Nr. 158. Abonnements- Bedingungen: 46: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., Vorwärts wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. lg Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mi tauntrierter Sonntag Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pos: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1802 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das. übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. asid ma 18 Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Solonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Gewaltstreich. zu ermüden, Aenderungen für die Geschäftsordnung anDonnerstag, den 10. Juli 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Reichstags bedeuten. Dazu hat am allerlegten eine Kommission Gegenstände in Bersammlungen zu erörtern, liege auf der Hand, er die Befugnis. Wenn in der Kommission solche Pläne verfolgt unterfalle also dem§ 8 und mit ihm seine Veranstaltung, werden, so ist es erstes Erfordernis, das Plenum des Reichs der Parteitag. Danach müsse die Ausweisung der Frauen tags zu hören. Da dies zur Zeit unmöglich ist, so würde ein für berechtigt erklärt werden. Vergewaltigungsbeschluß der Stommissionsmehrheit zugleich einen schweren llebergriff gegen die Nechte des Plenums in sich schließen. würde an den Grundlagen des Reichstage verbrecherisch geHier steht daher weit mehr als der Zolltarif in Frage. Hier Politische Uebersicht. Berlin, den 9. Juli. Parteitag als Verein. So absonderlich dies Urteil flingt, so ist das Ober- Verwaltungsdes Ober- Verwaltungsgerichts zu spüren bekommen. Damals untergericht sich doch nur selbst treu geblieben. Bereits im Jahre 1896 hat das Rheinische Agitationskomitee" die gleiche juristische Logit nahm Genosse Moltenbuhr eine Agitationstour durch Rheinland und Westfalen. Das aus drei Mitgliedern bestehende Agitationskomitee ordnete die Reihenfolge der Versammlungen, und diese Thatsache genügte, daß durch Urteil des Ober- Berwaltungsgericht vom 20. Of tober jene öffentlichen Versammlungen als Vereinsversammlungen, ausgehend vom Verein" Agitationskomitee, erkannt" wurden. Wenn aber auch das Ober- Verwaltungsgericht die Tugend der Konsequenz hat, so ist doch dies nur die Konsequenz des Beharrens im Irrtum. Es widerspricht dem Begriff des Vereins, derartige feine Organisation haben, als Vereine au charakterisieren. Beaus ein paar Personen bestehende Ausschüsse, die feine Statuten, damals als es sich um das unter Köllers Ministerschaft entdeckte fanntlich hat auch das Reichsgericht in diesem Sinne entschieden, Inverbindungtreten" des„ Bereins" socialdemokratischer Parteivorstand mit dem Verein" Breßkommission, dem Verein" Agitationstom mission usw. handelte( 1895/96). Damals hat das Reichsgericht festgestellt, daß diese Kommissionen feine Vereine seien. Das Ober- Verwaltungsgericht freilich braucht keine Rücksicht auf die Entscheidungen des diesem Gebiete mehr als das Reich. höchsten deutschen Gerichts zu nehmen. Preußen ist aber auch auf * Deutsches Reich. Kapitalistische Scharfmacheret. Als im Januar die 8olltarif Rommission ihre Beratungen begann, trugen die Freunde der Wucherzölle die Befürchtung zur Schau, es fönne durch den Widerstand der Bollopposition die Beratung eine solche Ausdehnung gewinnen, daß ein Zustande kommen des Tarifes unabsehbar sei. Thatsächlich aber sind es dann die Parteien des Hochzolles selbst gewesen, durch deren Schuld die Verhandlungen der Kommission nicht allzu schnellen Fortgang nahmen. rittelt! Es trat der Regierungsvorlage die Ueberzöllnerei entgegen, die trotz aller Abmahnungen der Regierungsvertreter tine agrarische Verschärfung der Vorlage durchsetzte. Bereits zum Tarifgesetz stellten die Konservativen und das Centrum zahlreiche Anträge, zu deren Beratung viele Wochen in Anspruch genommen wurden. Ebenso erforderten die agrarischen Anträge zu den Getreidezollpofitionen sehr Gin von einem dreigliedrigen Agitations erhebliche Zeit und bis zu den Textilzöllen haben es die genannten tomitee einberufener socialdemokratischer ParteiParteien nicht daran fehlen lassen, alle ihre Wünsche zur Bollvorlage tag als Versammlung eines politischen Vereins! vorzutragen und eingehend zu erörtern. Das war sicherlich das so hat das Ober Verwaltungsgericht in einem seiner gute Recht dieser Parteien, nur muß festgestellt bleiben, daß gerade durch Seltsamkeit ausgezeichneten Urteile entschieden. sie es waren, die bisher das Tempo der Beratung bestimmten. Die Wegweisung der Frauen vom Provinzial Jezt plöglich, da die agrarischen Parteien ihre Interessen gewahrt Parteitag der Socialdemokraten in Westfalen war haben und nun bei einigen Pofitionen des Tarifs auch andre die Ursache eines Verwaltungs: Streitverfahrens, das das OberParteien eine der wichtigkeit dieser Fragen entsprechende Verwaltungsgericht am 8. Juli erledigt hat und zwar in einer Erörterung der Regierungsvorlage betreiben wollen, plöglich feimt Weise, die wieder einmal Kopfschütteln erregen dürfte. Am in den Reihen der Parteien, welche fortdauernd der Regierungs- 26. und 27. Oftober vorigen Jahres tagte der erwähnte Barteitag vorlage Schwierigkeiten bereitet haben, die Absicht auf, denjenigen in Dortmund. Am 27. Oftober verlangte die Polizei die EutKommissionsmitgliedern, die jetzt nicht für Erledigung der Zoll- fernung der anwesenden Frauen. Man fam dem Verlangen nach, vorlage im Sturmlauf bereit sind, eine Beschränkung der Rede- um der Auflösung vorzubeugen, der Vorsitzende, Parteigenoffe Mar 8wirnsfaden von geringer Bedeutung. Der rheinisch westfälische Praktisch ist dieser vom Ober- Verwaltungsgericht ausgespannte freiheit aufzuzwingen. König, erhob jedoch Beschwerde bei der Polizeiverwaltung und dann Barteitag wird eben künftig von einer Person einberufen werden, Eine parlamentarische Korrespondenz meldet: beim Regierungspräsidenten zu Arnsberg, und als dieser die Be- und man wird dann dem Ober- Verwaltungsgericht es überlassen, Die Mehrheit der Zolltarif- Kommission ist gewillt, falls die ichwerde als unbegründet zurückwies, schließlich noch beim Ober- zu entdecken, daß auch eine Person einen Verein darstellen könne. socialdemokratischen Redner nicht davon Abstand nehmen wollen, präsidenten. Er machte geltend, daß die Sigungen des Partei- Uebrigens dürfen ja Frauen jetzt auch an Versammlungen teilnehmen, Hanbelange Reben über Bollfreiheit zu halten, die nur den Zweck tages den Charakter öffentlicher Versammlungen hätten, an denen auch sofern sie im„ Segment" fißen, so daß auch aus diesem Grunde der haben, die Verhandlungen unnötig aufzuhalten und die Mitglieder Frauen ungeachtet der politischen Debatten teilnehmen dürften. Aufwand oberverwaltungsgerichtlichen Scharfsinns zwecklos erscheint. Immerhin mahnt auch die neue Entscheidung, auf endliche reichszunehmen. Dieselben sollen dahin gehen, daft für§.8 des Vereinsgesetzes, auf den sich Polizeiverwaltung und gerichtliche Regelung des Vereins- und Koalitionsrechts zu dringen, jeden Redner eine bestimmte Zeit( 30 bis 40 Mi Regierungspräsident beriefen, könne nicht angewendet werden. Aber damit polizeiliche Chikane und juristische Tüfteleien dieses Grundrecht nuten im Höchftfalle) angescht wird, die der Redner auch der Oberpräsident verwarf die Beschwerde und erklärte die des Bolles nicht mehr anzugreifen vermögen. nicht überschreiten darf, widrigenfalls der Vorsitzende Frauen- Ausweisung für berechtigt, weil der Parteitag von dem das Recht hat, ihm das Wort zu entziehen. Der Vorsigende focialdemokratischen Agitationskomitee für das westliche Westfalen soll dem Redner nach Ablauf der festgesezten Zeit darauf auf einberufen worden sei und dieses ans drei Personen bestehende merksam machen, daß die Zeit um sei und ihm das Wort entziehen, falls er in weiteren zwei bis drei Minuten seine agitationskomitee ein politischer Verein( 1) im Sinne des§ 8. des Rede nicht beendigt. Privatim sind die sozialdemokratischen Mit- preußischen Vereinsgefeyes wäre. Der Parteitag wäre deshalb als Die kapitalistischen Hintermänner der" Post" scheinen den neuen glieder von dieser Neuerung in Kenntnis gesetzt worden, um ihnen Versammlung eines politischen Vereins, an der Frauen nicht teil- Eisenbahnminister Budde im Verdacht zu haben, daß er sich dem den Vorwand einer Ueberrumpelung aus der Hand zu nehmen. nehmen dürften, zu behandeln. König sei der Vorsitzende des Schuße der Großen Berliner Straßenbahn" nicht mit derselben Sollten jedoch die Socialdemokraten ein Einsehen nicht haben, so Komitees. Inbrunst zu widmen geneigt ist, als wie es sein Vorgänger dem. wird zwar in einer der nächsten Sigungen eine langwierige Ge Genosse König flagte nunmehr beim Ober- Verwaltungsgericht, die Gesellschaft die Verlängerung der staatlichen Stonzession um schäftsordnungs- Debatte entstehen, die abgeänderte Geschäfts- wiederholte seine früheren Ausführungen und hob unter anderm 30 Jahre über den Ablauf ihres Vertrages mit der Stadt Berlin ordnung von der Mehrheit aber acceptirt werden. hervor, daß die Versammlung der Delegierten zum Parteitag( d. H. verdankt Es ist selbstverständlich, daß die neue Geschäftsordnung für alle der Parteitag selber) gar nicht vom Komitee, sondern von einem gethau hat. Redner und für die Dauer der Verhandlungen besteht, ihr werden Ob und in wieweit auch der neue Eisenbahn- General das sich auch die rechtsstehenden Parteien und das Centrum bei der Genossen aus der Stadt der Polizei angemeldet worden sei, wenn Privatkapital, welches in Straßenbahn- Aktien inverstiert ist, vor der Beratung der Getreidezölle in der zweiten Lesung unterwerfen. auch das Komitee ihn einberufen habe. Uebrigens sei das Komitee Konkurrenz der Gemeinden schüßen wird, muß abgewartet werdenEs verlautet, daß man für das Plenum ähnliche Neuerungen gar kein Verein. der Vorstoß der„ Post" läßt darauf schließen, daß der Draht zwischen vornehmen will. Der Oberpräsident machte dem gegenüber in seiner Klage- dem Direktionsgebäude der Gesellschaft und dem EisenbahnNachdem die socialdemokratischen Mitglieder es haben ertragen beantwortung geltend, das Komitee, das immer auf ein Jahr vom Ministerium nicht mehr oder noch nicht?- gata so fest verankert müssen, daß in langen Debatten die Regierungsvorlage in zahl- Provinzial- Parteitag gewählt werde, besitze eine Organisation, ist, wie unter dem Thielenschen Kommando. reichen Positionen überzöllnerisch verschlechtert wurde, denkt man, indem die Aemter eines Vorsitzenden, eines Schriftführers Wie immer wird das rote Gespenst" mobil gemacht, um auf wenn die obige Korrespondenz recht berichtet, jetzt daran, die Social- und des Kassierers unter die drei Mitglieder verteilt den Minister zu wirken, und so wird denn in der„ Post" demokraten gewaltsam in der Erfüllung ihrer parlamentarischen seien. Der gemeinschaftliche Zweck der zu diesem Komitee vereinigten vom 8. d. M. gegen die Kommunalisierung der Berliner StraßenPflichten zu behindern. Man erklärt in chnischer Brutalität: Da drei Personen sei, die socialdemokratische Bewegung im westlichen bahnen getvettert weil bei dem Einfluß der socialdemokratischen es die Mehrheitsmitglieder der Kommission„ ermüdet", die Westfalen in Fluß zu erhalten und ihr weitere Ausdehnung zu ver- Fraktion der in der Stadtverordneten- Versammlung die Disciplin Socialdemokraten in der Vertretung ihrer Anschauung an- schaffen. Zu diesem Zwecke berufe das Komitee, wie Ausschnitte aus im Straßenbahnbetrieb außer Rand und Band geraten, und horrible zuhören, so soll die Nedefreiheit beseitigt werden. Wofür der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Zeitung" bewiesen, jährlich den dictu den Straßenbahnern möglicherweise sogar der Eintritt in haben sich denn die Mehrheitsparteien die Wuch erdiäten be- Parteitag ein und veranstalte Agitationsreisen socialdemokratischer die Gewerkschaftsorganisation gestattet werden könnte. willigen lassen? Wurde nicht die Regierungsvorlage, in der diese Wanderredner. Zu seinen Zwecken gehöre also auch die Erörterung Die Furcht, daß die Gemeindeverwaltung das Koalitionsrecht Diäten gefordert wurden, ausdrücklich mit den unvermeid politischer Gegenstände in Versammlungen(§ 8 des Vereinsgesetzes). der Straßenbahner respektieren könnte, ist bei den Inspiratoren des lichen Langwierigkeiten der Zollberatung begründet? Wie Und es sei auch ein„ Verein", und zwar ein solcher gemäß§ 8." Post"-Artikels so groß, daß fie die Sicherheit des Staates als ge= cs nur scheint, hat man sich ein Bausch quantum bewilligt, In der mündlichen Verhandlung vor dem 1. Senat des Ober- fährdet erachten, wenn der neue Minister etwa Neigung zeigen sollte, damit man jetzt die Diäten einstecken kann, ohne die aufgetragene Verwaltungsgerichts machte Rechtsanwalt Noth Berlin für den dem städtischen Betriebe der Straßenbahnen von Staatswegen keine Arbeit pflichtmäßig zu erfüllen. Es ist nicht Schuld der Social- Kläger geltend, daß der Parteitag nicht als Versammlung des Schwierigkeiten zu machen. demokratie, daß dem Reichstag ein Tarifmonstrum von fast Komitees anzusehen sei. Selbst wenn das Komitee ein Verein In dem Artikel der" Post" paart sich das Verlangen nach un1000 Positionen vorgelegt ist, 3 แ dessen Erledigung wäre, was bestritten werde, könnte doch der von ihm einberufene gestörter Ausbeutung mit brutalem Unternehmerhochmut. Um den alle Zweige des deutschen Wirtschaftlebens einer gründlichen Unter- Parteitag nicht als Versammlung des Vereins angesehen werden, Minister gegen die Kommunalisierung der Straßenbahnen scharf zu suchung unterworfen werden müssen. Es ist aber auch nicht ein Recht, denn eine Vereinsversammlung sei eine solche, solche, die sich machen, werden die Straßenbahnen im Besitz und Betriebe der sondern eine Pflicht jedes Mitgliedes der Bollkommission, Boll- an die Mitglieder des betreffenden Vereins wende. Davon Gemeinden als eine Gefahr für die Staatseisenbahn- Verwaltung säge, die es als verderblich erkennt, in ihrer Verderblichkeit gründlich könne hier nicht die Rede sein, bestehe doch der Parteitag als hingestellt, während die Aktiengesellschaften bezw. deren Betriebsnachzuweisen. Da es den Gegnern der Zollerhöhung bisher nur in beratendes und beschließendes Ganzes aus Delegierten aus den ver- leitungen als mustergültige Einrichtungen für unerläßliche straffe sehr seltenen Fällen gelang, die Befürworter der Erhöhungen zu schiedensten Orten. Es handle sich wohl um eine Veranstaltung, die Disciplin gepriesen" werden. überzeugen, so ist es sogar ihre Aufgabe, ihre Bekehrungsversuche noch ausgehe von dem Agitationskomitee, nicht aber um die Versammlung Die heiligsten Güter des Kapitalismus sind in Gefahr, weun. eindringlicher und umfassender zu gestalten. eines Vereins Agitationskomitee 2c.", habe es doch erst eines so winselt die" Post" der Verstadtlichung der Straßenbahnen Es mag jedoch dahin gestellt sein, ob die Korrespondenz richtig Parteitagsbeschlusses bedurft, dem Komitee überhaupt Siz und nicht vorgebeugt wird. unterrichtet ist, indem sie die Zustimmung der Kommissionsmehrheit Stimme auf den Parteitagen zu verschaffen. Das Komitee habe Die Angst um die Dividende macht sich in folgendem Stoßzur Vergewaltigung der Minderheit voraussagt. Wir können uns auch keine regelmäßigen Sigungen, fein Statut, keine Organisation. seufzer Luft: vorläufig noch nicht leiser Zweifel an der Richtigkeit der Meldung Drei Personen tönnten ferner überhaupt kein Verein sein. begeben. Nicht als ob wir einige Mitglieder der Kommissions- Das Ober Verwaltungsgericht unter dem Vorsitz des mehrheit nicht jeglichen Gewaltftreich- Verfuchs für fähig hielten. Herrn Techow wies die Klage mit folgender Begründung ab: Das Aber wir nehmen an, daß in der Mehrheit auch noch einige Mit- Agitationskomitee werde schon dadurch als Unternehmer" des glieder vorhanden sind, die sich weniger von den Eingebungen Parteitages gekennzeichnet, daß es ihn einberufen und ausweislich blinder Gehässigkeit als von Erwägungen politischer Klugheit leiten der öffentlichen Einladung in der Rheinisch- Westfälischen Arbeiterlaffen. Diese, sofern sie vorhanden sind, würden sich der Ueber- Beitung" die Vorbereitung getroffen habe. Das Komitee sei legung nicht ernst verschließen können, daß der beabsichtigte Gewalt aber auch ein Verein. Ein Verein im Sinne des streich die schwerste Gefährdung des Zolltarifs bedeuten müßte, öffentlichen Rechts sei ein auf einem Vertrage beruhendes indem damit der Bollopposition das Recht gegeben würde, im Kampf Rechtsverhältnis einer Mehrheit von Personen, die mittels gegen den Tarif jedes Mittel zur Anwendung zu bringen, auch gemeinsamer Swede unter einer organisierten Willensmacht zus solche Mittel, die nach der Geschäftsordnung ebensowenig zulässig sammengeschlossen werde. Alle diese Voraussetzungen feien sind wie die geplante Beschränkung der Redefreiheit. hier bei dem dreigliedrigen Agitationskomitee gegeben. Ins Die Beschränkung der Redefreiheit in der Kommission würde besondere sei das Komitee trotz seiner Gliederung nach außen als eine rohe Zertrümmerung der bestehenden Geschäftsordnung des Mehrheit aufgetreten. Daß der Verein bezweckt habe, politische " D Nr. 813 " In erster Linie der Eisenbahnminister, nächst ihm aber auch der Minister des Junern, haben daher ein dringendes Interesse daran, darüber zu wachen, daß nicht im Wege der Kommunalifierung der Straßenbahnen der Socialdemokratie und ihrer Propaganda in den Angestellten und Arbeitern der großen Straßenbahn- Unternehmungen ein neues wichtiges Einflußgebiet eröffnet und eine Operationsbasis geschaffen wird, von der sie mit Aussicht auf Erfolg einen Einbruch in die Disciplin der Staatsbahnverwaltung unternehmen kann. : Der Eisenbahnminister und der Minister des Jnnern sind mit der Ausführung des Kleinbahn Gesetzes betraut, in ihrer Hand liegt in legter Stelle die Aufsicht über die städtischen Straßen bahnen, sowie das ganze Genehmigungsverfahren. Von ihnen hängt es wesentlich ab, ob und in welchem Tempo sich die Verstadtlichung der großen Straßenbahn Unternehmungen vollziehen wird; auf ihnen ruht demzufolge auch die Verantwortung, daß nicht auf dem Wege der Verstadtlichung privater Berkehrs- Unter0 nehmungen durch Erweiterung der Macht und des Einflusses der] Socialdemokratie dem gemeinen Wohl ein schwerer Schaden zugefügt wird." Also wenn der Eisenbahnminister nicht Order pariert oder den Wink mit dem Baumpfahl nicht versteht, dann muß der Polizeiminister eingreifen. Herr Budde weiß mun, weffen er sich zu versehen hat, wenn er etwa der Ansicht sein sollte, daß die allgemeinen städtischen Interessen höher zu bewerten sind, als die Ansprüche des Privat fapitals, wenn es sich um die Erhaltung der bestehenden und die Beschaffung neuer Verkehrseinrichtungen handelt. werden. A18 preußischer Wahlmacher soll der Königsberger Re gierungs- Präsident v. Waldo w Direktor im Ministerium des Innern v. Waldow ist ein Erzreaktionär, ein konservativ- agrarischer Junker. Von ihm ist also nicht zu befürchten, daß er bei den nächsten Landtagswahlen die Behörden gegen die Kanalrebellen mobil macht oder sie auch nur neutralisiert. In Preußen beherrscht das Junkertum die Verwaltung stärker als Krone und Regierung. Die Berufung Waldows ist ein Beweis für die liberale Aera", vor deren Einbruch die Konservativen sich so gern fürchten, wenn sie sich über die Illusionen der Bourgeoisie luftig machen wollen. " „ Der gefürchtetfte Mann Deutschland8" Statt sich der englischen Regierung verpflichtet zu fühlen, daß bezahlt würden. Eine vorläufige Rettung der Republik sei nur sie die deutsche Presse der Berichterstattung eines ebenso nichtigen möglich durch sofortige Gewährung von Handelsvorteilen wie( widerlichen Schaugepräges überhebt, schreit man über eine von seiten Ameritas, insbesondre für 8uder und Tabat. geradezu unerhörte Dreifligkeit der Regierung." Als ob unsre Wenn das nicht geschehe, sei die Anarchie sicher, das aber würde Schmods nicht ähnliches auch in Deutschland gewöhnt wären. Oder gleichbedeutend sein mit einem Eingreifen Ameritas und hat man sie nicht einfach von den Festivitäten ausgeschlossen, bei der Annettierung der Insel.g denen kaiserliche Reden erwartet werden? Frankreich. " " 2001 Belgien. Heimbeförderung von deutschen Boerenfreiwilligen. Aus Colombo( Ceylon) wird gemeldet: Gemäß Weisungen des deutschen Einkommensteuergefeß. Der Finanzminister Rouvier beziehent Auswärtigen Amtes hat der dortige deutsche Konsul von den englischen lich die Regierung hat sich durch die Annahme der Tagesordning Behörden zunächst 55 deutsche Kriegsgefangene übernommen und auf dem nächsten nach Deutschland abgegangenen Jaurès noch viel bestimmter gebunden, ein Gesetz, betr. die EinReichspoftdampfer Oldenburg" eingeschifft. Auf dem Dampfer tommensteuer einzubringen, als dies erst nach den vorliegenden teleihren Wunsch nach Deutsch Ostafrika befördert. Sultan" werden sieben andre deutsche Gefangene auf graphischen Nachrichten