Nr. 32. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Sonnabend, den 7. Februar 1891. Expedition: Benth- Straße 3. Der Gerichtsvollzieher dazu, zu erwarten, daß die Arbeiter in einer solchen Ein- Unternehmern in Form einer Kündigung vorher gehorim Klaffenkampf. " " richtung eine Wohlthat erblicken sollen. Bei den volts- samst anzeigen, und die Unternehmer könnten danach ihre wirthschaftlichen Autoritäten des Herrn Mosse wundert Maßregeln treffen. uns dergleichen allerdings nicht. In einem Augenblick, da die Löhne eine so stark 11 " Die verbündeten Regierungen haben in der Novelle Schließlich aber fragen wir: welchen Zweck können sinkende Tendenz haben und die Konkurrenz unter den zur Gewerbe- Ordnung eine„ Buße" für den denn die Regierungen mit ihrer Buße" und die Reichs- Arbeitern so sehr verschärft wird durch die ArbeitslosigKontrattbruch gefordert, während die Arbeiter- tagskommission mit ihrer Entschädigung" verfolgen? Sie feit, da kann wahrlich nicht leicht etwas unheilvolleres schutz- Kommission eine Entschädigung" bis zur wollen den Arbeitern die Waffe der plöhlichen kommen, als wenn hundert und tausend neue Fußangeln Höhe eines Wochenlohnes beschlossen hat. Der Arbeitseinstellung aus der Hand winden. geschaffen werden, in denen die Arbeiter bei ihren AusUnterschied zwischen beiden Anschauungen ist formell zwar Die Verleitung zum Kontraktbruch" soll mit drakonischen ständen und Lohnbewegungen hängen bleiben sollen. Eine nicht unbedeutend; gemeinsam haben sie aber mit ein- Gefängnißstrafen belegt und der Kontraktbruch selber mit neue Erscheinung soll in dem Kampfe zwischen Kapital ander, daß mit der einen wie mit der anderen der Weg einer Art Geldstrafe geahndet werden, um die Arbeits- und Arbeit auftreten, der Gerichtsvollzieher; er soll der der Bestrafung des Kontrakt bruch s beschritten einstellung möglichst zu erschweren und ihr die Schärfe in Bundesgenosse des Kapitalisten gegen den kontraktwird. Denn wenn die Entschädigung" auch formell als der Wirkung zu nehmen. brüchigen Arbeiter sein. Wenn das nicht bedeutet, daß ein zivilrechtlicher Anspruch erscheint, so bekömmt sie doch, Die Regierungen und die Bourgeoisie werden sich in die bürgerliche Sozialpolitik am Ende ihres Lateins annamentlich wenn sie in Masse zur Anwendung gebracht diesen Dingen verrechnen. Weder die Buße", noch die gelangt ist, dann wissen wir nicht, was diese Erscheinung wird, den Charakter einer Strafe oder Buße. Man denke Entschädigung", noch auch die harte Bestrafung der sonst bedeuten soll. fich eine Situation, bei der Brutalitäten oder irgend welche Verleitung zum Kontraktbruch" werden im Stande sein, schreienden Ungerechtigkeiten und Kränkungen seitens des die Lohnbewegungen zurückzudämmen. Arbeitgebers oder seines Vertreters den Arbeiter Es ist übrigens in hohem Grade bemerkenswerth, nöthigen, das Arbeitsverhältniß sofort auszugeben. Da soll er zu welchen Widersprüchen die moderne Klaffen- Gesetzgebung Arbeiterbewegung und diese wird auch noch mit dem Gedann noch eine Buße oder Entschädigung zahlen, weil er führt. Die„ Berleitung" oder„ Anstiftung" zu einem Ver- richtsvollzieher fertig werden. sich Brutalitäten und Kränkungen nicht noch 14 Tage oder gehen kann nach den Anforderungen des gesunder Mennoch länger gefallen lassen will. Wenn seine Mitarbeiter schenverstandes doch unmöglich strenger bestraft werden, sich ihm anschließen und auf Abschaffung des Uebelstandes als das Vergehen selber. In dem Regierungsantrag aber dringen, ſo ſind ſie in derselben Lage und es entſteht ein tonu ein solcher Widerspruch vollkommen zum Vor- Politische Lebersicht. Ausständen beobachten können. " " kommt " „ Einer muß weichen, der Exekutor oder ich!" sagte einst Fürst Bismarck. Nun, der Fürst ging, der Erekutor ist geblieben. Der Fürst ging vor der allgemeiner Kampf mit den Gerichten und schließlich mit schein und man sollte meinen, die sozialpolitischen dem Exekutor. Man kann ohne Mühe begreifen, daß Berlin, den 6. Februar. Geheimräthe, die die Väter dieser sonderbaren solche Dinge den sozialen Frieden" nicht fördern Art von Der Reichstag führte heute die große", d. h. dreis Arbeiterschutz" find, sollten doch auch so- tägige Rolonialbebatte zu Ende. Die Kolonialgegner werden. Im Gegentheil werden sie dazu beitragen, die weit Juristen sein, um solche Widersprüche nicht und Kolonialschwärmer geriethen wiederholt scharf anein Klassengegensäge zu verschärfen und den Mißmuth zu verstärken, den das behördliche Eingreifen mitunterlaufen zu lassen. Allein man denkt, wenn es auf ander; da indeffen der Reichskanzler heute abermals ber Mißmuth zu verstärken, den das behördliche Eingreifen die Klassen- Gesetzgebung wider die Arbeiter ankommt, so Kolonialbegeisterung einen„ kalten Wasserstrahl" zusandte, bei den Arbeitern ohnehin bis zu einem hohen Grade revolutionär", daß man keine Bedenken trägt, einen alten fo gingen die Rechte und die Nationalliberalen mit schlecht schon getrieben hat. Das hat man bei den bisherigen Rechtsgrundsay umzustoßen. Handelt es sich dann darum, perhehltem Mißbehagen aus der Debatte hervor. Windtdie Vorrechte der Bourgeoisie gegen die Arbeiter zu wahren, horst, der von seinem neulichen Fall" sich wieder erholt Die liberale Presse ist natürlich mit dem Kommissions- dann hüllt man sich wieder in die alte konservative hat, hatte wenig Glück mit seinem Versuch, sich aus der verzwickten Stellung, in die er sich durch die Kolonialfrage beschluß, betreffend eine Entschädigung", einverstanden Toga. gebracht, herauszuwinden. Helldorff trat mit gewohnter, und meint in erster Linie das Berliner Alles spricht von sozialem Frieden". Was sollte jedoch dadurch nicht angenehmer gewordener Langweiligkeit Tageblatt"- eine solche würde den Arbeitern weit lieber aber aus diesem sozialen Frieden" werden, wenn es ge- für die Schutztruppe ein. Tuny entrüstete" sich sein als der Wegfall aller Kündigungsfristen, wie ihn die länge, den Arbeitern die Möglichkeit der Erreichung mit gewohnter Poltrigkeit gegen die Kolonialgegner sozialdemokratische Fraktion beschlossen hat. Daß die besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen abzuschneiden? und wurde von einem Ordnungsruf betroffen, sozialdemokratische Fraktion, in der eine Menge von Gerade im Interesse des sozialen Friedens müssen wir was auch dem ihn unterbrechenden Richter passirte. Der Arbeitern ſizen, die mit den praktischen Fragen vertraut wünschen, daß„ Buße" und" Entschädigung" vom Reichs- Reich s kanzler gab Details über den bekannten in sind, die Interessen der Arbeiter in einem solchen Falle tage abgelehnt werden. " Witu ermordeten Künzel, die diesen Mann in sehr un legte Cuny; dann sprach Keudell, der bekannte besser wahrnehmen wird, als die Gelehrten des„ Berliner Was man plant, ist klar. Man glaubt, die Aus- portheilhaftem Lichte erscheinen ließen. Barth widerTageblatt", das leuchtet ohne alles Weitere ein. Wir stände auf einen möglichst engen Rahmen beschränken zu Diplomat, sowie Arnim. Herr v. Kendell scheint sich bei glauben den Herren Bourgeois ganz gerne, daß sie freudig können, den sie nicht überschreiten sollen. Innerhalb der Regierung gut Kind machen zu wollen. Die Vorschläge zugreifen, wenn ihnen eine„ Entschädigung“ bis zur Höhe dieses Rahmens hätten dann die Unternehmer leichtes der Kommission wurden angenommen; sodann wurde das eines Wochenlohnes bei dem kontraktbrüchigen Arbeiter Spiel mit den Arbeitern. Die letzteren müßten, wenn sie Mandat des Abg. Gebhard für erloschen erklärt. geboten wird; aber es gehört doch eine rührende Naivetät die Waffe der Arbeitseinstellung benutzen wollen, es den Der Antrag Auer und Genossen betr. Verfolgung der Nachdrud verboten.] Feuilleton. Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 32 " gleichen... Es ist eine Prüfung; wir sollen geläutert wer- Manchmal sah sie auch William. Er war nun Student, den wie durch ein Feuer... Die Frage ist nur, ob wir bleich und überstudirt; die Troddelmütze kleidete die Geduld dazu haben!" ihn übrigens. Ach, all' diese alten Kindereien! Möchte Fanny redete mit ihm nicht. Sie war eines Tages doch wissen, wie oft sie in ihrem Leben verliebt gewesen. im Waarenmagazin gewesen, um allerlei Nähsachen zu Nun, da es vielleicht einen Sinn hätte, war sie gerade in ordnen; er war ihr nachgekommen und hatte sich nieder keinen Menschen verliebt. Nein, wer war denn das gesetzt, um zuzuschauen. Als sie wieder in den Laden zurück die hübsche niedliche Dame in schwarzem, pelzbesetztem Mantel wollte, lispelte Junior:" Kommen Sie und setzen Sie sich und Kosakenmütze...„ Ei, sieh da, die kleine Emilie Lund," Fanny ging stolz an lispelte Junior.„ Nein, wie herzig sie ist! Ist es nicht zu Der Junior beschuldigte ihn, ein Liberaler zu sein; auf meinen Schoß', Fräulein!" er liest so wahr mir Gott hilft, er liest„ Verdens Gang,""*) ihm vorbei und that, als habe sie nichts gehört. Und von dumm, daß dieser abscheuliche Anwalt so eine Maitresse sagte der Junior mit seiner lispelnden Aussprache. dieser Zeit herrschte Feindschaft zwischen ihr und dem Sohn haben soll?"" Der Anwalt?" fragte Jlsnaes.„ Ich meinte, es fei ein Kapitän."- ,, Beide, beide" antwortete Junior; Darauf sollten Sie lieber nicht schwören", antwortete des Chefs. Moe; er wollte es nicht zugestehen. Ich schwor ja nur Houens Garn- und Leinwandhandlung lag an der Ecke, Emilie denkt wohl, vom Guten habe man nie genug!" sei Gott", wizelte Junior, und da lüge ich; wenn ich aber bei welcher die Akersgade und die zwei Grenzstraßen zu" Ja, aber geht das?" Wieso gehen?" sei meiner Ehre sage, da dürfen sie bei Gott mir glauben!" sammenstoßen. Hier machten kleine Leute und Bauern von Fahren der Anwalt und der Kapitän sich nicht manches Fanny schien. als habe sie diesen Witz schon anderswo der Westküste ihre Einkäufe. Auf der Straße gab es, troh Mal in die Hanre?- Aber Sie guter Jlsnaes, das ist gehört. winterlichem Koth, ein ziemlich geschäftiges Treiben: man konnte eine ganz freundschaftliche Uebereinkunft Emilie Lund Sie konnte den Junior nicht ausstehen, obgleich er der es durch die Glasscheiben der Ladenthür gut wahrnehmen. Ach, kam dem Anwalt zu theuer, verstehen Sie, und so überließ Sohn des Chefs war. Fürchterlich elegant jah er aller- die glücklichen Menschen draußen, welche frei waren! Denkt er sie zur Hälfte dem Kapitän... ja... so wurden alle dings aus, daber aber ekelhaft und schlaff. Er sollte das Euch, gehen zu dürfen, wohin man wollte und wann man drei zufrieden, ach, ging' es immer so hinieden!" Geschäft verstehen lernen, lehnte und lungerte zumeist wollte; feine Uhr über sich zu wissen, die Einen an denselben ,, Was redet Ihr da?" fragte Fanny ganz starr. beim Ladentisch herum und fühlte sich nicht wohl. Ich Fleck schraubte; Ich Fleck schraubte;- Gott, wie glücklich sie eigentlich vorher bin zu Grunde gerichtet", sagte er; das sollte interessant gewesen! Nun mußte sie sich begnügen, die Glücklichen zu Zu dienen, Jungf Fräulein; Emilie Lund hat zwei sein. Er versäumte niemals einen Anlaß zu einer Zwei- fehen. Ei schau, das war Grethe. Natürlich, ein Buch länner; ist das so merkwürdig? Kennen Sie Emilie Lund?" Fanny machte sich bei einem der Fächer etwas deutigkeit; es schien, als glaubte er, es gefalle uns das. unter dem Arm; nun war sie wieder in der Bibliothek geVerzeihung, Natürlich mußte man uns wie ordinäre Mädchen behandeln, wesen. Hier kamen Fräulein Bull und Fräulein Borch; sie zu thun." Woher sollte ich?" fragte sie. räulein; Sie erfundigten sich mit soviel Intereffe, weil wir nicht die Mittel hatten, im Staat daheim zu gingen Einkäufe zu machen. Glückliche Menschener Jungf ſizen... Wenn man sich in untergeordneter Stellung be- war das? Bei Gott, Paftor Hold mit Frau; denkt Euch, dünkte mir; aber vielleicht ist's einer der Herren, den Sie kennen? Der Anwalt? Der Kapitän?- Na, Herr Oppofition, der, Venstremaend", Anhänger der Linken. " Verdens Gang"( Weltlaus) ist das Blatt der liberalen Kristian Thorseng in seinem Schlitten vorbei... Denkt fragen dürfen!" Euch, in diesen Dickwanst war sie verliebt gewesen!- Die Geschichte von Emilie erfüllte Fanny mit Schrecken. findet", sagte Dorthe sanftmüthig, so giebt es viel der er trug Pelzmantel und hohe Stiefel, bei dieser Temperatur! gott, es war ja nur eine Frage; man wird doch wohl Abgeordneten während der Session wurde hierauf ohne Debatte mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Mehrheit angenommen. Der Antrag hat folgenden Wortlaut: Der Reichstag wolle beschließen: in Erwägung, = daß unter Nichtbeachtung der Bestimmungen des Artikel 31 der Verfassung Reichstags Abgeordnete wiederholentlich mit Berufung auf eine derzeitige Vertagung der Verhandlungen des Reichstages Gegenstand strafrechtlicher Maßnahmen geworden find, beschließt der Reichstag, ausdrücklich zu erklären, daß die den Reichstags- Abgeordneten zustehenden Immunitäten während jeder Vertagung fortdauern, und ersucht den Herrn Reichskanzler, bei den verbündeten Regierungen dahin zu wirken, daß die zur Durchführung dieser Auffassung geeigneten Anordnungen getroffen werden. Wir wollen jetzt blos hoffen, daß alle Beamten sich nun endlich daran gewöhnen, die Reichsverfassung, das oberste Gesetz des Landes, zu respektiren und den Abgeordneten diejenige Achtung zu bezeugen, welche ihnen nach der Reichsverfassung gebührt. Freilich der Reichstag hat bisher so wenig gethan, sich und seinen Mitgliedern eine würdige Stellung zu er kämpfen, daß solche Ausschreitungen, wie die, welche zu dem Antrag Auer und Gen. den Grund abgegeben haben, uns nicht erstaunen können. nur von von was einem Prozentsatz von 1,66 entspricht. Lokale und private| Regierung das Verbot der amerikanischen Schweine- EinUntersuchungen haben ähnliche Resultate ergeben, und ich fuhr aufheben muß, wenn sie nicht in den Verdacht kommen glaube guten Grund zu haben, zu behaupten, daß der Prozent will, gleich dem Fürsten Bismarck die Sonderinteressen satz der trichinentranten Schweine in den Vereinigten Staaten eines kleinen, begehrlichen Bruchtheils der Bevölkerung mit nicht fieben, sondern kaum zwei Prozent beträgt. Es ist selbstverständlich, daß in Amerita die Schweine im Al- den Staats- und Volksinteressen verwechselt und der Forde gemeinen gesunder sein müssen, als in dichtbevölkerten rung jener Sonderinteressen Alles geopfert zu haben Ländern. Namentlich alle in den großen Schlachthäusern für Alles, sogar die Rücksicht auf die handgreiflichsten, erweis den Export präparirten Schweine tommen aus dem Westen, barsten Thatsachen. wo sie im Freien in großen Heerden großgezogen werden. Trichinosis kommt aber hauptsächlich unter Schweinen vor, Die Stellung des Kultusministers v. Goßler foll welche in unreinen engen Ställen mit Abfällen zc. aufgezogen wieder erschüttert" sein; anderseits wird dem widersprochen; werden und wo Ratten und Mäuse sind, welche bekanntlich am auch die ganze Miguelfrage" soll gar nicht bemeisten dazu beitragen, die Krankheit zu verbreiten daher, stehen. Da wäre viel Lärm um Nichts gewefen. 3. B., der große Prozentsaz trichinöfer Schweine in und um Paris. Es ist aber ferner in Betracht zu ziehen, daß längeres Was insbesondere Herrn von Goßler betrifft, so hat er Salzen, Räuchern und Kochen die Trichinen tödtet und daß das einen viel zu geschmeidigen Willen falls da überhaupt Fleisch, welches nach dem Kontinente geht, besonders start ge- noch von einem Willen die Rede sein kann- als daß er pöfelt wird, während in den englischen Märkten z. B. nur sich leicht erschüttern" ließe. Aus der Schulfabel weiß jedes halb gepökeltes Fleisch verlangt wird. Die am 3. Oftober 1883 Kind, daß ein schwankender Grashalm dem stärksten Sturm eingesetzte Untersuchungs- Kommission tam zu der Entscheidung, widersteht. Ein recht guter Wiz läßt den tapferen Herrn daß auch nicht ein Fall in Europa nachgewiesen worden Kultusminister auf das famose: Sic volo, sic jubeo mit sei, in welchem die Trichinenkrankheit infolge des Genusses nolens volens antworten. Ja, der ganze Mann ist ein amerikanischen Schweinefleisches auftrat. Professor Virchow nolens volens erklärte in der Magdeburger Zeitung" vom 12. Januar 1883, nolens volens ein nicht wollender, wollender und wieder „ daß amerikanische Trichinen durch Salzen, Räuchern, Pöfeln, nicht wollender. aber speziell durch die lange Reise unschädlich werden, und Ein sehr genügsamer Mensch ist Herr Eugen Richter, daß es ihm unmöglich gewesen ist, auch nur einen Fall zu finden, in welchem Trichinenkrankheit durch amerikanischen den man meistens allerdings ganz anders beurtheilt. Für Schinken oder Speck verursacht wurde." Daraus ergiebt sich, die Siebe, die er von Curt Falt bekommen hat, tröstet daß selbst, wenn in ein oder zwei Prozent der in Deutscher sich jetzt mit der Thatsache, daß Curt Fall eigentlich land untersuchten Schweinefleisch- Produkte Kapseln von Bruno Geiser heißt. Nun, die Hiebe bleiben dieTrichinen gefunden wurden, diese selbst unschädlich gemacht selben und Herr Eugen Richter hat das englische DichterWir können natürlich nichts daselben worden waren gegen thun, wenn man in europäischen Staaten hohe Zölle wort:" Die Rose würde auch unter einem anderen Namen auf amerikanische Schweinefleisch- Produkte legen will, aber es gleich gut riechen" dahin abgeändert: die Hiebe schmecken ist unsere Pflicht, dagegen zu protestiren, wenn einzelne Re- verschieden, je nach dem Namen des Hauers. Uebrigens gierungen vor aller Welt erklären, daß diese Produkte gefund- fann Herrn Eugen Richter zur Bereicherung seines Wissens heitsgefährlich seien, ohne den Schatten einer Begründung für auf diesem Gebiete noch einiges Material verabreicht diese Behauptung zu haben. Wenn Herr von Bötticher sagt, werden. daß troh der Strenge, mit welcher amerikanische Behörden den Handel mit gesundheitsschädlichem Schweinefleisch zu unterDas Reich zerbröckelt. Wer ist der Reichsfeind", brücken suchen, noch immer keine Gewähr dafür vorhanden ist, der etwas Derartiges behauptet? Niemand Anderes als der daß Deutschland vor der Gefahr, die Trichinen einzuschleppen, bewahrt sein würde, so ist darauf zu erwidern, daß die Ver: Redegreis von Friedrichsruh, der jüngst eine einigten Staaten sich bereit erklärt haben, Abordnung aus Aachen empfangen und dabei eine solche Gewähr zu liefern( mindestens ebenso nach dem Bericht von Aachener Blättern gesagt hat, daß gut wie die in Deutschland eingeführte Untersuchung auf er in seinem jezigen, mehr oder weniger zurückgezogenen Trichinen, trot welcher Massenerkrankungen vorgekommen sind), Leben nicht die rechte Befriedigung finde indem der Kongreß ein Geseß erließ, welches die Aufstellung Man könne von Jemand, der vierzig Jahre Politik von Bundesinspektoren vorschreibt, welche die zur Ausfuhr be- getrieben, nicht verlangen, daß er theilnahmlos den Ereig ſtimmten Produkte untersuchen und, wenn trichinenfrei beblieben." So die berufenste Autorität. " Die Kommission, welche von der preußischen Regierung zur Untersuchung des Nothstandes nach Schlesien entsandt worden ist, soll sich dahin ausgesprochen haben, daß eine Herabsehung der Lebensmittelzölle und überhaupt eine Aenderung der auf Vertheuerung der Lebensmittel wirkenden Maßregeln( Einfuhrverbote gegen fremdes Vieh 2c.) erstrebt werden müsse. Derartige Aeußerungen könnten natürlich nur unter Ermächtigung von oben gemacht worden sein. Bringen wir hiermit noch die Haltung in Zusammenhang, welche die Reichsregierung während der Reichstags- Debatten über die Vertheuerung der Lebensmittel eingenommen hat, so scheint uns die Annahme gerechtfertigt, als habe man sich an sogen. maßgebender Stelle endlich entschlossen, mit der verderblichen Brot- und Fleischvertheuerungs- Politik zu brechen. Verleidet dürfte diese Politik der Reichsregierung auch durch das zerschmetternde Dementi werden, welches dem Staatssekretär v. Bötticher betreffs seiner jüngst im Reichstag aufgestellten Behauptung, funden, mit einem amtlichen Garantieschein versehen sollen. niffen folge. Ebenso wenig fühle er sich veranlaßt, mit der in Amerika sei die Trichinenkrankheit sehr häufig und es Aber weder Deutschland noch Frankreich oder Aeußerung seiner Ansichten zurückzuhalten, zumal da er beständen dort keine Schutzmaßregeln von amerikanischer andere Länder haben sich bereit erklärt, sehe, wie man von dem allerdings festen Bau solche Garantiescheine anzuerkennen und das bes Reiches an verschiedenen Seiten und zwar von berufenster Seite geworden ist. Der Gesez ist daher ein tooter Buchstabe ge bereits abzubrödeln beginne. Von diesem Chef des Bureaus für Produkte der Viehzucht( animal Reichsbau sind zunächst allerdings nur der Mann ohne industries) im landwirthschaftlichen Departement rechte Befriedigung" selber und sein Sohn abgebröckelt", Washington, Dr. Salmon, hat ein Gutachten abgegeben, welches die Behauptungen des deutschen Staats- Wenn wir vorstehend die Erklärung Dr. Salmon's was aber vom deutschen Volke insofern nicht als ein Nach sekretärs als durchaus wahrheitswidrig erscheinen läßt. ausführlich mitgetheilt haben, so geschah dies nicht blos um theil empfunden werden kann, als den Abgebröckelten" ein Dieses Gutachten, das bereits telegraphisch im Auszug be- der wirthschaftlichen und sozialen Wichtigkeit der Frage willen, ganzer Schwarm von Handlangern gefolgt ist. Daß die kannt war, und dem der liebedienerische Telegraph durch sondern auch aus politischen Gründen. Den wirthschaft Herren Pindter, Krüger und Genossen ihre einfluß Verwandlung des echt englischen Namens Salmon lich- sozialen Theil der Frage wollen wir hier nicht behandeln, veichen Positionen haben aufgeben müssen, ist eine wahre ( englisch für Salm, Lachs) in den Namen Salomon eine er ist schon so oft erörtert worden, daß eine abermalige Kulturerrungenschaft. semitische Färbung anzuhängen versuchte, erklärt nach einem Wiederholung des hundertmal Gesagten nur ermüdend sein würde. Desto mehr drängen sich die politischen Gesichts- Von diplomatischer Gewiffenlosigkeit wird dur Bericht der„ New- Yorker Staatszeitung": Es ist jetzt über jeglichen den Ronstantinopeler Korrespondenten der„ Kölnischen " Ich habe keine Idee, wo Dr. von Böttich er punkte in den Vordergrund. seine Information geschöpft hat, daß 7 pct. Bweifel hinaus festgestellt, daß die angebliche Für tung" ein hübsches Pröbchen mitgetheilt, und zwar in Bezug Man ist hier überzeugt", heißt ber amerikanischen Schweine an Erichinosis leiden. forge für die Gesundheit und das körperliche Wohl des auf den Fall Luzky. Mir ist weder eine Spezial, noch eine allgemeine Untersuchung deutschen Volkes den Grund zum Einfuhrverbot gegen das es in den betreffenden Bericht, daß eine tiefere oder weit bekannt, welche je folche Resultate gegeben hätte. In den amerikanische Schwein nicht geliefert haben kann. Und tragende Bedeutung der jüngsten démarche russe" nicht Letzten Jahren haben