Nr. 151. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Zeitungss Breisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Kolonete zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. 0 Klerikale Socialpolitik. " Mittwoch, den 2. Juli 1902. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Reißhaus legt dar, wie unzutreffend die Einteilung der einiger Unternehmer nach Gegeneinzeichnung der Lohneintragung Brömel beantragt für alle Arten 350 M.; die Socialdurch den gesetzlichen Vertreter des minderjährigen Arbeiters habe demokraten beantragen: 8ollfreiheit. sich als undurchführbar erwiesen. Die verlangten Unterschriften seien sogar gefälscht und die guten Absichten in ihr Gegenteil vertehrt worden. Stickereien im Entwurf sei, durch sie werde die Induſtrie geschädigt, das werde man am Hauptsitze derselben, Plauen in Sachsen, empfinden. getroffen, damit einzelne Arten dieser Waren als KompensationsGeheimrat v. Hente erwidert, die Einteilung sei deshalb so objekte behandelt werden könnten. Die Pofition wird nach der Vorlage angenommen. Bu Position 468, Dochte, gewebt oder geflochten, 90 M., die den beantragen Socialdemokraten 8ollfreiheit, Förster- Sachsen 80 m. feien ein nötiges Rollmaterial zu einer Reihe von fleingewerblichen Bandert findet auch den letzteren Satz viel zu hoch. Dochte gweden. Förster- Sachsen erklärt, sein Antrag sei eine Konsequenz der Herabsetzung der Garnzölle. Müller- Sagan wendet sich ebenfalls gegen die Zollsteigerung für dieses Produkt. Der Antrag Förster wird angenommen. Baumwollsparterie 160 Mr. Position 469, Bofametierwaren, Knopfmacherwaren und sog. Durch die offiziöse Presse wurde jüngst angekündigt, daß die Reichsregierung bei der nächsten Gelegenheit die Abschaffung der Lohnzahlungsbücher vorschlagen werde. Die Lohnzahlungsbücher So die Verichte. Sie machen es verständlich, daß in vielen verdanken die Arbeiter dem größten" Socialpolitiker des Centrums, weiteren Berichten ausdrücklich der Widerspruch sowohl der Arbeiter dem frommen Professor Dr. Hitze. Unter seiner Führung wurden Eltern als auch der Arbeiterkinder gegen die Lohnzahlungsbücher von den bürgerlichen Parteien bei der letzten Reform der festgestellt wird. Diese Lohnzahlungsbücher werden offenbar uur als Gewerbe Ordnung alle socialdemokratischen Anträge, die eine eine ganz nutzlose Belästigung empfunden; und wie es dann hergeht, wirkliche Verbesserung des Arbeiterschutzes bezweckten, niedergestimmt. dafür zwei bezeichnende Belege. Der Bericht für Dafür beantragte Herr Hige die Einführung der Lohnzahlungs- Regierungsbezirk Breslau bestätigt die, auch in andren bücher, um durch sie die heranwachsende Arbeiterjugend unter die Berichten mitgeteilte Thatsache, daß die überwiegende Mehrzahl Autorität ihrer Eltern zurückzuführen und den jungen Leuten die der mit solchen Büchern ausgestatteten Arbeiter sie gar nicht Bergendung ihres Arbeitslohnes unmöglich zu machen. Dem stimmten mit nach Hause nimmt, sondern irgendwo in der Fabrik hinlegt, un selbstverständlich alle staatserhaltenden" Parteien zu. So wurden die sie am folgenden Tage zurückzugeben. In einer Anlage des AufsichtsLohnzahlungsbücher für alle Fabritarbeiter unter 21 Jahren vor- bezirks Breslau II wird von den betreffenden Arbeitern mit besonderer geschrieben. Bei jeder Lohnzahlung muß in das Lohnzahlungsbuch der Vorliebe auch heute noch der am Vorderhause befindliche GeschäftsBetrag des verdienten Lohnes eingetragen, das Buch dem Minder- Briefkasten dazu benutzt, um sofort nach der Lohnzahlung und dem jährigen oder seinem gesetzlichen Vertreter ausgehändigt und von Verlassen der Fabrik die Bücher diesem Staſten anzuvertrauen. In dem dem Empfänger vor der nächsten Lohnzahlung zurückgegeben werden. Bericht für die Provinz Pommern werden die Schwierigkeiten geschildert, Die Socialdemokraten stimmten bekanntlich gegen diefes neue die sich daraus ergeben, daß es vielfach trotz wiederholter Mahnungen Zwangsmittel, weil sie sich von demselben keinen Nutzen versprechen nicht zu erreichen gewesen ist, die Bücher rechtzeitig vor der nächsten konnten. Und daß sie recht hatten, müssen jezt fogar die preußischen Lohnzahlung zurückzuerhalten. In einem Betriebe wurde der Lohn Gewerbe- Inspektoren bestätigen auf Grund der Erfahrungen, welche trotzdem pünktlich gezahlt, und die Eintragungen wurden gelegentlich mit den Lohnzahlungs- Büchern seit deren Einführung am für mehrere Lohnzahlungen auf einmal nachgeholt. Dies entspricht jedoch 1. Oftober 1900 gemacht worden sind. In den letzten Jahres- nicht den für die Lohnzahlungsbücher geltenden gesetzlichen Bestimmungen. berichten wird fast durchweg darauf hingewiesen, daß die Lohn- In andren Fabriken wurden die Säumigen vor der Lohnzahlung zahlungsbücher die auf sie gesetzten Hoffnungen durchaus nicht erfüllt fortgeschickt, um das Buch zu holen; doch konnte in diesem Falle, da haben, daß sie den Betriebsleitern viele Arbeit, den Arbeitern große erst die Eintragungen in die Bücher gemacht werden mußten, der Unannehmlichkeiten bereiten, daß sie aber eine nügliche Wirkung Lohn nicht pünktlich bezahlt werden und das verstößt gegen die nicht aufweisen und aus diesen Gründen auf keiner Seite Arbeitsordnung. Anklang finden. Nur in drei Berichten werden diesen Büchern Endlich erweist sich die Durchführung der Vorschriften für einige anerkennende, Worte gewidmet. So in dem für die Lohnzahlungsbücher dann als ganz wertlos, wenn die den Regierungsbezirk Potsdam, nach dem der Direktor minderjährigen Arbeiter nicht in dem Wohnorte ihrer Eltern einer großen Accumulatoren Fabrik mitgeteilt habe, daß oder in dessen nächster Umgebung, sondern in einem weiter abdie Eltern der in seiner Fabrik beschäftigten minderjährigen Arbeiter gelegenen Orte arbeiten. In manchen Kampagnebetrieben, wie Zuckerregelmäßig Einsicht in die Lohnzahlungsbücher nehmen, und dies fabriken und Ziegeleien, hat, so wird aus den Regierungsbezirken faft ausnahmslos aus freien Stücken durch ihre Unterschrift bescheinigen. Hannover, Osnabrück und Aurich berichtet, der minderjährige, aus Im übrigen aber, heißt es dann in dem Bericht weiter, äußerten sich einem andern Orte stammende Arbeiter nicht immer Grlegenheit, das nur wenige Arbeitgeber günstig über die Einführung dieser Bücher". Im Buch seinen Eltern oder dem Vormunde vorzuzeigen. Regierungsbezirk Liegnig wurde von einzelnen" Eltern und VorDie Lohnzahlungsbücher, diese Musterleistung der flerifalen mündern die Einsichtnahme in die Lohnzahlungsbücher gefordert, wenn- Socialpolitik, find also auch vom Standpunkt der Arbeiter aus eine gleich der Wert der Lohnzahlungsbücher von den Eltern und Vormündern völlig verfehlte Maßnahme. Dies wäre gewiß für die Herrschende noch nicht entsprechend gewürdigt wird". Schließlich Selaffe fein Grund, sich so schnell zur Beseitigung des nutzlosen wird die Führung der Lohnzahlungsbücher von vielen" Betriebs- 3wanges gegen die Arbeiter zu bequemen. Da aber in diesem Fall leitern im Regierungsbezirk Münster als eine segensreiche Vorschrift auch den Betriebsleitern eine schwere Belästigung auferlegt ist und anerkannt. Ein großer Teil der Unternehmer," fährt aber dann deshalb gerade von diesen Leuten am eifrigsten eine Aenderung der der Berichterstatter fort, erachtet diese Einrichtung jedoch als eine gefeßlichen Bestimmungen verlangt wird, so ist es allerdings nicht zwecklose Belästigung." Mithin lassen auch die drei der neuen unwahrscheinlich, daß mit den Lohnzahlungsbüchern ein kurzer Prozeß Zwangsmaßnahme noch am günstigsten gestimmten Berichte erkennen, gemacht wird. daß die Freunde dieser legten Leistung der flerifalen Socialpolitik im allgemeinen doch noch recht spärlich vertreten sind. D Das wird auch ganz begreiflich, sobald wir die Proxis mit den 74. Sitzung der Zolltarif- Kommission. Berlin, 1. Juli. Lohnzahlungsbüchern etwas näher betrachten. Hierbei können wir Die Leineniveberei kann darben, wenn nur die Baumwollweberci absehen von den Schwierigkeiten, welche sich daraus ergeben haben, daß es Herr Dr. Hige in seinem Eifer unterlaffen hat, die Nichtbeachtung blüht und Profit bringt dachten die Vertreter der letzteren in der der Vorschriften bezüglich der Lohnzahlungsbücher unter Strafe zu stellen. Bollfommission, nachdem sie in voriger Woche ihr Schäfchen ins Diese Lüde fönnte ja noch nachträglich ausgefüllt werden. Ebenso Trockene gebracht" haben in Gestalt von niedrigen Zöllen auf wollen wir nicht weiter auf die slagen der Unternehmer darüber Baumwollengarue. Rücksichtsloser, ungerechter und unbarmherziger find eingehen, daß ihnen durch die Unterschrift bei jeder Eintragung in Interessenten in der Kommission noch nicht gegeneinander verfahren, diese Bücher eine Unmasse von Arbeit bereitet werde. Diese wie die in voriger Woche aneinander geratenen Spinner und Weber Arbeit fönnte mant von ihnen mit gutem Necht jetzt gegen die Leinenindustrie, die anscheinend von den Baumwolllangen, falls die Lohnzahlungs- Bücher für die Arbeiter Interessenten als ein Konkurrent betrachtet wird, dem der Garans Wert hätten. wirklich einen Entscheidend ist vielmehr die gemacht werden muß. Unfre Genossen geißelten diesen Egoismus, Frage, die feiner Zeit die Socialdemokraten mit so starkem fonnten aber leider die der Leinenweberei schädlichen Beschlüsse nicht Nachdruck verneint haben, ob überhaupt mit einer derartigen Zwangs- verhindern. maßnahme ein erzieherischer Einfluß auf die jungen Arbeiter aus geübt werden kann? ver= Socialdemokraten Zollfreiheit. Es beantragen: Förster 150 M., Bröme! 120 M., die Neishaus erörtert die deutschen und amerikanischen Industrieverhältnisse und meint, diefer hohe Zoll könne dazu beiträgen, die Industrie ins Ausland zu verschleppen. Schrader begründet den Brömelschen Antrag. Der Antrag Förster wird angenommen. einen- und Inte Industrie behandelt. Nummehr beginnt die Beratung des Unterabschnittes D, der die pflanzlichen Spinnstoffe( gehechelt, gefrempelt, gefämunt, gebleicht, Die Pof. 470 läßt Flachs, Hauf, Jute und alle übrigen gefärbt) zonfrei. Es liegen aber Petitionen vor, auch vom christlichen Bauernbund, die Hölle verlangen. Bandert weist nach, daß das eingeführte Produkt wegen seiner Borzüglichkeit für die deutsche Leinenindustrie umentbehrlich sei.. Hahn bedauert, daß der rohe Flachs und Hanf( Bof. 28) zollfrei gelassen worden sei; die deutsche Landwirtschaft wäre bei gutem Schutz in der Lage, den inneren Markt zu versorgen. Die Pofition wird zollfrei gelaffen. Es entspinnt sich eine längere Geschäftsordnungs- Debatte über einen Antrag Müller- Fulda, die Pof. 472-483 zur Beratung zu ver binden. zu verfahren. Baudert wirft dabei den Vertretern der Baumwollbranche vor, nachdem ihre Interessen durch Herabsetzung der Zölle auf Baumwoll garne gewahrt worden seien, drängten sie zur summarischen Abchlachtung der Leinenindustrie, die gerade durch die Baumwollindustrie zurückgedrängt werde. Die Mehrheit beschließt jedoch, nach dem Antrag Müller- Fulda Die Positionen 472-474 umfaffen einengarne, auch gemischt mit Jute; 475-477 aufgarn 2c.; 478-480 Namies garu, auch gemischt mit Flachs oder Jute; 480-481 Jutegarn. Die Socialdemokraten beantragen Bellfreiheit zu allen Positionen. Schrader beantragt eine Herabſegung der Zölle für die Pofitionen 472 und 473; Förster- Sachsen eine Erhöhung zu 473. Die Zollsäge betragen für Position 472: eindrähtig, roh bis Nr. 8 englisch über 8-14 Vorlage Schrader 0 5 7 6 " 14-20 7,50 6 " " 20-35 10 9 " " 35-75 13 12 " " 75 " " zollfrei. 12 Pofition 473, eindrähtig, gebleicht, gefärbt, bedruckt: Schrader Vorlage Förster bis Nr. 20 englisch 13 16 über Nr. 20 bis 35 15 16 20 " " 35 75 Position 474 75 21 21 " " 8 36 36282 1252 Für Zollfreiheit tritt Grünberg ein, der die pretäre Lage der Vor Eintritt in die Beratung berichtigt Münch Ferber auf Leinenindustrie damit erklärt, daß die Baumwoll- Wäsche die Ersuchen der Neuen Baumwoll- Spinnerei und-Weberei in Hof, daß Leinenwäsche verdrängt. Im so erstaunlicher sei es, daß Förster= die Fusion bereits im Jahre 1896 stattgefunden habe. Sachsen als Baumwoll Industrieller der Leinenindustrie Für die Positionen 462, Vogel-, Jagd-, Pferde- 2c. Netze bas Leben noch saurer machen wolle durch Vertenerung 100 M.; 466: Taue, Seile, Bindfaden 48 M.; 467: Schläuche 2c. der Leinengarue. Gehe im Innern der Konsum vom 50 M. beantragen die Socialdemokraten 8oll Leinen zur Baumwoll- Wäsche über, dann müsse der Export der Leinenprodukte gefördert werden, das könne doch nur geschehen, wenn der Leinenweberei billige Garne zugeführt würden. Statt dessen wolle man die Garne durch, den Zoll verteuern. Die Vertreter der Baumwollweberei müßten fonfequenterweise für die Leinenweberei so eintreten, wie für ihre eigne Industrie. Redner erörtert dann fachtechnische Verhältnisse der Leinenweberei und erhebt harte Vorwürfe gegen Förster, Münch Ferber und Müller Fulda, die vorige Woche ihre eignen Interessen wahrgenommen hätten und nun die Leinenweberei schädigten. Schärfer könne die Ungerechtigkeit nicht zum Ausdruck kommen. Zur Beantwortung dieser Frage enthalten die Berichte eine Reihe sehr beweisträftiger Beobachtungen. Herr Dr. Hise hatte sich die Sache so gedacht, daß die Arbeiter, deren minder jährige Kinder in Fabriken arbeiten, sich von denselben die Lohnzahlungsbücher vorlegen und den darans erfichtlichen freiheit. Verdienst aushändigen lassen werden. In dem bereits erwähnten Bandert begründet die Anträge und betont, daß die von den Bericht für den Regierungsbezirk Münster wird nun folgende Socialdemokraten gestellten Anträge keinen demonstrativen Charakter Auskunft„ eines großen Teils der Unternehmer" mitgeteilt: die trügen, wie von Regierungsseite vorwurfsvoll behauptet worden sei. Eltern, welche sich noch einen Einfluß auf ihre in den Gewerbe- müsse sich doch aus seinen Ausführungen für jeden ergeben, daß es den Socialdemokraten auf die Klarlegung der thatsächlichen Verbetrieben beschäftigten Kinder erhalten haben, seien nicht auf die hältnisse antomme. Nach dieser Klarlegung werde jedermann die Lohnzahlungsbücher angewiesen, um sich über den Arbeitsverdienst Anträge auf Bollfreiheit notwendig finden. Redner erklärt dann die der minderjährigen Familienmitglieder zu unterrichten; in vielen Fabrikation der in Frage stehenden Waren. Fällen sei das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern glid- Förster Sachsen beantragt eine Herabsetzung des Zolles für licherweise noch ein so inniges, daß die Angabe der Nr. 466 auf 36 m. Schrader will die alten Zollfäße aufrecht erhalten wissen. Kinder einer schriftlichen Bestätigung ihrer Arbeitgeber nicht bedürfe, Redner ist gespannt, wie Förster die Erhöhung begründen will. Förster- Sachsen erklärt, daß seine Anträge auch von Minch= auch gäben die Lohndüten oder Lohnzettel eine ebenso zuverlässige 34 Position 464, Spigen und Spizenstoffe, gestickt 450 M.; ge- Ferber und Müller- Fulda unterstützt würden. Er, Redner, Auskunft, wie die Lohnzahlungsbücher. Wie aber, wenn dieses schöne webt 350 M.; andre habe sie nur gestellt, um diese Säge als Kompensationsobjekte zu Verhältnis zwischen den Eltern und ihren erwerbsthätigen Kindern Bandert und Reißhans begründen den Antrag auf 8011- bengen. Könne die Regierung nicht die Zusicherung geben, nicht mehr besteht? Hierauf antwortet beispielsweise der Kaffeler freiheit. daß die alten Säße endgültig wieder eingeführt würden, dann wäre Bericht wie folgt: Von den jungen Arbeitern sind sehr viele der Brömel beantragt einen einzigen Zollfayz von 350 M. ihm der Antrag Schrader sympathisch. elterlichen Zucht entwachsen und nicht gewillt, den Ver- Die Bollschematisierung des Tarifs, die, wie an dieser Position Müller- Sagan beantragt eine Herabsetzung der Zölle auf Jutedienst und die Verwendung ihres Lohnes überwachen sich zeigt, auch die billigsten Waren einer Branche ebenso hoch bez garn von 5 auf 4, von 6 auf 5 M. für die Nummern bis 8 englisch zu lassen; sie nehmen die Lohnzahlungsbücher entweder über- laftet, wie die teueren, wird von den Socialdemokraten scharf und von 8 haupt nicht an, oder unterlassen es, sie den Eltern vorzuzeigen. Die minderwertigen Waren kaufen, am schwersten belastet. Trotzdem segung der Zölle. fritisiert. Immer würden auf diese Weise die ärmeren Leute, die Der Regierungsvertreter Martiu wendet sich gegen die HerabEbenso spricht sich auch der Bericht für den Regierungsbeziri Merse wird die Regierungsvorlage angenommen. Wüller- Fulda tritt dem bei und verteidigt sich gegen Grünbergs burg aus: Auch die jüngeren Arbeiter seien der elterlichen Zucht Bofition 465, Stidereien auf bauntvollenem Grundstoff: Vorwurf der Parteilichkeit; eigentlich habe er, Redner, mehr Interesse bereits soweit entwachsen, daß sie sich über die Verwendung des Plattstich- Stickereien 400 M.; Kettenstich- Stidereien 450 M.; an der Einführung billiger Leinen- und Jutegarne, aber er halte verdienten Lohnes feine Aufsicht gefallen lassen. Das Verlangen andre- 400 M. diese für gute Kompensationsobjekte. Pofitionen 462 und 467 wurden nach der Vorlage angenommen; Position 466 wird der Antrag Förster acceptiert. 350 M. 14. Geheimrat Wermuth und sächsischer Bundesratsbevollmächtigter Rüger reden der Vorlage das Wort; der letztere hebt aber hervor, daß die sächsische Leinenweberei gegen Erhöhung der Zölle sei. Molkenbuhr ist erstaunt über das Zutrauen, das die Baumwollweber jetzt der Regierung entgegenbringen gegen vorige Woche. Förster habe vorige Woche gesagt, man dürfe den Arbeitern, denen man durch die Getreidezölle das Brot verteuere, nicht die Kleidungsstücke vertenern. Jetzt wolle man den Arbeitern noch das Hemd vertenern. Redner wendet sich dann gegen den Jutezoll, der angesichts der Entwicklung des Jutekartells gefährlich sei. Heute habe man auch die Belastung der Industrie durch die socialpolitische Gesetzgebung als Argument angeführt, der internationale Arbeiterversicherungs- Kongreß in Düsseldorf in voriger Woche habe bewiesen, daß dies Argument hinfällig fei. Herr Wödiker habe festgestellt, daß diese„ Lasten" den Aufschwung der neunziger Jahre nicht gehindert hätten. Ein Schlußantrag wird angenommen. Daran knüpft sich eine sehr stürmische, lange Debatte über einen Vorschlag, den der Vorsitzende Paasche im Namen der Mehrheit" über die Dauer der Sitzungen macht. Nach den heftigen Protesten von der Linken wird der Vorschlag zurückgezogen. Wir berichten Schluß der Sitzung 3/43 Uhr. Nächste Sigung: Mittwoch 9 Uhr. hierüber an andrer Stelle. = Politische Webersicht. Politik in den notwendigen Zusammenhang mit der Tarifpolitik der Eisenbahnen zu bringen gedenkt. Diese Aeußerungen lassen erkennen, daß die Staatsregierung sich auf dem richtigen Wege zur Erreichung einer Verständigung mit der Mehrheit des Abgeordnetenhauses über ihre wasserwirtschaftlichen Bläne befindet, und es ist nur zu wünschen, daß diese sachlich und taktisch richtige Marschlinie für die weitere Behandlung der wasserwirtschaftlichen Vorlage mit der nötigen Stetigkeit und Konsequenz festgehalten wird. Schritt um Schritt ist die preußische Regierung in der Verteidigung ihrer Kanalvorlage, des einzigen Kulturwerks, das in Breußen neuerdings geschaffen werden sollte, mit Löwenmut zuriid gewichen, bis sie min von den Kanalrebellen das ehrende Zeugnis erhält, sich auf dem richtigen Wege zu befinden. Sie hat dies Beugnis redlich erworben, indem sie von einer Wiedereinbringung der Vorlage im Landtag abzusehen ankündigt. Victoriaftraße 18. richtung der Wählerliste wäre ja an sich überflüssig und unsinnig, wenn die Frage der Wahlbrechtigung erst durch den Wahlvorstand bei der Wahl entschieden werden solle. Nach einer wenige Minuten währenden Beratung verkündete der Vorsigende/ die merkwürdige, völlig unverständliche Rechtsauffassung des Ausschusses in dem einen Sazz: Das Gesetz spreche in diesem Falle von einem Ruhen, nicht einem Berlust des Bahlrechts, und die Klage sei deshalb abzuweisen. Diese Entscheidung steht in einem nicht zu lösenden Gegensatz zu der kurz vorher in einer andren Sache verkündeten. Hier wurde die Wahl von Socialdemokraten angefochten, weil staatserhaltende Forensen in Baumschulenweg, die in der Wählerliste aufgeführt waren, inzwischen diese Eigenschaft verloren hatten und trotzdem zur Wahl zugelassen wurden. Während kein Ziveifel und feine Meinungsverschiedenheit darüber besteht, daß jeder wählen darf, der in der Wählerliste steht, auch wenn am Tage der Wahl an sich sein Wahlrecht ruhen" würde, sei es, weil er mit den Steuern im Rückstand steht oder in Konkurs geraten ist so ist die Frage strittig, ob eine in der Wählerliste noch aufgenommene Person wählen dürfe, wenn sie inzwischen durch Verlust der Gemeinde Angehörigkeit das Wahlrecht verloren hat. Es giebt Kommentatoren, die meinen, daß die Gemeinde- Angehörigkeit oder die Forensaleigenschaft am Tage der Wahl or hem Proteſt auch aus vorhanden sein müsse. Hier meinte der Kreisausschuß, wenn einem andren Grunde stattgeben mußte, daß die betreffenden Forensen mit Recht zur Wahl zugelassen wurden, weil sie in der Wählerliste standen! Die Wählerliste sei endgültig und allein entscheidend. Also wer sein Wahlrecht verloren hat, kann immer noch wählen, falls er in der Wählerliste steht; ruht das Wahlrecht aber mur, dann ist es aus mit der Ausübung des Wahlrechts trotz Aufnahme in der Wählerliste. Solche fonderbare Logit herrscht in der Victoriastr. 