Nr. 130. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mi. tlluftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1902 unter Er. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rolonel seile oder deren Raum 40 Pfg., für polittsche und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Selegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. " Sonnabend, den 7. Juni 1902. Expedition: SW. 19, Beutly- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. bei den kanadischen Pacificbahn, Unterſtügung finden würden. Thatsächlich icht von Morgan kontrollierten Pacificbahnen, namentlich der scheint denn auch nach den bisher in die Oeffentlichkeit gedrungenen Mitteilungen bereits ein neuer, feine Spitze gegen die Morgansche Gründung richtender Trust in der Bildung begriffen zu sein, der in Verbindung mit der Canadian Pacific- Eisenbahn steht, dem Mail" von der kanadischen und, wie die" Daily wissen will, auch von der englischen Regierung bedeutende SubVerbindung zwischen England und Kanada zugesichert find. ventionen für die Errichtung einer regelmäßigen Schnelldampferüber die Einbildungen der liberalen Bourgeoisie. Das Junkertum Häfen bedroht sehen, zu irgend welchen Abwehrmaßnahmen gegen Die Regierung und die Konservativen. weiß ganz genau, daß Staat und Regierung ihm hörig find, daß fie die Konkurrenz des Truftes greifen würden; und ebenso lag es auf einem Schiff, aneinander geschmiedet, fahren und nur nabe, anzunehmen, daß, wenn eine Art Gegentoalition englischer In regelmäßigen Abständen liebt es unsre freisinnige Bresse von gemeinsam in den Tod gehen würden. Und es ist Schiffahrtslinien zustande kommen sollte, diese bei großen Umschwüngen, von Konflikten und Götterdämmerungen sich auch dessen bewußt, daß ihm die Regierung so viel dräuend zugleich und hoffnungsselig zu schreiben. Das sind die Liebesgaben gewährt, als es nur irgend mit dem Zwang kritischen Tage, da der Geist des Berliner Tageblatts" umgeht, der ökonomischen Entwicklung verträglich ist. Und der ganze und Rudolf Mosse sich in seidenen Hofhosen ahnungsvoll wandeln Lärm der Unzufriedenen, der über Vernachlässigung und Verrat ficht. Das vordem betriebene immerhin solide Geschäft des bürger Bürnenden, soll nur dazu dienen, die Schranken des Möglichen noch lichen Hosenverkaufs hat sich im Wechsel der Zeiten in das weit zu durchbrechen. weniger chrbare Handwerk des Hofhosenhandels empor entwickelt. Weder ist es der Regierung Ernst damit, das Junkertum in In den letzten Tagen war wieder einmal folche Weltwende. Die feiner Machtstellung anzugreifen und zu erschüttern, noch fürchten Junkerherrschaft verglühte in Flammen, und das brave liberale die Junker ernstlich, daß sie durch die Vallinisten abgelöst werden Echon die vor einigen Tagen im Vorwärts" mitgeteilte Bus Bürgertum stand im Borzimmer bereit, um die schleifenden Zügel der würden. Es giebt keine Herrschaft der liberalen Bourgeoisie schrift des Lord Inverclyde, des jetzigen Borsigenden des AufsichtsRegierung zu übernehmen. Der mit der Promptheit eines tommandierten außerhalb der tindischen Phantasien dieser in Deutschland nie- rats der Cunard Linie, an die Aktionäre dieser Gesellschaft lieferte Parademarsches ausgeführte Auszug der Herren Bülow, Rheinbaben mals zu politischer Würde und Kraft gereiften Klaffe der ewig ge- für diese Meldungen eine gewisse Bestätigung. Und jetzt fommt und Möller aus dem preußischen Abgeordnetenhause beflügelte die foppten Parvenus. auch die Westminster Gazette" " Westminster Gazette" mit Mitteilungen, mit Mitteilungen, die mit dem liberalen Hoffnungen. Jetzt war es aus mit dem Junkertum, und Zustandekommen Kombination englischer Linien In einem Artikel inbrünstig boten sich die Neuen an: Herr, da sind wir! als mit einer sicheren Thatsache rechnen. dieses Blattes, der von Wolffs telegraphischem Bureau übermittelt sprechenden Gerüchte, wonach eine große englische Dampfschiffahrtss wird, heißt es: Die feit turzem umlaufenden, einander widerBereinigung von der Regierung fubventioniert werden soll, um mit dem amerikanischen Trust und seinen Verbündeten tonfurrieren zu können, haben eine sehr reelle Grundlage. Zwischen den Regierungen Englands und Kanadas sowie andrer Kolonien und einem * Ein Blick in den preußischen Landtag sollte genügen, auch die Der Zuckertonflitt" tam hinzu. Au ihm würden die Konservativen Blinden sehend zu machen. Gerade an diesem Freitag, an dem vollends zu Grunde gehen, jauchzte das liberale Bürgertum. Wir so viel von der Zerschmetterung der Agrarfronde zu lesen und zu haben gestern bereits auf die Narrheit dieser Illufionen gewiesen. hören war, stand im Abgeordnetenhause ein Antrag zur Und die Sache hat sich denn auch bereits in der angedeuteten Weise Debalte, der der Regierung Gelegenheit gegeben hätte, einen ernst erledigt. Es war wieder einmal lediglich ein Bißchen Marktgeschrei haften und erfolgreichen Ausfall gegen die Junterherrschaft zu der Parlamentshändler. Am Freitag hat inzwischen die Kommission wagen. einer einerseits den Willen der Agrarier vollstreckt und die Saccharin- Das Abgeordnetenhaus beriet am Freitag den Antrag Dr. Barth mächtigen Syndikat von Kapitalisten sind Verhandlungen im Gange industrie stranguliert. Andererseits hat sie die Zuckersteuer mit( frf. g.). Dr. Wiemer( frf. Wp.) betr. die anderweite Einzu dem zwed, eine Dampferlinie zu errichten, deren Schiffe größer, Wiederherstellung der Kontingentierung-- und gegen die Konservativen teilung der Landtags- Wahlkreise. Der Antrag fordert schneller und beffer ausgerüstet sein sollen, als diejenigen, über die Brüsseler Konvention angenommen. die Regierung auf, eine Abänderung der Gesetze betr. die Fest- welche der amerikanische Trust verfügt. Wie es heißt, soll der neue Trust aus ausschließlich britischen Damit ist der große Konflikt" erledigt. Allerdings hat man der stellung der Wahlbezirke für das Abgeordnetenhaus entsprechend Linien bestehen und neben der Cunard- Linie die Beaver- Linie, die Regierung den Schmerz angethan, daß man die Verbrauchsabgabe den in den letzten Jahren eingetretenen Verschiebungen der Reederei der Firma Elder Dempster 1. Co., die Allan- Linie und auf Bucker, dem von Agrariern und Socialdemokraten zugleich unter Bevölkerung in die Wege zu Teiten. Neu ist der vielleicht noch einige fleinere Reedereien umfassen. Die Leitung soll stügten Antrag, herabgesezt hat. Die Minister Posadowsky, Antrag nicht; er ist in den letzten Sessionen wiederholt Sir Alfred Jones, Direktor der Beaver- Linie und zugleich MitThielmann, Rheinbaben beschworen die Mehrheit, nicht das eingebracht, aber jedesmal durch die fonservativ- fleritale Mehrheit inhaber der obengenannten Elder Dempster- Reederei, übertragen werden.. Reichsdeficit durch die Verminderung der Einnahmen noch mehr zu abgelehnt worden. Eine allzu weittragende Bedeutung kann man darf man nach denßerungen der englischen Fachpresse darauf schließen, Ueber Einzelheiten des Projekts verlautet noch nichts Näheres, nur steigern. Nur die freisinnige Boltspartei und Vereinigung ihm auch nicht beimessen; mit einer wirklichen Wahlreform hat er baß es sich nicht bloß um die Unterhaltung regelmäßiger Berließen sich durch das Flehen der Regierung rühren und verstanden sich nichts zu thun, an dem Wesen des Dreiklassen- Wahlsystems ändert bindungen zwischen England und Kanada, sowie zwischen England dazu, eine erhöhte Verbrauchssteuer anzubieten, ein Verfahren, er überhaupt nichts, er würde höchstens einige der schlimmsten Aus- und den Vereinigten Staaten von Amerika handelt, sondern auch das beweist, daß diese Vertreter des freifinnigen Bürgertums, um wichse desselben beseitigen und der Bevorzugung des platten Landes eine Verstärkung der Fahrten von England nach füdafrikanischen der Illufion des Junkersturzes willen, den legten Rest von Verstand, auf Kosten der Städte einigermaßen Einhalt thun. Häfen beabsichtigt wird, vielleicht sogar die Errichtung einer um von Charakter nicht zu reden, zu verlieren drohen. Aber eines englischen Linie von New York nach Südafrika. ist sicher: Wenn nicht Herr Hermes, so wird doch Herr Bachnide unverzüglich Minister werden; die Bereitwilligkeit, der Regierung auf Kosten der Zuckerverbraucher Geld zu beschaffen, muß doch belohnt werden! Immerhin würde eine solche den elementarsten Anforderungen der Gerechtigkeit entsprechende Reform die parlamentarische Stärke Den deutschen Blättern, die vor kurzem, als der Bericht der der liberal- freisinnigen Bourgeoisie auf Kosten der konservativ: Verwaltung der Hamburg- Amerika- Linie erschien, am lautesten über die patriotische Haltung der beiden deutschen Linien und zutleritalen Agrarier steigern. Daß diese Mehrheit nicht bereit iſt, gleich mit feinem Verständnis für die Gefühlsmomente der Einbuße an ihrer Machtstellung freiwillig zu erleiden, ist nicht ver- ftionäre über die Vorteilhaftigkeit des abgeschlossenen KartellDieser Finanzjammer der Regierung ist in der That eine der wunderlich. Und so begnügten sie sich denn auch im Vollgefühl vertrags räfonnierten, tommt diese Meldung recht ungelegen; stärksten Zumutungen. Hunderte von Millionen fordern fie leichten ihrer Straft einfach ohne Angabe der Gründe ihr Veto auszu den statt des erwarteten Dividendensegens stellt sie einen erbitterten Herzens für Heer und Marine, für ein weltpolitisches Abenteuer sprechen; sie bestätigen" solchen frechen Antrag nicht. Es machte Wettkampf zwischen dem Morganschen und dem neuen englischen vergendet man eine Viertelmilliarde. Eine kleine Herabsetzung einer dem preußischen Centrum auch nichts aus, sich mit ihren im Schiffahrtstrust in Aussicht, unter dem auch die deutschen Linien die Massen drückenden Verbrauchssteuer aber ist unmöglich. Neich und sonst bekundeten Grundsägen in Widerspruch zu setzen. leiden werden. So schreibt z. B. die„ National- Beitung" in ihrem Wenigstens würde man sofort Zabat und Bier bluten lassen. Vor wenigen Tagen hat einer der angesehenften Centrumsführer, heutigen Abendblatt: Was num den großen rein britischen Trust anlangt, der mit Direkte Reichssteuern, Erhöhung der Matrikularbeiträge der Einzel- Herr Spahn, eine anderweitige Abgrenzung der Reichstags- Wahl- Hilfe der Subventionen zu stande kommen soll, so läßt die zur staaten sind, so versichern die Minister, auf keine Weise zu bewert- freise für notwendig erklärt, im bayrischen Landtag hat das Centrum führenden Stellung darin berufene Cunard Linie von Zeit zu Beit stelligen, und doch hat man in Preußen so heidenmäßig viel Geld, für eine dem Bevölkerungszuwachs entsprechende Neu- Einteilung sich in der Presse verkünden, daß fie die Verhandlungen mit dem daß man 250 Millionen für Kaninchenjagden wegwirft. erklärt, aber im preußischen Landtag tragen die Centrumsleute ruhig Morgan Syndikat endgültig abgebrochen habe. Damit dementiert Auf jeden Fall wird die Regierung nicht die Zuckersteuer und zur Verewigung des krassesten Unrechts mit bei. Herr Frißen sie aber nur ihre frühere Behauptung, daß sie an solche VerFallen die Subventionen Zuckerfonvention an der von der Mehrheit beschlossenen Herabsetzung meinte schalthaft, man wolle die Gegensätze zwischen Stadt und handlungen überhaupt nicht denke der Verbrauchssteuer scheitern lassen. Die Entwürfe werden ohne Land nicht noch mehr verschärfen. Die fonservativen Nedner reichlicher aus, als die sehr ansehlichen Angebote Morgans, so wird beträchtliche Hindernisse das Ziel passieren. Der große Konflikt und von Löbell und Freiherr die Gesellschaft ja gewiß euglisch bleiben; andernfalls würde dem Freiherr von 8eblig versuchten fenfationelle Systemwechsel war abermals nur eine liberale Seifen- auch nicht einmal den Schein eines Grundes anzugeben, dafür neuen Truſt eine schwer entbehrliche Stüge fehlen. Auch mit den größer, schneller und beffer ausgerüsteten" Schiffen blase. machten sie den Freifimigen geradezu einen Vorwurf daraus, daß dürfte der englische Trust dem amerikanischen nachhinten, Audrerseits haben die Konservativen durch die Annahme der sie es überhaupt gewagt haben, ihren Antrag einzubringen. So da die in dieser Beziehung leistungsfäbigste englische Werft den und Morgan Trust verpflichtet ist schon von ihnen verweigerten Budertonvention eine neue Gelegenheit, in wurde denn auch diesmal der Antrag ohne Kommissionsberatung für der effektvollen Rolle der stramm oppositionellen Regegen die Stimmen der Freisinnigen, Nationalliberalen und Polen Aufträge für neue Riefendampfer hat. Im Verkehr zwischen Europa und Amerika ist das Uebergewicht der verbündeten amerikanischgierungspartei zu glänzen. Das gehört nämlich zur Komödie. abgelehnt. Die Junker erweisen mit gutem Humor den liberalen Jllusionisten Das Verhalten der Junkerschaft und des ihnen verbündeten englischen und deutschen Reedereien so bedeutend, daß sie eine Ston den Gefallen, sich selbst hartnäckig als die Unterdrückten, als die von Centrums ist, wie gesagt, selbstverständlich. Aber hätte nicht die furrenz von keiner Seite her zu fürchten haben. Die überlegenen Aeußerungen des Blattes find recht übel ant den Kommerzienräten, Reedern und sonstigen Handelsvertrags- Regierung, der doch diese Agrarmehrheit eine Niederlage nach der gebracht. Nicht nur die mit dem Morganschen Trust vereinigte Belvereinlern Ueberfahrenen zu beklagen. Welch' Labfal für den andern bereitet, nicht den schönen Anlaß wahrnehmen sollen, um den faster Werft versteht moderne Riesen- Schnelldampfer zu bauen; und hoffenden Freisinn, wenn beispielsweise die Schles. Morgen Uebermut ihrer Herren und Beiniger ein wenig zu ducken? Mußte was das Schiffsmaterial anbelangt, so hält, wenn ihr Schiffs. Beitung", das Organ der tonservativen Partei man nicht von ihr erwarten, daß sie etwa erklärte: Das jetzige bestand auch nicht so groß ist, die Cunard- Linie mindestens Ueberhaupt enthält Schlesiens, über die letzte Montagsfizung des Abgeordneten Wahlsystem ist in der That schreiend ungerecht. Wir werden mit der White Star Linie das Gleichgewicht. viel minderwertige Schiffe; fast Hauses zornwütig folgendes schreibt: einer Neuregelung der Wahlkreise kommen, um endlich der Er- der Morgansche Trust drosselung der Städte durch das platte Land ein Ende zu be- der ganze Bestand der Leyland Linie ist z. B. von geringem Wert. Allerdings gestattet es der Kartellvertrag zwischen dem Morganschen Schiffahrtstrust und den beiden deutschen Gesellschaften, auch die großen neuen Schiffe der letzteren in den Dienst zwischen England und den Vereinigten Staaten einzustellen; es ist zu diesem Zwed die nach dem Abkommen nur nötig, daß der Lloyd und Hamburg Amerika Linie mit dem Morganschen Trust ent Ob es den deutschen sprechende Charterverträge abschließen. Linien aber angebracht erscheinen dürfte, aus ihrem Verkehr einen Teil ihrer besten Schiffe auszuscheiden und sie Morgan für seinen Stonkurenzkampf zur Verfügung zu stellen, möchten wir doch noch vorläufig bezweifeln. " " " Was will man denn? Irgend welche Kreise muß man doch haben, auf die man eine Regierungspolitit stützt. Seit reiten." Jahren aber schon hat man nicht 50 Männer in den Volks- Das wäre gewiß wirksamer gewesen, als der demonstrative vertretungen, die gewillt sind, mit gewillt find, mit der Regierung zu Abmarsch der Minister vom Montag. Aber die Regierung schwieg. sammenzugehen. Der Grund: Die Regierung. selbst hat teine Grundsäge, feine großen Ziele. Es ist Es fällt ihr nicht ein, und darf ihr nicht einfallen, dem Junkertum ein teils langatmiges, teils nervöjes Forstwursteln von nur ein Härchen zu frümmen. Sie wacht väterlich über die Aufrecht einer Vorlage zur andern die innere Politik einer Aera Caprivi- erhaltung seiner Macht und Herrlichkeit, um die Wolluft zu genießen, Es kann dem Hohenlohe- Bülow hat dem Volte bereits allen gesunden Gevon solchen fräftigen Fäusten mißhandelt zu werden. schmad am öffentlichen Leben verdorben- Graf Bülow Junfertum nichts geschehen in Preußen! mag auf dem glatten Barfett der Diplomatie das Tanzen ge- Nur die Freifinnigen, die glaubten, die Zuderſteuer erhöhen lernt haben; die Stimmung in den Kreisen des Volkes weiß er nicht zu fesseln, er wird sie auch nicht meistern können, zu müssen, um sich oben beliebt zu machen, können wähnen, daß die schade darum. Man fonnte manche Hoffnung auf den vierten Regierungsfähigkeit der Junker unter ihrer Opposition leide, während Kanzler des Deutschen Reiches sezen. Auch über ihn wird das in Wirklichkeit die Bereitwilligkeit der Regierung zunimmt mit unerbittliche Geschid fommen, und das Erbe, das er feinem Nach dem Trotz der Agrarrebellen. Es ist dem socialistischen Proletariat folger hinterlaffen wird, wird nicht besser sein als das, was er die Aufgabe vorbehalten, beide zu stürzen die Regierung und die borfand. Die Beiten werden trüber, und das Datum Konservativen. des 2. Juni 1902 trägt schwarzen Trauerand." Politische Uebersicht. Berlin, den 6. Juni. Gewiß, das Junkertum fühlt, daß ihm die wirtschaftliche Entwicklung nicht günstig ist. Es ist ihm auch ganz klar, daß es für die maßgebenden Persönlichkeiten angenehmer und bequemer wäre, mit den reichen, gebenden Emportömmlingen des Der englische Gegen- Schiffahrtstrust. Industriestaates als mit den evig hungrigen, schreienden, Es war vorauszusehen, daß die englichen Reedereien, die dem fordernden Sprößlingen des ökonomisch niedergehenden Landadels Morganschen transatlantischen Dampfertruft nicht beigetreten sind zu regieren. Trotzdem lacht mit Recht diese regierende Opposition und durch diesen ihren bisherigen Verkehr nach nordamerikanischen % Deutsches Reich. die Schluß des Landtags. In den Kommissionen bes abgeordnetenhauses für die juristischen Brüfungen imd die Neuregelung des Vorbereitungsdienstes für die höheren Verwaltungsbeamten wurde am Freitag von maßgebender Seite erklärt, daß das Herrenhaus Mitte nächster Woche zur Schlußtagung einberufen werde und der Sessionsschluß für Sou abend den 14. Juni beabsichtigt sei. Infolgedessen wurde in beiden Kommissionen beschlossen, auf die Weiterberatung der beiden Vorlagen zu verzichten. Der Regierung wurde anheim gegeben, die Gesetzentwürfe in der nächsten Session von neuem einzubringen. Es wurde dabei der Wunsch ausgesprochen, daß die Einbringung möglichst zeitig erfolgen möge. der = Abg. Fritzen( C.): Abgeordnetenhaus. Nach dem Wahlreform- Antrag, den wir eigne Bolt habe sie aber immer Flintenschüsse parat gehabt. Nun ist die Reform noch dringlicher. Nehmen Sie daher unfren Antrag an leitender Stelle behandeln, beschäftigt sich das preußische ist das Heer im fapitalistischen Staate nirgendwo eine Boltswehr, an.( Beifall lints.) Abgeordnetenhaus am Freitag mit Petitionen, von denen aber in Destreich hat die Armee mit dem Volt überhaupt nichts zu einige allgemeineres Interesse hatten, so die betreffende Aufhebung schaffen: sie war immer nur ein Instrument der Dynastie, wie die In früheren Jahren haben meine politischen Freunde die Gründe Einkommensteuer Freiheit des Breslauer vielen Striege, die Oestreich geführt hat, lediglich für die Jutereffen entwvidelt, weshalb wir auf den Antrag Barth nicht eingehen können. Konsumvereins, die der Regierung zur Berücksichtigung über- des Hauses Habsburg geführt worden sind. Die" Patrioten" meinen Auf diese Gründe beziehe ich mich, ohne zu wiederholen.( Hört! wiesen wurde, und einige betreffend Beseitigung der den Konsum- num, eine solche Aeußerung wäre anderswo, in Frankreich, in hört! links.) Gerade im gegenwärtigen Augenblick wäre es durchvereinen zustehenden Vergünstigungen, über die das Haus zur Deutschland, nicht möglich. Mag sein; wie soll aber der Pole die aus inopportun, diese Frage anzuschneiden. Die Verhandlungen Tagesordnung überging. östreichisch- ungarische Armee lieben, die ihm seine Selbständigkeit ge- über den Zolltarif haben einen solchen Gegensatz zwischen Stadt und Am Sonnabend steht die dritte Lesung der Polen vorlage, raubt hat, wie der Deutsche in den czechischen Soldaten Kinder Land hervorgerufen, daß meine politischen Freunde nicht dazu beiPetitionen und kleinere Vorlagen auf der Tagesordnung. feines Voltes erkennen? tragen wollen, durch Aufwerfung dieser Frage diesen Gegensatz noch weiter zu verschärfen. Wir werden daher den Antrag Dr. Barth ablehnen.( Beifall im Centrum.) Der Sodahund des Reichs- Gesundheitsamtes. Die wissen schaftliche" Begründung des Borsäure Verbots, die das Reichs- Gesundheitsamt jüngst herausgegeben hat, haben wir bereits als völlig nichtig bezeichnet. Eine Veröffentlichung aus Intereffenten treisen weist noch auf einige besondere Schönheiten dieser ver, borten" Wissenschaft hin. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß sich dies Gutachten auf einen anonymen Fachmann beruft. Dann heißt es in der Zuschrift weiter: Der Streit in Lemberg, der den mittelbaren Anlaß zu dem Gemezzel gegeben, ist gestern beigelegt worden; nun haben die Behörden nie Energie gefunden, den habgierigen Kapitalisten Nachgiebigkeit einguimpfen. Der geringste Fortschritt in Oestreich führt über Arbeiterleichen. Gegen die königlich- preußische Boleupolitik. Wien, 6. Juni. Bei Besprechung des Toastes Kaiser Was soll man dazu sagen, daß das Gesundheitsamt bei seinen 3 ilhelms in Marienburg schreibt die N. Fr. Pr.", diese Nede efguen Versuchen einem Hunde täglich bis zu 8 Gramm Soda, sei zweifellos eine Ankündigung, daß die antipolnische Politik in d. H. eine Subſtanz, welche ihrer bekannten zerstörenden un und Preußen sich noch mehr verschärfen, aber auch eine politische Rückäßenden Wirkung auf Wäsche und Hände und Hände wegen von er wirkung auf Oestreich ausüben werde. Mit größter Wahrschein fahrenen Hausfrauen gefürchtet wird, obendrein täglich noch fichkeit sei zu erwarten, daß die polnischen Mitglieder der bis zu 10 Gramm Stalisalpeter, verzehren bevor es an Delegationen in der Debatte über das Kriegsbudget das Wort ergreifen und auf die Angriffe Raiser Wilhelms ihm die Wirkungen der Borsäure studierte? Solche Versuche wird kein unbefangener Fachmann als wissenschaftlich zulässig ansehen. Ist doch sogar jedem Laien die äßende Wirkung des Soda erwidern werden. bekannt. Der„ Sodahund" des Gesundheitsamts ist daher auch mit Recht in Fachkreisen schon nahezu sprichwörtlich geworden. Schweiz. = Bern, 6. Juni. Der Nationalrat hat, ohne daß sich dagegen Die Stüßen des Reichs- Gefundheitsamtes schrumpfen, sobald sie Widerspruch erhob, die vom Bundesrat beantragte enderung aller verschönenden Umhüllungen entfleidet werden, derart zusammen, der Verfassung angenommen, wonach der Bund berech daß nichts übrig bleibt, als folgendes: ein geheimnisvolles Gut- tigt sein soll, den Kantonen zur Unterstügung in der Erfüllung der achten, das außerhalb des Gesundheitsamtes niemand kennt; ein ihnen auf dem Gebiete der Volksschule obliegenden Pflichten geheimnisvoller Fachgelehrter, der ebenfalls außerhalb des Gesund- Beiträge zu verabfolgen. heitsamtes unbekannt ist; ein Handbuch mit Vermutungen; schließlich öffentlich als unzulässig bezeichnete und nachgewiesene Angaben des Gefundheitsamtes auf Grund von dessen eigenen Versuchen, aus geführt wiederum von außerhalb des Gesundheitsamtes unbekannten Personen.Frankreich. Abg. v. Löbell( t.): Meine politischen Freunde haben früher wiederholt ihre Stellung in dieser Frage ausführlich erörtert; ich berufe mich auf diese früheren Erklärimgen Die konservative Partei wird dergleichen Wechsel honorieren, die sie hier im Abgeordnetenhaus acceptiert hat diesen Wechsel hat sie nicht acceptiert und wird ihn auch nicht honorieren.