Nr. 68. tfcheint täglich außer Montags. [ bonnements Preis für Berlin: ierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret a's Haus. Einzelne Nummer Pig. Sonntags- Nummer mit luftr. Sonntags Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzand: Deutschland u. DesterreichAngarn 2 Mt., für das übrige lusland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. Ader Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg 1 Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Des Kein Unglück, ein Verbrechen. Sonntag, den 20. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. meter gewarnt. Und die Brüffeler Sternwarte hatte, wie Politische Ueberscht. " -Berlin, den 19. März. verbreitet folgende Mittheilung: Zur Ministerkrisis. Das offiziöse Telegraphenbureau " In Betreff der augenblicklich bestehenden Krise ist festzuhalten, daß es sich bis jetzt nur um eine Krise im Kultus ministerium handelt. Das Entlassungsgesuch des Kultusministers ist bisher nicht angenommen, da Se. Majestät der Kaiser während des Erholungsaufenthalts in Hubertusstock mit schwierigen Entscheidungen nicht behelligt werden darf. In Betreff des Reichskanzlers glaubt Niemand, daß ein Entlaffungsgesuch, wenn ein solches an den Raiser gelangt ist, an genommen wird und ebenso wenig, daß der Kanzler darauf bestehen würde." wir der„ Réforme" von Brüssel entnehmen, die Wetterlage als so gefährlich erkannt, daß sie den 9. März an alle Kohlengruben des Landes Landes eine telegraphische Der Sessionsschluß ist nun endgiltig auf den 31. März Bei allen großen Grubentatastrophen, deren Warnung schickte. Die Verwaltung des Bergwerts festgesetzt. Der Senorienkonvent hat sich mit der Regierung Ursache genau untersucht worden ist, hat sich bis jetzt heraus- von Anderlues hatte um so mehr Grund, die Warnung zu verständigt. Alle gestern bezeichneten Vorlagen fallen unter gestellt, daß dieselben hätten vermieden werden können, wenn beachten, als die frühere Explosion vom 1. April 1880 den Tisch, und nach Erledigung des außerdem noch nothalle durch die moderne Technik ermöglichten Sicherheitsvor unter ganz ähnlichen Witterungsverhält wendig zu Erledigenden( Gesetz über Gesellschaften mit berichtungen wären getroffen worden. Durch die Unter- nissen erfolgt war. Bei tiefem Barometerstande schränkter Haftung, Weingesetz, Wahlprüfungen u. 1. w. suchungen in England, in Frankreich, in Sachsen und in nämlich werden die Gase durch den Luftdruck aus dem Gestein und wenn Zeit ist, erste Lesung des Unfittlichkeitsgesetzes, den preußischen Kohlendistrikten ist über jeden Zweifel hinaus und den Bergspalten in die Gruben gedrängt. Aus dem damit die Regierung die Stimmung des Reichstags sieht) festgestellt, daß Explosionen schlagender Wetter nicht vor- Witterungsbild, welches die" Antwerpener Zeitung" in einem wird wahrscheinlich am Donnerstag die dritte Lesung fommen fönnen, wo eine genügende Ventilation der Schachte ihrer trefflichen Artikel über die Katastrophe mittheilt, er des Etats beginnen, welche bis zum Ende dieses Monatsstattfindet. Auf die verschlossenen Grubenlampen ist kein sehen wir, daß von Sonnabend, den 5. März d. J., an das da das Etatsjahr am 31. März abschließt fertig sein Verlaß, da beim Vorhandensein entzündbarer Gase die ge- Quecksilber des Barometers stetig und rasch fiel, bis es muß und fertig sein wird. Denn Jeder im Reichstag sehnt ringste Unvorsichtigkeit eines einzelnen Bergmanns ausreicht, am Freitag, den 11. ds. Wis., bei 740 mm seinen sich nach dem Schluß dieser„ langen Session", und wenn den Schutz durch die sogen. Sicherheitslampe illusorisch zu tiefsten Stand erreichte. Dann stieg es wieder. Im Moment der Präsident, dessen Opfermuth und Lammesgeduld nicht machen und die Explosion herbeizuführen. Die Ansammlung aber, wo es den niedersten Stand erreichte, am 11. März genug anzuerkennen sind, den Reichsboten den Abschiedsgruß der gefährlichen Gase muß verhindert werden, und dies war auch die Katastrophe hereingebrochen.*) giebt, wird Reiner im Reichstage sein, dessen Bruft sich fann nur durch wirksame Ventilations- Vorrichtungen ge Und da will man von Unglück" reden? Das ist nicht ein, wenn auch nicht lautes, doch darum um so ehrschehen. Aber je tiefer die Schachte werden und schon mehr wie Todtschlag das ist Mor d. licher gemeintes Uff! entringt. je mehr mit der wachsenden Tiefe und Ausdehnung Genug, wer die Thatsachen überschaut und abwägt, Bergwerks die Gefahr der schlagenden Wetter muß zugeben: diese Katastrophe, wie die meisten früheren zunimmt, desto höher steigen auch die Kosten wirksamer ähnlicher Art, hätte vermieden werden können; bei einiger Ventilation, und, vor die Frage gestellt: wer verdient Voraussicht und Gewissenhaftigkeit wäre sie gewiß vermieden größere Berücksichtigung, der Arbeiter oder der Geldsack? worden. Hätten die Besizer der Grube für die Sicherheit schwankt das normale Kapitalistenherz keinen Augenblick. und das Leben der Arbeiter mit gleichem Eifer gesorgt, Der Geldjack trägt den Sieg davon über den Arbeiter. wie für die Füllung ihres Geldbeutels, so lebten die Es wird an der Ventilation gespart, und tritt eine Kata 160 Männer, Frauen und Kinder noch, die nach der strophe ein, der eine Arbeiterhekatombe zum Opfer fällt Explosion des 11. März halbverkohlt als Leichen oder mun, so ist es ein Unglück"; aber die Katze, die Katz' ist sterbend aus dem brennenden Schacht herausgeholt wurden. gerettet nämlich die Geldkatze, der Geldsack. In Anderlues hat sich die alte Geschichte wieder. Die Profite zu steigern, den Werth der Aktien in die Höhe zu treiben darauf waren die Herren erpicht, und in holt. Das Bergwerk ist sehr tief, und die Kohlenart und ihrem Heißhunger nach Gold schleppten sie außer den spruche, den er am 27. November 1891 im Reichstage ge Graf Caprivi wird voraussichtlich getreu seinem Aus das Gestein sind der Gasbildung förderlich, so daß be Männern auch Frauen und zarte Kinder auf den Altar than hat:„ Ich werde so lange hier stehen bleiben, wie es sondere Vorsicht nothwendig. Vor 11 Jahren wurde die Mammons tiefunten im Schacht. An Verbesserung der Seiner Majestät gefallen wird", stramm wieder einschwenken, Grube schon einmal von einer ähnlichen Katastrophe heim Ventilation dachten sie nicht das hätte die Profite ge- wenn der Rönig es befiehlt. Daß er überhaupt sein gesucht, die 50 Arbeiter fortraffte. Die Besizer waren also schmälert. Und die Warnungszeichen zu beachten wer Entlassungsgesuch eingereicht hat, ist freilich schon ein gewarnt. An Geld fehlte es ihnen nicht. Trotz jener Kata- schmälert. Und die Warnungszeichen zu beachten konnte ihnen das zumuthen? strophe sind die Aktien von je 500 Frants- dem Original Werke von einigen Tagen hätte einen Schaden von Ob mit oder ohne Bedliß und Caprivi, der Kurs bleibt Ein Stillestehen der schwerer Verstoß gegen seine eben festgelegte Auffassung. werth auf 3850 Frants gestiegen, d. h. um beinahe das vielen Tausenden verursacht und in solchen Achtfache! Mit anderen Worten: für je 500 Franks, Momenten wird es dem Herrn Kapitalisten stets wunder- mus vulgaris, um aus dem Personenwechsel einen Prinzipienderselbe, und man muß so furzsichtig sein wie der Liberalisdie der Kapitalist in das Bergwerk steckte hat bar klar- was er sonst so gern ableugnet 1 daß er von er den Arbeitern 3350 Franks aus der Tasche ge nommen, und das unbeschadet der alljährigen Profite und seinem Arbeiter lebt, daß er sich mit dessen Arbeiter der sich als liberale Opposition aufspielt, hat in der That groschen" bereichert. Dividenden, die ebenfalls aus den Rippen der Arbeiter gegar feinen Anlaß, über den Sturz des Volksschul- GesetzGenug die Katastrophe von Anderlues war nicht entwurfs heute schon zu triumphiren. Und fällt er, so ist schnitten wurden. Der Geldsack war gefüllt und füllte sich mehr und ein" Unglück", sondern ein Verbrechen ein Ver- im Grunde auch gar nichts geändert. Ob die Kinder in was lag an den Arbeitern? Die Bentilations- brechen des Kapitalismus, der sich hier wieder in seiner ber heutigen reaktionären Volksschule vermühlert oder in der Schule des Entwurfs verzedligt werden, ist gehüpft wie ges Borrichtungen waren durchaus ungenügend. Das ist bereits unmenschlichen Natur enthüllt hat. festgestellt. Allein es ist noch mehr festgestellt. Es war vor Und so lange der Kapitalismus herrscht, wird das sprungen. Die Sozialdemokratie erhält aus beiden Anstaltsder Katastrophe bekannt, daß die Grube gefährdet war. Interesse der Arbeiter dem des Kapitals geopfert und formen unweigerlich ihren stetig wachsenden Zuschub von Seit Dienstag, dem 8. d. M. die Katastrophe war am werden solche Menschen- Hekatomben dem Gott Mammon ge- Rekruten. Als Nachfolger des gefallenen Grafen Zedlig werden 11. d. M.- klagten die Bergleute, daß die Lampen schlecht bracht werden. brannten oder gar ausgingen- ein untrügliches Zeichen, verschiedene genannt mit größtem Nachdruck der Geheim. daß die Luft mit schädlichen Gasen geschwängert und das *) Merkwürdigerweise hatte der Barometer am 1. April 1880 rath Lucanus, auch einer, der militärischen Gehorsam Schlimmste zu befürchten war. Außerdem hatte das Baro- genau dieselbe Tiefe erreicht. übt und„ Ordre parirt". mehr Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 68 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Sie haben einen förmlichen Zaubergarten hier einzurichten gewußt," bemerkte das Fräulein, indem sie sich an der dargebotenen Hand in das Boot begab. " Je geehrter der Gast, je mehr bemüht man sich, ihn würdig zu empfangen," erwiderte Howald galant und geleitete seine schöne Gefährtin nach dem hinteren Theile des Bootes, dessen Steuer er in die Hand nahm. " Man machte sich's so bequem wie möglich, und es Schnell genug waren diese Blumen- und Früchtegaben herrschte auch eine ziemlich harmonische Stimmung; nur in den Händen der Herren, die sich damit denjenigen Damen Fräulein Esmeralda, des Bankiers prüde Tochter, wollte näherten, denen fie eine Aufmerksamkeit zu bezeugen für bemerkt haben, daß die Fräulein Zahler beim Hinauf angebracht oder ihre Pflicht hielten. schreiten der Treppe mehr von ihren Strümpfen und der Da wußte Esmeralda zu ihrem großen Verdrusse erRundung ihrer Waden hätten sehen lassen, als nach ihren fahren, daß sie beinahe allein ohne eine solche Aufmerksam Begriffen von Anstand und Sitte erlaubt sei. teit blieb, während die ihr so verhaßten Töchter des InAch, hör' doch endlich einmal auf, Esmeralda," rief spektors Bahler bereits insgesammt bedacht worden waren. der Bankier, welcher ihre Bemerkungen gehört hatte, Unwillig blickte sie umher und schöpfte erst wieder Athem, seiner Tochter zu:" Was für einen Zweck haben hübsche als Dr. Raffmaus mit seinem Strauße in ihrer Nähe Waden überhaupt, wenn sie Niemand sehen soll. Zum erschien. Gehen braucht man sie jedenfalls nicht, denn Du gehst sehr Aber Aerger über Aerger der Unhöfliche, den sie gut ohne fie." Bater, Du bist aber wirklich unausstehlich mit Deiner Libertinage." Und Du ennuyirst mich mit Deiner Brüderie." Der laue Westwind säuselte leise durch die Gewebe von„ wildem Wein" und Epheu, deren Ranken dicht und voll die Säulen und Querstangen der Veranda umleideten. Auch das Gemäuer, welches die Rückenwand so oft als freundliche und zuvorkommende Wirthin in ihrer eigenen prächtigen Wohnung ausgezeichnet hatte, ging an ihr vorüber und präsentirte die zarte Gabe seiner Verehrung dem Fräulein Howald, die er, zu seiner höchsten Genug thuung, noch ohne einen solchen Schmuck gesehen, da Lange sich nicht bewogen gefunden hatte, von dem stillen Anerbieten des Wirthes Gebrauch zu machen. Helene war nicht wenig erstaunt, den Advokaten plötzlich staunter, die Worte von ihm zu hören: Alles fertig?" fragte er, nachdem die übrige Gesellschaft dem gegebenen Beispiele gefolgt war. Alsbald zog der Schwan den Steg unter seinen Flügel zurück und begann sich mit fast gar keinem Geräusch von dem Ufer wegzuziehen. Sanft dem Druck des Steuers nach bildete, war von noch halb guinem, halb vergilbtem mit dem duftigen Strauße vor sich zu sehen, und noch er gebend, wendete er seinen Kopf wieder nach dem Schloffe Rankengewächs bekleidet, aber inmitten desselben glänzten Der Marmortreppe und schwamm in leichtem Bogen dem und schimmerten Blumen und Früchte aus anderen Himmels. Biele zu, wobei eine fanfte Melodie, wie die des strichen und anderen Jahreszeiten. Viele von ihnen waren erklang. Am Ende seiner Fahrt legte sich das Boot sich in Form von Bouquets als Gabe dar. Gefangs der Meermädchen in Weber's Oberon" in einer geschmackvollen Gruppe vereinigt und boten wie von selbst quer vor die Aufsteigetreppe, auf Aus ihnen zog Howald sofort bas schönste heraus und welcher die Gäste nach der Veranda hinaufstiegen, wo überreichte es mit einer eleganten Verbeugung seiner Dame, schwellende Divans und Lehnsessel aller Art zum Ausruhen indem er die übrigen Herren auforderte, ein Gleiches zu thun. einluden. . " Fräulein Howald, gestatten Sie einem Ihrer glühendsten Verehrer, Ihnen als Zeichen seiner Hochschäzung diese bescheidenen Blumen aus dem reichen dargebotenen Füllhorn Ihres Herrn Bruders anzubieten." Lange mußte sich abwenden, um ein Lächeln zu vers bergen, denn der würdige Parteiführer erschien ihm gar zu fomisch. Helene rührte aber keine Hand, sondern neigte nur leise ihr Haupt zum Danke und erwiderte: Der Sechsunddreißigste. Das amtliche Wahl- überhaupt Geißeln in Paris waren, das hat Herr Thiers Jahr wieder gesichert. Nach der letzten Zusammenstellung ergebniß im 22. sächsischen Wahlkreise ist: Hofmann zu verantworten, dem wiederholt die Auswechselung sämmt waren Bechen mit 26 475 000 Tonnen dem Verbande bei 11 863, Cramer 8785, Förster 2543 Stimmen. Insgesammt licher Geißeln gegen den einen Blanqui von der Kom- getreten gegen 37 398 561 Tonnen Förderung des Vorjahres. wurden 23 328 Stimmen abgegeben, darunter 23 194 mune war angeboten worden. Das Blut der Geißeln Die Zechen haben den Vortheil, in absehbarer Zeit feine giltige. tlebt also nicht an der Kommune, sondern an dem Ord- Beiträge zahlen zu brauchen, weil das angesammelte Ber nungswütherich Thiers und neben dem Blutmeer der mögen ein ganz erhebliches ist. Während die Industrie rothen Maiwoche, in dem die siegreiche Bourgeoisie den herren sich ungescheut zum Kampfe gegen die Proletarier Sozialismus ersäufen wollte, ist das Blut der Geißeln ein verbinden und die Verlegung des 152 der Gewerbewinziger Blutsprißer. Ordnung frank und frei auf ihre Fahne schreiben, wird die organisirte Bergarbeiterschaft durch Prozesse, Chikanen aller Art, Verfolgungen geschuhriegelt und bedrängt. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde gestern bei der Fortjehung der Berathung über den Etat des Justizministeriums von den Konservativen versucht, einen großen antisemitischen Skandal in Szene zu sehen. Der Xantener Knabenmord veranlaßte den Abg. Wackerbarth zu längeren Tiraden, bei denen er nach Kräften von dem Manne der Wahrheit, Herrn Stöcker, unterstützt wurde. Der Justizetat und der Etat des Ministeriums des Innern wurden schließlich angenommen. In einer Abendsigung wurde die Etatsberathung geschlossen. % Bon teutscher Preßfreiheit. Mit dem Maschinenmeifter fängt man an, mit dem Kolporteur hört man auf. Die Berliner Preßrechtsanschauung, daß nicht blos der Preußische Landtagswahl. Bei der am 19. März Redakteur, sondern auch die bei der Herstellung des Blattes stattgehabten Landtags- Ersahwahl wurde von Guſtedttechnisch Beschäftigten seinen Inhalt zu prüfen und gegebenen Lablacken( konservativ) mit 236 von 263 abgegebenen Falls zu verantworten hätten, macht auch im Lande der Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat Genossenschafts Radi und zwar in dem Brennpunkt der Bierherrlichkeit, in Anwalt Schenk- Berlin( deutschfreis.) erhielt 27 Stimmen. Senimeier und Lügenpeter. Natürlich giebt der München, Schule. Bei der Verurtheilung eines Kolporteurs Kommunefeier in Paris. Wie wir vorausgesagt, 18. März dem Ordnungsvolk wieder Gelegenheit zu einer ist ausgesprochen worden, daß Kolporteure verpflichtet seien, ist die Feier des 18. März in Paris glänzend und würdig Stinktopf Kanonade gegen die Sozialdemokratie. Indem vor Verschleiß der Zeitung sich von deren Inhalt zu überwir die Revolution von 1848 und den Kommune- Aufstand zeugen und ihn auf seine Strafbarkeit zu prüfen. Ob der verlaufen, die Schergen der Bourgeoisrepublik hatten also feiern, haben wir uns wieder einmal als Umstürzler ent- Rolporteur lesen, ob er den Inhalt verstehen und richtig be- feine Gelegenheit, ihre staatsretterische Thätigkeit zu ent puppt und allem Gesetz nicht blos, sondern auch aller urtheilen kann, was öfters gewiegten Juristen nicht allzu leicht falten. Man war in Paris so vernünftig,„ keine BolizeiMenschlichkeit ins Geficht geschlagen. Mit am Tollsten fällt, ob der Zeitungsverkäufer überhaupt die Zeit und macht aufzubieten", die Juniformirten Ruheftörer also daheim treibt es die„ Madeburger Zeitung", diese Original- Ablage die Verpflichtung hat, die Dutzende von Zeitungen, die er zu lassen. rungsstätte der Hans Blum'schen Lügen. Sie heult und in seinem Kasten feilhält, zu studiren, das ist der höheren Vom Dynamitschwindel. Ueber den blöden Dynamit lügt nachdem sie einige Stellen aus unserem geftrigen Weisheit des Gerichtshofes in far- Athen ganz gleichgiltig. Humbug schreibt der Pariser Berichterstatter der Leitartikel zitirt: Demnach werden halbwüchsige Jungen und Mädchen, altersschwache Weiblein, invalide Dienstmänner den Befähigungs- Beitung" unterm 16. März: nachweis dafür erbringen müssen, daß sie zum mindesten so tüchtige Rechtsgelehrte sind wieder Gerichtshof, der jenen salomonischen Entscheid gefällt hat. Es ist hier leicht, eine Satire zu schreiben. Aber es genügt, die Thatsache festzuftellen, um die Kluft zu zeigen, welche zwischen dem Rechtsbewußtsein der gelehrten Richter und dem des Volkes fich gähnend aufthut. Die Kommune hat viele Geschichtsschreiber, auch Bertheidiger gefunden, aber dem führenden Blatte der deutschen Sozial Semokratie blieb vorbehalten, den abscheulichen Kampf von Franzosen gegen Franzosen am Schlusse eines langen aus wärtigen Krieges als eine Apotheose der Menschlichkeit und Zivilisation erscheinen zu lassen. Eine Zivilisation, der die brennenden Trümmer der von den Kommunehelden und Heldinnen angezündeten Häuser und Paläste die Bahn erleuchten follten, und die ihre Menschlichkeit betundete durch die Sinrichtung der Geißeln. Ferner ist die Sozialdemokratie bemüht, die Genossen in Frankreich von der Schuld an diesen Von der preußischen Einkommensteuer. Die Ver Berbrechen zu entlasten. Aber in der Adresse des General aulagung der Einkommensteuer im Landkreise Aachen hat raths wird die Brandstiftung und Hinrichtung" der Geißeln für 1892/93 den Sollbetrag von 636 916 m. ergeben. zugestanden und als Att berechtigter Nothwehr, als Re- Davon entfallen auf die Steuer der Aktiengesellschaften preffalie im Kriege gegen die Versailler zu rechtfertigen 192 408 M., auf die Steuer der mit einem Einkommen von verfucht. Man hat die deutsche Sozialdemokratie angegriffen, daß mehr als 3000 m. veranlagten Personen 318860 M. und fie fich um eine flare Antwort auf die Frage nach dem sozial- auf die Steuer der mit einem Einkommen von 900 bis demokratischen Bukunftsstaat mit Verlegenheitsphrasen herum- 3000 m. veranlagten Personen 125 648 M. Jm Vorjahre zudrücken suche. Aber ist nicht das Bekenntniß zu der betrug das Erhebungssoll der Einkommensteuer 123 546 m. ersten Proletarierregierung, die in das Herz jedes Arbeiters und der Klassensteuer 90 474 M., zusammen 214 020 M. eingegraben ist", Antwort genug? Die Sozialdemokratie Die neue Veranlagung hat demnach ein Mehr von erblidt auch heute noch in den Gräuelfsenen einer 422 896 M. oder 198 pet. Dank der Deklarationspflicht Pöbelbittatur, wie sie die Welt zuvor nicht gesehen, werden also die Spinnherren und Tuchfabrikanten ein wenig ben ruhmvollen Boten einer neuen Gesellschaft" und in den Haare lassen müssen. Um welche Summen ist aber der Sentern schuldloser Geißeln die Märtyrer der Staat bis jetzt geprellt worden! Daß auch unter dem Arbeiterklasse und Propheten des neuen Reiches. Wem diese Antwort nicht genügt, der wird nicht anders als durch die neuen Gesetze gemogelt wird, versteht sich. In Liegniß z. B. Wiederholung jener Scheußlichkeiten zu belehren sein." sind, wie der Bossischen Zeitung" geschrieben wird, den Den Lügenpeter der Magdeburger Zeitung" und die Steuerzahlern die Benachrichtigungen der Steuerveranlagungsanderen Lügenpeter gleichen Kalibers überzeugen zu wollen, Kommission zugegangen. In vielen Fällen ist das Doppelte daß, was sie von der Kommune behaupten, der Wahrheit des angegebenen Einkommens eingeschätzt, bei zwei großen nicht entspricht, das wäre eitles Bemühen. Sie wissen, Industriellen