Nr. 170. 9002 Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- 8eitungs. Preisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. predfies the spala Vorwärts ঙ Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene fotonet zeile oder deren Raunt 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Serialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Dokument der russischen Revolution. Wir sind in der Lage folgendes, die wachsende Stärke der rebolutionären Bewegung charakterisierendes Schriftstück zu veröffentlichen: Der Minister des Innern. Der Gouverneur des Gou vernements Saratow. Saratow, 11. Juni 1902. Nr. 39. GeheimCirkulär. An die Herren Landpolizeivorstände des Gouvernements Saratow. In Anbetracht dessen, daß in letzter Zeit in einigen füdlichen und südöstlichen Gouvernements Bauernunruhen stattgefunden haben, die nicht selten von bewaffneten Ueberfällen auf Güter der Grundbefizer begleitet waren, sei mir gestattet, auf den am 11. Juli 1898 unter Nr. 32 den Herren Polizeivorstehern gegebenen Hinweis in der Frage aufmerksam zu machen, welche Mittel zur Vorbeugung und Unterdrückung aller gewaltthätigen Handlungen seitens der Landbevölkerung ergriffen werden sollen und wie die des eigenmächtigen Verfahrens Schuldigen zur gefeßlichen Rechenschaft gezogen werden müssen. In der legten Zeit fanden in dem Gouvernement Poltawa ernsthafte Störungen der öffentlichen Ordnung und Ruhe statt, die, weil nicht genügend rasche und entscheidende Mittel zu ihrer Unterbrüdung in Anwendung famen, auch auf die benachbarten Kreise des Charkowschen Gouvernements hinübergreifen konnten. In Anbetracht dieses Umstandes und in Erwägnng, daß solche Bauernaufruhre in feinem Fall geduldet werden können, weil sie das ordnungsmäßige Leben der Landbevölkerung bedrohen, erkenne ich für notwendig an, von neuem darauf hinzuweisen, daß die in dem oben genannten Cirkulare gemachten Vorschriften streng zu erfüllen find. Bu gleicher Zeit damit empfehle ich den LandPolizeivorstehern, auf die Stimmung der Bauernbevölkerung acht zu geben und die rücksichtslosesten Mittel zur schnellen Niederwerfung der Bewegung in Angriff zu nehmen. Hierbei muß besondere Aufmerksamkeit allen unerwünschten Erscheinungen in dem öffentlichen Leben der Bauernbevölkerung zugewendet werden, und im Fall, daß eine Anhäufung dieser Erscheinungen beobachtet wird, müssen Mittel ergriffen werden, den Umständen auf den Grund zu kommen, von denen diese Erscheinungen verursacht werden, und auf solchem Wege muß einer Wiederholung und Entwicklung dieser Erscheinungen auf dem Boden von Aufruhr vorgebeugt werden. Donnerstag, den 24. Juli 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. triegerischen Vorkommnissen heute noch eine entscheidende Rolle spielen können. Der Militarismus kann nur noch dadurch gebrochen werden, daß das Militär felbst unzuverlässig erscheint, nicht dadurch, daß es vom empörten Volte besiegt wird." Wie die kommende Revolution nicht in einem Barrikadenkampf Jahren und welchen Boden das platte Land jetzt im Vergleich zu den siebziger Jahren für die Propaganda und Organisation liefert, sei sei die folgende Stelle aus einer eingehenden Schilderung eines Augenzeugen der Bauermunruhen hier wiederwiederholen, die von den Bauern über den Zweck und den Charakter gegeben. Er schreibt:" Ich will Ihnen nicht die Legenden der Unruhen erdichtet sind. Eins ist bedeutsam, daß nämlich in bestehen würde, so sei auch nicht von einer Finanzkatastrophe der allen diesen Legenden in der Rolle des Volksverteidigers der Zusammenbruch des Bestehenden zu erwarten. Dagegen könne der Student auftritt. Hier und dort gehen noch Gerüchte um über politische Streit eine Rolle spielen. den Zaren, daß er den Bauern helfen wolle, gegen ihn seien aber Weiterhin erläutert Kautsky und hier hat der Fälscher mit die Minister, der Synod und die Herren( pani). Aber auch in schmuziger Hand zugegriffen Aber auch in schmutziger Hand zugegriffen die historische Möglichkeit, daß ein solchen Meinungen erscheinen neben dem Zaren als Beschützer der Krieg die Entwicklung beschleunigen könne: Bedrückten die Studenten. Eine Vorstellung geht dahin, daß die Studenten, d. h. sehr fluge Leute, die in den hohen Schulen lernen, bis zur Wahrheit und Gerechtigkeit gekommen seien und da die Regierung nichts tauge, so hätten sie beschlossen, die Regierung zu beseitigen und an ihre Stelle drei Studenten zu jegen. Diese wollen Ordnung schaffen, damit alle gut leben könnten, und zur Hilfe rufen sie die Bauern und die Arbeiter. feien auch aus verschiedenen Orten gegangen; es gingen vielleicht alle, wenn es nicht die Soldaten gäbe, die so dumm sind, auf ihre eignen Brüder zu schießen. Alle diese Erzählungen find aus dem Munde der Bauern genommen. Allmählich, allmählich, schreibt der Korrespondent, beginnt die richtige Erkenntnis der Dinge in die Masse zu bringen, die Stimmung der selbst ganz Unaufgeklärten tontrastiert start zu dem früheren Barenkultus." Die Bauern Materials entworfene zusammenfassende Schilderung erklären das Das geheime Dokument und die auf Grund eines reichen so urplöglich wach gewordene Interesse des garen für die sociale Frage zur Genüge, wenn auch Thatsachen dafür sprechen, daß dies Interesse nur in dem bezahlten Phantasiespiel gewisser Blätter besteht. Daß der Zar den Wortführer der reaktionären Partei, den Herausgeber des„ Grashdanin", Fürst Meschtscherski, in das Aufruhrgebiet entsandt hat, ist nur ein neuer Beweis, daß er nach wie vor nichts, gar nichts gelernt hat. Politische Mebericht. Berlin, den 23. Jult. Zuhälterdienste für den Zollwucher. Die Ueberzöllner find mißvergnügt. Sie sehen nicht nur ein, daß ihre unverschämtesten Forderungen nicht durchgehen werden, sie fürchten auch, daß der von der Regierung angebotene gemäßigte" Bollwucher an dem Widerstand der proletarischen socialdemokratischen Boltsmassen scheitern könnte. In solcher Not greift man wieder zu dem seit der Camarilla- Zeit Friedrich Wilhelms IV. im Juntertum besonders beliebten Mittel, durch spiritistische Beschwörungen eines grauenvollen roten Gespenstes die regierenden Leute einzuschüchtern und auf den politischen Feind sinnlos zu hetzen. Weil das Junkertunt bringend einen 71/ 2- oder wenigstens 51/ 2- M.- 3oll braucht, und weil die Arbeiterschaft sich gegen dieses Ranbrittertum auflehnt, darum beweisen die edlen Seelen, daß die Socialdemokratie niedergeschlagen, vernichtet, ausgerottet werden müsse. Der Schwindel ist alt, wird aber immer wieder ausgeübt obwohl die Ohm, Goedsche, Gerlach, Buttkamer, Bismard, Strüger tot sind. Dabei halte ich für zivedmäßig zur Orientierung und Anleitung mitzuteilen, daß in letzter Zeit im Ministerium des Innern Nach richten eingegangen sind, daß böswillige Menschen bestrebt find, unter der Landbevölkerung Propapaudazirkel zu organisieren. Zu diesem Zwecke werden für solche Zirkel die am meisten entwidelten, begabten und energischen Bauern gewählt, benen dann verschiedene wissenschaftliche Kenntnisse, vorwiegend aus der Geschichte, der Sociologie und der Arbeiterbewegung, mit geteilt werden, wobei als hauptsächlichstes Mittel den Mit gliedern der Zirkel die genannten Kenntnisse beizubringen, Seine weite Verbreitung, die tendenziöser so auch ver In gleichzeitig erschienenen und ziemlich gleichlautenden Artikeln botener Schriften dient. Ich will nicht über den Schaden hat die, Kreuz- Beitung" und die" Post" am Mittwochabend sprechen, der für das Volt entsteht, wenn in seine Mitte zum tausendunderstenmal entdeckt, daß die Socialdemokratie eine die Schriften der illegalen Bresse dringen; es muß in Betracht ge- Hochverräterische Verschwörerbande sei. Die Artikel sind namentos, zogen werden, daß durch die Verteilung von Büchern selbst stammen aber, dem Stil und der Gefinmung nach, beide von Mag ganz legalen Charakters unter der Landbevölkerung politisch Lorenz, dem berufsmäßigen Denunzianten und verwahrlosten unzuverlässige Leute mit dem Volk in nahe Beziehung Quartalsrenegaten, durch dessen ständige Mitarbeiterschaft eine antreten. Nachdem diese Leute auf dem Wege eines solchen Ver- gesehene Zeitschrift, wie die" Preußischen Jahrbücher", fortgesetzt bekehrs die Entwickelung der Bauern und ihre Stellungnahme zu schmutzt wird. Selbstverständlich wird die Sache wieder auf dem den verschiedenen Seiten des öffentlichen Lebens bestimmt haben, Wege des empörten Citats" gemacht. Herhalten muß diesmal werden aus der Mitte der Bauern die begabtesten und zur An- sea utstys neueste Broschüre über Socialreform und sociale eignung rebolutionärer Anschauungen veranlagten Bauern ausgewählt. Revolution", und zwar das letzte Kapitel, das von den Formen besonders unterrichtet und aus ihnen die Führer der Bauern- und Waffen der socialen Revolution" handelt. Als bewegung herangebildet. Außerdem schafft die populäre Bolts- Mittel wird natürlich das infamer und bewußter Fälschung litteratur, wenn tendenziöse Ausgaben gewählt werden, in den benutzt, die durch Herauszerrung einzelner Säge aus dem Sinn und Dörfern fünstlich politische Gärung, weil sie die verschiedenen Busammenhang selbst ein schwachsinniger Schwindler leicht herzustellen dunklen Seiten des Bauernlebens schildert, das Elend des Lebens, vermag. " " das Elend und die Armut des Volkes, und so unter den Bauern Wir benutzen aber diese erwünschte Gelegenheit, um die Lefer die Elemente der Unzufriedenheit stärkt. auf diese scharfsinnigen, flaren und tiefen Ausführungen Kautskys Außerdem beobachtet man, daß politisch unzuverlässige Leute nachdrücklich hinzuweisen. Kautsky beginnt mit dem Geständnis, daß zu dem platten Lande in den meisten Fällen durch die sich bis zu einem gewissen Grade die Richtung der Entwicklung, Ternende Jugend der Geistlichen und Lehrer nicht aber ihre Formen und ihr Tempo vorausbestimmen lassen. feminarien, Feldscher- und Gartenbauschulen u. a. Nur eines tönne man mit Sicherheit von der kommenden Revolution Beziehungen anknüpfen. Außerdem gebrauchen die verbrecherischen sagen:„ Sie wird ganz anders aussehen als ihre Borgängerinnen." Agitatoren zur Entwicklung ihrer Propaganda auch die Bauern Eine der Eigentümlichkeiten der heutigen Situation bestehe darin, derjenigen Ortschaften, wo ihre schädliche Thätigkeit bereits erstarkt ist, wobei zu diesem Zweck die Bauern in jene Ortschaften, wo es beschlossen ist, die regierungsfeindlichen Ideen auszufäen, als Knechte, Bücherkolporteure und Haufierer gesandt werden. Judem ich das Obige bekannt gebe, halte ich es für notwendig beizufügen, daß, in Fällen, wo Unruhen in einer bestimmten Ortschaft zu Tage treten werden, strenge Aufmerksamkeit den verantwortlichen Beamten zu gewendet werden wird, deren Pflicht es war, für die Vorbeugung der Unruhen am nächsten Sorge zu tragen. Der Gouverneur: Engelhardt. Der Verwalter der Kanzlei: Knoll. Als Ergänzung zu diesem offiziellen Schriftstück über den Fortgang der Revolutionierung der Bauernmassen sowie zur Charakteriſtik Ser Umwälzungen in der Gedankenwelt der Bauern in den legten „ daß es in der Regel nicht mehr die Regierungen sind, die uns den fchroffsten Widerstand entgegensezen". Es handle sich vielmehr um den Kampf einer ausgebeuteten Klasse gegen alle andern. Stautsty fährt fort: Ein Mittel, die politische Entwicklung zu bes schleunigen und dem Proletariat den Besitz der politischen Macht in die Hände zu spielen, tann auch ein Krieg werden. Der Krieg hat sich schon oft als ein sehr revolutionärer Faktor erwiesen. Es giebt historische Situationen, in denen eine Revolution notwendig ist zum weiteren Fortschritt der Gesellschaft, die revolutionären Klassen aber zu schwach, die herrschenden Mächte zu stürzen. Man darf nicht an eine Notwendigkeit der Revolution in dem Sinne glauben, als erlangten die aufstrebenden Klassen im rechten Moment auch immer die rechte Kraft dazu. So zweckmäßig ist leider die Welt nicht eingerichtet. Es giebt Situationen, wo es unbedingt erforderlich ist, daß eine herrschende Klasse durch eine andre abgelöst wird, die erstere aber dennoch die letztere in steter Unterdrückung zu erhalten weiß. Dauert dieser Zustand zu lange, dann ver tommt und zerfällt die ganze Gesellschaft. Sehr oft aber vollzieht in solcher Situation ein Krieg die Aufgabe, der die aufstrebende Klaffe nicht gewachsen ist. Er vollzieht dies auf zweierlei Wegen: Ein Krieg tann nicht geführt werden ohne die Anspannung aller Voltsfräfte. Besteht ein tiefer 8 wiespalt in der Nation, dann zwingt der Krieg die herrschende klasse, der aufstrebenden Konzessionen zu machen, sie an dem Gemeinwesen zu interessieren und ihr so eine Macht zu verleihen, die sie ohne den Krieg nicht erlangt hätte. Ist die herrschende Klasse zu einem solchen Opfer nicht fähig oder ist es dazu schon zu spät, dann führt der Krieg nur zu leicht zu einer Niederlage nach außen, die dann den Zusammen bruch im Innern nach sich zieht. Er stürzt ein Regime, das in der Armee seine vornehmste Stüzesicht, indem er diese zerbricht. So hat sich der Krieg nicht selten als ein zwar brutales und verherendes, aber doch wirksames Mittel unter des Fortschrittes Umständen erwiesen, wo die andren Mittel ver fagten. Die deutsche Bourgeoisie z. B. war durch die Verlegung des ökonomischen Schwerpunktes Europas an die Küstenländer des atlantischen Oceans und durch den dreißigjährigen Krieg und seine Folgen zu geschwächt, um durch eigne Kraft den Feudalabsolutismus stürzen zu können. Sie wurde ihn los durch die napoleonischen Kriege und dann durch die Kriege der Bismarckschen Nera. Das Vermächtnis von 1848 wurde überhaupt durch die Kriege der konterrevolutionären Mächte durchgeführt, wie schon öfters dargethan worden." Kautsky fügt noch hinzu: Man mißverstehe mich nicht. Ich untersuche hier, ich prophezeie nicht und noch weniger spreche ich hier Wünsche au8. Ich untersuche, was kommen kann, ich erkläre nicht, was kommen wird, und schon gar nicht fordere ich, was fommen soll. Wenn ich hier vom Krieg als einem Mittel der Revolution spreche, so soll das nicht sagen, daß ich den Krieg wünsche. Seine Schrecken sind so entschlich, daß heute wohl nur noch militärische Fanatiker den traurigen Mut auftreiben können, mit faltem Blute nach Krieg zu verlangen. Aber selbst wenn eine Revolution nicht ein Mittel zum Zweck, sondern ein Endzweck wäre, der nm jeden Preis, auch den blutigsten, nicht zu teuer erkauft wäre, könnte man nicht einen Krieg als Mittel wünschen, die Revolution zu entfeffeln. Denn er ist das irrationellste Mittel zu diesem Zwecke. Er bringt so entsetzliche Zerstörungen mit sich, schafft so ungeheuerliche Anforderungen an den Staat, daß er eine Revolution, die aus ihm entspringt. aufs schwerste mit Aufgaben belastet, die ihr nicht eigentümlich sind und die vorübergehend fast alle ihre Mittel und Kräfte absorbieren. Dabei ist eine Revolution, die aus einem Kriege entspringt, ein Zeichen der Schwäche der revolutionären Klasse, oft eine Ursache weiterer Schwächung, schon durch die Opfer, die er mit sich bringt, wie durch die moralische und intellektuelle Degradierung, die ein Krieg meist hervorruft. Also enorme Vermehrung der Aufgaben des revolutionären Regimes und gleich zeitige Schwächung seiner Kräfte. Daher scheitert eine RevoIntion, die einem Kriege entspringt, leichter oder sie verliert frühzeitig ihre Tricbkraft. Wie ganz anders wirkte die bürgerliche Revolution in Frankreich, wo sie einer Erhebung des Voltes entstammte, als in Deutschland, wo sie durch eine Reihe von Kriegen importiert wurde! Und die proletarische Sache hätte aus der Erhebung des Pariser Proletariats weit größeren Nutzen gezogen, wenn sie ihm nicht vorzeitig durch den Krieg von 1870/71 aufgezwungen worden, sondern erst in einem späteren Zeitpunkt vor sich gegangen wäre, in dem die Pariser die genügende Kraft erlangt hätten, um Louis Napoleon und seine Bande ohne Krieg davon zu jagen." Waren die letzten Revolutionen Empörungen der Volksmassen gegen die Regierung, so dürfte die kommende Revolution abgesehen vielleicht von Rußland mehr den Charakter eines Stampfes des einen Teiles des Volkes gegen den andern führen, Man sollte meinen, daß selbst der skrupelloseste Scharfmacher in und darin, aber auch nur darin weniger dem Typus der franzö- diesen ruhigen Darlegungen tein Wort finden könnte, aus dem sich fischen Revolution und mehr dem der Reformationskämpfe ein Strick für die Socialdemokratie drehen ließe. Kautsky weist nahe kommen. Fast möchte ich sagen, fie wird weniger einer einfach auf die historische Thatsache hin und rechnet mit der Möglich plötzlichen Empörung gegen die Obrigkeit und mehr einem langfeit die er nicht einmal wünscht daß Kriegerische Entwicklungen dauernden Bürgerkrieg gleichen, wenn man mit dem letzteren Wort feit nicht die Begriffe von wirklichen Kriegen und Gemezeln verbände. die Entwicklung einer Klasse fördern könne. So haben die Wir haben aber keinen Grund, anzunehmen, daß bewaff- napoleonischen Kriege den Absolutismus gegenüber dem Bürgertum nete Insurrektionen mit Barrikadenkämpfen und ähnlichen zu Konzessionen gezwungen. Er habe den Jakobiner in den so. montanen Blätter schon einige Tage vorher fürchterlich darüber schimpften. Ausland. Klevikale Protefte.