der Fall zu sein schien. Die Tagesordnung Jaurès lautet nämlich: Die Kammer nimmt Kenntnis von dem Versprechen der Regierung, noch vor dem Ende des Jahres einen Die Freifinnige Zeitung" giebt vor, noch immer nicht zu Gesetzentwurf, betreffend die Einkommensteuer, der als Basis für die verstehen, wodurch die freisimmige Parlamentstaktik unfre Kritik ver- mugbringende Diskussion und als Ausgangspunkt für eine wirksame dient. In der Zustimmung zum Bürgerlichen Gesetzbuch, zur Reform Reform dienen kann, einzubringen und geht zur Tagesordnung des Militär- Strafgerichtes, zur Gewerbenovolle von 1891 hätten die über. Freifinnigen nicht anders gehandelt als nach dem Grundfaze, ge= ringeren Fortschritten zuzustimmen, wenn bedeutendere nicht zu erVom Kampf gegen die Kongregationen. Dem„ Gaulois" halten seien, und doch hätte die Socialdemokratie dieses Verhalten zufolge wird die Regierung die Schließung weiterer getadelt. Die Freifinnige Zeitung sollte sich hüten, felbft alle 200 fongregationistischer Schulen vornehmen, welche politischen Verfehlungen ihrer Partei in Erinnerung zu bringen. zwar die gefeßliche Erlaubnis nachgesucht, diese aber erst nach Bei der Beratung der Gewerbenovelle war bekanntlich ein Vertreter des Wiederzufammentritt des Parlaments erlangen tönnen, da das fst nach dem„ New York Herald" Herr Pierpont Morgan. muß. Freifinus in der berüchtigten Verschlechterungs- Kommission" eifrig Barlament alle diesbezüglichen Gesuche genehmigen thätig. Daß die Zustimmung der Freisumigen zum Bürgerlichen Daß, bie Die Pariser Ausgabe des Herald" schreibt unter der Ueberschrift: Gesetzbuch und zur Reform des Militär- Strafprozesses von uns bes " Der Kaiser bewundert Mr. Pierpont Morgan": sonders getadelt sei, ist unrichtig. Allerdings ist dieser Tadel nicht etwa Nachwehen vom Wahlrechtskampf. Der Genter GerichtsBerlin, Sonntag. Mr. J. Pierpont Morgans Ankunft hat eine deshalb ausgeblieben, weil fein Anlaß vorlag, ihn zu erheben, sondern hof hatte den Socialisten Schram, welcher angeklagt war, bei den große Bewegung in der Stadt hervorgerufen. Sein Einzug war nur, weil bei der Beratung und Abstimmung dieser Vorlagen befieres legten Revolten einen Revolver getragen und mit dieſem zu schießen wie der eines Monarchen, nur das militärische Beiwert( troppings) vom Freifinn überhaupt nicht zu erwarten gewesen ist. Thatsächlich gedroht zu haben, freigesprochen. Der Staatsanwalt legte Berufung fehlte. Auf der Eisenbahnstation und am Hotel Bristol waren hätten die Liberalen des Reichstags neben andern bürgerlichen hiergegen ein und der Apellationshof von Gent verurteilte Schram dichte Menschenmaffen( througs), um einen Blick von dem Manne Barteien es in der Hand gehabt, eine weit socialere nunmehr zu einem Jahr Gefängnis. zu erhaschen, den Deutschland heute mehr als irgend Ausgestaltung des Bürgerlichen Gesetzbuches und eine gerechtere di mia do England. jemand anders fürchtet. Unter den Linden ging Gestaltung der Militärjustiz, zu erreichen. Freilich, wenn sich der Chamberlain hat Mittwoch früh das Hospital vers gestern abend bald das Wort von Mund zu Mund, daß der Freisinn, ähnlich dem regierungsfrohen Centrum, durch jedes Droh Tassen Er trug teine Kopfbedeckung, da der Kopf verbunden ,, amerikanische Kaiser" in der Stadt sei... Mr. Morgan wort der Regierung einschüchtern und zum Verzicht auf weiter amüsierte sich über das ungewöhnliche Interesse und gehende Forderungen drängen läßt, dann ist es nicht erstaunlich, daß war. Der Minister fuhr mit seiner Gemahlin nach seiner Woh die Aufregung, welche feine Anwesenheit in Berlin das Tempo des politischen Fortschritts, wo ein solcher überhaupt erhervorrief... Aber der freundliche Herr Ballin, welcher Mr. Morgan reicht wird, der Schnedengang ist. Nur vollendete Denkumfähigkeit limin ratextAsien. und seine Umgebung auf Kosten der Hamburg- Amerika- Linie und kann den Unterschied dieses freisinnigen Verhaltens gegenüber der Zur Frage der chinesischen Kriegsentschädigung. Ein auf einen Wink des Kaisers führt, gab Mr. Morgan nicht viel Stellungnahme unsrer bayrischen Parteigenossen übersehen. „ Laffan- Telegramm" meldet vom 8. Juli aus Peking: Die Vertreter Zeit, sich die Stadt anzusehen und sich darüber zu entscheiden, Klassisch für die freisinnige Tattit, die nicht nur eine Taktit des der fremden Mächte sind bis jetzt weder bezüglich des englischen welcher Teil des Kaufens wert sei.". Schneckenganges, sondern des Krebsganges ist, ist, der erneute Versuch noch des amerikanischen Vorschlages für die 8ahlung Man sieht, der über Milliarden kommandierende Kapitalismus der Freifinnigen Zeitung". das Verhalten ihrer Partei in der der Entschädigung auf Grund einer Silberbafis zu einem nimmt es bereits mit den kühnsten Ansprüchen eines mythologischen Budersteuerfrage zu beschönigen: Die freisinnige Volkspartei habe Beschluß gekommen. Anscheinend besteht teine Aussicht auf Gottesgnadentums auf. Und die neue Macht ist reeller als die alte. fich der von der Socialdemokratie geforderten Ermäßigung der eine baldige Einigung der Gesandten. Wir haben also wenig Anlaß, den amerikanischen Größenwahu" zu Budersteuer enthalten, 1111 direkt nicht damit verspotten. Spieße derjenigen Gegenparteien zu laufen, welche darauf ausgehen, dnsoddio Afrika. angesichts des Defizits im Reichshaushalt neue Steuern und Zölle Die ständige englische Garnison, welche in Südafrika vers einzuführen." Das ist nicht nur eine thörichte Ausflucht, durch die bleiben wird, soll 50 000 Mann der verschiedensten Waffengattungen jede Verbesserung auf dem Gebiete des Reichssteuerwesens unmöglich umfaffen. Ferner soll durch alle Mittel die Ansiedelung von Regemacht würde, sondern geradezu eine Ermunterung derjenigen Bar- fervisten und verabschiedeten Soldaten in den annektierten Gebieten teien, welche neue Steuern und Zölle beabsichtigen. gefördert werden, damit, falls die Notwendigkeit es erheische, sofort eine allgemeine Mobilmachung erfolgen könne. " 0 " in die nung. Amerika. ar dol onis guinal Zum Untergang des Torpedobootes S. 42. Das Hamburger See- Amt fällte in der Gerichtsverhandlung gegen den Kapitän des englischen Dampfers Firsby", der am 24. Juni das deutsche Torpedoboot S. 42 bei Curhaven überrante, seinen Spruch dahin, daß der Angeklagte, obwohl im sec- zustehe, die bayrische Socialdemokratie zu kritisieren, da die bayrischen Unfrem Hinweis, daß es gerade der Freisinnigen Zeitung" nicht männischen Sinne der Zusammenstoß durch die Führung des Freifinnigen ebenfalls der Wahlrechtsresolution zugestimmt hätten, englischen Dampfers verschuldet sei, von dem Verfucht die Freis. 3tg." durch eine haltlose Ausrede zu begegnen. Die Regierungen von Argentinien und Chile haben ein schulden der fahrlässigen Tötung freizusprechen Wir sollen nicht ehrlich polemisiert haben, weil wir in den Saß der Abkommen unterzeichnet, in welchen nähere Bestimmungen über sei. Der Unfall sei dadurch herbeigeführt worden, daß der englische Freis. 8tg.":" Diese Art, Kompromisse zu schließen in Programm- die Ausführung der Verträge betreffend das Schiedsgericht und die Dampfer sich zu spät entschlossen habe, das zur Vermeidung des fragen, ist man auf freisinniger Seite nicht gewöhnt," die Worte in Einschränkung der Rüstungen getroffen werden, um die Möglichkeit Zusammenstoßes notwendige Steuermanöver auszuführen. Ferner Bedeutung und wir konnten sie entbehren, da es sich überhaupt nur über das Abkommen befriedigt. Programmiforderungen" ausließen. Diese Worte hatten keinerlei fünftiger Verwickelungen zu vermeiden. Die öffentliche Meinung ist wurde festgestellt, , daß die Situation eine weniger schwierige ge- Wenn aber die Freis. 8tg." meint, ihre bayrischen Gesinnungsum Programmforderungen in dieser ganzen Angelegenheit handelt. Präsident Castro ist gestern morgen an Bord des Dampfers worden wäre, wenn der Kommandant des Torpedobootes nicht genoffen hätten durch Zustimmung zu der Resolution Programm- Asfun", der zwei Schooner mit Regierungstruppen im Schlepptau in der Zeitlinie aufgesteuert wäre, sondern die Leitfeuer forderungen der freisinnigen Partei nicht aufgegeben, io hat sie führte, angekommen. Barcelona ist teilweise von den Aufhätte auseinanderhalten laſſen. Das Einsteuern in der entweder die in der Resolution geforderten Wahlrechts- Bestimmungen ständischen umzingelt. Der Präsident wird nicht vor Sonntag zum Leitlinie ist in dem Nordsee Handbuche für Torpedo nicht gelesen oder giebt sich den Anschein, sie nicht gelesen zu haben, Angriff übergehen. boote vorgeschrieben; diese Vorschrift steht jedoch nicht um aus der peinlichen Lage, in die sie durch ihr plumpes Losim Einklang mit der Hamburgischen Verordnung schlagen die eignen Parteifreunde brachte, zu entrinnen. Die Rebetreffend die Neede und das Elbfahrwasser bei Cuxhaven vom solution fordert bekanntlich u. a. auch Census und einjährigen 15. April 1898." Wohnsiz als Bedingungen des Wahlrechts. Da das Programme der freifinnigen Volkspartei Ausdehnung des Reichstags- Wahtrechts auf befinden sich außer den gestern mitgeteilten noch in: die Einzelstaaten fordert, fo haben allerdings die bayrischen Abgeordneten, die der freifinnigen Volkspartei nahestehen, die auf freifinniger Seite nicht gewohnte Art, Stompromisse zu schließen", betrieben. Wenn aber endlich die Freis. 8tg." erklärte, der den bayrischen Socialdemokraten gemachte Vorwurf treffe die bayrischen Freisinnigen alters auf 25 Jahre nicht entgegenstehe, so ist das vollends spaßnicht, weil das freisinnige Programm der Heraufsetzung des Wahlhaft; wenn es nach freisinniger Ansicht lobenswert ist, ein Wahlalter von 25 Jahren anzusehen, so hat offenbar die bayrische Socialdemokratie nicht Vorwürfe, sondern den Beifall der Freis. Ztg." verdient, da sie- wenn auch nicht aus den programmatischen Ansichten des auch in dieser Frage rüdständigen Freisinns, sondern infolge einer Zwangslage, die sie sich versetzt glaubte zur Verwirklichung einer freisinnigen Programmforderung beitrug. Danach bestehen also für die Marine Vorschriften, die jener Hamburgischen Verordnung direkt widersprechen, und die, wie der tragische Fall mit dem Torpedoboot bewiesen hat, zu verhängnis vollen Schiffsunfällen führen müssen, bei denen eine Anzahl von Menschenleben in unsrem Falle vier verloren gehen! Jeden falls ganz eigenartige Zustände. Unaufgeklärt ist auch die befremden de Thatsache, daß sich an Bord des deutschen Kriegs- Fahr zeugs verschiedene englische Passagiere, awei Lords und Sportsman mit ihrer Dienerschaft, befunden habe, während doch unsre Marine bekanntlich, von der kaiserlichen Familie abgesehen, teinerlei Verkehrszweden dient. Wie kam es aber, daß das Torpedoboot Passagiere an Bord nehmen konnte? in Partei- Nachrichten. Arbeiterfekretariate Bochum, Johanniterstr. 22. Cassel, Wildemannsgasse 20 II. Gelsenkirchen, Hochstr. 53. Harburg a. Elbe, Erste Bergstr. 72. Zur bayrischen Wahlrechtsfrage. ad In einer An den Die Münchener Parteigenossen nahmen, wie uns von dort be richtet wird, am 7. Juli Stellung zur Wahlrechtsreform. aut besuchten Versammlung erstattete Genosse Ed. Schmid den Bericht über die Verhandlungen des Ludwigshafener Parteitages zu der im Landtag angenommenen Wahlrechtsresolution. Bericht knüpfte fich eine lebhafte Diskussion an, in der fich die Genoffen Bader, Gruber und Timm für die Fraktion aussprachen. Timm sprach sich dahin aus, daß Bebel und durch die Art ihres Tolstoj wegen Gotteslästerung freigesprochen. Die zweite Aus einer freifinnigen Stadt. Parvus völlig vorbeigehauen und Zu den bevorstehenden Straflammer des Leipziger Landgerichts ber= Gemeindewahlen in Nürnberg wird uns geschrieben: Wie schon mit Vorgehens- unbeschadet ihrer sonstigen großen Verdienste handelte heute gegen den Uebersetzer der Tolstoischen Schrift„ Der geteilt, stellte unsre Partei in Nürnberg an die städtischen Kollegien die Partei geschädigt haben. Als Gegner sprach zunächst Sinn des Lebens", Direktor Löwenfeld vom Schiller- Theater in den Antrag, die Gemeindewahlen nach Bezirken vorzunehmen weil es wahrscheinlich nicht leicht mehr gelingen werde, das Genosse Spiger, der besonders deswegen Vedenken hegt, Verlin und den Verlagsbuchhändler Eugen Diederichs aus und den in Nürnberg selbständig beheimateten Personen Genosse Leipzig, gegen welche wegen Gotteslästerung und das Bürgerrecht und damit das Wahlrecht unentgeltlich zu ahlrechtsalter wieder auf 21 Jahre herabzusetzen. firchlicher Einrichtungen Auflage gewähren. Dadurch sollte erreicht werden, daß die socialdemokratische Gottfried betrachtet die Zustimmung zur Resolution gleichfalls erhoben worden war. Beide Angeklagte wurden freigesprochen Partei auch in der Gemeinde durch einige Vertreter zum Wort fomme. als taftischen Fehler und befürchtet, man werde durch das in Aussicht und die Kosten der Staatstaffe auferlegt. Die Einziehung der Der Magistrat Ichnte diese Anträge einstimmig ab und diefer ab- stehende Wahlgefez zu Kompromissen gedrängt, die erst recht die Agitation beschlagnahmten Exemplare der betreffenden Broschüre lehnende Beschluß lag am Dienstag auch dem Gemeindekollegium erschweren. Genosse Bauer stimmt mit Bebel überein, daß es an wurde aufgehoben. vor. Hier fand sich eine starke Minderheit, die sich für die der nötigen Agitation fehle; die Wahlrechtsfrage hätte man nach So wäre denn doch noch Deutschland vor der Blamage bewahrt focialdemokratische Forderung betreffend Einführung von Bezirks. belgischem Muster propagieren müssen. Gegen einige worden, eine Tolstoische Schrift zu tonfiscieren, die trotz dem Eifer wahlen erklärte. Der Wortführer dieser Minderheit, der liberale der Heiligen Synode in Rußland unbeanstandet geblieben ist. Vor Justizrat Wunder, bezeichnete es als ein Gebot der Billigkeit, der teilhafter für den litterarischen Ruf Deutschlands wäre es freilich Partei, deren Anhänger in Nürnberg die Mehrheit der Bevölkerung gewesen, wenn das Leipziger Landgericht das wunderliche Anfinnen bilden, die Möglichkeit zu schaffen, in der Gemeinde vertreten der Staatsanwaltschaft von vornherein abgelehnt hätte. sein. Er beantragte, mit Bedauern davon Kenntnis zu nehmen, daß der Magistrat sich nicht entschließen konnte, die Wahl nach Bezirken vorzunehmen. Der Antrag wurde mit 27 gegen 13 Stimmen ab gelehnt. Dagegen stimmten die hervorragendsten Führer der freisinnigen Partei, wie z. B. der Abgeordnete für Koburg, der Was sagt Eugen Richter zu diesem freisinnigen Verhalten? " 1 Gepeitschte Lakaien. Ein nationales" Blatt macht seinem gepreßten Lafaiengefühl durch folgenden Schmerzensschrei Luft: Der Londoner Berichterstatter der Münch. Allg. 8tg." berichtet über eine geradezu unerhörte Dreistigteit der berühmte Hausleerer" des Reichstags. englischen Regierung gegenüber der deutschen Presse. Nachdem der Vertreter des sehr korrekten, mit der Wilhelmstraße in sehr guten Beziehungen stehenden Blattes erklärt hat, er habe bisher aus Rücksicht auf die Erkrankung König Eduards. geschwiegen, berichtet er: zu können. : um den nis Ausland. Drohende Anarchie auf Kuba. Dem Berl. Tagebl." wird aus Washington gemeldet: Die wenige Stimmen wurde schließlich von der etwa von 400 Personen besuchten Versammlung folgende Resolution angenommen: heutige Versammlung erklärt sich mit der Thätigkeit der Delegierten über die Wahlrechtsfrage und spricht der Fraktion ihr volles Ver vollständig einverstanden, insbesondere billigt sie deren Abstimmung trauen aus. Polizeiliches, Gerichtliches usw. An Wild West erinnernde Zustände find im Versammlungsleben Danzigs dadurch eingeriffen, daß die Behörde den bereits mehrmals wegen im Dienst begangener Beleidigungen von socialdemokratischen Versammlungsbesuchern bestraften Polizeikommissar Sachße nach wie vor zur lleberwachung von Verfammlungen verwendet. Dieser Mann ist offenbar nervös derartig überreizt, daß es ihm nicht möglich ist, sich zu beherrschen, und die gegen ihn ergangenen Gerichtsurteile haben anscheinend seinen Zustand Das Earl Marschallsamt und die Admiralität hatten für die hiesigen Vertreter der Presse jedes Landes eine Anzahl von General Lee( der frühere amerikanische General- arg verschlimmert. Karten für die Krönungsfeierlichteiten zur Verfügung tonsul auf Kuba) veröffentlicht die ein großes Aufsehen erregende In der letzten Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins gestellt, d. h. Zutrittskarten 1. zur Westminster Abtei Erklärung, daß Kuba an der Schwelle der Anarchie zu Danzig war Herr Sachße nun wieder als„ Ueberwachender" ( hierfür natürlich wegen Raummangels nur in ganz beschränkter ste he. Zunächst sei ein finanzieller Zusammenbruch anwesend und fühlte sich durch eine Bemerkung des Genoffen Bahl), 2. zu einem Regierungs- Schaugerüst, Bartel, dessenwegen er das letzte Mal bestraft wurde, derart geföniglichen Aufzug in Augenschein zu nehmen, und 3. zum Re- 3 befürchten, weil Kubas Einnahmen allein aus den Zöllen reizt, daß er vom Vorsißenden verlangte, derselbe solle dem Redner gierungsdampfer, um der Flottenschau beiwohnen fämen, lettere aber, seitdem die Amerikaner die Insel ver- das Wort entziehen, widrigenfalls er die Versammlung aufAber nachdem alle Welt bereits vom Earl- ließen, start im Abnehmen begriffen seien. Das tubanischlösen werde. Der Vorsitzende weigerte sich, diesem völlig ungesetz Marschallsamt und von der Admiralität bedacht worden war, amerikanische Geschäft sei im vollsten Ridgange, lichen Verlangen nachzukommen; Genoffe Bartel verzichtete aber, haperte es mit den Karten für die Vertreter der deutschen weil das Vertrauen verloren gegangen sei. Ferner ständen schlimme um die Versammlung nicht zu gefährden, auf fernere Ausführungen. Breffe. Und woran lag es? Die englische Regierung Unruhen von seiten der Neger bevor, die früher der Trotzdem löste der Herr Kommissar die Versammlung auf. Was nun hatte mit Bezug auf die deutsche Presse Schwierig Infurgenten- Armee angehörten. Nicht weniger als 40 000 folcher folgte, ist fast unglaublich. Herr Kommissar Saße zog nämlich, feiten erhoben und hatte beſtimmt, daß mir solche in Reger verlangten Zahlung des rückständigen Soldes. während die Genoffen im Entfernen begriffen waren, einen Revolver! London vertretene deutsche Zeitungen berücksichtigt werden Genosse Bartel bemerkte zuerst das gefährliche Schießeisen, das in Vazu komme das Schüren der Politiker gegen den Präsidenten der Hand dieses Mannes das größte unheil anrichten konnte. Sosollten, die während des südafrikanischen Krieges teine englischfeindliche Haltung beob: Palma, der thatsächlich nur von einer kleinen Partei fort rief er den Genossen laut zu, sie sollten sich vor dem Revolverachtet hatten. Damit war natürlich, abgesehen vom gewählt ein- schüßen. Hierdurch schien der Kommissar doch etwas zur Besinnung " Wolff'schen Telegraphen- Bureau", die deutsche Vergünstigungs- gerichteten Schulen und Vorkehrungen in gesundheitlicher Be- zu kommen, denn er zog die Waffe etwas an sich und murmelte etwas liste auf die„ töluische Zeitung" beschränkt." ziehu ng feien schon im vollsten Verfall, weil die Beamten nicht von eignem Schutz(?!). Als Genosse Berger den andern Genossen V worden sei. Die bon den Amerikanern angesichts des Revolvers warnend zurief, sie sollten sich nur möglichst| deden, sondern über denselben hinaus große Mengen von Eisen sicht auf die tiefgehende Erregung, die die gesamte Einwohnerschaft schnell entfernen, um vor demselben geschützt zu sein, fam Sachße auf und Stahlwaren in die Absatzgebiete der älteren Industrieländer über die gelegentlich der Bauhandwerker- Aussperrung von der städtio ihn zu und drohte:" Herr Berger, wenn Sie die Leute aufreizen(?), werfen wird. Ein Zusammengehen der europäischen Industrieländer, schen Verwaltung dokumentierte socialpolitische Unfähigkeit ergriffen muß ich Sie verhaften." Natürlich antwortete Berger fühl und prompt, um dieser Gefahr rechtzeitig und wirksam entgegenzutreten, tann hat, werden sich die socialdemokratischen Vereine Kiels und Gaardens daß die pflichtgemäße Warnung, sich einer drohenden Lebensgefahr daher nicht dringend genug empfohlen werden." am Donnerstag in einer kombinierten Versammlung mit der Frage beschäftigen, ob sich die Arbeiter nicht trotz des hohen Census( 1200 M.) wieder an den Stadtverordneten- Wahlen beteiligen sollen. zu entziehen, unmöglich eine Aufreizung sein könne. Bei den wieder- Zu diesem empfohlenen Zusammengehen der europäischen Inholten Kommandos Sachßes an den untergebenen Polizisten: er dustriestaaten sind aber unbedingt die von den rheinischen Eisen- und solle die Gesellschaft hinausbefördern, ersuchte Berger ihn höflich, Stahlbaronen betriebenen enormen Zollerhöhungen das untauglichste niemand zu beleidigen, worauf Sachse, gewissermaßen sich Mittel. eutschuldigend, eifrig erwiderte und die Komit machte sich trog Von den bisher eingeführten Holländern sind bereits Die Zimmerer Hamburgs haben sich der von den Maurern befolgten Taftit nicht angeschlossen. In einer Zimmererversammlung, des Ernstes der Situation bemerkbar: Gesellschaft ist doch keine Rohlenausfuhr aus England. Im Laufe der heutigen Be- die am Dienstag stattfand, legte der Referent eine Resolution vor, Beleidigung; sehen Sie, ich zähle mich doch zur guten Gesellschaft!" ratung im Unterhaufe erklärte Hicks Beach auf eine Anfrage wegen welche sich für Aufhebung der Sperren ausspricht unter der VorausSodann sperrte er das Lokal durch einen Schüßmannsposten für allerdings im Vergleich zu 1900 im Jahre 1901 ein Rüdgaag ein Unterhandlung tritt. Die Versammlung beschloß. über diese Re des Niederganges der britischen Kohlenausfuhr nach Hamburg, daß sezung, daß die Innung mit den Vertretern der Streifenden in jeden Besuch bis 11 Uhr vollständig ab. Selbstverständlich haben solche Vorkommnisse noch ein Nachspiel; getreten sei. Die Ausfuhrziffern seien im Jahre 1900 aber weit folution gar nicht abzustimmen. Die Zimmerer behalten somit ihre auch hier sollte es nicht ausbleiben. Am 5. Juli nachmittags 4 1hr Rückgang im letzten Jahre sei eine Folge der ungünstigen Lage der aus allen Winkeln Deutschlands, Destreichs und Hollands heranhöher gewesen als in den Jahren 1897, 1898 und 1899. Der bisherige Taftit bei. Die Unternehmer fahren fort, Arbeitswillige erhielt die Wirtin unsres Danziger Parteilokals in der Brodbänken- deutschen Industrie gewesen. Er glaube nicht, daß die Abnahme der zuziehen. straße ein sehr eiliges, sogar vom gleichen Tage datiertes Schreiben britischen Kohlenausfuhr nach einem einzelnen deutschen Hafen ein 22 Maun wieder abgereift. des Polizeipräsidenten folgenden Inhalts: Königl. Polizei- Präsident. Danzig, den 5. Juli 1902. Beweis für die Notwendigkeit sei, die Frage des Kohlenzolles aufs J.