Nr. 71. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. An der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infektions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Eern sprech- Anschlußt Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Den Lügnern auf die Finger! Die Bourgeoisblätter benutzen wie wir schon erwähnten die Feier des 18. März, um die alten Lügen über die Pariser Kommune wieder in Umlauf zu bringen, und die frech erdichteten, oder sagen wir es gerade heraus: frech erlogenen Greuel" den deutschen Sozialdemokraten an die Rockschöße zu hängen. " Donnerstag, den 24. März 1892. Kommune. Expedition: Beuth- Straße 3. " nothwendig zu rechtfertigen, nachdem Thiers sich geweigert Zum Schluß machen wir noch auf den gemeinen die hatte, den Erzbischof und einen ganzen Haufen Pfaffen" gegen Kniff der Magdeburger Zeitung" aufmerksam, Blanqui auszutauschen. Handlungen der Kommune und die Ausschreitungen der Es mag der deutschen Sozialdemokratie ja unbequem fein, Berliner Arbeitslosen" in einen Topf zu werfen und uns wir werden aber nicht aufhören, immer und immer wieder beides auf die Greuelthaten der ersten Proletarier- Regierung hin- für bei des verantwortlich zu machen. Wohlan, für die Kommune einzutreten, haben wir uns niemals gescheut zuweisen. wir thaten es, als sie noch kämpfte, wir thaten es, als Man lese Vorstehendes genau. Unter dem augenblick lichen Eindruck der handgreiflichen, wuchtigen Wahrheit sie in Blut erstickt war, wir haben es noch gestern gethan Hat da z. B. die Magdeburger Zeitung", in welcher giebt das saubere Blatt zu Anfang des Artikels unwill- und werden es auch fernerhin thun. Für die Arbeitsder berüchtigte " Lügen" Hans sein Wesen treibt, die fürlich zu, daß wir es mit Recht der Lüge geziehen und losen" sind wir stets eingetreten und werden fortfahren es Frechheit, nachdem wir ihr neulich schon den Standpunkt flammert sich blos an den Nebenpunkt, daß wir von einem zu thun. Für die„ Ausschreitungen", die der Arbeitslosigkeit tlar gemacht hatten, jetzt weiter zu schreiben: Angebot der Kommune, sämmtliche" Geißeln gegen den entspringen, weisen wir jedoch die Verantwortlichkeit zurück losigkeit und dem Elend des Kapitalismus mit anderen Vorwärts" wider den Strich gegangen und er antwortet nach Lissagaray blos die Auswechselung der hervor: Worten: der„ Magdeburger Zeitungs"- Sippe, die ein Unsere Bemerkungen zum 18. März sind natürlich dem einen Blanqui auszuwechseln gesprochen hätten, während und wälzen fie denen zu, welche Schuld find an der Arbeitsbarauf in dem anmuthigen Tone, der unter Herrn Liebknecht's ragendsten" angeboten gewesen sei, und hintennach hat dieses Herz und eine" Seele ist mit den Schlächtern der Regime dem führenden Blatte" der Sozialdemokratie eigen Organ des„ Lügen"-Hans die Stirn, all seine Lügen auf- Herz und eine Seele ist mit den Schlächtern der geworden ist. Es soll eine Lüge sein, daß die Kommune die recht zu erhalten und uns der Unwahrheit zu zeihen! Das Geißeln erschossen habe; denn die Kommune habe nicht mehr ist der Sache ganz würdig, welche die Magdeburgische ver bestanden, als die Erschießung stattgefunden. Es soll eine Lüge tritt und namentlich auch ihres Patrons, des„ Lügen" sein, daß die Kommune Grausamkeiten verübt habe. Die ErSchießung der Geißeln sei ein Ausbruch der Volkswuth gewesen, Hans. die Lynchjustiz übte. Das Blut der Geißeln flebe an dem Ordnungswütherich Thiers, dem wiederholt dle Auswechslung Kommune, wie wir aus dem Munde verschiedener Mitfämmtlicher Geißeln gegen den einen Blanqui angeboten worden glieder wissen, allerdings bereit war, sämmtliche fei. Der letzte Punkt enthält eine offenbare unwahrheit. Der Geißeln gegen Blanqui auszuwechseln. Und des Weiteren Kommunarde Lissagaray, gewiß für den Vorwärts" ein sei der Erzlügnerin gesagt, daß Mary in der Adresse des die heute im Schwange befindlichen Nachrichten kurz so zu Klassischer Zeuge, fagt in seiner Geschichte der Kommune, man Generalraths" ausdrücklich erklärt hat, die Erschießung der sammen: habe Herrn Thiers angeboten, die hervorragendsten Geißeln, Geißeln sei erst erfolgt, als die Kommune aufgehört hatte Graf Caprivi hat sich heute Vormittag wieder zum wie den Erzbischof, Deguerry, Bonjeau, Lagorde gegen den Kaiser nach Hubertusstock begeben, um ihm den endgiltigen einzigen Blanqui auszuwechseln. Auch in dem Memorandum zu bestehen. Wahr ist, daß von der Kommune am 5. April der Vorschlag wegen der Ernennung eines preußischen Ministerdes Erzbischofs Darboy, das aus den Schriften des während der Kommuneherrschaft in Paris anwesenden und für die Be- Beschluß gefaßt wurde, auf die Erschießung jedes präsidenten zu unterbreiten; der Reichskanzler wird heute freiung der Geißeln thätigen amerikanischen Gesandten Wash- Kommunarden durch die Versailler mit der Erschießung Abend mit der Entscheidung des Kaisers zurückerwartet. burne bekannt geworden ist, heißt es, daß, wenn Blanqui frei einer oder zweier Geißeln oder Gefangenen zu antworten. Es gilt jetzt als ziemlich sicher, daß die Ernennung des gelassen würde, der Erzbischof und noch vier oder fünf von Dieser, durch die bestialische Grausamkeit der Versailler Oberpräsidenten von Hessen- Nassau, Grafen Botho EulenThiers zu bezeichnende Gefangene in Freiheit gesetzt werden hervorgerufene Beschluß ist aber in keinem einzigen burg zum Ministerpräsidenten erfolgt. Die Neubesetzung sollten. Der Vorwärts" aber schreibt rundweg, daß die Auslieferung Blanqui's die Befreiung sämmtlicher Geißeln zur Fall zur Ausführung gekommen, weil die des Kultusministeriums wird erst auf den Vorschlag des Majorität der Kommunemitglieder Humanität übte. neuen Ministerpräsidenten stattfinden." Folge gehabt hätte. Zunächst sei der Erzlügnerin nun gesagt, daß die Politische Leberlicht. W Berlin, den 23. März. Die Ministerkrisis. Die National- Zeitung" faßt Graf Eulenburg war von 1878-1881 Minister des Innern, und als solcher vertrat er das Sozialistengesetz vor dem Reichstag und leitete- trotz der Zusage, das Gesetz loyal auszuführen die mehr als rücksichtslose Handhabung des Ausnahmegesetzes in den ersten Jahren der Geltung desselben. Nachdem wir hiermit die neuen Lügen zurückgewiesen Die Erschießung der Geißeln durch die Kommunarden hatte am 24. und 26. Mai stattgefunden. Bereits am 21. Mai und den Lügnern verdientermaßen auf die Finger geklopft aber waren die Versailler in die Stadt Paris eingedrungen, haben, jetzt unserseits eine Frage: Wenn die Kommune die Geißeln erschossen hätte, wäre und unter dem Eindruck dieser Nachricht hatte sich der Rath Der Kommune aufgelöst. Auf diesen Umstand und auf ein am fie nach dem giltigen Völker- und Kriegsrecht etwa nicht 23. Mai erlaffenes Manifest des Zentralkomitees", das dazu befugt gewesen? Allerdings das Geißel Nehmen ist eine Barbarei Was die Arbeiterschaft von diesem Herrn zu erwarten Lissagaray ein Hirngespinnst nennt, stüßen sich die Sozialdemokraten, wenn sie behaupten, daß die Kommune mit der und feit Menschenaltern war es außer Mode gekommen. hat, dafür darf als charakteristisch angeführt werden, daß Erschießung der Geißeln nichts zu thun gehabt habe. Das sind aber nur Ausreden, eben so windig, wie die der deutschen Im Jahre 1870 ist es aber wieder eingeführt worden, verglichen mit seinem Regiment die vom Ministerium Buttkamer nach Eulenburg geübte Praxis als die mildere Sozialdemokraten, wenn sie die Ausschreitungen der so- und zwar durch die deutsche Kriegsleitung. Weiß die Magdeburger Zeitung" das nicht? Und allgemein empfunden wurde. Graf Eulenburg verschwand genannten Arbeitslosen von sich zurückweisen. Ob der Rath der Kommune fortbestand oder nicht, die Kommune weiß fie nicht, daß in mehr als einem Fall französische unfreiwillig aus dem Ministerium, nachdem ihn Bismarck, hat sich auch nach dem 21. Mai noch zu behaupten Geißeln von deutschen Truppen erschossen worden sind? in einer bis dahin wohl noch nie dagewesenen Weise durch versucht, und die Erschießung der Geißeln fand statt auf und was den Deutschen im Krieg erlaubt war, das wird den Geheimrath Rommel im Herrenhaus hat blos stellen Grund des unter dem 5. April über die Geißeln erlaffenen die Magdeburger Zeitung" doch den Kommunarden nicht lassen. Eulenburg nahm nach dieser Szene sofort seinen Defrets, wonach die Hinrichtung eines Vertheidigers der Kom- verwehren wollen? Krieg ist Krieg. Also wenn die Kom- Abschied und brachte dann einige Jahre im Ruhemune durch die Versailler die der Geißeln in gleicher oder mune das gethan hätte, was die„ Magdeburger Zeitung" stande zu. Später scheint er mit dem„ Eisernen" doppelter Zahl zur Folge haben sollte. seinen Frieden geschlossen zu haben, denn Auch Karl Marx scheut sich nicht, die„ Lüge"( nach dem ihr anlügt, dann hätte sie vom Standpunkt der Magde- wieder er wurde Oberpräsident der Provinz Hessen- Nassau " Vorwärts") auszusprechen; er sucht die Hinrichtung nur als burger Zeitung" aus vollkommen recht gehandelt. Feuilleton. Nachdrud verboten.) ( 71 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Du hast Fräulein Findeisen gesehen?" fragte er den Herbeieilenden. in mir: Herminen's Verschwinden ist mir rein unerklärlich, fassungsmauer des Parkes, aber nicht vor dem Eingangsvöllig unbegreiflich; und ich kann keine Ruhe finden, bis pförtchen, und es blieb ihm, so groß seine Ungeduld auch ich sie in Sicherheit und ruhig weiß," bemerkte Helene zu den Zurückgebliebenen. " Mein Bruder erwartet mich in Moorungen," berichtete Elise, er muß sie sehen." Ich werde sogleich hinuntereilen und sie bitten, Ihrer zu warten," erklärte Lange. Thun Sie das, mein Freund," bat Helene;„ Sie geben mir meine Ruhe wieder." sein mochte, nichts übrig, als den Weg wieder zurückzugehen. Und auch hier passirte ihm der Unfall, daß er auf einen beim Hingehen nicht bemerkten Seitenpfad gerieth, welchen Umstand er erst gewahr wurde, als ihm der Weg seiner Länge halber auffiel. " Ein wirklicher Zauber- oder vielmehr ein verherter Garten ist das, und unheimlich noch obendrein," murmelte unser Freund mißmuthig, indem er stehen blieb.„ Es sollte Lange entfernte fich unbeachtet von irgend Jemandem; mich wirklich nicht wundern, wenn mir hier etwas passirte. die Gesellschaft begann langsam und in lebhaftem Gespräch Da will ich den Anderen vorauseilen und komme als der den Wintergarten zu verlassen, begleitet von ihrem Wirth, Leyte von Allen an, wenn ich überhaupt in einer halben welcher sie nach den Wagen führte. Ein Theil der Diener Stunde wieder auf dem richtigen Wege bin. Doch halt, da " Am Thorweg; sie verlangte ihren Wagen, da sie schnell schaft war den Herrschaften beim Einsteigen behilflich, zeigt sich ein lichter Schimmer, gehen wir ihm nach." während die Uebrigen abzuräumen begannen. " Ja, soeben, gnädiger Herr." " Sag, wo Du sie gesehen haft." in die Stadt zurückkehren müsse." ,, Und was thatet Ihr?" Sechstes Kapitel. Unheimliche Gesellen. Reinen Laut, oder Sie sind ein Kind des Todes," flüsterte in diesem Augenblicke eine Stimme an seinem rechten Ohre, während dem linken das Knacken eines Gewehrhahns hörbar wurde. Im nächsten Momente fühlte er seine beiden Arme erfaßt, und die Stimme des Unsichtbaren flüsterte von Neuem: " Wir fragten bei dem Kutscher an, ob die Wagen schon von Moorungen hier eingetroffen seien. Der Kutscher theilte uns mit, daß einige der Wagen noch unterwegs seien. Als Lange das Gewächshaus verlassen, hatte er einen Da meinte das Fräulein, sie wollte dem Wagen entgegen- Diener nach dem fürzesten Wege nach Moorungen gefragt gehen, wir möchten ihrem Vater, dem Herrn Findeisen, ihre und eine Allee gezeigt bekommen, die zu einem Feldwege„ Es geschieht Ihnen Nichts, wenn Sie still find; aber Entfernung anzeigen, was wir auch gethan haben. Einer hinausführte. Die Begleitung lehnte der junge Mann geben Sie von Ihrem Ueberflusse etwas für die Armen: von uns wollte das Fräulein begleiten, aber sie wies ab und eilte mit flüchtigen Schritten dem Ausgangspförtchen Uhr, Kette, Ringe, Börse; und sputen Sie sich, denn wir dieselbe zurück und drückte mir diesen Thaler in die Hand." Tiefe Stille und undurch eingliche Dunkelheit be- haben keine Zeit." Es ist gut, Du fannst nun gehen," befahl Howald, und herrschten den Ort; wenigstens schien es so für ihn, dem sich darauf mit einem spöttischen Blick gegen seine Schwester die Sinne im Rauschen der Musik und der grellen Bewendend, fragte er:„ Der Fall ist nun wohl aufgeklärt leuchtung für feinere Empfindungen zeitweilig abgeſtumpft und ich darf mich meinen weiteren Pflichten widmen?" Und ohne ihre Antwort abzuwarten, wandte er sich der übrigen Gesellschaft zu. " Ich weiß nicht, ich habe eine kaum erklärliche Angst 311. waren. Hatte ihm der Diener den richtigen Weg nicht gezeigt, oder war er der Weisung nicht richtig nachgekommen? Er befand sich am Ende seines Weges zwar vor der Ein" Uhr, Kette, Ringe, Börse? Wen meint Ihr denn hier angehalten zu haben, daß Ihr sogleich voraussetzt, ich sei mit dergleichen Luxusgegenständen beladen?" " Sie sind einer von den reichen Leuten, die heute bei Howald's zu Besuch waren, machen Sie also keine Umstände." Das Knacken des Gewehrhahnes wurde von Neuem amt ab. " = 18 385 729 M. and später auch Domkapitular in Brandenburg. und möchte um feden Preis den erst so geschmähten| Es ergiebt sich daraus, daß für das angeführte Etatsjahr Bezt eres ist eine sehr einträgliche Sinekure, die ihrem In- Caprivi am Ruder erhalten, weil man sich vor den Folgen zur Staatssteuer in Berlin veranlagt worden sind 254 928 haber nichts weiter auferlegt, als einmal im Jahre im seines Rücktritts fürchtet." Den frommen Herren, die Personen von 900 bis 3000 m. Einkommen mit einem Kreise Gleichdotirter, an reich besetzter Tafel fich zu laben. Caprivi- Chriftus und Liberalismus Judas in biblischem Steuersoll von 3 599 987 M., 43 846 Personen mit einem Graf Botho von Eulenburg ist seinen politischen Grund- Eifer kontrastiren, werden bei kaltem Blute wohl selbst die Einkommen über 3000 m. mit einem Steuersoll von fägen nach polizeikonservativ und außerdem ein vielgewandter Kniee schlottern über ihr kühnes Gleichniß. Wenn dieser 16 851 460 M., schließlich 242 nicht physische Personen mit Hofmann. Zur Zeit des Regiments der 100 Tage unter Judas übrigens fich den Strick um den Hals legt, wo 2 307 051 Steuersoll in Summa 22 758 498 m. Da Kaiser Friedrich wurde Graf Eulenburg viel als eventueller bleiben dann der Reichsbote" und seine Freunde? Mit das Staatssteuersoll im Jahre 1891/92 Nachfolger Buttkamers genannt. Durch seine rücksichtslose gefangen, mitgehangen. betrug, so wird sich ein Plus von 4 362 769 M. ergeben. Handhabung des Ausnahmegesetzes gegen die Arbeiter hat sich der Herr Graf besonders bei den nationalliberalen Selbsttäuschung. Rühl bis an's Herz hinan hat die Gleiches Recht für Alle. Die Leser werden sich der Großindustriellen einen Stein ins Brett gesetzt. Die Herren Sozialdemokratie den Volksschul- Bänkereien gegenüber ge- weiland von uns veröffentlichten Instruktion des sächsis o. Stumm und Baare dürften eine frische Flasche ange- standen. Ob die Kinder Mühlerisch vermuckert oder fchen Staatsministeriums über die Handhabung des stochen haben, als sie erfuhren, daß der Sozialistengesetz- Bedlißisch verpfasst wurden, blieb gleichgiltig; derselbe Faden, Vereinsgesetzes erinnern. Es hieß da, die Sozialdemokraten Minister wieder zurückkehrt. Bemerkt sei noch, daß die nur von einer anderen Nummer wäre gesponnen worden. Der dürften nicht mit anderem Maß gemessen werden als die Abendblätter das Gerücht verzeichnen, Caprivi gehe auch Kreuz- Zeitung" wird nun aus dem westfälischen Industrie- anderen Parteien. Das war sehr schön auf dem Papier, und Graf Botho von Eulenburg löse denselben nicht nur bezirk von katholischer Seite geschrieben:" Es mag offen gestaltete sich aber in der Praxis ganz anders. Die fächfiim preußischen Ministerium, sondern auch im Reichskanzler- vor aller Welt gefagt werden, daß in unserer Gegend das schen Behörden fuhren fort zu thun, was ihnen gefiel Schulgesetz nie anders aufgefaßt wurde, denn als Ersaß und was in Dresden gefiel. Der neue Minister des für das Sozialistengeset." Mit Dank sei über Innern, Herr von Metsch, der Nachfolger des ver Die Ohnmacht der Kulturkämpfer. Der Jesuiten- dieses ehrliche Eingeständniß quittirt. Jedoch die Erfolglosigkeit unglückten Nostiz- Wallwitz, hat das dieser Tage im Landtag pater Granderath, der in Dortmund eine Reihe religiös dieses mit Kinderfibel und Katechismus, mit Gesangbuch- rückhaltlos zugegeben. Das Verbot einer Versammlung, in wissenschaftlicher Vorträge gehalten hat, wird durch Beschluß versen und biblischen Geschichten gegen die Arbeiter der Liebknecht über den 18. März sprechen sollte, gab den der Polizeibehörde vom 16. d. M. an der Fortsetzung dieser bewegung unternommenen Kampfes ist für den Unbefangenen sozialdemokratischen Abgeordnen Gelegenheit zu einer Anfrage, Wirksamkeit gehindert. Noch besteht das Reichsgesetz be- von vornherein einleuchtend. Das geplante Ausnahmegesetz in deren Beantwortung Herr von Metsch unter anderem treffend den Orden der Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872, der Schulstube würde so platt zu Boden fallen, wie das sagte:„ Das( nämlich daß das Vereinsgesetz gegen die Sozialdas der Gesellschaft im Gebiet des Deutschen Reichs die Oktobergesetz. Unablässig arbeiten die wirthschaftlichen Zu- demokraten schärfer angewandt wird, als gegen andere Ordenswirksamkeit untersagt, ein Gesetz, das nichts ist, als stände für das aufstrebende Proletariat. Der Katholik der Parteien)- das geht nicht anders. Und wenn von diesem das klägliche Angstprodukt eines Liberalismus, der den Ber: Kreuz- Zeitung" sagt es ja gerade heraus: Es hat den Standpunkte aus die Polizeibehörden die sozialdemokratischen zicht auf den Kampf mit geistigen Waffen durch ein Aus- Anschein, daß die Sozialdemokratie noch längst nicht auf Vereine und Versammlungen mit etwas schärferem Maße nahmegesetz gegen die Widersacher besiegelt. So konnte die ihrem Höhepunkt angelangt ist, die Propaganda dieser messen, so entspricht das allerdings, m. H., das erkläre ich bebende Furcht des bürgerlichen Gemüths von der väter Partei unter den Bergarbeitern