Nr. 106. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mir illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts 10/7 Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebayt beträgt für die fechsgespaltene Kolonel seile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Des Feiertags wegen erscheint die nächste Nummer des ,, Vorwärts" am Sonnabendmorgen. 5. Mai: tommen. Der Parteitag Donnerstag, den 8. Mai 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. dem ganzen Kongreß ein vorzeitiges Ende bereitete, indem die Delegierten Sprache mächtig ist, feinen gesetzlichen Grund für die Auflösung einer am Schluß seiner Ausführungen begeistert in den Gesang der Inter- Versammlung abgeben kann. Ich halte es aber für meine Pflicht, rei eingelaufenen Resolutionen zu gebenten, Bolizei anzuführen. Es ist das erste Mal, daß sich die großpolnische nationale einstimmten und auseinandergingen, ohne auch nur der zahl- hier auch Milderungsgründe für das Verhalten der Rybniker ohne den ersten Punkt der Tagesordnung: Die politifche chriftliche Arbeiterverein hat sich bisher von den großpolnischen antipreußische Agitation in Rybnit bemerkbar gemacht hat. Situation" erschöpft und ohne den zweiten jedenfalls Bühlereien fern gehalten, er hat sich auch auf politischem Gebiete im aktuellen und wichtigen Punkt:„ Die Wahlen am preußischen Sinne untadelhaft benommen. Es ist bedauerlich, daß er 25. Mai" überhaupt behandelt zu haben! Jedenfalls ist dem einen großpolnischen Agitator zu sich eingeladen hat, einen Mann, nationalen Charakter ein ziemlicher Teil der Schuld an diesen der wegen Geheimbündelei zu mehreren Wochen Gefängnis verZuständen zuzuschreiben. Immerhin könnten durch eine bessere urteilt worden ist und eine großpolnische Zeitung unter dem Titel Organisation der Kongresse und der Debatte solche( Der Minister bemüht sich einen zungenbrechenden polnischen Namen auszusprechen.)( Große Heiterkeit.)- herausgiebt. Vorkommnisse auf ein Minimum beschränkt werden. Was nun die Frage der Jnterpellation betrifft, welche Maßnahmen die Regierung zu ergreifen gedenkt, um solchen Zuwiderhandlungen gegen Verfassung und Gesez entgegenzutreten, so bestreite ich zunächst, daß die Verfassung mit der Sache irgend etwas zu thun hat.( Ohol- Rufe im Centrum und links.) In der Verfaffung ist von der Sprache nicht die Rede. Sie giebt jedem Preußen das Recht, seine Meinung frei zu äußern.( Nuf: Eben deshalb!) Aber sie gewährleistet eine fremde Sprache nicht.( Lachen.) Nicht bloß indirekt, sondern ganz direkt. Ein Antrag, den fremdBersammlungen abzuhalten, wurde in der Kommission einstimmig gegeit sprachigen Preußen das Recht ausdrücklich einzuräumen, in ihrer Sprache eine Stimme, im Plenum mit überwiegender Majorität abgelehnt. Die Mehrheit dieses Hauses fand 1849, daß man die Entwidelung der fremden Sprache nicht geradezu großziehen brauche. Auf diesem Standpunkt steht die Staatsregierung noch heute. Jeder Preuße wird bei uns mit gleichem Maße gemessen, aber aus dem Schweigen der Verfassung über die Sprache zu folgern, daß die nicht deutsch sprechenden Preußen ein besondres Recht haben, das ist falsch. Die deutsch sprechenden Preußen dürfen durch die polnisch sprechenden nicht mundtot gemacht werden. Ihnen darf ihr Vereins- und Versammlungsrecht nicht verkümmert werden. ( Unruhe im Centrum und links.) der belgischen Socialdemokratie. Unser Brüsseler korrespondent schreibt uns vom Der Kongres hat unter diesen Umständen nicht nur von den Die Delegierten der Parti Ouvrier" haben gestern den Beschluß Aufklärung heischenden Vorgängen der verflossenen Wahlrechtsihres Vorstandes auf Beendigung des Generalstreits gutgeheißen. bewegung den Schleier nicht gelüftet, er hat auch die Hoffnungen Die zahlreichen dagegen stimmenden Delegierten hatten in ihrer und Erwartungen derjenigen enttäuscht, die eine klassenbewußte Mehrzahl gegen den Beschluß keine grundsäglichen Bedenken. Ihre Politik für die Vorbedingung eines Erfolges für die Arbeiter gebundenen Mandate oder auch ihr Unmut gegen die Aufhebung bewegung halten. ließen sie gleichwohl gegen das Vertrauensvotum stimmen. Uebrigens Leider scheinen die mit den Liberalen gemachten Erfahrungen überraschte das Resultat der Abstimmung niemand. Bei einer solchen noch nicht zu genügen; Alliancen mit ihnen scheint man auch in der Abstimmung konnte ein andres Ergebnis gar nicht zu stande nächsten Zeit wieder eingehen zu wollen. Die Hoffnungen, daß mum Und für die Sanktionierung dieses Beschlusses wäre die Parti Ouvrier endlich einmal mit dem Zusammengehen mit den ein außerordentlicher Barteitag faum nötig gewesen. Wohl liberalen Freunden" breche und eine klassen und ziel aber andrer viel dringenderer Dinge wegen. bewußte Taktik befolgen werde, sind durch die Reden der beiden Die Socialdemokratie der andren Länder richtete erwartungsvoll einflußreichsten Parteiführer arg deprimiert worden. ihre Blicke auf diesen Kongreß. Von ihm erwartete sie eine schleunige Von den von uns in den Nummern 45, 46 und 48 des und zufriedenstellende Aufklärung des so merkwürdig geführten Wahl- Vorwärts" getadelten Fehlern wurde, soweit auf diesem Kongreß rechtstampfes. Von ihm erwarteten sie mit Recht die eigentlichen dazu Gelegenheit war, nur einem einzigen, allerdings dem größten, Ursachen des nicht befriedigenden Ausganges der mit so viel Hoff- von Vandervelde widersprochen. Er meinte:„ Die Verhinderung der nung und Siegesgewißheit begonnenen Bewegung zu erfahren. Botierung der Kredite war unmöglich." Wenn dem thatsächlich Die ausländischen wie die belgischen Genossen verlangten von so gewesen wäre, so zeugte es erst recht nicht von taktischem Geschick, diesem Kongreß und der Parteileitung die Bekanntgabe der Ursachen zu warten, bis das Wasser die Mundhöhe erreicht hatte. Das Eindes Bidzadturses, des Widerspruches zwischen Reden und Thaten, gestehen begangener Fehler ist ebenso schön, als selten. und ferner die Feststellung der Taktik für die in drei Hoffen wir, daß unsre belgische Bruderpartei trotz alledem aus Wochen stattfindenden Wahlen unter unter Veridder Krise neugestärkt hervorgeht! sichtigung der Lehren des verflossenen Kampfes. Schließlich war es speciell für die belgische Partei nötig, daß der Stongreß die infolge der letzten Campagne gänzlich vernachlässigte Agitation für die Maiwahlen bespreche, festsetze und einleite. Leider hat der Kongreß keine der auf ihn gesetzten Erwartungen erfüllt. Ja, viele Anzeichen deuten darauf hin, daß selbst die notwendigen Konsequenzen aus der erlittenen Schlappe nicht gezogen werden dürften.. Politische Weberlicht. Berlin, den 7. Mai. ( Unruhe links.) Der Jnterpellant hat von dem Gegensatz zu Entscheidungen des Ober- Verwaltungsgerichts gesprochen. Ich habe alle Chrfurcht vor den Entscheidungen der höchsten Gerichte, aber ich tam nicht zugeben, daß die Entscheidung in einem Einzelfall Gesetzesfraft für anders geartete Fälle hat.( Sehr richtig! rechts.) Den Grundfaz des Ober- Verwaltungsgerichts, daß das Ueberwachungsrecht dem Versammlungsrecht nicht übergeordnet ist, erkenne ich an. Es ist ihm aber auch nicht untergeordnet. Beide Rechte fergänzen sich. Das leberwachungsrecht stellt eine Beschränkung des Bersammlungsrechts dar. Es giebt Fälle, wo die leberwachung dolos Von der Handhabung des Vereinsrechtes in Preußen. illusorisch gemacht werden soll, wenn z. B. in rein deutschen Mit der Handhabung des Vereinsrechtes beschäftigte sich polnischen Sprache verlangt wird. Ich habe Veranlassung genommen, Gegenden von dem überwachenden Beamten die Kenntnis der das Abgeordnetenhaus in seiner Sigung vom Mittwoch aus einen solchen Fall aus Westfalen noch einmal der Entscheidung des Der Kongreß ist allerdings in voller äußerer Einigkeit aus- Anlaß einer Petition des Abg. Faltin( C.) und Ge- Ober- Verwaltungsgerichts zu unterbreiten. Veranlaßt hat mich be einander gegangen. Aber bei allen Einigkeitserklärungen und Aus- nossen. Der Interpellation liegt die Auflösung einer Ver- sonders dazu eine Schrift des bedeutenden Staatsrechtslehrers Prof. brüchen der Begeisterung am Schlusse des Kongresses wird man die sammlung christlicher Arbeiter zu Rybnik zu Grunde, deren Zorn in Bonn, der nach der Verfassung die deutsche bangen Gefi,' e für die Zukunft der Partei nicht los. Der Kongreß Mutter- und Umgangssprache die polnische ist. Die Auf- Sprache als allein zulässig erklärt. Und Herr Zorn ist doch hat weder den Unmut behoben, noch das erschütterte Vertrauen in lösung der Versammlung erfolgte, weil die Verhandlungen in eine allererste Autorität. Ich möchte zwischen privaten und die Leitung der Partei wieder befestigt. Jegt, nach dem Kongreß, polnischer Sprache geführt werden sollten. Die Interpellanten öffentlichen Versammlungen unterscheiden. In öffentlichen sollte ist die Sachlage noch ebenso verwirrt und unaufgeklärt wie vordem. richteten an die Regierung die Anfrage, ob ihr dieser Vorfall lein zu den dort aufgeworfenen Fragen beiftenern kann. nur deutsch gesprochen werden, damit jeder Deutsche sein ScherfDie Frage drängt sich einem immer wieder auf: Welchen Zwed bekannt ist und welche Maßnahmen sie zu ergreifen ge-( Lachen links.) Sollte das Ober- Verwaltungsgericht bei seinem bishatte der Kongreß denn eigentlich? Der einzige Gegenstand, den er denkt, um derartigen Zuwiderhandlungen gegen Verfassung herigen Standpunkt verharren und so die Maßnahmen der Ver diskutierte, war die Gutheißung des Beschlusses des Vorstandes und Gesetz fünftig vorzubeugen. In seiner Beantwortung der waltung lahmlegen, so müßte ich an andre Maßregeln denken. bezüglich der Beendigung des Generalstreits. War wirklich beabsichtigt, Interpellation mußte der Minister Freiherr v. Hammer volle Aufklärung über die unverständlichen taktischen Maßnahmen stein gestehen, daß kein gesetzlicher Grund zur Auflösung während der Revisionscampagne zu geben, so hätte an einer der Versamnilung vorhanden war; er billigt das Verhalten Die Verabschiedung des Staats- Haushaltsetats. andren Stelle und tiefer gegraben werden müssen. Durch den Bericht der Polizei nicht, ist aber geneigt, für mildernde Umstände zu Endlich hat nun auch das Herrenhaus den Etat zu des Generalratsmitgliedes Lecken wurde die Debatte auf ein Gebiet plaidieren. Dagegen bestritt der Minister, daß in dem Vor- Ende beraten, so daß er schon sechs Wochen nach dem vergeschoben, wo sie notwendigerweise nichts zu Tage fördern konnte, wo gehen der Polizei eine Verfassungsverlegung oder ein Verstoß fassungsmäßigen Termin verabschiedet werden kann. Von den nach Lage der Dinge fein Anlaß zu einer Kritik war. Was für jeden gegen das Gesetz zu erblicken sei. Den Beweis für diese Auf- vielen Fragen, die am Mittwoch erörtert wurden, erwähnen Eingeweihten feststand, ist denn auch eingetroffen: der Beschluß des fassung blieb er schuldig. Thatsächlich ist allen Preußen das wir eine Debatte über die Freiheit der Wissenschaft, die das Barteivorstandes wurde vom Kongreß gutgeheißen. Das will nicht Vereins- und Versammlungsrecht garantiert, nicht nur den Haus sich leistete. Freiherr v. Durant wies auf die große viel heißen, wenn man bedenkt, daß nur ein einziger Redner Anhängern bestimmter politischer Parteien oder nur denen, Gefahr hin, die in der freien wissenschaftlichen Forschung die Beendigung des Streits für direkt verfehlt erklärte! die der deutschen Sprache mächtig sind. Hat die Polizei ein für die Theologen liege, er sprach seinen Bannfluch aus über Die Genossen, die nach Bekanntwerden des Beschlusses dagegen Interesse daran zu erfahren, was in den Versammlungen ge- die ,, modernen" Professoren der Theologie, die die protestierten und selbst weiter streiften, mußten ja nach einiger Ueber- redet wird, so mag sie Beamte anstellen, die die Sprache Jugend verderben, betonte nachdrücklichst, daß es legung ebenfalls zu der Ansicht kommen, daß die Weiterführung des verstehen. In diesem Sinne hat auch das Ober- Verwaltungs- für ihn eine freie wissenschaftliche Forschung in der Theologie Streits in Anbetracht der Umstände zwedklos sei, mindestens gericht entschieden. Ganz neu ist die Ansicht des Ministers, nicht gebe, und forderte die Regierung auf, die jungen ebenso zwedlos, als dessen Proklamierung, weil ein Generalstreit mit daß, wenn man in einer Versammlung eine fremde Studenten von der Gefahr zu befreien, die ihnen aus der der Parole Ruhe" unter den damaligen Umständen ein Ronjens war. Sprache braucht zu dem Zweck, die Ueberwachung zu ver- freien Wissenschaft erwachse. In einem andren Parlament Uebrigens wäre es auch ungerecht gewesen, für die begangenen eiteln, ein Dolus vorliege, der Grund zur Auflösung sei. Und ist eine solche Rede schlechterdings unmöglich, oder wenn sie Fehler lediglich den Parteivorstand verantwortlich zu machen. Die selbst, wenn das Oberverwaltungsgericht, das der Minister gehalten wird, wird ihr die verdiente Würdigung zu teil: der Leitung der Bewegung hatte formell zwar der Parteivorstand, doch angerufen hat, in feinem Sinne entscheiden sollte, so würde Redner wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Anders im wurde sie in der That durch die Kammerfraktion, d. H. deren Führer, eine solche Entscheidung dem klaren Wortlaut des Gesetzes Herrenhause. Man nahm den Freiherrn v. Durant ernst und ausgeübt. So konnte es fommen, daß sich gegen den Partei: widersprechen. nacheinander traten der Stultusminister Studt, der Präsident vorstand heftiger Unwillen aufspeicherte, während er doch nur In der Debatte, die sich, wie vorauszusehen, zu einer des Oberkirchenrats v. Barkhausen, der Generaleinen relativ fleinen Teil der gemachten Fehler verschuldete. Diese Bolendebatte gewöhnlichen Stils gestaltete, wußten die Abgg. fuperintendent Dryander und Professor Loening Situation erklärt sich aus der Organisation des Partei Graf Limburg( f.), Frhr. v. 3edlig( ft.) und Dr. aus Halle gegen ihn auf, um die bedrohte Freivorstandes. Derselbe setzt sich zusammen aus sieben vom Sattler( natl.) die polnische Gefahr nicht schwarz genug heit der Wissenschaft" zu retten. Natürlich will von Rongreß gewählten Delegierten und aus Delegierten, die zu malen; förmlich um die Wette bemühten sie sich, einer unbedingten Freiheit der Forschung niemand die Föderationen bestimmen. Sämtliche Ab- die Regierung scharf zu machen und ihr neue Waffen an die etwas wissen, nur in gewissen Grenzen erlauben die Herren geordnete aber haben beratende Stimme. Die oben Hand zu geben, um der großpolnischen Bewegung Herr zu den Männern der Wissenschaft, frei zu forschen. Der Hallenser genannten sieben Delegierten haben ihren Siz in Brüssel und die werden. Ja sogar zu einer Aenderung des Vereinsgefeges Professor. Loening zeichnete sich bei dieser Gelegenheit durch Föderationsdelegierten meistens in der Proving; letztere können der suchten sie die Regierung zu bewegen. Die Herren haben aus Byzantinismus und Strebertum aus, wie es selbst bei ProUmstände und Kosten halber nicht regelmäßig an den Beratungen der Geschichte offenbar nichts gelernt, denn sonst würden sie fessoren sonst nicht üblich ist. teilnehmen, während die Abgeordneten, besonders während der wissen, daß man durch Gewalt eine geistige Bewegung verTagung der Kammer, meist zahlreich erscheinen. Wenn nun auch die gebens niederzufnütteln versucht. Abgeordneten nur beratende Stimme im Parteivorstand haben, so kommen doch unter ihrem Einfluß vielfach die Beschlüsse zu stande, für die der Parteivorstand die Berantwortung zu übernehmen hat. Die Genossen von Chaleroi hatten denn auch dem Kongreß einen Antrag auf Reorganisation des Parteivorstandes unterbreitet, der Die nächste Sigung des Abgeordnetenhauses findet erst nach Pfingsten statt, frühestens am 27. Mai. er " 1 Recht charakteristisch war die Beratung einiger zum Kultusetat gestellten Resolutionen, welche von der Regierung forderten, 1. daß zu den Kosten der Aerztekammern nur solche approbierte Aerzte herangezogen werden sollen, welche Praxis treiben, 2. daß nur das Einkommen aus ärztlicher Thätigkeit besteuert Aus den mehr als wunderlichen Darlegungen des Ministers werden darf, 3. daß die Aufwendungen der Aerztekammern billigt die Auflösung der Rybniker Versammlung nicht. Sie ist der ber Stommission war diese Resolution einstimmig angenommen; Hammerstein sei das Folgende entnommen: Die Regierung in den engsten Grenzen des Gesetzes gehalten werden. In Meinung, daß ein gesetzlicher Grund zur Auflösung nicht vorhanden Es ist eine höchst bedauerliche Thatsache, daß es auf belgischen ist. Diese Auffassung ist den Lokalbehörden von Rybnik durch den als sich aber im Plenum der Marburger Professor Dr. Kt üst er, Parteifongreffen zu einer gründlichen Distuision nur sehr Regierungspräsidenten von Oppeln ohne mein Zuthun schon vor der Schwager Miquels, erhob und andeutete, daß sich durch selten kommt. Die französische Diskussionsart ist