- Kammernachwahl in Lille.E genannten Freiheitskriegen spielen müssen", beklagte sich später Friedrich Wilhelm III. Desgleichen mußte in und nach den Bismarckschen Kriegen der Feudalismus dem liberalen Bürgertum radikale Zugeständnisse machen. Und diese simple Deriveile streicht das Centrum in wachsendem Eifer eine KulturParis, 21. Juli.( Eig. Ber.) Die Klerikalen haben nach und Feststellung der allbekannten historischen Erscheinung, daß bei forderung nach der andren. Von Mittwoch meldet ein Münchener nach eine umfassende Protestaktion gegen die Schließung von 2500 Schwierigen äußeren Berwickelungen im Junern versucht wird, die Telegrammm: Mönchsschulen zu stande gebracht. Der Presse und den ParlamenKlaffenzerklüftung auszugleichen, veranlaßt die treuz 8eitung" Die Kammer der Abgeordneten lehnte durch die Stimmen tariern folgen nun auf dem Kriegspfade die Bischöfe mit dem zu folgendem anscheinend in einem plöglichen Frrfinnsausbruch, des Centrums und zweier Bauernbündler gegen das übrige Haus Pariser Erzbischof, Kardinal Richard, an der Spize. Den im Morphiumsrausch oder akuter Alkoholvergiftung gezeitigten die in früheren Jahren stets bewilligte Forderung von offenen Klerifalen gesellen sich in der Presse und unter den Barlamen Aufall: 100 000 M. für die Erwerbung ausgezeichneter Kunst- tariern die melinistischen Wächter der mönchischen Freiheit". „ Diese Ausführungen find das ungeheuerlichste, was werke, insbesondere für die Staats- Kunstfammlungen, ab. In Auch die Börse scheint für diefelbe Freiheit begeistert zu sein. jemale feitens der Socialdemokratie der bestehenden Staats der heute fortgefekten Debatte hierüber empfahl der Staatsrat Wenigstens wird in diesem Sinne von den Klerikalen der Sturzsturz der gewalt geboten und angedroht worden ist. Wir schrecken b. Schraut die Forderung nochmals aufs wärmste. Der Bericht 3prozentigen Staatsrente um 75 Centimes gedeutet. Ein ministerdavor zurück, diese Ausführungen mit einem einzigen Worte als das zu bezeichnen, was fie in Wahrheit sind. Die kleine erstatter Dr. Schädler wiederholte im Schlußwort, das Centrum freundliches Blatt Le Radical" versichert seinerseits in einer offiziös Broschüre des Herrn Kautsky ist zur Massenverbreitung bestimmt. lehne die Forderung nur in Aubetracht der veränderten flingenden Notiz, die Mönchsorden hätten direkt den Kurssturz herbeiSie soll die Hunderttausende nit der Gesinnung erfüllen, der der Lage ab." geführt durch einen massenhaften Verkauf ihrer Rententitel. Der socialdemokratische Theoretiker in der von uns citierten Weise Diese Ablehnung geschah, obwohl Tags zuvor der Kunstreferent melinistische Deputierte Joluzot redet in einem öffentlichen Briefe Ausdruck giebt. Grundfalsch wäre es, in der Kautskyschen im Stultusministerium v. Wehner erklärt hatte, daß bereits für dem Finanzminister ins Gewissen ob der Erschütterung des LandesDarstellung nur die vereinzelte Ausführung, das Hirngespiuft 63 000 M. Bilder, vorbehaltlich der Genehmigung der Position, an- frebits infolge der Schließung der Ordensschulen. Die finanziellen eines einzelnen, nur für verantwortlichen fanatischen getauft. Diese Antäufe müßten wieder rückgängig gemacht werden, Wochenübersichten freilich schreiben den Kurssturz einfach der KonKopfes zu sehen. Eine solche Broschüre kann nicht in Massen und die Künstler seien die Geschädigten, da sie aufgelegenheiten bersion der 3/2 prozentigen Rente zu, welche den Verkauf der da je tuschen 3½ verbreitet werden, ohne daß die offiziell leitenden Parteiſtellen un versäumt hätten. 3 prozentigen Papiere zu einer vorteilhaften Börsenspekulation macht. davon Kenntnis haben. Der Parteivorstand muß darum wissen nun versäumt hätten. und muß wenn er die Verbreitung schweigend zuläßt Es ist recht gut, daß das Centrum einmal wütend geworden ist. Soviel ist jedenfalls sicher, daß dieselben socialen Faktoren hinter der den Inhalt billigen. Ja, das Centralorgan der Partei hat sogar Dann wagt es sich in seinent wahren, abschreckenden Barbarentum und in einem besonderen Artikel, der allerdings von dem oben citierten hervor; denn mit dem berechtigten Mittel grundsätzlicher Budget- Die papierenen Proteste befriedigen jedoch die feritaten HeißAbschnitt wohlweislich nichts verlauten ließ, auf die Broschüre be verweigerung haben diefe kulturfeindlichen Chikanen nichts gemein.iporne nicht. Diese predigen den thatkräftigen Widerstand gegen die fonders aufmerksam gemacht. In den von uns hiermit an die Durchführung des Regierungsbeſchluſſes. Bisher aber merkt man politische Oeffentlichkeit gezogenen Ausführungen fulminiert aber ilojimo da von einem solchen Widerstand sehr wenig. Nur in einzelnen Fällen die Arbeit des Herrn Kautsky. Sie ist ihrer ganzen Anlage nach dusdaptis Deutsches Reich. offensichtlich besonders darauf zugespitzt. Sie soll bestimmte Ge- sid Jasil haben die Leiter der Ordensschulen den Schließungsbefehl mißachtet. spurdi Ferner ist es hie und da bei der Schließung zu fleinen Kundb ba bet ber dankengänge den Arbeitermassen in Herz und Hirn treiben und dus si Prekfreundliche Staatsanwalte. D одород gebungen seitens der Eltern der klerikalen Zöglinge gekommen. Hin mit dem von Herru Kautsky in die socialdemokratische Rechnung gegen wird eine umfassende gerichtliche Aktion gegen den Regierungsgeftellten Vaterlandsverrat beizeiten vertraut machen.at nadled Sie können auch auders, die Herren Staatsanwalte! Nicht alle beschluß in die Wege geleitet. In der Post" äußert sich die Erkrankung in folgender Form. heißen v. Dewig und nicht immer haben sie Socialdemokraten vor Unter dem Titel„ Erziehung zum Hochverrat" heißt es dort: „ Unzweifelhaft verfolgt Herr Stautsty doch mit der Verfertlich. Da ist z. B. der Erfte Staatsanwalt der Freien und Hanse„ Unzweifelhaft verfolgt Herr Kautsky doch mit der Verfertl gung und Verbreitung feiner Schrift eine politische Absicht, ebenso ſtadt übed, Herr Dr. Beuda. Politisch Ordnungsmensch vom wie das auf unfrer Seite der Fall ist, wenn wir hiermit reinsten Nationalliberalismus, hat er in seinen jungen Jahren schon die socialdemokratische Arbeit zur Stemninis politischer Kreise den Umstura fleißig bekämpft und fich adapos and Aus Libed wird uns geschrieben: " didd sid. iof Die papierem Klerikalismus stehen. Dit Auf der andern Seite wird die Negierung von den antiklerikalen Elementen durch zahlreiche Zustimmungs- und Glückwunschschreiben ermuntert. Doch stößt der antiklerikale Feldzug auf eine Klippe, die ungleich nicht gescheut, schwerer wiegt als alle klerikalen Proteste und Kundgebungen. Die bringen, für die sie eigentlich wohl kain berechnet gewesen in die Höhle des Löwen zu gehen, d. h. in socialdemokratische weltliche Schule ist nämlich vielfach nicht im stande, die bisherigen ist. Der Politiker aber hat gar nichts zu beurteilen, wie etivas Wählerversammlungen, allwo die Königstreuen regelmäßig fleritalen Schüler aufzunehmen, wie denn in der mangelhaften wie goes but fubjektiv gemeint ist, sondern wie es objektiv wirken muß. Ueber durch Mordsradau ihre geistige Ueberlegenheit kundgaben. Lang, äußerlichen Entwickelung der weltlichen Volksschule zum Teil der diese Wirkung kann niemand im Untlaren bleiben. Es wäre lang ist' s her! Schier dreißig Jahre! Heute ist Lübeck unheimlich Erfolg der Ordensschulen begründet ist. In Bezug auf die Herikalen dringend zu wünschen, daß die focialdemokratische rot, der Kampf lohnt sich nicht mehr. Herr Benda ist erster An- Versorgungsanstalten hat ja die Regierung von vornherein das Parteileitung zu dieser Leistung des in der Socialdemokratie maßgebendsten Theoretiters in einer öffentlichen Er- läger geworden und Wortführer des umsturzreinen 28 Mart- Bürger- Vereinsgefeß einstweilen" schlummern laffen müssen, sollten nicht Härung offiziell Stellung nimmt. Andernfalls müßte man ihr Barlaments der alten Travestadt. Jüngst fiel ihm die Aufgabe zu, anders die versorgten Waisen und Alten aufs Pflaster geworfen Einverständnis annehmen, woraus dann bestimmte Folden Redacteur unfres Parteiblattes, der ein Opfer verlogener werden. Man greift da mit Händen die innere unwahrheit des bisgerungen zu ziehen wären. Gewährsmänner geworden, den Richtern zur Verurteilung her- herigen bürgerlichen Antiklerikalismus. Seine kriegerischen Phrasen verWie sind diese wüsten Denunziationen möglich, angesichts von zurichten. Ei, da flogen die bekannten Flostelu bom hüllten stets den Mangel an durchgreifenden Maßnahmen, die erst dem Ausführungen, gegen die selbst ein konservativer Historifer weniger Hegen" und Schüren" nur To! Doch sie können auch Seleritalismus den realen Boden unter den Füßen zu entziehen vermöchten. einwenden könnte? Sind in die Ferien- Redaktionen Stellvertreter anders, die Herren Staatsanwalte. Hat sich da am Ufer Ohne hinreichende Vermehrung der Volksschulen, die den obligatorischen aus dem Narrenhaus eingezogen? des Kellersees, nahe dem Uglei, ein Hauptmann a. D., ein Unterricht für die gesamte Jugend in der Weltschule auch Nun, Mag Lorenz hat das Unmögliche dadurch möglich gemacht, abeliger Herr angesiedelt, dem mancherlei Maßnahmen der groß- möglich macht, ohne Umgestaltung des korrupten öffentlichen daß er aus den obigen Citaten nur die gesperrten Säge anführt, herzoglich- oldenburgischen Regierung zu Eutin sehr wenig zu ge- Wohlthätigkeitswesens, ohne eine Waisen und Altersversorgung, die fettgedruckten Erläuterungen unterschlägt und dann die selbst ohne fallen scheinen. Seinem wachsenden Grolle machte dieser Herr in ohne Altersversicherung ohne das und noch manches andre muß die Erläuterungen flareren Säße in ihrem Sinn fälschend ver- einem fulminanten Sprechfaal- Artikel Luft, den der Lübecker General- der antiklerikale Krieg notwendig scheitern, ist er je nachdem pfiffiger stümmelt. Das Ergebnis dieses Schwindels ist dann das Folgende: Anzeiger", jenes von unserem verstorbenen Ergenossen Carl Hill- Betrug oder naiver Selbstbetrug. Diese Erkenntnis beschränkt sich Es wird der Socialdemokratie der nicht sowohl teuflische als blöd- mann zur Blüte gebrachte parteilose" Klatsch- und Allerweltsblatt, aber so ziemlich auf den socialistischen Teil des Regierungsfinnige Plan infiniert, daß sie bei ausbrechenden Kriegen das abdruckte. Die Regierung erboßte sich und stellte Strafantrag und lagers, während das bürgerliche Gros desselben sich gedankenlos im socialistisch verseuchte Heer zu einer Art Streit veranlassen wird, es erfolgte die übliche Verurteilung. Der grobe Herr v. Le vegan Lärm der mechanisch- repressiven antiklerikalen Aktion berauscht. Die der erst aufgehoben wird, wenn sich die Regierung zu Rouzeffionen soll 600 M., der durch die hohe sociale Stellung" feines Sprechfaal- öde Pfaffenfresserei ist für diese Elemente nach wie vor der Gipfel Herbeiläßt. Und zur Vorbereitung dieser Scheusäligkeiten dient der gastes verführte" Verantwortliche 100 m. blechen. aller Weisheit. Stampf gegen den Wu cherzoll!! Alles alltägliche Geschichten! Aber wenig alltäglich war die In Lille hat am Sonntag eine Kammer- Nahwahl Wir müssen dankend ablehnen. Die Socialdemokratie läßt weder Verteidigungsrede, die Herr Staatsanwalt stattgefunden zum Ersatz des am Stichwahltage verstorbenen meliihr Vaterland feig im Stich; das überläßt sie den edlen Junkern, die Dr. Benda für den Redacteur hielt. Nach dem Bericht des genannten nistischen Abgeordneten. Ergebnis: Genosse Ghesquière, nach Jena die Festungen ohne Schwertstreich auslieferten und jetzt Blattes meinte der öffentliche Antläger, man habe die Thätigkeit des Guesdist, kommt wiederum in die Stichwahl, und zwar mit 5125 teurs Dslar Mantan teman babe bi patriotisch das Volk auswuchern. Sie treibt auch keinen Hoch- Chefredacteurs Ostar Mantau kennen und schätzen gelernt. gegen 5842 melinistische Stimmen, während der radikale Kandidat verrat; dies Handwerk überläßt sie dynastischen Revolutionären der Der General- Anzeiger" sei ein loyales Blatt, das nicht gegen mit 1152 Stimmen den Ausschlag giebt. Im Vergleich mit der Sefte der preußischen Agenten von 1866, hat doch Bismard damals die Regierung bebe. Es sei bemüht, einen fachlichen Ton in seine Hauptwahl des 27. April d. J. gewinnt unser Genoffe 299 Stimmen, selbst einen Bennigsen durch einen brutalen Bestechungsversuch zum Artikel hineinzubringen, allerdings unter aller Wahrung der Frei während der Melinist 529 und der Radifale 587 Stimmen ber Hochverrat zu verleiten versucht, während ein Treitschte offen den mütigkeit... Kann angesichts eines so unerwarteten und so erfreulieren. Thun die radikalen Wähler diesmal ihre Pflicht getreuer Hochverrat predigte. dno imali menm lichen Führungszeugnisses nicht bei vielen Kollegen von der Feder als in den allgemeinen Wahlen, so wird die Arbeiterpartei in der Wir haben den neuen Schwindel eingehend aufgedeckt, weil wir der Neid hochsteigen? Doch noch weiter ging des Herren Liebens- Stichwahl ein neues Mandat gewinnen. mit Vergnügen die Gelegenheit benutten, auf Rautstys