( Bravo! rechts.) Abg. Noelle( natl.): Der Antrag entspricht einer Forderung der Gerechtigkeit. Die Verteilung der Bevölkerung muß ihren Ausdruck finden in der Einteilung der Wahlkreise. Wir werden dem Antrage zustimmen. Abg. Dr. Wiemer( frs. Bp.): 0 Die von den Rednern der Mehrheit gegen den Antrag vor gebrachten Gründe sind im Laufe der Zeit nicht besser geworden. Die Forderung einer gerechteren Wahlkreis- Einteilung ist für uns nicht das Ideal einer Wahlreform, sondern nur der Anfang dazu. wir verlangen die Einführung des Reichstags- Wahlrechts auch für den preußischen Landtag. In der preußischen Gesetzgebung kommt bei der jegigen Wahlkreis- Einteilung die Bedeutung der industriellen Bevölkerung auch nicht entfernt zum Ausdruck. Bei der Schaffung der jetzigen Wahlkreis Einteilung war auch von vornherein eine spätere Aenderung dieser Einteilung in Aussicht genommen, entsprechend der Verschiebung der Bevölkerung. Diese Erwartung hat Paris, 6. Juni. In politischen Kreisen glaubt man, daß die sich nicht erfüllt, im Gegenteil ist die Gesetzgebung auf diesem Gebiete völlig ins Stocken geraten und versumpft. Dadurch Bemühungen des Senators Combes, ein Ministerium zu bilden, sind die Städte gegenüber dem platten Lande in ein sehr bald zum Ziele führen werden. Die Hauptschwierigkeit bildet ungünstiges Verhältnis geraten. Wir bedauern die Haltung der Marienburg- Reden. Außer der Rede gegen polnischen Weber- noch die Frage des Finanzportefeuilles. Rouvier soll sich zwar Mehrheit dieses Hauses, insbesondere des Centrums, das in dieser mut", von der wir gestern Mitteilung machten, hat der Kaiser zur Uebernahme desselben bereit erklärt haben, jedoch nicht dazu Frage ausschlaggebend ist. Wenn das Centrum sich nicht ablehnend bei dem Ordensfest auf der Marienburg noch eine zweite Rede ge- geneigt sein, das von den Radikalen geplante Projekt der Einführung verhielte, wäre es möglich, was ich beautrage, unsren Antrag in einer halten, die nach unsrer Meinung in starkem Gegensatz zu seiner einer progressiven Einkommensteuer zu unterstützen. Mougeot Kommission von 14 Mitgliedern weiter zu beraten. Auch die ersten Ansprache steht. Religiös begeistert sagte der Kaiser: " Ich möchte nur einen Punkt betonen, der mir von höchster Wichtig hat das Handelsportefeuille und André das des Krieges an- preußische Regierung hätte doch allen Anlaß, durch Unterfeit scheint, und das ist der, daß die Tendenzen, unter denen die Orden genommen. Delcassé hat sich vorläufig seine Antwort vor- ftützung des Antrages den überwiegenden Einfluß der konservativ- agrarischen Partei, zu vermindern. Besonders von gegründet worden sind, ein und dieselben gewesen sind. Das große behalten. Er hat aber zu verstehen gegeben, er sei bereit, das Herrn v. Hammerstein erwarten wir, daß er auch in dieser Frage die Herrliche Gesez, welches unser Erlöser der Menschheit gegeben, Ministerium des Auswärtigen beizubehalten. Anschauungen seines Vorgängers nicht ohne weiteres übernimmt. das erhabene Gesez der Bruderliebe, vereint died Der Antrag wird immer wiederkommen, auch wenn er heute abgelehnt wird.( Beifall links.) Abg. Frhr. v. Zedlik Neukirch( k.): Die Gründe für den Antrag, mögen sie mit noch so viel Bathos vorgetragen werden, find gewogen und zu leicht befunden.( Sehr gut! rechts.) Es ist ein starkes Stück, uns zuzumuten, immer wieder unfren ablehnenden Standpunkt in dieser Frage darzulegen. Einfacher Uebergang zur Tagesordnung wäre das ver diente Schicksal für ein solches Verlangen.( Oho! links.) Wir werden den Antrag verdientermaßen mit großer Mehrheit ablehnen. ( Bravo! rechts.) * Orden, welcher Konfession sie auch sein mögen, in dem großen Der zukünftige Ministerpräsident Senator Combes gehört Biel, der leidenden Menschheit beizustehen, wo dem Senat seit 1885 an und hat sich vorwiegend mit Fragen des fie können, und damit das Werk der Erlösung der Menschheit, Unterrichtswesens beschäftigt. 1895-1896 war er Kultusminister dem Vorbilde unsres Heilands folgend, weiter zu fördern." Es ist schwer, die Kampfankündigung gegen die Polen mit dieser im damaligen Ministerium Bourgeois. Neuerdings trat er hervor Erinnerung an die Lehre der allgemeinen Menschen- und Bruder- als Berichterstatter des Senats über das antiklerikale Vereinsgesetz, liebe in widerspruchslose Uebereinstimmung zu bringen. das er scharf befürwortete. Polnischer Aufiedelungsfonds. Dem„ Neuen Wiener Tageblatt" wird aus Posen gemeldet:„ Eine Konferenz des polnischen Adels beschloß als Gegenmaßregel gegen die preußische Bolenvorlage die Bildung eines großpolnischen Ansiedelungsfonds in der Höhe von 100 Millionen Mark für die Provinz Posen. Ein Lemberger und ein Warschauer Bankhaus zeichneten zujaumen angeblich 26 Millionen. Sämtliche polnischen Finanzkreise Preußens, Galiziens und Russisch Polens werden zur Unterstützung auf gefordert." Holland. Haag, 6. Juni. Die Zweite Kammer hat mit 62 gegen 13 Stimmen eine Gesetzesvorlage angenommen, durch welche die Regierung zur Subventionierung eines niederländischen Unternehmens ermächtigt wird behufs Unterhaltung eines monatlichen Damferdienstes unter niederländischer Flagge zwischen Java, China und Japan. Asien. Ein Petitions- Schnellfeuer auf den Neichstag wird in der Aus Peking meldeten die„ Times" am Donnerstag, daß die nächsten Zeit aus Dresden eröffnet werden. Dort ist es nämlich britischen Truppen in Tientsin täglich Befehle für die Herabsetzung zwischen dem Nat der Stadt und dem Mietbewohner- Verein zu ihrer Stärteziffern erwarten. Wie die„ Times" weiter melden, geht einem ergöglichen Streit gekommen, der sich in der Schnellfabrikation der Streit zwischen England und Rußland um die von Petitionen an den Reichstag Luft machen will. Die Ursache Eisenbahn- Ausweichstelle in Tientsin einer freundschaftlichen Bei des Streites ist die Annahme des Autrages in der Zolltariflegung durch den britischen und russischen Konsul entgegen, die Kommission, daß den Gemeinden die Erhebung von Abgaben auf beide darin gewilligt haben, den Schiedsspruch Detrings anzus vom Reich schon besteuerte Nahrungsmittel untersagt werden soll. nehmen. Der Dresdener Rat erließ darauf an den Reichstag eine Petition, worin er nachweisen wollte, daß durch die Dresdener indirekten Kommunalsteuern 2 Millionen Mart Amerifa. Die Behörden gegen den Fleischring. die Lebensmittel in New York, 5. Juni.( K. P. V.) Infolge der Unruhen in Dresden angeblich nicht verteuert würden. Nun hat sich der gut Chicago und der zahlreichen Opfer, welche die unversöhnliche bürgerliche Dresdener Mietbewohner- Verein erkühnt, an den Reichstag Saltung der Fleischring- Magnaten gefordert, hat der oberste Gerichtsauch eine Betition zu richten, worin der Reichstag ersucht wird, hof foeben eine Order erlassen, welche dem Fleischring jede Thätig der Petition des Dresdener Rates kein Gehör zu schenken und dem Beschluß der Zolltarif- Kommission beizupflichten. Der Miet- feit im Staate untersagt. Am Mittwoch hatte bereits der Oberrichter bewohner- Verein führt in seiner Petition den Beweis, daß der von Albany ein gleiches Verbot für den Staat New York und der oberste Octroi thatsächlich die Lebensmittel verteure. Er Gerichtshof des Staates Missourh ein ähnliches Dekret erlassen, teilt nämlich die Preise mit, zu denen der Konsumverein Vorwärts welches dem Ringe jede geschäftliche Thätigkeit verbietet. und der Görliger Wareneinkaufs- Verein ihr Mehl, Brot und Schmalz Die Fleischpackhäuser des Ringes find in Chicago militärisch in Dresden und in Plauen bei Dresden verkaufen. Danach sind diese bewacht. Die Unruhen entstanden durch den Versuch des Ringes, Lebensmittel im noch nicht einverleibten Blauen um mehrere Pfennige sein Fleisch durch Streitbrecher dennoch liefern zu lassen, während für das Kilo billiger. Am Donnerstag gab diese Mietbewohner- Petition die ausständischen Fleischwagenkutscher usw. das zu verhindern ſuchten. Anlaß zu einer stürmischen Stadtverordneten- Sigung. Ober- Bürgermeister Beutler erklärte, der Stat werde sofort eine Gegenpetition Sie wurden dabei vom Volke unterstützt. an den Reichstag richten und die Irrtümer der Mietbewohner- Petition berichtigen. Rechtsanwalt Müller v. Berned antwortete, die Gegenpetition des Rates werde der Mietbewohner- Verein seinerseits auch durch eine Gegenpetition beantworten. Jede Ratspetition in dieser Sache werde hinfort eine Gegenpetition veranlassen. Eine Grenze des Petitionierens gebe es nicht. D Ausland. Reichsratspause. Abgeordnetenhaus. = Damit schließt die Besprechung. Das Schlußwort erhält Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Wenn das Centrum für seinen Standpunkt nur die paar dilas torischen Bemerkungen des Abgeordneten Frigen vorzubringen hat, so hat es eben für seine Haltung schlechterdings auch nicht den Schimmer einer Begründung aufzuweisen.( Lachen im Centrum.) In religiösen Paritätsfragen ist doch das Centrum äußerst rigoros( Sehr gut! links.); auch hier handelt es sich um Fragen der Parität, der Toleranz und der Gerechtigkeit. Wir verlangen Parität für diejenigen Elemente, auf denen die Blüte unfres ganzen Vaterlandes beruht!( Großer Lärm rechts.) Die städtische in der unerhörtesten Weise be= Bevölkerung ist bisher Fir, das Centrum und die Konser nachteiligt worden! vativen aber gilt:„ stat pro ratione voluntas"( statt der Vernunft gilt unser Wille), Gründe haben wir nicht, sondern nur Unaufmerksamkeit für die Gründe der Gegner. Nun, Ihr heutiges Verhalten wird der öffentlichen Meinung wieder einmal zeigen, wes Geistes Kinder Sie sind.( Lebhafter Beifall links, große Unruhe im Centrum und rechts.) der Antrag selbst werden gegen die Stimmen der Freiſsinnigen und Die Verweisung des Antrages an eine Kommission und ebenso der Nationalliberalen abgelehnt. Es folgen Petitionen. Zur Tagesordnung geht das Haus über in Bezug auf Petitionen betreffend die Besteuerung der Konsumvereine. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr.( Dritte Lefung der Polenvorlage. Petitionen.) Schluß 5 Uhr. Zolltarif- Kommission. In der Zolltarif Sommission des Reichstags wurde am Freitag zunächst beschloffen, um 2 Uhr zu schließen. Der Zoll auf Graphit, der für gepreßten und in kleinen Tafeln oder Blöcken abgepaßten Graphit bisher 20 m. betrug, während er im übrigen frei war, wird für geformten Graphit gefezt. 83. Sigung vom 6. Juni, 12 Uhr. Am Regierungstisch: Frhr. v. Hammerstein. Die Gefeßentwürfe betreffend die Neuregelung der auf 4 M., in Aufmachungen für den Kleinverkauf auf 6 M. feſtVertragsverhältnisse der Main Neckarbahn und betreffend die Abänderung von Amtsgerichtsbezirken werden in dritter Lesung angenommen. Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Speckstein, der bisher je nach der Aufmachung mit 3, 6 oder 24 M. Boll belastet war, soll in jeder Form auch als Schreiberfreide 6 M. Zoll betragen. -st- Wien, 5. Juni. Es folgt die Beratung des Antrages der Abgg. Dr. BarthDer Zoll für Blei, Farben und Kohlenstifte betrug Ge will noch immer kein Ende nehmen mit der Reichsratssession, Kiel( frf. Va.) und Dr. Wiemer( frs. Vp.) betr. die Abänderung bisher unterschiedslos 20 Mart. Die Vorlage legt auf Blei, bie nun ununterbrochen acht Monate dauert. Für einige Tage ist der Wahlbezirke für das Abgeordnetenhaus. Farben und Kohlenstifte: ungefaßt einen Boll von 20 W., Der Antrag lautet:" Die Staatsregierung zu ersuchen, eine Ab- mit Fassung aus rohem Holz von 25 M., aus andrem Holz, zivar das unermeßliche Gerede unterbrochen um Platz zu schaffen für die Delegation, die heute in Budapest ihre Sigungen wieder auf- änderung des Gesetzes vom 27. Juni 1860 betreffend die Fest- Rohr oder Papiermasse von 45 M. Graf Kanik( f.) beantragt folgende Säge: Bleis, Farben nimmt, aber danach sollen nächste Woche noch drei Sigungen stellung der Wahlbezirke für das Haus der Abgeordneten, abgehalten werden. Die Regierung wünscht nämlich noch die Er- und des Gesetzes vom 17. Mai 1867 entsprechend den in den letzten und Kohlenstifte zc.: ungefaßt 20 W.; mit Holzfaffung zum handledigung zweier Borlagen, zu denen das Haus wenig Luft zeigt. 40 Jahren eingetretenen Verschiebungen der Bevölkerung in die Wege werksmäßigen Gebrauch( Zimmermannsstifte) 25 M., andre 40 W. Einesteils ist es die Einführung einer Steuer auf Fahr zu leiten." Graf Kanit befürwortet seinen Antrag als im Interesse des karten, mit deren Ertrag die Regierung das schleichende Deficit Mittelstandes liegend. In Nürnberg feien 8000 Arbeiter in der im Staatshaushalte verbergen möchte, wenn sie auch der Oeffentlich- Gründe der politischen Gerechtigkeit erfordern eine Aenderung der Bleistiftfabrikation beschäftigt; der Abg. Südekum würde wohl für feit einredet, sie brauche das Geld zu allerlei niglichen und humanen geltenden Wahlkreis- Einteilung. Dieser Antrag wird immer wiederkehren, den Zoll eintreten. Stadthagen( Soc.): Schon Graf Raniz hat hervorgehoben, Zwecken. Zum zweiten soll noch der Vertrag mit der Donau wenn er auch vorläufig teine Aussicht auf Annahme hat. Man muß sich Dampfschiffahrts Gesellschaft ratifiziert werden; Cest- wundern, daß das Centrum dieser Sache nur ein beschränktes daß die Handwerker nicht belastet werden sollen. Dabei wird ein reich will sich die Gesellschaft sichern, bevor es an den Ausgleich mit Interesse entgegenbringt, während in Bayern die mit dem neuen Zoll von 6 M. für Speckstein gefordert. Dieses Produkt ist die Ungarn geht. Gegen beide Vorlagen liegt ein Veto der Jungezechen Wahlgesez verbundene' Neu- Einteilung der Wahlkreise vom Centrum Schneiderkreide. Die Schneider sind meistens arme Leute, die man vor, die nach so viel Gefälligkeiten für die Regierung das Bedürfnis mit veranlaßt worden ist, obwohl dort die Verhältnisse weniger doch nicht belasten darf. Die Schneider können die spanische Kreide haben, vor den Wählern wieder einmal die unbeugfame Opposition schlimm liegen als in Preußen, da in Bayern die Wahlkreis Ein- nicht entbehren. Die Bleistiftfabriten, wi Faber u. a., find Weltzu posieren, und Herr v. Koerber wendet nach seiner Art alle Stünfte teilung auf der Bevölkerungszahl vom Jahre 1875 fußt, während firmen, die sehr wohl die Konkurrenz aushalten können. auf, um sie in letzter Stunde nachgiebig zu machen und sich dadurch für Preußen die Verteilung der Bevölkerung aus dem Jahre die Unterscheidung nach Art des Gebrauchs zolltechnisch schwer durchdie Möglichkeit zu sichern, die Session mit einem Glanzeffekt zu 1858 zu Grunde gelegt ist. Diese Aenderung der Wahlkreise zuführen. fchließen. ist sogar dringlicher als die Reform des Wahlgesetzes selber. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) bekämpft den Antrag Kanik und Gestern hat das Abgeordnetenhaus die Dringlichkeitsanträge ab- Redner erörtert näher an der Hand der Statistit den Widersinn die Säße der Vorlage. Erhöhen wir die Zölle, so verleiten gelehnt, die wegen der Vorfälle in Lemberg eingebracht der geltenden Wahlkreis- Einteilung. Berlin z. B. müßte statt wie wir das Ausland, unsrem schlechten Beispiel zu folgen. Bei dem Der Ministerpräsident verteidigte zwar den in jegt 9 Abgeordnete bei einer gerechten Verteilung 24 Abgeordnete großen Export Deutschlands wäre aber eine Erschwerung der heftigster Weise angegriffenen galizischen Statthalter, den Schlachzizen haben. Die Folge des jezigen Zustandes ist, daß das Abgeordneten- Bleistiftausfuhr für die heimische Bleistiftindustrie verderblich. fprößling Bininski, fang auch der„ kaiserlichen und königlichen Armee" Haus nicht der Ausdruck der Stimmung der Bevölkerung ist und daß Hoch( Soc.) erwidert dem Grafen Kanig, daß die deutsche ein begeistert Loblied, aber man merkte doch seinen Worten die Beschlüsse dieses von den Konservativen beherrschten Hauses Bleistiftindustrie nicht durch Schutzölle, sondern durch Lieferung guter dentlich an, wie peinlich ihm die Störung seines so mühsam er immer seltener von der Mehrheit der Bevölkerung getragen werden. Ware so bedeutend geworden sei. Hierauf wird der Antrag Kanig angenommen; im worbenen Ansehens war. Herr v. Koerber möchte schon ein moderner Das hat sich besonders bei der Kanalvorlage gezeigt. Jeder Minister sein, aber mit den Dunkelmännern und Volksfeinden Fortschritt wird durch diese schlechte Wahlkreis Einteilung ge- übrigen die Säge der Vorlage. anzubinden wagt er natürlich nicht. Deshalb macht er in jeder Hemmt. Eine Reihe weiterer Positionen erhöhen die Zölle für Firnisse, Die Inkonsequenz zwischen der Zusammensetzung des Hinsicht den Eindruck der Halbheit. Die größte Wut im Lager der Barlaments und der Mehrheit der Bevölkerung zeigt sich auch im Reich. La de und Kitte. Gothein( frs. g.) beantragt die AufrechtPatrioten" erregte die grimmige Aeußerung Daszynskis: Die Für das Reich aber hat der Centrums- Abgeordnete Spahn noch erhaltung des bisherigen Zustandes, die Socialdemokraten öftreichische Armee sei immer vor Feinden davongelaufen, gegen das fürzlich eine Reform für unbedingt notwendig erklärt. In Preußen Zollfreiheit. worden waren. Auch ist Gothein( frf. Bg.) erklärt, für Bollfreiheit nicht eintreten zu fönnen, da ein Boll auf Rohstoffe gelegt sei. Man solle es beim bisherigen Buftande belassen. Autrick( Soc.) tritt für Zollfreiheit ein. Die Firnisfabriken das haben wir auch."" Haben Sie am 1. Mai ge- Chemnitz beantragt eine tveitere Resolution für die Ers feicut fartelliert und das Kartell habe binnen kurzer Zeit die Preise arbeitet?"" Vormittags, nachmittags nicht." So, tämpfung kürzerer Arbeitszeit, schrittweise bis zim Acht: fast verdoppelt. Die Verbraucher obiger Produkte feien größtenteils warum nicht?"" Weil wir beschlossen haben, den 1. Mai zu stundentag. Marsland Lancashire beantragt die Festsetzung Leute aus dem Mittelstande. Hier bieten die Herren, die sich sonst feiern und diesem Beschlusse mußten auch wir uns fügen." So, eines Beitrags von 5 Cts. per Mitglied und per Jahr, als Mittelstandsretter aufspielen, die Hand, um den Mittelstand zu dann werden Sie sich auch meinem Beschlusse fügen, wenn ich Sie wobei die Engländer sich klar darüber sind, daß für fie der interschädigen. ausweisen werde. Vorläufig nehme ich Sie in Haft." nationale Streitfonds wenig Bedeutung habe. Aber sie wissen dessen Und das geschah denn auch. Der Mann wurde volle drei Wert für die kontinentalen Brüder in ihrem Kampfe um bessere Wochen in Haft genommen und dann per Schub über die Grenze Lebensverhältnisse zu würdigen. Der Beitrag ist jedes Jahr bis zum gebracht. 