Nr. 132. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit tauftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft bonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 154 Vorwärts Berliner Volksblatt. 41 19. Jahrg. date Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgefpaltene Rolonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, en Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Das Ministerium Combes. Dienstag, den 10. Juni 1902. miniftrabel. an Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Rouvier Belletan innerhalb der künftigen Regierungsmehrheit Das Gesagte macht erklärlich, daß das Kabinett Combes- Anhänger hat. 4 # Bleibt noch an Reformversprechungen die von allen Parteien Hohn, daß Graf Kaniz und der Bündlervorsitzende Dr. Röside geforderte oder geduldete Verkürzung der militärischen die Beratungen der Budersteuer Kommission noch immer nicht Paris, 8. Juni.( Eig. Ver.) Dienstzeit auf zwei Jahre. Bon socialpolitischen Reformen gründlich genug fanden und die Zurückweifung an die Kommission Der offizielle Abschnitt der Ministerkrise war von ungewöhnlich hört man vorläufig nichts, obwohl die alte Kammer die Beratung und Bertagung der ganzen Sache bis in den Herbst forderten. furzer Dauer, nachdem ihr offiziöser Abschnitt desto länger gedauert einer Altersversicherungs- Vorlage bereits begonnen und den Acht- Die Generaldebatte brachte eine Jungfernrede unsres Genossen hat. Das neue Ministerium ist daher binnen zwei Tagen fig und stundentag für Bergarbeiter, sowie den Zehnstundentag für Eisen- Bernstein, die den principiellen Standpunkt unsrer Partei in fertig aus seinem Coulissen- Versteckt auf die politische Schaubühne bahner bereits votiert hat. Oder hält die offiziöse Breßmitteilung Klarheit und Schlichtheit auseinandersetzte. Man hörte dem jüngsten getreten. über das ministerielle Programm die socialpolitischen Reformen für Mitgliede unsrer Partei mit großer Aufmerksamkeit zu. Seine in Es ist kein rein radikales Kabinett und auch kein Konzentrations". nicht erwähnenswert? In dieser Beziehung ist es ferner von un- den langen Jahren des Erils in England gesammelten Erfahrungen Kabinett umfeligen Angedenkens, da die Melinisten ausgeschlossen sind. günstiger Vorbedeutung, daß die Spize des Handels- ließen ihn die Wirkungen der Konvention für England mit großer Es ist ein Mittelding zwischen den beiden, zur Hälfte radikal, zur ministeriums nicht, wie früher angenommen, Dubief, Vorsitzender Sachkenntnis beurteilen. Es ist ein Mittelding zwischen den beiden, zur Hälfte radikal, zur der Arbeitskommission der Kammer, ein socialreformerisch gesinnter Hälfte nichtradital, d. h. aus antiklerikalen und antinationalistischen In der Diskussion überwogen die der Konvention feindlichen Bourgeois Republikanern bestehend. Innerhalb der radikalen Hälfte und fachkundiger Radikaler, kommt, sondern der Halbradikale Stimmen. Vieldeutig wie immer war die Haltung des Centrums. Sein Trouillot, ein Fachmann des giebt es drei einfache Radikale, darunter der Ministerpräsident und feltsame Personenummtausch ist offenbar ein Erfordernis der herrlichen Konvention für die Mehrzahl seiner Freunde von der Aenderung Antiklerikalismus. Dieser Finanzkünstler Müller Fulda machte die Zustimmung zu der zwei Linksradikale oder„ socialistische Radikale", Camille Belletan und Doumergue. Mit Ausnahme der Socialisten Couloirlogik, ebenso wie z. B. die Besetzung des Ministeriums der des Zuckersteuer- Gesetzes im Sinne der Kommissionsbeschlüsse abfind im neuen Ministerium alle Linksgruppen der Kammer und des öffentlichen Arbeiten durch den Halbradikalen Marnéjouls, der hängig. Aehnlich äußerte sich Herr Gamp für die Reichspartei, Senats vertreten. Der Kabinettsbildner hat offenbar darauf gehalten, einmal Minister( für einige Monate), folglich ist er für immerdar Einkommensteuer zu bekämpfen, mit taschenspielerartiger Geeine allseitige Unkenntnis zu besitzen scheint. Doch er war schon der dabei, den verhaßten Gedanken einer Reichs durch eine mehr oder minder genaue Abzirkelung der Minister portefeuilles die verschiedenen Mehrheitsgrupen zu befriedigen und so schwindigkeit ausrechnete, daß die reichen Leute in Preußen über sie an die neue Regierung zu fesseln. Relativ günstig ist die Beibehaltung des früheren Kriegs- ein Viertel ihres Einfonimens an direkten Einkommensteuern zu Das Programm des Ministeriums wird in der Dienstags- ministers, General André, der von den Nationalisten freilich zahlen hätten. Wer es glaubt, zahlt Herrn v. Wangenheim einen Das Programm des Ministeriums wird in der Dienstags über seine demokratischen Verdienste hinaus gehaßt und geschimpft Thaler, um seiner von der Steuerbehörde nachgewiesenen Einkommens Sigung offiziell bekannt gegeben werden. Doch ist es in den Hauptzügen bereits bekannt. Danach entspricht es der gewird. Wie die Dinge eben liegen, ist weder unter den Militäre losigkeit abzuhelfen. Herr Paasche konnte für die große Mehrheit mischten persönlichen Zusammensetzung des Kabinetts. Wenn noch unter den civilen Politikern ein besserer Kriegsminister als der Nationalliberalen versichern, daß sie für die Konvention eintreten die antiklerikale Attion obenan steht, so erschöpft sie sich in der AnGeneral André aufzutreiben. würden, die in den beiden freisinnigen Gruppen unbedingte wendung des Vereinsgefeges( Verbot beziv. Berweigerung der Autorisation an die gefährlicheren Mönchsorden) und in der AbBei der Abstimmung stellte sich ein wenig unvermutet heraus, schaffung der Ueberreste des sogenannten Gesetzes Fallour( 1850), zum Theil mit recht gemischten Gefühlen aufgenommen wird, daß eine starke Dreiviertel- Majorität sich für die Konvention die den klerikalen Schulunterricht begünstigen. Von der Trennung kommenden Regierungspresse Rouviers panamistische und politische eine Ivenn auch die allermeisten Organe der bisherigen und erhob. Zum Teil schien an diesem Ergebnis allerdings auch zwischen Staat und Kirche, einem alten Ladenhüter des radikalen Bergangenheit zart- diplomatisch verschweigen. Dafür grollt ziemlich Auf der Rechten wußten Untlarheit über die Abstimmung schuld ชน jein. Programms, ist keine Rede. Die Beibehaltung des alten Ministers laut die linksradikale„ Lanterne" u. a. über die ungebührlich zahl- daß über Artikel 1 der Konvention abgestimmt wurde. Sie glaubten einige Herren offenbar nicht, des Auswärtigen, Delcassés, bürgt übrigens noch dafür, daß reichen halbradikalen Minister. Sie fragt, ob das Ministerium mit für den Artikel 1 des Zuckersteuer- Gesetzes, der in der Kommissionsder Antiflerikalismus auch fernerhin nach Gambettas Wort „ kein Ausfuhrartikel" sein wird, daß die im Innern verbotenen Combes radikal" oder mit Rouvier gemäßigt" sein werde? Eine faffung den Kontingentierungsgedanken enthält, zu stimmen. Mönchsorden nach wie vor die staatliche Subvention für ihre unbengsame Willensstärke kennt, während Combes in der„ hohen durchaus angemessene Frage, wenn man Rouviers Geriebenheit und Missionen im Orient und andertvärts genießen werden Abschaffung der Botschaft beim Vatikan gar nicht zu sprechen. In Kammerfraktion das neue Ministerium mit einem frostig Politit" ein Neuling ist. Audrerseits hat die linksradikale diese Verleugnungen des altehrwürdigen einfach radikalen diese Verleugnungen des altehrwürdigen einfach radikalen Pro- reservierten Beschluß aufgenommen, der ihre Unterstützung davon gramms wird sich nach dem besonders berühmten Muster Millerands auch der bisher so eifrig- principielle Links, abhängig macht, ob das Ministerium die„ baldige Erfüllung gewiffer radikale Pelletan schicken. Reformforderungen des socialistisch- radikalen Programms verspricht". Noch mehr. Er hat auch mit einer Verhunzung der Ohne die Linksradikalen aber kann das neue Ministerium nicht regieren. radikalen Programmforderung der Steuerreform vorlieb genommen; an Stelle der progressiven Einkommensteuer enthält das ministerielle Programm die vage Formel einer Steuerreform", die mehr Gerechtigkeit und mehr Proportionalität" einführen foll. Die progressive Einkommensteuer hätte ja der neue Finanzminister, Rouvier, unmöglich unterschreiben können. Sein Eintritt aber in das Ministerium galt als unentbehrlich: er soll den Retter" der zerrütteten Finanzen spielen. Und einen eignen Finanztünstler mit einem guten Ruf in den Börsenkreisen haben die Radikalen aus gutem Grunde nicht: so weit haben sie es in der Regierungsfähigkeit" denn doch nicht gebracht. Die Börse hat denn auch das Kabinett Combes Rouvier mit einer Hausse der Staatsrente um 25 Cts. begrüßt. von der Das ist an ihm wohl noch das beste. Politische Uebersicht. Berlin, den 9. Juni. Dienstag wird die Beratung bereits um 11 Uhr fortgesetzt. Abgeordnetenhaus. lagen und Petitionen. In der Hauptsache handelt es sich um Das Abgeordnetenhaus erledigte am Montag nur Heinere VorBetitionen von Beamten um Besserung ihrer Gehaltsverhältnisse. Die große Zahl dieser Petitionen zeigt, wie schlecht die unteren und mittleren Beamten in Preußen noch immer gestellt sind. Den Schluß der Sigung bildete eine oberflächliche Wohnungsdebatte aus Anlaß von Petitionen betr. die Baupolizei- Ordmmg für die Vororte von Berlin. Die Betenten wünschen, daß hinsichtlich der landhausmäßigen Bebauung Erleichterungen gewährt werden. Zum Abschluß tam die Debatte nicht; sie wird an einem der nächsten Tage fortgesezt werden. Dienstag: Zweite Lesung der Lex Abides. Freifinnige Regierungsversuche. Bisher war es die Eigentümlichkeit der Freisimmigen Vereinigung" diese schlaue und charaktervolle Politit zu betreiben. Neuerdings aber wandelt auch die Freisinnige Volkspartei auf den Spuren Rickerts. Ja, diese bat sogar lezthin einen ernsthaften Gehversuch unternommen, um zu zeigen, daß auch fie fähig fei, als regierende Partei zu wirken. Dabei find aber die Wasserstiefler auf dem ungewohnten diplomatischen Parkett schmählich und lächerlich ausgeglitten. Die Zuckerfouvention im Reichstage. Der Reichstag beschäftigte sich am Montag in einer sehr ausgedehnten Sigung mit dem Vorspiel zum Zuckersteuer- Gesez, der Brüsseler Konvention. Sie ist der Ausgangspunkt für die Jedesmal, wenn die Regierung mit ihren geliebten Junkern einen Beseitigung der verderblichen Prämienwirtschaft und für die Ver- leinen häuslichen Streit auszufechten hat, besonders aber, wenn Gerüchte nichtung des Zuckerkartells, dem die Kommissionsmehrheit allerdings im Schwange sind, daß man„ oben" sehr ungnädig über die Konserwieder ein Hinterpförtchen durch die jünfjährige Kontingentierung vativen sei, laufen die Vertreter des freisinnigen Bürgertums herbei geöffnet hat. Das Buderfartell hat alle Minen springen lassen, um und bringen sich in empfehlende Erinnerung- eine Aufdringlichkeit, Für die Abgenutztheit des regierungsfähigen Personals ist es die Konvention zu Fall zu bringen. In letter Minute der freilich niemals belohnt wird. Im Gegenteil, es geschieht übrigens bezeichnend, daß die Radikalen einen Rouvier aus noch haben haben die Juteressenten auf Bestellung des Bundes ihnen wie Leuten, die sich ungebeten in einen Zwist von Eheder dunklen Versenkung, in die ihn der Panama Skandal der Landwirte Telegramme an die Reichstags- Abgeordneten leuten mischen; die Hadernden wenden sich gemeinsam gegen den hinabgeschleudert hatte, wieder hervorholen zu müssen glaubten. gerichtet und um Ablehnung der Konvention ersucht. Allerdings Dritten. Seine schlimmsten Feinde von ehedem sind zu seinen Ehrenrettern scheinen die Herren ziemlich wahllos telegraphiert zu haben. geworden, indem sie ihn, den politisch tot geglaubten, wieder zur Es ist gewiß pitant, daß auch Herr Dr. Barth, wie heute von ihm Macht verholfen haben. Unter dem Gesichtspunkt der panamistischen festgestellt wurde, ein solches Telegramım erhalten hat, das die BerBergangenheit des neuen Finanzministers und ehemaligen Minister liner Geschäftsstelle des Bundes der Landwirte noch sorgfältig präsidenten ist am pitantesten die Zusammenstellung des Namens forrigiert hat. Rouvier mit dem Namen Ballé, des neuen Justizministers, Es war also sehr erklärlich, daß das Haus außerordentlich gut der sein politisches Glück wesentlich durch seinen ehrlichen parlamen- besetzt war. Die Bänke der Rechten und des Centrums wiesen tarischen Bericht über den Panamaskandal gemacht hat. Der alte kaum eine Lücke auf. An der Spitze der beteiligten Minister war Banamist darf ein extra wohlthuendes Kigeln empfinden, gerade Graf Bülow erschienen und barrte geduldig bis zur schließlichen In der Zuckervorlage hat die Regierung die Verbrauchsabgabe durch den ehrlichen Ankläger des Panamismus rehabilitiert Abstimmung aus. In die Debatte selber griff er nicht ein, sondern von 20 M. auf 16 M. herabgesetzt. Die Agrarier beantragten eine worden zu sein. Aber auch die Kombination Belletan überließ dem Grafen Posadowsky, einen heftigen Strauß mit Herabjegung auf 12 M. und( von 1905 ab) auf 10 M. Die Regierung Rouvier ist pikant genug unter dem allgemein- politischen Gesichts- den Agrariern und Gegnern der Konvention auszufechten, wobei der erhob darauf eine grausame Klage, daß die Reichskasse den punkt: der Führer der Linksradikalen, der soeben wieder für Staatssekretär, ganz im Gegensatz zu seiner sonstigen Zurückhaltung, Ausfall nicht missen könne, sie sei so schon pleite. So viel socialistische Kandidaten in den Kammerwahlen agitiert hat, reicht aus fich herausging und unter dem Murren und Lärmen Herzeleid der Regierung konnte die freifinnige Volkspartei nicht die Hand dem Ministerpräsidenten der 80er Jahre, der die der Rechten und Beifall der Linken die Konser ertragen, und sie bot ihr hilfreich 14 M. an, so daß also die freimelinistische Politik des Kartells zwischen Bourgeoisrepublikanern vativen wegen ihrer Diskreditierung der Regierung vor finnige Boltspartei, die programmgemäß für völlige Aufhebung und Klerital- Monarchisten um zehn Jahre früher anticipiert hat. dem Anslande auf das Unverblümteste abfanzelte. Aber diese der Zuckersteuer eintreten müßte, für eine höhere Verbrauchsabgabe denkt da nicht an die Kombination Millerand Billowschen und Posadowskyschen Rebellionsversuche gegen das eingetreten ist, als die Mehrheit der Kommission wollte und dies Galliffet?. Junkerjoch kranten immer an einer hilflosen Halbheit. Um den lediglich, um der Regierung einen Gefallen zu thun. Wir hatten Um zum ministeriellen Programm zurückzukehren, ist weiter zu Mund der Agrarier zu stopfen, genügt der fetteste Bissen nicht. diese Ungeheuerlichkeit festgestellt und darauf antwortet die Freibemerken, daß Belletan seinem Kollegen Rouvier noch eine andre, Bereitwillig opfert die Regierung die Saccharin- Industrie und ver- finnige Zeitung" wie folgt: ihm sozusagen persönlich am Herzen liegende Forderung geopfert spricht möglichst wohlwollende Erwägung des Kontingentierungshat die Verstaatlichung der Eisenbahnen. Ursprünglich sollte gedankens, läßt sich in weitschichtige Kommissionsverhandlungen ein Belletan das Ministerium der öffentlichen Arbeiten übernehmen, was und macht schließlich nicht einen Interessenten in seiner Stellungwenigstens die Durchführung der Resolution der alten Kammer nahme wankend. In derselben Rede, in der Graf Bosadowsky mit betreffs Verstaatlichung der West- und Südbahn einschloß. Aber den Agrariern abfuhr, zog er auch gegen die progressive ReichsRouvier wollte davon nichts wissen, und unentbehrlich" wie man Einkommensteuer mit den alten fadenscheinigen Gründen zu Felde. ihn hält, mußte Belletan ins Marineministerium hinüberwandern. Herr Dr. Barth versuchte der Bülowschen Regierung das Dort wird er als früherer unermüdlicher und fachkundiger Anklager Rückgrat zu stärken und sie scharf zu machen zum entscheidenden der Mißwirtschaft des Marineklüngels vielleicht wir wollen es wenigstens hoffen seine oppofitionelle Kritik in minifterielle Thaten umsetzen, aber den„ großen Jntereffen" der Bourgeoisie ist er als Marineminister jedenfalls am wenigsten gefährlich. Der Schein wird freilich gerettet werden: die Verstaatlichung der Eisenbahnen wird in der ministeriellen Deklaration als eine zu studierende" Frage figurieren, d. h. als eine platonische Phrase. Wer anders INLA dem Bruch mit den Agrariern. Die Hoffnungen unsrer Wadenstrümpfler find durch alle Erfahrungen nicht tot zu machen und der Spott, den ihre Sehnsucht nach fünftiger Ministerherrlichkeit durch Herrn Liebermann v. Sonnenberg fand, ist, von der Albernheit der Form abgesehen, doch sehr berechtigt. Die Agrarier waren jedenfalls durch die Bosadowskysche Rede ebensowenig eingeschüchtert wie durch die sachlichen Darlegungen der Geheimräte. Es war blutiger " „ Der Vorwärts" bramarbasiert in einem Leitartikel damit, die Freifinnigen hätten geglaubt, die Zuckersteuer erhöhen zu müssen, um sich oben beliebt zu machen; aber dem focialdemokratischen Proletariat sei die Aufgabe vorbehalten, die Regierung und die Konservativen zu stürzen. Das ist seitens des Artikelschreibers wiederum gegen besseres Wissen ber faßt. Es handelt sich bei den verschiedenen Abstimmungen nicht um eine Erhöhung der Zuckersteuer, sondern um den größeren oder geringeren Umfang der Ermäßigung. Die Socialdemokraten haben dabei mit den Konservativen zusammen gestimmt, das heißt mit denjenigen, die der Brüsseler Konvention die Zu ftimmung versagen. Den Konservativen wäre es aber gerade recht, wenn auf diese Weise hinten herum mit dem ZuckersteuerGesetz die Konvention zu Fall gebracht werden würde. Die freifinnigen Mitglieder der Kommission wollen dazu nicht die Hand bieten und auch nicht dazu, durch eine zur Zeit nicht gerechtfertigte weitere Ermäßigung der Zuckersteuer den Plänen auf erhöhen." daß der Bundesrat deshalb die Konvention ablehnte. Würde der Staatskaffe auferlegte. " an den Kommissionsarbeiten teilzunehmen, sondern es vorziehen, Ausland. Arbeiter Gesetzgebung in Italien. Aus Rom wird uns geschriebentatua bilal s Unfre sociale Gesetzgebung, die Hauptsächlich von den Socialisten Erhöhung der Biersteuer und der Tabaksteuer sei nur gewählt worden, um den Schein einer Versteigerung| Meiningen 2c., noch bis vor kurzem durch Dauerreden mit den borzuarbeiten. Die Bundesgenossen der Socialdemokraten zu wahren. In Betracht komme unter anderm, daß der socialdemokratischen Vertretern in der Kommission eifrig konkurriert bei der Abstimmung über die Buckersteuer sind stets dabei geringe Wert der Bilder in gar feinem Verhältnis zu hat. Neuerdings freilich haben die freifinnigen Herren, anscheinend gewesen, wenn es galt, die Tabaksteuer oder die Biersteuer zu dem erzielten Preise gestanden habe. In Wirklichkeit in der mur ihre politische Einsichtslosigkeit erweisenden Illusion, als Soll man mehr die Dreiftigkeit oder die Dummheit dieser Ent Förderung der anarchistischen Bewegung bezweckt worden. Frei- tarifs aufgegeben. Sie haben ihn so sehr aufgegeben, daß Ent- sei mit der Auktion Auktion eine Sammlung zu Gunsten der geschehe die Fortführung der Bollkommissions- Beratung ohne Sinn und Zwed, ihren Eifer in der Bekämpfung des 8011gegnung bewundern? Die Freifinnige Zeitung" verschanzt hinter die diplomatische Vermutung, die Agrarier stimmten nur bes- willige feien die Beiträge gewesen, weil ihre Zahl und Höhe vom einige von ihnen es nicht einmal als nötig erachten, pflichtgemäß halb für die niedrigere Steuer, um die Budertonvention zu Fall Belieben der Geber bezi. Bieter abhing. zu bringen. Mag sein aber was geht das den Freisimmigen Der Straffenat des Kammergerichte gab jetzt der häufig gänzlich abwesend zu bleiben und dadurch wiederholt Aban! Abgesehen davon, daß das Interesse an der Herabsehung gegen diefes Urteil eingelegten Revision F's statt, hob die Borent ftimmungen zu Gunsten erhöhten Zollvuchers zuzulaffen. Bei einer so pflichtwidrigen Haltung einiger freisinniger Komder Zuckersteuer bei den Agrariern thatsächlich ebenso groß und echt schließlich der dem Angeklagten erwachsenen notwendigen Auslagen missionsmitglieder ist es eine Erbärmlichkeit fondergleichen, Sollegen ist wie bei ben Buderkonsumenten hier steht das gemeinsame Interesse aller Parteien und Bollskreise lediglich dem fiskalischen zu beschimpfen, die in treuer Arbeit ihre Pflicht gegen die Pläne bes Intereffe der Regierung gegenüber warum sollte die Konvention Begründend wurde ausgeführt: Gs tönne dabingestellt Bollwuchers erfüllen. alt dieser Herabsetzung scheitern! Wenn der Reichstag die bleiben, ob nicht schon das Vorliegen einer Kollekte beziehungsBerbrauchsabgabe auf 12 Mart herabsetzt, so wird die Regierung milffe, weil in dem Bieten auf das Bild eine Leistung freiwilliger" weise Sammlung freiwilliger Beiträge berneint werden eben wohl oder übel zustimmen müssen und es ist ausgeschlossen. Beiträge nicht zu sehen sei. Aber nach der Meinung des Kammergerichts sei die angezogene Vorschrift der Regierungs- Bolizeiverordfie es aber aus fiskalischer Engherzigkeit dennoch thun, mun, so trifft mung überhaupt rechteungültig. Der Senat gehe davon aus, daß angeregt wurde- sei es durch Einbringung von Geſetzentwürfen, sei es die ganze Verantwortung für die Folgen lediglich die Regierung. bie Instruktion für die Oberpräsidenten und die in Betracht kome durch Agitation im Lande macht langsamen Fortschritt. FortRegierung.ing In Wirklichkeit bietet sich hier eine besonders günstige Gelegenheit, die Regierung zu zwingen, das System der indirekten Steuern menden Bestimmungen des Allgemeinen Landrechts so auszulegen schritt- wenigftens für ein Barlament, in dem die Zahl der Verwenigstens an einem Punkte zu mildern, und es ist nur seien, daß nur Hauskollekten einer Genehmigung, und zwar desireter des organisierten Proletariats 5,8 roz. der Gesamtvertreter beträgt; da läßt sich mehr nicht erwarten. zu bedauern, daß sich nicht eine Mehrheit findet, die die Oberpräsidenten, bedürfen. Quicht aber alle ſouſtigen Samm- Nach dem Schuggeſch für Frauen und Kinderarbeit, von dem Verbrauchsabgabe noch mehr herabsetzt. Es ist der Frei finnigen Volkspartei, dieser principiellen Gegnerin indirekter Steuern, borbehalten geblieben, die Berhinderung einer Besserung auf diesem Gebiete versucht zu haben- um der Regierung Dann hat der Freifinn noch einen givelten, nicht minder famosen Grund anzuführen: Wenn die Zuckersteuer auf 12 M. Herabgesetzt werde, so würde die Regierung sich am Bier und Tabak schadlos halten. Das ist eine funkelnagelneue freifinnige Stenerpolitik, die Steuerpolitik eines regierenden" Freifinns, der ministerieller ist als die Minister, und fistalischer als der Fistus. Der Freifinn erklärt nicht etwa: Wenn ihr Finanzforgen habt, so fordert direkte Reichssteuern oder vermindert die Ausgaben für Heer, Marine und Weltpolitik; ohnehin beruhte ja die ganze Flottenvorlage auf der Annahme steigernder Einnahmen, und es liegt durchaus im Sinne des Gesetzes, die Schiffsneubauten in finanziell kritischen Jahren zurückzustellen. Aber der neueste, der regierungssüchtige Freisinn bietet die Erhöhung einer indirekten Steuer an, um die angebliche Erhöhung andrer zu vermeiden, und zwar soll gerade ein bygienisch außerordentlich wertvolles Maffenverbrauchsmittel, wie der Buder, geopfert werden! willen. lungen.früher berichtet wurde, ist das Unfallversicherungs- Gesetz ausgestaltet und auf eine größere Bahl von Arbeiterkategorien aus ister Aktendiebstahl. Die gutgesinnte Presse zetert jedesmal über gedehnt worden: auf die der Gasarbeiter, Telephonarbeiter, LastBeröffentlichung thatchet otoninfetten; gemeinen Diebstahl und infamen Bertrauensbruch, wenn die social träger bei der Schiffsarbeit, auf die Fischer und die Beschäftigten an bemokratische Bresse in die Lage versetzt wird, durch Veröffentlichung ländlichen Motormaschinen; auch die Quote, die an verunglückte geheimer Aftenstücke in die Conliffengeheimnisse der Herrschenden Arbeiter gezahlt werden muß, wurde erhöht. third, auch Selaffen und ihrer regierenden Agenten zu leuchten. Und dies, ob- Infolge der ländlichen Agitation, der Streits und in Verwohl kein socialdemokratisches Blatt jemals einen Aktendiebstahl folgung der Einrichtung von ländlichen Schiedsgerichten, verübt oder veranlaßt hat. sturot sidang sit pul die von einigen Consigli provinciali( etwa Streisvertretungen) Jezt hat nun eines der ordnungswütigsten Ordnungsblätter, das angeregt wurden, hat der Landwirtschaftsminister Baccelli fich Berlusie der Lotterie Darlehnstaffe beim Zusammenbruch der von fakultativen ländlichen Schiedsgerichten vorzulegen, Leipziger Tageblatt", einen Deputationsbericht über die entschloffen, einen Gefeßentwurf betreffend die Einrichtung Leipziger Bank veröffentlicht, der noch gar nicht endgültig festgestellt und zwar soll die Ernennung des Präsidenten dieser Schiedsgerichte war, sondern später Abänderungen unterzogen wurde. Jest meldet der Erefutivgewalt zustehen, und tollettive Streitigkeiten sollen dem sich als Thäter der parlamentarische Mitarbeiter des Leipziger Urteil der Schiedsgerichte entzogen bleiben. Tageblatts", der heiler erklärt: His dx19 · Der Gesezentivurf bringt Bestimmungen, die darauf gerichtet Der Verbrecher bin ich ganz unbewußt und durch find, Streitigkeiten beizulegen zwischen Befizern und Bächtern und 8ufall geworden. Als ich an dem betreffenden Morgen, da ich zwischen Besitzern und Bächtern einerseits und der Arbeiterklasse mit den Vorarbeiten für die Berichterstattung beschäftigt war, nachandrerseits. 