Nr. 74. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg: fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naunt 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern spred- Anschlu: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Schaffenkommission. Das dem Reichstage zugegangene Regulativ für die Errichtung einer Kommission für Arbeiterstatistik hat folgenden Wortlaut: § 1. Zur Mitwirkung bei den statistischen Erhebungen, welche bei der Vorbereitung und Ausführung der die Verhältnisse der gewerblichen Arbeiter( Titel VII der Gewerbeordnung) betreffenden Gesetzgebung erforderlich werden, wird eine Kommission für Arbeiterstatistik errichtet. 2. Die Kommission besteht aus einem Vorsitzenden und zwölf Mitgliedern. Der Vorsitzende wird vom Reichskanzler ernannt. Von den Mitgliedern werden fünf vom Bundesrath und sechs vom Reichstag gewählt, ein Mitglied ernennt der Reichsfangler aus den Beamten des kaiserlichen Statistischen Amts. Sonntag, den 27. März 1892. schüsse Vertreter zu entfenden, welche jeder Zeit gehört werden müffen. Buchstäblich hat sich erfüllt, was wir beim Bekanntwerden der ersten Nachrichten über die Kommission voraus gesagt haben( Nr. 44 vom 21. Februar): Expedition: Beuth- Straße 3. In allen Fragen, in welchen das kapitalistische Juteresse mit dem proletarischen Interesse in Widerstreit geräth und die soziale Statistik ist oder soll sein das Spiegelbild d. Vorgänge des Wirthschaftslebens, der Auseinanderjehung zwischen Kapital und Arbeit- in allen diesen Fragen wird das Zünglein der Waage sich zu Gunsten des Kapitalismus neigen. Trotz aller Schönreduerei ist es flipp und klar, daß die Bourgeoisie auch in dieser Kommission vor allem nur ihre Geschäfte besorgen wird. Wenn sich der Gesezentwurf in dieser Bahnen bewegt, dann wird das ganze Unternehmen für die Erkenntniß der gefellschaftlichen Zustände noch unbrauchbarer werden, als wir von Anfang an vorausgesetzt haben. Bureaukratische Schablonenmacherei, Enge des Wirkungsgebietes, Mangel an ausreichenden Machtvollkommenheiten, Befangenheit zahlreicher Mit- Doch diese Thatsache einmal bei Seite gesetzt, welche glieder, Vorherrschen der Regierungs- und Unternehmerinter- Funktionen sind der Kommission zugedacht, welche Volleffen: furz eine tlaffenstaatliche Einrichtung, welche die Sozial- machten ihr zugebilligt? Sie ist das vollziehende Organ politit nicht fördern, sondern hemmen wird. Anstatt eine der Regierung, fie hat auf deren Anordnung hin„ die. Borftändige Institution nach Art der nordamerikanischen Bureausnahme statistischer Erhebungen, ihre Durchführung und für Arbeitsstatistit zu schaffen, wird man die sozialstatistische Verarbeitung, sowie ihre Ergebnisse zu begutachten." Es Schönfärberei amtlich organisiren." Ja, der Plan ist von uns beinahe noch immer zu opti- des Bundesraths, ob er überhaupt die Kommission hören liegt demnach in dem Belieben des Reichskanzlers oder § 3. Die Ernennungen erfolgen für fünf Jahre, die Wahlen mistisch beurtheilt worden. Nach dem Regulativ wird die will. Macht die Regierung von diesem fakultativen Recht für die Dauer jeder Legislaturperiode; jedoch verbleiben am Kommission vor allem ein Werkzeug in den Händen der Gebrauch, so sind die Vorschläge der Kommission für jene Schluffe einer Legislaturperiode die gewählten Mitglieder so Reichsregierung sein. Mit christlich germanischer Klugheit im besten Falleschäzbares Material", das benützt oder lange im Amt, bis die Neuwahlen vollzogen sind. Gewählte bietet auch hier der Klassenstaat statt des Brotes einen ignorirt werden kann, wie es gerade der Regierung genehm Mitglieder, welche während der Dauer der Legislaturperiode Stein, an Stelle einer brauchbaren sozialpolitischen In- ist. Wünscht die Regierung zur Erreichung bestimmter aus der Kommission ausscheiden, werden durch Neuwahlen stitution ein weſenloses Schemen. erfetzt. § 4. Die Rommission für Arbeiterstatistik hat die Auf= Die preußische statistische Zentralfommission hat dies jüngste Unglückskind der Sozialreform von Oben aus der Taufe gehoben, und Pathenkind und Bathin sind in der That ein ander würdig. Die seit 1861 bestehende preußische Zentralfom mission hat nichts, aber auch gar nichts geleistet. Bon 1861 bis ich widerhaarig zeigen, vorausgesetzt immer, daß sie überBivecke bestimmte Erhebungen, und sollte die Kommission haupt zu Rathe gezogen wird, so wandert das unbequeme Gutachten in den Papierkorb. Die amtliche Statistik wird das nöthige sodann getreu dem Winke von oben herausflopfen", wie der Kunstausdruck lautet. Einen thatsächlichen gabe: 1. auf Anordnung des Bundesrathes oder des ReichsTanglers die Vornahme statistischer Erhebungen, ihre Durchführung und Verarbeitung, sowie ihre Ergebnisse zu be gutachten; 2. dem Reichskanzler Vorschläge für die Vornahme oder Durchführung solcher Erhebungen zu unterbreiten. § 5. Die Kommission ist befugt, Arbeitgeber und Arbeiter 1869 ist ihre Wirksamkeit Null, von 1870-1884 hat sie Einfluß auf eine vorzunehmende Ermittelung, eine positive in gleicher Zahl zu ihren Sizungen mit berathender Stimme an 21 Tagen ihre gutachtlichen Aeußerungen abgegeben. Einwirkung auf Grundsäße und Ausführung von Enqueten einer von Jahren ist sie begutachtender Charakter. ftatistischen Materials zur Aufklärung der Verhältnisse er ſammengetreten. forderlich erscheint, Auskunftspersonen zu vernehmen. Die Als Mitglieder der preußischen Zentralfommission sind Freilich, die Kommission kann dem Reichskanzler, BorZuziehung von Arbeitgebern und Arbeitern muß erfolgen, wenn thätig: a) der vom Minister des Junern berufene Vordies vom Bundesrath oder vom Reichskanzler angeordnet sitzende, b) Kommissarien der einzelnen Ministerien und des schläge für die Vornahme oder Durchführung" arbeiterwird. Die Kommission kann die Erledigung einzelner der ihr Reichsamtes des Jnnern, c) der Direktor und ein weiteres statistischer Erhebungen unterbreiten. Erfüllt sie diese ihre obliegenden Aufgaben und Befugnisse einem aus ihrer Mitte Mitglied des k. statistischen Bureaus, d) 6 Mitglieder des zweite Aufgabe", so besitzt sie auch nicht den Schatten gewählten Ausschusse übertragen. Die Einberufung der zu Den Sitzungen zuzuziehenden Arbeitgeber und Arbeiter und Landtages, von denen jedes der beiden Häuser drei zu eines Rechtstitels darauf, daß der Kanzler auf ihre Vordie Vorladung der Auskunftspersonen erfolgen durch den Vor- wählen hat, und e) solche Sachverständige, welche auf Bor- fchläge eingeht. Er kann sie zurückweisen, er kann thun schlag der Kommission durch den Minister des Innern zur was er will, eine Gewähr dafür, daß die Wünsche der fizzenden. § 6. Der Vorsitzende und die Mitglieder der Kommission, Theilnahme an deren Arbeiten eingeladen werden. Die Kommission Gehör finden, ist in keinem Betracht geleistet. Wie der Hausmeier den merowingischen Schattenkönig die zu den Sitzungen zugezogenen Arbeitgeber und Arbeiter, Organisation der Reichskommission ist nach diesem trefffowie die Auskunftspersonen erhalten nach im voraus durch lichen Muster eingerichtet, und der Abklatsch wird und muß beherrscht, so die Reichsregierung diese Schattenkommission, den Reichskanzler zu bestimmenden Sägen Ersatz ihrer baaren die gleichen Erfolge erzielen, wie das Urbild. Die Kommission ist ferner, befugt", Sachverständige vor Auslagen, die Arbeiter außerdem für entgangenen Arbeits- Schon die Zusammensetzung der Kommission bürgt ihre Schranken zu rufen, sie braucht aber von dieser Befugniß § 7. Die Einberufung der Kommission erfolgt auf An- dafür, daß stets der Wille der Reichsregierung zur Geltung feinen Gebrauch zu machen. Nur wenn die Regierung es ordnung oder mit Genehmigung des Reichskanzlers durch den kommit. Sieben Stimmen gehören ihr von vornherein, der anordnet, müssen Arbeiter und Unternehmer zugezogen Vorsitzende, die fünf vom Bundesrath ernannten Mitglieder, werden. Welcher Spielraum für die in der Kommission Vorsitzenden. 8. Die Kommission ist bei Anwesenheit von mindestens das aus dem kaiserlichen statistischen Amt vom Reichstanzler allmächtige Regierung, welch folgenschwere diskretionäre sieben Mitgliedern beschlußfähig; fie faßt ihre Beschlüsse nach delegirte Mitglied. Bei Stimmengleichheit giebt der Vor- Vollmacht auf einem Gebiet, bei dessen Erfoschung gerade die Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit giebt die Stimme fizende den Ausschlag. Bleiben die sechs vom Reichstag tiefgründige, sachliche Vernehmung der Interessenten, und des Vorsitzenden den Ausschlag. Im Uebrigen wird die Ge gewählten Mitglieder. Da die Bourgeoisie im Parlament zwar beider Theile, eine gebieterische Nothwendigkeit ist. Die schäftsordnung der Kommission zunächst vorläufig, demnächst die Mehrheit besitzt, steht es von vornherein fest, Konsequenzen des von der Reichsregierung beliebten Vernach Anhörung der Kommission endgiltig vom Reichskanzler daß die Majorität auch dieser Mitglieder bürgerliche fahrens sind einleuchtend. Statt des Zwanges die Willkür, § 9. Der Neichskanzler, sowie die Bundesregierungen Tendenzen vertreten wird, ganz gleich, ob die Beauftragten statt der Ordnung das Belieben! Und man beachte, daß find befugt, zu den Sigungen der Kommission und ihrer Ans- der Agrarier oder der gewerblichen Unternehmer vorwiegen. teine Zeile des Regulativs darüber etwas besagt, wie verdienst. erlaffen. Feuillefont. Nachdrud verboten.] Am Webstuhl der Zeit. ( 74 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Siebentes Kapitel. Ein politischer Prozeß. die sie haben mögen, als nothwendig und mehr oder minder richtig anerkannt. Schon der Verdacht, gegen solche Gesetze Mit großer Spannung sah man in der Hauptstadt den gefehlt zu haben, erweckt eine Art von Schen vor dem Tag herankommen, an welchem die drei Redner der letzten damit Behafteten; und den Verurtheilten bemitleiden zwar Boltsversammlung vorgeladen waren, um sich öffentlich Biele, aber nur selten und nur von Wenigen wird er ferner wegen der in ihren Reden vom Staatsanwalte heraus- hin geachtet. verantworten. gefundenen aufreizenden Aeußerungen, Schmähungen von Ganz anders steht es mit dem sogenannten politischen Staatseinrichtungen, Gefährdung des öffentlichen Frie- Verbrecher. Bei dem nimmt man an, daß nicht persondens u. s. w. vor den bestellten Richtern des Landes zu licher Vortheil oder sonst eine böse Leidenschaft auf ihn ge wirkt, bei dem setzt man fast durchgängig voraus, daß eine innerliche Begeisterung, ein Drang nach besseren und freieren Zuständen sein Thun geleitet, denn sonst hätte er ja Gelegenheit genug, feine Talente, wenn er solche unbestreit„ Wir werden eine Sänfte nehmen müssen, doch woher?" verursacht, da die stenographischen Aufzeichnungen von den der zu verwerthen. Jedermann fühlt es, daß alle staatfragte der Schriftsteller verlegen. Sermine aber schüttelte mit dem Kopf und zeigte nach öffentliche Verhandlung konnte deshalb schon zwei Monate bedürftig sind, daß die alten Zustände häufig nur festgehalten Die werden aus Egoismus, aus Denkfaulheit oder Rechthaberer; dem Mädchen, welches sich schnell in bessere Bekleidung ge- Staatsanwaltschaft hatte angenommen, daß bei Begehung man weiß, daß über kurz oder lang die verurtheilten BeDas Mädchen soll Sie führen helfen?" fragte der in Frage stehenden Verbrechen Verabredung zum ge- strebungen doch zum Siege kommen müssen, und dann find meinschaftlichen Handeln, also Verschwörung, unter den drei die Verurtheilten nichts weiter als Märtyrer, denen man Hermine nickte; das Mädchen flog herbei. Geführt auf Angeklagten stattgefunden, und deshalb beantragt, daß das eines Tages die Bürgerkrone auf das greife Haupt oder beiden Seiten konnte die Kranke mittels der Versenkungs- Verfahren gegen diefelben zu einer einzigen Auflage tom- auf das frühe Grab legt. vorrichtung in die Höhe gelangen und langsam der Aus- binirt werde. Dies geschah; und die zahlreich im Gerichts,, Wollen Sie nun mit uns gehen, gnädiges Fräulein?" Die Angeklagten Frank, Barth und Dr. Lange waren fragte er. Sie nichte mit dem Kopfe und wollte aufstehen, aber bereits zu wiederholten Malen vor dem Staatsanwalte und die Kräfte versagten ihr und Lange mußte ihr den Arm dem mit der Untersuchung betrauten Gerichtsrathe gewesen. reichen. Aber auch so vermochte sie nicht zu gehen. hüllt hatte. Lange. gangspforte zuschreiten, welche unter Noad's und Wießner's saale versammelte Menge betrachtete mit Intereffe die drei Charakter giebt, ist der Umstand, daß hier gewissermaßen Leitung nun nicht mehr verfehlt werden konnte. Im benachbarten Dorfe Moorungen harrte Helene mit ihrem Wagen; sie war in Begleitung von Barth und Elisen. Die beiden Frauen wurden stillschweigend im Wagen aufgenommen, während die vier Männer zu Fuß nach der Stadt zurückkehrten. Und was den politischen Prozessen noch einen besonderen Männer, welche es gewagt hatten, mit Entschiedenheit gegen eine Partei die andere verurtheilt. Der Staatsanwalt tritt die bestehende Ordnung oder Unordnung aufzutreten. da in den Angen des Volkes nicht mehr rein als Ankläger, Ein politischer Prozeß trägt einen entschieden anderen im Namen des verletzten Gesetzes, sondern ganz ausdrücklich Charakter, als ein gewöhnlicher Kriminalprozeß. Die als Anwalt der im Staate herrschenden Partei auf, und meisten Kriminalgesetze basiren auf einem allgemeinen mora- wenn er sich's nicht bewußt ist, so thut er's häufig unlischen Standpunkte, werden darum trotz aller Gebrechen, willkürlich, denn vermöge seiner Stellung ist es ihm nicht Politische Ueberlicht. Berlin, den 26. März. Der beschnittene Vorfämpfer der Sozialdemokratie, Gea schäftsführer des Semitismus in der sozialdemokratischen Partei, Millionär und Vertreter des Proletariats, Herr Baul Singer aus Berlin, gab gestern Abend hier wieder eine Gastvorstellung." diese Auskunftspersonen zu suchen sind. Soll das Ergebniß einer Enquete verwerthbar sein, so muß die wirkliche Auffaffung der Interessentengruppen zum haarscharfen Ausdrucke kommen, so müssen die berufenen Repräsentanten, Aus dem Reichstag. Die dritte Lesung des Etats welche thatsächlich die Beauftragten ihrer Klasse, ihres Ges Wir haben dem nichts weiter hinzuzufügen, als daß werbes u. s. w. sind, vernommen werden. Ein Mittel giebt es, wird, wie alle dritten Lesungen, mit einer Generaldebatte diese Vertreter zu finden, ihre freie Wahl durch die gesellschaft eingeleitet, und dieselbe brachte heute eine Reihe recht inter die Leipziger 8tg." fich zu jenen konservativen Organen liche Schicht, die repräsentirt werden soll. Die Vertreter effanter Momente. Zunächst brachte die Erklärung des zählt, welche faft Nummer für Nummer Krokodilsthränen der Arbeiterschaft müßten durch die Arbeiter, die Vertreter der Abgeordneten Pflüger( Württemberg) zu Tage, daß es unter über die angebliche Verrohung der Arbeiterbevölkerung verUnternehmerschaft durch die Unternehmer gewählt werden. Den 10 Mann der schwäbischen Boltspartei ganz bedenklich gießen. Banernfang. Ramerun ist von allen Sachkennern Die Kommission, d. h. die Regierung, aber sichert sich das friselt. Die Herren Bayer und Hausmann haben die demogemeinschädliche Recht der fünstlichen Auslese, sie holt sich kratische Couleur hier in Berlin so vollständig verloren, daß als ein Fieberherd gekennzeichnet worden, dessen Klima für man sie selbst unter der Loupe von einem ganz gewöhnlichen den Europäer auf die Dauer unerträglich ist und ihm Tod die Auskunftspersonen, die ihr geeignet erscheinen. Die Stimme der Arbeiterschaft wird ungehört verhallen, als Deutschfreisinnigen nicht mehr zu unterscheiden vermag. und Verderben bringt. Europäer zur Erwerbsarbeit an Damit scheint aber der demokratische Vertreter für Gera- ber afrikanischen Westküste ansiedeln wollen, etwa als Arbeitervertreter erscheint etwa der Ladirer Bahn, bronn nicht einverstanden zu sein, und so gab er Pflanzer, als landwirthschaftliche Arbeiter, heißt ihr Todes dieser Typus des kaiserlich königlichen Normalarbeiters. Es müßte nicht das Reich der Gottesfurcht und heute für seine Person eine Erklärung ab, die sich urtheil aussprechen. Um so auffälliger ist es, daß eine auf den Boden bes volksparteilichen Programms sogenannte" Kolonial- Genossenschaft" gegründet werden soll, frommen Sitte sein, deren Staatsmänner nichts lernen und nichts vergessen, wenn nicht mit peinlichem Eifer Alles ver- ftellte, und in welcher der Redner erklärte, bis zur welche beabsichtigt, einen Theil der jährlich aus dem Deutschen Reich auswandernden Bauernfamilien nach mieden wäre, was den Vernehmungen Lebensblut einflößen, Durchführung und Verwirklichung gewisser grundlegender welche beabsichtigt, einen Theil der jährlich aus dem Wird die Reichsregierung gegen was der Thätigkeit der Kommission erst Rückgrat und Muskeln Forderungen seine Zustimmung zum Etat verweigern zu Ramerun zu lenken. gäbe. Nicht ist, wie in den„ wilden Ländern", in England, in müssen. Herrn Payer schien diese Erklärung recht un- diesen Plan mit Thatkraft entgegenwirken, vor der AusNordamerika, den Auskunftspersonen der Zwang des Er- be quem zu sein, er stimmt für den Etat, trotz seiner demo- wanderung nach dem mörderischen Lande warnen, etwa so wie Einzelstaaten und Reich vor der Auswanderung nach scheinens vor der Kommission vorgeschrieben, sie können sich der Pflüger'schen Beleuchtung sehr an ihrer Wirksamkeit Brasilien warnen, oder wird sie es ruhig geschehen lassen, scheinens vor der Kommission vorgeschrieben, sie können sich fratischen Wahlreden, diese aber werden in Zukunft unter wanderung nach dem mörderischen Lande warnen, etwa so der Berufung entziehen, sie sind nicht durch wohlüberlegte einbüßen. daß zur höheren Ehre der Kolonialpolitik die Knochen Strafbestimmungen gebunden, zu kommen und zu reden. Unser Genoffe Liebknecht vertrat den prinzipiellen deutscher Bauern unter der afrikanischen Sonne bleichen? Noch weniger ist die Anordnung der eidlichen Aussage ge- Standpunkt unserer Partei. Der darauf folgende freisinnige So sicher es ist, daß der Hauptstrom der überseeischen troffen worden, dieses bewährten Mittels zur Erzielung Redner spielte dann etwas sehr deutlich auf die letzte Auswanderung im alten Bette weiterfließen wird, so sicher wahrheitsgetreuer Darlegungen. Und um die Unselbständigkeit des ganzen Unter- Ministerkrise in Preußen an, worauf Graf von Caprivi ist es auch, daß die Unerfahrenheit der ländlichen Benehmens vollends zu offenbaren, ist die Kommission nicht den Versuch machte, eine politisch diplomatische Rebe zu völkerung von den neuen Sendboten dieser seltsamen einmal berechtigt, zusammenzutreten, wenn sie es für noth- halten. Daß ihm dies gelungen, wird der Herr Graf Kolonial- Genossenschaft" ausgebeutet werden wird. Sache selbst nicht behaupten wollen. Nachdem bie Frage wendig erachtet, vielmehr hat sie auf den Befehl des der unabhängigen Preſſe iſt es, diesen Vogelherd aufzuKanzlers oder auf seine Erlaubniß zu warten. Im Geifte aber angeschnitten war, mußten die staatserhaltenden heben, in dessen Garne bäuerliche Gimpel gefangen werden Parteien" Stellung nehmen. Es geschah dies durch die follen. des Militarismus harre die Kommission bescheiden der Ein- Fraktionsführer Graf von Ballestrem, Bennigsen und den berufungsordre! Herrn von Manteuffel. Außer einer Portion dick aufgetragener Elogen für Caprivi wußte der Zentrumsführer nichts vorzubringen, als eine Verwahrung gegen die Kreirung von verantwortlichen Reichsministern. Der schlesische Grande und päpstliche Geheimkämmerer mußte sich von Bennigsen darüber belehren lassen, daß wir in dem Reichskanzler schon einen verantwortlichen Reichsminister haben, im Uebrigen hatte der hannoversche Oberpräsident seinen liberalen Tag Was lehrt das Regulativ ferner? Die bürgerliche Staatsweisheit ist auch nicht gewillt, die Ansprüche und außerdem warnte er vor dem sich wieder mächtig ernsthafter Sozialpolitik zu befriedigen fte stemmit regenden Partikularismus. fich vielmehr einer unbefangenen Erkenntniß ber sozialen Zustände entgegen. Was lehrt das Regulativ? Die amtliche Sozialpolitik ist unfähig, die elementarsten Bedingungen einer sozialen Statistik zu erfüllen. Keine Selbständigkeit, keine Garantie fruchtbringender Einwirkung, Mangel an Vollmachten, Mangel an Exekutivmaßregeln. Resultate, wie sie englische oder nordamerikanische Kommissionen erzielt haben, sind von vornherein ausgeschlossen. 