feine eingehenderen Untersuchungen statt- es ist weiter festgestellt, daß die amerikanische Regie innewohnt. Der geistreiche Vertreter Englands am Bosporus gefunden, hauptsächlich aus dem Grunde, daß wir in den rung bereit war, alle möglichen Sicherheits- Garantien bemerkte mir gestern, als ich die Ehre hatte, mit ihm über Vereinigten Staaten nichts mehr von TrichiEuropa ist eine große nosis hören und in den vereinzelten Fällen, wo Gr- zu schaffen und daß die deutsche Regierung von dem die Angelegenheit zu sprechen: Grnerbieten frankungen gemeldet werden, stellt sich gewöhnlich heraus, daß Anerbieten der amerikanischen keinen Gebrauch ge- Krankenstube, in der man, wie es sich für eine solche schickt, fie durch den Genuß von rohen importirten Fleischmacht hat. Es liegt hierin eine schwere Anklage. Zu die größte Ruhe zu erhalten sich bemüht; wenn da zus waaren herbeigeführt wurden. Wir müssen daher, wenn welchen Schlußfolgerungen in Bezug auf die Moralität fällig ein Knopf auf den Fußboden fällt, wir Data haben wollen, mehrere Jahre zurückgehen, der Bismarc'schen Brot und Fleischvertheuerungs- erschrickt man und glaubt, es sei etwas Schlimmes aber auch hier finden sich keine Zahlen, welche auch Politik diese Thatsachen zwingen, das haben wir nicht passirt, und es war doch nur ein Knopf." Und die annähernd an dem Staatssekretär ge- nöthig, dem Leser auseinanderzusetzen es ist mit Händen um diesen handelt es sich hier." Solch ein Zynismus ist machten Angaben heranreichten. Die umfassendsten Untersuchungen amerikanischer Schweinefleisch- Produkte in Deutschland zu greifen. Eine solche Politik ist gerichtet. Wie Herr denn doch unerhört. Nachdem Lutzky in eine Falle gelockt selbst ergaben im Jahre 1880 nur 1,6 pGt. und im Jahre 1881, von Bötticher sich aus der fatalen Lage, in die er sich selbst und von der elenden türkischen Polizei ausgeliefert worden vor Erlaß des Einfuhrverbotes, 2,25 pet. Unter 300 Schweinen, gebracht hat, zu ziehen vermag, das müssen wir ihm über ist, um in dem großen Grabe Sibirien auf immer zu ver welche man im Ackerbau- Departement im Jahre 1888 unterlassen vermuthlich ist er durch eine gefälschte schwinden, ist für den englischen Diplomaten nur ein suchte und die von Schlachthäusern aus allen Theilen des Statist it getäuscht worden. Das ist auf alle Fälle Knopf zu Boden gefallen". Wenn Europa eine große Landes genommen wurden, fanden sich nur fünf trichinentrante, gewiß, daß nach dieser Bloßstellung die deutsche Krankenstube ist, so liegt die Schuld zu einem guten Theil Allerdings, gerathen"... Sah man es ihr von außen an? Auf diesen Weg konnte es also führen, sogar Mädchen falter Schweiß drang aus ihren Schläfen. - Und wie Emilie. Gina und Ebba waren mitgewesen auf dem Heuboden, dieser widerliche Professor Borchgrevinch-, hätte es ihm Das gescheidte, schöne, prächtige Mädchen, im Grunde und sie waren ja fein; aber natürlich war es bei ihnen einfallen können, sich mit ihr einen so häßlichen Spaß zu er ihres Herzens so gut, nur etwas ausgelassen... und gerade anders gewesen als bei ihr. Ihnen hatte nur alles ab- lauben, wenn er nicht errathen hätte, daß- hui; und der aus in die Goffe, gerade aus in die Gosse. Gott im Himmel scheulich und häßlich gedünkt, ihnen... und ihr gleich- alte Schulze-, denkt Euch, so ohne Weiteres ihr einen Es war, als ob der Weg nach abwärts sinnverwirrend falls; aber... schwarzen Muff für einen Kuß anzubieten.... und der furz würde. Uebrigens, was solch kleinen Mädchen einfiel, war wohl Junior: kommen Sie und setzen Sie sich auf meinen Emilie ging täglich beim Laden vorbei; vermuthlich nichts so Gefährliches; allein später! Später! Schoß, Fräulein!"- affurat als ob sie eine von jenen wohnte sie in der Nähe. Fanny extrug ihren Anblick nicht Gott!... hat sie etwa je an Anderes gedacht als an wäre, welchen man sagen darf, was man will will... 0, 0 mehr. Sie war für sie besudelt. Ihre schöne Toilette Bursche und Verlobungen, und Küsse und-ooh! und noch, sie sahen ihr's an, sie sahen ihr's an; sie merkten und duftete nach Ordinärheit. Es konnte keine saubere Wäsche noch immer plagte es fie; sie war darüber nicht hinaus; nein, sie erriethen, wie sie war; niemals würden sie sich gegen sie so unter diesem Kleid sein. Schmutz, Schmuß war's, worin sie war darüber nicht hinaus! Sie sollte eine erwachsene Dame benehmen, wenn sie sähen, daß sie eine Dame sei; es ging umberging; sie hatte sich geschmückt mit ihrer Schande und sein, aber sie war über das nicht hinaus!- Kein Mensch schief, es ging schief; natürlich ging es schief; es ließ fich eingehüllt in ihre Entehrtheit. Jedoch aus dem Schmuge ahnte, was in einsamen Stunden ihr einfallen konnte; es ließ sich nicht bezweifeln; pfui, o pfui; o Scham und Schande; ach, guckte immer noch das kleine herzige Kindergesicht hervor, darüber gar nicht reden; es waren Dinge, von denen Damen warum, warum war sie geboren! etwas blässer als sonst, allein mit einer Heiterkeit, welche nicht einmal etwas wußten, ehe sie verheirathet waren und Auf die Straße hinab, ja; sie hatte die Geschichte Maske war. Kinder hatten; uf, uf! ach Gott, ach Gott; und wie es sie doch schon früher einmal probirt. Natürlich. Solche EinFanny bekam Thränenanfälle. Sie konnte Emilie nicht quälen konnte, sie lähmen, ihr Sinn und Verstand rauben, fälle hatte sie; das machte solch Einer Spaß. Eine ders loswerden, dachte an sie vom Morgen bis zum Abend und ihr wie Feuer das Blut durchlodern... nein; Damen artige Borahnung, eine wahre Vorahnung; etwas in ihr sah sie des Nachts in ihren Träumen. waren nicht so; nur die gewöhnlichen Mädchen fühlten so; hatte ihr wohl gesagt, daß sie dort enden werde. Sie sah sie extrinken und konnte sie nicht retten; sie sah eine solche Stunde mußte es natürlich gewesen sein, in damit, daß sie eine brave Mutter habe. Selbstverständlich Wenn ihre Stimmung leichter war, tröstete sie sich sie mißhandelt und konnte ihr nicht beistehen. Jedoch am welcher auch Emilie gefallen war. O Gott öftesten träumte sie, daß sie miteinander gingen. Und weshalb sollte es nicht auch mit ihr schief gehen war es die Mutter, auf die es ankam, besonders bei den Sie selbst eine von jenem Schlag geworden. wie mit Emilie? Sie war ja ebenfalls die Tochter von Töchtern. Wir sehen ja, wie Lea alle Klippen umschifft Und sie gingen die Karl- Johann Straße auf und ab, solch einem schlechten Menschen. Papa war wohl schwerlich hatte. Tom war auch nicht der schlimmste; er hatte in schmußigen, unanständigen Toiletten und zogen das besser gewessen als Thomas Throndby. Gesindel hinter sich her. Dann kamen Freunde und Die Leute erwarteten auch gewiß, daß es schief gehe, arbeitete bei einer Eisenbahn und hoffte, emporzukommen; Freundinnen, Mama, Frau Kahrs, sahen sie, spuckten Wie oft hatte Mama sie nicht eine Gaffenläuferin genannt es war dumm von ihr, herumzugehen und sich mit der: aah, und sich den Kopf zerbrochen, welchen Weg das führen gleichen zu quälen. Eine andere Sache war es mit Emilie; vor ihnen aus, machten schreckliche Grimaffen aah... Fanny, wache auf! Du träumst gewiß; und Lea:„ bin neugierig, welches Ende es fie hatte auch einer schlechten Mutter nachgerathen. Fanny!" Sie erwachte, lag und zitterte eine Weile, schlief mit Dir nehmen wird, nachdem Du nichts arbeiten dann aufs Neue ein und begann die Träume wieder willst!" und Pastor Hold; das letztemal, als sie bei ihm hatte mit ihrem Delikatessenhandel schlechte Erfahrungen Um diese Zeit tam Jungfer Thorsen zur Stadt. Gie war und als er jede von ihnen insbesondere zu sich in die gemacht; sie wollte nun versuchen in Kristiania zu wohnen Das war ja das Schreckliche, etwas, das sie schon Schreibstube nahm:„ Du mußt Dich in acht nehmen, und Bimmer zu vermiethen. Sie suchte Mama auf mehr als einmal vorher geängstigt hatte: wenn sie mein Kind; an jeder Straßenecke sind Schlingen gestellt und brachte Grüße aus Kristiansborg. o Gott.. fern von allen Netzen, Kind! Ein einziger Augenblick und schnarrte eine ganze Stunde lang ihr N. hervor. Nein, sie war nicht wie die wirklichen Damen. Wenn es kann geschehen sein." Ja, selbst der mit den Hornsie an ihre Kindheit zurückdachte.. und die ganze Zeit brillen, der von der Polizeistation,-„ ich hoffe, Sie nachher... das Herz troch ihr vor Angst zusammen und schauen auf sich, daß Sie nicht wieder in diese Gegend her von vorn. war • werde Es war an einem nur nicht selbst solch ein ordinäres Mädchen war. Ach, überall liegt der Jäger und paßt auf die Beute; halte Dich Sonntagvormittag im März; sie aß und trank Kaffee und ( Fortsetzung folgt.) wäre wohl, diesen unheilvollen Festungsgürtel, der die Stadt drückt und ihre Weiterentwicklung genirt, ganz verschwinden zu lassen. In Genf hat der Inspektor für die politische Polizei Voldet dem Bundesrath einen ausführlichen Bericht über den Anarchistenkongreß in Lugano übermittelt. Aus dem selben ergiebt sich, daß die italienischen Anarchisten für den Die 1. Mai eine große Manifestation organisiren werden. Schweizer Regierung thäte auch besser, die Spitzelei etwas einzuschränken. Im Uebrigen waren in Lugano keineswegs lauter Anarchisten". " Aus Brüssel wird neuerdings gemeldet: Soldaten des Carabinier- Regiments verweigerten den Gehors sam. Wie verlautet, soll der Kriegsminister, General Pontus, zurücktreten. Was an diesen Dingen Wahres ist, kann man schwer ersehen, denn es werden Nachrichten der verschiedensten Färbung, nicht zum wenigsten zu Ungunsten der Regierung verbreitet; jetzt heißt es, die Lage wären." Einer Korrespondenzen und Parteinachrichten. Versammlungen. auch daran, daß solch geistreiche" Lümmel mit der Wahr- und zu Ver hungerlöhnen gekürzt" werden sollten. Ein bildet, von dem felbstverständlich auch wieder sofort eine Mitnehmung der völkerrechtlichen Interessen betraut sind.. Telegramm aus Madrid behauptet, die Delegirten der gliederliste verlangt wurde; sie wurde jedoch vom Vorstand verspanischen Sozialisten hätten sich gegen jede politische weigert und dafür wurde der Vorstand polizeilich bestraft. Es wurde Beschwerde an die Kreishauptmannschaft gesandt, hier Die Franzosen sollen mit einem Mal Gelüfte nach Aktion erklärt, weil sie bei den Wahlen keine Erfolge ge- wurde natürlich keine Liste verlangt, und so hat denn unser Herr Tripolitanien bekommen haben. Man wird gut thun, habt. Die Nachricht ist offenbar Flunkerei. Die spanischen Bürgermeister bis heute noch keine Liste. Der Gesammtvorstand die bezüglichen Nachrichten mit möglichster Vorsicht aufzu- Sozialisten sind viel zu gescheidt, um ihren Feinden will sich aber im Laufe dieses Jahres photographiren lassen und zu thun. nehmen, und wenn einige französische Soldaten die Grenze einen solchen Gefallen zu amt dann fann sich Jeder die Bilder anschaffen. wirklich überschritten haben, so bedeutet dies nicht gleich lichen Depesche aus Madrid zufolge hätten die ( Fortsetzung der Korrefpondenzen und Parteinachrichten in der 2. Beilage.) einen Feldzug. Es ist kaum anzunehmen, daß die franzö- Wahlen eine Regierungsmajorität von 288 Konsersische Regierung in diesem Moment in Tripolis einen Kon- vativen gegen 156 Oppositionsleute ergeben. Die letzten flitt mit der Pforte sucht, der die bedenklichsten Konsequenzen italienischen Wahlen ergaben für die Regierung ein haben könnte, schon wegen der Nachbarschaft Italiens. Wir noch günstigeres Resultat, und doch ist Crispi heute halten die Sache einstweilen für einen blinden oder doch zerschmettert". Apropos, es werden an dem italienischen für einen übertriebenen Lärm. Bismarck ebenso, wie an dem deutschen GalvanisationsFreienwalde a./D. Sonntag, den 1. Februar d. Js., fand An der französischen Grenze sind zwei Tausend versuche gemacht, die aber natürlich ebenso erfolglos bleiben Todt ist todt. Und lebendig todt ist hier die erste, aber imposante Arbeiter- und Arbeiterinnen- BerPhotographien Robespierres, nach alten werden. Zeichnungen hergestellt, konfiszirt worden. Man begreift der schlimmste Tod.- Der Finanzvertreter" der fammlung unter Vorsitz des Herrn Günther statt. Schon 1/2 Stunde nicht, was solche alberne Maßregeln eigentlich bezwecken argentinischen Republik ist nach Berlin gereist. vor angesetzter Beit war der kleine Saal( Königshöhe) ganz sollen. Der Ober- Kriegsrath beschäftigt sich mit den Ver- Taschen zu!- Der französischen Regierung wird überfüllt, und es mußten Hunderte der Arbeiter draußen an den änderungen des Festungsgürtels von Paris. Heimweg antreten. Leider steht den Arbeitern hier zu VerDas Beste nach einem Telegramm, welches aus internationalen Polizei- Fenstern stehen, und viele mußten infolge des großen Andranges freisen stammt, die Absicht der Ausweisung aller in fammlungen, trotzdem auch große Säle vorhanden sind, keiner zur Frankreich lebenden Nihilisten in die Schuhe geschoben. Verfügung. Es fürchten die Herren Wirthe, wie mitgetheilt wird, Der Wunsch ist hier vermuthlich der Vater des Gedankens. polizeiliche Maßregeln. Die Tagesordnung war: 1. Der Kampf ums Dasein. 2. Wie Wenn Herr Constans sich zu einer solchen Maßregel verstünde, würde er aller Voraussicht nach selber aus stellen sich die Arbeiter von Freienwalde a. D. zur Gründung eines gewiesen werden- nämlich aus dem Ministerium. Die Arbeiter- Bildungsvereins. 3. Verschiedenes. Der Referent Julius französischen Demokraten und Republikaner werden nicht Bernau aus Berlin führte ungefähr folgendes aus: Ihr zahlden heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen den Kampf um die bulden, daß die Republik zur Dirne der russischen Spitzel- reiches Erscheinen beweist Ihren Drang nach Wissen, um unter bande wird. Existenz erfolgreich führen zu können. Es erläuterte der Referent Wie soeben gemeldet wird, soll das nächste italienische die gegenwärtigen Zustände in gemeinverständlicher Weise, daß Ministerium Rudini heißen. Fragt sich, was die neue lediglich die Profitwuth der Unternehmer, die fortwährend weiterschreitende Technik, die lang anhaltende Arbeitszeit es sind, welche Firma leisten wird. ben Kampf ums Dasein, zumal unter der augenblicklichen Krise, immer heftiger entbrennen lassen. 3nm Schluß betonte der Referent, daß, wenn diese Zustände geändert werden sollen, es nur durch eine andere Gesellschaftsordnung, und zwar die sozialistische Gesellschaft, welche alle Menschen als gleichberechtigt anerkennt, zu erreichen ist. Um aber den Kern des Sozialismus kennen zu lernen, ist es nöthig, daß die Arbeiter sich vereinigen, um politisch gebildet zu werden, und wenn es heißt, das staatsbürgerliche Im Hesseulande ist ein Pastor ausgezogen, die Sozial- Recht bei den Wahlen auszuüben, einen Arbeiter in den Reichsdes Ministeriums werde durch den Butsch am vorigen Sonn- demokratie zu besiegen. Behntausend Stück von einem Flugblatt tag zu entfenden, um auch endlich der Majorität des Reichstag immer schwieriger. Dasselbe habe nunmehr sämmtlichen hat er vertheilt, betitelt: Der Voltsstaat, oder: Was wollen die tages zu zeigen, daß auch die Arbeiter auf dem platten Telegraphenämtern die Annahme von Drahtberichten ver- Sozialdemokraten? Ein Kirchweihgespräch." Gin Leser aus der Lande und in den Städten eingesehen haben, daß sie betrogen boten, die sich auf den Butsch beziehen. In den Provinz Pfalz schreibt uns: Wir haben viel gelacht über das Glaborat. find, wenn sie einen konservativen oder einen freifinnigen Abstädten nehme die Bewegung zu. Der offizielle Telegraph Vielleicht hat der Pastor uns dadurch tödten wollen, daß er uns geordneten in den Reichstag senden. Man solle nicht auf die meldet allerdings, es sei„ Alles ruhig", und die Regierung zwang, uns todt zu lachen. Das Ding ist ein Gespräch zwischen Schmeicheleien jener Herren hören, sondern nur einen Vertreter beiter ist, und einem Kanzleirath, der Frih heißt, während wir Trotzdem der Vorsitzende die Gegner wiederholt aufforderte, gebe fich die größte Mühe, alle Vorgänge in militärischen einem Bauer vom Lande, dessen Neffen, der ein städtischer Ar- der Arbeiterpartei wählen. Kreisen zu verheimlichen, während die Blätter schauerliche feinen Bunamen nicht erfahren, der aber ebenso gut wie Kanzlei- fich an der Diskussion zu betheiligen, meldete sich Niemand zum Schilderungen von der sozialdemokratischen rath auch Bauernknecht sein fönnte. Als ein Einafter auf der Wort. Es wuroe folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heute in Freienwalde a. D. tagende öffentliche ArbeiterVerschwörung im Heere" bringen. Es wäre nicht Bühne würde das Ding am Ende ganz gut wirken. Von der zum Verwundern, wenn die Belgier dieser Regierung nach sozialen Frage meinen der Bauer und der Kanzleirath, daß sie und Arbeiterinnen- Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen den Lockspitzel und anderen Skandalen gründlich überdrüssig muthwillig oder zum bloßen Zeitvertreib von einigen unruhigen des Referenten einverstanden, und es verpflichten sich die AnRöpfen ausgeheckt worden sei:„ Die soziale Frage ist ja heute Mode, wesenden, in diesem Sinne zu wirken. In Ewägung, daß unter den heutigen wirthschaftlichen Verwie früher die deutsche Frage. Kaum ist die eine gelöst oder vielmehr In Finnland stehen massenhaft russische Truppen, so angefangen, so bringen sie schon was anderes auf, daß man taum hältnissen eine Vereinigung der Arbeiter nothwendig erscheint, daß die Schweden einen feindlichen Angriff befürchten. Die zu Athem und zur Besinnung fommen fann. Und wie rabiat das um endlich einmal politisch gebildet zu werden, beschließt die Ver schwedischen Blätter sind der Meinung, es sei ganz schön, betrieben wird! Man kann ja in feine Zeitung gucken und in ſammlung: 1. sich in den ausliegenden Listen einzutragen; 2. das feine Predigt gehen, ohne daß von der sozialen Frage die Rede Bureau mit der Ausarbeitung der Statuten zu beauftragen, und wenn man sich damit tröste, daß die russischen Rüstungen ist.( Mit dem Prediger ist Bauer Hans also auch schon nicht in einer umgehend einzuberufenden Versammlung vorzulegen, sowie nichts anderes bezweckten, als eine" Beruhigung der mehr zufrieden. Wir hätten kaum gedacht, daß der Einfluß der einen Arbeiter- Bildungsverein zu konstituiren. In weiterer Gr Stimmung in unserem früheren Bruderlande. Dieser bösen Sozialdemokraten sich schon so weit erstrecke.) Aber was wägung, daß die geistige Kost, welche uns die hiesigen LokalTroſtgrund sei indeß nur einleuchtend, wenn neue russische sie ist, darüber bin ich noch nicht klar geworden." Das letztere blättchen liefern, uns zuwider ist, versprechen die Anwesenden Truppen an Orte geschickt würden, wo es wirklich etwas beweist uns nun Bauer Hans flärlich: er findet in der Welt sich un Arbeiterblätter zu bemühen, und dafür Sorge zu tragen, zu beruhigen" gebe. Das sei jedoch keineswegs der Fall, viel berechtigte Unzufriedenheit und einen der Leibeigenschaft daß dieselben die weiteste Verbreitung finden. Es ließen sich sodort droben bei Tornes vermöchten einige wenige Sotnien ähnlichen Zustand, und er meint, diesen heutigen Zustand wollten Rosaken die erforderliche" Ruhe" herzustellen, dazu bedürfe die Sozialdemokraten fortsetzen und allgemein machen; ferner es nicht der Entsendung von 16 Bataillonen Infanterie mit glaubt er, daß im" Boltsstaat" die Männer die Frauen nicht mehr durchhauen oder aber, daß die Frauen es den Männern 40 Geschützen. Obwohl noch keine glaubwürdige Bestätigung auch im Durchhauen gleich thun" würden, und das findet er des Gerüchts vorliegt, so meint man doch, daß durch eine spaßhaft". Das ist nun etwas derb bäuerliche Romit; mit etwaige derartige Truppenverschiebung ein Zustand ge- feineren Zügen ist die Figur des Kanzleiraths ausgestattet, obschaffen werden könne, der nicht als bedeutungslos zu be- gleich es mit dessen Begriffsvermögen auch nicht viel Der meint z. B., daß im Volkstrachten sei. Man fordert Maßregeln zum Schutze der tröstlicher aussieht. Grenzen. Die Sache sieht vielleicht unheimlicher aus als staat auch die individuelle Ernährung überflüssig wäre, sie in der That ist; man kann es den Schweden indessen und dito die Kleidung. Die Erwähnung der Kleidung führt hier ein wenig irre; denn ein gemeinschaftliches Eigenthum an Kleidern Berliner Volks Tribüne. Sozialpolitisches Wochenbat nicht verdenken, wenn sie eine solche Nachbarschaft nicht wäre ja immerhin denkbar und es soll bei den Leuten etwas ähn- Redaktion und Expedition Elisabeth- Ufer 55. gerade mit Gefühlen des Vertrauens und der Freundschaftliches zuweilen vorkommen. Den Gedanken der gemeinsamen Die Nr. 6 vom 7. Februar enthält: Aus der Woche. erfüllt. Ernährung, z. B. vermittelst eines einzigen Beefsteaks, hätte der Der Boulangismus und die Revolution. II.- Der Bauschwindel In Nordamerika sind großartige Lohnreduktionen im Baftor für fich stehen lassen und weiter ausarbeiten sollen. Von in Berlin.- Die Pariser Arbeitsbörse. Der englische Nationalund Kanzleirath Friz natürlich nichts wissen. Hat sich was mit Gange. Die Kohlengrubenbesiger des Pittsburger Distrikts der Menschlichkeit und Sittenverfeinerung wollen Bauer Hans reichthum.- Der Utopist Herzka. Vom Reichstag. Gedicht. Novelle. Bestechung der Presse im Großen. kündigten ihren Arbeitern an, daß die Löhne um 10 pCt. Sumanität, mit einem harmonischen Zusammenleben mit der Die Motive zur Reformation. Die Zölle und die Sozialdemo herabgesetzt werden würden. Die Arbeiter hatten im Gegen- Menschheit, mit dem Aufhören von Polizei! Der Paffus oder, fratie. Arbeitsruhe und Arbeitszeit. theil eine 122 prozentige Lohnerhöhung gefordert. Die wie es heißen darf, die Szene erinnert an das Gedicht von Verhandlungen werden fortgesezt und es wird wahrscheinlich Chamisso, wo die Tochter erklärt, daß sie den ihr zugedachten zu einem Vergleich kommen. Ein großes Eisenwerk in Mann nicht achten und lieben könne und wo der Vater antBethlehem, Pennsylvanien, hat die Löhne seiner 1000 Ar wortet: beiter wegen des Wettbewerbs der Hochöfen des Südens um 10 pCt. herabgesetzt. Das Gleiche hat das Emma- Eisenwert zu Cleveland, Ohio, gethau.