1091 dem Diener suchte, damit er mir Frühstück holen möchte, tam Der Gesetzentwurf schlägt drei Wahllisten vor: eine der Grundich auch nach dem offenstehenden Deputations befizer, eine zweite der Pächter, Ertragsbeteiligten 2c.( mezzadria zimmer. Ich fand den Diener dort nicht, dagegen bemerkte eine teilweise in Italien übliche Form der Entlohnung ländlicher ich auf dem Tische außer andren herumliegenden Druck Arbeiter, indem diese weder Lohn erhalten, noch dem Befizer Bacht berichten auch den Bericht über die Lotterie- Darlehnskaffe. Selbft bezahlen, sondern einen bestimmten Teil des Ernte- Ertrages erhalten. verständlich ließ ich mir als befliffenem Journalisten und Bericht Der Uebersezer), eine dritte für die Tagelöhner. Das Schieds erstatter des Leipziger Tageblattes" die günftige Gelegenheit gerichts- Kollegium soll demnach in zwei Sektionen zerfallen; die nicht entgehen, von dem Inhalt des Berichts ausgiebigen Geerste wird in der Weise gebildet, daß die Zahl der Tagelöhner gleich brauch zu machen." der der Besizer und Bächer 2c. zusammengenommen ist, fie wird nießern des Bodens entscheiden; die zweite zu gleichen Zeilen aus bie Streitigkeiten zwischen Proletariern und Befizern oder NuzBesitzern und Bächtern zusammengefeßte Seltion entscheidet über die zwischen diesen ausgebrochenen Streitigkeiten. " Art. Jest wissen wir's: Ein gutgefinuter Schmod entrüstet sich Das ist selbstverständlich Diebstahl und Betrauensbruch schlimmster über vertrauliche Veröffentlichungen nur deshalb, weil er sie selbst sich mit aller Befliffenheit" nicht anzueignen vermochte! Für die zweite Lesung im Plenum hat die freifinnige Boltspartei, in ihrer unglaublichen staatsmännischen Verblendung, wirklich den 14 Mark Antrag wieder aufgenommen. Inzwischen hat sich allerdings die ältere regierende Partei, das Centrum, auf die Abwehr der neuen Konkurrenz besonnen, und einen seiner berühmten Ilmfälle organisiert. Es ist sicher, daß wenigstens ein Teil des Centrums die Verbrauchsabgabe wieder über den Kommissions beschluß von 12( 10) M. erhöhen wird. Nach einem soeben einDa nun aber nicht selten der Fall eingetreten ist, daß bei den gebrachten Stompromißantrag Miller- Fulda foll die Zuckersteuer vom Nichtbestätigung eines socialdemokratischen Schultheiß. Wahlen zu den industriellen Schiedsgerichten die Arbeitgeber fich der 1. September 1908 ab 14, vom 1. September 1906 ab 12 M. betragen. Ans Gotha geht uns die Witteilung zu, daß der am 18. April Wahl enthalten haben, so räumt der neue Gesezentwurf dem Das Centrum ist also doch noch regierungsfähiger als der Freifim, von der Gemeinde Diethara zum Schultheiß gewählte Präsidenten die Befugnis ein, die Schiedsrichter aus jener Klaffe ausder sich sonach umsonst prostituiert hat. Landtags- Abgeordnete H. Wolf laut Entscheidung des Landrats- zulosen, welche fich zweimal geweigert hat, ihre Bertreter namhaft Auf den Ausgang der Angelegenheit kann man gespannt sein. amtes Ohrdruf vom 5. Juni nicht bestätigt worden ist und zu machen. Es ist anzunehmen, daß außer den Socialdemokraten und war deswegen nicht, weil er erftens als Logarettgehilfen Lehrling Gin andrer Gefeßentwurf ist zu diefer Materie von bem Es ist anzunehmen, daß außer den Socialdemokraten und im Jahre 1878 einem äußerlich erkrankten Kameraden einigemal für radikalen Abgeordneten Alessio eingebracht worden. Dieser EntKonservativen in der zweiten Lesung der Vorlage nur noch drei Pfennige Brot mit in das Lazarett gebracht hatte und des wurf wurde durch die jüngsten ländlichen Agitationen bestimmt, kann ein Teil des Centrums, einige Nationalliberale und Reichsparteiler halb nach dem Militär Strafgesetz bestraft wurde, weil aber bei der großen Jugend unsrer Organisationen diesen mehr zum für den niedrigeren Saß der Kommiffion eintreten werden. Damit ist er ferner im Jahre 1884 wegen angeblich ruheftörenden Schaden als zum Rugen gereichen. aber das Schicksal des Kommissionsbeschlusses zweifelhaft geworden, Lärmens mit 5 Mark geahndet wurde und drittens im Nach diesem Gefeßentwurf sollen die rechtlich anerkannten und es wird möglicherweise gerade von den freisinnigen Jahre 1891 wegen Majestätsbeleidigung zu fünf Monaten Gefängnis Organisationen die Schiedsgerichte erwählen, der Schiedsspruch ist Stimmen abhängen, ob die Zuckersteuer höher oder niedriger wird. Es wird ein schönes Schauspiel werden, wenn der Freifinn um des Es wird ein schönes Schauspiel werden, wenn der Freifinn um des fistalischen Interesses der Regierung willen die Herabsetzung einer brückenden indirekten Steuer verhindert. Deutsches Deutsches Reich. Wie regiert wird! Mit verblüffender Harmlosigkeit erzählt der offiziös beeinflußte Hamburger korrespondent". A bestraft worden ist. Das sind die Mängel, aus welchen die Nicht befähigung" zum Schultheißenamt hergeleitet wird. Das Gothaische Gemeindegesetz spricht in keiner Weise davon, daß aus folchen Gründen die Wahl ungültig sein soll, es spricht nur von Versagung der Bestätigung im Falle des Mangels der für die Stelle erforderlichen besondren Befähigung". Strafen, welche 10-24 Jahre zurückliegen, sollen jegt genügen, um eine Nicht bestätigung zu fkonstruieren; der Gewählte ist aber schon 6 Jahre lang Gemeindeausschuß- Mitglied und 6 Jahre Abgeordneter im Gothaischen Landtag. Wie wir erfahren, wird Genoffe Wolf Beschwerde beim Staatsministerium einlegen. Auscheinend hat der Fall in der Gothaischen Bureaukratie erheb " 1001 obligatorisch und hat die Geltung der Sprüche der Civilgerichte. Daher würde die Ernennung des Friedensausschusses und des Schiedsgerichts nur den legal konstituierten Gesellschaften anvertrant und die Urteilssprüche dieser Tribunale( Urteilssprüche, die ſpeciell bei kollektiven Streitigkeiten anzurufen wären) erhielten einen obligatorischen Wert durch die pekuniären Sicherheitsstellungen, die jede Gesellschaft zu leisten gehalten wäre. Ohne auf eine nähere Strifit dieses Gesezentwurfs einzugehen, fei nur eine Tagesordnung mitgeteilt, die von der Leitung des italienischen Landarbeiter- Bundes Chente circa 1050 Berufsgenossenschaften mit 210000 Mitgliedern) beschlossen wurde. Jain distingers din sid nach Prüfung des Regierungs- Gefeßentwurfes bezüglich Einführung stin„ Die Versammlung die der Schiedsrichter in das landwirtschaftliche Gewerbe und des vom abgeordneten Alessio vorgelegten Entwurfs zur Vorbeugung und Beilegung ländlicher Streits tonstatiert, erklärt: " Bon verschiedenen Seiten ist letzter Tage konstatiert liche Erregung verursacht. Das Landratsanit hat sieben Wochen worden, daß die Schärfe der vom Grafen Bülow namens des preußischen Staatsministeriums zur Bolltarif- Juterpellation gebraucht, bis es zu seinem reaktionären Entscheid gelangen konnte. im preußischen Abgeordnetenhaus abgegebenen Erklärung Man wird sehen, ob die liberale Regierung von Gotha es fertig im agrarischen Lager start und schmerzlich überrascht hat. Diese bekommen wird, einen tüchtigen, einwandfreien Staatsbürger des Ueberraschung war, wie man jezt hört, um so größer, als Schultheißenamtes unwürdig zu befinden, nur weil er sich vor langen ein der Landwirtschaft besonders stehender Jahren in Verfechtung seiner politischen Anschauungen eine Be- daß nach dem Regierungs- Gefeßentwurf das Schiedsrichter- Kollegium preußischer Minister Vertretern der interpellierenden Bar- strafung auf Grund eines veralteten unliberalen Strafgesetzbuchs- eingesetzt werden soll, ohne die Garantien, die die in der Industrie teien gegenüber sich vertraulich dahin geäußert hatte, Paragraphen zugezogen hat. gemachten Erfahrungen als nötig erwiesen haben; dans d shu bo Jnd Graf Bülow würde wohl seine ablehnende Antwort daß nach dem Entwurf Alessio die Schiedsrichter- Institution auf auf die Interpellation in die übliche liebenswürdige Form Freifinnige Wucherzollhilfe. in siger Anerkennung der Korporation als juristische Person sich befleiden und eine Erklärung abgeben, die sich wie ihre Vor Die Königsb. Hartungsche Ztg." bringt folgende Korrespondenz gründen soll; gängerinnen in der programmatischen Diagonale bewege. Ob ihres Berliner Mitarbeiters an hervorragender Stelle, die in Anbetracht ferner, daß die Proletarier Organisationen in der genannte Minister zu dieser Mitteilung autorisiert war geeignet ist, freifinnigen Geschmack und freisinnige Bolitik gleicher Italien noch nicht den genügenden Grad der Entwicklung erlangt oder ob er lediglich Bermutungen aussprach, zu denen er weise zu kennzeichnen: haben; auf Grund allgemeiner Erwägungen gelangt war, mag dahingestellt bleiben; jedenfalls sahen die Konservativen infolge dieser Andeutungen der Beantwortung der Interpellation völlig sorglos entgegen. Juzwischen aber war in einer Audienz, die Graf Bülow beim Kaiser hatte, festgestellt worden, daß eine fehr energische Erklärung abgegeben werden sollte, die den Agrariern jede Illufion fiber einen möglichen Erfolg ibrer jezigen und späteren Agitation benehmen sollte. Der Wortlaut dieser Erklärung wurde in einer Sigung Staatsministeriums formuliert. Der oben erwähnte Minister mochte es aber für unvereinbar mit seinen amtlichen Pflichten gehalten haben, seine Vertrauensmänner von der veränderten Situation zu unterrichten. So kam die toloffale Ueberraschung zu stande, die unter anderm darin zum Ausdruck kam, daß die " Kreuz- Beitung" in derselben Nummer, in der die Erklärung des Staatsministeriums stand, sich noch des Reichskanzlers getröstete, der nach seiner eignen Aussage fo agrarisch fei, wie ihn die Agrarier sich nur immer wünschen könnten. des Aljo Podbielski hat seinen Junkern die beruhigende Versicherung gegeben, daß Bülow ihnen nichts thun werde. Inzwischen erhob sich jäh der Seewind. Bülow eignet sich sofort ein düsteres Gemüt an und wird energisch. Was für Helden sigen in den Ministerien! Ungültiges Geldfammlungs- Verbot. I. Der Regierungs- Entwurf muß gemäß den Wünschen der Landarbeiter- Stongreffe verbessert werden. a) Die Institution der Schiedsgerichte muß in sämtlichen Kommunen des Königreichs obligatorisch fein; b) zur stompetenz der Schiedsgerichte sollen alle persönlichen oder follettiven Streitigkeiten bezüglich der Arbeitskontrakte gehören; c) Wahl des Schiedsgerichts- Präsidenten statt Ernennung durch Belldbur child Wenn heute ein neuer Dante erstände, der, dem Geiste des wollte, dann fönnte er, um die Schreden der Hölle zu malen, fein er, La bich eine" öttliche Komödie" biten befferes Vorbild finden, als die gegenwärtigen Verhandlungen der Zolltarif- Kommission des Reichstags. Ein schwüler Brodem in dem durch Tabakwolken verfinsterten Sigungsfaal die Fenster verhüllt zum Schuße gegen die fengende Sonnenglut auf den langen Tafeln nichts als Druckfachen und allerhand Eingaben, die sich auf den Holltarif beziehen hie und da eine träge Feder, die zögernd die Behörde: ab und zu ein paar Worte frigelt, fouft alles in Ruhe Absite Strafgerichtliches Vorgehen gegen bie ausgeloften Schieds. spanning, Ermattung auf allen Gefichtern schiedenhaft langweilig verzögert sich die Verhandlung. 371 e) d) Entschädigung an die Schiedsrichter; richter, welche die Stellung ablehnen; hf) Ausdehnung des passiven Wahlrechts für die wegen politischer Bergehen Verurteilten. IL Die gefegliche Anerkennung der Berufsgenossenschaften muß bei der feßigen politischen Lage trok der aufrichtig demokratischen Absichten des Einbringers abgelehnt werden als gefährlich für die Freiheit und die gedeihliche Entwickelung der Arbeiterbewegung." Die beiden Entwürfe kommen demnächst zur Debatte in der 502 Rammer. tiondo sid m fund Aber das fiele vielleicht alles nicht so schwer auf die Nerven, wenn nicht die gleichen Dauerreden iminer und immer wieder tehrten: in breitem Schwall Worte, nichts als Worte, die jeder tieferen Bedeutung, jeder inneren Begründung entbehren. Wer in fechzig langen Sigungen, wie sie nun die Tariftommission schon hinter sich hat, die eintönige Beredtsamkeit des Abgeordneten Stadt hagen und dann noch zivischendurch die öderen und schlimmeren Ergüsse der Genossen" Hoch und Antrick auf sein Trommel einwirken ließ, der hat ein läuterndes Fegefeuer durchgemacht. Aber schlimmer Schließlich sei erwähnt, daß die Socialisten Chiesa, Nofri täglich werden ihm die Qualen, wenn Stunde anf Stunde in leeren unda bini einen Gefeßentwurf eingebracht haben, welcher Worten unglos verrinnt. Schließlich muß sich doch jeder sagen: mindestens 36 Stunden ununterbrochener Ruhe Schade um jeden Bruchteil des Lebens, der für die Sisyphus- wöchentlich den Land- und Industrie- Arbeitern, den Handelss arbeit am Bolltarif- Entwurf vergendet wird. Pfeifen doch schon angestellten und den öffentlichen und Privatbeamten zusichert. die Spaßen von den Dächern, daß selbst die verbündeten Regie- urism Die Friedenskundgebung der Boeren. rungen troß ihrer unverwüstlichen Hoffnungsfreudigkeit an dem " 300 Zustandekommen der Tarifnovelle nunmehr verzweifeln und dem- Der„ Standard“ veröffentlicht folgende vom 31. Mai datierte gemäß veränderte Entschließungen für die weitere Gestaltung unsrer Botschaft Schalt Burgers und Bothas: Handelsbeziehungen zum Auslande getroffen haben Die widerwärtige Unschicklichkeit der obigen Bemerkungen über 5101 „ Offener Brief an alle Offiziere und Beamte der Burghers, die bis zum heutigen Lage ihre Pflicht gegenüber dem Lande und dem Volte allout int tren erfüllt haben. Kameraden, Brüder, Landsleute! Die Kollektenverordnung des Liegniger Regierungs präsidenten, wonach die Vornahme einer öffentlichen Kollette im Ans schluffe an öffentliche Versammlungen ohne Genehmigung des Oberpräsidenten verboten ist, sollte der Anarchist Frauböse übertreten haben. Er hatte sich nach dem Schluffe einer öffentlichen Versammlung in Görlig mit etwa 20 andern Anarchisten in einen Neben unsre Parteigenossen in der golfommission ift würdig, einen raum des Versammlungslokale begeben und dort Bilder von Schweinburg zum Verfasser zu haben. Aber die Königsberger Bakunin und Fürst Krapotkin in Form einer sogenannten Hartungsche Zeitung" ist ein freifimiges Organ und ihr Berlinerstad Mitarbeiter iſt ber 8olltarif amerikanischen Auktion versteigert. Für jedes Bild wurde etwa Rommission. Dabei wiffen wir nicht, ob der freifinnige Herr eine Mark erzielt. Das Landgericht Görlig als Berufungsinstanz wenigstens die gute Bezahlung Schweinburgs als Entschuldigung verurteilte Frauböse zu einer Geldstrafe, weil hier die Vornahme feiner traurigen Beilenreißerei anführen möchte, einer öffentlichen Kollekte, d. h. einer öffentlichen Sammlung frei Der freifinnige Parlamentarier hat vergessen, daß er selbst und williger Beiträge vorliege. Die Form der amerikanischen Auktion seine nächsten Gesinnungsfreunde, die Herren Brömel, MüllerSinopferung von so vielem, was Euch tener und lieb war, wir Wir danken Euch herzlich für Euren Heroismus und für die danken Euch für Euren Gehorsam und Eure trene Pflichterfüllung in allem, was dem Afrikandervolt zur Ehre und zum Ruhme gereicht. Wir raten Euch allen, Euch in den Frieden zu fchiden. Euch ruhig und friedfertig zu verhalten und der 10110 # Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. Auch bei neuen Regierung Gehorsam und Achtung zu eriveisen. Von den flärte, daß die Alliancefrage brennend geworden sei.| Ein socialdemokratischer Wahlerfolg. Bei der am Donners Vertretern der beiden Staaten ist eine Kommiffion ernannt worden In Aarhus hielt der Kriegsminister eine lange Rede für die Landes- tag, den 5. Juni, stattgefundenen Wahlmänner- Ersagwahl zum zur Beschaffung von Geldmitteln usw. für die Witwen und Waisen, verteidigung. Darauf griff ein bekannter liberaler Politiker die bayrischen Landtage in Peguizz stegte der Ziberale Engelhardt gegen deren Gatten und Väter ihr Leben gelaffen haben im Kampfe für Socialdemokratie an und sagte, daß die Socialdemokraten die Schuld unfren Genoffen Fuchs mit 158 gegen 127, Stimmen. Für die SocialFreiheit und Recht und die in unsrer Geschichte ewig fortleben trügen, wenn die Alliance gebrochen werde. In einer andern demokratie bedeutet das einen großen Erfolg, indem sie ihre Stimmenwerden. Wir sprechen unser inniges Mitgefühl aus denen, welche Provinzstadt erklärte der Festredner: Die Feinde des Ministeriums zahl von 60 im Jahre 1899 auf 127 brachte, mithin mehr als vertrauern, und bitten Gott, daß er ihnen Kraft geben möge, ihr seien die Socialdemokraten und die Anhänger des früheren reaktio- doppelte. Streuz zu tragen. Auch unsren Weibern und Kindern möchten wir nären Ministers Estrupp. Wenn die Socialdemokraten so weiter unfren Dank aussprechen, die jo topfer Opfer gebracht und so machten, wie in der letzten Reichstagsfeffion, wäre eine Alliance mit anwalt in Görz( Oestreich- Ungarn) hat die italienische Ausgabe des Das Kommunistische Manifeft konfieziert. Der Staatss bitteres Leid getragen haben. Jetzt, da der Friede geschlossen ist ihnen unmöglich. Ob die Socialdemokratie ihre Angriffe auf die Kommunistischen Manifestes auf Grund des östreichischen Strafgesetzwenn er auch nicht ein Friede ist, wie wir ihn ersehnten laßt uns inte fortjest", schreibt, Socialdemokraten", hängt davon ab, buches tonfisziert und das Bezirksgericht hat die Konfistation da verharren, wohin Gott uns geführt hat. Mit gutem Gewissen ob die Liberalen dabei bleiben, in den Bahnen der Konservativen zu bestätigt. stönnen wir erklären, daß 2/2 Jahre lang das Volt den Kampf in wandelu." einer Weise geführt hat, wie es die Geschichte bisher faum tannte. put this Rußland. de Lasset uns nun einander die Hände reichen für einen anderen großen Die Frankfurter Polizei hat wieder einen Reinfall zu Kampf, der vor uns liegt, für die geistige und sociale Wohlfahrt des Ans Mins! wird uns gefchrieben: Als die Schredens Arbeitslosen- Demonstrationen ist jegt eine doppelte wegen einer allzu Regierungsbestialität und Revolution. verzeichnen. Zu den Niederlagen mit den Anklagen wegen der Bolles, laffet uns allen bitteren Gefühlen entfagen, laffet uns ber- nachrichten aus 23 i Ina zu uns gelangten, beschloffen wir, unfrer engherzigen Verwaltungspraxis gekommen. Seit einer Reihe von geffen und vergeben, auf daß die tiefen Wunden heilen mögen." Empörung in einer Demonstration Ausdruck zu geben. Die Jahren ist der polizeilichen Genehmigung für unser Maiwaldfest der Die Entwaffnung der Boeren macht nach einem Telegramm Demonstration fand am 6./19. Mai, ani Geburtstage des Baren, Baffus angefügt, daß der Verkauf von Eintritts- oder ErLord Kitcheners befriedigende Fortschritte, am 8. Juni find om Galatage des offiziellen Rußlands im Theater statt. innerungskarten auf dem Festplatz verboten ist. 1986 Gewehre abgeliefert. Der ganze Stab der Transvaal Beim Abfingen der Barenhymne Boshe, zarja chrani" ertönten den Gewerkschaftsfesten der letzten Jahre lehrte der Say regierung, die zuletzt ihren Sitz in Rhenosterkop hatte, hat sich mit des„ Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes" flogen ins Barfett, mit wurde der Leiter des Gewerkschaftsfestes mun schon zweivon der Galerie revolutionäre Nufe, eine Maffe Proklamationen wieder, da trotzdem folche Karten verkauft wurden, ihrer aus 50 Mann bestehenden Bedeckung ergeben. In Kroon metallenen Pfeifen wurde ein Höllenlärm gemacht usw. Alle Theater- mal zu je 100 m. Strafe verurteilt. 185 Cas Stommalibo Puller mit einem Bonnerton 840 wann ergeben. Befuder, die auf der Galerie anveſend waren, ca. 150 Mann, burben diesjährigen Maiſeſtes fand sich der Baffus in dem betreffenden burg eingetroffen. General Liebenberg hat sich mit 470 Mann in Haft genommen. Viele von ihnen( die Zahl ist uns vorläufig Schriftstück in folgender Form vor:„ Die Erlaubnis unterliegt der ergeben. noch nicht bekannt) darunter auch Frauen, wurden, ebenso wie Bedingung, daß am Eingange des Festplates oder auf demselben Aus Kapstadt wird gemeldet: Die Regierung hat angeordnet, die Demonstranten in Wilna, einer körperlichen Züchtigung oder in seiner Nähe weder Eintrittsgeld erhoben wird, sogenannte daß die Repatrierung der Truppen der Zurückführung der Boeren unterworfen. Erinnerungskarten oder irgend welche sonstige, auf das Fest Bezug gefangenen aus den indischen Gefangenenlagern und von St. Helena Die förperliche Büchtigung scheint bei der Räuberbaude, die sich habende Karten oder bildliche Darstellungen verkauft werden dürfen. voranzugehen habe. Besonders die Garderegimenter werden zuerst ruffische Regierung" nennt, System geworden zu fein. Die Bei Nichtbefolgung dieser Anordnung wurde eine Strafe von 100 m. eingeschifft werden. Die Gefangenen in den Lagern der Kapkolonie Barenregierung hat alle Mittel angewandt, die revolutionäre Be- angedroht. Gegen diese Strafandrohung ließ nun das Maifeftkomitee und Natals können diese mit Urlaubsscheinen verlassen, kehren aber wegung zu ersticken: jahrelange Einzelhaft, Verbanning. Maffatrierung durch Rechtsanwalt Dr. Löwenthal Beschwerde beim Bezirksausschuß in erst in die Heimat zurlie, wenn dort die nötigen Vorbereitungen Politischer in den Gefängnisfen, endlich, eine Art politischer präfident begründete sein Borgehen damit, daß der Kartenverkauf friedlicher Demonftranten auf den Straßen, Erdroffelung Wiesbaden erheben, die dieser Tage verhandelt wurde. Der Polizeivollendet sind. 2 Auch die gefangenen Boeren auf den Bermudas- Juseln, Prostitution, genannt Legalisierung der Arbeiterbewegung, d. h. fich als eine Umgebung des Verbots der Erhebung von Eintrittsgeld St. Helena und den indischen Lagern sind unter Parole er- Gründung von Arbeiterverbänden unter Aufsicht der politischen Polizei. darstelle und der Erlös für socialdemokratische Parteizwecke verwendet mächtigt, die Lager zeitweise zu verlassen, die Offiziere haben ErAber alle diese Mittel halfen nicht. werde, wogegen R.-A. Löwenthal einsvandte, daß die Karten Preß laubnis erhalten, ihren Aufenthalt in der respektiven nächsten Stadt ein für allemal Lahm legen sollte: die förperliche Büchtimit dem Erlös gemacht werde, gehe die Polizei nichts an. Die Und nun erdachte sie ein neues Mittel, welches die Bewegung erzeugnisse seien, deren Vertrieb nicht beschränkt werden dürfe. Was gung. Die ganze Tragödie der russischen Revolution liegt in diefen ganze Verordnung des Polizeipräsidenten stelle sich als ein Eingriff Frankreich. tout audio ight ichandervollen. Worten! Die russischen Revolutionäre verstehen es, in die Reichs Gewerbe Ordnung dar. Der Bezirksausschuß stellte jahrelang in Einzelhaft ihr Leben in Berbannung zu verbringen... sich auf denselben Standpunkt. Er erkannte, daß die Verfügung, so Aber diese Schreckensstrafe, diese Schandgewaltthätigkeit zu erweit sie sich auf den Verkauf von Erinnerungskarten beziehe, auftragen ist mehr als menschenmöglich. Es ist daher bei den russischen zuheben sei, da nicht ersichtlich wäre, wie durch den Kartenverkauf die Buständen tein Wunder, daß sich ein Hirsch Leckert fand, der öffentliche Ordnung gestört werden könne. auf die seinen Brüdern angethane qualvolle Schande mit Revol verschüssen antwortete. zu nehmen. Zur Affaire Humbert wird aus Paris berichtet: Der neue Justizminister Vallé erklärte, daß er entschlossen sei, den Generalprofurator Bulot wegen seiner Nachläffigkeit in der Humbert- Affaire seines Amtes zu entheben. Die Sicherheitspolizei läßt durchblicken, daß sie der Familie Humbert auf der Spur ist und die Verhaftung zweier Mitglieder derselben bevorsteht. Mit diesem Höllenmittel scheint aber auch die russische Negirung die socialdemokratischen Organisationen Rußlands Aus Industrie und Handel. den verschiedenen Liegenruten, Viehheerden diejenigen Formen annehmen, die schon in Rußland längst als die teilungen über die Tendenz der Vereinigungen, die Namen der England. Die Schulvorlage und die Trades Unions. London, 6. Juni.