3 Kavalierstugend. Die„ Frankfurter- Beitung"( Nr. 85 vom 25. März) rechnet den" neuen preußischen Ministerpräsidenten, den Grafen Botho von Eulenburg, zu den„ Edelleuten im guten Sinne des Wortes, von der Ueberzeugung durchdrungen, daß man auch in der Politik vornehm sein müsse und nicht zur Buttkamerei herabsinken dürfe". Wir wollen nicht auf die einem demokratischen Blatte nicht gerade läßliche Begriffsscheidung zwischen weißen und schwarzen Schafen der Aristokratie eingehen. Will die Frankfurterin den Junkern im guten Sinne des Wortes" eine anständige Diese liberale Haltung Bennigsen's veranlaßte den Gesinnung als spezifisch ständische Tugend zuweisen, so mag Grafen Raniz zu einer Denunziation des königlichen sie dies mit sich austragen. Vielmehr ist es die GedächtnißBeamten Bennigsen", worauf dieser aber sehr entschieden schwäche des Blattes, welche Aufmerksamkeit verdient. Wenn Weit davon entfernt, ein Instrument der Reform zu sein, erscheint sie nach dem Inhalt des Regulativs als ein replizirte, was dem Prinzen Carolath Anlaß zu einer die Redaktion der Frankfurter Zeitung" ihre Fahrgänge Gegengewicht gegen die soziale Statistit, wie unabhängige opfwäsche gegenüber dem Ochsengrafen gab, wie sie sonst 1878-1881 nachzuschlagen die Güte hätte, überzeugte sie sich nur von ernsten Schulmeistern an ungezogenen Jungen wohl mit Leichtigkeit, daß der„ Edelmann im guten Sinne des Privatstatistiker, wie die Arbeiterorganisationen in Deutschland, wie arbeitsstatistische Aemter des Auslands fie pflegen. geübt wird. Auch den Herren Liebermann von Sonnen- Wortes" das Sozialistengesetz mit einer Schärfe und Rücksichtsland, wie arbeitsstatistische Aemter des Auslands ſie pflegen. berg und dem davon gejagten Hofprediger Stöcker drückte losigkeit gehandhabt hat, die wir so plebejisch sind, für nichts Ueber der Thür des Kommissionszimmers müßte die In- der„ rothe Prinz" in recht deutlicher Weise die diesen Herren weniger als„ vornehm" zu bezeichnen. Und ist es der Frankfurter Ueber der Thür des Kommissionszimmers müßte bie Fn- berg Redaktion zu mühsam, im eigenen Blatte nachzuschlagen, so Reine Kommission für Arbeiterstatistik- daß die Lage gebührende Hochachtung" aus. Herr von Stumm gab sein allerhöchstes Mißfallen bietet die von der sozialdemokratischen Partei herausgegebene der landwirthschaftlichen Arbeiter gänzlich außer Betracht fommt, ist nicht verwunderlich im Junkerparadies, keine darüber kund, daß die sozialdemokratische Partei, feine, Denkschrift hinreichende Auskunft auch über die Thaten des Kommission für Arbeitsstatistik, sagen wir, sondern eine rein Stumm's, Rede gegen die Sozialdemokratie und die Ant Edelmannes im guten Sinne des Wortes". Die Untersozialpolitische Flecken- Reinigungsanstalt wünscht die Sozial- wort unseres Genossen Bebel darauf, in tausenden von scheidung zwischen Eulenbürgerei und Puttkamerei ist eine Exemplaren im Stumm'schen Wahlkreis hat vertheilen so feine, daß sie mit unbewaffnetem Auge nicht zu entdecken reform von Oben. Aber die Thatsachen sind hartnäckige Dinger. Und lassen. Eine Schmeichelei für den Werth feiner eigenen ist. Worin sich Buttkamer von Eulenburg unterschied, ist wenn die Kommission in Aktion tritt, wird der Versuch, wenn die Kommission in Aktion tritt, wird der Versuch, Reden ist diese Stumm'sche Entrüftung gerade nicht, aber in Einem Wort zu sagen; dieser erklärte, er werde das unsdie ökonomischen Vorgänge im rosenrothen Lichte erglänzen ist, es unsere, der Sozialdemokratie, Schuld, daß Sie so nahmegesetz loyal handhaben, jener handhabte es ohne diese beileibe nicht jesuitische Reservation. Sie hatten das gleiche zu lassen, elend scheitern. Die Sozialdemokratie wird dafür dummes Zeug reden, Herr Stumm?! Werg auf der Kunkel, der Faden war der gleiche, nur die forgen, daß die Realität des gesellschaftlichen Elends nicht in den schönen Schein einer nationalen Wohlfahrt um Nummer eine andere,' gedichtet wird. Und so wird es sich wieder einmal zeigen, daß die einzige Partei, welche eine positive sozialpolitische Wirksamkeit entfaltet, indem sie Kritik übt und die that sächlichen Zustände enthüllt, immer und immer wieder die Sozialdemokratie ist. - schrift prangen: Hier wird schöngefärbt! anders möglich, als zu denken, es muß das recht sein, was er für recht hält. Auch in dem Richterkollegium erblickt man Beamtete der im Staate herrschenden Partei, im Angeklagten nur den, der den Muth gehabt, den Mächtigen gegenüber furchtlos die Wahrheit und das Recht, welches Hunderttausende zugleich als ihr Recht erkennen, zu vertreten. Und selbst wenn der Angeklagte im Irrthum befangen gewesen, war sein Streben, nach den Beweggründen beurtheilt, darum minder edel und anerkennenswerth? Und war es so gefährlich? Nicht im Mindesten! Mit den Worten des alten Bolksliedes möchte man lächelnd fragen: Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein, Soll's denn wirklich so gefährlich sein? Schiffsmann, fag' mir's ehrlich: Ist' s denn wirklich so gefährlich?" Der Ferthum ist nur schädlich, wenn er die Mächtigen beherrscht; die moderne menschliche Gesellschaft beruht auf dauerhafteren Grundlagen, als ängstliche Staatswächter zu hoffen wagen. Nachschrift. Der Nachtragsetat ist denn auch glücklich eingebracht worden. Es werden aus Mitteln der Anleihen Fortschrittlich- nationalliberale Verbrüderung. In 9643 400 m. verlangt für die Vervollständigung des deutschen Eisenbahnnetzes im Interesse der Landesvertheidigung". Es ist dies die erste Rate von einer Gesammtforderung von der neuesten Nummer der„ Nation" fraternifirt Herr Ludwig 32 234 440 M. In Betracht kommen der Neubau einer Bamberger mit seinen alten Kameraden vom NationalLinie von Röschworg in der Richtung auf Karlsruhe, der liberalismus. Bennigsen hatte bekanntlich in der Reichstagszweigeleifige Ausbau von 6 Grenzbahnen und 5 Linien bei figung vom 22. Februar die Friedensflöte wie folgt ge blasen: Trier und im Elsaß. Bundesräthliches. In seiner am 24. März abs gehaltenen Plenarsizung ertheilte der Bundesrath die Zuftimmung: dem durch die Beschlüsse des Reichstags abgeänderten Gesezentwurf betreffend das Telegraphenwesen des Deutschen Reichs, dem Entwurf einer Verordnung über das Jukrafttreten der auf die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe bezüglichen Bestimmungen der Gewerbe- OrdnungsNovelle vom 1. Juni 1891, dem Entwurf eines Gesezes für Elsaß- Lothringen, betreffend die Verbesserung der Kanäle sowie die Erhebung von Schifffahrtsabgaben auf denselben, den Anträgen des Reichskanzlers über die Bollbehandlung der in Reffelwagen eingehenden Verschnittweine und Mofte und wegen Errichtung einer Kommission für Arbeiterstatistik und den Entwürfen zu Bestimmungen, betreffend die Beschäftigung von Arbeiterinnen auf Steinkohlen- Bergwerken, Bint und Bleierz- Bergwerken und auf Rokereien im Regierungsbezirk Oppeln sowie von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Rohzucker- Fabriken und Zuckerraffinerien.Zur Bergwerks Novelle. In der zweiten Unter den zahlreichen Zuhörern der erwarteten Ge- Beilage ist der zweite Artikel zur Kritik der richtsszene befinden sich viele Führer der liberalen, wie der Novelle abgedruckt. Den ersten Artikel siehe im HauptTonservativen Partei, Mitglieder der Landesvertretung, blatt Nr. 72 vom 25. März. Advokaten und Beamtete; auf den Tribünen befinden sich Den Beutel auf! So ist die Losung der reichsauch Damen, insbesondere auch Damen aus unserem Be- deutschen Staatsweisheit. Dem Reichstag soll, wie die fanntenkreise. Präsident: Sie heißen?" Frank: Friedrich Frank." Es würde die von mir erwartete Entwickelung infolge der Handelsverträge und die daraus sich ergebende Mäßigung des Interessentampfes zwischen Schutzzoll und Freihandel wohl dazu führen können, daß eine größere Annäherung zwischen liberalen Männern und Parteien wieder eintritt. Es würde das, wie gesagt, nach meiner Meinung, der ich stets liberal gewesen bin und bleiben will, für die weitere Entwickelung in Deutschland nur förderlich sein für das liberale Bürgerthum in Stadt und Land: die liberalen Anschauungen haben einen Anspruch auf größere Geltung, als sie zur Zeit besigen." Im Anschluß an dies schmelzende Solo schreibt Bam berger u. A. und die National- Beitung" brudt es mit Behagen ab-: In der Antwort, welche Herrn von Bennigsen aus den Reihen der Freisinnigen am folgenden Tage auf seine am Schluß der vorhergehenden Sigung gehaltene Rede gegeben wurde, fand fein Entgegenkommen die wohlverdiente bereit willige Aufnahme, und die Betrachtungen, die fich an die rüd wärts liegenden Dinge fnüpfen ließen, wurden nur leicht ges streift! Ganz mit Recht! Denn, weun es gilt, sich zu einigen, muß das Trennende schweigen. Aber um das Erworbene für die Zukunft zu sichern, ist es doch auch unumgänglich nöthig, einen tieferen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Bankrott ist der Liberalismus nie gewesen, aber in breiten Schichten des Bürgerthums hatte er lange Jahre hindurch sich selbst aufgegeben und damit fant er herab tief und immer tiefer und verlor seinen Einfluß. Was dazu gehört, damit er etwas vermöge, hat sich jetzt gezeigt, nämlich nur, daß er wolle! Dies ist die Lehre. Daran ändert auch nichts die Thatsache, daß die plötzlich wiedergefundene Energie nicht rein liberalen Ursprunges ist. Denn man darf sich feiner Täuschung darüber hingeben: es steckt mehr religiöses und konfessionelles Element in dem riesig angeschwollenen Widerstand, als reiner Liberalis mus... Die Verantwortlichkeit für den Niedergang des liberal bürgerlichen Einflusses ruht nicht auf Bismarc's Haupt. Jest muß sich's zeigen, ob die Lehren der Vergangenheit aus der neuesten Gegenwart mit dauerndem Nutzen gestärkt hervorgehen und beherzigt werden." Die drei Redner haben auf der Anklagebank Platz ge- Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, vor seiner BerDie drei Redner haben auf der Anklagebank Platz genommen und unterhalten sich ruhig mit dem einzigen Ver- tagung noch ein Nachtragsetat, betreffend den Ausbau theidiger, den sie angenommen, dem Advokat Streit. Beim von Eisenbahnen im Osten und Westen, zuErscheinen des Gerichtshofes zieht sich Letzterer nach einem gehen und hierfür als erste Rate ein Betrag von etwa 9 Millionen Mark eingestellt sein. Der ganze Betrag wird Bulte zurück, und unter feierlichem Schweigen der großen auf etwas über 30 Millionen, welcher sich auf mehrere Versammlung eröffnet der Präsident die Sigung mit der Jahre vertheilen würde, angegeben. Ueber die AngelegenFrage an Frank: heit sollen Verhandlungen zwischen dem Reiche, der preußiEine allmälige Verschmelzung der beiden liberalen fchen und badischen Regierung gepflogen werden, da die Gruppen, die in ihrem Hauptziel, dem steten Kampf für die beiden letzteren sich an den Kosten zu betheiligen haben Interessen des mobilen Kapitals, aufs innigfte übereinstimmen, würden. Es handelt sich um sogenannte strategische Linien, ist voraussichtlich nur eine Frage der Zeit. Und Herr d. h. solche Eisenbahn- Anlagen, die in erster Reihe militäri- Bamberger zeigt blos, daß er ein logischer Kopf ist, wenn schen Zwecken, dem Kriegswesen dienen sollen. Der Milita- er unbefangen die richtigen Schlüsse zieht. Ebenso forrett rismus ist die Schraube ohne Ende, welche dem Volke den ist sein Urtheil über den Schein- Triumph in Sachen der letzten Blutstropfen und den legten Heller auspreßt. Bedlißiade; die Buntscheckigkeit des Haufens, der auszog, Gesinnungsrohheit. Eine Niedrigkeit, wie man sie den gemeinsamen Feind zu bekämpfen, erinnert zu sehr an in den schmuzigsten Revolverblättern nicht zu finden ge- den Troß einer Landsknechtsschaar des sechzehnten Jahr wohnt ist, macht sich in dem offiziösen Organe der Königl. hunderts. Daß Bismard den Verfall des Liberalismus fäch fischen Regierung, der Leipziger Zeitung", breit. Vorige nicht verschuldet, daß er diesen Verfall blos gefördert und Frank zudte mit den Achseln und setzte sich. Aehnliche Woche war unser Genoffe Ginger in Leipzig, um dort in ausgenutzt hat, ist gleichfalls richtig. Bismard exploitirte Fragen ergingen nun an die beiden anderen Angeklagten. einer Volksversammlung zu sprechen. Darüber erfrecht sich nur die geschichtliche Entwickelung, die den Liberalismus Inun das offiziöse Organ folgende Zeilen zu schreiben: ( Fortsetzung folgt.) zum Verfechter des Kapitalismus ohne freiheitliche Präsident: Wie alt?" Frank: Zweiunddreißig Jahre." Präsident: Welcher Religion?" Frank: Proteftant." Präsident: Welchen Standes?" Frank: Wechselinhaftat." Präsident:" Das sind Sie augenblicklich, aber sonst?" Frank:„ Ich bin Verschiedenes gewesen und weiß nicht, was ich fünftig sein werde." Präsident: Also Privatmann?" Hungerthphus in Galizien. Auch in dem oft galizischen Bercz herrscht ein grauenhafter Nothstand. Der Ausbruch einer Typhus- Seuche ist unzweifelhaft, und ohnmächtig steht die bürgerliche Gesellschaft diesen Ereignissen gegenüber. Vom Dynamitschwindel. Die französische Regierung will angeblich infolge einer Verständigung mit mehreren der hier beglaubigten ausländischen Vertreter mit einer Aus weisung der ausländischen Anarchisten vorgehen. Die Aus weisung würde erfolgen, sobald die Urheber der jüngsten Dynamit- Attentate verhaftet seien. Also Ausweisung der von der Polizei gefütterten internationalen Lockspigel! So tief schneidet sich die Bourgeoisrepublik nicht ins Fleisch. Sie wird irgend ein paar unbequeme Fremde, russische Flüchtlinge vielleicht, trok des Asylrechts ausweisen, die geliebten Dynamit- Agenten aber an ihrem staatsretterischen Busen weiter nähren. Abg. v. Manteuffel( dt): Die letzten Worte brücken durch aus auch meine Meinung aus. Ich muß mich aber sogleich gegen den Reichs Finanzminister wenden, dessen Nothwendigkeit meine Partei nicht anerkennen kann. hätte.( Bravo rechts.) Maste gemacht hat. Die Bourgeoisie hat ihre polis au machen; ber Militarismus, das Syftem der Menschen- fchädigenden Gegenleistung erkauft hätte. tische Erstgeburt für das Vorrecht der Plusmacherei ver- fchlächterei, ift unfähig, von ihr Lehren anzunehmen; er ist ja in Andererseits find die Vortheile der Trennung utverkennbar. Schachert, die Arbeiterklasse muß den von jener schnöde im sich eine Kulturwidrigkeit. Mit der zweijährigen Dienstzeit ist Wenn Fürst Bismarck bei seiner toloffalen Kraft, bei der GeStich gelaffenen Schild vom Wahlplatz aufnehmen und es auch nicht gethan, das System selbst muß fallen und es wird schichte, die er hinter sich hatte, es schwer empfand, die die alten bügerlichen Forderungen verfechten, die einst das fallen, es wird zu Grunde gehen an seiner Kulturwidrigkeit. Wir Reibungen zu ertragen, so wäre es unbescheiden, wenn ein haben ftets das Milizwesen, das Volksheer empfohlen; glauben anderer denten wollte, er würde nicht darunter leiden. Zum Schiboleth der Liberalen bildeten. Sind nun die trennenden Sie nicht, daß ein Volksheer sich ebenso tapfer schlagen würde? schwersten Theil meines Daseins hat es gehört, mich in diese Gesichtspunkte für Deutschfreifinn und Nationalliberalismus( Widerspruch rechts.) Sie fprechen vom militärischen Geist; das Dinge hineinzuarbeiten, die mir doch im Allgemeinen fern lagen. nicht grundsäglicher Art, so liegt auch keine Ursache vor, ist der Geift, der auf Kommando Vater, Mutter, Brüder und Auch das Reich hat einen Vortheil davon, wenn der Reichsgetrennt zu marschiren. Bis die in dem Mischmasch der Schwestern niedermacht, der Geist, der den Offizier zwingt, im tangler fünftig nicht mehr in jede preußische Krise verwickelt zu Gentlemen- Fraktion sich umtreibenden, der Rechten zugehören Streite mit einem Nichtmilitär diesen Wehrlofen, Unbewaffneten werden braucht. Abg. v. Kardorff( Rp.): Wie soll ein parlamentarisches den Elemente ausgeschieden sind, mag das Kartell, dann die niederzuftechen! Das ist der militärische Geist, den Sie für unentbehrlich halten. Das Geheimniß der Erfolge liegt in der Regiment durchgeführt werden, wo die Majoritäten im Landtag Vereinigung das Endziel der Einigkeitsprediger sein. Runst des Marschirens und der Kunst des Schießens; in diesen und Reichstag ganz verschieden sind? Ich stimme mit Herrn Bennigsen ist Bamberger's, Bamberger Bennigsen's werth, beiden Beziehungen nimmt es jedes Milizheer mit dem herrschenden Richter darin überein, daß die Trennung eine dauernde nicht und es ist jedenfalls zu bedauern, daß der alte Recke von Militarismus auf. Der Uebergang zum Milizsystem läßt sich im sein wird. Weiter geht aber diese Uebereinstimmung nicht. Kirchheimbolanden durch Sezession und neue Sezession von Rahmen der heutigen Organisation bewerkstelligen. Die ganze Abg. Graf Ballestrem( 3.): Auch ich beklage, daß der den alten Waffenbrüdern sich loslöfte. Aber das Tischtuch elsaß- lothringische Frage wäre nicht aufgetaucht, hätte man 1871 Reichstanzler aus der leitenden Stellung in Preußen ausgeschieden ist nicht zerschnitten, und sie werden bald wieder aus Einer unsern Vorschlag befolgt, Frankreich zu zwingen, sein Heer in ift, es fehlt ihm ein Relief, welches ich ungern an ihm vermiffe. Schüssel effen.ein Milizheer umzuwandeln. Ich halte die Annexion von Elsaß- Wenn jedoch die Umstände es mit sich brachten, daß der ReichsLothringen noch heute nicht nur für ein Verbrechen, sondern für tanzler auf diese Stellung verzichten zu müssen glaubte, so einen der größten politischen Fehler, die je gemacht worden sind. will ich mich freuen, daß diese Ueberzeugung ihn nicht auch Eine elsaß- Lothringische Frage giebt es und ihre Lösung wird erst dazu brachte, auch auf sein Amt als Reichskanzler zu ver dann möglich sein, wenn in Deutschland und Frankreich Regie: zichten; wir hoffen, daß es nicht lange dauern wird, rungen vorhanden sind, welche das Selbstbestimmungsrecht der Völker daß er wieder seine Stellung auch in Preußen in die Hand achten. Die Elsaß Lothringer find freie Männer, fie gehören nehmen wird, die er bisher inne hatte.( Bravo! im Zentrum.) sich selbst. Wenn die Regierung hüben und drüben diesen Abg. v. Bennigsen( natl.): Der Vorredner vergißt ganz, Grundsatz anerkennen, der Nationalhaß beseitigt sein wird, dann daß wir einen verantwortlichen Reichsminister haben, nämlich den wird eine friedliche Lösung dieser Frage möglich sein. Gegen die Kangler. Graf Caprivi wird sehen, daß man einen ehrlichen Bewilligung der Kriegsanleihe zu stimmen, sind wir 1870 be- Versuch, die Kanzlerschaft in der veränderten Form fortzuführen, rechtigt gewesen, denn der Krieg ist uns nicht aufgezwungen von allen Seiten unterstützen wird. Die Verwaltung des Grafen worden, sondern es haben an seiner Entfesselung die Regierung Caprivi erfreut sich bei den fremden Regierungen eines großen drüben nicht mehr Schuld gehabt, als die Regierung hüben. Vertrauens namentlich in der Richtung, daß er als eine Friedens( Unruhe links.) Der Krieg von 1870. wäre ja ohne den Krieg bürgschaft angesehen wird; insofern wünsche ich auch, daß wir von 1866 ganz unmöglich gewesen und von diesem Krieg von 1866 ruhig der weiteren Entwicklung in Deutschland entgegensehen haben Sie ja daffelbe behauptet, wie ich von dem Kriege von mögen. 