Nr. 103. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 wt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungs Breisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags, Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Rotonets geile oder beren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Erpcdition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Erstickte Wahrheit. Das Neichsgericht hat, wie die Lefer aus dem Prozeßbericht in unfrer gestrigen Nummer sahen, das Urteil des Berliner Landgerichts gegen die Redacteure bebe gerichts gegen die Redacteure des Vorwärts", Ge nossen John und Schmidt, wegen Beleidigung des ostasiatischen Expeditionscorps bestätigt. " " Sonntag, den 4. Mai 1902. Jura S Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. ihrer Verhüllung und Verhinderung führen sollte, ihr Wunsch wäre stets die Ordnung 3 vorschriften dieser Vereinsgeseze betroffen, herrlich erfüllt. So aber müssen fie bedauernd zugestehen: Nichts während das reichsländische Vereinsrecht mit seiner Untersagung ist erwiesen, daß die Socialdemokratie in ihrer Veröffentlichung jener aller ungenehmigten Vereine ein Verbots gesetz auch gegen Sunnenbriefe unwahrheiten verbreitet hätte, und erwiesen ist nur, daß toalitionsrechtliche Vereinigungen enthält, und schon deshalb durch die eifrigen Bemühungen der Socialdemokratie, die Ereignisse in§ 152 der Gewerbe- Ordnung für solche Vereine außer Kraft gesetzt China durch Zeugniscide festzustellen, am Widerstand der Gerichts- worden ist. behörden gescheitert find. Man zwinge unfre Genossen in harte Gefängnishaft! Doch alle Die Gegner der socialdemokratischen Chinapolitik haben bereits Denkenden erkennen im Ausgang dieses Prozesses in Wahrheit die bei der Verurteilung durch das Landgericht ebenso wahrheitswidrig hohe Rechtfertigung des fulturellen Stampfes, den die Socialdemokratie tvie lärmend verkündet, nun seien die Angriffe des Vorwärts" gegen die Unmenschlichkeiten erobernder Weltpolitik geführt hat, den gegen die deutsche Kriegsführung in China an Gerichtsstätte feier- fie fortführen wird unbeirrt durch alle Drohungen und alle Verlichst widerlegt. Die Verwerfung der Revision durch das Reichs- gewaltigungen! gericht wird nochmaligen Anlaß zur gleichen Behauptung geben. Und doch bedeutet diese Behauptung eine ungeheuerliche Fälschung! Koalitionsrecht und Vereinsrecht. Wir wollen jetzt nicht über die Bedenklichkeit der vom Reichsgericht getroffenen Anerkennung des Kriegsministeriellen Strafantrags rechten. So wichtig diese formale Seite der Angelegenheit ist, so verschwindet Wir haben bereits über ein Urteil des Landgerichts zu Mülhausen fie vor der außerordentlichen Bedeutung, die der reichsgerichtlichen vom 22. November 1901 berichtet, das merkwürdige Auffassungen Beurteilung der angeblichen Strafthat selbst sowohl juristisch wie über die Geltung des Koalitionsrechts in Elsaß- Lothringen auspolitisch innewohnt. sprach. In den Reichslanden gilt noch das französische VereinsEs ist in der Erinnerung, daß die Prozesse gegen den Vor- recht, durch welches Vereine von mehr als 20 Mitgliedern, die sich wärts" eingeleitet worden sind, weil insbesondere in den sogenannten mit religiösen, wissenschaftlichen, politischen oder andren Hummenbriefen unwahrheiten enthalten gewesen sein sollen. Gegenständen beschäftigen, nur mit Genehmigung der Regierung Um Richtigkeit oder Unrichtigkeit der in den Humuenbriefen mit und unter Einhaltung der von der Behörde vorgeschriebenen Begeteilten Thatsachen war der lebhafte Disput in der Presse und im dingungen gegründet werden dürfen. Obgleich durch Reichsgesetz, Reichstag geführt worden. Der preußische Kriegsminister vers welches dem Landesrecht vorgeht, die Stoalitionsfreiheit garantiert wahrte das oftafiatische Expeditions corps dagegen, daß die Hunnen ist, haben die Polizeibehörden im Reichslande das Recht der Gebriefe wahre Begebenheiten berichtet hätten, vielmehr sei der Juhalt nehmigung auch gewerkschaftlichen Vereinen gegenüber in Anspruch dieser Briefe gänzlich übertrieben und erlogen. Um„ Klarheit und genommen. Bis in die letzten Jahre hinein haben sich die Wahrheit zu schaffen", strengte der Kriegsminister die Klage gegen Gewerkschaften in Elsaß Lothringen dem gefügt und ihre den„ Vortvärts" an. Statuten den Bedingungen angepaßt, die die Polizeibehörde zu stellen beliebte, worunter namentlich auch das Verbot der Aufnahme von Frauen eine Rolle spielte. Im Jahre 1901 verwandelten sich die Elsaß- Lothringischen Teglilarbeiter Vereine in Filialen des Deul fchen Textilarbeiter Verbandes und mußten nunmehr natürlich auch deffen Statuten annehmen. Man beschloß zwar, das Statut zur Genehmigung einzureichen, wenn diese jedoch ausbleiben sollte, es auf eine Durchführung des Rechtsstandpunktes ankommen zu lassen. Nachdem die Behörde monatelang auf das Gesuch um Genehmigung des Statuts nicht geantwortet hatte, beschloß die Filiale Mülhausen des Teglilarbeite Verbands nicht länger zu warten und nahm die neuen Statuten auch ohne Genehmigung an. Wir sahen dieser Klage mit größter Beruhigung entgegen. Wir hatten das Bewußtsein, unfre Veröffentlichungen zu Zwecken der Humanität vorgenommen zu haben, und waren überzeugt, daß die zahllosen übereinstimmenden Zeugnisse von Soldaten und von Kriegs. forrespondenten großer Zeitungen verschiedenster politischer Richtung auf Wahrheit beruhen mußten und daß eine gründliche Zeugen vernehmung erweisen müßte, welche Auffassungen über Kriegsführung aus der Parole:" Pardon wird nicht gegeben", entstanden sind. Die Anklage, die gegen uns wegen der Hummenbriefe erhoben wurde, lautete auf Vergehen gegen§ 185 des Straf Gesetzbuchs, d. h. auf Beleidigung lediglich durch die Form, nicht wegen Verbreitung unwahrer Thatsachen, nicht wegen desjenigen Darauf ist gegen den Aufezer Eugen Heinz als Vorsitzenden Bergehens, dessen uns der Kriegsminister geziehen hatte. dieses Vereins und den Wirt Hermann Weßbecher, der sein Lokal schah es, daß der Beweis der Wahrheit beseitigt für die Versammlung hergegeben hatte, Anklage auf Grund des wurde, und nur wegen formaler Beleidigung wurde die Ver- reichsländischen Vereinsrechts erhoben, und die beiden sind auch vom öffentlichung der Summenbriefe mit 7 Monaten Gefängnis bestraft! Landgericht Mülhausen verurteilt worden. So ge= Das Reichsgericht hat die juristische Auslegung, vermöge deren die Wahrheit unmöglich wurde, sich zu eigen gemacht. Es hat sich angeschlossen der verblüffenden Auslegung des Landgerichts, daß es sich in den Hunnenbriefen gar nicht um Thatsachen handele, für die ein Beweis zulässig wäre, sondern um allgemeine Urteile, deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit außerhalb jeder Beweismöglichkeit liegen. Noch mehr! Der Angeklagte bestand vor dem Reichsgericht auf der Zulassung des Wahrheitsbeweises, weil, selbst wenn nur auf formale Beleidigung prozessiert werde, jedenfalls die 8umessung der Strafhöhe davon abhängig sei, ob seiner Kritik wahre oder unwahre Thatsachen zu Grunde liegen. Es ist, wie sich versteht und wie die Rechtspraxis der Gerichte in allgemeinen anerkennt, ein gewaltiger Unterschied, obfdie formale Beleidigung bei der Besprechung wirklicher, die angeblich Beleidigten schwer belastender Thatsachen erfolgt oder ob die der Kritik zu Grunde liegende Thatsachen selbst unwahr sind. Wie wir in Ergänzung unsres Prozeßgerichts noch aus Leipzig erfahren, hat selbst die Staatsanwaltschaft, welche vor dem Berliner Landgericht die Anklage führte, die Berechtigung des Wahrheitsbeweises auch bei der Anwendung des§ 185 Str.-G.-B. ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts hat zum Revisionsschriftsag des Angeklagten eine Gegenerklärung an das Reichsgericht abgegeben, die sich für Aufhebung des Urteils ansspricht, da die Verteidigung unzulässig beschränkt sei, denn, wenn auch une der§ 185 Str.-G.-B. angewendet worden set, seien die Beweise doch wesentlich für die Strafzumeffung gewesen. Dies Urteil enthält über den Charakter und Zweck des Vereins nur die Feststellung, daß§ 1 seines Statuts lautet Der Verband hat den Zweck, durch eine Bereinigung aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen nach Maßgabe des§ 152 der Gewerbe- Ordnung möglichst günstige Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erzielen. Die Erörterung politischer und religiöser Fragen ist ausgeschlossen. Dennoch hält das Landgericht Mülhausen die Ansicht der Angeklagten, daß der Verein keiner Genehmigung bedurft hätte, für irrig, weil durch§ 152 der Gewerbe- Ordnung toalitionsrechtliche Vereine nicht hätten privilegiert sondern nur den andren Vereinen gleichgestellt werden sollen. Das Urteil faßt seine Rechtsanschauung in folgenden Worten zusammen: Die Koalitionsfreiheit besteht also in denjenigen Bundesstaaten, in welchen alle Vereine, also auch solche, welche feine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecken, der polizeilichen Genehmigung unterworfen sind, uur insoweit, als die Verwaltungsbehörde nicht berechtigt ist, die Genehmigung eines lediglich auf Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen gerichteten Vereins von Fabrikarbeitern oder gewerblichen Gehilfen mit Rücksicht auf den Zweck desselben zu verweigern. Mit andern Worten heißt das, das vom Reichsgesetz eingeführte Koalitionsrecht der Arbeiter bestehe nur insoweit, als die Landesgesetzgebung nicht etwa allgemeine vereinsgefegliche Einschränkungen enthalte. Hiergegen haben die Angeklagten Revision eingelegt und der 1. Straffenat des Reichsgerichts hat am 7. April darüber verhandelt. Die Auflage wurde durch den Ober- Reichsauvalt Olshausen, die Berteidigung durch den Rechtsanwalt und Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine aus Berlin geführt. Das Reichsgericht hat bisher niemals ausgesprochen, daß die Aufhebung der Koalitionsverbote in§ 152 der Gewerbe- Ordnung nur so weit ginge, solche Verbotsgesetze aufzuheben, die sich aus schließlich gegen gewerbliche Koalitionen richteten. Da das Reichsrecht dem Landesrecht vorgeht, muß jedes Verbotsgesetz durch Vereinsbildungen als aufgehoben gelten, soweit es Vereinigungen betrifft, die den Zwecken der Erlangung besserer Lohns und Arbeitsbedingungen dienen sollen. In dem Falle der Lübecker Streitpostenverordnung hat das Reichsgericht sich sogar ausdrücklich dahin ausgesprochen, daß in§ 152 der Gewerbe- Ordnung für straflos erklärt würde „ die Vornahme aller Handlungen, welche der Herbeiführung, Fortdauer oder Unterstügung, der Verabredung oder Vereinigung zu dienen bestimmt seien." Auch die Lübecker Streifposten Verordnung hatte einen allgemeinen Charakter und beschränkte sich nicht bloß auf die Fälle ber Bestrebungen zu Gunsten besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen, sondern sollte auch gelten, wenn der Streit zu andern nicht unter§ 152 der Gewerbe- Ordnung fallenden Zwecken unter nommen würde. Troß dieses gemeinrechtlichen" Charakters hat das Reichsgericht die Verordnung für ungültig erklärt mit der wört lichen Begründung: autog " „ Weil Landesgesetze nichtig" find soweit die Reichsgesetzgebung positiv oder negativ eine gegenteilige Vorschrift er laffen hat." Das Reichsgericht ist damals sogar soweit gegangen, aus diesem Grunde die Verordnung des läbischen Senats für gänzlich gültig zu erklären, auch soweit sie sich auf andre Streits beziehen tönnte. Von diesen Grundsägen aus dem Lübecker Streifpostenfall fann das Reichsgericht nur durch Entscheidung der vereinigten Senate abweichen. Ferner ist aus der Entstehungsgeschichte der jetzigen§§ 152 und 153 der Gewerbe- Ordnung nachzuweisen, daß bei der Beratung über das Koalitionsrecht, die im Jahre 1865 im preußischen Abgeord netenhause stattgefunden hat und auf die man sich bei den Reichstagsverhandlungen über die Gewerbe- Ordnung nur kurz berufen hat, von allen Seiten anerkannt worden ist, es würden damit auch so I che Ve ftimmungen aufgehoben, welche die Bildung von Vereinen von einer Genehmigung abhängig machten. Die alte preußische Ges werbe- Ordnung enthielt nämlich in ihrem§ 188 ein Gesetz, das in ganz ähnlicher Weise wie das elsässische Vereinsrecht Arbeitervereine, die ohne behördliche Genehmigung zusammengetreten wären, verbot. Man beabsichtigte nun, auch diesen§ 183 der preußischen Gewerbe- Ordnung ausdrücklich aufzuheben, und der einzige Widerspruch dagegen wurde von liberaler Seite er hoben und zwar lediglich mit der Begründung, daß, streng ge nommen, diese Bestimmung schon durch die preußische Verfassung aufgehoben wäre. Nicht ein Redner bei diesen Landtagsdebatten von 1865 hat den Standpunkt vertreten, daß die Aufhebung der Koalitions verbote sich nicht auch auf Bestimmungen bezöge, die für Arbeitervereine das Erfordernis der Genehmigung aufstellest. Der Oberreichsanwalt erkannte die principielle Bedeutung des Falles an, namentlich, daß es sich hier nach der Feststellung des Landgerichts um einen Verein handelte, der nur die Ausübung des Stoalitionsrechts im Sinne der Gewerbe- Ordnung bezweckte. Er suchte aber die Bedeutung des Urteils im Fall der läbischen Streit postenverordnung abzuschwächen. Die Entscheidung, die erst am 28. April verkündet wurde, lautete auf Verwerfung der Revision. Nach der ReichsgerichtsKorrespondenz heißt es in der Begründung: Das Landgericht hat genügend festgestellt, daß der Verein fich nicht nur mit der Aufbesserung der Lohnverhältnisse seiner Mitglieder beschäftigt hat, sondern mit weitergehenden Bestrebungen, die darauf abzielten, die wirtschaftliche Lage der diesem allgemeinen Verbande angehörenden Arbeiter zu verbessern. Daraus ist gefolgert worden, daß diefer Verein nicht unter die im§ 152 der Gewerbe- Ordnung näher bezeichneten Vereinigungen fällt und daß daher das partikulare Bereinsrecht Anwendung findet. Wie diese Auffaffung des Reichsgerichts mit der von uns mits Das Reichsgericht hat trotz allebem die Revision verworfen und geteilten Stelle aus den Urteilsgründen des Landgerichts, der damit eine Gefeßesauslegung fanttioniert, deren Folge ist, daß die Klarheit und Wahrheit, die nicht nur die Socialdemokratie, sondern Der Berteidiger führte etwa folgendes aus: Die Auffassung des Land enthält, zu vereinigen ist, einzigen, welche Feststellungen über den Charakter des Vereins bleibt bis zur Kenntnis der auch, wie er sagte, der preußische Kriegsminister gewollt hat, ver- gerichts Mülhausen steht keineswegs mit der bisherigen Rechtsprechung vollständigen Urteilsgründe unverständlich. Es scheint, daß das hindert wird. des Reichsgerichts in Einklang. In den Fällen, in denen das Reichs Reichsgericht mit großem Geschick einer Beantwortung der Landgericht und Reichsgericht haben wundersamen Juristen- gericht die Anwendung vereinsgefeßlicher Bestimmungen auf Gewert grundfäßlich wichtigen Frage aus dem Wege gescharfsinn aufgeboten, haben Gefeßauslegungen ergrübelt, die dem schaften für zulässig erklärt hat, ist dies stets auf Grund der Fest gangen ist; jedenfalls aber hat es die Polizeibefugnisse der elsaßgrundfäßlich wichtigen Frage aus dem Wege geLaienverstand unverständliche Nätsel zumuten. Und der Erfolg ihrer stellung erfolgt, daß die fraglichen Vereine sich nicht bloß mit der Lothringischen Regierung Arbeitervereine gegenüber praktisch gerettet. rechtsverwirrend wirkenden Rechtsprechung ist nur der, daß der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen beschäftigt, Denn wenn ein Verein, der solche Statuten hat, wie der Textilpolitische Zweck des ganzen Unternehmens vereitelt ist. Bedauerns- sondern auch auf andren Gebieten eine politische Wirksamkeit arbeiter- Werband, nicht durch§ 152 der Gewerbe- Ordnung vor landeswerter Striegesminister von Preußen, der endlich die Wahrheit über entfaltet hätten. Eine solche Annahme ist im vorliegenden Fall rechtlichen Verboten geschützt ist, so giebt es überhaupt keine Vereine, China erfahren wollte! Wie haben die Gerichte seine trefflichen Ab- dadurch ausgeschlossen, daß das Landgericht aus dem Statut des denen§ 152 der Gewerbe Ordnung zu gute kommt, und das fichten schnöde in Stich gelassen! Statt die Wahrheit zu klären, Vereins lediglich einen unter§ 152 der Gewerbe- Ordnung fallenden, Koalitions recht ist thatsächlich vernichtet. haben sie einen socialdemokratischen Redacteur zu schwerer Gefängniß firafe verdammt, weil er die Form nicht genügend gewahrt! Die Rechtsprechung des heutigen Rechtsstaates, als deren Aufgabe verkündet wird, daß sie höchste Hüterin des Wahren sein solle, schreibt in das Buch ihrer Verdienste den thatsächlichen Erfolg, daß vereinsgefeßlichen herbeizuführen. die Wahrheit unter dem Netz subtiler Auslegungstünfte erstickt. Auch in audrer Beziehung fann sich das Mülhausener Urteil Hätten der preußische Kriegsminister und alle die Berherrlicher nicht auf die früheren Entscheidungen des Reichsgerichts berufen. erledigte am Sonnabend die beiden dritten Beratungen des des Chinazuges den Wunsch gehabt, daß dieser denkwürdige Prozeß Die Fälle, in denen das Reichsgericht Arbeitervereine unter die Be- Gesetzentivurfs über den Gerichtsstand der Preise und nicht zur Entschleierung: widerwärtiger Wahrheit, sondern zustimmungen der landesrechtlichen Vereinsgesetze gestellt hat, haben des Gesezentwurfs über den Servistarif in sehr kurzer auf die Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen ge richteten Vereinszwed festgestellt hat. Deshalb ist auch dieser Fall ganz besonders geeignet, seine grundsätzliche Entscheidung über das Verhältnis des reichsgesetzlichen Koalitionsrechts zu den LandesPolitische Weberlicht. Der Reichstag Berlin, den 3. Mai. Zeit. Unfre Frattion stimmte gegen beide Vorlagen, beim Reinigung in durchaus befriedigender und nicht kostspieliger Weise wird das rechte Gleichgewicht zwischen allen Tendenzen und allen Servistarif in Verein mit den Freisinnigen. Ebenso schnell durchführen ließe." Methoden hergestellt werden. ging die erste und zweite Beratung des Gefeßentwurfs Wahrlich, unfre Agrarier verleugnen sich nie! Excellenz" Ich kann nicht ohne eine tiefe Bewegung daran denken, daß über die Militärdienstleistungen von Reichs Podbielsti donnert gegen die Fälschungen seitens der Berliner Milch alle oder fast alle streitbaren Socialisten in diese Syndifatsfammer gefomunei sind, alle hier die gleiche Sprache fundgegeben angehörigen, die im Auslande wohnen, vorüber. Hier händler und gleichzeitig sendet die Centralmollerei„ Karstädt haben: Vaillant und Guesde, wie Nouanet, Fournière, Viviani und soll durch kaiserliche Verordnung die Möglichkeit für die von Podbielski", die freilich dem Minister uur zum Teil gehört, Millerand. deutschen Kolonisten erleichtert werden, in der Schuttruppe große Bosten start gewässerter Milch als vollivertige Ware Ihnen allen, Vaillant und Guesde, wie Allemane, wie Brousse, ihre Dienstpflicht zu erfüllen. nach Berlin. Die gutsherrlichen Brennereibesiger lehnen wie Millerand, wie Viviani, wie Nouanet, wie Fournière, wie allen, Der Hauptteil des Tages galt dem Toleranz sich gegen den Reinigungszwang für Trinkbranntwein auf, verlangen die für das gleiche Ideal kämpfen, wünschen wir allesamt morgen abend autrag des Centrums. Hier vertrieb man sich die Zeit aber, daß den Wirten verboten werde, fufelhaltigen Branntivein einen gleichen Sieg." mit breiten akademischen Erörterungen über die religiöse zu verzapfen, was bei der weiten Verbreitung des fufelhaltigen, von Die von großer Bewegung hingerissene Versammlung schloß sich Erziehung der Kinder und die Verhinderung ihrer zwangs- den edlen Herren fabrizierten Branntweins nur zu den schlimmsten diesen Worten mit stürmischen Beifallsrufen und begeisterten Acclas weifen Teilnahme an dem Religionsunterricht einer andern Chilanen gegen die Wirte führen kann, ohne das lebel an der mationen an. Konfession. Wurzel zu packen. Genosse Kunert vertrat dabei einen Antrag unsrer Die Herren Agrarier versündigen sich auf das schwerste an der Fraktion, die den Religionsunterricht als Unterrichtsgegenstand Volksgesundheit, zu Prügelknaben aber machen sie die Milchin den Schulen beseitigen will. Unser Redner untersuchte händler und Schankwirte! Und das nennt sich Schüßer des Mittelfið„ Schüßer des Mitteldabei den kirchlichen Moralbegriff und stellte in wirksamen standes". Gegensatz dazu den Begriff einer freien menschlichen Moral auf. Am Montag sollte die Zu dersteuer zur ersten Be ratung kommen. Sie steht auch neben der Erledigung der Diätenvorlage und des Gesetzentivurfs über die Dienstpflicht in der Schutztruppe auf der Tagesordnung. Auf Vorschlag des Centrums- Abgeordneten Ba ch em aber ist noch die Fort fegung der Beratung des Toleranzantrages des Centrums eingeschoben, so daß die Zuckersteuer Vorlage erst am Dienstag, vielleicht erst am Mittwoch an die Reihe kommen dürfte.Preußischer Landtag. J Deuts Deutsches Reich. Die parlamentarischen Geschäfte. Der Reichskanzler Graf v. Blow hatte mit dem Präsidenten des Reichstags, Grafen Ballestrem, und Vertretern der Konservativen, des Centrums und der Nationalliberalen Sonnabendmittag eine Besprechung im Reichs. Die Hauptwahl in Frankreich. tags- Gebäude; er teilte den Herren mit, daß die Regierung be Paris, 30. April.( Eig. Ber.) sonderen Wert auf die baldige Verabschiedung der ZuckersteuerWie immer in den folgenden Tagen nach den Wahlen, wieder- Worlage durch den Reichstag lege, auch eine Erledigung der Sollte wegen der holt sich hier auch jetzt das sonderbare Spiel der Regierungs- und Branntweinsteuer- Vorlage wünsche, der Oppofitionsparteien mit den Wahlziffern, genauer, mit den Suckerſtener- Vorlage eine Kommissionsberatung gewünscht werden, Mandats ziffernt( der Stimmen zahl wird hier gewöhnlich, die lo sei es geboten, daß der Reichstag noch nach fingsten einige Socialisten ausgenommen, wenig Aufmerksamkeit geschenkt). Die Zeit zusammen bleibe. beiden Kampflager schreiben sich die Mehrheit der Mandate in der Hauptwahl zu. von vornherein Zu Gunsten des Spiritusringes hat sich, wie die Zeitschrift für Spiritusindustrie" in ihrer neuesten Nummer triumphierend hervorhebt, der kürzlich herausgegebene Jahresbericht der Groß- Einkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine zu Hamburg" ausgesprochen. Nachdem sich jener Bericht gegen den Buder, Petroleum- und Kohlenring wegen ihrer Preisverteuerung gewendet, fagt er: " „ Dabei soll allerdings nicht unbeachtet bleiben, daß andre Produzenten- Organisationen wie z. B. der vielgeschmähte Spiritusring", die Centrale für Verwertung von Spiritus G. m. b. H. in Berlin, weitblickend genug waren, der Konsum Genossenschaftsbewegung gegenüber eine sympathische Haltung einzunehmen, da sie erkannten, daß sich die durch die Organisierung der Warenverteilung bewirkte Preisersparnis zum Teil wieder in einer Vergrößerung des Verbrauchs bemerkbar machen muß." Diese Sympathie der Groß- Einkaufsgesellschaft erwidert die Zeitschrift für Spiritusindustrie" auf der Stelle, wobei sie aber verschweigt, daß ihre agrarischen Freunde sonst so wütend gegen die Konsumvercine gut Felde ziehen und durch Chifanen erdrosseln fuchen man dente nur an die Umsatzsteuer! Die 3. f. Sp." schreibt, daß die Spiritus Centrale( d. i. der Ring), in den Konsumvereinen ein besonders geeignetes Glied der Organisation für die Versorgung des Konsums mit denaturiertem Spiritus zu billigen Preisen und in guter Beschaffenheit erkannt hat. Denn das Wesen der Konsum Vereinigung beruht auf dem gleichen Grundsatze, der für die Centrale Was die 172 Stichwahlen betrifft, so scheint allerdings die Mehrheit derselben den Regierungsparteien sicher zu sein. Eins ist jedenfalls sicher: der nationalistische Ansturm Auch am Sonnabend tagten beide Häuser des Landtages. ist abgeschlagen. Und darauf kam es in diesen Wahlen in Ju Herrenhause ging es zu Beginn der Sigung recht erster Linie an, während der Sieg oder die Niederlage gerade des stürmisch zu. Zwei der edlen und erlauchten Herren, Fürst Kabinetts Waldeck- Rousseau desto weniger in Betracht Ferdinand Radziwill und Rittergutsbesitzer v. Koscielski, kommen kann, als dasselbe von seinen richteten gegen die Regierung wegen ihrer Polenpolitik so eignen Anhängern als regierungsmüde oder zur Demission reif erheftige Angriffe, daß der Vicepräsident Frhr. v. Manteuffel lärt wurde. Die Nationalisten haben nun das Geld der Mönchsfie zur Ordnung rufen mußte ein in diesem Hause ganz orden und der edlen Weltdamen, der Klerikalen Finanzleute und ungewöhnlicher Vorgang. Entsetzt fuhren die in ihrer Mittags Industriellen, die monatelangen agitatorischen Anstrengungen des ruhe gestörten Staatsstüßen aus dem Schlafe auf und Kleeblattes der Liga des französischen Vaterlandes", der Jules schüttelten ihre greisen Häupter über die Sittenverderbnis, Lemaître, Cavaignac und General Mercier, die gewaltige die immer mehr unt sich greift und nicht ein Organisationsmaschine der politischen Mönchsorden und der Liga mal vor den Thoren des Herrenhauses Halt macht. selbst, die Agitation ihrer allgegenwärtigen Presse, ihre feltene Aber die Erregung hielt nicht lange an; bald Meisterschaft im Verleumden und Schimpfen und die unzähligen lag wieder alles im tiefen Schlaf. Die Deutschrift Gebete und Messen der Mönche, der Nonnen und aller Frommen um über die Ausführung der Ansiedlungsgesetze, deren Beratung gute Wahlen" das alles haben sie eigentlich zwedlos, er zu dem Zwischenfall Veranlassung gegeben hatte, wurde durch folglos ins Wert gefegt. Denn ihr Zwed war lein andrer als Kenntnisnahme für erledigt erklärt. Eine Reihe andrer Vor- die Eroberung der Macht auf legalem Wege, nachdem die Staatsstreichs- Versuche kläglich gescheitert waren. lagen gelangte debattelos zur Annahme und auch dem Provinzialdotationsgesetz gaben die Herren nun- it Ausnahme von Baris haben die Nationalisten nennenswerte Erin ihrer Organisation für den Vertrieb von denaturiertem Spiritus mehr in der Fassung des Abgeordnetenhauses trotz ihres folge nur noch in den östlichen Grenz departementen erlangt, bestimmend ist, den Schwerpunkt nicht in hohen Gewinnzuschlägen, ursprünglichen Sträubens die Zustimmung. aber dort auf Kosten der Melinisten: die ganzen sondern in der Ausdehnung des Abfazzes unter Sicherstellung der Nationalisten und Klerikalen ersetzen logisch die halben. Hat doch selbst Meline in seinem angestammten Wahlkreis mit fuapper Not über den Nationalisten layelle, einen bonapartistischen " Republikaner", gefiegt. Jules Lemaître schreibt denn auch in kaum verhehlter Niedergeschlagenheit: Die zwei großen Herde des Nationalismus find Paris und die östliche Region, die Hauptstadt und die Grenze..." Am Montag beginnt die Etatsberatung. Das Abgeordnetenhaus nahm in dritter Lesung den Gefeßentwurf über die Kompetenzkonflikte an und beriet im übrigen nur Petitionen ohne allgemeines Interesse. Montag werden gleichfalls Petitionen beraten, darunter die betr. Die Zulassung von Frauen zu den politischen Vereinen. Aus der Polendebatte über die deutsche Ansiedlungskommission im Herrenhause heben wir hervor: Herr v. Koscielski erklärt, daß er das Gesetz für verfassungswidrig halte, da es bestimmt sei, einen Teil der Bevölkerung zu nügen auf Kosten der Gesamtheit der Stenerzahler. Die Finanzierung eines Gutes der Ansiedlungskommission sei so gewesen, daß der Staatsanwalt eigentlich hätte einschreiten müssen. Man müsse dies eine Verschleierungsbilanz nennen.( Glocke des Präsidenten.) Vicepräsident Freiherr v. Manteuffel: Herr Redner, Sie dürfen eine Bilanz, welche einer königlichen Behörde vorgelegen hat, nicht eine Verschleierungsbilanz nennen. Ich rufe Sie deshalb zur Ordnung.( Bravo!) Preußischer Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Die Vorwürfe des Herrn Borredners gegen die Ansiedlungskommission sind ganz unberechtigt. Ein Gesez, das die Zustimmung unsres Herrschers gefunden hat, fann möglich verfassungswidrig sein.( Bravo!) Eine Verschleierung bei der Finanzierung eines Gutes fann schon deshalb nicht stattgefunden haben, weil fämtliche Abrechnungen die Ober- Rechnungskammer prüft.( Lebhaftes Bravo!) In den großen Städten der Provinz sind die Nationalisten aufs Haupt geschlagen. In Lyon verlieren sie zwei Eige der patriotischen Socialisten" mit einer schmählich geringen Stimmen zahl und erhalten im ganzen 15 000 Stimmen. In Bordeaux sind ihre zwei bisherigen Mandate start gefährdet, und sie vereinigen blos 9000 Stimmen, in Lille 7000 Simmen, während sie in Marseille feinen einzigen Kandidaten aufgestellt haben. Aber auch in Paris und Umgebung, wo sie vielleicht die Mehr heit der Mandate bekommen werden, haben sie( zujammen mit den mehr oder minder offenen Monarchisten) etwa 263 000 gegen 336 000 antinationalistische Stimmen erhalten. tvie Ausnahmegesetze Lieferung vollwertiger Ware zu suchen." Klingt sehr schön ist aber nicht wahr, denn der Spiritusring hat nicht das wohl der Konsumenten, sondern nur das der Produzenten im Auge, und wenn er sich die Konsumvereine als gute Abnehmer warm hält, so geschieht das, weil er froh ist, dunt sie guten Absatz für den Spiritus zu erzielen und dadurch die vorhandene leberproduktion besser los zu werden, um, sobald es mur möglich, den Preis des Spiritus wieder steigern zu können. Dies wird besonders dann eintreten, wenn es dem Spiritusring gelingt, die noch ringfreie Konkurrenz totzumachen und den Markt zu beherrschen. Gesellschaft dem Ringe spendet, nicht viel, denn es bezieht sich nur Nun besagt ja das Lob, das der Jahresbericht der Großeinkaufs darauf, daß der Ring die Großeinkaufs- Gesellschaft coulant behandelt. aber wahrscheinlich wird der Ning und sein Organ, die Zeitschrift für Spiritusindustrie" noch ein Extrablatt der Freude herausgeben und während der demnächstigen Beratungen über das BranntweinsteuerGesch im Reichstage verteilen lassen, denn einer der Geschäftsführer der Großeinkaufs- Gesellschaft hat auf der Generalversamm lung dieses Instituts, die fürzlich in Braunschweig stattfand, Die Socialisten aller Richtungen dürften, unter Berüd- fich fogar dazu verstiegen, dem Ringe ein Loblied zu fingen, weit sichtigung der ihnen günstigen Stichwahlen( 20-25), einige Mandes Plagwißer Konsumvereins und socialdemokratische Stadter die Preise berbillige! Herr Fell, der frühere Leiter date mehr gewinnen, also im ganzen etwa 45-50( anstatt 43). Nach verordnete, der seit einigen Jahren in die Großzeinkaufs- Gesellschaft dem" Petit Son" würde die revolutionär- socialistische Einigkeit zu eintrat, sagte, nachdem er über den Zuder- und Petroleumring Klage ihren bereits behaupteten 7 Eigen noch 7 Kandidaten in den Stich geführt, wörtlich nach dem offiziellen Bericht, den der Wochen wahlen durchbringen, so daß ihre Fraktion von den bisherigen 18 bericht der Großeinkaufe- Gesellschaft" in seiner Nummer vom 3. Mai Fürst Ferdinand Radziwill: Das Gesetz ist darauf gerichtet, auf 14 Mitglieder steigen würde. Die socialistische Stimmen giebt: die polnische Nation in ihrem materiellen Gedeihen zu untergraben. zahl scheint nach vorläufigen Berechnungen ziemlich Da ist es mir unerfindlich, wie die Herren von der Regierung sich darüber stationär geblieben zu sein, zwischen 750-800 000. wundern, daß wir Polen dies Gesetz als eine horrende Ungerechtigkeit Jules Guesde ist, wie telegraphisch bereits gemeldet, empfinden. Es entspringe einer am Anfang des zwanzigsten Jahr leider von neuem in Roubair unterlegen und zwar mit 8728 gegen hunderts kaum noch möglichen Begriffsverwirrung.( Große 11 660 auf den Textiltönig Motte gefallene Stimmen. Immerhin Unruhe. Glocke des Präsidenten.) hat unser Genosse gegenüber 1898 757 Stimmen mehr gewonnen. Berichtigend ist zu melden, daß Vital- Rousseaug( Jaurèsist) nicht gewählt wurde. Vicepräsident Frhr. v. Manteuffel: Ich rufe den Redner zur Ordnung, weil er die Herren von der Regierung der Begriffsverwirrung geziehen hat.( Bravo!) Fürst Radziwill( fortfahrend): Ich erhebe auch bei dieser GeTegenheit Protest gegen die Unterdrückungspolitik der Regierung. ( Unruhe.) Oberbürgermeister Delbrück- Danzig verteidigt die Ansiedlungskommission, deren Thätigkeit im Osten segensreich gewirkt habe. Damit schließt die Diskussion. Fuselpolitik. Ganz anders stellt die vielfach verrufene Centrale für Spiritusvertvertung fich zu uns. Aus meiner Erfahrung mit diesem Ring muß ich sagen, daß die Centrale vielfach sehr verkannt wird. Hier haben wir ganz zweifellos das ernste Bestreben, die Preise zu verbilligen." Diese Anschauung Fells über das Wesen der Ringe widerspricht vollständig den Thatfachen und beweist nur, daß Herr Fell die ob waltenden Verhältnisse gar nicht fennt. Der Spiritusring hat den Die Wahlresultate find jetzt bezüglich der Socialisten auch Breis für Spiritus in die Höhe zu treiben. von ihm selbst offen ausgesprochenen Zweck, den Wennt für die Provinz bekannt. Danach erhielten: die socialistische um den Spiritusbrennern höhere Erträge zu sichern. so geschicht Partei Frankreichs( Jaurès) 416 755 Stimmen; die socialistischer den Brennspiritus im Preise niedrig hält, revolutionäre Union 223 750 Stimmen; Socialisten, nicht klaffi branntweins um so mehr in die Höhe treibt und dadurch die dadurch, daß er dafür den Preis des Trinkfiziert, 24 147 Stimmen. Die Stimmen für die socialistische ärmsten Schichten der Bevölkerung schädigt. Außerdem hat der Ring revolutionäre Union zerfallen in: franzöfifche Arbeiterpartei nicht einmal den Brennspiritus verbilligt, sondern verkauft ihn mit dies Die ganze Scheinheiligkeit unsrer Agrarier und ihrer Vasallen( Gues diften) 169 716 Stimmen, Blanquiſten 34 527, andre Gruppen enorm höheren Aufschlag als vor Begründung des Ringes bei Die ganze Scheinheiligkeit unsrer Agrarier und ihrer Vasallen 19 507; es giebt das zusammen 664 552 Stimmen. Hierzu kommen Brennfpiritus üblich war. Die gegenwärtig niedrigen Preise des fam in der von uns schon geschilderten Sigung des preußischen die im Seine- Departement abgegebenen 196 175 socialistischen Brenn- und Trinkspiritus sind nicht das Verdienst des Ringes, Abgeordnetenhauses namentlich bei der vielen auf den ersten Stimmen, so daß sich die Zahl der in Frankreich auf socialistische sondern gegen dessen Willen zu stande gekommen, indem jener Blid ganz leiblich erscheinenden Forderung zum Vorschein, wonach Kandidaten abgegebenen Stimmen auf 860 827 beläuft. Sunvieweit famose Denaturierungszwang. durch den der Ring eine Monopol es den Gast- und Schankwirten untersagt werden soll, Branntwein die Zahlen namentlich für die Jaurèsisten, deren Programm auftrieben hatte, hauptsächlich durch die Opposition unsrer Fraktion nicht aufstellung erhalten und dann die Preise ganz enorm in die Höhe gea in andrem als reinem, von Fuselöl und sonstigen gesundheitsschäd- dem legten Kongreß zu Tours festgelegt wurde, zutreffend sind, läßt trieben hatte, hauptsächlich durch die Opposition unsrer Fraktion nicht zum Gesez wurde. Die Forderung lichen Stoffen freien Zustande zu verabreichen. sich mit Bestimmtheit natürlich nicht entscheiden, da, wie schon mehr- Dieser vielfach verkannte" Ring ist nur zu dem Zwed ge= wenigstens nach reinem Branntwein ist völlig berechtigt fach angedeutet, in Frankreich eben viele recht zweifelhafte Kandidaten gründet, durch eine Organisation der Produzenten die Konsumenten auf iven aber fällt die Schinach Schmach der Fuselvergiftung fich im Wahlkampf den Namen Socialist beilegen und leider auch zu schädigen er ist also ein Ring so schlimm wie jeder andre und wenn er jegt noch nicht so brutal auftritt wie der Petroleumring, so nur deshalb, weil er noch nicht wie Nockefeller alle Konkurrenten beseitigt hat. Die Arbeiter, die Mitglieder der Konsumvereine sind, brauchen sich also wegen der Lobrede Fells auf den Ring nicht Gewissensbisse darüber zu machen, daß ihre politischen Vertreter gegen den Ring fämpfen; Fells rosafarbene Schilderung beruht nur auf einer optischen Täuschung. des Volkes Boltes gurid? zurück? Nur auf die Agrarier und ihre Vafallen. Mit aller Energie wird von ärztlicher Seite -GOO als Socialisten anerkannt werden. 