hat so augenfällige Er ganz offen, auch den Intentionen der Regielichen Sorge des Dortmunder Polizeiamts glücklich ver- folge, daß die nächsten Wahlen ein ganz verändertes Bild rung. Meine Herren! Die sozialdemokratische scheucht, der verhängnißvolle Jesuitenpater mit zerschnittenem zeigen dürften." Das ist auch unsere Ansicht. Partei hat überhaupt erst dazu Veranlassung Redefaden heimgeschickt werden. Eine Partei, die den Jesuitismus mit dem Büttel widerlegt und gegen die Pro- Lügen in die Ferne. Wir haben schon früher darauf gegeben, daß das Vereinsgeseh jetzt schärfer gehandhabt wird, paganda der Schüler Loyola's durch Sondergefeße sich aufmerksam gemacht, wie unsere handwerksmäßigen Alarm sie hat Veranlassung dazu dadurch gegeben, daß sie in bisversammlungen ihre gefährlichen Agitationen hineingetragen feines Zusammenbruchs sich auch noch berühmt und ein in der Nähe nicht an den Mann bringen können, in die hat, und m. H., diese gefährlichen, diese destruk schützen will, ist bankrott. Daß der Bankbrüchige aber nachrichten- Fabrikanten die Lügen, welche sie daheim und her ruhige Verhältnisse, in ruhige Vereine, auch Arbeiter schellenlauter Thor die Dortmunder Polizei mit jauchzendem Ferne hinaus schreiben und telegraphiren. Namentlich letzteres tiven Agitationen werden wir bekämpfen, Beifall begleitet, ist die tiefste Stufe des Verfalls. Pater denn das Tele graphiren giebt der Lüge mehr Lebendig die Regierung und ihre Organe, so lange uns die gesetzlichen Granderath hatte in Dortmund über den christlichen und keit und Kraft. In den französischen Blättern erfuhren wir mittel dazu zur Hand sind. Sie werden uns nie verargen, modernen Religionsbegriff, über die Grundlage der modernen schon Erstaunliches von den" blutigen Straßengefechten", daß wir Grundsätze bekämpfen, die sehr nahe ver Weltanschauung, über Natur und Offenbarung, Toleranz die Ende Februar hier ausgefochten wurden. In ihrer wandt sind den Grundsägen, die und Liebe u. dgl. gesprochen. Die„ Kölnische Zeitung", das vollen Größe treten uns aber die„ Berliner FebruarBerliner Februar Anarchisten predigen, sehr nahe den Grundsätzen, führende Blatt des Nationalliberalismus schreibt: Ereignisse", so wie die Alarmnachrichten Fabrikanten sie denen die Atheisten huldigen, und die ganz „ Ein Blick auf den mitgetheilten Inhalt der Vorträge lehrt, aufgefaßt oder wenigstens sich gewünscht haben, erst aus offenkundig den Standpunkt des Kommunis daß ein von den Ordensobern wohldurchdachter Plan vorliegt, den amerikanischen Zeitungen entgegen, die jetzt nach in us vertreten. Sie werden einer Regierung es nie veroffenkundig den Standpunkt des Kommunisbei deffen Ausführung es sich also um eine Ordenswirksamkeit Europa kommen. Hunderte getödtet, Tausende verwundet wehren können, daß sie derartigen Grundsägen, die die bes handelt. Nach alledem ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß fürchterliche Megelei, die Straßen in Blut schwimmend. das polizeiliche Verbot der Dortmunder Vorträge in der Die Sache wäre sehr lächerlich, wenn es nicht Leute gäbe, nung thatsächlich auf den Kopf stellen oder stehende Staats- und Gesellschafts- DrdBentralintang gebilligt werden wird. Von unserm Stand die solche Nachrichten mit vollem Ernst und überlegt, mit ung thatsächlich auf den Kopf stellen oder jeßt erfolgen muß. Den Herren vom Zentrum aber geben wir Methode verbreiten, und wenn diese Leute nicht für das beseitigen wollen, daß sie derartigen Grundfäßen, den Rath, sich nicht zu fehr für die vorzeitige Thätigkeit der Ausland bis zu einem gewissen Grade ein Nachrichten wie sie seitens der Sozialdemokratie gepredigt werden, mit Jesuiten namentlich auch nicht für die Miffionen, die sie Monopol hätten. Es ist wirklich hohe Zeit, daß den Ur- allen ihren Mitteln entgegentritt. Erst dann, m. S., jetzt im Regierungsbezirk Trier abhalten zu begeistern, da hebern dieser gemeinschädlichen Praktiken einmal in ihre.., wenn Sie sich dazu verstehen wollen, um zukehren, diefes Auftreten nur allzu deutlich zeigt, wie sehr die Patres dunkelen Werkstätten hineingeleuchtet, und das Handwerk erst dann werden wir auch mit der Schärfe des Vereinsgewöhnt sind, sich selbst wider zu Recht bestehende Gefeße aufgelegt wird. gesetzes nachlassen können." zulehnen und durch ihre Thaten andere Bürger zu einer gleichen Der alte Metternich hätte zur Zeit der Karlsbader Auflehnung zu verlocken." Der Innungen Ende. Westfalen ist ein Hauptsiz Beschlüsse keine bessere Ordnungs- Jeremiade loslassen können. Der Liberalismus streckt im geistigen Kampf die Waffen zünstlerischer Bewegung, Westfalen erlebt die Konkurs Mit Recht bemerkte einer unserer Genossen, der Herr vor den Jesuiten und beeilt sich, muntere Kapriolen vor erklärung der Zünftelei mit erfreulicher Raschheit. Eine Staatsminister von Metzsch solle doch das Opus des Magde dem Polizeistock schneidend, die gefürchteten Feinde durch Innung nach der anderen geht aus den Fugen. Es ist burger Polizei Kommissars Rrieter studiren, da werde schnöde Angeberei dem Staatsanwalt zu überliefern. Die vorgekommen, daß Innungen, denen die Vergünstigung aus er finden, daß er von Sozialismus und Anarchismus nichts Sozialdemokratie ist von Anfang aus grundsätzlichen Beweg- dem§ 100e der Gewerbeordnung verliehen war( das Recht verstehe. gründen gegen Kulturkampf und Jesuitenhatz entschieden des alleinigen Haltens von Lehrlingen), die Regierung er Natürlich flatschte die reaktionäre Rammermajorität eingetreten; fie fürchtet die Gesellschaft Jefu nicht, die frei- sucht haben, ihnen dieses Recht abzunehmen. Nun hat die dem Herrn Minister Beifall, und unsere Leute lachten lich mehr Geist, Wissen, Thatkraft und Manneszucht in sich Handwerker- Innung der Aemter Castrop- Mengede, die eine ans Umkehren" denken sie jedoch nicht, wohl aber daran, vereinigt, als die abgetriebene, lendenlahme liberale Bour große Anzahl von Mitgliedern besaß, ebenfalls die Auf daß Herr v. Metsch gelegentlich denselben Weg gehen wird, geoisie, und wird mit jener so gut fertig wie mit dieser. lösung beschlossen. Der Amtmann, als Vorsitzender der den sein Vorgänger gegangen iſt. Und zum Schluß, vergißt die Kölnische Zeitung", daß die Aufsichtsbehörde, gab sich alle erdenkliche Mühe, die HandJesuiten eifrige Verfechter der kapitalistischen Ordnung sind werker von ihrem Vorsage abzubringen, es war aber ver- Die Reichstags Ersatzwahl in Mecklenburg und auf den katholischen Kongressen als Gegner jedes auch geblich, und mit großer Mehrheit wurde der Beschluß Strelit. Das amtliche Wahlergebniß der am 19. b. W. des zahmsten Arbeiterschutzes und als fanatische Bertheidiger gefaßt. In dem Zeitalter des Dampfhammers, der Web- stattgehabten Reichstagswahl ist folgendes: Abgegeben zügellofer Ausbeutungsfreiheit sich erwiesen haben? maschine, der Walzwerke ist der handwerksmäßige Betrieb wurden im Ganzen 17 403 St. Hiervon erhielt Graf Her Judas und Christus. Der Reichsbote" schreibt werke müssen scheitern. dem Untergang geweiht, die Organisationsversuche der Hand- mann von Schwerin- Wolfshagen( deutsch- tons.) 8281 St., Gutspächter Conrad Wilbrandt- Pisede( dfr.) 6525 St., zur Ministerkrisis von den Liberalen: Jeßt, nachdem der Dr. Franz Lütgenau in Berlin( Soz.) 2597 St. Die Bersetzungsprozeß sich auch auf die Regierung geworfen hat Von der preußischen Einkommensteuer. Die sozialdemokratische Partei hat also 910 Stimmen mehr auf und das„ Niederbrechen" auch da seine Wirkung geübt hat Direktion für die Veranlagung der direkten Steuern in ihren Kandidaten vereinigt, als sie bei der letzten Wahl steht man mit schlotternden Knien davor, wie Judas Berlin hat nunmehr dem Magistrat das Resultat des Ein- zählte. Ein Rückgang", mit dem wir sehr zufrieden sein mit seinen Silberlingen vor dem vergewaltigten Christus schätzungsbezirks der Stadt Berlin pro 1892/93 übersandt. können. Die Stichwahl ist auf Dienstag, den 29. März, punkte aus ist es uns sehr lieb, daß diese Entscheidung gerade " " M die vernehmbar, aber Lange erwiderte, ohne sich im Geringsten besondere. Manche schlechte That ist hier schon verübt, die Wahl habe, von diesem Howald etwas Gutes oder zu alteriren: manche Unschuld gemordet worden." etwas Böses zu denken, so dente ich immer lieber etwas Wie? Ihr glaubt wirklich?" rief Lange, im höchsten Böses." Grade erschrocken, und die Furcht Helenen's erschien ihm mit ,, Und glaubt Ihr, daß er im Stande wäre, die Gast einem Male in einem ganz anderen Lichte.„ Unbekannte freundschaft zu mißbrauchen und irgend welche schlechte Freunde," begann er, von einem plöglichen Entschlusse er Mittel anzuwenden, um ein junges Mädchen in seine Ge faßt, wollt Ihr mir auf furze Zeit Eure Hilfe leihen, ich walt zu bekommen? will es Euch gut belohnen." Einer von den reichen Leuten, die bei Howald's zu Besuch waren? Einer von den Leuten, die da zu Besuch waren, bin ich allerdings, das will ich gestehen, aber reich? reich bin ich wirklich nicht." " Machen Sie nur keine Umstände; Sie zwingen uns sonst zu thun, was wir lieber nicht thun wollten." Im Ernste, Freunde, ich täusche Euch nicht; der Fehler" Wir hatten freilich ein gutes Geschäft vor...." liegt nur daran, daß Ihr Pech habt. Von allen Leuten, die meinte der Eine zögernd.„ Wenn aber der Herr Doktor da zu Besuch waren, bin ich der Einzige der arm ist, und uns braucht, Wießner?" entgegnete der Andere. gerade auf den mußtet Ihr fallen. Ringe trage ich nicht," Ja, wenn der Herr Doktor uns braucht, da müssen Uhr und Kette find auf dem Leihhause, und meine Baar- wir wohl ein Einsehen haben, obwohl ich das Silber nicht schaft besteht in einem Thaler und ein paar Groschen. gern noch einmal ungesichtet nach der Stadt möchte gehen Wenn Euch die glücklich machen können, da nehmt sie, lassen." aber es wäre mir lieber, wenn Ihr Sie mir ließet, da ich Der Herr Doktor hat für uns gehandelt, ohne daß er fie heute Abend noch brauchen tönnte." von uns wäre aufgefordert worden, und wir sollten nichts Wer sind Sie denn?" für ihn thun, wenn er es verlangt?" " Das glauben wir allemal: Sehen Sie, wir haben von solchen Leuten besondere Begriffe, die vielleicht nicht in die Welt passen. Wir meinen nämlich, wer seine Arbeiter rücksichtslos aussaugt, um recht reich zu werden, und seine Konkurrenten mit fröhlichem Herzen todt macht, weil sie ihm Schwierigkeiten bereiten, auf seinem Geldsacke fist und Andere darben sieht, der kann nur ein schlechter Mensch fein, wenn er auch nach der Mode der Zeit als ein Ehrenmann angesehen wird. Der da aber ist schlimmer, als jeder Andere, denn der hat sogar seine Schwester um ihr Erbtheil betrogen." " Woher wißt Ihr das?" " Ich bin der Dr. Friedrich Lange, ein deutscher Schrift" Da hast Du Recht, Noack, und es handelt sich bei steller, und wenn Ihr halbwegs mit der Welt bekannt seid, uns auch nicht um eine Weigerung, sondern nur um ein" D, wir kennen so ziemlich alle seine Angelegenheiter; so müßt Ihr wissen, daß denen nicht viel zu rauben ist." Bedauern. Aber nun fort damit, und, Herr Doktor, rücken wir stehen mit dem Herrn schon lange in Geschäfts. " Sie sind der Dr. Lange, der das schöne Flugblatt Sie heraus mit Ihrem Anliegen." verbindung; denn durch ihn sind wir geworden, was wir sind; herausgegeben, von dem die ganze Stadt spricht?" „ Es ist eine junge Dame hier aus der Gesellschaft er hat uns das erste Mal und ganz unschuldig ins Zucht" Der bin ich allerdings, und ich freue mich ganz aus- plötzlich verschwunden. Es sind zwar Leute da, welche be- haus gebracht und einen unserer besten Freunde, den nehmend, daß es so populär geworden zu sein scheint." haupten, daß sie sich stillschweigend nach Hause begeben; Schlosser Habicht, erschossen mit dem Pistol, blos weil der Wir freuen uns nicht minder, daß wir Ihre Bekannt. Da aber die Dame sehr sein gebildet ist, so können wir uns selbe gekommen war, um seine Schwester aus den Klauen schaft gemacht haben, wenn es uns auch nichts einbringt. nicht gut vorstellen, daß sie sich auf diese Weise ganz ohne dieses Wüstlings zu befreien." Gehen Sie nur ganz ruhig, Herr Doktor; Ihnen thut Abschied wegbegeben habe. Daher der Argwohn, der mich Nicht möglich, gar nicht glaublich, es wäre entKeiner aus dem Volke ein Leid an, es mag sein werda eilig forttrieb, um in Moorungen zu erfahren, ob die Dame fetzlich. will; denn wir fühlen es ganz wohl, wer es gut mit uns wirklich daselbst angekommen. Euer Anhalten hier hat mich meint. Wenn alle Menschen dächten wie Sie, da brauchten an der Ausführung behindert." auch wir nicht auf solchen Wegen zu wandeln." Das weiß ich, das weiß ich, und deshalb fürchte ich tausendmal um Entschuldigung; aber Sie wissen, in der Es thut uns sehr leid, Herr Doktor, und wir bitten auch Euresgleichen nicht im Mindesten. Wollte Gott, ich Dunkelheit kann man einen Ehrenmann nicht gut von einem könnte aus Euch allen vernünftige Menschen machen." Schufte unterscheiden." Das können Sie, Herr Doktor, es ist bei uns leichter, als bei Denen da drüben. Wir sind nicht so verstockt und haben keine so bösen Anschläge im Kopfe." Meint Ihr da drüben den Besitzer oder die Gäste?" Den Besizer und die Gäste; aber den Ersteren ins Es bedarf nicht Eurer Entschuldigungen, aber was meint Ihr über diesen Fall?" " Sprich Du, Noack," ermahnte Wießner,„ Du hast einen helleren Kopf." Es ist so, wie es ist," entgegnete dieser; wenn ich Herr Doktor, wenn wir Ihnen etwas erzählen, so ist das ganz gewiß wahr, denn wir belügen höchstens den Gewalt mehr wissen wollen, als wir ihnen ohne unseren Staatsanwalt und das Gerichtspersonal, weil die mit aller Schaden sagen können." Nun, dann erzählt mir geschwind Eure Geschichte, da mit ich genau weiß, mit wem ich es zu thun habe." Wollen sich der Herr Doktor nicht zu uns in die Laube setzen? Es ist bequemer, und wir können dazu eine Zigarre rauchen." ( Fortsetzung folgt.) angesetzt. Wenn unsere Genossen bet berselben den Bus friedungen industrieller Werke zerstören oder für die Arbeit erstrebt werden nach der Refolutions- Begründung des Herrn schauer spielen wollen, zerfließt die freisinnige Hoffnung auf erforderliche Werkzeuge, Geräthe u. s. w. unbrauchbar machen Gering. einen neuen Wahlerfolg in Wasser. oder zerstören." Auf die Gemeinheit der Unterdrückung Die ewige Klage des ostelbischen Großgrundbesitzes ist die in Korruption überall. Fünf Ingenieure der Wiener gischen Genossen haben keine bessere Agitatoren, als die Die„ zielbewußte Bevölkerungspolitik", welche der deutsche Landwird die Infamie dieses Streitgefeßes gesetzt. Unsere bel der Sachfengängerei zum scharfen Ausdruck fommende Flucht der Landarbeiter nach dem Westen, der chronische Arbeitermangel. Privat- Telegraphengesellschaft, welche den Telegraphenbetrieb belgische Bourgeoisie. in Wien versieht, haben dieser Tage dem österreichischen wirthschaftsrath, eine offizielle Organisation des großen Grundbefizzes in der Sering'schen Resolution akzeptirte, bedeutet die Zufuhr von Arbeitskräften, die jederzeit zur Hand, die wirthschaftlich gebunden sind, die an der Scholle tleben. Handelsminister eine Denkschrift gegen den Generaldirektor Zum römischen Sozialistenprozeß. In dem Proder Gesellschaft Jeßler eingereicht. Ein bürgerliches Blatt zeß gegen Cipriani und Genossen wegen Theilnahme an den bemerkt: Die Mehrzahl der Beschuldigungen, die da er- Unruhen am 1. Mai hat der Staatsanwalt am 22. März Wie dies ermöglichen? Die innere Kolonisation soll das hoben werden, sind nicht wiederzugeben, trotzdem sich die sein Plaidoyer beendet. Gegen 6 Angeklagte wurde die An- Mittel dazu sein. Sie soll die Seßhaftmachung der breiten Ingenieure zum Wahrheitsbeweis erbieten." Welche Fülle klage zurückgenommen, gegen alle anderen beantragte der Schichten der Bevölkerung" ermöglichen. Das Kleinbauernthum von Schelmenstreichen muß der Jeßler auf dem Kerbholz Staatsanwalt verschiedene Strafen, gegen den deutschen östlich der Elbe, das im Kampfe mit den Latifundien, den Ritterhaben, wenn die Bougeoispresse sich in schamhaftes Schweigen Studenten Körner 18 Monate Einschließung! gütern elend zu Grunde geht, dessen Angehörige das Hauptfontingent der überseeischen Auswanderer Deutschlands bilden, hüllt. Mitgetheilt wird jedoch folgende Stelle der Denkschrift: In Sachen des Boykotts. Das englische Unterhaus foll die innere Kolonisation refonstruiren. Was bedeuten die verwarf in seiner Sigung vom 23. März mit 226 gegen felbftändigen Landgemeinden mit gemischter Landvertheilung"? eingerichtet werden, doch das solle möglichst in Anlehnung an 180 Stimmen den Antrag des Mitgliedes Robertson auf Herr Sering leugnet gar nicht, daß eigentliche Arbeiterstellen" Abänderung der Bestimmungen des gemeinen Rechtes befolche Gemeinden" geschehen. So haben wir in diesen Zukunftstreffend Verschwörungen. Robertson bezeichnete die Be- Gemeinden, die um die zerschlagenen Großgüter sich krystallisiren ftimmung, daß Personen sich straffällig machen, die sich zu sollen, drei Gruppen, fleinere"," größere" Bauernstellen und Arbeiterzwei Handlungen vereinigen, von denen jede einzelne an stellen. Die Auswahl der Arbeitsgelegenheit für den Landarbeiter fich nicht strafbar sind, als durchaus ungerecht. Der Staats- besteht darin, daß er nicht bei einem, sondern bei mehreren Grundsekretär des Innern Matthews bekämpfte den Antrag und befizern, nicht blos auf Rittergütern, sondern auch auf großen Bauernerklärte, die Annahme desselben wäre gleichbedeutend mit gütern arbeiten kann. Dieser Zustand herrscht aber bereits heute einer Billigung des Boykottirens. vielfach vor, und trotzdem steigt die Ziffer der Sachsengänger unablässig. Was für eine Rolle die Kleinbauern spielen, ist klar. Sie werden gezwungen sein, das ständige Defizit ihres Budgets Durch Lohnarbeit auf den Gütern zu decken, den Grundbesißern also ein fügsames Arbeitermaterial zu liefern. Der auf seiner Barzelle festgenagelte Kleinbauer ist noch weniger widerstands fähig als der besiglose Landarbeiter, der nur seine Arbeitskraft, seine Muskeln und Sehnen besitzt. Eine dem gefammten manipulirenden Personale auffällige Thatsache ist, daß Herr Jeßler sehr häufig und sehr geraume Zeit an den Wechseln, in welche Staatsämter und sonstige Be hörden als da find: Militärkabinetskanzlei Sr. Maj. des