- Nr.: IV 2654. neue in Erwägung zu ziehen. Im Jnteresse der öffentlichen Rube und Ordnung sehe ich mich veranlaßt, in Gemäßheit der§§ 2 und 1 der Polizei: Verordnung vom 4. April 1877, Intelligenzblatt Nr. 93, und§ 10, Teil II, Titel 17, Allgemeinen Landrechts, die Polizeistunde für Ihr Lokal Brodbänkengasse Nr. 11 auf acht Uhr abends festzuseßen, wovon ich Ihnen mit dem Bemerken Kennt nis gebe, daß diese Verfügung sofort in Kraft tritt. Außerdem wird Ihnen infolge der im Lofal vorgekommenen Ausschreitungen und Widerstands gemäß§ 10, LI, 17, Allgemeinen Landrechts, die fernere Benuzung des Lotals zu Bersammlung szweden bis auf weiteres unterfagt. An Frau Julianna Berger, geb. Foth, Hier. Wessel. Gleichzeitig wurde sämtlichen Vorständen der in dem Lokal tagenden Vereine folgendes dringende Schreiben zugestellt: Kgl. Polizei- Präsident. Danzig, den 5. Juli 1902. J.- Nr.: IV 2654. Infolge der vorgekommenen Ausschreitungen und Widerstandes gegen die Staatsgewalt war ich genötigt, das Lokal Brodbänkengasse 11 zu Versammlungszwecken bis auf weiteres zu verbieten. Den Vorstand des..... Verbandes setze ich deshalb hierdurch in Kenntnis, daß das Lokal Brodbänkengasse 11 zu Verfammlungen bis auf weiteres nicht benutzt werden darf. An den Vorstand des....-Verbandes zu Händen des Herrn Wessel. his info m Gewerkschaftliches. Achtung! Lederarbeiter. Die Streifenden in Königsee sind sämtlich abgereift und ist über Königsee die Sperre verhängt. Die Kollegen allerorts werden ersucht, Zuzug nach Königsee strengstens fernzuhalten. Der Centralvorstand. ,, Die Gewerkschaft", das von Bruno Poersch redigierte Die Nachtwächter in Hannover oder, wie sie genannt werden, Organ der Gemeinde- Arbeiter, druckt in ihrer neuesten Nummer die die Angestellten des Hannoverschen Wach- und Schließ- Instituts, beBesprechung ab, welche das Korrespondenzblatt der Generalfommission eingerichtet wurde, erhielten die Wächter für eine Dienstzeit von finden sich in einer Lohnbewegung. Als seiner Zeit das Institut über den Gewerkschaftskongreß brachte, und fügt dem hinzu: Wir können uns im großen und ganzen mit den Ausführungen 91/4 Uhr abends bis 5 1hr morgens( im Winter bis 6 Uhr) einen des" Korrespondenzblattes bezüglich des Kongresses einverstanden Monatsgehalt von 65 M.; nach einhalbjähriger Dienstzeit 70 M. erklären. Nur möchten wir betreffs des Bömelburgschen Schlußwortes Außerdem gab es pro Monat eine freie Nacht und pro Quartal betonen, daß dieses uns wie auch vielen andren Delegierten nicht be- 3 27. für Einkaſſierung. In Aussicht gestellt wurde noch etwas sonders gefallen hat, so hoch wir Bömelburg auch sonst schätzen. Wir mehr. Statt der in Aussicht gestellten Gehalts. haben gewiß nicht die geringste Ursache, der socialdemokratischen erhöhung hat das Institut nun aber eine LohnBartei in ihrer Allgemeinheit etwa feindlich gegenüberzutreten, 2,30. Mart pro Nacht und nach einhalbjähriger Thätigkeit reducierung vorgenommen. Die Wächter sollen jetzt sondern müssen das freundschaftliche Verhältnis, welches zwischen ihr 2,40 Mark erhalten, außerdem soll die freie Nacht wegfallen, so daß und uns besteht, auch weiter aufrecht erhalten. Ob aber dazu fort- derjenige, der auch nur eine Nacht im Monat frei haben will, aus währende Berbeugungen gehören, die bald an Unterwürfigkeit grenzen, eigner Tasche dafür 2,30 Mart an den Reservemann zahlen muß. möchten wir doch bezweifeln. So etwas ist wenig mannhaft und zwingt wirklich ehrlichen Naturen keine besondere Hochachtung ab." Ferner sollen auch noch die 3 Mart pro Quartal für Kassieren, was Wenn man, wie es der Redacteur der„ Gewerkschaft" thut, ein selbstverständlich am Tage geschehen muß, wegfallen. freundschaftliches Verhältnis zwischen der Socialdemokratie und den Damit sind die Wächter erklärlicherweise nicht einverstanden. Gewerkschaften aufrecht erhalten will, dann ist es unverständlich, wie Sie haben eine Kommission gewählt und durch diese den Inhabern man sich in seinen neutralen Empfindungen schon dadurch verletzt lassen: 1. Gehalt pro Monat 90 m. inkl. zwei freier Nächte und pafienden Gelegenheit, wie sie der Gewerkschaftsfongreß bietet, monatliche Kündigungsfrist; 2. Einſegung einer Kommiſſion, die in durch einige anerkennende Worte aufs neute besiegelt wird. Gemeinschaft mit der Direktion zu prüfen hat, ob ein triftiger EntNun weiß aber die übergroße Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder, lassungsgrund vorliegt, bezw. Anhörung dieser Kommission vor der ebenso wie ihre Vertreter in Stuttgart, daß die Social Entlassung eines Angestellten; 3. bessere Behandlung. demokratie die einzige Partei in Deutschland ist, von der die Gewerkschaften eine Förderung ihrer Interessen zu erwarten haben. Dieser Thatsache hat Bömelburg in seiner von den Delegierten mit allseitigem Beifall aufgenommenen Schlußrede Ausdruck gegeben. Wenn min jemand, der in Pfarrer Noumann den Arbeiterführer der Zukunft sieht, über Bömelburgs Worte die Nase rümpft, so ist das wenig mannhaft und zwingt wirklich ehrlichen Naturen keine befolche von 14 Stunden und eine geringe Lohnerhöhung; für Extras fondere Hochachtung ab". Und das um so weniger, als der Redactenr der Gewerkschaft" wissen müßte, wie notwendig gerade die von ihm vertretene Organisation hinsichtlich der Durchsetzung ihrer Forderungen die Unter stützung der Socialdemokraten in den Gemeindevertretungen braucht, und daß sie diese Unterstügung auch stets gefunden hat. Berlin und Umgegend. Ausland. Ein Streik der Transportarbeiter, an dem gegen 200 Perfonen beteiligt sind, ist in Saupierdarena( Italien) ausgebrochen, be teiligt sind die Salzträger, die beim Möbeltransport beschäftigten Arbeiter, die Bretterträger, sowie die Kutscher und Fuhrleute. Die Streikenden verlangen an Stelle der 16stündigen Arbeitszeit eine Arbeit soll die Lohnerhöhung 25 Proz. betragen. Die Unternehmer, welche zunächst keinerlei Verhandlungen eingehen wollen, haben sich, da die Streifenden aushalten, zu Unterhandlungen bereit erklärt. Der Streit hat aber auch die Gründung eines Unternehmerverbands zur Folge gehabt. Der Streit der Lohnkutscher in Triest ist beigelegt, die Kutscher haben die Arbeit wieder aufgenommen. Lederzölle. In dem genannten Lokal sind niemals Ausschreitungen", wenigstens durch die Gäste, vorgekommen; es ist niemals Widerstand" gegen die Staatsgewalt geleistet worden. Was der Herr Polizeipräsident dafür ansieht, war nichts als die Ausübung eines gesetzlich gewährleisteten Rechtes, des Versammlungsrechtes, für das unsre Genossen mit durchaus erlaubten Mitteli kämpften. Die Interbeamten gingen übrigens weit über das von dem Herrn Polizeipräsidenten Berlangte hinaus. Obgleich der Polizeipräsident den Gebrauch des Lokals" nur" für Versammlungen verbietet, so erschien am 5. Juli, abends gegen 8 Uhr, in Lokal, in dem der Schant bereits eingestellt war, der Polizeiwachtmeister Staab mit einem Schuhmann und verlangte sogar die vollständige Räumung des Lokales von den Personen, die ihre Gewerkschafts- und sonstigen Die Parkettbodenleger nahmen am Dienstag Stellung zu Beiträge bezahlten. Als ihm erklärt wurde, daß dieser Gebrauch dem von verschiedenen Firmen verübten Sontraktbruch. Laut des Lokales nicht untersagt sei, und der Lokalpächter dasselbe au gegenseitiger Vereinbarung beträgt die Grundtage im Accordtarif die Kassierer zu diesem Zweck ausdrücklich durch Kontrakt vermietet 90 Pf.( bis 25 Stäbe pro Quadratmeter). Dieser Tarif ist gültig habe, forderte der Beamte trotzdem die schleunige Räumung. Ihm bis zum 1. Oktober laufenden Jahres, kann aber am 1. Juli ge- 80. Sigung der Bolltarif Kommission. wurde darauf erklärt, daß die Anwesenden auf ihr gutes Recht nicht fündigt werden. Tritt keine Kündigung ein, so verlängert sich die Berlin, 9. Juli. verzichten und nur der Gewalt weichen würden, worauf der Beamte Gültigkeit auf ein weiteres Jahr. Trotz dieser für Arbeiter und An Stelle Bernsteins ist Abg. Bod in die Kommission ein das Lokal verließ und für diesen Tag von der Anwendung von Arbeitgeber bindenden Abmachungen haben es eine Anzahl Firmen getreten. Gewaltmaßregeln absah. Für die Zukunft fürchten die Partei- im Laufe des Winters fertiggebracht, die Grundtare eigenmächtig von Position 557, Treibriemen und Treibriemenbahnen genoffen jedoch das Schlimmste. 90 auf 80 Pf. zu reduzieren. Jufolge der bisher nur flauen Geschäfts- wird in der Vorlage mit einem erhöhten Zoll von 60 M. belegt. Tage hatten sich die Bodenleger die vertragswidrige Schmälerung Die Socialdemokraten beantragen 8ollfreiheit. Ein der„ Socialdemokratie verfallener" Arbeiter: Turnihres Verdienstes gefallen lassen. Bei der gegenwärtig günstigen Stadthagen begründet den Antrag. Weder Fabrikanten noch irgend verein. Den§ 1 des Vereinsgesetzes sollte der Vorsitzende des Konjunktur aber sind sie sich schlüssig geworden, mit aller Energie eine Korporation forderten Zollerhöhung, die Regierung habe diese Arbeiter- Turnvereins Jahn in Kiel dadurch übertreten haben, daß er wieder auf die Junehaltung der alten Tariffäße zu dringen. Den ohne Grund vorgenommen. eine gemeinschaftliche Bersammlung des genannten Vereins und der Anfang hiermit machten die ca. 60 Arbeiter der Firma Rampf- Müller- Meiningen beantragt, den Zon auf 45 m. herabzusetzen. benachbarten Arbeiter- Turnvereine einberufen hatte, ohne dies dermeier. Sie reichten ihre Forderung ein, erhielten aber keine Ant- Er, Redner, ziche seinen Antrag nicht zurück, damit er für die zweite Polizei anzuzeigen. Aus der Tagesordnung:„ Beratung darüber, wort, worauf sie am Montag die Arbeit niederlegten. Am Lesung als Protest gegen die Lederzölle wirke. ob und wie die Arbeiter- Turnvereine an der Kieler Föhrde Dienstag wurde ihnen nun der Bescheid, daß die Firma bewilligen Bock wirft der Regierung vor, die Stimmung in Industrie. wolle, wenn die angefangene Arbeit auf den Bauten zu dem Sape freisen völlig unberücksichtigt gelaffen zu haben. Große nationals -O eine gegen geschehen. and Die Position wird nach der Vorlage angenommen. Position 558, Stöcke, Reitpeitschen und dergl. aus Tierflechsen, unladiert 30 M., Iadiert 70 M., wird unter Ablehnung des socialdemokratischen Antrags auf Bollfreiheit, den Stadthagen begründet, nach der Vorlage angenommen. = durch einen näheren Zusammenschluß einen größeren Einfluß der„ Deutschen Turnerschaft" gegenüber gewinnen fönnten," on 80 f. erst fertiggestellt würde und gleichzeitig auch die liberale Lederfabrikanten, die im Regierungslager stehen, neunen die schloffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf übrigen Firmen sich wieder für die Zahlung der vertragsmäßigen Bollfäße der Regierung und die Beschlüsse der Kommission finnlos, örterung öffentlicher Angelegenheiten. Das Landgericht als Be- Grundtage von 90 Bf. bereit erklärten. Diese Zumutung lehnten die weil sie wissen, daß die blühende Lederindustrie durch diese sinnlosen rufungsinstanz sprach jedoch den Angeklagten frei, worauf die Arbeiter rundweg ab, sie fordern vielmehr die sofortige Bahlung des Beschlüsse schwer geschädigt wird. Eine fast unübertreffliche Enta Staatsanwaltschaft Revision einlegte, der sich der Ober- Staatsanwalt alten Satzes. Das energische Vorgehen der Kampfmeierfchen rüstung in diesen Kreifen zeige, wie verständnislos die Kommission am Kammergericht anschloß. Arbeiter wird allgemein gebilligt. Beschlossen wurde, den durch diese verfahre. Man möge hier noch in legter Minute verbessernd eins Das Kammergericht verwarf die Revision. Nach Ansicht desselben sei eine Erörterung Abwehrmaßregel in den Streif tretenden Kollegen eine Unterstützung greifen, das könne mit Annahme des Antrages auf Bollfreiheit öffentlicher Angelegenheiten darin nicht zu sehen, wenn die Frage von wöchentlich 21 M. zu zahlen, zu deren Aufbringung die erörtert werde, wie die Arbeiter- Turnvereine einen größeren Einfluß arbeitenden Kollegen pro Woche 1 M. mit beisteuern. gegenüber der Deutschen Turnerschaft gewinnen könnten. Letzteres Der Streit der Vergolder bei der Firma Gummersbach sei vielmehr eine Privatangelegenheit der beteiligten ist zu vollständiger Zufriedenheit der Kollegen nach 8 tägiger Dauer Turnvereine. Die Unterlassung der Anmeldung sei demnach berechtigt beendet. G. erklärte, das Lohnsystem beizubehalten, einen Minimal gewefen. John von 24 M. zu zahlen, und sämtliche ausständigen Kollegen, soweit dieselben noch arbeitslos sind, wieder einzustellen. Zu Position 559, Sattler und Täschnerwaren aus Aus Industrie und Handel. Der Bevollmächtigte der Filiale Berlin. Leder oder Häuten aller Art, bei einem Reingewicht des Stückes von 2 Kilogramm oder darüber- 65 M.; von weniger als 2 Kilogramm, Deutsches Reich. Rheinisch- westfälisches Kohlensyndikat. Die Förderung der auch Ledertapete und Kleider aus Leder ohne Rücksicht auf das GeSyndikatszechen betrug im Juni 3 978 596 Tonnen Zur Aussperrung im Kieler Baugewerbe wird uns aus wicht des Stückes- 80 M.; in Verbindung mit Beschlägen, auch 3 966 090 Tonnen im Mai d. J. und 4058 740 Tonnen im Juni des Kiel geschrieben: Die Junung Banhütte" hat die neuen Ver- Stickereien auf Leder 120 M.; beantragen die Socialdemo vorigen Jahres. Da die rechnungsmäßige Beteiligung 5005 633 Tonnen mittelungsvorschläge des Magistrats zurüd- traten Bollfreiheit. oder arbeitstäglich 200 225 Tonnen gegen 4846 871 Tonnen bezw. Gewerbegericht als Einigungsamt zu erscheinen. 65 W. zu feyzen und den Satz von 80 MW. zu streichen. gewiesen und es zum zweitenmal abgelehnt, vor dem Müller- Meiningen beantragt, für die ersten beiden Säze 199 871 Tonnen im Mai d. I. und 4427 782 Tonnen bezw. Das Schreiben, das dem Vorsitzenden des Gewerbegerichts am 189 424 Tonnen im Juni 1901 betrug, ist mithin die Förderung Dienstag diesen Beschluß der Innung mitteilte, lautet: Müller Meiningen behauptet, daß die betreffende Industrie gegen die Beteiligung um 20,52 zurüdgeblieben, während im Mai feines Bollschutes bedarf, denn sie sei nach den statistischen Ausdieses Jahres nur 18,17 und im Juni vorigen Jahres nur 8,33 Proz. Besprechungen in der Lohnfache hat die heutige Innungsversammlung fährlich werden. Es sei unsinnig, wie der Tarif Deutschland mit leber die seit Mitte voriger Woche dortselbst stattgehabten weisen auf die Ausfuhr angewiesen. Repressalien müßten ihr gebetragen hat. Es iſt alſo im Juni die Förderungseinschränkung gegenüber wurde die Aurufung des Gewerbegerichts als Einigungsamt ab- Bustand beſtehen bleiben. Es ist also im Juni die Förderungseinschränkung gegenüber beschloffen, und zwar find die gemachten Vorschläge abgelehnt. Auch einer chinesischen Bollmauer umziehe. Mindestens müsse der alte dem Mai um 2,35 Proz. gestiegen, und im laufenden Monat, soweit sich nach der ersten Woche des Juli beurtetlen läßt, gelehnt, da die Junung fest entschlossen ist, ihre Angelegenheit allein Semler will eine neue Nummer dem Abschnitt einfügen: noch weiter zunehmen. Die Absatzstockung betrifft sowohl die Fett: 3 regeln. Beschlossen ist, die hiesigen Gesellen, wenn dieselben ins- Fertige Kleider aus Leder: per als die Magerkohlen, vornehmlich aber lettere, so daß sich das gesamt einen bezüglichen Antrag stellen, wieder in Arbeit zu nehmen, mit Gespinstwaren 100 Kilogramm Syndikat gezwungen gefehen hat, auf der linken Rheinseite bei foweit für dieselben sich noch Beschäftigung bietet. Für dieses Jahr 1200 m. Rheinhausen große Mengen Magerkohle zu lagern, um den Bechen 1907 ist die Innung bereit, den Lohn verträglich auf 60 Pf. bei würden 55 Pf. Stundenlohn gezahlt. Vom 1. Januar 1903 bis gegenüber seinen Abnahmeverpflichtungen nachzukommen. 91/2 Arbeitsstunden festzulegen. Falls die Gesellen dies Angebot Ueber die Aussichten der rheinischen Eisen- Industrie ent- annehmen wollen, können sie sich direkt an den Innungsvorstand hält der soeben veröffentlichte Jahresbericht der Handelskammer zu wenden." Dortmund eine beachtenswerte Aeußerung. Nachdem der bedeutende Dieser neue Utas der Innung ist drastischer, als alle voranRüdgang der Roheisenproduktion und die starke Zunahme der Aus- gehenden. Für dieses Jahr soll überhaupt keine fuhr von Eisen- und Stahlwaren geschildert worden ist, heißt es in ohnerhöhung stattfinden, obwohl bis fest stets Geheimrat Wermuth ersucht, den Semlerschen Antrag abdem Bericht: 60 Pf. angeboten waren; jede Verbesserung der Lohn zulehnen, er sei praktisch unmöglich. " Es ist schwer zu übersehen, wenn in diesen Verhältnissen eine und Arbeitsbedingungen ist trop der geradezu fieberhaften Kon- Molkenbuhr geißelt die Art, Anträge, wie den Semlerschen, durchgreifende Besserung zu erwarten ist. Der ganz außerordentlich junktur im Kieler Baugewerbe für lange Jahre ausgeschlossen. zu stellen. Gestern lautete der Antrag auf 1200 M., Heute habe der gesteigerte Bedarf in Amerika, den die dortigen Werke nicht zu be- Der Magistrat und die Stadtverordneten hätten es in der Hand, Antragsteller sich schon 500 M. abhandeln lassen, und wenn ihm nun friedigen im stande waren, ermöglichte es den deutschen Werken, ihren Vermittelungsversuchen Anerkennung seitens der Junung zu nur noch die 65 M. der Vorlage geboten würden, so werde der schon im zweiten Semester des Jahres 1901 einen Teil ihres Ueber- verschaffen, denn die Stadt wird in den kommenden Jahren der Antragsteller sagen: Fort mit Schaden. Uebrigens seien die bezeich schusses dorthin abzusehen. Diese Möglichkeit hat sich bis über größte Arbeitgeber im Baugewerbe sein. Der Prachtbau eines neten Kleider keine Lugusstücke; wolle Semler Lurusstücke treffen, den Schluß des Jahres hinaus erhalten. Hauptsächlich städtischen Theaters, der Bau einer Schiffs- und Maschinenbau- An- dann hätte er seinem Antrage die Sicherheitsbestimmung beifügen durch Uebernahme von Lieferungen in dieses Land konnten weitere stalt, ein großer Kasernenbau usw. sind von den Stadtkollegien be- müffen, daß eben nur die Neichen getroffen werden sollen. Der Einschränkungen der Betriebe bisher bei uns vermieden werden. Es schlossen. Die Stadtverwaltung müßte, wie in allen Kreisen der Antrag sei einfach undurchführbar. ist aber bei dem außerordentlichen Reichtum an Eisen und Kohlen Einwohnerschaft gefordert wird, die Vergebung dieser Arbeiten von Paasche verteidigt Semler gegen Molkenbuhr. und den vorzüglichen Transportverhältnissen Ameritas anzunehmen, der Beschäftigung einheimischer Arbeitskräfte abhängig machen. Im Spahn ersucht, die Vorlage anzunehmen. daß die in den letzten Jahrzehnten schon gewaltig gesteigerte Stadtparlament aber haben die Hausagrarier den größten Einfluß, Semler bemerkt, er habe mit seinem Antrage die beste Produktionsfähigkeit der Werke dieses Landes noch weitere Fort- die im Berein mit den liberalen Wahlrechtsräubern jede Tendenz verfolgt. Jedenfalls weise er die Art der Kritik Molfens schritte macht und bald nicht allein den Bedarf des eignen Landes social gerichtete Kommunalpolitit mit Hohn ablehnen. Mit Rüd- buhrs zurück. ganz oder teilweise aus Seide, gefüttert mit andern Gespinstwaren gefüttert. . 