Nr. 72. == * Vorwärts Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich) 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. 29. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Arbeitszeit der Berglente in der Novelle zum preußischen Berggesek. Freitag, den 25. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Bergbau hier uno ba, namentlich auch infolge der unbe- Gegenstand der freien Vereinbarung bleiben soll"- mit diesem schränkten Zulassung sogenannter Ueberschichten und Neben- Wortspiel löst die preußische Geheimrathspolitik die Schwierig bis zu dem Bergarbeiter- Ausstande im Frühjahr 1889 beim verständlichen Nebensat verweisen: da die Arbeitszeit " schichten eine so übermäßige tägliche Arbeitszeit üblich ge- feit wie ein Jongleur. Und da die freie Vereinbarung wesen ist, daß die Beschäftigung in den betreffenden Gruben bleiben soll, daher erscheint das Eingreifen der lediglich um dieser übermäßigen Anstrengung willen jeden Aufsichtsbehörde wünschenswerth"- diese Logik ist unEndlich ist das seit dem Bergarbeiter- Streit von 1889 falls auf die Dauer als gesundheitsschädlich erachtet werden bezahlbar. Sie steht auf derselben geistigen und politischen in ungezählten offiziösen Notizen angekündigte und im mußte." Man sollte meinen, daß sich an dieses Geständniß, Höhe, wie etwa die Säße:" da der Geheimrath die VerVoraus gepriesene Abänderungsgesetz zum alten preußischen welches übrigens vortheilhaft von den Verdunkelungsver- förperung der heutigen Regierungsweisheit ist, daher haben Berggefeße von 1865 als Regierungsvorlage an den preußi- suchen in der bekannten Bergarbeiter- Enquete absticht, wir die geseggebenden Geheimräthe". Man mag diese schen Landtag gelangt. Volle drei Jahre hat also die Re- sofort der praktische Schluß knüpfen müßte:" Führen wir stupende Beweisführung wenden und drehen wie man will, gierung an demjenigen gekaut, was ihr die Bergarbeiter im also die vernünftig begrenzte Arbeitszeit gefeßlich ein!", fie bleibt in ihrer Art einzig, großartig, verblüffend. Und Streitjahre vorsezten. Und wenn noch die dreijährige zumal, da die Motive weiter zugeben, daß die Gefahr mit solchen Mittelchen will der preußische Staat die BergRauzeit ewas Bollständiges und halbwegs Fortschrittliches eines Rückfalls in die früheren"( blos früheren?) un- arbeiterfrage auch nur um einen Schritt fördern! Man gezeitigt hätte! Aber mangelhaftigkeit und Halbheit sind die erwünschten Verhältnisse nicht ausgeschlossen ist". Aber sollte die Wendung der Motive als Motto auf das erste hervorstechenden Eigenschaften auch dieser lang ausgetragenen man soll die echte Gelegenheits- Gesezmacherei auch in diesem Denkmal setzen, das der neuen Aera" errichtet wird!! Gefeßesvorlage. Da sollte der Reformminister" Berlepsch Punkte wieder gründlich kennen lernen, und die Berg- Danach ist es beinahe müßig, noch viel von dem zu sein Können beweisen und zeigen, was er Alles in seiner west- arbeiter sollen an ihrem Leibe erfahren, was eine Beamten sprechen, was bei diesem Maltraitiren der Sache und fälischen Verwaltungsthätigkeit in Sachen der Bergarbeiter- hierarchie in der Umgebung praktischer Nothwendigkeiten Sprache zugleich herauskommt: das Eingreifen der AufVerhältnisse gelernt habe. Nach dieser Probe sind seine leisten kann! Die Motive der Vorlage fahren fort: die ſichtsbehörde. In§ 197 des neuen Berggesetzes soll nämlich Kenntnisse recht beschränkt; er weiß offenbar von Gefahr eines Rückfalls sei nicht ausgeschlossen, da die eingeschaltet werden, daß insbesondere die Ober- Bergder wahren Stimmung in den Kreisen der Bergleute nicht Regelung der täglichen Arbeitszeit im ämter, wenn durch übermäßige Dauer der täglichen Armehr, als alle früheren Beamten an seiner Stelle. Sein Allgemeinen Gegenstand der freien Vereinbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, Wollen mag ganz gut sein. Aber die Art, wie er der barung zwischen Arbeitgebern und Arbeitern bleiben Dauer, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit vorneuen Vorlage mit weitschweifigen Bestimmungen über die soll( 8 80b, Biffer 1 dieses Gesetzes). Die Möglichkeit schreiben können". Und um diese klägliche Retirade in ihrer Arbeitsordnung ein äußerliches Ansehen zu geben versucht, eines Eingreifens Aufsichtsbehörde ganzen Bravour erscheinen zu lassen, bemerken die Motive wie er den Abkehrschein beibehält und bei der Reform der zum Zwecke der Verhütung der Verhütung einer gemeinschädlichen dazu, daß diese Befugniß den Bergbehörden schon nach der Bergaufsicht auf halbem Wege stehen bleibt, zeigt nichts mißbräuchlichen Anwendung der Vertragsfreiheit in der bisherigen Gesetzgebung kaum abzusprechen sein dürfte". Bedeutendes im Können. Es ist dieselbe Geschichte, wie gedachten Richtung erscheint daher daher jedenfalls Jm Grunde wiederholt also die Bergarbeiter- Reform der bei der Gewerbe- Ordnung. Das soll an den einzelnen wünschenswerth." Diese Gedanken und Satz neuen Aera" an diesem wichtigsten Punkte nur die bisher Bunkten nacheinander ganz genau nachgewiesen werden. verklitterung ist Dasjenige, was die preußische giltigen Bestimmungen, Bestimmungen, von denen ebenfalls In erster Linie steht die Regelung der bergmännischen Bureaukratie über den springenden Punkt der ausdrücklich zugestanden wird, daß niemals Gebrauch Arbeitszeit, wie man sie von der Vorlage erwarten müßte Bergarbeiter Schutzreform zu sagen hat!! Sie von ihnen gemacht worden sei!! Und da und wie sie in derselben vorgenommen ist. redet Bände über die Geheimrathspolitik, der die preußi- mit ja Nichts passiren" kann, werden die Herren daß Sagen wir es gleich glatt heraus, daß der gesetzliche schen Bergarbeiter von Neuem geopfert werden. Diese mit Bergwerks- Besitzer eifrig darüber vergewissert, Maximal- Arbeitstag für Bergarbeiter in der Novelle fehlt. den Unternehmer Interessen eng verknüpfte Geheimraths- derartige Maßnahmen nach den bestehenden VerwaltungsEs fehlt also Dasjenige, die gesetzliche Achtstundenschicht, politik hat nicht die Schneid, den Standpunkt, welchen die vorschriften" von den Ober- Bergämtern erst getroffen werden worüber selbst bürgerliche Parteien sich als unbedingte Noth- Vorlage an der wichtigsten Stelle einnimmt, mit einem ehr dürfen, nachdem sie sich vorher des Einverständnisses der wendigkeit einig waren, nachdem im Jahre 1889 die bei lichen Hauptsatze in dem offenen Bekenntniß festzulegen: Zentralstelle versichert haben." Heilige Sozialreform, frumm spiellosen Zustände in den Kohlenrevieren bekannt geworden„ Die Regelung der täglichen Arbeitszeit soll Gegenstand find deine Wege! So ungesund" ist ja vielleicht der waren. Es fehlt der Lebensnerv jeder Arbeiterschutz- Gesetz der freien Vereinbarung bleiben." Diese ehrliche Form deutsche Bergmann noch nicht geworden, daß er nicht gebung, die ernsthaft eine solche sein will. Und es wäre hätte wahrscheinlich zu leicht zu der Frage Anlaß hie und da noch 11, 12 und 13 stündige Schichten im Weshalb foll die doch so leicht gewesen, den Maximal- Arbeitstag für Berg- gegeben: Arbeitszeit Gegen- dumpfen Schachte aushält. Da aber nur im Interesse der leute einzuführen, da trotz Versicherungen offiziöser Blätter stand der freien Vereinbarung bleiben? Weshalb soll Gesundheit" die Arbeitszeit auf ein gewisses Maß bedie allgemeine Sympathie in reichem Maße noch immer den die Ausbeutung der Bergarbeiter künftig nach wie schränkt werden kann", so wird man unter der wachsamen geplagten Bergleuten gehört. Dazu kommen die Stimmen vor auch ihrem zeitlichen Ausmaße nach ganz in der Aegide der Zentralftelle" ruhig die Unternehmer fortaus der Technit, welche die Möglichkeit einer festen gesetz- Willkür der Unternehmer stehen?" Aber die Erörterung wursteln lassen können"! M der lichen Begrenzung der Arbeitszeit nicht blos zugeben, son- dieser prinzipiellen Frage soll ja so ängstlich als nur mög- Die unerhörte Behandlung der Frage der Arbeitszeit dern direkt befürworten- es sei nur an das Wort er lich vermieden werden. Und da muß das plumpeste Beschränkung für Bergleute in der neuen Vorlage und ihren innert, welches der berühmte österreichische Tunnelbauer Diplomatenmittel herhalten. Wie die Höflinge eine un- Motiven ist ein Hohn auf die elementarsten Säße der Franz von Nziha für die Einführung der Acht angenehme Schlußfolgerung, die sich im Gespräch ergiebt, sozialen Politik. Sie könnte das Eingehen auf den sonstigen stundenschicht einlegte. Ganz tönnen sich auch durch plötzliches Verschlucken der Worte mit der bekannten Juhalt des Entwurfes eigentlich gänzlich verleiden. Und die Motive der neuen preußischen Vorlage allen Theatergeberde des Räusperns verschwinden lassen, so eska doch wollen wir uns der Mühe unterziehen, auch die anderen diesen Betrachtungen nicht entziehen. Auch nach ihnen motiren hier die Motive die eigentliche Kernfrage der ganzen Punkte des Reformgesetzes noch zu besprechen. Die Vor( G. 48 ff.), fann es nicht verkannt werden, daß wenigstens Reform dadurch, daß sie dieselbe in einen scheinbar selbst- lage kommt ja im Interesse des sozialen Friedens." Feuilleton. Magbrudt verboten.] Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern zubieten?" von A. Otto Walster. ( 72 dem Munde wegzunehmen, warum sollen die Armen ehrlich mordeten, gegenwärtig noch arbeitet, und wir waren immer sein? Und sie sind es noch in einem sehr hohen Grade, wie drei Glieder einer Kette von Jugend an. Die Schwester sonst müßten die Gesetze bald umgeändert werden. Aber Habicht's aber war ein allerliebstes Mädchen mit einer hier haben Sie Feuer." Noad öffnete die Seitenfläche einer völlig verschlossenen achteckigen Blendlaterne und gab dem Schriftsteller das Licht zum Anbrennen. glockenhellen Stimme und von seelensgutem Charakter. Sie wollte, als ihr Vater gestorben, die Mutter unterstützen, da unser Habicht nicht allein für die ganze Familie sorgen konnte, und ging deshalb in den Singechor des Theaters, was uns, da wir das Mädchen liebten, gar nicht recht gefallen wollte. Sich so mit bloßem Nacken und Hosen vor dem Publikum herumzudrehen, ist etwas, was bloßen Armen oder im kurzen Röckchen, oder wohl gar in man weder von seiner Geliebten, noch von seiner Schwester einem ganz anderen Kostüm von den vornehmen Herrgethan sehen möchte. Heute freilich haben wir sie noch in schaften sich herumdrehen sehen." " Heute? sie? wo?" fragte Lange verwundert. Und nun, bitte, erzählen Sie! Ich bin begierig, diese Geschichte zu erfahren," rief Lange dringend. " Ich will es thun, aber beeilt Euch etwas, denn jede Anflug von Dozententon an: wir waren drei Burschen " Nun, sehen Sie," hub Noack nicht ohne einen gewissen Minute ist jetzt kostbar." Es ist nicht so eilig, wie Sie zu denken scheinen. Der von 22 bis 25 Jahren; hier mein Freund Wießner war Howald wird jezt unter seinen Dienern herumbefehlen brei waren Schloffer und arbeiteten in der Waschinenfabrit Howald wird jetzt unter seinen Dienern herumbefehlen der älteste, unser Freund Habicht der jüngste. Wir alle und diese erst zu Bette schicken, ehe er weiter etwas untervon Findeisen." nimmt. Darf ich mir erlauben, Ihnen eine Zigarre, an- Von Findeisen?" rief Lange erstaunt aus;„ und Da drinnen im Wintergarten, das nackte Weib, das Lange zauderte, die Zigarre anzunehmen, aber Noad gerade um das Fräulein Findeisen handelt es sich." ,, Um das Fräulein Findeisen? Da danken wir schön da unter der Fontäne erschien... Herr Doktor, da müssen wir bedauern. Von dieser Race, von diesem Fabrikantengesindel mag unseretwegen sterben " War Fräulein Habicht, Herr Doktor; da können Sie und verderben, was da will. Da reden wir nichts hinein, sehen, was aus dem Monschen wird. Bei einer Soiree und wenn sie sich gegenseitig auffressen wie die Hechte im hier auf dem Gute war sie mit dem ganzen Chor zum Teiche. Unseretwegen können sie alle zusammen im Wasser Singen engagirt worden und auch gekommen. Nach pruſten, wir ziehen keinen heraus; die Race kann nicht verloren gehen, und wenn sie verloren gehen sollte, ist's nicht Schade um sie." meinte: Nehmen Sie nur getrost; es sind dieselben Zigarren, die Sie heute hier geraucht; wir nahmen einige aus dem Kästchen, das am offenen Fenster stand, um uns die Zeit zu vertreiben." „ Sie sind gestohlen, ich kann sie nicht annehmen." " Es ist so gut, als wenn Sie im Zimmer eine mehr geraucht hätten." " Aber Ihr wolltet mir doch einen Dienst erweisen?" „ Es ist wahr, es handelt sich um einen Dienst für Sie, Herr Doktor; das beschwichtigt unser Gewissen." Und nun, bitte, erzählen Sie weiter." " " 1 War fie?" Beendigung des Konzert und des Abendessens waren die Theaterdamen mit einem Omnibus wieder nach der Stadt befördert worden, doch merkte Niemand, daß Fräulein Habicht sich nicht unter den Zurückkehrenden befand. Sie wurde am andern Morge im Theater und in ihrer Woh nung vermißt; man sandte nach Howald und bat um Nachricht. Da langte ein Brief von ihr an, welcher meldete, daß sie sich entschlossen habe, auf dem Gute zu bleiben. Und trotzdem muß ich sie zurückweisen." " Ich habe noch einige aus der Stadt mitgebracht; die find ehrlich verdient; aber sie schmecken nicht so gut." Von diesen werde ich dann eine rauchen." " Bu Diensten, Herr Doktor; aber ich fann solche Ehrlichkeit nicht billigen. Die Kapitalisten schenen sich nicht, den armen Arbeitern einen Theil ihres Arbeitsertrags vor eisen, wo auch der jüngste Habicht, ein Bruder des Er- Wir mußten uns damit begnügen; denn als der Bruder " Richtig; wir waren also alle drei Schlosser bei Find Politische Leberlicht. mizo einer 21gliebrigen Kommiſſion überwiesen. Ein bis 3ft der neue Johann brauchbar und ordentlich, nun dann Berlin, den. 24. März. " 15 nicht in sozialpolitischen Angelegenheiten. Die Novelle| tommt- die Wirthschaft wird davon gar nicht berührt. ins innerste Mark hinein unternehmerfreundlicher Gesetz- bleibt er; ist er's nicht, dann wird er fortgeschickt. Nichts entwurf, wie die preußische Bergwerks- Novelle, zaubert Einfacheres und nichts weniger Aufregendes außer höch Aus dem Reichstage. Wie das Zentrum die Inter- Sonnenschein und eitel Freude für die Grubenbarone herbei, stens für klatschluftige Nachbarn. Aber drüben, im Deutschen effen seiner eigenen Parteigenossen hintenansett, wenn eine und was darüber, das ist vom Uebel. Reich, das sich stets als ein Muster von Festigkeit und energische Wahrnehmung derselben nach oben hin unanOrdnung hingestellt und uns über die Achseln angesehen genehm vermerkt werden könnte, dafür liefert die Behand Die Reichsunmittelbaren. Dem Hause der Ab- hat- da ist ja die ganze Wirthschaft in größter Aufregung lung des ultramontanen Wahlproteftes aus dem Wahlkreise geordneten ist der Gesezentwurf, betreffend die Aufhebung die Herrschaft selbst ist von der Krise mit ergriffen, Dortmund einen sprechenden Beweis. In diesem hoch der Befreiung von ordentlichen Personalsteuern gegen Ent nicht blos Minister haben gekündigt, sondern auch der industriellen Wahlkreise vermochte die nationalliberale Partei schädigung der ehemals Reichsunmittelbaren), zugegangen. Reichskanzler und kein Mensch weiß, wo die Krise anfängt nur durch die brutalfte Beeinflussung und Vergewaltigung Die Steuerfreiheit soll danach am 1. April 1892 aufhören; und wo sie aufhört. Das ist etwas mehr als ein Wechsel der Wähler es zu erreichen, daß ihr Kandidat in die Stich die Entschädigung soll den 13/ fachen Betrag der für von Jakob und Johann da ist ja Alles in Frage gestellt, wahl tam, aus der er dann schließlich als Sieger hervor 1892/93 veranlagten Einkommensteuer betragen. Das neue und sehr vieles aus dem Leim, das für unerschütterlich ging. Besonders in der Stadt Hörde und dem dazu gehörigen preußische Einkommensteuer- Gesetz hat zwar die durch nichts auf Jahrhunderte galt. So philosophiren und Landbezirk war gegen die katholischen Arbeiterwähler ein gerechtfertigte Steuerfreiheit der reichsten Leute Preußens räfonniren die Franzosen, nur ein bischen schärfer Spionage und Kontrollsystem von den liberalen Hüttendirek beseitigt, aber nicht ohne die Blüthe der Edelsten und und beißender, als es heut zu Tage in Deutschland druckbar toren eingerichtet, das die Möglichkeit einer freien Wahl einfach Besten für diese heldenhafte Entsagung zu trösten. Es ist ist, wo man kein Wort freier Kritik schreiben kann, ohne Das ultramontane Wahlkomitee hat deshalb von uns seiner Zeit berichtet worden, daß zwischen den Gefahr zu laufen, einen Haftbefehl, wir meinen einen Proauch einen sehr ausführlich begründeten Wahlproteſt ein- noblen Häuptern der blaublütigen Hocharistokratie und der zeß zu riskiren. Und ist ein modern- deutscher Preßprozeß gereicht, der die Kassirung der Wahl des Liberalen Möller Regierung ein munteres Feilschen und Handeln vorgegangen. nicht ziemlich dasselbe wie ein Haftbefehl, ein lettre de verlangt, da bei seiner Wahl nicht dieser, sondern der Zum Lohne dafür, daß die hochmögenden Geschlechter, die cachet der vorrevolutionären französischen Monarchie? Man ultramontane Kandidat in die Stichwahl hätte kommen ugnießer aller erdenklichen Vorrechte, ihre Steuerpflicht vergleiche, was vor der Revolution in Frankreich gegen die bis heute nicht zu erfüllen brauchten, wird ihnen jezt das Regierung geschrieben wurde mit dem, was heute in DeutschDie feiner Zeit vom Reichstage beschlossenen Erhebungen flingende Trinkgeld einer Entschädigung geboten, die dem land geschrieben werden kann und man wird sagen haben auch so gravirende Thatsachen zu Tage gefördert, Staate, d. h. den Steuerzahlern Millionen kosten wird. müssen, daß die Preßfreiheit des damaligen Frankreichs, die daß in der Wahlprüfungs- Kommission der Referent die Un Die Steuerzahler, die als Konsumenten in Gestalt von von Beaumarchais in seiner Hochzeit des Figaro" so giltigkeit der Wahl Möller's beantragte, ein Antrag, der mit Böllen und indirekten Steuern Jahr für Jahr den Reichs- prachtvoll gekennzeichnet ist, entschieden eine weit größere 5 gegen 5 Stimmen abgelehnt wurde, weil ein Zentrum 3- unmittelbaren ihren Tribut entrichten sind doch jene war, als die des heutigen Deutschland. Und war etwa ein mitglied dagegen stimmte. Heute stand nun der Bericht Herren Großgrundbesizer, Werk- und Fabrikbesizer u. f. 1. lettre de cachet etwas Schlimmeres als eine moderne Ans über die Möller'sche Wahl auf der Tagesordnung des Reichs- werden nun noch einmal ausgebeutelt. Ein verrottetes flage auf Majestätsbeleidigung oder Verstoß gegen die tags, und man durfte erwarten, daß die Zentrumspartei Unrecht verschwindet im Klaffenftaat, und ein neues Unrecht S8 130 und 131 unseres neudeutschen Strafgesetzbuchs? einen Antrag auf Verwerfung des Kommissionsbeschlusses tritt dafür zu Tage.„ Entschädigungs" berechtigt find: Und war wenn wir von einigen Ausnahmefällen und auf Raffirung von Möller's Wahl stellen werde. Nichts 1. der Fürst zu Bentheim- Steinfurt, 2. der Fürst zu Salm- absehen die Behandlung der politischen Verbrecher von dem war aber geschehen, so daß die Annahme wohl Salm, 3. der Fürst zu Sayn- Wittgenstein- Hohenstein, 4. der dames etwa härter als heute? Eher das Gegentheil. Die gerechtfertigt ist, die Herren vom Zentrum wollen den im Fürft zu Solms- Braunfels, 5. der Fürst zu Solms- Hohen Gefangenen der Bastille wie gesagt, von einigen Ausvollen Umfange gerechtfertigten Proteft ihrer eigenen Partei- folms- Lich, 6. der Fürst zu Wied, 7. der Graf zu Stolberg- nahmefällen abgesehen, denen sich aber auch Aehnliches an genoffen ohne Sang und Klang unter den Tisch fallen Stolberg, 8. der Graf zu Stolberg- Roßla, 9. der Fürst zu die Seite stellen ließe- wurden durchschnittlich weit besser Laffen. Heute hat freilich die unerwartet sich hinziehende Isenburg- Birstein, 10. der Fürst zu Isenburg- Büdingen in behandelt, als die politischen Gefangenen unserer Zeit. Debatte über die zulässige Ausdehnung der Weinschmiererei Wächtersbach, 11. der Graf zu Isenburg- Büdingen in Doch wir sind abgewichen. Freilich auch unsere Preßes verhindert, daß die Wahl zur Verhandlung kam, aber Meerholz, 12. der Graf zu Solms- Rödelheim, zu 1 bis 12 Misere gehört zu der politischen Krisis, in welcher wir uns bezeichnend für die derzeitige Haltung der Zentrumspartei für ihre Personen und die Mitglieder ihrer Familien, jetzt befinden, und die mit dem Entlassungsgesuch der Herren bleibt der Vorgang immer. 13. der Fürst zu Stolberg Wernigerode für seine Person Bedlig und Caprivi nicht begonnen hat und mit der Neumüffen. Das Gesetz für Weinplantscherei wurde in zweiter Lesung zu Ende berathen und zwar ohne irgend nennens werthe Aenderung der Regierungsvorlage. 