218 " Podbielskis Röhrenbruch. Der Verband deutscher Milchhändler fendet uns folgende Erklärung: der Reinigungszwvang für Trinkbranntwein verlangt Schweden, Ueber die Rede, mit der Jaurès am Abend vor der Wahl Norwegen, die Schweiz und Rußland haben ihn längst eingeführt. den Wahlkampf in Carmang abschloß, wird der Petite République" Auch im Deutschen Reich hat der Reinigungszwang einige Zeit geschrieben: wenigstens auf dem Papier gestanden. In das Branntweinsteuer- Unser Wahlfeldzug endete gestern abend mit einer großen, im Geiez vom 14. Juli 1887 wurde auf Antrag des schlauen Miquel Saal der Syndikatskammer der Bergarbeiter abgehaltenen Boltsder Reinigungszwang aufgenommen, diese Klausel aber bereits vor versammlung." Eine große Menge nahm an ihr teil. Unser Genosse Jaurès ihrem Inkrafttreten 1889 wieder beseitigt die Regierung erflärte die Durchführung des Reinigungszwanges„ bei dem heutigen Stand sprach über eine Stunde. Er schloß mit den Worten: der Technik für absolut unmöglich". Hören wir hierüber das Urteil eines übrigens sehr ruhigen Sachverständigen. Dr. med. Alfred Grotjahn schreibt in seinem Buch über den „ Alkoholismus"( Leipzig, Wigands Verlag 1898) G. 221 über die Reinigungszwangsklausel folgendes: „ Leider wurden die diesbezüglichen Bestimmungen auf Drängen„ Aus dem erwachten und warm gewordenen Herzen des republikanischen und socialistischen Carmaux muß ein Wort brüder- Nach der authentischen Mitteilung" der„ Berliner Neuesten Nachder politisch so einflußreichen agrarischen Schnapsbrenner Preußens, lichen Grußes und brüderlicher Hoffnung an alle Republikaner errichten" hätte es sich um einen einzelnen Borfall auf einem Gute welche die Kosten der Rektifikation scheuten, wieder aufgehoben. Auch gehen, die für die Freiheit kämpfen, an alle Socialisten, die für die gehandelt, bei dem durch ein sehr merkwürdiges Malheur große in neuerer Zeit hat die übertriebene Rücksichtnahme der Reichsregierung Gerechtigkeit fämpfen. Ja, an alle Socialisten. Ich habe den Traum Wassermassen in die Milch gelangt wären. Diese Milch fei aber auf die gutsherrlichen Brennereien die Einführung des Reinigungs- von der großen socialistischen Einheit gehegt. Dieser sofort nach der Feststellung zurückgenommen und vernichtet worden. zwanges verhindert. Es ist das um so bedauerlicher, als unter Anwendung Traum hat viele Prüfungen erlitten, ist auf viele Mißverständnisse Wir fonstatieren demgegenüber, daß nicht an einem einzigen der Traubeschen Apparate auch in den kleineren Betrieben sich die gestoßen. Die Mißverständnisse werden gehoben werden und es Tage, sondern am 3., 4., und 5. Dezember 1901 nicht in der " Und jetzt wollen wir in der ruhigen Gewißheit, daß wir unsre volle Pflicht gethan haben, unsern Blick über das Schlachtfeld hinweg lenken, auf dem wir seit 45 Tagen tämpfen. Auf dem ganzen Gebiet Frankreichs ist der Kampf zwischen der Republik und der Reaktion, zwischen dem Proletariat und der alten Welt entbrannt. Uufren an den deutschen Reichstag gerichteten Mitteilungen über die Molterei Karstädt des Herrn Landwirtschaftsministers v. Podbielski ist durch Vermittelung der Berliner Neuesten Nachrichten" eine sogenannte Berichtigung“ zu teil geworden. Wir halten dieser Berichtigung gegenüber unfre sämt lichen Angaben aufrecht, und bemerken, daß wir über jeden Punkt das urkundliche Material verwahren. Molkerei Karstädt, sondern in Berlin festgestellt worden ist, daß die dem Privattläger zugefügte Beleidigung nach Auficht des Gerichts diesen| der " 1 Inzwischen stellen wir auch fest, daß alleiniger Eigentümer Centralmolkerei Karstädt von Podbielski" seit zwei Jahren Se. Excellenz Viktor von Podbielsti ist. Bis vor etiva zwei Jahren Landwirtschaftsministers." Fataler Röhrenbruch! Die ruffische Hungerrevolte Molkerei Sr. Excellenz neben geringwertiger Vollmilch auch ge- nicht allzu fower treffen dürfte und zwar wegen nimmt an Umfang noch immer zu. Bei uns find gegenwärtig, bes wässerte Magermich an ihren Abnehmer in Berlin geschickt hatte. Der notorischen Umstände, die den Privatkläger richtet ein Korrespondent aus Poltaw der Organisation des Am 3. Dezember 1901 ist insbesondere die bon der seiner Zeit veranlaßt hatten, das preußische Revolutionären Rußlands, in sechs Gouvernements Bauernunruhen Podbielskischen Molkerei geschickte Magermilch in dem Laden eines und deutsche Staatsgebiet zu fliehen und ein ausgebrochen, in Woronesch. Podolien, Jekaterinoslaw, Charkow und Berliner Milchhändlers als gewäffert beanstandet und vernichtet sy in der Schweiz zu suchen, erschien eine Geldstrafe Poltaw. In unfrem Gouvernement begann die Bewegung worden. Es wird eine schwere Aufgabe für den Gewährsmann von 30 M. angemessen und ausreichend". folgendermaßen: Jm Dorfe Karlowka befindet sich ein Gut des der Berliner Neuesten Nachrichten" sein, aufzuklären, wie die an Die Angelegenheit wird noch die zweite Justanz beschäftigen, Großherzogs von Oldenburg. Es ist das größte Gut im Gouverne Ort und Stelle selbstverständlich" zurückgegebene und vernichtete und diese wird auch nachzuprüfen haben, ob die dem Kläger vom ment Boltaw. Der Verwalter Scheidmann erhält 24 000 Rubel jähr Misch an drei aufeinander folgenden Tagen ihren Weg nach Schöffengericht zugesprochene Publikationsbefugnis in einem Schweizer lich. Dafür werden denn auch die Bauern von ihm bis zum äußersten Berlin und zwar in verschiedene Milchläden gefunden hat. Ueber Blatte aufrechterhalten werden soll. Es erscheint doch von principieller gefchunden. Sie verhungern hier förmlich. Hierber drangen min den zweiten unglücklichen Zufall, der außer der gewäfferten Bedeutung, daß ein Mann, der sich selbst der deutschen Gerichts- die Flugblätter, mit denen seit Februar die Dörfer reichlich verMagermilch auch noch die Vollmilch geringwertig machte, erwarten barkeit entzieht, diese mit Erfolg zu seinem Schutz vom Auslande sorgt werden. Die Bauern verstanden die Flugblätter auf ihre Art. wir noch eine„ authentische" Erklärung.ind aus anrufen fam und dann noch die Veröffentlichung des deutschen Sie spannten ihre Fuhrwerke an und fuhren mit dem Dorfältesten Urteils in einer ausländischen Zeitung erzwingt. an der Spike zu dem Gutsspeicher und nahmen hier, was sie zu Excellenz Lieber. Der„ Rheinische Kurier" nimmt jetzt die ihrem Unterhalt brauchten. Sie thaten das alles mit einer bes wundernswerten Ruhe, und was die Hauptsache ist, fie fühlten war allerdings der Rittergutsbesiger von Boß Socius des Herrn Erzählungen auf, die über die Versuchung Lieber3" verbreitet sich dabei vollständig in ihrem Recht. Sie erklärten, daß worden sind. Einem Hamburger Korrespondenten des Blattes hat der Hunger fie dazu treibe und daß sie ein solches Leben wie ein naher Verwandter des Dr. Lieber, der sein Hausarzt bisher weiter zu führen nicht mehr im stande seien. Ungefeßliches und intimer Freund war, folgendes mitgeteilt: Nachdem eine Vor- begehen sie nicht, weil sie ja mur Nahrungsmittel nehmen Freifinnige Verteidigung der Mai- Maßregelungen. Die besprechung Dr. Liebers mit einem hohen Würdenträger im Auf- und nur so viel nehmen, als sie zum färglichen Unterhalt schofle Stellung, die der Freisinn schon vor der Maifeier gegenüber trage des Kaisers über irgend eine Ehrung Liebers statt ihrer Familie nötig haben. Einbruch verüben sie, erklären die ben Arbeitern eingenommen hat, beobachtet er auch jetzt nach der gefunden hatte, aber resultatlos verlaufen war, wurde L. zum Kaiser Bauern, ebenfalls nicht. Sie nehmen nur die hinteren Wände der Maifeier. So wirft sich jetzt die Boss. 3tg." in einem Leit befohlen. Derselbe erkundigte sich ebenfalls nach nach seinen Speicher auseinander. Die Flugblätter werden von den Bauern artikel zum Anwalt des Unternehmer- Feualismus auf, der die Wünschen und bot ihm Orden und schließlich auch den Ober- als Dokumente aufbewahrt, mit welchen sie sich vor dem Gericht Arbeiter, die den 1. Mai durch Arbeitsruhe begangen haben, durch präsidentenposten in Kassel an. Aber Lieber dankte für verteidigen wollen. In einem der Dörfer sollen sie den Bopen sogar zeitweilige Aussperrungen gemaßregelt hat. Das freisinnige Blatt alles und bemerfte, er wolle einfacher Privatmann bleiben. Da ſtellt es geradezu als Pflicht der Unternehmer dar, die Arbeiter für habe der Kaiser schließlich gesagt:„ Aber, Herr Doktor, das Bild gezwungen haben, eines dieser Flugblätter von der Kanzel vorzulesen. Die Unruhen begannen am 8. April. die Vermessenheit mittels der Hungerpeitsche zu züchtigen: Ihres Kaisers nehmen Sie doch an?" Dagegen konnte Lieber Die Unterstützung der infolge der Maifeier ausständigen nichts einwenden. Am folgenden Lage sei ein Flügeladjutant in Arbeiter wäre eine Prämie auf den Vertragsbruch und den den Reichstag zu ihm gekommen und habe gefragt, wann er das Bild offiziell überreichen dürfe. Lieber aber habe eine offizielle Feier abgelehnt und gebeten, ihm das Bild einfach zuzusenden. Herr Lieber verstand also die Belohnung für die Flottenvorlage einigermaßen zu würdigen. frivolen Leichtsinn " Die Maifeier durch Arbeitsruhe zu begehen, ist weder durch ein wirtschaftliches oder sociales Bedürfnis, noch auch nur durch die Treue gegen das socialdemokratische Programm oder die Beschlüsse der Parteileitung geboten. Man kann dem Arbeiter gern Erholung gönnen und wird doch bestreiten dürfen, daß er dazu des ersten Mai benötige, kurze Zeit nach Ostern, kurze Zeit vor Himmel fahrt und Pfingsten. Nicht mit Rücksicht auf die Gesundheit des Arbeiters wurde die Maifeier erfunden, sondern als Kraftprobe des Proletariats" gegenüber dem„ Kapitalismus". Die Beseitigung der 45 tägigen Rückfahrkarten war von dem Rh. Cour." und einer Anzahl andrer Blätter als unmittelbar bevorstehend angekündigt worden. Das Wolffsche Depeschenbureau erklärt demgegenüber ermächtigt zu sein, diese Nachricht für völlig erf 2u erklären. In der Umgegend des Dorfes Karlowla befinden sich noch weitere fieben Dörfer im Aufstande und es gesellen fich den Neweitere fieben Dörfer im Aufstande und es gesellen sich den Nevolierenden immer neue zu. Hier sind 400 Kosaken erschienen, in grausam behandelt. Man prügelte sie förmlich zu Tode. Karlowka auch der Gouverneur. Die verhafteten Bauern wurden Am 14. April begannen die Unruhen im Dorfe Kowalewka, wo sich das Gut Trenki befindet. Es wurde dorthin Militär, beordert. Die Bauern waren darüber aber nicht im geringsten verzagt. Sie baten die Soldaten, sich in die Sache, die sie ja nichts anginge, nicht einzumniſchen. Es erfolgte das Kommando zu schießen, zweimal wurden Salven mit Blakpatronen abgegeben, die Bauern warfen fich aber auf die Bajonette, es erfolgte eine dritte Salve, 6 Menschen blieben auf der Stelle. Außerdem gab es viele Verwundete, darunter auch Frauen und Kinder. In das hiesige Krankenhaus wurden zwei Berwundete gebracht. Der eine Trofin Schaida verstarb in der Nacht vom 15. auf 16. April. Er war von zwei Kugeln getroffen. Dem zweiten wurde der Kopf verbunden und er wurde entlassen. Nummehr hat aber der ältere Arzt des Krankenhauses von dem Gouverneur den Befehl erhalten, alle Bauern, die von den res voltierenden Dörfern erscheinen, nicht mehr fortzulassen. Aus Anlaß der Unruhen find arretiert worden der Student Baunstein, der als Hauslehrer bei dem Gutsverwalter Scheidmann lebte, und der Student Alexejenco. Das heißt mit dürren Worten: Die Arbeiter haben einfach nach Die Stichwahl in Celle hat mit dem Siege des National: der Pfeife des Unternehmertums zu tauzen. Sich selbst einen Festtag liberalen Wehl über den Welfen v. 5. Deden geendet. zu schaffen, ist„ frivoler Leichtsinn! Sie sollen sich mit den un Das vollständige Resultat liegt noch nicht vor, doch erscheint es, da freiwilligen Feiertagen" begnügen, an denen sie der Kapita- nur noch wenige fleine Orte ausstehen, ausgeschlossen, daß lismus auf die Straße wirft. Selbst der nicht gerade moderner v. d. Decken, der bisher 10 300 Stimmen erhalten hat, noch den Ideen verdächtige Peter Rosegger urteilte über die Maifeier: Nationalliberalen, der 11 145 Stimmen erhielt, überflügeln könnte. Warum sollte man den Arbeitern das Recht bestreiten, einmal Der Sieg des nationalliberalen Kandidaten ist auf die Stimm nach ihrem Belieben einen Tag zu feiern, da doch so viele Mißig enthaltung der Socialdemokraten zurückzuführen, da der Welfe sich gänger jährlich rund dreihundertfünfundsechzig Tage feiern dürfen. nicht dazu verstehen konnte, bezüglich seiner zollpolitischen Ansichten Unser freifinniges Bürgertum kann sich nicht einmal zu der Höhe der die erforderlichen Erklärungen abzugeben. Auffassung des konservativ denkenden Poeten aufschwingen. Zollwünsche des Centralverbandes. Der Centralverband durch Rittmeister 3. D. von Stietencron erschossenen italienischen Ein andrer Korrespondent berichtet: Es ist schwer, sich die Revision im Prozeß Stietencron. Die Hinterbliebenen des Stimmung vorzustellen, von der die Bevölkerung Boltaws ergriffen deutscher Industrieller sowie der Verein deutscher Eisen- und Stahl Arbeiters Fazzi, deren Entschädigung vom Oberlandesgericht in fürchten, daß das Volk sich auch in den Städten erheben und daß ist. Viele wollen ihre bisherige Wohnstätte verlassen. Alle be industrieller haben zu gleicher Zeit, so schreibt die Korrespondenz des Colmar abgewiesen wurde, haben dieser Tage die Revision gegen sich das Militär auf die Seite der Aufständischen stellen werde. Die Handelsvertrags- Vereins, dem Reichstage eine Reihe von Anträgen fo zur Zolltarif- Borlage eingereicht, welche alles, was man bisher in dieses Urteil beim Reichsgericht angemeldet, so daß sich auch Gutsbesiger haben sich an den Minister des Innern mit der Bitte zollpolitischer Hinsicht von diesen Interessengruppen wußte, in den der höchste Gerichtshof noch mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen gewandt, zur Niederwerfung der Bewegung die äußersten Die beiden Eingaben enthalten nicht nur Anträge auf Zoll- Vor dem Kriegsgericht der 13. Brigade in Mülheim( Nuhr) Derselbe Korrespondent teilt mit, daß die Bauern, bevor sie sich erhöhung für eine große Zahl von Fertigfabrikaten, sondern vor hatte sich am Mittwoch ein Feldwebel des 159. Jufanterie- mit Gewalt in den Besiz der Nahrungsmittel setzten, auf Beschluß allem charakteristisch ist, daß auf eine Reihe unentbehrlicher regiments unter der Anschuldigung des fahrlässigen der Gemeinden die Gutsbesiger baten, ihnen einiges industrieller Rohstoffe und Halbfabrikate Zölle bezw. Zoll- Falscheides zu verantworten. Das Vergehen soll begangen Getreide zu leihen, da sie sonst verhungern müßten. Erst als erhöhungen gefordert werden. Um gleich die wichtigsten heraus- fein in einer Privatklage. Der Vertreter der Anklage beantragte die Bitte abfchlägig beantwortet wurde, nahmen die Bauern den zugreifen, so wird für Blei und Zink die Einführung eines 1 Jahr Zuchthaus, Degradation und Ausstoßung aus dem Heere. Ausweg des Aufruhrs. Die Bewegung umfaßt besonders start die Bolles in Höhe von 10 M. für die Tonne gefordert. Ein gleich Das Urteil lautete auf Freisprechung. Kreise Boltawst, Lubenst, Kobeljanst, Birjatinst. hoher goll wird gefordert für Salzsäure, Schwefelsäure und un Salpetersäure. Schatten stellen. haben wird. Außer für die genannten Positionen werden Bollerhöhungen id vom Centralverband gefordert u. a. für Kleie, Cement, Soda, eine große Zahl feiner seidener, baumwollener und wollener Gewebe, grobe Baumwollgarne, Jutegarn, Lederkernstücke, Papierzellstoff, eine Anzahl Steinmezarbeiten, eine Reihe von Thonwaren, rohes optisches Glas, Werkzeugstahl, feinen Draht, dünne Bleche, eine Reihe von Artikeln der Kleineisen- und Maschinenindustrie u. a. m. Die Agrarier haben also reichlich Gelegenheit, Schulter an Schulter mit uns diese Gelüste des Centralverbandes zu bekämpfen! Ausland. Die amerikanischen Hunnen auf den Philippinen. Gewaltmittel in Anwendung zu bringen. Die Bauern nehmen aus den Speichern das allernotwendigfte und lassen das für die Aussaat notwendige Korn unberührt. Ein dritter Korrespondent teilt mit: Die Procedur der Ver teilung des Getreides unter den Bauern geht sehr friedlich vor sich und geschieht in der Anwesenheit des Gemeinde- Aeltesten, der jedem das Nötige zuteilt. Die reichen Bauern halten sich fern. Dagegen darf niemand von den Aermeren wegbleiben. Auf dem Gute Grinewitsch wurde der Gutsverwalter schiver verlezt und ist bereits seinen Verwundungen erlegen. Er war der erste gewesen, der zu einer Schießivaffe gegriffen hatte, um die Bauern zurückzudrängen. In den Dörfern Kustolowka, Makarowka, Wafiljewka, Andrejewka, Tschutowa und andren, ist das ganze Volk auf den Füßen. Im Dorfe Sotichubejewka, wohin Kosalen geschickt wurden, fand eine schreckliche Metzelei statt. Belgien. Die Zahl der Opfer, die in Löwen durch die Kugeln der Bürgergarde den Tod gefunden, beträgt mit den im Hospital Verstorbenen sechs; außerdem liegen noch fünf im Krankenhaus, wovon den Befehl zum Schießen gegeben, sollen für ihre Verdienste um die einer schwer verwundet. Die Lieutenants Coen und Frère, welche Auch vor den Löwener Gerichten London, 30. April.( Eig. Ber.) Wie es sich herausstellt, haben Roosevelt und fein Kabinett sich nur ungern entschlossen, die amerikanische Schandwirtschaft auf den Philippinen untersuchen zu lassen. Sie wurden vielmehr dazu gezwungen, und zwar durch die 3 wistigleiten zwischen Civil- und Militärregierung in Washington und auf den Philippinen. Dem Major Gardener, jetzt Civilgouverneur in Tayabas( Philippinen), gebührt die Ehre, das Gewissen der VerZur freifinnigen Prinzen- Kandidatur. Die von freieinigten Staaten aufgeweckt zu haben. Noch am 16. Dezember 1901 finnigen Volksparteilern in Lübed in Aussicht genommene Auf beschwerte er sich bei der Washingtoner Regierung, daß das Brennen stellung des Prinzen Heinrich zum Reichstagskandidaten die und Morden von seiten des Militärs die Herstellung friedlicher und übrigens die offizielle Billigung durch die Parteileitung nicht ge- civilisierter Verhältnisse unmöglich machen. Aber die Regierung funden hat veranlaßt die„ Bolts Zeitung" zu folgenden bitteren hat diesen Bericht unterdrückt. Sie teilte ihn dem Glossen: Senate nicht mit. Erst der Generalfommandierende Miles, Wenn die Freisinnigen den Prinzen Heinrich als Kandidaten der mit dem Stabinette auf gespanntem Fuße lebt, beging die vorschlagen, so geschieht dies, da sie dessen politische An- Indiskretion und machte den Senat mit Gardeners Bericht fichten über Getreidezölle, Koalitionsrecht der bekannt. Der Bundesrat verlangte sodann Aufklärung und fezie Arbeiter, Socialpolitit, Finanzreform im eine Specialfommission zur Untersuchung der philippinischen Zustände Ordnung" dekoriert werden. Reiche, Handelsverträge, Reform des Strafvoll ein. Es scheint, daß nunmehr auch die Regierung ihren guten Willen finden zahlreiche Verurteilungen von Personen, die sich angeblich an zuges, Polenpolitit, Jesuitenantrag, Diäten zeigen wollte und stellte den bekannten Major aller unter An- dem Aufruhr beteiligt haben, statt. antrag und hundert andre politische und wirt- flage, die zum Prozesse gegen General Smith führte. Dieser ichaftliche Probleme jedenfalls nicht kennen, Prozeß wird gegenwärtig vor dem Kriegsgerichte in Manila ge= Der Prozeß Mussolino. denn der Prinz hat sich darüber noch nirgends öffentlich ausgelassen-, führt, Die Specialfommission des Bundessenats ging methodisch zu Rom, 28. April.( Eig. Ber.) Gerade als ob es mit dem so geschieht dies, sagen wir, deswegen, weil er ein Prinz ist. Ein Werke und lud zahlreiche Zeugen vor. Unter diesen befand sich der Brinz werde, so meinen sie, die Socialdemokratie um dieser seiner Sergeant Charles Riley aus Northampton, Massachusetts, der Skandalprozeß Palizzolo noch nicht genug wäre, taucht auch noch der Eigenschaft willen aus dem Felde schlagen. in dem philippinischen Feldzuge gedient hatte. Er hat einer Prozeß Mussolino auf, von dem die Stadt Lucca profitiert, Daß diese Anschauung in freisinnigen Köpfen Wurzeln faffen Wafferkur" beigewohnt, der ein philippinischer Bürgermeister auf um ihre Saison" zu beleben, indem sie zu dieser Gelegenheit und mit großem Ernste öffentlich vorgetragen werden kann, ist Befehl und in Gegenwart der amerikanischen Offiziere: Kapitän Theatervorstellungen und Pferderennen veranstaltet. Alles muß in für die politische Entwidelung eines gewissen Glenn, Lieutnant Conger und Militärarzt Lyon unterworfen wurde. diesem Lande der Hoteliers dazu herhalten, in Geld zu machen. Und der Gerichtshof und die Advokaten haben frendig die GeTeiles des freisinnigen Bürgertums ungemein Riley erzählt:. bezeichnend." legenheit ergriffen, um die fchamloseste Reklame zu treiben. Sie führen die blödsinnigsten Zwischenfälle nicht nur herbei, sondern pflegen sie auch liebevoll, sie ziehen Wochen hindurch einen Prozeß in die Länge, der in wenigen Tagen beendet sein könnte. Und das Publikum erfreut sich frankhafterweise an diesen Vors gängen und klatscht dem größenwahnsinnigen Briganten Beifall, ja eine Frau zündet sogar für ihn der Madonna Kerzen an. Welcher Erziehung bedarf noch dieses arme von Pfaffen und Gannern forrumpierte Bolk! " " " Es war in der Stadt Igbaras, Provinz Jloilo, am 27. November Die Kreuz- 3eitung", die die Vertretung eines oft 1900. 2ir wurden vor ein kloster geführt. Im Sorridor des Klosters stand preußischen Wahlkreises durch einen Hohenzollernprinzen, wie der Bürgermeister der Stadt, ein Mann im Alter von etwa 40 Jahren. sie durch den Prinzen Friedrich Karl von Preußen ja Sein Oberkörper wurde ganz entblößt, feine Hände wurden nach bereits stattgefunden hat, für ganz in der Ordnung hält, findet eine hinten gebunden. Offiziere und Soldaten umringten ihn. Der solche Kandidatur von Freisims Gnaden doch nicht recht angemessen. Mann wurde sodann unter einen Wasserbehälter von etiva 100 Gallonen Sie meint: ( 600 Liter) geworfen. Sein Mund wurde direkt unter den Kran ge" Daß preußische Prinzen in Volfsvertretungen gewählt werden, drückt und geöffnet, so daß der Gefolterte das laufende Wasser in ist ja nichts Neues. Nahm doch sogar der nachmalige König und sich aufnehmen mußte. Ileber ihm stand ein Dolmetscher, der das Raifer Wilhelm I. im Jahre 1848 eine Wahl in die National- Wort„ Gestehe alles" wiederholte. Nach einer Weile erklärte der versammlung an, ohne sich freilich an deren Beratungen und Ab- Bürgermeister, alles sagen zu wollen. Kaum von der Folter befreit, stimmungen wesentlich zu beteiligen. Und Prinz Albrecht von weigerte er sich wiederum, das von ihm verlangte Geständnis zu Breußen, der jüngste Bruder des Königs und Wilhelms I., war machen. Da wurde eine Kanne mit etwa 25 Liter Wasser gebracht. Mitglied des Norddeutschen Reichstags. Beide Brinzen Ein Saugrohr wurde dem Manne in den Mund gelegt und ihm von fchloffen fich der konservativen Fraktion Indessen dem Inhalt der Kanne in den Magen gepumpt. diese Präcedenzfälle fönnen hier nicht zum Vergleich herangezogen Troßdem blieb der Gefolterte standhaft. Es wurde ihm sodann ein werden. Die Wahl der Prinzen Wilhelm und Albrecht war von zweites Saugrohr in die Nase gelegt. Auch das half nicht. Schließ vornherein gesichert; ein Wahlkampf ging ihr nicht voraus. lich wurde Salz in das Wasser geworfen. Dieses Mittel hatte den Anders liegen die Dinge in Libed. Einen Prinzen des fönigl. gewünschten Erfolg." Hauses den Gehässigkeiten der socialdemokratischen Agitatoren und der Möglichkeit eines Wahl- Mißerfolges auszusehen, ist ein Gedanke, dessen auch ein freisinniger Verein nicht fähig Wie man sieht, teilt selbst das konservative Organ die byzan tinische Illusion der freifinnigen Mannesseelen nicht, daß ein Bring sich nur auf den Schild erheben zu lassen brauche, um in die Bolts Vertretung gewählt zu werden. fein sollte." an. Italien. lo England. Der Brot und Mehlzoll, der dem englischen Volte auferlegt ist, um auf diese Weise die Kosten des südafrikanischen Strieges decken zu helfen, beginnt sich der Bevölkerung fühlbar zu machen. Man hatte dem Wolfe nach berühmten Mustern vorgeredet, daß der Zoll, ber nur ein geringer sei, auch die Brotpreise nur in geringem Maße beeinflussen werde, und wenn die Ernte gut ausfalle, dann würde alles all right sein. Jegt kommen aber von überall her Nachrichten, daß die Brotpreise steigen, und zwar bei weitem mehr steigen, als nach den Zollfäßen angemessen wäre. So erhöhten die Bäcker von Die Aussagen Rileys wurden von dem Gemeinen William Smith Bristol den Preis des Brotes II. Qualität von 3/2 auf 41/2 Bence aus Athol, Massachusetts, der in demselben Regiment gedient hatte,( von 28 auf 36 Pf.) und des Brotes I. Güte von 4/2 auf 5 Bence vollinhaltlich bestätigt. Smith hat noch zwei andren Wasser-( von 36 auf 40 f.). Daraus ist ersichtlich, daß die arme Bevölkerung furen" gegen eingeborene Bolizeibeamte beigewohnt. Ebenso nicht bloß deswegen, weil sie das meiste Brot ißt, sondern auch hat er an der Einäscherung der Stadt Igbaras teil- dafür, daß sie das schlechtere Brot genießt, durch den Zoll bestraft genommen. wird. Auch die Londoner Bäcker nügen den Zoll aus, um die BrotSelbstredend werden diese Greuelthaten von der anti- imperia- preise in umgebührlicher Weise hinaufzuschrauben. listischen Bresse, besonders von der mutigen und geistvollen New Yorker Evening Post" zur Aufrüttelung des amerikanischen Voltes ausgenugt. Gerichtsnotorisches über Normann- Schumann. Die schrift liche Begründung des Urteils, das vom Berliner Schöffengericht in Erst der Senat und die Evening Post" haben den Präsidenten der Klagesache des bekannten Normann Schumann gegen die Roosevelt zu seinem Eingreifen veranlaßt. Berliner Morgenpost" gefällt worden ist, enthält einen interessanten In Deutschland wären die Redacteure der Evening Post" schon Beitrag zur Charakteristik des Klägers. Nach Ansicht des Gerichts längst als Staatsfeinde behandelt worden. Eine moderne Demowar die unzutreffende Meldung, daß Normann- Schumann aus fratie mag noch so torrupt sein, die Preßfreiheit und die Kritik sind Luzern ausgewiesen sei, zwar geeignet, diesen in der öffentlichen Meinung ihr trotzdem heilig. herabzufezen, aber mit Rücksicht darauf, daß die vom Angeklagten Norwegen. Sigurd Jbsent. Unter den neuen Männern des Ministeriums ist Sigurd Ibsen der einzige, der von der konservativen wie von der liberalen Presse mit ungeteilter Anerkennung begrüßt wird, trotzdem, abgesehen von der Unionsfrage, über seine politische Stellungnahme in weiteren Kreisen große linkenntnis herrscht. Die hierüber offenbar besser unterrichtete konservative Zeitung Morgenbladet" schreibt mun unter anderm über S. Jbsen:„ Er billigt nicht die sociale Gesetzgebung und die Steuerpolitik, die gegen die be fizenden Klaffen gerichtet ist." Socialdemokraten" bemerkt hierzu, straße 55, eine Mitgliederversammlung ab. Referat wird in der der Diebstähle wurde ihnen nicht schwer gemacht, denn das Geschäftslokal daß die sociale Gesetzgebung und die Steuerpolitik, die nicht gegen Versammlung bekannt gemacht. Gäfte willkommen. die befizenden Klaffen gerichtet ist" jedenfalls gegen die besiglosen Rigdorf. Die Frauen Nigdorfs werden darauf aufmerksam Selaffen gerichtet sein muß, und stellt ferner fest, daß auch die jetzt gemacht, daß am Montag, den 5. Wai, abends 81/2 Uhr, eine öffentvorgenommene formelle Veränderung in der Zusammensetzung der fiche Frauenversammlung stattfindet. Referent: Dr. Silberstein. Regierung nur einen weiteren Schritt in Bezug auf die Zurüdjegung Um pünktliches Erscheinen bittet Die Vertrauensperson. der Jntereffen der besiglosen Klassen bedeutet. gefunden. Rußland. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. lag zu ebener Erde und war nur durch eine nicht verschlossene Thür und eine leicht hoch zu hebende Rolljalousie gesichert. Allerdings befand sich ein wachsamer Hund in dem Geschäftslokal, dieser verhielt sich aber ruhig, weil er den Wolff als Angestellten des Geschäfts kannte. Zum Ueberfluß ist der Hund anscheinend vergiftet worden, denn er wurde eines Tages so frank, daß er getötet werden mußte. Als Herr Kosse den Verdacht hegte, daß er bestohlen wurde, ließ er die Noll: jalousie mit Sperrhaken versehen und die Thür mit einem Sicherheitsschloß ausrüsten. Troßdem fanden Wolff und Däbel Eins gang in die Geschäftsräume und stablen wieder einige Stücke Stoff. Wolff fegte die Diebesbeute bei Borchers u. Schimanski ab, die ihn gewöhnlich verabredetermaßen am Alexanderplatz oder auf dem dortigen Bahnhofe erwarteten. Für das Stück Stoff wurden durchschnittlich 5-6 m. bezahlt. Borchers setzte die Hehlerwaren zus meist bei Resterhändlern ab, Schimansti hausierte damit in Kneipeir ständig. Der Gerichtshof verurteilte Borchers und Schimansti zu und auf Hintertreppen. Die Angeklagten waren im allgemeinen geje einem Jahr 9 Monaten Gefängnis, die Angeklagten Wolff, und Däbel zu je einem Jahr drei Monaten Geimposant besuchten Versammlung als Antwort auf die Aussperrung Die Maler und Auftreicher in Posen beschloffen in einer bei der Firma Petersen am Sonnabend, den 3. Mai, die Einführung es eingereichten Lohntarifs zu verlangen, und zwar in allen Geschäften, und bei Nichtanerkennung desselben die Arbeit nieder- fängnis. zulegen. Die Dresdener Gewerkschaften haben gestern mittag den Schwanengasthof" als Gewerkschaftshaus angetauft. Der Streit der Wehrpflichtigen in Finnland. Bis zum 26. April hatten sich in 57 Kommunen Finnlands, wo die Musterungen der Wehrpflichtigen stattgefunden haben, von 4622 Gestellungs Achtung Vergolder! Wegen Differenzen bei der Firma pflichtigen nur 1865 eingefunden. In einer Anzahl andrer Kom- Kunzendorf, Mustauerstr. 29, ist Buzug bis auf weiteres fernzuhalten. munen konnten überhaupt keine Musterungen stattfinden, weil die Die Ortsverwaltung der Filiale Berlin. Musterungssekretäre sich weigerten zu affistieren. Das Hofgericht Deutsches Reich. in Aabo hat in einem Schreiben an den finnländischen Senat erklärt, daß das Gericht irgend welche Schritte zur Durchführung der Musterungen weder unternehmen kann noch will. Die Verhandlung gegen Balmaschow hat, wie das W. T. B. meldet, entgegen anderslautenden Meldungen, noch nicht stattBon andrer Seite wird noch berichtet: Die Untersuchung ist abSchwurgericht des Landgerichts II zu befinden. Die noch in jugendUeber einen echten Dummenjungenstreich hatte gestern das geschlossen, die Akten sind dem Kriegsgericht übergeben. Bu dessen PräfiDenten ist General v. Often- Sacken ernannt, außerdem werden sechs Richter lichem Alter stehenden Eisendreher Mulack und Ziedrich hatten aus verschiedenen Regimentern der Verhandlung beiwohnen. Augen- Der Ausstand der Schuhmacher bei der Firma Lilder u. Co sich wegen vorfäßlicher Gefährdung eines Eisenblicklich ist Balmaschow ernstlich erkrankt, eine Influenza typhöser ist nach fünfwöchentlicher Dauer leider als aussichtlos für beendet bahn- Transports zu verantworten, ein Vergehen, welches Art hat ihn befallen, außerdem konstatierte der Arzt, daß Balmaschow erklärt worden. Der Firma war es gelungen, Arbeitswillige zu nach§ 315 Strafgesetzbuch mit Zuchthaus bestraft wird. Beide An schwindsüchtig ist; es dürfte ihm also in keinem Falle eine lange finden, die durch Monteure mit der Behandlung der Maschinen ver- geklagte hatten in der Nacht zum 18. Oftober v. 3. in Brizz mit Lebensdauer beschieden sein. Man nimmt an, daß die Todesstrafe, traut gemacht wurden. Es sind noch 36 Personen mit 68 Kindern mehreren andren jungen Lenten gekneipt und waren auf der er sicher verfallen werde, vom Zaren in Zwangsarbeit um aufs Pflaster geworfen und unterstüßungsbedürftig. Es ergeht an dem Heimwege allerlei Dummheiten aufgelegt. Int gewandelt werden wird. Während der ganzen Untersuchung hat die Arbeiterschaft die Bitte, die ausgesperrten Opfer des Kampfes zu ihrer animierten Stimmung rissen riffen die jungen Burschen Balmaschow auch nicht die geringste Aussage gemacht, er beobachtete unterstügen. Wenn auch vorläufig die Organisation diefelben unter einen Baun ein und als sie bei dem Gehöft eines Schmiedes vielmehr ein konsequentes Schweigen. stützt, ist doch nicht abzusehen, wie lange dieselben noch ohne Arbeit in der Chausseestraße vorbeikamen, rollten die beiden Angeklagten sein werden. Alle Sendungen find an Franz Geppert, zwei daselbst in einem Winkel stehende Räder hinaus und ließen sie Wurzen- S., Stadt Wien, zu richten. zwischen den Schienen der von dort nach Berlin führenden Straßenbahn liegen. Als der von Britz nach Berlin fahrende Motorwagen an der betreffenden Stelle angelangt war, gab es plöglich einen Krach und der Fahrer, der sofort den Wagen zum Stehen brachte, entdeckte das zwischen den Schienen liegende Rad. Inzwischen war Die Weberaussperrung in Enschede. Die von dem kgl. auch der von Berlin kommende Wagen dorthin gelangt, der Fahrer Kommissar der Provinz vorgenommenen Einigungsversuche sind an war durch das Licht des auf dem andern Geleise haltenden Wagens dem Widerstand der Unternehmer endgültig gescheitert. Wie gewarnt worden, er fuhr ganz langsam und entdeckte rechtzeitig, daß auf schädigend die Fabrikarbeit in Enschede auf die Frauen einwirkt, feinem Geleise ein Rad lag. Die beiden llebelthäter behaupteten das beweist der Umstand, daß dort im Februar d. J. die Zahl der gestern, von der ganzen Sache nichts zu wissen, weil sie betrunken Der Staatsanwalt plädierte auf Schuldig, Rechtstotgeborenen Kinder auf 1000 Geburten berechnet 93,33 gewesen seien. betrug, während in Delft nur 12,05, in Amsterdam 26,16, in weil erwiesen sei, daß deffen Rad die Schienen nicht erreicht hatte avalt eine empfahl dagegen die Freisprechung des Mulack, Rotterdam 41,10 Totgeborene auf 1000 Geburten tamen. und die Verurteilung des giedrich nur wegen Fahrlässigkeit. Die Geschworenen erklärten beide Angeklagte der fahrlässigen Gefährdung eines Eisenbahntransports schuldig und der Gerichtshof verurteilte Mulad zu 1 Monat, 8iedrid zu 3 Wochen Gefängnis. Zur Lage in Rußland. Der„ Matin" weiß aus Petersburg zu melden, General Bobritoff werde die Nachfolger fchaft Kuropatkins als Kriegsminister antreten und Admiral Alexejew werde den Grafen Lamsdorff im Auswärtigen Amte erfeßen. Weiter berichtet das Blatt, der Ernst der Lage in Mittel- Rußland sei un Ieugbar; großes Aufsehen errege die Thatsache, daß General Magomirow, Gouverneur von Charkow, und eine Reihe andrer hoher Beamter aus den Bezirken Charkow und Bultawa den Minister des Innern von Plehive sofort nach Petersburg zurück begleitet haben. Amerika. Erfolge der venezolanischen Infurgenten. Das Reutersche Bureau erfährt über Curaçao, daß die venezolanische Regierung Cumana den Aufständischen hat überlassen müssen. Legtere zählen 2750 Mann und dürften bereits am 27. April in die Stadt eingezogen sein. Die Lage werde selbst von der Regierung als kritisch angesehen.Partei- Machrichten. " Eine Maifest Nummer hat die Socialdemokratische Nebue", Organ der socialdemokratischen Partei des Königreichs Bolen und Litauen herausgegeben. Das Blatt wird in Zürich herausgegeben. Der bayrische Landesparteitag wird auf den 15. und 16. Juni nach Ludwigshafen einberufen. Es wird neben den geschäftlichen Angelegenheiten über das Landtags- Wahlrecht und ein Gemeindeprogramm beraten werden. Polizeiliches, Gerichtliches usw. " Es wurde schließlich nach mehrmaliger Bertagung vom Gericht Es wurde schließlich nach mehrmaliger Bertagung vom Gericht festgestellt, daß der Bürgermeister in der That fahrlässig eine falfche Aussage gemacht habe. Der Staatsanwalt begnügte sich deshalb auch damit, gegen Schilling 9 Monate und gegen Günther 6 Monate Gefängnis zu beantragen. Das Gericht erkannte auf 20 M. Geldstrafe gegen jeden Angeklagten. Bei der Firma Oberrheinische Schiffahrts- Aktiengesellschaft in Manheim haben 60 Mann wegen einer 30 prozentigen Lohn herabsetzung die Arbeit niedergelegt. Ausland. " Versammlungen. Die Aussperrung der dänischen Hafenarbeiter und Seelente. Der Ausschuß des Gesamtverbandes der Gewerkschaften" hatte der dänischen Arbeitgeber- Bereinigung am 28. April mitgeteilt, daß die in den Schriftstücken vom 21. Januar und 18. April angekündigte Arbeitsniederlegung der dem Gesamtverband angehörenden Seeleute und Hafenarbeiter bezüglich der Schiffe der Needer: bereinigung am 30. April abends 6 Uhr in Kraft treten soll und daß die Kutscher alle Zu- und Abfuhr an den Der Interessen- Verein der Kiftenmacher nahm in einer am Schiffen und Schiffen und Geschäftslokalen der Reedereivereinigung vom 28. v. Mis. abgehaltenen Generalversammlung die Abrechnung vom 12. Mai ab einstellen. Diese Frist bis zur Eröffnung legten Quartal entgegen. Demnach beträgt die Einnahme 796,35 W., des Kutscherstreiks ist durch das Uebereinkommen mit den Arbeit die Ausgabe dagegen 579,75 M., der Generalbestand beziffert sich gebern vom 5. September 1899 geboten. Der Ausschuß teilt der auf 1902,55 M. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender Arbeitgeber- Vereinigung" zum Schlusse noch mit, daß der Gesamt- Judel, 2. Borsitzender Hunger, 1. Staffierer Haute, verband nach wie vor noch zu Verhandlungen be- 2. Kaffierer Sprung, 1. Schriftführer Deutler, 2. Schriftreit ist. führer Barnak, und Splinter, Bartholomäus und Torfste cher zu Revisoren. Zum Delegierten beim GewerkschaftsStartell wurde Wolter gewählt. Zu der Aussperrung bei der Firma Stolz wird beschlossen, alles mögliche aufzubieten, um für uns ein günstiges Resultat zu erzielen. Gerichts- Beitung. Der englische Bolltarif. Kassel, 2. Mai. Vor der hiesigen Straffammer wurde heute die Die Unternehmer haben eine größere Anzahl russischer und Beleidigungsklage zu Ende geführt, die von der Staatsanwaltschaft polnischer Streifbrecher gesammelt, die fie auf Larsens Plads ängst im öffentlichen Interesse gegen Genossen Thiel als ehemaligen lich von jeder Berührung mit der Außenwelt abgesperrt halten. Am Redacteur unfres dortigen Partei- Organs wegen Beleidigung einiger Sonntag fam es hier zu einem gewaltigen Spektakel und zu einem Berliner Militäranwärter erhoben wurde. Die in erster Justanz Busammenstoß mit der Wachtmannschaft. Die Russen wollten hinaus Eine außerordentliche Generalversammlung der Fliesenfestgesette Strafe von sechs Wochen Gefängnis wurde aufgehoben, in die Stadt, es gelang ihnen aber doch nicht zu entschlüpfen. und dafür eine Geldstrafe von sechzig Mart verhängt. Der Am Montag fam ein Schiff mit 112 russischen Streitbrechern an, die leger beschäftigte sich Montagabend bei Schulz, Grenadierstraße, Einwand des Angeklagten, daß die Legitimation der Strafantrag nach Larsens Plads geführt wurden. Dort sollen jetzt insgesamt mit der Antwort der Unternehmer über die gepflogenen Versteller erst nach 6 Monaten erfolgte und somit der Strafantrag nicht 150 Leute gesammelt sein. Für die nächsten Tage werden noch handlungen wegen Festlegung eines neuen Lohntarifs. Der Vorstand berichtet, daß Besprechungen, vor dem Gewerbegericht mit friftgerecht geftellt sei, wurde zwar als nicht stichhaltig verworfen, weitere 300 Ruffen erwartet. ebenso die behauptete Wahrung berechtigter Interessen, doch billigte Weberaussperrung in Göteborg. 600 Arbeiter der Weberei- dem Vertreter des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe, Kugler, ihm die Straffammer eine Reihe andrer von ihm angeführte Aktiengesellschaft Claes Johansson u. Co. in Krokslätt bei Göteborg unter Vorsitz des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz stattgefunden haben. Er habe, um eine Einigung zu erzielen, den bisher vermildernde Umstände zu, die das Vergehen in einem erheblich sind eines unbedeutenden Anlasses wegen ausgesperrt worden. langten Stundenlohn von 80 Pfg. auf 77/2 Pfg. ermäßigt, auch milderen Lichte erscheinen lassen und daher trotz der zahl sonst einige 8ugeständnisse vorbehaltlich der Zustimmung der reichen Borstrafen die Festsetzung einer geringfügigen Geldstrafe Versammlung gemacht; etwas Bindendes sei jedoch daselbst rechtfertigen. nicht vereinbart. Jetzt sei ihm vom Gewerbegerichtsdirektor die Der falschen Aussage vor Gericht war in einer Notiz Eine tolle Fahrt, die der Schlächtergefelle Robert Nachricht zugegangen, daß die Unternehmer nicht die Absicht des Boltsblattes für Anhalt der Bürgermeister von Gleue am 20. Januar unternahm, führte ihn gestern unter der haben, eine Tarifvereinbarung mit dem Verein abzuschließen; Harzgerode beschuldigt worden. Daran knüpfte fich ein langwieriger Anklage der schweren und der fahrlässigen Körperverlegung sowie des fie geben vielmehr anheim, der Verein möge sich den Beleidigungsprozeß gegen den verantwortlichen Redacteur des Blattes, Genoffen Günther, sowie gegen den Verfasser der Notiz, groben Unfugs vor die I. Hilfsstraffammer des Landgerichts I, Vereinbarungen anschließen, welche die Arbeitgeber mit der neu gewelche ihre Sigungen unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats gründeten Organisation Freie Vereinigung der Fliesenleger" vor Genoffen Schilling aus Harzgerode. Haberstroh im neu eingerichteten Gerichtsfaale begann. An dem ge- dem Gewerbegericht abgefchloffen haben. Nach längerer Diskussion nannten Tage fuhr der Angeklagte mit dem Geschäftswagen feines befchließt die Bersammlung, diese Bumutung der Unternehmer entVaters von der der Central- Markthalle nach Weißensee. Neben schieden abzulehnen. Der tariflose Zustand bleibt also für den trieb der Angeklagte fein Pferd dermaßen an, daß es im ihm saß der Schlächtergeselle Rothe. In der Schönhauser Allee größten Teil der Fliesenleger bestehen. Galopp durch die Straße jagte. Auch am Streuzungspunkte ber Lehte Nachrichten und Depeschen. gängerverkehr herrschte, mäßigte er die Gangart des Pferdes nicht, wo ein starker FußSchönhauser Allee und Kastanien- Allee, wo ein starker Fußrücksichtslos jagte er durch die Menschen, die sich beeilen mußten, London, 3. Mai.( W. T. B.) Das heute in endgültiger Form um ihre Knochen in Sicherheit zu bringen. Viele Verwünschungen veröffentlichte Finanzgefes fezt einen Zoll von 3 Bence fest für den Aus Industrie und Handel. folgten dem Zuhrwerk. Der Arbeiter Dehnice, der auch hatte zur Centner Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Mais, Buchweizen, Erbsen Seite springen müssen, rief dem Angeklagten zu, er solle doch nicht( nicht ( nicht frisch), Johannisbrot, Linsen, Der internationale Schiffahrtstruft. Wie der" Daily so schnell fahren. Als Antwort schlug der Angeklagte ihm mit der eis( anderen als ganzen und gereinigten) und Abfälle der Expreß" mitteilen tann, betrifft die Haupttlaufel der Vereinbarung Beitsche um die Ohren. Dehnice versuchte darauf, von hinten den erwähnten Artikel; ferner einen Zoll von 5 Bence auf Mehl und zwischen Pierpont Morgan und der White Star- Linie den Wagen zu erklimmen, mußte aber davon abstehen, weil der An- Grüße aus obigen Artikeln sowie auf Stärke, Arrow- Root, Kassavaabsoluten Bertauf des gesamten Eigentums der geklagte fortwährend mit der Peitsche auf ihn einschlug. Die Menge Gesellschaft an den Schiffahrtstrust. Wie verlautet, schließt die war empört, ein andrer Arbeiter fiel dem Pferde in die Bügel, um Bulver, Tapioka, Kartoffelmehl, Sago, Malz, Berlgraupen und Reis( ganz und gereinigt). Das Gesetz bestimmt ferner: Vereinbarung auch die neuseeländischen und australischen Zweige des das Fuhrwerk zum Stehen zu bringen. Der Angeklagte gab nun Bom 7. Mai ab wird auf zur Wiederausfuhr bestimmte Unternehmens und alle seine Beteiligungen an anderen Gesellschaften dem neben ihm fizenden Rothe die Bügel und schlug abwechselnd Artikel der obenbezeichneten Arten, welche in Großbritannien ein. Eine New Yorker Drahtung des Blattes meldet, der vom auf den Arbeiter und das Pferd ein. Das Tier machte einen heftigen und Irland einen Fabrikations- oder Zubereitungsprozeß durchMorgan- Trust an die White Star- Linie gezahlte Kaufpreis betrage Seitensprung und der Arbeiter kam zu Falle. Er wurde unmittelbar gemacht haben, Rückvergütung des gezahlten Bolles gewährt. Ferner neun Millionen Pfund Sterling. darauf vom Wagen überfahren und blieb mit erheblichen Verlegungen wird Rüdvergütung gewährt auf in Großbritannien und Frland zuGeschäftsberichte der Aktiengesellschaften. Die Waffen am Boden liegen. Nun fiürmte eine größere Menge gegen den Wagen, bereitete Waren, zu welchen vom Auslande eingeführte Getreidearten fabrit Mauser hatte im vorigen Jahr einen Reingewinn von der endlich zum Stehen gebracht wurde. Der Angeklagte wurde vom benutzt sind. Die Rückvergütung erfolgt in der Höhe des für solche 106 581 M., Dividende 5 Proz. Die Attiengesellschaft für GI a 3- Bod heruntergeriffen und von vielen Seiten mit Schlägen bedacht. eingeführte Getreidesorten gezahlten Bolles. Rückvergütung wird industrie vorm. Siemens in Dresden beziffert den Rein- Der Staatsanwalt führte aus, daß das unverantwortliche Verhalten ferner gewährt auf in Entrepots gelagerte Artikel, die zum Gebrauch getvinn auf 460 991 M.( im Vorjahre 441 508 M.). Dividende des Angeklagten nur durch eine Freiheitsstrafe zu fühnen sei, er be als Schiffsvorräte bestimmt sind. 18 Proz.- Die Maschinenfabrik Buckau Aft.- Ges. in antragte gegen ihn 3 Monate Gefängnis, 1 Woche Haft und 10 M. Magdeburg berechnet ihren Reingewinn auf 394 793 m.( 484 052 M.) Geldstrafe. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Leonh, Friedmann, bat, Dividende 12 Proz.( 14 Proz.). Buzke u. Co. erzielten einen gegen den noch jugendlichen, bisher unbescholtenen Angeklagten Milde Reingewinn von 84 162 M.( 108 135 M.). Dividende 22 Broz.( 3 Broz.)- walten zu lassen und ihn zu einer, wenn auch empfindlichen Geld Die Stettiner Maschinenbaugesellschaft Vultan" in Stettin ver- ftrafe zu verurteilen. Der Gerichtshof folgte diefem Antrage und geschätzt. teilt 14 Broz. Dividende. Wie in dem Jahresbericht mitgeteilt wird, erkannte auf eine Geldstrafe von insgesamt 560 M. beabsichtigt die Gesellschaft an der Nordsee eine Zweigniederlassung Berfchlungen ungetreuer Hausdiener unterlagen gestern der Hamburg, 3. Mai.( W. T. B.) Die in der vorletzten Nacht zu errichten, die vornehmlich dem Schiffsbau dienen soll. Die Prüfung der zweiten Straflammer des Landgerichts I. Wegen aus der Frrenanstalt in Friedrichsberg Entwichenen, August I usenChemischen Werte vorm. Albert bei Biebrich verzeichnen einen Diebstahls und Hehlerei hatten sich der Hausdiener August borf und Schlächter Victor Müller, find, wie der Hamburgische Reingewinn von 2 383 361 W.