350 M. Es handle sich hier um Lurusartitel. Trozdem setzt Redner die Säße nachträglich auf 700 refp. 250 M. herab. Stadthagen widerspricht, daß es sich bei den Waren, die der Antrag Semler treffen wolle, um Lurusartikel handle. Redner begründet den Antrag auf Bollfreiheit. Graf Kauit schließt sich dem zweiten Teile des Antrages| arbeiten mußten. Von einer Beugenvernehmung wurde Abstand ge- f Die Vorsitzende tellte dann noch mit, daß am 20. Juft, Sonntag Semler an und beantragt, ihn der Nr. 559 einzufügen. nommen, da fämtliche Angeklagte die Uebertretung zugaben. Der vormittag, ein Ausflug nach Ravenstein bei Friedrichshagen statt Die Position wird nach der Vorlage angenommen, dazu der Gerichtshof tam nach einer fast einstündigen Verhandlung zu dem finden soll. Abfahrt 9 1hr vom Schlesischen Bahnhof. Am 8. SepAntrag Kanig, nach welchem Kleider aus Leder, mit Gespinstwaren Beschluß, daß sämtliche Angeflagte sich im Sinne des Gefezes tember beginnt der Verein wieder mit seinen regelmäßig vierzehn gefüttert, mit 250 M. Zoll belegt werden. schuldig gemacht und daher zu bestrafen seien. Erkannt wurde auf tägigen Vereinsabenden. Geldstrafen in Höhe von 3-10 m. Die Positionen 560, Handschuhleder, zugeschnitten oder geftangt 150 M.; 561, Handschuhe, ganz oder teilweise aus Leder 200 M., werden zur Beratung verbunden. Die Socialdemokraten beantragen Bonfreiheit. Bock begründet den Antrag auf Bonfreiheit. Die Kommission hat sich geradezu in eine Zwickmühle verfahren; Rohstoffe find zuerst verzollt worden, dann mußten Halbfabrikate dran und nun Ganzfabrikate; so begründet man einen Zoll mit dem andern. Die Ausfuhrziffern sprechen für Zollfreiheit. Dr. Antrag zu Gunsten des 600 M. Letzterer zieht seinen Antrag zu Gunsten des Antrages Arendt betont gegenüber einer Bemerkung Bods über die Haltung des Abg. Hahn, daß die Vertreter der Landwirtschaft in der Stommiffion nicht für diese Haltung Hahns verantwortlich gemacht werden könnten. Versammlungen. 12910 zu die Wir sind begierig zu wiffen, ob eine Geldstrafe von 10 M. die Direktion der Norddeutschen Eisiverfe, welche in der Saison über 300 Arbeiter beschäftigte, veranlassen wird, die Vorschriften der Der Wahlverein für den vierten Wahlkreis( Osten) Graf Posadowsky erklärt, im Wirtschaftlichen Ausschuß fei Gewerbe- Ordnung in Zukunft besser zu beachten. hielt am Dienstag in der Frankfurterstraße 117 eine gutbesuchte ein Boll von 1200 M. berlangt worden. Das feien unerfüllbare Leipziger Bankprozeß. Auf Anfrage des Staatsanwalts Versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Rosenow über Forderungen. Die Haupteinfuhr komme aus Oestreich, die Haupt- Kunz sagt Sachverständiger Blauth- Staffel in Bezug auf die Bilanz Heimatpolitif" sprach. Das Wort„ Heimatpolitit", daß Graf ausfuhr gehe nach Amerika. Aus der Produktionsstatistit gehe her- und den Geschäftsbericht für 1900 aus, es hätte im Bericht Bülow mit so großer Emphase in die Welt geschleudert hat, werde, vor, daß die Handschuhindustrie vorwiegend Hansindustrie sei. Die mindestens gesagt werden müssen, daß die Bank mit der Treber- so führt der Redner unter andern aus, sehr wahrscheinlich das Produktionskosten in Oestreich seien halb so groß als in Deutschland, gesellschaft in Verbindung stehe und die Engagements sehr ge- Schlagwort bilden, mit dem bei dem bevorstehenden Wahlkampf das rechtfertige die 8ollerhöhung. wachsen seien. Wie Sachverständiger Bünger ausführt, sind die bürgerlichen Parteien gegen die Socialdemokratie bei der Lotterie- Darlehuskaffe 9 958 000 M. Dahinter Treberwechsel Felde ziehen. berberge sich jedoch und Effekten verpfändet worden, darunter allein 5 260 000 m. alte Ausbeutungs- Politik und man habe dabei zunächst Treberwechsel, und bei andren Bankinstituten 5 650 000 m. Effekten, an das Bestreben nach Absperrung des heimischen Marktes zu denken, darunter 1/2 Millionen Leipziger Bankaktien. Eine Dividende von an den Zollwucher, der zum Maffenelend führen müsse. Ferner 9 Broz. hätten bei einem Risiko von 80 Millionen unbedingt nicht werde man die Kolonialpolitik, deren ungeheure Kosten die Masse verteilt werden dürfen. Die Verdienſte an der Trebergeſellſchaft des Boltes au tragen beatpolitit sich wohl, als die zu in Verbindung hätten von der Bank nicht verteilt werden dürfen, sondern in die Reiche selbst aber werde die Heimatpolitik" sich wohl als die Reserven gestellt werden müssen. schlimmste Reaktion fundgeben. Die Socialdemokratie vertrete demRechtsanwalt Freytag. Als Zeuge erscheint der Konkursverwalter der Leipziger Bank, gegenüber eine Heimatpolitit, die Deutschland zu einem Reiche der Wie leichtsinnig die Gründung mancher Freiheit und Gerechtigkeit mache. Der Vortrag fand lebhaften Tochtergesellschaften vorgenommen wurde, zeige Vygoda, das mit Beifall. 3 Millionen Kronen gegründet wurde und bei weitem nicht 300 000 m. Die Stuccateure hielten am Montag eine öffentliche Versamma Spahn beantragt zu 560- 200 M. wert sei. Freytag erwähnt alsdann die unverkauften Bantlinaktien, lung im Gewerkschaftshause ab, deren hauptsächlichster Verhandlungs Preußischer Handelsminister Möller hebt hervor, daß nur die welche von der Trebergesellschaft mit 3 800 000 m. erworben worden gegenstand die Antwort der Unternehmer betreffs Anerkennung des Fabrikanten, die ordinäre Ware führen, die gollerhöhung wünschen. feien zu dem Zweck, Bantlin aus seinen Unternehmungen herauszu Tarifs der sog." Freien Vereinigung" bildete. Vorauszuschicken ist, Müller- Meiningen beantragt, die alten Bölle, die je 100 W. drängen. Die Leipziger Bank hat darauf bis zum Ausbruch daß der Centralverband der Stuccateure bei seiner legten Lohn betragen, bestehen zu lassen. des Konkurses 1 Million bar und 600 000 m. in Wechseln bezahlt bewegung, wo es sich um Abschaffung des Accordsystems handelte, Bandert bemerkt gegenüber den Ausführungen des Staats- und hat somit 1 Million verloren. Die Wechsel sind beim Konkurs teinen direkten Erfolg zu erzielen vermochte. Es waren eine Anzahl fekretärs, es sei Schuld der deutschen Handschuhfabrikanten, wenn angemeldet. Bantlin hat sonach 1 Million verdient. die Löhne in Oestreich schlechter und darum die Produktionskosten Mitglieder abgesprungen, die das Accordsystem beibehalten wollten Freytag sagt weiter aus, Egner habe alle seine Anlagen bei und hatten sich damals einer lokalen Organisation angeschlossen, die Sort geringer feien. Als die östreichischen Handschuhmachergehilfen der Bank belassen. Der Aufsichtsrat, dessen Gesamtvermögen er von den Arbeitgebern in hohem Maße protegiert wurde und den streiften, um höhere Löhne zu erringen, haben deutsche Handschuhe auf rund 8 Millionen schäßt, habe sich auf das Juterventions Namen Freie Vereinigung Berliner Stuccateurgehilfen" führt. Wit fabrikanten schwarze Listen herumgehen lassen, damit kein öftreichischer Conto mit einer Zahlung von 41/2 Millionen verpflichtet und dieser Organisation vereinbarten die Unternehmer einen Accordtarif, Streifender Arbeit in Deutschland bekäme, und außerdem haben sie eventuell mit einer weiteren halben Million, zahlbar am 31. De- deffen einzelne Bestimmungen im vorigen Jahre durch Abmachung vor den deutschen Gehilfen verboten, ihre östreichischen streitenden Kollegen zember 1904. Verteidiger Justizrat Broda stellt fest, daß der An- dem Einigungsamt bis zum Mai 1903 festgesetzt sind. Von der Filiale des zu unterstützen. Die deutschen Fabrikanten find also schuld an den geklagte Dr. Gengich 85 000 Mark Leipziger Bankattien beseffen Centralverbandes war der so zu stande gekommene Tarif den Umständen niedrigen Produktionskosten in Oestreich, gegen die sie nun hohe und ein Schuldenconto bei der Leipziger Bank in Höhe entsprechend ebenfalls bis auf weiteres anerkannt worden. Nun wird Bölle verlangen. So schädlich und widersinnig werde gewirtschaftet. von 406 000 Mart aus verschiedenen Interventions Conten aber schon seit geraumer Zeit von den Unternehmern darauf hinGraf Ranih erweitert seinen Antrag auf Position 560, für die gehabt habe, wodurch sein volles Vermögen erschöpft worden gewirkt, die in dem Tarif festgelegten Accordiäge nicht voll zur Aus er 300 M. fordert. Müller- Sagan tritt für den Antrag Müller- Meiningen ein und ein hochanständiger, ehrenwerter Kollege gewesen und habe dem An- bedeutend niedriger entlohnt. Dieser Umstand veranlaßte den Vorsei. Freitag, von Broda interpelliert, sagt über Genzsch aus, er sei zahlung zu bringen, vielmehr wird ein großer Teil der Gehilfen betont, daß mit den Zollerhöhungen der Schmuggel mit Handschuhen waltstande als guter Jurist Ehre gemacht. Doch fehle es ihm au stand der hiesigen Verbandsfiliale, ein Schreiben an die Unternehmerstarke Förderung erfahre. einer besonderen Energie, er sei etwas weich; ein guter Rechts- organisation, die Freie Vereinigung der Inhaber von BildhauerDie Positionen 560 und 561 werden nach der Vorlage an- amvalt brauche noch lange nicht ein guter Bankdirektor zu sein. und Stuckgeschäften Berlins und Imgegend" zu richten, worin um Freytag schäßt den Verlust der Aufsichtsrats- Mitglieder in Treber- forrette Durchführung der tarifmäßigen Lohn- und Accordsätze und Die Pofitionen 562-565, Unterabschnitt C, Kirschner werten auf eine ganz toloffale Summe, so habe Sachsenröder allein um unterschiedslose Behandlung der central- oder anderweitig waren, werden zur Beratung verbunden. 562, Felle frei 300 000 m. in Leipziger Bankattien und Treberattien besessen. Der organisierten Gehilfen ersucht wird. Ferner wurde gewünscht, etwa 563, Belzwaren, nicht überzogen, nicht gefüttert 6 W.; 564, Belz- Angeflagte Dodel sagt aus, daß er, abgesehen von seiner Beteiligung hierdurch ausbrechende Differenzen gemeinschaftlich zu regeln. Die waren, überzogen oder gefüttert 150 M.; 565, ausgestopfte Tiere am Interventionsconto, einen Gesamtverlust von 1930 000 m. in Antwort der Arbeitgeber hat zwar etwas lange auf sich warten und Teile davon 70 M. Leipziger Bankaftien und Treberwerten erlitten habe. Angeklagter Taffen, lautete aber im allgemeinen halbwegs befriedigend. Es Vörster habe 134 000 Mark Leipziger Bankattien und die ihm ver- wurde jedoch von allen Rednern betont, daß der ganze jezige Bu wandten Familien Vörster und Voldmar hätten 519 000 Mart stand in diesem Erwerbszweig ein für die Gehilfen unwürdiger ist Leipziger Bankaktien besessen, zusaminen ein Nominalwert von und alles daran gesezt werden müsse, um zum kommenden Frühjahr 750 000 Mart, die aus einem Erbe erworben seien. bessere Verhältnisse zu schaffen. genommen. Die Socialdemokraten beantragen 3 o II freiheit. Baudert begründet diesen Antrag. Durch den Zoll auf die ungefütterten Belzwaren würden gerade die fleinen Kürschner geschädigt, die in 5700 Kleinbetrieben ihre Existenz fristen. W ordentliche Generalversammlung ab. Bliet erstattete den KassenDer Verein der Bananschläger hielt am Sonntag feine bericht. Demnach war im zweiten Bierteljahr eine Einnahme von 1537 M. und eine Ausgabe von 814 M. zu verzeichnen, der derarbeitung eines neuen Lohntarifs. Beschluß hierüber foll jedoch in einer der nächsten Versammlungen gefaßt werden. Als Revisoren wurden Fendius, Loos nnd Hauswald gewählt. of. 562 wird nach der Vorlage angenommen. Es gelangt ein Protokoll des Aufsichtsrates der Bank vom In Pos. 568 werden nach einem Antrage Spahns die Worte: 11. März 1901 zur Verlesung. Es herrschte allerseits Einverständnis, zusammengenähte Belzstückchen zu gutter, Bedaß an dem letzten Beschluß festzuhalten sei, damit das Kasseler få en usw." gestrichen, diese Waren bleiben also Obligo vermindert würde. Immerhin wolle man dem drohenden 8ollfrei. Geldbedürfnis Kaffels abhelfen und es befriedigen, sofern Deckungen Dann werden die Bos. 563, 564, 565, sowie die Anmerkung auch von Außenständen gegeben würden. Die Anficht, daß die Ban zeitige Beftand beläuft sich auf 1964 M. Angeregt wurde die Auss dazu nach der Vorlage angenommen. die Sistierung des Kredits an die Trebergesellschaft wegen eignen Unterabschnitt D, Baren ans Därmen. Die Bos. 566, Geldmangels unterlassen habe, weisen die Aufsichtsräte zurüc Darmschnüre und Darmseile 50 m. 567, andre Waren aus Därmen 70 M. werden entgegen dem socialdemokratischen Antrage auf Bollfreiheit nach der Vorlage angenommen. Molkenbuhr wies besonders auf die Spielwarenindustrie hin, der man fsmaterial verteure. Sociales. Bu of. 568, Abfälle, Abgenügte Lederſtücke und Lederwaren, Ulbrich in Rothenburg i. 2. veranstalteten Krüppelzählung in der Eine Elendsstatistik. Das Ergebnis der von dem Pfarrer sonstige Lederabfälle sofern ihre Benutzung als Leder oder zu Leberwaren nach ihrer Beschaffenheit ausgeschlossen ganzen Provinz Schlesien, an der sich Magistrate und Kreisbehörden ift, beantragen die Socialdemokraten Streichung der geim Auftrage des Oberpräsidenten beteiligten, wird jetzt vom" Bresl. sperrten Borie, Molkenbuhr begründet diesen Antrag nit Gen. Anz." veröffentlicht. Es wurden 2404 Krüppelfinder unter Der socialdemokratische Verein Neuenhagen veranstaltete am 6. Juli eine Volksversammlung in Bruchmühle( Nagels Gasthof). Reichstags- Abgeordneter 8ubeil referierte. Ju 21/ 4stiindigem Bor trage schilderte Redner die Verhandlungen der Zolltarif- Kommission, der arbeitenden Bevölkerung das Letzte, was sie noch besigen, durch er geißelte das Verhalten der Junker, welche dem Kleinbauern fowie höhere Zölle verteuern wollen. Ein Diskussionsredner wies darauf hin, daß die Gemeinde fich immer noch nicht herbeigelassen hat, ffir für Bruchmühle eine Schule zu bauen, obgleich das Bedürfnis vorhanden dem Hinweis auf die Entstehung von Fabriken, die die Abfälle zu gierungsbezirt Oppeln 929 und im Regierungsbezirk Liegnig 575 ist. Jegt müssen die Kinder eine Stunde weit, bis ins nächste Dorf, Surrogaten verarbeiten. Die Position wird na der Vorlage angenommen. ermittelt. Vermögenden Familien gehören 232 Kinder an, ununterbreitet werden. Kautschutzölle. Die Pofitionen 569, Kautschut, aufgelöst 6 M.; 570, 23 eich tautschutteig, auch gefärbt zc.-8 M.; 571, geschnittene Platten 12 m., werden zur Beratung zu fammengezogen. bemittelten 3026. Hierin sind alle unehelich geborenen Krüppelfinder( 10 Proz.) eingeschlossen. Nur 25 Proz. sind mit ihren Gebrechen geboren, während alle andren erst später zu Strüppeln geworden sind. In 749 Fällen sind die Kinder noch von keiner hilfreichen Hand berührt worden, inan hat sie, sei es aus Unverstand, Jei es aus Mangel an Mitteln, hilflos ihrem traurigen Zustande überlaffen. Centralverband der Konditorg ehilfen und verwandten Berufs: genossen. Donnerstag, den 10. Juli, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c, große öffentliche Versammlung. Barbier und Friseurgehilfen. Deffentliche Versammlung Donners tag, den 10. d. M., abends 10 Uhr, Dresdenerstr. 45. Die Socialdemokraten beantragen 8o IIfreiheit. Schrader beantragt 569 gollfrei zu lassen, 570 und 571 mit je 3 Mart 2011 zu belegen. Die Kautschukindustrie immer größeren Aufschwung, indem sie successive die Fabrikation Die Kooperativgenossenschaften in Belgien nehmen einen Tehte Machrichten und Depelthen. Deutschlands habe eine so große Bedeutung gewonnen, daß man Köln, 9. Juli.( W. T. B.) Der Kölnischen Zeitung" zufolge fich hüten sollte, in ihre Entwicklung mit Böllen einzugreifen, das fast aller Verkaufsgegenstände selbst in die Hand nehmen. Am tönnte ein böses Beispiel für andre Staaten geben. vergangenen Sonntag tagte in Charleroi eine Konferenz von hat der Kultusminister dem Verein Mädchen- GymStadthagen weist auf die steigenden Dividenden der bes Vertretern der socialistischen Kooperativgenossenschaften dieses nasium" in Köln auf dessen Eingabe vom 30. November durch Erlaß treffenden Fabriken hin, neuerdings haben einzelne bis zu 50 Broz. Industriegebiets. Es wurde beschlossen, in jedem Monat einmal gestattet, daß der Verein zunächst versuchsweise einen sechsjährigen Dividende gezahlt. Man dürfe dies für viele Induſtrien un Das Komitee teilte mit, daß der Provinzialverband demnächst Gymnasiums führt. Die Anstalt ist dem königl. Provinzial- SchulBörse für die Kooperativ- Genossenschaften der Provinz abzuhalten. Lehrgang für Mädchen einrichtet, der zu den Zielen des entbehrliche Produkt nicht verteuern. Die Zölle auf Kautschut eine mechanische Weberei begründen werde, für die ein tollegium zu unterstellen und soll die Bezeichnung Gymnasialflafsen förderten die Kartellbildung. Absatz von zwei Millionen durch die Konsum Genossenschaften für Mädchen" führen. Die aufzunehmenden Schülerinnen müssen gesichert sei. Ferner ist die Errichtung einer großen Kaffeerösterei die Reife für die Oberstufe einer höheren Mädchenschule nach dem in Aussicht genommen, welche sämtliche socialistischen Konsum- Lehrplan vom 31. Mai 1894 nachweisen und beim Beginn des SchulGenossenschaften mit waren versehen kann. Neben den zahlreichen jahres das 12. Lebensjahr vollendet haben. Im Laufe der BudgetLemberg, 9. Juli.( W. T. V.) Bäckereien, Brauereien, Schneiderwerkstätten, Schuhfabriken, Hut fabriken wird der Verband bald auch eine eigne Mühle und eine Seifen- debatte tommt Rotter( Demokrat) auf die Vorgänge in Preußen eine hierauf bezügliche Kundgebung fabrit befizen. So wachsen die Koufum- Genossenschaften, indem sie zurück und bezeichnet Der Landmarschall fordert in immer größerem Maße zur Eigenproduktion übergehen, sich je des Landtages als angemessen. den Redner auf, bei der Sache zu bleiben und die Person des länger je mehr zu wahren Riesenbetrieben aus. Deutschen Kaisers nicht in die Debatte zu ziehen. Unter dem Eine lauf befindet sich eine Interpellation, welche fragt, weshalb die Bezirkshauptmannschaft in Brzezany die Veranstaltung der Gruns wald- Gedenkfeier verboten habe. Geheimrat v. Heule bezeichnet die Zölle als unerheblich für Geheimrat v. Seule bezeichnet die Zölle als unerheblich für die Industrie, fie feien aber handelspolitisch zu verwerten, Molkenbuhr fritifiert scharf die Motive der Regierung, die fälschlich Amerita als Konkurrenzland angegeben hätte. Spahn beantragt 3, 5 resp. 8 M. Hahn erklärt sich ebenfalls für die Herabsetzung. Graf Posadowsky erklärt, die Regierung habe nichts gegen den Antrag Spahn einzuwenden. Zu den Positionen 569, 570 und 571 werden die Anträge Spahns angenommen. Pofition 572, Kautschukfäden: ohne Verbindung mit Ge spinsten 10 M.; mit Gespinsten unvollständig umfponnen 20 M.; Aus der Frauenbewegung. mit Seide übersponnen spounen 40 W. 60 M.; mit andren Gespinsten überDie Socialdemokraten beantragen 8ollfreiheit. Shrader beantragt für die ersten beiden Säge je 3 M. zu fegen, für überspomene 40 W. Baudert begründet den Antrag auf Bollfreiheit. Geheimrat Lufansky tritt für die Vorlage ein. Die Position 572 wird nach der Vorlage angenommen. Schluß 43 Uhr. Nächste Sigung: Donnerstag 9 Uhr. Frankfurt a. M., 9. Juli.( B. H.) Die Franff. Zeitung" meldet: Die Regierung habe erklärt, daß sie auf die Beratung der Wahlrecht& Vorlage in der Ersten Ständekammer noch in der laufenden Tagung verzichtet. Stuttgart, 9. Juli.( Franff. 8tg.") Die Abgeordnetenkammer nahm den Antrag auf Einführung einer fakultativen Gemeinde: Einkommensteuer an. Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe hielt am Montag feine Generalversammlung ab. Die Vorsitzende berichtete, daß seit Februar 9 Versammlungen stattgefunden haben; dieselben waren gut besucht und es zeigte fich für die verschiedenen Themen lebhaftes Interesse. Merkwürdigerweise find stets die Generalversammlungen schlecht besucht, gerade hier hätten doch die Mitglieder Gelegenheit, ihre Wünsche zu äußern. Der Vorstand brauchte für seine Beratungen 6 Sigungen. Die Kaffiererin gab München, 9. Juli.(. T. B.) Der Regierungspräsident ben Kassenbericht und es wurde derselben Decharge erteilt. Bei von Oberbayern, v. Auer, ist in den Ruhestand versetzt worden. der geringen Personenzahl des Vorstandes war es nötig, für die Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Staatsrat im KultusVerwaltung der Bücher eine Bibliothekarin zu wählen und wurde ministerium v. Schraut ernannt. Gerichts- Beitung. Dirschan, 9. Juli.( W. T. B.) Wie die„ Dirschauer Zeitung" für dieses Amt Fräulein Petereit gewählt. Bei den Beratungen über die weitere Ausgestaltung des Vereins meldet, fuhren heute nachmittag unweit des Rangierbahnhofs Sonntagearbeit bei den Norddeutschen Eiswerken. 8um machte ein Mitglied den Vorschlag, neben den regelmäßigen Vereinsawei Maschinen gegen den von Danzig einlaufenden Abschluß tam am Montag, den 7. d. M., ein Verfahren, welches vor abenden noch einen Vortragsabend mit fortlaufendem Thema zu ver- Personenzug 549. Die drei Maschinen, ein Eilwagen und Jahresfrist gegen die Direktion der Norddeutschen Eiswerke, anstalten. Derselbe follte die sich dafür intereffierenden Mit der Badwagen find start beschädigt. Von einigen geringfügigen in Stummelsburg, bei der Straffammer des Schöffengerichts Berlin Iglieder ein bestimmtes Gebiet einführen und besonders Kontusionen abgesehen, ist niemand verlegt. Die Reisenden wurden Diskussion einen wegen Bergehens gegen die Gewerbe- Ordnung und Uebertretung des der großen Spielraunt gewähren. In mit 3/ 4stündiger Verspätung nach Königsberg weiterbefördert. Der Gesezes betr. die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe anhängig geben meist zahlreich besuchten Vereinsversammlungen scheuen sich die Verkehr ist nicht unterbrochen. macht war. Frauen vielfach, in der Diskussion das Wort zu ergreifen; vielleicht Bologna, 9. Juli.