00 -A -RO Der Wahlproteft ist seinerzeit in einer großen Volks- und die am 1. April 1892 in der Grafschaft Wernigerode besetzung ihrer Stellung nicht endigen wird. Die ganze versammlung in Dortmund, in der hervorragende Redner lebenden Mitglieder seiner Familie. Wäre es nicht ein Ungesundheit unserer politischen Zustände ist in dieser der Zentrumspartei auftraten, beschlossen worden, und jetzt, todeswürdiges Verbrechen, diese dreizehn Millionäre in Krise zuni deutlichen Ausdruck gekommen und die Franzosen, die so viel gleißnerischen Hochmuth unserer Reichs- Schrift wo an ihren Stimmen die Entscheidung liegt, läßt die höchster Potenz ihrem Elend zu überlassen? parlamentarische Vertretung die Wähler im Stiche. So Das Ende der Krisis. Wie der Reichs- Anzeiger" gelehrten und Pharisäer haben erdulden müssen, sind wahr Wie der Reichs- Anzeiger" tommt es, wenn man Regierungspartei um jeden Preis amtlich meldet, ist der Reichskanzler Graf Caprivi auf haftig noch sehr gnädig mit ihrem Spott, obgleich man nicht den hundertsten Theil drucken lassen kann. sein will. Unsere Genossen in Dortmund werden aber seinen Antrag von dem Amt als Präsident des Staats- den hundertsten Theil drucken laffen kann. wohl dafür sorgen, daß ihren noch für das Zentrum ministeriums, unter Belaffung desselben in der Stellung als Steuerpreller. Mindestens ein Plus von vierzig schwärmenden Arbeitskollegen die Augen geöffnet werden. Mitglied des Staatsministeriums und Minister der aus Millionen eine Zunahme um rund 55 pt. wird die wärtigen Angelegenheiten, entbunden worden. Dem Kultus- neue preußische Einkommensteuer abwerfen. Nach geringster minister Grafen v. Bedliß- Trüßschler ist die nach Schägung entsprechen diese vierzig Millionen einem bisher gesuchte Entlassung aus seinem Amt, unter Belaffung des nicht zur Besteuerung herangezogenen Einkommen von dreißig Titels und Ranges eines Staatsministers, bewilligt, der Ober- Milliarden. Also dreißigtausend Millionen Mark find bis Aus dem preußischen Abgeordnetenhause. In der Sizung vom 24. März ist die Novelle zum Berg- Gesetze Präsident der Provinz Hessen- Nassau, Staatsminister Graf zu diesem Augenblick ohne einen Heller öffentlicher Abgaben zu u Eulenburg zum Bräsidenten des Staatsministeriums, von der Bourgeoisie- denn nur diese kommt in Betracht von allen Parteien, Nationalliberalen, Zentrumsleuten, und der Staatssekretär des Reichs- Justizamts, Wirklicher Ge- besessen und ausgenügt worden. Denn die Herrschenden Konservativen und Deutschfreisinuigen mit lebhaftem Wohlheimer Nath Dr. Bosse zum Kultusminister ernannt wissen mit ihrem Pfunde zu wuchern. Diese geradezu wollen aufgenommen worden. Wie könnte dies anders sein worden. in einem Barlament, das keinen Arbeitervertreter besitzt, gigantische Prellerei erdrückt mit wuchtiger Logit die Schön das allein die Interessen der bürgerlichen Klassen versicht? Krisliches oder Wurst wider Wurst. Wenn die rednerei der sich mit ihrer Tugend brüstenden Moralprediger, Wir verweisen zur Kennzeichnung der Vorlage auf unseren Franzosen jetzt den Schmerz erleben, daß der„ Krach", den sie sie enthüllt, daß der Betrug ein Lebenselement der Be heutigen Leitartikel im Hauptblatte. Wenn der Abgeordnete für eine deutsche Eigenthümlichkeit hielten und deshalb mit fizenden ist. So wird der Staat von Denen geschröpft, Dr. Ritter mit fühnem Wagemuth die Behauptung auf seinem deutschen Namen in ihre Sprache aufgenommen haben, welche des Staates sich bedienen, um ihre Klasseninteressen stellt, der Entwurf sei viel mehr zu Gunsten der Rechte jetzt auch nach Frankreich gekommen ist, um sich dort häuslich erfolgreich durchzusetzen. des Arbeiters" abgefaßt, als zu Gunsten der Industrie", will einzurichten, so haben sie dafür die Genugthuung, daß das sagen der Grubenbesizer, so ist diese köstliche Entdeckung Institut der Ministerkrise, das von der deutschen Presse nicht verwunderlicher, als die Hoffnung des Fortschrittlers stets als französische Eigenthümlichkeit betrachtet und verEberty, daß die Vorlage den sozialen Frieden" fördern werde, spottet wurde, nun in Deutschland seinen Einzug gehalten oder die Freudenbezeugungen der Ultramontanen Stößel hat und dort noch viel schlimmer auftritt als in Frankund Dasbach. Dem Staat muß viel daran liegen, sagt reich, weil es dank dem politischen Klima zu Dimensionen emphatisch Herr Ritter, die Bergwerks- Besizer bei gutem angewachsen ist, die in wilden Ländern" unmöglich find. Muthe zu erhalten, damit sie die Arbeiter auch in schlechten Es ist ja eigentlich überhaupt keine Ministerkrise Beiten beschäftigen"! Man reize die Herren also nicht und mehr in Deutschland. In Frankreich so philo forge dafür, daß sie gut gelaunt seien; der Winter ihres sophiren die französischen Blätter mit dem guten Mißvergnügens bedeutete den Bankrott des Gemeinwesens. Humor des Mannes, der hübsch behaglich im Trockenen Herr von Berlepsch ist weit offenherziger als die Parlaments- figend seine Mitmenschen im Regenguß triefen sieht heiligen, er erklärt, daß der Entwurf sich an das Gut Frankreich ist eine Ministerkrise ein einfacher Kommiswechsel achten des Staatsraths anschließe, und dieser überſtürze sich oder Dienstbotenwechsel. Der Jakob geht und der Johann in Bismarck über die Verwendung des Welfen fonds. Die Hamburger Nachrichten" bringen eine Mits theilung aus Friedrichsruhe, in welcher es heißt: " Wir enthalten uns jeder Andeutung über die Gelder, welche für militärische Zwecke durch den Generalstab oder das Kriegsministerium gebraucht sein tönnen, oder für Preßzwede von Seiten des Ministeriums des Innern; aber wir glauben, daß der Reichskanzler und das auswärtige Amt vom Welfen fonds in dieser Richtung nur einen minimen Gebrauch gemacht haben. Die hauptsächlichste Verstimmung in der Presse, welche den Welfenfonds als eine finanzielle Macht erscheinen ließ, gegen die der Einzelne vergebens antämpfe, hat sich, unserer Wahrnehmung nach, früher an die Thätig teit der Norddeutschen Allgemeinen 8tg." geknüpft, und doch " Wir wollen es Ihnen bis auf Weiteres versprechen, Herr Doktor. Nicht wahr, Wießner?" Wir wollen sehen, ob es geht, Noack; wenn's nicht geht, sagen wirs wieder ab." Also eingeschlagen!" rief Lange, die Hand ausstreckend, hiurei ste, um seine Schwester persönlich zur Rückkehr zu be-" Furchtbar," murmelte der Schriftsteller. Und das wegen, da ließ sie ihm heraussagen, sie sei nicht in der Alles geht so ruhig ab in der Welt. Ich erinnere mich dunkel, Stimmung, Besuch zu empfangen. Habicht reiste noch einige von einem Todesfall in Herrenwalde gehört zu haben, Male hin, erhielt aber zulegt die Antwort, man sei überhaupt aber man sprach von einem Raubanfall oder Einbruch." nicht geneigt, Besuche zu empfangen und wolle ungestört Als solcher wurde er ausgegeben, und wir Beiden, bleiben. Wir Alle fonnten es uns nicht als möglich denken, die alsbald von der herbeistürmenden Dienerschaft ergriffen in welche die Beiden kräftig einschlugen. daß sie freiwillig dort geblieben, und beschlossen, heimlich wurden, konnten trotz allen unseren Betheuerungen Nieman- Aber was machen wir! fuhr der Schriftsteller mit zu ihr zu dringen. Wir benutzten die Weihnachtsfeiertage, den überzeugen, daß wir nur gekommen seien, um ein einem Male erschrocken auf! wir verplaudern die Zeit, ins um unser Vorhaben auszuführen, und begannen im Abend Mädchen zu befreien. Man fand uns mit Schlosserwerkzeugen dessen eine Unglückliche vielleicht nicht weit von uns das dunkel unsere Nachforschungen. Vom Dache herab mußten versehen und nahm an, daß Habicht nur den gerechten Opfer eines nichtswürdigen Verbrechens wird; denn jetzt, wir Habicht an einem Seile laffen, damit er in die er- Folgen eines verbrecherischen Versuchs erlegen. Was uns noch da ich weiß, wer dieser Howald und wessen er fähig ist, leuchteten Zimmer des oberen Stockwerkes blicken könnte, besonders den Hals mit brechen half, war übrigens die fürchte ich das Schlimmste für sie." aber dort war sie nicht, und wir drangen nunmehr durch Aussage dieses selben Mädchens, welches den Zusammen- Es wird jekt gerade Beit sein," meinte Noad; das Deffnen eines Ladens in das dunkle Parterre, welches wir hang der ganzen Geschichte wohl ebensowenig zu erfahren Geräusch im Wintergarten ist verstummt, und wir nachdem wir vorsichtig durch jedes Schlüsselloch gespäht, bekam, wie den Tod ihres Bruders, und, durch Gott fönnen uns nähern. Aber Vorsicht, Herr Doktor! Ihr gänzlich leer fanden. Nun blieb uns nichts weiter weiß, welche Mittel verleitet, die Aussage that, daß sie frei- Leben ist ausgeblasen, wie ein Licht, wenn er Sie erblickt. übrig, als auch in das Souterrain einzubringen. willig bei Howald geblieben. So wurden wir auf bloße Am Besten wär's, Sie blieben ganz zurück." Richtig; wie wir einen dunklen Gang entlang Aussage Howald's hin wegen gewaltsamen Einbruchs, ver Ich werde dieselbe Gefahr laufen, wie Ihr." schleichen, hören mit einem Male Stimmen; wir gehen dem suchten Raubes und gewaltsamen Widerstandes gegen be- Nicht so ganz, denn hier kommt Alles auf GeschickSchalle nach und vernehmen endlich die Stimme des rechtigte Selbsthilfe zum Zuchthaus verurtheilt. Bon allen lichkeit und Kaltblütigkeit an. Wir wären anders gefahren, Mädchens ganz deutlich: Menschen verabscheut, ausgestoßen aus der ehrlichen" wenn wir damals schon das Ding so verstanden, wie wir Ungeheuer! ruft fie, Du haft mir meine Unschuld ge- menschlichen Gesellschaft, irrten wir nach unserer Entlassung es jetzt verstehen. Aber nun nehmen Sie wenigstens eine raubt, die kannst Du mir niemals wiedergeben; so gieb mir aus dem Zuchthause eine Weile umber und suchten ein ehr- Pistole in die Hand." wenigstens meine Freiheit wieder." liches Brod. Es war keins für uns zu finden. Da mußten Es wird dessen nicht bedürfen." Das hören und mit Ungestüm an dem Thürschloß wir uns entschließen, es auf eine andere Weise zu suchen. raffeln, war für Habicht das Werk eines Augenblicks. Da Sie sehen nun, was aus uns geworden ist." wurde es mit einem Male still; im Nu hatten wir die" Ihr habt Verstand genug, selbst zu begreifen, daß Thüre gesprengt und befanden uns in einem nett aus Ihr auf unrechten Wegen wandelt. Könnt Ihr Euch nicht staffirten Bimmerchen, in dessen Mitte Herr Howald, da- losreißen von Euren bösen Leidenschaften?" mals noch ein junger Mensch von 25 Jahren, ruhig mit" Wir haben keine andere Leidenschaft, als die, uns zu übereinander gekreuzten Armen stand. Was wollt Ihr?" ruft er uns fest und ruhig an. " Meine Schwester will ich, die Du Bube hier gefangen hältst. Wir haben ihre Stimme gehört, wir wissen, daß sie frei sein will, und wir werden sie befreien." Zurück!" ruft er und streckt auf einmal seine Hand, mit einem Revolver bewehrt, gegen uns aus. Unser Freund, durch diese Drohung empört, wagt einen Schritt gegen ihn da knallt der Revolver und im nächsten Augenblicke war Habicht eine Leiche. " Wie Sie denken. Und nun kommen Sie. Die junge Dame ist aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine der vielen Versenkungen entschwunden, die Howald durch fremde Arbeiter anfertigen ließ. Wir kennen die ganze Einrichtung denn wir haben, um hier Lokalkenntnisse zu sammeln, als Arbeiter beim Baue gedient, und Sie haben wirkliches Glück, nähren, auf welche Weise es sei. Wenn wir's auf diese daß Sie auf so merkwürdige Weise gerade auf uns stoßen Weise thun, so find nicht wir daran schuld, sondern Die- mußten. Hier herum geht's! Da hat der Dachs ein einziges jenigen, welche uns böswillig zu Verbrechern gemacht haben, Loch, daß er selbst nicht kennt. Aller Zugang zu den Kellerräumen ist nämlich nach Howald's Meinung nur von oben und die Welt, welche uns zertreten will." Ich hoffe, wir werden Gelegenheit finden, einmal aus- nach unten, oder umgekehrt, durch verschiebbare Stellen des führlich darüber zu sprechen. Ich will es Euch ermöglichen, Fußgetäfels möglich. Wir aber haben, als der kalt noch baß Ihr auf ehrliche Weise Euer Brot findet. Und jetzt naß war, an geeigneter Stelle eine versetzte Bresche gemacht, versprecht es mir mit der Hand, daß Ihr keine neue Unthat und durch diese müssen wir bringen. Halten Sie sich nur begeht, sondern zu mir kommt, wenn Ihr in Bedrängniß dicht hinter uns und ziehen Sie vorher die Stiefeln aus. seid. Wollt Ihr mir das versprechen?" Lange folgte diesen Anweisungen pünktlich und hielt fich hat dieses Blatt, wie wir bestimmt wissen, niemals einen nahme dieses Grenzverkehrs. Es betrug die zollfreie Ein- Der Achtstundentag der Vergleute in England. Pfennig Subvention erhalten, sondern die Hamburger Finanz- fuhr von Brot und Mehl 1880: 1720, 1881: 1950, 1882: Das Parlament hat den Antrag, die Arbeitszeit in fräfte, die über dasselbe verfügten, haben es freiwillig und un- 2280, 1883: 2850, 1884: 3590, 1885: 4660, 1886: 7260, den Bergwerken auf 8 Stunden täglich zu beschränken, mit entgeltlich zur Verfügung des damaligen Reichstanzlers ebenso wie 1887: 10 670, 1888: 30 090, 1889: 96 326, 1890: 137 078, 272 gegen 160 Stimmen verworfen. Bei der bedeutenden zu der des jeßigen gestellt, und wir haben den Eindruck, daß 1891: 274 395 Doppelzentner. Solche Ziffern sprechen Bahl von Freunden des Achtſtundentages ist ihr Sieg in Uebertreibung dieser Bereitwilligkeit unter dem früheren Kurse in geringerem Maße stattgefunden hat, wie sie unter dem jetzigen beredt für den Fall des Getreidezolles. Wie drückend muß absehbarer Zeit zu erwarten. Die Neuwahlen stehen vor vorkommt; der Redakteur Herr Pindter hatte früher offenbar dieser Zoll wirken, wenn Zehntausende die Mühen und der Thür, und die Bezirke, in denen die Arbeiter den mehr Widerstandskraft gegen solche Zumuthungen. Unter Strapazen in Sonnengluth und Wintersturm nicht scheuen, Ausschlag geben, werden keine Gegner der außerordentlich stüßungen von Redaktionen als solchen haben von amtlicher die mit dieser zollfreien Einfuhr verknüpft sind!- volksthümlichen Forderung in das Haus der Gemeinen entSeite aus unseres Wissens überhaupt niemals stattgefunden, senden. Der Achtstundentag der Bergleute, der erste Vorstoß Herr Pindter, der stets Wachs in der Hand der Herr schenden, wird sicher über den ihm gänzlich fremden Mannesmuth entzückt sein, den Bismarck in seiner lustigen Münchhauftade ihm anflunkert. Im Uebrigen ist die Prostitution der bürgerlichen Presse, wie die Prostitution der bürgerlichen Politit überhaupt selten mit solch schmaßendem Behagen als die Quelle staatsmännischer" Erfolge bezeichnet worden, wie von dem Zyniker in Friedrichsruh. " Redaktionen werden regierungsfeitig nur durch Nach- Eine faustvicke Lüge. Herr v. Kardorff, der für die gefehliche Einführung des Achtſtundentages überrichten unterstützt oder durch Boykottirung auf diesem Gebiete fügsam gemacht. Geld wird aus Staats zu den Getreuen des" Auch ich bin Schnapsbrenner"-haupt, wird in der Wahlbewegung, in den Wahler weiß warum ließ vorgestern programmen, in den Entscheidungskämpfen eine bedeutsame mitteln faum in einer anderen Richtung flüssig Mannes gehört geworden sein, als für einzelne gewandte Korrespondenten, bei irgend einer Gelegenheit einen Toast auf den Reichs- Rolle spielen. Die Arbeiter aller Länder haben ein lebwelche sich unter Angabe der Zeitungen, zu denen sie Zutritt gründer"( Herr von Kardorff versteht sich auf die„ Gründer" haftes Interesse daran, daß der Druck von außen das englische Parlament zu dem folgenschweren Zugeständniß hatten, zur Verfügung stellten und die dann in Blättern der und die Gründungen") vom Stapel und sagte dabei: verschiedensten Richtungen ihre Korrespondenzen in einem der Meine Herren, mag man den Fürsten Bismarck be- zwingt, das gemacht werden muß und deshalb gemacht Regierung wohlwollenderen Sinne einrichteten, als es ohne die urtheilen, wie man will, das müssen selbst seine Gegner und werden wird. angeknüpften Beziehungen der Fall gewesen sein würde." Hasser anerkennen, daß als einziges Motiv seiner Handlungen Aus dem immer nur das Bestreben zu erkennen ist, das Deutsche Reich Der englische Kohlengräber- Streif. einiger, freier und mächtiger zu machen. Wuft wirrer, kritiklos durch einander geworfener NachUnverschämter ist niemals gelogen worden. Der Urrichten über den Stand der Dinge in den Streifdistrikten heber des Bruderkriegs" von 1866, der Deutschland ,, immer geht hervor, daß die Beschlüsse der Londoner Konferenz mit einiger" machen wollte! Der Urheber des Sozialisten größter Promptheit durchgeführt worden sind. Hier und gesetzes, der Deutschland immer freier" machen wollte. Da hat es noch einige lokale Streitigkeiten und Reibungen Der polternd hinter dem Reichswagen herlaufende und mit abgesetzt, aber das will nichts bedeuten: im Großen und Roth nach dem neuen Kutscher werfende Nörgler, der Ganzen steht fest, daß die Mitglieder des nationalen Bergarbeiter- Berbaudes seit Montag wieder arbeiten, und daß Tagesanzeigers" in Leipzig, Dr. Erwin Bauer, der in der Die albernen Notizen von einem großen Fall in den Ausweisung. Der Chefredakteur des antisemitischen Deutschland ,, immer mächtiger" machen will! Warum hat Herr Kardorff nicht von den Verdiensten die Bergleute von Durham, nebst einigen anderen Arbeiterminister scharf polemifirt hatte, ist auf Anordnung des sprochen? Dann hätte er wenigstens nicht zu lügen ge- Roblenpreisen" haben wir schon widerlegt. Der Durchbekannten Xantener Mordaffäre gegen den preußischen Justiz seines Patrons um die preußischen Schnapsjunker ge- gruppen zusammen gegen 100 000, den Streit fortseßen. schnittspreis der Kohlen ist gegenwärtig ohne allen und Deutsch- Russe. Daß die sächsische Regierung von der AusEinschneidiger" Mord. In Coblenz wurde bekanntlich jeglichen Zweifel etwas höher als er ohne den Streit geweisungsbefugniß Gebrauch macht, zeugt für den tiefen vorigen Gonntag ein junger Kaufmann bei einem einfachen wesen wäre. Ob er sich so hoch halten läßt, daß bei fünfStand unserer politischen Verhältnisse. Es versteht sich, Straßen- Wortwechsel von einem Offizier er st och en. Wir tägiger Wochenarbeit eine Lohnherabſegung vermieden daß wir ein derartiges Vorgehen auf das Entschiedenste wollen abwarten, was mit dem Thäter geschieht. Für heute sei wird, das ist freilich eine andere Frage. Einstweilen ist die verurtheilen. Gewaltmaßregeln gegen unbequeme Vertreter unbequemer Anschauungen sind die Zuflucht der Reaktion. nur angenagelt, daß die Freisinnige Zeitung" diese That fünftägige Wochenarbeit erst in dem kleineren Theil der ar das Opfer wurde von hinten erstochen- unter der beitenden Kohlengruben eingeführt. Die Antisemiten aber erfahren am eigenen Leibe das, was Rubrik immer schneidig" mitgetheilt hat. fie gegen die Sozialdemokratie nicht blos ruhig haben an wenden lassen, sondern eifrigst empfohlen haben. Das Ver Zur Pariser Kommunefeier. Von deutschen fahren der fächsischen Regierung, die hier offenbar einem Drucke von Berlin aus nachgegeben hat, ist um so un- Reichstags- Abgeordneten wurde am 15. d. M. begreiflicher, als in ihrem eigenen amtlichen Organ, der nachstehender Brief an Lafargue gesandt: Leipziger Zeitung", die Judenheßerei ebenso roh und Sagen Sie den französischen Brüdern, daß wir nicht fchamlos betrieben wird, wie nur je Herr E. Bauer es gethan hat. " " Schwedische Zollpolitik. Die vom schwedischen Reichstage bewilligten Getreidezoll- Herabsehungen werden am 26. 6. M. in Kraft treten. Afrikanisches. Diesmal sind es zur Abwechslung einmal die Engländer, die sich in Afrika eine Niederlage die Beit haben, eine förmliche Adresse zu Ehren des geholt haben. Auch den Portugiesen ist's irgendwo im 18. März zu schreiben. Je größer die Partei wird, desto" dunkelen Welttheil" schlecht gegangen. Und wenn es den mehr häuft sich die Arbeit. Aber wir können diesen denk- Deutschen nicht wieder einmal schlecht gegangen ist, so blos, würdigen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne einige Worte weil es ihnen zu schlecht geht, als daß sie überhaupt noch Es ist wirklich nicht zu beder Sympathie und der Solidarität. Der Bundesvertrag etwas unternehmen tönnten. ( Pacte d'Alliance) von 1889 ist nicht vergessen. Und der greifen, daß es noch Regierungen giebt, die dieses unsinnige Tag, welcher 1848 einen Sieg des deutschen Volkes in afrikanische Verlierspiel forttreiben- und Völker, die es Berlin, und 1871 einen Sieg des französischen Volkes in Baris sah, ist auch der Tag, welcher dem Gedanken der noch ch dulden. " Die Gesindeordnungs- Reformen. Sachsen hat fürz lich seine Gesindeordnung nicht etwa beseitigt, sondern mit etlichen neuen reaktionären Zusätzen versehen, die benach barten thüringischen Kleinstaaten schreiten auf der gleichen Bahn muthig rückwärts. Jm weimarischen Landtage ist der Antrag eingebracht worden, die Regierung möge bei dem Bundesrath in Anregung bringen, daß das Gesinde Verbrüderung der beiden Völker gehört, deren künstlicher 200 recht durch das bürgerliche Gesetzbuch geregelt werde oder, Antagonismus nur den Zwecken der Despoten und Aus- Von Frau Hedwig Henrich- Wilhelmi erhalten wir falls lezteres nicht zu erreichen fei, mit den übrigen zum beuter dient und eine beständige Gefahr für den Frieden folgende Zuschrift: Nr. 67 des Vorwärts" enthält eine gemeinschaftlichen Oberlandesgericht gehörigen thüringischen der Welt. bildet. Und wie wir den Bundesvertrag von Notiz Freidenferisches", eingeleitet mit folgenden Worten: Staaten unter Wahrung der Grundprinzipien" der geltenden 1889 nicht vergessen haben ebensowenig haben wir das Wie wir aus Amerika erfahren( durch wen?), schlägt Frau Gesindeordnung einen neuen Entwurf einer solchen ver- Manifest des Brüsseler Kongresses gegen den Militarismus H. Wilhelmi in dortigen Freidenker- Blättern einen Hölleneinbaren und demnächst dem Landtag vorlegen. Ohne vergessen. Unsere französischen Brüder können versichert lärm ob dieser Lappalie. Nun, das ist ein Vergnügen, das Zweifel wäre das bürgerliche Gesetzbuch, in welchem das sein, daß daß wir deutschen Sozialdemokraten alle Beit wir der Dame gern gönnen. Durch ihre falsche Darstellung sorgsam destillirte kapitalistische Recht seinen kodifizirten Aus- die Pflichten erfüllen werden, welche die Prinzipien der Sache aber hat sie auch Parteigenossen irre geführt" zc. bruck finden wird, ein Torso, wenn nicht auch die schäbigfte der internationalen Solidarität uns auferlegen. Und glaubt Darauf habe ich zu erwidern, daß von mir aus bis jetzt Form der Ausbeutung, das Gesindewesen, in ihm würde nicht den feigen Verleumdern, die Euch sagen, wir seien seit feine amerikanische Zeitung weder direkt, noch indirekt eine verewigt werden. Um die Wahrung der Grundprinzipien" der Abschaffung des Sozialistengesetzes Andere geworden. Aufforderung erhalten hat, sich meiner Kontroverse mit dem braucht den Antragstellern nicht zu bangen. An der Wende Die Lage hat sich nicht geändert, und unsere Partei hat sich Vorwärts" irgendwie anzunehmen. Wie s. 3. der Freides neunzehnten Jahrhunderts bettelt die Bourgeoisie um nicht geändert. Der Kampf, weit entfernt eine mildere benker Verein Köln mit seiner Erklärung, so haben feudale Einrichtungen, sie, die an der Wende des achtzehnten Form angenommen zu haben, wird von Tag zu Tag er auch jetzt die amerikanischen Zeitungen in dieser Sache ganz die feudalen Schranken mit revolutionärem Wagemuth bitterter. Alle anderen Parteien sind gegen uns vereinigt aus eigener Initiative gehandelt. Ihr Urtheil wurde weder der Staat und die Kirche haben sich gegen uns ver- von falschen noch richtigen Darstellungen meinerseits beeinniedergerissen hat. -wir marschiren flußt, da ich ihnen überhaupt nichts dargestellt habe. Dasbündet, aber wir bieten ihnen die Stirn, selbe dürfte somit durch die Grundlosigkeit dieser neuen immer vorwärts, und werden sie alle schlagen. Anschuldigung auch schwerlich umgestimmt werden. selbst finde durchaus kein Vergnügen am Spektakel in der Bresse und am wenigsten, wenn derselbe sich gegen etwaige Irrthümer in der eigenen Partei richtet. Auch verlange ich von keiner Seite weder Gemüthlichkeit noch Galanterie, sondern einfach, daß man der Wahrheit die Ehre gebe. Hedwig Henrich Wilhelmi. " Es lebe die Kommune! Es lebe die internationale Sozialdemokratie! Berlin, den 15. März 1892. Von den Getreidezöllen. In den Grenzbezirken dürfen Mehl- und Backwaaren in Wiengen von nicht mehr als drei Kilogramm zollfrei eingeführt werden. Es ist dies eine Maßregel, die den Grenzbewohnern den billigeren Einfauf ihres Haupt- Lebensmittels ermöglicht. Es ist bekannt, daß ganze Karawanen von Proletariern, Kinder, Weiber, Der Brief, dessen Verlesung nicht endenwollenden Jubel Greife meilenweite Märsche machen, um ihr Laib Brot für hervorrief, war von 15 Mitgliedern der Fraktion, die gerade den niedrigeren Preis, der jenseits der Grenze herrscht, zu anwesend waren, unterzeichnet und spricht die Gedanken erstehen. Aus der Handelsstatistik ergiebt sich die stete Bu- Aller aus. " Ich dicht hinter den Männern, die nunmehr bedächtig durch eine weiche indessen ein tostbares Del verzehren muß, da sie den und doch durch das Uebermaß von Genuß abgestumpften lebendige Mauer von Strauchwerk drangen und sich dann ganzen Raum mit seinem Wohlgeruch erfüllt. Vor einem Genossen darbietet. Und das Alles, um Brot zu erwerben unmittelbar vor dem Gebäude befanden, dessen Wände auf fostbaren Spiegel mit fünstlich gearbeitetem Goldrahmen für Die, welche man liebt und nicht mag Hunger leiden einer Grundlage von Granitblöcken in der Höhe von etwa stehen zwei weibliche Figuren aus Alabaster und zwischen sehen. O Gott! es wächst doch Brot genug auf Erden, 2 Ellen über dem Fußboden aufgeführt waren. An einer ihnen ein offenes Necessaire mit allen modernen Toiletten- warum ist es den Armen so schwer gemacht, auch nur das Stelle, wo die Hecke dichter als gewöhnlich schien, schob sich gegenständen erfüllt. Auf dem Divan aber, dem Spiegel Nöthigste zu erschwingen!" Aber Du sollst gerettet werden," rief sie aufspringend, Noad, als der Führende, zwischen Gesträuch und Mauer gegenüber, liegt Hermine, wie es scheint, im schweren Schlummer dnrch, hob eine dicke Eisenstange aus dem lockeren Erdreich, be fangen, denn ihre Brust hebt sich mühsam, und zuweilen sucht indessen ihre Züge den Ausdruck höchster Entschlossenheit zwängte sie mit der Spize in eine Fuge des Gemäuers, worauf sich ein tiefer Seufzer aus der beklemmten Wohnung loszu- annahmen; ich werde Dich retten, ich werde Dir ins fich der eine Block bewegte und mit den Rändern ein Stück ringen. Das anmuthige Gesicht ist blaß, mit gelblichem Schimmer Ohr flüstern alle die dunklen Märchen einer Eriftenz, aus der Linie hervorkam. Nun faßten Beide mit den umflossen, als wenn es aus Elfenbein geschnitten wäre; die wie sie hier geboten ist. Du wirst zurückbeben vor den Händen an dem oberen Rande des Blockes, den sie auf diese blonden Locken fließen in schlaffer Auflösung herab auf die Opfern, die man Dir auferlegen will, und die Deinen Weise zum Herausfallen brachten. halbentblößte Brust und den weißschimmernden Nacken, werden lieber hungern, ja, sie werden lieber hungern. sowie auf das blaue Atlaskleid, welcher in Unordnung die Darum fort mit Dir, fort aus dieser Höhle, erwache aus Deinem Schlummer, ehe es zu spät ist. Erwache, sage ich schlanken Glieder umhüllt. Nun hinein," flüsterte