Mr. 118. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir fluffrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Bost- ZeitungsBreisliste für 1002 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Grscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebüge beträgt für die fechsgefpaltene Rolonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Zwischen zwei Ministerien. Paris, 22. Mai.( Eig. Ber.) Sonnabend, den 24. Mai 1902. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Schatten gelassen. Die vom Temps" seit längerer Zeit geführte Geistes gegen eine von der Kirche verkündete Konzentrations"-Campagne durfte sich mit Recht auf die opportu Wahrheit." nistische Wahlagitation der Radikalen berufen. " Da aber die ganze moderne Wissenschaft den von der Kirche verkündeten Wahrheiten wissentlich und hartnädig" widerstrebt, so ist damit die wissenschaftliche Forschung selbst als" todeswürdiges Verbrechen" auch heute noch von der katholischen Kirche gebrandmarkt. Geschenkpolitik. Sodann ist es bezeichnend, daß sich um die reformerische AusSeit dem Schluß der Wahlen stand hier auf der politischen mugung des radikalen Wahlsieges am meisten Jaurès und am Tagesordnung die Verierfrage: Geht sie oder geht sie nicht? wenigsten die Radikalen selbst fümmern. Sofort nach den Stich Die Regierung nämlich. Man komite in der That die Frage mit wahlen hat Jaurès ein antiflerifales und socialreformerisches gleich gutem Grunde bejahen und verneinen, letzteres wenigstens Attionsprogramm für die neue Legislatur aufgestellt: Abschaffung Das ist nun aberdings äußerst lächerlich und albern, aber es ist insofern, als der Zeitpunkt des Rüdtritts in Betracht kommt. des klerikalen Schulunterrichts,„ Demokratisierung der Armee" und doch ganz gut, gelegentlich sich zu erinnern, daß für die stärkste Das Wahlergebnis würde jedes andre Ministerium unbedingt zum Verkürzung der militärischen Dienstzeit, progressive Einkommensteuer, Partei des Deutschen Reiches am Anfang des 20. Jahrhunderts die Hoffnungsfrohen Verbleiben veranlassen, nachdem die ministerielle Altersversicherung für Arbeiter von Stadt und Land. Zugleich edelste Bethätigung des menschlichen Geistes, die Bedingung aller Mehrheit aus den Wahlen erheblich verstärkt hervorgegangen war. mahnte er eindringlich die Radikalen, die entscheidende Gelegenheit" Kultur, ein„ todeswürdiges Verbrechen" ist. Aber auch im gegebenen Falle galt nur als abgemacht( und ja nicht zu verpassen und in der Person ihrer wahren Führer" sich Ach, wenn sie noch tezerisches Menschenfleisch schmoren fönnten! givar schon vor den Wahlen), daß das ausnahmsweise" Ministerium an die Spiße der Regierung zu stellen:„ Das neue Ministerium erst nach dem Zusammentritt der neuen Legislatur, nach der üblichen würde dann als die kräftige Fortsetzung, als die entscheidende Form Juauguraldebatte über die allgemeine Politit" demissionieren des Ministeriums erscheinen, welches drei Jahre lang den Feind Aus Elsaß Lothringen wird uns geschrieben: Recht zur würde, ungeachtet des unbedingt sicheren Vertrauensvotums. Und zurückdrängte." Die Nadikalen aber zeigen sich sehr reserviert gegen- Unzeit hat ein lothringisches Streisblatt, die" Sa argemünder richtig wurde sofort nach den Wahlen von ministerfreundlicher Seite fiber den Jaurès'schen Natschlägen und Mahnungen. Ganz begreif Beitung", feine Auffaffung von den Ursachen kundgegeben, deneir für eine allgemein- politische" Juterpellation gesorgt. Géraultlich. Denn ihre„ wahren Chefs" haben in demselben Wahlaufruf, das Reichsland die verschiedenen Erleichterungen der letzten Jahre, Richard, Chefredacteur der Petite République", neugewählter in dem sie die radikal opportunistische Konzentration vorbereiteten, in erster Linie die Aufhebung des Diktaturparagraphen zu Abgeordneter der Antilleninfel Guadeloupe, brachte eine Juterpellation fürsorglich den sie von den Socialist en tremmenden Bunkt des verdanken hat. In seinen heißen Bemühungen, aus dem Hohkönigsein über„ die parlamentarischen Sconsequenzen der Wahlen". Andrerfeits Privateigentums uachdrücklich hervorgehoben. Mit andren Worten, burg- Erlaß des Kaisers für die Saargemünder Abgeordneten im schrieb Jaurès vor einigen Tagen in der Petite République":" Die fie zichen es entschieden vor, mit dem linken Flügel der Bourgeois- Reichstag und Landesausschuß, die Herren Baron de Schmid und Debatte, in welcher die republikanische Mehrheit ihren Willen kundgeben republikaner sich in die Regierungsgewalt zu teilen, als auf die Jaunez, Kapital zu schlagen, kommt das Blatt zu der folgenden wird, kann nicht vermieden werden. Es ist das Ministerium Waldeck- parlamentarische Bundesgenossenschaft der Socialisten, und sei es Würdigung der Motive, die das Reichsoberhaupt zur Aufhebung des Rousseau, das die allerletzte Juterpellation beantworten wird, und auch nur deren rechten Flügels, angewiesen zu sein. Die„ Gefahr" Diktaturparagraphen bestimmt haben: es ist unmöglich, daß dasselbe sich den Schein giebt, diefer Bundesgenossenschaft, mit welcher der" Temps" die Radikalen ihr ausweichen zu wollen, indem es vor dem 8ugruselig zu machen sucht, muß nach aller bisherigen Erfahrung auf fammentritt der Kammern demissioniert. Da die sie mehr Eindruck machen, als die ihnen von Jaurès vorgehaltene Regierung zurücktreten will und muß, so hat sie ihre Absichten der Gefahr eines nenen Bankrotts ihrer Partei. Kammer bekannt zu geben. Würde sie vorher zurücktreten, so hieße es ein Votum befürchten zu scheinen, das sie thatsächlich gar nicht befürchtet und das für sie ein eklatanter Sieg sein wird. Es hieße der republikanischen Mehrheit die Gelegenheit nehmen, sofort ihre Kraft kundzuthun. Es hieße den Nationalisten in die Hände spielen, die diese verfrühte Demission als ein Eingeständnis der Niederlage interpretieren würden, wobei kein Kammervotum den wahren Sinn der Demission feststellen würde W " " " " Es ist kein Zufall, daß die den Linksrepublikanern günstige Wahlcampagne, in der der Klassengegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie durch den Gegensatz zwischen Republikanern und Nationalisten oder was im Grunde dasselbe ist durch den Gegensatz zwischen bürgerlicher Demokratie und demagogisch mastierter großbürgerlicher und adliger Reaktion vertuscht wurde, daß diese Wahlcampagne zur Verstärkung der radikalen Mittelpartei geführt hat. Dieser Ursprung des radikalen Sieges schließt schon an sich eine in jedem Sinne des Wortes radikale Ausnutzung desselben aus. Er wurde ja nicht unter der eignen Parteifahne und aus eigner Straft errungen. Es ist ein Altweibersommer, fein neuer Lenz der Radikalen. Politische Uebersicht. Berlin, den 23. Mai. Die Wissenschaft ein todeswürdiges Verbrechen. Ein römischer Gelehrter der katholischen Theologie hat jüngst mit schönem Mut sich zu der alten Klerikalen Lehre bekannt, daß auf die Kezerei die Todesstrafe stehe. Betrachten wir nur unsren eignen Wahlkreis Saargemünd Forbach! Statt des ehemaligen Vertreters, deffen Gefimmungen und Auftreten ein Spott auf Loyalität und Reichstreue" waren, besitzen wir jetzt als ReichstagsAbgeordneten den Baron de Schmid, der mit Energie und Sachkunde unsre heimischen Interessen vertritt, einen loyalen positiven Mitarbeiter an den gesetzgeberischen Arbeiten, von deren Ausfall unjer politisches und wirtschaftliches Wohl und Wehe abhängt. Bergegenwärtigen wir uns aber auch die Thätigkeit unfres Abgeordneten zum Landesausschuß. Als im vorigen Jahre der Abgeordnete Jaunez namens der Lothringischen Abgeordneten für die Bewilligung der für den Wiederaufbau der Hohfönigsburg geforderten Kredite eintrat, da stellte er an die Regierung die dringende Forderung, einmal die Vorschriften über die 8ulassung französischer Offiziere und unsrer ansgewanderten Landsleute zu erleichtern, sodann aber den Diftaturparagraphen aufzuheben. Was hat er erreicht? Im vorigen Jahre bereits sind erhebliche Erleichterungen für die Bureife der Emigranten und französischen Offiziere eingetreten. Biele Familien verdankten dem klugen und energischen Vorgehen unsres Abgeordneten die Möglichkeit, den lang entbehrten Besuch der jenseits der Grenze lebenden teuren Angehörigen empfangen zu können. Nuumehr ist auch die zweite Forderung erfüllt: der Diktaturparagraph fällt. Fürwahr, ein schöner und dankenswerter Erfolg!" Der Kaiser hat soeben auf Schloß Urville in Lothringen die Beweggründe dargelegt, die ihn bei der Beseitigung der Diktatur geleitet haben. Unter den also Angeredeten der Deputation des Landesausschusses befand sich auch Herr Jaunez, der Fayence tönig von Saargemünd. Was mag er alles gedacht haben, als er die kaiserlichen Worte mit den Auslassungen seines Kreisblattes berglich? Waldeck Rousseau hat nun dem Veyierspiel ein Ende gemacht. Eine halbamtliche Meldung des Temps" verkündet seinen festen Entschluß, vor dem Beginn der Legislatur zu demiffionieren. Was Jaurès für unmöglich" erklärte, wird zur Thatsache. Damit müssen aber auch alle von Jaurès richtig abgeleiteten Bu alledem fist ihr führendes Personal gründlich abgenutzt. Konsequenzen einer verfrühten Demission eintreffen. Nun ist es Der Bourgeois Republitauer Walded- Rousseau war drei alvar ausgeschlossen, daß Walded- Rousseau„ den Nationalisten Jahre lang verantwortlicher Firmenträger und Leiter einer radikalen in die Hände spielen" wollte. Hingegen muß man an Politit. Und jetzt, da er sich zurückzieht, schreibt ein Kenner des nehmen, daß er auf die klare Manifestation des Willens der radikalen Personals, Pressenjé, ein Socialist, der die vielen republikanischen Mehrheit" allerdings vertenfelt wenig hält. Salbheiten und Fehltritte des abtretenden Ministeriums stets scharf Die im Temps" gegebene Begründung Vollendung des Werkes fritisierte, daß ein zweites umgeändertes Ministerium Waldeck- Rousseau der republikanischen Verteidigung" und schlechter Gesundheits-( namentlich ohne Millerand!) noch immer das beste bezw. das zustand vermag die Demission zu erflären, nicht aber die vertleinere lebel wäre. In der That spricht alles für das Zustande frühte" Demission, die in der Parlamentsgeschichte Frankreichs tommen einer verschlechterten Ausgabe des bisherigen Minifteriums, einzig dasteht. Der wahre Grund kann nur darin liegen, daß was Walded- Rousseaus verfrühte Demission recht wirksam mit vor Waldeck- Roussean gerade einen klaren Willensausdruck der neuen bereitet hat. Kammer verhindern will, um desto sicherer aus dem Dunkel die berüchtigte republikanische Einigung" der Radikalen und Bourgeoisrepublikaner hervorgehen zu lassen. An kein Kammervotum gebunden, ist Präsident Loubet in der glücklichen Lage, einer jener Neue Verhandlungen in Budapest. Konzentrations"-Kabinette zu bilden, in denen die Radikalen stets -st- ien, 22. Mai. Nachdem man in Oestreich vierzehn um einige Portefeuilles ihr bißchen Programm verschachern und wo Tage zu Tode betrübt war, ist man mun wieder himmelhochjauchzend; der einigende Punkt" das gesinnungslose Fortwursteln, das Herum während es bis vor furzem schien, als ob das Ende der Götter trampeln auf einem Fled ist, während die auszuschaltenden teuflischen herandämmere, wird jetzt wieder versichert, die Verhandlungen mit tennenden Punkte" die Reformversprechungen der Radikalen sind. In der katholischen Presse sind daraufhin ebenso gelehrte wie frause Ungarn seien auf dem besten Wege und nach ein paar Konferenzen In der That. Es sind einzig die Radikalen, die innerhalb der Ausführungen erschienen, die beweisen sollen, daß die Kirche nicht werde das Zollbündnis und der Entwurf des Zolltarifs fix und regierungsfähigen Parteien erhebliche Wahlerfolge erzielt haben. das Recht des Schwertes" beanspruche, d. h. daß sie die Todes- fertig sein. Herr v. Koerber hat sich nämlich entschlossen Ihre Zahl ist auf etwa 230 gestiegen, um über 30 Mandate. Da strafe nicht aussprechen und vollziehen will; auch erhebe sie nicht obwohl er's hoch und teuer verschworen hatte nach gegen sind die Bourgeois Republikaner, die sogenannten Pro- den Anspruch, daß der Staat das von der Kirche gegen Steger gefällte Budapest zu fahren, und so machen seine Zeitungen die gressisten" lucus a non lucendo erstens in givei Lager ges Todesurteil vollstrecke. Musik dazu. Die Reise des Ministerpräsidenten, so lautet spalten: ministerielle", anti- nationalistische Republikaner, die das Das ist außerordentlich gütig und liebenswürdig. Die katholische die östreichische Lesart, deute an, daß Herr v. Szell eins Kabinett Waldeck Rousseau unterstüßten, und halbnationalistische Kirche will also die Kezer nicht mehr foltern, nicht mehr verbrennen, zulenfen beginne, daß man in Ungarn begriffen habe, es sei Melinisten; und zweitens hat ihr melinistischer Flügel die schwersten hängen, ersäufen, enthaupten, einfertern. Aber dieses freundliche möglich, über die Interessen Oestreichs, die doch jetzt in ganz Mandatsverluste erlitten. Folglich müßten die Radikalen noch aus- Entgegenkommen erklärt sich lediglich daraus, daß die allein selige andrer Hut feien als unter Badeni und Thun, zur Tagesordnung gesprochener als in der alten Stammer die Achse der Regierungs- machende Kirche nicht mehr die Macht hat, die durch die modernen überzugehen, daß man also bereit sei, die herrische Tonart aufzugeben mehrheit bilden, während die Bourgeois- Republikaner der Regierungs- Staatsgesetze geschützten Bürger der Inquisition auszuliefern. Feig und sich zu billigen Stonzessionen zu bequemen. Um diese Version gewalt noch ferner als bisher bleiben müßten. Ein flares Stammer- und verlogen zugleich aber ist es, wenn diese Gelehrten nachzuweisen glaubhaft zu machen, hat sich Herr v. Stoerber nebst dem Finanzbotum würde darüber keinen Zweifel lassen. Was würde aber dann aus fuchen, daß die Kirche niemals Reper hingerichtet hat. minister und dem Handelsminister den Sektionschef Stribrol der republikanischen Einigung" werden, die Waldeck Rousseau und Die ganze ganze Geschichte der katholischen Weltherrschaft watet mitgenommen, den führenden Kopf der östreichischen Zollpolitik: Loubet und den geschlagenen Bourgeoisrepublikanern so sehr am im und Regerblut, Ivenn die Kirche formell Urteil und es soll so ausschauen, als ob der Widerstand der Ungarn Herzen liegt? Daher der ausnahmsweise Theaterstreich der ver- Bollstreckung der ihr unterthänigen Staatsgewalt überlassen hat, gegen die Fortführung der Verhandlungen besiegt und frühten Demission. Und daher auch die Billigung, die sie nicht mir so macht diese Rollenverteilung die unsäglichen Greuel der Jahre der Augenblick zu fachlichen Auseinandersetzungen gekommen sei. im nationalistischen„ Temps", sondern auch im Melinistischen Hunderte langen Pfaffenherrschaft nur noch scheusäliger und wider Große Wahrscheinlichkeit eignet dieser Darstellung nicht. Bekanntlich " Journal des Débats" gefunden hat. Jm Dunkeln läßt sich gut licher. Kein Mittel jesuitischer Kafuiftit wäscht das Kezerblut von beschloß der östreichische Ministerrat- nachdem Koerber von muntelu dies der Sinn des Kommentars der Débats", die der katholischen Kirche ab. Budapest zurückgekommen war die Verhandlungen mit Szell so bereits schmunzelnd eine neue Ministerkombination freilich nicht Aber der nicht mittelalterliche Mensch erkennt aus diesen Debatten lange auszusegen, als von der ungarischen Regierung nicht „ auf den ersten Wurf" ahnen, welche der Form halber gegen die mit einigen Staunen, daß zwar die katholische Kirche prattisch eine präcise Antwort auf die östreichischen Forderungen an Umstürzer der Republik und dem Wesen nach gegen die Umstürzer auf die Todesstrafe verzichtet weil sie eben verzichten mußgelangt sei. Das war eine Art Ultimatum, aber boit der Gesellschaft, d. h. gegen den Socialismus gerichtet wäre. daß fie aber theoretisch immer noch die Kezerei als todes- allen Seiten, selbst von den Koerberschen offiziösen Blätterir Und die Radikalen? Haben sie denn nicht in der Hand, die würdiges Kapitalverbrechen betrachtet. Das Centralorgan der wird zugegeben, daß die verlangte Antwort nicht erteilt Politit des„ konzentrierten" Forstwurstelns zu hintertreiben? Gewiß, deutschen Centrumspartei, die, Germania", giebt das ganz naiv worden ist. Viel natürlicher erklärt sich diese Reise nach aber den meisten von ihnen fehlt es an der nötigen Einsicht und wie etwas Selbstverständliches zu. Budapest, die nach der Sachlage einen kleinen Canoffagang auch am rechten Willen. Schon in der Wahlcampagne haben sie ihr Thomas von Aquino, das größte katholische Kirchenlicht, hat darstellt, daß die Fortsetzung der Unterhandlungen vom Kaiser Programm auf ein farblos, durchschnittlich- republikanisches Minimum gelehrt, daß die Kirche nicht nur den Bann, sondern auch die angeordnet worden ist. Wenn man erzählt, der Kaiser hätte reduciert. Ihre Forderungen der Verkürzung der militärischen Dienst- Todesstrafe über Kezer verhängen könne. Die Germania" erläutert sich geäußert, ein Rompromiß müsse zu stande kommen, zeit auf 2 Jahre und der Altersversicherung kehrten sogar in den diesen Satz dahin, daß er nur" bedeute, daß die Keßerei in sich die Herren müßten sich finden, so ist das sehr glaubs Wahlgrogrammen fast aller Parteien und Gruppen wieder. als Abfall von der flar erkannten Wahrheit ein todeswürdiges baff; Franz Joseph wird zu der wirtschaftlichen Trennung, Dagegen haben sie die trennenden Punkte": progressive Ein Verbrechen ist. Dabei muß es bleiben." Rezerei aber ist das die doch auch die staatliche Einheit der Monarchie bedroht, seine Ein kommensteuer und Trennung von Kirche und Staat, hübsch im wissentliche und hartnäckige Widerstreben des willigung niemals geben. Herr v. Kroeber mag versucht haben, # " wider den Stachel zu löken, aber schließlich muß ein Beamtenminister Die schwarzen Pocken in Pommern. Vor ca. 8 Tagen I Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. denn doch folgen. Beamtenminister sind eben nicht die Vertrauens: berichtete unser Stettiner Parteiorgan, daß auf dem Gute Gresow Wegen Majestätsbeleidigung wurden von der Straflammer I des männer des Parlaments gegenüber der Krone, sondern Vertrauens- auf Rügen unter den russischen Gutsarbeitern die schwarzen Bocken Hamburger Landgerichts ein 26jähriger Comptoirbote Baß und ein manner gegenüber dem Parlament. Und daran ändert der Umstand ausgebrochen seien. Die erkrankten Personen wurden auf Ver- 19jähriger Arbeiter Krägel zu je fünf Monaten Gefängnis verurteilt. nichts, daß zu einem frischen, fröhlichen Ausgleichskrieg Herr v. Koerber fügning des Landratsamtes zu Bergen in das dortige Kreiskranken- Die beiden Leute, die arbeitslos die Straßen der Stadt durchhaus überführt und sämtliche andren Gutsleute durch einen aus wanderten, haben vor dem Schaufenster einer Kunsthandlung, wo das Vertrauen des ganzen Parlaments an seiner Seite fände. Stralsund beorderten Arzt geimpft. Jetzt stellt sich weiter heraus, ein Bild Wilhelms II. ausgestellt war, einige Aeußerungen über den Was den 3olltarif betrifft, so find die Differenzen zwischen daß die schwarzen Bocken auch in audren Bezirten der Provinz Kaiser gemacht. Vier sogenannte" Halbstarke"- halbwüchsige den beiden Regierungen zweierlei Art: einesteils beziehen sie sich Pommern durch die billigen und willigen russischen Land: Burschen, die dabei standen, entrüsteten sich fittlich und holten auf die Höhe der Industriezölle, andernteils auf die Bölle für Noharbeiter verbreitet wurden. In der Nacht zum 19. Mai einen Schutzmann, der die beiden lebelthäter festnahm. Der Staatsstoffe und Halbfabrikate, die Herr v. Szell proponiert, die Ostreicher wurden in die Greifswalder Universitätstlinit 11 als Saisonarbeiter anwalt hatte gegen B. 5, gegen K. nur 2 Monate Gefängnis beaber aus den primitivsten Bedürfnissen ihrer Industrie zurück- in der Umgegend beschäftigte Russen eingeliefert, 5 davon vom antragt. weisen. Rittergut Buggenhagen und 6 vom Rittergut Jamigow. Dabei er1 營 Deutsches Reich. Rekrutenstuben = und = die man " " Ich habe nicht gefagt: Wie vortrefflich sind unsre Arbeiter untergebracht im Gegens say zu dem furchtbaren Wohnungselend in den großen Städten. Ich gebe meinen Leuten jährlich 80 Centner Getreide." Vielmehr habe ich folgende Ausführungen gemacht: * Die Abgaben fährt man auch, daß schon vor. einiger Zeit russische Der Reichstags- Abgeordnete v. Massow auf Barnehnen in Bodentrante in die Universitätsklinik eingeliefert wurden, Ostpreußen fordert uns auf Grund des Preßgesetzes zu einer von welchen eine Frau und zwei Kinder„ schon bor Berichtigung" der Wiedergabe seiner Reichstagsrede vom 25. Januar einiger Zeit gestorben sind". In Groß- Kiesow auf. Er schreibt: Zur Polenvorlage schreibt die Korrespondenz für Centrums- wurden 23 russisch polnische Schnitter und Schuitterinnen, die auf blätter: dem dortigen Rittergute beschäftigt werden, im Schulhause geimpft. Was bedeutet der in der Begründung angekündigte feste Plan? Weßwegen diese Impfung der pockenverdächtigen Russen gerade im Man will den bisherigen deutschen Besitzern ihren Besiß zu an- Schulhause vorgenommen wurde? Ob der Gutsbesitzer keinen ständigem Preise abkaufen, dann will man ihn ihnen wieder billig andren Raum dafür zur Verfügung hatte? Ferner ist die Frage verpachten oder als Rentengut überlassen. Da wäre es doch ein an die Behörden zu stellen, wie die Ministerial- Verfügung be- Bei uns bekommt der Mann freie Wohming, eine Stube mit facher, den Besitzern im Interesse des Deutschtums" offen und treffend die Beschäftigung und ärztliche Untersuchung ausländischer zwei oder mit einem Fenster, eine Kammer, eine Vorküche, einen Dirett einen Betrag aus der Staatstaffe zu Arbeiter als Russen, Galizier von den in Betracht kommenden Guts- Keller, Bodenraum, Räucherkammer und ein kleines Vorgärtchen. zahlen und ihnen das Gut zu lassen. Denn auf eine solche befizern beachtet wurde. Die Beschäftigung dieser Landarbeiter ist wir berechnen das alles mit 40 M. Ich bin hier in eine Arbeiter" Aktion" kommt doch die Nenerung thatsächlich hinaus. Es sei vor nach dieser Ministerial- Verfügung bekanntlich nur dann gestattet, familie in der Turmstraße gegangen, die sich auch hat verleiten lassen einiger Zeit angefragt worden, wo denn eigentlich die deutschen Be- wenn die Gutsbesitzer auf ihre eignen Kosten diese Leute ärztlich nach der Großstadt zu ziehen, vier Treppen hoch im Seitengebäude. figer blieben, deren Güter die Ansiedlungskommission getauft habe; auf Granulose und Boden untersuchen und event. Die Wohnung fostet 276 M. Vergleichen Sie das mit unsren Verob sie etwa das Geld nähmen und dann dem Osten samt dem Deutschimpfen lassen. Des weiteren find die Arbeitgeber verpflichtet, das hältnissen, so hat der Mann bei uns 14 Tage zu arbeiten, um sich den Wert tum den Rücken lehrten. Jetzt haben wir die Antwort. Sie pflegen Ergebnis der Untersuchung unter Beifügung der Bescheinigung des Arztes der Wohnung zu erarbeiten bei Ihnen aber 100 Tage, sodaß er fast von dannen zu ziehen, und um sie zu halten, will man ihnen jetzt der Ortspolizeibehörde einzureichen. Angesichts der Zunahme der Bocken- ein Drittel feiner Arbeitszeit bloß für die Wohnung aufzuwenden hat. unter verlockenden Bedingungen ihre ehemaligen Besitzungen wieder erkrankungen in Pommern wäre es wirklich interessant zu erfahren, Ich möchte aber noch etwas sagen, damit endlich diese Angriffe verpachten oder als Reutengut überlassen. Auch das Centrum ob die Arbeitgeber, die in vielen Fällen die Ortspolizeibehörde selber aufhören. Er hat ferner 40 Quadratruten Rüben, 60 Quadratruten wird die Vorlage ablehnen, schon weil es eine Ber- darstellen, sich bei der Einstellung der russischen Landarbeiter nach Leinacker und Frühkartoffeln, er hat 1-1/ 4 Morgen Kartoffelland, fassungswidrigkeit darin erblicken muß, daß aus dem dieser Ministerialverfügung gerichtet haben. freies Holz das ganze Jahr, auch für die Küche, er hat ferner für allgemeinen Steuersäckel Gelder betvilligt werden, um einem Voltsteil auf Rosten und zum getvollten Nachteil eines andern, der zu Landau( Pfalz) standen kürzlich acht Jufanteristen der 4. Com zucht, freien Hirten; jede Familie schlachtet mindestens ein fettes Nur ein Ulf. Vor dem Kriegsgericht der 3. Division in 1-2 Kühe freies Futter und Stallung, ebenso für 2 Schafe mit Nachdiesen Geldern gleichfalls hat beitragen müssen, Vorteile zu- quie 23. bayrischen Infanterie- Regiments unter der Schwein im Jahre und verkauft noch etwas von der Nachzucht. Den zuwenden. pagnie des Das Die len, denen ja die Vorlage nichts schaden wird, be- Auflage der Körperverlegung. Die 8 Mann bilden die erste Serie alles hat der Arbeiter außer dem baren Lohn. nutzen nai... lich die Vorlage zu kräftiger Agitation. So schreibt einer größeren Abteilung derselben Garnison, die demnächst werden für ihn bezahlt. Wenn Sie sagen, daß wir nicht für die Dziennik Poznansti", daß die Vorlage eine für unter der gleichen Anklage sich zu verantworten haben werden. Leute fleben, so ist das unrichtig. Bei uns ist keiner, der nicht für ewige Beiten unüberwindliche Mauer des Haiies Den Angeklagten liegt zur Last, daß sie nächtlicher Weile in die Leute klebt. Infre Leute haben freien Arzt, freie Schule, die Gratifikation zur Erntezeit, zu Weihnachten und die Hauptfache: die sich ihr zwischen den Bedrängern und den Bedrängten bilden werde. Durch diese Borlage würden abermals die obersten Grundsäge der preußischen Mißfallen zugezogen, die Decke über den Kopf gezogen und das Deputat, wollen Sie das mal berechnen: 18-20 Centner Roggen, 1 und 2 Centner Weizen, 3 Centner Hafer, 3 Centner Gerste und fie mit Rohr stöcken durchgehauen 3 it haben. Verfassung durchbrochen. Bird sich übrigens die Regierung mit der mehr als dürftigen Die Fälle, die diesmal zur Aburteilung standen, waren verhältnis Centner Erbsen. Von der berühmten 5- Köpfe- Familie geht das Begründung" der Viertel- Milliarde- Vorlage, die feinerlei Beweismäßig leichter Art, und sie wären auch nicht dem Kriegsgericht über: Sind, wenn es 14 Jahre ist, in die Arbeit, Triegt also täglich 30 f. material enthält, begnügen? Giebt es keine„ Denkschrift?"