( 2 089 994 M.) Dividende 13½½ Proz. Borchers, der Hausdiener Wilhelm Wolff. Arbeiter Hermann Korrespondent" meldet, hier in der vergangenen Nacht bei einem ( 12/2 Proz.) Däbel und Handelsmann Karl Schimansti zu verantworten. Einbruchsdiebstahl abgefaßt und in Haft genommen worden. Die beiden ersten Angeklagten waren nach einander als Hausdiener Euskirchen, 3. Mai.( W. T. B.) Heute mittag 1214 Uhr in dem Tuch- und Leinenwaren- Engrosgeschäft von Rosse in entgleifte unmittelbar vor der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof der Prenzlauerstraße thätig und haben ihren Arbeitgeber fort der von Düren tommende Güterzug 4081; die Ursache der Ents geſetzt in umfangreicher Weise besiohlen, indem sie aus dem gleisung ist unbekannt. Das Geleis Euskirchen- Düren ist vorläufig Lager ganze Stüde Tuche wegschleppten. Anscheinend sind sie gesperrt, der Personenverkehr wird durch Umsteigen bewerkstelligt. von Schimanski, der ihnen die gestohlenen Waren abnahm, augestiftet Der Materialschaden ist nicht sehr bedeutend. worden, denn dieser soll zu ihnen u. a. gesagt haben:" Den alten Schemacha, 3. Mai.( W. T. B.) Gestern abend um 7 Uhr Juden müßt ihr nehmen, was er wert ist. Wolff befolgte diese 10 Minuten wurde hier ein schwacher Erdstoß verspürt. freundliche Anregung auch vollkommen, verübte fort und fort Dieb Peking, 3. Mai.( Meldung des Neuterschen Bureaus".) Bei stähle und setzte sein verbrecherisches Treiben in Gemeinschaft mit dem Aufstand in Chengtingen wurde ein französischer dem Angeklagten Däbel noch fort, nachdem er schon entlassen war. Priester ermordet. Die Gesandten dringen darauf, daß die ReBeide find geständlich etwa 20 mal morgens gegen 6 Uhr, nachdem gierung den Aufstand unverzüglich unterdrüde. Der französische Der granen und Mädchen- Bildungsverein Rigdorf hält die Hausthür geöffnet war, in das Roffefche Geschäftslotal gegangen Gesandte wird einen Sekretär in das Aufstandsgebiet entfenden, der am Dienstag, den 6. Mai, abends 81/2 Uhr, bei Henneweg. Berliner- und haben das erste beste Stück Tuch mitgehen heißen. Die Ausführung eine Untersuchung anstellen soll. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin " Aus der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 5. Mai, abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Stom mandantenstr. 20, Vorlesung aus Ellen Keys Essays über Ibsens Individualismus" 2c. Diskussion. Gäste willkommen. Der Vorstand. Ju Schöneberg findet Dienstag, den 6. Mai, abends 8 Uhr, im Klubhause, Hauptstr. 5/6, eine öffentliche Gewerkschaftsversammlug für alle Branchen statt, wozu die Vertrauensperson alle Arbeiterinnen und Arbeiter einladet. Kairo, 8. Mai.( W. T. B.) Vorgestern wütete in Mit- Ghamr am Damiette- Arm der Nilbildung eine Feuersbrunst, bei der 50 Menschen ums Leben tamen. Etwa 1000 Säufer und 200 Kaufläden find eingeäschert; der Schaden wird auf 4 Millionen " & Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 103. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 181. Sigung vom Sonnabend, den 3. Mai 1902, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstisch: Nieberding, Graf Posadowsky. Der Präsident erbittet und erhält die Ermächtigung, dem Kaiser die Beileidsempfindungen des Reichstags anläßlich des Todes des Brinzen Georg zu übermitteln. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Beratung des Geschentwurfs betr. Abänderung des§ 7 der Strafprozeßordnung ( Fliegender Gerichts stand). Abg. Lenzmann( frf. Bp.): Ich möchte lediglich die verbündeten Regierungen zu einer Aufklärung veranlassen. Ist es nach dem giveiten Satz der Vorlage zulässig, daß wenn der Beleidigte Privatflage, an seinem Wohnsiz erhoben hat und dann die Staatsanwalt fchaft öffentliche Klage erhebt, auch diese Klage am Orte des Wohnsizes des Beleidigten anstatt am Erscheinungsort der Druckschrift erhoben werden kann? Es sind bereits in der zweiten Lesung Bedenken in dieser Richtung laut geworden. Regierungskommissar Geheimrat v. Tischendorff: Diese Befürchtung ist unbegründet. Für den Staatsanwalt kommt lediglich der Gerichtsstand des Erscheinungsortes der Druckschrift bei Erhebung der öffentlichen Klage in Betracht. = Sonntag, 4. Mai 1902. Die Zahl der Mischehen ist gestiegen und zwar kommen mehr Auf die polnischen Schulzustände kann ich bei dieser Gelegenheit nicht fogenannte fatholische Mischehen vor als evangelische. Würde sich eingehen, das würde von der Sache abführen. Weitergehend als der aber die Religion der Kinder nach der des Vaters richten müssen, Centrumsantrag ist zweifellos der Antrag Schrader. Wäre Herr so hätte die katholische Kirche den Vorteil. Uns tommt es aber Schrader noch einen Schritt weiter gegangen, so vor allem auf die Wahrung der Gewissensfreiheit an. Durch den hätte er zu unserm Antrag kommen müssen. Jetzt wird Antrag Dertel würde die Unklarheit, was denn eigentlich Rechtens durch seinen Antrag der Gewissenszwang auch nicht ist, in vielen Landesteilen bestehen bleiben. beseitigt. Es giebt wirtschaftliche, gesellschaftliche Verhältnisse, Wenn wir aber einmal an die Regelung der Materie gehen, so die einen so schweren Druck ausüben, daß Eltern gegen ihren Willen müssen wir auch diese Unklarheit beseitigen. Ich bitte Sie, es bei gezwungen werden, ihre Kinder am Religionsunterricht teilnehmen dem Beschluß der Kommission zu lassen. zu lassen. Daher wird das, was Sie erreichen wollen, nicht erreicht. Abg. Kunert( Soc.): Wir stellen uns auf den Boden der Will man wirklich tolerant sein, so muß man zur Religionslosigkeit Kommissionsfassung und lehnen alle Abände in der Schule kommen. Die Herren vom Centrum aber suchen rungsanträge ab. Der Antrag Graf Bernstorff ist ja geradezu felbft dem System der paritätischen Schulen, der Simultannihilistisch, da er die§§ 2-4a rundweg streichen will. Solchen schulen, alle möglichen Schwierigkeiten zu machen, Nihilismus machen wir nicht mit. Die vom Grafen Bernstorff be- wie noch fürzlich die Verhandlungen im bayrischen Lands antragte Resolution ist auch überflüssig. Was er vorschlägt, wird tag bewiesen haben. Wir wollen die Religion aus allen Schulen durch eine ganze Anzahl andrer Paragraphen vollständig erreicht. entfernen, aus den öffentlichen wie den Privatschulen. Für beide Auch der Antrag Derte I ist für uns un annehmbar: würde Kategorien sind dieselben Gründe maßgebend. Die Aufsicht er angenommen, so würde es eine preußische, bayrische, Lippe über die Schulen, gleich viel ob es Elementar, Mittel- oder höhere Detmoldsche und andre Erziehung geben. Wir wollen aber, daß die Schulen find, muß von fachmännischer Seite ausgeübt werden. einheitlichen Beziehungen des Bürgerlichen Gesetzbuches Platz greifen Diese Forderung wird nicht allein überall von der und ivenden uns daher gegen den ganz reaktionären und Lehrerschaft, sondern auch von einem großen Teil der Geistvon rein partikularistischen Motiven getragenen lichteit erhoben, wie zum Beispiel die Verhandlungen einer Antrag Oertel. Die Folge des Antrags Schrader, über Pastoraltonferenz in Straßburg 1901 bewiesen haben. den sich ja an sich reden ließe, wäre nur eine Zersplitterung; es würde Was würden Sie( im Centrum) dazu fagen, wenn z. B. einem dann überhaupt nichts zu stande kommen. Wir wollen aber, daß etwas juristischen Kollegium ein Geistlicher vorgesetzt würde? des§ 2a festhalten. Die Beseitigung des Neligionsunterrichtes und der geistlichen Zustande kommt und werden deshalb an der Kommissionsfassung Schulaufsicht wird uns unsrer Forderung der Weltlichkeit der Schule Abg. Stockmann( Rp.): Ich halte eine einheitliche Regelung wesentlich näher bringen. Es handelt sich hier um den EmanziDie Abgg. v. Waldo w und Reitenstein() und Genossen dieser Frage für dringend notwendig. Es muß gefeglich fest- pationskampf der Pädagogik von der Theologie.( Sehr gut! beantragen folgende Resolution: gelegt werden, in welchem Bekenntnis die Kinder aus Mischehen links.) Mit ähnlichen Fragen haben sich auch andre Parlamente, Der Reichskanzler möge Erhebungen darüber anstellen laffen, erzogen werden sollen. Die Lösung dieser Materie wie sie die wie der bayrische und der preußische Landtag, bereits beschäftigt. Redner welche Mehrkosten entstehen würden, falls der bei Unterbringung Kommission vorschlägt, genügt uns aber nicht, daher geht hierauf auf die Stellung des Abg. Richter ein, dessen jetziger Standvon Truppen außerhalb der Garnison zu zahlende Natural- werden wir gegen alle diese Paragraphen stimmen. punkt identisch sei mit dem des Centrums und der Polen, und Quartier- Servis fünftig auch in denjenigen Orten nach den Sätzen An der weiteren Debatte beteiligen sich die Abgeordneten erwähnt, daß in der Kommission für den Toleranzantrag die Freider II. oder III. Servistlasse berechnet werden würde, welche sich Dr. Bachem( C.), Schrader( frf. Bg.), Dr. Hieber( natl.), finnigen Zid und Kauffmann gesessen haben. jekt in den Servistlassen IV und V befinden. Abg. Hofmann- Dillenburg( natl.) betont nochmals die Not- Schrempf( t.) erklärt im Namen einer Minderheit seine Freunde Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Sie dürfen keine wendigkeit einer besonderen Regelung des Wohnungsgeld- Zu- gegen die Paragraphen stimmen zu wollen. Damit schließt die Diskussion.§ 2 wird in der Kommissions- Namen aus der Kommission nennen, wir fönnten sonst wieder in faffung angenommen. Stimmen der freisinnigen Vereinigung und der Nationalliberalen Der Antrag Schrader wird gegen die eine Debatte wie gestern hineinkommen. Abg. Kunert( fortfahrend): abgelehnt, ebenso Antrag Oertel gegen die Stimmen der Mehrheit der Konservativen. Damit schließt die Diskussion. Der Entwurf wird auch in der Gesamtabstimmung gegen die Stimmen der Socialdemokraten an genommen. Es folgt die dritte Beratung des Servis Zarif gefeges. schuffes. M Abg. Eickhoff( frf. Bp.) polemisiert gegen einzelne Aeußerungen des Abg. Hofmann- Dillenburg aus der zweiten Lesung. Wir wollten mit unserm Antrag wenigstens den Beamten in denjenigen Orten den höheren Wohnungsgeld- Zuschuß zu teil werden lassen, für die selbst die Regierung das Bedürfnis anerkannt hat. Der Resolution v. Waldow und Reitzenstein werden wir zustimmen. Abg. Dr. Hahn( B. d. 2.) spricht sich für die Resolution b. Waldow und Neißenstein aus. Darauf wird§ 2a in der Kommissionsfassung angenommen. §26 bestimmt in der Kommissionsfassung: Gegen den Willen des Erziehungsberechtigten darf ein Kind nicht zur Teilnahme an dem Religionsunterricht oder Gottesdienst einer andern Religions gemeinschaft angehalten werden, als den in§§ 2 und 2a getroffenen Bestimmungen entspricht( daß nämlich das Religionsbekenntnis des Kindes durch Vereinbarung der Eltern eventuell durch die Vorschriften des bürgerlichen Gesetzbuches bestimmt wird). Abg. Trimborn( C.): Es ist für die Regierung verhängnisvoll geworden, daß sie bei ihren Erhebungen vor der Klasse A. stehen geblieben ist. Sie hat es behandelt wie ein Paradies, in das niemand mehr hinein darf. Hätte die Regierung sich auch mit dieser Dazu liegt ein Antrag Albrecht( Soc.) und Genossen vor, in Klasse beschäftigt, so wäre sie wohl zu der Ueberzeugung gekommen,§ 26 den ausnahmslosen Fortfall des Religionsunterrichts als daß auch andre Städte, z. B. auch Köln, in dies Paradies gehören. interrichtsgegenstand zu bestimmen. ( Redner spricht das Wort Cöln wiederholt unter großer Heiterfeit Ein Antrag v. Chrzanowski, Dr. v. Komierowski will des Hauses Zölln aus.) Ebenso gehören Leipzig und Breslau in die zu§ 26 als Absatz beifügen, daß ein Kind gegen den Willen des Stlasse A. Damit schließt die Diskussion. Abg. Dr. Langerhans hat einmal auf Frankreich hingewiesen, wo Schulunterricht nur an fünf Tagen der Woche erteilt wird, während es am sechsten Tage den Eltern freisteht, für das religiöje Bedürfnis ihrer Kinder Sorge zu tragen. Der Einwand, daß die Beseitigung des Religionsunterrichtes eine Schädigung der Moral im Gefolge haben müsse, absolut nicht stichhaltig.; Immoralität und Kriminalität steigen mit der Unwissenheit und mit der wachsenden Not, wozu allerdings noch andre Motive hinzukommen tönnen. Ebenso wenig haltbar ist der Borwurf, daß wir intolerant seien. Wir wollen es den Ange= hörigen jeder Konfeffion gestatten, den Kindern Religionsunterricht zu erteilen oder durch Geistliche erteilen zu lassen, etiva in derselben Weise, die in Frankfurt üblich ist. Das ist doch das größte Gutgegenkommen, das geübt werden kann. Wir betrachten die Religion, nicht aber die Erziehungsberechtigten auch nicht zur Teilnahme an dem nicht in Schule als Privatsache. Deshalb feßen wir an die Spige seiner Muttersprache erteilten Religionsunterricht angehalten werden unsrer Forderungen die Weltlichkeit der Schule. Der Religionsunterricht Der Entwurf wird angenommen in der Gesamtabstimmung darf. Die Entscheidung über die Muttersprache soll den Erziehungs- erfordert heute in manchen Schulen 8-10 Stunden und mehr wöchentlich, gegen die Stimmen der Socialdemokraten und Freisinnigen. berechtigten zustehen. das ist doch eine ganz enorme Zeitverschwendung. Ebenso wird die Resolution v. Waldow Reigenstein Ein Antrag Schrader will in§ 26 bestimmen, daß ein Kind( Oho! im Centrum.) Außerdem greift der Religionsunterricht verangenommen. Es folgt die erste Beratung des Gesezentwurfs be- gegen den Willen des Erziehungsberechtigten nicht zur Teil- möge feiner centralen Stellung auch in andere Materien über, in treffend militärische Dienstleistungen im Aus werden darf. nahme an einem Religionsunterricht oder Gottesdienst angehalten den deutschen Unterricht, den Geschichts- und Gesangs unterricht. Ueber die Ueberlastung der Kinder mit religiösem Land. Abg. v. Chrzanowski( Pole) begründet seinen Antrag. Es ist Memorierstoff hat Abg. Kopsch kürzlich im preußischen Abgeordnetenein Grundsatz der katholischen Kirche, daß das Kind den Nehaus eingehend gesprochen. ligionsunterricht in seiner Muttersprache erhält, es ist Es ist eine Illuſsion, wenn man meint, die Lehren der Natureine Forderung der Glaubens- und Gewiffensfreiheit! Aus kulturellen und wissenschaften und der Religion mit einander vereinbaren zu können. ethischen Gründen ist unier Antrag berechtigt. Vor allem veranlaffen Wer das glaubt, macht sich selbst blauen Dumst vor!( Große Unruhe uns die Erfahrungen des polnischen Volkes zur im Centrum. Zurufe: Zur Sache!) Wenn Sie nicht begreifen, daß Stellung unsres Antrags. Für die Polen ist die deutsche Sprache ich zur Sache spreche, so ist das nicht meine Schuld; ich habe Ihnen diejenige, in der alle Geseze gegen uns erlassen werden, in der man unire Ausrottung predigt. Es wäre ungeheuerlich, wenn wir uns nicht dagegen wendeten, daß in dieser Sprache des Zwanges, der Gewalt unfren Kindern die Religion der Wilde und der Gerechtigkeit gelehrt werde.( Bravo! bei den Polen.) Der Entwurf Tautet: Durch kaiserliche Verordnung wird beftimnit, in welchen Schub gebieten und unter welchen Voraussetzungen wehrpflichtige Reichsangehörige, die außerhalb Europas ihren Wohnfig haben, ihrer attiven Dienstpflicht bei den Schußtruppen Genüge leisten dürfen. Abg. Dr. Haffe( natl.) begrüßt die Vorlage als eine Erleichte rung für die im Auslande lebenden Deutschen. Besser wäre es freilich, wenn das Gefeß auch auf die Deutschen in Europa ausgedehnt würde. Die Vorlage wird hierauf in erster und da niemand widerspricht auch sofort in zweiter Lesung angenommen. Sierauf wird die zweite Beratung des Antrages Lieber betr. die Freiheit der Religionsübung( Toleranz- Antrag) bei den §§ 2 und 2a fortgesetzt. ntach zuweisen, daß die Religion teine Stätte in der Schule bat. Wir wollen die fonfeffionell trennenden Glentente aus der Schule beseitigen, wirtschaftlich trennende Momente bleiben ja noch genug übrig, die die Schule nicht beseitigen kann. Unire Jugend soll sich nicht in zwei getrennten Lagern gegenüberstehen. Der Abg. Windthorst hat gesagt: Die Schule gehört der Kirche ganz allein. Umgekehrt wird ein Schuh draus, die Schule gehört ganz allein fich felbft. Wir verlangen die Trennung von Kirche und Staat, daher lehnen wir alle Anträge ab, weil sie die Gewissens freiheit nicht voll garantieren.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Oertel( t.): Der polnische Antrag gehört nicht in das Gefeß, er greift in die Gesetzgebung der Einzelstaaten ein, und meine politischen Freunde müssen ihn deshalb ablehnen. Ich persönlich § 2 besagt, daß für die Bestimmung des religiösen Bekenntnisses bin allerdings der Meinung, daß der Religionsunterricht grund die Bereinbarung der Eltern maßgebend ist und§ 2a beſtimmt fäglich nur in der Muttersprache erteilt werden darf.( hört! hört! weiter, daß in Ermangelung einer solchen Vereinbarung die Vor- bei den Polen.) Aber Ausführungen wie die eben gehörten könnten schriften des Bürgerlichen Gesetzbuches gelten sollen. Ein Antrag mich in dieser Ueberzeugung höchstens wieder irre machen. Dr. Oertel will in§ 2a bestimmen, daß in Ermangelung der Der§ 2b greift in die Schulgefeßgebung ein, was das Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Vereinbarung der Eltern für die religiöse Erziehung des Kindes die Centrum selbst zu Anfang der Kommissionsberatung perhorresciert Es folgen persönliche Bemerkungen. landesrechtlichen Vorschriften desjenigen Bundesstaats maßgebend hat. Der Paragraph bringt die Gefahr mit sich, daß ein religions- Abg. Fürst Radziwill( Pole): Herr Kunert hat mir vorsein sollen, in dessen Bezirk der Mann bei Eingehung der Ehe ſeinen loses Geschlecht heranwächst, ohne daß er etwaige Differenzen geworfen, ich hätte es versäumt, in der Kommission die polnischen Wohnsitz hatte. Ein Antrag Schrader( fri. Vg.) will für die zwischen den Anschauungen der Eltern und der Schule beseitigt. Schulzustände zur Sprache zu bringen. Er meinte jedenfalls die religiöse Erziehung ausschließlich die Bestimmungen des Bürgerlichen Wir müssen uns deshalb gegen den§ 2b und seine Konsequenz, den Wreschener Vorgänge. Diese haben sich aber erst nach Verfassung Gesetzbuchs gelten lassen. Graf v. Bernstorff- Lanenburg( t.) beantragt, die Baragraphen Antrag Schrader, erklären, mit noch viel größerer Schärfe des Kommissionsberichts abgespielt. natürlich gegen den socialdemokratischen Antrag, der, Abg. Richter( frs. Vp.): Herr Kunert hat mir vorgelvorfen, über religiöse Erziehung zu streichen und dafür eine Resolution an wie ich ihn auffaffe, den Religionsunterricht nicht nur aus den ich hätte mich ohne Angabe von Gründen gegen den Antrag zunehmen, welche die verbündeten Regierungen ersucht, dem Reichs- öffentlichen, sondern auch aus den Privatschulen, den Seminaren usw. Schrader erklärt. Ich habe ausdrücklich betont, daß wir aus tattitage einen Gefeßentwurf über die Regelung der religiösen Erziehung beseitigen will. Also auch aus den Rabbinatsschulen soll der Religions- fchen Gründen, um die Vorlage nicht zu gefährden, alle Abvon Kindern aus gemischter Ehe vorzulegen. Abg. Dr. Oertel( f.): Eigentlich ist mein Antrag ein gesetz- nterricht entfernt werden! Was fagt der Abg. Singer dazu?( Große änderungsanträge ablehnen würden. Heiterkeit.) Wenn Sie( zu den Socialdemokraten) auf den Stand- Abg. Kunert( Soc.): Herrn Richter kann ich im Rahmen einer geberisches Kind der Herren vom Centrum, das nur von ihnen aus punkt stehen:" Religion ist Privatsache", können sie höchstens die persönlichen Bemerkung nicht antworten, jedenfalls halte ich meine gefekt, von uns aber mitleidig wieder aufgenommen ist. Wir wollen Beseitigung des Religionsunterrichts aus den öffentlichen Schulen Behauptung aufrecht.( Lachen bei den Freifinnigen.) Dem Abg. die einzelst atlichen Rechte, die geschichtlich geworden sind, wahren. verlangen. Wenn Sie ihn aber aus allen Schulen entfernen wollen, Fürst Radziwill erwidere ich, daß ich an die Wreschener Vorgänge nicht Durch Annahme unires Antrages würde dem Bundesrat die Zu so sind Sie intolerant.( Lebhafter Beifall rechts.) dachte, sondern an die polnischen Schulzustände im allstimmung zu dem ganzen Entivurf wesentlich erleichtert.( Bravo! gemeinen. rechts.) Landesgesetze Abg. Kunert( Soc.): Der Präsident beraumt hierauf die nächste Sigung an auf Montag, 1 Uhr, mit der Tagesordnung: 1, Dritte Beratung der Vorlage betr. Diäten an die Zolltarif- Kommission. 2. Dritte Be ratung der Vorlage betreffend militärische Dienstleistung in den Kolonien. 3. Erste Beratung der Zuckerkonvention. 4. Toleranzantrag Fortießung. Schluß 62 Uhr. Maifeier. Abg. Schrader( frs. Bg.): Wir wollen auch auf dem Gebiete Ich muß mich vor allem gegen die Anschauung wenden, daß der dieses Paragraphen einheitliches Recht schaffen und nicht Atheismus, die Glaubenslosigkeit mit Notwendigkeit zur bei fehlender Vereinbarung der Eltern das fubfidiäre Unmoral führen müsse. Das ist längst widerlegt und nichts Recht der eintreten laffen. Sch halte es als ein Röhlerglaube.( Sehr richtig! links.) Religion und für das richtigste, die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesez- Moral sind zwei Dinge, die nichts mit einander gemein haben. buches auch auf diesem Gebiet allgemein in Geltung zu setzen Es giebt eine theologische Moral das ist die Moral von Zucker- Auf Vorschlag des Abg. Ba chem( C.), dem sich die Abgeordneten ohne die Ausnahmen, welche die Kommission macht. Die freie brot und Peitsche und eine rein menschliche Moral, die einfach Richter, v. Staudy, Bassermann und Freiherr v. Tiedemann anVereinbarung der Eltern muß mit Rücksicht auf die Verhältnisse den Grundsatz aufstellt: Thue das Gute um des Guten willen, schließen, wird an die dritte Stelle der Tagesordnung die Fortsetzung der katholischen Kirche ausgeschlossen werden. In der evan handle so, daß die Maxime deines Handelns die Marime der Debatte über den Toleranzantrag gesezt. gelischen Stirche ist der Geistliche verpflichtet, gegen einen ab- des Handelns aller Menschen sein kann. Ich frage Sie, geschlossenen Bertrag über die religiöse Erziehung der Kinder keinen welche Moral steht auf einer höheren Stufe? Widerspruch mehr zu erheben. Die fatholische Kirche aber zieht aus Die lettere Moral wollen auch wir nicht aus der Schule entfernen, einer Mische he viel schärfereseonsequenzen, wie zum wir wollen sogar gern statt des Religionsunterrichtes den MoralBeispiel Verweigerung der Absolution und Aus- unterricht einführen. Ich gebe zu, daß diefer Paragraph eine schluß aus der Kirche. Ich bitte Sie also, meinen Antrag an sehr difficile Materie behandelt, sie ist aber nicht so schwierig, Es laufen noch fortgesetzt Berichte von der Maifeier ein, die бав man, wie Herr Richter iteulich meinte, wit int einzelnen nicht mehr ausführlich wiedergeben können; wir zunehmen. Abg. Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp.): Die Annahme des fich ihr überhaupt im Reichstag nicht be- tönnen nur noch von wichtigeren Vorkommnissen Notiz nehmen. Kommissionsbeschlusses wäre nichts weiter als eine leere Demon- schäftigen kann. Richtig ist, daß das Centrum früher Aus Berlin und Umgegend ist noch zu erwähnen, daß in stration ohne praktischen Wert, da die Regierung wohl kaum dem in der Schulfrage auf einem andren Standpunkt gestanden Berlin auch die Kirschner in einer Anzahl von etwa 100 Manit Entwurf in dieser Faffung zustimmen würde. Die Materie ist außer hat. Am 4. März 1901 erklärte ein Centrums- Abgeordneter, daß ordentlich schwierig, und ich fann Sie nur bitten, meiner Resolution Schulfragen bei dem ganzen Toleranzantrag überhaupt ausgeschlossen zuzustimmen. sein sollen. Von dieser Auffassung ist das Centrum zurückgekommen. Sein Antrag bedeutet ja einen gewissen Fortschritt, aber Gewissensfreiheit schafft er nicht. Was den Antrag der polnischen In Lichtenberg Friedrichsberg nahmen an der Frattion anlangt, möchte ich daran erinnern, daß Fürst Radziwill Vormittagsversammlung 700 bis 800 Personen teil; Frau Ihrer lange Zeit Mitglied der Kommission gewefen ist, es ist ihm aber referierte. Nachmittags war die Beteiligung an der Festlichkeit noch nicht eingefallen, gegen die polnischen Zustände stärker. In Zehlendorf feierten früh über 200 Arbeiter. In das Wort zu nehmen. Warum hat er es nicht gethan? Wir Genosse Heinrich hielt die Festrede. stehen ihm natürlich sympathisch gegenüber, ohne daß wir uns alle Landstädtchen Teltow nahmen gleichfalls ca. 200 Personen feine Motive zu eigen machen. Es ist ein dringendes Postulat, an der Feier teil. In 3ossen zogen etwa 100 Buchdrucker daß aller Religionsunterricht in der Muttersprache erteilt wird. unter Begleitung von sechs Polizisten von ihrer Druckerei nach Abg. Dr. Hieber( natl): Es handelt sich hier um eine rein civilrechtliche Frage, so daß die Annahme des Antrags Schrader die einzig richtige ist. Den Antrag Dertel werden wir ablehnen. Abg. Gröber( C.): Es ist nicht richtig, daß die evangelische Kirche fich Mischehen gegenüber anders verhält wie die katholische Kirche. Verschiedene Verordnungen des evangelischen Oberkirchenrats wenden sich sehr scharf gegen Misch ehen und besonders dagegen, daß die Kinder in einer anderen als der evangelischen Religion erzogen werden. mit vormittags in den Lunasälen versammelt waren. Die Versammlung acceptierte die Resolution der Gewerkschaftskommission mit der Aenderung, daß die gesteckten Ziele nur zu erreichen sind, wenn alle Arbeiter sich der Organisation anschließen. dem fleinen Beinbergs Restaurant, um dort die erste Maifeier in diesem Orte| Maler 11, Buchbinder 3, Handelshilfsarbeiter 2, Bildhauer, die bei zu veranstalten. Tischlern arbeiten 6; Töpfer feine, doch haben sich 60 Mann mit ausgesperrten Maurern solidarisch erklärt. Von den Lokalorganisierten: Verein der Zimmerer 160, Holzund Bretterträger 35. Zum erstenmal wurde die Maifeier auch begangen in dem fleinen Städtchen Mühlrose bei Frankfurt. Etwa 100 Personen besuchten die Versammlung, in der Reuter- Berlin referierte. Bromberg. ganz ungeregelten Zustand, daß das thatsächlich geübte Strafrecht durch die Gewerbe Ordnung wenigstens einigen Einschränkungen unterworfen ist, so bedeutet doch gerade dies erst die gesetzliche AuDer selbstbewußte erkemung des Herrenrechts der Unternehmer. Arbeiter wird, wenn er die Macht hat, sich überhaupt nicht vom In den Gewerkschaftsbureaus herrscht die Ansicht, daß die Arbeif- Unternehmer strafen lassen; es muß gesetzlich verboten werden, daß Aus den übrigen Provinzen Preußens wird uns noch berichtet: geber mit der bekannten Drohung, sämtliche feiernden Arbeiter Unternehmer Strafen über Arbeiter verhängen. Zum erstenmal wurde hier eine Mai- auszusperren, nur einen Schreckschuß abgefeuert haben. Im Ber Daß es aber auch Mittel giebt, den gesetzlichen Beschränkungen demonstration veranstaltet. In zwei gleichzeitig tagenden Verhältnis zu der Bahl der am 1. Mai Feiernden ist die Maßregelung des Strafrechts aus dem Wege zu gehen und trotz ihrer noch weit sammlungen waren gegen 800 Arbeiter erschienen, um für die in den meisten Geschäftszweigen als eine minimale zu bezeichnen. härtere Strafen zu verhängen, das haben unsre Parteigenossen in Maiforderungen zu demonstrieren. Nach den Vorträgen wurde eine Die Verhältnisse und der Idealismus der Arbeiter waren eben stärker freifinnigen Königsberger Stadtparlament jezt aufgedeckt. In der entsprechende Resolution angenommen. als der Wille der Arbeitgeber. Die Unternehmer werden sich mit dortigen städtischen Gasanstalt Socialpolitik treiben bekanntlich In Oberlangenbielau war die Versammlung von der Arbeitsruhe am 1. Mai schließlich wohl oder übel abzufinden die Königsberger Freifinnigen nicht hatten sich drei Arbeiter kleine 300 Personen besucht. In Strieg au feierte ein Teil der Stein- haben. " Vergehen" zu Schulden kommen laffen. Einer hatte für drei Mann arbeiter von mittag an. Ju Spandau sind die sämtlichen Tischler und Drechsler zufammen für 80 Bf. Schnaps mitgebracht, einer war ungehorsam Im Streise Sandow Greifenhagen waren die fechs der Firma M. Kirstein( 15 Mann) und sämtliche Tischler gewesen. Es find alte Arbeiter, die jahrzehntelang in der Anstalt Bersammlungen des Abends von etwa 2000 Personen besucht, der Firma Perrin Nachf. ausgesperrt worden. Erstere Firma arbeiten. Mit 25 Pf. Stundenlohn hatten sie angefangen, im Laufe während in stöslin bereits am Vormittag eine von 250 Personen hatte es ihren Arbeitern auf wiederholte Anfrage freigestellt, ber Jahre hatten sie es bis zu 30 Bf. die Stunde gebracht. besuchte Versammlung stattfand. am 1. Maizu machen was sie wollten". Ünd trotzdem am Für ihre Vergehen wurden fie furzerhand entlassen. Das ist Aus Magdeburg wird berichtet, daß dort am Vormittag Freitag die Aussperrung! Es scheint aber, als wenn der Scharf- eine sehr harte Strafe für eine kleine Ungehörigkeit; aber schließlich, 6 start besuchte Branchenversammlungen stattfanden. Nach Schluß macher Steinede wieder dahinter steckt, denn die angefangenen Arbeiten wenn der Unternehmer glaubt, diese Arbeiter in seinem Betriebe der Versammlungen zogen über 2000 Personen durch die Stadt nach der Firma Kirstein wurden sofort am Freitagvormittag in die Wert nicht mehr brauchen zu können, so läßt sich dagegen nichts weiter dem Luisenparke. Abends waren nochmals 4 große Versammlungen. statt des Herrn Neinede zur Fertigstellung gefchafft! Die beiden machen unter der Herrschaft des unbeschränkten Privateigentums. In alle schätte man die Zahl der Teilnehmer an der Früh Betriebe von Kirstein und Perrin Nachf. sind für die Mitglieder aber das war nicht der Grund der Entlassung demonstration auf 1000 bis 1200. Hier mischte sich die Polizei ein des Holzarbeiter- Verbandes gesperrt. der drei Sünder in der Königsberger städtischen und verlangte die Entfernung einer fleinen Karte mit einer roten 8, Auch aus Dresden werden Maßregelungen von Holzarbeitern Gasanstalt. Man entließ fie und stellte sie darauf wieder die viele Teilnehmer am Hute trugen. Es wurden 32 Personen gemeldet. Die Holzindustriellen bemühen sich offenbar mit wenig nen ein mit dem Lehne der Anfänger, das heißt also mit fistiert, denen mitgeteilt wurde, daß sie eine Anklage wegen ver- Geschick und viel Behagen, das ihnen aber bald vergehen dürfte, in 25 Pf. per Stunde! botenen Umzuges zu erwarten hätten. Aus vielen andren Orten der die Rolle der Kühnemänner zu treten. Die Firma Wahl u. Cie., So handeln freisinnige Unternehmer, freisinnige Kommunal Broving Sachfen liegen noch Meldungen über zahlreiche Be- Franziskanerstr., Fabrit für Comptoir- Einrichtungen, hat 7 Schreiner politter! Die freifinnige Stadtverordneten- Mehrheit erklärte fich teiligung an der Feier vor. In Danzig waren vormittags zwei gut besuchte Versamm entlassen, nachdem diese die Freigabe des 1. Mai gefordert, was mit dem Vorgehen der Verwaltung durchaus einverstanden. Versamm- sonst anstandslos in früheren Jahren gewährt worden war. DiesesTungen. mal wurde die Genehmigung von der Unterschrift einer ber Bahlreiche Meldungen liegen noch vor aus Schleswig schlechterten Wertstattordnung mit Verlängerung Holstein. der Arbeitszeit um wöchentlich 81/2 Stunden Nach vorläufigen Beröffentlichungen des amerikanischen Tensus und Beseitigung des garantierten Tagelohnes amtes bestanden in den Vereinigten Staaten von Nordamerito im bei Accordarbeit abhängig gemacht, was von sämt- Jahre 1900 im ganzen 512 585 Industriebetriebe( mit Ausnahme lichen Schreinern einstimmig verweigert wurde. Sämtliche im derjenigen, die unter 500 Dollar Jahresproduktion bleiben). Tagelohne arbeitenden Kollegen wurden sofort entlassen, während Betriebe produzierten Waren im Werte von 13 019 251 614 Dollar. die im Accord arbeitenden noch ihre Arbeit fertig stellen müssen. Für Rohstoffe, allgemeine Betriebskosten und Löhne wurden Staffel, 2. Mai. Die diesmalige Maifeier wurde durch ausgedehntere Arbeitsruhe begangen, als voriges Jahr. In zwei Vormittags- Versammlungen demonstrierten weit über 600 Personen. Auf dem„ Bunten Bock" hatte Genosse Thiel die Festrede übernommen, die begeisterten Beifall fand, und bei Buchbach referierte vor den Tischlern Genosse Siedersleben mit gleichem Erfolge. Auch die Abend- Versammlung war sehr gut besucht. Melsungen. Auch in unsrem, zum Kaffeler Wahlkreise gehörenden Orte wurde numehr zum erstenmal das Maifest der Arbeit durch eine verhältnismäßig gut besuchte Abend- Versammlung begangen. In Bielefeld feierten früh 300 Personen. Abends waren fechs Versammlungen in der Stadt und Umgegend, die von über 5000 Teilnehmern besucht waren. In Remscheid feierten 250 Personen durch Arbeitsruhe. Die Vormittagsversammlung in Krefeld war leider nur von 200 Personen besucht. In St. Johann an der Saar war die Versammlung gleichfalls von 200 Bersonen besucht. Aus den übrigen Reichsteilen fei noch mitgeteilt, daß in Me etta 150 Personen am Nachmittag feierten. In Mülhausen und Colmar fommten nur Abendversammlungen stattfinden. Die Krisis verhinderte die meisten Arbeiter an der Arbeitsruhe und das außerordentlich schlechte Wetter that das übrige. In Konstanz feierten 100 Mann den ganzen Tag, während nachmittag noch 150 dazu kommen. In Emmendingen war die Feier von über 200 Personen besucht. In Stuttgart nahmen etwa 6000 Bersonen an dem Fezuge des Nachmittags teil. Aus Bayern liegen allenthalben sehr günstige Nachrichten vor. In Nürnberg war vormittags der größte Saal der Stadt gefüllt. Abends waren fünf Versammlungen. In Fürth, Erlangen, Augsburg, Schwabach, Schweinfurt, Sof, Bamberg, Speyer, Ludwigshafen usw. wird überall stärkste Beteiligung gemeldet. In Chemniz war früh eine außerordentlich stark besuchte Bersammlung. In Gera war die Vormittagsversammlung von 400 Personen besucht. Die Maifeier in ganz Anhalt fand starke Beteiligung. In Lübeck ruhte die Arbeit im gesamten Baugewerbe und am Hafen, teilweise auch in der Metallindustrie. Ausland. Amerikanische Produktion. In Leipzig find aus mehreren Betrieben, darunter bei Leo, ausgegeben Seidel u. Trillert, Weißmöbelfabrik in Lindenau, und Egg, Möbel- des Kapitals tischlerei, Grimmaischer Steinweg, 41 Tischler auf 2 bis 4 Wochen ebensoviel ausgesperrt worden. Durch den Arbeitsnachweis der Holzindustriellen Lohnfumme in der Backhofstraße werden natürlich Ersatzkräfte für die Aus- Kapital beträgt 9 853 630 789 Dollar. gesperrten gesucht. Die Kollegen mögen diese Notiz beachten. Sociales. Dollar, 10 701 873 940 10 daß als Gewinn 2 317 878 674 Dollar verbleiben, das heißt als wie die Arbeiter Die Lohn erhielten. beträgt 2 323 407 257 Dollar. Das angelegte Von dem Kapitalgewinn wird man wahrscheinlich noch einen kleinen Teil auf Abschreibungen abzurechnen haben. Dennoch bleibt noch eine sehr hohe Verzinsung Die Lohnfumme verteilt sich auf des angelegten Kapitals. 5 310 598 Empfänger, so daß auf den einzelnen im Durchschnitt 438 Dollar oder rund 1800 M. entfallen. Der Durchschnittslohn steht also außerordentlich hoch über den Arbeiterverhältnisse im Handelsgewerbe. Durchschnittslohn deutscher Arbeiter. Dabei beträgt er aber nitr Ueber die Arbeitszeit der Gehilfen und Lehrlinge in folchen rund 18 Proz. des Wertes der Produkte; in der deutschen Produktion Comptoiren des Handelsgewerbes und kaufmännischen Betrieben, die beträgt der Lohnanteil am Produktionswerte, soweit man bei dem nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden sind, hat die arbeiter- Mangel jeder Statistik nach Einzeluntersuchungen urteilen kann, nicht statistische Abteilung des taiserlichen statistischen Amtes" eine unerheblich mehr, jedenfalls nicht unter 25 Broz. Auch der Kapitaldie veranstaltet, 10 Broz. der Stichprobenerhebung vor gewinn ist demnach nur ein nicht allzu hoher Bruchteil des Produktionshandenen Betriebe erfaffen soll, die Erhebung ist nun ab- wertes und zwar ein geringerer, wie in der deutschen Produktion und die Berliner Korrespondenz" ist in die und dennoch bedeutet er eine sehr hohe Berzinsung des au geschloffen Vei hohen Individuallöhnen und hoher Lage versetzt worden, bereits Mitteilungen daraus zu machen. gelegten Kapitals. Danach hat sich die Erhebung auf insgesamt 13678 Comptoire erstreckt, Stapitalverzinsung also sehr billige Arbeit, mithin große Konkurrenz in welchen zur Beit der Erhebung( September 1901) 69 686 Personen fähigkeit und dabei notorisch kurze Arbeitszeit. als Gehilfen oder Lehrlinge beschäftigt waren. Hiervon gehörten Das alles deutet auf eine sehr hoch entwickelte Technik hin, die 64 560 dem männlichen, 5126 dem weiblichen Geschlecht an. Von den die Ergiebigkeit der Arbeit außerordentlich steigert. In dieser letteren waren 4755 Gehilfen über 16 Jahre. In den bearbeiteten Hinsicht ist eine Notiz sehr interessant, die kürzlich ein Wiener Blatt Betrieben sind im ganzen 13433 männliche Lehrlinge gezählt worden, brachte. annähernd 1/5( 19,2 Proz.) aller gezählten Hilfspersonen und etwas Die Zahl über ein Viertel der Zahl der männlichen Gehilfen. der weiblichen Lehrlinge hat sich als sehr unbedeutend herausgestellt, sie betrug nur 1,8 Proz. der beschäftigten Lehrtinge. In den 13 673 Betrieben hat sich eine Arbeitszeit ergeben von 8 Stunden und weniger für 1663 Betriebe und 10 459 Personen mehr als 8 bis 9 Stunden 30 071 20 292 . 9 9= 10 = 10= 11 11 Stunden V 5155 - 4040 • 2035 730 7042 1 822 Ferner hat sich ergeben, daß die Arbeitszeit der Lehrlinge in einem Teil der Betriebe grundsätzlich länger ist als die der Gehilfen, fowie daß die Lehrlinge überhaupt an den vorkommenden längeren Arbeitszeiten stärker beteiligt sind als die Gehilfen. Es wurde festgestellt: eine Arbeitszeit von mehr als 9 bis 10 Stunden 750 Dollar oder Es wurde darin mitgeteilt, daß ein amerikanischer Staatsmann, Mr. Frank Vanderlip, Europa bereist und dabei auch Wien besucht habe. Hier habe Mr. Banderlip einen, Amerikaner getroffen, der in Amerika an der Spitze einer der größten Kesselschmieden steht. Dieser hatte in Oestreich eingehende Studien gemacht, um Vergleiche anstellen zu können zwischen den Kosten der Arbeit und den Arbeitssystemen in östreichischen und amerikanischen Kesselfabriten. Mau hatte ihm in einer Wiener Fabrik gezeigt, daß ein Dampftessel mit Arbeitslohn allein 150 Pferdekräften an 1875 fl. fostet. Die Arbeit für einen solchen Dampfkessel, fagte er, fostet in einer modern ausgestatteten amerikanischen Fabrik höchstens 150 Dollar oder 375 fl. Als er sich um die Details der Ausführung kümmerte, fand er, daß drei mit modernem Werkzeug ausgestattete amerikanische Arbeiter an einem Tage genau so viel leisten können als vier mit veraltetem Werkzeug arbeitende Wiener in einer Woche. Für solche grobe Arbeit würden die drei Amerikaner 5 Dollar( 12 fl. 50 fr.) bekommen, da ihr Lohn etwa 11/2 Doll. beträgt; von den vier Wienern bekamen 3ivei 80 Cents, einer 60 und einer 40 pro Tag( 2 fl., 1 fl. 50 fr. und 1 fl). Trotz ihres niedrigen Lohnes stellen sich die Kosten der Arbeit, zu der sie eine Woche brauchen, auf mehr als 15% Dollar gegen die 5 Dollar der v. H. amerikanischen Arbeiter! Das vergleicht zwar nur amerikanische und östreichische Verhält Berniffe; wenn auch im Deutschen Reiche vielleicht im allgemeinen die Technik schon etwas weiter fortgeschritten ist wie in Oestreich, so wissen wir doch, daß unsre Arbeiter länger arbeiten und weniger verdienen wie die amerikanischen, und daß man in Deutschland dennoch die amerikanische Gefahr fürchtet. Bei Vergleichung dieser Thatsachen kann man sich der Erfenntnis nicht verschließen, daß das 10,6 sicherste Mittel gegen die amerikanische Gefahr die Hebung der Lage der Arbeiterklasse und die Weiterentwicklung der Technik ist, daß bei Erhöhung der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeit die Industrie 13,7 nicht zu Grunde geht, sondern im Gegenteil erst recht leistungs- und fonkurrenzfähig wird. mehr als 10 Stunden 9 Stunden und weniger v. H. v. H. der Bahl der der Zahl der Personen Per Personen sonen für Zahl der Personen Per sonen Zur Maifeier in der Schweiz wird uns noch geschrieben: Infolge der unfreundlichen Witterung mußte an den meisten Orten von der üblichen Abhaltung der Maifeier im Freien abgefehen und mußten geschlossene Räume aufgesucht werden. Nach meiner Ueberzeugung ist diesmal in einer größeren Anzahl von Orten die Maifeier abgehalten worden als in früheren Jahren, indem mehrere fleinere Orte zum erstenmal eine eigne Feier veranstalteten, während fie in früheren Jahren garnichts arrangierten oder sich den Genossen in den benachbarten größeren Orten anschlossen. Ohne Zweifel ist es das zweckmäßigste, an jedem Orte, wo hierzu die Möglichkeit besteht, eine eigne Feier abzuhalten, da sie ja wunderbar agitatorisch wirkt, namentlich insofern, als die Mailitteratur in weitere Kreise dringt und auch die Frauen und Kinder zur Teilnahme veranlaßt werden und wäre es auch nur in der Form, daß sie die Festrede anhören, was aber gewiß nicht zu unterschätzen ist. Fast sämtliche socialdemokratische Redner der größeren und fleineren Orte waren männliche Geals Festredner engagiert, die sich über das ganze Land zerstreuten, hilfen über um den Samen der socialdemokratischen Ideen auszustreuen. In Zürich war der Festzug, an dem sich etwa 6000 Personen beweibliche Geteiligten, darunter 1000 Frauen und Kinder, wundervoll. Am Festhilfen über 16 Jahre play im Siflhölzli, wo eine große Festhalle steht, hielt Seidel eine zündende Rede. In Winterthur sprach Erismann, in Schaffhausen männl. Behr Pfarrer Reichen, Genf Dr. Studer, Bern Moor, Grenchen Manz, linge über 16 Jahre Schlieren bei Zürich Zinner usw. Die Beteiligung der Arbeiter au der Feier hielt sich auf der Höhe früherer Jahre. Die Protest männl. Lehrresolution gegen den gollwucher fand überall begeisterte und einstimmige Annahme. " D 16 Jahre der fonen 31 203 61,3 14 320 28,1 5418 2657 55,9 1445 30,4 653 4 877 50,1 2664 30,5 1 690 19,4 linge unter 16 Jahren. 