- Die Buconesche Fabrik Landwirthschaftlicher Maschinen in Acron, Ohio, hat die Kanzleirath Fritz singt als Beamter das Lob der Regierung. Arbeitszeit und die Löhne ihrer Arbeiter in der Weise abge An individualisirenden Zügen hat der Autor es demnach doch ändert, daß die Arbeiter fortan um 30-60 pt. schlechter nicht ganz fehlen lassen. Das ist's," meint er, was mich am und Leuten aufbringt: Der Ündant, bezahlt werden. Der Fabrikdirektor sagt, die Arbeiter wür- meisten Briefkaffen der Redaktion. den nicht weniger verdienen, müßten aber länger arbeiten. gerade in Deutschland, wo am ersten und meisten für sie geschieht, da sind sie am rabiatsten. Ist wenig nicht besser wie gar nichts?" Da wird es möglicherweise zu großen Ausständen kommen, Der" Sozialdemokrat" im Stück, Arbeiter Kunz, ist natürlich so set anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Brieflich denn die Unternehmer aller Orts werden sich bemühen, solch unwissend, daß er der kanzleiräthlichen Behauptung, Deutschland schönen Beispielen nachzustreben. Die Folge wird aber auch sei in der Sozialreform vorangegangen, Glauben schenkt oder ihr sein, daß die nordamerikanischen Arbeiter ihre Organisationen wenigstens nicht widersprechen kann. Dieser„ Sozialdemokrat" Lateinischen, von proles, die Nachkommenschaft. Im alten Rom für den Lohnkampf kräftigen und ausdehnen. ist so gezeichnet, wie der schwankdichtende Pastor ihn nöthig hat: hießen proletarii( Proletarier) die von der Kriegssteuer befreiten Auf die Behauptung des Kanzleiraths, die Ehe ist( im Volfe- Bürger, welche keinen oder geringen Besitz hatten und dem Staat staat") abgeschafft", erwidert er zuerst:„ das ist nicht wahr." nur durch ihre Nachkommenfchaft( proles, proletis) nühlich erNeueste Nachrichten. Eine ganzamtliche Depesche des Als der Kanzleirath sich dann aber auf den Bebel" beruft, giebt schienen. Die Bedeutung: besigloser Arbeiter im Gegenhalbamtlichen Wolff'schen Telegraphen- Bureaus meldet über er zu:" Nun ja." Und wie der Bauer ihm entgegenhält:" Mit fatz zu dem die Arbeitsinstrumente besitzenden Bourgeois ist Mord und Todtschlag wollt ihr die Freiheit, Gleichheit, Brüder- neu; Mord und Todtschlag wollt ihr die Freiheit, Gleichheit, Brüder neu; das Wort hat sie erst durch die moderne foziadie gestrige Plenarsizung des Bundesraths, lichkeit einführen? Und ihr meint, das würde gelingen?" bekommt listische Bewegung erlangt. Noch Louis Blanc Ergänzung daß derselbe einer Hauss zum Bourgeois das er die biedere Antwort: Warum denn nicht?' 3 ist vor hundert setzte thatsächlich alle Staatshalt Plan und einem Antrage des Reichskanzlers, Jahren auch theilweise gelungen", was Kanzleirath und Bauer bürger umfassende Wort Bolt gegenüber, welches für ihn Die Karrikatur des Sozial- und viele Andere also bedeutet: das Volt mit Ausschluß betreffend die Besteuerung des Tabats, seine so halb und halb glauben. Zustimmung gegeben habe. Das bedeutet neue Aus- demokraten ist leidlich amüsant. Jedenfalls hat der Ver- der Bourgeoisie. Die ungenauigkeit und Unrichtigkeit des AusEs muß aber noch vervollkommnet werden. Drucks springt in die Augen. Das Proletariat schlechtweg gaben und daß der Tabak auch unterm neuen Kurs" faser Talent. Dem Schwanke, wohl einer einer Erstlingsarbeit, fehlt der ist das besiglose, arbeitende Volt, das durch den Stapitalis " bluten" soll. Abschluß. Die drei Personen sind am Ende nichts weiter als ein mus zur Besiglosigkeit verurtheilt ist. Die nicht zur ArbeiterAnfang. Entweder hätten der Bauer und der Kanzleirath den Armee gehörenden Besitzlofen, denen das Klaffenbewußtsein des Arbeiter, oder dieser hätte jene beide überzeugen müssen. Nun, arbeitenden Proletariats fehlt, nennt man 2umpenproleta riat, eine Rategorie, die übrigens auch sehr feingekleidete Ein Aufruf der Bergleute- Führer des Ruhrgebiets, an alle der Autor wird's nächstens schon noch besser machen. Soweit unser hessischer Mitarbeiter. Wir selbst haben das Leute umfaßt den swell mob. glänzenden Pöbel- der Bergleute Deutschlands gerichtet und von Bringewald, Fischer, Martgraf und Hohmann unterzeichnet, fritifict in ruhiger Weise Elaborat gelesen und den Eindruck gewonnen, daß es uns gut Engländer, der wieder von unserem spezifisch deutschen„ vor= das Verhalten der Verwaltungen bezüglich der Schichtdauer, vorarbeitet. Man hat da gleich eine Folie und ein dankbares nehmen Pöbel" sich dadurch unterscheidet, daß die Tageder geforderten Lohnerhöhungen und der Maßregelungen, Material zur Widerlegung, wenn man sich an vie Bauern diebe der besigenden und sog. höheren Klassen nicht Und so wird denn der Pastor die Sozialdemokraten eingeschlossen sind. stützt sich auf die bekannten Vorgänge bei der Reichstagswahl wendet. E. B. Einen kurzen Bericht werden Sie in unserer gestrigen und die bekannten Erklärungen, betont die Nothwendigkeit, die schwerlich tödten, sondern vielmehr für ihre Sache arbeiten, ganz Nummer gefunden haben. unbestreitbaren Rechte endlich geltend zu machen, und fordert wie der vom Bauer Hans erwähnte Prediger. 5. S. 100. Der betreffende Abgeordnete wohnt Waldemarauf, für jede Beche Delegirte für Bochum zu wählen, wo weitere Geyer i. S. Unser Bürgermeister, der im Laufe dieses straße 78, 2 Tr. Wir mußten uns auch erst nach der Adresse erSchritte überlegt werden sollen." Jahres in den wohlverdienten Ruhestand versetzt wird( indem kundigen. K. 33. Wenden Sie sich an den Verein der Maschinisten In Thalheim( Sachsen) haben sämmtliche Strumpf- er nicht wieder gewählt wurde), kann unsern Arbeiterverein wirker die Arbeit niedergelegt, weil die bisherigen Hunger- nicht vergessen und will fortwährend die Mitgliederliste ein- und Heizer. C. R. 100. Jm Jahre 1877. Löhne den Herren Fabrikanten noch zu„ opulent" waren, gereicht haben. Nun hat sich aber noch ein Konsumverein geNach einem Telegramm aus Köln meldet die Kölnische Volks- Zeitung": Mutter, hör' die dumme Trine! Was es da zu achten giebt. Haben wir uns je geachtet? Haben wir uns je geliebt?" den fort 150 Mitglieder einzeichnen. Nach einer Mahnung des Vorfigenden, sich die Sache recht angelegen sein zu lassen, und mit thätig zu sein an dem Werke, was begonnen ist, schloß derselbe mit einem Hoch auf die völkerbefreiende Sozialdemokratie die Versammlung. Es verlief alles in ruhiger Weise und Freienwalde a./D. steht noch. Literarisches. Von der ,, Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) - Zur Juhalt heben wir hervor: Der Schuß Padlewsky's. ist soeben das 19. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. Aus dem Frage des ehernen Lohngesezes. VI. Von Ed. Bernstein. Zuckersteuer und Zuckerindustrie. 11. Von May Schippel.Die Ueberwachung der schweizerischen Arbeiterschutzgesetze durch die Arbeiterschaft. Von D. Binner. Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen Gesellschaftsleben von F. v. Ost a.( Fortseßung.) Antwort wird nicht ertheilt. P. in L. Das Wort Proletarier tommt aus dem dem Theater. Sonnabend, den 7. Februar. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Das goldene Bließ: Der Gastfreund. Die Argonauten. Leffing- Theater. Die Rosa- Dominos. Ritterdienste. Berliner Theater. Graf Waldemar. Deutsches Theater. Die Kinder der Excellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Pariser Leben. Wallner- Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Schelm Cupido. Vorher: Die Nachbarinnen. Oftend- Theater. Maria Stuart. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonnabend, den 7. Februar, Abends 71/2 Uhr: Große Gala- Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm, wovon besonders hervorgehoben werden: Brillant, Mecklenb. Gestüt, in der hohen Schule ger. vom Direktor. 12 Rapphengste, vorgeführt von Herrn May Schumann. Pas de trois. Musikal. Entree der Gebr. Permané. Reitfünstlerin Miß Taylor. Das Schulpferd Albert, geritten von Frl. Adele Schumann. 3 Nationen zu Pferde, Verwandlungsscene, dargestellt von Frl. D'Maeers. Faust und Gretchen, in Freiheit vorgeführt von Herrn Ernst. Komisches Entree sämmtlicher Clowns. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Kaufmann's Variété. Große Spe. Eine ländl. Hochzeit. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenBorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Garten. Direktion: C. Andress, Aleranderstraße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Sensationelle Waferpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Sonntag: 2 Borstellungen, um 31/2 und 7/2 Uhr. In beiden Vorstellungen: Circus unter Wasser. F. Stenzel's Elegante Masken- Garderobe, 118 Dresdener- Strasse 118, 11 1 empfiehlt sich den Lesern des„ Vorwärts" zu billigsten Preisen. Empfehle allen Freunden und Genoffen mein Mr. Goswin, Mufit. Neger.town. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, Fri. Bonné, Rostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Frühstück, Mittag und Abendtisch. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Arbeiterblätter liegen aus. Billard steht Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. zur Verfügung. C. Boll, Wienerstraße Nr. 1-6. 56L Etabliement Buggenhagen Das größte Brot am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. 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Februar, früh 5 Uhr, verschied nach kurzem Krankenlager unsere liebe, einzige Tochter Anna Wilschke, im Alter von 9/2 Jahr. Dies zeigen von tiefstem Schmerz ergriffen, mit der Bitte um stille Theilnahme, hierdurch ergebenst an, die Eltern Ernst u. Mathilde Wilschke. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachm. 3 Uhr, vom Hause Katzbachstraße 1, nach d. Begräbnißplatz d. freirlg. Gemeinde, Pappel Allee statt. Am 6. d. M. verstarb nach langem Leiden unsere Genossin Emilie Sturm, geb. Höppner, an der Proletarier- Krankheit. Um rege Betheiligung bei der Beerdigung seitens der Genossen bittet der 145L Leseklub Wissenschaft. Die Beerdigung findet Sonntag, d. 8. Februar, Nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Wollgasterstr. 8, statt. Achtung! Klavierarbeiter und verwandte Berufsgenossen! In der Bianoforte, Fabrik von Mak& Co. haben die Arbeiter wegen Montag, den 9. Februar, Abends 8½ Uhr: Versammlung in Keller's Hofjäger, Hasenhaide. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Arbeiterbewegung und ihre kulturhistorische Bedeutung Referent: Reichstags- Abgeordneter Förster. 331 2 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragen. Diejenigen Mitglieder, welche noch mit ihren Beiträgen reftiren, werden ersucht dieselben zu entrichten; zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß in dieser Versammlung die Statutenbücher verabfolgt werden. Gäste haben Butritt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Fachverein der Tischler ( für den Osten). Montag, den 9. Februar, Abends 82 Uhr: Versammlung im kleinen Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Bruns über: Die Entwicklung des Sozialismus. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 312 Der Bevollmächtigte. Grosse öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen des Leseklub ,, Karl Marx" am Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 51/2 Uhr, im Saale der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Bernstein über, das Koch'sche Heilverfahren. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Danach: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 386 b ohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Verein Berliner Stereotypeure, Galvanoplastiker 3uzug ist fern zu halten. 185 Die Kommission. NB.: Sammellisten können jeden Abend bei Winzer, Naunynftr. 78; bei und Hilfspersonale. Sonntag, den 8. Februar, Abends 7 Uhr: 3. Mener, Andreasſtraße 12, und bei Mitglieder- Versammlung den Beitragsammlern für den Norden W. Neumann, Ackerstr. 133, 2. Hof, im Keller, empfangen und abgegeben werden. Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerleute. im Lokale des Herrn Ruffledt, Markgrafenstrasse 8. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 397 b Große öffentliche Versammlung Frauen n. Männer Die nächſte ordentliche Monatsfihung für findet nicht am 8., sondern am 15. d. ts. bei Seefeldt statt. 390 b C. Plötz, Vorfigender. Breiſe! Sämmtliche im Handel Lese- u. Diskutirklub befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Vorletzte Woche. Hasen gestreift von 1,50. an. Hafen in einzelnen Theil,, Max Kayser". Sonntag, 8. Februar, Vorm. 11 Uhr: Versammlung 153/5 am Sonntag, den 8. Februar, in Knebel's Salon, Bad- Straße Nr. 58. Tagesordnung: Die Frauenbefreiung. Referent: Herr Türk Der Einberufer: Paul Heitmann. Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Vereins- Versammlung Sonnabend, den 7. Febr., Abds. 8½ Uhr, im Restaurant 3ur Schneekoppe", Nostizstr. 29. 392 b in Keller's Salon", Berg- Strasse No. 68. Tagesordnung: 1. Vortrag des Gen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Stabernack über Alters- und Hübsch, über„ Sozialismus". 2. Dis- Invalidenversorgung. 2. Der Streit in der Pianoforte- Fabrik von Matz gnügungen und Versammlung zu Berücken. Wildfleisch pfundweise. fussion. 3. Verschiedenes. Gäste will-& Co. 2. Discussion. 3. Verschiedenes.- Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Gäste haben Zutritt. 703 einen Saal F. Sodtke. Gänse, Enten, Hühner, Tauben. tommen. Castan's Panopticum. Schweine- Pökelfleisch 3550. Große öffentl. Bersammlung Neu! Die Azteken! vom 6. Februar ab. Prof. Dr. R. Koch in seinem Laboratorium. Jetzt: Friedrichstr. 165. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Allen Freunden u. Genoffen empfehle nein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. Zimmer f. Vereine, Klubs, Vorstände 2c., mit u. ohne Pianino stehen noch einige Abende in der Woche zur Verfügung. Gerüchte, ff. Braunschweiger u. Thüringer Rothwurst Pfund 70 Pf., ff. Mecklenburger für Leberwurst Pfund 50 Pf., Westfälische Frauen u. Männer Cervelatwurst Pfund 1,20 M., sowie Fische jeder Art offerirt[ 120 L A. Pechmann, Reichenbergerstrasse 48. Jede Uhr zu repariren ( außer Bruch) am Sonntag, den 8. Februar, Abends 6 Uhr, in den Zentral- Festsälen, Oranienstraße 180. unter Garantie Th. Metzner. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent: 2. Diskussion. 3. Vertoftet bei mir fchiedenes. Nach der Versammlung: 1,50 Mk. Gefelliges Beifammensein. recht zahlreichem Besuch ein Genossen und Genossinnen laden zu Steine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren 153 b C. Wunsch, f. 38 FACHVE DER 25 PI n. d. Oranienplay. Marken z. quittiren von Partei- 51 L Achtung! Die Beauftragten. Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Der Außerordentliche E General- Versammlung Beiträgen am Montag, den 9. Febr., Abbs. 8 uhr, empfiehlt allen Genossen die im Lokale des Hrn. Zemter, Münzstr. 11. Tagesordnung: Quittungsmarken und von Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. Kautschuk- Stempelfabrik 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Schlußabrechnung vom Stiftungsfest. 2. Erledigung von Anträgen. 4. Vortrag des Herrn, W. Werner. 5. Diskussion. Preisliste gratis und franto. Allen Westfalen und Freunden der rothen Erde empfehle Gepök. Kleinfleisch à Pfd. 35-40 Pf. Pökel- Schweinerippchen 45 Pf. und Eisbein NB. Gr welche un tläre alle ter den Genossen in Berlin verbreitet werden, daß ich beabsichtige, mein Lokal zu verkaufen, für unwahr, und können Diejenigen, welche derartige Gerüchte verbreiten, und andere Fleisch- und Wurstwaaren nur mit der Absicht umgehen, mich ge schäftlich schädigen zu wollen.[ 143L zu den billigsten Preisen. Fr. Zubeil, Restaurateur, Naunynstr. 86. Den Genossen halte ich meine 2107 Zum est empfehle Backbutter à Pfund von 70 Pf. an. Westfälische Fleischwaaren- Fabrik und Niederlage. 43 Linden- Strasse 43, vis- à- vis der Zimmerstraße. 360 b 6. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Der Vorstand. Erscheinen ersucht Ortskrankenkasse d. Mechaniker, Optiker u. verw. Gewerbe. Die Zahlstelle für den Norden befindet sich bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Beiträge werden Sonnabends Abend von 8-9½ Uhr entgegengenommen. Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 4 Uhr, findet im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei( Tempelhofer Berg), ein großes Vokal- und Instrumental- Konzert, mit darauf folgendem grossem Ball statt. Freunde des Verbandes sind hierzu freundlichst eingeladen. Einlaßkarten à 30 Pf. sind im Arbeitsnachweis Prinzessinnenstr. 31 bei Robert Reiche( Bigarrengeschäft) und bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Joël's Salon, Andreas- Strasse 21. Sonntag, den 8. Februar: Großer Wiener Maskenball arrangirt vom 160 Fachverein der Schlächtergesellen Berlins u. Umgegend zum Besten seines Stellen- Nachweises. BS Großartige Ueberraschungen aller Art. Die befte und die geringste Maste erhält als Prämie je ein lebendes Schwein!!! I Alle Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich willkommen. Proletariertöchter find speziell freundlichst eingeladen. Ende wenn's aus ist. Entree 50 Pf. Anfang 6 Uhr. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, bei den Vorstands mitgliedern, sowie im Stellen- Nachweis, Grünstraße 21, zu haben. Der Vorstand. 387 b IES Schmargendorf. Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 4 Uhr: Wir machen hierdurch bekannt, daß die Geschäfte des Rendanten bis auf Weiteres von Hrn. Magistrats- BureauDiätar Boit, Moltenmarkt Nr. 1, Zimmer 12, Wochentags von 4-6 Uhr wahrgenommen werden. Zur Ein G. Kessler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Berlins tafsirung der Beiträge ist nur der Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Kaiser Friedrich- Garten( P. Kübler), Dahlemerstraße Nr. 6. Tages- Ordnung: Masten- Garderobe Kinderwagen. Andreasfr.23,§.p. Saffirer Gr. J. Sippel berechtigt: 391 b bei Bedarf best. empfohlen. Grösste Auswahl. Bill. Pr. Vereinen Preisermässig. Fr. Panknin, Oranienstraße 178, Adalbertstr. 91, Ede Oranienstr. elegante Soch Masken- Garderobe bei A. Tilgener, Prinzessinnenstr.15, II. Gesellschaft. u.Vereine Preißermäßigung. Möbel, Spiegel und ader frühere Kassirer Hr. Böckner ist nicht mehr befugt, Raffengelder einzu ziehen und zu quittiren. Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Berlin, den 6. Februar 1891, Der Vorstand. 393 J. A.: E. Engwicht, Vorsitzender. Brandenburgstraße 14. 1. Der Kampf mit geistigen Waffen. Referent: Regierungsbaumeister Nach Schluß der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Der Einberufer. Reinickendorf. Sonntag, 15. d. Mts., Nachm. 3 Uhr, im Restaurant Lüdicke, Amendestr. 1: Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins ,, Zukunft" für Reinickendorf und Umgegend. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Theodor Metzner. 2. Distuffion. 3. Vor Theilzahlung nach Uebereinkunft. Resterhandlung( 109L standswahl. 4. Verschiedenes. kempfiehlt Karle, Waldemarstr. 66.| Gäste willkomnien. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Der provisorische Vorstand. 113 Hierzu zwei Beilagen. Σ b r 910 te b t. 8. en et 50 d i 11 津 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 32. scheinen. Das Wahlkomitee. Bahnte, Schriftführer. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 59. Sigung vom 6. Februar. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Caprivi, v. Bötticher, D. Marschall, v. Malzahn. Eingegangen ist ein Gefeßentwurf wegen Ergänzung des Reichshaushalts- Etats für 1891-92. Die gestern abgebrochene Berathung der Ausgaben für Ost afrita, mit welcher die erste Lesung des Gefeßentwurfs, betreffend die Kaiserliche Schußtruppe verbunden ist, wird fortgesetzt. Reichskanzler v. Caprivi erklärt, daß die Regierung auch in denjenigen Gebieten nach den Grundsägen der Kongo- Atte verfahren werde, auf welche sich die letztere nicht erstreckte. ( Bravo!) M Sonnabend, den 7. Februar 1891. wurde Wir Damit schließt die Debatte. Persönlich bemerkt 8. Jahrg. Abg. v. Cuny: Der Reichskanzler hat mir mit einer ausnehmenden Schärfe geantwortet; wenn er meine Rede nachlesen wird, wird er sehen, daß er mir Unrecht gethan hat. Abg. Richter: Ich hätte Herrn von Guny manches perfönlich zu bemerken; aber nachdem der Herr Reichskanzler tonstatirt hat, wie leicht Herr v. Cuny sich entrüftet, kann ich darauf verzichten. Darauf wird die Forderung nach dem Antrage der Rommission in Höhe von 2 500 000 m. gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freisinnigen bewilligt. Die Vorlage wegen der Schuhtruppe wird ohne kommissarische Berathung zur zweiten Lesung im Plenum fommen. Darauf wird die Berathung des Etats des auswärtigen Amts erledigt. Auf Grund des Berichtes der Geschäftsordnungs- Kommission wird erklärt, daß durch die Ernennung des Abg. Gebhard zum Vorstand der gemeinsamen hanseatischen Versicherungsanstalt für Alters- und Invalidenversicherung sein Mandat zum Reichstage Bezüglich der Frage, ab strafrechtliche Maßnahmen gegen Abgeordnetenhaus. 27. Sigung vom 6. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: von Heyden. Alle diejenigen Genossen, welche bei der Kommunalwahl im kommen lassen müssen, von Samoa oder Neu- Guinea, wo sie die Gelder nicht versagen könne, wenn es sich um die Ehre des 21. Kommunal- Wahlbezirk mit thätig sein wollen, werden er wahrscheinlich viel nothwendiger sind. Die Schiffe wären dann Reichs handele. wahrscheinlich zu spät gekommen, wenn schon wieder Frieden war. Abg. Graf Arnim( R.-P.): Ich kann mich nicht so besucht, sich zahlreich am Sonntag, den 8. Februar, deshalb haben wir gethan, was seit unvordentlichen Zeiten gethan geistern für das deutsch- englische Abkommen wie mein FraktionsVormittags 9 Uhr, im Restaurant Gründet, wird in solchen Fällen. Wir haben uns an die anderen Nationen genoffe von Reudell. Deutschland hätte sich etwas mehr Vortheile Dresdenerstraße 116, einzufinden. gewendet, welche in der Lage sind, rechtzeitig Hilfe zu schaffen, sichern müssen. Jedenfalls ist aber jetzt die Aufgabe, alles, was Auch diejenigen Genossen, welche sich bereits gemeldet haben, In diesem Falle haben wir uns an England gewendet und ver- wir haben zu behalten und unsere Stellung zu stärken. Namentlich mögen nicht anzunehmen, damit Unrecht gethan zu haben. Das muß, wie alle Sachkenner hervorheben, Deutschland den Anschluß wollen zu der angegebenen Zeit in dem genannten Lokal er zweite Gravamen betraf Witu, wo die Interessen Deutscher ver- an das Seegebiet gewinnen und sich auf dem Wege Stationen letzt worden sind. Ich habe mich gestern geflissentlich gehütet, sichern. Redner beruft sich auf Auslassungen von Emin und darauf einzugehen. Die Theilnehmer der Expedition von Pater Schynse, welcher letztere jahrelang dort gelebt habe. Künzel waren mit Ausnahme des Herrn Künzel selbst Wenn das Urtheil von Hans Meyer angeführt wird, so zweifellos lauter rechtschaffene Leute. Herr Künzel, ur bin ich in der Lage zu beweisen, daß Herr Meyer früher sprünglich Seminaristen zum bestimmt, Forst- andere Ansichten von dem Werth des Landes in Ostafrika geeleve, genügte seiner Militärpflicht und wanderte dann nach habt habe. Redner verliest einige Stellen aus einer Schrift von Amerika aus. Zurückgekehrt wurde er von deutschen Gerichten Meyer, in welcher derselbe erklärt, daß in Ostafrika wohl wegen Betruges mit zwei Monaten Gefängniß bestraft, trat dann Europäer leben können. in die französische Fremdenlegion ein und desertirte in Tonkin. Darauf ging er zum ersten Male nach Witu, hinterließ aber dort einen sehr schlechten Eindruck beim Sultan, der ihn für einen Lügner hielt. Wie dieser Mann dazu gekommen ist, andere recht schaffene Männer unter seine Leitung zu bringen, weiß ich nicht. Im Weißbuch ist das Weitere geschildert. Künzel kommt ans Land und fängt an mit seiner Maschine Holz zu sägen, von dem es mir noch sehr zweifelhaft ist, ob es ihm überhaupt gehört hat. Das wird ihm verboten, er stellt sich auf den Markt und gebraucht gegenüber dem Sultan einen Ausdruck, den ich hier nicht Abg. Dr. Windthorst meint, daß der Abg. Richter, wenn wiederholen kann.