18!" Alle Positionen werden nach der Vorlage angenommen, bis auf Position 481, Jutegarn, für die der Zoll nach dem Antrag MüllerSagan von 5 auf 4 resp. von 6 auf 5 M. Herabgesetzt wird. Seitdem die Socialdemokratie begonnen hat, sich auch an den Ferner werden nach längerer Debatte die Positionen 484/485, Kommunalwahlen der Landgemeinden zu beteiligen, ist das friedliche Seilerwaren aus Spinnstoffen, nach der Vorlage angenommen. Wohlstillleben der staatserhaltenden Parteien auf das empfindlichste gestört worden. Bisher machten die Staatserhaltenden die Sache, fast unbehelligt durch öffentliche Kontrolle, unter sich ab; man wählte eigentlich nicht, sondern verteilte die Mandate. Auch gehörte es nicht gerade zu den als notwendig empfundenen Obliegenheiten, die Bestimmungen der Landgemeinde- Ordnung zu kennen. Man richtete sich das Verfahren möglichst patriarchalisch ein, eine Handvoll fleiner formeller Fehler genierte nicht weiter, wenn nur das Ergebnis den Wünschen und Interessen der Staatserhaltenden entsprach. 2006 nd Nun kam die Socialdemokratie und brach mit rücksichtsloser Roheit in den schönen ländlichen Frieden ein. Dabei entdeckte fie Berlin, den 1. Juni. merkwürdige Dinge: Erstens nämlich, daß es möglich sei, dieses Sturm in der Zollkommiffion. schlechteste Wahlsystem auf dem Wege der patriarchalischen AnDieser Fall von Kreisausschuß- Nechtsprechung wirkt durch sich Wieder versuchte die Mehrheit" der Zollkommission einen wendung noch mehr zu verschlechtern; diese patriarchalische Tendenz selber. Niemand kann je einen Augenblick zweifeln, daß das OberGewaltstreich gegen die Minorität auszuführen und erlitt dabei wirkte merkwürdigerweise immer zu ungunsten der Besiglosen. So- Verwaltungsgericht schließlich doch dem Protest stattgeben muß, weil wiederum eine Niederlage. Am Schluß der Dienstags- Sigung machte dann gelangte man schnell zu der Ueberzeugung, daß die Social- die Endgültigkeit der Wählerlisten und die unerheblichder Abg. Paasche, der an Stelle des abwesenden Abg. Rettich demokratie die Aufgabe habe, ihre Feinde zur richtigen Kenntnis keit der Thatsache, daß das Wahlrecht am Tage der Wahl materiell den Vorsiz führte, im Namen der Mehrheit" den Vorschlag, dieses ihnen doch auf den Leib zugeschnittenen Wahlrechts erst zu er- ruht", sowohl der Logik und den Bestimmungen des Gesetzes entdie Sigungen fünftig von früh 9-1 Uhr und nachmittags ziehen. In zahlreichen Gemeinden ist die Socialdemokratie denn spricht als auch ständige Spruchpraxis ist. Aber was hilft's. Das von 3-6 Uhr täglich stattfinden zu lassen. Da nach einer Ver- auch sofort daran gegangen, die herrschenden Klassen über Wesen Ober- Verwaltungsgericht ist noch weit und inzwischen bleiben die ständigung der Kommission vor kurzem die Sigungen von 9 Uhr vor und Bedeutung des erzreaktionären Wahlrechts aufzuklären.nrechtmäßig Gewählten im Besize ihrer Mandate und jubeln über mittags bis 2 Uhr nachmittags feſtgeſetzt worden sind, erregte die neuen Wir wählten in der Regel den erzieherischen Weg des Wahlproteſtes, ihre Siege, die ihnen die unbekümmerten, seltsamen Rechtsmeinungen Coulissenschieberei der Mehrheit den Unmut der Minderheit, die dieses um die Gesetzestenntnis zu verbreiten. Allerdings stellten sich unsren der niederen Instanzen verschaffen. Vorgehen ohne Befragung der Minderheit rücksichtslos und räntevoll Bemühungen fast unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen. Es ist fand. In Sachen der Krefelder Tanz- Husaren werden jezt Melnämlich ziemlich leicht, durch Amvendung ungesetzlicher Praktiken in dungen über Meldungen verbreitet, die beweisen sollen, daß die Die Socialdemokraten protestierten gegen dieses Verfahren. eine ländliche Gemeindevertretung hineinzukommen, aber es gehört plögliche Verlegung des Düsseldorfer Husaren- Regiments nicht um der Baasche trieb dabei durch unmotivierte Unterbrechungen der Redner fast zu den Unmöglichkeiten, wieder hinausbefördert zu werden. Ehrenjungfrauen willen geschehen sei. Die Stadt habe sich, so wird und seine für einen Vorsitzenden sich durchaus nicht eignende Biel- So ein Wahlproteſt wandert zunächst an die Gemeindevertretung, versichert, schon seit Jahren um die Garnison beworben, allerdings schwätzerei die Entrüstung der Opposition auf die höchste Spize, so die sich nach einiger Zeit dazu entschließt, ihn auf die Tagesordnung zu vergebens. Epotten ihrer selbst! Denn wenn die sachlichen Be daß seine Geschäftsführung vor dem Sturm der Linken völlig setzen. Da die herrschende Rathausgesellschaft Angeklagter und Nichter in mühungen früher kein Gehör fanden, um so merkwürdiger ist es bersagte. iad einer Person ist, wird sie wohl niemals etwas andres beschließen wie die denn, daß die Ehrenjungfrauen über Nacht das schwierige Werk zur Neißhaus, Moltenbuhr, Baudert, Grünberg, Ablehnung des Protestes. Dann beginnt man den Weg des Erfüllung brachten. Müller Sagan wiesen an dem Verlauf der bisherigen Sigungen Verwaltungsstreitverfahrens. Erste Instanz ist der Kreisausschuß. nach, daß sie verhältnismäßig schnell die Beratung des Tarifs ge- Es dauert geraume Zeit, bis diese verehrliche Körperschaft, die ebenSanierung des ostelbischen Grundbesitzes. fördert hätten; auch der Abg. Speck( C.) hielt die bisherigen falls nicht verpflichtet ist, gefeßliche Specialfenntnisse zu haben, die Bolltariffrage verstimmten Agrarier plant das LandwirtschaftsZur Verföhnung der über die Haltung der Regierung in der Leistungen der Kommission für respektable und fand deshalb eine Angelegenheit verhandelt. Unkontrolliert von der Oeffentlichkeit ministerium eine gesetzgeberische Aftion zur Entlastung des HochAenderung für unnötig. Ferner wiesen unsre Genossen darauf es ist das Glück der seit einem halben Jahrhundert herrschenden verschuldeten ländlichen Grundbesizes, die für das Gegenseitigkeitshin, daß die in der Komission sigenden Fach- und Geschäfts: preußischen Reaktion, daß daß die Oeffentlichkeit sich sich für die verhältnis, in welchem sich die Regierung als zum ostelbischen GroßYeute Opfer genug brächten und einige Nachmittags intimen Uebungen ihrer Verwaltungskunst nicht interessiert grundbesig stehend betrachtet, außerordentlich charakteristisch ist und stunden zur brieflichen Erledigung ihrer privaten Ge- bestätigt der Kreisausschuß, wenn es irgend geht, die Meinung der jenen liberalen naiven Politikern, die von einem Einlenken der schäfte benötigten. Als Grünberg dabei erklärte, daß mit der Gemeindevertretung. Aber ein Socialdemokrat ist zäher geht Regierung in sogenannte liberale Bahnen" träumen, eine arge Ent gleichen Vorschlägen für unendlich lange Sigungen die Fachleute an die nächste Instanz, den Bezirksausschuß. Wieder ver- täuschung bereitet. geradezu aus der Kommission hinausgetrieben würden, um Sentiers 2c., gehen Monate, bis auch der sein Sprüchlein hersagt, das in der Ablösung der über die landschaftliche Beleihungsgrenze eins Es handelt sich um ein Projekt, das die die nichts zu thun hätten, an deren Stelle zu setzen, unterbricht der Regel für die Vorinstanzen nicht kränkend ist. Und wenn man dann getragenen ländlichen Hypotheken, der sogen. Nach hypotheten, Vorsitzende wieder in ungehöriger Weise den Redner, der sich aber schließlich beim Ober- Verwaltungsgericht anlangt und bezweckt und an deren Stelle unkündbare Amortisationsso zornig und energisch dagegen wehrte und dabei von unsren dieses trotz seiner reaktionären Rechtsprechung sich entschließt, den flaren Sypotheken setzen will, S. H. genauer gefagt, um ein Projekt, das Fraktionskollegen unterstützt wurde, daß eine große, allgemeine Er- unzweideutigen gesetzlichen Bestimmungen und damit den Wahl- dem Grundbesig, der bekanntlich von den landschaftlichen Kreditregung Plaz griff, gegen die der Vorsitzende ohnmächtig war, so viel protest anzuerkennen was hilft's: der zu Unrecht Gewählte sigt instituten nur bis zur Höhe von 4/6 des Tagwertes mit Pfander auch dazwischen schrie und über den Abg. Grünberg erfolglos seit Jahr und Tag in der Gemeindevertretung und er braucht sich Briefen beliehen wird, auch für das fünfte Sechstel billige Darlehen Wortentziehung verhängte. schon deshalb nicht über einen ihm ungünstigen Spruch des Ober- verschaffen und ihm zugleich die Unkündbarkeit dieser Darlehen Als dann bei der Bemerkung des Vorsitzenden, er bringt ja doch Berwaltungsgerichts zu grämen, weil die Neuwahlen ohnehin vor der sichern will. Und zwar soll das ist ebenfalls recht charakte nur den Vorschlag der Vertreter der Mehrheit" zum Thür stehen. Auch hat die Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts ristisch solche Umwandlung der Nachhypotheken in AmortisationsVortrag, dazwischen gerufen wurde, wer diese Vertreter seien, und aus weiteren Grunde wenig Wert, weil in allen hypotheken mur bei solchen Gütern stattfinden können, die an die der Vorsitzende die Namen Arendt und Herold nannte, nahm tünftigen Fällen Gemeindevertretung, Kreis- und Bezirksausschuß Landwirtschaftskammern angeschlossen sind, die also, je nach den verdie Entrüstung noch zu, da besonders der Abg. Arendt mehrfach die Erkenntnisse, wenn es sich irgend thun läßt, ignorieren schiedenen Statuten der Landwirtschaftskammern in den einzelnen mit stundenlanger Verspätung die Sizungen besuchte und durch sein und nach subjektivem Ermessen ihre Urteile fällen, die um so weiter Provinzen, zum mindesten einen jährlichen Grundsteuer- Reinertrag Betragen in den Sigungen 8wischenrufe, Plaudereien 2c. nicht von der objektiven Richtigkeit abweichen dürfen, weil sich niemand von 60 bis 150 Mart aufweisen. Kleine und mittlere Bauerngüter gerade zur Förderung der Beratung beiträgt. Nunmehr fündigten die um sie fümmert. Damit aber werden die Wahlunregelmäßigkeiten sind demnach von der geplanten Sanierung oder„ Entschuldung", wie Socialdemokraten an, daß sie jeder Vergewaltigung mit allen erdent au einer für die Staatserhaltenden vollkommen unschädlichen der offizielle Ausdruck lautet, ausgeschlossen. lichen Mitteln entgegentreten würden. Arendt hatte obendrein die Sache. Bis das Ober- Verwaltungsgericht spricht, hat man ja das Ueber das Projekt hat Herr v. Podbielski eine Denkschrift aus Dreistigkeit, zu sagen, wohin das führen solle, wenn immer wieder auf diese Weise gewonnene Mandat unbehelligt nach Herzenslust aus- arbeiten lassen, und diese unterm 30. vorigen Monats an die OberFachleute bei neuen Abschnitten in die Kommission ein- üben können. präsidenten mit dem Ersuchen gesandt, ihm ihre Vorschläge über träten und Tange fachliche Auseinandersetzungen machten. Gerade deshalb aber wird es zu einer dringenden Notwendigkeit, die zweckmäßigste Art der Durchführung der betreffenden MaßDemnach beabsichtigt beabsichtigt dieser sonderbare Pflichtenmensch eine die eine die Rechtsprechung der Kreis- und Bezirksnahmen zu machen und fich insbesondere darüber zu äußern, Durchpeitschung des Zolltarifs, wie er dem auch schon mehrfach durch Ausschüsse ein wenig zu kontrollieren, und auch bei in welcher Weise die zur Ablösung der Nachhypotheken erforderlichen die Stellung von Schlußanträgen Ausdruck gab. Reißhaus rief ihm diesen Körperschaften den Verfuch zu machen, ob sich nicht durch Mittel aufzubringen find. entgegen:" Sie wollen die 2000 M. Diäten einstecken und in die öffentliche Kritik eine größere Einsicht in das Wesen der geltenden Eine nähere Kritik dieser das agrarische Versöhnungsprojekt Ferien gehen!" Geseze erzielen läßt, Geseze, die wahrhaftig schlecht genug sind, als behandelnden Denkschrift behalten wir uns vor; nachstehend bedaß sie noch weitere Verschlechterungen durch die Bragis notwendig schränken wir uns auf die kurze Wiedergabe der wichtigsten Behätten. stimmungen: in " Ordnungsrufe und ähnliche Rekriminationen fruchteten nichts mehr, als so die Empörung auf den Siedepunkt gestiegen war. Als aber der Vorsitzende sah, daß die Ränke der Mehrheit nicht verfingen und die „ Vertreter" der Mehrheit ersuchte, ihren Vorschlag zurückzuziehen, trat sofort Ruhe ein. Eine halbe Stunde Zeit hatte man vergeudet und die Gemüter unnütz aufgeregt. Nachdem der Vorschlag zurückgezogen worden war, unterhielten sich Freund und Feind" über das Unpraktische jenes Vorschlages in verständiger Weise. Ein Sturm war wieder vorüber. Ob wohl die Mehrheit" mun einsehen wird, daß sie durch ihre Vergewaltigungsversuche nichts erreicht? Was würde sie wohl sagen, wenn die Opposition solche Versuche mit regelrechter Obstruktion be strafte? Der Triumph der Kanalrebellen. Die„ Post", das einst führende Organ der Kanalrebellen, stellt mit Befriedigung fest, daß die Reden des Ministers Budde und des Ministerialdirektors Schulz auf dem Düsseldorfer Schiffahrts- Kongreß die Kapitu lation der Regierung vor der konservativen Kanalfronde unzweideutig zugeben. Diese Reden, sagt Herr v. 8edlig, der Anti- Kanal- Mitarbeiter,„ weisen einen wesentlichen Fortschritt gegen: über dem vorigen Jahre auf". Während v. Thielen verkündet hatte: Gebaut wird er doch, rühmt die" Post" seinem Amtsnachfolger nach, daß er der Auffassung derjenigen entgegenkomme, welche feine ein seitige Wasserstraßen- Politif wollen". Weiter sagt die" Post": " „ Noch deutlicher tritt diese erfreuliche Entwicklung in der Auffassung der Staatsregierung in den Ausführungen des Ministerialdirektors der Wasserbau- Abteilung hervor. Er sprach nicht nur die Hoffnung aus, daß eine Einigung über den Rhein- Elbe- Kanal zu erzielen sein werde, sondern fügte hinzu, daß diese Hoffnung besonders sich verstärken werde, wenn die Lage unsrer Staatsfinanzen sich wieder gebessert haben wird, und wenn es gelingt, auch den von den neuen künstlichen Wasserstraßen nicht direkt berührten Landesteilen eine Erleichterung der Produktion durch Ermäßigung der Tarife zu gewähren. Damit ist nicht nur gesagt, daß man auf die Verständigung mit der Mehrheit des Abgeordnetenhauses abzielt, sondern auch, daß in der nächsten Tagung an eine Vorlegung der Kanalvorlage nicht gedacht wird, sowie endlich, daß man die WasserstraßenEin charakteristischer Fall der Rechtsprechung der Kreisausschüsse ereigete sich am Dienstag im Teltower Kreishaus. Dieses Haus liegt nicht etwa in der ehrwürdigen Kreishauptstadt, sondern im Berliner Tiergartenviertel, Victoriaftr. 18. Es ist eines jener üppigen Kreispaläste, die in der Aera des Goldjegens der lex nene erbaut wurden. Hier hat der Kaiser seine Märkerreden gehalten, in den letzten Jahren ist er allerdings diesen Veranstaltungen ferngeblieben. Ueber den Rechtsfall erhalten wir folgenden Bericht: Die Anfechtungstlage wegen der letzten Som munalwahlen in Groß- Lichterfelde, die seitens der dortigen Genossen angestrengt wurde, Tam Dienstag vor dem Kreisausschuß zur Verhandlung. Sie stigte sich darauf, daß im zweiten Bezirk eine Anzahl Wähler, die in der Wählerliste aufgenommen waren, am Tage der Wahl zurückgewiesen wurden, weil angeblich deren Wahlrecht wegen rück ständiger Steuern ruhe. Der Kläger, der persönlich erschienen war, vertrat in ein gehender Weise den Standpunkt des Wahlprotestes. Er berief fid) auf die konstante Rechtsprechung des Ober- Verwaltungsgerichts, sowie auf die Kommentare der Landgemeinde Ordnung, die sich ausnahmslos mit der Rechtsauffassung der Klägerischen Partei deckten. Da im Falle der Zulassung der zurückgewiesenen Wähler das Ergebnis der Wahl hätte beeinflußt werden können, sei die Klage gerechtfertigt. Die Ablösung wäre nicht allgemein und obligatorisch vorzuschreiben; es müßte vielmehr dem einzelnen Grundbesitzer überlassen bleiben, ob er von der Befugnis zur Ablösung Gebrauch machen wolle oder nicht. Voraussetzung der Ablösung müßte sein, daß die sämtlichen den Nachhypotheken vorgehenden Belastungen, mit Ausim Befiße der ablösenden Stelle befänden, von ihr übernommen nahme der öffentlich rechtlichen, soweit sie sich nicht bereits würden. Alsdann müßte der Grundbefizer, der die Ablösung von Nachhypotheken beantragt, auf sein Verfügungsrecht über den Amortisationsfonds seiner ganzen Schuld, also auch der den Nachhypotheken vorgehenden Hypotheken, der ablösenden Stelle gegens über verzichten und dem Ablösungsdarlehn das Vorrecht vor allen etwa durch außerordentliche Rückzahlungen getilgten Teilen der voreingetragenen Schuld grundbuchmäßig einräumen. Auch ist zu erwägen, ob etwa die Wirtschaftsführung der von der Ablöjung Gebrauch machenden Grundbesizer einer besonderen Aufsicht seitens der ablösenden Stelle zu unterstellen sein würde. Die Ablösung könnte ferner nicht unterschiedslos sämtliche Nach hypotheken umfassen; sie dürfte nicht weiter ausgedehnt werden als mit der Sicherheit der ablösenden Stelle vereinbar ist. Danach würde die Ablösung in der Regel auf den Betrag zu beschränken sein, der noch innerhalb des fünften Sechstels des landschaftlichen 2c. Tagwertes steht. Die diese Grenze übersteigenden und deshalb der Ablösung nicht unterliegenden Nachhypotheken könnten vielleicht mit dem Forts schreiten der Ablösung der vorhergehenden Schulden in deren Stelle einrücken, um später thunlichst gleichfalls abgelöst zu werden, doch Gemeinde Vorsteher Schulz als Vertreter der dürfte diese Vergünstigung nur dann eintreten, wenn der betreffende Gemeinde- Vertretung widersprach der Rechtsauffassung des Gläubiger in die Unkändbarkeit seiner Hypothek willigt.... Klägers. Er ist der Ansicht, daß die Zurückweisung des Ein Zu erwägen ist ferner, ob nicht ohne Eingreifen der Gesetzgebung spruchs seitens der Gemeinde- Vertretung forrett gewesen sei. die erforderliche Sicherung gegen Neuverschuldung des von den Nach§ 44 der Landgemeinde Ordnung ruhe eben das Wahl- Nachhypotheken befreiten Grundbefizes auch durch bloße vertragsrecht. Der Kläger nahm noch einmal, obwohl dies dem Kreis- mäßige Vereinbarungen zwischen dem Schuldner und der ablösenden Ausschuß unangenehm schien, das Wort und betonte, daß der Stelle erreicht werden könnte. Den meisten in dieser Hinsicht gemachten Vertreter der beklagten Partei feine Ansicht oder Meinung durch Vorschlägen stehen die Bestimmungen der§§ 1136 und 1137 B. G.