sogar das Vier- bezw. Achtfache der Selbstdaß sie lügen, und sie wollen lügen. So seien sie denn einfach an ihre Lügen festgenagelt. „ Kreuzwas immer Den Anhängern des energischen" Herrn Constans find alle Mittel gut, um seine Unentbehrlichkeit zu erweisen. Wenn er noch, statt des phlegmatischen Loubet, im Ministerinm des Innern säße, so würden die Anarchisten, ganz wie ehedem Boulanger und sein Anhang, derartige Angst gehabt haben, daß sie um keinen Preis der Welt einen Dynamit- Anschlag ge wagt haben würden.... Ginmal fällt es auf, daß bei allen drei Anschlägen fein Menschenleben zu beklagen ist, und mancher schließt daraus, daß die Urheber einstweilen nur die Absicht haben, den braven Bourgeois aus seinem füßen Aber Nichtsthun aufzurütteln und Furcht zu verbreiten. was würde von den Uebelthätern dadurch erreicht wer den? Nicht etwa eine ihnen willkommenere Gesezgebung oder deren völliger Wegfall, sondern eher Ausnahme gesetze, verschärfte Polizeimaßregeln, eine Vermehrung der Polizeimacht und dergleichen mehr. Auch liegt es wohl gar nicht in der Macht deffen, der Sprengstoffe in dieser Weise verwendet, Menschenleben zu schonen. Er denkt überdies nur an fein eigenes Jch, d. h. er bringt seine Dynamitpatrone dort an, wo er eine Entdeckung am wenigsten zu befürchten hat. Alsdann ist im Publikum der Glaube weit verbreitet, daß die zu den drei Anschlägen verwertheten Patronen dem Borrath entnommen sind, der in der Nacht vom 15. zum 16. Februar in Soity- Sous- Etiolles gestohlen wurde. Da es fich um 318 Patronen handelt, so tönnten mithin noch 315 Häuser in die Luft fliegen. Diese Annahme dürfte aber falsch sein. Wozu Patronen stehlen, gefährlich ist, wenn man fie selbst anfertigen fann, Im und zwar mit Leichtigkeit im eigenen Bimmer. Uebrigen fehlt es hier unter den Umstürzlern nicht an Chemifern und studirten Leuten, zumal unter den Russen. Von der Zahl der franzöfifchen Anarchisten, welche faum 150 Mann betragen dürfte, macht man sich übrigens eine ganz falfche Borstellung; ich halte sie überhaupt nicht für das gefährlichfte Element. Die wenigsten von ihnen dürften Fanatiter fein, wie man fie unter den Nihilisten so häufig findet. Leytere be haupten nun freilich wieder, daß ihre Berstörungsgelüfte sich auf Rußland beschränkten; und das dürfte zum Theil auch zu Gleiches Recht! Wir haben kürzlich von den skantreffend fein. Heute Morgen haben übrigens bei den Anarchisten Es ist eine Lüge, daß die Kommuneregierung eine balösen österreichischen Soldatenmißhandlungen berichtet. neue Nachfuchungen stattgefunden. Das Ergebniß war wiederum mager. Nicht die geringste Spur von Dynamit. Selbst wenn Pöbeldiktatur" war es war die Regierung des Der betheiligte Lieutenant war degradirt, der Gemeine, der die Anarchisten die Schuldigen wären, tönnte jenes negative arbeitenden Boltes, und die einzige Regierung Frankreichs, aus Verzweiflung über die an ihm verübten Quälereien Ergebniß nicht verwunderlich erscheinen, da sie auf eine solche die nicht gestohlen hat. Polizeimaßregel gefaßt sein mußten." seinem Borgesetzten" Widerstand geleistet hatte, zum Tode Es ist eine Lüge, daß die Kommune Grausamkeiten verurtheilt worden. Die ausgleichende Gerechtigkeit des verübt habe außer im Rampf, der ihr aufgezwungen Klassenstaates hat gewaltet. Dem Offizier wurde die Strafe Der englische Kohlengräber- Streit. Die Zeitungen war, hat sie keinen Tropfen Menschenbluts vergoffen. Daß gemilbert, indem ihm an Stelle der Degradation die Ab- der Bourgeoisie geben sich die erdenklichste Mühe, den Streit Das ist voll in dem Kampf die Gebäude nicht geschont wurden, das ist legung der Offizierscharge gestattet wurde. Anstatt Kerker als eine Niederlage der Arbeiter hinzustellen. allerdings richtig, versteht sich aber von selbst, und gehört strafe erhielt er 7 Monate Garnisonarrest und 6 Jahre kommen falsch. Wenn die Kohlenpreise in den letzten Tagen zum Krieg. Die franzöfifchen und deutschen Truppen haben Nachdienen. Den zum Tode verurtheilten Artilleristen, der gefallen sind, so war das nur die nothwendige und natür im letzten Krieg Gebäude weit weniger geschont, als die fich mit der Waffe dem ihn mißhandelnden Unteroffizier liche Reaktion nach der Panit, welche vor Ausbruch des widerfette, begnadigte" der Korpskommandant Erzherzog Streiks geherrscht, und die Preise aufs Tollste in die Höhe Und was endlich die Erschießung der Geißeln betrifft, Friedrich zu 16 Monaten schweren Kerkers. Ganz wie getrieben hatte. Die von den Streifenden bezweckte Steigerung so war es ein Ausbruch der Volkswuth, die Lynchjustiz anderswo! der Preise ist allerdings eingetreten, und das muß auch übte, und dabei nicht einmal so weit ging, wie das biblische: Jedem selbstverständlich erscheinen, der die Ausdehnung Auge um Auge, Zahn um Zahn. Denn für jeden der Geißeln, Der Kohlenritter Trugverband. Der Ausstand- dieser Arbeitseinstellung ins Auge faßt. Die Zahl der die nach Auflösung der Kommuneregierung im letzten Todes- versicherungs- Verband für die Zechen des Ober- Bergamts- Streikenden war verhältnißmäßig noch größer als wir an zucken der Revolution erschossen wurden, hatten die Versailler bezirks Dortmund, die Organisation der Unternehmer zur genommen hatten. In den Kohlengruben Großbritanniens vorher zwanzig Kommunarden falten Blutes ermordet. Und daß Niederhaltung der Grubenarbeiter, ist auch für das laufende arbeiten nämlich nicht, wie wir in unserem neulichen Leit Es ist eine Lüge, daß die Kommune die Geißeln er schossen habe denn die Kommune bestand nicht mehr, als bie Grschießung stattfand. Kommune es that. einschätzungs- Summe dem Steuerfaße zu Grunde gelegt. und dieser Mob in Seidenhüten entrüstet sich über das arme Weib, das, um den Hinger ihrer Kinder zu stillen, aus dem Bäckerladen ein Brot entwendet! " Besten Dank, Herr Doktor, für Ihre mich auszeichnende welche seiner Annäherung mit einem nervösen Bittern ent- mit dem Fuße und rufen Sie: Tischchen deck Dich!" und Artigkeit, ich habe aber bereits meinen Begleiter, Herrn gegensah. Sie werden befriedigt werden." Dr. Lange, gebeten, mir das Aunehmen eines Bouquets zu Bestes Fräulein, begann der junge Mann, indem eine Das geht ja zu wie in einer Märchenkomödie, nur erlassen, und muß darum auch Ihre Nachsicht beanspruchen. flüchtige Röthe in sein furchtbar blaffes Gesicht stieg, daß der Tisch nicht aus der Erde wächst, sondern von ge Herr Dr. Lange, ich erlaube mix, Ihnen den Herrn Dr.„ werden Sie mir gestatten, Ihnen diese kleine Aufmerksamkeit wöhnlichen Dienern herbeigetragen wird. Aber das bleibt Raffmaus vorzustellen. zu erweisen?" sich gleich, wenn ich nur zum Essen komme. Also, Tischchen deck' Dich!" " Wir haben bereits Gelegenheit gehabt, uns kennen zu lernen," bemerkte Raffmaus. Bei einer weniger fried lichen Gelegenheit allerdings; doch ich hoffe, wir sind Beide ohne Groll?" " Sie find sehr freundlich, mein Herr," entgegnete Elise, indem sie den Stauß in Empfang nahm, und ich mache von Ihrer Güte Gebrauch in der Hoffnung, daß sie mir fernere peinliche Szenen für die Zukunft ersparen." Was mich betrifft, Herr Doktor," entgegnete Lange, Sie werden mich gehorsam finden, Fräulein Barth, fo fommt es bei mir zu selten vor, daß ich Jemandem wenn Sie mich in den seltenen Fällen, wo ich auf furze grolle, als daß ich Ihnen gegenüber dazu Veranlassung Beit das Glück Jhrer Geselschaft finde, nicht rauh zurücknehmen sollte, und namentlich bei einer solchen Gelegen- stoßen wollen." heit." Ich bedauere das arme Bouquet, welches nun Herren-, oder vielmehr Damenlos zurückwandern muß," seufzte Raff maus, mit einer fomischen Miene des Bedauerns sich wieder zu dem Fräulein wendend. Doktor." So bewahren Sie es doch vor solchem Schicksal, Herr " Ich möchte gern, gnädiges Fräulein, aber Sie machen es mir zur Unmöglichkeit." " Ich wüßte nicht, Herr Doktor, wie das zugehen sollte. Dort fizt noch Fräulein Esmeralda Roscher ohne Bouquet und würde Ihnen gewiß dankbar sein, wenn Sie ihr eine Kleine Aufmerksamkeit erwiesen." Mit dem von Ihnen zurückgewiesenen Bouquet?" " Nicht doch, es blühten von Anfang an diese Blumen nicht für mich, und Sie bringen sie nur an die richtige Adresse." Das Fräulein würde sich über Jronie beklagen." " Ich glaube taum, daß Fräulein Roscher besonderen Argwohn wegen Fronie besigt." " Ihr Wunsch ist mir Befehl," erwiderte Raffmaus mit tiefer Berbeugung und schritt auf die Verlassene zu. " " Ich verletze nie Jemanden, der mich nicht verletzt, mit Absicht wenigstens nicht." Sie sollen feine Thorheiten mehr an mir zu tadeln finden, außer der einzigen, die ich so unbemerkbar wie möglich für Audere in mich verschließen will, da mir eine größere Anstrengung unmöglich wäre." Nach diesen Worten entfernte sich der junge Mann mit einer tiefen Verbeugung und wandte sich nach dem Drte, an dem seine Schwester Platz genommen. Das Alles ist recht schön und gut", ließ sich jetzt Tief trunt's Stimme vernehmen, aber, lieber Herr Howald, um ohne Umstände zu reden, ich verspüre einen gewaltigen Appetit, beinahe Hunger zu nennen." " Sie haben Hunger Herr Tieftrunk?" fragte Howald, das ist lediglich Ihre Schuld, warum essen Sie nicht?" Der Teufel ißt, wenn er nichts hat. Nein, das thut er nicht", rief der Bankier, sonst wollt' ich gleich, daß ich der Teufel wär'! Nicht übel? Hä hä hä!" Aber, meine Herren, Sie haben nur zu befehlen. Nehmen Sie einfach Platz auf Ihren Seffeln und bestellen Sie; das Uebrige findet sich von selbst. Ich werde doch Nicht weit von Helenen begab sich zu gleicher Zeit eine meine Gäste nicht hungern lassen? Segen Sie sich nur andere, weniger beobachtete Szene. Da war der junge nieder, Herr Tieftrunt, so, und versuchen Sie nicht zu Findeisen mit seinem Blumenstrauße zu Elisen getreten, rücken, denn der Stuhl ist fest. Nun stampfen Sie blos Wie erstaunte nun jetzt der würdige Weinhändler, als bei seinem Stampfen der Erdboden unter seinen Füßen wich und durch die Deffnung ein weißgedecktes Tischchen mit dampfender Suppe emporstieg und im unmittelbaren Bereich seiner Hände stehen blieb. " Alle Wetter," rief er verblüfft, das grenzt wirklich an Zauberei; und soll ich denn die anderen Speisen, sowie das unentbehrliche Trinken auch auf diese unterirdische Weise zugetheilt bekommen?" Ganz, wie Sie wollen, Herr Tieftrunk! In diese beiden Löwentöpfe, rechts und links, brauchen Sie nur die betreffenden Koupons der Weinkarte, sowie die der Speise farte zu werfen, und erhalten sofort das Gewünschte in der selben Weise, wie die Suppe." Alle Welt hatte sich neugierig um den bezauberten Weinhändler gedrängt, der jetzt die Serviette um sein wohlgenährtes Kinn band und mit den Worten: " Ah, eine Krebssuppe, mein Leibgericht!" den Löffel zum rüsttgen Gebrauch ergriff. Eine Krebssuppe!" rief der Banfier. Halt, das geht nicht, das ist auch meine Leibsuppe, da heißt es halbpart, denn wer sagt uns, ob noch weitere Portionen dieses Göttergerichts herausspedirt werden?" Damit hatte der Bankier die Suppenschüssel ergriffen und von dem Tische weggehoben. „ Herr Roscher, sind Sie des Teufels, gehen Sie nach Ihrem Tischchen bec" Dich", wenn Sie Krebssuppe haben wollen;" diese wurde für mich gekocht. Geben Sie gutwillig her, oder..." ( Fortsetzung folgt.) " In Erwägung, daß die gesammte moderne Arbeiterbewegung nur gewinnen tann, wenn das gesammte Proletariat daran betheiligt ist; Die internationalen Beziehungen hält der artikel über den Streif annahmen, 800 000, sondern nach die Eigenartigkeit ihres Berufes noch an ungeregelter Arbeitszeit dem soeben erschienenen Berichte des Mineninspektors und sonstigen traffen Mißständen aufs Schlimmste zu leiden Kongreß auch auf gewertschaftlichem Gebiete für empfehlenswerth, 648 450 Personen, darunter 4456 weibliche, die über der haben, bei etwa ausbrechenden Streits die größte Sympathie nimmt jedoch in Rücksicht auf den hohen Kostenpunkt von einer Erde arbeiten. Die Zahl der Streifenden- in runder gewährt, sich in jeder Weise solidarisch mit ihnen erklärt wird Beschichung des Chifagoer Kongreffes Abstand. Von einer Sammlung für den Maifonds Summe 400 000 umfaßt also weit mehr als die Hälfte und dieselben materiell und moralisch unterstützt werden." " In Anbetracht dessen, daß in den größeren Industriestädten wird seitens des Kongresses Abstand genommen, wodurch jedoch ämmtlicher Kohlenarbeiter, und der Prozentsatz der Streiken- oder" Zentren das gesammte Unternehmerthum aller Industrieen die Arbeiter in einzelnen Orten oder den einzelnen Gewertden zu den Fortarbeitenden im Verhältniß zur Gesammt und Gewerbe bei Lohnbewegungen 2c. der Arbeiter auch nur eines schaften, welche etwa für eigene Zwede Maisonds ansammeln zahl ist weit höher als sie bei dem deutschen Buchdrucker Gewerbes demselben geschlossen gegenübersteht, um die Arbeiter wollen, nicht gehindert sein sollen. Das 31 000 Mart betragende Defizit der ftreit war. Dazu kommt, daß die Zahl der Arbeiter, welche an der Ausnutzung des ihnen gewährleisteten Rechtes(§ 152 der infolge des Kohlenarbeiterstreits zu feiern genöthigt waren, Reichs- Gewerbe- Ordnung) zu verhindern, beschließt der Gewerk- Generaltommiffion, welches noch von den vorjährigen die Ziffer von 100 000 übersteigt, so daß die kolossale Geschafts- Kongreß, den Arbeitern aller größeren Industrie- Orte die Streits vorhanden ist, soll durch Erhebung einer Extrafteuer, im fammtziffer von einer halben Willion sich schließlich doch Bildung von Gewerkschafts- Kartellen nach Maßgabe des ver- Mindestbetrage von zehn Pfennigen, gedeckt werden. öffentlichten Antrages zum Gewerkschafts- Kongreß( siehe M. 10 Das Defizit der Tabatarbeiter, im Betrage von 37 000 M., nicht als Uebertreibung herausstellt. Daß aber nahezu zwei des Vorwärts" vom 13. Januar 1892 Gewerkschafts- Kartelle zu decken, lehnt der Kongreß ab. Drittel der sämmtlichen Arbeiter in den Kohlengruben eine betreffend) vorzuschlagen." Damit sind die Arbeiten des Kongresses erledigt. Woche lang die Arbeit ruhen lassen, das bedeutet schon an Kloß, Leiter der Schluß- Sihung, hält nunmehr eine Ans fich eine ansehnliche Verminderung der Produktion einen sprache über die Bedeutung dieser Versammlung. Es ist der erste deutsche Gewerkschafts- Kongreß, den wir gehalten haben. Ausfall von gut einem Prozent für das ganze Jahr, was, in Erwägung weiter, daß die Gastwirthsgehilfen aus Es liegt in der Natur der Sache, daß derselbe nicht all Anbetracht der raschen Aufsaugung der geförderten Kohlen durch die Industrie sehr viel besagen will. eigener Kraft kaum im Stande sein werden, ihre soziale Lage zu die Erwartungen, welche vielleicht Mancher von ihm gehegt, erfüllen konnte. Darüber aber herrscht wohl kein Zweifel, Mit dieser Woche der Arbeitseinstellung ist es verbessern, beschließen die auf dem Kongreß versammelten Delegirten, daß die Verhandlungen, die hier gepflogen wurden, die gewerk indeß nicht gethan. Die 90 000 Durhamer Kohlen ihre Gewerkschaften zu bestimmen, mit allen zu Gebote stehenden fchaftliche Bewegung wiederum einen Schritt vorwärts gebracht arbeiter streiken weiter, und find in der Lage Mitteln dahin zu wirken, daß die Kellner aus ihrer schlechten haben. Getrennt marschiren und vereint schlagen, das ist der und Stimmung, es noch längere Zeit aushalten zu Lage befreit werden. Sie versprechen ferner, dort, wo sie Eine Grundfaß, der die Verhandlungen geleitet hat, und auf keinem fönnen. Ferner wird in den meisten schottischen Kohlen- fluß haben, die Wirthe zu veranlassen, Konzessionen an ihre Gebiete ist diese Losung mehr am Playze, als in der gewerkschaftlichen Bewegung. Wir wissen, daß die gewerkschaftliche bergwerken seit 14 Tagen nur noch fünf Tage die Woche Kellner zu machen." Zur Vertheilung gelangt die nunmehr im Druck vorliegende Bewegung nicht das letzte Ziel der Arbeiterbewegung ist, aber gearbeitet, und Aehnliches wird allem Vermuthen nach in Sen zum Kohlenarbeiter Verband gehörigen Gruben ge- Resolution zur Organisationsfrage, welche folgenden Wort- wir wollen die Arbeiter lebensfähig halten, auf dem langen Wege zum gelobten Land. Darüber versäumen wir die Aufklärung der schehen, so daß auf Wochen und Monate hinaus über ein Der Kongreß erklärt sich für die Annäherung der Zentrali Maffen nicht. Kehren Sie deshalb zurück in ihre Heimath mit Siebentel der sämmtlichen Kohlenarbeiter Großbritanniens fationen verwandter Berufe durch Kartellverträge, überläßt jedoch dem Bestreben, Alles einzusehen, was diesem hohen Biele förder gar nicht an der Kohlenförderung Theil nimmt und etwa die Entscheidung über die Frage, ob die spätere Vereinigung der lich sein kann. Wir sind sonst gewohnt, derartige Kongreffe mit zwei Drittel der übrigen sechs Siebentel die Produktion Branchen organisationen zu Ünionen oder Industrieverbänden einem Hoch zu schließen, ich muß heute davon Abstand nehmen, um ein Sechstel, d. h. um ungefähr 17 pCt. einschränken. stattzufinden hat, der weiteren Entwickelung der Organisationen denn wir haben einen Trauertag. An einem Todestag hat der Kongreß begonnen, an einem Trauertag schließt er seine Verhandlungen. Am Erforderlichen Falles so wurde auf der vorgestrigen infolge der Kartellverträge. Delegirten- Konferenz des„ Kohlenarbeiter- Verbandes" erklärt, Der Kongreß erklärt, daß in all denjenigen Berufsgruppen, 14. März war es, wo jener große Denker, der den Arbeitern werde man sogar die Arbeit auf fünf Tage in der Woche wo die Verhältnisse den Induſtrieverband zulassen, dieser vorzugerufen hat: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! fein zuziehen ist, daß jedoch in all denjenigen Berufsgruppen, wo Haupt zur Ruhe legte; am 18. März war es, wo man in Berlin beschränken. infolge der großen Verschiedenheit der Verhältnisse die Ver 256 Proletarier als Opfer im Befreiungskampfe in den Friedrichs. einigung in einen Industrieverband nicht durchführbar ist, hain gebettet hat. Die Nationen sind stolz darauf, ihre Todten durch Bildung von Unionen diese Möglichkeit herbeigeführt zu ehren, auch das Proletariat ehrt seine Todten und zu Ehren unserer Todten ersuche ich Sie sich von Ihren Sißen zu erheben. werden soll. Die Bersammlung gab der Aufforderung einmüthig statt. Kloß dankte darauf den Halberstädter Arbeitern für die freundliche Aufnahme der Delegirten, insbesondere dem Lokaltomitee, für seine aufopfernde Thätigkeit und schließt den Kongreß. Die Delegirten fangen stehend die Arbeitermarseillaise und vers abschiedeten sich gegenseitig, nachdem noch, Namens des Lokaltomitees, ein Genosse von Halberstadt alle Theilnehmer zu den Erfolgen des Kongreffes beglückwünscht hatte. So viel steht fest, die englischen Bergarbeiter sind entschlossen, die Kohlenproduktion zu reguliren. Und sind wir auch weit entfernt, diese Methode der Regulirung für die richtige zu halten, so ist es immerhin ein gewaltiger Schritt vorwärts, daß die englischen Bergarbeiter die Regulirung der Produktion in die Hand genommen haben. Auf dem betretenen Weg wird das Ziel allerdings nicht zu erreichen sein, allein auch schon der Versuch ist ein Ereigniß von außerordentlicher Tragweite, und unter allen Umständen ist durch diesen englischen Riesenstreit der Beweis erbracht, daß die kapitalistische Produktion rein anarchistisch ist, und daß die Arbeiter fich für berufen halten, Ordnung zu bringen in diese wüste Anarchie. Allgemeiner laut hat: Der Kongreß empfiehlt die Kartellverträge dahin abzuschließen, daß die verwandten Berufe 1. bei Streits und Aussperrungen sich gegenseitig finanziell unterstützen, 2. ihre auf der Reise befindlichen Mitglieder gegenseitig gleich. mäßig unterstützen, 8. die Agitation möglichst gleichmäßig und auf gemeinschaft liche Kosten betreiben, 4. statistische Erhebungen gemeinsam veranstalten, 5. Herbergen und Arbeitsnachweise zentralisiren, 6. ein gemeinsames Organ schaffen, 7. Den Uebertritt von einer Organisation in die andere bei Ortswechsel ohne Beitrittsgeld und weitere Formalitäten herbeiführen. deutscher Gewerkschaftskongres, der letzteren zufallende Aufgabe zu lösen und empfiehlt allen Ge191 18 Schlußsizung. Mehrere Telegramme werden bekannt gegeben. Einige Dele girte, welche bei der Abstimmung über den Organisationsentwurf nicht zugegen waren, erklären für den Organisationsentwurf der Holzindustrie stimmen zu wollen. Zur Berlesung gelangt ein Antrag, welcher welcher für die Arbeiterinnen Zentralorganisationen wünscht. Frau Ihrer erklärt sich für Zentralisationen, denen nur Frauen beitreten dürfen, nicht erwärmen zu fönnen. Es wird sodann die Berathung über die Aufgaben der auf Grund von Kartellverträgen verbundenen Organisationen und der Generalfommission fortgesetzt. Bezüglich der Wanderunterstüßung wird be schlossen, daß die auf Grund von Kartellverträgen geeinigten Gewerkschaften ihre auf der Reise befindlichen Mitglieder gegen feitig zu unterstüßen haben. Die Agitation ist möglichst gleichmäßig und auf gemeinschaftliche Kosten zu betreiben. Die statistischen Erhebungen sind gemeinsam zu veranstalten. Arbeitsnachweis und Herberge find zu zentralisiren. Die Preffe foll in der Weise zentralisirt werden, daß, wo die Verhältnisse es zulassen, für eine Industriegruppe nur ein Organ herausgegeben wird. Die Generaltommission hat weiter zu funktioniren und wird aus 7 Mitgliedern zusammengesetzt. Der Kongreß erklärt, daß die Zentralorganisation, als Grundlage der Gewerkschaftsorganisation, am besten befähigt ist, die werken, welche bisher lokal organisirt oder durch ein Vertrauens männer- System verbunden waren, sich den bestehenden Beutralverbänden anzuschließen refp. folche zu bilden. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 198. Gigung vom 19. März. 12 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Landmann, Dambach. Als Vorlage ist eingegangen der Gesetzentwurf, betreffend den Verkehr mit Wein, und ein Nachtragsetat wegen Erhöhung des Reichszuschusses für die Betheiligung an der Weltausstellung Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Berathung des Bu§47a( Schuß der Telegraphen- und elektrischen Leitungen Jeder dieser Zentralvereine( Verbände) hat in allen Orten, in Chikago. wo eine genügende Anzahl Berufsgenossen vorhanden und feine gefeßlichen Hindernisse im Wege stehen, Zahlstellen zu errichten. Telegraphengesetes. Wo solche Hindernisse bestehen, ist den Arbeitern zu empfehlen, als Einzelmitglieder den Zentralvereinen beizutreten und sich gegen Störung) haben die Freisinnigen v. Bar u. Genossen ihre durch geivählte Vertrauensmänner eine stete Vertretung und Ver- in zweiter Lesung abgelehnten Anträge, betr. den Selbstschuh und bindung mit der Gesammtorganisation zu schaffen. Dieses die gerichtliche Entscheidung über daraus entstehende. StreitigVertrauensmänner- System ist so zu gestalten, daß es gleichzeitig feiten wieder eingebracht; vom Abg. Hammacher liegt zu demeine Vertretung der Gesammtheit der Berufsgenossen an den felben Paragraphen ein Antrag vor, der in der Hauptsache mit Orten bildet, wo für die Zentralvereine als solche Schivierig dem Antrage v. Bar übereinstimmt, jedoch die Entscheidung über Streitigkeiten den Verwaltungsbehörden nach Maßgabe der Gefeiten bestehen, Außerdem können an solchen Orten lokale Vereine, eventuell werbe- Ordnungs- Vorschriften über Konzessions- Streitigkeiten überin Verbindung mit verwandten Berufszweigen geschaffen werden. weisen und im Uebrigen gleich dem Antrag von Bar die phyDie Verbindung der einzelnen Sentralisationen zum gemein- fikalisch technische Reichsanstalt zur Abgabe von Gutachten er famen Handeln in Fällen, bei welchen Alle gleichmäßig intereffirt mächtigen will. sind, wird durch eine auf jedem stattfindenden Gewerkschafts- In der Generaldiskussion legt Abg. von Bar( dfr.) dar, daß der Gang der zweiten Bes tongreß zu erwählende Generalfommission herbeigeführt." Bezüglich der Arbeiterinnen- Organisationen rathung die berechtigten Wünsche, welche die Voraussetzung einer wird eine von Frau Steinbach begründete Resolution beschlossen, befriedigenden Gestaltung der einzelnen Bestimmungen des in allen wesentlichen Punkten unerfüllt welche allen Arbeiterorganisationen empfiehlt, ihre Statuten dahin Gefeßes feien, in allen Gemeinden Weder die Interessen der gelassen habe. zu ändern, daß Arbeiterinnen der Beitritt ermöglicht wird. Die Kontrollmarte wird als ein wichtiges Rampf- noch des Publikums seien vollständig gewahrt worden. mittel im wirthschaftlichen Leben anerkannt und diesem Grundsay Das Gefeß sei ebenso untlar wie unvollständig, es enthalte im in einer Resolution Ausdruck verliehen. wesentlichen nur eine Blantovollmacht für die Reichs- PostBezüglich des Genossenschaftswesens und der verwaltung. Die Partei enthalte sich aber bei der Stimmung des Hauses der Wiederholung aussichtsloser Anträge, fie beschränke fich auf die nochmalige Bertretung der Forderung, daß auch die werden durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die thunlichste Beseitigung der Attord Telegraphenverwaltung für den Schutz ihrer Linien selbst aufarbeit wird in einer zur Annahme gelangten Resolution ge- zukommen habe. Das Verfahren gegen die Bierbrauerei in Löbau beweise von neuent, daß die Interessenten des telephonischen Verkehrs lediglich von der Willtür der Telegraphenverwaltung abhängen. Als Publikationsorgan der Generalfommission dient das Korrespondenzblatt, welches in je einem Exemplar allen Arbeitslosen Unterstützung eingereichte Resolutionen Filialen der Verbände, die an die Generalfommission ihre Beiträge leisten, zuzustellen ist. Bur Dedung der Verwaltungskosten und fonftigen Auslagen hat jede Zentralisation pro Quartal und wünscht. Mitglied fünf Pfennig an die Generalfommission abzuliefern. Die Beiträge sollen durch Marken quittirt werden. Bei Ausständen hat die Generalkommission weder Unterstüßungen noch Darlehen zu gewähren. Die Aufgaben der Generalfommission sollen sein: Die von den einzelnen Zentralvereinen aufgenommenen Statistiken zu einer einheitlichen für die gesammte Arbeiterschaft zu gestalten und eventuell zusammenzustellen; statistische Aufzeichnungen über sämmtliche Streits zu führen und periodisch zu veröffentlichen; mit den Arbeiterorganisationen anderer Länder, soweit die gefehlichen Verhältnisse nicht hindernd im Wege stehen, Fühlung zu suchen. Mit Erhebung der Beiträge für die Generaltommission soll am 1. April begonnen werden. Folgende Resolution wird angenommen: " In Erwägung, daß thatkräftige Organisationen das beste Mittel zur erfolgreichen Durchführung von Streifs, wie zur Verhinderung aussichtsloser Streits sind, die Leistungsfähigkeit aber Für die Schuhwaaren- Fabrit in Erfurt, ein Genossenschaftsunternehmen, das aus dem großen Streit dafelbst hervorgegangen ist, legt bei dieser Gelegenheit Siebert aus Nürnberg ein Wort ein und empfiehlt allen Arbeitern, die Filialen dieser Fabrit im Bedarfsfalle zu berücksichtigen. Ueber dieSpezialtongresse werden keine Protokolle gedruckt. Bundeskommissar Wirkt. Geh. Oberpoftrath Dambach: Die Bedingungen, denen sich jeder, der den Anschluß an eine Telephonanlage wünscht, zu unterwerfen hat, sind allen Interessenten bekannt. Im örtlichen Verkehr mag erlaubt sein, was im Fernverkehr unbedingt untersagt sein muß. In dem er wähnten Falle hat ein gar nicht angeschlossener Dritter von Löbau nach Görlitz unter Benutzung des Apparats eines Angeschlossenen gesprochen und dieser leßtere ist auf das Unzulässige dieses Verfahrens hingewiesen worden. Die Verwaltung hat also in dieser Beziehung ein absolut reines Gewissen. Das Lotalfomitee in Halle läßt den Rongreß wiffen, daß die Kupferschmiede ihren Kongreß in einem Lofal abhalten wollen, über welches der Bontott verhängt ist. Der Vertreter der Kupferschmiede erklärt, daß eine Aenderung getroffen werden soll, wenn dieses noch möglich ist, und weist darauf hin, daß dieses Lokal schon mehrere Monate für diesen Zwed gemiethet ist, ohne seinen( Siebert's) Einfluß, da dieses Sache tes Lokaltomitees fei. Die Redaktion des Protokolls wird der General- Abg. Bödiker( 3): Wir haben die Absicht und den Wunsch, fommission übertragen. Dasselbe soll gedrudt werden und nur das Gesetz im wesentlichen in der Fassung der Beschlüsse zweiter auf Bestellung zum Versandt gelangen. Burüdgeschickte Exemplare Lesung fertigzustellen. Diese Beschlüsse sind für uns durchaus werden nicht angenommen. befriedigende; was der Abg. Hammacher beantragt hat, halten wir allerdings für eine redaktionelle Berbesserung. Wir heben hier nur noch hervor, daß die Verwaltung durch den§ 1 des Aus Spanien wird von Legien eine Zuschrift ver- Gesetzes, wonach das Recht, Telegraphenanlagen zu errichten und in der Aufklärung der Mitglieder, der Disziplin und der Höhe lesen, in welcher die Arbeiterorganisationen der Hutmacher, Maler au betreiben, ausschließlich dem Reiche zustehen soll, ein Recht, der Fonds erblickt werden muß; welche Borbedingungen jedoch und Textilarbeiter um Adressen deutscher Berufskollegen ersuchen über Grundeigenthum ohne Entschädigung zu verfügen, nicht erhält. Abg. Hammacher( ul.): Der Borredner scheint den§ 7a durch die heute fast allgemein niedrigen Beiträge nicht erfüllt und zu diesem Zweck die Adressen des spanischen Arbeiterfekretärs für nothwendig zu halten; ich bin der Meinung, daß er nur werden können, empfiehlt der Kongreß zum Zwecke wirksamer mittheilen. Bu Mitgliedern der Generalfommission anfolge einer äußeren Strömung in das Gesetz aufgenommen ist. Agitation und Anfammlung von Fonds die Beiträge diesem wurden in geheimer Abstimmung ernannt: 3egien, Drechsler, Die Frage der Regelung der Verhältnisse im Falle einer gegen Zwecke entsprechend festzusetzen." Bezüglich der Delegirten zum nächsten Gefür die Holzindustrie; Dammann, Maurer, Baugewerke; feitigen Störung gehört durchaus in das Elektrizitätsgefeß, welches wertschafts- Rongreß wird die frühere Berliner Resolution Demuth, Buchdrucker, graphische Gewerke; v. d. Elm, ja nach der bestimmten Erklärung des Herrn v. Stephan möglichst Gerußmittel Industrie; bald an den Reichstag gelangen wird. Auch das Interesse der dahin geändert, daß erst auf 1500 Mitglieder ein Delegirter Bigarrenarbeiter, Nahrungs entfendet werden tann. Zur Theilnahme zugelassen werden nur Deisinger, Schloffer, Metallarbeiter; Frau Köhler, un Reichspostverwaltung selbst erfordert die baldigfte Erledigung Bertreter solcher Lotalorganisationen, für deren Beruf teine gelernte Arbeiterinnen; und Fehmerling, Werftarbeiter, dieses anderen Gefeßes. Das gegenwärtige Gefeß giebt nach Bentralisation vorhanden ist, oder welche gefeßlich verhindert mit verwandten Berufen. Erfagleute: Sabat, Schneider, feiner Richtung dem Reichspostressort höhere oder mehr Rechte find, fich Bentralisationen anzuschließen. Die Einberufung des Bekleidungsindustrie; Schrader, Zimmer, Holzindustrie, und als es hat und diese Rechte sind höchst mangelhaft. Was den nächsten Gewerkschafts- Kongresses wird der Generalfommission Kretschmer, Bäcker, Nahrungs- und Genußmittel- Industrie. Löbauer Fall anbetrifft, so hat jedenfalls die Verwaltung innerDr. Braun theilt mit, daß er übe: die gewerkschaftliche halb des Rahmens der bestehenden Vorschriften gehandelt: doch überlassen. Diefelbe hat sich zu diesem Behuse mit den Zentral Dorständen in Berbindung zu setzen. Auf Anregung von Zwei- Bewegung ein Buch zu schreiben gedente, und ersucht, ihm soviel mache ich darauf aufmerksam, daß in der Praxis auch für die städtischen britteln der Zentralvorstände muß ein Kongreß einberufen werden. als möglich hierzu behilflich zu sein, insbesondere durch Zusendung Anlagen die Verwaltung daffelbe Recht in Anspruch genommen hat. von Statuten aller Art, Birkulären, durch Mittheilung von Der Staatssekretär hat dieses Recht dann in der Kommission Folgende Resolutionen finden Annahme: und " In Erwägung, daß die Neuorganisation der Gewerkschaften statistischen Erhebungen, Berichten und Abrechnungen über auch vertreten. Es wurde auf Fälle hingewiesen, wo ein Fremder nur dann vortheilhaft und siegreich wirken kann, wenn alle Gewerk- Streits und Aussperrungen, Fabrik- und Werkstatt- Ordnungen, in einem Hotel den Telephonanschluß des Hotels benutzt hatte schaften zu derselben herangezogen werden, beschließt der Kongreß, daß Auflösung von Bereinen, Bestrafungen auf Grund der Vereins- und die Verwaltung das Recht des Angeschlossenen auf UeberDurch die Neuorganisation dafür Sorge getragen wird, daß erstens gefeße u. s. w. Dr. Braun verspricht, laß das Wert streng laffung des Telephons sur unentgeltlichen Benugung an feine alle Gewerkschaften, welche noch nicht organisirt sind, au einer objektiv gehalten sein soll, was gewiß der Gewertschafts Gäste anfocht. Ich kann diese Ausdehnung der Ansprüche der Organisation herangezogen werden; zweitens benjenigen Gemert- bewegung zum Bortheil gereichen wird. Der Verwaltung nicht billigen. Fortsetzung in der ersten Beilage.) schaften( a. B. Müller, Bäcker, Fleischer, Bierbrauer), welche durch Kongreß nimmt mit Befriedigung von diese Mittheilung Kenntniß. Theater. Sonntag, den 20. März. Opernhaus. Freund Friz. Die Puppenfee. Montag: Die Hochzeit bes Figaro. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Montag: Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Der Sohn der Deutsches Theater. Der Sohn der Wildniß. Montag: Götz von Berlichingen. Leffing- Theater. Wahrheit. Montag: Die Großstadtluft. Berliner Theater. Schlimme Saat. Montag: Der Hüttenbesitzer. Residenz Theater. Musotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Sein bester Freund. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas Theater. Die Hochzeit des Reservisten. Montag: Der Bureaukrat, Bellealliance Theater. Dntel Bräfig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Berlin im Jahre 2000. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Circus Renz. Donnerstag, den 24. März: Abschieds- Vorstellung. Achtung! Achtung! Gonnten, Den 20. Bars 1902: Circus G. Schumann. Gr. Kommunalwähler- Versammlung 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Vorstellung. Auf Verlangen:„ Die ( 1 Kind frei). Außerordentliche Sonntag, 20. März,( letter Sonntag): für den 22. Kommunal- Wahlbezirk Touristen" oder Ein Sommertag am 2 lehte Sonntags- Vorstellungen. am Dienstag, den 22. März, Abds. 8 Uhr, in Haase's Salon, mit Ballet. Arrangirt und inszenirt 7/2 Uhr. Zu der Nachmittags- VorTegernsee. Ausstattungs- Pantomime Nachmittags 3/2 Uhr und Abends stellung fann jeder Besucher 1 Kind vom Direktor E. Renz. Grosse Frankfurterstr. 117. Tages- Ordnung: Am Mittwoch findet in demselben Lokale die Verkündung des Wahlresultats statt. Diejenigen Genossen, welche am Tage der Wahl mit thätig sein wollen, werden ersucht, sich am Mittwoch, Morgens 8 Uhr, Markusstr. 6, bei Spieckermann, einzufinden. Zahlreichen Besuch erwartet 430/7 Das Komitee. 1. Die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl im 22. Kommunal- Wahls Abends 7 Uhr: Extra- Vor- unter 10 Jahren frei miteinführen. bezirk. Referent: Reichstags- Abgeordneter Stadthagen. 2. Diskussion. stellung. Auf Helgoland", In der Abend- Vorstellung auf vieloder: Ebbe und Fluth. Große hy- feit. Wunsch: Vorführen der in 10 Tagen drologische Ausstattungs- Pantomime von Herrn Ernst Schumann dressirten, in 2 Abtheilungen vom Direktor E. dem Herrn Gustav Eichler gehörigen Renz. National- Tänze( 65 Damen) 2c. ungarischen Fuchsstute ,, Elsa" Mr. James Fillis, Einlage: Tscherkessen. Dampfschiff und Bootfahrten, neue überraschende Licht- und Feuereffekte. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. beiden Vorstellungen Auftreten der vorIn züglichsten Künstlerinnen und Künstler sowie Reiten und Vorführen der best: dressirten Schul- und Freiheitspferde. Romische Entrees und Intermezzos von fämmtlichen Klowns. Täglich ,, Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. Märkischer Hof, mit seinem Schulpferd Markir". Zum 5. Male: Der Krieg im Zululande. Grohe historische KriegsPantomime, arrangirt vom Direktor 6. Schumann, ausgeführt von 250 Personen. Montag, den 21. März: Gr. GalaSport- Vorstellung zum Benefiz für den beliebten Schulreiter Mr. James Fillis. Dienstag, den 23. März: Große Gala Vorstellung. 2083 L Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Versammlung für Männer u. Frauen Sonntag, den 20. März, Abends 6½ Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus( Neustädter Boltsgarten), Proskauerstraße Nr. 87 t. 38. Tagesordnung: Oeffentliche Versammlung 484/2 Vortrag der Genossin Frau Ihrer über die Frau und der Sozialismus. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein, verbunden mit Vor Allen Freunden u. Genossen empfehle trägen und Tanz. Entree 10 Pf. Herren und Damen als Gäste will Admiralstr. 18 c. Ball- Lotal I. Ranges. mein Weiß- u. Bairischbier- Lokal. tommen. Jeden Sonntag und Mittwoch: Großes Vereinszimmer mit Pianino, Groker Ball. Herren, die am Tanz als Zahlstelle passend. Montag: Dieselbe Vorstellung. theilnehmen, zahlen 75 Pf., von 10 Uhr C. Baier, 3ionskirchplatz 1, Keller. Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. ab 50 Pf., im Abonnement. Jeden Gebrüder Richter's Variété. Spe- Montag: Gr. Konzert der Tyroler Vereinszimmer und Kegelbahn ist zu zialitäten- Borstellung. Sänger( Auer). Entree 15 Pf., Anfang vergeben Beughofstr. 8 bei Lade.[ 1902b Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- 8 Uhr. Mein Lokal steht Vereinen zu ftellung. Borstellung. der Maurer u. Putzer Berlins u. Umgegend Sonntag, den 20. März 1892, Vormittags 10 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Berjamlangen zur BKRONENGARN wertschafts- Kongreß. Referent: Kollege Edſtein aus Zwickau. 2. Diskussion. Konkordia- Valaft- Theater. Spe zialitäten- Borstellung. Sozialdemokratischer Wahlverein 247/17 3. Verschiedenes.- Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersuchen wir sämmtliche Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Die Vertrauensmänner des Zentralverbandes der Maurer und verw. Berufsgenossen Deutschlands für Berlin. American- Theater. Spezialitäten für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Heinrich Klingenberg, Mittenwalderstr. 83. Bernhard Förster, Lübeckerstr. 43. Vorstellung. Passagein lebend. Bildern Bersammlung Gr. öffentliche Tischler- Versammlung am Montag, den 21. März, Abends 81/2 Uhr, im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee( 1-13. Tages- Ordnung: Panopticum. am Dienstag, den 22. März cr., Abends 8 Uhr, in der ,, Urania", Wrangel Straße Nr. 9-10. Frauengestalten Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Fabritinspektion". Referent: Herr Reichstagsabg. dargestellt von Wurm. 2. Distuffion. 3. Wahl eines zweiten Kassirers. 4. Aufnahme neuer Karl Klok- Stuttgart( Vorsitzender des deutschen Tischlerverbandes). 2. Diss 1. Die Tischler Berlins und ihre Organisation in der Zukunft. Refer. Berliner Mitglieder und Vereinsmittheilungen. 65. Verſchiedenes. In dieser Versammlung findet die Bertündung des Wahlresultats aus fussion. 8. Verschiedenes. Die Kollegen aller Branchen sind der wichtigen Tagesordnung wegen Modellen. dem 22. Kommunal- Wahlbezirk statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht eingeladen. Der Vorstand. Der Einberufer. Ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum An die Mitglieder des Fachvereins Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Interesantente Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vorder Tischler. Kollegen! Die wichtige Tagesordnung, welche am Montag in der öffentlichen Tischlerversammlung im Böhmischen Brauhaus berathen werden soll, macht es Jedem zur Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mehrere Mitglieder des Vereins. 412/6 Freie Vereinigung 325/17 Deutscher Schneider- u. SchneiderinnenVerband. Montag, den 21. März, Abends 8½ Uhr, Große Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom Halberstädter Gewerkschaftskongress burd Kollegen J. Timm. 2. Distusfion. 3. Die Auflösung der Kommission der Kostümbranche. 4. Verbandsangelegenheiten. aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. wartet uittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Dienstag, den 22. März, Abends 8 Uhr, in Seefeldt's Salon, Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Grenadierstraße 33: Versammlung. Tages- Ordnung: 182/4 Gratweil'sche Bierhallen 2. Distuffion. 3. Bericht über den Streit bei Herrn striger. 4. BerKommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: 1169L Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. AktienFRIEDRICHSHAIN 1. Vortrag des Zahnarzt Dr. Wolf über: Die Hygiene des Mundes. schiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Töpfer! Indem ein großer Theil unserer Kollegen den Winter über arbeitslos war, nun wo die Frühjahrsarbeiten los gehen, nicht im Stande sind, den Beschluß: bis 1. April nicht bei unverglasten Fenstern zu arbeiten" in allen Fällen hochhalten können, wollen wir davon Abstand nehmen. Nur, Kollegen, haltet den Lohntarif hoch. Mit follegialischem Gruß 411/7 C. Thieme, Bertrauensmann. Rixdorf. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder, Kollegen und Kolleginnen er Die Lokalverwaltung. 417/11 Grosse öffentliche Versammlung für Frauen n. Männer am Mittwoch, den 23. März, Abends 8 Uhr, in Lehmann's Salon, Kreuzbergstr. 48( früher Thürmchen). Tagesordnung: 1. Die Sozialdemokratie und ihre Freunde. Referent: Frau E. Jhrer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Alle Genossen und Genossinnen werden hiermit ersucht, in dieser Versammlung 450/7 zahlreich zu erscheinen. J. A.: Der Vertrauensmann. Grosse öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen Sonntag, den 20. März, Nachmittags 5 Uhr, im Restaurant Otto Klein, Schönleinstrasse Nr. 6. Tagesordnung: Maurer von Rigdorf, Briz und Umgegend. Genoffe Fris Günther. 