- wiesen worden, wenn nicht unser pfälzisches Partei: Organ, die und 3 Pfund Roggen, der Drittgänger 40 Pf. und 3 Pfund Roggen Pfälz. Post" detaillierte Schilderungen der nächtlichen Quälereien täglich, macht im Jahr 150 refp. 180 M. Die Instfamilien stehen Centrums- Zollfurcht. Die Korrespondenz des Handelsvertrags- Der Refruten durch alte Mannschaften ans Licht der Oeffentlichkeit noch besser; denn fie bekommen für circa 120 Tage Drescherzeit von der Maschine den achtzehnten Scheffel, beim Pferdedreschwert den vereins" macht interessante Mitteilungen über die geistigen Waffen", gezogen hätte. deren sich das Centrum im Zollkampfe befleißigt. Von Köln bis Die Ursache der nächtlichen leberfälle erklärten die Angeklagten dreizehnten, beim Handdrusch den zehnten Scheffel. Die Leute Düsseldorf, so schreibt sie, bemüht sich das Centrum, jeden Wider- dahin, daß die Rekruten frech gewesen" und daß man ihnen„ Respekt haben bei mir also über 80 Centner, ſage achtzig Centner, allein Drescherverdienst gehabt, und da wollen Sie noch behaupten, daß stand gegen die Zollerhöhungen im Reime zu ersticken. Sa albeibringen" wollte. Die Frechheit der Jungen", abtreibungen dünken ihm das geeignetste Mittel dazu. Uns also erzog, dokumentierte sich darin, daß diese sich nicht jede unsre Leute kein Interesse haben, ob die Getreidepreiſe hoch oder liegen eine Fülle von Berichten aus den letzten Wochen vor, aus denen Anrempelung der„ Alten" gefallen ließen und sich gegen sie auf- niedrig stehen? Bei uns hängen die Leute an uns; denn geht es hervorgeht, daß das Centrum sehr viel häufiger durch Vereitelung lehnten. Ein Wort genügte oft schon, um sie für die Heimsuchung uns gut, so geht es unsren Leuten auch gut." von Versammlungen als durch Diskussion seinen hochschutzöllnerischen reif zu machen. Eine Meldung über die Prügeleien zu erstatten, Standpunkt wahrzunehmen versucht. Es werden sodann eine ganze getraute sich niemand, weil, wie ein Beuge auf Be= Reihe von Orten aufgeführt, in denen Polizei und Geistlichkeit dafür Fragen angab, sie befürchten mußten, dann noch gesorgt hat, daß die Wirte ihre bereits dem Handelsvertragsverein mals Hiebe zu bekommen. Der Offizialverteidiger, ein zugesagten Säle schließlich wieder versagt haben, Oberlieutenant, versuchte es, die Geschichte von der ultigen Seite Der Evangelisch- sociale Kongres, der seit Mittwoch in Dort- aufzufassen. Er meinte, daß die Angeklagten Opfer der Verhältmund seine diesjährige Tagung abhält, hat in seinen bisherigen nisse" wären; denn es sei ja nicht einer dienstlichen Meldung 3 vor dem Gericht stehen, sondern 11112 Verhandlungen kaum irgend etwas Bemerkenswertes gebracht. Die danken, daß sie Zeiten, wo der Kongreß die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen auf Grund eines tendenziös aufgebauschten Zeitungsartikels" Hätte sich die Presse nicht vermochte, scheinen vorbei; vorbei ist die Aera Stöcker, in der man sei Auflage erhoben worden. bersuchte, die Socialdemokratie durch sociales Gerede in evangelischer eingemischt, so wären die Angeklagten mit leichten Disciplinar Färbung auf- und abzulösen, vorbei auch die Aera der„ Jungen", strafen davongekommen. Er glaube auch nicht, daß die Schläge in der Naumann ein fraftvolleres Eintreten für die Förderung der eine Strafe für die Rekruten sein sollten, sondern daß das was unser Bericht ihn fagen läßt; nur scheint es der Herr AbArbeiterlage verkündete. Die Referate, die in diesem Jahre gehalten Ganze nur als ein Ult aufzufassen sei. Wenn die Leute wurden, sind unwesentlich, die Diskussionen farblos. Professor geschlagen würden, so wären die Schläge nur die BegleitHarnad hielt eine Rede über die„ sittlich- sociale Bedeutung des erscheinung des likes gewesen. Das Gericht schloß sich heutigen Bildungsstrebens", in der er einige Selbstverständlichkeiten, dieser überzeugenden Verteidigung nicht an. Es verurteilte bei aller wie daß Bildung gut, Halbbildung bedauerlich sei, mit Mid- Milde der Auffassung, wie sie bei der thatsächlichen Geringfügigkeit ständigkeiten gegen eine angebliche Gleichmacherei in der Bildung" der unter Anklage gestellten Fälle gegeben war, die vor und gegen eine zu weit gehende Frauenbewegung mischte. Einen gekommenen Ueberfälle auf das allerentschiedenste und verhängte frischen Ton in die sich daran schließende Debatte brachte lediglich über die Angeklagten Gefängnisstrafen von 8 bis zu 15 Tagen. Herr v. Gerlach, indem er auf die Knechtung der Landarbeiter- Wenn der Herr Oberlieutenant die Hiebe bekommen hätte, so schaft hinwies, die überhaupt nicht im stande sei, sich eine geistige wäre ihm die Geschichte wohl etwas weniger ullig vorgekommen. Bildung anzueignen. Weiter behandelte der Kongreß den Einfluß Milde Strafe für eine rohe Soldatenmißhandlung. Der der Künfte auf das Volksleben"; auch hier kamen die Referenten Gefreite und Korporalschaftsführer G. vom 185. Infanterie- Regiment nicht über gute Wünsche hinaus; wie das Volk, so lange es kaum in Rendsburg, der früher die Unteroffizierschule besuchte, von dieser Die Mitteilungen verschiedener Genossen aus dem Aufruhrgebiet die Lebensnotdurft zu fristen hat, sich zur Kunst erheben soll, das aber wegen immoralischen Lebenswandels entlassen wurde und als geht die evangelisch- socialen Herenmeister nichts an. Eriagretrut bei obigem Regiment eintrat und fapitulierte, hat eines lassen das folgende Bild über die Bauernbewegung erkennen. Die Die Verbote ausländischer Blätter mehren sich. Neuestens Tages einem feiner Untergebenen, der etwas verspätet zum Dienst Bewegung, die ihren Anfang in dem Kreise Konstantinograd des ist die polnische Zeitschrift" Teta", die in Krakau erscheint, für zwei antrat, zwei Faustschläge ins Gesicht gegeben und ihm Gouvernements Poltava genommen hatten, griffmit großer Schnelligkeit außerdem einen Stoß vor die Brust versetzt, daß er gegen eine auf verschiedene Kreise des Gouvernements Charkow über und dehnte Jahre im Deutschen Reiche verboten worden. and stürzte. Der Mißhandelte hat lange Zeit an heftigem sich bald auf das ganze Gouvernement aus. Die rasche Entwicklung der G. ist dafür zu 10 Tagen Mittel- lnruhen in dem Gouvernement Bottawa hat ihren Grund in dem neuen Ohrenſauſen gelas Ober- Kriegsgericht bestätigte dies Urteil. arrest verurteilt. Das Reichs- Militärgericht hob es aus formellen Gründen auf und Verpflegungssystem, das in den Notstandsgebieten eingeführt wurde. wies die Sache nochmals an das Ober- Kriegsgericht, das sein früheres Das Gouvernement Boltawa war ohnehin schon wirtschaftlich Urteil jedoch wieder bestätigte. heruntergekommen, und mun kam dazu noch eine Mißerute. Es wurden von den Behörden Listen der einer Unterstügung mit SaatDas bayrische Schulbedarfsgeseh. forn Bedürftigen festgestellt; doch diese Listen liegen, obgleich die München, 22. Mai.( Eig. Ver.) Der Ausschuß der Neichsrats- Beit der Aussaat schon längst vorbei ist, bis heutigen Tages noch in Der Vertragsbruch der Khakimächte, der die widerrechtliche tammer hat sich in der vorigen Woche über die Beschlüsse der den Schränken des St. Bureaukratius. Die Bewegung ist überall Von den Gütern Anmaßung der Verwaltung Tientsins darstellt, findet mur in der Abgeordnetenkammer beraten. Das Ergebnis dieser Beratungen in gleicher Form zum Ausdruck gekommen. Magdeburger Zeitung" einen Verteidiger, während die übrige wurde geheim gehalten bis zum Erscheinen der gedruckten Protokolle, wurden Ackergerätschaften, Saatkorn und Vieh genommen. Nur in Khatipresse diesen Gewaltakt nach Kräften totzuschweigen sucht. die mumehr vorliegen. Aus ihnen ist zu entnehmen, daß der seltenen Fällen wurden die Güter auch geplündert und Die Magdeburger Zeitung" hat zudem auch tein andres Be- Referent der hohen Herren, Reichsrat v. Auer, in der General- niedergebrannt. Unter den ausgeplünderten Befiztümern befinden schönigungsmoment auftreiben können, als die völlig aus der debatte zunächst dem Kultusminister v. Landmann wegen seines sich auch einzelne Zuckerfabriken der russischen Zuckerkönige und Luft gegriffene Behauptung, daß in dem Friedensvertrag Mangels an Initiative den Kopf gewaschen hat. Er ist der Meinung, Dampfgetreidemühlen. Mit dem Erscheinen des Militärs änderte so lange die die Beamtendisciplin müsse Schaden leiden, wenn sich die Negierung den Mächten das Recht vorbehalten worden levis in Petschili erst von den politischen Parteien mit der Nase darauf stoßen lasse, fich das Bild. Es beginnt eine tierische Niederknüttelung gouvernementalen Rechte in Tientsin auszuüben, Blatt. Das starte Deutsche Reich fürchtet sich vor einem poluischen Ein deutscher Held. Die schweizerische Regierung hat, wie nach Glogau gemeldet wird, die beantragte Auslieferung des stedbrieflich verfolgten Grafen Pückler abgelehnt. Graf Büdler wird nunmehr dauernden Aufenthalt im Ausland nehmen. Was fängt nun die Staatsbürger- 8tg." an und all die deutschen Mannen, die dem blütenreichen Befreier Deutschlands zujubelten? " Diese Berichtigung", zu deren Abdruck uns das Preßgesez vers pflichtet, ist nicht minder amüsant als die Rede des konservativen abgeordneten im Reichstage, die ihm die ungeſtümste Heiterkeit derer eintrug, die er, wetteifernd mit Graf Pückler von Kl.- Tschirne, zu vernichten gedachte. Es ist selbstverständlich, daß in unsrem Berichte über die betreffende Reichstagsjigung auch die Rede des Herrn v. Massow, so hoch deren geistige Bedeutung von ihm selbst angeschlagen werden mag, gleich andren Reden nicht wörtlich wiedergegeben ist; eine stenographische Wiedergabe würde die Raumverhältnisse jedes Blattes weit überschreiten. Thatsächlich aber berichtigt" Herr v. Massow nichts, denn dem Sinne nach hat er das gesagt. geordnete nicht ertragen zu können, daß die Berichterstattung lediglich die" Perlen" feiner parlamentarischen Glanzleistung wiedergegeben hat. Es erweckt nur unser Erstaunen, daß Herr v. Massow nicht auch seine gesamte übrige Rede als„ Berichtigung" abzudruden fordert! Wir haben in unsrer Nummer 28 vom 2. Februar eine Kritif der wirklichen Zustände auf der Besitzung des Herrn v. Massow veröffentlicht, in der die selbstbelobenden Angaben seiner Reichstagsrede nachgeprüft und widerlegt worden sind. Diese Widerlegung bleibt natürlich in vollem Umfang bestehen. Ausland. Das Schreckensregiment im Hungergebiet. wieder geordnete Zustände" eingetreten feien. Die jüngsten Boxer- daß, wie bei den Lehrern, die socialen Verhältnisse dieser oder jener ganzer Massen von Bauern. Man versucht ihnen mit muruhen hätten aber zur Evidenz bewiesen, daß solche Zustände noch Kategorie verbesserungsbedürftig seien. Dieser Zustand bringe es mit allen möglichen Mitteln beizukommen. Jm Dorfe Snamenskoje feineswegs herrschten. Wie gesagt, die Mageburger Zeitung" hat sich, daß die politischen Parteien solche Angelegenheiten nach wahl überlistete man die Bauern in der Weise, daß man ihnen bekannt sich diese angebliche Vertragsbestimmung einfach aus den Fingern ge- taktischen Rücksichten behandeln. Ein andrer Redner warf der Regierung machte, der Gouverneur wolle ihnen ein Manifest verlesen und dazu fogen. Der Friedensvertrag gestand den Mächten lediglich das Recht vor, sie trage durch ihr Verhalten dazu bei, daß eine allmähliche hätten sich die Bauern an einem Orte zu versammeln. Die Bauern zu, in einer Anzahl von Orten Militärstationen zu errichten, von Verschiebung der Regierungsgewalt und der Uebergang zu einer gingen auch in die Falle und als alle beisammen waren, wurden sie von Verwaltungsrechten in Tientsin war mit feiner Silbe die Rede. Es parlamentarischen Regierung angebahnt werde. Dem Minister war sosaten umzingelt, und nun kann man sich vorstellen, wie bleibt also bei dem nackten Vertragsbruch. Daß Deutsch es nicht möglich, sich gegen diese Vorwürfe zu verteidigen. Land speciell sich auch sonst verteufelt wenig um die vertragsmäßiben Was min die Beschlüsse des Ausschusses selbst betrifft, so wurde das Manifest des Gouverneurs aussah. In Wodolatsch, wo sich der ganze Woche aufhielt und Stipulationen in China kümmert, beweist auch, was wir schon ein- zunächst der gegen die Simultanschulen gerichtete Artikel mit 7 gegen Gouverneur von Charkow eine die Niederwerfung der Bauern leitete, wurden mal hervorgehoben haben, sein Vorgehen in der sog. Interessenzone 5 Stimmen gestrichen. Von vielen Seiten wird angenommen, dies persönlich selbst 15 Bauern aus der Menge um die Bachtung" Kiautschou. Während vertragsmäßig Deutschland sei eine Zufallsmehrheit und es werde im Plenum wenigstens von ihm lediglich das Recht eingeräumt ist, innerhalb dieser Zone feine ein bereits vorliegender Rompromißantrag angenommen werden. herausgeholt und auf seinen Befehl, um ein Truppen hindurchziehen zu lassen, hat es daselbst ständige Gegen die Streichung sprach der Thronfolger, Prinz Ludwig, Exempel zu statuieren, zu Tode geprügelt. Das Militärstationen errichtet. Was soll freilich China gegen der in gänzlicher Verkennung der Thatsachen den Artikel für geeignet bauert so bis heutigen Tages fort. Einige der Bauern brachten derartige Bertragsverlegungen beginnen? Etwa beim Haager Possen hält, die religiöse Freiheit zu wahren. Für die Vermehrung der das geplünderte Getreide zurück und flehten um Guade, fie wurden tribunal Beschwerde erheben? Simultanschulen trat der Schwiegersohn des Herzogs Karl Theodor, Das Magdeburger Blatt zetert ferner darüber, daß wir zu der Graf Törring Jettenbach, mit Entschiedenheit ein, der sich eines Nachricht über das Niedermegeln Verwundeter und Gefangener durch großen Anhanges in der Reichsratskammer erfreut. Er betonte, nach die Truppen Juanschikais die Anmerkung gemacht hatten, das sei seiner Ansicht seien die Konfessionsschulen nur geeignet, die kon wohl nach berühmten Mustern" geschehen. Als ob nicht fürzlich feffionellen Gegensäße zu verschärfen. erst der amerikanische Major Walter sich vor dem Kriegs- Unter den sonstigen Korrekturen ist noch zu erwähnen die Streichung gericht wegen der Philippinenschlächterei damit verteidigt hätte, daß des sogenannten Katechetenparagraphen, der die Städte zwingen sollte, das Niedermegeln Wehrloser in China bei allen Mächten Brauch unter gewissen Voraussetzungen für den Religionsunterricht Katecheten Seine Durchlaucht der Fürst Obolenski erlaubte sich folgende gewesen sei! Wenn das Blatt schließlich mit nationalliberaler anzustellen, d. h. zu besolden. Hier geschah die Streichung einDreiftigkeit wieder einmal von Schwindel- Hunnenbriefen" zu sprechen stimmig und das Centrum in der unteren Kammer wird sich damit Roheit: Da habt Ihr 30 Stunten," sagte er zu den durchpeitschten wagt, so unterschlägt es nach bekannter Schwindelmanier nur die wohl auch zufrieden geben. Der die Städte schädigende Pauscha- Bauern, die erhaltet Ihr für das Plündern, und weitere 30 be= fleine Thatsache, daß die Gerichte es ja abgelehnt haben, den lierungs- Paragraph wurde angenommen, ebenso die von der Ab- kommt Ihr extra von mir." Der Gouverneur von Poltowa soll sich angebotenen Wahrheitsbeweis über die Hunnenbriefe führen zugeordnetenkammer vorgeschlagene Verwendung der reservierten drei etwas menschlicher benommen haben. Dafür ist er aber auch bereits Millionen. feines Amtes enthoben worden. laffen.aber nicht geschont. Die Bauern führen jetzt heimlich in der Nacht das geplünderte Getreide fort und schütten es in Schluchten aus oder vergraben es. Am schrecklichsten wüteten die Kosaken. Sie raubten den Bauern alles, wessen sie nur habhaft wurden; die Frauen und Kinder der Bauern wurden vergewaltigt. Es half fein Bitten und Flehen. Bom Arbeitsmann bis zum Premierminister. Rußland. In Tarrafa und in Manresa find größere Streits in den dortigen London, 20. Mai.( Eig. Ber.) Webereien ausgebrochen; die Zahl der Streikenden beträgt über Man kann die zeitgenössischen Strömungen innerhalb des 5000. britischen Weltreiches nicht vollständig verstehen, ohne Neufeeland verstanden zu haben. Und Neuseeland ist durch seinen In den Gefängnissen in Moskau ist eine Epidemie ausPremierminister Mr. Nichard Seddon repräsentiert, der sich von gebrochen, weshalb ein großer Teil der Verhafteten in die Provinzeinem einfachen Lancashirer Arbeiter zu einer der hervorragendsten gefängnisse übergeführt worden ist. Persönlichkeiten von Größer- Britannien entwickelt hat. = Auf seiner Reise zur Krömung des Königs machte Mr. Seddon einen Abstecher nach Südafrika. Er traf am 16. d. Mts. in Durban ( Natal) ein, wo ihm, wie eine Neuter Depesche heute mitteilt, ein enthusiastischer Empfang zu teil geworden. Auf die Begrüßungsrede des Bürgermeisters von Durban antwortete Mr. Seddon: Neuseeland wünscht den Krieg biß zu Ende geführt zu sehen. Gleichzeitig mit mir famen aus Neuseeland 600 Soldaten und es werden noch mehr kommen, sollte weiter Hilfe nötig sein." Auf eine Begrüßungsadresse des Australischen Vereins in Südafrita fagte er: Der Strieg hat das Empire fester zusammengeschlossen. Diese Solidarität wird ewig dauern. Ein wurde durch den Krieg geschaffen, das hoffentlich nicht bei seite geschoben werden wird. Darüber herrscht unter uns die vollste Einstimmigkeit, daß der Krieg nur mit der bedingungslosen Unterwerfung der Boeren endigen kann. Und das Reich wird seinen Traditionen treu bleiben, indem es einen tapferen Feind mit Hochherzigkeit behandeln wird." behauptete. und edles Werk Es eriveist sich, daß durch das Centralgefängnis in Moskau in diesem Jahr nach Sibirien nicht weniger als 300 verbannte Stu: dierende gegangen sind. Eine Lige war es, die die Regierung auftischte, daß nur 95 verschickt werden sollten. Von den im Februar verhafteten sind 2 irrsinnig geworden, 13 befinden sich in dem Gefängnislazarett. " - Wegen Beleidigung wurde der verantwortliche Redakteur der Thüringer Tribüne", Genosse Thienst in Erfurt, zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. Er hatte auf Grund der Angabe eines Arbeiters dem Stadtbaumeister von Langensalza Aeußerungen in den Mund gelegt, die von wenig nobler Gesinnung zeugten, die dieser aber nicht gethan hatte. Aus Industrie und Handel. Statuten- Abänderung der Hamburg- Amerika- Linie. Aus dem Antrag des Vorstandes und Aufsichtsrates der HamburgAmerikanischen Packetfahrt- Attiengesellschaft" auf Abänderung der Statuten, welcher der am 28. Mai stattfindenden GeneralversammWegen der Propaganda im Heere sind zur Zeit im Taganta- lung zur Beschlußfassung vorgelegt werden soll, sind folgende wichtige Gefängnis in Moskau unter anderm auch die folgenden eingekerkert, Abänderungen zu erwähnen: Es sollen fünftig lauten: deren Namen man erfahren hat: Der Militärfeldscher Anosow, der§ 11: Die Mitglieder des Vorstandes müssen deutsche ReichsUntermilitär des Katharinischen Regiments Wolf Goldblatt, der angehörige sein und ihren Wohnsiz innerhalb des Deutschen Reiches Schreiber der Regimentskanzlei Alipinski. haben. Eugenie Allart, die das Attentat auf den Chef der Moskauer§ 15 Absatz 1: Der Aufsichtsrat besteht aus 5 bis 7 von der Geheimpolizei Trepow verübte, befand sich in dem Taganta Generalversammlung zu erwählenden Mitgliedern, welche die deutsche Gefängnis bis zum 26. April, ist dann aber verschwunden. Man Reichsangehörigkeit befizen und innerhalb des Deutschen Reiches weiß nicht, was mit ihr geschehen ist. ihren Wohnsiz haben müssen. Der Boeren- Krieg. Frieden? § 19 Abfag 2: Bei Abstimmungen entscheidet absolute, bei Wahlen relative Majorität der abgegebenen Stimmen mit folgenden Ausnahmen: Bei Beschlußfassungen über eine Abänderung des Mr. Seddon wurde am 22. Juni 1845 in Eccleston Hill, Gegenstandes des Unternehmens oder über die Vereinigung der Lancashire, geboren. Sein Vater war Schulmeister. Nach Beendigung Gesellschaft mit einer andren inländischen Gesellschaft ist eine Mehr der Elementarschule wurde er in eine Maschinenfabrik in die Lehre gegeben, Wie die Morgenblätter vom Freitag melden, steht der heit von drei Vierteln des bei der Beschlußfassung vertretenen Aktien wo er fünf Jahre verblieb. Er wanderte dann nach Victoria aus, Frieden in Südafrika vor der Thür. Sämtliche Teletapitals erforderlich. wo er in den Goldfeldern arbeitete. Von da ging er im Jahre 1866 graphen- Agenturen berichten, daß den Boeren ein Ultimatum Ferner wird bestimmt, daß bei Verlegung des Sizes der Gesellnach Neuseeland und nahm bald an den öffentlichen Angelegenheiten gestellt worden ist und daß dieselben aller Voraussicht nach schaft nach einem außerdeutschen Ort, bei Abänderungen der obigen feines Wohnortes lebhaften Anteil. Er wurde zuerst in die Lokal- bie englischen Bedingungen annehmen werden. Der§§ 11, 15 und 19, sowie bei Auflösung der Gesellschaft, die beverwaltung gewählt und brachte es im Jahre 1878 zum Bürger- ministerrat, welcher für heute einberufen ist, werde die Vertreffenden Beschlüsse, um Gültigkeit zu erlangen, mit einer Mehrheit meister von Kumara. Ein Jahr darauf wurde er auch ins öffentlichung einer diesbezüglichen Erklärung be- von mindestens vier Fünfteln des in einer Generalversammlung verBarlament geschickt, in dem er sich ununterbrochen bis jetzt schließen. Auch die" Daily Mail", welche bisher immer von großem tretenen Aktienkapital gefaßt werden müssen, und überdies diese Beschlüsse des konservativen Kabinetts, trat Seddon als Arbeitsminister optimistischer Wind weht auch in amtlichen Kreisen und man glaubt, zu bestätigen find. Im Jahre 1891, nach dem endgültigen Sturz Pessimismus beseelt war, hält heute die Lage für günstig. Ein noch von einer späteren Generalversammlung mit gleicher Majorität in die Reformregierung ein. Im Jahre 1892 starb ihr Premier- daß fein ernstliches Hindernis den Abschluß des Friedens stören fahrts- Trust weist folgender Zusatz zum§ 26 hin: Bu den in Auf die Interessengemeinschaft" mit dem Morganschen Schiffseiner Premierschaft wurde im Laufe der letzten zehn Jahre die Sir Charles Dilke sprach gestern in Gloucester und Abzug zu bringenden Kosten sind auch