( Eig. Ber.) Warschau, 9. Juni. Das Kriegsgericht verurteilte neuerdings 18 Offiziere wegen Teilnahme an Spionage durch Verkauf von Neben dem Kornzoll ist es die Schulvorlage, die gegenwärtig Fortifitations- und Mobilisierungsplänen an auswärtige Mächte zur bom englischen Bolte mit großem Eifer diskutiert wird. Wie be- Einschließung in die Peter- Pauls- Festung. reits im Vorwärts" hervorgehoben wurde, ist das Volksschul- und Afrika. tann. vom In den nächsten Tagen findet die öffentliche Versteigerung der Gemäldegalerie der Familie Humbert statt. Dieselbe umfaßt zu fyftematischem Terror provozieren zu wollen. Aber die Wirtschaftliches Vereins Reichsregister. Wie die„ Post" 380 Gemälde und dürfte wahrscheinlich die Summe von 1 Million Regierung täuscht sich. Ebenso wie die Bewegung sich durch kein wissen will, soll Graf Boſadowsky an sämtliche wirtschaftliche BerFrank ergeben. In den verschiedenen Liegenschaften der Familie in Mittel in der Welt zurückhalten lassen wird, wird sie auch ferner einigungen Deutschlands die Aufforderung gerichtet haben, Mitder Provinz ist zu machen. und der Weinvorräte begonnen worden. Desgleichen werden die zweckmäßigsten erachtet worden sind und die, im Gegensatz zum Diese Angaben sollen als Material zur Anlegung und Führung Luguswagen in den nächsten Tagen unter den Hammer kommen. Revolver, zum Dolch und zum Dynamit, unzweifelhaft zum eines Reichs- Registers" dienen. Fall des Absolutismus führen werden. Ferner wurde Staatssekretär bestimmt, daß das Reichsamt fortlaufend über alle Borgänge innerhalb der Bereinigungen unterrichtet werden soll. Von der Eintragung in dieses Reichsregister" find indeffen Syndikate und Trusts ausgeschlossen. Der Zwed dieses Reichsregisters" ist nicht ersichtlich, da, wie hervorgehoben wird, Trusts, Syndikate usw. von der Eintragung ausgeschlossen sind, eine Kontrolle dieser oder die Vorbereitung eines Mittelchulwesen in England start vecentralistert. Es ist ohne Ein- Ein neuer Somali- Feldzug. Aus Berbera tommen Be- Gefeßentwurfs, der solche wirtschaftliche Vereine zur Veröffentlichung heitlichkeit, da es zum großen Teil der privaten Unternehmungsluft überlassen ist. Solange England fich in feiner Handelsvorherrschaft sicher richte über Vorbereitungen zu einem neuen Somali- Feldzuge, welchen ihrer Beschlüsse und Abrechnungen zwingt, also nicht beabsichtigt sein fühlte, dachte man wenig daran, das Schulwesen zu reformieren. In der englische Militär- Kommandant organisiert. Nach englischen Beden letzten Jahren hat sich dies bekanntlich geändert; man begann des- Mulla" geführte Feldzug siegreich beendet, der Mulla nur wie durch Dortmund genehmigte einstimmig den Antrag der Verwaltung auf richten war bekanntlich der im vorigen Jahre gegen den tollen Dortmunder Union. Die heutige Generalversammlung in halb dem Schulwesen größere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Dann ein Wunder der Gefangennahme entgangen, seine Truppen aufgerieben, Zuſammenlegung der Aktiert Lit. C im Verhältnis von 5 zu 3. fam noch ein andrer Umstand hinzu. Die im Jahre 1870 ge- und er selbst schließlich in die unzugänglichen Berge der Galla- Wüste Ebenso wurde die Ermächtigung zur Abtrennung der" Henrichsschaffenen Schulfommissionen( School Boards), denen ein Teil des Volksschulwesens unterliegt, haben unter dem Einflusse des focia- geflohen, das Land aber völlig pacificiert. Schon damals wurden bütte" nebst Zubehör und die Ausgabe von 10 800 000 M. Verzugslistischen Gedankens die Volksschule so ausbauen wollen, daß auch die Berichte vielfach als Schönfärbereien bezeichnet, die jeder pofi- attien Lit. D erteilt, die im Verhältnis von 1 Vorzugsaktie zu 4 dem Arbeiterkinde eine bessere Erziehung zu teil werden soll. Die tiven Unterlage entbehrten, italienische wie französische Berichte zur Zusammenlegung einzureichenden Aftien Lit. C den gegen Schulkommissionen find direkt vom Bolte gewählte Störperschaften, batten behauptet, die englischen Expeditionen seien von den fanati- wärtigen Aktionären angeboten werden sollen. die meistens aus fortgeschrittenen Männern und Frauen bestehen. Schen Gefolgsleuten des Mullah wiederholt geschlagen und schließlich Wie wir ferner wissen, hat in den letzten Jahren eine gezwungen worden, sich nach der Küste zurückzuziehen. Jetzt gestehen abend hier abgehaltene Versammlung zur Gründung eines CentralCentralverband deutscher Kohlenhändler. Die am Sonn Reaktion im englischen Leben eingesetzt und die Herrschenden auch die britischen Berichte zu, daß der Mullah nicht nur seine Herr verbandes der Kohlenhändler war von 70 Personen besucht, die eine Klassen wurden mit der Schulkommission unzufrieden. Diese beiden schaft im Somali- Lande aufrecht erhalten hat, sondern auch die bis Reihe Vereine in fast allen Großstädten Mittel- und Norddeutschlands Ursachen find es, die die Regierung veranlaßte, in der legten parla- dahin den Engländern verbündeten einheimischen Stämme zu voll- vertraten. Nach längerer Debatte wurde einstimmig beschlossen, mentarischen Seffion eine Schulvorlage einzubringen. Sie will das dem Mullah übergegangen, leisten demselben Fahnenfolge und zeigen Wahrung und Förderung aller Berufsintereffen seiner Mitgliede mentarischen Seffion eine Schulvorlage einzubringen. Sie will das ständiger Unterwerfung zwang. Die letzteren find jetzt endgültig zu einen Centralverband deutscher Kohlenhändler zu gründen zwecke gauze Schulwesen unter die Herrschaft der Lokalbehörde zu bringen, der englischen Besatzung an der Küste gegenüber eine so feindselige Die Durchberatung der Statuten wurde dem Vorstand übertragen, wodurch die besonders gewählten Schulkommissionen beseitigt werden; Saltung, daß eine neue Strafexpedition ausgerüstet werden soll. in den 12 Personen gewählt wurden. Zum Vorfizenden wurde ferner will sie den konfessionellen Schulen, die bisher aus freiwilligen Die Truppen des Mullah sollen weit beffer bewaffnet sein, als dies Writteln unterhalten wurden, Gemeinde- oder Staatszuschüsse ge- i Borjahre der Fall war. währen, ohne indes diese Schulen ganz der Kontrolle der Steuerzahler zu unterwerfen. Die Vorlage hat deshalb in liberalen und Arbeiterfreifen viel unzufriedenheit hervorgerufen. Denn diese waren mit Recht auf die Schulkommiffionen ſtola, ferner halten sie an dem gut demokratischen Grundsaze feft: No taxation without representation: feine Steuern ohne Voltskontrolle. Partei- Nachrichten. Das Straffonto der Genoffen im Monat Mai weist eine Belastung von 1 Jahr 11 Monaten 3 Wochen und 3 Tagen Gefängnis und 1425 Mart Geldstrafe auf. Diefer Unzufriedenheit gab eine gewerkschaftliche Konferenz Aus. druck, die kürzlich unter dem Vorsize von Mr. Steadman in London stattfand. An der Konferenz nahmen ungefähr 150 Delegierte teil, Wegen verleumderischer Beleidigung bat bekanntlich der die folgende Resolution annahm: Die Konferenz verurteilt aufs entschiedenste die Schulpolitik der Regierung. Die Vertreter der englischen Arbeiterklasse sind der Anficht, daß die Beseitigung der School Boards eine zerstörende Wirkung auf das Volksschulwesen haben und den Arbeitern die Vorteile nehmen wird, die sie von der direkten Vertretung an der Verwaltung der Schulen haben. Die Konferenz fordert deshalb die Regierung auf, die Schulvorlage zurückzuziehen," Dänemark. " Das diesjährige Verfassungsfest wurde seitens der Socialdemokratie unter außerordentlich starter Beteiligung gefeiert. An dem Demonstrationszug in Kopenhagen, der am Nachmittag des 5. Juni von Boulevarden nach Söndermarken marschierte, nahmen 200 Organisationen teil. Auch die Frauen waren in großer Anzahl vertreten. Sie bildeten nach Berufen geordnet eine besondere Abteilung des Zuges: Die staatlichen und kommunalen Arbeiter waren in ihren Uniformen erschienen. Studenten nahmen ca. 50 am Zuge teil. Das Banner, das an der Spitze des Zuges getragen wurde, wies die Inſchrift auf:„ Allgemeines Wahlrecht in Gemeinde und Staat hat Deunger( der Minister. präsident) versprochen; ist die Linte bereit?" In dem herrlichen großen Part Söndermarken am Frederiksberg Schloß, wo die Socialdemokratie nun nach dem Ministerwechsel zinn erstenmal ihr Verfassungsfest feiern konnte, waren an drei Orten Rednertribünen errichtet. Hier sprachen die Genossen Sigu. Olsen, Borgsjerg. A. C. Meyer, P. Knudsen und A. Gustavsen. Ju allen Reden wurde der principielle Gegensatz zwischen der Social demokratie und den Liberalen, der nun nach dem Regierungswechsel immer deutlicher hervortritt, scharf beleuchtet. Die Liberalen hielten ihr Verfassungsfest in Vodroflund ab. Hier hatten fich 400-500 Ber fonen versammelt. Wie das nun seit 17 Jahren der Brauch ist, tamen einige liberale Abgesandte auf das Fest der Socialdemokratie, und einige Socialdemokraten zu den Liberalen, um die Grüße der alliierten Bartei zu überbringen. Schulze- Berlin( in Firma Anthracitwerke Gustav Schulze) gewählt. Von diesem wurde in der Begrüßungsrede hervorgehoben, daß der Verband nicht bezwecke, in der Form eines Ringes die Preise fef zusetzen, oder gegen die Syndikate und Einkaufsgenossenschaften vorzugehen, oder selbst Einkaufsgenossenschaften zu bilden, sondern lediglich versuchen soll, die wirtschaftlichen Interessen der Berufsgenoffen nach außen gemeinsam zu vertreten. Die legterwähnten Aeußerungen des Herrn Schulze gehören jedenfalls zu den bei derartigen Vereinsgründungen fast immer üblichen Beschwichtigungen. Wie der Verband die wirtschaftlichen Interessen" seiner Mitglieder vertreten will, ohne die Preise zu ers höhen, gegen die Preispolitik der Syndikate, Einkaufsgenossenschaften usw. vorzugehen oder den Einkauf selbst in die Hand zu nehmen, Borfizende des socialdemokratischen Vereins Nürn berg, Genosse Rudolph, den Redacteur des freisinnigen Fränk. Kurier" verklagt, weil das Blatt in einem angeblich aus socialdemokratisc. n Kreisen stammenden Artikel hatte durchblicken ist vorläufig noch recht rätselhaft. laffen, daß Rudolph zu denen gehörte, die in den Nürnberger Parteistreitigkeiten für den Kurier" Artikel schrieben. Vor dem SühneAmt gab der freifinnige Redacteur klein bei und willigte ein, folgende Erklärung abzugeben: Communiqué, in dem es heißt: Die vom Aufsichtsrat eingesetzte Die Bayerische Bank" versendet soeben ein längeres Kommission hat in der Sigung vom 7. Juni die vom Vorstand vorWie bekannt, hat Herr Redacteur Rudolph, der erste Vor- gelegte Bilanz eingehend geprüft und ist zu bestimmten Vorschlägen fitende des Socialdemokratischen Vereins Nürnberg- Altdorf, fich gelangt. Tritt der gesamte Aufsichtsrat diesen Vorschlägen bei, so durch einen Artikel beleidigt gefühlt, welcher in Nr. 261 des vird in der demnächst stattfindenden Generalversammlung die Zu" Fränkischen Kurier" als Buschrift aus socialdemokratischen fammenlegung von 12 Millionen Mark Aftien der Bayerischen Bank Streisen erschienen war. Er hatte darin den Vorwurf ge- im Verhältnis von vier zu drei, also auf 9 Millionen Mart, vorfunden, daß er der Verfasser von socialdemokratischen Ein- geschlagen werden. sendungen an den Fränkischen Kurier" gewesen sei. Wir Amerikanischer Schiffebautruft. Nach einer Meldung des erklären hiermit, daß wir nicht den geringsten Anlaß New York Herald" haben sich in den Vereinigten Staaten von haben zu der Annahme, daß Herr Rudolph der Verfasser der: Amerika fünf der größten Schiffsbauwerften zu einem Trust zuartiger Einsendungen gewesen sei, und daß es uns ferngelegen fammengeschlossen. Beabsichtigt sei die Ausgabe von Bonds in der hat, eine derartige Behauptung aufzustellen. Wir bedauern, wenn Höhe von 25 Millionen Dollar, für deren Uebernahme die Vordurch die Fassung des Artikels der Anschein hervorgerufen worden bereitungen bereits abgeschlossen seien. ist, daß wir eine derartige Behauptung hätten aufstellen wollen. Wir werden dafür Sorge tragen, daß vorstehende Erklärung in fo manche andre Attiengründung hat auch die Spielbank von Eine Aktiengesellschaft, die hohe Dividenden zahlt. Wie folgenden Blättern erscheint, welche sich auch mit dem ersten Monte Carlo im legten Jahr unter dem Einfluß der Krise Artikel beschäftigt haben: Frankfurter Zeitung"." Fränkischer Beitung", Nürnberg; Nürnberger Volkszeitung"," Nürnberger 22 Millionen Frank, wovon der Société des bancs de mer de Monaco" nur altgewohnten Verdächtigungen einstellt, so hat sich Rudolph durch Wenn das Blatt nun die empfangene Lehre beherzigt und die feine Stlage sehr verdient gemacht. Gewiffe Leute. Kurier"," Fränkische Morgenzeitung", Nürnberg;" Nordbayerische gelitten. Nach ihrem Jahresbericht beträgt der Reingewinn Anzeiger", Stadtzeitung" Nürnberg; 19 Millionen aus Spielgewinn, Freifinnige Beitung" Berlin; Münchener Neueste Nachrichten";" Augsburger Abend die übrigen 8 ans andren Einnahmen( Hotelverpachtungen 2c.) zeitung"." Bayerischer Kurier", München. bestehen. Ein so ungünstiges Geschäftsjahr haben die edlen Monegasten Max Versen." noch nicht erlebt, die, da der Fürst und die Erben des früheren bant find. Immerhin leiden fie noch nicht allzusehr unter der Spielpächters Blanc ihren ganzen Aktienbefiz versilbert oder richtiger vergoldet haben, fämtlich Aktionäre der SpielUngunft der Verhältnisse, denn auf die Aktien, die einen In der Leipziger Volkszeitung" heißt es: Nominalwert von 500 Frant haben, aber zu 2200 Frank an Ein gewisser Bernstein hat neuerdings" usw. Auf dem Verfassungsfest der Liberalen in Ring Leipziger Boltszeitung" meint damit unfren Barteigenoffen Eduard Dividende. Vielleicht ist ihnen im nächsten Jahre das Glüc der Pariser Börie eingeführt wurden, erhalten sie doch noch 25 Proz Iöbing erklärte der Kultusminister Christensen: Die Bernstein. Socialdemokraten hätten, bewiesen, daß sie den Krieg mit den Liberalen günstiger und führt ihnen eine große Zahl reicher Amerikaner und wünschten; sie wollten die Organisationen der Arbeiter zum Kampf Zur bayrischen Wahlreform. Genosse Bebet läßt der Engländer zu, die in der Wahl ihrer Eltern recht vorsichtig waren benzen; das könne den Arbeitern leicht schaden. Aber er hoffe, daß Münchner Post" auf ihren Artitel wider seine Stritit in der„ Neuen und es sich leisten können, etliche Millionen an den grünen Tischen die Linke den Kampf mit den Socialdemokraten Beit" eine furze Erklärung zugehen, worin er bemerkt, daß er vorzu verlieren. rubig aufnehmen würde, ohne deshalb zu unterlassen, den Arbeitern läufig nicht in der Lage ist, von seinen Ausführungen etwas zurück- Auswanderung über Hamburg. Das Andauern der Krise gegenüber recht zu handeln. In Kolding richtete der Minister zunehmen. Eine ausführliche Entgegnung behält er sich vor bis und die dadurch hervorgerufene Arbeitslosigkeit in manchen Industriedes Innern beftige Angriffe gegen die Socialdemokratie und er nach dem bayrischen Parteitage. zweigen lassen auch den Auswandererstrom wieder steigen, der in " " Die Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung Vergolder! Bei der Firma Günther, Andreas straße 10, find Lohndifferenzen ausgebrochen, und ist Zuzug für alle Brauchen bis auf weiteres fernzuhalten. Die Ortsvertvaltung Berlin. Achtung Tischler! In der Werkstatt von Albert Schulz, Krautstr. 18/19, haben sämtliche Tischler wegen Einstellung eines mit Entlassungsschein versehenen Tischlers die Arbeit niedergelegt. Buzug ist streng fernzuhalten. Der Vorstand des Fachvereins der Tischler Berlins und Umgegend. Die Lohn Die Direktion den Profperitätsjahren start zurückgegangen war. Ueber Hamburg| meldung aus New York berichtet, daß sich eine schwere| Bulagen für Handwerker nach 1. 4, 7, 10, 14 Jahren, und für Ar find von Januar bis Ende Mai 62 419 Personen ausgewandert, Wolke bildete, die der vom 20. Mai ähnlich, aber weniger beiter nach 1, 4, 7 Jahren gewährt; für Arbeiter ist also eine Zu während sich im vorigen Jahr die Zahl nur auf 37 452 belief. Im dicht war. Steine fielen nicht. Die Wolle breitete sich über Fort lage 25 Pf. pro Tag nach 10 Jahren herausgeschlagen worden. Mai wanderten 17 484 über Hamburg aus gegen 12 663 im selben de France aus, aber ohne Schrecken zu erregen. Es sei festgestellt auch sonst sind die Zwischenzeiten geändert, wie aus der Gegenüber Monat des Vorjahres. worden, daß die vulkanischen Ausbrüche mit dem Mondwechsel zu werfer= 3,50 M., für Arbeiter= 2,75 M. zugestanden, es stellung hervorgeht. Weiter ist ein Minimal- Anfangslohn für Handfammenfallen. dürfen also Leute unter diesen Sägen( wie während der Bewegung Eine padende Schilderung über die Schredenslage von geschehen) nicht eingestellt werden. Als etwas Freudiges ist es zu St. Pierre giebt jetzt der von Martinique nach Baris zurückgekehrte begrüßen, daß von einem Zwange zum Beitritt in die Penfionstaffe Photograph Célestin. Es heißt in seiner Schilderung: feitens der Direktion abgesehen wird, daß auf Antrag der Arbeiter ernster. Unter dem Krater zudten zahlreiche Blige nach allen Seiten fommt noch die bewilligte wöchentliche( ſtatt monatliche mit In der Nacht vom 2. zum 3. Mai wurde die Lage immer denselben das voll Eingezahlte wieder zurückgegeben wird. Hinzu und heftige Explosionen wurden vernehmbar. Es roch nach wöchentlichem Vorschuß) Lohnauszahlung. Abgelehnt wurde Schwefel und Staub und die mit Recht erschreckte Bevölkerung fand dagegen eine sofortige durchgängige Lohnerhöhung sich bei ihrem Erwachen unter einem dichten Aschenregen, der desgleichen einen Arbeiter- Ausschuß anzuerkennen. 5 Pf., Saint Pierre und Umgebungen bedeckte. Die Asche drang überall stala gilt auch für die sämtlichen Bahnhöfe. ein und machte jede Arbeit ummöglich. Die Einwohner der dem hat sich im Laufe der Verhandlungen dabin geäußert, daß Entlassungen Berge zunächst belegenen Ortschaften flüchteten sich nach Saint wegen dieser Bewegung nicht stattfinden. In der sich dem Bericht Pierre und aller Blicke richteten sich furchterfüllt nach dem Berge. anschließenden Diskussion wurde von allen Rednern darauf hin Der Aschenregen hörte gegen 10 Uhr auf, um am Abend aufs gewiesen, daß das jetzt Erreichte zwar nicht alles bedeute, daß jedoch neue zu beginnen. Die Asche war sehr fein, aber dicht und er bei dem Stand der Organisation nicht andre Mittel zu Gebote wies fich bei der Analyse als eine Zusammensetzung von Eisen stehen. Die start besuchte Versammlung erklärte fich mit den Be und Quarz. willigungen, mit Rücksicht auf die augenblicklich schlechten wirtschaftIn den Nächten vom 3. zum 4. und vom 4. zum 5. tobten lichen Verhältnisse, vorläufig zufrieden. heftige Gewitter. Am 5. fura nach 12 Uhr entstand eine Banif. Das Meer dringt vor!" schrie man. Der Wahlverein für Waidmannsluft hielt am 7. Juni seine Rumfabrik Guérin unter einem Lavastrom begraben. Dieser Strom über„ Das persönliche Regiment und die bürgerlichen Parteien". An diesem Tage wurde die Mitgliederversammlung bei Kuhu ab. Genosse Liebelt referierte war in drei Minuten fünf Kilometer weit vorgestürmt und Die Diskussion war sehr lebhaft. Unter Vereinsangelegenheiten er hatte alles auf seinem Wege vernichtet. Er hatte eine starke Flut bewegung hervorgerufen; die Wellen schlugen weit über die Uferuchte der Vorsitzende, für einen guten Besuch des Volksfestes für den hinaus. Die Opfer dieser ersten Katastrophe waren bereits sehr zahlStreis Nieder- Barnim Sorge zu tragen. reich. In der Nacht versagte der elektrische Betrieb. Am 6. trat keine besondere Veränderung ein; in der Nacht Lehte Nachrichten und Depeschen. grollte ein heftiges Unwetter und der Rauch wurde immer dichter. am 7. schienen sich neue Krater zu bilden und der Rauch nahm weiter Ganz wie wo anders. zu. Abends ließen sich dumpfe Explosionen vernehmen. Man Budapest, 9. Juni.( W. Z. B.) Der Marinekommandant hätte sie für Artillerieſalven halten können. Die Schüsse folgten beantwortete im Laufe der Debatte die gestellten Anfragen und ereinander in regelmäßigen Zwischenräumen von sechs Sekunden. Man flärte, er habe während der Triester Heizerstreits zählte neun oder zehn. Die Einwohner befanden sich in der größten dem Lloyd militärische Aushilfe gewährt, weil es sich Bestürzung; aber niemand wollte an eine Gefahr glauben. Verharrte um ein öffentliches Interesse handelte, während er in einem andern doch der wissenschaftliche Ausschuß, der zur Prüfung der Lage ernannt Fall ein gleiches Ansuchen abgelehnt habe, da ein solches Interesse worden war, in seinem unerschütterlichen Optimismus, der jede nicht vorhanden gewesen sei. Fluchtbewegung aus der Stadt hinaus zurüchielt. In Brandenburg a. H. haben infolge des Maurerstreits zahl reiche Entlassungen von Zimmerern stattgefunden. Der Maurerstreit dauert fort. Buzug von Maurern und Zimmerern ist fernzuhalten. Deutsches Reich. Die Lohnbewegung und Aussperrung in Hamburg. Nach den am Sonnabend vorgenommenen Feststellungen ist die Situation in Hamburg folgende: Streifende und ausgesperrte Maurer find 912 vorhanden, davon 568 Verheiratete und 344 Ledige. Abgereift find insgesamt 680, während im Laufe der Woche 119 in Arbeit getreten sind. Streitbrecher find fünf zu verzeichnen. Zu den neuen Bedingungen arbeiten rund 1500 Maurer. Von 1618 Mitgliedern der Organisation der 3 im merer befinden sich im Streit 215, ausgesperrt sind 586, zu den neuen und alten Bedingungen arbeiten 806. Unter den Streifenden resp. Ausgesperrten find 250 Ledige und 551 Verheiratete mit 1114 Kindern. Bewilligt haben 71 Firmen. Von den Bauarbeitern arbeiten zu den neuen Bedingungen auf 121 Baustellen 705 Mann. Streitende find 168 vorhanden, Ausgesperrte 305. Unter den Ausgesperrten find auch die von Altona, Wandsbek, Ottensen, Flottbek und Wilhelmsburg aufgeführt. " Wolkenbrüche. Budapest, 9. Juni.( B. S.) Die Ortschaft Nagy Szoelloes wurde durch einen Wolkenbruch vollständig überschwemmt. Die Theiß ist, aus den fern getreten und hat große Strecken mit Getreidefeldern verwüstet. Unterhand. Aehnlich liegen die Verhältnisse in Altona, Wandsbek und Har burg. Von einer allgemeinen Aussperrung kann keine Rede Die Nacht vom 7. zum 8. war stürmischer als je und dichte fein. Die Arbeiter lassen sich deshalb auch von ihrer bisherigen Flammen schlugen aus dem Krater empor. Ich hatte mich am Taktik nicht abbringen, sie suchen die Unternehmer durch Sperren zur Tage zuvor nach Le Carbét zurückgezogen und von diesem 5 KiloErfüllung ihres Versprechens zu bewegen. Die Hamburger Polizei meter von Saint Pierre entfernten Dorfe aus wohnte ich hat auch gewiffermaßen zu der Lohnbewegung Stellung genommen. der Katastrophe bei. Um 8 1hr morgens war der Berg schreck Zu dem bevorstehenden Gewerkschaftsfest war ein Festzug geplant. lich anzuschauen; er war ganz schwarz und ungeheuere RauchWeil nun in einer Versammlung gesagt worden war, die Streifenden wolken stiegen aus ihm von allen Seiten empor. Agram, 9. Juni.( B. H.) Die bosnische Stadt Prozor wurde Der Himmel durch einen Wolkenbruch überschwemmt. In den Straßen wurden fönnten an der Spitze des Festzuges marschieren, darum verbot die war grau und die Sonne verhüllt. Kein Lüftchen regte sich. Alles große Verwüstungen angerichtet und eine Anzahl Brücken weggerissen. Bolizei den ganzen Zug mit der Bemerkung: Wir wollen hier feinen war totenstill und die Natur schien in tiefe Traner gehüllt. Acht Der augerichtete Schaden ist sehr bedentend. Streifzug. Der Festzug ist so lange verboten, bis der Streit zu Uhr! Wir halten sämtlich angstvoll unsre Blicke auf Saint Pierre Ende ist. geheftet. Während man die seltsamsten und irrigsten Ansichten Zum Ausstand der Tabakarbeiter in Frankreich. Vielleicht hat die Polizei Rücksicht genommen auf die Gefühle austauschte, änderte sich mit einem Schlage das Aussehen des der Unternehmer, die durch den Streifzug" verlegt werden könnten. Berges. Paris, 9. Mai.