hier zu fest Monaten mitgeteilt worden. In der betreffenden Verfügung heißt es, daß Annahme des letzten Punktes der Resolution noch mehr Aerzte eingewurzelt. So erlebten wir es gestern, daß die Rede Anseeles der alleinige Ümstand, daß der überwachende Beamte nicht der polnischen bewegen lassen könnten, der Socialdemokratie beizutreten und aber kaum beachtet wurde. genommen. Dein daß angesichts des großen Einflusses der Aerzte auf weite Bolts-| für die Kaiferin- Tante nicht dem berechtigten Eigentümer zurüdgeben 28ahlen fast immer Stimmenthaltung übte. freife hierin eine erhebliche Gefahr liege, da wurden die edlen will. Eine Korrespondenz erzählt: Die Pekinger aftronomischen Verbrechen", ruft nun Petrus, verdient die schrecklichsten Strafen." Herrn so sehr von blasser Furcht erfüllt, daß sie die in der Kom- Instrumente sind der Bildgießerei von Martin n. Pilzing- Berlin Bei diesen Worten stredt Satan seine langen Krallen nach dem mission einstimmig beschlossene Resolution flugs ablehnten. zur Wiederherstellung anvertraut worden. Die Arbeit ist schwer zitternden Delafrouffe aus. Schließlich aber, nach Einsichtmission einstimmig beschlossene Resolution flugs ablehnten. und mühsam, da die einzelnen Werte in 20-30 Stüde zerteilt nahme in den himmlischen Straffoder, verurteilt Petrus den Ver= Der Staat ist also wieder mal gerettet, und Herr Küster, der wurden. Vieles war zerbrochen und verbogen. Einzelne Teile milffen brecher au 30 Jahren Fegefeuer, da die Stimmen das unbestrittene Verdienst hat, diese rettende That vollbracht ganz ersetzt werden, andre bedürfen der Nachpatinierung. Glücklicher enthaltung den Sieg eines schlimmen Kandidaten" herbeiführen zu haben, brauchte nicht einmal durch fachliche Gründe feine iveise find an Ort und Stelle große Aufnahmen gemacht worden, die fonnte. Die Moral" der erbaulichen Geschichte: wenn die Stimm Ansicht verteidigen. Das Wort„ Socialdemokratie" wirkt bei der Zusammensetzung als bestes Hilfsmittel dienen. Das Haupt enthaltung im Jenseits so streng bestraft wird, so ist derjenige, der größere Bunder als alle Gründe der Welt zusammen- instrument, ein Simmelsglobus, dessen Alter nach Jahre für einen schlimmen Kandidaten" stimmt, offenbar zur ewigen hunderten zählt, ist jetzt vollendet. Das tostbare Bronze Sölle verdammt... Am Freitag steht die Novelle zum Handelstammer- Gesekünstlerische Arbeit, zu beren herstellung einft Stouffe au die agitatorischen Ausschreitungen der Geistlichen be überrascht durch seine Größe und durch die 8wischen den zwei Wahlgängen hat nun endlich auch Waldedund die Sekundärbahn- Vorlage zur Beratung. Jahrzehnte erforderlich waren. Das Ganze ruht auf einem mertt. Er macht darauf in einem Rundschreiben die Präfekten aufIn seiner Nede gegen die Freiheit der Wissenschaft führte massiven, mit feinen Ornamenten gravierten Ring, der einen Durch merksam und fordert von ihnen bezügliche Berichte ein, nachdem es messer von britthalb Meter besigt. Das Rad hat 3 starte Schrauben. der Freiherr v. Durant aus: Durch die Lehren der modernen Auf dem unteren Ring erheben fich 4 fräftige Konsole, die einen breiteren schon zu spät ist. Ein magerer Trost für die vom Klerus geſetzTheologen wird die Religion auf das härteste bedroht. Demgegen- oberen Ring tragen. In dem Gehäuse der beiden miteinander ver- widrig bekämpften ministeriellen Kandidaten! Und dann wer wird über erinnere ich an das Wort unfres alten Kaisers:" Dem Bolle bundenen Ringe ruht die Simmelstugel, die einen Umfang von diejenigen Präfetten zur Rechenschaft ziehen, die gemeinschaftlich soll die Religion erhalten werden". Wie liegen denn die gegen 5,82 meter hat. Die Milchstraße wird durch einen breiten matten mit dem Klerus für die nationalistischen und meli. wärtigen Verhältnisse durch das Verhalten unsrer sogenannten Streifen dargestellt, der sich aus lauter ganz leinen Ringen zunistischen Kandidaten agitiert haben? modernen Theologen? Ein unverdorbener, von gottesfürchtigen sammensetzt. An dem Eltern erzogener junger Mams kommt auf die Univerſität, um graden durchzogen. Auf der ganzen Kugel leuchten vergoldete, Theologie zu studieren. Er hört die Vorlesungen eines modernen Bei vielen sind außer den Zahlen, plastisch aufgefeßte Sterne. Die englische Politik in Südafrika. Theologen; anstatt nun im Glauben gestärkt zu werden, werden welche die Größe angeben, auch die Namen verzeichnet. London, 5. Mai.( Eig. Ber.) allerlei weifel in ihm geregt. Ist es da ein Wunder, tostbaren Instrument sieht man Eindrücke von Flintenkugeln, und an In ihrer Nummer bom legten Sonnabend bringen die„ Times" wenn eine festen Charaktere für ihren ferneren Beruf einer Stelle ist der Bronzeglobus anscheinend von einem Granatsplitter eine längere Korrespondenz aus Bretoria, die eine mehr als vorüberherangebildet werden? Der ungläubige Mensch vermag der durchbrochen worden. Diese offene Stelle läßt sich nicht ausbessern. gehende Aufmerksamkeit verdient. Vorerst ist zu konstatieren, daß Anfechtung des Leibes nicht zu widerstehen; ein Resultat hiervon sind die zahlreich vorgekommenen Selbstmorde. Es wird mir Das ganze Werk ist durch eine schöne matt grüne Batina aus: man in den englischen Kreisen der Hauptstadt von Transvaal sehr die freie Forschung entgegengehalten werden. Ich bin weit davon gezeichnet. Das Gewicht beträgt 90 Centner. In der Bildgießerei geneigt ist, den Boeren bedeutende Konzessionen zu machen. Die entfernt, die freie Forschung im allgemeinen angreifen zu wollen von Martin it. Bilging befinden sich auch die Teile von drei Korrespondenz will die herrschenden Klassen Englands belehren, daß Die freie Forschung aber muß sich in bestimmten Armidaliphären( Aequinoctial- und Zodiakalsphäre): eine Reihe zum ihre Forderung auf bedingungslose Unterwerfung der Boeren eine Grenzen halten. Unser großer Reformator Luther ist auf allen Teil beweglicher großer Ringe mit wundervoll gearbeiteten Trägern. unvernünftige sei. Der Krieg habe seine Aufgabe erfüllt; Denkmälern dargestellt mit der Hand auf der Bibel, weil er in ihr Das leyte Instrument zeigt einen horizontal liegenden Sting mit das Rüdgrat des unabhängigen Afcikandertums sei gebrochen; die das Allerheiligste erblickte. Das muß auch die freie Forschung thun. aufrecht stehenden Drachen." Hoffnung auf ein unabhängiges Südafrika sei für immer zerstört; Auf die verschiedenen lauen Erwiderungen erklärte Freiherr b. Durant noch, er verstehe unter einer christlichen Lehre eine Allbentsches. Die New Yorker Staats- Zeitung" berichtet England tönne und solle numehr großmütig sein. Die Korrespondenz ist allem Auscheine nach in der Absicht solche, die die Göttlichkeit Christi und das göttliche Wort nicht an von einer Aeußerung des Kaisers über die Altdeutschen die geschrieben, öffentliche Meinung auf die Englands wie folgt: naud In intimerem Kreise brachte der Kaiser das Gespräch auf die verhältnismäßig milden Friedensbedingungen vorzubereiten, die Es ist der englischen antiamerikanischen Treibereien der Altdeutschen, die zum wesent- Lord Kitchener den Boeren gewährt hat. lichen Teil die Schuld daran trügen, daß es in den letzten Jahren Kriegsleitung offenbar flar geworden, daß nackte Gewalt gegen ein häufig zu Mißverständnissen zwischen hüben und drüben gekommen freies, in der Demokratie großgewordenes Volk nicht viel ausrichten wäre. Auf alldeutscher Seite fehle es nicht nur an internationalem fönne. Unabhängigkeitsfinn und Standhaftigkeit imponieren auch dem Tattgefühl und Rücksichtnahme auf das im Ausland lebende schlimmsten Despoten. Der Korrespondent sagt es den Engländern Deutschtum, sondern auch an Verständnis für die überfeeiſchen rund heraus, daß die Boeren viel zu stark sind, um sie ungestraft in Verhältnisse. Falls darin kein Wandel eintrete, würde es vielleicht unterwerfung halten zu können. Er meint, ehrlicher, offener Kampf notwendig sein, einen Verband zur Abwehr der Alltönne da zu teinem Ziele führen. Schlauheit müsse helfen. Er sagt deutschen zu gründen." ind zweifle. Bartikularistisch- fiskalische Eisenbahnkonkurrenz. Aus Sachsen wird uns geschrieben: An dem Rückgang der sächsischen Eisenbahnrente ist zum Teil auch die Konkurrenzwirtschaft schuld, die der preußische Fiskus chifauös gegen die sächsischen Eisenbahnen treibt, um diese für eine preußischsächsische Eisenbahngemeinschaft, ähnlich der preußisch- hessischen, reif zu machen. Es ist ja wahr, daß die deutsche Einheit durch manche partifulalaristische Eigenheit trefflich ironisiert wird und so auch durch die Besonderheiten der einzelstaatlichen Eisenbahnsysteme. Aber es find weniger unitaristische Bestrebungen, als weniger partikularistischfistalische Interessen, die Preußen veranlassen, die Eisenbahnen der Kleinstaaten an sich zu bringen. Reichenbach : " Der Kaiser ist längst namentlich über die englandfeindliche wörtlich: Agitation der Alldeutschen verstimmt, er scheint aber die Be wegung" dieser Handvoll verteufelt schlechter Musikanten stark zu überschätzen. um die Social: „ Wir besitzen einen superben Instinkt für Regierung: wir haben bereits die Boeren geteilt. Divide et impera. Geteilt haben wir, nun bleibt uns das Herrschen. Hat denn das britische Bublifum einen Begriff von der Arbeit, die im lezten Jahre für den Frieden gethan worden ist? Nur wenige Leute wissen, daß, wenn wir nach Rückkehr der Gefangenen jedem Einwohner der beiden Kolonien das Wahlrecht geben sollten, die britische Partei die Mehrheit haben würde.... Unter den Kriegsgefangenen giebt es viele, die britisch geworden sind.... Eine britische Mehrheit ist eine Gewißheit." Für Sachsen, daß seit dem Bruderkriege 1866 das eigne PostUebrigens ist der alldeutsche Hauptgründer Dr. Friedrich Lange und Militärwesen los wurde, hat jedoch der Eigenbejizz der Eisens gegenwärtig wieder fehr gefchäftig. Um feiner„ Dentichen bahnen eine nicht geringe Bedeutung. Der Eisenbahn- Etat spielt im Staatshaushalt die erste Rolle. Ohne ihn schmilzt der Gesamt- Beitung" Abennenten zuzuführen, hat er nichts weniger als einen „ Nationalen Reichs- Wahlverband" ausgeheckt, für den er in Etat auf den einer Weltstadt zusammen. Mit der Eisenbahn vertraulichen Rundschreiben Gelder und Mitglieder zu sammeln verwaltung sind aber auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Der Verband bezweckt eine Verschmelzung der bürgerlichen sucht. Landes eng verknüpft und die sächsische Regierung büßte von ihrer raftionen zu einer großen nationalen Partei", in der Freihändler feit 1866 übrig gebliebenen Selbständigkeit noch mehr ein, ginge ihr und Bollwucherer, Scharfmacher und Socialreformer, Liberale und die alleinige Berfügung über die sächsischen Eisenbahnen verloren. Reaktionäre brüderlich bei einander weiden Die Leser des„ Vorwärts" wurden auf diese Politit bereits um Deshalb stemmt sie sich gegen die preußische Umarmung, die immer demokratie zu vernichten. Zur Organisation dieses Ueberkartells die Mitte März aufmerksam gemacht. Gewiß ist es diese Spaltung In raffinierter Weise entzieht der preußische Fiskus den sächsischen sammelt Lange jetzt einen Garantiefonds in der bescheidenen Höhe innerhalb des Boerenvolkes, die in den gegenwärtigen Friedensvon 15 bis 20 000 M. Gezeichnet" hat u. a. der Scharfmacher Eisenbahnen besonders auf der Strecke Görlig- Dresden- Chemnitz Borster- Cöln 100 M. Damit wird man denn wohl die Social- beratungen der Boerenführer eine große Rolle spielt; fie iſt auch den Durchgangs- Güterverkehr schon seit Jahren. Und eine der Hauptursachen ihrer Nachgiebigkeit. In der englischen Kriegsdemokratie mausetot schlagen. auch der Durchgangs Personenverfehr Berlin Wien und Berlinfitteratur wird sehr viel von der slimness( Schlauheit) der BoerenMünchen weist ähnliche preußisch Konkurrenz- Manipulationen auf. Das Bayrische Gerichte gegen einen Tarifvertrag. Dem Dent- führer gesprochen und ihre Siege werden hauptsächlich dieser unwird nun den sächsischen Bundesbrüdern zu arg. Die Finanzdeputation A schen Metallarbeiter- Werbande gelang es, mit den organisierten moralischen Eigenschaft zugeschrieben. All' dieses Gerede erweist sich des Landtags fordert die Regierung auf, gegen das Befahren von Prinzipalen im Feingoldschläger- Gewerbe einen Tarifvertrag ab- moralischen Eigenschaft zugeschrieben. All dieses Gerede erweist sich Umwegen im Eisenbahn- Gütertehr, wie es jetzt zuschließen, der num einige Wochen in Kraft steht. Diefer beiden nun als gewöhnliche englische Heuchelei, als cant. Der Korrespondent fordert schließlich England auf, die füidaus Rücksichten des Wettbewerbs zwischen deutschen Teilen vorteilhafte Tarif, der den die Industrie gefährdenden Eisenbahn- Verwaltungen stattfindet", vorzugehen, anarchischen Zuständen ein Ende machen sollte, ist Gegenstand eines afrikanische Frage in weitherziger und generöser Weise zu lösen und dem Art. 42 der Reichsverfassung mehr Geltung zu verschaffen. Untersuchungsverfahrens der Gerichte in Nürnberg und Schwabach. und sich nicht auf den Standpunkt der südafrikanischen Loyalisten zu Das wird nicht viel mutzen. Denn so klug ist die preußische Anlaß dazu boten die§§ 15 und 16 des Vertrages, die lauten: stellen. Die neuen Kolonien sollen nur während der ersten fünf Eisenbahnverwaltung auch, daß sie nicht direkt gegen die Verfassung Organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen der Feingoldschläger- Jahre als Kronkolonie verwaltet werden, während welcher Zeit die oder sonstige Abmachungen verstößt. Und die Nachgiebigkeit, Branche dürfen nur in tarifireuen Betrieben Beschäftigung nehmen. Boeren auf die Selbstverwaltung vorzubereiten sind. richtiger Schlappheit, der sächsischen Regierung hat ja die Begierde und verpflichten sich hiergegen die Inhaber der tariftreuen GeDie ganze Korrespondenz, die die„ Times" in ihrem ersten der preußischen nach den sächsischen Eisenbahnen noch gesteigert, die schäfte, Arbeiter und Arbeiterinnen andrer Schlägergewerbe, bis zum förmlichen Eisenbahnkrieg zwischen den beiden Staaten ge- fowie nichtorganisierte Arbeiter nicht einzustellen. Für gelerute Leitartikel nicht ganz auftimmend kommentieren, ist offenbar von führt hat. Durch das Eingreifen des sächsischen Landtages wird Silberbeschneiderinnen ist der Uebertritt zur Goldschläger Branche einem Jingo geschrieben, den die Tapferkeit der Boeren mit einem gestattet. dieser Strieg jedoch nicht beseitigt, er wird vielmehr von preußischer heilsamen Respekt vor freien Raffen erfüllt hat. Seite fortgeführt werden, bis auf die eine oder andre Art der sächsische Widerstand überwunden ist. Entweder direkter Auflauf der sächsischen Eisenbahnen durch Preußen oder preußisch- sächsische Eisenbahn- Gemeinschaft wird erst sein Ende bezeichnen. So weit muß man den preußischen Fistus tennen. Die Aufnahme allenfalfiger nenentstehender Betriebe in diese Tarifgemeinschaft ist während des ersten Jahres der Vertragsdauere unstatthaft." " Oeftreich- Ungarn. Empfang der öftreichischen und ungarischen Delegation durch den Kaiser. Bei dem am Mittwoch erfolgten Empfang der Delegationen führte der Präsident des Reichsrats aus: Ju Nürnberg gehören mit Ausnahme eines Betriebsinhabers alle Unternehmer der Tarifgemeinschaft an, in Schwabach stehen zwei Betriebsinhaber außerhalb der Gemeinschaft, fie finden keine Auf" Es ist die politisch wichtigste Aufgabe der Delegation, die aus Militärische und staatsanwaltschaftliche Hilfe für den nahme, da sie ihre Betriebe länger als ein Jahr geschlossen hielten, Wuchertarif. Es wird uns geschrieben: Am 8. September ver- weshalb ihre Geschäfte als neue Betriebe gelten. Von den Schwa wärtigen Beziehungen der Monarchie einer eingehenden Erwägung breiteten einige Genoffen aus Mühlenbeck in dem Dorfe Wensiden bacher Unternehmern, die außerhalb der Tarifgemeinschaft stehen, au unterziehen. Durch eine Reihe von Jahren haben sich die fest dorf im Kreis Niederbarnim das bekannte„ Die Besteuerung des hat nun einer Klage gegen die Tarifgemeinschaft erhoben, er ver- gefügten Grundlagen unsrer auswärtigen Politik bewährt, der Friede, den schaffenden Völkern heute notwendiger als je, ist erhalten geblieben, Hungers" betitelte Flugblatt gegen die agrarischen Auswucherings- langt als Entschädigung die Kleinigkeit von 10 000 m. pläne. Die Genossen haben diese Verbreitung in durchaus gefeßlich Wie die Fränt. Tagespost" in Erfahrung gebracht hat, ist auch und das Ansehen und Gewicht des Reiches im Nate der europäischen zulässiger Weise vorgenommen: sie verbreiteten die Flugblätter in thatsächlich Untersuchung eingeleitet worden; vor den Gerichten in Staaten steht ungemindert da. Die Delegation wird die Heeresanslagen, insbesondere den Zimmern der einzelnen Häuser und in Gaststuben. Die Ver- Nürnberg und Schwabach haben bereits Vernehmungen von Unters suche dieser durchaus geschlich zulässigen Art der Verbreitung straf- nehmern und Arbeitern stattgefunden. Die Thatsache, daß eine auf auch das in diesem Jahre über den gewöhnlichen Nahmen hinausrechtlich zu ahuden, scheiterten an der ausdrücklichen Geftattung freier Vereinbarung beruhende Tarifgemeinschaft Gegenstand der reichende Erfordernis eingehend beraten und ihre Beschlüsse faffen durch das Gesetz, in der beschriebenen Weise Flugblätter zu Untersuchung ist, ist unfres Wissens eine Neuerung und von so in vollem Bewußtsein ihrer großen Verantwortung für die verbreiten. Und dennoch ist in etwas furiofer Weije Auflage großer Bedeutung für die Richtung, in die die Gewerkschafts- militärische Schlagfertigkeit der Monarchie. Es ist aber auch die erhoben. Es soll nämlich in Wenfidendorf am 8. September, das bewegung gedrängt werden soll, daß wir nicht versäumen wollen, Pflicht der Delegation, jene Opfer, welche für die gemeinsamen Auslagen gebracht werden sollen, reiflich zu erivägen und stets einzweite Bataillon des Augusta- Garde Grenenadier- Regiments Nr. 4 die Oeffentlichkeit auf diese Untersuchung aufmerksam zu machen, in Quartier gelegen haben. Daß einzelne Zimmer von Soldaten Denjenigen Optimisten, die in der auch von uns günstig ge- neden zu bleiben, daß alle Aufwendungen des Staates ihre fichere bewohnt waren argumentiert ein Staatsanwalt mußten die würdigten Tarifgemeinschaft eine Banacee zu Lösung der socialen und dauernde Grundlage mur in einer sich stetig und fraftvoll euts bösen Genossen aus den in den Zimmern liegenden Uniformstücken Frage sehen, dürfte der Eifer der bayrischen Gerichte gegen den wickelnden Volkswirtschaft besitzen. Im gegenwärtigen Moment ist die Delegation um so mehr dazu gedrängt, dies zum Ausdruck zu erkennen; also haben die Verbreiter die Absicht gehabt, das Flug- socialen Frieden recht unbequem kommen. bringen, als fast alle wichtigen Produktionszweige, fowohl die blatt Soldaten in die Hände zu spielen und dasselbe unter ihren hartbedrängte Landwirtschaft als nicht minder Ausland.roids bartbedrängte Kameraden zu verbreiten. Nun habe ein Corpsbefehl vom But Gewerbe und Industrie, mit großen Schwierig 28. Februar 1894 das Halten socialdemokratischer Schriften sowie deren Klerikale Wahlbeeinflussungen. teiten zu kämpfen haben. Die Gestaltung der interVerbreiten den Unteroffizieren und Mannschaften dienstlich verParis, 5. Mai.