die Kosten der Begleichung ganze Arbeiterschutz- Gesetzgebung geschaffen, die Neuseeland berühmt erklärte, daß die jetzigen Verhandlungen den Frieden in Südafrika derjenigen Verbindlichkeiten zu rechnen, gemacht hat: Unfallentschädigung, Versöhnungs- und Schiedsamt; herbeiführen würden. winnbeteiligungs- Verträgen ergeben, die der Vorstand mit Alterspensionen; Achtstundentag. Außerdem eine neue Boden- GesetzDaily Chronicle" erfährt aus guter Quelle, die Be- Genehmigung des Aufsichtsrats mit andren Gesellschaften ab= gebung und Frauenstimmrecht. sprechung zwischen den Boereführern, Lord Kitchener und Lord Milner geschlossen hat. Im Jahre 1897 war er als Vertreter seines Landes beim habe den Erfolg gehabt, daß der Friede thatsächlich ge= Die zur Erläuterung dieses Antrags erforderlichen Mitteilungen 60jährigen Regierungsjubiläum der Königin Victoria in London an- sichert ist und die Feindseligkeiten alsbald eingestellt werden, und über den Inhalt der mit dem amerikanisch- englischen Schifffahrtstvesend und zeichnete sich durch seinen Eifer für die imperiale Föde zwar sei dieser Erfolg dem Umstande zuzuschreiben, daß die Boeren Syndikat abgeschlossenen Vereinbarung werden in der Generalration aus. Ats Anerkennung seiner Dienste um das Reich wurde die Bedingungen der Engländer angenommen haben. diversammlung geniacht werden. er zum Geheimrat( Privy Councillor) eingeschworen, während die Universität Cambridge ihn, als den Gesetzgeber der Musterkolonie, zum Ehrendoctor der Rechte ernannte. minister Mr. Ballance und an seine Stelle trat Mr. Seddon. Unter werde. Mr. Seddon ist die Verkörperung jener modernen englischen Strömung, die wir als socialen Imperialisms" bezeichnen, eine Art Verbindung von Joseph Chamberlain und Sidney Webb. In seinem Lande ist er bemerkensiverterweise als„ King Dick"( König Nichard) bekannt. Deftreich- Ungarn. Das Abgeordnetenhaus nahm am Freitag in dritter Lesung mit 154 gegen 114 Stimmen den Staatsvoranschlag an und wandte sich dann zur Beratung des Dringlichkeitsantrages Breiter, betr. den Stand der Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn. Budapest, 23. Mai. Bei den gestrigen Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Ressortministern wurde in einigen Punkten des Zolltarifs und der Steuerfragen eine Annäherung erzielt. In wesentlichen Punkten bestehen jedoch noch große Differenzen, deren Ausgleich den nächsten Wochen vorbehalten bleibt. Der St. James Gazette" ist die Mitteilung zugegangen, daß die Depesche Kitcheners, welche zu der Zusammenberufung des halb eine unmittelbare Entscheidung nicht zu erwarten ist. Kabinetts Veranlaffung gab, strittiger Natur ist und daß des Partei- Nachrichten. Nachdem kürzlich noch der Ironmonger" die Lage des amerikanischen Eisenmarktlage in den Vereinigten Staaten von Amerika. Eisenmarktes als recht günstig geschildert hatte, heißt es in seinem letzten Bericht, daß die Aussichten des amerikanischen Eisen- und Stahlmarktes unsicher geworden seien. Es erscheine nicht mehr als ausgeschlossen, daß die Aufnahmefähigkeit des Marktes in nächster Zeit nachlasse, wenn auch zur Zeit noch sich auf Knappheit. an Eisen geltend mache. Mit dem bayrischen Gemeinde- Wahlprogramm befaßte sich eine Parteiversammlung in Nürnberg. Genosse Segis als Ostindische Zucker- Ausgleichszölle. Die in Nr. 113 des Referent verteidigte den Programmentwurf des Landesvorstandes in Vorwärts" gebrachte Mitteilung, daß die ostindische Regierung eine allen wesentlichen Buntten. Die Versammlung beschloß nach einer Erhöhung der Ausgleichszölle auf Zucker beabsichtige, findet dahin ihre sehr lebhaften Diskussion, den Landesvorstand zu ersuchen, einen Ergänzung, daß es sich lediglich um Zollerhöhungen gegenüber Kommentar zum Gemeindeprogramm herauszugeben. Außerdem solchen Staaten handelt, die der Brüsseler Konvention nicht beiwird gefordert, daß die Grundsätze der Partei an die Spitze treten und nach wie vor den aus ihrem Gebiet ausgeführten des Programms zu setzen feien. Die Mandatsdauer der Zucker in irgend welcher Form Ausfuhrprämien gewähren. Wie Gemeindevertreter folle vier Jahre betragen, mit Aus- Wolffs Telegraphen- Bureau aus Simla meldet, brachte der Finanzscheidung der Hälfte der Mitglieder von zwei zu zwei sekretär Feinlay im gesetzgebenden Rat eine Vorlage ein gemäß ArJahren. Der einjährige Aufenthalt in der Gemeinde soll zur titel 4 der Brüsseler Zuckerfonvention. Die Vorlage bestimmt, daß Erlangung des gebührenfreien Heimats- und damit des Gemeinde- in den Fällen, in welchen in irgend einem Lande oder irgend einer Wahlrechts genügen. Die Abschaffung der gemeindlichen Steuern Kolonie die Differenz zwischen dem Zoll- und SteuerDer Rücktritt Wullschlegers ate Nationalrat. Zürich, auf notwendige Lebensmittel soll an die Spitze des betreffenden Ab- faz für daselbst nicht erzeugten Zucker und dem Zoll21. Mai.( Eig. Ver.) Genosse Wullschleger hat, nachdem sages gestellt werden. Den Gemeindevertretern soll die Beteiligung und Steuersatz für daselbst erzeugten Zucker sechs Frant er als Mitglied der Regierung des Kantons Basel stadt gewählt an städtischen Arbeiten und Lieferungen untersagt werden. Für die per 100 Kilogramm für raffinierten und 5½½ Fr.[ für andren Zucker worden, seinen Rücktritt als Nationalrat erklärt, wie er dies vor Gemeinde- Arbeiter wird gefordert der Achtstundentag, Festsetzung übersteigt, die Regierung ermächtigt werden soll, allen aus einem seiner Wahl schon in Aussicht gestellt hatte. Er hat den Schritt eines Minimallohnes und leberwachung der Betriebe durch einen solchen Lande oder einer solchen Kolonie direkt oder indirekt eindarum gethan, weil auch zwei andere Mitglieder der Regierung, ein dem staatlichen Gewerbe- Inspektor unterstellten Lokal- Gewerbe- Auf- geführten Zucker mit einem besonderen Zollzuschlag bis zur Hälfte Freifimiger und ein Konservativer, dem Nationalrat angehören und sichtsbeamten. des Betrages der Differenz zu begründen. Zur Begründung wies der Finanzsekretär an der Hand von Ziffern auf die Nachteile hin, welche der indischen Industrie erwachsen würden, falls das Land mit in 14 Tagen in Kraft. Kartellzucker überschwemmt werde. Die Vorlage tritt wahrscheinlich Schweiz. diese beiden seit Jahren schon in der Regierung sind, so daß es Polizeiliches, Gerichtliches usw. sich für sie jüngst nur um eine Wiederwahl handelte, und weil die Geschäftsordnung des Regierungsrates bestimmt, daß nur zwei seiner anwalt Wagner den Redacteur Genossen Noste von der Für die Sünden seiner Vorgänger wollte der StaatsMitglieder in den eidgenössischen Räten sein dürfen. Gesetzliche Kraft befizt diese Geschäftsordnung nicht, aber unser Genosse glaubte Königsberger Bolts- Zeitung" büßen lassen, der am Donnerstag, loyal handeln und keine Schwierigkeiten machen zu sollen und angeklagt der Beleidigung des Polizeipräsidenten von Königsberg, trat darum zurück. Dadurch ist aber der Gewinn, den unsere Partei 24. November v. J. sollte in Königsberg eine öffentliche Bersanimvor der dortigen Straffanimer stand. Am Totensonntag, den in Basel mit der Eroberung eines Sizes in der Regierung erzielte, lung stattfinden. Der Polizeipräsident v. Kaune wurf verbot die mehr als aufgewogen, ja wir hätten, vor die Alternative gestellt, bhaltung der Versammlung auf Grund des§ 10 einer Polizeidem Nationalrats- Mandat den Vorzug vor dem Ministersessel gegeben. Belgien. " Die gerichtliche Untersuchung über die Unruhen in Löwen ist abgeschlossen. Gegen 11 Personen soll Anklage erhoben werden; 3 davon bleiben in Haft. Die Sache kommt am 16., 17. und 18. Juni zur Verhandlung. fritisiert. = die Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Müller der Humboldt Mühle in Tegel bei Berlin wie bereits mitgeteilt am 20. Mai die Arbeit niederEs ist nämlich fraglich, ob unsere Partei in der Stichwahl den Sig verordnung vom 7. Dezember 1896. In seinem Schreiben betonte haben gelegt. Seit Jahren hoffen die durchweg 15-20 Jahre in demwird behaupten können, da voraussichtlich die Konservativen wie die der Polizeipräsident, das Kammergericht habe Zeitungsnachrichten Freiſinnigen versuchen werden, das freigewordene Mandat für sich zufolge zwar die Polizeiverordnung für ungültig erklärt. zulage gewähren werde, freilich – frog verschiedener Versprechungen felben Betriebe thätigen Arbeiter, daß die Direktion ihnen Lohnzu erobern. Nun hat unsere Partei nur 4 Bertreter im Nationalrat, Amtlich sei diese Entscheidung bisher nicht zu seiner Kenntnis ge- bis heute vergeblich. Der Stundenlohn der ältesten Arbeiter be: verliert sie das Baseler Mandat, so schrumpft diese Vertretung auf kommen. Diese legten Säge hatte Noske in der„ Volts- Zeitung" trägt 35 Pf., der der Neu: Eintretenden 30 Pf. Die Arbeitszeit iſt drei zusammen; dazu kommt aber noch, daß Wullschläger wohl der tüchtigste von unsern Vertretern war und auch darum sein Verlust In der Verhandlung vor der Straffammer sagte der Polizei- offiziell 12 Stunden, jedoch sind Ueberstunden feine Seltenheit; es kommen tägliche Arbeitsperioden von 15 und mehr Stunden vor. ſehr empfindlich für uns ist. So stellt sich der Gewinn des Minister präsident als Zeuge aus, er habe zwar von der Entscheidung des So mußten erst fürzlich durch die Organisation der Firma die Beſeſſels als ein Danaergeschenk heraus, das eine Mahnung für die Kanmergerichts gewußt, aber seine Maßnahmen auf Grund der Zukunft sein sollte. Bolizeiverordnung weiter getroffen, weil ihm von seiner vorgesetzten ſtimmungen der Gewerbe- Ordnung klar gemacht werden. Behörde nicht mitgeteilt worden sei, daß die Verordnung aufgehoben Butterbrot geschunden und Citronen gleich ausgepreßt zu werden. Die Mühlenarbeiter sind es seit alters her gewöhnt, für ein Frankreich. werde. Der Staatsanwalt führte aus, es sei ganz unverständlich, Der Niedergang des Antisemitismns. Nachdem der streit- wie der Angeklagte fordern konnte, der Polizeipräsident solle fofort an zahlt recht wenig Lohn und läßt dann recht viele Ueberstunden Bis vor bare Bürgermeister von Algier, May Regis, die antisemitische Fahne der Entscheidung des Kammergerichts entsprechend verfahren. Da machen, damit die Leute" doch auch was verdienen. verlassen hat, ist auch ein Konflikt zwischen Drumont und Jules das Kammergericht unglaublich oft" in seinen Entscheidungen furzer Zeit hielten es die Müller nicht für nötig, sich zu organisieren. Guerin ausgebrochen. In ihren Leiborganen Libre Parole" und schwanke, würden meist mehrere Entscheidungen oder eine Ent- Müller Berlins wie der näheren Umgegend haben sich zu 85 Proz. Seit nahezu zwei Jahren aber ist hierin Wandel geschaffen. Die „ Antijuif" polemisieren sie gegen einander, das heißt, sie beschimpfen scheidung des Ober- Verwaltungsgerichts herbeigeführt. Die gange ihrer Organisation angeschlossen, an der und zeihen sich gegenseitig der Betrügereien. So teilt z. B. das Faffung der Notiz lasse erkennen, daß der Polizeipräsident verhöhnt fie thatkräftigen letztere mit, daß die Aktionäre der„ Libre Parole" eine Million an und verspottet werden sollte. Der Angeklagte sei zwar nur wenig Rückhalt haben, so daß fie unbedenklich wagen konnten, int Tegeler Mitglieder eine Aftien eingezahlt hätten; dieses Geld sei zum Teil verloren; Ab- vorbestraft. Das könne aber nicht strafmildernd sein. Der Ver eintreten rechnung werde nicht gelegt nsw. teidiger werde es zwar als" horrend" bezeichnen, er stehe aber doch zu lassen! Verlangt wird die Aufbesserung der Stundenlöhne nicht an zu fordern, daß alle Vorftrafen, welche gegen bezw. 35 Pf. und möglichste Einschränkung der Neberstunden event. bon 35 auf 371/2 Pf. bezi. 40 Pf.. derjenigen von 30 auf 3212 Redacteure des Königsberger focialdemokra tischen Blattes verhängt seien, dem Angeklagten einen Aufschlag von 50 Proz. Wenn man bedenkt, daß in dem so augerechnet würden. Die ganze Tendenz des Blattes, die beliebten Ausflugsorte der Berliner die Lebenshaltung eine ungleich Haltung und der Ton gegenüber Maßnahmen der Behörden seien höhere ist wie in Berlin, so wird man diese Forderungen sehr bejezt nicht anders wie früher. Die früher verhängten Strafen hätten scheiden finden müssen. Die Aussichten für die Ausständigen find Die Spielhöllen. Bekanntlich hat die Kammer sowohl als der den Angeklagten davor warnen müssen, nicht in die Fußstapfen seiner sehr günstige. Der Betrieb ruht gänzlich. Streifbrecher haben sich Senat die Aufhebung der Spielhöllen beschlossen. Das betr. Vorgänger zu treten. Er beantrage eine Gefängnisstrafe von führers zur Anwerbung Arbeitswilliger" in den hiesigen Herbergen bis jetzt nicht gefunden. Die Bemühungen des Berliner GeschäftsGesetz soll aber, wie es heißt, auf Veranlassung des Königs einem Monat. in diesem Jahre noch nicht veröffentlicht werden, damit in Der Verteidiger, Rechtsanwalt Haase, kritisierte auf das hatten keinen Erfolg. Die Zahlstellen und Mitglieder des Verbandes diesem Sommer in Ostende und Spa nochmals gespielt werden schärfste die Forderung, daß an dem Angeklagten nicht etwa die werden ersucht, den Zuzug fremder Kollegen fernzuhalten. Der Vorstand des 1. Ganes, Berlin. Sünden seiner Väter, sondern die ganz fremder Menschen heimgesucht werden sollten. In langen Ausführungen wies der Verteidiger nach, Maurerftreik in Nauen. Am 7. April stellten die Maurer in Die Wahlen zum Provinzialrat in Neapel, welche dem- daß die an dem Verhalten des Polizeipräsidenten geübte Kritit durch Nauen an die Unternehmer das Ersuchen, den Stundenlohn von nächst stattfinden, werden einen heftigen Kampf zwischen den An- ans in den Grenzen des Zulässigen gehalten sei und daß es ein 40 Pf. auf 45 Pf. zu erhöhen. Die Arbeitgeber erklärten sich zwar hängern der alten Camorra und den demokratischen Parteien, vor ganz unhaltbarer Zustand sei, daß, trotzdem das oberste preußische mit der geforderten Lohnerhöhung einverstanden, sie wollten dieselbe allem der socialistischen Partei zeitigen. Die letzteren haben be- Gericht fortgesetzt entschieden habe, die in Frage kommende Be- aber erst vom 1. Oktober an bewilligen. Die Maurer wollen daschlossen, sich an der Wahl zu beteiligen, und sie werden alles auf- ftimmung der Polizeiverordnung sei verfassungswidrig, von den gegen von dieser Verzögerung nichts wissen, sie beharrten auf ihrer bieten, um frisches Blut in die alte verrottete Körperschaft zu Polizei- Organen diese für ungültig erklärte Verordnung weiter an- Forderung, verlangten sofortige Bewilligung derselben und bringen.gewandt werde. traten am Mittwoch zur Erkämpfung der Lohnerhöhung in den Spanien. Das Gericht verurteilte den Angklagten zu 300 m. Geldstrafe Streik. Die Demiffion des Ackerbauminifters Canalejas wird wegen formaler Beleidigung. Der ganze Ton der Notiz laffe die Absicht Die Potsdamer Maurermeister wenden im Kampf gegen die von diesem aufrecht erhalten, da es ihm nicht gelungen ist, seine erkennen, eine Behörde zu verhöhnen und zu verspotten. Von einer Streifenden das in Unternehmerkreisen beliebte Mittel an, den abKollegen davon zu überzeugen, daß eine radikale Aenderung der Gefängnisstrafe sei Abstand genommen, weil Noste der Schutz des reisenden Ausständigen die Arbeitsgelegenheit abzuschneiden. Die allgemeinen Bolitit des Landes einzutreten habe. Seine Kollegen Paragraphen 193 zuzubilligen war, da er selbst die Einberufung der Potsdamer Maurermeister wenden sich an ihre auswärtigen Kollegen wollen von dem Radikalismus Canalejas in religiösen und socialen Bersammlung veranlaßt hatte, auch eine gewisse Erregung wurde mit dem Ersuchen, keinen aus Potsdam und Umgegend kommenden Fragen nichts wissen, sondern sich in den Grenzen des Programms ihm zu gute gehalten, da er selbst in der verbotenen Versammlung Maurer einzustellen, und, wo solche bereits eingestellt sind, sie wieder halten, welches bei der Kabinettsbildung die Basis gewesen ist. sprechen sollte, weiter sei es günstig beurteilt worden, daß der An- zu entlassen. Hoffentlich ist die Solidarität der Arbeiter stärker Unter diesen Umständen hat Canalejas erklärt, seine Demission auf geklagte seit Jahren eine exponierte Stellung in seiner Partei ein- als die Solidarität der Unternehmer, so daß die Potsdamer Maurer recht erhalten zu müssen. Sagasta hofft allerdings noch immer, nehme und trotzdem nur mit zwei geringen Geldstrafen vorbestraft sei. trog Unternehmermaßregeln, troz Bürgermeister und Stadtverordneteneine Verständigung im Ministerrat herbeizuführen. Dreihundert Mark ist also eine billige Strafe. Versammlung ihre Forderungen durchsetzen. fann. Italien. Deutsches Neich. Arbeiteraussperrung beim Bremer ,, Vulkan". Der Vorstand des Werftarbeiter- Verbandes teilt uns telegraphisch mit, daß beim Bremer Vulkan" 250-300 Nieter und Stemmer ausgesperrt sind. Es wird dringend ersucht, den Zuzug fernzu halten. " die Firma auf Nachzahlung seines Lohnes vom 5. bis 14. April, an * * * Aus New York wird unterm 23. Mai gemeldet: Die Kabelwelchem Tage die seinerseits ordnungsmäßig erfolgte Kündigungszeit verbindung zwischen Amerika nud Martinique hat Donnerstags erst ablief. Das Amtsgericht II zu Berlin wies den nachmittag plöglich zu funktionieren aufgehört. Man hält dies für begründung wird ausgeführt:" Es fragt sich, ob in dem Verhalten wurden von dem Kabeldampfer„ Pouyer Quertier" aus abgesandt, Gehilfen jedoch mit seinem Anfruch ab. In der Urteils ein Vorzeichen weiteren Unglücks. Die Meldungen von Martinique des Klägers gegenüber seinem Dienst herrn,() dem Beklagten, der auf der Höhe von Fort de France anferte. Die Kabelgesellschaft ein Verstoß wider die guten Sitten zu erblicken und hieraus ein wichtiger Grund zur fündigungslosen Auflösung des Dienst ist der Ansicht, daß Ereignisse eingetreten sind, die das Schiff Wie die Stuttgarter Maurermeister Wort halten. Die verhältnisses zu entnehmen ist. Die Frage ist nach dem zwangen, seinen Platz zu verlassen. Lohnbewegung der Maurer ist bekanntlich mit einen Vergleich be- Ergebnis der Beweisaufnahme zweifellos zu bejahen. Es endet worden, durch welchen den Maurern ein Mindestlohn von ist erwiesen, daß Kläger in Gemeinschaft mit zwei andren Die weiteren Telegramme, welche den Ernst der Situation er43 Bf. zugesagt wird. Aber versprechen und halten ist auch bei den Angestellten die übrigen Gärtnereigehilfen veranlaßt hat, ihre fennen lassen, lanten: Stuttgarter Maurermeistern zweierlei. Als die Maurer den zugefagten Stellung bei dem Beklagten zum 15. April zu kündigen und nach Paris, 23. Mai.( W. T. B.) Der Minister der Kolonien Decrais Mindestlohn ausgezahlt verlangten, da meinten die„ biederen" Meister, dieser Richtung bin dadurch einen Druck auf sie ausübte, daß er erhielt ein von gestern datiertes Telegramm aus Martinique. In dem so sei das nicht gemeint, von einem Mindestlohn sei in den Einigungs- die Angestellten weiter veranlaßte, einen Betrag von je 10 M. felben heißt es, der Geheime Nath der Kolonie habe auf Befragen, ob bedingungen keine Rede. Der Gewerberichter, unter dessen Leitung an ihn abzuführen, welchen die in der Stellung beim es zweckmäßig sei, die Jusel völlig oder teilweise zu räumen, einder Vergleich geschlossen worden ist, wurde angerufen. Er bestätigte, Beklagten am 15. April dennoch Verbleibenden zu Gunsten derer, stimmig erklärt, eine solche Maßnahme würde gegenwärtig keine Be daß die Auffassung der Arbeiter die richtige, die der Unternehmer die den Dienst verließen, einbüßen sollten. In diesem Verhalten rechtigung haben. Tausend Personen find heute von Martinique nach dagegen eine irrige sei. Die Baumeister aber dachten gar nicht des Klägers feinem Dienstherrn gegenüber ist ein grober Verstoß Trinidad und Cayenne abgegangen. daran, die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen, sie erklärten gegen die guten Sitten zu erblicken(§ 123 Nr. 7 Gewerbe- Ordnung); Paris, 23. Mai.( W. T. V.) Dem Marineminister wurde durch vielmehr:„ Wir wollen die Abmachungen nicht, sie sind null und denn es fann dem Beklagten nicht zugemutet werden, einen Ge- ein Telegramm aus Fort de France gemeldet, daß der Ausbruch nichtig." Damit verließen die Vertreter der Unternehmer das hilfen, welcher in dieser Weise gegen seine des Dienstherrn einen stetigen Charakter anzunehmen scheine. Amtszimmer des Getverberichters, und die Arbeiter können sich nun Interessen handelte, ja fogar gegen ihn agitierte, länger zu Fort de France, 23. Mai.( W. T. B.) Ein neuer Krater, einen Vers auf die Vertragstreue" ihrer Arbeitgeber machen. behalten." Gegen diese Entscheidung legte der Kläger beim welcher sich oberhalb von Ajoupa Bouillon in der Nähe des Mont Ueber die Lage der Schmiede von Leipzig sind von der Landgericht Berufung ein. Das Landgericht II zu Berlin Belée gebildet hat, verursacht lebhafte Beunruhigung. Das Wasser dortigen Verbandsleitung statistische Erhebungen veranstaltet worden. wies diese jedoch durch Urteil vom 10. März 1902 in dem Bach Capote ist plöglich heiß geworden. Die Kreuzer, Lage" an denen sich 226 Berufsgenossen beteiligt haben. Für die Er zurück:" Den Ausführungen des Vorderrichters war beizutreten. und" D'Affas" sind heute in Fort de France eingetroffen. hebungen kamen 106 Betriebe in Betracht, in denen 1900 809 Ar- Ohne Zweifel hat dersläger den Interessen seines Dienstherrn zuwider. New York, 23. Mai.( W. T. V.) Nach einer Meldung des beiter, 1901 aber nur 711 Arbeiter beschäftigt waren. gehandelt, indem er seine Mitarbeiter gegen ihren Prinzipal auf New York Herald" aus Pointe- à- Pitre von gestern ergießt sich aus Das ist ein Rückgang der Beschäftigten um 98 Personen wiegelte und geradezu eine Belohnung für diejenigen aussette, einem neuen Krater auf der Nordseite des Mont Belée Lava in breitem oder 12,11 Proz. Davon entfallen auf die Kleinbetriebe welche seiner Aufiviegelung Folge leisteten. Dieses Vorgehen stellt Strome ins Meer. Ein weiterer Verlust an Menschenleben ist zu mur 6, auf die Großbetriebe aber 92 Arbeiter. Der einen Verstoß gegen die guten Sitten im Sinne des§ 123 Absag 7 verzeichnen. Eine große Anzahl von Personen in Grande Rivière, durchschnittliche Stundenlohn betrug bei den Lohnarbeitern 1900 Reichs- Gewerbe- Ordnung insofern dar, als es einen schweren Ver- meistens Frauen und Kinder, sind vom Lavastrom umschlossen. 381/3 f., 1901 dagegen 361/5 f.; bei den Accordarbeitern 1900 trauensmißbrauch enthält und mit Treu und Glauben zwischen Hilfe scheint unmöglich. Man fann sehen, wie sie Rettung erflehen, 493/5 f., 1901 483/5 Pf. Allein in 34 Betrieben sind Accord abzüge Dienstherrn und Angestellten nicht vereinbar ist. Den Beklagten während sich die Lava allmählich weiter verbreitet. von 5 bis 40 Proz. vorgenommen worden. Arbeitslos waren im fonnte hiernach eine Fortsetzung des Dienstverhältnisses nicht zuJahre 1901 71 der Befragten zusammen 3532 Tage oder durch gemutet werden." schnittlich 49 Tage. Das Resultat der Erhebungen wird dahin zu fammengefaßt, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse der Schmiede in Leipzig die denkbar ungünstigsten sind. " Ausland. " Es ist bekanntlich noch nicht dagewesen, daß Unternehmer, welche durch gegenseitiges Uebereinkommen Arbeiter ausgesperrt haben, eines Verstoßes gegen die gute Sitte oder sonstwie von bürgerlichen Lehte Nachrichten und Depelthen. Gerichten schuldig befunden worden sind. Internationaler Bergarbeiter- Kongrek. Düffeldorf, 23. Mai. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung des diesjährigen internationalen Bergarbeiter- Kongresses, die von deutscher Seite vorgeschlagene Schaffung eines interDie Weberaussperrung in Enschede. Am Pfingstmontag fand in Amsterdam eine Konferenz der Vorstände von 68 gewert Die Vulkanausbrüche. schaftlichen und politischen Arbeiterorganisationen der verschiedensten Richtungen statt. Dieselbe beschloß einstimmig, daß alle Kräfte einDie vulkanische Katastrophe in Amerika bat nun auch zerstörend nationalen bergmännischen Setretariats wurde auf gesetzt werden sollen, um den Ausstand zu einem für die Arbeiter günstigen Abschluß zu bringen. Troelstra gab namens der auf das Festland übergegriffen. Aus Hamburg wird berichtet: Antrag der englischen Delegierten nicht erörtert; es wurde vielmehr focialdemokratischen Partei die Erklärung ab, daß die Laut Meldung der Hamb. Börsenhalle" aus Guatemala beschlossen, da die Angelegenheit noch nicht reif erschien, sie bis zum unt durch das interPartei darauf rechnet, dem Streiffomitee wöchentlich den Betrag wurde die Stadt Quezaltenango durch ein schreckliches drei- nächstjährigen Kongreß zu vertagen, von 500 Gulden( 850 m.) überliefern zu können. Ferner wurde auf viertel Minuten dauerndes Erdbeben fast vollständig zerstört. lassen. Der Reichstags- Abgeordnete Sachse erklärte dazu Namens nationale Komitee eine eingehendere Vorlage ausarbeiten zu Antrag Troelstras ein Komitee gebildet, das die Aufgabe hat, Geld- Jn der Stadt Guatemala ist weniger Schaden angerichtet der deutschen und östreichischen Abordnungen, daß die Vermittel herbeizuschaffen und Propaganda für die Unterstützung der worden, jedoch sind zwei Kirchen ziemlich beschädigt. Die Geschäfte bände diefer beiden Länder sich von den internationalen Ausständigen zu machen. In dem Komitee sind alle Richtungen stocken vollständig. Viel Staffee ist verloren gegangen. Die Stadt Kongreffen zurückhalten werden, wenn auch im nächsten Jahre vertreten, die socialdemokratische Partei wird durch Looguit Quezaltenango, Hauptstadt des gleichnamigen Departements der fein praktisch greifbares Ergebnis erzielt werde. Als Ort für den repräsentiert. mittelamerikanischen Republik Guatemala, zählt 27 000 Einwohner. nächsten Kongreß wurde Brüssel, für das internationale Komitee Lille gewählt. Sie liegt am Fuße des Vulkaus Santa Maria. Der Vorstand der niederländischen socialdemo fratischen Partei hat ein Manifest veröffentlicht, worin zur Unterstützung der Weber in Enschede aufgefordert wird. Die Anzahl der Ausgesperrten und Streikenden wird auf ca. 2400 angegeben: zu unterstützen sind einschließlich der Familienangehörigen ca. 5000 Menschen. Mehr als 110 000 Gulden find bereits durch das niederländische Volk hierfür aufgebracht worden. Durch die Beschliffe des Kongresses hat sich nun die gesamte Arbeiterschaft der Niederlande verpflichtet, den Enscheder Weberit zum Siege zu verhelfen. Sociales. 1900 durchschnittlich jedes Etablissement mit rund 170 000 Sociale Rechtspflege. Auf der Insel Martinique ist fortgesetzt das schlimmste zu befürchten. Nach Meldungen aus Fort de France unternahmen der Generalral Clerk und Monseigneur Chaucel am vergangenen Freitag von Basse Pointe aus einen Aufstieg auf den Mont Pelée; fie gelangten ohne Schwierigkeit bis auf eine Höhe von 1233 Meter und stellten fest, daß der Krater einen Durchmesser von etwa 300 Meter habe; die den Krater überragende Bergspizze ist durch vulkanische Ausbrüche vollkommen untergraben und ganz in Flammen gehüllt. Clerk erzählt, daß er und sein Gefährte wiederholt von ftarten elektrischen Schlägen getroffen und beim Abstieg von Aschen regen überschüttet wurden. Wie verlautet, hat der Kolonialminister in Befürchtung neuer Ausbrüche bereits Maßnahmen für die teilweise oder völlige Räumung Martiniques getroffen. : " Bergmannslos. Osterfeld i. W., 23. Mai.( B. H.) Durch herabfallendes Gestein wurden hierselbst zwei Bergleute verschüttet. Dieselben erlitten den Erstickungstod. Die Leichen sind geborgen. er Deputiertenkammer. Rom, 23. Mai.( W. T. B.) Bei der Beratung des Budgets des Auswärtigen führt Guicciardini aus, obwohl der Dreibund nicht mehr den Charakter habe, wie zu der Zeit, da er ver Die amerikanische Seidenindustrie hat sich aus fleinen Aneinbart wurde, so höre er doch nicht auf, eine Einrichtung öffentlichen Nußens und eine Gewährleistung des Friedens zu ſein; fängen zu einer gewaltigen Großindustrie entwickelt. Während es politischen Verhältnissen anpassen müsse und namentlich dem glaube 1850 in den Vereinigten Staaten nur 67 Etablissements der Industrie aber, daß der Dreibund sich den veränderten mit nur 1723 Arbeitern und 2/3 Millionen Dollar Kapital gab, Hebereinkommen mit Frankreich, welches dem italienischen Empfinden wurden nach dem Census von 1900 gezählt 483 Etablissements mit entspreche. Rudini verlangt hierüber Auskunft. Barzilai be65 416 durchschnittlich beschäftigten Arbeitern und einem Kapital Am Dienstag und Mittwochabend war die Stadt Fort de France gründet eine von ihm eingebrachte Tagesordnung gegen die bisvont 81 Millionen Dollar. E arbeitete also im Jahre in Dunkelheit gehüllt. Die Ursache war, daß das Elektricitätswert her befolgte auswärtige Politik und bekämpft den Dreibund, der Dollar und 135 Arbeitern. Der Hauptaufschwung datiert den Betrieb eingestellt hatte. Die Anordnung dazu war durch den vom ersten Augenblid den Zweck verfolgt hätte, eine Annäherung feit 1880, wo in 382 Betrieben mit 19 Millionen Dollar Kapital Bürgermeister erfolgt, weil die Bevölkerung, in der Befürchtung, der Frankreichs an Italien zu verhindern. Die Stellung Italiens würde sich Riesenschritt zum Großbetriebe. Kommen doch 1880 im Durchschnitt droht hatte, andernfalls das Wert zu zerstören. Bahlreiche Ber- bleibe es bezüglich Erneuerung von Handelsverträgen wehrlos. 31 337 Arbeiter beschäftigt waren. In diesen 20 Jahren geschah ein Blizz würde angezogen werden und die Stadt in Brand setzen, ge- verstärken, wenn es aus dem Dreibunde ausschiede, ohne andren Bündnissen beizutreten. Wenn Italien den Dreibund erneuere, so auf einen Betrieb nur knapp 50 000 Dollar Kapital und 82 Arbeiter. jonen verlassen weiter die Stadt. 6000 Flüchtlinge sind in Es zeigt sich aber auch an diefen Zahlen, daß offenbar die öffentlichen Gebäuden untergebracht. Nach Barzilai nimmt unter der gespannten Aufmerksamkeit des Profeffor Jagger von Hauses Minister Prinetti das Wort. Was den Dreibund be Maschinenverwendung bedeutend zugenommen hat, denn während der Harvard Universität, ein bekannter amerikanischer Seis- treffe, betont der Minifter, daß die jüngsten Ausführungen des sich die durchschnittliche Arbeiterzahl nur um etwas über 60 Proz. hat am Mittwoch Saint Pierre besucht. Er be Grafen Goluchowski den gegenwärtigen Stand der Dinge flar darsteigerte, wurde das durchschnittlich in einem Unternehmen steckende mologe Kapital mehr als verdreifacht. Daher stieg auch in dieser Zeit die zeichnet den Mont Pelée als den gefährlichsten Vulkan auf der legten. Die drei Regierungen hätten noch nichts unterzeichnet, aber Menge der verarbeiteten Nohseide um mehr als das 3/2 fache, ganzen Insel. Profeffor Jagger sagt weiter: Es ist keine Gewiß fie hätten gegenseitig den Entschluß kundgegeben, zu geeigneter Zeit nämlich von 2,69 Millionen Pfund auf 9,76 Millionen Pfund. heit dafür vorhanden, daß die Verunglückten durch die Lava ums an die Erneuerung des Bündnisses zu gehen. Man hat Italien Der durchschnittliche Jahresverdienst eines Arbeiters stieg von Leben gekommen sind. Sie wurden wahrscheinlich durch einen eine Politik der Isolierung angeraten; der Augenblick hierzu 1880 zu 1900 von 291 auf 320 Dollar. Die Seidenarbeiter stehen vulkanischen Tornado getötet, der eine Welle explosiver Gase mit sich scheine durchaus nicht gut gewählt zu sein, denn die allgemeine Tendenz gehe dahin, sich demnach nicht unerheblich unter dem Durchschnitt der amerikanischen führte. Es wurden keine Lapilli gefunden, wohl aber viel Staub, Susammenschlüsse zusammenzuschließen oder alte noch weiter zu festigen. Nun selbst Arbeiter. Die Steigerung dürfte übrigens weniger ihren Grund in Die der Erhöhung der Individuallöhne als in dem Umstande haben, daß ähnlich dem von Pompeji." Er bestätigte ferner die Thatsache, daß England habe seine glänzende Isolierung aufgegeben. die Frauenarbeit relativ etwas zurückgedrängt wurde. Im Jahre 1880 der Ausbruch am Dienstag bei weitem heftiger war, als am 8. d. M. Vielfältigkeit der Juteressen, der Zusammenhang zwischen allen die Welt bewegenden Fragen nötigten zu solchen Einvernehmen, ohne wurden 9375 Männer und 16 396 Frauen, 1900 aber 24 206 Männer Der nördliche Teil der Insel ist jetzt vollständig verschüttet. Was Jtalien und 34 797 Frauen beschäftigt. Im Jahre 1850 betrug der Ein Telegramm der Londoner Times" aus St. Lucia berichtet, welche lleberraschungen immer zu fürchten wären. Durchschnittslohn eines Arbeiters 172 Dollar, das heißt ungefähr fo- der dort von Fort de France( Martinique) mit vielen Flüchtlingen angeht, so fönne man zugeben, daß nach dem Einvernehmen mit viel, wie heute der Durchschnittslohn in Deutschland. an Bord angekommene Dampfer Helga" berichtet, daß die Ein- Frankreich hinsichtlich des Mittelmeeres die Besorgnis, welche seinen wohner von Fort de France wegen andauernden Hagels Eintritt in das Bündnis zu bestimmen schien, ziemlich an Wert verschweren Steinen und andern Stoffen loren habe. Man habe gegen den Dreibund die außerordentlich fliehen. Die Helga" löschte eine Ladung Kohlen in hohen militärischen Ausgaben und die Sorge um die Erhaltung des In Pointe a Bitre Friedens geltend gemacht. Was die militärischen Ausgaben anFort de France, mußte dies aber aufgeben. kommt eine Menge Leute aus Fort de France an, wo sie nicht betrifft, so sei es ganz augenscheinlich, daß, wenn jemals ein die Verantwortlichkeit für eine NichtEin Telegrammi aus Dominica vom Diens: Staatsmann Italiens tag meldet, ein dort angekommener Flüchtling, der für die Bevölkerung erneuerung des Dreibundes übernehmen würde, seine erste Sorge von Grande Rivière Hilfe suchte, berichtete, daß der Ausbruch der darin bestehen müßte, wenn er seinen König und sein Land Montagne Pelée am 19. Mai schrecklich war. Die Masse der Lava nicht verraten wolle, die nationale Sicherheit um den Preis war größer als am 8. Mai. Die Grande Rivière trat aus ihren der größten Opfer gegen jeden Wechsel zu schützen. Was die Sorge Ufern, und Gebäude und Pflanzungen, die bisher noch unberührt um den Frieden betrifft, so bilde die doppelte Gruppierung, die waren, wurden zerstört. fich ohne gegenseitige Reibung in dem kontinentalen Europa Nach New York wird aus Martinique gemeldet: Die ganze Be- bildete, ein Unterpfand mehr für den Frieden in Europa und in der Welt. Graf Bülow, Graf Goluchowski und völferung ist auf dem Wege nach Fort de France, um die Jusel zu verlassen. Der französische Gouverneur hat sich auf das Kriegsschiff Redner selbst hätten schon bei früherer Gelegenheit erklärt, daß Suchet" begeben. Der gestrige Ausbruch der Montagne Pelée ist der Dreibund, der seinem Charakter nach durchaus friedliche Ziele bedeutend schlimmer als der frühere. Steine, die mehrere Fuß im verfolge. Der Dreibund enthalte nichts Agreffives gegen Frankreich. Durchmesser haben, wurden hoch in die Luft geschleudert und fielen Hinsichtlich der Handelsverträge weist der Minister darauf in Rotglühhige in der Umgegend von St. Pierre, sowie manche hin, daß eine Berhandlung mit den beiden Verbündeten noch kleinere Steine in Fort de France. Das Trinkwasser auf der Jusel nicht möglich sei, da die neuen Tarife bisher weder in Deutschland noch in Destreich- Ungarn festgestellt seien. Die drei Kabinette ist nunmehr ungenießbar, da es heiß ist und schlecht schmeckt. Aus Paris meldet die" Franks. Zeitung": Nach Mitteilung des hätten allein principielle Ansichten austauschen können, aber die Gouverneurs von Martinique befindet sich die Bevölkerung in wilder italienische Regierung lege der Sache alle wichtigkeit bei und wende Banit. Die Regierungsgebäude und die Häfen sind von der Menge ihr alles Interesse zu. Sicher werde ihn Niemand davon überzeugen In der Kunst- und Handelsgärtnerei von H. in Weißensee belagert, die Gelegenheit zur Abreise verlangt. Die Leute erklären, tönnen, daß der beste Weg zu guten Handelsverträgen mit Deutsch gehörten von den acht Gehilfen nur drei der Organisation auf Lebensmittel und alles verzichten zu wollen, um sich ohne land und Destreich- Ungarn zu gelangen, der wäre, die politischen Verträge mit denselben nicht zu erneuern. an. Dennoch äußerten die Nichtorganisierten ihren Kollegen gegen Aufenthalt einzufchiffen. über ihr Einverständnis mit dem Vorgehen. Um aber eine Ans Kingstown auf St. Vincent wird der„ Daily Mail" gegenseitige Gewähr für die Einheit zu haben, schlugen die vom Mittwoch telegraphiert: Ich besuchte gestern Georgetown( St. Reform des finnischen Zollwefens. Organisierten den anderen vor, daß jeder zehn Mark Vincent). Die Straßen sind völlig unter Steinen und vulkanischem Aus Petersburg wird der" Frankfurter Zeitung" intermi hinterlege, die er bei Nichteinhaltung des gegenseitigen Versprechens Staube begraben. Die wenigen noch stehenden Häuser und drei große Belte 23. Mai depeschiert: Nach Meldungen der Blätter werden voraus. ( Niederlegung der Arbeit nach Ablauf der Kündigungszeit) an die sind voll von Werlegten, deren Zustand zu schrecklich ist, als daß fichtlich die jetzigen finnischen Einfuhrzölle vom 1. Januar 1906 aufihre Stellung Aufgebenden zu verlieren habe. Hiermit waren alle man ihn beschreiben tann; 60 Broz. werden sich nicht erholen. gehoben und der Reichs- Bolltarif auch in dem Großfürstentum einacht einverstanden, und der Gärtnergehilfe P. nahm als Aeltester Hunderte von Bedürftigen erhalten Lebensmittel. Das Land geführt. Eine Reform des finnischen Zollwesens und Abänderung die Geldbeträge an sich. Nach einigen Tagen erfuhr Menschen und Reste von Tieren sieht man überall. der Arbeitgeber durch einen der Gehilfen, den er zum Bleiben zu außerhalb der Stadt ist so verwüstet, daß es einer Sahara gleicht, des finnischen Zolltarifs sollen für 1904 vorgenommen werden. überreden suchte, von dieser Angelegenheit. Und am 5. April er- Ueberall sind die Flüsse verschüttet. In einem Thale liegt der hielt dann der erwähnte P. plöglich seine Entlassung. B. er- Staub 60 Fuß tief, die Bäume, die noch stehen, haben keine Blätter; Paris, 23. Mai.( W. T. B.) Ettva 800 Arbeiter der staat: lichen Tabatfabrik in Neuilly beschlossen, in den Ausstand zu treten. blickte hierin eine Entlassung gesezwidriger Art und flagte gegen überall liegt der Staub etwa 4 Fuß hoch. Einen Verstoß wider die guten Sitten nach§ 123 Ziffer 7 der Gewerbe- Ordnung erblickt das Landgericht II zu Berlin darin, wenn ein Arbeiter seine Mitarbeiter, die auf seine Anregung hin mit ihm gemeinsam gekündigt haben, durch Hinterlegung einer gegenseitigen Haftsumme veranlaßt, an der gegenseitig getroffenen Bereinbarung auch festzuhalten. Die Gärtner Berlins und der Vororte befanden sich im vorigen Frühjahr( 1901) in einer Lohnbewegung. Da es die Arbeitgeber und deren Organisationen aber von vornherein rundweg abgelehnt hatten, fich in irgend welche Unterhandlungen über die aufgestellten Forderungen einzulaffen, fo gab die Leitung der Bewegung an die Gehilfen die Weisung aus, am 31. März beztv. 1. April ihren Arbeitgebern den von der organisierten Gehilfen schaft nun allein aufgestellten Lohn- und Arbeitstarif in einem gedruckten Exemplar zur Anerkennung vorzulegen. Dem Tarif war gleich ein gleichfalls gedrucktes Anschreiben beizu fügen, in dem die Gehilfen jeder Firma durch gemeinsame Namensunterschrift erklärten, daß sie bei Nichtbewilligung der Forderungen hiermit ordnungsmäßig fündigten und 14 Tage später ihre Stellen aufgeben würden. bleiben können. " Gräber von Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 18. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 24. Mai 1902. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 23. Mai 1902. $ zu leisten und Kongreß der Steinarbeiter Deutschlands. Leipzig, den 22. Mai 1902. Berliner Partei- Angelegenheiten. Allerdings rechnet die Deutsche Agrar- Korrespondenz" auf eine In der Nachmittagssigung wurde bezüglich des Bei= Vergrößerung der Zuckerrohr- Anbaufläche und ferner auf eine Steige- hilfefonds ferner beschlossen, die Karenzzeit von 13 auf 26 Wochen rung der Ertagsfähigkeit von 2,4 Tonnen auf 4 Tonnen pro Heftar, zu erhöhen und die Bestimmung getroffen, daß die Beihilfe ein Stetiges Schwanken zwischen Hoffnungen und Befürchtungen indem sie auf Kuba hinweist, wo fogar 8-10 Tonnen pro Heftar ichließlich der Leistungen aus Krankenkassen den Durchschnitts Charakterisierte auch in letzter Woche wieder die Börse, angepaßt der gewonnen werden. Aber die Anbau- und Bodenverhältnisse Kubas verdienst der Mitglieder im letzten Jahre nicht übersteigen darf. draußen herrschenden Witterung mit ihrem schnellen Wechsel und Ostindiens find grundverschiedene. Während auf Kuba das Godann tommt der Punkt Agitation zur Berhandlung. Der zwischen Sonnenschein, Regen und Hagelfall. Mit Bangen Buderrohr auf großen Plantagen gebaut wird, wird es in Referent Hoffmann Jimenau führt aus, daß es notwendig richtet sich der Blick bald auf die Londoner Meldungen Ostindien auf kleinen Feldparzellen vom indischen Kleinbauer an fei, mehr als bisher auf diesem Gebiete über die Friedensverhandlungen mud den Stimmungsgebaut, und zweitens fehlt es in den meisten indischen Distrikten an größere Mittel dafür aufzuwenden. Er begründet eingehend widerhall, den diese am Londoner Minenmarkt weden, bald nach der Dünger, an Wasser zur Bewässerung und an der nötigen Luft den Antrag, das Verbandsgebiet in Gaue einzuteilen New Yorker Wallstrect, von woher man trotz der relativ günstigen feuchtigkeit: ein Umstand, der den indischen Bauer dazu zwingt, zu- und befoldete Gauleiter anzustellen. Besonders weist der Redner Nachrichten in letzter Woche neue, schlimmere Ueberraschungen be: meist kleines dichtstehendes, weniger ertragreiches Buderrohr auf die Notwendigkeit der Agitation unter den Arbeiterinnen hin.fürchtet, und je nachdem, ob die Anzeichen für größere Berechtigung anzubauen, um das Austrocknen des Bodens durch eindringende Bollmann als Korreferent führt aus, daß die Zersetzungsarbeit der Friedenshoffningen oder der bösen Ahnungen sprechen, heiße Luft möglichst zu verhüten. In seinem Wert über innerhalb der Organisation in letzter Zeit die Agitation behindert wechselt auch alt der Berliner Börse die schwächere mit die Zuckerindustrie und den Zuckerhandel der Welt kommt denn auch habe, und daß es vor allem auf die Kleinarbeit, auf die Agitation der festeren Haltung ab. Im ganzen war der Geschäftsverkehr Professor Paasche, dem man schwerlich Voreingenommenheit gegen der Mitglieder selbst ankomme. Die Frauenagitation leide oft darunter, auch in letzter Woche wieder recht still bei durchschnittlich ziemlich die Intereffen der deutschen Zuckerproduzenten nachfagen kann, auf daß zwischen gelernten Arbeitern und den Arbeiterinnen ein Selaffenunters fester Grundtendenz, wenn es auch auf den einzelnen Gebieten nicht Grund feines Studiums der amtlichen indischen Berichte zu schied gemacht werde. Man müsse die Arbeiterinnen als gleichberechtigt an mancherlei Schwankungen fehlte. So erhöhten z. B. am Sonn- dem Schluß:" Diese amtliche Kundgebung, der eine Diese amtliche Kundgebung, der eine ab- behandeln, in den Versammlungen mehr Rücksicht auf sie nehmen. abend Kohlenaktien, vornehmlich der Konsolidation, zumeist ihre fichtliche Schwarzmalerei ganz gewiß ferngelegen hat, zeigt, Die Gaueinteilung mit besoldeten besoldeten Gauleitern einzuführen, Kurse, teils auf günstige Versandmeldungen aus dem Ruhr- daß Die oft gehörten ichönen Redensarten vont der hält Redner nicht für vorteilhaft. Die Einteilung in kohlenrevier hin, teils weil man in einigen Börsenkreisen der enormen Produktionskraft des tropischen Klimas, speciell in Agitationsbezirke sei beizubehalten. Nach längerer Diskussion Auficht zuneigte, daß die Aussichten für eine Erneuerung des Indien, eine sehr erhebliche Einschränkung für die Buckerkultur er wird die Einteilung in Gaue abgelehnt. AngeKohlensyndikats auf breiterer Grundlage sich gebessert haben. fordern... Darum find weite zusammenhängende Ländermassen nommen wurde ein Antrag, der dem Vorstand das Recht giebt, Als dann aber vorgestern der Monatsausiveis der Hibernia und der mit kontinentalem Klima, wie Ostindien, nur in beschränkten Distrikten über eventuelle Aufnahme und Aufnahmebedingungen für Streif Bericht des Gelsenkirchener Bergwerks bekannt wurde, von denen der zu lohnendem Anbau des Rohres im stande." brecher nach Empfehlung seitens der Zahlstellen zu beschließen. erstere im April nur einen Ertrag von 646 348 M. nachweist gegen Und wie mit dieser Furcht vor dem ostindischen Buder steht es Des weiteren wurde beschlossen, daß Mitglieder, die sich wissentlich 801 153 M. im April vorigen Jahres und 923 379 m. in 1900, mit der von den agrarischen Blättern in letzter Zeit aufgestellten unrechtmäßig in den Besitz von Unterstügungen setzen, ausgeschlossen erlitten die Kohlenottien größtenteils Abschläge, die sie ungefähr Behauptung, der westindische Rohrzucker werde nach dem Anschluß werden, und solchen, die das wissentlich begünstigen, ein Jahr Strafwieder auf den Stand am Freitag voriger Woche zurück- Deutschlands an die Brüsseler Konvention mit dem deutschen Zucker farenz auferlegt wird. brachten. Und diese Abwärtsbewegung griff auch, unter- auf dem englischen Markt in scharfe Konkurrenz treten; denn in den stützt durch die Nachricht von der Auflösung der west- Vereinigten Staaten nehme die Rübenzuderproduktion ständig fälischen Schrotteinkaufs Vereinigung, auf den Eisenattienmarkt 3, damit aber drohe Kuba der Verlust seines Absatzüber. Auch der Bahnaktienmarkt zeigte verschiedenerlei Schwankungen. marktes in der Union, der es zum Export nach Europa Nachdem am Sonnabend die meisten Bahnaktien, darunter besonders zwingen werde. Richtig ist, daß speciell die Rübenzucker- Es wurden die Unterstützungs Einrichtungen die Aktien der östreichisch- ungarischen Staatsbahn, angezogen und nur Induſtrie der Vereinigten Staaten fich schnell vergrößert hat; fie debattiert. Die Redner verlangten Arbeitslosen- und Kranten Lombarden und Kanada- Pacific- Aktien- lettere in Barität mit lieferte in 1892 erst 12 000, in 1901 bereits 124 859 Tons Buder; Unterstützung, sowie Gewährung von Sterbegeldern. Die ArbeitsNew York Abstriche erlitten hatten, schnellten am Mittwoch im immerhin betrug die Gesamtproduktion der Union an Rohr und losen Unterstützung wurde abgelehnt und folgende Anschluß an New Yorker Notierung Kanada Pacific- Aktien in raschen Rübenzucker im letzten Jahre nur rund 417 000 Tonnen, und selbst Resolution angenommen: Sprüngen um mehr als 5 Proz. empor, während gestern wieder ein wenn man die Einfuhr von den amerikanischen Solonien( Hawaii, Philip- Der Kongreß erkennt an, daß die Arbeitslosen Unterstützung am fast allgemeiner Abschlag der Bahnattien eintrat, von der mur pinen, Portorico) hinzurechnet, ergeben sich noch nicht 800000 To., während nötigsten und principiell geeignetsten für die Organisation ist. Nur auf Londoner Kursmeldungen hin Kanada Pacific- Aktien sich späterhin der Konsum der Union sich auf 2372 816 Tonnen stellte. Beinahe die Ermangelung statistischer Unterlagen, ferner die damit ver ziemlich zu erholen vermochten. zwei Drittel ihres Bedarfs mußten also die Vereinigten Staaten bundenen finanziellen Schwierigkeiten und die ungünstige wirtschaftWie die Meldungen über Arbeitsentlassungen und Einlegung von fremden Ländern importieren, und zwar taur über ein Drittel liche Konjunktur laffen es zur Zeit nicht ratsam erscheinen, diefelbe neuer Feierschichten im Ruhrkohlen- Revier sowie die schon erwähnten dieses Fehlbetrages von Kuba, deffen gesamte Buderausfuhr fast einzuführen. Die Centralleitung wird beauftragt, bis zum Ausweise der Hibernia" und der Gelsenkirchener Bergwerks- ausschließlich nach der Union ging. Selbst wenn die Produktion der nächsten Kongreß Maßnahmen zu treffen, die Gesellschaft beweisen, ist in den rheinisch- westfälischen Be- Antillen- Berle in den nächsten Jahren noch bedeutend zunehmen die Einführung der Arbeitslosen Unterstügung zirken nur wenig von der Besserung des Kohlengeschäfts gu fonte für das laufende Jahr rechnet man auf eine Ausbeute ermöglichen. spüren, die von den Bechenintereffenten seit langem verkündet von ca. 800 000 Tonnen