Raisers, Obersthofmeisteramt, sämmtliche Ministerien, Korpskommando, Banken, Börse 2c. 2c. eingeschaltet sind, horchte, so daß bei den Beamten die stehende Phrase lautet: Der General hängt schon wieder am Staatstelephon." In wessen Auftrage der vielseitige Generaldirektor spionirt hat, ob auf eigene, Rechnung, auf Rechnung patriotischer Spekulanten oder in anderer Leute Solde, ist nicht zu erfahren. Sicher aber ist der Jeßler eine Ordnungsstüße, ein Stein im Bollwerk gegen die Sozialdemokratie gewesen. Er ist elend abgebröckelt. " Rußlands Finanzen. Welcher Nothstand im Zavenreiche herrscht, ergiebt die nüchterne Uebersicht des Budgets, das wie alles amtliche Zahlenwerk Rußlands zurechtgeftutzt und von den Schönfärbern des Finanzministeriums erst Schweizerisches. Ein von Dr. Wegmann in der künstlich zurecht gemacht ist. " Beitschrift für schweizerische Statistik" veröffentlichter An direkten Steuern von der ländlichen Bevölkerung Die Großgrundbesitzer haben sicher ein lebhaftes Interesse Aufsatz giebt eine übersichtliche Darstellung der schweigeliefen im Jahre 1891 insgesammt 84 881 299 Rubel ein, daran, daß an Stelle des Wohnens der Arbeiter auf dem Gute rischen Fabrikverhältnisse. Die 1888 unter während dieselben auf 114 603 768 Rubel veranschlagt des Dienstherrn" eine neue Form der Siedelung sich durchsetzt. dem Fabrikgesetz gestandenen 3776 Etablissements vertheilen waren; die wirklichen Eingänge ergeben somit 74,1 pct. Sind die Arbeitskräfte nicht mehr als Knechte oder als fich auf 140 Industriegruppen, die Dr. Wegmann nach des Voranschlages. Ein Mehr gegenüber dem Vor- Insten an einen Dienstherrn gebunden, sondern in selbständigen Gemeinden als Jnhaber von Arbeiter- und Bauernstellen aufihrer Größe in 7 Klaſſen eintheilt und zwar derart, daß anschlage weisen nur die Eingänge in den polnischen gehäuft, so entfallen für den einzelnen Dienstherrn eine Reihe Etablissements mit weniger als 10 Arbeitern die 1., mit Gouvernements auf, wo die Steuern auf 3 711 617 Rubel von Verpflichtungen und Ausgaben, die ihm oblagen, so lange 10-20 die 2., mit 21-50 die 3., 51-100 die 4., 101 bis veranschlagt waren, in Wirklichkeit aber 3 769 449 Rubel der Knecht und Inste im ständigen Verhältniß zu ihm sich be200 bie 5., 201-500 die 6. und solche mit über 500 Ar ergaben. Im europäischen Rußland erbrachten die wirk- fand. Die selbständigen Gemeinden", b. h. in ihrer Mehrheit beitern die 7. Klasse bilden. Nach dieser Eintheilung erlichen Eingänge 71,8 pct., im Raukasus 99,6 pCt. des Vor- die für die Gutherren schaffenden Arbeitskräfte, kommen nun für halten wir folgendes Bild: anschlages. An direkten Steuern von den anderen Ständen den weitaus größten Theil jener Ausgaben auf; die VersicherungsEtablissements Arbeiter gingen im Jahre 1891 insgesammt 19 388 975 Rubel ein, gefeßgebung, die Armenpflege u. f. w. find anders zu regeln für während dieselben auf 19 185 714 Rubel veranschlagi waren. Im Vergleich mit dem Finanzjahre 1890 blieben die zuletzt aufgeführten Steuern im Jahre 1891 in den wirklichen Eingängen erheblich hinter den Voranschlägen zurück. 12345 1. Klasse 1142 6770 2. 1044 14 395 3. 830 27 004 4. 396 28 376 PR 213 30457 " 6. 128 36 993 " 7. 23 16 683 " • Innere Kolonisation. Wir erhalten folgende Zuschrift: " den Knecht, den Inften, als für den„ felbständigen", den„ unabhängigen" Stellenbesizer. So wird der Gutsherr entlastet, die neue Gemeinde belastet. Und nur wenn der Grundbesizer Arbeitskräfte braucht, in den landwirthschaftlichen Arbeitsperioden, entnimmt er den schollenpflichtigen Gemeinde- Angehörigen die nöthige Anzahl Leute, um welche er sich im übrigen auch nicht im Geringsten zu kümmern braucht, die er entläßt und ihrem Schicksal überläßt. unt Es Von den 10 Haupt- Industriegruppen steht die TextilHypothekengläubiger und Konkurrenz des Großbetriebs beindustrie mit 91 482 Arbeitern obenan; dann folgen die forgen dann das Uebrige. Denn die Aufsaugung des ZwergMaschinenindustrie mit 16 490, Bijouterie und Uhrenbetriebs durch die mittleren und großen Betriebe, die macherei mit 12 409, Lebensmittel- Industrie 10 745, Papierihren Gang geht trotz aller Schönfärbereien und aller fabrikation und polygraphische Gewerbe 7356, Verarbeitung Illusionen, ist nicht zu hemmen. Eine unhaltbare Situation vervon Häuten, Leder und Haaren 5158, Holzindustrie 5048, ewigen, die Kleinbauernschaft fünstlich züchten wollen, Industrie der Erde und Steine 4809, Metallbearbeitung Unter dem Titel„ Innere Kolonisation" findet sich in Nr. 60 fozialen Gefahren" zu begegnen, heißt utopisch handeln. 4157 und chemische Industrie 2872. Dem Alter nach ver- des Vorwärts" eine erst jetzt zu meiner Kenntniß gelangte Be- müßten benn die sozialen Gefahren" des Feudaladels östlich der theilen sich die Arbeiter auf 23 018 unter 18 und 137 660 fprechung der von mir am 9. d. Mts. im Deutschen Land: Elbe gemeint sein, der allerdings unter den heutigen Verhältnissen sich in über 18 Jahren; dem Geschlechte nach waren von den Ar- wirthschaftsrath gehaltenen Rede über die Neubegründung länd: der schauderhaften Lage befindet, die abscheuliche Ausnüßung der beitern unter 18 Jahren 6,03 pCt. männliche und 8,26 pCt. licher Ansiedelungen. Sie schreiben u. A.:„ Herr Sering empfiehlt ländlichen Arbeiter durch den Zug nach dem Westen gefährdet die Fesselung der Landarbeiter, die an der Scholle haftend, zu sehen. Daher der Ruf nach Einschränkung der Freizügigkeit, weibliche und von den Arbeitern über 18 Jahren 48,16 pet. in ein neues System der Hörigkeit hineingezwängt werden follen, nach Einzugsgeldern, nach Seßhaftmachung, nach innerer Kolomännlich und 37,55 pet. weiblich. eine leichte Beute der junkerlichen Gewinnfucht" 2c. Er bleibt niſation. In der That ist die Zuschrift des Herrn Professors keine Bezüglich der Art der verwendeten Betriebskräfte dem Ziel, das er sich gesteckt hat" nämlich der Erhaltung fommen hauptsächlich drei Quellen in Betracht: Wasser, der Unternehmer in der Rolle patriarchalischer Feudalherren" Berichtigung, fie ist eine Polemit gegen die Schlußfolgerungen, treu"... Diese Darstellung und Charakterisirung ftützt sich die wir aus seiner Rede und seiner Resolution gezogen haben. Dampf und Gas und dazu die Elektrizität, die aber nur treu" umgewandelte Kraft aus einer der erwähnten Quellen, ge- auf ein höchst ungenaues, vom Vorwärts" kurz wiedergegebenes Nachdem uns der von dem Redner selbst gelieferte, also doch wohl wöhnlich modifizirte Wasserkraft ist. Von sämmtlichen Zeitungsreferat. Da der stenographische Bericht über die letzten urkundliche Text vorliegt, haben wir festzustellen, daß wir auch Verhandlungen des Landwirthschaftsrathes noch nicht gedruckt nicht eine einzige Silbe unserer Kritit zurückzunehmen haben. Etablissements, welche mechanische Kraft verwenden, ist, sehe ich mich veranlaßt, Sie um die gefällige Aufnahme der So ist auch die prinzipielle Anschauung des Herrn Sering haben 66,7 pct. Wasser und 47,1 pct. Dampf( viele folgenden Berichtigung zu ersuchen. von uns zutreffend charakterisirt worden. Wir haben in jener haben beides zugleich, daher die Summe größer als 100 ift), Meine Rede hat nicht nur nicht ein neues System der Hörigkeit" Rundschaunotiz auch auf seine Schrift: Arbeiter Ausschüsse in 4,7 pct. Gas und 0,5 pet. Elektrizität. In den kleinen der Landarbeiter empfohlen, ist vielmehr gerade von dem Gedanken der deutschen Industrie" Bezug genommen. In diesem Buch Etablissements überwiegen die Wasseranlagen, während in den ausgegangen, daß es als eine Hauptaufgabe bei der im Gange wird mit erfreulicher Schärfe das Arbeitsverhältniß nicht als ein großen der Dampf vorherrscht. Die gesammten, für indu- befindlichen Zerschlagung und Besiedelung zahlreicher Großgüter Vertrags-, fondern als ein Herrschaftsverhältniß bezeichnet, die sind die dienenden, die technisch ausführenden strielle Zwecke benutzten Pferdekräfte betrugen 1888: 82 767, angesehen werden müsse, den Landarbeitern zu größerer Unab- Arbeiter sind die" dienenden, der Unternehmung". Wie die Industriearbeiter so die Arbeiter Ausschüsse, die wovon 54 357 Wasserkräfte, 27 692/ Dampf, 394 Gas hängigkeit und Selbständigkeit zu verhelfen. Unter allen Um- Glieder ständen müsse jeder Versuch vermieden werden, die Arbeiter durch durch Landsollen und 323 Elektrizität. d. Dr. Wegmann bemerkt zum Schlusse, daß der richtigste Sebaftmachung", b. h. Verleihung von Grundeigenthum an die arbeiter durch die innere Kolonisation an das Unternehmereinzelnen Güter zu fetten. thum ausgeliefert werden, eine gehorsame, willige und doch Maßstab zur Beurtheilung der Groß und Kleinbetriebe, Vielmehr sei die Gründung von selbständigen Landgemeinden wohl auch billige Dienerschaft. Ist ihnen nicht ein Antheil an resp. zu deren Unterscheidung das Produktenquantum wäre. durch Ansiedelung von Leuten anzuftreben, welche überhaupt nicht der Herrschaft" eingeräumt, wenn sie im Ausschuß für den UnterAber die Kenntniß dieser Größe in den einzelnen Etabliffe auf Lohnarbeit angewiesen find. Wo eigentliche Arbeiterstellen nehmer Polizisten und Marionetten spielen, wenn sie als Stellenments wird den Statistikern noch lange verborgen bleiben eingerichtet würden, sollte dies möglichst in Anlehnung an solche inhaber gezwungen sind, erdrückt von den Lasten der selbständigen" und dann ist auch sie, bei gleichbleibender Einrichtung einer Gemeinden geschehen. Denn regelmäßig habe der Arbeiter nur Gemeinden, Hungerleider und ohne ausreichendes Einkommen Fabrik, schwankend je nach Qualität des verarbeiteten Roh- ba freie Wahl unter verschiedenen lokalen Arbeitsgelegenheiten, stehe vom eigenen Grund und Boden, für die„ Edelsten und Besten" er dem einzelnen Besitzer daher unabhängiger gegenüber, als es bei au frohnen? Aber den fleißigen und tüchtigen Arbeitern" ist stoffes und Güte der Arbeiterschaft. bem bisher bekanntlich im Often vorherrschenden, durch das Wohnen ja die Möglichkeit gegeben, sich zur vollen Selbständigkeit" Die Einwohnergemeinde Bug hat nach dem Vorbilde der Arbeiter auf dem Gut des Dienstherrn gekennzeichneten Ber- emporzuarbeiten, wie die fparfame Nähterin des Herrn Richter anderer schweizerischer Gemeinwesen die unentgeltliche hältniß der Fall ist; in den zu gründenden Gemeinden müßten die Möglichkeit hat, sich zur Kapitalistin emporzuarbeiten". fleinere und größere Bauernstellen neben einander sein, weil da- Was wir damals gesagt, schließe auch die heutige Darlegung: Beerdigung grundsätzlich beschlossen. durch den fleißigen und tüchtigen Arbeitern die Möglichkeit ge- Wenn die Fluth der Auswanderung höher und höher steigt und das Paradies des Junkerthums, das Gebiet östlich der Ein neuer Krach. Eine Pariser Bank ist zu geben werde, sich zu voller Selbständigkeit emporzuarbeiten. sammengebrochen, und Tausende von Kleinbürgern, die von Nur bei einem derartigen Vorgehen könne durch innere Koloni Elbe, stellt den größten Prozentsatz Deutschlandmüder-, so hätte ihr angeschwindelt worden sind, haben ihr Hab und Gut fation der übermäßigen, auch der städtischen Arbeiterschaft höchst der Nationalökonom Sering den Agrariern des Landwirthschaftsverloren. Die Passiven belaufen sich auf zirka 20 Millionen. verderblichen Abwanderung vom Lande Einhalt gethan werden. Raths die Ursachen dieses Vorgangs in aller Kürze und mit Das ist in Kurzem meine Motivirung der von Ihnen richtig finnenfälliger Klarheit erläutern können. Der Kampf des Zwei Administratoren sind verhaftet, zwei durchgebrannt, wiedergegebenen, vom Landwirthschaftsrath angenommenen Re- Kleinbauern gegen den Großgrundbesitz, durch die Gutsherren, die erbärmliche ein fünfter beging Selbstmord. Diese Schwefelbande ist solution gewesen, wonach die Bildung von selbständigen Land- der Landarbeiter ein hausgemachtes Erzeugniß des Kapitalismus, der ihre gemeinden mit gemischter Landvertheilung", nicht aber die Grün- foziale Lage der ländlichen Bevölkerung sind die treibenden Kräfte in jenem Auswanderungsprozeß. Aber Herr Sering Entstehung, ihre geschäftige Wirksamkeit einzig und allein bung von bloßen Arbeiterkolonien erstrebt werden soll. Es ist mir wohl bekannt, daß Sie den Gedanken der inneren empfiehlt dafür die Kolonisation, d. h. die Fesselung der Landermöglicht. Kolonisation" u. A. um deswillen abweisen, weil Sie den Klein- arbeiter, die an der Scholle haftend in ein neues System der Arbeiterschutz, grundbesitz für konkurrenzunfähig gegenüber dem Großbetriebe Sörigkeit hineingezwängt werden sollen, eine leichte Beute der fein allgemeines Stimmrecht, Flintenschüsse, schmachvolle halten. Ich bin anderer Ansicht. Aber diese Meinungsverschieden- junkerlichen Gewinnsucht, beständig frische Zufuhr zur Armee Ausbeutung, Massenmord der Grubenarbeiter, ein wahrer heit rechtfertigt keineswegs, daß Sie mir Motive unterschieben, liefernd, den Ueberschuß an die Städte abgebend, wo das LandHerenfabbath fapitalistischer Gemeinheit, das ist Belgien. welche Ihnen nicht ferner liegen fönnen als mir selbst. Berlin, 18. März 1892. Lafür wappnet sich die herrschende Klasse gegen die Ausstände durch einen Gesezentwurf, der die Angriffe auf die Arbeitsfreiheit" doppelt so schwer wie früher bestraft und Zu dieser Erklärung sei Folgendes bemerkt. Das Referat der zahlreiche neue Straffälle" festsetzt. Das Gesetz, das über die Rede des Herrn Professors Sering fand sich gleichvon der Bourgeoistammer mit Begeisterung angenommen lautend in den hervorragendsten Berliner Organen des Agrarierwerden wird, bestimmt, daß Derjenige mit acht Tagen bis thums, die bis heute weder von sich aus, noch auf Veranlassung zwei Jahren Gefängniß und mit 50-1000 Fr. Geldstrafe des Herrn Sering, der doch gewiß von dem Juhalt dieser Blätter Der Kaiser soll dem Minister für Handel und Gewerbe belegt wird, welcher," um Erhöhung oder Kürzung der rechtzeitig Kenntniß genominen hat, dies Referat berichtigt haben. In der von uns nach den konservativen Zeitungen wieder: 45 000 m. angewiesen haben, einmal um mit Hilfe dieser Summe Löhne zu erzwingen oder um die freie Ausübung der In- gegebenen Rede hieß es:„ Es müsse der Versuch gemacht werden, den Uebertritt von Kindern schlesischer Handweber zu anderen dustrie oder der Arbeit anzutasten, Gewaltthaten begangen, die ländliche Arbeiterbevölkerung feßhaft zu machen, dies wäre Berufszweigen zu erleichtern, dann aber, um diejenigen von der Beschimpfungen oder Drohungen ausgestoßen, Strafen, das beste Mittel, den sozialen Gefahren zu begegnen zc." Und die Handweberei nicht loszulösenden schlesischen Weber, deren wirthVerbote, Untersagungen oder irgend eine Aechtung" Resolution, deren genaue Wiedergabe Herr Sering nicht be- fchaftliche Lage dadurch nicht gebeffert werden kann, mit leistungsGine zielbewußte Be- fähigen Handwebstühlen auszurüsten. Letzteres kann den gegen Arbeiter oder Arbeitgeber ausgesprochen hat. streiten kann, befagt ausdrücklich: „ welche Die gleiche Strafe trifft Diejenigen, die völkerungspolitik ist für große Landestheile zumal des Oftens Webern nicht helfen, sondern den Todeskampf, in dem die HandEs empfiehlt sich die Seßhaft- weberei gegenüber der Konkurrenz der Großproduktion liegt, nur Arbeitsfreiheit der Unternehmer oder Arbeiter angetastet dringend geboten. haben durch Zusammenrottungen bei Werkstätten, in denen ma chung der breiten Schichten der Bevölkerung durch ener- verlängern. Von Erfolg dagegen würde es sein, wenn der gearbeitet wird, oder bei der Wohnung Derer, die sie leiten, gische Förderung der inneren Kolonisation. Anzustreben ist be- Staiser für die reichsgefeßliche Einführung eines Normal- Arbeitssei es, daß sie zur Arbeit gehende oder von ihr heim fonders die Bildung von selbständigen Landgemeinden mit ge- tages, wie ihn die sozialdemokratische Fraktion vorgeschlagen hat, feine ganze Macht einfegte. Das fame allen Arbeitern zu gute, tehrende Arbeiter einschüchtern, sei es, daß sie Explosionen Herr Sering aber erklärt, daß er in der Begründung seiner und tausend wirthschaftliche Räthsel, mit deren Lösung sich jetzt bei den industriellen Werfen oder bei von Arbeitern be- Resolution von der Seßhaftmachung abgerathen habe. Was zu die Staatspolitit erfolglos quält, würden im Handumdrehen wohnten Lokalitäten hervorrufen, sei es, daß sie Ein- erstreben ist nach der Resolution des Herrn Sering, soll nicht gelöst sein. Belgische Sozialpolitik. Rein mischter Landvertheilung. " M. Sering. die Auspowerung voit die städtischen Arbeiter niederkonkurrirt, mit einem Worte statt einer sozialen Reform präsentirt Sering den Agrariern ein tapitalistisches Plänchen. Sie reagirten dankbar darauf durch die Annahme seiner Resolution." Soziale Uebersicht. Theater. Donnerstag, den 24. März. Opernhaus. Freund Friz. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Uriel Acosta. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Lessing- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Theater. Othello. Residenz- Theater. Der kleineSchwerenöther( Ferdinand le noceur.) Wallner- Theater. Yvette. Vorher: Nur drei Worte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Ein blauer Teufel. Der Bureaukrat. Bellealliance- Theater. Bräsig. Onkel Ostend- Theater. Berlin im Jahre 2000. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Circus Renz. Circus G. Schumann. Karlstraße. Donnerstag, den 24. März 1892, Abends 74 Uhr: Zum 187. Male: -Prinz Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Donnerstag, den 24. März, Abends 71/2 Uhr: Dank- und Abschieds- Vorstellung. Vorzüglich gewähltes Programm. Auftreten sämmtl. Reitkünstlerinnen fowie Reitfünstler. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Romische Entrees fämmtlicher Klowns. Auftreten des anerkannt besten Schulreiters der Gegenwart Auf Helgoland" I oder: Ebbe und Fluth. Große hydro logische Ausstattungs- Pantomime in 2 Abtheilungen vom Direktor E. Renz. National- Tänze( 65 Damen). Einlage: Tscherkelen. Dampfschiff- und Boot fahrten, neue überraschende Licht- und Feuereffekte. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Außerdem: Auftreten der Original- Gebrüder Rasso. Carneval und sein Gefolge, komisch equestr. Arrangement mit 12 Freiheitspferden, vorgeführt von Herrn Franz Renz. The gold bird, geritten von der beliebten Schulreiterin Frl. Clotilde G. Schumann, Direktor. Hager. Cyd, geritten von dem Schul- Abfahrt der Gesellschaft per Extrareiter Herrn Gaberel. 