Noack, es ist nicht sehr hoch; die Beine voran, ein kleiner Schwung, und die Sache ist gemacht." Er schickte sich eben an, seiner Aufforderung vor allen Dingen felber nachzukommen, als plötzlich ein leiser Schrei die Drei erzittern machte. Einen grellen Gegensatz zu ihr bildet eine weibliche Dir! Ach, Du kannst nicht, Du hast die giftigen Dämpfe Gestalt, welche vor ihr kniet und die eine herabhängende eingefogen, die auch mich bewußtlos machten. Wasser, Hand gefaßt hält. Es ist die Nymphe der Fontaine, Wasser muß es thun, es soll der Thau sein, der Deine welche den Schlußeffekt in den Vergnügungen des Abends schlummernden Lebensgeister wieder wach ruft. Ach, wie sie „ Er ist schon bei der Arbeit," flüsterte Wießner, geschaffen. Die von dünnem Trikot bekleidete Gestat hat schön ist und rein wie ein Engel! Ich muß Dich erwecken; wir niüssen eilen, wenn wir noch zurecht kommen wollen." fich theilweise mit einem schwarzen Tuchmantel umhüllt, zürne mir nicht, wenn ich Deine Nerven erschrecke." Dies sagend, träufelte sie aus einer Vase frystallhelles Ein schrillerer Schrei, als der vorhergegangene, drang der halb von den Schultern herabgeglitten ist und von der jetzt den Hörern durch Mark und Bein. Noad zögerte, Fülle des blauschwarzen Haares ersetzt wird, das noch Wasser auf Gesicht, Nacken und Bruft der Schlafenden, die immer ungebunden vom Haupte und Wießner zog einen Revolver aus der Tasche. vom Haupte herunterwallt. Das alsbald die Augen aufschlug und mit wirren Blicken umhers „ Um Gottes willen, schnell, ich beschwöre Euch," rief Gesicht dieses Weibes ist von dämonischer Schönheit; starrte. Lange mit angsterfüllter Seele. Vorwärts Leute, es gilt der fühne Schwung der schwarzen Augenbrauen zeichnet sich ein Menschenleben." scharf auf dem bräunlichen Gesichte, und aus den großen dunklen Augen sprüht ein unheimliches Feuer, welches sich nur mildert, wenn die Blicke auf der ruhenden Mädchengestalt haften. Stehen Sie auf, Fräulein, man hat Schlimmes mit Ihnen vor", rief die Retterin. Aber der Zauber, der die Sinne Herminens gefangen hielt, war nur auf einen Augenblick gewichen; er brückte von Neuem auf die Augenlider, die sich, wie erschöpft von Ohne einen Augenblick zu verlieren, verschwand Noack in der Dunkelheit; die beiden Anderen folgten ihm schweigend nach und vertieften sich in einen engen Gang, Einer dicht hinter dem Anderen, mit den Händen an den Seitenwänden" Du also bist das unglückliche Opfer, welches bestimmt dieser momentanen Anstrengung, wieder schloffen. sich hintastend. ist, mich zu ersetzen? Du blonder Engel sollst unglücklich„ Sie kann nicht, sie kann nicht, die Betäubung ist zu werden, wie ich! Arglos bist Du in die Höhle des mächtig. Doch halt, wo ist das Fläschchen, das mich be Hätte ein Maler die Sichten Wände dieser unter Wolfes gekommen, haft vielleicht eine arme Mutter und wahrt hat, wenn ich schlafen sollte und nicht wollte, nachirdischen Räume mit seinen Blicken durchbringen können, arme Brüder, wie ich, die jetzt durch Deine Schande er dem ich erkannt, daß er es brauchte, um mich zu wecken. er würde ein Bild erblickt haben, welches in der That des nährt werden sollen. Du auch wirst denken, beffer ein Einen Augenblick Geduld, lieber Engel; ich bin gleich Studiums werth war. Es ist ein kleines Gemach ohne Opfer als ihrer fünf," wirst es für etwas Kleines halten, als wieder bei Dir." ( Fortsetzung folgt.) irgend welche sichtbare Deffnung, verhängt von schweren Gefangene eines Mannes zu leben, der Dir vorheuchelt, daß feidenen Tapeten oder Wandbehängen nnd spärlich erleuchtet er Dich liebe und damit endigt, daß er Deine Körpervon dem matten Scheine einer Flamme in filberner Ampel, reize unverhüllt den Blicken seiner vergnügungssüchtigen Theater. Freitag, den 25. März. Opernhaus. Der Dorfbarbier. Die Verlobung bei der Laterne. Schauspielhaus. Der neue Herr. Deutsches Theater. Die Stüßen der Gesellschaft. Leffing- Theater. Die Großstadt Iuft. Berliner Theater. Die Journalisten. Residenz- Theater. Der kleineSchwerenöther( Ferdinand le noceur,) Wallner- Theater. Yvette. Vorher: ut de Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten bie Achtung! traurige Mittheilung, daß mein Sohn Paul Körsten am 23. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 26. d. M., Nachmittags 4½ Uhr, vom Trauerhause Thürschmidtstr. 18 in 2034b Rummelsburg aus statt. Die trauernden Eltern Töpfer Otto Körsten nebst Frau. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält= nisse der Töpfer Berlins und Umgegend. Am Dienstag den 22. d. m. verstarb unser Mitglied Nur drei Worte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Ein blauer Teufel. Der Bureaukrat. Bellealliance- Theater. Franzosentid. Ostend- Theater. Berlin im Jahre Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Feenpalant. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- 448/5 ftellung. 2000. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Paul Danneberg. Nachmittag 4 Uhr, von der LeichenDie Beerdigung findet heute Freitag, halle des Städtischen Krankenhauses am Urbau aus nach dem Jakobi- Kirchhof in der Herrmannstraße statt. Um rege Betheiligung der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Fachv. d. Tischler. Sonnabend, den 26. März, Abends 81/2 Uhr: Vorstandssitung im Restaurant Feuerstein, Circus Renz. 412/8] Alte Jakobftr. 75. Karlstraße. Freitag, den 25. März 1892, Abends 74 Uhr: Komiker- Vorstellung. Auftreten der Klowns C. Godlewsky, 3 Gebr. Briatore, Paul Achtung! Kupferschmiede! Deffentliche Versammlung Der Kupferschmiede Berlins und Umgegend mit Frauen Sonnabend, den 26. März, Abends 9 Uhr, in Feindt's Salon, Weinstraße 11. Tages- Ordnung: William, Kronemann, Gebr. Dianta, Warne, Herrmann, Misco etc. in ihren höchft komischen Entrees und Intermezzos. Außerdem: Auftreten einer Wiener Damenkapelle. Contre- am danse, geritten von 9 Herren. Horaz und Mercur, zusammen vorgeführt von Herrn Ernst Renz( Enfel). Coriolan, geritten von der Schulreiterin Fräulein Oceana Renz. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. Auftreten der Kraft menschen 3 Gebr. Rasso. Emperor, denes. geritten vom Schulreiter Mr. Gaberel. Mr. Jules, Jockeyreiter. Mlle. Rosa, 2082b Reittünstlerin 2c. Zum Schluß: Auf Helgoland" 1. Vortrag. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl eines Bezirkskassirers für den Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung Gewerkschaften aller 219/6 Berlins und Umgegend am Sonntag, den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain, am Königsthor. Tagesordnung: 1. Die Beschlüsse des Halberstädter Kongresses gegenüber den sogenannten lokalorganisirten Gewerkschaften. 2. Diskussion. NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um recht zahlreichen Besuch bittet Grosse öffentliche Der Einberufer. sozialdemokratische Volksversammlung Teppiche am Freitag, den 25. März, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Feldschlösschen", Müller- Strasse No. 142. Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Die Bedeutung des 1. Mai." Referent wird in der Versammlung befannt gegeben. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Festkomitees zum 1. Mai. 4. Bericht des Komitees der Listen des Erfurter Parteitages. 5. Verschiedenes. 333/16 Der Vertrauensmann. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Große Versammlung 390/5 am Sonntag, den 27. März, Vormittags präzise 10% Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestraße 58. Tagesordnung: 1. Das Verhalten der Direktion der Schwarzkopf'schen Fabrik gegen ihre Arbeiter. Referent 3. Gerisch. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer itglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verſchiedenes. Wir ersuchen die Metallarbeiter Berlins, zahlreich in dieser Versamm lung zu erscheinen, um Protest zu erheben gegen die neuesten Maßnahmen oben genannter Fabrikleitung. Der Vorstand. in allen Arten und Größen kleiner Musterfehler wegen offeriren sehr billig. Portièren, Gardinen, Steppdecken in den geschmackvollsten Aus führungen zu anerkannt billigen 477M Preisen. 劉 昕 Reste von Plüschen, Fantasiestoffen, Damasten und Ripsen, passend für Sophas und Garnituren, zur Hälfte des früheren Kostenpreises.. J. Adler Söhne, Teppichfabrik, Spandauer- Strasse 30, gegenüber dem Rathhause. Allgemeiner deutscher Sattlerverein. KRONENGARM Norden. 4. Bericht des Delegirten der im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobstraße 83: Sonnabend, den 26. März, Abends pünktl. 9 Uhr, Streit- Kontrollkommission. 5. Verschie Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Sachs über:„ Elektrotechnik und Bitte lesen Sie! Jedem, der billig und gut kaufen will, empfehle mein sehr reichhaltiges Lager von circa 1000 Sommer- Paletots, 2000 Anzüge, fowie einzelne Röde, Jaquetts, Hofen, Westen etc. ober: Ebbe und Pluth. Große bybro- Friedrichshagen. magnetismus“ mit Gyperimenten. 2. Bericht vom Halberstädter Rongres. Ferner Uhren, Reften, Ringe, M logische Ausstattungs Pantomime in 2 Abtheilungen vom Direktor E. Renz. Große öffentliche 3. Verschiedenes. 265/13 NB. Ausgabe der Billets zu dem am 1. Oster- Feiertage stattfindenden Der Vorstand. National- Tanze( 65 Damen) zc. Dampf Volksversammlung Stiftungsfeste. Schiff- u. Bootfahrten, neue überraschende Licht- und Feuereffette. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Täglich Auf Helgoland". Sonntag 2 Vorstellungen. Nach mittage 4 Uhr( 1 Kind frei): ,, Aschenbrödel". Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. Passageam Sonnabend, den 26. März, Abends 81/2 Uhr, im ,, Gesellschaftshause". Große öffentliche Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkeffel zc. Sämmtliche Sachen in alt und neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, Schneidermeister, Get Engelstons Genie Wähler- Versammlung 127staligerstraße 127. Tagesordnung: Stellungnahme zu wahlen. Referent: Genoffe Kessler. Diskussion. Event. Wahl eines WahlKomitees. Wahl eines Vertrauensmannes. Verschiedenes. 421/13 Der Einberufer. für Schöneberg am Freitag, den 25. März d. J., Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Ramm( früher Heckendorf), Hauptstrasse No. 81. Tages- Ordnung: 1. Die Kommunalwahlen und die bürgerlichen Parteien. Referent Panopticum. Anschläger- Zusammenkunft unser Ortsstatut. 4. Diskussion. 5. Auſſtellung der Beisiger.- Zur Deckung Genosse Zubeil. 2. Diskussion. 3. Die Gewerbe- Schiedsgerichts- Wahlen und des Arbeitsnachweis Norden" am der Unkosten Entree 10 Pf. Nr. 38a beim Restaurateur Gorn. Frauengestalten Sonntag, den 27. März, Brunnenstraße 421/12 in lebend. Bildern von Berliner Gesangverein Berliner Buchdruder. Modellen. Ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ede Behrenstr. Interesantette Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Sonntag, den 27. März, Vormittags präzise 10 hr, im Restaurant Wienecke, Alte Jakobstraße 83: Ronstituirung des Sängerchors und erste Nebungsstunde desselben. Aufnahme neuer Mitglieder( aktiv und passiv). Deffentliche Versammlung der Bildhauer 2037b am Montag, den 28. März, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Tagesordnung: 1. Referat des Herrn Völkel über die Bewegung der Arbeiter- Kontrollmarken. 2. Bericht der Delegirten zur Streif- Kontroll tommiffion. 3. Maifeier. 4. Verschiedenes. Die Kommission der Bildhauer. Achtung! Feen- Palast. 147/8 Achtung! Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. Am Oster- Sonntag, den 17. April 1892: Grosse Matinée, veranstaltet von den Das Wahlkomitee. KRONENGARN. 1832L Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Fertige Betten, großer Stand, Bestellungen nach Maaß werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, redyt genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Hobelbänke, Tischler- und Schlosserwerkzeug, Balanciers, Kreissägen, Bormaschine etc. wegen Aufgabe der Fabrikation billig zu ver faufen Demminerstr. 6, Hof 1 Tr. 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Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, Direktor im Reichs- Gesundheitsamt Köhler. Zur zweiten Berathung steht der Gefeßentwurf betr. den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähnlichen Getränken. § 1 zählt diejenigen Stoffe auf, welche dem Wein u. f. w. bei oder nach der Herstellung nicht zugemischt werden dürfen. Es find lösliche Aluminiumfalze, Baryumverbindungen, Borsäure, Glycerin, Kermesbeeren, Magnesiumverbindungen, Salicylsäure, unreiner Sprit, unreiner Stärfezucker, Strontiumverbindungen, Theerfarbstoffe. 4 Freitag, den 25. März 1892. 9. Jahrg. 2. wer wissentlich Wein, welcher einen Zusatz der im§ 3 viele Streitigkeiten beseitigen; ein gleiches gilt von den Bestim Nr. 4 bezeichneten Art erhalten hat, unter Bezeichnungen feilhält oder verkauft, welche die Annahme hervorzurufen geignet sind, daß ein derartiger Zusah nicht gemacht ist. §§ 8-13 werden unverändert genehmigt. mungen über die Arbeitszeit. Eine Erweiterung sei für die Vorlage zu wünschen: über die Lehrzeit der Bergarbeiter. Die Bergleute erklären positiv, daß die meisten Unfälle durch die Unvorsichtigkeit der unerfahrenen Bergleute verursacht werden.( Bu Die Fortsetzung der zweiten Berathung der allgemeinen ftimmung.) Hoffentlich wird es gelingen, einen Gefeßentwurf zu Rechnung für 1884/85, welche in Verbindung mit dem von den Stande zu bringen, der in einen großen Theil der Bevölkerung Abgg. Pieschel und Genossen eingebrachten Gefeßentwurf betr. die Ruhe und Frieden bringt. Manche Ausstände sind nur dadurch justifizirenden Kabinetsordres erfolgen sollte, wird auf Antrag entstanden, daß keine festen Bestimmungen vorhanden waren. des Abg. Dr. Meyer- Berlin von der Tagesordnung abgesetzt. Zur Beunruhigung hat es auch beigetragen, daß man die älteren Desgl. wird die Verhandlung über die Wahl des Abg. Möller Leute entlassen, die jungen Leute aber, Ausländer, beibehalten hat. ( 6. Arnsberg) von der Tagesordnung abgesetzt. Man möge sich auf beiden Seiten bemühen, eine Versöhnung Der Antrag Ridert auf Ueberweisung der Petition des herbeizuführen.( Zustimmung im Zentrum.) Waldeckvereins in Friedland in Mecklenburg auf reichsgesetzlich der sehr bedeutungsvollen Vorlage für nothwendig. Daß den Abg. Dasbach( 3.) hält auch eine kommissarische Berathung Regelung des VereinsVereins- und Versammlungsrechts an den Reichskanzler zur Berücksichtigung wird heute nochmals zur Ab- großjährigen Arbeitern Rechte gegeben werden, welche ihnen nach Stimmung gebracht, da er gestern nur handschriftlich vorlag. Der allgemeinen Meinung nicht zuständen, tönne nicht gesagt Heute stimmt das Zentrum geschlossen dagegen, während es gestern werden. Daß die Bedingungen für die Arbeiter in den Arbeitss getheilt war. Der gestrige Beschluß wird aber gleichwohl bestätigt ordnungen enthalten sein müssen, sei selbstverständlich und werde weil die Reihen des Zentrums und der Rechten nur noch sehr vielen Streitigkeiten vorbeugen; der Mangel solcher Arbeitsfchwach besetzt sind. ordnungen sei bei den Ausständen deutlich hervorgetreten. Das einzige neue Recht, welches den Arbeitern gegeben wird, ist die Betheiligung der Arbeiter an dem Nullen der Wagen. In England ist das längst eingeführt. Redner schließt mit der Hoffnung, daß die Vorlage eine Beruhigung herbeiführen werde. § 1 wird unverändert angenommen, ebenso§ 2, welcher das Verbot des Feilhaltens oder Verkaufs von Wein enthält, denen einer der vorher genannten Stoffe zugesetzt ist, und welcher ferner bestimmt, daß auch Rothwein nicht feilgehalten noch verkauft werden darf, dessen Gehalt an Schwefelsäure in einem Liter Flüssigkeit mehr beträgt, als sich in 2 Gramm neutralen schwefelfauren Kaliums vorfindet. Auf Dessertweine ausländischen UrDarauf werden Berichte der Petitionstommission berathen. sprungs soll diese Bestimmung jedoch keine Anwendung finden. 19 gleichlautende Petitionen aus Mitteldeutschland mit Nach§ 3 wird als Verfälschung des Weines im Sinne des zahlreichen Unterschriften nehmen ihren Ausgangspunkt von der Nahrungsmittel Gesezes nicht angesehen: 1. die anerkannte Behauptung, daß am 26. Mai 1890 der Redakteur Boshart von Kellerbehandlung einschließlich der Haltbarmachung des Weines; Gotha zur Verbüßung einer mehrmonatlichen Gefängnißstrafe in 2. der Verschnitt von Wein mit Wein; 3. die Entfäuerung das gemeinschaftliche thüringische Gefängniß zu Ichtershausen mittelst reinen gefällten fohlenfauren Kalts; 4. der Zusatz von eingeliefert und in diesem in unangemessener, kränkender und getechnisch reinem Rohr-, Rüben: oder Invertzucker, auch in ſundheitsgefährdender Weise behandelt worden sei. Die Petitionen wässriger Lösung; jedoch darf durch den Zusatz wäfferiger Zucker- verlangen Verbesserung des Strafvollzugs und differenzielle Belösungen der Gehalt des Weines an Extraftstoffen und Mineral- handlung der Gefangenen. bestandtheilen nicht unter die bei ungezuckertem Wein des Weinbau- Gebietes, dem der Wein nach seiner Bezeichnung entsprechen schlossen. soll, in der Regel beobachtete Grenze herabgesetzt werden. Abg. Wurm( Soz.): Das Nothstands- Weingeseß, welches wir jezt berathen, macht schon ohnehin so viel Konzessionen an den schlechten Geschmack des Publikums, daß es bedenklich ist, noch mehr Chemikalien für die Weinfabrikation zu gestatten, welche bezüglich ihrer Reinheit durchaus verdächtig sind. Namentlich Dextrose tommt im Verkehr fast nur verunreinigt und zwar mit allem Möglichen verunreinigt vor, es würde damit nur der Schmiererei Thür und Thor geöffnet werden. = Der Antrag Witte, hinter Invertzucker technisch reiner Stärkezucker" zu sehen, und mit dieser Aenderung§ 3 werden an genommen. § 4 lautet: Als Verfälschung des Weines im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes ist insbesondere anzusehen die Herstellung von Wein unter Berwendung 1. eines Aufgusses von Zuckerwasser auf ganz oder theilweise ausgepreßte Trauben; 2. eines Aufgusses von Zuckerwasser auf Weinhefe; 3. von Rosinen, Korinthen, Saccharin oder andern als den in§ 3 Nr. 4 bezeichneten Süßstoffen; 4. von Säuren oder säurehaltigen Körpern oder von Bouquetstoffen; 5. von Gummi oder andern Körpern, durch welche der Grtraktgehalt erhöht wird, jedoch unbeschadet der Bestimmungen zu§ 3, Nr. 1 und 4. = Abg. Letocha( 3.). Das Interesse der Arbeiter verlange es, daß die Eisenerz- Bergwerfe ebenso behandelt werden, wie die andern Bergwerfe, weil sie zum Theil noch gefährlicher find als diese. Abg. Eberty( dfr.). Es handelt sich um eine Industrie, von welcher das Wohlergehen sämmtlicher anderer Industrien abhängig ist. Wir können nur unsere Freude darüber aussprechen, daß die Vorlage eingebracht ist, und wir können hoffen, daß die Vorlage allgemeine Beruhigung bringen wird. Die Kommission hat Uebergang zur Tagesordnung beAbg. v. Strombeck beantragt, diese Petitionen dem Bundes rath zur Berücksichtigung in der Richtung zu überweisen, daß Minister v. Berlepsch: Ich bin dankbar dafür, daß diese bereits vor der in Erwägung gezogenen Reform des Vollzugs der Vorlage einer Kommission überwiesen werden soll; ich bin Freiheitsstrafen die wichtigsten Grundsätze bezüglich der Be- dankbar für die Ruhe und Objektivität, mit welcher die Vorlage schäftigung, Bekleidung, Beköstigung und sonstigen Behandlung heute hier behandelt ist; wir werden versuchen, in der Komder Straf- und Untersuchungsgefangenen im Wege der Reichs- mission eine Verständigung herbeizuführen. Was hat denn dazu gesetzgebung thunlichst festgestellt werden. geführt, diese Vorlage zu machen? Erstlich die Erfahrung bei Der Antrag wird von den Abgg. Bar und Prinz zu Caro- der Ausstandsbewegung von 1889 und zweitens die Verabschie lath befürwortet und vom Hause angenommen. dung zur Gewerbe- Ordnung. Die Anhörung der Arbeiter bei Die Petition des Aufsichtsraths des internationalen Vereins der Arbeitsordnung ist nicht bloß in der Gewerbe- Ordnung entder Gasthofsbesitzer wird dem Reichskanzler zur Erwägung über- schieden, sondern auch von Staatsrath besprochen worden, einer wiesen. Körperschaft, der man wohl nicht nachsagen kann, daß sie die Eine Anzahl von Petionen, betreffend die Revision be- Frage in überstürzender Weise behandelt. Die Macht der Bergziehungsweise Aufhebung des Invaliditäts- und Alterversicherungs- behörden kann ich als eine zu ausgedehnte nicht ansehen. Vor Gesetzes werden dem Reichskanzler als Material überwiesen; 30 Jahren war die Macht der Bergbehörden eine noch ganz dasselbe geschieht mit den Petitionen, betreffend die Ausdehnung andere. Ein Theil der Bergarbeiter wünscht diese alten Ber hältnisse wohl zurück. Aber mit Ernst fann wohl heute fein der Gewerbe- Ordnung auf die Fischerei. Mensch mehr daran denken, daß ein Revierbeamter, ein Staatsbeamter bestimmt, wo ein Arbeiter arbeiten soll, wie viel Lohn er erhält u. f. w. Der Entwurf will nur den Bergbehörden dieselbe Stellung einräumen, wie dem GewerbeInspektor in den übrigen gewerblichen Verhältnissen. Als Erweiterung der Vorlage ist die Einführung einer Lehrzeit vorgeschlagen. Man wird vielleicht so weit gehen können, daß ein unerfahrener Arbeiter an gewissen gefährlichen Stellen nicht arbeiten darf; man fann auch vielleicht die Kameradschaft zwingen, sich unter die Leitung eines erfahrenen Arbeiters au stellen. Mir schien die Frage noch nicht spruchreif für eine gesetzliche Regelung. Die Frage, ob die Vorlage auch auf den oberschlesischen Erzbergbau ausgedehnt werden soll, verdient entschieden Erwägung. Hierauf vertagt sich das Haus. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. ( Zweite Berathung der Nachtragsforderung für die Ausstellung in Chikago: dritte Lesung des Reichshaushalts- Etats.) Abgeordnetenhaus. 41. Sigung vom 24. März. 12 Uhr. Die unter Anwendung eines der vorbezeichneten Verfahren Am Ministertische: v. Berlepsch und Kommissarien. hergestellten Getränke dürfen nur unter einer ihre Beschaffenheit Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des erkennbar machenden oder einer anderweiten, sie von Wein unter- Gefeßentwurfs zur Ergänzung der Gesetze, betreffend das Rubescheidenden Bezeichnung( Tresterwein, Hefewein, Rosinenwein, gehalt der emeritirten Geistlichen und betreffend die Fürsorge für Kunstwein oder dergl.) feilgehalten oder verkauft werden. die Wittwen und Waisen der Geistlichen der evangelischen Landesfirche der neun älteren Provinzen. Der bloße Zusatz von Rosinen zu Most oder Wein gilt nicht als Verfälschung bei Herstellung von solchen Weinen, welche als Dessert( Süd-, Süß-) Weine ausländischen Ursprungs in den Verkehr kommen. Abg. Gröber beantragt folgende Fassung des Absatzes 2: Die unter Anwendung eines der bezeichneten Verfahren hergestellten Getränke dürfen nur unter einer das Verfahren oder die Beschaffenheit erkennbar machenden und sich von Wein unterscheidenden Bezeichnung" u. s. w. Abg. Bürklin will in§ 4, Absatz 1, als Nr. 6 einschalten: 6. von Wasser und Sprit( Mouillage)"; in Absatz 2 will er hinter Getränke einschalten: oder Mischungen derselben mit Weinen." Direktor Köhler hält es nicht für angezeigt, der Entwickelung, die auf diesem Gebiete noch im Gange sei, durch eine zu rigorose Deklarationspflicht vorzugreifen. Bei der Abstimmung ergiebt sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Es stimmen für den Antrag Bürklin 80, gegen denselben 101 Mitglieder. Die Verhandlung muß abgebrochen Die Vorlage wird darauf mit dem Antrag Korsch, den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes durch königliche Verordnung bestimmen zu lassen, angenommen. In dritter Berathung wird der Gesetzentwurf, betreffend die Sterbe- und Gnadenzeit bei Pensionen, sowie die kirchliche Aufsicht über die Vermögensverwaltung der Kirchengemeinden innerhalb der evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen der Monarchie, angenommen. Ueber die Rechnungen der Kasse der Abrechnungskammer für 1890/91 wird auf Antrag der Rechnungskommission( Referent Abg. Eberhard) Decharge ertheilt. Abg. Ritter( freit.) erklärt, daß die Arbeiterausschüsse sich sehr gut bewährt haben. Bei den Arbeiterentlassungen werden in erster Linie die Leute entlassen, welche erst vor Kurzem von der Landwirthschaft in die Gruben gekommen sind. Das geschah zur Zeit des Ausstandes infolge der hohen Löhne. Diese Arbeiter bleiben nicht arbeitslos; sie können wieder zur Landwirthschaft übergehen. gliedern verwiesen. Schluß nach 3 Uhr. Nächste Sitzung: Montag, 11 Uhr.