1870. Sind erft Regierungen vorhanden, welche das ganze Bolt, nicht blos Klassen und Theile des Volkes vertreten, dann werden auch die Kriege aus der Welt geschafft werden können; das hat schon der Brüsseler internationale Rongreß von 1891 aus gesprochen. So lange aber halte ich alles übrige, namentlich den Abg. Liebknecht: Die Frage hat die Bedeutung nicht, bie Wunsch der allgemeinen Abrüftung für einen frommen Wahn. ihr hier gegeben wird. Deutschland ist nur ein vergrößertes Französischer Prefprozek. Das Pariser Schwur- Haben denn etwa die heute Regierenden ein festes Programm, Preußen und in Preußen wie in Deutschland das persönliche gericht verhandelte am 25. März in der Klagesache gegen womit sie die Schäden der Zeit zu heilen unternehmen? Nein, Regiment so ausgeprägt, daß es auf die Einzelheiten des den Herausgeber des Intransigeant" und gegen Rochefort nichts als Polizei, das ist das A und O der heutigen herrschen- jetzt wenig ankommt. getroffenen Arrangements sehr wenig von Frankreich oder von wegen der Veröffentlichung eines gegen den Generalstaats- den Mächte. Polizeigesetze gegen Prostitution, gegen Beröffent. Wenn wir angegriffen werden anwalt Quesnay de Beaurepaire gerichteten Artikels, welcher lichungen über Soldatenmißhandlungen, gegen die Trunksucht, Frankreich mit Rußland, so ist ganz Deutschland einig bag ist ihre ganze Kunst. Auch das Schulgesetz war nur dazu gegen den Angreifer, das habe ich oft genug erklärt. betitelt ist:„ Ein pflichtvergessener Beamter": Der Heraus- bestimmt, das erloschene Ausnahmegesez gegen unsere Partei zu er- Die von mir zitirten Ausführungen des Abg. von Bollmar find geber des Intransigeant" wurde zu zwei Monaten Gefeßen. Die Regierenden sollen aber zunächst einmal für sich selbst sorgen, von meiner Partei gerügt worden; ste tönnen gegen mich nicht fängniß und 3000 Frts. Geldstrafe, Rochefort zu einem wir werden feine Gelegenheit geben, daß wir auf einer Dumm- ausgespielt werden. Der Krieg von 1870 war ungerecht, das Jahr Gefängniß und 3000 Frts. Geldstrafe verurtheilt. heit ertappt werden, wir machen keine Putsche, wir kämpfen nur war er nach dem Zeugniß des Kaisers Wilhelm selbst. Wir Rochefort ist in England und wird diese Kontumazial- Ber mit den Waffen, mit denen wir Ihnen überlegen find. Die werden natürlich jest wie immer gegen den Etat stimmen. donnerung sehr kaltblütig aufnehmen. Straßentrawalle würden in Berlin Erfolg gehabt haben, wenn Abg. von Stumm( Rp.): Es wird den Sozialdemokraten die Sozialdemokratie hier nicht so mächtig wäre. Die Frechheit nicht gelingen, sich davon rein zu waschen, daß fie feit 1870 alles Ein Minister über die Todesstrafe- in der Norddeutschen Allgemeinen" schob uns die intellektuelle Ur- gethan haben, um das Vaterland wehrlos zu machen. Herr Belgien. In der Sigung des belgischen Senats vom heberschaft zu; nein, diese Urheberschaft ist bei den Regierenden, Liebknecht hat die Verantwortung für die Berliner Krawalle ab 26. März forderte, wie der Bossischen Zeitung" gemeldet bei den Berfechtern und Aufrechterhaltern der Kornzölle! Das gelehnt. Das ist aber nicht so leichthin abgemacht. Die ganze wird, Namens der Ultramontanen Senator Lammens nichts mehr. Alles Erdentliche haben Sie gegen uns versucht; lehrt, daß Eigenthum Diebstahl sei, fann sich doch nicht wundern, Namens der Ultramontanen Senator Lammens alte System ist in der Abwirthschaftung begriffen; es gelingt Agitation der Sozialdemokraten führt zu solchen Krawallen. Wer die Wiedereinführung der Todesstrafe. Der Justizminister weder die Maßregelungen noch das Zuckerbrot der sogen. Sozial. daß nachher solche Angriffe gegen das Eigenthum erfolgen. Auch wies diesen Antrag als unzeitgemäß zurück, zumal ein ent- reform haben Erfolg gehabt. Die Krönung des Gebäudes, das hat der Vorwärts" seine vollste Sympathie mit den Anarchisten scheidender Nachweis fehle, daß ihre Abschaffung die Ver- Klebegesetz, ist Ihnen selbst jetzt am meisten verhaßt; fein Urheber ausgesprochen. Danach ist es eine unglaubliche Heuchelei, die brechen vermehrt habe. Wie föstlich ist doch die christliche Fürst Bismarck hat es direkt verleugnet. Bei uns bleibt der alte Verantwortung für die Krawalle andern zuzuschieben. Alles, was Nächstenliebe der Klerikalen, die nach dem Blute ihres Kurs; unser Kurs ist der richtige und auf dem Weg, den wir von Soldatenmißhandlungen hier vorgebracht ist, ist Rinderspiel Nächsten dürften, so daß ihr eigener Parteigenosse, der betreten haben, kommen wir auch zum Ziele.( Bravo lints.) gegen das, was die Sozialdemokraten gegen diejenigen Arbeiter fleritale Juftizminifter, fie mit einem kalten Wasserstrahl von Elsaß- Lothringen als ein Verbrechen bezeichnet. Eine Hand-( Zwischenruf links.) In zahlreichen Gerichtsverhandlungen find Präsident v. Levehow: Der Abg. Liebknecht hat die Annexion ins Wert sehen, die sich ihrer Disziplin nicht fügen wollen. zur Raison bringen muß! lung, welche der deutsche Kaiser mit den deutschen Fürsten unter die unglaublichsten Chikanirungen und Mißhandlungen festDer neueste Unterthan ,, Väterchens". Milan, der Bustiminung des Reichstages und unter dem Beifall des Volkes gestellt, die sie in dieser Hinsicht auf dem Gewissen haben. vorgenommen hat, dürfen von hier aus nicht als em Abg. Richter: Wenn Herr von Stumm die Krawalle be Rönig a. D. von Serbien war heimathlos, nachdem er auf Berbrechen bezeichnet werden. Ich rufe den Abg. Liebknecht dafür spricht und die Frage der Urheberschaft, so hätte er boch auch feine serbische Staatsangehörigkeit gegen ein reichliches zur Ordnung.( Beifall rechts.) die Antisemiten erwähnen sollen, deren Betheiligung bei denselben Trinkgeld verzichtet hatte. Der Bar nimmt ihn in Guldur Dronung.( Beifall rechts.) Abg. Richter: Der Abg. Liebknecht ist auf die Kriege von gestern erst gerichtlich festgestellt worden ist. Die Kumulation ber und Gnade auf und macht ihn zum russischen Unterthan. 1866 und 1870 zurückgekommen. Ich halte es nicht für richtig, Aemter in der Person des Reichskanzlers war allerdings immer Der ausgehaltene Vertreter des Gottesgnadenthums erhält auf die Kriege vor 1870 ohne zwingende Veranlassung zurück- stärker und schließlich auch für den Fürsten Bismard zu ftart aus der kaiserlichen Privatschatulle eine monatliche Pension zukommen, denn diese Kriege find wesentlich von Deutschen gegen geworden; Graf Caprivi hat sich in alle diese Dinge doch nicht von viertausend Rubeln, welche ihm sofort entzogen wird, Deutsche geführt worden, und ich wüßte nicht, welchen Zweck es jo einarbeiten können, wie es die Sache erforderte. Wir wollen falls er ohne Einwilligung der russischen Regierung nach bat, sich über die Veranlassung dieser Kriege auseinanderzu feine Entlastung auch, aber durch verantwortliche Reffortminister. Abg. Graf Kanis( dt.) wendet sich gegen die Ausführungen Serbien zurückgeht. Ebenso übernahm der kaiserliche Fonds feßen. In der Annegionsfrage würde man weiter gekommen die Garantie für das von ihm bei der Wolga- Kamabant ein, meint Herr Liebknecht, wenn wir den Franzosen das Miliz- des Abg. Liebknecht und die Soldatenmishandlungen; diese stub system aufgezwungen häiten, dieses würde ein Hinderniß für sollte doch endlich abgemolten sein. Bedauern müsse er, daß ein angestrebte Anlehen. Es gehört sich, daß der Lakai des einen Revanchefrieg gewesen sein. Daß das nicht wahr ist, haben aktiver Staatsbeamter wie Herr von Bennigfen Arm in Arm mit russischen Despoten auch die zarische Livree trägt. Jn wir doch 1813 den Franzosen felbft gezeigt. Das schlimmste an Herrn Richter, dem Fahrer der Opposition, über Reichsinstitutionen Herzen die Treue und auf dem Hintern das Wappen!" der Sache ist, daß man von solcher Frage überhaupt spricht; eine solche Kritik übe.( Großer Lärm links. Fortdauernde Undaraus erwachsen erst Gefahren.( Lebhafte Bustimmung lints.)- ruhe.) Meinen Anschauungen von preußischem StaatsbeamtenDiäten im englischen Parlament. Der zum ersten Die neueste Wendung der Politit in Preußen und Deutschland thum will das nicht entsprechen. Die Schöpfung eines Reichs. Male am 25. März im Hause der Gemeinen eingebrachte tann bei dieser Gelegenheit nicht unbesprochen bleiben. Der Reichs- ministeriums würde die ungeeignetste Maßregel fein, dem wach. Antrag auf Gewährung von Taggeldern an dessen Mit- tangler ist heute bei uns erschienen wie ehedem, aber er ist nicht senden Partitularismus zu steuern.( Beijall rechts.) glieder ist mit 227 gegen 162 Stimmen abgelehnt worden. mehr berselbe, er ist in seinen politischen Funktionen halbirt worden. Abg. von Bennigsen: Ich nehme den Vorwurf des Grafen Der Diätenantrag wird wiederholt und in absehbarer Zeit und des Reichskanzlers hat sich vollzogen. Der Reichskanzler und seine Freunde über den Verlauf der letzten Borgänge Die Trennung des Ministerpräsidenten Breußens Raniß gerade bei ihm nicht tragisch; ber Merger, ben er trotz des Widerstandes der Geldsack- Vertreter angenommen wird jetzt vielleicht einsehen, daß es mitunter schwerer ist, gegen empfinden, muß sich irgendwo Luft machen.( Heiterkeit links.) den Strom zu schwimmen, als er es sich noch vor wenigen Tagen Ich gehöre dem preußischen Landtage gar nicht an; ich habe bei gedacht hat. Die erfolgte Trennung halten wir nicht für Der Rebe, welche ich hier im Reichstage hielt, garnicht das Schulpraktisch. Die Verfassung ist darauf zugeschnitten, daß der gesetz erwähnt.( Stufe rechts: doch!) Aber ich habe allerdings Reichstanzler auch in Preußen der erste Staatsmann ist. Reichetangler Graf von Caprivi: Ich bestreite die Be warnen wollen davor, daß man mit dem Boltsschul- Gesetz eine hauptung, daß der Reichskanzler oder das Reich irgendwie anders geworden find durch die neuesten Vorgänge. Fürst Bismard bat 1878 ausgeführt, daß der preußische Ministerpräsident feinen größeren Einfluß auf die Gesammtverwaltung des Staates hat, als irgend einer feiner Kollegen. Später, am 5. März 1878, bat er ausgeführt, im preußischen Ministerium giebt es überhaupt feinen Ministerpräsidenten, sondern nur einen, der die geschäft Gingegangen ist das Regulativ für die Kommission für liche Leitung der Verhandlungen hat; der preußische Wintner Arbeiterstatistit. präsident hat gar keinen geseglichen Einfluß. Zweifellos ist diese Abg. Liebknecht stellt in Abrede, baß der Vorwärts" Zur zweiten Berathung steht die Nachforderung zum Etat legtere Aeußerung richtig und ich fann auf mehrere Staatsrechts jemals für die Anarchisten sich ausgesprochen habe. Anarchismus für 1892/93, wonach für die Kosten der Betheiligung des Reichs lehrer verweisen, die dasselbe ausführen. Bleibt der persönliche sei in jeder Beziehung das Gegentheil vom Sozialismus. an der Weltausstellung in Chicago weitere 2 Millionen Einfluß. Aber auch da spricht Fürst Bismarck davon, wie schwer Abg. Stöcker: Herr Richter hat versucht, mich und die bewilligt werden sollen. ihm der war und wie gering die Wirkungen sind. Können Sie Antisemiten für die Krawalle verantwortlich zu machen. Das ist Referent der Budgetkommission Abg. Scipio berichtet, daß erwarten daß ein Nachfolger des Fürsten Bismard in ein vergebliches Beginnen; aus der Aussage des einen Angeklagten die Kommission fich von der Nothwendigkeit der Mehrjorterung kurzer Zeit diesen Einfluß gewinnen wird, den Fürst ist nichts Allgemeines zu folgern. Der Anarchist, der es gerufen 1878 nicht zu überzeugt und sie einstimmig genehmigt habe. Die Mehrforderung Bismarck noch besitzen beklagte? Der hat, steht eben allmälig ein, welche verhängnißvolle Rolle das wird nach längerer Debatte über Raumfragen u. f. w. bewilligt. Ministerpräsident fißt dem Minifterium vor und hat eine Judenthum in der Sozialdemokratie spielt.( Sachen links.) Die Kra Es folgt die dritte Berathung des Etats. In der Stimme; ist seine Stimme wichtig genug, so wird er das walle waren ein Beugniß für die Verrohung, die Berthierung, in Generalfommiffion erklärt zunächst: Ministerium mit sich ziehen, gleichviel, ob er Ministerpräsident welcher die untersten Volksmassen sich befinden, dahin geführt durch Abg. Pflüger- Württemberg( Boltspartei), daß seine Partei oder Minister der auswärtigen Angelegenheiten ist. Ich glaube die moralische Verseuchung, welche die radikale und umstürzlerische gegen den Etat stimmen müsse, so lange nicht die zweijährige also, daß thatfächlich der Reichskanzler dadurch, daß er den Bresse feit zehn Jahren und mehr in die Massen gebracht hat. Dienstzeit einge ührt, das jezige Heersystem mit seinen in Menschen- Vorsitz im Staatsministerium aufgiebt, nichts in Preußen verliert. Und das vielgeliebte Bürgerthum des Herrn von Bennigsen hat schinderei ausartenden Soldatenmißhandlungen nicht geändert, Hat er persönlichen Einfluß, so wird er ihn haben, wie er ihn thatenlos dabei gestanden.( Große Unruhe links. Zustimmung und überhaupt nicht dem Reichstag die gebührende Mitwirkung gehabt hat, einen gefeßlichen hat er so nicht und so nicht. Für rechts.) Was Herr Liebknecht heute hier gesagt hat, ist blos eine Bismard hat später auch hier und da andere Anfichten aus Ermunterung für die französischen Eroberungsgelüjte.( Sehr bei der Ordnung der Reichsangelegenheiten eingeräumt sei. Abg. v. Minch( wilder Demokrat) spricht dem Reichstanzler gesprochen; es ist dann vielfach Bezug genommen worden fauf wahr! rechts.) für seine verdienfilichen Leistungen namentlich auf dem Gebiete das Interimistikum des Grajen Roon. Daß dieses Verhältniß der auswärtigen Politit seine volle Anerkennung und sein Ver- damals Nachtheile gehabt hat, glaube ich mot, jedenfalls haben nicht fachliche Nachtheile zur Beseitigung der Renderung geführt. Abg. Liebknecht( Soz.): Die wachsende Schuldenlast des Fürst Bismarck und Graf Roon waren leidend; der lettere er Reichs rührt zum überwiegenden Theil von den steigenden Aus- flärte nach 11. Monaten wegen der Zunahme dieser Leiden den der sich auf den Antisemitismus ftüzt, um dadurch erhalten zu Darauf baten die preußischen gaben für Heer und Marine her. Der Militarismus ist es, der Abschied nehmen zu wollen. am Marke des Volkes nagt.( Widerspruch.) Das Kapitel der Minister den Fürsten Bismark, er möge den Vorfig wieder über- werden.( Ünruhe rechts.) Ich halte es mit den Kaisern, welche viele nein alles faul ift. Der bekannte Erlaß des Herzogs zu gelegenheiten erwachsen. Ein weiterer Nachtheil foll der sein, Stampfes nicht werden.( Beifal links.) Ich bebauere tief die Soldatenmißhandlungen hat es bewiesen, daß in diesem System nehmen. Das ist geschehen. Sachlich war kein Schaden den An- gesagt haven, alle meine Unterthanen find meinem Herzen gleich nahe; der deutsche Reichstag sollte der Tummelplay diefes Sachsen wurde im Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei baß der Reichskanzler nicht mehr die Politit des do ut des( id) veröffentlicht, eine Huhmesthat für das Blatt, für die Partei. gebe damit du giebst) treiben fönnte. Ich weiß nicht, ob ich das Ausführungen des Grafen Ranih. Ich sehe es als hohe Ghre Aber damit ist die Wiederkehr folcher Mißhandlungen nicht be bisher gekonnt habe; ich würde aber auch als Reichskanzler für das preußische Beamtenthum au, folche Männer wie Herrn von Bennigfen in ihrer Mitte zu haben. seitigt, denn sie liegen in dem Wesen des heutigen Militärfyfiems. geglaubt haben, mich am Reiche zu versündigen, wenu im Reiche mit einer Preußen ( Widerspruch rechts.) Mit Religion und dergleichen ist da nichts ich eine Forderung werden. Parlamentsberichte. Dentscher Reichstag. 204. Sigung vom 26. März. 12 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Graf von Caprivi, von Bötticher, von Marschall, von Malzahn, Hollmann. trauen aus. schwere Gefahr für Deutschland heraufführe( Lebhafter Biderpruch rechts und im Zentrum); ich rief das liberale Bürgerthum aus und der Erfolg hat mir Recht gegeben. Man hat mir bis weit nach rechts hinein Dank gewußt für die Warnung, die ich ausgesprochen habe. Wenn aber Graf Kaniß mich auf meine ab bängige Stellung als Beamter hinweisen will, so weiß ich nicht, pie er das mit seiner Auffassung von der Unabhängigkeit ber Reichstags- Mitglieder vereinbaren will. Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit): Sinter den Krawallen hat die Börse, haben die Juden gesteckt. Auch das Judenthum arbeitet mit agents provocateurs, Abg. Prinz zu Carolath: Der Thron würde mir leid thun, Fortseßung in der ersten Beilage) Theater. Sonntag, den 27. März. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Freund Friz. Die PuppenFee. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Vorher: Der eingebildete Kranke. Montag: Die Quizows. Deutsches Thenter. Die Kinder der Exzellenz. Montag: Hamlet. Die GroßstadtIuft. Leffing- Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Der Veilchenfreffer. Montag: Der Hüttenbesizer. Wallner- Theater. Der Löwe des Lages. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. DertleineSchwerenother( Ferdinand le noceur,) Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Borstellung. Thomas- Theater. Ein blauer Teufel. Der Bureaukrat. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Franzosentid. Montag: Dieselbe Vorstellung. ut de Berliner Bockbrauerei Tempelhofer 53. Bock- Saison. Berg. Täglich: Militair- Concert. Anfang 5 Uhr Nachmittags. Der Garten ist eröffnet. Unter dem großen Theater- Belt Platz für 3000 Personen. Entree Wochentags 20 Pf., Sonntags 25 Pf. [ 2186L Bock- Brauerei. Empfehle den großen Garten mit beiden Sälen zu SommerFestlichkeiten. 2158L August Tiedemann, 1181 om n Dekonom. PassagePanopticum. Unserem Kollegen Paul Braun zu feinem Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß seine Maschine Klavier spielt. Paul no ne Bulle. 2137b K. 2. W. W. Gedächtniß- Feier für den verstorbenen Reichstags- Abgeordneten Max Kayser veranstaltet von Lese- Klub ,, Max Kayserif am Sonntag, den 3. April, in der Neuen Welt( Bal Champêtre), Hasenhaide, bestehend in des Instrumental- und Vokal- Konzert unter Mitwirkung Gesang- Vereins ,, Kreuzberger Harmonie", Mitgl. d. Arb- S.- B., unter Zeitung seines Dirigenten Herrn Dillenberger. Gedächtnißrede gehalten von einem feiner früheren Reichtags- Rollegen. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Leitung des Herrn G. Grass ausgeführt. Nach dem Konzert: TANZ. Riese, 9 Fuß. unserm Genoſſen, dem dicken Most, H. Schimansky, Arndtstr. 25,$ of part., Otto Klein's Restaurant, Schönlein. Zwerg, 25 Zoll. Mann m. Steinkopf. Pigmy v. StanleyZwergvolk. 10-1 4-9 Uhr. Oftend- Theater. Berlin im Jahre Restaurant ,, Zukunftsstaat", 2000. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Fernpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Konkordia- Valant- Theater. Spezialitäten Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenBorstellung. Theater der Reichshallen. Spes zialitäten Borstellung. Circus Renz. Karlstraße. Sonntag, den 27. März 1892, 2 Vorstellungen. Nachun. 4 Uhr ( 1 Rind frei). Auf Berl. Aschenbrödel", phantastisches Zaubermärchen in 4 Abth. arrangirt u. infcenirt v. Direktor Renz. Abends 7/2 Uhr: Zum 190. 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Nach dem Konzert kommt zur Aufführung: Die letzte Pflicht. Schauspiel in 4 Akten und 7 Bildern von F. Krüger. Ort und Zeit der Handlung: Belgisches Kohlengebiet zur Zeit der dortigen Bergarbeiterbewegung. Tanzkränzchen. Hierauf: Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang präzise 6 hr. 2035b Entree 25 Pf. Fachverein der Lapezirer Berlins und Umgegend. Montag, den 28. Mary, Abends präzise 82 Uhr: Große Versammlung G in Feuerstein's Salon, Alte Jakob- Straße Nr. 75. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Zagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbe Schiedsgerichte. unser Kollege Arttmann geftorben und 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes und Fragen. Die Kollegen werden erfucht, Sonntag, den 27. d. M., Nachm. 2 Uhr, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. vom Trauerhause, Fürstenstr. 11, nad) Kollegen, tretet dem Fachverein bei! Das Arbeitsnachweis dem neuen Luisen Kirchhofe, Nixdorf, Bureau, Schützenstr. 18/19, ist für alle Kollegen unentgeltlich, Abends Serrmannstraße beerdigt wird. 6-7 Uhr, Sonntag 11-12 Uhr Vormittags geöffnet. 2126 b A Der Vorstand. Buchbinder- Männerchor Berlin. Hierdurch den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser bewährtes Mitglied und Mitbegründer des Vereins Robert Wolgast am 24. d. M., Nachmittags, an der Schwindsucht verstorben ist. Möge ihm die Erde leicht sein! Die Beerdigung findet von der Leichenhalle des Krankenhauses St. Urban nach bem Neuen Louisenstädtischen Kirchhofe am Sonntag um 3 Uhr Nachm. statt. Betheiligung sei Jedem Pflicht. 439/18 Der Vorstand. Allen Freunden und Genossen die Schönes Piano f. 60-70 Perf. traurige Nachricht, daß meine liebe Montag, Dienstag Dienstag Frau Elise Nohu, geb. Horn, am u. Freitag. Nestaurant Schneekoppe, 24. d. M. an der Proletarier- Krankheit 1998b Nostizstr. 29. Schuli Seeschlößchen Reinickendorf. b. Emin Pascha- Reich. Jeden Sonntag': 2161L verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 28. d. Mts., auf dem Charitee- Kirchhof früh 8 Uhr statt. Der trauernde Gatte Franz Rohn. Danksagung. Gr.Ballim Parquettsaa! 30 Personen, Männer, wozu ergebenst einladet Böttcher. Frauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12. 1 Uhr Vormittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr achmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstrasse 77-79. Heute, sowie täglich: Gr. Freifonzert. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Saal und Zimmer für Vereine und Zahlstellen zu vergeben, auch schöner Garten dabei Gips- Str. 3. 21176 W. Gründel's Gasthaus, S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis und Verkehr der Maler, Buchbinder, Drechsler, Sattler, Gärtner und Schuhmacher. 1868L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. Allen Freunden und Genossen zur Sonntags 20 Pf. Entree. Anfang 6 Uhr. Nachricht, daß ich Cuvryftr. 48, nahe Empfehle meinen berühmten Mittags- der Schlesischen Straße, ein tisch à la Duval. Diner à 1 Mark. 3 Regelbahnen, 6 Billards. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal eröffnet habe. Allen Spaziergängern 2 Säle. Sowie täglich: 1169L aus der Berliner Bock- Brauerei. nach Treptow bestens empfohlen. Für 383/19 Verein gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Grosse Mitglieder- Versammlung am Montag, den 28. März, Abends 82 Uhr, bei Hensel, Invalidenstr. 1a. 2136b Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten W. Bock, über„ Die neue Gewerbeordnungs- Novelle". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Kollegen, scheut nicht den Weg oder die Zeit zu dieser Versammlung, biefer Vortrag ist für jeden Kollegen von großem Nutzen. Aufnahme neuer Mitglieder, sowie Annahme von Beiträgen findet statt. Der Vorftand. Bäckerei- Arbeiter! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 29. März, Nachm. 3/2 Uhr, in der Aktien- Brauerei Friedrichshain. Zages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Halberstädter Gewerkschaftstongreß( Wericht erstatter E. Pfeiffer). 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. 2133b Das Agitations- Komitee. der Zheilnahme bei der Beerdigung Verein der Plätterinnen u. v. Berufsg. Berlins meines lieben Mannes Paul Danne berg, fage ich allen Freunden und Befannten, besonders dem Verein für Regelung der gewerblichen Verhältnisse Mitglieder- Versammlung der Töpfer, meinen herzlichsten Dant. am Montag, den 28. März, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße 17. Frau Danneberg nebst Rindern. Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Besuch. Vereinszimmer als Zahlstelle für 40 Personen. Edmund Renter, Schwinemünderstr. 45. 21812 Allen Freunden und Bekannten empf. m. gr. Vereinszimmer m. Piano, auch als Zahlstelle zu benußen. Schüchner, Auklamerstr. 45. Kranzbinde rei u. Blumenhdlg. Tages Ordnung: 1. Vierteljahres- Bericht. 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. 3. Wahl von drei Revisoren. 259/3 4. Die Herren Philippsohn u. Leschziener fund deren Agentin Frau Haffe" auf der Suche nach Blätterinnen. 5. Die Lohnabzüge in verschiedenen Fabriken. Um zahlreiche Verbreitung dieser Einladung und recht regen Besuch der Versammlung ersucht Der Vorstand. J. A.: E. Mohring, Rottbuserdamm Deffentliche Versammlung der Bildhauer 92, Gr. Bock- Ausschank 20746 Anton Seidler. Don J. Meyer, Wienerstr. 1, Berlin. am Montag, den 28. März, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, 1 großes Vereinszimmer zu vergeben. Stur hier in der Ecke bei der ManAlte Jakobftraße 75( unterer Saal). teuffelstraße. Guirlanden Meter von Tagesordnung: 1. Referat des Herrn Völkel über die Bewegung ber 15 Pf. an, Bouquets von 1 Mt. per Arbeiter- Kontrollmarken. Märkischer Hof, 2. Bericht der Delegirten zur Streit- Kontrolls Dutzend an. Für gute preiswerthe tommiffion. 3. Maifeier. 4. Berschiedenes. Waare garantire wie bekannt.[ 1790L Fernsprecher Amt IX. 9482. RAUERE FRIEDRICHSHA SHAIN AktienBrauerei Admiralstr. 18 c. Ball- Lokal I. Ranges. Jeden Sonntag und Mittwoch: FriedrichsGroßer Ball. Herren, die am Tanz hain Grosses theilnehmen, zahlen 75 Bf., von 10 Uhr KRONENGARN. ab 50 Pf., im Abonnement. Jeden am Rönigsthor. Montag: Gr. Konzert der Tyroler Deute, Sonntag: Sänger( Aner). Entree 15 Pf. Anfang 8 Uhr. Mein Lokal steht Vereinen zu Instrumental- Sommernachts- Bällen, Hochzeiten und Versammlungen zur Verfügung.[ 2146L Konzert W. Böhme. Empfehle allen Genossen mein WeißAnfang 4½ Uhr. und Bairischbier- Lokal. Bablitelle Gintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. fann errichtet werden. Bodbier- Ausschank.( 2177L Herm. Noll, Köpnicerfir. 23a. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. 2123b Ich erkläre Frau Groffe für eine ehrenhafte Frau. F. Peters. " Zum Quartalwechsel! Bur pünktlichen Lieferung des Vorwärts" und aller sozialen Schriften für Tempelhof u. Mariendorf empfiehlt sich L. Hecht, Tempelhof, Berlinerstr. 41. 20646 Nur I Mark. Saal. Die Kommission der Bildhauer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 27. März, Abends 6% Uhr: 2 Versammlungen. 147/8 1. Kommandantenstraße 20, in den Arminhallen im großen Vortrag des Herrn E. Roland, über„ Der Weltuntergang". Grenadierstraße 33, bei Geefeld. Vortrag des Herrn Pinn, über„ Die Kreuzzüge". 437/19 2. Nach den Vorträgen in beiden Versammlungen gesellige Unterhaltung Klagen, Eingaben, Reklamationen, Dr. Karl Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, und Tanz. jezt Raupachte. 7, I. Auch Sonntags. Gäste, Damen und Herren, fehr willkommen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 74. Parlamentsberichte. ( Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Sonntag, den 27. März 1892. 9. Jahrg. die Firma gleichfalls vertrete. Natürlich sind diese Angaben weggenommen. Im Oktober oder November 1891 hat die Sydow fämmtlich unwahr, was schon daraus hervorgeht, daß Beide das ihrem Dienstherrn aus dem Portemonnaie einen TausendSchloß des Koffers durch einen Schlosser erbrechen ließen. Der markschein fortgenommen und denselben in ihrem Haar Fabrikant ist übrigens aus der Haft entlassen worden, sein Ver- versteckt. Guhrauer hatte aber damals den Diebstahl Die Konservativen selbst haben stets die Meinung vertreten, treter jedoch, der in der Königgräberstraße eine kleine Wohnung bald bemerkt, Der Sydow denselben auf den Kopf daß die Beamten unabhängig sind und auch ihrer Regierung inne hat, ist als fluchtverdächtig nach dem Untersuchungsgefängniß zugesagt und auf diese Weise sein Geld gerettet. entgegen ihre unabhängige Ueberzeugung vertreten; jekt haben in Moabit gebracht worden. Das Zusammenleben mit dem alten, ganz allein stehenden Sie diese Meinung verleugnet. Ich meine, nun werden sich die und sehr reichen Guhrauer hat dann die Begehrlichkeit der Sydow Wähler bei den nächsten Wahlen die Frage deutlicher, Wegen versuchter Brandstiftung ist die Frau eines hervorgerufen und in ihrem Kopf reifte langsam der Plan, dem vorlegen, ob sie einen Landrath oder Präsidenten wählen sollen, Militärinvaliden K. vorgestern verhaftet und dem Staatsanwalte alten geizigen Manne seine Gelder mit Gewalt abzunehmen. Sie der vielleicht nachher von dem Herrn Grafen Ranih hinter den vorgeführt worden. Die Frau erschien vorgestern bei der Kriminal- wußte, daß Guhrauer fich Nachts in seinem Schlafzimmer einKoulissen zur Rechenschaft gezogen wird. Gerade ein Mitglied polizei und zeigte an, daß sie soeben aus Verdruß über das schloß, aber die Gewohnheit hatte, noch einmal aufzustehen und der konservativen Partei hätte nach den Vorgängen, welche wir Betragen ihrer Stieftochter, die ihr in unehrerbietiger Weise das Kloset aufzusuchen und mit diesen Thatsachen rechnete sie bei mit Beamten z. D. soeben erlebt haben, besser gethan, diese widersprochen habe, eine Flasche Petroleum über zwei Betten der Ausführung ihres Planes, die sie im Verein mit den Aeußerung zu unterlassen. ausgegossen und diese dann angezündet habe. Hierauf habe sie übrigen Angeklagten in der Nacht des 13. Dezember vorigen Abg. v. Stumm: Die Sozialdemokratie habe ihr Versprechen, die Wohnung verschlossen und sei zur Kriminalpolizei geeilt, um Jahres in Szene fetzte. Als an jenem Abend die in demfeine Rede bei der zweiten Berathung des Etats gegen die Sozial- Anzeige zu machen. Als die Kriminalpolizei fofort Nach ſelben Hause wohnende unverehelichte Leschkowih den Hausflur demokratie und die Debatte darüber als Broschüre zu verbreiten, forschungen anstellte, fand sie, daß der Hausbesiker, auf deffen betreten hatte, um das Gas im Hause auszulöschen, hörte sie, schlecht gehalten, sie habe nur seine erste Rede und die Antwort Grundstück am Weinbergsweg Frau R. wohnte, das Feuer be- daß Guhrauer die Endow auszankte, daß sie so lange fortdes Abg. Bebel drucken laffen, die ganze übrige Debatte aber reits gelöscht hatte, bevor es erheblichen Schaden anrichten konnte. geblieben sei. Als die Leschkowi kurz darauf bei der Guhrauerweggelassen, namentlich die beiden späteren Reden von Stumm. Der Hausbesitzer hatte zeitig bemerkt, daß aus der verschlossenen schen Wohnung vorüberfam, blieb sie an der Entreethür stehen Es liege hier also eine Fälschung vor. Wohnung Rauch hervordrang, und gewaltsam die Thür geöffnet. und hörte, daß Guhrauer auf wiederholtes Klopfen seine StubenAbg. Singer: Diese Auffassung von Fälschung ist recht Verbrannt waren nur mehrere Kleidungsstücke. Aus der Koch- thür aufmachte. Darauf ertönte ein Schlag und es fiel etwas eigenthümlich; sonst pflegt man unter Fälschung etwas Anderes maschine waren glühende Kohlen auf den Boden des Kleider zur Erde. Dann rief Guhrauer wiederholt:„ Ach Gott, ach zu verstehen. Mit Herrn Stöcker bin ich darin einig, daß Moral spindes gelegt worden, der gleichfalls in Brand gerathen war. Gott!" und es folgte ein dumpfes Röcheln," welches längere und Religion zweierlei sind. Man kann ein sehr religiöser und Da bezüglich ihrer zurechnungsfähigkeit erhebliche Bedenken auf Zeit andauerte. Die Leschkowiß flingelte alsdann mehrere dabei höchst unmoralischer Mensch sein.( Bustimmung links.) Die gestiegen sind, so wird Frau R. im Untersuchungsgefängniß zu Male an der Guhrauer'schen Wohnung, es wurde ihr Behauptung, daß die Sozialdemokratie an der Berrohung der Massen nächst auf ihren Gemüthszustand beobachtet werden. jedoch nicht geöffnet und sie rief deshalb die Hausund an den Krawallen schuld sei, ist so wahrheitsliebend wie alle Der Schwindler, der durch Vorlegen von Sammellisten Male lingelte. Endlich wurde geöffnet und vor dem Haus bewohner und den Wächter Ploch herbei, welcher gleichfalls mehrere Behauptungen des Herrn Stöcker.( Der Präsident rügt diese Ausdrucksweise.) Die Versammlungen, auf welche das Urtheil des Herrn für stellenlose Dienstmädchen" zahlreiche Mädchen betrogen hat, bewohner stand die Angeklagte Sydow, nur mit Unterrod und " den Sie die Krawalle beseitigen. Das Umfichgreifen des Anti- Eine jugendliche Diebesbande, die bei ihren Streifzügen semitismus in der Sozialdemokratie ist eine Behauptung, weiter in Berlin und den Nachbarorten mit großer Verschlagenheit zu nichts; jämmerlicher als die antisemitische Partei bei den letzten Werke ging und reiche Beute aller Art gemacht hatte, ist am Berliner Stadtverordnetenwahlen durchfiel, ist es noch keiner Partei paffirt. Interessant an den Aeußerungen des Herrn Lieber- Freitag Nachmittag in Weißensee verhaftet worden. Der Führer Partei passirt. Interessant an den Aeußerungen des Herrn Lieber- Der aus etwa einem Duhend schulpflichtiger Jungen bestehenden mann v. Sonnenberg war mir nur sein ungeschriebenes Gesetz". Bande ist ein zwölfjähriger Bursche, sein erster Gehilfe noch Der ganze Kampf der antisemitischen Partei besteht nach meiner etwas jünger. Bei der Festnahme wurde ihnen ein Bosten Meinung nur darin, die Juden, die sie todtschlagen, zu beerben. Zigarren abgenommen. Das Hehlernest ist noch nicht entdeckt ( Beiterkeit.) Abg. Richter: Die Börse als Mitschuldige an den Krawallen hinzustellen, hat Herr von Liebermann versucht. Das ist ein Märchen. Abg. von Kardorff: Wenn Herr Stöcker der sog. liberalen Mehrheit folche Schuld giebt, so bemerke ich, daß meine Partei einstimmig zu den Gegnern des Volksschul- Gesetzes gehört hat. ( Hört, hört! links.) Abg. Stöcker stellt in Abrede, daß er behauptet habe, die Sozialdemokratie sei an der Verrohung schuld. Damit schließt die Generaldiskussion. worden. Eine Droschke 1. Klasse 1220 ist mit Pferd und Kutscher seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Die Nachforschungen haben noch keinen Erfolg gehabt. öffentlichen Radauversammlungen spricht man erst seit dem Auf- bestraften Kellners und Kolporteurs Hugo Geserich, genannt dem Bett gestiegen sei. Als man sie fragte, was denn vorgegangen treten des Herrn Stöcker und seine Anhänger. Daß man diese Kleinod ermittelt, und verhaftet worden. G. behauptet, daß die sei und ob sie denn dem Guhrauer Gewalt angethan habe, gab Borgänge politisch fruktifiziren will, finde ich standalös. Wir meisten Namen seiner Sammelliſten von ihm fingirt worden sie zu, denselben mit einem Stuhle geschlagen zu haben, und auf find bei den Dingen nicht im geringsten interesfirt. Das System seien. Immerhin aber hat er bereits zugegeben, daß seine die weitere Frage, ob sie denn allein sei oder noch Jemand bei der heutigen bürgerlichen Gesellschaft im Verein mit der Noth Spekulation auf die Gutmüthigkeit der armen Mädchen den Erder Zeit und der großen Arbeitslosigkeit hat diese Konsequenzen folg gehabt habe, daß er ihnen im Ganzen etwa 40 M. ab- wegen der langen Weile bei mir." Der Wächter Ploch betrat dann fich habe, antwortete sie:" Nun ja, ich habe einen Bekannten gezeitigt. Schaffen Sie Arbeit für die Arbeitslosen, dann wer- schwindeln konnte. das Wohnzimmer, wo er den Angeklagten Eifert vorfand, und als er das Schlafzimmer betrat, fah er den Guhrauer in einer Situation auf feinem Bette liegen, welche feinen Zweifel darüber ließ, daß ein schweres Verbrechen an ihm verübt war. Die Füße waren mit einem Strick, die Hände mit einem Handtuch gefesselt, auf seinem Gesicht lag ein Handtuch, ein Hemd und ein zusammen. gelegtes Deckbett. Unter dieser Last vermochte der alte Mann kaum mehr zu athmen und als man ihn von seinen Fesseln be= freite, war er dem Verscheiden nahe. Der hinzugekommene Schutzmann Schmidt bemerkte an dem Halfe des Gebrauer Eindrücke von den Fingern und Blutspuren. Nach kurzer Zeit wurde auch die Kousine der Sydow, die verehelichte Wille, in der Wohnung, daß hinter einer Thür versteckt, vorgefunden. Es war flar, bar das Verbrechen, dem Guhrauer zum Opfer gefallen, von diesen 3 Personen gemeinschaftlich ausgeführt worden war; dieselben Paffage- Panoptikum. Jn Paffage- Banoptikum traten am leugneten das Attentat auch gar nicht, behaupteten aber, es nicht Freitag vier neu engagirte Spezialitäten auf. Die Spezialitäten auf einen Mord, sondern nur auf einen Raub abgesehen zu waren: Der Riefe Brough mit dem Zwerg Kennan. Eine afri- haben. Die Kriminalpolizei hatte sehr bald ermittelt, daß der fanische Zwergin Ata, dem von Stanley in Afrika aufgefundenen Ehemann der Wilfe auch mit bei dem Verbrechen betheiligt war. Gr Zwergvolt angehörig, und Mr. Hull, der Mann mit dem Stein- hatte zur Zeit, als das Attentat ausgeführt wurde, sich in einer Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen wird die Fort- topf. Der Riefe Brough hat viele Aehnlichkeit mit einer Hopfen- in der Stähe belegenen Kneipe aufgehalten und Billard fegung der Berathung auf Montag 12 Uhr vertagt. ftange; er ist so schlank wie eine Weidengerte und hat den Vor- gespielt. Nach Ansicht Der Anklagebehörde ist dies theil, die gewöhnlichen Sterblichen um drei bis vier Ropflängen aber nur geschehen, um fich einen Alibibeweis ชิน zu überragen. Rennan ist der Kleinste der Kleinen, bedient sich sichern. Thatsächlich soll Wilte vor der That seiner eines Stockes, er scheint uns nicht ganz sicher auf den drei Mitangeklagten genaue Kenntniß erhalten und Beinen. Die Frau Ata ist, wie gesagt, ebenfalls eine Zwergin. wiederholt Nath ertheilt haben. Die Ermittelungen der AnklageBon Liebreiz kann man nicht gut sprechen. Sie ist schwarz wie behörde haben in dieser Beziehung Folgendes ergeben: Als der der Teufel; ihre Haarfrisur erinnert an die Familie Struwel verbrecherische Plan bei der Sydow gereift war, zog sie ihre Noth macht erfinderisch, sie bringt den Menschen fogar peter. Sie hat einen ziemlich großen Kopf und ihr Gesicht ziert Roufine Wilte ins Geheimniß und intereffirte fie für den Plan, Soweit, daß er in Gefängnissen seine Zuflucht sucht. Ein obdach eine rudimentäre Nafe, welche lebhaft an gewisse Vorfahren nach den Gubrauer, wenn er auf das Kloset ginge, zu binden und ihn lofer Arbeiter in Rigdorf machte an einem der letzten Abende den Darwin erinnert. Sie soll an beständigem Frost laboriren, sonst dann seiner Gelder zu berauben. Die Wilke forderte dann ihren Versuch, eine Gefängnißstrafe zweimal abzubüßen, indem er sich aber ist sie sehr interessant. Das meiste Interesse erregte Ehemann zur Betheiligung an dem Verbrechen auf, dieser lehnte bei dem dienstthuenden Beamten des Amtsgerichts- Gefängnisses Mir. Hell, der Dickkopf, pardon der Steinkopf, mit feinen Pro- es jedoch ab und nun wurde Eifert dafür gewonnen. Bei den meldete unter der Angabe, daß er die Aufforderung erhalten duktionen. Er zerschellt an seinem harten Schädel ein zwei Zoll Verhandlungen mit Eifert soll der Angell. Wilke wiederholt zuhabe, eine gegen ihn festgesetzte Polizeistrafe von 3 Tagen Haft dickes Brett in Stücke und macht noch andere ebenso staunen- gegen gewesen sein. Die Ausführung des Plans sollte schon am zu verbüßen. Er habe aber die betreffende Aufforderung ver- erregende Kunststücke. Diefer Amerikaner ist ein schlankes Abend des 9. Dezember stattfinden. Die beiden Mitthäter waren loren und komme deshalb ohne dieselbe, um die Strafe abzumachen. Kerlchen und besteht absolut nur aus Knochen und Muskeln. Es schon an diesem Abend von der Sydow in die Guhrauer'sche Der Gefängnißaufseher war nicht sofort zur Stelle und da der ist der Mühe werth seine Kraftstücke zu sehen. Wohnung eingelassen worden, fie mußten sich aber gegen 2 Uhr Mann darauf bestand, seine Strafe fofort antreten zu wollen, ließ sich der Beamte schließlich bereit finden, ihm eine Belle an Polizeibericht. Am 25. d. M. Nachmittags wurde ein Nachts wieder entfernen, da Guhrauer bis dahin aus seinem verzuweisen. Als der Gefängnißwärter erschien, wurde ihm der Vorfall vierjähriger Knabe vor dem Hause Hussitenstr. 