2. Distusfion. 3. Verſchiedenes. Brauerei Montag, den 21. März, Abends 72 Uhr, im Lokale des Herrn Friedrichshain am Königsthor. Kummer, Berlinerstr. 136: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 142/3 1. Berichterstattung vom Halberstädter Kongreß. Ref.: L. Eckstein peute, Sonntag: aus 3 widt a u. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Sämmtliche Gewerkschaften und Bauarbeiter sind zu dieser Versammlung Der Einbernfer. Grosses Instrumental- eingeladen. Konzert W. Böhme. Schöneberg. Anfang 4 Uhr. Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend. Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Bockbier- Ausschank.[ 2147L Montag, den 21. März, Abends 8½ Uhr, in der Schloßbrauerei Welt- Restaurant Heute Dresdenerstr. 97. 1981b Schöneberg: Deffentliche Versammlung. 1. Vortrag. Sonntag: Nordd. Sänger. schiedenes. schiedenes. Neue Jm 2. Saale: Auftr. d. Duettiſtinnen scheinen ersucht Fris. Geschw. Waldmann, der Komiter Mr. Philippo und Zimmermann, sowie Herren Gercke Lapidus. Tages- Ordnung: 108/14 484/1 1. Bortrag über: Die Organisation in der Arbeiterbewegung. Referent Nach der Versammlung findet vom Lese- und Diskutirklub Vereinte Der Vorstand. Kraft" ein gemüthliches Beisammensein statt. 99 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 20. März, Abends 61/2 Uhr: Zwei Versammlungen. 1. Kommandantenstr. 20, in den Arminhallen. Vortrag des Herrn Dr. Kantorowicz über: Lebensbedürfnisse". Th. meiner über:„ Der Todten Mahnung." 2. Grenadierstr. 33, bei Seefeld. Vortrag des Herrn Nach den Vorträgen in beiden Versammlungen gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäfte, Damen nnd Herren, sehr willkommen. 487/17 Ethische Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Abregnung vom Maskenball. 4. BerMitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Er Sonntag, den 27. März, Vormittags 10 Uhr, im Feen- Palast Der Vorstand. Deffentliche Versammlung ( Eingang Wolfgangstrasse): Große öffentliche Versammlung zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule. Anf. 6 Uhr. Entrée 50 Vf. int. Progr. Des Arbeiter- Vereins für Köpenick Referent: Reichstags- Abgeordneter W. Liebknecht. Kinder 20 Pf. W. Gründel's Gasthaus, S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis und Verkehr der und Umgegend am Dienstag, den 22. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Th. Wiedemann in Adlershof. Tages Ordning: 1. Vortrag des Herrn Wach über:" De Bestrebungen der Zünftler zur Maler, Buchbinder, Drechsler, Sattler, Sebung des Handwerts". 2. Diskussion. Aufnahme neuer Mitglieder. Gärtner und Schuhmacher. 1868L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. 4. Wahl einer Kommiffion behuss Statutenänderung. 5. Abrechnung vom legten Bergnügen und Bericht der Bücherkontolleure. 1104/7 Tabafarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Mittwoch, den 23. März, Abends 8½ Uhr, im Lohale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Delegirten zum Gewerkschafts- Kongreß. 2. Die Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung Erscheinen aller dringend Stellungnahme des Kongresses zur Arbeiter- Schuhmarte. 3. Verschiedenes. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. nothwendig. Der Vorstand. 1976b Die Kommission. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Vading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 68. Sonntag, den 20. März 1892. Parteigenossen! Arbeiter Berlins! findungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Elektrizität ge9. Jahrg. Der Rest des Gesetzes wird unverändert angenommen. Die macht sind, von welchen fie die umfassende Verwendung derselben eingegangenen Petitionen werden durch die Beschlüsse für erledigt Am Mittwoch, den 28. März, haben die Wähler der 3. Ab- für den Verkehr und die Bedürfnisse der Bevölkerung erwarten. ertlärt. Die Gesammtabstimmung wird auf die nächste Tagestheilung, also die Arbeiter, fleinen Handwerker und Beamten im Dadurch würden die Steuerzahler schwer geschädigt werden; ordnung gesetzt werden. Es folgt die nochmalige Abstimmung über den gestern nur 22. Stadtbezirk an die Wahlurne zu treten, um ihre Stimme für denn die großartigen Anlagen, welche dann von Privaten hereinen Vertreter im städtischen Parlament abzugeben. Die bis: gestellt und in Betrieb gesetzt werden, müßten, wenn es so weit handschriftlich vorgelegenen Antrag Hirsch- Gutfleisch zur Novelle herige fortschrittliche Mehrheit im städtischen Verwaltungskörper Micht die elektrischen Bahnen beherrschen den Verkehr auf der fein sollte, wo weniger als 20 Mitglieder beschäftigt werden, an ist, vom Reich mit ungeheurem Aufwande zurückgekauft werden. zum Krankenkassen- Gefeß, wonach den freien Hilfstassen gestattet hat in augenfälligſter Weise gezeigt, daß sie für die Interessen Straße, wie die Herren links glauben machen wollen; das lehrt Stelle der Gewährung von freiem Arzt und Arznei in natura unferer Wähler, des arbeitenden und dabei nothleidenden Boltes, doch schon der Augenschein. Die erste Frage des Herrn Schrader eine Baarentschädigung in Höhe des halben Krankengeldes zu fein Verständniß hat, daß ihre Klaffenzugehörigkeit ihr einfach ist schief gestellt; soweit sie berechtigt ist, wird sie am besten durch zahlen. verbietet, dem etwa vorhandenen guten Willen" die That folgen die Beschlüsse zweiter Lesung nach dem Prinzip der Priorität bezu laffen. Der Antrag wird heute, da die sozialdemokratischen Bänke antwortet. Von einer Verstaatlichung der Elektrizität kann jeden- sehr schwach besetzt sind und die Gegner des Antrages aus den Reihen des Zentrums zahlreicher als gestern sich erheben, abfalls feine Rede sein. gelehnt. Es ist daher unfere unabweisbare Pflicht, wirkliche Vertreter der Arbeit, flaffenbewußte Sozialdemokraten in die Gemeinde verwaltung zu entfenden. Jeder Parteigenoffe agitire, wo sich Gelegenheit bietet: in Werkstätten, Verkehrslokalen, in Versammlungen und wo er sich sonst befinden mag. Es gilt, durch Wort und Schrift Säumige neu aufzurütteln, neue Kämpfer für die Reihen der Proletarierbewegung zu gewinnen. Es gilt, am 23. März einen neuen Martstein in der Klaffenbewegung der Arbeiter aufzurichten! Dies erreichen wir, wenn wir, fest geschlossen, dem Kandidaten der Sozialdemokratie, Kaufmann Robert Flatow, Wallner- Theaterstr. 18, zum Siege verhelfen. V Wir bitten Folgendes zu beachten: Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist in die GemeindeWählerliste als stimmberechtigt jeder selbständige Preuße ein zutragen, welcher das 24. Lebensjahr erreicht hat, wenn er feit einem Jahr Einwohner der Stadt ist, sich im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, feine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen und feine Gemeinde Abgaben gezahlt hat, auch an Klassensteuer einen Jahresbetrag von 6 M. entrichtet oder doch zur 2. Klassensteuer- Stufe eingeschätzt worden ist. Als selbständig wird Jeder betrachtet, welcher einen eigenen Hausstand hat, d. h. welcher über einen Wohnraum oder mehrere Wohnräume selbständig verfügt. Als unterstützt wird auch der jenige angesehen, welcher für sich oder seine Familienangehörigen Krankenpflege aus öffentlichen Mitteln durch Aufnahme in ein Krankenhaus empfangen und die dadurch entstandenen Kosten nicht zurückgezahlt hat. Als Legitimation zur Ausübung des Wahlrechts genügt die feitens des Magistrats jedem Wähler zugestellte Wahlkarte". Im Nothfalle cach die letzte Steuerquittung. Die Mählerlisten find bis zum Wahltage einzusehen bei Spiedermann, Markusstr. 6. nicht widerlegt. Ich kann nur einem vollständigen Gesetz zuAbg. v. Bar: Die bisherige Debatte hat unsere Bedenken stimmen; das Gesez, wie es vorliegt, kann nur eine Quelle von Streitigkeiten für das Publikum und von Unannehmlichkeiten für die Verwaltung sein, wenn sie, wie es sich als nothwendig erweisen wird, das Gesetz mit aller Strenge durchführt. Damit schließt die Generaldiskussion. In der Spezialdebatte werden die§§ 1-4, 4a- 4d unerändert angenommen.§§ 4a- 4d erhalten die Nummern 5-8. 3u§ 5, jett§ 9, welcher mit Geldstrafe bis zu 1500 M. oder mit Haft oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten denjenigen bestraft, der vorfäßlich entgegen den Bestimmungen dieses Gesezes eine Telegraphenanlage errichtet oder betreibt, beantragen die Abg. v. Bar und Genossen, die Worte oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten" zu streichen. Abg. v. Bar befürwortet den Antrag. Geh. Rath Dambach bittet, den Antrag aus den in zweiter Lesung entwickelten Gründen abzulehnen. Der Antrag wird abgelehnt,§ 9 unverändert angenommen. Bu§ 7 a, jest§ 12, liegen die oben erwähnten Anträge vor. Der Antrag v. Bar besagt: Die Reichs- Telegraphenverwaltung fann verlangen, daß, sobald eine Störung ihrer in berechtigter Weise gelegten Leitungen zu befürchten ist, andere benachbarte Leitungen so eingerichtet werden, daß sie in sich selbst geschützt sind, vorausgesetzt, daß die Telegraphenleitung ebenfalls den berechtigten Anforderungen des Selbstschutzes genügt." Der Antrag Hammacher verändert nur redaktionell den Beschluß zweiter Lesung, welcher dahin geht:" Elektrische Anlagen find, fobald eine Störung der einen Leitung durch die andere zu befürchten ist, auf Kosten desjenigen Theils, welcher durch eine spätere Anlage oder durch eine später eintretende Aenderung einer bestehenden Anlage diese Gefahr veranlaßt, nach Möglichkeit so anzulegen, daß sie sich nicht störend beeinflussen." Das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beu schränkter Haftung wird auf Antrag des Abg. v. Bennigsen, in der Fassung der Konmissionsvorschläge en bloc angenomme nachdem die Abgg. Brömel und v. Strombeck erklärt haben, daß sie trotz einiger Bedenken im Einzelnen gegen den Verzi cht auf die Spezialberathung keinen Einspruch erheben wollen. In der Gesammt- Abstimmung wird darauf das Kranten tassen Gesez endgiltig angenommen. Dagegen stimmen die Sozialdemokraten, die Bolkspartei und die Freisinnigen, mit Ausnahme des Abg. Thomas. A Auf Vorschlag des Präsidenten wird auch noch die Gesammt- Abstimmung über das Telegraphen Gesez vorgenommen, da diesem Vorschlage von feiner Seite widersprochen wird. Die Annahme erfolgt nach Probe und Gegenprobe. Gegen das Gesetz stimmen die Freifinnigen, die Hälfte der Nationalliberalen und eine Minderheit des Zentrums. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( GesetzEntwurf betr. die Unterstützung von Familien von zu Friedens übungen einberufenen Mannschaften, kleinere Vorlagen, Wahlprüfungen.) Lokales: Nachklänge zum 18. März. Daß unsere Bourgeoisie den Tag verleugnet, an welchem sich die Wende vom absoluten zum konstitutionellen Staatsregime vollzogen hat, erwähnten wir bereits gestern. Heute können wir hinzufügen, daß sie mit dem ingrimmigen Hasse, den der Renegat noch immer gegen den Charakter empfunden hat, gegen alle die wüthet, welche noch der altväterlichen Ansicht huldigen, daß die Treue fein leerer Wahn Der Wahlbezirt umfaßt folgende Straßen: Die entstehenden Streitigkeiten will ein weiterer Antrag der sein dürfe. An den Kämpfen des 18. März waren die MetallAlleranderstr. 1-52, 69-71 Blumenstr. 1-34, 51a und 84. Abgg. v. Bar und Genossen, soweit sie die Störung betreffen, arbeiter bekanntlich hervorragend betheiligt. Die Denkmäler, Große Frankfurterstr. 38-49, 89-100. Kleine Frankfurter auf Grund der Vorschriften der Gewerbe- Ordnung über die welche die Arbeiter der Fabriten von Borsig und Wöhlert ihren firaße 1-9, 20-25. Gonnerstraße, von Alexanderstraße bis Konzessionsstreitigkeiten, soweit sie die Frage der Tragung der gefallenen Kameraden gesetzt haben, legen dafür beredtes Zeugniß Stadtbahn. Grüner Weg 1-22, 102-125. Holzmarktstr. 1 bis Rosten betreffen, durch die ordentlichen Gerichte entscheiden ab. Freilich nehmen sich die Inschriften jener Denkmäler, die 18, 52-55, 58-73. Ifflandstraße 1-11. Kaiserstraße 1-48. lassen. von Freiheit erzählen, wie blutiger Hohn angesichts der ThatKrautstr. 2a, 11 u. 12. Königsgraben 1, 20-22. Neue König- Abg. Schrader empfiehlt die freisinnigen Anträge. Die fachen aus, daß die Nachkommen jener Kämpfer statt der ftraße 44-46. Kurzestr. 2-19. Markusstr. 16-21b, 24-40. Beschlüsse zweiter Lesung und der Antrag Hammacher sprechen Freiheit das Regiment der Kühnemänner geerbt haben. Magazinstraße. Schicklerstraße. Schillingstraße mit Ausschluß beide ausschließlich von elektrischen Anlagen und gehen somit Trotzdem gedenken die Metallarbeiter ihrer gefallenen Todten von Nr. 20. Alte Schüßenstraße 13-16. Wallner- Theater- über den Rahmen dieses Gesetzes hinaus, während der freisinnige und jährlich werden von der Organisation oder einzelnen Fabriken ftraße 1-12, 85-45. Weberstr. 64, An der Jannowißbrücke. Antrag ausdrücklich das Verhältniß der Telegraphenanlagen zu Kränze auf den Hügeln im Friedrichshain niedergelegt. So ge An der Michaelsbrücke," Westseite". Raupachstraße. Die Stadt- den elektrischen zum Gegenstand hat. Durch die Kombination schah es auch diesmal. Unter den gestifteten Kränzen befand sich bahn von Michaelsbrücke Westseite" bis zum nördlichen Ufer des Verwaltungs- und des gerichtlichen Streitverfahrens werde nun auch ein solcher, der von den Arbeitern der Schwarzkopffder Spree bei der Alexanderstraße. Alexanderplatz. KI. Markus- jedenfalls eine Beschleunigung der Entscheidung über die Anlage fchen Fabrik gewidmet war. Darob gerieth die Direktion dieser straße mit Ausschluß 14 u. 15. Ostseite der projektirten Straße selbst herbeiführt. Der Antrag gebe ferner eine Direktive über Fabrit außer sich, und um zunächst ein Exempel zu statuiren, längs der Stadtbahn. An der Stadtbahn 1-22. die Vertheilung der Kosten dahin, daß jeder die Kosten für wurden sechs Arbeiter, die im Verdacht standen, jene KranzDas Zentral- Wahlkomitee. Mangelhaftigkeit der Anlage selbst und für den Selbstschutz selbst spende gefördert zu haben, Knall und Fall entlassen. Nachdem zu tragen hat, und nur für anderweitige Aenderungen der Unter- man auf diese Weise mit der Hungerpeitsche gewinkt hatte, nehmer der neuen Anlage die Kosten zu tragen haben soll. Diese wurde folgender Ukas angeschlagen, dessen Niedrigerhängen ge Antrage entsprächen im Wesentlichen dem schweizerischen Gefeß. nügen dürfte: Es sei aber nothwendig, daß die vorher gestellten Fragen jett endlich beantwortet werden; würden sie nicht beantwortet, so sei eben die Beantwortung der Verwaltung nicht genehm und sie habe nicht Lust, Klarheit in die Sache zu bringen. J. A.: Otto Klein, Schönleinstr. 6. Parlamentsberichte. ( Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) " Berlin, den 19. März 1892. Zu unserem höchsten Bedauern haben wir durch die Zeitung davon Kenntniß erhalten, daß am 18. März ein Kranz mit rother Schleife, die Aufschrift enthaltend: Gewidmet von den Arbeitern der Schwarzkopff'schen Fabrik Sibirien" Abg. Hammacher schiebt den Elektrotechnikern und deren Geh. Rath Dambach: Die unentgeltliche Benuhung einer Tokalen Anlage durch dritte Personen ist nicht verboten; diesen Vertretern im Deutschen Reiche die Verantwortung dafür zu, in demonstrativer Weise auf dem Kirchhof im Friedrichshain Satz hat die Verwaltung seit langen Jahren konstant aufrecht daß die von ihnen ohne Noth geforderte Beantwortung der niedergelegt worden ist. Erst vor wenigen Tagen nahmen wir erhalten. Störungsfrage im§ 7a eine möglicherweise unbefriedigende, bei dem, die Fabrik, ihren Chef betroffenen herben Trauerfall Abg. Schrader( dfr.): Herr Hammacher hat ganz recht, ihren Interessen schädliche Lösung finde. Die Vorschläge wegen Beranlaffung, unserem gesammten Beamten- und Arbeiterpersonal wenn er meint, das Gesetz verfolge nur den Zweck, die Rechte der Tragung der Kosten entsprächen nicht dem schweizerischen unseren Dank für ihr theilnehmendes und würdevolles Verhalten der Berwaltung festzulegen, welche sie bisher thatsächlich gehabt Gefeß. auszusprechen. Wir sind auch heut noch der Ansicht, daß die hat; das ist es eben, wogegen wir uns wehren und warum wir Geh. Rath Dambach: Auf die Fragen des Abg. Schrader überwiegende Mehrzahl unserer Arbeiter mit uns in ihren Ge Den langen Rampf geführt haben. Die Schwierigkeit liegt darin, fann ich im Namen der verbündeten Regierungen teine Antwort finnungen, der Treue zu unserem Kaiser und König und der daß wir niemals erfahren haben, was denn unter dem bisherigen ertheilen. Ich kann nur thatsächlich ausführen, daß wir immer Treue zu unserem Vaterland eins ist, und Recht und Ordnung Recht verstanden wird. Nehmen die Herren von der Verwaltung mit den Interessenten der Starkstromanlagen verhandeln und daß und Frieden, welche ihr Beruf und ihre Familien erheischen, wie aus dem Besitz von Telephonanlagen ein Recht an zu verhindern, es uns niemals eingefallen ist, das Einschreiten der Polizei wir zu wahren sucht. Wir können daher nur annehmen, daß daß Andere in der Nähe ähnliche Anlagen machen? Hierüber behörden gegen die Errichtung der Anlagen in Anspruch zu einige unberufene Feinde der Ordnung und des Friedens, in rückbitte ich mir eine Erklärung von Seiten der Verwaltung aus. nehmen. Es ist von keiner Mißgunst oder dergleichen bei uns fichtsloser Vergewaltigung, das heißt, ohne das erforderliche EinverIn der Kommission ist eine solche Erklärung abgegeben, aber nicht die Rede.§ 7a wird durch die Fassung des Abg. Hammacher ständniß aller Arbeiter einzuholen, in deren Namen sich erkühnt haben, fixirt worden, obwohl wir es verlangten. Schaffen die verbündeten unzweifelhaft verbessert, so daß seiner Annahme diesseits nichts diese Erklärung öffentlich abzugeben. Regierungen diefen Zweifel durch eine bündige Erklärung aus der entgegensteht. Der Antrag v. Bar enthält wiederum das ominöse Um solchen unwürdigen Uebergriffen in gerechter und erfolg Welt, dann stehen wir zu dem ganzen Gesetz erheblich anders. Wort„ Selbstschutz"; wir können damit nichts anfangen, technisch reicher Weise ebenso öffentlich entgegentreten zu können, haben Ich frage ferner: Werden die verbündeten Regierungen die ist Selbstschuß eine Unmöglichkeit. Ich muß daher die Ablehnung wir angeordnet, daß bei den einzelnen Meistern unseres neuen Telegraphenverwaltung anweisen, tünftig in allen den Fällen, des Antrags empfehlen. Die Ueberlassung der Entscheidung der Werkes Liften ausliegen, in welche wir alle Diejenigen ersuchen, wo Neu- Anlagen in Betracht kommen, direkt mit den Inter- technischen Streitigkeiten an die Verwaltungsbehörden ist nach ihren Namen einzusetzen, welche Proteft gegen die oben angeführten effenten zu verhandeln, oder werden sie die Vermittelung der Ausicht der Verwaltung unzweckmäßig, weil sie eine Verschieden Demonstrationen einlegen wollen. Berwaltungsbehörden anrufen? Ein Einschreiten in einem so artigteit der Entscheidungen zur Folge haben wird. Es können vereinzelten Falle wie dem Löbauer scheint mir nicht gerade also die bezüglichen Vorschläge in den Anträgen v. Bar und praktisch; so arm ist das Deutsche Reich noch nicht, daß es Hammacher nicht als annehmbar erachtet werden. Ueberlassen wegen des Verlustes an Gebühren sofort einschreiten müßte. Die Sie einfach die Entscheidung den ordentlichen Gerichten. Frage der konturrirenden Intereffen der elektrischen Anlagen, Geh. Postrath Grawvinkel führt in längerer technischer Dar: eine Frage, deren Bedeutung mit jedem Tage wächst, wird von legung aus, daß der sogenannte Selbstschuh" eine Unmöglichkeit der Regierung lange nicht mit dem Ernst behandelt, den sie er fei. Die Anlage von Rückleitungen zum Ausschluß von fordert. Bei den Starkstromsammlungen handelt es sich nicht Störungen sei lange nicht das kostspieligste; theurer sei der er Noch einige Stimmungsbilder vom Friedrichshain. Sowohl um Störung der Telegraphen- als der Telephonanlagen; forderliche Umbau der Gestelle und am theuersten der Umbau da ist nun zu entscheiden, ob der Werth des Telephons so groß der Vermittelungen. Letterer würde viele Millionen fosten. Ein Genosse schreibt uns: In welcher Art und Weise von ist, daß ihm zuliebe jede Rücksicht auf andere technische Anlagen Abg. Bödiker empfiehlt die Annahme des§ 7a in der Polizeibeamten gegen einzelne ruhig ihres Weges gehende und Vervollkommnungen schweigen muß. Bis vor zehn Jahren Fassung des Eventualantrages Hammacher. Bassanten verfahren wurde, zeigen folgende Fälle: Der Maurer hat man sich ohne Telephon behelfen können. Wenn ich auch das Abg. Schrader tritt zunächst den Ausführungen des Abg. Niendorf, Pücklerstraße wohnhaft, passirte, vom Friedhof kommend, Telephon nicht für einen Lurus halte, möchte ich doch glauben, Hammacher bezüglich des freisinnigen Antrages entgegen und den Landsbergerplatz und bog in die Straußbergerstraße ein. daß es durch weitere Erfindungen überholt werden kann. Ich giebt dann dem Bedauern Ausdruck, daß auch Herr Dambach Hier hatte kurz vorher ein kleiner Auflauf stattgefunden. Als weise noch darauf hin, daß die Telephonleitungen zwischen feine Erklärung darüber abgegeben habe, was die Telegraphen- Niendorf einen Moment stehen blieb, wurde er sofort von uni Städten mit Rückleitungen versehen sind, was hier noch nicht verwaltung an Rechten in Anspruch nehme, sondern sich auf die formirten Beamten gepackt und zu Boden geworfen. Hierbei mitgetheilt ist, daß ferner die Telegraphenleitungen keine Rück- ungenügenden Erklärungen des Staatssekretärs zurückziehe. Die wurde ihm das rechte Ohr sowie die ganze Gesichtshälfte start leitungen nöthig haben; ich frage deshalb, auf welche großen Rechnungen des technischen Vertreters der Postverwaltung verletzt. Dies geschah ohne jede Veranlassung. Weise man die 60 Millionen herausgerechnet hat, welche die bafirten lediglich auf der Voraussetzung, daß umfassende Rück- Ein weiterer Beitrag ist folgender: 4 Arbeiter der Piano Anlage der Rückleitungen zum Selbstschutze angeblich fosten soll. leitungsanlagen unter allen Umständen gemacht werden müßten. fabrit von Schuhmann besuchten ebenfalls den Friedhof. Als Mehr und mehr treten die oberirdischen gegen die Kabelleitungen Die Störungen der Schwachstromleitungen feien aber so un- biefelben sich eingereiht hatten, gefellte sich auch ein alter Manu zurück, Die Elektrizität ist zwar noch sehr theuer, aber in dem bedeutender Natur, daß man solche verschwenderischen Anlagen zu ihnen, der einen Zylinderhut trug. Ein Polizei- Offizier erlaubte Maße, wie man mit der Beleuchtung die Kraftübertragung ver- wirklich nicht nöthig habe. Es müsse immer wiederholt werden, fich bei dieser Gelegenheit folgende Aeußerung zu einem seiner bindet, wird sie sich verbilligen. Auch die Eisenbahn- Berwal- daß der Reichstag ein Einmal fortgegebenes Recht sehr schwer Kollegen: Man müßte dem Alten den Zylinder auftreiben." tungen gehen schon in größerem Umfange zur Nutzbarmachung wieder zurücknehmen oder einschränken könne. Bis zum Erlaß Ist es da nicht der besonderen Ruhe der Arbeiter zuzufchreiben, der Elektrizität über. Für die Ansprüche der Postverwaltung ist eines Elektrizitätsgesetzes müsse man also vorsichtig mit der Er- daß gröbere Ausschreitungen vermieden wurden? Diese lettere außer den Technikern, die in ihrem Dienst stehen, kein einziger weiterung der Rechte der Post- und Telegraphenverwaltung um- Episode wird uns von vier Zeugen bestätigt. Technifer eingetreten. Die optimistische Auffassung des Herrn gehen. Die beste Lösung biete der Antrag v. Bar. Aber auch von Zivilpersonen wird uns mitgetheilt, daß sie Hammacher über das baldige Zustandekommen des Elektrizitäts- Nach einer kurzen Erwiderung des Geheimraths Grawinkel sich in hervorragender Weise betheiligten, wenn die Polizei gefeges tann ich leider nicht theilen. wird ein Schlußanfrag angenommen. einhieb. Abg. Graf Arnim( Rp.): Wenn es nach den Herren von§ 7a wird in der Fassung des Antrages Hammacher an- Der Kohlenhändler Rurk, Straußbergerstr. 