( Berathung der aus dem Herrenhause gekommenen Vorlagen und erste Lesung des Gefeßentwurfs betr. die Aufhebung der Befreiung von ordentlichen Personalsteuern gegen Entschädigung.) Abg. Schmieding( natl.) stellt fest, daß bei Arbeiterentlassungen immer erst die fremden und die unverheiratheten Männer entlassen werden; Herr Stößel habe seine Behauptung wohl nur aufgestellt, weil er einen einzelnen Fall generalisirte. Abg. Hitze( 3.): Solche Fälle dürften doch nicht vereinzelt Letzter Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Berathung sein, wo ältere Arbeiter entlassen werden; gerade solche Entdes Gesetzentwurfs, betreffend die Abänderung einlassungen machen aber einen sehr unangenehmen Eindruck. Für zelner Bestimmungen des allgemeinen Berg- die Borlage kann ich der Regierung meinen Dant aussprechen, gesetzes vom 24. Juni 1865. allerdings mit der ausdrücklichen Beschränkung, daß die VorAbg. Bamberger: Wenn ich nur Kirchthurm- Interessen Abg. Schult- Bochum( ntl.): Nach dem Ausscheiden des lage das Mindestmaß dessen bringt, was für die Arbeiter geverträte, würde ich zur Annahme des Antrages Bürklin rathen. Boltsschul- Gesetzes bleibt diese Vorlage wohl die bedeutendste der schehen muß. Abg. Eberty: Daß wir an der Krankheit der Sozialdemo Warum aber sollen wir die Winzer allein als Diejenigen be- ganzen Session. Deshalb kann ich nur bedauern, daß diejenigen, trachten, welchen alle Interessen und alle Sympathien gehören? deren Wohl und Wehe von dem Gesetze abhängig ist, teine Ge- fratie leiden, liegt daran, daß bei uns die Gesetzgebung zu Der Weinhandel, ein so bedeutender Zweig des deutschen Handels legenheit geboten wurde, zu dem Gefeße Stellung zu nehmen. spät eingegriffen hat, um die nothwendigen Zugeständnisse zu überhaupt, verdient unsere Theilnahme in demselben Maße. Es Ich weiß nicht, was die Veranlassung dazu gewesen ist. Die machen. würde durch das Verbot nur bewirkt werden, daß die deutschen Vorschriften find theilweise der neuen Gewerbeordnung ent- Die Vorlage wird darauf an eine Kommission von 21 MitWeinhändler die Mouillage in Frankreich besorgen lassen, wo sie nommen über die Arbeitsordnung, das Arbeitsbuch und Besuch ohnedies gang und gäbe ist. der Fortbildungsschulen seitens der Minderjährigen; theilweise haben sie einen mehr selbständigen Charakter, so die Be ſtimmungen über die Befugnisse der Bergbehörden. Ich will mich enthalten, heute einem so umfangreichen Gesetz gegenüber zu einem abschließenden Urtheil zu kommen. Die Bestimmungen über die Arbeiter kommen hinaus auf eine Vermehrung der Rechte der großjährigen Bergarbeiter, womit man einem allgemein nicht auszurottenden Zuge der Zeit folgt.( Abg. Graf Kanit: Sehr richtig!) Besonders bedenklich ist aber die geplante Machterweiterung der Bergbehörden; soweit gehen feinem anderen bürgerlichen Gewerbe gegenüber die Machtbefugnisse der Wegen der großen Bedeutung der VorBehörden. lage beantrage ich die Ueberweisung der Vorlage an eine besondere Kommission von 21 Mitgliedern. Es handelt sich hier um ein Wir sollen für die bedeutendes Stück der sozialen Frage. 300 000 Bergleute feste Normen aufstellen. Möge uns das Wert gelingen. Abg. Dr. Ritter( ft.) schließt sich dem Antrage auf RomAbg. Weiß- Eßlingen( natl.) will nur die Vorschriften des missionsberathung an; er will sich aller Einzelheiten enthalten, § 3 auf Schaumwein nicht ausgedehnt wissen; dagegen be- weil diefelben nur in der Kommission in ruhiger und leiden antragt Abg. Gröber, von den Vorschriften der§§ 3 und 4 schaftsloser Weise erledigt werden können. Die Lockerung des nicht nur Schaumwein, sondern auch Obstwein und weinähnliche Verhältnisses der Arbeiter hat zu Ausständen geführt und diese Getränke überhaupt auszunehmen. werden. Vizepräsident Graf Ballestrem feit die nächste Sigung auf heute Nachmittag 22 Uhr an. Schluß 2 Uhr. 203. Gigung vom 24. März. 2/2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Marschall. Die zweite Berathung des Entwurfs eines Gesetzes betreffend den Verkehr mit Wein wird fortgesetzt. Die nochmalige Abstimmung über den Antrag Bürklin er giebt die Ablehnung desselben; auch der Antrag Gröber wird abgelehnt und§ 4 mit dem zweiten Antrag Bürklin, sonst aber unverändert angenommen. Nach§ 5 sollen die Vorschriften der §§ 3 und 4 auf Schaumwein feine Anwendung finden. genommen. § 5 wird unter Ablehnung beider Anträge unverändert anNach§ 6 ist die Verwendung von Saccharin und ähnlichen Süßstoffen bei der Herstellung von Schaumwein oder Obstwein einschließlich Beerenobstwein als Verfälschung im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes anzusehen. Abg. Stadthagen( Soz.) beanstandet den Ausdruck„ ähnlichen Süßstoffen" als mangelhaft und für den Richter unbrauchbar. Direktor Köhler erklärt die Fassung für vollständig korrekt und ausreichend. § 6 wird angenommen. Nach§ 7 wird mit Gefängniß bis zu 6 Monaten und mit Geldstrafe bis zu 1500 M. oder mit einer dieser Strafen bestraft 1. wer den Vorschriften der§§ 1 und 2 vorfäßlich zuwider handelt: Parteinachrichten. " Im Leipziger Wähler" lesen wir:" Die gegnerische Presse, welche ob der Niederlage der Ordnungs" parteien im 22. sächsischen Reichstags- Wahlkreise die Sprache verloren hatte, fängt jest an sich zu erholen, nachdem ein Pfiffitus die Schlappe auf die leichte Schulter nimmt und Wize zu machen versucht. Er sucht nämlich unsern Genossen Hofmann zu hänseln, weil derfelbe früher den Quartett- und Koupletsängern angehört hat. Blätter vom Schlage des Leipziger Tageblatt" thun sich darin ganz besonders etwas zu gute, obgleich sie früher über die Be fähigung Hofmann's als Sänger ganz anders geurtheilt haben. haben zur Vorlage geführt, die mir allerdings mehr zu Gunsten Gerade Männer aus dem Stabe des Leipziger Tageblatt" waren des Arbeiters als zu Gunsten der Arbeitgeber bestimmt zu sein es, die an Hofmann das Ersuchen" stellten, er folle sich doch scheint. Die Forderungen der ausständigen Arbeiter bezogen sich, für die Oper ausbilden lassen. Das Tageblatt" brachte in der abgesehen von dem Nullen, der schlechten Behandlung u. f. w. auf Nummer vom 5. März 1885 eine Aufforderung an die Freunde die Berkürzung der Arbeitszeit und die Erhöhung des Lohnes. Der Kunst, eine derartige Kraft nicht zu Grunde gehen zu Das ist garnicht eine Sache, die des Schußes bedürfte; dabei lassen; es gäbe jedenfalls viele Kunstfreunde in Leipzig, wird doch immer Angebot und Nachfrage eine Rolle spielen. die es sich zur Ehre machen würden, einen solchen Mann der Abg. Stößel( 8.): Ich finde es vollständig richtig, daß die Kunst als Jünger zuzuführen. Es trat auch ein Herr, der vorArbeiterschuß- Bestimmungen aus der Novelle zur Gewerbe- gab, von einem Kaufmann geschickt worden zu sein, an unferen Ordnung auf die Bergarbeiter übertragen werden, daß ferner Genossen Hofmann heran und bot ihm zwei Tausend Seit dem Thaler an unter der Bedingung, daß er in irgend die Befugnisse der Bergbehörde erweitert werden. Walten des Berggesetzes von 1865 ist der Bergarbeiterstand etwas einer Zeitung erklären solle, er erkenne die Prinzipien heruntergekommen. Die Bergleute wurden eingeschworen, sie der Sozialdemokratie als ein Verbrechen an waren nicht wenig stolz darauf und die alten Bergleute blicken dem Eigenthum an Der Menschenfreund" wollte ihm immer noch mit Sehnsucht auf die alte Zeit zurück; sie waren 14 Tage Bedenkzeit geben, indeß" wies Hofmann sofort den etwas weniger frei, aber sie fühlten sich sicherer als heute. Daß Seelenkäufer zurück und erklärte ihm, daß er die Gedingefestfeßung in der Arbeitsordnung erfolgen soll, wird auf eine derartige Gesinnungsfängerei nicht " * eingehen könne. Gesinnungslumpen, wie sie sich unter den haben sich mit den Anarchisten Most'scher Richtung vereinigt,| Wesentlichen beim Alten und die Stadt trägt dafür, daß Parteigängern des Tageblatt" befinden, wären jedenfalls auf welche bis auf ein winziges Häuflein zusammen geschmolzen die Geschlechtskrankheiten sich nun in stärkerem Maße verbreiten, ein derartiges Anerbieten eingegangen, aber unsere Gegner sollten waren. Die so im Kommunistischen Verein entstandenen Lücken eine gewisse Mitverantwortung. Das Richtigste wäre die Grdoch wissen, daß in der Sozialdemokratie ein anderer Kern steckt, find bald ausgefüllt worden, indem namentlich eine Reihe älterer richtung von Pavillons für Syphilitische an allen städtischen als in der Partei Drehscheibe". Wir sind den gegnerischen Parteigen offen, denen der persönliche Bank die Thätigkeit im Krankenhäusern. Das Verbot der Aufnahme ist zwar theilweise Blättern dafür dankbar, daß sie Hofmann's Thätigkeit als Sänger Verein verleidet hatte, sich von neuem als Mitglieder aufnehmen auf Legatsbestimmungen begründet, aber es wird schon jetzt übertreten, und 100 ein Wille ist, an die Deffentlichkeit gezogen haben, doch wünschen wir, daß ließen. da ist auch ein Weg. Es würden sich wohl Mittel diefe Blätter von dieser unserer Notiz Kenntniß nehmen und und Wege finden lassen, Den be ihre Leser über die Prinzipientreue eines Sozialdemokraten unter- Postalisches. Zwei Theilnehmer des Halberstädter Gewerk- diese reaktionären Bestimmungen zu umgehen. würde Dann aber auch ein richten." schaftskongresses, die Genossen Legien und Groffe aus Hamburg, treffenden Abtheilungen sandten während des Kongresses eine Postkarte folgenden In- dirigirender Arzt vorzustehen haben. An solchen fehlt es in den Das fächsische Ministerium bat gegen zwei weitere Blätter, halts ab: städtischen Krankenhäusern viel zu sehr. Es kommt auf 3 bis den Leipziger Wähler" und die Wurzener 3tg." Herrn Friedrich Hoff in Rathenow, Haidefeldstr. 4. Werther 400 Kranke ein dirigender Arzt, die einzelnen Kranken, auch die beim Landtage die Genehmigung zur Strafverfolgung beantragt. Genosse! Ersuche Sie, zu Sonntag Nachmittag eine öffentliche schwierigsten Fälle, bekommen daher nur 1 bis 2 Mal in der Der Landtag überwies die beiden Anträge ebenfalls der Gesetz- Versammlung, womöglich aller Arbeiter einzuberufen. Der Refe- Woche den Oberarzt zu sehen und sind sonst den Assistenzärzten gebungs- Deputation. Derselbe Landtag hat den Antrag der rent wird Herr Kretschmer sein. Bitte allen Vorsitzenden der überlassen. In Frankreich und England sind 50 bis 100 Kranke fozialdemokratischen Fraktion, welche die Aufhebung des Gewerkschaften dieses mitzutheilen, damit Alle am Plaze find. für einen dirigirenden Arzt die Regel. Gingen wir zu diesem Schulgeldes und unentgeltliche Werabfolgung Mit sozialdemokratischem Gruß 2c." der Lehrmittel in den Schulen forderte, natürlich abgelehnt. Der Kultusminister hatte ausgerechnet, daß die Er füllung jener Wünsche dem Staate ca. 22 Millionen Mark Mehr aufwand verursachen würde. Solche Argumente verfehlen bei den bürgerlichen Klassen und ihren Vertretern selbstverständlich niemals ihren Zweck und so müssen die armen Bevölkerungstlassen Sachsens sich das Schulgeld 2c. auch noch ferner von ihrem mageren Verdienste abdarben. So will es das herrschende System, das zugleich auf der anderen Seite der arbeitenden Bevölkerung tausenderlei Schwierigkeiten in den Weg legt, wenn dieselbe ihr Einkommen durch Erstrebung von höheren Löhnen und kürzerer Arbeitszeit verbessern bezw. sichern will. * Am andern Morgen wurde diese Karte Herrn Grosse von der Halberstädter Post zurückgesandt mit dem Blaustist- Vermerk auf der Vorderseite: unzulässig von( unleserlich)." Tableau! Was die Halberstädter Postverwaltung zu jener Maßnahme Uebelstand ist der Mangel eines pathologischen Anatomen an veranlaßte, ist uns unerfindlich. " Verhältnisse über, so würden wir auch Spezialisten anstellen tönnen, wie sie für die Krankenhäuser und für die unbemittelten Kranken gerade so nothwendig sind, wie für die befizenden Klassen. Die Spezialisten haben dies Verlangen längst gestellt, aber auch das Interesse der Kranken spricht dafür. Ein weiterer den städtischen Krankenhäusern. In ein Spital von 6-700 Kranken gehört ein solcher unbedingt hinein. Die klinischen Lehrer können Polizeiliches, Gerichtliches ze. diesen Mangel nicht ersetzen. Am Friedrichshain- Krankenhause Genosse Horn in Dresden Löbtau war als war eine Zeit lang allerdings der sehr tüchtige Anatom Dr. Fried Redakteur des Fachgenossen" von der Amtshauptmannschaft länder mit ganzen 400 Thalern angestellt. Das Leben ist ihm Dresden- Altstadt wegen Aufforderung zu einer unerlaubten Samm- dort von der Verwaltung sehr erschwert und nach seinem Tode ist lung( Buchdruckerstreit) zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt worden. die Stelle nicht wieder besetzt worden. Alle diese Uebelstände Sowohl Schöffen wie Landgericht haben die amtshauptmannschaft- lassen sich abändern innechalb der heutigen Gesellschaftsordnung; leber die ,, lex Heinze" referirte in Magdeburg liche Verfügung bestätigt. an ihr wackelt nichts, wenn Sie diese Punkte ändern. Was sonst Reichstags- Abgeordneter v. Vollmar in einer Volksversamm Redakteur Karl Duden vom Banter Nord- gegen die Gesellschaftsordnung auf diesem Gebiete spricht, werde lung. Es wurde eine Resolution angenommen, in welcher sich deutschen Volksblatt" sollte einen früheren Wilhelmshavener Nacht- ich bei dieser Gelegenheit nicht darlegen, denn Sie würden kaum die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten einver- wächter beleidigt haben. Das Schöffengericht zu Jever sprach das Verständniß dafür haben. Stadtverordneten- Vorsteher Stryck ruft den Redner für die standen erklärte und die lex Heinze" verwarf, weil lettere, ihn fostenlos frei. Genosse Duden hatte den Kläger beschuldigt, anstatt die Prostitution zu bekämpfen, dieselbe höchstens in andere in einem Geschäft die Ladenkasse gestohlen zu haben, und konnte letzte Aeußerung zur Ordnung. Stadtrath Straßmann: Die Stadt hat keine VerBahnen lenken und ihre Echädlichkeit verschärfen würde. Die den Nachweis in vollem Umfange führen. Der Kläger, der unter Abschaffung der Prostitution sei nur in einer Gesellschaftsform Gid ausgesagt hatte, daß er nichts gestohlen, sondern in die pflichtung, weibliche Geschlechtskranke aufzunehmen, dazu iſt Wir möglich, in der das Volk Recht auf menschenwürdige Existenz Ladenkasse vielmehr noch etwas hineingelegt habe, indem er seit langen Jahrzehnten die Charitee verpflichtet. die nur, weil Charitee so start besetzt ist, garantirt erhält. Waaren verkauft hätte, hat nun eine Meineiosflage zu er haben zwei provisorische Unterkünfte errichtet. warten. Bei Neubauten Die freifinnige Partei hat im Pößnecker Gemeinde-- Redakteur Mar Jahn vom Offenbacher von Krankenhäusern werden wir auf diese Forderung allerdings rath durch die Wahlen der letzten Jahre Siz um Sit verloren. Abendblatt" wurde f. 3. vor der Straffammer in Darm- Rücksicht zu nehmen haben. Was die Anstellung von pathologischen Die Sozialdemokratie hielt ihren Einzug und schaffte der Be- stadt wegen zweier Majestätsbeleidigungen zu 4 Monaten Ge- Anatomen betrifft, so ist die Stelle am Friedrichshainer Krankenvölkerung Erleichterung hinsichtlich der städtischen Lasten. fängniß und zur Tragung sämmtlicher Kosten verurtheilt. Das haus nicht wieder befeht worden, doch haben die Direktoren der Reichsgericht hob dieses Urtheil auf und verwies die Sache zur Krankenhäuser immer einen Assistenten, der ausschließlich die nochmaligen Verhandlung an die Straffammer zurück. Diefelbe Sektionen macht. Ein dringendes Bedürfniß für pathologische fällte nun ein freisprechendes Urtheil und legte sämmtliche Kosten Anatomen für jedes Krankenhaus liegt nicht vor. Stadtv. Spinola: Es ist ja sehr interessant, daß Herr der Staatstaffe zur Last. - Redakteur A. Kuth von 3eitung Dr. Zadek sich bestrebt, ein Reformator für das gesammte deutscher Bergleute" wurde von der Straftammer Saar- städtische Krantenwesen zu werden. Das Butreffende, was er brücken wegen Beleidigung eines Polizeikommissars zu 30 Mart vorbrachte, ist aber nicht neu; es hat uns schon oft beschäftigt, Geldstrafe event. 5 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der betreffende und einzelne der angeregten Fragen find gerade jetzt Gegens Artikel schilderte polizeiliche Beeinflussungen der Werthe und stand der Erörterung. Vielleicht sind wirklich zu wenig wurde wegen seiner Form strafbar befunden. Genosse Ruth, dirigirende Aerzte vorhanden, aber auch nicht jeder Krante Spezialärzte welcher am 18. März aus dem Gefängniß entlassen worden war, braucht täglich den Besuch eines solchen. hat fich am 24. März zur Verbüßung einer längeren Gefängniß haben wir ja zum Theil schon angestellt. In der Charitee strafe wieder im Gefängniß zu Dorsten zu stellen. werden die Syphilitischen nicht wie Verbrecher behandelt, wohl aber kann man sie, die sich meisten aus Prostituirten und Zuhältern zusammensetzen, nicht so halten, wie die anderen anstän Bei Neubauten wird ja auch das betonte Bes bigen Kranken. dürfniß befriedigt werden, bei den vorhandenen Krankenhäusern lassen sich ohne Weiteres nicht derartige Stationen einrichten. Stadtv. 3 adet: Die von mir gerügten Unzuträglichkeiten entspringen gerade daraus, daß zwischen den beiden Gruppen ber Geschlechtsfranken, einerseits denjenigen, die sich aus den Kreisen Drei Monate Gefängniß erhielt Genosse Karl der Prostituirten rekrutiren, und andererseits denjenigen aus den Wesch in Elberfeld als Verfasser der neulich erwähnten Geburts- anderen Bevölkerungsklassen tein Unterschied gemacht wird, daß anzeige, wegen deren Veröffentlichung in der Freien Presse" auf alle in die Charitee gebrachten diefelbe barbarische Haus Nebatteur Lingweiler 1 Monat Gefängniß verbüßen muß, troß- ordnung angewandt wird. Die Aufnahme in die Krankenhäuser dem er von dem Inhalt gar keine Kenntniß hatte. Die Ver- muß soviel wie möglich erleichtert werden; thut die Stadt das nicht, urtheilung erfolgte auf Grund von§ 166( Gotteslästerung 2c.). so macht sie sich indirekt der Verbreitung dieser ansteckenden Nenes Rezept gegen die Sozialdemokratie. Wie die- Sächsisches. Der sozialdemokratische Verein Dresden- Krankheit schuldig. Bis zu den angekündigten Neubauten müßte Elf.- Lothr. Boltsztg." erfährt, hat sich in Straßburg ein anti- Altstadt hatte für Mittwoch, den 28. März, eine Versammlung| gerade ein Provisorium eingerichtet werden. Die Etats für das Krankenhaus im Friedrichshain, für die fozialistischer Verein gebildet, welcher seinen Mitgliedern Freibier, im Trianon anberaumt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Geld auf Vorschuß und- abgetragene Kleider spendirt. Frizz Kunert über die revolutionäre Bewegung des 19. Jahr- Krankenhäuser Moabit und auf dem Urban, für die Frrenhunderts" sprechen wollte. Die Polizeidirektion verbot das An- Anstalten in Dalldorf und Lichtenberg werden genehmigt. fleben der betreffenden Plakate. Eine Parteifonferenz des Kreises Groß- Gerau( Hessen), welche am Sonntag tagte, erflärte fich für die neue, zentrale Organisation, wie sie vom hessischen Parteivorstande vorgeschlagen ist, und beschloß, daß die Maifeier in Bischofsheim für die Drte Bischofsheim, Ginsheim, Bauschheim und Trebur, in Rüffels heim für die Drte Raunheim, Kelsterbach, Hasloch und Rüffelsheim abgehalten wird. Ju Wermelskirchen haben unsere Parteigenoffen den Verein für volksthümliche Wahlen aufgelöst und an dessen Stelle einen Sozialdemokratischen Voltsverein gegründet. " Ju Apolda erschien am 20. März die erste Nummer des bereits im Vorwärts" angekündigten sozialdemokratischen Lokalblatts, Freie Presse". Daffelbe wird vorläufig nur Sonntags, bei Bedarf öfter ausgegeben und der Thüringer Tribüne" für deren Apoldaer Abonnenten beigelegt, ohne daß den letzteren dadurch Mehrkosten erwachsen. * Zu den Hamburger Gewerbegerichts- Wahlen ist noch nachzutragen, daß in der zweiten Abtheilung der Arbeiterbeisiger die sozialdemokratischen Kandidaten mit 2424 und in der dritten mit 4012 Stimmen gewählt wurden. In der vierten Abtheilung wurden die Kandidaten unserer Partei mit 842 Stimmen ge: wählt. " ber " Die Bielefelder Strafta mmer verurtheilte den Redakteur Groth von der Bolts wacht" wegen Abdrucks des Mackey'schen Gedichts" Wehe der Welt!" zu 3 Monaten Gefängniß. Das Gericht fand darin eine Aufreizung zu Gewalt thätigkeiten. Der Staatsanwalt hatte 9 Monate beantragt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Redakteur Groth verbüßt zur Seit eine einmonatliche Gefängnißstrafe. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Ueberall spielt der Liberalismus diefelbe traurige Rolle. Bei den letzten Münchener Gemeindewahlen gaben die Liberalen für den Fall eines Sieges das Versprechen, für eine Ermäßigung der Heimaths- und Bürgerrechts- Gebühren eintreten zu wollen. Wie sie diefes öffentlich und feierlich gegebene Versprechen gehalten haben, davon giebt der von der liberalen Mehrheit des Kollegiums angenommene Antrag des frets sinnigen Gemeinde- Bevollmächtigten Eckart Zeugniß. Die Münchener Post" fagt darüber: Der Inhalt der Eckart'schen Anträge läßt sich kurz in die Worte zusammenfassen: Die Neichen Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, den 24. März, Nachmittags 5 Uhr. und hohen Beamten bekommen das Bürgerrecht geschenft bezw. um 3 Mart, die Kleinhandwerker, Kleingewerbetreibende Der neugewählte Stadtv. Ra st wird in die Versammlung und Arbeiter, also die ungeheure Mehrzahl, Jene, welche minder eingeführt und auf die Städte- Ordnung verpflichtet. bemittelt find, aber nach Kräften zur Gemeinde Umlage bei- Die Etatsberathung wird fortgesetzt. steuern müssen, müssen zahlen wie vorher; für diese kann man Zum Etat der städtischen Wasserwerte empfiehlt die Gebühren für das Heimathrecht nicht herab der Statsausschuß eine Resolution dahingehend, den Magiftrat fetzen. Sie müffen wie bisher 85 bis 170 Mart bezahlen. zu ersuchen, auf eine weitere Herabfegung der WassermesferDer Antrag Eckart zeigt, daß es den Liberalen gar nicht einfällt, ie the, jedoch nicht unter dem Selbstkostenpreise, Bedacht für die Arbeiter, Zagelöhner und Kleinhandwerker eine Er zu nehmen. Eine gleichartige Resolution bezüglich der Gasleichterung bei Erlangung des Bürgerrechts durch die Herab messer war in der vorigen Sigung von der Versammlung ab setzung der Gebühren zu schaffen. Er ist nur aus Parteirück gelehnt worden. sichten gestellt und nüht nur den Reichen, den Beamten und Im Uebrigen soll der jetzt giltige Tarif für Wasser und Offizieren. Gerade diese Bevölkerungsklasse, welche bekanntlich Wassermesser auch für das Jahr 1892-98 in Kraft bleiben. in ihrer Mehrheit zur Zeit noch liberal ist, sucht der Eckart'sche Entsprechend dem Beschluß über die Herabsehung der GasAntrag zu gewinnen und deshalb offerirt man ihr das Bürger- messer- Miethe wird auch die zum Etat der Wasserwerke vorgelegte recht als Geschenk. Wer den Antrag flüchtig liest, glaubt, daß Resolution für abgelehnt erachtet, der Etat bewilligt. thatsächlich eine Erleichterung geschaffen werde, weil ja Alle, Zum Etat der Markthallen Verwaltung hat eine welche das Heimathsrecht in München erworben haben, Petition der Schweine- Engrosschlächter vorgelegen, die Miethen das Bürgerrecht für drei Mart erhalten. Bei näherer für die Verkaufsstände der Engrosfchlächter in den StadtbahnErwägung aber involvirt der Antrag eine schreiende Ungerechtig- Bogen herabzusehen. Der Ausschuß empfiehlt Uebergang zur Tagesordnung, die feit gegen die ärmeren Bevölkerungsklassen, eine geradezu unqualifizirbare Begünstigung der Reichen und Beamten. Versammlung beschließt demgemäß und genehmigt den Etat der Ein Mann, welcher über 100 M. Steuern bezahlen kann, wird 12 Markthallen unverändert. ohne besondere Belastung auch die 100 M. für das Bürgerrecht Der Etat der höheren Bürgerschulen und der zahlen können. Das Unbillige und Ungerechte im Eckart'schen Turnhallen wird nach den Ausschußanträgen festgestellt. Antrage liegt, wie gesagt, darin, daß die kleinen Leute mit einer Kap. VII des Etats umfaßt die Einrichtungen für die für ihre Verhältnisse außerordentlich hohen Heimathgebühr( 82 M.) öffentliche Krantenpflege, für die öffentliche belastet find, mit anderen Worten: von der Herabfehung der Gesundheitspflege und Heimstätten für Genesende. Heimathgebühr( 82 M.) hat man abgesehen, weil eine solche Referent Stadtv. Bellriegel bemerkt, daß die Mehr Gebührenermäßigung eben dem armen Manne zu Gute gekommen forderungen der Krankenhäuser sich hauptsächlich auf die Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse zurückführen. Die arbeitende Münchener Bevölkerung hat auf diese Beim Spezialetat für das Krankenhaus im Friedrichshain Zartüffiade des Münchener Liberalismus die rechte Antwort er- bemerkt theilt, indem sie in einer Volksversammlung beschloß, den Magistrat Stadtv. Dr. 3 adet: Die Geschlechtskranken finden zur Beit zu ersuchen, er möge dem erwähnten Antrage nicht zustimmen, in den städtischen Krankenhäusern feine Aufnahme; wir Merzte Da bei der Beibehaltung der hohen Heimathsrechts- Gebühr die Herabfehung der Bürgerrechts- Gebühr doch nur den wohlhaben deren Leuten zu Gute fomme. wäre. Beim Etat der Desinfektionsanstalt weist Stadt. Zadek darauf hin, daß hier eine Minderausgabe von 53000 m. veranschlagt ist, daß also nicht erreicht wird, was von dieser Anstalt im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege erwartet werden muß. Die Angelegenheit habe inzwischen seit der Ablehnung des Antrages des Redners auf Abschaffung der Gebühren bei der Anstalt den Zentralausschuß der hiesigen ärztlichen Vereine beschäftigt. Dieser habe beschlossen, sich an das Polizeipräsidium zu wenden, damit die Unentgeltlichkeit der Desinfektion eingeführt werde, und der Direktor des städtischen Krankenhauses habe sich erboten, die Forderung bei der Stadt zu vertreten. Die Versammlung werde nunmehr vielleicht erleben, daß sie von der Polizei veranlaßt werde, zu thun, worauf sie freiwillig nicht eingehen wollte. Beim Etat der Heimstätten für Genesende führt Stadtv. 