14 von einem schlossenen Schlafzimmer nicht mehr zum Vorschein gekommen gemeldet. Als ihm der Name des Häftlings genannt wurde, erklärte Arbeitswagen überfahren und erlitt anscheinend innere Ber- genau verabredeten Weise zur Ausführung gekommen. Nach den war. Das Attentat ist dann am 13. Dezember in der vorher er entrüftet, daß dieser ja seine Strafe längst abgefeffen habe legungen. Im Keller des Hauses Chauffeestraße la wurde zustattgehabten Ermittelungen sind die Wilfe und der Angeklagte und jedenfalls nur nassauern" wolle. Es wurde also der Weg derselben Zeit ein Mädchen erhängt vorgefunden. Eifert Nachmittags gegen 6 Uhr von der Angeklagten Sydow in nach der Zelle angetreten, wo der„ Nassauer" untergebracht war. Nacht zum 26. d. M. sprang ein Mädchen von der Michaelbrücke die Guhrauer'sche Wohnung eingelassen worden. Während ihrer Der lag bereits in sanftem Schlummer auf seinem Strohsack. in die Spree, wurde jedoch auf seinen Hilferuf von zwei Schiffern dortigen Anwesenheit rief Guhrauer wiederholt die Sydow und Sein Schreck war groß, als er jählings aufgeweckt wurde und noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach seiner Wohnung beschimpfte sie. Eifert. soll doch Angst gehabt haben, die ihm der Gefängnißwärter in strengem Ton auseinander fette, gebracht.- Am 25. d. Mt. Abends fanden drei kleinere That auszuführen, er soll die Wohnung verlaffen und 11 Lokales. daß er gar kein Recht habe, sich in diesem Gefängnißgelaß auf- Brände statt. zuhalten, da er feine Strafe längst verbüßt habe. Bergeblich be theuerte der Arme, daß er wirklich und wahrhaftig noch das Recht habe, in dem gemüthlichen Lotal drei Tage zu verweilen, es half ihm nichts, er mußte seine sieben Sachen zusammenpacken. Der arme Teufel flehte inständigft, ihn wenigstens bis Tagesanbruch im Gefängniß zu laffen, er sei obdachlos und wisse nicht, wo er die Nacht zubringen solle, er habe gerade noch so viel Gerichts- Beitung. In der fich erst noch Muth getrunken haben. Gegen 10 Uhr soll er mit der Sydow zusammengetroffen fein, welche ausgegangen war, um Wasser zu holen, beide machten noch einen Spaziergang und als die Sydow zurückkehrte, empfing fie Guhrauer mit Schelten über ihr langes Ausbleiben. Dann er folgte das Attentat, von welchem die Zeugin Leschkowih in der oben geschilderten Weise Kenntniß erhielt. Als Guhrauer auf Der Mordanfall auf den Rentier Guhraner beschäftigte wiederholtes Klopfen seine Thür geöffnet hatte, scheinen die drei Geld, um 10 Pfennig für den Morgenkaffee bezahlen zu können, gestern, Sonnabend, das Schwurgericht am Landgericht I. Auf ersten Angeklagten ihn gemeinschaftlich gepackt zu haben. Eifert faßte er mußte raus! Wehmüthigen Blickes nahm der Mann von der Anklagebant faßen: 1. die unverehel. Emilie Sydow, ihn an der Brust und hielt ihm mit der Hand den Mund zu, die Sydow der warmen Belle Abschied und stand wenige Minuten später in ſeinem abgeschabten Nöcklein in der kalten Frühlingsnacht. Wo geboren; 2. der Schuhmacher Stub& servis, Sönigsberg i. M., schlug zugleich mit einem Stuhl auf ihn ein und alle brei trugen er die Nacht zugebracht hat, wiffen wir nicht, wahrscheinlich ist Bürges, Kreis Limburg, geboren; 3. die verehelichte Zimmermann haltenen Strick die Füße und die Sydow mit einem Handtuch chuhmacher Jakob Gifert, 21 Jahre alt, zu ihn auf das Bett. Die Wilke band ihm mit einen bereit geer vor Kälte zitternd die Straße auf und niedergelaufen, uAuguste Wilte, 32 Jahre alt, zu Nipperwiese, Kreis Greifen- die Hände fest und als Guhrauer zu schreien und zu stöhnen anfich die Glieder nicht erstarren zu lassen. Wäre es nun ein hagen, geboren; 4. der Zimmermann Wilhelm Wilte, 28 Jahre fing, soll sich die Sydow mit den Worten„ Versluchtes Aas, Wunder, wenn ein solcher jammernswerther Mensch am nächsten alt, ebenfalls zu Nipperwiese geboren. Sämmtliche Angeklagte wirst Du still sein!" auf ihn gestürzt und ihn gewürgt haben, Morgen irgend einen dummen Streich verübte, nur um wieder ins Gefängniß zu kommen? Die fapitalistische Presse würde Angeklagten auf versuchten Mord und versuchten schweren sicht packte. Wenn die Leschkowitz das Stöhnen nicht gehört unbescholten. Die Anflage lautet gegen die drei ersten während Eifert ihm Handtuch, Hemd und Deckbelt auf ben, natürlich von Neuem Mord und Beter schreien und wer weiß, Raub, gegen die Sydow ferner auf wiederholten Diebstahl hätte, wäre Guhrauer mit dem Leben schwerlich davon geob das Einschlagen einer Fensterscheibe nicht irgend eine neue und gegen den Angeklagten Witte auf Beihilfe am versuchten tommen. Gesetzesvorlage zeitigte. Wir wissen, welches Gesetz allein im Mord und versuchten Raub. Wilke wird außerdem noch be- Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgerichtsrath Voigt, Stande wäre, hier Wandel zu schaffen: Man dekretire die schuldigt:„ von dem Vorhaben eines Mordes und Raubes zu als Vertreter der Anklagebehörde fungirt Staatsanwalt Abschaffung des Hungerns! jener Zeit," in welcher die Verhütung des Verbrechens möglich v. Jaraczewski, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte Die steten Erschütterungen durch den Stadtbahnverkehr war, glaubhafte Kenntniß erhalten und es unterlassen zu haben, Dr. Holz, Ballien, Träger und Dr. Fla tam Die Angeklagte Sydow erklärt auf Befragen des Prämachen sich doch sehr bemerkbar. Am Bahnhof Alexanderplatz hiervon der Behörde oder der durch das Verbrechen bedrohten fidenten, daß sie sehr schlecht von Guhrauer behandelt worden bat man laut der„ Bolksztg." die Schornsteine für die Heizung Person zur rechten Zeit Anzeige zu machen. Der über 70 Jahre Rentier Moris Guhrauer bewohnt in sei; derfelbe habe sie oft mit den häßlichsten Schimpfworten beschon wieder neu verankern müssen. An einem Hause gegenüber bem Bahnhofe in der Gontardstraße mußte man die das Gesims dem Hause Lothringerstraße 28/29 eine aus vier Zimmern, Bade- legt, sie habe aber den Dienst doch nicht verlassen, weil die Vertrönenden Vasen entfernen, weil sie herabzustürzen drohten. Jetzt stube und Küche bestehende Wohnung; drei nach der Straße be- wandten des Herrn Guhrauer sie baten, den alten Herrn Tegene Zimmer hatte er selbst in Benutzung, das hintere Zimmer doch nicht allein zu lassen. Ihre Kousine, Frau Wilke, habe sie stehen nur noch die kahlen Sockel da. war für das Dienstmädchen, die Angeklagte Sydow, be- häufig besucht, bis Herr Guhrauer dies untersagte.- Präf.: Dieselbe war seit dem 1. September 1891 bei Eines Tages hat Sie die Wilfe besucht, Sie haben sich Zu dem gestern gemeldeten versuchten Muster- stimmt. Dienst und behauptet, daß fie von beklagt, daß Guhrauer Sie wieder schlecht behandelt und BeDiebstahle schreibt noch ein Berichterstatter: Die an dem Dieb- Guhrauer im ftahl Betheiligten find der Zuchfabrikant Gründer aus Peit in ihrem Dienſtherrn wiederholt schlecht behandelt und beschimpft schimpft habe und da sollen Sie gesagt haben: Gie würden Sachsen und der Agent Collin. Beide erklärten anfänglich, daß worden sei. Sie hatte oft Gelegenheit wahrzunehmen, daß nicht aus dem Hause gehen, ohne dem alten Herrn Geld wegeine Verwechselung beim Abholen des Koffers aus dem Laden Guhrauer sein Geld in dem in seinem Schlafzimmer befindlichen zunehmen. Angeli.: Das weiß ich nicht. Bräf.: Gle erfolgt wäre, und als ihnen dann nachgewiesen wurde, daß der Schrank aufbewahrte und den Schlüffel dazu in der Tasche seines wußten doch, daß Guhrauer sehr reich ist?- Angell.: Das betreffende Kunde weder mit G. noch dessen Vertreter gearbeitet Schlafrockes trug. Guhrauer hat auch wiederholt in Gegenwart war mir von Wilke's gesagt worden. Präs.: Am 6. Dezember habe, geftand der Fabrikant ein, daß ihm sein Agent die Durch der Sydow sein Geld aufgezählt. Hierbei ließ er, da er sehr sind Sie mit dem Vorschlage an die Wille herangetreten, den sicht der Muster angeboten habe, falls er ihm dafür eine be- furzsichtig ist, öfters Geldstücke herunterfallen, welche die Sydow alten Herrn, wenn er auf das Kloset gehen würde, zu vergewal. fondere Gebühr zahlen wolle, dabei habe C. angegeben, daß er aufnahm und sich aneignete. Auf diese Weise hat sie ca. 160 M. tigen und ihm den Schlüssel zum Geldspinde wegzunehmen. Sie SUNG es Un Ang.el.: Ja, ich wollte ihm den Schlüssel nehmen.- Präf.:| Angeklagte Wilte zu, daß derselbe an den Besprechungen über die Frage in Betreff der mildernden Umstände angehe, Die Wilke soll gesagt haben, Sie tönnten das nicht allein machen, die Einzelheiten des Verbrechens wiederholt theilgenommen habe. so dürfe man den Angeklagten ihre bisherige worauf Sie gefagt haben sollen:" Ach was, der Guhrauer ist als es aber zur Ausführung des Plans gehen sollte, habe sie bescholtenheit so hoch nicht anrechnen, habe sich ein alter steifer Mann, dem gebe ich eins, daß er liegen bleibt." aber ihr Ehemann doch von der Theilnahme zurückhalten wollen, gezeigt, daß die sittliche Grundlage sämmtlicher bei der schweren - Angel: Das ist nicht wahr. Präf.: Sie haben nun wie die Sydow behauptet, habe die Wilfe immer und immer hat betheiligten Angeklagten eine sehr schlechte war und wenn mehrfach mit der Wilfe die That besprochen und an Stelle des Herrn von ihr Geld verlangt und ihr fortgefeht vorgehalten:" Du sie nicht schon früher Verbrechen begangen hätten, so habe ihnen Er tönne den GeWilke wurde schießlich der Angeklagte Eifect als Mitthäter an- wärst schön dumm, wenn Du die schöne Gelegenheit nicht aus wohl nur die Gelegenheit dazu gefehlt. genommen. Der Angeklagte Wilte muß zugeben, daß er bei den Vorbesprechungen dem Eifert vorgemacht habe, wie dem Alten der Schwamm in den Mund gedrückt werden müsse. Unter Schluchzen will der Angeklagte glauben machen, daß er schließlich von der ganzen Sache abgerathen habe; an dem fritischen Sonn tage habe die Sydow zu ihm gesagt:" Heute müssen sie kommen! Der Alte hat heute Geld weggeschickt, und es wird am Ende immer weniger!" Hierauf beginnt die Zeugenvernehmung. Auch der Wertheidiger des Angeklagten Eifert, Rechtsanwalt Ballien, suchte den Nachweis zu führen, daß die Angeflagten feineswegs einen Mord geplant, sondern nur eine Beraubung des alten Guhrauer ausführen wollten. Habe feinen Eifert doch selbst gerathen, Schwamm, fondern Papier zu nehmen, damit Guhrauer nicht ersticke. Der Wertheidiger bestritt ferner, daß eine Marterung des Ueberfallenen stattgefunden habe, wie sie der Staatsanwalt als vor liegend erachtet hatte. Angetl.: Die Wilte hatte gesagt, sie würde nutzen wolltest!" Die Wilfe will dabei nur an Schwenzel- schworenen feineswegs anrathen, den Angeklagten mildernde UmEifert dabei hineinlegen; sie wollte, wenn sie Geld genommen pfennige gedacht haben. Nach der weiteren Behauptung stände zu bewilligen. haben würde, sagen, daß sie nichts gefunden haben. Ich habe der Sydow habe sie am 13. Dezember Vormittags den R.-A. Dr. Holz, als Vertheidiger der Angeklagten Sydow, aber gesagt: Das geht nicht; wenn wir schon einmal zum Angeflagten Wilfe gebeten, seine Frau lieber nicht suchte den Nachweis zu führen, daß dieselbe nur ein Werkzeug in Stehlen tommen, dann muß es auch heißen: Gleiche Brüder, Theil nehmen zu lassen, da sie bei ihrem Zustande vielleicht den Händen der Mitangeklagten Wilte'schen Eheleute gewesen sei. gleiche Rappen. Die Angeklagte erzählt weiter, daß erst der Schaden nehmen könne. Wilte aber habe gefagt:" Meine Frau Auch hielt der Bertheidiger feineswegs für erwiesen, daß es auf eine Blan so besprochen wurde, daß Guhrauer auf dem Korridor muß mit, denn sonst brennt uns Eifert am Ende mit dem Gelde Ermordung des alten Guhrauer abgesehen gewesen. Die Angeklagte überfallen, gebunden und ihm ein Schwamm in den Mund ge- durch." Eifert giebt auf Befragen an, daß Wilte ihm niemals Sydow habe gezeigt, daß sie die Wahrheit sagen wolle, man steckt werden sollte. Eifert habe aber gerathen, an Stelle des abgerathen, sondern im Gegentheil zugeredet habe. Gifert will tönne daher wohl zu ihren Gunsten annehmen, daß nur ein Raub Schwamms Papier zu nehmen, da der alte Mann sonst er ihn dann gefragt haben: Warum machen Sie es denn nicht?" geplant war. Wollten die vier Personen den alten Herrn er sticken würde. Am 9. Dezember sollte die That schon ausgeführt worauf Wilte antwortete:" Der erste Verdacht würde auf mich morden, so hätten sie hierzu hinreichend Zeit und Gelegenheit werden, die Attentäter harrten aber in jener Nacht vergeblich fallen, weil ich so nahe verwandt bin und da muß ich mir ein gehabt. Er halte nur einen versuchten Raub für vorliegend und und so wurde die That auf Sonntag, 13. Dezember, verschoben. Alibi schaffen und will deshalb in einer Kneipe Billard bitte die Geschworenen, in diesem Sinne ihren Spruch abzugeben Sonntag Vormittag sei Wilte gekommen und habe ihr gesagt, spielen. und der noch jugendlichen und unbescholtenen Angeklagten Sydow, daß die anderen an diesem Abend kommen würden. Sie habe die durch den Einfluß der Wilke'schen Eheleute auf die schiefe dieselben auch Nachmittags in die Wohnung gelaffen und den Ebene gedrängt worden sei, auch mildernde Umstände zu be Eifert in ihrer Stube verborgen. Gegen 8 Uhr fam Besuch zu willigen. Guhrauer, der jedoch bald wieder ging. Eifert war befangen und ging hinunter, ein Glas Bier zu trinken. Gegen 10 Uhr sei fie von Guhrauer beauftragt worden. ihm ein Glas Waffer zu holen, sie sei bei dieser Gelegenheit wieder mit Eifert zusammen. getroffen und habe denselben mit zurückgenommen. Das Deffnen Der Korridorthür habe Guhrauer gehört, sei hinausgekommen und habe ihr heftige Vorwürfe über ihr langes Ausbleiben Der erste Beuge ist der Rentier Guhrauer, ein alter, gemacht. Da er fehr kurzfichtig gewesen, habe er den Eifert gebrechlicher Mann, welcher seine Aussage aber mit lauter und überhaupt nicht gesehen. Nachher haben sie den Guhrauer durchdringender Stimme macht. Er erklärt, ungefähr 75 Jahre in ber Eingangs geschilderten Weise durch Klopfen alt zu sein. Wegen seiner Schwerhörigkeit muß er direkt an den Rechtsanwalt Träger als Vertheidiger der Ehefrau Wilke aus dem Zimmer gelockt, sie rief: Jetzt ist er hier, nun los!", Richtertisch treten. Ueber die Vorgänge bei dem Ueberfall er schloß sich in Betreff der Frage, ob es bei der That auf einen worauf die anderen herbeieilten, Frau Wilte das Licht aus zählt er: Sie haben allerlei„ Kunststücke" mit mir gemacht. Erst Mord oder Raub abgesehen sei, den Ausführungen seiner Bor löschte und dann die Bergewaltigung des alten Mannes statt- haben sie mich zu Boden geworfen und gebunden, dann haben vertheidiger an. Das Verhalten der drei ersten Angeklagten bei fand. Als die Hausbewohner herbeieilten, hatte die Angeklagte sie mir den Mund zugehalten und haben mich ans Bett gefchleift, dem Ueberfalle lasje beinahe die Behauptung für gerechtfertigt gefagt, daß sie sich nur rächen wollte, weil Guhrauer fie miß- wie einen tollen Hund. Als sie mich auf dem Bett hatten, haben erscheinen, daß sie hinsichtlich der Gesundheit des Herrn handelt und ihr unfittliche Anträge gemacht habe. Die An- fie alles mögliche auf meinen Mund gepackt. Sie haben mich so Guhrauer so rücksichtsvoll zu Werke gegangen feien, wie unter bewandten Umständen und zur Erreichung getlagte behauptet, daß sie alle Drei nicht beabsichtigt hätten, mißhandelt, daß ich jetzt noch ganz schwach bin.-Präs.: Sie es nur 3medes möglich gewesen fei. den Guhrauer zu tödten. Der Ver Es war verabredet worden, daß, sollen der Sydow unfittliche Anträge gemacht haben. Ist das ihres wenn man das Geld genommen haben würde, dem alten Herrn wahr? 3euge: Wo werde ich denn? Und wenn sie in Zucker theidiger bestritt ferner, daß der Begriff des Marterns vorliege. die Fesseln loser gemacht werden sollten und während gesteckt wäre, hätt' ich sie nicht berührt! Präs.: Es wird Es müsse zu Gunsten der Angeklagten hervorgehoben werden, sich die beiden anderen mit dem Gelde entfernten, auch behauptet, daß einmal ein anderes Dienstmädchen ohne daß es gewisse Reichthümer gäbe, welche auf die Versuchung follte sie fich ins Bett legen, damit es so aus: Kleidung vor Ihnen stehend gesehen worden ist. 3 euge: einen besonders starken Reiz ausüben. Der alte Guhrauer habe fähe, als ob fie während der ganzen That fest ge- Das tann ich mir gar nicht besinnen. Rechtsanwalt Dr. den ganzen Tag über im Gelde gewühlt und dadurch sei die fchlafen hätte. Sie sollte felbst teine Geld nehmen, Holz: Weiß der Zeuge auch nicht, daß er dem Untersuchungs- Begehrlichkeit der Angeklagten in hohem Grade erregt worden. damit man bei ihr nichts fände. Es wird jedoch festgestellt, richter gesagt hat, er möchte von der ganzen Sache nichts wissen, Dieser Umstand dürfte die Geschworenen bewegen, auf mildernde daß die Angeklagte ursprünglich gegen eine Lockerung der Fesseln denn er fürchte, sich lächerlich zu machen.- 3euge: Das ist Umstände zu erkennen. Rechtsanwalt Flatau, welcher den Ehemann Wille vers des alten Mannes war und den übrigen Angeklagten sagte:" Den mir nicht bekannt. Berth.: Ist es auch nicht wahr, daß laffen wir ruhig so liegen bis zum nächsten Vormittag; da kommt der Zeuge wiederholt versucht hat, mit Gewalt in das Zimmer theidigt, nimmt denselben entschieden gegen die Behauptung daß Wilke der eigentliche ein Berwandter und der kann ihn so finden!" Die ihr zur der Sydow zu bringen und zu diesem Zweck mehrfach einen der beiden ersten Angeklagten, Laft gelegten Diebstähle bei Guhrauer giebt die Angeklagte zu Stock zwischen die Stubenthür derselben gesteckt hat.- 3euge: Leitstern bei der That gewesen sei, in Schuß. Jn längeren Aus und bestätigt auf Befragen der Vertheidigung, daß sie nur wider- Ist gänzlich unwahr. Wo werde ich denn so einen Mädchen, welches führungen sucht der Vertheidiger nachzuweisen, daß die Schuld firebend und deshalb zu Guhrauer gezogen sei, weil ihr die Wilke's mir 1000 M. gestohlen hat, nachstellen! Ich habe dem Mädchen feines Klienten feineswegs erwiesen und derselbe dem Plane der wiederholt gesagt hatten:" Der Alte hat viel Geld und da kann immer gesagt, fie foll 200 9. haben, wenn sie mir blos den übrigen Angeflagten sogar hemmend entgegengetreten sei. Der es Dir nicht an Geld fehlen!" Die gelegentlich bei Guhrauer ge- Tausendmarkschein wiedergiebt. Bertheidiger: Erinnert Vertheidiger hofft, daß die Geschworenen sich dieser Ansicht an stohlenen 160 M. will die Angeklagte an ihre Mutter geschickt und der sich der Zeuge vielleicht, daß er eines Tages mit einem Dienst- fchließen und ihre Entscheidung dementsprechend treffen werden. Nach 6 Uhr zogen sich die Geschworenen zur Berathung Angeklagten Wilfe will sie am 13. Dezember gerathen haben, die That mädchen Bertha auf dem Fußboden sich herumprügelnd vor lieber nicht mitzumachen, da sie sich in gefegneten Umständen be- gefunden ist? 3euge: Das tann ich mir gar nicht befinnen! zurück. finde. Die Angeklagte bestreitet ferner, daß sie den Guhrauer Die Zeugin Frau Leschtowitz bestätigt als Augenzeugin Die Berathung der Geschworenen dauert über zwei Stunden. gefragt und mit dem Stuhl über den Kopf geschlagen habe. den letzteren Vorfall. Ihre Angaben zur Thatfrage stimmen mit Um 8 Uhr verkündet der Obmann den Wahrspruch. Derfelbe Rechtsanwalt Dr. Flatau bestreitet, daß die ganze Inspiration den Ermittelungen der Anklagebehörde überein. Sie bestätigt verneint die Schuldfrage wegen versuchten Mordes und spricht zu der That von Wilfe's ausgegangen sei und behauptet, daß ferner den Vertheidigern, daß Guhrauer trotz seines Reichthums die drei ersten Angeklagten des versuchten Raubes für die Angeklagte den Plan ursprünglich mit einer Wäscherin ver man schäße ihn allgemein auf 17 Millionen sehr geizig fei schuldig, den Eifert und die Wilke zugleich unter Bejahung des abredet habe. Die Angeklagte bestreitet dies. Die Waschfrau und seine Dienstmädchen schlecht behandle. Ob er seine Reichthümer Nebenumstandes, daß sie sich zur Nachtzeit eingeschlichen und ver habe ihr nur gefagt: Sie müssen bei dem Alten sehen, wo durch schimpfliche Geschäfte erworben, wisse er nicht. borgen gehalten haben, aber unter Verneinung der Frage Der Marterung. drei Diesen Wächter Ploch bekundet, daß die Sydow, als sie auf das bezüglich Angeklagten Sie Geld wegnehmen tönnen. Sie wären dumm, wenn Sie Den Ehemann hier nicht sehen, wo Sie bleiben!" Rechtsanwalt Ballien wiederholte Klingeln öffnete, ganz ruhig ausgesehen und auf die werden die mildernden Umstände versagt. erklärt der Wahrspruch der Beihilfe am macht darauf aufmerksam, daß Frau Wilfe zu der That einen Frage nach Herrn Guhrauer geantwortet habe: Dem ist Nichts Wille Sack mitgenommen habe, welcher dem Guhrauer über den passirt." Nach der Auffassung des Zeugen hätte Guhrauer un- versuchten Raube für schuldig, billigte demselben aber mildernde Kopf geworfen werden sollte. Es sei auch der Versuch bedingt sticken müssen, wenn er länger so liegen geblieben wäre, Umstände zu. Die Sydow wird außerdem des Diebstahls in hierzu gemacht worden, der alte Guhrauer habe aber durch wie man ihn gefunden. Der Zeuge hat auch Blut am Balfe und drei Fällen für schuldig erachtet.