Schrift würdigkeit. Er hielt eine milde Strafe für gerechtfertigt, da Mißwiederholt hinzuweisen. Als er seine Broschüre über die Handels- griffe in dem aufregenden Betriebe eines Zeitungsunternehmens, politik veröffentlichte, wurde er von der Kreuz- Zeitung" als wo mit der Minute gegeizt werden müsse, erklärlich seien. Endlich Agrarier angesprochen, jetzt erscheint er zur Abwechselung als einStaatsanwalt, der Verständnis zeigt für die gewaltigen Schwierigkeiten, Lehrer des Hochverrats. Diese lezte Fälschung ist wenigstens nicht mit denen die Redacteure der General- Anzeiger" au tämpfen so tränkend für unsren Genossen wie jene frühere.ud nad, dun haben! Es beginnt zu tagen. Seil dem Dr. Benda, der da zeigte, Daß Max Lorenz kein andres Handwerk mehr treiben kann, ist daß Staatsanwalte auch anders tönnen! erklärlich. Selbst Blättern wie der Kreuz- Zeitung" und der" Post" sollte man aber nicht zutrauen, daß sie derlei Ausströmungen eines entarteten Gehirns prüfungslos aufnehmen. Indessen was thut man nicht um des Wucherzolls willen! W " " Inzwischen hat die Klerikale Protestbewegung ein lebhafteres ansehen genommen. Der„ Boſsischen Zeitung" wird aus Paris telegraphiert: Die von den geschlossenen Ordensschulen mit größter Haft vorgenommenen Preisverteilungen bilden den Ausgangspunkt von lärmenden Rundgebungen, die sich auf die Straße fortjeßen. Zwei derartige Preisverteilungen fanden gestern in den Ordensschulen Wir wollen darüber gerne vergessen, daß er die Thätigkeit eines der Avenue Parmentier und der Saint Noche- Straße statt. Mannes als in Lübed geschätzte bezeichnet hat, der vor reichlich Behntausende von Hezblättchen, die in die Häuser verschickt und vor vier Jahren als Plagiator ordinärster Sorte öffentlich den Kirchen verteilt wurden, luden die Menge zu möglichst zahlgebrandmarkt worden ist. Der Herr Chefredacteur Ostar Mantau reichem Erscheinen bei den Schulfeiern ein. Das ganze Nationalistenwurde nämlich überführt. eine Theaterkritit-" Versuntene heer war aufgeboten. Coppée fagte u. a.: Ein Abtrünniger, den man einst aus Barmherzigkeit in einem Priester- Seminar Der Kulturhaß des Centrums. Glode" aus dem Hannov. Courier" gestohlen, mit seinem erzogen hat, verurteilt beinahe dreitausend Schulen, wie diese, Die jetzigen Vorgänge in Bayern find recht beachtenswert, weil Beichen versehen als als sein Geistesprodukt ausgegeben ausgegeben und weil sie das Verbeechen begehen, vor Christi Kreuz die reinste Sittfie zeigen, welche Politik das Centrum treibt, wo es in der Macht sich nicht gescheut ชิน haben. jogar die Kritik der lichkeit zu lehren. Der Tag wird aber kommen, wo Gott das ist. Seitdem den bayrischen Schwarzen der geliebte Landmann ge- Leistung der Hannoverschen Schauspieler wörtlich auf die Lübecker französische Bolt für die Gerechtigkeit bewaffnen wird, und ich schreie raubt, find sie ganz aus dem Häuschen und sie rächen sich durch Mimen zu übertragen. Freilich geschadet hat dieser Streich, wegen aus Leibeskräften:„ Nieder mit den Tyrannen, hoch die Freiheit!" eine demonstrative Politik der Budgetverweigerung, die dessen ein socialdemokratischer Redacteur auf der Stelle mit Schimpf Dieser Schrei wurde von der versammelten Menge in der. freilich keine Aehnlichkeit hat mit der Etatsablehnung einer grund- und Schande zum Tempel hinausgeworfen wäre, dem Herrn weder fäßlichen Opposition. Die Socialdemokratie stimmt gegen das bei seinem Brotherrn noch bei seinen hohen Freunden und Gönnern Budget, weil sie in unversöhnlicher Feindschaft gegenüber den re- im nationalliberalen Reichsverein. Eine Zeitlang hielt er sich ein wenig gierenden Ausschliffen des kapitalistischen Klassenstaates verharrt; aber zurück, heute ist er wieder eine geschäzte" Persönlichkeit in der sie bewilligt zugleich alle Einzelausgaben für Kulturzwecke. Gerade besten" Gesellschaft. Sogar von Staatsanwalten wird das unumgekehrt verhält sich das Centrum. Es billigt das Gesamtsystem, aufgefordert bescheinigt.... Und nun schimpfe noch einer über Die Saint Roche- Straße war der Schauplag ähnlicher Auftritte. dessen Hauptstütze es ja ist, es verweigert aber um seiner Wut stiefmütterliche Behandlung der Presse! Man braucht nur gewisse ein Opfer zu schlachten alle Stulturausgaben, für die es aller. Charaktereigentümlichkeiten zu befizen und selbst ein Staatsanwalt dings auch sonst nicht aus Liebe, sondern aus einer gewissen findet ein Lob für Zeitungsschreiber, die in dem aufregenden Betriebe eines Zeitungsunternehmens so mit den Minuten geizen, Schicklichkeitsheuchelei eintritt. Sa vid Die bayrische Socialdemokratie läßt es sich natürlich angelegen daß sie- Theaterkritiken aus andern Blättern höchst original austerben!", bis die Sache den unbeteiligten Zuschauern zu widerlich sein, diese tlerifalen Selbstentblößungen möglichst eindringlich zu schneiden. demonstrieren. Am Montagabend wurden die Vorgänge in einer Münchener Versammlung behandelt, über die uns der folgende Bericht zugeht: Zu einer großartigen Demonstration gegen das Centrum gestaltete sich eine Parteiverfammlung, in der Montagabend Ein kaiserliches Hotel. Für die faiserliche Familie foll demon Destreich- Ungarn. Genosse v. Vollmar über das Thema„ Das bildungsfeindliche" hein. Stur." zufolge in Frankfurt a. M. eine Etage des Hotels Reform des Militär- Strafprozeffes. Dem„ Wiener Fremden Centrum sprach. Der große, neue Brachtsaal der Hacker- Brauerei, Imperial" dauernd gemietet werden.blatt" zufolge beruht ein vom Reichs- Kriegsministerium im Einaus dem sämtliche Tische entfernt waren, vermochte die herbei- Sollte das reiche Frankfurt nicht so patriotisch sein, ein Schloß vernehmen mit den beiden Landesverteidigungs- Ministerien fertigströmenden Menschenmassen nicht zu faffen und ein bürgerliches zur Verfügung zu stellen? estas datdial dinthediak gestellter Entwurf einer Militär Strafprnzeß- Ordnung auf den Blatt schreibt heute mit Recht, daß eine derartige Demonstration Wenn der Kronprinz reift! Aus Düsseldorf wird uns ge- freien Beweiswürdigung, der Anwendbarkeit von Rechtsmitteln gegen Principien der Anklage, der Unmittelbarkeit, der Mündlichkeit, der in München noch nicht gesehen wurde. Alle Bevölkerungstlaffen schrieben: Der Bahnmeister erster Klasse Auft erhielt den Auftrag, das Endurteil, der Verteidigung durch dritte und der Anerkenning hatten zu den Besuchern ihr Kontingent gestellt und neben den die Strecke Düsseldorf- Bilt am Montagabend deshalb einer der Oeffentlichkeit. einfachen Arbeitern, die direkt von der Werkstätte herbeigeeilt besonderen Revision zu unterziehen, weil der Kronprinz von Preußen waren, sah man zahlreiche Künstler, Gelehrte, Beamte und namentlich diese Strede auf einer Bergnügungsfahrt passiere. Der pflichttreue viele Lehrer. Die Ausführungen Boll mars, der in anderthalb Beamte beging die Strecke in der Dunkelheit und wurde von einem stündiger Rede die letzten Vorgänge im Landtage besprach und den ultramontanen Monarchismus auf Sündigung" prächtig glofferte, daherkommenden Schnellzuge zermalmt.Stärke von etwa sechshundert Köpfen aufgenommen. Man stürzte schreiend auf die Straße, wurde jedoch da von einer starken Polizeimacht empfangen, die alles auseinandertrieb. Dabei tam es zu Busammenstößen und zur Verhaftung der Führer, auch Coppées, ber bis spät abends im Gewahrsam gehalten wurde, dann wieder freigelassen wurde. Er wird wegen Beamtenbeleidigung verfolgt. Sie wiederholten sich abends in verstärktem Maße, als fünf Schulschwestern der geschlossenen Schule sich nach dem Saint Lazare Bahnhof begaben, um abzureifen. Franen knieten im großen Wartesaal nieder und geleise vor die Lokomotive und riefen im Chor:„ Wir wollen stimmten Stirchenlieder an, Männer legten sich auf das Schienenwurde und sie der Polizei kräftig halfen, die Darsteller zu verjagen. Später zogen auf den Boulevards Gruppen zu Fuß und zu Wagen Der Kaiser soll am 2. August mit dem König von Eng- uuher, die den Ruf Liberté" 1 ausstießen. Die Polizei hieb Land in Cowes zusammentreffen. erbarmungslos ein und nahm über 200 Verhaftungen vor. wurde mit einem demonstrativen, minuten langen Beifallssturm Der neue König von Sachsen ist wie es heißt unbedentaufgenommen. Eine Diskussion fand nicht statt und die Ver- lich- ertrantt. sammlung, die eine musterhafte Disciplin bewahrt hatte, ging ohne England. 4 englischen Regierung auf die Thatfache gelenkt worden sei, daß die Im Unterhause fragte Field an, ob die Aufmerksamkeit der russische Regierung eine Einladung zu einer internationalen Sonferen habe ergehen laffen, um zu beraten, welche Maßregeln getroffen werden follten gegen die künstliche Preisherabsetzung, die durch Exportprämien, durch die zwangsweise Regelung der Im Wahlkreis Kulmbach haben sich die Freifinnigen nun Produktion und durch Spefulation verursacht werde. Balfour erDem Centrum war und ist diese Demonstration sehr unan- doch entschloffen, für den nationalliberalen Schutzöllner ein- widert, im Anschluß an die Brüsseler Konferenz habe die russische genehm,' was am besten dadurch bewiesen wird, daß die ultra- l zutreten! Regierung den Vorschlag gemacht, es sollte eine internationale den geringsten Mißton zu Ende. sens all image Rußland. 21. Konferenz zur Beratung einiger der in der Anfrage erwähnten Bunte 15. Abschnitt: Glas und Glaswaren.treiben. Täglich können wir berichten, wie es in den dem Centrum zusammentreten. Die Antwort, welche die englische Regierung auf die Arbeiterdie Einladung geben solle, werde noch erwogen. Die Positionen 735-740 werden troz Wiederspruchs zusammen- noch anhängenden Arbeiterkreisen gärt über gefaßt. Für alle Bofitionen beantragen die Socialdemokraten Auswucherungspolitit. Da ist es begreiflich, daß die politischen Bollfreiheit. Betrüger es mit der Angst kriegen und daß sie nach Gothein beantragt für 785 Glasmasse, Glasstaub frei bekannter Methode schreien: Haltet den Dieb!" Deshalb begreift Sehe der ruffifchen Preffe gegen die Türkei. Die russische( Borlage 3 M.); für 740, Sohlglas, bemalt, vergoldet, verfilbert man es auch, daß die Germania" unfre Darlegung über die inStesse mißt den Vorgängen auf der Balkanhalbinsel eine größere Bedeutung bei, als die Tagespresse des übrigen Europa. 36 M.) direkten Steuern unterschlägt. Nur nicht davon reden! Es tönnten Horn- Sachsen und Stadthagen begründen die Anträge auf sonst immer mehr Arbeiter, die durch die politische Taschenspielerei nowoje Wremja" erklärt, es sei die höchste Zeit, daß die Boufreiheit. Durch die aufgestellten Zölle würde die Macht des des Centrums noch nicht ganz verdreht geworden find, zu der Frage Türkei, die im Berliner Vertrage versprochenen und garan Stapitals gestärkt, das die Arbeiter dieser Industrie unerhört bedrücke tommen: Was bietet das Centrum den Arbeitern und wo bleiben tierten Reformen sowohl in Armenien wie auf der Valkan- und sie sogar des Kolitionsrechtes beraube. Es sei Heuchelet, vom die Arbeitergroschen! Und das könnte dem Centrum schlecht beHalbinsel durchführe; die dortigen fich immer wiederholenden Schuß der nationalen Arbeit zu reden, während von den kommen. Unordnungen würden fonst fowohl in Kleinafien wie in Kapitalgewaltigen der Glasindustrie ausländische Arbeiter Macedonien und Albanien Die socialistischen Jugendvereine Norwegens hielten am zu einer ernſten Gefahr für den ins Land gezogen wurden, um die Löhne der Arbeiter zu Sonntag einen gemeinsamen Kongres in Barvit ab, der sehr zahlFrieden werden. Die Ereignisse der legten Tage hätten gezeigt, brüden. Betaunt feien die Vorgänge bei dem großen Glasarbeiter reich besucht war. Drei Dampfschiffe vollbesetzt von Kongreßdaß die Türkei ebenso unfähig fei, die Kurden im Baume zu halten, Streit und wie die Unternehmer die Arbeiter geradezu vogelfrei teilnehmern tamen ans Kristiania, Drammen und Frederiksstad an. wie die Aufrechterhaltung der Ruhe in Albanien und Alt- Serbien machten und ihnen die geseglichen Rechte nahmen. Diesen Unter- Der Hauptpunkt der Verhandlungen war die Gründung eines durchzuführen. nehmern noch Gewinne zuschieben durch Zölle, fei unerhört. Landesverbandes der socialistischen JugendAfrika. Graf Kanit tritt für die Bölle ein und wendet sich gegen Stadt- organisationen Norwegens. Der Kongreß sprach sich int Transvaalbahn. Auf eine Anfrage im englischen Unterhaus, Hagens Ausführungen, der darauf erwidert, er wolle nicht die aus- Princip dafür aus, die endgültige Entscheidung soll jedoch durch die ob die Regierung die rückständigen Zinsen für die niederländische ländischen Arbeiter benachteiligen, im Gegenteil, er wolle den aus einzelnen Organisationen felbst getroffen werden diese zählen zu Eisenbahn zahlen würde, in Anbetracht dessen, daß das Kapital und ländischen Arbeitern das Koalitionsrecht wahren, damit sie ge- fammen ca. 1500 Mitglieder). Bezüglich der Stellung der sociadie Zinsen von der Südafrikanischen Republik garantiert seien, er- meinsam gegen ihre Ausbeutung, die obendrein zum Nachteil der listischen Jugend zur Gewerkschaftsbewegung erklärte der Kongreß, widert Chamberlain schriftlich, daß die Regierung auf eine sofortige einheimischen vollzogen werde, vorgehen könnten. Daran würden daß die Anhänger der Jugendbewegung mehr als bisher ihren Beantwortung dieser Anfrage nicht vorbereitet sei. fie gehindert, das ausbeuterische Kapital werde vom Staat darin Einfluß in den Gewerkschaften geltend machen sollen, um dadurch unterstügt und auf diese Weise auch den deutschen Arbeitern das die Gewerkschaftsbewegung mit den Ideen des Socialismus in den sie brutal unterdrückenden Millionären. 89. Sigung der Zolltarif- Kommission. Dasein erſch: vert. Schuß müſſe den Arbeitern gewährt werden, nicht Berlin, 23. Juli. Selbst bei den Thontvaren zeigte sich die Fürsorge der Agrarzöllner für die Landwirtschaft im eigentümlichen Lichte. Die Position 719, Röhren aus Thon, läßt im Entwurf Drainröhren zollfrei, belegt aber andre Röhren und Röhrenformstücke mit einem Boll von 0,40 m. Schrempf beantragt für Drainröhren einen Zoll von 0,20 M., Blankenhorn einen solchen bon 0,10 m. Gothein polemisiert ebenfalls gegen Graf Kanig. Die Positionen 735-740 werden nach der Vorlage angenommen; ebenso die Anmerkung. Dann werden die Pofitionen 741-747 zusammengefaßt: Spiegel- und Tafelglas. Die Socialdentokraten beantragen Bollfreiheit. Gothein beantragt Textänderungen und Herabfegung der Bollsätze und bemerkt, daß bei Robglas die 8ölle 110-130 Pro3. des Wertes betragen. Die Aftienfabriken zahlten hohe Dividenden. Das Syndikat habe die Preise um 70 Proz. gesteigert. Die Ausfuhr deutscher Waren sei bedeutend und übersteige weit die Einfuhr. Wie tömne man da höhere Zölle verlangen! Uebereinstimmung zu bringen. polto aid Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. Redacteur der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter Beitung". Genosse Zu 200 Mark Geldstrafe wurde der verantwortliche Scheibe in Dortmund, verurteilt. Er hatte berichtet, daß ein Polizeibeamter einen Arbeiter, den er arretiert, gefeffelt habe, obwohl der Arretierte freiwillig mitgegangen sei. Obwohl die Mitteilung auf Grund der Angaben des Gefesselten gemacht worden war, bersagtel dieser Benge vor Gericht. Das Gericht fah deshalb in der einfachen Mitteilung eine Beleidigung des Polizeibeamten und erkannte auf die erwähnte Strafe. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Schrempf begründet die Forderung nach einem Zoll mit dem Hinweis auf die fiveizerischen Bölle, gegen die Kampfzölle geschaffen yerden müßten. Redner zieht seinen Antrag zu Gunsten des Blankenhornschen zurüd. Gothein tritt für Zollfreiheit auf unglafierte Nöhren ein, will Ein Antrag auf Vertagung wird nach 2 Uhr abgelehnt. aber für glafierte Röhren, sowie für Sentkasten, Sohlsteine, Vich- Horn- Sachsen begründet die Anträge auf Bollfreiheit. Thattröge 1 M. 8o. fache sei, daß die Syndikate in der Glasindustrie eine große Rolle Streitbrecher unter polizeilichem Schuh. Zubeil meint, man sei es nun bald gewöhnt, daß diejenigen, spielen. Redner nennt eine Reihe von Syndikaten, die für einzelne Bekanntlich streiken die Dreher in den Niles werken. AIS die vorgeben, der Landwirtschaft helfen zu wollen, Zölle oder Er- Branchen in Schlesien, Sachsen, Westfalen usw. gegründet wurden und Ersatz derselben hat die Firma ganze sechs Streitbrecher aufgetrieben. höhung der Bölle auf Waren beantragen, die die Landwirtschaft aufs die fich Borteile zu wahren wissen, zum Schaden der Konsumenten. Diese sind zwar nicht alle Dreher, und verstehen deshalb nichts von äußerste schädigen. Bon tonservativer Seite habe man früher Zölle Aber die Arbeiter haben von den Vorteilen nichts abbekommen, im den Arbeiten, die sie verrichten sollen, aber darauf kommt es der auf fünstliche Düngemittel verlangt, heute fordere Schrenpf einen Gegenteil habe das Unternehmertum trotz Feststellung hoher Preise Firma in diesem Falle gar nicht an. Wenn sie nur Leute in der Boll auf Trainröhren, die gerade in neuerer Beit auch von Aktionen unternommen, die Lage der Arbeiter zu verschlechtern. Dreherei hat, dann ist sie schon zufrieden. Mit großer fleinen Landwirten zur Entwässerung ihres Grundbesiges Redner bespricht den großen Glasarbeiterstreit, ferner die Lage der Strenge werden die Arbeitswilligen vor jeder Berührung mehr verwendet werden. Die Regierung habe diese Röhren deutschen Glasindustrie gegenüber der französischen, russischenec. und geht mit den übrigen Arbeitern des Betriebes behütet, und wird zollfrei gelaffen, aber die Agrarzölner wüten geradezu gegen dann in fachtechnischen Ausführungen auf die einzelnen Pofitionen dafür gesorgt, daß niemand mit den Naußreißern der die fleinen Landwirte. Ein Kampfzoll könne der verlangte 8oll nicht ein und empfiehlt Zollfreiheit. Unternehmer spricht. sein, denn das Produkt sei zu minderwertig und die Ausfuhr größer Selbst nach Feierabend werden die ArbeitsGeheimrat v. d. Borght verleidigt die Vorlage und wendet sich willigen sorgsam von der übrigen Menschheit abgesperrt. Sie haben als die Einfuhr. Redner wundert sich, daß Gothein auf Bieh- besonders gegen Gothein. tröge 2c. einen höheren Boll- 1 W. beantrage, als der Entwurf eine halbe Stunde früher Feierabend wie die andren Arbeiter des Speck tritifiert ebenfalls die Kartellbildung in der Glasindustrie, Betriebes, und werden unter Bedeckung von einigen borsteht( 0,40 m.). Gerade in Rücksicht auf die Landwirtschaft die gemeinschädlich wirke und durch die Zollerhöhung würden die Polizisten und Gendarmen nach dem Bahnhof Niederempfehle er 8ollfreiheit. Kartelle gefördert und unterstüßt, deshalb stimme er nicht für die Schöneweide geleitet. Dieser Arbeitswilligen Transport erregt Sätze der Vorlage. Meinung, es handle sich um einen Transport von Arrestanten, begreiflicherweise großes Aufsehen; die Straßenpassanten, in der bleiben stehen und schauen dem Zuge nach. Vis zum Bahnhof widmet die Polizei den Streitbrechern ihre libevolle Gorg falt, und während der Fahrt nimmt sie die Zur Geschäftsordnung erklärt Arendt, daß über die geftrige Eisenbahnverwaltung in besondere Obhut, denn seien, die, soweit er orientiert sei, nicht von Mitgliedern der Kom- Fahrgästen geschützt" werden. Darum werden sie in das DienstSigung unrichtige Mitteilungen in der Presse wiedergegeben worden die sonützlichen Elemente" müssen auch vor Berührung mit den mission stammen. abteil des Zuges gesteckt, wo sie die Fahrt in Gesellschaft des Schrempf und Gothein verteidigen sich gegen die Vorwürfe Graf Posadowsky stellt in Abrede, die monierten Aeußerungen Bugführers zurücklegen. In der That, eine weitgehende Fürsorge. gethan zu haben. Einzelne Zeitungen( Der Vericht des„ VorMolkenbuhr erwidert dem Abgeordneten Blankenhorn, wenn wärts" war zutreffend. Anmert. der Red.) hätten vollständig forrett eine Industrie ohne Zoll nicht bestehen könne, dann hätte Groß- feine Aeußerungen wiedergegeben. britannien längst untergehen müssen. Es sei eben charakteristisch, wie die Jntereffen der Landwirtschaft von den angeblichen Freunden bertreten würden. In der That würden die Ziegeleien an den Grenzen des Landes geschädigt, statt geschützt durch den Zoll. Blankenhorn tritt Zubeil entgegen; ein 8oll sei notwendig im Juteresse der Industrie; es bestehe Ueberproduktion für diese Waren, der Zoll werde also den Preis nicht verteuern. Regierungsrat Dr. Völker tritt für die Vorlage ein. Herold meint, der Zoll habe weder für die ThonwarenJudustrie noch für die Landwirtschaft große Bedeutung, deshalb ersuche er, die Drainröhren zollfrei zu lassen. Gäbel erklärt, als praktischer Landwirt müsse er sagen, daß die Ausführungen Bubeils zutreffend seien. Er wundere sich, wie man bon der Landwirtschaft benötigte waren verteuern wolle. Bubeils. Bu 719 wird die Fassung des Antrags Gothein ange nommen, der Antrag Blankenhorn wird abgelehnt, ebenso bie Bollfäße des Antrags Gothein, so daß die Position zollfrei bleiben müßte; abertrags Gothein, fo bleiben müßte; aber nach furzer Geschäftsordnungs- Debatte wird beschlossen, über die Säße des Entwurfs abzustimmen. Die Bolljätze des Entwurfs werden angenommen. 1302 Nach weiteren Neden der Abgg. Gothein und Speck sowie des Geheimrats Wermuth werden die Bollfäße der Positionen nach den Anträgen Gotheins herabgefeßt, im übrigen nach der Vorlage angenommen, auch Position 747. Schluß 44 Uhr. Nächste Sigung: Donnerstag 9 Uhr. Partei- Nachrichten # " Den Polizeibeamten, welche allabendlich den Transport zu bes gleiten haben, mag diefer Dienst nicht angenehm sein, und so erklärt es fich wohl, daß neulich einer der Beamten in Verkennung der wirklichen Urheber diefer Unbequemlichkeit seinem Groll gegen die Streitposten Luft machte, indem er sich echt preußisch also ausließ: So eine arbeitsscheue Bande, die haben keine Lust zum arbeiten, da sollen sie doch andre arbeiten lassen. Die denken wohl, fie find schon im Zukunftsstaat". Zu dem Streit selbst ist zu berichten, daß die Situation den Ausständigen sehr günstig ist, und daß bis jetzt jeder Zuzug von außerhalb ferngehalten werden konnte. " Kandidaten erhalten wir folgende Buschrift: Zur Frage der Aufstellung der oberschlesischen Reichstagscimer Konferenz vorher benachrichtigt worden bin. Am 12. d. M. cimer Stofferen Es ist unrichtig, daß ich von der Abhaltung der Ostivien abends, am Tage vor der Konferenz, erfuhr ich durch private MitDie Dachdecker Berlins find infolge des rigorosen Verhaltens Ebenso wird zu Position 720 die Faffung Gotheins angenommen, am Tage der Konferenz, gelangte ein Brief des Schriftfübrers des find infolge dessen die Werkstellen von Kopp u. Cie., Staiferin teilung von ihr; von einer Einladung war keine Rede. Am 13. d. m., der Meisterschaft in einen partiellen Streit eingetreten und dazu die Bollfäße des Entwurfs, aber die Ünterpofition, Sentfasten, polnisch- socialdemokratischen Parteivorstandes, Genossen Binischkiewicz. Augusta- Allee 28/29, und Horn 1. Hummel, Großgörschenſtr. 40, Viehtröge 2c., bleibt zollfrei. Busammengefaßt werden die Positionen 721/23 und 727, tam. Dieser Brief enthielt nicht eine Einladung zur Ostwien- Buzug nach Berlin ist fernzuhalten. Busammengefaßt werden die Positionen 721/23 und 727 in meine Hände, der vom 12. d. M. datiert war und aus Berlin gesperrt. Sämtliche dort beschäftigten Kollegen sind im Ausstand. Die Kommission. Töpfergeschirr, Defen, Tabatpfeifen, Bauzierate 2c. cimer Ronferenz, sondern eine Antwort des polnisch socialGlasiertes Töpfergeschirr belegt der Entwurf mit 1,50 M. Zoll; demokratischen Parteivorstandes auf meine mir aufgetragene Bu- Botsdamer Intelligenz- Blatt" bringt in seiner Nr. 174 einen Artikel Zum Potsdamer Maurer- Streit wird uns geschrieben: Das Defen, einfarbig mit 2 M., mehrfarbig mit 3 M.; Tabatpfeifen 3 M.; schrift an den Vorstand der polnisch- socialdemokratischen Partei, mit der Ueberschrift Der hiesige Bauarbeiter Ausstand". Es wird Bauzierat mit i M. goll. Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. in der wir hiesigen Genossen diesem Borstande anheim- darin gesagt, der Lokalpatriotismus der Arbeitgeber habe sich lange Gothein beantragt zu 721-1 M., zu 722-1,25 m. stellten, an unfrer Konferenz, die im August stattfinden werde, teil- gesträubt, fremde Arbeitskräfte heranzuziehen, sie seien jedoch dazu Zubeil tritt für Bolfreiheit ein. Töpfergeschirr werde von den zunehmen. Diese Antwort, die ich übrigens als Antwort des Vor- gezwungen worden durch die Hartnäckigkeit der Arbeiter. In Wirkarbeitenden Waffen benötigt, man dürfe ihnen diese Waren nicht standes, nicht als Privatmeinung des Genossen Binischkiewicz auflichkeit ist es jedoch anders. Die Agenten der Unternehmer fuchten arbeitenden Waffen benötigt, man dürfe ihnen diese Waren nicht faffen mußte, war ablehnend. Der polnisch socialdemokratische schon von Anfang an nach fremden Arbeitswilligen in Oberschlesien. berteuern. Die Defen- Industrie benötige keines Zolles. Durch den Parteivorstand wollte von unserm Auerbieten feinen Ge- Sie haben bloß nicht so viele erhalten können, wie sie wünschten. Boll auf Tabatpfeifen werde die Pfeife des armen Mannes" verbrauch machen", weil die Kandidatenfrage bereits am 13. b. W., Obgleich der Vorsitzende des Gewerbegerichts fich Mühe giebt, eine teuert. Reduer empfiehlt Zollfreiheit für alle Bofitionen. Geheimrat Wermut fritt für die Vorlage ein. Die Positionen an dem Tage, an dem ich den Brief des polnisch- socialdemokratischen Einigung der Parteien herbeizuführen, ist es ihm bis jetzt noch nicht werden sämtlich nach der Borlage angenommen. Parteivorstandes erhielt erledigt" würde. gelungen, die Arbeitgeber hierzu zu bewegen. Wenn das IntelligenzDie Pofitionen 724-726 werden verbunden. 724, feuerfeste demokratische Parteivorstand an demselben Tage, an dem der polnisch- sich schon längst bekunden können, indem die Unternehmer mit den Nach der Angabe des Genossen Berfus hat der polnisch- social- Blatt" vom Lokalpatriotismus der Unternehmer spricht, so hätte derselbe Steine jeder Art, rechteckige unter 5 Stilo 0,35 W., mehr als 5 kilo socialdemokratische Parteivorstand von den polnischen Genoffen in Streifenden in Unterhandlung getreten wären. Es handelt sich gar 0,60 m.; 725, Schmelztiegel 2c. 2 W.; 726, solche aus Graphitmasse Oberschlesien die Nachricht von einer Parteikonferenz erhielt, mich nicht mehr um Bewilligung einer Lohnzulage und Festsetzung eines Gothein beantragt zu 724 einen einheitlichen Zoll von 0,50 M.; bat an die oberschlesischen polnischen Genossen das Verlangen gestellt, zum Austrag bringen wollen. Weiter behauptet das Intelligenzsofort benachrichtigt, mir Tag und Ort der Konferenz angegeben und Arbeitstarifs, sondern nur um eine Machtfrage, die die Unternehmer 2 M. statt 4 M. Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. mich persönlich hierzu einzuladen. Diese Angabe ist ebenfalls Blatt", die Maurer hätten auf die Zimmerer eingewirkt und zwingen Molkenbuhr weist aus der Exportstatistit nach, daß die be- unrichtig. Ich habe vom polnisch- socialistischen Parteivorstande einen sie, auf den Bauten nicht zu arbeiten, wo Arbeitswillige beschäftigt Auch das ist eine unwahrheit. andern als den am 13. d. M. mir zugegangenen Brief nicht sind. treffende Industrie fehr konkurrenzfähig ist, eines Schußes nicht be- erhalten; eine Einladung erhielt dieser Brief nicht; hiesige polnisch selber, was sie zu thun und zu lassen haben. Wenn gejagt Die Zimmerer iviffen dürfe. Die Graphittiegel- Fabrikanten find vernünftigerweise aus socialistische Genoffen haben mich nicht eingeladen; mir ist nicht wird, die Fremden würden ihre Familien nach Potsdam kommen diesen Gründen gegen jeden 8oll. Gothein giebt diese Entwicklung der Industrie dem Abg. Molken bekannt geworden, daß oberschlesische polnische Genossen angewiefen lassen wollen, weil es ihnen hier so gut gefällt und sie worden seien, mich einzuladen. buhr zu, empfiehlt aber trotzdem seinen Antrag. 4 M. au 726 Geheimrat v. d. Borght tritt für die Vorlage ein. Die Positionen werden sämtlich nach der Bor: Tage angenommen. 1 Beuthen Q.