8 adet aus, daß die Anstalten bisher große Resul tate nicht aufzuweisen hätten. Blankenfelde babe nur geringen Besuch gehabt. So lange freilich die Wöchnerinnen der arbeitenden Klassen ihre Kinder zu versorgen haben und mitverdienen müssen, wird es schwer halten, Wöchnerinnen auf 4-6 Wochen heraus zubekommen. Viel richtiger wäre die Einrichtung einer Ent bindungsanstalt, in welchem namentlich Uneheliche vor ihrer Entbindung Aufnahme und Beschäftigung finden eventuell an die 9 Monate ihr Kind zu nähren haben würden. Damit wäre der Sterblichkeit der unehelichen Kinder im Wesentlichen ein Riegel vorgeschoben. Macht sich doch die Zunahme der Sterblichkeit der Kinder schon bei den Schulen bemerkbar!( Widerspruch.) Die Geburtsziffer fintt unausgesetzt seit 1865, die Sterblichkeit ist eine enorme, namentlich unter den unehelichen; die Stadt hat bisher diesem gefahrdrohenden Faktor nicht entgegen Es ist kein Asyl errichtet, feine Unterstützung gearbeitet. fäugender Mütter findet statt wie in Paris, für Wohnungs hygiene ist nichts geschehen, nicht einmal für die Beschaffung sterilisirter Milch ist gesorgt, die die Gefahr des Brechburchfalls ganz bedeutend vermindert. Die Anstalt in Malchow für un bemittelte Lungenkranke ist ein guter Anfang, aber was wollen 90 Strante dort sagen, wo unsere Krankenhäuser 1/4 bis 1/3 Schwindsüchtige beherbergen! Mit 1,25 M. per Tag ist es auch nicht möglich, mit der Ueberernährung der Lungenkranken Er folge zu erzielen. Der Etat wird bewilligt. Bum Kapitel och bau berichtet der Ausschußreferent über einen Antrag Gaffel betreffs der durch die Luftheizung in der Luisenschule hervorgerufenen Uebelstände. Der Ausschuß be antragt, an den Magistrat das Ersuchen zu richten, die Luftheizung in der Luisenschule, sowie die daran geknüpften Klagen untersuchen und der Versammlung darüber demnächst eine Bor lage zugehen zu lassen. Der Stadtv. Caffel erklärt sich mit dieser Fassung ein verstanden und weist nochmals eindringlich auf die gesundheitsgefährlichen Wirkungen des bisherigen Zustandes hin. Stadtv. Stadthagen bittet auch, daß der Stadtbaurath müffen deshalb unsere Geschlechtsfranken der Charitee überweisen, als der einzigen Anstalt, die sie aufnehmen muß. Die Behandlung in der Charitee entspricht aber durchaus nicht dem Geiste unserer Beit; die Geschlechtskranken werden dort wie Verbrecher behandelt und Aus London wird uns geschrieben: Seitdem die unab- fiehen unter einer besonderen Hausordnung. Die Kranken sträuben hängigen" Elemente aus dem hiesigen Kommunistischen Arbeiter sich denn auch dagegen, sich in die Charitee aufnehmen zu lassen. Bildungsverein( 49, Tottenham Street) ausgeschieden sind, hat Die Charitee ist aber auch bei der wachsenden Bevölkerung dem sich in dem Vereine selbst ein frisches reges Leben entwickelt. Ansturm nicht mehr gewachsen. Das hat dazu geführt, daß im sich die Einrichtung in der Luisenschule genauer ansehe. Derfelbe Sobald man Herr im eigenen Hause geworden war, begann man städtischen Asyl und neuerdings im Arbeitshaus in Rummelsburg Uebelstand mache sich in zahlreichen Gemeindeschulen, speziell in Die vorhandenen Mängel damit, die Agitation für die sozialdemokratischen Prinzipien, provisorisch Abtheilungen für Syphilitische eingerichtet sind. Es der 55. Gemeindeschule geltend. welche bisher von persönlichen Bänkereien überwuchert und nahezu ist aber ein neuer Uebelstand, derartige Kranke in Anstalten machten sich in unangenehmster Weise fühlbar und beeins mit der Krankenpflege nichts zu trächtigten die Gesundheit der Kinder in der erheblichsten ersticht war, wieder planmäßig zu betreiben. Allwöchentlich finden unterzubringen, die Vorträge sozialpolitischer Natur statt, welche sich großen Beifalls thun haben; zudem werden auch hierhin die Prostituirten Weise. Nicht nur die Schuldeputation, sondern auch die Baus erfreuen. Der Verlauf der diesjährigen Kommunefeier war ein polizeilich geschafft, und wieder wissen die Aerzte nicht, deputation habe sich endlich mit der Frage zu beschäftigen. Es bleibt also im Der Antrag des Ausschusses wird angenommen. glänzender und erhebender.- Die ausgefchiedenen ,, Unabhängigen" ivohin mit ihren Geschlechtskranten. Die Forderung von 25 000 M. in demfelben Kapitel zur Er- wärtige Lage der städtischen Finanzen gestattet, für jüngere befizer elend Schiffbruch gelitten. Die fremde Industrie und richtung einer Unterkunfts- und Erfrischungshalle im Künstler einen bleibenden Fonds zu schaffen, welcher unter die fremden Transportgesellschaften haben die Unersättlichen auf Treptower Part hatte der Ausschuß abgelehnt. Nach städtischer Verwaltung für jährliche Erwerbungen einiger Kunst- Kosten der deutschen Industrie mit billigen Kohlen versorgt längerer lebhafter Debatte wird die Position mit großer Mehrwerke bezw. Ausschreibung von Mitbewerbern bestimmt bleibt. und konkurrenzfähig gemacht, den Inlandskonsumenten aber heit bewilligt und damit der Rest des Kapitels. Der Ausschuß hat den Uebergang zur Tagesordnung zu haben sie, wie das Beispiel des Lloyd zeigt, schließlich doch nicht Es folgt der Etat der Polizeiverwaltung, zunächst empfehlen beschlossen. Gewalt anthun können. Die Preise gleiten abwärts, die UeberAbtheilung I, Ortspolizei. Stadtv. Kyll mann befürwortet dagegen einen Antrag, produktion ist nicht mehr zu leugnen, die heimische Gisenindustrie Stadto. Stadthagen beantragt die Streichung der für der darauf hinausläuft, nicht die Zinsen eines solchen Fonds für hat man durch eigene habgierige Gaunerei in Verfall gebracht Vigilanten in dem Etat ausgeworfenen rund 12 000 Mt. den gedachten Zweck zur Verfügung zu stellen, sondern um die und der stolze Kohlenring besteht längst nur noch dem Namen für diese Sache, die zu fordern die Polizei kein Recht hat, Bewilligung einer zunächst für das nächste Jahr ausreichenden nach, nicht in Wirklichkeit. Sic transit gloria mundi! brauchen wir fein Geld auszugeben. Nach den vielen mit der Kleineren Summe zu direkten Anfäufen für die Stadt den Polizei geführten Prozessen will ich die sächlichen Kosten gar Magistrat zu bitten. Die Stadt habe bisher zu wenig Von einer ergreifenden Szene, die sich Sonnabend Abend nicht angreifen. Hier handelt es sich aber um persönliche Kosten für Kunstzwecke gethan. Die beste Unterstützung für die Kunst in der achten Stunde in der Brüderstraße abspielte, wird uns für einen geradezu unfittlichen Zweck. Es handelt sich hier um fei, wenn man ihr Aufträge gebe. Hoffentlich nehme die Ver- Mittheilung gemacht. Auf der Bordschwelle eines Hauses tauerte eine Institution, die von allen Instanzen bis zum Reichskanzler sammlung den Antrag einstimmig an. eine Frau, neben ihr ein etwa neunjähriger wimmernder Knabe, hinauf verleugnet worden ist; wir könnten es ruhig auf einen Prozeß Stadtv. Singer bedauert, diesem Wunsche nicht nach der sich vergeblich bemühte, seine ohnmächtig gewordene Mutter ankommen laffen. Nach dem Gesetz haben wir nur die sächlichen fommen zu können. Bei aller Sympathie für die Meinung des wieder zum Bewußtsein zu bringen. Vor der Frau lag ein Kosten zu leisten; hier aber wird doch an Personen gezahlt, es Vorredners, sei die heutige Zeit am wenigsten angethan, um aus großes Bündel Wolle, das weiter zu schleppen die Nermste unhandelt sich also um persönliche Kosten für Leute, die zum Theil städtischen Mitteln für diese gewiß idealen, aber auch fähig war. Natürlich sammelte sich bald das übliche Publikum aus Verbrecherfreisen entnommen sind und für den unfauberen tostspieligen Zwecke besondere Aufwendungen zu machen. an, theils aus Neugierigen, theils aus wirklich Hilfsbereiten beVigilantendienst verwendet werden, wie der in diesen Tagen zur Der Stadt ständen durch durch das Polizeikoften- Gesetz große stehend. Einige der Lehteren holten denn auch alsbald Wasser, Aburtheilung tommende Raubmörder Ruttke. Läßt sich die Ausgaben, ebenso durch die Inkommunalisirung der Vor- Kaffee u. f. w. herbei und so gelang es, die Frau wieder zu fich Sitten- und Sanitätspolizei in der heutigen Gesellschaftsordnung orte große Ausgaben, aber auch große praktische Aufgaben zu bringen. Dieselbe erzählte denn nun ihre Leidensgeschichte. nicht anders aufrecht erhalten, als daß man die Ver bevor. Der Auffassung, daß die beste Unterstützung der Kunst Sie arbeite für ein Wollwaaren- Geschäft. Von ihrem knappen brecher selbst in Sold nimmt, so wollen wir damit die sei, ihr Arbeit zu verschaffen, müsse durchaus beigepflichtet Verdienst forge fie zuerst für ihr Kind. Für sie selbst bleibe dann nichts zu thun haben. Mag sich doch die Polizei an den Landtag werden; es sei nur bedauerlich, daß diese Auffassung nicht nicht mehr viel übrig und so gehe sie die meisten Tage in der wenden, um Geld zu erlangen für Solche, die Andere zu Ver- allgemein gehegt worden, als es sich darum handelte, Woche hungrig zu Bett. Aber das schade nichts, das Schlimmste brechen anstisten oder auskundschaften. Es handelt sich aller- durch Schaffung von Arbeit Unterstügung gefei der weite Weg des Ablieferns und Holens der Arbeit". dings nur noch um das letzte Jahr um diese Vigilanten; aber währen. Gegen den Antrag sei aber auch noch geltend Das war der einzige Kummer der Frau. Den Hunger vertrug wir haben auch für dieses Jahr nicht 12 bis 13 000. für zu machen, daß die ganze heutige Runfirichtung mit wenigen fie gern, dem Augenblick aber, wo der abgezehrte Körper nicht solchen Zweck übrig. Jm Boltsmunde hieß es früher: Am rühmlichen Ausnahmen nichts weiter verstehe, als in Chauvi- mehr werde im Stande sein, den schweren Wollenballen von und Moltenmark werden für Lumpen die höchsten Preise gezahlt," da nismus zu machen. Dieses Moment zu stärfen habe man keine nach dem Geschäft zu schleppen, sah das Mutterherz mit wachsender wollen wir es doch nicht sein, die zahlen müssen. Veranlassung. Auf den Antrag werde man erst zurückkommen Besorgniß entgegen. Denn wenn die Frau nicht mehr im können, wenn die wirthschaftliche Lage sich gebessert habe. Stande war, die alte Arbeit abliefern und sich neue holen zu. Der Antrag Kyllmann wird angenommen, ebenso das können, was dann? Dann müßte nicht nur sie, sondern auch Etatskapitel. Schluß 9 Uhr. ihr Kind hungern. Die praktischste der die allmälig sich erholenden Frau umdrängenden Arbeiterinnen veranstaltete sofort eine Geldſammlung für die Bedürftige und da sich auch in diesem Falle das gute Herz der Berliner Arbeiter bewährte, war es nicht nur möglich, der Proletarierin eine Droschte zur Nachhausefahrt zu stellen, sondern ihr auch noch einen kleinen Geldbetrag baar ausliefern zu können. Stadtrath Weise: Der Staat hat nicht alle persönlichen Roften zu tragen, er trägt nur die Gehälter der besonders angestellten Beamten, wenn er die Polizeiverwaltung selbst übernimmt. Die Vigilanten sind keine Beamten. Bei unserer Weigerung, zu zahlen, würden die Kosten einfach im Wege der Oberpräsidialverfügung in den Etat eingesetzt und wir hätten dann dagegen zu klagen. Die Vigilanten sind ebensowenig Beamte, wie die Aerzte bei der Sittenpolizei oder die Fahrer der Affenwagen. Ob die Bigilanten nothwendig sind, darüber steht uns ein Urtheil nicht zu. nimmt. 2. Diese Angelegenheit als dringlich zu behandeln. 3. Der geordneten Entwässerung des Gebiets, welches zum Radialsystem 11 gehört, näher zu treten, und sieht einer diesbezüglichen Vorlage entgegen. Der Antrag wird ohne Debatte genehmigt. Der Magistratsantrag, betreffend die Schaffung der Stelle eines Direktors der städtischen Riefelgüter, wird ab gelehnt und dafür ein Antrag Spinola angenommen, wonach ein Ausschuß von 15 Mitgliedern über die anderweitige Organisation der Verwaltung für die Kanalisationswerke be rathen soll. " tapitel. Schluß 9 Uhr. Lokales. zu Auftrag auch den gehörigen Nachdruck zu verleihen, fügte das 5 Es erübrigt, diese Straßenszene, eine Alltäglichkeit in Berlin, Stadtv. Stadthagen: Die Anführung der vielen ProDie Klänge der Arbeiter- Marseillaise sind für die Ohren noch des Langen und Breiten zu kommentiren. Wir empfehlen Ge= zeffe zeigt doch gerade, daß die Frage der Nothwendigkeit im mancher Leute das, was ein rothes Tuch für die Augen des dieselbe Denjenigen zum Studium, welche über die Berwaltungs- Streitverfahren entschieden werden kann. Die Stadt Stieres ift. Zu Denjenigen, welche die Melodie des Revolutions- nußsucht" und den Uebermuth" der Arbeiter nicht genug zu ist freilich meistens unterlegen. Hier aber spielt doch die Frage der in einem Haufe des W.- Plazzes fein Domizil aufgeschlagen wie aus Obigem ersichtlich, als eine Art Sport zu betrachten, ist freilich meistens unterlegen. Hier aber spielt doch die Frage gefanges nicht zu vertragen scheinen, gehört auch ein Lieutenant, getern wissen. In Berlin scheinen es die Arbeiter allerdings, mit: Seid ihr im Stande, ohne derartige Lumpen für die Sicherheit der Stadt zu sorgen, oder nicht? Würde der Oberpräsident hat. In demselben Haufe betreibt der Restaurateur Sch. fein vor lauter Genußsucht und Uebermuth auf der Straße langsam im letzteren Sinne antworten, so würde sicher das Ober Geschäft, welches fast ausschließlich von Arbeitern besucht wird. zu verhungern. Gewiß ein etwas sonderbarer Sport. An einem der letzten Abende fanden sich auch einige Musiker ein Verwaltungsgericht zu unsern Gunsten entscheiden. Folgen eines Schreibfehlers. Eine ganz verzwickte Der Antrag wird abgelehnt, Abtheilung I unverändert be- und gaben mehrere Lieder zum Besten. Auf Wunsch der Gäste willigt, desgl. Abtheilung II, Nachtwach-, Feuerlösch- und Tele- tam auch die Arbeiter- Marseillaise an die Reihe. Da die Mufit Situation ist durch einen Schreibfehler eines Kanzlisten im durchaus keinen übermäßigen Spektakel machte, es auch noch lange Moabiter Kriminalgericht herbeigeführt worden. In das Moabiter graphenwesen. In Bezug auf den Antrag des Stadtv. Mielenz, betr. die hin war bis zur Polizeistunde, hatte der Lokalinhaber gegen die Bellengefängniß wurde unlängst ein Gefangener eingeliefert, Beseitigung des durch die Abwässer der Gemeinde Weißensee in musikalische Abendunterhaltung nichts einzuwenden. Ueber den welcher zwei Jahre zu verbüßen hatte. Der Mann remonstrirte der Greifswalderstraße herbeigeführten unhaltbaren Zustandes Restaurationsräumen befindet sich die Wohnung des Hausbefizers, und behauptete, er sei nur zu einer Gefängnißstrafe und nicht zu schlägt der niedergefeßte Ausschuß folgende Beschlußfassung vor. weiter die eines Hauptmanns und die zweite Etage bewohnt der Buchthaus verurtheilt. Die begleitenden Papiere wiesen das schon erwähnte Herr Lieutenant, dem es die Arbeiter Gegentheil nach und so blieben alle Remonftrationen unbeachtet. Den Magistrat zu ersuchen: er am nächsten Nach der Zuchthausordnung wurde ihm das Haar furz ge1. Diejenigen Abwäffer, welche jetzt von dem Gemeinde- Marseillaise derart angethan hatte, daß Diesem schnitten und der Bart wegrafirt. Der Mann blieb dabei, daß gebiet Weißensee durch die Chausseegräben der Greifs- Morgen beim Hauswirth Beschwerde einreichte. walderstraße dem Berliner Weichbilde zugeführt werden, sprach er feine grenzenlose Verwunderung darüber aus, wie er nicht ins Zuchthaus, sondern in das Gefängniß gehöre. So provisorisch in die allgemeine Kanalisationsbilbung auf er dulden könne, daß in einem Hause, in welchem höhere ging das 14 Tage lang. Endlich versuchte man, der Sache auf zunehmen unter der Voraussetzung, daß auf keinem Militärs" wohnten, dieses Acheiterlied vorgetragen wurde. Der den Grund zu gehen, und da stellte sich heraus, daß der GeGrundstücke in den Gemeinden Alt und Neu- Wirth gelobte, schleunigst Remedur zu schaffen und beauftragte fangene Recht hatte. Beim Abschreiben war aus„ Gefängniß" Weißensee die Bauerlaubniß ertheilt wird, wenn dasselbe fein Töchterlein, dem Restaurateur den Standpunkt flar zu versehentlich Buchthaus" gemacht worden und beim Unternicht eine andere Entwässerung nachweist, wie diejenige, machen. Das geschah denn auch und um dem ihr gewordenen schreiben war das übersehen worden. welche schließlich nach Berliner Gebiet ihre Vorfluth holde Mägdulein hinzu, daß der Herr Lieutenant beabsichtigt Morgen fehlen nämlich aus der dortigen Kredit- und Sparbank Ein Durchgänger wird aus Leipzig signalisirt. Seit gestern habe, dem Revier- Polizeibureau von der furchtbaren Morithat ein junger Mann und ein junger Mann und zwanzigtausend Mart. Der Defraudant Mittheilung zu machen. Db das geschehen ist. entzieht sich vor- heißt Eugen Förster, ist 36 Jahre alt und unverheirathet. Er läufig noch der Kenntniß. Weshalb es gerade die ArbeiterMarseillaise ist, die es dem Herrn Lieutenant angethan hat, weiß hat rothblondes Haar und trägt ein kleines Schnurrbärtchen. natürlich fein Mensch, sicher ist aber, daß die Melodie derselben Zwei Schulknaben mit dem Messer. Vorgestern Mittag eine mindestens ebenso wohlklingende ist, wie die irgend eines gegen 1 Uhr ereignete sich in der Lüzowstraße eine häßliche alten Militärmarsches, den eine Bataillons Blechkapelle beim Szene. Zwei Schulknaben waren in Streit gerathen; bald hatte Refrutenausmarsch zum Vortrag bringt. Und daß die Rlänge ein jeder von ihnen ein Taschenmesser gezogen und die Wüthender Marseillaise auch eine begeisterte Wirkung erzeugen, avon den stießen aufeinander los. Ein Schußmann mußte die Burschen liegen doch wahrlich Beispiele zur Genüge vor. Weshalb also auseinander bringen. Der eine der Messerhelden, der Sohn des ist der Herr Lieutenant so böse auf diese Melodie? Kaufmanns Schmidt aus der Kurfürstenstraße, war durch mehrere Nach Erledigung einiger Kleinerer Vorlagen und nachdem Die Krankenkasse des Vereins Zukunft" fendet uns wischen; der Berleyte wurde vom Schußmann in einer Droschte Stiche in den Kopf verlegt. Dem Gegner gelang es, zu ent beschlossen ist, des lange, Richtiggegen die Klage des Schlossermeisters unter Bezugnahme auf unsere Notiz in Nr. 67 eine lange Richtig zu seinen Eltern gebracht. Göbel wider die Versammlung wegen der Giltigkeitsstellung", aus welcher hervorgehen soll, daß die Kasse vollständig zu seinen Eltern gebracht. erklärung der Wahl des Stadtverordneten Hauer Widerspruch statutengemäß gehandelt habe, als sie dem betreffenden versicherten Wegen Brandstiftung ist der Goldwaarenhändler Michaelis, zu erheben und durch den Vorsteher hierfür einen Vertreter be- Mitgliede die Unterſtüßung fürzte. Die Kaffe hat ermittelt, daß Roßstraße 13, und dessen Ehefrau gestern verhaftet worden. Am stellen zu lassen, wird die Etatsberathung fortgesetzt und das es sich um das Mitglied D. handele. Die Richtigstellung" führt 8. Januar fand in dem Laden desselben ein Brand statt, der Kapitel Verwaltungskosten" nach den Ausschußanträgen dann weiter aus:" Die Angaben desselben über Beginn und durch die Feuerwehr erst gelöscht werden konnte, nachdem der bewilligt, desgleichen der Etat für die Kanalisationswerke, für die Zahlung seines vollen Krankengeldes für die ersten Tage stimmen Laden und ein benachbartes Zimmer vollständig ausgebrannt Haupttasse der städtischen Werke, für den Gesindebelohnungs- auch, nur hat derselbe es unterlassen, die ihm mündlich mit waren. Schon damals wurde die Vermuthung ausgesprochen, Fonds und die Altersversorgungs- Anstalt der Kaiser Wilhelm- getheilten Gründe für die spätere Beschränkung anzugeben. D. ist daß das Feuer vorsätzlich angelegt worden sei. Belastet ist das und Augusta- Stiftung. nach unseren Feststellungen mehrfach, ohne die statutengemäß Ehepaar hauptsächlich dadurch, daß es für 6000 M. Waaren als Bei dem Kapitel Verschiedene Ausgaben und Einnahmen" hierfür erforderliche ärztliche Erlaubniß vorher einzureichen, aus- durch den Brand vernichtet bezeichnet hatte, und für welche es empfiehlt der Ausschuß zunächst folgende Resolution: gegangen. Die meisten Krankenkassen entziehen bei solchen Vor- von der Versicherungsgesellschaft die Entschädigungssumme beDie Versammlung ersucht den Magistrat seinen Einfluß kommnissen, welche auch zum Theil die Erwerbsfähigkeit er anspruchte, während die Gegenstände erwiesenermaßen in hiesigen auf" die Pferde bahngesellschaften dahin geltend weisen, dem Mitgliede die fernere Unterstützung gänzlich, Leihämtern verpfändet worden waren. In demselben Geschäft zu machen, daß den berechtigten Wünschen des Publikums wir dagegen beschränken dieselbe statutenmäßig nur auf die hat bereits zweimal vorher ein Schadenfeuer stattgefunden. auf Abstellung von Mißständen im Betriebe und Gin gesetzliche Mindesileistung, welchen Betrag der betreffende Einführung von Verkehrsverbesserungen stattgegeben werde." fender vom Tage der zweiten Betretung ab, nach Ausweis Die Brandstätte der Kindermann'schen Lampenfabrik Stadtv. Vogtherr bemerkt, daß die Stadt schon öfter die ber Atteste, auch pünktlich und richtig erhalten hat. ist erst gestern Vormittag um 211 Uhr von den letzten Zügen Erfahrung gemacht habe, daß von dieser Gesellschaft wie von Der Einsender hatte um so weniger Ursache gegen diefe der Feuerwehr verlassen worden. Der Schaden ist ein ganz beanderen in Güte schwerlich etwas zu erreichen sei. Der Magistrat statuarische Bestimmung zu verstoßen, als jeder Krankenschein deutender. Allein der materielle Verlust an Maschinen, Waaren möge sich diesmal nicht auf die vorjährigen Wünsche beschränken, noch einen besonderen Hinweis auf jene Bestimmung enthält." und Materialien wird auf 500 000 Mart geschäßt. Besonders sondern auch die Forderung des Normal- Behnpfennig- Tarifs Der langen Rede kurzer Sinn ist also der, daß