1982 42,2 1 684 35,8 1036 22,0 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. 1 R. 12. 1. Sie können gegen den Großjährigen einen Zahlungsbefehl beantragen. In dem Antrag findet der Umstand, daß der andre minder Die Maifeier in den Niederlanden ist sehr be Wilke Bindow. Da friedigend verlaufen. In Amsterdam war die Beteiligung eine Eine Verlängerung der Arbeitszeit zu gewissen Zeiten des Jahres jährig war, zweckmäßig feine Erwähnung. 2. Ja. Sie unterlassen haben, das Gericht vor dem Termin zu ersuchen, von fehr starte. Leider trat in den zwei großen Versammlungen, die erfolgte bei 20,48 Proz. der Comptoire. mittags stattfanden, wiederum der Zwiespalt zu Tage, der hier noch Besondere Tabellen geben Aufschluß darüber, in welchem Um- hrem Erscheinen Abstand zu nehmen, so sind die durch Ihr Ausbleiben Die Sistiering zum Termin immer innerhalb der Arbeiterbewegung herrscht. Die von den fange Verlängerungen oder Verkürzungen der Arbeitszeit an den erwachsenen Kosten von Ihnen zu tragen. E. B. 23. 100. 1. Einen Anspruch auf CivilSocialdemokraten einberufene Versammlung im Balais voor Sonnabenden üblich find. Verlängerungen tamen im ganzen nur in geschah gesetzmäßig. antragen. 2. Klebepflicht und Rentenrecht besteht. 3. Ja. 4. Bei der zitBoltsvlijt" war von 2300 Personen besucht. Hier sprachen Oudegeest, 1,95 Broz. der befragten Betriebe vor, Vertürzungen dagegen in versorgungsschein steht Ihnen nicht zu, Sie können aber einen solchen beIn 33,03 Proz. der bearbeitrten Comptoire fand ständigen Regierungsfaffe. P. B. Meizig. Das ist nur dann möglich, Gorter und Bliegen. Im Belor", dem Versammlungslokal der so- 7,85 Proz Wenden Sie sich an genannten„ freien Socialisten", waren etwa 1200 Personen an- Sonntagsarbeit statt, die in der Mehrzahl der Comptoire( 70 Proz.) wenn es sich etwa um Armenunterstützung handelt. 21. 900. Charlottenburg. wesend. Hier wurde für den Generalstreit und gegen die Social- über 2 Stunden nicht hinausging. Andrerseits hat sich ergeben, daß die Vormundschaftsbehörde( Amtsgericht). M. F. 777. Ob Ihrer Bersicherungsgesellschaft das von Ihr bes demokratie gesprochen. Abends fanden in denselben Lokalen die Mehrzahl desjenigen Personals, welches überhaupt zur Sonntagswiederum Versammlungen statt und darauf Umzüge durch die arbeit herangezogen wurde, Sonntagsdienst an mehr als der Hälfte anspruchte Recht zusteht, ergiebt sich allein aus der Police and Statuten, die Sie uns nicht mitgeteilt haben. In der Regel wird in den Statuten Straßen. An dem socialdemokratischen Zuge nahmen mehrere aller Sonntage hatte. folcher Anspruch festgesetzt. G. 23. 67. Die Frau fann für sich und Tausend Personen teil, für den der freien Socialisten" wird die ihre Kinder auf ſtandesmäßige Alimentierung beint Auntsgericht und LandApotheker und Krankenkaffen. Der Kampf der hiesigen gericht flagen. In Ihrem Falle würden etwa 15-20 W. wöchentlich als Teilnehmerzahl auf 500 angegeben. Beide Demonstrationen ver 23. 1000. 1. u. 2. Die Mutter erbt 1/ liefen ohne jede Ruhestörung. In Rotterdam war die Krankenkassen gegen die Uebervorteilung durch die Apotheken, der angemessen erachtet werden. M. D. Mittagsversammlung von 600 Personen besucht, abends waren 2000 größere Dimensionen angenommen hat, wie alle bisherigen Kämpfe die Tochter 34. 3. Nein. Dafür giebt es teine Frist. 5. Ja. Personen anwesend. Auch wurde ein Umzug veranstaltet. Aus zwischen Kassen und Apotheken, hat die Apotheker ganz Deutschlands Körperliche Fehler, welche Ihre Dienstuntauglichkeit herbeiführen. weiteren 26 Städten liegen bis jetzt Berichte über die Maifeier vor. mobil gemacht. In der„ Apotheker- Beitung" schlagen deshalb eine F. 57. Der Wirt scheint im Recht zu sein. Weder Ihr Mietsvertrag noch frage bei. 2. 2. Ihre Ansicht erscheint nicht zutreffend. Seitens des Ueberall war die Beteiligung eine sehr starte, an vielen Orten stärker Anzahl westdeutscher Apotheker die Gründung einer Abwehrorgani- der Beief Ihres Wirtes, auf den Ihr Brief Bezug nimmt, lag Ihrer Anals je zuvor. Neben dem Ächtſtundentag wurde besonders auch für fation aller Apotheker vor. Sie denken sich die Gründung einer Ober- Verwaltungsgerichts ist eine Entscheidung in Ihrem Sinne nicht ers das allgemeine Wahlrecht Propaganda gemacht. Im Haag wurde Unterstüßungskasse, in die die Apotheker regelmäßig Beiträge zahlen D. 8. Eine Forderung ist schriftlich abzutreten. Ein Beispiel für solche der Zug der aus der Versammlung kommenden Arbeiter von der und aus der dann etwa boyfottierte Geschäfte unterstützt werden wenigstens hat eine folche nicht ausfindig gemacht werden können. Cession finden Sie S. 229 des dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Bolizei auseinander getrieben. Verlegungen haben dabei jedoch nicht sollen. stattgefunden.2. 3. 1. Das ist möglich. 2. Wenn der Angeklagte wegen weiter Entfernung vom Erscheinen im Termin auf seinen Antrag entbunden ist, so fann ohne seine Anwesenheit gegen ihn verhandelt werden. Abonnent. Nicht der Versicherungsgesellschaft, wohl aber, falls die Bertragsabreden nicht entgegenstehen, Ihrem Vorläufer gegenüber sind Sie zur Zahlung verpflichtet. In welchem Umfange das der Fall ist, muß sich A. B., O. an. 1026. Nein. aus den Verträgen ergeben. G. G. 100. Ja... 101. Ja: innerhalb eines Monats nach 23. 95. Nein. 9. 10. Ja, Bustellung bes Urteils ist Berufung in Civilsachen zulässig. Die Berufung ist durch einen Rechtsanwalt einzulegen. Maßregelungen wegen der Maifeier. Wir glauben zwar nicht, daß eine solche Kaffe in leistungsfähigem Umfange au stande kommt, aber die Krankenkassen seien immerhin auf den Blan aufmerksam gemacht. Der ftrafende Unternehmer. Außer den bereits gestern gemeldeten 2779 Holzarbeitern und Ein Ausfluß des erbitternden, angemaßten Herrenrechts der 248 Zimmerern des Centralverbandes sind nach den bisherigen Er mittelungen in Berlin wegen Beteiligung an der Maifeier noch Unternehmer ist das sogar gefeßlich geregelte Strafrecht gegenüber geniaßregelt: Metallarbeiter 96, Bauarbeiter ca. 300, Sattler 52, dem Arbeiter. Wenn es auch ein Fortschritt gegen den früheren 5. Alter Für ben dushalt der Inferate Central- Theater. übernimmt die Redaktion dem Heute, Sonntag, 3 Uhr halbe Preise, Publikum gegenüber keinerlei in erster Besetzung, Frl. Hagen a. G. Verantwortung. Theater. Sonntag, den 4. Mai. Freie Voltsbühne. Berliner Theater. 3. und 4. Abteilung: Gläubiger. Puß. Volksaufklä: rung. Anfang 234 Uhr. Lessing Theater. 6. und 7. Abteilung: Die Hoffnung. Anfang 23 Uhr. Boccaccio. Abends 7 Uhr: Das lühe Mädel. Operette in 3 Aften von Landsberg und Stein. Musit von Reinhardt. Morgen und folgende Tage 71/2 Uhr: Das füße Mädel. Sonntag, 11. Mai, nachm. 3 Uhr, in erft. Befez, halbe Preise: Die Buppe. Abends 7/2 Uhr: Das süße Wlädel. Schiller. Ginfame Menschen. An- Thalia- Theater. fang 8 Uhr. Machm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Das Gefängnis. Deutsches. Liebelei. Hierauf: Der grüne Kakadu. Anfang 71% 11hr. Machut. 22 Uhr: Der Biberpelz. Montag: Die versunkene Glode. Berliner. Alt Heidelberg. Anfang 7½ Uhr. 3 Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing. Die hohe Schule. Anfang 72 Uhr. Montag: Flachsmann als Erzieher. Westen. Don Juan. 712 11hr. Dresdenerstraße 72/73. Heute, Sonntag: Anfang 8 Uhr. Gastspiel der Schlierseer Der Herrgottschniger von Ammergan. Montag: Liserl von Schliersec. Dienstag: Jägerblut. Der Sommer Garten ist in oberbayrischer Art dekoriert. fang Belle- Alliance- Theater. Nachmittags zu halben Preisen: Der Troubadour. Montag: Der Wundersteg. Dienes. Geschlossen. Residenz. Einquartierung. Anfang 71 11hr. Nachmittags 3 Uhr: Nora. Montag: Ginquartierung. Central. Das süße Mädel. Anfang 71 11hr. Nachm. 3 Uhr: Boccaccio. Montag: Das süße Mädel. Thalia. Gastspiel der Schlierseer. Der Herrgottschniger von Ammer: gau. Anfang 72 11hr. Montag: Liserl von Schliersee. Welle- Alliance. Die Dante aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Luisen. Der Landstreicher. Vorher: Bei Neumanns. Anfang 71% Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Montag: Die Grille. Carl Weik. 8 Uhr. Deborah. Anfang Heute zum 130. Male: Die Dame aus Trouville. Schwank mit Gesang u. Tanz in 3 ft. Emil Sondermann a.. Ferd. Worms. " Mizzi Birkner. Rosa Marton. Hierauf: Er". Parijer Lebens: bild in 1 Aft. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Casino- Theater Lothringerstr. 37. Leonardy Haskel mit f. Gesellschaft 8 Uhr:„ Der Lumpenball". 912 Uhr: Der beste Bruder". Anfang Wochent. 8, Sonntags 72 Uhr. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Hastet in Der alte Wolf". " Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Aquarium Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: 50 Pf. 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen Juhaber: Max Schindler Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Hente: Großer Ball verbunden mit Cigarren, Bonbon- Negen und diversen Ueberraschungen. Entree: Mittwochs frei, Sonntags 15 Pr. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. 37509* Max Schindler. H. Mentes Volksgarten zwifch. Hohenzollern Lichtenberg, Röderstr. 3536, Secterraffe. 25 000 Personen faffend. 8000 Sigplähe. Jeden Sonntag und Donnerstag Grosses Frei- Konzert. Sonntags: Feuerwerk. Im Riesensaale: Ball. Tanzmeister: W. Bauer. Für 4500 Personen verdeckte Hallen und Zelte. Zoologischer Kaffee- Küche. Garten Heute, am 4. Mal( erster Sonntag im Monat): Entree a Person: 25 Pfg. Nachmittags ab 4 Uhr: Gr. Militär- Konzert ausgef. von 3 Musikcorps. CASTANS Panoptikum Das Friedrich- Strasse 165. Metropol- Theater Bärenweib! Emil Thomas a. G. ein Wunder der Schöpfung! Neu: Skandinavisches Nachmittags 3 Uhr: Die Rinber Henry Bender Josef Josephi Instrumental- n. Vokalder Arment. Montag: Deborah. Secessionsbühne. Detlev Bilten Anfang crons Buntes Brettl. 8 11hr. Montag: Dieselbe Borstellung. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrettl). Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Schall und Ranch. SereniffimusBwischenspiele. Anfang 812 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Aufführung der Schauspielschule des Stern fchen Konservatoriums für Musik. Montag: Serenissimus: Zwischen fpiele. Friedrich Wilhelmstädtisches. Ihre Familie. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Montag: Ihre Familie. Orpheus. Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Anfang 72 Uhr. Vorstellung. Metropol. unsre Don Juans. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Specialitäten Borstellung. Ben- Ali- Bey und sein orientalisches Bauber Ensemble. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Casino Theater. Der Lumpeuball. Der beste Bruder. Specialitäten: Borstellung. Aufang 7 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Der alte Wolf. Montag: Der Lumpenball. Der befte Bruder. Specialitäten. Deichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Paffage Theater. SpecialitätenBorstellung. Anfang nachmittags 3 thr. Passage Panoptikum. Specialt täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Unsere Don Juans Grosse Posse mit Gesang u. Tanz in 4 Akten von Leon Treptow. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Sonntag, 4. Mai, abends 8 Uhr: Gastspiel von Emanuel Reicher. Künstler- Ensemble. 4 Damen, 2 Herren. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Das sensationelle Serenissimus- Zwischenspiele Mai- Programm 1. a. Uhr: Montag, 5. Mai, abends 8 Strindberg- Cyklus III. Zum 1. Mal: Der Friedlose v. A. Strindberg ferner zum 1. Mal: Maiennacht v. Felix Schneider Boubouroche v. Courteline. 16 ganz neue erstklassige Specialitäten! Fröbels Wintergarten. Allerlei Theater Mai- Programm: Heute und folgende Tage: Das glänzende Ballett. Foy, Serpentin- und Feuertänzerin, Otto Reutter. Flora Siding, Wiener Soubr. vom k. k. priv. Theater a. d. Wien. Auguste Pouget, Pariser Sängerin und 11 andere hervorragende Specialitäten. Gewöhnliche Preise Entree 1 M. Apollo- Theater Abends 8 Uhr und Konzert- Garten. Die deutsche Ostseeküste. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugend. Ein Liebesdrama in 3 Aufgligen von Mar Halbe. Sonntagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Drama in 5 Aften v. G. Hauptmann. Montagabend 8 Uhr: Das Gefängnis. Dienstagabend 8 Uhr: Bum 1. Mal: Zwei Wappen. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Nachm. 3 Uhr: Volkstümliche Vorst. fleine Preise, Parkett 60 Pf. Die Kinder der Armen. Sociales Volksstück in 4 Atten von Ernest v. Jurco. Um 6% Gr. Gartenkonzert Um 7½½ Uhr: Die neuen grossartigen Specialitäten. Um 81 Uhr( stürmischer Lacherfolg): Lysistrata Operette von Paul Linde, mit dem Luftballett Grigolatls" Kasseneröffnung 6 Uhr. 99 früher Pahlmann Schönhauser- Allee No. 148. Anfang 4 Uhr. Eintritt 25 Pf. Am 18. Mai( 1. Pfingstfeiertag): en vollständig neu renovierten Eröffnung der Sommerspielzeit. Grosse Festvorstellung. Am 1. und 2. Pfingsttag: Grosse Frühvorstellung. Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. Sonntag, den 4. Mai: Konzert u. TheaterVorstellung. Auftr. erstklassiger Specialitäten. Anfang 4 Uhr. Eintritt 50 Pf. Numm. Play 75 Pf. Nächste Borst.: Donnerstag, 8. Mai ( Siuimelfahrtstag), Kalbo. Sanssouci Kottbuserstr. 4 a, Jeden Donnerstag, Deutsche Konzerthallen. Sonntag und Montag: An der Spandauer Brücke 3. 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Jeden Sonntag: Grosses Konzert der 30 Mann starken Haustapelle unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Berthold. Grosse Specialitäten- Vorstellung. 15 Debüts von Künstlern und Künstlerinnen ersten Ranges. Ballon- Aufstieg der Miss Calverini und bes Capitain Behrends. Da wegen Defeft des Ballons lezten Sonntag die Auffahrt unterbleiben mußte, so findet solche heute unter Beteiligung der Brauers Herrn Joseph Homberger, zugleich auch der Austrag der großen Wette statt. Füllung nachmittags 2 Uhr. Auffahrt 6 Uhr nachmittags. Zweites Auftreten des Turmfeilkünstlers Mister Blonney ( Orig.) und Gesellschaft. Unter anderm wird Mr. Blonney eine Person aus dem Publikum über das hohe Seil tragen. Diese schwierige Produktion mußte lezten Sonntag der stürmischen Witterung wegen unterbleiben. Jm Bal champêtre- Saal: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 5 Uhr. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Die Kaffeeküche ist eröffnet. Drei elegante Kegelbahnen stehen zur Verfügung. Seeterrasse" Lichtenberg Röderstrasse 6. Röderstrasse 6. Heute Sonntag: Grosses Eröffnungs- Konzert ausgeführt von der 25 Mann starten Kapelle des Herrn Gottschalt Entree 10 Pfennig. Anfang 4 Uhr. In beiden Sälen: Grosser Ball. Tangleitung: Herr Oskar Boll. Auf der Sommerbühne: Auftreten der Original- Zwerg- TheaterGesellschaft. Direttor Max Bürkner. Die Kaffeelüche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Siesige und echte Biere. Voltsbelustigungen. 4 Kegelbahnen. Gute Küche. 15 Ruderboote. Es laden ergebenst ein Carl Maschke, Alfried Walter, Restaurateure. Wir empfehlen unser Lofal für Vereine und Gewerkschaften zur Abhaltung von Sommerfesten. 39 Max Kliems Sommer- Theater Hasenhelde 13-15. Artistische Leitung: Gustav Beck. Eröffnung am 16. Mai. Täglich: 40662* Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste.- Jeden Donnerstag: Elite- Eng. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag in den Sälen: Familien- Kränzchen. Am 1. und 2. Pfingstfeiertag, früh 5 Uhr: Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Berliner Bock- Brauerei Fidiciustr. 2/3. Jeden Sonntag: Tempelhofer Berg. Przywarski- Konzert. ( Kapelle d. Königin Augusta Garde- Grenadier- Reg. Nr. 4 in Uniform.) Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Im Hohenzollern- Saal: Großer Ball. 39269* Empfehle den geehrten Vereinen Garten und Säle zur Abhaltung von Sommerfesten. August Raddatz, Delonom. Urania 131890* Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Auf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 38402* C. F. Walter. Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.Kegelbahn.Ausspannung Saal für Vereine u. Versammlungen. Alhambra Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra Ball bei doppelt beseztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. Entree 50 Pf. inkl. Tanz. A. Zameitat. Bad Reinerz Dr. Stern Agtung, Klempner! Morgensprache am Sonntag, den 4. Mai, vormittags 10 Uhr, bet. Ph. Buckle, Blumenstr. 71. 23846 J. A.: C. Müller. Klub u. Vereinszimmer und zwei feine Kegelbahnen zu vergeben in Niefts Vereinshaus, Stoppenstr. 17, part. Goldene Medaille 23736 Komme mit Muster zum Massnehmen ins Haus. Bitte Postkarte Von 38 Mr. an liefere ich Anzug nach Maß, ff. Aachener reinw. Stoffe, engl. Sergefutter, feinste Buthat., 2 Anprob., garant. tadellos. Siz, feinst. Handnäh arbeit. Wertstatt im Hause. Kurze Lieferzeit. Ludwig Engel, Prenzlauerstr. 23, 2 Tr. Nähe Alexander- Platz. Gegr. 1892. für Leistungsfähigkeit. FrühjahrsKostüme enorm billig verkauft das Engross Haus für Damen: und Kinder Mäntel von Heinr. Rackwitz, Niederwallstr. 28,29, I. Etage, Nähe Spittelmarft, täglich bis abds. 9 Uhr. 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Allen diesen Leidenden empfehle ich dringend, noch eine Kur mit dem von mir seit Jahren präparierten und von besten, ja auffallenden, oft sogar wunderbaren Erfolgen begleiteten 20 ,, Berliner Stahlbrunnen ( Goldene Medaille Berlin 1896. Goldene Medaille Paris 1900.) ist etwas Göttliches enthalten. ( Nr. 45485.) R. M. G.) Sie werden meist noch Heilung, mindestens aber wesentliche Befferung erzielen, bei längerem Gebrauche selbst in veralteten, chronisch gewordenen, vielfach schon als ,, unheilbar" bezeichneten Fällen. Mittheilungen über gute, beste, vorzügliche Wirkung gehen täglich ein mit Nachbestellung selbst aus hochadligen Kreisen. Der Berliner Stahlbrunnen" hat vor den aus den Badeorten versandten Brunnen den Vorzug, daß er das Eisen nicht als Oryd( Oder) ausscheidet, wie diese, sondern dasselbe dauernd unverändert als das leicht verdauliche und am leichtesten assimilirbare Eisenoxydul gelöst und wirksam behält; außerdem auch frei ist von den Verunreinigungen der natürlichen Brunnen( Gips, Thonerde, Kiefelsäure) und ist besonders allen denjenigen Leidenden zu empfehlen, welchen es nicht möglich ist, eine Kur im Badeorte an der Quelle vorzunehmen. " " Der Berliner Stahlbrunnen" ist so präparirt, daß er auf die weitesten Entfernungen versandt werden kann, ohne dem Verderben zu unterliegen oder an Wirkung zu verlieren. Die vielseitig günstige Wirkung des Berliner Stahlbrunnen" beruht darauf, daß derselbe beften Appetit erzeugt, den Stoffwechsel, die Verdanung und den Stuhlgang fördert, die Verwerthung der Speisen verbessert, mit seinem reichen Eisengehalte die Blutbildung mehrt, das Blut selbst verbessert und dies bei seiner steten Circulation den leidenden Organen gesunde Zufuhr bringt, wodurch dieselben allmählich regenerirt, gesund werden. Aus diesem Grunde bewährt sich derselbe ganz besonders gegen Blutarmuth, Bleichsucht, Nervenleiden aller Art, Schwäche, Kopfschmerz, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magens, Lebers, Gallensteins, Nierens, Darms und Blafenleiden felbft allerschwerster Art, Abmagerung, Hals, Kehlkopfs und Luftröhren- Verschleimung, Rheumatismus, Gicht, Ischias, Scropheln, Drüsenanschwellungen, leichten Lungenkatarrh, Athembeschwerden( Asthma), Schlaflosigkeit, Nasenbluten, Lähmungen, Rückenmarksleiden, un reines Blut, Flechten, Fettleibigkeit, Herzverfettung, Sterilität, Unterleibsleiden aller Art, Leiden der Wechseljahre, Hysterie, Hypochondrie, Epilepsie, lymphatische Affektionen, Schwächezustände, Schwäche nach Malariafieber, Herenschuß. Die Trinkkur fann jederzeit, auch im Winter, ohne Berufsstörung, ohne strenge Diät und ohne besondere Brunnenpromenade vorgenommen werden. Preis für Berlin: Füllung von 30 F. MF. 10 prän.( abonnementsweise). Fortsetzung im Anschluß Mt. 8. Für 2 Personen in einer Familie 60 FT. t. 18. Fortsegung im Anschluß Mf. 15. Zustellung der Flaschen einzeln stets frisch präparirt frei ins Haus, volle Flasche hin, leere zurück. Nach den Vororten liefere zu demselben Preise frei Haus gleich 30 Fl. zuzüglich 10 Pf. Pfand pro Flasche. Nach auswärts Kiste mit 30 Flaschen frei zur Bahn Mt. 15,-, 2 Kisten zugleich Mt. 28,-, gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrages. Bei Fortsetzung im Anschluß 1 Rifte Mt. 13,-. Riste und Flaschen, frankirt zurückgesandt, werden mit Mt. 4, angenommen. A. W. Kumbier, approbirter vereidigter Apotheker, Berlin NW., Marienstr. 30. Sehr geehrter Herr Kumbier! Sehr geehrter Herr Kumbier! Atteste und Dankschreiben. Erlauben Sie, daß ich Ihnen meinen herzlichsten Dank ausspreche für die gross- Mit Freude bestätige ich hiermit, daß Ihr Stahlbrunnen meiner au schwerer artige Wirkung Ihres Berliner Stahlbrunnen", nicht nur weil er mir als Bleichsucht leidenden Tochter endlich wirklich geholfen hat, während die Wir bescheinigen dem Herrn Apotheker A. W. Kumbler in regelmässige jährliche Frühjahrskur vorzügliche Dienste leistet, sondern Konsultation zweier hiesiger Aerzte ohne Erfolg gewesen. Nachdem meine Tochter Kemberg, dass die Revisionen der dortigen Apotheke während vor allem, weil er meinem Bruder so ausserordentlich und überraschend ge- allerdings 2 Kisten von Ihrem Stahlbrunnen verbraucht hatte, stellte sich das lange seines Besitzes stets ein recht günstiges und zufrieden- holfen hat. Wie Sie wiffen, hat sich mein Bruder aus deutschen Kolonien Süd- Zeit fortgebliebene Unwohlsein wieder ein und nachdem sie noch eine dritte& ifte stellendes Resultat ergeben haben. Revisionsbescheid: Aus Ameritas ein läftiges Wechselfieber und Rheumatismus mitgebracht. Fast ein Jahr als Nachkur getrunken, ist sie völlig wieder hergestellt. den Revisionsverhandlungen haben wir gerne ersehen, dass litt er daran und hatte schon so viel Chinin geschluckt, dass er kurzathmig Ich dante Ihnen daher nächst Gott für diese Hülfe und werde nicht verfehlen, Sie ernstlich bemüht gewesen sind, so manche Mängel der geworden war. Da befragte ich Sie um Ihren Stahlbrunnen, und stehe, schon Ihren Stahlbrunnen bestens zu empfehlen. dortigen Apotheke, welche gegen Ihre Vorgänger monirt nach 8 Tagen verspärte er, wie die Flebererscheinungen wichen, und nun Hochachtungsvoll werden mussten, abzustellen. Auch haben uns die Revisionen ist es ganz weg. Er ist frisch und gesund, wie nur ein junger Mann von Poppau b. Bandau, d. 10. 11. 1900. die Ueberzeugung verschafft, dass Sie Ihrem Bernte mit 25 Jahren sein kann, ohne irgend welche Beschwerden. Also nochmals herzlobenswerthem Eifer, Sachkenntniss und Pflichttreue obliegen. lichen Dant, das Mittel tft probat! Es grüßt Königliche Regierung, Abtheilung des Innern, gez. von Krosigk. A. Herde, städt. Lehrerin. Merseburg, den 4. Juni 1870. Berlin, Friedenstraße 100, den 24. 6. 1901. Sehr geehrter Herr Kumbier! Ihrer Frau Schmiedemeister Augufte Dribbusch. ZUSUL 2. Furian, Beftzer. Geehrter Herr Rumbier! Bor zwei Jahren wurde ich von einer Stranfheit befallen, von welcher der mich behandelnde Arzt selbst zunächst nicht wußte, was mir fehle. Derselbe sagte, von meiner Lunge wäre nur noch eine kleine Spitze da, so dass ich selbst glaubte, ich hätte die Lungenschwindsucht und müsse sterben. Da das Leiden trotz Herr Dr. med. Kettler, Berlin, bemerft in einem längeren Gutachten über Erst jetzt komme ich dazu, Ihnen meinen herzlichsten Dant zu sagen für die Silfe, der angewandten Mittel immer schlimmer wurde, gebrauchte ich zuletzt gar den Berliner Stahlbrunnen": daß derselbe, von ihm vielfach erprobt. seiner welche mir durch den Gebrauch Ihres Stahlbrunnens bereitet ist. nichts mehr. Da brachte mir ein uns bekannter Herr Ihren Stahlbrunnen, ich gebrauchte Billigkeit und seines Wohlgeschmacks wegen verdient, allgemein empfohlen Ich bin dadurch nun von meiner schrecklichen Gallenstein- Kolik be- denselben, und als ich 12 Flaschen davon getrunken hatte, bekam ich nicht allein Appetit, zu werden, daß er außer in Fällen von Blutarmuth, Bleichsucht, Appetitlosig- freit, mit welcher ich schon viele Jahre heftig geplagt wurde; ich kann sondern Hunger und gewann nach und nach auch wieder Kräfte. Während ich keit, Stuhlverstopfung, Schwäche nach Entbindungen und beim Nähren, Dyspepsie und Trägheit der Unterleibsorgane usw., auch zwei schwere Fälle Jetzt wieder alle Speisen vertragen und meine Arbeit wieder machen und vordem so trant war, daß mir der Arzt das Leben schon abgefagt hatte, war ich nach werde Ihren Stahlbrunnen jedermann empfehlen, wie sich auch schon Bekannte von Verbrauch von 60 Flaschen Ihres Brunnens fast wieder ganz gesund. von Hysterie mit dem ganzen Heere der hysterischen Nebenerscheinungen mir haben schicken laffen. durch mehrmonatliche Anwendung des Berliner Stahlbrunnen" zur Heilung Nochmals besten Dank von gebracht und daß eine Dame, die vordem als an Carcinoma ventriculi( Magen frebs) leidend behandelt war, nach mehrmonatlichem Gebrauch des Berliner Sabrodt b. Trebatsch, 20. 11. 99. Stahlbrunnen" gesund und erheblich stärker geworden sei und sich hinterher ,, des besten Wohlseins und eines fast reichlich starken Appetits" erfreue. Sehr geehrter Herr Kumbier! Ihr Stahlbrunnen hat, nachdem ich 30 FT. berbraucht, bei mir ausgezeichnete Meine rheumatischen Schmerzen in den Händen, Armen, Beinen und im Rücken, sowie auch die Stiche in der Herzgegend sind nach dem Stahlbrunnen ganz verschwunden, so daß ich mich veranlaßt fühle, Ihnen dafür hierdurch meinen wärmsten Dant auszusprechen. Sobald die Witterung wärmer wird, werde ich die Seur noch wiederholen. Mit der größten Hochachtung grüßt ergebenst Ihre Berlin, Andreasstr. 35, d. 23. 3. 1901. Geehrter Herr Rumbier! Herr Dr. med. Ed. Reich, Kiel, befannter Hygienifer, Director, Vice- Hilfe hervorgerufen. präsident, Mitglied von Akademieen und gelehrten Gesellschaften in Paris u. 8. w. schreibt in seinem ausführlichen Gutachten u. a.: Frieda Müller. habe denselben dann noch weiter getrunken, im Ganzen bis jest 90 Flaschen, da ich auch an Rheumatismus litt, von dem ich ebenfalls dadurch geheilt bin. Ich kann daher allen Leidenden Ihren Stahlbrunnen nur empfehlen, weil er mir felbft fo gute Dienste geleistet hat. Empfangen Sie daher hiermit meinen aufrichtigsten Dant Mühlau bei Burgstädt i. S., den 3. 2. 98. Hochachtungsvoll Frau Martha Seifert. Sehr geehrter Herr Kumbier! Seit einem Jahre litt ich an einem Magen- und Darmkatarrh mit In so vielen Fällen werden die Präparate des Eisens in Form von Palvern, Diarrhoe und gleichzeitiger Nierenaffection. Alle Aerzte, die ich tonfultirte, Pillen u. 8. w. verschrieben. Dieselben zeigen oft genug teine rechte Wirkung, weil darunter auch Homöopathen, jagten mir, die Strantheit wäre sehr langwierig und das darin enthaltene Eisen unlöslich in den Verdauungssäften ist. Daher schwer zu beseitigen. Ich mußte sehr diät leben, tam dabei aber so herunter und nimmt es feinen Augenblick Wunder, daß viele Strante, welche mit den gewöhnlichen nahm an Körpergewicht derart ab, dass ich kaum noch laufen konnte und, obgleich Eisen- Pulvern, Eisen- Pillen u. s. w. schlechte Erfahrungen machten, bei Gebrauch erit 47 Jahr alt, am Leben keine Frende mehr hatte. Als dann Ihre Broschüre bes ,, Berliner Stahlbrunnen" durchaus ihre Rechnung fanden, denn das darin uns zuging, brangen meine Frau und meine Kinder darauf, Ihren Stahlbrunnen zu vers enthaltene Eisen befindet sich im Zustande vollkommener Lösung und ist Geit 4 Jahren litt ich an einem schweren Nerven- und Magenleiden, das juchen. Ich bestellte mir den Brunnen und nach Gebrauch von 30 Flaschen fühlte ich den Verdauungsorganen des Menschen durchaus angepasst. Es ist daher das sich in letzter Zeit derart verschlimmerte, dass ich weder essen noch mich schon wohler. Bei Weitergebrauch deffelben bekam ich einen derartigen Berliner Fabritat, dem wirklich grössere Bedeutung zukommt und dem darum trinken, noch schlafen konnte und dabei körperlich herunterkam, sehr ab- Appetit, dass ich immerzu hätte essen mögen, und ist mit der gesunden auch eine gute Zukunft leuchtet, dem aus Badeorten versandten Brannen magerte. Auf Empfehlung Belannter gebrauchte ich dann 60 FL. von Ihrein Berliner Verdauung und Ernährung auch die frühere Lebensfreudigkeit wieder bel unbedingt vorzuziehen, weil es seine chemische Zusammensetzung unver- Stahlbrunnen, der mir so gut bekam, dass ich schon nach einiger Zeit Appetit mir eingekehrt. Auch an Gewicht habe ich neben Kraft und Lebenslust ändert belbehält, während letztere Hauptbestandtheile bald nach der und Schlaf bekam, auch an Körpergewicht wieder zunahm und das Nerven- wieder zugenommen. Füllung in die Flaschen ausscheiden und dadurch mehr oder weniger an leiden sich verlor. Ich fühle mich jetzt wieder ganz kräftig und gesund Ich danke Gott dafür, daß ich in den Befit Ihres Stahlbrunnens gelangt bin und Wirksamkeit verlieren. Das Kumbier'sche Erzeugniß ist auch lange haltbar und und spreche Ihnen hiermit meinen besten Dank aus für die mir durch Ihren Brunnen tann denselben allen Leidenden auf das Angelegentlichste empfehlen. von weit billigerem Preise als die von den Brunnenorten aus versandten Minerals gewordene Heilung. wasser, und dieser Umstand dürfte auch zu seinen Vortheile sprechen. In der That, der Stahlbrunnen des Herrn Apotheker A. W. Kumbier verdient es, herzlich will- Austunft zu geben. kommen geheissen, allgemein empfohlen und den natürliehen, in Flaschen und Krügen zum Versand nach auswärts gelangenden Mineralwässern vorgezogen zu werden. Sehr geehrter Herr Kumbier! Jhr ,, Berliner Stahlbrunnen" thut hier Wanderdinge gegen ein veraltetes Magenleiden und es wollen ihn noch 2 Patienten in meinem Hauſe trinfen, weshalb ich Sie bitte, so schnell als möglich noch 2 stiften à 30 F. unter Rachnahme des Betrages zu senden. Ihr dankbarer Abraham Did. Tiege, deutsche Kolonie bei Feodorowfa. Gouvernement Taurien( Krim), Südrußland 29. 3. 1901. Sehr geehrter Herr Kumbier! Ueber die Wirkung Ihres Stahlbrunnens bet meiner Frau lann ich Ihnen jetzt Folgendes bestätigen: Seit einer Mit bestem Dant und Gruß Berlin, Wöhlertstr. 4, den 24. 1. 99. Sehr geehrter Herr Kumbier! hochachtungsvoll Carl Gehrte, Wertmeister, Auch bin ich gern bereit, allen denen, die an ähnlichen Uebeln leiden, mündliche Hochachtungsvoll Berlin, Unter den Linden 59a, den 14. 2. 1900. Otto Vowit, Gastwirth. Geehrter Herr Rumbier! Indem ich Ihnen anzeige, daß ich eine Stifte mit leeren Flaschen zurüldsenbe, beIndem ich Ihnen anzeige, daß ich die Stifte mit ben leeren Flaschen abgeschickt nube ich diese Gelegenheit, um Ihnen mitzutheilen, daß ich bei dem wiederholten Ges habe, fann ich Ihnen über die Wirkung des Stahlbrunnens folgendes mitteilen: Meine Frau ist 74 Jahre alt und hat Ihren Stahlbrunnen besonders gegen Jahre 1892 durch angestrengte Arbeit in einer überfüllten Klaffe schon nervös ges brauch Ihres Stahlbrunnens stets die besten Erfolge erzielt habe. Als ich im Asthma, Rheumatismus und Gicht getrunken. Der gute Erfolg ist auch worden war, befant ich einen Anfall von Cholera nostras. Wochenlang litt ich nicht ausgeblieben. Die Gesichtsfarbe wurde bald eine bessere, die Athem- derart an Diarrhoe, dass mein Körpergewicht von 130 auf 100 Pfand hernoth verschwand nach und nach, so daß fie wieder Gänge besorgen und die unter ging, während zugleich meine Nervosität in erschreckender Weise Epeijen bereiten tann. Als meine Frau 10 Flaschen getrunken hatte, schwollen ihr die zunahm. Die Schlaflosigkeit war nur durch Schlafpulver zu vertreiben, Beine an, aber nach einigen Tagen verschwand die Geschwulst und damit zu während die Diarrhoe weder durch Rotwein noch Opium zu beseitigen war. gleich auch Gicht and Rheumatismus. Ganz besonders bemerkbar war die Auf den Rath eines Kollegen schrieb ich damals an Sie und Sie waren so freundlich. günstige Wirkung auf die Nieren, indem der vorher dunlle und trübe Urin bald far und rein wurde. Ich fann Ihren Stahlbrunnen daher allen ähnlich Leidenden mir Ihre Ansicht ausführlich klar zu legen in dem Sinne, dass der Brunnen, wenn auch langsam, helfen würde. Mit 2 Seisten von Ihrem Stahlbrunnen als nur empfehlen. Steifegepäd trat ich meinen Urlaub an und ging aufs Land. Bei der 4. Flasche Schwedt a. D., ben 5. 4. 1901. Brannen liess die Diarrhoe schon nach, nach einer Woche war sie verschwunden. Mit 99 Pfund Gewicht begann ich die Kur und nach 8 Wochen wog ich schon 122 Pfund. Mit dem Appetit wuchs auch die Körperkraft, das Selbstvertrauen kam wieder und immer mehr schwand dis Nervosität Bereits 68 Jahre alt, hatte ich seit 6 Monaten an einem schweren Magen- mit all' ihren Nebenerscheinungen. leiden entsetzlich zu leiden, wegen dessen ich 13 Aerzte consultirte, ohne Da die Nervosität bei mir, wie bei den meisten meiner Stollegen, Stammgaft ist, Amtsgenossen dieses Mittel nicht genug empfehlen. Hochachtungsvoll C. Müller, Lehrer a. D. Danksagung. 23ittenberge, Bez. Potsdam, d. 1. März 1899. 3hr ergebenster Alwin Nöhr, Lehrer. Meine Frau litt feit einer Reihe von Jahren an den verschiedenartigsten StrantGeiten: hartnäckigem Bronchialkatarrh, Geschwüren im Kehlkopf, Magengeschwüren, Blutarmuth, Nervosität, Migräne, Unterleibskrankheit ete. Merztliche Kunst und Bäder( Reinerz. Kolberg, Starlsbad) wurden jedes Jahr verfucht. Heilung oder Besserung erlangen zu können. Mein Magen vertrug keine fo rid ich ihr immer wieder mit dem Stahlbrunnen zu Leibe und ich kann meinen Jur folgenden Jahre stellte sich immer wieder ein neues Uebel ein. Reihe von Jahren( wohl an 6 Jahren) trinft sie jährlich Ihren Stahlbrunnen. Dieser feste Nahrung mehr, ich lebte nur von Mehlsuppen, Milch und Wein. Mein Brunnen hat stets eine gute, sofort bemerkbare Wirkung auf sie ausgeübt. Körpergewicht nahm um 49 Pfd. ab. Da mun alle Mittel nichts halfen und ich Seit ein Paar Jahren leidet sie an obigen Krankheiten gar nicht mehr und mich bereits felbst aufgegeben hatte, wurde mir von einem alten Pharmaceuten der ich schreibe dies hauptsächlich der Wirkung des Stahlbrunnens zu. Dieselbe Berliner Stahlbrunnen des Herrn Apotheker Kumbler hier. Marienstraße 30, fehr besteht nach meiner Beobachtung wesentlich in der Förderung der Bildung gesunden empfohlen. Nachdem ich nach Berordnung des Herrn Kumbier, zunächst nur 2 Flasche Blutes, in der Steigerung des Appetits, einer vollkommeneren Ver- pro Tag in fleinen Dosen, 10 FI. getrunken hatte, fing ich schon an, feste Speisen zu danung, in der Beförderung der Ausscheidung krankhafter genießen und nach Verbrauch von 30 Fl. war mein Magen in der alten guten Stoffe, Verbesserung der Gesichtsfarbe, und in mit Verfassung, so dass ich alle Speisen in doppelter Ration zu mir nehmen Berbindung diesem allen in allmähliger Beseitigung der Nervosität, im Erwachen nener konnte, um meine gesunkenen Körperkräfte wieder herzustellen, habe audi Lebenslust und frischen Lebensmuthes. Den Arzt gebrauche ich jest fait gar das verlorene Gewicht nahezu wieder eingeholt und bin heute gesund und fräftig. nicht. Meine Frau trinit den Brunnen alljährlich im Sommer jezt noch, eich den Stahlbrunnen desselben allen schwer leidenden Magentranten aufs Dringendste Indem ich hierdurch Herrn Kumbier meinen tiefgefühlteiten Dant ausspreche, fann fich gefund fühlt, lediglich als Vorbeugungsmittel und ich kann auch eine nennens empfehlen, sie werden dadurch am ersten gefund werden. Berlin, Stralsunderstr. 29, den 1. Januar 1898. werthe Zunahme des Körpergewichtes bestätigen. Nach meiner Beobachtung tommt es besonders darauf an, daß eine fur mit dem Stahlbrunnen namentlich bei sehr geschwächten Individuen jahrelang wiederholt werden muß, daß man nicht Mißtrauen in die Wirtung sept, wenn nicht sofort alle Leiden beseitigt find, daß man erst mit geringeren Mengen anfängt( jest trinkt meine Fraut Monate hindurch täglich ½ lasche, und sie trinkt ihn gern) und daß man es während der tur an Bewegung, möglichst in frischer Luft, nicht fehlen läßt. wodurch offenbar die Wirkung des Brunnens erhöht wird. Berlin, Urbanstr. 27. Sehr geehrter Herr Kumbier! Hochachtungsvoll F. Sperling, Lehrer. Geehrter Herr Sumbier! A. Robfa sen., Bertreter. Ich fandte heute eine Stifte mit leeren Flaschen an Sie zurück und theile Ihnen dazu gleichzeitig mit, daß ich durch Ihren Stahlbrunnen von meinem heftigen chronischen Blasenleiden befreit bin. Ich hatte zuvor schon mehrere Aerzte in Anspruch genommen, auch wohl etwas Linderung der Schmerzen, aber feine Seilung erlangt. war traten bie brennenden Schmerzen zuerst heftiger auf, aber ich wurde nicht ängstlich, da dies bel Brunnen ja meist der Fall sein soll, und trant ruhig weiter, einige Beit nur ½ l pro Tag, dann mehr, und wurde nach und nach von meinem schweren Leiden befreit. Darum, Herr Sumbier, hiermit meinen herzlichsten Dant! Hochachtungsvoll Thre Frau Emma Schröter. Starpel bei Liebenau( N.-M.), den 15. 12. 1900. Sehr geehrter Herr Kumbier! Sehr geehrter Herr Rumbier! Nach Beendigung der Stur mit Ihrem Stahlbrunnen fann ich Ihnen die freudige Mittheilung machen, dass sich derselbe bei meiner Blutarmuth und der damit zusammenhängenden Nervosität aufs Beste bewährt hat. Bereits nach dem regelte sich. Das müde und matte Gefühl verliess mich und die zuletzt Gebrauche einiger Flaschen stellte fich wesentliche Besserung ein. Ich bekam guten Appetit und meine Verdauung wurde eine bessere, der Stuhlgang unerträglich gewordenen nervösen Kopfschmerzen verschwanden ganz. Ich fühle mich jetzt wieder frisch und gestärkt und fann meinen häuslichen Be fchäftigungen, ohne müde zu werden, wieber nachgehen. Ich werde daher auch nicht unterlassen, Ihren Stahlbrunnen allen ähnlich Leidenden aufs Angelegentlichste zu empfehlen. Indem toh Ihnen hiermit meinen herzlichsten Dank ausspreche, zeichne ich Hochachtungsvoll Frau Obermonteur E. Ritfchel. Berlin, Rathenowerstr. 31, den 7. 4. 1901. Sehr geehrter Herr Kumbier! Da to bet meinem Magen-, Leber-, Gallenstein- und Hämorrhoidalleiden mit dem Gefühl steten Vollseins und arger Nervosität in Folge schlechter Blutmischung mit Ihrem Stahlbrunnen bessere Erfolge erzielte als mit zweimaliger Kur in Karlsbad, so bitte ich wiederum um Zusendung von 30 l. Bugleich tann ich Ihnen mittheilen, daß Belannte, benen ich Ihren Stahlbrunnen empfohlen, ebenfalls guten Erfolg gehabt haben. Hochachtungsvoll Jul. Scheibe, Special- Schlofferet. Brita b. Berlin, den 10. 2. 1900( früher Berlin). Im vor. Jahre litt meine 20 jährige Tochter an hochgradiger Blatarmuth und Bleichsucht; sie war sehr blass, fühlte sich stets müde, matt, hatte schlechten Appetit, schlechte Verdauung, keinen erquickenden Schlaf, war stets verdriesslich und sehr nervös- reizbar. Sie hat dann 30 l. von Ihrem Berliner Stahlbrunnen" getrunten, der ihr ausserordentlich gut bes kommen ist. Der Appetit besserte sich, die Verdauung regelte sich, sle bekam ein gesundes, frisches Aussehen, gewann wieder Ich bitte Sie, mit 2 Risten à 30 FL. von Ihrem Berliner Stahlbrunnen ber Kraft, Rührigkeit und Arbeitslust, fühlte sich im Ganzen sehr wohl und an Stelle der nervösen Beizbarkelt trat heitere Gemüthsstimmung bis zur Nachnahme zu senden. Derfelbe hat mir vor etwa 8 Jahren sehr gute Dienste Ausgelassenheit, so dass sich alle ihre Bekannten wunderten über die Ver- geleistet gegen Blutarmut und Nervosität und ich möchte jezt mit meiner Tochter Hochachtungsvoll änderung; auch an Gewicht hatte sie 8 Pfand zugenommen. Da ich so die denselben wieder trinken. Frau Marie Rukhauer. gute Wirkung Ihres Stahlbrunnens selbst beobachtet habe, so will ich und meine andere Tochter, weil wir uns auch etwas angegriffen und nervös fühlen, jetzt den Stahlbrunnen auch trinten und die jüngere Tochter soll die Stur ebenfalls noch wiederholen, weshalb ich Sie bitte, uns von morgen ab für 3 Personen zu senden. Soviel Möchte Sie bitten, mir auch in diesem Frühjahr wieder 30 FT. von Ihrem Stahl- bereits so gebessert hat, dass sie sich schon ganz gesund fühlt. Wir bitten mir befannt, gewähren Sie bei 3 Trinfern in einer Familie zugleich eine Ermäßigung brunnen per Nachnahme zu senden. Immer im Frühjahr tritt bei mir Blutarmuth Sie daber noch um Sendung weiterer 30 Flaschen. der Preise, die Sie mir dann wohl auch zulommen lassen. und Bleichsucht ant, wenn ich Ihren Brunnen dann getrunken habe, bin Boller Dankbarkeit für die schöne Wirkung Ihres Stahlbrunnens bei meiner ich wie neugeboren. Bestens dantend schließt Hochachtungsvoll Hochachtungsvoll Tochter zeichne Berlin, Belforterstr. 1, ben 30. 5. 1901. Frau Fleischermeister Flohr. Frau Anna Stiller. Stettin, Stoftingstr. 94, d. 14. 9. 99. Geehrter Herr Kumbier! Schulenburg b. Baruten, den 4. 