-S., den 22. Juli 1902. A. Winter. einen so schönen Lohn haben, so werden sie fich das noch reiflich überlegen, da die Potsdamer Verhältnisse durchaus nicht verlockend immer so billige Wohnungen, wie sie bis jetzt in der alten Kaserne find. Auch wird die Stadtverwaltung den Arbeitswilligen nicht haben, zur Verfügung stellen können. Die Potsdamer Maurer be Deutsches Reich. Die Hamburger Bauunternehmer haben bis jetzt noch nichts gethan, um eine Beendigung des Konflikts herbeizuführen. Sie gehen den von seiten der Arbeiter angebotenen Verhandlungen, obgleich alle angeblichen Hindernisse derselben seit mehreren Tagen beseitigt sind, gefliffentlich aus dem Wege und fahren fort, in allen Winkeln bes Reiches Arbeitsträfte au fuchen. Die Arbeiter allerorts mögen darauf achten und die Pläne der Hamburger Inmungshelden vereifeln helfen, indem ihnen der Zuzug abgeschnitten wird. Die Sorge um die Arbeiter veranlaßt jezt auch das Berliner Centrumblatt, die ,, Germania" nach dem Verbleib der Arbeitergroschen zu Die Pofitionen 728 und 729, Bodenplatten aus Thon 2,4 forschen; natürlich nicht die Sorge um das Wohl der Arbeiter, sondern die rejp. 10 und 16 M. Bollwerden entgegen dem socialdemokratischen Sorgen um den drohenden Verlust ihrer Arbeiteranhänger. Daber, indem trachten ihre Lohnbewegung immer noch nicht als verloren. Sie find Antrage auf Bollfreiheit, den Stadthagen begründet, nach der sie sich mit der Rechnung des Berliner Waschzettels fiber den Verbleib gewillt, dieselbe auszufämpfen. Vorlage angenommen. der Arbeitergroschen und unsrer Antwort darauf beschäftigt, rechnet Der Rest des Abschnittes, 730/31, Steingutwaren, 732, Thon- auch sie hieraus, daß der Arbeiter jährlich 50 M. und mehr für die waren aller Art, 783, Porzellanvaren, 784, Scherben und Bruch Socialdemokratie ausgebe und darauf folgen rührsame Bevon Thon und Porzellanwaren, frei, wird zusammengefaßt. trachtungen darüber, was die Socialdemokratie den Arbeitern dafür Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. bietet: Gothein beantragt zu Position 731 16 m. statt 25 M. " Ja, was bietet sie? Sie raubt dem Arbeiter die Zufrieden Molkenbuhr begründet den Antrag auf Zollfreiheit mit dem heit, den Gottesglauben, oft genug auch das Familienglid und Hinweis auf die Entwicklung und Prosperität der Industrie. pflanzt ihm den Haß gegen Gott und ganze Klassen seiner MitGeheimrat Wermuth tritt für die Vorlage, der Abg. Trimborn menschen ein. Das ist es, was die Socialdemokratie dem gegen jede Erhöhung der Zölle ein. Arbeiter bietet, und dafür bentet sie ihn aus, wie tein Unternehmer Horn( Sachsen) befürwortete demgegenüber Bollfreiheit, denn das thut. Und Tausende und Abertausende laffen Jahr für Jahr an der Bahl, in den Ausstand getreten, nachdem die VerständigungsDie Glasergehilfen in Planen i. V. find am Montag, 70 die Industrie befinde sich auf der Höhe der Zeit, sie habe sich alle sich diese Ausbeutung gefallen!" modernen technischen Hilfsmittel zu muze gemacht. Zwar übertreffen Die Germania" beschäftigt sich allerdings bloß mit den Aus- bersuche mit der Junung feinen Erfolg batten. Gefordert wird die uns die Franzofen bezüglich der Porzellanmanufaktur im Geschmack, gaben des Arbeiters für die Versicherungs, Gewerkschafts- und Berkürzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde und ein Stundenaber dagegen helfe kein Boll, da müsse in der Schulbildung nach Vereinszwede sowie für Lektüre und hütet fich, aus unsrer Erlohn von 30 bis 50 Pf. Da die Meister durch Zeitungs Inserate geholfen werden; beſſere Fachschulen seien zu beschaffen. Eingehend widerung die Rechnung über die Ausbeutung des Arbeiters durch Arbeitskräfte von auswärts nach Plauen zu ziehen suchen, so feien die Glaser hierdurch gewarnt. befaßt sich Redner mit den technischen Verhältnissen der Porzellan- die indirekten Steuern zu erwähnen. Da liegt eben gerade für das die Glaser hierdurch gewarnt. fabritation. Auch die Arbeiterverhältnisse in der Steingutindustrie Centrum der Haase im Pfeffer. Ist es doch das Centrum, dem unterzieht er einer Kritik, die durch den Zoll nicht gebessert würden. wir die riefige Vermehrung der Militär- und Mariuelasten zu ver Die Grubenarbeiter in Falkenau( Böhmen) sind neuerdings Die Positionen werden sämtlich nach der Vorlage angenommen, danken haben und ist doch das Centrum jetzt eben dabei, die Aus- wieder in Differenzen mit der Grubenverwaltung geraten, weil dieebenso die Anmerkungen. beutung der Arbeiter durch die Zollwucherpolitik im großen zu be- selbe nur eine halbstündige Mittagspause gewähren will. Auf den Ausland. = Ein Bautischlerstreik ist in Karlstad( Schweden) ausgebrochen. Die Ausständigen fordern 30 Dere Stundenlohn und vertragsmäßige Festlegung der Arbeitsbedingungen. Alle Bautischler der Stadt, ungefähr 200, find daran beteiligt. II # Schächten der Montan- und Industrialwerke vormals J. D. Staret I and zählt 1648 Genossenschaften mit rund 2000 000 Mitschulte Kerntruppe können die Unternehmer gar nicht fertig werden, wurden mehrere Vertrauensmänner gemaßregelt. In Davidsthal gliedern; das Aktienkapital beträgt 24 000 000 Pfd. Sterl., die Ver- und gerade diese Truppe fei das treibende und belebende Element wurden zehn Vertrauensmänner, unter denen sich vier Genossen- fäufe 82 000 000, Profit 9 000 000 Pfd. Sterl. Die Ackerbau in der Lohnbewegung. Die Ortsverwaltung empfehle daher, daß fchafts- Delegierte befanden, in Reichenau sechs Vertrauensmänner Genossenschaften haben 8-9000 Acres unter Kultur, allein die die jetzt streifenden Kollegen versuchen follen, auf andren Bauten gemaßregelt. Die Stimmung unter den Arbeitern ist infolge dieser Ergebnisse sind nicht ermutigend. Dagegen macht sich unter den wieder in Arbeit zu treten, auch wenn sie dort nur 40 Pf. StundenMaßregelungen sehr ernst. Es wurde beschlossen, eine Deputation an Farmern die Tendenz bemerkbar, die Ein- und Verkäufe auf genoffen- lohn erhalten. Sobald sie festen Fuß gefaßt haben, sollen den Ackerbauminister abzusenden. schaftlichem Wege vorzunehmen. fie die indolenten Arbeiter aufrütteln und dann auch hier geschrieben. Das beste am französischen Genossenschaftswesen sind nur geringe Sosten, eine Erschöpfung der Kassen werde vermieden, Der französische Bericht ist von Professor Charles Gide die Forderung stellen. Auf diese Weise verursache der Lohnkampf die Produktions Genossenschaften, die vom Staate und von der und den Unternehmern werde eine Bewilligung nach der andren abStadt Paris mit Subventionen und Aufträgen unterstützt werden. gezwackt. Bei Firmen, die auf einem Bau bewilligen, auf deur Diesen Unterstützungen verdanken sie zum guten Teile ihren Erfolg. andren nicht, dürfte sich vielleicht die Firmensperre empfehlen. Werde Aus Anlaß der Weltausstellung im Jahre 1900 erhielten die Ge- die hier empfohlene Taktik allseitig mit der nötigen Energie und Aus Industrie und Handel. nossenschaften Kontrakte für mehrere Millionen. Die tüchtigsten Umsicht befolgt, dann sei ein günstiger Ausgang der Lohnbewegung Elemente unter den Genossenschaftern find die Socialisten, Kollek- zu erwarten. Neue Industrie- Gesellschaft. Gewissermaßen als eine Unter- tivisten und sogar" die Anarchisten. Diese Leute", sagt In der ausgedehnten Debatte äußerten fich sämtliche Redner gut abteilung des Centralverbandes deutscher Industrieller hat sich am Professor Gide, standen früher den Genossenschaften feindlich gegen- ftimmend über den Situationsbericht und befürworteten eine Resolution, 5. Juli in Düsseldorf ein neuer Verband rheinischer Großfabrikanten über, aber das belgische Beispiel hat sie befehrt. Allerdings die sich mit den Vorschlägen der Lohnkommission einverstanden erklärte. konstituiert, der sich„ Neue Industrie Gesellschaft" verfehlen sie nicht hervorzuheben, daß sie die Genossenschaften nicht Lettere gelangte einstimmig zur Annahme. nennt und als seinen Zweck bezeichnet, daß einerseits dem deutschen als Ziel, sondern als Mittel zur socialen Revolution betrachten." Es folgte noch ein Bericht über die Lohnbewegung der Buzzer Fabrikat und der deutschen Ware überall beim Einkauf Im Ackerbau haben nur die Obst- und Gemüse Genossenschaften träger. Mit Genngthuung wurde die Mitteilung aufgenommen, daß innerhalb Deutschlands der Vorzug gegeben und die fremden Er- Erfolge zu verzeichnen. die Forderungen der Buzzerträger überall bewilligt seien, nur ein zeugnisse dadurch vom einheimischen Markt zurückgedrängt werden, leber Belgien berichtet Alfred Micha. Zwischen den Jahren Mann habe Gemaßregelten- Unterstützung erhalten. Die Träger erund daß andrerseits im Auslande eine kräftige Propaganda für 1894 und 1901 ist die Zahl der Genossenschaften von 311 auf 1706 halten jegt 7,50 M. Lohn bei neunstündiger Arbeitszeit und werden deutsche Produkte betrieben wird, besonders durch in den Haupt- gewachsen. Er beklagt es, daß die städtischen Genossenschaften focia- nicht mehr von den Buzern sondern von den Unternehmern entlohnt. städten der europäischen Länder zu errichtende industrielle Agitations-, listisch und die ländlichen Genossenschaften katholisch werden. Das ist Auch wollen sie von jetzt ab energisch auf die Beseitigung andrer auch die Meinung Vanderveldes:" Die städtischen Genossenschaften Mißstände, wie die lange Leberarbeit usw. dringen. Zum Schluß In dem von diesem Verband an die Fabrikanten gerichteten sind das Rückgrat der socialistischen Partei, die ländlichen das Rückwurde noch das Unterstügungsregulativ und der abgeänderte LohnAufruf heißt es, nach dem üblichen Lamento über die Notlage der grat des Klerikalismus." und Accordtarif gutgeheißen. Fabrikanten und der Arbeiter( letzterer wird twohl erwähnt, um der Sache einen gewissen Anstrich zu geben):" Der deutsche Fabrikant, der deutsche Geschäftsebenso wie der deutsche Staat, die Militär- und Civilbehörden sollen darauf aufmerksam gemacht werden, im Interesse Das dänische Genossenschaftswesen ist in einem blühenden des gesamten Wohlstandes dafür einzutreten, daß deutsches Fabrikat Zustande, besonders in landwirtschaftlichen Nebenbeschäftigungen, und deutsche Ware beim Einkaufe berücksichtigt wird. Dieses Princip wie Mollereien, Eiers, Schinken und Spedausfuhr. ist vor allen Dingen zu beobachten, denn wie schwer der deutsche Ueber Deutschland berichtet Dr. H. Crüger. Im Jahre Fabrikant und Produzent unter der Einfuhr ausländischer Waren 1901 zählte man 19 557 Genossenschaften: Kredit 12 140; Handel und Maschinen zu leiden hat, ist jedem bekannt. Schreibmaschinen, 1527; Bau 385; Ackerbau 4602; Handwerker 545; verschiedene 358. Registerkassenmaschinen, Werkzeugmaschinen aller Art, Phono- Dr. Crüger glaubt, daß staatliche Subventionen für Genossenschaften graphen, Fahrräder, Nähmaschinen, Schuhe, Gummischuhe, Klaviere, schädlich sind. ferner Obst, tonservierte Fleischspeisen, Fleischextrakte, werden für Millionen und aber Millionen Mart von Amerika bezogen, fran: zösische Champagner und Weine, Seidenstoffe, Kleider, Mode- Artikel werden trotz des immensen Preises in Deutschland bevorzugt. Englische Stoffe, Lederwaren, Sportartikel werden am höchsten und teuersten in Deutschland bezahlt. Holländische Liqueure und Kakaos gehen in Deutschland so gut, daß überall Filialen und Verkaufsstellen errichtet werden 2c. Selbstverständlich kann ein einzelner nichts in dieser Sache erreichen, aber wenn wir uns vereint bemühen, als Deutsche auch deutschen Produkten den Vorzug zu geben, so können Fabrikanten und dem deutschen Arbeiter. Verkaufs- und Auskunftsbureaus. Jur mann, Die Genossenschaften Hollands gehen immermehr in die Hände von Socialisten über, die ihre Dividenden der Parteitaffe zu führen; die Genossenschaften werden auf dieser Weise zu Finanzquellen der socialistischen Bewegung. = In Oestreich Ungarn ist der Fortschritt ein stetiger. Rußland stagniert seit dem Jahre 1897. In der Schweiz gewinnt das Genossenschaftswesen an Ausdehnung und Tiefe. In Italien rivalisieren die politischen Parteien um die Gunst der Genossenschaften. Den größten Erfolg haben die Socialisten, die die Genossenschaften in Parteiinstrumente verwandeln". 111111 im Versammlungen. waren. Die Mitglieder der Neuen Maschinenbauer Krankenkasse hatten sich am Sonntag, den 20. Juli, sehr zahlreich in den Germania- Sälen" versammelt, unt Stellung zu einer Berfügung des Oberpräsidenten von Brandenburg zu nehmen. " Herm. Gries berichtete über den Vermögensstand der Kasse, woraus hervorging, daß es bei der gegenwärtigen schlechten Ge schäftstonjunktur nicht möglich war, den Reservefonds auf die vorgeschriebene Höhe zu bringen. Vom Oberpräsidenten ist deshalb eine er absegung des Krantengeldes angeordnet worden. in einer stattgefundenen Audienz hat sich derselbe schließlich it einer Erhöhung der wöchentlichen Beiträge um 3 Pf. einverstanden erklärt. Hierüber hat die Generalversammlung am 29. Juli zu beschließen. Wichtig sei es daher, heut die Meinung der lution einstimmig angenommen: Mitglieder zu hören. Nach längerer Debatte wurde folgende Refo„ Die Versammlung hält die Maßnahmen des Oberpräsidenten für ungerecht, da die Ansammlung des Reservefonds, nach Vorschrift des Gesetzes, eine Härte iſt. Die Versammlung beauftragt den Vorstand, Se. Excellenz den Oberpräsidenten nochmals zu ersuchen, den erlassenen Bescheid, mit diese Millionen dem Vaterlande erhalten bleiben, dem deutschen 22. Juli in den Germaniasälen. In derselben erstattete der Genosse zu nehmen. Es scheint dies um so eher angängig zu ſein, als sie Eine Parteiversammlung für den 6. Wahlkreis tagte am besonderer Rücksicht auf die herrschende krisis, zurüd Die Zweige, die schon von uns vertreten werden, sind: Papier- ahrow namens der Vertrauensleute Bericht über die Thätigkeit uns nahestehende Schwesterkasse der Allgemeinen Elektris maschinen, Papierpressen, Maschinen für die Linoleumindustrie, derselben. Wie der Redner ausführte, ist das Thätigkeitsgebiet der citäts- Gesellschaft eine solche Verfügung nicht hat, trotzdem fie einen Reserve Bogenlampen, Lithographie und Buchdruckerei, Armaturen, Loko- Vertrauensleute infolge der Neu- Organisation wesentlich eingeengt erhalten mobilen, Condenſationsanlagen, Bumpen, Erzaufbereitung, Kohlen- weiter eingeengt durch den Organisatirasstreit im eignen Lager, der Erfolg begleitet sein, so beauftragt die Versammlung die Delegierten, worden. Dieses beschränkte Thätigkeitsgebiet wurde sodann noch fonds nicht besigt. Sollte dieser Schritt jedoch von keinem aufbereitung, Bauausführungen usw." Dagegen heißt es in Bezug auf die Förderung des deutschen wohl hoffentlich endgültig begraben jei. Es fanden für die geplante Erhöhung der Beiträge einzutreten, auf keinen Exports: Berichtsjahre zehn öffentliche Versammlungen statt, all aber einer Kürzung der Leistungen zuzan Sie erwartet aber, daß die Delegierten, so bald sich Abgesehen davon, daß wir im Innern die Lage der deutschen welche sämtlich stark besucht Eine Diskussion stimmen. Industrie nach Möglichkeit heben wollen, durch Bevorzugung nur knüpfte sich an den Bericht nicht. Die Neuwahl der die Verhältnisse der Kasse gebessert haben, eine Ermäßigung deutscher Produkte, gehen wir im Ausland für die sich unsrem Kartell Vertrauensleute ergiebt nachstehendes Resultat: für Moabit: der Beiträge beantragen werden." anschließenden Werte als Pioniere vor. Durch zu errichtende Bureaus Fischer; für Nosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen Bittorff; Charlottenburg. Am 21. d. M. fand die Generalversamm in London, Paris, Mailand, Petersburg, Wien, New York, schieben für Schönhauser Vorstadt: Wünsch; für Oranienburger Vorstadt lung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes hiesiger Bahlstelle statt, wir uns in die betreffenden Länder ein, machen eine kräftige Bro- osenow und Wedding Fahrow. Sodann hielt Reichstags- Abgeordneter in welcher Benscheck in eingehender Weise die Situation des paganda für unsre Firmen, errichten gemeinschaftliche Lagerpläge, Rosenow einen Vortrag über den Kampf der Arbeiterklasse gegen Jungs- Nachweises tarlegte. In der darauf folgenden Diskussion wenn es nötig ist Montagehallen und errichten, da wo wir infolge das Junkertum. Die ganze Situation, so führte Redner aus, spige fich traten sämtliche Redner dafür ein, den Kampf gegen den Jnnungsder Zölle keine fertigen Waren oder Maschinen, event. eigne Fabri- zu auf den Kampf um den Zolltarif und wird derselbe die Situation Nachweis energisch weiterzuführen. Hierzu wurde folgender Beschluß tation mit deutschen Ingenieuren und Beamten. Selbstverständlich noch auf lange Zeit hinaus beherrschen. Aber schon in dem bisherigen gegen 7 Stimmen angenommen: nehmen wir für den Verkauf tüchtige sprachkundige Landsleute, oder Kampf habe die Socialdemokratie den Beweis geliefert, daß sie trog „ Die Zahlung des Extrabeitrages von 50 Pf. mit Abschluß der aber, falls dies nötig ist, Ingenieure und Kaufleute der betreffenden ihrer numerisch schwachen Vertretung im Reichstage doch start genug 20. Woche einzustellen, dafür vom 1. August ab einen obligatorischen andren Nationalitäten, die Gesamtleitung jedoch in deutschen Händen sei, den Kampf zu bestimmen, demselben seine Bahnen vorzuschreiben. Beitrag von 60 Pf. pro Woche einzuführen, und zwar so lange, bis Die Aufgabe der Socialdemokratie ist es laffend.... so schloß der Redner der Kampf gegen den Nachweis aufgehoben ist." Es wurde ferner unter Ausnutzung aller uns zur Verfügung stehenden Mittel dahin beschlossen:" Den Mitgliedern, welche den Extrabeitrag von 50 Bfzu wirken, daß die Niederlage des Junkertums eine vernichtende ist. nicht vollständig gezahlt haben, bei Aussperrungen, Maßregelungen Stauschender Beifall belohnte die Ausführungen des Referenten, an und Arbeitslosigkeit den fehlenden Betrag vom Lokalzuschuß in Abdie sich eine Diskussion nicht anschloß. zug zu bringen.". Rechnerisch ausgedrückt: wir wollen unser Geld hier behalten und möglichst viel Geld vom Auslande hereinbringen, denn nur, wenn diese beiden Kardinalfaktoren sich ergänzen, kann von einem dauernden Wohlstande der Nation die Rede sein." Bon Zöllen wird in dem Aufruf nichts erwähnt; es braucht aber wohl kaum gesagt zu werden, daß der neue Verband durchaus nichts dagegen einzuwenden haben wird, wenn sein Bestreben, die fremde Einfuhr in Deutschland zu vermindern, durch Zollerhöhungen auf ausländische Produkte unterstützt wird. Dafür bürgt schon sein nahes Verhältnis zum Centralverband deutscher Industrieller. 