Nr. 73. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. 9. Jahrg. Vorwärts M Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder derenRaum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern( pred- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Noblesse oblige. Das heißt zu deutsch: Adel verpflichtet. Wenn man unter diesem Spruche verstehen will, daß Adel seinem Träger Pflichten auferlegt, so widerspricht dem die Geschichte aller Beiten und Völker. Der Spruch hat nicht mehr Bedeutung als die Devisen auf den Wappenschildern. Der Spruch hat richtiger den Sinn, daß der Adel alle Anderen außer seinem Träger verpflichtet. Frei von den Lasten des Staates zu sein betrachtete der Adel als sein edelstes Vorrecht, und dazu beanspruchte er noch aus den Fleischtöpfen des Staates die besten Brocken für sich. Sonnabend, den 26. März 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. glaubte seinen Thron um so höher zu stellen, wenn er den Wir würden e3 für das höchste Unrecht halten, jenen Standesherren eine recht hohe Stellung über das Volk ge- Reichsten der Reichen dafür, daß sie so viele Jahre hindurch währte. Von demselben Dünkel war sein Nachfolger, von den Lasten verschont waren, welche die Aermist en im Friedrich Wilhelm IV. beseelt. Die Gesetzgebung von 1848 Wolfe zu tragen haben, noch Entschädigungen zu zahlen. und 1849 beseitigte zwar die Steuerfreiheit der Standes- Als ob nicht Jene dem Volke schadenersaßpflichtig wären herren, aber der auf Grund eines durch Staatsstreich ge- für ihr gemeinschädliches Privileg! schaffenen Wahlrechts gebildete Landtag stellte die Steuerfreiheit wieder her. Dem kleinen Refte der Feudalherren gegenüber stellt sich der Staat als Gleichberechtigten und Nebengeordneten, verhandelt und paktirt mit ihnen und läßt sich auch noch von ihnen Trotz bieten. Und das 103 Jahre nach der großen französischen Revolution! Und glaubt man, der abgefundene Standesherr wäre auch genöthigt, wirklich seine Steuern zu zahlen? Wenn es ihm beliebt, säckelt er seine Entschädigung ein, verlegt seinen Wohnfig ins Steuer Ausland, nach Bayern, ElsaßLothringen, so ist er jeder Verpflichtung ledig. Er hat sein Geld, der Staat bekommt keine Einkommensteuer. = Es kamen die neuen Umwälzungen im deutschen Staatsleben, die Bildung des Deutschen Reichs. Die Wogen der nationalen" Begeisterung steigerten sich zu einem förmlichen Rausch; die Standesherren blieben hübsch nüchtern. Da Erst die große französische Revolution, welche die Herr- war nichts von jener Begeisterung, welche den französischen schaft der Bourgeoisie begründete, brachte die Privilegien Adel in der Nacht vom 14. August 1789 antrieb, alle seine des Adels zu Falle. In Deutschland ist dies nur theilweise Privilegien die freilich dem Revolutionssturm nicht lange gelungen; die Bourgeoisie im Kampfe um die Macht blieb widerstanden hätten als Opfergabe anzubieten, obwohl auf der Hälfte des Weges stehen und half in der Furcht gerade die kleinen deutschen Herren allen Anlaß hatten, ihr Nicht genug, daß das Deutsche Reich in 26 Staaten vor dem emporstrebenden Proletariat Die Reste des Steuerprivileg aufzugeben, um die wenig rühmliche Rolle, Feudalismus stüßen, um sich mit ihm zu verbinden. In die ihre Namen in der Geschichte der deutschen Zersplitterung gespalten ist, haben wir in diesen noch die vorerwähnten petits Preußen, das vorzugsweise Militär- und Beamten staat, ist und Schande spielten, vergessen zu machen. Eher hätte seigneurs( fleine Herren) mit ihrem Hofstaat und ihrem Dünkel und einer geradezu deutschen Vornehmheit des trotz aller politischer Umwandlungen der Adel noch heute Shylock seinen Schein, als sie ihr Privileg geopfert. eine privilegirte Macht; ein Blick auf die militärische und Ein Recht", von den allgemeinen staatsbürgerlichen Adels. Der englische und der französische hohe Adel sind zu zivile Rangliste zeigt dies.. Die höchsten militärischen Pflichten dispensirt zu werden, haben die Standesherren stolz, um Steuerbefreiung zu beanspruchen; der deutsche Würden gehören fast ausschließlich dem Adel, vor nicht. Jm modernen Staate beruhen die allgemeinen Adel schämt sich nicht, den Adel zu benutzen, um Geldwiegend auch die höchsten Verwaltungsstellen im Zivil, bürgerlichen Pflichten und Rechte nur auf allgemeiner staats- vortheile zu behaupten. Sein Stolz ist, nicht zu zahlen, dienst. gesetzlicher Grundlage und können nicht durch Privat- und weil er nicht zahlt, wo Alle zu zahlen verpflichtet Die Steuerfreiheit des Adels ist zwar im allgemeinen verträge erworben oder verloren werden. Die Gesetzgebung sind, glaubt er erst recht ein Recht zu haben, sich über das gefallen, aber fonservirt ist sie bis zum heutigen Tag für die hat auch nicht Anstoß genommen, auf anderen Gebieten, Bürgerthum zu erheben, das freilich zu bedientenmäßig ist, Standesherren und deren Familien. Als Standesherren werden der verbrieften Rechte" ungeachtet, die allgemeinen Bürger- um diesen Uebermuth zu beugen. die im Jahr 1806 und später mediatisirten Fürsten und pflichten zur Geltung zu bringen. Die Militärfreiheit der Herren angesehen, die damals ihre Reichsummittelbarkeit Mennoniten beruhte jedenfalls auf festerem Rechtsboden, als der Steuerfreiheit einbüßten und unter die Landeshoheit anderer Fürsten die ehemaligen Reichsunmittel tamen. Napoleon war es, der besonders unter diesen baren, aber sie mußte der allgemeinen Wehrpflicht fleinen Fürsten aufräumte und deren Ländchen meistens den weichen. Die preußische Regierung selbst, als sie das Einihm verbündeten anderen deutschen Fürsten schenkte oder kommensteuer- Gesetz vom 24. Juni 1891 einbrachte, glaubte im Austausch gegen andere Gebietsabtretungen gab. Der so wenig an ein Recht" der Standesherren auf SteuerPolitische Uebersicht. Berlin, den 25. März. größte Theil der deutschen Fürsten waren die feilsten freiheit, daß sie dieselbe in ihrer Vorlage geradezu beseitigen Neue Laste. Ein am 25. d. M. veröffentlichter VerSpeichellecker und Lakaien Napoleon's, der ihnen übrigens wollte, und nur die Mehrheit des Abgeordnetenhauses, die trag zwischen Preußen und Bremen wegen des Hafenlands seine Verachtung nicht verhehlte. Bei dem Sturze Na Kartellparteien, setzte es durch, daß die Aufhebung der in Bremerhaven enthält die Verpflichtung für Bremen, für poleon's und der Neuordnung Deutschlands büßten noch Steuerfreiheit von einem besonderen Gesetz der Ent- bie Reichsmarine die Schleusentiefe der Hafeneinfahrt von einige weitere kleine Fürsten, die durch die Gnade Na- schädigung der Standesherren abhängig gemacht wurde. fechseinhalb auf sieben Meter zu erhöhen, ferner ein großes poleon's noch ihre Souveränetät behalten hatten, diese ein. Die Regierung trat darauf mit diesen in Verhandlungen massives Trockendock für die größten Kriegsschiffe zu bauen. Die deutsche Bundesakte vom 8. Juni 1815 be- und bot ihnen den 13/3 fachen Betrag der Steuer, die sie Die Mehrkosten von etwa zwei Millionen Mark trägt das stimmte betreffs der Standesherren: von Rechtswegen zahlen mußten, als Entschädigung an; Reich. Die Genehmigung des Reichstags bleibt vorbehalten. " Sind die Häupter dieser Häuser die ersten Standesherren die Herren aber weigerten sich, theils sich überhaupt in Die herrliche Kriegsflotte wird immer kostspieliger, die Anin dem Staate, zu dem sie gehören. Sie und ihre Familien Verhandlungen einzulassen, theils verlangten sie Ent- sprüche des Marinebudgets wachsen in's Ungeheuerliche. bilden die privilegirteste Klasse in demselben, insbesondere in schädigungen bis zum 20- und 25 fachen Betrag der JahresAnsehung der Besteuerung." steuer. Auch ein Beitrag zur Bergwerks Novelle. Die Jetzt hat mun die Regierung im preußischen Landtag Harpener Bergwerks Gesellschaft hat im Februar 1892 einen Gesezentwurf, betreffend die Aufhebung der Be- einen Betriebsgewinn von ca. 615 000 m. erzielt. Das von ordentlichen Personalsteuern gegen Ent- Ergebniß nennen die Handelsblätter ,, überraschend", nachdem freiung von ordentlichen Personalsteuern der Gewinn in Kreisen der Verwaltung auf nur 400 000 m. schädigung, eingebracht. Als Entschädigung soll gelten der 13/3 fache Betrag veranschlagt worden war. Der Februar Gewinn hält sich der für das Jahr 1892/93 rechtskräftig veranlagten Einfommensteuer; die auszuzahlende Summe wird in den Motiven auf rund drei Millionen veranschlagt. Von Steuerfreiheit ist hier nicht die Rede. In Preußen gewährte ihnen jedoch das Edikt vom 21. Juni 1815 die selbe. Nach den sogenannten Freiheitskriegen" hatten die Regierungen, vor allem die preußische vor nichts mehr Scheu als vor dem Volk. Dem König Friedrich Wilhelm III. war die Erhebung gegen Napoleon vom Volte aufgedrängt worden, und nichts war diesem engherzigen, fleinlichen Fürsten verhaßter, als jede selbstthätige Volksregung. Er Feuilleton. Nachbruck verboten.] Am Webstuhl der Zeit. ( 73 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Damit lief das brave Mädchen nach der einen Seite des Zimmers, schlug die Atlastapete zurück und befand sich einer kleinen Thür gegenüber, die sie zu öffnen im Begriffe stand, als diese sich mit einem Male wie von selbst öffnete. Sie stieß einen Schrei des Schreckens aus und wich einige Schritte zurück. Aus dem Dunkel des äußeren Raumes trat die hohe Gestalt eines Mannes. Es war Howald, der finstern Gefichts und schweigend herein und auf sie zutrat. " " Du hier, Veronica?" rief er mit strengem Tone. Was habe ich Dir heute Abend gesagt?" Das Mädchen wich seinen Blicke aus und murmelte einige unverständliche Worte. Sie zog sich nach dem Orte zurück, wo ihr der Mantel entfallen, der allein ihre Gestalt verhüllt hatte, und schlug ihn um die Schultern. " Was machst Du hier, entgegen meinen Befehlen?" fragte Howald von Neuem, indem er den starren Blick auf ihr ruhen ließ. Ich mußte zu ihr," stammelte sie verlegen. " Du mußteft zu ihr? Warum mußtest Du zu ihr? Gieb Antwort!" " Ich weiß nicht, ein innerer Drang, ich mußte zu ihr." " Du bist eifersüchtig?" Ein verächtliches Lächeln trat auf die Lippen des Mädchens, indem es erwiderte: " " Eifersüchtig, ich eifersüchtig? Nach diesem Abend?" Du bist es, lengne nicht. Aber Deine Furcht ist unbegründet. Ich liebe sie nicht, aber ich brauche sie, weil sie reich ist." Du Reich? Sie ist reich? Sehr reich?" " Sie ist die Tochter eines reichen Fabrikanten; siehst nicht die kostbare Perlenkette, Armspangen und Ringe?" Es ist ja wahr, sie ist reich, sie ist eine Fabrikantentochter. D, dann fann es mir doch ganz gleichgiltig sein, will ich getrost gehen. Viel Vergnügen mit ihr! Ich bin nicht eifersüchtig; nein, gar nicht eifersüchtig." da " Die mitleidigen Blicke, mit denen sie das Opfer betrachtet hatte, verwandelten sich in ein höhnisches Lächeln, als sie an bem Mädchen vorbei nach der Thür schritt. Dort aber blieb fie einen Augenblick stehen; Howald konnte es ihr anmerken, daß sie innerlich einen Rampf zu bestehen hatte; er beobs achtete sie mit finsterer Miene und wollte sie eben mit einer harten Weisung vollends verscheuchen, als sie mit einem Sprunge wieder an die Seite der Schlummernden eilte, dort niederkniete, die herabhängende Hand von Neuem küßte und unter Thränen rief:" Nein, aber Du bist wirklich gut, Du bist gut, man sieht Dir's an, Du bist nicht wie die Anderen, die auf die Armen treten. Ich kann Dich nicht verlassen, ich muß Dir beistehen in Deiner schrecklichsten Stunde; Du würdest es auch gethan haben, mir sagt's mein Herz." Wird die Komödie nun aufhören?" rief Howald er grimmt. = annähernd auf dem Januar Niveau, welcher Monat 675 000 M. ergeben hatte. Für die ersten 8 Monate des laufenden Geschäftsjahres stellte sich der Gewinn auf zirka Das Mädchen rührte sich nicht. Soll ich Dich mit Gewalt hinausbringen, Veronika? Du kennst mich!" begann er von Neuem und faßte die Widerspenstige so rauh am Arme, daß sie aufschrie. Laß mich, Ungeheuer, ich will nicht, hörst Du? Ich will nicht, daß Du Diese mordest, wie Du mich gemordet hast. Ich schreie, daß die Mauern zittern, wenn Du mich nicht losläßt." " Wahnsinniges Frauenzimmer, ich vernichte Dich, wenn Du noch einmal schreift! Romm', sage ich Dir, und sei verdammt, wenn Du nicht gehorchst wie ein Hund!" Mit beiden Händen versuchte Howald nunmehr die Widerstrebende von dem Divan loszuringen, an den sie sich unter lauten Hilferufen antlammerte. Bei diesem Schreien erhob sich die Schlummernde auf ihrem Lager, strich die schlaffen Locken aus dem Gesichte und machte die äußersten Anstrengungen, um das fliehende Bewußtsein festzuhalten. Howald sah es, seine Wuth erreichte den Gipfelpunkt, das Blut schoß ihm stromweise nach dem Gesichte, die Stirnadern schwollen mächtig an, und Schaum trat ihm vor den Mund. Da nimm und sei verdammt!" rief er mit heiserer Seine Rechte ließ die Unglückliche los, welche im nächsten Augenblicke, von seiner Faust getroffen, mit einem dumpfen Schrei bewußtlos zusammenfant. " Stimme. Diese fürchterliche Szene blieb nicht ohne Zeugen; mit einem Krach ging die Thüre auf, der seidene Vorhang riß an einer Stelle in Stücke und, Einer hinter dem Anderen traten Noack, Wießner und Lange auf den Schauplatz de eben geschehenen barbarischen That, P Sozialisten und Anarchisten. Die gesammte Ord 6 Mill. Mark, was bei einem Aktienkapital von 30 Mill, I mit Vorliebe gegen Sozialdemokraten geübt und von ihrer Mark einer Berzinsung desselben von 20 pt. entsprechen Presse gebilligt werden. Schreibt da z. B. das Leipziger nungspresse praktizirt wieder einmal den alten Schelmen fniff, Sozialisten mit Anarchisten in einen Topf zu werfen würde. So schlecht geht es den armen Kohlenrittern, welche, Tageblatt" von heute aus Zeit d. d. 24. März: wie Herr Ritter sagt, die Regierung bei guter Laune halten In der hier erscheinenden antisemitischen Sächsischen und die innere Einerleiheit beider zu verkünden. Als Be Provinzial Zeitung" befindet sich folgendes Inferat: Wer weiß hierfür wird neuerdings angeführt, daß Vahlteich, der muß. Sonst wagt's, dem sozialdemokratischen Redakteur Hoffmann eine fürzlich nach Chicago gekommen sei", dort die Vereinigung größere Wohnung zum 1. April zu vermiethen? Wer Rourage ber Sozialisten und Anarchisten befürwortet habe. Gelogen hat, beliebe Offerten an den Genannten einzusenden." Dem von A. bis 3. Vahlteich ist schon seit vielen Jahren in Herrn scheint es schwer zu fallen, ein Logis zu bekommen. Chicago, er war stets der entschiedenste Gegner des Thatsächlich hat er auch schon verschiedenartig umsonst an Praktischer Edelmuth. Wie die konservative Schlesische Zeitung" meldet, haben sich in verschiedenen Landwirthschaftlichen Kreisen Ostpreußens Ausschüsse gebildet, welche die Rückkehr arbeitsloser, aus Ostpreußen stammender Bergwerts- und FabrikDer Ober arbeiter aus Westfalen bewirken wollen. " " getlopft, da sich die Hausbesitzer ihre sonstigen Miether nicht Anarchismus, trat seiner Zeit den Chicagoer Anarchisten" vertreiben wollen. Bei dem häufigen Freiquartier", das Herr die übrigens mit einer Ausnahme( Lingg), gar keine Hoffmann genießt, ist es eigentlich zu verwundern, daß er sich Anarchisten waren aufs schärffte entgegen, und wenn er noch um eine Wohnung bewirbt, denn er hat demnächst wieder jetzt für die Wahlen ein Zusammengehen mit sogenannten eine vierzehntägige Gefängnißftrafe wegen Beleidigung eines Anarchisten" befürwortet hat, so hätte unsere DenunziantenAmtsvorstehers zu verbüßen. presse, die dies triumphirend berichtet, sich doch sagen sollen, Und das nämliche Blatt, welches hier mit ordinärer daß Anarchisten prinzipiell sich nicht an Wahlen betheiligen. Schadenfreude die nichtswürdige Wohnungs Boykottirung Thatsache ist, daß es in Amerika in dem Sinne der soge eines unserer Genossen meldet, jammerte noch vor wenig nannten Propaganda der That keine Anarchisten mehr giebt, gewisse Monaten über die„ tyrannische Intoleranz" der Sozial daß sich aber namentlich auch in Chicago demokraten, weil diese sich weigern, Wirthe, von denen sie Parteigruppen noch" Anarchisten" nennen, die jedoch so beschimpft worden, mit ihren Arbeitergroschen noch dafür wenig revolutionär" sind, daß sie bei den letzten Wahlen zu belohnen. in Chicago einen Kompromiß mit den bürgerlichen Parteien eingegangen find. " 0 präsident der Provinz Ostpreußen, Graf Stolberg, werde bei dem Verkehrsminister um Gewährung von Fahrpreisermäßigungen für rückkehrende Arbeiter vorstellig werden." Mit naiver Offenheit wird der agrarische Pferdefuß gezeigt; denn die bewegende Ursache dieser christlichgermanischen Wertheiligkeit ist das brünstige Verlangen nach billigen Arbeitskräften. Die Sachsengängerei veröbet die oftelbischen Bezirke, die sozialen Gefahren" der Feudal herren wachsen, da sie mit den Händen" ins Gedränge kommen, und die innere Kolonisation" ist vorläufig noch ein schöner Traum. Schenkt nun der Staat den Junkern einen Theil Bahlteich versucht offenbar- und das ist das einzige der Produktionskosten, indem, er ihnen den Transport des Die Kommune. Die Magdeburger Zeitung" giebt Menschenmaterials wohlfeiler ausführt, als üblich, so ist heute klein bei. Sie kann nicht mehr leugnen, daß fie Rörnchen von Wahrheit in der ganzen Notiz-, die verdas soziale Reform von Oben, wie sie im Buche steht.- gelogen hat, sie muß, wenn auch noch so grotest sich schiedenen Arbeiter- Organisationen und-Gruppen zu einheit Zur Arbeiterstatistik. Dem Bundesrath ist der Ent- windend, zugeben, daß die Kommune mit der Geißel lichem Vorgehen bei den kommenden Wahlen zu bestimmen. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß unsere Genossen wurf einer Verordnung, betreffend die Verpflichtung der erschießung nichts zu thun hatte; fie muß zugeben, daß die Unternehmer zur Mittheilung der Zahl der in Fabriken und Kommune bereit war, die Geißeln auszuwechseln; sie muß in Frankreich, deren„ revolutionäre" Gesinnung wohl von diesen gleichstehenden Anlagen am 1. April 1892 beschäftigten zugeben, daß die Kommune, indem sie Geißeln nahm, nur Niemand in Frage gezogen wird, sich mit Händen und bem Beispiel der deutschen Heeresleitung folgte; und sie Füßen gegen die Gemeinschaft mit den Anarchisten wehren, Arbeiterinnen, vorgelegt worden. muß endlich zugeben, daß die Versailler wie Bluthunde ge- und sie den Ordnungsparteien zuschieben, für welche die Schutzzollpolitik und Militäretat. Auf die Aus- handelt. Wenn die Magdeburger Zeitung" das Geißel- felben arbeiten. Daß der gegenwärtige Anarchistenspektakel gaben für Brot, Viktualien- und Fourageverpflegung des nehmen durch die deutsche Heerführung gerechtfertigt hält, in Frankreich von der Polizei angestiftet ist, wird übrigens Seutschen Reichsheeres üben die Getreidezölle eine bedeutsame so wollen wir das heute dahin gestellt sein lassen. Kindisch auch von den meisten französischen Bourgeois nicht beEinwirkung aus. Nach dem soeben der Volksvertretung ist aber, daß fie meint, wir hätten jene Thatsache des zweifelt. zugegangenen Bericht der Rechnungskommission betreffend Geißelnehmens erst von Mary erfahren als ob das Die Steuerpreller. Nun liegt auch für die Regie Die Ülebersicht der Reichsausgaben und-Einnahmen für das seiner Zeit nicht in allen deutschen Zeitungen zu lesen gerungsbezirke Oppeln und Liegnig das Ergebniß der EinEtatsjahr 1890/91 ist der Etatsanschlag bei Kapitel 25 wesen wäre. Jedenfalls ist den Kommunarden recht, was den kommensteuer- Einschätzung vor. Das jetzt veranlagte SteuerTitel 4, Brot- und Fourageverpflegung, mit 2 497 905,28 M., bei Titel 5, Viktualienverpflegung, mit 2 625 928,18 m. deutschen Feldherren billig war und die Kommunarden soll beträgt für Oppeln 3 672 676 m. gegen 2 231 400 m. überschritten worden. Diese Mehrausgabe erklärt sich dar- waren zu der Maßregel noch in ungleich höherem Grade im laufenden Jahre, also 1441 276 M. cder 64,6 pCt. provozirt, als die deutschen Feldherren, da die Truppen der mehr. Bon den einzelnen Kreisen ergaben Beuthen 119, aus, daß die Etatspreise bei Titel 4 für den Zentner Roggen Weizen Hafer Kommune von den Versaillern überhaupt nicht als Soldaten Gleiwit 93,5, Rattowitz 111,5, Tarnowih 114,5, Zabrze Stroh 9,63 7,96 7,48 2,72 M. angesehen, sondern, wenn gefangen, einfach niedergemetzelt 171,5 pet. mehr; die geringste Steigerung weist der Kreis Rosenberg mit 4,6 pCt. auf. Für den Regierungsbezirk betrugen, während die Anschaffungskosten für den Zentner wurden wie der edle Flourens. Um ihren fläglichen Rückzug zu decken, rührt die Liegnig stellt sich das jetzige Soll auf 2 761 387 m. gegen fich bei Roggen Weizen Hafer Heu Stroh Magdeburger Zeitung" eine Phrasen- Staubwolte auf, in- 2087 115. im laufenden Jahre, also ergiebt sich ein Mehr von 674 272 M. oder 32,3 pCt. In diesen Bezirken 8,70 auf 10,38 8,07 2,58 2,47 m. dem fie ihren heutigen Artikel mit den Worten schließt: haust das uradelige Junkerthum, das über Latifundien ge„ Nichts liegt uns ferner, als für die Thaten der Bersailler bietet, hier sitzen die millionenschweren Schlotbarone, die in berechneten. Bei der Etatsaufstellung des Titel 5 war der einzutreten. Wir verabscheuen die Schlächtereien hüben, aber Garnison- Verpflegungszuschuß zu 15 Pf., die große Viktualien auch drüben, wo der Vorwärts" und seine Gönner über Hüttenwerken und Fabriken tausende von Händen beschäf portion zu 30 Pf. angenommen worden, während ersterer in einem Meere von Blut und über rauchenden Trümmern die tigen, hier herrscht der chronische Nothstand der jammervoll Wirklichkeit 16,30 Pf. betragen und letztere 34 Pf. gekostet Sonne der Menschlichkeit und Zivilisation sich leuchtend er- entlohnten, schlecht genährten, elend behausten Proletarier. hat. Aehnliche Etatsüberschreitungen werden für die heben sieht, und wir erachten es um so mehr für unsere Pflicht, sächsischen und württembergischen Truppentheile festgestellt. So belastet die Schutzöllnerei das steuerzahlende Volk in jedem Betracht. Und man meint den Vogel abgeschossen zu haben, mun der Getreidezoll von 5 M. auf 3,50 M. für den Doppelzentner herabgesetzt ist. Ein günftigeres Ergebniß ist erst dann zu erhoffen, wenn das Agrarierthum gezwungen wird, ohne Kornzölle zu wirthschaften. Heu 2,90 " Für die Steuerzahler. Die Ernennung eines Minister präsidenten für Preußen bedeutet, wie die Allgemeine Beitung" ausführt, zunächst für den preußischen Staat eine Mehrbelastung von 36 000 m. nebst entsprechender Dienst wohnung, welche zur Zeit nicht vorhanden ist. Dem Landtag wird demnach, sobald die Ernennung des Grafen Eulenburg erfolgt ist, ein Nachtrags- Etat zugehen müssen. " Wie der die Dinge so wie sie sind, zu zeigen, als die verwerfliche Hehe Die preußisch russische Grenzsperre. der Sozialdemokratie auch uns Zuständen entgegenzutreiben" Post" gemeldet wird, sollen russisch jüdische Auswanderer droht, wo, wie in Frankreich, die Bevölkerung sich in zwei in Thorn nach einer Anordnung der Staatsregierung nicht Lagern mit glühendem Haß im Herzen feindselig gegenübersteht und wo jeder tiefer eingreifende Regierungswechsel mit Strömen Blutes begoffen wird." " " Müßiges Gefalbader. Nicht um die Gefühle und Gedanken der Magdeburger Zeitung" handelt es sich. Sie mag denken und fühlen was sie will das ist uns ganz gleichgiltig. Es handelt sich darum, daß sie die Unwahr heit gesagt hat. Und das haben wir ihr bewiesen, und das hat fie, in flagranti gepackt, selber eingestehen müssen. Mit Grufel- Versuchen lasse die Madeburger Zeitung" uns in Ruhe. Durch Lügen ist noch kein Blutvergießen verhindert, wohl aber manches herbeigeführt worden. Freilich sollte es einmal zu dem von der Magdeburger Kassandra voraus Vom Boykott. Wenn die Sozialdemokraten in der gesehenen Blutvergießen kommen, dann dürfen wir sicher Nothwehr zum Boykott greifen, wie zetert da nicht die sein, daß die Hetzer und Wahrheitsfeinde vom Schlage der tapitalistische Presse über Barbarei"," Unduldsamkeit Unduldsamkeit"," Magdeburgischen Zeitung" zitternd in irgend einem MauseUnterdrückung". Wenn aber ein Sozialdemokrat ge- loch fizzen. boykottet wird, dann jubelt dasselbe Preßgeschwister. Von allen Spielarten des Boykotts ist der gesellschaftliche die Das Gentlemen Konventikel. Zum 22. Mai d. J. niederträchtigste. Das Opfer wird als ein verabscheuens ist ein allgemeiner deutscher nationalliberaler Parteitag nach werthes Wesen behandelt, mit dem kein anständiger Mensch Eisenach einberufen worden. Mag der„ edelste Theil der verkehren kann man duldet ihn nicht am Wirthstisch, Nation", wie die Kölnische Zeitung" ihre Partei genannt verweigert ihm Wohnung, und was solcher Infamien mehr hat, zu den vielen Blamagen fich in Eisenach eine neue find. Und das sind Praktiken, die von unseren Feinden holen; was fümmern uns die Todten? " Schritte vortrat. heraus. mehr durchgelassen werden. Das Verbot hat seinen Grund darin, daß die russischen Behörden sich mehrfach geweigert haben, folche Auswanderer zurückzunehmen, wenn sie in den deutschen Häfen wegen Mangels an Geldmitteln zurüdgewiesen wurden. Hierdurch entstanden für die deutschen Behörden viele Unannehmlichkeiten und diese soll das Verbot der Regierung verhindern. Ein energischer Druck auf die bot der Regierung verhindern. Ein energischer Druck auf die russische Regierung ausgeübt, wäre erfolgreicher, als diese Absperrungs- Maßregel. Armer Richter! Gegen die Rampfesweise Eugen Richter's wendet sich die Frankfurter Beitung"( Nr. 85 vom 25. März); fie schreibt u. A.: „ Es ist in füddeutschen freisinnigen Kreisen längst fattfam bekannt, daß die Freifinnige Zeitung" des Herrn Eugen Richter wir bedienen uns hier eines Richter'schen Clichésso oft sie über süddeutsche Dinge spricht, eine Unwissenheit an den Tag legt, die allenfalls noch durch die dabei nicht minder regelmäßig zu Tage tretende Anmaßung und die unvermeid liche persönliche Gehässigkeit übertroffen wird..... steht im Allgemeinen aus naheliegenden Gründen gerade dem Organ des Herrn Richter, das offenbar den Maßstab seiner eigenen Wahrhaftigkeit" auch an andere Leute anlegt, schön zu Gesichte, sich über die Anonymität" von Zeitungs artifeln zu moquiren; was aber den vorliegenden Fall angeht, " " 2 „ Wer seid Ihr, was wollt Ihr?" schrie Howald, in diese kleinen Gewehre hier? Blut um Blut! Wir haben Sie mit uns gehen, oder ziehen Sie es vor, bei Ihrem unzärtlichen Geliebten zu bleiben?" diesem kritischen Augenblicke seine Fassung wiedergewinnend, das Schießen auch gelernt." Wer kennt hier meinen Namen?" fragte das Mädchen und faßte in die Tasche nach dem Revolver, den ihn sein Howald trat einen Schritt zurück und schien unentböses Gewissen stets bei sich tragen ließ, wenn er in diesen schlossen. Aber nicht lange blieb er in seinen Zweifeln, heftig auffahrend?" Kennen Sie uns denn nicht? Wießner und Noad, Räumen umherging. mit einem plötzlichen Entschlusse erhob er blitzschnell die Wir kommen, um Fräulein Findeisen abzuholen," er wohlgeübte Hand, der Hahn fnackte und im nächsten die beiden Freunde Ihres Eduard, den dieser Bube hier ers Klärte der Schriftsteller mit fefter Stimme, indem er einige Augenblicke zischte die Kugel aus dem dunklen Rohre schoffen hat?" Todt? mein Bruder todt?" schrie die Unglückliche. " Das wiffen Sie nicht? Ja, dann ist mir Alles klar, " Halt!" rief ihm Howald entgegen, indem er seinerseits Sie erreichte ihr Ziel nicht, denn im Momente des Losauf den Gegner zufchritt und ihm blitzschnell die Mündung brückens riß eine Hand seinen Arm herum, und die Kugel was da gekommen. Ja, erschossen worden ist er durch seiner Drehpistole vorhielt. Ich habe Sie zu fragen, wie zerschmetterte den Spiegel. Mit einem wilden Fluche diesen Menschen, dort drüben in dem Hause, als ihr Bruder Sie zu solcher Stunde und in solcher Gesellschaft in mein wandte sich der Bösewicht um, die Pistole beim Laufe erschossen worden, und wir Beide mußten ins Buchthaus." mit uns gekommen war, um Sie zu erlösen. Da ist er Haus kommen?" faffend, um dem Mädchen, welches sich von dem ersten Wie? Und Du Hund haft mir bis zu diesem Augen„ Das„ wie" thut hier nichts zur Sache," entgegnete Schlage erholt und zur rechten Zeit seinen Arm abgewendet blicke vorgelogen, Du unterstütztest ihn mit namhaften Lange, indem er zwar stehen blieb, aber furchtlos dem hatte, einen zweiten nachdrücklicheren zu geben. Aber mit blicke vorgelogen, Du unterstütztest ihn mit namhaften Gegner in's Auge sah; vielmehr hätte ich zu fragen, wie einem Sage war Wießner bei ihm, umschlang mit Riesen- Summen, damit er in England die höhere Maschinens Fräulein Findeisen hierher kommit?" traft seine Schultern und hielt ihn trotz allem seinem schlosserei erlernen könnte?" rief das Mädchen außer sich " Sie haben nichts nach dem zu fragen; Sie sind der Sträuben fest. Alsbald war auch Noad an seiner Seite und rüttelte an dem Gefesselten. Schöne Unterstügung!" murmelte Noad. Bruder nicht und nicht der Vater. Die Dame iſt un- und zog ans der Tasche einen Strick, den er kunstverständig fördert hat er ihn, aber nicht nach England, sondern" in's wohl, wie Sie sehen, und hat sich hierher zurückgezogen. und gewandt knüpfte. Ihre Erlaubniß ist hierzu doch wohl nicht nöthig ge- Was wollt Ihr thun?" rief Howald, dem plötzlich wesen?" " " Sie sagten uns, die Dame sei vor uns fort ge= gangen. Es war ein Frrthum der Diener; nun wissen Sie genug; ich habe Ihnen weiter keine Antwort zu geben. Die Dame ist freiwillig hier geblieben." " Das ist eine Lüge!" rief der Schriftsteller empört. " Beihen Sie mich nicht der Lüge in meinem Hause, sprechen Sie weiter kein Wort, ich fordere Sie jetzt allen Ernstes auf, meine Wohnung zu verlassen." Wir sind sogleich bereit dazu, wenn Sie uns Fräulein Feindeisen ausliefern." " alle Kraft und auch alle Fassung geschwunden war. Haben Sie feine Sorge," bemerkte Lange, nicht wir sind Mörder. Sie werden für den Augenblick unschädlich gemacht und können sich morgen wegen der an Ihnen verübten Gewaltthat beim Staatsanwalt beschweren." laffen." Lassen Sie mich frei, ich werde Sie ruhig gewähren Jenseits." Be Und dann ist es wohl auch nicht wahr, daß er meine Mutter und meine Geschwister andauernd unterstützt?" Andauernd unterstützt? Hat er das auch gelogen? Fünfzig Thaler hat er Ihrer Mutter einmal angeboten, aber sie hat das Geld von dem Mörder ihres Sohnes nicht annehmen wollen." Also gar nicht angenommen? Das tröstet mich, das macht mir das Herz leichter, da bin ich ihm auch nichts schuldig und fann von ihm gehen mit meinem ganzen Haffe." Aber in diesem Kostüme wollen Sie wohl nicht von hier fortgehen?" " " Ja, wer Ihnen glauben könnte!" entgegnete Wießner, indem er nunmehr auch die Füße des Gefangenen fesselte. „ Es liegt mir daran, daß kein Aufsehen geschieht; schonen Sie den Ruf von Fräulein Findeisen." Wir werden thun, was Fräulein Findeisen für gut Es ist wahr, es ist mir wie ein Traum. Wartet nur Fräulein Findeisen bleibt hier mit ihrem eigenen Wissen und Willen! Hören Sie Herr Doktor? Und nun findet, sobald sie sich wieder erholt hat," entfchied Lange. noch einen Augenblick, aber laßt mich ja nicht allein mit bin ich der Verhandlungen müde, ich brauche mein Haus- Suchen Sie eine Ausflucht, welche Sie wollen. Sie sind ihm." Lange war unterdessen zu Herminen gegangen, die still recht. Bis drei zähle ich, und wer dann noch in diesem in Ihrer Wohnung uns gefährlich und müssen unbedingt und regungslos auf dem Divan saß und Alles mit er Zimmer ist, den schieße ich nieder wie einen Hund. gefesselt bleiben." Cins Nun, und Sie, Fräulein Habicht?" fragte Noad, sich schreckender Gleichgiltigkeit ansah. ( Fortsetzung folgt.) " Halt!" rief jetzt Wießner. Herr Howald, kennen Sie an das jetzt ganz theilnahmlose Mädchen wendend; wollen " * fo dürfte es dem Richter'schen Blatte bei seinem burch lange, Inahme gelangte, erklärte sich die Bersammlung mit der Thätigkeit dem Blauberger viel zu wünschen übrig läßt, so giebt es doch ftete Uebung höchst ausgebildeten Schnüffeltalent taum schwer und der Zaktit der Partei einverstanden. Die zahlreich er- auch für den ersteren Abnehmer. Nachdem die Privatbrüche nicht fallen, den anonymen" Verfasser unserer Rorrespondenz aus schienenen Antisemiten waren hübsch ruhig. Troß geschehener von Bedeutung sind und auch das nöthige Kapital zur Hebung einem äußeren Merkmal zu errathen, wenn es nur ernstlich Aufforderung meldete sich kein Gegner zum Wort. Für den Kampf derselben nicht vorhanden ist, haben die meisten Arbeiter in den wollte. Um der süßen Gewohnheit des Verdächtigens Aug' in Auge find unsere Widersacher nicht veranlagt; fie halten's Staatsbrüchen Beschäftigung gesucht und mußten vor 28 Jahren 0,92 M., in den Jahren 1880-1882 3,70-5,00 Mart Bruchfröhnen zu können, stellt man sich freilich am Besten unwissend, mit der Taktik der Buschklepper. zins pro Rubikmeter an das Forstamt resp. Rentamt Kötting selbst auf die Gefahr hin, daß das Renommée der sonst so beSur Maifeier. In Stuttgart wurde der geplante bezahlen. Schon bei diesem Bruchzins mußte der größte Theil währten Spürnase einmal Schaden leide." Umzug mit Rücksicht auf den demonstrativen Charakter der der hiesigen Steinhauer sein Brot auswärts, entweder in BlauItalienische Klaffenjuftiz. Das Urtheil im Prozeß Maifeier aus Verkehrs- und sicherheitspolizeilichen Gründen" berg oder in Zeilhof, suchen, was ein getrenntes Familienleben Cipriani und Genossen ist am 24. März gesprochen worden. polizeilich verboten. Das Verbot ist um so überflüssiger, als die mit äußerst färglicher Lebensweise zur Folge hatte, während in Der Gerichtshof trat dem Antrage des Staatsanwalts nicht Sozialdemokratie bei ihren Festlichkeiten erfahrungsmäßig streng loco selbst mit einem minderen Verdienst gut auszukommen wäre. Die Steinhauer vertrösteten sich auf die Zeit der Eröffnung der bei, die Angeklagten als Mitglieder einer Gesellschaft zur auf Ordnung hält. Lokalbahn Cham- Rößting, doch auch diese Hoffnung wurde zur Begehung von Verbrechen anzusehen und verurtheilte In Stendal fand am 20. März eine gut besuchte öffent- Wasser. Im Oftober v. J. erschien ein Beamter der Forstverwaltung mit der überraschenden Mittheilung, daß fortan ber Bruchzins pro Rubikmeter 7, 8 und 9 M. betrage. Unter diesen Umständen mußten die Leute unter dem 1. Oktober v. J. die Arbeit einstellen, weil sie die ungeheueren Zahlungen nicht leisten fönnen, und die Folge davon ist, daß die Steinhauer den ganzen Winter hindurch keine Arbeit haben. 1. Juni 1. J. eröffnet, aber die Steinhauer haben davon feinen Nußen. Unter solchen Umständen ist es dem Gewerbsmann und Arbeiter nicht mehr möglich, sein Brot zu verdienen und seine Familie zu ernähren. Die Stimmung unter den hiesigen Arbeitern Fiasto machte der Volksschulgesetz Entwurf auch in einer ist eine ziemlich erregte. Bemerkt sei noch, daß ein bedeutender start besuchten Wittener Versammlung, in welcher ein Ober- Steinmetzmeister in Cham, Herr Anton Schmiedinger bei dem lehrer und der durch die Spenger Prügelaffäre bekannt gewordene hohen Bruchzins die Arbeit einstellen ließ und bis heute nicht Die ultramontane Donauzeitung" bringt die Pastor Jskraut für denselben sprachen. Nach dem Bericht der mehr arbeitet. Bielefelder Volkswacht" nahm die von den Freunden des Ent- Angelegenheit, weil sie bei der Erbitterung der Arbeiter fürchtet, wurfs einberufene Versammlung die Ausführungen beider Redner es fönnte unter denselben die Sozialdemokratie Anhänger gemit unzweideutigem Mißfallen auf. Die Opposition steigerte sich, winnen. als man einem unserer Genossen, welcher auf die gegen unfere Partei geschehenen Angriffe erwidern wollte, das Wort verweigerte. Da die Versammlung auf ihrem Willen bestand, auch den Sozialdemokraten zu hören, schloß man dieselbe. Ein neuer Beweis dafür, daß unsere Gegner sich vor dem geistigen Kampfe fürchten. Solchen Leuten bleibt als Waffe begreiflicherweise nur noch der nüppel. Cipriani und Balla zu 2 Jahren 8 Monaten Gefängniß liche Versammlung für Männer und Frauen statt, zu welcher und 1500 Frts. Geldstrafe, den deutschen Studenten Körner Genosse Stabernad aus Berlin das Referat übernommen hatte. zu 12 Monaten Einschließung und 500 Frks. Geldstrafe; Derselbe sprach unter lebhaftem Beifall über das Thema: Der 49 andere Angeklagte erhielten Strafen von 27 Monaten 1. Mai und find die Forderungen der Sozialdemokratie un Gefängniß, 1500 Frts. Geldbuße und zweijähriger Polizei- berechtigte? Um die Wirkung des Vortrags nicht abzuschwächen, aufsicht bis zu 25 Tagen Arreft. 10 Angeklagte wurden wurde von der Diskussion Abstand genommen und alsdann eine freigesprochen. Dieses Verdikt ist schmachvoll für die Kommission von 7 Personen zur Vorbereitung der Maifeier geitalienische Juftiz. Nachdem der Prozeß als ein Lockspitzel- wählt. Die vom besten Geiste beseelt gewesene Versammlung Machwert aller Welt enthüllt worden war, hat der Ge- schloß mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. richtshof wider besseres Wissen die Angeklagten verurtheilt, obwohl ihre Unschuld sonnenklar ist. Ein besonders schimpf licher Akt ist die Verurtheilung Körner's, den die italienische Reaktion in ihren Kerkern zu Grunde richten will. In einer Anwandlung von Scham hat ihm übrigens der Gerichtshof die Untersuchungshaft angerechnet, so daß unser schwerkranker Genosse Anfangs Mai wieder die Freiheit" ( italienische Freiheit!) erlangen wird. * • * " Die Bahn wird am Literarisches. " Vom italienischen Parlamentarismus. In Italien spielen Regierung und Parlament eine traurige Rolle. Die Regierung hat zwar im Nothfall immer eine gefügige Mehr Inhaltsverzeichniß der Nr. 13 der Berliner Volks. heit, denn von den 510 Abgeordneten stehen über 300 ganz Tribüne". Aus der Woche. Kulithum oder Entwickelung? oder theilweise im Sold der Regierung, den sie als BuBei den Wahlen zum Hamburger Gewerbegericht Die gesetzgeberische Thätigkeit der Kommune. Die Kohlenwendungen für spezielle Aufgaben, Arbeiten, Studium u. f. w. beziehen. Sie kommen meistens nur nach Rom, wurden in der b. Abtheilung der Arbeiterbeisiger die sozialarbeiterfrage in Großbritannien. Allgemeiner deutscher GeDie Stickereitrifis in Gedicht. Novelle. Heimstätten. wenn die Regierung in Gefahr ist, aber auch unter den demokratischen Kandidaten mit 2679 Stimmen gewählt. In werkschaftskongreß. Deutscher Reichstag. Vom Schlachtfelde. Bremen siegten in der ersten Gruppe der Arbeiter und ebenso anderen Abgeordneten nehmen viele nur ihren Siz ein, in der ersten Gruppe der Unternehmer gleichfalls die sozial- der Schweiz. Gewerkschaftliches zc. um ihre und ihrer Freunde Anliegen zu fördern. Nichts- demokratischen Kandidaten. Die vereinigten Innungsmeister erWir erhalten soeben Heft 6 des Lieferungswertes: Die destoweniger wird dem Ministerium Rudini das Leben oft litten eine Niederlage. Deutsche Revolution, Geschichte der Deutschen Bewegung von recht fauer gemacht. Unter denen, welche dasselbe oft empfindlich, wenn auch nur durch Nadelstiche verlegen, steht Um Vermehrung der Volksbäder hatte eine Wolfs: 1848 und 1849" von Wilhelm Blos.( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag.) obenan der radikale und irredentistische Abgeordnete Imbriani. versammlung den Dresdener Magistrat ersucht; ferner sollte Das vorliegende Heft beschreibt die Geschichte des BorVor einigen Tagen stellte er den Antrag, daß den Italienern die Benutzung der Bäder unentgeltlich sein. Der Rath lehnte parlaments zu Frankfurt a. M., sowie den Anfang der republiverboten würde, ausländische Orden anzunehmen, damit man das unter Hinzuziehung von zwei Aerzten. abgefaßte Gesuch ab, tanischen Bewegung in Baden." An historischen Bildern enthält weil für eine weitere Bermehrung der Bäder fein Platz in der nicht mehr bei den Festen der österreichischen Gesandschaft Elbe sei und die Stadt auch kein Gelb habe. Der Vorfall zeigt, dieses Heft den Einzug des Borparlaments in die Baulskirche zu beim Bapste Italiener mit österreichischen Dekorationen er wie selbst solche Wünsche der arbeitenden Bevölkerung, deren Frankfurt und Mathy's Bertheidigung in Mannheim; außerdem blicke. Nun mag zwar in einem Militärstaat und zumal Nugen von Niemandem bestritten werden tann, an der Hart- gelangen in demselben die Portraits von Dr. Wirth, Gustav noch in einer so ordenslüfternen Gesellschaft, wie der näckigkeit des bürgerlichen Regiments scheitern. Um so noth. Struve, Karl Mittermaier, Wesendonc, Moritz Rittinghausen, italienischen, ein solcher Antrag, wie er in der Schweiz Geltung wendiger ist die Betheiligung der Arbeiter an den Gemeinde- Ludwig Uhland, Jakob Benedey, Karl Mathy, Friedrich Hecker hat, etwas Lächerliches an fich haben; bei der femdseligen wahlen. Erst wenn auch hier Sieg auf Sieg zu verzeichnen ist, und Theodor Mögling zum Abdruck. Noch sei erwähnt, daß eine genaue Nachbildung der„ VossiStellung, die der Papst gegenüber dem Königreich Italien fchen Zeitung" Nr. 67 vom Montag, den 20. März 1848, betitelt fundgiebt, verliert jedoch der Antrag Imbriani den Anstrich des Brahlerischen und ist wohl geeignet, den Minister in VerExtrablatt der Freude" diesem Sefte beigelegt ist. Legenheit zu sehen. Ebenso empfindlich treffen die Regierung die Angriffe Imbriani's auf den Militarismus, der das Land verarmt, sowie die Vergeudung der Staatsgelder in Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der unfruchtbaren Spekulationen, die zugleich der Korruption Die Landeskonferenz der steyermärkischen Sozial- Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben der Spekulanten dienen. Auch die Kolonialpolitik, die das demokratie ist von der Polizei verboten worden. die Nr. 6 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalte Die dieser Nummer heben wir hervor: Dumm und Gemein. Land ruinirt und zugleich( siehe den Fall Livraghi) der Der Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie Frauen der Kommune.( Mit Illustration: Auf dem Père la Schande preisgiebt, bildet den Gegenstand seiner Anklagen. Die Mauer der Föderirten.) Australisches. Und was antwortet der Minister? Herr di Rudini bittet tann nicht in Brünn stattfinden, weil das bereits zugesagt Chaise." gewesene Lokal nicht zur Verfügung gestellt wird. Der Parteitag Feuilleton: Weihnachten, Erzählung von Minna Kautsty( FortImbriani, die italienische Rente nicht in Mißkredit zu tritt deshalb am 17. April in inz zufammen. Ginberufer fegung).- Arbeiterinnenbewegung. Kleine Nachrichten. bringen, indem er irrthümliche, aber dem Lande schädliche deffelben sind im Auftrage des vorjährigen Parteitages die Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nachrichten in Umlauf bringe. Wohin geht Italien mit Redaktionen folgender sozialdemokratischer Blätter: Arbeiter Nummer 10 Pfg., durch die Poft bezogen( eingetragen in der dieser Regierungsweise? Die Katastrophe verzögern, heißt stimme- Brünn, Volksfreund- Brünn, Freigeist- Reichenberg( Böhmen), Reichspost- Beitungsliste für 1892 unter Nr. 2564 a) beträgt der Volkswacht- Fischern( Westböhmen), Sila- Lemberg, Robotnit- Lem- Abonnementspreis viertelfährlich ohne Bestellgeld 55 Pfg.; unter nicht sie verhüten. berg, Naprzod- Krakau, Arbeiter- Zeitung- Wien, Wolfstribüne- Wien, Kreuzband 85 Pfg. Rammerauflösung in Griechenland. Durch ein Arbeiterwville- Graz, Avanti- Triest. Der diesmalige Parteitag ist Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pfg. Defret des Königs, den es bekanntlich staatsstreichelter wesentlich internen Angelegenheiten der deutschen Organisationen Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diez' hat das Minifterium Delyannis heimgeschickt, mit dem gewidmet. Aus diesem Grunde haben die czechischen Parteineuen Rabinet, bas in der Kammer keinen Rückhalt hatte, blätter an der Einladung nicht theilgenommen, da nach ihrer Verlag) ist soeben das 26. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. Meinung für die czechischen Organisationen der letzte Parteitag Aus dem Juhalt heben wir hervor: Vom Welfenfonds. Die aber nicht fortwursteln können, ist die Kammer am der Czecho Slaven in Prag die entsprechenden Fragen erledigt Sozialdemokratie und der Kampf gegen die Stückarbeit.- Die 25. März aufgelöst worden. Die Neuwahlen werden am hat, somit eine zahlreiche Beschickung durch czechische Genossen Erschießung der Geifeln. Ein Beitrag zur Geschichte der Pariser Kommune.( Schluß.) Von Adolf Hepner. Literarische Rund15. Mai stattfinden, inzwischen wird der Mechanismus der nicht nöthig sei. Schau. Feuilleton: Die Lessing Legende. Eine Rettung von amtlichen Wahlbeeinflussung unter Hochdruck arbeiten. Franz Mehring.( Fortseßung.) werden die Wünsche der Arbeiter größere Berücksichtigung finden. der Unansässigen in den Gemeinderath gewählt. Es war das Ju Marbach( Sachfen) wurde Genoffe Franke seitens erste Mal, daß sich die Arbeiter dieses kleinen Ortes an der Gemeinderaths- Wahl betheiligten. Ju Chicago hat eine große Versammlung stattgefunden, in der ein Antrag Vahlteich's auf selbständiges Eintreten der Arbeiter in die nächste Wahlkampagne gegen ein paar Stimmen angenommen wurde. Soziale Ltebersicht. " Das Werk wird in ca. 22 Lieferungen à zwei Bogen Großoftav fomplet vorliegen. Alle 14 Tage erscheint ein Heft zum Preise von 20 Pfennig. " 4 Gelegenheitsgedichte und Prologe für Arbeiterfeste. mit einem Anhang: Winke für Redner. Den deutschen Urbeitern gewidmet von Manfred Wittich. München 1892, Berlag von M. Ernst. Revolte in Sibirien. Das ist das Neueste aus Rußland. Bekanntlich ist der Bar zu gleicher Zeit auch Papst der griechisch fatholischen Kirche und da er die staatliche Allmacht mit der kirchlichen verbindet, will er auch bie„ Glaubenseinheit" in seinem Reiche gewaltsam herstellen. Manfred Wittich( gegenwärtig Redakteur des Leipziger Juden, Protestanten" Nundisten"( Nichtrechtgläubige), Wähler") bietet uns hier eine Auswahl von Gedichten und Griechische Christen( bie Raskolniken"), Muhammedaner, Brologen, die er selbst zu festlichen Gelegenheiten geschrieben und Buddhisten u. s. w. kurz, Alle, die nicht glauben, was zum Theil auch selbst gesprochen. Seine Gedichte sind Gelegenheitsgedichte im besten Sinne des Wortes; formvollendet Väterchen glaubt, sind der grausamsten Verfolgung ausgesetzt. Wie es den Juden ergangen ist und noch ergeht- Achtung! Die Feilenarbeiter Desterreich find sie zugleich durchdrungen von ernster Begeisterung für den das ist männiglich bekannt. Nicht viel besser geht es Ungarns, Deutschlands, Frankreichs, der Schweiz idealmenschlichen Gehalt der sozialdemokratischen Bewegung. übrigen" Falschgläubigen". daß nicht und Rumäniens werden hiermit aufmerksam gemacht, daß Manches diefer Gedichte wird den Arbeitern bei festlichen Ge alle so geduldig sind, wie die Juden und Christen. So er über alle eilenhauer- Wertstätten Biens die legenheiten sehr willkommen fein, um ihren Festen eine befahren wir jetzt, daß die Buddhisten, die im öftlichen Sibirien Sperre verhängt ist. Grund: verschiedene Lohndifferenzen, fondere Weihe zu geben. Die Winke für Redner sind sehr be da von Seite der Arbeiter eine durchschnittliche 11 prozentige herzigenswerth. an der chinesischen Grenze sehr zahlreich find, fich erhoben, Tariserhöhung verlangt wird, welche dadurch motivirt ist, daß die gegen sie geschickten Kosacken geschlagen und die russischen alle Lebensmittel und Wohnungen zc. infolge der Groß- WienBeamten fortgejagt haben. Die" Rebellen" find vorläufig Schaffung bedeutend im Preise gestiegen und die Unternehmer unbestrittene Herren eines weiten Landstriches. Vielleicht nicht gesonnen Briefkaffen der Redaktion. find, ohne Weiteres die Tariferhöhung Sohin werden die Genossen aller Bet Anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Briefliche findet das Beispiel im europäischen Rußland Nachahmung zugestehen zu wollen. Antwort wird nicht ertheilt. und ein prächtiger Witz der Weltgeschichte wäre es, wenn Länder ersucht, uns im Kampfe soviel wie möglich zu unterstützen und ferner die Reisenden aufmerksam สิน K. J., 2 Wettende. Ob sich Häuser aus Fachwerk von die Befreiung Rußlands von Sibirien ausginge- dieſem machen, daß Wien gemieden wird. Im Falle die Diffe einem Ort zum andern transportiren lassen, wissen wir nicht, bezweifeln es aber. den riesigen Kerker der Freiheit. Nur renzen nicht im gütlichen Wege beigelegt werden, dürfte es un Ruffische Getreidepolitik. Die Aufhebung des Er bedingt zum allgemeinen Ausstande der Feilenhauer kommen. Mit sozialdemokratischem Brudergruß und Handschlag laffes betreffend das Ausfuhrverbot von Weizenmehl aus Die Vertrauensmänner: Argus. den Häfen des Asowschen und Schwarzen Meeres ist von Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck ersucht. der russischen Regierung am 25. März beschlossen worden. Die Exporteure find verpflichtet, gleiche Massen Weizenkorns Achtung, Töpfer! Die Töpfer der Firma Heinrih, aus dem Ausland dagegen wieder einzuführen. Die Auf Berlin, haben auf dem Bau in der Danzigerstraße die Arbeit hebung des Haferausfuhrverbots aus dem Gouvernement wegen fortgefekt unregelmäßiger Lohnzahlung niedergelegt. Archangelst ist abgelehnt, trotzdem der Gouverneur veram 2. O. Obotriten nennt man die Bewohner Mecklenburgs. D. G. Sie brauchen keine Erlaubniß zum Heirathen. G. S., Invalidenstraße. Der bestimmte Termin ist der taiserlichen Verordnung vorbehalten. J. M. Die Vorlage war bei uns abgedruckt. Eine Gutmeinende. Leider hat der Einsender versäumt, sich nach der Adresse der bedauernswerthen Frau zu erkundigen. Wir können Ihnen daher auch nicht dienen. " Mag Leonhardt. Ist eingegangen und wird veröffentlicht, In Rendsburg legte ein Theil ber Arbeiter ber Bürstenwenn das Datum der Versammlung an der Reihe ist. ficherte, Hafer wäre im Ueberflusse vorhanden. Die Be- und Pinselfabrit von Karl Stadtmüller C. 2. P. Im Vermischten" der heutigen Nummer. rathungen über die Aufhebung des Haferausfuhrverbots aus Donnerstag die Arbeit nieder. Die Ursache war die an demselben Friedrich Mök. Ein Bericht aus Brizz stand in der den Ostseehäfen sind einstweilen bis zur Eröffnung der Tage in Kraft getretene Fabrikordnung. Zuzug ist fernzuhalten. Nummer 57. Schifffahrt verschoben. Parteinachrichten. In einer Leipziger Volksversammlung sprach am 23. d. Alle Arbeiterzeitungen find um Abdruck ersucht. Wien. Den Genoffen des Marmorfache 3( Marmoriften) wird die Mittheilung gemacht, daß bei der Firma Livschig und Rothberg, VI. Mariahilferstr. 51, ein Streit ausgebrochen ist. Steinmeße und Schleifer, überhaupt die Genossen werden gemahnt, Zuzug zu vermeiden. Wie der Staat die Arbeiter brotlos macht. Von unter ungeheurem Andrange des Publikums der Reichstags- Blaibach schreibt man der Donau- Zeitung": Es ist bekannt, Abgeordnete Singer über das Thema:" Die Sozialdemokratie daß die meisten Bürger der hiesigen Ortschaft Steinhauer find Felix Hildebrandt, Gadebusch. Wir brauchen dazu die Beglaubigung seitens einer Arbeiterorganisation, bez. des nächsten sozialdemokratischen Vertrauensmannes. Barbiere und Friseure! Die Versammlungsanzeige fann nicht aufgenommen werden, weil über das Lokal der Boykott verhängt ist. G. 2. in Rudolstadt. 2,50 M. Berechnung stimmt, jedes Exemplar foftet 40 Pf. Für die Arbeiter- Bildungsschule. Vom Klub Atazie durch Herrn A. Schmelzer 6,50 M., von Herrn H. Sch., im Deutschen Reichstage". Der Vortrag wurde oft durch Bei- und insbesondere der Staat ausgiebige Granitbrüche in hiesiger Trautenau( Böhmen) 2 M. erhalten. H. Gumpel, Barnima fall unterbrochen. In einer Resolution, die einstimmig zur An- Gegend besitzt. Wenn auch der Blaibacher Granit gegenüber Straße 42, Theater. Sonnabend, den 26. März. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Cromwell. Fünf Dichter. Dentfayes Theater. Kollege Grampton Leffing- Theater. Paragraph 330. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer Wallner- Theater. Yvette. Rendenz- Theater. Der kleine Schwerenother( Ferdinand le noceur,) Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Achtung, Ban- Arbeiter! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung Bezugnehmend auf die Annonce im Vorwärts" von gestern( Freitag). ersuche ich die Bau- Arbeiter Berlins am Sonntag, den 27. b. M., Vormittags 10 Uhr, in der Versammlung im Lokal der Brauerei Friedrichshain" am Dienstag, den 29. März cr., Abends 8 Uhr, in der Brauerei pünktlich zu erscheinen. Bötzow, Prenzlauer Thor. Mit kameradschaftlichem Gruß Tagesordnung: 126/12 W. Gassmann, Ererzierstr. 4. 1. Der Großbetrieb und das Handwerk. Referent: Reichstagsabg. J. Auer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung! Stuckateure. Achtung! Alle, welche bei dem am Sonntag, den 27. März, Thomas- Theater. Ein blauer Teufel. werkschaften betreffend, ersuchen wir die Stuckateure in dieser Bersammlung können sich melden bei In Bezug auf geftrige Annonce, die öffentliche Versammlung aller Ge- zur Vertheilung kommenden Flugblatt helfen wollen, Friz Berndt, bei Lips( am Königsthor) recht zahlreich zu erscheinen. Neue Schönhauferstraße Nr. 18. Der Bureaukrat. Bellealliance- Theater. Franzosentib. ut de Oftend- Theater. Berlin im Jahre 2000. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Feenpalaßt. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American- Theater. Vorstellung. Spezialitäten393/15 Die Vertrauensleute: Kleinert, Meyer. 385/15 Große öffentliche Volfs- Versammlung Fachverein der Tischler für Männer und Frauen Sonntag, den 27. März, Nachm. 4 Uhr, in Teltow( Schwarzer Adler, Antauer). Tages- Ordnung: 1. Bortrag: Die Ziele der Sozialdemokrie". Referent: Th. Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. E Achtung! Achtung! Berlins und Umgegend. 378/18 Am Sonntag, den 27. März, Vormittags 10 Uhr, bei Joël, Andreasstraße Nr. 21( grosser Saal): Außerordentliche Giskeller. Theater und Spezialitäten- Der Verein zur Wahrung der Interessen der Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Sonnabend, den 26. März 1892, Abends 71/4 Uhr: Gala- Vorstellung. Aus dem gewählten Programm wird besonders hervor gehoben: 6 Trakehner Rapphengste in ganz eigener Art zus. dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Maurer Berlins und Umgegend General- Versammlung. Zages Ordnung: Stellungnahme zum Anschluß an den Deutschen feiert hente, Sonnabend, den 26. d. M., im Lokale Sebastianstr. 39, ein Tischler- Verband. Gemüthliches Beisammensein verbunden mit 325 Mitgliedsbuch legitimirt. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der MitDer Vorstand. deklamatorischen Vorträgen und Tanz( ohne Entree). glieder, aus allen Bezirken vollzählig zu erscheinen. Sämmtliche Mitglieder mit Familie find freundlichst eingeladen. Der Vorstand. 427/16 Große öffentliche Versammlung Beautiful, hierauf Solon, ger. von der für Männer und Frauen. beliebten Schulreiterin Frl. Clot. Hager. Elimar( Stridspringer), vorgeführt von Frl. Oceana Renz. Fahnen- Quadrille, Sonntag, den 27. März, Nachm. 4 Uhr, in Knebel's Salon, Badstr. 58( Gesundbrunnen). ger. von 16 Damen. 4 Gebr. Briatore, Die Entwickelung des Kapitals. Referent: Paul Heitmann. Afrobaten. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. Miss Edith, Joden- 484/73 reiterin. Mr. Adolf Delbosq, Saltomortales auf ungesatteltem Pferde 2c. Romische Entrees von sämmtl. Klows. Zum Schluß: Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Der Einberufer. Oeffentliche Versammlung der Maurer und verw. Berufsgenossen ober: Ebbe und Fluth. Große hydro- mit Frauen für Rummelsburg, Friedrichsberg, Stralau Auf Helgoland" E Logische Ausstattungs- Pantomime in 2 Abtheilungen vom Direktor E. Renz. und Friedrichsfelde National- Tanze( 65 Damen). Einlage: am Sonntag, den 27. März, Nachmittags 5 Uhr, Garde- Husaren 2c. Dampfschiff und Bootfahrten, neue überraschende Lichtu. Feuereffekte. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Morgen Sonntag 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei): Aschenbrödel". Abends 7/2 Uhr: " Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. PassageFrauengestalten Panopticum. in Borchmann's Ball- Salon, Berlinerstraße. Tagesordnung: 20676 Vortrag des Regierungs- Baumeister Herrn G. Kessler über: Schule und Kirche. Gäste willkommen. Entree 10 Pf. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Buchdrucker! Montag, den 28. März, Abends 8½ Uhr: Allgemeine Buchdruder- Versammlung mit Hilfsarbeiterinnen und Hilfsarbeitern im Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13. Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Halberstädter Gewerkschafts- Rongreß. 2. Vortrag über die am 1. April 1892 in Kraft tretenden Bestimmungen der ReichsGewerbe- Ordnung für gewerbliche Arbeiter und Arbeiterinnen. 3. Bericht über die Streit- Kontrollkommission event. Wahl eines Delegirten. 4. Verschiedenes. Recht zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. NB. Den Kollegen zur Nachricht, daß die freiwillige Sammlung Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgieher am Sonnabend, den 10. April, zum letzten Male erhoben wird. für die arbeitslosen Kollegen laut Beschluß des Vorstandes des 149/4 Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für II. Quartal 1892. Der Einberufer: C. Dittmann, Friedrichsberg, Frankfurter- Chauffee 47. Nach Schluß der Versammlung: Geselliges Beisammensein, ver bunden mit Tanz. Veranstaltet vom Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend.-Gäste können durch 81/2 bis 10% Uhr Abends. Mitglieder eingeführt werden. Freireligiöse Gemeinde. Montag Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von Sonntag, den 27. März, Vormittags 10 Uhr, in den Fefträumen Dienstag Des Konzerthauses, Leipzigerstr. 48: Mittwoch. in 7 lebend. Bildern Feier der Jugendaufnahme( Konfirmation). Donnerstag dargestellt von Berliner Modellen. Ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interessanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Vorstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr Fachmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Hente, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards, 2 Säle. Sowie täglich: 1169L Gr. Bock- Ausschank aus der Berliner Bock- Brauerei. KRONENGARN. Bekanntmachung. Täglich wird Weiß- u. Bairischbier verkauft im Restaur. GitschinerDen Festvortrag hält Herr Dr. Bruno Wille über: Atheistische Sittlichkeit. Gäfte fehr willkommen! * do. Freitag. * do. Sonnabend 88/16 Der Vortrag in der Rosenthalerstraße fällt aus. Achtung, Töpfer! Sonntag, den 27. d. M., Vorm. präz. 10 Uhr, in der Brauerei Priedrichshain: Deffentliche Versammlung Montag Dienstag. # do. Mittwoch Donnerstag Sonnabend aller Gewerkschaften Berlins u. Umg. Freitag. Tages Ordnung: 41 1/8 Die Beschlüsse des Halberstädter Kongresses gegenüber den sogenannten lotalorganisirten Gewerkschaften. Kollegen, erscheint alle Mann für Mann in dieser Versammlung. Der Vertrauensmann. Carl Thieme, Ruppinerstraße Nr. 4, I. * Nordschule. Müllerstr. 179a, Deutsch( mittl.) Geschichte( mittl.). Deutsch( ob.). Buchführung. Chemie. Deutsch( unt.). Physiologie. Rechnen. Ostschule. Markusstr. 31. Buchführung. Physiologie. Deutsch( mittl.). Rechnen. Geschichte( mittl.). Deutsch( unt.). Südschule. Hagelsbergerstr. 43. Rechnen. Deutsch( mittl.) Geschichte( neu). Deutsch( ob.). Buchführung( doppelte). Deutsch( unt.). Süd- Ostschule. Reichenbergerstr. 133. Rechnen. Deutsch( mittl.). Mathematik. Deutsch( ob.). Geschichte( alt). Deutsch( unt.). Buchführung. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benugung der DoppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: National- Oekonomie. Das Lofal wird noch bekannt gemacht. endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet iſt, Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder fann an Achtung! Musik- Instrumenten- Arbeiter. Achtung! erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterzeichnete Kommission ladet alle Inhaber unserer Sammelfarte für Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Bf. monatlich, den Agitations Fonds, sowie alle Kollegen, welche sich für unsere LofalOrganisation intereffiren, zu der am Sonntag, den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( am Königsthor) stattfindenden öffentlichen Versammlung aller Gewerkschaften ein. Tagesordnung: 1. Die Beschlüsse des Halberstädter Kongresses gegenüber den lokal organisirten Gewerkschaften. 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen werden alle Kollegen, welche an unferer Organisation Interesse haben, ersucht. Wir bitten unfere Bertrauensmänner besonders hierfür zu agitiren. 435/17 Die Agitations- Kommission. Achtung, Maler! Oeffentliche Versammlung am Sonntag, den 27. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, bei Herzog, Stromstr. 28. Tagesordnung: Vortrag. Referent: Hohlwegler. Nachher: Tanz. R. Gültzer. Achtung, Textilarbeiter! Große öffentliche Textil- Arbeiter- und-Arbeiterinnen- Versammlung 20625 straße 79 von J. Währig. Freunde( als da sind: Weber, Wirker, Sticker, Seiler, Färber, Posamentiver c.) u. Bekannte u. solche, die es werden wollen, ladet freundlichst ein. [ 2042b 0 am Sonntag, den 27. März, Vormittags 10 Uhr, bei Nieft, eberstraße 17, Gustav Schiefelbein, Vertreter. Zagesordnung: 1. Berichterstattung über den Halberstädter Ge werkschafts Rongreß. Referent: Kollege Paul Petersdort. 2. Diskussion. Aufpolstern v. Sophas u. Matraßen 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. in und außer dem Hause übernimmt Die Kollegen aller Branchen sind der wichtigen Tagesordnung wegen [ 20546] 2043b] Kirscht, Thaerfir. 17, part. eingeladen. Der Einberufer. Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Bahlstellen sind auch Billets zum Aquarium à 40 Pf. und zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 43. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Rottbufer Damm 14, SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 183. Kehr, Köpniderstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Linke, Forsterstr. 45. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Pafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Razbachstr. 1. * Antrick, Steinmetstr. 60, 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Radke, Krautstr. 48. " Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27, Rusch, Markusstr. 31, 432/12 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. C. * Berndt, Neue Schönhauserstr. 18. Kuhlmey, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a, Krause, Pappel- Allee 3/4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Scholz, Rastanien- Allee 35. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42, Drescher, Linienftr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Friedrichsberg. Heineke, Friedrich Karlstr. 11. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 73. Tokales. Sonnabend, den 26. März 1892. 9. Jahrg. Weise zu erläutern, lassen wir hier noch einmal die den Zeitungen nicht mehr zu haben war. Die Schriftenverbreitung hat außer zugegangene Erklärung folgen. Der Selbstherrscher von„ Sibirien" ordentlich zugenommen, 127 000 Predigten werden wöchentlich verbreitet. 11 Kolporteure vertreiben gute Blätter. Im StadtMit dem herannahenden Frühling wird auch die einzige schreibt den hiesigen Blättern: Bei den Berichten über die Märzfeier hat die Nachricht missionshause entfaltet sich reges Leben zahlreicher Vereine. Einrichtung, welche zur Milderung des Nothstandes in Berlin geschaffen worden war, schleunigst wieder entfernt. Die Pforten Berbreitung gefunden, daß auf den Gräbern der Märzgefallenen 1000 Kinder besuchen die Sonntagsschule." ein Kranz mit rother Schleife, die Widmung enthaltend: Ge Bei den Arbeitern scheint die Stadtmission also immer mehr der Wärmehallen find am Mittwoch Abend geschlossen worden, widmet von den Arbeitern der Schwarzkopff'schen Fabrit„ Sibirien"" Fiasto zu machen. b die anzustellenden hungrigen 10 bis und nur die Wärmehalle am Alexanderplatz bleibt von 9-12 Uhr niedergelegt worden ist. Mit„ Sibirien" ist unser in der Acker- 12 Kandidaten der Theologie ihr über den Berg helfen werden? Vormittags zur Entgegennahme der etwa eingehenden Nachfragen nach Arbeitskräften für diejenigen geöffnet, welche auswärtsstraße 96 befindliches Zweig- Etablissement gemeint, welches, zur Zeit seiner Begründung noch etwas weit ab vom Verkehr und Fabrikanten unter sich. Wegen hinterliftiger Entführung Arbeit annehmen wollen. im hohen Norden Berlins gelegen, diese Bezeichnung vom Bolts- einer Musterkollektion sind, wie eine Lotalforrespondenz meldet, mund zugetheilt erhielt. Wir konnten und wie sich heraus- ein angesehener Fabrikant aus Sachsen und dessen hiesiger Vergestellt hat, mit Recht annehmen, daß nur einzelne Unbefugte treter verhaftet worden. Am jüngsten Mittwoch hatte ein Feinde der Ordnung und des Friedens, ohne das erforder- Reisender der Firma Alexander und Bernhardt, Mohrenstraße, liche Einverständniß aller Arbeiter einzuholen, sich erkühnt haben, einem hiesigen Kunden eine Musterkollektion der für die Firma im Namen der Letteren eine so unerhörte Demonstration in Szene besonders angefertigten neuen englischen Tuchstoffe vorgelegt und zu setzen. Die von uns in den Werkstätten unseres neuen Werks nach Erledigung des Geschäfts sich mit der Erklärung entfernt, aufgelegten Listen, welche denjenigen, die mit solchem Vorgehen daß er den Musterkoffer, den er zurücklaffe, abholen lassen werde. nicht einverstanden sind, Gelegenheit geben sollten, eine ent- Nach Verlauf einer Viertelstunde erschien ein Mann, welcher sprechende Erklärung abzugeben, deren Inhalt lautete: Ohne unser Wissen und Wollen ist am 18. März dieses Jahres ein Kranz mit rother Schleife, die Aufschrift enthaltend: Gewidmet von den Arbeitern der Schwarzkopff schen Fabrik Sibirien" Es ist nämlich von irgend einem ungenannten ,, Romitee" der famose Plan aufgenommen worden, Berlin von seinem großStädtischen Proletariat dadurch zu säubern, daß man dasselbe veranlaßt, möglichst die Provinz zu überschwemmen. Die bürgerlichen Zeitungen wiffen seit einiger Zeit nicht genug zu erzählen von dem angeblichen Mangel an Arbeitskräften, der auf dem Lande herrschen soll. Zum Schluß findet sich dann stets der väterliche Rath an diejenigen, welche in Berlin beschäftigungslos find, doch Vernunft anzunehmen, den Berliner Staub von ihren defetten Stiefeln zu schütteln und nach der Provinz zu wandern allwo es möglich sei, ein Leben voll Luft und Freude zu führen. Die überschüssigen Arbeitskräfte will man durchaus der Provinz aufhalsen, die fann dann sehen, wie sie mit denselben fertig wird. Es fällt uns nicht ein, auch nur einen Arbeiter davon abhalten zu wollen, sein Glück in der Provinz zu suchen. Wir wollen aber darauf aufmerksam machen, daß es sich fast ausschließlich um landwirthschaftliche Betriebe handelt, in denen Arbeitskräfte gebraucht werden. Die Löhne aber, welche der Landwirth, vom Großgrundbesitzer herunter bis zum Häusler landwirthschaftlichen Arbeiter eine erbärmliche ist. wenn " " " in demonstrativer Weise auf dem Kirchhof im Friedrichshain niedergelegt worden. den Roffer verlangte und auch ausgehändigt erhielt. anderer Mann auf, der sich als Hausdiener der Firma Bald darauf tauchte in dem betreffenden Geschäfte ein A. u, B. bezeichnete und um Aushändigung des Koffers ersuchte. daß die Muster vorher von unbefugter Seite abgeholt worden Da der Mann sich zu legitimiren vermochte, so war es flar, waren. Bald kam auch Licht in die Angelegenheit. Der in der Nähe des ersterwähnten Geschäfts bei einem anderen Runden Die Unterzeichneten erklären hierdurch, daß sie mit weilende Reisende der Firma wurde hinzugeholt, und während diefem Vorgehen einzelner Unbefugter nicht einverstanden derselbe sich in allerhand Vermuthungen über den Urheber der find, sich vielmehr veranlaßt sehen, gegen eine solche will- Rofferentführung erging, trat unerwartet der Mann ein, der diese türliche Demonstration feierlich Protest zu erheben", Entführung ausgeführt hatte. Demselben war die Angelegenheit zahlt, find erschreckend niedrig, wie denn die Lebenshaltung der find, denn auch mit 851 eigenhändigen Unterschriften bedeckt nämlich ſelbſt verdächtig vorgekommen, en ferte beshalb it bete er in das Auf der anderen Seite wieder hätten wir von unserem worden. Diese Zahl enthält, mit Ausnahme von sechs, welche Geschäft zurück, aus welchem er den Koffer geholt, und berichtete Standpunkt aus gar nichts dagegen, wenn die Arbeitslosen sich der unbefugten Agitation schuldig gemacht haben und aus dort das Folgende: Er habe von zwei vor dem Monopol- Hotel Berlins mal einen Eroberungszug nach der Provinz unter diesem Grunde aus unserer Fabrit fofort entlassen sind, die stehenden Herren den Auftrag erhalten, den Musterkoffer der nähmen. Der schlimmste Feind, den wir in den indolenten Namen der sämmtlichen Arbeiter unseres Zweig- Etablissements, Firma A. und B. aus dem ihm bezeichneten Geschäft abzuholen, und dies auch gethan. Als er mit dem Koffer nach dem und dies auch gethan. Als er mit dem Koffer nach dem Maffen des Proletariats zu bekämpfen haben, ist dessen ver- und verfehlen wir nicht, dies zur Wahrung des Rechtes der- Monopol- Hotel gekommen, haben die beiden Herren, die noch vor dammte Bedürfnißlosigkeit. Dieselbe weicht sofort, wenn der selben, ihre Ansichten selbst zu vertreten, hiermit zur Kenntniß zu der Thür standen, ihm denselben abgenommen, und damit eine Dörfler erst sieht, daß der städtische Arbeiter etwas Anderes, bringen." Besseres zu effen gewohnt ist als Kartoffeln und Hering und Bevor dieser Wisch zur Veröffentlichung gelangte, hatten die Droschte bestiegen, die sie nach dem Altstädter Hof" am Neuen Hering und Kartoffeln und daß es ihm kein Vergnügen macht, sechs Feinde der Ordnung und des Friedens" noch eine Unter Markt fahren sollte, Da ihm, wie gesagt, die Sache nicht richtig fich Sonntags in der dumpfigen Dorfkneipe in elendem Fusel redung mit dem leitenden Direktor der Gesellschaft, dem erschien, so sei er zurückgekehrt, um Bericht zu erstatten. Die einen Rausch anzutcinken. Dem landwirthschaftlichen Arbeiter Kommerzienrath Kaselowsky, der bei dieser Gelegenheit eine Kriminalpolizei, welche von dem Vorfall verständigt wurde, entist das Gefühl der Knechtschaft derart in's Blut übergegangen, folch' feltene Fülle von Geist, verbunden mit gemüthvollem fandte sofort einige Beamte nach dem genannten Hotel, woselbst daß er vor dem gnädigen Herrn" auf die Knie fällt und selbst Humor offenbarte, daß wir nicht anstehen, das stattgehabte Zwies thatsächlich einige Zeit vorher zwei Herren mit einem Roffer eindie brutalfte Behandlung stillschweigend Die gespräch möglichst wörtlich zu veröffentlichen. Nur da, wo der getroffen waren. Dieselben hatten sich ein Zimmer anweisen erträgt. Wohnungsverhältnisse auf dem Lande sind ebenso schlimm, geistreiche Wit des Herrn Kommerzienrathes sich der derb- lassen und den Auftrag ertheilt, sie nicht zu stören, da sie wichtig als in der nicht noch schlimmer Großstadt. drastischen Ausdrucksweise des Mittelalters bediente, werden wir zu arbeiten hätten. Natürlich beachteten die Beamten den Wunsch der beiden Herren nicht, sie drangen vielmehr in das Zimmer Aber auch hier macht sich der Unterschied sofort be- uns mit einer bloßen Andeutung begnügen müssen. Arbeiter: Wir sind gekommen, um uns nach dem Grund ein und fanden hier zwei feingekleidete Herren bei einer sehr merkbar, der Knecht lebt in stumpfer Gleichgiltigkeit in seinem eigenartigen Beschäftigung. Aus dem gewaltsam geöffneten Stall, während der städtische Arbeiter alle Kräfte anspannt, um unserer plötzlichen Entlassung zu erkundigen. Kommerzienrath: Stoffer waren die Tuchmuster herausgenommen worden, und beide unerträgliche Verhältnisse mit befferen vertauschen zu fönnen. Sie find entlassen wegen sozialistischer Umtriebe.- Arbeiter: Der Bildungsdrang, die Sucht nach Wissen, eine der besten Sozialistische Ümtriebe? Durch welche Handlungen sollen Männer waren emsig dabei beschäftigt, Proben davon abzuDurch welche Handlungen sollen schneiden. Die findigen Musterdiebe wurden sofort festgenommen. Eigenschaften der Arbeiter der Großstadt, gehen dem landwirth wir diefelben begangen haben? Kommerzienrath: Sie sind als ein Fabrikant G. aus einem der sächsischen HerzogSie doch ehrlich, find Sie Sozialdemokraten? schaftlichen Arbeiter leider vollkommen ab. Es fehlen ihm diese feien thümer und dessen hiesiger Agent C. entpuppt. Der Fabrikant Eigenschaften feineswegs, aber Niemand nimmt sich die Mühe, Die Arbeiter jeder einzeln mit dem Zone der diefelben zu wecken, im Gegentheil, sie werden unterdrückt, Ueberzeugung: Ja wohl! Kommerzienrath: Das ist brav hat die Muster in geringerer Qualität nacharbeiten lassen wollen, wo immer sich die ersten Anfänge derselben bemerkbar machen. von Ihnen, daß Sie so offen Ihre Gesinnung bekennen, aber um dann mit der betreffenden Kollektion der Firma A. und B. unlautere Konkurrenz zu bereiten, ein Manöver, das den beiden Alles in Allem find die Proletarier der Landwirthschaft noch eben weil Sie Sozialdemokraten sind, deshalb können wir nicht Beuten wohl eben so übel bekommen dürfte wie jenem Fabrikanten die legteren aber haben mehr zusammen arbeiten. Ich habe es mir zur Regel gemacht, in Dessau, über dessen Prozeß, bei dem es sich ebenfalls um schlimmer daran, wie die der Stadt, thre Lage erkannt und find bestrebt, dieselbe zu verbessern, wäh- teine Sozialdemokraten zu beschäftigen, weil deren Anschauungen Erschleichung neuer Muster handelte, wir seiner Zeit berichtet rend die ersteren noch niedergehalten werden von dem Druck einer mit meiner Gesinnung im Widerspruch stehen. Nun sagen Sie haben. einmal, was wollen die Sozialdemokraten eigentlich? Arbeiter: Jahrhunderte alten Knechtsseligkeit. Das würde sich mit einem Schlage ändern in dem Augen- Zunächst dafür sorgen, daß für Jeden, der arbeiten will, eine Für die Festsetzung des Zeitkarten Tarifs im Berliner blid, in welchem die ländlichen Arbeiter stark durchsetzt würden menschenwürdige Existenz geschaffen wird. Kommerzienrath: Borortverkehr, so bemerkt die Nat.- 3tg." gegenüber dem Nachmit' Arbeitskräften, welche das städtische Leben und Treiben Nein, theilen wollen sie, und wenn einige nach vierzehn weise im Archiv für Eisenbahnwesen", beweist die angebliche das ihrige aufgefressen haben, wieder theilen, Thatsache gar nichts, daß die Zeitkarten im Berliner Bororttennen und welche die Jdeen der großstädtischen Arbeiterwelt Tagen theilen, bis Raub und Mord das verkehr billiger find als in dem Vorortverkehr anderer europäischer hineintragen bis in den entlegensten Winkel Pommerns. Wenn und dann wieder theilen, bis Raub also eine Bahl unserer Genossen sich während des Sommers in Ende ist. Arbeiter: Eine solche Anschauung verräth eine voll- Großstädte. Die Berliner Berhältnisse liegen eben anders als bie den Dienst der Landwirthschaft stellt, so sollen sie nicht vergessen, ständige Unkenntniß unserer Ziele. Wir würden Ihnen rathen, jeder anderen Großstadt. Keine der angeführten Städte, ja teine daß es sich nicht nur darum handelt, sich den Sommer über für die sozialistische Literatur zu studiren, Sie würden dann bald Stadt der Welt ist so gewaltig gewachsen wie Berlin, das überall wenig Lohn und wenig Essen durchzuschlagen, sondern daß ihnen anderer Meinung werden. Kommerzienrath: Ihre Annahme schon bis an die Weichbildgrenze heranreicht. Der Minister des Gelegenheit zu einer Agitation für unsere Jbeen gegeben ist, wie trifft nicht zu. Ich habe die sozialdemokratischen Zukunftsbilder Innern hat den lebhaften Wunsch ausgesprochen, daß die Vorsie besser faum zu finden ist. Und diese Gelegenheit nach jeder von Eugen Richter bis zu Ende durchstudirt, und damit Sie orte fich schnell entwickeln mögen, das Abstoßen der Tausenden Richtung hin auszunuzen, das ist die Pflicht jedes zielbewußten sehen, daß ich es gut mit Ihnen meine, will ich jedem von Ihnen nach den Vororten ist eine Nothwendigkeit, auf welche die Be ein Exemplar dieser Schrift als bleibendes Andenken verehren. hörden rechnen. Brüssel, Pest, Kopenhagen, Stockholm und Zürich Arbeiter: Diese Schrift ist uns bereits bekannt, wir haben sie fallen bei dem Vergleich ganz fort. Im Großen und Ganzen auch studirt, haben Sie aber auch ihres haarsträubenden Blöd leben in den Vororten dieser Städte nur die besser fituirten finns halber wieder bei Seite gelegt. Kommerzienrath: Wenn Kreise, welche sich auf ihren eigenen Besitz zurückziehen und das Ihnen denn gar nicht zu rathen ist, so wandern sie doch nach Landleben genießen, selbst auf Wien trifft das bis zu einem geAmerika aus. Sie können sich ja dort nach Belieben einrichten und wissen Grade zu. Paris und London aber, welche mit Berlin am Salzsee ihren Zukunftsstaat begründen. Arbeiter: Auch dieser gemeinsam haben, daß ein Theil der Bevölkerung gezwungen ist, gute Rath ist nicht mehr neu, wir denken jedoch nicht daran, ihn am Abend die Vororte aufzusuchen, können mit trockenen Ziffern zu befolgen. Wir wollen hier, wo wir geboren find, unseren nicht in Vergleich gestellt werden. Dazu gehört auch ein NebenStaat verwirklichen. Kommerzienrath: Ja, Ihren Staat, in dem einanderstellen der Erwerbs- und Lohnverhältnisse, die in London wird es schön aussehen! Sie wollen Minister spielen und wir fast durchweg, in Paris im Allgemeinen günstiger sind, als in sollen Sch.... Häuser ausräumen. Aber so weit ist es glück- Berlin." licher Weise noch lange nicht. Unter unfern Arbeitern befinden Arbeiters. Nun, vollsten Und das will in der Deffentlichkeit die Rechte der Arbeiter % Das Vorgehen der Direktion der Schwartkopfffchen Fabrik gegen jene Arbeiter, welche am 18. März auf dem Friedhof im Friedrichshain einen Kranz niedergelegt hatten, wird sogar von einem Theil der bürgerlichen Presse entschieden verurtheilt. So meint die„ Berliner Zeitung", daß die Fabrikleitung, nachdem sie ihre Arbeiter zur Unterzeichnung des Protestes gezwungen habe, dieselben jetzt auch noch verhöhne, indem sie dies sämmt lichen Berliner Zeitungen mit dem Ersuchen um Abdruck mit theile. Das ganze Verfahren wird als Daumschraube" bezeichnet, die ihre Schuldigkeit gethan habe. Wir haben uns über das Vorgehen der Schwarzkopff'fchen nicht übermäßig gewundert, weil wir faft täglich über solche und sich vielleicht höchstens 200 Sozialdemokraten. Arbeiter: Diese Die große Sandstein- Figur, welche an der linken Seite ähnliche Vorkommnisse zu berichten haben. Dieselben zeigen die Annahme ist irrig! Gewiß ist, daß die Mehrzahl Ihrer Arbeiter des Eingangs zum Haupt- Postamt in der Spandauerstraße, und schöne Phrase von dem Hand- in- Hand- gehen" der Arbeitgeber und Sozialdemokraten find. Kommerzienrath: Wenn dies wahr wäre, zwar auf dem Dache aufgestellt war, ist gestern Mittag gegen Arbeitnehmer in ihrer wahren Gestalt und liefern auf's Neue den Be- würde ich lieber mein Wert" schließen, als mit Sozialdemokraten 1/4 Uhr ins Wackeln gekommen. Fast der ganze linke Arm der weis, daß die Vergewaltigungssucht des Kapitals feine Grenzen kennt. zusammen arbeiten. Nun werde ich Ihnen auch ein Zeugniß selben stürzte aus der fünf Stockwerke umfassenden Höhe plöglich Von den 857 in dem Schwarzkopff'schen Sibirien" beschäftigten ausstellen. Ich werde Ihnen in demselben bestätigen, daß Sie unter furchtbarem Krachen auf den Bürgersteig herab und rief Arbeitern haben 851 das ihnen vorgelegte Schriftstück unter sich ausgezeichnet zu Direktoren eignen, daß Sie aber, weil in unter den zahlreichen Bassanten, welche gerade um diese Zeit den zeichnet, die übrigen sechs wurden wegen unbefugter Agitation" meinem Werke" beide Direktorenstellen besetzt, fich in dieser Straßenzug durchwandern, eine ungeheuere Bestürzung hervor. entlaffen. Die ,, Daumschraube" hat also ihre Schuldigkeit gethan. Ihrer Eigenschaft anderweitig nach Beschäftigung umsehen müssen. Von allen Seiten lief man zusammen; es stellte sich jedoch zur Wir wollen nicht untersuchen, wieviel Muß" Unterschreiber Als die Arbeiter hierauf erklärten, daß es nicht hübsch sei, wenn allgemeinen Verwunderung heraus, daß Niemand Verlegungen unter den 851 Unterzeichnern gewesen sind, d. h. solche Arbeiter, man Arbeiter in ihrer traurigen Lage noch verhöhne, brach der davongetragen hat. Die Roloffalfigur ist anscheinend durch die die nur ihre Namen unter das Schriftstück seßten, weil ihnen Kommerzienrath die Unterhaltung ab. Witterungsverhältnisse nach und nach so weit zerstört worden, Und das will Arbeitern imponiren? daß der Arm keinen Halt mehr hatte und abbrach. sonst die sofortige Entlassung drohte. Es hieß einfach: entweder unterschreiben oder hinausfliegen! Unter diesem wange wurde Die Verhaftung eines reichen Amerikaners, Namens unterschrieben. Wer wollte es unter den heutigen Verhältnissen Adalbert Russel Withney, welcher in der