Nr. 102. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit luftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- BeitungsBreisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereine: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutly- Straße 2. Fernsprecher: Amit I, Nr. 1508. Sonnabend, den 3. Mai 1902. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die Diätenblamage der Zollmehrheit. Chinaprozeß des ,, Vorwärts" vor dem Maßnahmen richteten sich auch nicht gegen die chinesische Regierung oder 0 " Reichsgericht. Im Reichstage wurde am Freitag die Diätenborlage für die Mitglieder der 3olltarif Das Reichsgericht verwarf am Freitag die Revision der Kommission von einer nicht gerade imponierenden Redakteure des Vorwärts", Genossen John und Schmidt, Zöllner Mehrheit in zweiter Lesung unter Dach und Fach welche diese gegen das Urteil des Berliner Landgerichts vom gebracht. Immerhin hatten die Konservativen und das 2. Dezember vorigen Jahres eingelegt hatten. Centrum genug Männer auf die Beine gebracht, um die Beschlußfähigkeit des Hauses von Beginn der Sigung an unzweifelhaft erscheinen zu lassen. Wir erhalten darüber folgenden Prozeßbericht: Leipzig, 2. Mai. stritten, daß überhaupt mit China Krieg geführt worden ist. Die Handlungen derselben. Und weil es sich nicht um einen Krieg int völkerrechtlichen Sime handelt, deshalb konnte auch das deutsche Militär nicht mobil gemacht werden, sondern es ist das Expeditionscorps aus Freiwilligen gebildet worden. Deshalb fehlt es an jeder gesetzlichen Grundlage, rechtsgültig einen Strafantrag zu stellen. Die Freiwilligen aus dem Heere sind auch sofort wieder ersetzt worden, so daß das Heer in seiner vollständigen Präsenzstärke erhalten blieb. Es wurde vielmehr ein neues Heer formiert. Ist dieses der Fall, so konnte der Kaiser nicht eine Order erlassen, die den Kriegsminister oder einen audren als Vorgesetzten bestellte. Bei Ju Nr. 283 des„ Vorwärts" vom 5. Dezember 1900 wurde eine Notiz der Etatberatung hat die Regierung zugegeben, daß die Organisation Die Kommissions mehrheit hatte bekanntlich das und insbesondere berichtet wurde, daß in einem Dorfe bei Baotingfu behre. Die Bildung desselben ist auch nicht in der Verfassung oder veröffentlicht, in der Greuelscenen aus dem Chinafeldzuge besprochen des ostasiatischen Expeditionscorps der gesetzlichen Grundlage entBauschquantum für die sommerliche Kommissionsthätigkeit von auf das geugnis eines Knaben hin 22 Borer erschossen worden in einem andren Gesetz vorgesehen, es fonnte darum der Kaiser nicht 2400 auf 2000 M. Herabgesett und außerdem bestimmt, daß seien. Diese Nummer hat der Redacteur Robert Schmidt ver- die Verordnung erlassen. Sieht man sich aber auch die Kabinettsvon diesem Betrag die etwa von Kommissionsmitgliedern antwortlich gezeichnet und soll dadurch den Generalmajor order an, so fann nicht angenommen werden, daß der während dieser Zeit bezogenen Landtagsdiäten abgezogen wer- von Ketteler beleidigt haben. In der Nummer 9 und 10 des preußische Kriegsminister Vorgesezter des Expeditionscorps den sollen. Ein Antrag des freisinnigen Abg. Dr. Barth Borwärts" vom 10. und 12. Januar 1901 waren zwei sogenannte ist. Auf die Art und Weise der Kriegsführung wollte jede Beschlußfassung über die Regierungsvorlage aus- antwortliche Redacteur Baul John das oftastatische Expeditionstorps stand hatte der preußische Striegsminister keinen Einfluß. Die Hunnenbriefe wiedergegeben worden, durch die der ver man festhält, daß im völkerrechtlichen Sinne fie gar nicht bes gefett wiffen, bis der Bundesrat endlich zu dem Reichstags- beleidigt haben soll. Gegen beide Genossen wurde am Montag, den Order besagt nur, er folle das weitere veranlassen. Das Reichsgericht antrag auf Einführung allgemeiner Diäten Stellung ge- 2. Dezember 1901, vor der 7. Straffammer des Landgerichts I in hat mit Recht angenommen, daß der nur als Vorgesetzter anzusehen nommen habe. Unfre Genossen beantragten, an Stelle Berlin verhandelt und Genosse Schmidt zu sechs Monaten, Genosse ist, der Gehorsam fordern kann und dem die andern unterordnet der Regierungsvorlage den Wortlaut des früheren Antrags John aber zu fieben Monaten Gefängnis verurteilt. werden. Da dies nicht der Fall ist, so konnte der Kriegsminister Gröber auf Bewilligung allgemeiner Tagegelder für die Reichs- Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision beider Angeklagten nicht Vorgesetzter sein. Borgesezter war ja auch nur der Generaltagsmitglieder zu sehen. Für den Fall der Ablehnung dieses feldmarschall v. Walderfee, welcher zur Stellung des Strafantrages Antrages berlangte ein Amendement Bebel, daß unter Abberechtigt war. Ihm hatten die Freiwilligen sich unterordnet und änderung des Art. 32 der Reichsverfassung den Kommissionsdeshalb war er ihr Vorgesetzter geworden. mitgliedern 20 M. Anwesenheitsgelder pro Tag gewährt werden sollten. und rügen sie prozessuale und materielle Berstöße. Die Sache kam heute vor dem I. Straffenat des Reichsgerichts zur Verhandlung. Den Vorsiz führte Senatspräsident Freiherr von Bülow. Die Anklage vertrat Reichsanwalt Treutlein Mördes. Die Revision vertrat Rechtsanwalt Ha a se Königsberg. Gericht den Einwand des Ivenit Alles Ein weiterer Beschwerdegrund ist, daß die Verteidigung beschränkt worden ist. Der Vorderrichter verkennt völlig den§ 185 des Straf Die Freunde der Rommiffionsdiäten hatten zur Be- Der Berichterstatter auffmann trug zunächst das Urteil gesetzbuchs, bas zeigt schon die Verhandlung selbst. Es ist geschwankt worden, ob der§ 185 oder der§ 186 des Strafgesetzbuchs angewendet gründung ihrer einzig und allein auf die Beförderung ihrer Stetteler auf dem Umwege über das Striegsministerium form jenen Baragraphen hingewiesen worden. Schon in dieser Unsicherheit der ersten Instanz vor. Nach diesem ist der Strafantrag von werden konnte, und die Angeklagten sind. mal auf diesen, mal auf Buchergelüfte abzielenden Accordforderung herzlich wenig zu richtig gestellt worden. Bezüglich der Hunnenbriefe hat sagen. Besonders das Centrum befand sich in der peinlichen bas sieht man, daß es sich nicht um ein Urteil handelt, sondern daß ein Vorgang Lage, einerseits seine Abtrünnigkeit von der Forderung preußische Striegsminister nicht zur Stellung des Strafantrages bestimmtes Territorium angegeben, es sind ganz bestimmte HandAngeklagten, daß der mit ganz fonkreten Thatsachen geschildert worden ist. Es ist ein ganz allgemeiner Diäten bemänteln und andererseits seinen berechtigt sei, als unbegründet zurückgewiesen, da dem preußischen lungen und Personen bezeichnet worden, es kann also nachgeprüft nicht rühmlicheren Anteil an der Urheberschaft der famosen Kriegsminister durch kaiserliche Order das ostasiatische Expeditionscorps werden. Der Vorderrichter sieht die beleidigende Kritik in den ThatRolldiäten soviel wie möglich wegretouchieren zu müssen. unterstellt worden sei. Das Gericht hat unterstellt, daß die Briefe fachen und ist dazu gekommen, den Beweis abzuschneiden. Selbst Dr. Bach ems sophistische Spitfindigkeit reichte für echt und wahr seien, hat aber aus§ 185 des Strafgesetzbuchs wegen bas ist aber nicht nur angegeben, sondern unter Beweis gestellt diefe Bertuschungsarbeit nicht aus; nach alterprobter Manier formaler Beleidigung der Chinakrieger verurteilt. Der Angeklagte babe worden. Der Beweis hätte aber auf die Strafzumessung von half er sich über die Fatalität dadurch hinweg, daß er aufs die Schilderungen verallgemeinert und dadurch das ostasiatische großem Einfluß sein können. Wie verfehlt die Stellung des doch Expeditionscorps oder mindestens neue das findische Ammenmärchen glaubhaft zu machen suchte, Teil desselben beleidigt. einen unbestimmten ersten Nichters ist, geht daraus hervor, daß der Name des Den Schutz des§ 193 des Straf- Stanoniers Keitel angegeben und beantragt worden ist, ihn als Stadthagen habe sich in der Kommission mit Zolldiäten ein- gesetzbuchs hat ihm das Gericht nicht zugebilligt, weil er durch die Bengen zu vernehmen. Dieser Kanonier mußte vernommen werden, verstanden erklärt. An der thörichten Klatscherei beteiligten Art und Weise seines Vorgehens nicht berechtigte Interessen habe um festzustellen, ob das, was er als seine Handlung und die feiner fich dann mit großem Behagen auch die Herren Spahn wahrnehmen wollen. Der Angeklagte Schmidt beantragt Aufhebung des Stameraden bezeichnet, vorgekommen ist. und& amp, der sich dabei selbst als eigentlichen Vater Urteils und Freisprechung und rügt die Verlegung der§§ 176 und Die Anwendung des§ 193 St.-G.-B. habe der Vorderrichter des Diäten- Wechselbalges bekennen mußte. Dem öden Ge- 1777 der Strafprozeßordnung. Für John wird beantragt, prinzipale verkannt. Der Angeklagte hatte als Deutscher ein rechtliches Interesse Einstellung Verfahrens oder das zänk wurde von Stadthagen die Spitze abgebrochen durch Urteil aufzuheben daran, die Vorgänge im Kriege in der Presse zu besprechen. die einfache Feststellung der von niemand widerlegten That gerügt Verletzung des§ 61 und des§ 196 des Straf werden müsse, weil die Presse nicht der Weg sei, solche Mißstände zu verweisen. Hier wird Vorderrichter führt aber aus, daß der Schutz des§ 193 versagt sache, daß er sich natürlich nicht mit den Wucherdiäten ein- gesetzbuchs, da der Kriegsminister nicht berechtigt war, den verstanden erklärt, sondern vielmehr gesagt hat, die social- Strafantrag zu stellen. Es sei insbesondere nicht festgestellt, ob der daß auch durch die Presse berechtigte Intereffen wahrgenommen zu rügen. Das Reichsgericht hat aber wiederholt entschieden, demokratischen Kommissionsmitglieder würden, möge nun die preußische Kriegsminister der amtliche Vorgesetzte der gesamten Teil werden fönnen. Aus diesen Gründen sei das Urteil nicht aufrecht zu Mehrheit sich Diäten bewilligen oder nicht, im Sommer ihre nehmer des ostasiatischen Expeditionscorps oder einzelner Angehöriger erhalten und bitte er deshalb um dessen Aufhebung. Pflicht thun. des Corps gewesen sei. Die materielle Beschwerde rügt falsche Anwendung der§§ 185 und 193 des Strafgesetzbuchs, sowie BeAußerdem blieb noch die Aufgabe, die Stellung des schränkung der Berteidigung, denn wenn auch nur der§ 185 des Bundesrats in der ganzen Frage, dies irrlichterierende Strafgesetzbuchs angewendet worden sei, seien die Beweise doch Revision. Die Bemängelung des Strafantrages bei Schmidt erscheint Schwanken zwischen größter Rücksichtslosigkeit gegenüber dem wesentlich für die Strafzumessung gewesen. Dann tonnte mir unbegründet. Der Antrag ist telegraphisch gestellt. Daß mittels Reichstag und energielosem Eingehen auf momentane Zöllner- das Urteil aber auch nicht von Schändlichkeit des Angeklagten durch begierden, ins rechte Licht zu setzen. Bebel legte dies Veröffentlichung der Artikel sprechen, wenn andre Zeitungen und Würdelose der Situation dar, kennzeichnete die Interessen- amtliche Publikationen ähnliche Vorgänge bezw. Thatsachen mitgeteilt wirtschaft der Mehrheit und kritisierte eingehend die Ver- bezw. zugegeben haben. Es wird aus dent Gerichtsprotokoll festgestellt, daß die Vorfassungswidrigkeit der Vorlage, die ohne vorherige Aenderung instanz die vom Rechtsanwalt Haase gestellten Beweisanträge abder Verfassung unmöglich angenommen werden könne. Er gelehnt hat. berlangte, daß der Bundesrat der allgemeinen Diätenforderung endlich nachgebe und dadurch der chronischen Beschlußunfähigkeit und dem Doppelmandats- Unwesen ein Ende bereite. 0 des und ant ein andres Gericht * Der Reichsanwalt Treutlein Mördes beantragte Verwerfung der Telegramim Strafanirag gestellt werden kann, ist bereits gefeßlich entschieden. Das Telegramm ist der Staatsanwaltschaft übermittelt und wie, aus dem später gestellten schriftlichen Strafantrag des Generals v.Ketteler und seiner Bengenaussage erwiesen, auch mit Wissen und Willen des Beleidigten weiter gegeben worden. Er ist auch rechtzeitig und fristgemäß gestellt worden und kann seine Gültigkeit nicht bemängelt werden. Die Verteidigung hat verkannt, daß die Auslegung des Urteils gegen Schmidt auf festgestellte Thatsachen sich stüßt und deshalb mit Erfolg nicht mehr in der Revision bekämpft. werden kann. Das Gericht hat festgestellt, daß der Vorwurf, v. Ketteler sei summarisch vorgegangen, unbegründet sei. Die Stevision legt das Schwergewicht darauf, daß das Verfahren v. Stettelers ungefeßlich sei. Sie übersieht aber, daß der Artikel dieses gar nicht gerügt, sondern daß er summarisch gehandelt hat. Die Revision übersieht, daß hier überhaupt regellose Verhältnisse konferenz nicht bestand. Die Konferenz bindet nur die Regierungen, bestehen und ein geschriebenes Völkerrecht bis zur Haager Friedensdie an ihr teilgenommen, nicht aber die Untergebenen. Es kommt darauf an, daß gefeßliche Grundlagen gegen v. Stetteler nicht vor handen waren und deshalb der Angriff ein verfehlter ist. Nach§ 11 der Verfassung ist der Kaiser berechtigt, das Deutsche Reich völkerrechtlich zu vertreten. Daraus komite v. Ketteler ableiten, daß er vom Kaiser den Befehl erhalten habe und damit auch die Machtbefugnis, so zu handeln, wie er es gethan hat. Es ist die Berurteilung zu Recht geschehen und liegt zur Bemängelung des Urteils fein Anlaß vor. Die Revision begründete persönlich Rechtsanwalt a ase. Er führte aus, daß der Strafantrag nicht ausreicht, um das Strafverfahren aufrecht zu erhalten. Richtig sei, daß von Ketteler das Graf Posadowsky suchte die Unentschlossenheit des Telegramm an den preußischen Kriegsminister gerichtet hat:" Stelle Bundesrats in der Diätenfrage, so gut es ging, zu ber- Strafantrag wegen den Vorwärtsartikel!" und daß dieses Telegramım teidigen. Der Staatssekretär ist nicht zu beneiden um das mit einem Anschreiben des Kriegsministers an die Staatsanwaltschaft ihm so häufig blühende Los, das Windbeutel Gebäck aus übermittelt wurde. Allein die Revision geht davon aus, daß dieser der Bülowschen Reichsbäckerei schmackhaft erscheinen zu lassen. schaft gestellt worden ist, es fehle insbesondere der Nachweis, daß Antrag an das Kriegsministerium, nicht aber au die Staatsanwalt Mit würdevollem Pathos meinte er, je öfter ein Antrag vom der Strafantrag im Willen des v. Stetteler weitergegeben worden Reichstag wiederholt werde, desto reiflicher, intensiver werde fei, eine Bestrafung des Angeklagten herbeizuführen. Festgestellt er vom Bundesrat erwogen. Das Gelächter der Linken fei nur, daß ein Strafantrag gestellt sei. Ferner sei die bewies, wie hoch man dies fatale Kopfzerbrechen des Bundes- Rechtsanwendung zu bemängeln. Es sei nicht erwiesen worden, daß rats einschätzt. das Urteil v. Kettelers nicht auf das Zeugnis eines Knaben gefällt worden sei. Der Vorwurf gehe dahin, daß das von Ketteler anFür die Kommissionsfassung traten außer dem Centrum gewandte Berfahren summarisch gewesen sei. Diesen Vorwurf hat die Konservativen, Freikonservativen und Nationalliberalen ein, aber das Gericht gar nicht nachgeprüft, es hätte nachprüfen müssen, während die beiden freisinnigen Fraktionen erklären ließen, ob v. Ketteler ein solches Verfahren ausüben konnte. Er fönnte ein ihre Kommissionsmitglieder würden die Diäten nicht annehmen. folches Verfahren nur üben, wenn deutsche Truppen oder Auch bei John wird der Strafantrag bemängelt. In dieser Die Abstimmung zwang die Zöllner, nicht weniger als gegriffen worden den Boreru von Deutschland eingesetzte Behörden von an- Richtung hat bereits das Reichsgericht in der Sache Freund und Genossen wären. Wenn man auch annehme, daß entschieden. Da finden sich in dem Urteil die Worte: daß der Straf dreimal offen Farbe zu bekennen, da die Linke es sich nicht es sich um ein okupiertes Land handle, so fehle doch antrag formrichtig und rechtzeitig gestellt worden ist. Daß der Kriegsnehmen ließ, sowohl über den freisinnigen und den social- immer die Thatsache, daß das Verbrechen, daß den Borern zur minister Vorgesezter der preußischen Truppen ist, ist reichsdemokratischen wie über den Kommissionsantrag nament Laft gelegt worden sei, gegen Deutsche oder deutsche Truppen und gerichtlich festgestellt. In der 76. Sigung der Budgetkommission des liche Abstimmung zu verlangen. Das Resultat war die deren Angehörige verübt worden ist. Er glaube, daß infolge dieser Reichstags hat der Geheime Regierungsrat Herz die NechtsverhältAblehnung aller Abänderungsanträge und die Annahme des Gründe das Verfahren wider Schmidt einzustellen fei. nisse des Chinacorps dahin festgestellt, daß es ein für eine vorüber: Kommissionsbeschlusses. Das Urteil gegen John leidet unbedenklich an einer Reihe von gehende Zeit bestimmte Reichstruppe sei, die dem Befehl des Kaisers Mängeln. Hier fehlt es zunächst an dem erforderlichen Strafantrag. unterstellt war. Nicht bloß für die Auslagen, sondern auch für die Den Strafantrag des preußischen Striegsministers habe der Vorderrichter Bildung des Corps hat der Reichskanzler v. Bülow die Indemnität als ausreichend erachtet, weil der Kriegsminister durch kaiserliche der gesetzgebenden Körperschaft nachgesucht und bewilligt erhalten. Stabinettsorder als Vorgesetzter des gesamten oſtaſiatiſchen Expeditions- Die rechtliche und gesetzliche Grundlage ist also vollständig gegeben. corps bezeichnet worden ist. Die faiserliche Kabinettsorder sei nicht Die Truppen unterstanden dem Befehl des deutschen Kaisers, der sie rechtsgültig, auch entspricht die Stellung des Kriegsministers als wiederum dem preußischen Kriegsminister unterstellte. Die Stellung Vorgesetzter nicht den Anforderungen des§ 196 des Strafgeschbuchs. kann demnach keine andre fein als die, die der Kriegsminister über Die faiserlichen Kabinettsorders find ungültig, weil sie außerhalb die preußischen Truppen hat: die eines Borgesezten. Der Abg. Bachem der Machtbefugnisse liegen, die dem deutschen Kaiser durch die Ver- hat ausdrücklich im Reichstage gejagt, daß die staatsrechtliche Regelung faffung des Deutschen Reiches eingeräumt worden sind. Es ist bes der Frage bis zum sogenannten Friedensschluß von der Regierung Am Sonnabend stehen der Gesezentwurf zum fliegenden Gerichtsstand und der Servistarif zur dritten Lesung, außer dem soll über den Toleranzantrag des Centrums weiter verhandelt werden. nachgewiesen worden sei. Daraus geht hervor, daß der Kriegs-| minister zur Stellung des Strafantrags berechtigt war. Die weitere Beschwerde geht dahin, daß der Begriff der Thatsachen verkannt worden ist.§ 186 St.-G.-B. setzt die Behauptung schließen mußte. Die in Nede stehende Molkerei sei die dem Minister v. Podbielski gehörige Central Molkerei Karstädt v. Podbielsti". Herr v. Podbielski hat sich bisher nicht zu dieser Darstellung foutreter Thatsachen voraus. Die Wahrheit des Einzelnen beteist geäußert. Dafür unternehmen die Berliner Neuesten Nachrichten" aber nicht, daß die daraus gezogene Schlußfolgerung auf die eine höchst amüsante Rechtfertigung des Ministers. Erstlich gehöre Allgemeinheit wahr ist oder nicht; diese ist überhaupt nicht erweisbar. die Centralmolterei Karstädt v. Podbielski" dem Minister nur zum Wenn der Vorderrichter zu der Auffaffung fommt, daß in dieser Teil". Danach soll man wohl einsehen, daß auch die Verantwort Schlußfolgerung keine Thatfachen enthalten find, so ist die Ablehnung lichkeit für die Milchfälschung nur zum Teil", wahrscheinlich nach der Beweisanträge korrekt, weil Schlußfolgerungen sich der Beweisbar- dem Grade des Besizverhältnisses, dem Minister zufallen. feit entziehen. Zweitens liefere das Gut Podbielski teine Milch an die Die Rüge der Revision, daß der Angeklagte durch Ablehnung der Molkerei Bobbielski- der Minister hat sich offenbar selbst. Beweisanträge in seinem Rechte verkümmert worden sei und diese boykottiert! Endlich aber sei die Wäfferung die Folge eines Wirkung auf die Strafzumessung haben könnten, ist hinfällig. In Röhrenbruchs. Eine mit Wasser gefüllte Röhre des Kühldieser Richtung konnte der Beweisantrag nur von der Bedeutung apparates sei leck geworden und habe große Mengen Wassers in die sein, den guten Glauben des Artikelschreibers an die Richtigkeit seines Milch ergossen." Selbstverständlich", so wird stolz hinUrteils nachzuweisen als das Gegenteil, daß sein Urteil unwahr und zugefügt, ist die Milch sofort zurückgenommen und vernichtet unbegründet war und die Gründe, die das Urteil strafverschärfend zu worden. Grunde legt, als die durch die Beweisanträge getroffenen sind. Das Gut, auf dem dieser Röhrenbruch passiert ist, wird leider nicht genannt. Das ist sehr schade! Denn dieser Röhrenbruch wurde wenn die Darstellung der Milchhändler richtig ist trotz der großen Menge eingedrungenen Wassers so wenig bemerkt, daß man ruhig das Röhrenwasser als Milch nach Berlin fandte, und erst als die Händler protestierten, mit der bei dem Podbielskischen Unternehmen üblichen Noblesse das Wasser zurücknahm. Die Polizei pflegt sonst derartige Milch einfach in die Kanalisation fließen zu lassen, im Privatreiche Podbielstis ist man noch stolz darauf, wenn man aus einem Wasserrohr stammende Milch" zurücknimmt. Wie aber kommt es, daß man sich über den plöglich gesteigerten Milchsegen gar nicht gewundert hat, sondern ruhig die Röhre laufen ließ? Sollte der Bruch erst zu spät entdeckt worden sein, vielleicht erst nach der jetzigen Veröffentlichung der Milchhändler? Rechtsanwalt Haase repliciert, es genüge nicht, wenn das Reichsgericht in der Sache Freund und Genossen entschieden habe, daß der Strafantrag mit ausreichenden Belegen festgestellt worden ist, und könne dies nicht für die Frage maßgebend sein, ob die kaiserliche Stabinettsorder rechtsgültig sei. Ebensowenig fönne fie rechtsgültig werden durch die nachträglich nachgesuchte Indemnität. Es fehlt immer noch der Nachweis, daß der Kriegsminister Vorgesetzter ist und ob er nur mit der Verwaltung oder mit der Dienstaufsicht betraut worden ist. Die Frage, об ein Urteil oder eine Thatsache vorliegt, fann man nicht im Sinne des Reichsanwalts beantworten. Der erste Richter sieht auch die Thatsachen an, auf die sich die Schlußfolgerungen stüßen, und aus diesem Grunde mußte er prüfen das beweist gerade der Schlußfaz des Urteils, ob die Kritik der Wahrheit entspricht oder nicht. * Das Gericht schloß sich in seinem Urteil den Darlegungen des Reichsanwalts an. Es erklärte den Kriegsminister als zur Stellung des Strafantrags berechtigt. Die Verteidigung sei durch Ablehnung der Beweisanträge nicht beschränkt worden und§ 193 des Strafgesetzbuchs sei mit Recht nicht angewandt worden. Wir werden in unfrer nächsten Nummer eine Würdigung dieses erstaunlichen Urteils veröffentlichen. Nicht die socialdemokratische Chinapolitik ist verurteilt, die deutsche Justiz hat durch das Urteil sich selbst das Urteil gesprochen. Politische Weberlicht. Berlin, den 2. Mai. Preußischer Landtag. Beide Häuser des Landtags hielten am Freitag Sigungen ab. Das Abgeordnetenhaus nahm in dritter Lesung den Gesezentwurf über die Kompetenzkonflikte an. Das Herrenhaus beriet nur kleine Vorlagen und Petitionen. Auch der glücklich aus China heimgekehrte Weltgeneralissimus Graf Waldersee wohnte der Sizung bei, ohne sich indes an der Debatte über die welterschütternden Fragen, die die Herrenhäusler berieten, zu beteiligen. Am Sonnabend tagen wieder beide Häuser. Zur Beratung stehen nur unbedeutende Vorlagen. " Zum Fall Kauffmann stellt jetzt der Mitarbeiter des LokalAnzeiger", der die Unterredung mit Kauffmann hatte, das Folgende fest: Als ich in Friedrichroda eingetroffen war, galt mein erster Besuch dem Arzt, in dessen Behandlung sich Stadtrat Kauffmann begeben hat. Ich machte ihm von meiner Abficht, mich mit Herrn Stauffmann über die in letzter Zeit vielerörterten Vorgänge zu unterhalten, ausführliche Mitteilung und bat ihn, mir zu sagen, ob von irgend einem Gesichtspunkte aus Bedenken gegen eine solche Unterredung vorlägen. Für diesen Fall würde ich selbstverständlich auf jedes Zusammentreffen mit Herrn Kauffmann vers zichten. Als der behandelude Arzt mir erklärte, das Bedenken in keiner Weise vorlägen und daß Stadtrat Kauffmann geistig