-B. feinerlei gerichtliche Entscheidungen oder Aeußerungen von entgegen. Dagegen dürfte eine Vertragsberedung des Juhalts, Kommentatoren unterstützen könne. daß der Grundbesizer sich dem ablösenden Institute gegenüber M Die Wählerliste sei endgültig maßgebend für die verpflichtet, bei etwaiger Neuverschuldung seines Grundbesizes Ausübung des Wahlrechts in vorstehendem Fall; die ganze Ein- nur noch unkündbaren Amortisationskredit aufzunehmen, mit en angeführten Gesetzesvorschriften wohl vereinbar sein, denn in iefem Falle würde der Eigentümer nicht auf das Recht zu weiteren Belastungen seines Grundbesizes verzichten, vielmehr würde ihm die Aufnahme weiterer Hypotheken in beliebiger Höhe gestattet sein, sofern nur der Kredit als unkindbarer Amortisationskredit, also in derjenigen Form nachgesucht wird, welche die sicherste Gewähr für eine allmähliche Abbürdung der Schuld in sich trägt und den Schuldner nicht einer plötzlichen Kündigung der Hypothek und damit der Gefahr der Zwangsversteigerung aussetzt.München, 1. Juli. Die Kammer der Reichsräte stimmte einstimmig dem Beschlusse der Kammer der Abgeordneten zu, welcher die Regierung auffordert, in der nächsten Session einen Gesezentwurf vorzulegen, der die indirekte Landtagswahl durch direkte Wahlen ersetzt unter Erhöhung der Altersgrenze für das aktive Wahlrecht vom 21. auf das 25. Lebensjahr. Druckfehler- Berichtigung. Der Schluß der gestrigen Notiz „ Der berichtigte Kaiser" muß lauten:.. in dem dennoch das Centrum vor betrogenen Voltsmassen die Rolle der uitgerecht Bedrückten fortsetzen darf!" Ausland. Jan V Amerika. Wie der 1899 1900 Eisen, Stahl- und Maschinenausfuhr Großbritanniens. Grandseigneur Alluren des Mr. Roosevelt. Die Ausfuhr von Eisen und Stahl aus Großbritannien in den „ Daily Mail" aus Washington gekabelt wird, werden die Geld- Monaten Januar bis Mai 1902 gestaltete sich dem gleichen Zeitraum ausgaben des Präsidenten Roosevelt unter seinen politischen Gegnern der Borjahre gegenüber folgenderman: 1901 1902 heftig kritisiert, so namentlich die Renovierung und Neu- Ausstattung des Weißen Hauses in Washington mit einem Kostenaufwand von ursprünglich von der Regierung für eine halbe Million Dollar an Ferner sei die Dampfyacht„ Mayflower", welche gekauft worden sei, unter Aufwendung von 50 000 Dollar neu aus= gestattet worden und werde jetzt vom Präsidenten Roosevelt als Privatyacht benutzt. 360 000 Dollar. 1 277 364 11 147.128 Mengen in Tonnen 1 659 211 1 161 677 Gifen und Stahl 1 361 491 Wert in Pfd. Sterl. im Ganzen 10 094 161 11 375 934 10 354 528 Die Ausfuhr des laufenden Jahres hat hiernach gegenüber dem Vorjahr sowohl hinsichtlich der Menge der ausgeführten Waren als die Ausfuhrmengen immer noch denjenigen der Jahre 1899 und 1900 auch bezüglich ihres Wertes eine Steigerung erfahren, wenngleich nachstehen. Die Unruhen auf Haïti sollen nach einem in New York verbreiteten Gericht bereits beigelegt worden sein. Die letzten näheren Nachrichten lauten: Wie aus Kap Haïtien gemeldet wird, hat der letzte Kampf zwischen den Truppen Firmins und Fouchards Zeitraum: 1899: 7812 906 Pfd. Sterl., 1900: 8 197 198 d. Sterl., Der Wert der Maschinenausfuhr betrug in dem genannten bis zum Sonntagabend gedauert. Die Anhänger Firmine 1901: 7 441 627 Pfd. Sterl. und 1902: 7480 915 Bfd. Stert. Der haben sich an Bord der unter dem Kommando stehenden Regierungsschiffe begeben. Der Kreuzer„ Crête à Pierrot", gegenüber dem Vorjahre gestiegen, ohne indessen denjenigen der Stillods Wertbetrag der ausgeführten Maschinen ist demnach in diesem Jahre auf welchem sich die Konsuln und General Firmin befinden, liegt Jahre 1899 und 1900 erreicht zu haben. Bemerkenswert ist insnoch auf der Recde und sucht Kohlen einzunehmen, um sodann in besondere der erhebliche Export von Lokomotiven und Nähmaschinen, See zu gehen. Auf Ersuchen des amerikanischen Konsuls in Kap Haïtien erhielt in den Jahren 1899-1902 wurden während der der ersten fünf der gegenüber dem Vorjahre eine wesentliche Steigerung aufweist. hibspundas Kanonenboot Marietta" den Befehl, dorthin abzugehen. Der Monate die verschiedenen Maschinenarten mit folgenden Werten ins sari amerikanische Gesandte in Haiti, Powoll, telegraphierte an das Ausland verkauft. Staatsdepartement, daß der haïtische Minister des Aeußern erklärt habe, die Regierung habe Befehl gegeben, den Kapitän Killick zu verhaften. Ein diplomatisches Rendezvous? Der Brüsseler Korrespondent des„ Daily Telegraph" erfährt angeblich von einem aus London zurückkehrenden deutschen Diplomaten, der dort den Krömungsfestlichkeiten beiwohnen wollte, daß Graf Bülow, Graf Goluchowski und Signor Brinetti binnen furzem in Karlsbad zufammentreffen werden, um verschiedene Fragen zu erledigen; sie würden sich mit den Handelsverträgen und mit dem militärischen Ab tommen beschäftigen, das kürzlich zwischen Rußland und Bulgarien geschlossen worden sei. Der Diplomat erklärte, die östreichische Regierung sei über das russisch bulgarische Abkommen beunruhigt. 1116d sisalat 健 食 Parlamentarisches. = V Januar bis Mai 1899 Pfd. St. 570 528 1900 Pfd. St. 1901 Pfd. St. 718 152 613 421 1902 Pfd. St. 866 359 286 896 311 450 264 411 236 994 736 320 715 490 356 324 418 165 303 296 314 142 484 636 409 022 611 624 844 902 312 175 239 471 232 101 227 722 2 805 291 2 660 453 2 150 089 1 707 618 • 2 319 781 2717 219 2 530 365 2 567 688 Zusammen Pfd. St. 7 812 906 8 197 198 7 480 915 Lokomotiven Landwirtschaftliche Dampfmaschinen. Nachtrag zum Reichstags Handbuch. Vom Bureau des Andre Dampfmaschinen 677 275 723 266 Reichstages ist ein Nachtrag zu dem amtlichen Reichstags- Handbuch Landwirtschaftliche Ma für die laufende Legislaturperiode herausgegeben worden, das mit dem 11. Juni abschließt. Außer den biographischen Notizen und den schinen( ohne Dampfs Angaben über die Fraktionen, den Vorstand und die Abteilungen Nähmaschinen. betrieb) des Reichstages bringt es in übersichtlicher Zusammenstellung Bergbaumaschinen Tabellen über die Etatsverhältnisse der Rechnungsjahre 1901 und Textilmaschinen 1902 sowie über den Ertrag der Zölle und Verbrauchssteuern. Andre Maschinen Zur Rückgabe Tientfine. Das Staatsdepartement in Washington hat von dem amerita Die Frattionen haben zur Zeit folgende Stärke: nischen Gesandten in Peking, Mr. Conger, eine Depesche erhalten, Centrum 105, Socialdemokraten 58, Deutschkonservative 52, daß jezt auch andre Diplomaten die lebergabe der Stadt Nationalliberale 51, Freisimmige Volkspartei 27, Reichspartei 20, Tientsin an die Chinesen empfehlen, aber Bedingun- Freisimmige Vereinigung 14, Polen 14, Antisemiten 10, Elsässer 10, gen dafür stellen, die er als unnötige Beläftigung betrachtet. Deutsche Volkspartei 7, sonst bei keiner Fraktion 26. Unerledigt find Bierter Kongreß der christlichen Gewerkschaften Deutschlands. Das Staatsdepartement giebt diese Bedingungen nicht bekannt, es die Mandate des Centrums- Abgeordneten Bayer, 3. Oberfranken, und teilt aber die Ansicht des Gesandten Conger und ist Dr. Lieber, 3 Wiesbaden, sowie des Nationalliberalen Friedel, der Meinung, daß China mehr Berücksichtigung seitens der 2. Oberfranken. Mächte zu verlangen berechtigt ist, als ihm gegenwärtig zu Teil wird. gewonnen. Frankreich. Italien. England. Partei- Nachrichten. Ein neuer Kämpfer gegen die Socialdemokratie. Seit Enthüllungen über die Socialdemokratie" in dem bekannten Stile einiger Zeit veröffentlicht die bürgerliche Provinzpresse wieder einmal der Rorbmacher Fischer und Konsorten. Die Quelle dieser Enthüllungen" ist ein bekanntes Weltblatt, der„ Vogtländische der Angelegenheit gar pennt die Sache auf dieses int Ver Wir würden uns mit " 7 441 627 3 Celly Beschluß, daß als Min 30. 1902. Anwesend find 55 Delegierte. Es besteht ein Beschluß, daß als Delegierte nur wirkliche Arbeiter zugelassen werden sollen; aus nahmsweise wird jedoch dem Pastor Lic. Mumm, der als Vertreter des Bundes der Fleischergesellen anwesend ist, die Teilnahme an den Verhandlungen gestattet, ebenso der Lehrerin Frl. Böhm, Paris, 1. Juli. Der Gemeinderat hat am Montag den die den Verband der Heimarbeiterinnen in Berlin vertritt. Brust hatte in einer am Sonntag abgehaltenen Volks Wunsch ausgedrückt, die Regierung möge die Todesstrafe abschaffen versammlung über die Entwicklung der christlichen Gewerkschaften und auf keinen Fall mehr eine Hinrichtung in Paris vornehmen. hüllungen" Die letzte Poſt aus Siam bringt die Meldung, daß die Anzeiger". gesagt: Die Zahl der Mitglieder jämtlicher christlichen Gewerkschaften fiamefischen Truppen die neutrale Grenze überschritten nicht befassen, ist von 159 682 im 1. Quartal 1901 auf 175 079 im gleichen Quartal 1902 gestiegen. Der wesentliche Zuwachs entfällt auf jene Verbände, her Trupper franzöſiſche Gesandte in Bangkok hat die Rückberufung borgenen blühende Blättchen und ähnliche mit wenig Wiz und die dem christlichen Gesamtverband nicht angeschlossen sind. Der der Truppen erlangt, dieselben werden von japanischen Offizieren viel Schere und Kleister redigierte Machwerke der Buchdruckerkunst Preußische Eisenbahnhandwerker- Verband hat allein 12 500 Mitglieder beschränkt bliebe, welche nur durch ihre geringe Auflage vor dem zugenommen. Der christliche Gesamtverband zählt jetzt 84 000 MitBorwurf überflüssiger Papierverschwendung geschützt sind. Es giebt lieder gegen etwa 83 000 im Vorjahre. Die Einnahmen der sämtLiberalen ausgefallen. Gewählt find 6 Liberale, 2 Katholiken und demokratie die Quelle aller Nachrichten, welche diese herabzusetzen für Streit- und Gemaßregelten- Unterstützung. Der Redner ergänzt die Die Wahlen zum Provinzialrat sind zu Gunsten der jedoch auch größere Blätter, denen in ihrem Haß gegen die Social- lichen christlichen Gewerkschaften betrügen im abgelaufenen Jahre 415 000 Mark, denen 235 000 M. Ausgaben gegenüberstehen, darunter 73000 M. ein Mitglied der äußersten Linken. Die Liberalen haben zivei scheinen, höchst gleichgültig ist und die unbesehen in jedem, der Ursache in der gestrigen Versammlung gegebenen Ziffern durch detaillierte Bei den Gemeinderatswahlen wurden ge- hat, auf die Socialdemokratie zu schimpfen, einen vorurteilsfreien Zeugen Nachweise, aus denen zu entnehmen ist, daß eine ganze Reihe von wählt: 20 Liberale, 17 Katholiken und ein Mitglied der gegen die Socialdemokratie erblicken. Num, der Schreiber der„ Ent äußersten Linken. Liste So sind z. B. die Mitgliederzahlen im letzten Jahre gefallen im Die gesamte fleritale in Rom. Die Mehrheit im Gemeinderat verbleibt zwar nominell demokratie böse zu sein. Es ist ein Sticker Wolfrum, der selber Berband der Eisenarbeiter des Siegerlandes von 11 200 auf 8950, fiegte büllungen" im Vogtländischen Anzeiger" hat alle Ursache, auf die Social Verbänden nicht unbeträchtliche Mitgliederverluste aufzuweisen haben. den Liberalen, ist aber, da die Gemäßigten den Ausschlag geben gern einmal so ein„ gut bezahlter Führer" geworden wäre; er der Arbeiter der Uhrenindustrie von 500 auf 331, des christlichen werden, sehr problematisch. brachte es aber nur zu einem Pöstchen im Konsumverein zu Plauen, Straßenbahner- Verbandes in Düsseldorf von 295 auf 120, des Bayrischen und dann mußte er zähneknirschend erleben, daß man ihm schon auf Eisenbahner- Verbandes von 20 000 auf 18 276 2c. Gestiegen find it. a. dieser untersten Stufe zu höheren Parteiehren das Vertrauen entzog die Mitgliederzahlen des Bergarbeiter- Verbandes voit 34 000 auf Ueber den Zustand Eduard VII. liegt vom Dienstag ein Seine schriftstellerische Thätigkeit gegen die Partei begann er mun günstiger lautender Krankheitsbericht vor. Danach soll der König och als„ Genosse" indem er in mehreren Briefen an Partei- 35 000, des Verbandes der Heimarbeiterinnen in Berlin von 586 auf eine ausgezeichnete Nacht zugebracht haben. Die Kräfte hätten funktionäre den Vorsitzenden des Gewerkschaftskartells in Blauen und 1220, des Bayrischen Postverbandes von 5400 auf 6000, des christsich gehoben, überhaupt feien in jeder Beziehung wesentliche Fort- den dortigen Vertrauensmann heftig angriff. Die so Angegriffenen waren lichen Metallarbeiter- Verbandes in Duisburg von 3800 auf 4790. schritte bemerkbar. Natürlich denkt man troydem nicht daran, für die genötigt, zur Rettung ihrer Ehre das Gericht anzurufen und dasselbe Der nengegründete Verband der bayrischen Straßenarbeiter zählt vereitelte Krönungsfeier bereits einen späteren Termin anzusetzen. verurteilte denn auch Wolfrum in erster Justanz zu 300 M. Geld- 1000, der Bund der Fleischergesellen 700 Mitglieder. Herr Daß man, nach einer Meldung, eventuell den September in Aussicht strafe, welche die Berufungsinstanz, nachdem der Betroffene vorher Brust meinte am Schlusse, es fomme ja schließlich nicht nehmen will, beweist die langivierige Rekonvalescenz, mit der man feierlich und gerade noch zur rechten Zeit seinen Austvitt aus auf die Zahl, sondern auf den Geist an, derdie im günstigsten Falle rechnet. der Partei erklärt hatte, auf 100 m. herabsetzte. Mitglieder bejcele. Alber In der Diskussion flagte Giesberts über Um wenigstens eine kleine Entschädigung für den entgangenen auch 100 m. sind natürlich für einen Sticker kein Pappen- Schuhmacher, Schneider, Tabak- und Zinkarbeiter. Das liege an die geringe Lebensfähigkeit der kleinereren Verbände, insbesondere der Krömungspomp zu haben, hat man mit Ausnahme von London ſtiel und man kann sich deshalb ertlären, wieviel Galle Berr am Montag in England die riesenhaften Holzstöße in Flammen Wolfrum gegen die Socialdemokratie angesammelt hat und kann den scharfen Verfolgungen durch die Unternehmer, außerdem aufgehen lassen, die zur Krönungsfeier als Freudenfeuer abgebrannt ermeisen, wie einwandsfrei sein Zeugnis fehle es es an intelligenten Führern. Ein besonderes Schmerzenswerden sollten. Die sinnlosen Mengen Brennholz, die man auf diese ist. Daß mun der Vogtländische Anzeiger", obgleich er Kenntnis kind fei ber Straßenbahuer Verband, der unter den Weise vergendet hat, hätten im nächsten Winter zahllose Arme vor von der Verurteilung des Herrn Wolfrum hat, seine Auslassungen zu leiden habe. Auf dem Gebiete der Agitation müsse nach dem Verfolgungen durch die Verwaltungen und Kommunen viel dem bitteren Froste schützen können. ruhig abdruckt, beweist höchstens den Mut seiner Redaktion, nichts Muster der freien Gewerkschaften viel mehr geschehen. gegen die Socialdemokratie; von ernsthaft sein wollenden politischen Blättern sollte man jedoch erwarten, daß sie vor lebernahme solcher Duisburg ist umgemein enttäuscht von dem Bericht Brusts über die Am Sonntag haben in London die Besprechungen zwischen den Erpektorationen sich nach dem Ursprung derselben genau erkundigen. den verschiedenen christlichen Gewerkschaftsblättern habe er ganz Entwicklung der christlichen Gewerkschaften. Nach den Berichten in Vertretern der englischen Regierung und den Premierministern Parteipreffe. Unter dem Namen„ Volls- Zeitung für das andres erwartet. der Kolonien begonnen. Es handelt sich einesteils um Fragen Muldental" ist mit dem Datum des 29. Juni 1902 die Probenummer 1000 Mitglieder zugenommen, was hauptsächlich dem viel angegriffenen Der Gesamtverband habe im ganzen nur um der gemeinsamen Heeresrüstung, sodann, hauptsächlich auf eines neuen Parteiblattes erschienen. Anregung Neuseelands, um das seitens maßgebender englischer Druckerei der Leipziger Volkszeitung" hergestellt und erscheint, wie Angriffe Das Blatt wird in der Metallarbeiterverband in Duisburg zu danken sei, der trotz der Staatsbehörden noch nicht als reif befundene Problem der Bolt- schon mitgeteilt, unter der Leitung des Genossen Schöpflin. von einer so hohen Stelle", nämlich vom Abgeordneten Schirmer, und trotz der hohen Beiträge Nach der„ Pall Mall Gazette" stehen folgende Fragen zur der Genosse Hermann Krause beerdigt. Totenliste der Partei. In Gera wurde am Sonnabend( 20 Bf. wöchentlich) zugenommen habe. Brust erklärt, Beratung: Ent unterstütze durchaus die Bestrebungen Schirmers. Derselbe war MitDas englische Kolonialamt bringt zur Besprechung: begründer der Zahlstelle Gera des Verbandes der Zimmerer und weder werde ein neuer Metallarbeiter Verband gegründet, oder der 1. die politischen Beziehungen zwischen dem Mutterlande und hat auch für die Partei immer gethan, was in seinen Kräften stand. Duisburger Verband müsse sich herbeilaffen, seinem Vorsitzenden Wieber andre Direktiven zu geben. Die weitere Behandlung dieser Polizeiliches, Gerichtliches usw. Angelegenheit wurde abgeschnitten und soll in der GeneralEingestelltes Verfahren. Das letzte Strafverfahren gegen versammlung des Verbandes fortgefahren werden. Lic. Mumm 4. das Verhältnis Australiens und Neuseelands zu den Inseln jetzt, 6 Monate nach Verschmelzung des Blattes mit der Magde- in Berlin an, unser früheres Parteiblatt in Halberstadt, die Volkszeitung", ist regte die Gründung eines christlichen Neichs- Arbeiterfekretariats des Stillen Oceans. wvie es kürzlich auch von den unfreien" burger Volksstimme", eingestellt. Es handelt sich um eine Getverkschaften in Stuttgart beschlossen wurde. Neuseeland bringt in Vorschlag: 1. Vorzugstarife durch Herabsetzung der Zölle für und der Stadtrat Steffens aus Güften beleidigt sein sollten. Am sei von einem Brust" nicht abhängig und lasse sich von diesem Notiz aus dem Mai 1900, durch die der frühere Bürgermeister Olfe Duisburg bemerkte unter anderm, der Duisburger Verband englische und in englischen Schiffen transportierte Waren und 3. Mai d. J. war Termin vor der Strafkammer, in welchem ent- nicht von der Bildfläche wegfegen. Man werde unter Umständen Herabsetzung des Zolles auf Waren aus den Kolonien, soweit die- schieden wurde, daß die Sache verjährt sei und die Kosten der auch ohne den Gesamtverband auskommen und lasse sich nicht nur selben heute noch vom Mutterlande besteuert werden; 2. Bildung einer imperialen Reservetruppe, die Staatsanwaltschaft nicht zufrieden, sondern legte dagegen Revision Bascharegiment werde man sich nicht ausbilden lassen.- Frl. Böhm Staatstaffe aufzuerlegen seien. Mit diesem Erkenntnis gab sich die zum Hurra- Schreien bei festlichen Gelegenheiten verwenden. für den Notfall zur Verwendung auch außerhalb der Kolonie, in ein. In diesen Tagen wurde mum dem Genossen Haupt die Nachricht gab einige Daten über die Entwicklung des Heimarbeiterinnen der sie aufgestellt wurde, zur Verfügung steht; zu teil, daß die Staatsanwaltschaft die Revision zurückgenommen Berbandes, der Ortsgruppen befigt in Berlin, Düsseldorf, Breslau, 11 nion. den Kolonien; Das größere Britannien. 