findet Kuba vorläufig in den Vereinigten Sodann wurde die Einführung der Krantenunterstigung wird. Die Darlegungen der Delegierten in der während Staaten noch einen Markt, der mit Leichtigkeit seinen ganzen Export mit 35 gegen 7 Stimmen beschlossen. An Stelle der Kilometerder letzten Tage in Effen abgehaltenen Generalversammlung des aufzunehmen vermag, wenn auch infolge der Konkurrenz andrer gelder wurde beschlossen, für die Reise- Unterstügung Tagegelder eine deutschen Bergarbeiter Verbandes bestätigen völlig, was die legten zuckerproduzierender Länder und der Herrschaft des Budertrustes zuführen. Nummern der Berarbeiter- Beitung" über die dortigen Arbeits. bielleicht zu Preisen, die oft eben nur die Produktionskosten decken In der Nachmittagssigung wurde über das Streifregulativ markts- Verhältnisse berichteten. Nicht nur haben seit ungefähr acht mögen. debattiert. Es wurde beschlossen, die Maßregelungs Unterstügung Wochen die Arbeiterentlassungen zugenommen, auch die LohnUebrigens wird schließlich trotz des Widerstandes der Rübenzucker wie bei Streits auf die Dauer von vier Wochen zu bezahlen. Alle reduktionen mehren sich, und der Dortmunder Delegierte produzenten die Vereinigte Staaten- Regierung sich doch zu einer für den Streit von andren Gewerkschaften aufgebrachten Gelder konnte konstatieren, daß während verschiedentlich die Schicht- arößeren Zollermäßigung auf tubanischen Zucker verstehen müssen, als sind bei der Geschäftsleitung in Anrechnung zu bringen. Die Streife dauer durch vorzeitigen Beginn und Schluß der Einfahrt zu der von der sogen. Kommiffion für Mittel und Wege" vorge- unterstügung ist mit Einschluß der Wochenfeiertage zu zahlen. Die und Verzögerung der Ausfahrt verlängert wurde, andrerfeits die schlagenen 20 prozentigen Reduktion; denn an der Rentabilität der Formulierung der Streitbestimmungen wurde einer Kommission überLöhne mehrfach in 1-1,20 m. pro Arbeitstag gefallen find. Jetzt fubanischen Buckerproduktion hat innerhalb der Union nicht tragen. werden von verschiedenen Zechen des Gelsenkirchener Rayons neue allein der Zuckertrust ein Interesse, sondern auch jener Lohnreduktionen gemeldet, speciell von der Zeche Hibernia, während nicht fleiner Teil amerikanischer Kapitalisten, der in anderen auf andern Zechen Lohnherabsetzungen für die nächste Zeit angekündigt Gifenbahnen, Schiffahrtsbetrieben, Staatsschuldenscheinen ze. sein Geld tubanischen Werten, in industriellen Unternehmungen, in wurden. Sind diese Maßnahmen der Grubenverwaltungen auch zum Teil nur auf das Bestreben zurückzuführen, den Arbeitern angelegt hat. Die geringe Verbesserung der Lebenshaltung, die diese während der Unter diesen Verhältnissen ist es recht wenig überzeugend, wenn vergangenen Prosperitätsjahre errungen haben, wieder abzuzwacken, zur Erhaltung ihrer Liebesgabe die Agrarier von einer zu er so muß doch andrerseits zugegeben werden, daß, abgesehen von wartenden Verdrängung des deutschen Rübenzuckers durch fubanischen wenigen begünstigten Zechen, die allgemeine Lage des Ruhr- Kohlen- Rohrzucker vom englischen Martt sprechen, falls Deutschland sein banes noch immer recht viel zu wünschen übrig läßt. Zwar hat sich Brämiensystem fallen lasse. Nach und nach wird zwar vorausauch der Kolonialzucker auf dem englischen Markt gehoben, und wie es gestern an der Börse hieß. soll das Kohlen- wieder größeren Absatz finden, aber bis dahin wird aller Wahr eine Boltsversammlung statt. Genoffin Emma Ihrer spricht Tegel. Montagabend 8 Uhr findet in den Trappschen Festsälen syndikat neuerdings einen weiteren größeren Auftrag auf Fettfohlen scheinlichkeit nach der jezige geringe Zuckerkonsum in Deutschland über den Kampf ums Necht. aus dem Auslande erhalten haben, dafür aber bleibt der Verbrauch selbst sich dermaßen gehoben haben, daß der Minderabsatz nach dem der deutschen Eisenindustrie weit hinter den Erwartungen zurück. Ausland durch den Mehrbedarf des Jnlandes reichlich ausgeglichen Im Gegensatz zu dieser sich aus den Berichten der Arbeiter wird. Dagegen würde unbedingt die von den Agrariern empfohlene Fachpresse wie der Monatsausweise der größeren Bergwerks- Gesell- Ablehnung der Brüffeler Beschlüsse nur den Erfolg haben, daß schaften ergebenden Sachlage, bemüht sich seit einiger Zeit die mit England den deutschen Rübenzucker mit Ausgleichszöllen von 6-7 m. Rückgang des Weißbiertrinkens in Berlin. Bekanntlich dem Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat liierte Preffe eifrigst, die pro Centner belegen würde, die den englischen Markt erst recht dem sind die Zeiten, wo in den Berliner Wirtshäusern fast nur Weißbier Abfazverhältnisse des Syndikats, besonders der diesem angehörenden deutschen Zucker verschließen und dem Kolonialzucker die Konkurrenz zu haben war, vorbei. Verschwunden ist damit auch der größte Teil der einst für Berlin charakteristischen Weißbierlokale, in denen Gas- und Gasflammtohlen- gechen als recht günstige zu schildern, erleichtern würden. nur betreffs der Magerfohlen Bechen wird eine mißliche Geben größten gluteit, und diese Stellung wird es noch für längere an weißgescheuerten Tischen gemütlich beieinander faßen". Das Seit Jahren hat Deutschland an dem englischen Buderimport unsre Vorfahren bei der schäumenden und prickelnden Goldgelben" schäftslage zugegeben. Entsprächen diese in die Deffent lichkeit lancierten Angaben den Thatsachen, sie würden um Zeit behaupten. Auch in den eben beendeten vier ersten Monaten moderne" Berlin hat auch dieses fowie manches andre typische Bild so lauter gegen das Vorgehen der Grubenverwaltungen des laufenden Jahres ist nach der englischen Statistit die Buder vergangenen Boltslebens hierselbst mit rauber Hand zerstört. Bon sprechen; denn wenn der Abfaz sich dermaßen gehoven hat, wären einfuhr aus Deutschland wiederum gestiegen. An raffiniertem und den früheren zahlreichen Weißbierstuben" haben sich vielleicht nur Arbeiterentlassungen und Lohndrückereien erst recht nicht angebracht. Kandiszucker wurden nach Großbritannien in den ersten vier Monaten noch drei oder vier in ihrer ursprünglichen Gestalt in das heutige Thatsächlich aber dürfte es sich bei den rosigen Schilderungen ledig 1902 insgesamt 9 188 043 engl. Centner gegen 8 976 173 in dem Berlin hinübergerettet. Trotzdem aber haben auch diese ehrwürdigen lich um Stimmungsmache handeln einmal zu dem Zivece, er gleichen Zeitraum des Vorjahres eingeführt, Davon gingen ein Lokale dem Zeitgeist sich anpassen müssen, indem dortselbst neben Der eigents neuten Kursrückgängen der Kohlenaktien entgegenzuwirken, vor allem aus Deutschland 6 234 868 Centner( 1901: 4 655 369), aus Frankreich der Blonden" auch Bayrisch- Bier ausgeschänkt wird. wohl aber, um den außerhalb des Syndikats stehenden Bechen den 1749 106 Centner( 2 908 935), aus den Niederlanden 1105 814 liche Rückgang des Weißbiertrinkens in Berlin ist erst neueren Beitritt zu diesen als vorteilhafter hinzustellen. Wenigstens müssen, um( 1 092 781) und aus Belgien 88 752 Centner( 309 437). Der Import Datums. Als vor mehreren Jahren die Qualität der Berliner die schönen Schilderungen glaubhaft erscheinen zu lassen, noch ganz aus Deutschland ist demnach gegen das Vorjahr um 1579 499 Centner Bayrisch- Biere bedeutend zunahm und viele Gastwirte dazu noch andere Belege beigebracht werden, als die Zusammenstellung des oder um fast 34 Proz. gestiegen. ein 4/10 Literglas Bier, direkt vom Faß", für 10 Pf. dem Publikum Kohlen, Coats- und Brikett- Versands in der ersten Hälfte des Mai, Die Einfuhr von Rohzucker nach Großbritannien erreichte in offerierten, da wurde die„ tühle Blonde" wesentlich zurückgedrängt. welche die Verladungen bei zwölf Arbeitstagen auf 193 417 Doppel- ben Monaten Januar bis April d. Js. eine Menge von 6 502 596 Selbst der heutige Berliner Budiker, der immer einen fleinen aus waggons beziffert gegen 210 951 Doppelwaggons bei dreizehn gegen 7 169 553 Centner in denselben Monaten 1901. Daran war Handwerkern und Arbeitern bestehenden Stamm von Weißbiertrinkern Arbeitstagen in der ersten Hälfte des Mai im vorigen Jahre. Deutschland beteiligt mit 3 184 207 Centner( 1901: 2205 277), bis noch vor wenigen Jahren hatte, schänkt jetzt nicht einmal die Die Herren Agravier segen die Taftit, die sie in der letzten Frankreich mit 1 328 816 Centner( 2 727 696), Argentinien mit Hälfte mehr von dem Quantum aus, das er vor ungefähr 5 Jahren Sigung des Reichstags vor den Pfingstferien praktizierten, jegt 488 912 Centner( 238 371) und Belgien mit 338 701 Centner umfeßte.... Wenn nun auch eine Verringerung des Konsums an mit gleicher Ungeniertheit in der ihnen zur Verfügung stehenden( 917 152). Die Zunahme bei der Einfuhr aus Deutschland beträgt Weißbier im engeren Berlin wirklich eingetreten ist, so bedeutet diese Thatsache doch trotzdem nicht einen wirtschaftlichen Verlust für die Breffe fort. Unter den seltsamsten Vorwänden plaidieren sie für hiernach 978 930 Centuer oder 44 Proz. eine Hinausschiebung der Beschlußfassung über den Beitritt zur betreffenden Brauereien. Hat der Verbrauch an Weißbier in Berlin wohl abgenommen, so sind dafür die Bewohner der aufblühenden worden. Der Verbrauch daselbst hat sich im verflossenen Jahr im spricht. Zur Empfehlung dieser dieser Verschleppung wissen sie Eine turze Distuffion ruft ein Antrag des Vorstandes hervor, Bergleich zu mehreren vorhergegangenen über das Doppelte ge bald von dieser, bald bon jener Gefährdung aut zählen, die angeblich der deutsche Zuckerabjazz nach dem Auslande Erhebung von Extrasteuern auf die Dauer von längstens Berlin niemals aussterben. Sie bildet bekanntlich zumeist jetzt, mit er- durch den der Vorstand ermächtigt wird, in dringenden Fällen die steigert und somit die Produktivität des Berliner Weißbiers um Immerhin wird die fühle Blonde" in durch die Bestimmungen der Brüsseler Konvention erleiden soll. So 13 Wochen anzuordnen. Der Antrag wird angenommen. entdedte neulich die Agrarforrespondenz", und die Deutsche Tages- wird über die das Schiedsgericht betreffenden Anträge verliches Getränk, das selbst der eingefleischte Bayrischbier- Trinker häufig dem Beginn der wärmeren Tage, ein erfrischendes und bekömm zeitung" betete es in bekannter Sachverständigkeit getreulich nach, handelt und die Frage, wie weit dessen Befugniffe gehen sollen, ein- liches Getränk, das selbst der eingefleischte Bayrischbier- Trinker häufig nicht verschmäht. daß Ostindien bei einiger Anstrengung in der Lage sei, allein den gehend diskutiert. Es wird beschlossen, diese Institution in Zukunft englischen Bedarf zu decken und den deutschen Rübenzuder vom als Beschwerdefommission" zu bezeichnen. Es wird ein Die Hausportiers werden, wohl dank ihrer ungenügenden englischen Markt zu verdrängen. Antrag Berlin II nebst einem Busabantrag angenommen, durch den Organisation, von den Berliner Hauswirten zum Teil unter BeEin recht furioses Argument. Selbst in diesem relativ günstigen die Kompetenz der Beschwerdekommission darauf beschränkt wird, dingungen eingestellt, die das Menschenmöglichste an Ausnutzung und Jahr wird die Gesamtproduktion Ost- Indiens taum 3 Millionen Beschwerden über die Beschlüsse des Vorstandes betreffend Starenzungenügender Entlohnung bieten. Vor uns liegt ein Vertrag, den Tommen überschreiten; in Bengalen, das ungefähr drei Fünftel der zeit, Unterstügungsberechtigung, Unterstützungshöhe und Unter ein Herr M., der Besitzer einer ganzen Anzahl Mietshäuser, einem Gesamtausbeute liefert, schägt man nach den neuesten Berichten ftügungsdauer zu entscheiden. Ueber Differenzen, Differenz- Schloffer zur Unterschrift vorlegte. Nach diesem Vertrage erhält für 1902 den Ertrag auf ungefähr 1714 300 Zonnen gegen interftigungen, Sperren, Agitation, taktische und praktische der Portier gemeinsam mit seiner Frau 20 Mark Wochen1 622 840 Tonnen im Vorjahre, zu welchem Quantum noch organisatorische und Verwaltungsfragen hat die Beschwerdekommission lohn, wofür folgende Arbeiten zu leisten sind: Die Frau hat in etwas über eine Viertelminion Tonnen Palmenzucker hinzu nicht zu entscheiden. Des weitern kommen mehrere Anträge zum vier großen, in der Friedrichstraße belegenen Häusern die Haustommt. Und diese Produktion reicht bei weitem nicht aus, Unterstüßungsreglement zur Verhandlung. Außer einer vom Bor- reinigung zu besorgen; eingeschlossen ist hierin die Reinigung der auch mur allein den Verbrauch der einheimischen stand beantragten Bestimmung, wonach die Unterstüßung davon ab- Höfe und die des Privatcomptoirs. Ausdrücklich ist in dem Vertrag indischen Bevölkerung zu decken. Obgleich seit 1894 die britisch hängig gemacht wird, daß die Beiträge für mindestens 52 Wochen auch das Arbeiten am Sonntag vorgesehen. Der Mann hat sich ostindische Regierung wieder einen Einfuhrzoll von 5 Proz. des entrichtet sind und diese 52 Wochen bei Eintritt der Stellungslosigkeit ferner insbesondere zur Bedienung der Fahrstühle, zu Reparaturen Wertes erhebt und ferner seit 1899 Ausgleichszölle für guder aus abgelaufen find, wurden keine wesentlichen Menderungen beschlossen. an den Gas- und Wasserleitungen, sowie an den elektrischen solchen Ländern eingeführt hat, die Ausfuhrprämien gewähren, hat Hinsichtlich des Beihilfefonds werden einige Beschlüsse gefaßt. Anlagen nicht allein in den genannten vier Häusern, sondern die Zuckereinfuhr Ostindiens aus dem indischen Archipel, Mauritius die statutengemäß der Mitgliederabstimmung unterliegen. Die An auch noch in vier in der Nürnbergerstraße, Birkenstraße, und Europa stetig zugenommen, während die Ausfuhr immer be- träge auf Herabfezung und Erhöhung der Altersgrenze für die Auf- Franfedistraße, sowie Afazienallee auf Westend belegenen Häufern zu deutungsloser geworden ist. Legtere betrug in 1900/01 nur noch nahme im Beihilfefonds wurden abgelehnt, so daß diese auf dem verpflichten, desgleichen zur Bedienung der Centralheizungen und zu 297 000 englische Centner, die Einfuhr hingegen 5 276 000 Centner. 35. Lebensjahre belassen wurde. Reparaturen daran, ferner zur Bedienung der Pumpe eines Motors Tat. Erster Wahlkreis. Der Wahlverein hält am Dienstag, den 27. Mai, abends 81/2 Uhr, in Dräsels großem Festsaal, Neue Friedrichstr. 35, eine öffentliche Versammlung ab, in welcher der Genosse Ed. Bernstein das Referat übernommen hat. Das Thema lautet:„ Der politische Massenstreit in Belgien und Schweben und das preußische Landtags Wahlrecht". Frauen haben 8utritt. " Tokales. Brüiffeler Zuderkonvention bis zum Herbst, um in der Zuckergeses Generalversammlung des Verbandes der Porzellanarbeiter. Hauptstädtischen Bororte desto größere Freunde des Weißbiers ges Borlage ein Pressionsmittel zu erhalten zur Durchsetzung einer Neuregelung der Spiritusbesteuerung, die ihren Wünschen entum " Sigung vom 23. Mai. Dann Auf der Treptow- Sternwarte wiederholt Direktor Archenhold der Filteranlage, sowie zu deren Instandhaltung. Damit noch nicht| Unfugs abzufaffen. Es sind sieben junge Burschen im Alter von 141 nahme, auch an der Diskussion, steht jedermann frei. Es ist daher genug, hat er Sonntags und Wochentags das Anzünden und Aus- bis 16 Jahren aus Rahnsdorf. zu erwarten, daß auch die Gegner besonders des ländlichen Kinderlöschen des Gases in sämtlichen Häusern zu besorgen. Wie ein einzelner Mann selbst bei Benutzung aller modernen Verkehrsmittel die zu der Annaberg i. S. ein am Tage zuvor von Chemniz dort zugereifter, Erschoffen hat sich am 21. d. M., früh, in einem Gasthof in schutes ihren Standpunkt vertreten werden. artigen Arbeiten erforderliche Rundreise durch Groß- Berlin täglich wahrscheinlich aus Berlin fommender unbekannter Mann, deffen am Sonntag, den 25. Mai, nachmittags um 5 und um 37 ühe, und ihre erledigen soll, wird in dem Vertrage nicht gesagt. Damit aber dem Folgeerscheinungen". Nach den neuesten Meldungen scheinen sich die norHausbesitzer von der trotz allem etiva noch übrigbleibenden Zeit des Persönlichkeit sich nicht feststellen ließ. Der Unbekannte ist etwa zahlreichen Lichtbildern ausgestatteten Bortrag„ Bultanausbrüche und ihre Angestellten kein Augenblick verloren gehe, hat der Mann sich weiter 1,75 Meter groß, 50-55 Jahre alt, schlank und von ziemlich kräftigem malen Dämmerungen auch bei den Ausbrüchen auf den Antillen in sonder Körperbau, hat graumeliertes, nach hinten gekämmtes, dünnes Haar, baren roten Strahlen bei Sonnenauf- und Untergang bemerkbar zu machen. zu verpflichten, erstens allen Anordnungen der Hausverwaltung blaue Augen, grauen Schnurrbart und ebensolchen Kinnbart, so- Die Besucher haben Gelegenheit, mit dem großen Fernrohr am Tage die pünktlich Folge zu leisten, zweitens aber über die von 7 Uhr morgens genannten Künstlerbart, schadhafte Zähne und an den Knöcheln der Benus und später ein Doppelgestirn zu beobachten. bis 8 Uhr abends festgesetzten Dienststunden hinaus auf Verlangen oder wenn die Umstände es erfordern" ohne besondere braunen Sommerüberzieher, schwarzen weichen Filzhut mit grünem Finger Berdickungen. Er trug schwarzen Kammgarnanzug, kaffee- Das Berliner Aquarium ist morgen für 25 Pf. geöffnet. Entschädigung auch länger zu arbeiten. länger zu arbeiten. Unter solchen Futter aus der Firma Leopold Stacke, Charlottenburg, in den Taschen Umständen zeugt es von einem gewissen Mitleid, daß im Kontrakt eine goldene Ankeruhr mit Messingkapsel und ein Portemonnaie mit wenigstens tägliche Kündigung vorgesehen ist. 55 M. Inhalt. Angehörige können sich bei dem Stadtrat in AnnaAus der Magistrats Sigung vom Freitag. Zum Sach- berg i. S. oder bei der hiesigen Polizei melden. verständigen für Grundstücks- Abschätzungen bei dem städtischen Wegen Straßenraubes ist der 22 Jahre alte Arbeiter May Pfandbriefamt ist an Stelle des verstorbenen Stadt- Bau- 8immermann aus der Landsberger Allee 36 verhaftet worden. inspektors Baurat Schmidt der Stadt- Baninspektor bei der städtischen Als Zimmermann sich vorgestern abend auf dem Heimwege befand, Feuer- Societät Baurat Haack vom Magistrat gewählt worden; traf er in der Landsbergerstraße einen jungen Mann, der in derselben zum Bauinspektor bei der Feuer- Societät wurde der Stadt- Bau- Richtung ging, diesem schloß er sich an, nachdem er ihn nach der Zeit inspektor Weber gewählt. gefragt hatte. In der Landsberger Allee veranlaßte er seinen Begleiter, mit dem er sich scheinbar ganz harmlos unterhalten hatte, Nun griff er rasch zu, entriß noch einmal nach der Uhr zu sehen. ihm Uhr und Kette und gab ihm einen Stoß vor die Brust, daß er Der Beraubte raffte sich aber bald taumelte und zu Boden fiel. wieder auf, verfolgte den Räuber und machte eine Schuhmanns patrouille auf ihn aufmerksam. Diese nahm ihn fest. Die Uhr, die der Verhaftete weggeworfen hatte, fanden die Beamten wieder. Der Festgenommene wurde gestern von der Kriminalpolizei nach Moabit in Untersuchungshaft gebracht. Merkwürdige Submissionsblüten. Die städtische Deputation für die Rieselfelder hatte fürzlich 16 000 Festmeter Bauholz 2c. zum Verkauf gestellt. Es gingen darauf 10 Gebote ein. Die Berliner Firma F. M. gab das niedrigste Gebot mit rund 46 000 M. und eine andre Berliner Firma F. u. C. das Höchstgebot mit 115 500 m. ab, während die Firma B. in Zerpenschleuse rund 102 000 m. bot. Die Submission verlief ergebnislos. Bei der zweiten Ausschreibung gab das Höchstgebot die Firma B. in Berpen ichleuse mit 131 000. ab, ebensoviel bot die Aktiengesellschaft für Holzivarenverwertung. Das niedrigste Gebot von 88 000 m. rührte von der Firma E. S., Charlottenburg her, die auch bei der ersten Ausschreibung nicht mehr geboten hatte. Das Goldene Nad von Friedenau, welches am Sonntag zur Ent scheidung kommt, wird noch eine besondere Anziehungskraft dadurch erhalten, daß in den Flieger- Rennen Willy Arend und Walter Rütt zu sammentreffen. Nachdem Rütt am Donnerstag in Hannover das Match) gegen Major Taylor und Arend gewann, darf man auf die neue Begegnung umsomehr gespannt sein. Die Konkurrenten um das Goldene Rad find nunmehr alle in Friedenau eingetroffen, wobei bereits gestern scharfe Arbeit hinter den Führungsmaschinen gethan wurde. An guter Unterstützung wird es diesmal feinem fehlen, da alle Fahrer mit neuen Motor- Tandems ausgerüstet sind, mit Ausnahme von Tom Linton, der von seinen vorzüglich laufenden Kraft- Niederrädern geführt wird, mit Hilfe deren es dem Engländer gelang, den neuen Inhaber des Stunden- Weltrekords, Th. Robi, mehrmals den Sieg zu entreißen. Feuerbericht. Eine ganze Reihe von Alarmierungen hatte die Wehr in den legten 24 Stunden zu verzeichnen. Freitagvormittag gegen 11 Uhr wurde sie nach der Pallisadenstr. 69 gerufen, wo in einer Wohnung der Inhalt eines Kleiderspindes in Flammen stand. Zwei Feuermeldungen, die nachmittags 3 Uhr von der Gubenerstr. 13 und der Fennste. 3 erfolgten, waren auf niedergedrückten Rauch zurückzuführen. In der Nacht zum Freitag war auf dem Anhalter Güterbahnhofe ein Waggon mit Preßfohlen in Brand geraten, der jedoch bald abgelöscht werden konnte. Jufolge mehrmaliger Meldung wurde Donnerstagabend kurz nach 9 Uhr ein größeres Löschaufgebot nach der Alexanderstr. 28a gerufen. Hier war in einem Steller ein Feuer ausgekommen, das in furzer Zeit allerlei Gerümpel, Ber packungsmaterial 2c. erfaßte. Es gelang jedoch der Wehr, die Flammen schnell zu ersticken. In der Zionskirchstr. 37 mußte ein Brand abgelöscht werden, der den Fußboden und die Balfenlage ergriffen hatte. Gegen Mittag hatten in der Kaiser Wilhelmstr. 26 Kisten in einem Keller Feuer gefangen. Unfug am öffentlichen Feuermelder lag einer Alarmierung zu Grunde, die gegen 4 Uhr nach der Soldinerstraße erfolgte. Als Thäterin wurde ein 13jähriges Schulmädchen ermittelt und zur Anzeige gebracht. Außerdem liefen im Laufe des Freitags noch Feuermeldungen von der Krautstr. 35a und der Holzmarktstraße 17 ein. In beiden Fällen handelte es sich aber nur um un bedeutende Anlässe. Aus den Nachbarorten. Vom vergnügten Paftor. Eine Korrespondenz schreibt: Die Untersuchung gegen den Expastor Disselhof in Trebbin ist nunmehr dem Abschluß nahe. Gestern, Freitagnachmittag, fand in Trebbin Poftfendungen ohne Adresse. 