völlig frisch sei, ersuchte ich ihn, bei der Unterredung zugegen zu sein. Auch eine solche Maßnahme hielt der Arzt nicht für geboten." ihnen die Haare zu Berge standen über die Art, wie Rhodes mit ungeschminkter charakteristischer Offenheit zum Kaiser sprach. Was sie zu hören bekamen, war ja wohl schon verblüffend genug; aber ich glaube, sie würden starr vor Entsetzen gewesen sein, hätten sie den Nest dieser interessanten unterhaltung zu hören bekommen. Aus diesem„ haarsträubenden" Rest der ungezwungenen Unterhaltung zwischen Wilhelm II. und dem Diamantenkönig erzählt der Berfasser dann folgende Episode: Bevor ich gehe," sagte Rhodes, muß ich Ihnen noch für das Telegramm( an Krüger) danten. Ich war damals in einer bösen Klemme und sollte nach Hause kommen, um von Großmama durchgeprügelt zu werden wie ein böser Junge. Als Sie so gütig waren, sich einzumischen und jenes Telegramm zu senden, wurden Sie statt meiner der Prügelknabe." Der Verfasser bemerkt hierzu, daß Rhodes von seinem Mutterland gewöhnlich als von Großmama" sprach. " " Beiläufig bemerkt, erscheint Cecil Rhodes, der diese Geschichtchen mit sichtlichem Behagen als pikante Erlebnisse jedem von seinen Freunden, der es hören wollte und Mr. Rhodes war in der Wahl seines Umganges sehr wenig wählerisch- erzählte, doch nicht als der Naturbursche, der aus reiner Naivetät ein gekröntes Haupt wie feinesgleichen behandelt. Rhodes scheint vielmehr mit seinen Berliner Erlebnissen, bei denen er den Hinterwäldler martierte, nachträglich mächtig herumrenommiert zu haben. Inimmerhin: man versteht es, daß der Monarch, der selbst sein freisinniges Bürgertum nur aus winselnden Adressen kennen zu lernen Gelegenheit hatte, nach der Begegnung mit diesem selbstbewußten Parvenu beinahe schmerzlich bewegt ausgerufen haben soll: Endlich einmal ein Mann! Zum Krosigkprozeß werden uns folgende beachtliche BemerUnter allen Umständen hat Herrn v. Podbielskis Autorität als Ritter für agrarische Milchunschuld einen Röhrenbruch erlitten, der fungen übersandt: Warum ist nicht Frau v. Krosigk darüber befragt worden, aber nicht unbemerkt bleiben wird. Es wird ihm nun nichts übrig wer denn der Offizier war, um dessentwillen sie auf offener bleiben, als auch die Landwirtschaft zu verlassen und Reichs- Straße geschlagen worden ist und der gesagt haben soll:„ Du sollst kanzler zu werden. nicht mehr lange schlagen". Walderfees Friedensmission". Die Dame, die soviel beobachtet, erfahren, sich eine Anschauung gebildet", was sich gegen Marten verwerten ließ, wird doch wohl auch so viel Beobachtungsgabe haben, um sich eine Ansicht zu bilden, wer der Offizier war, der sie grüßte und für den sie Schläge betam. Der Weltmarschall ist ein wahrer Protene, er zeigt sich in immer neuen Gestalten. Zuerst galt er als der Nacheengel, dem die Aufgabe zugefallen war, China für seinen Frevel derart zu züchtigen, daß noch in tausend Jahren kein Chinese einen Deutschen scheel an Wenn der Gerichtshof, wie nicht zu beziveifeln, die Sache wirkzusehen wage. Und Waldersee erklärte stolz bescheiden, daß er sich lich aufklären will, so hätte er doch nicht versäumen sollen, diese als der rechte Mann am rechten Plage füble. Als es sich heraus- Spur zu verfolgen, besonders wenn man einen so findigen Kopf stellte, daß er post festum anfam und gerade die militärisch am wie den Kriminalfommiffar v. Bäckmann oder einen so auf die Aufstärksten in China vertretenen Mächte sich oftentativ zurück- flärung erpichten Herrn wie Generallieutenant v. Alten zu Hilfe zogen, um sich dem Oberbefehl" des Weltgeneraliffimus zunimmt. entziehen, wurde der Oberstkommandierende allmählich zu dem Oberstlieutenant v. Winterfeld meinte zwar: Unter Kameraden großen Diplomaten, der durch seine genialen Manöver China zur( bei uns") genügt es, zu fragen: Weiß einer was davon? Gerichts Nachgiebigkeit zwang. Und nun hat Waldersee selbst sich in einer liche Vernehmung ist bei uns" nicht nötig, aber vielleicht ist der dritten Eigenschaft vorgestellt: als den großen Friedensbetreffende Offizier gar nicht gefragt worden, vielleicht ist er ichlichter, dessen gewandter Vermittelungskunst es zu danken gar nicht mehr in Gumbinnen oder Stallupönen? Vielleicht ist das ist, daß in Ostasien nicht der Weltkrieg ausgebrochen ist. In irtell diesmal nur deshalb freisprechend ausgefallen, weit Dresden hat sich nämlich Waldersee dieser Tage zu einem Vertreter man fürchtete, daß das Volk sagen wird: der Offizier ist es des Dresd. Anz." folgendermaßen über seine Mission in China gewesen, der Unteroffizier wird bestraft! geäußert: Agrarische Streiche. Aus Sachfen wird uns geschrieben: Noch ehe die Einzelheiten der deutschen China- Expedition festgestellt waren, stand es für den Kaiser fest, daß eine ersprießliche Lösung der chinesischen Wirren nur durch die Herstellung eines Einver nehmens der maßgebenden Mächte hergestellt Neue Bedrängnisse bereiten die sächsischen Konservativen dem werden könne. Dieses Einvernehmen in der Praxis auch an der Ministerium Meßsch. Wie es scheint, ist ihnen der Erfolg ihrer Stelle zu sichern, wo bestehende Gegenfäge und Rivalitäten ernste jüngsten Ministerstürzerei zu Stopfe gestiegen, und fie suchen, wie es Reibungen veranlassen und den Weltfrieden gefährden scheint, nachträglich zu erreichen, was ihnen auf den ersten Streich könnten, das war es, was der Kaiser von mir erwartete. nicht gelang: Beseitigung des Ministeriums Meysch. Er, der in Wahrheit ein Friedenskaiser ist, er wollte, daß Aufgeputscht werden sie dazu speciell von der Deutschen Deutschland nicht allein zur Wahrung seiner Ehre und feiner Tageszeitung", die der Hofratsflique Steigbügel hält. giebt es feine bessere Gelegenheit, als dies nationalen Interessen eingreife, sondern auch in der aus Für ste gesprochenen Abficht, zwischen den Gegensägen zu ber- Winifterium über die agrarische Wucherzöllnerei stolpern zu laffent. mitteln und bedrohliche Schärfen zu mildern. Immer trieb sie die Agrarier des sächsischen Landtags an, die Ne Der Beruf der Deutschen in der gegenwärtigen und gierung für die Forderungen des Bundes der Landwirte zu künftigen Entwicklungsepoche der Völker war damit lar engagieren, und da formell dies für die Regierung eine Unmöglich und bestimmt vorgezeichnet. Meine Aufgabe bestand darin, feit ist, da sie sich für die Zolltarif- Vorlage öffentlich erklärt hat, dem kaiserlichen Willen, insoweit es meine Sträfte gestatteten, gerecht so ist aus diesem Vorgehen unschwer die Absicht zu erkennen, dem Ministerium Metzsch ein Bein zu stellen. zu werden. Als ich nach China kam, hatten sich die Meinungs- Diese löbliche Absicht führten mun am 30. April die Mannen verschiedenheiten zwischen Engländern und Russen des Bundes der Landwirte in der Zweiten Kammer aus, fie ließen der ebenso schon zu kleinen Konflikten verdichtet. Auf beiden Seiten durch ihren Redner, den Abg. Oekonomierat Steigerwurde der Wunsch laut, die Deutschen sollten Partei täppisch wie jüngst der Abg. Stöckel den Finanzminister angriff, dem ergreifen. Hier galt es daher, flärend und beruhigend zu Minister Megsch die konservative Freundschaft auffündigte- ihrer wirken, und dieser Haltung, deren Wert später noch mehr zur Unzufriedenheit darüber Ausdrud geben, daß die sächsische Regierung Als der Borivärts" zuerst den Fall Kauffmann behandelte, Geltung fommen dürfte, verdankte ich zum großen Teil die ihre Zustimmung nur zu dem Wucherzolltarif der verbindeten Re schrieb die Generalstabspresse des städtischen Freisinns von Räuber- Buneigung, die mir von den Truppen andrer Mächte bezeigt wurde." gierungen gegeben und nicht den Hungerzoll von 7,50 M. pro geschichten und gemeinen Lügen. Nachdem Kauffmann die Dar- Es ist wirklich originell, wie sich in dem Kopfe eines selbst- Doppelcentner Brotgetreide gefordert hat, wie die Agrarier es verstellung selbst bestätigt hatte, versuchte man mit geheimnisvollen, bewußten Generals die Welt spiegelt. Nun bat Waldersee durch langen. Thue sie das nicht, dann müsse sie damit rechnen, bübischen Andeutungen die verlorene Sache so zu wenden, als ob feinen famosen Oberbefehl" den Ausbruch des Weltkrieges verhütet. daß in landwirtschaftlichenkreisen das Vertrauen Kauffmann noch immer geistestrant sei; der Interviever habe war ist es gerade erst nach Waldersees Ankunft zu den bekannten zu ihr schwinde. internationalen Zusammenstößen in Tientsin und anderwärts gemeich, mit einer Verbeugung vor seinen Angreifern und der Diesen Schlag parierte der Minister des Innern, Herr von den Kranken heimtüdisch überfallen, man solle Kauffmann schonen tommen, allein was thut das! usw. Jetzt ist auch dieser freche und brutale Schwindel entlarvt. Für den objektiven Beurteiler geht aus den Erklärungen übertriebenen, die agrarische Begehrlichkeit nur fördernden BeDie Generalstabspresse des Freisinns wird sich nun neue Waldersees und dem Verlauf der Vorgänge in Ostafien lediglich hauptung, daß die Landwirtschaft in einer traurigen " Henryaden" bemühen müssen. Seitdem die freifinnige Preffe das hervor, daß Deutschland von England um Parteinahme zu Situation sei, daß sie unter Bedingungen profich darüber klar geworden ist, daß Kauffmann nicht zu Ehren der Gunsten seiner Intereffen angegangen wurde und daß Deutsch- duziere, die ihre Lebensfähigleit in Frage durch stellten. Und nur schüchtern erlaubte er sich zu sagen, daß Bartei ftumm bleiben wird, daß er sich wehrt- ist der Intriguanten land sich auch in der That dazu gebrauchen ließ, durch stellten. Und Ministerium fippe ja kein Mittel zu schlecht und zu widerwärtig, um die Wahr- die unendliche Verschleppung des Krieges für England die es die sächsische Regierung und speciell das heit unschädlich zu machen. gewünschte Rolle des Buffers gegen Rußland zu spielen. Daß Eng- des Innern nicht angenehm berühre, wenn von so geland später, als es Deutschland nicht mehr gebrauchte, Deutschland schäßter Seite flipp und klar gesagt werde: Wir haben, wenn die in der gehäffigsten Weise angriff, ist nur die übliche Form, in der Regierung fo und so fortfährt, teine Veranlassung, ihr unser BerJohn Bull seinen düpierten Freunden Dank abstattet. trauen zu schenken. Wir gestehen, daß es unsre Schadenfreude herausfordert, das Ministerium Metzsch so unter den Fäusten der grobzottigen Agrarier zappeln zu sehen, die von der Hofratsclique auf dasselbe Ministerium Prinz Heinrich als Reichstags- Kandidat. aus sofort Veranlassung, schärfere Drohungen an das Ministerium zu richten. Die verbündeten Regierungen hätten die verfaffungs mäßige Pflicht, den Ueberzeugungen der Mehrheit der Volksvertretung die gebührende Beachtung zu schenken, meint sie, und an diesen ernsten Hinweis knüpft das Blatt die Hoffnung, die sächsische Regierung werde ihre Stellungnahme zum Bolltarif einer Revision unterziehen; geschehe das nicht, dann werde ein Schwinden des Vertrauens zur Regierung eintreten. Neben dem Betteln um Wucherzölle so liebenswürdige Drohungen zu hören, wird allerdings dem Ministerium Metzsch nicht angenehm sein. Aber wie es sich auch unter den Streichen der Agrarier biegt und schmiegt, es hilft ihm nichts, es wird doch über die Klinge springen müssen das ist die Konsequenz des Dreiklassen- Wahlrechts. Podbielskie Röhrenbruch. Nachdem der Husarengeneral v. Podbielski als Bostminister unmöglich geworden, siedelte er in die Landwirtschaft über, mit der er ja geschäftliche Beziehungen unterhält. In dieser Stellung pflegt er Reichstag, Landtag und Kommissionen mit Ansprachen auszuzeichnen, wie sie wohl in Kreis- In Lübeck ist die merkwürdige Jdee aufgetaucht, den Prinzen gehetzt werden, die den Anregungen dieser Clique nach dem städten bei den auf Viehmärkte folgenden Festeffen von irgend einem Heinrich bei den nächsten Wahlen als Reichstags- Kandidaten auf- Dreiflaffenwahlrecht so eifrig nachging und sich damit die Rute stimmungsvoll vorgeschrittenen Agrarier gehalten zu werden pflegen. zustellen, um das Mandat den Socialdemokraten zu entreißen. Wie band, die die Agrarier nun so luftig auf seinem Rüden tanzen Aber auch diese segensreiche Thätigkeit Podbielstis hat jetzt einen dem Tag" von seinem dortigen Korrespondenten berichtet wird, laffen. bedauerlichen Röhrenbruch erlitten. Als Schlachtendenter des Berliner schlug in der Sigung der Lübecker freisinnigen Volks- Das des und wehmütige Auftreten des Ministers reizt aber die Milchkrieges hatte er neulich bekundet, daß die gewässerte Milch, mit partei Chefredacteur Wienand ein Zusammengehen aller bürger- Agravier immer mehr und die Deutsche Tageszeitung" nimmt dar der das Berliner Publikum angeschmiert" werde, nicht etwa auf dem lichen Parteien vor, um die Socialdemokraten aus dem Sattel heben Lande hergestellt werde, sondern daß sie vielmehr diese Eigenschaft zu können. Er empfahl, als gemeinsamen Kandidaten bei den erst in Berlin sich zuziehe. nächsten Reichstagswahlen den Brinzen Heinrich von Preußen aufDie Berliner Milchhändler waren in der Lage, dem Land- zustellen; dieser würde sicherlich stegen. Die Versammlung beschloß wirtschaftsminister eine durchaus nicht gewäfferte Antwort zu nach lebhafter Debatte, in einer für nächsten Mittwoch einzuberufenden teil werden zu lassen. Sie verbreiteten öffentlich folgende Historie Generalversammlung über die Kandidatur des Prinzen endgültig zu von gewässerter Milch: beschließen. Am 3. Dezember 1901 wurde bei einem Milchhändler Lietz Leider fürchten wir, daß aus dem originellen Kriegsplan der- man in Berlin polizeilich Magermilch als gewässert beschlagnahmit. dente!- freisinnigen Volkspartei nichts werden wird. Diese Milch war in demselben Zustande geliefert worden, in dem Sonst wäre ein solcher Gegner der Socialdemokratie nur willkommen. sie von einer hochangesehenen Molkerei in der Mark Brandenburg Brinz Heinrich hat sich in Amerika selbst den unbequemisten geliefert worden war. Dann ist am folgenden Tage demokratischen Sitten derartig anzupassen verstanden, daß er auch in die ganze Milchsendung dieser Molkerei durch den Assistenten dem Wahlkampf demokratischere Bräuche beobachten würde, als das des Gerichtschenifers Reich sofort geprüft worden. Eine bei den Herren Freisinnigen der Fall zu sein pflegt. Wie Kanne Magermilch erwies sich als start gewässert, gefagt, der Wahlkampf. der Redekampf Auge in Auge würde ja so die Probe der Vollmilch als zum mindesten gering außerordentlich interessant sein, allein wir fürchten wirklich, daß sich wertig. Dasselbe Ergebnis stellte sich heraus, als am darauf der Lübecker Ordnungsmischmasch mit einem weniger illustren Ran folgenden Tage wieder eine Probe, von derselben Molkerei didaten begnügen müssen wird. stammend, von dem Gerichtschemifer Dr. Bischoff untersucht wurde. Die Probe erwies fich wiederum als start gewässert. Noch an demselben Tage lief ein Brief des Molkereidirektors bei dem Milchhändler ein mit der wörtlichen Mitteilung:" Bitte, nehmen Sie doch mal eine Probe, hier habe ich ein großes Gut als Fälscher im Verdacht." Sunmehr reiste am 5. Dezember 1901 der Milchhändler selbst nach der Molkerei, untersuchte mit dem Direktor zufammen die zum Versand bereitgestellte, für ihn bestimmte Mi Ich. Er stellte an Ort und Stelle fest, daß mehrere Kammen der Magermilch( 150 Liter) fo start gewässert waren, daß er sie im Einverständnis mit dem Direktor ohne weiteres von der angeordneten Absendung nach Berlin ausEin Mann! Ueber den Besuch Cecil Rhodes bei Wilhelm II. plaudert in dem neuesten Heft der Fortnightly Review" E. E. Jwan- Müller unter anderm wie folgt: Ausland. Der Bericht des belgischen Generalsrats. Der Entschluß des Generalrats der socialistischen Partei Belgiens, der dem Generalstreit ein plögliches Ende bereitete, ist auch unter den belgischen Parteigenoffen auf Protest gestoßen und auf dem für Sonntag, den 4. Mai, nach Brüssel einberufenen außerordentlichen Kongreß wird es darüber zu lebhaften Debatten Die„ Ich sagte" und" Er sagte" sind sehr charakteristisch für tommen. Im Auftrage des Generalrats hat der Genosse Jules Rhodes' Art, zu erzählen. Ich wünschte nur, ich könnte feinen eten einen Bericht über die Beendigung des Generalstreiks verBericht über die vertrauliche Besprechung wiedergeben, die er mit faßt, welcher den Kongreß unterbreitet werden wird. Wir entnehmen dem Kaiser hatte, als er wegen der Verhandlung über die Kap- diesem bereits vorliegenden Bericht folgendes: Kairo Eisenbahn und des Telegraphen nach Berlin kam. Alles, Der Generalrat, so führt Leken eingangs seines Berichtes aus, was ich sagen darf, ist, daß, als zwei hervorragende habe diesen Beschluß ebenfalls nur mit einer tiefgehenden Bitterkeit Diplomaten in das gimmer traten, um das etwas im Herzen gefaßt. In den Reihen der Socialdemokratie feien alle Iange tête- à- tête zu einem Ende zu bringen, gleicherweise besorgt nicht allein um die Reinheit der Principien, ondern auch um die Geradheit der Taktik und um die Aufrechts| Kreises Außersihl in zwei Kreise, um durch solche teuflische und schamlose Und da wundert man sich in den Herrschenden Kreisen Rußlande, erhaltung der Disciplin. Es würde nicht recht und nicht brüderlich Wahlkreis- Geometrie vielleicht den Bürgerlichen wieder zur Mehrheit wenn jemand zur Selbsthilfe greift, wenn mittels eines Feder sein, wenn man den Mitgliedern des Generalrats Vorwürfe machen zu verhelfen. Sie betont aber auch gleichzeitig die Notwendigkeit striches wintürlich zahlreiche Gristenzen vernichtet werden können. wollte wegen eines Beſchluſſes, den man an ihrer Stelle und an der Proportionalwahl, mit der wir, da sie eine alte Forde- er Wind säet, darf sich nicht wundern, wenn er Sturm erntet. ihrem Plaze unter dem Druck ihrer Verantwortlichkeit wahrscheinlich rung unsrer Partei ist, durchaus einverstanden sind. Wäre die sonnin gleichem Sinne gefaßt haben würde, als sie es gethan. Der Berichterstatter geht dann dazu über, die Ereignisse, wie tägige Wahl nach dem Proporz erfolgt, fo würden wahrscheinlich die fie aufeinander folgten, Revue passieren zu lassen: Bom Socialdemokraten in Zürich heute ebenfalls 30 Size haben, nur nicht Belagerungszustand: jeden Abend gab es in der Nähe des Groß und ehrlich ist die Freude der Arbeiter im Kanton Zürich Maison du Peuple" blutige Zusammenstöße. Die Herrschende Klasse wie im ganzen Schweizerlande über die errungenen Erfolge, die die sei von dem teuflischen Wunsche durchdrungen gewesen, nicht bloß endlich gereifte Frucht jahrzehntelanger Aufklärungs- und Organi die Revisionsbewegung im Blute zu ertränken, sondern auch hinter- sationsarbeit sind. Sie dürfen sich darüber umsomehr freuen, als liftigerweise die so kräftig aufstrebende Organisation der Arbeiter zu nicht die errungenen Siege an sich allein dazu berechtigen, sondern zerstören. Nicht bloß dem allgemeinen Wahlrecht wollte man den Weg versperren, sondern es handelte sich für sie darum, die belgische auch die erhebliche Zunahme der socialdemotra Socialdemokratie zu vernichten. tischen Stimmenzahl, die z. B. in Winterthur von ca. 900 Am Sonntag, den 13. April, als über das Komplott der Kleri- im März 1901 auf 1477 gestiegen ist. Es gilt nun, durch weitere talen fein Zweifel mehr bestand, habe die Brüsseler Föderation fleißige Agitation das Errungene zu behaupten und die Sache für das bekannte Manifest erlassen, in welchem sie der Arbeiterklasse die weitere Fortschritte frei zu machen. Fallen aufwies, welche die Reaktion ihr gestellt, und in dem den Arbeitern angeraten wurde, die einzige Waffe, die ihnen geblieben, zu gebrauchen, nämlich den Generalstreit. Diesem Rufe sei die Arbeiter schaft des ganzen Landes mit einer fast nie dagewesenen Einmütigfeit gefolgt, so daß 350 000 Mann am Streit sich beteiligten. Am 18. April habe die klerikale Mehrheit die Anträge auf Verfassungsrevision, die von den Mitgliedern der socialistischen und liberalen Opposition eingebracht waren, abgelehnt. 6. bis 13. April war die blutige Woche; die Hauptstadt war im alle 27 in Außerfihl. Es erfolgten dann die Wegeleien in Löwen, wo die Kugeln der fanatischen Bürgergarde 7 nene Opfer für die Sache des allgemeinen Wahlrechts schafften. Die Aufregung stieg aufs höchste, aber während in Brüssel und anderwärts die Massen noch für den Generalstreit eintraten, und koste es was es wolle, fortsegen wollten, haben die Wortführer der Partei im Namen des öffentlichen Friedens, wie es vorher schon die Deputierten in der Kammer gethan, die Aufforderung an den König gerichtet, die Auflösung der Kammer zu beschließen. Das sei die letzte Hoffnung gewesen. Aber weder der Sonnabend noch der Sonntag habe die vielfach erwartete Nachricht gebracht. Von diesem Augenblick an habe man sich keiner Illusion über die Absichten des Königs mehr hingeben fönnen:„ leber ihn, den 2 Wochen der Aufregung, der Infurrektion und des Todes nicht erschüttert hatten; über ihn, den die ehr erbietigen Vorstellungen der liberalen Bourgeoisie nicht zu einem Entfchluß gebracht hatten; über ihn, den die Stimmen des Handels und der Industrie ebensowenig rührten wie der Appell der socialistischen Abgeordneten, die als Republikaner in den erhabenen Gefühl der Pflichten selbst diefen peinlichen Schritt unternahmen; über ihn, den das Blut der Hekatomben von Löwen bespritzt hatte wie feine Minister, ohne daß es ihn rührte, über seine Person hatten jetzt niemand mehr das Recht, sich ein Trugbild zu machen, niemand konnte mehr erwarten, daß er sich etwa durch die Fortdauer des Generalstreits beeinflussen lassen würde." Vor welcher Alternative habe also der Generalrat am 20. April gestanden? Wohl seien nach den Berichten der Delegierten der Föderationen die Arbeiter fest entschlossen gewesen, auszubarren. Aber habe der Streit ohne greifbares giel denn zu praktischen Resultaten führen können? Mußte nicht der Eigensinn der Regierung und des Königs in gleichem und sogar in gesteigertem Maße die Halsstarrigkeit der Arbeiterpartei zur Folge haben?" Der Bericht fett nun auseinander, daß der Streil, sofern er auch weiter frieblich verlaufen wäre, dem heldenmütigen Proletariat doch nur Entbehrungen und unnüße Leiden gebracht haben würde. Schließlich wäre er vielleicht doch nach etlichen Wochen verzweifelten Widerstandes durch allgemeine Entmutigung beendet worden. Man tönne einen Generalstreit nicht improvisieren, sondern müsse ihn von langer Hand vorbereiten; es sei für die Zukunft erwiesen, daß ein so borbereiteter Generalstreit in Belgien den Sieg bringen tönne. kommen, wovon 6 auf die Socialdemokratie entfallen. Von den In Basel sind von den 130 Wahlen nur 56 zu stande geausstehenden 74 Wahlen dürfte noch eine hübsche Anzahl zu Gunsten unsrer Partei ausfallen. Im letzten Großen Rate war unsre Partei durch 12 Abgeordnete vertreten. Von den 5 Kandidaten, welche im zweiten Wahlgang um 2 Regierungsratssige mit einander zu ringen haben, steht unser Genosse Wullschleger mit 4552 Stim men allen seinen Mitbewerbern mit 3856 bis 2728 Stimmen weit voraus und gilt seine Wahl als gesichert. Italien. Die socialdemokratische Partei Spaniens. aus der Feder Pablo Iglesias über die spanische socialdemokratische „ Il Socialismo", das Organ Enrico Ferris, bringt einen Artikel zur Beit 73 Geftionen mit 8000 eingeschriebenen Mitgliedern, die Partei, der wir folgende Einzelheiten entnehmen: Die Partei hat lose Anhängerschaft ist natürlich eine viel stärkere, bei den letzten Wahlen wurden 25 400 Stimmen für die Kandidaten der Partei abgegeben. Madrid erscheint, werden noch Wochenblätter herausgegeben in Außer dem Centralorgan„ El Socialista", das in Bilbao, Barcellona, Santander, San Sebastiano, Vigo, Ferrol, Valenza, Alicante, Palma de Majorca und Oviedo. Ferner find der Parteiblätter ist 25 009. Die Partei ist in 11 Gemeinderäten 3 vierzehntägig erscheinende Blätter vorhanden. Die Gesamtauflage vertreten, darunter in Bilbao durch 8 Gemeinderäte. Die Meisten dieser Gemeinderatssige konnten erst bei den letzten Wahlen im November vorigen Jahres erobert werden. der Verfasser sei heute noch dieselbe wie zur Zeit ihrer Gründung. Die Taktik der spanischen