das Mitglied schwer wiegt der Verlust der Formen und Modelle. Durch die vertreten, die schon oft, auch in besonderen Anträgen vom ausgegangen ist, ohne die hierfür erforderliche ärztliche Erlaub- Feuersbrunst sind 300 Mann zunächst brotlos geworden. Redner, angeregt worden sei. Die Erfahrungen bei den niß einzuholen." Das war ein Verstoß gegen irgend ein Para- umlagerten gestern früh die Fabrik, um Kunde über ihr weiteres Eisenbahnen und Posten sprächen gegen die Befürchtung, daß gräphlein der Statuten und Statuten gehen dem Verein" Bu- Schicksal zu erfahren; es fonnte ihnen zunächst nur mitgetheilt etwa die Gesellschaft einen Ausfall erleben werde. funft" über Alles. Die Behauptung, daß solche Vorkommnisse werden, daß man versuchen will, in gemietheten Räumen den ( d. h. das Ausgehen)... zum Theil die Erwerbsfähigkeit er Betrieb soweit wie möglich wieder aufzunehmen, sobald man Der Beitrag an den Vorstand des Hanseschen Geschichts weisen," ist doch etwas kühn, es giebt doch eine Menge Stranke die nöthigen Maschinen und Formen hat beschaffen tönnen. vereins zu Lübeck sollte nach dem Etatsentwurf von 300 auf und Rekonvaleszenten, welche sehr wohl eine Stunde sparzieren Die Brandstätte bietet das Bild furchtbarer Zerstörung 500 m. erhöht werden. Der Ausschuß hat die Erhöhung ge- gehen dürfen, die aber trotzdem alles andere nur nicht erwerbs dar. Die Maschinen sind in die unteren Etagen herabgestürzt. ftrichen; auf Antrag des Stadtv. Bailleu wird die Be- fähig sind. Das Mauerwert ist vollständig ausgeglüht und vielfach geborsten. willigung der 500 Wt. befchloffen. Von den Gebäudetheilen ist eigentlich nur der neue westliche Flügel, der niedriger ist, als das Hauptgebäude, intakt geblieben. Die Bersammlung ersucht den Magistrat, der HumNur diesem Umstand ist es zu danten gewesen, daß nicht auch boldt Akademie einen angemessenen Beitrag aus Die Folgen des Hochmuths unserer Kohlenbarone be die dicht angrenzenden Wohnhäuser der Katzbachstraße vom Feuer städtischen Mitteln zu bewilligen. ginnen ans Tageslicht zu treten. Als vor einigen Monaten die ergriffen worden sind. Den Garten des Grundstücks füllen jetzt Stadtv. Bogtherr befürwortet den Ausschußantrag; zu Schlotjunker zu einer Vergewaltigung der Konsumenten sich ver- mächtige Schlackenhaufen, die fast ausschließlich aus geschmolzenem wünschen wäre nur gewesen, daß die Wandlung in den bis einigten, da schloß, wie jetzt erst bekannt wird, der Norddeutsche Kupfer und Messing bestehen. Die blaustrahlenden Kupfermassen der fich nicht dazu verstehen wollte, herigen Anschauungen des Ausschusses 8 Tage früher eingetreten Lloyd die hatten während der Hochgluth der Feuersbrunst einen schaurig wäre, dann wäre der gleichartigen Arbeiter- Bildungsschule eine tünstlich gemachten unverschämten Preise der Rechenbesitzer fchönen Anblick gewährt. Von den Mannschaften der Feuerwehr ähnliche Begünstigung wie der Humboldtakademie zu Theil ge- zu bewilligen, für seine ganze Flotte mit England einen haben noch viele unter den Folgen der Anstrengungen zu leiden. worden. Die Akademie zahle zwar thatsächlich zwei- Lieferungsvertrag auf 5 volle Jahre ab. Daß der Lloyd jetzt hundert Mark für Gas Ueber den Mörder der Nitsche brachte gestern ein hiesiges in den ihr zur Verfügung dieselben Rohlen, für die er im Ausland auf 5 Jahre hinaus gestellten Schulräumen, honorire aber z. B. einen General 21 Mark bewilligte, im Inland zu 14 M. kaufen tönnte, daß Blatt die Mittheilung eines Kaufmanns Sch., wonach ein ges sekretär, den Dr. Max Hirsch, mit 1800 Mart. Allzugroß ferner bei dem famosen Lieferungsgeschäft die Vetternschaft" eine wiffer Reinhold B., der Sohn eines fchlesischen Landwirths, der fcheine hier also die Opferwilligkeit nicht zu sein. höchft übelriechende Rolle spielte, gehört nicht zur Sache und im Sommer vorigen Jahres nach Berlin tam, um hier Wein, Auf eine Entgegnung des Stadtv. Schwalbe bemerkt ändert daran nichts, daß die Kohlenbarone sich damals Stroh und Heu zu verkaufen, dringend verdächtig sei, die Hedwig ihren eigenen Uebermuth felber unermeßlichen Nitsche ermordet zu haben. Außer verfchiedenen nebenfächlicheren Stadtv. Vogtherr, daß er nicht die Opferwilligkeit im All- durch Berdachtsmomenten follte namentlich gravirend der erst jetzt begemeinen bezweifelt habe, daß aber im Schooße eines solchen Unternehmens sich Männer finden müßten, die ganz ohne Entfannt gewordene Umstand sein, daß die Wirthin, bei der B. zur gelt, nur aus Liebe zur Sache, die äußeren Geschäfte wahr Beit der Ermordung gewohnt, unter dem Bett B.'s ein mit Blut nehmen; der ersparte Betrag tönnte dann für die Zwecke der besudeltes Taschentuch, gezeichnet H. N., sowie ein blutiges HandAtademie ebenfalls nutzbar gemacht werden. tuch gefunden habe. Beide Wäschestücke, die von der Wirthin gea waschen wurden, sind der Kriminalpolizei übergeben worden. Nun, trotz der Verschleuderung enormer Kohlenmengen mit Hier wurde nun aber festgestellt, daß das verdächtige TaschenBerlust an das Ausland, troß der krampfbaften Versuche, die tuch nicht H. N., sondern H. M. gezeichnet ist. Ferner inländischen Konsumenten zu vergewaltigen, haben die Bechen- war B., dessen gegenwärtiger Aufenthaltsort allerdings " Der Ausschußantrag wird angenommen. Ferner empfiehlt der Ausschuß zu beschließen: Die Resolution wird angenommen. Zum Extraordinarium lag dem Ausschuß Abschrift einer Petition an den Magistrat vor, die von 75 jüngeren Künstlern an denselben gerichtet ist und anregt, zu erwägen, ob es die gegenNach alledem kommt der Arbeiter am besten fort, wenn er auf die Segnungen des Vereins Zukunft" zukünftig verzichtet. Schaden zufügten. Wir haben dies vorausgesagt. Wo waren aber damals die Stimmen, welche das vaterlandsschädliche, verrätherische Gebahren der Kohlenmagnaten gegeißelt hätten? Sie schwiegen, weil sie fühlten, daß die Stempelfälscher und Ausbeuter Fleisch von ihrem Fleische und Blut von ihrem Blute seien. woeder seinen Eltern in Schlesien bekannt, noch sonst au gegenüber vom Zirkus Renz ein Zigarrengeschäft ein. Seine Diskussion sprachen die Genossen Bilz und Walther, worauf ermitteln ist, vor etwa zwei Monaten wegen Zechprellerei der Mittel reichten nicht lange aus und um sich zu helfen, griff er folgende Resolution einstimmig angenommen wurde: Behörde vorgeführt, aber wieder entlassen worden. Bei dieser zu einem großartigen Schwindel. Er annoncirte durch hiesige Die heute in Großjean's Elysium tagende VolksversammGelegenheit hat man ein Signalement 2.3 aufgenommen und Blätter, daß er einen Sozius suche, der sich mit 2000 M. Gin- lung" erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverbei einer Vergleichung desselben mit dem Aussehen des Mörders, lage eine recht angenehme und sichere Existenz schaffen standen, sie ist der Ansicht, daß nur die privatkapitalistische wie es nach den übereinstimmenden Bekundungen aller Personen, fönne, Zunächst meldete sich ein Kaufmann aus Ham- Produktionsweise und die hieraus entstehenden Krisen die heutige die den Thäter gesehen, festgestellt worden ist, ergiebt sich un- burg. Der Angeklagte erzählte demselben fälschlicher Weise, Arbeitslosigkeit erzeugen, es ist daher nothwendig, diese Prozweifelhaft, daß B. der gesuchte Mörder nicht sein kann. Während daß sein Waarenbestand einen Werth von 6000 M. duftion abzuschaffen, an deren Stelle die von den Sozialdemokraten Siefer nur einen Anflug von blondem Schnurrbart hatte, trägt habe. Thatsächlich soll er nur 800 M. Werth gehabt haben, da erstrebte gesellschaftliche, d. h. diejenige Produktionsform zu sehen, B. einen starten, dunklen Schnurrbart und auch in allen andern die meisten der Kisten leer waren. Ferner stellte der Angeklagte welche dem Arbeiter den entsprechenden Ertrag seiner Arbeit Einzelheiten der B.'schen Personalbeschreibung paßt nichts auf während des Winters, wenn der Zirkus Renz geöffnet sei, ein sichert." den gesuchten Mörder der Nitsche. glänzendes Geschäft in Aussicht und versprach dem Bewerber für Als Kandidat zu den Gemeinderaths Wahlen wurde für Die einzuzahlenden 2000 m. einen monatlichen Nutzen von 100 M., Pankow noch der Gastwirth Borchardt vorgeschlagen und einwenn derselbe sich verpflichte, täglich zwei Stunden im Geschäft stimmig akzeptirt, für N.- Schönhausen Kasdorf gestrichen und an zu sein. Der Hamburger ließ sich überreden und trat als Gesell- dessen Statt Genosse Sasse aufgestellt. Nachdem noch von den schafter ein. Die von ihm eingezahlten 2000 M. waren für die Genossen Koh, Grüneberg und Schockel zu reger Betheiligung an Schuldenlast des Angeklagten wie ein Tropfen auf einem heißen der Wahl aufgefordert war, damit der Sieg uns zufalle, wurde Stein. Er fuhr fort, hinter dem Rücken seines Kompagnons die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geimmer andere Theilnehmer an seinem Geschäfte zu suchen. schlossen. Das nächste Opfer war ein Apotheker, der ebenfalls 2000 m. einzahlte. Innerhalb zweier Monate nahm der Angeklagte noch drei stille Theilnehmer an, die jeder 1000 m. einzahlten. Als das sechste Opfer, ein Schriftfeher, nahe daran war, ebenfalls 1000 m. einzuschießen, tam der Schwindel ans Tageslicht. Der Staatsanwalt hielt das Verfahren des Angeklagten für außer ordentlich dreift und gemeingefährlich, er beantragte gegen ihn eine Gefängnißstrafe von fünf Jahren. Der Vertheidiger Rechts anwalt Wronter machte verschiedene Milderungsgründe geltend und erzielte auch, daß der Gerichtshof es bei einer Gefängnißstrafe von zwei Jahren beließ. Der plögliche Tod des Gastwirths Albert Sauer beschäftigt feit gestern die Staatsanwaltschaft. Sauer, ein Mann von 50 Jahren, betrieb seit etwa vier Jahren ein Restaurant in der Markgrafenstr. 78. Das Geschäft ging aber nicht besonders flott, so daß Sauer von der Fürstenwalder Schloßbrauerei wegen einer Forderung verklagt wurde. Während er zu dem Termine ab wesend war, wurden seine Möbel vom Gerichtsvollzieher nach Der Pfandkammer geschafft. Dies soll sich der sonst fast phleg matische Mann sehr zu Herzen genommen haben. Gestern Abend gegen 8 Uhr flagte er über ein plögliches Unwohlfein, begab sich in ein Hinterzimmer und legte sich dort nieder. Gleich darauf vernahm seine Frau Hilferufe, eilte hinzu und vernahm, daß ihr Mann fortgefeßt, Luft, Luft" schrie, worauf er verstarb. Sowohl der von der Frau, als auch der polizeilich hinzugezogene Arzt fonnte den Grund des Ablebens nicht bestimmt ausfindig machen; Beide waren darin einig, daß Vergiftungssymptome vorliegen. Die Leiche ist daher zwecks Feststellung der Todesursache dem Schauhaufe überwiesen worden. Polizeibericht. Am 28. d. M. Morgens wurde eine Frau im Hause Pücklerstraße 50 am Treppengeländer und Abends ein Handwerker in seiner Wohnung, in der Josephstraße, erhängt vorgefunden. Jm Nordhafen, nahe der Sellerstraße, wurde Nachmittags die Leiche eines unbekannten, etwa 35 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Gerichts- Beitung. " " " E3 Soziale Uebersicht. Warnung an die Vergolder Deutschlands! Lant vorliegenden Briefes eines Berliner Kollegen aus Earlsheaton near Dewsbury( England), betreffend die Firma George Haigh, warnen wir hiermit jeden Kollegen auf das Eindringlichste vor einem Engagement nach dort. Die daselbst in Arbeit getretenen Kollegen berichten, daß sie von dem Werkführer Fries in eine Falle gelockt worden sind und derselbe so empörende Preise macht, wie sie hier selbst in den schlechtesten Werkstätten nicht treffe keine Schuld. Da die Lebenshaltung in England bedeutend vorkommen. Den Chef, welcher des Deutschen nicht mächtig ist, theurer ist als in Deutschland, ist es unter den geschilderten Verhältnissen dem Arbeiter unmöglich, menschenwürdig zu existiren. Einige Kollegen sind daher schon wieder abgereist, die Anderen fönnen wegen Mangels an Reisegeld noch nicht fort. Wir hoffen nun, daß sich kein Kollege verleiten läßt, sich als Kuli dahin zu verkaufen, damit dem Werkführer Fries das Handwerk gelegt wird und er für die von ihm eingeführten Preise schließlich felber arbeiten muß. Berlin, im März 1892. Der Hauptvorstand des Verbandes der im Vergolder- und verwandt. Gewerben beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. einstellung von 8000 Arbeitern der Uhrenindustrie. Wie In der Schweiz droht für nächsten Sonnabend eine Arbeitsdie Köln. 3tg." berichtet, sucht ein Berner Regierungsrath zwischen den beiden Parteien zu vermitteln. Achtung, Schleswig- Holsteiner! Freitag, den 25. März 1892, Abends s uhr, Zusammenkunft der Landsleute( Damen und Herren) im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenſtr. 16. versammlung für Männer und Frauen. Bortrag des Genoffen Th. Mezner Teltow. Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Schwarzen Adler: Oeffentliche über Die Ziele der Sozialdemokratie". bei Grube, Mariendorferstr. 10. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% Uhr, Westen, bei F. Kizing, Bülowstr. 62. der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Borstände derselben Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund zu richten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungss stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Nord, Brunnenftraße 38, bei Gnadt. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstraße 21, bet Roll. Kummer'scher Gesangverein, Landsbergerstraße 31, bet musehold. Buchbinder Männerchor Berlins, Alte Jakobstraße 75, bei Feuer stein. Maiglödchen, Hochstraße 32a, bei Wilfe. Gemüthlichteit( Buzer), Seydelstraße 30.- Jugendfreuden, Gartenstr. 162, bet Meißner. Fris, Köpnickerstr. 127a, bei Rüfter.- Collegia, Neichenbergerstraße 16, bet Päzold. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gefell schaftshaus Ostend.- Palme, in Velten, bei Schröder.- Blaue Schleife, in Pantow, Mühlenstr. 24, bet Stöhr.- Vorwärts6,( Gent. Chor), NiederSänger Freiheit, Naunynstr. 43, Schönweide, bei Siebenbaum. bei Fröhlich.- Freiheit Gruß, Kastanien Allee 35, bet Scholz. morgenroth 4, Köpnid bei Wiedemann in Adlershof. Wahrheit, An der Zwölf- Apostelfirche 7b, bet Framte.-Brüderfchaft( Sausdiener), Fischerstr. 41. Karthau'scher Gesangverein, Sichtenbergerstr. 21, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Ber Ereitag: Berein Grüne Tanne, bei Kanjer, Martusstr. 8. gnügungsverein Alpen veilchen, bei Wenzel, Gr. Frantfurterstr. 99. verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Tambourverein Borussia bei Feldhahn, Weidenweg 12( Uebungsſtunde). wedding, Abends 8 Uhr, bet König, Gerichtsstraße 35. Waldesrauschen, Abend& Uhr, bei Meigt, Wartgrafenf. Ser Berliner Zurngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. bei Heise. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang Quartettverein Männerchor Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, im Restaurant. Bergnügungsverein Veilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Dranienftr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% uhr, bei Ritter, Mauerstr. 86. Vermischtes. Aus Penzlin in Medlenburg wird uns Folgendes mitgetheilt: Als vor etwa drei Wochen ein hiesiger junger Lehrer an einem Knaben das Büchtigungsrecht mit dem Stock ausübte, traf ein Echlag den fleinen Uebelthäter so hart auf den Kopf, daß der Knabe besinnungslos zusammenbrach. Der Schlag hatte die Kopfhaut verlegt und die Wunde mußte vom Arzt genäht werden. Das Vergehen des Knaben Sohn des städtischen derselbe den Gesang nicht gut gelernt hatte. Die Sache iſt der Biegenhirten Namens Röver soll darin bestanden haben, daß Behörde angezeigt, bis jetzt aber ist von einer strafrechtlichen Verfolgung noch nichts bekannt. Weiß der betreffende Lehrer noch nicht, daß sich beim Kinde durch Güte mehr erreichen läßt als durch solche Strenge? Die Auslegung über die Tragweite eines Strafantrages, welche gestern in einer Breßfache vor der II. Straftammer hiesigen Landgerichts I. der Staatsanwalt machte, wäre, wenn sie vom Gerichtshofe akzeptirt worden wäre, von nicht zu unterschäßender Tragweite für die Presse. Wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft zu Essen stand der Redakteur des Vorwärts" Gronheim vor der genannten Straffammer. handelte sich um einen im Vorwärts" veröffentlichten Artikel über den Prozeß Baare, in welchem das Verhalten der Anklagebehörde Herrn Baare gegenüber einer Kritik unterzogen wurde. Der Artikel war von der Dortmunder Volksstimme" übernommen worden und die Effener Staatsanwaltschaft stellte bei der Staatsanwaltschaft zu Dortmund den Strafantrag gegen den Redakteur der Boltsstimme". Die Dortmunder Staatsanwaltschaft gab die Sache nach Berlin hinüber zur Verfolgung J. A.: Paul Höpfner, Vorsitzender, Invalidenstraße 151. Des Redakteurs des Vorwärts" und so wurde die Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Anklage gegen Gronheim erhoben. Derfelbe bemängelte Den Strafantrag, dessen Ausdehnung auf den Ange- Die Schuhmacher in Altons beschlossen in einer Verflagten der Staatsanwalt jedoch für zulässig erachtete. fammlung, am 4. April die Arbeit überall da einzustellen, wo Nach seiner Auffassung sei in diesem Falle der§ 63 der 1890 er Tarif nicht bezahlt wird. Die Gesellen sollen sowirksam auch gegen den eigentlichen Verfasser des beleidigenden fort tündigen, damit sich Niemand des Kontraktbruches schuldig Artikels, da nicht zwei verschiedene Handlungen, sondern eine macht. und dieselbe Handlung vorliege, welche durch denselben Straf antrag getroffen werde. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängniß. Rechtsanwalt Freudenthal hielt die Auslegung des Staatsanwalts über die Tragweite des Strafantrages für unzutreffend. Es sei ganz klar, daß auf Einftellung des Verfahrens erkannt werden müsse. Es handle fich hier um zwei ganz verschiedene strafbare Handlungen, die weder zeitlich, noch örtlich mit einander in Verbindung stehen. Auf die in Dortmund begangene Strafthat habe der Angeklagte nicht den geringsten Einfluß gehabt.-Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen durchaus an und erkannte auf Einstellung des Halberstädter Gewerkschafts- Kongreffes Pech hatte die Londoner Gesellschaft zur Ausbreitung des Die Holzarbeiter Leipzigs erklärten sich mit den Beschlüssen Christenthums. Dieselbe sandte vor einigen Jahren einen des Verfahrens. einverstanden und beschlossen, da die sächsischen Rechtsverhältnisse Missionar Namens Frederick P. Johnson nach Konstantinopel, Mit der Auslegung des Reichs- Preßgefeges beschäftigte nichts anderes übrig laffen, dem deutschen Textilarbeiter- Verbande damit er die biederen Mohamedaner zum Christenthum bekehre. sich gestern die 181. Abtheilung des Schöffengerichts in einer als Ginzelmitglieder beizutreten und den Leipziger Holzarbeiter. Wie nun die Nowoje Wremja" meldet, ist der betreffende John son dieser Tage zum Islam übergetreten. Omer Effendi so Antlagefache gegen den Lehrer B. und den Drucker H. Der Verein beizubehalten. heißt der englische Türke" jetzt hat eine Anstellung als Lehrer Erstgenannte hatte bei der letzten Stadtverordnetenwahl ein Flugerhalten. blatt im Auftrage des liberalen Wahlkomitee's verfaßt und ver breitet. Er selbst war unter dem Flugblatt als verantwortlich für die Redaktion" nach Name und Wohnung bezeichnet. Darin erblickte die Staatsanwaltschaft eine Verlegung des§ 6 bes Preßgefeßes, wonach außer dem Drucker Jemand als Verleger" oder beim Selbstvertriebe als Verfasser" oder„ Herausgeber" genannt ( Depeschen des Bureau Herold.) sein müsse. Außerdem fehle bei der Straßenbenennung der leber Wolfsarmuth und die heutige Gesellschaft sprad) am Während der Amtsanwalt gegen die An- 15. März Herr Hübsch in einer Versammlung des Allgemei Belgrad, 24. März. Zusatz Berlin". Der Gesetzentwurf betreffs der gefchuldigten eine Geldstrafe beantragte, führte der Vertheidiger, nen Arbeiterinnen Vereins sämmtlicher Berufs- Resignation Milan's wurde heute in letzter Lesung unverändert Rechtsanwalt Sachs, aus, daß die Absicht des Gesetzgebers nur zweige Berlins und Umgegend. Der interessante Vortrag angenommen. In namentlicher Abstimmung stimmten im Ganzen Gefeß, dahin gehe, daß außer dem Drucker als mechanischer Hersteller wurde mit Beifall belohnt. Diskussion fand nicht statt. Dann 95 Abgeordnete, davon 80 für, 13 gegen das Gesetz, 2 enthielten eine Person fich als verantwortlich für den Inhalt bezeichne. machte Frau Lünau bekannt, daß am 3. April bei Herzog, Strom- fich der Abstimmung. Zum Schluffe gab der Ministerpräsident Der Angeklagte Lehrer B. habe dies durch die Angabe, daß er straße 28, eine Versammlung stattfindet, woran sich ein gemüth- Paschitsch eine Erklärung ab, in der es heißt: Nachdem die zweite Lesung dieses Gesetzes vollzogen, erachte ich es für meine für die Redaktion verantwortlich sei, klar zum Ausdruck gebracht. liches Beisammensein schließt. Auf den Ausdruck könne es nicht ankommen. Die Straßenbe In der letzten Verbandsversammlung der in Holz. Pflicht, hier zu erklären, daß keinerlei finanzielle Opfer vom zeichnung müffe auch als ausreichend angesehen werden, da bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplänen beschäftigten serbischen Wolfe und serbischen Parlamente gefordert werden. Niemand beim Lesen des Flugblattes daran zweifeln könne, daß Arbeiter, Filiale II. N., tlagte der Borsigende über den Mangel Die in dieser Beziehung verbreiteten tendenziösen Gerüchte entdie Straße in Berlin liege. Der Gerichtshof schloß sich diesen an Referenten und verlas dann die Peus'sche Broschüre über behren jeder Begründung. Ausführungen an und sprach beide Angeklagte frei. " " " Die Zollbeamten in Barcelona streifen. Schwierigkeiten, welche die Anwendung der neuen Tarife bereiten, sind die Ursache. Mehrere Bollbeamte haben die von ihnen hinterlegte Kautionssumme fallen lassen. Versammlungen. Durch Sturz vom Trittbrett während der Fahrt zog sich der Münchener Eisenbahnkondukteur Bauer in der Nähe von Ulm lebensgefährliche Verlegungen zu. " Depescheit. Arbeit und Besitz und ihre Ehre. Dann wurde die vom Haupt( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Brüffel, 24. März. In einer Versammlung der Rechten Eine Anklage wegen Beschimpfung der christlichen vorstand in Bremen eingegangene Abrechnung über das vierte Kirche wurde gestern vor der zweiten Strafkammer des Land- Quartal vorgelegt und hierauf die Zuſchrift des Magistrats ver- machte der Finanzminister Mittheilung von einem Gefeßentwurfe, gerichts I gegen den Möbelpolier Gustav Bod verhandelt. Am lesen, welche die Sonntagsruhe betrifft. Im Organ soll bekannt welcher eine erhebliche Steigerung der Zölle auf verschiedene 29. November v. J. fand in einem Lokale in der Badstraße eine gemacht werden, an welchem Tage die Genossenschafts- Hut- Erzeugnisse der Industrie namentlich auf fertige Kleidungsstücke von Männern und Frauen besuchte öffentliche Versammlung statt, macherei besucht wird. Unter Verschiedenem wurde die herrschende herbeiführt. Betreffs des königlichen Referendums hat die Verin der Fräulein Wabnitz einen Vortrag über die Religion hielt. Arbeitslosigkeit besprochen. Ein Kollege erklärte dabei, falls fammlung feinen Beschluß gefaßt. Rom, 24. März. In dem Prozeß gegen Cipriani und In der sich daran knüpfenden Diskussion nahm auch der Angeklagte teine besseren Beiten einträten, müsse feine wegen Theilnahme Unruhen Familie ins Asyl wandern. Diese Aeußerung rief Genossen das Wort. Er führte aus, daß die Religion mit den Natur- eine lebhafte Diskussion hervor, in welcher die Kollegen Riel 1. Mai vorigen Jahres wurde heute das Urtheil gesprochen. wissenschaften in Widerspruch ſtehe. Dem überflüssigen Bau und Lips aufs eindringlichste aufforderten, sich der Organisation Der Gerichtshof trat dem Antrage des Staatsanwalts nicht von Kirchen tönne nur in der Weise entgegengetreten werden, daß man aus der Landeskirche ausscheide und sich in den fest anzuschließen, ehe es zu spät sei. Zum Schluß bat der Vor- bei, die Angeklagten als Mitglieder einer Gesellschaft zur BeLiften streichen laffe. Neulich sei ein Freund zu ihm gekommen fiende um regen Besuch der am Montag, den 11. April gehung von Verbrechen anzusehen und verurtheilte Cipriani und habe gefagt:" In der Gubenerstraße bauen sie auch wieder stattfindenden Bersammlung, welche die Vorstandswahl vor- und Balla zu 2 Jahren 8 Monaten Gefängniß und 1500 Frts. so ein Kloset." Der überwachende Polizeilieutenant machte den zunehmen hat. an den von Geldstrafe, den deutschen Studenten Körner zu 12 Monaten Einschließung und 500 Frants Geldstrafe; 49 andere Angeklagte erhielten Strafen von 27 Monaten Gefängniß, 1500 Franks Geldbuße und zweijähriger Polizeiaufsicht bis zu 25 Tagen Arrest. 