Französischenstraße 62 dem Arbeiter verdenken, wenn er sich, allerdings mit Widerwillen gegen eine solche Vergewaltigung, dem 3wange fügt? Heute uns mitgetheilt, daß die Krangträger nicht Delegirte des Vereins wenigen Tagen erfolgt. Der Berhaftete hatte sich widernatürlicher Zu unserem Artikel Pietät aus der Polizeiwache" wird eine sehr elegant eingerichtete Wohnung inne hatte, ist vor ist Jeder froh, wenn er Arbeit hat und Dient. Soll er Arbeit und Verdienst plötzlich im Stich Berliner Hausdiener waren, sondern diefelben waren in einer Verbrechen schuldig gemacht und sein lasterhaftes Treiben war Wenn öffentlichen Hausdiener- Versammlung, in welcher Genosse Paul der Kriminalpolizei auch schon längere Zeit bekannt. Den direkten laffen und mit Frau und Kindern hungern? Anlaß zu seiner Verhaftung bot die Verführung eines Friseurer bas Seuchelei, die Singer referirte, am 8. Februar gewählt worden. nicht thut, sondern auf die Heuchelei, gehilfen, den er in seine Wohnung gelockt und hier durch fategorisch von ihm verlangt wird, eingeht, kann's ihm kein Ueberproduktion herrscht auf allen Gebieten, auch auf narkotische Mittel eingeschläfert hatte. Es ist zugleich bei dieser Mensch verdenken. Wenn die Schwarzkopff'schen aber meinen, die Arbeiter hätten ihnen mit ihrer abgepreßten Unterschrift auch dem der Seelsorge. Die Berliner Stadtmission, welche gegen Mittheilung erwähnt worden, daß Withney in seiner Wohnung, ihre politische Ueberzeugung auf das Bapier hingelegt, so find fie wärtig mit 39 Brüdern, 4 Inspektoren und einem Silfsinspektor angethan mit schwerem seidenen weißen Atlaskleide, fich habe doch gewaltig im Irrthum. Daß bei der nächsten Wahl aus arbeitet", hat deshalb den löblichen Entschluß gefaßt, jetzt auch mit einem Freunde trauen lassen. Die Dertlichkeit des wohl einzig Sibirien 851 sozialdemokratische Stimmzettel in die Urne gelegt 10 bis 12 der vielfach trotz der vielen Kirchenbauten nach in seiner Art dastehenden Vorganges war nicht richtig angegeben. werden, das ist so sicher, wie zwei mal zwei vier ist. Das ist dem Berichte der„ Kreuz- 3tg." ohne Stellung bleibenden Kan- Die Hochzeitsfeier" wurde schon vor längerer Zeit in Moabit damals hieß es, daß ein Ulan die einzig angemessene Antwort auf die Drohung: Unterschreiben didaten der Theologie anzustellen. Nun, ihre Mittel erlauben abgehalten und ihr das jedenfalls, denn für die Zwecke der Stadtmission weiß Glückliche gewesen sei, der die reiche Amerikanerin" oder hinausfliegen. Aus diesem Vorfall sehen die Arbeiter wieder einmal, daß man ja immer Gelder flüssig zu machen. Und was sind das für heimgeführt hätte. Wir sind nunmehr in der Lage, über den sträflichen Vorfall das Nachstehende zu berichten: Mitte Dezember das Kapital seine Macht dazu mißbraucht, einen Gewissenszwang 3wecke? Man höre: auf die Arbeiter auszuüben. Das ist von jeher so gewesen und Neben den Hausbesuchen, die im verflossenen Jahre mehr v. Js. erschienen drei elegant gekleidete Herren in einem bewird so bleiben, so lange das Rapital die Welt regirt. Wer verschlossene Herzen zeigten als früher es scheine den Arbeitern fannten Lokale Moabits mit der Anfrage, ob der Wirth für den heute noch behauptet, es sei möglich, daß zwischen Kapital und befohlen zu sein, nichts auf sich einwirken zu lassen übt die 26. desselben Monats seine Säle zu einer Hochzeitsfeier hergeben Arbeit die große Harmoniepaute geschlagen werden könne, der Stadtmission auch eine umfassende Vereins- und Versammlungs- tönne. Sie erhielten einen zusagenden Bescheid und ein Saal spricht bewußt oder unbewußt die Unwahrheit. thätigkeit. Den Evangelisations- Versammlungen im Often, welche wurde bereits am 18. Dezember in eine Kapelle umgewandelt. Diese Zeilen waren gerade geschrieben, als uns noch die durch Sozialdemokraten vielfach gestört worden waren, wurde Das hierzu nöthige Inventar hatte die Möbelhandlung von M. folgenden Ausführungen zugingen. Um diese in der richtigen durch die Arbeiterunruhen ein Ende bereitet, da nachher der Saal in der Friedrichstraße geliefert. Tapeziver hatten einen Altar er etwas verwahren? " der " = Gerichts- Beifung. 11 schäft herrührend wieder erkannt. Sie war der plündernden Menge schutzlos preisgegeben. richtet, Gärtner reichen Blumenflor herbeigeschafft, und als ber Tag gekommen war, an dem der Wirth seine vornehmen Gäste Der Gelbgießer Baul Ebert, einer der neulich wegen Landerwartete, trafen zunächst Kriminalbeamte mit dem Kommissarius Müller an der Spize ein, welche dem erschrockenen Wirthe Der letzte Akt der Berliner Straßenkrawalle spielte sich friedensbruches Berurtheilten behauptet, daß Fensti ein rothes unt den Hals trug, losgebunden, mittheilten, daß die zu trauende Braut der Amerikaner Withnen gestern vor dem Schwurgericht ab. In der Verhandlung kamen Tuch, welches er fei, daß man aber der Gesellschaft vorläufig freies Spiel laffen auch die Vorgänge zur Sprache, bei denen unser Blatt eine ge- damit mit der Hand in die Luft gewinkt und geschrien habe: möge. Alsbald rollte denn auch Equipage auf Equipage vor, wisse Rolle gespielt haben soll. Nach der Anklage sollten am Wir wollen Arbeit haben!" Fensti sei in der Köpenickerstraße deren Infassen zum großen Theil in hocheleganter Damen- Tage der Krawalle mehrere Personen in dem Leih'schen Schant- auch nach einem Zigarrenladen gerannt und mit Zigarren zurückKleidung erschienen, sich aber später als lauter Männer erwiesen. geschäft, Weißenburgerstr. 70, nach dem Vorwärts" gefragt gekommen. Als Rädelsführer hat er den Fenski nicht beobachtet. Zwei ehemalige Arbeitgeber des Fensti geben demselben das Ein Wagen brachte den Geistlichen, wie sich später ergab, einen haben. In einem, allerdings unklaren Zusammenhang hiermit Dr. Saal; zuletzt fuhr das Brautpaar vor. Der Bräutigam, bringt dann die Anklage das am Nachmittag erfolgte Einwerfen Beugniß eines ganz willigen, arbeitsamen Menschen. Der Schankwirth Leit hat den Angeklagten Hungs als ein früherer Ulan Daniel Lindenberg, trug große preußische der Fenster bei Leitz. Der Zeuge Zeit sagt nun aber aus, daß Generalsuniform, die Braut Withney- rauschte in weißem am Vormittag Personen, die bei ihm nach dem Vorwärts" einen derjenigen wiedererkannt, welche sein Geschäft demolirten. Atlas mit Myrthenkranz und Schleier in den Saal, ehrfurchtsvoll fragten, wieder weggegangen feien, als sie das Blatt nicht er- Am Vormittage des 25. Februar feien zehn Personen bei von den Anwesenden begrüßt. Die Kriminalpolizei hatte zugleich hielten; am Nachmittag seien die Fenster eingeworfen worden. ihm gewesen, welche nach dem Vorwärts" fragten und fich mit der Festgesellschaft die Kapelle" betreten, und als man ihrer Gin Zusammenhang besteht also gar nicht. Bekanntlich hatten wieder entfernten, als er erklärte, daß er das Blatt nicht führe. anfichtig wurde, überging man den beabsichtigten Trau- Aft und gegnetische Blätter die jetzt als grundlos erwiesene Behauptung Nachmittags sei dann ein Trupp von mehreren hundert Leuten schritt fofort zur Tafel, welche für 45 Personen gebedt war. benutzt, um die Erzedenten der Sozialdemokratie an die Rod unter dem Rufe:„ Schlagt ihn todt!" die Weißenburgerstraße Bei dem prachtvollen Festessen floß der Champagner in des schöße zu hängen. Aus dem Bericht, den wir jetzt folgen lassen, entlang gezogen und dieselben haben ihm die Fensterscheiben Wortes wahrer Bedeutung in Strömen. Nach Aufhebung der geht unzweifelhaft hervor, daß die Ausschreitungen nicht sozial entzwei geworfen. Der Zeuge will ganz genau gesehen haben, daß Hungs zweimal einen Stein in das Fenster geworfen und Tafel ging man, wie gewöhnlich bei Hochzeiten, zum Tanz über. Demokratischen Ursprungs sind. Der Berichterstatter schreibt: Das weibliche" Element überwvog bei der Hochzeitsfeier" beVor dem Schwurgericht des hiesigen Landgerichts I standen will den Angeklagten namentlich an dem weißen Anzug aus deutend. Die Roften trug Withney, welcher ein dickes Packet gestern drei junge Leute, welche als Rädelsführer wegen Auf- englischem Leder, den er trägt, genau erkennen. Der Zeuge ist von Hundertmartscheinen zu diesem Zwecke mit sich führte. Wie ruhrs, Landfriedensbruchs zc. zur Verantwortung gezogen wurden durch die Glasscherben an der Hand verlegt worden. Kaufmann Jordan hat einen Mann mit weißem Anzuge der Birth unserem Gewährsmanne versichert, soll die Anzeige Die Angeklagten sind der 26jährige Arbeiter Gustav Albert in der tumultuirenden Menge bemerkt, weiß aber nicht, ob es der über den Vorfall durch einen besonders hochstehenden Geistlichen Rhode aus Krummflies, Kreis Flatow, der 21 Jahre alte Angeklagte war. Mehrere Leute in solchem Anzuge hat der Zeuge der Kriminalpolizei erstattet worden fein; diesem war durch Tischler Nikolaus Hungs und der 18jährige Arbeiter Paul nicht gesehen. einen der Trauzeugen eine Mittheilung zugegangen. Wir wollen Fenski. Am ersten Tage der Straßenkrawalle, 25. Februar, Fräulein Gräger hat bemerkt, daß der Angeklagte Rhode noch bemerken, daß die„ Braut" Withney, die sonst ein kräftiger ging es namentlich im Osten sehr böse zu. Ein Trupp von 400 einen Stein in das Schaufenster des Lövinsohn'schen Geschäfts Bart zierte, diesen der Feier zum Opfer gebracht hatte. bis 500 Personen zog Nachmittags zwischen 5 und 6 Uhr von am Andreasplatz geworfen und aus dem Schaufenster ein Stück Eine Rebhuhujagd in den Straßen Berlins dürfte selbst der Weinstraße über die Alexander, Blumen- und Krautstraße Beug herausgeholt und mit den Füßen darauf getreten habe. Der für unsere an die mannigfachsten Erscheinungen gewöhnte Welt nach dem Grünen Weg und der Koppenstraße. Plündernd und fressen!" stadt ein seltsames Vorkomanniß sein. Dieselbe spielte sich vor- raubend zog die Menge dahin, warf die Schaufenster ein und Angeklagte habe auch gerufen" Juden raus, oder was zu der Schlachtruf" Juden raus!" reizte die unbändigen Leute auf. Strumpfwirker Bujarsti erkennt den Angeklagten Rhode gestern Vormittag in der Jerufalemerstraße ab, nachdem sie ihren Rhode soll sich bei diesem Rufe besonders hervorgethan haben. als denjenigen wieder, welcher in der Blumenstraße, Anfang am Dönhoffsplatz genommen. Das Rebhuhn vermag am seine Flügel so gut wie gar nicht zu gebrauchen; es schwebt nur Er foll an einem großen Knotenstock ein rothes Tuch befestigt Grünen Weg u. s. w. u. f. w. mit einem dicken Knüttel entzwei schlug, fortgesetzt brüllte:„ Juden in kurzem Fluge dicht über der Erde und bewegt sich im und eine Führerrolle übernommen haben, indem er der Menge die Scheiben Uebrigen mittels feiner Beine fort. Das von einer zweifüßigen die Kommandos zukommen ließ:" Wir nach! jetzt rechts, jetzt raus! Wir wollen Arbeit haben!" und einen furchtbar großen Meute lebhaft verfolgte Thier lief bald auf das Trottoir, links!" In der Blumenstraße soll sich Rhode von einem Neubau Mund hatte. Als derselbe verhaftet wurde, hat er nach der Be bald auf den Straßendamm, bis es endlich in einem Hause Steine gefordert, dieselben aber nicht erhalten haben. Er sammelte fundung des Zeugen den Knüttel fortzuwerfen versucht und als der Jerufalemerstraße Rettung suchte; hier mußte es, die Treppen dann selbst Steine, riß Bretter aus dem Bauzaun und vertheilte ihm der letztere abgenommen wurde, zugegeben, die Fensterscheiben cingeschlagen zu haben. hinauftlimmend, in der legten Etage Halt machen. Da feiner der Beides unter die Tumultuanten. Er begann dann in der Blumen- ihm der letztere abgenommen wurde, zugegeben, die Fensterscheiben Häscher es dem andern gönnte, wurde beschloffen, den Vogel als einem Beispiel zu folgen. Namentlich warf er auch die merkt. Gin 18jähriger Junge( Schüße) will gefehen haben, daß traße Schaufenster einzuschlagen und reiste die Menge auf, Auch zwei andere Zeugen haben den Rhode in der Rotte be Fundobjekt der Polizei zu übergeben. Schaufenster eines Bäckerladens ein und forderte die Ruheftörer von dem Er hat habe. basselbe geschwenkt Knaben zur Folge gehabt hat, ereignete sich gestern Mittag gegen Euch doch was' raus! Geht doch mang!" Nach Plünderung geklagten auch die Worte gehört:" Juden raus! Ein schwerer Unglücksfall, der den Tod eines 14jährigen zum Plündern des Ladens auf, indem er denselben zurief:" Holter Angeklagte an einem Stock ein rothes Tuch befestigt und jetzt lints!" Ob der Angeklagte 11/2 Uhr im Thiergarten unmittelbar am großen Stern. Der des Bäckerladens zog die Menge nach der Köpenickerstraße; Rhode nach! Jetzt rechts, Schlofferlehrling Hans Kuhnert, Simeonstraße 24 wohnhaft, hatte ging voran, schwenkte das rothe Tuch und kommandirte: Alles bei dem Wegnehmen der Mauersteine von dem Neubau betheiligt eine zweirädrige Handfarre an einen bis jetzt noch nicht er- hierher! Rechts um! Haut die Blechkappen!" Unter Rhode's war, weiß der kleine Zeuge nicht. Der Freund des letzteren, der mittelten Geschäftswagen angekoppelt, sich darauf gefeßt und so Führung soll die Menge namentlich sehr arg im Grünen Weg 15jährige Knabe Hermann Lukas bestätigt die Wahrnehmungen eine Fahrt vom Brandenburger Thor bis zum großen Stern ge- und auf dem Andreasplatz gehaust und dort arge Verwüstungen des Schütze dahin, daß Rhode ein Rädelsführer war. Derselbe macht. Dem Gefährt folgte ein mit Kohlen schwer beladener angerichtet haben. Auf dem Andreasplatz war der Laden des habe auch geholfen, den Bauzaun einzureißen und dort Ziegel. Arbeitswagen. Als der erstere Wagen mit dem angehängten Löwinsohn'schen Manufakturgeschäfts noch hell erleuchtet. Da steine wegzunehmen. Am Andreasplay habe derfelbe einen Stein Karren über das Geleise der Pferde- Eisenbahn hinwegfuhr, wurde rief Rhode: Hier ist ja noch ein Jude! Juden raus!" in ein Schaufenster geworfen und die Menge aufgeheit, einen Kuhnert von seinem Sitz in einem großen Bogen hinabgeschleudert und, feinem Beispiele folgend, bombardirte die Menge Bäckerladen zu plündern. Auch den Ruf:" Haut doch die und fiel so unglücklich, daß der Kohlenwagen ihm über die Brust mit Steinen, stürmte den Laden und plünderte das Schau: Blechtappen!" hat dieser Zeuge von dem Angeklagten Rhode verfortging. Während des Transportes nach der Charitee starb der fenster. Rhode wurde in dem Augenblick verhaftet, als er mehrere Waaren aus dem Schaufenster herausgenommen hatte und darSchwerverletzte. Der als Entlastungszeuge für Rhode auftretende Arbeiter auf herumtrampelte. Sachtleben behauptet, daß er mit dem Angeklagten die KoppenEin zweiter zur Anklage gestellter Fall betrifft einen Erzeß straße betreten habe, als der Tumult begann. Der Zeuge hat in der Weißenburgerstraße. Am 25. Februar Mittags gegen fich fofort umgedreht und ist fortgegangen, ohne daß er weiß, 1 Uhr kamen mehrere Personen in das Leib'sche Schanklokal, was Rhode gethan. Weißenburgerstr. 70. 8ivei derselben sollen, wie die Anklage Die Beweisaufnahme ist hiermit geschlossen. behauptet, sich einen Nordhäuser" haben einschenken laffen, Der Staatsanwalt verweist darauf, daß die Krawalle indirekt während die übrigen nach dem Vorwärts" fuchten. Unter eine der in ber eine Folge ArbeitsVersammlung Führung eines Mannes, der ein an cinem Stoc belofen bei Lips geführten aufrührerischen Reden feien. Die Straßenkrawalle in Berlin sind von der aus feftigtes rothes Tuch schwenkte, soll dann Nachmittags vor Derartige Anfammlungen aufgeregter Menschen feien höchst ländischen Presse vielfach zu einer großen Revolte aufgebauscht demselben Lokal eine große, etwa 250 Menschen zählende gefährlich und die mit elementarer Gewalt sich bildenden So brachte die in Bahia( Brasilien) erscheinende Menschenmenge erschienen sein und die Fenster eingeworfen Ansammlungen konnten ungemein bedenkliche Folgen nach Zeitung„ Diario de Noticias" in Nr. 47 vom 2. März folgendes haben. Der Angeklagte Hung3 soll bei diesem Crzeß die fich siehen, wenn es nicht gelungen wäre, dieselben sofort Kabel- Telegramm aus Berlin: Großer Krawall! Berlin, Sauptrolle gespielt haben. durch große Energie zu unterdrücken. Jeder Staatsbürger habe 29. Februar. In verschiedenen Theilen der Stadt ereigneten sich Un demselben Tage war in der Simmerstraße die Zahl der die Pflicht aus dem Wege zu gehen und wer auch nur durch große zwischen Zwischen diesen war erbitterter Rampf, bei welchem es eine große von Zeitungs- Arbeitsnachweisen wartet, auf mehrere Tausend passive Theilnahme die Kraft und elementare Gewalt eines Anzahl Todte gab.- Der Kaiser befindet sich geflohen in angewachsen. Gegen 4/2 Uhr Nachmittags rotteten sich dieselben Staatsanwalt beantragt, den Angeklagten Hungs nur des mache sich schwer strafbar. Der Friedrichsruh. Die ganze Bevölkerung der Stadt ist immens zusammen und zogen von der Zimmerstraße durch die Komman schweren Landfriedensbruchs unter Bubilligung mildernder Um erschreckt. Fürst Bismarck organisirt die Oppositionspartei". banten- und Leipzigerstraße vor das königliche Schloß. Bei tände für schuldig zu bekennen. Am meisten belastet Das ist wohl die tollite Tataren- Nachricht, welche je eine Zeitung dieser Gelegenheit soll der Angeklagte Fensti fein rothes fei der Angeklagte Rhode, welcher ein fehr dreifter veröffentlicht hat. Taschentuch an einen Stock befestigt und denselben unter und unverschämter Mensch sei und zweifellos die Rolle dem Rufe: hatte, und Leute " Wir wollen Arbeit!" geschwenkt haben. des Rädelsführers übernommen hatte, Arbeiter Bildungsschule, Kursus für Nationalins Zucht ötonomie. Bom 27. März ab findet der Unterricht in der Bom Schloßplage zog die Menge johlend und schreiend nach der Kategorie dieses Angeklagten gehören ins der Köpenickerstraße, wo, wie schon der neulich verhandelte haus. Bezüglich des dritten Angeklagten hält der Staatsanwalt Nationalökonomie bei Dehlmann, Münzftr. 11, Hof 1 Treppe, statt. Prozeß ergab, den dortigen Geschäftsinhabern arg mitgespielt war den Nachweis der Rädelsführerschaft nicht für erbracht, da Aus Wilmersdorf wird uns geschrieben: Die Lokal- wurde. Die Schaufenster wurden eingeworfen und die Läden derselbe aber sich in hervorragender Weise an den Tumulten und kommission und der Vertrauensmann machen den Genoffen von geplündert. Der Laden des Bäckers Apelt und das Schirm- Plünderungen betheiligt habe, so beantragt der Staatsanwalt bei Berlin und Umgegend betreffs der 1. Mai- Feier Folgendes be- geschäft der Geschwister Steinorth hatten unter der Ber- diesem Angeklagten die Bejahung der Schuldfrage wegen Landfannt: Bei etwaigen Ausflügen, welche von Vereinen u. f. w. am störungswuth und der Begehrlichkeit der Excedenten ganz be= 1. Mai vorgenommen werden, stehen hier 3 Lokale den Genoffen zur Verfügung, welche zirka 10 000 Personen fassen: Die Feier der goldenen Hochzeit begehen am 29. März die Kupferdrucker Krafft'schen Eheleute, Bernauerstr. 27. Die Braut ist 77 Jahr alt, träntlich und altersschwach, der Bräu tigam, 78 Jahre alt, ein Veteran der Arbeit, seit seinem zehnten Jahre thätig. Er feierte schon am 1. April 1883 fein 50jähriges Jubiläum als Kupferdrucker. worden. 1. Molter's Boltsgarten, Berlinerstr. 40, 2. Restaurant Schulz, Berliner u. Augustastraßen Ecke. 3. Bittoria- Garten, Wilhelmsaue. Sollten Gesangvereine, welche dem Arbeiter- Sängerbunde angehören, gewillt sein, dem hiesigen Arbeiter- Gefangverein zu diesem Feste zu unterstützen, so bittet Unterzeichneter, umgehend hiervon Mittheilung machen zu wollen. Fritz Heinemann, Vertrauensmann. Aufforderung! Nigdorf! Parteigenossen, die gewillt find, fich an der Verbreitung von Flugblättern zu den Gemeindewahlen zu betheiligen, werden hiermit aufgefordert, sich am 27. d. M., Morgens 71/2 Uhr, in Rummer's Lotal, Berlinerstr. 