socialdemokratischen Partei so fagt Sie befinde sich in strikter Opposition zu allen bürgerlichen Barteien. Eine geringe Modifikation habe sie auf dem legten Kongres politischen Freiheiten von seiten der reaktionären Parteien ernstliche zu Madrid erfahren. Dort wurde beschlossen, daß, wenn den Gefahr drohe, dann ein Zusammenschluß mit den demokratischen Elementen herbeizuführen sei. Seitdem die Partei an den Wahlen teilnimmt, d. h. seitdem das Wahlrecht überhaupt besteht, hat noch feinerlei Kartellierung oder Kompromiß mit irgend einer bürgerlichen Bartei stattgefunden. Abgesehen davon, daß das Princip des mit dem Projekt, das türkische Vilajet Tripolis zu annettieren. Be Umstände dazu bei, die ein Zusammengehen mit den bürgerlichen Kolonialfieber. Bekanntlich trägt sich die italienische Regierung Klassenkampfes dies so verlange, trügen in Spanien noch besondere kannt ist auch, daß bis jetzt die italienische Socialdemokratie diesem Parteien verhindere. Einer derselben sei der, daß in Spanien keine Kolonialabenteuer ablehnend gegenüberstand. Neuerdings scheint in Stichwablen stattfinden; der Kandidat, der die meisten Stimmen Stimmung dem Kolonialprojekt der Regierung gegenüber eingetreten zusammen auf sich vereinigen. Dazu komme, daß die Partei bei den gewissen Kreisen der Partei jedoch ein wesentlicher Umschwung der erhält, ist gewählt, gleichgültig, wie viel mehr die anderen Kandidaten zu sein. Der, wie wir fürzlich meldeten, zum Zweck einer Studien- Wahlen den Hauptvert auf die Stimmenzahl legt; ein anderer Grund reise nach Tripolis gegangene italienische Genosse redet jetzt im sei ferner der, daß dem Versprechen der Politiker so wenig Glauben Avanti" sogar der Annektion der türkischen Besitzung das Wort. beizumeffen fei. Er erklärt, Tripolis fei kein Mafiauah, die türkische Besagung Barteimänner seien immer nur auf die Erhaltung ihrer BarlamentsAvanti" sogar der Annektion der türkischen Besitzung das Wort. beizumessen sei. Die Konservativen wie die fortgeschrittenften nur klein und leicht zu des Landes sei es gleich, von wem es sein Gehalt bekomme, besiegen und dem Beamtentum size bedacht. wenn es dasselbe nur regelmäßiger als unter der türkischen Oberherrichaft erhalte. Wir hoffen, daß der vom Kolonialfieber angesteckte Genosse bald durch energisches Eingreifen seiner Parteigenoffen von feinem Anfall geheilt werden möge. Tripolis mag tein Maffauah stämme noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts sehr obgleich die das Land bewohnenden Berber- und Beduineneindringliche Beweise eines friegerisch- lebhaften Temperaments geliefert haben noch soviel innerpolitische Arbeit zu verrichten habe, daß jede kolonialallein wir sollten doch meinen, daß gerade Italien politische Ablenkung von diesen Aufgaben überaus gefährlich sei. Tripolis besitzt auf 220 000 Quadratkilometer meilen noch nicht eine Million Einwohner, schon Beweis genug, ca. 4000 Quadrat daß das zum großen Teil Wüstencharakter tragende Land gerade fein Eden ist. Aber selbst wenn aus dem Lande mehr zu holen wäre, so sollte die primitivste politische Einsicht in den gefährlichen Unfug der fapitalistischen Stolonialpolitik unfre italienischen Genoffen abhalten, für eine derartige Abenteurerpolitik auch nur die geringste Mitverantwortimg zu übernehmen. " fein Norwegen. " fchied zwischen Reformisten und Revolutionären, der Socialist sei Die spanische socialistische Partei fenne auch nicht den Unterhier zugleich Reformist und Revolutionär, denn es könne nicht die Aufgabe der Partei sein, nur für die Erreichung von Reformen zu arbeiten oder bloß Propaganda für die letzten Ideale zu machen, fei es nicht möglich, das Endziel zu erreichen, ohne Ideale fei keine sondern die Ausbreitung dieser sei der Vorteil jener. Ohne Reformen Kraft vorhanden zur Erkämpfung von Reformen. Bezüglich des der im September in Gijon stattfindet, zur Sprache kommen werde, Fall Millerand", der wahrscheinlich auf dem nächsten Parteifongreß, glaubt Iglesias versichern zu können, daß die Partei in ihrer Mehrbürgerliches Ministerium ſei. zahl gegen den Beitritt eines oder mehrerer Socialisten in ein Socialisten an einem bürgerlichen Ministerium nicht für den geeigneten Man halte die Beteiligung eines Weg. Reformen zu erlangen. Man dürfe nicht einen der eigenen Besten zum Komplizen der Beschützer menschlicher Ausbeutung machen; die spanischen Socialisten glaubten, daß die beste Methode die fei, durch eigene Kraft einen immer größeren Einfluß auf die öffentlichen Gewalten zu erlangen. Mit dieser strengen Taktik verbinden die spanischen Socialisten feine besonders agreffive Sprache; in den Zeitungen wie auf der als zu verletzen. Könnten sie auch noch nicht auf eine große Macht Rednertribüne befleißigten sie sich mehr, die Gegner zu überzengen bauen, so sei ihre Stampfestüchtigkeit von den bürgerlichen Barteien anerkannt, ihr Einfluß nicht gering, ihre Meinung von Gewicht. von allen Parteien sei sie ant besten organisiert und discipliniert; wissenheit des Volkes. So werde es z. B. der Agitation der Partei das größte Hindernis ihrer Ausbreitung sei die erschreckende Unund der Gewerkschaften, auf welche die Partei großen Einfluß habe, durchgehe oder doch stark modificiert werde. zu danken sein, wenn das der Kammer unterbreitete Streikgesetz nicht Das Programm des neuen Ministeriums. Regierungschef, Staatsminister Blehr hielt am Sonnabend im Der neue Storthing eine Programmrede im Namen der neuen Regierung. Er erklärte, daß die Politik der Regierung in Uebereinstimmung mit Wäre aber der Streit gewaltthätig verlaufen, so wäre das für den Traditionen und dem Programm der Linken national und die Regierung der gewünschte Vorwand gewesen, ihren teuflischen demokratisch sein werde. Blan, die belgische Arbeiterpartei zu vernichten, zur Ausführung zu schnell wie möglich nach gewissenhafter Vorbereitung und unter Sociale Reformen werde man so bringen. Rücksichtnahme auf die ökonomische Leistungsfähigkeit des Landes Die Gewaltstreiche so sagte Vandervelde in dem Meeting, durchzuführen suchen. das am 18. April direkt nach der Verwerfung der Revision durch die Altersversicherung wird dem nächsten Storthing vorgelegt Die Frage der Invaliditäts- und Kammer im Maison du Peuple stattfand find für die Demo- werden. Die Umbildung des Departements des Innern zu einem tratie nicht mehr oder noch nicht möglich. Mit Paccotille Revolvern Departement für Handel, Seefahrt und Industrie und für äußere Republikaner in den Boltsmassen Propaganda machen, hat in der Die Generalstreiksidee, für welche die Anarchisten und etliche fann man sich nicht den Kugeln der Gendarmerie aussehen. Die Angelegenheiten wird erwogen. In finanzieller Hinsicht will die Socialdemokratie entschiedene Gegnerschaft gefunden. Die Socialisten Zeit ist vorbei oder sie wird kommen. An dem Tage, nene Regierung streng ökonomisch sein. An diese Auslaffungen ieien gewiß nicht Gegner gut vorbereiteter Streiks, die nach reifan welchem unfre gegen den Brudermord gerichtete Agitation fnüpfte sich eine eigentümliche Debatte. in die Gehirne aller Soldaten eingedrungen ist, werden wir nun, die Verhandlungen über die Erklärung zu vertagen, Ausbrüche der Verzweiflung, die nur zu Gunsten der Kapitalisten Der Präsident beantragte lichem Abwägen beschlossen feien, was sie bekämpfen, das feien jene triumphieren; Arbeiter und Soldaten find schon verbündet; bis dem Storthing eine Abschrift der Rede vorliegt und dieser Antrag die Regierung ist ihrer 60 000 Mann, die sie auf den Kriegsfuß wurde einstimmig angenommen. Es ist also noch nicht entschieden, gesetzt hat, nicht mehr sicher. Aber es wäre doch ein schrecklicher ob die neue Regierung das Vertrauen des Parlaments besitzt; ist Irrtum, glauben zu wollen, daß heute schon alle Soldaten sich das nicht der Fall, so scheint eine nene Ministerkrise unvermeidlich weigern, zu schießen. Die Reaktion will uns zu einem verzweifelten an sein. Aufstand Hindrängen, zu dem Bwed, uns eine unheilvolle Niederlage zu bereiten. Wir wollen nicht mehr die heilige Kommune. Es wäre Wahnsinn, unser bewundernswertes Proletariat niedermegeln zu Laffen!" Der Generalrat habe das Unvermeidliche einer endlichen Niederlage vorausgesehen und habe den Mut gehabt, die Masse der Arbeiter noch zur rechten Zeit zu warnen. Es sei Sache des Kongresses, ob der Generalrat im Interesse des Proletariats und des allgemeinen Wahlrechts gehandelt habe. Das allgemeine Wahlrecht, das jetzt vor der Kammer eine Niederlage erlitten, habe vor der öffentlichen Meinung gewonnen; die Stunde der Revision sei nicht mehr fern. Rußland. Ruffische Willkürherrschaft als Zerstörer des geheiligten Privateigentums. Einem unsrer Barteigenossen, welcher in Geschäftsverbindung mit Rußland steht, ging ein Schreiben zu, welches einen trefflichen Beitrag liefert, wie in Rußland seitens der Ordnungswächter zur Gewalt aufgereizt und Attentäter gezüchtet werden. Es lautet: Petersburg, 12. April 1902. Ich erlaube mir die Freiheit, Sie um den Abdruck folgender Wiedergabe der russischen Censurverhältnisse zu bitten, da die russische Preffe fortgesetzt dermaßen geknebelt wird, daß sie einer Unzahl moralischer Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber nicht nachkommen kann. enden tönnen. Sie suchen bei den Massen die Illusion zu zerstören, daß mit und durch den Generalstreik die gesellschaftliche Umwälzung durchgeführt werden könnte, sie suchen die Ueberzeugung zu verbreiten, daß der Generalstreit nur zu Gewaltthätigkeiten treibt, der immer brutalere Unterdrückungsmaßregeln folgen. Dieser stete Kampf gegen die Anarchisten ist nicht umsonst gewesen: dem Allgemeinen Arbeiterbund" gehören bereits 250 Gewerkschaftsgruppen mit 30 000 Mitgliedern an. Die Zolltarif- Kommission des Reichstages fezte am Freitag die am Donnerstag abgebrochene Debatte über die Position 231, Schieferplatten 2c., fort. Hierzu beantragen: 1. Cahensly( C.) für rohe Schieferplatten einen gollfak von 2 M.; Der Generalrat habe nun allerdings vorsichtigerweise seinen 2. Gothein( frf. Bg.): rohe Schieferblöcke frei, roher TafelEntschluß bis zur allgemeinen Sigung vom 22. April zurückstellen Am Anfange des Monats März d. J. wurde auf plögliche Ver- fchiefer 0,50 W., rohe Schieferplatten 1,25 M., Dachschiefer, landfönnen, er habe es aber für unwürdig gehalten, einer so furcht- fügung des am 3. d. M. erschossenen Ministers des Innern der wärts eingehend 1.25 M., Dachschiefer, seewärts eingehend 0,50 m. baren Verantwortlichkeit auszutveichen oder selbst die Entscheidung Handel mit Ansichtskarten und Gratulations- Stadthagen( Soc.): Man muß auch Rücksicht auf das Bauaufzuschieben". Von dem Augenblid an, wo er zu der festen leber- farten in Rußland eingestellt. gewerbe und die Wohnungsmieten nehmen. Der englische Schiefer zeugung gelangte, daß alle Opfer vergeblich feien, habe er nicht ge= Von den durch diese Maßregel getroffenen Magazinen erhalten wird in Norddeutschland bevorzugt wegen seiner größeren Widerstandsglaubt, etwa um feine Popularität zu retten", die mum successive nach Gutöünken der Polizeifähigkeit gegen das norddeutsche Klima. Wolle man dem deutschen Arbeiter auch nur einen Tag länger ihres Lohnes berauben zubehörde bestimmte Papierhandlungen die Kon- Schiefer einen größeren Absatz und die Konkurrenz mit Ziegeleien dürfen. zession zum Verkauf diefes Artikels, während einer Un- erleichtern, dann müsse man für billigeren Transport sorgen. Das Der Beschluß vom 20. April, der gegen nur eine Stimme und menge kleiner Magazine der Handel mit Karten für immer ver- hätte erreicht werden können, wenn die Kanalvorlage angenommen 2 Stimmenthaltungen angenommen wurde, war ein gewissenhafter boten ist. wäre. Erst schädigen die Centrumsabgeordneten die Schieferbrüche und wohldurchdachter; es waren eher die Delegierten der Gewerk Man kann sich den Schaden denken, der einer enormen Zahl von durch Ablehnung der Kanalvorlage und suchen dann die Geschädigten schaften, die ihn beeinflußt haben, als die der politischen Föderation; Kaufleuten durch dieses unerwartete Verbot zugefügt wurde. glauben zu machen, daß durch hohe Zölle geholfen werden kann. aber alle, die ihn nach reiflicher und bewegter Diskussion gefaßt, Abgesehen davon, daß das Verbot zu einer ganz besonders Unter Ablehnung aller Anträge werden die Säße der fönnen ihn heute nicht im geringsten bedauern, denn der Gang der regen Geschäftszeit, vor dem 1. April und den Osterfeiertagen, aus Regierungsvorlage angenommen. Ereignisse hat unsrer Voraussicht recht gegeben. Es bestätigt sich, ging, läßt dasselbe andrerseits an seiner Rücksichtslosigkeit dadurch daß der König, weit davon entfernt, an die Auflösung der Kammern nichts zu wünschen übrig, daß einer großen Zahl von kleinen Kaufe zu denken, hauptsächlich die Regierung zum Widerstande aufleuten der Handel mit Starten nicht nur für die 8Zukunft verboten. gemuntert hat." wurde, sondern ihnen auch die Möglichkeit genommen wurde, den zur Saison komplettierten Lagerborrat auszubertaufen. Von den Papiermagazinen haben solche bereits die Erlaubnis zum Verkauf von Starten erhalten, welche den zuständigen hohen Beamten Oberinspektor" Tsch" zur Ueberwachung der Buch druckereien und Buchhandlungen Geldbestechungen gemacht haben. Dieser Beamte fordert persönlich gemaßregelte Kaufleute zu sich, wobei er dann die Bestechungssummen einfassiert. Ju Rußland gilt eben nach wie vor das Sprichwort: Wie du schmierst, fährst du; schmierst du nicht fährst auch nicht." Der Bericht schließt mit einem Aufruf an die belgische Arbeiter flaffe, den Kampf von neuem aufzunehmen und weiter zu führen, sowohl für die gegenwärtigen Forderungen, wie für das Ideal des Socialismus; mehr als bisher werde aber auch die belgische Arbeiter Klaffe den Kamf gegen die Monarchie und für den Triumph der Republik führen. Schweiz. . Ganz besonders schwer traf das ministerielle Verbot den Peters burger Kaufmann L. Derselbe befigt ein Engros- Geschäft für Papier- und Kurzwaren( wo er auch Karten engros vert auft) und ein Detailgeschäft und eine Fabrit künstlicher Blumen. Bu Pofition 287 Erdöl( Petroleum) usw. beantragen: 1. Fischer- Sachsen und Genossen( Soc.) 8ollfreiheit. 2. Gothein( frf. Vg.) die Säge des bisherigen Tarifs. 3. Müller- Meiningen( rf. Vp.)„ Mineralöle, die für andre ge werbliche Zwede, als die Herstellung von Schmieröl und Leuchtöl bestimmt find, bleiben zollfrei." 1111= 4. Frhr. Seyl zu Herrnsheim( natl.), Dr. Paasche den Zollfat für andre Dele von 6 M. auf 7,50 M. zu erhöhen. Frhr. von Heyl wendet sich gegen das Syndikat von Rockefeller, das, nachdem es sich ein Monopol gesichert, die Preise verzollt Hamburg von 9,8 Mart im Jahre 1893 auf 14 bezw. 13,6 Mart im Jahre 1900 bezw. 1901 in die Höhe getrieben habe. Rockefellers Syndikat habe auf diese Weise einen Jahresgewinn von 40 Broz. erzielt. Die deutschen Petroleumhändler seien zu Drahtpuppen Rockefellers geworden. Die Wahlen vom letten Sonntag. Zürich. 29. April.( Gig. Ber.) Der glänzende Sieg unserer Genossen vom letzten Sonntag hat im ganzen Lande das größte Aufiehen erregt. Auf einen solchen gewaltigen Erfolg, wie ihn die Socialdemokratie in Außersihl errang, war niemand gefaßt und mun Sämtliche Geschäfte des Herrn. wurden durch die Polizei ge darum die allseitige große Werblüffung. Wider Willen muß die schloffen und die Aushängeschilder heruntergeriffen. Trotzdem Herr fapitalistische Preffe zugeben, daß sich an der Thatsache der großen 2. durch die Zeugnisse der russischen Bollbehörde flargelegt, daß die Starten stets auf gefeßlichem Wege in sein Magazin gelangt waren, socialdemokratischen Mehrheit von 1000 bis 1300 gegenüber den wurde ihm noch eine Geldstrafe auferlegt mit der Motivierung, daß bürgerlichen Sammelpolitikern nicht mehr rütteln lasse. Darum dringt die humoristischen Karten, welche die erfolgte Maßregel hervorzu Motorzwecken fördern. Berivendbar sei dort noch schweres, nudie socialistenfrefferische N. Bür. 8.", die seit Jahren mit Eifer und Ge- gerufen haben, durch ein Versehen der Bollbehörde ihm aus schick die bürgerliche Sammelpolitit a la Miquel zur Isolierung und geliefert wurden, und er in solchem Fall die humoristischen Karten Niedertrampelung der Socialdemokratie betrieb, auf eine Berreißung des von den ernsten selbst instinktiv hätte scheiden müssen. Gothein( fr. Vg.) legt in eingehenden Nachweisungen dar, daß es unmöglich sei, auf dem Wege des Schuzzolls eine Raffinationsindustrie vom Auslande in das Inland zu bringen. Um dies ziel zu erreichen, müsse den Raffinationsrückständen Zollfreiheit gesichert werden. Oele im Kleingewerbe, in der Landwirtschaft und in der Industrie Müller- Meiningen( fis. Vp.) will den Gebrauch mineralischer reines und deshalb billiges Petroleumt. Die Verwendung von Spiritus sei um das Doppelte teurer, weshalb die Agravier der Verbilligung des Betroleums entgegentreten. = Molkenbuhr( Soc.): Das Betroleum ist zuerst als Steuer- 13ählungen bringen wird. Ferner wird dieser Teil über vierten Straftammer am Landgericht II wegen Freiheitsberaubung, objekt genannt worden, als Bismarck mit dem Plan umging, zum Getverkschaften und Streits im Auslande berichten und Körperverlegung und Beleidigung zu verantworten hatte. In dem Freihandel überzugehen. Jetzt geht man den entgegengesezten Weg die Jahresstatistiken der Gewertschafts- Kartelle und einen Fall, wo der Amisrichter Dr. Friese von dem Beamten und doch hält man den Zoll, der die Armen trifft. Petroleum ist Arbeiter Sekretariate bringen. Ferner sollen in angerempelt worden war, kam es nicht zur Verhandlung, da der Lichterzeuger, ist Heizmittel, ist Treibkraft für die Kleinindustrie. diesem Teile bearbeitet werden, die amtlichen Streit Beleidigte auf Bitten des Angeklagten den Strafantrag zurückzog. Schazsekretär Frhr. v. Thielmann wendet sich gegen den Antrag statistiken, die Rechnungsergebnisse der Arbeiterversicherung. In den andren Falle hatte John den Studenten Robert Fethte Hehl von Herrnsheim auf Erhebung eines Ueberzolls gegenüber die Statistiken der Gewerbegerichte und Arbeitsnach am Bahnhof in Südende ohne Ursache angehalten und pöbelhaft dem amerikanischen Petroleum. Ein solcher Ueberzoll würde zu einer weise, sowie der Gewerbe- Aufsicht. Schließlich sollen in beschimpft. Der Student verlangte darauf, daß er zur Wache geinländischen Trustbildung führen, die dem Reichssäckel jährlich eine diesem Teile noch wichtige Socialstatistiken Aufnahme finden. führt werde, er werde sonst selbst dahingehen. Nun sagte ihm der Mindereinnahme von 12-14 Millionen aus raffiniertem Petroleum Dem Ganzen ist noch ein Adressenteil angehängt. Um das Handbuch Angeklagte:„ Mach daß Du wegkommst, Du Lump! und laß Dich verursachen würde, ohne für den Konsumenten billigere Petroleum etwas aftueller zu gestalten, als das bei einer jährlichen Ausgabe der Fall nicht mehr friegen, sonst geht Dir's schlecht!" Der Student ging ein preise zu bringen. Eine unabhängige deutsche Raffinationsindustrie sein würde, wird die Herausgabe in Vierteljahrsheften be- Stüchen, ging aber, als er sah, daß er sich in falscher Richtung sei unmöglich, weil die Rohstoffe doch aus dem Auslande bezogen absichtigt, die am Jahresschlusse zu einem Jahrbuch vereinigt würden. befand, in einen Vorgarten hinein, um den Wächter vorüberzulassen. werden müßten. Es empfehle sich nicht, ein solches Kunstprodukt zu Zweifellos dürfte ein solches Handbuch nicht nur für den Statistiker, Als er wieder herauskam, faßte ihn der Wächter wieder und schrie etablieren. sondern auch für den praktischen Gewerkschaftler und jeden im ihn an:" Was, Du Lump, Du willst hier einbrechen? Jetzt werde Schlumberger( natl.) meint, es gebe feinen andern Ausweg, öffentlichen Leben Stehenden ganz außerordentlich wichtiges ich Dich auch als Einbrecher behandeln!" Dabei pacte er als die Annahme der Regierungsvorlage. Die amerikanische Import Material, namentlich über die Gewerkschaftsbewegung, die Streit den Studenten und legte ihm Schließzeug an. gesellschaft sei die Wohlthäterin der deutschen Petroleumkonsumenten. statistik und den Arbeitsmarkt bieten, der bisher entweder Dieser ließ sich ruhig abführen, hatte aber nach längerer Zeit noch Sie habe die Betroleumpreise stabilisiert. Rockefeller werde durch nur mühsam oder gar nicht zugänglich war. Ueber die Strangulationsmarten an der rechten Hand. Der Angeklagte ließ die Konkurrenz von Rußland, Galizien und Java gezwungen, durch Gewerkschaftsbewegung fonnte man bisher in den Veröffentlichungen den Arrestanten schließlich wieder los, worauf dieser zu seinem vollendete Transportmittel die Transportspesen zum Vorteil des der einzelnen Organisationen meist nur zeitlich sehr zurückliegender, Bruder zurückging und dort die Nacht verblieb. Am nächsten Tage laufenden Publikums zu vermindern. Durch halbe Maßregeln, wie durchaus nicht nach einheitlichen Grundsägen bearbeitetes Material begab er sich zum Amtsvorsteher, um Anzeige zu erstatten, wurde sie sein Freund Heyl empfehle, lasse sich gegen Rockefeller nichts aus- finden. Die amtliche Streifstatistik schöpft bekanntlich aus sehr aber nicht vorgelassen; genau so erging es ihm am richten. obsturen Quellen, und eine wirklich brauchbare fortlaufende Statistik nächsten Tage. Am 7. August erstattete der Verletzte AnDie weitere Beratung wird auf Dienstag früh 9 Uhr über die Lage des Arbeitsmarktes haben wir zur Zeit überhaupt zeige bei der Staatsanwaltschaft, am 13. August ging diese vertagt. nicht. Die Generalfommission würde sich deshalb durch Herausgabe Anzeige an den Amtsvorsteher zur Recherche und am des geplanten Handbuches zweifellos ein Verdienst erwerben. 19. August erstattete darauf der Angetlagte Strafanzeige glegen Studiosus Fethte wegen Widerstandes Arbeitslosigkeit unter den Steinarbeitern. gegen die Staatsgewalt und andrer Delikte. Dieser In einen etwas eigentümlichen Streit hat sich der Partei- Das Resultat der Arbeitslosenzählung, die die Centralleitung Anzeige ist feine Folge gegeben worden. Der Angeklagte bestritt genosse Leber in Jena mit den Behörden eingelassen. Ihm war der organisierten Steinarbeiter Deutschlands im Monat Februar alles und behauptete, der Reuge Fethte sei sinnlos betrunken ge= nämlich vom Bürgermeister in Neustadt a. d. Orla verboten worden, vorgenommen hat, ergab eine Arbeitslosenziffer von 28 Proz. wesen. Die Beweisaufnahme ergab dafür keinen Anhalt. Der in einer Gewerkschaftsversammlung zu sprechen, weil er der Zählung beteiligten sich 112 Orte mit 5414 Ar- Amtsanwalt beantragte sieben Monate und eine Woche gewerbsmäßiger Agitator ſei." Leber fühlte sich dadurch beitern, von denen 1513 beschäftigungslos waren. Auf den Gefängnis. Der Gerichtshof( Vorsitzender Landgerichtsdirektor beleidigt und verlangte in einem Briefe an den Bürger- Arbeitslosen treffen durchschnittlich 12,14 Tage ohne Arbeit. Weitere Diet) hielt dem Angeklagten zu gute, daß derselbe erst meister, dieser solle die Bezeichnung gewerbsmäßiger Agitator" 1315 Mann arbeiteten verkürzt, und zwar durchschnittlich 11/2 Stunden furze Zeit im Amte war und sich daher für einen zurücknehmen, sonst würde er ihn wegen Behauptung unwahrer That- pro Arbeitstag. Außerdem waren 340 Mann trant. Am stärksten hoch gestellten Mann hielt, daß ihm auch die Fülle sachen verklagen. Da der Bürgermeister nicht antwortete, führte ist die Arbeitslosigkeit noch in Dresden, Pirna, Berlin und Neuendorf Leber Beschwerde bis ans Ministerium, jedoch ohne seine Absicht zu bei Birua. erreichen. Nach dem Bericht in der Erfurter Tribüne" will Leber mun flagen. Partei- Nachrichten. " ein An Es ist Geschmackssache, ob sich ein Socialdemokrat durch die Bezeichnung als getverbsmäßiger Agitator beleidigt fühlen will; wir würden lieber unsre ganze Kraft anstatt an die Verfolgung dieser " Beleidigung" daran segen, daß in Weimar auch gewerbsmäßigen Agitatoren feine Versammlungen verboten werden können.) Eine große Petitionsbewegung für das allgemeine Wahlrecht haben unsre Parteigenossen in Ungarn ins Werk gefeßt. Im ganzen Lande werden Unterschriften von allen 20 Jahre alten Männern und Frauen gesammelt, die das allgemeine Wahlrecht fordern. Polizeiliches, Gerichtliches usw. - Wegen Beleidigung eines Polizeibeamten wurde der Redacteur des Sächsischen Volksblattes", Genosse Albert, am 1. Mai zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt. " Berlin und Umgegend. Die Differenzen der Brauer mit dem Münchner Brau haus wegen Maßregelung eines Brauers find zur Zufriedenheit des Centralverbandes der Brauer beigelegt. Dagegen bestehen die Differenzen mit der Bazenhofer Brauerei fort. Die Agitationskommission der Brauer. Deutsches Reich. Das Gewerkschaftskartell in Magdeburg hat beschlossen, an Stelle eines bisher bestandenen Auskunfts- und ArbeitsnachweisBureaus ein Gewerkschaftsbureau mit einem besoldeten Sekretär einzurichten. = Ausland. " seiner Befugnisse zu Kopfe gestiegen war, und faßte daher die Sache milder auf. Immerhin müsse aber über das niedrigste Strafmaß hinausgegangen werden, da John in offent fichtlich unerlaubter Weise das Schließzeug zur Anwendung gebracht habe. Das Urteil lautete auf vier Monate und eine Woche Gefängnis sowie Publikationsbefugnis für den Beleidigten. Der Vorstand einer Berufsgenossenschaft ist, wie das Reichs gericht in einem Fall entschieden hat, keine öffentliche Behörde", deren Zeugnisse und Gutachten nach§ 255 der Str.