( Eig. Ber.) Die Einmischung des nationalen Wirtschaftsbeziehungen erfordert aber boten, deshalb sind die Genossen angeflagt, zu Wensidendorf am 8. September 1901 Perionen Terus in den Wahlkampf trat noch nie so dreist hervor, heute die Anspannung und Zusammenfaffung aller staatlichen Mittel. auf dem Papier durch eine gericht: Wir werden diesen Weg mit um so größerem Erfolge einschlagen des Soldatenstandes des deutschen Heeres an wie diesmal. Nicht nur der gereizt zu haben, dem Befehle des Obern nicht liche Entscheidung aufgelöste" rein politische Affumptionisten- Orden fönnen, wenn es uns gelingt, um die ökonomischen Kräfte der beiden Teile der Monarchie ein sicheres und Gehorsam zu leisten und dadurch§ 112 des Straf- und die Unterrichts Orden beider Geschlechter zogen in den Kampfbauerndes Band zu schlingen und nach außen mit dem gesetzbuches verlegt zu haben.§ 112 des Strafgesetz wegen des recht harmlosen Vereinsgesetzes mit einem fanatischen ganzen Gewichte des Gesamtstaates unire wirtschaftliche buches schreibt vor: Wer eine Person des Soldatenstandes auffordert oder anreizt, Gifer, als ob es ihnen an Hals und Kragen ginge. Auch die von Stellung im Weltberlehr vertragsmäßig figherden Befehlen des Obern nicht Gehorsam zu leisten, wer ins- der Republik unterhaltene Kirche, Bischöfe und Priester, die unter zu stellen. In der Ansprache, welche der Präsident der ungarischen befondere eine Person, welche zum Beurlaubtenstande gehört, auf dem Stonkordat stehen, griffen vielfach ganz offen für die antifordert oder anreizt, der Aufforderung nicht zu folgen, wird mit republikanischen Kandidaten ein. Wahlagitatorische Epistel und Delegation alsdann hielt, heißt es: Kirchenpredigten ergänzten die stillen Einflüsterungen ben europäischen Frieden und unfre eignen Interessen am Wir halten mit warmer Anhänglichkeit zum Dreibunde, welcher Gefängnis bis zu 2 Jahren bestraft." Diese Gesetzesvorschrift bezieht sich demnach lediglich auf An- des Beichtstubles. Die Messen und Gebete um gute besten sichert. Mit Befriedigung betrachten wir unser gutes Ver reizung zum Ungehorsam gegen bestimmte, einzelne Befehle. Wahlen" wurden vervollständigt durch wirksame profane bältnis zu den übrigen Mächten und begrüßen besonders frendig, wie der Zwischensatz insbesondere" flar erweist. Sie bezieht sich mittel: Geldsammlungen und Verteilung von religiösen Wahl, daß wir im Einvernehmen mit tußland den aber nicht auf allgemeine militärische Vorschriften fiber das Standpunkt im Orient vertreten, deffen Schuß nufre Verhalten der, Soldaten. Der§ 112 des Strafgesetzbuchs würde also, Nebenbei. Folgendes Flugblatt giebt einen Begriff you der durch Jutereffen gebieterisch fordern und der darin besteht, daß die freie auch wenn irgend ein andres Thatbestandsmerkmal des§ 112 auf schnittlichen Wahllitteratur dieser Sorte. Es wurde in taufenden Entwicklung der Balkanvöller vor jedem einseitigen Drucke bewahrt die unter Anklage gestellte That zuträfe, unamwendbar sein. Es wird Exemplaren verbreitet im hl. Petrus- Viertel von Boulogne- sur- Mer, werde." sich denmächst entscheiden, ob die Anklage ohne weiteres oder erst einem Matrosenviertel. Unter dem Titel:„ Eine Sentenz des hl. Die Entgegnungen des Kaisers bewegten sich in belanglosen nach mündlicher Verhandlung vom Gericht zurückgewiesen wird. Träfe Betrus" wird da das schreckliche Schidial eines verstorbenen fran Allgemeinheiten. die Auflage zu, so hätte das Militär es in der Hand, die Verbreitung zösischen Bauern, Delafrousse, erzählt. Der brave Mann meldete und den Verkauf jeglicher Litteratur zu verhindern. sich nach seinem Tode vor der Pforte des Paradieses. Sein Lebenslauf war tadellos. Der hl. Petrus wollte ihm schon die Pforte der Seligen öffnen, aber da auf einmal runzelt er die Augen er neben den sonst brauen: im Buche des Lebens bemerkt vortrefflichen Personalnotizen des Delafrousse, daß diefer in den " Das Denkmal des Chinazuged. Man erfährt wieder etwas von den aus China fortgeführten" astronomischen Instrumenten, die Graf Bülow aus zarter Rücksicht traftätchen. 0 " Frankreich. Ruffische Polizeimanöver in Paris. Paris, 5. Mai.( Eig. Ver.) Stürzlich wußten die hiesigen Zeitungen über zahlreiche Haussuchungen bei den russischen Flüchtlingen zu melden, die anläßlich des attentats gegen Sfipjagin und auf das Schon in Fefer vorzubereiten. Gesuch der ruffischen Geheimpolizei vorgenommen worden sein die Feier aller Frühe am Die Kommission hält dafür, daß Werkstättenmißstände beffer in örtGrößere Meinungsfollten. Die Meldung, die fofort in alle Welt hinaus- 127. April bewegten sich in sämtlichen Straßen Warschaus lichen Versammlungen behandelt werden. depeschiert wurde, wurde in einigen Blättern noch verschönert Kofalen und Gendarmenabteilungen. An den Eden waren verschiedenheiten rief der bekannte Artikel über den Glasarbeiters durch Die Kommission hat den Zeitpunkt der Vergruselige Mitteilungen über die Auffindung von Rosatenpatrouillen aufgepflanzt, die eifrig darauf saben, daß streit hervor. tompromittierenden" Briefschaften, die die Verbindung zwischen ben die Straßenpaffanten sich nicht anfanimelten. Sobald 2-3 Arbeiter öffentlichung als einen schlecht gewählten betrachtet, inhaltlich Behaussuchten und dem Attentat beweisen sollten. Nun ist aber die bemerkt wurden, fielen die Wachen über ste her und trieben sie war an dem Artikel nichts zu tadeln. Wenn man von Botschappel ganze Meldung falsch: eine Umfrage in der russischen und polnischen auseinander. Troß aller Maßregeln gelang es doch, zu der feste deshalb die sofortige Abfezung des Redacteurs verlangt, so ist das Stolonie hat ergeben, daß keine einzige Haussuchung stattfand. Wer gefeßten Zeit nachmittags 5 Uhr in den Alleen größere Mengen zu entschieden zu weitgehend. Im allgemeinen hält Redner Beschwerden und was stedt also hinter der falschen Meldung, an die noch„ Gerüchte" versammeln. Die Kosaten stürzten hinzu, um diese zu zerstreuen für ein erfreuliches Beichen geistiger Regfamkeit. Es müsse hier über bevorstehende Ausweisungen geknüpft wurden? Außerdem werden und hierbei fam es am Café Versaille zu einem gusammenstoß. Die tonstatiert werden, daß die Holzarbeiter Beitung" mit an der Spite in der letzten Zeit in die Parifer Bourgeoispreffe instruktiv sein sollende Rosaten stürmten die Terrasse in dem Glauben, daß die dort sigenden ber bestgeleiteten deutschen Gewerkschaftsblätter steht, und darauf Notizen über die revolutionäre Agitation in Rußland lanciert, die Besucher des Cafés Teilnehmer der Demonstration wären, zerbrachen dürfen wir stolz sein. Zur Beurteilung der Glasarbeiter Affaire den Stempel der russischen Polizeimache an der Stirn tragen.... Stühle und Tische und verhafteten einige hundert Personen, die müsse in Betracht gezogen werden, daß jener Streit insceniert Deshalb hat eine Versammlung der Vertreter der hiesigen unter starker Bewachung in das Arresthaus abgeführt wurden. Die wurde in der stillen Voraussetzung, daß die andren Gewerkrussischen und polnischen socialistischen Gruppen an die Pariser Demonstranten wurden aus den Alleen berausgedrängt. Sie verschaften in Bethätigung der Solidarität die Kosten dafür tragen war es das Recht Röstes, wie Beitungen eine Erklärung versendet, in welcher es u. a. heißt: suchten auf dem Alexanderplatz Fuß zu faffen, doch die Uebermacht würden. Infolgedessen Nach einigen weniger belangreichen „ Es war uns übrigens unmöglich, festzustellen, von welcher Seite und der Kosaken und Polizisten verhinderten dieses. Man verteilte sich geschehen zu handeln. zu welchem Zwede diese falsche Meldung( über die Haussuchungen) in fleineren Haufen und bis spät in die Nacht hinein verstummten Motivierungen der zur Debatte stehenden Anträge nimmt Röste in die die lanciert wurde. Da wir aber die schleichenden Manöver der in den Straßen die Manifestationen nicht. Die Demonstration hat Hamburg das Wort, um sich wegen seines Artikels über den Glasrussischen Geheimpolizei fennen, wären wir geneigt, zu glauben, daß bei der Bevölkerung einen tiefen Eindruck hinterlassen. arbeiterftreit zu rechtfertigen. Er freut sich, daß endlich der lange diese Gerüchte, sowie viele andre Tendenznachrichten, verbreitet werden Polizeiliches, Gerichtliches usw. erfehnte Moment dazu erschienen sei. Aus den edelsten Motiven in der Absicht, die öffentliche Meinung zu Gunsten einer neuen russi Eine harte Strafe verhängte die Straffammer des Land. beraus habe er jenen Artikel geschrieben und deshalb schmerze es fchen Polizeicampagne gegen die in Paris lebenden politischen Flücht gerichts Beuthen, D.-S., über den Genoffen. Georg Saafe. Als ihn doppelt, daß er von einem kleinen Teil der Parteipreffe, inglinge zu bearbeiten. Bei dieser Gelegenheit danken wir den socialisti verantwortlicher Redacteur der„ Gazeta Robotnicza" soll er einen besondre der" Düsseldorfer Volkszeitung", allzu scharf angegriffen schen Genossen aller Schattierungen sowie den wahren Republikanern, fatholischen Grapriester beleidigt haben. Er hatte diesem vorgeworfen, worden sei. Die Glasarbeiter feien außerordentlich schwer zu Kaum in den Verband eingetreten, stellen sie die anläßlich jener Gerüchte ihre tiefe Entrüftung fundgegeben und daß er Ministranten Geldbeträge, die ihnen gehörten, vorenthalten auch schon Forderungen an das Unternehmertum, ohne vorher energisch protestiert haben... Die Erklärung schließt mit einem Appell, das Ashlrecht zu wahren, und mit einer Warnung gegen die habe. Nachdem die Verhandlung am 2. Mai, in der es zu scharfen sich genügend nach jeder Richtung hin vorbereitet zu haben, diese tendenziösen Meldungen der russischen Geheimpolizei. Es sei noch bemerkt, daß die Regierung seltsamerweise die falsche war, verurteilte das Gericht den Angeklagten zu 9 Monaten dem Artikel absolut gar nichts zu thun. Es müsse gesagt werden, Es sei noch bemerkt, daß die Regierung seltsamerweise die falsche war, zu weiterer Bengenvernehmung auf den 5. Mai vertagt worden Forderungen auch durchzudrücken. Die Generalfommiffion hat mit Meldung über die Haussuchungen ze. nicht dementiert hat, Gefängnis und verfügte feine sofortige Verhaftung. Der Staats- begangen hat. Der Generalstreit wurde aber weniger von ihnen, geachtet auch der Proteste der socialistischen Bresse und eines radikalen Gefängnis und verfügte seine sofortige Verhaftung. Der Staats- daß der Vorstand des Glasarbeiter- Verbandes schwere taktische Fehler anwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt. Blattes gegen die angeblichen Haussuchungen. als von einer Reihe von Higköpfen in den einzelnen ZahlJu der ,, Erfurter Tribüne" war geschrieben worden, daß stellen propagiert. Die Generalfommission. hat allerdings dem die Eisenbahn- Behörde anfange, den Beamten die Feuerung zu be- Generalstreit pessimistisch gegenübergestanden. Legien hat es abgelehnt, schaffen und damit beim Präsidenten beginne, während den Arbeitern für diese Swede Gelder der Gewerkschaften flüssig zu machen und ihre Bitte um Lohnzulage und geregelte Arbeitszeit abgeschlagen bringend vor demselben gewarnt.( hört! hört!) Die folgenschwere worden sei. Bewegung ist trotzdem gewissermaßen übers Ruie gebrochen. Darin fand man die Behauptung, daß sich der Eisenbahn- unternehmer hatten sich von vornherein geeinigt und sich auf ihren Präsident Todt rechtswidrig Kohlen angeeignet habe. Deshalb wurde Herren- Standpunkt verbiffen. Auch eine Reihe ausländischer Fachgegen den verantwortlichen Redacteur, Genossen Thienst, Beleidigungs- organisationen haben den Generalstreit der deutschen Glasarbeiter wohl lage erhoben. durch finanzielle Mittel in Bethätigung des Solidaritätsgefühls unterIn der Verhandlung bekundete der Techniker Ludwig als Zeuge, ftigt, im übrigen aber ihn für die größte Dummiheit gehalten. es feien zur Austrocknung des Präsidial- Neubaues 40-50 Centner Redner sei zu Beginn des Streits frant gewesen und konnte nicht Coats angefahren worden, von denen 5-8 Centner übrig geblieben, genau alles verfolgen. Er handelte aber bei Veröffentlichung seines die wahrscheinlich unter die Privatvorräte des Präsidenten gertitels gewissermaßen in einem Zustande geistiger Notwehr. Kein andrer sprach das erlösende Wort, das gesagt werden mußte, Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. die Mittel Gewerkschaften und zu 4 2c. une Der Centralrat der revolutionär- socialistischen Einigkeit hat bezüglich der Stichwahlen folgenden Beschluß gefaßt: Die socialistische Partei Frankreichs hat in der Hauptwahl den Kampf in allen Wahlkreisen aufgenommen, um auf dem Boden des Klassen Kampfes fein Ziel, feine Doktrin und seine Taktik zu bekräftigen. Machdem die Wahlperiode lokal eine neue Situation und nene Ümstände geschaffen, ist der Centralrat der Meiming, daß, indem das Intereffe der Partei die Zurückziehung der revolutionär- socialistischen Kandidaten in gewissen Wahlfreisen erfordert, es am Blaze ist, in entsprechenden Fällen von den republikanischen Kandidaten eine ähnliche Haltung zu Gunsten des Socialismus und gegen die Reaktion zu verlangen." Schweden. tommen seien. Wegen Beleidigung wurde der Genoiſe Dittmann in Bremerhaven, Redacteur des dortigen Parteiblattes, zu 100 m. Geldstra e verurteilt. Die Wahlrechtsfrage. Wie bestimint verlautet, hat sich die Mehrheit des Konstitutionsausschusses auf einem Reformvorschlag geeinigt, der der Forderung des allgemeinen Wahlrechts ebenso wenig entgegenkommit, als der Regierungsentwurf. Der Konstitutions ausschuß will zwar, wie die liberale Sammlungspartei, den Census Gutes Wetter angeordnet. In Oelsnig i. E. fand am der Kommunalwahl zur Grundlage des politischen Wahlrechts Sonntag eine öffentliche Bergarbeiter- Bersammlung statt. Dem Einmachen, jedoch mit mancherlei Einschränkungen und vor allem auch mit berufer war bescheinigt worden, daß die Versammlung im Garten, einer Verminderung der Bertretung der städtischen Bevölkerung und einer bei ungünstiger Witterung jedoch im Eaale" stattfinden sollte. Der Vermehrung der Vertretung der ländlichen, das heißt, der Ueberwachende bestand min darauf, daß die Versammlung im Garten Bauern und Großgrundbefizer, unter Ausschluß der Minderbegüterten, abgehalten würde, trotzdem es jeden Augenblid einen Regenschauer Das würde schlimmer werden, als das ist, was wir jetzt haben", geben konnte. Es blieb den Versammelten nichts übrig, als im schreibt j. Branting über diesen Vorschlag. Diese Mißgeburt Garten zu bleiben; glücklicherweise blieben die Himmelsschleußen des Konstitutionsausschuffes wird ebenso wenig wie der Regierungs- während der Dauer der Versammlung geschlossen. vorschlag jemals in Schweden Gesez werden. Dafür muß schon jetzt " organisieren. Die umb bir etter bererticalasarbeiter: gamilieit, vor ber bringendsten Not zu schützen. Erst später habe auch er eine andere Stelle als die Holzarbeiter- Beitung" für richtiger zum Abwinken gehalten. Angesichts der schlechten Kassenlage habe der Vorstand des Glasarbeiter- Berbandes die doppelte und dreifache Pflicht zur Vorsicht gehabt. Man darf wohl von etwa 3-4000 Streitbrechern im weiteren Wortfinne reden, davon 700 Ruffen. Man habe ihm gesagt: Du hast eine That gethan, aber Haue triegst Du doch!" Die Veröffentlichung war notwendig und er verlange keine mildernden UmIn ähnlichem Fall würde er auch zukünftig genau stände. Die Holzarbeiter haben als Zahlstellen und so handeln! Einzelmitglieder große Summen für den Streit geopfert und daher war es fein Recht und seine Pflicht, so zu handeln, wie geschehen. Er sei schmerzlich berührt über die lehmung der Mißbilligungsresolution.