4. 1901. Sehr geehrter Herr Kumbier! Für die von Ihnen bezogenen 30 FL.„ Berliner Stahlbrunnen" fann ich Ihnen fchon jest meinen herzlichsten Dank aussprechen. da sich der Zustand meiner Tochter Bugleich bitte ich Sie, sofort auch 30 l. an die uns bekannte Familie des unten mit Adresse näher bezeichneten Bauergutsbesizer in Börnice zu senden, dessen Tochter auch bleichsüchtig ist, und dem wir Ihren Stahlbrunnen empfohlen haben. Hochachtungsvoll Carl Nölte, Staufmann. Grünefeld, den 19. 3. 1902. Singewiesen fei noch daraut. oak mein ,, Berliner Stahlbrannen" fich besonders auch bei Nierenleiden bewährt, woran jehr viele Wienichen leiden, ohne es zu wijen, während es mit Wittein dagegen schlecht auditeht. Analyse: Natriumchlorid 1,202, Natriumsulfat 2,920, Kaliumsulfat 0,172, Magnesiumsulfat 1,160, Mangansulfat 0,140, Eisencarbonat 2,197 in 10.000 Theilen. Wo es angeht, persönliche Rücksprache zu empfehlen. Von Aerzten vielfach verordnet. Nr. 103. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. " " denn Sonntag, 4. Mai 1902. das war viel wichtiger und notwendiger als die gesetzlich zu fizenden der im Berliner Lehrerverein" bestehenden Bereinigung fordernde und gesetzlich umgehend zu erfolgende Aushändigung für Schulgesundheitspflege", wurde indes mit Recht darauf hines gewiesen, daß der„ Arbeitslosen- Zeitung". doch noch bessere Banksysteme Die Lokallifte für Berlin und Umgegend Auf die Beschwerde, daß die Polizei, wenn sie Beamten babe, Biebt als die, welche unsre städtische Schulverwaltung zu ihren Versuchen ausgewählt hat. Die Mängel der Minusdistanz ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unsres Blattes bei abends um 6 Uhr die Zeitung zu konfiscieren, auch Beamten haben sind da vermieden, wo entweder der Sit oder noch besser die Tischgefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den müsse, sie um 5 Uhr zurüd zuliefern; wenn sie Geld habe, platte beweglich gestaltet sind, so daß sie beim Aufstehen zurückParteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu sich Droschten bei der Konfistation zu leisten, fie auch Geld haben geklappt beziv. nach vorn geschoben werden können. Aber solche beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegen müsse, bei der Rückgabe sich eine Droschte zu leisten hatte der Be Banksysteme seien ebenteuer. Herr Janke fügte hinzu, das dürfe natürlich kein Grund sein, sich mit den weniger guten Systemen über, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen amte feine Antwort. offen betrieben werden, bleibt uns kein andres Mittel übrig, als Weder um 5 Uhr, noch um 6 Uhr, noch um 7 1hr erfolgte die zu begnügen. Er ließ unausgesprochen, daß für die Berliner die Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß vom Oberstaatsanwalt für feine Hilfsorgane" angeordnete städtische Schulverwaltung derartige Rücksichten leider dennoch den das Bestreben aller Parteigenoffen sein. Arbeiter, Parteigenoffen, besucht umgehende Aushändigung die Polizei hätte gewißer Ausschlag zu geben pflegen- aber man verstand ihn auch so. Der Leiter des Berliner Gemeindeschulwesens, Stadtschulrat daher bei Ausflügen, Vergnügungen 2c. nur solche Lokalitäten, zweifelt daran den guten Willen gehabt, aber sie hatte keine Gerstenberg, der seit dem vorigen Jahre selber ein Mitglied welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen Mannschaft, tein Fuhriverk, keinen Vorgesetzten, der die An- des„ Berliner Lehrervereins" ist, wohnte den Verhandlungen bei erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, ordnung traf. und folgte ihnen mit großer Aufmerksamkeit. Man erfuhr jedoch beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste Am andern Morgen wurde es 8 Uhr, 9 Uhr, 10 Uhr; immer nicht, wie er über die erörterten Fragen denkt. Herr Gerstenberg die neue Lokalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen erfolgte noch nicht die am Tage vorher schon angeordnete vermied es, sich an der Diskussion zu beteiligen. Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt eine umgehende Aushändigung der gerichtlich freigegebenen„ ArbeitsEin ,, Spree- Untergrund- Tunnel" foll, einer Blättermelding Selausel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für lofen- Beitung". Auf telephonische Beschwerde bei der Staatsanwalt aufolge, in einiger Zeit" von der Elektrischen Untergrundbahn- Ge Arbeiterversammlungen später verweigert werden schaft lehnte diese jede Verantwortung von sich ab auf das Polizei- sellschaft zwischen Neu Cölln a. 2. und Stralaner( Kloster-) straße sollte, der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkomm präsidium, an welches schon am Tage vorher die Verfügung ausgeführt" werden. Diese Nachricht ist teils irrig, teils sehr nisse der letzten Zeit laffen eine Bestimmung dieser Art dringend ergangen fei. Den Rat, nochmals persönlich beim Polizeipräsidium um verfrüht, letzteres schon deshalb, weil bisher weder die Stadt ratsam erscheinen. Ebenso ist es Pflicht der Borstände und die Aushändigung zu ersuchen, lehnte der Beschwerdeführer ab, er gemeinde Berlin noch die Aufsichtsbehörde einem solchen Projekt auKomitees, dafür nach Möglichkeit zu sorgen, daß bei Mehrbedarf habe keinen Anlaß, als Bittsteller zu erscheinen, da die Bestimmt haben. Es handelt sich um die Fortführung der Hochan Bedienungspersonal der Stellenmachweis des Verbandes umgehende Aushändigung verdammte Pflicht und Schuldigkeit bahn nach dem Spittelmarkt und Alexanderplay. Die Attiengesellschaft Siemens u. Halste bat bekanntlich schon vor deutscher Gastwirtsgehilfen Ortsverwaltung Berlin" des Polizeipräsidiums sei. Auf telephonische Beschwerde beim mehreren Jahren die Genehmigung der Erweiterungsstrecke BotsBerücksichtigung findet. Thut ein jeder seine Pflicht, so kann der Polizeipräsidium bezw. der politischen Abteilung erfolgte der merk- damer Platz- Spittelmarkt- Alexanderplatz nachgesucht. Ueber die Erfolg nicht ausbleiben. 2otale, die teine Säle haben, würdige Bescheid, daß noch keine Verfügung der Ober- Linienführung des letzten Teiles dieser Strecke durch die Wallstraße sind für den Verkehr frei. Staatsanwaltschaft eingegangen sei; der Hinweis, ist man einig, nur nicht über die Lage des Spree= daß bereits gestern abend sogar auch die an die Buchhandlung Tunnels, den die Unternehmerin an einer schmaleren Stelle der Vorwärts bezw. deren Verteidiger ergangene schriftliche Ver Spree, östlich der Waisenbrücke, projektiert hat, während die städtische Weißensee fein Sommerfest und bitten wir die Genossen, bei präsidium deponiert worden sei, scheint aber doch genügt zu haben, Rathause stattfinden, welche aber mit Rücksicht auf die Unpäßlichkeit Sonntag, den 27. Jult, feiert der 6. Wahlkreis im Schloß fügung des Herrn Oberstaatsanwalts beim Polizei- Baudeputation eine die Spree in schräger Linie schneidende Trace westlich der Brücke vorschlägt. Gestern sollte wieder eine Konferenz im ihren Veranstaltungen dies zu berücksichtigen. denn in der Mittagsstunde erfolgte dann die Aushändigung der des Ober- Bürgermeisters abgesezt worden ist. Es steht also, abDer Vorstand des Socialdemokratischen Wahlvereins des 6. Kreiſes. Arbeitslosen- Zeitung", ebenso gemächlich und gemütlich refigniert, gesehen von der landespolizeilichen Genehmigung, nicht einmal die Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags: wie die Beschlagnahme hastig, staatsrettungseifrig und siegessicher Linienführung des Spreetunnels fest, der, nach ungefährer Bes Wahlkreis hält am Dienstag, abends 8 Uhr, Große Frankfurter erfolgt war. rechnung, mindestens drei Millionen Mart tosten würde, da straße 117 eine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: Die Arbeiterschaft Berlins wird an dem Schicksal der Weihnachts- die Wafferlinie allein 150 Meter mißt, der Bau aber( wegen der 1. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons: Wie beteiligen wir uns an der preußischen Landtagswahl. 2. Diskussion. 3. Ber- zeitung auch heute, im wunderschönen Monat Mai gelviß noch den Neigung auf beiden Seiten) auf einer Strede von etwa 300 Metern schiedenes. als Untergrund( nicht Unter pflaster:) Tunnel ausgeführt gebührenden Anteil nehmen steden wir doch, was unsre politischen werden müßte. Oestlich der Waisenbrücke würden sich die Baukosten Fünfter Wahlkreis. Dienstag 8 Uhr abends hält Bustände betrifft, trotz Blumen- und Blütensegens noch mitten in erheblich billiger stellen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß auch 81/2 der Wintersnot drin! der Verein seine General Versammlung im Alten über das städtische Projekt eine Einigung erzielt wird, wenn etwa Süzenhause, Linienstraße 5, ab. Auf der Tagesdie Stadtgemeinde im Hinblick auf die Entlastung der Straßen ordnung stehen neben Wahlen und Berichten auch Beschlußfassungen ( deren Instandhaltung bekanntlich 5-6 Millionen pro Jahr kostet) über die Neu Organisation in Berlin. Auf zahlreiches und zu den Mehrkosten des Tunnelbaues beisteuert. Die in Aussicht pünktliches Erscheinen wird gerechnet. Mitgliedsbuch legi gestellte Ausführung" des Tunnels liegt also noch in weiter Der Vorstand. Ferne. timiert. Die Lokalfommission. Die Parteigenoffen der Rosenthaler Vorstadt( sechster Wahlkreis) werden darauf aufmerksam gemacht, daß vom 1. Mai ab die Lieferung des„ Vorwärts" für die Abonnenten in der Rosenthaler Vorstadt von der Parteispedition des Gesundbrunnens, Genossen Raschte, Grünthalerstr. 65, besorgt wird. Beschwerden wegen un pünktlicher Lieferung wolle man an diese Adresse richten. Der Vertrauensmann von Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: A. Bittorf, Fehrbellinerstr. 25. " Linden- Regulierung. g In der„ historischen Pracht, Fest- und Triumph Straße" Berlins, genannt Unter den Linden", ist vor etlichen Tagen ein Werk begonnen worden, das sicherlich mancher für ein staatsgefähr liches erfären würde, wenn die Sache nicht ihren besonderen Haken hätte. Wühler und Umstürzler sind auf dem Plan erschienen, haben von dem geheiligten Boden Besitz ergriffen und sind nun an der Arbeit, das Unterfte zu oberst und das Oberste zu unterst zu kehren. Sie nennen es" Linden"-Regulierung. D " Der Bericht über die gestrige Sitzung der Apothekerkammer für die Provinz Brandenburg kann jetzt dahin vervollständigt werden, daß vor Erledigung des GeschäftsordnungsEntwurfs nur ein Streit zwischen der Minorität und Majorität der Kammer erledigt wurde, die Beratung über den Streit der Apotheken Man kennt den Kampf, der länger als ein Jahrzehnt um die mit den Krankenkassen erfolgte erst nach Erledigung des GeschäftsFrage der Linden"- Regulierung geführt worden ist. Früher hatte ordnungs- Entwurfs. Zu dem Ausschluß der berufsmäßigen Verer den Freifinnigen der Berliner Stadtverordneten Versammlung treter der Presse, der auf Antrag eines Mitgliedes der Achtung! Arbeiter Schmargendorfs! Morgen, Montag Gelegenheit gegeben, ihren Männerftola vor Königsthronen" zu Minorität mit 12 gegen 11 Stimmen angenommen wurde, erfahren vormittags von 9-12 Uhr, haben die Wähler der dritten Abteilung befunden. Sie verlangten damals die Beseitigung des Reitweges, wir, daß der erwähnte städtische; Beamte, der sich als Vericht die Erfanwahl eines Gemeindeverordneten vorzunehmen. Die den sie als einen Schandfleck für die Reichshauptstadt bezeichneten. erstattter für das Berliner Tageblatt", den Berliner Lokal Wahl findet statt im Restaurant Deutsches Haus, Breiteftr. 34. Als ihnen die Erfüllung dieser berechtigten Forderung von dem Anzeiger" und die„ Bossische Zeitung" legitimierte, der übrigens nach Für jeden aufgeklärten Arbeiter besteht die unbedingte Pflicht, fein Träger der Krone, der bei der Linden"-Frage mitzureden hat, nicht dem Berichte des„ Lokal- Anzeigers" augenscheinlich sehr sorgfam vors Wahlrecht auszuüben und die zahlreichen Wahlfaulen zur Wahl: beteiligung zu ermahnen. Der Berlauf der Wählerversammlung hat gewährt wurde, da erklärten sie kühl: Dann verzichten wir auf bereiteten Minorität als Wortführer angehörte. Der Bericht ist, bewiesen, daß den Mieterparteilern und ihrem Kandidaten das Wohl die ganze Linden"-Regulierung. Juzwischen haben sich aber trotzdem die Kammer den Ausschluß der Presse beder Besigenden mehr am Herzen liegt, als das der Arbeiter. Bon die Zeiten beträchtlich geändert. Die Berliner Freisiunigen find fchlossen hat, danach in die drei bezeichneten ihnen hat die Arbeiterschaft nichts zu erivarten. Es dem Hofe gegenüber zahmer geworden- so zahm, daß sie heute, Blätter gebracht worden. Wir müssen daher die Frage gilt den ersten Socialdemokraten, Genoffen W. Brilke, wie man zu sagen pflegt, aus der Hand freffen. Sie haben sich aufwerfen, welches Recht hatte jenes Stammermitglied dazu, sich zu in die Gemeindevertretung zu entsenden. Arbeiter! opfert einige nicht nur mit dem Reitiveg ausgesöhnt, der ihnen einst als ein dem Beschluß der Kammer in Gegensatz zu stellen und worin bes Stunden Eurer Arbeit und wahret Eure Rechte. Schandfleck galt nein, sie haben bei der Linden"-Regulierung stand der Antrieb zu einer solchen Handlungsweise? Die BeIn einer zur Hälfte von Parteigenossen besuchten Wähler überhaupt auf eigne Wünsche verzichtet und sich gänzlich den sprechung über den Streit der Krankenkassen mit den Apotheken bersammlung referierte Herr Jung über die Thätigkeit der Gemeinde- Wünschen der Krone angepaßt. Das Projekt, nach dem die jetzt wurde übrigens durch llebergang zur Tagesordnung erledigt, da man vertretung. Die socialistischen Forderungen an die Gemeinde befämpfte der Herr, der Vertreter der Minderbemittelten werden will, in Angriff genommene Regulierung der Linden" ausgeführt werden durch eine Diskussion die schwebenden Einigungsverhandlungen nicht als nur der Arbeiterschaft nügenden, durch die aber die Besitzenden foll, ist das Projekt des Kaisers! Es wurde, wie erinnerlich, stören wollte. belastet werden. Unser Kandidat, Genosse Brilfe, bewies an Bei- von der freifinnigen Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung spielen schlagend, daß unsre Forderungen stets der Allgemeinheit mit Hurra angenommen, eben weil es das Projekt des Kaisers war. dieses Jahres in Berlin tagen. Der wichtigste Punkt der Ver Der deutsche Juristentag wird vom 10. bis 12. September dienen sollen, daß aber bürgerlicher Unverftand und böser Wille die Wie die Linden" aussehen werden, wenn die Regulierung handlungen wird die Aenderung der Vorschrift des B. G.-B.§ 313 Durchführung verhinderten. beendet sein wird, das kann man sich schon jetzt ungefähr aus bilden. Dieser Baragraph enthält die obligatorische Verpflichtung, Johannisthal. Am Dienstag, abends 8 Uhr, findet in Naus malen. Am meisten fällt naturgemäß die Veränderung in die zur Uebertragung des Eigentums an einem Grundstück an die Restaurant eine Versammlung des Wahlvereins statt. Tages- Augen, die mit der vierfachen Allee vorgenommen wird. Die gerichtliche oder notarielle Beurkundung des Vertrages gebunden zu ordnung: Vortrag, Vereinsangelegenheiten. äußeren Baumreihen, die den bisherigen Laftweg und den Reitweg fein. Ferner sollen die Entwürfe eines preußischen Gesetzes zum begrenzten, werden beseitigt, und es werden dafür auf den beiden Schuße der Bauforderungen beraten werden. Trottoirs zwei Reihen von Bäumen gepflanzt. Das historische Durch eine allgemeine Verfügung vom 5. März 1897 ist für Bild", das die„ Pracht, Fest- und Triumph- Straße" feit alten Zeiten Preußen angeordnet, daß sowohl durch Druck auf den Formularen, geboten hat, wird dadurch vollständig zerstört. Mit der Beseitigung wie mündlich seitens der Standesbeamten bei Verhandlungen über der beiden Baumreihen ist bereits begonnen worden. Blutige Aufgebot, Eheschließungen und Geburten die Beteiligten auf ihre Thränen möchte der patriotische Berliner bei diesem Anblick weinen, kirchlichen Verpflichtungen hinzuweisen" seien. In einer Verfügung wenn nicht, wie gesagt und so weiter. Es ist ein Glück für des Ministers des Innern, datiert Berlin, 21. Januar 1902 heißt unsre freisinnigen Stadtväter, daß sie nicht aus eigner Weisheit es nun: Rummelsburg. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nach richt, daß die Beerdigung des Genossen Gerstenberger in Weißensee 1 Uhr mittags stattfindet. Die Mitglieder, welche sich an der Beerdigung beteiligen wollen, mögen sich mittags 12 Uhr auf dem Bahnhof Stralau- Rummelsburg einfinden. Lokales. " Ueber die nenen Schulbänke, mit denen die nen erbauten wenn Die Freigabe der konfidcierten Arbeitslosen- Zeitung" auf diese Idee gekommen sind. Die fönigstreu gesinnte Presse" Obwohl infolge dieser Anordnung eine Vermehrung der Zahl Berlins würde ihnen sonst gar übel mitgespielt haben. Sie würde der Taufen und Kirchlichen Trauungen erwartet werden durfte, haben fst seitens des Polizei- Präsidiums endlich Freitagmittag erfolgt über diese Linden"-Regulierung in Ausdrücken gezetert haben, die nach einer dem Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- und Bivar hat die Ober- Staatsanwaltschaft schon am 1. Mai verfügt, fie bei der gegenwärtigen Lage der Sache nicht einmal in Gedanken, Medizinal- Angelegenheiten daß die Aushändigung umgehend zu erfolgen habe, aber die gefchiveige öffentlich zu gebrauchen wagen darf. von maßgebender tirchlicher Seite die zugegangenen Mitteilung nenesten politische Polizei als Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft einen Erhebungen scheint sich das Wort umgehend" nach Analogie des Buttkamerauch noch geringen Rückgang des Prozentsatzes der schen sofort auszulegen. Als am Donnerstag, 1. Mai, abends Gemeindeschulen Berlins ausgerüstet sind, wurde kürzlich im Taufen und Trauungen wenigstens in der evangelischen Kirche gegen 5 Uhr der Leiter der Buchhandlung Vorwärts persönlich unter Berliner Zebrerverein" debattiert. Ein Mitglied der ergeben." Die Behörden werden natürlich ermahnt, die StandesVorweis der Verfügung des Herrn Oberstaatsanwalts die umstädtischen Schuldeputation, Herr Sanitätsrat Dr. Hartmann, ver- beamten mit allem Nachdruck zur Beachtung der erstgenannten Bergehende Aushändigung verlangte, da erhielt er von der dienst- fuchte in längerem Vortrage den Nachweis zu führen, daß die neuen fügung anzuhalten. Wir teilen die daran geknüpften Erwartungen Habenden Ordonnang denn weder ein Vertreter des Polizei in erheblich höherem Grade genügen als die älteren, die vorläufig stellung, wonach immer mehr Männer und Frauen den Mut ihrer Bänke den an eine Schulbank zu stellenden hygienischen Anforderungen des Ministeriums nicht, wir hoffen vielmehr von der amtlichen Fests präsidenten noch der politischen Abteilung war anzutreffen noch in der Mehrzahl der Berliner Gemeindefchulen in Benutzung Ueberzeugung gegenüber den sogenannten kirchlichen Verpflichtungen fürs erste den Bescheid, daß ihm dem dienstthuenden find. Vor allem seien sie entschieden geeignet, zur Erzielung einer bekunden, daß sie auch weniger mutige Leute veranlassen wird, nicht Wachtmeister nichts bekannt sei, daß er nichts thun tönne, die besseren Körperhaltung und zur Verminderung der Sturzsichtigkeit Dinge gewissermaßen zwangsweise über sich ergehen zu lassen, die Aushändigung fönne heute auch nicht mehr erfolgen, weil die Bureau beizutragen. In der Diskussion wurde zwar anerkannt, daß die Dinge gewissermaßen zwangsweise über sich ergehen zu lassen, die zeit vorüber, feine Beamten mehr da seien, er auch kein Fuhrwert städtische Schulverwaltung Berlins der Schulbantfrage feit einiger fie als ihrer Gefimmungsrichtung widersprechend und ihr Gewissen behabe, er wolle es aber Herrn Hauptmann Schöne" melden, aber Beit nicht mehr gleichgültig, gegenübersteht, doch wußte von den unruhigend empfinden. dieser war auch weggegangen, er wußte nicht, wohin, und neuen Bänken, die an die Stelle der früheren getreten sind, Vermehrung der Schulärzte. Aus dem Rathause wird des wußte nicht, wann er wiederkomme; vielleicht in einer halben eigentlich keiner der Redner viel Mühnendes zu sagen. Mehrere richtet: Auf Beschluß der Stadtverordneten- Bersammlung ist seit Lehrer trugen die Erfahrungen vor, die sie m den Bänken ungefähr zwei Jahren in zehn Gemeindeschulen der Versuch mit der gemacht haben. Jedermann fei anfangs von Man denke sich die schredliche Situation: im Berliner Bolizei- entzüdt getvesen, hinterher habe sich aber fehr bald gezeigt, daß auch gebuiffe haben im großen und gangen allgemein befriedigt. Sie ihnen ärztlichen Ueberwachung der Schultinder gemacht worden. Die Gra präsidium find abends 5 Uhr feine Mannschaften, keine Fuhrwerke, fie nicht frei von Mängeln feien. Die Schwierigkeiten, die eine ollen in einem ausführlichen Bericht demnächst der Stadtverordneten teine Borgesezten da: wenn mun in einem solchen Augen voll befriedigende Lösung der Schulbankfrage bisher verhindert Bersammlung zur Kenntnis übermittelt werden und dürften vorauss die Revolution haben, famen in diesem Meinungsaustausch wieder recht deutlich zum fichtlich dazu führen, daß auch an andreu Schulen Aerzte mit der es war doch der 1. Mai! aus bräche! die schrecklichen Folgen sind ja nicht zum ausbenken! Ausdruck. Zu den meist beklagten Mängeln des alten Banksystems Leberwachung der Kinder beauftragt werden. Die Lehrer und Freilich vielleicht gerade weil der 1. Mai war, konnte die Aus- gehört die sogenannte Plusdistanz: der weite Abstand der Bank Eltern der Schultinder haben die Aerzte zu jeder Zeit bereitwilligft lieferung nicht erfolgen. Bis gegen 2 oder 3 Uhr war die ganze mit dem Oberkörper nach vorn zu legen. Durch die Minusdistanz fante von der Tischkante, der die Kinder zwingt, fich beim Schreiben unterstützt. Polizei, zu Fuß, zu Pferd, auf dem Fahrrad, in Uniform, in Civil des neuen Systems, bei der die Bank bis unter die Tischplatte Der Stadtverordneten Ausschuß zur Vorberatung der auf dem Tempelhofer Felde, denn dort besichtigte der Kaiser einen reicht, soll diefer Uebelstand vermieden werden. Dafür werden aber Magiftratsvorlage über den Vertrag mit der Attien Baugesellschaft Truppenteil; nachmittags war Maifeier, da mußten Bolizeiwachen die Kinder zwischen Tisch und Bank eingezwängt, und das Auf- Neu Bellevue wegen der Anlegung von Straßen 2c. auf dent im Umherziehen" in der Nähe der Maifeierlokale eingerichtet werden, stehen wird erschwert. Von Herrn Rektor Janke, dem Bors Gelände der ehemaligen Borfigschen Maschinenfabrik in Moabit er Stunde! blick rterte am Freitagabend unter dem Vorsiz des Stadtv. Dinse und Iaufirat, so konnte nur er mit den Diebstählen in Verbindung stehen.ge si or bent. Rudenburg war am 3. November 1888 zu Templin mt Beisein der Magistratsvertreter Geheimrat Friedel und Stadt- Die Kriminalpolizei nahm ihn fest und ermittelte zugleich, daß der in der Mark geboren. Zu Beginn der siebziger Jahre eröffnete er baurat seraufe eingehend die Vorlage. Es kam zur Bertagung, Arbeiter G., der bei der bestohlenen Firma in Arbeit stand, an den eine Gastwirtschaft am Molfenmarkt, nahe dem alten Berliner nachdem der Vorfigende ermächtigt worden war, mit der Aktien Diebstählen beteiligt war oder fie vielleicht allein ausgeführt hatte. Polizeipräsidium, später Poststr. 20. Am 2. April 1879 erfolgte gesellschaft über verschiedene Punkte des Vertrages mündlich zu Auch G. wurde festgenommen. Allem Anschein nach hat er die Kudenburgs Aufnahme in den Verein der Weißbierwirte, dessen Beiunterhandeln. Waren gestohlen und sie mit Sch. gemeinschaftlich verkauft. Die figer er 1880 wurde. 1881 wurde er zum dritten, 1882 zum giveiten Die Sigung der Stadtverordneten Versammlung fällt in geschädigte Firma berechnet ihren Verlust auf etiva 10 000. Um Vorfizenden gewählt. Bald darauf erfolgte seine Berufung in den fich einigermaßen schadlos zu halten, wurde ein Guthaben, das Sch. geschäftsführenden Ausschuß des Verbandes. Am 23. Juli 1884 der nächsten Woche wegen des Himmelfahrtsfestes aus. bei der Deutschen Bank hinterlegt hatte, beschlagnahmt. Ebenso wählte ihn der Verein zum ersten Vorsitzenden. Er mußte dieses Amt 1889 niederlegen, da er von Berlin verzog und die Defonomie wurden auch die Möbel des Hehlers gerichtlich beschlagnahmt. Von der Königl. Eisenbahndirektion erhalten wir folgende fehr nach Berlin war seine Wiederwahl einstimmiger Vereinsbeschluß, des Schwarzen Adler" in Schöneberg übernahm. Nach seiner Rüd Berichtigung: und feit Juli 1893 ist er bis zu seinem Tode der Führer seines Vereins gewesen. Er hatte zulegt ein Restaurant Kaiserstr. 25a, wo er auch gestorben ist. Im Boykottjahr 1894 war Kudenburg neben Jacobi einer der Hauptwidersacher der Arbeiterforderungen. Die Kanalisationsabgabe ist die wichtigste Einnahme, die der Verwaltung der Kanalisationswerke und der Rieselfelder zur Dedung der Ausgaben zur Verfügung steht. Sie belief sich im Jahre 1900,01 auf 5 227 459 M., das sind 65 Proz., also fast zwei Trittel der ganzen Einnahme, die samt den Einnahmen aus den 10 In der 2. Beilage der Nr. 67 Ihrer Zeitung vom 20. März d. I. Rieselfeldern nur 8 084 156 m. betrug. Die Abgabe ist seit dem haben Sie einen Artikel" Von den Eisenbahnen" gebracht, Jahre 1895/96, wo sie zum erstenmal nach dem erhöhten Sage von welcher unrichtigkeiten enthält. Auf Grund des§ 11 des Gesetzes vom 7. Mai 1874, Reichs- Gesezblatt Seite 65, ersuchen wir er 1½½ Proz. des Nuzertrages der Grundstücke erhoben wurde und erst gebenst, eine Berichtigung in Ihrer nächst erscheinenden Zeitung aufProf. Virchow hat durch ein Schreiben an die Medizinische 4 481 702 M. einbrachte, um 745 757 W., d. h. in fünf Jahren um 162/3 Proz. gestiegen. In derselben Zeit vermehrten sich die für zunehmen und uns ein Exemplar dieser Nummer gefälligst zu Gesellschaft mit Rücksicht auf sein Alter und seinen Gesundheitszustellen. zustand den Vorsitz, den er lange Jahre geführt hat, niedergelegt. die Kanalisationsabgabe in Betracht kommenden Grundstücke im Es wurde in der fraglichen 2. Beilage behauptet, daß die Jahresdurchschnitt von 22 691 auf 24 213. Das Mehr beträgt Arbeiter der Eisenbahntverkstätten für die Zeit, welche an Kaisers 30 Pfennig) ist soeben in der Sommer Ausgabe erschienen. Dieses handDas Berliner Verkehrs: Lexikon( Verlag von May Schildberger, 1522 Grundstücke, so daß seit 1895/96 die Zahl der abgabepflichtigen Geburtstag nicht gearbeitet wird, keinen Lohn erhalten. Diese liche Taschenbuch enthält eine erstaunliche Fülle von Nachrichten über die Grundstücke nur um 62/3 Proz. gestiegen ist. Hiernach ist die bedeutende Erhöhung, die der Ertrag der Kanalisationsabgabe in Lohnverkürzung hätte auch in der Hauptwerkstatt Tempelhof in gesamten öffentlichen Einrichtungen und den Verkehr in Berlin. Die diesdiesem Jahre stattgefunden, obwohl den Arbeitern durch Anschlag malige Ausgabe( Semester 33) bringt die offiziellen Nummern der Straßendiesen fünf Jahren erfahren hat, zu einem wesentlichen Teil auf die Lohnvergütung für den freien Nachmittag vorher versprochen worden bahnen, die Hoch- und Untergrundbahn, Dampferfahrten 2c. Ganz bes Erhöhung des Nugerirages der Grundstücke zurückzuführen. sei. Diese Angaben sind unzutreffend. Es wird den Werkstatt- sonders übersichtlich ist der Berliner Eisenbahnverkehr behandelt. Der Nah: Hausbesiker und Hochbahn. Der Befizer eines Hauses an arbeitern der Eisenbahnen der Nachmittag am Geburtstage verkehr bringt u. a. sämtliche Sonntagsfahrten, und der Fernverkehr weiſt der Oberbaumbrücke hat sich damit einverstanden erklärt, daß sein Sr. Majestät des Kaisers freigegeben und erhalten die Arbeiter auch auf einen Blick die kompliziertesten Eisenbahn Verbindungen durch ganz Grundstück als Klageobjekt bei der Klage gegen die Hochfür diese freie Zeit Lohn nach dem Tagelohusaze. Dies ist auch Deutschland auf. bahn benutzt wird. Er hat in seinem Hause infolge des großen in diesem Jahre, im besonderen auch in der Hauptwerkstatt TempelGeräusches von den vorüberfahrenden Zügen zwei Wohnungen nicht hof geschehen. vermieten können. Der Verlust beziffert sich auf 1500 m. bis 1. Mai. Ein Verlauf des Hauſes iſt rückgängig gemacht worden; den Käufer hat das große Geräusch abgeschreckt. " In den Rindergehegen des Zoologischen Gartens zieht jegt ein Bisontalbchen, welches vor wenigen Tagen zur Welt hafteten Gehler Jeaurenand in Berbindung ſtand, hatte hier zur Wesen und feine drollig plumpen Sprünge auf sich. Sous die bes Bereitelte Hochzeit. Der Juwelendieb Jllg, der mit dem ver- gekommen ist, die Aufmerksamkeit der Besucher durch sein munteres Geliebten eine frühere Kellnerin Margarete Suhr, mit der er in der für sich fesselt uns das Gebahren junger Tiere mehr als die bes Die deutschen Städte und der Zolltarif. Von Mitgliedern Voltaste. 5 zusammen wohnte. Damit diese nicht etwa in die Lage dächtigen Bewegungen ihrer Eltern; in ganz besonderem Maße ist des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung geht der komme, gegen ihn aussagen zu müssen, hatte das Bärchen beschlossen, aber dieser junge Wiederkäuer geeignet, unfer Interesse in Anspruch Breffe nachstehende Mitteilung zur Veröffentlichung zu: Am Mon- möglichst bald Hochzeit zu feiern. Da das in Deutschland wegen der zu nehmen. Stammt er doch aus einer Gattung. deren Mitglieder tag, den 12. Mai 1902, vormittags 11 Uhr, wird in Berlin im Förmlichkeiten beim Aufgebot für einen bestraften Verbrecher und zu den seltensten Tieren der Erde gehören, deren Geschlecht von der wiederum gesuchten Juwelendieb nicht gut angeht, fo fuhr Jlly menschlichen Kultur zum Untergange verurteilt ist. Noch vor einem halben großen Saale des Kaiserhofs am Wilhelmsplatz eine öffentliche Ver- mit seiner Braut nach London, um sich dort trauen zu lassen. Jahrhundert bevölkerten Tausende und Abertausende der als„ Bison" jammlung von Mitgliedern deutscher städtischer Gemeindebehörden Er hatte auch bereits alle Borbereitungen getroffen, bekannten amerikanischen Büffel die Prärien des nördabgehalten werden, um gegen den, dem Reichstage vorliegenden als ihn die Londoner Kriminalpolizei auf Ersuchen des lichen Amerika. Schießwütige Menschen haben es fertig gebracht, in 3olltarif Stellung zu nehmen. Zu dieser Versammlung werden die hiesigen Untersuchungsrichters festnahm, gerade drei Stunden furzer Zeit die schier unerschöpflichen Bestände dieses edlen Wildes Mitglieder deutscher städtischer Verwaltungen und Vertretungen hier vor der zur Trauung angefeßten Zeit. Die Bitte des Ver- zu vernichten. Nur geringe Neste haben sich erhalten in den öffentdurch ergebenst eingeladen. brechers, ihm vor der Auslieferung die Trauung zu gestatten, lichen und privaten Reservationen", wie die Amerikaner lehnte der Richter ab. So mußte er ohne Ehebund die Rückreise ihre als Freistätten für die Tierwelt bestimmten Schußbezirke nennen. Vom Hilfsarbeiter ,, Kriegsschauplake". In Sachen des nach Berlin antreten. Als seine Braut die Ueberzeugung gewann, Wie lange wird es dauern, dann giebt es in den zoologischen Gärten Militäranwärters Korth gegen die Stadt Berlin hat die 11. Civil daß man ihn nicht mehr loslaffen werde, raffte sie schnell alles zu mehr Bisons als in der Freiheit! Sie werden bald aussterben, kammer des Landgerichts I gestern die Stadtgemeinde zur Zahlung sammen und fuhr auch wieder nach Berlin. Da sie aber so un- ebenso wie ihr Better aus dem Bjelowesher Walde und dem Kaukajus, von 2105,50 M. nebst Verzugszinsen verurteilt. Dieses Urteil stützt vorsichtig gewesen war, Frau Jeaurenand ihre Rückkehr anzukündigen, der europäische Wisent, von dem ebenfalls noch eine kleine fich auf das inzwischen rechtsträftig gewordene Zwischenurteil vom fo erfuhr auch die Kriminalpolizei davon und bereitete der Herde in unsrem zoologischen Garten lebt, wie das Bergzebra 20. Dezember 1901, in welchem dieselbe Kammer erkannte, daß dem Reisenden, als fie am Freitagabend auf dem auf dem Bahnhof und der Bläßbod, die gleichfalls hier noch in schönen Eremplaren Kläger ein Anspruch auf das Mindestgehalt eines Bureau- Affiftenten Alexanderplatz ankam, einen unerwarteten und unerwünschten vertreten sind. zustehe. In den Gründen ist ausgeführt, daß dem Kläger, Empfang. Mehrere Beamte nahmen Margarete Suhr wegen Bei dem Berliner Aquarium in den letzten Tagen zugegangenent wenn er in der in Frage stehenden Zeit Bureau- Assistent gewesen Begünstigung fest, brachten sie nach dem Polizeipräsidium und verschiedenen Land- und Wassertriebe brachten auch den Abteilungen der wäre, der Gehaltsanspruch für die Zeit der Bekleidung des Amtes ohne von dort am Sonnabend nach Moabit in Untersuchungshaft. Man Reptilien und Amphibien erwünschte Ergänzungen. As neu für be weiteres auf Grund der Anstellung zustehen würde. In Erwägung fand und beschlagnahmie bei ihr eine Menge Geld, das der Verkauf Aquarium sind besonders zwei Arten Froschlurche zu verzeichnen, welche aller entscheidenden Umstände hält das Gericht für erwiesen, daß der beibe der Neuen Welt entstammen. Die eine Art ist wohl die größte von allen lebenden schwanzlofen Amphibien, die deshalb mit Recht ,, Riesenkröte" Kläger, wenn ihm auch der Titel und das Gehalt eines Bureaugenannt wird, benn sie übertrifft im erwachsenen Zustande an Länge noch Assistenten bisher versagt worden seien, doch thatsächlich von der Bebem berühmten oder berüchtigten Ochsenfrosch Nordamerikas. Die Riesen: flagten als ein solcher angestellt worden wäre. Sci er, wie festfröte ist in Südamerika und Westindien zu Hause und führt dort eine ähn stände, auf Lebenszeit angestellt, wie auch§ 56 der Städte- Ordnung liche Lebensweise wie unsre große graue Kröte. Furchtfamen Gemütern ver: für solche Beamte ausdrücklich fordere, so sei damit eine mag das plump gebaute, aber entsprechend bunt gefärbte und auch ver diätarische Besoldung schon begrifflich unvereinbar. Der Magiftrat verhältnismäßig bewegliche Geschöpf ein gewisses Gruseln zu erweden, inwolle den Kläger bald zum Diätar, bald zum Hilfearbeiter des ist es durchaus ungefährlich. Biel netter nimmt sich die andre neu an Stempeln, doch da Kläger auf Lebenszeit angestellt sei, so Ueber ,, Brieffallen" lesen wir in der„ D. Verkehrszeitung": gefommcne Art aus; denn obwohl auch sie eine Riesenform innerhalb ihrer könne er rechtlich weder das eine noch das andre sein, sondern wie gemeingefährlich große Drucksachen im Bostbetriebe wer- Sippschaft ist, hat sie doch in Gestalt, Farbe und Wesen viel Anziehenderes er müsse schon nach den Gesetzen der Logik mindestens zu der untersten den können, wenn sie weite, ungenügend verwahrte Oeffnungen haben, vor jener; es ist ein in schmuckes Grün gekleideter Riefenlandfrosch aus Klasse der angestellten Subalternbeamten, d. h. eben zu den Bureau- geht aus folgendem hervor: Eine Firma in Einbeck hat bisher öfters Australien, wo überhaupt verschiedene dieser Baumkleber Heimaten. Zu der Assistenten zählen. Auf die berechtigte Weigerung des Klägers, sich große Mengen von Preislisten in Umschlägen von etwa 40/35 Centi- Sammlung einheimischer Nattern stenerte Herr Frickmann- Berlin ein schönes die nachträgliche Bedingung der Ablegung der Affiftentenprüfung meter versandt, deren Verschlußklappe, die sich an einer der SchmalWintergarten. Das neue Mai Programm schließt fich auferlegen zu lassen, könne sich die Beklagte nicht berufen. Ebenso feiten befindet, wie üblich, innen in den Umschlag hineingesteckt unerheblich sei es auch, wenn es jezt etwa entgegen dem Geiste wurde. In derartige Drucksachensendungen hatten sich nachweislich den früheren Darbietungen dieses Specialitäten- Theaters an. Otto der Städte- Ordnung im Etat der Beklagten lebenslänglich an- in letzter Zeit verschoben: ein Geldbund mit Briefen im Werte von Steutter, der bekannte Komiker, die Tyroler Sängerin Fräulein gestellte Bureaus- Hilfsarbeiter geben sollte. Kläger sei, wie auch aus 5200 M., zwei Einschreibebunde mit ein und zwei Einschreibebriefen Mirzl von Wenzl, die stimmbegabten Pariser Straßenfänger Urteilen des Reichs- und Kammergerichts hervorgehe, als Bureau und mehrere gewöhnliche Briefbunde. Außerdem besteht die Vermutung, a und Do, die französische Liedersängerin Augusta Pouget, Affiftent anzusehen. daß aus gleicher Veranlassung ein Geldbund mit drei Briefen der Meisterradfahrer Robbins. die Serpentin- und Feuertänzerin im Werte von 1300 M. abbanden gekommen ist. Die Firma ist Miß Foy und die Soubrette Flora Siding find nur einige veranlaßt worden, derartige Sendungen fünftig umschnürt auf Glanznummern aus dem interessanten und amüsanten Programm. zuliefern. Es erscheint sehr empfehlenswert, daß die Postanstalten Im Arbeiterinnenheim, Brückenftr. 8, findet am Montag, den auch in vielen andren Auflieferern von großen Drucksachensendungen, 5. Mai, abends 8 1hr, ein Liederabend statt, zu dem Gäste will. die leider ja immer mehr an Zahl und Umfang zunehmen, dazu bekommen sind. wegen, den Verschluß derart einzurichten, daß die Sendungen nicht als Brieffallen wirken. Außer durch Umschnürung kann die Abhilfe dadurch erreicht werden, daß die Spigen oder Zungen der VerschlußDer Sommer- Fahrplan der Großen Berliner Straßenbahn- flappen von außen in Schlige eingestedt werden, die in den Um Gesellschaft wird am Dienstag, den 6. d. M., in Kraft treten schlägen eingeschnitten sind; auch Metallzwingen sind zum Verschluß und damit zugleich eine der viel angefeindeten Haltestellen ichr geeignet. -Die deutsche Gerechtigkeit. Eine Frau Albertine Wrycz v. Retowski, zuletzt in der Liebenwalderstraße 60 wohnhaft, hat fich in der Umgegend eines Forst diebstahls" schuldig gemacht und ist dieserhalb rechtskräftig verurteilt worden, wie ein hinter ihr erlaffenes Strafvollstreckungsgesuch besagt, zu 7,30 M. Geldstrafe ( event. 3 Tagen Gefängnis), 37 Pf. Wertersatz und 21,35 M. Kosten! der gestohlenen Schmucksachen eingebracht hatte. Wie feine Braut aussagt, hat Jg eine Menge Wertsachen bei Jeaurenand für eine bedeutende Summe versetzt. Als Frau Ilg sollte sie noch einmal nach Berlin zurückkommen, um die in Weißensee im Pianino versteckten Sachen zu holen. Dann wollte das Baar nach Amerika auswandern, ma dort mit den gestohlenen, reichlichen Mitteln eine neue ehrliche" Eristenz zu begründen. " Stüd bei. Bei der Maifeier in der Neuen Welt ist eine goldene Damenuhr verloren worden. Der Finder wird ersucht, die Uhr au den Vertrauensmann Franz Soch, Admiralstr. 7, vorn 4 Treppen abzuliefern. Dort kann auch der Festteilnehmer, der irrtümlich einen Herren- Regenschirm mit schwarzer Hornfrücke nach sich genommen auf dem Spittelmarkt verschwinden. Wie bereits gemeldet, Mit dem Dolche wollte am Freitagnachmittag ein heißblütiger bat, diefen Gegenstand zurückgeben. Im Berliner Prater werden nämlich die Linien Spittelmarkt- Lichtenberg und Italiener Namens Francesco Eberlini seinen Verfolgern in der find am 1. Mai verloren gegangen ein feidener Regenschirm, ein Halensee zu einer Linie vereinigt werden. Da die vom Charlottenstraße zu Leibe gehen. Der Mann soll am Hausvoigtei- Geldtäschchen mit 1,50 M. Juhalt, ein Trauring und ein blauer UmPolizeipräsidium angeregte Schleife am Spittelmarkt nicht den Platz irgendwo gestohlen haben und wurde von mehreren Leuten, hang. Der Finder wolle diese Gegenstände bei C. Mars, ParteiBei der Maiseier GefundBeifall der städtischen Behörden gefunden hat, so dürfte demnächst die Halt ihn! Halt ihn!" riefen, verfolgt. Als ihm in der Charlotten- pedition, Kastanien- Allee 96, abgeben. auch die andre Endhaltestelle daselbst, über welche sich straße der Büchsenmacher St. anus Stegliz entgegentrat, um ihn fest- brunnen find folgende Gegenstände gefunden worden: 1 Herrennamentlich die Ladeninhaber zwischen Gertraudten- und Wallstraße zuhalten, zog er seinen scharfgeschliffenen Dolch. Schon hatte er Ueberzieber, 1 Hut, 2 Regenschirwe, 1 Baar Baartämme, 1 Ohrring beklagen, auf dem einfachen Wege der Verschmelzung der betreffenden zum Stich ausgeholt, als ibm andre Leute in den Arm fielen und mit weißem Stein. Berloren gegangen ist ein Kinderschirm, ein Linien beseitigt werden. ihm die gefährliche Waffe entwanden. Unter einem großen Menschen- Trauring. Abzugeben bei. Maschke, Grünthalerstr. 65, Zeitungsauflauf wurde der Italiener, der kein Wort deutsch spricht, nach der Wache des 38. Reviers gebracht und von dort wegen versuchter törperverlegung der Kriminalpolizei zugeführt. bilden können. Eisenbahn- Hufall. Eine erhebliche Verkehrsstörung entstand gestern morgen durch einen Eisenbahn- Unfall auf der Schlesischen Bahn. Der Ausbau des Vorort- Bahnhofes Erkner erfordert viele Verlegungen von Schienen und Weichen. Zum heutigen Sonntagsspedition des" Bortvärts". Die Abonnenten auf dem Gesundbrunnen haben am Freitag zum Teil die Nachmittagsausgabe des„ Vorwärts" nicht erhalten. An diesem unangenehmen Umstand tragen nicht die Zeitungsfranen Lange, Nieber und Wenzte die Schuld, sondern das leidige Versehen, daß der Fuhrmann 400 Exemplare weniger als erforderlich gewesen wären, abgeladen hat. Wir bitten die Abonnenten, dies Verschen entschuldigen zu wollen. 