2. die imperiale Verteidigung; 3. die Handelsbeziehungen des Weltreiches; finden können; Postdampfer- Linien " 6. Abhaltung von Konferenzen, die alle drei Jahre zwischen 1903 statt. dem Staatssekretär für die Kolonien und den Premierministern der Kolonien stattfinden sollen. " gegen dieselbe er " Wieber Wieber Ein 3. Verstärkung des australischen Geschwaders auf habe. Grund der bestehenden Bestimmungen; Stettin und Stuttgart. Bom christlichen Standpunkt 4. Subsidierung von könne man die völlige Abschaffung der Heimarbeit zwischen Australien, Neuseeland, Kanada und England unter der Aus Industrie und Handel. nicht wünschen. Nur die Heimarbeit der Männer soll gänzlich verboten werden. Die„ roten Brüder" seien in ihren Forderungen Bedingung, daß die Dampfer englisches Eigentum und so ausgestattet sind, daß sie im Striegsfalle als Hilfskreuzer Verwendung gelangenden Konkursdividende der Leipziger Bank ist von der Ver- Herz des deutschen Volkes. Leipziger Bank. Die Höhe der im Herbst zur Auszahlung viel zu radikal. Das deutsche Haus, die deutsche Familie sei das waltung auf 14/2 Millionen, gleich 20 Proz. vorgesehen. Die Aus- In einer persönlichen Bemerkung stellte ein Redner auf 5. Erteilung der Erlaubnis an Mitglieder der gelehrten zahlung beginnt Anfang Oftober. Ein neuer Bericht der Konkurs- Grund des Kassenberichts fest, daß Wieber die Mitgliederzahl Stände von Kanada, Australien und Neuseeland, in Südafrika verwaltung ist im Herbst zu erwarten. ihrem Berufe nachzugehen; Eine neue Gläubiger- seines Verbandes start übertrieben habe; der Duisburger Verband versammlung findet Ende Dezember beziehungsweise im Januar babe nur 3600 Mitglieder. Wieber erwidert, heute feien 4790 Mitglieder vorhanden; der Jahresdurchschnitt betrage allerdings Linoleum- Syndikat. Nach der Rh.- Westf. 8tg." wurde in mur 3600. einer in Köln stattgefundenen Versammlung von mehreren Linoleum- Berlin nach geeigneten Personen umzusehen, die zur Vertretung von In seinem Schlußwort ersuchte Brust Herrn Mumm, sich in fabriken beschlossen, ein Syndikat zu bilden. Rekursen vor dem Reichsversicherungsamt geeignet seien. Bei der Schienenkartell. Die„ Kölnische Zeitung" meldet: In der Gründung der katholischen Arbeiter- Tageszeitung in Köln( des„ Westd. gestrigen Versammlung der beteiligten Werke wurde beschlossen, das Volksblattes"), die wieder einging, seien die Arbeiter um ihre Kartell für Schienen, Schwellen, Laschen und Unterlagsplatten mit fauer verdienten Groschen betrogen worden. Ueber die Höhe des Wirkung vom heutigen Tage ab zunächst auf fünf Monate zu eingezahlten Aktienkapitals seien damals direkt falsche Angaben ernenern. Es handelt sich dabei nur um eine Erneuerung des gemacht worden. Kartells für den inländischen Markt; während innerhalb der fünfmonatigen Frist versucht werden soll, auch bezüglich der Ausfuhr möglich, auf eine wesentlich breitere Grundlage als bisher zu stellen. Natal und die Kapkolonie machen den Vorschlag, daß die Naturalisation in einem Teile des englischen Weltreiches für das ganze Reich als genügend anerkannt werden solle. Australien bringt in Vorschlag: 1. Bevorzugung der Kolonien bei Kontrakteu für die Armee und Marine; 2. Herstellung von Oceankabeln und Ankauf solcher Kabel; 3. Bildung eines imperialen Appellgerichtshofes; 4. gegenseitigen Patentschutz; 5. Aufhebung der Bevorzugung besonderer Nationen, sobald frage eine Verständigung herbeizuführen und dann das Kartell, wenn ein englischer Vorzugstarif anaenommen wurde. In der Nachmittagssigung referiert Besch Krefeld über das Genossenschaftswesen. Er befürwortet die Gründung von Konsumvereinen, die nur Mitglieder der chriftlichen Gewerkschaften aufnehmen, damit man auf alle Fälle die Sache in John erfämpfen. der Hand behalte. Wenn manche christliche Arbeiter vielleicht die Ausland. der Antrag, der Lofalorganisation betreffend Eintritt in die BeAugehörigkeit zu einer andern Genossenschaft unter finanziellen Opfern deswegen tündigen müssen, so dürfe man sich auch davor Arbeitsamt 43 Streiks gemeldet. Die Zahl der beteiligten Arbeiter, werden sollte oder nicht. Die Streife in Frankreich. Im Monat Mai wurden dem wegung zur Erringung eines Stundenlohns von 70 Pf. angenommen nicht schenen. Der Redner schlägt schließlich eine Resolution vor, die für 39 Streifs bekannt gegeben wurde, betrug 17 974. m Panser verlas den Brief, den die Leitung der Lokalwelche die Gründung von Konsumvereinen befürwortet, bei der Monat Mai 1901 waren 61 Streits gemeldet worden; die durch- organisation an den Vorstand der Verbandsmaurer in dieser Sache Gründung von Produktivgenossenschaften aber die äußerste Vorsicht schnittliche Zahl der Streits im Monat Mai während der legten gerichtet hat, und auch die ablehnende Antwort, die darauf erteilt empfiehlt. In der Diskussion über das Referat wünscht Lechner Jahre weit hinter der in den Vorjahren zurückgeblieben. Auch der fünf Jahre betrug 53. Die Streifbetvegung ist denmach in diesem wurde. Nach fachgemäßer Begründung und einer regen Aussprache wurde München, daß aus der Resolution die Bemerkung gestrichen werde, Umfang der Streits war ein sehr geringer, in 34 Fällen beschränkte fast einstimmig folgende Resolution angenommen: daß die Kleinkrämer durch zu hohe Preise die Kunden über- er sich auf je einen Betrieb. Was die Dauer der Streits anlangt, Resolution: Die Generalversammlung des Verbandes vorteilen. Döring- Köln warnt vor einer zu großen Ber- so ist auch diese nur eine geringe gewesen. Der längste hatte eine erklärt ihr volles Einverständnis mit der Taktik des Zweigvereinssplitterung der Kräfte. Man wolle jegt alles nachmachen, Dauer von 24 Tagen. Die Ursachen der Streits waren bei 23 eine Vorstandes bezüglich seiner Stellung zur Erringung des 70 Pfennigwas die Gegner thun. Man müsse auch den Kleinkrämerstand Forderung auf Lohnerhöhung, bei 8 die Abwehr einer angedrohten Stundenlohnes. anerkennen, lieber einen furzen Arbeitstag und einen guten Arbeits- Lohnreduktion, bei 4 handelte es sich Verkürzung der Arbeitszeit, Die Versammlung verpflichtet die Verbandsmitglieder, an einer Den christlichen Arbeitern soll empfohlen werden, 4 wurden geführt, um die Entlassung eines Aufsehers durchzusegen, etwaigen Bansperre zur Lohnerhöhung nicht teilzunehmen, da die fich als Einzelpersonen bestehenden Genossenschaften anzuschließen.- 2 wegen Wiedereinstellung von entlassenen Arbeitern, 2 wegen Lohn- und Arbeitsbedingungen bis zum 1. April 1903 geregelt find Königsbauer München warnt gleichfalls vor der Gründung sunstiger Arbeitsverhältnisse. Von den im Monat Mai beendeten und sich der Verband einen Vertragsbruch nicht zu Schulden kommen chriftlicher Genossenschaften; auf die Krämer freilich brauchen die Streits waren 8 für die Arbeiter erfolgreich, 13 erfolglos und 17 lassen lann. Arbeiter keine Rücksicht zu nehmen. Bernzett Kaiserslautern endeten durch Kompromiß. Die Versammlung ist des weiteren der Ansicht, daß auch selbst meint, wenn man Vereine gründe, solle man nur christliche Gewerkdann, wenn ein Abkommen mit der Unternehmer- Organisation nicht schaftler aufnehmen. Schiffers Krefeld: Man habe am Die Pariser Droschkenkutscher kommen nicht zur Ruhe. Seit bestände, jetzt nicht in einen Lohnkampf eingetreten werden fönnte, Niederrhein die Erfahrung gemacht, daß es schwer halte, leistungs- dem Ausstellungsjahr folgten Streit auf Streit, die meistens resultat- weil hierzu die Vorbedingungen nicht vorhanden sind und daher ein fähige christliche Genossenschaften zu gründen. Lic. Mumm Berlin los verliefen, da es an gemeinsamem Vorgehen fehlte. Eine neue augenblicklicher Streit keine Gewähr für wesentliche Erfolge bieten ist ein Anhänger des Genossenschaftswesens auf christlicher Grundlage; Bewegung ist im Gange. Die Kutscher fordern festen Lohn, Be- würde. das sei jedenfalls auch für die Angestellten das beste, zumal man aus den grenzung der Arbeitsstunden, Unterstellung unter die Gewerbegerichte, Die Generalversammlung verpflichtet alle Anwesenden, die Kreisen der Beamten der christlichen Gewerkschaften noch nicht solche Abschaffung der Polizeigefängnisstrafen usw.-Nur wenn die augenblicklich in Berlin und Umgegend günstige Bauthätigkeit inKlagen gehört habe, wie bei den socialdemokratischen Konsum- Kutscher sämtlicher Gesellschaften zu gleicher Zeit streifen werden, sofern auszunüßen, daß in eine verdoppelte Agitation für den Ver bereinen. Bei den Christlichen treffe der Say nicht zu, daß der wird Aussicht auf Erfolg sein. band und seine Interessen eingetreten wird. Dieses soll geschehen, Arbeiter der schlechteste Arbeitgeber sei. Giesberts empfiehlt die Verlorener Metallarbeiterftrcit. Der vor einigen Wochen indem bom Referenten empfohlene Resolution, denn sie verpflichte ja zubegonnene Streit der Metallarbeiter der Werkstätten Baume Marpent 1. das Baudeputierten- System gut ausgebaut wird, nichts! Die Genossenschaften solle man nicht auf Gewerkschafts- in Haine- Saint- Pierre( Belgien), an welchem 600 Arbeiter teilnahmen, 2. für die vollständige Beseitigung aller vorhandenen Mißstände mitglieder beschränken. wurde resultatlos aufgegeben. eingetreten wird, Schließlich wird, nachdem der Referent nochmals ausdrücklich 3. eine bernunftgemäße Arbeitsmethode wieder playgreift und gewarnt hat, man solle die Wölfe nicht hereinlassen, die vor4. für Auflärung und das solidarische Betragen der Mitglieder geschlagene Resolution angenommen. Die in der Einleitung entSorge getragen wird. haltenen Worte der Kleinkrämer" sind vorher ausgemerzt worden. Des weiteren wurde noch den Bauarbeitern in ihrem Zur Vorberatung über die eventuelle Schlichtung des Streites Bieber- Giesberts soll auf Vorschlag Mumms eine drei Lohnkampfe die vollste Sympathie ausgesprochen. Die Arbeiter- Baugenossenschaft Paradics" hat, wie in gliedrige Kommission ernannt werden. Trotz der lebhaften Bemühungen Mumms ist jedoch hierüber eine Einigung nicht zu erzielen. = Aus der Frauenbewegung. Eine hauptsächlich von Frauen gut besuchte Versammlung fand am 23. Juni in Brit statt. Genoffin Wiesch hatte ihrem Vortrage das Thema zu Grunde gelegt:" Die Ausbeutung der Frau durch das Kapital." Rednerin verstand es, die Aufmerksamkeit der Zuhörenden zu fesseln. Reicher Beifall folgte dem Vortrage. Die Diskussion war eine sehr lebhafte und zeigte, daß die Ausführungen der Referentin auf fruchtbaren Boden gefallen waren. An der Disfuffion beteiligten sich Merten, Nierich, Hendel, Ring, Frau Jeeze und Bäumler. Sodann wurde Frau Nierich als Bertrauensperson für Brig gewählt. Gerichts- Beifung. Am 30. Juni fand eine Volksversammlung in den Germania sälen statt, die nach einem Vortrage Stramms cine Resolution zu Gunsten der Baugenossenschaft" Paradies" annahm. Lehte Nachrichten und Depeschen. Leipziger Baufprozeß. Nach Eröffnung der Sigung giebt Sachverständiger Bünger Erläuterungen zum Geschäftsbericht für das Jahr 1899. Er weist nach, daß ein großer Teil der als Besitz der Bank aufgeführten Effekten und Wechsel ihrer letzten Generalversammlung berichtet wurde, 10 Morgen Land verpfändet gewesen ist. Die Leipziger Bank sei daher in zum Preise von 23 000 M. vom Besizer Werner gekauft. Darauf ihren Dispositionen nicht so flüssig gewesen, wie die sind 150 M. angezahlt, die Nestsumme muß bis zum 20. Juni 1903 Bilanz erscheinen laffe. Der Gewinn an der Trebergesellschaft habe bezahlt werden. Vom 1. April bis 21. Juni 1902 hatte die Genossens schoir von 1898 an thatsächlich auf dem Papier gestanden. Egner schaft eine Einnahme von 1869,30 M., eine Ausgabe von 1381,72 M., bezeichnet alle mit den Trebergesellschaften eingegangenen Effetten so daß ein Bestand von 487,58 M. bleibt. Es haben sich 835 Mitverkaufsgeschäfte als ordnungsmäßig abgeschloffen und verbucht. glieder aufnehmen lassen. Dem Elufsichtsrat gehören au Stramm, Gengsch hatte nach seiner Aussage kein Bedenken, diesen Effekten Wenzelberg, Lefeber. Stonfortialgeschäften feine Zustimmung zu erteilen. Er war der Meinung, daß diese Konsorten den sogenannten Treberconcern bildeten. An diesen Geschäften waren zum Teil die AufsichtsratsMitglieder der Bank beteiligt, teils hatten sie mit Ausnahme von Mayer und Dr. Fiebiger Kenntnis davon. Der Vorsitzende hält Erner vor, daß dieser in der Voruntersuchung gesagt habe, die Konfortialcontent der Treberwerte seien niemals solche gewesen. Die weitere Verhandlung betrifft das Geschäft mit der russischen Trebergesellschaft, nach welchem 3 750 000 M. ruffische Obligationen von der Leipziger Bauf abgenommen werden sollten, obwohl Caffel noch keine Forderung an die russische Gesellschaft hatte. Außerdem waren diese Obligationen noch gar nicht ausgegeben und ihre Achtung, Töpfer! Für die Junungsbezirke Berlin und Lieferung noch gar nicht bestimmt worden. Nach kurzer Pause Stegli find mit dem 1. Juli paritätische Arbeitserklärt Sachverständiger Blaut, ein Schaden für die Leipziger Bant Nachweise in Kraft getreten. Wir machen die Kollegen darauf sei indessen aus dem Geschäft mit den russischen Obligationen nicht aufmerksam, daß von nun an jede andre Arbeits- Ver entstanden. Sachverständiger Hermann meint, dieses Geschäft sei mittelung zu unterbleiben hat und Zuwiderhandlungen in der unternommenen Form wirtschaftlich unverständlich und vom Paris, 1. Juli.( B. H.) Die Gerichtsbehörden in Lyon vers seitens der Kollegen laut Statut den zeitweisen oder vollständigen faufmännischen Standpunkt widerfinnig. Alsdann kommt ein hafteten gestern den 24jährigen Sohn des Rechtsanwalts Barmentier, Ausschluß von der Benutzung des Nachweises nach fich ziehen. Es langer Briefwechsel zwischen Erner und Schmidt zur Berlefung der beschuldigt ist, ein Batet mit über 150 Dokumenten, welche sich auf die liegt im eignen Interesse der Kollegen, daß endlich einmal Schmidt bezeichnet in diesen Briefen den Verwaltungsrat der galiai Machenschaften der Familie Humbert beziehen, beiseite geschafft zu haben. am Orte eine beffere Regelung des Arbeitsmarktes herbeigeführt schen Gesellschaft als Spitzbubengesindel. Sachverständiger Blaut Eine Haussuchung bei dem Verhafteten führte zur Entdeckung. Es wird, und ersuchen wir deshalb die Kollegen, streng darauf hält eine Reihe von Wechseln auf die Union in Prag und die wurde eine große Anzahl Schriftstücke beschlagnahmt, und hofft zu achten, daß nur solche Kollegen auf den Bauten Schweinfurter Gesellschaft für Neitwechsel. Dr. Genzsch lagen die anfangen, die einen Schein vom Arbeits- Nach- Wechsel vor, doch wurde er durch Erner dahin beruhigt, daß aus- man, aus demselben viel Material in der Humbert- Affaire gewinnen weis vorzeigen können. Alle Umgebungen des Nachweises reichende Sicherheiten dafür vorhanden seien. find sofort an unser Bureau, Neue Friedrichstr. 20, zu melden, damit sowohl Arbeitgeber wie Kollegen zur Rechenschaft gezogen werden können. Gewerkschaftliches. Berlin und Uingegend. Die Geschäftsstelle des Berliner Nachweises " " Bevollmächtigter der Sektion der Bußer im Centralverband deutscher Maurer. Deutsches Reich. Derlammlungen. Zehn Jahre Kampf um die Sonntagsruhe. München, 1. Juli.( B. H.) Rektor und Senat der Universität Würzburg haben beim königlichen Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten ihre Entlassung eingereicht und protestieren gegen das Vorgehen des Kultusministers, welcher ihnen Befangenheit und Mangel an Objektivität in Sachen Chroust vorgeworfen hatte. zu können. Zur Humbert- Affaire. Paris, 1. Juli.( W. T. B.) Der frühere Kriegsminister General Galliffet, welcher in mehreren Blättern in der schärfsten Weise die von der Armeekommission des Senats beantragte zweijährige Dienstzeit bekämpft hat, richtet im" Journal des Debais" an den befindet sich im Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15, Eine Demonstration für die Einführung wirklicher Sonn- Obmann dieser Kommission Freycinet ein offenes Schreiben, 1 Treppe, Zimmer 10, und ist alltäglich in der Zeit von 51/2 bis tagsruhe bildete die Versammlung der Handelsangestellten, die am in welchem er erzählt, Freycinet habe bei seiner Kandidatur für die 7 Uhr geöffnet; für den Bezirk der südlichen Vorort- Montag bei Buggenhagen am Morigplatz tagte. Es liege feine Ver- Académie française, um die Stimme des Herzogs von Aumale zu Innung befindet sich die Geschäftsstelle in Stegli, anlassung vor, so führte der Referent, Neichstags- Abgeordneter erhalten, dem Herzog gegenüber folgende Berpflichtungen auf sich Restaurant Krüger, Heesestr. 1, und haben alle im Bezirk Rosenow, aus, am Tage des zehnjährigen Bestehens des Gesetzes genommen: 1. allen seinen Einfluß in den Dienst der wahren wohnenden Kollegen, sobald sie arbeitslos werden, sich dort eintragen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe ein Jubelfest zu feiern; Interessen der Armee zu stellen, 2. immer die Religion und zu lassen. Die Gesellen Ausschüsse. vielmehr müsse die Forderung nach wirklicher Sonntagsruhe von deren Diener zu beschützen, 3. mitzuwirken, daß die verbannten Zum Manrerstreik in Potsdam wird uns geschrieben: In neuem laut und dringend erhoben werden, denn es könnte Prinzen möglichst bald nach Frankreich zurückkehren können. Nr. 150 des Vorwärts" vom 1. Juli befindet sich unter der Ueber- sich ja thatsächlich nur ein Jubiläum der geießlich Grinnern Sie sich", 11111 Schreiben Sie sich", heißt es in dem weiter, schrift Der Streit im Baugewerbe in Potsdamn" die Angabe, daß sanktionierten Sonntagsarbeit handeln. Der Umstand, an Ihre Eide, beschwören Sie die Gefahr, welche die 4 Faffadenputzer aus den Berliner Vororten dort als Arbeitsivillige daß den Handelsangestellten nach zehnjähriger Wirksamkeit jenes Armee bedroht und empfehlen Sie die Religion und deren thätig sind. Dieses entspricht nicht ganz den Thatsachen; nach Gesezes noch nirgends ein freier Sonntag garantiert ist, sei typisch Diener Ihrem trefflichen Freunde, dem Ministerpräsidenten meinen persönlichen Feststellungen, die ich am 30. Juni an Ort und für den Mangel an Erfolg, mit dem in Deutschland Socialpolitit Combes". General Galliffet fügt hinzu, daß er Unterhändler zwischen Stelle vornahm, find jene vier Mann nicht Puyer, sondern im allgemeinen betrieben werde. Der Kardinalfehler jenes Gesetzes dem Herzog von Aumale und Freycinet gewesen und eventuell bereit Berliner Accordmaurer. Da ja jeder Maurer etwas mehr sei, daß es den Gemeindevertretungen, wo die bittersten Feinde ge- sei, die hierauf bezüglichen Schriftstücke zu veröffentlichen. oder weniger vom Buzen versteht, so glauben diese Herren, weil der feßlicher Sonntagsruhe figen, überlassen wurde, die Ruhezeit zu Paris, 1. Juli.