( Heiterkeit.) Solche Vorgänge sind peinlich, wenn fein Votum entscheidend wäre, sich doch noch besinnen würde, ehe man darauf der anderen Regierung gegenüber Schritte gründen soll. er die Forderungen der Regierung ablehnte. Er( Redner) werde Die Regierung hat gethan, was sie thun konnte, um die Anfür dieselben stimmen und er glaube, auch die Mehrzahl seiner sprüche der Geschädigten beziehungsweise deren Erben zur Freunde, denn es sei etwas Anderes, das einmal Begonnene fort- Geltung zu bringen. Wenn Herr von Cuny wünschen sollte, zusetzen, als etwas Neues anzufangen. Gegen den deutsch- eng- über die Rechtsfrage unterrichtet zu werden, so würde der Staatslischen Vertrag habe er nichts einzuwenden, trotz des Aufgebens sekretär des Auswärtigen privatim bereit sein, ihm Auskunft zu Sansibars, denn ohne dessen Preisgabe wären wir zu gar nichts ertheilen. Wenn die Sache hier öffentlich verhandelt wird, so gekommen und an den guten Beziehungen zwischen beiden Staaten werden die Intereffen der Geschädigten dadurch nicht gefördert. sei doch viel gelegen. Daß derartige Verträge aber nicht vorgelegt( Hört! links.) Bezüglich der Neera hat die gegenwärtige Regiewerden, sei eine Bücke, welche ausgefüllt werden müsse. Redner rung nach Herrn von Cuny's Meinung nicht das gethan, was erloschen ist. fragt an, ob durch den Uebergang der Hoheitsrechte auf das Reich sie hätte thun können, um Herrn Peters und die anderen dabei die Kongo- Akte unverändert bleiben würde; namentlich in Betreff betheiligten Herren hinreichend zu vertreten. Ich will nur ver- Mitglieder des Reichstags während der Vertagung desselben zuder freien Religions- Ausübung sei dies für ihn von Werth. lesen, was unter dem 28. März 1889, also vor dem Antritt der lässig sind, beantragt die Geschäftsordnungs Kommission, der Die weiteren Ausführungen des Redners bleiben bei der im Hause gegenwärtigen Regierung, nach London telegraphirt wurde an Reichstag wolle ausdrücklich erklären, daß die den Reichstagsherrschenden Unruhe auf der Tribüne unverständlich. Zum unseren dortigen Vertreter:" Sie find ermächtigt, gelegentlich Abgeordneten zustehenden Jmmunitäten während jeder Vertagung gar fortdauern, und den Reichskanzler ersuchen, bei den verbündeten Schluffe beantragt derselbe Verweisung des Gefeßentwurfes, be- zu wiederholen, daß Peters Expedition das Reich nichts angeht, daß er und treffend die Schußtruppe, an eine Kommission. feine Begleiter Privat- Regierungen dahin zu wirken, daß die zur Durchführung dieser reisende sind, bei deren Unternehmen wir uns von jeder Auffassung geeigneten Anordnungen getroffen werden. es für natürlich Der Antrag wird einstimmig angenommen. Förderung fern halten. Wir würden Schluß 41/2 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. halten, wenn England bewaffnete Züge durch sein Gebiet zu ver hindern versuchte." Nach diesem Vorgange war die Regierung( Novelle zum Branntwein- Steuergeset.) Abg. v. Helldorff( tons.) hält den deutsch- englischen Ver- faum in der Lage, Ansprüche zu erheben.( Zustimmung links.) trag für den nüglichsten und nothwendigsten Schritt unserer Abg. Barth: Die Entrüstungsversammlung nahm vor zwei ganzen Kolonialpolitif. Weiter wendet sich Redner, unter wiederholter Heiterkeit und ironischem Bravo der Linken, gegen den Abgeord- Jahren eine Resolution an, in welcher sich Ausdrücke vorfanden, neten Richter und hofft, daß derselbe mit seiner Rolonial welche in England verlehen mußten. Ich will im Interesse des Politik dieselben Erfahrungen machen werde, wie neulich Herrn v. Cuny den Wortlaut nicht vorlesen. Herr Windthorit Die zweite Berathung des Antrages des Abg. Conrad( Pleß) mit seiner Getreidezoll- Politik. Man dürfe den Werth des ist auch kein begeisterter Anhänger der Kolonialpolitik. Er hat auf Annahme eines Wildschaden- Gesetzes wird fortgeErworbenen nicht zu gering anschlagen; schon die hohen Zoll- oft genug geäußert, wenn wir tabula rasa hätten, würde er über- auf Annahme eines Wildschaden- Gesetzes wird fortgesetzt mit§ 5, dessen Berathung zugleich mit der des§ 9 ver einnahmen unseres Gebietes in Afrita bewiesen, daß das gand haupt niemals zur Kolonialpolitik rathen. Herr Windthorst bunden wird.§ 5 bestimmt, daß die Entschädigungspflichtigen Doch nicht so ertraglos sein könne, wie der Abg. Richter meine. übersieht dabei aber, daß seine Resolution wegen des Stlaven- berechtigt sein sollen, Ersatz von Demjenigen zu verlangen, aus Abg. v. Cuny( natl.): Ich sehe in dem deutsch- englischen handels die Sache schlimmer gemacht hat, als sie war. Ein Antrag von der Neck will§5 und 9 verbinden. Jagdjeder retrospektiven Kritik enthalten. Ich bin durch eine Be- fagt freilich, England lege so großes Gewicht auf das ostafrika- berechtigte solcher Bezirke, in welchen Schwarz-, Roth- und Abkommen eine feststehende Thatsache und will mich deshalb würden lieber heute als morgen in Ostafrita liquidiren. Man dessen Wildstande das Wild ausgetreten ist. nische Gebiet. Aber in England ist man sehr viel nüchterner Damwild ihren regelmäßigen Aufenthalt haben, sollen erst nach merkung des Herrn Richter, die mich persönlich betrifft, zum geworden. Redner verweist auf die englische Literatur und auf einer an sie ergangenen vergeblichen Aufforderung zur AbmindeSprechen veranlaßt; ich bin Herrn Richter zum Dank verpflichtet, daß er mich dazu gezwungen hat.( Lachen lints). Wenn die Vorgänge in Versammlungen, wo wiederum darauf hingerung dieser Wildarten für den Schaden verantwortlich gemacht Herr Richter auch lacht, so ändert das meine Ansicht nicht.( Bu- wiesen wie ich teille boh an afrita eta feinen paſt werden können. Ein Antrag v. Do bened will den§ 5 nicht ruf Richter: Ich habe gar nicht gelacht!) Dann waren es Ihre würden die nüchternen Deutschen sich nicht darauf so versetzen. auf Rehe bezogen wiffen. Nüchtern müssen wir uns der Sache gegenüberstellen und uns Trabanten. Große Unruhe links; Rufe:„ Trabanten" parlaAbg. v. Dobeneck: Nach der jetzt veränderten Form des mentarisch! Bizepräsident Graf Ballestrem:" Darüber hat allein nicht von dem Kolonialwahne in einen Kolonialrausch bringen§1 ist dieser Paragraph in der Kommissionsfaſſung für mich der Präsident zu entscheiden.) Ich habe mich nicht gegen Eng bedt werden können. Aber ob das gerade eine so sehr erhebende faum zu entscheiden sein werden. Ein Regreß bei Rehen ist ablassen. In Ostafrika werden ja die Ausgaben durch Zölle ge- unannehmbar. Es werden zahllose Prozesse entstehen, die oft land gewendet, sondern habe nur darauf hingewiesen, daß die deutsch englische Freundschaft auf will mein Antrag für England muß die Rechte der Deutschen haft. Große wirthschaftliche Erfolge dürfen wir nicht erwarten Roth- und Damwild einen solchen zulassen. Nehmen Sie aber beruhen muß. ebenso achten, wie wir die Rechte der Engländer achten. teine großen Hoffnungen mehr; man hat eingesehen, daß der jet den§ 5 in der Kommissionsfassung an, so ist das ganze GeDas ist nicht geschehen, wir haben vor zwei Jahren auf der VerAbg. Brandenburg( 3entr.): Der Antrag v. d. Reck entfammlung proteſtirt gegen die Schädigung des Herrn Königsberg Gesammtbild bleibt also nach wie vor ein sehr trauriges. hält einen indirekten Widerstand gegen den Schadenersatz, er Sammlung protestirt gegen die Schädigung des Herrn Königsberg Islam durch ein Paar Missionen nicht zu beseitigen ist. Das fez für mich unannehmbar. Durch die Royal- Niger Company), diese Beschwerde hat die Res much effing gierung als berechtigt anerkannt, ohne daß freilich bisher die Das veranlaßt uns die nüchternste Auffassung zur Geltung zu Auffassungen der Polizei. Schädigung wieder gut gemacht ist. Wir haben ferner protestirt bringen, und deshalb werden wir die geforderten Gelder ab- Der Kommissionsvorschlag für§ 5 ist auch nach Annahme des gegen die Behandlung, welche Dr. Peters durch englische Unterjetzigen§ 1 durchführbar. Nehmen Sie ihn nicht an, so ist das thanen erfahren hat, als er seine Emin Pascha- Erpedition an- Abg. von Kendell( R.-P.): Ich bin zum Sprechen nur ver- ganze trat. Wenn eine andere Partei das gethan hätte, dann hätte sie anlaßt, weil von der rechten Seite das deutsch- englische Ab- e Gefes ziemlich wirkungslos; denn gerade hier liegt der Hase im Pfeffer. Abg. v. Kröcker( f.) erklärt, gegen§5 der Kommission stimmen auf dem Rechtsboden gestanden. Aber andere Parteien und kommen nicht die freudige Anerkennung gefunden hat, die ich Personen dürfen sich nicht hervorwagen.( Widerspruch links.) ihm entgegenbringe. Zunächst ein Wort zur Vertheidigung des zu wollen, desgleichen gegen die beiden Anträge. Es würde durch Das ist ja überhaupt das Charakteristische bei Herrn Richter Herrn von Manteuffel, unter dem ich Jahre lang gedient habe. das Gesetz eine Prozeßwuth im Lande großgezogen werden, bie, seine Unduldsamkeit gegen alle anderen Parteien und Mei- Es ist ihm das Wort zugeschrieben: Der Muthige weicht zurück. besonders wenn in den nächsten Jahren wieber strenge inter nungen, seine Verlegung ( Widerspruch links); diese Verlegung erfolgt oft in so teufel auf die ihm gemachten Vorwürfe am 3. Dezember 1850: von Rebhühnern und wilden Enten ausrotten würden. frivoler Weise Abg. v. Schalscha( 3.) nimmt den von dem Abg. v. d. Neck ( Vizepräsident Graf Ballestrem: Das Wort der Starke tritt wohl einen Schritt zurück, behält aber das Ziel " frivol" ist nicht parlamentarisch. Es wird mir ferner mitgetheilt, fest im Auge.( Sört! rechts). Das ist geschehen. Herr von früher gestellten Antrag wieder auf, um auch für den burch Rebe daß der Redner Abgeordnete als Trabanten des Herrn Richter be- Manteuffel, der damals sah, daß Preußen den Rampf nicht auf und Fasanen angerichteten Schaden eine Erfaßpflicht su tone zeichnet hat; das ist nicht parlamentarisch; ich rufe den Abg. nehmen konnte, trat vor den Riß, nahm das Odium auf sich und ſtruiren. v. Guny deshalb zur Ordnung!) Der Abg. Richter hat den schuf dadurch die Bahn für die künftige Entwickelung. Dafür ist Fürsten Bismarck angegriffen und behauptet, daß die Gefühle ihm der Dank und die Anerkennung der Nachwelt gewiß.( Beider Bewunderung für ihn bald aussterben würden.( Widerspruch fall rechts). Ich komme nun zu Sache( Heiterkeit). Redner geht schon mehrfach ersucht, den Redner nicht zu unterbrechen; da ein. Peters kam von seinem von märchenhaftem Erfolge bezur Ordnung!) Wenn Herr Richter das nicht gesagt hat, so 1886 wurde ein Abkommen zwischen England und Deutsch- Gesetz einen Schutz gegen Wildschaden schaffen will, so muß man der Abg. Richter diesem Ersuchen nicht entspricht, rufe ich ihn gleiteten Zuge zurück mit einer großen Anzahl von Verträgen. will ich doch erklären, daß in den Kreisen, in denen ich lebe, das land getroffen, in welchem der Reichskanzler Fürst Bis- auch die Regreßpflicht allgemein anerkennen. Schon heute wird fortlebt; es wäre eine Schande für Deutſchland, wenn diese Ver- damals auch Uganda bereits abgetreten, während es jetzt immer und reichlich ersetzt. Der Paragraph wird aber wesentlich seine Gefühl der Verehrung für den Fürsten Bismarck in alter Weise marc damals große Konzessionen machte; unter anderem wurde von den meisten größeren Jagdbesitzern der Schaden freiwillig ehrung in Kurzem absterben sollte.( Beifall rechts.) Wenn es so so, dargestellt wird, als wenn die Abtretung erst jetter Wirkung gegen den Fiskus richten, den wir zwingen wollen, bargeſtellt wird, als wenn die Schugtruppe nur für die oft- folge. Die Verhältnisse wieſen aber auf eine weitere Slärung ebenso wie ein anständiger Privatmann den Wildschaden zu erafrikanische Gesellschaft bestimmt sei, so sei das nicht richtig; alle der Sachlage hin namentlich wegen des Küstenstreifens. Gin feßen. Den jetzigen Antrag v. Schalscha bitte ich Sie abzulehnen, müssen wir natürlich immer für die Begründung von Kolonien Stanleys das englische Volk versezte. Was wir an England ab- lage ist der eigentliche Kern des ganzen Gesetzes. bezahlen. Andere Nationen haben noch viel mehr Lehrgeld bezahlt getreten haben, war theils nicht zu halten, theils nicht zu geAbg. Dr. Nitter( freit.): Ich erachte den§ 5 für unannehmund verwenden froßdem große Summen für Kolonien. Ich halte winnen; letzteres gilt besonders bezüglich des Protektorats über bar; denn er widerspricht auch der Gerechtigkeit. Die Gummen, es nicht für einen Mißgriff, daß wir, wie alle anderen Nationen Sansibar, welches wir gegen den Widerspruch Englands und die nach ihm für Wildschaden ersetzt werden sollen, werben ben uns Kolonien geschaffen haben. Frankreichs niemals erlangen fonnten. Daß die Reden des Herrn Werth des Wildes fast übersteigen. In Hannover ist man auch Reichstanzler v. Caprivi: Der Vorredner hat einen Ton Stanley in England große Aufregung verursachten, war be- bereits seit langem nicht mehr mit dem dortigen Gesetz aufrieden. angeschlagen, wie er in der Zeit nach der Veröffentlichung des greiflich: denn in England mußte man den zug des Herrn Einen besonderen Standort für das Wild giebt es überhaupt deutsch- englischen Abkommens vielfach durch die Presse ging und Peters, den ich noch mehr bewundere als seine erste Reise, als nicht, und es wäre überhaupt eine Ungerechtigkeit, wenn Sie Den der in absteigender Linie in der Behauptung gipfelte, daß wir einen Einbruch in das englische Gebiet betrachten, war das Ziel zum Ersatz verpflichten wollen, aus dessen Bezirk zufällig das wohl beim Abschluß des Vertrages englische Karten benutzt hätten. desselben doch die Aequatorialproving und Uganda. Es wird Wild einmal austritt. Sie schaffen mit der vorliegenden BeWir hätten ebenso gut verlangen können, daß wir statt des Meri- hoffentlich gelingen, diese Mißstimmung in England zu über- stimmung ein Ausnahmegesetz gegen den Großgrundbesiz. Wenn dians von Greenwich den von Köln oder von Berlin zu Grunde winden. Daß noch tiefere politische Gründe hinter dem aber hier ein Gesetz zu Stande kommen sollte, in dem der Geist Jegten. steden, glaube ich nicht. Wir Abg. Dasbach tritt für die Kommissionsvorlage ein. Abg. Graf v. Strachwit: Der§ 5 in feiner jezigen Be deutung richtet sich ganz wesentlich gegen den Großgrundbesizer. bekommen, kann ich für ihn stimmen. Abg. Francke( Tondern): Wenn man wirklich durch das Regierung zu einem solchen Anlaß gegeben hat. Wenn er aus sache, uns auch so darüber zu freuen. Die geforderten Aus- die Regierung es in wesentlichen Punkten modifizirt aufs Neue dieser seiner Ansicht heraus den Schluß zieht, eine Schwäche der gaben will ich bewilligen und spreche dabei die Hoffnung aus, an das Haus bringt.( Beifall.) Regierung trage die Schulb baran, paß nicht rechtzeitig deutsche baß diefelben sich immer mehr vermindern werden, daß die Abg. Conrad( 3.): Der§ 5 ist verhältnißmäßig noch der Kriegsschiffe zur Stelle waren, wo es galt, Deutsche zu schützen, so Kolonie sich bald selbst erhalten wird. Abg. Windthorst erklärt, daß das Zentrum seine Meinung 1 Auslande stationirt, with lummer rechtzeitig ba sein zu nicht geändert habe, daß es zwar für die Unterdrückung der önnen, wo Unruhen ausbrechen. Das ist auch in Bezug auf Sklaverei eingetreten sei, aber nicht für eine übermäßige KolonialChile der Fall. Wir hätten die Schiffe von der Südfeeſtation politit. Dabei sei natürlich selbstverständlich, daß das Zentrum da beste in dem ganzen Rommissionsentwurfe; lehnen Sie diesen ab, so ist alle unsere Arbeit vergebens gewesen. Regreßpflicht könne nur da anerkannt werden, wo eine culpa bes Großwaldbesizers vorliege. muß diesem erst nahe Abg. v. d. Neck( konf.) begründet seinen Antrag. Eine Es Die Diskussion wird geschlossen. Der Antrag von Doleneck wird mit 148 gegen 139 Stiminen abgelehnt. Nachdem Abg. v. Schalfcha seinen Antrag zurückgezogen hat, wird auch der Antrag v. d. Reck abgelehnt und die Kommissionsfassung des§ 5 wie des§ 9 angenommen. gelegt werden, daß sein Wildstand die die Nachbarschaft| Sozialdemokraten. Die Liberalen" in der Berliner Stadtver- Jeinen zunehmenden Nothstand hindeuten sollen and einen solchen zu schädigen im Stande ist. ordneten- Verfammlung haben zwar in den letzten Wochen deut- in den Augen des oberflächlich Urtheilenden auch scheinbar dar So soll sich der Verbrauch des im Drte geschlachteten Abg. Enneccerus( natl.): Wie will man anerkennen, ob lich gezeigt, weß Geistes Kinder sie sind. Die Ablehnung des thun. eine culpa des Großwaldbesitzers vorliegt, wenn man nicht von Antrages auf unentgeltlichkeit der Lehrmittel, die Haltung gegen frischen Fleisches auf 76 145 000 Kilogramm stellen, wozu vornherein festfest, wie viel Wild der betreffende Besizer ab- über den Arbeitslosen und die Ableugnung des Nothstandes, der 23 048 300 Kilogramm importirtes Fleisch kämen. Danach erschießen muß. Der Antrag Reck beseitigt den Regreßanspruch Hohn über den Vorschlag von Wärmestuben, alles dies agitirt gebe sich auf den Kopf der Bevölkerung ein Fleischkonsum von nicht dem Worte nach, aber sehr wohl in der Praxis. In Hessen besser für uns als der beste persönliche Agitator. Gäben die 76,9 Kilogramm, während derselbe im Jahre 1885 nur 70,9, im und im südlichen Theile Hannovers ist der Waldbesitz des Liberalen den sozialdemokratischen Vorschlägen Gehör, so wären folgenden Jahre 73,8, im Jahre 1887 aber 74,0 Kilogramm beFiskus so groß, daß es in den meisten Fällen teinent 3weifel wir zufrieden. Damit, daß sie die bescheidensten, anderwärts an- trug. Wie gesagt, diese Ziffern flingen erfreulich, aber sie haben feinen Werth. Auch wenn wir als richtig unterliegt, daß das Schaden anrichtende Wild dorther stammt. standslos erfüllten Wünsche mit Spott ablehnen, find wir aber gar Ich bitte sie, ein Gesetz, das so alt wird und so allgemein an- gleichfalls zufrieden. Den Eindruck dieser ihrer Haltung auf die gelten lassen, was noch nicht ausgemacht ist, daß die erkannt ist, wie das hannoversche, zu machen. Dazu ist aber Arbeiter und auch auf einen großen Theil der Bürger werden ganze angegebene Menge Fleisch in Berlin verzehrt wird, so nöthig, daß der S5 in der Kommissionsfassung unter Ablehnung die Herren schon kennen lernen. Die Wahl im 21. Kommunal- ist doch die Berechnung auf den Kopf der Bevölkerung eitel aller Anträge angenommen wird. bezirk muß ihnen eine erste Probe davon geben. Täuschung oder Spielerei. Unter diesem ideellen Durchschnitt bleibt der thatsächliche Fleischverzehr des Arbeiters sehr weit zu Der deutschfreifinnige Arbeiterverein" ist( was man rück, und die Berechnung scheint eben den Zweck zu haben, diese auch gleich erwarten konnte) vor Herrn Eugen Richter zu Kreuz Thatsache zu verdunkeln. Wenn 2 Personen je 3 Kilogramm und gekrochen und empfängt dafür noch nachträglich von diesem einen 4 Personen je 1/4 Kilogramm Fleisch täglich verzehren, so verFußtritt. Dagegen fordert die Berl. 3tg." auf, im 21. Kommunal zehrt im Durchschnitt„ jeder" 1/6 Kilogramm täglich ganz wie §6 besagt, daß der Anspruch bei der für das geschädigte bezirk einen Freund des Stadthagen'schen Antrages aufzustellen, bei 2 Personen mit je 50 000 m. und 4 Personen mit je 500 M. Grundstück zuständigen Ortspolizeibehörde anzumelden ist. Ein damit kein Sozialdemokrat gewählt werde. Also nicht aus Grund- Jahreseinkommen auf jeden" ein Durchschnittseinkommen von Antrag Rintelen will den Gemeindevorsteher an Stelle der faz und Billigkeitssinn soll der Antrag Stadthagen gefördert 17 000 m. jährlich kommt. Ein ganz ähnliches Erempel stellt Ortspolizeibehörde segen; ein Vorbescheid der Ortspolizeibehörde werden, sondern weil sonst ein Sozialdemokrat gewählt wird. Herr Eugen Richter in seinen berüchtigten Irrlehren" auf, wo soll der gerichtlichen Klage nur vorangehen können. Daß das enfant terrible unter den freisinnigen Blättern, die er dem Arbeiter vorrechnet, daß er so und so viel Ersparnisse Abg. Rintelen( 8.): Bisher giebt es fein Gesetz, nach dem Berl. 3tg.", dies so offen ausplaudert, wird der Sozialdemo- besize, weil bei einer Division der Sparkasseneinlagen durch die die Polizeibehörde über Mein und Dein entscheiden kann. Wenn fratie bei der Wahl im 21. Kominunalbezirk sicher nicht schaden. Bevölkerungszahl so viel auf„ jeden" durchschnittlich komme. Ein man meint, daß die Entscheidung nur eine vorläufige ist, so merkwürdiger Trost, wenn jemand nichts hat und ihm dann durch ist ja die Entscheidung jedes Ortsrichters unter Umständen auch entschlüpft. Sie schreibt in Nr. 61 bei Gelegenheit eines Touristen- Nicht einmal von der Steigerung des Verzehrs zwischen zwei Jahren Ein recht nettes Zugeständniß ist der Kreuz- Zeitung" ein Rechenexempel„ bewiesen" wird, daß er doch etwas habe! nur eine vorläufige. Die Polizeibehörde ist schon deshalb ungeeignet, weil es sich recht oft um hohe Summen han- berichts: Und wie hier, findet ein aufmerksames Auge nur zu steht fest, daß sie sich auf die Masse der Bevölkerung vertheile. Die nebeneinander die beiden Geschwister stehen: Glauben Wohlhabenden, deren Einkommen von Jahr zu Jahr steigt, sind Abg. Brandenburg: Der§ 6 der Kommissionsvorlage ist und Aberglauben." Also doch Geschwister! Es geht doch dabei möglicherweise am stärksten betheiligt, und ebenso die nichts über die Wahrheitsliebe. für mich unannehmbar, weil er mit jeder höheren Rechtsordnung Fremden, deren Besuch ohne Zweifel von Jahr zu Jahr wächst. in Widerspruch steht. Es ist widerfinnig, ein Vergleichsverfahren Nationalökonomisch- humoristisches aus der Freis. 