- Der Staatsanwalt beantragte eigene Kraft ben Sack von sich abgewehrt. Der Angeklagte an den Fingern des G. wahrgenommen. Als er den Leiteren gegen die Sydow 8 Jahre 6 Monate Zuchthaus, die gegen Eifert, welcher immer wieder betont, daß er bei der ganzen von den Feffeln befreit hatte, kam G. bald wieder zu sich und sagte gegen Eifert acht Jahre Zuchthaus, Wilte 10 Jahre Zuchthaus, gegen Affäre ungeheuer aufgeregt war, behauptet, daß er die Abstand zum Zeugen: Sie sind mein Retter, Sie sind mein Retter, ich Angeklagte nahme von dem Sad bewirkt habe, weil derselbe schlecht gerochen werd' es Ihnen belohnen, se haben mer wollen erwürgen!" den Ehemann Wilte 4 Jahre Gefängniß. Die Ver 100 M. erhalten. und er befürchtet habe, der alte Mann tönnte ersticken, wenn Der Zeuge hat auch eine Belohnung von theidiger führen übereinstimmend aus, daß diefe Strafen für man nicht ein Loch für die Nase in den Eack schnitte. Der Zeuge Schuhmann Schmidt hat am Drte der That einen Raub Versuch ganz ungeheuerliche wären. Der Die übrigen Angeklagten geben ungefähr dieselbe Sach- den Eindruck gehabt, daß Guhrauer gewürgt worden sei. Auf Gerichtshof verurtheilte die Syd om zu 4 Jahren 6 Mo darstellung. Eifert behauptet, von der Mitte zu der That der Wache habe die Sydow angegeben, daß sie den Guhrauer naten, Gifert zu 6 Jahren, die Wilte zu 6 Jahren aufgeftachelt worden zu sein. Dieselbe habe ihn gefragt, ob er mit dem Stuhle geschlagen, aber nicht die Absicht gehabt habe, Buchthaus, den Angeklagten Wilte zu 3 Jahren Ge nicht Lust habe, einen reichen Juden ausheben zu helfen. ihn zu tödten. fängniß, alle vier Angeklagten zugleich zu den entsprechenden Ehrenftrafen. Schluß der Sigung 9 Uhr Abends. " Seine Bedenken seien schließlich durch Ueberreden seitens Der Sachverständige Dr. Rosenberg hat an der Hand der Wilke'schen Eheleute überwunden worden und nach wieder- und am Kehlkopf des Guhrauer Kratwunden, aber feine tieferen holter Berathung des ganzen Planes sei man dann am Eindrücke vorgefunden. Nach Ansicht des Sachverständigen hätte 13. Dezember zur That geschritten haben. Es sei schon um 5 Uhr Guhrauer wohl Gelegenheit gehabt, auch mit zusammengebundenen die schönste Gelegenheit gewesen, doch habe er keine Rourage ge- Händen oder durch eine Wendung des Körpers die Decke von habt. Auch dieser Angeklagte bestreitet, die Absicht gehabt zu feinem Gesicht soweit wegzuschieben, daß er Luft bekam- voraus haben, den Guhrauer zu tödten. gesetzt, daß er nicht besinnungslos war. " " 1 Versammlungen. Die Angeklagte Wilte wehrt sich namentlich gegen die Dar- Sanitätsrath Dr. Mittenzweig erklärt, daß die Situation, stellung, als ob sie die Inspiration zu der ganzen That gegeben. in welche der alte Herr gebracht worden, durchaus geeignet war, Berichtigung. Zum Versammlungsbericht vom Verein Ihre Kousine sei von Guhrauer sehr schlecht behandelt worden den Tod herbeizuführen, wenn nicht von dritter Seite diese und habe sich oft darüber beklagt, daß derselbe sie nicht nur gemein Situation verändert worden wäre. Die Besinnungslosigkeit, in der Rurbelstepperinnen, Stepper 2c.( Nr. 70 bes beschimpfe, sondern auch mit dem Stock ,, dem Feuerhaken u. f. w. welcher Guhrauer vorgefunden wurde, sei das erste Stadium auf Vorwärts") wird uns von der Firma Huschertu. Wiener mißhandele. Ihr selbst sei es auch einmal bei einem Besuche, dem Wege zum Erstickungstode. Daß er nicht erstickt ist, ver-( nicht Werner) geschrieben, daß nur ein Theil der Arbeiter die den sie ihrer Kousine machte, sehr schlecht gegangen, da der alte danke der alte Mann offenbar seiner trotz seiner 75 Jahre außer Arbeit niedergelegt habe, außerdem die Firma den Lohn nur um Guhrauer, als er ihrer ansichtig wurde, ihr drohte, ihr die ordentlich zähen Konstitution.- Rechtsanwalt Dr. Holz 1 Pfennig reduzirte, da sie vorher für die betreffende Arbeit die nur als Nebenarbeit gelte 6 Pf.( jest 5 Pf.) gezahlt Gurgel auszureißen. An jenem Tage habe ihr dann sucht in verschiedenen Fragen an den Sachverständigen hätte. Der Sah von 5 Pf. pro Gramm für Stickblumentambour die Sydow gesagt, daß sie aus diesem Hause nicht gehen würde, darauf aufmerksam zu machen, daß das Deckbett zirka ohne etwas mitgenommen zu haben. Sie sei von der Sydow zwanzig Minuten auf dem Gesicht des alten Guhrauer ge- fei der am meisten ortsübliche und werde sogar in vielen Werkaufgefordert worden, mitzuthun, denn es fei doch keine Günde, legen habe. Wenn trotzdem in dieser Zeit der letztere nicht tätten noch unterschritten. Der reduzirte Zarif sei auch nur für so einem alten geizigen Juden etwas abzuknöpfen" und als sie erstickt sei, so ergebe sich daraus, daß das Deckbett nicht feft ge- die stille Zeit aufgestellt. Bedenken dagegen hatte, habe ihr die Sydow gefagt: a, legen habe, sondern durch Bewegungen des Guhrauer Luft hinzuwenn Du nicht willst, brauch ich blos der Waschfrau einen Wint getreten sein müsse. Der Sachverständige erklärt, daß diese Fragen zu geben. Die wartet blos darauf!" Der Gedanke sei ihr, der zu viele Hypothesen und Möglichkeiten in sich schließen, um beZeugin, dann im Kopf herumgegangen und schließlich habe fie antwortet werden zu können. mit ihrem Manne Rücksprache genommen, welcher aber sagte, daß er mit der Sache nichts zu thun haben wolle. Mit Eifert's Hilfe sei dann der Plan zur Ausführung gekommen, doch sei es nicht auf eine Tödtung des Guhrauer abgesehen gewesen. Der Angeklagte Eifert foll bei Erscheinen des Wächters nach der That demselben gesagt haben: Er habe dem Alten eins versetzen wollen, weil er die Sydow so schlecht behandelte, um ihm zu zeigen, was Schlagen heißt. Eifert bestreitet dies. Bur geft. Notit! Aus Rücksicht auf den überaus beschränkten Raum bes Vorwärts" tönnen wir in den Vereins- und Bersammlungskalender Hinweise auf Bergnügungen nicht mehr aufnehmen. Red. d.„ V." Morgen Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Nachmitag 5 Uhr im Restaurant Klein, Schönleinstraße Nr. 6. Bortrag bes Genoffen Wiedemann. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer heute Nachmittag Uhr bet nebet, Badsir, 58. Vortrag des Herrn Paul Heitmann über Entwickelung des Kapitals. Nordschule( Müllerfir. 179a). Sonntag, Abends& Uhr, Vortrag über " Darwinistische Jdeen vor Darwin." Roland. geschichte." ben Zeuge Bölte, einer der ersten Augenzeugen, hat nicht den Eindruck gehabt, als ob Guhrauer in den letzten Zügen liege. Derselbe babe fofort, nachdem er von seinen Fesseln befreit war, ganz verständig und in der bei ihm üblichen Weise gesprochen. Ein Schuhmacher Oster, der bei dem Angeklagten Eifert gearbeitet, weiß, daß diefer mehrfach aus Scherz geEthische Gesellschaft. Heute, Abends 6% Uhr, zwei Bersammlungen fragt habe, ob er nicht einen reichen Juden wisse, bei welchem 1. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( im großen Gaal), Bortrag ben man einen Griff in die Kasse thun könnte, denn da wäre einem Serrn Dr. Carl Binn; 2. Grenadierstr. 33 bet Seefeldt, Bortrag des Herrn Die Sydow giebt zu, daß fie, als sie bei der That durch sofort geholfen." Nach der That ist Wilke in der Wohnung des Freireligiöse Gemeinde zu Serlin. Heute, Borm. 10 Uhr, im Konzertdas Klopfen gestört wurden, sich schleunigst ausgezogen habe, Gifert erschienen und hat sich erkundigt, ob Eifert nach Hause ge- haus, Leipzigerstr. 48, Jugendaufnahme. damit es so ausfähe, als ob sie direkt aus dem Bett komme. Sie kommen sei und als dies verneint wurde, äußerte er seine Verein zur Pflege freireligiösen Lebens. Heute, Bormitt. 10% Uhr, Beuthstr. 22 Vortrag des Herrn 2. Henning über: Religion und Weltgiebt auch als richtig zu, daß ihr Wilfe einmal gesagt habe: Ahnung, daß die Sache schief gegangen sei. Wenn Dich der Alte zu sehr ärgert, dann giebst Du ihm ein Eine Frau Müller, bei welcher die Sydow 3/4 Jahre ge- Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Ding, daß er liegen bleibt. Um 80 000 m. lohnt sich's schon!" dient hat und der Hausvater Pusch gaben derselben das beste Silfe bei Unglücksfällen. Gemeinschaftliche Versammlung am Montag, 28. März Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Auf die Vorhaltung, wie er denn habe glauben können, daß der Leumundszeugniß. Oeffentliche Versammlung fämmtlicher Schmiede Berline Montag, alte Guhrauer, wenn er leben bliebe, nicht zum Verräther an ihnen Eine andere Leumundszeugin, welche sich der Wilfe'sche den 28. März, Abends 8% Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. werden würde, erwidert der Angeft. Eifert, daß ihm der alte Kinder angenommen hat, schildert denselben als emen ordentVerein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, ben 28. 6. M., Abends 8 Uhr, bet Pyrtet, Gypsstr. 3, Versammlung. Bortrag. Guhrauer als ein fast tauber und blinder und unzurechnungs- lichen, aber beschränkten Menschen. Auf demselben Standpunkt( näheres im Inferatentheil.) fähiger Mann dargestellt worden sei. Außerdem sei ihm die stehen zwei andere Beugen. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntags. Mas Kayser, Nachmittags 8 Uhr, Schneekoppe, Nostiaftr. 29. Sydow als ganz zuverlässig geschildert worden.- Die Wilke Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund erklärt, daß sie auf die Mithilfe des Eifert gekommen sei, weil Nach kurzer Mittagspause werden die Fragen formulirt, derselbe früher einmal bei Gelegenheit geäußert habe:„ Wenn ich worauf der Staatsanwalt das Wort nimmt. Derselbe führt an der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derselben einmal bei einem Verbrechen der dritte Mann fein sollte, dann der Hand der Geständnisse der Angeklagten, verbunden mit dem Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. würde ich nicht so dumm sein, mich und die übrigen zu verrathen. Ergebniß der Beweisaufnahme, aus, daß die drei ersten An- 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Ich würde zu schweigen verstehen!" Eifert sollte mit dem ge- geklagten des versuchten Raubmordes, die Angeklagte Sydow ber Glas arbetter au Stralau Borwärts 7" Rummelsburg, bet bor Borwärts 3, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. stohlenen Gelde nach Amerika gehen und von dort zwei Theile, außerdem des Diebstahls schuldig zu sprechen, feien. Auch der many, von denen der eine für die Sydow bestimmt sein sollte, an Angeklagte Wilte sei durch die Beweisaufnahme überführt wor: Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Montag, Abends Norddeutsche Steberlust, Fichteftr. 29 bet die Wilfe'schen Eheleute einsenden. Eifert habe so wie so den, daß er bei dem versuchten Verbrechen durch Ertheilung von Schleife, Naunynjir. 86 bei Subeil. Bieber Strösche. Senefelber, Jüdenstr. 55 bei Triefchmann. die Absicht gehabt, nach Amerika zu gehen, weil er mit seiner Rath Bilfe geleistet und ferner unterlassen habe, tafel der Maler und verwandten Berufsgenoffen Annenftr. 14 bet Ghren- Was ihren Mann betrifft, so giebt die dem beabsichtigten Verbrechen Anzeige zu machen. Was berg.- Deoabiter Stebertafel, Wilhelmshavenerftr. 25 bei Brosch. Frau schlecht stand. Die Beweisaufnahme wird hierauf geschlossen. Don zu richten. Sonntag von Kanzow. # Sarmonte Sandsbergerstr. st bet Muſehold.- Zonblathe, wirb am 28. März in allen Lehrerkreifen gefeiert. MIs freudiges Er-| Unfere modernen Frauen würden diese Verhaltungsmaßregeln Görligerstr. 58 bei Zoltsdorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bet tiedel. Sängerchor ber Chirurgischen Branche, Alte Schönhau fer- eigniß wäre die Feier zu begrüßen, wenn sie nicht den konventionellen mit vielem Nugen und innerem Erröthen lesen. Dieselben ftraße Nr. 43 bei Reimann. Er zeigte dies Morgenroth 2, Charlottenburg, und offiziellen Charakter der Gegenwart trüge, die verdienstvollen Grundsätze verfocht er für den Sprachunterricht. Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Gängergruß, Friedrichshagen Männern der Vergangenheit eine heuchlerische Huldigung dar in seinem Die erschloffene Thür der Sprachen" für bet Blant. Froh' Hoffnung der Zimmerer Berlin Weft. Verdienste, indem sie zugleich dieselben denen die damalige" Unterrichtssprache, bie lateinische. Sprechen, Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bei Krufe. yra 2, Charlotten- bringt, in Sängerhatn, Reichen die Feier gilt, der Gegenwart aufs burg, Charlottenburger- Ufer 3b bet Benzin. feindseligste Borsagen, Abschreiben, später erft die Regel- also der bergerstr. 21 bei Päthold. Lotosblume, Kleine Sturstraße 10 bet verfolgt. Comenius wurde in Mähren geboren und gehörte der Weg, den die Naturwissenschaft wandelt; erst fehen, beobachten, Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend, böhmisch- mährischen Brüdergemeinde an, einer Religionsgesell- dann die Geseze daraus ableiten. Es verlangte aber auch, daß Sonntag: Privat- Theatergese üschaft und Artiſtentlub umor, bet Sabed, schaft, welche vor allen den ursprünglichen christlichen Lehren alle Kinder, ohne Rücksicht auf deren spätere Laufbahn, in Fürbringerstr. 7. Privat- Theatergesellschaft uftfpiel bet Giegemund, nachzuleben bestrebt war. Er war Prediger in derselben und der Volksschule gleiche Vorbildung erhielten. Wie tief beschämend Eisenbahnstr. 20. Theater- und Artiftenflub Jugendkraft 2 bei wurde später auch zum Bischof gewählt. Im Jahre 1628 mußte ist es für die Gegenwart, wo nicht blos die Regierung, sondern Ritter, Mauerstr. 86. Theaterverein Boruffta bet Ddert, Beug hofftr. 8. Gefelliger Berein Neue Welt bet Strohschänt, Ryteftr. 48. er mit 30 000 protestantischen Familien aus dem Heimathslande auch das liberale und freisinnige Bürgerthum der Standesschule Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. flüchten, da fie ihren Glauben nicht abschwören wollten. Von da ab das Wort redet. Montag: Theaterverein Proletariat bei Köhn, Naunynitr. 83. ist sein Leben bis zu dem 1671 in Amsterdam erfolgten Tode eine Man wird Komenius feiern, wie man Christus im„ christBlaue Qua ste bei Dudeck, Pflugstraße 16. Rauchflub Deutscher raftlose Frrfahrt, die ihn nicht hinderte, große bahnbrechende Werke, lichen" Staate feiert. Mit der Person Christi in Verbindung Michel, Koppenstr. 43c. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater- hauptsächlich pädagogischen Inhalts, zu veröffentlichen. Seine zu bringen einen Staat, der Millionen Soldaten unterhält, ber gesellschaft walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Hauptschriften:„ Didactica magna"( Große Unterrichtslehre), auf der Klassenherrschaft beruht, der Millionäre neben un Lautenbach), Cuvryftraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Sonntag 4 Uhr bei Chrifted's, Manteuffelstr. 46. Janua linguarum reserata"( Die geöffnete Sprachentheorie), endlichem Elend züchtet, und diesen Staat einen„ chriftlichen" Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. Orbis pictus"( Die Welt in Bildern) fanden eine für jene Zeit zu nennen, ist ein eben solcher Widerspruch, als wenn unerhörte Verbreitung und vielfache Uebersetzungen; die janua bie heutigen Kultusminister, Konsistorialräthe, Seminarmit dem großen Haufen der Lehrer eine linguarum wurde in zwölf Sprachen übersetzt. Comenius brach direktoren mit dem alten geistestödtenden Schulregiment. Die Schule, Comenius- Feier begehen. Wenn einst die Klassenherrschaft gedie Erziehung muß den ganzen Menschen bilden, den Körper, brochen, dann wird das Volk die verdienstvollen Männer aller den Verstand, das Gedächtniß, das Gemüth, jede Fähigkeit, die Beiten würdig zu feiern wissen, indem es auch ihre Verdienste der Mensch hat, muß gefördert, nicht verschüttet werden. Er fortwirken läßt. Comenius war einer der Männer, die sich ein verlangte: Zuerst muß das sinnlich Wahrnehmbare gegeben dauerndes Verdienst um die Menschheit erworben. werden, das Ding, die Farbe, der Ton, dann erst das Wort; ferner: Vor machen und nicht vorsagen. Also eine auf der Eigenart des menschlichen Körpers beruhende, seine Ents Briefkaffen der Redaktion. widelung berücksichtigende Art, die zugleich den scharfen C. 2. Wenn der Verein als politischer Verein angemeldet Beobachter der Natur verräth. Seine Vorschriften beziehen ist, müssen auch die Vorstandsveränderungen polizeilich angezeigt fich nicht nur auf die Führung der zarten Jugend, fie bewerden. greifen in sich den Jüngling bis zum 24. Jahre und erstrecken sich auf die Mutter im schwangeren Zustande. firaße 150. Schleiermacherftr. 2. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung SintenTambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bet Wendt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein Zwiebelfische, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Botal, Berlinerftraße 120. Bitherflub Freiheitstlänge, jeden Montag Abend bei E. Franke, Pfeifentlub Felsen feft, Abends 9 Uhr, Bofenerstraße 15, Restaurant Rauchflub Brüderlichkeit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt, Wrangelfir. 141. Apoiteltirche 7b. Schuttpelz. Dermischkes. Comenine. Der 300 jährige Geburtstag von Joh. Amos Comenius( die Latinisirung seines eigentlichen Namens Kamensky) Rein Feilschen fein Handeln, fondern streng fefte, fehr billige Preise. 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Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dientag, den 29. März d. J., Abends 8 Uhr, in Bielefeld's Salon„ Zum Spreewald", Hafenhaide 12. Tagesordnung: " 1. Vortrag: Die Ziele der Sozialdemokratie." Referent: Genosse Th. Metzner. 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch bittet Sozialdemokratischer Wahlverein Die Mitglieder ber Arbeiter- Sängerbund Berlinsu. Umg. sr. Bereinig. ſelbſt. Barbiere, Uebungsstunde Friseure und Verrüdenmacher am Sonntag, den 3. April, Vormittags 10½ 1hr, bei Lips, Aktien Berlins n. Umgegend sind folgende: Brauerei, Friedrichshain. D. Ballentin, Wollinerstr. 69. Die Vereine sind verpflichtet vollzählig zu erscheinen. Bunds- Mitglieds- R. Barowski, Demminerstr. 