( W. T. B.) Senat. Das Haus feyt die Baumeister unter dem Druck der Verhältnisse einen ziemlich hohen regeln und sie eventuell auf den ganzen Sonntag auszudehnen. Wie Besprechung des Gefeßentwurfs, betreffend die zweijährige Dienst Preis für die Arbeit zahlt, ungeniert drauf los arbeiten zu können. unfähig jene Körperschaften hierzu sind, sei bekannt gewesen, jei geit, fort. Trevenenc bringt ein Gegenprojekt ein, die Dienst Von Organisation und deren Bestrebungen oder Solidarität unter der mm schlagend durch die Thatsachen bewiesen, da ja selbst in zeit auf ein Jahr herabzumindern. Dies solle dadurch erreicht Kollegenschaft haben jene Leute keine Ahnung, ja ihr eignes Scham Berlin, deffen Bürgertum sich ganz besonderer Jntelligenz rühme, werden, daß fünf Jahre lang 50 000 Unteroffiziere, Korporale und gefühl läßt sie nicht mehr darüber erröten, daß sie den ganzen Tag nicht ein Schritt nach vorwärts gemacht worden sei. Des weiteren Soldaten dadurch zum Weiterkapitulieren veranlaßt werden, daß ihnen unter polizeilicher Aufsicht und Bewachung bei der Arbeit stehen. wies der Redner an vielen Thatsachen nach, daß nur die socialdemo- besondere Vorteile bei der Besetzung von Beamtenstellen vorbehalten H. Neumann, fratische Partei und die auf dem Boden der modernen Arbeiter- bleiben. Der Kriegsminister André bekämpft das Gegenprojekt bewegung stehenden Organisationen von jeher und stets die Forde- und weist auf die Vorteile der zweijährigen Dienstzeit hin. rung nach vollständiger Sonntagsruhe fonfequent vertreten haben, Trevenenc beantragt darauf die Verweisung des Gegenprojeftes an wogegen die bürgerlichen Parteien, felbst die allerchristlichsten, oft den Heeresausschuß. Dieser und der Kriegsminister André beunter den abgeschmacktesten Vorwänden, diese so notwendige tämpfen diesen Antrag, der mit 207 gegen 59 Stimmen ver Ein Transport von Arbeitswilligen ist am Sonnabend in und niemand schadende socialpolitische Maßregel zu hinterworfen wird. Hamburg eingetroffen. In Wien war es den Werbe- Agenten der treiben suchten. Der Vortrag fand sehr lebhaften Beifall. Da Montfort bringt einen Gegenentwurf ein, nach welchem die Hamburger Unternehmer gelungen, 426 Arbeitswillige aufzutreiben, tein Gegner das Wort verlangte, wurde von einer Diskussion Abstand Bahl der nach zweijähriger Dienstzeit eintretenden Befreiungen die sich bereit fanden, den Hamburger Bauarbeitern in den Rücken genommen und die folgende Resolution mit allen gegen 2 Stimmen sich innerhalb der Grenzen der erfolgten Kapitulierungen zu zu fallen. Die besten Elemente waren halten habe. Auch dieser Antragsteller verlangt die Verweisung seines es natürlich angenommen: nicht. Mittels Extrazuges wurden die Streitbrecher von Wien" Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Entwurfs an den Heeresausschuß. Kriegsminister André bekämpft nach Hamburg transportiert, und daselbst von den Vertrauens Referenten einverstanden und erklärt ferner: Die Einschränkung der die Verweisung. Mezières unterstützt den Antrag; er bezeichnet Ieuten der Unternehmer empfangen, unt in Fuhrwerken Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe, fälschlich Sonntagsrube" ge- Montforte Vorschlag als die einzige Lösung, welche die Verwirklichung ihren Quartieren zugeführt zu werden. Die Polizei hatte nannt, hat im Verlaufe ihres 10jährigen Bestehens keine Ausdehnung der zweijährigen Dienstzeit ohne Schädigung der Sicherheit des ebenfalls umfangreiche Maßregeln zum Empfange der Arbeitsivilligen erfahren. Die Versprechungen der Begierung, daß diese Bestim Landes geftatte. Die Verweisung an die Kommission wird mit 175 getroffen. Mit äußerster Strenge sahen die Beamten darauf, daß mungen nur ein Uebergangsstadium sein sollten, haben sich nicht er- gegen 96 Stimmen abgelehnt und darauf die Sigung geschlossen. Die Vertrauensleute der Streikenden, die ebenfalls zur Stelle waren, füllt. Die Gemeindebehörden, denen das Recht zusteht, die Sonntags- Saag, 1. Juli.( W. T. B.) Die Erste Kammer hat dem von in angemessener Entfernung von den Arbeitswilligen blieben, und so arbeit zu beschränken, resp. zu verbieten, haben sich unfähig und nicht der Zweiten Kammer angenommenen Gesetzentwurf betreffend Subjeder Verkehr zwischen diesen und den Streifenden ausgeschlossen gewillt gezeigt, den bescheidensten socialpolitischen Anforderungen ventionierung eines Dampferdienstes unter niederländischer Flagge blieb. Die Versuche der Streifenden, zu erfahren, wo die gerecht zu werden. Die anwesenden Angestellten im Handelsgewerbe zwischen Java, China und Japan zugestimmt. In Beantwortung Arbeitswilligen untergebracht werden, wurden ebenfalls verhindert. sind nicht gewillt, sich mit einer Scheinreform abspeisen zu lassen einer Interpellation des Senators Saffen erklärte der Soweit es später den Streikenden dennoch gelang, sich mit den und verlangen von den Gemeindebehörden, daß sie sich endlich ihrer Finanzminister im Namen der Regierung, daß kein vorhanden ſei, die Zucker Prämien während Arbeitswilligen zu verständigen, erklärten diese, in Wien sei ihnen socialpolitischen Pflichten erinnern und auf das schleunigste ein Orts- Grund gefagt worden, in Hamburg werde nicht geftreitt, es herrsche viel statut erlassen, das die vollständige Sonntagsruhe im Handelsgewerbe der Jahre 1902 und 1903 zu erhöhen und eine Zuschlagssteuer vormehr eine große Wohnungsnot und deshalb würden Arbeitskräfte ausspricht. Als schnellste, passendste und zweckdienlichste Maßregel zur zuschlagen. Die Regierung behalte sich volle Freiheit für die Zu auf mehrere Jahre gebraucht. Es gelang den Streifenden, einen Serbeiführung einer vollständigen Sonntagsruhe fordern wir von den funft vor. Teil der solchergestalt herangezogenen Arbeitswilligen von der gesetzgebenden Körperschaften des Reichs die diesbezügliche Erweiterung Madrid, 1. Juli.( B. H.) Die Regierung hat gestern über wahren Sachlage zu unterrichten mit dem Erfolge, daß sich 150 der der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung. Die Versammelten erklären, hundert von Nonnen und Schwestern geleiteten Schulen schließen eingeführten Oestreicher mit ihren Hamburger Kollegen solidarisch mit allen zweddienlichen Mitteln dahin wirken zu wollen, daß diese lassen, weil dieselben sich den gesetzlichen Vorschriften der Regierung erklärten und die Rückreise in ihre Heimat antraten. Forderung in die That umgesetzt werde, wozu in erster Reihe die nicht gefügt haben. Stärkung der Organisationen, die auf dem Boden der modernen London, 1. Juli.( W. T. B.) Das Bulletin von 7 1hr abends Arbeiterbewegung stehen, erforderlich ist. Der Verband der lautet: Der Fortschritt im Befinden des Königs erhält sich. Der Handelsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands" und" der Verband Appetit hat sich gebeffert. Das Verbinden der Wunde ist weniger schmerzhaft. Die geringste Anstrengung ermüdet den König noch Ein Streik der Steinarbeiter steht in München bevor. Eine im gleichen Sinne abgefaßte Betition foll dem Reichstag immer. Nachdem für die Sandsteinarbeiter durch bundesrätliche Verordnung und der Stadtverordneten- Bersammlung fiberreicht werden... Laurvite( Norwegen), 1. Juli. Heute nachmittag brach hier die Arbeitszeit auf 9 Stunden festgesezt ist, fordern die übrigen eine große Feuersbrunft aus. Bis jetzt sind hundert Häuser niederSteinarbeiter- Kategorien dieselbe Arbeitszeit. Die Unternehmer ver- In der Generalversammlung des Maurerverbandes, die gebrannt, darunter ein großes Getreidemagazin und ein bedeutendes halten sich ablehnend und auch ein Einigungsversuch des Gewerbe- am Dienstagabend in Stellers Festjälen tagte und von circa tohlenlager. Es herrscht völliger Wassermangel. Die ganze Stadt gerichts scheiterte. 3000 Mann besucht war, wurde die wichtige Frage entschieden, oblist bedroht. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Der Zimmererstreik in Braunschweig dauert fort. Gegen teilige Meldungen, die im Juteresse der Unternehmer verbreitet werden, sind falsch. Buzug ist fernzuhalten. der Handels- und Transportarbeiter". M Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Dr. 151. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblaff. ttwoch Juli 1902. 0 Noch einmal ,, die bayrische Wahlrechts- Fehler, der im bayrischen Abgeordnetenhause begangen wurde, leicht konsultativer Ingenieur dem Unternehmen der Stutari- Werke beiFrage". Die Bemerkungen, welche die Redaktion des„ Vorwärts" an meinen Artikel über„ Die bayrische Wahlrechts- Frage inüpfte, nötigen mich zu einer Entgegnung. 1. Es ist unrichtig, daß ich in meiner Kritik der Abstimmung der bayrischen Landtags- Genossen die Verschlechterungen und nur nebenbei die Verbesserungen für das geforderte Wahlrecht, berück sichtigt haben soll. Ich habe in meinem Artikel in der Neuen Zeit" die geforderten Verbesserungen mit den eintretenden Verschlechterungen in Vergleich gestellt und habe diese Aufzählung nicht wiederholt, weil ich annehme, daß ein größerer Teil der Leser des„ Vorwärts" jenen Artikel kennt. Dann aber, und hauptsächlich argumentierte ich wie geschehen, weil in dem Bericht des Borwärts" über den bayrischen Parteitag die Gründe der bayrischen Landtagsgenossen zu Gunsten ihrer Abstimmung in so ausführlicher und tendenziös einseitiger Weise wiedergegeben waren wofür die Redaktion des„ Vorwäris" nicht verantwortlich ist, die Gründe der Opposition aber verstümmelt wurden, daß eine nochmalige scharfe Hervorhebung der gegnerischen Argumente eine Notwendigkeit war. Deshalb ergriff ich auch jetzt im Vorwärts" und nicht in der„ Neuen Zeit" das Wort. 2. Kann die Frage: ob die bayrischen Landtagsgenossen sich für oder gegen die Resolution erklären sollten, wesentlich nur von dem Gesichtspunkt der in Aussicht gestellten Verschlechterungen beurteilt werden, deren es vier sind, darunter zwei so wesentliche, daß sie selbst den Genossen Vollmar im Oftober 1899, als fie erft in Aussicht gestellt wurden, zu den schärfsten Protesten herausforderten. 105 000 oder 150 000 Wähler Ich betrachte den Standpunkt, den Wollmar zu jener Zeit einnahm, auch noch heute für den richtigen und maßgebenden und halte aus diesem Grunde die Zustimmung zur Resolution für einen taktischen Fehler. 3. Ist die Frage: ob durch die gutgeheißene Wahlentrechtung beiläufig bemerkt nach dem Resultat der Volkszählung von 1895 getroffen werden, irrelevant. Die Thatsache der gutgeheißenen Wahlentrechtung steht fest. Die Zahl der Entrechteten steigt mit der wachsenden Bevölkerung, und es ist ein bisher in der Partei noch nicht dageweſenes Vorkommnis, daß man, um für einen größeren Teil ein neues Recht zu gewinnen, man dem andern Teil ein seit Jahrzehnten bestehendes Recht inimürt. 4. Handelt es sich bei unsrer Berechnung über die neue Einteifung der Wahlkreise nicht bloß darum, nachzuweisen, daß die beabsichtigte Neueinteilung in furzem wieder diefelben Ungleichheiten schafft, wie sie jetzt vorhanden sind, sondern daß man im Widerspruch mit den einfachsten Grundsägen politischer Gerechtigkeit dem Lande gefeßlich einen Vorzug einräumt auf Kosten der Städte. 5. Ist es ein unlösbarer Widerspruch, den die Redaktion des Vorwärts" begeht, wenn sie den bayrischen Landtagsgenossen ihre Abstimmung zu Gunsten der Resolution vorwirft, und die Gründe, die sie zu dieser Abstimmung veranlaßten die von der Redaktion des Vorwärts" selbst so gerühmten, in der Resolution geforderten Berbesserungen- billigt. und es ist nicht schwierig, sie zu erkennen auch den taktischen der Stutari Wafferwerke vernommen. Er ist im Jahre 1891 als zu nehmen geneigt werden. Indem wir die Gründe unsrer bahri- getreten und später auch in den Aufsichtsrat eingetreten. Ueber den schen Genossen sachlich würdigten, fönnen wir mit um so mehr Recht kommerziellen Wert des Unternehmens tönne er sich endgültig nicht und Nachdruck den taktischen Fehler in seiner ganzen Bedeutung ver- äußern, da er eben nur Techniker und nicht Finanzmann sei. Er sei urteilen. überrascht, zu hören, daß Hunderttausende dazu nötig wären, um Redaktion des Vorwärts". das Werk betriebsfähig zu machen. Das setze ihn in Staunen, denn der Betrieb sei ganz vorzüglich, es sei nicht die mindeste Störung vorgekommen. Das Werk sci für eine tägliche Produktion von 10 bis 12 000 Kubikmeter. eingerichtet, das Reservoir von allein habe einen Inhalt 6000 Subikmeter. auf das Zweifache " Prozeß Sanden und Genossen. Vierundzwanzigster Tag. Nach dreitägiger Bause eröffnet Landgerichts- Direktor Heidrich Bei einer Steigerung des Konsums die Sigung in dem Sigungszimmer 55/56, in welchem sich bei der würde eine Reineinnahme von 300 000 Fr., bei einer Steigerung auf ständigen Anwesenheit von ca. 60 Personen bald eine unerträgliche das Dreifache eine solche von 500 000 Fr. sich ergeben. Die Renta Hige entwickelt. Die Verhandlung muß deshalb unter besonders er- bilität litt an der riesigen Zinsenlast, die sie bedrückte. Otto Sanden schwerten Umständen fortgeführt werden. Der Vorsitzende teilt hatte das ernsteste Bestreben, die Gesellschaft zu sanieren. Er habe gleich mit, daß am nächsten Freitag die Eigung wegen Raummangels überhaupt die Ueberzeugung, daß die Herren in bester Ueberzeugung ausfallen muß und an deren Stelle am Sonnabend eine Sigung in die Sache hineingegangen seien und in dem festen Glauben, ein stattfinden wird. gutes Geschäft zu machen. Rechtsanwalt Bernstein giebt nochmals zur Erwägung an heim, ob es nötig sein werde, in die überaus zeitraubende Arbeit einer eingehenden Prüfung jedes einzelnen Wertes der Liquidationsbilanz einzutreten. Die Verteidigung erkenne an, daß bilanzmäßig Verluste in der angegebenen Höhe vorhanden seien, sie nehme aber an, daß der Staatsanwalt diese bilanzmäßigen Verluste nicht als strafbare Momente verwerten wolle, sondern nur als historische Illustration. Staatsanivalt Beed: Die Auflage behaupte, daß bei der Preußenbank 56 Millionen, bei der Aktiengesellschaft 40 Millionen verloren gangen feien. Das fei natürlich nicht nur historisch gemeint, sondern es sei ein Schaden, der von der Revisionskommission festgestellt worden und das falle doch ins Gewicht. Ich sage nur immer wieder: Irren sei menschlich und bei der Nachprüfung fönnte sich Bodengesellschaft hier klar zu legen, würde doch zu weit führen vielleicht der Schaden etwas verringern. Die Verhältnisse der Neuen und dürfte doch hier nicht interessieren. Hier interessiere doch nur die Schäßung der Revisionskommission, die allerdings von der Schätzung der Neuen Bodengesellschaft abweiche. Justizrat Dr. Sello: Die Neue Bodengesellschaft sei doch keineswegs ohne Interesse, schon mit Rücksicht auf die 13 Häuser, die als Nachlaß von Heinrich Sanden in Frage kommen. Staatsanwalt Bee c: Die Neue Bodengesellschaft habe die Werte alle niedriger eingeschätzt, als die Revisionskommission. Rechtsanwalt Dr. Bollert: Im Namen des Angeklagten Eduard Sanden habe die Berteidigung zu erklären, daß der Angeklagte eine Prüfung aller Weite im einzelnen durchaus nicht scheue. Eine solche Prüfung würde aber doch ins Uferlose gehen und 4 bis 6 Monate beanspruchen. Justizrat Stern: Er bleibe dabei, daß es doch nur darauf im bösen Glauben die Werte so hoch eingestellt haben. ankomme, festzustellen, ob die Angeklagten feiner Beit im guten oder Kommerzienrat Lucas stellt fest, daß in den Gewinn- und Verlustberechnungen für die Amortisation nichts vorgesehen sei. Die am 30. Juni 1897 auf 853 000 Fr. berechnete Unterbilang sei bis zum Jahre 1900 bis auf 1618 000 Fr. gestiegen, ungerechnet die 10 jährige Amortisationsquote, die mit etwa 1000 000 Fr. hätte gebucht werden müssen. Hierauf wird Ingenier Smerda aus Mannheim über den Wert von Stutari vernommen. Der Zeuge, der zu dem Aufsichtsrat der Kontinental- Wasserwerke gehörte, hat zusammen mit dem Direktor Schmidt- Wiesbaden das Stütari- Wert von der Attiengesellschaft für Grundbesitz und Hypotheken- Verkehr für 868 000 W. gekauft. Aus seiner längeren Auseinandersetzung ist zu entnehmen, daß dieser Preis den thatsächlichen Verhältnissen entsprochen habe. Daraus tutariwerte der Firma Anhalt u. Wagner Nachfl. Nichtig sei es, Der gerichtliche Bücherrevisor Simon giebt Bericht über die daß der württembergische Kommerzienrat Stenglen die Sache einStutari geführt wurde. gerührt habe, für welchen neben zwei andern Conten auch ein Conto wurde Stenglen zusammen 1784 682 Mark schuldig und diese Schuld wurde beseitigt, indem der Deutsche Judustrie- Verein München dieselben übernahm. Befagter Judustrie- Verein war in Summa 2 584 237 M. schuldig; er gab Stanımaktien, Stammprioritäten und Genußaktion von Stutari in Zahlung und der Rest von 424 317 M. wurde als Verluſt abgeschrieben. Dieser Verlust ist aber wieder dadurch eingebracht worden, daß die Stutari- Werke übergingen an ein Stonfortial- Conto und zwar mit einem sehr erheblichen Gewinn. Dieses Konsortial- Conto verkaufte die Aktien und sein Guthaben an die Compagnie des Eaux an die Streditgesellschaft und an die Aktiengesellschaft für Grundbesitz. Nachdem dann das Werk und die gesamten Forderungen für 868 000 m. verkauft wurden, schloß das Geschäft für Anhalt u. Wagner Nachf. mit einem Nutzen von 1233 264,62 M., aber für die Spielhagenſche Kreditgesellschaft mit einem Verlust von 1855 000 m. ab. Die Aktiengesellschaft für Grundbesitz verlor ca. 6575 000 2. Staatsanwalt Beeck teilt noch mit, daß ein Schreiben der Direktion der Rottweiler Pulverfabrit eingegangen sei, in welchem dagegen protestiert wird, daß bei ihnen auch vom Gewinnvortrag Berechnung stattgefunden habe. Bei ihnen sei dasselbe Verfahren eine Tantieme berechnet worden sei und somit eine doppelte TantiemeMachten die bayrischen Landtagsgenossen einen Fehler, so konnte haben immer den Wert gehabt, der von dem Angeklagten eingestellt gehandhabt, wie bei der Preußischen Central- Boden- Kreditgesellschaft. er nur darin bestehen, daß sie durch ihre Zustimmung zur Resolution zwar die Verbesserungen, zugleich aber auch die Ver schlechterungen acceptierten. Das ist der ent scheidende Pinkt, weshalb ich ihre Abstimmung bekämpfe und so weit ich die Gründe der Nedaktion des Vorwärts" verstehen tann, ist dieser Punkt auch für sie entscheidend. Beit": worden. Verhandlung findet an diesem Tage wieder im großen Schwurgerichts. Hierauf wird die Sigung auf Mittwoch neun Uhr vertagt. Die faal statt. Tokales. Erbauliches aus dem städtischen Obdach. Staatsanwalt Beeck: Es scheine ja so, als ob bestritten werden sollte, daß die Banken durch die Angeklagten überhaupt Schaden erlitten haben. Justizrat Dr. Sello: Gewiß! Justizrat Mundel: Die Behauptung der Verteidigung gehe dahin: Die Objekte der Aktiengesellschaft, die in andre Hände übergegangen, worden, der Wert sei nur vorübergehend rechnerisch herabgesetzt worden, und bald darauf wieder in der alten Höhe angenommen Staatsanwalt Beed: Ich behaupte dagegen, daß die Verluste durch ganz frivole Ueberbeleihungen Börtlich schrieb ich am Schlusse meines Artikels in der Neuen entstanden sind und dadurch, daß die Preußische Hypothekenbant In der letzten Sigung des Kuratoriums für das städtische Obdach wurde über den von unsren Parteigenossen, den Stadt" Was für Folgen hat aber die Abstimmung unsrer bayrischen Geld statutemwidrig verwandte. Landtagsfraktion für die Lage der Partei in Bayern? Daß die Hierauf wird Direktor Conis als Beuge vernommen. Die verordneten Hoffmann und August in erstatteten RevisionsPartei für die Wahlrechts Agitation lahmgelegt Bücher und die Akten sowohl der Altiengesellschaft seien mustergültig bericht verhandelt. Herr Stadtrat Fisch bed gab hierbei zu, und des vorzüglichsten Agitationsmittels be- gewesen, das sei aber auch alles, was zu ihrem Lobe zu sagen sei. raubt wurde. Will die Partei künftig im Lande für ihre grund- Nach der von den betr. Angeklagten aufgestellten Rohbilanz sollte daß es unbedingt richtig sei, wenn in dem Bericht gesagt werde: fäßlichen Wahlrechtsforderungen Propaganda machen, so treten ihr nicht allein das Attienkapital von 4 Millionen Mark, sondern auch Es kann nicht angehen, daß sich die Stadt Privatinstitute in hohnlachend die Gegner entgegen und weisen auf die Zustimmung die Reserven von 7 Millionen intakt vorhanden sein. Statt dessen der Wohlthätigkeit zum Muster nimmt; es müßte umgekehrt sein. der Fraktion zu den Resolutionen hin, durch welche sich die habe die Revisionskommission eine Unterbilang von 29 Millionen Aber schon als es sich um Beschaffung von Eßräumen für das Frattion für den kommenden Gefeßentwurf gebunden fonstatiert. Bei dem Conto Hausgrundstücke sei eine Abschreibung Obdach handelte, zeigte es sich, daß die städtischen Körperschaften bat. Will aber die Fraktion bei der fünftigen Beratung des Wahlgefeß- von 4 Millionen Mark notwendig gewesen, ja in der diesjährigen schwerlich gesonnen find, eine Einrichtung, wie sie das private Entwurfs für ihre grundsäßlichen Forderungen eintreten, dann ant- Bilanz werde man genötigt sein, noch weitere Abschreibungen zu Vereins- Asyl in der Wiesenstraße längst besitzt, im städtischen Obdach worten ihr die Gegner spöttisch: das sei doch nur komödie, machen. Es seien dabei die Grundsäße in Anwendung gebracht einzuführen. Hoffmann schilderte, wie die Luft in den Schlafman thne nur so, iließlich begnüge fich die worden, die man im allgemeinen bei der Bewertung von Grundstücken räumen verschlechtert werde, wenn, wie jetzt, die Obdachlosen ihre Fraktion auch mit einem Gefeßentwurf. wie Auch im Terrain- Conto seien die in Anwendung bringen müsse. Die alte Gesellschaft oft mehr als zweifelhaften Heringe und Fleischreste in ihn die Resolutionen forderten, für die fie Buchwerte als viel zu hoch ermittelt worden. stimmte." habe einfach das Verfahren eingeschlagen, jedes Jahr, unbekümmert den Schlafsälen verzehrten. Man entgegnete, daß es um etwa eingetretene Veränderung in den Berhältnissen, die Terrains nicht möglich sei, neue Anbauten auf dem Grund und Boden des mit demselben Buchwert einzustellen und jedesmal 5 Proz. zu zuschlagen. So seien beispielsweise auf diese Weise die Werte der Grundstücke in der Danzigerstraße so gewachsen, daß die Quadratrute mit 946 M. zu Buche stond, während sie damals 310 M. ge fostet habe. Er habe den Wert für die Quadratvute auf 600 m. geschätzt. Der Zeuge begründet dann besonders eingehend die negative Schätzung der Interessen an Driesen- Steinbusch und Andre Gründe hat doch wohl die Nedaktion des Vorwärts" für Ihr Verhalten auch nicht? Wozu also der Lärm? Rüsnacht Zürich, den 29. Juni 1902. A. Bebel. @futari. Obdachs vorzunehmen, worauf Hoffmann erwiderte, daß man die sowieso nicht ins Obdach gehörenden Kranken in eine besondere, neu zu errichtende Anstalt schaffen möge; die dann frei werdenden Räume würden dem Bedürfnis schon genügen. Schließlich einigte Diese Entgegnung widerlegt nichts von unsren Darlegungen. Es ist ein Mißverständnis Bebels, an dem wir schuldlos find, fich das Kuratorium dahin, den Hoffmannschen Vorschlag bei der Lokalbefichtigung am Donnerstag zu prüfen.