3tg.": Die Fremben hat der Statistiker ganz vergessen, was relativ noch zwangsweise einzuführen. Nachweis über die Höhe des Schadens Gin furzer gefeßlicher Normalarbeitstag würde entweder zu mehr als beim Fleisch die Rechnung beim Bierkonsum ungenau vor dem Amtsvorsteher ist werthlos; denn wenn es zur Klage einer Lohnverminderung für alle jetzt beschäftigten Arbeiter macht. Auch beim Bier soll sich ergeben, daß der Konsum auf kommt, wird das Gericht eine neue Beweisaufnahme verführen oder zu einer Vermehrung der Arbeitslosigkeit, denn eine den Kopf der Berliner Bevölkerung im Jahre 1888 194,24 Liter Reihe von Arbeitgebern würde bei einer Verkürzung der Arbeits- betragen habe gegen 192,48 Liter im Jahre 1887. Als ob die Abg. Francke( Tondern): Hohen Werth legen wir nicht zeit unter Fortzahlung des gegenwärtigen Lohnes es offenbar Fremden gar kein Bier tränken! Und übrigens giebt der auf den§ 6; aber das Vergleichsverfahren wird doch besonders vorziehen, die Produktion überhaupt aufzugeben oder zu ver- Statistiker selbst nachträglich zu, daß diese Ziffern weniger einen für kleine Leute Vortheile haben. Man kann wirklich alles beweisen, wenn man blos Beweis für die Erhöhung des Berliner Konsums, als für die Abg. Dasbach: Wir können den§ 6 ruhig streichen. Die eine Nebenfache in Betracht zieht, und niemandem ist diese klein- wachsende Aufnahme Berliner Bieres in die Vororte darstellen. Kurz diese Statistik ist beinahe werthlos und die Theilung Betheiligten sind dann von vornherein auf den gewöhnlichen liche Methode geläufiger als Herrn Eugen Richter. Rechtsweg angewiesen. auf den Kopf der Bevölkerung entweder eine Spielerei oder eine Täuschung. deln wird. Langen. Der Antrag Rintelen wird abgelehnt und die Kommissionsfaffung angenommen. § 7 bestimmt, daß, wenn Grundstücke erheblicher Beschädigung durch Roth- und Damwild ausgesetzt sind, den Jagdberechtigten auf ihren Antrag gestattet werden muß, während der Schonzeit die schädigenden Wildgattungen abzuschießen. Abg. Drawe( freif.) vertritt den Antrag, daß auch für die anderen Wildarten die Schonzeit unter den angeführten Bedingungen aufgehoben werden kann. Unter Ablehnung dieses Antrages wird§ 7 angenommen; ohne Debatte alsdann auch die§§ 8 bis 10. §§ 11 und 12 bestimmen, daß Schwarzwild nur in solchen Einfriedigungen gehegt werden soll, aus denen es nicht ausbrechen kann und das wilde Kaninchen dem freien Thierfang unterliegen soll. Abg. Draive befürwortet den Antrag, Schwarzwild ebenso wie die Kaninchen dem freien Thiersang zu überlassen. Abg. v. Eckardstein: Das Wildschwein macht nicht den Schaden, wie der Hirsch, ist im Gegentheil durch die Vertilgung von Insekten sehr nüglich. Wenn man das Wildschwein einhegen will, muß man dies auch dem Hirsch anthun. Abg. v. d. Reck widerspricht dem und tritt für Aufrechterhaltung der Kommissionsfassung ein. Nach unerheblicher weiterer Debatte werden die beiden Paragraphen in der Kommissionsfassung angenommen. übliche Schußgeld überlassen werden. als durch die Berathung für erledigt erklärt, mindern." Den bürgerlichen Zeitungen entnehmen wir, daß der Andrang zu der Berliner Arbeiterkolonie, Reinickendorferstr. 36a ein so großer gewesen ist und noch ist, daß man sich veranlaßt sah, die Zahl der Betten um 200 zu vermehren. Trotzdem soll der Andrang immer noch ständig derart sein, daß nur ein kleiner Theil der Aufnahmebegehrenden wirklich Aufnahme erhalten kann. Man sieht also, wie sehr der Nothstand im Steigen begriffen ist. Widerlegt ist damit der Einwurf der Bourgeoisie, es wäre dies nur arbeitsscheues Gesindel. Man vergegenwärtige sich, welches Leben dieser Leute in den sogenannten Arbeiterkolonien harrt. Die angestrengteste Arbeit haben sie dort unter den größten förperlichen Entbehrungen zu verrichten und dabei wird dann ihr Geist auch noch mit allen möglichen frommen Befehrungsversuchen" maltraitirt. Heißt es doch in dem Bericht: Den Infaffen bietet die Kolonie nach erfolgtem Schiff bruch oder nach anhaltender Noth einen erwünschten Zufluchtsort, wo sie bei angestrengtester Arbeit an ihrer eigenen äußeren und inneren Wiederherstellung arbeiten können." " Die Verhaftung eines Soflieferanten" erfolgte vor einiger Zeit, weil derselbe in dem dringenden Verdachte stand, mit der Besorgung von Hoflieferanten Titeln einen schwindel haften Handel zu treiben. Die eingeleitete Untersuchung scheint einen großen Umfang anzunehmen, denn alle Anzeichen deuten darauf hin, daß es sich in dem Falle um ein ganzes Konsortium handelt. Außer dem erwähnten Hoflieferanten ist nachträglich noch ein in Berlin thätiger, aber in Friedrichsberg wohnhafter Redakteur verhaftet worden, und fünf oder sechs andere Ber sonen find so schwer tompromittirt, daß auch fie der Unters fuchung nicht entgehen dürften. Die Geschichte ist dadurch an hängig geworden, daß sich der inhaftirte Hoflieferant zu einem Fabrikanten begab, der bereits Arbeiten für die königlichen Schlösser liefert. Diesem gegenüber erbot er sich, ihm für 10 000 M. den Hoflieferanten- Titel zu besorgen. Der Fabrikant einigte sich schließlich dahin, 6000 M. zu einer verabredeten Zeit Aus dem Bericht geht hervor, daß auch das Gelehrten- und den Rest nach Verleihung des Titels zu zahlen; vor der proletariat unter den Kolonisten vertreten ist; es befinden sich Anzahlung erkundigte er sich jedoch beim Hofmarschall- Amt, ob bort: ein Mathematiter, ein Dr. phil. und mehrere Theologen, sein Kontrahent in der Lage sei, zur Verleihung des Hoflieferantens sowie auch akademische Künstler. Ebenso hat das kaufmännische Titels etwas beizutragen. Das wurde verneint, gab aber Ver Proletariat auch hier ein startes Kontingent gestellt. anlassung zur Verfolgung der Angelegenheit. Der Vertheidiger Die Anstalt ist kein staatliches, sondern ein privates Unter- des Hoflieferanten hat sich bereits bemüht, die vorläufige Haft nehmen und zwar werden die Kosten von einem Verein auf- entlassung seines sehr wohlhabenden und im Befits eines großer § 12a spricht den Besitzern von Obst-, Wein-, Gemüse-, gebracht durch die Mitgliedsbeiträge und durch sonstige Samm- Geschäfts befindlichen Klienten gegen angemessene Raution u Aus dem Bericht, den wir gar frommen erwirken, bis jetzt sind diese Bemühungen jedoch vergeblich Blumen- und Baumschulanlagen das Recht zu, nach eingeholter Grungen". mächtigung der Aufsichtsbehörde Vögel und Wild, welche in den konservativen Zeitungen entnehmen, kann man ersehen, daß hier- gewesen. genannten Anlagen Schaden anrichten, mittelst Schußwaffen zu bei wenigstens dürfte das bei der Mehrzahl der Mitglieder Jm Größenwahn. Von einem schweren Geschick ist, bem der Fall der Fall sein weniger die sonst so beliebte Wohlthätigkeit miterlegen. Die Thiere müssen dem Jagdberechtigten gegen das spielt, sondern mehr der praktische Sinn der besitzenden Klassen.„ B. T." zufolge, der an der Frankfurter Chauffee wohnenb Nach kurzer Debatte wird der Paragraph angenommen; Dem giebt folgender Passus in der Notiz in zynischster Weise Buchhalter W. betroffen worden. Derfelbe war vor einigen Jahren aus Breslau nach Berlin übergesiedelt und hatte hier in Desgleichen ohne Debatte der Rest des Gesetzes in der Kommissions Ausdruck: Die jährlichen Mitgliedsbeiträge von zwei Mark werden einem Exportgeschäft eine so auskömmliche Stellung erlangt, daß etwa fassung. Die zu dem Gesetze eingegangenen Petitionen werden reichlich aufgewogen durch die Ersparniß an Bettelpfennigen, die er sich entschloß, einen eigenen Hausstand zu gründen. Vor e von Nichtmitgliedern im Laufe des Jahres an Bettler gegeben drei Monaten hatte er sich auch verheirathet; seine Wahl war aber leider eine sehr unglückliche, denn schon kurze Zeit nach werden." Nichts ist doch schöner als das; erstens uingiebt man sich mit der Hochzeit zeigten sich bei seiner jungen Frau Spuren vou dem Nimbus eines edlen Menschenfreundes, eines Wohlthäters", Geistesstörung. Sie vernachlässigte die Wirthschaft, behängte fich zweitens macht man schließlich eine erhebliche Ersparniß und mit allerhand Flitterkram, für den sie das ihr überlassene Wirth ferner wird das Wohlbehagen eines in Behäbigkeit dahin- schaftsgeld vergeudete; in ihrem Aufputz fniete sie vor einent lebenden Bourgeois oder sonstigen Vertreters der befizenden großen Pfeilerspiegel nieder und verkündete, daß sie die wieder und herrschenden Klassen durch das Erscheinen eines zerlumpten, auferstandene Königin Luise sei und gekommen wäre, um halb verhungerten und frierenden Mitmenschen, gemeiniglich Preußens Schmach wieder gut zu machen. Ein anderes Mal Strolch von diesen Leuten genannt, nicht gestört. Und da, wo bezeichnete sie sich als die Königin Marie Antoinette, die zur vom Himmel hernieder der Wohlhabende aus Prinzip" feinem Bettler eine Gabe ver Rettung der Ehre Frankreichs Die Sozialdemokraten im Berliner Rathhause" macht abfolgt hatte, derfelbe tann ja arbeiten gehen, wenn er nur Luft gestiegen sei. In der Wirthschaft ging es unter diefen die Kreuz- Zeitung" zum Gegenstand eines Leitartikels. Derselbe bat, oder dort, wo diese armen Menschenkinder sofort vom Diener, Umständen drunter und drüber, und um den Hausstand ist eigentlich an die Adresse der Liberalen gerichtet und will diese Bortier, laut strengster Anweisung der Herrschaft", fortgewiefen nicht ganz untergehen zu lassen, sah Herr W. sich genöthigt, eine davon überzeugen, daß sie sich in einer unwürdigen Abhängigkeit werden, da dient ein solches billiges Mittelchen ja so vortrefflich Wirthschafterin zu engagiren, welche auch die unglückliche Frau von dem Stadtverordneten Reichstags- Abgeordneten Singer be- szur Beschwichtigung von etwaigen Gewissensbiffen, welche den Sinn überwachen sollte, denn zu einer Ueberführung derselben nach fänden. Ob die„ Kreuz- 8tg." dies nun wirklich glaubt, ist schwer eines Progen bei seinen Schwelgereien auch einmal trüben können. einer Jrrenanstalt vermochte der Mann sich nicht zu entschließen zu entscheiden. Als Belag führt sie ut. a. an: Als der Ober- Mitglied des Vereins gegen Bettelei und Berarmung", wie schön weil er die Hoffnung nicht aufgab, daß unter den veränderten Präsident den Stadtverordneten die Berathung einer Petition, nimmt sich ein solches Schild an der Thüre nicht aus, Verhältnissen vielleicht eine wohlthätige Aenderung im Geistes betr. die Vermehrung der Zahl der Berliner Abgeordneten ver welchen Respekt bekommt da nicht ein unerfahrenes Menschen zustande der Chefrau eintreten würde. Diese Hoffnung erfüllt bot, habe sich die ganze liberale Mehrheit auf das Geheiß des tind von der Mildthätigkeit des Inhabers! Und was steckt sich jedoch nicht, im Gegentheil, der Zustand wurde immer Abg. Singer gegen diese Beeinträchtigung der Selbstverwaltung meistens dahinter? Nichts, es ist nur eine feine Bemäntelung schlimmer und die Wahnsinnige, die sich stets die verklärt in der Kreuz- Zeitung" stehen diese Worte natürlich in An- der Hartherzigkeit. Wir sind durchaus keine Vertreter der Wohl Königin" nannte, bedrohte die Wirthschafterin mit Prügel, wen führungszeichen- gewehrt. Herr Singer( fagt das Blatt) hatte thätigkeit, denn wir fämpfen ja dafür, daß Zustände beseitigt sie die„ königlichen Befehle" nicht ausführen wollte. Nun end Die Genugthuung, daß außer der Bürgerpartei kein Mitglied wagte, werden, unter denen es Menschen giebt, deren traurige Lage lich fügte der schwer heimgesuchte Herr W. sich ins Unvermeid eine abweichende Meinung bei der Abstimmung zu bethätigen." dieselben zwingt, auf milde" Gaben Anspruch zu erheben. Aber liche, er veranlaßte an zuständiger Stelle die Ausforschung d Herr Singer wäre demnach das demokratische Gewissen der für angebracht halten wir es, zu einer Beit, wo unsere Geisteszustandes seiner Frau, und da hierbei die Geistesu Stadtverordneten- Versammlung. Leider ist das demokratische Ge- Bourgeoisie und Aristokratie vor Arbeiterfreundlichkeit" und nachtung unzweifelhaft festgestellt wurde, so erfolgte am Mittwo wiffen nicht maßgebend für die Herren, an denen nichts liberal Humanität schier übertrieft, auf die Scheinheiligkeit der die Ueberführung der Frau W. nach der Frrenstation der ist als ihr Name. Die reus- 8tg." selbst gesteht, daß die frömmelnden und heuchelnden Sippschaft, sowie auf deren Gharitee. Allem Vermuthen nach liegt hier eine Vererbung be betreffende Angelegenheit schließlich einen recht täglichen Verlauf Korruption und inneren Verfall immer und immer wieder Wahnsinns vor, denn zwei Geschwister der Unglücklichen fin nahm". Denn der Minister des Innern wies die Beschwerde aufmerksam zu machen. Spaßhaft ist ja, so ernst auch ebenfalls der Geistesstörung verfallen und befinden sich in Irren der Stadtverordneten über den Oberpräsidenten zurück, infolge sonst die Sache ist, die famose Bezeichnung Verein gegen Veranstalten. deffen verlangte jene vom Abgeordnetenhause Schutz gegen den armung." Von der Bekämpfung der Bettelei hat man fortOhne Debatte wird auch die von der Kommission vorgeschlagene Resolution angenommen: die Regierung aufzufordern, spätestens bei Beginn der nächsten Session eine Novelle zum JagopolizeiGesetz vom 7. März 1850 vorzulegen. Schluß 3 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr. ( Etat). Tokales. " " Elise Schaaf, das einzig lebende Mitglied der Zimmer Minister des Innern. Die bezügliche Petition wurde aber so während Gelegenheit, Kenntniß zu erlangen da fämpft das meister Schaaf'schen Familie, befindet sich noch immer in der Che sie nicht wurbe wohlweislich Abstand genommen. Als einen Dank an die hinderung von Verarmung etwas zu erfahren. Bisher scheint von einer erneuten rechtzeitigen Petition in der nächsten Session Jedoch begierig wären wir, einmal von den Erfolgen für Ver- ritee und ist der Termin ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus noch gar nicht abzusehen. Die Kleine läuft bereits umher und Sozialdemokraten für geleistete Unterstützung legt die„ Kreuz- 3tg." fich nohl diese Thätigkeit unter Ausschluß der Deffentlichkeit spricht, wenn auch langsam, doch korrekt und fließend. Wie schr das Gedächtniß des Kindes gelitten haben muß, ergiebt ſich be ferner bie Stimme Birchow's für den Antrag Singer's aus, daß vollzogen zu haben. Sollten die Herren Bekämpfer der Armuth aus, daß Else sich noch immer nicht erinnert, Eltern oder der Magistrat nicht mehr die in öffentlichen Krankenhäusern in Berlegenheit sein, auf welche Art fie ihre Agitation gegen schwister besessen zu haben. Ihr Erinnerungsvermögen datirt erft unentgeltlich verpflegten Perfonen als„ Arme" vom Wahlrecht dieses soziale Uebel veranstalten sollen, so tönnen wir ihnen nur von dem Tage an, wo sie in der Charitee nach Wechen des bef ausschließen möge ganz als ob alles Gute und Billige nur als das probateste Heilmittel anrathen, für die Sozialdemokratie aus sozialdemokratischer Gesinnung oder aus Entgegenkommen einzutreten, dann brauchen sie sich aus soziale Quackfalbereien tigsten Deliriums wieder zu flarem Bewußtsein gelangte. Ab un zu treten bei der Kleinen, wie z. B. gegenwärtig, Lähmung gegen die Sozialdemokraten entstammen könnte. Wogegen viel nicht mehr einzulassen. erscheinungen am ganzen Körper auf, doch hoffen die Aerzte, auch einzuwenden wir denn eigentlich kaum Veranlassung haben. Die gegensvärtigen Erwerbsverhältnisse der breiteren dieses Leiden mit der Zeit heben zu können. Endlich behauptet die„ Kreuz- 3tg." noch, daß bei den letzten Volkeflassen in Berlin lassen sich auch nach dem Verkehr beallgemeinen Ergänzungswahlen für die Stadtverordneten- Verurtheilen, der gegenwärtig auf den Sparkassen stattfindet. Am Die Ursache des Brandes der Banbnde auf dem Pots sammlung die Liberalen, soweit es sich um einen Kampf gegen Donnerstag beobachtete Jemand etwa eine Stunde hindurch damer Bahnhof regt die Unternehmer solcher Bauten, auf denen Bezirken gemeinsame Sache machten";" infolgedessen" sei die Zahl straße abgefertigt wurden; unter diesen waren 5 Personen, welche Beleuchtungsmaterials an. Wie sich nämlich nachträglich heraus die Bürgerpartei handelte, mit den Sozialdemokraten in fast allen 150 Personen, die auf der städtischen Sparkasse in der Kloster Nachts gearbeitet wird, zu besonderer Vorsicht bei der Wahl des der sozialdemokratischen Stadtverordneten auf 10 angewachsen. Spareinlagen machten, während 145 Personen von ihrem Spar stellt, ist der Brand durch Explosion eines mit Gasäther ge Damit sagt die Kreuz- 3tg." wieder einmal die Unwahrheit; denn betrage Stückzahlungen verlangten. Auf den königlichen Leih- füllten Behälters entstanden. Derselbe war in einer besonderen die Liberalen" haben in den fommunalen Stichwahlen, ebenso ämtern ist die Einlösungsstelle leer, trotz der nahe bevorstehenden fleinen Bude untergebracht, in der einige der auf dem Bau be wie" stets in den politischen, für die Bürgerpartei( Konservativen) Pfandauktionen; das Versayamt aber ist beständig überfüllt. gestimmt. Die„ Kreuz- 3tg." glaubt daher an die Ausführungen Ueber die Konsumverhältnisse in Berlin während des Bude perschlossen fanden, stiegen sie unter Mitnahme einer diese Arbeiter nach Hause gehen wollten, und die Thür zu dieser gruselig machen will mit ihrer angeblichen Abhängigkeit von den buche für die Stadt Berlin" eine Reihe von Angaben, welche auf Bude, natürlich ohne eine Ahnung von dem dort lagernden Indessen, uns schadet es nicht, wenn man unsere Liberalen" Jahres 1888 bringen die Blätter nach dem„ Statistischen Jahr- brennenden Gasätherlampe durch das zerbrochene Fenster der schäftigten Maurer Kleidungsstüde niedergelegt hatten. 213 gefährlichen Material zu haben. Als die Arbeiter sich| lag dem Barbiergewerbe ob. Am 15. v. M. war der ehemalige 2003 zu verbessern. Die emheitliche Agitationskommission, die beim Umkleiden befanden, erfolgte plötzlich die Explosion; Gefangene in den Besitz eines Theils seiner Ersparnisse gekommen Ihr gewählt habt, damit sie die nöthigen Schritte unternehme, ein großer Feuerstrom ergoß sich aus dem Gasbehälter und und begab sich nach Berlin, um Einkäufe für sein Geschäft zu müßt Ihr besser unterstützen. Säumt nicht länger; tretet unverdie Bretterbude stand im Moment in Flammen, so daß die machen; aber er kam nicht mehr nach Blankenfelde zurück. Als züglich alle dem deutschen Schneider- und Schneiderinner.verband Arbeiter, viele von ihnen nur halb bekleidet, fliehen mußten. Fünf man am Mittwoch die Ursachen der Verstopfung eines Rohres bei, damit auch wir durch Solidarität und Einigkeit zu einer Mann wurden durch Brand- und Quetschwunden so erheblich beseitigen wollte, entdeckte man in der Rohrmündung den der Macht gelangen, die uns in den Stand setzt, dem Unternehmerverlegt, daß sie von einem Heilgehilfen verbunden werden mußten. Verwefung schon start anheimgefallenen Leichnam des ehemaligen thum etwas abzuzwingen. Also kommt alle zur Versammlung. Die sämmtlichen auf dem Bau thätigen Arbeiter, über hundert an Häuslings; in seinem Kopfe fehlten beide Augen. Höchstwahr Schließt Euch Mann für Mann der Organisation an, so werden der Bahl, erlitten bei dem Brande Verluste, theils an der Gar- fcheinlich liegt hier ein schweres Verbrechen vor, als dessen That- wir im Stande sein, uns menschenwürdige Zustände, be fere Arderobe, theils an ihren Werkzeugen. Einem Maurer verbrannte ort die Umgegend von Nordend vermuthet wird, da der junge beits- und Lohnverhältnisse zu erringen. Mit follegialischem Gruß mit feiner Kleidung zugleich eine Taschenuhr und ein Porte Mensch am 18. v. Mts. noch in Nordend gesehen worden Robert Wiesemann, Vertrauensmann, Kurstr. 24, Hof 2 Tr. monnaie mit 19 M. Inhalt, wovon ein Feuerwehrmann 15 M. fein soll. im Brandschutt fand und dem Eigenthümer zustellte. Der den Arbeitern erwachsene Schaden beträgt insgesammt über 2000 M., während der Besitzer der Baubude den Werth des ihm verbrannten Materials und der hölzernen Baulichkeiten auf 700 m. veranschlagt. Jedenfalls war es sehr unvorsichtig, die Benutzung eines Raumes zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken zu gestatten, während die Leute nicht einmal die Gefährlichkeit des dort lagernden Materials fannten. W Im Passage Panoptikum werden augenblicklich zwei Sehenswürdigkeiten gezeigt, die sich in den Kreisen derer, die sich für gewisse Abnormitäten intrreffiren, gewiß geeignet sind, einiges Aufsehen zu erregen. Die erſte Sehenswürdigkeit sind die Gebrüder Tocci, d. h. eigentlich sind es nur zwei halbe Knaben, weil beide nur über ein Paar Beine verfügen. Die zweite Spezialität ist eine bärtige Dame. Folgende Wirthe geben den Arbeitern ihre Säle unentzu Versammlungen: Ein Fener, welches am Mittwoch Abend furz vor 9 Uhr in dem Kurzwaarengeschäft Schwedterstraße 21 austam, griff un- geltlich gemein rasch um sich und richtete dementsprechend auch nicht unerhebliche Verheerungen unter den Waarenvorräthen an. Dem Vorgehen der Feuerivehr mit einer Sprite gelang es jedoch, die Flammen innerhalb ihres Ursprungsortes bald zum Erliegen zu bringen, so daß die bedrohten Nebenräume vor einer Mitleidenschaft bewahrt geblieben sind. Gleich nach 11 Uhr folgte ein Alarm nach Schloßplatz 14/15, woselbst in der Küche einer Dachwohnung Schalbretter an der Decke von der Hize einer Lampe zur( Entzündung gebracht worden waren. Ein am Donnerstag früh 1 Uhr gemeldetes Feuer Boyenstr. 33 war in einem Bodenverschlage ausgekommen; es wurde rechtzeitig entdeckt, so daß feine Dämpfung durch Hausbewohner bei Ankunft der Löschhilfe schon bewirkt war. Unter Mittag fand Oranienstraße 100 in einem Restaurant ein Balkenbrand statt, dessen Entstehung auf Einwirkung einer Feuerungsanlage zurückzuführen war. im die aber leise floh Gräflich- Reischach'sche Brauerei, Stralau. Spißig, Frankfurter Allee, Friedrichsberg. Sufott, Westphal, Müller, 11 11 " " Chauffee, " " Schwarz und Laue, Lichtenberg. Trinkhaus, Schiele, Jänike, Wilhelmsberg. Weigel, Podden, Rummelsburg. Es verweigern ihre Säle nach wie vor: Paul, Friedrichsberg. Stamler, Spörer und Bellevue, Rummelsburg. Salzmann, Meste, Barthold, Maykowsky, Friedrichsfelde. Wir bitten die Genossen, genau auf diese Liste zu achten. Alle Anfragen sind zu richten an: Friedrich Schulze, Frank furter Allee 4, Friedrichsberg; Otto Baehr, Schillerstraße 23, Rummelsburg; Wilhelm Schlemminger, Berlinerstraße 101, Friedrichsfelde. Die Lokalfommission. Achtung, Drechsler! Die Rathenower Kollegen halten immer noch wacker aus. Nun ist es aber auch unsere Pflicht, dieselben eben so wacker zu unterstützen. In der letzten Zeit ist nun unsere Sammlung sehr gering gewesen, deshalb bitten wir alle Berliner Kollegen, fich etwas energischer an der Sammlung zu betheiligen. Gleichzeitig ersuchen wir Alle, die noch im Besiz von Sammellisten, dieselben bis 15. Februar abzuliefern. Listen sind zu haben in den Zahlstellen, sowie auch bei Strohmeyer, Mariannenstr. 13. Mit Gruß Die Subkommission. R. Luz, Rottbuserdanim 21, Versammlungen. Die öffentliche Volksversammlung für Frauen und Männer, die vom Lese- und Diskutier- Klub Freie Des iker" am 1. Februar d. J. einberufen war, und unter dem Vorsitz des Genossen Harnisch tagte, war sehr start besucht. In derselben hielt Herr H. Stroebel einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Entstehung der Familie. An der Die Vereinigung der Maler te., Filiale VII Berlin SW.. hielt am 29. v. M. ihre Vierteljahres- Versammlung ab. Der Rechenschaftsbericht ergab sich als richtig und dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Von einem Vortrage wurde Abstand genommen. zu Verschiedenem wünschte Rollege Schmied, daß mehrere öffentliche Versammlungen zum Zweck stärkerer Organisation abgehalten würden. Nach Regelung einiger Filialangelegenheiten erfolgte der Schluß der Versammlung. Große öffentliche Generalversammmlung der Maurer Berlins teller, Chauffeeftraße 88. und Umgegend am Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 10 Uhr, im GisFachverein der Tischler für den Bezirk Rivdorf und Umgegend. Versammlung am Sonnabend, den 7. Februar, Abends 8% Uhr, im otale des deren Duscheit, Bergstr. 