50 wohnhaft, an der Linken ginge, würde man noch ein Jahrzehnt oder ein paar genommen, nachden der Antrag v. Bar gegen die Stimmen der geblich Mitglied des Kriegervereins der Schwedter Dragoner, hielt es Jahrzehnte das Gesetz hinausschieben müssen, bis alle die Er- Freifinnigen und einiger Zentrumsmitglieder abgelehnt ist. für geboten, Leute, die sich in die Häuser flüchteten, auf die Die Direttion. Das heißt in nackten Worten: Die Hungerpeitsche dazu bes nußen, um den Arbeiter zur öffentlichen Verleugnung seiner Gesinnung zu zwingen. Wenn irgend eine Bezeichnung für eine solche Fabritsleitung begreiflich ist, so ist es das Wort„ Sibirien", welches die Arbeiter auf ihren Kranz feßten. " Straße zu jagen, wo sie dann von den Gummischlauch- Leuten niedergehauen wurden. Mit seiner Dragonerfaust foll er sogar selbst auf Verfolgte eingeschlagen haben. 3n unserem gestrigen Vericht über die Vorgänge im Friedrichshain wird uns noch mitgetheilt, daß auch der gesellige Klub„ Namenlos" einen Kranz niederlegte mit der Widmung: Den Opfern des Unverstandes und der Willkür, gewidmet von dem geselligen Klub„ Namenlos". Ferner legte auch der Verein der Berliner Gastwirthsgehilfen einen Kranz nieder. Zur Kommunalwahl im 22. Bezirk. Wir ersuchen die Wähler der dritten Abtheilung des 22. Kommunal Wahlbezirks, Kommunal- Wahlbezirks, am 28. d. M. streng ihre Pflicht zu erfüllen. Bei reger, unermüdlicher Thätigkeit ist ein Erfolg sehr wohl möglich. Sorge Jeder dafür, daß am Tage der Wahl unser Kandidat, der Rauf mann Robert Flatow, ein alter, bewährter Parteigenoffe, als Gewählter in das städtische Parlament entfendet wird. Es gilt, zu zeigen, daß das klassenbewußte Proletariat nicht gewillt ist, die Tyrannei der liberalen Majorität länger zu ertragen. Wähler des 22. Bezirks- denkt an die dreisten Ableugnungen des Nothstandes von Seiten der Freisinnigen und thut am 23. März Eure Pflicht! Abends alle die einzelnen Bassins und Reservoirs, wie es heißt etwa 20| eine Fensterscheibe geworfen und Steine aufgesammelt und an der Zahl, explodirten mit fürchterlichem Krach und trugen Anderen zugereicht haben soll, macht seine Aussagen unter weithin die Runde von dem Unglück, das die Fabrit betroffen. fortgesetztem findlichen Weinen. Auch unter den Zeugen befinden Zum Glück war Hilfe bald zur Stelle. Mit bewundernswerther sich mehrere 9 und 12jährige Jungen. Gestern Morgen wurde der Friedhof der März Schnelligkeit rückte die Rummelsburger Feuerwehr an, die Zur Anklage stehen die bekannten tumultuarischen Vorgänge gefallenen noch sehr stark besucht; besonders waren es wirklich Friedrichsfelder folgte. Während dessen hatte man vom Arbeits- am 25. und 26. Februar. Am 25. Februar, Nachmittags 3 Uhr, Leidtragende, Kinder und sonstige Angehörige von Gefallenen, haus aus per Telephon die Hilfe der Berliner Feuerwehr an- 30g, so behauptet die Anklage, ein Trupp von zirka 400 Personen welche das Massengrab auffuchten. Polizei- Aufgebot war gestern gerufen, infolge dessen der 4., 5. und 6. Zug mit einer Dampf- Die Landsbergerstraße entlang nach dem Alexanderplatz zu und nicht erforderlich( war auch vorgestern überflüssig). Die Zahl und zwei Drudspritzen abgefchickt wurden. Später kam dann warf an verschiedenen Stellen die Schaufenster ein. der niedergelegten Kränze beträgt nach genauer Zählung auch noch die Feuerwehr von Friedrichsberg und Lichtenberg, die 6 Uhr fand eine Zusammenrottung von mehr als 2000 Personen 148 Stück, darunter 127 mit rothen Schleifen. mit Pferden der Pferdebahn anrückte. Im brennenden Destillir- statt, welche die Blumenstraße entlang zogen, die Schaufenster haus war für die Feuerwehr allerdings wenig zu thun, es bildete zertrümmerten und die Läden plünderten; die Menge zog über ein einziges Feuermeer, dem nicht beizukommen war. Um so den Grünen Weg nach der Koppenstraße und fam wiederholt bringender wurde die Aufgabe, die Nachbarschaft und vor allem mit der Schutzmannschaft in Konflikt. Abends gegen 8 Uhr be das gefährdete Benzollager zu schützen. Diese Aufgabe wurde wegte sich ein Trupp von 500 bis 1000 Personen von der Lands der Berliner Feuerwehr überlassen, die die Strahlen der Dampf- bergerstraße über die Waßmann- und Marfiliusstraße und nach sprige und einer Drucksprize stundenlang über die Bassins der 9 ühr eine ähnliche Menschenmenge über die Schillingstraße und Festung ergoß, um den explosiblen Inhalt auf einem niedrigen Kleine Frankfurterstraße, verübten Unfug und warfen die Temperaturgrad zu erhalten. Nur der angestrengtesten Thätigkeit Fensterscheiben ein. Die tumultuarischen Vorgänge wiederholten der Berliner Feuerwehr ist es zu verdanten, daß das Lager er fich am 26. Februar. An diesem Tage mußte, so. behauptet bie balten blieb. Auf der anderen Seite bot namentlich das hohe Anklage, eine große Menschenmenge vom Luftgarten über Nitrationsgebäude Gefahr dar. Die Gluth hatte sich so gesteigert, die Kaiser Wilhelmbrücke und durch die Kaiser Wilhelm Als ein Mann durch das alle Scheiben gesprungen waren und die Fensterkreuze schon straße zurückgedrängt werden. zu schwehlen anfingen. Auch hier fonnte man jedoch dem Feuer einen Schutzmann verhaftet werden sollte, schrie Jemand und versuchte vorzudrängen. noch Halt gebieten. Allmälig war auch im Distillirhause selbst aus der Menge Haut ihn!" das Feuer soweit zurückgegangen, daß man energischer vorgehen Der anwesende Polizei- Wachtmeister fab sich hierdurch veranlaßt, fonnte. Der Schaden ist ziemlich bedeutend; was aber besonders mit der blanken Waffe gegen die Menge vorzugehen; einer der störend ins Gewicht fällt, ist der Umstand, daß eigentlich mit Angeklagten soll dann durch die wiederholten Rufe Haut ihn!" dem Stillstand der Benzoldestillation der ganze Fabrikbetrieb still zum Widerstande zu reizen gesucht haben.- An demselben Tage steht. Man wird sich vorläufig so helfen müssen, daß man von Nachmittags strebte eine. Menschenmasse von Westen her dem anderen Fabriken bestillirtes Benzol bezieht. Die letzten Mann Brandenburger Thor zu. Berittene Schuhleute bemühten sich, schaften der Feuerwehr rückten erst gestern in der fünften Morgen die Menge auseinander zu treiben, fie hatten aber schwere stunde ab. Arbeit. Als die Maffe bis zum Königsplaße zurückgewichen Polizeibericht. Am 17. de. Mts. Abends versuchte ein war, soll der Angeklagte Stahn durch den wiederholten Ruf Die Nürnberger Stadtverordneten faßten seinerzeit einen Polizei aufzureizen. Ferner fand am 26. Februar Nachmittags Beschluß, wonach prinzipiell feine fonfeffionellen Schulen mehr, Mädchen in der Wohnung seines Bräutigams, in der Mulack- Haut ihn!" versucht haben, die Menge zum Angriff gegen die sondern nur noch Simultanschulen errichtet werden sollten. Das straße, sich durch den Genuß einer giftigen Arznei das Leben zu 6 Uhr wiederum im Lustgarten ein Auflauf statt und bei dieser Nürnberger Stadtverordneten Kollegium ist in seiner Mehrheit nehmen. Es wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. Gelegenheit soll sich der Angeklagte Fritz einer Majestätsbeleidigung deutschfreisinnig und so blus die deutschfreifinnige Bresse mit aller Am 18. d. M. Vormittags wurde ein pensionirter Weichensteller schuldig gemacht haben. Beim Aufziehen der Schloßwache Unter Macht in ihre durchlöcherte Trompete, um der Welt zu ver- in seiner Wohnung in der Memelerstraße erhängt vorgefunden. den Linden, als die Musik„ Heil Dir im Siegerfranz" intonirte, fünden, was für eine Heldenthat man in Nürnberg verrichtet In der Genthinerstraße ging zu derselben Zeit das Pferd eines soll der Angeklagte Döring, welcher sich in einer 3-400 töpfigen habe. Boran natürlich die Berliner Blätter des Deutschfreisinns, Geschäftswagens durch und überrannte vor dem Hause Lützow- Menschenmenge befand, gerufen haben: Hoch lebe die Republit die sich so gern im Glanze der Thaten gefallen, die anderwärts Ufer Nr. 4 einen Straßenreiniger. Dieser erfitt eine Gehirn- Soch die Anarchie!". Döring bekennt sich nach der Behauptung geschehen. Aber die Freude dauerte nicht lange. Die andere erschütterung und mußte nach dem Elisabeth- Krankenhause ge der Anklagebehörde zum Anarchismus, und Angesichts der Hälfte des deutschfreisinnigen Nürnberger Stadtregiments, der bracht werden. Vor der Taubstummen- Schule, Markusstr. 46, Erregung, welche fich in jenen Tagen der Gemüther be Magistrat, faßte fürzlich einen entgegengesetzten Beschluß, wurde Nachmittags ein taubstummer Schüler von einem Bier- mächtigt hatte, soll dieser Ruf gerade sehr gefährlich gewesen und indem er die Einrichtung neuer Klaffen der katholisch en wagen überfahren und anscheinend bedeutend verlegt.- Abends gegen das Militär und die besitzenden Klaffen aufzureizen. Das Konfessionsschule zu Gostenhof verfügte. Und zwar einstimmig! wurde ein Bildhauer vor dem Hause Brandenburgstraße 80 mit geeignet gewesen sein, die Menschenmenge au Gewaltthätigkeiten -Das ist die Konsequenz des Deutschfreisinns, eine mert einer bedeutenden, anscheinend von einem Falle herrührenden Publikum soll denn auch sofort eine drohende Haltung angenommen würdige Sorte zwar, aber ganz deutschfreifinnig. Gegenüber Berlegung am Fuße aufgefunden und nach dem Krankenhause und versucht haben, den von dem Polizisten festgenommenen einer solchen Partei fann man die nationalliberale wahrhaftig den Nacht fanden drei Brände statt. Außerdem wurde die Feuer in der Auguststraße zur Anklage. Abends 6½ Uhr zog nämlich am Urban gebracht. Am 18. d. M. und in der darauf folgen: Döring zu befreien(?!). Schließlich steht auch noch der Tumult noch als die Inkarnation der Charakterfestigkeit betrachten. wehr nach Rummelsburg gerufen, wo in einer Anilinfabrik ein Trupp lärmend die Auguststraße entlang, wo sie Fenster „ Der Abend" will über Berlin hereinbrechen und den 30 000 Liter Benzol in Brand gerathen waren. Scheiben einschingen und insbesondere den Laden des Schlächter armen Wasserkopf" des Reiches in geistiger Beziehung veredeln meisters Kötschte plünderten. An dieser Plünderung soll sich und bessern. Meterlange Plafate an den Litiaßsäulen haben den namentlich der Angeklagte Blankenburg virch Wegnahme einer erstaunten Berlinern bereits fund und zu wissen gethan, daß am größeren Quantität Wurst betheiligt haben. 1. April ein neues Zeitungsunternehmen die Hauptstadt unsicher Die Zahl der vorgeladenen Beugen beträg. 49. Die Anmachen wird. Natürlich ist der neue Bourgeois- Wisch unab getlagten bestreiten fast sämmtlich ihre Schuld und da, wo sie hängig" und zugleich unparteiisch", das gehört jeht zur Diefelbe zugeben, behaupten sie, daß fie angetrunken gewesen. Mode. Der Chefredakteur des Abend" ist der BühnenschristDie Berliner Straßenkrawalle bildeten gestern den oder nur aus Neugierde und wider ihren Willen in den Menschensteller Sugo Lubliner, einer der Hauptsächlichsten Geldleute" ist Gegenstand der Verhandlung vor der II. Straffammer. Wir strom mit hineingeriffen worden seien. ein hiesiger Bankier und Kommerzienrath. Man sieht, die Verlassen unten den Bericht folgen, den uns ein bürgerlicher Die Beweisaufnahme ist überaus einfach. Die Schuhleute bindung mit dem Giftbaum Börse ist durchsichtig genug. Die Berichterstatter übersendet. und die übrigen Augenzeugen befunden ihre WahrAbonnenten und Inserenten will fich der Abend" aus den Für heute wollen wir unsere Leser nur auf zwei Dinge aufnehmungen bei den Krawallen in ganz knapper Form. Kreisen der„ befferen" Gesellschaft suchen die Arbeiter sind ja merksam machen. Der Vorsitzende lud den einen Angeklagten, Durch diese Zeugenaussagen werden die verschiedenen Angeklagten flug genug, fich nicht lublimen zu lassen. Zur Erledigung der der sich zum Anarchismus bekannte, nach bekanntem Muster ein, in der von der Anklagebehörde behaupteten Weise bezichtigt: nothwendigen Borarbeiten und Reklamen hatte der Berlag des noch doch dorthin zu gehen, wo Anarchie herrsche, hier hielte ihn Der eine hat der Aufforderung der Schuyleute zum Weitergeben in den Windeln liegenden Beitungstindes eine Anzahl stellenlofer Niemand." Das ist also das berühmte Pantoffelaustlopfen ins feine Folge geleistet, ein anderer hat dumme Redensarten gemacht, Kaufleute als Aushilfsarbeiter beschäftigt. Vergangene Woche Juristische übersetzt; eine Art und Weise, die allerdings ein dritter Haut ihn!" gerufen, ein Bierter gerufen: murde das Aushilfspersonal abgelohnt, weil nichts mehr zu thun Jene, die ja fets am Liebsten unter fich find, am After- Schutzleute! Wir find auch Unteroffiziere gewesen!" ein Fünfter war. Es wurde ihnen aber bedeutet, daß fie in einigen Tagen leichtesten von unbequemen und namentlich hungrigen Individuen hat Fensterscheiben zertrümmert 2c. 2c. Von dem kleinen An wieder nach Beschäftigung anjragen fönnten. Als dies geschah, befreit. Daß der Vorsitzende ferner den Arbeitslosen empfahl, in geklagten Boigt behaupten trotz seines weinerlichen Widerspruchs wurden die Arbeitsuchenden abgewiesen mit der Begründung: die Provinz auszuwandern, wo angeblich Mangel an Arbeits- mehrere Zeugen, daß sie genau gesehen, wie derselbe Steine zun Wir haben jest acht Soldaten eingestellt und brauchen deshalb fräften herrschen soll, ist nur eine gelinde Abschwächung der Aus- Einwerfen der Schaufenster gesammelt und dieselben den er Kaufleute nicht mehr zu beschäftigen. wachsenen Personen zugereicht habe. Gerichts- Beifing. wanderungstheorie. Wie es den Arbeitern in der Provinz ergeht, weiß Derjenige sehr gut, der einigermaßen aufmerksam unser Blatt verfolgt. Dumme Der Also sogar die bewaffnete Macht wird in den Dienst des Der Aelteste der Angeklagten, Barbier Klemm, ist auch neuen Zeitungsunternehmens gestellt. Die Soldaten machen's wegen des Rufes: Haut ihn!" verhaftet worden, Er bestreitet ganz wahrscheinlich billiger, als die Kaufleute! Bezeichnend aber für Auf die staatsanwaltlichen Auslaffungen des Näheren ein- entschieden, diesen Ruf ausgestoßen zu haben und behauptet, das den Geist, welcher die bürgerliche Gesellschaft beherrscht, ist es, daß zugeben, haben wir keine Veranlassung. Sie sprechen, wie alle Opfer einer Perfonenverwechselung geworden zu sein. Die Be Herr Lubliner verspricht, unparteisch" seine geistigen Produkte staatsanwaltlichen Ausführungen, für sich. amten bleiben aber bei ihrer Beschuldigung. Klemm sowohl, wie auf den literarischen Markt zu werfen. Die sogenannten un Wir wollen aber nicht verschweigen, daß uns von privater die meisten der übrigen Angeklagten bestreiten, sozialdemokratische parteiischen" Zeitungen haben ja bisher mit ihrer Spekulation Seite mitgetheilt wurde, daß die Angeklagten nichts weniger als Versammlungen zu besuchen; andere geben zu, am 25. Februar auf die Dentfaulheit der Bourgeoisie und auf die politischen einen revolutionären Gindruck machten. Es waren größtentheils die Versammlung der Arbeitslosen besucht zu haben. Der AnDumintöpfe der bürgerlichen Klaffen ein recht gutes Geschäft Kinder, die ihre Bertheidigung mit schluchzender Stimme führten, getlagte Menzel, welcher sich Schuhleuten widersetzt haben gemacht. Weshalb soute also an dem großen, unparteiischen" die sich offenbar der gewaltigen Strasthaten, die sie begangen foll, scheint nach der Aussage der Zeugen in betrunkenem Troge nicht noch ein Plätzchen für Herrn Lubliner übrig fein. haben sollten, nicht im mindesten bewußt gewesen waren. Gin Bustande gewesen zu sein. Der Angeklagte Stahn giebt Und dann die Berbindung mit dem Börsenjobberthum! Welchen Beuge beispielsweise behauptete, daß der Angeklagte Döring, der Haut ihn!" gerufen zu haben, als am 26. Februar Einfluß hat da der Kommerzienrath, der den„ Abend" mit seiner Anarchist, ein harmloser Berrückter sei, der sich mit allerlei beim Ausritt des Kaisers die Menschenmenge am Königsplay Protektion zu beehren gedenkt! Sämmtliche angesehene" Bürger Weltbeglückungsplänen trage und sogar das Kriegsministerium zurückgedrängt wurde. Stahn behauptet, daß er sich gar nichts von Tirschtigel, Nakel, Filehne, Krotoschin, Meferit, Bomst mit den unsinnigsten Erfindungen" belästige. dabei gedacht habe, als er den Ruf ausgeftoßen. Auch ein ans werden zu Abonnenten des Abend" gepreßt werden. Jeder, der zu lesen versteht, wird auch aus dem Bericht des derer Angeklagter will nur aus Scherz gerufen haben. Unsere besten Wünsche begleiten bas Unternehmen des Herrn bürgerlichen Berichterstatters ersehen, um was es fich handelte. 20jährige Angeklagte Döring wird durch die Zeugen überführt, Lubliner. Leider fürchten wir, daß dieselben nichts nugen werden, Sollten vielleicht irgend einem Nörgler z. B. darüber Bedenken den Ruf ausgestoßen zu haben:" Hoch die Anarchie! Hoch bie Berlin wird fin de siècle dem Abend" bald eine gute aufstoßen, daß es in der Welt in der Beziehung überaus mert Republit!" Als er verhaftet wurde und der Schuhmann ihn fragte, Nacht" wünschen können... würdig zugehe, daß sich bei dem Krawall in Blumberg doch wie er so dreift sein fönne, angesichts der aufziehenden Schloßwache so Ein trauriger Vorfall hat sich Freitag Abend in Spandau Niemand gefunden hat, der die Krawallbrüder auch in drei etwas zu sagen, hatte er gesagt:" Ich bin Anarchist, das ents ereignet. Mehrere Schlosser der kgl. Munitionsfabrik unterstützten Wochen vor die Richter brachte und verurtheilte, so fann fich spricht meiner Anschauung!"