- Jm Obdach find tvenn er einen„ unlösbaren Widerspruch" darin zu finden vers 25 Häuslinge aus Nummelsburg stationiert, um das Haus einmal meint, daß wir die Zustimmung zur Resolution verwerfen, aber die Gründe, die zu ihr führten, billigten. Wir haben allerdings Um den Wert des letzteren Werkes kennen zu lernen, habe er den gründlich zu reinigen. Die wohlthätigen Spuren dieser Es wurde weiter beschlossen, daß die Ansicht der bayrischen Genossen für richtig gehalten, daß in einem Direktor Jenke aus Konstantinopel kommen lassen und mit ihm ein- Thätigkeit treten bereits hervor. Wahlrechtsgesetz, wie es durch die Resolution empfohlen wurde, gehend verhandelt. Es ergab sich daraus, daß das Werk, welches fortan auf keinen Fall mehr eine Pritsche mit zwei Personen die Verbesserungen überwiegen über die Verschlechterungen. 9 Jahre im Betrieb sei, eine Netto- Einnahme aus dem Wasser belegt werden soll, wie dies bis jetzt zuweilen geschehen ist, wenn man Sierous folgt aber keineswegs, daß wir nun auch die Zustimmung von 240 000 Mark hatte und dieser Einnahme Betriebsausgaben wegen einiger überzähliger Obdachlosen keinen weiteren Schlaffaal öffnen zur Resolution hätten als richtig anerkennen müssen; es folgt das in Höhe von über 300 000 Mart gegenüberstanden. Es wären wollte. Ebenso soll dafür gesorgt werden, daß den Obdachlosen die daraus ebensowenig wie eine Ablehnung der Resolution zugleich die fofort 200 000 Fr. nötig gewesen, um Betriebsmittel zu schaffen, leider nach der Desinfektion im ordentlichen Zustande Zustimmung zur Auffassung Bebels über Inhalt und Bedeutung des dann schwebte ein Prozeß. dessen Ausgang ein sehr zweifelhafter und nicht mehr zerknittert wiedergegeben werden. Eine eigenin Aussicht gestellten Wahlrechts mit sich bringt. war und zu dessen Durchführung es noch weitere 100 000 r. er tümliche Situation für die Obdachleitung ergab sich aus der Wir haben durchaus flar dargelegt, wie unfre Auffassung in fordert hätte. Er, der Zeuge, habe die hierzu nötigen Mittel nicht Erörterung über die Handtücherfrage. Es sollen laut dieser Angelegenheit sich von derjenigen Bebels scheidet. Für Bebel gehabt und er habe sich deshalb ernsthaft bemüht, das Wert zu ver war die Ablehnung der Resolution notwendig, weil das vor kaufen. Er sei dann glücklich gewesen, für 868 000 m. schließlich Beschluß des Kuratoriums für jeden Saal 20 Handtücher zur Stelle geschlagene Wahlsystem Verschlechterungen gegenüber dem gegen einen Käufer zu finden und sämtliche Herren der Revisions- fein. Run stellten Augustin und Hoffmann fest, daß sie bei plöglichen wärtigen Zustand enthält, an deren Durchführung mitzuwirken für fommission haben den Preis für durchaus angemessen und annehm- Revisionen die befremdliche Wahrnehmung gemacht haben, daß in eine jocialdemokratische Frattion völlig ausgeschlossen sein müsse. Von bar erachtet und es sei durchaus falsch, wenn hier behauptet worden allen Sälen tein einziges Handtuch zu finden war. dieser Bebelschen Anschauung aus wäre das Verhalten der bayrischen sei, daß das Werk vor die Hunde gebracht worden jei. Die Obdachlosen hatten sich mit Schlafdecken und Schnupftüchern Frattion nicht nur ein taktischer Fehler, sondern eine schwere Die Attivmasse, die in der Bobbilang auf 102 199 691 M. angegeben abzutrocknen. Als Hoffmann und Augustin bei einer Revision am 2. Principienvidrigkeit gewesen, welche Anschauung Bebel durch seien, sei von der Revisionskommission auf 62 228 000 m. geschäst morgen auf diesem Wangel aufmerksam machten, wurde ihnen den Vergleich der bayrischen Genossen mit den sächsischen kon worden. Der zu hoch geschätzte. Aktiviert betrage danach 40 Will. herausgenommen servativen Wahlrechtsräubern wiederholt bekräftigt hat. Wir dagegen Mart, ziehe man davon das Aktienkapital in Höhe von 4 Millionen gesagt, daß die Handtücher schon 29 Mill. wären. Am Abend haben fie jedoch ebenfalls bei erkannten an, daß ein principieller Verstoß nicht vorliege, wenn jenen und die Reserven von 7 Millionen ab, so fehlten im ganzen Berichlechterungen wie die bayrische Fraktion mit Recht an- Man wäre genötigt gewesen, Konkurs anzumelden, wenn es nicht ge- der Revision keine Handtücher vorgefunden, und da erhielten nahm größere und für die Arbeiterklasse wie für die Social- lingen wäre, ein Abkommen mit den beiden Hauptgläubigern au fie die Antwort, daß die Austeilung noch nicht erfolgt demokratie wichtige Verbesserungen gegenüberstehen. Dies An- treffen. sei. Bei der Revision in der Nacht sind dann jedoch ebenfalls erkenntnis schloß aber keineswegs auch die Billigung der Zu- Otto Sanden verwahrt sich gegen die Kritik der Rohbilang feine Handtücher zu entdecken gewefen. Als der Inspektor darauf stimmung zur Resolution ein. Die Aufgabe der Fraktion durch den Zeugen und verweist auf den Bericht der Aktiengesellschaft sagte, daß die Obdachlosen die Handtücher mit in die Schlaffäle und der bayrischen Socialdemokratie war es, sich bis zum vom 6. Februar 1901, welcher sehr genau den wirklichen Stand der äußersten jenen Verschlechterungen zu widersetzen, auch wenn Gesellschaft zum Ausdruck bringe. Der Zeuge vergesse, daß es sich genommen hätten, wurde konstatiert, daß auch in den Schlafdie Verbesserungen für überwiegend erkannt wurden. Es ist die bei den Positionen, die er fritisiert habe, nur um eine Rohbilanz fälen tein einziges Handtuch vorhanden war. Nur selbstverständliche Forderung jeder vernünftigen Barteitaftit, ein handle. Die Revisionsfommission habe zu ihrer Bilang recht lange im Saal 17 feien zwei Handtücher gewesen. Dort hätten Wahlgefez, das schwere Verschlechterungen enthält oder nicht Beit gebraucht und sie habe dann eine so verschleierte Bilanz vor nämlich zwei Stale fattoren gelegen; bei einer dieser Personen genügende Verbesserungen aufweist, zu bekämpfen, die Beseitigung gebracht, wie sie ihm in seiner 41 jährigen kaufmännischen Tätigkeit hätte man unter der Ma traße 36 Stüd Brot gefunden. der Verschlechterungen und die Erhöhung der Verbesserungen mit noch nicht vorgekommen sei. Es wurde behauptet, daß von derartigen Lenten das Brot sackallen parlamentarischen und außerparlamentarischen Mitteln zu be Die Verteidiger beantragen Beweisaufnahme darüber, daß im weise aus dem Obdach herausgeschleppt werde. treiben. Daraus folgt, daß es vollends verwerflich ist, einer November 1900 ein Konsortium ernstlich bemüht gewesen fei, den Die Leute feien fofort entfernt worden. Das Kuratorium beResolution zuzustimmen, welche die Einbringung eines solchen Wahl- gesamten Immobiliarbefiz der Aktiengesellschaft für 60 Millionen gefeges der Regierung empfiehlt- mögen die Verbefferungen Mark zu erwerben. So hoch sei damals von den Reflektanten der schloß, dem Inspektor nochmals nahezulegen, daß er für einen ent sprechenden Vorrat an Handtüchern Sorge trage. Auch wurde beschlossen, auch noch so hoch anzuschlagen sein. im Interesse der Badenden den sehr zugigen Korridor mit Weiter war von den Revisoren konLinoleum zu belegen. statiert worden, daß die Brotportionen, die 200 Gramm wiegen Judem Genosse Bebel die Gründe, welche die bayrische Fraktion leitete, unfres Erachtens ungerecht beurteilt, fetzt er sich der Gefahr aus, daß diejenigen, welche die Ungerechtigkeit dieses Urteils erkennen Wert bemessen worden. Hierauf findet eine kurze Pause statt. Nach der Bause wird der durch die Verteidigung als Sachverständiger citierte Ingenieur Gruner aus Basel über den Wert Mollen, Differenzen von 35 bis 40 Gramm aufweisen. Jin Arbeits- Geld für die Kinder bringen. Knopf erklärte ihr jedoch gleich, daß Hause, wo das Brot auch mit der Hand geschnitten wird, beträgt die er fein Geld bringe. Er habe alles verjubelt, besige nur noch 20 Pf. Differenz höchstens 10 Gramm. Dem Uebelstand soll durch An- und wolle sie nur noch einmal sehen. Dann fegte er sich auf dem schaffung einer Brotschneidemaschine abgeholfen werden. Die An- Flur vor ihren Augen einen Revolver an die rechte Schläfe, drückte gestellten des Obdachs haben nur alle 14 Tage einen halben ab und brach tödlich getroffen zusammen. wiffen, daß gefchloffene Berträge gehalten werden müssen, und welche die für den öffentlichen Verwaltungsdienst erforderliche fittliche Reife befizen, fönnen sich zur Wiederaustellung bei uns melden. Die Wideraufnahme eines Antragstellers bleibt aber in allen Fällen dem freien Ermessen des Kaffenvorstandes vorTag frei. Die Revisoren verlangten jede Woche für sie einen Eine traurige Geschichte. Der 41 Jahre alte Möbelpolierer behalten. ganzen freien Tag mit der Begründung, daß, wenn man von den Wilhelm Vogel, der mit seiner 40 jährigen Frau und einem Sohne Natürlich zeigten die Beamten dieses Schreiben ihren näheren Lenten strenge Pflichterfüllung verlange, man auch ihnen von 16 Jahre am Kottbuser Damm 40 wohnte, hatte im ganzen gewähren müsse, was fie billigerweise fordern könnten. Arbeit. Seine Frau tränkelte schon seit acht Jahren nach einer es ist ja ganz klar, daß nur die äußerste Not einen Mann zwingen letzten Jahre wegen der schlechten Geschäftslage mur sieben Wochen Freunden, schon um sich darüber zu besprechen, was sie thun sollten; Herr Inspektor Ulrich hatte Bedenken gegen diese Forde schweren Operation und kann auch nicht viel verdienen. Der Sohn kann, nach Empfang einer solchen Kündigung um seine Wiederrung; man fäme vielleicht mit andren Verwaltungszweigen ist noch der Stadt in Kollision, wo den Angestellten am Ende auch nicht mehr Verwach in der Lehre bei einem Mechaniker. Unterſtützungen von anstellung zu bitten. und diesem und jenem Verein halfen nur über die Am 27. Juni erhielten vier Beamte ihre sofortige Entlassung als alle 14 Tage ein halber Tag freigegeben werde. Herrn Ulrich größte Not hinweg. Armenhilfe wollte der Mann nicht nachsuchen, ohne Angabe eines Grundes, der ihnen auch bis heute noch nicht wurde aufgegeben, bis zur nächsten Sigung über die betreffenden da er immer noch auf eine Besserung seiner Lage hoffte. Die Sorge Zustände in andren städtischen Verwaltungszweigen Material herbei- machte ihn von Tag zu Tag reizbarer. Nun erfuhr er am Sonntag, zuschaffen. Für obdachlose Frauen soll ein seperater daß sein Sohn einen Gang, den ihm sein Lehrherr aufgetragen, Eingang hergestellt werden. Die Revisoren verlangten das nicht gemacht hatte. Er stellte ihn deshalb zur Rede, und als num Recht für sich, fortan ohne Meldung beim Inspektor das Obdach der Sohn der Wahrheit entgegen behauptete, er habe den Gang doch gemacht, geriet Bogel in die größte Aufregung und schlug ihn. betreten zu dürfen, nur so könne man den skandalösen Miß- Darüber gab es einen heftigen Auftritt, bei dem Frau Vogel auf ständen auf die Spur kommen. Jetzt arbeite sofort das Telephon, der Seite ihres Sohnes stand. Bald daruaf ging Bogel weg und wenn die Revisoren kämen. Leider wurde dem Antrage vom tam nicht wieder. Man suchte ihn schließlich und fand ihn als Leiche Kuratorium nicht stattgegeben. Die Angelegenheit der Mißwieder. Er hatte sich auf dem Boden erhängt. handlungen im Obdach soll in einer späteren Sigung erörtert werden. " Ein Steuererheber vermißt. Vermißt wird seit Freitag voriger Woche der 36 Jahre alte Steuererheber Gustav Gesche aus der Hagenauerstr. 18. Gefche war seit vier Jahren als städtischer Nochmals der Magistratsrat. In Sachen des" Magistrats- Steuererheber angestellt. In den letzten acht Tagen zeigte er, wenn rats" besteht, wie gemeldet, im Rathause der Wunsch, die Stadt- er aus dem Dienste tam, ein ganz verändertes Wesen. Stundenlang verordneten- Bersammlung nachträglich um ihre Zustimmung zu dem ging er in Gedanken versunken in seiner Wohnung auf und ab. Magistratsbeschlusse zu ersuchen, nach welchem den dienstälteren Seine Frau drang in ihn, ihr doch zu sagen, was ihm fehle, und so Affefforen eine anderweite Amtsbezeichnung" beigelegt werden sollte teilte er ihr denn schließlich mit, daß er Geldverluste gehabt habe und man hofft, daß dann der Oberpräsident der Ausführung und daß seine Kasse nicht stimme. Die Angelegenheit mache ihn dieses Beschlusses nicht widersprechen werde, zumal das Ober- Ver- sehr nervös, er müsse sich das Leben nehmen. Am Freitagvormittag waltungsgericht in feiner letzten Entscheidung wiederholt anerkannt ging Gefche darauf mit dem Bemerken von Hause weg, er gehe nicht habe, daß die Wahl der Amtsbezeichnungen der Kommunalbeamten in. Dienst, sondern einen ganz andern Weg. Seitdem ist der Mann den städtischen Behörden allein, unabhängig von der verschwunden. Aufsichtsbehörde, zustehe. Hoffentlich läßt die StadtverordnetenVersammlung sowie auch die Regierung sich erweichen. Handelt es sich doch auch hier um eine Verschönerung der Reichshauptstadt und Berlin soll nun doch einmal die schönste Stadt der Welt werden. In der letzten Sitzung der städtischen Gasdeputation wurde unter dem Vorsiz des Stadtrats Namslan beschlossen, das am Alexanderplatz erprobte neue Milleniumlicht in Berlin allgemein einzuführen. Zunächst sollen die nach dem Alexanderplatz führenden Straßenzüge, die Königstraße, ein Teil der Spandauerstraße, der Molkenmarkt, der Mühlendamm, der Köllnische Fischmarkt und die Gertraudtenstraße bis zum Spittelmarkt mit Milleniumlicht versehen werden und zwar unmittelbar anschließend an die elektrische Beleuchtung des Schlozplatzes und des Spittelmarkts. Ferner wurde beschlossen, die Mittelpromenade des Stralauer Platzes mit Gasglühlicht zu beleuchten. Auf einen der städtischen Grundstücke in Rummelsburg soll in allernächster Zeit ein Coatsverkauf der städtischen Gasanstalten errrichtet werden. die M Bei den großen Arbeiter Heilstätten der Landes Versicherungsanstalt Berlin in Beelitz ist jetzt das Sanatorium für weibliche Personen eröffnet und sofort mit 70 Betten belegt worden. In dem Sanatorium finden solche weibliche Versicherte( also auch Dienstboten) Aufnahme, welche an nicht ansteckenden chronischen Krankheiten leiden( insbesondere Krankheiten des Magens, der Nerven, Blutarmut, Rheumatismus, Gicht usw.). eine frühzeitige Invalidisierung befürchten und auch einen vollen Heilerfolg erhoffen lassen. Das Sanatorium für männliche Personen ist mit 180 Betten belegt. Die Lungen heilstätte für männliche Personen kommt am 15. Juli zur Eröffnung und wird sofort voll belegt werden, da eine große Anzahl Meldungen vorliegen. Am 1. Auguft wird endlich die Lungenheilstätte für weibliche Personen eröffnet werden und ebenfalls sofort voll belegt werden, so daß alsdann die gesamten Heilstätten in vollem Betrieb sein werden. Zu Besichtigungen der Heilstätten beabsichtigt der Vorstand der LandesVersicherungsanstalt erst im Herbst einzuladen. mitgeteilt ist. Wir haben die Meldung dieser Vorgänge zurüdgestellt, weil wir abwarten wollten, wie sich der Kassenvorstand zu diesen Maßnahmen seines Vorsitzenden stellen würde. Am 30. Juni hat eine Sigung des Kassenvorstandes stattgefunden. Der Vorstand besteht zur Zeit aus dem Vorsitzenden Sabor und dem Fuhrherrn Langner, beide als Arbeitgeber, sowie aus den Herren Schröder, Dombrowsky und Frl. Klara Vogel als Arbeitnehmer. Als Grund für die plögliche sofortige Entlassung gab der Vorsigende Vergehen gegen die Dienstordnung an, speciell den Umstand, daß die Beamten das Kündigungsschreiben andren Personen mitgeteilt hätten. Vorstand mit dem Vorgehen des Vorsitzenden einverstanden und Mit einer Mehrheit von 3 gegen 2 Stimmen erklärte sich der trat sowohl dem Kündigungsschreiben als der Maßnahme der sofortigen Entlassung der vier Beamten bei. Diese erkennen selbstverständlich die Entlassung nicht als zu Recht bestehend an und werden zur Erlangung des ihnen zustehenden Gehalts den Klageweg beschreiten. Vorläufig beziehen sie Gemaßregelten- Unterstügung von den Organisationen, denen sie augehören. Diese erbliden in dem Vorgehen des Kassenvorstandes den Versuch der schlimmsten Knebelung der außerdienstlichen Bewegungsfreiheit der Angestellten. Wie fährt sich's so gemütlich! Der neue Unterleitungsbetrieb der Großen Berliner Straßenbahn erlitt bereits gestern, an seinem Eröffnungstage, eine große Störung. In der Königgrägerstraße am Leipziger Platz befindet sich an derjenigen Stelle, Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung hatie wo der Stromabnehmer aus dem Kanal ausgehoben wird, eine am Montag in ihrer letzten Sigung vor den Ferien eine flattliche Haltetafel mit dem H- Zeichen, welches bedeutet, daß sämtliche Tagesordnung zu erledigen. Zunächst wurde die unsrerseits vor Straßenbahnwagen hier halten müssen. Gestern abend gegen 7 Uhr 14 Tagen eingebrachte uterpellation, welche Auskunft ließ der Fahrer des Motorwagens 2390 der Linie Moabit- Schlesischer über den Stand des Krankenhausbaues verlangt, Bahnhof das Haltsignal unberücksichtigt und fuhr mit solcher Gewalt dadurch als erledigt betrachtet, daß der Magistrat durch den Stadtgegen die geschlossene Schiene, daß der Stromabnehmer abbrach. verordneten- Vorsteher erklären läßt, er habe zu dem Beschluß der Er hatte sich derartig festgeklemmt, daß er losgemeißelt werden Versammlung noch feine Stellung genommen, und durch die Einmußte, eine Arbeit, die circa zwei Stunden in Anspruch nahm. In holung eines Gutachtens müsse die Sache bis nach den Ferien der Beit mußten die sämtlichen, die Königgrägerstraße in der Nichtung verschoben werden! is Brandenburger Thor- Potsdamer Bahnhof befahrenden Straßenbahnwagen abgeleitet werden. Aus den Nachbarorten. Ebenso soll bezüglich der Volks- Badeanstalt, deren unbedingte Notwendigkeit unsre Genossen bei jeder sich bietenden Gelegenheit darlegten, endlich, natürlich nach den Ferien, eine Magistratsvorlage eingebracht werden. Baumeister Berger aufgestellte Berechnung nicht die Zustimmung In Sachen der neuen Kanalisation hat eine vom Stadtder dabei beteiligten Berliner Stadtgemeinde gefunden; die Verhandlungen sind noch im Gange. Jedenfalls steht die Erledigung dieser wichtigen Frage noch in weitem Felde. Feuerbericht. Der heftige Gewittersturm, der gestern über Berlin zog, hat vielen Schaden angerichtet. Wiederholt wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen. Eine Gefahr für das Publikum bildeten hierbei hohe Baugerüste, die zwecks Renovierung der Häuser auf geführt sind und durch den Sturm bedenkliche Schwankungen erfuhren. Ein solches Gerüst drohte in der Zimmerſtr. 