( W. T. B.) Jufolge einer Untersuchung, welche Man hätte meinen sollen, er schreite vor. Ueberall der Finanzminister mit Abgeordneten der Arbeiter der staatlichen Rauch; zu Tausenden streben die dichten Wolfen zum Himmel. Tabatmanufaktur heute hatte, werden die Arbeiter am MittDie Beendigung des Straßenbahnerstreiks in Stuttgart Ein Blitz durchzuckt die Dampfmassen. Was geht vor!-Eine, woch die Arbeit wieder aufuehmen. haben wir bereits im Depeschenteil der Sonntagsnummer mitgeteilt. zwei Sefunden verrinnen. Wir sind verloren! Der Berg stürzt Ueber die Bedingungen, unter denen die Arbeit wieder aufgenommen ein! Fort! Fort!" ruft man von allen Seiten. Unbeschreibliche 112 wurde, liegen zwar noch keine Nachrichten vor, jedoch ist nach dem Verwirrung! Alle liefen mit zum Himmel erhobenen Händen, Verlauf der Bewegung zu schließen, daß die Ausständigen schrille Angstrufe ausstoßend davon. Ich flüchtete mich gleichfalls London, 9. Juni.( W. T. B.) Der Unterstaatssekretär im bedingungslos an die Arbeit gegangen find. Sie hätten in diesem mit meiner Familie südwärts. Ich drehe mich um, um zu sehen, Kriegsamt Lord Stanley bemerkt auf eine Anfrage, die Zurüd Falle keinerlei Verbesserungen in ihrem Arbeitsverhältnis erzielt, was vorgeht. Entsetzliches Schauspiel! Der Berg existiert nicht führung der gefangenen Boeren nach Südafrika werde sobald als und auch die Anerkennung des Koalitionsrechts des hauptsächlichsten mehr; eine ungeheure Wand von schwarzem Rauch, eine Lawine möglich beginnen; er könne gegenwärtig aber keine detaillierten AnPunktes im letzten Stadium des Kampfes nicht durchsetzen können. von taufenden Blitzen durchzuckt, stürzt auf uns zu. Ein schreck- gaben machen". In einem Flugblatt, welches die Straßenbahn- Direktion herausgegeben liches Grollen begleitet das Phänomen. Das Meer ist schwarz In der Ausschuß Sigung über die Finanzbill behat, behauptet sie zwar, sie taste das Koalitionsrecht nicht an. und brodelt wild auf, Wellen schlagen über das Gestade bis auf antragt& owler, die Beratung des ersten Artikels Sie habe nichts gegen eine eigne Organisation ihrer Angestellten, die Landstraße. Wir sind verloren! Plöglich tritt eine treidezoll zu vertagen und zwar, weil der Schatzkanzler nur die Mitgliedschaft derselben im Verbande der Handels-, Trans- Reaktion in den Lüften ein; ein Orkan weht vom Süden herauf erst erklären solle, wie er die im Hinblick auf eine mögliche port- und Verkehrsarbeiter wolle sie nicht dulden, Organisation nach dem Wunsche der Unternehmer soll für die An- Der Ansturm des Phänomens wird am Eingang des Dorfes zurück- daß das Haus genau unterrichtet werde, für welchen Zwed Also eine und unter seinem Anprall beugen sich die Bäume bis zur Erde. Fortdauer des Krieges im voraus bewilligte große Summe zu ver wenden gedente. Keine Steuer folle bewilligt werden, ohne gestellten gleichbedeutend sein mit der Ausübung des Koalitionsrechts. geschlagen, 300 Meter von uns entfernt. Wir sind gerettet. Genau Das ist ja der reine Hohn auf das Koalitionsrecht. Alem An- 30 Sekunden hatte das alles gedauert. Der Sturm läßt nach und die Steuer gefordert werde. Echatzkanzler Hids Beacherschein nach hat die progige Direktion, dank ihrer Rücksichtslosigkeit, legt sich nach drei Minuten ganz. für gewisse militärische einen vollen Sieg über die Angestellten davongetragen. Das ist im Augen auf: wir sehen von allen Seiten den Horizont in dunklem dauernden Aufenthalts der Boerenbevölkerung in den KonzenSaint Pierre flammt vor unsren widert, das Geld werde benötigt Zwede einschließlich des länger als vorher angenommen, Interesse der letzteren tief zu bedauern, wird sie aber hoffentlich nicht Rot glühen und ein Stein- und Schlammregen praffelt eine halbe tralisationslagern. Nachdem dann mehrere Redner für den abhalten, an der Verbesserung ihrer Verhältnisse für die Zukunft zu Stunde lang auf uns nieder..." arbeiten. Autrag Fowler gesprochen, erklärt der Schazkangler noch, er fei beAusland. reit, dem Hause binnen kurzem eine Aufstellung vorzulegen, aus welcher die Verwendung der Gelder im einzelnen hervorgehe, und das Haus werde dann diese Aufstellung einer Beratung unterziehen fönnen. Der Antrag Fowler wird hierauf mit 264 gegen 176 Stimmen abgelehnt. Aus Lemberg meldet das Depeschenbureau Herold" vom 8. d. M.: Nachdem trotz Beilegung des Bauarbeiterstreifs viele Maurer und Steinmetzgehilfen keine Arbeit gefunden haben, ist die Erregung unter den Arbeitern sehr groß und der Ausbruch eines Generalstreiks Aus der Wiener„ Arbeiter- Beitung" vom Sonntag sehen wir, daß die Lemberger Steinmegen ihren Streit fortseßen. Sie fordern: 9/ 2stündige Arbeitszeit, Abschaffung der Accordarbeit und einen Tagelohn von 4-6 Kronen. Der Streik der Bergwerks- Arbeiterinnen in MährischOstrau ist mit Rücksicht auf die ungünstigen Arbeitsverhältnisse beigelegt. Berliner Partei- Angelegenheiten. W Dritter Wahlkreis. Heute. Dienstagabend 81/2 Uhr, Verfammlung des Wahlvereins in Frankes Festjälen, Sebastianstr. 39. „ Grundlagen und Organisierung des Kampfes der ArbeiterReichstags Abgeordneter Wolfgang Heine spricht über: lasse." Außerdem Diskussion. Für Damen ist Galerie und Seitenraum reserviert. Die Parteigenoffen von Nixdorf werden auf die Mittwoch bei Münzer, Knesebecstr. 113, stattfindende Mitgliederversammlung des Wahlvereins aufmerksam gemacht. Stadtv. Koblenzer wird einen Vortag: Socialistische Streifzüge" halten. Gäste und Frauen find dazu eingeladen. # Die Nebergabe der Boeren. 3 Ge London, 9. Juni.( W. T. B.) Nach einer Depesche Kitcheners ivurden gestern und Sonnabendnachmittag im ganzen 2500 Gewehre übergeben, von denen 448 Kapaufständischen und die übrigen hauptfächlich Leuten De Wets gehörten. ,, Jack der Aufschlitzer" in neuer Auflage. London, 9. Juni.( Laffan- Meldung.) Ein furchtbarer Mord an einer Frau, der in einem der ärmeren Bezirke Süd- Londons berübt Die Tischlergehilfen Agrams haben ohne Arbeitseinstellung Die Parteigenoffen des Wahlkreises Teltow- Beeskow worden ist, hat die ganze Stadt in die höchste Aufregung versetzt. Die den Neneinhalbstundentag durchgeführt. Storckow- Charlottenburg werden nochmals auf die heute abend näheren Umstände der Mordthat erinnern an die Verbrechen des be= Ju Biehl( Schweiz), wo zur Zeit die Bauarbeiter streiken, soll 8 1hr in Charlottenburger Volkshause, Rosinenſtr. 3, stattfindende rüchtigten Frauenmörders Jack der Aufschlitzer", der vor einer es, telegraphischer Nachrichten zufolge, zu Ausschreitungen der Parteiversammlung für Männer und Frauen aufmerksam gemacht. Anzahl Jahren London in Schrecken hielt. Die Leiche der Frau, Streifenden gekommen sein, wobei das Militär eingriff. Auf der Tagesordnung steht außer einem Vortrage des Genoffen anscheinend einer fremden, wurde auf der Schwelle einer Thür geZubeil der Bericht über die Organisation der Wahlkreise für Berlin funden, Die Unglückliche ist nach der Ermordung erst in siedendes Die Tischler und Wagenbauer von Carara haben nach und die Vororte sowie die Wahl der Vertrauenspersonen. Erscheinen Wasser geworfen, danach stalpiert und in ein Dußend Stüde zerlangen Unterhandlungen mit den Unternehmern eine geringe Lohn- aller organisierten Parteigenossen ist Pflicht. erhöhung und die Herabsetzung der Arbeitszeit auf 81/2 Stunden fowie die Anerkennung ihrer Organisation erreicht. Zum Kohlenarbeiterstreik in Pennsylvanien wird berichtet: Senator Hanna ersuchte den Präsidenten Roosevelt, noch einen Versuch zur Beilegung des Kohlenstreits zu machen. Aus der Frauenbewegung. Wegen Anwesenheit einer Frau wurde in Halle die Sigung des dortigen Gewerkschaftskartells aufgelöst. Die Frau war so abgeschieden" von den Männern, daß sie diesen nicht einmal fichtbar war. Die Autorität des preußischen Polizeiministers scheint nicht bis nach Halle zu reichen. Pankow. Wahlverein. In der heute abend stattfindenden Mitglieder Bersammlung bei Großkurt, Berlinerstr. 27, wird statt des angekündigten Vortrages Herr Dr. Wollheim Berlin über:" Staatshilfe und Selbsthilfe" sprechen. Des Referenten wegen muß die Versammlung pünktlich 8%, Uhr beginnen. In Ober- Schöneweide fällt Mittwoch die Versammlung aus. Versammlungen. schnitten worden. Der Leiche fehlten die Eingeweidete. Die Geſichtszüge der Ermordeten, die etwa 30 Jahre alt geworden sein dürfte, sind erkennbar. Bisher hat man noch keinerlei Anhaltspunkte, die zur Ermittelung des Mörders führen könnten. Vom Kohlenarbeiter- Streik. Die Winenarbeiter im Anthracittohlen- Revier werden von allen New York, 9. Juni.( Meldung des Neuterschen Bureaus".) Gewerkvereinen unterstützt; die Eisenbahnangestellten in dem Gebiet haben beschlossen, den Kampf gegen die Bergleute nicht zu unterstügen; die Minenarbeiter sind hierdurch sehr ermutigt. Nachwehen des südafrikanischen Krieges. Lohnbewegung bei der Großen Berliner Straßenbahn. waren am Freitag, den 6. Juni im„ Marienbad" beinahefvollzählig ver Die Hauptwertstätten- Arbeiter der Großen Berliner Straßenbahn fammelt, um den Bericht der Kommission über die gepflogenen Ver- der australischen Freiwilligen- Compagnie in den nächsten Tagen vor Den Reynolds New Papers" zufolge werden zwei Soldaten Die holländische Nationale Vereinigung für Frauen- handlungen mit der Direktion entgegenzunehmen. Die vorhers arbeit" hat ihren ersten Jahresbericht veröffentlicht, der sich haupt- gegangenen Versammlungen haben sich schon eingehend mit den ein Kriegsgericht gestellt, unter der Beschuldigung, Spionagefächlich mit der Thätigkeit des am 1. November vorigen Jahres Einzelheiten im Betrieb beschäftigt, doch hatten die bis dato dienſte den Boeren geleistet zu haben. eröffneten Bureaus für Frauenarbeit befaßt. Es find seitdem an gepflogenen Verhandlungen mit der Betriebsleitung die ArCholera. 46 Orten im Lande lokale Komitees zur Förderung der Thätigkeit beiter nicht genügend befriedigt, daher war in der am 26. Mai stattdes Bureaus gebildet worden. Das Bureau hatte bereits über gehabten Versammlung einstimmig beschlossen worden, sich jetzt an die Peking, 8. Juni.( Laffan- Meldung.) Ein deutscher Matrose 300 Anfragen zu erledigen. Wo es direkt mit Arbeiterinnen zu thun Direktion direkt zu wenden, um derselben mündlich die Wünsche der ist in Tientsin am Sonnabend an der Cholera gestorben; da hatte, wurden Verbindungen mit den bestehenden Gewerkschaften an Arbeiter zu unterbreiten. Aus dem von der Subkommission er ferner ein japanischer Soldat heute in Peking der Seuche zum Opfer gestrebt. Umfangreiche Untersuchungen wurden angestellt über die statteten Bericht war zu ersehen, daß zwar die Direktion bereit gefallen ist, find die Gesandtschaftswachen zwecks Quarantäne auf Frauenarbeit in den Biegeleien, in den Zündholzfabriken sowie in willigst geneigt war, den Arbeitern etwas mehr Entgegenkommen zu ihre Baracken beschränkt. den Industriezweigen, wo bleihaltige Substanzen verwandt werden. zeigen, jedoch fich andrerseits aber schon einen Plan ausgearbeitet Diese Untersuchungen find jedoch noch nicht abgeschlossen. Auch auf hatte, bis zu welchem Punfte Bewilligungen geschehen sollten. Die Danzig, 9. Juni.( W. T. B.) Vor dem alten Salvator verschiedenen andern Gebieten hat sich das Bureau bethätigt. von der Kommission vorgelegte Lohnstala, welche nach 1/ 2-, 2-, 4-, Stirchhof in Petershagen fuhr heute früh ein elektrischer Wagen in 6, 8, 10 jähriger Thätigkeit je eine Zulage von 2/2 Pf. verlangte, eine Gruppe Leichenträger, welche eine Leiche nach dem Friedhofe lehnte die Direktion ab und bewilligte als höchsten Anfangslohn für brachten. Der Metallfarg stürzte auf 4 Träger, die so schwer vers Schreckensbotschaften von den Antillen. Sandwerker pro Tag 3,50, nach einem, Bierteljahre 3,75, dann letzt wurden, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Auch Ein neuer Ausbruch des Mont Belée erfolgte nach einem Tele- nach 2 Jahren( immer vom Eintritt in die Beschäftigung an mehrere andre Personen erlitten Verlegungen. gerechnet) 4 M., nach 3 Jahren 4,10 M., nach 5 Jahren 4,25 M., San Francisco, 8. Juni.( Laffan- Meldung.) Hier eingetroffene gramum aus Fort de France( Martinique) am Freitag. Fort de nach 7 Jahren 4,40 m., nach 10 Jahren 4,50 m., nach 11 Jahren Schiffe, die am 31. Mai Honolulu verlassen haben, berichten, über France war vier Stunden lang in Dunkelheit gehüllt. Das Gelände 4,60 m., nach 12 Jahren 4,75 M.; für Arbeiter Aufangslohn 2,75 M. dem Vulkan Maunalva hätten bei ihrer Abfahrt große Ranch-= von Morne Rouge wurde mit heißem Schlamm bedeckt. Eine nach einem Vierteljahre 3, M., nach 4 Jahren 3,25 M., nach wolfen geschwebt. Ebenso habe der Kilanea beunruhigende Zeichen Anzahl Fischer werden samt ihren Booten vermißt. Eine Kabel- 17 Jahren 3,50 M., nach 11 Jahren 3,75 M. Früher wurden die gegeben. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 132. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 10. Juni 1902. Reichstag. 189. Sigung vom Montag, den 9. Juni 1902, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky, Frhr. v. Rheinbaben, Frhr. v. Thielmannn. Das Haus ehrt das Andenken des verstorbenen Abg. Baver( C.) in der üblichen Weise durch Erheben von den Plägen. Auf der Tagesordnung steht zunächt die dritte Beratung des Gesezes betreffend die Aufhebung des Diktaturparagraphen in Elsaß Lothringen. Das Gesetz wird debattelos angenommen. 4 Paasche überzeugend nachgewiesen, daß der Rohrzuder absolut un- Teil der Rübenproduzenten schädigt und ihm Schwierigkeiten bereitet. gefährlich sei, von einem Puntte abgesehen, wo für gewisse Zwecke Wer aber fragt denn von Ihnen( nach rechts) danach, wenn ganze der Rohrzucker besser ist als der Rübenzucker. Wenn er für diese Industrien durch neue Erfindungen, durch Verbesserungen der Technik Zwecke besser ist, dann gehört er ins Land, und wir sind nicht daffir oder internationale Vereinbarungen in ihrer Eristens gefährdet Mitglied der konservativen Partei, hat einen Vortrag über die Un- eine neue Maschine erfunden wird, die so und so viel Arbeiter erspart zu haben, ihn auszuschließen. Auch einer der Sachverständigen, ein werden? Nud würden die Zuckerfabrikanten sich etwa befinnen, falls gefährlichkeit des Rohrzuckers gehalten. Er hatte diesen Vortrag der und auf das Pflaster wirft, diese Maschine einzuführen? So hat Kreuz Beitung" überfandt, aber sein eignes Parteiblatt hat sich auch die Zuckerindustrie in solche Maßnahmen zu fügen, die für ihn in den Papierkorb geworfen.( hört! hört! bei den Socialdemo- die gesamte Bevölkerung des Landes von größtem Nngen find. Es traten.) Dieſe Drohung mit dem Rohrzucker macht also auf uns scheint auch mit der Zuckerindustrie feineswegs schlimm zu stehen, gar keinen Eindruck. Ebenso ist der Hinweis auf England ein Ge- wie man es vielfach darzustellen liebt. Nach den Börsenbandbüchern spenst, um Kinder, die die Sache nicht verstehen, graulich zu machen. hat z. B. die pommersche Zuckerfabrik in Anklam in 10 Jahren zu Es folgt die zweite Beratung der Brüsseler Zuckerkonvention Wir haben von England überhaupt nichts zu fürchten. Wenn es fammen 1754 Broz. Dividende gezahlt; sie besitzt 350 000 202. und der Novelle zum Zuckersteuner- Gesch.( Berichterstatter ein Land giebt, daß von dieser Konvention Nach- Reservefonds bei einem Aktienkapital von einer Million Mark. Abg. Speck.) teile hat, so ist es nach meiner festen Ueber Eine Zuckerfabrik in Stettin, die den Reichstag beschworen hat, Nummer 1 der Kommissionsbeschliffe lautet: Der Reichstag 3eugung England.( Lachen rechts.) Wenn ich Engländer daß für den in den Ausfuhrhäfen befindlichen Zucker, für wolle beschließen, dem am 15. März 1902 in Brüssel zwischen dem wäre, so würde ich alle meine Kräfte einsetzen, um die Konvention zu den bereits Ausfuhrprämie bezahlt ist, nach JukraftReich und mehreren andren Staaten abgeschlossenen Bertrag über einen Fortschritt, für England aber einen Rückschritt weiter Inland zurückommt, die Ausfuhrprämie nicht zurückgezahlt zu werden Fall zu bringen. Für Deutschland bedeutet die Konvention treten des neuen Gesetzes, wenn der der Zucker in das die Behandlung des Buckers seine verfassungsmäßige Zustimmung zu erteilen, mit der Maßgabe, daß die Natifitation des Bertrages nicht auf einer Bahn, die dieses Land seit kurzem unter der gegenwärtigen braucht, hat in 10 Jahren bei hohen Abschreibungen über 130 Proz früher erfolgt, als bis das Gesetz wegen Abänderung des Bucker- dasselbe absolut notwendigen freihändlerischen System abbringt. In durch durchschnittlich 12 und 13 Proz. Dividende. Einzelne Fabriten früher erfolgt, als bis das Gesetz wegen Abänderung des Zucker- Regierung eingeschlagen hat, eine Bahn, die England von dem für Dividende bezahlt. Eine andre Fabrik verteilte durch 5 Jahre hins steuer- Gesetzes im Reichsblatte veröffentlicht ist. England wendet sich sogar der Cobdenklub gegen die Konvention. mögen schlechter dastehen, das kommt in allen Gewerben vor, das Er weist auf die große Schwierigkeit hin, nachzuweisen, tann uns aber doch nicht abhalten, volkswirtschaftlich niglichen Maß Meine Freunde giveifeln aber, daß der Ueberzoll von 6 Fr. wann eine Ausfuhrprämie vorhanden ist und wann nicht, regeln zuzustimmen. Unser ganzes heutiges Wirtschaftssystem beruht ausreichend sein wird, um unsre einheimische Produktion vor der und auf die vielen indirekten Mittel, fie einzuführen. ja darauf, daß der einzelne den Wechselfällen des wirtschaftlichen Konkurrenz des Auslandes genügend zu schützen. Vor allem Es war deshalb sehr gut, daß eine internationale Kommission ein- Rebens preisgegeben ist und sehen muß, wie er sich dazu stellt. Gerade tommt in Betracht, daß wir nach dem Wortlaut des deutsch gesezt wurde, die feststellen soll, ob im einzelnen Falle eine indirekte für die moderne Wirtschaftspolitik gilt der Grundsatz von Nietzsche: russischen Handelsvertrages nicht in der Lage sind, Rußland Ausfuhrprämie vorliegt oder nicht. Ich erinnere Sie an einen Vor- Wer da schwach ist, der muß fallen, wer da start ist, gegenüber, das der Konvention nicht beigetreten ist, und versteuerte fall in der Kommission. Herr Müller Fulda stellte den wiß der muß steigen; dem Schwachen muß noch ein Tritt ges Exportprämien gewährt, einen höheren Zoll zu erheben. Dieser begierigen Antrag festzustellen, wie es mit den Frachtver- geben werden, damit das Unzulängliche zu Grunde gehe. Umstand ist bisher noch ganz außer Acht gelassen worden. Ich halte günstigungen in den verschiedenen Ländern stehe, ob dies indirekte Gerade die Brüsseler Konvention wird verhindern, daß wir zu einem diesen Punkt für so wichtig, daß es mir am liebsten wäre, wenn Ausfuhrvergütungen seien. Da wurde ihm von sehr angesehener vernünftigen Handelsvertrag mit Rußland kommen. Redner schließt das Gesetz wieder in die Kommission zurückgeschickt würde. Seite bedeutet: O rühret, rühret nicht daran! Denn wenn wir mit der dringenden Aufforderung, die Brüsseler Konvention abzu( Unruhe links.) Wenn dann eine Vertagung der ganzen Sache bis untersuchen wollten, was andre Länder thun, dann könnten die ja lehnen.( Lebhafter Beifall rechts.) zum Herbst die Folge ist, so würde das auch nichts schaden, denn auf den Einfall kommen, zu untersuchen, was wir thun. Diese Anfo cilig ist die gauze Sache nicht. schauung vertritt auch der Vorsitzende des Ausschusses der vereinigten Buderindustrien. Dieser Herr meinte sehr richtig: Wer im Glashause ist, soll nicht mit Steinen werfen. Abg. Graf Kanit( t.): Abg. Dr. Wiemer( frf. Bp.): Abg. Müller- Fulda( C.): Durch die 1a, 0 Staatssekretär Graf Posadowsky: Ebenso dringend, wie der Herr Borredner um die Ablehnung bat, Wir haben beantragt, die Steuer auf 14 Mart feftaufegen, weil muß ich das hohe Haus ersuchen, die Zuckerkonvention anzunehmen. Der wir fürchten, daß bei einer niedrigeren Steuer die Regierung muß, versteht aber darunter nur die Fabrikation von Bucker. Es giebt politischem Gebiet in den letzten Jahrzehnten stets schwach und nachMan spricht immer von der Zuderindustrie, die gefchüßt werden Herr Vorredner hat es so dargestellt, als wenn Deutschland auf handelsin finanzielle Schwierigkeiten kommen wird und so das Zustandekommen der Konvention gefährdet wäre. Aus demselben aber auch eine ganze Reihe von hochentwickelten Induſtrien, die giebig gewefen und auch in Brüssel nicht auf der Höhe der Situation Grunde werden wir auch gegen den Antrag auf völlige Aufhebung die eine Veredelung des Produktes herbeiführen und es in den ver- richtig; ich werde eine andre Frage an Sie stellen: ist es richtig Buder verwerten, verarbeiten, von höher qualifizierten Industrien, gestanden hätte.( Nuf rechts: Sehr richtig!) Sie sagen: Sehr der Steuer stimmen. Für die Wiedereinführung der Kontingentierung, welche die schiedensten Formen dem Konsum zuführen. Unbestreitbar ist im deutschen Parlament in einem Augenblick, wo wir handelsKommission beschlossen hat, können wir nicht stimmen. daß unter dem System der kontinentalen Ausfuhrzölle politische Verhandlungen mit der ganzen Welt führen, die Herabjetzung des Ueberzolls wollen wir die Existenz des Kartelle Englands Zuckerfabrikations Industrie teilweise zurückgegangen deutsche Regierung als eine solche hinzustellen, die zu und seine preistreiberische Thätigkeit untergraben. Das Startell ist ist, in ganz enormem Maße sind aber andrerseits die Zucker handelspolitischen Verhandlungen schwach und unfähig lediglich eine Bereinigung, die zum Nachteil der Konsumenten arbeitet. verarbeitenden Industrien in England, die Confituren ist?( Lebhaftes Bravo! links, Murren rechts.) Ji Juters Wir hoffen, daß nach dem neuen Gesetz der Konsum erheblich wachsen und Confektfabriken, umfangreicher geworden. Die Zahl effe unsrer Zukunft ist das kein richtiges Verfahren.( Lärm und der Buder billiger werden wird. Wir werden gegen jede Er- der in ihnen beschäftigten Arbeiter ist von 29 000 in den achtziger rechts.) Wenn Sie hier vor dem ganzen Lande die Res schwerung des Zustandekommens dieses Gesetzes stimmen. Jahren auf 53 000 und dann auf 105 000 gestiegen. Die Zahl der gierung mit solchen Vorwürfen zu diskreditieren suchen( Lärm rechts, in den Raffinerien thätigen Arbeiter beträgt ungefähr 5000; sie ist Bravo! links.), dann müssen Sie uns schon gestatten, daß wir mit der Zeit etwas zurückgegangen, aber selbst wenn alle englischen pleinement( voll und ganz) darauf antworten. Mit handelspolitischen Ich hoffe, daß sich diese Absicht des Herrn Borredners auch bei Raffinerien vom Erdboden verschwunden wären, hätten ihre Arbeiter Verträgen ist es eine eigene Sache. Gewiß find Interpretationen der Beratung der Budersteuer- Novelle erweisen wird, sonst dürfte die in den Zucker verarbeitenden Industrien leicht Beschäftigung ge- zweifelhafter Art möglich, Konvention doch noch zu Fall kommen. Ein Muster der Gesetzgebung funden, und dabei hätte sich noch der Konsum des Volkes verbessert Masse von Möglichkeiten aber hier nur eine all die Wand, ist sie ja gerade nicht. Ich bedauere, daß nicht Sachverständige zu und verfeinert. den Eindruc Bevollmächtigten nach Brüssel entfandt worden sind. hervorzurufen, daß die Konvention für uns außerordentlich Andre Nun sagt man, England sei im Intereffe feiner Solonien befonders ungünstig ist. ist.