1. Januar an den Sekretär abzuführen und der Fonds darf bis zum Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) bekämpft ebenfalls die erhöhten Es wird ausdrücklich hinzugefügt, daß der Mann absolut nichts nächsten Kongreß nicht angetaftet werden. Säße der Vorlage. Strafbares begangen hat. Mit welchem Recht konnte dann der Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution Molkenbuhr( Soc.): Bei den Zöllen für die chemische Industrie Landrat den Mann in Haft nehmen und durch drei Wochen seiner Freiheit fand einstimmige Annahme. fette man die Sodazölle herab und lehnte Nitrit, Säure und andre berauben? Eine Anmaßung des Landrats, eines gewissen Berthold, In der Nachmittagssigung wird auf Antrag Paulsen Krefeld Zölle ab, weil bei der Farbenindustrie weitere Kreise als bei der ist auch seine Frage an den Ausgewiesenen, ob er nicht wüßte, daß die Absendung eines Sympathietelegramms an die streifenden Rohstoffinduſtrie beteiligt sind. Dies ist ein Grundsatz, der aber er sich in Deutschland anständig zu verhalten habe. In diesem Zu- Textilarbeiter in Italien und Holland beschlossen. Die Engländer überall durchgeführt werden sollte. Die Zahl der Lackverbraucher ist sammenhange unterstellt das nämlich, daß die Beteiligung an der beantragen, den internationalen Sekretär zu veranlassen, mit den viel größer als die der Lackfabrikanten. Jede Ware findet nur durch Maifeier eine unanständige Handlung sei. Der Herr mag sich gefagt Professoren der Textilindustrie an den Universitäten Manchester, ihr Aussehen Abjat. Nun geben die Motive zu, daß England und fein laffen, daß ihn nur die absolute Rechtlosigkeit des ausländischen Orford und Leeds zur Herausgabe eines technischen Handbuches der Amerika Deutschland in der Herstellung seiner Lace überlegen Arbeiters vor der gebührenden Antwort geschützt hat. Ein an- Textilindustrie in Verbindung zu treten und ferner mittels Fragebogen sind und daß nur durch hohe Zölle der deutsche Markt erhalten ständigeres Verhalten, als es die Arbeiter durch Beteiligung an der Erhebungen über die Arbeitszeit und Lohnverhältnisse in den verwerden könnte. Mit der Fernhaltung der feinen Lace schlägt man Maifeier bethätigen, fann auch ein Landrat nicht bethätigen. schiedenen Ländern zu veranstalten. den Teil der Exportindustrie tot, der auf feine Lace angewiesen ist. So Für den Wahlkreis Duisburg- Mühlheim stellte eine KreisEinstimmig wurde sodann nach weiterer furzer Diskussion fol versammlung den Genossen Hengsbach aus Köln abermals als gende Resolution angenommen: Kandidaten für die nächste Reichstagswahl auf. „ Der 5. internationale Textilarbeiter- Kongreß macht es den Organisationen der einzelnen Länder zur Pflicht, schrittweise für Er ringung des Achtstundentages zu kämpfen. lange die feinen Lace in Deutschland nicht hergestellt werden, muß man sie im Interesse der Gewerbe, die sie gebrauchen, wenn möglich zollfrei einführen. Als Perlenmäher kommen vielfach arme Leute in Frage, außer den bereits genannten Droschkentutschern auch die Spielwarenarbeiter. Da man den Grundsatz der Regierungen, daß man die Größe der Interessengruppen für den Zoll gelten laffen soll, bei der Farbenindustrie als berechtigt anerkannt hat, so sollte man ihn auch hier gelten laffen, wo teine großen Fabrikanten, fondern viele arme Leute interessiert sind. Die Lackindustrie bedarf feines besonderen Schubes, sie hat bei dem jezigen Zoll eine Ausfuhr von 16 613 und eine Einfuhr von 9627 Doppelcentner im letzten Jahre gehabt. Graf Kanit( f.): Kampfzölle sollen den Zived haben, andre Etaaten zur Herabjegung der Bölle zu zwingen. Der Freihandel ſei nur berechtigt, wenn ihn alle Länder haben. Die Krisis, die jetzt schon Lohnabzüge bis zu 25 Prozent des Lohnes gebracht habe, würde ohne Zollschutz noch verschärft werden.! Nach weiterer Debatte werden die Säße der Vorlage an Der Zoll für Aether in Fässern ist von 125 auf 160, in anderen Behältnissen von 180 auf 240 Mark erhöht. Die Kommission beschließt demgemäß. genommen. Eine Reihe weiterer Positionen, die flüchtige ätherische Oele wie bisher zollfrei lassen und auf künstliche Riechstoffe, Salben, Pomaden usw., ebenso auf Puder, Schminken dieselben Zölle legen wie bisher, werden ge= nehmigt. Der Bunft 8: Beschränkung der Fabritarbeit verheirateter Frauen," der auf Antrag der Engländer auf die Tagesordnung gesetzt worden war, wird von diesen wieder zurückgezogen. Parteilitteratur. Die Buchhandlung Vorwärts bat soeben ihr neues Schriftenverzeichnis herausgegeben, das auf Verlangen gratis und franco versandt wird. Das Verzeichnis ist gegen früber wesentlich erweitert und umfaßt jest 96 Seiten. Neben den Parteischriften, bei denen die vielfach gegebenen kurzen Jubaltsandeutungen vielen Lesern willkommen sein dürften, sind eine große Der Kongreß geht über zu Punkt 9: Anzahl volkswirtschaftlicher Schriften und größere Werke aus den Aufstellung einer Arbeitszeit- und Lohnstatistit. verschiedensten Wissensgebieten darin aufgeführt. Unter Gelegenheits- Dafür erflärt sich ein belgischer und ein französischer Delegierter fauf sind eine ganze Anzahl im Preise heruntergesezter Bücher auf- und zwar in dem Sinne, daß bis zum nächsten Kongreß die Statistik geführt, die Vereinen empfohlen seien. vorgelegt werden sollte. Hier wird eine Depesche an die Holländische Delegation zur Thun( Kanton Bern) ist am Donnerstag in der Stichwahl Genojie Situation in Enschede sofort zurückberufi. Ty hof giebt darauf Socialdemokratische Wahlerfolge in der Schweiz. Stenntnis gebracht, welche dieselbe infolge Verschlimmerung der Stauffer, Kunstmaler, mit 734( im ersten Wahlgang erhielt er 356) eine Schilderung der Lage der Streifenden in Enschede, die bereits rat gewählt worden, so daß die socialdemokratische Fraktion des holländischen Brüdern 240.000 Fr. erhalten haben. Die Zahl der Stimmen gegen 632, welche auf den Gegner fielen, in den Kantonsseit vier Monaten im Stampfe stehen und bisher von ihren Berner Kantonsrates nunmehr aus 16 Mitgliedern besteht. " In In der Geheimdruckerei des Allgemeinen jüdischen Arbeiter bundes in Littauen, Polen und Rußland" erschien die Nummer 11 des„ Wecker", Organ des Bürstenarbeiter- Verbandes. Streifenden beträgt 2560. Sie haben bereits alles versetzt und verkauft und sind in bitterer Notlage, so daß die Delegierten bei ihrer Rückkehr in ihre Heimat das möglichste thun sollten, die Streikenden in Enschede zu unterstügen. Die Unternehmer üben ein Gewalts regiment aus und drohen, wenn der Streit nicht bald zu Ende geht, mit einer allgemeinen Aussperrung, wovon 6000 Arbeiter betroffen werden würden. Aus Industrie und Handel. Vom rheinisch- westfälischen Eisenmarkt berichtet die Köln. Es wird beschlossen, nicht bloß darauf hinzuwirken, daß keine Nach der Vorlage bleiben Guano, Knochenmehl, W.- 3tg.", daß die Lage der reinen Hochofenwerke, besonders der Arbeiter als Streifbrecher nach Enschede gehen, sondern daß auch in Thomasphosphatmehl und mit Säuren behandelte Siegerländer, eine verzweifelte sei, so daß eine baldige umfassende teinem Lande Streifbrecherarbeit für Enschede verrichtet werden soll. Düngemittel zollfrei. Betriebseinschränfung als unvermeidlich erscheine. Im Zwischen- Zu der englischen Resolution betreffend statistische Erhebungen handel werde Siegerländer Qualitätsroheisen, dessen Hüttenpreis wird noch von Bailleul beantragt, die Fragebogen drei Monate vor Walzwerfe wird als recht traurig bezeichnet. 60 M. fei, mit 57 W. verkauft. Auch die Lage der Schweißeisen- dem nächsten Kongreß an die Landesverbände zu versenden und auch über die ganze Lebenshaltung, über die Preise der Lebensmittel 2c. Horn- Goslar( natl.), Paasche( natl.) 2c. beantragen für die mit Säuren behandelten Düngemittel einen Zoll von 50 Pf. Baasche( natl.) begründet den Antrag. Die Superphosphat: fabrikanten haben sich den großen Verbänden der Landwirtschaft angeschlossen und treten für die Erhöhung der landwirtschaftlichen Deutsch- Atlantische Telegraphen Gesellschaft. In der heutigen Erhebungen zu machen. Es wird demgemäß beschloffen. Zölle ein. Durch die steigende Schwefelsäure- Produktion in Oestreich Sigung des Aufsichtsrats der Deutsch- Atlantischen Telegraphen Gefell- betreffend und Belgien ist die Gefahr vorhanden, daß Schwefelsäure in Form schaft wurde der Abschluß per 31. Dezember 1901 vorgelegt. Derfelbe von Superphosphat eingeführt wird. weist nach entsprechenden Abschreibungen einen lleberschuß auf von Superphosphat- Fabritation zu stärken. Die Generalversammlung findet am 30. Juni vormittags 10 Uhr in Köln statt. Derselben soll auch ein Antrag unterbreitet werden, betr. die Ausgabe von nom. 20 Millionen Mart vierprozentiger Obligationen behufs Beschaffung der Mittel für die Herstellung eines zweiten Kabels. Ueber die deshalb mit dem Reichs- Postante ge troffenen Vereinbarungen wird der denmächst zur Ausgabe kommende Geschäftsbericht nähere Mitteilungen enthalten. den gejeßgebenden Körperschaften die Errichtung von Arbeiterfanmmern, die auf Anrufen der in Frage kommenden Arbeiter und Hausindustriellen oder solcher Betriebe, die nachweislich weder eine fremdörtliche noch fremdländische Konkurrenz infolge erhöhter Arbeitslöhne und Warenpreise zu befürchten haben, berechtigt sind, den den Arbeitern gewährten Stück- oder Zeitlohn soweit zu erhöhen, daß der Arbeiter bei der in den Großbetrieben des in Frage kommenden Gewerbes üblichen mittleren Arbeitszeit an demselben Tages- oder Wochenverdienst gelangt, den die Arbeiter dieser Großbetriebe erreichen." Es folgt Punkt 10, von den deutschen Delegierten beantragt, Schaffung geseglicher Mindestlöhne. Wagner Chemnitz begründet den Antrag. Die Festsetzung Direktor Wermuth: Schon 1879 wurde ein Zoll für Super- 1209 827,64 m. einschließlich des Vortrages aus dem Vorjahre in von Minimallöhnen sollte durch die Arbeitskammern erfolgen. Der phosphat verlangt, aber im Interesse der Landwirtschaft abgelehnt. Höhe von 122 785,72 m. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der Minimallohn soll so hoch sein, daß jeder Arbeiter dabei bestehen und Als hauptsächlichstes Argument gegen den Schwefelsäurezoll wurde Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 4 Pro3. leben kann. Es soll eine Lohn- lutergrenze geschaffen werden, welche die Rücksicht auf die Landwirtschaft geltend gemacht. Ein Zoll auf auf das eingezahlte Aktienkapital von 21 000 000 m. vorzuschlagen von den Unternehmern zu respektieren iſt. und den nach Deckung der statuts und vertragsmäßigen Tantiemen folgende Resolution: Er beantragt schließlich Superphosphat würde der Landwirtschaft nur schaden. Gothein( frf. Vg.): In wenigen Jahren ist die Einfuhr von verbleibenden Gewinnrest von 185 425,87 m. auf nene Rechnung Der internationale Textilarbeiter- Kongreß in Zürich fordert von phosphorsaurem Salt um das Bierfache gestiegen. Ein Beweis, daß vorzutragen. die Fabrikation gestiegen ist. Kanitz( f.): Die Frage wird in landwirtschaftlichen Kreisen und in den Vertretungskörpern der Landwirtschaft verschieden beurteilt. Er werde in erster Lesung für den Antrag Horn stimmen. Gamp( Rp.) ist ebenfalls für den Superphosphat- Zoll, um die Wolkenbuhr( Soc.): Als die Befiger der Superphosphatfabriken ihre Petition einbrachten, hatte ich wohl erwartet, daß ein solcher Zoll be Der Judische Nat hat, wie aus Simla berichtet wird, die antragt werden würde, daß er aber von den Unterzeichnern des Vorlage betreffend Bollzuschlag auf Zucker angenommen, der Antrag Antrages kommen werde, hatte ich nicht erwartet. Weshalb gerade Turner, welcher der Regierung die Bollmacht geben wollte, den bedie Antragsteller ihren Antrag gebracht haben, hat Baasche durchstehenden Zoll auf eingeführten Bucker zu verdoppeln, wurde abgelehnt. blicken lassen, indem er darauf hinwvies, daß die Superphosphat- Der Kompensationszoll beträgt für Buder aus Deutschland 2 Rupien Fabrikanten die großen landwirtschaftlichen Vereine unterstützen. 133/4 Annas, für solchen aus Oestreich- Ungarn 3 Rupien 33/4 Annas. Da taucht denn die Frage auf, welchen Anteil hat die Kasse des Bundes der Landwirte an den durch diesen Zoll verlangten Böllen? Hier zeigt sich ein Gegensatz zwischen den Interessen des Bundes der Landwirte und den Interessen der Landwirtschaft. Die Dividende der Superphosphat- Fabriken schwankte zwischen 9,75 Prozent im Jahre 1892 und 2,43 Proz. im Jahre 1896. Im Jahre 1899 wurden wieder 7,48 Proz. gegeben, obwohl die Preise die Höhe von 1892 feineswegs wieder erreicht hatten. Durch die Zölle würden die Landwirte viel höhere Ausgaben zu machen haben. Die Dividenden der Superphosphat- Fabriken werden noch erheblicher steigen, vor ausgesetzt, daß sie keinen zu hohen Anteil an die Kaffe des Bundes der Landwirte abzuliefern haben. Wir find gegen den Zoll, um den Staubbau zu hindern und dem Lande einen guten Boden erhalten wollen. Der Vicefönig erklärte im Laufe der Beratung, die neue Gesetzgebung bezwecke, der indischen Zuckerindustrie einen billigen Schuß zu gewähren, um sie vor der Vernichtung zu bewahren. Falls die Bollbasis sich als zu niedrig erweise, könne man später den Staatsfekretär noch immer um Abänderung angehen. Juternationaler Textilarbeiter- Kongreß. Zürich, 5. Juni. Die Resolution wird ohne Debatte einstimmig angenommen. * " Ueber die Sigung am Freitag berichtet das W. T. B.": Der internationale Textilarbeiter- Stongreß nahm in seiner heutigen Sigung eine Resolution an, welche sich für einheitliche metrische Garmumerierung sowie für Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs aus spricht. Ferner stimmte der Kongreß einem Antrage betreffend Schaffung gewerblicher Schiedsgerichte für alle Arbeiter zu, sowie einem weiteren Antrage, dahingehend, daß die Textilarbeiter bei politischen Wahlen nur für solche Kandidaten stimmen sollen, welche die Kongreßbeschlüsse respektieren. Der Kongreß wurde sodann geschlossen. Der nächste Kongreß tritt im Jahre 1905 in Mailand zusammen. Heute präsidiert der Franzose Cenard, Vicepräsident ist der Belgier Olivier Verviers. Es werden gleichzeitig behandelt die Aus der Frauenbewegung. Punkte 6 und 11: Verkürzung der täglichen Arbeitszeit" und Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Gründung eines internationalen Streiffonds". hält Montag, den 9. Juni, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Müller- Sagan( frf. p.): Man sollte lieber eine Einfuhr-" Bar- Gent führt aus, daß in Belgien die Arbeitszeit länger Kommandantenstr. 20, feine nächste Vereinsversammlung ab. Herr prämie geben als durch einen Zoll die Einfuhr zurückzuhalten. Je ist, als in andren Industrieländern; während in den andren Ländern Dr. Leo Arous wird über die Beschäftigung mit den Naturwissenmehr von diesen Mitteln gebraucht werden, desto höher steigt die in der Arbeitszeitvertürzung fortwährend Fortschritte gemacht schaften sprechen. Wir machen unfre Mitglieder ganz bes Ertragfähigkeit des Bodens. Er möchte wissen, wie hoch die Beiträge werden, ist die bezüglich in Belgien betriebene Agitation fast völlig sonders auf diese Versammlung aufmerksam. Für jede find, welche die Fabriken von künstlichem Dünger an die Kaffe des resultatlos geblieben. Frau, die Kinder zu erziehen hat, ist es von hervorragendem Bundes der Landwirte abgeben. Der holländische Delegierte Tijhof Enschede möchte den Wert, fachgemäß erörtern zu hören, wie man sich selbst und andre projektierten internationalen Streitfonds für alle Kämpfe in Anspruch in die Fragen der Naturwissenschaft einführen fan. Wir bitten nehmen. So wäre derselbe sehr nüglich gewesen zur Unterstützung unsre Mitglieder, möglichst zahlreich Gäste zu diesem Vortrage eindes seit 20 Wochen dauernden Streits in Enschede. zuführen. Neue Mitglieder werden im Verein und an folgenden Stadthagen( Eoc.): Der Herr v. Kalmig, der 1885 für den Zoll eintrat, war nicht nur Landwirt, sondern auch Borsigender der Silesia, der Vereinigung der Superphosphatfabriken. 1885 haben die Vertreter der Landwirtschaft den god bekämpft. Der Beschluß der zweiten Lesung, Zoll einzuführen, wurde in der dritten Lesung durch Antrag Frege wieder beseitigt. Der Antrag Horn wird abgelehnt und die Säße der VorTage angenommen. Nächste Sigung: Dienstag. Partei- Nachrichten. Mit der Reform des Landtags- Wahlrechts beschäftigte sich eine Versammlung der Parteigenossen in Augsburg. Die Zustimmung der bayrischen Landtagsfraktion zu der Resolution wurde von den Rednern scharf getadelt. Eine zum Schluß einstimmig angenommene Resolution lautet: 3 Negri Italien führt aus, daß in den verschiedenen italienischen Bahlstellen aufgenommen: Frau Bauzeram, Pappel- Allee 128. I; Provinzen noch sehr verschiedene Arbeitszeiten bestehen; so werde Frau Iotic, Koppenstr. 81, IV; Frau Steintopf, Schwedter hie und da noch bis zu 18, anderwärts aber nur 10 Stunden täglich straße 34; Frau Bauschte, Rostockerstr. 46; Faru Seeger, gearbeitet. Der legte, vor 14 Tagen stattgefundene italienische Stolbergerstr. 26. Am 16. Juni Ausflug nach Treptow bei Joehl, Textilarbeiterfongreß hat beschlossen, eine allgemeine Bewegung in Victoria- Garten, Köpenicker Landstraße. Italien für die Verkürzung der Arbeitszeit einzuleiten. Hübsch Berlin stellt fest, daß man in der Frage der Verfürzung der Arbeitszeit völlig einig fei. Vorläufig sei der Zehnstundentag anzustreben, der in Deutschland in den letzten Jahren für 20 000 Terlilarbeiter erringen worden. Er beantragt die Erhöhung des jezigen Beitrages an das internationale Sekretariat um das Behnfache, doch soll der Streitfonds erst angegriffen werden, wenn er eine erhebliche Summe ausmacht. Baudert beantragt: Die Bildung eines internationalen Streitsfonds, zu dem die Die heutige Versammlung erklärt die Zustimmung der social dem Sekretariat angeschloffenen Nationen den zehnfachen Betrag des demokratischen Fraktion zum Ausschußbeschlusse in Sachen der Wahlreform als einen schweren taktischen Fehler. Er ist, um beiläufig legt zwecks Unterhaltung des internationalen Sekretariats zu mit Segitz zu sprechen, eine Krähwinkelei. Eine greifbare gerechte zahlenden Beitrages abzuführen haben. Wahlreform ist nicht abhängig von dem Wohlwollen der bürgerlichen Parteien, sondern von der Aufklärung und der entschiedenen Forderung der breiten Voltsmassen. Zu diesem Zwecke fordert die Versammlung den Landesvorstand auf, eine rege Agitation im Lande in die Wege zu leiten und überall für eine würdige Wahlreform Propaganda zu machen." Ein englischer Delegierter erklärte fich für weitere Verkürzung der Arbeitszeit, tann sich aber nicht einverstanden erklären mit der Gründung eines internationalen Streitfonds. Gewerkschaftliches. Streifposten der Bauunternehmer. Hinsichtlich der Organisation haben die Unternehmer schon manches von den Arbeitern gelernt. Jezt ist der Verband der Baugeschäfte Berlins fogar dazu übergegangen, eine Einrichtung einzu führen, die, wenn sie von Arbeitern benutzt wird, als frevelhafter Terrorismus hingestellt und selbst von Behörden verfolgt wird, wenn sich dazu irgend eine gesetzliche Handhabe bietet. Der Verband der Bangeschäfte Berlins hat nämlich nichts Geringeres gethan, als wirk liche und leibhaftige Streitposten angestellt. Natürlich unterscheiden sich dieselben von den Streifposten der Arbeiter dadurch, daß diese die Streitbrecher von der Aufnahme der Arbeit abzureden suchen, während die Streitposten der Unternehmer die Aufgabe haben, Streikende, die in andren Orten Arbeit gefunden haben,„ an freis Auch der Belgier Baudewyn ist gegen den internationalen williger Arbeit zu hindern". Ueber die Ausübung der Thätigkeit der Streitfonds. Er beantragt: Rege internationale Agitation für von den Bauunternehmern angestellten Streitposten, oder ConReduktion der Arbeitszeit und für stufenweise Verkürzung derfelben, troleuren", wie sie genannt werden, giebt ein uns zugeflogenes so daß nicht mehr als 60 Stunden pro Woche gearbeitet Cirkular Aufschluß. Es lautet: Einsperrung wegen der Maifeier. Die Bremer Bürger- werden solle. Verband der Baugeschäfte von Berlin zeitung" berichtet: Weiß- Aachen erklärt sich für die Verkürzung der Arbeitszeit und den Vororten. Die Arbeiter des Bremer Vulkan in Begesac feierten am und kommt sodann auf den abgereisten christlichen Delegierten Schiffer- Rundschreiben Nr. 3. 1902. Berlin, den 5. Juni 1902. Nachmittag des 1. Mai. Dies thaten auch drei Ausländer, die dort Krefeld zurück, der erklärte, sein Gewerkverein habe die Streitenden Geerter Herr Kollege! beschäftigt waren. Die Folge war, daß diefe von der Arbeit weg in Enschede unterstützt, ehe dies vorher schon der Textilarbeiter- Auf der Generalversammlung des Deutschen Arbeitgeber vor den Landrat des Kreises Blumenthal citiert wurden. Dort Verband gethan hätte. Aber die Unterstützung der Christlichen bundes für das Baugewerbe zu Dresden ist f. 3t. beschlossen entwickelte sich zwischen einem der Arbeiter und dem Landrat wurde nicht in die allgemeine Streiffaffe abgeführt, sondern nur den worden, durch ständige Controleure feststellen zu lassen, ob Arbeiter folgendes Gespräch:" Sie find alle drei Ausländer?"" Ja in Enschede streifenden, christlichen" Arbeitern überlassen. aus Streiforten eingestellt worden sind. wohl." Sie wissen auch, daß Sie sich ordentlich und Hanusch Wien erklärt sich für einen Beitrag von 2 Cts. pro anständig in Deutschland zu verhalten haben?" Jawohl, Mitglied und Monat an den internationalen Fonds. Reichelt" Jawohl, Mitglied und Monat an den internationalen Fonds. Reichelt In Befolgung dieses Beschlusses haben wir zwei Beamte mit der Kontrolle beauftragt und bitten wiederholt, diesen Herren die zu einer wirksamen Kontrolle erforderliche Unterstützung zu ges Die Torfftecher der Torfmoore von Steenwijk in Holland währen und Ihr Personal entsprechend anzuweisen. Die Beamten befinden sich seit April im Streit. Bei einer fürzlich vorgenommenen find mit schriftlicher Vollmacht versehen und mir nach Vorzeigung Abstimmung wurde die Fortsetzung des Streits mit 870 Stimmen diefer Vollmacht zur Kontrolle zuzulassen. Da sich die Kontrolle bei einer Stimmenthaltung beschlossen. Neuerdings haben 8 Unterauf Stichproben beschränken muß, bitten wir ferner die Listen nehmer die Forderungen bewilligt. Streifender genau zu beachten und aus Streiforten stammende Arbeitnehmer nicht einzustellen beziehungsweise eingestellte wieder zu entlassen. Der Vorstand des Verbandes. Arans. Vahl. Heuer. Sociales. Deutscher Arbeiterschuh. Wiederholt sind die Bergarbeiter an den Direktor Herrn Szumsti mit der Bitte herangetreten, durch entsprechende Vor lehrungen die drohende Gefahr zu beseitigen. Alle ihre Bitten waren vergeblich. Theater. Genau eine Woche nach dem Erscheinen des Artikels, der gleichfalls ohne Wirkung auf Unternehmer und Behörde blieb, er jolgte das Unglück. Nachdem es geschehen war, wurde sofort ein hoher Beamter zur Untersuchung an Ort und Stelle geschickt, wie Die Maurer streiten in: Potsdam. Nowatves: Neuendorf, das ja immer geschicht, wenn das Unglück geschehen ist. Daß der Werder, Brandenburg, Biclenzig, Luckenwvalde, Kyriß, Nauen, verbrecherische Leiter des Unternehmens und der ebenso verbrecherische Die§§ 185 bis 139 der Gewerbe- Ordnung, die die besonderen Beamte, der die Mitteilungen der Arbeiter unbeachtet ließ, verhaftet Tegel, Neustadt a. D., Dosse, Neustadt a. H., Kiel, Gaarden, Schußvorschriften für Kinder, jugendliche Arbeiter und Frauen ent- worden wären, davon ist noch nichts bekannt geworden. Wollte man Kolmar, Schönebeck, Schlawe und Gollnow i. P., Walchin und Röbel i. M., Malchow i. M., Jena, Wittenberg, Hamburg, halten, gelten nach dem Gefeße nur für Fabriken. Die wiederholte ernstlich gegen dieses frevle Spiel mit Menschenleben einschreiten, und Röbel i. M., Malchow i. M., Jena, Wittenberg, Hamburg. Aufdeckung der argen Mißstände in der Skonfektionsindustrie, in der dann müßte hier ein Exempel statuiert und die Schuldigen mit Magdeburg. Die Zimmerer streiken in: Kiel, Gaarden, Goldberg und ia borzüglich Frauen und jugendliche Personen beschäftigt werden, harter Strafe belegt werden. und die dafür entfaltete Agitation hat es endlich erreicht, Malchin i. M., Sonneberg. i. Th., Oranienburg, Braunschweig, daß durch die Verordnung vom 31. Mai 1897 diese SchutzCoblenz, Hamburg. Die Bauarbeiter streifen in: Potsdam, Dömig i. M., Neu- Bäschefonfektion ausgedehnt wurden. In der Praxis zeigt sich jetzt Borstellung des Stuttgarter Opern Ensembles. In der Reihe vorschriften auch auf die Großwerkstätten der Kleider- und