( Bravo!) gesorgt werden, lieber im aller schlimmsten Falle teine Reform dieses Vierte Generalversammlung des Deutschen Holzarbeiter vehementen Angriffe von verschiedenen Seiten und bitte um AbVerbandes. zu machen. Von einer Wahlrechtsdemonstration wurde am vorigen Sonntag Abstand genommen. Am nächsten Sonntag soll jedoch wieder eine große Demonstration, die sich besonders gegen den Pfuschvorschlag Der Mehrheit des Konstitutionsausschusses richten wird, stattfinden. Kollegen veranlaßt worden ist. Rußland. Neue Studentenkundgebung. Nach Blättermeldungen aus Warschau fanden dort am 3. Mai, dem Gedenktage der Berfaffung bon 1791, arge Demonftrationen statt. Etwa tausend Studenten bombardierten die sie attackierenden Kosaken mit Steinen. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Der Boeren- Krieg. Die Friedensbedingungen der Boeren. In der Diskussion treten entschiedene Gegner des Artikels bis zum Sigungsschluß überhaupt nicht auf, nur hält man den Zeitpunkt mitunter für schlecht gewählt. Es werden sodann noch eine Kommission zur Statutenberatung 0 Sociales. Mal als eine geradezu rückwärts gerichtete Reform", Wir müffen die Situation immer so sehen, wie sie wirklich ist. Wenu Regierung und Konstitutionsausschuß brüderlich zusammenhelfen, um, Mainz, 6. Mai 1902. wenn auch auf verschiedenen Wegen, die Wahlrechtsfrage durch eine Pfuscherei total aus der Welt zu schaffen, ist es die Hauptsache, bewegung fortgesetzt. Dabei wurde u. a. auch das im vorigen Jahre In der Dienstagssigung wurde die Debatte über die Lohn das Zustandekommen der Pfuscherei zu verhindern von der Verbandsleitung wegen der Maifeier versandte Cirkular und Abfaffung des Streikreglements und eine weitere zur Abfaffung Die Boltsbewegung, die so gewaltig angewachsen ist und in einigen insoweit kritisiert, als man der Ansicht war, daß dadurch die Arbeits- des Reglements über Arbeitslosen Unterstügung gewählt und bald Tagen für dieses Mal ihren Höhepunkt erreicht hat, wird gewiß nicht spurlos vorübergegangen sein, auch wenn es so arg würde, rube am 1 Mai gelitten habe. Bezüglich des Münchener Streits wird nach 6 Uhr die Sigung geschloffen. daß sie nur die Verpfuschung zu verhindern vermochte und von beteiligter Seite darauf hingewiesen, daß der Ausbruch desselben durch die Taktik des Arbeitgeber- Werbandes gegeben war. Zudem sei die fein positiver Fortschritt in diesem Reichstag zu ers ringen war. Der Wahlrechtsvorschlag des Konftitutions damalige Geschäftskonjunktur in München außerordentlich günstig Schutz der Ausbeutung. ausschusses gewesen. Als plötzlich die Absichten der Unternehmer publik wurden, wird wahrscheinlich am Freitag veröffentlicht sei die Abwehrbewegung eben spontan emporgeflammt. Nach einem Kaum ist das armselige bißchen Arbeiterschutz im Gastwirtswerden und am 14. Mai zur Verhandlung konumen. Jm Reichstag und seinen verschiedenen Ausschüssen wird jetzt mit Hochdruck Streit fei übrigens stets leichter über die Situation zu urteilen, wie gewerbe in Straft getreten, da beginnt seitens der Unternehmergearbeitet, um den Schluß des Reichstags bis zu Pfingsten möglich vor demselben. Aehnlich hätten die Dinge auch in Leipzig gelegen. vereinigungen schon wieder eine lebhafte Agitation dagegen gearbeitet, um den Schluß des Reichstags bis zu Pfingsten möglich Die dortigen Lohnbewegungen seien feit einer Reihe von Jahren mit der Behauptung, daß fie zu Grunde gehen müßten. Verein Der Gasthofsbesizer behauptet, Konjunktur nicht verstreichen lassen dürfen. Von Vorstandsseite wird daß die Verordnung ohne schwerste Schädigung der Hotelnoch darauf hingewiesen, daß der Zusammenschluß des Münchener befizer nicht durchführbar sei und fordert zu einer ProtestUnternehmertums zum großen Teile durch die Tattik der dortigen bewegung dagegen auf. Der Verein will mit Betitionen an den Von seiten des Ausschusses Bundesrat und die gefeßgebenden Körperschaften nicht nachlassen, bis wird anläßlich der Einberufung eines außerordentlichen eine anderweitige Regelung der Verhältnisse eintrete. Alle deutschen wegen des Kelsterbacher Streits Hotel- und Gasthofbefizer werden aufgefordert, die Erfahrungen, Gautages nach Offenbach darauf hingewiesen, daß die Verbandsgelder auf keinen Fall die sie bisher mit der Verordnung gemacht haben, dem Aufsichtsrat Einen besonderen Aufruf solchen Extravaganzen geopfert werden dürfen. Die Einberufung der genannten Vereinigung mitzuteilen. diefes Gautages müsse an dieser Stelle entschieden gerügt werden. richtet der Gastwirteverein des Verbandes Colberg an die Gastwirte Nach anderthalbstündiger Debatte wird ein Schlußantrag über diesen und ihre Vereinigungen in den Bade- und Touristenorten DeutschPunkt der Tagesordnung angenommen. lands mit der Behauptung, daß diese Orte durch die Verordnung Ueber die Maßregelung von Mitgliedern, schon getroffen seien. die Agitation, Entwidlung des Verbandes und Es ist zwar vor der Hand an eine Erfüllung der Wünsche der die Gauvorstände wird sodann zusammen verhandelt. armen Hotelbefizer nicht zu denken, aber die Gehilfenorganisationen Biemlich allgemein wird für die Provinzen eine einheitlichere mögen auf dem Posten sein, um die Minierarbeit der Unternehmer Die Stimmung in England ist andauernd eine optimistische; es Norm für die Einkassierung der Beiträge gewünscht. Auch die münd durch Sammlung guten Materials univirksam zu machen. wird bestimmt auf einen baldigen Friedensschluß gerechnet. Bennet liche Agitation müsse systematischer betrieben werden. In dieser Burleigh, der Kriegskorrespondent des Daily Telegraph, behauptet in Hinsicht feien die Gauverwaltungen in Mannheim und München Fürth, 6. Mai. In der heutigen Nachmittagssigung des Gemeindeeinem Telegramm an das genannte Blatt, daß er aus bester Quelle bahnbrechend vorgegangen. Die Gewährung der Gemaßregelten- Unter- follegiums wurde nach zweistündiger heftiger Debatte mit 18 gegen wisse, die Führer der Boeren seien in ihrer Mehrzahl für stügung geschehe seitens des Vorstandes mitunter auch in solchen Fällen, 14 Stimmen beschlossen, daß sämtliche Detailgeschäfte fünftighin um den Frieden. Sie feien überzeugt, daß die Fortsegung des wo sie bei strengerer Prüfung der Begleitumstände nicht immer 2 Uhr mittags zu schließen haben, bisher wurden die Läden bis Krieges hoffnungslos hoffnungslos sei und eine unnüge unnizze Verwüstung angebracht erscheint. Die Gaufonferenzen feien in der Regel nicht 1/24 Uhr offen gehalten. von Eigentum und Menschenleben bedeute. Sie seien unter gewiffen das wert, was oft genug dafür aufgewendet wird. Anstellung von Um diese Lappalie von 11/2 Stunden fämpfen die organisierten Bedingungen bereit, die Waffen niederzulegen und die Souveränität Stenographen und Drucklegung der Verhandlungsberichte könnten Handlungsgehilfen Fürths beinahe seit 10 Jahren, ein großer Teil Englands über Süd- Afrika mit den zwei Republifen anzuerkennen. ohne Schaden für die Bewegung wegfallen. Auch genüge es wohl, der sogenannten Demokraten hat auch in der heutigen Sigung gegen Ihre Bedingungen seien folgende: sie verlangen absolute Amnestie wenn die Gaukonferenzen nur alle zwei Jahre einmal und zwar in das neue Ortsstatut gesprochen und gestimmt. für alle( auch die Kapholländer), welche die Waffen gegen England der Zeit vor dem Verbandstage abgehalten würden. Der Haupt geführt haben. Die Republiken werden aufgelöst, werden aber unter wert fei in einer gut ausgebauten Werkstatt- Organisation gu der Oberhoheit Englands wieder errichtet und erhalten Selbst- finden, wozu in erster Linie Werkstatt Kassierer und des regierung wie die australischen Kolonien. Für den Wieder weiteren Werkstatt Kontrollkommissionen gehören. Rheinisch: Westfälisches Kohlensyndikat. Die Magerkohlenaufbau der Farmen werden 60 Millionen Mark verlangt. der Mittagspause wurde durch einen angenommenen Schlußantrag Gruppe der Bechen des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats hat Wie es heißt, wird Lord Kitchener im Auftrage der englischen Re- auch dieser Teil des Borstandsberichts erledigt. dem Vorsitzenden des Beirats, Kommerzienrat Kirdorf, in einem gierung in eine Art Selbstregierung oder Homerule willigen. Die In der Nachmittags- Sigung wurden noch einige Beschwerden Schreiben ihre Beschwerden und Wünsche dargelegt. Es heißt Amnestie soll an dem Tage der Krönung Eduard VII. erfolgen. Es über verweigerten Rechtsschutz vorgebracht, fowie über Systemmängel darin: Mehr und mehr hat bei dem Abgleiten des wirtschaftlichen soll ein füdafrikanischer Kolonialrat gebildet werden, zu welchem die fremdländischer Fachorganisationen bei Abfertigung ihrer Reise- Aufschwunges fich herausgestellt, daß die innere Einrichtung des Boeren drei Delegierte zu entsenden hätten. Zum Wiederaufbau der Unterstügung nach Deutschland. Man wünscht eine rigorosere Hand- Kohlensyndikats ganz und gar nicht den Absatzverhältnissen der Farmen soll eine Anleihe von 200 millionen Mart gegeben werden. habung der reglementarischen Bestimmmmgen und hält es für vor: Magerkohlen Gruppe angepaßt ist. Wenn schon beim AufDie Boerenführer, die kürzlich in Klerksdorp vereinigt waren, sollen teilhaft, wenn gelegentlich der Verbandstage eine Aussprache mit steigen des Geschäftes die auf die großen Fett, Flammgeäußert haben, daß der Friedensschluß sicher sei. den Vertretern der gegenseitigen Verbände erfolgen würde. und Gastohlenzechen sich gründenden Abschnitte des KohlensyndikatsDer Kaffenbericht wird bis zur vollzogenen Brüfung durch eine vertrages vielfach hemmend und stockend auf den Absatz der MagerRevisionstommiffion zurüdgestellt und soweit sind damit die Punkte 2 tohlenerzeugnisse wirkten, so bat doch schließlich auf der absteigenden und 8 der Tagesordnung erledigt. Linie ein Zustand sich herausgebildet, den bestehen zu lassen geradezu Es kommt Bunft 4 der Tagesordnung: Bericht der eine strafbare Bernachlässigung der Pflichten der in Betracht Breßommission und Stellungnahme der Holz- kommenden Werksleiter bedeuten würde und der mithin zur unarbeiter 8eitung", zur Diskussion. Sieben Anträge gefäumten Beseitigung herausfordert. stehen mit zur Debatte, darunter auch der vom Gau Dresden, Die Zechen bitten daher, mit dem Vorstande in Beratung zu Die Mai- Nachfeier in Halle hat bereits begonnen. Die der Verbandstag möge dem Redacteur des Fachorgans wegen treten, daß ihren nachfolgenden Wünschen für die Folge Rechnung 32 Arretierten sind der Reihe nach vorgeladen und werden vers des Artikels Cine Mahnung zum Generalstreit der getragen wird. 1. Die nicht bis zur Höhe der Beteiligungsziffern nommen. Es ist also wieder auf einen Umzugsprozeß zu rechnen, Glasarbeiter" die Wißbilligung aussprechen, weil der Beit verfügten Mengen find zum Verrechnungspreise auf Syndikatsläger der natürlich auf die Abhaltung der Maifeier nicht den geringsten punkt der Veröffentlichung durchaus falsch gewählt war. Ebenso ein zu nehmen. Für diese Läger empfiehlt sich die Aufstellung von Einfluß hat. Antrag Berlin, die Zeitung von Hamburg nach Berlin zu verlegen. Brechwerken zur Herstellung der leicht verkäuflichen Nuß II und IIb Den Bericht der Breßkommission erstattet der Vorsitzende derselben, aus Nuß I oder Knabbeln. Diejenigen Bechen, welche im stande Jacobs Hamburg. Die Auflage der Holzarbeiter- Zeitung" und geneigt sind, auf eignes Lager zu stürzen, übernehmen diese Die Warschauer Arbeiter feierten am 27. April den Welifeiertag. veträgt gegenwärtig 71 500 Exemplare und die finanzielle Lage Lagerung gegen Bezahlung des Verrechnungspreises für Rechnung Die Organisationen, die in Polen thätig sind, die polnische socias gestattete es, dem Vorstande nach Schluß des Jahres 1900 und Gefahr des Syndikates. 2. Einzelaufträge zur unmittel listische Partei, die polnische Socialdemokratie und der Allgemeine 6000 2. unb 1901 5000 m. zu Gunsten der Verbands- baren Ausführung durch die Zechen sind mit angemessenem Arbeiterbund für Litauen, Polen und Rußland hatten in vielen taffe zu überweisen. Die gegen die Nedaktionsführung eingelaufenen Breisaufschlage wieder zuzulassen. 3. Von der unter„ Gemeinsamer Tausenden von Exemplaren Aufrufe zu einer Demonstration ver- Beschtverden sind meist in solchen Fällen erfolgt, wo allzu große Berkauf und Ausnahmen davon§ 1 Abs. 4" vorgesehenen Mitwirkung breitet und waren bestrebt, in zahlreichen Versammlungen Berichte über Werkstättenverhältnisse 2c. uicht aufgenommen wurden. jeden Bechenbefizers ist Gebrauch zu machen. Partei- Nachrichten. Das Strafconto, mit dem Parteigen offen im Monat April belastet wurden, beziffert sich auf 6 Jahre, 7 Monate und 3 Wochen Gefängnisstrafe und 705 Geldstrafe. Die Maifeier in Warschau. Mit Eintritt Aus Industrie und Handel. # = Das find nfprüche, zu welchen sich das Syndikat schwerlich verflehen wird. Zu den fchiver erfüllbaren Anschlußbedingungen, welche die bisher außenstehenden Zechen gestellt haben, gesellen sich nun noch Intereffengegensäge im Syndikat selbst. Man darf neugierig fein, wie der Vorstand die schwere Aufgabe, zwischen den ver schiedenen Gruppen zu vermitteln, lösen wird. Für den weitaus größten Teil der deutschen Industrie wäre es sicherlich von Vorteil, wenn es an keiner Verlängerung des Syndikats tame. Spantens Außenhandel. Wie mit so manchen andren Dingen läßt sich die spanische Regierung auch mit der Handelsstatistit Zeit. Die abschließenden Angaben für das Jahr 1900 find erst jetzt zur Veröffentlichung gelangt. Im Vergleich zum Jahre 1899 zeigt sowohl die Ein- als die Ausfuhr eine Abnahme. Die Einfuhr ist um beinahe 59, die Ausfuhr um ungefähr 28 Millionen Beseta zurückgegangen. Der Gesamtwert der Einfuhr betrug nämlich in 1900 986 440 946 Befeta gegen 1045 391 983 im Jahre 1899, der Wert der Ausfuhr 836 122 166 gegen 864 367 885 Peseta. Berkehrt würde es sein, aus diesem Rückgang des Außenhandels eine Nachwirtung des Verlustes der Kolonien sehen zu wollen. Im Gegenteil, der starte Ausfall der Einfuhr erklärt sich daraus, daß seit dem Kriege mit den Vereinigten Staaten sich eine einheimische spanische Industrie entwickelt, die, geschützt durch hohe Bölle, mehr und mehr selbst die Nachfrage des einheimischen Marktes nach Industrieprodukten zu decken fucht; während zugleich die Ausfuhr von Rohstoffen infolge des größeren Bedarfs im Inlande abnimmt. in bedeutendsten ist Spaniens Handelsverkehr mit England, dann folgen der Reihe nach Frankreich, die Vereinigten Staaten von Amerita, Deutschland und Portugal. Einfuhr 1900 Ausfuhr 1899 1900 Wert in 1000 Beseta Deutschland. 