( Lärm rechts. Bravo! links.) Ich glaube, Staaten haben nicht bloß Bureaukraten hingeschickt, sondern auch der westindischen um eine Hebung des Buckerpreises auf dem Welt- daß wir feinen Handelsvertrag, feine Konvention jemals abschließen Eachverständige. Hätten wir das auch gethan, so wäre die markt zu thun! Um der westindischen Kolonien willen opfert also fönnen, die nicht der Gefahr ausgesetzt wäre, daß nicht anders geKonvention ficher etivas präciser und beffer ausgefallen. Darüber England in seinem eignen Lande die Juteressen großer Industrien meinte Interpretationen zu ihr gegeben werden. Das haben wir zu find wir ja alle einig, daß die Ausfuhrprämien abgeschafft werden. auf. Und was sind denn diese westindischen Kolonien? Eine Hand allen Zeiten und unter allen Regierungen erlebt, seit wir überhaupt Etwas andres ist es mit der Frage des Ueberzolls, der von 20 Mark voll Pflanzer, die für England dasselbe find, wie für uns die ost- internationale Verträge geschlossen haben. Weil aber gerade die auf 4,80 Mart ermäßigt werden soll. Dies steht gerade im elbischen Agrarier. Als man ihnen verbot, ihre Cflaven wie Hunde Zuckerfonvention den ersten Versuch darstellt, gewisse wirtGegensatz beim dem es zu da schrien sie: Wir ruiniert! Gegen Verhältnisse international so des vorigen Jahrhunderts die Sklaverei bei ihnen abgeschafft wurde, urteilen wird. Als im Anfang annehmen darf, daß sie als europäischer Areopag gerecht und richtig hat die englische Regierung dies von den ostindischen Pflanzern mit Konkurrenz des Rohrzuders außerordentlich gefährlich. Es ist hier so dargestellt worden, als wäre die Millionen erkaufen müssen. Mit Rücksicht auf diese Leute will nun die Unterstützung der englischen Regierung für die Kolonien hins England den Weltmartis- Buderpreis zum Schaden der großen Waffe gewiesen worden. Das fönnen wir nicht verhindern, daß die der Konsumenten im eignen Lande erhöhen. Die Ansicht, daß in Staaten, die der Konvention beigetreten sind, ihre Landeskultur fördern, England keine Fehler gemacht werden, dürfte doch nach den Vor- dann müßten wir ja auch im Eisenbahnbau, im Bau von Chausseen gängen der letzten Jahre nicht mehr erhoben werden. in den englischen Kolonien eine Begünstigung des Rohrauders Die Kommissionsbestimmung über die Kontingentierung und erblicken. Die Brüffeler Konvention bezieht sich nur auf diejenigen die Festsetzung des Ueberzolls auf die höchstmöglichste Höhe direkten und indirekten Prämien, die im engeren Einne als Buders halten wir für geeignet, einem nenen zu ebnen. Die schädliche Wirkung des Kartells haben wir ja erlebt, gemeinen Maßnahmen zu Gunsten der allgemeinen Landeskultur Kartell die Wege prämien aufgefaßt werden müssen. Würde sie sich auf die allihre Folge war der Rüdgang des Konsums. Daß aber den Zucker erfireden, dann müßte die leberwachungskommission in Brüssel produzenten selbst an einer Steigerung des Konsums gelegen sein schließlich die Verwaltung fämtlicher Zuckerländer in die Hand nehmen. muß, geht ja auch daraus hervor, daß unsre Anträge auf Aufhebung Diese Vorwürfe einer besonderen Begünstigung Englands find nicht Die beiden Vorredner haben gedroht, daß fie, wenn gewisse der Zuckersteuer von der rechten Seite sehr wohlwollend behandelt aufrecht zu erhalten. Das hohe Haus war feiner Zeit darin einig Forderungen nicht erfüllt würden, der Konvention ihre Zustimmung wurden. Wir verlangten absolute Stenerfreiheit. Wir mußten und einig war auch die Partei des Herrn Vorrebners, verfagen würden. Sie wissen, daß unsre Partei von Anfang an die uns ja allerdings sagen, daß möglicher Weise die Herren von der daß der beste Zustand für die deutsche Zuckerindustrie die Aufhebung Konvention mit Genugthuung begrüßt hat, weil wir in dieser inter- Rechten auch für diese Anträge auch für diese Anträge stimmen würden, um die der Prämien sei.( Lebhafte Zustimmung lints, Lärm rechts.) nationalen Vereinbarung ein Mittel sahen, um der verwerflichen Konvention zu Fall zu bringen. Das konnte uns aber Heute aber hören wir ganz etwas andres, heute, wo wir an der Brämienwirtschaft und der Ausbeutung des Buderkartells ein Ende nicht hindern, für die Anträge auf Herabsetzung der Zuder Beendigung des Prämiensystems stehen, da werden Bedingungen zu machen. Wir haben uns nicht verhehlt, daß die Konvention steuer auf 10 beztv. 12 W. zu stimmen, nachdem unser aufgestellt, da wird eine Kafuistik entwickelt( Lärm rechts, Bravo! auch von unfrem Standpunkt aus ihre bedenklichen Seiten Antrag abgelehnt war. Um die finanziellen Schwierigkeiten zu be links), um die Konvention zu Fall zu bringen. Auf hat. Das Bedenkliche liegt für uns darin, daß die Konvention seitigen, haben wir eine Reichs Einkommensteuer diesent Wege werden wir nie" qu einer neuen Konvention überhaupt noch einen Ueberzoll vorschreibt für die Einfuhr empfohlen. Die Argumente vom Regierungstisch dagegen fönnen für gelangen. Wer gegen den Brüsseler Vertrag ist, ist, muß des Bucers und daß sie die Konventionsstaaten verpflichtet, gegebenen uns nicht maßgebend sein. Man behauptet, es läge eine Ungerechtige fich damit auch vertrant machen, daß das Prämiensystem falls Kampf- oder Ausgleichszölle gegen andre Länder zu erheben, teit gegen die Kleinstaaten vor. Das kann ich nicht zugeben. Eine perennierend( dauernd) bleibt.( Lärm rechts, Bravo! links.) Nur die etwa noch Prämien für die Zuckerausfuhr nach Deutschland ge- abgestufte Einkommensteuer bedrückt niemand. noch ein Wort zu den Anträgen in finanzieller Beziehung. Sie alle währten. Die Vorteile der Konvention schienen uns aber so groß Es ist die Befürchtung ausgesprochen, daß mit der wissen, in welcher außerordentlich schwierigen finanziellen zu sein, daß wir bereit waren, die Nachteile in Kauf zu nehmen, Herabsetzung der Verbrauchssteuer die Reichstasse auf viele Situation sich das Reich befindet; Sie wissen, daß wir aus und daß wir in der besten Absicht in die Kommission gegangen sind, Millionen sicherer Einnahme verzichten müsse. So schlimm allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Gründen auf die Annahme zur Durchführung der Konvention beizutragen. Unfre Genugthuung steht die Sache für die Regierung nicht. Die Regierung der Brüffeler Konvention den größten Wert legen. Ist es da richtig, über den Abschluß der Konvention ist aber durch die Beschlüsse der hat nichts zu fürchten, wenn die Zuckersteuer auf 12 M. herabgesezt daß Sie uns bei dieser Gelegenheit Bedingungen auf finanziellent Kommission in einer Weise herabgestimmt worden, daß wir es wird. Es würde dann ein Konsum von 10 Millionen Doppel- Gebiete stellen wollen, die nach Ansicht vieler Bundesstaaten äußerst uns auch sehr überlegen werden, ob wir in die Lage kommen, centner vollständig genügen, um der Regierung das zuzuführen, was peruiziös( verderblich), ja nach Ansicht mancher derartig sind, daß sie der Konvention und dem Zuckersteuergesetz zuzustimmen. Die deutsche sie heute bestenfalls aus der Zuckersteuer gewinnt. Wir haben jegt die ganze Vorlage für uns un annehmbar machen? Buderindustrie würde freilich, falls die Konvention abgelehnt wird, einen Inlandskonsum von gegen 8 Millionen Doppelcentner, wir Die Buckerstener gehört nicht zu den besonders drückenden Abgaben. eine sehr gute Gelegenheit vorübergehen lassen, um aus einer hatten schon einen Konsum von nahezu 8/2 Millionen Doppelcentner, Der Schazsekretär hat nachgewiesen, wie unendlich schwierig die schlechten Lage herauszukommen. Die Kommission hat ihr Bestes und es ist sehr wohl bei einer Verbilligung des Buckers auf ein Finanzierung des Reichsetats sich gestaltet. Bei der Auswahl nener gethan, um die Konvention möglichst wertlos zu machen und ihren Steigen des Konfums um nicht ganz 25 Broz. zu rechnen. Wenn die Steuern sind wir bisher immer von dem Unglück verfolgt worden, Bwed zu vereiteln. Besonders die Beschlüsse füber die Kon- Budersteuer auf 12 M. Herabgesetzt und das Kartell aufgelöst wird, so wird, solche vorzuschlagen, die der Mehrheit nicht gefallen.( Heiter tingentierung, die zugleich ein Monopol für die bestehenden Fabriken wie Sachverständige berechnet haben, der Preis des Buckers pro feit.) Ich sehe vorläufig keine Stener, die geeignet wäre, darstellen, laufen der Absicht der Konvention geradezu entgegen. Pfund von 33 Pf. auf 20 Bf. fallen; bei einer Zuckersteuer von die finanziellen Nöte des Reiches zu beseitigen und gleichDer Hauptzweck der Konvention war, die Ausfuhrprämien zu beseitigen. 16 M. würde das Pfund Bucker etwa 25 Pf. tosten. Ein Preis zeitig die Zustimmung des Reichstages und Bundesrats zut Nun hat Abg. Müller- Fulda auf die französische détaxe de distance unterschied von etwa 8 Pf. würde nur ein sehr langsames Steigen finden. Sie haben die beweglichen Klagen der Einzelstaaten und bes ( Entfernungsnachlaß für Budertransport) hingewiesen und gemeint, des Konsums herbeiführen, wenn aber der Preis für das Pfund sonders der fleineren Staaten bei den jetzigen Finanzverhältnissen darin liege doch eine Art Ausfuhrprämie und es sei ein solcher Eut Buder auf 20 Bf. fällt, so wird naturgemäß der Zuckerkonsum in des Reiches gehört. In demselben Augenblick wollen sie die finanzielle fernungsnachlaß auch in Deutschland einzuführen. Wir sind durch ganz andrem Maße gehoben werden, und zwar innerhalb furzer Lage des Reiches noch schwieriger gestalten! Ich kann Sie nur aus Freunde der Ermäßigung der Eisenbahntarife, müssen uns aber Beit. Ich glaube, daß das Reich bei einer Herabsetzung der Zucker dringend bitten, den Antrag der Kommission abzulehnen und dagegen verwahren, auf diese Weise etwa wiederum eine Ausfuhr- steuer auf 12 M. finanziell noch besser fahren wird als jetzt. Wir mindestens den anzunehmen, der die Buderſteuer auf prämie herbeizuführen. Die Kontingentierungs Bestimmungen haben also gar keinen Grund, von dem Antrage, den die Kommission 14 Mart festlegen vill. Sollten unsre Finanzverhältnisse bergen von vornherein alle Nachteile einer neuen Ausbeutung eingebracht hat, abzugehen. Meine Partei hat getreu unsern Grund- sich günstiger gestalten, so ist es keineswegs ausgeschlossen, durch das Buckerkartell potenziell in sich. Wenu diese sätzen, daß jede Berbrauchssteuer, namentlich auf Artikel des Wassens daß wir von selbst eine Ermäßigung der Zuderſteuer beantragen Bestimmungen nicht wären, dann brauchte Deutschland überhaupt tonjums, erstens eine Ungerechtigkeit gegen die große Maffe der werden. Auf die Frage der Reichs- Einkommensteuer will ich feinen lleberzoll. Ich mache Sie dabei speciell aufmerksam auf die arbeitenden Bevölkerung und zweitens eine wirtschaftlich durchaus nicht eingehen. In steuertechnischer und allgemein staatsrechtlicher tatistik, die der östreichische Vertreter auf der Brüsseler Konferenz widerfinnige Maßregel für die betreffende Industrie darstellt, einen Beziehung stellt sie einen so tiefen Eingriff in die Selbstgegeben hat und worin auf die Ueberlegenheit der deutschen Zucker Antrag eingebracht, wonach der Buder überhaupt von jeder verwaltung der Einzelstaaten dar, daß sie mit dem Charakter rübenfabrikation über die aller übrigen Länder hingewiesen ist. Verbrauchsabgabe befreit werden soll; nur eventuell werden wir für des föderativen Staates nicht vereint werden kann.( Widerspruch Trozdem weist das Protokoll der Brüsseler Beratungen verschiedene den niedrigsten zu erreichenden Steuersatz stimmen. Der deutsche links.) Ich glaube nicht, daß in absehbarer Zeit eine Mehrheit des Stellen auf, aus denen die Anschauung hervorzugehen scheint, als Julandskonsum an Buder ist durchaus noch steigerungsfäbig; er hohen Hauses und des Bundesrats einer solchen Steuer zustimmen wird. wenn es sich bei der Abwehr der fremden Zucker: beträgt jetzt in Deutschland jährlich auf den Kopf der Bevölkerung Ich frage Sie deshalb, wie gedenken Sie der Finanznot des ausfuhr 1117 den Schu gegen eine Epidemic oder 131/3 Kilogramm, in England 40 Kilogramm, in Dänemark 25 Kilo Reiches abzuhelfen, wie gedenken Sie unter den schlechten gegen ein Gift, das. aus dem Auslande eingeschleppt gramm. finanziellen Berhältnissen, die für die kleineren Staaten eine tiefe wurde, handle. Herr Müller- Fulda hat wieder das Schreckgespenst Es ist ja möglich, daß die Aufhebung der Ausfuhrprämien und staatsrechtliche Bedeutung haben, der Finanznot des Reiches abdes Rohrzuders vorgebracht. In der Kommission hat uns ja Herr die Neugestaltung der Zuckergesetzgebung, wie wir sie erfireben, einen zuhelfen? Man flagt stets über hohe Militär- und Marinefich barum handelt, der sandwirtschaft einen erhöhten Schutzzoll zu Tode, au hehen, beeführt werden foll, wenden fie fich mit jene Wittichaftliche Kommiſſion eingelegt worden, von der, ich au geben. Daß dies die Absicht der Regierung ist, der Erklärung, der Ruin stehe bevor. hat sie ja auch bei Gelegenheit der letzten Flottenvorlage erklärt. Wie notwendig die Beratungen in der Kommission waren, haben ja die Verhandlungen dort bewiesen. Ich muß erneut nine Verwunde rung über den Leichtfiun derjenigen aussprechen, die eine solche Beratung nicht für nötig hielten.( Großer Lärm und lebhafte Proteftrufe links.) Bedenkliche Mängel der Konvention fann man ja in Hülle und Fülle anführen. Die Mehrzahl meiner politischen Freunde kann der Konvention nur dann ihre Zustimmung geben, wenn das Zuckersteuergesetz so abgeändert wird, daß dadurch ein Ausgleich für die der Landwirtschaft erwachsenden Schäden geschaffen wird. Sollte das nicht der Fall sein, so glaube ich, wird es das beste sein, wenn die Konvention abgelehnt wird. ( Beifall im Centrum.) Abg. Bernstein( Soc.): = Tasten. Es mag mm eine politische Partei, welche auch wolle, an werden gegen die unsinnige Kontingentierung Front machen und den darin vorzunehmenden Neuwahlen der Funktionäre des Wahldiesem Tische figen, wenn sie einmal die Verantwortung damit die Interessen der östlichen Landwirtschaft, des östlichen freises zu beteiligen." trägt, die wir für die Sicherheit des Landes haben, dann Rübenbaues, wahrnehmen.( Lachen rechts.) Vor 20 Jahren wäre es wird sie stets so handeln müssen, wie wir gehandelt haben. unmöglich gewesen, solche Geschäfte im deutschen Reichstage zu eingegangen. So wurde von Genosse Flade beantragt, daß der Zur Resolution Bebel sind dann noch mehrere Amendements Keine Partei wird durch irgendwelche theoretischen Erwägungen die machen. Wir wollen uns unsre Zustimmung zur Brüsseler Konvention Uebertritt in den Wahlverein für den sechsten Wahlkreis auf Grund Ungunft der geographischen Lage ausgleichen können, in der wir nicht irgendwie bezahlen lassen. Wenn die Regierung mit Entschieden des alten Organisationsstatuts erfolgen soll. Genoffen Walter und uns seit Erschaffung der Welt befinden.( Heiterfeit.) Die not- heit den Standpunkt der Allgemeininteressen vertritt, so kann sie das Heydemüller beantragen: Für die vier Vorstädte des sechsten wendigen Verteidigungsausgaben für die Sicherheit des Landes, Gesetz in der Form bekommen, in der sie es haben will. Denn schließlich Streifes je einen Verein zu schaffen und einen Centralvorstand zu für die Aufrechterhaltung unsrer Kulturbedingungen werden würde es doch die agrarisch- fleritale Mehrheit dieses Hauses nicht riskieren, wählen. Ein ähnlicher Antrag ist auch vom Genossen F. Hoffimmer bewilligt werden müssen. Wenn Sie von der ungeheuren in einer Angelegenheit, wo die Interessen der Zuckerindustrie dringend mann gestellt. Die Genossen Mars und Mette beantragten, Verschuldung des Reiches sprechen, die auch ich beklage, so liegt der den Beitritt zu einer internationalen Vereinbarung erfordern, diese die Beschlußfassung bis zu einer neuen einzuberufenden Versammlung Grund dafür darin, daß wir die lebende Generation zu sehr entlastet Konvention abzulehnen.( Lärm und Gelächter rechts). Die Regierung auszusehen und das gesamte Material den am Montag stattfindenden und die zukünftige zu sehr in Form von Schulden belaftet braucht nur für eine gute Sache mit Entschiedenheit einzutreten, dann Bahlabenden zur eingehenden Erörterung zu überweifen. haben, für Ausgaben, die die lebende Generation eigentlich wird sie die Unterstützung der gesamten Linken, einschließlich der aufzubringen hat.( Sehr richtig!) Das wertvollste Recht der Socialdemokratie, die in dieser Frage teine frattiöse Politit machen Volksvertretung liegt nicht im Recht der Gesetzgebung, sondern in wird, finden.( Lebhafter Beifall links, große Unruhe rechts.) der Aufstellung des Etats. Aus dem Recht, Ausgaben und Einnahmen zu bewilligen, haben sich geschichtlich die Parlamente entvickelt. Deshalb besteht für Sie die politische Pflicht, den finanziellen Erwägungen die größte Beachtung zu schenken. Nicht nur Gerechtig feit, sondern auch gesunde Finanzen sind die Grundlage der Staaten. ( Bravo! links; Unruhe rechts.) Direktor im Auswärtigen Amt v. Körner( auf der Tribüne fast ganz unverständlich) polemisiert gegen die Abgg. Graf Kanig und Limburg- Stirum. Abg. Dr. Nöficke- Kaiserslautern( B. d. L.): Aber frage eine principielle und materielle Bedeutung habe. Die alte Genosse Borgmann führt aus, daß die gegenwärtige Streit Organisationsform habe die einzelnen mit Aemtern betrauten Genossen Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): ungemein belastet und andrerseits den größten Teil gehindert, an der Aus der Rede des Herrn Barth leuchtete der Hoffnungsglanz im sechsten Kreise mit seiner Bevölkerung von ca. 700 000 Seelen sei inneren Bewegung teilzunehmen und mitzuarbeiten. Die Agitation fünftiger Miniſterherrlichkeit.( Große Heiterkeit rechts, Unruhe links.) dadurch äußerst erschwert. Wenn Ihre Hoffnungen( nach links) in Erfüllung gehen, werde ich Sie nicht Teilung beseitigt und das Interesse der Partei gefördert werden. Diese Uebelstände würden durch die beneiden, sondern eher bemitleiden. Die zufünftige Regierungspartei Eine Kollision mit den Genossen andrer Bezirke wäre ausgeschlossen, versucht heute eine Art von Generalprobe( erneute Seiterfeit links); weil doch für alle Beteiligten das Gesamtinteresse der Partei maßfie Das Volt hat aber niemals Vorteil davon gehabt, wenn die versucht heute, was sie der was fie der Regierung bieten kann. gebend sein muß. Die Genossen der Schönhauser Borstadt haben sich bisher auf Regierung sich auf die äußerste Linte stüßte. Die Herren, die Parteitagsbeschlüsse und den Barteivorstand berufen, sie haben die sonst immer so voll und ganz" auf dem Boden der Ver- sich außerdem auf das Verhalten der übrigen Kreise gestützt und Graf Pojadowsky wies auf die Notwendigkeit ausreichender faffung stehen, erklären heute einfach: Die Regierung absolut, wenn nicht erwartet, daß die Vorschläge der freien Kommission die ZuEinnahmen aus der Zuckerstener hin. Woher aber bei einer fie unfren Willen thut.( Lachen links.) Der Reichstag follte end- ftimmung ruinierten Zuckerindustrie noch Einnahmen aus lich erkennen, wie sehr er bei den Caprivischen Handelsverträgen ist, kann eine eventuelle Entscheidung des Parteitages gar finden werden. nachdem dies der Zucker geschehen Steuer kommen sollen, hat Graf Posadowsky nicht ver- über den Löffel barbiert worden ist. Die Brüsseler Konvention nicht mehr zweifelhaft sein. Der Redner empfiehlt sodann raten. Die Kommissions- Verhandlungen find nach meiner aber ist eine Art Generalprobe für die neuen Handelsverträge. der Resolution Bebel zuzustimmen und danach zu handeln. Genosse Ansicht sehr wenig gründlich geführt worden. Man hat ins- England ist jetzt, nachdem es unter der Zustimmung aller Kultur- Iuge wendet sich gegen die Annahme der Resolution Bebel und besondere den Punkt nicht genügend beobachtet, daß England feinen staaten das Recht hat mit Füßen treten dürfen, noch unbescheidener verlangt, daß der Barteitag entscheidet und die Abstimmung über die westindischen Kolonien Frachtfreiheit für Buder gewährt.( Sehr geworden als früher. Wenn von uns gleichwohl die unbedingte Zu- Resolution bis auf weiteres vertagt wird. Genosse Weisel aus richtig! rechts.) Ueber Branntwein und Saccharin ist Monate lang ftimmung zu der Brüsseler Konvention verlangt wird, so heißt Moabit berichtete, daß auch ein großer Teil der Moabiter Genossen beraten worden, das Zuckergesez will man jegt übers Knie brechen. das: den beschränkten Untertanenverstand zum Princip zu erheben. Das in Bezug auf die Organisationsform derselben Meinung wie die der In wie vielfacher Beziehung sind wir leider schon von England be- aber überlasse ich der Linken.( Beifall rechts, Gelächter links.) Schönhauser Vorstadt ist und die Absicht besteht, auch für Moabit nachteiligt worden! Es würde für unsre Regierung besser sein, wenn fie einmal dem Auslande energisch erklärte: Wir können teine solchen Abg. Graf Kanik( f.): einen selbständigen Verein zu gründen. Verträge mit euch eingehen, unfer Parlament wünscht andre Be- der Nachbarländer, speeiell Rußlands abzuwehren, verneine ich. Weiter Meinung, daß auch die Majorität der Parteigenossen im sechsten Die Frage, ob der Ueberzoll ausreichen wird, um die Konkurrenz sprechen für die Einigung durch den Uebertritt. Die Genossen Alt, Adler, Bartels, Blücher u. a. dingungen! Von uns wird einfach die bedingungslose Zustimmung halte ich auch meine Behauptung nicht für widerlegt, daß die Kon- Wahlkreise bald davon überzeugt sein wird, daß eine Aenderung der Sie sind der zu der Konvention gefordert. Wer nicht den Ruin der deutschen vention, welche uns zwingt, einen höheren Zoll gegen die der Kon- ahlkreise bald davon überzeugt sein wird, daß eine Aenderung der Buderindustrie herbeiführen will, der muß gegen die Konvention vention nicht beitretenden Staaten einzuführen, in Widerspruch steht ist. Genosse Meilchen verlangt, daß mit dem Uebertritt gleichstimmen!( Beifall rechts.) Organisationsform im Interesse der Partei unumgängig notwendig mit dem deutsch- russischen Handelsvertrag. Abg. Dr. Paasche( natl.): Ilären, beantrage ich die Zurückverweisung der Konvention an ganze Wahlkreis in 4 bis 6 Bezirts- Organisationen eingeteilt und die Um diese Frage zu zeitig eine Statutenänderung vorgenommen wird, nach welcher der die Kommission. General- Versammlung für den Wahlkreis aus Delegierten der Bezirke besteht. Genoffe Megte giebt der Meinung Ausdrud, daß ein gutes Verhältnis durch den Uebertritt nicht geschaffen, sondern die Streitig bisherige Zustand noch verschlechtert wird. Die Genossen Thomas teiten innerhalb der Organisation fortgefegt werden und dadurch der und Gellert verweisen darauf, daß die Organisation der SchönDie Redner wenden sich gegen die Auflösung und wünschen, daß hauser Vorstadt erhebliche Fortschritte gemacht und sich bewährt habe. die Entscheidung des Parteitages abgewartet wird. dem Genosse fannkuch noch in längerer Rede für die Einigung, ohne den Parteitag damit zu befassen, plädiert hatte, machte auch Genosse Winsch darauf aufmerksam, daß vordem die Genoffen der Schönhauser Vorstadt nicht nur die Barteitags- Resolution Vororte für sich hatten, jetzt aber, nachdem sich die Situation so geNr. 72, sondern auch die Majorität der Genossen Berlins und der ändert, vollständig isoliert wären, wenn sie bei der Aufrechterhaltung ihrer Organisation beharren. In seinem Schlußwort tritt Genosse Bebel nochmals für die Einigung ein und ersucht die Versammlung, der von ihm vorgeschlagenen Resolution zuzustimmen und weitere Bertagung abzulehnen. Ich kann im Namen der großen Mehrzahl meiner Freunde erflären, daß wir nach reiflicher Prüfung für die Konvention stimmen werden. In der gründlichen Kommissionsberatung find manche Be denken beseitigt worden. In Frankreich und Belgien, die doch wie wir auf den englischen Markt angewiesen sind, hat niemand der Regierung den Vorwurf gemacht, sie habe die Interessen des Landes nicht vertreten. feit der Auffassung des Vorredners. Direktor im Auswärtigen Amt v. Körner bestreitet die Richtige Bosadowsky, unsre handelspolitische Stellung sei so start, daß fie Abg. Graf Limburg- Stirum( f.) behauptet gegenüber dem Grafen durch die Behandlung nicht erschüttert werden könne. Konvention aus und polemisiert gegen den Abgeordneten Liebermann Abg. Freiherr v. Malhan( Hofp. der Kons.) spricht sich für die v. Sonnenberg. ftimmen zu wollen. Abg. Graf Beruftorff- Ueltzen( Welfe) erklärt, für die Konvention Damit schließt die Diskussion. Es folgen persönliche Bemerkungen. Abg. Dr. Hahu( B. d. L.): Herrn Singer möchte ich erwidern, die Wähler, die Herrn Barth das Telegramm gesandt, find sich wohl über seine politische Stellung nicht ganz flar gewesen. Der Bund der Landwirte... Man weist mum immer auf die Gefahr der Konkurrenz RußTands hin. In Rußland aber ist der Jnlandspreis für Zucker ein so hoher, daß die Zuckerindustriellen dort gar keinen Anlaß haben, zu verlustbringenden Preisen zu exportieren. Die deutsche Zuckerindustrie befindet sich in einer starken Krisis, sie bedarf dringend des Schutzes auf dem Weltmarkt. Unfre Zuckerindustrie ist aber technisch so hoch entwickelt, daß sie sehr gut die Konkurrenz auf dem Weltmarkt aufnehmen kann, wenn in allen Ländern die Präntien aufgehoben werden. ich bin unschuldig, wenn er ein Telegramm bekommen hat. Auch Unfre Rübenzuckerindustrie hat die Konkurrenz des Kolonialzuders nicht zu fürchten. Die deutsche Zuckerindustrie wird wohl im stande sein, sich aufrecht zu erhalten.