1900 Die Kommission von Aktionären des Zoologischen Gartens, welche laut Beschluß der legten Generalversammlung die Angelegenheit der vielbesprochenen Ausstellungshalle prüfen und den Aktionären Bericht erstatten sollte, hat diese Frage in einer Reihe von Sigungen erörtert. In der Freitagssigung, in welcher die Schlußabstimmung vor sich gehen sollte, erklärten jedoch sechs Mit glieder, und zwar die Leiter der bisherigen Opposition, ihren Ansfritt aus der Kommission vor Eintritt in die Tagesordnung. Die verkehr sollte zwischen Neu- Rahnsdorf und Erfner hinter Bude 24 in der Kommission verbliebenen Mitglieder, sämtlich Freunde der wieder ein Anschluß fertig werden. Es handelte sich darum, noch Vorlagen der Verwaltung, haben darauf beschlossen, von der Aus den Nachbarorten. ein Schienenstück einzusehen. Während dieses fertig neben dem n Erstattung eines einseitigen Berichts abzuschen. vielmehr die Schöneberg. Die mit der nochmaligen Beratung des Protokolle der Kommissions fizungen nebst den Ausschußberichten Damme lag. hatte man die alten Schwellen ausgebrochen, um dem nen einzusetzenden Stück Plaz zu machen. Eine rote Fahne machte Krankenhaus Bauprojekte beauftragte Ifer som= unverkürzt drucken und sämtlichen Aktionären zugeben zu lassen, die Zugführer auf die Unterbrechung des Schienenstranges aufmerksam, miffion hat in einer längeren Sigung beschlossen, den Magistrat damit diese sich selbst ein Urteil über das Verhalten der Opposition es scheint aber, daß sie dem Hindernis zu nahe gestanden hat. Wenigstens zu ersuchen, der Hochbau- und der Krankenhaus- Deputation die Vorgelang es dem Maschinenführer eines Güterzuges, der gegen 61/2 1hr Tage noch einmal zur gründlichen Prüfung vorzulegen, um festzustellen, von Berlin her fam und hundert Achsen zählte, nicht mehr, diesen welche Ersparnisse etwa erzielt werden können, nachdem im allgerechtzeitig zum Stehen zu bringen. Die Maschine lief über meinen die Meinung vorherrschte, daß an dem Pavillonsystem nichts das Strangende hinaus und bohrte sich in das Erdreich ein. Das geändert werden solle. Der Magistrat hatte auf Grund der angestellten Gewicht des langen Zuges schob auch den Tender nach, dessen Platte Berechnungen die Einstellung einer Summe von 3/2 Millionen Mark fich verbog und auf den Maschinisten- und Heizerraum hinaufichob. für den Krankenhausbau als den finanziellen Verhältnissen entsprechend Bom Zugpersonal wurde glücklicherweise niemand verlegt. Auch der genügend gehalten. Die weiteren Beratungen in dieser Angelegen Materialschaden ist unbedeutend, da man durch Bremsen und Gegenheit sollen möglichst beschleunigt werden, so daß sich der dampf vom Warnungszeichen an bis zur Ablaufstelle die Schnellig- Elfer- Ausschuß in furzer Zeit wieder mit den neuen Beschlüssen der teit schon start herabgemindert hatte. Infolge des Unfalls mußten Krankenhaus- und Hochbau Deputation wird beschäftigen können. auf einer längeren Strecke die Vorortzüge wieder über die Fern Hoffentlich wird das Plemmm nur dann seine Zustimmung geven, Karl Wünsch, Vertrauensmann. geleise gelenft werden. Die Folgen waren bedeutende Störungen wenn grundfäßlich an dem alten, den modernen Anforderungen entUeber die Verhaftung eines Wildhändlers berichtet das und Verspätungen.- Auf dem Schlesischen Güterbahnhofe erfolgte sprechenden Bauprojekt nichts geändert wird und unsre Stadt so schnell „ Berl. Tagebl.". Es handelt sich um den Wild- und Geflügel- in einem Abortgebäude eine Gas explosion, wobei der Lampen- wie möglich zu einem guien Krankenhause kommt. händler Gustav Sch. aus der Großbeerenstraße, der wegen Beihilfe puger Ernst Franke erhebliche Brandwunden am Kopfe und den zum schweren Diebstahl und wegen Hehlerei verhaftet worden ist. Händen davontrug. Der Verhaftete hatte in der Kühlhalle in der Trebbinerstraße einen Marten und Hickel als Berliner Gastwirte. Marten und Kühlraum gemietet. Auf demselben Gange hat eine Großhandlung mehrere Kühlräume inne, in denen sie große Posten von Wild und Sidel, die in Krosigt- Prozeß zu Gumbinnen freigesprochen wurden, beabsichtigen, wie der Allgemeinen Fleischer- Zeitung" berichtet wird, Geflügel lagerte. In den Monaten Januar bis April wurde mun in Berlin eine Gastwirtschaft zu errichten. Die Mittel dazu soll ihnen die Großfirma systematisch bestohlen, ohne daß sie sich die Diebstähle die Sammlung bieten, die vor einiger Zeit für fie unternommen erklären konnte, da die einzelnen Kühlräume mit Sicherheitsschlösser wurde und mehrere tausend Mark ergeben haben soll. versehen waren. Endlich ermittelte sie, daß in der Central- MarktVom Kampf gegen Bolle. Auf eine Eingabe des Vereins Berliner Milchpächter hat der Vorstand des Bundes der Berliner Grundbesizer- Vereine beschlossen, den Bundesmitgliedern das Verbot des Ausklingelns von Milch auf den Höfen zu empfehlen. Den Abonnenten des ,, Vorwärts" der Rosenthaler Vor: Den Abonnenten des„ Vorwärts" der Rosenthaler Vor: stadt, welche seither denselben aus der Parteispedition des Genossen Karl Mars, Kastanien- Allee 96, bezogen haben, teile ich hier: durch, um Irrtümer zu vermeiden, mit, daß dieselben das Blatt nach wie vor in alter pünktlicher Weise von dieser Spedition zugestellt be= tommen. 9 Steglik. Bei der kürzlich stattgefundenen Neuwahl der Verwaltungs= Kommissionen in der hiesigen Gemeindevertretung wurden unsre Vertreter in folgende Kommissionen defigniert: Genosse Rapp in die Etats- und Rechnungs- sowie Bau- und Wegekommission; Genosse Schell base in die Gutss verwaltungs- und Straßenbeleuchtungs- Kommission. Zoepenick. In der Frage der Anwendung von C oder bei der Schreibung von Ortsnamen hat jeßt der Regierungspräsident halle Waren verkauft wurden, die offenbar aus ihren Kühlräumen August Ruckenburg, der langjährige Vorsitzende des Vereins von Botsdam eine Entscheidung getroffen. Ein Verfügung bestimmt stammten. Da als Verkäufer der Wild- und Geflügelhändler Sch. Berliner Weißbierwirte, ist gestern abend nach langem Krantenlager von Landespolizeiwegen, daß die Stadt Coepenid und der ebenfalls Weiter Prognose für Sonntag, den 4. Mai 1902. Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe und regnerisch bei ziemlich frischen westlichen Winden; später aufklarend aber fühler. Berliner Wetterbureau. m Kreise Teltow belegene Teil des Gutsbezirles Coepenider Forst zukünftig Cöpenick und Cöpenicker Forst zu schreiben ist. Eine andre Verfügung bestimmt gleichzeitig, daß die im Kreise Angermünde beTegenen Ortschaften Kriewen und Krussow, die bis jetzt mit se ge= schrieben wurden, fünftig mit E zu schreiben sind. Ferner bestimint der Regierungspräsident, daß die Kolonie Neu- Rahnsdorf fünftig den Namen Wilhelmshagen zu führen hat. Die Kolonie befindet sich auf dem Gelände des Gutsbezirkes Nahnsdorf zwischen der Schlesischen Welgen, gut Eisenbahn und der Kreischaussee Nummelsburg- Ertner. Will man dem Sprachgebrauch keine Gewalt anthun, so hat man Koepenick fortan Zoepenick zu nennen. Eine arge Verwüstung infolge elektrischen Stromtes erlitt vorgestern das Mietshaus Jiarstr. 2 in Rigdorf. Eine geriffene Telephonleitung berührte ein über das Dach geführtes Lüftungsrohr der Abflußkanäle. Der elektrische Strom bahnte sich seinen Ausweg bis zum dritten Stockwerk hinab, wo er in der hier befindlichen Küche am Ausgußbecken mit schußähnlichem Knall und weit umher= sprühenden Funken seine Straft verlor. Neben einer bedeutenden Beschädigung der Hausbedachung waren auf dem Wege von dieser bis zum Ausgußbeden sämtliche Zu- und Ablaufröhren der Wasserleitung der Länge nach samt dem sie umgebenden Mauer- und Schalwert aufgerissen. Die erschrockenen Hausbewohner glaubten anfangs an Feuersgefahr oder Hanseinsturz, saben sich aber alsbald einer Ueberfchivemmung gegenüber, welche durch Absperrung der Wasserleitung beseitigt werden mußte. Von den Hausbewohnern wurde glücklicher weise niemand verlegt. Drei Selbstmorde werden von der Oberspree gemeldet. In Oberichöne weide erschoß sich in der Nacht zum Sonnabend in der Nähe des Sportshauses ein Maint, dessen Persönlichkeit noch nicht feststeht. Es soll ein Drahtzieher sein, der dort arbeitete. Aus der Spree wurde die Leiche einer unbekannten Frau gelandet, während sich in Niederschöneweide eine ebenfalls noch nicht festgestellte Frau erhängte. = Socialdemokratischer Agitationsverein für den ReichstageWahlkreis Stralsund: Franzburg- Rügen. Sonntag, den 4. Mai, Dormittags 11 Uhr, Sigung bei Hermann Namlow, Schönhauser Allee 135. Herren als Gäste willkommen. Arbeiter: Samariterkolonne. Montag, den 5. Mai, abends 9 Uhr, in der Centrale„ Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45: Vortrag über Physiologie. Neue Mitglieder werden noch aufgenommen. gens 8 115r. Witterungsübersicht vom 3. Mai 1902, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Swinemde. 755 2 752S Hamburg Berlin 755 SW Franff./M. 757 SW München 76093 Wien 761 Still Wetter Temp. n. 6. 15° 4° 9. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 15° C.= 4° R. " Marktpreise von Berlin am 2. Mai 1902 nach Ermittlungen des Igl. Polizeipräsidiums. D.- Eir mittel gering Noggen, gut * " 33,70 M. Schluß für Getreide, Weizen und Koggenlieferungen/ M. niedriger als gestern, nur Mairoggen behauptet. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 3. Mai 1902. Aut: licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3935 Rinder, 1222 Stälber, 9667 Schafe, 7144 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund in Pfennigen): Ochsen: a) vollfleischige, andgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 62-65, b) junge fleischige, nicht aus: gemäßtete und ältere ausgemäßtete 57-61; c) mäßig genährte junge und gut 120 genährte ältere 55-56; d) gering genährte jeden Alters 51-53.- Bullen: 41 ,. 1,30 Startoffeln, neue, D- Ctr. Nindfleisch, Keule 1 kg 6. 1,60 do. Bauch 1,40 " Schweinefleisch 1,60 " mittel Kalbfleisch 1,80 1, D gering Hammelselsch 1,60 1, erfle, gut 14,60 14,10 Butter unittel gering 14,- 13,50 Gier 60 Stit 13,40 12,90 Karpfen 1 kg 17,50 17, Male mittel gering 16,90 16,40 Bander 16,30 15,80 Hechte 7,32 7, Barsche 8,80 6,70 Schleie Hafer, gut nitrob peu Größen Speiset ohnen Linjen 40,- 25, Bleie 50, 60, -T 25, 20, Krebse a) vollsleischige höchsten Schlachtwerts 58-62; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 56-57; c) gering genährte 52-55.- Färsen und Aihe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtverts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 2,60 2, 55-56; c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere 3,60 2,20 Kühe und Färsen 53-54; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 50-52; 2,20 1, e) gering genährte Kühe und Färsen 44-48. Kälber: a) feinste Mast: 2,60 1,40 tälber( Bollmilchmast) und beste Sangfälber 78-80, b) mittlere Mast2,80 1- und gute Sangfälber 66-70, c) geringe Saugfälber 50-55, d) ältere, gering 1,20 genährte( reffer) 48-55. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast 0,80 Hammel 59-62, b) ältere Masthammel 53-57, c) mäßig genährte 120 Gammel und Schafe( Merzschafe) 48-52, d) Solsteiner Niederungs0,80 fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) volsleischige, der feineren 2,50 Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 220-280 Pfund fchwer, 61; b) schwere, 280 sund und darüber( Stäfer) 00; c) fleischige 59-60; d) gering entwickelte 56-58; e) Sauen 55-56. Für 100 Pfund mit 20 Proz. Tara. 2, 1,80 3.20 1,40 per Shot 15Berlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich glatt und fest ab; es wird ziemlich ausverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich. glatt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang flott. Es wurde aus verkauft. Der Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt Schriften- Eingang. * frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 3. Mai Getreide. Heute entwvidelte sich eine rapide Hausse im Mai- und Julihafer, der infolge schlanker Abnahme der Andienungen und dauernden Warenmangels bei lebhafter Frage 2, M. anzog. Loco- Hafer sowie Mais waren gleichfalls fest bei gut behaupteten Preisen. Am Markte für Brotgetreide wurden nur Mairoggen auf Dedungen 3 geftrigen Preisen lebhaft gehandelt; spätere Sichten wie auch Weizen landsmeldungen. Breise waren anfänglich M. abgeschwächt, nachher verkehrten in schwächerer Haltung auf wärmeres Wetter und matte AusTeicht erholt. Rüböl war nach mehrtägigem Rüdgange um 20 Pf. gebessert. Spiritus blieb bei mäßigen Umfäßen im Preise unverändert, 70 er loco die Vereinsthätigkeit im Jahre 1901. Zürich. Buchdruckerei des„ Voltsrecht". Wochen: Sonntag Spielplan. Schiller: Theater 4. Einsame Menschen Nm.: Jugend Montag 5. Dienstag 6. Mittwoch 7. Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht" in Zürich. Bericht über Donnerstag Freitag Sonnabend 8. 9. 10. Das Gefängnis zwei Wappen Zwei Wappen DieRomantischen Mein Leopold Zwei Wappen Deutsches Theater. Liebelei Grüne Kakadu Nm.: Biberpelz Die versunkene Glocke Die Weber Es lebe das Leben Lessings Theater Die hohe Schule Flachsmann als Erzieher Die hohe Schule Theater Don Juan Der des Westens N.: Troubadour Wundersteg Der Herrgott: schniger von Ammergau. Thalia: Theater Bei Neumanns Luisen 1 heiter 3 Regen 7758 2 bedeckt 7 Petersburg 758 SEO 2h1b. bed. 6 Cort 754NW 2010. feb. 0 Laubstreicher Theater 7 N.: Hüttenbesiger 5wolkig 10 2 bedeckt 10 Aberdeen 5 Regen 7 Paris woltent 10 Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Süd- Osten.) Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maler Ernst Wilhelm Oppeluerstraße 5( 106. Bezirk) 2. 6. Mits. verstorben ist. Die Zwillings: schwester Aufführung des Sternschen Conservatorium3 Figaros Hochzeit Herenfang Es lebe das Leben Flachsmann als Erzieher Der Wundersteg Liefert von Schliersee Jägerblut Diefert von Schliersee Die Grille Der Bettelstudent Bei Neumanns Der Landstreicher Jägerblut Die Grille Nm.: Nathan der Weise Es lebe das Leben Die Hohe Schule Wiener Blut Im Austrags: Stübert A Die Waise von Lowood Die versunkene Glocke So leben wir Der Troubadour Im Austrags: stüberl Bei Neumanns Unfre Männer Sonntag 11. Die Mütter Nachm.: Die Räuber Rosenmontag Nachm.: Die Weber So leben wir Norma Nm.: Zar und Zimmermann Im Austragsstüberl Bei Neumanns Landstr. Nm.: aise v. Lowood Berliner Theater. Alle Abende( mit Ausnahme von Dienstag und Sonnabend): Alt Heidelberg. Dienstag und Sonnabend: Ueber uufre Straft I. Central Theater. Alle Abende: Die Dame aus Trouville. Gr. Carl Weiß- Theater. Sonntag und Montag: Deborah. 758 SS 3bededt 9 Dienstag: Hannemann vom Viehhof und Der kleine Cohn. Von Mittwoch bis nächsten Sonntag: Der Doppelgänger. Secessions Theater. Alle Abende: Ueberbrettl- Revue. Apollo- Theater. Alle Abende: Lysistrata. Danksagung. 2435b Für die große Beteiligung und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Otto Werner sagen wir dem Socialdemokratischen Wahlverein Often, den Genossen des 158. Stadtbezirts, dem Verband der Möbelpolierer und dem Gesangverein am Liedesfreiheit I. unfren herzlichsten Dant. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den = 5. d., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes ants statt. Rege Beteiligung erivartet 243/3 Der Vorstand. Socialdemokratischer Familie Werner. Orts- Krankenkasse der Messerschmiede, Schwertfeger n. Verfertiger chir. Instrumente, Berlin. Sonnabend, 10. Mai, abends 81/2 Uhr: Ordentliche Generalversammlung bei Hummel, Sophienstraße Nr. 5. Tagesordnung: 1. Bericht über die Abnahme der Jahresrechnung. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Er Der Vorstand. Die Herren Arbeitgeber sind hiermit Danksagung.ſcheinen bittet Allen Freunden und Bekannten, freundlichst eingeladen. besonders dem Gesangverein und den Kollegen von Centralverband der 24486 Maurer, Settion der Buyer, für die Geutral- Kranken- u. Sterberege Beteiligung beim Begräbnis unfres lieben Vaters, des Puzzers Theodor Adam Wahlverein für den 6. Berl. fagen wir hiermit unsern herzlichen Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Friedrich Käsekamp Müllerstr. 32a, am 1. Mai verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntagnachmittag 4 Uhr, von der Leichen halle des Nazareth- Kirchhofs, Reiniden dorf W, Berlinerstraße, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht 217/3 Der Vorstand. Den Genossen und Genossinnen die traurige Mitteilung, daß meine Frau Luise Bogasch geb. Rister aut 2. d. Mts., vormittags 9 Uhr, nach furzem, aber schwerem Leiden fanft entschlafen ist. 24366 Die Beerdigung findet am Montag, den 5. d. M., nachut. 3 Uhr, von der tönigl. Universitäts Frauenklinik aus nach dem Auferstehungs- Kirchhof statt. Der trauernde Gatte nebit Kindern und Mutter. Deutscher Dank. 24496 Die Hinterbliebenen. J. A.: Wilhelm Adam. Gewerbegericht zu Berlin. J.-Nr. 205 Gew.- Ger. 02. Jn Sachen Kasse der Tischler 1. andrer gewerblicher Arbeiter. Verwaltung Berlin E. Montag, den 5. Mai 1902, abends 8 Uhr, Orts Krankenkasse der Gürtler. Zu der am Mittwoch, den 7. Mai, abends 8 Uhr im Gewerkschafts: hans, Engelufer 15 stattfindenden ausserordentlichen General- Versammlung Specialitäten. Wintergarten: Specialitäten. Subdivektion Wilhelmstraße 25 1. Damen- Vortrag zahlt für Feuerversicherungs- Anträge Montag, 5. Mai, abends 9 Uhr, im höchste Bezüge.[ 4059 Am billigsten fanft man Tuch: n. Meßpalast", Alexandrinenfiraße 110: Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: Moderne Frauenleiden". Ein toeite zu Serren- u. Knaben: tritt frei! Nur für Damen! Anzügen, sowie Damenkonfektion, werden die Herren Delegierten er: Kottbuferftr. 2. Zur größten gebenst eingeladen. Kottbuser Nester- Handlung. Tagesordnung: 24226 1. Beschlußfassung über die von der Aufsichtsbehörde angeordnete Beitrags: erhöhung und die dadurch bedingte Statutenänderung. 2. Verschiedenes. Der Vorstand, G. Kneiff, Bors. Die schönsten HerrenAnzüge. Herrengarderobe in nen, sowie speciell 38839* ( 1836 Monatsgarderobe bei. Gleinert, Schulstraße 29: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 2. Wahl eines Revisors. des Ausstandes der Arbeiter und 1902. von Kavalieren zurückgelegte Sachen, fast neu, für jede Figur passend, find in größter Auswahl zu staunend billigen Preisen stets zu haben. Arbeiterinnen der Schuhwarenfabrit 3. Gunere Kaffenangelegenheiten und J. Wand, Brinzenstr. 17, von Eduard Goldstein, Köpniderfir. 55, Berschiedenes. wird in Gemäßheit des§ 70 des Sprechstunde findet an Gewerbegerichts: Gesetzes und§ 75 diefem Abend nicht statt. des Ortsstatuts für die Stadt Berlin vom 26. Oftober 2. November 1892, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, öffent Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Bilanz- Conto lich bekannt gemacht, daß in der 1 per 31. Dezember 1901. Activa. Sigung des sowohl vom Arbeitgeber An Materialien- Conto. M. 54 785,96 als auch von den Arbeitnehmern als Ginigungsamt angerufenen Gewerbegerichts vom 21. April 1902, an welcher teilgenommen haben: 1. Gewerberichter von Schulz als Vorsitzender, 2. Ingenieur Bernhard als Arbeitgeber: Beisiger, 3. Former Körsten als Arbeit: nehmer- Beisitzer, ein Vergleich folgenden Wortlauts geschlossen worden ist: I. Metallarbeiter- Verband Die Forderung der Gesellen, für Berwaltungsstelle Berlin. Ten Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleifer Todes- Anzeige. Alexander Heinze am 30. April gestorben ist. das aushilfsweise Ködern, Ausballen und Anklopfen, nicht den in der Fabrik eingeführten Preis von 38-40 f. für das Dugend, sondern eine höhere Entschädigung zu bekommen, wird von dem Arbeitgeber anerkannt und erklärt sich dieser bereit, falls solche Arbeit aushilfsweise von andren Arbeitern bewirkt wird, ein Tagelohn zu bezahlen. II. Das Arbeitsverhältnis der sechs " Cassa- Conto " Werkzeug- Conto. " Maschinen- Conto Rautions Conto " " ( Debitoren) Bankguthaben " 427,49 0 2600, " " 2150, 200, Conto- Korrent- Conto Passiva. Per Conto- Corrent- Cono ( Creditoren) Darlehns- Conto. Geschäftsanteil- Con. " " 22 610,20 1448,80 M. 84 222,45 m. 14054,28 64884,38 17 " " der Mitglieder " Refervefonds Conto " 840, 1975, " Ecke Wasserthorstraße. SPREENIXE Tafel Liqueur Neues Klub- Haus Sanssouci, Schmargendorf Kommandantenstraße Nr. 72. Sonntags, Mittwochs, Donnerstags: Grosser Ball. Haltest.: Schützenhaus- Roseneck. Sonntags: Konzert u. Ball. ff. Weiß- u. Bayrischbier. Kaffee: füche, Kegelbahnen, Spielpläge 2c. H. Ebert. 40672% H. Ebert. NB. Säle an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. Frankes Festsäle, Sebastianstr. 39 verschiedene Sonntage und Sonnabende große und Kleine Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten frei. Graumanns Festsäle( früher Renz) Naunyn- Strasse 27. 38349* Herren- Vortrag Freitag, den 9. Mai, abends 129 Uhr, in Miegels Festfälen, Stralauer: straße 57, über: Die unheilbaren Männerleiden." Nur für Herren! Eintritt frei! Prima [ 24256 Fahrräder, auch auf Teil: zahlung ohne Breiserhöhung zu conlanten Bedingungen Huter Ga: rantie. Wenig gebrauchte Räder auch auf Theilz. unter Garant. Preise be: dentend ermäßigt. Reparatur anstalt aller Systemte schnell und billig Adomeit& Landau, Lothringerstr. 48 I, am Rosenth. Th Stroh- Hüte Gin größter Auswahl f. Damen, Herren und Kinder, garniert u. ungarniert zu anerkannt billigen Preisen, auch Trauerhüte, W. A. Peschke, Berlin. 1. Gesch.: Lüßowstr. 30, 2. 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Rege Beteiligung erwartet 114/15 Die Ortsverwaltung. Am 3. Mai verschied nach längeren worden. Betrag der Haftiumme 840 M. fchäftsguthaben der Genossen hat sich Neu Nahnsdorf, in 10 Minuten zu erreichen, Der Arbeitgeber erflärt sich aber nicht vermehrt und nicht vermindert. empfiehlt fein Lokal für größere Vereine und Gesellschaften bis bereit, trotzdem die Arbeiter aus Die Haftsumme der Genoffen eben: 3000 Personen. Telephon- Amt Erter 51. eignem Antriebe ihre Entlassung falls nicht. Hochachtungsvoll Fritz Domning, Gastwirt. 24386 Leiben mein lieber Mann, unfer guter forderten, diefelben wieder einzustellen Genossenschafts- Tischlerei Vater Franz Branick. Tiefbetrübt anzeigend 2451b Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Diens tag, den 6. Mai, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhanse, Gerichtstr. 72, aus statt. Nach kurzen, schweren Leiden ent: fchlief fanft im 34. Lebensjahre mein lieber Bruder und Schwager, der Maler Ernst Wilhelm. Es wird hierbei bemerit, daß die Arbeitnehmer vermeinten, bei der Sachlage in ihrem Recht zu sein. III. Die Arbeitnehmer verpflichten sich, auf die bei Herrn Goldstein be schäftigten Köderer, Ausballerer und Antlopfer in feiner Weise wegen ihrer gegenwärtigen Löhne einzuwirken. Berlin, den 21. April 1902. . Kör sten. Eduard Goldstein. gez. von Schulz. E. Bernhard. C. Büttner. Emil& öpnid. Ditend Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. in keiner Weise wegen ihrer Großes Theaterund Balllokal, Martin Wo I f. Saal 400, Garten 1500 Personen fassend, mit Theaterbühnen, große und fleine Vereinszimmer, 150, 80 und 60 Personen faffend, Hallen, Schaufel, Schießstand, feste heizbare Kegelbahnen, 6 Jahre in jeziger Hand mit gutem Erfolg geführt, wegen Uebernahme eines Grundstücks zu verkaufen. Brenerei hilft. Auskunft: Zeitungsspedition Mars, 288/20 Kastanien- Allee 96. 40879 Ein zu Bureauzwecken für Ge: Die Beerdigung findet am Montag, werkschaft oder Privat geeignetes ben 5. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Zimmer, eventuell Telephon und Leichenhalle des Emmauskirchhofs in elektrische Beleuchtung, vermietet Briz aus statt. ( 40882 ,, Verband städtischer Arbeiter, Jm Namen der Hinterbliebenen Bülowstraße 21, Gartenhaus, Ede Rob. Wilhelm, Berlin SO, Oppelnerft. 5. I Potsdammerstraße. Wegen Todesfall 40149* kommen von Montag, den 5.Mai an große Vorräte von: TricotHemden, Tricot- Hemden mit Piqué u. couleurt. Falten, Ginjäten, poröse Tricot- Hemden, weiße und couleurte Oberhemden, weiße Einschiebehemden 2c. 2c. weit unter Herstellungswert spottbillig an Private n. Wieder: verfäufer zum Verkauf. Der Verkauf findet statt: Vormittags von 9 bis 1 hr in der Herrenwäsche Fabrik Arrongés Berliner Wäsche Manufactur", Neue Friedrichstraße 9-10, Aufg. E. Fahrstuhlbenugung. 101/1 Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. Specialarzt für 22/ 5* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. 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Berlin 1902. zeichen aufweisen, das ist ein immer stärker in den mußten, erreichbar war mur " Seelenlebens", in der dritten( 4 Bände, an die zwei ErWissen 11111 " als seinem Denten ein hochmoderner Geist, ein Weltanschauungsmann Aber all die Vergewaltigungen, zu denen die vermeintliche Bis zum Jahre 1895 waren von dem großangelegten Werte Borstellungsbereich erhobenes( 0) Nervenleben( 9) psychologische Einheitsformel auf dem Gebiet modernen Kunstlebens von dem bis zu Weinträmpfen gesteigerten den Verfasser verführt, erscheinen klein und harmlos, wenn man sie Lamprechts über die deutsche Geschichte sechs Bände erschienen, welche, mit einer Darstellung des alten Germanentums beginnend, den Ent: Freundschaftsdienst der fünfziger und sechziger mit den wundersamen Auslaffungen des letzten, von der modernen wicklungsgang bis ins 16., und auf einigen Gebieten bis ins 17. Jahr feineren, in der Seele gleichsam noch viel tiefer wird der Bankrott der ganzen Konstruktion auch dem einfachsten Jahre des 18. Jahrhunderts an bis zu den viel Weltanschauung" handelnden Abschnittes vergleicht. Hier hundert hinein verfolgen. Dann trat eine langjährige Stodung abgegrabenen, noch bewußter hervorgerufenen ein.„ Als ich so sagt der Verfasser in seiner neuen Publikation, die den„ ersten Ergänzungsband" seiner„ Deutschen Geschichte" bilden Sensationen" ber Nervenkünstler der Gegenwart." Auge offenkundig. Wenn eine neue Anschauungsweise in den letzten foll zur Darstellung des nationalen Seelenlebens im Aber was heißt das- Nervenleben"? Was heißt ein in dem drei Jahrzehnten das nationale Seelenleben" in allen Tiefen aufgerüttelt hat, so ist es ganz gewiß das von Maryschem Geist durch 17. und 18. Jahrhundert gelangte, zeigte sich, daß die Vorstellungsbereich erhobenes Nervenleben"? Was hat ein bis zu tränkte socialistische Denken, welches in den großen Massen wirklich so psychologische Charakteristik des individualisti- hat die Art Nervosität, die man, wenn von dem nervösen Zeit- Neben der historischen Bedeutung dieser gewaltigen geistigen Revo Weinträmpfen gesteigerter Freundschaftsdienst", und vor allem was etwas, wie eine Umivertung aller Werte, angebahnt hat. schen Zeitalters bei feinem Ausgange im 18. Jahr hundert in der Tiefe und Klarheit, die als Ziel vorschweben alter" die Rede ist, meint, mit dem" stärkeren Erheben des Nerven Intion tritt alles, was sich sonst etwa von neuen Anschauungsweisen lebens in den Borstellungsbereich"," worin nach Lamprechts Bein unsrer Periode geformt haben mag, weit weit in den Hinter Kenntnis schon des nächsten, fubjektivistischen Zeitalters, stunst besteht, zu thun? Sobald man derartigen Fragen gegenüber nicht ein, sich über die Tragweite gerade dieses Kulturmomentes zu unter durchaus eingehender hauptung das eigentlich psychische Charakteristikum der Zeit und ihrer grund. Ein Kulturhistoriker", sollte man meinen, müßte der letzte das in der deutschen Entwicklung mit der Periode der absichtlich die Augen verschließt, lösen sich die klingenden Worte, täuschen. Aber in der„ neuen Kultur", in der nach Lamprecht fich Empfindsamkeit einsetzt. Und als ich demgemäß zunächst das in denen der Autor den allgemeinen Standpunkt seiner psychologischen das Seelenleben" des Zeitalters offenbart, zählt jene größte geistige feelische Wesen dieser Beriode festzulegen suchte, ergab sich wiederum, Betrachtungsweise näher präcifiert zu haben scheint, in lauter Dampf Umwälzung einfach nicht mit. Just der Hauptzug im Bilde moderner daß das nur vollständig möglich war unter anschaulicher und ganz und schwebenden Rebel auf. genauer Kenntnis der psychischen Strömungen des 19. Jahrhunderts, vor allem auch der jüngsten geit und meinen, eine Aufgabe der Physiologie, welche die Zusammenhänge des bier Versäumte in einem andren Bande nachgeholt werden soll! Um so Das Nerveuleben ins Bewußtsein zu erheben" wäre, sollte man eltanschauungen fehlt bei ihm! Richt einmal ein Hinweis, daß das Gegenwart. Kurz es Gegenwart. Kurz es stellte sich heraus, daß die unter Nervensystems, die Funktionen der einzelnen Nerven, die Bedingungen eines Niegsche gehandelt! schiede der feelischen Zeitalter der neuen und Nervensystems, die Funktionen der einzelnen Nerven, die Bedingungen ausführlicher wird von den launenhaft verworrenen Gedankensprüngen Was bei solcher Darstellungsweise neuesten Zeit, so evident und bedeutend sie sind, doch bis in ihrer Thätigkeit usw. unsrem Verstand klarzulegen, uns ein herauskommt, wirft geradezu wie eine tolle Starrikatur. Wer den die eben noch mögliche feinste Ausgestaltung ihres Wesens hineingänge zu vermitteln sucht. Diesen naturwissenschaftlichen Sinn, kennen lernen will, der erhält den Eindruck, als treibe das moderne jene verborgenen physikalisch- chemischen Vor- Geist des Zeitalters und seiner neuen Kultur aus diesem Buche nur dadurch flargelegt werden können, daß man die jeweils unter fuchte Periode bis ins kleinste mit der vorhergehenden und der soviel ist klar, soll der Lamprechtsche Ausdruck natürlich nicht haben. Bewußtsein mit vollen Segeln einer in dunklen Ahnungen und Ges folgenden vergleicht." So sei es gekommen, daß die Vor wachsender Ausdehnung ins Bewußtsein gehoben wird, ist selbst geistreich- feinen Kopfe wie Lamprecht diese erstaunliche Teübung des Das was noch, nach seiner Ansicht, immer stärker und in immer fühlen schwelgenden Romantik entgegen! Und woher bei einem so arbeiten für diesen die tünstlerische Kultur der jüngsten schon ein Seelisches: Stimmungen, Empfindungen, Gefühlsdeutschen Bergangenheit behandelnden Ergänzungsband zuerst schattierungen, Eindrüde und Impulse, die früher eine mehr latente, augenmaßes, durch welche alle Proportionen der Wirklichkeit in ig Ein zweiter Ergänzungsband" grotester Weise verkehrt werden? Woher würde die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft, Reich und unbewußte oder nur halbbewußte, dämmernde Schatteneristenz in vornehmlich aus der Sucht, da wo Mannigfaltigkeit und GegenBolt" in dieser jüngsten, die letzten drei Jahrzehnte um punkt der Physiologie betrachtet, zugleich„ Nervenleben" ist, stimmt Soll die moderne Epoche einmal partout das Zeitalter der Reiz unfrem Innenleben führten. Daß dieses Seelenleben", vom Stand- fäge find, eine Einheit der Psychologie entdecken zu wollen? faffenden Periode zu schildern haben. Das Gesamtwert aber, wenn natürlich, aber das verhilft, da, von diesem physiologischen Stand- samkeit", des„ in verstärktem Maß uns bewußt gewordenen Nerven es zur Vollendung gelange, würde sich in drei große Abteilungen punkt aus gesehen, das ganze Seelenleben sich zugleich als Nerven lebeus" sein," dann müssen sich halt auch die Weltanschauungen der gliedern. In der er sten( 4 Bände) käme die fogen. Urzeit und leben darstellt, au feiner näberen, irgendwie fruchtbaren Charakteriſtik. Seit irgendwie auf jene Seelenstimmung hin deuten lassen. Reim das Mittelalter, die Zeitalter des symbolischen, typischen. Der physiologische Ausdrud„ Nervenleben" scheint nur gewählt, dich, oder ich freß dich Nietzsche läßt sich schon irgendwie darauf fonventionellen Seelenlebens", in der zweiten( 4 Bände) um jenen psychologischen Prozeß des ins Bewußtseinhebens", der sich die sogenannte neuere Zeit, das Zeitalter des individuellen als wirkliche charakteristische Massenerscheinung in dem realen reimen ein Beweis, daß er, der große Dichter, zugleich in gänzungsbände sich anschließen)," die sogen. neueste Beit, das Beit- läßt, mit der Nervosität", die als solche charakteristische reint sich ganz und gar nicht darauf, also was hat sie dann im gänzungsbände sich anschließen),„ die sogen. neueste Beit, das Beit- gesellschaftlichen Leben unsrer Zeit ganz und gar nicht nachweisen der Gegenwart ist! Die socialistische Gedankenwelt dagegen, die alter des subjettiven Seelenlebens" zur Darstellung. Massenerscheinung gilt, in eine innerlich völlig unklar bleibende Kreis moderner Weltanschauungen zu suchen? Ihr fehlt der -Der vorliegende Band ist eine höchst charakteristische Stichprobe Verbindung zu bringen. In Wahrheit handelt es sich um alvei Baß, den man von ihr verlangt, d'rum weg mit ihr aus diesem auf die Methode. Wer noch bezweifeln wollte, was aus allgemeinen piychologisch ganz verschiedene Erscheinungen; und selbst tv enn auserwählten Streise! Erwägungen doch schon von vornherein einleuchtet, daß diese psycho- Lamprecht der Nachweis gelungen wäre, daß überall in der modernen logische Konstruktion und Klassifikation historischer Zeitalter, wie sie Stunst die Tendenz auf schärfere Herausarbeitung jenes Unbewußten, zeichnen, das wäre nicht möglich gewesen, ohne zugleich die materiaEin andres kommt hinzu. Die socialistische Gedankentvelt zu Lamprecht im Vorwort proflamiert, ins völlig unbestimmte und oder vielmehr mir momentan Bewußten deutlich hervorträte, hätte liftische Geschichtsauffassung" zu behandeln und sich mit ihr kritisch Willkürliche verlaufen, ja an Willkür die Hegelsche Geistesphilosophie er damit vielleicht ein intereffantes psychisches Charakteristikum für die auseinander zu setzen. Wie aber hätte die psychologistische Schematit, der Geschichte noch weit überbieten muß, der kann sich an der Hand Kunst des Beitalters, aber ganz und gar nicht eine Formel nach der Lamprecht die Zeitalter als Stufen nationalen Seelenlebens" des Bildes, das der Verfasser hier von dem modernen für die wirkliche Psychologie des Beitalters gewonnen. fcheiden und ordnen will, eine solche Auseinandersetzung überstehen nationalen Seelenleben" entivirft, zur Genüge davon über- Der Gedanke aber, daß es so etwas wie eine Formel gäbe, die das können? Schon die einfache materialistische" Reflexion, daß das zeugen. In den den drei großen Abschnitten über moderne unendlich Mannigfaltige des in einer Epoche fich charakteristisch mani berühmte nationale Seelenleben" doch nichts andres als das Tonkunst, Bildnerei und Dichtung ist eine außerordentliche Fülle festierenden Seelenlebens zur Einheit zusammen zu fassen ver Seelenleben der die Nation zusammensetzenden Gesellschaftsklassen ist, von Material zusammengetragen. Die Charakteristik der einzelnen möchte, ist ja überhaupt eine der wunderlichsten, der Natur der Sache hätte den windigen Bau in seinen Grundvesten erschüttert. Künstler und Kunstrichtungen überrascht, auch wo sie zum Bider nach auf bloße Schein- und Wortbeweise angewiesene Utopie. Denn wie sollte es sich wohl treffen, daß das Seelenleben all' dieser spruch herausfordert, vielfach durch ausgeprägtes fünstlerisches Feine gefühl, originellen treffsicheren Ausdruck der Empfindungen und geist. Aber auch innerhalb des engeren Gebietes der Kunst ist ein und die vor allem doch aus diesen ihren specifisch unterscheidenden Klassen, die in ihren Lebensbedingungen so grundverschieden sind, volle Perspektiven Borzüge, die in einem gelehrten Professoren- folches Streben notwendig zur Infruchtbarkeit verdammt. Auch werk doppelt und dreifach wiegen. Aber die Absicht, diese fünft wenn man von der Vielheit der Künste absehen und nur eine be- ebensbedingungen Hauptinhalt und Nahrung ihres„ Seelenlebens" Ierische Bewegung auf eine einheitliche psychologische Formel zu fondere Stunftgattung fagen wir die Dichtung herausgreifen Hauptmerkmale von Epoche zu Epoche zu Charakterisierendes wäre? Bon ziehen, etwas in Wert Einheitliches, durch gemeinsame psychologische bringen, in ihr den Ausdruck einer specifisch bestimmten wollte, auch dann wird man innerhalb derselben Epoche auf ganz einem Standpunkte aus tritt die grundsätzliche Verworrenheit und Willkür Seelendisposition, die dann zugleich das entscheidende verschiedene seelische Tendenzen stoßen. Wie will man Schiller und in den Voraussetzungen der Lamprechtschen Geschichtsphilosophie so Charakteristikum des ganzen Beitalters sein soll, nachzuweisen, fährt, Goethe z. B., oder auch nur den alten und jungen Goethe unter plastisch tlar und überzeugend hervor, wie von dem Standpunkte: überall die unbefangene Betrachtung störend, dazwischen. Bei allen eine und dieselbe pfychologische Formel rubricieren? ber materialistischen, überall auf die ökonomische Gesellschafts Feinheiten im einzelnen wird man im ganzen den Eindruck des ge- Oder wie ist es, um ein Beispiel aus der von Lamprecht behandelten gliederung als festes Fundament zurückgreifenden Geschichtsauffassung. waltsam Konstruirten nicht los. Epoche zu wählen, möglich, die am Ende der achtziger und Anfang Eine„ psychologische" Geschichtsschreibung, die diesen sicheren Aus.. Die Einheit, die Lamprecht solchermaßen herausrechnet, ist keine der neunziger Jahre frisch aufstrebende naturalistische Dichtung, wirkliche, sondern besteht nur darin, daß ein und dasselbe, begrifflich und dann die Märchendramen, die von Hauptmanns, Bersunkener Glodeangspunt in ihrer Bragis vergißt, ist damit wehrlos auch gröbsten Selbsttäuschungen preisgegeben. völlig unklare Wort, als psychologisches Etikett den aller verschieden eingeläutet wurden, sowie die der Lyrit eines Hugo von Hoffmannsartigsten, in dieses Zeitalter fallenden künstlerischen Manifestationen, that oder Stefan George als Ausstrahlungen ein- und derselben, der von außen her angeklebt wird. Er tauft die moderne Epoche, zu der, ganzen Epoche spezifisch eigentümlichen Seelendisposition zu deuten? wie er behauptet, die Zeitalter der„ Empfindsamkeit" und der Lamprechts Methode, durch die er hier gewaltiam eine Einheit Romantit" hinüberleiten, auf den Namen der Reizsamteit". Mufit, stiftet, ist charakteristisch für das Gesamtverfahren. Das Wort„ ImBildnerei und Dichtkunst, die künstlerischen Emanationen des Beit pressionismus" muß da Pathendienste leisten. Es empfiehlt alters, follen zugleich die Klassischen Dokumente dieser neuen sich unter den verschiedensten Gesichtspunkten. Einerseits ist durch Seelenstimmung sein. Aber was ist-„ Reizsamkeit“? Hätte ein solches der modernen Dichtung als gemeinsames Mertzeichen Lamprecht auch nur einen ernsthaften Versuch gemacht, angeheftetes Wort zugleich zwischen ihr und der modernen impressio- Diese Sammlung statistischer Arbeiten hat schon viel beffere das nach allen Seiten hin schillerude, unendlich vieldeutige und nistischen Malerei eine Verbindung, wenns auch nur eine Wort Beiträge aufzuweisen gehabt als die vorliegenden. Wer den Heraus, darum an und für sich nichtssagende Wort auf einen laren, verbindung ist, hergestellt. Ferner aber führt eine sehr gelegene Ideen geber dieser Sammlung als einen unsrer ernstesten und genauesten abgegrenzten Sinn zu reducieren, und dann im Verlauf der association vom Impreffionismus" zum Worte„ Nervenleben" hin, Statistiker fennt, dem wird es wohl wie dem Rezensenten gehen, daß Untersuchung tonsequent an diesem Sinne festzuhalten, so denn find es nicht die Nerven", durch welche Impressionen d. h. er nicht gut faffen kann, daß so viel Mühe und Arbeit, zahllose hätte es ihm nicht entgehen können, wie wenig er mit jenem Eindrüde uns vermittelt werden, steht also eine impreffionistische Berechnungen aufgewandt wurden, die sich nicht lohnen. Wir Worte für sein Ziel einer psychologisch einheitlichen Stunft, welche möglichst unmittelbar die Eindrücke wiederzugeben wissen nicht, ob von Anfang an der Arbeit eine Tendenz zu Grunde Charakteristik gewinnt. Statt dessen läßt er es in schwebender Unsucht, nicht eben darum mit dem uns stärker zum Bewußtsein ge- lag, der Schluß des Vorwortes und eben dieses Handwerk thunlich bestimmtheit. tommenen Nervenleben", mit der modernen Reizsamteit" in einem au festigen und zu fördern bleibt eine hohe, herrliche Aufgabe" läßt Er beruft sich fürs erste einmal darauf( S. 59), daß die inneren Zusammenhange? diesen Verdacht aufsteigen. Neumann kommt wirklich zu den modernen Zustände psychisch längst als die der Nervosität Soviel ist ja zweifellos, daß der Naturalismus bei feinem Schlüssen, daß das Handwerk sich erhält, ja daß es noch zunimmt. erkannt feien". Aber wenn„ Reizsamkeit" gleichbedeutend mit„ Nervosität" Streben, wirkliche Gegenwartsmenschen in der ganzen Fülle ihres Er kommt zu diesen merkwürdigen Schlüssen durch ein ungeheuer ist, was ist„ Nervosität“? Wer von dem„ Beitalter der Nervofität" Seins dichterisch nachzuformen, auch die im Bewußtsein nur flüchtig mutiges, aber sicherlich nicht nachahmenswertes Beginnen, durch spricht, der pflegt an die Haft und Unruhe und die auf Kleine Anlässe aufsteigenden Seelenbewegungen: das Auf und Ab momentaner einen Vergleich der Gewerbezählungen von 1822, 1849, mit ſtarten Unluftempfindungen reagierende Erregbarkeit zu denken, Stimmungen, Gefühle, Empfindungen, plötzlich aus dunklen Gründen 1861, 1875, 1882 und 1895. Wer mun diese Zählungen und diese körperlich- seelische Disposition als eine Erscheinung auf beraufschießende und wieder abgerissene Gedankenreiben weit mehr, aus der ersten Hälfte des früheren Jahrhunderts kennt, zufaffen, die wesentlich durch die ökonomisch- socialen Verhältnisse als irgend eine frühere Boefie es that, berücksichtigt und bei der Dar- wer sie nicht nur aus Biebahns Buch" Statistik des zolldes Zeitalters, durch das fieberhaft beschleunigte Tempo des ganzen stellung verwertet hat. Man dente z. B. an den andeutungsreichen vereinten und nördlichen Deutschlands" kennt, sondern sich dafür gesellschaftlichen Lebensprozesses, durch die steigende Intensität des Dialog in Jbsenschen und Hauptmannschen Stücken, und im Roman interessiert hat, wie die Aufnahmen bei diesen Zählungen statt Konkurrenzkampfes usw. bedingt sei. Doch was hat der landläufige an den wunderbar nüancierenden Tagebuchstyl Garborgs! gefunden haben, wie durchaus anders die Fragebogen gestaltet Gedanke, daß die Nervosität" oder wenigstens ihre jezige Aus- Aber welche Willtür, dieses im Zusammenhang mit den waren als in den letzten Gewerbezählungen, der wird es nicht wohl dehnung durch„ moderne Zustände" bedingt sei, mit der Lamprecht charakteristischen Gesamttendenzen des Naturalismus ja ganz felbft begreifen, wie man mit dem größten Ernste und mit dem Aufwande schen Behauptung, daß die modernen Zustände psychisch verständliche Moment nur isoliert herauszugreifen und statt jener jahrelanger Arbeit deren Ergebnisse verarbeiten und neben als die der Nervosität erkannt feien", zu thun? Gesamttendenzen diese Einzeltendenz als das specifisch Moderne, durch die letzten Berufs- und Gewerbezählungen stellen tann. Diese Ausdrucksweise stellt das wirkliche Berhältnis, an das auch das zutiefft jene ganze Sunstrichtung bestimmt fei, zu proklamieren! Daß es dabei nicht ohne Künsteleien abgegangen ist, vers die landläufige Meinung denkt, geradzu auf den Kopf. Es wird was beweist denn die größere Mitberücksichtigung jener flüchtig steht fich von selbst, hat man doch früher die Hausder Schein erweckt, als sei die durch die modernen Zustände bedingte auftauchenden, mur momentan bewußten, dem Gedächtnis rasch ent- industriellen überhaupt nicht gezählt, beziehungsweise sie als Nervosität vielmehr das eigentlich und wesentlich Bedingende, gleitenden Seelenregungen( der Name Impressionen" deckt die Handwerker aufgeführt. Meister und Famulus scheiden dann vorein geheimnisvolles Seelenprincip, das sich in diesen Zuständen" Sache gar nicht) durch die Dichtung für die feelische Disposition fichtig, die Textilindustrie und die Metallindustrie ausdrücklich, ohne oder zum mindesten in dem geistigen und fünstlerischen des Zeitalters selbst? Weder folgt daraus, daß Umfang und Stärke sie besonders anzuführen, aus, weil sie natürlich das Concept über Leben der Epochefozusagen als Beitgeist schöpferisch auswirke! dieser Seelenregungen, noch daß die bewußte Reflexion darauf, das die Entwicklung des Handwerts nach vorgefaßten Ideen arg ver Eine störende und fatale feelische Strankheitserscheinung wäre sich in sie hineinversenken, die" Reizsamkeit", von welcher Lamprecht dorben hätten. Als selbständige Handwerker werden auch die auf danach die Gestalterin der von Lamprecht so hoch gepriesenen neuen spricht, im wirklichen Leben zugenommen hat. der Stör arbeitenden Schneider, Metzger, jedenfalls auch die Sattler, Kultur"! Der Absurdität dieser letzten Folgerung versucht er frei- Untlarheiten auf Untlarheiten, wohin man den Blick wendet! Schuhmacher 2c. behandelt. Doch wir wollen uns mit dieser lich sofort durch einen näheren Zusatz, der aber statt zu klären, nur und nur mit ihrer Hilfe kommt auch die Einheit innerhalb der Beleuchtung der Methode begnügen und feststellen, daß selbst noch mehr verwirrt, auszuweichen.