0 Leipziger Bankprozeß. Bur Lohubewegung der Bauarbeiter. Am Dienstag fand in Cohns Festsälen eine Versammlung der zum Streifgebiet Berlin gehörigen Bauarbeiter statt, in der sehr eingehend über den gegenwärtigen Stand der Lohnbewegung und deren voraussichtlichen Verlauf beraten wurde. Heinemann führte in seinem Referate etiva schwornen nach fünfstündiger Beratung wieder den Saal. Der An Leipzig, 23. Juli. Im Leipziger Bankprozeß betraten die Gea folgendes aus: Die Lohnbewegung der Bauarbeiter müsse in der Ueber die Lage der öftreichischen Kohlenindustrie wird der Deffentlichkeit mit ganz andren Augen betrachtet werden, als die drang des Publikums war enorm, die Spannung auf das höchste Fachzeitung für Kohlen- und Erzbergbau, der Industrie" ge- modernen Streifs andrer Berufsorganisationen. Während man es gestiegen. Der Obmann verkündigte folgenden schrieben:" Der Verkehr auf dem östreichisch ungarischen Stein- bei Maurern, Zimmerern, Holz- und Metallarbeitern usw. mit einer Wahrspruch der Geschwornen: fohlenmarkte bevegte sich im Anfang des Juli in den engsten solidarisch fühlenden, festgefügten, organisierten Masse von größten Die Geschwornen haben die Frage wegen des betrügerischen Grenzen, da die Industrie einen äußerst geringen Bedarf hatte, so teils gelernten Berufsarbeitern zu thun habe, sezen sich die Bau- Bankrotts betreffs des Angeklagten Erner bejaht, die Frage arbeiter, und hier vor allem wieder die Lohnarbeiter, aus daß die Werke zu weiteren Betriebseinschränkungen gezwungen waren. Leuten aller möglichen Berufe zusammen. In dieser Beit wegen Verschleierung betreffs des Geschäftsberichts und des Eine weitere Verschlechterung der Markttage wurde durch die er der allgemeinen wirtschaftlichen Krije findet ein fortwährendes Exposés bejaht, betreffs des Communiqués verneint, die Frage höhten Bezüge der Eisenbahnen an Regiekohle hintangehalten. Auch Kommen und Gehen auf den Bauten statt. Leute, die in irgend wegen des Betruges gegen die Firma S. Bleichröder verneint, die auf dem nordwestböhmischen Braunkohlenmarkte ließ der Verkehr in den ersten Tagen des Monats zu wünschen übrig und nur das einem Beruf arbeitslos geworden sind, drängen sich scharenweis zu Frage, ob Erner dadurch eine Verschleierung begangen hat, beElbegeschäft bildete hier eine erfreuliche Ausnahme. Die laufenden den Bauten, um dort, wenn auch nur vorübergehend, Arbeit und jaht, die Frage wegen des Betruges gegen die Firma v. d. Heydt Bestellungen erreichten 800 Waggons pro Tag für Aussig und etwa Berdienst zu suchen. Nur ein Teil davon bleibt dauernd im Bau- und wegen Untreue, begangen gegen die Leipziger Hypothenbant, 200 Waggons für Roſawiz. Bezeichnend für die Lage des Kohlen gewerbe thätig, und dieser schließt sich dann nach und nach denjenigen verneint, die Frage wegen mildernder Umstände verneint. Die marktes war der Verlauf der großen Kohlenvergebung der f. f. Staats- Arbeitern an, die schon von jeher als Bauarbeiter thätig waren und Schuldfragen sind bereffs des Angeklagten Dr. Genzsch in derselben bahnen. Für Braunkohlen wurde ein Nachlaß von 30-70 Heller, als die eigentliche, geübte Sterntruppe der Organisation betrachtet für Steinkohlen ein solcher von 50-170 Heller gegen die letzten werden müssen. Der größte Teil aber sind nur zuläufer, welche Weise beantwortet worden, jedoch wurde als nicht erwiesen angenommen Preise gewährt, wodurch dieselben unter die Höhe jener vor dem gar nicht die Absicht haben, ständig als Bauarbeiter thätig zu sein. daß er Handelsbücher abgeändert hat; außerdem find ihm mildernde großen Ausstande gesunken sind." In diesen Verhältnissen liege auch die Schwierigkeit begründet, Umstände zuzubilligen. Betreffs des Angeklagten Dodel ist die Frage einen groß angelegten Lohnkampf durchführen zu können. Hierzu wegen Untreue verneint, dagegen die Frage wegen Verschleierung seien die großen Berufsorganisationen weit eher in der Lage, was mit Ausnahme des Geschäftsberichts bejaht. Betreffs aller andern ja alljährlich zu beobachten ist. Die Bauarbeiter können nur dann Angeklagten haben die Geschwornen die Fragen mit Ausnahme in einen solchen Kampf eintreten, wenn es mit Maurern und des Communiqués bejaht, ihnen aber mildernde Umstände zugebilligt. Arbeitslosigkeit und Arbeitshans. Nicht mur Gefängnisse Bimmerern gemeinschaftlich geschieht. Ist letzteres nicht der Fall, so Sierauf beantragte der Staatsanwalt gegen den Angeklagten Erner und Buchthäuser haben sich unter der Wirkung des in- müssen sie die Tattit des gewerkschaftlichen Kleintrieges an duſtriellen und geschäftlichen Niedergangs gefüllt, sondern auch das wenden, und das sei in der gegenwärtigen Lohnbewegung geschehen. langjähriges Zuchthaus, gegen den Angeklagten Dr. Genzsch mehrArbeitshaus droht den Unglücklichen, die in dem tollen Getriebe Man habe die günstige Konjunktur im Baugewerbe ausgenutzt und fähriges Gefängnis, gegen die andern Angeklagten Geldstrafen. unsrer angeblich göttlichen Weltordnung in die Räder geraten. In schrittweise auf einem Teil der Bauten die Forderung eines StundenDas Urteil der bürgerlichen Presse stand fürzlich eine Notiz des Inhalts, daß lohns von 45 Pf. gestellt. Diese Tattit sei erfolgreich gewesen. Es lautete gegen Eguer auf 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Eh sich die Folgen des Niedergangs auch in der Belegschaft der rheini- arbeiten jetzt bereits 1600 Stollegen auf 150 Bauten zu den neuen verlust, gegen Gentsch auf 3 Jahre Gefängnis; jeder der schen Provinzial- Arbeitsanstalt Brauweiler geltend machen: Während Bedingungen. Zu unterstüßen find 109 Stollegen mit 171 Kindern. selben erhält sieben Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet; in den letzten Jahren die Näume der Anstalt fast leer gestanden Berausgabt ist bis jetzt die verhältnismäßig geringe Summe von hätten, sei jetzt die Zahl der zur Nachhaft überwiesenen Personen 7903 m. Da jedoch über 900 Bauten in Arbeit sind, müsse die gegen Dodel und Mayer auf eine Geldstrafe von je 15 000 W., auf rund 1500 gestiegen. Forderung auch den noch übrigen Unternehmern unterbreitet werden. gegen Fiebiger auf eine solche von 8000 M., gegen Wölker und Es scheine aber, als sei ein Stillstand in der Bewegung eingetreten; Schröder je 18 000 M., gegen Förster und Wilkens je 5000 M. daher müsse darauf gedrungen werden, daß, wo es den Lohnarbeitern Sociales. 4 an Mut fehlt, diese von den Accordarbeitern zu energischem Vorgehen angespornt werden. Tehte Nachrichten und Depeschen. Das Bum 5. internationalen Genossenschaftskongreß. London, 21. Juli. Der fünfte Kongreß des internationalen Bundes der Genossen fchaften wird heute in Manchester eröffnet. Der erste Kongreß Die Unternehmer wissen ebenfalls, wie schwierig es ist, die Bautagte in London im Jahre 1895, der zweite in Paris 1896, der arbeiter zu einem völlig geschlossenen Vorgehen zu bewegen; deshalb Hamburg, 23. Juli.( W. T. B.) Der gesunkene Dampfer, Primus" dritte in Delft 1897, der vierte in Paris 1900. Dem Bunde gehören hätten sie auch in ihrer letzten Generalversammlung den Beschluß ist heute abend vom Taucher Beckendorf gehoben worden. an 369 genossenschaftliche Organisationen in Dänemark, Deutschland, gefaßt, die Forderungen der Arbeiter abzulehnen und nur in Schiff foll morgen bei Waltershof auf Strand gesezt werden. England, Frankreich, Frankreich, Holland, Italien, Deftreich Ungarn, dringenden Fällen nachzugeben, um dann, wenn es ihnen gelungen in Nienstedten und Umgebung sind bisher 26 Leichen geborgen. Die Schweden, Serbien und in der Schweiz; ferner in Australien, fei, die Bauten mit den vorhin skizzierten zuläufern zu besetzen, Mehrzahl ist bereits von Anverwandten abgeholt. Die Zeichen, die Indien und den Vereinigten Staaten. Sein Entstehen verdankt wieder die alten Löhne zu zahlen. Bei Arbeitsniederlegungen von bis Freitag noch nicht rekognosziert find, sollen in Nienstedten vors der Bund einer Anregung des Centralfomitees der französischen Ge- Stein- oder Puzerträgern wollen die Unternehmer gar auf läufig beerdigt werden. Man erwartet, daß von nun an zahlreiche nossenschaften auf den englischen genossenschaftlichen Kongreß vom Verbandskosten die Klage wegen Kontrattbruchs gegen jene an- Leichen an den Strand treiben, der stets sorgfältig bewacht wird. Jahre 1886 in Plymouth. Das französische Centralfomitee wollte hängig machen. Diese Beschlüsse der Unternehmer hätten die arbeiter And Weilburg meldet die Frantf 8tg." vom 23. Juli: Das ein Gegengewicht gegen den Klassenkampf der feindliche und natürlich auch die sogenannte parteilofe Bresse veranlaßt, der Gewerkschaft Union" in Dortmund gehörige Eisensteinbergwerk socialistischen Internationale" schaffen und den ge- in der gewohnten schadenfrohen Art den Streit der Bauarbeiter als Martha" bei Hirschhausen, das bis jetzt noch die meisten Bergleute nossenschaftlichen Bund zu eine ebel des Ausgleichs aller verloren zu bezeichnen. Verloren sei absolut nichts und könne bei beschäftigte, ist vollständig ersoffen. Die Maschinen und Pumpen Klassen machen. dieser Kampfesweise auch nichts werden, weil es den Unternehmern find verloren. Die ganze Belegschaft ist bis auf wenige Mann Dem 5. Kongreß liegt em sehr interessanter Bericht von wohl möglich sei, einen oder den andren Bau mit indifferenten entlassen worden. Da der Betrieb der übrigen Eisenstein- Gruben in 95 Seiten über die Lage des Genossenschaftswesens vor. Leuten zu besetzen, nicht aber zu einer allgemeinen Aussperrung der der Gegend sehr flau ist, haben viele der entlassenen Arbeiter in dem wir folgende Zahlen und Thatsachen entnehmen. Eng leingeübten Bauarbeiter zu schreiten. Ohne diese zuverlässige, ge- Bergwerken Lothringens Arbeit gesucht. " = Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 170. 19. Jahrgang. Lokales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 24. Juli 1902. Kirchenbauerei mit Hinderniffen. V " Ein Mufter für Berliner Magistratsadreffen. richten. Uebrigens wäre auch aus diesem Geschenk beinahe wieder pressenden Fangarmen sicher aufgefangen wird. Daher würde bei nichts geworden. Der Herr Graf hüllte sich eine Zeit lang in dieser Art Schuhvorrichtung eine Schädelverlegung völlig ausvölliges Schweigen, als wäre ihm die Sache wieder leid geworden, so geschlossen sein; auch kann der Verunglückte infolge dessen nie In der neuen, an der Seestraße erbauten Rapernaum- Termin nicht wußte, ob die Schenkung wirklich vollzogen oder wieder für die Vortrefflichkeit der Fangnetze ist, daß fürzlich ein großer daß man noch mehrere Monate nach dem für die Auflaffung festgesetzten unter die Plattform des Wagens gelangen, wodurch auch äußerst schwere Verlegungen hervorgerufen wurden. Ein deutlicher Beweis Kirche hat am Dienstag eine bemerkenswerte Feierlichkeit stattge zurückgenommen war. funden. In Gegenwart einer erlesenen Gemeinde, unter der sich Hund, der anscheinend seinen Herrn aus den Augen verloren hatte Die Frommen aus der Seestraße haben in der That allen und wie wild in der Leipzigerstraße gegen einen Straßenbahnwagen auch der unvermeidliche Herr v. Mibach, Oberhofmeister der Kaiserin, Grund, sich darüber zu freuen, daß sie ihre Kirche trotz aller lief, von dem Fangnez mit spielender Leichtigkeit aufgefangen wurde befand, ist unter Glockentlang und Bosauneuschall der Schluß ste in Schwierigkeiten, Hindernisse und Gefahren nun doch noch gekriegt und gänzlich unversehrt blieb. Hoffentlich bestätigt sich diese des Baues in den Altar eingefügt worden. haben. Eine einzige Sorge nur wird vielleicht den einen und den Meldung. Vermutlich wäre man schon zu einem abschließenden Pomphafte Schlußsteinlegungs- Feiern zu veranstalten, ist in andern noch quälen. Ist jener„ Grundstein" vom 30. September 1897 Urteil über den Wert der verschiedenen Schutzvorrichtungen gelangt, Berlin bei Kirchenbauten, soviel wir wissen, im allgemeinen unter der heutigen Seestraße liegen geblieben oder ist er wieder wenn man statt 50 einige hundert Wagen mit solchen ausnicht üblich, namentlich nicht bei einer simplen Dugendkirche, ausgegraben und an andrer Stelle neu in die Erde versenkt worden? gerüstet hätte. wie es das Kapernaum- Kirchlein in Berlin- Nord ist. In diesem Man hat sogar nichts darüber gehört! Am Ende hat die Kirche Die Einführung des elektrischen Betriebes der VorortFalle lag aber für unsre Kirchbaufreunde ein aparter Anlaß vor, nun überhaupt feinen richtigen„ Grundstein" und bahnstrecke Potsdamer Bahnhof- Groß- Lichterfelde- Oft ist, wie ihre Freude über die glückliche Vollendung des muß sich mit dem„ Schlußstein" begnügen-? bereits mitgeteilt wurde, endgültig beschlossen worden. Es handelt Wertes nicht bis zum Tage der Einweihung aufzusparen. Der sich hierbei jedoch nicht um einen versuchsweisen, sondern um einen Erbauung der Kapernaum- Kirche haben sich schwierigkeiten ständigen elektrischen Vollbetrieb, zwischen welchem Dampfzüge nicht eingelassen werden. Es ist zunächst die Beschaffung von sechs ganz ungewöhnlicher Ari entgegengestellt. Noch nach der Grundsteinlegung schien es lange Zeit hindurch fraglich, ob der Bau Belgier zu werden, richtete an die Verwaltung des Wagen zweiter Klasse, in Aussicht genommen. Der Prinz Albert, der berufen ist, feiner Zeit König der Bügen, bestehend aus je zwei Wagen dritter Klasse und einem Die Wagen überhaupt jemals zu stande kommen würde. Bei der Grundstein Booruit in Gent die Bitte, ihm eine Besichtigung dieses dritter Stlaffe enthalten neun Abteile für die Fahrgäste, ein legung selber hatte man in Anbetracht der besonderen Umstände, größten und musterhaften genossenschaftlichen Betriebes von Belgien Führerabteil und einen Gepäckraum. Die Wagen II. Stlaſſe, welche unter denen sie vorgenommen werden mußte, auf jedwede zu gestatten, da er schon häufig von dieser Kooperativgenossenschaft in den Zügen als Mittelwagen fahren werden, haben