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Diskussion. 5. Aufstellung der Beiſißer.- Zur Deckung Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Sachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittags1. Die Kommunalwahlen und die bürgerlichen Parteien. Referent Genosse Bubeil. 2. Diskussion. 3. Die Gewerbe- Schiedsgerichts- Wahlen und der Unkosten Entree 10 Pf. 421/12 Das Wahlkomitee. Innungsgesellen- Versammlung der Steinmetzen zu Berlin am Sonntag, den 27. März, Vormittags 10 Uhr, im ,, Viktoriasaal", Perlebergerstrasse 13( Moabit). Tagesordnung: 1. Abrechnung der Fremdenkasse. 2. Berichterstattung über die Tarifverhandlungen. 3. Verschiedenes. 2016b Freie Vereinigung tisch à la Duval. Diner à 1 Mark. der Seifensieder u. Berufsg. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. 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Diesem aber ist von einer Neigung Baginsti's für die„ Unabhängigen" bisher noch nichts bekannt geworden. Bis auf Weiteres erlauben wir uns also die Nachricht der Volks- Zeitung" als eine freie Erfindung irgend eines jener Herren Reporter zu betrachten, deren intimer Verkehr mit den Unabhängigen" nur zu dem einzigen Zweck gepflegt zu werden scheint, um die Bourgeoispresse mit Tartarennachrichten aus dem Lager der Sozialdemokratie zu versehen. " Staatssekretär v. Bötticher: Was den Umfang der Betheiligung der deutschen Industrie anlangt, so muß fonstatirt werden, daß fortgesetzt das Interesse dafür wächst, und zwar auch über die Kreise der Industrie hinaus bei der Landwirthschaft. Für uns ist viel zu gewinnen, für diese Industrien aber auch Bei den Wahlen zum Gewerbegericht stegten in die Bestellung verlieren, viel zu einer faufmännischen Blankenburg die sozialdemokratischen Kandidaten. Vertretung neben dem Reichskommissar ist bereits erfolgt in der Die angefochtene Wahl des sozialdemokratischen Stadts Gestalt eines faufmännischen Beiraths für den Reichskommissar. Darüber hinaus wird dafür gesorgt werden, daß eine Reihe zu verordneten Bremer in Magdeburg- Buckau, der nicht wahlverlässiger, mit den Verhältnissen des amerikanischen Marktes fähig sein sollte, weil er nicht in Buckau selbst wohnt, ist vom vertrauter Personen den einzelnen Industriegruppen bezeichnet Bezirksausschuß für giltig erklärt worden. werden kann. Das Uebrige muß freier Vereinbarung überlassen werden. Bur ersten Berathung steht der Gefeßentwurf, betreffend den Berkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähnlichen Getränken. Abg. Bürklin( natl.): Der gegenwärtige Gesezentwurf unterscheidet sich sehr vortheilhaft von denjenigen ähnlichen Vorlagen, welche bisher von den verbündeten Regierungen uns vor gelegt wurden oder aus der Jnitiative des Hauses hervorgingen; ich kann ihm meine Zustimmung geben. Der juristische Standpunkt, den er einnimmnt, hat zwar nicht rein durchgeführt werden tönnen, da uns in dieser Beziehung die Chemie bis jetzt im Stiche gelaffen hat. Der Entwurf beschränkt sich nicht blos auf die gesundheitlichen Rücksichten, er nimmt auch beherzt die ver Abg. Hammacher( natl.) will auch nicht weiter gehen mit fehrspolizeiliche Seite in Angriff und schreibt vor, daß mit Zucker der kaufmännischen Vermittelung, als es vom Bundesrathstische und Zuckerwasser versetzte Weine deklarationspflichtig sein sollen. hier soeben für angezeigt erklärt worden ist. Den eigentlichen Kunstwein ganz zu verbieten, nicht nur unter Abg. Goldschmidt( dfr.): Wir haben in Amerika noch eine die Deklarationspflicht zu stellen, ist der Wunsch weiter Kreise der alte Scharte auszuweßen. Die Niederlage der deutschen InBevölkerung; dieser Wunsch wird von der Vorlage nicht erfüllt, duftrie in Philadelphia war verschuldet durch die Industriellen und ich kenne die Stimmung des Hauses von früher her in dieser selbst, sie bezogen die Ausstellung ohne Kenntniß des amerikaFrage zu genau, um einen aussichtslosen Antrag zu wieder- nischen Marktes und der allgemeinen Verhältnisse Amerikas. holen, der das Verbot ausspricht. Dagegen sollten die ver- Die Industriellen werden gut thun, sich auf ihre Kraft und nicht bündeten Regierungen doch in Erwägung nehmen, ob nicht eine ausschließlich auf die Regierungen zu verlaffen. recht hohe Besteuerung des Kunstweins eine praktische Maßregel wäre. Einzelne Staaten gehen ja damit schon selbständig vor, aber es würde doch sehr darauf ankommen, daß auf diesem Gebiete einheitlich verfahren würde. Abg. Schädler( 3.): Ich kann in die warmen Worte der Anerkennung nicht einstimmen, welche der Vorredner dem Entwurf gewidmet hat. Der Kunstwein müßte direkt verboten sein oder doch einer sehr hohen Besteuerung unterworfen werden. Ich muß mich gegen den vorliegenden Entwurf aussprechen. Abg. Schenk( dfr.): Die Anschauungen des Vorredners stehen mit der öffentlichen Meinung, der Wissenschaft und der Praxis so sehr in Widerspruch, daß an ihre Verwirklichung in dem Gesetze gar nicht zu denken ist.( Sehr richtig!) Abg. Bachem: Die kaufmännischen Beiräthe würden nur der Großindustrie etwas nüßen und sind außerdem von dem Reichstommiffar viel zu sehr abhängig. Damit schließt die Debatte. Die Vorlage geht in die Budgetfommission. Es folgen Kommissionsberichte über Petitioner. Die Petitionen, betreffend die Reform der Eisenbahn- Personentarife empfiehlt die Petitionskommission mit Rücksicht auf die vom Präsidenten des Reichseisenbahn- Amtes am 16. Jauuar 1892 im Reichstage und vom preußischen Eisenbahnminister am 22. Januar 1892 im preußischen Abgeordnetenhaus abgegebenen Erklärungen durch Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen, Der Kommissionsantrag wird angenommen. * * Das Militärverbot wurde in Nürnberg über zwei Wirthschaften verhängt, von deren Besitzern der eine die Leitung des Brauerstreits in Händen hatte, was als Ursache jener Maßnahme bezeichnet wird, während der andere als Sozialdemokrat schlechtweg dem Boykott verfiel. Zur Sozialreform von oben macht sich der Militär- und sonstige fistalische Boykott ganz gut. Ein und derselbe Geist der Gewalt fennzeichnet beide. Das sächsische Gesammtministerium hat beim Landtage um die Genehmigung zum gerichtlichen Einschreiten gegen die " Sächsische Arbeiter- Zeitung" nachgesucht. Dieser Antrag gründet sich auf einen Artikel, in dem die Ungiltigkeits- Erklärung von Liebknecht's Landtags- Mandat besprochen wurde und worin nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die zweite Ständekammer bes schimpft und verhöhnt ist. Der Landtag hat die Angelegenheit vorerst der Gesetzgebungs Deputation zur Vorberathung über-wiesen. Sitte der Parlamente ist es, solche Anträge furzer Hand in den Papierkorb wandern zu lassen. Daß im klassischen Lande des Klassenkampfes dieser Rest freiheitlicher Auffassung beibehalten werden wird, läßt sich kaum erwarten. -WO * 0 * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Das Schöffengericht zu Liebenwalde hat den Gemeindevorsteher zu Liebenthal zu 5 M. Geldstrafe vers Abg. Diet( Soz.): Unsere Partei hatte mich in die so- Die Petitionen von Gerichtsvollziehern wegen Abänderung urtheilt, weil er einen Maurer, Sozialdemokrat" ge= genannte freie Rommission gewählt, welche sich mit dem Gefeße der Prozeßgefeße und des Gerichtskosten- Gesezes, sowie die nannt hat. Der Maurer fühlte sich durch die Benennung be schon beschäftigt hat; was ich dort aber gehört habe, kann mich Petitionen, betreffend die Abänderung des Handels- Gesetzbuches, le id igt, da er, wenn er Sozialdemokrat wäre, nicht Mitglied nicht zum Freunde der Vorlage machen; ich vermuthe vielmehr, der Gewerbe- Ordnung, der Zivilprozeß Ordnung und der seines Kriegervereins bleiben dürfe. Der vom Angeklagten verdaß wir einstimmig die Vorlage verwerfen werden. Der Arbeiter Konkursordnung werden dem Reichstanzler als Material über- fuchte Beweis,-daß der Kläger wirklich Sozialdemokrat sei, mißglückte. Dieses Gerichtserkenntniß eröffnet der Rechtsprechung hat auch Interesse daran, daß der Wein, den er, wenn auch wiesen. Ueber die Petition der vereinigten Vorstände deutscher ein neues reiches Thätigkeitsfeld. Wie viele Prozesse lassen sich felten, faufen muß, rein und nicht verlängert ist. Nach dem Gesetz tönnte er bis in die Unendlichkeit verlängert werden. Innungsverbände wegen Abänderung des§ 100 e der Gewerbe- anhängig machen, wenn die Frei- und gewöhnlichen Konservativen, Schlimmer noch wird es nach dem Gesetze um Süddeutschland Ordnung wird mit Rücksicht auf die in der Sigung vom 24. No- die Nationalliberalen, Kleritalen, Freisinnigen, Volksparteiler, und Elsaß stehen, wo der Wein Volksgetränk ist. Wir müssen durch- vember 1891 abgegebene Erklärung des Ministers v. Bötticher Welfen, Stöckerianer, Böckelianer, Sozialdemokraten, Unabhängige, Anarchisten, ferner Evangelische, Juden, Katholiken, Freiaus darauf bestehen, daß ungezuckerter Wein die Regel ist und daß zur Tagesordnung übergegangen. gezuckerter Wein auch unter allen Umständen als solcher bezeichnet Die Petition des geschäftsführenden Ausschusses des deutschen religiöse, Dissidenten, kurz die Angehörigen aller politischen, werden muß. Dieser Deklarationszwang ist durchaus nothwendig, Gastwirths- Verbandes zu Berlin, betreffend Abänderung der wirthschaftlichen, religiösen und nichtreligiösen Parteien und um die kleinen Leute vor Betrug zu schützen. Es tann nicht§§ 100-100 f der Gewerbe- Ordnung, empfiehlt die Kommission Sekten in der Bezeichnung, einer anderen Koalition zu ge jeder, der Wein einfauft, fich eine gute Bunge aussuchen. Der dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Abg. Gold hören, als zu der sie sich rechnen, eine Beleidigung erblicken! Reichstag war bisher strenger Jurist, er trat für Naturschmidt beantragt Ueberweisung zur Berücksichtigung; auf Wie viele Richterstellen werden beschafft werden müssen! Kurz, butter und gegen Runstbutter und Margarine ein. Das Gesetz Antrag der Abgg. Hahn und v. Stumm wird die Petition der Jurisprudenz und Denen, die von ihr leben, steht eine Zeit hat sich durchaus bewährt. Gerade so sollte es auch mit dem zur schriftlichen Berichterstattung an die Kommission zurück- höchster Prosperität bevor und das Alles hat mit seiner Be leidigungsklage der patriotische Maurergesell in Liebenthal Wein geschehen. In der Einzelgefeßgebung findet man das verwiesen. Prinzip auch weiter durchgeführt, wie z. B. bezüglich des Bieres Desterreichische Zensorenweisheit. Die in Bayern. Das bayerische Bier hat seinen Siegeszug durch die neueste Nummer der Wiener Arbeiterzeitung" enthält folgenden Welt gehalten und in Norddeutschland die Dividendenjauche Artikel: vollständig zu Boden geworfen. Hier will man nun nicht so Dynamitkomödien. - Konfiszirt! weit gehen, und auch Herr Bamberger hat sich in der freien Konfiszirt! D, Ihr Schlaumeier!" Kommission für den Entwurf erklärt; hier ist er nicht der reine Geldmann, als der er noch immer den Beifall unserer Partei erhielt. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. gethan. ( Weingeseh, Rechnungen, Wahlprüfungen, Petitionen.) Abgeordnetenhaus. 40. Sigung vom 28. März. 11 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen nur Petitionen. Fabrikant Pochwaldt in Görlitz bittet um Steuerfreiheit für undenaturirten Branntwein zur Herstellung des von ihm ersundenen Haarwaffers eau de quinine. Die Petitionskommission beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Bezüglich einer Petition des Standesbeamten Mersmann in Oberhausen um Anrechnung der Militärdienstzeit der im Kommunaldienste angestellten Militäranwärter bei ihrer Penfionirung und bei Versorgung der Wittwen und Waisen derselben nach den für die Staatsbeamten geltenden Grundsäßen, beantragt die Petitionskommission Ueberweisung an die Staatsregierung als Material für die Gesetzgebung. Lokales. Das Resultat der gestrigen Stadtverordneten- Wahl im 22. Bezirke stellt sich folgendermaßen: Flatow( Soz.) 652, Törmer( liberal) 869 Stimmen. Letterer ist somit gewählt. " Abg. Bamberger( dfr.): Die fummarische Behandlung, die wir diesem Gesetze angedeihen laffen, steht allerdings einigermaßen im Widerspruch mit der langwierigen Vorbereitung, die nöthig war, um bis hierher zu gelangen. Der Wunsch aber, das Gesetz jetzt noch zu verabschieden, tommt aus der Mitte des Landes, nicht etwa blos von den verbündeten Regierungen. Wir haben ganz einfach für die Gesundheit zu sorgen; die weiteren Ziele sind unerreichbar, denn Gesetz und Praxis verlassen uns. Staatssekretär v. Bötticher: Ich spreche meine Befriedigrng Die Lokal- Kommissionsmitglieder der Umgegend Berdarüber aus, daß die Zahl der Ausstellungen an der Vorlage lins werden nochmals ersucht- soweit es noch nicht geschehen eine so geringe ist; ebenso meine Befriedigung darüber, daß der dem Unterzeichneten baldmöglichst ihre Adresse einzusenden. Diese Das Haus beschließt nach diesem Antrage. Abg. Bamberger den Bundesrath gegen die Vorwürfe des Die Petition der Schlächterinnung in Schleswig, wegen Er- Adressen sollen sämmtlich im Vorwärts" veröffentlicht werden, Abg. Schädler in Schutz genommen hat. Seit 1888 haben wir und zwar zu dem Zweck, daß Vereinsvorstände, Klubs 2c. in die uns unausgesetzt um den Gegenstand bemüht. Wir haben eine laß eines Gefeßes, nach welchem beim Verkauf von Rindvieh der Lage gesetzt werden, sich bei Vergnügungstouren nach Außerhalb Enquete in den Kreisen der Interessenten veranstaltet und viele Verkäufer auch ohne besonderes Versprechen während einer Frist zuvor mit dem betreffenden Mitgliede der Lokalkommission über Streitpunkte auf diesem Wege beseitigt. Den Ausgleichsprozeß von wenigstens einem Monat dafür einzustehen habe, daß das die zu solchem Zwecke geeigneten Lokalitäten verständigen zu innerhalb dieser Kreise selbst haben wir erst vor sich gehen lassen, verkaufte Thier nicht mit Perlsucht behaftet sei, wird der Regierung fönnen. Parteigenossen, diese Angelegenheit dient zur Erehe wir mit der Vorlage tamen. Deshalb kommt diese feines als Material für die reichsgesetzliche Regelung der Haftung für leichterung Eurer Agitation, es ist nothwendig, daß ihr dieser wegs zu spät, denn seit 4 Wochen ist sie publizirt. Den unver- Viehmängel überwiesen. besserlichen Juristen werden wir ja niemals helfen. Eine schwere Verantwortung aber wäre es, wenn der Reichstag das Gesetz nicht mehr zu Stande brächte. Die schweren bestehenden Mißstände würden fortdauern, und ob im nächsten Winter die Puristen fich bekehrt haben werden, ist sehr fraglich. Ich bitte also den Reichstag bringend, noch in dieser Seffion das Gesetz zum Abschluß zu bringen. Abg. Haus( 3.) wendet sich gegen die Ausführungen der Abgg. Schend und Bamberger. Abg. Lingens( 3.) erklärt auch seinerseits bisher zu denjenigen gehört zu haben, welche die strengsten Anforderungen stellten. Abg. Menzer( df.) muß darauf bestehen, daß in irgend einer Weise der Deklarationszwang aufrecht erhalten oder eingeführt wird, und beantragt zur Vorberathung des Gesetzes eine Rommiffion von 21 Mitgliedern. Staatssekretär v. Bötticher: Ich sehe voraus, daß der Reichstag auch diese Vorlage wie jede andere gründlich prüfen wird und will für das Zeitmaß teine Direttive geben. Will Herr Menzer bis in den Juli hineinfißen, ich size mit. Abg. Hultsch( dt.) erklärt sich gegen eine Kommission. Abg. Münch( fr.) hält eine Kommission für völlig überflüssig. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Menzer auf Kommissionsberathung wird gegen wenige Stimmen abgelehnt. Die zweite Lesung wird von der heutigen Tagesordnung abgefeßt. Die Petition der Waldberechtigten in Wehna um schärfere Handhabung der Staatsaufsicht über ihren Wald wird der Staatsregierung ebenfalls zur Berücksichtigung überwiesen. Die Ostpreußische Südbahn- Gesellschaft beantragt, ihren Antrag auf staatliche Genehmigung der Konvertirung ihrer um laufenden Prioritäts- Obligationen den Ministern der öffentlichen Arbeiten und der Finanzen zur Berücksichtigung zu überweisen. Die Petitionskommission empfiehlt Ueberweisung der Petition an die Staatsregierung zur Berücksichtigung. Abg. v. Bredow( tons.) empfiehlt dagegen Uebergang zur Tagesordnung. Geh.- Rath Lehmann erklärt, daß die Regierung die Genehmigung zur Konvertirung versagt habe, weil ein öffentliches Intereffe dafür nicht anzuerkennen sei. Nachdem die Abg. Dr. Krause( nl.), Kieschke( lib.) und Plek( 3ir.) für den Kommissionsantrag eingetreten, wird derselbe vom Hause angenommen. Die Tagesordnung ist erschöpft. Aufforderung nachkommt. Ein Wunsch der Genossen von Zehlendorf sei zugleich hiers mit bekannt gegeben. Dieser Ort soll mit Ausflügen möglichst verschont werden. Die Zehlendorfer hoffen dadurch, die Lokalinhaber zu zwingen, daß diefelben ihre Säle zu Versammlungen hergeben. Herr Ramm, Schöneberg, Hauptstr. 81, früher Heckendorf, hat sich jetzt durch Unterschrift verpflichtet, seinen Saal zu allen Bersammlungen herzugeben. Ferner werden die Lokal- Kommissionsmitglieder der Umgegend Berlins ersucht, die Veränderung der Lokalliste bis zum 10. eines jeden Monats dem Unterzeichneten einzusenden. J. Wernau, Rosenstr. 30. Ein Stück Pietät aus der Polizeiwache wird uns in Folgendem mitgetheilt: Der Verein der Hausdiener Berlins hatte eine Anzahl Mitglieder belegirt, welche am 18. d. M. im Namen des Vereins auf den Gräbern der Märzgefallenen im Friedrichshain einen Kranz niederlegen sollten. Die Delegirten hatten als Nächste Sigung: Donnerstag 12 Uhr.( Novelle zum Berg- Rendez- vous ein Lokal in der Klosterstraße bestimmt und traten gesetz und kleinere Vorlagen.) Schluß nach 2/4 Uhr. Parteinachrichten. 