münster, Schönebed, Großsalze, Frose, Felgellten. die Unzulänglichkeit dieser Berordnung, die in dem bei uns heimischen der sommerlichen Gesamt- Gastspiele u. dal. find jetzt die Stuttgarter Mit follegialem Gruß ängstlichen Streben, ja nicht etwa einem kleineren Unternehmer zn daran. D. H.: die königliche Hofoper aus Stuttgart, deren Behausung nahe zu treten, das Wohl vieler Tausenden von Arbeiterinnen rüd abgebrannt ist, füllt die Zwischenzeit bis zu einem neuen Unterfichtslos preisgab, indem sie beschränkt wurde auf Werkstätten mit fommen mit Reisen aus, auf denen sie anscheinend namentlich einige Herstellung im großen. Schon wiederholt sind in den Berichten der Gewerbe- Juspektoren Haupt- Repertoireſtüde dort vorführen will, wo diese nicht oder nicht Schon wiederholt sind in den Berichten der Gewerbe- Inspektoren genug bekannt sind. Sie zeichnete sich von vornherein durch ein beSelagen laut geworden, daß in ganz großen Wertstätten zur Herscheidenes und sorgsames Verhalten aus: man erfuhr, was nötig stellung von Kleidern und Wäsche die rücksichtsloseste Arbeiter: ausbeutung getrieben würde, daß aber eine juristische Haarfpalterei war, nicht mehr und nicht weniger, und hatte nicht einmal zu bezahlen. Möglich, die Anwendung der Vorschriften der§§ 135-189 ebenso wenig auf mat Uebergeld für Ueberbillets daß speciell das Unglück bescheiden gemacht hat. Kurz Grund der Gewerbe- Ordnung wie auf Grund der Verordnung vom und ivar gut: vorgestern( Donnerstag) die erste 31. Mai 1897 gestatte, weil man die Betriebe trotz ihrer Größe weder garter Borstelling, mit einem anscheinend ehrlichen, zwar als Fabriken noch als Konfektionswerkstätten die im großen" her- allzu temperamentvoll in die Musik hineinfahrenden, aber feineswegs Dieselben Klagen finden sich in dem Vericht der weiblichen Ver- tollenden Beifallserfolg. Als Eröffnungswert war die hier schon bekannte Oper von Offenbach:" Hoffmanns Erzählungen" trauensperson für den Inspektionsbezirk Dresden. Unendlich ausgedehnte Arbeitszeiten bis weit in die Nacht hinein fast das ganze Jahr gewählt worden, jene eruſte würdige Arbeit, mit der der Komponist hindurch, Verkümmerung der Eßpausen und dergleichen wurden sich weit über seine Travestie- Operetten und selbst über seine Singvielfach festgestellt. Was die Juristerei nun mit den bestehenden piele erhob, obschon die geringeren Seiten seines Schaffens auch Gesegesvorschriften macht, davon giebt eine in diesem Bericht mit hier zu merken sind. Das Stück giebt Gelegenheit, gleich eine um einen Betrieb mit 2 Directricen und 56 Arbeiterinnen handelt. schiedenen Sängerinnen darstellen läßt, stait nach Vorschrift von einer geteilte Entscheidung der Dresdener Staatsanwaltschaft, in der es sich dann, wenn man die drei weiblichen Hauptrollen von drei verDie Entscheidung lautet: Die einfache Versendung der Scharzen Listen scheint den gewünschten Erfolg nicht zu haben. Deshalb werden den Unternehmern die Controleure auf den Hals geschickt, um mit sanftem Druck nach zuhelfen. Wenn Arbeiter so etwas thun würden, dann gäbe es ein allgemeines Geschrei über Terrorismus. Dentsches Reich. Die Aussperrung in Hamburg und Umgegend ist nicht so umfangreich wie es anfangs schien. Die Unternehmer haben sich eben nicht alle an die Beschlüsse des sogenannten VierStädte Bundes( die Innungen von Hamburg, Altona, Wandsbek und Harburg) gehalten. Soweit es am Donnerstag festgestellt werden konnte, find in Hamburg etwa 1000 Maurer ausgesperrt. 600 unverheiratete Maurer haben Hamburg verlassen. Von den Hamburger Bimmerern find 207 ausständig und 518 aus gesperrt. Zu den neuen Bedingungen arbeiten 675 Zimmerer bei 68 Firmen, von denen nur eine sich dem Aussperrungsbeschluß gefügt und die Bewilligung zurückgezogen hat. Die Banarbeiter sind in einer Zahl von etwa 200 durch die Aussperrung betroffen. weiter arbeiten. Auch sämtliche bei Innungsmeistern arbeitenden Zimmerer, etwa 300 an der Bahl, find ausgesperrt. Wie bei den Maurern so arbeiten auch hier Poliere und Lehrlinge weiter. In wilhelmsburg find auf 13 Baustellen etwa 200 Maurer und 100 gimmerer ausgesperrt. Der Straßenbahnerstreik in Stuttgart. stellen, behandle. wird. Hierüber herrscht Streit. Bedeuten diese Worte in Massen" " fühl bleiben. Stutt " Die Frage, ob der Betrieb einer Damenschneiderei in dem und derselben; zwei andre Gruppen von je drei Figuren wurden einIn Altona ist die Aussperrung nicht allgemein geworden. Imfange, wie er bei der beschuldigten S. vorliegt, unter die Be- heitlich gegeben. Wir möchten von den vierzehn Mitwirkenden lieber Sogar mehrere Meister, die in der letzten gemeinschaftlichenstimmungen der Reichs- Gewerbe- Ordnung als Fabritbetrieb, oder gar feinen Namen nennen, da wir ohnehin leine Aussicht haben, mit Innungsversammlung Scharfmacher- Allüren bekundeten und für die den einzelnen Kräften so wie mit einheimischen vertraut zu werden, allgemeine Aussperrung eintraten, laffen auf ihren Bauten ruhig unter die Vorschriften der Bekanntmachung vom 31. Mai 1897 falle, und da hier eine verhältnismäßig gut entwickelte Gesangskunst den ist nicht zweifelsfrei. In Wandsbek find von sechs Imungsmeistern 50 Maurer das Blatt 6b/ 7 der Akten des Rats zu Dresden Ausgeführte und auf Tönen der Höhe; indessen find manche seiner Vokale von etwas ges Was Fabrit ist, was nicht, ist reine Thatfrage. Im Hinblid auf Einzelnen ziemlich gleichartig eigen ist. Der die Hauptrolle tragende Tenor ist einer der besten seiner Art, mit echten, geschmeidigen ausgesperrt worden, während 15 bei vier nicht der Innung an die sonstigen Erörterungsergebnisse( eigne Mitarbeit der S., Mangel wöhnlichem Klang, und auch bei andren Sängern machte sich dies gehörenden Arbeitgebern weiter arbeiten. Die Maurer in Har burg sind bei sämtlichen Jnnungs hier ein Fabritbetrieb vorliegt. Würden lediglich die in der angeführten der Gesangsaussprache und auch durch ein geschicktes Spiel war der Harburg durchgeführter Arbeitsteilung) kann nicht angenommen werden, daß meistern ausgesperrt, ebenso bei vier Nichtimmungs- hier ein Fabritbetrieb vorliegt. Würden lediglich die in der angeführten bemerkbar. Hervorragend insbesondere durch eine scharfe Deutlichkeit ebenso bei vier Nichtimmungs- Entscheidung des Toniglichen Oberlandesgericht aufgestellten Erforder die drei dämonischen Bösewichter darstellende Baryton; doch auch der mitgliedern( Bauunternehmern). Nur die Poliere und die Lehrlinge uisse für ausreichend erachtet werden müssen, um schon Fabrikbetrieb Buffotenor der drei Lustigen verdient ähnliches Lob. Von den fünf arbeiten. Die Zahl der Ausgesperrten stellt sich auf über 400. Annähernd 90 ledige Maurer und Zimmerer find abgereist. anzunehmen, so ist nicht einzusehen, wie der Gesetzgeber dazu kommen Sängerinnen machte uns den gefangstechnisch besten Eindruck die sollte, noch eine besondere Verordnung, wie die vom 31. Mai 1897 zu Darstellerin der kranken Antonia.- Der Kapellmeister ist kein Vigna, Die Bauarbeiter arbeiten noch. erlassen. Für das Anwendungsgebiet dieser Verordnung ist aus. h. man mußte doch wohl an den Dirigenten der neulichen Verdischlaggebend der Sinn, der den Worten im großen"(§ 1) beigelegt piele denken; und an die produktive Straft, mit der dieser Meister seine Deutsche Jurist.- Zeitung" 1899 S. 198 Nr. 21), so ist flar, daß der aber etwas langweilig gleichmäßige Art des Stuttgarter Dirigenten ( so Bl. 5b der Aften und Preuß. Kammergericht 1. Dezember 1898, reproduttive Aufgabe behandelte, reicht die anständige, vornehme, nicht heran. Die letzte Zwischenakts- Musik wurde bis zu einem Dacapo Betrieb der S. nicht darunter fällt, bedeuten fie aber in großem lebhaft beklatscht; dentt man sich jedoch hinein in die Gestaltung, Umfange"( Annalen des Oberlandesgerichts XIX. September S. 493 mit der hier namentlich die letzte Partie dieser Musik dargelegt Als Ergänzung zu unsren gestrigen Meldungen tragen wir nach bis 496), so kann die Anwendung der Verordnung auf den vor werden könnte, so darf man jenem Erfolge gegenüber doch wohl feinem Zweifel unterliegen. Die letztere Auffassung teilt die Dresdener Kreishauptmannschaft Aber jedenfalls find wir mit einer künstlerisch ernsten Opernund zwar, weil sie die ungezwungendste ist und den Intentionen des Bei der Besprechung der Interpellation im Gemeinderat fagte Gesetzgebers am meisten entspricht. Denn es ist nicht recht verständlich, truppe bekannt geworden, deren Leistungen hoffentlich nicht vers Oberbürgermeister Gauß: Er glaube, daß eine baldige Beendigung wie bei sonst gleichen Verhältnissen Arbeiter, die, wie hier, etwa auch in Einzelheiten) die neulichen Neumanniaden waren. Arbeiter, die, wie hier, wechselt werden mit Radauvorstellungen, wie es im Ganzen( nicht des Streits möglich gewesen wäre, wenn neben einer Lohn- jeder ein besonders geartetes, angemessenes Kleidungsstüd Herstellen, erhöhung den Angestellten das Koalitionsrecht zugestanden anders und ungünstiger behandelt werden sollen, als wenn ein jeder worden wäre. Er betrachte das Verbot, einer Organisation von ihnen ein Kleidungsstück ganz derselben Art anfertigt. auch das Ministerium des Innern mit aller Entschiedenheit gegen zu ziehen. Allein der subjektive Thatbestand ist nicht gedeckt. Die S. Die Vertagung des Reichstages soll in der nächsten Woche den Standpunkt der Direktion sich ausgesprochen habe. entlastet sich damit, daß sie davon ausgegangen sei, ihr Betrieb falle Im Laufe der weiteren Beratung beantragte Gemeinderat nicht unter die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung und der Verordnung bis zum 14. Oktober erfolgen. Sperta: Das Kollegium möge den Vorfizenden ermächtigen, zu vom 31. Mai 1897; ihr Ehemann habe auch, um jeden Zweifel zu be Gunsten der Beilegung des Streits bei der Direktion zu intervenieren. heben, Schritte gethan, um eine Entscheidung der Oberbehörde Das öftreichische Kriegsbudget. Der Antrag wurde angenommen, und in Ausführung desselben hat herbeizuführen. Das ist richtig. Ist nun eine Rechtsfrage so Budapest, 6. Juni.( W. T. B.) Die östreichische Delegation Oberbürgermeister Gauß im Ministerium des Innern eine zweifelhaft, wie die hier vorliegende, und hat der hierüber im un- fetzte die Beratung des Heeresordinariums fort. Herold Besprechung mit der Direktion der Straßenbahn unter Au- flaren sich Befindliche seinerseits alles gethan, um die Zweifelsfrage erklärte, die Jungezechen hielten den gegenwärtigen Augenblick anwesenheit des Polizeirats Wurster veranlaßt. Wie wir gestern aufzuklären, so lann, da ihm nicht von zuständiger Stelle eine Be- gesichts der finanziellen Lage und der wirtschaftlichen Depression schon mitteilten, hatte hatte diese diese Intervention feinen Erfolg. fcheidung zu teil geworden ist, nicht davon ausgegangen werden, nicht geeignet, für eine einschneidende Reform der Bewaffnung. Obgleich die Streifenden der Direktion noch weiter entgegengekommen daß er vorfäßlich gehandelt hat, wenn er bei der von ihm bisher Die Jungczechen stimmten auch deshalb gegen das Budget, weil waren, indem fie fich mit den von der Direktion zugestandenen Be- vertretenen rechtsirrigen Meinung verbleibt. Die Erörterungen sind sie nicht die Ueberzeugung gewonnen hätten; daß die Armee willigungen zufrieden erklärten, jedoch unter keinen Umständen auf ihr deshalb unter Kostenübernahme einzustellen." jede Nationalität hochschäße und sich jeder im Heer zu seiner Stoalitionsrecht verzichten wollten, lehnte die Direktion eine Einigung Nationalität bekennen dürfe. Einige andre Nedner sprachen sich auf diefer Grundlage ab. Die Ausständigen beschlossen, durch Aufruf gegen den Duell zwang im Heere aus. in der Presse das Publikum zu ersuchen, die noch im Betriebe be findlichen Wagen der Straßenbahn nicht zu benußen. den ausführlichen Darstellungen unfres Stuttgarter Bruderorgans noch einiges nach: SZ. anzugehören, als ein Unrecht und könne mitteilen, daß Objektiv würde fonach kein Bedenken vorliegen, die S. zur Strafe Letzte Nachrichten und Depeschen. Bei Arbeiterschuß- Gesezen, die lediglich auf Leben und Gesund heit der ausgebeuteten Arbeiter anstatt auf die Jutereffen lebensunfähiger Betriebsformen Rücksicht nähmen, wäre so etwas nicht möglich. Es wäre dann nicht möglich, daß die Vorschriften in Wegen Mordverdacht verhaftet. Eine Meldung des W. T. B." vom Freitag, 6. Juni, spekulativer Wortlauberei solange hin und hergeworfen werden, Agram, 6. Juni.( B. H.) In Mattuglie wurde Ne= besagt: bis der Unternehmer, der sich nicht an fie fehrt, straflos ausgeht. dacteur Dr. Seriste unter dem Verdacht der Mitschuld an Nachdem gestern anläßlich des Ausstandes der StraßenbahnAngestellten Ausschreitungen stattgefunden haben, die ein EinDie Seemanne Ordnung, Gesetz vom 2. Juni 1902, wird in einem von seiner Dienstmord begangenen Mord verhaftet. schreiten der Schußmannschaft mit der Waffe nötig(?) machten, der soeben zur Ausgabe gelangten Nr. 27 des Reichsgesetzblattes" Deputiertenkammer. richtet heute bas Stadtpolizei- Amt die dringende Aufforderung an publiziert. Gleichzeitig werden die damit in Verbindung stehenden Paris, 6. Juni.( W. T. B.) Bei der endgültigen Wahl des die Einwohnerschaft, fich feder Beteiligung an Ausammlungen zu Gesege, betreffend die Verpflichtung der Kauffahrteischiffe zur Mit- Präsidiums wird Bourgeois mit 326 von 503 Stimmen, bei 106 enthalten und den Anordnungen der Polizei.Organe fofort Folge zu nahme heimzuschaffender Seeleute, betreffend die Stellenvermittelung Stimmenthaltungen, zum Präsidenten gewählt. leisten. Der Betrieb auf der Straßenbahn wird auf den Haupt- für Schiffsleute und betreffend Abänderung seerechtlicher Vorschriften Die Kammer wählte sodann zu Vicepräsidenten Etienne, Maurice streden mit neu eingestellten Mannschaften aufrecht gehalten. Da des Handelsgesetzbuchs publiziert. Faure, Trouillet und Guillain. bas Bersonal jedoch nicht genügend geschult ist, hat das StadtpolizeiAmt im Interesse der öffentlichen Sicherheit angeordnet, daß an den nächsten sieben Wochentagen zwischen 12 und 2 Uhr nachmittags und Straßenbahn- Verkehr stattfinden soll. Kapitalistischer Arbeitermord. am nächsten Sonntage, dem Tage des Landes Kriegerfestes, Tein 20 Bergarbeiter durch Explosion getötet und mehrere schwer ver- Pretoria von heute: Die Kommiffare in den verschiedenen * Die Boeren legen die Waffen nieder. London, 6. Juni.( W. T. B.) Stitchener meldet aus Wir haben kurz berichtet, daß am Montag wieder einmal wundet wurden. Die Explosion ereignete fich in der Erdwachsgrube Bezirken melden, daß gestern 1154 Mann die Waffen nieders Das Bureau Herold" meldet: Stuttgart, 6. Juni. In Sachen in Boryslaw bei Lemberg, die einer Gesellschaft gehört. Diefe gelegt haben. Die Kommissare hielten nach der Uebergabe Ansprachen des Straßenbahnerftreits giebt der Staatsanzeiger" heute eine längere 20 Menschenleben sind hingemordet worden durch die sträflichste an die Boeren, welche drei herzliche Hurras auf den König ausDarstellung über den Verlauf der Vermittelungsverhandlungen, welche wissentliche Vernachlässigung der einfachsten Sicherheitsvorkehrungen. brachten. Es bestehen die bestmöglichen Beziehungen und nirgends das Ministerium des Innern mit der Direktion der Straßen. Sowohl die Direktion des Werkes wie ebenso die Bergbehörden waren zeigt sich eine Schwierigteit. bahn in den letzten Tagen gepflogen hat, und teilt mit, von den Arbeitern auf den lebensgefährlichen Zustand der Grube daß die Regierung der Direktion gegenüber den Standpunkt ver- aufmerksam gemacht worden. Vor einiger Zeit hatten die Arbeiter treten habe, daß die Aufrechterhaltung des Koalitionsverbotes an das Bergamt eine Eingabe gerichtet, in der sie darum ersuchten, für die Angestellten, welches zur Beit noch den einzigen ftrittigen eine Förderstrecke zu kontrollieren, da dort jede Ventilation feble, fo Bunkt zwischen den Ausständigen und der Gesellschaft bildet, nicht daß sich die Gafe massenhaft aujammelten. Die Eingabe blieb haltbar fei, und daß die Direktion sich durch ein Festhalten an unbeachtet. Darauf wandten sich die Arbeiter an den„ Naprzod", diesem Standpunkt ins Unrecht sehen würde. unser Krakauer Parteiblatt. Das Blatt veröffentlichte am 26. Mai Ein Ultimatum, von welchem die Blätter immer berichtet haben, sei der Direktion von einen Artikel, in dem es unter anderm Heißt: In der Erdwachsgrube der Attien Gesellschaft Boryslaw feiten der Regierung nicht gestellt worden. In der amtlichen Mitherrschen solche Bustände, daß jeden Augenblick das Leben zahl teilung wird dann noch das Publikum dringend ersucht, die Zusammen reicher Arbeiter ernstlicher Gefahr ausgesetzt ist. rottungen und Ausschreitungen, die sich seit vier Tagen wiederholen, zu unterlassen. Die Manrer in Burg auf Fehmarn haben ihren Streit burch Unterhandlungen, welche die Unternehmer einleiteten, be endet. Es wurde vereinbart: 102 ftündige Arbeitszeit( ftatt 11 Stunden) und 35 Pf. Stundenlohn. Ausland. Ein Streit der Metallarbeiter ist in der Maschinenfabrit von Escher, Wyß u. Cie. in 3 rich ausgebrochen, woran iveit über 1000 Arbeiter beteiligt sind. Ursache desselben war schlechte Behandlung der Arbeiter durch einen Meister und die Einführung eines neuen Lohnberechnungs- Systems, des sogen. amerikanischen Syftems". In Biel streiken die Manrer und Handlanger und zwar in einer Anzahl von etiva 1000. Sie verlangen: Minimalstundenlohn bon 38 Centimes für die Handlanger und von 50 Centines für die Maurer. D Dresden, 6. Juni.( W. T. B.) Der König hatte gestern einen neuen Anfall, der große Herzschwäche verursachte. Der Zustand ist Besorgnis erregend. Paris, 6. Juni.( B. H.) Der Unterrichtsminister unterzeichnete ein Dekret, welches den seit 27 Jahren im Amte befindlichen Sekretär der medizinischen Fakultät in Baris, Dr. Pupin, seines Amtes enthebt. Die Gründe für diese Maßregelung, welche allgemeine Sensation hervorruft, find nicht angegeben, sollen jedoch politischer Natur sein. Paris, 6. Juni.( B. H.) Aus Bazoches war gestern das 128. Infanterie- Regiment nach dem 35 Kilometer entfernten Lager von Siffonne abgegangen. Unterwegs warden infolge der herrschenden großen Hige 14 Mann vom Higschlage getroffen, wovon einer sofort verstarb. In dieser Grube ist die sogenannte Hauptstrecke in dem Maße mit Gafen angefüllt, daß es für die Arbeiter unmöglich ist, die bollen acht Stunden im Schacht zu arbeiten. Sehr häufig ge schieht es, daß die Arbeiter von Gasen vergiftet und bewußtlos an die Oberfläche der Erde gebracht werden. Madrid, 6. Juni.( B. H.) Infolge der heftigen Angriffe von In den Lampen der Bergarbeiter entzünden sich oft die Gase, feiten der Presse gegen den Gouverneur von Valencia hat dieser und man muß daran erinnern, daß jeder Bruch des Glases einer drei Redacteure des republikanischen Blattes„ El Lampe eine Katastrophe herbeiführen und zahlreiche Arbeiter um Ponehlo" verhaften lassen. Aus diesem Anlaß hat der Direktor das Leben bringen kann. Auf derselben Strede ist das Rohr zur des Blattes, Abg. Blasco, dem Gouverneur seine Zeugen gesandt. Ableitung der Gase derart niedrig angebracht und so schlecht ein- Der Gouverneur hat seine Entlassung genommen, um sich schlagen gerichtet, daß oft Explosionen vorkommen. Einmal hätte der zu können. Arbeiter Lisowski bald das Leben verloren, als er in die Nähe Gijon( Spanien), 6. Juni.( W. T. B.) Ein Dampfer rannte dieses Rohres tam. Er wurde dadurch gerettet, daß ihm Kollegen ein mit 8 Artillerie- Offizieren besetztes Boot an, welches eine schnell zu Hilfe tamen. Spazierfahrt auf dem Meere machte. Das Boot tenterte, wobei 5 Offiziere ertranten. Es braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden, daß die Arbeiter beständig in Todesgefahr find. Die Arbeiter wissen das und fahren immer nur mit Angst in den Schacht, wo ihnen qus jeder Ede der Tod entgegenschaut. London, 1. Juni.( W. T. B.) Heute vormittag brach auf der Chathamer Werft Feuer aus, das einen Schaden von mehreren tausend Pfund Sterling anrichtete. Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Sierzu 2 Beilagen. r. 130. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 7. Juni 1902, Parlamentarisches. Die Zuckersteuer- Kommission des Reichstags begann am Freitag die Beratung des Süß stoff Gesetzes. § 1, der die Definition des Süßstoffs enthält, wird debattelos angenommen. werden." § 2 enthält in der Kommissionsfassung das Verbot, künstlichen bis 1. Januar 1901 in den 1. Januar 1902 verändert. Außerdem Steuern festzuhalten, als sich über neue Steuern den Kopf zu zer Süßstoff Nahrungs- und Genußmittelu zuzufezen. Der Kompromißautrag dagegen bestimmt: Soweit nicht in den§§ 3-5 Ausnahmen zugelassen sind, ist es verboten, W a) Saccharin herzustellen oder Nahrungs- oder Genußmitteln bei deren gewerblicher Herstellung zuzusehen, b) Süßstoffe oder füßstoffhaltige Nahrungs- oder Genußmittel aus dem Auslande einzuführen, c) Süßstoffe oder süßstoffhaltige Nahrungs- oder Genußmittel feilzuhalten oder zu verkaufen. Abg. Müller- Fulda( C.): Die Saccharin Judustrie Halte eine Steuer von 60 M. für das Kilogramm, wie die Kommission sie beschlossen hat, für ruinös. Eine Entschädigung würde ihnen voraussichtlich lieber sein. Redner behält sich feine definitive Stellungnahme zu dem Kompromißantrag vor. Seiner ganzen wirtschaftlichen Auffassung hätte es ja mehr entsprochen, wenn das Saccharin nur einer angemessenen Steuer unterworfen worden wäre. Wolle die Mehrheit aber das Verbot der Saccharin- Industrie, so müsse er seine Entscheidung noch aussetzen. Abg. Pachnicke( frf. Bg.) erklärt sich principiell gegen die Monopolifierung der Saccharin- Industrie. Schaßfekretär Freiherr v. Tielmann: Es lasse sich nicht ver kennen, daß durch die Brüsseler Zuckerkonvention und die Verbilligung des Zuckers die Sachlage gegen früher sich verschoben habe und viele Bedenken fortfallen müßten. Im Namen der verbündeten Regierungen tönne er eine bestimmte Erklärung noch nicht abgeben, doch würde man den Verstaatlichungsantrag mit Wohlwollen prüfen. Abg. Dr. Paasche( natl.) verteidigt den Antrag. Profeffor Revers habe ihm gesagt, daß mit allem Nachdruck dahin gewirkt werden müffe, daß Saccharin nicht mehr als Süßmittel für Sänglinge verwendet wird. Redner hält es nicht für richtig, die Saccharine Industrie durch hohe Steuern und Verkehrsbeschränkungen allmählich zu Tode zu martern. Es müßte ihr vielmehr eine angemessene Entschädigung gewährt und so ihr auf auständige Weise ein Ende gemacht werden. Abg. Hermes( fr. Vp.) hält die Todesstunde des Saccharins für gekommen. Das Vorgehen gegen die Saccharinindustrie sei ganz ungewöhnlich und unerhört. Lediglich im Interesse der Zuckerindustrie wolle man eine gleichberechtigte Industrie zu Grunde richten, zum Schaden der Konsumenten. Wenn aber eine große Mehrheit einig sei, der Saccharinindustrie den Garaus zu machen, dann rate auch er dazu, die verbotene Industrie angemessen zu entschädigen. Abg. Fischer- Sachsen( Soc.) erklärt sich entschieden gegen die Strangulierung der Saccharinindustrie. Abg. Hoffmann- Hall( Südd. Vp.) wendet sich gegen den Kompromißantrag. Das Saccharin sei harmlos, während bei Kindern Buder manchmal deshalb gefährlich sei, weil er Gärungserscheinungen hervorrufe, die das Saccharin verhüte. Abg. Speck( C.) wendet sich im Namen eines großen Teils feiner Freunde gegen die Verstaatlichung und empfiehlt die ursprünglichen Beschlüsse der Kommission. sechs Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes fällig wird, gezahlt Bernstein( Soc.): Wir halten am Antrag Baasche feft, weil er unserm Antrag auf Beseitigung der Steuer am nächsten fommt. Müller- Fulda( C.) beantragt zu diesem Teil des§ 11, daß den Daß der Konsum bei dieser Herabsetzung der Steuer erheblich wachsen Fabriken Entschädigung gewährt wird, die als solche bereits vor dem werde, sei in der That nicht anzunehmen. Der Ausfall an Reichs1. Jamar 1901 betrieben worden sind und die Herstellung von Süß- einnahmen aus der Zuckersteuer werde hoffentlich die Regierung ver ftoffen auch in der Zeit vom 1. April 1901 bis 1. April 1902 regel- anlaffen, zur direkten Reichs- Einkommensteuer überzugehen und mäßig fortgesetzt haben. dieser Druck sei sehr erwünscht. Dementsprechend wird auch der weiter unten angegebene Termin Staatssekretär Graf Posadowsky: Es sei doch besser, an alten verlangt das Amendement Müller- Fulda, daß die Entschädigung in brechen. Zudem sei es sehr schiver, eine Tabakstener zu erhalten. 12 halbjährlichen Raten gezahlt werden soll. Ihr wird der Heftigste Widerstand entgegengesetzt. Gegen eine Die Fabriken sind verpflichtet, von der ihnen gewährten Ent- Reichs- Einkommenſtence sei nicht durchführbar, weil die Der letzte Absatz des§ 11 lautet nach dem Kompromißantrag: Bierstener erheben die süddeutschen Staaten Widerspruch. Die schädigung ihren Bediensteten( die Socialdemokraten be Landes Einkommensteuern davon berührt werden. Gegen einen antragen: Beamten) und Arbeitern, die infolge des Ver- solchen Eingriff tiefster Art würden sich die verbündeten Regierungen botes aus ihrer Beschäftigung entlassen werden, eine Entschädigung mit aller Entschiedenheit zur Wehr setzen. Das Parlament sollte zu gewähren, die bei Arbeitern dem von ihnen im letzten vor allen Dingen eine schwierige Lage nicht noch schwieriger ge Monat( die Socialdemokraten beantragen: in den letzten stalten. Unfre Schuldenlast sei im beständigen Wachsen und drei Monaten") vor dem Infrafttreten dieses Gesetzes bezogenen an eine Tilgung sei nicht zu denken, während England seine durchschnittlichen Arbeitsverdienste, bei Beamten dem von ihnen im Staatsschuld, die bei Beginn des vorigen Jahrhunderts 15 Milliarden legten Quartal( die Socialdemokraten beantragen: in den betrug, bis 1850 auf 7 oder 8 Milliarden getilgt hat. letzten sechs Monaten") vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes be- Bu unsren Reichsschulden kommen aber noch die Landesschulden. zogenen Gehalt entspricht. Es handelt sich nicht nur um finanztechnische Schwierigkeiten bei der Reichs- Einkommensteuer. Es liege ein Unificierungsgedanke zu Grunde, gegen den man sich überall in den Föderativstaaten wenden müsse. Die Socialdemokraten beantragen noch folgenden Zusatz: Collie im Einzelfalle fich eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Unternehmer einerseits und den Beamien oder Arbeitern andrerseits darüber ergeben, ob die Entlassung als eine Folge des Gesetzes anzusehen ist, so steht der für die Lohnstreitigkeiten zuständigen Schiedsinstanz die Entscheidung zu. Ledebour( Soc.) begründet das Amendement, Schaßsekretär Freiherr v. Thielmann. Die Arbeiter frage tritt in diesem Falle in den Hintergrund, weil Saccharin nur ein Nebenartikel der betreffenden Fabriken ist. Arbeiter: entlassungen werden also kaum eintreten, dagegen wird die Bemessung der Entschädigung für die Fabriken sich sehr schwierig geftalten, weil die Berechnung des Nugens gerade bei einem Nebenartikel sehr willkürlich angestellt werden kann. Die Fabriken werden sich sicherlich einen hohen Verdienst herausrechnen. Man müffe an die Möglichkeit denken, daß viele Millionen für die Entschädigung nötig sein werden, die im Reichsfäckel um so weniger vor handen sind, als auf Paasche's Antrag die Zuckersteuer auf 12 M. herabgesetzt sei. Dadurch fönnte ein Ausfall von ZuckerSteuer von über zwanzig Millionen Mark entstehen. Er möchte deshalb der Kommission ans Herz legen, auch in zweiter Lesung eine Remedur dieses Beschlusses eintreten zu laffen. Bleibe der Beschluß bestehen, so sei die Gefahr für das Zustande kommen des Zuckerstener- Gesetzes nicht gering, denn die Bundesstaaten hätten die ernstesten Bedenken geltend gemacht. Mit Paasches Eventualantrag, wonach die Budersteuer immer so bemeffen werden solle, daß keine größere Velastung als 2,10 M. auf den Kopf der Bevölkerung entfallen solle, sei er dagegen einverfanden. In der Diskussion erklären sich die Nedner ausnahmslos für den socialdemokratischen Antrag und das Amendement Müller- Fulda. Schließlich wird das Amendement Müller- Fulda mit großer Mehrheit, das Amendement der Socialdemokraten einstimmig angenommen. Der so abgeänderte§ 11 wird mit 20 gegen Schloffen, die 38 2-11 an Stelle der Kommissionsparagraphen 2-26 Stimmen genehmigt und mit ebenso viel Stimmen be treten zu lassen, Der leyte Paragraph bestimmt, daß das Gesetz mit dem 1. Oftober 1902 in Kraft treten soll. Schatziekretär v. Thielmann hält die Frist für zu kurz und bittet den 1. April 1903 festzu fegen. So wird mit 18 gegen 10 Stimmen beschlossen und die Weiterberatung auf Nachmittag vertagt. Abg. Becker( C.) tritt für den Kompromißantrag ein. Abg. Fischer( Soc.): Eaccharin sei tein Gift und dürfe daher auch nicht verboten werden. In der Abstimmung wird§ 2 des Gesetzes in der Fassung des Kompromißautrages mit 18 gegen 10 Stimmen angenommen. Mit den Socialdemokraten und Freisinnigen stimmen auch die Centrumsabgeordneten Speck und Müller- Fulda dagegen. Mit 17 gegen 10 Stimmen wird§ 3 nach dem Kompromißantrag in folgender Fassung genehmigt, die durch Ammiahnie eines Amendements von Savigny( E.) einige unwesentliche Aenderungen steuer- Novelle eingetreten. gegen den ursprünglichen Wortlaut erhalten hat: " Nach näherer Bestimmung des Bundesrats ist( ursprünglich: kann) für die Herstellung oder die Einfuhr von Süßstoff die Ermächtigung einzelnen Gewerbetreibenden zu geben. Die Er mächtigung ist unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs zu erteilen und der Geschäftsbetrieb der Berechtigten unter dauernde amtliche Ueberwachung zu stellen. Auch hat( ursprünglich: ist befugt") der Bundesrat in diesem Falle zu bestimmen, daß bei dem Berkaufe des Süßstoffes ein gewisser Preis nicht überschritten werde, fowie ob und unter welchen Bedingungen eine Ausfuhr von Süßstoff in das Ausland erfolgen darf." § 4 wird mit der gleichen Mehrheit angenommen. Er lautet nach dem Kompromißantrage: Die Abgabe des gemäß§ 3 hergestellten oder eingeführten Süßstoffes im Julande ist nur an Apotheken und an solche Personen gestattet, die die amtliche Erlaubnis zum Bezuge von Süßstoff befizen. Diese Erlaubnis ist nur zu erteilen: a) Bersonen, welche den Süßstoff zu wissenschaftlichen Zweden verwenden wollen; b) an Gewerbetreibende zum Zwecke der Herstellung von bestimmten Waren, für welche die Bufezung von Süßstoff aus einem die Verwendung von Zuder ausschließenden Grunde erforderlich ist; c) an Leiter von Krantenanstalten für Strante; d) an die Inhaber von Gaste und Speisewirtschaften in Kurorten für Diabetifer." § 5, der noch nähere Bestimmungen über die Abgabe von Süßstoffen enthält, wird gleichfalls von derselben Mehrheit an genommen. § 6 lautet:„ Die vom Bundesrat hierüber zu erfassenden Bes stimmungen sind dem Reichstag bis zum 1. April 1903 zur Genehmigung vorzulegen." Schazsekretär Frhr. v. Thielmann verweist auf den§ 7, deffen Anfang bestimme, daß Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Borschriften mit Gefängnis bis zu 6 Monaten und mit Geldstrafe 2c. bestraft werden. Danach würden also die Mitglieder des Bundesrats mit Gefängnis bestraft werden können, wenn sie die von ihnen zu erlassenden Bestimmungen nicht bis zum 1. April 1903 dem Reichstag zur Genehmigung vorgelegt haben.( Seiterkeit.) Eo sei es doch offenbar nicht gemeint gewesen. Daraufhin wird§7 folgendermaßen geändert: Wer den Vor fchriften des§ 2 zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 M. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Ist die Handlung aus Fahrlässigkeit begangen, so tritt Geldstrafe bis zu 150 m. oder Haft ein." Der so abgeänderte§ 7 wird mit 18 Stimmen angenommen, ebenso§ 6. 88 wird in folgender Faffung genehmigt:„ Der Strafe des § 7 Absatz 1 unterliegen auch diejenigen, in deren Besitz oder Gewahrsam Süßstoffe in Mengen von mehr als 50 Gramm vorgefunden werden, sofern sie nicht den Nachweis führen können, Baß sie den Süßstoff nach Jukrafttreten des Gesetzes von einer zur Abgabe befugten Person bezogen haben." * Am Freitagnachmittag wurde in die zweite Lesung der Zucker Zu Artikel 1 des Gesetzes, der die KontingentierungsBestimmungen und Brämien des geltenden Gesetzes aushebt, ist der in erster Lefung abgelehnte Antrag Arenberg( 6.) wieder eingebracht worden, der eine Kontingentierung auf 5 Jahre bis zum 1. September 1908 vorsicht. Er unterscheidet sich nur dadurch von dem ersten Antrag, daß das Amendement Dörtien( 9p.), wonach den am 1. Oftober 1901 im Betriebe befindlichen Fabriken dasjenige Kontingent zugeteilt werden soll, das ihnen auf Grund des bestehenden Gesezes für 1903/4 zustehen würde, in ihn aufgenommen ist. Nummehr wird der Kontingentierungs- Antrag in allen seinen Teilen und im ganzen mit 16 gegen 12 Stimmen angenommen, da die Gruppe Dörffen jetzt für den Antrag stimmt. Weiter liegt ein Antrag Speck( C.) vor, der die Besteuerung des Stärkezuckers einführen will. Definition des Buckers als Steuerobjekt im§ 1 des Gesches ab. Er ändert infolgedessen die Speck( C.): Wenn wir die künstlichen Süßstoffe unterdrücken, so müssen wir auch den Stärkezucker besteuern. In einem Jahre werden 859 000 Doppel- Centner Stärkezucker hergestellt, der der Belastung unterworfen werden müsse. Baasche( natl.): Der Vorschlag kommt nicht zum erstenmal, ist aber stets auf Widerspruch von allen Seiten gestoßen. Zucker und Zucker ist nicht gleichwertig. Der Stärkezucker ist lange nicht so süß wie der Rübenzuder. Die Stärkezucker Industrie lebt von der Thatsache, daß der Rübenzucker bestenert werde. Dabei sind die Fabriken nicht glänzend gestellt. Durch eine Besteuerung des Stärtezuckers würden wir die Industrie ruinieren. Unterstaatssekretär v. Fischer wendet sich gleichfalls gegen den Antrag Speck, der nicht in den Rahmen des Buckergesetzes passe. Müller- Fulda( C.): Wird der Stärkezuder in Rübenzuder Fabriken verarbeitet, so unterliegt er der Besteuerung. Nur die reinen Stärkezucker- Fabriken sind jeßt befreit. Dabei steigert sich die Produktion fortwährend und der Stärkezuder wird auch in Würfeln bereitet. Schon find in einem Jahre 80 000 Doppelcentner in fester Form in den Handel gekommen und 360 000 Doppelcentner in flüssiger Form. Auf die Dauer ist der jetzige Zustand unhaltbar. Wir sollten die Regierung in einer Resolution zu einer Vorlage wegen der Besteuerung des Etärteguders auffordern. von Standy( t) spricht sich gleichfalls für eine solche Nesolution aus. Speck( C.) zieht darauf seinen Antrag zurück und fündigt eine entsprechende Resolution an. Artikel II jetzt nach der Vorlage die Zuckerstener auf 16 M. fest. In der ersten Lesung ist sie auf Antrag Paasche auf 12 M. bom 1. September 1903 ab und auf 10 M. vom 1. September 1905 ab bemessen worden. Dr. Hermes( frf. Bp.) beantragt 14 M. In der Diskussion bekämpfen die Minister Frhr. v. Rheinbaben, Graf v. Posadowsky, Schatzsekretär Frhr. v. Thielmann und bayerischer Ministerialdirektor v. Geiger in wiederholten Ausführungen die Beschlüsse erster Lesung und bezeichnen nur den Antrag Hermes für annehmbar. Graf Limburg- Stirum( f.) hält die Ausführungen der Herren Minister für ganz richtig, aber das Interesse der Zuckerindustrie ver anlasse ihn doch, dem Satz von 12 Mark zuzustimmen. Redner polemifiert im tuciteren gegen die Brüsseler Konvention, die er für sehr schädlich hält. Paasche( natl.) hält den Ausfall von 20 Millionen als Folge seines Antrags nicht für wahrscheinlich. Man könne 116 Millionen Mart Einnahmen aus der Zuckerstener erreichen, wenn der Konsum infolge der Verbilligung nur um 1 Stilo pro Stopf steige. Redner verwahrt sich gegen die Annahme, als ob er gegen die Brüsseler Konvention oder für die Bier- oder Tabaksteuer- Erhöhung sei. Er werde jetzt nicht umfallen, behalte aber für seine Partei eine andre Abstimmung im Plenum vor. Ledebour( Soc.) glaubt, daß die Steigerung des Konsums infolge der Verbilligung unterschätzt werde. Die Ausgaben namentlich für unproduktive Zwecke müßten ermäßigt werden. Die Minister verweisen immer auf die hohen Flottenausgaben. Seien da wieder neue Pläne im Gange? Minister v. Nheinbaben erklärt, daß er nur durch Gesetze beschlossene Mehrausgaben bezüglich der Flotte gemeint habe. v. Komierowski( Bole) tritt für den 12 Mart- Saß ein. Der preußische Finanzminister jammere zwar, aber Preußen müsse doch sehr viel überflüssiges Geld haben, wie die 250 MillionenVorlage gegen die Polen beweise. Dr. Paasche( natl.) hält seine Gründe nicht für widerlegt, will aber des lieben Friedens willen für den Antrag Hermes stimmen. Ledebour( Soc.) erklärt dies für einen Umfall der Regierung zuliebe. In der Abstimmung wird der Antrag Hermes mit 14 gegen 14 Stimmen abgelehnt und die Beschlüsse erster Lesung ( 12 bezw. 10 M.) mit 19 gegen 9 Stimmen angenommen. gegeben: Dies Gesey tritt gleichzeitig mit dem am 5. März Dem Art. 4 wird auf Antrag Müller Fulda folgende Fassung 1902 in Brüssel zwischen dem Reich und andern Staaten abgefchloffenen Vertrag über die Behandlung des Zuckers am 1. Seplember 1903 in Kraft. Für den Monat August 1903 wird ein Rontingent von 1/12 des für das Betriebsjahr 1903/1904 nach den bisherigen Gesezen geltenden Kontingents zuerteilt. Die Be stimmungen über die Kontingentierung 2c. treten am 1. September 1908 außer Straft. Die Resolution Sped auf Besteuerung des Stärke anders wird angenommen, ebenso die Resolution MüllerFulda, die die Regierung ersucht, dahin zu wirken, daß in den deutschen Eisenbahntarifen die Frachtfäße für Zuckerrüben, Schnitzel und Welasse, sowie für Noh- und Stristallzucker, für lettere ins besondere auch im deutschen Binnenverkehr, thunlichst ermäßigt werden. Die Zustimmung zur Brüffeler Konvention erfolgt auf Antrag Speck( C.) in folgender Form: Der Reichstag erteilt dem am 5. März 1902 in Brüffel zwischen dem Reiche und einer Anzahl andrer Staaten abgeschlossenen Vertrag über die Behandlung des Buckers seine Zustimmung mit der Maßgabe, daß die Natifikation des Vertrages nicht früher erfolgt, als das Gefeß wegen Abänderung des Zuckersteuergeséges im Reichsgesetzblatt veröffentlicht ist." Die Annahme erfolgt mit 19 gegen 9 Stimmen. Dagegen stimmten die Konservativen und die Abgg. v. Komicrowski ( Pole). Müller- Fulda und Bingen( C.). Sonnabend tritt die Kommission zur Feststellung des Berichts noch einmal zusammen. Prozeß Sanden und Genossen. Neunter Tag. In der heutigen Sigung wird zunächst der Neg.- Baumeister Dörfeld über den Wert von Neu- Torney und die Terrains in der Danzigerstraße vernommen, auf welche die Preußische HypothekenAftienbank Hypotheken gegeben hatte. Es fam in Frage, ob die Bank berechtigt gewesen sei, diese Hypotheken in einer bestimmten Höhe als Unterlags- Hypotheken zu benutzen. Nach Auskunft des Sachverständigen waren Neu- Torney mit 2012 Millionen Mark, die Terrains in der Danzigerstraße mit 92 Millionen zu bewerten. Justizrat Wronter führt hierzu aus, daß selbst nach Abzug der auf den Terrains stehenden Belastungen, der Wert sich auf mindestens 9 Millionen Mart stellt. Einen breiten Raum nimmt die Erörterung der Vermögenslage der Grunderwerbs- Gesellschaft und die Frage ein, ob es notwendig gewesen sei, den Konkurs zu eröffnen. Es folgen einige Befundungen des Zeugen Franz Tippel über die Verhältnisse der Kreditgesellschaft für Industrie und Grundbesis G. m. b. S." und eine lange Reihe von Fragen, die seitens der Bank- Sachverständigen Geh. Rat echt und Kommerzicurat Luca 3 an die Angeklagten Eduard Sanden, Heinrich Schmidt und Buchmüller richten. Sie beziehen sich auf die verschiedensten rechnerischen und buchtechnischen Dinge, auf die Frage der Verant wortlichkeit für die Vilanzziehung, auf die Art, wie die Bilanzen angefertigt worden sind 2c. 2c. Auf eine Anfrage des Vorsitzenden erklärt Angeklagter Eduard Sanden, daß in den verschiedenen Instituten, die bekanntlich ihre Bureaus unter einem Dach hatten, etwa 200 Beamte beschäftigt waren. Hierauf tritt eine Pause ein. Nach der Pause wendet sich die Verhandlung den Verhältnissen bei der Deutschen Grundschuldbank zu. § 9, wonach neben der Strafe auch auf Einziehung des SüßBei dieser gab es eine Bank- und eine Hypotheken- Abteilung, stoffes erkannt werden muß, wird gleichfalls angenommen, ebenso Minister v. Rheinbaben weist auf die misliche Finanzlage welche von einander getrennt gehalten wurden. Vorsteher der ersteren § 10, der eine Ordnungsstrafe von 1-300 Mark auf gutvider des Reiches hin. Für 1902 betrage das Deficit 50 Millionen, war der Angeklagte Heinrich Schmidt, Vorsteher der letzteren der handlungen gegen die auf Grund des Gesetzes erlassenen Verwaltungs- für 1903 sei es auf 70-80 Millionen zu veranschlagen. Wie Angeklagte Eduard Sanden, dem der Angeklagte Warjinski zur vorschriften festsetzt. soll da ein plöglicher Ausfall von 28 Millionen Mart in den Ein- Seite stand. § 11 lautet:„ Den Inhabern folcher Süßstofffabriken, welche nahmen, der sich vielleicht auf 20 Millionen reduziere, gedeckt werden? Es handelt sich auch hier um unwahre Darstellungen in den bereits vor dem 1. Januar 1900 betrieben worden sind, Man könne doch nicht zu einer Bier- oder Tabaksteuer übergehen. Bilanzen und Berichten, wofür Eduard Sanden, Heinrich Schmidt Entschädigung gewährt, deren Betrag für Das Interesse der Konsumenten aus dieser Verbilligung sei doch und der frühere Vorsitzende des Aufsichtsrats Eduard Schmidt jede einzelne Fabrit vom Bundesrat endgültig unter Ausschluß des nicht so groß wie der Schaden für die Finanzen des Reiches und der in Anspruch genommen werden und bei Warsinski handelt es sich um Rechtsweges festgesetzt wird. Die Entschädigung soll das sechsfache Einzelstaaten. Beihilfe dazu. des jährlichen Reingewinns, den die Fabrit nachweislich im Durch Ministerialdirektor v. Geiger betont, daß in den Einzelstaaten Unter den Unrichtigkeiten, die beanstandet werden, ist u. a. hervor schnitt der beiden legten Geschäftsjahre vor dem 1. Januar 1900 er feine Mittel vorhanden seien um erhöhte Matrikularbeiträge zuheben, daß unter dem Bilanz- Posten. Eigne Effekten" ein Betrag gielt hat, nicht übersteigen und in halbjährlichen Raten, deren erste leisten zu können. von nominal 2 000 000 m. Aktien der Aktiengesellschaft für Grundwird sonst nicht zu ermitteln gewesen. noch An der Feft und Hypothekenverkehr zum Buchwerte von 3 200 000. Nach Beendigung der Mittagspause wird die fehlt, so setzen die armen Eltern ihre einzige Hoffnung in die Ferien figuriert. Bur Erläuterung dieses Postens wird erwähnt, daß in den die Buchhalterin Löfflers, vernommen. Zengin Kretschmar, folonien. Auch der Notstand des Winters und Frühjahrs macht Büchern der Deutschen Grundschuldbank im Jahre 1893 ein Conto Sie ist zwei Jahre in fich an den armen Kleinen in trauriger Weise. bemerkbar. So bes Konsortium für Aktien der Aktiengesellschaft für Grundbefiz und Stellung bei ihm gewesen. Ihre Thätigkeit hat sich auf die Führung richtet ein Komiteemitglied aus Moabit, welches zugleich Mitglied Hypothekenverkehr" angelegt ist, aus welchem fich ergiebt, daß die der Korrespondenz beschränkt, von den Geschäften, die Löffler abs des Vereins gegen Berarmung und Bettelei" ist, daß in diesem Hypothekenverkehr" angelegt ist, aus welchem fich ergiebt, daß die wickelte, weiß fie nichts. Sie erinnert sich, daß Löffler ihr Ende Stadtteil die Armut augenblicklich infolge der durch den Niedergang Deutsche Grundschuldbank der Aktiengesellschaft im Jahre 1893 3 000 000 m. bar gegeben und dafür 2 000 000 m. Aktien der letzteren! September vorigen Jahres erzählt habe, er habe Thomaschke 100 M. der Eisenindustrie bewirkten Arbeitslosigkeit einen sehr hohen zum Kurse von 150 Proz. erhalten hat. Die Mitglieder dieses au- geborgt. Löffler habe seinen Geldschrank stets verschlossen gehalten, Grad erreicht habe. Es sei entseglich anzusehen, wie blaß und abnur ein einziges Mal habe sie Gelegenheit gehabt, einen Blick in den geblichen Konsortiums find aus dem Conto nicht ersichtlich und auch selben zu werfen, fie habe dabei bemerkt, bas ziemlich viele Goldſtüde gezehrt die meisten Kinder aussehen, wie ihnen beſſere Luft und Angeklagter Ed. Sanden weiß nicht mehr, weshalb dies in einer Kaffette lagen. Am Morgen des 30. September habe Löffler bessere Pflege von Herzen zu wünschen seien." Wir unterstützen die Bitte des Vereins, weil eben bisher int Conto seiner Beit angelegt ist. Er behauptet, daß im Jahre 1893 ihr erzählt, daß er den Lieutenant Friz erwarte, der einen