10 Angeklagte wurden freigesprochen. Angeklagten darauf aufmerkjani, daß er fich wohl Der Bauarbeiter Verein der Rosenthaler Borstadt nahm der Tragweite feiner Aeußerung nicht bewußt fei. am 20. März die Abrechnung vom Monat Dezember 1891 entNun erklärte der Angeklagte, daß er sich nur unge gegen und erkannte dieselbe für richtig. Dann wurde die Neuschickt ausgedrückt habe, er habe fagen wollen, daß wahl des gesammten Vorstandes vorgenommen; aus derselben es nothwendiger sei, Bauten für Gesundheitszwecke aufzuführen, gingen hervor: Stewien als erster, W. Kersten als zweiter Vorwie für firchliche Zwecke. Diesen Einwand führte der An- fizzender; Barthel als erster, Kühn als zweiter Kassirer; Genz als getlagte auch im gestrigen Termine zu seiner Entlastung an. erfter, W. Saarmann als zweiter Schriftführer; Kranz, Giese, Briefkaffen der Redaktion. Der Staatsanwalt Müller II beantragte eine Strafe von sechs Kleinert und Kerner als Revisoren. Von der Wahl von KrankenMonaten. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Freudenthal, führte besuchern nahm die Versammlung Abstand; dafür ist jedes Mit- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefiche aus, daß es sich um eine im Bau begriffene Kirche handele, so glied verpflichtet, sobald es die betreffende, vom Vorsißenden gelange dieselbe nicht eingeweiht set, tönne sie auch nicht als eine schriebene Karte erhält, ein in der Nähe wohnendes frankes Mitfirchliche Einrichtung angesehen werden und aus diesem juri- glied zu besuchen und muß die Karte in der nächsten Versamm- du stischen Grunde rechtfertige sich die Freisprechung des Angeklagten. lung unterschrieben dem Vorfizenden einhändigen. Weiter Der Gerichtshof schloß sich aber den Ausführungen des Staats- wurden gewählt: Rothacker, Krause, Willer als Kontrolleur; anwalts an und erfannte auch nach dessen Antrag auf eine Ge- Kritsch als Fahnenträger; Deppner, Boß als Fahnenjunker; ängnißstrafe von sechs Monaten. D. Voigt als Fahnen-, E. Bähr als Zugführer. " Antwort wird nicht ertheilt. R. G. A. Wenden Sie sich an J. Volders, Redaktion Peuple", Brüssel. B. W., Prenzlau. Eingegangen. Briefkaffen der Expedition. A. L. in Falkenberg. Stimmt, erhalten. J. K. u. M. Br. 2,00 M. Wegen vollendeten Betrugs in fünf Fällen und wegen Paukow. Die Krisen, ihre Bedeutung und ihre Abhilfe" eines versuchten Betruges stand gestern der Kaufmann Karl war das Thema der am 21. März in Großjean's Elysium in En vor der zweiten Straftammer des Landgerichts I. Der Schönhausen stattgehabten Boltsversammlung, zu welcher ReichsAngeklagte, welcher österreichischer Unterthan ift, tam im No- tags- Abgeordneter Ulrich das Referat übernommen hatte. Er sember 1889 nach Berlin und richtete sich hier in der Karlstraße erntete für seinen lehrreichen Vortrag reichen Beifall. In der zu Verantwortlicher Redakteur Angust Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. R. Ernst, Zig.- Geschäft, Berlin. dit in Buchform nicht haben. 2. Beilage Nr. 72. zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Was ist zu thun? Aus Abgeordnetenkreisen wird uns geschrieben: Freitag, den 25. März 1892. 9. Jahrg. lichsten Menderungen erft mit dem 1. Januar 1893 von 40 Millionen würde einer Erhöhung der Einnahme des int Kraft tritt, teinerlei Veranlassung vor Staates aus der Einkommen- und Klassensteuer um nahezu handen und es ist daher sehr wohl möglich, daß zunächst fünfzig Prozent gleichkommen." Also Herr Richter hat gewußt, die Vorstände aller größeren Hilfskaffen, vor allem der daß die Deklaration den Nachweis so viel größeren, seither nicht Die Lage der freien Hilfskaffen, wie die der Krankenkassen zentralisirten Kassen, eine Vertreter Konferenz zu besteuerten, Einkommens liefern würde. Als er aber auf Grund überhaupt ist im Laufe dieses Winters zu einer äußerst schwierigen fammenberufen, von welcher die Grundlagen für ein der Einkommenbesteuerung das Einkommen in der sozialdemogeworden. Wenn schon die in den letzten Monaten graffirende gemeinsames Vorgehen aller Silfstassen in den fratischen Gesellschaft berechnen wollte, hat er dieselbe Thatsache Influenza- Epidemie und die damit in Verbindung stehende un speziellen Generalversammlungen derselben geschaffen werden. nicht gekannt; tam es ihm doch damals darauf an, das Einverhältnismäßig hohe Zahl schwerer Erkrankungen den Kassen Die Frage, ob man die freien Kassen dann ihres jetzigen fommen möglichst klein erscheinen zu lassen, darum mußten die finanzielle Lanen auferlegten, wie sie in gleicher Höhe kein vor: Charakters entkleiden, oder ob man den Kampf mit den widrigen Millionen- Einkommen estamotirt werden. Herr Nichter gesteht hergehendes Jahr aufzuweisen hatte, so hat doch weit schlimmer Verhältnissen aufnehmen, vielleicht durch Gründung großer hier wieder einmal seinen Kunstgriff, mit doppeltem Boden zu noch die wirthschaftliche Mifère diefes Winters die Finanz- Medizinalverbände, durch Aufhebung der ganz kleinen Zahl- arbeiten, indirekt zu. traft der Kassen angegriffen. Wie viele Tausende von Arbeitern, stellen u. s. w., die Möglichkeit weiterer Eristenz suchen will, die seit Wochen und Monaten ohne Arbeit waren, mögen diese Frage kann und soll hier nicht des Weiteren erörtert werden, Kapitalistische ,, Regelung" der Produktion. Aus Leipzig sich im Laufe dieses Winters bei ihrer Krankenkasse trant fie mag dann der Entscheidung der mit praktischer Sachkenntniß berichtet der„ Korrespondent für Deutschlands Hutmacher":" Der gemeldet haben, um durch den Bezug des Krankengeldes ausgestatteten Berufenen anheim gegeben werden. Ersehen die Hutfabrikant H. H. hier hat seine sämmtlichen und langfich wenigstens vor der alleräußersten Noth zu schützen? Die Anhänger der freien Kassen die Möglichkeit der Fortexistenz dieser fährigen Reffelarbeiter entlassen. Der Grund Krankenlisten der Kassen geben darüber keine Auskunft und Kassen, dann werden sie auch die Kraft haben, aller Gegner hierzu soll sein, daß H. H. das Rohlager bis in den Ramsch von tönnen feine geben, denn welcher Arzt vermöchte zu sagen, ob solch und aller Hindernisse Herr zu werden. Ist aber diese Möglichkeit der verkrachten Hutfabrik Leisching fäuflich übernommen hat; ein arbeitsloser und daher darbender frierender und abgehärmter nicht gegeben und wir müssen gestehen, daß sie auch uns nur man spricht von 6-8000 Stück meistens roh vom Kessel verArbeiter nicht frank sei? Und so verwerflich und verächtlich schwach erscheint dann werden die hunderttausende deutscher fertigter weißer Hüte. Infolge dessen sind die zwanzig Jahre die Simulation und das Betrügen der Krankenkassen durch ihre Arbeiter, welche bisher treu zu diesen von ihnen geschaffenen und länger bei ihm beschäftigten Arbeiter überflüssig und als Mitglieder ist, wer würde den ersten Stein auf jene Armen, die, freien Organisationen standen, sich auch den neuen Verhältnissen Greise mit zahlreicher Familie auf die Straße geworfen worden. ohne wesentlich frank zu sein, doch durch die erduldeten Ent- anpassen und die Berechnungen der Gegner zu Schanden machen, Nur ein junger Mann wurde wieder eingestellt." Was hat behrungen, durch nagende Sorgen um das armselige Leben indem sie nicht nur ihre Kraft in erweitertem Maße der Arbeiter nun den Arbeitern die zwanzigjährige Treue" zum Hause förperlich tief heruntergekommen sind und nun die einzige sich bewegung überhaupt zur Verfügung stellen, sondern auch den genutzt? noch bietende Hilfe, die der Krankenkasse, in Anspruch nehmen? Zwangsorganisationen ihre energische Aufmerksamkeit und Freilich, die Krankenkassen selbst können sich von so weichherzigen Thätigkeit zuwenden werden. Erwägungen nicht leiten lassen, handelt es sich doch Zunächst und vor allen Dingen ist es aber nöthig, daß die un ihre Existenz, und so hat man, der Noth ge betheiligten Vorstände der freien Hilfskaffen rasch und energisch horchend, besonders in diesem Winter die schärfsten Schritte zu einem einheitlichen, gemeinsamen Borgehen unter zulässigen Maßnahmen gegen jede, wie immer geartete Ueber- nehmen. Dann dürfen wir uns der Ueberzeugung hingeben, daß vortheilung der Kassen in Anwendung gebracht. Mit welchem man sicher das in dieser schwierigen Lage für die freien Kassen Erfolge allerdings, das ist leicht zu errathen, wenn man erwägt, Mögliche und Rechte treffen wird. wie groß einerseits das Elend der Arbeitermassen in diesem Winter war und wie schwer es andererseits ist, wirkliche Simulation einem trant Gemeldeten nachzuweisen. Da ist es denn erklärlich, daß die Krankenkassen augenblicklich einen sehr schweren Kampf kämpfen und vielleicht manche derselben die Wirkungen unserer jammervollen Zeitverhältnisse nicht überstehen, sondern über kurz oder lang trotz alles redlichen Wehrens, zu Grunde gehen werden. Boziale Lebersicht. An alle in der Textilbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Und diese überaus schwierige Lage hat nun die jüngst vom Reichstage beschlossene Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz Kollegen und Kolleginnen! Von Seiten des Zentralvorstandes den freien Hilfskassen noch unvergleichlich schwieriger ge- ist uns die Ehre zu Theil geworden, hier in Elberfeld die erste staltet durch die darin diesen Kassen auferlegte Verpflichtung, an Generalversammlung des Verbandes und im Anschluß daran einen Stelle des bisher gewährten höheren Betrags an Krankengeld allgemeinen deutschen Textilarbeiter- Kongreß abzuhalten. Derselbe nunmehr ärztliche Hilfe und Arzneimittel in natura zu gewähren, findet vom 16.- 19. April ds. Js. im Lokale des Herrn Hoff, ganz abgesehen von einer Reihe anderer, minder erheblicher Wilhelmshöhe, statt. Darum, Kollegen und Kolleginnen, auf zur ersten General versammlung und zum Kongreß. Vereinzelt seid Ihr nichts, vereinigt Alles! Anmeldungen, Anfragen und Briefe sind zu richten an Kollegen Karl Kondla, Weberstr. 11, Elberfeld. " Das Man Vom Hochmuth der besseren" Gesellschaft. Grazer Tageblatt" hatte einem beliebten dortigen Zahlfellner nach dessen Tode einen lobenden Nachruf gewidmet und die betr. Notiz mit dem geistreichen Nachsatz schließen zu müssen geglaubt: 3war nur ein Kellner, aber Ehre seinem Andenken." In sollte es nicht für möglich halten, aber es ist Thatfache- in der nächsten Nummer darauf schreibt nun das Blatt: gewissen Kreisen hat es verstimmt, daß wir das Andenken eines einfachen Kellners ehrten, welcher in seinem Berufe Vortreffliches leistete. Wir haben noch mit der Abendpost Zuschriften erhalten, in denen einige„ exklusive" Gemüther uns tlarzumachen suchen, daß wir durch jenen Nekrolog einen faux- pas begangen hätten." -Zum Anpumpen sind den" Exklusiven" die Zahlkellner gut genug. leber schändliche Behandlung von Arbeiterinnen be richtet der badische Fabrifinspektor: Was die Persönlichkeit des Fabrikanten und gute Aufsicht für die Behandlung der Arbeiterinnen in Fabriken bedeutet, ergab sich deutlich bei der näheren Untersuchung dieser Verhältnisse in einer Lumpen Sortirungsanstalt, welche auf die Anzeige eines Arbeiters wegen der seiner Tochter zu Theil gewordenen Behandlung vorgenommen wurde. Hindernisse, welche man den freien Kassen bereitete. Die Be- Die hiesige Filiale hat die nöthigen Vorkehrungen getroffen, Es traten dabei ganz skandalöse Zustände zu Tage. Die Arftimmung des§ 75 des Gesetzes trifft von den freien Hilfskaffen um den aus allen Gauen Deutschlands erscheinenden Kolleginnen beiterinnen bis zum 14. Jahre herunter werden von dem Geschäfts: vor allen gerade die großen, die zentralisirten Rassen in aller- und Kollegen, die hier gemeinsam berathen werden, wie die miß- von den Aufseherinnen und schwerster Weise, die lokalen Kaffen nur schwerer, soweit sie eine lichen Verhältnisse in unserem Fache gebessert werden können, inhaber bei der unbedeutendsten Veranlassung mit den rohesten fehr geringe Mitgliederzahl haben, ein Umstand, der hier natur- den Aufenthalt in unsern Mauern so viel als möglich angenehm und auf Verlegung des weiblichen Schamgefühls berechneten Schimpfivorten belegt. Einen ähnlichen Ton nehmen sich die gemäß feltener vorhanden. Freilich bringt jene Umänderung des zu machen. §75 auch unter den allergünstigsten Vorausseßungen den einzelnen Die Textilarbeiter leiden am meisten unter der heutigen Arbeiter, offenbar unter Duldung des Inhabers, heraus, und Mitgliedern und damit doch auch den Kaffen selbst immer mehr fapitalistischen Produktionsweise, und die Löhne in unserer Branche sie gingen zu Thätlichkeiten über, die außerhalb des geschlechtlicher Vertraulichkeiten oder minder großen Schaden, indem sie die Mitglieder zwingt, stehen auf dem tiefsten Niveau, so daß nur durch ein festes Zu- Rahmens ihre Medizinkassen, Sanitätsvereine 2c., durch welche sie sich, oft sammenstehen eine Besserung zu erzielen ist. liegen und jede Spur von Selbstachtung bei den mit schweren Opfern, im Falle der Erkrankung ärztliche Hilfe, Arbeiterinnen vernichten müssen. Da die Staatsanwalt. Heil- und Stärkungsmittel gesichert hatten, aufzugeben und nun fchaft auf die Mittheilung dieser Erhebungen erklärte, teinen Grund zum Einschreiten zu haben, so blieb nur übrig, Den ohnehin so sehr in Anspruch genommenen freien Hilfskaffen die Sorge auch für diese Dinge aufzubürden. Und wenn, wie auf Grund des§ 120 Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung vorzugehen und getrennte Arbeitsräume für die Arbeiterinnen unter 18 Jahren gefagt, die größeren lokalen Rassen der neuen Verpflichtung mit einiger Schwierigkeit gerecht foerden können, so erscheinen zu verlangen. Unter diesen Umständen ist es nicht zu ver Die Novelle zum Berggefek. Was bei Einberufung der wundern, daß die geführten polizeilichen Untersuchungen ein dagegen die Schwierigkeiten der Erfüllung für die zentrali sirten Hilfskaffen geradezu unüberwindlich. Die zahllosen Internationalen Arbeiterkonferenz und des preußischen Staats- Verhalten auch einzelner Arbeiterinnen unter einander ergaben, wie fleinen und fleinsten Verwaltungsstellen mit einer Mitgliederzahl raths im Februar 1892 angekündigt worden, ist jetzt erschienen es sich nur auf der untersten Stufe moralischer bis herunter zu zehn, welche diese Kassen haben, werden denselben unter dem Titel:„ Gefeßentwurf, betreffend die Abänderungen Bertommenheit zeigt". in Bezug auf den Abschluß von Verträgen mit Aerzten und einzelner Bestimmungen des Allgemeinen Berggeseyes Von der fächsischen Grenze. Auf dem Zollamte in Apotheken nicht nur eine wahre Bergeslast von Arbeit ver- vom 24. Juni 1865". Im Wesentlichen enthält der Gesetzursachen, wobei noch als besonders erschwerend erschwerend für entwurf nur die in der Gewerbenovelle allgemein aufgestellten Olbernhau sind nach Mittheilung der Bäcker- und Konditordas Interesse der Kassen der Kassen der Umstand in Betracht zu Bestimmungen über Arbeitsordnungen, Arbeitsverträge, Arbeiter Beitung" am Sonntag vor Fastnacht über 500 Personen mit ziehen ist, daß es oft genug in solchen kleinen Filialen ausschüsse, jugendliche Arbeiter u. s. w. mit all deren Mängeln. Mehlzetteln abgefertigt worden. Durch diese Personen sind rund an den zu diesen Vertragsabschlüssen befähigten Verwaltungs. Bu diesen gehören die zulässigen Ausnahmen und vor allem die 32 Bentner Mehl von Böhmen hereingebracht worden. Verbeamten fehlen wird, sondern es wird vor allen Dingen die Fassung verschiedener Bestimmungen, die der einseitigen Aus- schiedene Bäcker haben für etliche Tage das Semmelbacken einThatsache, daß überall, auch in den unbedeutendsten Mitglied- legung der Unternehmer weiten Spielraum gewähren. Vor dem stellen müssen. schaften, unbekümmert um die hier selbstverständlich ganz erheb- Grlaß von Arbeitsordnungen oder Nachträgen zu denselben Verfälschungen von Mehl und Brot. Während früher lichen Kosten, ärztliche Hilfe und Heilmittel von der Kasse beschafft müssen die sogenannten Arbeiterausschüsse gehört werden. Auf Verfälschungen von italienischem Reismehl mit Marmorpulver werden müssen, den Kassen ganz bedeutende Mehrausgaben Arbeitsordnungen oder Abänderungen derselben, welche vor dem bekannt wurden, hat man es gegenwärtig, nach der„ Chemikerauferlegen und damit die Existenz derselben auf das Höchste ge- der seit dem 1. April 1892 erstmalig erlassenen Arbeits- Zonissari in Ravenna schloß aus dem mehrfachen Auftreten Inkrafttreten des Gesetzes erlassen sind, mit Ausnahme Beitung", mit wirklich giftigen Fälschungsmitteln zu thun. fährden. findet diese Bestimmung feine Angesichts dieser schlimmen Situation hat sich erklärlicher ordnungen findet Anwendung. gastrischer Krankheitserscheinungen auf schlechte Beschaffenheit des Weise der meisten Mitglieder der freien Hilfskaffen ein„ kohl- Wie wir wissen, haben die Bergwerksbefizer bereits vor Brotes und fand auch in einer Mühle und den Bäckereien und schwarzer Pessimismus" bemächtigt. Man ist der Meinung, daß dem 1. April rechtzeitig Fürsorge für Arbeitsordnungen getroffen, Berkaufsläden von Ravenna und Russt große Mengen von Mehl, es den freien Kaffen fürderhin unmöglich sein werde, im Rahmen um der Demüthigung zu entgehen, Arbeiterausschüsse an welche sehr stark mit Netz- Baryt gemischt waren. des jetzigen Krankenversicherungs- Gesetzes ihre Existenz aufrecht zuhören. Wo schon ständige Arbeiterausschüsse bestehen, bedarf " zu erhalten und es sei nur möglich, diese Kaffen als sogenannte es ferner keiner besonderen Wahl. Es gelten als solche die Vor- Kapitalistische Schandwirthschaft. Ein Leinengeschäft in Zuschußkaffen zu erhalten, d. h. als solche, die den auf Grund stände der für die Arbeiter eines Bergwerks bestehenden Kranken- Frankfurt a. M. zahlte in der ersten Hälfte des vorigen Jahres des Krankenversicherungs Gesetzes Versicherten gegen entsprechen- laffen oder anderer für die Arbeiter des Bergwerks bestehenden den auswärts wohnenden Näherinnen für das Nähen eines den Beitrag einen gewissen Zuschuß zu den von den Zwangs- Krankeneinrichtungen, ferner auch der Knappschaftsältesten von Dußends Hemden 2 M., pro Stück also 16% 4 Pf. Im Herbst fassen gewährten Leistungen sichern. Damit wären die freien Knappschaftsvereinen, welche nur die Betriebe eines Bergwerts- setzte es diesen gewiß schon sehr niedrigen Lohn auf 1,80 m. und Hilfskaffen allerdings den jetzigen drückenden und unleugbar un- besizers umfassen, sofern sie aus der Mitte der Arbeiter gewählt ieht gar auf 1,50 M. herab. Für diesen Hungerlohn müssen die gerechten Bestimmungen des Gesetzes entzogen und schwerer sind und als ständige Arbeiterausschüsse bestellt werden, obwohl Wiädchen auch noch den Nähfaden liefern. Laften ledig, sie hätten aber andererseits auch ihren bisherigen fie ursprünglich gar nicht auf Grund dieses Gesetzes oder der Charakter als Krankenkassen vollständig eingebüßt und würden von nur noch ganz minimaler Bedeutung sein. Während nun eine Reihe von Kassen sich ernsthaft rüstet, in möglichst naher Zeit schon diesen letzten und entscheidenden Schritt zu thun, der die durch lange Jahre fortgesezte erfprießliche Thätigkeit derselben zu einem jähen Ende führen wird, erheben sich wiederum Stimmen, welche der behaupteten Unmöglich unter dem jezigen Gefeße weiter existiren zu können, mehr oder minder entschieden widersprechen. Wenn man die übergroßen Schwierigkeiten, die den freien Kassen erwachsen, auch keineswegs verkennt, so warnt man doch entschieden davor, ohne Weiteres den Kampf aufzugeben und meint, daß die, vielen hundert taufenden Arbeitern liebgewordenen freien Hilfskaffen denn doch den Versuch werth seien, auch unter den neuen Verhältnissen ihre Existenz aufrecht zu erhalten. Der kürzlich erschienene Bericht Mr. Burnetts über Gewerbenovelle gewählt sind. Dieses Wenige erweist schon, daß Aus Freiburg i. B. wird gemeldet, dem Professor die Bestimmungen der Gewerbenovelle in der Berggefeß- Novelle Dr. Mitscherlich Sohn des bekannten Professors Gilhard nicht zu Gunsten der Arbeiter eine Verbefferung erfahren haben. Mitscherlich sei es gelungen, gewöhnliches Holz durch einen chemischen Prozeß so zu verarbeiten, daß es vollständig Arbeiterfreund", Zeitschrift für die Arbeiterfrage, im vierten wie diese weiter verarbeitet und versponnen werden kann. Ueber deutsche Ausstände im Jahre 1891 bringt der den Charakter roher Baumwolle angenommen hat und Bierteljahrshefte eine Abhandlung von Johannes Corvey. In derselben macht der Verfasser Mittheilungen über den Verlauf Streits in Englands enthält folgende Tabelle, die als Beitrag von etwa hundert Arbeitseinstellungen. Nach diesen sind zu Gunsten der Arbeiter 11 Streifs und zu Gunsten der Unternehmer zu der so vernachlässigten Statistit der Arbeitslosigkeit dienen 91 Streits ausgefallen. Jm Ganzen waren 96 Streits zur Ab- fann. wehr, 5 zum Angriff unternommen. Die Kosten des allgemeinen Monatliche Prozentzahlen der unbeschäftigten Mitglieder von 20 Buchdruckersireiks betrugen nach Corvey 1582 000 m., des Schuhmacherstreits in Erfurt 45 000 M., der Hamburger Tabafarbeiter 400 000 M. und der Tischler und Stellmacher in Mainz 40 000 m. Nahezu alle verloren gegangenen Streits endeten aus folgenden Was ist zu thun? Das ist in der That die Frage, welche sich Gründen für die Arbeiter mit einer Niederlage: Die Löhne allen Interessenten aufdrängt und gebieterisch Antwort er waren gesunken, die Arbeitszeit vielfach beschränkt, und es wurde heischt. Und die Antwort fann nur sein: Es ist zu den Einzelnen schwer, selbst kleine regelmäßige Beiträge zu nächst eine Verständigung, eine möglichst be Streitunterstützungen zu leisten. Besonders ausschlaggebend war Einigkeit der freien Hilfs aber fast bei allen verloren gegangenen Streits die große Zahl dingungslose tassen anzustreben im Sinne eines gemeinsamen der Beschäftigungslosen. Nie ist die Zahl der sogenannten Borgebens. Nichts wäre angesichts der schlimmen Lage der Streitbrecher" größer als im verflossenen Jahre gewesen. Groß freien Rassen thörichter, denn nichts würde diese Lage mehr zu war auch die Zahl der Ausgesperrten, z. B. in Hamburg einer absolut unhaltbaren gestalten, als daß ein Theil diefer 3000 Tabatarbeiter, in Rheinland- Westfalen 2000 Bergleute, in Kassen ohne Weiteres die Flinte ins Korn wirst, während Erfurt 287 Schuhmacher 2c. ein anderer Theil derselben in einem dann sicher aussichts" der bedeutendsten Gewerkvereine. 