- Bras.: Was wollten Sie eigentlich Nachmittags einen Kollegen beim Umzuge. Während einer Baufe ein solcher Nörgler ja auch irgend ein weltvergessenes Nest auf mit diesem Ruf bezwecken? Sie mußten sich doch sagen, daß Angekl: gingen fie alle in ein Schanklokal, wo sie mit dem Wirth in Streit suchen, wo nach seinem Geschmack geurtheilt und verdonnert wird. Sie damit die schon erregte Menge aufreizen! Wir lassen nun den Bericht folgen, auf den wir noch ein- Ich wollte blos demonstriren für die allgemeine Noth und die geriethen. Weil sich zwei von ihnen dabei sehr laut geberdeten, armen Arbeiter, welche teine Arbeit haben. Präs.: Die wurden fie verhaftet und, obwohl sie am Drte ansässig und vergehend zurückzukommen haben. heirathet sind, im Polizeigewahrsam behalten. Zwei Kollegen, Vor der 2. Straftammer hiesigen Landgerichts I begannen alten Arbeiter werden sich gewiß dafür bedanken, daß Sie junger die zur Wache folgten, um sich als Zeugen für die Inhaftirten gestern die Verhandlungen gegen die Straßentumultuanten vom Mensch ihre Interessen schüßen wollen! Warum suchen Sie sich anzubieten, hatten dasselbe Geschick. Als der Kastellan am Abend 25. und 26. Februar. Den Borsiz führt Landgerichts- Direktor feine Arbeit?- Angefl.: Ueberall wohin man fommt, ba den Arrestanten Essen brachte, fand er den einen in seiner Belle Brause wetter, die Anklage vertritt Assessor Dr. Strehler, heißt es: Besetzt! Ich war 9 Monate im Krankenhaus und erhängt vor. Der Unglückliche hatte sich offenbar in der Auf die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte Wronter, Dr. habe dasselbe erst im Januar verlassen, ich war ganz regung aus Scham über seine Berhaftung das Leben genommen. Bont, Morris, Dr. Schwindt, Kattowski und die ohne Arbeit und alle Bemühungen, solche zu bekommen, Außerdem war meiner Mutter Sterbe Er hinterläßt eine junge Frau, die ihrer baldigen Entbindung Referendare Dr. Sudheim, v. Spizenberg und Dr. waren vergeblich. und Die Verhandlungen finden im großen Schwur tag ich befand entgegensieht. Der Fall erregt in Spandau großes Aufsehenbefand mich in großer Aufregung. und das mit Recht. Weshalb man übrigens Lente bei jedem gerichtssaale statt. Angeflagt find folgende 22 Personen: Präs.: Ihrer Mutter Sterbetag bätten Sie würdiger be Quart fiftirt, ist übrigens eine Frage, die wahrscheinlich nur von 1. Bäcker Franz Edmund Did, 2. Bäckerlehrling May Boigt, gangen, wenn Sie sich nicht an dem Krawall betheiligt hätten. 3. Maurer Christoph Pfister, 4. Arbeiter Albert Angel.: Es ist doch bekannt, daß wenn die Schloßwache einem Uniformirten" gelöst werden kann. Kampf, 5. Bildhauer Paul Prochnow, 6. Ar- aufzieht, eine Masse Menschen mitmarschiren.- praf.: Wie Die Rummelsburger Auilinfabrik ist vorgestern von beiter Paul Zidau, 7. Schlächter Carl Menzel, tamen Sie nun dazu, jenen dreisten Ruf auszustoßen? Sie wissen einem Feuer heimgesucht worden. Die Fabrit liegt an der 8. Barbier Adolf Klemm, 9. Maurergeselle Gustav Ridel, offenbar gar nicht, was Anarchie ist; Sie wollten wahrscheinlich Spree, dicht hinter dem städtischen Arbeitshaus. Sie geht von 10. Maurer Wilhelm Stahn, 11. Arbeiter Karl Wilhelm verhaftet werden. Anget: Ich hatte mich bei einem Gasder Straße bis hinab ans Wasser und besteht aus zahlreichen Fri, 12. Arbeiter Otto Döring, 13. Maurer May Karl und Wasserrohrleger um Stellung beworben nnd der Mann die Dreistigkeit, mir 9 M. Wochenlohn einzelnen Gebäuden, zwischen denen die Lagerschuppen und eiserne Blankenburg, 14. Malergehilfe Harder, 15. Droschten hatte Und dann war ich auch in Reservoirs liegen. Etwa inmitten des ganzen Gebäude- Rom- tutscher Glas, 16. Arbeiter Schulz, 17. Zimmerlehrling zubieten. plexes befindet sich die Benzoldestillation, ein langgestreckter Bau Gürte, 18. Maurer Marguse, 19. Arbeitsbursche Putzke, darüber, daß der erste Beamte der Stadt die Deputation amit einem Thurm. Hier wird das Benzol, das Ürprodukt der 20. Bäckergeselle Wilhelm Schmidt, 21. Arbeiter Mist, der Arbeitslosen nicht empfangen hatte. geht Sie jungen Menschen dag Alles übrigen Fabritate, destillirt. Die Arbeiter der Fabrit hatten sich 22. Arbeiter bert. Sämmtliche Angeklagte befinden sich in Was Anget!: Jch gehöre doch ebenso gut zu vorgestern früh in gewohnter Weise zur Frühstückszeit nach dem Haft. Die Anklage beschuldigt die Einzelnen verschiedener StrafSpeisesaal der Fabril begeben, im Destillirhause war als Wache thaten: der Theilnahme an einer Zusammenrottung von Menschen, Arbeitern, wie die Anderen. Wenn ich gegen das Militär hätte nur der Arbeiter Maschinski zurückgeblieben, der seit Jahren welche mit vereinten Kräften gegen Personen und Sachen Gewalt aufreizen wollen, dann hätte ich mich doch gegen die Soldaten schon in der Fabrit thätig ist und den Ruf eines zuverlässigen thätigkeiten verübten, des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, gewandt.- Präs.: Das würde Ihnen jedenfalls sehr schlecht Mannes befigt. Es war genau 7 Minuten vor 9 Uhr, der Aufforderung zum Widerstande vor versammelter Menschen bekommen sein. Ihr Ausruf ist offenbar eine thörichte Renoms als der wachhabende Maschinist des benachbarten Kesselhauses menge, der Majestätsbeleidigung, der Beleidigung der Schutz- mage eines Menschen, der keine Ahnung von den anarchistischen aus dem Destillirhaus heraus ein verdächtiges Bischen und Brausen mannschaft, der Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten und der Theil- Tendenzen hat. Gehen Sie doch hin, wo Anarchie herrscht, hier vernahm, welches in ihm die Vermuthung erweckte, daßnahme an einer Zusammenrottung, welche Plünderungen verübte. hält Gie Niemand!" Angell: Ich wollte blos für die eine Badung herausgesprungen sei. In demselben Augen- Einige werden beschuldigt, an einer Zusammenrottung sich be- allgemeine Arbeitsnoth demonstriren. Präf.: Jedermann blic ertönte ein lauter Krach, der Arbeiter Maschinsky flog wie theiligt zu haben und nach der britten an sie ergangenen Auf- der arbeiten will, fann auch leben. In den Provinzen schreit ein Ball aus der offenen Thür des Hauses, während gleichzeitig forderung sich nicht entfernt zu haben. Die Angeklagten, welche man dorthin gehen die Arbeiter die Flamme hoch emporzüngelte. Eine der Destillationsblasen war der Mehrzahl nach unbestraft sind, stehen zumeist im Alter von nicht! Der als Zeuge vernommene Hausbesizer, bei welchem explodirt, dem Maschinsky waren von der Stichflamme die Kopf- 19 bis 22 Jahren, nur einer hat die 30 bereits überschritten. Der Vater des Angeklagten wohnt, bekundet, daß der Angeklagte und Barthaare abgefengt und das ganze Gesicht verbranut. Mit Bwei der Angeklagten sind sogar erst 16 Jahre alt und der eine häufig fräntlich ist und sich oft im Krankenhause befindet. Der dem Fortschreiten der Flamme erfolgte Explosion auf Explosion, von ihnen, Bäderlehrling Boigt, welcher einen Stein in Bater sei sehr wohl in der Lage, den Angeklagten vor der Notg " Barnau. nach Arbeitern, aber an Aufregung Präsident: an? ben " zu schützen und thue dies auch oft über seine Kräfte hinaus.| Lehrling Voigt, welcher mit einem Stein in ein Schaufenster Der Angeklagte sei ein ganz harmloser, aber etwas überspannter geworfen, zu 2 Jahren, Tickau zu 1 Jahr 3 Monaten, Mensch, der Erfindungsschrullen im Kopfe habe, sich mit der Pfister zu 3 Jahren, den minderjährigen Blanken Erfindung des lenkbaren Luftballons und anderen Dingen ab- burg zu 2 Jahren, Schmidt zu 3 Jahren, den quäle und wahrscheinlich keine Ahnung von der Be- minderjährigen Burschen Pugte zu 2 Jahren, Schulz deutung des Wortes Anarchist" habe. Der Angeklagte zu 3 Jahren 2 Monaten, Gbert zu 3 Jahren Blankenburg wird überführt, an der Plünderung des Gefängniß und wegen Vergehens gegen die Para Schlächterladens in der Gr. Hamburgerstraße Theil genommen zu graphen 105 und 113 bezw. 116 die Angeklagten Menzel haben. Der erst 21jährige Angeklagte giebt dies zu. Er will zu 2 Monaten, Did zu 3 Monaten, Kempf zu in angetrunkenem Zustande unter eine Rotte jugendlicher Menschen 3 Monaten, Prochnow zu 3 Monaten, Klemm zu gerathen sei und als der Ruf ertönte; Au, da drüben ist ein 6 Monaten, kidel zu 1 Jahr, Stahn zu 9 Monaten, Schlächterladen!" sei er mit den Tumultuanten in den Laden ge- den minderjährigen Sarder zu 4 Monaten, Glaz zu drungen und habe auch eine Wurst weggekapert. Während 1 Jahr, Gürke zu 2 Monaten, Marguse zu 1. Jahr der Vernehmung des Angeklagten Fris, welcher sich der Gefängniß, Döring zu 1 Jahr und Friz wegen Majestätsbeleidigung schuldig gemacht, wird die Deffentlichkeit Majestätsbeleidigung und Beleidigung der Berliner Schuhmannausgeschlossen. Die Angeklagten Puhke und Schmidt schaft zu 2 Jahren Gefängniß verurtheilt. sollen nach den Bekundungen von Zeugen sich an der Boziale tebersicht. Metallarbeiter Berlins! von Deutscher Tischler- Verband( Siz Stutt gart), Bahlstelle Berlin 78 tafsirt und neue Mitglieder aufgenommen: Lorenz, Koppenstraße 483 e; Hente, Jeden Sonnabend, von 8-10 Uhr werden in folgenden Lokalen Beiträge Blumenstr. 38; Bubeil, Naunynftr. 86; 8iemer, Cuvryſtraße 17; Stramm, Ritterstr. 123; Scheuer, Gnetſenaustraße 35; Kiging, Bülowfir. 62;' Solzbecher, Dreyfeſtr. 3; Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ede; Gnadt, Brunnenſtr. 38; Schmidt, Tresckow- und Diedenhofenerstraßen- Ecke; Klein, Schönleinstraße 6; Saase, Königgrägerstr. 47; Brückner, Lothringerstr. 67 und Golz, Grünauerfiraße 3.- Das Eintrittsgeld beträgt 30 Pf.( wofür Statut), der wöchentliche Beitrag 15 Wf.( intl.„ Neue Tiſchler- Zeitung"). Die Zusendung der Zeitung Kayfer, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Noſtizstr. 29. der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Borstände derselben las arbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bei Borgmann. erfolgt durch Spediteure fret ins Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntags. Mar Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund zu richten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Vorwärts 3, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Montag, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche Kröfche. Schleife, Naunynſtr. 86 bei Zubeil. Stederlust, Fichteftr. 29 bei Steder: Senefelder, Jüdenstr. 55 bei Trischmann. tafel der Maler und verwandten Berufsgenossen Annenstr. 14 bei Ehrenberg. Moabiter Lieberta fel, Wilhelmshavenerstr. 25 bei Brosch. Harmonie 2 Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, Görligerstr. 58 bei Toltsdorf.- Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bet Riedel. Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauserstraße Nr. 43 bei Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Sängergruß, Friedrichshagen bei Blank. Froh' Hoffnung der Zimmerer Berlin West. Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bet Struje. yra 2, Charlottenburg, Charlottenburger- Ufer sb bei Benzin. Sängerhain, Reichen Sotosblume, Kleine Kurstraße 10 bei bergerstr. 21 bei Paghold. Kanzow. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, Eisenbahnstr. 20. Plünderung des Geschäftstellers einer Frau Runge betheiligt Raubmörder Wetzel gegen das vom Schwurgericht gefällte TodesLeipzig, 19. März. Das Reichsgericht hat die von dem haben. Beide bestreiten. Nach dem Zeugniß der Frau Runge urtheil eingelegte Revision als unbegründet verworfen. ist eine ganze Rotte bei ihr eingedrungen und haben bei ihr geplündert. Als sie den Eindringlingen Vorwürfe machte und sagte, daß sie ja selbst eine arme Frau sei, habe Buzzke einem jungen Menschen den Hut vom Kopfe genommen, denselben ihr übergeben und gesagt:„ Na, dann nehmen Sie dies zum Pfande!" Der Hut hat nachweislich dem Angeklagten Schmidt gehört. Die übrigen Angeklagten sind nachträglich wegen ihres Verhaltens am 27. Februar unter Anklage gestellt. Der An- In wenigen Wochen wird der Verband der Berliner Metallgeklagte Harder hat an der Kaiser Wilhelmbrücke den Ruf arbeiter das erste Jahr seines Bestehens vollendet haben. Be" Haut ihn!" ausgestoßen und hat einen Stein dabei in der rücksichtigt man die vielen Schwierigkeiten, die jede neugeschaffene Sonntag: Privat- Theatergesellschaft und Artiſtentlub um or, bet Sabeck, Hand gehabt. Der Angeklagte hatte bei seiner polizeilichen Ver- Organisation gerade in der ersten Zeit ihres Bestehens zu über- ürbringerſtr. 7. Privat- Theatergesellschaft Lustspiel bei Stegemund, Theater und Artislenklub Jugendtraft 2 bei nehmung auch angegeben, daß in der Arbeitslosen- Versammlung winden hat und die naturgemäß auch unserem Verbande nicht Ritter, Mauerstr. 86. Theaterverein Boruffta bet Dcfert, Zeugvon dem Regierungs- Baumeister Keßler rothe Bettel vertheilt erspart blieben, dann können wir mit den bisher erzielten Er- bofftr. 8. Geselliger Verein Neue Welt bei Strohschänt. Rytestr. 48. worden seien, in welchen zu Krawallen aufgereizt worden. Der folgen zufrieden sein. Seit seiner Gründung hat der Verband, Montag: Theaterverein Proletariat bei Köhn, Naunynjtr. 83. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Angeklagte erklärt jezt aber, daß er selbst davon nichts wiffe, trotz der schweren wirthschaftlichen Krise, die ganz besonders Blaue Quaste bei Dudeck, Pflugftraße 16. Rauchtlub Deutscher vielmehr ein jetzt unauffindbarer Malergehilfe Kämmerer, der hart auch auf der Metallindustrie lastet, in stetiger Weise an michel, Koppenſtr. 43c. ihm auch den verhängnißvollen Stein in die Hand gedrückt, ihm Mitgliedern zugenommen, was am besten durch folgende Zahlen gesellschaft alhalla, jeden Sonntag Nachmittag& Uhr Restaurant Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theaterdie betreffende Mittheilung gemacht habe. Der Angeklagte illustrirt wird. Im ersten Quartal( April- Juli vorigen Jahres) Lautenbach, Cuvryftraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Droschtenfutscher Glaz ist in angetrunkenem Zustande vom betrugen die Einnahmen 1604,59 M., die Ausgaben 1033,68 M., Sonntag 4 Uhr bei Chrifted's, Manteuffelftr. 46. Bock seiner Droschte geklettert, hat sich an den Hals seines Pferdes im zweiten Quartal betrugen die Einnahmen 4470,62 M., die vergnügungsverein Germanta, alle 14 Tage Verfammlung SintenBergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. gestellt und gerufen: Haut ihn!"- Der Arbeiter Schulz Ausgaben 2627,24.; M.; im britten Quartal betrugen ftraße 150. wird beschuldigt, zu Gewaltthätigkeiten aufgefordert zu die Einnahmen 7125,33 M., die Ausgaben 3030,68., Tambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Wendt, haben. Eine Droschke, in welcher ein Schuhmann saß, so daß dieses Quartal mit einem Kassenbestand Schleiermacherstr. 2. wurde von Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein einer erregten Menschenmenge verfolgt, man 4094 M. 65 Pf. abgeschlossen hat. Dieses an sich erfreuliche 3 w te belfifche, Rirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's total, Berlinerwarf mit Steinen nach der Droschte, fiel dem Pjerde in die Resultat würde sich aber noch viel günstiger gestaltet haben, fraße 120. Zügel und nöthigte den Schuhmann zum Aussteigen. Unter den wenn nicht zahlreiche Kollegen, nachdem sie dem Verbande als Bitherflub Freiheitstlänge, jeden Montag Abend bei E. Franke, Apostelkirche 7 b. Leuten, welche zum Vorgehen gegen den Schuhmann aufgefordert Mitglieder beigetreten waren und einen oder mehrere Beiträge Pfeifentlub Felsen fest, Abends Uhr, Posenerstraße 15, Restaurant haben, soll sich auch der Angeklagte Schulz befunden entrichtet hatten, mit ihren ferneren Beiträgen im Rückstande ge- Schuttpelz. haben. Er bestreitet, gegen ihn spricht aber eine Wunde, die er blieben wären. So weit diese Säumigkeit durch die Noth der Zeit am Kopf durch einen Säbelbieb erhalten hat. Auch Gürte verursacht wurde, ist sie erklärlich und verzeihlich, und bringen und Marguse sollen bei diesem Vorfall betheiligt sein. Der wir allen diesen Mitgliedern diejenigen Bestimmmungen dem bedrängten Schuhmann zu Hilfe eilende Polizeilieutenant des Statuts in Erinnerung, nach welchen Arbeitslosigkeit ist von Leuten umringt worden, welche ihm zuriefen: Brot! Brot! von vier- und Krankheit von zweiwöchentlicher Dauer an von der Arbeit!" Der Angeklagte Ebert hat an einem Menschen Beitragspflicht entbindet. Fälle dieser Art müssen jedoch dem Wie weit die antisemitische Dummbreiftigkeit geht, Knäuel Theil genommen, welcher die Köpnickerstraße entlang Rendanten A. Gerisch, Wallstr. 7-8, gemeldet werden. Unter zeigt wie das Hamburger Echo" berichtet folgender Bor 2. zog und die Läden plünderte und Schaufenster zertrümmerte. Er bleibt diese Meldung, so haben es sich die Kollegen selbst zu- gang. Der antisemitische Schriftsteller" Der antisemitische Schriftsteller" Karl Paasch zu soll dabei ein rothes Tuch in der Hand gehabt und auch einige zuschreiben, wenn sie bei dem Ablauf des jetzigen Quartals ge- eipzig hat in einem Buche, betitelt: Eine jüdiſch- deutsche geraubte Bigarren erhalten haben. Nach Schluß der fünf- trichen werden und ihrer Rechte verlustig gehen. An alle die Gesandtschaft und ihre Helfer", den deutschen Gesandten in ftündigen Beweisaufnahme nahm der Vertreter der Staatsjenigen Mitglieder aber, welche nach einem furzen Auffladern Beting, Herrn von Brandt, der ehrenrührigsten Handanwaltschaft Assessor Dr. Strehler das Wort. Derselbe hielt der Erkenntniß wieder in ihren alten Zustand der lungen bezichtigt. Gegen Paasch ist deshalb eine Strafes für unumstößlich erwiesen, daß der Ausgangspunkt zu den Gleichgiltigkeit zurückſinken, bei denen alfo lediglich die verfolgung wegen Beleidigung des Auswärtigen Amtes einEreffen in der Versammlung der Arbeitslosen zu suchen fei, in Trägheit die Ursache ihrer Pflichtvergessenheit ist, an alle geleitet worden und ist die Verhandlung in dieser Sache welcher das durch aufrührerische Reden verbreitete Gist des diese Mitglieder richten wir hiermit das dringende Ersuchen, ihre Klaffenbasses gierig aufgefogen worden sei. Die geistigen Urheber restirenden Beiträge in kürzester Frist zu entrichten, widrigenfalls der Krawalle seien leider nicht gefaßt worden; sie haben in so ihr Ausschluß aus dem Verbande erfolgt. fluger Weise das Gist unter die Massen gebracht, daß sie strafrechtlich nicht zu faffen seien. Die Bilder, die diese Verhandlung zu Tage gefördert, sei nur ein schwacher Abglanz der wirklich vorgekommenen aufrührerischen Szenen. Der Schaden, der durch Die Gewaltthätigkeiten verursacht worden, sei erheblich groß gewesen und über die große Gefährlichkeit solcher Zusammentottungen tönne fein Zweifel obwalten. Daß der Berlauf der ganzen Unruhen nicht ein viel bedenklicherer geworden, sei der Energie und der Umsicht der Polizeimannschaften zu danken. Aus der ursprünglich beabsichtigten Demonstration unzufriedener Menfchen seien Angriffe gegen das Eigenthum geworden, dann sei Widerstand gegen die Staatsgewalt gefolgt, daran schloß sich Aufforderung zum Klaffenhaß und schließlich die Beleidigung des Raifers. Der Staatsanwalt beantragt folgende Strafen: 1. Gegen Dick 3 Monate Gefängniß; 2. gegen Pfister wegen Landfriedensbruches 4 Jahre Gefängniß: 3. gegen den 16 jährigen Voigt 4 Jahre Gefängniß; 4. gegen Rempf 3 Monate Gefängniß; 5. gegen Broch now 1 Jahr Gefängniß; 6. gegen Tic au 2 Jahre 6 Monate Gefängniß; 7. gegen Menzel 3 Monate Gefängniß; 8. gegen Klemm 1 Jahr Gefängniß; 9. gegen tid el 2 Jahre Gefängniß; 10. gegen Stahn 1 Jahr Gefängniß; 11. gegen Frib 3 Jahre 3 Monate Gefängniß; 12. gegen Doring 2 Jahre Gefängniß; 13. gegen den noch nicht 18 Jahre alten Blantenburg 4 Jahre Gefängniß; 14. gegen Harder 6 Monate Gefängniß; 15. gegen Glat 1 Jahr 3 Monate Gefängniß; 16. gegen Schulz 4 Jahre 6 Wochen Gefängniß; 17. gegen Bürfe drei Monate Gefängniß; 18. gegen Marguse 1 Jahr Gefängniß; 19. gegen den noch nicht 18 Jahre alten Angeklagten Bugte 4 Jahre Gefängniß; 20. gegen Ebert 4 Jahre Gefängniß; 21. gegen Schmidt 4 Jahre Gefängniß und 22. gegen den Angeklagten Mist, der nicht anwesend war, die Vertagung. E3 : Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Vermischtes. auf den 22. d. Mts. vor die Strafkammer des Berliner Landgerichts I angefeßt. Die Untisemiten sind inzwischen eifrig bemüht gewesen, das Paasch'sche Elaborat nach Möglichkeit zu fruftufiziren. So wurden einer Anzahl Reichstags Abgeordneten die Paasch'schen Bücher zugesandt, doch nahm bisher Niemand Veranlassung, im Reichstage die Reichsregierung über die angeblichen Schandthaten des deutschen Gesandten in Beting zu interpelliren, insbesondere hielten auch die Herren Antisemiten im Reichstage, vom Liebermann von Sonnenberg bis zu Stöder den Wund. Das hat die Antisemiten außerhalb des Reichstages start geärgert und so verVerein der Steinhaner Berlins und Umgegend. Jeden Sonntag fandten ihre Vereine an einen Theil der Reichstags- Abgeordneten vor dem Erften, Bormittag 10% Uhr, Versammlung. ein Zirkular, worin sie die Aufmerksamkeit auf jene Paaschthalerstraße 38, Herr E. Bogtherr: Ulrich v. Sutten. Morgen, Freireligiöse Gemeinde. Heute, Sonntag, Bormittag 10% Uhr, Rosen- fchen Anklagen lenken und die Erörterung derselben im Reichsabends 8 Uhr, ebenda: Beschließende Bersammlung. tage verlangen. Ein solches Zirkular fandte der Vorsitzende Gr. Frankfurterir. 