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Abg. Gamp( Rp.): Herr Bernstein hat wieder die Reichs- Eintommensteuer empfohlen. Ich möchte demgegenüber doch einmal fest stellen, wie viel Steuern heute schon in einzelnen Gegenden Deutschlands vom Einkommen erhoben werden. Vielfach wird in Deutsch land bereits eine Einkommensteuer von 16-17 Broz. erhoben. Wenn Abg. Singer( Soc.): Herr Hahn irrt, wenn er meint, daß ich die betreffenden ihr Einkommen aus Aftiengesellschaften beziehen, so ein Telegramm erhalten hätte. Ich habe ihm nur zugerufen, er zahlen sie sogar 26-28 Pro3. Einkommensteuer. Meine Freunde werden in ihrer großen Mehrzahl für die Kon- möge die auf seine Bestellung an den Reichstag gefchicten Telegramme nun produzieren. vention stimmen. Herr Bernstein erklärte, ihm wäre der ganz freie Wettbewerb auf dem Zuckermarkt das liebste. Er wird sich selbst fagen müssen, daß wir dann den Export völlig verlieren. Dadurch würden Tausende von Arbeitern ihre Existenz verlieren. Abg. Dr. Hahn( B. d. L.): dürfen Sie feine persönliche Bemerkung machen.( Heiterkeit.) Präi. Graf Ballestrem: Namens der Bundes der Landwirte flären, daß ich die Korrektur nicht vorgenommen habe. Abg. Dr. Hahn( fortfahrend): Jedenfalls kann ich persönlich erstellt.( Lebhafte Oh! Oh!- Rufe und große Heiterkeit links.) Abg. Dr. Hahu( B. d. L.): Ich habe keine Telegramme be Nachdem der Abg. Graf Kanig seinen Antrag auf Burüdverweifung der Konvention an die Kommission zurüdgezogen hat, wird hierauf in der Abstimmung Artikel 1 und der Rest der Herr Richter und Herr Singer zeigen mir Telegramme, die sie Konvention mit überwiegender Majorität angenommen. Dagegen heute erhalten haben.( Heiterkeit.) Ich weiß nicht, was diese Tele- t nur der größte Teil der Konservativen, einige Mit gramme mit mir zu thun haben.( Lachen links). Ich werde auf glieder der Reichspartei und der Reformpartei. jeden Fall gegen die Konvention stimmen. Es ist allerdings 11 Uhr. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Dienstag eine Reihe von Telegrammen aus dem Lande hier eingegangen. Die Annahme der Konvention würde die deutsche Zuckerindustrie Schluß 614 11hr. speciell England gegenüber in eine sehr ungünstige Lage bringen. Herr Paasche ist ein eleganter Mensch, aber er hat sich schon früher, als es sich um die Entwicklungsfähigkeit des Buderbaues auf Ruba Handelte, als ein sehr schlechter Prophet erwiesen. Das zu erstrebende Ziel aber wäre die völlige Beseitigung der Verbrauchsabgabe. Die heutige Krisis der Zuderindustrie ist eine Folge der Caprivischen Handelsvertrags- Politit.( Lachen links.) Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Versammlungen. " Nach Die Resolution wird sodann von der Versammlung mit großer Majorität angenommen. fprechend der Resolution zu wirken, erfolgte der Schluß der stark Nachdem der Vorsißende Genosse Mars aufgefordert, mun ent besuchten Versammlung mit Hochrufen auf die internationale völlerbefreiende Socialdemokratie. Städtische Arbeiter. Recht lebhaft verlief eine gestern nacheinberufene Versammlung der Straßenreiniger. Die unter mittag von der Ortsleitung des Verbandes der städtischen Arbeiter" Leitung ihres freisinnigen Vorstandes zahlreich erschienenen Arbeiter erhielten am Eingang einen vom Vorstand des Vereins der Straßenreiniger unterzeichneten Zettel ausgehändigt, durch den vor dem Verband der städtischen Arbeiter wegen seiner angeblichen socialdemokratischen Tendenz gewarnt wird. Kaum hatte der Sefretär Poersch die Versammlung eröffnet, da verlangten die geistigen Führer Bureau wahl. Dem wurde stattgegeben und drei in dem gegnerischen Verein hervorragende Herren ins Bureau gewählt. Der nun mehrige Borsigende Kretzschmar erklärte die Einberufung der Verfammlung für einen Gimpelfang, verliest eine Erklärung und schließt die Versammlung. Der socialdemokratische Wahlverein für den sechsten nunmehr an, Berliner Reichstags- Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt) hielt ganz großer Mehrheit stimmt die Versammlung zu und Schubert Kollege Schubert fragt ob die Versammlung weiter tagen soll. Mit am Sonntag im Berliner Prater" eine außerordentliche General- hält sein Referat über„ Die städtische Arbeiterfürforge. versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter bie liberale Stadtverordneten Mehrheit und die Genosse A. Bebel über die Organisationsfrage im Straßenreiniger". sechsten reise referierte. Genosse Bebel verivies darauf, Redner die geradezu einzig dastehende Stellungnahme des In zweistündiger Rede geißelt der Es war mir sehr interessant zu hören, daß Herr Hahn erklärte, daß die vielen und langwierigen Verhandlungen, die der Stadtverordneten- Plenums zu den Anträgen der Socialdemokratie mit den Telegrammen nichts zu thun zu haben. Wir liegt ein Organisationsstreit in sechsten Kreise verursacht, fein Resultat und zeigt an mannigfachen Beispielen die„ mustergültige" ArbeiterAufruf des Bundes der Landwirte vor, unterschrieben von zeitigten. Folgedessen hat der Parteivorstand die freie Fürsorge. Herrn Hahn, worin es heißt: Wir bitten jeden Berufs- Kommission berufen, die sich auch bald auf die bekannten Borstandsmitglieder auf den Plan und demmuzierten den Verband In der Diskussion erschienen nunmehr die Herren genossen bringend, die Sonvention durchzulesen und uns( im Vorwärts" wiederholt initgeteilten) Vorschläge einigte. der städtischen Arbeiter als socialdemokratisch. Poerich fertigte fofort wenn möglich telegraphisch Antwort zukommen zu lassen. Diese Vorschläge wurden mit allen gegen eine Stimme gutgeheißen. diese Herren unter großem Beifall ab. In seinem Schlußwort ( hört! hört! links.) Die Sorgfalt des Bundes der Landwirte geht nachdem mun auch noch die Vertreter der Wahlkreise denselben zu unterzieht nochmals Schubert diesem Vorstand der Straßenaber noch viel weiter. Mir selbst ist ein origineller Fall paffiert. gestimmt, ist somit in letter Stunde der Weg zur Verständigung reiniger", der hier allen Ernstes den Grundsatz aufgestellt hatte: Auch aus dem Kreise Wittenberg hat man ein solches Telegramm gefunden worden. Durch die von der freien Kommission aufgestellten gesandt, aber nicht direkt an mich, sondern an den Landwirtschafts- Grimofäße ist noch keineswegs entschieden, welche Organisations herben Kritik und bringt folgende Resolution ein, welche gegen Man darf nicht fordern, man muß bitten", einer bund, Berlin, Dessauerstr. 7. Der Bund der Landwirte hat dann form die richtige ist; jedenfalls geht aus diesem Streit, was sieben Stimmen Annahme fand: die Freundlichkeit gehabt, mir persönlich die Depesche heute im Kouvert mit die Hauptfache ist, teine Partei als Sieger oder Besiegter hervor. zu übersenden.( Große Heiterkeit.) In diesem Telegramım war in- Er selbst ist der Meinung, daß in Nücksicht auf den Umfang des Ausführungen des Referenten einverstanden. Sie bedauern die ganz unDie versammelten Straßenreiniger Berlins erklären sich mit den folge eines Versehens statt„ abzulehnen" geschrieben abzunehmen". Streises und daß vorläufig eine andre Wahlkreis- Einteilung, die un- genügenden Zugeständnisse der städtischen Körperschaften ihren Arbeitern ( Heiterkeit.) Der Bund aber hat so genau gewußt, wie der Wort- bedingt notwendig wäre, an dem Widerstand der Rechten, ins- gegenüber und betonen, daß die Zustände in den städtischen Betrieben Laut ursprünglich gewesen war, daß er roter Tinte besondere der konservativen Parteien, scheitern wird, ein einziger feineswegs mustergültig, sondern sehr verbesserungsbedürftig sind. das n in ein I und das m in ein n verwandelt hatte. Verein für den ganzen sechsten Wahlkreis gerade nicht die beste Sie fönnen insbesondere nicht mit den Ausführungen jener Stadt( Große Heiterkeit.) Ich war beim Anblick dieses mert Organisationsform sein fann, sondern eine Abgrenzung in vier bis verordneten einverstanden sein, die da meinten, daß die städtischen würdigen Telegramms zuerst ganz erschüttert in meiner Stellung sechs Bezirke und selbständige Vereine mit einer gemeinjamen Arbeiter zu Beschwerden keine Ursache hätten. Die Versammelten können nahme, nachdem aber jetzt Herr Hahn erklärt hat, er habe mit den Spige durchaus wünschenswert erscheint. Die Genossen des sich weiter nicht mit den Beschlüssen des Stadtverordneten- Kollegiums Telegrammen nichts zu thun, habe ich mein Gleichgewicht wieder sechsten Kreises in ihrer Majorität stehen noch auf einem andren in betreff des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs einverstanden erklären, gefunden und werde für die Konvention stimmen.( Heiterkeit und Standpunkt und die Genossen der Schönhauser Vorstadt müssen sich sie betrachten dieselben nicht als weitgehend genug und geben sich lebhafter Beifall links.) derselben fügen, auch wenn ihre Ansicht über die Organisationsform daher der Hoffnung hin, daß die städtischen Körperschaften baldigst Die Verteidigung der Brüsseler Konvention ist in erster Linie die richtige ist. In der gemeinsamen Organisation fönnen fie dann den berechtigten Wünschen der städtischen Arbeiter Rechnung tragen nicht unsre Sache, sondern die Sache der Regierung. Wenn nun die weiter in dem Sinne wirken, ihre Ansicht propagieren und es ist werden. Regierung hier von ihren eigenen Freunden, den sogenannten Stügen faum zweifelhaft, daß schließlich die Minorität zur Majorität wird, Der Verlauf der Versammlung hatte die ihrer Gefolgschaft be der Regierung, einen Echec erleidet, so bedeutet das für sie eine zumal die ganze Entwicklung naturnotwendig dazu drängt, eine föderative raubten Führer des Vereins in große Erregung gebracht. Niederlage, die sie sich kaum gefallen lassen kaun.( Lärm Organisationsform zu schaffen. Nach Lage der Sache ist das einzig rechts.) Es wäre eine Niederlage vor der ganzen Welt. Die Richtige, daß die Genossen der Schönhauser Vorstadt in ihrer hause, Engelufer 15, abends 8 Uhr: Stellungnahme zu den Anträgen für Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Im Gewerkschafts Regierung hätte die Konvention biel rascher und glatter Gesamtheit in den Wahlverein für den 6. Wahlkreis übertreten und den Gewerkschaftskongreß. durchsetzen können, wenn sie von vornherein energisch auf ihrer An- nicht erst den Parteitag abwarten, der für fie feineswegs günstiger nahme bestanden hätte. Die Schlaffheit der Regierung hat dazu ge- entscheiden wird, nachdem alle in Betracht kommenden Instanzen ge= führt, daß man jetzt mit allerlei Mittelchen kommt, um womöglich sprochen haben. Genosse Bebel, dessen Ausführungen, ſo bei der Annahme dieser Konvention denn annehmen muß die weit es sich die Auflösung des Vereins handelte, Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Buckerindustrie diese Konvention, wenn sie nicht vollständig verblendet von einem Teil der Versammlung mit lebhaftem Widerspruch Sonnabends von 7/2 bis 92 1hr abends statt. ist noch allerlei fleine Vorteile nebenbei herauszuschlagen. Es hat im allgemeinen aber mit großem Beifall aufgenommen wurden, Adel. 1. Der Nährwert eines Eies ist dreimal so groß, als der des sich aber mehr und mehr bei der Rechten der Gedanke festgesetzt, daß empfiehlt den Versammelten schließlich folgende Resolution zur An- gleichen Quantums Mitch. 2. Der Nährwert von Milch ist mehr als man niemals etwas annehmen dürfe, ohne noch eine Extrawurst da- nahme: viermal so groß, als der des gleichen Quantums Lagerbier. 3. Branntwein bei zu erhalten.( Sehr gut! und Heiterkeit links.) Für jede Bethätigung" Im Interesse der Einigung aller Kräfte unter den Genossen hat überhaupt keinen Nährwert. 4 und 5. Adelstitel find käuflich nicht zu von patriotischer Haltung verlangt die Rechte ein Trinkgeld. Diese Art des sechsten Wahlkreises zu gemeinsamem Handeln, und in der Hoff- erwerben. von Interessenpolitik hat den Standard der öffentlichen Moral nung, daß es allmählich gelingen wird, bei den Genossen des sechsten Bescheid bekommen. A. S. 44. Vielleicht können Sie im Aquarium, Unter den Linden, tief hinuntergedrückt.( Sehr richtig! links.) Es handelt sich Wahlkreises allgemein die Üeberzeugung von der Zweckmäßigkeit besonders internationale einer föderativen Organisation im Wahlkreis hervorzurufen, beschließt Gerichten flagen. Persönliches Erscheinen ist nicht erforderlich. Dinge, die R. H. Ein Ausländer kann ebensowohl wie ein Deutscher vor deutschen hier um öffentliche Interessen, und Abmachungen sollte man ant allerwenigsten von dem Stand der Wahlverein der Schönhauser Vorstadt, in seiner Gesamtheit mit dem Klage- Anspruch und der Verteidigung gegen denselben nichts zu punkt des Kuhhandels betrachten.( Sehr gut! lints.). Wir in den Wahlverein des sechsten Wahlkreises einzutreten und sich an thun haben, wie eine Ausweisung des Klägers, sind bei der Klage nicht zur Briefkasten der Redaktion. Sprache zu bringen. Die Erörterung solcher Dinge fann vom Gericht ver- I setzen, bis zu der er die Reparatur geliefert haben muß, und auf Reparatur| Weiterversicherung wird zweierlei erreicht: das Erlöschen der Anforüche aus wehrt werden. 25. 2. S. Nicht ersichtlich ist, inwiefern Sie sich irgend und Schadensersatz nach Ablauf der Frist flagen. 2. F. 200. Nein. der früheren Kleberei wird verhindert und die Höhe der eventuellen Rente wie strafbar gemacht haben sollen. Waren Sie beim Abschluß des Vertrages T. 66. Ihre Mutter fann wie jede aus einem die Versicherungspflicht wird eine größere, da die Rentenhöhe sich nach der Anzahl und nach der minderjährig, so ist der Vertrag ungültig und Ihr Verlangen der Rück begründenden Verhältnis ausscheidende Person die Versicherung freiwillig Höhe der Klebemarken richtet. Jnnerhalb zwei Jahren muß Ihre Mutter, zahlung gerechtfertigt. Waren Sie damals volljährig, so können Sie nicht fortsetzen, ohne scheinbar in Arbeit zu treten. Sie flebt für jede Woche eine um diese Vorteile sich zu erhalten, mindestens 40 Beitragsmarken Kleben. einseitig vom Vertrage zurücktreten. Sie können dem Lieferanten eine Frist Klebemarke ein. Welche Klasse sie fleben will, steht bei ihr. Durch diese j 188 23. 7. Der Ungar fann wie ein Deutscher verklagt werden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrafer. Dienstag, den 10. Juni. Cpernhaus. Matteo Falcone. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 7 Uhr. = Neues Operu Theater( Kroll). Gastspiel der königlichen Hofoper aus Stuttgart. Hoffmanns Er: zählungen. Anfang 72 Urania. Reichshallen. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. ut Liederspielhaus: fenbach: Passage- Panopticum. Cyklus. Regimentszauberer. Paimpol und Perinette. Apotheker und Friseur. Anfang 8 11hr. Schiller. Die Mottenburger. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Es lebe das Leben. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 hr. Westen. Hoffmanns Erzählungen. Der weibliche Affenmensch. Die Seejungfer. 160 Der Tigerknabe. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5, Ende 11 Uhr. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-111hr mm! Programm Sanssouci Kottbuserstr. 4 a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig. Witterung imSaal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Montag und Sonntag, Donnerstag Neues. Die Großstadtlust. Anfang Willy Prager uzkränzchen, 72 Uhr. Residenz. Einquartierung. Anfang 72 Uhr. Central. Coralie u. Cie. Anfang 8 11hr. Thalia. Gastspiel der Schlierseer. Jägerblut. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf bei günstiger Witterung: Er. Anfang 7 Uhr. un Carl Weiß. Die Viper. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Lumpacivagabundus oder: Das liederliche Kleeblatt. Anfang 712 Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( leberbrett). Anfang 8 Uhr. Schall und Rauch. Sereniffimus: Zwischenspiele. Der Fall Moncel. Schöne Scelen.- Kollegen. Anfang 812 Uhr. Orpheus. Specialitäten Vorstellung. Anfang Uhr. Charivari. Täglich Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Metropol.( Morwit- Oper.) Aleffanbro Strabella. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. 16 Elite- Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Photographische Aufnahme von der Insel Martinique und von den Schlachtfeldern Transvaals. Im Konzertsaal: Schwedische Künstlerkapelle 4 Damen, 2 Herren. OOLOGISCHER CARTEN Täglich nachmittags 5 Uhr: Grosses Soiree Tanz frei! Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Soiree 7 Uhr. Entree 30 Pf., ab 9 Uhr 20 ẞf. Der Inventur- Verkauf shit bietet in allen Lager- Abtheilungen Waaren zu bedeutend ermässigten Preisen. Berlin W. 25 Leipzigerstr. Ostbahn- Park. Prater- Theater Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Max Kliems い Kastanien Allee 7-9. Täglich: Durch fremde Schuld. Ballettges. 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Metropol- Theater mit dem Luftballett ,, Grigolatis! Kasseneröffnung 7 Uhr. Schall und Rauch ( Kleines Theater) Dienstag, 10. Juni, Anfang 82Uhr: Serenissimus- Zwischenspiele Gastspiel von Emanuel Reicher. Malennacht. Kollegen. Schöne Seelen. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Morwitz- Oper. W. Noacks Theater. Heinrich Bötel: Alessandro Stradella. Mittwoch: Undine. Danerstag: Auf allgemeines Brunnenstraße 16. d. Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. wwwww Das neue Juni- Programm Besser und interessanter wie je! Dr. Schünemann, Specialanzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 1/ 12-3, 6-128. Joëls Victoria- Garten, Treptow Ludwigs Park- Restaurant, Köpenicker Landstrasse. Sonntag, den 15. Juni 1902 Früh- Konzert arrangiert von den 214/ 15* Parteigenossen des IV. Berliner ReichstagsBillets 15 Pf. Wahlkreises Südost. Kassen- Eröffnung 4 Uhr morgens. Billets 15 Pf. Die Kaffeeküche ist geöffnet.( Liter 60 Pf.) Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. Freireligiöse Gemeinde. Zum Besten des Banfonds. Montag, den 16. Juni 1902, nach Schmöckwit ( Gasthaus zur Palme): Vorisutan igoretto, Honor Konzert, Theater- u. Specia- Dampferpartie mit Mufit. Narr.) Gr. Oper in 4 Akten von Verdi. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich: Die Viper. Kriminalschauspiel in 7 Bildern. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Specialitäten, Theater: Vorstellung. 52 Uhr. Morgen: Gr. Kinderfreudenfest. Fröbels litäten- Borstellung. Onkel Don Juan. Bosse mit Gesang u. Tanz v. E. Braune Schweizer Garten Am Königsthor 42020* Am Friedrichshain Täglich: Konzert, Theater, Specialitäten- Borstellung und Ball. Allerlei Theater Boltsbelufitaung. Greier Damentang Kommen! früher Puhlmann Schönhauser- Allee No. 148. Durchweg glanzvoll erneuert! Täglich: Gr. Garten- Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung. Sehen! Stannen! Allabendlich stürmischer Beifall des erstklassigen Riesen Programms! Im Prachtfaal: Gr. Ball. Anfang Konzert 5 Uhr, Vorst. 6 Uhr. 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Ackerſtr. 6/7 turzent Keiden unſer Mitglied, ber Große Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Spohr über: Multatuli, der Dichter der Kämpfenden mit Recitationen aus seinen Werken." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes." Regen Besuch erwartet Dachdecker und Berufsgenossen. Mittwoch, 11. Juni, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Volks- Versammlung Oeffentliche Versammlung 1/9 am Dienstag, den 10. Juni, abends 8½ Uhr, im ,, köslinerhof", Köslinerstraße 8. Tages- Ordnung: 1. Was wollen die Frauen von der Polizei? Referent: Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Die Vertrauensperson. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5, Telephon Vint 7 Nr. 353. Mittwoch, den 11. Inni, abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung für Moabit in den Arminiushallen, Bremerstraße 72-73. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Sassenbach über: Die geschichtliche Entwicklung der deutschen Gewerkschaften." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. der Dachdecker Berlins. Tages- Ordnung: ſchlußfaffung über bie du unternehmenden Schritte. Der Vorstand. 129/16 Schneidemüller 184/12 Ferdinand Pagel durch Lungenbluten im 52. LebensOrts- Krankenkasse wittwoch, den 11. b. W., nachmittags are. Die Beerdigung findet am der Sattler u. berwandten Gewerbe zu Berlin. Wir bringen hierdurch zur Kennt nis, daß die 273/13 fünfte Abänderung zu unsrem Statut( betreffend die 1. Die Notwendigkeit der Schußvorrichtung in unsrem Berufe und Betreibenden) gemäß den Beschlüssen der Strankenversicherung der Hausgewerbe Referent Genoffe General- Versammlung vom 12. April Fritsch. 2. Diskussion. 3. Beschlußfaffung über die fernere Gestaltung 1902 vom Bezirksausschuß unter dem unsres Streitfonds. 4. Bericht und Neuwahl unsres Gewerkschaftsdelegierten. 13. Mai d. J. genehmigt worden ist. NB. Kollegen! Da man in der letzten Zeit uns die so notwendige Schutzvorrichtung verweigert, ist es notwendig, daß sämtliche Kollegen zu dieser Versammlung erscheinen. 54/3 Die Agitationskommission. Verein socialdemokratischer Gaft- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Die Mitglieder werden ersucht, sich an der heute nachmittag 4 Uhr bei Keller, Koppenstraße 29, stattfindenden öffentlichen GastwirteVersammlung recht zahlreich zu beteiligen. 69/13 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Centralverband der Maurer 2c. Zahlstelle Berlin. Deutscher Buchbinder- Verband. 4 Bezirksversammlungen Zahlstelle Berlin. Morgen Mittwoch, den 11. Juni, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15; Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: Dienstag, den 10. Juni, abends 8 1hr, bei Wernau, Schwedterstraße Nr. 23/24: Versammlung mit Frauen für Norden. Referent: Genoffe Waldeck Manasse. Mittwoch, den 11. Juni cr., abends 8½ Uhr: für Moabit im Lofale Schössler, Stromstr. 28, Referent: Genoffe Wiesenthal 1. Vortrag des Genossen Theodor Hetzner über:" Gleiches für Osten bei Stechert, Andreasstr. 21 Recht für alle." 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Abrechnung von der Matinee. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes.[ 24/4 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Fachverein der Zischler. Mittwoch, den 11. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Zöls, Röpnickerstraße 137: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Winkler über: Die Reorganisation der Gewerkschaft. 2. Welche zur Zeit bestehenden Sperren halten wir aufrecht? 3. Verschiedenes. Bahlreichen und pünktlichen Besuch erwartet 186/19 Der Vorstand. Central- Verband der Schmiede. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 11. Juni, abends 81/2 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 270: Mitgliederversammlung mit Frauen Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über:„ Götter, Göken und Menschen." 2. Das Haustassierersystem. 3. Bericht von der Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Jedes Wort: Die Ortsverwaltung. Pfennig. 176/1 für Süd- Ost bei Krüger, Naunynstraße 6 Referent: Genoffe Lankow. Um regen Besuch dieser Versammlungen ersucht 139/ 15* Die Verbandsleitung. Fliesenleger! Mittwoch, den 11. Juni, abends 8½½2 Uhr, Grenadierstr. 33: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Maßregelung des Kollegen Hupke und Stellungnahme zu derselben. 2. Gewerkschaftliches. 56/8 Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um pünktliches und zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Juhaber: Hermann Peter. Grünau Nr. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich an Wald und Waffer belegenes Lokal den geehrten Bereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. 