-Pr.-O. in einem gerichtlichen Verfahren verlesen werden dürfen. Der Vorstand einer Berufsgenossenschaft oder einer Sektion derselben bilde nach den einichlägigen Gesetzen nur ein Organ der Selbstverwaltung der Genossenfchaft, nicht aber eine öffentliche Behörde. Automatendiebstähle, die in der Weise begangen werden, daß Der Lohnkommiffion der Maurer in Brieg ist ein Schreiben man mittels Einwurfs von Metallplatten, Knöpfen u. dergl. anstatt Zu 30 Mark Geldstrafe wurde der Genosse Beck in Mark- der Immung zugegangen, in dem diese erklärt, nur mit dem Geldmünzen die Gegenstände aus den Automaten entwendet, find nach kleeberg bei Leipzig vom Schöffengericht verurteilt. Er soll sich Gesellenausschuß verhandeln zu wollen. Der Gesellen einer vorliegenden Entscheidung des Reichsgerichts nicht als schwere als Vorsitzender eines Arbeitervereins dadurch gegen irgend eine ausschuß besteht aus drei Mitgliedern, deren eines auch Mitglied der Diebstähle anzusehen. In der interessanten Begründung des ReichsPolizeiverordnung vergangen haben, daß der Verein ein Tanz- Lohukommission ist; die beiden andern sind- Streikbrecher! Daß gerichts heißt es unter anderm: Allerdings ist zuzugeben, daß vergnügen veranstaltete und dabei Eintrittsgeld erhob. Bed gab die Herren Inmungsmeister mit diesen am liebsten unterhandeln, ist auch hier ein„ Eröffnen" stattfinden muß und daß das zivar an, daß das Eintrittsgeld uur von den Mitgliedern auf Grund recht glaubhaft, aber überflüssig. Die Streikenden, die sämtlich mechanische Hilfsmittel, welches den Mechanismus zu dem eines Vereinsbeschlusses als Beitrag zu den Festkosten erhoben worden organisiert sind, erkennen als ihre Vertreter nur die Bevoll- gewollten Zwecke in Gang seßt, sehr wohl als„ Werkzeug" beDie niederen Polizeiorgane zeichnet werden kann. sei, während die paar geladenen Gäste unentgeltlich teilnehmen durften: mächtigten der Organisation an. Indes würde man sich der ausdehnenden trotzdem ihm diese Angabe nicht zu widerlegen war, wurde er doch lassen es auch in diesem Streik an der unvermeidlichen miß- Interpretation eines Strafgesetes schuldig machen, wollte man auch bestraft. Die Polizei in Sachsen leidet eben auch dies nicht. verständlichen Auffassung ihrer Rechte und Pflichten nicht fehlen. hier einen„ Verschluß“ und ein„ Eröffnen" im Sinne des§ 243 Ein Maurer, der an die Einwohner Flugblätter verbreitete, wurde Nr. 3 des Strafgesetzbuches annehmen. Denn nicht ein Oeffnen des angehalten, nach der Polizeiwachtstube sistiert, und dort wurden ihm die verschloffenen Behälters( der ja verschlossen bleibt), sondern die zeitBlätter beschlagnahmit. Schon nach einer Viertelstunde gab man ihm weise Hebung einer den Austritt aus der Deffnung hindernden die Flugblätter wieder und er konnte sich trollen. Die Zurückgabe Sperrung wird bewirkt, indem durch den Einwurf auf den Mechanismus Aus Industrie und Handel. der Flugblätter seitens der Polizei zeugt von der Einsicht der gedrückt wird. Das Schloß des Automaten soll ferner das darin selben, daß die Beschlagnahme eine ungerechtfertigte war. befindliche Gut vor unberechtigtem Zugreifen sichern, der MechaDer Beschäftigungsgrad im oberschlesischen Industriegebiet. , Strafbar ist das Streifpoftenstehen", dekretiert aus Anlaß nismus hingegen soll das nicht, sondern er soll den Automaten Immer mehr nähert sich in Oberschlesien die gegenwärtige Lage meiſter Schimmelmann von Groß- Salze in einem Erlaß an Preises die Ware übergiebt. Immer mehr nähert sich in Oberschlesien die gegenwärtige Lage des in Schönebeck Salze ausgebrochenen Maurerstreits der Bürger- gewissermaßen zum Verkäufer machen, der gegen Empfang des dem ungünstigen Bilde, das für Rheinland- Westfalen gilt. Wenn§ 243 Nr. 3 von dem Eröffnen Auf Vorräte zu arbeiten war bisher bei den Kohlengruben infolge seine Unterthanen am Orte. Nein, verehrter Herr Bürgermeister, eines Behältnisses mittels falscher Schlüssel zc. spricht, so der Feierschichten nicht nötig gewesen. Nummehr türmen sich schon das Streitpostenstehen ist nicht strafbar; auch Erlasse des Herrn denkt er nur an ein Verschlußmittel, welches bei ordnungsgemäßer da und dort hohe Kohlenberge neben den Grubengebäuden auf, selbst Bürgermeisters von Groß- Salze haben nicht ohne weiteres Gesetzes- Deffnung ausschließlich durch ein eignes hierzu ver wenn die Schichtzahl von neuem verringert würde. Für die kraft. Die Unternehmer verfahren nach demselben Muster wie fertigtes Wertzeug von außen zu öffnen ist; hier kann aber Bergleute bedeutet diese Wendung eine auffällige Verschlechterung des ihre Kollegen in Quedlinburg; fie stellen ihren Leuten Zeugnisse aus, davon nicht die Rede sein, da jedermann sich nur einer seiner GeldArbeitsmarktes. Alte Arbeiter, besonders wenn sie sich frank ge- daß dieselben wegen„ Streit" entlassen sind. Auch das ist ungesetzlich münzen zu bedienen braucht, um ordnungsgemäß Zutritt zum Inhalt des Automaten zu erhalten. meldet haben, werden entlassen. Maßregelungen gegen mißliebige und die betroffenen Maurer wollen deswegen klagbar werden. Arbeiter werden häufiger. An den Lohntagen giebt es Streitigkeiten Die Bäckergehilfen in München haben den Meistern, soweit Ein Maffen- Einbrecher, dem etwa 60 schwere Diebstähle zur über unangekündigte Kürzungen, die Schichtzeiten werden verlängert, fie die im Jahre 1899 errungenen Minimallöhne noch nicht be- Last fielen, stand gestern in der Person des Klempners Gustav und die herrschaftlichen" Mieten steigen. Die Häueriöhne auf zahlen, folgende Forderungen unterbreitet: Die Minimal- Stephan vor der 7. Straffammer des Landgerichts I. Der Anden Kohlengruben sind schon gefallen, bis zum Beispiel auf löhne sollen festgesetzt werden wie folgt: für Schießer 24 M., geklagte ist erst im März d. J. zu ein Jahr Zuchthaus verurteilt 2,80 Mart auf Mathildegrube. Der große Schlepperbedarf wird für Mischer 20 M., für Postler oder Austräger 17 M.; Ab- worden. Das Feld seiner Thätigkeit bildete der südliche und füdmehr als früher durch Häuer gedeckt, besonders dadurch, daß Häuer schaffung des Kostwesens für sämtliche Gehilfen; den Schießern öftliche Stadtteil von Berlin. Er hat zugestandenermaßen förmliche mit Degradation zur Schlepperarbeit bestraft werden. Ganz besonders soll es gestattet sein, außer dem Hause des Meisters zu schlafen, Raubzüge veranstaltet und mittels Einbruchs aus Kellern und Böden schlimm steht es auf den südlich vom Revier, bei Czernig und den wofür ihnen eine wöchentliche Entschädigung von 2 M. zu be- alles weggestohlen, was nicht niet- und nagelfest war. Auch das sonstigen im Kreise Rybnik gelegenen Kohlengruben, wo faum eine zahlen ist. beste Kunstschloß wurde von ihm geöffnet. Der Gerichtshof verSpur von Organisation unter den Berglenten vorhanden ist. Auf urteilte ihn zusätzlich zu noch vier Jahren Buchthaus, doch Erzgruben, z. B. auf" Rococo", ist der Häuerlohn auf 2,60 m. pro Allgemeine Aussperrung im Kopenhagener Freihafen. find noch etwa 30 Einbruchsdiebstähle übrig geblieben, wegen deren Schicht, der herrschaftliche" Schicht- Lohn, das ist der Tagelohn, auf Entsprechend dem Beschluß des Gesamtverbands der Gewerschaften" sich der Angeklagte später zu verantworten haben wird. Seine 1,80 M. zurückgegangen. Früher verdienten Erzhäuer durch- teilten die im Freihafen beschäftigten Arbeiter der Freihafen- Braut", Arbeiterin Anna Liepert, wurde wegen Hehlerei zu schnittlich 3,50 bis 3,75 m. pro Schicht, im einzelnen verdienten fie Gesellschaft mit, daß mit dem 30. April alle Arbeit an den einem Jahre Zuchthaus verurteilt. bedeutend mehr, sogar für Halbinvaliden wurden noch 1900 und 1901 Schiffen der Reedereivereinigung eingestellt werde, machten aber Fällt ein polnischer Turnverein unter das Vereinsgefch? Versicherungsbeiträge der 5. Lohnklasse verwendet; das ist jetzt anders. ausdrücklich darauf aufmerksam, daß an allen andren Schiffen die Mit dieser Frage hatte sich das Rigdorfer Schöffengericht in seiner Auf Erzgruben ist indes der Arbeiterwechsel gering, zum Teil deshalb, Arbeit unbehindert fortgesetzt werden solle. Die Freihafen- Gesell legten Sigung zu befaffen. Der Silberarbeiter Vincent Andrzejewski weil die Erzbergleute zu einem großen Teile in der Nähe ihrer Arbeits- schaft" hat sich jedoch mit der„ Reedereivereinigung" solidarisch erklärt war beschuldigt, als Vorsitzender eines polnischen Turnstätten ansässig sind. In der Hüttenindustrie ist die Erzeugung und alle ihre Arbeiter ausgesperrt. Infolgedessen haben die Arbeiter vereins es unterlassen zu haben, der Ortspolizeibehörde ein Mitwesentlich zurückgegangen. Die Zahl der jetzt im Betriebe befind über die Freihafen- Gesellschaft", die übrigens auch Staats- Unter- glieder- Berzeichnis einzureichen und fich dadurch gegen das Vereinslichen Hochöfen beträgt 25, im vorigen Jahre betrug sie 37. Die ftügung genießt, die Sperre verhängt. Da die genannte Gesell- gesetz vergangen zu haben. Der Augeflagte erklärte, daß sich der Roheisen- Produktion ist demnach um ein Drittel zurückgegangen. Schaft die Löschung und Ladung für eine große Zahl ausländischer betreffende Verein weder mit politischer Propaganda, noch mit Die Löhne in Eisenwerken gehen, wie auf Gruben, ohne An- Schiffe und solcher Schiffe, deren Reeder außerhalb der Reederei Politik überhaupt befasse, sondern lediglich dem Turnsport und der kündigung der Kürzungen, zurück. Der Arbeiterwechsel ist, vereinigung" stehen, besorgt, hat der Ausstand der Hafenarbeiter Bflege national- polnischer Sitten und Gebräuche obliege, wenn auch trotz der schlechten Lage, ein sehr großer. Auf Silefiawerk bei Paruschowitz durch diese Vorgänge eine wesentliche Verschärfung erfahren. die polnische Sprache als Umgangssprache innerhalb des Vereins in im Kreise Rybnik haben 40 junge Leute ohne Kündigung die Arbeit Anwendung komme. Aus diesen Gründen halte er sich auch nicht verlassen. Ueberhaupt wandern massenhaft jugendliche und junge Auf Grund der unverheiratete Arbeiter ab. Die Konkurrenz zwischen einheimischen Beweisaufnahme kam der Gerichtshof jedoch zu der Ansicht, daß der und zugewanderten galizischen und ungarischen Arbeitern hat sich Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Verein unter das Vereinsgesetz falle, und verurteilte den Angeklagten nicht verändert. Es ist eine traurige Thatsache, daß so vielfach Montag, den 5. Mai, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kom zu 15 M. Geldbuße. einheimische verheiratete Arbeiterfamilien Not leiden müssen, mandantenstraße 20. Borlesung aus Ellen Keys Essays über Ibsens weil die Arbeitsstelle des Familienvaters mit einem Galizier Judividualismus 2c. Diskussion. Gäste willkommen. bejezt wurde. Gelernte Arbeiter in Eisengießereien und Der Vorstand. Kesselschmiedereien, die meist aus andern deutschen Bro- Das halbe Vereinsrecht der Frauen. In Gaarden bei Kiel vinzen herangezogen werden müssen, weil einheimische Arbeiter diese Arbeiten zu verrichten nicht im stande sind, beschweren sich über die waren zur Versammlung des socialdemokratischen Vereins auch Frauen Art der Arbeitsvermittelung. Den aus der Ferne angeworbenen erschienen, die in einem durch Tische abgegrenzten Teile des Berjamm- Bis abends zehn Uhr waren gezählt für Wehl( natl.) 10 738, für Formern u. dergl. werden im Angebot von 3-5 M. Lohn in Aussichtungsraumes Play nahmen. Die Polizei teilte dem Vorsitzenden mit, v. d. Decken( Welfe) 10 104 Stimmien; 27 Ortschaften stehen gestellt; sind sie hier, so stellt sich heraus, daß der Lohn niedriger jedoch genüge die Abgrenzung durch Tische nicht, die Frauen müßten daß sie gegen die Anwesenheit der Frauen nichts einzuwenden habe, noch aus. ist; die zugewanderten Familien geraten deshalb vielfach in Not. in das angrenzende Zimmer gehen. Uns will scheinen, daß es für die Sicherheit des Staates wie für die Beachtung der gefeßlichen Vorschriften außerordentlich gleichgültig ist, ob die Frauen vom Nachbarzimmer aus oder von einem Ein Jahrbuch der deutschen Gewerkschaften abgegrenzten Teile des Versammlungsraumes aus den Verhandlungen will die Generalfommission, entsprechend einem Beschluß des dritten zuhören. Wir erinnern uns sogar verschiedener Fälle, daß die Polizei deutschen Gewerkschaftskongresses in Frankfurt a. M., herausgeben. Bersammlungen gerade deswegen verhindert hat, weil der VerDasselbe soll als Handbuch für alle wichtigeren Vorkommnisse im fammlungsraum aus mehreren Zimmern bestand und deshalb nicht Gewerkschaftsleben von den Gewerkschaftsbeamten, Redacteuren, ausreichend zu übersehen war. Der Polizei kann man es eben Rednern, wie von allen Mitgliedern und sonstigen Interessenten nimmer recht machen, wenn sie nicht will. benutzt werden können. Das Handbuch soll enthalten in einem Frauenarbeit im Handelsgewerbe. Einem Bericht des allgemeinen Teil eine Uebersicht über die Gewerkschaftsb- Handelsministers ist zu entnehmen, daß in Frankreich über 115 000 etvegung des In- und Auslandes, eine wirtschaftliche Revue Läden bestehen und darin etwa 80 000 Frauen und Mädchen beund Arbeitsmarkt Rundschau, socialpolitische Mitteilungen, schäftigt werden. Publikationen wichtiger Gesetze und Verordnungen sowie Entscheidungen über Koalitions, Vereins- und VersammlungsAuffig, 2. Mai.( 2. T. B.) Im Doblhoffschachte sind die recht. Den offenbar wichtigsten Teil bildet der statistische, der Aufräumungsarbeiten bis zu der Unglücksstelle vorgeschritten; zwei Bierteljahresübersichten und Jahresstatistiken der deutschen Ge= Schwere Ausschreitungen im Amte wurden dem Nachtwächter der vermißten Arbeiter wurden dort als Leichen auf werkschaften über Streits und Arbeitslosen 13ohn aus Südende zur Last gelegt, der sich gestern vor der gefunden. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Gewerkschaftliches. für verpflichtet, die Mitglieder anzumelden. Aus der Frauenbewegung. Gerichts- Beitung. Lehte Nachrichten und Depeschen. Die Reichstags- Stichwahl in Celle. Celle, 2. Mai.( W. T. B.) Reichstags- Stichwahl. Nach dem vorliegenden Resultat läßt sich ein sicherer Schluß auf den Ausgang der Wahl noch nicht ziehen. Die Geistlichkeit in Frankreich und die Wahlen. Paris, 2. Mai.( W. T. B.) Der Ministerpräsident Waldeck. Rousseau hat ein Rundschreiben an die Präfetten gerichtet, in welchem er darauf hinweist, daß sich daß sich in zahlreichen Departements die Geistlichkeit in die Wahlen gemischt habe. Diese Kundgebungen, heißt es in dem Rundschreiben weiter, bedeuteten einen offenfundigen Mißbrauch der kirchlichen Funktionen. Solche Mißbräuche könnten nicht geduldet werden. Der Minister fordert die Bräfekten auf, ihm über etwaige derartige Vorkommnisse Bericht zu erstatten, damit er das nötige veranlassen könne. Diese Verfügung richtet sich sowohl gegen die Angehörigen der autorisierten, wie gegen die der nicht- autorisierten Religionsgesellschaften. Hierzu 2 Beilagen. Dr. 102, 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 3. Mai 1902. Reichstag. vor, 180. Sigung vom Freitag, den 2. Mat 1902 über unsern Antrag zu gelangen, da er bereits 15mal über denselben Kommissionsdiäten dringen würden?( Sehr gut! bei den Socialnachmittags 1. 11 hr. Am Bundesraistisch: Graf Bosadowsky. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung der Vorlage betreffend Gewährung von Diäten an die Bolltarif Kommission. Betrag über nur noch mehr diskreditieren, wenn er keine Gegen- schuß Gefeßentwurf läge Gegen- schutz- Gesezentwurf uns dessen Durch maßregeln ergreift.( Sehr richtig! links.) Es sind kaum beratung auch einen Teil des Sommers in Anspruch nehmen 24 Stunden für den Bundesrat notwendig, um zu einem Entschluß würde. Wollen Sie behaupten, daß Sie dann ebenso eifrig auf verhandelt hat. Aber auch wenn der Bundesrat noch einmal mit aller demokraten.) Wenn Sie sich gerade bei Gelegenheit des Zolltarifs acht Tage vollkommen genügen und dann wäre immer noch Zeit, den allerbösesten Eindruck machen. Man wird den Mitgliedern der Gründlichkeit über den Antrag beraten wollte, würden für die Kommissionsarbeiten Diäten bewilligen, so muß es im Lande den Entwurf zu verabschieden. Wir stehen vollkommen auf dem Mehrheit nachrechnen, was fie verdient haben. Die Vorlage lautet in der Fassung der Kommission: Boden des Rechts, wenn wir dem Bundesrat eine solche Gelegenheit Wenn Sie nur 40 Sigungen abhalten, wird es heißen: Poz Den Mitgliedern der vom Reichstage zur Vorberatung des bon acht Tagen gewähren. Gegen unsern Antrag sagt Herr Bachem, Donnerwetter! die Keris friegen ja fünfzig Mart für Entwurfs eines Bolltarifs eingesetzten Kommission wird für die er liege schen dem Bundesrat vor. die Sigung.( Große Heiterkeit!) eberall wird es heißen: Sie Teilnahme an den Sigungen der Kommission, welche während der vorlage gestellt. Im Fall der Annahme wäre also die entwurf. Heute aber ist unser Antrag zu einer Regierungsbewilligen sich noch eine Extraprämie für den TarifUnterbrechung der Blenarverhandlungen des Reichstags stattfinden, Regierung gezwungen, sich zwischen der zweiten und anzunehmen. Ich habe den Antrag nur gestellt, um Ihnen und nach Ich kann Ihnen nur dringend raten, meinen Antrag ein Betrag von je 2000 M.( Regierungsvorlage: 2400 M.) aus der Reichskasse gewährt. Von dem gewährten dritten Lesung mit der Frage zu beschäftigen, ob sie außen hin zu beweisen, wie der Entwurf aussehen muß, wenn er werden die Lagegelder abgerechnet, welche ein den Beschluß des teichstags a uſtimmen will oder nicht. Die der Würde des Reichstags entſprechen soll. Wenn Sie anders be Mitglied der Kommission in seiner besonderen Frage der allgemeinen Diäten ist doch gerade jegt außerordentlich schließen, geben Sie uns eine Waffe in die Hände, die wir unter Eigenschaft als Mitglied eines deutschen Land- brennend mit Rücksicht auf die bevorstehende Beratung der Zolltarif- allen Umständen gegen Sie ausnügen werden.( Bravo! bei den tages für dieselbe Zeit bezieht.( Neu eingefügt.) Die Vorlage. Der Seniorenkonvent hat sich fast bei jedem größeren Socialdemokraten.) hierzu im Gesamtbetrage von 56 000 M.( Borlage 67 200 M.) er- schlußfähiges Haus zu erzielen sein wird. Erst kürzlich ist dies bei über die Verfassungsänderung halten wir für unrichtig. Der ArGefeßentwurf mit der Frage beschäftigen müssen, ob auch ein bes Abg. Bassermann( natl.): Die Ausführungen des Abg. Bebel forderlichen Mittel find bei dem Etat des Reichstags außeretats der Frage der Branntweinsteuer- Vorlage geschehen. Der Reichstag ist titel 78 der Verfassung läßt jede Verfassungs mäßig zu herausgaben. Die näheren Bestimmungen erläßt der Präsident des Reichstags. möchten häufig gern den Schluß der Debatten beantragen, tönnen es ab, er beabsichtigt vielleicht teine Verzögerung, hat aber die Wirkung ja heute von einer Minorität abhängig. Die Herren der Rechten änderung durch Gesez zu. Den Antrag Barth lehnen wir Die Abag. Albrecht u. Gen. beantragen folgende Faffung aber nicht aus Furcht, daß namentliche Abstimmung beantragt wird. einer Verschleppung. Wir halten die ganze Frage für einen Der Artikel 32 der Reichsverfassung wird durch folgende Bestimmung Sie müssen es sich so gefallen lassen, von der Minderheit gewiffer praktischen Behelf erfekt: Die Mitglieder des Reichstages erhalten aus Reichsmitteln maßen terrorisiert zu werden. Wie kommt es denn, daß heute der und stimmen deshalb der Vorlage 81. während der Legislaturperiode und zwar so lange der Reichstag Reichstag beschlußfähig Abg. Dr. Wiemer( frs. Vp.): Unsere ablehnende Stellung zu versammelt ist, sowie acht Tage vor Eröffnung und acht Tage nach zu gleicher Zeit der Landtag tagt. ift doch nur deshalb, weil der Vorlage hat durch die Verhandlungen in der Kommission teine Schlußz desselben, freie Fahrt auf den Eisenbahnen und für die Dauer daß viele Abgeordnete nur unter der Bedingung ein Mandat praktischen Bedenken. Der häufige Wechsel der Mitglieder macht Es ist ja bekannt, Aenderung erfahren. Wir sind auch gegen das Pauschquantum aus ihrer Anwesenheit in Berlin Anwesenheitsgelder in Höhe von 20 M. für den Tag. Der Anwesenheit in Berlin steht es gleich, wenn der kommen.( Sehr richtig! links.) Das Centrum wird genau wissen, Eventualantrag Bebel stimmen, lehnen aber principiell die ganze angenommen haben, daß sie auch in den Landtag Anwesenheitsgelder notwendig. Wir werden für den Abgeordnete durch Arbeiten für den Reichstag verhindert ist, in Berlin daß eine Reihe seiner füddeutschen Mitglieder sich nicht hätten wählen Vorlage ab. anivesend zu sein. Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Der Abg. Bebel ist auf aus Von den Anwesenheitsgeldern werden die Tagegelder abgerechnet, laſſen, wenn ihnen nicht zugleich die Sicherheit geboten würde, daß welche ein Mitglied des Reichstags in seiner besonderen Eigenschaft sie auch in den bayerischen Landtag tämen. Es ist eine Thatsache, die Aeußerung von mir über die Diäten der Bundesratsmitglieder als Mitglied eines deutschen Landtages für dieselbe Zeit bezieht. daß der Reichstag vorwiegend aus Norddeutschen besteht. zurückgekommen. Ich habe ausdrücklich unterschieden zwischen dauerno Die näheren Bestimmungen erläßt der Präsident des Reichstags. Das find alles Gründe, auch Das find alles auch vom Standpunkt der Ne- in Berlin anwesenden und vorübergehend hier anwesenden MitEin Antrag Dr. Barth( frs. Vp.) will die Beschlußfassung über gierung den Wünschen des Reichstags entgegen au gliedern. Wenn Abg. Bebel mein Stenogramm nachliest, so wird den Gesezentwurf so lange aussehen, bis der Bundesrat zu dem tommen. Der deutsche Parlamentarismus hat keinen beer finden, daß in dieser Beziehung sachlich keine Meinungsam 10. Mai 1901 gefaßten Beschluß auf Einführung allgemeiner Diäten muß noch herabgemindert werden, wenn ein großer Teil seiner Mit- Verfassungsfrage aufgerollt, als handle es sich hier um Umstürzung sonderen Kredit bei der Regierung. Das Ansehen des Reichstags verschiedenheit zwischen uns besteht. Herr Bebel hat weiter die ſeinerseits Stellung genommen hat. Für den Fall der Ablehnung des Antrages Albrecht beantragen die Abgg. Bebel( Soc.) und Gen. glieder mit Doppelmandaten ausgerüstet ist. Wenn Diäten gewährt der wichtigsten verfassungsmäßigen Grundlagen. Ich konstatiere, daß zu bestimmen, daß die Mitglieder der Zolltarif- Kommission unter werden, hören die Doppelmandate zum größten Teile anf. für den Vorgang von 1874 ein hervorragender Jurist, der Abg. Abänderung des Art. 32 der Verfassung, Anwesenheitsgelder im Betrage von 20 Mart pro Tag erhalten sollen. Von den Anwesenheitsgeldern sollen die Tagegelder abgezogen werden, die ein Mitglied des Reichstags in seiner besonderen Eigenschaft als Mitglied eines Landtags für dieselbe Zeit bezieht. Abg. Dr. Barth( frs. Bg.): die Bundesratsmitglieder bezögen keine Diäten. Das habe ich auch eine Verfassungsänderung erblickt worden ist. Auch 1876 iſt In der ersten Lesung meinte Graf Posadowsky mir gegenüber, Lasker, verantwortlich ist, daß damals von keinem Juristen nicht behauptet, sondern nur ausgeführt, daß, soweit die Mitglieder der Vorgang von 1874 wiederholt worden, ohne daß jemand ihn als des Bundesrats vorübergehend als Vertreter ihres Staates in im Widerspruch mit der Verfassung stehend bezeichnet hätte. Es ist Berlin anwesend find, sie dafür besonders entschädigt durchaus möglich, bei weniger wichtigen Materien Specialgejezze zu werden. Sehr richtig!" sagt Graf Posadowsky. Vor ein paar machen, die vorübergehend abweichen von den Bestimmungen der Tagen fagte er, er wiffe überhaupt nicht, ob die Bundesratsmitglieder Verfassing. Man hat hier von der Rücksichtslosigkeit des BundesIch kann in der sachlichen Begründung meines Antrages sehr Diäten bezögen.