42 einzustürzen. Sein oberer um eine Stuppel aufgeführter Teil wurde von dem Sturm Eine Anfrage bezüglich der endlichen Ausführung der beschlossenen seitlich gegen die Telephondrähte geworfen, die glücklicherweise den Anprall Pflasterung der Erdmann-, Neuen Steinmetz, Sedan, Franken- und Die alarmierte Wehr befestigte dann mit Hilfe von einer mechani- Verschiedenartigkeit der Behandlung einzelner Stadtteile zu kritisieren. aushielten, doch wurde die eiserne Spize der Kuppel abgebrochen. Kyffhäuserstraße gab unfrem Genossen Mainch Gelegenheit, die ichen Leiter das Gerüst wieder. Ferner wurde die Wehr nach der Troydem die 300 000 M. für die Neupflasterungen längst bewilligt Alexanderstr. 76 und dem Neuen Museum gerufen, wo Fahnen- und im Etat eingestellt sind speciell die Sedanstraße befindet stangen durch den Sturm abgebrochen wären. Die Wehr hatte so- sich in einem erbärmlichen Zustande hat man auf einmal wieder dann wieder mehrere Preßkohlenbrände, die durch Selbstentzündung finanzielle Echwierigkeiten, während bei viel weniger verkehrsreichen, entstanden waren, zu beseitigen, und zwar auf dem Lehrter ja sogar ruhigen Straßen die Mittel stets vorhanden sind. Gerade Güterbahnhofe, in der Breslauerstraße 7, in der Bromberger in der letztgenannten Straße find tägliche Unfälle an der Tagesvormittag 7 1hr hatten straße 14 und in der Marienburgerstraße 3/4. Dienstag int der Yorkstraße 86 Gardinen, ordnung. Auch dieser Sache will der Magistrat erst nach den Spind 2c. in einer Küche Feuer gefangen. In der Birkenstraße 36 Ferien" nähertreten. mußte früh gegen 3 Uhr in einer Wohnung ein Feuer abgelöscht werden, Die Spandauer Stadtverordneten Mehrheit und die das in der Hauptsache Möbel und Kleidungsstücke beschädigte. Einen Grundwertsteuer. Man schreibt uns aus Spandau: Wir haben ähnlichen Brand hatte die Wehr Montagabend 10 Uhr in der Hollmann im Vorwärts" bereits wiederholt von den Versuchen der Grundstraße 30 abzulöschen. In der Hussitenstr. 1 gingen nachmittags 2 Uhr befizer berichtet, die seit dem 1. April er. neu eingeführte GrimdEinstellung des elektrischen Betriebes auf der Wannsee: Portieren ze. in Flammen auf. Gegen 2 Uhr mußte in der Trescow- wertsteuer wieder zu beseitigen oder doch zum Teil durch geschickte bahn. Der letzte elektrische Zug der Wannseebahn ist vorgestern straße 14 ein Brand beseitigt werden, der den Fußboden und die Schachzüge von sich auf die Schultern der Allgemeinheit ababend 6,54 Uhr auf dem Wannseebahnhof in Berlin eingelaufen. Balkenlage ergriffen hatte. Außerdem hatte die Wehr noch Alarmie- zuwälzen. Als ein solcher Versuch charakterisiert sich der Antrag, den Der Zug wurde nach dem Schuppen gebracht, um von dort aus der Werkstatt in Tempelhof zur ordmmgsmäßigen Revision zugeführt zu rungen von der Holzmarktstr. 16 und der Münzstr. 20 zu verzeichnen, Wert des städtischen Grund und Bodens festzustellen, um seine An der Heranziehung zur Steuer vorzubereiten", welcher die Stadtverordneten werden. Damit hat der elektrische Versuchsbetrieb auf der Wannsee- die indes auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen waren. bahn einen vorläufigen Abschluß gefunden. Die elektrische Aus- Stadtbahn 1, wo infolge des herrschenden Sturmes ein Baugerüft in ihrer letzten Sizung zum zweitenmale beschäftigte, nachdem eine Ueberrumpelung in der vorigen Sigung nur dadurch verhütet worden rüstung der Strecke bleibt erhalten. Endgültige Bestimmungen über eingestürzt war, konnte die Wehr bald jede Gefahr beseitigen. die Wiederaufnahme der Versuche oder die Durchführung des elektri- 81/2 1hr nach dem Dönhoffplatz. In der Seidenfabrik von Dr. Engelhard führte zur Begründung des Antrages an, daß in Ein Schadenfener rief die Feuerwehr gestern abend war, daß die, Dringlichkeit" des Autrages bestritten wurde. Stadtv. schen Betriebes find zur Zeit noch nicht getroffen. Es ist aber an- C. G. Dörffel n. Söhne, Strauſenſtr. 42/43, war aus noch nicht er- wesentlichen mit dem Antrage beabsichtigt sei eine forme II e" zunehmen, daß die kostspieligen Versuche nicht ohne dauernden mittelter Urfache in einem Lagerraum Feuer ausgekommen, das Aenderung( 1) des Ortsstatuts betreffend die Grundwertsteuer bleiben werden. Der Probebetrieb hat in techni- Seidenstoffe, Kartons, Regale 2c. erfaßte und einen größeren Umfang herbeizuführen, er bestritt direkt die Absicht der Antragsteller, die fcher Beziehung überaus günstige Ergebnisse geliefert. Der Verbrauch an elektrischem Strom ist weit geringer gewesen, als anzunehmen drohte. Glücklicherweise war die Feuerwehr schnell zur Steuerlast den Grundbesitzern etwa zu Ungunsten der übrigen Steuerzahler zu erleichtern. Im übrigen erklärte er es für nölig, man erwartet hatte. Der Versuchsbetrieb wurde am 1. August 1900 Stelle und konnte die Flammen in furzer Zeit ersticken, die gewerblichen" Betriebe der Stadt( Gasanstalt, Forst(!) 2c) ge eröffnet, so daß er sich über 23 Monate, also fast zwei Jahre erstreckt mäß der jetzigen Fassung des Statuts zur Grundwertsteuer heranhat. Wenn der Versuch in wirtschaftlicher Beziehung weniger bezuziehen. Stadtv. Jenne( lib.) sprach sich gegen die Bes friedigt hat, so liegt dies daran, daß sich der elektrische Betrieb in Die diesjährige Parteikonferenz für den Wahlkreis Pots- steuerung des städtischen Grund und Bodens aus, erklärte sich den Rahmen des Dampfbetriebes einfügen mußte. Ein gewöhnlicher dam pandan Ofthavelland findet am Sonntag, den 27., Juli, aber für die Feststellung des Wertes des städtischen Grundbefizes. Eisenbahnzug von elf Wagen mußte im Fahrplan der Wannseebahn im Restaurant we he zu Spandau statt. Auf der Tagesordnung Bürgermeister Wolf verwies darauf, der mehrfach angezogene gefahren werden. Die Zuführung des Stromes, die Ueberwachung steht u. a. auch die Neu- Organisation des Kreises. Zu diesem Zwecke$ 54 des Kommunalabgaben Gefeßce lasse durchaus einen und alles andre erforderte für den einen Zug ganz unverhältnis ist von der im vorigen Jahre eingesetzten Statuten- Stommission ein höheren Prozentsatz als 200 Broz. für die Realsteuern zu. Eine mäßig große Kosten, die sich bei einem allgemeinen elektrischen Be- neues Organisationsstatut entworfen worden, wonach in Zukunft alle Umfrage des Magistrats habe ergeben, daß z. B. Friedrichshagen trieb auf viele einzelne Züge verteilen würden. Partei- Arbeiten durch die Bezirks- Wahlvereine zu verrichten 4 M. pro Mille an Grundsteuern erhebt( Spandau 3,66 m.) Eine für Ferienreifende angenehme Botschaft bringt eine find. Im wesentlichen ist die geplante Neu Organisation der be- andere Orte besteuerten den Grundbefizz ebenso hoch oder noch höher, hiesige Korrespondenz. Danach haben die Sonderzugkarten nach reits für den Wahlkreis Nieder- Barnim bestehenden Organisationsform und einzig die Stadt Rigdorf besteuert ihren geringen Hamburg, Altona, Kiel, Glücksburg, Büsum, angepaßt. eignen Grundbefiz. Namens unsrer Genossen erklärte sich StadtLatolt, Helgoland, Westerland, Wyk, Amrum, Ju Charlottenburg erregt ein Konflikt zwischen dem Vor- verordneter Rieger scharf gegen die durchaus durchsichtigen Pläne Norderney und Borkum, denen nach der von der kgl. Eisender Antragsteller, den Grundbesitzern auf Kosten der Allgemeinheit bahndirektion ausgegebenen„ Sonderzug Uebersicht" eine Geltungs- fißenden der dortigen Orts- Strankenkasse, Sabor, und den An- neue Vorteile zu schaffen. Er gloffierte diese Bestrebungen wie auch dauer von 30 Tagen beigelegt war, eine Geltungsdauer von gestellten der Kaffe berechtigtes Aufsehen. Wie uns mitgeteilt wird, den„ Patriotismus" der Herren Grundbesiger, denen die Gemeinde 45 Tagen erhalten. Die Rückreise muß, wie bei den gewöhnlichen verlangten die Beamten der Kasse die Festsetzung einer Gehaltsstala, durch ihre Einrichtungen riesige Gewinne, in Form der Wertsteigerug Rückfahrikarten, am 45. Tage beendet sein. Die sonstigen Be- die Regelung des Urlaubs und die Einsetzung eines Arbeiter- refp. ihres Besizes in den Schoß werfe, wogegen die Herren danach förderungsbedingungen für diese Ferienzüge bleiben unverändert. immer Beamtenausschusses. Die ersten beiden Punkte erkennt der Vorstand trachteten, eine Last nach der von andren fich fremde Schultern zn wälzen. Redner verwies auch Not und Sorge um die Zukunft haben die 49 Jahre alte, als berechtigt an, den letzten dagegen lehnt er ab; die Beamten auf aus Stettin gebürtige Privatlehrerin Antonie Roussel aus Alt: legten kein Gewicht auf diesen Punkt und ließen die Forderung ohne darauf, daß dieselben Grundbesitzer, welche zwar grundbuch amtlich eingetragene Eigentümer vielleicht eines Millionens Moabit 114 in den Tod getrieben. Das Fräulein wohnte hier seit weiteres fallen, so daß fachliche Differenzen überhaupt nicht vor- befizes" seien, in Wirklichkeit nichts weiter als die„ Hausverwalter" dem 1. November v. J. in einem Zimmer, das sie von dem Ver- handen waren. der Hypothekenbanken feien, vielleicht nicht einmal einen Dachstein walter gemietet und selbst möbliert hatte, und gab Unterricht im Der Vorsitzende war jedoch in höchstem Maße empört darüber, ihr eigen nennen, aber dennoch von den Privilegien, welche die Englischen und Französischen. Hausgenoſſinnen klagte sie in der daß die Beamten mit ihren Forderungen nicht zunächst an ihn heran- längst überlebte Städte- Ordnung dem Grundbesig einräumt, i legten Zeit öfter, daß sie trotz aller Einschränkungen zum 1. Juli die Miete nicht zusammenbringen könne. Seit Freitag voriger Woche getreten waren, sondern sie dem Gewerkschaftskartell vor- geniert und ausgiebigen Gebrauch machen. Stadtv. Scholz( Soc.) sah man sie nicht mehr. Am Montagabend kam ein junger Mann, getragen haben; er erblickte hierin einen Mangel an Vertrauen, da sprach sich im selben Sinne aus und beantragte namentliche Abden sie unterrichtete, fand aber feinen Einlaẞ. Als man mun die er berechtigten Wünschen stets entgegenkomme. Auch behauptete er, ftimmung", was aber vom Vorsteher übersehen" wurde. Thür erbrach, fand man Fräulein Roussel zwischen Bett und Sofa es liege ein Verstoß gegen die Dienstordnung vor, wonach innere Antrag wurde schließlich der bereits bestehenden Kommission über wiesen. als Leiche an einem Haken hängen. Angelegenheiten des Betriebes nicht außerhalb stehenden Personen Vor den Augen seiner Geliebten erschoßt sich Dienstag mitgeteilt werden dürften. Der betreffende Paragraph der Dienstmorgen in der Müllerstraße der 25 Jahre alte, aus Leipzig gesordnung erhielt daher noch eine verschärfte Faffung; außerdem bürtige Handlungsgehilfe Johannes Knopf. Diefer lernte vor wurde allen Angestellten am 23. Juni folgendes Kündigungsschreiben Jahren, als er in einem Kommissionsgeschäft in der Kommandanten zugestellt: straße 77 angestellt war, eine in dem gegenüberliegenden Puzladen beschäftigte Anna N. kennen. Aus dem Verhältnis gingen drei Kinder hervor, zwei Knaben von 3 und 4 Jahren und ein Mädchen von vier Wochen. Vor drei Wochen verließ Aina N., die sich durch Schneidern ernährt, ihren Geliebten, weil er Beziehungen zu einem andren Mädchen angeknüpft hatte, während ihr vorredete, er müsse die Heirat noch hinausschieben. Gie zog mit den Kindern nach der Müllerstr. 168. Gestern morgen um 5 Uhr klopfte er an der Wohnung seiner ehemaligen Geliebten. Diese ließ ihn ein, da sie glaubte, er wolle ihr am Monatsersten er · Vermischtes. Der Schwere Gewitter gingen vorgestern nachmittag zwischen 6 und 7 Uhr über einen Teil des Frankenvaldes nieder. In dem Städtchen Um einen angemessenen Ausgleich herzustellen zwischen den Schauenstein wurden infolge von Bligschlägen 29 Scheimen sowie Leistungen der einzelnen Kassenbeamten und ihren Bezügen, ein Wohnhaus eingeäschert. Aus Rudolstadt und Saalfeld worüber wir allgemein gültige Normen feststellen werden, und wird gemeldet, ein Hagelschlag richtete gestern abend großen Schaden um ferner jeder Auflehnung von seiten der Kassenangestellten an. Die Schloßen lagen stellenweise 30 bis 40 Centimeter hoch. gegen Anordnungen des Kassenvorstandes vorzubeugen, wie sie in Im Bahngebäude in Rudolstadt schlug der Bliß ein und zerstörte den letzten Wochen seitens einiger Angestellten geschehen ist, die Telegraphen- und Telephonleitungen. In Halberstadt tündigen wir Ihnen hiermit Ihre Dienststelle zum 30. September. entlud sich gestern früh zwischen 7 und 8 Uhr ein heftiges Gewitter, Angestellte, welche sich den neuen vom Kassenvorstande festgesetzten wodurch einige 40 Fernsprechleitungen beschädigt und zerstört wurden. Vertrags- und Gehaltsbedingungen rückhaltlos unterwerfen wollen, Ein Knecht wurde durch einen Bligschlag getötet, ein in der Nähe welche außerdem das nötige geistige Verständnis besigen, um zu befindlicher Mann vor Schred gelähmt. Schriften- Eingang. im Juni Nachbargebiet der Arbeitsnachweis: Verwaltung: Die Ent- 12. Falls der Wechsel in Deutschland zahlbar gemacht ist, können Sie ihn in wicklung des Wohnungsnachweises in Deutschland und im Auslande. Deutschland, sonst müßten Sie ihn in Oestreich einklagen. 3. Nein. Ueber dies Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Mitteilungen aus deutschen Arbeitsnachweis- Verbänden: Amtliche Bekannt Buch ist von uns wiederholt geschrieben.. N. 100. Wenn die Handlung ( Stuttgart, Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 14 des 12. Jahrgangs zu machungen: Verband deutscher Arbeitsnachweise. Beitrittserklärungen. des jungen Mannes überhaupt strafbar ist, so ist sie mit Buchthaus bedroht. gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Sonstige Mitteilungen: Verband deutscher Arbeitsnachweise. Verbandstag. Jiermann, Charlottenburg. Ja.- R. P. 00. Das Bürgerliche Rückblick auf den Gewerkschaftskongreß zu Stuttgart. Frauen- und Der Verband Düsseldorf über die Krise. Verband bayrischer Arbeits: Gesezbuch hat mit der von Ihnen dargelegten Frage nichts zu thun. Es Kinderarbeit beim Zuckerrübenbau. Bon Louise. Zietz. Die Frauenarbeit nachweiſe.- Rhein- Main- Verband. Verband badischer Arbeitsnachweise. fann lediglich der schon früher erteilte Rat wiederholt werden, sich an den in der Buchbinderei. Von ad. br. Aus der Bewegung. Hundert Verbindung mit der städtischen Statistit. Verband märkischer Arbeits- Magistrat beschwerdeführend zu wenden. .. 63. 1. An den Hemden in der Woche. Gedicht von Robert Seidel. Regierungspräsidenten. 2. Ein Kranz auf nachweise: Druckschrift. Staats: Geburtsschein, Mitärpapiere, Auguste Eichhorns Grab. Von Robert Seidel. Notizenteil: Beschlüsse 4. Ja. 2. B. Rigdorf. Nein. Die socialen Pflichten der Studenten. Von Gustav Benz, angehörigteitsausweis. 3. Nein. des Gewerkschaftskongresses, betreffend die Agitation unter den Arbeiterinnen. Pfarrer in Basel. Basel 1902. Friedrich Reinhardt. R. 2. 3. 1. Das mag im Jahre 1895 gewesen sein. 2. Wenn nicht Gewerkschaftliche Arbeiterinnenorganisation. Weibliche Fabrikinspek aus den Umständen( z. B. frühere Stundung) das Gegenteil erhellt, ist an zunehmen, daß der nicht mehr zahlende Mitspieler aus der Gemeinschaft ausgeschieden ist, also weder am Gewinn noch am Verlust ferner teilnimmt. 3. M. 80/81. Weder der Polizei noch der Militärbehörde haben Sie Ihren Austritt aus der Landeskirche anzumelden. Sie treten durch eine dent Amtsgericht abzugebende Erklärung aus. Zunächst müssen Sie dem Ihren Austritt zu Protokoll des Amtsgerichts erklären. Formulare zur Amtsgericht mitteilen, daß Sie austreten wollen und dann in 4-6 Wochen Austrittserklärung erhalten Sie bei Adolf Hoffmann, Blumenstraße 14. Witterungsübersicht vom 1. Juli 1902, morgens 8 Uhr. toren. Frauenbewegung. Sociale Gesetzgebung. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1902 unter Nr. 3051) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. " Das Gewerbegericht", Monotsschrift des Verbandes Deutscher Ge Brift des Berbanbes Dentiger Geiverbegerichte. Herausgeber: Dr. Jastrow, Charlottenburg- Berlin, Dr. Flesch Frankfurt a. M.( Verlag von Georg Reimer in Berlin.) Die Zeitschrift enthält in Nr. 10 des 7. Jahrganges außer der Rechtsprechung in deutschen Gewerbegerichten und Berufungsgerichten( Frankfurt a. M., Bremen, Mainz, Stettin), andren deutschen Gerichten( Landgericht Duisburg) u. a.: Der Straßenbahnerstreit in Stuttgart. Von Privatdocent Dr. Jastrow. Verfassung und Verfahren: Rechtskräftiges Urteil eines unzuständigen Ge werbegerichts. Von Landrichter Dr. Stölzel. Allgemeines: Nichtgeneh migung eines furzgefaßten Gewerbegerichts Statuts. Gewerbegericht und Süßstoffgesetz. Neue Gewerbegerichte. Neue Junungs- Schiedsgerichte. Litteratur: Botmar, Arbeitsvertrag. Brenner, Arbeitsvertrag. Briefkasten der Redaktion. Sonnabends von 7 bis 91% Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des E. W. Geschäftsstelle Sickingenstr. 7, Berlin NW.; der Verein baut in Berlin und Wir nennen Ihnen den Berliner Spar- und Bauverein, näherer Umgebung größere Wohnhäuser für Arbeiter und kleine Leute. Die Baugenossenschaft Freie Scholle, Vors. Baumeister Lilienthal, Groß- Lichterfelde, Marthastraße 5, baut in der Umgegend Kleine Familienhäuser, ebenso die Berliner Baugenossenschaft, Berlin W., Stegligerstr. 19, II. Michaelkirchstr. 17. 1. Ja. 2. Erst durch Pökeln. Ellinger. Nein. M. G. fann nicht hier sein. H., Prinzenallee. Das ist natürlich nur eine Scherzberechnung. Da das Regiment um der 15 Lieutenants willen verlegt werden soll, die von den Krefelder Jungfrauen als Tänzer begehrt werden, so ergiebt sich pro Lieutenant: 400 000: 15= 266 666 Mart 67 Pfennige.. M. A. Am 4. Mai d. J. war den ganzen Tag Regen- und Hagel: wetter. Darüber, ob es zwischen 7 und 72 Uhr abends im Südosten Berlins geregnet hat, kann vielleicht einer unsrer Leser Auskunft geben. S. R. Wenden Sie sich an den Tanzlehrerverein Solidarität". A. H. 20. Dagegen dürfte es schwerlich ein sicher wirkendes Mittel Hüttensteinach. 