77 280 Postsendungen ohne eine umfangreiche Vernehmung durch den Untersuchungsrichter jede Aufschrift oder Adresse sind nach amtlicher Mitteilung im legten Dr. Neuter aus Berlin statt, zu der diesmal neben den verschiedenen Jahre innerhalb des Reichs- Postgebietes aufgeliefert worden. Nahezu Amtspersonen auch die Leute vorgeladen waren, die mit Diffelhof zwei Drittel dieser Sendungen oder 50 580 Stiid waren Ansichts- geschäftlich viel verkehrten. Fast jeder der Freunde Disselhofs war ohne daß einer vom farten ohne Adresse. Weil die Adresse mangelhaft oder unvoll- wie sich nunmehr herausgestellt hat, ständig war, konnten weitere 250 600 Stück, d. i. mehr als 1/4 Million andern ivußte, von dem betrügerischen Pastor um größere Beträge Bostsendungen, nicht an den Empfänger gelangen. Auch hier entfällt angepumpt worden. Zu den Hauptleidtragenden gehört der Gastwiederum der Löwenanteil auf die Ansichtskarten mit 145 370 Stück. wirt B., bei dem Diffelhof viel verkehrte, und der Oberpfarrer. Auch Ein großer Teil der endgültig unbestellbar gebliebenen Sendungen über die eigenartige Lebensführung Diffelhofs werden immer mehr bat ferner aus dem Grunde den Absendern nicht wieder zugestellt Details bekannt. So z. B. Hat Pastor Diffelhof kürzlich in vorgerückter werden können, weil diese unterlassen hatten, ihre Adresse in oder Nachtstunde in heiterer Laune im Verein mit mehreren Freunden ein auf den Sendungen anzugeben. Es waren dies nicht weniger als Pferd aus dem Gasthofstall herausgeholt, feierlich getauft und mit 888 400 Stück, das sind 66,8 Proz. der Gesamtzahl der unbestellbar mehreren Flaschen Wein begoffen. Wenn sich Disselhof trotz allem, gebliebenen Sendungen. Die Boftverwaltung richtet deshalb an was vorgefallen, sogar heute noch insbesondere in den unteren die Briefschreiber in deren eignem Interesse die Mahnung, die Streisen einer gewissen Beliebtheit erfreut, so ist dies wohl die Folge Neue Straßenbahn Charlottenburg- Wilmersdorf. Gine Adresse so deutlich und vollständig als möglich ihren Sendungenf Roſten andrer bethätigt hat. Arme Leute pflegte er in reich Straßenbahnverbindung zwischen den beiden Staatsbahnhöfen seines unbestreitbaren Wohlthätigkeitsfinnes, den er allerdings beizufügen. licher Weise mit Geld und Kleidung zu beschenken, Kranken ließ er Charlottenburg und Wilmersdorf- Friedenau beabsichtigt die BerlinDer Magistrat von Neues Bauland wird wieder im Osten der Stadt, zwischen Wein und Fleisch zukommen 2c. Was mun die von ihm verübten Charlottenburger Straßenbahn herzustellen. Borhagener, Warschauer, Romintener und Litthauer Straße, er Unterschlagungen anbelangt, so dürfte sich die Gesamtschadens- Charlottenburg hat jest seine Zustimmung zu dem Bau und der Die Pläne für die Ausschlossen. Die Verbindungsstraße zwischen Vorhagener und Romin- summe bedeutend niedriger stellen, als man ursprünglich an Einrichtung einer derartigen Linie erteilt. tener Straße, die zu diesem Zweck im vorigen Jahre nachträglich in nahm. Der Vaterländische Frauen- Zweigverein Trebbin ist höchstens führung sind bereits bei den zuständigen Behörden eingereicht. Vom den Bebauungsplan aufgenommen worden war, kommt jetzt zur Aus- um 3000 Mark geschädigt worden, die Oberpfarre hat ebenfalls Ringbahnhof Wilmersdorf- Friedenau ausgehend wird die Linie ihren führung. Das ausgedehnte, bisher noch unbebaute Gelände, über 3000 Mart verloren, während das Diakonat mit 1600 Mark davon weg durch folgende Straßen nehmen: Durlacherstraße, Hildegarddas sie hinweggeführt wird, soll nur mit Häusern für kleine Woh gekommen ist. Auch an verschiedenen testamentarischen Stiftungen straße, Schrammstraße, Mecklenburgstraße, Westfälischeſtraße, hier mit mingen bebaut werden. Die Arbeiten zur Durchlegung der neuen zur Unterhaltung von Invaliden hat sich wie jetzt feſtgeſtellt Benutzung der bereits liegenden Geleise, über den Fehrbelliner Play. Straße follen so rasch gefördert werden, daß noch in diesem Sommer Diffelhof vergriffen. In der letzten Versammlung des Gemeinde- den Kurfürstendamm, durch die Wilmersdorferstraße in Charlotten mit den Wohnhausbauten begonnen werden kann. Bei dieser Ge- firchenrats und der Gemeindevertretung von Trebbin wurde eine burg bis zum Stuttgarter Platz an dem Bahnhof Charlottenburg. ,, Der bestrafte Socialdemokrat". Unter dieser Spigmarke breitert, aufgehöht und gepflastert, so daß der alte Weg nach Bor- die Mitglieder bei den Revisionen ihre volle Pflicht gethan haben. fonnten wir im vorigen Jahre berichten, daß einer unsrer Spanhagen, der an dieser Stelle noch viel von der ehemaligen Land- Die Versammlung behielt sich jedoch vor, gegen Superintendent bauer Parteigenossen, der Stadtverordnete Hallecker, wegen straße bewahrt hatte, fortan auf der ganzen Strecke bis zur Weich- Schmidt, respektive gegen die Behörden vorzugehen. feiner anrüchigen" politischen Gesinnung geradezu fürchterlich be= bildgrenze das Aussehen einer Großstadtstraße haben wird. Mit einem Rafiermesser hat sich gestern morgen der 28 Jahre straft wurde, daß man ihn nicht für würdig hielt, militärische- EinDas neue Ortsstatut, betreffend die Anstellung der Kommunal- alte Hausdiener Friedrich Adermann den Hals abgeschnitten. Er quartierung zu bekommen, und die bei ihm bereits einbeamten, ist unterm 3. Mai vom Oberpräsidenten von Bethmann- war in einem Petroleumgeschäft in der Friedenstr. 93 feit 10 Jahren quartiert geweſenen Soldaten, die sich eben an den Mittagseinen Polizeibeamten Hollweg bestätigt worden und nunmehr in Kraft getreten. In der angestellt und hat dort für sich allein eine Stube bewohnt. Der tisch gesetzt hatten, schleunigst durch fortneuesten Nummer des" Gemeinde- Blatt" veröffentlicht der Magistrat Mann litt seit drei Tagen an der Kopfrose und war in ärztlicher wieder aus dem Quartier bei unsrem Genossen dieses Ortsstatut. Behandlung. Im Laufe der Nacht war noch ein Wächter bei ihm holen ließ. Nicht wenig überrascht war darum unser Genosse, über gewesen. Als sich gestern morgen der Stallmann des Geschäfts nach dessen Restauration zudem seit langem der Militärboykott ihm umfah, war er tot. Wahrscheinlich in einem Anfalle heftiger verhängt ist, als ihm dieser Tage nun plöglich wiederum zwei Schmerzen hatte er sich mit dem Rasiermesser, das neben ihm auf Mann Einquartierung" angekündigt wurden. dem Fußboden lag, den Hals durchgeschnitten. Lemme zur Ist das Singen in Gastwirtschaften innerhalb der Polizeistunde strafbar? Diese Frage soll jetzt auf richterlichem Wege entschieden und wenn nötig, bis in die höchste Instanz verfolgt Unser Genosse wandte sich flugs an die Kommandantur mit werden. Veranlassung hierzu gab ein Vorgang, der sich fürzlich in einem Schreiben, in welchem er in garter Anspielung darauf himivies, einem Restaurant in der Pappel- Allee abspielte. Wie in der letzten An einem Brückenbalken erhängt hat sich Donnerstagmorgen daß er auch heute noch immer Socialdemokrat ſei. Er mochte Versammlung des Vereins Berliner Restaurateure mitgeteilt wurde, der 54 Jahre alte August Lemme aus der Raupachstraße 8, der wohl mit dem Schreiben beabsichtigen, die Kommandantur fam in jene Wirtschaft abends 9 Uhr eine fleine Gefell feit 18 Jahren als Brückenwärter angestellt war. Der Mann fühlte davor bewahren, etwa unabsichtlich selbst schaft, die nach Klavierbegleitung einige Lieder sang. Der dienst sich als Junggeselle sehr vereinsamt und war so nervenleidend, daß Verbreitung des roten Bacillus, wenigstens bei den beiden Soldaten, habende Polizeibeamte des Bezirkes soll das Singen untersagt und er wiederholt ein Krankenhaus aufsuchen mußte, das letzte Mal auf beizutragen. als seiner Weisung nicht Folge gegeben wurde, das Lokal fogar noch sieben Wochen. Seinen Wirtsleuten flagte er oft, daß er keine Lust Andren Tages wurde unser Genosse durch den Besuch eines vor Eintritt der Polizeistunde geschlossen haben. Der Wirt erhielt am Leben habe, obwohl er sich für die alten Tage einen Spar- Sergeanten, eines Feldwebels und eines Hauptmanns ein Strafmandat über 30 Mart, hat aber Berufung eingelegt. Da groschen zurückgelegt hatte. Donnerstagmorgen ging er um 6 Uhr höchlichst beehrt, welche ungeachtet des auf der Schankwirtschaft polizeilicherseits das Klavierspielen und Singen in einer Kneipe viel in Dienst. Zwei Stunden später fand ihn ein Aufseher der Strom- ruhenden Militärverbots gekommen waren, das Quartier in Augenfach als eine Aufführung" angesehen und daher untersagt polizei in der Nähe seines Postens als Leiche auf. schein zu nehmen. Lezteres hatte unser Genosse recht geschmackvoll wird, so soll diese Frage nunmehr durch den höchsten zuständigen hatte auf einem Apfelfinenkahn einen Strick gefunden und und finnig mit Fahnen und Emblemen, sowie mit den Gerichtshof geklärt werden. Der oben berührte Fall wird durch den fich damit unter der Inselbrücke an einem Balken erhängt. Der Auf- Büsten unsrer Vorkämpfer Marx und Laffalle dekoriert. Der Spruch: Verein Berliner Restaurateure durchgefochten werden. seher schnitt ihn ab und ein Schutzmann stellte Wiederbelebungs- Proletarier aller Länder vereinigt Euch" fiel besonders wirkungsvoll ins Auge! Trotz aller dieser Anstrengungen unfres Genoffen, Das städtische Arbeitshaus in Rummelsburg hatte in den versuche an. Diese blieben jedoch ohne Erfolg. Monaten Januar bis inkl. März d. J. einen Zugang von 498 männ- Das Opfer einer Mißhandlung scheint ein 56 Jahre alter das Quartier recht anheimelnd herzurichten, mag diese Aufmerksam lichen und 64 weiblichen Korrigenden aufzuweisen, welchem ein Ab- wohnungsloser Arbeiter Start Prüfer geworden zu sein. Prüfer feit aber wohl nicht den Beifall der Kommandantur gefunden haben, gang von 210 männlichen und 56 weiblichen Korrigenden gegenüber- fah am ersten Feiertage, daß gegenüber dem Bahnhof Friedrich- denn unser Genosse wartete vergeblich auf das Eintreffen der steht. Am 31. März befanden sich in der Anstalt 1405 männliche Straße mehrere Burschen Troschkenpferde, die dort hielten, schlugen. Einquartierung. Geschieht dem Soci schon ganz recht! und 148 weibliche, zusammen 1553 Korrigenden( gegen 1257, Als er ihnen den Unfug untersagte, fielen sie über ihn her und miß1117 männliche, 140 weibliche am 31. Dezember 1901). handelten ihn so schwer, daß er nach der Charité gebracht werden Ferner befanden sich am 31. März auf Grund des Fürsorge- mußte. Hier ist er gestorben. Ob der Tod mit der Mißhandlung geseyes 15 fjugendliche Mädchen in einer besonders eingerichteten, in ursächlichem Zusammenhang steht, muß die Leichenöffnung zeigen. von den andren Korrigenden vollständig getrennten Fürsorge- Die Uebelthäter sind entkommen. Erziehungsabteilung. Im Hospital des Arbeitshauses wurden am 31. März 559 Hospitaliten( 451 Männer, 108 Frauen) verpflegt, gegen 556 am 31. Dezember 1901. Während der 3 Monate Januar bis März befanden sich im Arbeitshause durchschnittlich täglich 1384 Korrigenden und 569 Hospitaliten. Es waren mithin im Durchschnitt täglich 1953 Personen außer den auf Grund des Fürsorgegesetzes der Anstalt überwiesenen jugendlichen Mädchen zu verpflegen. " Die Gemeinde Friedrichsfelde ist wegen ihres Kanalifatious Projektes in arger Verlegenheit. Für die Summe von 600 000 m. will sie das sogenannte Filtriersystem mit Nieselfeldern nach Berliner Muster einrichten. Borausseßung dabei war, daß, wie aus früheren Aeußerungen allgemein als selbstverständlich Selbstmordversuch eines Kindes. Den Versuch. sich durch angenommen wurde, Herr Rittergutsbefizer v. Tresdow der Gemeinde einen Straßenbahnwagen überfahren und töten zu lassen, machte Rieselland zur Verfügung stelle. Nunmehr hat aber der Amtsgestern abend die zwölfjährige Karoline Bagand, welche bei ihren vorsteher mitgeteilt, daß Herr v. Tresckow es ablehnt, der Gemeinde Eltern in Rigdorf, Berlinerstr. 14, wohnt. Die Kleine hatte eine einen Teil seiner Ländereien zu Rieselzwecken zu überlassen. Der Aufwartestelle bei einer in derselben Straße wohnenden Familie Herr beriefelt den in Betracht kommenden Grund und Boden selbst inne, für welche sie des Abends Gänge zu besorgen pflegte und von dem Berliner Rittergut Faltenberg aus. Es wurde nicht gesagt, sonstige leichtere Hausarbeiten verrichtete. Gestern vermißte nun die ob Herr v. Trescow auch einem Kaufangebot gegenüber unzugänglich Herrschaft einen Ring und da die Kleine in erster Reihe in den Ver- bleibt. dacht geriet, den Gegenstand entwendet zu haben, so wurde gegen Die Rigdorfer Stadtverordneten- Versammlung erledigte in Herr Laugerhaus im Prozeß Jacobi. Die„ Berliner 8tg." 9 Uhr abends ein Kriminalbeamter geholt, welcher sie vernehmen wollte. Die Bagand befürchtete, daß sie sofort verhaftet ihrer Sigung vom 22. Mai verschiedene Vorlagen, Straßenbau- und schreibt: „ Herr Stadtverordneten- Vorsteher Langerhans sollte am vorigen werden solle und lief schleunigst fort. Auf der Straße an- Pflasterung betreffend und stimmte einer Abänderung der GebührenFreitag in dem Prozeß Jacobi- Bernhard nach dem uns zugegangenen gelangt, warf fie fich unmittelbar vor einen gerade daherkommenden ordnung für die städtischen Begräbnispläße zu. Eine Vorlage, Bericht auf die Frage, ob ihm ein gewisser Artikel der Berliner elektrischen Straßenbahnwagen Nr. 1874 der Linie Briz- Nieder- welche die Ausbildung von geeigneten Personen zu Zeitung" bekannt sei, die Antwort gegeben haben: Nein. In der Schönhausen zu Boden und geriet, wiewohl der Wagenführer sofort Desinfektoren bezweckt, führte zu einer lebhaften Debatte über " Berliner Zeitung", die vielfach schwere Angriffe gegen die Gegenstrom gab, unter die Vorderplattform. Die jugendliche Lebens- die Rigdorfer Gesundheitsverhältnisse und die städtische Desinfektion Stadtverordneten Versammlung richtet, steht sehr viel, was müde blieb vor der Schutzvorrichtung liegen, wurde eine furze im allgemeinen. Der Magistrat führte in der Begründung der Vorlage nicht wahr ist." Wir haben daraufhin an den Herrn Strecke mitgeschleift und konnte, ohne welchen Schaden erlitten zu aus: Vom Regierungpräsidenten sei bereits im Jahre 1899 die Die B. wurde nach der zweckmäßige Regelung der Wohnings- Desinfektion vom Magistrat verStadtverordneten Borsteher die briefliche Anfrage gerichtet, auf welche baben, wieder hervorgezogen werden. Thatsachen er diesen aus dem Munde eines Parteigenossen doppelt Unfallstation in Rigdorf gebracht, wo der anwesende Arzt Dr. Reich langt worden. Seit dieser Zeit habe der Polizeipräsident von Berlin tränkenden Vorwurf stütze. Herr Dr. Langerhans erwidert uns stein feststellte, daß sie außer geringen Hautabschürfungen keinerlei und die Nixdorfer Polizeidirektion wiederholt dringlich gemahnt, In nächster Zeit werde eine darauf, daß sich Frage und Antwort nicht auf die„ Berliner Zeitung" Schaden erlitten hatte. Das Mädchen gestand ein, daß es den diesem Verlangen nachzukommen. Jm April bezogen hätten. Er schließt mit den Worten: Ich bin ganz sicher, Selbstmordversuch aus Furcht vor der Polizeiwache begangen habe. Polizeiverordnung erlassen werden, die das Desinfektionswesen 1901 habe der da ich noch nie eine tadelnde Kritik über die„ Berliner Zeitung" mir Es wird nicht mitgeteilt, ob die schwere Anschuldigung gegen das regele und ausgebildete Desinfektoren voraussetze. Magistrat mit mehreren Barbieren wegen der Desinfektion Verträge geschlossen. Jedoch erlaubt habe; im Gegenteil, ich lese die„ Berliner Zeitung" sehr Mädchen eine Berechtigung hatte. Ausführung sich habe gezeigt gern und oft mit großer Befriedigung." daß fie mangels der erforderlichen führen konnten. Eine nicht fachgemäße und nicht gründliche Des Erfahrung und Ausbildung eine fachgemäße Desinfektion nicht ausschreiben sein, daß schwere Jnfettionstrantheiten, die alljährlich viele Opfer fordern, in Rigdorf noch in manchen Die betreffenden Personen sollen, woHäusern vortäme it. mit sich der Berliner Magistrat einverstanden erklärt hat, der Des infektions- Anstalt in der Reichenbergerstraße zu Berlin ausgebildet werden. Stadtrat Dr. Zimmer begründete die Vorlage noch mündlich V Straßensperrungen. Die Wriezenerstraße von der Christianiastraße bis zur Soldinerstraße( obne Kreuzdämme) wird wegen UmPflasterung vom 26. d. 27. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und straße und dem Potsdamer Platz von heute ab. Ein Dummerjungenstreich. Einem argen Unfug, über den gemacht. An den Wasserstandsröhren, die die städtischen Wasserwerte Reiter gesperrt, ebenso die Königgrägerstraße zwischen der Lennés infektion fei aber völlig wertlos. Diesem Umstande möge es zuzu wir anfangs dieses Monats berichteten, hat jetzt die Polizei ein Ende am Müggelfee zur Vorbereitung der Anlage von Tiefbrunnen an Der Vorkämpfer des gesetzlichen Kinderschuhes, Herr Lehrer einigen hundert Stellen von Friedrichshagen bis nach Ertner hin eingebohrt haben, wurden vielfach die eisernen Verschlußkapseln ab- Conrad Agahd wird am Montag, den 26. Mai, abends 814 1hr, gebrochen, die Rohre selbst wurden mit Steinen angefüllt und ver- im Bürgersaal des Rathauses im Auftrage der Deutschen Gesellschaft unreinigt. Nach längeren erfolglosen Bemühungen gelang es jegt für ethische Kultur einen Bortrag, halten über„ Den Kinder dem Bolizeibeamten Sadwig aus Wilhelmshagen, die Verüber dieses schu z in der gewerblichen Gesezgebung". Die Teil T noch eine Reihe Beamtenangelegenheiten erledigt. phate finoma, irbem er die arge körperliche Vernachlässigung des Kindes Versammlungen. and wiederholte ble ngabe fiber verschiedene Rigdorfer Säuser als nur zu, das Mädchen mehrmals mit Recht gezüchtigt zu haben, da worden. Die Erkrankung eines der Sachverständigen soll zu diesem Seuchenherde. Das rief den Stadtv. Rahmig, einen der Beres boshaft, tropig, faul und lügnerisch sei. Die beiden legt- Beschluß den Anlaß gegeben haben. treter der Hausbefizervereine, auf den Plan, die Intereffen der genannten Eigenschaften wurden von dem Lehrer des Mädchens in Aushilfsweises Engagement und Einverständnis mit der Hausbesizer zu schüßen. Die Verhältniffe in Rigdorf seien in ge- gewiffem Umfange bestätigt. Neben mehreren Frauen trat auch Lösung des Arbeitsverhältnisses wandte der Fabrikant Sigismund fundheitlicher Beziehung sehr günstig, die Häuser durchaus nicht ver- bas fleine Mädchen selbst als Belastungszeugin auf, sagte aber zu gegen eine, wegen ungerechtfertigter plöglicher Entlassung vom Haus feucht. Nur die Herren Aerzte malten immer alles so schwarz. Bon allgemeiner Ueberraschung mur zu Gunsten der Eltern aus, indem diener K. angeftrengte Entschädigungsklage ein. Das Einverständnis Herrn Dr. Zimmer als einem Stadtrat hätte er solche Aeußerungen fie behauptete, ste habe sich sowohl die Wunde auf dem Kopf als mit der Entlassung entnimmt der Beklagte daraus, daß der Kläger bei nicht erwartet, beim Stadtverordneten Dr. Silberstein würde auch am Ohr durch Fallen auf einen Stein zugezogen. Nach der der Entlassung und Lohnzahlung keinerlei Ansprüche erhoben hat. Das er sich darüber nicht weiter wundern. Stadtverordneter Bekundung der einen Pflegefchwester hat der angeklagte Water das Gewerbegericht stellte fest, daß der Kläger 312 Wochen beim Beklagten war Dr. Silberstein erklärte namens der socialdemokratischen Fraktion, Mädchen eines Tages im Krankenhause besucht und ganz leise etwas und verurteilte diesen, au. 36 M. Lohnentschädigung zu zahlen. daß seine Freunde den Schritt, der hier gethan werden solle, als mit ihr gesprochen. Der Staatsanwalt hob hervor, daß die Begründend wurde ausgeführt, es könne hier ein aushilfsweises ganz bescheidenen Anfang einer ordnungsmäßigen Desinfektion be- Beweisaufnahme ein erschreckliches Bild elterlicher Pflicht- Arbeitsverhältnis nicht mehr angenommen werden, da die Dauer trachteten. Betrübend sei es, daß das Gewissen des Magistrats erst vergessenheit und Brutalität entrollt habe; die Angeklagten hätten von 31/2 Wochen über die Dauer einer Aushilfe hinausgehe.. Die durch mehrfache Mahnungen der Polizei und des Regierungs- ihr leibliches Kind so behandelt, wie man eigentlich faum gesetzliche Kündigungsfrist fei demzufolge maßgebend. Auch liege präsidenten geschärft werden mußte. Die Socialdemokraten ein Zier zu behandeln pflege. Er beantragte je fünf Monate in der Richterhebung eines Anspruchs bei der Entlassung noch nicht stimmten der der Vorlage nur in der Voraussetzung zu, Gefängnis.- Rechtsanwalt Hugo Marcuse hielt dagegen ein Einverständnis mit dieser. daß sehr bald eine ordnungsmäßige Desinfeffion ein- eine Freisprechung für geboten, da in keiner Weise eine Mißhandlung geführt werde. Die Vorlage wurde schließlich angenommen. seitens der Angeklagten erwiesen sei und zur Erklärung der an dem Bei der Osteraufnahme von Schülern an der höheren Lehranstalt inde festgestellten Verlegungen die verschiedensten Möglichkeiten vorwar der Andrang so start, daß zur Teilung der II. Vorschulklasse lägen. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten ganz frei, da Der socialdemokratische Wahlverein Charlottenburg hielt geschritten werden mußte. Die Versammlung bewilligte die Mittel gegen ihn genügende Schuldbeweise nicht erbracht seien, verurteilte für die Anstellung eines neuen Volksschullehrers. Danach wurden dagegen die Ehefrau zu 50 M. Geldstrafe eventuell 10 Tagen am 22. Mai im großen Saale des Volkshauses seine ordentliche barra versammlung ab. Stadtverordneter Dr. Borchardt ſprach als Körperverlegung daselbst über Kommunale Streitfragen". Redner hielt es für Schöneberg im Zeichen des Kirchenbaus. Man schreibt dringend notwendig, sich in den Vereinsversammlungen mehr wie uns: Ein wahres Wettrennen auf dem Gebiete des Kirchenbaus Gerichtsschutz für einen angetrunkenen Polizeibeamten. bislang mit tommunalen Angelegenheiten zu beschäftigen, weil die scheint sich in Schöneberg vorzubereiten. Nachdem für den Ein für preußische Zustände bezeichnender Prozeß fand dieser Tage Parteipreffe infolge chronischen Raummangels dieses Feld nur sehr Friedenauer Ortsteil auf dem Platz F an der Rubensstraße dieser vor dem Ober- Berwaltungsgericht statt. Bei einer ungenügend beackern könne. Er ging sodann auf die Ursachen der Tage der erste Spatenstich zu einer evangelischen Kirche gethan Kneiperei des Polizeiwachtmeisters Herwig in Erfurt im dortigen Charlottenburger Finanzklemme und den städtischen Millionenpump worden ist, soll nun auch der Berliner Ortsteil nicht zu Café Roland war es zwischen ihm und andern Gästen zu Reibereien ein und legte klar, daß bei einer gerechten, vernünftigen Besteuerung, turz kommen und feine Kirche erhalten. Es kommt ein gekommen, die sich auf der Straße forfesten. Einige Leute hielten hauptsächlich aber bei der von uns angestrebten Ueberführung des Plazz J nördlich der verlängerten Grunewaldstraße in Betracht. ihm vor, daß er als Beamter sich nicht betrinken dürfe. Grund und Bodens in Gemeineigentum, derartige Finanzkalamitäten einDer Magistrat ersucht die Stadtverordneten Versammlung um zu- Herwig zog schließlich seinen Säbel und schlug um sich. Einem Manne, fach unmöglich sein würden. Seine Stellungnahme zu dem 10 Millionenftimmung zu folgendem Beschluß: Der genannte Platz soll dem der fortgehen wollte, warf er den Säbel zwischen die Beine. Drei projekt betr. die durch Verbreiterung der Bismarckstraße zu beGemeindekirchenrat unter folgenden Bedingungen unentgeltlich" Arbeiter, die vorher ebenfalls im Café gewesen waren, wurden uns wirkende Anlage einer Brachtstraße von den Linden bis zum Gruneüberlassen werden: 1. Die Kirche muß in einer der Bedeutung des erheblich verlegt; sie brauchten ihre Arbeit nicht auszusehen. Der wald präcifierte er dahin, die Stadt würde jedenfalls gut daran Plages in dem zukünftigen Stadtbilde entsprechenden würdigen Regierungspräsident nahm Herwig wegen seines Verhaltens in eine thun, das bekannte Anerbieten der Regierung anzunehmen, wonach fünstlerisch mommumentalen Weise ausgebildet werden. 2. Mit den Disciplinar Ordnungsstrafe von acht Tagen Arrest. der Stadt 180 Morgen Waldterrain zum Preise von 400 W. pro Vorbereitungen zur Feststellung des Bauprogramms muß baldigst Herwig beschwerte fich vergeblich bei Oberpräsidenten und klagte Morgen unter der Bedingung zur Verfügung gestellt sind, daß die begonnen werden. 3. Mit der Bauausführung muß bis zum dann bei Oberverwaltungsgericht. Dieses veranstaltete geplante Straße eine Breite von 50 Meter erhält. Da diese Aus1. April 1905 begonnen sein. 4. Dem Magistrat steht eine eine Beweiserhebung und änderte dann die Arreststrafe in führungen den teilweisen Widerspruch der Genossen Störer, Einwirkung auf die Projektbearbeitung zu. Bewundern eine Geldstrafe von zwanzig Mark um, indem es be- b. Oppel und Menge zur Folge hatten, so wurde die weitere tann man hierbei nur die Schnelligkeit der Verhandlungen, gründend ausführte: Durch die Beweisaufnahme habe sich Diskussion hierüber im Hinblick auf die noch zu erledigenden Punkte die man bei wichtigeren Sachen sehr vermißt. Wir erinnern nur an das Bild erheblich zu Gunsten des Wachtmeisters verbessert. vertagt. Die Krankenhaus- Angelegenheit. Unfre Vertreter werden Allerdings sei soviel ersichtlich, daß Herwig nicht nüchtern gejedenfalls mit Nachdruck eine solche" Schenkung" bekämpfen, wesen sei. Es müsse aber davon ausgegangen werden, daß er von umsomehr, als die Kirchengemeinde bei Abtretung ihr gehöriger der Waffe Gebrauch machen konnte, als ihn eine MehrGelände an die Kommune nicht so entgegenkommend zu verfahren heit von Menschen umringte und bedrängte und er, nach einer Bekundung, auch von jemand gestoßen wurde. Außer in der leichten Angetrunkenheit fei darin eine Berfehlung zu sehen, daß H. den Säbel einem Mann nach und zwischen die Beine warf, wodurch er sich der Gefahr aussette, waffenlos dazustehen. Eine Ordnungsstrafe von 20 M. genüge. M Gerichts- Beitung. 