( Sehr richtig! lints!) Der Herren Bundesrats rats gefprochen. Ich erinmere daran, daß 1884 der Bundesrat zu Turz fein. Ein ganzes Jahr ist hingegangen, ohne daß der vertreter, die dauernd hier anwesend sind, werden mir bestätigen, dieser Sache Stellung genommen hat, ebenso dreimal in den letzten Bundesrat es für nötig gehalten hat, über einen mit großer daß ihre Bezüge größer sind, als die ihrer Kollegen in gleicher Jahren gegenüber derartigen Anträgen, die in Form von Reso Majorität gefaßten Beschluß des Reichstags zu verhandeln. Der Stellung. Reichstag ist es seiner Würde schuldig, seine Beschlüsse nicht lutionen an ihn gelangt sind. Ueber den Beschluß des Reichstags in dieser dilatorischen Weise Herr Bachem hat bestritten, daß eine Verfassungsänderung auch vom Mai vorigen Jahres auf Gewährung allgemeiner bom Bundesrat behandeln zu in die Verfassung hineingeschrieben werden müsse; das bewiesen Diäten wird sich der Bundesrat jedenfalls im Laufe der Seffion Lassen. Besonders in diesem Falle hatte der Bundesrat aus Anlaß die Präcedenzfälle bei der clausula Frankenstein usw. Wenn aber schlüssig machen; feine Bestimmung aber schreibt dem Bundesrat dieser Vorlage einen direkten Anstoß, sich mit dem früheren Beschluß meine Auffassung von der Sache richtig ist, so wird sie dadurch, daß eine bestimmte Frist für seine Entschließungen vor.( Lachen links.) des Reichstags zu befassen. hat er all seinen früheren Rücksichtslosigkeiten fahren ist, nicht falsch. Damit, daß er es nicht gethan hat, in einigen früheren Fällen unrechtmäßig im Gegensatz zu ihr ver- Ich halte es für das Beste, wenn Reichstag und Bundesrat gegenEs ist richtig, daß der Artikel 38 der Ver- feitig die größtmöglichste Rücksichtnahme üben und gemeinsam zum die Krone aufgesett.( Sehr richtig! links.) Ein Reichstag, faffung durch die clausula Frankenstein und der Artikel 59, in dem Wohle des Landes arbeiten.( Bravo! rechts.) der sich eine solche Behandlung gefallen läßt, verdient feine bessere die dreijährige Dienstzeit festgelegt ist, durch die Einführung der Abg. Gamp( Rp.): Ein paar Worte über die EntstehungsBehandlung.( Sehr richtig! links.) Sollte die Folge der Annahme zweijährigen Dienstzeit thatsächlich abgeändert ist. geschichte der Vorlage. Als der Reichstag beschloß, vier Wochen meines Autrages der Fall dieser ganzen Vorlage sein, dann Den beschlossenen Specialgejezzen gemäß hätten aber auch die Osterferien zu machen und die Absicht bestand, die Kommission schon unt so besser! Reiner Partei ist bei dieser Vorlage be- betreffenden Artikel geändert werden müssen. Denn die Verfaffung in vierzehn Tagen wieder zusammenzuberufen, erklärten dies sonders wohl. Niemand wollte die Waterschaft so recht an- ist das Grundgesek des Reiches und steht über allen Special einige Abgeordnete für unbillig. Ich teilte diese Bedenken erkennen. Es muß hier wohl eine Vaterschaft aus gefeßen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) In der Budget- in gewissem Umfange, meinte, man könne der Kommission besondere Versehen stattgefunden haben.( Heiterkeit.) Vielleicht liegt auch kommission hat mir ja Herr Bachem auch recht gegeben, indem er Diäten zahlen und erkundigte mich bei den Herren es warent einer der seltenen Fälle von Urzeugung vor.( Erneute Heiterkeit.) zugab, daß es richtiger wäre, bei dauernden Verfassungsänderungen Mitglieder aller Parteien anwesend ob sie damit einverstanden Jede Partei hat offenbar das Gefühl, daß mit Annahme dieses Ent- die Aenderung in die Verfassung hineinzuschreiben.( Buruf im wären, diese principielle Frage zum Gegenstand einer Anfrage beim wurfs das Ansehen und die Würde des Reichstags nicht gehoben, Centrum: Bei dauernden!) Die clausula Frankenstein und die Ein- Neichskanzler zu machen. Wir wurden von keiner Seite Befondern geschädigt wird.( Sehr richtig! links.) Es ist übrigens gar führung der zweijährigen Dienstzeit sind dauernde Verfassungs- denten geäußert. Ich brachte dann die Angelegenheit in keine Rede davon, daß die Gewährung von Diäten an die änderungen. Nehmen wir an, es würde ein Mann von der Energie Gegenwart des Herrn Staatssekretärs vor, ohne daß jemand widerKommission die Durchführung der Zollvorlage befördern tönnte. und Rüdsichtslosigkeit Bismards Reichskanzler, und hielte die drei fprochen hätte. Erst am nächsten Tage widersprach der Abg. Schrader, Die Schwierigkeiten dieser Durchführung liegen gar nicht in der jährige Dienstzeit für eine unbedingte Notwendigkeit für die Armee. aber kein Mitglied der Volkspartei oder der Socialdemokraten, so daß Sommission, sondern im Plenum. Wir werden dafür sorgen, daß Er tönnte sich dann auf Artikel 59 der Verfassung berufen und wenn man der Ansicht sein mußte, sie wären durchaus mit der Sache eindie Vorlage im nächsten Herbst recht gründlich im Plenum beraten ein höchfter Gerichtshof im Lande bestände, so würde er zweifellos verftanden.( Widerspruch links.) Das ist doch eine berechtigte Schlußwird, denn wir können feine beffere Plattform für die dahin entscheiden, daß in der That die dreijährige Dienstzeit noch zu recht folgerung.( Lebhafte Rufe: Nein! nein! lints.) netit! lints.) nächsten Wahlen finden, als die Verhandlungen besteht, da Artikel 59, der sie vorschreibt, bisher noch nicht geändert ist. Herr Bebel hat so viel von der Würde des Reichstags gedes Plenums über die 8olltarif Borla ge.( Sehr Sie werden also jezt daran gehen müffen, die thatfächlich eingetretene sprochen. Ich halte es für viel weniger würdig, Diäten von den richtig links. Rufe rechts: Abwarten!) Meine Freunde find fo Aenderung der Verfassung fo rasch wie möglich durch den Wortlaut Groschen zu bezahlen, die sich die Arbeiter vom Munde abgespart überzeugt davon, daß die Würde des Reichstags unter der Ge- der Verfassung sicher zu stellen.( Sehr richtig! bei den Social haben( Oho! links), als Diäten von der Reichskaffe anzunehmen. währung von Diäten an die Zolltarif- Kommission leidet, daß sie, demokraten.) Baragraph 32 ist noch dazu ein Verbotsgefet, Wir halten die Vorlage für praktisch und werden ihr deshalb in der soweit sie in Betracht kommen, im Falle der Annahme des Eut- er schreibt vor, daß die Mitglieder des Reichstags teine Rommissionsfassung zustimmen.( Bravo! rechts.) wurfs, die Annahme der Diäten ablehnen werden.( Ünruhe rechts. Diäten beziehen dürfen. Soll dies trotzdem geschehen, so Bravo! links.) muß natürlich dieses Verbot zunächst aufgehoben werben. Das Abg. Stadthagen( Soc.) Abg. Bebel( zur Geschäftsordmmg): Ich beantrage, daß zunächst will ich Ihnen durch meinen Antrag an die Hand geben. Herr tommt auf die Aeußerung Bachems zurüd, daß ein Mitglied der meinen aufgehoben werden. Das über den Antrag Barth allein verhandelt wird, da im Falle der An- Bachem hat ganz recht, daß ich für meinen Antrag nicht besonders socialdemokratischen Frattion fich zustimmend zu den nahme desselben die Diskussion über die übrigen Anträge und die schwärme, ich habe ihn auf eigne Faust gestellt und Diäten in der Kommission geäußert habe. Die Behauptung ist in Borlage überflüssig wäre. muß es meinen Parteigenossen überlassen, ob sie dafür der Kommission als nuwahr erwiesen worden und Herr Bach e m stimmen.( Aha! Rufe im Centrum.) Ihr Aha! bedeutet gar wäre verpflichtet gewesen, feine Behauptung zu widerrufen. nichts. Sie geben uns ja viel mehr Waffen an die Hand, Auch die zweite Behauptung Bachems, daß Abg. Spahn ihn erwenn Sie den Gefeßentwurf so annehmen, wie er vorliegt. Aus mächtigt habe, die Behauptung, daß ein Mitglied der socialAbg. Dr. Bachem( C.): Es ist keine verfassungsrechtliche, sondern agitatorischen Gründen brauchte ich meinen Antrag nicht zu stellen. demokratischen Fraktion sich zustimmend zu den Diäten nur eine gefegestechnische Frage, ob man es in einen Entwurf aus- Aber über der agitatorischen Wirkung meines Antrags steht mir die geäußert habe, hier vorzubringen, sei vom Abgeord drücklich hineinschreibt, daß er eine Verfassungsänderung enthält. Wir Verfassung. Ich, der Socialdemokrat, muß die deutsche Reichs- neten Spahn selbst in der Kommission be haben bereits mehrfach, zum Beispiel bei Gelegenheit der clausula verfassung gegen Sie in Schutz nehmen.( Heiterfeit. Sehr richtig! stritten worden.( Widerspruch des Abg. Spahn.) UnFranckenstein und des Septennats, Verfassungsänderungen angenommen, bei den Socialdemokraten.) richtig sei auch die Behauptung Bachems, Herr Gamp habe es ohne es besonders in dem Gesetz zu bemerken, daß eine Verfassungs- Weiter beantrage ich, daß statt des Pausch quantums bestätigt, daß die Socialdemokraten zugestimmt änderung vorlag. Was die Vaterschaft der Vorlage Tagegelder gegeben werden. Nur so werden die Mitglieder hätten. Herr Gamp habe selbst nur behauptet, er habe mit den anlangt, fo halte ich meine Behauptung aus der der Kommission je nach ihren Leistungen entschädigt. Mitgliedern gesprochen und den Eindruck gehabt, als seien sie nicht ersten Lesung über die Stellungnahme eines focialSie müssen uns schon erlauben, den Versuch zu machen, einen Gesetz gegen Stommissionsdiäten. Auch diese Meinung Gamps sei uns demokratischen Abgeordneten zu dieser Vorlage aufrecht, entwurf so zu gestalten, wie wir ihn für vernünftig halten. In richtig. Acht Mitglieder der Linten hätten das erüberlasse aber das nähere Eingehen auf die Materie dem Abg. Gamp, diefem speciellen Falle werden wir gegen die ganze Vorlage klärt. In der Kölnischen Volkszeitung" wird völlig wahrheitswidrig der nähere Mitteilungen darüber machen wird. Der will, daß der Reichstag gewissermaßen streitt, bis der Bundesrat gelder vorsteht, die Zustimmung der verbündeten Regierungen erhalten, entsprungen, das Centrum habe nur dieser Anregung Folge gegeben. i, bir niras Barth gerber Sätte ber Diätenantrag des Sentrums, der 20 Mr. Tage gesagt, die Diätenfrage fei einer Anregung Stadthagens Stellung genommen hat. Ich gebe zu, daß es eine höchst dann wäre dieser Gelegentwurf nicht gekommen, dann würden die Kom- Nach dem Protokoll der Rollkommission bat Abg. Spahn die Diäten bedauerliche Thatsache ist, daß diese Entscheidung noch nicht erfolgt ist, und missionsmitglieder 20 M. für die Sigung erhalten und von einem Bausch frage angeregt. In dem Konventikel, die die Mehrheit der Kommission eine Erscheinung, die einem andern Parlament gegen quantum wäre nicht die Rede. Sie wollen hier ein Ausnahme unter sich abgehalten hat, mag Herr Gamp die Anregung gegeben über kaum zu Tage treten würde. Wir dürfen aber nun recht schaffen und das bei dieser Gelegenheit! Der Zolltarif haben. In der Kommission selbst hat es Herr Spahn gethan. Das nicht in denselben Fehler verfallen, wie der Bundesrat. Es ist unsre begünstigt bestimmte Klassen auf Kosten der andern, und wenn Sie, Centrum will sich offenbar der Verpflichtung entPflicht, zu einer Vorlage des Bundesrats Stellung zu nehmen. Der wie ich annehme, aus rein fachlichen Motiven, ihm ihre Zustimmung ziehen, für sein Kind zu sorgen, während es Antrag Albrecht ist überflüssig, denn er ist bereits vom geben, so läßt sich doch nicht leugnen, daß sich unter dieser Mehrheit die Alimente gern einsteden will.( Heiterkeit.) Reichstag zum Beschluß erhoben worden. Herrn Bebel frage eine große Mehrheit befindet, die persönliche Vorteile vom Zolltarif hat. Wir waren unter uns einig darüber, daß ivir der ich, ob er denn für die Vorlage stimmen wird, wenn wir Das ist ja gerade das Odiöse dabei.( Sehr richtig! lints.) Und was für die Mehrheit die Sache ganz überlassen wollten. Wenn sie sich seinen Antrag auf Gewährung von Lagegeldern anstatt eines Pausch Mehrheit des Reichstages gilt, gilt auch für die Mehrheit der in die Nesseln setzte, mochte sie zusehen, wie sie sich wieder quantums annehmen. Er antwortet mir nicht und das bestätigt Kommission. Wenu diejenigen, die persönlich interessiert sind am heraushalf. Diäten und Bauschale verhalten sich wie 3eitlohn mich in dem Verdachte, daß er gegen seinen eignen Antrag stimmen Zustandekommen des Bolltarife, aus der Kommission austreten und Accord Iohn. Wenn Sie( nach rechts) in der Kommission wird, wenn wir ihn annehmen. Ich bitte, es bei der Kommissions- müßten, dann hätten Sie dort keine Mehrheit, dann würde der Zolltarif jetzt Schlußanträge stellen, wird das Volt sagen: Aha! ste faffung zu belassen.( Bravo! im Centrum.) in der Kommission verworfen.( Lebh. Zustimmung links.) Welch böses wollen die Pauschalsumme früher verdienen. Die Pauschalsumme Abg. Bebel( Soc.): Ich empfehle Ihnen in erster Linie den Licht werfen Sie auf die Kommission durch die Gewährung von Diäten. wirkt dahin, die Darlegungen der Minderheit abzuschneiden. Antrag Barth zur Annahme. In der Kommission ist es uns Sie blamieren sie ja.( Sehr richtig! links.) Das muß ja den Ein- Redner geht dann ausführlich auf die Verfassungsfrage ein und nicht gelungen, den Grafen Posadowsky zu einer Stellungnahme dem druck erwecken, als würde sie nicht mitthun, wenn sie nicht eine beruft sich auf die Staatsrechtslehrer Baseler, Antrag des Reichstags gegenüber zu veranlassen. Diese Stellung besondere Entschädigung erhält!( Seiterfeit links.) Unire vier 8achariae, Georg Meyer und Rönne, die sich nahme muß aber erfolgen, wenn wir den Antrag Barth annehmen. Es Mann in der Kommission würden ohne Diäten auch nicht gegen eine lare Praxis bei Verfassungsänderungen gewandt und ist ja nicht das erste Mal, daß der Bundesrat eine derartige Rüd- einen Tag fehlen. Und wenn sie 130 Tage lang von 7 Uhr ein besonderes Gesetz zur Herbeiführung einer Aenderung sichtslosigkeit dem Reichstag gegenüber beweist. Ich erinnere mur früh bis 4 Uhr nachmittags arbeiten müßten, der Teufel sollte sie der Verfassung für notwendig erklärt haben. Redner schließt an den Jesuiten Antrag und den Wahlrechts- Antrag. bolen, wenn sie nicht da wären.( Stürmische Heiterkeit.) Bei uns mit der Feststellung, daß hervorragende Mitglieder des. CenAlso liegt in dieser Mikhandlung des Reichstage System, entscheidet der fategorische Imperativ der Pflicht, nicht beim Bundes- trums unrichtigkeiten im Plenum behauptet haben, als sie über den der Reichstag darf sich eine solche Mißhandlung nicht ge rat. Was unsre Leute von uns an Entschädigung bekommen, das Ursprung der Diätenvorlage am 28. April sprachen. Wenn Abg. fallen lassen, wenn er aus Männern besteht.( Sehr richtig! ist so lumpenhaft wenig, daß ich es nicht auszusprechen wage. Dr. Bachem sagte, wer Herrn Spahn nicht für einen Schwindler und links.) Der Reichstag würde sich auch dem Bundesrat gegen und noch eins. Rehmen wir an, ein umfangreicher Arbeiter Märchenerzähler, sondern für einen ernsthaften Bolitiker halte, der Nach längerer Diskussion, in der sich auch der Präsident gegen den Antrag erklärt, der die Verhandlungen nur verlängern würde, zieht Abg. Bebel seinen Antrag zurück. 0 müsse ihm glauben, dann bitte ich den Abg. Dr. Bachem, mir zu für die Diäten eingetreten. Nichtig ist allein, daß Herr Gamp wie ein dacht entsteht, die Abstimmung erfolge aus persönlichen Vortci: 3fagen, wofür er mich denn eigentlich hält.( heiterteit Haufierer von einem Mitglied der Kommission zum andern gelaufen ist. gründen. links.) Seine Behauptungen über unsre Stellung zu der Diätenvorlage sind ganz Abg. Dr. Bachem( C.): Ich konstatiere nur, daß ich nicht aus unrichtig und objektiv unwahr. Derartiger Altweiberträtsch( Glocke eigner Kenntnis Mitteilungen gemacht habe und kann mich daher des Präsidenten). einfach auf die Ausführungen der Herren Spahn und Gamp bePräsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, ich muß Sie ziehen. Weiter stelle ich nochmals fest, daß die Köln. Voltsztg." ſehr bitten, sich in gemäßigteren Ausdrücken zu bewegen, wenn Sie nicht mein Organ iſt. vom deutschen Reichstag sprechen. Es folgt die Abstimmung, die mit dem Antrag Barth be= Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Ant.): Wir sind grundsäg- gonnen wird. lich der Meinung, daß allgemeine Anwesenheitsgelder im Interesse Die Abstimmung über den Antrag Barth ist eine namentdes Landes notwendig sind und werden daher gegen diese Durch- Iich e. Der Namensaufruf beginnt beim Buchstaben O.( Nufe im löcherung dieser allgemeinen Forderung stimmen. Saale O! O!)( Große Heiterfeit.) Der Antrag Barth wird mit Abg. Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp.): Wenn Entschädigungen für die Reichstags- Abgeordneten bewilligt werden sollen, dann kann nur ein Pauschale oder Diäten in Frage kommen. Anwesenheitsgelder aber müßten zu einer unangenehmen und lästigen Kontrolle führen, die nur die Achtung vor dem Parlament schmälern könnte. Abg. Dr. Spahn( C.): Die Ausführungen des Herrn Stadthagen zwingen mich zu einer Richtigkeit. In einer Sigung wurde mir ich war für einen Augenblick hinausgegangen und kam dann wieder hinein mitgeteilt, Abg. Stadthagen habe geäußert:„ Wenn eine Entschädigung gezahlt wird, so nehmen wir sie an." Als Zeugen hierfür nenne ich die Abgg. Dr. Paasche und Frig. Vor einigen Tagen hat dann Abg. Dr. Müller- Sagan durch Verlesung des Protokolls zu fonstatieren versucht, daß ich die Diätenfrage angeregt hätte. Das ist doch nunt wirklich eine findliche, naive Geschichte.( Sehr richtig! rechts.) Ich stellte die Sache in der Kommission fofort richtig und der Protokollführer, der nicht Mitglied der Kommission, sondern Beamter ist, hat mir ausdrücklich bestätigt. daß meine Ausführungen richtig seien. Herr Dr. Müller hat dann feine Behauptung auch zurückgezogen, und nun stellt sich Herr StadtHagen wieder mit einer unrichtigen Darstellung auf die Tribüne des Hauses! Was Sie von Herri Stadthagen danach zu halten haben, überlasse ich Ihnen. Abg. v. Staudy( f.) erklärt, mit Rücksicht auf die Geschäftslage von näheren Ausführungen absehen zu wollen. Seine Freunde würden gegen die Abänderungsanträge und für die Kommissionsfaffung Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Vp.): Ich bewundere den Mut des Abg. Gamp, daß er noch immer die Behauptung aufrecht erhält. die Mitglieder der freisinnigen Volkspartei in der Kommission seien eintreten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 3. Mai. Opernhaus. Robert der Teufel. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Torquato Tasso. Anfang 72 Uhr. Neues Overn Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Die Romantischen. Herenfang. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Hoffnung. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 71 11hr. Leffing. Die Zwillingsschwester. Anfang 7 Uhr. Weften. Der Zigeunerbaron. Anfang 7 1hr. Nenes. Geschlossen. Residenz. Einquartierung. Anfang 712 11gr. Central. Das füße Mädel. Anfang 7½ Uhr. Thalia. Gastspiel der Schlierseer. Der Herrgottschniger von Ammergau. Anfang 71% Uhr. Belle: Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Ansang 712 Uhr. Luisen. Der Landstreicher. Vorher: Bei Neuntanns. Anfang 71/2 11hr. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Ihre Familie. Anfang 72 Uhr. Secessionsbühne. Detlev Lilten: crons Buntes Brettl. Aufang 8 Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Serenissimus: Zwischenspiele. Anfang 8 Uhr. Orphens. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. Unsre Don Juans. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Borstellung. Anfang 8 Uhr. Palast. Specialitäten- Borstellung. Ben- Ali- Bey und sein orientali: sches Zauber- Ensemble. Anfang 8 Uhr. Cafino Theater. Eine für Zwei. Der beste Bruder. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Bleichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Abg. Stadthagen( Soc.): Ich ersuche Herrn Spahn, feine Aeußerung 158 gegen 91 Stimmen abgelehnt. noch insofern zu vervollständigen, als er zugiebt, daß ich in der Kommission Es folgt die Abstimmung über den Antrag Albrecht und mur gesagt habe, wir werden, gleichviel, ob Diäten gezahlt werden Genossen.( Allgemeine Diäten durch Aenderung des Artikels 32 der oder nicht, den Sommer hindurch tagen. Ich konstatiere übrigens, Verfassung.) Auch diese Abstimmung ist eine namentliche. daß auch in der Köln. Volksztg.", dem Organ des Herrn Bachem, Der Antrag Albrecht wird mit 88 gegen 155 Stimmen abdie unwahre Behauptung gestanden hat, ich hätte die Diätenvorlage gelehnt. angeregt. Ich bedaure, daß derartie Sachen hier zur Sprache gebracht Der Eventualantrag Bebel wird gegen die Stimmen der werden müssen, wir sind aber nicht schuld, sondern in erster Reihe Socialdemokraten, Freisinnigen, Antisemiten und Polen abHerr Bachem. gelehnt. Damit schließt die Diskussion; es folgen persönliche Bemerkungen. Es folgt die Abstimmung über den Kommissionsantrag. Auch Abg. Bebel( Soc.): Herr Gamp hat behauptet, ich hätte ihm diese Abstimmung ist eine namentliche. Der Kommissionsantrag und den Agrariern vorgeworfen, sie stimmten nur für die wird mit 143 gegen 84 Stimmen angenommen. Fünf AbKommissionsdiäten, um den Zolltarif, der ihnen persönliche Vorteile| geordnete hatten sich der Abstimmung enthalten. bringe, recht schnell zu stande zu bringen. Ich habe das gerade Hierauf vertagt sich das Haus. Gegenteil gesagt: ich habe ausdrücklich hervorgehoben, daß ich Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. Auf die Tagesordnung glaube, daß die Mitglieder der Rechten nur aus rein fachlichen werden gesezt: die dritten Lesungen des Gesezentwurfs betreffend deir Motiven für die Diätenvorlage stimmen. Hätte ich etwas andres fliegenden Gerichtsstand für die Presse und des Servistarifs. Erste gefagt, so hätte mich der Präfident auch zur Ordmmg gerufen, event. zweite Beratung der Vorlage über die Wehrpflicht in der denn das wäre eine persönliche Beleidigung gewesen. Aber Schußtruppe und auf Wunsch der Abg. De Spahn und v. Levezzow ich habe hinzugefügt, fte laden durch diese Verhand der Toleranzantrag des Centrums. lungen das Odium auf sich, daß im Volke der Ver Schluß 63/4 Uhr. Urania. Carl Weiss- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. CASTANS Panoptikum Das Friedrich- Strasse 165.' Große Frankfurterstr. 132. Nachmittag 4 Uhr, Kindervorstellung, fleine Preise. Gr. Novität! Glänzende Ausstattung! Fee Morgana oder Prinz und Köhlerknabe. Zaubermärch. m. Gesang in 7 Bildern von Wagner. Abends 8 Uhr: Gastspiel des Frl. Martha Walter u. Frl. Elly Krolop. Deborah. Schausp. i. 5 Aft. v. H. S. Mosenthal. In Scene gesetzt v. Aler. Tyrkowski. Deborah: Frl. Walter. Hanna: Frl. Elly Krolop als Gäste. Sonntagnachm. 3 Uhr Voltsvorst. Parkett 60 Pf.: Die Kinder der Armen. Abends 8 Uhr: Deborah. In Vorbereitung: Mittwoch, 7. Mai, zum 1. Male, der spannende Roman Palast- Theater ( früher Feen- Palast) Burgstr. 22. Täglich abends 8 Uhr: Ben- Ali- Bey u. sein orient. Zauber- Ensemble. Vorverkauf d. Logen u. num. Size an der Theaterkasse des Warenhauses A. Wertheim, Leipzigerstr. Preise der Bläße: Logensiz 2,50 M., Sperrsiz 1,50, num. Partett u. num. NangBalton 1 M., Parterre 50 Pf., Stehpart. u. unnum. Rg. 30 Pf. Fröbels a. d.„ Morgenp.“: Der Doppelgänger. Allerlei Theater Bärenweib! Thalia- Theater. ein Wunder der Schöpfung! Neu: Skandinavisches Instrumental- u. VokalKünstler- Ensemble. 