1. Ja. 2. Darüber können wir keine bestimmte Aus: funft geben. Vielleicht fragen Sie direkt an. R. R., Charlottenburg. Willy N. Ja. N. S. 5. Wenn der Kündigung teine Bestimmungen Ihres uns nicht mitgeteilten Vertrages entgegenstehen, ist sie gültig. 2. R., Luisenstr. 12. 1. 30 Jahre lang. ,, Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeits: markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow), Berlin, Verlag von Georg Reimer. Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 19 des 5. Jahrganges unter anderm: Das Lohneinkommen der preußischen Bergarbeiter. Allgemeines: geben. Vierter deutscher Gewerkschaftskongreß. Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Tertilgewerbe( Nach der Frühjahrssaison, Starkes Angebot von Arbeitskräften); Leder( Schlechter Geschäftsgang in der Glacé- Handschuh- Fabrikation). Statistisches Monatsmaterial; Internationale Streit Statistit. Konsum: Lebensmittelpreise Börsenkurse. Haushaltskosten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 2. Juli. Neues Opern Theater( Kroll). The Silver Slipper( Der filberne Pantoffel). Anfang 71 11hr. Im Liederspielhaus: Offenbach Cyklus.( Regimentszauberer. Dorothea. Die Hanni weint der Hansi lacht. Anfang 8 Uhr. Westen. La Traviata. Anfang 7½ 11hr. Metropol.( Morwiß- Oper.) Traviata. Anfang 8 1hr. Menes. Ledige Leute. Anfang 7 Uhr. Central. Tolle Mitbürger. Anfang 8 Uhr. Urania. Wintergarten. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Im äusserst amüsant. Jull- Programm: Otto Reutter. ,, Das Mädchen mit dem gold. Haar" und 16 andre brillante Specialitäten. Passage- Theater. Das glänzende Juli- Programm. JOOLOGISCHER Willy Prager. CARTEN Täglich ab 4 Uhr nachmittags: Militär- Doppel- Konzert. Gastspiel der Kapellen des I. u. II. Leib Husaren- Regiments ( Totenkopf- Brigade). Entree 1 Mark abends 6 Uhr ab 50 Pf., Belle Alliance. Der Tischgast. Er. Zehn Mädchen und fein Mann. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Die Viper. Anfang von 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zerrissene. Anfang 7% Uhr. E. v. Wolzogens Buntes Theater ( leberbrettl). Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Specialitäten- Bor fiellung. Anfang 72 Uhr. Stettiner Sänger. Neichshallen. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. # täten Vorstellung. Speciali Urania. Taubenstr. 48/19.( I'm Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Invalidenstraße 57/62. Täglich): Sternwarte. Kinder die Hälfte. CASTANS ( Prolongiert!) 16 neue erstkl. Nummern Passage- Panopticum. Der weibl. Affenmensch. Fantoches- Theater. Seejungfer. Tigerknabe. Damen- Ringkämpfe. Panoptikum Schweizer Garten Friedrich- Strasse 165. Photographische Aufnahmen von der Insel Martinique und von den Schlachtfeldern Transvaals. Im Konzertsaal: Schwedische Künstlerkapelle 4 Damen, 2 Herren. Central- Theater. Prater- Theater Hente, den 2. Juli, Anfang 8 Uhr. Bum 6. Male: Tolle Mitbürger Gesangsposse in 4 Aft. v. A. Schmasow. Musik von Kurt Goldmann. Morgen und folgende Tage: Tolle Mitbürger. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Abends 8 Uhr: Gefallene Mädchen. Berliner Sittenbild in 4 Atten von F. Schäfer. Morgen: Die Viper. Im Garten: Gr. Kinder- Frendenfest. Mag und Moris. Anf. 5 Uhr. Kastanien: Allee 7-9. Täglich: Durch fremde Schuld. Durch Bottsstück mit Gesang in 3 Atten. Ballettges. Catrini. Costume- Soubrette Am Königsthor 42020* Am Friedrichshain Täglich: Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung und Ball. Bout 1. Juli ab neue Specialitäten. Reichshallen. 20 Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Swinemide. 757 Still Hamburg Berlin Frantf./M. München ien 758 WSW 757 SW 759 26 763 23 760 Still Wetter heiter 4 bedeckt 1 wolfig Temp. n. G. 5° G. 4° R. Stationen BarometerWindrichtung Windstärke Wetter Temp. 11. C. BIE 5° C.= 4° R. 23 Haparanda 753SSO 4 bedeckt 17 Petersburg 761 Still 616. bed. 11 24 733lb. bed. 18 3.wolfig 21 Aberdeen 5 hlb. bed. 23 Paris lb. bed. 21 762SSW 2wolkent 20 Wetter Prognose für Mittwoch, den 2. Juli 1902. Zunächst fühler, ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden, später Abnahme der Bewölkung. Berliner Wetterbureau. Ein dreimal donnerndes Hoch unserm treuen Parteigenossen[ 45562 Friedrich Wegner zum heutigen Geburtstag wünschen Die Genossen des Bezirks 179c. Todes- Anzeige. Sonntagabend entschlief nach langem schwerem Leiden meine liebe Frau Anna Seidel Tagestaffe 11-1Uhr Kranken- und Sterbe- Zuschuß- im Neu! Anna Pote, Blumen- Medium. ¡ naze geb. Gerecke 34. Lebensjahre. Paul Seldel nebst Kindern. kasse der Schneider Berlins Die Beerdigung findet Donnerstag, und Umgegend. Sonntag, d. 6. Juli 1902, abends 8 Uhr: 4 Uhr von der Leichenhalle des Alten Jakobi- Kirchhofes( Rollfrug) statt. Ordentliche Todes- Anzeige, General- Versammlung in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20. Tagesordnung: Sanssouci Statutenberatung Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig. Witterung im Saal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen, Tanz frei! Anfang Sonntags 5 Uhr, Entree 50 Pf., vb 9 1hr 20 Pf. Anfang Wochentags 6 Uhr, Entree 30 Bf., ab 9 Uhr 20 Pf. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: 10: Banditenstreiche. Gr. Konzert, Theater Operette in 1 Att von Suppé. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistischer Leiter: Gust. Bock. Täglich: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1902. 3. Stafsenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 6246 Goldene Medaille Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Komme mit Muster zum Massnehmen ins Haus. Bitte Postkarte Bon 38 Mt. ant liefere ich Anzug nach Maß, ff. Aachener reinw. Stoffe, engl. Sergefutter, feinste Zuthat., 2 Anprob., garant. tadellos. Sitz, feinst. Handnäh arbeit. Werkstatt im Hause. Kurze Lieferzeit. Ludwig Engel, Prenzlauerstr. 23, 2 Tr. Nähe Alexander- Platz. Gegr. 1892. für Leistungsfähigkeit. Sonntag früh entschlief sanft nach Tangem, schwerem Leiden die Maler: Witwe Frau douce Luise Labude geb. Freimuth im 36. Lebensjahre. Die traueruben Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittivochnachmittag 41/2 Uhr von der Halle des Luisen Kirchhoses, Fürstenbrunner 45482 Weg aus statt. Danklagung. Allen denen, welche meinem lieben Mann, dem Drechslermeister he August Kulicke die letzte Ehre erwiesen haben, ins: besondere sämtlichen Arbeitern der Möbelfabrit von G. und Drechsler: Jnnung, just to b ber rege Beteiligung, und reichen Stranzspenden meinen innigsten Dant. 6326 Anguste Kulicke. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, die sich an der Beerdigung meines lieben Mannes beteiligten, insbesondere dem Gesangverein, Morgenrot I" und dem Wahlverein, Bezirk Rummels burg, sowie den Arbeitern der Firina Sommerlatte und Moritz Klee, sage ich hiermit für die überaus reichen meinen herzlichsten Dank. [ 4560 und Specialitäten Mit einem Schlage vernichtet auzipenden Vorstellung. Sommer- Theater Gr. Konzert, Theater- u. Marienbad. Paula Crigatti Grotesque Stomifer Specialitäten- Vorstellung Senor it. Berad. Miss Kitty, Sport Aft. Barsikow Truppe, ParterreAfroboten. Mr. Bartling, Leb. Photo: graphien. Bartlings elektrische Feerle. ( 3000 Glühförper.) Konzert. Aufang 4 Uhr. Eintritt 30 Bf., numerierter Play 50 Pf. Kalbo. Sommertheater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Heute Mittwoch: Belle- Alliance- Theater. Großes Kinder- Frendenfest Bei günstiger Witterung auf der Gartenbühne. Einafter Abend:" Der Tischgast". mit Preisverteilung. 1. Preis: 1 lebender Hammel. Bunft 10 Uhr: Hierauf:„ Er". Zum Schluß:" Behn Berlin wies lebt und liebt. Mädchen und kein Mann". Anfang 8 Uhr. Von 6 Uhr ab: Gr. Doppelkonzert. Neapolit. Konzert Sängergesellschaft. Donnerstag: Die Dame ans Trouville". Er. 99 " 1 Boranzeige. Sonnabend: Italic: nische Nacht. Entree für Kinder 10 Pfennig. Jm Saale: Frei- Tanz. Neue Welt. Arnold Scholz. Hasenheide 108/114 Mittwoch: Metropol- Theater Groes Kinderfeft Anfang 8 Uhr. Morwitz- Oper. Franceschina Prevosti. Verdi- Cyklus II: Traviata. Donnerstag: Verdi- Cyklus III: Ein Maskenball. Freitag: Franceschina Prevosti. Der Barbier von Sevilla. Kühl ventiliertes Haus. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Um 7 Uhr: Garten- Konzert. Um 8 Uhr: Neue grossartige Specialitäten. Um 9 Uhr: Der Schlager der Saison: Lysistrata Ausstattungsoperette von Paul Lincke. mit Gratisverlosung, Bonbonregen u. Fadelpolonaise. BotheKonzert. Specialitäten Vorstellung der neu engagierten Künstlerkapazitäten. Der Helden: tenorist Hans Hoffmann. Anf. des Konzerts 5 Uhr, der Vor stellung 6 Uhr. Eintritt 15 Pf. Kaffeeküche, 3 Kegelbahnen, ruff. Rutschbahn.[ 45552 Morgen, Donnerstag, 3. Juli: Elite- Tag. Bur Erinnerung der Schlacht bei Königgräs: Doppelkonzert, berbunden mit Schlachtmusik u. Schlachten- Feuerwerk unter Mitwirkung eines Tambour und Hornisten Corps, 50. Jubiläums- Gala- Vorstellung. Bal- champêtre- Saal: Grosser Ball. Jm Jeden 1. und 15. d. Monats: Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Habe im Juli und August noch einige Sonnabende frei und möchte meine Räumlichkeiten mit Garten für die Vereine beiens empfehlen. Coulanteste Bedingungen zugesichert.[ 45612* Richard Wagner. Unverfälscht. apparat Witwe Alwine Heinze. werden sofort alle Wanzen samt Brut durch das thatsächlich sicher wirkende " Konzentrierte Wanzen: Fluid" Alten Verwandten, Freunden und ( bedeutend verstärkt). Fl. 50 Pf., Bekannten für die zahlreiche Bet. 1, 2, 311. tr. Sprühteiligung und die herrlichen StranzPf. Radikalen Er spenden bei der Beerdigung meiner folg garantiert Otto Reichel, lieben Frau Berlin SO., Eisenbahnstraße 4. Lieferant für Armee und Marine, tönigliche und städtische Behörden Portièren in Wolle und Plüsch, und 630b Marie Pauten geb. Sett fage ich zugleich im Namen der Hinter bliebenen den aufrichtigsten Dank. Ludwig Panten, Frankfurter Allee 174. Orts- Krankenkasse für das Gardinen stores Töpfer- Gewerbe von 1-6 Fenstern Deutfcher Reste besond. billig Honig! Bienenhonig, beft. Qualit. verf. die 10 ẞfunddoſe zu 6,50 M., 5 Pfd. M. Täglich Theater- u. Specia- 4 litäten- Borstellung. Rosen und Dornen. Burleste mit Gefang u. Tang in 2 Akten. Im Saal: Tanzkränzchen. 14 Fröbels Allerlei Theater früher Puhlmann Schönhauser Allee No. 148. Heute, Mittwoch, den 2. Juli 1902: Gr. Elite- Abend. Neue Specialitäten!! Der phänomenale VerwandlungsKünstler und Komponisten- Darsteller Carl Braun mit seiner Bliz- Komödie ,, Endlich allein". Berlins bester Stomifer Hugo Schulz. Vulkasirs Teufelsspuk. Onras. Orleans. Ben Aranred. Gr. Sommernachtsball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Bf. m. franto. Garant. Rücknahme. Andoim h E. Reil, Nordloh, Bauhof Ausverkauf Augustsehn, Oldenbg. Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. 25/ 17* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. des seit 43 Jahren bestehenden 6 Geschäfts von zu Berlin. Wir bringen unsern Mitgliedern hierdurch die Neunte Abänderung zu unserm Statut, lautend: Artikel I. § 28 erhält folgende Faffung: A. Löwenthal Die laufenden Beiträge werden bis [ 4557L Berlin C. Breitestr. 20, Ecke Scharrenstr. Andreas- Festsäle Andreasstr. 21. Bom 1. Juli cr. ab übernehme ich obige Säle und stelle dieselben den Bereinen 2c. zur Verfügung. Es wird mein Bestreben sein, die besten Speisen und Getränke zu den coulantesten Bedingungen zu liefern. Bestellungen werden schon jetzt täglich, auch Sontags, nachmittags von 1 bis 9 Uhr, im Burean, Andreasstr. 21, entgegengenommen. 44452* Wilhelm Kussin. Mit dem heutigen Tage eröffne ich Neue Königstr. 27, Ecke Wadzeckstrasse,<<<< Filiale I Filiale II Wienerstrasse 14b, eine Filiale. Koppenstrasse 12, Ecke Lausitzerstr. 5/6. Preis- Liste gratis und franco. Ecke Münchebergerstr. 19. Alfred Dieck, Cigarren- Importeur. auf weiteres auf 2,5 Proz. der durchschnittlichen Tagelohnsäge festgesetzt und betragen: für die I. Klaffe 0,54 M. wöchentlich " II. III. " 0,42 0,33 " IV. " " " V. " 0,27 0,21 Artikel II. " Diese Aenderung tritt mit dem auf diese Bekanntmachung folgenden Montag in Kraft. Der Vorstand der Orts- Krantentaffe des Töpfergewerbes. gez. Schwarze. Genehmigt durch Beschluß vom 3. Juni 1902. 273/20 Berlin, den 6. Juni 1902. L. S. Der Bezirks- Ausschuß. Abteilung II. gez. Krüger. II. C. 54/1. 02. zur gefälligen Kenntnis. Berlin, den 28. Juni 1902. Der Vorstand. Nachtrags- Bekanntmachung zur Bilanz der Möbelfabrik ,, Einigkeit, Berlin ( Eingetr. Gen. mit beschr. Haftpflicht) vom 13. Juni 1902. Das Geschäftsguthaben der Mitglieder hat sich um 30 m. vermindert. 6206 Der Vorstand. A. Siebert. J. Stephan. Central- Verband der Löpfer. Filiale Achtung! Maurer! Achtung! en 5 ale Berlin. Achtung! Sonnabend, den 5. Juli, in Schonerts Sommergarten Mittwoch, den 2. Juli, abends 8 Uhr, in den Germania- Sälen, Chauffeestr. 103: Oeffentliche Versammlung sämtlicher Maurer Berlins und der Vororte. Zages Ordnung: Die günstige Konjunktur in unfrem Gewerbe und welche Stellung gedenken die Maurer Berlins und der Vororte dazu einzunehmen? 129/18 Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ersuchen wir die Kollegen, recht zahlreich in der Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend. Achtung! Bauarbeiter. ( Neu- Seeland) Grosses Sommer- Fest bestehend in Konzert, Specialitäten- Vorstellung, Gr. Ball und Kinderbelustigungen. Große Bei Eintritt der Dunkelheit: Fackelpolonaise und Brillant Fenerwerk auf dem Sec. Ein Personendampfer steht zu Rundfahrten auf dem See bereit. ( Teilnehmer zahlen 10 Pf.) Anfang des Konzerts nachmittags 4 Uhr. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Billets inkl. Tanz: Herren 50 Pf., Damen 30 PI. Die Kollegen von Nah und Fern sind hiermit eingeladen. Achtung! 195/18 Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstellen Berlins und Umgegend. Freitag, den 4. Juli 1902, abends 8 Uhr: Vier große Versammlungen. 1. Moabit: Peters Gesellschaftshaus, Alt Moabit 80181. 2. Norden: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. 3. Osten und Südosten: Brüders Etablissement ,, Südost", Waldemarstr. 75. 4. Schöneberg: Obst, Meiningerstr. 8. Das Komitee. Dampfer- Partie mit Musik am nächsten Sonntag( den 6. Juli) mittels der drei größten Stern" Dampfer ,, Grünau" ,,, Hobrecht" und ,, Zelle" nach dem herr: lich am Dämerigfee belegenen Gesellschaftshaus Hessenwinkel. veranstaltet vom Tischlerverein zu Berlin. Abfahrt früh präcise 7 Uhr vom Restaurant Belvedère an der Jannowits brücke. Billets sind noch zu haben bei Eduard Riemer, Prinzenstr. 64; Paul Schwarz, Fruchtstr. 71; Karl König, Gitschinerstr. 53; und Der Vorstand. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht über die Verhandlung mit dem Arbeitgeberbund und unfre Bernhard Kretschmar, Fruchtsir. 41. weiteren Maßnahmen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. erscheinen. Bahlreichen Besuch erwartet Die Lohnkommission. J. A.: Karl Heidemant it. NB. Sämtliche ausständigen Kollegen werden ersucht, am Donnerstag zur Verteilung von Handzetteln im Bureau, Engel Ufer 15, 311 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. d Mittwoch, den 2. Juli, abends 72 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: Vertrauensmänner- Versammlung sämtlicher Bezirke u. Brauchen Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte legitimiert. Anschließend hieran 8½ Uhr: Rixdorf! 42/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Donnerstag, den 3. Juli, abends 82 Uhr, bei Thiel, Bergstr. 151/52: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Situation und was ge denten wir hierzu für die Zukunft zu thun? 2. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen wünscht Die Ortsverwaltung. Anßerord. General- Versammlung 5/12 Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die weitere Stellungnahme zum Inmings Nachweis und Festsetzung der ferner zu zahlenden Beiträge. Ausschusses. 3. Verbandsangelegenheiten. 85/11 Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. 2. Wahl des Die Ortsverwaltung. Bezirk Rummelsburg- Stralan. おおかっ た Partei- Speditionen: Donnerstag, den 3. Juli, abends 8% 1hr, bei Beutling, Rant: Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 41/42. und Goethestraße: Ecke: Mitglieder- Versammlung. thaler und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien: Tages Ordnung: Wie stellen wir uns in Zukunft zu unsrem Bezirk und die Agitation in demselben? Es ist Pflicht, daß sämtliche Kollegen erscheinen. Die in Berlin arbeitenden und in Rummelsburg wohnenden sind besonders eingeladen. Central- Verband der Töpfer. Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große Frankfurterstr. 133, Hof part.- SO.: Paul Böhm, Laufizerplaz 14/15 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelerstraße 8, im Laden.- Wedding und Oranienburger Gesundbrunnen, Reinickendorf( Ost und West), Wilhelmsruh und Schönholz: Hermann Raschke, Grünthalerstr. 65. RosenAllee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefen heimerstraße 1, Ecke Goethestraße, vorn I.- Deutsch- Wilmersdorf: . Nickel, Uhlandstr. 108, part. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Oswald Grauer, Berlin O., Frankfurter Allee 197.- Grünau: Gustav Miers, Köpenickerstraße 111. Rixdorf: Ostermann, Ertstraße 6. Schöneberg: With. Bäumler, Martin Lutherstr. 51, Laden. Ober- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofftr. 18, Nieder- Schöneweide: Bonatowsky, Berlinerstraße 8. Johannisthal: Paul Mann, Friedrichstraße 39, I.- Adlershof: Gustav Size, Hadenbergstraße 8. Köpenick: Friedrich Kirchstr. 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: h. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Stod, Gruftstraße 2, II. Nen- Weissensee: Heinrich Bachmann, Lehderstraße 5, Ecke Friedrichstraße. Donnerstag, den 3. Juli 1902, abends 61/2 11hr, in Kellers Boid, Grünstraße 29. Friedenau- Steglitz: S. Bernfee, Festfäle, Koppenstraße 29: KF Versammlung aller zum Organisationsgebiet gehörenden Kollegen. Tages Ordnung: 2. Die Geschäftsordnung des Arbeitsnachweises. 3. Gewerkschaftliches. Rummelsburg:& orgbert, Brinz Alberiſtr. 5 a. Außerdem ist sämtliche Parteititteratur sowie alle wissenschaftlichen 1. Die wichtigsten Bestimmungen des Krankenkaffen- und Unfallgeſetzes. Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für Die Kollegen werden in Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung den Vorwärts" entgegengenommen. ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. 195/19 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erete Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter ftraße 9, parterre. Der Vorstand. Bitte ausschneiden! Buckow( Märkische Schweiz). Das einzige Lokal, welches der Arbeiterschaft von Buckow zur Verfügung steht, ist das Schweizerhaus von Herrn R. Reinsch. Wir bitten die Arbeitervereine, welche einen Ausflug nach Budow machen, unser Lotal zu beachten. 6166* J. A.: Der Vorstand des gewerksch. Arbeitervereins. ETA Sauerstoffwasser nach ärztlicher Verordnung grosse Flasche 10 Pf. exkl. Glas. 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