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Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wilhelm Münzer, Knesebeckstraße 113: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genoffen Karl Koblenzer über: Socialpolitische Streifzüge. 2. Disfuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragetaften. 232/7 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 11. Juni, abends 8 Uhr: Versammlung der Parkettbodenleger im Gewerkschaftshause( Saal 7), Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Serabsetzung des Tarifs seitens der Kollegen Hille und Clements. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 84/9 Die Vertrauensmänner werden ersucht, um 6 Uhr im Gewerkschaftss Hause zu erscheinen betreffs einer Vorberatung. Die Kollegen von Kuppig, Leibe, Bendix, Rumpf, Mittag, Classen, Badmeler werden gebeten zu ers scheinen. Der Obmann. Stettin: Magazinstraße 2. Hohenzollernstraße 3. } Filialen: Berlin: Chauffeestraße 54. Belle- Allianceftr. 98 Mass- Anzüge 24 und 30 Mark. 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Fräulein Kretschmar Vorsitzender Landgerichtsdirektor Heidrich eröffnet die Sigung Der Vorfigende kommt hierauf auf den Protest zurück, der seiner schreibt:" Der Alte hat wieder seinen Koller. Wenn er Sie fragt, um 9 Uhr. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Bollert: Der Ver Beit von der Verteidigung gegen die Sachverständigen- Qualität der ob jemand in seiner Abwesenheit dagewesen oder etwas angekommen teidigung ist vom, Gerichtshofe verstattet worden, die rechnungs- ehemaligen Angestellten der Preußenbant, Bollmann und ist, fagen Sie mur, Sie wüßten von nichts." Die Zeugin Weckert mäßigen Unterlagen für die Liquidations- Bilanzen der Preußischen Richter, erhoben ist. Gegen legteren wird von den Verteidigern zieht hieraus den Schluß, daß die Kretschmar ihrem Chef etwas zu Hypothekenbank und der Grundschuldbank einzusehen. Seitens der Dr. Bollert, Bernstein und Thurm nur der Einwand der feinem Nachteile verheimlichen wollte. Auch in betreff dieses Briefes Breußischen Hypothekenbaut hat die Verteidigung das dankenswerteste mangelnden Sachkunde, gegen Herrn Bollmann aber auch der Ein- und seines Swedes vermag die Beugin Kretschmar eine genügende Entgegenkommen gefunden. Die Neue Bodengesellschaft hat das wand der Befangenheit gemacht. Erklärung nicht zu geben. Die Weckert erzählt auch, daß eines Tages, gegen die Der Vorsigende giebt zunächst Herrn Bollmann Gelegenheit, als Löffler verreist war, die Kretschmar elf Baar Würste für das Einsicht der Bücher verweigert. sich auf die in lezterer Beziehung leythin erhobenen Anschuldigungen Geld ihres Chefs habe holen lassen. Sie habe damals den Besuch Die Verteidigung beantragt deshalb, einen formellen Gerichtsbeschluß daß Frau Bollmann seiner Zeit Herrn Eduard Sanden bei einer ihrer Schwester und deren Bräutigam erhalten, diese drei Personen zu fassen. etwaigen Entlassung ihres Mannes mit dem Staatsanwalt gedroht hätten die Würste zusammen verzehrt. Die Kretzschmar habe ihr Rechtsanwalt Bernstein: Er bitte sogar, weiter zu gehen habe 2c. zu äußern. Er erklärt u. a.: Er sei in der Bankabteilung auch einmal gesagt:„ Wenn etwas passiert, dann werde ich nicht und der Neuen Bodengesellschaft nicht nur aufzugeben, die Einsicht der Grundschuldbank beschäftigt gewesen und habe seiner Zeit den leer ausgehen, dazu bin ich zu schlau." Die Zeugin Kr. giebt zu, zu gestatten, sondern auch die eventuelle Beschlagnahme der Bücher Buchhalter Piper darauf aufmerksam gemacht, daß eine Bins- diese Aeußerung gethan zu haben, sie habe dabei im Auge gehabt, zu verfügen. buchung nicht ganz klar sei und er sich diese erst genau ansehen daß Löffler ihr gesagt habe, venn er sterbe, dann gehöre ihr Der Gerichtshof beschließt, dem Antrage der Verteidigung zu solle. Piper sei darauf zur Direktion gegangen und habe ihm dann alles." Verteidiger Dr. Werthauer: Beugin Kretschmar, haben entsprechen. gesagt: wenn er die Buchung gemacht hätte, würde er Prokurist ge- Sie am Sonnabend nach der Verhandlung noch mit dem Kriminal Justizrat Wronter stellt einen auf die Grundertverbs- Gesell- worden sein. Außerdem habe sich herausgestellt, daß eine Bilanz um inspettor Braun gesprochen? Zeugin: Nein, aber ich schaft bezüglichen Antrag. In der Auflage werde gesagt:" Am 200 000 m. nicht stimmte. Er habe von diesen Dingen dem Direktor habe ihm geschrieben, was vorgekommen ist. Bert.: Weshalb? 19. Dezember 1899 verkaufte die Grunderwverbs- Gesellschaft ver- Schmidt Mitteilung gemacht, diefer habe ihm recht gegeben und ihm 3 eugin: Weil er mich ganz genau kennt und weiß, daß ich an schiedene Terrains am Kurfürstendamm, an der Mecklenburgischen gesagt, er möge ihm doch von allen auffälligen Erscheinungen Mit der ganzen Sache unschuldig bin. Vert: Sind Sie nicht und an der Wagnerstraße für 9 Millionen Mart an die Aktiengesell- teilungen machen. Zu diesen Auffälligkeiten habe auch gehört, daß einmal in einer schaft für Grundbesitz- und Hypotheken- Verkauf, die sie einige Zeit der Buchhalter Jagert einmal beauftragt wurde, neue Wertberechnungen Zwangserziehungs- Anstalt borher mit noch zwei kleineren Barzellen für 6 518 480 m. erworben aufzustellen, da etwa 14 Millionen Ueberbeleihungen vorlagen. Jagert hatte." Er beantrage, den Regierungsbaumeister Ganse als habe dies abgelehnt, weil er fürchtete, mit dem ind Sachverständigen dafür zu laden, daß die Terrains wirklich 9 Mia. Mark wert waren. Staatsanwalt Beeck hat zu demselben Thema den Kreistagator Bode sowie den Direktor Buß geladen. Der Sachverständige Ganse soll zum Mittwoch geladen werden. Es wird in der Erörterung der beanstandeten Posten der 99 er Bilanz der Grundschuldbank fortgefahren. In dem Posten Anlagen im Hypotheken- und Grundschuld- Geschäft" 103 420 066 2. figurieren noch im Dezember 1899 a) 9 747 491 M. Hypotheken, welche der Neuen Berliner Baugesellschaft gehörten und b) für 1 197 572 m. Hypotheken, welche dem Märkischen Immobilienverein gehörten, als Aktiva. Die Anklage behauptet, daß dies geschehen sei, um der Deutschen Grundschuldbank, die bei einer Anlage im Hypotheken- und Grundschuldverkehr von nur 92 475 062 M. einen Pfandbriefumlauf von 98 852 700 M. Hatte, die zur Deckung dieses Umlaufs noch erforderlichen über 6 000 000. zu verschaffen. Zur Sache wird als Zeuge der " Baurat Hegemann Staatsanwalt in Konflikt Frau Bollmann bestätigt dies und bestreitet, mit dem Staatsanwalt gedroht zu haben. Sie ist außer zu dem Kommerzien rat Sanden auch zu dem Generalkonsul Schmidt gegangen, um sich darüber zu beschweren, daß ihr Mann in eine Abteilung gesteckt worden sei, wo er nach ihrer Meinung moralischen Schaden nehmen fonnte. Der Angeklagte Heinrich Schmidt und die Verteidiger ( bot gewesen? 8eugin: Ich war von meinem 16. bis 18. Jahre in einem Pensionat. Vert: Ja aber auf Verfügung des Gerichts find Sie dort untergebracht worden? Vert: 8eugin: Ja. tommen zu können. Der Zeuge erklärt es für absolut unwahr, daß und was war der Grund ihrer Unterbringung in der Anstalt in Bert.: Nun in seinem Auftrage seine Frau zu kommerzienrat Sanden gegangen Beuthen, denn da war es doch? 8eugin: Ja. sei und ihm mit dem Staatsanwalt gedroht habe, falls ihr Mann bitte den Grund. Die Zeugin ist trotz aller Vorhaltungen und entlassen würde. Thatsache sei nur, daß er höchlichst davon über Ermahnungen des Vorsitzenden nicht zu bewegen, den rascht gewesen sei, als man ihn plöblich in eine andre Abteilung steckte. Grund anzugeben. Sie windet und dreht sich und kommt endlich Er sei darüber sehr nervös und völlig frank geworden und seine Frau mit der Antwort heraus: Ich bin damals zu Unrecht ver sei nur deshalb zu kommerzienrat Sanden gegangen, um zu erurteilt worden, ich wurde verführt. Endlich erklärt der Verfahren, was mit ihm eigentlich geschehen sei. teidiger, daß er auf die Beantwortung der Frage verzichte, er beantrage dagegen, den Polizeikommissar, der damals die Sache gegen die Kretschmar geführt, telegraphisch laden zu lassen, derselbe könne morgen früh aus Beuthen hier sein. Der Gerichtshof beschließt nach diesem Antrage. Außerdem sollen die Gerichtsakten betr. die damalige Straffache gegen die Kretschmar, wahrscheinlich tuegen Sittlichkeitsvergehen, und ihre Personalakten, die die Krezschmar zwangsweise untergebracht war, zur Stelle geschafft im Kloster" Zum guten Hirten" in Beuthen, in welchem werden.( Die Verhandlung dürfte somit noch einige Tage dauern.) Staatsanwalt Randolph richtet an die Zeugin die Frage, ob sie nach ihrer Entlassung aus der Zwangs- Erziehungsanstalt wieder mit dem Gesetz in Stonflitt gekommen sei. 8eugin: Nein. Verteidiger Dr. Werthauer: Haben Sie nicht an den„ Lokal- Anzeiger" Ansprüche erhoben?-3eugin: Jawohl. Vert.: Und weshalb? Der Lokal- Anzeiger" hatte geschrieben, ich sei die Geliebte Löfflers gewesen. Ich hatte ihn deswegen verklagt. Es tam im Termine ein Bergleich zu stande, ich erhielt eine Entschädigungssumme von 150 Mark. Inzwischen ist die Photographie des linken Armes der Leiche in vergrößertem Maßstabe hergestellt worden. Alle Zeugen, die etwas über die Haltung des Armes zu befunden wußten, werden noch einmal kurz verommen. Prof. Dr. Straßmaun meint, sein Gutachten num dahin ab bleiben bei ihrem Einwande der Befangenheit. Der Gerichtshof beschließt, den Einwand gegen die Sachverständigen- Qualität des Herrn Richter abzulehnen und bezüglich des Herrn Bollmann noch einen Zeugen zu vernehmen. In der Fortsetzung der Verhandlung wird ein ehemaliger Angestellter der Deutschen Grundschuldbank vernommen, der der Ansicht ist, daß Direktor Heinrich Schmidt eine große Selbständigkeit dem Kommerzienrat Sanden gegenüber nicht hatte. Es wird dann noch einmal in die Erörterung über die Grunderiverbs- Gesellschaft eingetreten. Die Antlage schildert das System, welches Buchmüller und Sanden als Direktoren der Grunderwerbs Gesellschaft verfolgten, anschaulich wie folgt: Es wurden Parzellen au zahlungsunfähige Leute gegeben, mit der Verpflichtung, fie binnen furzer Frist zu bebauen. Der Erwerber der Parzelle bezahlt die Anzahlung teils willigen zu können. Da die Direktoren von Hypothekenbanken einen mit geborgtem Gelde, teils brauchte er eine Anzahlung geben zu müssen, daß die über Wert und Bedeutung der von ihm aufgestellten Tagen vernommen. Der Staatsanwalt steht auf dem Standpunkt, daß diese Tayen völlig wertlos und bloße Formenfache gewesen seien. Der Vorsitzende hält in dieser Beziehung dem Baurat Hegemann, der übrigens auf Schadensersatz in Höhe von zunächst 23 000 M. in Anspruch genommen wird, einen von diesem geschriebenen Brief vor, in welchem es wörtlich heißt: Daß die Wertsumme bei jedem Grundstück angegeben war, fonnte mich als Tagator von Hypothekenbanken umso weniger in Erstaunen setzen, da es allgemein üblich ist, daß Hypothekenbanken bei Erteilung des Auftrages zur Tagierung eines Grundstücks in dem Auftragschreiben stets anzugeben pflegen, wie hoch die Be= leihung ist, die gesucht wird und hieraus der Tagator sofort sieht, auf welche Summe die Tage auslaufen muß, um die Hypothek beAuftrag zur Tagation eines Grundstücks jedoch niemals erteilen, wenn überhaupt nicht zu leisten. Er erhielt eine erste Hypothet Haltung des Armes sie sich selbst nicht vorher vergewissert haben, daß das Grundstück von der Preußenbank und hatte das Kaufgeld an zweiter auch durch die eingetretene Leichenstarre bedingt worden sei. Wäre einen solchen Wert hat, daß die Hypothet bewilligt werden kann, so Stelle für Sanden und Buchmüller eintragen zu laffen. der Tod nicht während des letzten Krampfanfalles, sondern gleich ist die Taxation durch den Sachverständigen in den meisten Fällen Leztere erstanden darauf nach fürzerer oder längerer Zeit, zum Teil nach demselben in einem Zustande der Erschöpfung und Schwäche eine bloke Form, unter eignem Namen, zum Teil als Grunderwerbs- Gesellschaft das eingetreten, so würde der Arm allerdings eine herabhängende Stellung weil jeder Direktor einer Hypothekenbank Sachverständiger genug ist, bebaute Grundstück billig im Wege der Zwangsversteigerung eingenommen haben. um den Wert beurteilen zu können." zurück. Vorher hatten sie in einigen Fällen die Kauf- Justizrat Dr. Sello richtet an den Sachverständigen die Frage, Baurat Hegemann begründet diese seine Ansicht in längerer geld- Hypothek an die Preußenbank und die Grundschuldvant ob ihm ein in Schweidnig borgekommener Vergiftungsfall bekannt Ausführung. Bei Neubeleihungen von Grundstücken erhalte der Sach- abgeschoben, so daß diese in erster Reihe bei der Subhastation fei, in welchem zivet mit Strychuin vergiftete Personen in gleich verständige stets erst dann den Auftrag zur Tagierung eines Grund- Verluste erlitten. ruhiger Lage auf dem Sofa gelegen hätten. stücks, nachdem der Direktor der Hypothekenbank bereits definitiv Nach den Erörterungen über diesen Punkt, in welche der Staatsden Wert des Grundstücs festgestellt und auf Grund seiner Feststellung anwalt, der Rechtsanwalt Chodziesner und der Bücherrevisor die Hypothek fest zugesagt hat. Da der Hypothekenbank- Direttor aufrufe wiederholt eingriffen, schloß der Vorsitzende die Verhandlung Grund langjähriger Uebung selbst mindestens ebenso viel Sach- für heute. Sie soll morgen, Dienstag, 9 Uhr fortgesetzt werden. tenntnis befigt als sein Bausachverständiger, so werde letzterer schwerlich in die Lage kommen, in Bezug auf die Höhe der Grundstücksbewertung andrer Meinung zu sein. Da es Der Mordprozeß Thomaschke. sich hier um längst beliehene Grundstücke handelte, so habe um so weniger Veranlassung gehabt, die ihm mitgeteilte& find mehrere anonyme Briefe eingegangen, denen irgend ein Wert Landgerichtsdirektor Pohle eröffnet die Sigung um 91/2 Uhr. Bewertungshöhe der Grundstücke, auf Grund welcher damals nicht beizulegen ist. Dagegen beschuldigt eine Frau, die ihren Namen vor Jahren die Beleihungen stattgefunden hatten, zu argwöhnen, als der Hypothekenbant- Direktor zu be- und ihre Wohnung angiebt, die Aufwartefran Weckert, welche am Kommerzieurat Sonnabend vernommen wurde und unschöne Dinge über die BuchSanden zur Zeit der Auftragserteilung als eine über allem weifel halterin Strezschmar aussagte, der Unglaubwürdigkeit. Es wird beeinwandsfreie Person gegolten habe. Jede Hypothekenbant erteile fchloffen, diese Zeugin zu morgen zu laden. ebenso wie die Gerichtsbehörden an ihre Sachverständigen Zustruktionen er # Zeuge: Der Sachverständige kennt den Fall nicht, hält die mitgeteilte Thatsache aber für möglich. Medizinalrat Dr. Mittenzweig bleibt bei seinem abgegebenen Gutachten, er hält es für möglich, daß Löffler bereits auf dem Sofa liegend vom letzten Krampfanfall betroffen wurde. Gerichtschemiker Dr. Bischoff fügt seinem Gutachten noch folgendes hinzu. Er habe ein Glas mit auf dem Schaum liegen geblieben, dann seien sie erst nach und nach Bier halb gefüllt. Auf den Schainn habe er eine erhebliche Menge salpetersaures Strychnin gestreut. Die Nadeln seien etwa 10 Minuten auf dem Schaum liegen geblieben, dann seien sie erst nach und nach zu Boden gesunken, wobei sich zeigte, daß diejenigen Stellen des Schaumes, auf denen das Gift lag, sich am längsten hielten. Nach weiteren 10 Minuten habe er einen Glasstab in die Flüssigkeit getaucht und mit feiner Zunge in Berührung gebracht, einen bitteren Geschmack habe er fanm wahrgenommen. Es tritt darauf eine Mittagspause ein. storbene Löffler niemals ein Depot hinterlegt gehabt hat. Von der Reichsbank ist die Auskunft eingegangen, daß der vers für die Ausarbeitung der Tagen und wie der Sachverständige bei der Die Kretschmar als Polizeispionin. Anfertigung von Grundstückstagen für die Gerichte nach der Vorschrift die Zeugin Kretschmar vernommen. Sie wird noch einmal ein: Die Beweisaufnahme wird fortgesezt und zunächst wieder des Justizministerial Resfripts vom 17. August 1841 verfahren müsse, ebenso erteile jede Hypothekenbant ihrem Sachverständigen bringlichst zur Wahrheit ermahnt und dann aufgefordert, sich auf Die folgende Zengin ist die Witwe Bertha Grob, die Juhaberin Instruktionen, die er zu befolgen habe. Der Wert eines Grundstücks die Bezichtigungen der Frau Weders zu äußern. Die Beugin in Berlin sei ausschließlich bedingt durch den Mietswert, und diesen Kretzschmar bleibt dabei, daß irgend welche intime Beziehungen eines Restaurants in der Greifswalderstraße. Soweit sie sich zu entzwischen ihr und Löffler nicht bestanden haben. Ob Löffler finnen vermag, verkehrten Holzapfel, Thomaschke und Löffler etwa habe er in allen Fällen objektiv festgestellt. Bei der Grundschuldbank die Absicht gehabt habe, sie zu heiraten, wisse sie nicht; ihr selbst seit August v. J. in ihrem Lokal. Sie pflegten zumeist des Vorfei ihm habe er niemals etwas davon gesagt. Außer ihrem Gehalt von mittags zu kommen, Thomaschte auch des Abends, um zu von dem Mietswert für schrieben worden bag zu bringen und monatlich 100 m., das sie von Löffler erhielt, habe sie noch viele effen. Er blieb zumeist eine Stunde bout. um den Abendbrot au mit 4 Broz. zu tapitalisieren. Den Hypothekenbank Direktor Zuwendungen von den Kunden erhalten, deren Darlehnsgesuche tember sei er auch dort gewesen. Er habe einen Platz gewählt, von brauchte er auf die Wirkung der von ihm erteilten Instruktion auf genehmigt wurden. Sie schäße, daß sie während der ganzen dem er bequem die gegenüberliegende Wohnung Löfflers übersehen das Endresultat der Tage nicht aufmerksam zu machen, weil dieser Dienstzeit bei Löffler beinahe 500 Mart Rebeneinnahmen gehabt fonnte. Er sei gegen 8 Uhr fortgegangen. Nach einiger Zeit sei er Sachteuntnis genug befize, um solches selbst zu ermessen. habe. Es möge vorgekommen sein, daß sie sich der Weckers gegen- wieder gekommen und habe gebeten, einen Staatsanwalt Beed: Haben Sie gewußt, daß diese Taren als über bisweilen mißliebig über Löffler geäußert habe, aber Krug Bier Urkunden oder als Belag und Rechtfertigung für die vorgenommenen dann habe sie Grund dazu gehabt, denn Löffler sei sehr häufig heftig zu Löffler, der Besuch erhalten habe, herüberzuschicken. Da sie Urkunden oder als Belag und Rechtfertigung für die vorgenommenen geworden und habe dann Ausdrücke gebraucht, die er später bereute. niemand zu schicken gehabt, so habe Thomaschke den Krug Bier Beleihungen dienen sollten? 8euge: Nein. Staatsanwalt Beed: Es ist gar nicht ersichtlich, wozu denn die Tagen angefertigt auf Befragen des Verteidigers, Rechtsanwalts Dr. Werthauer, ob selbst hinübergetragen. Am folgenden Vormittag habe sie sich den worden sind und was solche Tagen für einen Wert haben, wenn sie fie nicht auch geleerten Krugliedergeholt. Derfelbehabe in der Küche gestanden. Der an nach dem Willen der Direktoren eingerichtet werden. der Polizei Dienste geleistet tivefende Polizeilieutenant habe ihr gestattet, den Krug mitzunehmen. Seine Tage sei lediglich als Bestätigung der Wertschäzung auf- und dafür Bezahlung erhalten habe, giebt die Beugin Ob das Gefäß ausgespült gewesen oder nicht, könne sie nicht sagen, Seine Tage sei lediglich als Bestätigung der Wertschäzung aufkreich mar dies zu. Sie habe einmal 100 und ein andres Bräf.: Thomaschte hat uns erzählt, daß er am Abend des zufassen, die der Direttor schon gemacht hatte. Diefe mal 60 m. für solche Dienstleistungen erhalten. Die Beugin 30. September am runden Stammtisch gesessen habe. Art von Tagen seien für Hypotheken- Banten 8eugin: bleibt dabei, daß alle ihre auf Löffler bezüglichen Aeuße Das ist nicht wahr. Präs: Kann man vom Stammtische ganz allgemein. rungen falsch aufgefaßt oder falsch wiedergegeben seien. nach der Löfflerschen Wohnung hinübersehen? 3eugin: Nein. Der Staatsanwalt hält es für nötig, noch einen Zeugen vor- Nun erhielt bie 8eugin 28 edert wieder das Präs.: Hat Löffler häufig bei Ihnen Bier holen lassen? zuladen, um diese Frage noch weiter aufzuklären. Wort. Sie blieb bei ihren Behauptungen steheu und 8eugin: Ja, durch Frau Weckert.- Präs.: Hatte Thomaschte früher Ueber den mitgeteilten Brief des Baurates Hegemann und berief sich auf ein Schriftstüd, welches sie inzwischen dem Präsidenten schon einmal Bier gebolt?- 8eugin: Nein. Es folgt die Verdie darin befundeten Ansichten desselben über die nur formale" Be- eingereicht habe. Das Schriftstid, welches zur Berlesung gelangte, nehmung der Frau Göring, welche der Löfflerichen Wohnung deutung solcher Tagen wird enthielt neue Beschuldigungen gegen die Zeugin Kreich mar, gegenüberwohnt. Aus dem Umstande, daß sie dort häufig Offiziere Geheimrat Hecht welche ihren Chef belogen und bestohlen habe. Es verkehren jah, hat sie geschlossen, daß Löffler mit ihnen Geldgeschäfte bernommen und erklärt: Als er den Brief zu Gesicht bekommen, tommt zwischen den Zeuginnen zu einer Auseinandersetzung, sie be- machte. Als sie am Abend des 30. September an der Löfflerschen habe er das Gefühl der Empörung gehabt. Worauf Herr zichtigen sich gegenseitig der Lüge. In dem Schriftfaß wird ferner Wohnung vorübergegangen sei, habe sie die Stube übersehen Hegemann seine Erfahrungen stüße, fönne er nicht wiffen, aber behauptet: Sie spielte häufig mit Löffler Karten und betrog ihn fönnen, da sich an dem Fenster keine Gardinen befanden. Löffler daß seine Ansichten für die Gesamtheit der Hypothekenbanken mit sichtlichen Augen". Die Zeugin Kretschmar erwiderte, habe mit dem Gesicht ihr zugewendet an einem Tisch gesessen und Blaz greifen, müsse mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden. Die daß fie bisweilen mit Löffler habe Karten spielen müssen, habe augenscheinlich in großer Erregung auf einen Herrn eingeredet, Hypothekenbanken, die diesen Brief lesen, werden Herrn Hegemann wobei der legtere es allerdings fo eingerichtet habe, der ihm gegenüber saß. Es sei ein großer schlanker Herr gewesen.entschieden als Tarator abschaffen, sie werden auch wohl keine Kennt daß fie gewinnen mußte. Am 16. oder Justizrat Dr. Sello richtet an die Zeugin Kretzschmar die Frage, ob sie, nis haben von seiner Praxis. Was er in seinem Briefe fage, jei 17. Mai sei Löffler mit Holzapfel nach Hamburg gereift, um Herrn die doch in der Nebenstube gewesen sei, von der lebhaften Unterhaltung total falsch und entspreche in feiner Weise den Gepflogenheiten der v. Rheinbaben zu besuchen. Als Fräulein Krezschmar dies gehört nichts gehört habe. Die Zengin Kretschmar verneint dies und bleibt Hypothekenbanken. Er müsse dies auf's allerentschiedenste und be: habe, habe sie gerufen:" Der Alte ist wohl verrückt, ich habe den tros energischen Vorhaltens dabei, daß sie keinen Besucher bei Löffler stimmteste zurückweisen. Eine solche Tage eines Sachverständigen sei Verdienst schon in der Tasche." Damn sei fie ans Telephon gelaufen gesehen habe. Die Zengin Göring befundet ferner, fie habe bisnicht eine bloße Form, sondern ein ganz wesentlicher Teil der Erledigung und habe an v. Rheinbaben telephoniert, ihn aber gebeten, er möge weilen gesehen, daß Löffler die Kretschmar des Abends zum Abschied eines Beleihungs- Antrages. Für diese Tagen lassen sich Schemata es nicht Löffler sagen, daß sie zusammen gesprochen. Die Beugin gefüßt habe. Die Zengin Kretschmar wird vorgerufen und nicht anwenden und mathematische Formeln seien nicht maßgebend, Streßschmar erklärt, daß ihr von diesem Borkommnis nichts er- gefragt, ob es wahr sei. Sie will anfangs nicht mit der fie feien auf alle Fälle immer etwas Wesentliches für die Beleihung. innerlich sei, jedenfalls habe sie nicht zum Nachteil ihres Chefs ge- Sprache heraus, endlich stößt sie die Worte hervor: " Das Daß man vor der Tage dem Tagator schon angiebt, wie hoch diel handelt. tann wohl sein." Eigentümer 2. hat am 30. September nach " Tokales. MARO pustio sisi tennzeichnete? sedimet Pill beurt ber alle Brig bel Sombor feline egner Montagnachmittag gemeldet. Gegen 15 Uhr lief die 4 Jahre alte findet egentigen Abend nicht in Saal 8, sondern in Saal 3 ftatt. Arbeiter Bildungsschule. Der Unterricht in Geschichte findet egentigen Abend nicht in Saal 8, sondern in Saal 3 statt. And den Nachbarorten. 