4 Damen, 2 Herren. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3- Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Das sensationelle Mai- Programm 16 ganz nene erstklassige Specialitäten! Apollo- Theater Dresdenerstraße 72/73. Abends 8 Uhr, heute u. folgende Tage Gastspiel der Schlierseer Der Herrgottschniger von Ammergau. oberbayrischer Art dekoriert. 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Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt ( Ohne Gewähr.) 47 73 145 377 596 750 810 60 75 944 1170 87 256 72 98 444 750 930 2029 198 253 99 343 432 37 666 95 753 3034 177 313 413 581 88 704 842 4110 92 408[ 500] 793 836 43 5212 393 502 998 6040 86 119 24[ 500] 274 307 52[ 500] 60 454 508 97 727 45 846 910 53 7172 247 76 712 80 900 36 76 8134 40 208 64 404[ 500] 43 56 622 766 979 9101 14 282 360 68 732 34 55 989 10013 61 89 261 87 383 455 573[ 500] 603 72 723 52 887 11150[ 3000] 250 361 436 62 597 689 778 957 81 12195 371 577[ 500] 605 714 871 935 57 98 13027 114 353 675 998 14045 321 503 57 604 82 742 77 845 51 961 15065 203 75 ₤ 1000] 426 36 583 840 98 16168 201 10 935 17052 170 76 300 418 583 95 693 718 23 48 805 17 967 99 18220 59[ 500] 311 833 41 957 87 19228 53 56 57 80 488 638 812 922 20004 317 49 606 60 908 21123 705 9 36 975 22037 188 339 570 94 651 91 792 866 910 23093 243 74 304 46 413 23 85 655 839 24032 309 774 25026 62 581 631 898 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Ziehung 4. Klaffe 206. Kgl. Preuß. Lotterie. 707 40 62 952 115304 448 78 538[ 1000] 58 656 75 Biehung vom 2. Mai 1902, nachmittags. Nur die Gewinne über 232 wt. find den betreffenden Summern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 1068 85 103 2063 169 221 4276 889[ 500] 39 573 700 906 7176 416 49 86 1 107 12 202 17 29 452[ 3000] 615 62 288 310 416 24 744 53 910 20 26 40 73 356 723 82 914 3119 226 449 619 961 951 5075 115[ 3000] 94 218 44 410 6096 186 223 312 748 882 932 80 96 917 57 59 8046 143 219 377 417 534 50 70 655[ 3000] 765 91 809 53 957 9038 138 205 331 74 550 72 94 604 741 850[ 1000] 939 64 10074 135 479 515 30 99 884 11051[ 3000] 554 93 621 86 951 12034 59 125 92 291 338 444 807 960 61 13105 91 310[ 500] 414 42 47 66[ 500] 69 522 637[ 500] 86 723 66 954 14133 57 500 94 95 641 761 800 61 15141 357 475 563 660 747 944 97 16204 9 78 337 432 652 886 17085 218 50 304 51 715 37 18025 336 48 84 575 629 851 97 19051 53 658 772 82 20207[ 1000] 373 563 683 705 15 807 21005 21 86 103 520 94 612 65 66[ 500] 754 82 880 22195[ 3000] 308 498 546 98 840[ 500] 65[ 500] 906 23057 136 415 [ 500] 510 57 96 643 750 815 24034 268 96 313 75 89 430 547 698 712 25 41 47 59 910 89 25141 73 235 320 675 894 917 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1000] 30 77 273[ 500] 474 538 56 837 66 136068 98 162 [ 500] 223[ 500] 331 51 610 796[ 500] 927 98[ 3000] 99 137048 127 338 460 66 690 855 62 939 43 138000 5 26[ 500] 71 176 371 409 26 65 90 633 139038 112 14 31 450[ 3000] 637 63 140058 90 151 88 275 334 70 433 34 561 62 84 689 99 708 22 99 812[ 500] 82 141026 36 184 279 366 683 834 54 903 142036 66 82 429 67 692 797[ 1000) 143137 222[ 500] 673 808 58 144113 224 360 588 38 70 845 60 975 145012 300 411 739 890 966 146045 209 30051 77 199 218 68 330[ 1000] 447 60 63 91 536 625 716 995 31119 26 300[ 500] 719 864 947 92 32018 96 233 679 89 705 40 33010 174 233[ 500] 35 475 96 654 731 34288 476 99 509 94 95 655[ 500] 96 805 35261 92[ 500] 346 487 614 19 81 731 97 809 35 981 36001 22 176 361 89 459 66 94 558 658 92 703 44 37079[ 1000] 101 303 53 650 56 800 1 44 71[ 500] 90 983 38108 60 312 400[ 500] 14 505[ 1000] 713 995[ 500] 39062[ 1000] 286[ 1000] 498 597 40124 232 45 326 55 579 684 706 18 907 41042 125 58 223 42 99 303 29 543 80 98 673[ 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Die Festrede wurde vom Genossen Otto Sillier gehalten. Provinz Brandenburg. Berliner Vororte. Schmargendorf. In der öffentlichen Festversammlung waren 65 Personen lgegen 30 im Vorjahre) anwesend, die den Aus- sühniugen des Redners begeistert folgten. Bei Tanz und Rezitationen von Freiheitsliedern blieben die Anwesenden lange beisammen. In Friedrichsfelde waren gegen 200 Personen in der Versamnilung anweseud, darunter viele Frauen. Frau Paula Thiede referierte. Die Gewerkschaftsresolution fand einstimmige Annahme. Mühlenbeck(Wahlverein Bezirk Panko Iv). Zum erstenmal fand eine Maifeier im Gasthof„Zur Sonne" statt. Bau- und Fabrikarbeiter feierten vollständig. Das Vergnügen, das die Ortspolizeibehörde anfänglich nicht gestattet hatte, arrangierten die Gewerkschaften. Konzert und Tanz im hübsch gefüllten Saale. Die Festrede hielt Genosse G u st n v Sonntag- Pankotv. Es waren Iveit über 100 Personen anivesend. In Herzfelde beteiligten sich 50 Mann verschiedener Berufe durch Arbeitsnihe an der Maifeier. Köpenick. Am Abend waren in zwei Lokalen etwa 2000 Personen zu der vom socialdemokratischen Wahlverein veranstalteten Feier versammelt. Eine Volksversammlung fand am l. Mai, nachmittags 4 Uhr, für Birkenwerder und Umgegend im Lokal„Waldkater statt, in der der Genosse Fritz' Kater- Berlin referierte. Zum Schluß nahm die Versammlung die vom Referenten vor- gelegte Resolution einstimmig an. Marien dorf und Umgegend. An der Maifeier bei Adel in Tempelhof nahmen 102 Personen teil, darunter viele Frauen. Leider fand dieselbe einen schnellen Abschluß, da der Wirt auf Polizei stunde gesetzt ist und die Behörde daraufhin so liebenswürdig war und Feierabend gebot. An der Arbeitsruhe am 1. Mai beteiligten sich sämtliche Bauarbeiter nnsrer Ortschaften. Tegel. Da das Trappsche Lokal zum 1. Mai an die Nord- deutschen Sänger vergeben war. hielten die Tegeler Genossen in den beiden kleinen Lokalen von Kittke und Krause ihre Mai-Versamm- luugen ab, welche von zusammen ungefähr 160 Personen besucht waren! die meisten Tegeler Genossen waren nach Berlin zn Ver sammlnngen gefahren, weil die kleinen Lokale nicht genügend waren. Besonders imposant war die Maifeier in N o iv a w e s. Die stark besuchte Versammlung, ca. 500 Personen, wurde durch zwei Gesangsstücke des Arbeiter-Gesangvereins feierlichst eingeleitet; als dann sprach der Stadtverordnete O b st aus Schöneberg unter leb haftem Beifall der Versammlung über die Bedeutung des 1. Mai, worauf der Gesangverein ein paar lvürdige Schlußlieder hören ließ. Hierauf folgte eine Schlußrede des Vorsitzenden Genossen Lange, der die Anwesenden ermahnte, im weitere» Verlauf des Tages die Feier zu einer würdigen zn gestalten und der Polizei keinen Anlaß zum Einschreite» zu bieten.' Durch Konzert und Tanz wurde der Tag ohne Zwischenfall beendigt. Dalldorf. Eine gut besuchte Volksversammlung fand hier am Abend statt. Genosse Bein referierte. Die Feier schloß mit gemeinsnniem Gesang der Marseillaise. Brandenburg. Vormittags 10 Uhr Festversammlung. 4—500 Personen. Referent Meyer. Nachmittag? Ausflug von rund 1000 Personen. Zeitweilig Rege», aber keine wesentliche Be- einträchtigung. Die eine der beiden Abendversamlungen von mindestens 800 Personen besucht. In Oranienburg referierte vor 250 Personen unter stür- mischen, Beifall Mermuth- Berlin. Aus der Heilstätte G r a b o w f e e bei Oranienburg schreibt man uns: Heute wollten auch wir Patienten in Grabowsee den 1. Mai würdig feiern. Wir verabredeten eine Zusamnienknnft bei der Ulme, ein allen Grabowseern bekannter alter Baum, mitten im Walde. Jedoch die Hüter der Ordnung hatten, auf irgend eine Art Wind hiervon bekommen. Wir gingen in kleinen Trupps von fünf bis zehn Mann hinaus. Wie die ersten neun Mann dicht am Treffpunkt waren. sahen sie bereits den Revier- sörsier darauf znsteuer». Um kein Aufsehen zu erregen, wandten wir uns nach Schmachtenhagen zu, kaum zwei Minuten iveiter stoßen wir auf den Forstmeister, der hier Posto gefaßt hatte, mit einem Krimstecher bewaffnet, uns scheinbar erwartend. Mittlerweile ritt der Gendarm vorn zum Anstnltsthor herein und hinten wieder heraus natürlich hinter uus her. Nun hatten wir vorher ausgemacht, im Falle einer Störung uns an andrer Stelle wieder zu treffen, auch dies wnrde vereitelt. So zogen wir denn, nachdem wir uns ans dein Schmachtenhagener Wege zusammengefunden, im geschlossenen Zuge unter Absingen unsrer Lieder kreuz und quer, natürlich mit Begleitung des Herrn Gendarmen zu Pferde, nebenbei trottete der Revierförster. Die Beteiligung war eine großartige, von 180 Patienten ca. 120 bis 130 Mau»,' wenn die Bettlägerigen hinzugerechnet iverden, so bleiben nach Abzug der dem Beaintenstande angehörenden Patienten nicht viele, die sich ausgeschlossen habe». Trebbin. Maifest vom Gewerkschaftskartell arrangiert, an- weseud ca. 170 Personen. Gesang vom Trebbiner Arbeiter-Gesang- verein. Festvorlrqg. Recitation„'Die Weber" durch Herrn Walkotte, dann Tanz. In N e u- R u p p i» war die Versammlung von 250 Personen besucht. Nach dem Vortrage von Fanny I m l e wurde die Berliner Resolution einstimmig angenommen. Zeh den ick, 1. Mai. Die heutige Versammlung war von circa 500 Teilnehmer besucht, es ivar dies die erste Mai-Versanmilnng, welche hier stattfand. Die Resolution der Berliner Gewerkschafts- koinmisfion fand einstimmige Annahme. Provinz Hannover. Harburg. Der strömende Regen vermochte der hiefigen Mai- feier nichts von ihrem imposanten Charakter zu nehmen. An der Morgen-Versammlung beteiligten sich 600 Feiernde; abends fanden in 3 Lolalen gutbesuchte Festversanimlnngen statt, an denen sich 2000 Personen beteiligten. L ü» e b n r g. Trotz Aprilwetters waren in dem 2 Kilometer von Lüneburg entfernten L ü d e n a n nahezu 500 Personen am Nachmittag erschienen. Wegen der ungünstigen Witterung waren Faniilienangehörige schwach vertreten. Die Beteiligung war dennoch eine sehr gute, eine stärkere als je. Genosse Lementzow-Hamburg hielt die mit Begeisterung aufgenommene Festrede. Eine Resolution, in welcher ein wirksamer Arbeiterschutz gefordert und gegen die Zoll- vorläge protestiert wurde, fand einstimmige Annahme. Die abends stattgehabte Festfeier war überaus zahlreich besucht. Bramsche bei Osnabrück. Die am Abend des 1. Mai hierorts stattgehabte Maiversammlung, j» welcher Genosse Vesper- Osnabrück referierte, war von 120 Personen besucht. Nienburg a. d. W. Die Maifeier stand zwar noch im Zeichen des verlorenen Generalstreiks der Glasmacher, war aber irotzdeiu gut besucht. Ueber 300 Personen waren anwesend. Kandidat B e h l e- Hannover sprach über die Bedeutung des Tages. G ö t t i n g e n. 250 Genossen hörten nach einleitendem Bortrag des Arbeiter-Gesangvereins ein Referat des Abg. Pens an. Auch nach der Rede des Genossen Peus waren die Genossen noch längere Zeit bei Gesang und gemütlicher Unterhaltung beisammen. Provinz Heffen-Nassau. Frankfurt a. M.. 1. Mai. In vier großen Volksversamm- lmigen demonstrierten heute vormittag etwa 2000 feiernde Arbeiter zu Gunsten vermehrten Arbeiterschutzes, gegen die Brotwucher-Politik der Agrarier und des Centrums. Eine fünfte Versammlung fand vormittags im Vorort Oberrad statt, die ebenfalls gut besucht war. Heute abend findet eine sechste Versammlung in Bocken- heim statt. Die Nachmittags-Familien-Zusammenkiinft im Tivoli- garten wurde leider durch Gewitterregen und Kälte stark be- einträchtigt. In Hanau waren 600 Personen in der Versammlung an- wesend. Hoch referierte. H o m b u r g v. d. H ö h e. In unsrem Bade-Ort ist leider von einer Feier des 1. Mai durch Arbeitsruhe nichts zu merken. Die hiesigen Parteigenossen begingen die Feier durch eine am Abend tagende Volksversammlung, in welcher Genosse Leh ende cker- Höchst referierte. Höchst a. M. In unsrer Industriestadt feierten völlig nur circa 80 Mann, meistens Tischler; zwei Möbelfabriken waren voll ständig geschlossen. Vormittags fand eine Zusammenkunft und mittags ein Ausflug im Taunus statt, woran sich ca. 110 Mann be teiligten, da auch 35 Tischler aus dem nahen Kelkheim i. T. sich an der Maifeier in H ö ch st beteiligten. Abends tagte eine gut besuchte Volksversammlung, in welcher Genosse B r ü h li e- Frankfurt referierte. Provinz Schlesien. Breslau. Der Weltfeiertag der Arbeit ward hier in alt bewährter Weise begangen. Die Genossen versammelten sich im Parteilokal, dem Gewerkschastshaus auf der Margarethenstraße, etwa über 1200 Personen. Die Beteiligung war in diesem Jahr größer als im Vorjahre. Die Organisationen der Töpfer, Steinarbeiter. Gold- und Silberarbeiter. Tischler zc. feierten heut voll ständig. Am Abend um 8 Uhr hatte die Breslauer organisierte Arbeiterschaft eine große F e st v e r s a in m l u n g ins Gewerkschaftshaus einberufen. Die Versammlung war von etwa 1600 Personen besucht. Die Feier eröffnete ein Lied des Arbeiter-Gesangvereins. Redacteur Löbe von der„Volkswacht sprach unter großem Beifall über die„Bedeutung des 1. Mai." B e u th e n O.- S. An der Feier in Jd aweiche und in K a t t o w i tz beteiligten sich 50 und 80 Genossen. In dem Löwen berger Distrikt feierten 80 Steinarbeiter und Maurer durch Arbeitsrnhe. Die Versammlung in Deut- mannsdorf war gut besucht. Die Feiernden sind für den 2. Mai ausgesperrt. In B u n z l a u war bereits am 30. April eine von ca. 300 Per- sonen besuchte Versammlung, in der Stolpe aus Grünberg referierte. Am 1. Mai früh machten ca. 100 Genossen einen Ausflug. Nach mittags ein Volksfest unter großer Beteiligung. Langenöls(Bez. Liegnitz). Wegen Krise nur Abend versamniliing. Beteiligung: 400 Personen. Dem Referate vom Genossen Müller- Görlitz großer Beifall. Seit 1897 war wegen Lokalmangels keine Maiversammlung mehr. G r ü' n b e r g. Glänzende Versammlung, 600 Personen. Referent Forlitz- Berlin. In Penzig bei Görlitz waren etwa 80 Personen im Hotel zur Krone versammelt. Eine größere Feier ist für den 11. Mai beab sichtigt. Weißwasser. In einer gut besuchten Abendversammluug referierte Frau M e s ch aus Berlin. Provinz Sachsen. Burg bei Magdeburg. An dem Morgenausflug in dem Stadt- Wald nahmen 250 Personen teil. Ebensoviel an einem zwanglosen Spaziergang durch die Stadt am Nachmittag. Am Abend war der „Hohenzollernpark", unser Lokal, von 6—700 Personen besucht. Halber st ad t. Trotz der ungünstigen Witterung beteiligten sich etwa 300 Personen an dem gemeinsamen Ausflüge. Die Feier am Nachmittag und Abend war gut besucht. Gr. Ottersleben. Vormittag-Ausflug: Beteiligimg 300 Personen. Abend-Versammlung unter Beteiligung von 600 Personen. Referent Genosse H. Silberschmidt-Berlin. Annahme einer Re- solution, welche von den Magdeburger Genossen für die Versamm- lungen des Regierungsbezirk empfohlen worden war. Zeitz. Am Frühausfluge nach Haynsburg beteiligten sich 160 Personen. In der Abendversammluug sprach die Genossin D u n k e r aus Leipzig vor 400 Personen. Delitzsch. Maifeier: Abendversammlung 250—300 Personen anwesend. Genosse Münzer-Delitzsch hielt das Referat. Quedlinburg. Der schon genehmigte Umzug das erste M a l verboten(in letzter Stunde). Durch Arbeitsruhe feiern 100 Mann. Abendbeteiligung 1000 Personen. Feier gut verlaufen Maiversammlung findet erst Sonntag statt. Norddeutsche Staaten. Braunschweig. Trotz der ungünstigen Arbeitsverhältnisse ist die Arbeitsruhe nicht geringer als in den Vorjahren. Im Bau- gewerbe war die Arbeitsrnhe fast allgemein, in einer Anzahl Fabriken wurde bis Mittag resp. bis 4 Uhr gearbeitet. Eine Anzahl Gewerk- schatten hatten Morgenauöflüge mit Musik unteriiommen und zogen zurückkommend mit Musik nach dem Versammlungssaal. Die um 11 Uhr vormittags statlfindende Volksversammlung im Gewerkschafts hause, in welcher Reichstags-Abgeord neter 28. Bios referierte, war eine imposante' Kundgebung. Obgleich die Tische entfernt worden waren, war der große Saal überfüllt. Die Aus- führungen deS Redners fanden begeisterte Slufnahme und die Reso- lution'einstimmige Annahme. Die um 4 Uhr im"Hofjäger Seißes Roß" und„Gewerkschaftshaus" beginnenden Festlichkeiten waren anfangs infolge des sehr ungünstigen Wetters Schwach, hingegen abends stark besucht, die Lokale teilweise überfüllt. H e l m st e d t. An der Vormittagsversamnilung nahmen 60 bis 70 Personen teil. An einem Nachmittagsausfluge beteiligten sich 100 Personen. Bremen. Der Spaziergang am Tage verlief unter günstiger Beteiligung sehr gut. An der Abendversammlung 400 Teilnehmer. Arbeitersekretär Müller referierte. Bremerhaven. Morgenversammlung wie in Vorjahren 300 Personen, Referent Haverkamp- Bremerhaven. Resolution für Klassenforderungen. speciell für Weltfrieden. Arbeitszeitverkürzung, Slrbeiterschutz und für Freiheitskämpfer in Rußland, Belgien, Schweden, Spanien angenommen. Wetter früh miserabel. Regen! Später klarer Sonneiischeiii, doch kalt. Nachmittagsspaziergang nach Wulsdorf: 200 Personen. Abendfestlichkeiten in zwei Lokalen stark besucht. Im allgemeinen wie im Vorjahr. R o st o ck. Trotz des Verbots deS Umzugs und trotz strömenden Regens machten heute morgen etwa 1500 Personen den„Spaziergang" nach den BernSdorfer Anlagen. Der Kaserne gegenüber, in öer Mitte der Straße, hoch oben auf dem Telephond'raht. flatterte eine rote Fahne, welche lebhaft begrüßt wurde. Nachmittags und abends fanden Festversammlungen in der Warnowhalle und in der Friedrichshalle statt, an denen etwa 1800 Genossen teilnahmen. Die Neptunwerft hat durch Anschlag bekannt gemacht, daß alle Arbeiter, welche heute gefeiert haben, auf drei Tage ausgesperrt sind. Schwerin. Morgens Ausflug von über 100 Personen. Die- -elben mußten jedoch wieder umkehren, nachdem in vier Lokalen im Schloßgarten die Verabfolgung von Getränken verweigert war aus Angst vor dem Militärboykott. Abends gut besuchte Festlichkeit im Vereinslokal. Alt-Strelitz. Am Vormittag des 1. Mai fand hier unter größerer Beteiligung als im Vorjahre ein Ausflug statt. Abends war eine auch von Frauen besuchte öffentliche Versammlung, in der Redacteur S t a r o s s o n- Rostock referierte. Mitteldeutschland. Jena. 1. Mai. Ueber Nacht war ein ungünstiger Witterungs- Umschlag eingetreten, so daß die geplanten Frühtouren unterbleiben mußten. Die auf 9 Uhr vormittags angesetzte öffentliche Ver- s a m in l u n g war von rund 150 Personen besucht; fast alle Gewerbe waren vertreten. Der Reichstags-Kandidat Paul Leutert- Apolda hielt ein zündendes Referat. Eine Resolution für den Achtstundentag, umfassenden Arbeiterschutz und gegen die Ausbeutung, für den Frieden und gegen den Krieg wurde ein- stimmig angenommen. Einen scharfen Tadel zogen sich die Arbeiter der Firma Karl Zeiß zu, die davon Abstand genommen hatten, die Arbeit vollständig ruhen zu lassen, was um so eigentümlicher ist, als ihnen der Achtstimdentag schon seit Jahren geivährt ist. Unter dem Ge- sang der Marseillaise und einem dreifachen Hoch auf die Social- demokratie ging die Versamniliing gegen'/eil Uhr auseinander.— Der für Nachmittag geplante Umzug ist verboten worden. Am Nachmittag trat die Arbeitsrnhe in größerem Umfang ein, so daß man überall festlich gekleideten Arbeitern begegnete. Die un- günstige Witterung hielt an. Auf dem Platz, auf dem der ver- böte n e Festzug zusammengestellt werden sollte, waren vier Schutzleute postiert, welche die Ankommenden zum Weiter- gehen veranlaßten. Einzeln und in Gruppen begaben sich die feiernden nach dem an der Stadtgrenze gelegenen Sommerlokal „Paraschkenmühle". Da es regnete, flüchtete sich'alles in das Innere der zahlreichen Räume, die bald überfällt waren. Viele tonnten keinen Platz finden. Den Höhepunkt der Feier bildete der am Abend im größten Saal Jenas, dem„Lindenhof" abgehaltene Festkommers. Auch hier reichte der Platz nicht aus für die Menge der Fest- teilnehmer. In Weimar war die Beteiligung an der Maifeier eine groß- artige, wie nie bisher dort noch nicht zn verzeichnen war. Nach- mittags nahmen ca. 300 Personen an der Feier teil; abends wuchs die Zahl der Teilnehmer auf über 500.— Der Festzug war ver- boten. In Apolda war die Feier vom Regen stark beeinträchtigt. Die Festveranstaltung, die am Abend im Gewerkschaftshause statt- fand, war gut besucht. Die Festrede hielt Genosse Baudert.— Wie im ganzen Ländchen, war auch hier der Festzug verboten. In Bürgel, wo der Umzug ebenfalls verboten ivar, wurde in ungeordnetem Zuge durch etliche Straßen der Stadt nach dem Parteilokal gezogen. Die Beteiligung an der Feier war über doppelt so stark als im vergangenen Jahre. Eine Vormittags-Versammlimg fand nicht statt, da' die Unternehmer nur von Mittag ab freigegebeil hatten; am Nachmittage ruhte jedoch die Arbeit fast vollständig. Iii Pößneck legten infolge der Maßregelung zweier Slrbeiter sämtliche Weber und Weberinnen einer großen Textilfabrik(162 an der Zahl) die Arbeit nieder. Sie zogen ins Gewerkschaftshaus «Rittergarten". Gegen Abend waren die Maßregelungen zurück- genommen. Sonst ivar von Arbeitsruhe wenig zu merken. Da die Baulust infolge der Krise in der Textilindustrie stark vermindert ist, fehlen Bauarbeiter am Orte und sind meistens auslvärts beschäftigt. Die Feier am Abend war gut besucht.— Es herrschte ein kalter Regen; auf dem Thüringer Walde fiel Schnee. In Bernburg ivar die Morgenversammlung, in der Genosse o i g t ans Beruburg referierte,' von 60 Personen besucht. Ein Umzug war verboten. An der Abeiidversammlnng und dem Kommers nahmen über 700 Personen teil. Die Festrede hielt Genosse Mertens. In Fr a nke nh au s en am Khffhanser ruhte die Arbeit von Mittag ab in verschiedenen Fabriken ganz. Ein Teil der Fabrikanten hatte den Arbeitern mit Entlassung gedroht, falls sie feiern würden. An der Versammlung nahmen über 700 Personen teil. Die Fest- rede hielt Genosse Winter. Der Verlauf der ganzen Feier war großartig. In Zeulenroda(Reuß ä. L.) fand nachmittags 2 Uhr unter starker Beteiligung ein Umzug durch die Stadt statt; auch Fahnen wurden im Zuge mitgeführt. Nach dem Umzug fand eine große Volksversamnilung statt. Die Feier ani Abend wurde unter starkem Besuch in den beiden größten Sälen am Orte abgehalten. In F r e i e n o r l a war die Beteiligung aii dem Vormittags- ansfluge eine sehr gute. In der Porzellanfabrik herrschte völlige Arbeitsruhe. In Kahla beteiligten sich an der Abendversammluug 200 Per- sonen. Die Vormittagsversammlung in A l t e n b u r g war von etwa 1800 Personen besucht. Referent war der Reichstagsabgeordnete Thiele-Halle. Abends wurde eine sehr stark besuchter Kommers ab« gehalten. Der Versuch einiger Fabrikanten, die Slrbeitsruhe unmöglich zn machen, schlug fehl. Ununterbrochenes Regenwetter in Gotha hatte für den Morgen- auSflug nur eine geringe Beteligung zuwege gebracht. Auch die geschäftliche Depression wirkte darauf ein. Abends dagegen war nn Ankersaal wie alljährlich die Zahl der Teilnehmer eine große. Die Festrede, welche mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde, hielt Genosse Bock. Auch in Mühlhausen war wegen des schlechten Wetters die Beteiligung an den Ausflug schwach. Die Mittags-Bersammlung war von 200 Personen besucht; abends war das Lokal überfüllt. Referent war Genosse G r n n w a l d. Aus Waltershause u meldet uns ein Telegramm, daß 400 Personen der Feier beiwohnten, die in einem Kommers mit ent- 'prechender Festrede bestand. Die Genossen von Gera-Debschwitz feierten den 1. Mai abends durch eine Festversammlung, an der ca. 300 Personen teil- nahmen. Redacteur Albert- Zwickau referierte. Als derselbe die deutsche Socialrefonn scharf kritisierte, mahnte der Ueberwachende zur Mäßigkeit. Als dann die Versammlung dem Referenten Beifall i latsche, l ö st e d e r G e n d a r m auf. Die Auflösung wnrde mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt. In Köppelsdorf'bei Sonneberg herrschte von Mittag ab teilweise Arbeitsruhc. Die Feier verlief bei einer Teilnahme von etwa 400 Personen großartig. Genosse Reißhaus-Erfurt hielt die Festrede. In Lucka in S.