( W. T. B.) In einem Kaufladen im Centrum Angeklagt waren Direktor Frej von den Norddeutschen Eis- würde es da in einem kleineren Streise unter sachgemäßer Leitung der Stadt brach heute eine Fener@ brunst aus, die sich infolge einer werken, Eishändler Leste und Eishändler Beier, sämtlich aus möglich sein, die Mitglieder zu lebhafterem Diskutieren heranzubilden. Explosion von Petroleumfässern auf die Nachbarhäuser ausdehnte. Rummelsburg. Wie aus der Verhandlung ersichtlich war, wurde den Einzelne Mitglieder erklärten, dieser Vorschlag sei ihnen aus der Die ganze das Centrum der Stadt bildende Insel ist bedroht. Etwa Angeklagten zur Laft gelegt, daß sie ihre Arbeiter ausnahms- Seele gesprochen, gerade einen derartigen Abend hielten fte für 40 Personen wurden verletzt. London, 9. Juli.( B. H.) Die letzten Meldungen von den los an Sonne und Festtagen von früh 2 resp. 3 Uhr bis nach sehr wertvoll, andre hingegen meinten, es gäbe andre Gemittags 1 resp. 2 Uhr beschäftigen. Auf den Norddeutschen Eiswerten legenheiten, wo die Frauen an der Diskussion teilnehmen Philippinen berichten, die Cholera sei niemals so start auftamen allein für den Fall durchschnittlich 200 Personen in Betracht, tönnten. Der Vorschlag wurde dem Vorstand zu weiterer Beratung getreten als jegt. lleber 1000 Personen sollen täglich der Seuche zum Opfer fallen. welche bei einem Wochenlohn von ca. 19,50 m. inklusive Sonntags überwiesen. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 158. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Prozeß Sanden und Genossen. 30. Verhandlungstag. In der heutigen Sigung sind die Vormittagsstunden fast ausschließlich den Erörterungen über den Wert des der Aktiengesellschaft für Grundbesig und Hypothekenverkehr gehörig gewefenen 118 Terrains bei der Danziger Straße ied nommen werden. Donnerstag, 10. Juli 1902. Bergegenwärtigt man sich, daß die Unterzeichneten Angestellte der zugeführt, während der fahrlässige Kutscher nach der Wache sistiert Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft" sind und gleichzeitig eine wurde. V eifrige Thätigkeit in dem bekannten, Ascher- Verein" entfalten, Die amtliche Untersuchung über den schweren Zusammenstoß so scheint es, als sei hier ein gewisser sanfter Druck von Vereins zweier Straßenbahnzüge auf dem Tempelhofer Felde hat folgendes worden. Aus welcher Veranlassung die guten Leutchen jenen Herrn als benutte, war durch den Wind der Hut vom Kopfe geriffen und da wegen zu Gunsten des Herrn Bolenz auf die Kollegen ausgeübt ergeben: Einem Herrn, welcher den Motorwagen des ersten Zuges ihren Kandidaten bezeichnen, kann uns gleichgültig fein; vielleicht hat der Betreffende absteigen wollte, ließ der Schaffner auf der einzigen fich der Mann unbekannterweise bei dem großen Streit größere Verdienste Haltestelle auf dem Tempelhofer Felde halten. Da diese Haltestation gewidmet. Es werden darüber Regierungsbaumeister DörfeId, um die bedrückten Straßenbahner erworben, als die Socialdemokraten. jedoch außerordentlich selten benutzt wird, so gab der Direttor Conit, Direktor Booth, Ratszimmermeister Arans Interessant ist es aber immerhin, daß sich der„ Ascher- Verein" an- Fahrer des nachfolgenden Zuges, der einen Abstand von 70 Meter als Sachverständigen und einige Parzellenkäufer als Beugen scheinend auch mit öffentlichen Angelegenheiten( wie Einwirkung auf hielt- 50 Meter sind nur vorgeschrieben auf den Vorzug wohl bernommen. Es handelt fich die Wertschäzung des Kommunalwahlen 2c.) befaßt, was doch statutenmäßig nicht seine nicht Obacht und fuhr mit vollem Strom auf Stontalt 9 weiter. Terrains in der gegenwärtigen Zeit und im Jahre 1896. Aufgabe sein will. Es ist ja eine bekannte traurige Erscheinung in Der Zusammenstoß hätte wohl doch noch vermieden oder Bezüglich des anwesenden gerichtlichen Sachverständigen Arans, dem großen Stlaffenkampfe des Proletariats: Leute, die sehr wohl erheblich abgeschwächt werden können, jedoch hat der Fahrer der von der Verteidigung zur Abgabe eines motivierten die Erkenntnis von der moralischen Verwerflichkeit ihrer Handlungs- allem Anschein nach die Geistesgegenwart verloren und ver Gutachtens aufgefordert worden war, ergaben sich zunächst Schwierig weise haben, verleugnen absichtlich ihr Klassenbewußtsein, um sich fännte den rechtzeitigen Gebrauch den rechtzeitigen Gebrauch der Gegenstrom- Bremse. teiten. Der Gerichtshof beschließt, den Antrag auf Vernehmung des bei ihren Vorgesetzten durch Liebedienerei angenehm zu machen. Die Geleise trocken und die Bremsvorrichtung bei Herrn Arans als Sachverständigen abzulehnen, da der Gerichtshof Inwieweit ein solches wohlverhalten vor Entlaffungen, Lohn- dem den Unfall verursachenden Buge funktionierte, wie die in das Recht habe, Zahl und Ümfang der zu erstattenden Sach- fürzungen zc. schüßt, zeigt sich recht deutlich wieder in den letzten Gegenwart einer Kommission, welcher auch als Kommissar der königverständigen Gutachten selbst zu begrenzen. Justizrat Dr. Sello Tagen. Da wurden auf Bahnhof 12 eine Anzahl Leute entlassen, liche Eisenbahndirektor Herr Münde beiwohnte, vorgenommenen erklärt sofort, daß er dann Herrn Arans durch Gerichtsvollzieher laden die 20-30 Jahre im Dienste der Straßenbahn- Gesellschaft gestanden Versuche ergaben, vorzüglich. Selbst bei Entfernung der Verwerde, um dadurch die Möglichkeit zu gewinnen, daß Herr Arans ver- haben und noch lange nicht auf ihre Entlassung gerechnet hatten. bindungsschläche fonnte ohne Anwendung der Handbremse auf den nommen werden müsse. Der Borsigende verkündet, daß der Gerichtshof bei Freilich wurde ihnen eine Abfindungssumme bis zu 1000 m. aus- Anhängewagen der Zug auf eine Entfernung von neun Meter zum seinem Beschlusie verharre. R.-A. Bernstein verweist auf die gezahlt, doch wird dieselbe längstens in einem Jahre verbraucht sein. Stehen gebracht werden. Bestimmung des§ 244 der Strafprozeß- Ordnung; danach sei es ihm und was dann? Unter den Entlassenen befinden sich treue, lamm= zweifellos, daß der von der fönigl. Staatsanwaltschaft geladene fromme Mitglieder des Ascher Vereins" und Leute, die sich bei dem Weiterungen bei Unglüdsfällen verzubeugen, weist das Zur Beachtung bei Unglücksfällen. Um schädigenden und über andre Punkte bereits gehörte gerichtliche Sachverständige großen Streit in auffälligster Weise lieb Kind zu machen verstanden. Seuratorium der Berliner Unfallstationen vom Araus auch ohne besondere neue Ladung vernommen werden müsse. Man sieht, die Aktionäre pfeifen auf derartige Liebesdienste. Wenn Noten Kreuz darauf hin, daß es jederzeit seine Strauten Der Gerichtshof zieht sich nochmals zur Beratung zurück und sie aus einem Angestellten nicht mehr den erwünschten Profit ziehen wagen unentgeltlich entsendet, aber auch dann, wenn der beschließt: Da die Auslaffungen des Herrn Arans in Gegenwart des fönnen, so mag derselbe Ascher Vereinler sein oder einen staats- Transport in einer Droichte erfolgt, im Unvermögensfalle gern Direttors Booth stattfinden müssen, soll Herr Arans fofort ver- erhaltenden Bäckermeister wählen er fliegt rüdsichtslos aufs die Kosten dafür bestreitet. Pflaster. Wie aus den Gutachten, die von den einzelnen Sachverständigen eingehend begründet werden, aber in Einzelheiten der Milch centrale machte gestern Rechtsanwalt Dr. Flatau für das Publikum geöffnet. Der königliche Botanische Garten( W., Botsdamerstr. 75) ist Zum Milchkrieg. Ueber die wahre Geschäftslage am Sonntag, den 13. Juli d. J., nachmittags von 2-7 Uhr weit auseinandergehen, hervorgeht, handelt es sich um ein auf Grund genauer Informationen von agrarischer Seite in einer Terrain von 6775 Quadratruten. Dasselbe hat bei der Aktiengesell- Versammlung der Milchhändler folgende Mitteilungen: Alle Gesperrt wird die Friedrichstraße von der Rosmarinstraße bis ſchaft mit 5 100 000 r. zu Buche gestanden, die Anklage behauptet, Berichte über den günstigen Geschäftsgang der Milchcentrale feien zur Straße Unter den Linden" einschließlich des fitdlichen Kreuzdaß der Wert des Terrains willkürlich und in unerlaubter Weise falsch. Von ihren 450 000 Litern Milch habe die Centrale bis jetzt dammes mit letterer Straße behufs Umpflasterung vom 10. d. M. von Jahr zu Jahr erhöht worden sei. Direktor Booth verbleibt nur 190 000 Liter( die Lieferung an Bolle sechs ihre Unkosten ges bei seiner mit 3 420 000 m. abschließenden Tare. Direktor Coniy Von den Läden hätten nicht mehr als ab bis auf weiteres für Führwerke und Meiter. eingerechnet) vergeben. Der Kunstschule der Juweliere, Gold- und Silberschmiede ift auf 4 132 000 207. gekommen. Regierungsbaumeister Dörfeld deckt, während die übrigen täglich erheblicher Zuschüsse bedürften. zu Berlin, in der städtischen Schule Mohrenstraße 41, ist von der hat im Jahre 1900 eine Tage aufgemacht und hat den Wert pro Verkauft habe die Centrale in Berlin nie mehr als 8000 Liter Firma Bündert u. Lettré( Inhaber Robert Schmidt u. Quadratrute für sofort bebaubares Terrain auf 1100 und für nicht täglich. An statutenmäßiger Abgabe seien, bis zur letzten Erhöhung Wilhelm Lettré zu Berlin) eine Preisstiftung in Höhe von sofort bebaubares auf 800 M. angenommen. Sachverständiger des Prozentjages, nie über 750 m. täglich eingegangen, aus dem 600 Mart überwiesn worden. Die Stiftung geht dahin, daß alle Arans kommt zu einem Werte von 4 555 000 M. für das einfachen Grunde, weil alle durch die Molkereien verpachtete Milch zwei Jahre die genannte Summe in verschiedenen Preisen an Jahr 1896. Ueber die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Schäßungen abgabenfrei bleibe. Es sei den Genossen der Milchcentrale kein Ge- die besten Schüler, in Form von fupfernen und filbernen tommt es zwischen den Sachverständigen zu längeren Auseinander- heimniß, daß die Vorstandsberichte tendenziös gefärbt seien und dem Medaillen, sowie entsprechenden Geldpreisen zur Verteilung gelangt. setzungen. Längere Auseinandersetzungen entstehen über die Wertschätzungen Centrale lasse sich auf eine einfache Formel bringen. wirklichen Sachverhalte durchaus nicht entsprächen. Die Lage der Gehilfen, welche stellungslos sind und Neigung haben, sich im des Gutes Klein- Kölzig und die Aufstellung der Bilanzen. Auf zahle Sie Fachzeichnen, Modellieren, Ciselieren, Gravieren von Schriften, an ihre Mitglieder von einem Quantum von an Monogrammen 2c. auszubilden, können sich zu jeder Zeit melden. gelegentliches Befragen des Staatsanwalts Beeck erklärt Direktor nähernd 200 000 Litern Milch 11 Pf. pro Liter und verwverte Werkzeuge stellt die Schule. Conig, daß nach seiner Ansicht aus dieselbe Milch, nach Abzug ihrer Generalunkosten, für 7 Pf. pro Liter, was einen Schaden von 4 Pf. an jedem Liter nicht verpachteter ein guter Gewinn. Herauskommen dürfte. Er schätzt den Wert auf Milch ergebe. Der tägliche Verlust von etwa 8000 M. verringere Feuerbericht. Mittwochnachmittag erfolgte Reinickendorferstr. 1 in 11 Millionen Mark. Neu- Torney stehe nur mit 2,6 Minionen zu sich durch die statutenmäßige Abgabe von 2 Pf. pro Liter um die einer Klempnerwerkstatt ein Brand, der Vorräte an Holzkohlen und Holz Buche, so daß sich ein buchmäßiger Gewinn von 8 Millionen ergäbe, Hälfte. Die Unterbilang ließe sich nur durch Verdoppelung der Ab- einäscherte. Bon Weinbergsweg 2 wurde ein Preßtohlenbrand gemeldet. der von der Unterbilanz in Abzug zu bringen sein würde. gaben decken, dann aber erhielten die Genossen einen solchen Spott In der Manteuffelstr. 40 hatte sich Benzin entzündet, doch wurde Rechtsanwalt Bernstein: Das Verlustconto fei auf preis für ihre Milch, daß das Verfehlte des Ringschen Unternehmens weiteres Unheil durch die Wehr verhütet. Kleider und Wäsche gingen 27 Millionen Mark berechnet. Davon seien die erwähnten für jeden klar zu Tage trete. Eine Wendung des Milchkrieges zu Nollendorferstr. 4 in Flammen auf. Am Nordbahnhof war ein 5 Millionen abzusetzen, 21 Millionen resultieren aus dem Sturz von Gunsten der Milchcentrale sei ausgeschlossen, da angesichts des ver Breßtohlenbrand zu beseitigen. Petersburgerstr. 76 und Heiligegeist Anhalt u. Wagner, den die Direktoren der Aktiengesellschaft nicht ringerten Konsums die ganze nicht verpachtete Milch der Centrale in straße 51 wurden Möbel und Gardinen durch Feuer beschädigt. erwarten konnten und so bleibe nur eine Million übrig, die sich Berlin überhaupt nicht untergebracht werden könnte. Trotz alledem Sellerbrände verursachten Alarmierungen nach Chauffeestr. 28 und daraus ergebe, daß einzelne Objekte geringer bewertet worden seien. sei die Gefahr eines Milchmonopols, wie Dr. Flatau ausdrücklich Dalldorferstr. 3. Außerdem wurde die Wehr aus geringfügigen Anleber das Geschäft, welches seiner Zeit mit den Heinrich betonte, nicht vorüber. Es gehe das Gerücht um, daß die lässen noch nach Greifswalderstr. 12, Raupachstr. 15 und GitschinerSandenschen Nachlaß- Grundstücken gemacht worden, wird auf Antrag Centrale Hauptquartier und Generalstab in die Meierei Bolle straße 79 gerufen. Saudenſchen Nachlaß- Grundstücken gemacht worden, wr. Ziebert, verlegen wolle und dann vielleicht in andrer Weiſe, möglicherweise des Staatsanwalts Beeck noch der Zeuge ehemaliger Direktor der Neuen Berliner Baugesellschaft nommen. Er bekundet, daß feiner Beit 9 Neu- Torneh Kommissionsbureau Wie besaß. mit Die dies Nähere Auskunft ist auf dem Bureau der Orts- Krankenkasse der Gold- und Silberarbeiter, Engel- Ufer 15, zu erlangen. Das Paar, welches im Verdacht steht, die im Wiesengraben ges fundene Kindesleiche an die Fundstelle gebracht zu haben, ist bereits festgenommen worden. Es sind dies ein Berliner Handelsmann und eine vielfach vorbestrafte unverehelichte Kleiner. Beide bestreiten die That. Die Untersuchung ist noch im Gange. Der Sportpark Friedenau, dessen Verlegung gemeldet wurde, bleibt uns erhalten. Wie mitgeteilt wird, ist der Bachtvertrag mit der Stadt Berlin vom Oktober diesen Jahres auf drei Jahre ver längert. Aus den Nachbarorten. Ans Rigdorf. Arbeitslosigkeit und Wohnungssorgen haben den gewesen, daß der Berkauf der 13 Grundstide der Ansicht die wilchverforgung Berlins zu monopolifteren. im Interesse iährigen Pachtverhältnisse wurden vom Verbandsvorsitzenden Kaufmann Karl Naths, Kaiser Friedrichstr. 176 wohnhaft, in den der Banken geschehen sei; jest vermute er aber, daß es im Jutereffe ula y als recht günstige bezeichnet. Das günstige Wetter und der Tod getrieben. Vor acht Tagen schickte R. Frau und Kinder zu der Erben gelegen habe, dieje Transaktion zu machen. Die damals reichliche Hutterertrag ließen für die Milchhändler das Beste Hoffen. Verwandten nach Dresden, worauf er sich in seiner Wohnung erermittelten Werte der Häuser halte er nicht für falsch. Der Verband der Berliner Milch verwertungs- hängte. Erst gestern wurde man durch den aus der Wohnung Angell. Otto Sanden sucht die Vermutung des Dr. Liebert als ganz Genossenschaften ist am 7. d. Mts. ins Leben getreten. Er dringenden Leichengeruch auf den Selbstmord aufmerksam und fand unzutreffend zu widerlegen. umfaßt die Genossenschaften Osten, Südosten, Friedrichstadt, Norden, nun die bereits start verweste Leiche vor, welche von der Polizei Schließlich bekunden noch die gerichtlichen Bücherrevisoren Nordwest, Charlottenburg und Schöneberg. beschlagnahmt wurde. Simon und Huschte eine Reihe von Feststellungen, die sie auf Großes Aufschen erregt in Sports und Banquierkreisen der Erfordern des Staatsanwalts und der Verteidiger aus den Büchern Konkurs des Kaufmanns Paul Nomeid. Romeid, ein Bruder gemacht haben. des bekannten in Untersuchungshaft fizenden ehemaligen Direftors Sodann wird die Verhandlung auf Donnerstag 9 Uhr vertagt. der Bommerschen Hypothekenbank, früher Gutsbesitzer, hatte Mitte der 90er Jahre mehrere Cigarrengeschäfte hier eröffnet. Das HauptBerliner Partei- Angelegenheiten. geschäft befand sich Schadowstraße, Ecke der Dorotheenstraße, zwei Filialen in der Chausseestraße, Ecke Wöhlertstraße, und AugsburgerEine Protestversammlung, in der die Greuelthaten des straße. N., der Abstinenzler war und einen sehr einfachen Haus Barismus zur Besprechung gelangen sollen, wird am Donnerstag- halt führte, tvar häufig Besucher der Rennpläge, da abend 8 Uhr, in Kellers Festfälen, Stopvenstr. 29, stattfinden. Das er neben feinen Cigarrengeschäften noch ein Sports und Grünau. Im Lager der bürgerlichen Parteien spielt sich gegenReferat hat Reichstags Abgeordneter Genosse Ledebour. An- Fehlschläge auf der Rennbahn viel zum Konkurse mit bei v. Lift, ein recht eifriger Parteigänger, muß sich sehr bemüht haben, angenommen wird, sollen wärtig eine recht belustigende Streitfache ab. Gemeindevorsteher gesichts der großen Aktualität dieser Frage und der fast täglich von getragen haben. Zu beklagen ist die Familie des einen Angestellten, bei der legten Gemeindewahl die Wahl des Herrn Paul Schmidt zu neuem aus Rußland eintreffenden Alarmmeldungen von den Schenß- des Filialen- Vorstehers Wosorau. Dieser hatte in letzter Zeit seinem hintertreiben. Dabei ist er wohl in seiner Hilfsaktion an die un lichkeiten, die gegen die aufstrebende freiheitliche Voltsbewegung Chef mit mehreren Geldbeträgen ausgeholfen, ohne zu ahnen, daß rechte Person gekommen, denn es erscheint jegt nachträglich im durch die zarischen Schergen verübt werden, ersuchen vir die Ge- an einem Konkurs zu denken sei. Als er nun endlich die traurige Teltower Kreisblatt" die öffentliche Erklärung des Bahnhofsvorstehers nossen und Genossinnen um besonderes Interesse für diese Protest: Lage seines Chefs erfuhr, er selbst hatte sich das Geld von Ver- Herrn Hinge, der behauptet, der Herr Gemeindevorsteher habe ihm persön kundgebung, welche die brüderliche Solidarität der Socialdemokratie wandten geliehen, verfiel er in Trübsinn und brach schließlich in Lob- lich erklärt, wenn Schmidt gewählt werde, würde er sein Amit niederBerlins mit den heldenmütigen russischen Freiheitstämpfern be- sucht aus. Auf Anordnung des Arztes wurde er mittels Kranken- legen. Die Bekanntgabe dieser Unterredung ist für Herrn v. Lift wagens nach Dalldorf geschafft. Die Aerzte hoffen, ihn wieder her- nicht sehr erfreulich und hat den Anschein, als ob ihm die Gegen zeugen soll. stellen zu können. Dritter Wahlkreis. Sonntag, den 18. Juli: Ausflug des partei ein Bein stellen will. Die wohl von Herrn v. List nicht erWahlvereins nach Tabberts Waldschlößchen" an der Oberspree. 58 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Siebert aus der Antlamerstr. 28 wurde gewählt. Und nun hieß es für den Herrn Gemeindevorsteher: Das Opfer eines Bau- Unfalls ist nach vier Jahren der wartete Voraussetzung ist nämlich eingetroffen: Herr Paul Schmidt Zahlreiche Beteiligung erwünscht Der Vorstand. geworden. Siebert war ein Stein auf den Kopf gefallen, so daß Geht er? Nieder- Schöneweide. Der hiesige Wahlverein hält am Sonn- er acht Wochen im Krankenhause liegen mußte. Seitdem bezog er abendabend, 81/2 Uhr, seine Generalversammlung im Lotal von Unfallrente und suchte sich durch Zettelverteilen noch etwas dazu zu fühn und unerschrocken im Streisblatt, die von Herrn Hinze wiederHerr v. List hat sich anscheinend die Sache überlegt und berichtete J. Franz, Grünauerstr. 5, ab. erwerben. Damit verdiente er aber in der letzten Zeit nur sehr gegebene Aeußerung habe er nicht gethan. Damit hatte aber der Brit. Der Wahlverein hält am Freitag, den 11. Juli, in wenig. Seine Frau, die Aufwartestellen versah, hatte auch nur Sonflikt noch keinen Abschluß erreicht, denn der Gegner des Herrn Hoffmanns Lokal, Werderstraße, Ecke der Chausseestraße, eine General- wenig zu thun. Infolge seines Unfalls ohnehin verdrießlich und v. Lift giebt soviel Einzelheiten der Unterredung bekannt, daß man verfammlung mit folgender Tagesordnung ab: Berichte des Vor- niedergeschlagen, erhängte sich der Mann gestern morgen um 4 Uhr, wohl annehmen darf, die Aeußerung ist gefallen. Wird nun Herr standes, der Revisoren, der Gemeindevertreter. Anträge. Ver- als seine Frau noch schlief, an einem Fensterhaken. v. List die Konsequenzen ziehen? schiedenes und Fragen. Außerdem werden die Parteigenoffen auf das am Sonntag, den 13. Juli, in Bethges Lokal stattfindende Boltsfest aufmerksam gemacht. Rummelsburg. Die hiesigen Parteigenossen veranstalten nächsten Sonntag im Café Bellevue" ein Voltsfest. Für die Veranstaltung ist ein reichhaltiges Programm vorgesehen. Da es das erste Mal ist, daß den hiesigen Genossen Sonntags ein großes Lokal zur Verfügung steht, so ist eine recht zahlreiche Beteiligung erwünscht. " Lokales. 9 Ein eigenartiger Unfall, bei welchem ein achtjähriger Knabe Nen- Zittau bei Erkuer. Dienstagnachmittag gegen 4 Uhr er erheblich verlegt wurde, ereignete sich am Dienstag vor dem Hause tranten hier beim Segeln auf der Spree drei Personen. Infolge Lindenstr. 