11 von dort Mittags 1 Uhr den Weg nach dem Friedhof an. Eine Anzahl neugieriger Gaffer staunten den Kranz an, doch war von einem Auflauf" nicht das Mindeste zu bemerken. Am Alexanderplaz wurde der Träger des Kranzes mit noch einem Herrn aus der Begleitung auf Anordnung eines dort postirten Polizeilieutenants durch einen Schußmann nach dem 19. Polizeirevier in der Ließmannstraße sistirt. Nachdem sich die beiden Sistirten Mag Baginski, welcher derzeit in Schweidniß seine über hier legitimirt hatten, wurde ihnen erklärt, daß sie verhaftet seien In der gestrigen Sitzung ist ein Antrag Szmula angenommen worden, eine Petition wegen Abänderung des Reglements für 1/2 Jahre betragende Gefängnißstrafe, welche ihm wegen einiger und sich den üblichen Vorschriften zu fügen hätten. Die beiden die Offiziers- Wittwenkassen dem Reichskanzler zur Berücksichtigung Beitungsartikel und Reden zuerkannt worden ist, verbüßt, soll Kranzträger mußten auf der berühmten Bant Platz nehmen und zu überweisen. Da der Antrag nur handschriftlich vorlag, muß sich von der sozialdemokratischen Partei und ihrer Leitung los- der Dinge warten, die da kommen sollten. Als das Warten sich heute die Abstimmung wiederholt werden. gefagt und den unabhängigen" Sozialisten angeschlossen haben. etwas in die Länge zog, ersuchte einer der Arrestanten einen So weiß die Volts- Zeitung" angeblich nach einem Privatbriefe der diensthabenden Schuyleute, die Entlassung nach Kräften zu zu berichten. Wir haben dazu nur zu bemerken, daß unser beschleunigen, da eine Berfäumniß der Arbeitszeit zugleich eine Genosse Baginsti bereits inhaftirt war, als das Treiben gewisser Kürzung des Lohnes nach sich ziehen würde. Darauf erfolgte Es folgt die erste Berathung der Ergänzung zum Reichs: Elemente eine Auseinandersetzung in der Partei nothwendig aber eine Antwort, welche wiederzugeben wir Anstand nehmen. die Vorgänge nur Baginski kann also über die Die Sistirten haushalts- Etat für 1892/93, wonach für die Betheiligung des machte. wurden schließlich in eine Zelle geunterrichtet sein. Soweit derselbe aber, sperrt bis Nachmittags 3 Uhr. Dann wurde ihnen beReichs an der Weltausstellung in Chifago 1893 ein weiterer mangelhaft zwecks feiner Selbstbeschäftigung und Kredit von 2 Millionen verlangt wird. infolge sonstiger deutet, daß sie entlassen würden, sobald sie eine Droschte stellten Abg. Samhammer( dfr.) ist mit der Nachforderung durch Erleichterungen der Haft, mit Parteigenossen in Berührung und diese die vorgeschriebene Tour, Georgenkirchstraße bis zur aus einverstanden und beantragt im Einverständniß mit allen tommt, so geschieht dies ausschließlich mit unserem Genossen Friedenstraße und durch diese bis zum Landsberger Platz einIn der wiederholten Abstimmung wird der Antrag abgelehnt; danach verbleibt es bei dem Antrage der Petitionskommiffion, die Petition zur Erwägung zu überweisen. Mehrere Mannschlagen würde. Das wurde angenommen und einer der frei halten sollen von den entsehlichen Umsturzbestrebungen".| Feuermeer, gleichzeitig waren die Flammen auch nach unten ge Siftirten holte eine offene Droschke, welche den Kranz und dessen Das ist wirklich der Gipfelpunkt der Naivität. schlagen und hatten sich bis zum ersten Stock fortgepflanzt. Hier Träger endlich nach ihrem Bestimmungsort beförderte. gelang es zum Glück noch dem Feuer Halt zu gebieten, so daß Die Kirche verschluckt Alles. Die Ostermann'sche Erb- der Schaden in den beiden unteren Geschossen nicht allzubedeutend Im Volks- Kaffee- Hause in der Neuen Schönhauser- Straße schafts- Angelegenheit scheint nunmehr ihre end giltige Lösung ge- geworden ist. Der obere Theil des mächtigen Baues ist dagegen herrscht jetzt ein schneidiger" Ton. Seit dem 1. März ist da funden zu haben. Bekanntlich hatte die vor einiger Zeit vervollständig ausgebrannt, so daß die Maschinen nur noch zwischen nämlich ein neuer Herr Inspektor eingezogen, der früher Polizei- torbene Wittwe Ostermann, eine gläubige Katholikin, ihr Haus den Mauerresten hängen und überall noch größte Vorsicht gebeamter war. Daher die Schneidigkeit". Daß in einem Volts- in der Friedrichsgracht der St. Hedwigskirche vermacht. Das boten ist. Die Feuerwehr hatte von der Hiße und dem Qualm Kaffee- Hause nicht ein ähnliches Publikum verkehrt, wie hinter felbe ist ein schon altes und wenig werthvolles Gebäude, das furchtbar zu leiden, die Flammengluth war so hell, daß den Sektkübeln bei Hiller oder Dressel ist wohl klar und deshalb stark mit Hypotheken belastet ist und auf welchem etwa 20 000 m. Der Fabrikhof tages hell erleuchtet war. besteht in dem Lokal in der Neuen Schönhauser- Straße das Stamm- schuldenfreies der D. gehöriges Kapital ruhte. Ein entfernter schaften wurden durch Schnittwunden verletzt, andere erlitten publitum aus schlecht bezahlten oder stellungslosen Handlungs. Verwandter der Erblafferin erhob aber gegen das Testament Quetschungen, alle aber ohne Ausnahme hatten mit dem fommis, aus fleinen Handwerkern und allen benen, welchen es Widerspruch und der St. Hedwigskirche, welche die Erbschaft an- beißenden Rauch zu kämpfen. Erst nach 6 stündigem Kampf legte nicht gerade zum Besten ergeht. Für die Stellenlosen ist das fänglich antreten wollte, wurde der Antritt der Erbschaftsmasse sich die Glut etwas. Nun aber galt es erst recht zu arbeiten, Studium der Anzeigen der Tagesblätter das erste Erforderniß. Durch Verweigerung der landesherrlichen Genehmigung untersagt. um Schritt vor Schritt dem Feuer Terrain abzugewinnen. InDa nun die Zeitungen nur in einem Exemplar gehalten werden, Diese Möglichkeit voraussehend, hatte die Wittwe in ihrem Testa zwischen waren die Mannschaften so erschöpft, daß man un tommt es wohl vor, daß einer auf den andern warten muß, bis ment eine Nachtragsklausel errichtet, nach welcher die Erbschaft, 8 Uhr ihre Ablösung durch drei neue Züge ausführen mußte. dieser die Zeitung aus der Hand legt. Das kommt namentlich im Falle die St. Hedwigskirche dieselbe aus irgend einem Grunde Biele der in die Depots Zurückgekehrten mußten sich sofort nach des Sonntags oft vor, weil da der Verkehr so wie so nicht antreten tönne oder wolle, dem Probst derselben, Sr. Hoch- dem Lazarethfaal begeben, andere mußten die Lagerstätten der ein größerer ist. Der frühere Polizist und jetzige In- würden Herrn Dr. Jahnel, zufallen folle. Wie wir nun hören, Schlafsäle aufsuchen, die Mehrzahl der übrigen wurde sofort be spektor ordnete nun an, daß Sonntag Nachmittags über hat sich Dr. Jahnel zum Antritt der Erbschaft bereit erklärt, doch urlaubt, um sich in der Wohnung von den übermenschlichen Ans haupt keine Beitungen mehr ausgelegt werden. sollen. Und dürfte die Masse wesentlich gefchmälert werden, weil daran strengungen zu erholen. Gegen acht Uhr Abends waren noch so geschieht es denn auch. Während des Mittags- und Abend Legate, sowie Schulden an Gläubiger der Verstorbenen gezahlt 8 Züge in voller Thätigkeit. effens wird laut ausgerufen, daß diejenigen, welche nicht mehr werden müssen. effen, sich zu entfernen haben. Wird diesem Befehl nicht sofort Folge geleistet, so eilen auf den Wink des Inspektors die beiden Hausdiener herbei und werfen den Fremdling vor die Thür. Wer in etwas defektem Gewand das Lokal betritt, dem wird von vornherein bedeutet, daß er sofort wieder den Staub von seinen Stiefeln schütteln möge. Für Sie sind ja die Wärmehallen da, gehen Sie doch dahin," fertigt der Herr Inspektor die Leute ab. Kurz und gut, es herrscht jetzt ein straffes Regiment im Bolts- Kaffeehaus in der Neuen Schönhauser Straße. Dasselbe scheint aber sehr vielen Gästen nicht übermäßig zuzusagen, denn fie haben vorgezogen Stätten aufzusuchen, wo sie eines etwas weniger schneidigen" Empfanges sicher sind. " Ein Geistesgestörter, welcher während seines Aufenthalts Herr Hermann Schröder, der den Arbeitsnachweis der in der neuen Charitee bisher sich sehr ruhig und friedlich gezeigt Tischlerinnung in Berlin verwaltet, schreibt uns zu unserer hatte, benutzte gestern Abend 3/48 Uhr, als ein Wärter zu ihn gestrigen Notiz, daß er den betreffenden Arbeiter allerdings auf- hereintrat, die Gelegenheit zu entfliehen. Der Wahnsinnige eilte, gefordert habe, sich umzukleiden, wenn er sich zu einem Meister verfolgt von dem Beamten, nach dem Garten hinunter, wo er begebe. Hierauf soll der Arbeiter in ganz schnöder Weise" eine etwa 12 Meter hohe Linde mit affenartiger Geschwindigkeit geantwortet haben, daß er sich doch nicht zu diesem Zweck einen erkletterte und von der Baumkrone aus auf die Wärter hinabBylinder und ein Pincenez auffezen tönne. Die schnöde Weise" schaute, welche vergeblich alles mögliche aufboten, um den Kranken erscheint uns ganz angebracht. Denn wenn der Mann wirklich zum Herabsteigen zu bewegen. Da befürchtet werden mußte, daß so gekleidet war, wie er sich uns vorstellte, so befand er sich in der Krante sich, sobald er durch die Beamten heruntergeholt wer einem reinlichen und ordnungsmäßigen Anzuge und das genügt. den würde, von der beträchtlichen Höhe herabstürzen würde, tele Was der Herr Tischlermeister Schröder uns sonst noch schreibt, graphirte die Krankenhaus Verwaltung an das Feuerwehrdepot mag er ruhig für sich behalten; wir sind schnöde" genug, feinen in der Linienstraße, welches sofort einen Handdruckspritzen- Zug Die Verhältnisse in den Berliner Arbeiter- Kolonien langathmigen Schreibebrief in die tiefsten Tiefen unseres Papier nach der Charitee fandte. Das Anrücken der Feuerwehr bereitete haben wir schon wiederholt nach Angaben von Leuten, welche torbes zu versenken. dem Kranken augenscheinlich großes Vergnügen und er betrachtete dieselben aus eigener Erfahrung fennen gelernt haben, geschildert. Gegenwärtig läßt der Vorstand des Vereins für die Berliner Militärische Reklamationen. Die Angehörigen solcher mit vielem Interesse die Anstalten, welche nunmehr gemacht Arbeiter- Rolonie" den Klingelbeutel wieder in Berlin umhergehen, militärpflichtigen Personen, welche triftige Gründe haben, von wurden, um ihn herunterzuholen. Der Kranke näherte sich selbst ez scheint also wieder Ebbe zu herrschen in den Kaffen. Der der Dienstpflicht befreit zu werden, pflegen die bezüglichen Ge- einer der an den Baum angelegten Leitern und folgte dem hinaufVereinsbote wird in einem Zirkular angekündigt, welches fol- fuche erst dann einzureichen, wenn die Betreffenden im Begriff gestiegenen Feuerwehrmann ohne Weiteres hinunter mit der Ergenden, für den Geist, welcher in den Kolonien groß gezogen stehen, als Rekruten eingestellt zu werden. Im Hinblick darauf fürstlich belohnen werde, um sich dann willig in seine Zelle zurückklärung, daß die Feuerwehr seine Freunde seien und daß er fie wird, bezeichnenden Wortlaut hat: nun, daß die Militär- und Polizeibehörden die einschlägigen VerKeine Almosen sondern Arbeit, Wohnung, hältnisse zwecks Herbeiführung der Entscheidung erst genau zu führen zu lassen. Nahrung und Verdienst bietet die Berliner prüfen haben, erwächst den Behörden nicht nur eine oft faum Polizeibericht. Am 22. d. M. wurden drei Personen in Arbeiter Kolonie, Reinickendorferstr. 36a, den ihr zu bewältigende Arbeitslast, deren Erledigung auf eine furze ihren Wohnungen erhängt vorgefunden, und zwar ein Handels von den Vereinsmitgliedern zugewiesenen Arbeitslosen. Spanne Zeit zusammenfällt, sondern die Reklamirenden laufen auch mann in der Ackerstraße, ein Schuhmacher in der Josephstraße Mitbürger, helft uns, die schädliche und schänd- Gefahr, daß ihre Gesuche nicht rechtzeitig berücksichtigt werden und eine Frau in der Oranienburgerstraße. Im Depot III liche Hausbettelei in unserer Stadt bekämpfen, tönnen. Wir verweisen nur darauf, daß in vielen Fällen nicht der berittenen Abtheilung der Schuhmannschaft, Große Frank die unschuldig Hungernden mit Gottes Hilfe aus bloß die finanziellen Verhältnisse der Bittsteller, sondern auch der furterstr. 20, fiel Vormittags ein Stallmann von einer Leiter und ihrem Elend retten und vor dem Versinten in Grad ihrer Erwerbsfähigkeit in Betracht gezogen werden müssen. brach ein Bein. Vor dem Hause Spandauerstr. 17 fiel zu der Verzweiflung und ins Verbrechen bewahren. Das Da hierbei aber mit der äußersten Sorgfalt verfahren wird, so felben Zeit ein Schuhmacher beim Besteigen des Vorderraumes fönnt Ihr, indem Ihr Mitglieder unseres Vereins fann der letztere Punkt in den meisten Fällen nur durch ärztliche eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Erde, werdet, durch Zahlung eines geringen Jahresbeitrages Begutachtung entschieden werden. Deshalb kommt es dann vor, gerieth unter die Räder und erlitt so bedeutende Verlegungen an - nicht unter zwei Mart- und so das Recht daß die reklamirten jungen Leute erst zur Fahne einberufen und den Füßen, daß seine leberführung nach dem St. Hedwigs erwerbet, Männer, die bei Euch ansprechen- ohne erst nach einiger Zeit ihrem Givilberuf zurückgegeben werden. Krankenhause erforderlich wurde. Nachmittags fiel ein ehe Unterschied der Religion, mit einer unferer Es kann daher nur dringend angerathen werden, die betreffenden maliger Bücher- Revisor vor dem Hause Fransectifstr. 25 infolge Anweisungen uns zuzuschicken, anstatt ihnen Bettel.Gefuche gleich bei der Musterung einzureichen und nicht erst ab eines Fehltrittes zur Erde und erlitt einen Bruch des Oberschenkels. pfennige zu geben, die meist vertrunken werden. zuwarten, ob vielleicht der Betreffende ausgemustert wird. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Unser Bote wird in diesen Tagen bei Ihnen vorsprechen und bitten wir Sie freundlichst, sich gütigst in das Ueber die Abenteuer des defertirten Feffelballons 3u derselben Zeit stürzte vor dem Hause Händelstr. 1 ein Soldat mit dem durchgehenden Pferde und erlitt anscheinend bedeutende Ihnen vorzulegende Buch mit einem jährlichen oder ein- Meteor", berichtete vorgestern Herr Dr. Aßmann in einer Verlegungen am Kopfe, so daß er nach dem Garnison- Lazareth maligen Beitrage einzuschreiben. Sigung der Gesellschaft für Luftschifffahrt". Am Mittag des in der Scharnhorststraße gebracht werden mußte. Vor dent 7. cr. hatte Herr Dr. Aßmann von dem gewöhnlichen Aufstieg Hause Reinickendorferstraße 27 fiel Nachmittags ein mit Stroh play aus den Meteor" emporgelassen. In Abschnitten von 50 beladener Arbeitswagen um. Hierbei wurde der Kutscher von zu 50 Metern hatte der Ballon bis zu einer Höhe von 350 Metern seinem Sitz auf den Straßendamm geschleudert und erlitt eine feinen Aufstieg nehmen dürfen, als seine Annäherung an eine bedeutende Verlegung an der Hüfte. Abends wurde ein vier dichte Wolfenschicht Dr. A. veranlaßte, den" Meteor" wieder jähriger Knabe vor dem Hause Eisenbahnstraße 30 von einem hinabzubringen. So befand dieser sich bereits etwa 100 Meter Geschäftswagen überfahren und erlitt einen Bruch des Ober. Wenn die Arbeiter- Rolonie wirklich Arbeit, Wohnung, Nah- von der Erdoberfläche entfernt, als ihn eine heftige Böe erfaßte. schenkels. In der Nacht zum 23. d. Mts. entstand in den drei rung und Verdienst böte, dann wäre dieselbe ja die geeignetste Im nämlichen Moment stürzte das Kabel der Bedienungsmanu oberen Geschossen der Kindermann'schen Bronzewaaren- und Arbeitsstätte für Beschäftigungslose. Nun haben wir schon wiederholt fchaft zu Füßen, und davon flog der aller Jeffeln ledig Lampenfabrit, Möckernstraße 68, ein bedeutendes Feuer, das sich nachgewiesen, daß es zwar Arbeit genug giebt, daß es aber mit gewordene Ballon, um bald in der erwähnten Wolken- durch den Fahrstuhl und die vorhandenen Transmissions der Wohnung und Nahrung sehr mittelmäßig, mit dem Verdienst aber schicht zu verschwinden. Herr Dr. A. nahm nun an, daß er öffnungen schnell verbreitete. Bei den Löscharbeiten wurden sehr schlecht bestellt ist. Budem hört Derjenige, welcher in die vom Ostwinde erfaßt, in Schlesien etwa niederfallen werde und mehrere Feuerwehrmänner durch Schnittwunden verletzt und Kolonie aufgenommen wird, auf, ein freier Arbeiter zu sein. Die war daher überrascht, als er am nächsten Morgen aus andece durch Qualm und Hize angegriffen. Außerdem fanden Kolonie gleicht einem Gefängniß mit einer etwas gemilderten Steglitz die Nachricht empfing, daß dort der Ausreißer sich ein- am 22. b. Mts, und am darauffolgenden Morgen vier Kleine Hausordnung. Was der Vorstand bezweckt, wenn er am Schluß gefunden habe. Die Ermittelung seiner Heimath war deshalb so Brände statt. feines Zirkulars in dem Brustton der Ueberzeugung ausruft: prompt erfolgt, weil ihm, in der Voraussicht, daß er sich doch So Jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen, wissen einmal losreißen werde, eine Visitenkarte" beigegeben war. wir nicht. Vierzig Minuten nach seiner Flucht war der Ballon in Ob die Kolonie viel neue Jahresbeiträge einheimfen wird, Steglitz zur Erde gekommen. Einige Zeit hindurch war er über wissen wir nicht, ist uns auch ziemlich gleichgiltig. Sollte aber das Feld geschleift worden, bis er von einer Rieferngruppe fest ein Arbeiter mit einer solchen Anweisung" zur Aufnahme in die gehalten wurde. Ein großer Riß an seiner Kuppel, veranlaßt Wegen Beleidigung des Richterkollegiums und des Kolonie beglückt werden, so liegt es in seinem eigenen Interesse, durch die intensiven Sonnenstrahlen, denen der Meteor" nach wenn er es nur irgend noch aushalten kann, von derfelben keinen Durchdringen der ersten Wolkenschicht wahrscheinlich ausgesehi Gerichtsschreibers zu Raftenburg hatte sich am Dienstag Ge Gebrauch zu machen. Er hat nämlich in der Kolonie nur die gewesen, war die Ursache des schnellen Absturzes. Aus dem in noise Karl Kulice vor der 4. Straffammer des Landgerichts I Aussicht, viel arbeiten, aber nichts verdienen zu fönnen. Zudem Thätigkeit gebliebenen Thermograph ist ersichtlich gewesen, daß zu verantworten. Die Beleidigung sollte erfolgt sein in einer in ift er für die Dauer feines Aufenthaltes in der Stolonie zum Ar- der Ballon eine Höhe von 2000 Metern erreicht haben muß. Gin Berlin stattgehabten öffentlichen Versammlung der Ost- und Westbeiter zweiter Klasse degradirt. Schaden von mehreren hundert Mark ist der Gesellschaft für preußen. Im Laufe der Diskussion ergriff auch der Angeklagte Die Lohnverhältnisse der an den Staatsbahnen be. Luftschifffahrt aus dieser Flucht entstanden, denn der elektrische das Wort. Er schilderte die Justizverhältnisse in Ost- und Weftschäftigten Arbeiter sind schon des Desteren in einem für die Motor, der zum Betriebe der selbstthätigen Meffungsapparate preußen und speziell in feinem Heimatborte Raftenburg. Nach Bahnverwaltung wenig günstigem Sinne besprochen worden. am Meteor" angebracht war, befand sich in einem völlig ver- der Aussage des die Versammlung überwachenden PolizeiNeben der Post ist es die Bahn, welche die allerniedrigsten Löhne nichteten Zustande. Der Riß jedoch war bald verkleistert, so daß Lieutenants foll nun der Angeklagte