77 835 64 557 Belgien 43 027 35 357 31 976 25 343 Cuba 5 335 21 375 56 802 Bereinigte Staaten von Amerika 105 862 119 564 Frankreich 147 451 157 644 249 325 281 360 Niederlande 4.406 7584 Italien 24250 23 416 41 947 29 389 30 554 24 844 42 664 46 043 17 452 217 359 276 858 27.962 24 431 36 077 12 770 2791 Großbritannien Portugal. Argentinien. • 1899 25 551 28 263 73 788 13 und Labung der Schiffe ermöglichen. Anläßlich dieses Beschlusses| Rechtsanwalt Senger offerierte nochmals das urkundliche Material, hat der Centralvorstand des nicht dem„ Gesamtverbande" angehörenden welches beweise, daß die Beschuldigungen teine berechtigte Unterlage Dänischen Hafenarbeiter Verbandes" beschlossen, haben. Die Parteien einigten sich auf Vorschlag des Vorsitzenden die Arbeit im Freihafen, bei der„ dänischen Stohlencompagnie" und dahin, daß der Termin aufgehoben wurde, um den Parteien den Gaswerken sowie bezüglich der Kohleneinladung an solchen Gelegenheit zu geben, das Material weiter zu prüfen und eventuell Schiffen, bei denen das Koalitionsrecht anerkannt wird, wieder auf zu einem Vergleiche zu kommen. zimehmen. Bezüglich aller andren Arbeit im Hafen wird die Sperre aufrecht erhalten. Ein Zimmererstreik ist in Groningen( Holland) ausgebrochen. Die Zahl der Ausständigen beträgt ca. 300. Ursache des Streits find Lohnforderungen. An die Krankenkassen- Mitglieder Berlins und der Vororte. Wir machen hierdurch bekannt, daß auch Derlammlungen. Vierter Wahlkreis. Eine Versammlung des focialdemokra Die Maurer und Bauarbeitsleute im Haag sind in den tischen Wahlvereins tagte am Dienstag in der Königsbant", Große Streit getreten. Sie fordern Erhöhung der Löhne und den zehn- Frankfurterstraße. Zunächst ehrten die Anwesenden das Ableben der stündigen Arbeitstag. Die Zahl der ausständigen Bauarbeitsleute Genossen Wittwer und Wernhardt in üblicher Weise. So. wird auf 140 angegeben. dann erhielt Dr. Leo Arons das Wort zu seinem Vortrage:„ Wie beteiligen wir uns an der preußischen Landtagswahl?" Redner ver breitete sich über die Hauptbestimmungen des preußischen Landtage Wahlrechts im allgemeinen und beleuchtet dieselben im Gegensatz zu dem Reichstags- Wahlrecht. Unter Hinweis auf die gesetzgeberische Wichtigkeit des Landtags forderte er die Genoffen auf, beizeiten die umfaffendsten Vorbereitungen zur Wahl zu treffen und Wenn die bel. Herr Apotheker H. Brandes( Luisen Apotheke), Berlin N., die regste Wahlbeteiligung zu veranlassen. mit uns einen Vertrag abgeschloffen hat, auf Grund deffen er u. a. eine Werbefferung ihres Wahlrechts zu erreichen, gischen Genossen fünf Arbeitstage geopfert hätten, hätten, unt fünftig wieder den Kassen auf Kredit liefern wird und einen Rezeptur- die preußischen Arbeiter zur Erringung eines vernünftigen Landtags. rabatt von 20 Broz. bewilligt. Lieferung wieder zugelassen und kann ihre Inanspruch Generalstreit, sondern um ein gesetzliches Recht der Wahlbeteiligung Die Luisen- Apotheke des Herrn Brandes ist daher zur Kassen- Wahlrechts auch wohl einen resp. zwei Tage daran wenden, und das um so mehr, als es sich hierbei nicht, wie in Belgien, um einen nahme in geeigneten Fällen den Raffenmitgliedern nur dringend handle. Redner schloß seinen Vortrag: Ob wir etwas Positives er empfohlen werden. Die Luisen- Apotheke des Herrn Brandes, wie reichen oder nicht, ist vorläufig gleichgültig. Wir beteiligen uns so, Dr. Wedels Sedan- Apotheke, Schöneberg, Sedan daß dieses Wahlrecht zerbricht. Rügenerstraße 21, = straße 3, fertigen auch Rezepte, die ihnen per Post zugehen, schleunigst an, In der Diskussion sprach Genosse Wiesenthal im Sinne des und liefern sie dem betreffenden Kranken ins Haus. Die Zustellung Referats. Unter Verschiedenem teilte der Vorsitzende Baader ist kostenfrei, jedoch ist es notwendig, daß die Adresse genau mit, daß für die Genoffen des 4. Kreises am zweiten Pfingstfeiertage angegeben wird( Straße, Hausnummer, Vorderhaus, Quergebäude in der Brauerei Friedrichshain ein Frühkonzert stattfindet, und eroder Seitenflügel, Stockwerk, bei Chambregarnisten oder Schlaf- fuchte um zahlreiche Beteiligung. burschen Wohnungsinhaber). Wir bitten hiervon auch für Iden Familienbedarf recht regen Gebrauch zu machen. Wir werden ferner in allernächster Zeit in Berlin W. und SW., sowie in Berlin N. Recept- Sammelstellen einrichten, in welchen 16 120 nicht- eilige Rezepte auch persönlich abgegeben werden können. Die Abholung der Rezepte erfolgt dreimal täglich, die Anfertigung der selben schleunigst, die Zustellung ist auch in diesen Fällen kostenlos. Näheres wird noch bekannt gemacht. Centralkommission der Krankenkassen Berlins 13 212 250 297 281 299 28225 32 576 13 147 1 901 Rußland Deutschland lieferte im Jahre 1900 besonders nach Spanien Maschinen und Motore, elektrische Lampen, Meßapparate, Rabel 2c., Eisen und Stahlwaren, Kupfer- und Bronzewaren, Leder und zugerichtete Felle, Farben und Chemikalien. Dagegen bestand der Export Spaniens nach Deutschland vornehmlich in Erzen, Silber, Kortstopfen, Apfelfinen, Olivenöl und Wein. und der Vororte. Berliner Partei- Angelegenheiten. " Lackierer. In der Monatsversammlung am 6. Mai hielt Mag Schütte einen Vortrag über:„ Der erste deutsche Arbeiterverein", welcher mit Beifall aufgenommen wurde. Unter Verschiedenem erflärte Lemm als Delegierter der Gewerkschaftskommission, daß er, wie ja auch aus dem Bericht im Vorwärts" zu ersehen sei, in der Versammlung am 10. April nicht war, und zwar deshalb nicht, weil er, wie sonst üblich, keine Einladung erhalten habe. Es sei dies schon mehrmals passiert und hätten seine Beschwerden an zuständiger Stelle nichts genügt. Der Vorstand wurde beauftragt, die Sache zu unterfuchen. Nunmehr brachte Höfs noch die Zustände im Krankenhause Friedrichshain zur Sprache. Er habe dort acht Tage gearbeitet, sei dann entlassen worden, weil er sich nicht, wie es von den beiden Die Wähler unsres Vorortes Treptow- Baumschulenweg, im Strankenhause angestellten Kollegen verlangt wurde, in welche bekunden können, daß ihnen im Januar 1901 die Einsicht Pavillons, welchen gearbeitet wurde, umziehen wollte. nahme in die Wählerliste vom Gemeindevorsteher oder deffen Beamten Auf die Beschwerde beim Verwaltungsdirektor Turner nichts er darin verweigert worden ist, werden dringend ersucht, sich heute noch bei flärte dieser, daß thun könne. Troz Max Miekley, Marienthalerstr. 13 in Baumschulenweg zu melden. dem nun der Kollege Höfs darauf hinwies, daß es doch Bildungsvereins findet am Sonnabend, ben 10. Mai, Friedrichshagen. Die nächste Versammlung des Arbeiter unmöglich anginge, sich in dem Pavillon umzuziehen, da ja Inppen, Brammen und Knippel, 1078 000 To. Draht und Draht- halle), Friedrichstr. 61, statt. Den Vortrag hält diesmal Schriftsteller drittens aber doch eine Krankheitsverschlepping ſehr leicht stattfinden Stahl umfaßte u. a. 1 676 000 To. Schienen, 2481 000 To. Stahl abends pünktlich um 9 1hr, im Lokal des Herrn a subte( Sänger- bon außen vollständig zu übersehen sei und man sich beim Umziehen vor den vielen weiblichen Kranken und Angestellten genieren müßte, produkte, 1 236 000 To. Handelsstahl, 743 000 To. Bleche, 405 000 To. Herr Wilhelm Spohr: Multatuli, der Dichter der könnte, umſomehr als doch gerade gegenwärtig der Diphtheritis Weißblech, 1860 000 To. diverse Stahl- und Eisenerzeugnisse. Durch- Stämpfenden. Mit Recitation aus seinen Werken. schnittlich waren 158 000 Arbeiter beschäftigt. Der Lohnaufwand beträgt 112 829 000 Dollar. Amerikanischer Stahltrust. Nach telegraphischer Meldung der Boffischen Zeitung" produzierte der Stahltrust im abgelaufenen Geschäftsjahre 13 327 000 To. Gisenerze, 6 962 000 To. Roheisen, 134 000 To. Spiegeleisen, 56 000 To. Manganeisen, 9 035 000 To. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Riftenmacher beschlossen am 5 d. M., den Streit bei den Firmen Lemke und Stolz, Lindenstraße, fortdauern zu laffen sowie denjenigen, welcher den Arbeitsnachweis der Holzindustriellen in Anspruch nimmt, nicht mehr als Kollegen zu betrachten, und ferner den Organisationsbeitrag um das Doppelte zu erhöhen. Deutsches Reich. Britz. Morgen, Freitag, hält der hiesige Wahlverein in Adams Buschtrug eine Mitgliederversammlung ab. Referent Genosse ende I. Gäste haben Zutritt.. Potsdam. In diesem Monat hält der Wahlverein teine Versammlung ab. Gerichts- Beitung. = ers pavillon in Arbeit und er Familienvater sei. Trotz alledem blieb ber Direktor auf seinem Standpunkt stehen und meinte nur, er würde mit den beiden Kollegen Rücksprache nehmen. Das geschah, es hatte aber keinen Erfolg. In der Diskussion hierüber wurde dem Kollegen Höfs geraten, die Sache weiter zu verfolgen. ekke Nachrichten und Depelthen. Königsberg i. Pr., 7. Mai.( W. T. B.) Der hiesige städtische Steuererheber Hoppe ist wegen Unterschlagung von 10 000 m. Amtsgelder verhaftet worden. Der Verein der Bauanschläger tagte am Sonntag im Ges werkschaftshause. Es gelangten die neu ausgearbeiteten Statuten zur Berlesung. Beschlossen wurde, von jetzt ab Mitglieder ohne Der Prozeß Klinger Geyger. Der„ Gegenscherz" des Pro- jedwede Nachzahlung aufzunehmen, fofern sie fich der in den Statuten vorgesehenen Karenzzeit unterwerfen. Mitglieder, welche feffors Mag se linger in Leipzig, der feiner Zeit die ganze Berliner mit ihren Beiträgen noch im Rückstande sind, werden, sofern sie Künstlerschaft in Aufregung versezt hat, unterstand gestern in Geihren Verpflichtungen nicht nachkommen, in der nächsten Versammlung stalt einer Brivatklage des Professors Ernst Moriz Geyger in Rom gestrichen und haben bei event. Wiedereintritt, sofern sie ihre alten wider den Prof. Klinger der Prüfung des hiesigen Schöffengerichts. Nechte behalten wollen, alles nachzuzahlen. Ferner wurden die Sur Aussperrung der Bauhandwerker in Kiel. Auf den Der Künstlerstreit, um den es sich handelt, liegt fast ein Jahr zurück Stollegen darauf hingewiesen, so viel wie möglich ihre Beiträge in Vorschlag des Centralvorstandes des Maurerverbandes, den Kampf und ist indirekt durch eine bekannt gewordene Aeußerung des Pro- den Arbeitsnachweisen zu entrichten. im Maurergewerbe durch einen Kompromiß zu beenden, hat die fessors Reinh. Begas über die Berliner Secession veranlaßt worden. Junung Bauhütte" am Montag, die vollständige Ablehnung jedes Prof. Klinger veröffentlichte darauf im Leipziger Tageblatt" einen Kompromisses beschlossen. Sie will ihren bisherigen Standpunkt Artikel unter der Ueberschrift ein Gegenſcherz" und machte darin beibehalten, wonach sie auf einen fünfjährigen Kontrakt mit 60 Pf. Auffehen erregende, aber recht dunkle Andeutungen über Berliner Stundenlohn bei 9/2 stündiger Arbeitszeit bestehen bleibt. Auch will Testamenten Künstler", wobei er die Behauptung aufstellte, daß sie nicht mit den Maurern allein, sondern gleichzeitig mit den gewisse Berliner Künstler in den letzten zehn Jahren etwa zwei Zimmerern zusammen verhandeln. Der Kampf dauert fort. Millionen Mark Stiftungen, die nach dem Wunsche der Stifter der Die Barbier und Friseurgehilfen in Frankfurt a. D. deutschen Kunstentwicklung hätten zu gute kommen können, völlig haben den Streit beschloffen und deshalb am legten Freitag ihre andren Zwecken zugeführt hätten. Es wird noch in Erinnerung sein, Geeftemünde, 7. Mai.( W. T. B.) Auf Tecklenborgs SchiffsStellungen gekündigt. Gefordert wird: Regelung der Arbeitszeit, daß diese mysteriösen Andeutungen die Berliner Künstlerschaft werft lief heute mittag das für die Reederei Laeisz in Hamburg erMinimallohn mit freier Station 7,50 M., ohne freie Station in hohem Maße erregten, daß Prof. Klinger eindringlichst aufgefordert baute 8000 Registertons große Fünfmaft Vollschiff ,, Preußen", 18,50 M., für Aushilfe 3 M. bezw. 4,50 M. pro Tag, Anerkennung wurde, seine allgemeinen Anschuldigungen näher zu erläutern und das größte Segelschiff der Welt, von Stapel. der Organisation und Gründung eines paritätischen Arbeitsnachweises, daß er schließlich den Bilhauer Prof." Ernst Geyger in Rom be- Frankfurt a. M., 7. Mai. Amtliche Meldung: Heute vor sowie Freigabe des gefeßlichen Wochenausganges. 14 Meister haben schuldigte, eine ihm anvertraute Stiftung, die der deutschen Künstler- mittag gegen 81/2 Uhr ist bei Km. 6,3 zwischen Frankfurt a. M. und bis jetzt bewilligt. Zuzug ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche schaft zu gute kommen sollte, diesem Zwecke in selbstsichtiger Absicht Höchst die zweite Lokomotive des nach Wiesbaden gehenden SchnellBlätter werden um Abdruck gebeten. Die Lohukommission. entzogen zu haben. Er behauptete, daß eine Kunstmäcen in Italien zuges 187a mit der vorderen Achse auf bisher unaufgeklärte Weise Ansstand der Steinmetzen im Vogtlande. Am Donnerstag ihre Villa und Kunstschäße auf Klingers Auraten den deutschen entgleist. Verlegungen von Personen sind nicht vorgekommen, auch legten etwa 50 Steinmegen in Treuen, Falkenstein und Auerbach die Künstlern, die in Rom ihren Studien obliegen, habe vermachen Materialschaden ist nicht entstanden. Die Aufgleisung war um Arbeit nieder. Sie fordern eine Lohnerhöhung von ca. 15 Proz. Fas wollen. Dieser schöne und edle Zweck fei aber vereitelt worden, als 1012 1hr beendet, das Geleise ist wieder fahrbar. fämtliche der Ausständigen sind organisiert. Prof. Gehger nach Italien gekommen. Dieser habe es verstanden, Frankfurt a. M., 7. Mai.( B. H.) Nach einer Meldung der Die Kieler Schuhmacher haben eine Lohnbewegung fieg- für die hochherzige Frau, die in außergewöhnlichem Maße sich Frankfurter Zeitung" aus Freiburg i. Br. gab es dort heute reich durchgefochten. Mit den Arbeitgebern ist ein Vertrag von für feine Stunft interessierte, dermaßen nach seinem Willen früh leichten Schneefall. Frankfurt a. M., 7. Mai.( B. H.) Wie der Frankfurter zweijähriger Dauer abgeschlossen. Derfelbe sieht eine Erhöhung des zu lenken, daß er, Gehner, schließlich der alleinige Nuznießer Mindestlohnes von 17 auf 20 M. vor und gewährt für Accordarbeiten der Hinterlassenschaft geworden sei Stiftung den Beitung" aus Straßburg depeschiert wird, wird aus verschiedenen Buschläge von 10-15 Broz. Bis zum 1. April 1903 wird 10 Stunden, deutschen Künstlern verloren gegangen sei.- Prof. Geyger ließ diese Teilen des Unter- Elsaß Schneefall gemeldet. In der Nähe von von da ab 91/2 Stunden täglich gearbeitet. Die Inmung, welche sich schweren Anschuldigungen natürlich nicht auf sich ſizen, er erklärte fie Markirch und Wangenburg sind die Vogesen bis zur Thalsohle dicht bisher sträubte, den von 64 Arbeitgebern bewilligten Tarif auzu öffentlich für Verleumdungen, es folgten öffentliche Auseinander- mit Schnee bedeckt. bewegung beendet. V und die " bisher sträubte, den von 64 Arbeitgebern bewilligten Tarif anzu- iegungen und Profeffor Geyger gab durch Anstrengung der Privat- Budapest, 7. Mai.( B. H.) Das Exposé Goluchowis erkennen, ist demselben jetzt beigetreten, und damit ist die Lohn- flage dem Professor Klinger Gelegenheit, feine Beschuldigungen vor besagt, daß betreffe der Erneuerung des Dreibundes Gericht zu vertreten. Die gestrige Verhandlung fand unter Vorsiz zwischen den drei Kabinetten formelle Versicherungen ausgetauscht In der Bill- Brauerei in Hamburg haben die Stutscher und des Gerichtsaffeffors Konig statt. Kläger und Angeklagter waren worden sind, den zwischen ihnen bestehenden Allianzvertrag in seinem Stallleute wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Als dann persönlich zur Stelle, Profeffor Geyger stand Rechtsanwalt Max vollen Werte aufrecht zu erhalten und zu der Unterzeichnung der die Kellerei- und sonstigen Arbeiter zu Streifbrecher- Diensten auf- Senger Berlin, Profeffor Klinger Justizrat Broda einschlägigen Dokumente zu schreiten. gefordert wurden, schlossen dieselben sich ebenfalls den Aus- Leipzig zur Seite. Bor Eintritt in die Verhandlung regt Auffce, 7. Mai.( B. H.) Nach einem heftigen Gewitterregen ständigen au. Im Ausstand befinden sich 77 Arbeiter der verschiedenen der Vorsitzende an, ob es nicht möglich sei, au einem Ver ist heute morgen neuerdings heftiger Schneefall in den Thälern Kategorien. gleich zu tommen. Dieser Einigungsversuch blieb erfolglos. eingetreten. Die Dachdecker in Hildesheim sind in den Streit ein- Justizrat Broda führte aus, Profeffor Klinger fönne die Thatsachen, Budweis, 7. Mai.( B. H.) Heute früh herrschte hier und im getreten. die er behauptet habe, im großen und ganzen nicht zurücknehmen, er ganzen Böhmerwald heftiges Schneegestöber. Achtung, Schmiede! In der Waggonfabrik in Baußen find behaupte auch jetzt noch, daß das, was er dem Professor Geyger Bern, 7. Mai.( B. H.) In der letzten Nacht herrsche in der Differenzen ausgebrochen. Die Direktion will die Stundenlöhne um vorgeworfen, im wesentlichen wahr sei und er habe es unternommen, ganzen Schweiz starke Kälte, die vielen Schaden anrichtete. 2 Pf. fürzen. Dabei sind die Löhne schon niedrig genug: Vier unter Hinweis auf Urkunden den Beweis der Wahrheit anzutreten. Compiégue, 7. Mai.( W. T. B.) In dem bei Moyenneville ver= Schirrmeister erhalten 34, vier 32 und die übrigen gar nur 30 Bf., Würde er sich nun ohne weiteres vergleichen, so würde es in der unglückten Pilger- 3uge befanden sich ungefähr 350 Personen, andre Gesellen bloß 22 bis 24 Pfennig. Trog zweimaliger Unter- Presse wieder heißen, er habe in leichtfertiger Weise An- darunter ungefähr 30 Männer. Die Zahl der Opfer beträgt neun handlung ist bisher kein Resultat erzielt worden. schuldigungen erhoben. Professor Klinger: Frau Tote, 16 schwer und etwa 40 leicht Verletzte; alle sind Belgier. wiederholt aufgefordert, für Der lnfall soll darauf zurückzuführen sein, daß der Bahndamm Italienische Arbeitswillige werden als Herausreißer der Dr. Meher habe ihn schriftlich wiederholt aufgefordert, Unternehmer beim Maurerstreit in Quedlinburg herangezogen. Man diese Angelegenheit einzutreten und sie aufzuklären. Es feien Briefe durch Regen aufgeweicht war, wodurch die Entgleijung herbeigeführt der Frau Dr. Meyer und deren Stiefsohn bei den Akten, die ihn wurde. bietet ihnen 45 Pf. Stundenlohn, während die Streitenden nur bewogen, die Sache so darzustellen, wie er es gethan. Ihm habe London, 7. Mai.