89. Dortselbst spielte der Kleine, ein Sohn der in dem des heftigen Sturmes schlug das vollbesetzte Boot um und trotz der genannten Hause wohnenden Waschfrau L., auf dem Bürgersteig. Er angestrengtesten Nettungsarbeiten der mit der Hen- Ernte beschäftigten nedte einen vorbeilaufenden Hund, als das Tier plößlich auf den Einwohner ertranken die Frau des pensionierten Feuerwehrmannes Knaben zusprang, ohne ihn jedoch zu beißen. Das sind erschrat, Bandlow, eine Mutter von sieben Kindern, sowie deren Schwester sprang zurück und fiel von der Bordschwelle auf den Fahrdamm. und eine Berliner Dame, welche erst am Montag die Sommerfrische Hier wurde es von einem vorbeisausenden Zweiradfahrer überfahren bezogen. Die fofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren leider und innerlich erheblich verletzt. ohne Erfolg. Pankow. In der letzten Zeit sind von seiten des Amtsvorstehers die geheimen Sigungen der Gemeindevertretung überaus zahlreich gewesen. Unfre Genossen protestierten in einer der letzten Sigungen energisch gegen diese Geschäftsführung und stützten sich auf§ 109 der Landgemeinde- Ordnung, welcher unter andrem beeinzelne Gegenstände durch besonderen Bes Ein schwerer Zusammenstoft, bei welchem vier Personen berlegt wurden, fand Dienstagnachmittag in der Holzmarkt Aus dem Reiche der ,, Großen Berliner Auffällig erschien straße statt. Als ein aus dem Motorwagen 1775 und dem es, daß bei der letzten Stadtverordnetenwahl in Schöneberg ein offenen Anhängetwagen 2532 bestehender Straßenbahnzug der Linie großer Teil der daselbst wohnhaften Straßenbahn An Charlottenburg( Amitsgericht)-Schlesischer Bahnhof die Kreuzung der Demokratischen Kandidaten Obst votierten und dem durchgefallenen letzteren der leere Mörtelwagen Nr. 142 der Vereinigten Berliner schluß die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden kann. Diese Ordnungsmann, Bädermeister Polen, ihre Stimme gaben. Dieses Mörtelwerke in schneller Fahrt heruntergesaust. Der Kutscher des Beschwerde scheint insofern einen Erfolg gezeitigt git Rätsel findet seine Lösung, wenn man den Blick auf eine Postkarte Lastwagens versuchte erst im letzten Moment, als es bereits zu spät haben, daß nunmehr die lette Sigung öffentlich tagte wirft, deren Inhalt folgendermaßen lautet: war, die Pferde zurückzureißen, und fuhr direkt in den Anhänge- und auch der gewohnheitsmäßige Schluß der Tagesordnung Nachher Am Dienstag findet die Neuwahl eines Stadtverordneten wagen des Straßenbahnzuges hinein. Die Pferde stürzten und die geheime Sigung" fehlte. Endlich nach mehr als drei Monaten ist statt. Wir erwarten von Dir, daß Du Deine Stimme unsrem Deichselstange drang durch den Waggon, dessen Mittelsäulen nebst das Ortsstatut betreffend die Errichtung eines Gewerbegerichts von Kandidaten, Herrn Sizbänken zertrümmert wurden. Hierbei erlitten vier Personen er seiten der Regierung genehmigt, es wird nun nach einem Vors Bädermeister Polent hebliche Verlegungen. Wie auf der Unfallstation Am grünen Weg sigenden und Stellvertreter gesucht. Der Amtsvorsteher hat es festgestellt wurde, haben alle vier Personen außer Hautabschürfungen abgelehnt, dieses Ehrenamt zu bekleiden. Wir werden uns also in Billmann, Bauer, Busch, Schellenberg, Bapendorf. auch innere Verlegungen erlitten. Sie wurden ihren Wohnungen Geduld faffen müssen, vielleicht wird das Gericht am 1. Januar 1903 gestellten gegen den mit knapper Majorität gewählten social- Holzmarktstraße und Michaelkirchbrücke passierte, tam von der stimmt, da für en gegen giebst. Gerichts- Beifung. ftraße 26, zu richten. Donnerstag: Blaue Wolfe", Rirdorf, Jägerftr. 4. Central: Raucherbund. Zuschriften find an Aleift, Rixdorf, Julius Weichselblatt", Rixdorf, Kopfftr. 41. ,, Alte Linde", Berlin, Gräfes Straße 34. Edelweiß", Stegliz, Düppelstraße 7. Brennende Liebe", Rigdorf, Berlinerstr. 100. Süße Liebe", Rixdorf, Rönnebergstr. 8. Burgsdorfftr. 14. Donnerstagabend 72 Uhr: Vorwärts", Panziger, Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an R. Danziger, Stralauer Chauffee. Wetter: Prognose für Donnerstag, den 10. Juli 1902. tag, den 10. Ziemlich fühl, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe und regnerisch Berliner Wetterbureau. statt 1902 in Funktion treten. Unfre Genoffen beantragten die Solotow unfittliche Anträge gemacht und sich dann für die ihm zu Drudlegung des Ortsstatuts. Der Antrag wurde nach univefentlicher teil gewordene entschiedene Abiveising in schändlicher Weise Debatte angenommen. gerächt. Kurz vor der Ankunft auf der Station Tichorezkaja legte der Untersuchungsrichter einen Teil seiner Sachen in den Handbeutel des Mädchens, ohne daß diese es merkte, und bei der Ankunft auf der Station beschuldigte er das junge Mädchen des Arg zufammengeschrumpft ist eine Anklage, die von der genügte, um die junge Dame, ungeachtet ihrer Thränen und sie rechtDiebstahls und befahl, es zu verhaften. Diese mündliche Anordnung Staatsanwaltschaft gegen den Arbeiter Turnverein zu fertigenden Erklärungen, zu verhaften und sie in dem Gendarmerie: Adlershof eingeleitet wurde. Siebzehn Mitglieder dieses Vereins Bimmer der Station zu internieren. Hier vollführte der Unterstanden am Mittwoch als Angeklagte vor der 2. Strafkammer des suchungsrichter dann seine verbrecherische Absicht und gab dann bei mäßigen westlichen Winden. Landgerichts II und hatten sich wegen Vergehens gegen§ 166 des bas junge Mädchen den Unterbeamten und Kosaken preis, wobei Strafgesetzbuchs( Berächtlichmachung von Gebräuchen und Ein- noch ein schändlicher Handel getrieben wurde. richtungen der christlichen Kirche) sowie wegen Vergehens gegen nahm das arme Mädchen Gift und war Am 19. Mai die§§ 10 und 17 des preußischen Vereinsgefeßes( unerlaubte Ver- nicht mehr zu verheimlichen. Die Arbeiter der Eisenbahn Centralverband der Löpfer. Deutscher ſtaltung eines öffentlichen Umzugs) zu verantworten. Der That werkstätten und Depots bei der Station, in einer Anzahl von mehr Todes- Anzeige. Metallarbeiter- Verband mit " = Am Montag, den 7. Juli verstarb Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß Mitglied, Christian Huppe. Christian Christensen Ehre seinem Andenten! Die Beerdigung findet Donnerstag: nachmittag 4 Uhr von der Leichenstatt. Halle des Jerusalemer Kirchhofes aus Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Wo ist jeden Montag, Mittwoch, Wo? Wie? Was? Donnerstag, Sonnabend großer Ball? Wo herrscht die größte Gemütlichkeit? Wo ist der schönste Damenflor? 196/2 am 7. d. Mts. an der Proletariers frankheit gestorben ist. 117/7 Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rirs dorfer Kirchhofs( am Mariendorfer Weg) aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Hühneraugen bestand ist folgender: Von dem Verein wurde am Bußtag vorigen als 2000 Mann, erschienen bei der Beerdigung auf dem Kirchhof und Jahres eine sogenannte Heringspartie von Adlershof nach eröffneten den dort anwesenden Vertretern der Administrativbehörden Bildau unternommen. Um den Ausflug recht humorvoll zu ge- die Forderung, man möge ihnen, den Arbeitern, sämtliche Teil- nach schweren Leiden unser Mitglied Todes- Anzeige. stalten, hatten einige Mitglieder verschiedene ultig sein sollende nehmer an der schrecklichen und grausamen Vergewaltigung des Embleme" mitgebracht, so u. a. eine hölzerne Art, die als Spazier- armen Opfers ausliefern, wobei sie fagten, sie wollten diese in Stücke stod diente, Schirme und Stöde, an denen Bellfartoffeln befestigt zerreißen und zusammen mit ihrem unschuldigen Opfer beerdigen. waren, eine rotgefärbte Morgenhaube", die einer der Teil- Der Untersuchungsrichter und die andern schuldigen Beamten waren nehmer als als Kopfbedeckung benußte, usw. Das Hauptaus aber schon geflohen, und es ist abzuwarten, ob bei der Untersuchung stattungsstüd, welches im Gerichtssaal gleichzeitig als schwer etwas herauskommen wird. belastendes Corpus delicti figurierte, bestand aus einem ziemlich Tangen Stock, an dem vier lateinische F in Form Eine Gefundbeter Auftalt in Stettin ist dieser Tage aufdes bekannten Turnerkreuzes( Frisch, Frei, Froh, Fromm) aus jetzt gehoben worden. Seit Jahresfrist„ wirkte" dort im Hause Deutscheallerdings start zusammengetrodneten Bellfartoffeln an aus- jet traße 13 ein Prediger Peters. Der Warnungen aus ärztlichen gebracht waren. Oberhalb dieses Kartoffelkreuzes hatten an mehreren reisen ungeachtet hatte Peters einen großen Zulauf aus den verquerliegenden Holzstäben diverse Heringe gebaumelt. Ganz oben schiedensten Kreisen der Bevölkerung, und auch aus der Umgegend, an dem Stock prangte ein Schild mit der Inschrift:„ Die trauernden ja selbst aus weiter Entfernung tamen Kranke, um sich von Peters Hinterbliebenen von Adlershof". Einer der Angeklagten, der und seinen Gehilfen und Gehilfinnen gesund" beten zu lassen. Ob einem weißen Turnanzug und roter Schärpe bekleidet die Leute nun mit inneren Krankheiten oder äußeren behaftet waren war, hatte das eigenartige Ultstück seinen Kollegen vorangetragen, und so war die fidele Gesellschaft auch schon singend Rheumatischen versprach der Wundermann Heilung binnen wenigen Nervenkranken wie Hautkranken, Epileptischen wie Augenkranken oder und scherzend bis nach Eichwalde gekommen, als das Geschid Tagen. Honorare wurden nicht beansprucht, freilich freiwillige Spenden fie in der Gestalt des dortigen Gendarmen Schulz ereilte. Dieser von häufig recht hohem Werte durchaus nicht zurückgewiesen. Die notierte acht Mann des luftigen Häufleins, worauf die Anklage erranten aller Art ſpeiſten in einem gemeinsamen Saale, und hoben wurde. gemeinsam wurde auch gebetet. Wenn ihnen Prediger Peters nach Den Angeklagten wird jetzt als Hauptbeschuldigung zur Last Tagen oder Wochen oder auch Monaten dann versicherte: Sie sind gelegt, eine tatholische Prozession nachgeahmt zu jetzt gesund", so waren sie häufig selbst davon überzeugt und trugen haben, indem fie fingend hinter dem Bellkartoffel- Kreuz her- das Wunder ihrer„ Heilung" in alle Welt. Die Polizei beobachtete gegangen feien, dessen Träger überdies noch ein Hemd oder Jacke das Treiben in der Petersschen Heilanstalt längere Zeit hindurch, angehabt habe, die mit einem katholischen Chorrock verglichen bis sie jetzt die Schließung verfügen konnte. werden konnte. Durch das Kreuz" sowohl wie auch durch den Chorrock" habe die katholische Kirche verhöhnt Cholera greift unter den Chinesen mit solcher Schnelligkeit um sich, Cholera Erkrankungen. Aus Peking wird gemeldet: Die werden sollen. Diese Prozession" stehe möglicherweise auch im daß eine Schägung über die Ausbreitung der Seuche unmöglich ist. Zusammenhang mit einer gleichfalls beabsichtigten erhöhnung Täglich werden ungefähr 100 Choleraleichen durch 2 oder 3 Thore des kürzlich verstorbenen Amtsvorstehers v. Oppen an der Ostseite der Stadt weggeschafft. In Tientsin hat die Cholera in Adlershof, dessen Geburtstag auf den Bußtag gefallen fei. nachgelassen. In Manila breitet sich die Cholera allmählich weiter Weil mum Herr v. Oppen mit der Arbeiterschaft von Adlershof auf aus. Am Sonntag waren 50 Todesfälle zu verzeichnen. Die Befehr gespanntem Fuß gelebt habe, so könne angenommen werden, hörden beschäftigen fich mit einem Plan zur Sanierung der Stadt daß die Inschrift des erwähnten Schildes auf den toten Amts- Manila. Die schmugigen Stadtviertel sollen niedergerissen und vorsteher gemünzt gewesen sei. 40 000 Eingeborene in gesunden Lagern in den Vorstädten unterVereinskalender. nukung für jedermann, Alexandrinenſtr. 26, Gartenhaus. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be werftäglich von 5 bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen von 9 Geöffnet bis 1 und 3 bis 6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Beitschriften jeder Art und Richtung. Die Angeklagten, die vom Rechtsanwalt Victor Fränk! gebracht werden. verteidigt werden, bestreiten entschieden jegliche Schuld. Die Heringspartie sei eine humoristische Veranstaltung, wie sie alljährlich von verschiedenen Turnvereinen unternommen werde. Bei der Her stellung des Kreuzes" habe niemand auch nur im entferntesten an die Verhöhnung firchlicher Einrichtungen gedacht; der Augenschein lehre ja auch, daß die vertrockneten Kartoffeln noch jetzt die durch 4 deutlich erkennbare F zusammengestellte Form des Turnkreuzes bilden. Der angebliche Chorrock sei weiter nichts als eine ganz gewöhnliche kurze Turnjacke gewesen, und die Inschrift des Schildes habe sich auf diejenigen Kollegen beziehen sollen, die ihre Teilnahme an dem Ausflug zuerst zugesagt hatten, dann aber nicht erschienen waren. Weil von den ca. 60 gemeldeten Turnern nur etwa 30 mitgingen, deshalb habe man dies Häuflein als die„ trauernden Hinterbliebenen" bezeichnet. Mit dem Amtsvorsteher v. Oppen habe die Partie um so weniger zu thun gehabt, als dieser dem Turnverein sogar einmal einen öffentlichen Umzug durch Adlershof erlaubt habe, mithin läge für die Turner gar kein Grund vor, dem verstorbenen Herrn jezt noch gram zu sein. Auch sei der Ausmarsch tein geschlossener gewesen, sondern die Teilnehmer hätten sich in zwanglosen Gruppen auf dem Bürgersteige als auch im Freien fortbelegt. Es waren 16 8eugen geladen. Gendarm Reschke fagt aus, er habe nur nachträglich festzustellen gehabt, wer an der Heringspartie teilgenommen hat; selbst gesehen habe er von dem Aufzuge nichts. Doch sei er mit seinem Kollegen Schulz der Meinung, daß es sich hier um eine Demonstration gehandelt habe, um in erster Linie den Amtsvorsteher v. Oppen zu verhöhnen, weil derselbe mit den Arbeitervereinen häufig in Konflikt geraten sei. Er selbst habe mehrfach Versammlungen auflösen müssen, in denen häufig auf Herrn b. Oppen geschimpft sei. Der Turnverein erfreue fich feines guten Rufs, doch lasse er sich nur wenig in die Karten guden. Aehnlich äußern sich der Gendarm Schulz und mehrere amtliche Zeugen. Die vernommenen Entlastungszeugen haben die ganze Sache als einen mehr oder weniger zweifelhaften Ull betrachtet. " Lese: und Diskutierklubs. Donnerstag: Lese- und Diskutierklub Grunwald, Alt- Moabit 46. Südost", Tolksdorf, Görligerstr. 58. Lese- und Diskutierklub Nordwest", " Wach 15 Pf.? Wo finden wir die Gratis- Verlosung? u.Hornhaut entfernt unt. Garant. ſchnell Wo ist die schneidigste Tanzmusit? u. schmerzl. m. d. Wurzel mein berühmt. o kostet bas Töpfchen namen Hühneraugentod! much mehr. Kein Nach nur im Englischen Garten, Otto Reichel, Eisenbahnstr. 4. Entree und Tanz frei? 45770* Dose 75 Pf. franco 1,00 Mt. mr bei Alexanderstr. 27c, bei Hoffmann. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 13. Juli in Eberswalde: Provinzial- Sänger- Fest. Folgende Chorlieder kommen zum Vortrag: Festgesang Frühlingsstürme Empor zum Licht Liedeslust Freiheit Sieg. Marseillaise Uthmann. Schulken. Uthmann. Suchsdorf. Suchsdorf. Audorf. Die Sonderzüge der Stettiner Bahn betreffend Ebers. walde siehe Fahrplan resp. Säulen- Anschlag. 16/14 Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Sonnabend, den 19. Juli 1902 Landsberger Allee 11-13 Feier des 25jährigen Bestehens berbunden mit Konzert und großem Sommernachtsball fowie Feier des 50 jährigen Gefellen Jubiläums unsrer beiden Mitglieber Ernst Freytag und Wilhelm Unbehauen wozu wir die Mitglieder, Freunde und Gönner unsres Vereins einladen, recht zahlreich an diesem Feste teilzunehmen. Eintrittskarten hierzu sind vorher bei den unterzeichneten KomiteeMitgliedern zu haben: lebb, Zoffenerstr. 22, 1. Stfl. II.; Liebe trau, Neue Königstr. 18; Girte, Waldemarstr. 52, Stft. I.; Peter: mann, Reinickendorferstr. 65, IV.; Jahn, Usedomstr. 15, Quergeb. III.; agenstein, Solmsfir. 21, Stfl. III.; Road, Fruchtstr. 32, Ottergeb. II.; ayonz, Eberswalderstr. 16, r. Stfl. II.; mm, Schreinerstr. 50, 2. Aufg. IV. Außerdem bei den Mitgliedern Herren Bandelow, Langestraße 13 im Restaurant, und Brunzel, Wilsnaderftr. 61, Stfl. III. Abendkasse findet nicht statt. Anfang des Konzerts 8 Uhr. Das Komitee. doch beantragte er wegen, des unerlaubten Aufzugs für jeden Soutajale, mene tönigfage 26. 86. Gingteit IIIannice, striger, Rummelsburg! J. A.: August Klebb, Zoffenerstr. 22. Café Bellevue. Rummelsburg! sigender: Julius Meyer, Fichtestr. 27. 1. Kassierer: Seifrit, Fidicinstr. 16. Alle Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vor Alenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Frd. Kortum, Laufigerstr. 33. Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder.- Männerchor St. Urban", Lindemann, Annenſtr. 9.- Borwärts II", straße 11.- Einigkeit I", Gr- Lichterfelde, Bagel, Chauffeeftr. 104.- MorgenStremmenerstr. 1. Gesangverein Berliner Kürschner", Feind, Wein in den Gesamträumen u. Garten des Böhmischen Brauhauscs rot IV", Köpenick, Stippekohl, Schönerlindeſtr. 5. Schröter, Mozartstr. 7." Fröhlich", Rummelsburg, auf II",( Alt: Blessin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. Vineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. ,, Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Wuthenow, Wredowstraße. Greiheit IV", Bernau, Elysium, Hussitenstraße. Loreley", Schumann, Hochstr. 32a.„ Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sempel, Rosenthalerstr. 11/12( nachmittags 4-6 Uhr). Sorgenfrei", Albrecht, Admiralstraße 18 c. Morgengrauen“( Bäcker), Wolf, Fruchtstr. 36 a. Möbelpolirer" Brunnenstraße 41. Oranienburger Vorstadt", Frizz Liezzle, Friedrichsberg, „ Steinnelfe", Müllerstr. 11." Hoffnung III" Böter, Friedrich Karlstraße 34. Schulz, Blumenstr. 38. Felsenburg", Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauchstraße und Kaifer Allee Ecke," Freiheit West", Goßmann, Kreuzbergstr. 48. Saugeslust I", Drontheimerfir. 1 c. Berein Wilhelmsberg Hohen Gesangverein", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Schönhausen", Hohen: Schönhausen, Krause, Berlinerstr. 12. Maurer: Süd- Ost I", Männer- Chor burg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Stephan, Wienerstr. 31. „ Lyra", Charlotten: Mengerts Volfsgarten, Bergstraße. Liederkranz", Brandenburg, a. 5., „ Ges. Abt. des Arb.- Bild.- Vereins" in Velten, Grunow, Wilhelmstr. 19." Bukunft III", Nieder- Schönhausen, Nach vollendeter Beweisaufnahme ließ der Staatsanwalt selbst Setteforn, Lindenstr. 1." Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berlinerdie Anklage wegen des Religionsdelitts fallen, straße 21." Frohe Stunde", Klein, Laufizer Plaz 8." Freie Liedertafel", 259/11 Königssäle, Neue ,, Alpenrose", Kunge, Forsterstr. 36. Angeklagten 15 M. Geldstrafe. Der Präsident, Landgerichts- Direktor Fürstenhof. Süd- Ost Wrangelfir. Meinide, machte jetzt darauf aufmerksam, daß auch eine Ver- bandes deutscher Gastwirtsgehilfen", Mörschel, Jüdenstraße 36( 3-5 Uhr). „ Linde II", Liedte, Weidenweg 23.„ Gesangv. des Ber urteilung wegen Berübung groben Unfugs erfolgen könne. Nechts- Arion II", Rummelsburg, Schumann, Neue Bring Albrechtstr. 70 anwalt Victor Fränkl nahm in seiner Verteidigungsrede( 6-8 Uhr).„ Bummelsdorf", Luckenwalde, Gerhard, Haag.„ Lieder: hierauf Bezug. Er wies nach, daß von der Anklage wegen luft II", Moabit, Hartmann, Huttenſtr. 8. Männerchor der Schneider Religionsvergebens nichts übrig geblieben sei, charakterisierte die ganze Melodia II", Kranz, Dunderstr. 8.Veranstaltung als einen mißratenen Scherz, bei dem die Angeklagten keinerlei üble Absichten gehegt haben, und bezweifelt, daß die Maiglöckchen II", Köpenick, Müggelheimerstr. 36. Beweisaufnahme Anhaltspunkte für Merkmale des groben Unfugs Milbrodt, Müllerstr. 7. -Glasarbeiter", Köpenick, Beidler, Müggelheimerstraße.„ Nordwacht", " Treu und fest", Schedler, Warschauerstr. 17. oder Vergehens gegen das Vereinsgesetz ergeben habe. Er beantragte Liebeslust I", Fürstenwalde, Schloßfellerei. Sängersluft", Werder, Freisprechung resp. eine geringe Geldstrafe. Auch giebt er dem Schwarzer Adler", Fischerstraße. Trebbin", Trebbin, Wolf, Bahnhofstraße. Gerichtshof anheim, eine Erstattung der baren Auslagen der An- Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen geklagten in Erwägung zu ziehen. im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Butbufer burgstraße 56. straße 44, IV. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straß Streustr. 3. Feste Brüder", Rixdorf, Biethenstr. 29.- Virginia", Schnieber, Kamerun", Ebertyfir. 2. Glühlicht I", Neu- Weißensee, Admiralstraße 21. Alter Huffit", Wiatthea, Bernauerstr. 120.„ Eiserne Pfeife", Logan, Schulstr. 113. Du ahust es nicht", Schmidt, Tilsiterstr. 32. Feigenblatt", Adam, Nyfestr. 5. Mailuft", Bughold, Lehderstr. 138. Colorado", Klinge, Reinickendorferstr. 56." Fidelio", Bartel, Manteuffelftraße 127. Einigkeit II", wähner, Gubenerstr. 57.„ Apfelblüte", wolke" Bredowstr." 11. Wiesenstr. 29 a." Freie Stunde", Schultz, Manteuffelstr. 49. Ringel Krebs, Boechstr. 21. Korea", Lüben, Richthofenſtr. 29.„ Brasil", „ Ercelfior", Lufatis, Reichenbergerstr. 