1887 1888 1889 1890 1891 9,9 6,8 3,3 1,75 3,05 10,3 7,8 3,1 1,44 3,87 8,5 7,0 2,8 1,40 2,6 Monat Januar. Februar März April. Mai 7,7 5,7 2,2 1,70 2,85 6,8 5,2 2,0 1,96 2,69 Juni 8,5 4,8 2,0 1,96 2,98 Juli. Auguft September Oktober November. Dezember • 8,0 4,6 1,8 1,88 2,86 8,5 8,9 1,7 2,28 3,28 8,3 4,8 2,5 2,28 4,23 7,5 4,4 2,1 2,6 4,48 8,6 4,4 1,8 2,6 8,5 8,1 1,5 2,4 Die Zahlen beziehen sich auf eine Viertelmillion Arbeiter. losen und aufreibenden Kampf eine Unmasse werth- Vierzig Millionen Mark soll der Mehrertrag aus der Während zu Anfang 1887 fast 10 pet. Arbeitslose vorhanden voller Kraft und materieller Güter vergeudet. Einkommensteuer nach der neuen Veranlagung betragen. waren, waren 1891 nur 5 pet. ohne Beschäftigung. Im JahresDazu darf es nicht kommen, denn das wäre unvernünftig und So verlautet jeßt, und da renommirt Herr Eugen Richter: durchschnitt betrug die Zahl der Arbeitslosen 1887: 8,48 pct., jenes tüchtigen Theiles der deutschen Arbeiterschaft, welcher sich Wenn vorstehende Nachricht sich bewahrheitet, so wäre die 1888: 5,2 pt., 1889: 2,23 pet., 1890: 2,02 pet. nnd 1891( bis in den freien Kaffen präsentirt, durchaus unwürdig! Voraussicht des Abgeordneten Richter die zutreffendere( im Ver- November): 3,24 pet. Zum Verständniß dieser Zahlen ist zu Bur Ueberstürzung ist, da das Gesey in seinen wesent- gleich mit der des Finanzministers) gewesen. Ein Mehrertrag berücksichtigen, daß die Jahre 1887 bis 1890 für Großbritannien " In eine Periode des großen wirthschaftlichen Aufschwungs- darstellen. Zeit des Torfftichs fammt Familie halb todt zu radern. Die Zu der Freien Vereinigung der in der Papier Die industrielle Reserve- Armee ist in diesen verhältnißmäßig Frau übernimmt die schwere anstrengende Arbeit des Radlers. Industrie beschäftigten Arbeiter und Ars schwach, um in den Krisenjahren desto stärker anzufchwellen. Die Kinder unterdessen kasteln", nach der Stichzeit fastelt" die beiterinnen Berlins und Umgegend sprach am 16. März So hatte die Gewerkschaft der Kesselschmiede und Schiffbauer im ganze Familie und bringt den Torf zum großen Haufen. Nach Herr W. Wach über das Lumpenproletariat". An der Dis März 1890 nur 0,85 unbeschäftigte Mitglieder, während 1886 Diesen Verhältnissen läßt sich die Lage der Torfftecher fussion betheiligten sich die Kollegen Freudenreich, Treu, Woldt, das Verhältniß noch 28 pet. gewesen war. am übersichtlichsten aus folgenden Zahlen, die eher Mielenz und Drews im Sinne des Referenten. Dann theilte höher in Bezug auf die Einnahmen und nicht über Kollege Bette mit, daß die Arbeitsnachweis- Kommission noch Ueber die Arbeits- und Lohnverhältnisse der Torf dem Mittel der Ausgaben stehen, ersehen. Nehmen wir eine nichts unternommen habe, da man erst den Gewerkschaftskongres stecher der bayerischen Hochmoore) wird uns geschrieben: Stichzeit mit denkbar günstigster Witterung an und stellen wir abwarten wolle. Das Schreiben des Magistrats, betreffs der So mancher Beruf wurde durch die moderne Produktions- die Rechnung im Durchschnitt, dann ergiebt sich folgendes: Ge- Sonntagsarbeit, soll der Vorsitzende dahin beantworten, daß in weise überflüssig, verändert, auch gänzlich hinweggefegt; anderer- wöhnlich bringt eine Familie zu 4 Personen 800 Kubikmeter Torf sämmtlichen Branchen der Papierindustrie Sonntagsarbeit absolut seits entstanden aber neue Arbeitsbranchen oder schon existirende zusammen, pro Kubikmeter 95 Pf. 760 M. Lohn für die ge- nicht nöthig ist und selbst Ausnahmen nicht gemacht zu werden wurden auf eine nie geahnte Höhe gebracht. Zu letzteren gehört fammte Arbeit. Siervon geben ab: Radlerlohn für 20 Wochen brauchen, da genug Arbeitslose zur Verfügung stehen. Unterur auch die Torfftecherei. Die Eisenbahnen und die rasche Ent à 11 M.= 220 M., für Rasteln, Zäunen und zum Haufen Verschiedenen brachte Kollege Chling zur Kenntniß, daß der wickelung der Industrie gaben den Impuls zur rationellen" Fahren 100 m., zusammen 320 M. Ausgaben; diese vom Ge- Vereinskaffe vom Maskenball 19 Mart zufließen. Auf Antrag Ausbeutung Der Torfmoore und von Dieser Beit fammtverdienst abgezogen, ergiebt für den Mann selbst 440 M. Pickardt wurden 7 Mark zur Beschaffung eines Kranzes für an datirt das eigentliche Bestehen des Torfarbeiter Verdienst auf die Zeit von 28 Wochen; das ist pro Tag bei die Märzgefallenen bewilligt und die Kollegen Jahn, Woldt und Berufes. Man stach zwar früher auch Torf dort, fünfzehnstündiger Arbeitszeit ungefähr 2,62 M. Würde er, was Kersten mit der Niederlegung desselben beauftragt. wo das Brennholz mangelte, aber meist nur für den Hausgebrauch beim Torfftich gewiß nicht als Faulheit zu bezeichnen ist, täglich oder höchstens für Bräuhäuser und dergl.; die Torfgewinnung nur 10 Stunden arbeiten, so entspräche der Verdienst bei dieser Die Maler und Auftreicher hielten am 17. März eine hatte damals den Charakter landwirthschaftlicher Nebenarbeit. Affordarbeit einem Lohn von 1,75 M. Das ist aber immer noch kombinirte Versammlung ab, die gut besucht war. Den einzigen Heute ist die Sache eine andere. Fabriken entstanden in un- die schöne Seite. Wie stellt sich dagegen der Verdienst, wenn das Gegenstand der Tagesordnung bildete der von allen Rednern mittelbarer Nähe der Moore, Unternehmer bemächtigten sich der Wetter nicht derart ist, daß der Torf trocken wird? Der Erst- als Hauptagitationsmittel der Maler- und Anstreicherorganisation felben und so wird jezt die Torfproduktion kapitalistisch be- gestochene trocknet wohl, der letzte aber nicht. Nasser Torf wird bezeichnete Arbeitsnachweis, über den zunächst Kollege Kölln trieben. Dies ist in ausgeprägter Weise der Fall bei den nicht bezahlt, er bleibt liegen bis zum nächsten Jahre; ist dieses referirte. Es betrug danach im Monat März 1891 das Mehr bayerischen Hochmooren, im Bolte Filzen" genannt, denn günstig, dann fann er zum Haufen gebracht werden, wenn aber der Nachfrage über das Angebot: 90 Arbeiter; im April blieben diese liefern die beste Qualität Torf. Da diese Moore nicht, dann war die ganze Arbeit umsonst und dem Arbeiter ist 125 Arbeitslose unberücksichtigt, im Mai 85, im Juni 163; im zum großen Theil Staatseigenthum find, blieb dem dadurch ein Fehlbetrag oft bis zu hundert Mark verursacht, Juli jedoch mußten 103 angebotene Stellen unbefeßt bleiben. Rapital nichts übrig, als die den Bauern, Gütlern was durchaus teine Seltenheit. Warum werden nun Dagegen betrug im August die Zahl der ohne Stellung gebliebenen gehörigen Filzengrundstücke zu erwerben, nachdem es er fragt unser Korrespondent die einst so zufriedenen Kollegen 62, September: 117, Oftober: 132, November: 72, kannt hatte, daß die unansehnlichen, höchstens mit Gras, das glücklichen, sorglosen Bayern Sozialdemokraten? Selbst auf dem Dezember: 11, Januar 1892: 67, und Februar: 59. Es wurden fich zum Futter nicht eignet, bewachsenen Flächen bei richtiger Lande? Woher famen bei der letzten Wahl die sozialdemo- insgesammt 3344 Arbeitslose eingeschrieben und 2644 verlangt. Betriebsweise und was selbstverständlich niemals fehlen darf fratischen Stimmen, unvermuthet oft wie Bergfenter an ganz ab- Der Referent mahnte, den Arbeits- Nachweis konsequent zu bei richtiger" Ausnutzung der Arbeiter ganz rentable Objekte gelegenen Orten aufflackern? Wahrhaftig, es geht Alles natürlich benutzen. Es sei bei der allgemein anerkannten hohen Wichtig sind. Der beste Beweis hierfür ist die Thatsache, daß der Werth zu. Wo das Kapital auftritt, das mit unfehlbarer Sicherheit die feit des Arbeitsnachweises gerade bei den Malern und Ander Filzengründe ungeheuer gestiegen ist. Noch vor 40 Jahren unteren Klassen an den Rand des ökonomischen Verderbens ftreichern, wo oft blißschnell Jemand gebraucht werde, angeregt foftete das Tagwert 5-10 fl., während man jetzt dasselbe mit bringt, da dringt mit derselben Sicherheit auch die Sozialdemo- worden, den Nachweis den ganzen Tag über durch eine ent 600-800 m. bezahlt; es läßt sich dannach ermessen, was am fratie ein, zeigt dem Unterdrückten den Weg zur Befreiung und sprechend besoldete Person versehen zu lassen, Das sei gut und Torsverkauf verdient wird, denn das Rapital arbeitet nicht lehrt ihn die proletarische Strategie und Disziplin, bildet ihn wohlgemeint, aber finanziell nicht durchführbar. Die diesbezüg ohne Profit. Die Torfproduktion beschäftigt jest sehr viele Ar- aus zum fampffähigen Mitglied der internationalen Klaffen- lichen Ausgaben würden sich auf jährlich insgesammt 14 bis beiter und trotzdem ist nicht leicht ein Beruf zu finden, von dem bewußten Arbeiterschaft. das Publikum so wenig weiß und der so falsch beurtheilt wird, wie dieser. Die Erklärung liegt in Folgendem. Die Torfarbeiter refrutiren sich aus ländlichen Kreisen, kommen mit Industriearbeitern wenig in Verkehr, und die Eigenart dieser Beschäftigung ist ganz dazu angethan, um einen richtigen Einblick schwer zu gestatten. Versammlungen. 1500 M. für Gehalt des betreffenden Vermittlers, Heizung, Licht, Miethe und sonstige unvorherzusehende Ausgaben belaufen und man werde deshalb zweimal mehr als gegenwärtig für die Institution aufzubringen haben. Dies sei, aller Erfahrung ge mäß, unmöglich. Auch sei es unthunlich, diese Einrichtung auch für den Winter, wo im Durchschnitt auf den ganzen Tag nur sieben Adressen kämen, durchzuführen. Würden Die Arbeit des Torfftechers ist eine der schwersten und die dagegen die bestehenden Filialen zu einer Zentralstelle ver Entlohnung steht zu der Arbeitsleistung in gar keinem Ber Die ftreifenden Kornträger waren am Mittwoch in Stärke schmolzen, so bliebe die Einheit bestehen und der Kassirer würde hältniß. Die Unternehmer prahlen, daß sich die Torfftecher in von etwa 200 Personen in Feuerstein's Salon versammelt, um am Ende den Arbeitsnachweis mit verwalten können. Nach der Stichzeit das ist von Mitte oder Ausgang März bis den Stand des Streits zu besprechen. Das einleitende Referat langer Debatte hierüber wurde der Kassirer Kollege Weedler Ende September oder Anfang Oktober, 500, 800, ja sogar hatte der Stadtverordnete Zubeil übernommen. Nachdem der- mit der Führung des Nachweises von 7-10 Uhr Morgens bes 1000 und 1100 m. verdienen. Das ist freilich auf den ersten Blick felbe kurz auf die unseren Lesern bekannte Ursache der Arbeits- auftragt. Kollege Hohlwegler regte noch eine Versammlung ein ganz respektables Sümmchen. Doch in Wirklichkeit liegt die niederlegung eingegangen war und die lügenhaften Berichte der mit den Meistern an, um einen Beschluß herbeizuführen, dahin Sache anders. bürgerlichen Blätter gebührend beleuchtet hatte, fam er auf das gehend, daß in Wohnung und Werkstatt Niemand mehr engagirt Der Torfstecher ist Saison- Akkordarbeiter. Gin Kontrakt zu vermuthende Refnltat des Streits zu sprechen, das er für nicht wird, sondern alle Engagements durch die Arbeitsnachweise er für die Stichzeit wird abgeschlossen und im März, sobald als die besonders günstig hielt, weil erstens ein Theil der Kornträger folgen. Zum Gedächtniß der Märzgefallenen ist ein Kranz Somme das Moor aufgethaut, beginnt das Stechen, das nun un- auf den Speichern die Arbeit nicht niedergelegt habe und zweitens geftiftet. unterbrochen bis Ende Juli dauert. Während dieser Zeit wird unter den heutigen Zeitumständen, der heutigen Krife die Untergearbeitet, wer die Schinderei von Sonnenauf- bis Untergang nehmer leicht, wenn auch nur für einen Theil der Ausstehenden, Die Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen noch arbeiten nennen will. Im März oder April mag es noch Ersatz finden würden. Dazu komme noch die Organisations befchloffen am 17. März in einer kombinirten Sigung, das angehen, aber die folgenden Monate müssen die kurzen" Tage losigkeit der Kornträger, welche ein festes Zusammen- Sommerfest in den Räumen der Brauerei Friedrichshain abzudieser Monate wieder hereinbringen. Morgens 4 Uhr und noch halten auf die Dauer verhindere. Darum rathe er, Redner, Graßmann, Gent, Heiser, Hildebrandt, Kettner, Kuring, Menzel, halten und wählten in die Vergnügungskommission die Kollegen früher sieht man dann die Torfftecher wie betrunken den Versammelten, die Arbeit wieder aufzunehmen, nach ihrer Arbeitsstätte wanken, tagsüber den glühenden Sonnen sich zu vereinigen und dann bei gelegener Zeit ihre Forderungen Müller, Massute, Partenheimer, Bristow, Rose, Scharl, Wendt strahlen ausgesetzt, ohne auch nur den geringsten Schatten, wieder an die Unternehmer zu stellen. Die Debatte gestaltete fich und Wilke. Die Frage, ob zu gleicher Zeit das Stiftungsfest mit ohne einen Tropfen fühles Waffer zu haben. Moorwasser ist zu einer sehr lebhaften. Hauptsächlich drehte sie sich um die dem Sommerfest gefeiert werden könne, wurde bejaht. Eine lebungenießbar und das in Flaschen mitgenommene ist in furzer Frage, ob die Arbeit wieder aufgenommen werden solle oder hafte Diskussion entspann sich über folgende Resolution: Die Zeit lau und dann wahrlich kein Erquickungsmittel. Abends nicht. Man beschloß endlich, die Arbeit am nächsten Tage Versammlung erkennt jeden in der Branche Arbeitenden als ihres fehren die Torfftecher in einem Zustande zurück, als hätten sie( Donnerstag, den 24. d. M.) zu den möglichst günstigen Be- gleichen an, sofern derselbe nicht als Lohndrücker auftritt, sondern in der Folterkammer eine Tortur ausgehalten. Der Körper des bingungen aufzunehmen. Es haben nämlich, wie zum Schluß für gleiche Leistung gleichen Lohn verlangt." Während die Scherer und Stropp lebArbeiters ist vom frühesten Morgen bis in die sinkende Nacht der Diskussion bekannt wurde, emige der Speicherinhaber sich Kollegen Schöpfe, Kettner, unaufhörlich buchstäblich in Schweiß gebadet; um die Körper- bereit erklärt, eine geringe Erhöhung des bisher gezahlten Lohnes haft für die Resolution eintraten, plädirten die Kollegen Gent, Dausch, Leuschner und schwäche zu beheben, greifen sie zum Alfohol. Aber bei einfreten zu lassen. Das Bureau wurde dann noch beauftragt, Böhlke für Uebergang diesem Verdienst, warum nicht lieber fräftig essen? Die die Statuten für einen zu gründenden Verein der Kornträger sur Tagesordnung, der denn auch nach langem Für und Wider Erklärung liegt in der Praktik des Kapitalismus. Der auszuarbeiten. von der Versammlung beschlossen wurde. Die Verschmelzung der Arbeiter erhält nicht das Geld, das er sich in drei in Berlin bestehenden Filialen wurde dem Selbstbestimmungsder Woche verdient hat, sondern nur Vorschuß, der aber niemals Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten recht jeder einzelnen überlassen. Die Abrechnung von der Matinee 20 bis 22 M. übersteigt. Ende Juli wird das eigentliche Torf Wahlkreis hielt am Mittwoch eine Bersammlung ab, in welcher gab Kollege Schmidt; die Einnahme betrug 685,85 M., die stechen beendet, und es beginnt der zweite Theil der Arbeit, die Reichstags- Abgeordneter May Schippel über den Einfluß der Ausgabe 484,15 M., der Ueberschuß 201,70 M., dazu 66 M. Torftrocknung. Zu diesem Behufe muß der Torf" getastelt" Agrarier in Preußen sprach. Die Ausführungen deckten sich im alter Bestand der zur Unterstützung bestimmten Fonds ergiebt werden, d. h. die einzelnen Stücke müssen in einer solchen Lage Wesentlichen mit dem Inhalte des Vortrages, welchen der ge- einen Bestand von 267,70 M. Hierauf kam das 50jährige gebracht werden, daß Wind und Sonne den Trocknungsprozeß nannte Genoffe in Adlershof gehalten hat und worüber gestern Arbeiter- Jubiläum der Kollegen Brandt und Nickel zur Sprache, beschleunige. Zwei Stücke fommen parallel auf den Boden, quer ansführlich berichtet worden ist. Nach furzer Diskussion über und wurden zur entsprechenden Würdigung dieser seltenen Feste über diese zwei andere, dann über diese wieder zwei, wie die in den von der Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommenen die Kollegen Friedewald, Gent, Hildebrandt, Reitner und Wernice der ersten Lage und so abwechselnd fort bis in die Höhe Vortrag und nach einigen Mittheilungen geschäftlicher Natur ernannt. Ein Hinweis auf das bevorstehende Vergnügen des Ge von 10 bis 12 Stück. Nachdem der Torf infolge dieser Prozedur wurde die Versammlung geschlossen. fangvereins„ Senefelder" machte den Schluß. so ziemlich getrocknet ist, wird er zur gänzlichen Austrocknung und damit der Regen nur die oberen Torfstücke durchnässen kann, Die Freie Vereinigung der Seifeusieder und Berufsin Zäune" geschlichtet, wie etwa ein Holzstoß. Ist dies ge- genossen hielt am 15. März ihre Monatssigung ab, in welcher schehen und das Wetter günstig, so werden die Zäune" zu großen, Genoffe Thal unter Beifall über das Thema„ Geschichtsrechteckigen Haufen aufbereitet, nach deren Kubitinhalt dann die fälschung" sprach. Der Verein beschloß dann, zu dem( neuganze Arbeit bezahlt wird. Die eben beschriebene Arbeit nimmt gegründeten Verbande aller Arbeiter Berlins und Umgegend eine die Zeit von Ende Juli bis meist Anfangs Ottober in Anspruch abwartende Stellung einzunehmen, da es unter den heutigen Verund ist für den Torsstecher die Zeit des Kummers und der Sorge, hältnissen nicht möglich sei, demſelben beizutreten. Auf Antrag weil er da erst sehen muß, was das finanzielle Resultat feiner abbey wurden dem von der Direktion der Schwarzkopff'schen Thätigkeit eigentlich ist. Gefeßt den Fall, es gab wenig Regen- Maschinenfabrit gemaßregelten Genossen Thal aus der Vereinstage, und Sonn- und Feiertage würden richtig" benügt, so fasse 10 Mart überwiesen. Außerdem ergab eine für diesen Geist der Verdienst, ganz richtig wie die Unternehmer sagen, 500 noffen vorgenommene Sammlung noch 5,20 Mart. Mit einem bis 1000 M., nur daß die Unternehmer zu sagen vergessen, daß Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung ging man ausein Torfftecher allein diese Summe niemals verdient. Schon einander. " " Gerichts- Beitung. welche so Als Wucher der schlimmsten Art kennzeichnete sich die Handlungsweise, welche gestern den Darlehnsvermittler Guſtav ohbauer vor die vierte Straffammer des Landgerichts I führte. Der Angeklagte macht durch die Zeitungen bekannt, daß er Darlehne vermittelt und Pfandscheine beleiht. Die Lithograph .'schen Eheleute waren in arger Bedrängniß, als sie sich am 12. November vor. J. wegen eines Darlehns von 10 M. an den Angeklagten wandten. Dies ging schon daraus hervor, daß von der ersten Stunde an muß der Torfftecher einen Mitarbeiter, Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs fie als Sicherheit für das Darlehn 18 Pfandscheine zu hinter einen Radler" haben, der ihm die gestochenen Torfstücke sofort vom Plage schafft und auslegt; den Radler muß aber der genossen hielt am 15. März bei Renz, Naunynstraße, eine Filial- legen fich erboten, da sie andere Werthgegenstände nicht besaßen. Stecher bezahlen und zwar besteht der Lohn zumeist bei versammlung ab, in welcher u. A. ersucht wurde, sich am ersten Der Angeklagte erklärte sich bereit, darauf zehn Mart zu freier Kost aus 4-6 M. Wochenlohn, welche Summe der Arbeiter- Sängerbundes), das am 2. Osterfeiertag bei Schmiedel, wobei er ausdrücklich betonte, daß diese fünf Mart nicht als Stiftungsfest des Gesangvereins„ Brüderschaft"( Mitglied des leihen, verlangte aber dafür eine" Provision" von fünf Mark Stecher vom Vorschuß entrichten muß. Daraus erklärt sich, Alte Jakobstraße, gefeiert wird, rege zu betheiligen. Dann wurde Zinsen anzusehen seien. Die P.'schen Eheleute mußten dann weshalb der Stecher sich nicht durch kräftige Koft nährt. Hierbei das in Sachen der Sonntagsruhe ergangene Schreiben des einen, nach 3 Wochen fälligen Wechsel über 15,75 M. unter muß aber noch dazu bemerkt werden, daß der Vorschuß nicht Magistrats erörtert und hierauf mitgetheilt, daß alle Beschwerden schreiben, wobei der Angeklagte bemerkte, daß die 75 Pf. als Vorimmer gleich ist. Bei starkem Regen kann nicht gearbeitet werden, und da Vorschuß nur nach Quantität gegeben wird, so schwankt der gegen den Stellennachweiser, sowie gegen Vorstandsmitglieder nur schuß für etwaige Unkosten dienen sollten, falls der Wechsel nicht an den Vorsitzenden Keßler, Schwerinstr. 14, Hof 3 Tr., zu richten pünktlich eingelöst wurde. Am Verfalltage fonnten die P.'schen felbe deshalb zwischen 8 bis 20 M. Der Radler ist bis zum find. Im Weiteren ersuchte Kollege Albolt um pünktliche Abeech- Gheleute nicht zahlen, auf ihre Bitte wurde ein neuer Wechsel Stecher unentbehrlich und nimmt während dieser Zeit vom Bor- nung über die Billets von den Maskenbällen und um pünktliche gemacht, der acht Tage später fällig war. Für diese„ Ge schuß den Löwenantheil weg. Nach der Stichzeit zur Arbeit des Bahlung der Beiträge. Nachdem entspann sich eine lebhafte De- fälligkeit" beanspruchte der Angeklagte drei Mark Trocknens ersetzen den Radler Frauen oder Kinder; diese M. Trodnens ersetzen den Radler Frauen oder Kinder; diese batte über die Versammlungseinladungen, deren Zustellung durch dem Betrage des neuen Wechsels hinzugerechnet wurde arbeiten zwar billiger, aber bezahlt müssen sie auch werden, und die Packetfahrtgeſellſchäft bemängelt wurde, da mehrere Mit daß diefer jetzt über 18,75 m. lautete. arbeiten zwar billiger, aber bezahlt müssen sie auch werden, und glieder die Einladungen nicht erhalten hatten. Einige Redner Termin konnten die Schuldner auch nicht inne halten. ihr Tagesverdienst ist durchschnittlich 70 bis 80 Pf." Bei dieser empfahlen den Säulenanschlag, es tam aber zu feinem Beschluß. Gegen einen neuen Wechsel, der nun aber schon die Höhe voy Art des Arbeitsbetriebes bin ich schon im Voraus" verspielt", mit einem dreifachen Hoch auf das Blühen und Gedeihen des 22,75 M. erreicht hatte, wurde den B'schen Eheleuten noch einmal sagt der Torsstecher. Es giebt aber noch eine andere Art und Verbandes schloß die Versammlung. ein Aufschub von einer Woche bewilligt, nach Ablauf dieser Frist diese ist die unendlich traurige, empörende, eine Familie armachte der Angeklagte rücksichtslos feine Forderung geltend. Die beitet zusammen. Das heißt mit anderen Worten: ein Mann ist In einer Versammlung aller in der Gold- und Schuldner hatten für ein Darlehn von 10 M. auf fünf Wochen trotz der folossalen Schinderei nicht im Stande, bei 15-16stün Silberwaaren Branche beschäftigten Arbeiter, 12 M. Zinsen bezahlt, es waren dies gegen 560 pCt. Der Andiger Arbeitszeit sein Auskommen zu finden; aber der Familien- Arbeiterinnen und verwandter Berufsgenossen, geklagte erklärte im Termine, daß er selbst keine Mittel besige, vater wird es fönnen, wenn er feinen eigenen Körper und sein welche außerordentlich gut besucht war, sprach am 16. März um Darlehnsgeschäfte zu machen, er stehe mit Weib, sowie seine Kinder anspannt bis zur Unmenschlichkeit. Herr Sieger ist über:" Die Gewerbe- Schiedsgerichte." In der männern in Verbindung, deren Namen geheim zu halten Was bleibt ihm auch anderes übrig? Im Winter, bei meist Diskussion über den mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag er sich auf Ehrenwort verpflichtet habe. Er müffe aum nennenswerthem, gelegentlichem Einkommen, wird schon auf wandte sich Herr Naether vornehmlich gegen die sechsjährige dies Versprechen halten, felbft auf die Gefahr hin, sas Torfgeld im kommenden Herbst gesündigt, sagt frivol der Amtsperiode der Gehilfenbeisiger. Im Schlußwort wies der als Bucherer bestraft zu werden, denn thue er es nicht, so würde Bourgeois. Der arme Teufel muß aber im Winter auch essen, Referent unter rauschendem Beifall auf die Arbeiterpartei, ihren er später fein Geld mehr erhalten und brotlos werden. Er selbst und die im Winter und bei dem geringen Vorschuß auch während Kampf und ihre Ziele hin. Herr Naether erstattete hierauf habe den geringsten Nutzen aus dem Geschäft gezogen. der Stichzeit gemachten Schulden zwing en ihn, sich während der Bericht über die Berliner Streif- Kontrollkommiffion, den Eifer Staatsanwalt hielt es für ziemlich gleichgiltig, ob der Angeklagte der Gold- und Silberarbeiter für diese Institution hervorhebend, wegen Wuchers oder wegen Beihilfe dazu verurtheilt werde, er *) Hier sind nur die eigentlichen Torfftecher gemeint. In und zum Festhalten an derselben auffordernd. Zu Mitgliedern beantrage gegen ihn mit Rücksicht darauf, daß besonders die neuerer Zeit wird mit Torfmaschinen produzirt, doch nur an der Berliner Agitationskommission wurden die Kollegen 2a u sogenannten kleinen Leute" feine Upfer würden, eine GefängnißDiesen Stellen, wo der Torsstecher schon abgestochen hat. Die und Schröder gewählt. Nach einem Hinweis auf den 1. Mai ftrafe von einem Monate und 50 m. Geldstrafe. Das Urtheil Arbeiter an den Torsmaschinen sind nicht Berufstorfarbeiter in und den am 1. April in der Arbeiter- Bildungsschule beginnenden lautete auf einen Monat Gefängniß und hundert Mart Geldstrafe. neuen Kursus schloß die Versammlung. dem Sinne, wie die Torsstecher der Hochmoore. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Badina in Berlin SW., Beuthstraße 2. Den zweiten GeldDer