Wechsel bei der Aktiengesellschaft für Grundbesiß und Hypothekenverkehr eine bezahlen wolle. Löffler habe dann im Laufe des Vormittags über Berliu für arme und kränkliche Kinder leider auf keine andre Weise Stopfschmerzen geklagt. Als sie von der Mittagspause zurückgekehrt gesorgt wird als durch das bißchen Privatwohlthätigkeit. Aktienkapitalserhöhung von 3.000 000 m. stattgefunden habe und 2 000 000 M. dieser neuen Aftien von einem Konsortium war, habe sie ein Rezept auf dem Tisch liegen sehen. Löffler habe aber eine kleine Anfrage möchten wir uns hier gestatten. übernommen worden seien, dessen Mitglieder er nicht nam- ihr gefagt, daß er den Doktor babe holen laffen. Ihr Auerbieten, Spitze des„ Vereins für Ferienkolonien" stehen zwei Mitglieder des übernommen worden seien, dessen Mitglieder er nicht nam- die verschriebene Arznei anfertigen zu lassen, habe Löffler abgelehnt. Berliner Magistrats. Haben die Herren schon einmal versucht, haft machen könne. Es egiftiert ein Zeichnungsschein dieses Konfortiums vom 13. April 1893, der Sachverständige Kommerzienrat fie die Beziehungen, die zwischen beiden obwalteten, nicht ihren Kollegen im Magiftrat vorzutragen? Nach der Haltung, die Thomaschke sei häufig zu Löffler gekommen, doch kenne die in ihrem Verein gemachten Beobachtungen und Erfahrungen Lucas hält es indes nach seiner Kenntnis der gesamten Verhältnisse Ebensowenig wisse Sie, об Löffler des Abends der Bank für ausgeschlossen, daß ein solches Konsortium überhaupt häufig Besuch erhielt. bestanden hat. Er ist vielmehr der Ansicht, daß das Konsortialconto wie gewöhnlich um 72 Uhr fortgegangen. Am Abend des 30. Eeptember sei sie der Magistrat in den letzten Wintern in der Notstandsfrage Ende September eingenommen hat, müssen wir das start bezweifeln. Die städtischen fingiert ist. Die 2 000 000 m. Attien der Aktiengesellschaft für Grundhabe Löffler ihr geflagt, daß der Gerichtsvollzicher Behörden haben sich im vorlegten Winter mit der Wohnungsbesitz und Hypothekenverkehr waren vielmehr eigene Effekten der wohl in den nächsten Tagen kommen würde, ihm drohe eine Zwangs- teuerung, im letzten mit dem Arbeitsmangel zu be Deutschen Grundschuldbank und mußten als solche und nicht wie geVon gehabt. socialdemokratischer Seite wurde schehen, unter„ Debitores" in die Bilanz eingestellt werden. Und vollstreckung. Gerichtsvollzieher Richter II sei auch erschienen, die schäftigen dem einen vie in dem andren Falle darauf hins zwar durften sie, wenn man den inneren Ünvert nicht berüd- wangsvollstreckung sei aber fruchtlos ausgefallen. Die Zengin hat in fichtigte, mit 3 200 000 m. eingestellt werden, weil die Dividende zu zwei verschiedenen Malen der Ehefrau des Gerichts gewiesen, daß diese Erscheinungen des Wirtschaftslebens für die vollziehers je einige Flaschen Wein hinbringen der Aktiengesellschaft im Jahre 1899 10 Broz. betrug und der Coupon müssen. Der ihm drohende Offenbarungseid habe dem Ber- unbemittelte Bevölkerung einen drückenden Notstand zur Folge Die Angeklagten Eduard Schmidt, Warsinski und Heinrich ſtorbenen viel Sorge gemacht, um so größer sei seine Freude gewesen, haben, der ein Eingreifen der Gemeinde erforderlich macht, Die Angeklagten Eduard Schmidt, Warsinski und Heinrich als am 30. September eine Starte tam mit der Nachricht, daß der Doch was that der Magistrat?! Er scheute sich nicht, das VorSchmidt wollen von diesem ganzen Sachverhalt keine Kenntnis Termin aufgeschoben sei. Wenn Löffler des Abends Speisegeschirr handensein eines Notstandes, zum mindeſten eines außergewöhnlichen, Staatsanwalt Be ed ist der Ansicht, daß das fragliche Kon- oder Gläser gebrauchte, so pflegte er sie bis zum folgenden Morgen zu bestreiten. sortium nur vorgeschoben ist, um den Direktoren der Bank die Mög- und reinigte die Gefäße. in seiner Wohnstube stehen zu lassen, dann kam die Aufwartefrau An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" Die Früchte jener lichkeit zu gewähren, das Geschäft für sich oder die Bank gelten zu Thomaschke ihr in ihrer Wohnung einen Besuch gemacht. Sie habe reift. Der„ Verein für Ferienkolonien" ist ja nicht die einzige Ver Einmal nach dem 30. September habe jocialrüdständigen Kommunalpolitit sind rasch ges lassen, je nachdem es Vorteile brachte oder nicht. Die Sachverständigen Kommerzienrat Lucas, Geheimrat sich darüber gewundert, da sie ihm stets fremd gegenüber gestanden, Hecht und Bücherrevijor Struse sind darüber einig, daß diese Art mit ihr zu besprechen. Am Nachmittage des 30. September fei Löffler mangel hervorgerufenen außergewöhnlichen Notſtandes der lezen er sei denn auch bald wieder gegangen, ohne etwas von Wichtigkeit einigung, die die Wirkungen des durch Wohnungsteuerung und ArbeitsBuchung eine absolut ungewöhnliche und Verdacht erregende fei. ganz aufgeräumt gewesen und habe noch mit ihr gescherzt. Er habe sich über Jahre jetzt zu spüren bekommt. Schon im Winter kamen aus zahlWenn die Bank auch keinen Nachteil davon gehabt habe, so liege Thomaschke in der Weise geäußert, daß derselbe ihm lästig werde, reichen wohlthätigen und gemeinnügigen Vereinen Klagen über doch sicher eine Bilanzverschleierung vor. Uebrigens hat auch aber er könne ihn nicht herausschmeißen. Daß Löffler Schuldner Klagen, daß sie dem gewaltigen Ansturm von Hilfesuchenden weniger der Angeklagte Eduard Schmidt in der Voruntersuchung erklärt, des Holzapfel war, habe sie gewußt, aber nicht in welcher Höhe. als je gewachsen seien. Doch auf den Magistrat vermag alles das daß er an das Bestehen eines derartigen Konsortiums nicht Der Angeklagte richtet an die Zengin die Frage, ob Löffler nicht ebenso wenig einen Eindruck zu machen wie auf die freisinnigen glaube, weil er trotz seiner nahen Beziehungen zu der maß die Angewohnheit hatte, Geschenke zu machen, wenn ihm eine Pfän- Bertreter des Geldsads, die in der Stadtverordneten- Bergebenden Persönlichkeit niemals etwas von ihm gehört habe und dung drohte. Die Zengin erwidert, daß er ihr einmal ein Bild gewohl auch zur Beteiligung aufgefordert worden wäre, wenn ein schenkt habe, das sei aber nicht vor einer Pfändung gewesen. sammlung den Ausschlag geben. Es bleibt dabei: ein Eingreifen Konsortium wirklich bestanden hätte. Die Verhandlung wird schließlich auf nächsten Montag ver- Thomaschte: Hat Löffler Ihnen nicht auch eine Uhr ge- der Gemeinde ist nicht nötig; denn die Privatwohlthätigkeit„ reicht schenkt? 3eugin: Ja, das ist aber ein Weihnachtsgeschenk ge- aus". tagt. Sonnabend findet keine Sigung statt. wesen. Witwe Greybowska, noch nicht abgetrennt war. haben. wurde. = Stadtbaurat Aus der Magiftrat& fignug vom Freitag. Der Mordprozeß Thomaschke. cine von den beiden Bräuten Thomaschtes, schildert die traurigen Ludwig Hoffmann legte die Pläne und Entwürfe mit den Erfahrungen, die sie mit ihm gemacht. Infolge einer Heirats- Sostenanschlägen für folgende Banten vor: 1. Eine GemeindeNachdem Landgerichtsdirektor Bohle die Sigung, um 9/2 Uhr annonce hatte Thomaschke sich gemeldet. Bei Bözow in Garten Doppelschule in der Samariterſtraße, Kostenanschlag 738 000 W.; eröffnet, wird die Beweisaufnahme fortgesetzt. Kriminalinspektor hatten sie die erste Zusammenkunft. Bei der zweiten verabredeten 2. eine Gemeinde- Doppelschule in der Greifenhagenerstraße, Kosten Klatt soll ebenfalls über die Lage der Leiche Auskunft geben. Es Zusammenkunft blieb Thomaschke aus, er entschuldigte sich mit einer not- anschlag 700 000 M.; 3. eine Gemeinde- Doppelschule in der Pappelkommt darauf an, nachzuweisen, ob der linke Arm schlaff herabhing, wendigen Reise. Dann hatte sie ihn in seiner Wohnung in der Christ- Allee, Kostenanschlag 750 000 M.; ferner 4. 3ivei Ueber oder ob er, vom Krampf erstarrt, wagerecht ausgestreckt gehalten burgerstraße besucht. Am 23. September sollte die Berlobung verwachungshäuser, Irrenhaus Buch, Kostenanschlag 404 000.; wurde. Der Zeuge weiß nur, daß die Leiche gerade ausgestreckt lag und öffentlicht und gefeiert werden. Ein Verwandter der Zengin hatte 5. eine Waschküche für das Irrenhaus in Buch, Kostenanschlag meint, daß der Arm in der Höhe des Diwans ausgestreckt gehalten sich bei einem Auskunftsbureau über Thomaschke erkundigt und die 210 000 W., 6. für eine Kochküche in Buch, Kostenanschlag 175 000. leber denselben Punkt wird der Buchhändler Auskunft erhalten:" Thomaschke ist seit Jahren in Wein und Cigarren Der Magistrat genehmigte diese speciellen Entwürfe und wird der Grabert vernommen, der im Hause Greifswalderstraße 11 wohnt thätig, hat sich ein kleines Vermögen erspart und ist ein fleißiger Stadtverordneten- Versammlung die entsprechenden Vorlagen zugehen und während einiger Minuten im Zimmer weilte, wäh- Man". Dies genügte der Braut, die Verlobung wurde gefeiert und lassen, damit mit dem Bau dieser Schulen baldigst begonnen rend die Kommission dort war. Dieser Benge meint, seinen und ihren Verwandten wurden Anzeigen geschickt. Es werden fann. Die Rats Maurermeister Meging, Natho, daß der linke Oberarm bis zum Ellenbogen an den trafen auch schriftliche Glückwünsche ein; die von den angeblichen Maguhu, Wolff und Vollmer, die Rats- Zimmermeister Stieber Oberarm angedrückt gehalten wurde, während der Unterarm Verwandten des Bräutigams, hatte dieser selbst geschrieben. Am und Friese, deren Wahlzeit am 30. Juni d. J. abläuft, find ausgestreckt war. Kriminalinspektor Klatt behauptet dagegen, daß 30. September besuchte ihn die Zengin wiederum in feiner Wohnung. vom Magistrat auf fernere sechs Jahre wiedergewählt und an Stelle der linke Ellenbogen teine Stütze auf dem Diwan gefunden habe, Damals schon hatte sie Verdacht, daß sie getäuscht wurde. Ihren des verstorbenen Ratsmaurermeisters Jacob der Maurermeister sondern der ganze Arm freigelegen habe. Verwandten war mitgeteilt worden, daß Thomaschke noch ein Mittag zum Rats maurermeister gewählt. Justizrat Dr. Sello richtet an Professor Dr. Straßmann die andres Verhältnis habe. Die Zeugin stellte ihn dieserhalb zur Rede, Um den Ueberschwemmungen in den tief gelegenen Ges Frage, ob er nicht bei der Obduktion der Leiche innere Blutergüsse wurde aber von dem Angeklagten durch die Angabe beschwichtigt, bieten der Stadt: 1. das Gebiet, welches Invaliden- und Gartens wahrgenommen habe, welche die Möglichkeit zulassen, daß Löffler daß er das Verhältnis mit der früheren Braut gelöst habe, straßen- Ecke zum Centrium hat; 2. das Gebiet, das sich einem Schlagfluß erlegen sei. Der Sachverständige erwidert, daß weil sie ihm verheimlichte, daß sie ein anderthalbjähriges Kind babe, inden Alexanderplat und 11122 die diesem Platz bes ihm derartige Symptome unbedingt aufgefallen wären: Ferner Nach einiger Zeit habe der Angeklagte ihr gebeichtet, daß er keine nachbarten Teile der Königstraße, Alexanderstraße um Am Königsrichtet der Verteidiger an Profeffor Straßmann die Frage, ob die reine Vergangenheit habe, er sei einmal wegen Vertreuungen graben gruppiert; 3. das verhältnismäßig tleine Gebiet, das den Tetanussiarre, eine unausbleibliche Folge der Strychninvergiftung, ziemlich schwer bestraft worden. Sie habe ihm das verziehen und Schnittpunkt von Weinmeisterstraße und Alte Schönhauſerſtraße zum nicht durch die später eintretende Leichenstarre wieder auf erklärt, ihn dennoch heiraten zu wollen. Nach kurzer Zeit sei dann Mittelpunkt hat, vorzubeugen, hat der Magistrat beschlossen, der gehoben wird. Der Sachverständige giebt dies zu. Da das Berhältnis durch die Verhaftung des Angeklagten in die Brüche Stadtverordneten- Versammlung die Anlagen von vier Not. die photographischen Aufnahmen einen sicheren Schluß auf die gegangen. anslässen zu empfehlen, und zwar im besonderen in der Lage des Armies nicht zulassen, so stellt der Verteidiger Rechtsanwalt Es folgt die Vernehmung des Schreibers Knoblauch. Der Invalidenstraße, in der Neuen Promenade, in der Weinmeisterstraße, Dr. Werthauer den Anirag, daß allein der linke Arm in fünf- bis Benge meldete sich auf Grund einer Annonce bei dem Angeklagten Alten Schönhauserstraße, Rochstraße und Kaiser Wilhelmstraße. Der zehnfacher und wurde als Schreiber und Kassierer von ihm angenommen. vorgelegte Kostenanschlag beläuft sich auf die Summe von Thomaschte erzählte ihm, daß er bisweilen große Geldgeschäfte ab 938 000 Mart, welche aus Anleihemitteln zu entnehmen find. Eine schließe. Er müsse seinem Mitarbeiter großes Vertrauen schenken, ausführliche Borlage ist vorbereitet. da er sich häufig in seiner Sommerwohnung in Treptow aufhalte, deshalb müsse der Zeuge ihm eine Station von 500 Mart Der Magiftrat hat am Freitag nach den Beschlüssen der hinterlegen. Die Mutter des Zengen hatte ein Sparkassenbuch über städtischen Personalkommnission den in kommissarischen Verhandlungen 1000 m. und dies vertraute sie dem Chef ihres Sohnes als Unter- mit dem Polizeipräsidenten festgestellten Entwurf eines neuen Ortslage an. Thomaschke hat, wie mehrfach erwähnt, das Buch sofort statuts über die Pensionierung und hinterbliebenen für 850 M. bei Holzapfel versetzt. Am Morgen des Versorgung der Angestellten der hiesigen Feuerwehr mit Hiernach wird die Pensions 1. Oktober sei der Angeklagte gegen 10 Uhr ins Bureau ge- geringen Alenderungen genehmigt. Die tommen. Er ſei etivas aufgeregt gewesen und habe berechtigung auf die etatsmäßigen Bureaubeamten ausgedehnt ihm sofort einen Auftrag gegeben, der ihn für mehrere Stunden und den Hinterbliebenen aller Angestellten der Exekutivmannschaften, ans dem Geschäft fernhielt. Der Zenge habe von dem Angeklagten, wie des Bureaupersonals Witwen- und Waisen- Versorgung nach den als dieser verhaftet wurde, sein Sparkassenbuch zurückverlangt, für die Staatsbeamten geltenden Grundsägen gewährt. Thomaschte habe ihn an Holzapfel verwiesen. Vergrößerung photographiert tverden möge. Der Gerichtshof giebt diesem Antrage statt und beauftragt Kriminalinspektor Klatt, für die Herstellung einer solchen Vergrößerung schleunigst Sorge zu tragen. Staatsanwalt Randolph fragt den Sanitätsrat Dr. Mittenzweig, ob es möglich sei, daß durch Tetanuskrämpfe die beiden Arme in so grundverschiedene Stellungen gebracht werden konnten, wie es bei Löffler der Fall war. Der Sachverständige hielt die Möglichkeit nicht für aus geschlossen. Kriminalinspektor Braun wird nochmals vernommen. Läufer aus der Löfflerschen Wohnung sind zur Gerichtsstelle gebracht worden und werden vom Inspektor Braun so gelegt, wie sie in der Wohnung lagen. Der Läufer schlägt unmittelbar vor dem Diwan mehrere starte Falten, woraus geschlossen wird, daß jemand eine starke Last auf den Diwan gelegt hat. Der Zeuge Braun führt noch einmal alle Umstände an, welche für die Thäterschaft des Angeklagten sprechen und fügt hinzu, daß ihm noch nie ein Fall vorgekommen sei, in dem ein Verbrechen mit solcher Umsicht Gegen 8 Uhr vertagt der Präsident die Sigung bis Sonnabendvormittag 9/2 Uhr. Berliner Partei- Angelegenheiten. " Der Vorstand. Vom Milchkrieg. Uns wird geschrieben: Ein stilles Ende hat nunmehr die große juristische Aktion gefunden, die die agrarische Milch centrale in den ersten Tagen des Milchkrieges gegen den über sie verhängten Boytott eingeleitet hatte. Wie erinnerlich, hat die Vereinigung der Berliner Milchhändler gleich nach Ausbruch geplant und mit so vielen Fehlern zur Ausführung gebracht wurde. Der socialdemokratische Wahlverein für den fechften des Milchkrieges in allen Stadtteilen Flugblätter verteilt, die für Er nehme an, daß sich in der Löfflerschen Wohnung folgender Vorfall Berliner Reichstags- Wahlkreis, Schönhauser Vorstadt, hält jeden einzelnen Stadtbezirk die Namen der mit der Milchcentrale abgespielt habe: Thomaschke habe auf dem Stuhl gesessen, der am Sonntag, den 8. Juni, vormittags 10 Uhr, im Berliner arbeitenden Geschäftsleute enthielten. Dieses von dem größten Teil zwischen Diwan und Schreibtisch, mit der Lehne gegen den Tisch Prater, Kastanien- Allee 7-9, eine außerordentliche General- der Berliner Bevölkerung unterstützte Borgehen der Milchhändler veranlaßte die Milchcentrale, bei dem Polizeipräsidium nicht nur Straf auf dem Schreibtische an der Ede lag. In einen unbewachten versammlung ab. Tagesordnung: Die Organisationsfrage antrag au stellen, sondern auch, wie seiner Zeit schon berichtet Augenblid habe Thomaschte das Gift in Löfflers Bier geschüttet. im sechsten Streise. Referent: Reichstags- Abgeordneter A. Bebel. wurde, die schleunige Verhaftung des ersten Vorsitzenden der MilchNachdem dieser davon getrunken, sei er aufgefprungen, aber gleich Beschlußfaffung über die für unsre Vorstadt sich hieraus ergebenden händler Vereinigung vorzuschlagen. Die Prüfung der Flugblätter durch die Behörden ergab jedoch sofort, daß Inhalt und Fassung derdarauf durch die Wirkung des Giftes zur Erde gefallen. Die unteren Maßnahmen. Mitgliedsbuch legitimiert. Bewohner haben auch gegen 10/2 Uhr ein dumpfes Geräusch, Achtung, 3. Wahlkreis! Sonntag, den 8. Juni, Familien- selben jede Wiöglichkeit strafrechtlichen Einschreitens ausschloffen. Man wie von einem fallenden Störper, gehört. Dann habe Thomaschte ausflug nach Pferdebucht" bei Köpenid. Rege Beteiligung er- beschränkte sich deshalb darauf, ein Verfahren wegen Uebertretung den Tisch, der vor dem Diwan stand, beiseite gerückt, um den fast wartet preßgefeßlicher Vorschriften gegen den Vorsitzenden der Vereinigung, Wiesener, einzuleiten, da auf den Flugblättern Name und WohnToten hinaufzulegen. Der Mörder habe den Leichnam dann abgewaschen und die Augen zugedrückt. Er glaubte somit alle Spuren Lichtenberg. Die Parteigenoffen veranstalten zu morgen, ort eines Druckers und Verlegers fehlten. Thatsächlich wurde auch verwischt, aber die Leiche lag so schön" auf dem Diwan, daß nur Sonntag, in Menteschen Volksgarten, Röderstraße 35/36, der Milchhändler Wiesener vom Amtsgericht und Landgericht I wegen ein toter Körper so hingelegt werden konnte. Thomaschte habe auch zweiter Eingang Landsberger Chaussee, also hart an der Berliner Hebertretung des§ 6 des Reichs- Preßgefeges verurteilt, wobei ihn eine Cigarre im Munde gehabt, als er die Leiche auf den Diwan Grenze, zwischen Hohenzollern und See- Terrasse, eine Voltsfest das Göffengericht als den Verleger" einer Druckschrift, die StrafReben einem Doppel- Konzert werden Gesangs- und turnerische Auf fammer zwar nicht als„ Berleger", aber als Herausgeber" einer Tegte, denn als er sich dabei über den Toten beugte, sei die Asche herabgefallen und auf dem Beinkleid Löfflers führungen geboten. Der Radfahr- Verein„ Vorwärts"- Moabit wird Druckschrift verantwortlich machte. Auf eingelegte Revision hatte liegen geblieben. Wie der Zeuge aus Erfahrung wiffe, ein Reigenfahren veranstalten. Ebenso finden Kinderbeluftigungen sich nunmehr der Straffenat des Stammergerichts mit dieser wirke Angelegenheit zu beschäftigen. In der Hautverbandlung vom 5. Juni das Strychnin häufig fofort oder nach wenigen und Feuerwert statt. beantragte Dr. Flatau als Syndikus des Milchhändler- Verbandes Augenblicken. Als das Opfer des Töpfers Jaenice am Teufelsjee die Aufhebung der Vorentscheidung, da der preßrechtliche Begriff bei Potsdam das Gift getrunken, habe es noch acht bis zehn Schritte eines Herausgebers auf den Angeflagten, Milchhändler Wiesener, vorwärtsgehen können, dann sei das Mädchen unter heftigen Zuckungen offensichtlich nicht zutreffe, außerdem aber die Ausnahmebestinumung zu Boden gefallen und gleich darauf verschieden. Als ich so erzählt der Zeuge dem Thomaschke diesen vermutlichen Sachverhalt Für die Ferienkolonien wird ernent um Einsendung von§ 6 Abs. 2 des Preßgesetzes Anwendung finden müsse, wonach bet borhielt, erklärte er:„ Ja, in dem Bierglase Löfflers ist aber kein Beiträgen gebeten, damit eine möglichst große Zahl von Kindern Druckschriften, die den Zwecken des Gewerbes und Vers Othenin gefunden worden"." Sie Schlauberger", " Sie Schlauberger", erwiderte berlicksichtigt werden kann. Eine vom„ Verein für Ferienfolonien" tehrs dienen, die Angabe von Drucer, Verfasser, Verleger oder ich ihm," Sie haben natürlich das Glas tüchtig ausgespült an die Presse versandte Mitteilung bestätigt die von uns bereits vor Herausgeber nicht notwendig sei. Der Straffenat des Kammerund die Spuren verwischt. Sie werden mir doch nicht einreden mehreren Wochen gebrachte Nachricht, daß in diesem Jahre der An- gerichts hob die Vorentscheidung auf, indem er aussprach:„ Es tönne wollen, daß Löffler, nachdem er das vergiftete Bier getrunken, nach drang der Aufnahme begehrenden Kinder ganz besonders groß ist. dahingestellt bleiben, ob der Angeklagte überhangt als" Herausgeber" einer Druckschrift anzusehen sei, in jedem Falle komme die Ausnahmeder Küche gegangen ist, das Glas ausgespült, sich wieder auf den Es wird hervorgehoben, daß diesmal die Anmeldungen in bestimmung des§ 6 Absatz 2 des Preßgejezes zur Anwendung. Es Diwan gelegt hat und dann ruhig gestorben ist? Sie glaubten schlau zu sein, find aber gar nicht schlau." Der Zeuge führt des allen Stadtbezirken außerordentlich hoch" find handle fich nach dem allein maßgebenden Wortlaute der Flugblätter weiteren aus, daß er den Thomaschte auf verschiedene Widersprüche und das Komitee von allen Seiten mit Bitten um Mitteilungen zu geschäftlichen Zweden, indem betreffend feines Aufenthalts im Restaurant Groh und„ Am Königs- be stürmt wird. Da es in Berlin( so heißt es da) an größeren die Mitchhändler- Vereinigung durch deren Verbreitung bezivedt habe, thor" aufmerksam gemacht habe. Einrichtungen zur Unterbringung franker tinder faft gänzlich die Kunden von der Milchcentrale abwendig zu machen und für sich " Lokales. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" " Witterungsübersicht vom 6. Juni 1902, morgens 8 Uhr. zu gewinnen. Der Senat erkannte deshalb in der Sache selbst auf| Bintetaplah nach Hause fam, flagte er feiner Frau, fam, flagte er feiner Frau, die Kaufmann Paul Bachmann; Bädermeister Leopold Nother, sämtlich Freisprechung, indem er zugleich die Kosten der Berteidigung Mitarbeiter hätten wegen der Hobel fchon gestichelt. Das war Ein- in Spandau; ferner Ofenfabrikant Friedrich Arthur Balz und Gast der Staatskasse auferlegte. bildung. Lehmann aber meinte, er müsse nunmehr der Sache ein wirt Sigismund Gericke, beide in Belten. Der Defraudant hat Die neueste Leutseligkeits.Anekdote betrifft den preußischen Ende machen. Seine Frau riet ihm, er möge doch mit seinem feine fämtlichen Bücher in der denkbar größten Unordnung zurüc Die neueste Leutseligkeits- Anekdote betrifft den preußischen früheren Werkmeister sprechen. Das that er denn auch am Mitt- gelaffen. Kronprinzen und wird von der" Post" mitgeteilt. Sie lautet: Eine scherzhafte und doch bezeichnende Episode wird aus woch. Der Werkmeister versicherte ihm auch, daß die Hobel wirklich dem Leben des Kronprinzen in Bonn berichtet. Kronprinz Wilhelm Auch jetzt fühlte sich der Unglüdliche noch nicht entlastet. Gestern nichts wert seien, nahm sie aber wieder an, um ihn zu beruhigen. unternahm mit mehreren Angehörigen des Corps Boruffia" von legte er feinen Sonntagsstaat an und verabschiedete sich von seiner Bonn aus einen Ausflug nach dem Laacher See, bezw. dem Der Kronprinz benutte dabei mit Frau mit dem Vorwande, daß er den Werkmeister noch einmal aufseinen Kommilitonen für die Eisenbahnfahrt die Eisenbahnfahrt einen Wagen fuchen wolle. Statt nach der Schliemannstraße ging er aber nach IV. Iaffe, weil, so äußerte der Thronfolger, es in einem solchen Moabit, wo er im Kriminalgericht plöglich von einer Bank aufsprang Inftiger und geräumiger fei, als in einem Wagen 1. oder und unter einem Fahrstuhl den Tod suchte. Im Lazarett verlangte II. Klaffe, und weil der Fahrpreis, so fügte er lächelnd hinzu, ja der Unglückliche, der schwer verlegt wurde, vom Wärter Gift. Swinembe. 757 23 Der Gerichtsarzt erkannte, daß er an Verfolgungswahn leidet. auch erheblich billiger wäre. Kloster Maria Laach. Der Verfertiger dieser Leutseligkeitsanekdote hat vergessen, seiner Hohenzollernverherrlichung die nötigen Konsequenzen anzuhängen, Er müßte darauf hinweisen, daß die ewige Nörgelei über menschenunwürdige Beförderung in der vierten Klasse fortan jeder Berechtigung entbehrt und fast an Majestätsbeleidigung streift. vom Stationen Barometer= stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometer Winds 3hlb. bed. 14 Haparanda 756 N 14 Petersburg 751 NW 16 Cort 757 WSW 4 bedeckt 759 W 3 bedeckt 2 hlb.bed. 16 Aberdeen 2wolfig 15 Paris Hamburg Berlin Zu dem Mord und Selbstmordversuch in der Tilsiterstraße Franff./M. 762 SW ist noch nachzutragen, daß der Rohrleger Hannaste sich nicht lebens- München 764 23 gefährlich verwundet hat. Der Blutverlust hatte ihn zwar start er- Wien fchöpft, jeyt hat er sich aber schon wieder erholt. richtung Windstärke Wetter 4 bedeckt Temp. n. G. 15° G.-4° R. 1 bedeckt 759 WSW 5 bedeckt 14 13 765 23 23 2 heiter Wetter Prognose für Sonnabend, den 7. Juni 1902. Borherrschend wolkig, noch etwas fühler mit leichten Regenfällen und ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juiflische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ Uhr abends ſlait. R. V. 78. Dank für Ihre Mitteilungen. Die Vorkommnisse liegen Schon zu aber schon zu weit zurück, als daß wir sie noch veröffentlichen fönnten. A. M. 90. Das Denkmal kostet 8000 Mart, die Aufstellung gegen 200 Mart. 2. 5. 49. Die Tierchen, die Sie als Schädlinge Straßensperrungen. Die Gasse hinter der Kommandantur Freifinnige Denkmalsschmerzen. Die Stadtverordneten Perls wird wegen Asphaltierung vom 9. d. M. ab bis auf weiteres für und Genossen haben der Stadtverordneten- Versammlung folgenden Fuhrwerte und Reiter gesperrt, ebenso die Prinzengaffe und die Antrag unterbreitet: Die Stadtverordneten- Versammlung ersucht Falloniergasse. Desgleichen wird die Wollinerstraße von der den Magistrat, Umschau nach einem geeigneten Platz zu halten, der Griebenow bis zur Bernauerstraße wegen Umpflasterung vom dem Ausschuß für die Errichtung eines Hardenberg Dent- 6. d. M. ab bis auf weiteres für die Fuhrwerke und Reiter gesperrt. mals für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden könnte." Zengen gesucht. Die Personen, welche am Sonnabend, das von Friedrich Wilhelm III. in der Angst gegebene Versprechen straße 70 ein Knabe überfahren wurde, werden gebeten, ihre Adresse Die preußische Nation verdankt der Hardenbergschen Anregung 24. Mai, abends 7 Uhr, gesehen haben, wie vor dem Hause Blumeneiner Verfassung. Dies mit feierlichen Worten gegebene Vers sprechen wurde, als Napoleon nicht mehr zu fürchten war, bei A. Pohl, Blumenstr. 70, abzugeben. Besonders ergeht an den König schnöde gebrochen und fand erst nach den Stürmen von 1848 Herrn, der den Knaben aufgehoben hat, die Bitte, sich zu melden. in der famosen Dreitlassen Repräsentation seine Ber- Bei einem Zusammenstoß auf der Straßenbahn kam gestern 2. R. 229. Sie können beim Amtsgericht auf Rückgabe der Zahlung wirklichung. Dem Minister Hardenberg ist auch die Gesindemittog der 24 Jahre alte Bäckergeselle Albrecht Kröger aus der denn der Vater haftet für von ihm nicht genehmigte, auch nicht zum Unterflagen. M. W. 100. Eine Klage gegen den Vater wäre aussichtslos, Ordnung von 1810 zu verdanten, die mit ihrem Prügelrecht Wartenbergstraße 54 zu Friedrichsberg schwer zu Schaden. Als er halt des Sohnes erforderliche Schulden nicht. Wiechmann. Sie sind ebenfalls heute noch Gültigkeit hat. in der Nähe der Koppenstraße mit seinem Brotwagen quer über das zur Zahlung nicht verpflichtet. J. G., Danzig. Solche Urteile sind Die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn teilt Straßenbahngeleife hinwegfuhr, rannte ein Wagen der Linie uns nicht bekannt und würden irrig sein. Wenn die Arbeitsordnung gültig uns mit, daß eine Bestimmung, wonach bei vollbesetztem Wagen Spittelmarkt- Friedrichsfelde sein Fuhrwert am Hinterteil an. Kröger ist, so ist auch die im Urteil ausgesprochene Aussichleßung der Kündigungs 4-5 überzählige Personen mitgenommen werden können, von ihr flog vom Bock, zog sich zwei Rippenbrüche zu und mußte von der frist gültig. nichterlassen ist. Wenn thatsächlich- so schreibt die DirektionRettungswache I nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht Ihres Landes beschreiben und die Sie Landslöhe betiteln, scheinen Erdflöhe 311 sein. Sie rotten dieselben am besten aus, wenn Sie auf den Boden in einer Instruktionsstunde eine derartige Mitteilung gemacht sein werden. Asche aufstreuen und diese mit Jauche begießen oder mit Tabaksaufguß oder sollte, so hat der betreffende Beamte dabei nicht nur auf eigne Faust, Im Kinderwagen erstickt ist der 1/2 Jahre alte Sohn Frizz Guano vermischen. Auch sogenannte Erdflohmaschinen( mit Teer überstrichene jondern direkt gegen unsre Instruktion gehandelt. Auch die Nach des Schneider Sanderschen Ehepaares aus der Marienburgerstr. 31a. Brettchen, an denen fich Reiſer zum Aufſtöbern der Stäfer befinden) benust richt, daß die Polizei uns vertraulich benachrichtigt habe, sie werde Während Sander sich vorgestern auf seiner Arbeitsstelle befand, man, indem man sie durch die Pflanzenreihen, insbesondere durch den Kohl aus ähnlichen Anlässen keine Strafmandate erlaffen, ist falsch, was mußte seine Frau fertige Kleidungsstüde, die sie genäht hatte, ab- durchzieht. Saben sich die Larven des Flohes im Raps festgesetzt, ſo iſt es ratsam, den Raps unterzupflügen und andres anzupflanzen. schen dadurch bestätigt wird, daß wir gerade in jüngster Beit liefern. Als sie furz nach 9 Uhr wegging, schlief der fleine Knabe Berjährung liegt nicht vor. Eine Strafanzeige würde aber nach Ihrer Darauf Veranlassung der Polizei gegen mehrere in seinem Kinderwagen, bei ihrer Rückkehr nach anderthalb Stunden legung schwerlich Erfolg haben. 5. K. Die monatliche Kündigungsfrist Schaffner wegen, wegen lebertretung des Ueber war er tot. Er lag mit dem Gesicht im Deckbett und war erstickt. bleibt trotz des Kaufes bestehen... 15. 1. Wenn in der That nur füllungsverbots einschreiten mußten. Was die Ver14 Mart monatlich gezahlt und Essen oder Wohnung nicht ge anlassung zu der obigen Mitteilung gegeben haben könnte, ist vielFenerbericht. Zwei größere Brände hatte die Wehr in den währt wurde, so ist richtig geklebt. 2. Eventuell ist nachzufleben. 3. Nein. leicht der Umstand, daß in einem einzigen Falle seitens unsrer legten 24 Stunden abzulöschen. Donnerstagabend 8 1hr war in 4. Nein. 5. Ja. 6. Es muß auch für diese Zeit geklebt werden. 7. Nein. 7. G. Ein sogenannter Lotterie- Verein bedarf keiner Genehmigung, unteren Organe von der strikten Beobachtung der Polizeivorschrift der Greifswalderstr. 208 auf einem Futterboden ein Feuer ausG. Sch. Wenden Sie sich direkt an die Postdirektion. O. 2. 23. bezüglich der Besetzung der Wagen abgewichen worden ist; nämlich gekommen, das in kurzer Zeit auch den Dachstuhl erfaßte und einen Friedrichsberg 88,89. Gine au dem Lage der in Berlin herrschenden Wassersnot, großen Teil desselben einäscherte. Die Wehr hatte über eine 1. Nein. 2. Ja, beim Amtsgericht. 3. Ja. welchem der Betrieb verschiedener Straßenbahnlinien ganz eingestellt Stunde aus zwei Schlauchleitungen Wasser zu geben, um die ausgeklagte Forderung verjährt erst in 30 Jahren. Sie müssen also, falls Loewe. Nachdem bas Reichs- VersicherungsSie sich nicht einigen, zahlen. werden mußte und auf den im Betriebe befindlichen Strecken das Flammen zu ersticken. Ein zweiter bedeutender Dachstuhlbrand amt zu Ungunsten der Hinterbliebenen auf Grund des Attestes entschieden Publikum energisch auf Beförderung drängte; bier ist thatsächlich wurde zu gleicher Zeit von der Matternſtr. 6 gemeldet. Auch hat, läßt sich leider zu Gunsten der Hinterbliebenen nichts mehr machen. unter der stillschweigenden Voraussetzung der Billigung der Organe hier mußten zwei Schlauchleitungen längere Zeit in Thätigder Aufsichtsbehörde den Schaffnern das Mitnehmen von einigen teit gesezt werden, um das Fener, das schon eine große AusAften Freunden u. Bekannten hier: Orts- Krankenkasse Personen mehr als vorgeschrieben, gestattet und von diesen ent- dehnung erlangt hatte, zu dämpfen. Eine Stunde später brannte sprechend verfahren worden. in der Steglitzerstr. 8 ein Posten Holzkohlen auf einem Schmelzofen, durch die traurige Nachricht, daß mein während in der Anklamerstr. 42 ein Brand beseitigt werden mußte, lieber Mann u. Vater, der Böttcherder den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. In der meifter Hermann Inderst, Görligerstr. 60 mußte gegen 11 lhe in einem Steller ein Feuer ab- am 5. d. M., abends 8 Uhr, an Herzgelöscht werden, das durch Selbstentzündung von Breßkohlen ent- lähmmmg fanst verschieden ist. Dies standen war. Freitag früh kurz nach 1 Uhr hatte die Wehr in der zeigen ficfbetrübt au 966 Roßstr. 8 einen Schornsteinbrand zu beobachten. Außerdem hatte Ein Krahunnfall, bei dem zwei Arbeiter schwer und die Wehr in der Zwischenzeit noch Alarmierungen von der Höchſte= zwei leichter verlegt wurden, ereignete sich am Freitag- straße 4, Brunnenstr. 196 und von Neu- Kölln am Wasser 8 zu vernachmittag furz vor 3 Uhr auf dem Spandauer Schiffahrts- zeichnen, die indes durchweg auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen all 23ir geben dieser Zuschrift um so bereitwilliger Raum, als sie das Publikum, und namentlich die Schaffner der Straßenbahn, über die thatsächlich geltenden Bestimmungen aufklärt und Mißhelligkeiten verhindert, die aus der Befolgung einer unbefugt erteilten oder mißverstandenen Instruktion entstehen könnten. Aus den Nachbarorten. tanal am Südufer. Hier hat auf dem Grundstück Nr. 10-13 die waren. Centrale Moabit der Berliner Elektricitätswerte ein Kohlenlager. Zum Löschen der Kohlen dient eine große, elektrisch betriebene Krahn anlage, deren Greifer je 14 Centner Kohlen selbstthätig fassen und auf das Lager bringen. Gestern nachmittag versagte nun an einem Neu- Weißensee. Einen glänzenden Sieg errangen die ParteiGreifer der Verschluß, als er auf seinem höchsten Punkte vor der genossen am hiesigen Ort bei der Gemeindevertreterwahl. Im Drehung über dem Kahn stand. Der Greifer öffnete sich, und sein 2. Bezirk wurde der Genosse Schumann mit 339 Stimmen geganzer Inhalt stürzte in den Kahn zurück, vier Arbeiter, die unten beschäftigt waren, unter sich begrabend. Die übrigen Arbeiter machten wählt, ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Im 3. Bezirk wurde sich sofort an die Rettung der Verschütteten, die denn auch binnen der Genosse Garz mit 258 Stimmen gewählt. Hier hatte der waren schwer verletzt. Von den Rettungswachen im Strankenhause Springer aufgestellt, wohl in der Meinung, daß die bei ihm Moabit und in der Altonaerstraße eilten mehrere Aerzte an die arbeitenden circa 80 Arbeiter ihre Stimme für ihn abgeben würden. Unfallstelle und leisteten den Verunglückten die erste Hilfe. Die Er erhielt jedoch nur 5 Stimmen. Der Gemeindevertretung gehören beiden leichter Verletzten konnten sich in ihre Wohnungen begeben, nunmehr sechs Genossen an. die beiden andern, die Arbeiter Herbold und Rieck, die sich u. a. einen Beinbruch und schwere Kopfwunden zugezogen hatten, mußten mit Koppschen Rettungswagen nach dem Moabiter Krankenhause gebracht werden. Dem Kahn wurde ein Stück aus der Bordwand geschlagen. Wwe. Inderst n. Sohn. der Friedens statt. der 21. D. 29. Möbelpolierer. Freitag, den 13. Juni, abds. 8 Uhr, bei Merfowsti, Andreasstr. 26: Außerordentliche Die Beerdigung findet Sonntag: Generalversammlung. nachmittag 3 Uhr, vont Trauerhause, Borzingir einde dem. Mirchhof Verband der Maschinisten und Heizer sow. Berufsg. Deutschl. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Todes- Anzeige. Am 3. d. M. verstarb nach kurzer Krankheit unser Mitglied Lurzer Zeit ausgegraben wurden. Alle vier lebten noch, zwei aber Grundbesigerverein noch in Ichter Stunde den fermeister Herm. Mittelstädt. = = Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. d. M., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeindefriedhofs in Reinickendorf( Humboldtstraße) aus statt.( Straßenbahn: ReinickendorfRathaus.) Um rege Beteiligung ersucht 138/4 Tie Ortsverwaltung. Danksagung. dem demokratischen Wahlverein( Osten), insbesondere Herrn Tagesordnung: Verfügung des Oberpräsidenten wegen Erhöhung der Beiträge. Der Vorstand. 273/11 Berlin, 5. Juni 1902. Bilans per 31. Dezember 1901. A) Aktiva. An Waren- Conto " " Caffa- Conto • . Inventar Conto nach Abschreibung von 10% Debitoren Conto • B) Passiva. . Per Creditoren- Conto. Accepten- Conto. Genossenschafts- Conto Darlehns- Conto " " か " " Lohn- Conto Reingewinn. Mart 26 977,94 2 555,39 6.951,30 10 523,23 47 007,86 Mart 16 273,89 1200, 750, • 9 25 743, 520,60 2 260,37 260, 47 007,86 Mitgliederzahl am 31. Dezember 1901: 25. Neu eingetreten: 2, aus geschieden: 2. Betrag der Hafts jumme 750 M. Geschäftsguthaben 886 Möbelfabrik Eiche E. G. m. b. H. Eine Wohlthat. V Bei den heißen Tagen einen feinen Sommer Anzug zu haben, bietet sich dem geehrten wieder: Publikum eine nie fehrende Gelegenheit. 42682* 200 Stück Reservefonds- Conto Den Straßenhandel der Milchcentrale und der Firma Bolle wollen die Nixdorfer Grundbefizer mit allen Mitteln befämpfen, da durch diesen Handel viele einheimische Existenzen schwer gefährdet und der städtische Steuersäckel arg geschmälert werde. In Nixdorf existiert seit einigen Monaten eine Polizeiverordnung, welche Teilnahme und Krauzipenden bei der Für die vielen Beweise herzlicher Einen umgekehrten Boykott wollten, wie eine Korrespondenz den gesamten Straßenhandel verbietet, wodurch viele fleine Händler Beerdigung meines lieben Mannes, meldet, Gastwirte von Verlin und Umgegend gegen ein Warenhaus, brotlos gemacht worden sind, so daß sie schon jetzt teilweise der unfres guten Vaters, besonders Herrn 750 M. eine Brauerei und eine Selterswasser Fabrit unternehmen. Das Armentasse zur Last fallen. Umsomehr wundert man sich jetzt Bahrfeldt, Vertreter der Firma Warenhaus von Tieß in der Leipzigerstraße verkauft Bier und Selterswasser zu einem ungewöhnlich billigen Preise. Dabei wird allgemein, daß, Klingel- Bolle" und die„ Milchcentrale" nach wie vor den G. Grauert, und den Kollegen, dem kein Pfand verlangt und trotzdem nicht einmal die Rückgabe der schwunghaftesten Straßenhandel in Rigdorf betreiben dürfen. Das Gefangverein„ Sängerhort", Flaschen ausbedungen. Das ist ein Wettbewerb, gegen den andre Ausrufen und Peitschenknallen der Händler ist durch die oben Metallarbeiter- Verband, dem Socialerwähnte Polizeiverordnung verboten, dagegen dürfen die Milch- sagen wir unsren tiefgefühltesten Daut. Verkäufer nicht leicht auffommen. Alle Wirte, die in Betracht erwähnte Polizeiverordnung verboten, dagegen dürfen die Milch- ben Ww. Stein 1. Tochter. kommen könnten, zu einem Boykott zu einigen, würde schwer fahrer von Bolle ungestört flingeln so viel sie wollen. Um diesen 876 Danksagung. halten. Daher wollen einige den leichteren Weg einschlagen, Waren- Zuständen entgegen zu treten und gleiches Recht für alle zu verlangen, hatte der Kommunal- Reformverein Rigdorfer Grundbesitzer haus, Brauerei und Selterswasser Fabrik durch Auslaufen lahm zu für Donnerstagabend eine Versammlung nach der Nixdorfer Vereins- die herrlichen Kranzspenden bei der Für herzliche Teilnahme und für legen, das Warenhaus nur in diesem Zweige seines Handels. brauerei einberufen. Stadtverordneter Belß hielt das einleitende Referat. Beerdigung unsres lieben Sohnes Sie wollen von dem Bier und dem Selterswasser ohne Unterbrechung so viel faufen, als sie nur bekommen können und die Milchhändler Schmidt berichtete, daß eine Deputation der Händler und herzensguten Bruders sagen wir Flaschen so lange als irgend möglich zurückhalten. Da nach ihrer wobei dieser ebenfalls empfohlen habe, jeden festgestellten Fall der Bekannten, Flaschen so lange als irgend möglich zurüdhalten. Da nach ihrer beim Polizeipräsidenten in dieser Sache vorstellig geworden fei, allen Berwandten, Freunden und Verechnung die drei Beteiligten an jeder Flasche zulegen, so hoffen Hebertretung zur Anzeige zu bringen. Das Klingeln könne nicht sie, sie auf diese Weise bald mürbe zu machen. Wenn sie sich da untersagt werden, weil die Polizeiverordnung nur vom Ausrufen und Beitschenknallen spreche. Nebrigens sei beim Erlaß der PolizeiverEine Neuregelung der Urlaubsordnung wird von den ordnung das Verbot des Klingelns mit Rücksicht gerade auf Bolle auf Berliner Gemeindebeamten angestrebt. In seiner gestrigen Wunsch einiger Magistratsmitglieder unterblieben. Die letztere MitMonatsversammlung befaßte sich der Verein Berliner Gemeinde- teilung rief in der Versammlung allgemeine Entrüstung hervor; es wurde Für die reichen Strangspenden sowie beamten mit dieser Frage. Allgemein wurde darüber geklagt, daß beschlossen, den Magistrat hierüber zu interpellieren. Der Vorstand die bewiesene Teilnahme beim Hin die jetzige Urlaubsordnung sehr mangelhaft sei und den Hauptfehler des Vereins wurde sodann beauftragt, beim Polizeipräsidenten dahin scheiben meines lieben Mannes, des bejige, daß fie feinerlei Rücksicht auf die Länge der Dienstzeit nehme, vorstellig zu werden, daß die Firma Bolle und die Milchcentrale Malers sondern die Urlaubsdauer lediglich nach den Chargen bemesse. Mehr- nicht anders behandelt werden möchten, wie die übrigen Straßen- Carl Labude, fach wurde vorgeschlagen, dieses wichtige Thema auf die Tagesordnung händler. Des weiteren sollen in nächster Zeit fortgesezt Waren von fage allen Freunden und Bekannten, des nächsten Verbandstages zu setzen. Als eine Unbilligkeit wurde beiden Firmen ohne vorherige Bestellung entnommen und darüber besonders dem Socialdemokratischen es empfunden, daß seither der einzelne Gemeindebeamte in Urlaubs- Anzeigen erstattet werden. Alle diefe Anzeigen nimmt der Vor- Wahlverein, Verband der deutschen fällen für einen größeren Zeitraum die Arbeit eines Beurlaubten fizende, Stadiv. Nahmig, Prinz Handjerystr. 16 in Rixdorf, zur Maler, Krankenkasse der Maler und imentgeltlich mit zu erledigen habe, als er selbst beurlaubt werde. weiteren Veranlassung entgegen. Auf diese Weise hofft man, dem dem Radfahrer- Verein meinen herzUm hier Wandel zu schaffen, soll fünftighin daran festgehalten Straßenhandel beider Firmen in Rigdorf nach und nach ein Ende lichsten Dant. werden, daß der Einzelne nur so viel Tage die Vertretung für einen Beurlaubten übernimmt, als er selbst Urlaub erhält. Die Ver sammlung beschloß schließlich, beim Magistrat um Abänderung der jezigen Urlaubsordnung vorstellig zu werden. nur nicht verrechnen! machen zu können. Daß wir den Straßenhandel nicht durch Polizeimaßnahmen totgemacht haben wollen, ist bekannt. So haben wir uns auch dagegen erklärt, daß die Polizei gegen Bolle und die Milchcentrale mobil gemacht werde. Wenn aber eine Polizeiverordnung wie die Rig dorfer erlassen worden ist, dann kann man es begreiflich finden, daß die interessierten Kreise gleiches Maß für alle angewandt wissen wollen. anaffe für die trostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen unsren herzlichsten Dank. Familie Dietrich. Danksagung. 43620 Witwe Labude. reintvollene Stoffe in neuesten Mustern verarbeite nach Maß unter Garantie tadellosen Sitzes mit festen Futterstoffen, jeden Anzug zum Aussuchen für 25 Mart; früherer Preis 50 Mart. Ein Posten Herren Hosen, guter Stoff. nach Maß für 3.50 Mart, so lange der Vorrat reicht. Eigne Schneiderei im Hause. A. Priester, Gr. Frankfurterstr. 40. Ein Wirt gesucht. der bereit ist in einer Stadt mit 65 000 Einwohnern für die moderne Cigarren- u. Cigaretten- Fabrik Arbeiterbewegung ein Lofal einzu Schillingstr. 7. Benus. 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Mittwoch 2 Nýr mit Musik( Hin und zurück. 50 Pf.). Während mit nach Hanse. Hier lagen die unbrauchbaren Dinger umher. Jahre 1897 herrührt. Termin zur Wahl eines andren Verwalters des Aufenthalts im Garten großes Konzert und in zwei Sälen Ball. Lehmann aber empfand doch, daß er nicht ganz recht gehandelt ist auf den 10. Juni anberaumt. Abfahrt zwischen Jannowitz und Waifenbrücke( Dampferstation Kyffhäuser). Bei folgenden Konkursen sind Das Lotal bietet einen herrlichen Aufenthalt. Zwei große Säle, Stegel: habe. Diese Empfindung steigerte sich nach und nach zu der frank- Unterschlagungen begangen worden: Malermeister Franz Bergande; bahnen usw. Für Vereine und Gesellschaften bestens zu empfehlen. Auch haften Borstellung, daß er ein Verbrecher sei. Als der Tischler in Baumeister Bittor Perrin; Uhrmacher Eduard Fielig; Kaufmann stelle ich die billigsten Dampfer. 