133. Rote Nelfe", Neu- Weißenfee, Asmus, Sedanstr. 35 d. Grüne Quafte", Roß, Rigdorf, Jägerstr. 46. Neu- Lichtenberg", Lichtenberg, Margaretenstr. 20. Freies Licht", Göze, Marienburgerstr. 16. Freundschaft", Gustav Adolfstr. 155. Oberipree", Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstr. 18. Geradeaus", Weißenburgerstt. 47. Das Urteil lautet wegen des Religionsvergehens auf Freisprechung. Wegen Groben Unfugs und Vergehens gegen das Vereinsgesetz wurden vier Angeklagte zu je 30 M. und wegen des letzteren Deliktes elf Angeklagte zu je 12 M. Geldstrafe verurteilt. Zwei der Beschuldigten wurden freigesprochen. Gegen das Urteil ist Revision angemeldet. Interessieren dürfte noch, daß vier der Angeklagten einen Beleidigungsprozeß gegen die„ Staatsbürger Zeitung" angestrengt haben, der mit dieser Sache eng zusammenhängt und demnächst zur Verhandlung tommt. Vermischtes. " unverzagt", Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Berlins", Markgrafenstr. 83. Kommandantenstr. 65. " " Großes Volksfest arrangiert von den 222/19 Balotapelle, Labewia Varteigenossen Rummelsburgs " " Gesang, Turn und gesellige Vereine. Donnerstag. Sparverein Einigkeit", Louisen- Ufer 32. Weißenseer Fußballklub, Donnerstag Adalbertstr. 95. nach dem 1. und 15., Partstr. 10. Statklub Namenlos", Strack, Bootshause, Stralau, Tunnelstr. 17. Berliner Ruderverein„ Vorwärts". Sizung 9 Uhr abends im Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Ver: einssizung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8 Uhr. Eine Doppelhinrichtung ist Montag früh 6 Uhr auf dem Gefängnishofe des Landgerichts zu Güstrow i. M. durch den Schwiegersohn des Scharfrichters Reindel Magdeburg vollzogen worden. Es handelt sich hierbei um die seiner Zeit vom Schwurgericht Güstrow zum Tode verurteilten beiden Raubmörder Arbeiter Wilhelm Ruge und Gärtner Franz Jdzek, welche, wie noch erinnerlich sein dürfte, Ende November v. J. den 68jährigen Büdner Maack in Hagenowerheide in seiner Wohnung ermordet und beraubt und dessen Zwanglose Zusammenfünfte mit Damen im Restaurant des alte Ehefrau schwer mißhandelt haben. Die legtere fonnte nur durch Gewerkschaftshauses. Donnerstag: Metallarbeiter. schleunige Flucht ihr Leben retten. Ein von den Verurteilten an den burg). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität“. Gau 9( Prov. BrandenGroßherzog von Mecklenburg- Schwerin gerichtetes Gnadengesuch ist an den Gau- Borsißenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Donners dieser Tage abschlägig beschieden worden. Arb.- Radf. Verein Berlin", nach dem 1. und 15. Andreasstr. 26, Ein empörendes Verbrechen ist, wie wir dem„ Petersb. und Raabe, Kolbergerstr. 23." Stern II", nach dem 1. und 15. SwineHerold" entnehmen, in der Ansiedelung bei der Station Tichorezkaja tag nach dem 1. und 15. Elsafferstr. 5. münderstr. 56. ahr wohl I," Gerichtsstr. 22.„ Lug", jeden Donners: an der Wladikawkas- Bahn begangen worden. Am 14. Mai hatte ein ftraße 21. Frei Weg", Schöneberg, Akazien Somet", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. Nixdorf, Untersuchungsrichter. der Name wird leider nicht genannt " Biel", jeden 2. und 4. Donnerstag, Adlershof, tag: auf Steinmeßstr. 103. der Fahrt einem hübschen achtzehnjährigen Mädchen Namens Hadenbergstr. L Sonntag, den 13. Juli. Großes Garten- Konzert ausgeführt von Civil- Berufsmusikern. Gesangsvorträge von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes. Turnerische Aufführungen v. Mitglied. der Fr. Turnerschaft. Humoristische Vorträge. In beiden Sälen: BALL. Herren, welche am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2-6 Uhr geöffnet. Anfang nachmittags. 4 Uhr. Entree 20 Pf. Die Parteigenossen werden ersucht, für zahlreiche Beteiligung zu wirken. Hasenhaide Neue Welt 108-114 Arnold Scholz. Hente, Donnerstag, den 10. Juli 1902 Elite- Monstre-Feuerwerk. Zum Schluss: Ein Feuerwerk aus der Zeit des Kaisers Titus in der Arena zu Verona. Ausgeführt durch den Pyrotechniker Herrn Bock. Grosses Militär- Konzert ausgeführt von der Regiments- Kapelle des 4. Garde- Regiments zu Fuss unter persönlicher Leitung des kgl. Musik- Dirigenten Herrn Franz A. Bergter. Auf der Sommerbühne: Auftreten der sensat. Juli- Specialitäten. Im Bal champêtre: Grosser Sommernachtsball. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Billets im Vorverkauf a 40 Pf sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 10. Jult. Nenes Opern Theater( Kroll). The Silver Slipper( Der filberne Pantoffel). Anfang 71/2 Uhr. Im Liederspielhaus: OffenbachCyklus.( Die Savoyarden. Der Regimentszauberer. chen und Lieschen.) 8 Uhr. Friz Anfang Westen. Die Fledermaus. Anfang 712 116r. Metropol. ( Morwiz- Oper.) Ein Maskenball. Anfang 8 Uhr. Urania. Belle- Alliance- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. OOLOGISCHER Bet günstiger Witterung auf der Gartenbühne. Bet ungünstiger Witterung im Theater: Die Dame aus Trouville". Hierauf:" Er". Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die: felbe Vorstellung. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistischer Leiter: Gust. Bock. ZCARTEN Gr. Konzert, Theater- u. Täglich ab 4 Uhr nachmittags: Neues. Redige Leute. Anfang Militär- Doppel- Konzert. 72 Uhr. Central. Tolle Mitbürger. Anfang 8 11hr. Belle Alliance. Die Dame aus Trouville. Hierauf: Er. Anfang 8 11hr.. - Sonnabend und Donnerstag: 3 Kapellen. Entree 1 Mark, von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Carl Weiß. Der Dämon. An: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. fang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Zerrissene. Anfang 712 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Specialitäten- Vor: stellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten Borstellung. Anfang nachmittags 5 11hr. Passage: Panoptikum. täten- Borstellung. Speciali Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Neu! Die Nordlandreise des Kaisers und Wanderungen durch London. Riesen- Projektionsbilder mit erläuterndem Vortrag. Passage- Theater. Das glänzende Jull- Programm. Central Theater. Willy Prager. Heute, den 10. Juli, Anfang 8 Uhr. 8um 168. Male: Coralie& Cie. Schwant in Atten bon A. Valabreque u. M. Hennequin. In den Zwischenaften: Zwischen: aftsmujit. Morgen: Coralie& Cie. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Täglich: ( Prolongiert!) 16 neue erstkl. Nummern. Passage- Panopticum. Moles Pariser Marionetten- Theater. Das Affenweib. Seejungfer. Tigerknabe. Der Dämon. Wintergarten. Schauspiel in 7 Bildern. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Vorstellung. Anfang 512 Uhr. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. Morwitz- Oper. Ein Maskenball.( Amelia.) Freitag: Vorletztes Gastspiel Franceschina Prevosti. Carmen. Sonnabend: Die verkaufte Braut. Sonntag: Letztes Gastspiel Franceschina Prevosti. Im äusserst amüsant Jull- Programm Otto Reutter. ,, Das Mädchen mit dem gold. Haar" und 16 andre brillante Specialitäten. Sommertheater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Täglich: Das erstklassige Specialitäten: und Theater Programm. Größter Erfolg! Punti 10 1hr: Schlager! Apollo- Theater Berlin wie's lebt und liebt und Konzert- Garten. Um 9 Uhr: Lysistrata Ausstattungsoperette von Paul Lincke. Im 2. Akt: Das berühmte Luftballet Grigolatis": Um 8 Uhr: Neue grossartige Specialitäten. Kasseneröffnung 61/2 Uhr. Prater- Theater Kaftanien: Allee 7-9. Täglich: Entree 20 Pf. Sonntags: Ball. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich Theater- u. Specialitäten- Borstellung. Rosen und Dornen. Burleste mit Gefang n. Tanz in 2 Aften. Im Saal: Tanzkränzchen. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen. Badstraße Nr. 58. Tausend und eine Nacht. Phantastisches Märchen in 3 Abteilg. Das großartige künstlerische Juli Täglich: von Hugo Schulz. Ballettges. Catrini. Kostüm: Soubrette Apollo Theater. Programm. Clara Antoni vont Paula Grigatti. Grotesque- Komiter Molly Verch, der Senor u. Berad. Miss Kitty, Sport: der drolligste Komiter der Gegenwart. lustige Kobold Schmidt Hawkins, Willy Agoston, das verrückte Genie in Berlin auf Stelzen. Anfang 4 Uhr Entree 30 Pfennig. Vorzugskarten haben Gültigkeit. Kaffeeküche. Im Saale: Ball. Fröbels Aft. Barsikow- Truppe, Parterre Afrobaten. Mr. Bartling, leb. Photo: graphien. Bartlings elektrische Feerie. ( 3000 Glühförper.) Konzert. Anfang Uhr. Eintritt 30 f., numerierter Plaz 50 Pf. Kalbo. Sanssouci Allerlei Theater Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig. Witterung im Saal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen, Tanz frei! Anfang Sonntags 5 Uhr, Entree 30 Pf., früher Puhlmann Schönhauser Allee No. 148. Das große Juli: Programm. Gr. Konzert, Theater, Specialitäten und BALL. Um 7 Uhr das Volksstück: Der Diamanten- Raub. Um 10 Uhr: Riefen- Erfolg. Der einzig dastehende Carl Braun. ab 9 Uhr 20 Pf. Anfang Wochentags Um 10 Uhr der unverwüstliche Hugo 6 Uhr. Entree 30 Pẞf, ab 9 1hr 20 Pfg. Schulz. Um 1034 1hr: Vulkanos Reichshallen. Täglich: Teufels- Pantomime. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Stettiner Sänger Ostbahn- Park. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Tagesfajfe 11-12Uhr. Ein vergnügter Wahltag. Hermann Imbs. Täglich: Specialitäten- Vorstellung Jeden 1. und 15 d Monats: Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. Protest- Versammlung Donnerstag, den 10. Juli 1902, abends 8 Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenstraße 29: Tages- Ordnung: 214/18 1. Die Greuelthaten des Zarismus. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Ledebour. 2. Diskussion. Im zahlreiches Erscheinen der Genossen und Genossinnen ersuchen Die Vertrauensleute für Berlin nnd Umgegend. Achtung! Maurer! Achtung! IT Schweizer Garten Freitag, den 11. Juli, abends 9 Uhr, im Saale I des Gewerkschaftshauſes, Am Königsthor 42020* Am Friedrichshain Täglich: Theater- und SpecialitätenVorstellung. Täglich bis 7 Uhr: Freier Damentanz. Jeden Abend 10 Uhr: Lente von heute. Große Bosse mit Gesang und Tanz. Engel- Ufer Nr. 15: Baudeputierten- Versammlung. Wir erwarten, daß jeder Bau durch einen Deputierten vertreten sein wird. Die Verbandsleitung. An die Arbeitgeber und Arbeitnehmer 134/ 3* Alle Wanzen des Töpfergewerbes im Innungs- Bezirk Berlin. sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod, in l. 0,50, 1 M Schwaben, Russen, Franzosen 2c. werden durch mein Pulver vollständig Die in der Nr. 156 von dem Vorstand des Vereins der Töpfer" vernichtet. Schtl. 0,30, 0,60, 1 veröffentlichte Bekanntmachung entspricht der Wahrheit nicht. Zahlreiche Anerkennungen.[ 45682* 1000 Mark Belohnung zahle ich demjenigen, der mir einen bei Hugo Barth, Droguerie, BrunnenNichterfolg nachweist nur allein echt strase 18, Efe Beteranenstraße. Erlaube mir hierdurch der geehrten Arbeiterschaft der GermaniaWerft zu Tegel mitzuteilen, da ich erfahren habe, daß selbige am 12. Juli d. J. eine Dampferpartie nach Hakenfelde, Waldschlößchen, machen und daß mein Lofal Tessnows Volksgarten, Hakenfelde, direkt nebenan liegt. welches der werten Arbeiterschaft frei steht, bitte mir ihr Wohlwollen zu teil werden zu lassen. Da mein Lotal das einzige ist, Hochachtungsvoll Max Tessnow, Volksgarten, Hakenfelde bet Spandan. 4284L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Mocquetts, Bolle Reste Satteltaschen. Plüsch Muster bei näherer Angabe franco. Berlin, Oranienstr. Emil Lefèvre, 158 Eigene Confection. Elegante stümröcke enorm billig in Tuch, Kammgarn und Cheviot, 3 M., 5 M., 6 M., 10 M., 15 M., Alpacca 4,50 M., 6 M., weiss Cheviot und Piqué 3, 5, 7-15 M. Piqué Kleider weiss und farbig 7,50 M., 10 m, 15 M. Hochelegante Waschkleider in Zephir, Batist u. Piqué 8 M., 10 M., 12 M. Organdy 18 M., 20 M. Seiden- Foulard 35, 50m. Jaketkleider elegante Façons in Zibeline, Reversibel, Cheviot, Covercoat, Homespun 15 M., 20 M., 25 M. Blusen in Waschseide, entzückende Streifenmuster, 3,50 M., 5 M., 6 M. Blusenhemden 1,35 m., 2 m. und Matinées Morgenröcke in 3 M., 5 M., 6 M. Golf- Capes Reise- Capes, Gummimäntel, AStaubmäntel iekt 3,75-15 m. Schwarze, glatte n. bestickte Capes und Kragen in Tüll mit Application und feinem Rips 10 M., 15 M., 26 M. Gr. Konzert, Theater Sielmann& Rosenberg und SpecialitätenVorstellung. Kommandanten- Straße, Ecke Lindenstraße. Der paritätische Arbeitsnachweis für das Töpfergewerbe ist von dem Vorstand der Junung in Verbindung mit dem Gesellenausschuß errichtet und hat rechtsverbindliche Kraft für alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer in dem Töpfergewerbe. Derselbe befindet sich Engel- Ufer 15, Zimmer 10, I. Alle den Nachweis Benutzenden haben sich zu legitimieren. Der Vorstand der Innung. H. Thiele, Obermeister. Die Gesellen- Vertretung. Hugo John, Altgeselle. Achtung! IV. Wahlkreis( Osten). Sonntag, den 13. Juli 1902, in ,, Mentes Volksgarten", RöderStrasse 35-36, Lichtenberg und Landsberger Chaussee: Gr.Sommer- Fest bestehend instr vw Grossem Konzert ww ausgeführt von 2 stark besetzten Kapellen. Massen- Gesänge- Radfahrer- Reigenfahren- Grossartige athletische Aufführungen Athletenklub Elche) ( ausgeführt vom Volks- und Kinderbelustigungen, als: Kasperle- Theater, Sacklaufen, Eselreiten. Bei eintretender Dunkelheit: Feuerwerk und Grosser Kinder- Fackelzug wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Grosser BALL. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von nachmittags 2 Uhr an zur Verfügung. Eröffnung 2 Uhr. a Liter Milch 60 Pfennig. Anfag des Konzerts 3% Uhr. Billet 20 Pf. An der Kasse 25 Pf. Treptow. Richters Jägerheim. Beilers Gesellschaftshaus. Joëls Victoria- Garten. Ludwigs ParkRestaurant. Hohlweins Kegler Schlösschen. ( Köpenicker Landstrasse.) Sonntag, den 13. Juli 1902: SOMMER- FEST arrangiert von den ( 214/ 19* Parteigenoffen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Süd- Of) bestehend in Grosses Konzert A bei stark befesten Kapellen, ausgeführt von Mitgliedern d. Central- Verbands d. Civilmusiker Deutschlands. Kinder- Belustigungen gratis. Marionetten- Theater. Stocklaternen. Fackelzug. Die Kaffeefliche steht den ges ehrten Damen von 2 Uhr ab zur Verfügung( 1 Liter 60 Pf., halber Liter 35 Pf.) Bon 4 Uhr ab in allen Sälen: Gr. Tanz( Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Bf. nach).- Gröffnung 2 Uhr. Billet 10 Pf. Durch den außerordentlich niedrigen Eintrittspreis wird es jedem Parteigenossen mit seiner Familie möglich sein, dieses Fest zu besuchen. Da wir auch für die Beluftigungen der Kinder auf das Beste gesorgt haben, fehen wir einem recht zahlreichen Besuch entgegen. Das Komitee, Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend.( Eingeschriebene Hilfskaffe 118.) Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß der II. Nachtrag zum Statut ge nehmigt ist und wird derselbe den Mitgliedern im Kaffenbureau Hirten straße 20, fowie in den Zahlstellen unentgeltlich ausgehändigt. Der Vorstand. 38/6 Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. Specialarzt für 25/ 17* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. 2. Ziehung 1. Klaffe 207. Kgl. Preuß. Lotterie. 51( 100) 508 652 98 780 91 944 114020 163 321 45 Biehung vom 9. Juli 1902, vormittags. Nur die Gewinne über 60 Mt. find den betreffenden Nummern in Selammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 36 303 9 22[ 100] 549 717 51 65 858 929 1080[ 100] 32 340 70 97 504 667 715 2243 67 73 417 48 550 86 668 701 48 807 954 62 3021 28 137 94 279 354 500 63 65 633 44 938 75 4079 112 201 24 656 57 758 842 63 5043 65 465 681 848 971 73 6011 81 135[ 100] 247 418 25 504 666 701 96 849 969 83 90 7056 160 549 671 726 28 64 75 8045 95 247 53 330 41 407 545 80 651 799 842 968 9032 137 60 250 340 77 598 728 841 61 904 10003 116 321 63 77 451 548 735 843[ 300] 902 40 11072 304 42 570 84 673 74 98 716 91 820 31 12069 84 140 83[ 100] 98 203 6 353 481 532 699[ 150] 722 49 83 13125 340 53 407 49 769 75 14040 49 208 302 40 543 83 89 856 71 951 15140 76 97 265 376 411 42[ 100] 634 37 71 723 64 824 961 71 16011 37 98 141 48 424 48 538 59 69 699 702 809 985 17084 195 443 774 910 95 18026[ 100] 242 97 484 662[ 150] 816 83 960 19152 506 742 903 18 48 754( 1001-62 48 423 96 610 971 115146 76 502 37 701 32 37 61 97[ 150] 872 976 116024 226[ 200] 410 35 69 743 46 890 943 46[ 100] 117012[ 100] 44 164 458 612 59 867 955 118082 194 344 463 548 721 830 119002 225 37 444 49 62 871 938 244 698 782 121126 220 416 49 120031 55 149 671 789 841 992 122019 83 190 236 73 626[ 200] 726 803 33 123161 260 622 35 727 55 818 906 124143 [ 100] 359 73 444[ 100] 602 46 710[ 100] 77 91 125044 200 311 442 48 505 82 750 80 831[ 100] 49 60 126069 317 45 400 546 65 727 51 127002 67 114 71[ 200] 275 324 26 411 646 93 807 128006 185 573 665 728 815 39 78 129075[ 100] 105 30 41 53 220 320 55 597 621 780 981 130125 49[ 100] 273 308 69 505 15[ 100] 31 64 71 90 917 39 131079 166 203 363 488 523 755 132050 136 60 241 89[ 100] 478 617 787.91 133160 71 81 215 327 663 964 134607 135026 66 243 332 98 533 844 136037 155 298 393 475 602 743 60 886 137338 48 71 412 557 623 63 81 138320 47 452 523 835 139035 111 241 86 358[ 100] 577 92 695 706 8 806( 100) 995 20107[ 150] 23 33 363 646 754[ 100] 62 87 98 806 46 75 85 21029 39 55 74 417 30 700 3 828 22066 107 200 353 418 541 606 40 993 23135 242 356 94 710 829 63 24343 54[ 150] 478 666 25097 193 293 827 915 26167 75 256 352 473 669 716 51 977 27110 307 611 747 857 99 28273 328 94 862 996 29042 232 99 320 [ 150] 32 499 669 700 55 93 94 30025 177[ 100] 402 21 516 19 667 31090 104 264 385 47 586 701 929[ 150] 49 32170[ 100] 74 429 599 703 812 993 33400 530 76 610 19 912 75 34166 70 361 550 623 28 52 886 939 97 35067 272 314 84 89 442 84 95 525 78 658 790 969 36208 28 649 735[ 100] 818 957 37001 30 96 163 75 660 787 817 959 38132 [ 150] 401 93 620 700 881 904 39164 511 47 685 96 871 40016 135[ 100] 60 247 350 442 41010 82 122 53 97 225 407 71 80 776 890 42156 359[ 100] 648 815 932 33 43283 330 56 63 427 29 517 44108 505 603 772 871 903 25 44 45249[ 100] 53 362 65 88 693 798 814 62 46151 59 316 26 502 69 88 47143 65 263 349 99 524 986 88 48238 351 467 533 621 91 859 49218 36 40 69 638 769 831 933 88 50053 126 32 358 402 702 58 895 51022 96 150 86 87[ 100] 304 41 67 414 23 724 74 936 52051 56 132 63 294 442 553 646 846 98 927 33 66 53121 257 58 330 54 878 54152 67 247 66 398 415 661 55065 205. 76 303 5 414 657 802 61 56073 164 74 230 45 93 374 664 925 41 93 57136 293 382 90 408 86 520[ 100] 714 26 38 896 58007 16 31 82 161 93 317 535[ 300] 782 821 938 59023 25 28 53 260 394 540 643 58 720 99 60038 96 159 209 10 83 345 85 478 570 625 92 777 [ 150] 801 59 72 61027 71 431 536 85 667 731 836 87 62177 225 57 404 519 49 867 997 63208 61 94 404 48 833 905 8 64067 73 83 85 120 56 245 410 78 546 814 65079 214 18 420 92 675 714 841 56 904 54 66080 83 344 464 612 67 904 77 67167 298 555 80 685 68053 [ 150] 60[ 200] 221 97 383 454 504 602 713 864 964 69 69100[ 100] 24 343 436 41 53 840[ 100] 68 98 935 47 70003 25 46 117 339 476 79 504 35 811 996 71045 253 339 82 447 60 93 783 994 72445 590 772 901 22 32 64 73031 119 206 329 433 46 59[ 150] 78 99 718 80 879 908 31 60 74006 65 126 79 367 516 749 79 90 819 65 75159 71 275[ 100] 352 482 739 59 834 902 76036 101 201 4 30 70 462 549[ 150] 88 862 77062 63 95 169 279 428[ 100] 520 28 610 989 78096 161 206 74 389 481 510 83 90 701 63 79043 339 71 75 732 36[ 100] 832 80242 75 309 417 617 796 81119 64 347 51 432 576 771 80 845 81 967 82227 55 330 96 503 94 633 71 702 60 75 76 858 87 976 83030 311 98 401 91 517 63 86 89 624 707 8 844 953 89 84046 85 102 70 620 891 938 85010 25 139 218 320 606 988 86221 39 302 7 483 556 65 87069 76 121 44 243 79 432 868 88007 336 418 19 510 649 53 820 68 70 933 36 89013 166[ 150] 319 443 71 659 719 819 916[ 100] 72[ 150] 90084 104 44 48 86 359 429 793 924 91115 22 235 300 412 40[ 100] 633 740 57 79 803 922 32 92107 277 314 65 999 93158 215 448 62 63 638 712 31 33 812 979 94014 18 65 237 70 334 77 78 413 535 45 59 641 831 95106 90 482 92 525 81 637 98 747 966 96026[ 150] 71 144 82 262 314 420 47 606 76 97281 86 399 645[ 100] 741 873 86 98352 77 479 527 35 678 713 58 64 70 916 99100 13 71 298 316 35 92 433 100023 62 272 374 661 738 101010 30 168 408 579 102007 37 253 544[ 1000] 743 69 866 103003 267 92 575 602 737 872 964 87 88 104206 29 93 384 423 44 506 609 841 964 69 105062 128 465 615 18 51 64 701 45 86 891 900 106237 64 527 602 37 717 24 844 59 88 107246 356 568 108058 85 191 597 685 797 941( 100) 109034 50 83 249 74 385 497 635 78 746 865 110087 229 372 78 86 568 650 111245 92 96 619 80 87 813 997 98 112635 896 905 113049 120 Jedes Wort: Pfennig. 