„ Man darf," so heißt es an modernen Dichtung zu stande! Alles soll da Impreffionismus sein. derfelben Stelle weiter, mit dem Wort„ Nervosität" Die naturalistische Dichtung der Epoche wird als vorwiegend nicht ohne weiteres den Begriff des Krankhaften physiologischer", die nicht naturalistische als psychologischer" schließ verbinden, es handelt sich nur um ein uns in lich in" Stimmungsidealismus" auslaufender Impreffionismus" verstärkter Weise bewußt gewordenes Leben etikettiert, und auf dem Drahtseil, das von einem Pol zum andern der Nerven". Darum empfehle es sich auch, da einmal hinüberführt, ist das ganze, buntverschiedene Boetenvolt in sauberer das Wort Nervosität" bestimmte Nebenvorstellungen erwuede, es für Ordnung eingefädelt. Natürlich färbt die Konstruktion auch auf die den hier gemeinten Simm mit dem Worte„ Reizsamkeit" zu ver- Wertung der Werke sehr bedeutend ab. So manches Kleine wird den Seilern ist die Zahl der Selbständigen auf je 100 000 Gintauschen". Daß dann freilich noch in dieser„ Reizsamkeit" leicht weil es als Probestüd wunderbar erhöhter Reizfamkeit" fich allen etwas Krankhaftes steckt, in dem Sinne, in dem der Arzt von Ent- falls deuten läßt zu fünstlicher Größe aufgebauscht. So gilt wicklungsfrankheit spricht, wer wollte das leugnen? Krankhaft in Lamprecht die schwulstige Manier einiger Lyriker, die sich bei Wieder diesem Sinne sind aber alle jeweils neuen seelischen Erscheinungen gabe einer Stimmung in wildverzückten Farbenräuschen ergeht, als gewesen. Was indes Empfindsamteit, Romaniit Beichen ganz besonderer Nervenkünstlerschaft, als eines der wichtigsten C. S. Thiffen, Dr., Beiträge zur Geschichte des Handwerks in Preußen, unter Mitwirkung des Herausgebers bearbeitet ( Band VI der Beiträge zur Geschichte der Bevölkerung in Deutsch land seit dem Anfange des 19. Jahrhunderts herausgegeben von. Friedrich Julius Neumann). Tübingen 1901, Berlag der H. Lauppa schen Buchhandlung. XX, 250 G. 80 die Beschränkung auf ausgesuchte Handwerke nicht die Ergebnisse gezeitigt hat, die F. J. Neumann feststellen wollte. Obgleich er fich bloß eine Anzahl Handwerke ausgesucht hat, und zwar zum Teil recht fleine, und deswegen wenig beweisträftige, so zeigt sich doch selbst in diesen nur ausnahmsweise der gesuchte Fortschritt. Gab es 1849 auf 100,000 Einwohner in den alten Provinzen Preußens 42 Glafer, so im Jahre 1895 im gleichen Gebiete bloß noch 27. Bei wohner von 1822 bis 1895 zurückgegangen von 26 auf 10. Bei den Böttchern von 1849 auf 1895 von 92 auf 33. Noch stärker war der Rüdgang von 1822 auf 1895. Läßt sich dieser auch nicht fir die gesamten alten Provinzen feststellen, so doch für einzelne. So war der Rüdgang im Regierungsbezirk Köln von 117 auf 28, im Regierungsbezirk Düsseldorf von 113 auf 20, im Regierungs. In einer geringeren Anzahl von Gewerben, deren Bedeutung aber gemeinsam der Nichtbefiz an Produktionsmitteln. Diefe Flucht auf bezirk Koblenz von 165 auf 44 usw. auf je 100 000 Einwohner. Die fast ausnahmslos weniger ins Gewicht fällt, ergeben sich zwar andre ein andres Gebiet beweist tlärlich, daß die Verfasser wohl selbst zu Bahl der selbständigen Gerber auf je 100 000 Einwohner ging von Resultate, aber das Gesamtergebnis entspricht durchaus nicht den der Ueberzeugung gekommen find, daß das, was sie beweisen 46 im Jahre 1822 auf 10 im Jahre 1895 zurück. Bei den Drechslern Schlußfolgerungen der Verfasser. Zur Stüße ihrer Konjeftural wollten, durch ihre Zahlen nicht begründet werden kann. Die untvar der Rückgang von 39 auf 22, bei den Schuhmachern von 494 auf 434. Statistit operieren sie auch mit dem sehr modernen Begriff des geheure Mühe, die zahllosen statistischen Berechnungen, die diesem Bei den Gold- und Silberarbeitern famen im Jahre 1849 10 Selbständige, neuen Mittelstandes, obgleich der nirgends weniger am Plage ist, Werke zu Grunde liegen, haben sich nicht gelohnt. Damit soll nicht 1895 bloß 8 auf je 100 000 Einwohner, bei den Posamentieren als bei einer Erörterung der Entwickelung des Handwerks. Bei der gesagt sein, daß die Schrift ohne jeden Wert ist, eine Reihe von 1849 8, 1895 nur 4, bei den Riemern und Sattlern 1849 62, 1895 Entwvidelung des Handwerks ist der Besitz der Produktionsmittel das Gewerkschaftsblättern haben ihr Material zu verwerten gewußt. Aber bloß 50, bei den Töpfern 1849 31, 1895 22, bei den Hutmachern Entscheidende, bei dem sogenannten neuen Mittelstande handelt es sich trotzdem meinen wir, daß die aufgewandte Mühe in feinem Ver1849 9, 1895 bloß 5, bei den Wagnern 1849 112, 1895 67. Diese um eine neue Schicht abhängiger Personen, die sich von der großen hältnis zum Erfolg steht, und vor allem, daß die Schrift in feiner Zahlen, die wir den Tabellen des Neumannschen Buches entnehmen, Masse der Proletarier lediglich durch die Größe ihres Ein- Weise unsre Auffassung vom Niedergange des Handwerks in Frage sprechen direkt gegen die Resultate, die die Verfasser aus ihnen ziehen. tommens unterscheiden. Proletariern und neuem Mittelstand" ist stellt. Der deutsche Holzarbeiter- Verband hält am 4. Mai und die folgenden Tage in Mainz feinen regel In den letzten beiden Jahren der mäßigen Verbandstag ab. Berichtsperiode, die der Vorstand in seinem schriftlichen Bericht an die Delegierten behandelt, ist, wie allgemein in der Gewerkschaftsbewegung, auch in dieser Organisation die starke Einwirkung der Strije zu erkennen. Die erfreuliche Bermehrung der Mitgliederzahl in den Jahren 1898 und 1899, über welche auf dem vorigen Verbandstag berichtet werden konnte, dauerte noch im Frühling des Jahres 1900 an, um alsdann mit der hereinbrechenden Krisis in einen allmählichen Rüdgang umzuschlagen. War die Mitgliederzahl im ersten Quartal 1900 noch von 67 656 auf 76 384, die höchste bisher überhaupt erreichte Bahl, gestiegen, so betrug fie am Schlusse des Jahres 1900 bereits nur noch 70 630, welche Zahl in der ersten Hälfte des Jahres 1901 wohl wieder eine geringe Steigerung erfuhr, doch nur vorübergehend, und so schloß das Jahr 1901 mit 67 341 Mitgliedern ab, 315 weniger als am Schlusse des Jahres 1899. • . In Bezug auf die Mitgliederstärke befindet der Verband sich jetzt also wieder auf dem Stande wie vor zwei Jahren. Der Verlust der inzivischen gewonnenen Mitglieder erscheint geradezu horrend, wenn dabei die aus der Gesamtsumme des Eintrittsgeldes sich ergebende große Zahl von Aufnahmen mit berücksichtigt wird. Es wurden nämlich aufgenommen im Jahre 1900. 39 620 neue Mitglieder 1901 29 160 hiyo Das sind in beiden Jahren zusammen 68 780 Aufnahmen, während die jeßige Mitgliederzahl überhaupt nur 67 341 beträgt. Die Fluktuation im Mitgliederbestand war also eine ganz außer ordentliche, mehr als 69 000 Mitglieder sind in der Berichtsperiode dem Verband wieder verloren gegangen, wenn wir die Gesamtzahl der Aufgenommenen zu der am Beginn des Jahres 1900 vor handenen Mitgliederzahl hinzurechnen. Im Jahre 1899 betrug die Zahl der Aufnahmen rund 45 000, so daß, wie obige Zahlen ergeben, feitdem zugleich ein erheblicher Rückgang der Aufnahmeziffer zu verzeichnen ist. Auf die einzelnen Branchen verteilt sich die Mitgliederzahl wie folgt: Bürstenmacher 1569, Drechsler 5024, Korbmacher 1357, KorkSchneider 118, Stellmacher 1845, Tischler 56 135, Bildhauer 139, Böttcher 19, Glaser 74, Tapezierer 30, Zimmerer 157 und andre Berufe 1373. Gegen das Vorjahr haben die Tischler um 2687 und die Drechsler um 434 Mitglieder zugenommen, die übrigen Berufe find in der Mitgliederzahl zurüdgegangen. Die Lohnbewegungen stellten an den Verband überaus große Anforderungen. Die hierüber aufgestellte Statistit ergiebt im Vergleich mit der vorigen Berichtsperiode vom Jahre 1898 und 1899 folgendes: Insgesamt sind in der Statistik 311 Einzelfälle gezählt. Die in Klammer beigegebenen Zahlen beziehen sich auf die Jahre 1898/99. An den 116 ohne Arbeitseinstellung erledigten Fällen waren zusammen 7133 Arbeiter( darmiter 339 Arbeiterinnen) aus 749 Betrieben beteiligt und zwar 4589 Tischler, 455 Drechsler, 77 Bürstenmacher, 385 Stellmacher, 263 Korbmacher, 954 Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, 410 diverser Berufe. 28 Bürstenmacher, 467 Stellmacher, 386 Korbmacher, 7 Korkschneider, 1402 Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, 54 diverser Berufe. Angriffsstreits war folgendes: Das Resultat der erfolgreich 49 Streits= 68 Proz. 43 11 400 Beteiligten = 71 Proz. Dagegen war der erfolgreich Streits= 36 Broz. 898 Beteiligten teilweise erfolgreich = 10 Streits 14 Proz. mit zusammen 1436 Beteiligten = 9 Proz. berloren 13 Streifs= 18 Bros. 3206 Beteiligten = 20 Proz. verloren Ausgang der Abwehrstreiks folgender: teiliveise erfolgreich 20 Streifs 17 Prog. mit zusammen 56 Streits 47 Prog. 1036 Beteiligten 1736 Beteiligten 24 Proz. = 28 Proz. = 48 Proz Die Erfolge der Angriffsstreits bedeuteten für 4392( 12 986) Arbeiter eine Verkürzung der Arbeitszeit um durchschnittlich vier Wochenstunden und für 14 625( 13 204) Arbeiter eine Lohnerhöhung bon im Durchschnitt mehr als 10 Prozent. Außerdem wurden Forderungen verschiedenster Art durchgeführt. Durch die Abwehr streiks wurde die Lohnreduktion in 34 Fällen gänzlich abgewehrt, in 13 Fällen gemildert, in 4 Fällen eine Verlängerung der Arbeitszeit abgewährt, in 4 Fällen eine Aenderung der Arbeitsordnung durch gefezt 2c. Die gesamten Kosten der Streits betrugen an Angriffsstreifs Abwehrstreiks Streifunterſtügung Reifeunterſtügung. Rechtsschutz • . Agitation und Verwaltung. Sonstige Ausgaben M. M. 733 557,61 157 748,78 8 437,43 854,89 9167,88 1 603,53 Gesamtausgabe 753 621,84 Die Kosten wurden wie folgt gedeckt: in this to Angriffsstreits esin biolog that mandi studi M. Aus der Verbandskasse Aus den Lokalfassen Von arbeitenden Kollegen. Gewerkschaftskartelle Sammellisten Aus andren Orten Aus dem Ausland 1914 101 2 490,78 1 516,65 1 405,95 493,42 163.655,58 Abwehrstreiks M. 78 704,83 75 642,43 . 619 654,94 .87 133.99 14 953,35 3 259,51 17 408,71 12,005,46 2 328,30 136,59 2855,41 466,40 163 655,58 -X= bot zurückgenommen. In Erdmannsdorf führte dasselbe noch zu einer gegen den Bevollmächtigten gerichteten Beleidigungsklage, in deren Verlauf der Amtsvorsteher Arndt von Lommig verriet, daß er ein vertrauliches Rundschreiben des Regierungs bag auf Grund der Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts Verpräsidenten vom 7. Februar 1901 erhalten habe des Juballs, daß gnügungen solcher Art verboten werden tönnten. In Apenrade stellte die Polizeiverwaltung das Verlangen, Ausländer von der Mitgliedschaft auszuschließen. Auf Anweisung, des Borstandes leistete die Zahlstelle diesem Verlangen teine Folge. In Statuteneinreichung wiederum eine Stempelsteuer erhoben. Bunzlau wurde für die gesetzliche Bescheinigung der erfolgten Daß die Zahlstelle Marktschorgast vom Bezirksamt zur Ein reichung eines kompletten Jahrganges der„ Holzarbeiter- Zeitung" auf, gefordert wurde, und daß der Magistrat in Neusalz nach der erfolgten Gründung einer Zahlstelle daselbst den Vorstand in Stuttgart um Auskunft ersuchte, von welcher höheren Behörde und unter welchem Datum die Genehmigung zur Errichtung der Kasse erteilt worden", sei nur zur Kennzeichnung der vielseitigen polizeilichen Wünsche und Forderungen mitgeteilt." Auch die Gauvorstände in Königsberg und Magdeburg wurden behelligt. Man wollte sie als besondere Vereine" hinstellen und zur Einreichung der Mitgliederliste 2c. verpflichten, natürlich ohne diese Absicht zu erreichen. In Geschwenda wurde der Kassierer mit Strafe bedacht, weil er Zusammen am Sonntag die Holzarbeiter- Zeitung" an die Mitglieder zugestellt hatte und damit gegen eine Verordnung betreffend die Heilighaltung der Sonn- und Festtage verstoßen haben sollte. Die Bestrafung wurde auch vom Berufungsgericht aufrecht erhalten. M. 891 306,39 10 928,21 2 371,54 10 573,83 2 096,95 917 276,92 Zusammen M. Die polnische Agitationsbroschüre wurde in mehreren Orten bes fchlagnahmt und gegen die Verbreiter eingeschritten, angeblich, weil der Name des Verlegers nicht aufgedruckt sei. Es war jedoch den Vorschriften des Breßgesezes durchaus genügt und mußte die Broschüre nach mehreren Wochen freigegeben werden. Bolizeiverwaltung in Senftenberg erwähnt, welche dem Vereinswirt Endlich sei aus der Fülle der Einzelfälle noch ein Vorgehen der mitteilte, daß die ihm erteilte Konzession nicht dazu dienen sollte, 698 359,77 bag in seinem Hause Versammlungen von Fachgenossen" ab162 776,42 gehalten würden. Mit Rücksicht auf die sich daraus ergebenden 18 212,86 Gegenfäge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer fönnen 2 727-20 135.71 wir nicht mehr dulden, daß Versammlungen vorgedachter Art in 14 860,87 hren Räumen abgehalten werden. Ebensowenig fönnen wir es gut2 794,70 heißen, daß, sicherlich mit Ihrer Zustimmung, Plakate in den Räumen 136,59 der Herberge zum Aushang gekommen sind, welche die Holzarbeiter Zusammen 753 621,34 917 276,92 auffordern, gemeinsam in ihren Arbeitsverhältnissen zu handeln und Ein interessantes Kapitel bietet in dem Bericht die vielfachen vorzugehen." Unter der Androhung, daß weitere Schritte gegen ihn polizeilichen Belästigungen der Organisation, wir nehmen einige unternommen werden würden, wurde der Wirt zur Verweigerung charakteristische heraus. Die Zahlstellen Hannover und Hildesheim feines Lokals und zur Entfernung unsrer Verbandsplakate aufges erklärt als politisch wurden von der Polizeidirektion und fordert. Als die Plakate trotzdem hängen blieben, wurden fie eines die Theilnahme von Frauen, Schülern und Lehrlingen vers Tages vom Polizeidiener weggenommen, auf erhobene Beschwerde boten, auch wenn die Versammlungen 2c.„ ausschließlich andren jedoch bald wieder zurückgebracht. Sweden als denen politischer Erörterungen dienen sollen. In Hannover mußten demzufolge die weiblichen Mitglieder aus der Bahlstelle austreten und werden seither als Einzelmitglieder geführt. Das aus dem gleichen Grunde erfolgte Verbot der Zahlstelle Schöne bed wurde durch richterliches Urteil wieder aufgehoben. Die Eine Trotz der großen finanziellen Leistungen, die der Verband zu bewältigen hatte, ist der Kassenabschluß ein leidlich günstiger. In dem Jahre 1900/1901 betrug die Einnahme bei der Zahlstelle und der Hauptkasse 2161 583,34 M., der eine Ausgabe von 1748 159,76 W. gegenüberstand, so daß ein Bestand von 333 423,58 M. zu ver In zahlreichen Fällen boten die Vereins Vergnügungen, zeichnen ist. Allein 897 172,62 M. find für Unterstützungszwecke In 79( 86) Fällen handelte es sich um eine Angriffs, in 37( 8) Stiftungsfeste 2c. der Zahlstellen Angriffsobjekte für eine eifrige aufgewendet. Die wichtigste Frage, die den Verbandstag beschäftigen wird, Fällen um eine Abwehrbewegung. Die Hauptsächlichsten Erfolge der Polizeibehörde. So in Dortmund, Freienwalde, Erdmannsdorf, ersteren bestanden in der Verkürzung der Arbeitszeit um durch- Schwiebus, Prenzlau und Liegnig. Die Behörden erklärten die ist die Reglementierung der Arbeitslosen- Unterstützung. schnittlich 4 Wochenstunden für 4750( 3692) Arbeiter und einer Lohn Bahlstellen für politisch und verboten deswegen die Teilnahme führung ist durch eine voraufgegangene Urabstimmung bereits be erhöhung von durchschnittlich 9 Prozent für 4494( 3501) Arbeiter. von Frauen an den Vergnügungen. Im Dortmunder Fall wurde schlossen, der Verbandstag hat nur noch die nötige Statutenänderung Bei den Abwehrbewegungen handelte es sich zumeist um eine Lohn- Selage geführt bis zum Ober- Verwaltungsgericht, jedoch hielt auch zu treffen. Hoffentlich wird der Organisation damit ein festeres reduktion, welche in 20 Fällen gänzlich abgewehrt und in 8 Fällen diefes den politischen Charakter der Zahlstelle für erwiesen durch Gefüge gegeben und gereicht die Erweiterung der Unterstügungsgemildert wurde. eine Reihe von Vorträgen, welche in den Mitgliederversammlungen aufgaben dem Verband zum Vorteil, wie wir seinen Arbeiten das gehalten worden waren. In den übrigen Fällen wurde alsdann dieses beste Gelingen wünschen. Urteil des Ober- Verwaltungsgerichts zumeist zur Begründung der polizeilichen Maßregel angezogen. Nur in Prenzlau wurde das VerAu den 72 Angriffsstreits waren 16 042( 14 223) Arbeiter beteiligt, an den 123 Abwehrstreits 3783( 2852) Arbeiter. Unter den Streifenden insgesamt waren 16 107 Tischler, 1374 Drechsler, Die Westkalmücken zur Zeit des wie überall, so auch in Deutschland, tauben Ohren, als er die felbſt Breußen wurde ihm abtriüinnig, insofern es eine bald den VerKrimkrieges. -republikanischen Ungarn niederzuiverfen. Und Kossuth begegnete, auch nicht die erhobene Waffe gegen Rußland gebraucht hat. Und ungarischen Gesandten im Auslande anties: Stellen Sie vor, bündeten wohlwollende, bald strikte Neutralität beobachtete. was hier jeden Tag geschieht, und lassen Sie es eine Warning fein Diese Haltung Preußens war das Ergebnis einer famosen Kazzfür die Völker des Westens, denn nach uns tommt die Reihe an fie! balgerei zwischen den verschiedenen Richtungen in seinen regierenden Zivischen dem Rußland vor 50 Jahren und dem von heute be- Bezeugen Sie nur, daß die Russen nichts als Zerstörung ausüben, Streisen, die für ganz Europa die in Berlin herrschende Anarchie steht ein gewaltiger Unterschied, obschon dem oberflächlichen Anschein daß sie die Ernten niedermähen, daß sie plündern, daß sie Weiber offenkundig machte. Das Junkertum, repräsentiert durch die„ Kreuznach, wie damals, so hente der Zarismus in unantastbarer Macht- und entwaffnete Männer mißhandeln und Feind und Freund be- Zeitung" und Kamarilla, wollte felbstverständlich den Krieg an fülle thront. Heute aber hat eine vielverheißende Freiheitsbewegung rauben. Und vor allem bezeugen Sie, daß sie friedliche und Rußlands Seite gegen das übrige Europa, um so den Sieg der die russischen Massen ergriffen, die damals in willenloser geweihte Stätten betreten mit der Brandfackel in der Hand, und daß Konterrevolution vollkommen und dauernd, die Welt kosakisch zu machen. Demgegenüber verlangte ein weniger einflußreicher Kreis Sllaverei Väterchens allerhöchstes Gutdünken schalten ließen. fie alles, was sie auf dem Wege finden, in Afche legen" oin 3war ganz umsonst war das Martyrium der Dekabristen von Das gleiche Geschick ist vielleicht zum größten Schmerz unsrer von Personen, worunter der Londoner Gesandte Bunsen und der 1825 nicht gewesen: ihre Aussaat freiheitlicher Ideen hatte in wackeren Junker an Preußen damals nur um Haarbreite vorbei- fast stets frondierende Prinz von Preußen die hervorragendsten, das den besten Köpfen unter den russischen Gebildeten Wurzel getrieben. gegangen. Daß Zar Nikolaus im Juni 1848 dem Prinzen von Bündnis mit den Westmächten, Bruch und Krieg mit Rußland, um Daß aber das Volk davon unberührt blieb, betvies die betwegte Breußen die Hilfe seines herrlichen Kriegsheeres zur Wiederherstellung dessen Uebergewicht zu brechen. Der nominell den Staat leitende Zeit von 1848, deren Völkerfrühling vor den russischen Grenzpfählen des preußischen Absolutismus anbot, ist gemigfam bekannt. Ans Ministerpräsident von Manteuffel endlich wollte zwar zu konterhalt machte. So konnte Zar Nikolaus I. umbehindert durch häus- vorliegender Veröffentlichung ersieht man, daß er sich schon vorher, revolutionären Zwecken die heilige Allianz mit Rußland aufrechtfiche Schwierigkeiten, den Hort und Rückhalt der Reaktion in Oestreich schon unmittelbar nach dem 18. März, mit Interventionsabsichten erhalten, es aber auch mit den Westmächten nicht verderben und sich und in Preußen spielen, seine bewaffneten Horden den durch die getragen hat:" Als es kaum eine Regierung in Berlin gab," be- mittels einer Neutralitätspolitik durch die europäische Krise hindurchRevolution bedrohten christlichen Brüdern in der heiligen Alliance mertt unter dem 13. Februar 1854 der preußische Gesandte in Peters schlängeln. Er citiert einmal beifällig Friedrich II. Wort:„ Wer zur Verfügung stellen. Deshalb hat man ihn wohl den Don Quixote burg, General v. Rochow, beiläufig in einem Schreiben an Manteuffel, immer nach mir Preußen regiert, wird sich in der Notwendigkeit Der Reaktion genannt. Indes, wenn er auch von dem sinnreichen der König den Prinzen von Preußen mit einer allerhöchsten Mission finden, die Freundschaft mit den russischen Barbaren sorgiani zu Junker aus la Mancha die Verrücktheit, den Größentvahn besaß, wie nach London betraute, wollte der Kaiser in Preußen einrücken; als pflegen." Diese Folge der Teilung und Unterdrückung Polens war die im vorliegenden Bande des Manteuffelschen Nachlasses") sich wieder Mieroslawski mit der polnischen Fahne unter dem Jubel der Haupt- er also auf sich zu nehmen gefonnen. Aber es war ihm andrerseits spiegelnden Ereignisse endgültig bewiesen, es fehlte ihm die Uneigen- stadt dieselbe durchzog, da wollte der Kaiser auch einschreiten". Im flar, daß es für Preußen Selbstmord bedente, in der gegenwärtigen nügigkeit des Cervantesschen Helden. Sollte auch die Solidarität Jahre 1850, während jenes Konflikts zwischen Preußen und Oestreich, Lage für Rußland das Schwert zu ziehen, unsre Haut, unfren der fonservativen Interessen", die dazumal das Schlagwort der inter der den Trompeterschimmel von Bronzell unsterblich gemacht hat, Handel und unsre Existenz zu Markte zu tragen."" Dieses proponierte nationalen Reaktion war, in Nikolaus' Munde nicht einzig und allein ist es mir deshalb nicht zur angedrohten Juvafion der Bündnis," schreibt er au Rochow, auf die russische Drohung eins verlogene Redensart gewesen sein, Hauptantrieb seines politischen russischen Truppen gekommen, weil Breußen sich beeilte, dem zugehen, wäre nicht nur die vollständigste Bengung unter Rußland Gebieters gemäß, die gewesen, sondern hätte auch den Frieden in ganz Europa zerstört, Handelns war jedenfalls schrankenlose Herrschsucht, die sich mit Welt- allerhöchsten Befehl seines russischen benimmit Jeden Zweifel daran eroberungsplänen trug. die Demütigung von Olmüz auf sich zu nehmen. Das preußische uns die Möglichkeit genommen, jemals wieder Rußland als Ver diplomatische Vorgeschichte des Krimtrieges, wovon die gegenwärtige Junkertum verbot es, wider den Stachel der russischen Fremd- mittler zu nügen, unfren ganzen Seehandel zerstört, das Land vom Urfundensammlung hauptsächlich handelt. herrschaft zu löcken. Seitdem war Preußen, wie man in Petersburg Hafen getrennt und alle schlimmen Elemente entfesselt." Die Furcht vor der Revolution und vor den furchtbaren Ges Unter den angedeuteten Umständen begreift man, daß Anno 48 und Moskau höhnte, ein russisches Paschalit, dessen herrschende Klasse, erster äußerpolitischer Programmpunkt der deutschen, radikalen, das Junkertum, und dessen herrschende Koterie, die Kamarilla, in fahren eines Strieges mit halb Europa waren denn auch die HauptVerstand in ihren fähigsten Führern socialistischen Demokratie, die in der von Nikolaus ihren Schutzheiligen verehrte und vergötterte. Preußens argumente, wodurch Manteuffel den verdunkelten für seine Neutralitätspolitik gewann Karl Mary geleiteten Nenen Rheinischen Zeitung" zu Köln ihr auswärtige Politik ist dann ausschließlich nach den Petersburger Friedrich Wilhelms IV. Organ hatte, der revolutionäre Krieg gegen Rußland, d. h. gegen Antveisungen geleitet worden, bis der Krimkrieg einen tiefgehenden und dabei im ganzen trotz aller Sympathien des Königs für den geliebten Nig", trotz der mächtigen Einflüsse des Junkertums und den garismus, war und sein mußte: Nur der Krieg mit Rußland", Umschwung in den europäischen Machtverhältnissen herbeiführte. 1853 glaubte der Zar den günstigen Zeitpunkt gekommen, um dem troß aller unberechenbaren Stimmungen und Schwankungen des heißt es da einmal, ist ein Krieg des revolutionären Deutschlands, ein Krieg, worin es die Sünden der Vergangenheit abwaschen, werin franken Mann am goldenen Horn den Hals herumzudrehen. Er hatte überall Gefahr und Verfolgung witternden Monarchen erhielt. Daß es sich ermannen, worin es seine eignen Autokraten besiegen tamu, sich dermaßen in die Rolle des Schiedsrichters von Europa eingelebt, der König zu dieser Zeit bereits im hohem Maße den zerstörenden worin es, wie einem die Ketten Tanger, träger Stlaverei ab- daß er vermeinte, ungestört seine Eroberungspläne auf dem Baltan Wirkungen der tückischen Gehirnkrankheit unterlegen war, tann nach schüttelnden Wolfe geziemt, die Propaganda der Civilisation mit dem verwirklichen zu können. Darin sah er sich bald bitterlich enttäuscht: den zahlreichen Schreiben von seiner Hand, die sich in diesem Buche Opfer feiner Söhne erkauft und sich nach innen frei macht, indem Frankreich und England sprangen der angegriffenen Pforte mit be- finden, gar feinem Zweifel mehr unterliegen. Um die überspannten es nach außen befreit." Dazu ist es bekanntlich nicht gekommen, waffneter Hand bei und drängten den Zaren in die Defensive: im Briefe an den Zaren außer Betracht zu lassen, so braucht man bloß sondern anstatt dessen fand der Zar Gelegenheit, feinerseits September 1854 erschien eine Landungsarmee der verbündeten West- die beiden langen Erpektorationen an Bunsen vom 9. und vom bewaffnet gegen die Revolution vorzugehen, indem seine Soldatesta mächte auf dem Boden der Krim, wo ihr die blutigen Siege an der 29. Januar 1854 auszüglich mitzuteilen, um das erkennen zu lassen unter Pasfiewitsch mit dem öftreichischen Schlächter Haynau Alma( 20. September) und bei Jukerman( 5. November 1854) den Drei Fragen find für den König brennend, nämlich 1. der orientalische zufammenwirkte, um die heldenmütigen Massenaufgebote der Weg zur Belagerung von Sebastopol eröffneten. Das waren Ueber Konflikt, 2. die Frage der Christenemangipation in der Türkei und raschungen für Europa und Donnerschläge für den hochmütigen 3. Welsch Neuenburg( Hört! hört!), denn, soll ich Groß*) Preußens auswärtige Politik 1850-1858. Unveröffentlichte Autokraten, deren er sich um so weniger versehen hatte, als er un- britannien in diesen Wirren Dienste leisten, so ist der Preis, die ,, conditio Dokumente aus dem Nachlasse des Ministerpräsidenten Otto Frei- bedingt auf das Bündnis mit Destreich und Preußen rechnete. Aber sine qua non" die Widerherstellung meiner Autorität über und Herrn v. Manteuffel. Herausgegeben von Heinrich v. Poschinger. Oestreich, dessen Interessen auf dein Balkan Nikolaus' Eroberungs: der Legitimität meines lieben, treuen, unter die Füße der Gottlosen politit verlegte, fiel geradewegs zu den Westmächten ab, wenn es getretenen Ländchens am Jura." Punkt 3 ist aber die Hauptfache II. Band. 1852-1854. Berlin 1902. G. S. Mittler u. Sohn 11 3 Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 2. Mai 1902. Jeuropäischen Ländern: England, Schweiz, Danemart, wird auch Sociale Rechtspflege. Deutschland fünftig noch ziemlich hohe Zuckerpreise haben, doch ist zur Zeit bekanntlich der Stand der Reichsfinanzen ein derart Einen Arbeitsvertrag auf Lebenszeit hatte der chemische An der Monatsivende hat sich nun doch die Tendenz der Börse mißlicher, daß auf eine weitere Herabsetzung der Konsumsteuer vor- Arbeiter F. mit dem Fabrikanten König abgeschlossen. Als Gegenetwas besser gestaltet, wenn auch größtenteils auf Anregungen hin, erst nicht zu rechnen ist, heißt es doch in der der Vorlage bei- leistung hatte dem Arbeitgeber seine sämtlichen Rezepte zur Herdie recht vager Art sind und befürchten lassen, daß es sich nur um gegebenen Denkschrift: Jede weitere Steuerermäßigung würde stellung von Beizen überlassen. Nach anderthalb Jahren tam es eine flüchtige Unterbrechung der Stagnation handelt, die den April auf längere Zeit, bis zur Deckung des Ausfalles durch das all- jedoch zum Krach,&. mußte die Stellung verlassen und klagte nun beherrschte. Am Sonnabend seyte zunächst die Börse wieder mit mähliche Anwachsen des Konsums, zu einer Schmälerung der Ein- beim Gewerbegericht gegen König auf Herausgabe seiner Rezepte. jener schwachen, leicht nachgebenden Haltung ein, welche die voraufnahme, selbst gegenüber dem wenig befriedigenden Ergebnis des Die Kammer VII wies ihn jedoch ab, weil die Rezepte nach jenem gegangene Woche charakterisiert, da einerseits der Verlauf der Wiener letzten Rechnungsjahres, führen und bei der gegenwärtigen Finanz- Vertrage Eigentum des Beklagten geworden seien. Es wurde ihm Börse, anderseits die Aeußerung des englischen Kriegsministers, daß lage nicht zulässig sein. geraten, eventuell auf Erfüllung des Vertrages zu flagen. Versammlungen. weiter gerüstet werde, die Stiminnung beeinträchtigte: ein Eindruck, Man darf vielmehr annehmen, daß die Regierung, obgleich schon den die feste Tendenz des Londoner Minenmarktes nicht auszu- das Gesetz von 1896 im§ 79, Absatz 2, bestimmt, im Falle einer gleichen vermochte. Gleiche Zurückhaltung zeigte zuerst der Verkehr Herabsetzung oder Aufhebung der Ausfuhrzuschüsse solle eine der Eram Montag, doch gingen im weiteren Verlauf der Börse Kohlen- sparnis an diesen Zuschüssen entsprechende Herabsetzung der Verund Eiſenattien leicht in die Höhe, da aus den Eiſenindustrie- brauchssteuer eintreten, fich kaum zur Reduktion der Steuer um Der Centralverband der Konditorgehilfen hatte im Berein Bezirken bessere Nachrichten verlauteten und sich Rückkäufe der 4 M. pro 100 Kilogramm bewogen gefühlt haben würde, trieb sie mit dem Vorstand der Handels- Hilfsarbeiter zu Mittwochabend Spekulation bemerkbar machten. Am Dienstag feßten zu nicht die Rücksicht auf die über das Brüsseler Abkommen erbosten eine Versammlung in das Zimmermannsche Lokal, Badstraße, ein zu nicht die auf Steigerung des stonſums hinzuwirken, um eine sich mit den Müßständen in der Zuckerwarenfabrit von Anfang Montanwerte wieder ein wenig niedriger ein; eine Wird hiernach die Betriebssteuer und die Kontingentierung in Bahl gemacht, schädigung bekommen. Zur Stellung einer Kaution werden Pariser Börse gemeldete Nachfrage nach Rentenpapieren wirkte gestern des Schutzes der fleineren Fabriken der Zuckerindustrie und behufs legt man sie mit Strafgeldern. Man müsse sich wundern, daß der Aus der Antwort seien hier nur folgende Stichproben mitgeteilt, Vorstand des Verbandes mit der Firma brieflich in Verbindung. die gewiß ein eigenartiges Schlaglicht auf das focialpolitische Verdannig und das„ gute Herz" dieser Herren werfen. Es heißt da: ſtändnis und das" gute Herz" dieser Herren werfen. Es heißt da: Alle Versehen und Verstöße gegen die guten Sitten werden ausgenommen ganz grobe Fehler init 10 Pf. Strafe beTegt Die Staution von 6 X 50 f. hat sich bewährt; die Einrichtung ist zur Vermeidung von Diebstählen(!) getroffen worden... Der Lohn, 18-20 M. ist für einen ungelernten Arbeiter ein aus tömmliches Ginkommen.(!!) Früher wurden Ueber bemerkt, daß den stunden bezaten Jahren nicht mehr.(!) Wir haben alts den westfälischen Kohlenbezirken eintreffende Meldung, der leberproduktion einen Abzug zu verfchaffen. Mertens u. Jaenicke zu befassen. Die Genossen Weidler die Produktions- Einschränkung des Coatssyndikats werde statt der Uebrigens ist die Regierung, wie die Denkschrift zeigt, feines und Bigusch von der Konditorenorganisation deden in längeren in Aussicht genommenen 37 Proz. auf 30 Broz. vermindert werden, wegs gewillt, die Kontingentierung und die Betriebssteuer ganz Ausführungen die Zustände in jener Fabrit auf, wie sie ihnen von bewirkte aber erneut ein leichtes Anziehen der Kurse der Kohlen- fallen zu lassen, sie verwirft nur deren gegenwärtige Form". mehreren daselbst beschäftigten Lagerarbeitern geschildert worden find. attien, während Bank- und Bahnaktien unter zunehmender Geschäfts- kündigt aber weiter eine Neukontingentierung und eine neue gestaffelte Danach zahlt die Firma Anfangslöhne von mitunter nur 12 Mart, stille litten und leichte Abschläge erfuhren. Auch am Mittwoch, Betriebssteuer au es ist also keineswegs ausgeschlossen, daß nicht die sich nach und nach auf 18 bis 20 Wart erhöhen. Einige gestern und heute setzte sich die Aufwärtsbewegung der Kohlen- und schließlich doch wieder in irgend einer Weise eine ProduktionsSittenaktien fort, tails infolge spekulativer Käufe, teils auf die beschränkung zu stande kommt, die Kartellbestrebungen Vorschub ungebührlich lange, auch werden Ueberstunden in unbegrenzter Mädchen erhalten nur 7-8 M. Meldung hin, daß für das zweite Vierteljahr feine neuen Er- leistet. In der Denkschrift heißt es in dieser Hinsicht: ohne daß die Arbeiter hierfür eine Ent mäßigungen der Coatspreise zu erwarten seien, da eine Zunahme des Coats- wie auch des Kohlenverbrauchs zu erwarten stehe, der gegenwärtigen Form nicht beizubehalten sein, so verhehlen sich den Lenten von dem weil die nicht dem Syndikat angeschlossenen Zechen ihre Vorräte die Verbündeten Regierungen doch nicht, daß es auch nach Auf- wöchentlich 50 Pf. abgezogen, und für die geringsten Versehen be den Lenten von dem ohnehin schon so geringen Lohn noch start geräumt hätten. Auch die Nachricht, das Zustandekommen hebung der Ausfuhrzuschüsse notwendig erscheinen könnte, behufs der in gegenüber den großen Unter- artiges in Berlin noch vorkommen könne. Doch die Schuld an solchen Zuständen treffe in erster Linie die Arbeiter selbst, die in dieser stimulierend. Letztere Meldung führte auch hier zu lebhafteren nehmungen auf gefeßlichem Wege vorzugehen. Sie werden daher Branche vielfach noch von einem gewissen Düinkel befangen seien und den Käufen in ausländischen Anleihen. Dazu kommt, daß man in in eine wiederholte sorgfältige Prüfung der Frage eintreten, ob die Wert der Organisation noch nicht begriffen hätten. Um den beBörsenkreisen wieder mal gestern und heute zur Abwechselung einen Einführung, sei es einer neuen gestaffelten Betriebssteuer, sei es regten Uebelständen wenigstens in etwas abzuhelfen, feste fich baldigen Friedensschluß in Südafrika für wahrscheinlich hielt. einer Kontingentierung in andrer Form Es sind also weniger flare, eine Besserung der Wirtschaftslage greifende Reform der Zuckersteuer, im Interesse der beteiligten verheißende Thatsachen, als vielmehr Mutmaßungen, Friedens Industrie und der mit ihr verbundenen Landwirtschaft liegt." Hare, eine im oder eine sonstige durch ber and bag en wenigstens in etwas abzuhelfen, feste fich Hoffnungen und Spekulationskäufe, die in den letzten Tagen die mäßige Der Bericht über den Außenhandel Chinas im letzten Jahr ist Anfwärtsbewegung der Kurse der Bergwerks- und Hüttenaktien be- von den Wirtschaftspolitikern vielfach mit einer gewissen Spannung wirkten. Zu der optimistischen Auffassung, daß es nun in gleichen erwartet worden, da er am besten darüber zu informieren vermag, Tempo, oder gar noch im schnelleren, weiter gehen müsse, fehlt wieweit das Land die ihm durch den Boxeraufstand und die daher jeder Anlaß; ebensowenig wie von der Geldflüssigkeit, auf friegerische Expedition der fremden Mächte zugefügten Schädigungen die immer wieder wieder als Stimulationsfaktor hingewiesen wird, seiner wirtschaftlichen Lage bereits überwunden hat. Nach dem jezt unter heutigen Umständen ein stärkerer Anreiz auf geschäftliche erstatteten Bericht hat der chinesische Außenhandel beinahe schon die Unternehmungen erwartet werden kann. Soweit die Geldfülle that- Höhe, die er vor den Wirren im Jahre 1899 hatte, wieder erreicht; sächlich vorhanden ist, gilt sie nicht für industrielle Unternehmungen. er beliefsich im letzten Jahr, Einfuhr und Ausfuhr im Winter, wenn es schneit und Diesen gegenüber verhält sich das Kapital noch immer zusammengerechnet, auf 438 Millionen Taels( ungefähr friert, unnötig lleberstunden gemacht wurden. Die äußerst zurückhaltend. Uebrigens dürfte der Geldüberfluß durch die 1315 Millionen Mart). Zurückgegangen ist, wie schon in den letzten Lagerräume find gut vertiliert und werden bon einer Renten- Emissionen der letzten Monate, wie die Umsätze in Fonds und Jahren, die Einfuhr von Opium, da Süd- China in steigendem Maße Centralheizung erwärmt, der Aufenthalt ist also ein angenehmer. Pfandbriefen, doch ziemlich herabgemindert sein. Das reichliche Geld- feinen Bedarf an Opium selbst produziert; dagegen hat die Einfuhr Zu Hause findet der Arbeiter vielleicht eine talte, unfreundliche angebot, das den Privatdiskont bis auf 11/2 Proz. herabgedrückt hat, von Baumwollwaren zugenommen. Was die Ausfuhr anbelangt, fo Schlafstelle- was Wunder, wenn er lieber in der Fabrit erklärt sich aus verschiedenen andren Ursachen in erster Reihe weist Thee den bedeutendsten Ausfall auf, teils infolge ungünstiger bleibt, wo die Zeit außerdem noch bezahlt wird.