-A. wurde zum erstenmal eine Maifeier unter Teilnahme von 60 Personen abgehalten. Königreich Sachsen. In Dresden war die Beteiligung an den Maiveranstaltungen trotz des schauderhaften verspäteten Aprilwetters, das bald Sonnen- schein.ibald Regengüsse brachte.tsehr groß. Im„Trianon" sprach vormittags 10 Uhr vor 1200 Frauen und Männern Grenz- Leipzig, im„Gambrinus"(Löbtau) Redacteur Rühle- Chemnitz vor 500 Zuhörern. Die Versammlungen im Gewerkschafts- Haus, bei Sl d a ni i» der Kanlbachstraße, in der deutschen Eiche(Striesen) und in Pieschen zeigten völlig gefüllte Säle. Die Mairesolution wurde überall einstimmig angenoininen. Der Nachmittagsspaziergang im Großen Garten litt sehr unter dem Regen- welter. Trotzdem war masjeiihast Polizei aufgeboten. Die Abend- konzerte im Trianon, in Leiperts Gasthof(Pieschen) und im Gambrinus(Löbtau) erfreuten sich des Besuches vieler Tausender Proletarier und Prolctaneriiinen. Verschiedene Gendarme sollen sich wieder bekannte spazieren- gehende Genossen notiert haben. Leipzig. Die Maifeier verlief unter zahlreicher Beteiligung, olveit sich jetzt übersehen läßt, ohne Störung. Da ein Zug'durch die Stadt wie gewöhnlich verboten war, gingen die Festreilnehmer in zwanglosem Zuge nach Stötteritz„spazieren". Um vzi Uhr hielt Genoffe Bebel in der großen Festhalle, in der die dicht gedrängten Ausland. genehmigte der Magistrat die Festsetzung einer Baufluchtlinie für eine Massen, wohl an die 10 000, standen, die Festrede, die mit großem-st- Wien, 1. Mai. Die Maifeier ist in Destreich im ge- neue üferstraße diefer bis zum Mühlendane konnte der Waisenbrücke und der Kleinen Beifall aufgenommen wurde. Abends fanden noch in 22 Lokalen wohnten Umfange und in den traditionellen Formen begangen worden. Stralauerstraße; von in und um Leipzig Festlichkeiten statt, die alle gut besucht, einige In Wien war die Arbeitsruhe fast allgemein. Am Vormittag fanden die Baufluchtlinie noch nicht definitiv festgelegt werden, weil sogar überfüllt waren. 3 widau. Vormittags Versammlung, 550-600 Berfonen. dem Heinen Kronlande Niederöstreich wurden in nicht weniger als gekommen find. 28 Bollsverfammlungen und 26 Branchenversammlungen statt; in die Verhandlungen mit dem Fiskus noch nicht zum Abschluß Den Stadtverordneten wird eine ausführ Julius Motteler sprach unter tosendem Beifall. Stimmung 27 Orten Versammlungen abgehalten. Dem Nationalitätenstaate liche Vorlage noch zugehen. Zur Beratung kam dann der Entwurf außerordentlich begeistert. Nachmittags Spaziergang nach. Böhlau. entsprechend wurde in Wien heute nicht bloß deutsch, sondern zu einem neuen Orts statut für das Berlinerr GewerbeAbends zwei große Kommerse. auch czechisch, polnisch, ungarisch, ruthenisch und italienisch referiert: gericht. In erster Linie handelte es sich dabei um die Frage, ob Crimmitschau. Maifeier verläuft großartig. 3000 Perfonen in eine Internationalität im kleinen. Mit Ausnahme des Amtsblattes as Proportional- Wahlsystem eingeführt werden soll, oder ob das zwei Lokalen. Festredner Wilhelm Stolle und Hermann Jäckel. erscheinen in Wien heute nachmittag und morgen früh keine Zeitungen. bisherige System der Listenwahl beibehalten werden soll. Ein endIn Delsuis i. Erzgeb. feierten Vormittag 200 Personen, Der gewohnte Zug in den Brater litt durch das falte und regnerische gültiger Beschluß wurde jedoch nicht gefaßt, weil noch verschiedene während um 5 Uhr nachmittags bereits 400 Personen an einer Wetter; die Entfernungen aus den Arbeiterbezirken find auch zu groß, Punkte geprüft werden sollen. Es besteht die Absicht, die FertigBersammlung teilnahmen. Reichelt- Chemniz referierte, worauf die als daß die Besucher den Weg über die Ringstraße einhalten stellung so zu beschleunigen, daß die diesjährigen Wahlen schon nach Berliner Resolution einstimmig angenommen wurde. Am Abend würden; im Prater selbst herrichte das farbige, frische Leben wie dem neuen Statut, welches der Zustimmung der Stadtverordnetentommerse beteiligten sich 600 Personen. In Wurzen waren 250 Personen zur Feier versammelt. Die nachmittags gab es ein großes Voltsfest auf der Heginsel. Gestern vorgenommen werden können. jedes Jahr. In Prag wurden achtzehn Versammlungen abgehalten; Versammlung und der Genehmigung des Oberpräsidenten bedarf, Festrede hielt A. Lüttich aus Leipzig. Der Festtommers in Mitt fand im böhmischen National Theater eine Festvorstellung statt. weida war von etwa 1000 Perfonen besucht. Fricke Dresden Soweit Berichte vorliegen, ist in allen Industrie Orten eine rege Princip den neuen städtischen Schul- Lehrplan mit der Zählung der Der neue Schul- Lehrplan. Der Kultusminister hat im bielt die Festrede. In Kamenz fand vormittags eine gut besuchte Beteiligung gewesen, wenn auch die ungünstige wirtschaftliche Slaffen von 1 bis 8 genehmigt, sich aber noch nähere Bestimmungen Versammlung statt. Eine die Maifeierr würdigende Resolution Situation das Maß der Arbeitsruhe beeinträchtigt hat. Am stärksten und die Redaktion des Planes vorbehalten. Der Minister hat den wurde angenommen. Nachmittags machten 150 Personen einen und eindrucksvollsten vielleicht war die Feier in Triest, der ger städtischen Behörden auch freigegeben, den neuen Schul- Leseplan bis Ausflug. Waldheim. Zum erstenmal größeres Lokal zur Verfügung, fo fürchterlich erfahren hat. Die Arbeitsruhe war vollständig, auch fichtigen indes, den neuen Plan, der ihre Zustimmung im Princip prüften Stadt, die die Segnumgen der kapitalistischen Kultur jüngst zum 1. April 1904 einzuführen. Die städtischen Behörden beabbei ca. 500 Teilnehmern beiderlei Geschlechts voll besetzt. Stimmung die Geschäfte hatten gesperrt. Gin mächtiger Umzug durch die schon gefunden hat, bis zum 1. Oktober d. Js. zur allgemeinen Einam Orte ist ausgezeichnet und läßt die besten Hoffnungen auf die Straßen und eine große Versammlung gaben der Feier ernſten Ge- führung zu bringen. Die Redaktion des neuen Schul- Lehrplans mit nächste Reichstagswahl zu. Schkeudiz. halt. Das übliche Boltsfest unterblieb: als Kundgebung der Trauer den Ausführungsbestimmungen dürfte noch einige Monate dauerit, Frühausflug, ca. 75 Personen, Nachmittags für die Februargefallenen. Konzert gut besucht. Abendversammlung ca. 250 Personen. Referent da voraussichtlich noch Verhandlungen notwendig sind, die aber R. Noad- Leipzig. Die Rauchwaren Zurichter feierten alle durch jedenfalls die Einführung zum 1. Oktober nicht aufhalten werden. Arbeitsruhe. Nezichtau. Nachmittags Ausflug nach Mylau. Abends 500 Personen versammelt. Referent Franz Hofmann. Reichenbach, Voigtl. Nachmittagsspaziergang 150 Personen. Abends überfüllte Bersammlung. Limbach. An der Tagesfeier nahmen 50 Personen teil. Bei dem Kommerse des Abends, bei dem Baul Göhre referierte, waren 800 Personen anwesend. Großherzogtum Hessen. " Hier verlief die Maifeier vor Darmstadt, 1. Mai. trefflich. In der Versammlung im Schulzenhof", wo Genosse Kramer sprach, waren 800 Personen anwesend. Die Vormittagsversammlung war von 100 Personen besucht. Maßregelungen wegen der Maifeier. Der Wasserfall im Victoriapark ist am Donnerstag wieder in Thätigkeit gesetzt worden. Der erste Beleuchtungsabend des Wassersturzes erfolgt am Sonnabend. Holzarbeiter in Berlin find, wie in einer am Freitag abend abgehaltenen Vertrauensmänner- Versammlung des Holzarbeiter Verbandes festgestellt wurde, in 228 Werkstellen 2779 Arbeiter Die Eröffnung der großen Arbeiter- Heilstätten der Landes( darunter 2448 Organisierte) für zwei Tage ausgesperrt und versicherungs- Anstalt Berlin in Beelig hat am Mittwoch statt245 gänzlich entlassen. Da am 1. Mai etwa 12 000 Holzarbeiter gefunden. Die Belegung der Anstalt mit Pfleglingen findet am gefeiert haben, so scheint der Beschluß der Unternehmer, wonach nächsten Montag statt. jeder Feiernde gemaßregelt werden sollte, nur von einem mur von einem fleinen Teil der Arbeitgeber ausgeführt worden zu sein. Die Indien in Berlin. Als erotischer Schwindler sitzt seit kurzem Arbeiter, deren Aussperring länger als zwei Tage dauert, werden einem Besuche, den er von seiner zweiten Heimat Indien aus in der Kaufmann Bruno Neuschrank in Untersuchungshaft, der bei als Streifende unterstützt.d Von den Metallarbeitern find bei der Firma Chest adt Deutschland gemacht hat, verhaftet worden ist. Er soll Schwindeleien im großen Stil betrieben haben, die Handlungen, die ihm zur Last ut. So bert, Brandenburgstr. 85, sämtliche Arbeiter entlassen. Mainz. Vormittagsversammlung ca. 250 Personen. Nach- In der Reise schuhfabrit von Hubrich Kaiser Wilhelm- gelegt werden, liegen aber bereits mehrere Jahre zurück. Er lebt drei Versammlungen, sämtlich überfüllt und schön verlaufen, Refe- Arbeiter ausgesperrt worden. Die eingeleiteten Berhandlungen sind ein mehrere Tausend Bowers großes Stück Landes zur Anlage mittags Familienausflug mit ebenso großer Beteiligung. Abends ftraße 26, find wegen der Maifeier sämtliche im Hause beschäftigten feit vielen Jahren in Indien und hat vor etwa 10 Jahren von der Regierung des Najah von Bilah die Landkonzession für renten Adelung, David, Haas, Liebmann. bis jetzt ergebnislos verlaufen. Es wird ersucht, den Zuzug streng einer Blantage Negri Lama" Der Bachtzins ist Ju Castel gutbesuchte Abendversammlung. Referentin Gertrud fernzuhalten. aber von ihm nicht bezahlt, und auf dem ganzen Lande ist David. Von den Mitgliedern des Centralverbandes der Sprendlingen, Kr. Offenbach. Die Maifeier war hier 3immerer find im Gebiete von Berlin und Umgegend bei nur ein Kuligebäude errichtet, im übrigen ist aber aus der Plantage absolut nichts geworden und der Pachtvertrag von selbst aufgelöst. bon 250 Personen besucht. Genosse Rued Urberach referierte. 71 Unternehmern 248 Gesellen ausgesperrt. Neu- Isenburg. Die Feier des 1. Mai der hiesigen Der Steinfegmeister 3gler in Spandau hat die Außerdem hatte er eine Dampfwäscherei in Batavia übernommen, Arbeiterschaft stand in keiner Weise hinter der früheren zurück. bei ihm beschäftigt gewesenen beiden Steinfeger wegen Beteiligung öffentlich versteigert worden. das dazu gehörige Grundstück war aber bald überschuldet und ist Auf Grund dieser Unterlagen hielt Die Arbeitgeber waren dem Ersuchen ihrer Arbeiter, in ihrem Be- an der Maifeier entlassen, obgleich durch Vertrag die Beteiligung fich der Angeklagte für berechtigt, als er Mitte der 90er Jahre nach triebe am i. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, vielfach nachgekommen. freigestellt ist. Zuzug ist deshalb ftreng fernzuhalten. Die Vormittagsversammlung wurde mit einem wirkungsvollen Aus Hamburg meldet uns ein Privattelegramm: Anläßlich Deutschland fam, fich als" Plantagenbefizer Dr. Neufchrank aus Negri Lama in Sumatra" aufzuspielen, In Saarlouis lernte Gesangsvortrag vom Gesangverein Vorwärts eingeleitet. Hierauf der Maifeier wurden in einigen staatlichen und privaten Betrieben er einen inzwischen in einer Frrenanstalt verstorbenen Hauptergriff Herr Weinschild- Offenbach das Wort, und legte in aus Maßregelungen vorgenommen. Doch sind dieselben sämtlich un- mam tennen, dem er außerordentlich zu imponieren ver führlicher Weise die Bedeutung der Maifeier für die Arbeiterklasse bedeutender Natur. flar. Eine Resolution, in welcher gegen die Brutalitäten der Aus Vegesack bei Bremen meldet Wolffs Bureau: Anläßlich stand, indem er so that, als sei er der Befizer einer schuldenfreien Plantage und einer ebenfalls schuldenfreien Dampfwäscherei, als Kapitalistentlaffe in Rußland und Belgien, sowie gegen den brohen- der Maifeier ist es zwischen der Verwaltung des Bremer Bulkan, tönne er nur so mit Millionen Fangball spielen 2c. Er brachte den den Hungertarif protestiert wurde, fand begeisterte Zustimmung. Schiffsbau und Maschinenfabrik, und den Arbeitern des Bulkan zu Hauptmann schließlich dahin, daß dieser mit ihm einen Vertrag An der Morgenfeier beteiligten sich 150-200 Personen. Differenzen gekommen. Die Verwaltung war den Arbeitern in der Offenbach. Die hiesige Maifeier wurde unter großer Be- Weise entgegen gekommen, daß sie am 1. Mai um 5 Uhr nach- chloß, wonach er sich mit erklecklichen Summen an den indischen Unternehmungen des Angeschuldigten beteiligte. Der leichtgläubige teiligung abgehalten. In aller Frühe unternahmen verschiedene Ge- mittags ben Betrieb schließen wollte. Die überwiegende werkschaften Ausflüge. Um 10 Uhr fand im Arbeiterheim Fest Mehrzahl der Arbeiter, etwa 2000, erschien bereits mittags, als die ann hat etwa 50 000 M. eingebüßt, die er nach und nach dem versammlung statt, die von 1200 Personen besucht war. Genoffe Mittagspause ablief, nicht wieder und feiert den ganzen Nachmittag. Beschuldigten hat anweisen lassen, aber auch seine Ehefrau ist, nachdem er schon in die Frrenanstalt übergeführt war, dem Angeklagten Ulrich hielt die Festrede unter großem Beifall. Er gedachte u. a. Jufolgedessen hat die Verwaltung beschlossen, für heute und morgen auch des Ausgangs der belgischen Wahlrechtscampagne und zog den Gesamtbetrieb zu schließen und die Arbeit erst am Montag zum Opfer gefallen, denn dieſem gelang es, auch von der Fran noch sollte, denn nur aus eigner Straft werde es siegen. In einer ein- eine Versammlung ab, um Stellung zu der Angelegenheit zu nehmen. gewesenen Kaufmann, der ihm gegen ein später nicht eingelöstes daraus die Lehre, daß das Proletariat stets nur auf sich selbst bauen wieder beginnen zu lassen. Heute nachmittag halten die Arbeiter eine Summe von mehreren tausend Mark durch seine falschen Vorspiegelungen herauszulocken. Auch einen in Schöneberg wohnhaft stimmig angenommenen Resolution wurde u. a. dem auch zugestimmt, Accept 3000 M. geliehen hatte, hat er bewogen, mit ihm einen zugleich aber den belgischen Genossen die herzlichste Sympathie Societätsvertrag zur Ausbeutung der Besitzungen in Batavia, abzu für ihre weiteren Kämpfe um die Erringung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts ausgedrückt, wie dem Proschließen. Während er sich auf lange Zeit in Deutschland installierte, reiste aber der neue Socius nach Indien und stellte dort fest, letariat der ganzen Welt die herzlichsten Grüße übermittelt. Die Besprechung über den Streit der Apotheken mit den daß von diesen angeblichen Besitzungen auch nicht eine Hand Trotzdem der um 3 Uhr festgesetzte Festzug durch Hagelschauer voll Erde mehr Eigentum des Neuschrank war. Inzwischen eingeleitet wurde und auch während des Zuges ziemliche Regengüſſe niedergingen, nahm der Bug seinen programinmäßigen Berlauf unter stand auf der Tagesordnung einer Sigung, die die Apothekerkammer hatte sich letzterer hier mit der Tochter eines Justizbeamten vergroßer Beteiligung. Die Gewerkschaften der Portefeuiller, Holzarbeiter, für Berlin und die Proving Brandenburg heut im Provinzialstände heiratet und es gelang ihm, einem Landwirt 16 000 W. als Darlehn Schuhmacher, Sattler stellten zum Zuge eine ziemliche Teilnehmer- hause abhielt. Bei dem Intereffe dieses Gegenstandes hatten sich mehrere abzuschwindeln, indem er sich auch ihm gegenüber als großer Blantagenbesitzer aus Judien aufspielte und ihm versicherte, daß sein zahl. Die Portefeuiller, die am stärksten vertreten waren, trugen Vertreter der Presse eingefunden; ja selbst ein Herr, der der Kammer Schwiegervater für das Geld aufkomme. Der Angeklagte hat noch verschiedene Tafeln mit Inschriften im Zuge. Nach Beendigung als Mitglied angehört, stellte sich am Berichterstattertisch als durch Rechtsanwalt Dr. Schwindt Beweis dafür angeboten, daß des Zuges fanden im dichtgefüllten Arbeiterheim Konzert- und Berichterstatter für das„ Berliner Tageblatt", die" Boffische Zeitung" er bei Abschluß der Societätsverträge wohl des Glaubens ſein Gesangsvorträge der Arbeiter- Gesangvereine statt. Eine Anzahl Häuser trugen Blumenschmuck, verschiedentlich sah man rote Fahnen und den„ Berliner Lokal- Anzeiger" vor, wie später festgestellt wurde, fonnte, daß er noch Eigentumsrechte an den fraglichen Besitzungen mit der Inschrift: Hoch die Socialdemokratie!" oder" Hoch der ein Herr, der Verwalter der Apotheke an einem hiesigen städtischen hatte. Die von dem Gericht in Batavia und dem Residenten der Achtstundentag!" 2c. Krankenhause ist. Bei Beginn der Kammerfizung stellte ein Stammers Oftlüfte von Sumatra eingeholten amtlichen Auskünfte sollen das In Bieber bei Offenbach nahmen 80 Personen an der Ver- mitglied, das neben dem erwähnten städtischen Beamten Platz ge- Gegenteil erwiesen haben. Neuschrank wird sich Ende des Monats fammlung teil, in Lämmerspiel 50 Personen, in Oberts- nommen hatte, den Antrag, die Vertreter der Presse vorläufig aus- vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten haben. haufen etwa 100 Personen. zuschließen. Der Antragsteller citierte den§ 18 des Ent- Die Nachforschungen nach dem Verbleib des Buchhalters In Heusenstamm verlief die gut besuchte Versammlung wurfs einer Geschäftsordnung für die Apothekerkammer, der lbrich von der städtischen Sparkasse sind bisher ergebnislos geruhig. als erster Punkt der Tagesordnung zur zur Beratung stand, blieben und die Behörde nimmt an, daß der Verschwundene ebenso und begründete mit dem Hinweis auf den noch nicht angenommenen wie sein Kollege Werkmeister durch Selbstmord sich seiner Festnahme Paragraphen, den Ausschluß der Oeffentlichkeit wenigstens entzogen hat. Die vielfach aufgetauchte Vermutung, daß zwischen Karlsruhe. Trotz des erst vor wenigen Tagen zu Ende ge- bis zur Entscheidung der Kammer über diesen Paragraphen. Der den Unterschlagungen durch die ungetreuen Beamten ein Zusammen gangenen Jubiläumsrummels, durch den eine Anzahl von Arbeitern citierte Paragraph lautet: Die Sigungen der Apothekerkammer hang besteht, hat sich nicht bestätigt, es steht vielmehr außer Frage, gezwungen waren, wider ihren Willen ein oder zwei Tage zu feiern, sind, sofern die Stammer nicht anders beschließt, nicht öffentlich." daß sowohl 28. wie U. jeder für sich thätig gewesen ist. Dagegen erscheint es nicht ausgeschlossen, daß bei Abhebung der Gelder auf verlief hier die Maifeier sehr gut. Die Zahl derjenigen, welche den Dieselbe Bestimmung findet sich übrigens auch in der Geschäfts- die gefälschten Sparkassenbücher bei beiden Buchhaltern dieselben ganzen Tag feierten und sich zu einer Vormittagsversammlung zuordnung der Aerztekammer, ohne daß bisher von ihr Personen mitgewirkt haben. fammenfanden, war größer als in den Vorjahren. Eine sehr statt Gebrauch gemacht gemacht wurde. Der Antrag auf Aus Unter dem Regenschirm erschossen hat sich am gestrigen liche Zahl von Teilnehmern wies der Ausflug nach einem benach- schluß der Vertreter der Presse wurde dann trop des Freitagnachmittag gegen 1/24 Uhr auf dem Belleallianceplatz der barten Dorfe am Nachmittag auf. Glänzend verlief die Abendfeier. 12 gegen 1 Stimme 32jährige Kaufmann Karl Wienert. Um diese Zeit setzte sich der Der geräumige Versammlungssaal war nicht nur total überfüllt, Widerspruchs eines Mitgliedes mit sondern es mußten auch viele Genossen wegen Plazmangels um aum Beschluß erhoben. Statt daß aber die Stammer nun- junge Mann trotz des starken Regens auf eine Bank des Nondels fehren. Ueber die Bedeutung der Feier sprach unter dem Beifall der mehr in die Beratung des ersten Punktes der Tagesordnung ein- und spannte feinen Regenschirm auf. Plötzlich zog W. einen Revolver Festversammlung Redacteur Kolb. getreten wäre, wurde eine andre Angelegenheit vor- aus der Tasche und jagte sich eine Kugel in den Mund. Während In Mühlheim feierten 600 Personen durch Arbeitsruhe. Großherzogtum Baden. len Lokales. Krankenkassen Die Spree Havel: Dampfschiffahrt- Gesellschaft" Stern" macht bekannt, daß auf den Strecken Berlin- Grünau- Schmödwitz und Wannsee- Potsdam am Sonntag, den 4. Mai, der FrühjahrsFahrplan in Kraft tritt. Als bemerkenswerte Aenderung sei erwähnt, daß die Schiffe jetzt von Berlin direkt bis Grünau durchfahren und man daher nicht mehr gezwungen ist, in Köpenick umzuſteigen. Mannheim. Die Maifeier wurde vormittags durch eine genommen. Aus der Thatsache, daß sich während der Beratung der des Abfeuerns schütte er die Waffe mit dem vorgehaltenen Regenauf 10 Uhr einberufene Frühversammlung eingeleitet, die das Bertreter des Oberpräsidenten, Herr Regierungsrat v. Gneist, durch schirm, allem Anschein nach, um die Aufmerksamkeit des Publikums dazu bestimmte Lokal dermaßen füllte, daß eine große Anzahl den Diener das Krankenkassengesetz herbeiholen ließ, kann wohl von sich abzulenken. Der Tod des Unglücklichen trat nach wenigen Minuten ein, ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war. Das Motiv der Feiernder feinen Einlaß mehr finden fonnte. Aus einzelnen Vorort die Vermutung hergeleitet werden, daß die Kammer vielleicht That dürfte darin zu suchen sein, daß der Lebensmüde schon längere Stadtteilen famen die Besucher in geschlossenem Zuge anmarschiert. Die Leiche des Selbstmörders wurde Nach der Versammlung, in der Arbeiterfekretär Müller über die während des Ausschlusses der Oeffentlichkeit die Besprechung zeit beschäftigungslos war. Bedeutung des Tages referierte, bewegte sich die Masse der Feiernden über den Streit der Apotheken mit den Kranken- nach dem Schauhause überführt. in langem Zuge nach dem Gewerkschaftshause durch den mittleren tassen vorweg genommen habe. Ob hinterher schließlich die Ver Teil der Stadt. Von nachmittags 3 Uhr ab fand eine im weiteren treter der Preffe wieder zugelassen wurden, konnte nicht mehr feſtRahmen gehaltene Festfeier statt, bei der Reichstags- Abgeordneter gestellt werden, da sich die Berichterstatter nach einer Stunde verDreesbach die Weiherede hielt. Auch diese Veranstaltung er geblichen Harrens entfernt hatten. Man darf nunmehr gespannt frente fich, trotz der ungünstigen Witterung, eines erfreulich starken barauf sein, ob die genannten Blätter trotzdem die Berichte über Besuchs. Das geplante Canzvergnügen war fraft Verfügung des die Beratungen der Kammer enthalten werden bezw. welchen InBezirksamts, nach dessen Auffassung bei der eben beendeten Jubi- balt diese Berichte haben werden. Ein Räuber wurde in der vergangenen Nacht in der Person läumsfeier des Großherzogs offenbar genug für das Bergnügen des Boltes gethan wurde, untersagt. Trotzdem verlief die Feier in bester eines Kellners Hermann Jetsch aus Weditten bei Königsberg i. Pr. Die Parteigenoffen der Rosenthaler Borstadt( sechster am Bahnhof Friedrichstraße festgenommen. Jetsch lungerte bis zur Weise. Die Zahl der eigentlich Feiernden war diesmal größer als Wahlkreis) werden darauf aufmerksam gemacht, daß vom 1. Mai Ankunft des russischen Zuges auf dem Bohnhof herum und machte je zuvor. ab die Lieferung des„ Borwärts" für die Abonnenten in der RosenDie Pforzheimer Parteigenossen waren am Vormittag des thaler Vorstadt von der Parteispedition des Gesundbrunnens, Genossen sich dann an einen russischen Staufmann heran, der in der WechselWeltfeiertags zahlreich im Tivoli" versammelt. Landtagsabgeord- Raichte, Grünthalerstr. 65, besorgt wird. Beschwerden wegen versehens riß er ihm einen Hundertmartschein aus der Hand und besthaler stube von Pauli russisches Geld in deutsches Geld umfeßte. Uit neter Eichhorn hielt eine zündende Ansprache. Trotz stürmischen unpünktlicher Lieferung wolle man an diese Adresse richten. Der Wetters beteiligten sich nachmittags 200 Personen an dem Ausflug Bertrauensmann von Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: patronille setzte dem Räuber nach und holte ihn in der Nähe des lief davon. Der Beraubte rief nach der Polizei, eine Bahnhofsnach Eutingen. Die Hauptfeier des Abends im„ Colosseum" war. Bittorf, Fehrbellinerstr. 