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Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Serenissimus: Zwischenspiele. Maienmarkt. Schöne Seelen. fang 812 Uhr. Kollegen. AnOrpheus. Specialitäten- Borstellung. Anfang 8 Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol.( Morwig- Oper.) Don Juan. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 1hr. Pasage: Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang nachmittags 5 11hr. = Paisage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/19.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstrasse 57/62. Täglich: Sternwarte. Schiller Theater ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Boffe mit Gefang in sechs Bildern von D. Kalisch und A. Weirauch. Musit von R. Bial. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Zwei Wappen. Sonntagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Montagabend 8 Uhr: Unter blonden Bestien. Der Thor und der Tod. Paracelsus.- Post festum. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich abends 8 Uhr: Die Viper. Kriminalschau- piel in 7 Bildern. Im Garten: 1. Gr. Sommernachtsfest. Konzert, Theater und Specia litäten- Borst. Anfang 42 Uhr. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Photographische Aufnahme von der Insel Martinique und von den Schlachtfeldern Transvaals. Im Konzertsaal: Schwedische Künstlerkapelle 4 Damen, 2 Herren. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Unter den Linden 44. Sonnabend, 7. Juni, abds. 82 Uhr: Serenissimus- Zwischenspiele Maiennacht. Kollegen. Schöne Seelen. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: Allgemeine Versammlung Gas-, Wasser-, Heizungs- Rohrleger u. Gehilfen im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Herrn P. M. Grempe über: Welche Vorteile bringen uns die Fortschritte der Beleuchtungstechnik? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwarten wir zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Zugleich ersuchen wir die Kollegen, diese Ver: fammlungsanzeigen nicht in der Tasche zu behalten, sondern in den Wertstätten und auf den Bauten unter den Kollegen zu verteilen, und rege für den Besuch der Versammlung zu agitieren. Sonntag, den 8. Juni cr., vormittags 10 Uhr, Gr. Konzert, Theater Morgensprache der Schraubendreher und SpecialitätenVorstellung. bei Wetzel, Wrangelstr. 136. Sonntag, den 8. Juni cr., nachmittags 4 Uhr Versammlung W. Noacks Theater, aller i. d. Schraubenbranche beschäftigt. Bersonen Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: bei Graumann, Naunynstraße 27. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstatt: angelegenheiten. 116/2 Nachdem: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Arbeitslose frei! Konzert, Theater- n. Specia- Eintritt 15 Pf. litäten- Borstellung. Montag, den 9. Juni cr., abends S½½ Uhr Onkel Don Juan. Branchen- Versammlung der Former Poffe mit Gesang u. Tanz v. E. Braune. Ju Saal: Tanzkränzchen. sowie aller in Birkenwäldchen. Steglitz. Gifen- u. Metallichereien beſchäft. Arbeiter Juhaber E. Felsch. Größtes und schönstes Vergirügungs- Etablissement von Berlin und Umgegend, 20 000 Personen faffend. Mit der Wannseebahn für 10 Pf. bequem zu erreichen. Sonntag, den 8. Juni 1902: und Umgegend im Gewerkschaftshaus( großer Saal), Enge: User 15. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Agitationsfommission eventuell Beschlußfaffung über das ausgearbeitete Regulativ betreffs Verivendung unseres Fonds. 2. Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Berliner Gießereien. 3. VerbandsAngelegenheiten und Verschiedenes. Kollegen! Ju Eurem eignen Interesse seid Ihr verpflichtet, Die Ortsverwaltung. Großes Monstre- Feuerwerk und Konzert. Wann für Mann in dieser Bersammlung zu erscheinen. Schluß- Apotheose: Der Ausbruch des Mont Pelée auf Martinique. 43600* Im Saale: BALL. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf. Kinder unter 12 Jahren fret. Montag: Humoristische Soiree der Leipziger Sänger. Mittwoch: Zweites großes Kinder: u. Familienfest. Jeden Donnerstag: Ball. 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Juni, abends 8 Uhr: Bum 146. Male: Coralie& Cie. Schwank in 3 Att. v. Albin Valabrèque und Maurice Hennequin. Morgen u. folgende Tage: Coralie & Cie. Belle- Alliance- Theater. Jim Garten auf der Sommerbühne um 8 use: Die Dame ans Trouville Specialitäten- Vorstellung Jeden 1. und 15. d. Monats: Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. Fröbels Allerlei Theater früher Puhlmann Schönhauser- Allee No. 148. Durchweg glanzvoll erneuert! Täglich: Gr. Garten- Konzert, Theater, Schwant mit Gesang u. Tanz in 3 Atten. Specialitäten- Vorstellung. Bor und nach der Vorstellung: Grosses Rommen! Sehen! Staunen! Konzert. Bei ungünstiger Witterung Allabendlich stürmischer Beifall im Theater:„ Er". Garten- Entree des erstklassigen Riesen Programms! inkl. Borstellung 30 Pf. Saison: Jm Prachtsaal: Gr. Ball. Dugendfarten 2 M. Anfang Konzert 5 Uhr, Vorst. 6 Uhr. Entree 30 Pf., Sperrfit 50 Pf. Borzeiger dieser Annonce zahlen auf all. Plätzen d. Hälfte. Bei ungünstiger Witterung finden farten 3 M. Metropol- Theater Anfang& Uhr. Morwitz- Oper. bte Vorstellungen im Saale statt. Klassisch- populäre Vorstellung bei halben Preisen: Don Juan. Sonntag: Heinrich Bōtel. Letztes Gastspiel Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Kgl. sächs. Hofopernsängerin Irene Abendroth: Der Barbier von Sevilla. Se Kühl ventiliertes Haus. Wintergarten. Das neue Juni- Programm Besser und interessanter wie je! Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-12Uhr. Bum Schluß: ,, Stuckes Pfingstfahrt". Reichshallen- Garten und Restaurant. Täglich: Grosses Militär- Konzert. Erfte Haltestation für Kremser, Fußpartien usw. am Bahnhof Halensee. Vorzüglich gepflegte Biere. Reichhaltige Speisenkarte zu kleinen Preisen. Familien können Kaffee fochen. Paul Hilpert. Zahlreichem Besuch sieht entgegen Restaurant Wilhelmshof", Hirschgarten. 99 Am Bahnhof Hirschgarten. (* Verband der Maschiniften u. Heizer 139/5 sowie Berufsgenossen Deutschlands Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 8. Juni cr.. nachmittags 5 Uhr, in Frankes Festfälen, Sebastianftr. 39, Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse über: Der Weg der Völker vom Glauben zum Denten oder Gesundbeten, Gesund denken. Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanschläger Berlins u. Umg. Sonntag, den 8. Juni, vormittags 10%/ 2 Uhr: General- Derlammlung Tages Ordnung: Saal I. 1. Fortsetzung der Statutenberatung. 2. Vereinsangelegenheiten. Beiträge werden nur von 9-11 Uhr angenommen. Neue Mit glieder werden aufgenommen. Mitgliedsbuch legitimiert. 33/12 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Die Kremserpartie findet am 14. Juli nach Saatwinkel statt. Juh. W. Keller, Saftwirt. Verband der Möbelpolierer. Empfiehlt den Vereinen und Gesellschaften seinen schönen schattigen Garten, ca. 2000 Personen fassend, großen Saal, Kegelbahnen, Kaffeeküche. Die Kollegen werden ersucht, heute abend in den Zahlstellen Butgepflegte Biere u. Speisen zu jeder Tageszeit. Volksbelustigungen. ihre Beiträge zu entrichten und die Fragebogen abzuliefern. Auch zu erreichen Köpenick von Bahnhofstraße, Kaiser Wilhelmstraße, Montag, den 9. Juni, abends 8½ Uhr, Hussitenstr. 40: Stubenrauchstraße( neue Straße nach Friedrichsb.) Radfahrer Pumpstation. Sauerstoffwasser nach ärztlicher Verordnung grosse Flasche 10 Pf. exkl. Glas. Zu haben in unseren ca. 300 Niederlagen. Von 30 Flaschen an frei Haus. www Selterswasser grosse Flasche à 5 Pf. exkl. Glas. Brauselimonaden. Himbeer, Citronen, Waldmeister a 10 Pf. exkl. Glas, nur aus frischen Früchten bereitet. Zu haben in unseren ca. 300 Niederlagen. Von 80 Flaschen ab frei Haus. Fruchtsäfte Himbeer, Citronen-, Kirsch-, Erdbeer-, Johannisbeersaft, in feinster Raffinade eingekocht, a Literflasche 1,30 exkl. Glas. Citronensaft zur Kur aus frischer Frucht a Fl. 1,50, 1,00 und 0,55 M. 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Die Handlungs: weise der Zeitungs- Expedienten Herren Knoblauch bei Scherl und Kornet bei Mosse, sowie des Portiers Leyte, Moyfir. 5, welche zu dieser Versamm lung besonders eingeladen werden. 4. Entfernung der Beamtenfrauen aus dem Zeitungsträgerdienst. 5. Anträge. 6. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Vereinsbureau: 289/16 Rabatt- Sparverein ,, Südost" Kottbuser Ufer 44a. Die auf Grund des neuen Statuts notwendigen Delegiertenwahlen finden statt in Berlin: 30 Dienstag, 10. Juni 1902, abends 8-10 1hr, im Lokal„ Südost", Waldemarstr. 75, Tunnel für den 1. Bezirk, ufaffend die Straßen, welche von der Görlitzerstraße, Görlitzer Ufer, Wrangelstraße, Stalizerstraße bis Görlizerstraße begrenzt werden. Dienstag, 10. Juni 1902, abends 8-10 1hr, im Lokal Ludwig, Köpnickerstr. 174 für den 2. Bezirk, umfassend die Straßen, welche von der Köpnickers straße, Schlesischeſtraße, Heckmannnfer, Görlizerufer, Wrangelstraße, Stalizerstraße, Laufiger Platz und Pücklerstraße begrenzt werden. Dienstag, 10. Juni 1902, abends 8-10 Uhr, im Lokal No wack, Manteuffelstr. 9 für den 3. Bezirk, uitfaffend die Straßen, welche von der Köpnicker: straße, Michaeltirchstraße, Luisenufer, Oranienstraße, Staligerstraße, Lausitzer play und Picklerstraße begrenzt werden. Alle übrigen in Berlin und den Vororten, mit Ausnahme von Nixdorf und Briz, wohnende Mitglieder, welche nicht in einem der angegebenen Bezirke wohnen, wählen im 1. Wahlbezirf. 108/11 Die Mitglieder aus dem 4., 5., 6. unt 7. Bezirk dürfen nicht mehr mitivählen. Der Vorstand. Nur Mitgliedsbuch legitimiert. Brodts Gesellschafts- Haus Erkner am Dämeritz- See 3 Minuten vom Bahnhof- herrlich am Wald und Wasser gelegen einpfiehlt sich den Genossen bei Ausflügen per Eisenbahn und Dampfer, den geehrten Familien, Vereinen und Fabriken zu angenehmem Aufenthalt. In den Monaten Juni, Juli und August find noch 67399 Sonnabende und Sonntage zu vergeben. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Ir. 130. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Derlammlungen. aus " Sonnabend, 7. Juni 1902. Den Parteis In der hierauf folgenden längeren Diskussion plädierten außer Wie stellt sich die Arbeiterschaft Moabits zu den Angriffen über die dem die Genossen Stiefel, Ernst und A. Hinze für die An- Kinderarbeit bei den Austrägerinnen des Vorwärts" und Organis Der focialdemokratische Wahlverein für den fechften Der socialdemokratische Wahlverein für den sechsten nahme der Bedingungen und gaben dem Wunsche Ausdruck, daß sierung dieser Frauen? Frau Gubela," die über diesen Bunkt Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am Donnerstag im endlich, und zwar im Interesse der Partei Frieden geschlossen, die sprach, sagte, daß die für die Parteispedition in Moabit thätigen: Kolberger Salon eine außerordentliche Generalversammlung ab, in unleidlichen Organisationsstreitigkeiten beseitigt werden und dadurch Austrägerinnen verschiedentlich Kinder zur Hilfe heranzögen und daß der über die stattgehabten Verhandlungen bezüglich der Berliner eine gemeinsame, ersprießliche Thätigkeit für die Partei ermöglicht außerdem die Organisierung der Frauen erschwert werde. Frau „ Vorwärts"-Abonnenten den Auss Organisations- Berhältnisse berichtet wurde. Dem sehr wird. Den Genossen der Schönhauser Borstadt würde damit eine Gabela fritisierte auch, daß ausführlichen Bericht, den der Vorsitzende Genosse Frey thaler gute Gelegenheit zur Einigung gegeben, die insbesondre auch in trägerinnen gegenüber oftmals nicht als Genossen handeln und sie über die verschiedenen Sizungen und über die gepflogenen Ver- Rücklicht auf die nächsten Wahlen unbedingt notwendig ist. Die Genoffen veranlaßt worden sei, diese Mißstände zur Sprache zu bringen. Gehandlungen erstattete, war zu entnehmen, daß der Vorschlag der Kröhn, Knorr u. a. sprachen gegen die Resolution und wandten sich nosse Frey thaler betonte in längeren Ausführungen, daß bei der freien Kommission, velche sich aus der Kontrollkommission, namentlich gegen den zweiten Baffus, wonach die Funktionäre ihre Posten Errichtung der Parteispedition neben andern als Hauptgrund maß dem Parteivorstand, Delegierten der Reichstags- Fraktion und niederlegen sollen. Von einigen Rednern wurde die bedingungslose gebend war und noch ist: Die Ausbeutung der Austrägerinnen und beseitigen. ชน zusammensetzte, im Auflösung des Vereins der Schönhauser Vorstadt verlangt und insbesondere die Kinderarbeit Vertreterinnen der Genofsinnen Berlins zusammensetzte, und fogar auch den Frauen fei verboten, allgemeinen die Zustimmung sämtlicher zum Agitationsgebiet Berlin darauf hingewiesen, daß die beteiligten Genossen undemokratisch ge- spediteuren Durch die Kontrolle sei allerdings gehörigen Wahlkreise gefunden hat. Nach diesem Vorschlage bilden handelt, daß sie sich der Majorität nicht gefügt und daß nun fämt- Kinder zu beschäftigen. die sechs Berliner Wahlkreise und die Wahlkreise Nieder- Waruim und liche Juſtanzen zu Ungunsten dieser Organisation entschieden haben. festgestellt worden, daß von Austrägerinnen in einigen Fällen Kinder Nach dieser Debatte wurde die obige Resolution mit allen zur Hilfe herangezogen worden sind. Die Untersuchung habe aber Teltow- Beeskow einen gemeinsamen Agitationsbezirk. Diese acht on mit allen Wahlkreise delegieren ihre Vertreter in die verschiedenen Kommissionen, gegen ca. 10 Stimmen angenommen. ergeben, daß in diesen Fällen außergewöhnliche Umstände vorhanden Ueber den augenblicklichen Stand der Neueinrichtung der waren, so daß Rücksicht wirklich angebracht und ein schroffes Vorso weit nicht, wie bei der Preßkommission, durch das Organifationsstatut der Partei die Delegation vorgeschrieben ist, nach freier Vorwärts".Druckerei und deren Berwaltung berichtete Genoffe gehen gegenüber den betreffenden Frauen ungerecht gewesen wäre. sationsstatut der Partei die Delegation vorgeschrieben ist, nach freier. Ernst. Der Redner konnte mitteilen, daß die gesamten Der Redner wendete sich sodann gegen diese neue Organisation, Vereinbarung. Ueber die Art der Wahl bestimmen die Genossen der Baulichkeiten, entsprechend den getroffenen Bereinbarungen, am durch die nur eine Zersplitterung hervorgerufen wird und die übereinzelnen Wahlkreise, gemäß den Bestimmungen des betreffenden 1. Oktober dieses Jahres vollständig fertiggestellt sein werden und flüffig ist, weil genügend Organisationen vorhanden sind, in der die Kreises, selbständig. Die Wahl der Vertrauenspersonen muß in öffentlichen, zu dieser Zeit der Betrieb aufgenommen werden kann. Die finanzielle Interessen der in Betracht kommenden Arbeiterinnen vertreten werden von der bisherigen Vertrauens person oder deren Stellvertreter einberufenen Versammlungen Frage wurde in kurzer Zeit und in glänzender Weise gelöst. In fönnten. Genosse Kater erachtet diese besondere Organisation der Reinestattfinden. Die Vertreter des sechsten Wahlkreises stimmten nehmen beteiligt, so daß erheblich mehr als die für notwendig wendig, indem sie ebenso wie jeder andre Beruf Sonderinteressen zu Die Vertreter des sechsten Wahlkreises stimmten hervorragender Weise haben sich die Gewerkschaften an diesem Unter- mache und Aufwartefrauen, Beitungsausträgerinnen ze. für notdiesem Vorschlage in der betreffenden Sigung vorbehaltlos zu, wozu fie auf Grund der Beschlüsse der letzten außerordentlichen erachtete Summe aufgebracht worden ist. Die maschinellen und wahren hätten, für die sie selbst eintreten müßten. Genossin Generalversammlung befugt waren. Die übrigen Kreise hatten sich technischen Einrichtungen sind die besten, ebenso wie sie auch in engels wendet sich gegen die besondere Organisation, deren hygienischer und Sanitärer Beziehung allen Anforderungen entsprechen Gründung nicht nur unnötige, erhöhte Stoften verursacht, sondern vorbehalten, nochmals mit den Genoffen des Kreises Rücksprache zu und sind die Wünsche der Arbeiter weitgehendst beritdfichtigt worden. auch eine Kräftezersplitterung bedeute. Die Reinemachefrauen hätten nehmen. In der hierauffolgenden Konferenz erklärten fich auch die als Geschäftsführer ist der Genosse Richard Fischer und als technischer sich sehr wohl der Organisation für die Arbeiterinnen der Wäscheübrigen Kreise, zum Teil mit einigen Einschränkungen, mit dem Leiter der Genosse Rahn gewählt worden. Die Kontrolle wird fabrikation, die sich übrigens bereits bereit erklärt habe, für Vorschlage einverstanden. So hat der vierte Kreis Osten und Südoften die Bedingung gestellt, daß die Funktionen der Vertrauens- bon einer neungliedrigen Kommission, die aus je einem Vertreter deren Forderungen einzutreten und die Zeitungsfranen dem Verband der acht Wahlkreise und einem Vertreter der Berliner Gewerkschafts- der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen auschließen männer die alten bleiben und deren Beschlüsse maßgebend sein tommission zusammengefegt ist, ausgeübt werden. Diese Kommission fönnen. Genoffe E. Ernst erklärte, daß er, obwohl er Verbandsmüssen für sämtliche Genossen Berlins. Diese Bedingung wurde in der Konferenz ohne jeden Widerspruch dahin interpretiert, daß das soll nicht nur die Kontrolle über den Betrieb ausüben und die not- Anhänger, kein Gegner der neuen Organisation sei, sich aber gegen durch die von der freien Kommission oben erwähnten Grundsätze inwendigen Maßnahmen veranlassen, sondern auch event. Beschwerden, das sonderbare Borgehen, gegen die Art der Einberufung der Verfeiner Weise eine Einschränkung erfahren würden; infolgedeffen soweit sie nicht von den Firmeninhabern geregelt werden, erledigen. fammlung und die Tagesordnung derselben wenden müffe. Die an Ju der Diskussion über den Bericht des Genoffen Ernst, der über gekündigte Tagesordnung habe den Eindruck gemacht, daß in der konnten sich die Vertreter des sechsten Kreises auch hiermit ein alle Einzelheiten bezüglich der finanziellen Berhältniffe, der Ber- Barteispedition arge Mißstände vorhanden und die Genossen ver Genosse Freythaler, der noch darauf hinwies, daß bis auf den einen Punkt, wonach der Kreis auf das Recht, die waltung, der Rechte und Pflichten der Firmeninhaber, Geschäfts- anlaßt, die Versammlung zu besuchen. Frau Gubela habe nur Allwurde von gemeinheiten vorgebracht, ohne irgendwelches Thatsachenmaterial. Bertrauenspersonen in der Organisation zu wählen, verzichten müsse, führer und technischen Leiter Aufklärung gab, alles beim alten bleibt und der sodann über die nachträglichen Be einigen Rednern bemängelt, daß den Genossen nicht früher Wenn Mißstände vorhanden, so hätten sich die leitenden Personen schon über die Einrichtungen Bericht erstattet wurde und an den Vertrauensmann bezw. an die in Betracht kommenden Instanzen sprechungen mit den Genossen der Schönhauser Vorstadt berichtete, sie jetzt vor vollendete Thatsachen gestellt werden. Die Genossen wenden sollen und es würde für Abhilfe gesorgt werden. Nachdem empfiehlt schließlich der Versammlung folgende Resolution zur An hätten zu Nate gezogen werden müffen und namentlich hätten sie noch kurze Zeit in dieser Weise diskutiert und auch Frau Gubela Die am 5. Juni tagende außerordentliche Generalversammlung müffe unter allen Umständen der Einfluß gewahrt bleiben. Von gegen die neue Organisation, namentlich aber auch bezüglich der über die Austellung der leitenden Personen zu entscheiden gehabt. Es nochmals gesprochen hatte, wurden die Auseinandersetzungen für und des socialdemokratischen Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- einem Genossen wurde kritisiert, daß auch die Firma Bergmann, wo Frau Gubela so erregt, daß die zweite Vorsitzende, um eine polizeiWahlkreis erklärt sich damit einverstanden, daß nach Auflösung des die Arbeitsverhältnisse fortgesetzt zu Alagen Veranlassung geben, zur liche Auflösung zu verhindern, die von taum 150 Personen besuchte socialdemokratischen Vereins der Schönhauser Vorstadt 1. sämtliche Mitglieder desselben unter Anrechnung der in Lieferung von Maschinen zugelassen wurde. Nachdem noch Genosse Versammlung schließen mußte. diesem Vereine gezahlten Beiträge als alte Mitglieder in den Wahl- wurde Genosse Gies hoit als Vertreter des sechsten Kreises in die Ernst sich eingehend zu den gemachten Einwendungen geäußert hatte, 2. daß sämtliche Funktionäre des 6. Kreises alsdann ihre Kontrollkommission der Vorwärts" Druderei gewählt. Posten niederlegen und bei den vorzunehmenden Neuwahlen die Vorschläge der Genossen von der Schönhauser Vorstadt in loyalster Weise berücksichtigt werden verstanden erklären. nahme: verein wieder eintreten; und giebt sich der Hoffnung hin, daß mit der Erneuerung dieses Beschlusses der fruchtlose Streit um die Organisationsform endgültig beendigt ist." Grosse Fänge. Seefische billig! Schellfische in allen Grössen 15. 18-20 P pro P Pf. Pfd. grosse ohne Kopf und im Anschnitt... 25 Pf. Cabliau ( zum Kochen und Braten sehr empfehlenswert) ohne Kopf u. im Anschn. 20-22 Pf. 19 91 Bratflunder 20-25 Pf.( 3 Pfund 55 Pf.) Seehecht 35 Pf. 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Juni, Berlins und Umgegend, tagte am Montag in Ahrens Brauerei, abends 81/2 Uhr, pünktlich im unteren Saale des„ Englischen Gartens" Moabit. Es tam zu sehr lebhaften Auseinandersetzungen. Außer Alexanderstr. 27e: Beschließende Versammlung. Wichtige Tageseinem Vortrage des Genossen Fr. Kater über Zived und Nutzen ordnung. Weiße Quittung legitimiert. der Organisation, stand noch folgender Punkt auf der Tagesordnung: Toddajo ms A 211 Billigste, Beste Strohhüte Binsen- Hüte Stroh- Hüte Falm- Hite Kniff- Hüte Besonders günstige Abschlüsse mit gerader Krempe crême mit schwarzem Band 2 M., 1 M. 25, 90 Pf., mit gerader Krempe, weiss mit schwarzem Band weiss und farbig 2,1 Mk., 90. Pf. 45. 1.25 30 Pf. 65 P ermöglichen obige erstaunliche Angebote. 百 特 Grene Herren- Joppen 90 Pt. Lüster- Herren- Jackets 2 M.65. Baer Sohn Chausseestrasse 24a- 25, 11 Brückenstrasse 11, 20 Gr. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. 84/7