7. Glasergesellen Berline und Umgegend. Deffentliche Versammlung Der Referent schilderte in ausführlicher Weise, über die Familie der Vergangenheit sowie der Gegenwart und knüpfte hieran einen Ausblick auf die Zukunft. Diskussion betheiligten sich die Genossen Gefrois, Frau Fahrenwald, Schaar, Riediger und Harnisch im Sinne des Referenten. Es gelangte folgende Resolution zur ein.immigen Annahme: Die heutige Versammlung drückt ihr Bedauern über Mit einem tragi- komischen Knalleffekt schloß eine Schreckensszene, die sich am letzten Sonntag Abend in einem Folgende Lokale stehen den Genossen in Friedrichs die Bevormundung der arbeitenden Klaffen durch die Bourgeoisie Haufe der Fürbringerstraße abspielte. Daselbst hat die Wittwe S. mit ihrer Tochter und ihrem 22jährigen Schwiegersohn, dem hagen zur Verfügung: Schmidt, Waldhaus; Schmidt, Raifer- aus und verwahrt sich energisch als denkunfähige Masse behandelt Schlossergesellen Sch. eine gemeinschaftliche Wohnung inne. Das hof; Restaurant Böttcher; Blante; Pehnick; Richter, Gisteller; zu werden. Sie will in Zukunft Alles daran sehen, um zu dem junge Ehepaar schläft in der Küche, sein Bett ist mit einem Bor Conrad; Wolf, Brauerei; Witte, Fischerhütte; Wulf, Bad Belle- Recht, freie denkende Männer und Frauen zu fein, gelængen zu hange umgeben. Am Sonntag Abend gegen 1/211 Uhr famt die vue; Schulz, Seeschlößchen; Bibolsty, Müggelschloß; Jones, tönnen. Nachdem noch Verschiedenes erledigt, schloß der VorMutter mit Tochter und Schwiegersohn von einem Ausgange Rabenstein; Kautsch, Waldkater; Schulz, Stehbierhalle; Kestin, fißende die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale heim. Zufällig warf der junge Ehemann durch eine Spalte des Gesellschaftshaus; Röstel, Friedrichstraße; Bademack, Friedrich- völkerbefreiende Sozialdemokratie. Hierauf folgte geselliges BeiBorhanges einen Blick auf sein Bett, kreideweiß prallte er jedoch straße; Wöhlert, Seestraße; Berenstecher, Seestraße; Magdeburg, sammensein. zurück und flüsterte der Frau und der Schwiegermutter zu: Seestraße; Wittwe Kursis, Scharnweberstraße; Bandelow, LindenRommt nur schnell wieder runter, Bette schläft Allee; Rackow, Wilhelmstraße; Wandrei, Seestraße. In sämmt Ge- lichen Lokalen liegt entweder der Vorwärts" oder„ Berliner ein fremder Kerl!" Eilig Volks- Tribüne" aus, Folgende Wirthe traten mit der Lokalsellschaft auf die Treppe. Was soll denn aber nun werden?" frug die Schwiegermutter, die zuerst ihre Fassung tommission noch nicht zur Einigung zusammen: Lerche, Linden wieder gewonnen hatte. " Wir wollen den Vizewirth wecken!" Allee; Lerche, Rundtheil; Frize, Scharnweberstraße; Carius, erwiderte zitternd der Schwiegersohn. Das geht doch nicht, wir Wilhelmstraße. fönnen den Mann doch nicht im Schlafe stören!" replizirte die Polizeibericht. Am 4. d. M. Abends versuchte ein Mann Schwiegermutter. Sole lieber einen Schußmann!" Dieser Rath in seiner Wohnung in der Memelerstraße, sich mittelst Phosphor wurde ausgeführt und der Schuhmann fam. ,, Gehen Sie zuerst hinein" redete der Mann des Gesetzes den jungen Ehemann zu vergiften. Durch den Gebrauch von Gegenmitteln wurde jedoch bald jede Gefahr für seine Gesundheit beseitigt.- Am 5. 6. M. Nein" an ,, ich folge Ihnen!" erwiderte ängstlich derMorgens wurde in der Spree, gegenüber dem Hause Neu- Kölln felbe Sie müssen zuerst hineingehen!" Der Schuhmann am Wasser 26, die Leiche des Fischermeisters Fritsche auf mußte dies zwar thun, hatte aber mit der Möglichkeit zu rechnen, gefunden. Derfelbe hatte am Abend vorher die Absicht geäußert, daß der unberufene Schläfer beim Erwachen rabiat werden könnte und deshalb zog er für jeden Fall seinen Säbel. Nun nach seinem Fischkasten sehen zu wollen, und ist hierbei vermuth( unterer Saal), Alte Jatobftr. 75. lich ertrunken. Mittags vergiftete sich ein Dienstmädchen in gings hinein in die Wohnung, der Schuhmann mit dem blanken der Wohnung seiner Herrschaft in der Brandenburgstraße, und Säbel zuerst, dann dann die Schwiegermutter, der Bitternd mußte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden. während zögernd der Schwiegersohn folgte, Die derselben Zeit wurde Unter den Linden ein Droschkenpferd infolge junge Frau vorläufig draußen blieb, Der Schuhmann Bruchs eines Scheerbaums scheu und lief nach dem Brandenburger öffnete den Bettvorhang, es lag wirklich ein fremder Mann schlafend im Bett. Derfelbe wurde angerufen und auf- Thor zu. Vor dem Hause Unter den Linden 5 stieß die Droschte mit einem Mörtelwagen zusammen und wurde der Droschtengefordert, aufzustehn, er rückte und rührte sich nicht. Na!" bachte der Schuhmann„ kommnst Du mir so, fomnie ich Dir futscher hierbei vom Bock geschleudert, so daß er anscheinend so!" und dabei ligelte er den Schläfer mit der Säbelspitze etwas schwere innere Verlegungen erlitt. Er wurde nach der Charitee gebracht. Abends wurde in der Schankwirthschaft Schönhauser unsanft in der Hüftengegend. Plöglich brach der Beamte in ein Allee 176 auf dem Abort die Leiche eines neugeborenen Kindes schallendes Gelächter aus und rief:" Das ist ja gar kein Mensch, aufgefunden. Am 5. d. M. und in der darauffolgenden Nacht Das ist ja eine Strohpuppe!" Noch im Zweifel zaghaft sah nun auch der Ehemann hin und sah nun, daß es wirklich eine Puppe fanden drei kleinere Brände statt. war, die obendrin seinen Arbeitsanzug trug. Jetzt wurde das Räthsel bald gelöst. Frau S. hat außer ihrer verheiratheten Tochter noch zwei vielversprechende Jungen im Alter von 11 und 13 Jahren, die in der ganzen Nachbarschaft wegen ihrer tollen Streiche be- liebt sind. Kichernd lagen dieselben in ihrem Bett. Sie hatten nicht mit ausgehen dürfen, hatten die Puppe gemacht, in die Arbeitskleider des jungen Schwagers gesteckt und mit einer alten Larve ein Uebriges gethan. Die Mitbewohner des Hauses haben lange nicht so gelacht." und " " Später machte er Gerichts- Beitung. am Dienstag, den 10. Februar, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's testaurant Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und verwandter Serufsgenossen. Vereins- Versammlung am Sonnabend, den Februar, Abends 8 Uhr, in Keller's Salon, Beraftr. es 7. tion". Gäfte willkommen. Zu Zimmerer Berlins. Große öffentliche Bersammlung am Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 10 Uhr, im Gisteller, Chausseestr. 88. Verein Der in der Schäftebrande beschäftigten Personen. Sonnabend, den 7. Februar, Abends 8% Uhr, Bersammlung bei Bener, Neue Grünftraße 14. Bortrag des Kollegen Gabriel:„ Die Folgen der Ueberprodut schäftigten Arbeiter. Bersammlung am Montag, den 9. Februar, in Feuertetn's oberem Saal, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Grgebniß der Statistit für das Winterhalbjahr. 2. Verschiedenes und Fragekasten. 9. Februar, Abends 8 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstraße 88: Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung pro 4. Quartal 1890. 2. Bericht der Ortsverwaltung. 3. Verschiedenes. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beBentralkrankenkasse der Tabakarbeiter Berlin 2. Montag, den Versammlung für Männer und Frauen morgen Sonntag, den 8. Februar, Abends 7% Uhr, im Neustädter Voltsgarten, Prostauerstr. 37-38. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Peus über„ Die Noth der Zeit." Nachher geselliges Beisammensein und Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellerfammlung ftatt. Der gesellige Klub Proletariat" veranstaltet Sonntag, den 8. Februar, Abends 8 Uhr, im Neustädter Boltsgarten, Prostauerstraße 37-38, ein Ge felliges Betfammensein mit humoristischen Vorträgen und Tanz. Freunde und Genossen sind willkommen. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am montag, bens. Februar, Abends 82 Uhr, Herr Gast einen Vortrag über Basebo als Freigeist und Erziehungsreformer. Hierauf Fragebeantwortung und Besprechung. Gäfte willkommen. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Versammlung am ( Tunnel). Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Megner über:„ Die Feinde Montag, den 9. Februar, Drantenstraße 180 in Hoffmann's Bentral- Feſtjälen der Arbeiterbestrebungen 2. Distuffton. 3. Berſchiebenes. Gafte haben Butritt. Verein zur Wahrung der Intereffen sämmtlicher Lackiver. Außer= ordentliche General- Versammlung am Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, Blumenstraße 78 bet Wollschläger. Tagesordnung: 1. Viertel'ahresAbrechnung. 2. Wie stellen sich die Mitglieder zur Auflösung des Vereins. Verschiebenes. Alle Mitglieder werden ersucht, recht punti ereins. fcheinen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Drechsler nud sämmtlicher Berliner Verwaltungsstellen finden an folgenden Tagen statt: Bezirt A: Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. B: Sonntag, den 8. Februar, Bormittags 11 Uhr, bei Doberstein, Mariannenstraße 31-32. Zu der Gerichts- Verhandlung in unserer gestrigen Nummer über die Bestrafung des vierzehnjährigen Arbeitsburschen Bartsch wird uns von dem Vater desselben mitgetheilt, daß B. keineswegs der Verführer oder gar der Anstifter zu der erwähnten Strafthat gewesen set. Der Sohn des Schuhmannes Ein neuer Raubanfall soll am Mittwoch Nachmittag in Labewig, der viel mehr entwickelt ist, als der Knabe Bartsch, hat der Greifswalderstraße vorgekommen sein. Zwei Schuyleute, so auf letteren einen derartigen unmoralischen Einfluß ausgeübt, berichtet die„ Post", hörten daselbst Silferufe und fanden hinter das in Bezug auf das Verführen das umgekehrte Verhältniß statt dem Hause Nr. 29, dort, wo die Straße noch unbebaut ist, einen fand, als in dem Bericht erwähnt wurde. Mann, in dem später ein Müllergefelle Schulz festgestellt wurde, Die Macht des Gewissens zeigte sich in einer Verhandlung, blutend am Boden liegen. Sie bemerkten ferner, daß drei andere Männer eiligst davonliefen. Giner von ihnen, ein„ Arbeiter" welche geſtern vor der britten Strafkammer des Landgerichts I 3. Müller, wurde indessen eingeholt und festgenommen." Der Ver- stattfand. Der Ingenieur Alexander Wiedemann hatte längere letzte wurde nach der nächsten Polizeiwache gebracht, konnte vor- Beit eine auskömmliche Stellung befleidet. Er mußte dieselbe verwandter Berufsgenossen( E.. 86). Die Mitglieder- Versammlungen frankheitshalber aufgeben. 213 er aus der Charitee entlassen läufig jedoch nicht vernommen werden. folgende Angaben: Er sei mit der Lehrter Bahn hier angekommen wurde, trat die Noth an ihn heran und er war fast mittellos, und habe im Koupee drei Männer kennen gelernt, die sich bei als es ihm wieder gelang, in einem Baubureau Beschäftigung zu der Antunft auf dem Lehrter Bahnhof ihm als Begleiter finden. Er fürchtete in den Augen seines Chefs zu verlieren, in der Stadt angeboten hätten. In dem Lokal einer wenn er um einen Vorschuß bat und schränkte sich bis aufs fich bis zum Gehaltstage durchzuStraße, die er nicht mehr näher bezeichnen könne, hätten sie Aeußerste ein, Eines Tages brachte der Briefträger seinem schlagen. von ihm die Bezahlung einer Lage verlangt, was er aber Chef eine Postanweisung über 184 Mart, Das Geld verweigert habe. Auf der Straße hätten sie dann Geld gefordert und ihn nach abermaligem Weigern niedergeschlagen und seines wurde vor dem Adressaten auf deffen Schreibtisch gezählt. Koffers mit Wäsche und des Portemonnaies mit 500 M., die ihm Der Letztere ließ es einstweilen liegen und kam auch im Laufe des Tages nicht wieder dazu, fein Comtoir zu betreten. erst von seinem Meister ausgezahlt worden seien, beraubt. Der Buchhalter hatte das Geld fortwährend vor Augen. Beim Schluffe walderstraße mit dem ihm ganz fremden Schulz zusammen- Summe an sich. Um sein Gewissen zu betäuben, brachte er das getroffen und sofort in Streit gerathen zu sein, bei welchem er Geld in furzer Zeit in der liderlichsten Weise durch. Sein Chef Den Gegner zu Boden gestoßen habe. Diese Angabe ist aber nicht verzieh ihm und nahm von der Erstattung einer Anzeige Abrichtig, denn ein Korbmacher bezeugt, gesehen zu haben, wie brei stand. Dem Gefallenen ließ das Gewissen aber feine Ruhe, er Männer bemüht gewesen sind, den Schulz fiber einen Zaun zu machte selbst der Staatsanwaltschaft Anzeige und bat um seine werfen, und wie sie erst beim Hinzukommen der Schußleute von ihrem Vorhaben abgelassen hätten. Ein Raub scheint demnach Bestrafung. Der Gerichtshof berücksichtigte alle mildernde Umboch vorzuliegen, wenn auch der Beraubte ein wenig zuverlässiger stände und erkannte deshalb nur auf eine Gefängnißstrafe von Beuge ist, der seine erste Angabe, daß 500 M. im Portemonnaie gewesen seien, dahin berichtigen müß, nur 5 M. darin gehabt zu haben. " 2 Monaten. Soziale Uebersicht. Der 19 " C: Mittwoch, den 11. Februar, Abends 8% Uhr, bei Schlesiger, Schleiermacherstr. 8. " D: Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bet Gnadt, Brunnenstr. 38. Rigdorf: Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 11 Uhr, bet Papte, Stethenstraße 71. Die Tagesordnung für sämmtliche Versammlungen lautet: 1. Geschäft Die Zahlstellen, in denen des Sonnabends Abends von 8 bis 10 Uhr Beigenommen werden, befinden sich: liches. 2. Sterteljährlicher Kaffenbericht. 8. Berichtegenes. träge entgegengenommen und neue Mitglieder bis zum 46. Lebensjahre aufFür Bezirk A: 1. Naunynstr. 78 bet Winzer, 2. Langeftr. 34 bei Giersch. AJ N B: 1. Reichenbergerstr. 16 bet Bägold, 2. Staligerfir. 65 bet Böger. 10 21 C: 1. Bossenerstr. 35 bet Falte, 2. Stallschreiberstr. 41-42 bei Schwanz. D: SP " 1. Elsasser und Kleine Hamburgerstraßen= Ecke bei Wittichow. 2. Gollnow nnd Weinstraßen- Ecke bei Reblich. Rigdorf bet W. Flemming, Berlinerfir. 81, 8 Tr., u. N. Enders, Stethenstr. 26, 1 Tr. Fachverein der Puher. Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, den 8. Februar cr., Bormittags 11 Uhr, in den„ Bürger- Sälen", Dresdenerstraße Nr. 96. Verein der Einseher( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag den 8. Februar, Vormittags 10% Uhr: Außerordentliche Generalversammlung Neue Friedrichstr. 44. Eveie Vereinigung der Seifensteder und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 8. Februar, Worm. 10 Uhr, Mitglieder- Versammlung bei Scheffer, Infelfte. 10. Pankow, Schönhausen und Umgegend. Sonntag, den 8. Februar, Schönhauser Allee 103. mittags 1 Uhr: Große öffentl. Voltsversammlung in Albrecht's" Jägerhaus", Allgem. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29), Filiale Rirdorf. Sonnabend, den 7. Februar, Abends 8% Uhr, im Zokale des Tambour- Verein Deutsche Eichs". 9 Uhr Sigung im Restaurant Herrn Filice, Bergstr. 34. Sonntag NachDas Opfer anscheinend eines Verbrechens wurde, der Staatsb. Beitung" zufolge, am Mittwoch Abend der AuslaßAn die Schneider und Schneiderinnen! Kollegen! Ich mündung eines Kanalisationsrohres auf dem städtischen Rieselgut Blankenfelde entriffen. Seit Wochen hatten sich bei dem betreffen fühle mich genöthigt, öffentlich an Euch heranzutreten. In der den Rohr Zeichen einer Verstopfung bemerkbar gemacht, welche legten Zeit sind unsere Versammlungen so schwach besucht geman auf den Frost zurückführen zu müssen glaubte. Am Mittwesen, besonders die Vereinsversammlung, daß es nicht möglich woch Abend nun zeigten, entgegen dem Reglement, die Lichter war, sie stattfinden zu lassen. Da in unserem Gewerbe zirka auf dem Signalberge des Nieselfeldes und Fackelschein von 40 000 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt werden, sollte das Arbeiterkolonnen an, daß Reparaturen ausgeführt wurden; sonst größte Lokal in Berlin zu unseren Versammlungen zu klein sein. Techow, Waterloo Ufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. geschieht dergleichen nur zur Tageszeit. Der schreckliche Anlaß Leider ist es anders. Jeder einzelne soll doch so viel Zusammen mittag 2 Uhr: Grfte Partie mit Damen nach Schmargendorf unter Leitung zu der Nachtarbeit war die Leiche eines jungen Mannes, welcher gehörigkeitsgefühl haben, daß er unsere Versammlungen besucht es dirigenten War Widulla. Gäste willkommen. Abmarsch vom Restaurant Tischler- Verein. Heut Abend 9 Uhr Kottbuserstr. 4a: Bersammlung. bis zum 13. v. M. in Blankenfeld eine Schlafstelle inne gehabt und sich unserem Veeein anschließt. Nur so können wir stark hatte. Derselbe hatte Blankenfelde kennen gelernt, als er als genug werden, um dem Kapital ein Halt zuzurufen. Wecket end- Bortrag des Herrn Bens über„ Invaliditäts- und Altersversicherung". Ausgabe der Villets zu dem am 14. d. M. stattfindenden Wiener Mastenfest.) besonders die HausGroße öffentliche Frauen und Männer- Versammlung am Sonntag, Rummelsburger Häusling mit der Rummelsburger Kolonie auf lich die indifferenten Massen auf, den Rieselfeldern Feldarbeiten verrichten mußte. Nach Abbüßung industriellen, daß sie sich ihrer schlechten Lage bewußt den 8. Februar, Abends 6 Uhr, in Knebel's Salon, Babstr. 68. TagesAuch die in den Betriebswerkstätten beschäftigten ordnung: 1. Die Frauenbefreiung. Referent Herr Julius Türt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. feiner Strafzeit, während welcher der junge Mensch, theils mit werden. sich nicht viel in den Versammlungen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 8. Febr., Vormittags 10% uhr, Außenarbeit, theils als Barbier beschäftigt, eine Summe von Arbeiter laffen 110 m. verdient und erspart hatte, ging er nach Blankenfelde und sehen. Jeder einzelne ist verpflichtet, mitzuarbeiten, um unser Rosenthaler- fir. 38. Vortrag des Herrn Dr. Böttet:" Die Jesuiten und thre Techow. Rüdberfung." Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, bet Ilges,| Brüderftr. 26. Bergnügungs- Verein„ Luftige 13", Abends s uhr, bet Wilsnadlerstr. 63. Bortrag des Herrn Dr. Völkel: Die Segnungen des Un Siebzett, Wrangelstr. 30. Gäste willtom. Bergnügungsverein" Sorgen glaubens." brecher", Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläken Roller'scher Stenographen- Berein Süd- West Berlin", Abends beschäftigten Arbeiter Deutschiands, Ortsverwaltung Berlin. Mitglieder- 8% Uhr, im Restaurant Körner, Barutherstraße 1, Unterricht und Uebung. Versammlung am Montag, den 9. Februar, Abends 8% Uhr in Säger's Salon, Grüner Weg Nr. 29. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 8. Februar cr., Abends 6 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Völfel- Magdeburg: Der fächsische Kanzler Krell, ein Opfer dis lutherischen Fanatismus. Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. Depeschen. Witten, 6. Februar.( Telgr. d.„ Herold".) In gemein samer Sigung des Grubenvorstandes der Zeche Trappe und der Delegirten wurden die Lohnforderungen zugebilligt. Nach Erledigung einiger weiteren unwesentlichen Punkte wird die BelegLese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub " Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. Heine" Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Zechlin, Hornstr. 11. " Mehr Licht", Abends 8% Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freundschaft anfahren. fchaft", Friedenstr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein" Sanges Echo," Staligerstraße 142 bei Greifer. Gesangvereinyrania", Landsbergerstraße 31 bei Musehold. Grüne Giche", Rirdorf, Knesebeck- und Hermann ftr.- Ecke bei Beiler. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Gesangverein der Offenbach er Sängertrang", Deutscher Hof, Luckauerstr. Nr. 15, Uebungsstunde uin 9 Uhr. Gäste willkommen. Mujitverein, Vorwärts", Abends 8%-10% Libr, Annenstr. 14, part. Zitherklub" Waldrose", Abends 9 Uhr bei Kleemann, Lausigerstr. 41. Bithertiub armonte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplatz 7. Abends Berliner Turngenossenschaft. 8. Männer Abtheilung. X0-11 Uhr. Lübeck'scher Zurnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung furni Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gym nasium, Elisabethstraße 57-58. Madrid, 6. Februar.( Telgr. d.„ Herold".) Unruhen nach den Wahlen werden nicht nur aus Barcelona, sondern auch aus Valencia und Carthagena gemeldet. In Barcelona machte sich eine beunruhigende Arbeiterbewegung bemerkbar. Man befüchtet einen großen Ausstand. Briefkaffen der Redaktion. H. T. Ihre erste Frage ist nicht recht verständlich. Wir geben prinzipiell keine solchen Empfehlungen. Stattlub Ram sch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen sind freundlichst eingeladen. Stattlub ,, Rants ch", Fürstenbergerstr. 10. Privat 5. O. 1. Sie müssen Ihre Geburtsurkunde resp. Ihren Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im Lotal VeteranenTaufschein beim Standesamt einreichen. Weiterer Papiere beftraße bei Vettin. Theater- Verein, Giaconda", Abends Verein Lustige Brüder", Abends 9 uhr, darf es für Sie nicht. 2. Zuständig ist derjenige Standesbeamte, 9 Uhr, Sigung. " Fachverein der Tischler( Norden). Montag, den 9. Februar, Abends 81/2 Uhr: Große Versammlung im Lokale des Herrn Knebel( Gesundbrunnen) Badstr. 58. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Koblenzer: Der Kampf ums Dasein. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gentralkranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. 10. Verwaltungsstelle Weißensee. Mitglieder- Versammlung in dessen Bezirk Sie oder Ihre Braut zur Zeit der Anmeldung wohnen. 3. Wenn Sie in der Zwischenzeit Ihren Wohnsiz ver ändern, so können Sie die Eheschließung auch durch den Standesbeamten des neuen Wohnsizes vollziehen lassen. T. W. 53. Beschweren Sie sich beim Landrath über die Polizeibehörde. Event. können Sie gegen diejenige Behörde, welche den Versteigerungserlös vereinnahmt hat, die Bereicherungsflage wegen der Futterkosten anstrengen. Fr. St., Ostbahnhof. Ob Jemand eine Unfallsrente bes zieht, ist für die Frage, ob er zur Altersversorgung bei steuern muß, gleichgiltig. Es fragt sich nur, ob er vermöge der jetzt betriebenen Beschäftigung unter das neue Gesetz fällt. K. Sch., Memelerstr. Es fragt sich, wann Sie nach der Vereinbarung mit der Arbeit beginnen sollten. Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. Spandau. Wenden Sie sich an den Branddirektor Stude, Hauptdepot der Feuerwehr, Lindenstraße. W. N. Nehmen Sie sich vor dem Menschen in Acht. Mit uns hat er nichts zu thun, er ist uns jedoch bekannt. F. K. 27. Das Mädchen möge sich zunächst an das Vormundschaftsgericht wenden, und wenn dieses abschlägigen Bescheid ertheilt, Beschwerde beim Landgericht führen; etwas Weiteres läßt sich nicht machen. Briefkasten der Expedition. Die Vorstände der Gewerkschaften, politischen Vereine, Leseklubs 2c. werden hiermit dringend gebeten, uns baldigst die genauen Adressen ihrer Kassirer einzusenden. Die Expedition des Vorwärts", Beuthstr. 3. Heute wurde ausgegeben: " Die Nene Zeit. am Sonntag, 8. Febr., Nachm. 3 Uhr. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 313 im Restaurant zum Pfeifenmüller", 46. Königs Chaussee 46. Tagesordnung: Abrechnung vom 4. Quartal 1890. Verschiedenes. 