136, zu diesem Zwecke einzufinden. sonders zu leiden. Das Kommando bei diesen Attacken soll ensii geführt haben, der auch an der Plünderung wiederholt Theil nahm. Auch am Grünen Weg wurde geplündert und der Hut laden der Wittwe Stahl gründlichst demolirt. Auch hier soll Fensti an den Plünderungen Theil genommen haben. Den Vorsiz führt Landgerichtsrath Voigt, die Anklage vertritt Assessor Dr. Strehler, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte F. Mundel, Mattersdorf und Huch. er nommen. der AnMir von Der Nach kurzen Plädoyers der drei Vertheidiger erklärten die friedensbruchs unter Ausschluß mildernder Umstände. Geschworenen durch ihren Spruch die drei Angeklagten im Sinne der Ausführungen des Staatsanwalts für schuldig, bewilligten aber den beiden letzten Angeklagten mildernde Umstände. Staatsanwalt beantragte gegen Rhode acht Jahre Zucht baus, 10 Jahre Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizeiaufficht, gegen Hungs vier Jahre Gefängniß, gegen Fensti fünf Jahre Gefängniß. Der Gerichtshof verurtheilte Rhode zu vier Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehr verlust, Sungs zu zwei Jahren und Fensti zu drei Jahren Gefängniß. ge= Die Angeklagten bestreiten ihre Schuld. Rhode will ganz harmlos nachgesehen haben, was in der Koppenstraße los sei und behauptet, daß er dann plötzlich ergriffen und verhaftet worden sei, ohne daß er sich irgendwie an dem Krawall betheiligt habe. Gr bestreitet alle Ginzelheiten, die ihm bezüglich seiner angeblichen In Bezug auf die Frage, ob Tellerfammlungen, zu Betheiligung zur Last gelegt werden. Der Angeklagte Hungs denen erst im Laufe einer Versammlung die Anregung gegeben giebt zu, in der Versammlung der Arbeitslosen gewesen zu sein. und befolgt wird, auch dann unter den Begriff einer Rollette" In dieser Versammlung sei mitgetheilt worden, daß der Restau- fallen, wenn die Sammlung nur zum angeblichen Zwecke der rateur Leit gesagt habe, die Sozialdemokraten seien Verbrecher Deckung der Versammlungskosten veranstaltet wird, hat heute und Spitzbuben. Der Angeklagte gesteht zu, sich dem Zuge ange- der Straffenat des Kammergerichts in der Revisions. eine wichtige grundsätzliche Entscheidung Parteigenoffen, damit die Verbreitung eine recht große ist, schloffen zu haben, welcher unter den Linden, über den Lustgarten instanz liegt. Er sei dann von diesem Zuge getrennt worden, habe am troffen, welcher folgender Thatbestand zu Grunde erwarten wir eine recht rege Betheiligung. Auch sind uns 80g. Alexanderplatz wieder einen Trupp Menschen getroffen, dem er Im Auguft 1891 fand im Raisersaale zu Altona eine von der Berliner Genoffen sehr willkommen. fich anschloß und mit dem er vor das Leig'sche Schanklokal in sozialdemokratischen Partei berufene Jedermann ohne Unterschied Das Wahlkomitee. der Weißenburgerstraße zog. Richtig sei es, daß dort die Schau- zugängliche Versammlung statt. Nach Erledigung zweier Punkte Polizeibericht. Als in der Nacht zum 24. d. M. auf dem fenster demolirt worden, er sei aber nicht betheiligt und müsse der Tagesordnung stellte der Arbeiter Thomas zum dritten Punkte Bahnhofe Gesundbrunnen der Hilfsrangirer Steinte eben eine auch bestreiten, ein rothes Tuch geschwenkt zu haben. der Tagesordnung„ Verschiedenes" den Antrag, eine TellerfammBerkuppelung zweier Wagen hergestellt hatte, zerriß beim An Der Angell. Fensti bestreitet gleichfalls, an der Plünderung in lung zum Zwecke der Deckung der Unkosten vorzunehmen, um rücken der Lokomotive die Zugfette und wurde mit solcher Ge- der Köpenickerstraße sich thätig betheiligt zu haben. Ein Brot will nöthigenfalls eine Entscheidung der höchsten Instanz darüber walt gegen den Arm desselben geschleudert, daß dieser dadurch er nicht genommen und sowohl Schirm, als auch Bigarren, eine herbeizuführen, ob die Polizeiverordnung vom 19. November 1890, Blechbüchse mit Streichhölzern und einen Hut, welche von welche Sammlungen in öffentlichen Bersammlungen verbietet, sehr schwer verletzt wurde und nach dem St. Lazarus- Krankenhause Blunderern auf die Straße geworfen worden feien, aufgehoben, nicht rechtsgiltig erlaffen und eine Uebertretung derselben nicht gebracht werden mußte. Am 24. d. M., Morgens, wurden brei Personen erhängt vorgefunden, und zwar ein Kaufmann in bezw. geschenkt erhalten haben. Richtig sei es, daß er in den strafbar sei. Der Antrag wurde angenommen und darauf veranstalteten mehrere Anwesende eine Tellersammlung im Saale zu einem Hotel, eine Frau in ihrer Wohnung in der Prinz- allgemeinen Ruf:„ Wir wollen Arbeit!" mit eingestimmt habe. Ein Zenge Beyert hat von seiner Wohnung aus den erwähntem Zwecke. Eine behördliche Genehmigung dazu war Eugenstraße und ein Mädchen in der Wohnung seiner Dienst herrschaft am Kottbuser Damm.- Auf der Charlotten Krawall in der Köpenickerstraße beobachtet. Der Trupp von nicht ertheilt worden. Auf Grund dieses Thatbestandes wurden burger Chauffee, nahe dem Großen Stern, wurde Vormittags ca. 200 Menschen, welcher die Geschäfte in der Röpenickerstraße die betreffenden Sammler und der Maurergeselle Stuöen, welcher ein Schlofferlehrling von einem Arbeitswagen überfahren plünderte, wurde von drei jungen Leuten geführt, welche mit während der Zeit der Sammlungen den Vorsitz geführt und legtere und so schwer verletzt, daß er bei der Ueberführung nach der großen Knütteln die Schaufenster einschlugen. Der Zeuge hat geduldet hatte, in erster Instanz zu Geldstrafen von 18 resp. Charitee verstarb. In der Spree, gegenüber dem Hause Kron- gesehen, daß der Angeki. Fensti auf die Straße geworfene 9 m. verurtheilt. Die Angeklagten legten hiergegen Berufung prinzen- Ufer 18, wurde Nachmittags die Leiche eines unbefannten, Brote aufgenommen, aus einem Schirmgeschäft einen Schirm ge- ein, indem sie unter Anführung bezüglicher Entscheidungen des etwa 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Abends vernommen und eine Sardinenbüchse in der Hand gehabt hat. Eine Rammergerichts die Rechtsverbindlichkeit dieser Polizeiverordnung starb ein Gastwirth in seiner Wahnung in der Markgrafenstraße Rädelsführerschaft, ein Einschlagen von Fensterscheiben Seitens des Oberpräsidiums vom 11. November 1890 welche gegen die in der Verfaffung garantirten Rechte verstoße, bestritten. Die Straf anscheinend infolge von Vergiftung. In der Nacht zum 25. b. des Angeflagten hat der Beuge nicht bemerkt. Der Wittwe Stahl sind in ihrem Hauptschäft am Grünen tammer zu Altona erachtete indeß diese Verordnung vom 19. No wurde ein Rentier in seiner Wohnung in der Anklamerstraße tobt aufgefunden. Er ist anscheinend infolge Ausströmens von Weg die Schaufenster zertrümmert, in ihrem zweiten Geschäft vember 1890 für rechtsgiltig; eventuell seien die Angeklagten nach Leuchtgas aus einer offenen Leitung erstickt.- Am 25. d. M., find ihr bei der Plünderung 57 Hüte abbanden gekommen, beren einer in gleichem Sinne eingreifenden Verordnung vom 17. Auguft 1887, welche die damals für den Erlag derartiger Berordnungen Morgens, wurde im Flur des Hauses Neue Grünftr. 26 die Leiche einer im Besitz des Angeklagten Fensti vorgefunden wurde. Fräulein Steinarth, die Inhaberin eines Schirmgeschäfts tompetente fönigl. Regierung zu Schleswig erlassen, ebenfalls eines neugeborenen Kindes aufgefunden. in der Röpnickerstraße, welches ebenfalls geplündert worden ist, ftrafbar. Die Angeklagten legten hiergegen Revision ein, deren hat einen dem Fensti abgenommenen Schirm als aus ihrem Ge: Burückweisung die Oberstaatsanwaltschaft u. A. mit dem Hin " weise beantragte, daß die hier stattgehabte Sammlung| Bon der 86er Rommiffion 2295,01 m. Zellerfammlung 492,01 m.] liche Anmeldung einer Versammlung für Männer und Frauen einen ganz anderen rechtlichen Charakter begründe, als eine Sonstige Einnahme 24,66 M. Gesammte Einnahme: 8631,71 M. ordnungsgemäß erfolgt war. Auf eine Frage des Vos: fizenden folche, wo ein bestimmtes Entree vor der Versammlung erhoben Ausgabe: Streitunterstützungen an verschiedene Gewerkschaften an die Beamten, ob sie in diesem Falle nach ihrer Jastruktion wurde. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Burghardt hielt auch die 2760 M. Gothaer Kongreß 393,60 m. Gothaer Rongreß 393,60 m. Berliner Konferenz oder aus eigener Initiative handelten, verweigerten diefelben die Verordnung von 1887 für ungiltig, da sie zwar eine Rollette von 81,20 M. Bau- Arbeiterfartell 250 M. Unterstüßung 210 M. Antwort. Die Anwesenden beschlossen daraufhin einstimmig, die der Genehmigung des Oberpräsidenten abhängig mache, aber Saalmiethe 60 M. Verschiedenes 99,40 M. Geschäftsleitung Versammlung nicht ohne Frauen stattfinden zu lassen, und benachgeordnete Polizeibehörden ermächtige, diese Genehmigung zu( Halle) 1500 Mark. Bauhandwerker", Vorschuß 200 Mart. auftragten das Bureau, Beschwerde zu führen. Der Vorsitzende ertheilen, was nach der Instruktion für die Oberpräsidenten vom Säulenanschlag 396 M. Inserate im Vorwärts" 201,20 m. machte dann bekannt, daß ein Kränzchen stattfinde, worauf die Jahre 1825 unzulässig sei. Das Rammergericht hob Inserate im Bauhandwerker" 39,95 M. Agitation 868,35 m. Anwesenden noch längere Zeit bei Gesang und Tanz gemüthlich hierauf die Vorentscheidung auf und wies die Sache in die Vor- Gefchäftliches 567,30 M. Porto 39,76 M. Utensilien 42 M. beifammen blieben. Bu bemerken ist noch, daß auch diefes die instanz zurück. Die Verordnung vom 19. November 1890 fei un- Summa 773,56 m.- Einnahme 8631,71 M. Ausgabe Beamten verbieten wollten, aber schließlich nach mehrmaliger giltig, dagegen könne die vom 17. Auguft 1887 Anwendung 7708,56 M., Best and 928,15 M. Die Revisoren bestätigten Aufforderung seitens des Genossen Steimar den Saal verließen. finden, welche sich auf Sammlungen beziehe, die der Oberpräsident die Richtigkeit der Abrechnung, worauf die Vertrauensmänner Von Anfang der Versammlung an war wieder ein Kontingent nicht genehmigt. Eine Sammlung in einer öffentlichen Verfamm- entlastet wurden. Die Neuwahl derselben hatte folgendes Re- von ca. 10 Gensdarmen sammt Wachtmeister aufgeboten, dieselben lung, wo jeder Fremde Zutritt habe und der Kreis der An- fultat: Garbe, O. Ostbahnhof 15; Roll, S.O. Staligerstr. 33; betraten, obwohl die Versammlung nicht aufgelöst war, sämmtgesprochenen ein unbegrenzter fei, tönne allerdings unter den Fetting, S. Fürbringerstr. 8; A. Behrend, W Ahornstr. 16; lich den Saal nach Schluß der Versammlung. Begriff einer Rollette fallen. Die Straffammer in Altona wird Wagner, N. W. Alt- Moabit 125; Hurras, N. Butpuferstr. 17; also danach zu befinden haben, Jenisch, N. Kastanien- Allee 74; Ullrich, C. Hirtenstr. 8; Reviforen: A. Dietrich, R. Blaurock, R. Knöpchen. Kollege Behrend erstattete hierauf in sehr ausführlicher Weise Bericht über den Gewerkschaftskongreß. Wegen vorgerückter Beit fonnte dieser Punkt jedoch nicht erledigt werden, weshalb derselbe auf Antrag Jänsch auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung gefeht wird. Allgemeine Branken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. 9. nr. 29 und 89). Heute Abend 9 Uhr Versammlung Lichterfelderstraße 8. Tagesordnung: Kaffenbericht. Bortrag über Unfallversicherung. Porzellanmaler und verwandte Berufsgenossen Deutschlands ( Bahlselle Berlin). Monats- Bersammlung am 26. d. M., Abends 9 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Heute Abend 9 Uhr Ver Reinickendorf und Umgegend. Der Arbeiter- Bildungsverein Sufunft" hält jeden Monat zwet Versammlungen ab; dieselben werden durch Platate bekannt gemacht. eins- Bersammlung im Auguftgarten, Auguftstr. 24-25. Bortrag Fachverein der Capesirer Berlins und Umgegend. Heute Abend Gewerbe- Schiedsgerichte. Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden Lotalen: 1. Friedrichsbergerftr. 25 bei Schmidt, 2. Staligerstr. 107 bet stunstmann 3. Belleallianceplay 6 bei Silfcher, 4. Schwedterstr. 44 bet Thierbach, 5. Schfetermacher- und Gneisenaustraßen- Ede bet Scheuer, 6. Steinmeßftr. 57 bet Bindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübeckerftraße 41 bet Matthias, 9. Breslauerstraße 27 bet Tempel, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, Bet Duscher, 11. Fennstr. 5 bei Krüger, 12. Görlizer- und Sorauerstraßen- Ece, 13. Weißenfee: Böller- und Charlottenstraßen- Ede bet klebs, 14. Tresckow- u. Dieben hofenerstraßen- Ecke bei E. Schmidt, 15. Walter, Badstraße Nr. 23. Arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 8 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12 3 Uhr, und Sonntags Vormittags von 8-11 Uhr geöffnet. Die Arbeitsvermittlung ge schieht unentgeltlich. Der Die Vorsteher des politischen Arbeiter- Bildungsvereins Vorwärts" für Alt- Landsberg und Umgegend Steinmetz Bogel und Genossen waren, weil sie durch Aufnahme zweier Lehrlinge in den Verein die im§ 8 des Vereinsgesetzes gezogenen Beschränkungen überschritten haben sollten, in erster Instanz zu je 30 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Sie legten hiergegen Berufung unter dem Hinweise ein, daß sie von der Lehrlings- Ju der Arbeiter- Bildungsschule beendete kürzlich Herr eigenschaft der Betreffenden 23 resp. 17 Jahre alten Personen, B3If che mit einem 7. Vortrage den ersten Abschnitt feines Bor- 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, Bersammlung. Bortrag über welche sich als„ Maurer" bezeichneten, nichts gewußt und in tragszyklus über die Entstehungsgeschichte der Erde. Er legte gutem Glauben gehandelt hätten, worauf denn auch die 1. Straf- der gut besuchten Versammlung den Inhalt der früheren Vorkammer des Landgerichts II.( Berlin) unter folgender Aus- träge furz zusammengefaßt dar, u. A. schildernd, wie die Erde führung auf Freisprechung erkannte. Um die An zuerst ein weiß, dann ein rothglühender Körper( Stern) gewesen getlagten strafbar zu machen, hätte festgestellt werden und allmälig erkaltet ist, ferner wie die pflanzlichen und thierischen müssen, daß sie bewußt rechtswidrig gehandelt. Dies Organismen sich gebildet und gemäß den Darwin'schen For ist aber nicht erwiesen. Auch kann die Ansicht des Vorder- schungsergebnissen immer mehr vervollkommnet haben und wie richters, daß eine strafbare Fahrlässigkeit vorliege, nicht gebilligt endlich der Mensch entstanden ist, dessen Kultur- Entwickelung die werden. Es geht nicht an, aus der Absicht des Gesetzgebers, sogenannten Eiszeiten wahrscheinlich hemmend in den Weg geeinen bestimmten Zweck zu erreichen, die Folgerung zu ziehen, treten sind. Das, wodurch der Mensch im Zusammenwirken mit daß die Vereitelung dieses Zwedes unter allen Umständen straf- feinesgleichen sich zum Herrn der Erde emporschwang, die bar macht, ohne Rücksicht auf den strafbaren Vorsatz. Die Un Sprache, bildete das Thema, auf welches der Vortragende haltbarkeit diefer Ansicht ergiebt sich überall im Strafgesetzbuch hierauf in erschöpfender Weise überging, zur Verdeutlichung seiner besonders da, wo das Gesetz den Vorsaß nicht ausdrücklich hervor Ausführungen viele Beispiele aus der Ton, Geberden- und hebt. Daher kann der Vorderrichter auch nicht für seine Ansicht Tastsprache 2c. anführend. In den folgenden 4 Vorträgen wird ins Feld führen, daß der Gesetzgeber im Vereinsgefeß nicht Herr Bölsche in abgeschlossenen Abhandlungen mehr auf Spezielleres zwischen vorsätzlicher und fahrlässiger Zuwiderhandlung unter eingehen, wenn möglich auch Stoffe aus der Mikroksopie zum scheidet. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hob Thema wählen, worauf hiermit noch ganz besonders aufmerksam aber gestern der Straffenat des Kammergerichts, gemacht sei. Reicher Beifall belohnte ihn für seinen lehrreichen welcher die Ausführungen betreffs der Straflosigkeit der hier und interessanten Vortrag. Es wurden wieder viele Fragen gefraglichen fahrlässigen Zuwiderhandlung für rechtsirrthümlich stellt, welche zu aller Zufriedenheit vom Vortragenden beanterachtete, die Vorentscheidung auf und wies die Sache wortet wurden. Eine stärkere Betheiligung wäre im Interesse zur anderweiten Feststellung und Entscheidung in die Vorinstanz der guten Sache erwünscht, da Mitglieder freien Zutritt haben zurück. und Gäste gegen ein Entgelt von 20 Pf. den Vorträgen beiwohnen können. Auf die darauf bezüglichen Annoncen des Vorwärts" wird noch besonders hingewiesen. " Für Cöpenick und Umgegend fand am 24. März bei Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Borstände berselben zu richten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Uhr: Uebungsflunde. 9 Uhr: Uebungsflunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rir2nranta, Bandsbergerborf, Hermann- und Knesebeckfir.- Ecke bei Benerle. Glück zu, bet ftraße 31 bei Musehold. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bet Bubett. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bet Tollkühn. Phönir, Bülomstraße 65 bet nebel, Babftraße 58( Gesundbrunnen). Harmonie 3, Friedrichshagen, Gesellschaftshaus.- Felsen= Bredlow. burg, Blumenstraße 21a. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. Gsmeralda, Rönigsbergerstr. 24. iedertráng in Brandenburg, Libertee, Wrangelstr. 84 bei Ulrich. Mengert's Boltsgarten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonnabend: Bergnügungsverein Suftige 13 bet Blöß, Dresdenerstr. 28. Rauchflub ambourverein Deutsche Eiche bei Sabed, Fürbringerstr. 7.Bergnügungsnerein Dornröschen bei Maltowsti, Weddingstraße 9. Privattheater- Gesellschaft Grüne Schleife bei Sperling, Inselstraße 1. Gefelliger Verein Gut Barzantria, bei Grothe Kastanien- Allee 75. Seil bei Lehmann, Fruchtstr. 69.- Tambourverein Borusssia bei Feldjahn, Weidenweg 12( Sigung nach dem 1. und 15. im Monat). Gesang-, und Paul Turngesellige Vereine. Sonnabend. Nicel'scher Musikverein Allegro bei W. Bogel, Sorauerstr. 13. Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bet Theaterverein Iphigenia, Rigdorf, bet zeichniß, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen", Abends zo Uhr Bartas. bet Schulz, Brunnenstr. 116. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimstr. 16. Bergnügungsverein 2ustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Vergnügungsverein 2ustige Becher Abends Bautenbach, Cuvryftr. 3.0% Uhr Mendelssohnstr. 9. Geselligkeitsverein Palltfaden Eiche, Abends 9 Uhr, PallisadenVerein ehemaliger Schüler fraße los bet Staple. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Freta), Lindenstraße 106 bet Poppe. der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant art, Koppenstraße 58. Statflub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22. Rauchflub Dornröschen, Abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim Res ftaurateur Strech. Vermischtkes. Der vielumworbene ,, Kognat" stand gestern als Privat beleidigter vor Gericht und flehte um Wahrung seines guten Rufes gegen den Kaufmann Jacob Schwersenz und den Der Agitationsklub für den Often Berlins hatte zum Bigarrenhändler Theodor Peiser, gegen welche er die Be- 20. März eine von 300 Personen besuchte Versammlung für schuldigung erhob, seinen guten Namen zu schlechten Spekulations Frauen und Männer arrangirt, in welcher Frau Ihrer über weden gemißbraucht zu haben. Schwerfenz war dem zweiten das Thema:" Die Frau und der Sozialismus" einen mit BeAngeklagten eine Summe von mehreren hundert Mark schuldig geisterung aufgenommenen Vortrag hielt. In der Diskussion und überließ demselben zur Ausgleichung einen Boften Rognat", fprachen mehrere Redner im Sinne der Referentin, worauf eine welchen Beiser alsdann in pomphaften Reklamen zum Verkauf Resolution zur Annahme gelangte, in welcher sich die Verausbot. Es hieß darin, daß es sich um 90 000 Flaschen handele, fammlung mit dem Vortrage einverstanden und ferner erklärte, welche aus dem Fallifement eines alten Rognat- Importhauses in Erwägung, daß die Frau innerhalb der heutigen Gesellschaftsherrühren. Es wurden drei Sorten, nämlich feiner alter Rognat", ordnung unterdrückt und ausgebeutet, rechtlos gemacht wird, und ,, alter Rognat" und ,, Rognat fine Champagne" ausgeboten und diesem Zustande nur durch die Sozialisirung der Gesellschaft ein zwar sollten die Käufer nur den Spoftpreis von 4,50 Mart Ende zu machen ist, mit aller Energie dahin zu wirken, daß die für drei Flaschen bezahlen. Nach dem Gutachten des tapitalistische Gesellschaftsverfassung durch die sozialistische ersetzt gerichtlichen Chemikers Dr. Bischoff enthielten die von ihm wird. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Veruntersuchten Flaschen des feilgebotenen Getränks, wenn über- fammlung, worauf ein gemüthliches Beisammensein mit haupt Rognat, so doch nur in ganz geringer Menge; größten Tanz folgte. theils handelte es sich um Spiritus. Der Sachverständige charakterisirte das Gemisch als sehr alkoholarme Verschnitte, da Eine soziale Eiterbenle ist wieder in Leipzig aufs der Gehalt an Alkohol zwischen 31 und 35 pet. Tag. Die Th. Wiedemann in Adlershof eine Versammlung statt, in schlechteste Waare sei die mit Fine champagne" bezeichnet ge- welcher Reichstags- Abgeordneter Schwarz über den Parlamen- gegangen. Mitglieder eines fashionablen Klubs haben in einem wesen, welche einen Geruch hatte, der start an Arnika- Tinktur tarismus sprach. Der Redner überschäßt den Parlamentarismus beliebten Restaurant mit Damen der Demimonde Orgien schamerinnerte. Nach Aussage des Sachverständigen durfte die ver- nicht, ist vielmehr der Meinung, daß hauptsächlich die Ent- lofester Art gefeiert. Der Wirth warf die noblen Rowdies hin faufte Flüffigkeit höchstens als„ Façontognat"," Kunsifognat" wickelung der ökonomischen Verhältnisse unseren Ideen immer aus, als er von den Vorgängern Kenntniß erhielt, und nun wird oder Rognakverschnitt" bezeichnet werden. Der Staatsanwalt neue Anhänger verschaffen wird. Unsere Jbeen und Forderungen das Gericht sich mit der Angelegenheit zu befaffen haben. Die hielt hier ein wiffentliches Bergehen gegen das Nahrungsmittel bekannt zu machen, ist aber nichts so sehr geeignet, wie die Be Rowdies gehören den höchsten Kreifen der Bourgeoisie an. Eine Gesetz für vorliegend und beantragte gegen jeden der Angeklagten theiligung an den Wahlen und die zu diesem Zwecke zu ent- noch gemeinere Standalaffäre wird dem Hamburger Echo" aus 500 Mart Geldbuße" event. 50 Tage Gefängniß. Das faltende Agitation; unstreitig verdanken wir die Erfolge, welche übeck gemeldet: Wüste Orgien wurden seit längerer Zeit in Schöffengericht erkannte nach diesem Antrage. wir bisher erzielt haben, zum größten Theile der Ausnutzung einem Privathause in der Fischergrube abgehalten. An denselben des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts. Dazu kommt, nahmen Männer, Frauen und Mädchen unseres honetten BürgerZur Warnung für Kutscher beim Paffiren von Eifen- daß das Parlament der Boden ist, auf welchem unsere Partei- thums Antheil. Das wüste Treiben wurde schließlich der Nach bahn- llebergängen dient eine Verhandlung, welche gestern die genossen Alles fagen tönnen, was ihnen am Herzen liegt und barschaft kund, welche die Polizei benachrichtigte. Kriminalvierte Straffammer des Landgerichts I beschäftigte. An einem auf dem sie das Bürgerthum immer wieder auf die traurige tommiffar Wohlbrandt überraschte die saubere Gesellschaft, als Oktobermorgen des vorigen Jahres fuhr der Kutscher August Lage der arbeitenden Klasse hinweisen und Schäden, die sich gerade wieder ein Gelage abgehalten wurde. Die Standalaffäre Kopplin mit einem zweispännigen Arbeitsfuhrwerk durch die zeigen, aufdecken können, um der Presse Gelegenheit zu geben, macht ungeheures Aufsehen. Eine der Ehefrauen, die an dem Haideftraße. Er fand die Barrière vor dem die Straße durch- alle diese Ausführungen in das Volk zu tragen. Die Wahlen Treiben theilnahm, wurde verhaftet, weil sie eines Giftmordschneidenden Eisenbahn- Schienenweg gefchloffen und hielt vor wecken in den Massen das politische Interesse und schaffen versuchs an ihrem Ehemann verdächtig ist. Entgleift ist vorvergangene Nacht an der Strecke Schwienschriftsmäßig bei der Warnungstafel still. Dann entfernte er sich damit die Vorbedingung für die Entfaltung der politischen tochlowitz Deutschlandsgrube ein Eisenbahnzug. 6 Wagen sind Redner forderte die Genossen auf, festzus etwa zehn Schritte von seinem Fuhrwerke. Gleich darauf näherte Agitation. fich eine Rangirmaschine auf dem Geleise, welches der jenseitigen halten an dem Grundsaß, daß das allgemeine, gleiche zertrümmert, Personen nicht verunglückt. Wieder Einer. Aus Leipzig berichtet der Telegraph, Barrière zunächst lag. Die Pferde wurden durch das Geräusch und direkte Wahlrecht das Beichen ist, in dem wir siegen werden. schen und stürmten gegen die Barrière, die zertrümmert wurde. Dem interessanten Bortrage folgte lebhafter Beifall der An- daß der durchgegangene Kassirer der Kredit- und Sparbank, Förster, neunzigtausend Mart in Effekten unterDie Pferde befanden sich auf dem Bahnkörper und im nächsten wesenden. Gegner wurden vergeblich ersucht, das Wort zu schlagen hat. Bei Jean Fränkel in Berlin hat derselbe für Augenblick hätte ein Zusammenstoß mit der Maschine erfolgen nehmen; die sogenannten" Unabhängigen", welche anwesend müssen, wenn nicht der Bahnwärter die Geistesgegenwart besessen waren, zogen es vor, zu schweigen. Eine Resolution, die den 53 000 m. versetzt. Immer noch Einer. Der Wechselfälscher Raufmann hätte, schleunigst auch die jenseitige Barriere zu öffnen, so daß Ausführungen des Referenten zustimmte and die Anwesenden gang von Frankenthal, welcher vor einigen Monaten zum die Pferde mit dem Wagen bicht vor der Maschine vorüber verpflichtete, mit allen Kräften für die Ausbreitung des Sozialis- Nachtheile der Köfters- Bant einen Wechsel im Betrage von Sozialis- ang rafen und ungehindert die jenseitige Straße erreichen konnten. mus einzutreten, wurde angenommen. Der Vertrauensmann Der Vertrauensmann Der Kutscher Kopplin erhielt eine Anklage wegen Gefährdung theilte dann mit, daß das Lokal von Wiedemann für den 1. Mai 24 000. gefälscht hatte, erhielt heute von der Mannheimer eines Eisenbahn- Transports. In dem Verlassen seines Fuhr von den Genossen des IV. Berliner Wahlkreises gemtethet ist Strafkammer 3/2 Jahre Gefängniß und 1000 M. Geldstrafe werks erblickte der Staatsanwalt eine Fahrlässigkeit, die er mit und somit den Genossen von Köpenick und Adlershof ein eigenes event. weitere 100 Tage Haft. Zum Tode verurtheilt wurde vom Darmstädter Schwureiner Woche Gefängniß zu abnden beantragte. Der Gerichtshof Lokal nicht zur Verfügung steht; fie werden sich daher nur als gericht der Zuhälter Christian Kuhmichel, der am 23. Oktober v. J. Gäste bei Wiedemann an der Maifeier betheiligen können. Nach turzer Diskussion hierüber sprach noch Reichstags: Abgeordneter zwei Tage nach seiner Entlassung aus dem Zuchthause den LandLeipzig, 19. März. Der 2. Straffenat des Reichsgerichts Schwarz über die Gewerbegerichte und empfahl den Genossen, wirth Peter Arndt von Mörfelden im Frankfurter Stadtwalde verwarf heute die von dem ehemaligen Redakteur der Volts- für diese gleichfalls in eine Wahlbewegung einzutreten und die ermordet und beraubt hat. Zeitung" Georg Lebedours gegen das Erkenntniß des Land- Agitation auch auf die Arbeitgeber auszudehnen. Eine Vergerichts Berlin I vom 16. Dezember vor. J. beantragte Revision, sammlung in diefer Angelegenheit wurde in Aussicht genommen. so daß nunmehr die über Ledebour verhängte Strafe von ein In die Lokalkommission wählte man an Stelle Hoffmann's, der Monat Gefängniß in Kraft tritt. Es handelte sich dabei um die fein Amt niederlegte, den Genossen Mulad, worauf die Vervon 2. im Vorwärts" beleuchtete Angelegenheit, in welcher der fammlung geschlossen wurde. Erfte Staatsanwalt Woytasch als Zeuge eine so hervorragende Rolle spielte. Die Revision, bez. Kaffirung des Urtheils wurde erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts. n 0 Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) In Wilhelmsberg fand am 19. März eine öffentliche Rom, 25. März. Rammer. Colajanni fragt, was der auf Grund der Unzulänglichkeit des Strafantrags von dem Bersammlung für Frauen und Männer statt, in welcher Genosse Kultusminister zu dem Falle fage, daß ein Priester ein von ihm Rechtsanwalt Klöppel in Vertretung des Verurtheilten gefordert, F. Berndt aus Berlin unter reichem Beifall über die Be- entführtes Mädchen vor dem Standesamt heirathen wollte, der doch schloß sich das Reichsgericht den gegentheiligen Ausführungen deutung des 18. März sprach. In der darauf folgenden Dis- Staatsanwalt aber mit Rücksicht auf den ersten Artikel der Verdes Reichsanwalts an. Auf die Begründung dieses Erkenntnisses fussion wurde das Vorgehen der sogenannten Schlauchbrüder" feffung, wonach die katholische Religion Staatsreligion ist, die darf man gespannt sein. Versammlungen. den Besuchern des Friedrichshains gegenüber scharf kritisirt und Heirath verbot. Der Kultusminister antwortete, daß der Staatsdann eine Resolution einstimmig angenommen, in welcher dem anwalt ihn um Rath gefragt, er ihm aber jeden weiteren Schritt Bedauern darüber in kräftigen Worten Ausdruck gegeben ist, daß in der Sache widerrathen habe, sodaß die Ehe rechtsgiltig vollzogen solche Behandlung des Volkes in der Stadt der Intelligenz" wurde. Imbriani und Gemmola fragen an, warum in Neapel und der Hauptstadt eines Rechtsstaats vorkommen konnte. ein junger Ruffe, welcher sich fünf Jahre dort aufhielt, verHierauf wurde die Wahl eines Komitee's zur Maifeier vor- haftet wurde. Der Minister Nicotera erklärte, der Russe genommen; dasselbe besteht aus den Genossen Neubauer, Tiede- habe schon anläßlich der Reise des deutschen Raisers nach Neapel mann, Röppen, Neele, Janvirs, und den Genossinnen Frau Unordnungen hervorzurufen versucht, seither wurde er dreimal aufgefordert, sich über seine Person auszuweisen, und da man Wengler, Neele, Neubauer und Fräulein Elsholz. entdeckte, daß er nicht Jwanoff heiße, wurde er verhaftet. Gine Menge russischer Briefe wurde bei ihm gefunden, die Gerichte haben die Verhaftung bestätigt. Semmola erwidert, die Polizei habe den Russen verhaftet, weil er ein soziales Blatt herausgab. Der Justizminister bestreitet dies. Die Verhaftung sei gefeßlich und auf Bergehen gegründet; man müsse nun das Urtheil der Gerichte abwarten. Der gutbesuchten öffentlichen Generalversammlung der Maurer Berlins und Umgegend wurde am 20. März folgende Rigdorf. Eine öffentliche Versammlung für Männer und Abrechnung der Vertrauensmänner vorgelegt: Durch freis willige Beiträge gesammelt von den Vertrauens Frauen sollte vorigen Sonnabend Abend im Variété- Theater männern: Often: Garbe 1419,20 m. Often: Knöpchen 121,85 M. stattfinden. Dieselbe wurde vom Genoffen Trum eröffnet, Südost: Nieke 579,25 M. Süden: Hanisch 241,25 M.; Köppel worauf ihn der überwachende Beamte fragte, ob er Mitglied der 106,75 M.; Wilfe 50,25 M. Westen: Köhler 75 M.; Moabit: freien Gemeinde sei. Als der Genosse diese Frage bejahte, Riegen 350,95 M. Nordwest: Wagner 20,50 M. Norden: forderte der Beamte die anwesenden Frauen auf, den Saal zu Weiße 640,40 M.; Harnisch 465,65 M.; Geride 1005,95 m. verlassen. Nachdem dies geschehen war, fritisirten der Vorsitzende Bentrum: Suz 676 W. Summa 3727 M. Als Bestand am sowie der Referent das Berhalten der Beamten und machten fie 12. März 1892: 72,62 M. Ungenannt abgeliefert 20,41 M. für ihr Vorgehen verantwortlich, tonstatirend, daß die polizei zeichnet. Paris, 25. März. Der Minister des Aeußern, Ribot, hat den Auslieferungsvertrag mit den Vereinigten Staaten unter Deffentliche Former Versammlung am Montag, den 28. März, Abends 8½ Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 22. Tages- Ordnung: 154/16 Bericht des Genoffen Th. Schwarz. Diskussion. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer: W. Paetzel. 5. Stiftungsfest des Fachvereins der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter Vorläufige Anzeige! Anfang April erscheint im Verlag des Unterzeichneten eine Sammlung höchft origineller Vorträge unter dem Titel: Der Koupletsänger und Deflamator, nebst einer Anleitung ,, Wie soll man vortragen", sowie einem Anhang Verschiedene Gesellschaftsspiele". 84 Seiten. Preis 50 Pfg. gebunden. Wiederverkäufern Rabatt! .01 Zum Vortrag für die bevorstehende Maifeier besonders geeignet: ,, Mai- Rouplet". ,, Der Zeitgeist"." Injefpunt" etc. etc. Einzelbestellungen ist der Betrag in Briefmarken beizufügen. Im am Sonnabend, den 26. März ds. Is., im Konzerthause Bartiebezug auf 5 Stück 1 Freiexemplar oder 33½s pet. Rabatt. Versandt gegen Kaffe oder Nachnahme. bestehend in 35 gr. Vokal- n. Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung dreier Gesangvereine des A.-5.-B., ( Dirigent Herr Malmene.) Die Musik wird von der Freien Vereinigang der Berufs- Musiker" ausgeführt, Dirigent Herr Werner. Nach dem Konzert Ball. Anfang 82 Uhr. Entree inkl. Tanz Heuren 60 Pfg., Damen 40 Pfg. Alle Kolleginnen, Kollegen und Freunde des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Vorkand. NB. Billets find im Arbeitsnachweis bei Gründel, Dresdenerstr. 116, sowie bei sämmtlichen Mitgliedern und in Geschäften, welche mit den Plakaten versehen sind, zu haben. [ 407/4] D. O. Freie Volksbühne. III. Abtheilung( braune Karten) morgen, Sonntag, den 27. März, Nachmittags 2 Uhr, findet im Belle- Alliance- Theater" die dritte Vorstellung von Anzengruber's Der Pfarrer von Kirchfeld statt. Das Theater wird um 1 Uhr geöffnet und 10 Minuten nach 2 Uhr geschloffen. Mitglieder können gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte und einer Nachzahlung von 60 Pf. an die Ordner, diese Vorstellung noch einmal besuchen. Jm April fommt zur Aufführung: Therese Raquin. Drama in 4 Aften von Emile Zola, und zwar für die II. Abtheilung( grüne Karten) am Sonntag, den 10. April, Nachmittags 2 Uhr, für die III. Abtheilung( braune Karten) am Sonntag, den 17. April, Nachmittags 2 Uhr, für die I. Abtheilung( rothe Karten) am Sonntag, den 24. April, Nachmittags 2 Uhr. 2040b Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Bestellung erbittet baldmöglichst Gegr. 1876. 2039L Conrad Müller, Schkeuditz. Hüte 0000000000000000000000000 mit Kontrollmarken aus der Genossenschafts- Hutfbr. zu 3, 3,50, 4, 5, 6. Cylinder eigener Fabrikation zu 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 u. 12 M., empfiehlt OranienPaul Drenske Nachf., str. 172. 00000000000000000000 Jede Uhr 000000 Unserem Freunde Heinrich Stern berger zu feinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 2045b] R. u. M. W. Unserem Artistenbruder Franz Figur zu seinem heutigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch!! Artistenverein ,, Einigkeit". [ 20556 Allen Genossen und Freunden die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau am 22. März nach schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. März, Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des LuisenKirchhofes in der Bergmannstraße aus statt. 20516 Franz Boetticher, Boffenerstr. 17. Fachverein der in Buchbindereien, der Papierund Lederwaren- Industrie beschäft. Arbeiter zu Berlin. Am 24. d. M. Nachmittags verstarb unser treues Mitglied Robert Wolgast an der Schwindsucht. Wir werden denselben im ehrenden Angedenken behalten. 439/16 zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), kleine Reparaturen Die Beerdigung findet von der billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Leichenhalle des Urban- Krankenhauses Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, nach dem Neuen Louisenstädtischen von 14 M. an. do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, Kirchhof am Sonntag um 3 Uhr statt. 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold und Silber in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen. Die Mitglieder werden ersucht, ihm 1. E. Rothert& Stolz, Geschäft: Andreasstr. 62, die legte Ghre zu erweiſen. Uhrmacher. Bettfedern Gegründet 1867. 2. " 3. Chausseestr. 78 Chausseestr. 34. " von 60 Pf. bis 6 M., fertige Betten, Matrahen, Ueberzüge Schlafdeden- Steppdecken, Oberhemden, Herren-, Damen-, Kinder- Hemden. H. Wessling, Dresdenerstraße 134. 2. Haus v. Cottbuser Thor. Arbeiter! Parteigenossen! 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Schuhmarke Nr. 1590. Woll, mit Bier 50 Bf., Abendtisch von 30 bis Grosse öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen zu Gunsten der Arbeiter- Bildungschule im ,, Feen- Palast", Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. Referent: Reichstags- Abgeordneter W. Liebknecht. Diskussion. Bimmerlente!= 437/18 Die Unterzeichneten ersuchen alle Zimmerer Berlins in der durch Säulenanschlag bekannt gemachten Versammlung aller Gewerkschaften am Sonntag, den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain, zu erscheinen. Die Lohnkommission. 359/19 Gesangverein Berliner Buchdruder. Sonntag, den 27. März, Vormittags präzise 10 hr, im Restaurant Wienecke, Alte Jakobstraße 83: Konstituirung des Sängerchors und erfte ebungsstunde desselben. Aufnahme neuer Mitglieder( aktiv und passiv). 2037b Allgem. Kranken- u. Sterbe- Maurer Kasse der Metallarbeiter. ( E.. 29 n. 89.) Filiale Berlin I. Versammlung am Sonnabend, den 26. März, Abends 9 Uhr, Lichterfelderstr. 8 bei Winter. 1. Rassenbericht. 2. Vortrag über Unfallversicherung. 3. Verschiedenes. F. Boetticher. 2053b] Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich Cuvryftr. 48, nahe der Schlesischen Straße, ein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal eröffnet habe. Allen Spaziergängern nach Treptow bestens empfohlen. 20746 Anton Seidler. 1 großes Vereinszimmer zu vergeben. Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Adolph Kehr, Kehr, 2142L 50 Pf, nach Auswahl. 126, Köpenickerstr. Sonntag, den 1. Mai geschlossen. Köpenickerstr. 126. Central- Möbel- Halle. auf Möbel Theilzahlung KommandantenStrasse No. 51. Ein Posten gebrauchter Möbel zu jedem Preise! EF Beamten ohne Anzahlung. E KRONENGARN. 2073b Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. 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III.[ 20656 findenden öffentlichen Versammlung der sich jetzt Wienerstraße 1, Gingang W. Lindemann, Heimtr. 24. Lips Brauerei( am Königsthor) stattGewerkschaften Berlins und Umgegend. Stalizerstraße, befindet. Verkaufe billig Rollegen! Gs gilt zu beweiſen, ob Kleidungsstücke, Sommer- Uebersicher, Kinderwagen. Andreaskr.23 5.v. [ 20246 Gustav Meyer, Wienerstr. 1. die Berliner Maurer noch zur mo- Uhren, Regulateure. dernen" Arbeiter Bewegung gehören oder nicht. 2068b = 1993L Größtes LagerBerlins 2 Schlafstellen find z. vermiethen bei Neumann, Oranienstr. 13 II. [ 20596 1 oder 2 Genossen finden freundliche Schlafft. b. Wagner, Bernauerstr. 67 III. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Freundl. Schlafstelle( sep. Eing.) für F. Wilke, Allen Genossen zur Nachricht, daß Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10, Gen. b. 