1 Den Bericht des Vorstandes giebt Baafe. Danach haben trog der bislang so schwierigen Lohnverhältnisse die Genossen eine eifrige Thätigkeit für die Partei entfaltet. Beugnis hiervon legen ab: die präcise Landagitation, die mustergültig verlaufene Arbeitslofenzählung, sowie die rege Beteiligung an den Kommunalwahlen. Jegt aber, nachdem die Lokalschwierigkeiten durch Schaffung des Boltshauses behoben seien, gelte es noch mehr zu thun wie bisher. gweds Gewinnung von Anhängern würden in Zukunft außer den regelmäßigen Versammlungen noch außerordentliche abgehalten Der Mann ist also verurteilt worden nicht so sehr, weil er mit werden. Nenaufnahmen erfolgten im Laufe des Quartals. 80, so daß seinem Säbel einen gemeingefährlichen Unfug verübte, sondern weil der Verein gegenwärtig über 900 Mitglieder zählt. Hierauf gab er sich durch diesen Unfug seiner Waffe entledigte und so sich der Baasche den Kassenbericht. Die Einnahme betrug 476,49 M., der Gefahr" aussette, im angetrunkenen Zustande das Tötungseine Ausgabe von 410,68 M. gegenüberstand. Den Bericht der instrument nicht weiter benutzen zu können. Zu Ehren der Polizei- Parteispedition verlas Scharrnberg. Beiden wurde Decharge Allmacht haben deutsche Gerichte ja schon viel gethan, dies ist aber erteilt. Die Vorstandswahlen hatten folgendes Ergebnis: gewählt jedenfalls der drastischte Urteilsspruch. ivurden als: erster Vorsitzender Baake, zweiter Vorsigender Bunge, " Lokalverband der Elektromonteure. Abends 9 Uhr Kl. Andreas: straße 3: Sigung. Kollegen als Gäste willkommen. Briefkasten der Redaktion. Unter der Anklage der schmählichen Mißhandlung ihres eiguen Kindes standen gestern der Stationsassistent Otto Guti und deffen Ehefrau Marie vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts II. Sie waren beschuldigt, ihre 1892 geborene Tochter Elise mit gefähr lichen Werkzeugen und in einer das Leben gefährdenden Behandlung mishandelt zu haben. Herr Gutsch ist hier auf der Frankfurter Allee stationiert, wohnt aber in Mahlsdorf. Die dort gleichfalls wohnende Frau Büttner hörte eines Tages auf ihrem Flur das Wimmern In dem großen Diebstahls: und Hehlerprozeß Böhm und Kassierer Wernide, Schriftführer Tatusch, Beisitzer E. Müller, eines Kindes und als sie nachfah, fand sie die kleine Elise Gutsch, ein Genoffen kam es am Donnerstag mitten in der Verhandlung zu Revisoren Jost, Jander und Flemming. Zum Schluß teilte für ſein Alter körperlich sehr zurückgebliebenes Mädchen, auf dem Fuß der Verhaftung einer Zengin. Als solche wurde die Braut des der Vorsitzende noch mit, daß die Abhaltung des diesjährigen boden kauernd vor. Das Kind klagte über große Schmerzen am ganzen angeklagten Partiewarenhändlers Raphael, unverehelichte Biese, Sommerfestes am 8. Juni erfolgen werde. Er ersuchte um zahlKörper und erklärte, sich nicht bewegen zu können. Frau Büttner bernommen. Sie war als Belastungszeugin vorgeladen worden, reiche Beteiligung und forderte wiederholt die Genossen auf, für beförderte sie in ihr Zimmer, und während ein Arzt herbeigeholt benn sie hatte in der Voruntersuchung verschiedene belastende Aus einen möglichst regen Versammlungsbesuch zu agitieren. wurde, entkleidete sie in Gegenwart mehrerer andrer Frauen das fagen gemacht und insbesondere auch bekundet, daß Raphael mit Mädchen, um zu sehen, welches Leiden sie habe. Da zeigte sich denn, dem jetzt vernehmungsunfähigen Rosenberg gemeinschaftliche Gedaß das Mädchen in einem schrecklichen Zustande der Verwahrlosung schäfte gemacht habe. Bei ihrer Vernehmung vor Gericht machte sie sich befand. Die Leibwäsche war so schmutzig und verlumpt, daß es so aussah, als sei fie monatelang nicht vom Körper gewesen. Der hiervon völlig abweichende Angaben und erklärte auf Vorhalt, daß ihr die belastenden Aussagen von den Untersuchungsganze Körper war mit eiternden, völlig vernachläffigten Geschwüren richter geradezu in den Mund gelegt worden seien und sie für diese bedeckt, an den Füßen zeigten sich Frostbenlen, die aufgegangen nicht verantwortlich gemacht werden könne. Der Vorsitzende hielt und gleichfalls nicht kunstgerecht behandelt waren, blutunterlaufene ihr vor, daß eine solche Beschuldigung gegen einen lange Jahre im Striemen waren an verschiedenen Stellen des Körpers bemerkbar, Amte befindlichen bewährten Richter denn doch geradezu unerhört am Ohrläppchen fehlte ein Stück Haut, am Kopf zeigte sich sei und die Zeugin unmöglich annehmen könne, daß ihr ein Mensch eine 12 bis 2 Centimeter lange Quetschwunde, die offenbar dies glauben werde. Trotz wiederholter eindringlicher Vorhaltungen worden. durch das Schlagen mit einem harten Gegenstande verursacht worden verblieb aber die Zengin bei ihrer Behauptung. Nummehr be war. Das Kind war sehr hungrig und verzehrte die ihm dargereichten Nahrungsmittel mit großer Gier. Nachdem der herbei- antragte der Staatsanwalt, die Zeugin in Haft zu nehmen; Rechtsanwalt Dr. Davidsohn bekämpfte diesen Antrag, da es an einem gerufene: Arzt die Wunden und die stark vernachläffigten gesetzlichen Grund fehle und die Zeugin einen Eid noch nicht geleistet Geschwüre am Körper des Mädchens festgestellt hatte, wurde habe. Darauf beantragte der Staatsanwalt die Verhaftung Stationen dieses dem Rummelsburger Krankenhause überwiesen. Dort wegen Verdachts der Mitthäterschaft, erklärte dann hat es den Pflegeſchwestern das wiederholt, was es vorher aber, daß es eines solchen Antrages nicht bedürfe, sondern daß er schon den hilfreichen Frauen und zivci Aerzten mits die Zeugin wegen Verdachts der Mitthäterschaft festnehme. Fräulein Swinemde. 767 N geteilt hatte: es werde von seinen Eltern sehr schlecht be: Biese mußte demgemäß ins Untersuchungsgefängnis wandern. Der Hamburg 769 NW handelt und fortgesezt geschlagen. Die Wunde am Kopf habe ihr der Vater durch einen Schlag mit dem Stiefeltnechte bei Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Herr. wurde zu Sonnabend Berlin gebracht, das fehlende Hautstück an Ohrläppchen jei barauf zurüd vorgeladen. In der Verhandlung tritt auch ein Agent Paul Brantf./M. 769 D gebracht, das fehlende Hautstück an Ohrläppchen sei darauf zurück- Mendelsohn als Zeuge auf. Der Stadtreifende Paul Mendelsohn, München zuführen, daß ihre Mutter sie mit einem Seidel geschlagen, die Solmsstr. 28, bittet uns, mitzuteilen, daß er mit diesem Zeugen Wien blutigen Striemen rühren von Schlägen mit einem Seile her 2c. Außerdem müsse sie zu Hause hungern und bekomme nur trocken nicht identisch ist. Brot und des Mittags nackte Kartoffeln ohne Sauce. Die beiden Angeklagten bestritten entschieden jedwede Mißhandlung und gaben Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Süd- Osten.) Den Genossen zur Nachricht, daß 243/9 unser Mitglied Wilhelm Huchthausen Schlesischestraße 44( Bez. 106) nach langen, schweren Leiden ge storben ist. Ehre seinem Andenken. nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause Die Beerdigung findet Sonntag Schlesischeſtraße 44 aus, nach dem Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 72 bis 9½ 1hr abends statt. Melodia. Uns unbekannt. Erbschaft 100. Nein. Zwei Streitende. Die Central- Roßschlächteret ist 1867 eröffnet Witterungsübersicht vom 23. Mai 1902, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm richtung WindWindstärke 767 N Wetter 2wolfenl 2 wolfent 2 wolfig 1volfig 5 wolfig Temp. n. G. 5° C= 4° N. Stationen Barometer stand mm 9 Haparanda 770S Wind: richtung Windstärke Wetter Temp. n. 5. Esse 15°. 4° R. 4wolfent 2 Regen 773 9 7685 2 bedeckt 13 1 bedeckt 00 8 8 Petersburg 763 NO 9 Cort 7 Aberdeen 769 23 6 Paris 765 N 1 hlb. bed. 7 Wetter Prognose für Sonnabend, den 24. Mai 1902. Zunächst etwas wärmer, vorherrschend wolkig mit leichten Regenfällen Der Beginn der Verhandlungen gegen Sanden und Ge- und mäßigen südwestlichen Winden, später aufklarend, aber etwas kühler. Berliner Wetterbureau. noffen ist, wie wir hören, auf acht Tage, bis zum 2. Juni vertagt Freie Kranken- und Begräbniss- Kasse der Schuhmacher u. Berufsgenossen Berlins( E.. Nr. 27). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ( Osten.) unfer Mitglied Todes- Anzeige. Am Freitag, den 23. d. M., starb unfer langjähriges Mitglied, der Drechslermeister Albert Werdermann. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, vom Trauerhause, Friedrichsfelderden 25. 6. W., nachmittags 3 Uhr, ftraße 33 nach dem Freireligiösen Um zahlreiche Beteiligung ersucht Um zahlreiche Beteiligung ersucht Emmaus Kirchhof statt. Der Vorstand. Verband der an Friedhof in der Pappel- Allee statt. 243/8 Der Vorstand. Karl Plath gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle der Luther- Kirche in Lankwiz statt. Um rege Beteiligung ersucht 27566 Der Vorstand. Statt besonderer Meldung! Am 22. d. M., 1411 Uhr früh, ver: schied nach kurzem Strantenlager meine liebe Frau, unsre gute Mutter Danksagung. 27766 amt Für die vielen Beweise herzlicher Strand- Restaurant wüggelice Teilnahme sowie die großen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsres guten Vaters, des Wilhelmine Schneider afhuirts verw. Amelung im 49. Lebensjahre. Berlin, Jagowstraße 11. Ewald Schneider, Schankwirt, nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Mai, nachmittags 4 1hr, von Allen Freunden und Bekannten die der Leichenhalle des Heilands- Kirchhofs, traurige Nachricht, daß der Böttcher Blößensee, aus statt. May Trautmann am 21. d., früh 4 Uhr, fanft ent: schlafen ist. Danksagung. Holzbearbeitungs- Maschinen Allg. Kranken- u. Sterbekasse trenden Hinterbliebenen. Dant. Die Beerdigung findet Sonnabend: Für die rege Teilnahme bei der nachmittag 5 Uhr, auf dem Kirchhof Beerdigung meines unvergeßlichen zu Friedrichsfelde 27606 Mannes sage allen meinen herzlichen Wilhelmine Lenz. beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Am 21. Mai starb unser treues und langjähriges Mitglied der Metallarbeiter. ( Filiale Rummelsburg.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Wilh. Huchthausen. unser Mitglied, der Gürtler Ehre seinem Andenken. Louis Heyne storben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, am 20. d. M. an Herzlähmung ver den 25. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Schlesischenstraße 44 nach dem Emmaus- Kirchhof in Brizg statt. Um recht rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 75/12 und Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. 6. W., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Rummels: burger Kirchhofes aus statt. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 26. Mai, abends 8 Uhr: Versammlungen. 1. Weißensee, Rölkestraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Karnow über Berufskrankheiten. 2. Ver bandsangelegenheiten. 3. Lokalfrage und Verschiedenes. 2. Lichtenberg, Friedrich Karlstraße Nr. 11. 1. Welche Betriebe follen in der Holz- Berufsgenossenschaft versichert 3. Berlin Südost, Admiralstraße Nr. 18 c. Tages Ordnung: jowie dem Berband der Borzellan: Um rege Beteiligung eruditang. ſein? 2. Discussion. 3. Berſchiedenes. ersucht dreher und Maler, fagen wir für die rege Beteiligung und die reichen Kranzspenden meines unvergeßlichen Die Beerdigung meines Sohnes, Mannes und Vaters, des Porzellan- des Bautechnifers Drehers Otto Ritter Karl Huve un ren tiefgefühlten Dank. Ottilie Huve, geb. Wehowsty. Otto Linke. 27736 findet nicht, wie irrtümlich angegeben, um 4 Uhr, sondern Sonntagnach: mittag 31 Uhr statt. Ritter. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Der Arbeitsnachweis der Tischlermeister. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zur Dampferpartie am 29. Juni nach Hessenwinkel am Dämeritsee. Die Kollegen werden ersucht, heute abend in den Zahlstellen ihre Beiträge zu entrichten und daselbst ein Flugblatt in Empfang zu nehmen. Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt Montag 7-8 Uhr Blumen 146/5 Der Vorstand. Straße 38. · August Brunn fage ich allen Freunden u. Bekannten, insbesondere dem Lotterieverein ,, Unter uns", der Tischlerwerkstatt von Blaus u. Kummer meinen innigsten Dant. Witwe Auguste Brunn. zwisch. Müggelschloß u. Aussichtsturm. Empfehle Fabriken, Vereinen und Korporationen für Sommervergnügen u. Ausflüge mein großartig gelegenes Lokal. Saal für ca. 3000 Personen, Hallen, genügende Nebenräume. Beluftigungen aller Art. Coulante Preiſe. 35132* M. Degebrodt, " Strandschloß", Köpenick. Gewerkschaftlicher Frauenverein sämtlicher Berufe Berlins und Umgegend. Montag, 26. Mai, abends 8½ 1hr, im großen Saal des Herrn Baldnin Franke, Sebastianstr. 39: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Gin: 4. Bericht richtung unsres. Arbeitsnachweises und Wahl einer Vertreterin. der Delegierten vom Gewerkschafts- Kartell. 5. Bericht über unsre Dampferpartie und Wahl eines Komitees. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 7. Ber 289/6 fchiedenes. Gäste, Herren und Damen, haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Verband der Maschiniften u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Sonntag, den 25. Mai, nachmittags pünktlich 4 Uhr, in Berlin in Frankes Festfälen. Sebastianstraße 39: Kombinierte Versammlung der Mitglieder der Zahlstellen: Berlin, Charlottenburg, Köpenick, Friedrichshagen, Herzfelde, Königs- Wusterhausen, Oranienburg, Spandau, Treptow und Velten. Tagesordnung: Wahl des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden und zweier Beisitzer. Wahl von fünf Mitgliedern der Zeitschriftkommission. Der Eintritt ist den Mitgliedern nur gegen Vorzeigung des Quittungsbuches der vorstehenden Zahlstellen gestattet. Die Mitglieder werden ge: beten, sich recht zahlreich an der Versammlung zu beteiligen und pünktlich Der Verbandsvorstand. zu erscheinen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 24. Mai. Opernhaus. Mara. Gretel. Hänsel und Slavische Braut: werbung. Anfang 7/2 Uhr. Schauspielhaus. König Richard der Dritte. Anfang 72 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Berdi Festspiel VIII. Un ballo in maschera. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Unter blonden Bestien. Der Thor und der Tod. Paracelsus. Post festum. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Weber. 712 Uhr. Anfang Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 71 Uhr. Lessing. So leben wir. Anfang 71 116r. Westen. Der Zigeunerbaron. Anfang 7 Uhr. Nenes. Die Großstadtluft. Anfang 72 Uhr. Urania. Palast- Theater Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Nachmittags 4 Uhr zu kleinen Preisen: Frühlingstage an der Riviera. CASTANS Panoptikum Das Friedrich- Strasse 165. Nur noch kurze Zeit: Bärenweib! ½ lir, quartierung. Anfang Neu Riesenphotographien 712 Uhr. Central. Coralie u. Cie. Anfang 71 Uhr. Thalia. Gastspiel der Schlierseer. Jägerblut. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 712 Uhr. Luisen. Geschlossen. von Martinique der vom Erdbeben heimgesuchten Insel in West- Indien. Neu! Der Boerenkrieg. Carl Weift. Die Biper. Anfang Passage- Panopticum. 8 Uhr. Secessionsbühne. Heinrich Heine. Ein geriffener Schwiegersohn. Anfang 8 Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( Ueberbrettl). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. SerenissimusZwischenspiele. Der Fall Moncel, Schöne Seelen. Kollegen. An fang 81/2 Uhr. Friedrich- Vilhelmstädtisches. Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt. Uhr. Anfang Die Seejungfer. Annetta, tätowierte Schönheit. Der Tigerknabe, seltsamste Abnormität. Von 4 Uhr nachmittags halbstündlich: Damen- Ringkampf. Orpheus. Specialitäten Borſellung Passage- Theater. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol.( Morwitz- Oper.) Der Wildschütz. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Palast. Ben Ali Bey und sein orientalisches Zauber Ensemble. Anfang 8 Uhr. Casino Theater. Hochzeitsreise. Endlich. Specialitäten Vor: stellung. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Theater. SpecialitätenBorstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Nachmittags 4 Uhr zu kleinen Breisen: Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Unter blonden Bestien. Komödie in 1 Aft von May Dreyer. Der Thor und der Tod. Von Hugo v. Hofmannsthal. Paracelsus. Bersspiel in 1 Att von ArthurSchnitzler. Post festum. Lustspiel in 1 Aft von Ernst Wichert. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. 16 Elite- Nummern. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Anfang 8 Uhr. Die Viper. Kriminal- Schauspiel in 7 Bildern von H. A. Revel. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Jeder Abonnent des„ Berliner Lokal- Anzeiger" erhält an der Kaffe gegen Vorzeigung der Abonnements: numeriertes quittung ein Parkett für 60 Pf. Sonntag nacht. 3 Uhr: Der Doppelgänger. Im Garten: Täglich: Gr. Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Anfang 512 Uhr. Apollo- Theater Um 7 Uhr: Grosses Garten- Konzert. Um 8 Uhr: Die vorzug Specialitäten. lichen Um 9 Uhr: Kolossaler Lacherfolg: Lysistrata Luftballott ,, Grigolatis". dem Kasseneröffnung Uhr. Sonntagnachmittag 3 ubr: Belle- Alliance- Theater. Einsame Menschen. Sonntagabend 8 Uhr: Mein Leopold. Montagabend 8 Uhr: Zwei Wappen. Central- Theater. Heute, abends 71/2 Uhr: Abends 7 Uhr: Zum 153. Male: Die Dame aus Trouville. Schwank mit Gefangu. Tanz in 3 Atten. Emil Sondermann a. G. Ferd. Worms. Mizzi Birkner. Rosa Marton. ( früher Feen- Valaft) Burgstr. 22. Täglich abends 8 Uhr: Ben- Ali- Bey u. sein orient. Zauber- Ensemble. Vorverkauf d. Logen u. num. Size an der Theaterkasse des Warenhauses A. Wertheim, Leipzigerstr. Preise der läge: Logenjizz 2,50 M., Sperrfitz 1,50, numer. Parkett u. numer. RangBalkon i M., Parterre 50 Pf., Stehpart. u. unnum. Rg. 30 f. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: 6r. Konzert, Theater Gewerbegericht zu Berlin, J. Nr. 209 Gew. Ger. 02. In Sachen des Ausstandes der bei der Aktien: Gesellschaft für Fabrikation bon Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bronzewaren und Bintguß vorm. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 25. Mai 1902, vormittags 10 Uhr, bei Wetzel, Wrangelftr. 136: J. C. Spinn u. Sohn, Wafferthor straße 9, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wird in Gemäßheit des 115/9 § 70 des Gewerbegerichts- Gesezes Morgensprache der Schraubendreher. Die Vertrauensleute der Schraubendreher sind ganz besonders ein: Die Ortsverwaltung. 1892, geladen. Bahlreichen Besuch erwartet und des§ 75 des Ortsstatuts für die 26. Oftober Stadt Berlin vom 2. November betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, öffentlich bekannt gemacht, daß in der Sigung des sowohl von der Arbeitgeberin als auch von den Arbeitnehmern als Einigungsamt angerufenen Gewerbegerichtes vom 30. April 1902, an welcher teilgenommen haben: Steglitz. Birkenwäldchen. Steglitz. Inhaber E. Felsch. 1. Gewerberichter von Schulz als Größtes und schönstes Vergnügungs- Etablissement von Berlin und Umgegend. Vorsitzender, 2. Fabrikbefizer Engel, Hutmachermeister Lucht 3. als Mit der Wannseebahn für 10 Pf. bequem zu erreichen. Sonntag, den 25. Mai 1902: 2. ermänner der Grosses Militär- Konzert Arbeitgeber, 4. Former Körsten, 5. Drucker Behrend als Vertrauensmänner der Arbeitnehmer, und Specialitäten- folgender Bergleich gefchloſſen worden Vorstellung. 1. Die Arbeitgeberin wird sofort ausgeführt von dem Trompeter- Corps des 1. Garde- Ulanen- Regiments in Potsdam unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters Herrn L. Löser. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf. Kinder frei. Jm Saale: Ball. Donnerstag, den 29. Mai: Tanzkränzchen. 21 männliche und 6 weibliche Arbeiter, Sommerfesten, Ausflügen 2c. bestens. Empfehle den geehrten Vereinen mein Etablissement zur Abhaltung von welche vor der Arbeitsniederlegung der Brennerabteilung thätig Sanssouci waren, sobald fich biefelben bis Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig. Witterung imSaal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen, Tanz frei! Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Soiree Sonnabendabend dieser Woche melden, in diese Abteilung wieder einstellen. Wenn die Einstellung weiterer Arbeitsfräfte notwendig wird, sollen in erster Linie die übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen der Brennerabteilung der Firma, welche vor der Arbeitsniederlegung in der Abteilung arbeiteten, und augenblicklich nicht eingestellt sind, vor fremden Arbeitern Berücksichtigung finden. 2. Es wird eine Schlichtungsfommission gebildet, bestehend aus zwei Vertretern der Arbeitgeberin 8 Uhr. Entree 30 Pf., ab 9 Uhr 20 Pfund zwei Vertretern der ArbeitReichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr Tagestasse 11-1/ 2Uhr. Zum Schluß: ,, Stuckes Pfingstfakrt". Fröbels Allerlei Theater früher Pahlmann Schönhauser- Allee No. 148. Durchweg glanzvoll erneuert! Täglich: Gr. Gartenkonzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung. Kommen! Sehen! Staunen! Allabendlich stürmischer Beifall des erstklassigen Riesenprogramms. Jm Brachtsaal: Gr. Ball. Anfang Konzert 5 Uhr, Vorst. 6 Uhr. Entree 30 Bf., Sperrsit 50 Pf. 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Falls mit den Vorschlägen diefer Rom: mission auch nur eine der Parteten nicht einverstanden ist, soll dieselbe berechtigt sein, innerhalb acht Tagen zur endgültigen Erledigung ber Streitigkeiten das Gewerbegericht an: zurufen. Die genannte Kommission soll ins: besondere gehalten sein, bei drohenden Streits und Aussperrungen in Thätig feit zu treten. 3. Die Arbeitgeberin wird in Bu funft zahlen: a) für Galerien und Böcke nieten intl. Einstecken für 1000 Stüc b) für Füße schneiden ohne Streifen schneiden für 1000 Stüd c) für Verbindungsscheiben ohne Streifen schneiden für 1000 Std. d) für Luftregulatoren für 100 Stück. 2 M. 0,17 " 0,15" 0,25 e) für Wulsten mit der Neu Einrichtung zum Festhalten für 1000 Stüd 0,60 " 42430* Extra- Dampferfahrt nach Schmöckwitz, Restaurant Seddin- See jeden Sonntag 9 Uhr und 2 Uhr, Fahrpreis hin und zurück 75 Bf., jeden Montag u. Mittwoch 2 Uhr, Fahrpreis hin und zurück 50 Pf. Abfahrt zwischen Jannowitz- und Waisenbrücke( Dampferstation Kyffhäuser). 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2969 od home 6 dster 2 ondern in singur stording ni das Indus misgni sitial deathsauhaus. 819 895 into t Nr. 118. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 24. Mai 1902. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. Düsseldorf, den 22. Mai. Der Tagespräfident Sachse Zwidau eröffnet die Sigung mit einer scharfen Polemit gegen das Düsseldorfer ultramontane Blatt Das Blatt veröffentlichte einen total entſtellten Bericht über die gestrigen Verhandlungen. Sodann wird verhandelt über Punkt 11, zu welchem folgender Antrag der Franzosen vorliegt: Bericht in allen Sprachen der ver tretenen Nationen herauszugeben. Die Kosten trägt jede Nation im Verhältnis des Bedarfs." Nach längerer Diskussion schlägt Sachse vor, es beim alten Modus zu belaffen, so daß jede Ration für sich ein Protokoll herstellen läßt. Der Vorschlag wird ohne Widerspruch acceptiert. Als Tagespräsident für morgen wird so dann noch gewählt: Ebert Oestreich. Man tritt ein in die Berhandlungen über den Punkt: MinimumLohit. Der Antrag lautet:" Daß die Bergarbeiter aller Länder einen edes sb genba Minimum- Lohn anstreben. Die verschiedenen Präsidenten geben die Erklärung ab, man fei einig geworden, die Verhandlungen abzukürzen, indem auf längere Ausführungen zu den einzelnen Punkten verzichtet werde und nur die Hauptargumente hervorgehoben werden sollen. Minimalloh 11. " Umbreit. Der internationale Kürschner- Kongreß die Entscheidung über den Ausbruch und die Fortführung von Streits sowie deren Unterstügung zu übertragen. Die Debatte beschäftigt sich hauptsächlich mit der Erhebung einer ständigen Streifsteuer von 75 Bf., die schließlich mit großer Mehrheit abgelehnt wird, ebenso die Anträge auf Gründung eines inter nationalen Streitfonds und auf Entscheidung über Streits durch das Sekretariat. Dagegen wird folgende Resolution angenommen: 1. Jede Organisation ist verpflichtet, sich durch genügend hohe Beiträge einen Fonds zuzulegen, um bei eventuellen Streits gesichert dazustehen; 2. Jeder in Aussicht genommene Angriffsstreit ist dem Sekretariat mindestens vier Wochen vor Beginn anzumelden; nachhaltig unterſtügen. Nach Erledigung der letzten geschäftlichen Angelegenheiten wir der Kongreß am Abend des dritten Verhandlungstages geschlossen. OS.I Die zweite Konferenz der Isolierer und Rohrumhüller 28-02 Deutschlands 3. Jeder Abwehrstreit ist dem Sekretariat sofort anzumelden; tagte vom 18. bis 20. Mai in Hamburg. Die Verhandlungen wurden 4. Bei außergewöhnlich hartnäckigen Streits hat das Sekretariat, durch den internationalen Sekretär Schubert eröffnet. Vertreten find wenn alle Mittel der streikenden Organisation aufgebraucht sind, fünf Länder durch 15 Delegierte, wovon je ein Vertreter auf Belgien, fofort für Geldmittel durch Ausschreiben von Sanuntungen zu forgen." Zuerst erhält das Wort: Pa wot England, ihm folgt Edward England, Frankreich und Oestreich, sowie 11 auf Deutschland ent Bum internationalen Sefretär wird Kobis Hamburg, zum Pas de Calais, für die Belgier spricht Marvilles, für die fallen, während Ungarn feinen Vertreter entfendet hat. Außerdem Redacteur wird Schubert- Hamburg gewählt. Der Verlag des Deutschen Sachse. Sämtliche Redner sprechen für gesetzlichen sind vertreten das internationale Sekretariat( Siz Hamburg) durch Fachorgans wird dem Sekretariat übertragen. Der nächste Kongreß Der Delegierte Colin St. Etienne muß drei Delegierte und der Nedacteur des in Brüssel erscheinenden inter foll in Berlin stattfinden und vom Sekretär nach Bedürfnis einabreisen, er verabschiedet sich. Darauf spricht noch Ebert- Oestreich nationalen Verbandsorgans„ Der Kürschner" durch einen Vertreter. berufen werden. Einstimmig wird dann eine die Bekämpfung der timmig angenommen für ein Minimallohn- Gesez, worauf der obige Antrag ein Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands vertritt Hausarbeit betreffende Resolution angenommen, welche die gesamten verpflichtet, der Ausbreitung der Heimarbeit Zum nächsten Punkt Pensionen für Bergarbeiter", Den Bericht des Sekretariats giebt Schubert- Hamburg für die entschieben entgegenzuwirken, with, you ben angeſchloſſenen Organis und von liegen folgende Anträge vor: arsdeno 184 Jahre, während welcher das Sekretariat sich in Hamburg be fationen erwartet, daß sie die Agitation gegen dieselbe in Wort und Dieser Kongreß beschließe, die Regierungen aller Länder auf- findet. Das Sekretariat hat geleistet, was ihm möglich war. Die Schrift betreiben und fördern, und alle Bestrebungen andrer Gewerk zufordern, für alte Arbeiter und Invaliden eine Versorgungstaffe größten Schwierigkeiten erwuchsen ihm auf dem Gebiete der Streits. fchaften, eine gefeßliche Regelung der Heimarbeit herbeizuführen, zu schaffen". Pension für Bergarbeiter". Für Bergarbeiter, Heber Ausstände selbst zu beschließen, tömte feine Aufgabe nicht sein. Die 25 Jahre gearbeitet haben, ohne Unterschied des Allers eine Und doch werde Unterstützung für Angriffsfireils gefordert, die feinen Pension von 2 Fr. pro Tag zu schaffen". Erfolg versprechen; da müsse es bedauert werden, daß das Im Sinne dieser Forderung sprach zunächst Stanley England. Sekretariat solche Ausstände nicht verhindern kam. Auch Derfelbe bemerkte, daß die Engländer seit dem letzten Kongreß teine die Agitation im Lande selbst müsse von besonderen LandesFortschritte auf diesem Gebiete gemacht; eine gesetzliche Regelung Vertrauensleuten betrieben und für Zusammenschluß aller Berufs dieser Materie sei dringend geboten. Breuez Belgien führt aus, tollegen gesorgt werden, wogegen dem internationalen Sekretariat in Belgien sei es mit der Fürsorge für Jubaliden noch sehr schlecht die Pflicht obliege, die Organisationen der einzelnen Länder zu ali bestellt. Es bestehe eine Verficherung, auf Grund deren eine Pension unterstützen und zu fördern, die Statistik zu pflegen und für die von 50-60 m. pro Jahr gezahlt wird. Edward Pas de Calais er- Durchführung von Abwehrstreiks dan Mittel zu beschaffen, wenn fand zu Hannover statt. Die Orte Berlin, Hannover, Celle, örtert die Verhältnisse auf diesem Gebiete in Frankreich. Alterspenston tenne man dort überhaupt nicht, gezahlt werden einzelnen Ländern Eine dies über die Kräfte der einzelnen Landesorganisationen hinausgeht. Dortmund, Bochum und Witten a. N. waren durch Delegierte ver nur Redner geht auf die Mängel der Organisation im allgemeinen und treten. Leipzig, Halle und Ludwigshafen tonnten iofolge beruflicher Invalidenpension. Man erhebe eine Pension von 2 Fr. näher ein. Einer der größten Schäden des Verhältniffe teine Delegierten entfenden. 98 pro Tag ohne Rücksicht auf die Dauer des Dienstalters. Meier- Berufs sei die Heimarbeit. In Berlin sei die Heimarbeit besonders Als Vertreter der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften Gelsenkirchen schildert die Verhältnisse in Deutschland, giebt in verbreitet. Hinsichtlich der Bresse habe das Sekretariat dafür ge- war Genosse Hinrichsen- Berlin amvefend. Ebenfalls warent ver furzen Zügen einen Grundriß der deutschen Knappschaftstassen und sorgt, daß das Berufsorgan durch zahlreiche Abonnements treten die Metallarbeiter Gewerkschaft und der Verband der Alters- und Juvalidenversicherung, sowie des Unfallversicherungs- und später durch Einführung des Obligatoriums für Deutsch Maschinisten und Heizer. Gesetzes. land Lebensfähig wurde. Die Abrechnung des Sekretariats Westphal gab nach Erledigung der Bureauwwahl und Brüfung Band Oestreich kritisiert die Knappschaftskaffen in Oestreich, ergiebt an Einnahmen 415,86 M., an Ausgaben 376,14 9. der Mandate seinen Situationsbericht als bisheriger Berbemängelt besonders, daß Arbeiter bedingungsweise pensioniert( davon Agitation, Zeitschrift 287,60 2. Verwaltungstoften trauensmann. Aus demselben ging hervor, daß auch die Isolierer: werden und so immer abhängig vom Arzte, jederzeit wieder zur 60,64 m., fachliche Ausgaben 27,90 m.); Staffenbestand 36,22 m. branche durch die wirtschaftliche Strife start in Mitleidenschaft gezogen Arbeit tommandiert werden können. Bei der Abstimmung werden undurchführbar sei ein früher gefaßter Beschluß, wonach jeder Kollege war. Lohnbewegungen haben während der Berichtszeit nicht stattdie ersten beiden zu diesem Punkt gestellten Anträge ein bei Streiks wöchentlich 1 M. oder 1 Fr. steuern solle, weil ein Teil gefunden, neue Organisationen find inzwischen gegründet, und in stimmig angenommen. Der letzte Antrag wird dabin ab der Kollegen nur im Winter, der andre nur im Sommer Arbeit habe. fast allen für die Jolierer in Betracht kommenden Ortschaften seien geändert, daß es heißt: eine Bension von mindestens 2 Fr. In der Debatte treten alle Reduer für die Erhaltung des die Berbindungen mit den dortigen Kollegen hergestellt. Aufgabe pro Tag zu schaffen." Der so geänderte Antrag findet Sekretariats ein; doch wird die Notwendigkeit betont, demselben der zweiten Sonferenz müsse es sein, die Grundlage einer dann ebenfalls einstimmig Annahme. Die Erledigung des An- anstatt der bisher freiwilligen Veiträge einen bestimmten Beitrag Centralisationsform für die verschiedenen Bereine zweds trages: Bericht der Kohlenproduktion aller Länder", gestellt zuzuführen, wofür auch mehrere darauf hinzielende Anträge vor Einheitlichkeit und Gegenseitigkeit herbeizuführen. von Belgien, wurde dem zu errichtenden internationalen Sekretariat liegen. Ferner müßten die Vertrauensleute der einzelnen Länder zu überwiesen. regelmäßiger Berichterstattung verpflichtet werden. " " D Die Debatte geitigte eine Resolution folgenden Wortlauts, die mit großer Mehrheit angenommen wird: " " 1T 08 Gegen den Bericht wurden feine Einwände erhoben und erhielten daher die Delegierten das Wort zu ihrer Berichte Zum nächsten Punkt der Tagesordnung: Die Lohnfrage, erstattung. Die eigentümlichen Berufsverhältnisse der Jolierer liegen folgende, vou Belgiern und Franzosen gestellten Anträge vor: erhielten eine recht kritische Beleuchtung. Die überwiegende Mehr „ Bericht über die Arbeitslöhne aller Länder und über die ArbeitsIn Erwägung, daß das Unternehmertum durch Organisation in zahl der Kollegen ist gezwungen zur Ausübung ihres Berufes, Nur eine einzige zeit." Die Besizer zu verpflichten, einem Arbeiter- Syndifat eine weitestem Maße in industriellen und Innungsverbänden darauf hin- wochen und monatelang unterwegs zu sein. Liste zur Einsicht vorzulegen, aus welcher zu ersehen ist: 1. Die drängt, die wirtschaftliche Lage der Arbeiter zu verschlechtern, und Berliner Firma tonte genannt werden, welche neben dem Fahrgeld Der Durchschnittslohn beträgt 50 f. 14 tägige Stundenzahl der Arbeiter, 2. Arbeitsstunden von Einfahrt daß die Arbeiter, um das zu verhindern, den Unternehmern eine auch Reisespejen vergütigt. bis Ausfahrt, 3. Arbeitslohn nach Abzug des Werkzeugs, Pulver 2c." ebenso umfassende wie festgefchloffene Organisation gegenüberstellen pro Stunde, eine Firma in Hannover hat bor kurzem den üblichen Nach kurzer Begründung durch Sprecher der Franzosen und müssen; in weiterer Erwägung, daß das internationale Zusammenwirken Stundenlohn bis auf 40 Pf. reduciert. Verhältnisse wurden zu Tage ' Belgier werden die Anträge genehmigt. der Berufskollegen sich nur stügen kann auf centralistische Landesverbände gefördert, die einer dringenden Verbesserung bedürftig sind. AllDer Kongreß tritt mun ein in Verhandlungen über den Punkt: mit ausreichenden Kampfesmitteln und Unterstügungseinrichtungen; gemein wurde betont, daß nur durch eine einheitliche BerufsNationalisierung der Bergwerfe". Dazu liegt in endlicher Erwägung, daß das internationale Sekretariat feine organisation Wandel gefchaffen werden könnte. folgender Antrag der Franzosen vor: Aufgaben auf den Gebieten der Organisationsförderung, des Ab- Unter Punkt Organisation und Agitation unterDieser Kongreß möge beschließen, alle Bergwerke zu Staats- schlusses von Gegenseitigkeitsverträgen, Pflege der Statistik und Unterbreitete der Vertrauensmann den Delegierten das Ergebnis der Voreigentum zu machen. Besizer oder Konzessionäre, welche ihre Gruben ftüßung außerordentlich schwerer Kämpfe nur erfüllen kann bei dem arbeiten in Form eines Regulativs, wie es die erste Konferenz benicht ausbeuten, sollen dazu gezwungen werden, widrigenfalls sie Borhandensein gut gefügter Landesverbände: erachtet es der schlossen hatte. durch ein Arbeiter- Syndikat auszubeuten sind." internationale Sürichner- Kongreß zu Hamburg 1902 als die nächste Das Regulativ enthielt 12 Paragraphen und hatte zur Voraus Edward Pas de Calais verlangt, daß der Staat nicht nur Pflicht aller Berufskollegen, sich in centralisierten Landesfeßung einen engeren Zusammenschluß aller bestehenden Vereine der die Bergwerke übernehme, sondern auch betreibe; wo dies nicht ge- verbänden zusammenzuschließen. Die Landesverbände folierer Deutschlands. Ferner die Regelung der Rechte und Pflichten fchieht, soll die Ausbeutung der betreffenden Bergwerte Arbeiter- find gehalten, das Sekretariat in jeder Weise zu unterstüßen und zu der einzelnen Orte bei ausbrechenden Differenzen mit den Unter Gewerkschaften überwiesen werden. Leimpeter Deutschland erklärt fördern. Das Sekretariat ist verpflichtet, alle Centralisations- nehmern. Herausgabe von einheitlichem Material, planmäßige Agi namens der Deutschen mit der Forderung der Franzosen sich ein- bestrebungen zu fördern." tation, Einführung einer Fachpresse, Name und Siz der Centrali verstanden. Beeinflußt durch die Konzentration des Bergiverks- Einstimmig wird dann beschlossen, das Sekretariat fation, sowie die Wahl einer Geschäftsleitung. Dieses Regulativ wurde einer eingehenden Kritit unterworfen. eigentumis in immer weniger Hände, haben die Deutschen ihren weiter bestehen zu laffen. Der Siz desselben soll in früheren gegensäglichen Standpunkt aufgegeben.( Bravo! bei den Samburg bleiben. Das Sekretariat soll aus dem Sekretär Verschiedene Punkte erhielten eine andre Faffung. Das Negulativ Franzosen. Nach kurzen Erklärungen der übrigen Nationalitäten und einer viergliedrigen Kommission bestehen, in letzterer follen die wurde nach mehrstündiger Diskussion in der veränderten Faffung wird der Antrag der Franzosen einstimmig an- Berufsbranchen nach Möglichkeit vertreten fein. Die angeschloffenen einstimmig angenommen. Demnach nennt sich die Centralisation: Freie Vereinigung der Isolierer und Rohr. genommen. Der folgende Antrag: Bericht über den Fort Organisationen haben halbjährlich 20 Pf. pro Mitglied an das schritt der Arbeiter aller Länder" wird ohne Dis- Sekretariat abzuführen. Dem Sekretär werden 5 Broz. der Ein- umhüller Deutschlands"( Siz Berlin)". Als Fachorgan tuffion ebenfalls dem Sekretariat zur Erledigung überwiesen. nahmen als persönliche Entschädigung bewilligt. Die angeschlossenen wurde Die Einigkeit" anerkannt. Die Geschäftsleitung besteht fünf Personen. Als Geschäftsleiter wurde der Kollege Seitens der Franzosen ist zum folgenden Punkt dieser Antrag Organisationen find gehalten, dem Sekretariat alljährlich Situations aus gestellt: Das Verhalten der Arbeiter aller Länder berichte einzufenden. Die Uebertragung schiedsrichterlicher Funktionen Albert Weftphal einstimmig wiedergewählt. Die nächste Konferenz bei Ausbruch eines Streits." an das Sekretariat wird abgelehnt. Dem Sekretariat wird Decharge foll um Ostern 1908 stattfinden. Nach Erledigung der Tagesordnung verwies der Vorfigende nochmals auf die Beschliffe, welche die zweite Edward Pas de Calais begründet den Antag. Notwendig sei, erteilt. bezüglich der zu unternehmenden Abmachungen innerhalb Aus den Situationsberichten ist ersichtlich, daß die Berufs- und Konferenz gefaßt hat. Es sei Pflicht der Delegierten, unablässig eines Ausschusses zu verhandeln. Lombart Belgien ist mit Organisationsverhältnisse überall zu wünschen lassen. So find in Deutsch- danach zu streben, daß die Organisation der Jfolierer als ein starkes dem Vorschlage der Franzosen einverstanden, wünscht jedoch eine land die Kollegen in Berlin, Leipzig und Umgegend, Hamburg, Stiel, Glied in der Kette der deutschen Gewerkschaftsbewegung ihren Blaz principielle Erklärung des Kongreffes. Gachse Deutschland Breslau, Braunschweig, sowie Hamm, Dresden und Cannstatt findet und behauptet. bemerkt, daß die Deutschen principiell mit der Regelung der Materie organisiert, und, mit Ausnahme von Berlin, dem Centralverbande einverstanden sind, er schlägt vor, zu beschließen, daß im Fall des angeschlossen. In Berlin sind von 450 Kürschnern der verschiedenen Ausbruches eines Streits die nationalen Vertreter des internationalen Branchen etwa 120 Iotalorganisiert, während etwa 1500 Arbeiter und Sekretariats zwecks Beschlußfassung der zu unternehmenden Schritte Arbeiterinnen teils vorübergehend, teils als Heimarbeiter thätig sind, zusammentreten.-2ombart Belgien besteht auf eine principielle aber außerhalb jeder Organisation stehen. Die Arbeitslosigkeit beErklärung, er ist der Meinung, daß, wenn der Achtstundentag nicht an- trifft zu gewiffen Beiten des Jahres 900-1000 Kollegen. In Wien tagte in Braunschweig. Sie nahm am 1. Pfingstfeiertage mit erkannt werde, die Bergarbeiter aller Länder den Generalstreit pro- find ca. 85 von 450 Berufsangehörigen, in Paris ca. 120 organisiert. der Begrüßung durch den Vorsitzenden Winkelmann ihren Anfang. flamieren würden. Auf Vorschlag des Vorsitzenden Sachse- Deutschland Hier liegen die Organisationsverhältnisse besonders im argen. In Auf der Generalversammlung sind außer den 33 Delegierten des erklärt der Kongreß sich im Princip mit internationaler Brüssel ist die Hälfte der qualifizierten Arbeiter organisiert. In deutschen Vereins auch Vertreter der niederländischen, schiveizerischen Regelung der Streitfrage einverstanden, die Aus- London sind von ca. 700 Kollegen 56 organisiert. Neben Löhnen und dänischen Bruderverbände anwesend. Am 2. Feiertage begannen die Verhandlungen mit dem Bericht arbeitung eines Reglements wird dem internationalen Komitee überwiesen, die Beschlußfassung darüber wird jedoch auf Vorschlag des der Mandats Prüfungskommission. Hierauf gab Winkelmanns Delegierten Abraham England für den Punkt 13 der TagesBremen den Bericht des Vorstandes. In Hinsicht auf den gedruckt ordnung zurückgestellt. Dasselbe geschieht mit Punkt 10 der Tagesvorliegenden Bericht beschränkte er sich auf einige ergänzende Ausführungen. Er gab ein Bild von der Entwickelung des Vereins, von ordnung. Der Antrag zu Punkt 13, von den Deutschen eingebracht, hat feinen Kämpfen, Lohnbewegungen und Erfolgen und von der allgemeinen folgenden Wortlaut: Lage des Böttchergewerbes. Aus dem gedruckten Bericht, der die Zeit vom 1. Mai 1899 bis 1. Mai 1902 umfaßt, ist folgendes hervorDiefer Stongreß beschließt die Einfegung eines ständigen ines stän internationalen bergmännischen Sekretariats mit dem Der Bericht des Redacteurs und Verlegers Schmerberg- Brüssel zuheben: Streits fanden in den drei Jahren 71 statt, die eine AusSiz in Brüssel. Der Sekretär hat die Aufgabe, regelmäßig alle Vierteljahr, veranschaulicht die Schwierigleiten, mit denen das Fachorgan finanziell gabe von 46 547,38 M. bedingten. Die Mitgliederzahl stieg von unter Umständen auch öfter, an die nationalen Sekretäre Situations zu kämpfen hat. In 51/ 2jährigem Zeitraum, bis 31. Dezember 1901, 4339 in 100 Bahlstellen im Jahre 1898 auf 6193 in 146 Bahlstellen berichte über den Stand der internationalen Bewegung und des betrugen die Einnahmen 6017,77 r., die Ausgaben 5657,75 Fr., es im Jahre 1901. Unterſtügung an reifende Kollegen wurde in Weltmarkies zu versenden. Das Material zu den Berichten ist den verbleibt ein Bestand von 145,71 Fr. Der Redner giebt zu, daß die 10 368 Fällen in Höhe von 17 848,96 m. gezahlt. Die Einnahme amtlichen Berichten zu entnehmen, und, ergänzt durch eigne Wahr Verlegung des Erscheinungsortes der Zeitung nach Deutschland von 1. Januar 1897 bis 31. Dezember 1901 betrug 221 317,46 W., nehmungen, von den nationalen Sekretären dem internationalen praktisch wäre, da der Hauptteil der Auflage nach Deutschland kommt die Ausgabe 204 927,54 m., so daß sich ein leberschuß von Sekretariat zu übersenden. Bei eintretenden Streits ist davon dem und das Organ daher auch den deutschen Verhältnissen angepaßt 16 398,92 M. ergiebt. internationalen Sekretär sofort Mitteilung zu machen, dieser hat die werden müsse. nationalen Sekretäre sofort zu benachrichtigen. Wenn große Be- Es wird schließlich die Verlegung des Organs Der wegungen bevorstehen, hat das internationale Sekretariat eine Konferenz Kürschner" ab 1. Oktober d. J. nach Hamburg beschlossen. der nationalen Vertreter einzuberufen. Die Kosten des internationalen Dasselbe soll vorläufig monatlich weiter erscheinen, doch soll dem Sekretariats sind von den angeschlossenen Nationen aufzubringen, halbmonatlichen Erscheinen nähergetreten werden, sobald finanziell Dieser Kongreß bestimmt, nach welchem Modus die Beitragszahlung die Möglichkeit dazu gegeben ist, und soll dann das Sekretariat eine Abstimmung der beteiligten Organisationen herbeiführen. Das Organ Die Engländer geben bekannt, daß sie zu diesem Autrage einen soll vom 1. Oktober 1902 ab obligatorisch von allen Organisationen Abänderungs- resp. Busagantrag vorlegen und ersuchen, zu bestimmen, eingeführt werden. Die Entschädigung des Redacteurs wird auf daß das Geschäftskomitee in Verbindung mit den Dolmetschern eine 12 M. pro Nummer festgesetzt. einheitliche Faffung der beiden Anträge redigieren und dem Kongreß vorlegen solle. Der Kongreß erklärt hierzu sein Einverständnis. 9 von 3 Pfund Sterl. bestehen solche von 8-10 Schill., und weibliche Arbeiter in Accord in Ostende geben auch mit 2/2 Schill. nach Hause. Mit dem Unterstützungswesen habe man schlechte Erfahrungen gemacht, und die Arbeiterinnen haben sich schlechthin als organisationsunfähig erwiesen. Beschlossen wird, daß bei Aufnahme ehemaliger Mitglieder aus angeschlossenen Vereinen die Nachzahlung rückständiger Beiträge verlangt werde. Hinsichtlich der Taltit bei Streits liegen verschiedene Anträge vor, einen internationalen Streitfonds zu schaffen und dem Sekretär Die 9. Generalversammlung des Gentralvereins der deutschen Böttcher Ju der Nachmittagssigung erstattete Winkelmann den Kassens bericht, an den fich der Bericht der Revisionskommission schloß. Die Debatte drehte sich hauptsächlich um den Streit in der Brauerei Glüdauf"-Gelsenkirchen und zwei Kollegen in Dortmund, welche ausgeschloffen sind. Es wurde ein Antrag eingebracht, der Filiale Dortmund anheim zu geben, die Ausgeschlofienen wieder aufzunehmen und Frieden zu schließen, womit der anwesende Delegierte von Dortmund sich einverstanden erklärte. Die weiteren Verhandlungen betrafen interne Verbands angelegenheiten ohne allgemeines Jnteresse. Am Dienstag erstattete Lefevre Hamburg den Bericht des Ausschusses für die Geschäftsperiode 1899-1902." Er besprach das Verhältnis des Ausschusses zum Centralvorstand sowie einzelne Be-| geäußert, daß in Zukunft derartige Erzeugnisse nicht mehr aufgenommen Dem Brauer- Verband wird der Vorwurf gemacht, daß er ber schwerden der Filialen und der Mitglieder. Weiter verbreitete er werden sollen. Einige Anträge auf Aenderung des Zeitungstitels, Organisation der Böttcher Mitglieder abzutreiben suche. Ein zu diesem sich über die Agitation und über die Revision der Centralfasse und auf eine Vergrößerung der geitung, auf eine Trennung der Preß- Punkt gestellter Antrag, den Delegierten zu beauftragen, auf dem bie Thätigkeit des Ausschuffes als Brestommiffion. die Thätigkeit des Ausschusses als Breßkommission. An diesen tommission von dem Ausschuß und auf eine Verpflichtung des Re Gewerkschaftstongreß in Stuttgart dahin zu wirken, daß in der Bericht schloß sich eine rege Diskussion, in der be dacteurs, bei Nichtaufnahme von Berichten im Brieffasten Kenntnis Angelegenheit endlich eine Regelung zu stande kommt, wird an sonders der Centralvorsigende Winkelmann Bremen die zu geben, wurden abgelehnt. Ein Antrag, die Verkürzung der genommen. Angriffe auf den Centralvorstand zurückwvies. Eine Differenz, Protofolle zur Durchführung zu bringen, um für nüglichere Sachen Punkt 13 der Tagesordnung behandelte die internationalen Bea die zwischen dem Ausschuß und Centralvorstand infolge einer mehr Raum zu gewinnen, wurde angenommen. In seinem Schluß- ziehungen. Mit Oestreich, der Schweiz und Dänemark sind BVer Revision bestand, wurde nach längerer Debatte beigelegt. Es folgte wort verteidigte Redacteur Holtmann Bremen nochmals die einbarungen getroffen betreffe der Reise- Unterstützung, die gleichen der Bericht über die Presse, der von Redacteur Holtmann- Bremen Haltung der Beitung und wies die Angriffe auf seine Person zurüd. Vereinbarungen werden auch für den holländischen Küfergesellenbund gegeben wurde. Die Auflage der Zeitung stieg von 6500 Exemplaren Am dritten Verhandlungstage wurde nach sehr lebhafter Debatte beschlossen. Mit Amerika soll in schriftliche Korrespondenz getreten im Jahre 1899 auf 8500 im Jahre 1901. In der folgenden Dis- in namentlicher Abstimmung mit 23 gegen 11 Stimmen die Arbeits- werden, um auch derartige Vereinbarungen zu treffen. Tussion wurden verschiedene Beschwerden laut über die Haltung des lojen Unterstügung angenommen. Der dänische Delegierte Borring überbrachte die Grüße der Blattes, besonders in einigen Briefkasten- Notizen, weiter wurde die Ab- Die Central Arbeitsvermittelung wurde dem Centralvorstand dänischen Bruderorganisation. fassung der Gratulationsgedichte im Annoncenteil gerügt und der Wunsch überwiesen. Begründung des Geschäfts 1878. Seefische billig M. Schulmeister Schellfische In allen Grössen 18, 20-25 Pf. pro Pfd. Cabliau ( zum Kochen und Braten sehr empfehlenswert) ohne Kopf u. im Anschn. 20-22 Pt. Seelachs 20 PI., im Anschnitt... 27 Pf. Rotzungen 30-35 Pf., Schollen 35-40 Pf. Bratilundern( 3 Pfd. 55 Pf.) 20-25 Pf. Alle andern Sorten ebenfalls billig. Lebende Hummer 2,30 Mk. pro Pfd. 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