117: Große Matinee. Der Ueberschuß ist zur Unter- Abgeordneten Bebel zu, der demselben folgende Abfertigung zu Achtung! Heute Sonntag, Vormittag 11% Uhr, im gofale Königebant, des antisemitischen Wahlvereins in Hamburg u. a. auch dem fügung tranfer Mitglieder der Freien Bereinigung sämmtlicher in der Papier fommen ließ: industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen bestimmt. Versammlungen. Montag, Die öffentliche Versammlung für Frauen und Männer zu „ Herrn F. Raab, Hamburg. vereins zu Hamburg ein Birkular, worin Sie mich auffordern, Sie überfandten mir im Namen des antisemitischen Wahls die Angelegenheit des Herrn K. Paasch im Reichstage zur Sprache Gunsten der Gesellschaft für Berbreitung von Boltsbildung" findet heute Abends 6% Uhr im oberen Gaal ber Gratieilschen Bierhallen, Komman dantenstraße 77-79, statt. Vortrag über:" Egoismus und Sozialismus". Referent: R. Gündermann. Sonntag, Nachmittag 4% Uhr: Bersammlung in Knebel's Salon, Babitr. 58. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein( Filtale Norden). Seute, zu bringen. Vortrag des Herrn Silberberg über:„ Die heutige Erziehung unserer Kinder." Es fällt mir auf, daß ein solches gedrucktes Zirkular von versammlungen. Süd- Bezirt. Lindenstr. 106 bet Boppe. Bortrag des tagsmitglieder versandt wurde, obgleich die von Ihnen ver Arbeiter- Bildungsschule. Seute, Sonntag, abends& Uhr: Zwei große Ihren Gesinnungsgenossen an einen größeren Theil der ReichsHerrn Dr. Borchardt: Die Wirkungen und das Wesen der elettrischen tretene Richtung durch fünf Abgeordnete, und einStröme". Südost Bezirt. Gratwell's Bierhallen, Kommandanten traße 77-79. Bortrag des Herrn Lippmann:" Sit die Zivilisation der schließlich des Herrn Stöcker durch sechs, ihre Vertretung Menschheit zum Segen geworden?" Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Montag, den Wenn nun diese Herren im Reichstage hat. 21. März, Abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. Str. 20. - denen es doch nicht an der Berichterstattung vom Halberstädter Gewerkschafts- Kongreß durch Kollegen nöthigen Unverfrorenheit fehlt die von Ihnen gewünschte AnJ. Timm. Achtung, Schuhmacher! Deffentliche Bersammlung am Montag, den gelegenheit bisher nicht zur Sprache brachten, was doch ihre 21. März er., im Lotale Wilhelmshof, Alt- Moabit 104/105. Der Untergang verdammte Pflicht und Schuldigkeit als Ver besleinhandwerks durch das Großkapital und die Stellung der Artreter Ihrer Partei gewesen wäre, so sollten Sie Freie Vereinigung der Graveure und 3iseleure. Versammlung am sich selbst sagen, daß in den Angaben des Herrn Karl Paasch Montag, den 21. März, Abend 8% Uhr, Dresdenerstr. 45. Besprechung über gar manches sein möchte, daß ihre Erörterung erfolglos er Die Konkurrenz der Kollegen gegeneinander, die zehnstündige Arbeitszeit und scheinen läßt. Fadjverein der in Buchbindereien, der Papier- und LederwaarenUnd das ist in der That der Fall. beiter dazu. Sie Kleinmeifter". 9 Freier Diskutirverein. B Industrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 22. März, Abends präzise Ich hatte bisher von den auch mir zugesandten Büchern des Die Vertheidiger, R. A. Kattowsti, Morris, Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Bereins Versammlung. Herrn Paasch keine Notiz genommen; erst auf Grund Ihres Dr. Schwindt, router, Dr. Bont führten im Wesent- Bortrag des Herrn Türt über„ Die französische Revolution." Bum Besten der Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 17. April Birkulars habe ich dieselben einer Durchsicht unterzogen und habe lichen aus, daß die Strafen viel zu hoch feien, namentlich gegen-( 1. Sfterfeiertag) großes Botal- und Instrumental- Konzert im Feenpalat, dann allerdings gefunden, daß die Anschuldigungen des Herrn über den noch unter 18 Jahren stehenden Angeklagten. veranstaltet von dem Gesangverein der Steinmegen und dem Gefangverein R. Paasch gegen den deutschen Gesandten in Beting auf Halluhandele sich hier durchweg nicht um Die viel unverzagt". Entree 25 f. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer heute, zinationen beruhen. erwähnten Ballonmüßen", um profeffionirte Radaubrüder, Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, bet nebel, Badjir. 58. Paul Heitmann: Die sondern um sonst ruhige, arbeitssame Leute, welche Entwickelung des Kapitals. theils aus übel angebrachter Neugierde, theils aus der den Beyer, Neue Grünftr. 14. Schäftebrandhe. Seute, Sonntag, Abends 27 Uhr, Versammlung bei Berliner Jungen angeborenen gewissen Schnoddrigkeit in Bersammlung heute, Sonntag, Nachmittags das Menschengewühl mit hineingerathen waren und nun mitgeur, bet eopold, Markgrafenftr. 88. Allgemeine Diskussion über die Be A. Bebel." schrien und getobt haben, ohne sich der Tragweite ihres Handelns deutung der Maifeter. recht bewußt zu sein und ohne einen verbrecherischen Willen zu haben. Bei einzelnen der Angeklagten beantragten die Vertheidiger Freisprechung. Nach 2/ 2stündiger Berathung wird un 64 Uhr das Urtheil Gemeindewähler Bersammlung der britten Der Gerichtshof Wählertlaffe Montag, den 21. März, Abends 8 Uhr, im Saale Kreideweis. ist davon ausgegangen, daß es bezüglich des§ 125 genügt, kandidaten- Aufstellung. Es ist Pflicht eines jeden Genoffen, zu erscheinen. wenn die Betreffenden Allgemeine und Zentral- ranken- und Sterbekalfe der Metallbas Bewußtsein gehabt haben, daß sie sich in einer Menschenmenge befinden, die sich zur Verfie troydem in dieser Menschenmenge verbleiben. Von diesen übung von Gewaltthätigkeiten zusammengerottet hat und wenn Gesichtspunkten aus hat der Gerichtshof den minderjährigen Daß aber Ihre Partei jenes Machwerk als politisches Fruktifizirungsmittel zu benutzen trachtet, ist ebenso fennzeichnend für die christliche" Moral und Wahrheitsliebe, die ihr zu Grunde liegt, wie für die Bornirtheit, die in ihr herrscht. Ergebenst Zum Tode verurtheilt wurde in Braunschweig eine Ortsverwaltung Berlin. Bersammlung Montag, ben 31. März, Abends s ubr, 28 jährige Fabrikarbeiterin, welche ihr einjähriges Kind ertränkt bet Keßner, Annenfir. 16. Rammmacher, Elfenbein- und Stockarbeiter find hatte. besonders eingeladen. Tempelhof. verkündet. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. arbeiter( E. H. Nr. 29 und 89 zu Samburg). Filiale Berlin 3. Bersamm lung Montag, den 21. März, Abends 8 Uhr, Mauteuffelstr. 90. Wichtige Mittheilungen. Freie Vereinigung der Barbiere, Friseure und Verrückenmacher Briefkaffen der Expedition. A. 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Wildkaze mitten hinein in die Kolonne, um den Uebel- Industriellen ehrlich genug sind, ihre reaktionären Strebungen thäter zu packen; doch schon hatten sich andere Genossen mit naiver Dreistigkeit einzugestehen. Was die Leute von der Die Ausdehnung der diesmaligen Krisis im Geschäfts- und dazwischen geworfen, der„ Schuldige" war verschwunden und Regierung so zu den Buchdruckereibesitzern zieht, das ist Wirthschafsleben wird trefflich beleuchtet durch eine interessante der Wachmann brüllte einen Unschuldigen an: Sie geh'n mit die kathedersozialistische Tünche, mit welcher lettere unter Statistit des„ Deutschen Dekonomist" über die zunehmende Wechsel- mir." Man sagte ihm, der Mann sei der Unrechte, da packte er Leipziger Führung ihre Profitsucht zu verhüllen wissen, zirkulation. Die uferlose, irrationelle Produktion unserer Herren Ginen um den Andern aufs Gerathewohl und wollte durchaus und da man in Regierungsfreifen jedenfalls sehr wohl Rapitalisten erzeugt bekanntlich seit lange schon chronische Krisen, und schon galoppirten ein Dugend Berittene heran, als ob fie des Sozialismus erfolgen wird, so ist jenen Kreisen die von den verhaften. Im Nu waren auch 10-12 andere Wachleute da weiß, daß die Lösung der sozialen Frage allerdings nur im Sinne an deren Vorhandensein man sich allgemach ganz gewöhnt hatte. Raum aber war eine Krisis je vorher so hartnäckig und umfang: geschrien, die Wachleute theilten Büffe aus und die Reiter nach allen Richtungen hin verhunzte, loyale Sorte von Sozia im Hinterhalte gelegen wären. Es wurde gedrängt, gestoßen, Buchdruckereibesitzern und den ihnen dienenden Freigelassenen" reich, wie die gegenwärtige. Je schärfer die Krisen auftreten ritten mitten unter die wehrlose Menge rücksichtslos hinein. lismus" äußerst tröstlich, den ihre berufsgenossenschaftlichen und je kürzer die Abstände derselben von einander sind, desto Schneller als wir dies erzählen können, hatte das Bild eines Phrasen repräsentiren. Herrn Böditer würden wir rathen, anverheerender müssen sie naturgemäß wirken. Diese Wirkung fommt sehr klar zum Vorschein bei Betrach- friedlichen Zuges der größten Aufregung Play gemacht, noch ein statt dem Geschwät des deutschen Buchdruckervereins zuzuhören, Diese Wirkung fommt sehr klar zum Vorschein bei Betrach- Moment und Blut wäre geflossen; die Wachleute griffen schon zum lieber den letzten Jahrgang des Buchdruckergehilfen- Fachblatts tung der vorerwähnten Statistik über die Wechselzirkulation, die, Säbel und die größte Kaltblütigkeit der Genoffen gehörte dazu," Correspondent" zu studiren. Er wird dann finden, daß die einen Umfang angenommen hat, der auch einen Optimisten irré ergeres zu verhindern, da rief plößlich einer der Genossen Hoch vielberühmte Ordnung im Buchdruckgewerbe nicht von den UnterBernerstorfer"; Reichsrathsabgeordneter Pernerstorfer war nämlich nehmern, sondern von den Gehilfen aufrecht erhalten wurde, daß die Unternehmer dabei nur Während die Umfäße an Waaren, ihrer Zahl und ihren mitten im Trubel. Da löfte sich auf einmal der Knäuel, die Rufe und insoweit, und Geldbeträgen nach, bedeutend geringer geworden sind, haben sich pflanzten sich fort und die Wachtleute schienen, sichtlich betroffen, zwar sekundär mitwirften, als sie in der Bezahlung von Auf dem ganzen Wege zur Linie des in feinen Einzelheiten den Gehilfen unter die Wechselbestände der Bantinstitute enorm angehäuft. Bei fich plöglich zu beruhigen. 24 unserer ersten Banten( soviel umfaßt die Statistit) stieg der Sprengten Abtheilungen von 20-30 Berittenen einher, jede tausenderlei schweren Opfern aufrecht erhaltenen Lohntariss Wechselbestand von 357,47 Millionen Mart auf 448,19 Millionen fingende Gruppe bedrohend. Und so gelang es ihnen glücklich, eine Garantie hatten dafür, daß die Konkurrenz unter ihnen selbst Mart, und das bei gleichzeitiger Abnahme des Atzeptumlaufs. Die ungemein bedrohte Ordnung" wieder herzustellen." die Druckpreise nicht so herabdrückte, wie in anderen Gewerben Auch die Reichsbank selbst hatte 83 Millionen Mark mehr in Geschicklichkeit zur Erhaltung der Ordnung ab; in den Polizei- fanten. Die Herren von der Regierung haben nun unseres ErMit der zunehmenden Machtbefugniß der Polizei nimmt ihre die Preise des Produkts unterm Einfluß der freien Konkurrenz Wechseln angelegt als vor Jahresfrist. Dieser Thatsache stehen die Kathederökonomen rathlos staaten ist die Polizei weit geschickter, Unordnungen hervorzurufen achtens die Aufgabe, dem Schwa chen zu helfen gegenüber dem gegenüber. Sie rathen hin, fie rathen her, was die Ursache als sie zu verhüten. Starten. Der Starke ist der Unternehmer, der Schwache der Dieser merkwürdigen Erscheinung sei, und inzwischen schreitet Gehilfe, und beiden gegenüber ist in beruflicher Beziehung der das Verhängniß ruhig weiter fort und fümmert sich Schwache der Konsument. Dem sonst sehr gut unterrichteten nicht um die tiefsinnigen Deduktionen unserer Brentano, Herrn Bödiker brauchen wir danach nicht weiter anzudeuten, Log u. f. w. Denn ein Berhängniß ohne Zweifel ist es, das nach welcher Richtung hin die Staatsinitiative sich zu bethätigen fich in diesen Zahlen offenbart, d. h. für unsere Bourgeois; uns hat, wenn man den Staatsbegriff vom idealen Gesichtspunkte fann dieser Gang der Dinge schon recht sein, die wir als tertium aus den nicht wir, aber die Staatsbureaukratie einnehmen gaudeus danebenstehen. will definirt. Soziale Ltebericht. Achtung Tabakarbeiter! Die Zunahme des Wechselbestandes( auch die Wechsel- Am 7. März wurde in Haynau( Schlesien) von der Firma Stempelsteuer im Reiche hat in der Zeit von April 1891 bis Sugo Haichte 20 Vereinsmitgliedern gekündigt. Diese Firma heraus gesagt, nichts anderes denn eine großartige Wechsel- Wickelmachern, welche den Streittafsen, soll wohl heißen: dem reiterei, als eine Depoffedirung( Außerbesißfeßung) des Klein- Unterſtüßungsverein deutscher Tabatarbeiter nicht angehören. Klagen und Gejammer über Noth und Elend in den meisten tapitals durch das Großkapital. Die schlechten Vermögens- Kollegen und Kolleginnen! Bethätigt Euer Solidaritätsgefühl, verhältnisse und das stockende Geschäft der nicht sehr fapital- indem Ihr den Zuzug nach hier streng fernhaltet. Ausführlicher fräftig ausgerüsteten Geschäftsleute sind die Veranlassung zu der Bericht erfolgt im„ Gewerkschafter". schwunghaften Fabrikation dieser massenhaften Kellerwechsel. Wie fange noch tönnen solche auf Kredit und Schein aufgebaute Existenzen ihr zerrüttetes Dasein behaupten? Die überhandnehmenden Konkurse beweisen es ja, daß die Die Kommission. J. A.: H. Stolz, Bahnhofstr. 241a, Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck gebeten. Grundlagen unseres Wirthschaftslebens bis in das Mark hinein der Zementfabrik fort. Dieselt en ersuchen auch um Fernhaltung In Braunschweig dauert der Streit der Böttcher aus des Buzuges nach der Zementfabrik in Salder. angefault find. Je schlechter die Zeitverhältnisse, desto gewaltsamer will man Geschäfte machen. Diese Sucht nach Geschäften aber drängt zur Teichtfertigen Kreditgewährung, zur Untergrabung der reellen Grundlagen für Handel und Wandel, während in Zeiten hochgehender Konjunktur die Kreditgewährung das umgefehrte Verhältniß aufweist. In jedem Fall illustrirt diese verkehrte Art von Wirthschaftspolitit das Unvermögen unseres Kapitalistenstaates, mit seinen Baarmitteln fruchtbringend auf die ökonomische Entwickelung des Landes einzuwirken. In Zeiten des wirthschaftlichen Niederganges ermöglicht das Rapital den Schwindeleyistenzen ihre Thätigkeit und verschärft damit die Kreisen und Abfahstockungen. Die Triebfeder dieses Thuns ist immer die Jagd nach dem Profit. Das Ganze aber nennt man Ordnung. Parteinachrichten. B Gegen den Volksschul Gesetzentwurf erklärte sich in Stotel bei Geestemünde eine zahlreich besuchte sozialdemo fratische Boltsversammlung, in welcher Genosse Schmalfeldt referirt hatte. Eine Boltsversammlung in Solingen verwarf gleichfalls den Entwurf. Das ,, Thüringer Volksblatt", sozialdemokratisches Organ der Arbeiter Schwarzburg- Rudolstadts, erscheint jetzt in bedeutend vergrößertem Format. . In Brünn tritt am 17." April der Parteitag der Sozialdemokratie Desterreich 3 zusammen. In Teplik hat der Streit der Porzellanmaler der Firma Scheune u. Pic mit einer Niederlage geendet. Es fanden sich genug Streitbrecher, darunter zwei aus den Reihen der Streifenden selbst. fingen wird der„ Pößnecker Zeitung" berichtet:„ Die ErwerbsNothstand, Nothstand überall! Aus dem Kreise Schleuverhältnisse der Arbeiter werden hier immer ungünstiger. Das Haushalten des Kreises ist groß. Alte Leute hier wollen beGelegenheit hat, täglich in den Häusern zu verkehren, muß zugeHaupten, daß der jezige Nothstand schlimmer sei, wie 1847. Wer stehen, daß die Klagen nicht übertrieben sind. Der gering geerntete Kartoffelvorrath des vorigen Jahres ist längst aufgezehrt. Biele Leute des Kreises sind nicht in der Lage sich für dieses Frühjahr die Saatkartoffeln zu kaufen. Möchte man von berufener Seite Folgen daraus entstehen. Schon hier und da zeigt sich der zeitig dem Nothstande entgegenwirken, damit nicht noch schlimmere Typhus." In Langenbielan beschloß eine von zirka 1000 Personen besuchte Voltsversammlung, eine Petition zwecks Sammlung von Unterschriften zirkuliren zu lassen, in welcher die Weber und Weberinnen, Spuler und Spulerinnen aus den Kreisen Reichenbach, Schweidniß und Neurode den Bundesrath In Wien streiken 45 Büglerinnen der Wäschefabrik ersuchen, von der im§ 2 des Alters- und Invaliditätsvon Adolf Sternberg jr. wegen Lohntürzung; ferner die gesetzes vorgesehenen Berechtigung baldigst Gebrauch machen Arbeiter der Täschnerwaarenfabrik von Fischer, Leopold und beschließen zu wollen, daß die Vorschrift des§ 1 und die in und Ro., weil die Firma es verweigerte, die verlangte Bedem§ 156 und weiter vorgesehenen Uebergangsbestimmungen des feitigung der Arbeit außer dem Hause zu bewilligen. Achtung, Kürschner! Im Auftrage der Firma Asch und säckel, New- Yort, Washington Place, bereist ein Agent Deutsch land, um Arbeiter für diese Firma zu werben. Es ist den Herren hauptsächlich darum zu thun, den Achtstundentag zu durchbrechen. Wir hoffen, daß sich dazu kein deutscher Arbeiter hergeben wird, und wollen noch bemerken, daß Arbeitern, die mit Kontrakten versehen sind, der Eintritt in die Vereinigten Staaten verboten ist. Die Kürschner Union, New- Yort, 385, Bowerie. Anfragen beantwortet Paul Robis, Hamburg, Neuer wall 93, Keller. anlaßt: angezogenen Gesetzes mit rückwirkender Kraft auch auf diejenigen Weber und Weberinnen, Spuler und Spulerinnen ausgedehnt werde, welche zwar auf eigenen Stühlen und Spulrädern und in eigener Behausung arbeiten, aber die Rohstoffe, resp. Halbfabrikate, welche sie verarbeiten, von ihren Auftraggebern er= halten". Das Gesuch wird durch folgende Begründung unterstüßt, die zugleich dem Bundesrath einen augenfälligen Begriff davon verschaffen kann, wie traurig in dem vielgepriesenen Deutschland die Lebenshaltung zahlreicher Volksgenossen ist: Von der Versicherungsgesellschaft für Schlesien und von dem Schiedsgericht in Reichenbach sind die Gesuche um Gewährung von Alters, beziehungsweise Invalidenrente von Zugehörigen der oben genannten Kategorien mit der Motivirung abgelehnt Die Fachzeitung für Drechsler erläßt folgende bemer- treibende anzusehen seien; auch das Reichs- Versicherungsamt foll daß Hausweber und-Spuler als selbständige Gewerbetenswerthe Publikation: " Im Hinblick auf die Thatsache, daß die an uns gerichteten scheidungen stehen ja nun allerdings mit dem Wortlaut des mehreine dahingehende Entscheidung getroffen haben. Diese Ent Gefuche, vor Zuzug nach den einzelnen Städten zu warnen, in fach angezogenen Gesetzes formell im Einklang; in Wirklichkeit Die hessischen Sozialdemokraten haben die März den letzten Tagen einen ganz außerordentlichen Umfang an aber find Hausweber und-Spuler genau so abhängig von ihren feier wegen der Landestrauer vertagen müssen. genommen haben, sehen wir uns zu folgender Erklärung ver- Unternehmern, als irgend ein anderer Lohnarbeiter, ja Es ist absolut unmöglich, diesen Gesuchen in vollem der Betriebsstätte beschäftigten Arbeiter sorgt der Unternehmer thatsächlich mit noch viel schlimmeren Wirkungen. Für die in Umfange Rechnung zu tragen. Der Umstand, daß die Arbeit am auch bei schlechtem Geschäftsgange immer noch einigermaßen Orte überaus schlecht geht, der Verdienst mehr als sonst niedrig für Arbeit, bei den Heimarbeitern heißt es einfach, es ist teine ist, genügt heute nicht als Grund, zu verlangen, daß der Zuzug Arbeit da, ihr müßt in einigen Tagen wiederkommen; oder, wenn der arbeitslosen, auf der Landstraße befindlichen Kollegen fern es eine Kette oder eine Partie Garn zum Spulen giebt, so wird gehalten werde. Wohin sollte es führen, wenn dies allgemein durchgeführt würde! Heute schon müßten wir nach den ein- nur gar zu oft der Lieferungstermin für die fertige Waare sehr Iution Der 13. März der Gedenktag der Wiener Revo- gelaufenen Gesuchen ganze Länder ft riche absperren und weit hinaus festgesetzt, so daß die Betroffenen oft ebenso lange wurde, nach dem Bericht der Wiener„ Arbeiter mit Rücksicht auf die schlechte Geschäftslage müßten feiern müssen, als wie fie arbeiten können. Und nun gar der zeitung" von der Klassenbewußten Arbeiterschaft der österreichischen schließlich von den Arbeitslosen fordern, überhaupt nirgends Lohn für Hausweber und-Spuler, der spottet in fast allen Fällen Hauptstadt, in der erhebendsten Weise gefeiert, wie nie zuvor. hinzukommen! Es muß doch bedacht werden, daß die große Maffe einfach der Beschreibung. Wochenloh ne von 2/2, 3, 3/2 und 4 M. für Weber und kaum halb so hohe für Der lange ernste Bug setzte sich um halb 3 Uhr in Bewegung. Der arbeitslosen Kollegen nun einmal vorhanden ist, und Jeder von In volljler Ordnung marschirten in zwei Doppelreihen mehr als ihnen seine Existenz fristen will und muß. Wir können dieselben doch schäftsgange die Regel; es tann ohne Uebertreibung beSpuler bilden bei dem jezigen schlechten Ge. zehntausend Genossen und Genoffinnen. Ueber fünfzig, mit unmöglich an einen bestimmten Ort bannen, ebenso wie wir rothen Schleifen geschmückte Kränze wurden von den verschiedenen außer Stande find, sie auf allgemeine Rosten zu unterhalten, bis hauptet werden, daß der Durchschnittsverdienſt eines Grippen der Arreiter Wiens zum Obelisk hinausgetragen. Be- wieder ein besserer