10. farte legitimirt. Bundeslieder sind mitzubringen u. a.: Arbeiter- Vaterlands- A. Bräuer, Prinzen- Allee 13. lied." Vereine, welche am 18. März nicht abgerechnet, werden aufgefordert, O. Fraust, Badstr. 18. dies bis zur Uebungsstunde nachzukommen. 450/8 106/11 für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung " Der Vorstand. Lackirer! Große öffentliche Versammlung 3. Gluth, Granfeerstr. 4. H. Grese, Münchebergerstr. 11. A. Groß, Weinstr. 22. 2120b G. Gründel, Weißenburgerstr. 39. A. Hampel, Stephanftr. 57. W. Hampel, Thurmstr. 60. P. Hartmann, Swinemünderstr. 81. fämmtlicher Blech-, Wagen- 1. Möbel- Ladkirer Seidmann, Liegnizerſtr. 35. Berlins und Umgegend am Dienstag, den 29. März, Abends 8 Uhr, in Ahrens Brauerei, am Montag, der 28. d. M., Abends präzise S Uhr, in Röllig's Lokal, Thurm- Straße Nr. 25/26( Moabit). Tagesordnung: 1. Die Bestrebungen der deutschen Bodenbesh- Reformer und 2. Diskussion. die Sozialdemokratie. Referent Herr Dr. Borchardt. 423/18 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen und um die Diskussion recht rege und geistig nugbringend zu gestalten, ersucht um zahlreiches Erscheinen Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 27. März, Abends 62 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus( Neuft. Voltsgarten), Proskauerstr. 37/38. Tages Odnung; C. Helbig, Putbuserstr. 39. J. Kiesewetter, Willibald Alexisstr. 33. Klarbaum, Hagenauerstr. 7. Neue Friedrichstraße 44. G. Koschke, Stalizerstr. 20 Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbe- Schiedsgerichte. 2. Bericht. Kühne, Weißenburgerstr. 30. des Vertrauensmanns und Neuwahl desselben. 3. Weitere Beschlußfaffung zur A. Lafeski, Müllerstr. 12b. Neunstunden- Bewegung. 4. Verschiedenes. 203/14. Leopold, Liebenwalderstr. 15. NB. Die Rollegen werden besonders auf den 3. Punkt der Tages: C. Ludwig, Reichenbergerstr. 177. Es ist daher Pflicht aller Kollegen, recht zahl. Meisel, Boechstr. 13. ordnung aufmerksam gemacht. reich und pünktlich zu erscheinen, damit wir endlich einmal in die Lage fommen, M. Schmidt, Prinzen- Allee 62-63. hierzu endgiltige Beschlüsse zu fassen. Der Vertrauensmann. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 27. März, Nachmittags 3½ Uhr, im Restaurant Otto Klein, Schönleinstr. 6. Tages Ordnung: P. Sonnenbrodt, Rüdersdorferstr. 29. W. Schwarzer, Rixdorf, Berlinerstr.73 E. Wegner, Bernauerstr. 45-46. M. Wollmann, Schulstr. 51. J. Wonnecke, Cuvrystr. 17. Nordhäuser Korn, Weißbier, garantirt echt 434/5 Biqueure, Rum, Cognac 2c. 1. Vortrag. Referent: Genosse Wiedemann. 2. Distuffion. 3. Ber- Ungarwein 1. Vortrag des Genoffen Silberberg. 434/4 fchiedenes. Nach der Versammlung geselliges Beiſammensein verbunden mit Vor- Nach der Versammlung findet vom Lese- und Diskutirklub ,, Vereinte trägen und Tanz. Entree 10 Pf. Herrn und Damen als Gäste willkommen. Kraft" ein gemüthliches Beisammensein statt, bestehend in musikalischer AbendUm recht zahlreichen Besuch bittet Grosse öffentliche General- Versammlung der Maurer Berlins u. Umgeg. am Mittwoch, den 30. März, Abends 8 Uhr, in Prochnow's Salon( früher Orschel), Sebastianstr. 39. Tagesordnung: unterhaltung. Der Vorstand. Central- Krankenkasse d. Buchbinder und verwandter Berufsgenossen. Am 24. März verstarb unser ehem. Vorstandsmitglied Robert Wolgast nach längeren Leiden an der Lungenschwindsucht. 439/17 Str. 0,60 " 1, 2, 3 11. 3.40 " " Silfebein od. Landré, o. 3. 36 Fl. 3 M. Berbster Malzbier 2118 L für nährende Mütter 30 F1. 3 M. offeriren Brauer& Grützmann, Andreasstr. 63. Buttbuferstr. 17 Die Beerdigung findet heute, Nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhause Rohtabak A. Goldschmidt, 1. Fortsetzung der Berichterstattung über den Halberstädter Gewerkschafts- Urban aus statt. Ümi rege Betheiligung ersucht fongreß. Behrend und Blaurock. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 427/17 Die Ortsverwaltung. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. W. Garbe. AF NB. Die Vertrauensmänner der Berliner Maurer nehmen frei- Montag, den 28. März, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, willige Beiträge zum Generalfonds jeden Sonnabend von 8-10 Uhr, in folgenden Lokalen entgegen: 435/18 Alte Jakobstraße 48a: Vereins- Versammlung. Zagesordnung: Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt sicher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. 2069L A. Lange, 0.: W. Garbe bei Böhl, Rüdersdorferstr. 8. SO.. Roll bei 1. Vortrag des Genoffen i egne r. 2. Diskussion. 3. Wie ftellen fich Hutfabrik Brunnen- Str. 136-37. Hoffmann, Waldemarstraße 65. S. Fetting bei Zechlin, Hornstraße 11. W. A. Behrend bei Behrend, Blumenthalstr. 5. NW. F. Wagner die Kollegen zur Maifeier. 4. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. bei Holzbächer, Drenfeftr. 3. N.: Hurras bei Wendt, Röslinerstr. 17. Jänisch bei Wartig, Anklamerstr. 49. C.: Ullrich bei Wernau, W. des Bauhandwerkers. Der Vorstand. ( Filiale Berlin.) Filz- und Seidenhüte mit Kontroll marken. Großes Lager in SonnenMüßen. Billige Preise. mit Regenschirmeu, fowie Strohhüte u. Roſenſtr. 30, Sonntags bei Krüger, Hirtenſtr. 10. J. Wilke in der Expedition Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Verein deutscher Schuhmacher.. der Tischler u. s. w. Montag, den 28. März, Abends Oertliche Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Deffentl. Schneider- Versammlung der in der Maass- und Tagschneider- Branche be- fich die Wohnung des Bevollmächtigten schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 29. März, Abends 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Zages Drdnung: 179/15 F. Haseloph vom 28. März 1892 Grünauerstr. 2, Hof 2 Tr. und die des Rassirers G. Brödenfeld vom 1. April 1892 Reichenbergerstr. 117, vorn 3 Tr. 1. Werkstellen- Verhältnisse der Maßbranche in der Friedrichstadt, speziell befindet. bei der Firma Solms u. Husfeldt. Referent J. Timm. 2. Diskussion. 307/12 8/2 Uhr, bei Pyrtet, Gipsstr. 3, Ber Sämmtt. Hüte Kontrollmarke. fammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Kuntel 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Kolleginnen und Kollegen als Gäste willkommen. 293/19. Der Bevollmächtigte. Kranken- und Sterbekasse 3. Bericht deb Delegirten der Streit- Kontrollkommission. Berichterstatter Verein Berliner Hausdiener. der Berliner Hausdiener( E. H. 61). 6. Rogge. 4. Ergänzungswahl der Agitationskommission. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitations- Kommission. Deffentliche Former Versammlung am Montag, den 28. März, Abends 8½½ 1hr, bei Norbert, Beuthstraße 22. Tages- Ordnung: 154/16 Bericht des Genoffen Th. Schwarz. Distusfion. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer: W. Paetzel. Oeffentliche Versammlung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen am Dienstag, den 29. März 1892, Abends 81/2 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstraße 32. Zagesordnung: 1. Der Streit bei H. Krüger und das Verhalten der Streit- Kontrolltommiffion. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Zellerfammlung statt. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter u. verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Dienstag, 29. März, Abends 8/2 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn L. Henning: Die Bartholomäusnacht." " 2. Bericht des Delegirten vom Gewerkschafts- Kongreß. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 183/6 Die arbeitslosen Kollegen werden auf§4 des neuen Statuts aufmerksam gemacht und haben sich dieselben behufs Abstempelung ihrer Beiträge an den Raffirer zu wenden.-Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, fowie unsere Berufsgenossinnen, ftets willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Deffentliche Versammlung sämmtlicher Vertrauensleute der Dienstag, den 29. d., Abends 9 Uhr, Zweite ordentliche Generalversamm in den Arminhallen, Kommandanten- lung am Montag, den 11. April cr., straße 20: 2128b Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Gr. gesell. Abend bestehend in humoristisch. Vorträgen u. Tanz. Gäste willkommen. Beiträge, sowie Abrechnung vom Maskenball werden engegengenommen. NB. Bom 1. April ab befindet sich unser Bureau Alte Leipzigerstr. 1, 1 Tr. Versammlung der Filiale der Wirker Berlins am Montag, den 28. März, Abends 81/2 Uhr, in Feindt's Salon, Weinstraße 11. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Generalversamm: Tung. 4. Verschiedenes. 21386 Der Bevollmächtigte. E. Lieber 3. Grosse öffentliche Versammlung sämmtlicher Schmiede Berlins am Montag, den 28. März, Abends 81/2 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselftraße 10. Tagesordnung: 1. Die Schmiede Berlins und die neue Organisation der Gewerkschaften, Referent Kollege Tempel( Delegirter vom Halberstädter GewerkschaftsKongreß). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 279/18 Der Einberufer. der Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vierteljahresbericht. 3. Erledigung eingegangener Anträge. 4. Verschiedenes. 5. Auflage und Fragekasten. Quittungsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwartet 2127b Der Vorstand. Verb. d. Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Montag, den 28. März, Abds. 8 Uhr, in dem Lokal Andreas str. 26: Grosse Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent Herr G. Hoffmann. 2. Distuffion. 3. Geschäftliches. NB. Diejenigen Mitglieder, welche schon seit längerer Zeit im Besitze von Büchern aus unserer Bibliothek find, 232/20 werden dringend ersucht, dieselben abzuliefern resp. umzutauschen. Dienstag, den 19. April( 3. Diterfeiertag) Herrenpartie nach Ertner, Der Vorstand. Neu- Zittau u. f. 1. Filzschuh- Arbeiter Berlins und Umgegend. Vereins- Versammlung am Montag, 28. März, Ab. 81/2 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Zages Ordnung: Hut- Fabrik Rud. Beisse, Chauffeestraße Nr. 70, parterre. Größte Auswahl. E. Strauss, Schneidermitr., Blumenftr. 46, part.,[ 2093L empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herren Garderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen in grosser, geschmackvoller Auswahl. Roulante Zahlungsbedingungen! Ranarienhähne, feine Hohlroller, verf. 2056b Bütow, Meherstr. 34, I. Bettfedern neue, gut gereinigte, von 60 Pf. an. Fertige Betten, besteh. aus: Deckbett, Unterbett, 2 Ropftiffen, neue gute Federfüllung von 12 M. an. Bollständiges reines Daunenbett nur 27 M. Fertige Inletts und Bezüge zu Fabritpreisen. Matrahen Seegrasfüllung nur 3,75, Indiafafer- und Roßhaarfüllung, spott billig. Feldbetten 9 M. 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März, Abends 8½ Uhr, in den Armin Bluhme, Brengl. Allee 18, Abends Tischler- Verband. wallſtr. 10, I. Der erste Kassirer Schöning wohnt hallen, Kommandantenstr. 20, statt. Die Tagesordnung wird in der Ver- 8 Uhr, zu erscheinen, da Töpfer Wolff Malerlehrling verlangt H. Schultz, fammlung bekannt gegeben. Ich ersuche die Vertrauensleute recht zahlreich in gegen Bluhme zur Rechtfertigung vor jeßt Stallschreiberstr. 29, v. p. L.[ 325/18 R. Pezold. geladen. J. A.: A. Bluhme. Simeonftr. 13, II. dieser Bersammlung zu erscheinen. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlir. SW., Beuthstraße 2. 2134b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 74. Der Schutz für Frauen und Kinder in der Novelle zum preußischen Berggesek. Sonntag, den 27. März 1892. 9. Jahrg. befinden, läßt noch einen turzen Blick auf die Ver- Sammelſteiſch( weniger 1,84 Kilogr.). Insgesammt ergiebt fich erscheinen. um eine Haarbreite beschränkt werden soll, rund 800 Mädchen 5,46 Kilogr. Kalbfleisch( weniger 4,31 Kilogr.) und 2,85 Kilogr. fich wendung der Frauenarbeit in preußischen Bergwerfen geboten 1888 ein Durchschnittsverbrauch von 73,74 Kilogr., im Jahre 1891 Hier haben allein die oberschlesischen Gruben- aber nur ein solcher von 49,14 Rilogr., so daß sich ein magnaten den traurigen Ruhm zu beanspruchen, die Kräfte Rückgang um 331/4 pet. bemerkbar macht. Vergleicht man erwachsener weiblicher Arbeiter für ihren Geldsack auszunutzen. den Küchenzettel der arbeitenden Bevölkerung des Mittelalters, In der Zeit, die zwischen unserem ersten Artikel über die und auch hier will die zarte Fürsorge des Reichskanzler- Amtes einschließlich der Bauern, mit demjenigen, den heute das Regelung der Arbeitszeit in der preußischen Berggesetz- Novelle durch eine Verordnung, deren Inhalt ganz fürzlich offiziös mit- herrschende Bürgerthum den arbeitenden Klassen präsentirt, so und der Abfassung dieser Zeilen lag, hat die erste Lesung der getheilt wurde, im Interesse der Kapitalisten eingreifen. Bis zum ergiebt sich, daß die Kost der heutigen Arbeiter gegenüber der Borlage im preußischen Abgeordnetenhaus stattgefunden. Welchen Jahre 1902, also bis in das nächste Jahrhundert ihrer Vorfahren das reine Viehfutter ist. 3ynismus und welche Arroganz haben sich dabei die Vertreter in ein, sollen in Oberschlesien das Verbot der Nachtarbeit, der elfftündige Marimalarbeitstag und die verlängerte Mittags- Vom schwarzen Gold schreibt man dem Chemnizer Der Rechenverwaltungen geleistet! Sie haben von einer unerträg pause der neuen Gewerbe- Ordnung für Arbeiterinnen auf Stein- Beobachter" aus Zwickau:" Obgleich im vorigen Jahre ein lichen Machterweiterung der Arbeiter und Behörden gesprochen, fohlen- Gruben außer Anwendung bleiben! Es handelt sich dabei all mäliges zurückgeben der Bergarbeiterlöhne welche der Entwurf herbeiführen wolle und womit man, wie sich un sirka 4500 Mädchen und Frauen, die dem Moloch der zu beobachten war und die weichende Tendenz noch fort drückte,„ einem allgemein nicht auszurottenden Zuge der Zeit Grubenausbeutung geopfert werden. Und auch an diesen während zu beobachten ist, so darf man nicht glauben, daß folge". Ohne es zu wollen, wies der freifonservative Ritter, als Buständen will bie Novelle zum preußischen auch die Kohlengesellschaften schlechte Geschäfte gemacht haben; im Gegentheil, die jetzt veröffentlichten Rechenschaftsberichte Ritter von der traurigen Gestalt" von dem schlesischen Gruben- Berggefege kein Jota ändern! Also Verewigung der Kinder- und Frauenausbeutung, mehrerer Werte zeigen deutlich, daß ganz erfledliche streit her bekannt, auf das Verlangen der Bergarbeiter nach theilweise bis ins nächste Jahrhundert, auf der einen Seite, und Ueberschüsse gemacht worden sind. So hat der" Steineinem gefeßlichen Maximal- Arbeitstag und damit auf die tlaffendste Lücke der geheimräthlichen Vorlage hin; er glaubte arbeiter auf der andern Seite- daß ist auch an diesem Punkte erzielt. Derfelbe wird folgendermaßen vertheilt: Reservefonds tlaffendste Lücke der geheimräthlichen Vorlage hin; er glaubte Arbeitsbuch und Disziplinarmaßregeln für minderjährige Berg- fohlenbau- Verein Gersdorf" einen Reingewinn von 414 274,25 m. freilich, mit seiner Erwähnung die bekannte„ Begehrlichkeit der die Signatur der neuesten preußischen„ Bergarbeiter- Reform". 20 626,16 M., Tantieme und Gratifikationen 48 127,70 M., Arbeiter zu beweisen. Und wie rührend nahm sich die Sorge der Man fann den Bogen gegen die Arbeiter und ihre legitimen Dividenden 345 520,30 M. Es werden davon auf die ver Herren Nationalliberalen und Konservativen darum aus, ob denn auch die Grubenbarone vorher hübsch von der Regierung Interessen kaum schärfer spannen, als es hier wie zum Hohne schiedenen Serien 19, 17 und 7 pet. vertheilt. Der Aufsichtsrath gefragt worden seien, wie weit man in der Vorlage gehen dürfe, jeglicher Kultur und jeden Fortschritts durch die christliche Sozial- des Steinkohlenbau- Bereins Gottes Segen" bei Lugau beschloß eine unverfrorenheit, die den richtigen Hintergrund dadurch be- reform geschieht. Und wir werden unseren Lesern noch eine für die Stamm Aftien 17 pet. und für die Stammfam, daß man an eine Befragung der Arbeiter gar nicht dachte. Reihe weiterer Blüthen dieser sublimen Regierungsweisheit Prioritäts Aftien 22 pet. Dividende zur Bertheilung Beim pflücken. bringen. Steinkohlenbau Verein Hohndorf" Das wurde selbst den bürgerlichen und frommen Abgeordneten ist die Kohlenförderung um 194/10 pet. gestiegen, die ProduktionsE3 foften haben sich von 65,59 Pf. auf 63,81 Pf. vermindert. des Zentrums zu bunt, die in den Bergarbeiter- Bezirken eine Anzahl Stimmen politisch noch unaufgeklärter Arverblieb ein Rohgewinn von 417 497 m., zur Vertheilung beiter zu verlieren haben, wenn fie nicht wenigstens tommen 380 000 m. Dividende. Die Gesellschaft Bock wa= für die allerelementarsten Schutzbestimmungen eintreten. Hohndorf- Vereinigt- Feld bei Lichtenstein machte bei einer Einnahme von 2 361 719 Mart einen Rohgewinn von handelt sich hier um ein Arbeiterschuh- Gesez, nicht um ein Arbeitgeberschutz- Geset", so mußte der Kaplan Hige den Geldprogen 808 674 Mart und einen Reingewinn von 628 674 M., 10zurufen, und der freisinnige Stadtvater Eberty, der doch wahrlich von 597 303 M. zur Verfügung der Hauptversammlung bleiben. sonst Nichts für die Arbeiter übrig hat, meinte in seiner bleichen liegreich beendet. Sämmtliche Forderungen find ihnen Sozialistenangft, die Reform tomme eher zu spät als zu früh. bewilligt, weshalb die Arbeit wieder aufgenommen wurde. von 30 M. auf Stammattien und von 45 M. auf Prioritätssich Damit durch billigeres Angebot Stammattien. Bei solchen Erträgnissen läßt es sich für die Klaſſengenossen vorwerfen lassen müssen und die gegen die ein- Errungene wieder in Frage gestellt werde, find die Reisenden Aktionäre ganz gut leben, während die Bergleute beständig klagen Stellen- Aktionäre fachen Gebote von Menschlichkeit und Klugheit aus blindefter ersucht, sich zwecks Nachfrage um Arbeit nur an die Stellen- und jetzt durch Feierschichten und Lohnreduzirungen doppelt geUnternehmer- Selbstfucht taub sind, solchen Leuten hat die Regie- vermittelung zu wenden, deren Adresse W. Kröger, Dresden, straft werden."