( W. T. B.) Auf dem heute stattgehabten 35 Pf. verlangen. Meistens gelingt es jedoch, die Italiener wieder es leib gethan, daß solche Sachen bei einem so talentvollen Mann, Jahresbankett der Primrose Liga" hielt Lord Salisbury eine zur Abreise zu bewegen. Auch bei dem Maurerstreit in Schönebeck ziehen die Unternehmer italienische Streitbrecher heran, die sich des weitgehenden Schutzes der Polizei erfreuen. Von den 115 einheimischen Maurern, die in den Streit eintraten, find 34 abgereift, 27 arbeiten bereits zu den neuen Bedingungen, Ausland. längere Rede. Bezüglich der Friedensverhandlungen wie Professor Geyger, vorkommen konnten und eine so hochherzige erklärte Lord Salisbury, selbst wenn er mehr wüßte, als er in der Schenkung ihrem wirklichen Zwecke entzogen werden durfte. Prof. Geyger: Als er dem Professor Klinger dies Material an- That wiffe, würde er doch, während die Friedensverhandlungen im geboten, habe es dieser nicht angenommen. Bei Hingabe der Gelder Gange seien, nicht über die verschiedenen Chancen dieser Versei von Frau Dr. Meyer mit feiner Silbe von einer Stiftung die handlungen sprechen können. Es sei kein Grund vorhanden Rede gewesen, die Hypothef aber von 130 000 m., die gleichfalls in Frage für die Behauptung, daß die Bereitwilligkeit, die England bewiesen stehe, sei die Anzahlung auf einen umfangreichen Auftrag gewesen. habe, alles anzuhören, was gesagt werden konnte, ein Beweis Der Streit der dänischen Hafenarbeiter und Seeleute. Nach längerer Verhandlung sagte Justizrat Brode: Auf Grund dafür sei, daß es seine frühere Position aufgegeben hätte oder Willens Der Beschluß des„ Gesamtverbandes der Gewerkschaften", den Heizer- des umfangreichen Materials, welches der Angeklagte von Frau sei anzuerkennen, daß die Rechte, welche es in Anspruch genommen habe, streit sowie den Streit der Seeleute und Hafenarbeiter, soweit sie Dr. Meyer und deren Stiefsohn erhalten, werde sich jeder über- nicht länger in Straft seien. Nach den schrecklichen Opfern, die England dem„ Gesamtverband" angeschlossen sind, aufzuheben, ist darum not- zeugen tönnen, daß alle diese Briefe dem Professor Klinger die gebracht habe, dürfe nicht zugegeben werden, daß wieder eine Lage gewendig geworden, weil eine große Anzahl namentlich ausländischer unerschütterliche Ueberzeugung beibringen mußten, daß ein großes schaffen werde, in welcher der Feind den Kampf von neuem beginnen Streifbrecher vorhanden sind, die die Bemannung sowie die Löschung Unrecht an der großen deutschen Kunstgemeinde begangen sei. önne, sobald die Gelegenheit sich biete. Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Verlin. Drud und Verlag von Mag Babing in Berlin Hierzu Beilagen u. Unterhaltungsblatt. St. 106, 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 8. Mai 1902. babilphAngestellten an den Verband der Transport und deutscher Herkunft, die allen Interessenten unentgeltlich an den Tokales. dioni en son Bertehrsarbeiter zu verhindern. Das aber ist eine Wochentagen von 10-6, am Sonntag von 10-2 Uhr geöffnet ist. Beeinträchtigung der gesetzlich gewährleisteten Koalitionsfreiheit. Durch die reiche Beschickung von seiten der ersten Firmen bietet die Eine berwaldte Ortskaffe. Diese besteht doch nur da, wo es den Angestellten ungehindert frei Ausstellung ein übersichtliches Bild der neuesten und handlichsten Gegen die Allgemeine Ortsfrankentaffe lief toleder einmal eine steht, sich aur wahrung ihrer Berufsinteressen zu organisieren wie Camera- Konstruktionen und erbringt hiermit den Beweis, daß die der gedruckten Beschwerden beim Oberpräsidenten ein, unterzeichnet und wo sie wollen. Eine Organisation nach dem Wunsche der deutsche Camera- Industrie in Verbindung mit den auch im Ausland von zwei weiblichen Mitgliedern, denen die Bezahlung von Arzneien Betriebsleitung, die doch in der Lage ist, ihren Wünschen" in einer als unübertroffen geltenden photographischen Objektiven in jeder verweigert worden war, weil sie diese in der nicht zugelassenen für die Angestellten recht fühlbaren Weise Nachdruck zu geben, ist Hinsicht Vollkommenes leistet. Der Besuch dieser Ausstellung dürfte Luisenstädtischen Apotheke des Dr. von Wald, Köpniderstraße 119, eben teine Interessenvertretung der Angestellten. Diese Beeinträchti- daher in den weitesten Kreisen das größte Interesse erregen. hatten anfertigen laffen. Die Vernehmung der Beschwerdeführe gung der Koalitionsfreiheit haben wir gerügt, und werden wir thum, Das Passage- Theater hat für den Monat Mai ein Brorinnen ergab, daß in beiden Fällen v. Wald behauptet hatte, die lo oft uns derartige Fälle bekannt werden. gramm von besonderer Vielseitigkeit aufgestellt. Auf akrobatischem Stasse müsse die Arznei bezahlen, event. werde er dies durch Be- Der Stil ist der Mensch. Knotenpunttfahrtarten Gebiet find die Kraftmenschen Alfredos zu nennen, ebenso die schwerde veranlassen. In dem einen Fall hat fogar nicht einmal heißen neue Fahrkarten, welche die preußische Eisenbahnverwaltung Handequilibristen Salva und Mauze und der Amerikaner Thomas. Andas Mitglied, fondern ein von ihr entfandter Hausdiener zum Ersatz der abgeschafften Sommerkarten nach den Nord- und sprechende Gefangstünstlerinnen sind die Damen Dorée, die Wiener deren Namen auf Anstiften v. Walds unterzeichnet. Beide Unter- Ostseebädern für diesen Sommer eingeführt hat. Im Verkehr mit Geschwister Lublins und die Soubretten Sarnotti und Ramour. den Ostseebädern z. B. werden diese Knotenpunktkarten auf den Auf musikalischem Gebiete zeichnen sich die Schwestern Boigharetta schreiber bekunden, daß ihnen der Apotheker die Stelle bezeichnete, Stationen Berlin, Breslau und Stettin ausgegeben. Die Knoten- aus; überaus tomisch sind die musikalischen Scherenschleifer Carwohin sie den Namen zu schreiben hätten, daß aber das gedruckte punktkarten sind nicht nur etwas billiger als die früheren Sommer- manelli. Erwähnung verdient auch der Humorist Bayer wegen Formular bei der Unterschrift keinerlei handschriftliche Zufäße tarten, sondern gewähren auch den Reisenden eine größere Be- feines vorzüglichen Vortrags. aufwies. wegungsfreiheit, indem wahlweise die verschiedenden Wege benutt Als das Opus beim Oberpräsidenten einlief, wies es außer dem werden können. fattsam bekannten Textvordrud folgende, handschriftlich angefügte Betrachtung auf: " Die Krankenkassen frohloden, Geld zu sparen, ja auf Kosten der armen kranten Arbeiter sparen die Herren Genossen Geld, damit die Herren Kaffenvorstände ins Bad reifen können, auf Kosten der armen franken Arbeiter. Es ist ein Standal, daß die Strantenfassen noch nicht verstaatlicht sind, solche gemeinnüßige Anstalten wie die Krankenkassen müssen verstaatlicht werden. Unfre Militäranwärter hätten da gute Unterkunftsstellen, so haben dieselben die Herren Broleten wie Cohn und sonstige Hebräer. Aus den Nachbarorten. Das ist alles sehr schön, übertrifft an töstlichem Reiz aber doch nicht das Eisenbahndeutsch, dem durch das Monstrum Knotenpunkt- Die Errichtung eines Volkstheaters in Schöneberg be schäftigte gestern abend eine Versammlung Schöneberger Bürger, fahrkarten" seine Strönung zu teil geworden ist. Die Straßenbahn über die ,, Linden". Aus dem Rathause welche unter dem Vorsiz des Stadtverordneten- Vorstehers Gustav Müller im„ Schwarzen Adler" abgehalten wurde. Regisseur wird berichtet: Der Polizeipräsident hat auf eine Eingabe wegen Hambrod wies als Referent darauf hin, daß die Schaffung eines der dauernden Belassung des Straßenbahnverkehrs am Finanzministerium geantwortet, daß er die Eingabe an den Kaiser nur Boltstheaters, die schon so oft für Schöneberg geplant worden ist, dann weiter geben könne, wenn die Pläne für den Neubau der sich immer mehr als eine dringende Notwendigkeit herausstelle. Eisernen Brücke am Museum im Zuge der Straße Hinter dem Gieß- Hinsichtlich der Rentabilität des neuen Volkstheaters stellte der hause vorlägen. Diese Pläne werden die nächste StadtverordnetenDiese Pläne werden die nächste Stadtverordneten- Redner eine Berechnung auf, bei der er zu einem Reingewinn von Versammlung beschäftigen und ist es nunmehr an der Zeit, die 28-30 000 M. gelangte, was allerdings unter lebhaften zurufen Eingabe zu erneuern, da andernfalls eine Unterbrechung des Straßen- feitens der Versammlung start bezweifelt wurde. Als Platz für das bahnverkehrs im Kastanienwäldchen nicht zu den Unmöglichkeiten ersehen worden, welches nach der Ansicht des Redners in fünfzehn Theater sei das Grundstück Grunewaldstraße 14-15 aus gehört. Jahren im freien Befiz des Konsortiums sein könne. Hierauf gab Herr Architekt Reimann noch einige bautechnische Erläuterungen. Bum Schluß wurde fast einstimmig folgende Resolution angenommen: Die Versammlung erkennt die Notwendigkeit und das Bedürfnis für die Errichtung eines Bolts Theaters in Schöneberg an. Mit den weiteren Einzelheiten soll sich ein Ausschuß von 13 Mitgliedern befaffen, welcher einer größeren Versammlung ein ausführliches Projekt vorzulegen hat, in welchem besonders die finanzielle Frage des Unternehmens eingehend zu erläutern ist. In diesen Ausschuß wurden folgende Herren gewählt: Regisseur Hambrock, Architekt Reimann, Bankier Seelig, Direktor Haberlandt, Schriftsteller Laverrenz, Stadtverordneten Vorsteher Gustav Müller, Schriftsteller Dr. Dietsch, Journalist Waldan, sowie die Stadtverordneten Bartelt, Finde, Gansow, Gremler und Schneider. Die Affaire Jacobi. In dem Beleidigungsprozeß Leopold Jacobi gegen den Redacteur Georg Bernhard ist der Morgenpost" zufolge jegt ein neuer Termin auf Freitag, den 16. d. W., anberaumt worden. Es sind 58 Zeugen geladen. Der erste Termin, der in den ersten Tagen des Monats März stattfand, verfiel beanntlich der Vertagung, weil gerade die wichtigsten Zeugen durch Abwesenheit glänzten. Der Boykott ist nach unserer Meinung ein socialdemokratischer Getvaltstreich, veranlaßt einzig und allein durch den socialdemokratischen Stadtverordneten Dr. Freudenberg. Dieser Socialdemokrat wollte nur auf den Schultern der Apothekenbefizer in den Reichstag kommen, damit er mit seinen Freunden Bebel und Singer gegen die jetzige Regierung arbeiten kann. Es ist eine Schmach, daß bis jest niemand eingegriffen hat. Wir unterzeichnete bitten hiermit bringend, die Kassen zu zwingen, unser fauer verdientes Geld wieder zurückzuzahlen. Die Krankenkaffen sind doch nicht dafür da, daß Socialdemokraten sich auf Die Berliner Unfallstationen sind im April d. J. in 3651 Fällen often be der armen Kranten mästen? Da hätten wir ja jetzt schon den socialdemokratischen Zukunftsstaat. Falls diese Zeilen nichts nüßen, werden wir ein Immediatgefuch an Seine Majestät richten. Der Kaiser würde dann bald diesem traurigen Spiele ein Ende bereiten. Wir bezahlen keine Beiträge mehr, falls wir keine freie Arznei bekommen, denn da ist ja die Krankenkasse illusorisch." Die Stillibung wird im Oberpräsidium hoffentlich die gleiche ungeheure Heiterkeit erregt haben, wie bei der betroffenen Kaffe. Zu dem angedrohten Immediatgesuch sollte die Centralkommission das nötige Belinpapier liefern, um den rabiaten Apotheker Unkosten zu ersparen der Erfolg würde wohl die Ausgabe lohnen. Es ist hübsch, einmal nachweisen zu können, mit welchen Waffen Apotheker Tämpfen. Zur Protestversammlung der deutschen Gemeindebehörden und Vertretungen. Der Ausschuß zur Vorbereitung der am nächsten Montag, den 12. d. M., um 11 1hr im Kaiserhofe zu Berlin stattfindenden Bersammlung von Mitgliedern deutscher städtischer Gemeindebehörden wird dieser Versammlung folgende gestern beschlossene Resolution zur Annahme unterbreiten: für erste Hilfe in Anspruch genommen worden. Mit den Krankenwagen der Unfallstationen wurden im verflossenen Monate 125 Transporte unentgeltlich ausgeführt. Die Zahl der polizeilicherseits den Stationen übergebenen, teils bewußtlosen Personen betrug 240, Gis wurde in 107 Fällen unentgeltlich abgegeben. Die Hunde find keine Freipassagiere mehr. Soeben ist eine neue Verordnung der Straßenbahn in straft getreten, nach welcher die Hunde nicht mehr die bisherige Vergünstigung genießen, in der Straßenbahn frei befördert zu werden. Man hat für sie das volle Fahrgeld zu erlegen. Größere Hunde, die bisher nicht befördert wurden, dürfen fortan auf der vorderen Plattform mitgenommen werden. Hoffentlich benehmen sie sich dort gesittet und stören den Wagenführer nicht. Zum Prozeß Sauden. Da Landgerichtsdirektor Voigt durch Krankheit verhindert ist, den Vorfiz in der Prozeßverhandlung wider Sanden und Genossen zu führen, soll, dem Vernehmen nach, Landgerichtsdirektor Heidrich mit dieser Aufgabe betraut werden. Dieser ist erst seit kurzem aus Liegnig nach Berlin versezt und führt den Vorsitz in der 8. Strafkammer an Stelle des nach dem Civilgericht übergetretenen Landgerichtsdirektors v. Winterfeld. Da Direktor Heidrich längere Zeit gebrauchen wird, um das umfangreiche Aften material des Prozesses Sanden durchzuarbeiten und für den Hauptverhandlungstermin vorzubereiten, so ist augenblicklich noch nicht ab zusehen, wann der lettere vird anberaumt werden können. Die heute in Berlin versammelten Mitglieder deutscher städtischer Gemeindebehörden sprechen sich, unbeschadet ihrer grundsätzlichen Ein schlechtes Geschäft machte vorgestern ein Ring: Stellungnahme zu den Bollfragen, gegen jede Erhöhung der Zölle nepper Triebe, ein ehemaliger Hausdiener. Durch die Landsauf unentbehrliche Lebensmittel aus und erwarten gleichzeitig, daß bergerstraße schlendernd, bekam er einen Fremden zu Gesicht, der die gefeßgebenden Faktoren auf die Fortsetzung und den Ausbau ihm den Eindruck machte, als ob er an ihm seinen Kniff wohl mit Mit bekümmerter Miene ging er an der bewährten Politit langfristiger Handelsverträge bedacht sein Erfolg versuchen könnte. werden." ihn beran, flagte ihm, daß er feine Schlafstelle habe, und bot ihm das einzige Ueberbleibsel aus einer 49 Der Amtsvorsteher von Tegel. Eine Korrespondenz meldet: Gin intereffanter Prozeß wird demnächst gegen einen Tegeler Gemeindevertreter zum Austrag kommen. Vor einiger Zeit erklärte der Gemeindevertreter Kulina, daß das Tegeler Gaswerk, dem auch die Beleuchtung der Straßen des Vorortes obliege, verund dadurch, daß nur die schiedenartige Brenner verwende größten die vorgeschriebene Lichtstärke aufzuweisen hätten, die Gemeinde empfindlich schädige. Der Gemeindevorsteher, der selbst, als Vertreter der Gemeinde, dem Aufsichtsrat der Gasanstalt angehört, ließ durch einen Sachverständigen berschiedene Laternen prüfen und gab das Urteil ab, daß die geprüften Brenner gleich groß seien und die gleiche Leuchtstärke besäßen. Gemeindevertreter Kulina führte nun aber verschiedene Straßen an, in welchen kleinere Brenner auf den Laternen sein sollten, und legte im Tegeler Grundbesitzerverein drei Brenner des örtlichen Gaswertes vor, die thatsächlich von verschiedener Größe waren. Diese drei Brenner wurden nun von der Polizeibehörde( der Tegeler Gemeindevorsteher ist gleichzeitig Amtsvorsteher und übt die Polizeigewalt am Orte aus) befchlagnahmt und Staatsanwaltschaft leitete gegen Sulina ein Verfahren wegen Beihilfe zum Diebstahl ein. Der Verhandlung fieht man mit großer Spannung entgegen. St. erklärt, von einem Diebstahl der Brenner nichts gewußt zu haben, gesteht aber offen, daß er die Brenner angenommen hätte, auch wenn ihm deren Entwendung bekannt gewesen wäre, weil er als Gemeindevertreter die Aufgabe hätte, das öffentliche Intereffe zu wahren und ihm nur die Vorlegung der Brenner es möglich machte, Bu Referenten wurden Stadtrat Fischbed- Berlin und Gebefferen Zeit, für einen billigen Preis zum Kauf an. Ganz die Schädigung der Gemeinde in diesem Fall nachzuweisen. Paukow. Trotz der eindringlichen Mahnung des Landrats, die Es wird noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß Mit für sehr wertvoll erklärte. Als der Provinziale von dem Geschäft Gemeinden möchten keine Gemeindegrundstücke veräußern, sondern Es wird noch besonders barauf aufmertjant gemacht, daßß Mit zufällig tam auch wieder der„ Goldichmied" baau, ber ben Sting glieder aller deutschen städtischen Gemeinde- Behörden und Vernichts wissen wollte, ging Triebe noch bekümmerter ruhig weiter. folche zu erwerben trachten, hat die hiesige Gemeindevertretung be tretungen an den Beratungen teilnehmen können, und daß es zum Der„ Goldschmied" aber versicherte noch einmal, daß der Ring fchloffen, das 2901/2 Quadratruten große Amtsgrundstück zum Eintritt besonderer Einladungs- Karten oder Schreiben nicht bedarf. thatfächlich gut fei. Er würde ihn gern selbst kaufen, und wenn er Berkauf zu stellen, da im Herbst das neue Rathaus fertiggestellt jein Die hiesigen und auswärtigen Parteigenossen, welche als An- Geld bei sich hätte, so täme er ihm nicht weg. Als er jedoch auch wird. Die Gemeindevertretung motiviert diefen Schritt damit, daß gehörige von Gemeindevertretungen an dieser Versammlung teil- diese Ueberredungskunst scheitern sah, 30g Triebe andre Saiten auf der Erlös aus dem Grundstück, welches einen großen Wert nehmen wollen, werden gebeten, sich Montagvormittag 91/2 Uhr im Mit der entschiedenen Frage: Wollen Sie nun koofen oder nich?" hat, zur Schaffung eines Baufonds dienen soll, womit zu ge wandte er sich dem Fremden wieder zu, und auf die verneinende eigneter Zeit Bauland zu Gemeindezwecken zu erwerben wäre. Gewerkschaftshause, Engelufer 15, einzufinden. Antwort versuchte er, sich mit einem kräftigen Griffe feiner Uhr und wir fürchten nur, daß erstens das Geld zu andern Gemeindezwecken Die Betriebsverwaltung der elektrischen Hochbahn sandte Kette zu bemächtigen. Aber da kam er schlecht an. Der Provinziale verwendet wird, und daß nach Jahren, wenn Grundstücke gekauft. uns dieser Tage ein längeres Schreiben als Erwiderung auf den packte ihn am Kragen und übergab ihu einem Schutzmann. Während werden, das heutige minderwertige Bauland denselben Wert haben Artikel:„ Die Betriebsleitung der Hochbahn als Arbeitgeber", den der Nepper nach Moabit in Untersuchungshaft gebracht wurde, konnte wird, wie das zum Verkauf gestellte Gemeindegrundstück. Der Zwved wir in unsrer Nummer vom 27. April brachten. So weit das Schrift der Goldschmied, sein Helfershelfer, der davonlief, noch nicht wieder des Verkaufes wäre somit verfehlt, unsre Genossen haben sich sostück der Betriebsverwaltung die Richtigkeit der von uns angeführten ermittelt werden. wohl in der Kommission wie in geheimer Sigung dagegen aus auf die Dienstverhältnisse der Angestellten bezüglichen Thatsachen beMarten und Sickel. Aus Insterburg wird der„ Nat.