sieben Feier verzichtet ein Grund mehr, sich jetzt eine möglichst gehört habe, und da er von dem Wunsche beseelt sei, sein ganzes werden. Jeder der drei Waggons wird mit Motoren ausgerüstet; Abteile und einen Heizraum, in dem auch Führerapparate aufgestellt feierliche Schlußsteinlegung zu gönnen, die als Ersatz für den volt nicht bloß vom Hörensagen, sondern durch persön die Steuerung derselben erfolgt gemeinsam von dem Führerstand eutgangenen Pomp der Grundsteinlegung gelten kann. Die von der Kaiserin unterfertigte, in den Altar eingemauerte gab dem Brinzen Albert folgende Antwort: liche Erfahrung kennen zu lernen. Die Direktion des„ Vooruit" des vordersten Wagens. Die Motoren sind so start bemessen, Stiftungs- Urkunde schildert( wie bürgerliche Blätter melden)" An den Prinzen Albert zu Brüssel. daß noch drei Personenwagen der gegenwärtig gebräuch lichen Type mitgenommen werden tönnen. Der Betrieb eingehend die Sorgen und Kämpfe, die an der Wiege dieses Mein Herr Albert und verehrte( aimable) Elisabeth! erfolgt mit Gleichstrom von 500-550 Bolt, welcher einer Baues gestanden." Schade, daß nicht der Wortlaut der Urkunde verAntwortlich Ihres geehrten Briefes haben wir die Ehre, Ihnen zwischen den Geleisen verlegten Schiene entnommen wird; öffentlicht worden ist! Die Erbauung der Kapernaum Kirge bildet mitzuteilen, daß unsre Einrichtungen jedermann zugänglich die Rückleitung findet durch die Fahrschienen statt. Die ies ein fo eigenartiges Stapitel aus der Geschichte der Berliner Kirchen- find. Wir würden uns sehr freuen, Ihnen zeigen zu können, wo as ferung des Stromes wird von dem Elektricitätswerke„ Süd- Weſt" bauerei, daß es wirklich von Interesse ist, zu wissen, wie man bas Bolt leisten tann und Sie davon zu überzeugen, daß die und enthält fünf Haltestellen. Die Fahrtdauer vom Anfang bis zum in Schöneberg besorgt. Die ganze Strede ist 9,2 Kilometer lang sich in der Urkunde mit den Einzelheiten abgefunden hat. Der Socialisten teine Berstörer sind, wie man Ihnen Endpunkte wird 17 Minuten, die höchste Geschwindigkeit ca. 45 Stilo Geistliche, der bei der Schlußsteinlegungs Feier die Predigt häufig g'auben zu machen sucht. Da wir unsre Magazine am Sonntag meter in der Stunde betragen. Das Projekt rührt von der Elektrihielt, berührte die Schwierigkeiten, denen der Bau begegnet, und 121/2 Ur schließen, so würden Sie uns sehr verpflichten, wenn Sie citäts Gesellschaft Union her, welche auch die Ausführung überdankte allen, die feine Vollendung dennoch ermöglicht. Auch sich vr dieser Zeit einstellen wollten, damit unser Bersonal seiner nonumen hat. dem Grafen v. Oppersdorf dankte er. Dieser Graf v. Oppers Go.ntagsruhe nicht verlustig zu gehen braucht. dorf, seiner Zeit kaiserlich- königlicher Kämmerer in Wien, hat von unser pensioniertes Mitglied De Loore hat sich in dankenswerter postgebäude auf dem Block zwischen der Spandauer, König, Dritte Erweiterung des Hauptpostgebändes. Beim Hauptden ausgedehnten, damals noch wenig wertvollen Ländereien, die er weise bereit erklärt, Ihnen als Führer zu dienen und Ihnen alle Heiligen Geist und Kleinen Poststraße mit den Diensträumen der hier in Berlin an der Seestraße besaß, den Grund und Boden Auskunft zu geben, die Sie wünschen. taiserlichen Ober- Postdirektion, des Hof- und des Brief- Bostamts für die Kapernaum Kirche geschenkt. Vor jegt 10 Jahren hatte die Stadt Berlin zur Freilegung der Seestraße Land teils von lichen Grüße. Empfangen Sie, liebe( chers) Albert und Elisabeth, unsre brüder- geht jetzt die zweite Erweiterung länge der Kleinen Poststraße ihrer Vollendung entgegen und wird in Benutzung genommen. In den ihm gekauft, teils als„ Geschenk" von ihm erhalten, aber nach ein oberen Räumen, für die Ober- Postdirektion bestimmt, bietet dieser Die Direktion des„ Vooruit". paar Jahren forderte der Herr Graf das„ Geschenk" zurück und Teil ausgedehnte Räumlichkeiten für die Abfertigung des Hof- Bostamts, Für die richtige Abschrift: J. Dagobert. das die Patet- und Geldbestellung im Bezirk des Brief- Postamts gewann den von ihm angestrengten Prozeß, weil der Magistrat bei der Annahme der Schenkung' einen Formfehler beausführt. Ein langer, glasbedeckter Laderaum zieht sich an gangen hatte. Als Schutzvorrichtung an den Straßenbahnwagen wird, so der Nordseite des Hofes entlang. Mit der Vollendung dieses zweiten Von dem auf diese Weise wiedergewonnenen meldet eine Storrespondenz, wahrscheinlich in allernächster Zeit das Teiles der Erweiterung beginnt nunmehr der dritte Banabschnitt. Lande spendete Herr v. Oppersdorf ein Grundstück für die Fangnez eingeführt werden, da sich dieses System bei den seit Die Grundstücke Spandauerstr. 23 von Demuth und 24 von Jüngken Ob ihn pure Frömmigkeit dazu trieb, einigen Wochen ununterbrochen angestellten Versuchen am besten be- find von der Postverwaltung schon seit Jahren erworben und in oder ob er von dieser neuen Schenkung eine schnellere Regulierung währt hat. Damit findet denn auch das im Publikum verbreitete vorläufige Bemigung genommen. Sie werden niedergelegt, um einer and Bebauung der Seestraße erwartete wer weiß es?! Er Gericht seine Erledigung, daß diese so wichtige Frage von der Direktion Verlängerung der Hauptfaffade in der Spandauerstraße Platz zu erbot sich sogar, noch bare 20 000 m. draufzulegen, aber stellte die der Berliner Straßenbahn vernachlässigt worden wäre. Seitens der zu- machen. Bu ebener Erde wird eine Patetannahme mit einer Länge Bedingung, daß der Grundstein bis zum 1. Oftober ständigen Aufsichtsbehörde wird nach wie vor der Probebetrieb der etwa von 49 Meter geschaffen, die allen Anforderungen genügen dürfte. 1897 gelegt sein müsse. Um diese Bedingung zu erfüllen, wurde 50 versuchsweise angebrachten Schutzvorrichtungen überwacht. Es In die Mitte kommen givei geräumige Zufahrten, an die Seiten je der Grundstein in größter Gile noch am 30. September 1897 find, wie die amtlichen Erhebungen ergeben haben, allerdings diese ein Ausgang. In der Architektur wird sich dieser Teil dem älteren ohne alle Förmlichkeit in Gegenwart von wenigen Personen gelegt. daß man sich nach diesen noch nicht ein definitives Uziel hat bilden Stockwerk paßt sich den Höhen des alten Banes an. Das erste und zweite Schutzvorrichtungen bis jetzt etwa nur zehnmal in Aftion getreten, Bau in der Spandauerstraße auschließen. nachdem die Sache bei den Behörden mit Hilfe des Telegraphen ge- fönnen. Die bisher angestellten Beobachtungen haben indessen regelt worden war. Daß ein Teil des geschenkten Grundstücs genugsam ergeben, daß durch die Schußvorrichtungen in der That straße werden jegt vom Bahnhof Zoologischer Garten an die Geleise Flachbahn über der Untergrundbahn. In der Hardenbergund namentlich die Stelle, an der man den Grundstein in die die Betriebs- und Verkehrssicherheit ganz bedeutend gehoben wird, denn für die Flachbahn verlegt, die sich in Zukunft in der Mitte des FahrErde versenkt hatte, nach dem Bebauungsplan zukünftiges es ist erwiesen, wie bei vorgekommenen Unglücksfällen lange nicht dammis auf besonderen für die Straßenbahnwagen bestimmten Straßenland war, machte unsren Kirchbaufreunden zunächst so tödliche und schwere Verletzungen konstatiert worden find, als Berrons bewegen wird, die genau über der Untergrundbahn liegen. keine Sorge. Sie hofften, die Stadtgemeinde werde ihnen zuliebe Am deutlichsten hat sich dieses bei dem Fanguez gezeigt, denn dieses Zoologischer Garten find neue Geleise in dieser Art bereits verlegt wenn die Straßenbahnwagen ohne jede Schußvorrichtung wären. Bwischen der Kaiser Wilhelm- Gedächtnis- Kirche und der Station den Bebauungsplan ändern. Diese Hoffnung, für deren Erfüllung hat in den meisten Fällen eine tödliche Schädelverlegung verhindert, worden und werden auch von den in die Joachimsthalerstraße eint aufangs sogar der Magistrat eintrat, wurde allerdings zu nichte. Die sonst bei dem ersten Anprall gegen den vorderen Teil des Wagens biegenden Wagen der Charlottenburger Linien seit kurzem befahren. Es ist den Erbauern der Kapernaumi Kirche nichts andres übrig unvermeidlich ist. Denn diese Fangvorrichtung hat die Eigenschaft, geblieben, als sich in den Bebauungsplan zu fügen und sich mit den vor dem Wagen Stehenden oder Laufenden so zu Fall zu Die Umgestaltung des Blücher- Plates, wie sie der Magistrat dem Geschenk des grundstückgesegneten Grafen entsprechend einzu bringen, daß er sofort hinfällt und von den sich ihm entgegen- plant, ist jetzt vom Polizeipräsidium geprüft und im großen ganzen Kapernaum Kirche. M = D Die Tänzerin des Königs. Aus dem gestern erwähnten Bericht des östreichischen Polizeibeamten in eis über die Borgänge in Bayern 1847( veröffentlicht von Professor A. Fournier in Nt. Fleischers Deutscher Revue) find noch folgende Stellen mitteilenswert: und einem Schneidermeister über die Stiege herabgeworfen wurde. Den andern Tag mußte fie ausziehen und wohnt jetzt seit langer Zeit in der vom König für sie gemieteten Wohnung in der Theresienstraße Nr. 8a, wo auch der letzte Exceß vorfiel. " " " 3 Nach dem Lola Egeesse, besonders als sich am zweiten Tage abermals zahlreiche Boltshaufen in drohender Haltung vor dem Hause der Lola versammelten, war sie willens, München zu verlassen, wovon sie der König jedoch abgehalten und bei fünfzehn ihm ergebene Offiziere zu ihr geschickt hat, um sie der Treue und des Schutzes der Truppen versichern zu laffen. " Ihrer Figur und ihrem äußeren interessanten Wesen nach sieht sie so ziemlich der hiesigen Hofschauspielerin Beche gleich, ist jedoch üppiger und hat ein volleres Gesicht, sehr schöne dunkelblaue Augen Seit dem Tumulte steht ein Gendarm Posten mit Ober- und " Wegen des bisherigen Einflusses der Geistlichkeit und seiner bei kohlschwarzen Augenbrauen und Haaren, hat einen hübschen Mund, Untergewehr gegenüber von ihrem Hause, um sie zu sichern, und gegenwärtigen Gefährdung durch den Umschwung der Dinge fürchtet einen gesättigten brünetten Teint, sieht jedoch ziemlich abgelebt häufige Patrouillen durchziehen diese Gasse. Wenn sie ausfährt, so die neue Partei sehr die herannahende Osterzeit, wo das Land- aus und dürfte bei dreißig Jahre alt sein. Sie muß ein Wesen von reitet beiläufig zwanzig Schritte vor und hinter ihrem Wagen ein bolt in ganz Bayern beichtet, und man hegt die Besorgnis, diese einem äußerst unverschämten, excentrischen Charakter und mit einem Gendarm. Unter solcher Bedeckung sah ich sie wenigstens am 8. d. M. Gelegenheit werde von der Geistlichkeit sicher dahin benutzt werden, mehr als gewöhnlichen männlichen Mute begabt sein. In ihrem in ihr nenes Haus fahren, wo sie ausstieg und bei einer halben um das Landvolk gegen den König und das Lola- Verhältnis Verhältnis zum König übernimmt sie sich auf eine sehr beklagens Stunde verweilte, während die berittenen Gendarmen bei ihrem noch mehr aufzuheben, um so die neue Partei vom Ruder werte Weise trägt es ganz offen zur Schau. So unterschrieb Wagen hielten. Bei einem späteren Besuche in ihrem neuen Hause, สน bringen, die dieses Verhältnis des Königs bulde. fie fich anfangs wiederholt in ihren Briefen Maitresse du Roi", wobei sie der König begleitete, gefiel der Lola ein Plafond nicht, Auch dem König dürften alle diese Bestrebungen wohl- bis es ihr der König verboten hatte. In den Läden Münchens und sie drang in den König, ihn übermalen zu lassen, worauf der bekannt sein, und es wird in München als wahres Faktum zahlte sie selten die bedeutenderen Einkäufe, sondern pflegte zu sagen: König nicht eingehen wollte. Hierauf fragte sie den mit seinem Ge= erzählt, daß der König furze Zeit nach dem Lola- Tumult zwei Sie fennen mich schon, der König, oder mein Louis, hilfen anwesenden Maler, was der Plafond koste, der ihr erwiderte: Landgeistlichen in München auf der Gasse begegnet und in wird es schon zahlen. Sie war fogar frech genug, in den Fünfhundert Gulden." Die Lola bemerkt darauf, sie wolle sich seiner excentrischen Weise mit der Frage überrascht hätte:" No! Münchener Lotalblättern Anzeigen einrücken zu lassen, daß sie weiter ihn aus Eignem malen laffen, und zum König gewendet, fagte fie betet ihr denn fleißig am Lande für Euern narrischen König?" hin keine Gnadengesuche annehmen könne. Einem Schaffner, in gebrochenem Deutsch:" Du bist ein alter Geizhals", worauf die verblüfften Geistlichen nur ein: Ja, Euer Ma- dessen Hund das Hündchen der Lola auf der Gaffe gebeutelt hatte, der über diese deutsche Phrase von der Lola, die er immer zum jeftät hervorgebracht hätten. Ebenso foll in einer franzöfifchen gab fie in conspectu populi mehrere Ohrfeigen, und damals schon Deutschlernen antreibt, so erfreut war, daß er sogleich die Üm Erziehungsschule in München der Religionslehrer die diese Schule wäre ein Aufstand entstanden, wenn die Gendarmerie nicht zur rechten arbeitung des Plafonds anordnete. besuchenden Mädchen alle Tage ungescheut für den verwirrten König Zeit bei der Hand gewesen wäre. Nach dem letzten Tumult vor ihrem Ju München wir allgemein erzählt, der König habe der Lola belen laffen, daß ihn Gott bald erleuchte und er seine Maitresse Hause soll sie einem sie besuchenden Fremden auf die Frage, wen sie zum letzten Geburtstage 40 000 Gulden und ein Silberservice um wegiage, indem es ihn nichts nüge, Kirchen gebaut und sonstige am häufigsten bei sich sche, geantwortet haben: La Canaille et le 6000 Gulden geschenkt. Im Theater erscheint sie un gute Werte verrichtet zu haben, wenn er nunmehr einen so fünd- Roi". Mit den Parteien in dem Hause, wo sie wohut, hatte sie an- geniert, selbst wenn der König und die Königin haften Lebenswandel führe. Eine Frau v. Sennefelder, deren fangs sehr viel gemeine Excesse und Reibungen, bis endlich mehrere anwesend sind, und zwar in einer neben der großen mittleren Tochter aus dieser Schule nach Hause kam und die Mutter fragte, was Parteien zur Polizei gefordert und ihnen Ruhe bei sonst exemplarischer Hofloge befindlichen und für sie bestimmten Loge. Uebrigens eine Maitreffe" sei, erzählte diesen Vorfall dem Saphir und nahm Bestrafung aufgetragen wurde. Schuhe, Mieder und sonstige wird in München jedermann, der mit ihr umgeht, von der ihre Tochter aus dieser Schule sogleich heraus. In dieser Weise. Kleidungsstücke soll sie sich von den betreffenden Gewerbsleuten uns öffentlichen Meinung postribiert und von der übrigen Gefürchtet man, werde die Geistlichkeit wirken und wahrscheinlich eine gescheut an jedem Teile des Körpers nact ammessen lassen sellschaft ausgeschlossen, so daß der Schriftsteller Plög, als noch größere Aufregung des Voltes oder gar Excesse veranlassen. Der König baut gegenwärtig für die Lola ein ganz neues Haus von ihm bekannt wurde, er besuche das Haus der Lola, Man ist in München vielseitig der Ansicht, hätte die Lola ge- in der Barerstraße, das mit eisernen Fensterläden versehen ist, damit von der Table d'hote, wo er täglich speiste, von den übrigen tanzt und der König hätte sie zum erstenmal im Theater als sie bei einem abermaligen Aufstande vor Steimvürfen und Schüssen Gästen sogleich ausgeschlossen worden ist. Saphir wurde Tänzerin