25. Bahnhofes Friedrichstraße ein. Jetsch hatte, als er sich verfolgt sah, von etwa 600 Genossen und Genoffinnen besucht. Wieder war es Genosse Eichhorn, der in einer meisterhaften Rede dem Mai- In der geftrigen Sigung des Magiftrats genehmigte das den Schein zerrissen und weggeworfen, einzelne Stückchen aber fand gedanken des internationalen Socialismus begeisterten Ausdruck Kollegium den von der Baudeputation vorgelegten Entwurf zum man noch bei ihm. Bei der Feststellung seiner Persönlichkeit durch verlich. Prächtige Lieder des Arbeiter- Gefangvereins Freiheit", Neubau einer Bride an Stelle der jezigen eisernen Brüde im den Erkennungsdienst ergab sich, daß der Verhaftete wegen Raubes deflamatorische Vorträge und Mufit der Feuerwehrkapelle verschönerten Zuge der Straße hinter dem Gießhause" gegenüber dem alten und Diebstahls schon von Bromberg aus verfolgt wird. In Berlin die imposante, würdig verlaufene Maifeier. Museum. Der Kostenanschlag beläuft sich auf 564 000 Mart. Ferner hielt er sich erst seit kurzer Zeit auf. den Bildung und Kunst für besondere Gesellschaftsklassen giebt es nun Lichtenberg. In ber a hen barorten. Lichtenberg. In der gestern, den 2. Mai, von 11-8 1hr einmal in Wahrheit nicht. Weder haben unfre Ackerlinge oder " Ein nichtsunkiger Unfug wird seit einiger Zeit zum Schaden der Wasserwerke in Friedrichshagen verübt. Die Werke sollen, wie schon länger bekannt ist, fünftig ihr Waffer nicht mehr aus dem stattgehabten Ersatzwahl zur Gemeindevertretung wurden gewählt Agrarier recht, wenn sie dem Kinderbolt ihrer Arbeiter eine eigene offenen Müggelsee, sondern aus Tiefbrunnen schöpfen. Um geeignetes 2e unterbildung schaffen wollen noch hatten die skandinavischen Wasser zu finden, hat die Verwaltung auf dem Gelände von im ersten Bezirk Grauer und Schulz; im zweiten eis fIud Fortschrittler recht, wenn sie den aufstrebenden Bauern eine " Bauernkultur" schaffen wollten noch auch haben Friedrichshagen bis nach Erkner hinauf an der Chauffee und im und Kette. Abgegeben wurden für unsre Kandidaten 575 Stimmen, eigene Herr Alphonse Maurice und seine Textautoren recht, wenn Walde einige hundert Bohrungen vornehmen lassen. Die Rohre, für die Gegner insgesamt 24 Stimmen, 1 Stimme war ungültig. aus denen die Proben entnommen werden sollen, sind einige Fuß Dieses glänzende Resultat ist eine deutliche Antwort der Lichten- fie meinen, eine Boltsoper auf den Wegen zu schaffen, auf denen über dem Erdboden mit eisernen Kapseln verschlossen. Obwohl berger Parteigenoffen auf die schäbige und Kleinliche Kampfesweise fie mit den 23 understeg" gegangen sind. Wie dort die Ackerauf die schab jedermann der Zweck dieser Anlagen bekannt ist, so haben sich doch unsrer Gegner. linge- Weisheit glaubt, dem Wolfe passe nur eine niedrige Bildung, zerstörungsfüchtige Patrone nicht abhalten laffen, an mehreren Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung Tontunft. so hier die Volksoper Weisheit, dem Volke passe nur eine niedrige Stellen die Schlösser der Kapseln zu erbrechen, diese abzureißen Die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung Tontunst. Das unter den Bezeichnungen Boltsbildung, Volks und die Rohre mit Sand, Steinen und dergleichen zu füllen. Diese beschäftigte sich am Mittwoch nochmals mit dem Kommunal- fumst usw. angestrebte Jdeal fann doch nur auf Leistungen hinausVerstopfungen und Verunreinigungen vereiteln den Zweck der konflitt. Der Magistrat hatte der Versammlung mitgeteilt, daß tommen, die aller Menschen würdig sind, nicht eigne Fachkenntnisse Bohrungen, wodurch die ganze Arbeit umsonst ist. Die Polizei und er feine Beanstandung des Beschlusses der Stadtverordneten nicht und Sonderinteressen voraussegen und die sich vor allem in einer die Gendarmerie ist jetzt hinter den Uebelthätern her. zurückziehen könne, daß er aber nach wie vor bereit sei, in eine ge- so krystallklaren, überzeugend gestalteten, allgemein gültigen Form meinschaftliche Beratung zweds Beilegung des Konflittes einzutreten. darbieten, daß fie eben jeden fassen und von jedem gefaßt werden Die Verteidigung des verhafteten ,, Erfinders" Hermann Das veranlaßte die liberale Fraktion, einen Antrag einzubringen, tönnen. Am wenigsten hat es einen Sinn, die Aufgabe einer VolksGandwindt hat Rechtsanwalt Dr. Schwindt übernommen. Eine mit dem Magistrat in gemischter Deputation über die Angelegenheit dichtung und dergleichen darin zu sehen, daß man mit dem Stoff Eingabe auf Haftentlaffung hat der Reichstagsabgeordnete Jacobsen zu beraten, um den Konflikt noch in letzter Stunde zu vermeiden. die Interessen des„ Boltes" zu packen sucht. Das gilt auch für die an den Justizminister und das Reichsjustizamt gerichtet. Beide Der Berichterstatter, Stadtv. Rosenberg, ersuchte um Ablehnung Bestrebungen, solchen Bevölkerungskreisen, die des Kunstgenusses haben dem Antragsteller jetzt den Bescheid zugehen lassen, daß sie dieses Antrags. Ju der sehr erregten Debatte stellten sich mit Aus- bisher entbehrt, einen solchen zuzuführen in welchem Sinne wir wegen Unzuständigkeit in die richterliche Untersuchung nicht eingreifen nahme der Liberalen alle Fraktionen auf den Standpunkt des Bericht natürlich in den Ruf nach einer Kunst für das Volk" mur lebhaft erstatters. Die Socialdemokraten ließen durch den Genossen Hirsch einstimmen können. Auch da ist nach altem Spruch„ Das Beste Ein schwerer Unglücksfall ereignete fich gestern nachmittag die Erklärung abgeben, daß sie es für eine moralische Pflicht der gut genug und ist nach altem Wort der„ Salontiroler" das Versammlung halten, endlich gegen die Versuche des Magistrats, die Lächerlichste. gegen 1/25 Uhr in der Neuen Jakobstraße 24( Schultheiß' Ausschank). Stadtverordneten als Kulis zu behandeln, energisch Front zu machen. Mehr als eine Salontirolerei hat denn jene Première des Drei Arbeiter der Allgemeinen Elektricitätswerke waren damit be- Der Magistrat habe der Versammlung den Fehdehandschuh hin- vorigen Mittwoch im Theater des Westens durchaus nicht ge= schäftigt, eine große Gaslyra über dem Hausflur anzubringen. Während zwei Arbeiter auf der Leiter standen, ein dritter daneben, geworfen; alle Versuche, die Ursachen des Konflikts im Reime zu liefert. Eine nicht üble Jdee von einem sehr menschlichen Gottesbrachen plötzlich drei Sprossen und die Arbeiter stürzten herab. Giner ersticken, feien an dem Widerstand des Magistrats gescheitert. Das gericht ist so billig durchgeführt, wie wir's eben von den berüchtigten Resultat der Debatte war die Ablehnung des liberalen Antrages in Bauerngeschichten, Botsstücken" u. dergl. mit ihrer Sentimentalität, derselben wurde von der umfallenden Leiter und der herabstürzenden namentlicher Abstimmung mit allen gegen 10 Stimmen. Die Klage Biederkeit und Bösewichtigkeit gewohnt find. Wenn aber gar die Lyra so unglücklich an Kopf und Brust getroffen, daß er schwer ver- der Stadtverordneten gegen den Magistrat ist inzwischen beim Be- Bantern anfangen, auf philosophisch litterarische Texte Arien zu legt mit dem Rünzelfchen Krankenwagen nach dem Krankenhause gezirksausschuß eingereicht. bracht werden mußte. Die beiden andern kamen mit leichteren Verfingen; wenn die Musik von A bis Z über die allertrockensten legungen davon. Aus Rigdorf. In der letzten Nacht suchten Einbrecher die Wendungen nicht hinauskommt, dann ist der Anfang vom Ende Berlinerstr. 27 belegene Wurstfabrik von Schildt u. Politander Heim längst vorüber. Rhythmus: nichts; Harmonie: nichts, einschließlich Paftor Diffelhoff verzichtet. Unter den amtlichen Bekannt und entwendeten für 600 m. Fleisch- und Wurstwaren. Geld fiel der harten Modulationssprünge; Melodie: schmachtend und schmächtig, machungen der Königlichen Regierung zu Potsdam befindet sich die den Dieben nicht in die Hände, da der eiserne Geldschrank ihren in dem Duett Nr. 12 und im Entreaft III mit einem Anflug von folgende, den wegen Unterschlagung ihm amtlich anvertraut ge- Einbruchsversuchen widerstand, Bon den Thätern, die ihre Beute Reiz: Inſtrumentation: noch am besten, nicht durch besondere wefenen Gelder verhafteten Pastor Diffelhoff be- mit Fuhrwerk fortgeschafft haben müssen, fehlt vorläufig noch jede Effekte, sondern durch geschickte Verteilung. treffende Mitteilung Diafonus Johannes Disselhof in können. " Daß der junge Trebbin, Diocese Boffen, bat fein geistliches Amt nieber- unfrer Stadt in geradezu unheimlicher Weise, ohne daß es bisher folchem Werk mit Intereffe hinzugeben. Harriet M. Behnné gelegt und auf bie echte des seiffigentnees Spur. In der letzten Zeit mehren sich die Einbruchsdiebstähle in gelegt und auf die Rechte des geistlichen Standes gelungen wäre, die Diebe zu ermitteln. Aus gekränktem Ghrgefühl war uns neu. Sie besitzt einen sehr vollen, Baltähnlichen Mezzoverzichtet." Damit ist der liebenswürdige Schwerenöter der machte der in der Rudowerstraße wohnhafte Arbeiter Hoffmann fopran und entfaltet auch eine gute Sprechstimme; doch stört ihren Disciplinarbehörde zuvorgekommen. seinem Leben durch Erhängen ein Ende. H. war seit 12 Jahren sonst wohlgebildeten Gesang ein harter Vocalansat sowie bisweilen Die Neue Freie Voltsbühne veranstaltet unter Leitung des Direktors in den Weimarschen Kiesgruben beschäftigt und wurde jetzt durch eine unvollkommene Verbindung der Töne. Friedrich Moest am Sonntag, den 4. Mai, nachmittags 22 Uhr, im Belle: einen Vorarbeiter nach seiner Meinung ohne berechtigten Komponist zuletzt dreimal danken konnte, wird er wohl selbst nicht Alliance- Theater die Uraufführung von Willy Pastors fünfattigem Schauspiel Grund entlaffen. Sierüber fühlte sich der schon bejahrte Mann als einen nennenswerten Erfolg deuten. Der neue Stern". In den Hauptrollen sind die Damen Else Schiff und Alwine Wiecke, die Herren Ernst Behmer, Berthold Held, Fris Helmer und so schwer gekränkt, daß er sich selbst entleibte. Jaques Morbay beschäftigt. Ein feltfames Ereignis. Der Magistrat von Schöneberg Feuerbericht. Freitag früh kurz nach 7 Uhr wurde die Wehr hat beschlossen, das für den Friedenauer Ortsteil projektierte Real gymnasium Helmholz Realgymnasium zu nennen. Das nach der Dresdenerstr. 97 gerufen. Sier war auf noch nicht er- ist insoweit eine That, als es namentlich in den Berliner Vororten mittelte Weise in einem Fabrikraum ein Brand ausgekommen, der den Fußboden, Verpackungsmaterial 2c. ergriffen hatte. Die Wehr guten Ton gehört, höheren Schulen den Namen von Mithatte längere Zeit mit einer Schlauchleitung Waffer zu geben, um lange her, daß in einem Berliner Vorort ein Gymnasium nach gliedern des Hohenzollernhauses beizulegen. Es ist sehr die Flammen zu erstiden. Nachmittags 3 Uhr mußte in der Haide- einem Manne der Wissenschaft benannt wurde. Man nahm offenbar Straße 33 ein Feuer abgelöscht werden, das den Fußboden und die Balkenlage erfaßt hatte. In der Nacht zum Freitag hatten in der an, daß das Audenken der Geisteskoryphäen auch ohne dies im Volke fortleben werde. Alexanderstr. 64 Gardinen und Kleidungsstücke in einer Wohnung Feuer gefangen, dessen Ablöschung indes in furzer Zeit erfolgen tonnte. Nachmittags waren in der Kochstr. 56 Küchenmöbel in Brand geraten, während Am Bellealliance- Platz 12, Tapeten, Spinde 2c. brannten. Außerdem hatte die Wehr in der Zwischenzeit noch Alarmierungen von der Markgrafenstr. 78, Kaiser Wilhelmplatz 2 und Grunewaldstr. 122 zu verzeichnen. In allen Fällen handelte es sich jedoch um fleinere Brände, deren Ablöschung bald erfolgen konnte. Reichstags Wahlkreis Nieder Barnim. Den Genoffen des Kreises zur Nachricht, daß unser Genosse Emil Gerstenberger am Mittwoch gestorben ist. In Gerstenberger verliert der Streis eines seiner thätigsten Mitglieder, der unermüdlich die Jdeen des Socialismus propagiert hat. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 4. Mai, nachmittags 1 Uhr, von der Leichen: halle des Weißenseer Kirchhofes statt. 24006 Rege Beteiligung erwartet Der Kreisvertrauensmann. Socialdemokrat. Wahlverein Weißensee. Hiermit zur Nachricht, daß unser Genosse Emil Gerstenberger am Mittwoch, den 30. April, abends Uhr verstorben ist. 11 Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. Mai, nachmittags 1 Uhr, von Donnerstagabend 9 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, Mutter u.Großmutter, Frau Auguste Nickel, geb. Reuter, im 51. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag: nachmittag 2 Uhr von der Leichenhalle des Central- Friedhofs in Friedrichs: felde aus statt. 24076 Berliner Theater. Theater des Westend. Es ist schon öfter, nur noch lange nicht dringend genug davor gewarnt worden, daß man irre geht. wenn man für das sogenannte Bolt oder gar für besondere Gruppen desselben eine eigene Bildung und eigene Kunst konstruieren will. Danksagung. S2. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 4. Mat, vormittags 83% Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, el. Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Freireligiöse Borlesung". Um 10 Uhr vormittags evendaselbst: Vortrag des Fräul. Jda Alimann:„ Glaube und Aberglaube in Bezug auf das Wasser." Vor- und Nachspiel auf dem Barifer Must e Iharmonium. nium.- Gäſte, Damen und Herren, sehr willkommen. Montag, den 5. Mat, abends 81/2 Uhr pünktlich, im unteren Saale des Englischen Gartens, Alexanderstr. 27c: Beschließende Versammlung. In der Humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Friedrich Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntag, vormittags 10 Uhr, Herr Dr. Rudolf Benzig einen Vortrag über:" Betrachtungen über den Gumbinner Prozeß." Damen und Herren haben freien Zutritt. Charlottenburg. Deutscher Holzarbeiter Verband. Sonnabend, den 3. Mai, abends Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung im Boltshause, Rosinenstr. 3. Bahlreiches Erscheinen ist notwendig. Die Ortsverwaltung. Wetter Prognose für Sonnabend, den 3. Mai 1902. Zunächst auftiarend, am Tage wärmer bei mäßigen südwestlichen Winden; später neue Trübung und etwas Regen. ,, Teufelssee" müggelbergen. Marienluft". PP Für die vielen Beweise herzlicher Inhaber: C. Streichhahn. Teilnahme und die reichen Kranz Empfehle beide Lotale mit großen Sälen und Gärten, jedes circa spenden bei der Beerdigung meines 3000 Personen fassend, mit Dampferbrücken. Stallungen für 40 Pferde 2c. lieben Mannes unsres guten Vaters Richard Scholtz Segler- Schloss Hankels Ablage, Bahnffation Beuthen. sprechen wir hiermit dem Verein der Berliner Weißbierwirte, dem SchwimmSonnabende und Sonntage im Juni und Juti für Vereine, Geklub" Poseidon" sowie allen Verwertschaften 2c. noch zu vergeben. wandten, Freunden und Bekannten 39976 Wilh. Heinrich, Besizer. unfren herzlichsten Dank aus. Kranken- Unterstützungs- u. 23866 Begräbnis- Verein für Frauen und Mädchen. Todes- Anzeige. Am 1. Mai starb das Tangjährige Mitglied, die Mitbegründerin des Vereins, Frau Auguste Nickel im Alter von 51 Jahren. Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. D K. Müller, Vorsitzender, Waldemarstr.43. Deutscher Witwe Bertha Scholtz nebst Sohn. Gentral- Krankenkasse für Deutschland zu Berlin. ( E. H. 134.) N., Utrechtstr. 1. Freitag, 16. Mai, abends 8 Uhr, im Rassenlotal: Ordentliche General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Anderweite Beschlußfassung über Beiträge und Leistungen. 2. Verschiedenes. 23826 Dieser moderne Hut in ver schiedenen Farben kostet: mit Satinfutter 1.75 M. mit Atlasfutter 2 M. Engros Dieser äusserst leichte Binsenstrohhut kostet 1.50 M mit Ventilation 1,75 M. Oscar Arnold Hüte und Mützen Export ( kein Laden). nur Dresdenerstr. 116 in Berliner Wetterbureau. 40559* Gardi ardinen Nenheiten, Secessions. und Jugendstil, circa 250 Muster. Katalog( 450 Illustrat.) gratis und franco. Emil Lefèvre, Berlin S., 158. Oranienftr. Quadratrute 12 M. an. Landparzellen direkt am Bahnhof Biesdorf, feinster Gartenboden, coulante Bedingungen. Große Entwicklung bevorstehend. Ver käufer auf dem Terrain und Rest. ,, Freihoff". [ 146/15 J. Thiem, Frankfurter Allee 87. 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April, verstarb nach schweren, langen Strantenlager an der Schwindfucht unser langjähriges Mit: glied, der Gürtler 280/17 an Herzleiben und Lungenentzündung Albert Dortschack An dem Entschlafenen verliert die Organisation einen treuen und be: währten Kämpfer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. d. Mts., mittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Fried: hofs in Weißensee, Schönstraße, aus statt. F 172/13 im 42. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Deutsche Metallarbeiter: Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. fasse der Schneider Berlins und Umgegend. Sonntag, den 4. Mai 1902, abends 72 Uhr, in den Armin. hallen, Rommandantenstr. 20: Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal 1902. 2. Antrag des Borstandes betreffend Erhöhung der Beiträge event. AufLösung der Kaffe. 23366 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Sonntag 27 Uhr Brandenburger Thor nach Alt- Töpliz( 42 Kilometer), Baumblüte. Mittags 1/22 Uhr Hallesches Thor nach Klein- Machnow. Donnerstag( Himmelfahrt) früh 127 Uhr Koppenplay nach Rassenheide ( 40 Kilometer). Mittags 1 Uhr Koppenplag nach Velten( Gautour). Dienstag, den 6. Mai, abends 9 Uhr, findet in Wendts Klubhaus, Königsgraben 14a, eine außerordentliche Bereins Generalversammlung statt. Die Centralleitung der Stein Württemberg. Papierlackwaren- Fabrik Tagesordnung: Abstimmung über die arbeiter Deutschlands. ür die liebevolle Teilnahme sowie die reichen Kranzspenden beim Hinscheiden meines lieben Mannes und Baters Albert Dortschak fagen wir unsren herzlichsten Dant. Die trauernde Witwe 23965 nebst Kind. J Lumpp. Tübingen Papier Heft Excelsior 80 Stuck 0-150 mm Mk. 5,90 franco Nachnahme. in allen Formen und Qualitäten! 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Mai 1902: Heute, Sonnabend, den 3. Mai 1902, abends 82 Uhr im Lokal Melchiorstraße 15: Versammlung Vortrag. Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Grosses Frühjahrs- Vergnügen 198/14 der Rohrleger und Helfer in den Andreas Festfälen( Juh. Stechert), Andreasstr. 21. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins, arthaus Kummer". Dirigent: Herr Rochichi. 114/11 Entree 30 Pf. Auftreten des Berliner Ult- Trio. Beginn des Konzerts 81/2 Uhr. Freie Vereinigung der Asphalteure, Pappdachdecker und verw. Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 3. Mai im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15, großer Saal: I. Stiftungsfest. Nach dem Konzert: Ball in beiden Sälen. Herren, die am Tanz teil- Unter Mitwirkung der Berliner Volkssänger- Gesellschaft Lewandowsky, nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Das Komitee. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 4. Mai, vormittags 91/2 Uhr, in den ,, Borussia- Sälen", Ackerstraße Nr. 6-7: General- Versammlung für das I. Quartal 1902. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung, Kaffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Stellungnahme zur Konferenz am 18. Mai. Beratung der dazu ein gelaufenen Anträge zum Hauptstatut. 3. Ergänzungswahl. 4. Gewerk schaftliches. 280/6 In Anbetracht diefer wichtigen Tagesordnung erwarten wir diesmal das Erscheinen aller Mitglieder. Ohne Mitgliedsbuch keinen Zutritt. Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Zimmer 30. Branchen- Versammlungen. Geschirr- Branche Montag, den 5. Mai cr., abends 8½ Uhr, im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3. Sonnabend, den 3. Mai, abends 8 Uhr, Treibriemen- Branche bei R. Buske, Grenadierstr. 33.. Taschen- und Koffer- Branche Dienstag, 6. Mai, ab. 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, S. 7. Sonnabend, den 3. Mai, abends 8 Uhr, im Militär- Branche Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 7. Linoleumleger und Teppichnäher Montag, den 5. Mai, abends 8 Wagen- Branche Uhr, bei Sedletzky, Schützenstraße 33. Mittwoch, den 7. Mai, abends 8 1hr, bei Gittler, Louisenstraße 26. Montag, den 12. Mai, abends 8½ 1hr, Eisenmöbel- Branche bei Ladewig, Kommandantenstraße 65. Sektion Charlottenburg Dienstag, den 6. Mai, abends 8% Uhr. b. Dörre, Charlottenburg, Wallstr. 90 Die Tagesordnungen werden durch Handzettel bekannt gegeben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 156/17 Die Ortsverwaltung. Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 4. Mai, nachm. 5 Uhr, in Frankes Festfälen, Sebastianstraße 39: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag von Frl. Fanny Jmle. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. 138/10 Die Ortsverwaltung. Mitglieder- Versammlung des Gesangvereins Liederlust II( M. d. A.-S.-B.). Festrede. Konzert, ausgeführt von den Mitgliedern des Central Verbandes der Civil Berufsmusiker Deutschlands, Verw. Berlin. Anfang 8 Uhr. Ende?? Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 288/18 Arbeiter- Radfahrer- Bund ,, Solidarität. Den Mitgliedern und Vereinen des Gan 9, insbesondere derjenigen von Berlin und Umgegend zur Kenntnißnahme, daß am Donnerstag, den 8. Mai( Himmelfahrtstag), Velten eine Gautour nach stattfindet. Treffpunkt im Lokal von Paris, Luisenstr. 17, woselbst nachmittags 3 Uhr eine Radfahrer- Versammlung stattfindet. Ferner ist eine 2. Gautour für 11/19 Sonntag, den 10. Mai, nachmittage nach Wilhelmsruh bei Reinickendorf festgesetzt. Treffpunkt im Restaurant J. Appelt. Von einem gemeinsamen Start ist Abstand genommen. Der Gau- Vorstand. Holldorf's Restaurant Inhaber: Rud. Albrecht. Woltersdorfer Schleuse. In schönster Lage an Wald und Wasser. Sehr geeignet für Vereine und Schulen. Großer Schattiger Garten mit ca 1000 Sitzplätzen. Grosser Tanzsaal. Familien- Kaffeeküche. 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Tages Ordnung: Berichterstattung über die Tarifvorlage von feiten der Generalversammlung der Innungsmeister des Töpfergewerbes und welche Stellung nehmen wir dazu ein? Vereinsangelegenheiten. Das Erscheinen der Kollegen ist Ehrensache. Die Töpfer werden höflichst ersucht, ihre Träger auf die Versammlung aufmerksam zu machen. 42/12 Der Vertrauensmann. Verband der Möbelpolierer. Um die Kollegen bei eintretenden Krankheitsfällen vor Schaden zu be wahren, wird heute vormittag in unsrem unentgeltlichen Arbeitsnachweis Blumenstr. 38, Oranienstr. 197, Brunnenstr. 96, und heute abend in den Bahlstellen ein Flugblatt verbreitet. Die Auszahlung aller Unterstützungen findet nicht erst am Montag, fondern heute abend von 5-7 Uhr Blumenstr. 38 statt. Montag, den 5. Mai, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: Außerord. General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Aussperrung am 1. Mai. 2. Anträge. 3. Verschiedenes. Mittwoch, den 7. Mai: Sitzung der Vertrauensmänner. Osten: abends 7 Uhr, Friedrichsbergerstraße 11. Südosten: abends 7 Uhr, Stalizerstraße 59. Vortrag des Kollegen Stramm über Arbeiterversicherung". Norden: abends 82 Uhr, Brunnenstr. 96. 146/1 Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd" und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin I. Am Sonntag, den 4. Mai 1902, vormittags 101/2 Uhr, in Graumanns Festfäle, Naunynstr. 27: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht von der Agitations- Konferenz. 2. Neuwahl eines 2. Kassierers. 3. Stellungnahme zum Stiftungsfest. 4. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 42/3 Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Der Gauversammlung wegen findet unfre Vereins- Versammlung am Montag, den 5. Mai, abends 9 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstraße 20, statt. Die Vertrauensleute werden gebeten, die Kollegen auf dieses Inserat aufmerfiam zu machen. Stegen- Befuch erwartet 35/6 Der Vorstand. Telephon Amt IV 447. en gros Schneidermeister en détail Dresdenerstr. 4, Hauptstraße143, am Kottbuser Thor. Schöneberg. Sommerpaletots von mt. 13,50 an Beinkleider. Gehrock- Anzüge. " " , 27 Jünglings- Anzüge 23 Knaben- Anzüge 15 " " Rock- Anzüge Jackett- Anzüge " von Mt. 5 an # 17 12 " " 3. Berufskleidung für jedes Gewerbe. Anfertigung nach Maass in elegantester Ausführung unter meiner persönlichen Leitung. 37032* Grosse Auswahl in deutschen, englischen u. französischen Stoffen. Streng feste Preise. Gebrüder Bell, Gräfrath" bei Solingen. Telephon Amt IX 5950. Ziehung am 6. Mai 1902. Stettiner JubiläumsPferde- Lotterie Hauptgewinne: complet 15 Equipagen, bespannt und zusammen 100 Reit- u.Wagenpferde 25 Damenfahrräder 40 Herrenfahrräder 160 goldene Medaillen 5000 Paar silb. Esslöffel zus. 5313 Gew. Werth Mark 200,000 Orig.- Loose à 1 M., 11 Loose = 10 M., Porto u. Gewinnliste 20 Pfg. empfiehlt Carl Heintze Berlin W., Unter den Linden 3. Kinderwag., Sport, Kasten Leiter u. 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