383b Alle Kollegen des Nordens sind zu dieser Versammlung eingeladen. Ferner findet am Sonntag, den 8. Februar, Vormittags die Besichtigung der Genossenschafts- Hutmacherei, Pappel- Allee 4, statt. Treffpunkt 1. Morgens 9 Uhr, im Lokale Schwedterstr. 44( Fähnrich) Otto Thierbach. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Bevollmächtigte. Kranken- u. Sterbekasse der Hutarbeiter u. verw. Berufsgen. Berlins und Umgegend.( E. H. 62.) Montag, den 23. Februar 1891, Abends 8½½ Uhr: Außerordentliche General- Versammlung in Feindt's Restaurant, Weinstraße Nr. 11. Tages Ordnung: 2. Versammlung Heft 19. Inhalt: Der Schuß Padlewsky's.- Zur Frage des ehernen Lohngefehes. VI. Von Ed. Bernstein. Zuckersteuer und Zuckerindustrie. II. Von Max Schippel. Die Ueberwachung der schweizerischen ArbeiterschuhGesetze durch die Arbeiterschaft. Von D. 3inner. Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen Gesellschaftsleben von F. v. Osta. Pro Quartal( 13 Hefte) 2,50 M., pro Heft 20 Pf. Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. der Mitglieder des Vereins der Fortjehung.) Wäschezuschneider und verwandten Berufsgenossen im Lokal Feind's Restaurant, Weinstr. 11, am Montag, 9. Febr., Abends 9 Uhr. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Pëus aus Mary' Oeffentl. Versammlung der " Kapital" über Zeit- u. Stücklohn. Feilenhauer Berlins u. Umg. Feilenhauer Berlins u. Umg. 1. Antrag des Vorstandes auf Auflösung unserer Kasse.( Siche§ 27 des Statuts.) 2. Diskussion und Beschlußfassung hierüber. 3. Weitere Beschlußfassung über den Antrag, betreffend den Eintritt sämmtlicher Mitglieder 2. Diskussion. in die Kranken- und Sterbekasse der Hutmacher zu Altenburg, Filiale Berlin. 3. Verschiedenes. 4. Verschiedenes. NB. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes in dieser Ver 4. Fragetasten. sammlung zu erscheinen. 170 384 b Der Vorstand. J. A.: Franz Schmidt, Höchstestraße 49. Pankow, Schönhausen und Umgegend. Sonntag, den 8. Februar, Mittags 1 Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung in Albrecht's Jägerhaus, Schönhauser Allee 103. Zages Ordnung: 1. Das System der Lokalverweigerung. Referent: Stadtverordneter Otto Heindorf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt.- Diese Versammlung findet bestimmt statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. G. Scharnow's älteste und anerkannt leistungsfähigste En gros Uhren- Fabrik Berlin S., Export Oranienstr. 152, Ecke Morigplay, besteht seit 1860. Anert. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 m. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren. v. 20 M. an do. Ancre- Herren- Remontoir- Uhren Regulateure do. • · . v. 50 M. an v. 8 M. an in polirtem Nußbaum- Gehäuse, ca. 1 mtr. . lang, 14 Tage gehend v. 14 M. an Wecker- Uhren in verschied. Mustern. • v. 3,50 M. an Bitte genau auf die alte Firma: Oranienstrasse 152 zu achten. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Benthstraße 3. In unserem Verlage erschien soeben: Zwei Reden zum Reichshaushalts- Etat, gehalten von August Bebel im Deutschen Reichstag am 9. und 11. Dezember 1890. 32 Seiten 8°. Preis 10 f., 100 Exemplare 8 Mk. Wir empfehlen obige Reden den Parteigenossen als ausgezeichnete Agitationsschrift. Sie ist von aktueller Bedeutung infofern, als die Zoll- und Steuerpolitik der Regierung, die jeder am eigenen Leibe verspürt, darin eingehend beleuchtet wird. Rohtabak. 334/8 Cylinder- Uhren Reparaturen nach reinigen 1,50 M. Uebereinkunft. Der Vorstand. Gentralfranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. w. ( E. H.-K. Hamburg), Sonntag, 8. Febr., Vorm. 10 Uhr, bei Meissner, Gartenstraße 162. Tagesordnung: Martin Klein, 43 L Uhrmacher, 25 Neue Hochstr. 25 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Taschen- Uhren. 1. Die Entwickelung der Familie. Re- Reparaturen zu soliden Preisen. ferent: Herr Ströbel. Konv. Lexikon, wissensch. 2. Diskussion. Meyer's Bücher, Brehm, Weltge3. Vierteljahresbericht über den Unter- fchichten kauft A. Hannemann, Roch stützungs- Fonds. 150 Oertliche Verwaltung Berlin H. 4. Verschiedenes. Der Einberufer.straße 56. Fernsprecher Ic 4027.[ 111L Sonntag, den 8. Febr., Vorm. 11 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Skalitzer Garten, Staligerstraße 54. ( Eingang 2. Hof, Garten links.) Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom 4. Quartal. 2. Verlegung zweier Zahlstellen. 3. Verschiedene wichtige KassenangeTegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches u. pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 307 Gentralfranken- u. Sterbekasse der Tischler 1. s. 1. ( E. H.-K. Hamburg), Oertliche Verwaltung Berlin A. Sonntag, 8. Febr., Vorm. 101 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Doberstein, 31. Mariannenstraße 31. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht vom 4. Quartal 1890. 2. Verlegung einer Zahlstelle. 300 3. Anschluß der Verwaltung A an den Verband freier Hilfskaffen. 4. Verschiedene Rassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Jedes MitE glied ist verpflichtet, in dieser Versamm 71 L lung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr. 8 und Langestr. 26, Mein reichhaltiges Lager bei dem Herrn liefert das größte Brot für 50 Pf.[ 1171 Wasserthor- Frdl. Wohnung, Stube u. Küche, vorn I, Otto Grepling, take 25 a ist wegen Uebernahme e. Wirthschaft für empfehle 389 b W. Lindenstädt. 90 Thl. z. vm. b. E. Barth, Weidenweg 81. Gentralfranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. w. ( E. H.-K. Hamburg), Oertliche Verwaltung Berlin D. Mitglieder- Versammlung Sonntag, 8. Februar, Vorm. 102 Uhr, im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Tagesordnung: 1. Rassenbericht vom 4. Quartal 1890. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 303 b Gau- Verein Berliner Bildhauer. Nächste Versammlung: Mittwoch, den 11. Februar, im Restaurant Gaillard, Prinzenstr. 87. Näheres Dienstag. Versammlung Der 116 Müller n. verw. Berufsgen. Sonntag, 8. Febr., Nachm. 11/2 Uhr, in Zemter's Lokal, Münzstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Fritz Platina- Abfälle jest Gr. 1,20. Linke, Neue Hochstraße 333 J Nr. 25, Berlin. Speise- Leinöl frisch und garantirt rein, empfiehlt die Fabrik- Niederlage von M. Krüger, Skalikerstr. 105. Alle Uhren werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L Lager aller Arten Uhren, Uhrketten. Ausw. Rep. u. Best. reell Zubeil über„ Die Zentralorganisation Alte Stiefel. billig Stallschreiberft.7. und ihre Vortheile." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 240 Der Vorstand. Fachv. d. Tischler. Vorstands- Sizung. Sonntag, d. 8. Februar, Vorm. 10 Uhr, in Norbert's( früher May's) Lokal, Beuthstr. 21-22. 312 Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Februar- Versammlungen: Zahlstelle I. Sonntag, den 15. Fe bruar, 1012 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16. Vortrag. Zahlstelle III. Sonntag, den 15. Februar, Vorm. 10 Uhr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26. Zahlstelle IV. Dienstag, den 10. Februar, Abends 8 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Vortrag. Zahlstelle V. Sonntag, den 8. Fe bruar, Vorm. 10 Uhr, bei Bolzmann, Fachv. d. Steinmetzen andreasfir. 26. Berlins. Zahlstelle VI. Montag, d. 9. Februar, Sonntag, den 8. d. M., Vorm. 10 Uhr: Abds. 8 Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11. Versammlung in Deigmüller's Salon, Nr. 48 a. Alte Jakobstraße Nr. 48 a. Der Vorstand. 286 Bentral- Verein deutscher Böttcher. Sonntag, b. 8. Febr., Worm. 10% Uhr, 122 in Heise's Salon, Lichtenbergerstr. 21. Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Wie regeln wir in Zukunft unseen Arbeitsnachweis? 3. Berschiedenes. Der 1. Bevollmächtigte. Zentralisirung und Urabstimmung. Koll. Strohmeyer und Luk. Zahlstelle VII. Montag, d. 9. Februar, Abds. 8 Uhr, bei Reyer, Alte JakobStraße 83. Pfandleihhaus Kirchbachstr. 13, Ausverkauf zurück gebliebener Gegenstände, neue u. wenig getragene Herren- Anzüge, einzelne Röcke, Jaquets, Hosen, Knaben- Anzüge, Uhren u. s. w. Für Verfaz täglich geöffnet.[ 77L Sang- Holz- u. Kohlen- Geschäft bares ist wegen Verzug nach Außerh. billig z vert., Nähe Bergmannstr. Miethe 675 M. 3. erfr. b. 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Auch Sonntags.| Tüch.Silber- Presser verl.Sebastianstr.20. Verantwortlicher Redakteur: Curt Vaake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 72 he ric sei fe D de to h 11 E 11 2 11 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 32. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Sonnabend, den 7. Februar 1891. chreiten. 8. Jahrg. Lippmann heute auf seinen Gid versicherte, er habe ausdrücklich gefordert. Nach dem Schlußwort Vogtherr's wurde folgende zum Dernbach gesagt, daß es seine private Ansicht Resolution angenommen: Die Versammlung ist mit den Aussei, warum Hubel entwich, und daß er( Lippmann) den Say: führungen des Referenten einverstanden und verpflichtet sich da" Wahrheit müsse Wahrheit bleiben", nicht erwähnte, fand der hin zu agitiren, daß immer mehr aus der Kirche austreten, da Aus dem Königreich Stumm wird über die Wahl- Staatsanwalt feinen Grund, gegen den Wachtmeister einzu wir durch dieses Vorgehen die Macht derselben sehr beschränken können." Nachdem die Genossen Mühlbach und Sundat fälschung in Ruthweiler, wo bei der letzten Reichstagswahl von Der Herr Staatsanwalt begann seinen Vortrag damit, vor zu Kontrolleuren für den Süd- Osten gewählt worden, wurde fol72 abgegebenen Stimmen auffallender Weise 91 auf Frei herrn von Stumm gefallen sind, der„ Trierer Landeszeitung" be den Augen der Geschworenen( meistens Landwirthe, Fabrikanten gende Resolution angenommen: und Dorf- Bürgermeister) ein Bild vom Kriege 1870-71 zu ent Die Versammlung beschließt:„ Ein jeder Genosse ist verpflichtet, auf richtet: den und „ Vorwärts", สิน rollen, wo auch wahrscheinlich die Väter der Angeklagten für die moralisch " Ihre Leser erinnern sich vielleicht noch der Mittheilung, die Freiheit Deutschlands mitgekämpft hätten. Die heutige Jugend feiner weiteren Ausbildung auf die" Berliner Voltssowie auf die„ Arbeiter Bibliothek" seiner Zeit durch die Blätter ging. Danach waren zu Kuth- Freiheit mißachte dies. Er hoffe jedoch, daß es nur eine Minderheit fei. Tribüne", weiler, im Wahlkreise Ottweiler- St. Wendel- Meisenheim, woselbst der freikonservative Freiherr v. Stumm gewählt ist, mehr Ferner hob er die Fürsorge des Kaifers für das arbeitende Volt zu abonniren; ferner verpflichten sich die Genossen, für die weiStimmen für v. Stumm gezählt worden als überhaupt Wähler hervor. Redner ist der Ansicht, daß die Angeklagten ein Komplott teste Verbreitung der Berliner Wolfs- Tribüne", sowie an der Urne erschienen waren, während für Dasbach blos fünf geschmiedet, um ihren Genossen Schröder von der Strafe zu be- Arbeiter bibliothet" Gorge zu tragen." Genosse K. Stimmen gezählt waren, dagegen 11 abgegeben sein sollten. Die freien, und daß diefelben deshalb wiffentlich falsch geschworen Scholz gab noch bekannt, daß sich die Genossen des Sache scheint zur Reife der Hauptverhandlung gediehen zu sein. hätten. Bei Hausmann, Schmidt und Schönberg fei der Beweis Südostens des vierten Wahlkreises, welche aus der Kirche ausWenigstens sind auf Ersuchen des preußischen Justizministeriums zwar nicht erbracht, allein auch diese hätten den Eid verletzt. treten wollen, an ihn, Wrangelstraße 32, um Auskunft oder um durch das Reichsamt des Innern die Verhandlungen über die Er beantragte, sämmtliche Angeklagten, mit Ausnahme von Drude, Formulare wenden möchten. Dann wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Reichstagswahl in Ruthweiler beim Reichstag erbeten worden. für schuldig zu erklären. Zunächst ergriff Herr Rechtsanwalt Benedey das Wort und Klavierarbeiter. Da aber zur Zeit die Wahl des Abgeordneten v. Stumm infolge tadelte mit Recht das allzu schnelle Beeidigen des Schröder; man der dagegen erho benen Anfechtungen der Prüfung unterliegt, so hätte, um den Thäter zu ermitteln, erst andere Wege ein- In einer unter dem Vorsitz des Genossen Brogies tagenden konnte dem Ersuchen nicht stattgegeben werden." Wenn die Wahl schlagen sollen, als den Leuten gleich den Gid zuzu sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung der Klavierarbeiter anfechtungen, welche gegen Freiherrn von Stumm's Wahl erAuch sei es sehr wohl möglich, daß die Ange- und Berufsgenossen gelangte der Abwehrstreit der Arbeiter der hoben sind, im Reichstag zur Sprache komunen, so wird man noch manches Erstaunliche hören, was eben nur im Königreich flagten sich am 5. Dezember nicht mehr erinnern konnten, Fabrik von Mat u. Komp. zur erneuten Besprechung. Genosse was am 9. November, am Schlusse der Bier- und Weinreise, R. Schmidt referirte über den Stand der Angelegenheit. Seit Stumm und ähnlichen gesegneten Landstrichen möglich ist. vorgegangen sei. Wachtmeister Dernbach habe z. B. heute auch zehn Jahren, so führte er aus, wäre dies der erste Streik, der in nicht mehr gewußt, was er am 5. Dezember gesagt habe. Zum der Branche unternommen wäre, und auch jetzt wären sie nur Schlusse plaidirte Redner auf Freisprechung. Rechtsanwalt Dehl durch die dringendste Nothwendigkeit gerade in der ungünstigsten führte an, daß die unpassenden Worte wohl gefallen feien, allein Beit dazu gedrängt worden. Aber es galt die ohnehin schon bas bie Zeugen diefelben gehört haben müßten, dafür sei der niedrigen Löhne noch dazu unter den gegenwärtigen hohen Lebens Beweis nicht zu erbringen und stüße sich die Anklage nur auf mittelpreisen vor einem Herabdrücken zu bewahren. Vermuthungen. Auch Herr Dehl plaidirte auf Freisprechung. habe man auch nur mit schwerem Herzen zu diesem Schritt Die Geschworenen bejahten(!!!) alle Schuldfragen mit Ausgegriffen. Nicht allein im Interesse der Arbeiter dieser einen nahme derjenigen gegen Drude, gerade so, wie der Staatsanwalt| Fabrik liege der Kampf, sondern in dem der gesammten Klavierarbeiter; daß diese alle hinter den Ausgesperrten stehen, beantragt hatte! Das Urtheil lautete für Schröder auf eine Gesammtstrafe habe der Umstand bewiesen, daß in einer Woche mehr als von 1 Jahr 10 Monate Gefängniß, für Geffers, Armbruster, 1000 Mart Unterstützungsgelder aufgebracht seien. Als ein erHausmann, Schönberg und Schmidt auf je 1 Jahr 2 Monate freuliches Zeichen sei zu konstatiren, daß der Zuzug bisher ein Buchthaus, wovon durch die Untersuchungshaft 1 Monat als taum nennenswerther gewesen sei, hoffentlich bleibe es auch ferner verbüßt gilt und 3 Jahre Ehrenverlust. Drude wurde frei so. An die ausgesperrten Kollegen sei aber angesichts dieser Thatgesprochen. sachen der Appell zu richten, daß sie sich des in sie gefeßten Vertrauens würdig zeigen, daß fie muthig bis zum letzten Augenblick ausharren. Leipzig, den 4. Februar. In der gestrigen Verhandlung des Schöffengerichts wurde der Genosse G. Eger in Leipzig- Anger wegen Tragens republikanischer Abzeichen( derselbe hatte beim Begräbniß eines Genossen einen Krang mit rother Schleife getragen) zu 15 M. Geldstrafe resp. 5 Tage Gefängniß und wegen unerlaubten Sprechens in Friedhofe zu 5 Mark eventuell 1 Tag Haft verurtheilt von Rechtswegen. Konstanz. Wie unsere Leser sich erinnern werden, wurde am 5. Dezember von der Straffammer Konstanz der Schneider Schröder, der am genannten Tage auf einer Bier- und Weinreise 3 Liter Bier, 1/2 Liter alten und 3/4 Liter neuen Wein vertilgt und in der Trunkenheit den Kaiser geschmäht hatte, wegen Maje ftätsbeleidigung zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt. Gleich zeitig wurden seine ebenfalls nicht nüchtern gewefenen Begleiter auf jener Bier- und Weinreise, weil sie sich jener Aeußerungen nicht mehr entsinnen konnten, bezw. dieselben nicht gehört zu haben behaupteten, unter Verdacht des Meineides verhaftet. Diese Meineidsverhandlung fand vor dem Schwurgericht Konstanz am 21. Januar statt. Ueber dieselbe entnehmen wir dem Bolfe freund" folgenden Bericht: schieben. Versammlungen. Dieselben Daher Nicht allein in Lohnabzügen mache in diefer für sie so überaus günstigen Zeit der Uebermuth der Unternehmer sich bemerkbar, überall suchen sie an den bestehenden Arbeiterorganisationen zu Der sozialdemokratische Wahlverein für den rütteln. Und diese Thatsache allein müßte den Arbeitern die 4. Wahlkreis Augen öffnen, ihnen zeigen, daß in ihrem eigenen Interesse ein Auf der Anklagebant faßen folgende Personen: Andreas bielt am 4. Februar eine sehr gut besuchte Versammlung ab, in festes Zusammenhalten in den Organisationen geboten sei als das Geffers von Watuin, 24 Jahre alt, Schneider; Gustav Adolf welcher der Stadtverordnete ogtherr einen Vortrag über beste Bollwert gegenüber dem Unternehmerthum. In dem vor Schröder von Wustrow, 23 Jahre alt, Schneider; Wilh. Schmidt ,, Die Uebermacht der Kirche im Staat" hielt. Redner führt un- liegenden Falle habe man wohl einen Ausgleich mit dem Fabrivon Mehlis, 28 Jahr, Schneider; Valentin Schönberg von gefähr Folgendes aus:„ Gelingt es auch vielen kleineren oder kanten versucht, schnöde sei man aber abgewiesen worden Tarvis, 20 Jahr, Schneider; Andreas Hausmann von Wernige größeren Mächten ihren wahren Charakter Jahrhunderte lang mit dem Bemerken, die Lohnabzüge wären schon längst geplant. rode, 26 Jahr, Buchbinder; Josef Armbruster von Einbach, zu verbergen, so tommt er doch einmal an das Tages Leider müsse konstatirt werden, daß sich einige Elemente gefunden 27 Jahr, Schneider; Gustav Drude von Bardersleben, 23 Jahr, licht. So ist es mit der Kirche, ihren Einflüssen und haben, welche dort geblieben wären, doch die übergroße Mehr Schneider. Die ersten fünf erklären, Sozialdemokraten zu sein, ihrer Machtentfaltung innerhalb des Staates gewefen. zahl habe sich für ein Zusammenhalten entschieden. Redner geht während die beiden letzten sich als parteilos erklären. Am Sonn- Man hat erkannt, daß die Kirche eine lebermacht im bann näher die Lohnabzüge durch, über welche wir bereits tag den 9. November v. J. machten die obengenannten Arbeiter Staate ist, die beseitigt werden muß. Die Machtstellung der berichteten. betragen durchschnittlich 10 pCt. mit dem flüchtig gewordenen Schneidergehilfen Hubel eine, wie Kirche zerfällt in zwei Theile; sie ist wirthschaftlich und geistig. theilweise nur 8 pGt. dafür aber für einzelne Arbeiten sogar man zu sagen pflegt, Weinreife mud waren gegen Abend zwischen Auf der einen Seite ist sie bestrebt, möglichst viel des sonst von 20-25 pet. Der Referent schließt mit einem Appell an das 5 und 6 Uhr in der Wirthschaft zum Stadtweier in Kreuzlingen ihr als verachtungswürdig verschrieenen Mammons anzuhäufen, Solidaritätsgefühl der Klavierarbeiter und der Aufforderung in der Schweiz eingetroffen. Trotzdem Alle ziemlich angeheitert auf der anderen sucht sie ihren schon ungeheuren Einfluß auf das zum Anschluß an die Organisation.( Lebhafter Beifall). Vor waren, besonders Schröder und Drude, wurde auch hier noch ganze Bildungswesen noch zu erweitern. Hier muß man ihr mit Eintritt in die Diskussion wird festgestellt, daß trotz Einladung tüchtig gezecht und wurden politische Gespräche geführt. Hierbei Entschiedenheit entgegentreten. Auf wirthschaftlichem Gebiete sich fein Vertreter der Firma Matz u. Ko. eingefunden habe, soll Schröder einfältige Aeußerungen gethan haben. Dieses Genimmt die Kirche eine Unsumme von Staatsgütern, ebenso Niemand von den weiter Arbeitenden. Anwesend ist nur schwätz brachte der anwesende Oberkellner Bauer des Hotel Halm einen großen Theil des Volksvermögens für sich in An der ebenfalls eingeladene Frontenputzer Sauer, welcher außer in Konstanz mit seinen beiden Freunden, den Lehrern Bögtle und spruch. Eine Ungerechtigkeit ist es, wenn diejenigen Leute, dem Hause beschäftigt ist. Martin, zur Anzeige. die sonst ihr Lebtag von der Kirche nichts wissen wollen, zu den Als erster Redner in der Diskussion stattet Genosse Beyer Bericht Am 12. November v. J. wurden Geffers und Schröder vor Kosten ihrer Grhaltung herangezogen werden. Wie ungeheuer ab über die Unterhandlungen, welche er gemeinsam mit dem Ge den Amtsrichter geführt und sofort beeidigt(!!). Beide die Kirche am Ginkommen des Volkes zehrt, fann man im nossen Zubeil mit den Inhabern der Firma Mah u. Ko. ges beftritten, von einer Kaiserbeleidigung etwas zu wissen. Erst statistischen Jahrbuch für 1888 nachlesen. Die Zahl der Kirchen- pflogen habe. Die Vermittelungsversuche feien abschlägig be jezt, nachdem Schröder schon beeidigt war, stellte man ihm den steuerpflichtigen in Berlin brachte in einem Jahr 400 000 m. auf schieden worden mit der Hinzufügung, daß keiner der Streifenden Neu eingetreten Oberkellner Bauer gegenüber. Dieser bezeichnete den Schröder an Kirchensteuern. Doch darin bestehen die Ginnahmen der Kirche nicht wieder bei ihnen Beschäftigung finden würde. als diejenige Person, welche obige alberne Aeußerungen gethan allein; sie hatte viele Nebenquellen, so Kirchenvereine, Bibelvereine 2c. seien bisher nur zwei Arbeiter, einer von ihnen, ein gewisser habe, was zur Folge hatte, daß Geffers wegen Meineid, und Es sind dies die Zentren der Propaganda für die Kirche. Eieben der Lemke, gab sich sogar für einen Genossen aus, derselbe gab vor, Schröder wegen Ma je stätsbeleidigung und meineid hauptsächlichsten dieser Vereine besaßen nach der Statistik ein ausgewiesen zu sein, das halte ihn aber nicht ab, den Streitverhaftet wurden. Hierauf wurde zunächst die Untersuchung Vermögen von insgesammt 794 000 M. und nahmen im Jahre brecher zu spielen. Außer dem Hause wären zwei Mann be gegen Schröder wegen Majestätsbeleidigung geführt. Er kam am 1888 ein 857 000 wt., während sie im selben Beitraum 861000 M. Schäftigt, Sauer und Gaude, letterer habe in der vorigen Ver5. Dezember vor die Straftammer. In dieser Verhandlung ausgaben. Diese Zahlen müssen dem Indifferentesten die Augen sammlung das Versprechen abgegeben, sobald er seine Arbeit abfagten die Zeugen Bauer, Bögtle und Martin aus, daß Schröder öffnen, überhaupt wenn er in Betracht zieht, daß das Geld zum geliefert habe, nicht weiter arbeiten zu wollen; sein Versprechen obengenannte Aeußerungen gethan habe, während die Zeugen größten Theile von kleinen Leuten aufgebracht wird. Außer habe er auch gehalten.( Bravo.) Anders liege es aber mit Schmidt, Hausmann, Schönberg, Armbruster und Drude behaup- diesen Einnahmequellen besitzt die Kirche noch eine sehr große Sauer, dieser arbeite ruhig weiter, auch habe derselbe schon in teten, solche Worte nicht gehört zu haben, indem dadurch, daß sie das Privileg des Begräbnißwesens besitzt. früheren Jahren einen Streit auf ähnliche Weise zu brechen ge= sie sich theils selbst unterhielten, theils Zeitung gelesen hätten. Was den Einfluß der Kirche auf das Bildungswesen betrifft, so sucht. Redner theilt mit, daß Sauer Mitglied eines Arbeiter- GeSchröder wurde, wie schon erwähnt, wegen Majestätsbeleidigung muß sich jeder, auch wenn er nicht den mit der Religion sich be- fangvereins sei, welcher Straußbergerstraße 2 tage.