Geschäftsgang eingetreten sein wird. Leinen- oder Baumwollen- Webers 3 Mart pro Woche nicht sonders auffallend war die große Zahl der anwesenden Frauen. Uebrigens darf die Praxis, vor Zuzug zu warnen, auch nicht übersteigt. Aussicht auf Besserung ist aber kaum vorhanden, die Bestrebungen, Als der unabsehbare Zug am Obelist anlangte, fonnte der weite ausarten, sondern, soll der Zweck auch wirklich erreicht wenn selbst, was noch sehr zu bezweifeln, Platz die Menge nicht faffen und die zuführenden Straßen waren werden, nur in den Fällen angewandt werden, wenn wirkliche welche dahin gehen, die Handweber anderen Berufen zuzuführen, gebrängt voll. Ohne sichtbare Leitung bildete sich ein Spalier, Lohndifferenzen vorgekommen sind oder solche direkt bevorstehen. einigen Erfolg haben sollten, so kann derselbe doch nur ein sehr allum die Kranzträger vorzulassen. Nachdem die Kränze befestigt Wir bitten alle Kollegen dringend, dies wohl zu bedenken, und mäliger sein und wird gerade für die älteren Weber überhaupt nicht waren, ertönte ein Ruf: Hut ab"! und Gen. Bretschneider fordern im Uebrigen alle aufgeklärten Mitglieder der Drgani- eintreten, jedenfalls werden deren Löhne dadurch nicht gebessert für Freiheit und Recht fation auf, im Hinblick auf die augenblicklichen Zustände mit werden. Da die Lage der Weber und speziell die von uns Eulenein dreifaches Hoch!!" Nachdem der Ruf verflungen, fuhr vollem Gifer für die Ausbreitung und Stärkung unserer gebirgswebern wegen ihrer Traurigkeit schon mit vollem Recht er fort:„ Der Grbin dieser Kämpfer, der internationalen Sozial- Vereinigung einzutreten. Wenn jeder Kollege sich der sprichwörtlich geworden ist, halten wir es für unnük, noch weitere Demokratie, ein dreifaches Hoch!" Gin czechischer Genosse brachte gewerkschaftlichen Organisation und der allgemeinen Arbeiter Gründe für unser Ansuchen anzuführen, glauben vielmehr, daß ein dreifaches„ Slava" aus und dann ertönte in feierlichem Ghore bewegung anschließt und die Bestrebungen und Prinzipien der der hohe Bundesrath einsehen wird, daß gerade wir Nermsten das Lied der Arbeit". felben thatfräftig vertritt, werden wir es vermögen, der Armen die Alters: resp. Invalidenrente auch am dringendsten In vollster Ordnung vollzog sich der Abmarsch. Draußen die Ursachen, welche die gegenwärtige Krisis veranlaßten, zu benöthigen und demgemäß unser Ansuchen erfüllen wird." auf der Straße ertönten alte Gosialistenlieder und fort zogen die beseitigen und dauernd gute Berhältnisse herbeizuführen." Tausende, welche die Todten geehrt, um sich mit neuem Muthe| zum Kampfe zu rüsten, den die Lebenden zu führen haben. Doch nicht ganz ohne Störung sollte die Märzfeier abgehen. Zwar die Hunderte von Sicherheitswachleuten zu Fuß und zu Pferde, die geschäftigen Polizei- Kommissäre, die hörtüchtigen Vereinigung: Zivilspitzel störten uns nicht; wir sind gewohnt, bewacht zu mit der Berathung und Beschlußfassung über die Begründung von Eine gutbesuchte Arbeitslosen- Versammlung der in werden wie die Brinzen. Auch mußte der Polizei die An- Unterstützungskassen, die Feststellung einer Normal- Arbeitsordnung, der Buchbinderei, Papier- und Zederwaaren. Sonst Mühe gab die öffentliche Ruhe und Ordnung zuer- und die Tarifangelegenheit beschäftigte. Da es sich um Unter- rinnen hörte gestern einen Vortrag des Genossen Kohlmann entennung gezollt werden. Da de fich weniger aufdringlich als Feststellung eines Organisationsplanes für den Arbeitsnachweis Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeite halten; es ging fast so friedlich zu, als ob gar keine Polizei anwesend nehmer handelte, wohnte auch der Präsident des Reichs- über die Ursachen der Arbeitslosigkeit, welchen sie mit großem Bödiker, mit Beamten ſeines Beim Rückmarsche, schon bart vor dem Biabult, ergab sich ein Ressorts den Verhandlungen bei, und zwar nicht amtlich", was Theil die Herren Wunsch ec, Mollinger, Schiffbach. wischenfall. Unzählige achleute batten den Gefang der ruhig um so mehr den Werth dokumentirt, ben er merkwürdigerweise Greiffenberg, Wach und Bola. Wie vom Vortragenden Daherziehenden bemerkt, ohne sich irgendwie darum zu kümmern. auf die Strebungen der Buchdruckerei besitzer legt. Mert- wurde von verschiedenen der Redner die Arbeitslosigkeit zurückAugenblicklich ruhig fein!" Na, na, was genirt Sie denn nichts weiter als dieselbe reaktionäre Rückwärtsrevidirerei der man sich dahin aus, daß die gewerblichen Organisationen Da sprang der eine Bachmann Gehilfenlage, wie sie von der Unternehmerschaft jedes anderen gefördert werden müssen, um den Unternehmern gegenüber eine eine Gewerbes betrieben wird. Nur daß die Metall- und sonstigen Waffe zu haben, deren Besitz einer noch größeren Verschlechterung und stürzte fich wie bas rief ein Genosse. über den Straßengraben Diese Erklärung ist auch für die Arbeiter anderer Berufe von Werth und verdient deshalb die weiteste Verbreitung." Der deutsche Buchdruckerverein eine Unternehmerdie sich hielt Berlin eine Gigung abnehmerVersammlungen. Vermischtes. der Arbeitsbedingungen möglichst vorbeuge. Nach dem Schluß- 18. März eröffneten, und er am 9. März dort in Arbeit getreten trag schloß sich eine rege Diskussion, in welcher die Kollegen wort des Referenten gelangte folgende Resolution einstimmig zur sei, daß die Werkstätte des Herrn Bär im Laden ist, und dort Drömert, Glashagen, Rein, Biersch, Polis, Annahme: nicht gesprochen werden durfte, daß Arbeiter von außerhalb Wald im Sinne des Referenten sprachen und durch Beispiele Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des( Schlesien) lieber genommen würden, und daß die Herren Bär die Neuzeit mit dem Alterthum in Vergleich zogen. Unter Ge Referenten einverstanden. Sie ist im Besonderen davon über mit unzulässigen Aeußerungen über die Agitationskommiffion der schäftlichem ließen sich vier Kollegen als Mitglieder aufnehmen, zeugt, daß die endgiltige Beseitigung der Arbeitslosigkeit nur Schneider durchaus nicht sparsam umgegangen seien; ferner er- Die nächste Versammlung findet Donnerstag den 24. bei durch die Aufhebung der bestehenden privatkapitalistischen flärte Redner, daß allerdings auf der Lohntabelle für Paletots Sommer statt. Produktionsweise ermöglicht wird. Die Versammelten geloben 10 Mart verzeichnet sind, es jedoch nur 8 M., auch 6 M. dafür Vor einer großen öffentlichen Versammlung von daber, soweit dies noch nicht der Fall, sich der sozial- giebt. Da die Arbeiter die Beiträge zur Kranken- und Invalidenund Berufsdemokratischen Partei, als der einzigen Vertreterin des fasse tragen müssen, haben sie durch dahingehendes Vorstellig. Ronditoren, Pfeffertüchlern und Ar= arbeitenden Voltes, anzuschließen. Ferner erklärt die Versamm- werden erzielt, daß ihnen 7 resp. 7,50 m. gegeben wurden. Weiter genossen, sowie Hilfsarbeitern lung es für die Pflicht aller Anwesenden, soweit es in jedes werde in der Saisonzeit Wochenlohn von 20-24 M. gezahlt, nach beiterinnen sprach am 14. d. M. Reichstags- Abgeordneter Einzelnen Kräften steht, für den Ausbau und die Vergrößernng derselben jedoch wieder Stücklohn eingeführt; zu Weihnachten A. Bebel über die Sonntagsruhe, als einem Abschnitte der gewerkschaftlichen Organisation Sorge zu tragen." feien überhaupt nur zwei Königsberger Flickschneider beschäftigt der mit dem 1. April d. I. in Kraft tretenden GewerbeNachdem die Versammlung durch Erheben von den Plägen gewesen, die oft von 4 Uhr früh bis Abends 10 Uhr und auch Ordnungs- Novelle. Nach einer Schilderung der Vorgeschichte das Andenken der Märzgefallenen geehrt hatte, ging diefelbe mit den gangen Sonntag gearbeitet hätten. Wiesemann erfannte dieser Novelle ging der Vortragende die einschlägigen Be einem donnernden Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander. an, daß durch die Hausindustrie die Löhne herabgedrückt würden, ftimmungen, die Sonntagsruhe betreffend, durch, diefelben in ein da hier keine Kontrolle stattfinden könne, sprach sich für höhere gehendster Weise erläuternd und beleuchtend und dabei hervor Ju Schneider's Salon fand am vorigen Sonntag eine Löhne und bessere Wertstätten aus, befand auch das Markensystem hebend, daß die erzielten Erfolge auf dem gedachten Gebiete in öffentliche Versammlung für Männer und Frauen für gut, wollte aber ein anderes als das bisherige Vorgehen der folge des moralifchen Druckfes ganz bedeutende seien, ebenso auch statt, in welcher Genosse J. Türk einen mit großem Beifall Agitationskommission haben. Kollege Rogge erklärte, Wiese auf dem Gebiete der Beschränkung der Frauenarbeit. In dem aufgenommenen Vortrag über Hervorbringung und Bertheilung mann und Kulit seien nicht organisirt und würden im Uebrigen selben Maße, wie die Arbeiterklasse zur Erkenntniß ihrer immer mehr gelange, würde es ihr hielt. An der sich hieran schließenden Diskussion betheiligten sich nie ernst genommen; ferner habe Baruch ausdrücklich erklärt, die sozialen Position immer mehr gelange, im Besonderen die Genossen Kunkel, Heidemann und Bär'schen Waaren gekauft und die Herren Bär als gute Geschäfts- auch gelingen, den herrschenden Klassen Konzeffionen abzuringen, Redner empfahl, Koopmann im Sinne des Vortrages und forderten die An- leute in die Geschäfte hineingesetzt zu haben. Ferner legte Redner zu welchen sie sich sonst nie verstehen würden. wesenden zur Verbreitung der sozialdemokratischen Grundsäße so- tlar, daß die Herren Bär wegen ihrer Reklame bekannt seien, in diesem Sinne zu wirken, wenngleich er nicht der Meinung wie zum Eintritt in den Wahlverein auf, damit derselbe möglichst daß sie sich derzeit im 6. Wahlkreis als Genossen gerirt und unter war, daß durch Konzessionen die soziale Frage gelöst werden so viele Mitglieder aufweise, als unsere Partei im Bezirke des Benugung des ihnen ertheilten Wortes versucht hätten, sogar hier fönne. Die Darlegungen Bebel's wurden mit allseitigem leb Wahlvereins bei der letzten Reichstagswahl Stimmen erhalten hat. Reklame zu machen. Rebner erklärte, daß die Kontrollkommission haftem Beifalle aufgenommen und die Versammlung brachte Die Versammlung erklärte sich in einer Resolution mit den Aus- von Herrn Bär ersucht worden war, ihm die Kontrollmarke der Bebel bei seinem Scheiden begeisternde Hochrufe dar. In der führungen des Referenten voll und ganz einverstanden und ver- Wirker zu verschaffen. Schließlich beleuchtete Rogge noch folgenden, fehr lebhaften Debatte wurde u. A. die Lage der in den Bär'schen Plakaten an den Anschlag- Konditorgehilfen, insbesondere der bei den Kleinmeistern beschäf fprach mitzuhelfen, daß die heutige tapitalistische Produktion in die man tigten, allfeitig als eine ungünstige geschildert und besonders über die sozialistische umgewandelt wird. Ein gemüthliches Beifammen- säulen enthaltenen schweren Anschuldigungen, deren sein mit Tanz bildete den Schluß der Zusammenkunft. fich mit allen zu Gebote stehenden Mitteln erwehren müsse. lange Arbeitszeit, schlechte Löhne und Beköftigung geklagt. Die Kassirer Schulze erstattete den Kassenbericht, wonach die Beschlußfaffung über Stellungnahme zur Frage der SonntagsIn einer gut besuchten öffentlichen Versammlung der Herren Bär für von ihnen bestellte und für sie angefertigte ruhe wurde schließlich bis zur nächsten Versammlung des ZentralSchneider und Schneiderinnen hielt Kollege Täter om einen Kontrollmarken die ihnen vorgelegte Rechnung unberücksichtigt verbandes der Konditorgehilfen, Pfefferküchler ze.( Lokalverein Bortrag über: Die außerordentliche schlechte Lage der Kon- gelassen, auch den selbst auferlegten Verpflichtungen, den Kom- Berlin), von welchem auch die öffentliche Versammlung einbe fektionsarbeiter und sind wir berechtigt, gegen einzelne Firmen missionsmitgliederu Entschädigung für Zeitversäumniß zu ge- rufen worden war, vertagt." vorzugehen?" Der uns vom Bureau der Versammlung zu währen, feine Rechnung getragen haben. Rulit sprach sich im gegangene Bericht lautet: Stedner beleuchtete die Schädlichkeit Sinne der Herren Bär aus, war im Ganzen unverständlich und und Berwerflichkeit der Hausindustrie, die hauptsächlich im brach selbst seine Rede ab. Kollege Pfeiffer führte an, da Schneidergewerbe Platz gegriffen hat, schilderte die schlechten in der legten Volksversammlung die Herausgabe eines FlugWohn- und Arbeitsräume, die lange Arbeitszeit, die niedrigen blattes beschloffen worden, hätten die Herren Bär an die Firma Löhne, die nicht mehr zum Sattessen reichen, und verpflichtete die Maurer und Dimmick das Ansinnen gestellt, sobald besagtes Kollegen und Kolleginnen, sich zu organisiren, um vereint dem Flugblatt im Druck erscheint, ihnen, den Herren Bär, den ersten Au den Schandpfahl! Der Freiberger Ans Rapital entgegenzutreten, und um zu verhindern, daß Frauen Bürstenabzug zuzustellen, damit sie danach sofort auch ein auf die bekannte schiefe Ebene gerathen und Männer auf die Flugblatt von gleichem Format und gleicher Auflage er leiger", Amtsblatt für die königlichen und städtischen Bes Landstraße und in die Gefängnisse getrieben werden. Er erkannte scheinen lassen tönnten, feien aber gebührend abgewiesen worden. I hörden, veröffentlicht unter dem Titel" Der humane Unters an, daß es den Frauen unter dem Ausnahmegesetz erschwert war, Kollege Schulz betonte, daß die Herren Bär die diesbezüglichen offizier. Lichtbilder aus dem Kafernenleben des 20. Jahr fich zu organisiren, betonte aber die Nothwendigkeit, das weib- Verhandlungen wohl zu einem günstigen Resultate hätten fommen hunderts" folgendes für den Verfasser und die Redaktion jenes liche Geschlecht jezt aufzurütteln, und dessen Pflicht, sich zum lassen, wenn die Kommission der Kontrollmarke den Charakter Amtsblatts" bezeichnende Gedicht: Rampi zu stellen und mit zäher Ausdauer für die Besserung der Monopolisirung verliehen hätte. Zuschneider Behr erzählte, der Verhältnisse einzutreten. Ferner hob Redner den Nugen daß die Herren Bär rücksichtsvoll mit ihm verfahren seien, und der Agitation hervor und ermahnte zur Geltendmachung der stellte es als besondere Begünstigung hin, daß dem Kollegen Forderung nach gefeßlicher Sonntagsruhe, Regelung der Frauen Ludwig der Gebrauch der Nähmaschine und der Bügeleinrichtung arbeit, Berbot der Kinderarbeit, und empfahl, auf Mittel und zur Verfügung stand. Kollege Schulze bewies die Unkenntniß Wege zu finnen, wie Besserung der allgemein traurigen Lage zu des Vorredners und erklärte, daß es zur Unmöglichkeit gehöre, zu schaffen ist. Weiter betonte er die Nothwendigkeit, Produkte, verlangen, daß Arbeiter sich womöglich noch Maschine, Feuerung und welche unter zufriedenstellenden Arbeitsbedingungen hergestellt Bügeleinrichtung nach der Werkstatt mitbrächten; ferner meinte find, mit einer Kontrollmarke zu schützen, und immer wieder die Redner, um die Zufriedenheit der Bär'schen Arbeiter zu erklären, Forderung nach Betriebswerkstätten zu stellen. Hierauf erwähnte unter heutigen Verhältnissen fühle sich ein Arbeiter wohl, wenn Redner, daß seiner Zeit die Firma Baer Sohn in lekterer An- er nur genügend Kartoffeln und Häringe habe. Von, wie angelegenheit mit der Kommission in Verbindung war, und führte gegeben wurde, einem Durchschnittslohn von 24 M. tönne doch in Kürze den Verlauf der Verhandlungen vor, die in dieser Sache bei Herrn Bär durchaus keine Rede sein, da in der kurzen Saison, zwischen den genannten Herren und der Kommission geführt wo jeder Arbeiter gern mehr verdienen möchte, Wochenlohn ge wurden. Hieraus ging hervor, daß lettere von den Herren Baer zahlt würde, nach der Saison jedoch wieder Stücklohn. Bei getäuscht worden war und dieselben dann versuchten, die Hand- Leyterem hatte fich schon in einer früheren Versammlung herauslungsweise der Rommiffion grundlos zu verdächtigen. Redner gestellt, daß der Wochenverdienst dabei auf 8 bis ungefähr 14 M. fritifirte dann noch das verwerfliche Betragen der Personen, lautete; unter welchen unbefriedigenden Verhältnissen die meisten die es der Leitung der Versammlung ungemein erschwerten, in den Bär'schen Geschäften zum Verkauf gestellten Waaren an provozirten Tumult zu verhindern. Nachdem ein Antrag des gefertigt seien müßten, beweise, daß ganze Paletots mit dem VerKollegen Schulz mit größter Majorität angenommen war, dahin faufspreis von 10 M. ausgezeichnet seien. Ein von Bregler eingehend, daß für diesen Abend das Wort zur Geschäftsordnung gebrachter Antrag, Schluß der Diskussion wegen vorgerückter nur ertheilt werde, wenn es Bezug auf die Geschäftsleitung habe, Beit, es war gegen 2 Uhr, eintreten zu lassen, wurde freudig beDer Herzog von Cumberland zeigte dem Kuratorium bes um zu verhindern, daß durch zweckloses Dazwischenreden die Ver- grüßt und mit Majorität angenommen, daher kamen vier noch österreichischen Kunstgewerbe- Museums an, daß er den bei dem fammlung ungebührlich in die Länge gezogen würde, erhielt Herr eingezeichnete Redner nicht mehr zum Wort; auch wurden felben vor 25 Jahren von König Georg zur Aufbewahrung des Bär das Wort. Er begann mit dem Verlesen eines Schreibens, die übrigen Punkte der Tagesordnung vertagt. Ueber einen von ponirten hannoverschen Silberschatz vom Juli 1892 ab wieder in unterzeichnet von seinen Arbeitern, nach dessen Anhalt sich die Kulit eingebrachten Antrag wurde als hier gar nicht her gehörig eigene Berwaltung nehmen werde. Wohin der Welfenschat, Arbeiter bei Herrn Bär wohl fühlen und betonte, daß hier zur Tagesordnung übergegangen, und mit allergrößter Majorität welcher mehrere Schränke des Museums füllt, gebracht werden feinerlei Beeinflussung stattgefunden habe. Ferner erflärte Redner, folgende von Rogge eingebrachte Resolution angenommen: wird, ist unbekannt; wahrscheinlich jedoch ist, daß derselbe nach daß nicht die Firma Baruch, sondern Rapitalisten anderer Städte" In Anbetracht, daß durch die heutigen Verhandlungen zur dem Schloffe des Herzogs in Gmunden kommen wird. es waren, die zur Zeit des Bankrotts, herbeigeführt durch Aus- Evidenz erwiesen ist, daß die Agitations resp. Rontrollkommission beutung feitens anderer Rapitalisten ihm unter die Arme ge- vollkommen forrekt gehandelt hat, spricht die Versammlung der griffen hätten, beftritt jede Abhängigkeit von Baruch und erklärte, felben ihre vollste Anerkennung aus, und verpflichtet dieselbe, Daß der Mammon der Fluch der jeßigen Produktionsweise sei, ohne Rücksicht auf diesem Wege fortzuschreiten." auch, daß das Zwischenmeister System beseitigt werden müsse, und betonte, daß er seine Arbeiter gut behandle, gute Löhne zahle und ihnen feinerlei 3wang auferlege. Kollege Ludwig gab an, daß die Herren Bär ihr Geschäft voriges Jahr am V " " Tiefe Reue. Gestern bei dem Felddienst- leben Hab ich„ Esel" dich genannt, Ach, wie hat die bittre Neue Mir das Herz seitdem verbrannt! 3war, du hast als edler Dulder Still dein Köpfchen nur geneigt Ohne Widerspruch zu wagen, Hast mich auch nicht angezeigt. Deine übertrieb'ne Großmuth Hat die Seele mir gerührt, Bei dem strengen Kompagniechef Hab ich selbst mich denunzirt. Wenn ich einst aus dem Arreste, Dem verdienten, rausspazier', Dann, bu guter, arg Getränkter. " Frag ich dich: Verzeihst du mir?" Auch solche Kerle machen in Sachsen„ öffentliche Meinung"! Pfui Teufel! Arbeiterrifiko. In der Marienthaler Glashütte bei Schnappach fiel ein junger Arbeiter, ohne daß es bemerkt wurde, in einen Behälter mit flüssigem Gla 3. Als Abends der Behälter ausgelaufen war, fand man am Rande Im Diskutirklub der Hausdiener sprach neulich Kollege eine schwarze Masse, die sich als die Ueberreste des Arbeiters Hoffmann über: Die sozialen Verhältnisse der orientalischen herausstellten. Der verkohlte Körper stand aufrecht und muß Bölker des Alterthums. An den beifällig aufgenommenen Vor- laus der Glasmasse herausgemeißelt werden. Das Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft von Gegründet 1867. D. PERLEBERG Gegründet 1867. 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Aus dem geistigen Kampfe gegen die Sozialdemokratie. Gedichte und Festlieder 2c. Das diesjährige Mai- Festblatt wird also sowohl nach dem textlichen Inhalt, wie nach der Künstlerisch illustrativen Seite hin reicher und vortheilhafter ausgestattet sein, als das vorjährige und somit für die deutschen Arbeiter ein dauerndes Erinnerungs- Blatt an die diesjährige Maifeier bleiben. Um rechtzeitig die voraussichtlich hohe Auflage des Festblattes feststellen zu können, bitten wir die Genossen, uns so schnell als möglich ihren Bedarf anzugeben. Bestellungen, die Sumgehend in unsere Hände gelangen, werden rechtzeitig und in der Höhe der gewünschten Anzahl erledigt. Für später einlaufende Bestellungen können wir keinerlei Garantie für pünktliche Lieferung übernehmen. Der Preis stellt sich für das Einzel- Exemplar auf 10 Pfennig im Verkauf. In Partien in jedem Quantum prò Exemplar 5 Pfennig netto. 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