140204 417 62[ 100] 554 833[ 100] 948 50 141013 62 90[ 300] 211 53 99 322 413 620 53 97 811 917 52 142222 778 822 30 143035 85 473 81 620 704 876 144004 19 229 340 419 511 35 727 840 941 88 145460 597 748 146013 177 361 434 565 617 803 147013 185 224 80 312[ 100] 545 927 148012 37 69 151 408 40 60 697 846 49 69 149316 462 761 98 150062 170 215 93 312 93 485 511 47 610 75 852 151102 371 523 28 92 928 58 152062 250 396 457 720 153070 181 95 235 44[ 100] 49 337 83 404 9 24 39 47 90 534 77 695 700 51 987[ 100] 154179 270 342 93 552 637 825 39 59 932 96 155225 80 612 22 34 732 33 982 156220 21 512 51 739 893 157135 200 31 325 596 656 870 941 58 158265 306 39[ 100] 48 413 578 618 882 926 159403 504 32 51 86 873 160136 272 349 856 161111 18 229 493 560 656 64 719 918 162114 263 308 477 88 96 669 980[ 100] 163076 154 204 90 371 85 477 82 633 82[ 100] 722 825[ 200] 90 918 31 164143 60 90 92 390 428 506 57 606 66 165148 423 501 737 90 812 909 166071 111 244 53 59 322 83 481 720 87 861 908 28 167499 718 906 64 82 168105 328 78 457 96 540 662[ 100] 72 90[ 100] 738 169066 81 101[ 100] 95 281 474 564 67 780 891 963[ 100] 170077 178[ 100] 502 93 894 908 79 171108 326 711 827 35 61 172101 42 45 387 455 81 587 655 173111 98 293 322 81 558 745 174016 75 102 383 500 8[ 100] 24 675 753 81 853 985 175042 98 368 575 612 41 51 69[ 100] 702 80 176111 25 266 325 39 537 750[ 200] 177038 130 90 256 418 679 178056 64 195 228 58 70 96 343 441[ 150] 786 885 938 44 179212 48 74 416 76 670 755 180054 638 58 763 90 96 982 181018 414 582 [ 100] 182124 47 349 476 542 56 698 757 99 879 183004 37 101 13 332 499 741 184394 546 75 654 185031 45 82 507 16 667 938 66 877 186209 14 345 428 821 918 187330 87 419 73 646 745 869 928 [ 100] 188183[ 100] 248 88 363 414 70 504 42 754 812 70 964 189028 46 237 82 751 910 190056 114 77 367 482 595 609[ 100] 37 738 191032 41 52 102 84 244 51 55 58 333[ 100] 99 467 599 723 192040 62 71 265 68 79 308 407 859 973 193055 152 62 211 591 617[ 200] 770 839 194060 110 292 637 89[ 150] 820 987 195038 192 355 670 704 20 65 67 804 916 196335 538 46 75 639 77 914 54 197227 321 78 85 420 53 518 633 989 198078 103 37[ 100] 249 57 379 615 755 84 90 199076 160 61 895 200221 75 320 46 579 656 747 64 73 78[ 100] 801 90 906 42[ 100] 48 201058 92 152 69 385 775 202214 48 453 560 688 847 53 951 203070 317 38 53 488 661 726 61 853 55 64 92 952 204118 226[ 100] 425 31 676 717 978 205006 70 132 89 206 93 542 91 672 849 63 87 98 206066 78 101 72 339 53 610 60 776 90 207135 270 333 717 29 940 82 208219[ 200] 372 [ 200] 588 627 98 876 907 209212 38 75 431 90 706 16 819[ 100] 25 35 93 210073 111 323 49 550 689 747 48 68 966[ 100] 211015 90 204 29[ 100] 310 635 702 41 908 212300 47 65 482 704 27 37 76 213041 51 233 330[ 200] 562 948 214036 129[ 200] 300 574 612 26 78[ 100] 715 21 54 810 215040[ 100] 165 240 470 502 39 653 728 73 99 980 216065 120 218 458 594[ 150] 615 97 756 94 217057, 475 656 900 72 218048 162 282 357 61 634 942 87 219076 98 258 311 84 419 723 220149[ 100] 267 307 11 94 546 55 83 660 736 840 221044 110 59 70 73 395 735 860 76 93 222114 71 74 89 401 573 621 79 735 917 223005 427 40 593 615 742 82 90 813 224149 387 445 820 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn au 3000 ML, 2 & 1000 ML, 6 zu 500 Mt. Mühlenstr. Nr. 8, an der Warschauerstr., sind vom 1. Ot 99 Wanzenfeind tober ab billige Sofwohnungen von in der Flasche" 2 Stuben 2c. zu vermieten. Näheres daselbst beim Verwalter.. 46260* Frik Preuk 74a Belle- Alliancestrasse 74a, Ede Bergmannstraße, empfiehlt Freunden und Bekannten fein Weiss- und Bayrisch Bierlokal nebst Vereinszimmer für 50 Personen. Preis 50 Pf., 1,00, 1,50. Unfehlbar sicher Allein- Verkauf: Fabrikant ,, Mottenfeind| ,, Schwabenfeind im Beutel" im Streu- Turm" nur 5 Pf. Th. Schmiedel 25 Pf., 50 Pf., 1,00 Gesetzlich geschützt! Neue Königstr. 53, I. Fernspr.: Amt 7a, 6331.( beim Alexanderpl.) Von 1 Mark an frei Haus, auswärts gegen Nachnahme! 2. 3ichung 1. Klaffe 207. Kgl. Preuß. Lotterie. 92, 117055 447 726 70 99 902 118008 51 250 99 Biehung vom 9. Juli 1902, nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Mt. find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 285 301 15 40 415 509 76 622 92 986 1222 300 12 22 59 94 520 627 2099 108 319 413 14 38 697 3307 [ 100] 578 816 4445 60 603 716 38 826 5112 63 493 660 853 918 54 6105 62 287 310 13 96 442 544 70 844 78 959 7107 200 19 610 803 932 8075 144 79 452 63 95 508 10 99 821 92 919 9090 193 378 95 477 660 813 953 71 10060 97 119 50 276 301 19 431 551 86 797 11003 56 268 394 421 83 12088 261 351 431 734 801 55[ 300] 71 13099 138 297 399 476 515[ 200] 703 14405 502 626 824 15011 119 261 646 722 16044 156 62 306 64 70 531 47 749[ 150] 810 17005 164 474 603 850 85[ 150] 939 18120 49 201 24[ 500] 316 46 70 92 445 610 19 23 61 71 722 39 847 87 980 19051 362 426[ 150] 75 529 724 857 949 39 847 37 89 332 52 799 119010 73 116[ 150] 99 205 304 845 903 120305 13 462 589 809 121003 257 60 313 81 427 670 920 22[ 100] 51[ 100] 122000 14 27 100 29 293 328 54 557 66 634 712 123311 515[ 100] 30 787 898 124309 435 591 605 819 125198 253 406 15 76 80 522 859 71 77 93 900 126048 228[ 500] 47 398 510 30 67 715 59 821 989 96 127047 213 332 62 480 513 716 50 915 90 91 128176 316 421 27 79 515 83 625-67 871 129093 132 268 665 709 874 954 130033 83 299 390 417 66 559 75 685 96 710 994 131159 722 32 60 70 76 846 67 85 989 132071 82 117 71 448 60 524 31 59 66 656 749 867 950 133029 161[ 100] 383 487 792 813 72 134069 125 234 50 376 418 532 602 733 47 808 20 135185 316 505 49 712 934 136052 72 141 220 341 75 529 604 739 88 820 955 70 137093 234 76 325 449 683[ 100] 749 83 854 908 18 138001 66 450 720 63 961 139002 55 190 245 84 449 526 81 700 810 86 90 249202 20 445 975 21061 33 234 422 96 3835 22221 143 140048 72.210 81 86 90 376 609 752 996 141096 366 563 88 646 714 834 72 955 70 23154 84 272 345 89 624 66 965 24158 70 88 215[ 100] 312 17 477 652 56 932 44 77 25079 141 218 30 41 442 520 90 671 26058 79 166 210 50 592 94 776[ 150] 87 803 76 85 27014 45 304 35 411 735 50 80 28107 81 221 58 405 77 84 568 69 604[ 100] 713 66 976[ 150] 29152 353 581 613[ 200] 30266 431 71 502 89 765 981 31065 192 285 407 99 523 74 646 702 51 825 46 32105 207 333 405 26 37 54 623 73 710[ 100] 943 33153 225 55 453 856 34149 82 220 44 61 343 71 446 533 662 728 833 946 35002 113 394 540 84 771[ 100] 36177 90 259[ 200] 304 10 422 688 766 910 73 37034 47 60 496 547 608 21 74 733 850 97 989 38175 281 377 463 88 562[ 100] 643 941 50 39002 69[ 100] 125 402 44 79 785 94 838 40184 89 207 361 461 641 938[ 200] 41049 75 714 801 42126 257 424 35 36 76 662[ 100] 727 58 43300 549 664 750 76 938 44005 74 256[ 100] 314 402 26 526 34 47 655 89 758 919 45052 82 209 527 747[ 100] 819 46079 386 607 25 808 97 902 46 73 47029[ 200] 109 202 30 386 685 782 48058 191 358 420 61 69 798 951 66 49071 168 201 319 449 587 98 50741[ 150] 810 13 919[ 100] 74 51512 14 53 820 52079 82 134 39 464 96 587 650[ 100] 789 842 907 53069 81 583 628 51 871 954 94 54043 61 104 232 508 78 769 983 90 55227 366 445 545 816 59 80 56082 169 86 220 365 426 32 39 57 60 846 982 57094 213 314 891 992 58114 251 358 467 73 78 87 507 18 24 766 83 901 61 59015 49 111 59[ 200] 226 47 701 98 887[ 100] 928 74[ 150] 58 60 812 143044 113[ 100] 47 418 542 633 144000 107 16 30 69 445 572 731 837 50 923 145010 308 466 88 535 600 68 71 803 23 961 146037 280 93 344 81 426 63 508 52 866 986 147118 283 325 526[ 3000] 748.816 29 92 952 148135 90 276 327 36 435 545 605 755 83 844 911 149058 143 246 351 482 755 971 150158 232 892 901 47 151084 480 509 617 701 822 152039 542 77 627 91 833 65 99 153162 73[ 100] 99 380 413 71 584 671 83 909 154033 117 264 87[ 200] 387 697 777 838 58 960 155018 49 117 32 212 319 70 540 41 93 616 38 843 75 156363 403 14[ 200] 668 95 795 826 55 912 157197 213 23 74 381 409 606 744 846 914 158157 213 21 25 87 372 585 754 55 988 159251[ 150] 58. 337 412 508 40 69 78 634 80 705 984 160495 526 42 629 80 739 90 161236 53 91 399 435 759 99 162121 233 440 53 85 639 766 163064 170 315 56 487 649 742[ 100] 826 164029 72 401 81 556 655 165111 227 66 417 82 505 13 29 679 934 166088 95 219 46 542 64 74 712[ 500] 98 819 60 167084 208 42 86 547 674 728 67 905 90 168124 56 [ 100] 90 91 269 636 886 169080[ 150] 267 412 500 606 18 24 755 72 850 936 87 171029 170092 184 636 785[ 100] 814 938 66 186 295 348 636 77 971 172190 877[ 100] 987 173219 56 318 82 451 694 792 885 98 174064 219 31 39.79 83 455 696 818 961 74 175143 75 364 499[ 100] 722 809 972[ 150] 88[ 100] 176161 232 49 316 59 642 178045 130 51 203 321 28 35 403 43 890 962 60165 550 940[ 100] 49 61263 334 490 567 625 797 438 61 515 41 660 782 850 98 939 54 177379 480 522 828 81 62027 142 72 306 41 412 612 60 790 828 83 936 38 63132 313 55 861 945 64018 43 59 249 376 88 402 559 668 779 65063 164 249 60 88 392 598 693 849 66008 54 100 43 240 307 484 529 93 96 642 799 900 [ 100] 6 89 67068 113 14 261 302 73 574 716 81 1100] 850 68098 135 38 289 443 826 922[ 100] 69081 233 85 91 306 30 73 501 22 672 834 82 992 70242 346 429 92 623 77 78 770 84 71041 220 325 61 75 422 95 593 627 38 726 930 63 72115 81 273 312 552 963 82 73050 84 477 679 784 74141 61 253 326 406 506 606 733 94 75044 122 77 353 652 61 725 835 48 946 76144 338 427 99 701 59 850 77144 253 346 581 99 620 64 78139[ 200] 330 97 667-746 855 79168 78 231 50 436 846 956 80044 122 87 408 28 517 28 608 35 88 918 81011 217 78 87 784 996 82018 153 55 372 587 615 708 34 83062 148[ 200] 298 384 608 36 710 84023 49 319 69 474[ 150] 814 57 85100 56 225 60 389 400 25 95 539 769 888 86108[ 100] 237 310 426 681 85 812[ 150] 35 87001 211 21 39 75 392 453 600 883 88 945 88106 69 358 568 652 875 89264 359 484 590 723[ 100] 76 88 [ 100] 989 90037 108 15 492 610 31 49 85 87 943 91035 132 47 354 80 94 95 445 64 72 78 83 513 776 92050 173[ 100] 80 227 51 54 306 91 93 592 624 72 93035 131 67[ 100] 83 96 209 79 339 443 66[ 100] 561 98 647 55 825 986 96 94120 89 345 886[ 100] 995 95119 230 330 484 568 593 713 54 79 880 95 96376 489 609 29 69 99 754 56 846 910 29 42 97005 30 35 140 64 [ 150] 359[ 150] 836 951 55 76 98142 254 423 37 63 98 635 793 831 50 85 943 99034 136 56[ 100] 368 83 96 421 83 514 668 79 787 847 54 70 77 920 65 94 100061 333 481 707 87 101124 532 90 693 809 94 906 18 64 73 102115 71 246 346 63 551 88 607 877 937[ 100] 75 103021 241 442 672 104051 114 96 437 532 34 56 737 105013 208 61 375 506 633 707 44 981 106039 51 219 29 99[ 500] 366 414 50 565 641 903 81 107033 71 126 61 243 75 308 24 493 665 67 740 853 77[ 100] 920 108017 57 84 309 502 28 702 33 361 66 934 109195 242 594 628 44 766 842 48 110013 195 213 436 65 524 667 943 111039 86 164[ 100] 289 332 80 112032 52 149 211 82 327 89[ 100] 760 69 821 35 94. 113185[ 150] 233 360 787 830 81 914 114280 589 692 959 115199 415 40 718 868 69 116138 217[ 150] 414 679[ 200] 726 845[ 100] 60 932 5 Kleine Anzeigen. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration im Norden verzugs halber billig zu verkaufen. Bu erfragen Drontheimerstraße 19 parterre. 73466* Schankgeschäft zu verkaufen. Zu erfragen C. Mars, Kastanien- Allee 96. Vereinsparzelle, Bett, prachtvolles, 17,00. Michel, 7586 Köpnickerſtraße 26. Uroki Deschewo. 7596 Nähmaschinen ohne Anzahlung, nemezkago jasyka. Woche 1,00, Seckinger. Borsiggebrauchte tadellos, 70/ 15* räumungshalber spottbillig. Röpnicker: Spottbillig, Nähmaschinen, Tep- strasse 31, Hof IV. ftraße 60/61, Landsbergerstraße 82. Rechtsbureau. piche, Gardinen, Portieren, Tischdecken, Prozeßbeistand, Gardinenhaus Große Frankfurter Uhren, Goldfachen, Pfandleihe Alexan: Eingabengefuche, Raterteilung. Falt, 29/ 8* Brunnenstraße vierzig. + 37* drinenstraße 73. ftraße 9, parterre. Borjährige elegante Herrenhosen Grünkramgeschäft frankheitshalber Musiklehrkräfte, welche durch aus feinsten Stoffen 9-12 Mart. billig zu verfaufen Gozłowsky: Reisefaison geschädigt, wollen Adressen + 142* behufs Abänderung einsenden Oranien: Verkauf Sonnabend und Sonntag. straße 10. 752b Mingschiffchen 20,00, Garantie, ftraße 118, Musikverlag. Versandhaus Gerutania, Unter den 1177 gutnähend, Linden 21, II. Langschiffchen 10,00, Damenuhr verloren von WißQuadratrute Teppiche utit Farbenjehlern Neanderstraße 7. 29/ 7* mannstraße zur Hermannstraße, gegen 7 Mart, verfauft Hausverwaltung Belohnung abzugeben bei Bischoff, Fabritniederlage Große Frankfurter. 7096 Brunnenstraße 151. straße 9, parterre. Nixdorf, Hermannstraße 207, III. 50 Hochwaldparzellen, nahe am Unfallfachen Verfallene Pfänder, Ehescheidungs, See, verkauft bei kleiner Anzahlung uhren, Ringe und andre Goldsachen, Eingabengesuche! Strasberufungen Besizer Pflaumbaum, Hermsdorf, Naterteilungen. Linienstraße 36. Retten jeder Art, sauber und schön, Lindenstraße 15. werden spottbillig verkauft. Altes Weiche Herrenhüte, gute Qualität, Gold and Silber wird gefauft und Stück 95 Pfennig. Bessere Sachen in Zahlung genommen in der Pfand. enormt billig. Hutfabrit, Comptoir leihe Prinzenstraße 28, I, Ede Ritter: Kaiserstraße 25A, früher Barnim: straße. straße 4 und 5. öffnet. Sonntags 3876 ge= + 37* Vermischte Anzeigen. golbene Vermischte 1185* 25426* Vermietungen. Schlafstellen. Freundliche Schlafstelle für zwei Herren zu vermieten Forsterstraße 54, of III, Witwe Rosenthal. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. 74 179022 93 146 282 325 523 97 702 229 881 18 180091 171 376 431 614 724 25 29 881 181008 [ 300] 223 64 302 26[ 200] 94 636 705 800 61 908 71 182095 183 278 343 47 72 643 728 823 41 911 14 183070 92 270 306[ 100] 849 957 184030 257 327 440 777 943 185150 77 407[ 100] 16 607 186066 127 238 39[ 150] 82 438 42 502 96 679 764 187100 25 46 95 237 321 24 45 563 188078 157 221 344[ 200] 487 500 70 708 16 810 189030 238 97 464 78 570 666 726 33 93933 997 18 190008 366 567 926 38 191062 200 40 343 633 860 962 192112[ 100] 48 80 225 30 92 475 823 193076 122 84 226 52 68 378 96 474 87 96 587 816 921 194177 943 80 195019 28 280[ 100] 484 580 731 196005 54 192 373 486 719 197071 151 241[ 150] 49 322 427 58 609 710 30 898 198135 246 52 593 676 885 921 42 199238 43 687 938 80 200070 202 505 53 74 685 828 29 901 201006 196 344 54[ 100] 529 78 773[ 100] 841 42 75 985[ 150] 202220 25 323 484 575 694 733 78 89 857 972 81 99 203060 170 453 518 84 722 37 812 922 204791 826 74[ 100] 205016 27 64 467 73 656 709 27 56 93 820 947 206060 113 264 711 65 88 871 207021 182[ 100] 263[ 100] 408 79 521 641 48[ 100] 60 730 65 885 208139 69 347 549 720 807 209067 143 81 260 76 382 500 905 43 210011 88 147 61 209 45 399 493 557 60 74 601 792 811 998 211087 489 97 614 710 87 876 82 936 212130 74 262 92 429 99 504 667 87 213202 89 453 595 605 65 88 214234 77 384 595 215006[ 150] 210 44 308 58 453 61 550[ 100] 906 42 216054 177 98 238 444 511 38 717 70 802 29 217239 75 97 356 64 416 740 85 94 827 218354 92 468 87 660 748 61 94 219010 11 193 262 468[ 150] 505 69 600 83 814 220033 58 159 203 313 459 73 809 906 48 221147 49 95 325 69 84 523 661 65 702 879 222045 55 159 326 639 757 882 931 32 223120 78 89 221 331 44 400 595 672 74 793 905 81 224092 179 80 206 33 444 616 53 768 962 93 Am Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu 1000 ML, 2 8 500 Berichtigung. In der Lifte vom 8. Juli nachmittags lies 131 111 ftatt 137 111. Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Stellenangebote. Maurer! Achtung! Weissensee. In nächster Zeit wird die Stelle des Zeitungsfpediteurs für die Partet spedition Weißensee frei. +111 Weißenseer Genossen, welche sich die Stelle bewerben wollen, 7386* mögen ihre Offerten bis Sonntag, Versilberer, welche auch blanke den 13. d. M. an Emil Schumann, Slipje machen,' finden dauernde Be: Lehderstraße 118, abgeben. schäftigung Barnimstraße 41. Laufbursche, unter 16 Jahre, verlangt Buchdruckerei, Dresdener auf Herren- u. Damengarderobe 46321* 7536 gesucht. straße 79. Gebr. Altenberg Färberei Fliesenleger verlangt Pinkofsky, Neu- Weissensee, Langhansstr. 4. Gleditschstraße 33. +123 Circa 10 Maurer, 3 Zimmerer und 15 Arbeiter stellt sofort ein Baugeschäft Weidelt, Blum um berg bei Berlin. +91 Anlegerin und Bogenfängerin für Steindruckt: Schnellpresse werden ver langt. Otto Schaefer u. Scheibe Nachfolger, Ritterstraße 111. Detacheur- Färber 10 Töpfer 750b verlangt auf beffere Arbeit Mamsells auf Kinderjadetts, außerm Joh. Priem, Töpfermſtr., Hause, pro Stück 90 Pfennig bis 1,50, Karlshorst. Heiligenbergerstr. 14. verlangt Jaenice, Lachmannstraße 2, parterre. 751b Tüchtige Belegerinnen verlangt Ad. Werkmeister, Schmidstr. 8a. b% Arbeiterin auf beffere Knabenblusen Jacken, Reversanzüge. Weser, 7336* Usedomstraße 7. Arbeiterin auf gefütterte Hosen. Weser, Quer Usedomstraße 7, 7326* gebäude III. Mamsells auf Caves verlangt Prenzlauerstr. 45. Achtung! Holzarbeiter! Gesperrt find folgende Werkstätten: Wegner, Wilmersdorf. A. Schulz, Krautstr. 18/19. Scheffler, Petersburgerstr. 77. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Kimbel u. Friedrichsen, Yorfstr. 43. Kimbel n. Friedrichsen, Dorfstr. 59. 83/ 3* Die Ortsverwaltung. Klavierstunden, Violinstunden, Sommerkursus monatlich 4 Mart, Musikakademie Nürnbergerstraße 21. Rechtsbureau, Teltowerstraße 45, 7246* Eingaben, Gesuche, Naterteilung. UnVerfallene Pfänder: Uhren, bemittelten unentgeltlich. ( 11975* Ringe, Ketten, Regulatoren spott Rechtsbureau Fabisch, AndreasRechtshilfe, Zwei Mark Vierteldugend Damen- billig Pfandleihe Alexandrinenstraße 73. straße Dreiundsechzig hemben, Herrenhemben 3,00. Aus: Nähmaschinen, verfallene, spott Eingabengefuche, Raterteilung.[ 7316* stattungen sowie eleganteste Reise- billig,( Riesenauswahl) Pfandleihe Unfallsachen, Klagen, Eingaben, muster spottbillig. Wäschefabrit Adolf Alexandrinenstraße 73. 26/ 16+ Reflamationen. Putzger, Stegliger Salomonsty, Stadtbahn 21, Nähe Gastocherhaus! Einloch Gas: straße 65. Polizeipräsidium. 70/19 focher! 1,00. Gefchloffene Bweiloch Kunststopferei von Frau Kotosty, Dreilochgastocher! Steinmetzstraße 48, Quergebäude HochTeppiche!( fehlerhafte) in allen gasfocher! 5,00. Gasplätteisen! Gasbügler! parterre. Größen für die Hälfte des Wertes im 8,00. Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Gasbratöfen! 8,00. Billig! Wohlaner, Fahrradgesuch, Razlaff, Schön4816 Bahnhof Börse. 111/ 7* Wallnertheaterstraße 32. hauser Allee 163 a. Betten, Metallbruch aller Steppdecken billigst Fabrik Große Spottbillig Teppiche, Art tauft +37 Bberoict, Oppelnerstraße 16.+ 1* Steppdecken, Gardinen, Regulatoren, Grantfurterstraße 9, parterre. Repetieruhren Leihhaus Neander: Hobelbänke, gebrauchte, alle Vivisektion! Wer sich über diese Gesperrt für sämtliche Branchen: straße 6. Teilzahlungen gestattet. Größen, Tischlerwerkzeug billig. Otto, ruchloseste Grausamkeit unfrer Beit Firma C. Günther, Andreas str. 10. 755b unterrichten will, verlange die Flug Der Streit bei der Firma Gummerss Mußbaum Kleiderspind ,, Bertito, Lebuferstraße 15. blätter des Weltbundes gegen. Bivi bach ist zu Gunsten der Kollegen Spiegel, neu, Muschel- Bettstellen wegen Verkaufe meine 2 Baustellen, Hoch- feftion, welche unentgeltlich versendet Geldmangels sofort verkäuflich. Höfer, wald, unweit Bahnhof, herrliche Lage, werden 6746 zur Leitung einer Filiale von Schuh erledigt und wird die Sperre über bom Berliner TierschutzAdmiralstraße 19, IV. 7436* wegen andauernder Strankheit sehr verein, Königgrägerstraße 108. Um Buchdrucker- Invalide, 35, schrift: waren für außerhalb mit 1000 Wart diese Firma hiermit aufgehoben. Fahrräder- Lethhaus, Neue Schön- billig. Krause, Zepernick, vor Bernau gütigen Abdrud wird gebeten. 161b* gewandt, guter Rechner, fucht Be Kaution gesucht. Offerten H. H. 100,( Siche Gewerkschaftliches.) An: Poftamt 57, Berlin. 29/6 226/3 Die Ortsverivaltung. schäftigung bei bescheidenen hauserstraße 11, bietet Räderläufern Papier- und Schreibwaren- Geschäft, Vereinszimmer. Lier, Alte Jakob: sprüchen. Walfer, Fischerbrücke 12. durch Auswahl, Billigkeit, Solidität 1000 Mart erforderlich, sofort verstraße 119. Blinder Stuhlflechter bittet um Hochgünstige Gelegenheiten beim täuflich. Näheres unter„ 101"," Vor: Vereinszimmer, großes, frei. Arbeit. Stühle werden อา den Fahrraderwerb. Nahenden Saison wärts", Laufigerplas. + Simeonstraße 23, Flid. 1210* billigsten Preifen geflochten, werden für eine Parteizeitung Süddeutschlands zum alsbaldigen Eintritt schluffes wegen Preise äußerst herab: gefeßt. Jedwede beffere deutsche Junge deutsche Doggen zu ver: Grosses, fleines Vereinszimmer, abgeholt und unentgeltlich zurüc Fahrradmarte vertreten. Bergleich taufen. Nixdorf, Sobrechtstraße 14, Kegelbahn, frei Boltsgarten, Brunnen geliefert Adresse: Mulachstraße 27, gesucht. Anfangsgehalt 1800 m. Gefällige Offerten erbittet man mit Konkurrenz erwünscht. 1188K* Buchhalter, gewissenhaft, im Ein richten und Abschließen der Bücher erfahren, perfett englisch und französisch korrespondierend, sucht stundenweise Beschäftigung. Adressen erbitte unter E. 3" an die Expedition des „ Vorwärts". Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fojten 40 Pf. pro Zeile Geschäftsführer Achtung! Vergolder. Eine redaktionelle Hilfskraft 7476*. Gläser. unter G. 3 an die Expedition des„ Borwärts" zu senden. + 131* ftraße 150. 11958 Spidermann. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin 46300*