- 8tg." die gesprochen und werden versuchen, das Grundstück der Gemeinde zu streitet, haben wir keine Ursache, auf dasselbe einzugehen. Wir fönnten zwar im einzelnen den den Nachweis führen, Nachricht der Allg. Fl- 8tg.", daß Marten und Hickel in Berlin eine erhalten. daß die Charlottenburger Volkshaus. Am heutigen Himmelfahrts- i von uns erwähnten Mißstände der Zeit, Gastwirtschaft errichten wollen und die Mittel dazu aus der früher auf die sich unsre Besprechung bezieht, thatsächlich bestanden bezeichnet. Unter und 700 tage findet von 4 Uhr nachmittags ab ein großes Stonzert des haben. Wir unterlassen diesen Nachweis jedoch deshalb, weil, wie bezeichnet. Unter den 200 Telegrammen und 700 Glückwunschkarten, Berliner Sinfonie- Orchesters statt. Nachher Tanz. Der Eintrittswir jetzt erfahren haben, die gerügten Mißstände seit jener Zeit teils welche die Eltern Martens und Hickel erhalten haben, befand sich, beseitigt, teils gemildert worden sind, und sich also eine Auseinander- demselben Blatt zufolge, eine Depesche eines Herrn Jttmann aus preis beträgt 20 Pf. Das Volkshaus ist Rosinenstr. 3 an der setzung über diesen Teil des Schreibens der Betriebsverwaltung Frankfurt a. M., in der Hickel gefragt wurde, ob er eine Stelle als Berlinerstraße belegen und von Berlin aus am besten mit den Linien erübrigt. Wir wollen im Interesse der Angestellten wünschen, daß affenbote antreten wolle. Da Drahtantwort verlangt war, erbat Kupfergraben- Charlottenburg, Lützowplay- Charlottenburg und ihnen keine Ursache zur öffentlichen Besprechung von Mißständen Sickel die Angabe der näheren Bedingungen. Sidel habe alle An- Stettiner Bahnhof- Charlottenburg zu erreichen. Aus Groß- Lichterfelde wird uns geschrieben: Herr Dr. Fried Auch darüber wollen wir nicht mit der Betriebs- gebote, aus denen zu ersehen war, daß man ihn zu Reklamezwecken gegeben wird. rich Lange, Herausgeber der Deutschen Zeitung", war als Pionier verwaltung diskutieren, ob die nach der Versammlung der engagieren wolle, unberücksichtigt gelaffen. Angestellten im März eingeführten Berbesserungen eine Folge Ein Rupplerneft ist auch in der Beffelstraße ausgenommen hinausgezogen in die Lande, um nnter der Fahne eines„ Nationalen des Vorgehens der Angestellten waren, ob fie, wie worden. Hier wohnte in dem Hause Nr. 13, an der Ecke der Mark Wahlvereins" die Truppen der verschiedensten bürgerlichen Parteien Der mutige die Betriebsverwaltung behauptet, aus freien Stücken von ihr grafenstraße eine" Dame", die fich Rentiere nannte und in Wirklich zu sammeln zum Kampfe gegen die Socialdemokratie. eingeführt sind. Unser Artikel vom 27. April hatte in erster Linie feit eine Mädchenhändlerin war. Fräulein Wurst, so heißt sie, stand Mann ist in die stillen Gefilde feines Wohnsizes Groß- Lichterfelde den Zwed, die Beeinträchtigung des Roalitions mit einem Buhälter Dippel in Berbindung. Beide handelten mit zurückgekehrt. Gleichsam als würdigen Abschluß seiner Sammlungs rechts der Hochbahn- Angestellten durch die Betriebsverwaltung in Mädchen, die bereits unter der Aufsicht der Sittenpolizei standen. Reise hielt es Herr Lange für notwendig, auch in Groß- Lichterfelder gebührender Weise zu kennzeichnen. In dieser Hinsicht hat sich die Bon Mädchen, die ihnen gefielen, schickten sie die Photographien nach die Gründung eines Rationalen Wahlvereins" zu betreiben, diesem Zwecke fand bor etlichen Tagen im Betriebsverwaltung leider nicht gebeffert. Sie bestreitet zwar, daß Hamburg, und wenn die Ware" auch dort Anklang fand, so erfolgte und sie durch rücksichtslosen Terrorismus die Angestellten eingeschüchtert der Abschluß des Geschäftes. Jedes Mädchen wurde für einen be- hiesigen Pavillon- Restaurant eine bürgerliche Vertrauensmännerhabe, um sie vom Besuch der Versammlnng am 16. April abzuhalten. stimmten Satz bis zu 150 m. verkauft. Mit dieser Summe saßen Bersammlung statt, die von ungefähr 30 staatserhaltenden, meistens Thatsache ist aber, daß, wie wir erst jest erfahren, in einem Raum, wo nun die Verkauften bei ihren Käufern in Hamburg von vornherein grabnierten Personen besucht war. Dr. Lange predigte den Bu das Zugpersonal dienstlich zu verkehren hat, durch Anschlag- unter in der Schuld. Daß da an ein Boskommen nicht mehr zu denken sammenschluß aller bürgerlichen Parteien gegen die zeichnet vom Oberingenieur Reichel, der Spitze der Betriebsverwaltung- war, ist felbstverständlich. Die Kupplerin wurde jetzt von der Socialdemokratie, damit nicht dieser bei den nächsten Wahlen statt Vielleicht vor dem Besuch dieser von Heßern" und" Aufwieglern" einberufenen Kriminalpolizei festgenommen, ebenso ihr Helfershelfer Dippel, der 60 vielleicht 120 Sige zufallen. Redner wird es möglich sein, den bisherigen ReichstagsVersammlung gewarnt wurde. Thatsache ist ferner, daß ein Fahrer als Reisebegleiter" der Mädchen auftrat. dem Wahlkreise Teltow der Diskussion wurde dem nicht etwa zum Betriebe gehörenden Schanklokal eine Einladung zur wilhelm stölesgar in einem Geschäft in der Waſſerthorstraße feste herauszudrängen. Eine gebiegene Stemutuis des Wesens und der Beim Stellen einer ,, Wechselfalle" wurde ein Mann Namens Abgeordneten 8ubeil aus allseits zugestimmt. Versammlung angeheftet hat. Das sind Einschüchterungen der schlimmsten Art, die ja auch die beabsichtigte Wirkung aus genommen. Er fauft zwei Eier, um mit dem Wechselgeld auch das Biele der socialdemokratischen Partei verriet ein Oberlehrer an geübt haben. Die Betriebsverwaltung behauptet awar, fie große Stüd wieder einzuftreichen. Da man in seinen Taschen noch ber nunmehrigen Oberrealschule, der vor dieser illustren Ber vier Eier und 21 M. fand, so ist anzunehmen, daß er die Falle auch ſammlung sein Licht nicht unter den Scheffel stellen wollte und fei nur gegen diejenigen Angestellten vorgegangen, „ Wenn man sich genauer mit während des Betriebes geheimnisvolle Bettel ohne Ramens anderswo gebaut hat. Geschädigte wollen sich bei der Kriminal- fich folgendermaßen äußerte: der Entwicklung der Socialdemokratie beschäftigt hat, so mu unterschrift" verbreitet haben. Die vorstehend angeführten polizei melben. Thatsachen widersprechen jedoch dieser Behauptung. Sie beweisen Die Freie photographische Vereinigung veranstaltet in ihren man sagen, daß ihre Forderungen nach Art der menschlichen vielmehr, ebenso wie der Inhalt des uns zugegangenen Schreibens, Atelier- Räumen, Unter den Linden Nr. 11, in den Tagen vom Natur unerfüllbar sind. So lange es Begabte und Unbegabte daß die Betriebsverwaltung bestrebt ist, den Anschluß ihrer 9.- 12. Mai infl. eine Ausstellung photographischer Handcameras Willensstarke und Schwächlinge giebt, wird der Gegenjas aiheu oder gu die " zu meinte der wieder " Briefkasten der Redaktion. vorausgesett, Sie erhalten für die Duldung nichts.. 111. Die un Unternehmer und Lohnarbeiter nicht verschieden. Die Auflösung entgeltliche Lieferung von Schulbüchern ist feine Armenunterstützung und ist dieses Gegensages beruht eigentlich bei der mangelhaften Bildung der Massen und dem Nachplappern der halbverstandenen socialisti Die furiftliche Sprechstunde fudet täglich mit Ausnahme des ohne Einfluß auf das Mahlrecht. 5. B. 088. Eine Klage wäre ausUnwiffend. Die Arbeitszeit der Verkäuferinnen richtet sich schen Forderungen nur auf dem Wunsche nach Verminderung Sonnabends von 7 bis 92 1hr abends statt. nach freier Bereinbarung. Es ist nur vorgeschrieben( durch§ 139c der der persönlichen Arbeitsleistung und Last. Dieser revolutionäre, Streitende. Genosse B. vertritt den 2. Hamburger Wahlkreis im Gewerbe- Ordnung), daß in offenen Verkaufsstellen nach Beendigung der internationale Kommunismus ist vom nationalen Standpunkt Reichstage. täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens zehn Das ist O. B. 100. Das ist kein Ehescheidungsgrund. Hoffentlich passiert dem 222. Wenn Sie Stunden und innerhalb der Arbeitszeit eine angemessene für solche, die aus aufs schärffte zu bekämpfen." Herrn Oberlehrer nicht das Mißgeschick, daß einer seiner Schüler in einem Termin nicht erschienen find, fann gegen Sie Bersäumnisurteil ihre Hauptmahlzeit außerhalb des die Verkaufsstelle enthaltenden Gebäudes Mittagspause gewährt es braucht ja nicht gerade ein sehr begabter, es kann auch ein erlaffen sein. Gegen das Berfäumnisurteil steht Ihnen Einspruch zu. Ber: einnehmen, mindestens eine anderthalbstündige - M. 3. 1. Nein. 2. Ja. M. B. 175. Wenn Sie im schwächlicher sein sich an die Auflösung" dieses geistigen Produkts fäumen Sie auch den infolge Ihres Einspruchs anberaumten Termin, so werden muß. ist das dann ergehende Urteil endgültig. 5. S. 71. Die Fahrkarte wird Sinne des Invaliden- Versicherungsgefeßes erwerbsunfähig find, haben Sie macht! In den geschäftsführenden Ausschuß wurden gewählt Engel- für bestimmte Fahrstrecken ausgestellt. E. S. Togoftr. 79. Nein. Für Anspruch auf Invalidenrente, da mehr als 200 Marten für Sie geflebt find. mann, Dr. Goeders, Kaufmann Grothe, Dr. Kloevelorn, Dr. Knörd, die Bermittelung einer Ehe kann Geld seit dem 1. 1. 1900 nicht beansprucht Dr. Lange, Malermeister Lehmann, Dr. Stockmann, Geheimrat werden, Seite 52 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Eingegangene Druckschriften. Werthmann. Die nächsten Reichstagswahlen werden ja lehren, wie 2. A. Eine solche bauliche Aenderung, die einen Teil Ihrer Miets: weit die Rechnung der biederen Sammlungs- Politiker reicht. Alzu räume Ihnen nimmt, brauchen Sie sich nicht gefallen zu lassen. Anualen des Deutschen Reichs. 1902. Seft 5. Inhalt: Die J. M. 99. 1. Vom Ablauf der 26. Woche ab. 2. Leider niemand. Stellung der Aerzte in der deutschen Arbeiterversicherung. H. v. Franten: große Angst werden die Lichterfelder Socialdemokraten vor dem Zwei Wettende, W. A., A. 100. Nein. P. 5. 100. Aussicht berg. Die Revision der Grund: und Haussteuer in Bayern. Von " Nationalen Wahlverein" nicht haben. Die Organisation der inneren Verwaltung auf Erfolg würde eine Klage auf Schadensersatz nicht haben. Otto P. Dr. Karl Theodor Gheberg. Gothaer Die Berufungsfrist gegen Ürteile des Amtsgerichts in Civilfachen beträgt auf rechtsvergleichender Grundlage. Von Konrad Bornhat. einen Monat, gerechnet von der Zustellung ab. Die Berufung ist durch Vertrag und Bürgerliches Gesetzbuch. Von Dr. Karl Neumeyer. einen Rechtsanwalt einzulegen. St. 100. Die Klage wäre beim Amts- Jährlich 12 Hefte. München. J. Schweizers Berlag( Arthur Sellier). gericht anzustellen. Ob mit Aussicht auf Erfolg geklagt werden kann, hängt von dem Wortlaut der Statuten ab. Es wäre nicht der Verein, sondern Wetter: Prognose für Donnerstag, den 8. Mai 1902. sämtliche Mitglieder zu verklagen. Schon wegen der sich daraus ergebenden Nachts sehr fühl, am Tage etwas wärmer, vielfach heiter bei schwachen formellen Schwierigkeit ist zur Klageanstellung nicht zu raten. nordwestlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. E. M. 46. Daraus können Ihnen Unannehmlichkeiten nicht erwachsen, Selbstmord eines Polizeiwachtmeisters. Der in Rigdorf in der Selchowerstr. 3 wohnhaft gewesene 30 jährige Polizei wachtmeister Johann Nowosadeck erhängte sich an der Thür seiner Schlafftube. Da auf dem Nachttische eine Sublimat- Bastillenlösung vorgefunden wurde, so ist anzunehmen, daß N. zuvor auch Gift zu sich genommen hatte. Das Motiv zu der That ist nicht bekannt. Der Lebensmüde war nicht verheiratet. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 8. Mai. Freie Volksbühne. Leffing: Theater. 8. und 9. Ab: teilung: Die Hoffnung. Anfang 23 Uhr. Robert der Teufel. Opernhaus. Anfang 72 Uhr. Freitag: Tristan und Isolde. Schauspielhaus. Meisterspiel II. = Der Erbförster. Anfang 72 Uhr. Freitag: Romeo und Julia. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Schiller. Die Romantischen. Hier auf: Serenfang. Anfang suhr. Freitag: Mein Leopold. Deutsches. Es lebe das Leben. Anfang 7 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Leffing. Flachsmann als Erzieher. Anfang 72 Uhr. Freitag: Die hohe Schule. Westen. Der Wundersteg. Anfang 712 115r. Nachmittags zu halben Breifen: Der Freischütz. Freitag: Wiener Blut. Nenes. Der Frauenarzt. Anfang 712 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Einquartierung. Anfang 712 Gr. Nachmittags 3 Uhr: Verliebt. Freitag: Einquartierung. Central. Das süße Mädel. Anfang 7½ 11hr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Freitag: Das füße Mädel. Thalia. Gastspiel der Schlierseer. Jägerblut. Anfang 7 Uhr. Freitag: Im Austragstübert. Belle- Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 71 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Luifen. Die Grille. Anfang 71% Ubr. Nachm. 3 Uhr: Nathan der Weise. Freitag: Die Waise von Lowood. Carl Weiß. Der Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Nachmittags Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Freitag: Der Doppelgänger. Secessionsbühne. Detlev Lilien: crons Buntes Brettl. 8 Uhr. Anfang Freitag: Dieselbe Vorstellung. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrettl). Anfang 8 Uhr. Feeitag: Dieselbe Vorstellung. Schall und Ranch. Serenissimus: Zwischenspiele. Anfang 81/2 Uhr. Freitag: Strindberg- Cyklus. Friedrich Wilhelmstädtisches. Ihre Familie. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Epidemisch. Freitag: Ihre Familie. Orpheus. Specialitäten Borstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol. Unfre Don Juans. Anfang 8 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Lysistrata. Schall und Rauch Schiller Theater Urania. Schall und ( Wallner Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Die Romantischen. Bers Lustspiel in 3 Aufzügen von Edmond Rostand. Deutsch von Ludwig Fulda. Hierauf: Hexenfang. Lustspiel in 1 Aufzug v. Hans Hopfen. Freitagabend 8 Uhr: Mein Leopold. Sonnabendabend 8 Uhr: Zwei Wappen. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Carl Weiss- Theater. Zoologischer Große Frankfurterstr. 132. Nachmittag 3 Uhr, vollstüml. Vor stellung. Parkett 60 Pf. Gastspiel des Srl. Gertrud Hedda: Das Käthchen von Heilbronn. Schauspiel in 5 Aften von R. v. Kleist. Abends 8 Uhr: Garten Am heutigen Himmelfahrts: tage 50 Pf. Entree Kinder unter 10 Jahren d. Hälfte. Nachmittags ab 4 Uhr: Der Doppelgänger. Gr. Militärkonzert Sensationsschauspiel in 5 Aften. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitätenvorstellung. Anf. 4 Uhr. Morgana oder: Prinz und Köhlerknabe. Thalia- Theater. Sonnabenduachu. Kindervorst.: Fee Dresdenerstraße 72/73. Anfang 8 Uhr. Gastspiel der Schlierseer. Jägerblut. Freitag 11. Sonnabend: Jm Aus: tragstüberl. Der Sommer: Garten ist in oberbayrischer Art dekoriert. Belle- Alliance- Theater. Heute zum 134. Male: Die Dame aus Trouville. Schwant mit Gesang u. Tanz in 3 Aft. Emil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Hierauf: ausgef. von 3 Musikcorps. CASTANS Panoptikum Das Friedrich- Strasse 165. ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Donnerstag, 8. Mai, abds. 812 Uhr: Gastspiel von Emanuel Reicher. Serenissimus- Zwischensp. u.a. Freitag, 9. Mai, abends 82 Uhr: Strindberg- Cyklus III. Casino- Theater Lothringerstr. 37. Leonardy Haskel mit s. Gesellschaft 8 Uhr: ,, Der Lumpenball". 912 11hr: Der beste Bruder. Anfang Wochent. 8, Sonntags 712 Uhr. Donnerstagnachmittag 4 Uhr: Haskel in Der alte Wolf". " Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang Wochent. 