gesagt haben: Dort liege zahlt. Dazu häuft man auf die Schultern der Beamten eine der Durchbrenner bereits am 17. die zehn Tage zuvor so jäh ab- die Rechtspflege sehr im Argen, Richter und Schreiber seien be stechlich und nur der bekommne Recht, der Geld habe. Auf Grund Verantwortlichkeit, die zu deren Einnahmen in gar feinem Ver- gebrochene Fahrt wieder antreten konnte. diefer Aeußerungen wurde Anklage erhoben. Im Termin bestritt hältniß steht. Schon oft find im Abgeordnetenhause Klagen laut Vom Bahnhof Sadowa meldet uns ein Leser, daß daselbst der Angeklagte die Aeußerung in dem Sinne gethan zu haben, geworden über die unzulängliche Behandlung der Bahnange- am Sonntag Abend ein Dienstmädchen, die vorzeitig aus dem wie sie in der Anklageschrift verzeichnet ſtehe. Er behauptet tellten. Da aber im Abgeordnetenhause die fozialdemokratische Zuge stieg, von den Rädern erfaßt und auf der Stelle getödtet vielmehr, nur gesagt zu haben, daß unter den Bauern Partei nicht vertreten ist, fehlt es an Abgeordneten, welche fich wurde. So betrübend dieser Fall an sich ist, so erscheint es doch die Meinung verbreitet sei, daß das Recht meist auf Der als Zeuge der Arbeiterinteressen mit Nachdruck annehmen. Wenn einmal beinahe unglaublich, daß der Leichnam sich am Mittwoch früh Seiten Derer sei, welche Geld hätten. ein freisinniger Abgeordneter die Frage der schlechten Lohnver- 71/4 Uhr noch auf dem Berron befand. Man hatte die Leiche mit vorgeladene Polizeilieutenant blieb dabei, daß der Angeklagte sich hältnisse der bei der preußischen Staatsbahn beschäftigten Ar- Reisig zugedeckt. A13 Grund für dieses Vorkommniß gab ein so ausgedrückt habe, wie es die Anklage behaupte. Der Staats beiter anfchneidet", so fann man sicher sein, vom Regierungs- Beamter an, daß der Kreisphysikus noch nicht gekommen war. anwalt hielt die Aeußerungen für schwer beleidigend für die tisch aus dahin belehrt zu werden, daß die Sache in Erwägung" Wenn es diesem Herrn einfällt, vielleicht in vierzehn Tagen den Rastenburger Beamten und er hielt das Auftreten des Angeklagten gezogen werden wird oder daß statistische Erhebungen schon im Buge Ort nicht zu besuchen, dann kann eine solche Leiche wohl ruhig für um so frivoler, als derselbe in öffentlicher Versammlung fich find" u. f. w. Damit ist der Fragesteller zufrieden und ruht in Verwesung übergehen! aus auf den Lorbeeren, die ihm sein harmloses Gemüth so billig bietet. Brich dem Hungrigen dein Brot und die so im Elend find, führe in das Haus. So jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen. Dann folgen die Namen der Vorstandsmitglieder, Pastoren, Stadtmiffionare, Missionsprediger, auch ein Kriminalkommiffar ist darunter. " Gerichts- Beitung. nicht gescheut habe, Beleidigungen auszusprechen, von deren Un wahrheit er überzeugt fein mußte. Der Angeklagte habe gar Die Kindermann'sche Bronzewaaren und Lampen nicht den Versuch gemacht, für die Wahrheit seiner Behauptungen Da die Sozialdemokratie im Abgeordnetenhause nicht zu fabrik ist seit gestern früh um 1 Uhr die Stätte einer furcht- auch nur den Schatten eines Beweises beizubringen und würde Wort tommen tann, bleibt nur die sozialistische Preffe, welche baren Feuersbrunft, deren Bekämpfung bei Schluß der Redaktion ibm dies auch gewiß nicht gelungen sein. In Anbetracht der unermüdlich eintreten fann für eine Verbesserung der Lage der noch nicht vollständig gelungen war. Die Fabrit liegt in der Schwere der Beleidigungen beantragte der öffentliche Antläger Bahnarbeiter. Vor uns liegt ein Abrechnungszettel" der tönigl. Möckernstraße 68 auf einem mächtigen Terrain, daß sich bis zur eine Gefängnißstrafe von 2 Monaten. Der Gerichts preußischen Ostbahn. Unter Angabe der Arbeitsmarken- Nummer Kaybachstraße ausdebut. Das Fabrikgebäude ist ein vierstöckiger hof erkannte dem Antrage des Staatsanwaltes gemäß. Ein Verführt derfelbe auf 103 Lohnstunden, für welche ein Geldbetrag Bau, dessen Säle von zwei Seiten Licht erhalten. Ueber die theidiger stand dem Angeklagten Kulicke nicht zur Seite. von 24,72 M. bezahlt wird. Das giebt einen Stundenlohn von Entstehung des Feuers ließ sich bei dem schnellen Umfichgreifen " 24 Pf. Dieser Betrag wird aber noch nicht voll ausgezahlt, von Genaues nicht mehr feststellen. Die Wahrscheinlichkeit spricht Zu der Frage, in wie weit einem Gastwirthe die durch ihm gehen ab an Beiträgen zur Krantenlaffe- 58 Pf. und an dafür, daß ein großer Schmelzofen im zweiten Stock der Herd Verschulden eines Stellvertreters vorgekommenen Un Beiträgen zur Pensionskasse 66 Pf., so daß 23,48 W. vers des Feuers war, das sich aber noch vor der Entdeckung regelmäßigkeiten im Geschäftsbetriebe zu einem Strick für die bleibt. Das ergiebt pro Stunde 22,8 Pf. Rechnen wir pro überall hin hatte verbreiten können. Die Transmissions Konzessionsentziehung gedreht werden kann, ist folgender Fall von Tag zehn Arbeitsstunden, so verdient der Arbeiter 13,68 7. öffnung und der Fahrstuhlschacht boten auch hier wieder den Intereffe. Auf Antrag der Polizeibehörde war von dem Bezirks. pro Woche. Flammen einen nur allzu bequemen Als die ersten ausschusse einem Gastwirthe W. die Schanktonzession entzogen Weg. Nun fragen wir, wie ist es möglich, daß von einem solchen Mannschaften der um 1 ühr 30 Min. alarmirten Feuerwehr auf worden, weil Thatsachen vorlägen, welche die Annahme recht Betrage in Berlin ein Mensch leben fann. Zudem ist die Mehr- der Brandstelle erschienen, standen bereits die 8. und die 4. Etage fertigten, daß derselbe das Schankgeschäft zur Förderung ver zahl der Leute verheirathet! Muß in solchen Familien Schmal in der ganzen Ausdehnung in Flammen, über dem Schmelzofen botenen Spiels und der Völlerei mißbrauche. Es waren hans nicht täglich Rüchenmeister sein? Es ist ja unmöglich, daß hatte das verheerende Element sogar schon die Dachkonstruktion in der That mehrere Fälle festgestellt worden, in denen in dem eine solche Familie ihr Austommen haben fann. Jede Krant erfaßt. Das Dach war ein sogenanntes Holz- Zementdach, der Lokale des Angeklagten hazadirt worden war, doch konnte sich der heit, ja schon jeder Umzug ist gleichbedeutend mit dem Ruin. Echrecken der Feuerwehr, weil sich unter dieser„ feuersicheren" Lettere darauf berufen, daß alle diese Fälle in eine Beit fielen, Denn an das berühmte" Burücklegen" des noch berühmteren Decke der Rauch zu nndurchdringlichen Ballen ansammelt und als er selbst frank darnieder lag und fein 21jähriger Stiefsohn " Nothgroschens" fann doch solch ein Mann auch nicht im der Feuerwehr den Kampf mächtig erschwert. Bei der Größe als fein Stellvertreter" das Geschäft versah und ohne Ahnung Entferntesten denken. Er fann sich auch„ nebenbei" nichts mehr der Gefahr wurden sofort weitere Züge zur Hilfe gerufen und von der Tragweite eines Duldens verbotener Spiele gehandelt verdienen, denn wenn er 10 Stunden im Dienst war, so ist das mit 5 Rohren, von denen drei aus Dampfspritzen gespeist habe. Der Bezirksausschuß hatte in Uebereinstimmung mit der doch gerade genug. murden, ein Massenangriff eröffnet. Nichts destoweniger Ansicht der Polizeibehörde in der Bestellung eines so un und bei solchen trübseligen Verhältnissen sind die vorgesehten bildeten bald die beiden oberen Geschosse und das Dach des zuverlässigen jungen Menschen ein schuldbares Versehen des Un Behörden naiv genug, zu verlangen, daß sich ihre Unterbeamte langgestreckten Gebäudes in der ganzen Ausdehnung ein einziges geklagten erblickt und den Stiefsohn nicht als„ Stella /«t tretet" im'Smne des Z 151 der Reichs�Gewerbe-Ordnung, sondern nur als G e w e r b e g e h i 1 f e n des Angeklagten aufgefaßt und die in dein Lokale des Letzteren vorgekommenen Unregelmäßigkeiten diesem allein zur Last gelegt.— Die vom Rechtsanwalt Leop. Meyer gegen diese Entscheidung ein- gelegte Berufung hat das Ober-Verivaltungsgericht für begründet erachtet und sich der Vertheidigung in folgendet Ausführung an- geschlossen: Zweifellos ist es, daß der Beklagte im November und Dezember, als das verbotene Spiel in seinem Lokale statt- fand, durch schwere Krankheit verbindert war, sich um sein Geschäft zu bekümmern und von dem verbotenen Spielen keine Kenntniß hatte. Die Geschäfte während der Krankheit besorgte der LI jährige Stiefsohn und der Beklagte könnte für die Handlungen und Unterlasinngen desselben nur verantwortlich gemacht werden: ») falls der Stiefsohn wirklicher Stellvertreter war, wenn ihn bei der'Auswahl desselben der Vorwurf mangelhafter Sorgfalt träfe; d) falls der Stiefsohn nicht Stellvertreter im Gewerbebetriebe war, wenn der Beklagte sonst die ihm obliegende Pflicht fort- gesetzter Aufmerksamkeit versäumt hätte. Nach beiden Richtungen hin sei Nichts erbracht, namentlich sei dem Beklagten infolge seiner beständigen schweren Krankheit eine sortgesetzte Auf- merksamkeit unmöglich gewesen. Es könne deshalb auf sich be- ruhen, ob der Stiefsohn ein eigentlicher Stellvertreter ivar oder nicht und es müffe die Entscheidung des Bezirksausschusies schon deshalb aufgehoben werden, weil der Thatbestand des Z 53 Abs. 2 der Gewerbe-Ordnung nicht erfüllt sei. Eine etwas mysteriöse Dame wurde gestern der 89. Ab- theilung des Schöffengerichts in der Person der Hotelbesitzers- Ehefrau Wilhelmine Dräßler aus der Untersuchungshast vor- geführt. Tie unter dem Verdachte der Hochstapelei stehende An- geklagte ist früher mit einem adeligen Herrn verheirathet gewesen. Nack; dessen Tode hatte sie das Unglück, längere Zeit in der Provinzial-Jrrenanstalt zu Schleswig zubringen zu müssen, sie ist aber im Jahre 1890 als geheilt entlassen worden. Dann hat sie ihren jetzigen Ehemann geheirathet und mit demselben in Dresden ein Hotel betrieben. Weshalb sie ihren Ehe- mann verlasien hat, gab sie in der Verhandlung nicht an. Mitte Februar erschien sie in dem Groß'schen Hotel in der Dorotheenstraye, wo sie sich unter dem Namen einer Frau v. Maltzahn ein Zimmer anweisen ließ. Sie führte zwei auffallend schöne und anscheinend werthvolle Hunt,. mit sich, aber keinerlei Gepäck. Daß die Angeklagte auch nicht im Besitze von Mitteln war, stellte sich heraus, als der Portier sie um Vorausbezahlung des Zimmers anging, die angebliche Frau v. Maltzahn erklärte, daß sie augenblicklich nicht zahle» könne, sie habe aber in Berlin reiche Verwandte, von denen sie am folgenden Morgen Geld holen wolle. Während ihrer Ab Wesenheit vom Hotel könnten ihre beide Hunde als Pfand zurück bleiben. Die Dame wurde daraufhin nicht weiter behelligt, alle ihre Wünsche wurden befriedigt und daß sie gewöhnt sei, auf einem großen Fuße zu leben, ging aus ihrem ganzen Austreten hervor. Die beiden Hunde erhielten jeder mehrere Pfund Rindfleisch. Am folgenden Tage ging die Dame und kehrte nicht wieder. Als sie ermittelt wurde, stellte sich heraus, daß sie auch eine arme Kutschersfrau um mehrere Mark durch falsche Vorspiegelungen geprellt halle. Die beiden Hunde sind inzwischen verkauft worden, ohne daß es gelungen ist, den Besitzer zu ermitteln, denn die Angeklagte gab an, daß die beiden Thiere auf der Straße zu- gelaufen seien. Im gestrigen Termine beantragte der Staatsanwalt gegen die Angeklagte eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten. Der Gerichtshof nahm aber zu Gunsten der Angeklagten an, daß ihr Verhalten im Hotel als ein Betrug nicht aufzulassen sei. da sie sich sofort als mittellos erklärt habe und wohl hoffen durfte, bei hiesigen Bekannten, auf die sie sich im Termin berufen hatte, Unterstützung zu finde». Wegen des zweiten Betrugssalles wurde auf eine Gefängnißstrafe von einem Monat erkannt und hiervon wurden 2 Wochen für verbüßt erachtet. Ein„verbummeltes Genie" stand gestern in der Person des früheren Studenten K l a h r vor der II. Strafkammer des hiesigen Landgerichts I, um sich wegen einer Reihe von Be- trügereie» zu verantworten, die er gegen hiesige Geschäftsleute ausgeführt hat. Ter Angeklagte hat verschiedene Geschäfte für chirurgische Instrumente, Buchhandlungen k. unsicher gemacht und dieselben durch Entnahme von Maaren aus Kredit geschädigt. Er pflegte in der Maske eines fleißigen Kandidaten der Medizin aufzutreten, der zu Studienzwecken der ge- forderten Instrumente, medizinischen Lehrbücher und dergleichen bedürfe. Fast in jedem Falle bediente er sich bei den Verhand- lungen mit den betr. Geschäftsleuten eines Dokuments, in welchem sein angeblicher Vater, der sich als Rentier Brenning. Jnvalidenstraße 20, unterzeichnet hatte, sich damit einverstanden erklärte, daß sein Sohn zu Studienzwecken die geforderten Maaren entnähme und sich verpflichtete, die Schuld durch Ratenzahlungen innerhalb dreier Monate zu begleichen. Das ganze Auf- treten des jungen Mannes war so Vertrauen erweckend, daß sich die Geschäftsleute in den allermeisten Fällen mit Rucksicht auf das überreichte Dokument zur Kreditgewährung verstanden. Der Angeklagte machte Bücher und Instrumente aber sehr bald zu Gelbe und überließ es den Geschäftsleute», sich zu spat davon zu überzeugen, daß sie das Opfer eines dreisten Betrügers geworden waren und ein Rentier Brennina in der Jnvalidenstraße 20 gar nicht existirte. Da der Angeklagte zur Zeit eine ihm kürzlich erst zudiklirte dreimonatige Gefängnißstrafe verbüßt, so erhielt er diesmal eine Zusatzstrafe von I I a h r 3 Monaten G e f ä n g n i ß. Wegen wissentlich falscher Ruschnldigung hat das Land- gericht den auch in Berlin bekannte» früheren österreichischen Lieutenant L)skar Schloffbauer, zuletzt in Kiel, zu einem Jahr drei Monaten Gesängi iß verurtheilt. Der„Ehrenmann" hatte einem jnngen Menschen unter dem schwindlerischen Versprechen, ihm eine Stelle als Korrespondent der„Magd. Ztg." verschaffen zu wollen, überredet, an die Polizeibehörde zu Spandau eine Postkarte des Inhalts zu schreiben, daß sich bei einer Frau D. in Hamblira der Mörder Wetzel verborgen halte. Die Folge war, daß Polizisten Nachts bei der geängstigten Frau eindrangen. Haussuchung hielten und im Begriffe standen, die un- schuldige Frau gesesielt nach Spandau zu befördern. Die Sache klärte sich indeß rasch als ein Rache-Akt gegen Frau D. auf. mit ivelchcr Sch. ein Liebesverhältniß unterhalten hatte, das von der Dame abgebrochen worden war. Wann verjähre» die Ansprüche der Hiuterbliebene» eines infolgeBetriebsunfallesVerstorbenen? Nach§ 59 des Unfallversicherungsgesetzes haben Entschädigungs- berechtige, für welche die Entschädigung nicht von Amtswegen festgestellt ist, ihren Entschädigungsanspruch bei Vermeidung des Ausschlusses vor Ablauf von 2 Jahren nach den» Eintritt des Unfalls bei dem zuständigen Vorstande anzumeldeii. Wird ein Versicherter durch einen Unfall un in ittelbar getödtet, so ist es hiernach klar, daß die Ansprüche der Hinterbliebenen innerhalb der Frist von zwei Jahren nach dem Unfall angemeldet werden müssen, zweifelhaft aber wird die Frage, wenn der Ver- letzte erst geraume Zeit nach dem Unfälle stirbt, ohne daß vorher auf Grund des§ 5 U.- V.- G. eine Entschädigung für ihn festgestellt war. Das Reichs-Versicherungsaml hat in einet Rekurssache dahin entschieden, daß in Gcmäßheit des§ 59 Unfallversicherungs-Gesetzes der Lauf der Verjährungsfrist unter den angegebenen Umständen vom Tage des Unfalls beginnt, der Tag des Todes also für den Lauf der Frist nur dann maßgebend ist, wenn der Verstorbene bereits bei Lebzeiten ei ie Entschädigung bezogen hatte.— Trotz dieser Entscheidung tzat nun, wie die„Berufsgen." niittheilt, neuerdings ein berufs- »enosienschaftliches Schiedsgericht in einer Berufungssache die Ansicht vertreten, daß in Fällen der oben bezeichneten Art ,die Verjährungsfrist jür die Ansprüche der Hinter- bliebenen erst zwei Jahre nach dem Tode des Verletzten ablaufe. Der oberste Gerichtshof ist in diesem Falle nicht in die Lage gekommen, die Gründe des Schiedsgerichts zu würdigen und die Frage einer iwchmaligen Prüfung zu unterziehen. Die Auslegung des Reichs-Versicherungs- amtes, so meint die„Berufsgenosienschaft", bedeutet unter Umständen für die Hinterbliebenen eine große Härte, denn wenn ein Verletzter kurz vor Ablauf der zweijährigen Verjährungsfrist seine Entschädigungsansprüche geltend macht, dann aber stirbt, bevor für ihn eine Entschädigung festgesetzt war. so würde für die Hinterbliebenen nur noch eine Frist von vielleicht wenigen Tagen zur Anmeldung ihrer zu erhebenden Ansprüche übrig bleiben. Es erscheint deshalb wünschenswerth, daß bei der in Aussicht ge- stellten Revision des Unfallversicherungs-Gesetzes auch die Regelung dieser Frage in Erwägung gezogen werde. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz vom Jahre 1857 war der Vorsitzende des sozialdemokratischen Agitationsvereins„Lassalle", Herr Delcourt, vom Schöffengerichte zu 30 M. Geldstrafe event. 10 Tage Gesängniß verurtheilt worden. Gegen dieses Urtheil hatte D. Berufung eingelegt. Es handelte sich um folgendes Vorkommniß: Der Augeklagte präsidirte einer Versammlung des Vereins und ersuchte in der üblichen Weise den Schriftführer, das Protokoll der letzten Versammlung vorzulesen. Der die Versammlung überwachende Polizeilieutenanl verlangte vor der Verlesung den Namen des Schriftführers zu wissen. Der Vereinsvorsitzende verweigerte die Namensnennung. Der Schriftführer gehöre zum Borstande, die Namen der Vor- standsmitglieder feien auf dem Polizeipräsidium angemeldet. Im Sinne des Gesetzes sei deshalb der Schriftführer doch nicht als „Redner" zu betrachten. Das Schöffengericht war zu entgegen- gesetztem Urtheile gelangt und hatte, wie erwähnt, auf 30 M. Geldstrafe erkannt. Die Strafkammer verwarf die Berufung. Daß Herr Delcourt am 10. März wegen Vergehens gegen § 106 des R.- St.- G.- B. zu 3 Monaten Gefänarnß verurtheilt worden ist, haben wir seiner Zeit schon mitgetheilt. Soziale Llcbcvlirhk. Der Streik bei Krüger, Fabrik chirurgischer Instrumente, Berlin. Arlilleriestr. 