- Und wer schafft das schwarze Gold zu Tage? rung durch die Halbheiten ihrer Vorlage Bugeständnisse Stephanienste 61, 3 Tr., ist. Der Aktionär oder der Bergmann? Und wer riskirt täglich sein Seite Auf dieser machen zu müssen geglaubt!! Zur ,, Bochumerei." In Lüdenscheid i. Westf. waren Leben im Schacht? Der Aktionär oder der Bergmann? Und tauft sie sich damit weiter Nichts, als frechen Hohn und die Arbeiter aber werden mit der bisher an Kommunalabgaben 400 pet. der Klassensteuer zu ent- warum bekommt der Aktionär den größten Happen und der Kleinsten? Warum? Weil gesteigerte Ansprüche; unsere Gerichten. Infolge der Einführung des neuen Einkommensteuer- Bergmann den Nase darauf gestoßen, daß sie von diesem System keine wirkliche Gesetzes hat sich das Vorhandensein eines so erheblichen Mehrs sellschaftsverfassung eine einzige große Züge ist, die der Besserung ihrer Lage zu erwarten haben. Dies soll heute mit einem furzen Ueberblick über die Schutzbestimmungen für Kinder, au steuerpflichtigem Einkommen herausgestellt, daß man hofft, Egoismus geschaffen hat und der Egoismus erhält. Was Rettung jugendliche Arbeiter und Frauen bewiesen werden, wie sie die die Kommunalsteuer auf 200-180 pet. ermäßigen zu können. bringen kann, ist allein die Sozialdemokratie im buchstäblichen So lange haben die armen Redlichen für die wohlhabenden Be- Sinne des Wortes. Borlage schaffen resp. beibehalten will. trüger mit bezahlen müssen. " „ Es er Soziale Lebersicht. Die Dresdener Steinbildhauer haben ihren Streit zu Zugauer Steinkohlen- Bauverein. Vorgeschlagen wird eine Dividende " Versammlungen. Was nun geschaffen werden soll wahrlich, es ist ein Die alten ab- Neber die Verpflichtung der Unternehmer, die 3 ahl Jammer, darüber noch reden zu müssen! gebrauchten Mittel der chriftlichen Sozialreform und der frommen ber in& abriten am 1. April 1892 beschäftigten Bucht werden aufgeräumt und das- Arbeitsbuch für alle Arbeiterinnen mitzutheilen, setzt ein Verordnungsentwurf minderjährigen Bergarbeiter wird eingeführt. Sieben lange das Folgende fest: 1. Arbeitgeber, welche Arbeiterinnen in Fabriken, HüttenIn der öffentlichen Generalversammlung der Zimmerer Baragraphen behandeln diese Segnung, die in allen ihren schönen Einzelheiten einfach aus der Gewerbe- Ordnung herübergenommen werken, Bimmerplägen und anderen Bauhöfen, in Werften, in Berlins und Umgegend, welche am 20. März tagte, entspann ist. Um diese Scheerereien zu begründen", wiederholen die Biegeleien, die nicht blos vorübergehend oder in geringem um sich zunächst eine lebhafte Geschäftsordnungs- Debatte betreffs der Motive der Borlage die alte Verdächtigung der kapitalistischen fange betrieben werden, in Bergwerken, Salinen, Aufbereitungs- Resolution, welche in der letzten Versammlung gefaßt. war und Zeitungstanten aus dem Jahre 1889 in verschämter anstalten, unterirdisch betriebenen Brüchen oder Gruben be- im Zimmerer", Verbandsorgan der deutschen Zimmerleute ge Form: Welche Rolle gerade die minderjährigen Bergarbeiter, schäftigen, find verpflichtet, der Ortspolizeibehörde bis spätestens ftanden hat. Nachdem auf Antrag des Kameraden Petereit deren Freiheit in dieser Hinsicht bisher durch das Gesetz in sum 16. April 1892 die Zahl der von ihnen beschäftigten über die Debatte hierüber geschlossen war, gab Kamerad Stehr den feiner Weise eingeschränkt war, bei den Ausständen gespielt 16 Jahre alten minderjährigen und großjährigen Arbeiterinnen Bericht vom Halberstadter Kongreß. Aus demselben sei erwähnt, haben, ist hinreichend bekannt." Es ist nur zu verwundern, daß schriftlich mitzutheilen. Die Mittheilung kann mit der nach daß der Redner erklärte, er habe auf dem Kongreß einen indem er mit ungebundenem man nicht die ganze Bergarbeiter- Reform mit dem Hinweis auf§ 138 der Gewerbe- Ordnungs- Novelle vom 1. Juni 1891 zu schwierigen Stand gehabt, die halbwüchsigen Burschen", welche sie angeregt haben, für erstattenden schriftlichen Anzeige verbunden werden. 2. Auf An- Mandat, ohne eine dirette Organisation zu vertreten, dorthin geüberflüssig erklärt! Aber nein den Schein, zu reformiren, lagen der unter Nr. 1 fallenden Art, welche nur einen Theil des fandt war. Es sei ihm jedoch Sig und Stimme gewährt worden. muß man sich ja geben. Deshalb sprechen die Motive weiter Jahres im Betriebe sind und ihren Betrieb am 1. April 1892 Hierauf verlas Redner u. a. die Resolution des Verbandes von der Stärkung der elterlichen Autorität und Eindämmung bereits eingestellt oder noch nicht begonnen haben, finden die vor- deutscher Zimmerleute, welche von dem Kongreß angenommen der allzugroßen Unbeschränktheit der minderjährigen Arbeiter"; stehenden Bestimmungen mit der Maßgabe Anwendung, daß die worden ist, und meinte im Anschluß hieran, es wäre beffer ge= und es ist geradezu rührend, wie sie sich darum sorgen, daß für Arbeitgeber verpflichtet sind, der Ortspolizeibehörde eine schrift wesen, wenn sämmtliche Gewerkschaften Vorberathungen in betreff die etwa nicht mehr schulpflichtigen, beim Bergbau beschäftigten liche Anzeige über die Höchstzahl der von ihnen innerhalb der des Kongresses gepflogen hätten, es würde dadurch viel Zeit erKinder über 18 Jahre nichts an die Stelle( der durch die Gewerbe- Beit vom 1. April 1891 bis zum 31. März 1892 beschäftigten spart worden sein. Die Vertreter der lokalorganisirten Arbeiter hätten betheuert, mitarbeiten zu wollen, es aber nicht wenn nicht Arbeiterinnen über sechszehn Jahren zu erstatten. Ordnung abgeschafften) Arbeitskarten treten würde" der Mühe werth gehalten, irgendwie Material herbei zu das schöne Arbeitsbuch zur Stärkung der elterlichen Autorität ,, Eine Warnung an die Grubenbefizer" nennt die schaffen, auf auf Grund dessen eine Einigung zu erzielen und Eindämmung der allzugroßen Unbeschränktheit" eingeführt Borfmens Times" folgenden an sie gerichteten Brief: gewesen wäre. Sie legten dem Kongreß eine Resolution vor, würde. Wie aber die verthierende Wirkung" 500 000 tüchtige Kohlengrubenarbeiter bieten ihre Arbeit zu grund welcher sie von demselben anerkannt sein wollten. Der grauenhafter Bergwerksarbeit auf tindliche bem bescheidenen Preise von 25 Shillingen( 15 fl.) per Woche Stongreß ging aber über diese Resolution zur Tagesordnung über; und jugendliche durch eigene Schuh- an. Bierzig Millionen britische Bürger sind bereit, den ver- infolge dessen verließen einzelne Delegirte der lokalorganisirten bestimmungen zu verhindern wäre, darüber steht in der langten Preis von 25 Shillingen wöchentlich zu zahlen. Un- Arbeiter den Kongreß vor Schluß desselben. Der Redner erganzen Regierungsvorlage fein Wort zu Tefen! Noch deutlicher: hinsichtlich der Ausbeutung gefähr zwölf Menschen, Privateigenthümer der Kohlengruben, mahnte zum Schluß die Kameraden zum einmüthigen Zusammenfagen:„ das kindlicher und jugendlicher Arbeitskräfte durch profit a" das dürft Ihr nicht". Es besteht absolut kein Streit geben, damit endlich die Bersplitterung unter den Bimmerern gierige Unternehmer bleibt Alles beim Alten! Wie in mischen der halben Million von Verkäufern und den vierzig aufhöre. In der Diskussion über den Bericht sprach zunächst jeder beliebigen Fabrit, so tönnen auch fünftig beim Bergbau, Millionen von Käufern der Grubenarbeit. In der That, die Kamerad? Wolter, noch einen turzen Ueberblick über besten und freundschaftlichen Geschäftsbeziehungen bestehen zwischen den Kongreß und dessen Verlauf gebend. Auf der doch weit gesundheitsgefährlicher ist, Kinder von 13 Jahren ihnen und die ganze Produktion des Landes, welche 37 Millionen trag des Kameraden Schenk wurde wegen vorgerückter Zeit die anstandélos im schwarzen Staube der Kohlenhalden und im Pfund Sterling pro Woche werth ist, hängt ja davon ab, daß Lohnkommission beauftragt, demnächst eine Versammlung einzuſogar volle Qualm der Grubenhöfe beschäftigt werden, die Käufer und Verkäufer der Arbeit in den Kohlengruben berufen, in welcher die Diskussion über den Bericht vom Halber 6 Stunden den Tag lang. Im Jahre 1890 waren es ihr Geschäft regelmäßig und ungestört abwickeln tönnen. städter Kongreß fortgesetzt wird. Kamerad Geffrois theilte der Bergin Preußen nach den amtlichen Berichten Wer hat es denn aber gewagt, Unfrieden zu zu stiften hierauf der Versammlung mit, daß er sich eine Anklage wegen findliche Wesen, deren behörden 329 folcher und bas britische Volt durch Störung dieses friedlichen Aufreizung verschiedener Bevölkerungsklaffen zugezogen habe; er Kraft für einen Hungerpfennig derartig ausgefogen wurde, und Berehres um Narren zu halten? Nun, einfach ein Dutzend ſtelle es der Versammlung anheim, ob sie ihm techtsschuß geeute, welchen die Nation in ihrer Langmuth erlaubt, den Titel währen wolle oder nicht. Die Versammlung bewilligte den bin eigenthümern der Kohle unter der Erde" zu führen. Ich Rechtsschutz mit 27 gegen 25 Stimmen, worauf Schluß derselben bin der Meinung, daß das eine Verlegung des Gesetzes über erfolgte. unterirdisches Eigenthum" ist; follte dies aber nicht der Fall sein, Naturen armen An= Die öffentliche Tischlerversammlung vom 21. d. Mts. die Zahl wird weiter wachsen, wie sie bisher gewachsen ist. Bei den Jugendlichen Arbeitern von 14-16 Jahren( ihre Summe betrug bei den preußischen Bergwerken im Jahre 1890 nicht weniger als rund 12 000!) genügt dem Staat im schönen Verein mit den Bergwerks- Unternehmern aber nicht einmal die Ausbeutungsfreiheit, wie sie die Gewerbe- Ordnung für den meift so ist es ganz bestimmt eine direkte Aufforderung und Ein hatte gegen 800 Kollegen im Böhmischen Brauhause vereinigt. ladung an das britische Volk, dem Privateigenthum an Zur Berhandlung stand nochmals die Organisationsfrage, und weniger gesundheitsschädlichen Fabritbetrieb gewährt. Es ist ladung an das britische Volk machen. Gebt Acht, war referirte der Vorsitzende des deutschen Tischlerverbandes, eine der größten Sorgen des Reichskanzleramtes gewesen, Jenen Grubenbesitzern möchte ich sagen: schleunigst vor Inkrafttreten der neuen Gewerbe- Ordnung( 1. Apwie Ihr mit Eurem Privilegium des privaten Gigen- Berliner Zischler und ihre Organisation in 1.3.) unterm 17. März d. I. die amtliche Bekanntmenthums umgeht, so lange Ihr es noch habt; menn for der Zukunft." In längerem Vortrage veranschaulichte der erlassen, nach welcher bau über Tage bei der Förderung statt erst von 1/26 Uhr früh durch Euren Ring das britische Publikum hindert, die Arbeit von Referent noch einmal die Entwickelung der Organisation der wie es für Fabriken vorgeschrieben ist, ab, schon von und Grund Boden gründlich ein Ende Ihr über Die zukaufen, werdet Ihr die Nation böse machen und sie veranlassen, Tischler zum Zentralverbande, hervorhebend, daß die Berliner Tischler im Prinzip der Zentralisation angestimmt, aus von 5 Uhr früh ab, Sonntags sogar schon fofort die Nationalisirung des Bodens vorzunehmen; das 4 Uhr früh ab, und Abends statt nur bis 8 Uhr wolt braucht nur noch weniger weiterer Beweise wie dieser um praktischen Gründen indessen die lokale Organisation für nothweiter bis 10 Uhr Abends, nach einem Sonn- oder Festtage einzusehen, daß Privateigenthum an Grund und Boden in wendig erachtet hätten, und wurde im Weiteren seiner sich gestellten Aufgabe, die Vorzüge der geschlossenen Zentralorganisation vor den fogar bis Mitternacht beschäftigt werden dürfen und die lokalen Organisationen und auch vor den durch Vertrauensmänner Arbeitspausen dieser jungen Kohlenstlaven statt 2 Stunden in unserem Lande gänzlich unpraktisch und unzeitgemäß ist." Verschlechterung der Lebenshaltung des Volkes, das zentralisirten Lokalorganisationen flar zu legen, vollauf gerecht, Fabriken nur 1 Stunde insgesammt am Arbeitstage beim Bergbau zu betragen brauchen. Die Entschädigung für diese enorme ist der" Segen" der kapitalistischen Wirthschaftsordnung. In ging sodann auf die Verhandlungen und Beschlüsse des GeErweiterung der Ausbeutungsfreiheit besteht in der Beschränkung Chemniz, dem Dorado des Industrialismus, find troß des werkschaftskongresses in Salberstadt ein und gab sich der Hoffe der Schichtdauer für diese Jungen auf 8 Stunden und in dem stetigen Anwachsens der Bevölkerung nach dem amtlichen Bericht nung hin, daß die Berliner Tischler die Zentralisation als Erforderniß jenes ärztlichen Zeugnisses als Vorbedingung für voriges Jahr 967 Rinder, 1705 Kälber und 484 Schafe auf dem Organisationsform wählen und die in Berlin geschaffene Zahlihre Beschäftigung, von dem der erste schweizerische Fabrikinspektor Schlachthofe weniger geschlachtet worden. In Leipzig ist stelle bald eine solche eines Holzarbeiter- Verbandes werden würde, einst dem Sinne nach gesagt hat, daß es nicht soviel werth ſei, das Verhältniß nicht besser. Nach gleichfalls amtlichen Berichten deren Verwaltung Sektionen einzurichten hätte, um die Interessen als das Papier, auf welchem es stehe. Nicht wahr, ihr Vertreter ist daselbst der Fleischkonsum während der letzten vier Jahre um der einzelnen Branchen zu wahren. Dem Referenten trat Geder„ chriftlichen Sozialreform": folche Ungeheuerlichkeiten müssen mindestens 10 pt. zurückgegangen. Bleibt die Einverleibung der noffe Reßler ftrifte entgegen, feinerseits die Gründe erläuternd, durch die Einführung des Arbeitsbuches für die zuchtlosen Vororte unberücksichtigt, so ist nach der Frankfurter Zeitung" welche für die Lokalorganisationen mit Vertrauensmänner- System Jungen" bemäntelt werden, damit es nicht gar zu sehr hervor das Ergebniß der Fleischverbrauchs- Statistit noch ein wesentlich sprächen und die der Form der geschlossenen Zentralisation ent tritt, wer der eigentliche Schuldige an der Verrohung und ungünstigeres, denn eine Gegenüberstellung der Bahlen von 1888 gegenständen. Insbesondere hob derselbe hervor, daß nicht und 1891 ergiebt, daß 1891 durchschnittlich pro Kopf verbraucht eine Organisationsform für alle Gewerkschaften passe und Degradirung dieses Menschenmaterials ist? Die Thatsache, daß unter den 12 000 jugendlichen Arbeitern, wurden: 19,15 Kilogr. Rindfleisch( weniger 12,97 Kilogr. gegen bezeichnete es als einen Fehler, allen Gewerkschaften eine deren Ausbeutung durch die preußische Berggesek Novelle nicht 1888), 21,69 Kilogr. Schweinefleisch( weniger 5,48 Kilogr.), einzige Organisationsform aufzwingen zu wollen. Auch sprach fich derselbe gegen das auf eine künstliche Zusammenziehung von wird. Die Versammlung erklärt, für Bildung einer Sektion des führungen des Referenten zustimmte und sich verpflichtete, Mann für Mann dem Verband deutscher Glasarbeiter beizutreten, da Berufen in eine gemeinsame Organisation gerichtete Bestreben Holzarbeiter- Industrie- Verbandes einzutreten." aus und empfahl den Berliner Tischlern, ihre alte Organisation Zur Führung der Unterhandlungen mit dem Tischlerverband nur durch gefchloffene Organisation gegen den Moloch des zu behalten. Seine Ausführungen fanden eine sehr getheilte wurde Berr Weber gewählt. Nachdem noch zur Zahlung der Rapitals Front gemacht werden könne. Aufnahme. In der folgenden Diskussion fand ein weiterer sehr Beiträge behufs Deckung der Unkosten der Kongreßbeschickung eingehender Meinungsaustausch über die zur Tagesordnung aufgefordert worden war, wurde die Versammlung geschlossen. stehende Streitfrage statt. Eingegangen waren zwei Resolutionen, die eine für, die andere gegen Zentralorganisationen, das heißt In einer öffentlichen Formerversammlung erstattete Zentralverband. Vom Genoffen Glode war außerdem der am 21. März Kollege Payel Bericht über seine Thätigkeit als Borschlag gemacht, den Fachverein als Wachtposten bestehen zu Vertrauensmann. Nach kurzer Schilderung der Agitation und laffen, daneben aber dem Zentralverbande sich anzuschließen. Die deren Resultat gab Redner einen Ueberblick über die verkauften Versammlung wurde schließlich vertagt. Marken. Danach sind vom November 1891 bis 1. März 1892 Im Verein zur Wahrung der Jutereffen der Berliner unter den Formern Berlins 202,70 M. gesammelt worden; Knopfarbeiter ehrten am 20. März die Anwesenden das An- darunter 3,30 M. als Erlös einer Tellersammlung der Former denten Otto Reimer's durch Erheben von den Plägen. versammlung vom 7. Februar. Diese Summe ist laut Quittung Hierauf sprach Herr Dr. Pinn über das Thema:„ Aus alter an den Haupt- Vertrauensmann abgeführt worden. Zu einer Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum bafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. An alle in der Damenmäntel Ronfettion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Bekanntlich hat sich der Verein der Freien Vereinigung der der Bekleidungsund neuer Zeit." Der sehr interessante und lehrreiche Vortrag etwas lebhaften Auseinandersetzung fam es dann mit Damenmäntel- Schneider und Arbeiterinnen die als Einzelmitglieder dem Zentral- industrie zu Gunsten des deutschen Schneider- und Schneiderinnenwurde mit großem Beifall aufgenommen. Die Versammlung be- einigen Kollegen, verband deutscher Former beigetreten sind, ohne ihren verbandes aufgelöst. Infolge dessen wurde eine Liquidationsschäftigte sich dann mit Gewerkschafts- Angelegenheiten. Abrechnung vom lehten Quartal: Einnahme an Beiträgen 32,68 m. 82,80 Vom Vergnügungskomitee überwiesen Summa 65,48 M. · " " 81,75 M. 38,73 Ausgaben für Annoncen im Vorwärts" und für Säulenanschlag. Kollegen Mittheilung hiervon zu machen. Die Berliner fommission gewählt, welche die Angelegenheiten des Vereins zu Eine öffentliche Versammlung der Möbelpolirer nahm Former hatten sich im Hinblick darauf, daß Einigkeit die Haupt regeln hatte. Diese Kommissiou ist diesem Auftrage, soweit es am 21. März den Bericht des Delegirten Herrn Robert Weber fache sei, das Versprechen gegeben, Alle nur einer Organisation ihr möglich war, nachgekommen und macht hiermit nachstehende über den Gewerkschaftstongreß entgegen. Referent gab einen anzugehören, und das sollte ausgesprochenermaßen der Verband Abrechnung bekannt: Ueberblick über die Verhandlungen und Beschlüsse des Kongresses der Berliner Metallarbeiter fein; man konnte das Vorgehen der und hob die Vortheile hervor, welche für die Möbelpolirer aus Rollegen nicht billigen, weil man befürchtet, daß dasselbe nur dem Anschluffe als Sektion an den Tischlerverband gemäß den Zwist und Uneinigkeit zur Folge haben könne. Zum Schluß Kongreßbeschlüssen erwachsen. Zu dem in der bürgerlichen Preise wurde dem Wunsch Ausdruck gegeben, den Genossen Th. Schwarz Den Kollegen so aufgebauschten Berichte über den Weggang der Vertreter der gofal in einer öffentlichen Formerversammlung zu hören, und Kollege organisation bemerkte Redner: Als der Kongreß den Grundfah aus- Päßel beauftragt, dahingehende Schritte zu thun. sprach, daß als Grundlage der Organisation die Zentralorganisation sei hierdurch gleich mitgetheilt, daß am Montag, den 28. März, fungiren soll, da hatte es für die Vertreter der Lokalorganisation bei Norbert, Beuthstr. 22, eine öffentliche Versammlung stattfindet, feinen Zweck mehr, noch weiter mitzuarbeiten und so verließen su welcher Genosse Schwarz das Referat hat. fie den Kongreß. Was den Beschluß des Kongresses, der mög- Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher lichste Zentralisation des Arbeitsnachweises und Herbergswesens I as a rbeiter Berlins und Umgegend hörte am empfiehlt, anbelangt, so ist derfelbe hauptsächlich für kleinere 20. März einen Vortrag des Genoffen Theodor Mehner Städte gefaßt. Redner schloß feinen Bericht, indem er den über: Zweck und Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation." Möbelpolirern empfahl, sich als Zahlstelle dem Tischlerverbande Der Redner wußte dem oft ventilirten Thema immer noch neue anzuschließen. In der Diskussion, an der sich die Herren Seiten abzugewinnen, so daß ihm rauschender Beifall zu Theil Bleibt mithin Bestand 1,73 M. Lederhose, Fähse, Reuter u. A. betheiligten, wurde dem wurde. Die Diskussion über das Gehörte gestaltete sich sehr leb Der Rest ist der Parteikasse, die Vereinsutensilien und Vorschlage des Referenten und den Kongreßbeschlüssen zugestimmt haft. Beklagt wurde von allen Rednern der große Indifferenund die Nothwendigkeit, den Beitrag zu erhöhen, betont. Fol- tismus vieler Kollegen, der in seinen schlimmsten Auswüchsen 3 Arbeitsnachweis- Bücher find dem Verband überwiesen. Somit Von ins- erklärt sich die Kommission für aufgelöst. gende Resolution fand dann Annahine: sich zu der Agitation gegen den Verband gestalte. J. A. der Liquidationskommission. C. Möbius, Oranienstr. 44. Die Versammlung der Möbelpolirer Berlins und Umgegend gesammt 60 000 Glasarbeitern in Deutschland seien noch nicht erklärt sich mit den Beschlüssen des Halberstädter Gewerkschafts- 2 pet. organisirt. Immer nur die gleichen tüchtigen und opfertongresses einverstanden. Sie erblickt in der Bildung von bereiten Kollegen fänden sich in Versammlungen, bei Festen und Die Versammlung nahm schließ Industrieverbänden die beste Organisationsform, in welchen den auf den Zeichnungslisten vor. Branchenvereinigungen vollständige Bewegungsfreiheit gelaffen lich einstimmig eine Resolution an, in welcher sie den AusGrößtes Geschäft des Nordens. Bestand Außerdem find von der Firma Maurer und Dimmick gefordert für Arbeitsnachweis- Bücher. welche in den Ausgaben nicht vermerkt waren Und vom Vorwärts" für schuldige Annoncen. " . 12, N 20, Chausseestr. 56, Streng reelle Bedienung. Singer& Co., Ecke Liesenstr ( Lieferanten verschiedener Vereine) stellen hiermit einen großen Theil ihres reichhaltigen Lagers zum vollständigen Ausverkauf. Fefte Preise. 1 große Partie neuer mod. 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