industrie- Hofmann Hamburg empfiehlt die Resolution der Generalverband, wenn Beiträge und Leistungen tlaffifizirt werden. Damit fommission, event. die Nürnberger Resolution. fällt auch ein weiterer Einwand, den die Berufszentralisationen gegen die allgemeine Organisation erheben. Wir werden bald in dieser Richtung reformiren müssen, wenn wir die Industrieverbände allgemein einführen wollen. Thomä Saarbrücken: Wir sind von ländlichen Arbeitern gewählt, die allein 336 000 Arbeiter repräsentiren, die sich zunächst gewerkschaftlich organisiren müssen. Politit können sich die Lokalvereine erlauben, nicht die Zentralisationen. Es wird Schluß der Debatte beantragt und angenommen. v. d. Elm stellt richtig, daß nicht er den Entwurf der Generalfommission verfaßt hat, sondern daß derselbe Stollettiv arbeit dieser Körperschaft ist. • Die Sache ist die, daß in der Aera des Sozialisten geseges die Grenze zwischen Kritik und Beleidigung, wie überhaupt zwischen strafgesetzlich Verbotenem und Nichtverbotenem für die Kriminaljustiz sich mehr und mehr verwischt und ver rückt hat Wäre es beispielsweise früher einem Gerichtshof in den Sinn gekommen, Jemand wegen Majestätsbeleidigung zu ver urtheilen, der sich bei einem Hoch auf den Landesfürsten nicht Dieselbe Methode nun wird jetzt gegen die kapitalistische Bresse angewendet, gegen dieselbe Bresse, welche in der Sozia listenheze lustig ins Hifthorn stieß und niemals ein Wort des Zadels über die ungeheuerlichsten richterlichen Verfolgungen von Sozialdemokraten hatte, fie im Gegentheil als staatserhaltende" Heldenthaten billigte und pries. Es giebt eine Nemesis! Aber sie ist keine mystische Macht, sondern die natürliche nothwendige Folge der Uebelthaten, die Logik der Thatsachen", das in der Geschichte tausendfach nachweisbare Gefeß, daß die Waffen, welche die unterdrückenden Klaffen gegen die Unterdrückten schmieden, schließlich die Unterdrücker selbst verwunden, oder vulgär ausgedrückt:„ Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." Wir sind überzeugt, daß auch die Militärverbote von Wirthschaften, für welche die kapitalistische Presse tein Wort des Tadels hat, nicht auf die Sozialdemokratie beschränkt bleiben, vielmehr mit der Zeit auch die bürgerliche Opposition davon betroffen werden wird. Dann erst wird sie sich zum Protest ermannen." ,, Er wurde niedergeschrieen und mußte das Rednerpult verlassen." Diese Zensur stellt die Kölnische Zeitung" dem Verhalten einer Kölner Innungsmeister- Ver sammlung gegenüber einem sozialdemokratischen Redner aus, welcher sich zum Wort gemeldet hatte und den Innungsleuten sagte, daß sie tein Recht hätten, für sich Vergünstigungen vor anderen zu verlangen. Das ist so die Taktik derselben Leute, die sich als Stüßen der Ordnung geberden. Die Wahrheit wollen fie nicht hören, und der sie spricht, den schreien sie nieder. Ganz so, wie sie ihre Gesellen behandeln. Nicht ein auf Grund des Arbeitsvertrages wenigstens formal ihnen gleichberechtigter Kon trahent soll der Gefelle sein, sondern ein Untergebener, ein Stlave, der im Innungsmeister und in der Innung seine Herren zu er blicken hat. Zum Glück sind selbst in unserer freiheitarmen Zeit die hochfliegenden Pläne der reaktionären Innungsapostel aus fichtslos, und diese Leute haben nicht einmal den Trost für sich, daß auch nur eine Saite der Volksseele für fie tönt. Die Innung ist gewesen und wird wie alles Gewesene niemals wieder lebendiges Fleisch werden. Das Thema„ Gewerbe Schiedsgerichte" durfte in Rostock nicht in einer Volksversammlung besprochen werden! Die gewerblichen Körsten Berlin: Wir sind gewillt, mit allen Arbeitern Bayer- Leipzig spricht für die Resolution der Holzarbeiter. Man nahm deshalb ein anderes Thema: Hand in Hand zu gehen, wir haben, wenn wir auch lokalisirt Herbert Stettin: Wenn die Buchdrucker nichts gewonnen Arbeitsverhältnisse früher und jetzt," worüber Theodor Meyner find, gegen alle Metallarbeiter unsere Schuldigkeit gethan; das haben, verloren haben sie sicher nichts; trotz der verlorenen