23, dauert unverändert fort. Ans den Zechen Wattenscheid's ist am 15. März zahl- reichen Bergleuten gekündigt worden. Ungefähr zur selben Zeit wurden in jener Gegend M i s s i o n s- predigten abgehalten. Um den Bergwerks-Besitzern das Gewisien zu schärfen oder die Bergleute aufs Jenseits zu ver- trösten? Ter Verein der Londoner Setzer hat nach dem soeben veröffentlichten 44. Jahresbericht im letzten Jahre 200 000 Mark an Arbeitslosen-Unterstützung verausgabt; ein Beweis, wie noth- wendig die Verkürzung der Arbeitszeit ist. Räch 4« wöchentlicher Dauer mußten die Londoner Buchbinder, und zwar jene, welche in B n ch d r n ck e r e i e n beschäftigt sind, ihren Streik um den Achtstundentag aufgeben. Für die meisten Londoner Buchbinder ist ja der achtstündige Ar- veitstag schon längere Zeit durchgeführt, die Buchdruckerei-Buch- inder aber mußten sich mit einer Lohnzulage von 2 Shilling pro Woche begnügen. Die Unternehmer motivirten ihre Ab- lehnung damit, daß in einem Betriebe nicht zweierlei Arbeits- zeit herrschen könne. Die Buchdrucker haben neunstündige Ar- beitszeit. Aus Charleroi wird der„Kölnischen Zeitung" unterm 21. März gemeldet: Auf Zeche Nord du Flsnu ver- weigerten bei der gestrigen Nachtschicht zwei Drittel der Arbeiter die Einfahrt wegen bedeutender Lohnkürzungen. Die Bergleute von Zeche Houssu beschlosieu auf einer gester» in Baume abgehaltene» Versammlung die Fortsetzung des Ausstandes. Die Bediensteten der kanadischen Pacific- Eisenbahn hatten kürzlich in der Gegend westlich von Winnipeg die Arbeit e i n g e st e l l t. Am Dienstag dehnte sich der Streik über die ganze Linie von einem Ozean bis zum anderen aus. Seit Sonntag ist kein Personenzug aus dem Westen mehr einge- troffen. Bezüglich des Halberstädtcr Gewerkschaftskongresses werden wir um Veröffentlichung des Folgenden gebeten: Zur Begründung des Organisationsentwurfes der Generalkoininission führte Genosse Legren unter Anderem noch aus: Es ist eine unleugbare Thatsache, daß in einzelnen Gewerkschaften ein ge- wisier Kastengeist vorhanden ist, dem durch Bildung größerer Verufsorganisationsarnppe» entgegeu getreten werden muß. Die Bildung von Jndusirieverbänden kann jedoch nicht empfohlen werden, sie ist wegen Verschiedenheit der Einrichtungen in den einzelnen Verbänden zur Zeit noch nicht möglich. Die Hinder- nisse, die der Zusammensasiung der Berufsorganisationen in Unionen entgegenstehen, sind viel leichter.zu überwinden. Eine einheitliche Leitung der Agitation und des Unterstützungswesens durch die Unionen resp. die Generalkommission würde der bis jetzt herrschenden Anarchie ein Ende machen. Wenn die Schaffung von Unionen jetzt noch nicht möglich sein sollte, so müsse man diese wenigstens anstreben, in dem sich die einzelnen Berufs- organisationen mittelst Kartellen vereinigen, denen im Wesentlichen dieselben Aufgaben zufallen würden, die der ursprüngliche Ent- ivurf der Generalkoininission für die Unionen vergesehen hat. Die VolkSschullehrer der Stadt Hannover hatten bei den städtischen Kollegen um Ausbesserung ihres Gehaltes petitionirt. Man überwies das Gesuch der Schul- und Finanz- komuiisflon zur Vorber-ithung; diese lehnte es endgiltig ab. da im Bürgervorsteherkolleg keinerlei Sympathie für das Gesuch vorhanden war.— Die Lehrer können hieraus ersehe», wie nützlich es auch für sie ist. wenn in die Geineindevertretungen anstatt der Anhänger des Bürgerthums Sozialdemokralen geivählt werden. Bevor unsere Partei nicht in den Gemeiiidevertretungen die Mehrheit hat, werden auch die Volksschullehrer auf keinen grünen Zweig komnien.— Löblich! Da die Bielefelder städtische Behörde die Arbeitslosen nur einige Tage beschäftigte und dann wieder ent- ließ, wandte sich eine Kommisston von zwei Personen nach Minden an die Regierung. Oberregierungsrath von Lüpke er- klärte der Kommission, die Regierung interessire sich auf das Eingehendste dafür, dem Nothstand, der in allen Städten des Regierungsbezirks Platz gegriffen hat, nach besten Kräften entgegenzutreten. Zu diesem Zwecke würde an die betreffenden städtischen BeHorden die Aufforderung erlassen werden, ent- weder Brot oder Arbeit für die Arbeitslosen zu schaffen, gleichgiltig ob verheirathete oder ledige Personen von der Ar- beitslosigkeit betroffen seien. Diese von den städtischen Behörden gewährte Unterstützung habe mit der sonstige» Arnienünterstützung nichts gemein." Die � Kommission unterrichtete nun Herrn v. Lüpke von der Aeußerung des Bielefelder Oberbürgermeisters, die Wegebauten vorläufig nicht in Angriff nehmen zu können. Herr v. Lüpke erklärte darauf, es wäre gleichgiltig, ob städtische Arbeiten vorhanden wären oder nicht; die Anweisung, solche zu beschaffen, würde dennoch erfolgen. Er bedauere sehr, daß die Arbeiter im Regierungsbezirk Minden von einer allgemeinen Arbeitslosigkeit heimgesucht worden seien. Die Arbeitslosen werden nun das Weitere abwarten. Aus einer Reihe sächsischer Weberdörfer wird gemeldet, daß die Bevölkerungsziffer derselben fortgesetzt zurückgehl. In einigen Orten stehen eine Anzahl Häuser schon seit längerer Zeit leer, denn Käufer sind für diese ärmlichen Wohnstätten kaum zu finden, deren einstmalige Bewohner wegen dauernder Erwerbslosigkeit es vorgezogen haben, der H e i m a t h den Rücken zu kehren. Findet sich für solche„Häuser" überhaupt noch ein Käufer, so bewegen sich die Preise oft in Grenzen zwischen 100 bis 150 M., ja in Grüne Tanne ist sogar kürzlich ein solches Grundstück zum Preise von achtzig Mark losgeschlagen worden.— Eine blutige Satire zum Heim- stättengesetz'der norddeutschen Junker! Eine sanitätsstatistische Erhebung. Seitens des preu- ßischen Kultusministers sind der„A. R.-K." zufolge Erhebungen darüber angeordnet worden, in welcher Weise für die Heilung der an Geschlechtskrankheiten leidenden Personen, welche Orts-, bezw. Betriebs-, Dienstbotenkranken- oder ähnlichen Kassen an- gehören. gesorgt wird, insbesondere ob jene Personen freie Behandlung in einem Krankenhause, wo ein solches vorhanden ist, erhalten. Vevssc» inmtu ngc it. Die Verkündigung des Wahlresultats im SS. Kom« munal-Wahlbezirk erfolgte gestern Abend in einer öffentlichen Kommunalwähler- Versammlung. Das Resultat stellt sich wie folgt: T ö r m e r sdfr.) 869 Stimmen» Flatow(Soz.) 652 Stimmen, Die Genossen Janz und Flatow gaben der Ueberzeugung Ausdruck, daß dieses Resultat im besten Sinne überraschen muß, indem dieser Bezirk einer der ungünstigsten ist und die Partei hier zum ersten Male in die Kommunalwahl eingetreten ist. Auch die Agitation ist erst 8 Tage vor der Wahl in die Wege geleitet wor- den. Daher berechtige dieses Resultat zu der Annahme, daß nach anderthalb Jahren dieser Bezirk der Sozialdemokratie zufallen werde. Aus einen Sieg war von vornherein nicht gerechnet worden und dankte Genosse Flatow den Wählern, die ihm so unerwartet zahlreich ihre Stimme gegeben haben, in aufrichtiger Weise. Auch das Wahlkomitee sprach seinen Dank aus. Mit einem Hoch aus die internationale Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Der Arbeiter-BildnngSverein zu AdlerShof hielt am 17. März eine gut besuchte Volksversammlung ab, in welcher Reichstags-Abgeordneter M. Schippe! über den Einfluß der Großgrundbesitzer in Preußen einen Vortrag hielt, dessen Gedankengang im Folgenden kurz skizzirt ist. Nach den Wahlen vom 20. Februar 1890, als das Kartell, welches drei Jahre hindurch die Herrschaft im Reichstag ausgeübt halte, ge- schlagen war, erwarteten Manche eine etwas freiere, das Volk weniger belastende Richtung in unserer Politik. Sie täuschten sich. Das Zentrum, das früher in vielen Angelegenheiten mit den Oppositionsparteien stiuimte, bildet jetzt mit den beiden konservativen Parteien zusammen ein noch viel reaktionäreres Kartell, als das frühere war. Sehen wir zu, wer hinter diesem Kartell steht, so finden wir, daß es der Großgrundbesitzer, der Junker ist, der in Preußen und Deutschland so_ maß- tebend wie in keinem anderen Lande ist. Wie kommt das? Im Mittelalter waren um das Rittergut des Junkers herum die Bauern angesiedelt, der eine mit mehr, der andere mit weniger Land, das er für sich bestellte, um dessen Ertrag für sich und seine Familie zu'verbrauchen. Sie mußten jedoch für de» „gnädigen Herrn" einzelne Tage in der Woche arbeiten, und diejenigen von ihnen, welche Gespanne hakten— die sog. spann» fähigen Bauern— mußten mit ihrem Gespann dem„gnädigen Herrn" Dienste verrichten. Der Junker brauchte also weder de- sondere Arbeiter zu halte», noch eine Wirthschaft, Pferde, Wagen:c. zu haben. Als nun die Bauern, die nicht von der Scholle fortgehen oder ihre Kinder fortziehen lassen, oder auch nur lernen lassen durften, was diese wollten, immer mehr von den Junkern geschunden wurden. strebten sie danach, ihr Joch abzuschütteln. In Frankreich besorgte das die französische Revolution, die einfach einen Strich durch die Frohnden, welche den Junkern zu leisten waren, machte; es wurde bestimmt: Von morgen an sind die Bauern aus ihrem Acker frei und haben dem Rittergutsbesitzer weder persönliche Dienste zu leisten noch Gespann zu stellen w. In Preußen wurde Aehjiliches den Bauern versprochen, als es galt, das vor den französischen Herren zusammengebrochene vollständig verlodderte Preußen wieder aufzurichten. Die Wiederaufrichtung konnte, das war klar, nur durch das Volk, und das waren damals hauptsächlich die Bauern, geschehen. Daher die Versprechungen. Wie wurden dieselben gehalten? Als Napoleon verjagt und das Werk der Bauernbefreiung in Angriff genommen wurde, verhunzte man dasselbe derart, daß den Vortheil allein die Großgrundbesitzer hatten. Die Frohnden wurden abgeschafft, die Bauern für frei erklärt— aber, nicht genug, daß die Letzteren Jahrhunderte lang von den Junkern geschunden worden waren, erhielten diese jetzt noch eine Abfindung. Man sagte, und die Rechtsgelehrten wiesen es nach(wozu wären denn auch die Rechtsgelehrten da!), die Junker hätten ein Recht auf das Land der Bauern, das die Letzteren nur in Erbpacht hätten, lind dafür, daß die Bauern keine Frohnden mehr zu leisten hatten, erhielten die Junker erstens eine beträchtliche Geldsumme, was in Frankreich, wie oben erwähnt, nicht der Fall gewesen war; zweitens mußten die größeren, die spannfähigen Bauern ein Drittel, vielfach auch die Hälfte ihres Landes an den Junker abgeben; die nicht spann- fähigen Bauern, die bisher dem gnädigen Herrn nur Handdienste geleistet hatten, mußten ihren ganzen kleinen Acker dem Junker abtreten. Man denke, welchen Machtzuwachs das Alles dem Junker einbrachte. Dazu kam. daß die Arbeiter nun zwar frei, aber besitzlos ge- worden waren. Während sie früher von dem Ertrage ihres Ackers hatten leben könne», den ihnen Niemand nehmen konnte, besaßen sie jetzt gar nichts weiter als ihre Arbeitskraft. Hatten sie nun- mehr keine Beschäftigung, so hatten sie nichts zu essen; sie mußten daher mit jedem Lohne, der ihnen geboten wurde, zufrieden fein, und der Junker konnte sie nun weit mehr als früher ausbeuten, was er denn auch gehörig gethan hat und thut bis auf den Heu- tigen Tag. Dieser unverdiente, auf Kosten der großen Masse ge- schehene Machtzuwachs der Junker vermehrte sich in der Folge durch günstige Unistände noch bedeutend. Man fing an, den Schnaps, der bisher aus Kor» gebrannt worden war, aus Kar- toffeln zu brennen. Die preußischen Junker, die allein Kartoffeln bauten, weil auf ihrem leichten Boden Anderes nicht gut gedieh, steckten ihr Geld in die Anlage von Brennereien und ver- mehrten ihren Viehstand, �für den die Ueberbleibsel von den Kartoffeln, aus denen der Schnaps gewonnen worden>var, eine vortreffliche Mast sind. Die Junker eroberten mit ihrem Fusel nicht nur den ganzen deutschen Markt und degenerirten damit namentlich im Westen die bisher aufstrebende, frei denkende Arbeiterschaft, sie eroberten auch den Wellmarkt. Da sie Jahrzehnte lang keine Konkurrenten hatten, strichen sie kolossale Ge- winne ein. Jetzt ist ihre m Fusel der russische über. Aber weiter! Es kam die Zuckergewinnung aus Rüben auf und wieder hatten zunächst ein paar Jahrzehnte hindurch unsere Groß- grundbesiher das thatsächliche Monopol dieser Fabrikation, die den Zucker billiger herstellen ließ, als der Kolonialzucker kostete. So floß immer neuer Reichthum in die Taschen der Großgrundbesitzer. Diese strichen jedoch nicht blos die guten Preise für ihren Fusel und ihren Zucker ein: sie bekamen auch für jede Tonne, die sie ausführten, noch eine Prämie vom Staate, der das Geld dazu natürlich vorwiegend aus den Steuern nahm, welche die zahl- reichste Klasse, die der armen Bevölkerung, aufbringt. So flössen den Großgrundbesitzern weitere Millionen und Milliarden zu. Allein für ausgesührten Zucker sind seit 1871 500 Millionen Mark Prämien vom Staate gezahlt worden, eine Summe, die sich auf nur 400 Fabriken— mehr haben wir nicht— vertheilt. Vom Schnaps wird jest nicht mehr so viel als früher ausgeführt, aber mehren, und hierauf zur Neuwahl geschritten. Danach besteht| Kollegen theilen. Die Leitung der Versammlung hatte hieran ihre Liebesgabe erhalten die Schnaps brennenden Großgrund- bie neue Kommission aus den Kollegen ölsch, Gebauer, nichts zu ändern, sondern sich dem Beschluß letterer zu fügen. befizer doch, nämlich durch ein eigenthümliches Steuer- Rechtbach, Gucard, Barnd und Leben. Weiter be system pro Woche dem amtirenden Mitgliede mit alle Jahre vierzig Millionen Mart! Diesen schloß man Junkern gefiel es nirgend so gut als in Preußen, einer Mark Vergütung zu gewähren. In Verschiedenem be= daher waren fie Gegner aller deutschen Einheitshestrebungen und richtete Kollege Rautenhaus über die auf der letzten Generalwaren infolge deffen in den ersten Jahren nach Errichtung des versammlung beschlossene Provinzialtage; die Versammlung er Deutschen Reiches im Reichstage in der Minorität. Von 1879 flärte sich für Entsendung eines Delegirten. Hinsichtlich des in an ist es ihnen wieder gelungen, die Bauern zu übertölpeln und Sachen der Sonntagsruhe eingegangenen Schreibens der Gewerbedurch dieselben wieder in die Majorität zu kommen. Diese deputation beauftragte die Versammlung den Vorstand, das Macht haben sie dazu ausgenutzt, Alles, was der Großgrundbesitzer Nöthige zu veranlassen. Die Frage der Veranstaltung eines verkaufen muß, mit Zöllen zu belegen, dadurch Brot und Fleisch Sommervergnügens wurde bis zur nächsten Versammlung verzu vertheuern und so neuen Gewinn einzuheimfen. Den Bauern, tagt. Kollege Rautenhaus forderte noch die Kollegen auf, die ihnen zu dieser Macht verholfen haben, beweisen sie den für recht zahlreichen Besuch der nächsten öffentlichen LackirerDant, indem sie eine wirkliche Entschädigung des Schadens, versammlung zu agitiren, da auf der Tagesordnung derselben welchen das Wild der Großgrundbesitzer auf dem Bauernlande sehr wichtige Punkte stehen. anrichtet, verweigern. Die Bauern werden, troh dieser Lehren, jedoch die Macht der Großgrundbesizer nicht brechen. Das werden die Arbeiter auf dem Lande besorgen und daher müssen wir unter diesen mehr und mehr Aufklärung verbreiten. Ehe nicht die Macht der Junker auf dem Lande gebrochen, wird ihr Einfluß im Staate nicht beseitigt werden. Stürmischer Beifall folgte bem interessanten Vortrage. Eine Diskussion über das Vortragsthema fand nicht statt. Als Kandidaten für die Gemeindewahlen, die am 1. April von 8-10 Uhr Morgens stattfinden sollen, wurden einstimmig die Genossen Bökert, Herms und Röhl aufgestellt. Wer wählen will, muß bis zum 27. März seine Steuern bezahlt haben! In Schöneberg fand am 17. Mnrz eine Volksversammlung statt, in welcher Genosse Keßler über die Gewerbe- Schiedsgerichte unter reichem Beifall referirte. Vor allem empfahl er der Versammlung, entschieden gegen die ungenügende EntSchädigung der Schiedsrichter, welche nach dem Schöneberger Ortsstatut 2,50 M. für den Tag und 1,50 M. für den halben Tag beträgt, zu protestiren, da es bei einem solchen Entgelt den Gewählten unmöglich sein wird, ihr Amt pünktlich zu versehen, zumal Berlin bei gleichen, unterschiedslosen Verhältniffen 6 M. pro Tag zahlt. Die Diskussion beschränkte sich auf fachliche Fragen, welche vom Referenten zufriedenstellend beantwortet wurden. Die Versammlung übertrug einem aus sieben Personen bestehenden Wahlkomitee die Vorarbeiten zur GewerbeSchiedsgerichts Wahl und wählte dann ein aus 14 Personen bestehendes Komitee, welches beauftragt ist, die festlichen Vorbereitungen zur Maifeier zu treffen. Die Hoffnung aussprechend, daß die Maifeier eine imposante werden möge, schloß der Vorfigende die Versammlung. " -WO Dieses zur Erwiderung. Alles Weitere behalten wir uns vor. Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Nachdem nun alle Betheiligten hinreichend zu Wort ge tommen, schließen wir hiermit endgiltig die Diskussion. Redaktion des Vorwärts". Versammlung der Militärschneider am Donnerstag, den 24. März, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Berliner Naturheilverein 2, Klubhaus, Kommandantenftr. 72. Heute Abend s uhr Vortrag. Urfidele Heilsarmer. Sizung jeden Donnerstag 9 Uhr im Restaurant Kowald, Oranienstr. 126. Nachdem Tanz und Vorträge. Rauchklub Anita. Jeden Donnerstag Abend 9 Uhr bei Rezke, Weber ftraße 15. date widommen, Rauchklub Arcona. Donnerstag Abend 8% Uhr Signng bet Biebilinsty, Reichenbergerstr. 71. Gäfte willkommen. Tambourverein Deutsche Eiche. Sonnabend, den 26. März, brittes In der öffentlichen Versammlung der Oft- Zund West- Stiftungsfest in Krösche's Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieygen, abends 8% uhr, Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Bonenftr. 40, bei preußen, welche am 15. März stattfand, referirte an Stelle des bei Schröder, Wiesenstr. 39. Süd- Ost, bei Tolfsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ede. Heine, erkrankten Reichstags- Abgeordneten Schule- Rönigsberg Gieshoit. Genosse Thomas über Malthus und seine Theorien." An Spinoga, Abends 8% Uhr, bet Hoffmann, Wrangelſtr. 32. Herwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Laufigerstraße, bet der Diskussion betheiligten sich mehrere Genossen. Unter" Ver- Rirdorf, Abends 8½ Uhr, bet Beiler, Knesebeck- und Herrenhausstraßen- Ede. schiedenem" schilderte Genoffe Kehlert bei der Besprechung der Schayer. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. UebungsSt. Urban, Lage der oft- und westpreußischen Landarbeiter die niedrigen stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Unverzagt, Köpeniderstraße 127a, bet Löhne, die schlechten Wohnungen, die hohen Lebensmittelpreise Annenstraße 9, bet Prog. Kornblume, Blumenstraße 54, bei Wuttte. - FrühlingsBrezelschluß, Annenstr. 