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In der Natur der kapitalistischen Wirthschaft liegt es, daß die Großen die Kleinen auffressen, bis sie schließlich selber von noch, Größeren aufgefressen werden. Tie Aufsaugung der kleinen Betriebe durch die großen ist eine ebenso regelmäßige Erscheinung, wie die Aussaugung der kleinen Vermögen durch die großen. Und dieser Prozeß geht in der neuen Welt ebenso gut vor sich wie in der alten. In Amerika ist der Kapitalismus zwar noch ziemlich jung, aber er hat sich so rasch entwickelt, daß er bereits alle europäischen Untugenden an sich hat, und zum Theil sogar in verstärktem Maße. Ueber die rapide Konzentration der Industrie in den Vereinigten Staaten schreibt das«Philadelphia Tageblatt": Mehr als ein Jahr ist seit der Aufnahme des Industrie- zensus verflossen und noch liegt kein Bericht vor. Superintendent Porter prahlte, er würde, auch was Fixigkeit in der Zusammen- stellung anbelangt, zeigen, wie nian einen Zensus macht, soweit aber hat er gegen seinen Vorgänger Walker auch nichts voraus. Die seither erschienenen Bulletins über einzelne Industrien weisen fast ausnahmslos eine gemeinsame Erscheinung nach. Tie Masse der Produkte ist in dem Jahrzehnt 1380—90 enorm gestiegen, aber die Zahl der Etablissements hat nicht verhältniß- mäßig zugenommen, ist zum Theil stationär geblieben, ja hat sich sogar absolut verringert. Mit anderen Worten, die Kon- zentration der Industrie schreitet riesig vorwärts. Dies zeigt schlagend der Ausweis über die Wollenwaaren Industrie. Er umfaßt die Produktion von Wollen-, Kamm garn, Filzwaaren, Wollenhüten, Teppichen, Strumpf- und Wirkwaaren. Im Jahre 1830 gab es 2689 Fabriken dieser Art, im Jahre 1890 nur noch 2503, während das in ihnen angelegte Kapital von 1S9 auf 814 Millionen Dollars, also um nahezu 100 pCt., stieg. Dabei fand eine starke Zunahme (von 359 auf 307) in den Etablissements statt, welche auch Cotton (Baumwolle) verarbeiten, so daß die Konzentration hauptsächlich die eigentliche Wollenwaaren-Jnvustrie betrifft. In dieser ist sie aber, wie folgende Zahlen zeigen, enorm. Es gab: 1870 2891 Fabriken, 1830 war die Zahl auf 1990 und 1390 sogar auf 1312 gesunken. Im Zeitraum von 20 Jahren ist somit mehr als die Hälfte vom Schauplatz verschwunden. Dabei stieg das Anlage- Kapital von 96 auf 133 Millionen. Im Jahre 1330 entflel auf eine Fabrik 43 000 Dollars, im Jahre 1390 aber 106 000 Dollars Anlagekapital. In der Wollenwaaren- Industrie giebt es also bei einer Bevölkerung von über 60 Millionen Mensch.n nur noch 1312 Unternehmer, Individuen od.r Aktien- Gesellschaften Dem Gang der Entwickelung entsprechend werden im Jahre 1900 vielleicht nur 600 sein, während die Bevölke- rung 80 bis 90 Millionen zählen wird. Es ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, daß bis dahin die Form der Trusts er- reicht und somit auch diese Industrie für die Sozialisirung reif sein wird. Es möge im Anschluß daran erwähnt werden, was die «Wcekly Financial Review",«in Wall Street(Börsen-) Blatt, in ihrer letzten Ausgabe über eine ähnliche Erscheinung auf dem Geldmarkt sagt:„Ter Markt ist fast völlig unter der Herrschaft einer geringen Anzahl Personen, deren Operationen den Werth von taufenden von Millionen von Aktien und Bonds beeinflussen müssen. Niemals in der Geschichte von Wall Street war der Werth einer so«normen Masse von Papieren so absolut unter Kontrolle eines so kleinen Kreises wie jetzt. Ein solcher Zustand kann nicht als befriedigend er- achtet werden. Einige dieser Kombinationen mögen ja wohl am Ende für alle Betheiligten gute Resultate habe», aber in dem Verhältniß, wie sie dem Kapital größere Profite sichern, ohne den Massen entsprechende Vortheile zu gewähren, werden sie Feind- schaft unter ihnen hervorrufen. Derartige kapitalistische Vorstöße haben sicher Gegenstöße von den Arbeitern zur Folge. Der politische Demagoge wünscht kein besseres Material für sein Antiinonopol-Geschrei als solche Kombinationen, welche den Mit- bewerb einschränken, und der Arbeiter-Agitator finde lgsein bestes Argument für einen Streik in der Zunahine des Profits des Kapitals." Des Lebens ungemischte Freude wird, wie man sieht, nicht einmal dem Klientel der„Financial Review" zu Theil. Die Anhäufung ungezählter Reichthümer wäre ja so schön, wenn nicht der„Demagoge" und„Arbeiter-Agitator" im Hintergrund stünden. VevsemmrlmLgezr. In einer öffentlichen Versammlung der Manrer und Putzer erstattete am Sonntag Genosse Eckstein aus Zwlckau Bericht über den Halberstädter Gewerkschaftskongreß. Zum Schluß seines mit großem Beifall aufgenommenen Referats— das wir in Rücksicht auf die schon im„Vorwärts" erfolgte Berichterstattung übergehen können— forderte der Referent auf, die gefaßten Beschlüsse hochzuhalten und durchzuführen. Dem Ziele der Gemeinsamkeit sei mau näher gekommen und die Hoff- nung berechtigt, daß der nächste Gewerkschaftskongreß das Ideal aller fortgeschrittenen Arbeiter: die Schaffung einer einzigen, alle Berufe umsaffenden Organisation, verwirklichen werde. Genosse D e h n e r- Berlin, ebenfalls Delegirter vom Gewerkschafts- kongreß, ging ausführlich auf die Haltung und das Vorgehen der Anhänger der Lokalorganisation aus dem Kongreß ein. Diese hätten die ihnen gebotene Hand zur Verständigung zurück- gewiesen, und namentlich wären es Vertreter des Baugewerbes gewesen, welche sich der anzustrebenden Einigkeit widersetzten. Von den übrigen Verlreteni der Lokalorganisation habe er die Meinung, daß sie sich allmälig dem großen Ganzen nähern und schließlich darin aufgehen würden. Im Baugewerbe dagegen würde der Kampf um die Form der Vereinigung von neuem heftig beginnen, und speziell in Berlin sei eine Eini- gung in absehbarer Zeit leider kaum zu erwarten. Die Anhänger der Zentralorganisation hätten ihre Kräfte zu verdoppeln, um die Versechter der Lokalorganisation im Schach zu halten. Genosse Grübler tadelte die Wortführer der Lokalorganisation sehr scharf unterm Beifall der Versamm- lung, des Ausspruches eines derselben erwähnend:„Und wenn die ganze Maurerbewegung zu Grunde geht, so lasse ich von der Bekämpfung der Zentralisation nicht ab", und forderte zu opser- williger Agitation für die Zentralorganisation auf. Genosse Dietrich sprach sich in demselben Sinne aus, während Genosse Silberschniidt besonders die Thätigkeil der Generalkom- Mission lobend anerkannte: denn sie wollte die deutlich hervor- getretene Schwäche der Arbeiterorganisationen gegenüber dem koalirten Unlernehmerthum durch den Zusammenschluß aller Ver- einigungen beseitigen,«in Bestreben. in dem sie leider von den Zentralorganisationen nicht genügend unterstützt und von de» Anhängern der Lokalorgan, sationen aus das Heftigste angegriffen würde. Hofmann, Töpfer, vertheidigte das Vor- gehe» der Vertreter der Lokalorganisationen ans dem Kongresse; »hm wurde von D e h n e r und E ck st e i n unter dem Beifall der Anwesenden entgegnet. Dann gelangte folgende Resolution ein- stimmig zur Annahme: „Die heutige öffentliche Versammlung der Maurer und Putzer erklärt sich mit den Beschlüssen des Gewerkschafts- kongresses einverstanden und beschließt: 1. in Erwägung, daß durch die heutigen schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse und die damit verbundenen Arbeitslosigkeit die Maurer und Putzer Berlins und Umgegend der Willkür des Unternehmerthums aus- gesetzt sind und infolge ihrer eigenen Uneinigkeit mit gebundenen Händen als Ausbeutungsobiekt sich dem Unternehmerthum selbst nberliesern müssen, erklärt die heutige Versammlung in Zukunft allen Zwietracht bei Seite zu lassen mit der Devise:„Uns bindet die Liebe, uns bindet die Roth", Mann für Mann dem Zentral- verband der Maurer und verwandten Berufsgenossen Deutsch- lands beizutreten, um den zentral-organisirten Unternehmerthum entgegentreten zu können, 2. verpflichten sich sämmtliche an- wesenden Kollegen, die freiwilligen Sammlungen auf den Bauten für den Generalfonds der Maurer Deutschlands vorzunehmen." Unter„Verschiedenem" theilte der Vorsitzende mit, daß in den nächsten Tagen Versammlungen in Ripdorf, Friedenau und Weißensee stattfinden, ferner, daß die freiwillig gesammelten Gelder der Maurer und Putzer alle Sonnabende von 3—10 Uhr Abends an folgenden Stellen abgeliefert werden können: Für den Süden: H. Klingenberg, im Restaurant bei Grube, Mariendorferstraße 10. Für den Westen: Karl Franke, bei Kitzing Bülow- straße 52. Für Für Für straße 61. Für den Norden: Scholz, Restaurant Zukunftsstaat. den O st e n: Gröppler, bei Henze, Krautsstraße 42. den Südosten: Mischke, bei Hoffmann, Waldemar- Moabit: W. Ferkel, bei Viel, Birkenstraße 24. Die Schäden und Miststände im Lchrlingswesen deS Musikerbcrufö beschäftigte» eine vom Verein Berliner Musiker zum 20. März einberufene öffentliche Berufsmnsiker- Versammlung, welche von mehr als 500 Personen besucht war. Besonders eingeladen waren zu dieser Versammlung die Eltern und Vormünder, welche ihre Söhne resp. Mündel in eine Musikerlehre geben wollen oder schon gegeben haben. Der erste Referent, Herr Dachs, schilderte als Muster einer Musiklehre, wie sie nicht sein soll, die seines Sohnes. Er hatte den- selben, wie er ausführte, mit Zahlung von 150 M. Lehrgeld einem auswärtigen Musikdirektor in die Lehre gegeben. Für dieses Lehrgeld wurde der Knabe seitens des Direktor garnicht, seitens der Gehilfen fast nicht unterrichtet. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Direktor zu einem wirklichen Unterricht seines Sohnes zu bewegen, wandte Herr Dachs sich mit einer Klage um Aufhebung des Kontraktes an das zuständige Gericht. Durch die Gerichtsverhandlung sei nun Folgendes zu Tage gefördert worden: Der Direktor hatte die Ausbildung von 30 Lehrlingen übernommen, deren äußerst manqelhaster Unterricht durch ganze zwei bei ihm beschäftigte Gehilfen erfolgte. Der Sohn des Herrn Dachs erhielt auf Baß und Tuba von demselben Gehilsen Unterricht, der ihn auf der Violine und dem Es-Kornet unterrichtet hatte. Um ihm die Baßgriffe beizubringen, hat der Gehilse erst die Baß-Schule seines Schülers zu Hilfe nehmen müssen. Der Direktor bekümmerte sich um seine Lehrlinge nur bei den sogenannten Proben. Die 30 jungen Leute waren in 4 Dachkannnern untergebracht, die weder Thüren noch Oefen hatten. Das Fachwerk derselben war durchbrochen, um Luft und Licht einzulassen, welches außerdem noch durch zwei Lücken eindrang. Ein Arzt, welcher diese Räumlichkeiten untersucht hat, erklärte das Schlafen von 30 Personen in denselben im Winter für nicht der Gesundheit schädlich, giebt aber zu, daß es im Sommer schädlich sein könne und meinte endlich, daß der Aufenthalt in ihnen, wenn er auch des Tags über stattfinde, allerdings gesundheitsschädlich wirke. In diesen Kammern schliefen, wohnten und übten die Lehr linge. Bestimmt und bei jeder Temperatur mußten sie sich von Morgens u», 3 bis Mittags um 11 Uhr und Nach- mittags von 2 bis 5 Uhr in ihnen aushalten. Sie verließen sie nur, um sich die Finger zu erwärmen. Herr Dachs wurde übrigens in erster und zweiter Instanz mit seiner Klage ab- gewiesen. Auf die Gründe hierfür kann nicht näher eingegangen werden. Bemerkt sei aber noch, daß der als Sachverständiger vom Gericht vernommene Stadtmusikus bezüglich der Klagen des Herrn Dachs den Mangel genügenden Unterrichts seines Sohnes nnttheilte, ein Stadtmusiker werde für gewöhnlich nur auf zivei Instrumenten in der niederen Musik ausgebildet. Die Lehrttnge würden nur handwerksmäßig herangebildet. Eine Musikschule sei ein solches Lehrverhältniß nicht. Der zweite Referent, Herr Rechtsanwalt B o n k führte aus: Er könne aus seiner Praxis sich über die Mißstände im Lehrlingswesen des Musikerberufes dahin äußer», daß in Berlin die Verhältnisse noch schlechter seien, als auswärts. Die„Ausbildung" der Lehrlinge sei hier nicht einmal eine handwerksmäßige, sondern mit der Fabrik- arbeit zu vergleichen. Die Ausnutzung der jungen Leute in den großen Berliner Instituten, in denen 40 bis 70 Lehrlinge „ausgebildet" würden, sei eine schwer zu beschreibende. Wer von den Zöglingen nicht Fabrikarbeiter der Musik werden wolle, müsse bei einem Musiklehrer Extrastunden nehmen. Beim„Meister" lerne er nichts. Der Sonntag bleibe dem Lehr- ling auch nicht frei, da er dann, und zwar bis zum nächsten Morgen hinein, konzertiren oder zum Tanz aufspielen müsse. Es sei sogar vorgekommen, daß die übermüdeten Lehrlinge eines Meisters des Morgens von Tegel, wo sie gespielt hatten, zu Fuß nach Berlin zurückkehren mußten. Aber nicht nur körperlich, auch sittlich nähmen die jungen Leute Schaden. Vielfach müßten sie zum Tanz in Lokalen aufspielen, in denen notorifch Prostituirte verkehren. Mit diese» Damen würden sie in den Pausen be- kannt, erhielten Bier von ihnen und ließen sich, obwohl sie oft noch nicht 15 Jahre alt sind, von ihnen mitschleppe». Eine der erwähnten Prostituirten habe bei den sechs jungen Lehrlingen eines Musikdirektors die Nacht zugebracht. Von alledem wüßten die Meister nichts, obgleich sie von der Gewerbe-Ordnung als Diejenigen bezeichnet werden, deren Fürsorge die Lehrlinge auch in sittlicher Beziehung anvertraut sind. Di« Schlafräume seien oft miserabel. Redakteur Lackowitz trat energisch dafür ein, daß vor Allem die Vernichtung der Berliner Musikerinnung erstrebt werden müsse. Herr Bu m ke, PräsidentdesAllgem. deutschen Musiker- Verbandes, führte aus, entgegen den Behauptungen der Berliner Lehrlingszüchter nähmen die Dirigenten der Militärkapellen keine Zöglinge der ersteren mehr in ihre Kapellen auf, da diese absolut nichts könnten. Redner führt weiter ans, die Lehrlings- „Ausbilder" hätten in und um Berlin das Geschäft a» sich ge- rissen. Wo früher eine kleinere Anzahl von Musikern noch sechzig Mark sur die Musik bekommen hätte, da spielten jetzt dreißig Lehrlinge, wofür deren Herr nnd Meister 25 Mark be- komme. Die Musik derselben sei denn auch so, daß der Geschmack des Publikums verdorben werde. Es sprachen dann noch die Herren G u t t m a n n, Heine. Behrens(Nauen). S i e g m a n n, Will und K e w i t s ch. Herr W i l k, Mitglied der Freien Vereinigung der Berufsmusiker, schloß sich den Ausführungen seiner Vorredner bezüglich der Mißstände an, nur war er der Meinung, daß man sich an die Vertreter der ar- bettenden Bevölkerung, an die Sozialdemokratie im Reichstage wenden müsse. Der sonst ruhige Verlauf der Versammlung wurde durch stürmische Mißfallsbezeugungen unterbrochen, als derselbe zwei unbelegte Butterstullen mit dem Bemerken präsentirt wurden, daß dies die Nahrung sei, welche Musikdirektor A. Görner in Charlottenburg(beschäftigt zwei bis drei Gehilfen und einige sechszig Lehrlinge) seinen Lehrlingen des Sonntags für die Zeit von 12 Uhr Mittags bis 2 Uhr Nachts verabreichen lasse. Zum Schluß nahm die Versammlung folgende Resolution einstimmig an: „Die heutige Versammlung der Berufsmusiker Berlins sieht in der Annahme von Musik- Lehrlingen in unbeschränkter Zahl seitens sogenannter Musikdirektoren in Berlin und dessen nächsten Vororten den Hauptgrund für den allgemeinen Niedergang des Musikerstandes. Es ist Thatsache, daß hier Lehrlings- Kapellen von 70 Lehrlingen existiren, für die nur 2 Gehilfen als Lehrer vorhanden sind. Durch solche massenhafte Annahme von Lehr- lingen werden nicht allein die guten Musiklehren aufs Empfind- lichste geschädigt, sondern es können auch nur Pfuscher ausgebildet werden. Der Verein Berliner Musiker wird daher beaustragt, bei der Verwaltungsbehörde und dem Bundesrathe dahin vor- stellig zu werden: 1. daß auf je 3 Lehrlinge 1 Gehilfe gehalten»verden muß, um eine erfolgreiche Ausbildung»» ermöglichen; 2. daß Lehrlinge unter 16 Jahren Nachts und in öffentlichen Tanzlokalen nicht beschäftigt werden dürfen; 8. daß bei Regelung der Lehrlrngsfrage seitens der zuständigen Behörden, namentlich auch bei den Musiker-Jnnungen vor- stehende Grundsätze, die ja bei allen übrigen Innungen Giltigkeit haben, zur Geltung gebracht werden." Ju einer Mitglieder- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Sattler, welche auf der Tages- ordnung: Beschlußfassung über die Einführung der freien Wahl der Aerzte hatte, sprach Kollegs Tannhausen in längerer Rede sich dahin aus, daß es bei einer kleinen Erhöhung der Beiträge sehr gut möglich wäre, die freie Aerztewahl einzuführen, und widerlegte die von einigen Mitgliedern gegen die Durch- kührbarkeit der freien Aerztewahl vorgebrachten Zweifel. Nach- dem noch Kollege L i ß in demselben Sinne sich ausgesprochen und betont hatte, daß die Mitglieder der freien Hilfskasse, nachdem sie in die Ortskasse eingetreten wären, sofort für die freie Wahl eintreten würden, falls die Generalversammlung die Anträge der heutigen Versammlung ablehnen sollte, wurde eine Resolution mit großer Majorität angenommen, laut welcher sich die Versammlung ich mit den Ausführungen des Referenten Tannhausen vollständig einverstanden erklärte und ihre Delegirten zur nächsten General- Versammlung verpflichtete, mit allen ihnen zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln für die Einführung der freien Wahl der Aerzte zu wirken. Zum Schluß wurde noch darauf hingewiesen, daß der Vorstand, bestehend aus 12 Mitgliedern, nur von drei Mitgliedern vertreten war, daß man also von denselben nichts zu erwarten hätte. Der Lese- und Diskutirklub„Südost" hielt am 13. März in dem Lokale von Tolksdorf, Görlitzerstr. 53, eine außerordentlich gut besuchte Versammlung ab. In dem mit einer drei Meter langen rothen Fahne, welche die Inschrift„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" trug, geschmückten Versammlungszimmer drängten sich zirka 100 Personen, welche mit gespannter Aufmerksamkeit einem Vortrag des Genossen Dr. Pinn, Lehrers an der Ar- beiter-Bildungsschule, über die Entwickelung der Menschenrechte lauschten und dem Redner am Schlüsse seiner Ausführungen nicht endenwollenden Beifall spendeten. Um die Wirkung des Referats nicht abzuschwächen, wurde von einer Diskussion Ab- stand genommen. Nachdem man sich zu Ehren der März- gefallenen von den Plätzen erhoben hatte, forderte der Vorsitzende die Versammelten auf, unentwegt festzustehen in den Reihen des Proletariats. Wenn alle in diesem Sinne ihre Schuldigkeit er- füllten, sei es wohl möglich, daß auch wir die Verwirklichung unserer Ziele noch erlebten. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. Eine öffentliche Bildhauer-Versammlung nahm am 20. d. M. den Bericht des Kollegen Heine aus Hamburg über den Gewerkschaftskongreß in Halberstadt entgegen. In anschau- licher Weise vergegenwärtigte der Redner die Verhandlungen des Kongresses und stand völlig auf dem Boden der vom Kongresse gefaßten Beschlüsse. Dem Referenten zollte die Versammlung lebhaften Beifall. In der folgende» Diskussion wurde die viel- seitige Materie sachgemäß erörtert. Widerspruch seitens des Kollegen Roßberg fand der Beschluß des Kongresses, Lokal- organisationen nicht als vollberechtigt anzuerkennen; auch hegte derselbe Bedenken gegen Kartellverbindungen und ein einhettliches Gewerkschaftsorgan, während Kollege Dup ont aus den inter- nationalen Beziehungen eine gewisse Gefahr für die Gewerkschaften befürchtete, sich auch nicht für ein gewerkschaftliches Zentralblatt zu erwärmen vermochte. Kollege Heine hob schließlich ausdrücklich hervor, daß die Kongreßbeschlüsse die Richtschnur sein sollen für die zukünftigen Entschließungen und daß es noch einer großen Klärung bedürfen werde, che an die praktische Verwirklichung derselben gedacht werden könne. Die Konnnisston hat es diesmal unterlassen, einen Kranz auf den Gräbern der Märzgefallenen niederzulegen, da nicht, wie in früheren Jahren, freiwillige Sammlungen zu diesem Zwecke ver- anstaltet werden konnten, die Kommission sich aber nicht zu enl- schließen vermochte, aus ihrem Fonds Gelder zu bewilligen. Für die Zukunft soll wieder für einen Kranz Sorge getragen werden. Rixdorf. Am 20. März hielten die Bau- nnd gewcrb- l i ch e n H i l.f s a r b e i t e r von Rixdorf und Umgegend in ihrem Verejnslokal.eine gut besuchte Monarsversammlung ab, in welcher Genosse S t e i n m a r sehr eingehend über die doppelte Bedentung des 18. März sprach. Stach Schluß des Vortrages ehrten die Anwesenden das Andenken der 1S43cr Gefallenen durch Erheben von den Sitzen. Hierauf beschloß man, gemäß dem Antrage des Kollegen Lüben, den Beitrag für die drei Wiuterinonate zu stunden, ferner die nächste Generalversammlung auf Sonntag, den 24. April cr. zu verlegen und den 1. Mai m drei Lokalen, bei Barta, Nisegk und Hosfmaun zu feiern und für recht zahl- reichen Besuch dieser Festlichkeiten zu agitiren. Britz. Eine öffentliche Volksversammlung, die am 6. März d. I. in Güldner's Salon stattfand und in welcher Genosse Fritz Zubeil aus Berlin über die neue Landgemeinde-Ordnung referirte, wurde beim Schlußworte desselben aufgelöst. Da nach Ansicht der Anwesenden zur Auflösung kein Grund vorlag, indem sich der Referent ganz sachlich hielt, ferner eine Diskussion gar nicht stattfand, so ist gegen den überwachenden Beamten Be- schwerde beim Landrathsamt eingereicht worden.— Der„Volks- bildungsverein für Britz und Umgegend" hielt am 7. März eine Mitmiederversammlung ab, in welcher Genosse R e tz e r a u über das Thenia:„Der Mensch, was er ist nnd was er sein soll" referirte. Der interessante Bortrag wurde nrit grobem Beifall aufgenommen. Unter Vereinsangelegcnheiten ehrten die Anwesenden das Andenken nnseres opfermuthigcn und meloerfolgten Genossen Reimer aus Hamburg durch Erheben von den Plätzen. Nachdem ein Antrag des Genossen M ö ß angenommen war, die nächste Versammlung in Gebr. Walter's Rosensee-Terrasse abzuhalten, erfolgte unter begeistertem Hoch auf die Sozialdemokratie Schluß der Versammlung. Patent in allen Staaten angemeldet. Patent in mehreren Ländern schon ertheilt, Kathreiner's Kneipp- Malz- Kaffee mit Aroma und Geschmack des echten Bohnenkaffee Schulz ist der beste, wohlschmeckendste und gesündeste Kaffee- Zusatz, ausserdem im Gebrauch der billigste. er's nel MalzMarke Norit was wi Biorer Schulsdarke. Plebe und Unterstiti v PranaRatherines Hotty -MUNCHEN. 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