aus Berlin referirte. Rostock liegt zwar in Mecklenburg, und wird Segitz bezeugen. Kloß hat unsere Organisation unmodern Streits haben sich ihre Organisationen ungeschwächt erhalten. Mecklenburg in Deutschland, und Deutschland weist in Sachen genannt. Wir fagen, Politik muß hinein in die gewerkschaft Wir sind vielfach falsch beurtheilt worden, unsere Bewegung hat des Vereins- und Versammlungsrechts die wunderbarsten Ber lichen Organisationen, die Arbeiter müssen zum Klaffenbewußtsein von Jahr zu Jahr Fortschritte gemacht, deshalb unterlaffe man bältniffe auf, aber daß in Deutschland noch nach 1878 ein Reichs gefeh nicht in einer Volksversammlung das Thema der Beerzogen werden, Wir alle müssen doch begreifen, daß auf wirth- unmotivirte Angriffe. fprechung abgeben dürfen soll, das übersteigt unsere kühnsten Ver schaftlichem Gebiet durch die Gewerkschaftsbewegung nicht mehr viel zu erreichen ist. Wir erklären uns mit allen Arbeitern muthungen, und wir möchten fast annehmen, daß unser Bericht folidarisch, ändern Sie deshalb ihre Stellung gegen die Berliner erstatter sich geirrt hat. Arbeiter; durch die Angriffe, welche hier gemacht werden, wird nur Unfrieden gesät. Fassen Sie eine Resolution, welche anerkennt, daß wir existenzberechtigt sind. Legien und v. Elm haben wiederholt die englischen Gewerkvereine als Vorbild empfohlen, auf dem Pariser Kongreß hat ein hervorragender Delegirter der englischen Gewerkvereine die Erklärung abgegeben, Kloß: Ich habe mich versprochen, als ich sagte, man dürfe daß die Gewerkvereine, trot 50jähriger Thätigkeit, nicht weiter in der Arbeiterbewegung teine Politik treiben, ich wollte fagen, gefommen sind. Die Verhältnisse der amerikanischen Gewerk in der Gewerkschaftsbewegung müsse man sich der Politik entfchaften find sehr zerfahren. Die englischen Gewertvereine stehen halten. auf Hirsch- Dunder'schem Standpunkt, wir aber wollen auch politisch thätig sein. Brintmann- Hamburg: Jetzt kommen die Kompromisse; wenn man sich von Anfang an so versöhnlich gezeigt hätte, wären wir schon viel weiter. Stermer( Vertreter der Matrosen): Wir laffen uns teine bestimmte Form der Organisation vorschreiben, wir wollen und frei entwickeln. Scherm bemerkt, daß er von Frau Steinbach bezüglich der Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine mißverstanden wurde. Wolter- Berlin nimmt die Berliner Arbeiter gegen die Angriffe einzelner Delegirter in Schuh. Außerdem wurden eine Reihe von persönlichen Bemerkungen gemacht, die unwesentlicher Natur find. Ein Antrag, eine Rommission zu einer Um arbeitung und Zusammenfassung der verschiedenen Resolutionen einzusehen, wird abgelehnt. Es wird namentliche Abstimmung beschlossen. Der Vorsitzende verliest einen Antrag der Vertreter der Lokalorganisationen, in welchem verlangt wird, daß der Kongreß jede Organisation anerkennt. Hillmer Hamburg steht auf dem Standpunkt der Refolution der Generalkommission und wundert sich, daß Kloß als Mitglied der Generalfommission gegen den Entwurf gesprochen l Verantwortlicher Redakteur August Dieser Antrag wird einstimmig abgelehnt. * * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur N. Lingweiler von der Glber felder Freien Presse" wurde wegen Gotteslästerung zu einem Monat Gefängniß verurtheilt und zwar wegen Veröffent lichung eines Inserats, das folgenden Wortlaut hatte: Die unterzeichneten Eheleute machen hierauf den Genossen bekannt, daß am vergangenen Weihnachts- Abend denselben der Heiland in Gestalt eines jungen Sozialdemokraten geboren wurde." Inserats gar keine Kenntniß gehabt hat, das half ihm aber nichts. Genoffe Lingweiler wies nach, daß er von dem Inhalt dieses Der Staatsanwalt beantragte zwei Monate Gefängniß; das Urtheil lautete wie oben mitgetheilt. Gine Gottesläfterung, überhaupt eine Gesetzesverlegung fönnen wir in dem Inhalt des Juferats nicht erblicken; ebenso wenig aber auch einen Beweis von gutem Geschmad. Der Metallarbeiter- Verband zieht seine Resolution zu Gunsten Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.