(!!!). wohl daraus, daß die aus den letzten Emissionen herrührenden Be- Witterung, teils infolge der zunehmenden Konkurrenz Ostindiens und Bei Verlesung der Stellen brach die Versammlung, die sich zum träge vorläufig noch bei den Banken als Guthaben zurückgeblieben find. Ceylons. Selbst Rußland führt in steigendem Maße indischen Thee guten Teil aus Arbeitern und Arbeiterinnen jener Fabrik Wie schon in Nr. 101 des„ Vorwärts" gemeldet wurde, ist dem ein und den australischen Markt hat China beinahe schon ganz zusammenfegte, wiederholt in schallendes Gelächter alts. Reichstag die neue Zuckersteuer- Vorlage zugegangen, welche die bis- verloren. Herige Julandssteuer von 20 m. auf 16 M. pro Doppelcentner Wie groß der Anteil der einzelnen Länder am chinesischen Leider waren die Herren Fabrikanten trok höflichster Einladung nicht herabgesezt, so daß, da durch die Brüsseler Konvention der Ueber- Außenhandel ist, läßt sich, da die chinesische Zollstatistik die An- felbft erschienen, um sich persönlich von der Wirkung ihres Briefes zu zoll, D. H. der über die inländische Konsumsteuer hinaus erhobene fünfte von Hongkong, wie auch den Export dorthin, ge Stellvertreter" aus ihrem Personal zu schicken. Außer Pigusch überzeugen, sondern hatten es vorgezogen, als stumme Teilnehmer Eingangszoll 6 Fr. pro 100 Kilogramm(= 4,80 m.) nicht über sondert aufführt, und ferner die Einfuhr aus Europa mit steigen darf, der Einfuhrzoll für gewöhnlichen Konsumzucker sich nach Ausnahme des Imports aus Großbritannien und Rußland nicht serpflückte auch Genosse Werner von den Handels- Hilfsarbeitern den Inhalt des Briefes. In beredtev Worten dem Inkrafttreten der Brüsseler Beschlüsse auf nur 20.80 m. pro specialisiert, nicht genau angeben; fest steht aber, daß die Einfuhr legte er den Anwesenden Zweck und Nüzen der Organisation Doppelcentner stellen wird, während er zur Zeit 40 W. beträgt. Es aus den Vereinigten Staaten von Amerika stetig an Bedeutung flar und forderte sie zum Beitritt in diefelbe auf. Hierauf ließ der entspricht diese Ermäßigung der inländischen Verbrauchssteuer von gewinnt und den chinesischen Import aus Japan und Ostindien mehr Vorsitzende eine Pause eintreten, um den Richtorganisierten Gelegen 4 M. pro Doppelcentner ungefähr der Ersparnis, die durch und mehr überholt. Stellt man den über Hongkong gehenden Handel heit zu geben, sich sofort in den Verband aufnehmen zu lassen. Das Den Wegfall der Prämien erzielt wird. Ant Ausfuhr mit in Rechnung, dürfte an der Wareneinfuhr Chinas England un- Resultat war ein überraschend ungünstiges. Nur eine Arbeiterin hatte den zuschuß find nämlich int Rechnungsjahr 34 115 000 M. gefähr mit 45 Proz. die Vereinigten Staaten mit 15-16 Broz, ut, der Organisation beizutreten. Die übrigen konnten sich hierzu gezahlt worden, davon gehen ab an Zuschlag zur Zucker- Japan mit 11 Broz. beteiligt sein. Deutschlands Anteil noch nicht entschließen, obschon sie den Rednern vollen Beifall ftener( Betriebssteuer und Betriebssteuer Zuschlag) 6 089 000., so übersteigt, selbst tvenn man die bon Hamburg und zollten. Sie hatten sämtlich Furcht vor Maßregelungen. Hatte daß die künftig in Wegfall kommende Ausgabe sich auf 28 026 000 7. Bremen zunächst nach England gehenden und von dort ihnen doch der Chef der Firma gesagt, fie sollten sich nicht beläuft oder pro Doppelcentner, da im letzten Rechnungsjahre weiter nach China verschifften Warensendungen mit in Ansaß aufbeßen lassen, widrigenfalls Entlassungen erfolgen würden. Troy 6 857 000 Doppelcentner gegen Steuerentrichtung in den freien Ver- bringt, kaum 7-8 Proz. An dem Schiffsverkehr ist dagegen fehr übergegangen sind, 4,09 M. Deutschland weit stärker beteiligt; es steht an zweiter Stelle, die dieses angenblicklichen Mißerfolges gaben die leitenden VerbandsThatsächlich macht also die Reichskasse im letzten Rechnungs- nion erst au sechster. Nach der Tonnenzahl der ein und aus genossen der Hoffnung Ausdrud, daß es ihnen mit der Zeit dennoch jahre betrug die Gesamt- Einnahme aus der Zuckersteuer nebst Bu- gelaufenen Schiffe berechnet, folgen die verschiedenen Länder in gelingen werde, auch bei dieser Arbeiterkategorie das Klaffenbewußtjchlag 107 430 037 M., die sogenannte Ist- Einnahme( nach Abzug der nachstehender Reihenfolge aufeinander: Großbritannien 54 Broz., fein zu wecken, denn: Ohne Organisation teine Besserung der Arbeitsverhältnisse. Verwaltungstoften 2c.) 105 876 585 M. bei den Wegfall der Deutschland 16 Proz.. China 18 Proz., Japan 11 Proz., Frankreich I andharaze Prämien noch einen fleinen Ueberschuß. Gegenüber einigen andren 2 Broz., Vereinigte Staaten 2 Broz., Rußland 1 Proz. Tat. 0 " -O " " Da die dritte brennende( in meinem Herzen und meiner Fürstenpflicht klarer wird, daß Preußen seine früheren Verpflichtungen wird not in Berlin die Judiskretion geschehen ist. Leider weiß ich, wie in Berlin brennende) Frage im Obigen bereits genugsam charakterisiertift, als gedrungen, statt freiwillig, erfüllen müffen." Ueber den nämlichen nichts geheim bleibt, wie die fremden Gesandten alles gleich erfahren." die, welche meinem Verhalten in den andren zwei Fragen als Be- Bopanz schreibt Manteuffel an Hatzfeld nach Paris: Diese Meinung Wenig später wendet sich König Friedrich Wilhelm selber an wegungs- und Lebensprincip dient, so schweige ich, so tlage ich nicht wird sowohl durch polizeiliche Rapporte als auch von der fog. Kreuz Manteuffel wegen einer ähnlichen Sache: Sie erinnern sich, bester mehr, obgleich die bittere Klage eines verwundeten Gemüts nimmer zeitungs- Partei geuährt und soll seitens der letzteren wohl besonders Manteuffel, wie einig wir beide waren, als es darauf an schweigt. Man hört das Tollhaus reden, wenn der König sagt: um deshalb zur Geltung gebracht werden, um nur zunächst Argwohn tam,, die günstig lautenden Andeutungen aus " Ich fühle mich in meinem Ablehnen nach West und Oft recht, gegen Destreich zu erregen, mit welchem eine Verständigung erzielt Rußland( gegen den Wunsch des dortigen fest und sehr getroft. So fühl ich mich aber auch im Wort zu sehen, man vor allem fürchtet, während man sehr wohl weiß, daß Gouvernements) nicht nach Wien hin mitzuteilen, halten und Bundestreue. Täuschen Sie sich nicht und sagen Sie eine solche mit England noch in weitem Felde ist.". um dort den vielleicht schädlichen Eindruck zu verbreiten, als sei das ben britischen Staatsmännern ins Ohr oder auf dem Markt: Ich Die Intriguen des Junkeriums und seiner Kamarilla hätten Breußens Werk und würde von Preußen als solches introduciert und laffe Destreich nicht durch die Revolution angreifen( deren zweifellos Erfolg gehabt, wenn der in Preußen allgemein erwartete rekommandiert.“ Nun las ich aber in der National Zündkraft ich kenne), ohne das Schwert zu seiner Hilfe Fehlschlag der englisch- französischen Kriegsoperationen in der Krim 3eitung"( in diesem höchst revolutionären, aber start mastierten zu ziehen. Ich verlange als Preis meiner echten und eingetreten wäre. Die Herren hatten schon einen tkompletten Feld- Blatte) eine passage aus der Wiener Presse". Es folgt hierbei autonomen Mentralität, als Preis des Dienſtes, welchen ich dadurch angsplan fertig, wie wir aus Briefen des Bringen von Breuken er eit Ausſchnitt.") Es erbelit barans, baß, was wir vermeiden England in dem unseligen Bruche mit Rußland und den christlichen fahren: In meinen Unterredungen mit dem Feldmarschall Grafen wollten, durch den Telegraphen von Berlin nach Traditionen leiste, die Garantie des europäischen Be- Dohna und dem Kriegsminister habe ich bei beiden stets die Ueberien gemeldet worden ist! Das ist ein Beweis der sisstandes, die Unantastbarkeit des europäischen zeugung angetroffen, daß es Preußen gelingen werde, Oestreich Auflösung bei uns. Denn der Telegraph kann die Sache nur Bundesterritoriums in seiner Totalität und völlig zu feiner Auffassung der Verhältnisse zu bewegen, die durch Verrat aus Ihrem Ministerio erhalten haben..." Hiermit das heilige Versprechen, mir nach, in und durch den mindestens eine Neutralität beabsichtigten, oder wohl gar eine befand sich der König freilich höchstwahrscheinlich auf dem Holzwege: Frieden mein trenes Neuenburg ohne Bedingungen wieder Verbindung mit Rußland in Aussicht stellten. Ich habe mich ver- die schlimmsten Verräter saßen nämlich in seiner unmittelbarsten Von dort zu verschaffen. Werde ich während oder durch den Incest" Eng geblich bemüht, vor dieser Illusion zu warnen, und zuletzt nur hören Umgebung, in seinem Civil- und Militärkabinett. lands mit Frankreich angegriffen, wird die Revolution als fein müssen, daß Preußen auch seine Jiolierung ohne Oestreich nicht zu aus wurde unter anderm die Denkschrift Bunsens betreffs Alliierter losgelassen, wo es sei, so verbind' ich mich mit Rußland scheuen brauche, für welchen Fall bereits die strategischen Rücksicht der Wiederherstellung Polens usw. an den russischen Gesandten und Destreich auf Tod und Leben." nahmen besprochen seien, die auf eine Verteilung der 300 000 Mann v. Budberg, den geheimen Hintermann der Berliner Vorderrussen, Wo es um den König so aussah, da konnte es den Junkern starken preußischen Armee auf drei Kriegstheatern, an der Ostsee mit ausgehändigt, worauf dann St. Petersburg kategorisch Bunsens Abnatürlich nicht an Anknüpfungspunkten, an Sniffen und Pfiffen zwei Armeecorps, in Schlesien mit drei und am Rhein mit fünf berufung von seinem Londoner Posten verlangte. Bunsen bemerkt fehlen, um ihn zu ihrem Standpunkt herumzufriegen. So lange Armeecorps zielten." Und ein ander Mal:„ Die Krim wird für die über die niedliche Chose unter dem 13. März 1854 an Manteuffel: fie Preußen nicht direkt in das Kriegsbündnis mit Rußland Alliierten das Moskau von 1854 werden. Was dann? Dann wird Wenn geheime Papiere, die ich Ew. Excellenz in der vertraulichsten hineinbringen fonnten, war es immer schon etwas, die Ans die Kreuz- Zeitungs"-Partei erst recht für Rußland sprechen und Form zusende und worüber ich dem König nicht ein Wort ge hänger des Krieges gegen Rußland niederzufämpfen. Das dann der sublime Operationsplan des Feldmarschalls Grafen Dohna fchrieben, die endlich von Ew. Excellenz nur in ähnlicher Form dem ift ihnen auch vollauf gelungen. Bunsen befam troß zur Ausführung kommen, den mir General Neyher erzählte, Könige persönlich mitgeteilt worden, vom Kabinette aus an die feiner intimen Freundschaft mit dem König die Entlassung, als er d. h. Preußen gegen Europa auf drei Kriegstheatern: 60 000 Mann russische Gesandtschaft verraten worden, so ist das eine schmähliche Be ein tussenfeindliches Projekt lancierte, das it. a. auf die Wieder an der Ostsee gegen Landungen; 90 000 Mann in Schlesien mit ſtätigung von dem, was von Berlin hierher mehrmals geschrieben Herstellung Polens abzielte. Soweit ging der Prinz von Preußen Russen gegen Wien; 120 000 Mann am Rhein, gegen 427 000 Mann ist."" Danach bewerte man die tugendhafte Entrüstung unsrer nicht, aber auch er wollte Anschluß an die Westmächte, und da brachte Franzosen! Mehr wie Tollhäusler!" Junter, die gleich von Diebstahl, Schlerei und allem Möglichen es die Kamarilla fertig, daß er, seiner sämtlichen militärischen Aemter Aber in dem Wahnsinn war Methode. Eines der wesentlichsten phantafteren, wenn socialistische Blätter ihnen auf den Redaktionsentkleidet, mit Festungshaft bedroht, nach Coblenz relegiert und dort unter den Hilfsmitteln der Junker, um zu ihrem edlen Zwecke zu tisch geflogene vertrauliche Attenstücke pflichtgemäß veröffentlichen; quasi unter Polizei- Aufsicht gestellt wurde. Der Kriegsminister gelangen, bleibt noch zu erwähnen, damit das erhebende Bild ihres fie suchen halt anständige Leute hinter demselben Busch, wehinter ausgeschifft, daß er erklärt hatte, ein Bündnis mit Rußland sei bringen, vollständig werde: ihre fortgesetzten Indiskretionen" in Anstatt Mit Gott für König ganz unmöglich, so undenkbar wie ein Vatermord im alten Athen. Rußlands Interesse oder, wenn man die diplomatische Umschreibung damals Mit Gott für den zaren aller Neußen" zu ihrem WahlDie kleine, aber mächtige Partei gedachte es schon noch dahin zu der Urkundensammlung in plumpes grobes Deutsch überfest, ihr spruch erklären müssen. Unter dieser Parole auch zu fechten, Deutschbringen, daß der Krieg mit Kosaken und Baschfiren im Bunde los gewohnheitsmäßig betriebener Landesverrat, der vor dem äußersten lands Fluren von den europäischen Heeren zerstampfen zu lassen, gehe. Vorläufig zielte sie darauf ab, Preußen zu isolieren: nicht zurückbebte. Auch in gegenwärtiger Publikation spielen ver- Preußen dauernd zu einem Anhängsel Rußlands zu machen, ist ihnen dann war es Zeit, das preußische Kabinett nolens volens in die fchiedene derartige Affairen eine bemerkenswerte Rolle. Da beschwert nicht beschieden gewesen. Aber daß es nicht an ihrem guten Willen russische Alliance hineinzumanövrieren", wie ein Wiener die richtige östreichischen Ministerpräsidenten, Grafen Buol, über die geffen bleiben. Sie haben sich dadurch endgültig des zierenden Stimmung zu bringen, werden ihm beständig alle möglichen Schred Bekanntgabe etlicher geheimer Aftenstüde, worunter ein Brief Beinamens, den ihnen Freiligrath schon 1848 beigelegt hat, würdig bilder ausgemalt:„ Der König", läßt sich der Prinz von Preußen Friedrich Wilhelms IV. an Staiser Franz Joseph, wird aber entschieden gemacht, sich selber charakterisiert als die schmutzigen West am 4. November 1854 aus Koblenz an Manteuffel vernehmen, hat zurückgewiesen: Buol könne mir auf das entschiedenste die Stalmüden. v. Bonin schließlich wurde einzig und allein wegen des Verbrechens heißen Bemühens, Preußen auf die Dauer unter die Knute zu fie felber oft gesteckt haben. Baterland" hätten die Junker Braffiers de St. Simon sich ausdrückt. Um den König in Bericht sich z. B. der preußische Gesandte in Wien, Graf Arnim, beim und ihrem eifrigen Bemühen gefehlt hat, soll den Junkern unver mir zweimal hierher geschrieben und kommt immer auf das Thema Versicherung geben, daß von den Briefen der beiden zurück, daß Oestreich, Frankreich und der Papst ihm den Garaus Souveräne auch nicht das geringste von hier aus habe bekannt werden*) Die betreffende Depesche lautete:( Bang) Redacteur der„ Presse“ machen wollen, weshalb er sich an England werde wenden müssen. können, da deshalb die geeignetsten Maßregeln getroffen feien". Graf in Wien. Russisches Schriftstück hier. Vorläufiges. Garantiepunkte Ich sehe darin nichts als neue Intriguen der Krenzzeitungs- Partei, Arnim fährt in seinen Bericht an Manteuffel fort:" Ich muß angenommen als Basis direkter Verhandlungen mit Oestreich. Rückzug den König gegen Oestreich aufzureizen, ein Moment, wo es imme Ew. Excellenz gestehen, daß ich dies glaube und eher annehme, daß der Truppen an Galiziens Grenzen. Broemel." Peek& Cloppenburg 390 Gertraudtenstr. 26 u. 27| Neues Specialhaus für** Ecke der Ross- Strasse. Herren- und Knabenbekleidung. Moderne fertige Anzüge in solider Ausführung aus nur guten Stoffen gearbeitet. Sacco- Anzüge 18-21-24-27-30-34-38-43-48-52 Mk. 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In beziehungsweise der näheren Umgebung Berlins angehören. dieser Beziehung ist sie, wie ausdrücklich bemerkt werden kann, die eine vom Centralverband der Maurer, die andre vom Central( Die Berliner Puger arbeiten 8/2 Stunden.) 91/2 Stunden ziemlich vollständig; es sind alle auffindbaren Quellen erschöpft, um verband der Zimmerer herausgegeben, werden soeben veröffentlicht. Samburg, in Riel und Umgegend, im Lübecker Lohngebiet, so wurde gearbeitet im Lohngebiet und der Umgegend von einen vollständigen Ueberblick zu gewinnen." In der ersteren werden die Lohn- und Arbeitsverhält wie in Braunschweig, Wilhelmshaven, Eberswalde und Wannsee. Bestehen lokaler Fachvereine an, aber für Berlin, wo die zur Zeit Die Tabelle giebt nun für eine erhebliche Zahl von Orten das nisse der Maurer Deutschlands im Jahre 1900 zur 93/4 Stunden wurde in Bamberg, Izehoe und Wilster gearbeitet. wohl noch stärkste aller lokalen Zimmererorganisationen besteht, fehlt Darstellung gebracht und mit den entsprechenden Verhältnissen der Jahre 1885, 1890 und 1895 verglichen. Die vorliegende von Bömel- 13 786 Maurer arbeiten 9 Stunden, 6526 91/2 Stunden. Eine zehn- ein solcher Vermerk. Wer ohne Kenntnis der Berliner Verhältnisse burg und Päplow bearbeitete Veröffentlichung ist ein sehr aus- stündige Arbeitszeit herrscht in 643 Orten mit 73 459 Maurern, die Statistit betrachtet, der muß nach den verhältnismäßig sehr führliches, nach verschiedenen Richtungen gründlich durch= 10% Stunden arbeiten 11 724 Maurer in 90 Orten, der Elfftunden- fleinen Mitgliederzahlen, die bis 1895 aufgeführt werden, zu dem gearbeitetes Tabellenwerk, dem ein erläuterndes, die Ere tag besteht in 566 Orten mit 47 940 Maurern, und länger als Schluß fonimen, daß die Berliner Zimmerer bis dahin zu den gebnisse der Erhebung furz und übersichtlich zusammen11 Stunden arbeiten 5925 Maurer in 54 Orten. indifferentesten im ganzen Reiche gehörten, und daß sie erst 1897 fassendes Vorwort vorangefekt ist. Die Statistik erstreckt sich auf Das sind einige der wesentlichsten Punkte aus der äußerst lehr- und 1898 zum Bewußtsein ihrer gewerkschaftlichen Pflicht erwachten. 1455 Orte mit 159 818 Maurern, das ist etwa 2/3 bis 3/4 der reichen Statistit, deren Studium wir jedem Interessenten empfehlen Dem ist jedoch nicht so. Bis 1897, vielleicht auch noch 1898, hatte Gesamtzahl aller Maurer Deutschlands. Die ermittelten Löhne sind eben die lokale Organisation der Berliner Zimmerer den größten sehr verschieden. Sie weichen nicht nur in den Orten ein und derMitgliederbestand. Erst in den letzten Jahren hat sich das Verhältnis felben Landesteile unter einander ab, sondern auch in demselben Statistisches aus der deutschen Zimmerer Be zu Gunsten des Centralverbandes verschoben. Immerhin giebt die Ort werden oft eine ganze Reihe von Lohnklassen verzeichnet. Nur wegung im 19. Jahrhundert betitelt sich die vom Central- noch einen Bestand von 1057 Mitgliedern an, während der Verband lofale Organisation in ihrem Rechenschaftsbericht für 1900 in wenigen Orten werden einheitliche, für alle Maurer gleiche Löhne verband der Zimmerer herausgegebene, von Schrader, Bringmann nach der vorliegenden Statistik in demselben Jahre 1774 Mitglieder gezahlt. Im allgemeinen haben die Löhne seit dem Jahre 1885 eine und Friedrich bearbeitete Beröffentlichung. Sie giebt nicht nur eine nach der vorliegenden Statistik in demselben Jahre 1774 Mitglieder ftetige Aufbefferung erfahren. Die Zahl der Orte mit niedrigen Darstellung der Löhne und der Arbeitszeit vom Beginn der Zimmerer aufweist. Durchschnittslöhnen hat sich bedeutend vermindert, während die Zahl bewegung bis zum Jahre 1900, sondern sie veranschaulicht auch die strecken sich auf 623 Orte. Sie umfassen das Jahr 1885 und den Die Erhebungen über die Lohn- und Arbeitsbedingungen er der Orte mit höheren Durchschnittslöhnen entsprechend gestiegen ist. Entwicklung des Verbandes hinsichtlich der Mitgliederzahl und der Einige Beispiele mögen das erläutern. Durchschnittliche Stunden- finanziellen Leistungen. Eine zusammenfassende Bearbeitung der daß sich die Arbeitszeit während der genannten Periode nur in Beitraum von 1890-1900. Die Durchsicht der Tabellen zeigt, Löhne unter 20 Pf. gab es 1885 in 278 Orten, 1890 nur noch in Einzeltabellen ist nur für die Mitgliederbewegung, aber nicht für feltenen Fällen geändert hat. Meistens ist sie eine zehnstündige, 2 Orten. 20-25 Pf. wurden 1885 in 500, 1900 nur noch in das wichtige Gebiet der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gegeben. Da in manchen Orten auch eine 11- und vereinzelt auch gar eine 41 Orten gezahlt. Die Zahl der Orte mit einem Durchschnittslohn durch wird die Uebersicht über das gegebene Material erschwert und 12 stündige. Nur in Berlin und den Vororten ist der früher von 25-30 f. ist auch von 351 auf 291 herabgegangen. Die der Wert der Statistit, die im übrigen eine mit vielem Fleiß zu 10 stündige Arbeitstag feit 1897 ein 9stündiger. Ferner giebt es noch folgenden höheren Lohnklassen bis 45 Pf. haben sich gegen 1885 auf fammengestellte Arbeit ist, für weitere Kreise beeinträchtigt. eine größere Zahl von Orten ausgebreitet. Am erheblichsten ist Der Nachweis über die Verbreitung der deutschen Zimmerer- burg- Altona mit den umliegenden Orten und andre. einige Städte, wo 91/2 Stunden gearbeitet wird, so Harbura. Hamdie Ausbreitung der -Einer Lohnklassen bon 35-45 Pf. Das bewegung im 19. Jahrhundert beginnt mit dem Jahre 1869, dem Jahr 1900 weist folgende Lohnverhältnisse auf: Einen Durch Geburtsjahr der Koalitionsfreiheit. Bis zum Jahre 1883 weist die große Verschiedenheit weisen die Löhne auf. Im allgemeinen haben schnittslohn unter 20 Pf. erhielten 58 Maurer, 25 Pf. 2851, 25-30 f. 18 531, 30-35 f. 29 230, 35-40 Bf. brechung bis zum Jahre 1900. Sie erstreckt sich auf 724 Orte, in sowie in Hamburg- Altona gezahlt. In den kleinen Städten herrscht 20 bis Tabelle noch einige Lücken auf, von da an reicht sie ohne Unter- fie fich während der Zeit, die die Statistit umfaßt, gehoben. Der 65 Pf. wird in Berlin und den Vororten 36 481, 40-45 f., 37 226, 45-50 f. 14 110, 50-55 Pf. 8067, denen Mitgliedschaften des Verbandes bestehen. Im Vorwort zu der in der Regel die längste Arbeitszeit bei niedrigstem Lohn, der oft bis 55-60 f. 201, 60-65 f. 13 063. Ein Stundenlohn von 65 Pf. Statistik sagt Bringman: Die deutsche Zimmererbewegung bildete wird nur im Berliner und Hamburger Lohngebiet gezahlt. Außer von 1869 bis 1874 feine selbständige Organisation, sondern einen auf 25 Pf. und noch weiter herabgeht. dem kommen die drei höchsten Durchschnitts- Lohutlassen( 50-65 Bf.) Zweig der mehrere Der Uebersicht über die finanziellen Verhältnisse des Verbandes gewerkschaftliche Organisationen 11111 nur in Anwendung in Lei zig, Halle, Braunschweig, Wilhelmshaven, fassenden Lassalleschen Parteirichtung. Die Organisation hat entnehmen wir einige Zahlen, welche den Fortschritt der Organisation Bremen und Umgegend, Harburg, Kiel und Umgegend, Lübeck, und ihre Einrichtungen zeitweise auch in dieser Hinsicht veranschaulichen. Die Kassenabschlüsse in den geändert, und eine flare bei den Puzern in Stettin. Stundenlöhne über 65 Pf. haben die Uebersicht über die deutsche Zimmererbewegung dadurch zeit- 124,17 m., 469,87 m., 1738,10 m., 890,04 W., 7425,01. W., Jahren 1893 bis 1900 wiesen folgende Bestände auf: 121,98 M., Buzer und Rabizpußer in Berlin, sowie einzelne Specialisten und weilig ganz unmöglich gemacht. Selbständig und von der social- 12 640,81 m., 2865,45 m., 17 927,40 m., 25 168,45 M., 28 451,75 W., bevorzugte Kräfte. Im Durchschnitt für ganz Deutschland betrug demokratischen Partei unabhängig ist die deutsche Zimmererbewegung 37 604,75., 47 121,46 m., 61 005,09 m., 84 095,22 m., 103 459,53?., der Stundenlohn 1885 281/2 f., 1890 334/5 f., 1895 343/10 Pf., erft 1875 geworden. Zu dieser Zeit hatte sie 1755 Mitglieder, deren 149 400,56 m., 283 731,87 m. 1900 413/5 f. Bahl bis Mai 1877 auf 2105, und bis Ende 1877 auf 3300 stieg. In den Großstädten wird durchweg ein höherer Lohn gezahlt Der Verband trat 1883 ins Leben. Er hatte am 26. Dezember des 55 871,04 m., 1898 132 339,09 m., 1899 91 081,50.,.1900 Für Zimmererstreits wurden ausgegeben: Im Jahre 1897 als in den übrigen Orten des betreffenden Landesteils. Wenn wir selben Jahres 2232 und am 1. Juni 1884 in 34 Städten 3637 Mit: 58 584,85 m., 1901 97 599,69 M. Aus den Nachrichten im einzelnen die Städte mit über 100 000 Einwohnern von der Betrachtung aus alieder. Von da an nahm wie die Tabellen nachweisen- die ſcheiden, so finden wir den niedrigsten Durchschnittslohn- 30/10 Pf. Witgliederzahl des Verbands zunächst langsam zu. Sie erreichte im Jahre ist zu erschen, daß der Anteil, den die Hauptkaffe an den Streitin Schleften. Dann folgt Mecklenburg mit 31 Pf., Pommern mit 1888 die Höhe von durchschnittlich 7548, erfuhr in den beiden ausgaben hat, ständig gewachsen ist, die Zuschüsse aus örtlichen 32/5 Pf.. Thüringen mit 32½ Pf., Posen, Ost- und Westpreußen mit folgenden Jahren eine bedeutende Zunahme, so daß das Jahr 1890 Fonds sowie die Beiträge der in Arbeit ſtehenden Zimmerer aber 33/10 Bf., Königreich Sachsen mit 342/3 Pf., Bayern mit 344/5 Pf., 12 966 Mitglieder aufwies. 1891 war die durchschnittliche Mitglieder bedeutend zurückgegangen find. Die Liftensammlungen sowie die Provinz Sachsen mit 353/5 Pf.. Württemberg mit 361/10 Pf., Hannover, zahl wieder auf 9424 gesunken, sie nahm in der Folgezeit noch Zuwendungen durch Gewerkschaftskartelle und andre Berufe bilden Oldenburg, Braunschweig mit 362/3 Pf., Brandenburg mit 371/5 Pf.. weiter ab und erreichte ihren tiefsten Stand von 8121 im Jahre hat die Hauptkasse 83,35 Proz. der Ausgaben für Streits gedeckt, so nur einen sehr kleinen Teil der Streifausgaben. Im Jahre 1901 Seffen mit 371/5 Pf., Baden, Elsaß- Lothringen und Pfalz mit 1893, der fich im folgenden Jahre wieder um rund 150 gehoben daß also die Lohukämpfe des Zimmererverbandes fast ausschließlich 391/9 Pf., Westfalen mit 402/3 Bf., Rheinland mit 403/4 Pf., und hatte. Dann schnellte die Mitgliederzahl von 9281 in 1895 auf auf Kosten der Hauptkasse geführt worden sind. Schleswig- Holstein mit 43/3 Pf. 13 908 in 1896 empor und stieg dann weiter von Jahr zu Jahr auf 17 620, 22 646, 24 780 und 26 411 im Jahre 1900, die sich auf Zimmerer zu einer achtunggebietenden und leistungsfähigen OrgaSo zeigt uns die vorliegende Statistik, daß der Verband der 480 Bahlstellen verteilen. höchste Stundenlohn In ähnlichem Verhältnis wie die Durchschnittslöhne gestiegen sind, hat sich die tägliche Arbeitszeit verringert. Die Zahl der Orte mit einer Arbeitszeit von 11 Stunden und darüber ist seit 1885 beWie dem Vorwort zu entnehmen ist, dient die vorliegendenisation gelangt ist; mag er in seiner weiteren Entwidlung rüstig deutend Kleiner geworden, dafür hat sich die Zahl der Orte mit Statistik als Material zu einer Geschichte der deutschen Zimmerer 10/2 stündiger Arbeitszeit etwas, die mit 10 stündiger Arbeitszeit sehr bewegung, die Brinkmann in Arbeit hat. Er sagt mit Bezug auf Was ist Cognac? Betreffs ber Beurtheilung von Cognac wurde auf den Congreffen des Verbandes öffentl. Chemiker. Deutschlands und der Deutschen Cognac Industrie unter anderen folgende Definition als erster Beschluß angenommen und damit der Begriff.. Cognac endgültig entschieden: ,, Cognac ist ein mit Hilfe von Weindestillat hergestellter Trinkbranntwein." Cognac ähnliche Getränke, die mittelft fünftlicher Effenzen, fowie Aletherarten und actherischer Dele hergestellt find, find als Runftcognac zu bezeichnen. Cognac mit französischem Geschmack kann nur aus französischen Grundstoffen erzeugt werden. 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Mai, abends 8½ Uhr, im ,, Gewerkschaftshause"( großer Saal): Außerordentliche Versammlung. Tages Ordnung: Bericht über den Stand der Mai- Aussperrung und Beschlußfassung bezüglich Auszahlung der Gemaßregelten- Unterstügung. 139/11 Bahlreichen Besuch erwartet Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Panser. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Heute Sonntag, den 4. Mai, vormittags 10 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstr. 20, 1 Treppe: 257/10 Central- Verband der Maurer Deutschlands Außerordentliche General- Versammlung. Zweigverein Berlin( Sektion der Putzer). Mittwoch, den 7. Mai, abends 7 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenftr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die Aussperrung am 1. Mai. der Gemaßregelten. Achtung! 2." Beschlußfaffung über eventuelle Unterſtügung Der Vorstand. Achtung! Dienstag, 6. Mai, abends 8 Uhr, im Lokal von Graumann, Naunynstr. 27: Wolks- Versammlung. 1. Bortrag des Kollegen Dähne über Zweck und Aufgabe der Organisation". 2. Situations- Bericht über bie Aussperrung vom 1. Mat. 3. Antrag S.O. und Schöneberg: die Mitglieder- Versammlungen wieder Sonntags stattfinden zu lassen. 4. Verbandsangelegenheiten. 133/13 NB. Bur besonderen Beachtung werden die Mitglieder auf die am Himmelfahrtstage stattfindende Fußpartie aufmerksam gemacht. Treffpunkt: vormittags 9 Uhr Station Grunewald. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß bei folgenden Firmen unsre Kollegen ausgesperrt find: Bosse, Mommsenstraße; Köppen Windscheidstraße; Müller, Stettinerstraße; Fränkel, Schönhauser Allee; Supke, Schlüter die Arbeiter". 2. Diskussion. straße und Mommsenstraßen Ede; Spahr, Borbergstraße, Schöneberg. Achtung! Achtung! Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus über„ Die Bedeutung der Konsum- Genossenschaften für 288/12 Um zahlreichen Besuch, besonders der Frauen, bittet Der Einberufer. Der Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Socialdemokratischer Verein. im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 6. Mai, abends 81/2 Uhr, im Alten Schützenhause, Linienstraße 5: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Diskussion. 3. Neuwahl für die ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes. 4. Bestätigung der neugewählten Abteilungsführer. 5. Bericht über die Neuorganisation in Berlin. 6. Bereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 245/ 8* Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht jedes Mit: gliedes, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Verband aller in der Stickerei- Branche beschäft. Personen. Sonntag, 4. Mai 1902, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20: Große öffentliche Versammlung zur Feier des 1. Stiftungsfeffes. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Emil Rosenow:" Der Bauerntrieg von 1525". 2. Distussion. 24376 Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Entree inkl. Tanz und Garderobe 20 Pf. Kollegen und Kolleginnen, erscheint zahlreich in der Versammlung. NB. Am 21. Mai: Außerordentliche General- Versammlung. Der Vorstand. Achtung! Lackierer. Achtung! Dienstag, 6. Mat, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15, Saal III: Monats- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Schriftstellers M. Schütte über:„ Der erste deutsche Arbeiterverein." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Arbeitsnachweis ist von Stralauerftr. 48 nach EngelUfer 15( Gewerkschaftshaus) verlegt und ist von 8 bis 10 Uhr vor mittags an den Wochentagen geöffnet. Die Ortsverwaltung. 107/6 Attung! Kistenmacher. Achtung! Montag, den 5. Mat, abends 81/2 Uhr, bet Herrn Stechert, Andreasstr. 21: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die diesjährige Maiaussperrung. 2. Der Streit bei Stolz und Lemike. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. Der Vorstand. 103/16 J. A.: Karl Judel, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 34. Bureau: Engelufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. General- Versammlung Berlin). am Montag, den 5. Mai 1902, abends 82 Uhr, in den Germania- Festsälen, Chausseestraße 103. Tagesordnung: 1. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Wahl eines Delegierten zum Gewerkschaftskongreß. 3. An die Verwaltung gelangte Anträge. Zu dieser Versammlung werden keine Laufzettel verschickt. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Mitglieder der Freien Volksbühne Die General- Versammlung am 29. April wurde nicht zu Ende geführt, sondern vertagt. Die Fortsetzung der General-Versammlung mit derselben Tages- Ordnung findet am Freitag, den 9. Mai, abends 8 Uhr, im grossen Saal des ,, Etablissement Buggenhagen"( am Moritz- Platz) statt. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Tages- Ordnung: Antrag auf Decharge. Festsetzung des Kassierergehalts, Anträge, Neuwahl des Vorstandes, des Ausschusses, der Revisoren und Obleute der Ordner, und Verschiedenes. Die provisorische Leitung der Vereinsgeschäfte liegt bis zur Generalversammlung in Händen der Herren Dr. Conrad Schmidt, Fritz Zubeil, Adolf Hoffmann, G. Winkler, und der Revisoren Fr. Stahl und B. Schneider. Eine kombinierte Sitzung der Obleute, Ordner und der provisorischen Vereinsleitung tagt am Montag, den 5. Mai, abds. 8 Uhr im Gewerkschaftshause, Saal V. 99 10. Serie: Im Berliner Theater 3./4. Abteilung. Sonntag, den 4. Mai, 23 Uhr: Gläubiger", ,, Puss"," Volksaufklärung". 6./7. Abteilung im ,, Lessing- Theater" gleichzeitig: Die Hoffnung 14. öte vom 25. Mai ab. Marken a 85 Pfennig, 6 Extra Opernvorstellungen: Metropol Theater: Don Juan Carmen ZauberDroschkenkutscher Berlins u. Umgeg. Montag, 5. Mai, abends 9 Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chauffeeftr. 58: Oeffentliche Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Kirchen und Rafernen als Feinde der Freiheit. 2. Stellungnahme zum§ 4 der Arbeitsordnung der Personen- Lohnfuhrwerts- Innung. 3. Verschiedenes. 24136 Der Einberufer. Gewerkschafts- Kartell für Berlin u. Umg. 1 soweit solche vorrätig, in allen Zahlstellen. 229/1] Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Agrada adua Musikinstrumenten- Arbeiter. ( Fachverein.) 5. Am Montag, den 5. Mai, abends 8½½ Uhr, bet Graumann, Montag, 5. Mai, abends 8 Uhr, bei Patt, Dragonerftr. 15: Versammlung der Delegierten und Organisationsvorstände. Tages Ordnung: 1. Das Prämien- System, seine Schädlichkeit für die Arbeiter. Referent Genoffe Wiesener. 2. Situationsbericht der Metallarbeiter. 3. Situations: 288/17 bericht der Tischler. 4. Anträge und Verschiedenes. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen der Delegierten erwartet Der Ausschuss. Schöneberg. Dienstag, den 6. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des Klub: hauses, Hauptstraße 5/6: Oeffentliche Gewerkschafts- Versammlung Tagesordnung: 1. Welche Vorteile bietet der Anschluß an die gewerkschaftlichen Centralverbände den Arbeitern und Arbeiterinnen. Referentin: Fräulein Fanny Imle. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 202/15 Die Einberuferin. Naunynstr. 27: Delegierten- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über:" Die Arbeiterbewegung in den europäischen Kulturstaaten." 2. Distuffion. 3. Bericht über die Maifeier. 4. Gewerkschaftliches. Zur Beachtung! Wir ersuchen die Mitglieder, dafür zu sorgen, 141/12 daß jebe Werkstatt vertreten ist. Für Mitglieder, welche sich der am Himmelfahrtstage statt findenden Herrenpartie des Sängerkreises nach Tegel, Brücke, spätestens 9 Uhr Monbijou- Plaz. Die Ortsverwaltung. 114/14 Central- Krankenkaffe der Maurer Grundstein zur Einigkeit usw. Sonntag, 11. Mat, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelnfer 15: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 149/4 1. Wahl der Abgeordneten zu der am 1. Juli stattfindenden Generals bersammlung. 2. Beratung event. Anträge zu derselben. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. NB. Den Mitgliedern zur Kenntnisnahme, daß die Zahlstelle Oranien burger Vorstadt von der Borsigftr. 24 nach der Tied str. 24 verlegt ist. Berliner Konsum- Verein. Central- Verwaltung: Krautstr. 7. O Verkaufsstellen: Abteilung I, Luisenstadt. Michaeltirchplatz 4. Abteilung II, Often. Krautstraße 7. Borndorferstraße 59. Liebigstraße 7. Abteilung III, Moabit. Rostoderstraße 21. Beuffelstraße 56. Emdenerstraße 45. Abteilung IV, Rummelsburg. Türrschmidtstraße 6. Abteilung V, Lichtenberg. Frankfurter Chauffee 48/49. Eintrittsgeld 20 Pf. Mainzerstraße 4. Abteilung VI, Stralau. Stralauer Allee 17 f. Geschäftsantett 10 Mart. Abteilung I( Luifenfadt). Donnerstag, den 15. Mai, abends 9 1hr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts Herrn M. Steinschneider über: " Die heilige Inquisition." 2. Diskussion. 3. Abteilungsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird erwartet. Abteilung II( Offen). Montag, 12. Mai, abends 82 Uhr, im Freischüh, Fruchtstr. 36a: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Genoffen Max Schütte über:„ Das Urchristentum. 2. Disfuffion. 3. Abteilungsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird erwartet. Abteilung V( Lichtenberg). Dienstag, den 6. Mai, abends 8 Uhr, bei Höflich( Schwarzer Adler"), Frankfurter Chauffee 120: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Bibiseftion". 2. Diskussion. 3. Bericht des Vor: ftandes. 4. Neuwahl desselben. 5. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend erforderlich. Berliner Ressource für 500-1000 Personen fassend Kommandantenstraße 57. Festsäle empfiehlt Adolf Stein. 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319 475 507[ 500] 636 47008 129 34[ 500] 61 335 [ 1000] 495 501 654 55 730 61 833 98 952 48010 28 248 63 496 674 729 77 828 931 49033 85 130 000] 191 239 324[ 500] 52 442 580 792 834 ALD 50113 39 55[ 1000] 344 46 480 619 66 714 46 82 91 810 949 51042 49 155 352 430 88 556 849 52108 32 92 269 306 412 42 45 46 938 53140 42 339 521 614 767 890 904[ 500] 92 54098 181 277 417[ 3000] 19[ 500) 51 772 839 55393 434 63 90 528 84 56185 262 355 526 50 646 61 706 73 75 79 57069 197[ 500] 205 67 97 322 [ 3000] 76 405 569 833 58044 131 39 317 467 533 40 840( 1000] 59010 147 321 94 407 41 837 56 82 976 60127 66 77 329 434 99 622 789 985 61139 82 89 240 742 59 67 829 62078 143 72 79[ 1000] 308[ 500] 458 627 933 62 63002 45 64 68 76 99 125 73 335 402 7 700 70 826 87 914 64012 133 280 330 59 567 752 65036 61 220 376 432 517 75 624 29 59 710 80 891 948 [ 3000] 77 66050[ 1000] 93 277 339 664 68 700 812 961 67119 490 505 8 651 97 720 42 90 68062 345 69022 102 205 63 301 45 411 579 702 82 953 70012 104 348 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224054 126 410[ 500] 81 586[ 1000] 605 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 50 000 1 8 15 000 21., 1 au 10 000 L, 5 au 5000 it, 56 a 80c 77 1000 R, 130 a 500 010 19. Ziehung 4. Klasse 206. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 3. Mai 1902, nachmittags. Nur die Gewinne über 232. sind den beirejenden Plummern in stemmern beige; ügt. ( Ohne Gewähr.) 80[ 500] 137 284[ 1000] 86 483 812 89 98 989 1027 423 610[ 500] 755 2285 509 15001 97 3020 204 379 402 537 73[ 500] 616 734 86 951 4123 28 266[ 500] 86[ 1000] 326[ 1000] 45 437[ 500] 89[ 500] 570 609 71[ 500] 855 965 5067 174 84 86 258 303 55 503 645[ 500] 63 99[ 3000] 741 833 50 57 972 6205 15 31[ 500] 95 343 521 785 807 946 7041 71 75 99 138 258 373 494 513 718 88 901 5 51 79 8010 12 76 130 55[ 5000] 416 772 804 17 61 75 [ 500] 92 945 90 9087 143 52 217 66 343[ 1000] 401[ 1000] 544 833 929[ 500] 1 10130 212 79 319[ 500] 545 54 664 862 11410 49 683 754 57 928 12116 490 759 800 11 47 67 13023 68 92 93 219 551 633 701 30 815 18 927 73 14029 50 115 31 271 505 43 734[ 500] 902 15142 81 1500] 367 79 455 507 674 972 16100 236 50[ 1000] 55 392 431 68 75 86[ 1000] 741[ 3000] 57 887 940 17059 82 198 337 454 863 81 933 18157 266 450 511[ 500] 73 697 973 19219 20 34 339 536 683 746 824 955[ 1000] 91 20123 322 28 29 39 90 470 658 76[ 500) 755 948 21016 63 210 569 22007 35 60 67 234 307 433 72 883 941 52 23066 68 208 345 620 791 917 94 24218 75 514 627 76 732 63 827 54 68 70 83 920 24 25061 160 358 400 54 57 532 50 604 887 26128 367[ 500] 475 959 75 27072 287 317 439 60 63 535 73[ 500] 80 83 832 1500] 68 901 18 28233 58 60 418[ 500] 57 657 745 29117 [ 3000] 92 227 72 75 336 812 41 51 86 92 937 30221 538 673 82 93 760 64 918[ 3000] 31289 650 753 981 32034 174 243 67 355 506 645 76 749( 500) 51 912 33001 21 134 241 98 365 76 87 596 716 1500] 40 948 34044 274 306 38 576 622 73 921 35089 106 56 226 48 80 380 94 413 707 34 995 36070 259 343 83 505[ 500] 75 616$ 36 75 37113 36 97 249 80 359[ 5000] 402 790 833 96 991 38196 443 44 589 97 659( 3000] 764 876 955 39235 494 508 41 650 83 879 983 40005 738 805 905 41004 40 59 272 310[ 500] 20 89 491 731 42336 443[ 1000] 511( 5000) 737 86 971 43009 59 169 263 309 599 991 44161 649 725 858 85 45013 131 307 73 445[ 500] 716[ 1000] 47 46046 60 80 472 591 715 926 85 47329 546 606 33 91 776 812 27 48172 74 86 294 311 408 669 751[ 500] 52 92 98 813 38 900 49045 52 96[ 500] 135 13000] 58 90 217 58 338 85 404 65 726 813 22 71 967 0050401 1500] 64 836 15001 98 51157 286 91 385[ 500] 400 511 615 41 90 881 900 55[ 5000] 52008 37 212 37 318 83 526 613[ 500] 73 89 732 807[ 500) 37 53113 216 305[ 10001 615 82 782 804 54011 239 332 639 717 55005 114 225 432 628[ 500) 70( 3000] 728 54 15001 819 56127 88 353 75 417 541 724 78 831 42 63 88 57058 141 96 263 387 665 862 83 900 58024 145 59 241 338 478 88 599 806 969 81 59060 136 316 27 410 96 659 847 88 60257[ 5001 362 72[ 500] 577 748 896 962[ 500] 61074 117 250 367 472 504 47 769 72 93 925 66[ 500] 62136 235 418( 500] 27 519 603 979 63060 111 207 42 309 92 474 563 64099 232 369 415 508 89 621 36 879 65012 404 745 82 882 923 66136 333 543 639 725 54 832 934 67062 109 13[ 1000] 439 664 710 864 68015 152 55[ 3000] 253 510 818 58 950 69012 79 176 90 414 757 9623 70037 128 396 525 76[ 500] 651 703 71101 48 73 207 414[ 1000] 30 606 834 72 85 72112 278[ 500] 485 786 95[ 1000] 807 933 68 73023 84[ 3000] 211 49 74 409( 3000) 582 762 868[ 500] 910 27 74044 171 350 61 76 95 407 8[ 5001 683 93 878 75043 154 73 202 434 36 504 666 745 90 852 66 990 76213 465 554 69 660 926 77015 155 86 537 39 654 83 864 86 990 78307 408[ 500] 660 79025 439 568 635 965 80347 572 964 81147 487 966 82094 302 411 18 24 74 85 516 20 60 676 94 704 938 53 83008 114 93 226 311 34 459[ 5000] 607 84078 98 178 335 671 708 66 833 85056 193 322 49 53 80 506 654 98 915 86159 290 333 46 541 77 753 831 33[ 500) 74 936 82 87068 134 50[ 1000] 74 392[ 500] 781 84 826 982 88125 230 429 543 948 52 89030 39[ 500] 185 201 89 347 58 88 518 15001 38 81 639 61 98 707 71 956 90103 210 89 390 95 406 557 75 841 46[ 500] 99 958 91245 383[ 1000] 640 95[ 500] 714 874 984 92012 19 85[ 1000] 118 250 322 615 27 86 709 87[ 500] 984 93207 20 325 57 400 10 68 543 97 631 710 60 883 970 94023 49 405 97[ 500] 615[ 3000] 49 765 818 58 95006 171 360 552 795 878 913 96031 37 42 118 248 361 76 700 43 47 809 926[ 500] 53 68 97451 529 31 709 898 905 98012 275 610 82 984 91 657 721 820 91 2.984 99321 100281 83 346 90 465 509 54 88 977 101017 159 615 35 765 873 77 102057 89 257 85 302 403 11 502 84 631 50 103003 137 56 214 74 464 573 605 78 85 99 788 858 104061 261 397 623 746[ 500] 949 105052 60 162 272 466 87 569 607 724 66 828 956 106015 71 154 98 404 47 503[ 500] 620 30 716 66 89 913 107058 101 241 79 430 530 58 65 66 815 902 108055 63 77 278 455 779 840 978 93 90 100037 261 71 398 504 30 651 718 82 801 Polis. konz. 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