10 Uhr mit Thomaschte und Holzapfel Stat gespielt. Thomafchle, Wem fallen angesichts solcher Rampfesweise nicht die bekannten Tod durch Ueberfahren. Ein entfeßlicher Unglüdsfall, ter der sonst ein guter Spieler gewesen, fei an diesem Abend zerstreut Worte ein, mit denen der alte Frig bei Borndorf seine Gegner leider den Tod eines Kindes zur Folge hatte, wird vom gestrigen getvesen. Auf eine diesbezügliche Aeußerung des Beugen habe Thomafchte gefagt, man möge ihn entschuldigen, er habe den ganzen Nachmittag mit Studentenverfrommung. Hiesige Blätter melden: Auch gegen Amia Schrepkowski, deren Mutter, eine Bitive, im Hause Brummens Löffler 66 gespielt. Löffler sei umpaß gewesen und wollte früh schlafen den studentischen Sonntags- Frühschoppen scheint man jetzt von firchstraße 85 wohnt, über den Fahrdamm dieser Straße, während die gehen, sonst wäre er mitgekommen. Zwischen Thomaschte und licher Seite vorgehen zu wollen. Es ist unliebfam aufgefallen", Mutter, von deren Hand fich die Kleine losgerissen, faſt auf dem Holzapfel habe ein kurzes Gespräch über Löffler stattgefunden, daß in den Stunden, die an Sonn- und Feiertagen dem Gottes- Fuße folgte. Das Kind lief fast direkt gegen den Vorderperron des wobei Thomaschte gefagt habe: Löffler hat auch kein Geld dienst gewidmet ſein sollen, Couleurstudenten mit Müze und Band Straßenbahnwagens Nr. 1005 der Linie, Kreuzberg- Bahnhof zu Hause, er hat alles auf der Bant. Um 3/41 Uhr sei der beim Frühschoppen sigen, beim„ offiziellen" oder mindestens offiziösen" Schönholz, wurde umgestoßen und geriet unter den Schuhrahmen. Zeuge eine Strecke weit mit Thomaschte nach Hause gegangen. Frühschoppen, und in der Regel so, daß jedermann von der Straße Da das bedauernswerte Kind in demselben völlig festgeklemmt war, Thomaschte habe u. a. erzählt, daß er Einjähriger beim 3. Garde die ganze Couleur durch das Fenster ſehen muß. Wie man mun mußte der Schutzrahmen durchgefägt und der Wagen hochgehoben Regiment gewesen. Am folgenden Tage hat der Zenge vom plöglichen gegen diese„ Unfitte" vorzugehen plant, wissen wir nicht, aber daß, werden; leider war die Kleine fast augenblicklich ihren entsetzlichen Tode Löfflers gehört und darauf gesagt: Die Geschichte fann für auf Anregung“ oder„ Aufforderung" sei dahingestellt, bei der Verletzungen erlegen und die unglückliche Mutter konnte nur ihren Thomaschke verhängnisvoll werden. Gastwirt Koziat be Friedrich Wilhelms- Universität Ermittelungen stattfinden, ist bekannt Liebling als Leiche in die nahe Behausung schaffen. Die sofort re stätigt die Angaben des Vorzeugen über den Verkehr des An- geworden. Der Universitätsrichter lädt Vertreter von Corps, Lands- quirierte Feuerwer trat nicht mehr in Thätigkeit. Den Fahrer des geklagten in seinem Lokale. Am 30. September sei Thomaschte mannschaften, Burschenschaften und freien Verbindungen vor, um betreffenden Straßenbahnwagens trifft feine Schuld, da er nicht mehr gegen 6, Uhr bei ihm gewesen und bald wieder fortgegangen. fich darüber zu unterrichten, wann die Korporationen Sonn- und rechtzeitig zu bremsen vermochte. Dann sei er gleich nach 10 Uhr noch einmal gekommen. Die Ent Feiertags sich zum Frühschoppen versammeln. Auch nach dem fernung zwischen Koziats Lokal und der Löfflerschen Wohnung wird Renommierbummel unter den Linden, in der Friedrichstraße usw. von 18 bis 20 Jahren, machten am Sonntag einen Streifzug in die Kurze Freude. Drei Berliner Einbrecher, Burschen im Alter von allen Beugen auf 10 Minuten geschäßt. erkundigte man sich. alfalino gioi Umgebung der Hauptstadt. In Fangschleuse zwischen Ertner und Darauf vertagt der Präsident die Verhandlung bis Dienstag Es mag den Studenten schwer fallen, den beliebten Früh Fürstenwalde ermittelten fie eine Gastwirtschaft, die ihnen zu einem bormittag 91/8 Uhr. schoppen aufzugeben, aber wenn gewichtige Gründe vorliegen, werden nächtlichen Besuche geeignet erschien. Dieser gelang ihnen denn auch. auch sie sich an den geheimen Suff" gewöhnen. sind mit Getränken, Cigarren, Billardbällen usw. schwer beladen, traten Unter den hiesigen Restaurateuren war bisher die Meinung fie den Heimweg an, um von Erkner mit der Bahn zu fahren. verbreitet, daß der Polizeipräsident die einzelnen Reviere angewiesen Aber schon dort auf dem Bahnhofe erwischte sie Gendmarm Eine Notlage der Stadt. Der Stadtverordneten- Bersammlung habe, den Inhabern größerer Lokale eine sogenannte Räumungs- Lehmann, nahm sie am Stragen und brachte sie hinter Schloß und ist jetzt das vollständige Projekt zum Ausbau des Wasserwerkes Tegel frist von einer halben Stunde und den Besitzern fleinerer Wirt Niegel. roundusid junto für die Versorgung Berlins mit Wasser aus Tiefbrunnen zugegangen. fchaften eine solche von einer Viertelstunde nach Eintritt der Polizei Ein sehr gefährlicher Braud tam am Montagnachmittag Zur Ausführung dieses Unternehmens find umfangreiche Land- stunde zu gewähren, damit die Gäste während dieser Frift in aller um 4 Uhr in der Graphischen Anstalt von N. Labisch u. Co. in der eriverbungen erforderlich, weil die neue Brunnenanlage auf dem Ruhe ihre Speisen und Getränke verzehren und bezahlen können. Markgrafenstraße 13 im vierten Stock des ersten Quergebäudes ans. vorhandenen Wasserwerk- Grundstück keinen Platz findet, sondern auf Namens eines hiesigen Restaurateurs, der von den Beamten feines Ein Arbeiter kam mit einer Lampe einem Benzinbehälter zu nahe neu zu erwerbenden Ländereien angelegt werden muß. Der Forst Reviers wiederholt wegen Ueberschreitung der Polizeistunde angezeigt und sofort stand nicht nur dieser Behälter, sondern auch drei Säume fistus war zur Hergabe der erforderlichen Flächen bereit. Der wurde, obwohl die Gäste noch vor Ablauf der Näunungsfrist das in hellen Flammen. Diese griffen so schnell um sich, daß die dort Militärfiskus, der die Grundstücke, die zum Sicherheitsrayon des Lokal verlassen hatten, erstattete Rechtsanwalt Leop. Meyer beim Beschäftigten sich nur durch eilige Flucht retten konnten. Die drei Artillerie- Schießplages gehören, gepachtet hat, machte Schwierigkeiten Bolizeipräsidenten eine Beschwerde über jene Polizeibeamte, Räume brannten vollständig aus. Eine weitere Ausdehnung des und verlangte von der Stadtgemeinde die Herstellung und dauernde worauf er jetzt folgenden Bescheid des Polizeipräsidenten Feners wurde durch das energische Vorgehen der Feuerwehr verUnterhaltung einer 1/2 Kilometer langen und 13 Meter hohen erhielt:„ Die Auffassung, daß seitens des Polizeipräsidiums den hindert, die hierzu eine neue, gestern erst in Dienſt geſtellte Wand zum Schutz für die Passanten. Ein zweites Projekt scheiterte Schankwirten eine Frist von einer viertel bis einer halben Stunde Gassprige benutzte, die sich wegen der Schnelligkeit der Bereitebenfalls an dem Verlangen der Militärverwaltung, die Bau- nach Eintritt des für die Polizeistunde festgesetzten Zeitpunktes zur fchaft ausgezeichnet bewährte. arbeiten nur während der Schießpausen auszuführen. Die Aus- Räumung des Lokals zugestanden sei, ist irrig. Den Polizeirevieren führung würde unter diefen Umständen unmöglich oder viele Jahre ist allerdings anheimgegeben worden, bei der Erstattung von Straf Feuerbericht. In den letzten 24 Stunden hatte die Wehr eine in Anspruch nehmen. Jufolge dieser Schwierigkeiten entstand ein anzeigen gegen Schantwirte, die noch während einer kurzen Zeit ganze Reihe von Marmierungen zu verzeichnen. Sonntagvormittag drittes Projekt, über das eine Einigung mit dem Forfifistus erzielt nach Eintritt der Polizeistunde Gäste in ihrem Lokale dulden, nach gegen 11 Uhr wurde sie nach der Bülowstraße 53 gerufen, wo in ist. Der Minister v. Podbielsti hat dann den Verkauf von Lage des Einzelfalles schonungsvoll zu verfahren. Diese Verfügung einer Wohnung Gardinen und Kleidungsstücke in Brand geraten 41/2 Hektar Forst zum Preise von 6½½ M. für den Quadratmeter stelt lediglich die Instruktion für die polizeilichen Aufsichtsorgane waren. Früh 4 Uhr mußte in der Sickingenstraße 24/26 in einem unter sehr schweren Bedingungen genehmigt. Das Grundstück darf dar; eine generelle Berlängerung der Polizeistunde ist damit nicht Schuppen ein Feuer abgelöscht werden, daß durch Selbstentzündung zu keinem andren Zweck als zur Anlage von Tiefbrunnen benutzt beabsichtigt. Der einzelne Schankwirt hat daher keinen Anspruch von Preßkohlen entstanden war. In der Bülowstraße 2 hatten in werden. Gebäude dürfen darauf nicht errichtet werden usw. Ferner darauf, daß das Verweilen von Gästen in seinem Lokale während einer Tischlerei Hobelspäne Feuer gefangen, das indes in furzer Zeit mußte dem Forstfiskus das Rückaufsrecht zum Preise von einer bestimmten Zeit nach Eintritt der Polizeistunde geduldet wird." beseitigt werden konnte. Betten, Kleidungsstücke 2c. gingen in der 51/2 M. für den Quadratmeter eingeräumt werden. Die Stadt muß Berufungsverhandlung Bernhard- Dresdner Bank. Unter Reinidendorferstraße 85 in einer Schlafftube in Flammen auf, I auf diese Bedingungen eingehen, weil die Verunreinigungen fos Borfiz des Unterstaatssekretärs Rothe fand heute im Reichsant des während in der Wörtherstraße 85 ein Brand abzulöschen war, der wohl des Tegeler wie des Müggelsees in den letzten Jahren in Innern die Verhandlung in der Berufung des Redacteurs Vernhard vormittag 10 Uhr brannte in der Petersburgerſtraße 20 in eine in der Hauptsache Feueriverkskörper zerstörte. Sonntags besorgniserregender Weise zugenommen haben, in Tegel durch die Kanalisationsabwässer gegen das Urteil des Börsen- Ehrengerichts statt, das wegen der be- Schlächterladen eine Bretterwand. In der Naunynstraße 56 hatte von Reinickendorf usw. und in Friedrichshagen durch die Abwässer von Stärkefabriken 2c. tannt hatte. Das Gericht erkannte auf Bestätigung des Urteils der boden und die Balfenlage ergriffen hatte. In der Alten Schönkannten Polemik gegen die Dresdner Bank auf einen Berweis er die Wehr in einer Werkstatt ein Feuer zu beseitigen, das den Fußin Fürstenwalde. Der Magistrat hat zwar bei der Regierung Borinstanz, auch in Bezug auf das Strafmaß, da das Gesetz eine hauferstraße 56 war auf einem Hängeboden ein Brand ausgekommen, Beschwerde geführt, eine Abhilfe ist aber kaum zu erwarten. Die mildere Strafe als den Verweis nicht zulaffe. Es sei nicht Aufgabe der Hauptsächlich allerlei Gerfimpel zerstörte. Zimmerbrände, die in Stadtverordneten werden ersucht, ihre Zustimmung zu dem Antauf des Gerichts, in eine Prüfung des Geschäftsgebahrens der Dresdner wesentlichen Gardinen, Möbel, Kleidungsstücke 2c. beschädigten, waren des Grundstücks und des auf demselben stehenden Holzes zu geben Bank einzutreten; es genüge die Feststellung, daß Bernhard in Bezug im Laufe des Sonntags in der Matteruftraße 3, Belle Allianceund die erforderlichen Summmen in Höhe von rund 1820 000 M. aus auf die Dresdner Bank Thatsachen ohne genügende Prüfung beftraße 63 und in der Krautstraße 13 abzulöschen. Außerdem liefen Anleihemitteln zu bewilligen. Der Stadtverordneten- Versammlung wird wohl nichts übrig bleiben, als in den faueren Apfel zu beißen. hauptet habe, die sich als wahr nicht bestätigt haben. in der Zwischenzeit noch Feuermeldungen von der Prinzen- Allee 59 Der Vorwärts" als Kinderausbeuter. In ortsüblicher Eine fleine Revolte gab es Montagnachmittag im Zuchthaus und der Potsdamerstraße 73a ein. In beiden Fällen konnte indes Weise wird die Versammlung des gewerblichen Frauen an der Lehrterstraße, dem sogenannten Bellengefängnis. Auf der die Gefahr in furzer Zeit beseitigt werden. vereins, über die wir in Nr. 130 berichteten, von bürgerlichen abgesondertes Gebäude für die Sträflinge, die auf ihren Geiftes Rückseite des Gebäudes, nach dem Lehrter Bahnhofe zu, liegt ein Blättern ausgeschlachtet. Uni einmal zu zeigen, was man sich uns gegenüber an Verdrehungen leistet, geben wir den Bericht der zustand beobachtet werden. Es enthält im Erdgeschoß und den Deutschen Tages- Zeitung" wieder: beiden Obergeschossen je einen Arbeitssaal für zehn Gefangene, die bei der Arbeit von einem Aufseher überwacht werden. Die zehn Mit der Ausbeutung der Kinder und Austrägerinnen des Sträflinge durch den Vorwärts" beschäftigte sich eine von dem Gewerb fich Mittelgeschosses müssen bon Langer In Wilmersdorf haben unsre Parteigenoffen in dem Gemeindelichen Frauenverein Berlins und Umgegend" nach der Brauerei um 134 Uhr, bald nachdem die Arbeit nach der Mittags- streiter durch den Tod verloren. Voigt war namentlich unter dem Hand vorbereitet haben, gestern nachmittag auszubrechen. arbeiter Voigt aus der Berlinerstraße einen braven, tapferen MitAhrens in Moabit einberufene öffentliche Versammlung. Es kam zu so erregten Erörterungen und Angriffen auf den Vor- auf ein vereinbartes Zeichen über den Aufseher her, steckten ihm auch in neuerer Zeit sich nicht mehr attiv an infren Arbeiten bepause wieder aufgenommen war, fielen alle zehn wärts", daß die Versammlung, um der plöglichen AufLösung vorzubeugen, von dem Vorsitzenden, einem Genoffen", tnebelten ihn mit Handtüchern und sonstigem Bindezeng, das sie im bewahren. Die Beerdigung erfolgt heute nachmittag 5 Uhr auf ein Tuch in den Mund, daß er nicht um Hilfe rufen konnte, teiligt hat, so wird ihm die Arbeiterschaft doch ein treues Andenken vorzeitig geschlossen werden mußte. Der Vorsitzende gab fich die Arbeitssaal fanden, und legten ihn dann in eine Ede des Saales, dem Friedhof in der Berlinerstraße. erdentlichste Mühe, die Gemüter zu beruhigen, indes vergeblich. wo er hilflos mußte liegen bleiben. Nun nahmen sie ihm die Die Erregung steigerte sich, als einige bekannte Socialdemokraten Schlüssel, schlossen die übrigen Gefangenen und Aufseher in ihren Waffentlage wegen kontrattbruchs beschäftigte am Der Tischlermeister Weguer in Wilmersdorf. den„ Borwärts", der bekanntlich eine eigne Parteispedition hat, zu Sälen ein und zerschnitten die elektrische Lärmleitung, die nach der Freitag das Schiedsgericht der Tischler 8 wangsverteidigen suchten. In der Versammlung wurde behauptet, Hauptanstaltjführt und besonders für unvorhergesehene Zwischenfälle ein- nnung für Steglig und Umgegend. Der Tischlermeister daß der Vorwärts" die Organisation der Zeitungsausträgerinten erschwere mit der Motivierung, daß schon genügende Organi- gerichtet ist. Nachdem sich die Sträflinge auf diese Weise gegen Verfolgung wegner aus Wilmersdorf flagte gegen 24 früher bei ihm befationen von Frauen vorhanden seien; sie könnten sich dem Ber- gesichert hatten, verließen sie das Haus, schlossen mit einem Schlüssel schäftigt gewesene Tischlergesellen auf eine Buße von je 17,40 m. bande der Buchdruckerei- Hilfsarbeiterinnen anschließen. Was dem bolten eine lange Leiter heraus, die beim Butzen gebraucht wird. habe, einen durch den Junungsnachweis engagierten Gefellen au Bunde des geluebelten Aufſehers eine Gerätebude auf und wegen Kontraktbruchs. Als Grund führt W. an, daß er sich geweigert Vorwärts" und der Parteispedition alles vorgeworfen wurde, An der Thür, die durch die innere Mauer von dem kleinen Hofe entlassen. Die Beklagten bestreiten nicht, diese Forderung gestellt zu fann hier nicht wiedergegeben werden. Es genligt nach dem größeren Hofe führt, auf den die Sträflinge unter Aufsicht haben, weil sie dadurch das ungesetzliche Vorgehen der Innung, daß vieles nicht bestritten, sondern zu beschönigen versucht wurde ihre täglichen Bewegungsgänge machen, erbrachen sie ein Vorhänge mit Hilfe ihres Arbeitsnachweises die Tischler gewissermaßen unter die mit außergewöhnlichen Umständen. Wenn Kinder von den eignen ichloß. So gelangten sie an die große Umfaffungsmaner der ganzen Gesinde Ordnung zu stellen, vereiteln wollen. Nur verwahren Genoffen ausgebeutet werden, dann ist man schnell mit Entschuldi- Auftalt. Diese zu übersteigen, sollte ihnen die Leiter dienen. In fie fich dagegen, kontrattbrüchig geworden zu sein, und zwar aus gungen 2c. bei der Hand. Diesen Darstellungen gegenüber, die uns als Bethlehemitische die Geleisanlagen der Lehrter Bahn an die Anftalt grenzen. Ralfattoren, Arbeitsverirag bestand. Nach Aussage der Beklagten liegt die Sache der Hoffnung, nicht gesehen zu werden, legten fie fie dort an, wo bem einfachen Grunde, weil zu der Zeit überhaupt fein gültiger Kindermörder erscheinen lasien, fei folgendes festgestellt: Erstens war die Erregung, welche die Auflösung der Ver- die die Hauptanstalt bedienen, faben sie aber doch und schlugen Lärm. Da wie folgt: Die Gesellen hatten beschlossen, den 1. Mai durch Arbeitsfammlung hätte herbeiführen können, nicht durch das Verhalten des gleich alle Beamten zur Verfolgung aufgerufen wurden, so stürzten fich alle ruhe zu feiern; daraufhin heftete W. ein Plakat in der Wertstelle Vorwärts" verschuldet worden, sondern rührte aus dem Streit über zehn Verbrecher zugleich auf die Leiter, um über die Mauer hinweg an, wonach jeder, der am 1. Mai ohne genügende Entschuldigung die Organisationsform her, mit melchem die Expedition u kommen. Diese Laſt hielt aber die Leiter nicht aus. Sie brach. feble, entlassen sei. Mündlich teilte W. seinen Arbeitern noch mit, des Vorwärts" nicht das geringste zu thun hatte. Daß wir die nachdem drei Mann ins Freie gekommen waren, und da sie nun zu daß sie ja am 5. Wai wieder um Arbeit aufragen könnten; er Organisation der Austrägerinnen erschwerten, ist eine infame, turz war, ſo gaben die übrigen fieben jeden, weiteren Versuch auf. müsse dem Junungsbeschluß jedoch nachkommen. Da die Beklagten aus den Fingern gesogene Lüge. fügten sich in ihr Geschick und ließen sich von den alarmierten Beamten un am 1. Mai thatsächlich nicht arbeiteten, so ist nach ihrer 8 weitens heißt es in dem von uns gebrachten Versammlungs- Einen der Entsprungenen, der sich in der Nähe versteckt hatte, erwischte fanden sie sich wider sämtlich ein, und Wegner machte sie darauf wieder abführen. Die Umgebung der Anstalt wurde sofort abgesucht. Auffaffung die angedrohte Entlassung perfekt geworden. Am 5. Mai bericht, den die bürgerlichen Blätter nach ihrem Sinn benutten, aus- man bald wieder, die beiden andren find noch nicht wieder ergriffen. aufmerksam, daß er nunmehr mit ihnen neu veraccordieren müsse, Genosse Freythaler betonte in längeren Ausführungen, Ihre Anstaltskleidung fand man auf dem Bahngeleise in der Nähe weil ein neues Arbeitsverhältnis beginne. Da jedoch weder am daß bei der Errichtung der Parteispedition neben andern als einer Brücke. Was für andre Kleider sie angezogen haben, weiß 5., noch am 6. Mai eine Einigung über die Löhne erzielt wurde Hauptgrund maßgebend war und noch ist: die Ausbeutung der man noch nicht. Der Aufseher, der sofort aus seiner Lage befreit und die Einstellung des betreffenden Gesellen hinzufam, verließen Austrägerinnen und insbesondere die Kinderarbeit zu bewurde, nachdem man die Schlüssel wieder erlangt hatte, hat keinen jämtliche 31 Mann die Arbeit, nachdem W. der Kommission bedeutet feitigen. Den Parteispediteuren und sogar auch den Frauen ernstlichen Schaden genommen, wenn er auch scharf gefnebelt war. hatte, sie möchte machen, daß sie heraustänne. Kam also kein neuer sei verboten, Kinder zu beschäftigen. Durch die Kontrolle sei Ein Bierboykott ist, der Potsd. Korresp." zufolge, aus eigens Arbeitsvertrag zu stande, so konnte er auch nicht gebrochen werden. Das allerdings festgestellt worden, daß von Austrägerinnen in einigen tümlicher Veranlassung in Botsdam und Umgegend ausgebrochen. Schiedsgericht verurteilte trotzdem 23 der Beklagten dem Antrage Fällen Kinder zur Hilfe herangezogen worden sind. Die Unter- Er richtet sich gegen eine Attienbrauerei auf dem Brauhausberge, gemäß. Nunmehr werden sich die ordentlichen Gerichte noch mit fuchung habe aber ergeben, daß in diesen Fällen außergewöhnliche welche namentlich das bekannte Potsdamer Stangenbier herstellt. Der Sache zu beschäftigen haben. Recht unangenehm vermerkt Umstände vorhanden waren, so daß Rücksicht wirklich angebracht Seit etwa 24 Jahren leitete den Betrieb dieser Brauerei der wurde die Art und Weise der Verhandlungsführung durch den Vors und ein schroffes Borgehen gegenüber den betreffenden Frauen Direktor K., den kürzlich ein altes Leiden abermals aufs Kranken fizenden, sowie der barsche Ton gegenüber den Arbeitnehmern, woungerecht gewesen wäre. lager warf. Dies gab der Brauereiverwaltung die Veranlassung, durch sich einer der legteren verleiten ließ, den Vorfizenden der die Es liegt hier so, daß unsre Barteispedition die Be- ihm Stelle, die er so lange sinne gehabt hatte, zu Parteilichkeit zu zeihen. Das Ansehen des Gerichts wird dadurch nuzung von Kindern ausdrücklich untersagt und daß die fündigen. Der schwerkranke Mann soll sich diese Maßnahme nicht gehoben. Beitungsfrauen, welche ihre Kinder unter besonderen, derartig zu Herzen genommen haben, daß dadurch sein Zustand Die Verhandlungen zur Eingemeindung Lichtenbergs in vielleicht entschuldbaren Umständen zum Austragen unfres Blattes schlimmer wurde sund er dieser Tage verstarb. Als das Vor- Berlin zwijd en dem Berliner Magistrat und dem Lichtenberger gebrauchten, dies dem Verbot zum Tros gethan haben. Und gehen der Brauerei bekannt wurde, erregte des in den weitesten Gemeindevorstand find bürgerlichen Blättern zufolge in allen wesent Sas Empörendste ist, daß die Blätter, die uns Handlungen, die Kreisen Entrüftung. Der Eisenbahndirektor veranlaßte sofort, daß lichen Punkten jest abgeschlossen. Als Termin für die Eingemeindung gegen unfren ausdrücklichen Willen begangen find, als von uns ver- der Brauerei die Lieferung des Vieres für die Arbeiter der fönig- ist der 1. April 1903 vorgesehen. schuldetete Ingehörigteiten unterschieben, diese selben Hand- lichen Eisenbahnwerkstätten Potsdam enizogen wurde, der Restau lungen jeden Tag begeben. Denn uns ist bis jetzt tein ein- rateur des Bahnhofes in Potsdam verzichtete gleichfalls auf weitere ziges bürgerliches Blatt bekannt, das nicht von Kindern aus Lieferung und ihm schlossen sich noch weitere Restaurateure und viele getragen würde. An dieser Thatsache möge man das Komödien- Privatleute an. Es ist recht interessant zu vernehmen, daß sich selbst Spiel der Entrüstung messen, in dem die bürgerliche Breffe sich zum ein Eisenbahndirektor aus moralischen Gründen mit dem Bierboytott Teil gefällt. befreundet. ob/ g Wenn drittens in dem Bericht schonend gesagt wird, daß Der Geschäftsführer Jentsch des Blumenmediums gar nicht alles wiedergegeben werden könne, was Anna Rothe ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden und gegen den Vorwärts" und die Parteispedition in der Versammlung hat das Heim in der Gleditschstraße, das er mit feintent Medium, Swinemde. 748 S23 gefagt worden fei, so ist diese große Nüdsicht des Agrarierblattes in deren Mann und Tochter gemeinsam bewohnte, wieder aufgesucht. Hamburg Berlin einem ganz besonderen Sinne zu verstehen. Alles nämlich, was Der schon vor seiner Verhaftung tränkliche Mann hat sich während Frants./M. 754 S 3 wolfig 12 Aberdeen außer dem in verdrehter Form Angeführten in der Versammlung der Untersuchungshaft ein Bruftleiden zugezogen, das ihn zwingen München 4 woltig 12 Paris über unser Blatt und die Parteispedition gesagt worden ist, würde, wird, nach Beendigung des Prozesses eine Heilanstalt aufzusuchen. Wien 755 W 2 heiter 14 wenn die Deutsche Tagesztg." es wiedergäbe, ihren Bericht feines Das Verfahren gegen Jentsch wird auch dann seinen Fortgang nehmen, Wetter: Prognose für Dienstag, den 10. Juni 1902. berleumderischen Zwedes berauben und ihn so in wenn Anna Rothe, die der Charité zur Beobachtung überwiesen Beitweise heiter, aber noch veränderlich und ziemlich fühl mit leichten diesem Blatte wertlos machen. Daher das Bedauern. worden ist, für geistestrant erklärt werden sollte. Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. " drücklich: " " 13 Witterungsübersicht vom 9. Juni 1902, morgens 8 Uhr. Stattonen Barometer stand mm Wind= richtung 749 SW 749 W 756 2 Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4º R. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Wetter 3 wolfig 13 Saparanda 757 NO 2 wolfig 3 bedeckt 11 Petersburg 7530 2wolfig 12 Cort 2 Regen Fine Temp. n. 6. 516000 16.4° R. 759 NNO 3 woltig 10 756 NNW 2 bedeckt 10