16, und meinte, wohl nirgends bietet sich der Sozialdemokratie ein Rüfter. so dankbareres Agitationsfeld als in jenen Provinzen. Nachdem lust, Flottwellstraße 5, bei Bartel. bei Keßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Residenzftr. 101, bei Carus. noch die Genossen Horwig, Bent, Paulitat und Lausch morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bet Friesecke.- Dorf= ebenfalls die traurige Lage der dortigen Arbeiter besprochen glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftftr.- Ecke bei Schulz.- Echo 2, Einigtett,( Hutmacher), Pappelhatten, schloß sich ein großer Theil der aus etwa 300 Personen Alte Schönhauserstr. 42, bet Reimann. Butunft 1, Steglit, Kurhaus Friedenau. Veilchenblau, Rott bestehenden Versammlung dem Verein der oft- und westpreußischen lee befo Harmonie, Tempelhof, Dorfftr. 10, bei Gerth. Sozialisten an. Zur Entgegennahme von weiteren Beitritts- buser Damm 39, bet Jatob.- 3utunft 2, Nieder- Schönhausen, Linden, bet Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Jüdenstr. 55, Borar erklärungen und zur Empfangnahme von gelesenen ArbeiterSeeger'scher Gesangverein, schriften, sowie zur Versendung nach diesen Provinzen sind stets Frischmann.- Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Admiralstraße 38, bei 2ülow. Maiglöckchen 2, G.-D., Manteuffelstr. 67, gern bereit: A. Fafforke, Zigarrengeschäft, Junkerstr. 1; Gottfr. Blumenstraße 46, bei Wend. bei Springftubbe. Eintracht, Glienice bei Adlershof, bei Keller.Soff Schulz, Bigarrengeschäft, Rottbuser Thor. Einigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amaltenstraße, bei Hann. Der sozialdemokratische Wahlverein im vierten Bernung 3". Brandenburg, Neust. Markt 2, bet Wendmers.- Freie Gänger, Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. Langeftr. 108, bei Mebelin. Nordstern, liner Reichstags- Wahlkreise hatte am 22. d. M. in der Kreuzberger Harmonte, Lindenstr. 106, bet Poppe. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Stedes Echo, ReichenUrania( Wrangelstraße) eine Versammlung. Die zahlreich er- Müllerstr. 7 bei Reichardt. berger- und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. schienenen Genossen hörten einen wirkungsvollen Vortrag des Nachmittags, Landsbergerfir. 31, bei Musehold. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Genossen Wurm, Mitglied des Reichstages, über das Fabrik inspektorat. Der Referent schilderte in ergreifender Weise Donnerstag: Humoristischer Verein Bautenschwengel, bei Sommer, Mufitverein Animo, bei Schmidt, Wrangelfir. 141. Stallschreiberstr. 58. die das Leben und die Gesundheit der Arbeiter im höchsten Geselliger Berein Grüne Eiche,( vor dem Halle'schen Thor), bei Bergnügungsverein Silaritas, bei Tempel, Maße gefährdenden Zustände der Fabrik und Hausindustrie, agorte, Solmsstr. 1. – Rauchflub Graue Wolfe, bei Jörte, Krautstr. 6. durch welche zahllose Menschenleben auf dem Schlachtfelde der Breslauerstr. 27. Industrie, Männer, Frauen und Kinder, ohne Unterschied hinge- Theaterverein Fibeler Geist, bei Schneider, Adalbertstr. 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männeropfert werden. Nicht die Arbeit an sich sei es, welche den Ar- Gesangverein' Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görliger Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins Im Fachverein der Tapezirer hielt am 14. März Ge- beitern das Leben erschwert und unwerth mache, vielmehr die Straße 42. bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. nosse A u er über die Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung einen Art und Weise des Arbeitens, zu der sie im Interesse des Geld für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends An denfelben schloß sich eine kurze Diskussion, in factes verurtheilt sind. Vortrag. Mufitverein Osiris, Abends% 9 Uhr, bei Roll, Adalberstr. 21. Zum Schuße der Arbeiter sind und welcher die bekannten Gegenfäße über die geeignetste Form der werden als Friedenskontrakte zwischen Kapital und Arbeit, verein Frisch- Auf, Annenſtr. 14, bei Ehrenberg. Theaterverein effing, Abends 9 Uhr, bei Musehold, LandsbergerGewerkschaftsorganisation erörtert wurden.- 3um zweiten Punkt Gesetze erlassen und zur Ueberwachung derselben FabrikStraße 31. der Tagesordnung: Bureau- Angelegenheiten" theilte Kollege inspektoren( Gewerberäthe) eingesetzt. In anschaulicher Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Kolbrunn mit, daß die Bureauhalter in einer Sigung beschlossen Weise vergegenwärtigte nun der Vortragende die Un- und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Gefelliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwedter haben, daß die eingeschriebenen Kollegen die volle Bureaustunde zulänglichkeit der gegenwärtigen Einrichtung des Fabrik- straße 44. Geselliger Verein Regina, Oranienstr. 121, bei Seifert. dableiben müssen, ausgenommen dieselben haben tristige Ent- inspektorats und stellte betreffs derselben die bekannten sozial- Geselliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße 9ft Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punt schuldigungsgründe. Es werden sodann zu Bureauhaltern die demokratischen Forderungen: Vermehrung der Fabrikinspektoren, E. Broß. Pfropfenverein Webbing, Abends Freundschaft, Abends 9 Uhr, Kollegen Markiel, Thiele und A. Sander gewählt. Das Gesuch Ausbildung zu solchen von Personen aus dem Arbeiterstande, uhr, bet Schröder, Stegligerstr. 18. 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonftr. 5. eines Kollegen um Gewährung von Rechtsschutz wird dahin er unterstellung der Hausindustrie unter die Aufsicht der Fabrik bet Scholz, Kaftanien- Allee 35. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, ledigt, daß der Vorstand zunächst die einschlägigen Verhältnisse inspektoren. Der Referent erntete reichen Beifall. Unter gleich Staligerstr. Rauchklub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restaurant prüft, um dann die weiteren Schritte zu unternehmen. Ein An- lebhaftem Beifalle sprach im Anschlusse hieran Genosse Siegrist, Rablett, Reichenbergerstr. 131a.- Rauchtiub Ohnesorge, Abends 9 Uhr trag, dem Kollegen Biefter, welcher sich noch in Haft befindet, welcher im Wesentlichen nur in dem Punkte mit dem Referenten in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.Etwas aus der Vereinskaffe zu gewähren, wird dem Vorstand im Widerspruche sich befand, als er zu Fabrikinspektoren nicht 8% Uhr, bei 2. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. überwiesen. Des Weiteren wird bekannt gemacht, daß am allein Arbeiter, vielmehr Invaliden der Arbeit verlangte, um 19. April eine Versammlung der freien Hilfskaffe stattfindet und einmal besser für diese zu sorgen, andererseits aber auch im all- lub Rückwärts, Abends 8% Uhr, bet Arndt, Ballisadenſtr. 47. am 20. März eine Versammlung der großjährigen Mitglieder der gemeinen Arbeiterinteresse, was der Vortragende für undurchOrtskaffe behufs Delegirtenwahl. führbar hielt. Vordem war Genosse Karl Scholz zum stellvertretenden Vereinskaffirer gewählt worden, nachdem sein Borgänger fich genöthigt gesehen hatte, Familienverhältnisse halber sein Amt niederzulegen. Einem Antrage Körbel's entsprechend, wurde einem bewährten, vom Unglück schwer heimgesuchten Vereinsmitgliede eine Unterſtüßung von 30 M. aus der Vereinskaffe bewilligt. Mit der Aufforderung, für den Wahlverein zu agitiren und zu werben, schloß der Vorsitzende die Versammlung. = gegen Mufit Rauchtlub Kernspize, Abends Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Vermischtes: Stat Untergegangen mit der ganzen Bemannung ist an ber spanischen Südluste die spanische Barke Virgen del Garmen". Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter verhandelte am 14. März über folgenden Antrag der Arbeitsvermittelungs- Rommission:„ Die gemaßregelten Kollegen sind beim Arbeitsnachweis den anderen arbeitslosen Kollegen nicht vorzuziehen; jedoch sollen Vereinsmitglieder den Nichtmitgliedern vorgezogen werden." Ueber diesen Bunkt fand eine lebhafte DeAuf dem Erzbergwerk ,, Glückauf" bei Neviges ist die batte statt. Der erste Redner hielt es nicht für richtig, daß die ganze Erzwäsche abgebrannt. Alle Maschinen sind gemaßregelten Kollegen den anderen arbeitslosen Kollegen vorvernichtet; der unterirdische Betrieb unmöglich. Es heißt, daß gezogen werden, da es sehr oft vorkommt, daß verheirathete KolZu der Versammlungs- Berichtigung von Bär Sohn, Chauffee die Grube binnen wenigen Tagen erfoffen sein wird. legen schon lange ohne Arbeit sind und dieselben dann trotzdem straße 24a, Brückenſtr. 8, Gr. Frankfurterstr. 16 in Nr. 69 1. Bei- Aus Melbourne wurde neulich gemeldet, daß ein Eng hinter den Gemaßregelten zurückstehen müssen. Die Kollegen länder Namens Williams aus Rainhill, einem Dorfe in der Nähe Meyer und Krohn glaubten, es wäre im Interesse des Vereins lage des Vorwärts" ist zu bemerken: 1. Der im Bericht wiedergegebene Wortlaut des Referenten, von Liverpool, fürzlich in Westaustralien verhaftet worden sei beffer, wenn die Bevorzugung der Gemaßregelten beibehalten würde, da deren pekuniäre Unterstützung dem Verein zu viel Geldkosten daß die Kommission von den Herren Bär in Betreff der Betriebs- unter dem Verdacht, seine junge Frau, eine geborene Mather verursachen würde, was sich derselbe auf die Dauer nicht leisten werkstätten Angelegenheit an der Nase herumgeführt worden" aus Rainhill, ermordet zu haben. Die Leiche wurde mit durchtönne. Kollege Meyer fand es ferner nicht für demokratisch, sei, ist von der Redaktion in" getäuscht worden" umkorrigirt. schnittenem Halfe und zerschmettertem Schädel in Bement ges wenn bei der Arbeitsausgabe Vereinsmitglieder den Nicht- unwahr ist die Behauptung der Firma Bär, daß Pfeiffer als bettet unter dem Feuerherd der Küche eines Hauses in einer mitgliedern vorgezogen würden. Kollege Niendorf erklärte Leiter der Werkstätten den Herren Bär wider Willen aufgedrängt Vorstadt von Melbourne aufgefunden. Diese Meldung erregte sich gegen die Bevorzugung der Gemaßregelten, jedoch für die wurde. Auf Befragen schlugen die Kommissionsmitglieder Pfeiffer den Argwohn der Liverpooler Polizei, da vor der Abreise Bevorzugung der Vereinsmitglieder vor den Nichtmitgliedern, da als die dazu geeignetste Perfon vor, und mit voller Zustimmung Williams nach Australien eine Mulattin mit vier Kindern, nachletzteres ein Mittel sei, die indifferenten Kollegen zur Organi- und vertraulichem Schulterklopfen erklärten die Herren Bär dem dem sie einige Zeit als Gaft des Williams in seiner Billa in sation heranzuziehen. Ferner erklärte er sich für den Fortfall Kollegen Pfeiffer vor Zeugen, daß Pfeiffer die ihnen erwünschteste Rainhill gewesen und die er für seine Schwester ausgegeben hatte, spurlos verschwunden war. Die Polizei ließ in der Krankenunterstützung, da Viele dem Verein nur beiträten, Berson sei. 2. Wenn nicht Vorliebe, dann ist es eigenthümlicher Zufall, der nunmehr leerstehenden Villa Nachforschungen anstellen, welche um von demselben zu ziehen; sie betrachteten den Verein nur als Unterstützungsverein, der ihnen für wenig Geld hohe Unter- daß meistentheils unorganisirte Arbeiter von außerhalb bei Herrn das Ergebniß hatten, daß in der Küche unter dem Feuerherde, inmitten von Bementschichten die halb verwesten Leichen der ftügung gewähre und nicht als einen die Bär Beschäftigung finden. Ausbeutung der Fabrikanten gerichteten Interessenverein. 3. Die in Rede stehenden Lohntarife kommen um so weniger Mulattin und ihrer vier Kinder, nämlich ein weiblicher Säugling, Die Kollegen Rüdiger, Höflich und Bloszis sprachen in in Betracht, da nur Maßarbeiten von einer ganz geringen Anzahl zwei Mädchen von 7 und 10 Jahren und ein fünfjähriger Knabe gleichem Sinne. Es wurde darauf ein Antrag, die Gemaß- Arbeiter unter diesen Bedingungen angefertigt werden, und folche vorgefunden wurden. Sämmtlichen Leichen war die Kehle zers regelten vorzuziehen, abgelehnt und dagegen der Antrag der nur einen leinen Prozentsaz der von der Firma Bár geführten schnitten und der Schädel zertrümmert. Es wird gemuthmaßt, Arbeitsvermittelungs- Kommission, die Gemaßregelten nicht vor- Produkte bilden; die Herstellung der ganzen übrigen Konfektion daß die Mulattin, die Gattin des Williams und ihre Kinder mit welcher zuziehen, aber die Mitglieder den Nichtmitgliedern voranzustellen, entzieht sich der Kontrolle der Herren Bär, da dieselbe unter die feinigen waren und daß er den fünffachen Mord verüble, auswanderte. Nach einer Draht nach Australien Um diese er mit großer Majorität angenommen. Weiter wurde auf Antrag ganz erbärmlichen Verhältnissen für die Arbeiter und Ar- um Fräulein Mather heirathen zu können, des Kollegen Meyer beschlossen, die Fußpartie, wie sie all- beiterinnen, durch Zwischenmeister hergestellt wird. jährlich stattfindet, am Bußtag stattfinden zu laffen. Die Tour Doppelausbeutung zu beseitigen, wurde die Forderung von Be- meldung aus Melbourne werden Williams noch brei weitere Morde zur Laft gelegt, da eine Frau und zwei Kinder, des Ausfluges wird dem Vorstande überlassen. Zum Schluß triebswerkstätten gestellt. die fich in seiner Gesellschaft in Sydney befanden, ebenfalls spur bestimmte man noch, daß über die Frage, ob der Verein sich 4. Boll und ganz ist aufrecht zu erhalten, daß in der Saison los verschwunden sind. In Liverpool wird nun gemuthmaßt, hinsichtlich der Maiséier an die politische Partei anschließen oder zeit Wochenlohn und nach derselben wieder Stücklohn gezahlt Williams jei der berüchtigte Jack der Aufschlitzer, da während eine eigene Feier veranstalten soll, die nächste Versammlung zu wurde, dem Kollegen Ludwig ist solches widerfahren. Ob gleiche feines Aufenthalts in der Umgegend von Liverpool mehrere entscheiden hat. Maßnahmen auch in dieser Saison stattgefunden haben, ent- Mädchen und Frauen spurlos verschwanden. Nach weiteren zieht sich unserer Kenntniß; wenn hierin Befferung eingetreten, meldungen aus Liverpool wurden die in der leeren Billa in Im Verein der Lackirer, Filiale IV chrten am 14. März o ist diese jedenfalls dem Vorgehen der Agitationstommission zu Rainhill entdeckten Leichen als die Gattin und Kinder des er die Anwesenden das Gedächtniß unseres bewährten Vorkämpfers Perth( Westaustralien) verhafteten Williams, dessen eigentlicher Karl Marr durch Erheben von den Plägen. Kollege Schürler 5. Es ist doch wahr, daß zur Weihnachtszeit nur zwei Königs- Name Deeming ist, festgestellt. Weitere Zeichen wurden nicht berichtete dann über die Thätigkeit, welche der Verein im verflossenen Jahre entwickelt hat. Der Vorstand war bemüht, sovie! berger Tagschneider, welche auch die nothwendigen Menderungen aufgefunden, allein es scheint Grund für die Annahme vorhanden wie in feinen Kräften stand, für den Verein einzutreten. Wissen vorzunehmen hatten, oft von früh 4 Uhr bis Abends 10 Uhr zu sein, daß Deeming mehrere andere Frauen, die er unter falschem Namen geheirathet hatte, umgebracht hat. Ichaftliche Vorträge fanden 6 statt, 6 Versammlungen beschäftigten 6. Es ist doch wahr, daß die Herren Bär sich im 6. Wahlfich mit gewerkschaftlichen und inneren Angelegenheiten. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 151. Rollege Schüssler führte hierzu freis als Genoffen gerirten, und das ihnen ertheilte Wort zum aus, wie betrübend es ist, daß trotz seiner ungünstigen Lage der Reklamemachen benutten. größte Theil der Kollegen der Organisation fern bleibt. Um so größere Pflicht sei es eines jeden zielbewußten Kollegen, die Indifferenten zum Verein heranzuziehen. Sämmtliche nach folgende Redner sprachen sich im selben Sinne aus. Aus der hierauf Vorstandswahl 8. Es ist doch wahr, daß bei Stöcklohn der Wochenverdienst gingen folgende vorgenommenen Kollegen als auf das nächste Jahr gewählt hervor. auf Summen von 8 M. an lautete. Ist jest Besserung einSchüssler, 1. Bevollmächtigter, Warute, Kassirer, getreten, ist dieses ebenfalls dem Vorgehen der AgitationsLevit, Schriftführer; Ulrich und Paul Kunstmann als kommiffion zuzuschreiben. Beisitzer. Zu Revisoren wurden die Kollegen Struck a und 9. Es ist unwahr, daß der Vorsitzende Pfeiffer Herrn Bär Barnd gewählt. Kollege Fourmond berichtete sodann über auf Ersuchen zum Wort abschlägig beschied, sondern die ganze die Thätigkeit der Arbeitsvermittelungs- Kommission im Winter- Versammlung hatte sich dafür entschieden, das Wort zur Gehalbjahr 1891/92. Daß keine großen Resultate erzielt wurden, schäftsordnung für diesen Abend nur zu ertheilen, wenn es Bezug hat lediglich darin seine Ursache, daß bei den Lackirern im Winter auf die Geschäftsleitung habe, und zwar auf Antrag des Kollegen sehr wenig Arbeit vorhanden ist. Die Zahl der eingeschriebenen Schulz; daß Herr Bär gleich zu Anfang nach dem Referenten Briefkaffen der Expedition. Unternehmer betrug 27, die der Arbeiter 99; von letzteren er das Wort erhielt, ist erklärlich dadurch, daß derselbe sich zuerst Eine Mitgliedskarte des Vereins zur Unterstüßung erkrankter hielten 34 Stelle. Nichtvereinsmitglieder waren 26 eingeschrieben, zum Wort gemeldet hatte; daß, nachdem die Bersammlung Nachts davon erhielten 3 Arbeit. 7 Kollegen ist außerhalb Arbeit be- gegen 2 Uhr Schluß der Diskussion beschlossen, Herr Bär als und Berlin, schafft worden. Es wurde dann beſchloſſen, die Kommiffion, einer der aulezt noch einmal eingezeichneten Redner nicht wieder auf den Namen Zienete lautend, ist gefunden worden und liegt welche bisher aus 4 Personen bestand, um zwei Personen zu ver- zum Wort fam- dieses Schicksal mußte er noch mit drei unserer zur Abholung in unserer Expedition, Beuthstraße 3, bereit. zuschreiben. und den ganzen Sonntag arbeiteten. 7. Die Thatsache ist wahr, daß die Herren Bär durch Kol legen Täterow, Frau Wengels und den Kassirer Schulze aufgefordert worden sind, die für sie bestellten und angefertigten Kontrollmarken zu bezahlen. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflide Antwort wird nicht ertheilt. Mohr. Er braucht feine Papiere. H. W. 3 oder 5 Jahre, je nachdem. Quittung. Für die Arbeiter- Bildungsschule von der Südost. Schule durch Herrn Mattutat 45 M. erhalten. H. Gumpel, Barnimstraße 42. Verantwortlicher Redakteur Auauft Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.