8 1hr Sonntags 7 Uhr. Zum Schluß: Zickenbeens Künstler- Agentur. Fröbels Bärenweib! Allerlei Theater ein Wunder der Schöpfung! Neu: Skandinavisches Instrumental- u. VokalKünstler- Ensemble. 4 Damen, 2 Herren. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Um früher Puhlmann Schönhauser- Allee No. 148. Durchweg erneuert. Jeden Sonntag Ball. Am 1. Pfingsttag: Grosse EröffnungsFestvorstellung. Auftreten des gesamten, sensationellen, erfitlassigen Schauspiel- und Künstlerpersonals. " Er": Pariser Lebens- 6% Gr. Gartenkonzert 20 Chordamen können sich melden bild in 1 Att. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Um 7 Uhr: Die vorzüglichen Specialitäten. Um 82 Uhr: Prater- Theater Lysistrata Kaftanien- Allee 7-9. Donnerstag( Himmelfahrtstag) Konzert u. TheaterVorstellung. Auftr. erstklassiger Specialitäten. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Bf. Numer. Platz 50 Pf. Nächste Vorstellung: Sonntag, den 11. Mai. Kalbo. Metropol- Theater Emil Thomas a. G. Henry Bender Josef Josephi Kasseneröffnung 6 Uhr. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Das sensationelle Mai- Programm 16 ganz neue erstklassige Specialitäten! petito. Pufferate. Specialitäten Unsre Don Juans W. Noacks Theater. Vorstellung. Anfang 7½½ Uhr. Freitag: Dieselbe Borstellung. Balaft. Ben Ali Bey und fein orientalisches Zauber Ensemble. Anfang 8 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Casino Theater. Der Lumpenball. Der beste Bruder. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Wolf. Der alte Der Freitag: Der Lumpenball. beste Bruder. Specialitäten. Deichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Paffage Theater. SpecialitätenVorstellung. Anfang nachmittags 5 11gr. Passage Panoptikum. Speciali: täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Freitag: Dieselbe Borstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Theatersaal.) Central- Theater. Heute, 8. Mat, halbe Breise, erste Be sezung, 3 Uhr: Grosse Posse mit Gesang u. Tanz in 4 Akten von Leon Treptow. Anfang& Uhr. Rauchen überall gestattet. Palast- Theater ( früher Feeu- Balaft) Burgstr. 22. Täglich abends 8 Uhr: Ben- Ali- Bey u. sein orient. Zauber- Ensemble. Vorverkauf d. Logen u. nunt. Size an der Theaterkasse des Warenhauses A. Wertheim, Leipzigerstr. Preise der Pläße: Logenfitz 2,50 M., Sperrsiz 1,50, numer. Parkett u. numer. NangBalfon 1 M., Barterre 50 Pf., Stehpart. u. unnum. Rg. 30 Pf. Wintergarten. Heute: Die Geisha. Das neue Mai- Programm! 71/2 Uhr: Das jüße Mädel. Morg. h. folg. Tage, 7/2 11hr: Das süsse Mädel. Sonntag 3 Uhr halbe Pr.: Die Puppe. Interessant! Amüsant! Sensationell! Brunnenstraße 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Die Anna- Liese. Schauspiel in 5 Atten von Hirsch. Nach Radh ber Tanzkränzehen. Vorstellung Sanssouci Kottbuserstr. 4 a, Jeden Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Wochentags Vereinsbillets gültig und Tanz frei. nachmittags von 4-6 Uhr. Urania Wrangelstr. 10-11 Heute Himmelsfahrtstag: Grosser Ball Näheres die Anschlagfäulen. C. F. Walter. Seeterrasse Lichtenberg Röder- Strasse 6. Donnerstag, 8. Mai( Himmelfahrt): Großes Garten- Konzert. Pf. Entree 10 Anfang 4 Uhr. Auf der Sommerbühne: die anläßlich unsrer üilbernen Für Hochzeit bargebrachten Glüldwünsche und Aufmerksamkeiten fagen den Teilnehmern auf diesem Wege unfren herzlichsten Dank. Franz Breska und Frau. A Wer- Stoff- hat. 25006 Fertige Anzug 20 M., feinste Zuth., 2 Anprobent, für guten Sit bekam goldene Medaille. Handnäharbeit. Ludwig Engel, Preng lauerstraße 23, 2 Tr., nahe Alexanderplatz. Gegr. 1892. Komme auch Maknehmen ins Hans. Bitte Postkarte. KnabenGarderobe für das Alter von 2 bis 18 Jahren ant billigst. n. reellsten direkt in der Fabrik von Karl Hustädt Socialdemokratischer Wallverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Restaurateur Ferdinand Gentsch, Fehrbellinerstr. Nr. 55, am Montag verstorben ist. = Ehre seinem Andenken! V Die Beerdigung findet heute, Don nerstag, nachmittags 33/4 Uhr, vom Lazarus- Krankenhaus aus nach dem Bions Kirchhof Nieder Schönhausen statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Statt jeder besonderen Anzeige. Sonntag früh 3 Uhr verschied plötz lich und unerwartet mein lieber Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Schloffer 11309 Hermann Hinderlich en im 44. Lebensjahre. Dies zeigt im Namen der trauern Sinterbliebenen an Agnes Hinderlich, geb. Würzburg. Die Beerdigung findet Donnerstags nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Heilandskirchhofes( Plößen0., Soppenstr. 85, fee) aus ſtatt. 今 2 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Letzter -Herren- Vortrag bis zum Herbst Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über:, Die heilbaren Männerleiden". Freitag, 9. Mai, abends 82 Uhr, in Miegels Festfälen, Stralauerstr. 57. Nur für Serren! Eintritt frei! 25076 25046 Deutscher Buchbinder- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Buchbinder Alfred Karge am 4. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, schöne Donnerstag, nachmittags 4/2 Uhr, Honig! helle Lafelware, verf. von der Zeichenhalle des Dantes: die 10 Pfunddoje 31 6,50 W., 5 fb. Kirchhofes, Tegeler Chauffee aus 4 M. franko. Garant. Rüdn. Neelle statt. 40912* Bedienung zugesichert. Nordloh, Bahnhof, E. Reil, Augustsehu' Oldenbg. in schöner Ware v. Um zahlreiche Beteiligung bittet 24/1 Die Ortsverwaltung. Herrenhüte Wurstbruch 45 Pf. pr. Bf. an, 24936 C. Lorentz, Hutmacher, sowie Knochen, Kuochenfleisch, Eisbeine ze. täglich frisch in unfrem Detailverkauf- Baden Berliner Wurst: u. FleischwarenFabrik Petersburger Platz 8.[* Max Brinner Jerufalemerstr.42 Brunucuftr. 6. Großartige Auswahl von Kinder, Sport: und Puppenwagen, Kinderbettstellen, beft. Fabrikat, billigst. Teilzahlung gestattet. Gelegenheitskäufe! Baletots, Hojen, Herren- u. 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In der letzten Nummer des„ Regulator", Organ des Gewerkvereins der deutschen Maschinenbau- und Metallarbeiter( HirschDunder) ist eine Notiz enthalten über den Streit bei Altmann, die den Thatsachen nicht entspricht. Es ist notwendig, in Gegenwart der beteiligten Kollegen das festzu: stellen und erwarten wir das Erscheinen aller Kollegen. 114/19 Der Schreiber der betreffenden Notiz als auch die Leitung des beteiligten Gewerkvereins wird hoffentlich soviel Mut besitzen und ebenfalls erscheinen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Zimmerer. Achtung! Central- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 2, Hamburg.) Dertliche Verwaltung Berlin. Freitag, den 9. Mat, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Saal VI), Engelufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Paffenange 259/ 6* 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1902. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand. J. A.: R. Schröder, Tilsiterstr. 82. Central- Krankenkasse der Maurer Grundstein zur Einigkeit usw. Sonntag, 11. Mai, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 149/4 1. Bahl der Abgeordneten zu der am 1. Juli stattfindenden General: berfammlung. 2. Beratung event. Anträge zu derselben. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. NB. Den Mitgliedern zur Kenntnisnahme, daß die Bahlstelle Oranien Burger Vorstadt von der Borsigftr. 24 nach der Tie of str. 24 verlegt ist. Töpferträger Berlins und Umgegend. Freitag, den 9. Mai, abends 8 Uhr, fn ,, Falkenbergs Festsälen", Rosenthalerstraße Nr. 11/12: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Protokoll. 2. Der neue Tarif von seiten des Innungsvorstandes bes Töpfergewerbes( Sizung vom 5. Mai 1902). 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Kollegen werden aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Der Jnnungs vorstand und die Kommission der Töpfermeister sowie der Gesellenausschuß haben ihr Erscheinen zu dieser Versammlung zugesagt. Die Kollegen werden ersucht, ihre Meister zu dieser Versammlung einzuladen. Die Töpfer werden ersucht, ihre Meister und Träger auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. Der Vertrauensmann. [ 42/ 4*] Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, 8immer 30. Militär- Sattler. Sonnabend, den 10. Mai, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 1): Oeffentl. Derfammlung. Tages Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Militär- Effekten- Fabriken und welche Maßnahmen ergreifen wir, um dieselben zu bessern. 2. Dis kussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohn- u. Agitationskommission der Militär- Sattler Berlins. Im Auftrage: Karl Weyher. H. 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Specialitäten- Vorstellung. 15 Debüts von Künstlern und Künstlerinnen ersten Ranges mit wechselndem Programm. Ballon- Aufstieg von Miss Calverini und Capit. Behrends. Auf: treten des Turanseil künstlers Mr. Blonnag mit Gesellschaft. U. a. zum erstenmale: Tag: und Nachtvorstellung, verbunden mit großem Brillant Turmseil- Feuerwerk. [ 41192 Im Bal champêtre- Saal: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Anfang der Vorstellung 5 Uhr. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saal statt. Freie Volksbühne. Freitag, den 9. Mai, abends 8 Uhr, bei Buggenhagen( am Moritz- Platz): Fortsetzung der General- Versammlung. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Tages- Ordnung: Antrag auf Decharge. Festsetzung des Kassierergshalts, Anträge, Neuwahl des Vorstandes, des Ausschusses, der Revisoren und Obleute dor Ordner, und Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist nötig. 7./8. Abteilung im Berliner Theater: Sonntag, den 11. Mai, 234 Uhr: ,, Gläubiger", ,, uss"," ,, Volksaufklärung". 99 8./9. Abteilung im ,, Lessing- Theater" Heute nachmittag 234 Uhr: Die Hoffnung. 10./11. Abteilung: Sonntag, den 11. Mai: 229/2] Dieselbe Vorstellung. 6 Extra Opernvorstellungen: MetropolTheater: Don Juan Carmen- Zauberflöte vom 25. Mai ab. Marken a 85 Pfennig, soweit solche vorrätig, in allen Zahlstellen. Der provisorische Vorstand. I. A.: G. Winkler. NOTOJAINDON Wo amüsiert man sich grossartig? Jn Schnegelsbergs Festsälen Juhaber: Max Schindler Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Großer Ball verbunden mit Cigarren, Bonbon: Regen und diversen Ueberraschungen. Entree: Mittwochs frei, Sonntags 15 Pf. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. 37509* Max Schindler. Jägerhans, Schönhauser Allee 103. Frühjahrs- Eröffnung am Himmelfahrtstage, verbunden mit Konzert. Am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertage: Früh- und Nachmittags: Konzert von einem 15 Mann starken Orchester. Entree frei. Um zahlreichen Besuch bittet W. 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Lersammlungsrecht der Frauen. ein bestimmt abgegrenzter Teil des Saales zur Verfügung stehen, auch dürfen wir uns nicht durch Zwischenrufen oder Beifallsbezeugungen an den Verhandlungen beteiligen. Endlich wäre der erste kleine Schritt auf dem Wege zum freien Vereinsrecht vorwärts gethan. Wohl ist der Fortschritt ein Wenn sich die Junker zu ihren jährlichen Beratungen zusammen- winziger, doch unterschätzen wir nicht, daß uns derselbe die Möglichkeit thaten, um über Mittel und Wege zu sinnen, den notleidenden bietet, in den Vereinen unsrer Männer, Belehrung über politische Agrariern die weiten Taschen zu füllen, dann hatte stets das Volk Fragen zu erhalten. Darum wollen wir recht regen Gebrauch von die Zeche zu zahlen. Die letzte Jahresversammlung des Bundes diesem Zipfelchen Vereinsrecht machen. Wir besuchen diese Verder Landwirte hingegen brachte uns eine dankenswerte An- fammlungen als gelehrige Schülerinnen. Wir werden den Beratungen regung. War es bisher den Frauen doch niemals gestattet der politischen Fragen die größte Aufmerksamkeit zuwenden, weiß worden, Versammlungen politischer Vereine zu besuchen, ja selbst doch jede von uns, daß alle Fragen der Politik für uns genau so dann nicht, wenn die Tagesordnung eine wissenschaftliche war. In wichtig sind, wie für die Männer. In den Vereinen unsrer Männer der Fürsorge um die Socialdemokratie gingen die Behörden noch werden wir gewissenhafte politische Schulung finden. Darum ist es weiter. Um die Arbeiterinnen von dem schädlichen Einfluß der Pflicht der Frauen, in den politischen Vereinsversammlungen als Bu Socialdemokratie fernzuhalten, erlaubte man ihnen häufig börerinnen zu erscheinen, um damit zu beweisen, daß es notwendig nicht einmal den Besuch der Stiftungsfeste. fürchteten die Behörden, der Staat tönnte ins Wackeln kommen, wenn sich Arbeiterpaare zum fröhlichen Tanz zusammenfänden, oder aber, die netten Arbeitermädel würden die Männer in solchen Rausch der Begeisterung versetzen, daß dieselben sofort in lustigem Galopp in den Zukunftsstaat hineinwirbeln könnten. Königl. Polizei- Präsident. J.-Nr. 5262 V. Danzig, den 29. April 1902. Daß Herr Baul Voß unterm 24. April 1902 das ant 4. Mai 1902, nachmitags 4 Uhr in dem Steppuhnschen Lokal in Schidlig abzuhaltende Frühlings- Vergnügen des Gewerkschaftsfartells angemeldet hat, wird nach der Bestimmung des§ 1 des Vereinsgefezes vom 11. März 1850 hierdurch amtlich bescheinigt. Gleichzeitig wird dabei eröffnet, daß Frauenspersonen in den Versammlungsräumen selbst nicht anwesend sein, sondern sich nur auf etwa borhandenen Galerien, Logen 2c. aufhalten dürfen. Ein Tanzbergnügen darf demnach nicht stattfinden, weshalb 1,50 M. Stempelkosten anbei zurückJ. V.: Negenborn. folgen. An Herrn Paul Boß, hier. Herr v. Hammerstein gestattet den Frauen jetzt, den politischen Anscheinend ist, daß auch den Frauen das politische Vereins- und Versammlungs- Verhandlungen politischer Vereine zuzuhören; er gestattet ihnen sogar recht gewährt wird. Jetzt brachten die Junker ihre Frauen mit in die politische Veral stami sammlung, und die kleine aber mächtige Partei setzte auch diesmal ihren Willen durch die Frauen durften an der Versammlung teilnehmen. -Die Vertrauenspersonen: Klara Wey I. Marg. Wengels. Zn wörtlich befolgt. nach seinen jüngsten Erklärungen, in gewerkschaftlichen Vereinen gelegentlich selbst über Politik zu reden: es kan:: unmöglich seine Absicht sein, ihnen trotzdem die Teilnahme an einem Tanzvergnügen politischer Vereine zu verwehren. Er hat am 5. Mai ausdrücklich erklärt, daß er in der ganzen Monarchie gleiches Maß schaffen wolle. Es ist aber notorisch, daß Als der Rat einer bekannten Stadt einstmals anordnete, daß den politischen Vereinen andrer Parteien die Teilnahme von Frauen Durch unsre Presse zwangen wir den Minister zu einer Aeußerung jedermann des Nachts mit einer Laterne über die Straße gehen an den Festlichkeiten und somit auch Tanzvergnügungen gestattet werden. über diese Angelegenheit. Dieselbe erfolgte, ließ jedoch polizeiliche sollte, da thaten das die Bürger gewissenhaft; allein der Rat war Er hat ferner erklärt, daß er den Frauen aller Stände und den Deutungen zn. Nun machten fich die Arbeiterfrauen nicht befriedigt. Die Bürger hatten nämlich kein Licht in die politischen Vereinen aller Parteien gegenüber höflich und entgegenBerlins daran, das Vorrecht, welches man den Damen der Laterne gesteckt. tommend sein wolle; das kann er nicht so verstanden haben wollen, Junter eingeräumt hatte, als Recht für sich zu erkämpfen. Der Rat ordnete daher an, daß auch ein Licht in der Laterne daß er den Frauen das Tanzen in den Vereinen verwehren will, Die Männer unterſtüßten uns darin, und so pilgerten wir trozig in stecken müsse. während er ihnen den Besuch der politischen Versammlungen gedie Wahlvereins- Versammlungen. Aus einigen wies man uns hinaus, bei andren ließ es der Vereinsvorstand zur Auflösung kommen und Auch das führte noch nicht zum Ziele. Der Rat mußte in einer stattet. Er wünscht gewiß, seine Meinung ernsthaft ausgelegt zu reichte dann Beschwerde ein. Jetzt haben wir uns das Recht, als Zu- dritten Verordnung bestimmen, daß das Licht auch brennen müsse. sehen selbst auf die Gefahr hin, daß dabei der Buchstabe etwas ins hörerinnen den Wahlvereins- Versaninilungen beizuwohnen, ertrozt. Laut Ob Herr v. Hammerstein diese Geschichte kennt? Jedenfalls| Gedränge kommt. Verfügung des Polizeipräsidenten ist es uns gestattet, jede politische scheint er die Lehre daraus bei seiner Anordnung über das Vereins- Er wird deshalb nach Königsberg schreiben, daß auch ein Licht Versammlung zu besuchen, doch muß uns entweder die Galerie oder recht der Frauen nicht beherzigt zu haben. Man lese folgendes: in der Laterne stecken müsse, und zwar ein brennendes. edgeBW- noms ce BAER SOHN Invalidenstrasse und zwischen Jannowitzbrücke und 911922igsT Chausseestrasse 24a- 25 Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Brückenstrasse 11 Kerke Rugs| Gr. 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