( Beifall.) In der weiteren Debatte theilt Lüderitz mit, daß der Streifzu einem Jahr Gefängniß verurtheilt und die leztgenannten fünf fassenden Passus in unserem Programm in feiner jeßigen Form Zeugen wurden wegen Verdachts des Meineids verhaftet. anerkennt, sagen, daß es ein Unrecht ist, Kinder, deren Elternbrecher den Genossen Müller, welcher vor der Fabrik die übliche Wie eingangs angeführt, saßen nun alle sieben Mann wegen absolut mit der Kirche und ihren Lehren nichts zu thun haben Kontrolle abhielt, bei einem Schuhmann denunzirt habe. Meineids vor dem Schwurgericht auf der Anklagebant. Der An- wollen, zum Religionsunterricht durch Zwang beranzuziehen. fprechen im Sinne des Vorredners die Genossen Zubeil, Gaude, blick diefer Leute machte auf das Publikum einen betrübenden In vielen Fällen bleibt doch etwas von dem Gelernten hängen Müller, Niendorf, Dreyer. Der Vorsitzende giebt bekannt, daß Gindruck; derselbe wurde durch die starke Bewachung von sechs und die Betreffenden werden im Alter Heuchler. Jeder, welcher sich die beiden Streifbrecher Noste und Heinze aus dem Fachverein Gendarmen erhöht. Nachdem die üblichen Vorbereitungen ge- über das reaktionäre Wirken der Kirche informirt hat, ist moralisch der Klavierarbeiter ausgestoßen seien. Zur einstimmigen Annahme gelang folgende Resolution: troffen waren, wurden die Angeklagten verhört und blieben alle gezwungen, dahin zu dringen, daß ihre wirthschaftliche und geistige " Die heute tagende öffentliche Klavierarbeiter- Versammlung bei ihren früheren Aussagen mit Ausnahme des Armbruster. Macht im Staate untergraben wird. Er ist verpflichtet, offen zu Dieser gab an, in der Verhandlung vom 5. Dezember v. J. ver- erklären, ein Gegner der Kirche zu sein und nicht eher im Kampf erkennt in Unbetracht der traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse wirrt gewesen zu sein und er habe sich deshalb nicht an Alles gegen dieselbe zu vasten, bis uns der Sieg wird.( Beifall.) Gs das Vorhandensein einer Nothlage innerhalb des Arbeiterstandes erinnern fönnen, was er gehört, und er sei erst später fähig ge- entspann sich hierauf eine sehr animirte Discussion, an welcher an. Alle Anwesenden sind der Ansicht, daß nur durch sestes Zuwesen, die Angaben zu Protokoll zu bringen. sich die Herren H. Peters, Student der Medizin, Kulick, ſammenhalten der Arbeiter eine Verbesserung der Lage herbeiNeuhaus, Heindorf, Reißner, geführt werden kann und sie verpflichten sich zum Anschluß an Das Zeugenverhör begann mit der Vernehmung der drei Stabernack, Hauptzeugen Bauer, Bögite und Martin; dieselben waren Soch, Werner, Liebsch, Wengels und Esters eine Organisation, welche für die Klavierarbeiter der Berein es Herr Peters meinte, fei nicht zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter" ist. einstimmig der Ansicht, daß die Angeklagten die Worte Schröders betheiligten. Sowie er, gehört haben mußten, da dieselben laut gesprochen worden seien so leicht, ohne Weiteres nicht zu glauben. Schuhmacher- Versammlung. und da die Angeklagten am gleichen Tische wie Schröder saßen, Redner, in die Naturwissenschaft eingeführt wurde, habe er auch Zur endgiltigen Beschlußfassung über die Frage, ob zentrale während die Zeugen am anderen Tische, etwa 4 Meter entfernt, alles wie jeder andere in derselben Lage über Bord geworfen. Dann kommt aber bei einem denkenden Menschen der Zweifel, oder lokale Organisation, war für den 2. d. M. eine öffentliche figend, dieselben gehört hätten. Bei diesen drei Zeugen ist zu bemerken, daß ihre jetzigen da ebenso wenig wie die Theologen ihre Behauptungen beweisen Schuhmacher- Bersammlung einberufen worden. Dieselbe fand bei Aussagen( insbesondere diejenige des Kellner Bauer), mit ihren tönnen, die wissenschaftlichsten Männer die von ihnen gemachte zahlreicher Betheiligung bei Gratweil statt unter Leitung der Aussagen vom 3. Dezember nicht ganz übereinstimmten, sonst Behauptung, es gebe keinen Gott, zu beweisen im Stande sind. Kollegen Richard Baginski, Strand und Görner. säße Brude heute nicht auf der Anklagebant. Wie schwach das Für jeden, ob er nun glaube oder nicht, sei in letzter Linie dajür Vor Eintritt in die Tagesordnung wies der Vorsitzende darauf Gedächtniß dieser Herrn Zeugen ist, zeigt sich daraus, daß der fein subjettives Denten maßgebend. zu achten sind die, welche hin, daß bereits eine Versammlung sich mit dieser Tagesordnung Zeuge Lehrer Martin sich längere Zeit befinnen mußte, wo er überzeugt find, entweder von der Richtigkeit ihres Glaubens, oder beschäftigt habe und daß in derselben eine von den Anhängern eigentlich geboren sei und doch ist er ein Erzieher der von der ihres Unglaubens; zu verachten ist der, welcher, der Lokalorganisation gestellte Resolution zu Gunsten der ZentralJugend. Im Uebrigen sind nur noch die Aussagen des Wacht ohne zu glauben, vorgiebt, dies zu thun. Redner wundert sich organisation zurückgezogen worden sei mit der Motivirung, meisters Dernbach und Kaufmanns Lippmann von Bedeutung. Bei darüber, daß gerade die Sozialdemokraten, die doch sonst Allem daß die Frage damit erledigt sein solle. Wenn die AgitationsLippmann hat der entstohene Hubel gearbeitet. Dernbach, welcher energisch auf den Grund gehen, den wirklich Glaubenden am kommission trotzdem noch einmal auf diese Frage zurückdie Kriminalerhebungen zu machen hatte, erhielt angeblich von meisten verspotten(?). Redner ist der Meinung, daß es den gekommen sei, so geschah es deshalb, um den von der VersammLippmann den Bescheid, daß Hubel abgereist sei und er( Lipp- Kindern nichts schadet, in der Schule Religion gelehrt zu belung zu fassenden Beschluß für beide Parteien maßgebend zu mann) nehme an, daß derselbe wohl deshalb fort fei, um sich tommen. Wenn sie aus der Schule heraus seien und der Zweifel machen, d. h. daß der eine oder der andere Verein sich aufzuallen Unannehmlichkeiten zu entziehen. In der Verhandlung vom fommt, so werden sie auf Grund der schon vorhandenen Kennt lösen bemüht sein müsse. Der Referent, Kollege Bent, vertrat 5. Dezember sagte nun Wachtmeister Dernbach auf seinem ge- niß der Religion leichter mit ihm fertig werden. Entweder den Standpunkt der Zentralorganisation, darlegend, daß die oder sie thun es nicht. Die Aus- Bentralorganisation ebenso aufklärend wirken könne, wie lokale leiſteten Eide aus: Hubel habe zu Lippmann gesagt: Hubel reise glauben sie dann deshalb fort, weil er, wenn er vor Gericht käme, die Wahrheit führungen Peters wurden von den meisten Rednern als nicht Organisationen. Auch hielt er es nicht für möglich, daß die nach sagen müßte und dann unter seinen Kollegen nicht mehr existiren zutreffend widerlegt. Allgemein wurden von allen Genoffen die Berlin zureisenden Kollegen in einer lokalen Organisation zu ver tönnte, denn Wahrheit müsse Wahrheit bleiben. Diese Aussage schädlichen Folgen des Wirkens der Kirche blosgelegt und fritifirt, einigen feien. Der Zuwachs komme hauptsächlich vom Verein teeinflußte jedenfalls das Urtheil gegen Schröder. Trotzdem sowie von verschiedenen Rednern zum Austritt aus der Kirche auf deutscher Schuhmacher und dessen Mitglieder würden nicht auf" E3 hören, ihre Zusammengehörigkeit mit den Kollegen Deutschland3| Verbreitung des Fachorgans und der Versammlungs- Einladungen| stand der Besprechung in ruhige Bahnen zu lenken, wurde die sich zu wahren. Redner empfahl, von den Gegnern zu lernen, nicht erfülle. alle seien zentralisirt, zudem habe auch der Parteitag zu Halle, Sache auf unpolitischem Gebiete gehalten und zunächst eine Komwie auch die Gewerkschaftskonferenz in Berlin sich für ZentraliSpandan, 1. Februar. Die hiesige Arbeiterschaft hatte sich mission von sechs Herren( Ernst Müller, Hoffmann, fation ausgesprochen. Referent empfahl demzufolge die Auf- am letzten Sonntag in einer Anzahl von über 2000 Röpfen im Hinze, Giese, Junkel, Sasse) gewählt, womit die hie lösung der hierortigen kleinen Lokalorganisation und beantragte Saale des Rothen Adlers" eingefunden, um eine Besprechung igen Parteifreunde auch einverstanden waren. Diese Kommission folgende Resolution: über die hiesigen unveränderten Fleischpreise herbeizuführen. hat die Aufgabe, mit den hiesigen Schlächtermeistern zu unterihr Betauern über die Bersplitterung in der Organisation unter Gr wies darauf hin, daß die Schlächtermeister anderer Städte und Die heutige öffentliche Schuhmacher Versammlung spricht Nachdem in das Bureau die Herren Hoffmann, Oito Hinge und handeln und das Resultat der Unterhandlungen in einer nächſtGiese gewählt worden, nahm zunächst Herr Hoffmann das Wort. dem stattfindenden Versammlung befannt zu geben. den Kollegen aus. In Erwägung, daß die kleinen Vereinigungen den Kampf mit der Macht des sich immer mehr und mehr Ortschaften durch die Vieheinfuhr längst schon billigere Preise zentralisirenden Kapitals nicht aufnehmen können; in fernerer gestellt hätten, daß dagegen die Spandauer Schlächtermeister die Erwägung, daß durch die Anfeindungen der kleinen Vereine sogenannten" Innungspreise" noch beibehalten haben. Es fönnte unter sich die Agitation ungemein erschwert wird, dieselbe bei ihn( Redner) nicht wundern, weshalb letztere die Fleischpreise nicht A. 3., Nuhla. Der Vermiether ist nicht verpflichtet, dem nahe erfolglos bleiben muß, wünscht die heutige Versammlung heruntersetzten, da sie so wohl am schnellsten ihren Gelosäckel Miether bei dessen Auszug die von demselben auf die Wohnung die Auflösung der einzelnen Vereine zu Gunsten des Vereins füllten. Er bat zum Schluß seiner Rede, daß die Versammelten verwendeten Restaurirungskosten zu ersehen. deutscher Schuhmacher" gemäß den Beschlüssen der Arbeiterschaft entgegenzutreten wäre. Hier entspann sich nun eine heiße De- Gütergemeinschaft. Der Mann hat nur die Nuznießung und gesunde Vorschläge machen sollten, damit einer derartigen Praxis Zwei Wettende. In Berlin besteht gesetzlich keine eheliche auf dem Parteitage zu Halle und der Gewerkschaftskonferenz zu auf dem Parteitage zu Halle und der Gewerkschaftskonferenz zu batte, an der sich auch die Genossen Rejensky und Grothe Verwaltung am Vermögen der Frau. Berlin." Der Korreferent, Rollege Süßmeier, vertrat den Stand- betheiligten, welche den hiesigen königlichen Fabrikarbeitern den G. P. 89. Weder kann die Mutter noch auf Alimente punkt der lokalen Organisation zu Berlin. Redner hielt es nicht Kopf wuschen und ihnen vorhielten, daß sie ja durch ihre famosen klagen, noch hat das Kind gegen den unehelichen Vater, da dieser für angezeigt, daß sich ein lebensfähiger Verein zu Gunsten Reichstagswahlen den meisten Anlaß gegeben hätten zu einer eheliche Abkommen hat, Grbansprüche. Vielleicht ist in Güte des Bentrelvereins auflösen solle. Abgesehen davon, daß die solchen Wirthschaftsweise.( Großer Tumult.)- Um den Gegen- Etwas zu erreichen. Zentralorganisation in politischer Hinsicht weniger wirken tönne, als die Lokalorganisation, seien doch die Programmpunkte des Zentralvereins für Berlin theils gänzlich undurchführbar, theils überflüssig, demnach der ganze Verein deutscher Schuhmacher für Berlin zwedlos. Referent kam zu dem Schlusse, die Beschlußfassung über die Organisationsfrage bis zum nächsten deutschen Schuhmacher Kongresse zu vertagen, bis dahin in allen Städtey Lokalvereine zu gründen, in denselben die Mitglieder politisch aufzuklären und neben denselben Kommissionen einzusetzen, welche die Zentralisation zu besorgen in der Lage seien. Seine Meinung ging dahin, daß für Berlin die Lokalorganisation die zweckmäßigste sei. Rollege Opis sprach als Vertreter der Filzschuhbranche. Terselbe war der Ansicht, daß die Schuhmacher nicht fähig feien, die Interessen der Filzschuh- Arbeiter zu vertreten. Aus diesem Grunde können sich die Filzschuh- Arbeiter nicht der ZentralOrganisation anschließen. Durch die lokale Organisation hätten die Filzschuh- Arbeiter bisher etwas erreicht. So lange nicht der Beweis erbracht werde, daß eine andere Organisation besser sei und dieser Beweis sei noch nicht erbracht, würden die Filzschuh- Arbeiter an der Lokalorganisation festhalten. Die Gewerkschaftskonferenz hielt Redner durchaus nicht für maßgebend. Im Namen der Filzschuh- Arbeiter erklärte Redner, daß die Filzschuh- Arbeiter so lange für sich, d. h. Lokal organisirt bleiben würden, so lange ihnen nicht eine bessere Organisation geboten würde. Kollege Niederauer wandte sich gegen den Verein deutscher Schuhmacher und sprach sich für lokale Organisation in Berlin aus. Durch die Auflösung der lokalen Vereine würde in feiner Weise etwas gebessert werden. Gegen die Zentralisation sprachen sowohl die bestehenden Vereinsgesetze, als auch das politische Interesse der Berliner Arbeiter, welchem nur in lofalen Organisationen Rechnung getragen werden könne. Kollege Fleischer( Bevollmächtigter der Filiale Berlin des Vereins deutscher Schuhmacher) befürwortete seinerseits die Zentralorganisation in längeren Ausführungen. Die zur Tagesordnung stehende Frage wurde in einer langen Diskussion lebhaft ventilirt, doch wurden jedem Redner nur zehn Minuten Redezeit verstattet. Es sprachen die Kollegen Grüneberg( gegen), Kördel( für), Krause( gegen), Gabriel( Schäftebranche, gegen), Fischer ( gegen), Christensen( gegen), Bent, Süßmeier, Ruff ( gegen), Börns( für), Büttner, R. Baginsti( gegen), Artelt( gegen), Strand( gegen Zentralisation.) Ein Antrag auf Schluß der Debatte gelangte zur Annahme. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen gelangte die vom Referenten bean= tragte Resolution zur Abstimmung. Tieselbe wurde mit Stimmenmehrheit abgelehnt, dagegen gelangte folgende vom Kollegen Ruff beantragte Resolution zur Annahme: sted Die heute in Grativeil's Bierhallen tagende öffentliche Schuhmacherversammlung erklärt, an der in Berlin bestehenden Lokalorganisation festzuhalten, da dieselbe den Behörden weniger Angriffspunkte bietet, als die Zentrali sation, dieselbe sich auch in agitatorischer Hinsicht voll und ganz bewährt hat. Die Versammlung ist der Ansicht, daß Die Hauptaufgabe einer Organisation neben der rein ge werkschaftlichen Frage darin bestehen muß, die Kollegen durch Aufklärung auf politischem Gebiete zu zielbewußten Sozialdemokraten herau zu bilden, daß nicht der Name der Vereinigung ins Gewicht falle, sondern der Geist und das Solidaritätsgefühl, welche die Massen beseelen. Die heutige Versammlung erklärt die heut gefaßten Beschlüsse als feststehend und beschließt, sich fernerhin nicht mehr mit dieser Frage zu befassen." Nach einigen Mittheilungen schloß hierauf der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die zielbewußte Sozialdemokratie. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher Berufszweige Berlins und Umgegend. Die Filiale Norden versammelte sich am 4. d. M. im S.hröder'schen Saale( Wedding). Der Besuch war ein sehr reger, von Frauen wie von Männern, und der Verlauf der Versammlung war ein recht erfreulicher. Den Vortrag des Abends hielt Herr Türk. Derselbe sprach über Frauenbefreiung, und es verfehlten dessen Dar legungen auch hier ihre aufklärenden Wirkungen nicht. An den Vortrag knüpfte sich eine dem Vortragenden zustimmende Dis fussion. Der mehrseitigen Aufforderung, sich zu organisiren und sich dem Vereine anzuschließen, wurde von den anwesenden Arbeiterinnen, soweit dieselben noch nicht Mitglieder des Vereins waren, in einer zu diesem Zwecke stattgehabten Bause Folge ge= geben. Nachdem schließlich noch den Arbeiterinnen ans Herz gelegt worden war, den Berliner Lokal- Anzeiger" zu verbannen, dafür vielmehr der Arbeiterpresse den Eingang zu erschließen, und nachdem zu der am Sonntag bei Knebel( Badstraße) stattfindenden Versammlung für Frauen und Männer eingeladen worden war, schloß die Vorsigende die Versammlung mit einem dreisachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. leber den Weg zum Völkerfrieden hielt am Mittwoch Abend der freisinnige Reichstagsabgeordnete Dr. Harmening im fortschrittlichen Verein Waldeck einen 1/ 2stündigen Vortrag. Im Verlauf desselben streijte er auch mehrmals die moderne Arbeiterbewegung. Er gab zu, daß der von ihm behandelte Gegenstand ein Theil der sozialen Frage sei und daß mit einer Lösung dieser, welche man ja jür möglich halten müsse, auch die Frage des Krieges und Friedens gelöst sein werde. Als besonderes Verdienst der Sozialdemokratie erklärte Dr. Harmening den Umstand, daß diese Partei sich auf internationalen Boden stelle und eine Berbrüderung der Völker an Stelle der jetzt üblichen Befehdung predige. Wenn die einzelnen Völker erst einmal zu der Ueberzeugung gelangt seien, daß der Krieg nicht nothwendig, daß man sehr gut und besser ohne denselben fertig werden könne, dann würden auch die Machthaber überhaupt keine Kriege miteinander führen können. Tenn das Volf, das im Kriege sein Blut lassen müsse, habe auch in letter Linie über Krieg und Frieden zu entscheiden. Reichen Beifall lohnte den Redner, der sich übrigens jeglicher Ausfälle gegen andere politische Parteien enthielt. Wird der Papst Eugen Herrn Harmening nicht bald in die Acht und Aberacht erklären? Eine öffentliche Schmiedeversammlung tagte am Donnerstag Abend unter Vorsiz des Kollegen Walther. Buchdrucker Werner referirte über das Alters: und Invalidengefeh" und erntete großen Beifall. Zur Diskussion sprachen die Kollegen Schmidt und Kaiser im inne des Referenten. Auch waren noch einige Fragen gestellt, die von Werner beantwortet wurden. Von Seiten mehrerer Kollegen wurde Beschwerde über die Berliner Packetfahrt- Gesellschaft geführt, die ihre Pflichten in Betreff der 16. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotteric. Biebung vom 6. Februar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nuntmera in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 18 28 87 161 234 87 533 698[ 300] 729 49 98[ 1500] 966 1033 51 144 225 27 325 581 663 941 2125 42 50 87 250 308 629 830 85 963 8057 67 311 20 56 6 472 688 729 44 45 59.997 4020 299 385 601 768 830 42 115001 51 974 5036 160 99 264 300 22 41 491 553 640 732 882 85 900 30 89 6117 42 73 383 633 74 76 781 92 946 73 91 7169 220 312 115001 535 56 646 744 51 832 74 S346 421 862 9172( 500) 92 208 60 328 547 99[ 1500] 681 735 826 40 990 10075 1500) 261 332 50 462 691 733 96 914 54 11045 154 79 379 [ 500] 429 15 01 91 631 769 889 92 90 1: 2061[ 1500] 106 17 66 96 403 5 29 87 769 907 26 53 68 13111 346 534 39 79 699 1300 951 14035 314 15 415 34 45 97 650 93 742 876 15017 45 53 142 94 2.4 392 69 [ 300] 741 55 8.45 15001 89 1500] 936 16132 316 44 99 451 78 506 602 717 802 5 22 57 1500] 909 17094 317 84 452 69 505 98 637 78 756 816 954 18041 101 70 379 423 70 516 39 705 837 904 99 19027 58 80 192 220 43 321 60 495 519 655 735 896 939 20039 54 223 494 533 655 65 94 744 822 34 64 987 97 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76 93 685 85, 992 176062 161 589[ 300] 96[ 300] 725 65 890 177101 84 23 356[ 300] 82> 9 555 715 822 60 178008 15 41 13000] 125 53[ 500 226 312 413 179015 62 174 200 347 433 46 78 700 29 33 62 531 619 701 78 831 849 67 907 59 180081 85 100 65 241 59 341 401 15 99 674 926 181098 592 613 720 96 846 84[ 300] 182044 56 1300) 94 289 453 649 80 700 801 42 30001 99 920 183258 327 513 708 66 891 921 184119 85 467 659 732 861 73 925 185025 96 103 254 322 420 71 718 80 92 938 1-6125 55 269 392 409 829 130001 1-7170 284 400 27 523 662 834 57 76 81 985 188001 186 280 304 15 54 421 75 82 95 730 36 48 96 878 189048 79 143 208 25 50 362 115001 472 505 822 32 917 16. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 1842 78 83 934 47 94101 150001 84 387 413 50 63 536 43 664 750 820 Biebung vom 6. Februar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wiart find den betreffenden Nummern in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewahr.) 226 30 92 302 35 75 500 633 86 767 85 1100 30 417 21 36 53; [ 3000] 61% 86 90 91 768 909 74 2139 322 48 457 72 567 1500] 81 19 48 62 922 49 3111 72 211 591 792 8-2 918 4130 41 80 264 413 48 82 676 766 811 15001 26 5037 258 426 658 61 789 813 70 6062 76 22 13000 300 406 15 537 42 625 703 57 816 56 7054 2:30 15001 316 50 7 407 45 91 1500; 618 30 725 969 98 8122 4 50[ 500) 616 723 878 9025 70 111 57 95 228 312 416 537 81 658 792 874 10008 35 52 78 160 85 380 528 681 900 53 73 11214 372 81 456 610 11 832 970 79 12173 534 610 13 01 35 37 15001 708 956 13057 148 282 427 80 521 704 15001 918 14033 34 125 64( 500] 332 54 1300 6 178 31 15027 237 391 495 509 917 63 16263 365 493 96 1300 512 64 633 784 99 870 96 927 46 17027 60 70 1.6 446 74 78 552 1300] 77 624 57 96 720 33 34 4% 97 827 18024 52 236 305 9 22 38 438 [ 3.0) 596 630 844 926 19022 96 242 80 350 421 79 567 648 13 001 754 20016( 1600) 59 77 95 545 93 667 713 130001 79 935 150 01 62 86 21190 232 418 541 52 92 94 100 668 734 96 877 22053 105 79 219 23 81 82 15001 453 23522 159 272 328 411 5 8 609 762 77 24113 29 1300) 264 404 567 838 902 51 92 99 13001 25054 143 218 391 402 66 76 01( 500) 943 26073 124 320 23 99 416 778 30 40 27135 43 61 564 616 754 1500] 83 92( 300] 28027 158 225 380 453 76 525 4 81 656 835 44 29121 68 207 50 657 817 30035 69 352 448 3001 78 657( 500) 706 95 827 81 919 34 31072 128 99 241 301 28 65 407 89 99 533 47 770 832 54 32066 105 68 411 92 585 784 805 8 33046 91 103 447 533 795 916 34091 126 130001-7 36 252 53( 300! 77 349 35012( 300) 184 304 93 596 682 867 926 36070 82 1.2 238 63 331 35 401 666 17 18 881 98 945 37062 69 126 36 265 453 59 74 99( 300) 524 34 88010 1.7 53 84[ 300] 4.30 13001 514 80 616 86 742 840 50 75 39052 157 376 480 655 749 83 801 53 85 13000, 902 18 40 130001 40052 1300) 183 96 202 335 44 405 15 59 670 911 84 89 41279 415 630 68 69 780 831 42015 96 192 224 409 511 16 767 868 954 78 43011 ( 300) 295( 1500) 511 85 623 39 790 15001 802 90 968 44012 188 1500 804 495 089 737 62 976 91 45219 356 76 447 672 724 46040 93 303 49 89 657 63 93 698 778 09 939 64 47056 61 351 594 665 48189 206 23 373 411 45 85 89 536 48 662 712 22 54 49033 242[ 300] 53 590 650 86 723 68 860 9024 946 95261 342 62 581 697 728[ 300] 35 99 845 919 51[ 5001 84 96159 86 205 49 58 69 342 57 115001 78 401 37 57 803 62 90 1300) 97027 49 197 360 467 523 748 9-144 85 241 42( 3000] 59 66 377 446 50 543 70 665 905 99164 65 521 683 967 90 100025 48 142[ 30001 83 243 315[ 1500] 89[ 5001 458 78 879 995 101048 196 211 56 326 28 538 91 605 77 786 93 805 86 983 102323 534 687 15000 94 782 86 103091 124 222 335[ 3000) 48 430 686 10001 906 47 5 104051 629 63 15001 726 821 105 60 439 73 506 90 106122 42 353 59 75 420 65 513 606 63 66 795 602 830 04 927 80 107115 58 274 304 471 503 611 700 843 91 92 108056 18001 121 75 290 341 79 606 35 717 69 8.1 981 109088 390 406 21 45 906 22 98 110250 318 35 73 90 489 655 852 83 993 111104 77 89 444 83 603 809 30 112016( 3000) 40 67 130 83 212 85 333 68 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.