gesehen, ohne eine so stürmische, teilweise interessante gesichert sei. Mit dem Hauseigentümer Jrlein, bei dem die Lola sowohl von Könige als der Lola bereits eingeladen, sie zu besuchen, Introduktion bei ihm, so wäre die Geschichte wahrscheinlich in dem gegenwärtig wohnt, ist der König in Unterhandlung, um der Lola was er jedoch erst unmittelbar vor seiner Abreise zu thum gedenkt, Genre der früheren Liebesverhältnisse des Königs mit der Vesper- auch das jetzt von ihr bewohnte Haus zu kaufen, und hat zugleich um nicht in der öffentlichen Meinung derart zu sinken, daß er mit mann, Dahn 2c. abgegangen und hätte keinen so excentrischen dem Jrlein, der ein Maurermeister tst, den Auftrag gegeben, noch seinen Vorlesungen scheitern dürfte. Charakter angenommen. einen dritten Platz auszusuchen und anzukaufen, worauf der König Ihre Tendenz, sich in politische Dinge au mischen, dürfte Lola wohnte anfangs im Hotel zum Hirschen beim Harvar ein drittes Haus für sie bauen lassen will. Der Jrlein war vor gleich anfangs nicht zu verkennen gewesen sein, denn sie soll gleich und kam in Gesellschaft eines Engländers nach München, ihres furzem ein mittellofer Mann, jetzt wird sein Vermögen infolge im Anfange der wegen ihr zwischen dem Könige und den Ministern wahrscheinlichen Souteneurs. Gleich im Anfang hatte sie töniglicher Munificenz auf 60 000 Gulden geschätzt. Auch hat ihm entstehenden Neibungen wiederholt und offen sich geäußert haben, sie in diesem Hotel mit dem Dienstpersonal die heftigsten Auf- der König erlaubt, sich noch eine besondere Gnade auszubitten, was werde nicht eher ruhen, bis das Pfaffen-" oder„ Kuttenministerium" tritte und Stämpfe und prügelte einmal den dortigen jedoch Jrlein bis jetzt zu thun unterlassen hat. Nach der Vergestürzt sei. Ihre Umgebung und Gesellschaft besteht aus ihrer Hausknecht mit der Reitpeitsche durch, was das ganze ficherung dieses Jrlein soll der König alle Tage drei bis viermal zu Gesellschafterin, der ehemaligen Tänzerin am Kärnthnerthor- Theater Dienstpersonal gegen sie sehr erbittert hatte. Einmal gaben die der Lola kommen. Angioletta Maier, ihrem Liebhaber, dem Oberlieutenant N., der in politischer Beziehung eine Null sein soll, dann aus dem königlichen Stabsarzt Curtius, dem Ministerialrat und Professor Herrmann und dem Schriftsteller und stehenden Münchener Korrespondenten für die Allgemeine Zeitung" Plöß, und die zwei letzteren dürften für sie wahrscheinlich die Einflüsterer in politischen Dingen abgeben. Münchener Bürger einen geschlossenen Ball in dem Saale dieses Hotels, wobei die Lola mit ihrem Engländer unverschämt genug war,*) Hier folgt in dem Berichte eine Stelle über die Art ihres sich in die Thüre des Tanzsaals zu stellen, die Gesellschaft frech zu Verkehrs mit dem Könige, der ihr den vertrauten Umgang mit dem Iorgnettieren und unverschämte Bemerkungen über sie zu machen. Artillerie- Oberlieutenant R. gestattet habe. Mit dem letteren habe Als der Wirt, von der Gesellschaft aufgefordert, ihr hierüber Bor- dann das gesamte Offiziercorps alle Beziehung abgebrochen. Die stellungen machte und deshalb mit ihr in einen Streit geriet, gab sie Montez selbst hat später in ihren Vorträgen über ihre Erlebnisse des ihm eine Ohrfeige, worüber sie samt ihrem Engländer von dem Wirt Königs Leidenschaft für sie als eine edlere bezeichnet.( Heigel, S. 258.) " " " bescheidene. " genehmigt werden. Im Verkehrsinteresse wünscht die Aufsichts- Berlin als Weißbierstadt. Daß der Weißbierkonfum in 133,03 Broz. vor dem Vorsitzenden und 5,15 Proz. vor dem behörde noch einige kleine Abänderungen des Projekts, wie sie zum Berlin einen erheblichen Rückgang erfahren hat, ist eine eriviesene Spruchgericht. Also mit beinahe der Hälfte aller anhängig Teil auch vom Verkehrsverein Belle- Alliance" angeregt worden und unbestrittene Thatsache. Das einst in Berlin dominierende gemachten Prozesse wegen Lohnstreitigkeiten hat das Spruchgericht waren. Die beabsichtigte Vergrößerung der Schußinseln dürfte den Weißbier hat der übermächtigen Konkurrenz der hiesigen und fremden sich nicht beschäftigen können. Daß bei dieser Praxis der Arbeiter Fußgängern, welche den Platz in der Richtung nach der Belle- bayrischen Biere nicht Stand zu halten vermocht. Die Zahl der stets den fürzeren zieht, ist bekannt, da in den meisten Fällen im Alliancestraße und der Blücherstraße überschreiten wollen, wesentlich zu alten Berliner Weißbierkneipen ist auf ein Minimum zusammen- Bergleichswege der Kläger seine gestellten Forderungen oft bedeutend statten kommen. Neuerdings hat der genannte Verein noch auf die geschmolzen und die Zahl der lokalhistorischen Weißbierphilister ist reduciert, wobei die Unkenntnis des Gesetzes und der Ansprüche eine störenden Aufstellungsgeleise der Großen Berliner noch eine Das Weißbier wurde immer mehr große Rolle spielen dürften. Unentgeltlichen Nat in GewerbeStraßenbahn auf der Südseite des Blücherplates aufmerksam verdrängt, je mehr die Qualität der Berliner bayrischen Biere gerichts- Angelegenheiten erteilt nach wie vor der Parteigenosse Maurer gemacht und deren Beseitigung in Vorschlag gebracht. Es zunahm. Der erhebliche Rüdgang des Weißbierkonsums ist Gustav Däumig, Hauptstr. 30, Hof I. liegen hier, vor den Grundstücken des Berliner Spediteur- Vereins, aber erst neueren Datums. Er datiert aus der Zeit, als Mit der Bebauung des großen Schöneberger Terrains vier Straßenbahngeleise parallel nebeneinander von diesen werden die 3/10 Liter Ausschänke direkt vom Faß für 10 Pf. auftamen die nördlichen von den Wagen der Vorortbahn in Anspruch genommen, und seitdem eine ungeahnte Ausdehnung gefunden haben. Auch der zwischen der Hohenstaufen- und der Grunewaldstraße, füdlich von während die südlichen Geleispaare mur Sonntag nachmittags zur fabelhaft gesteigerte Flaschenbierhandel der Brauereien und das dem neuen„ bayerischen Viertel", das sich um den Victoria- LuisenAufstellung der Einsatzwagen Blücherplay- Tempelhof- Mariendorf billige Jungbier, welches den fleinen Leuten" einen beliebten Haus- Weichbildgrenze begonnen worden. Als erstes öffentliches Bauwerk plaz gruppiert, ist jetzt zwischen der Martin Lutherstraße bis zur gruppiert, ist jetzt zwischen der Martin Lutherstraße bis zur gebraucht werden. Diefer Schienenweg wird gefliffentlich trunk liefert, haben das ihrige dazu beigetragen. So ist es von den Kutschern gemieden, selbst wenn derfelbe wochentags von gekommen, daß selbst ein heutiger Berliner„ Budiker", der bis noch richtet, deren Bau bereits bis zum ersten Stockiert emporgeführt wird an der Hohenstaufenstraße die städtische höhere Töchterschule erder Straßenbahn nicht benutzt wird. Es liegt daher eine Play- vor wenigen Jahren über einen aus Handwerkern und Arbeitern fich worden ist. Ueberall find auf dem umfangreichen Terrain, wo sich verschiebung vor, die durch nichts gerechtfertigt erscheint. Der von rekrutierenden Stamm von Weißbiertrinkern verfügen konnte, heute nicht den Geleisen freizumachende Fahrdamm wird für die Fuhrwerke, viel mehr als die Hälfte von dem Quantum Weißbier ausschäuft, welches noch im vorigen Jahre Budenstädte erhoben, neue Straßenzüge auwelche von der Blücherstraße direkt in die Belle- Alliancestraße ein- er vor etwa fünf Jahren verbrauchte. Wenn nun auch eine gelegt und durch Bauzäune eingeschlossen worden. biegen resp. den umgekehrten Weg einschlagen wollen, gern benutzt Verminderung des Weißbierkonsums im engeren Berlin eingetreten und Münchenerstraße haben eine Verlängerung nach Süden zu über Straßen des bayerischen Viertels, wie die Bayreuther, Ansbacherwerden und damit zur Entlastung des Blazes, der mit Recht als ist, so bedeutet diese Thatsache dennoch keine wirtschaftliche Schädigung den neuen Stadtteil hinweg erhalten. einer der unglücfeligsten Berlins" bezeichnet wird, wesentlich bei der Weißbierbrauereien. Haben sich die Berliner mehr dem Weißtragen. biere entfremdet, so sind die Bewohner der aufblühenden Haupt- Seinen richtigen Namen genannt hat jetzt im Zuchthaus au Eine noble Arbeitgeberin ist ohne Zweifel die Gesell städtischen Vororte um so größere Weißbierfreunde geworden. So Brandenburg a. H., woselbst er 15 Jahre zu verbüßen hat, der an schaft der Berliner Trinkhallen" in der Stallschreiber- hat sich z. B. im vorigen Jahre in den Vororten der Verbrauch an gebliche Kunstschlosser Ebert aus Chicago, der in der Altmark viele Straße. Die Arbeitszeit ihrer ca. 24 Verkäuferinnen ist eine un- Weißbier im Vergleich zu mehreren vorhergegangenen Jahren um Einbrüche volführte. Ebert ist der Sohn eines verstorbenen höheren endliche; fie beginnt morgens um 72 Uhr und dauert ohne mehr als das Doppelte gesteigert. Also buldigt das moderne Groß- Beamten aus Wilhelmshaven und heißt May Kleiner. Er hat das Pausen, bis der Schließer tommt, um die Verkaufspavillons Berlin noch immer pietätvoll dem Weißbier und die fühle Blonde" Gymnasium bis Sekunda besucht und ist Maschinenbauer. zu schließen. Dieses richtet sich ganz nach den Witterungsverhält- bleibt nach wie vor ein beliebtes Getränk der Berliner. Besonders niffen, denn ist es heiß, fo giebt es bei dem Publikum Durst, und in der heißen Jahreszeit wird dieselbe in vielen Fällen fogar von dann hat die Gesellschaft eben ein hohes finanzielles Intereffe nicht gewohnheitsmäßigen Weißbiertrinkern dem bayrischen Biere vor daran, ihre Trinkhallen möglich st lange offen zu halten. Nicht gezogen. Somit hat Berlin bis auf den heutigen Tag noch immer felten dehnt sich danach die Arbeitszeit der Verkäuferinnen bis um das Recht, als specifische Weißbierstadt" zu figurieren. 11 und 112 Uhr nachts aus, was einer ununterbrochenen Arbeits- Die Friedrichstraße von der Dorotheen- bis zur zeit von ca. 16 Stunden gleichkommt. Die Bezahlung ist dafür Georgenstraße ausschließlich der Krenzdänime wird behufs aber eine geradezu fürstliche! An Gehalt" erhalten die Umpflasterung der i I 23. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhr " 30 Tage, ergo zahlt die Gesellschaft auch nur 30 x 1,70 M. 51 M. Robert Steidl, der, wie wir bereits mitgeteilt haben, am 1. August „ Gehalt". Den 31. Verkäuferin im seine Thätigkeit wieder aufnimmt, Gerichts- Beitung. Ein geriebener Hochstapler. Ein Teil der augen, um jonit zu arbeiten! Doch halt, die Geſellſchaft gewährt stattungs- Operette„ Vyfiſwata", als Antrittsrolle den Zieutenant Zeonidas nicht festen Fuß zu fassen und lehrte im April b. 3. mittellos aber fpielen. Da Aus den Nachbarorten. # I Ein schweres Sündenregister wurde dem Kaufmann James Groß vorgehalten, welcher gestern der ersten Ferien- Straffannner des Landgerichts I vorgeführt wurde. Der jest 40jährige Main hat bereits mit dem 17. Jahre sich auf das Gebiet der Hochstapelei geplagten Verkäuferinnen ſage und schreibe 1,70 Mart pro werte und Reiter gesperrt didnonme begeben. Er verließ damals heimlich seine in der Provinz wohnenden Zag, oder nicht viel mehr als 10 Pfennig pro Stunde. Metropol Theater. Um den großen Erfolg der komischen Oper Eltern, ging nach Berlin und gab sich hier als praktischer Arzt aus. Das heißt, diesen Lohn bekommen nur die Verkäuferinnen Die verkaufte Braut" bis zum Schluß der fommerlichen Opern- Unbegreiflicherweise gab es Personen, die sich dem unreifen Burschen Serjenigen Trinkhallen, mit welchen zugleich der Zeitungs- Spielzeit im Metropol Theater gehörig ausnügen zu können, hat anvertrauten. Er wurde dieserhalb zu drei Monaten Gefängnis vertrieb verbunden ist. In vier dieser Hallen ist das nicht der Direttor Mor wis die Hauptpartien schleunigst doppelt nachstudieren lassen, verurteilt. Dann folgte eine Bestrafung nach der andern, bis er in Fall, dort erhält die Verkäuferin auch nur 1,50 M. pro Tag! Eine so daß das schnell und mit Recht beliebt gewordene Wert des böhmischen Jahre 1898 wegen umfangreicher Hochstapelei zu drei Jahren sechs weitere Eigentümlichkeit der Gesellschaft ist der Kalender, über Mozart in nächster Woche abwechselnd mit dem Prevosti- Gastspiel dreiMonaten Zuchthaus und 1350 Mark Geldstrafe verurteilt welchen fie verfügt; nach diesem hat z. B. der Monat Mai nur mal zur Aufführung gelangt. wurde. Diese Strafe hatte Groß am 10. März v. Js. berbüßt. Er begab sich nach London, vermochte dort Berlin zuriid. Bei dem Portier Wiedemann mietete der Angeklagte ihren Verkäuferinnen auch noch einen freien Tag im Monat, fich als Schauspieler Paul Schweiger vom Deutschen Theater ein. und überläßt es den Verkäuferinnen, sich schon wochenlang Unter der Vorspiegelung, daß er nach dem Zollamt müsse, um feine vorher diesen freien" Tag auszusuchen, um ihn dem Comptoir Sachen einzulösen, erhielt er von Wiedemannn ein Darlehn von anzuzeigen! Erwähnt sei noch zur Ehre diefer hochnoblen Ge- Schultommiffion und Socialdemokratie. 20 M. Sodann schrieb der Angeklagte angeblich vom Zollamte aus sellschaft, daß sie ihren Verkäuferinnen täglich ein Glas Durch Verfügung der kgl. Regierung zu Potsdam ist der Ge- an Wiedemann, daß die 20 m. nicht reichten und er durch den Selters oder oder Soda großmütig gratis gewährt!- Damit Wiedemann gab auch dies Geld die Verkäuferinnen ja nicht auf den Gedanken kommen könnten, daß meindeverordnete Genosse Freiwaldt in Pankow als Mit- Boten noch uni 10 M. bitten lasse. wurde um 30 M. betrogen, denn sein Mieter fie Handlungsgehilfinnen feien, und damit ihnen ob ihrer glied der Schulkommiffion nicht bestätigt worden. Am 15. August her sehen. Der Angeklagte ließ sich fürstlichen Stellung nicht etwa der Kamm allzusehr schwelle, ist mit vorigen Jahres wurde F. von der Gemeindevertretung ein ließ sich nicht wieder ihnen eine Kündigungsfrist von 14 Tagen verabredet. Das ver- stimmig in die Schulkommission gewählt. Freiwaldt nahm danu iezt Visitenkarten mit dem Namen„ Dr. med. Albert Blau" anfertigen. Unter diesem Namen mietete er fich in der stößt direkt gegen die flaren Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs, auch während dieser Zeit an den Sizungen der Schufkommission Quisenstraße ein möbliertes Bimmer, wobei er der Vermieterin welches als Minimum eine ein monatliche Kündigungsfrist teil. Die Verfügung ist natürlich nicht begründet worden, jedenfalls vorspiegelte, daß er in der Charité als Assistenzarzt angestellt fei. ( ohne Gehaltsabzug in Krankheitsfällen) vorschreibt. stüßt sich das Provinzial- Schulkollegium auf den Ministerial- Erlaß Er kam sodann mit der Bitte um ein Darlehn von 20 W. heraus, Defraudationen bei der preußischen Seehandlung. Nach vom 9. September 1898, welcher anordnet, daß Personen, welche damit er seine Sachen von der Bahn holen könne. Der Wirtin tan Unterschlagung von 53 500 m. einfaffierter Gelder flüchtig geworden der socialdemokratischen Partei angehören oder sich als ihre An- der neue Mieter doch etwas verdächtig vor, fie lehnte die Bumutung ist der Kassenbote Friedrich Wagner, der bei der preußischen SeeHandlung, Behrenstraße 47, angestellt war. W. erhielt gestern hänger und Förderer bethätigen, weder in Schuldeputationen ab. Der Angeklagte entfernte sich. Bald darauf erschien ein fremder auch in Schulvorstände als Mitglieder eintreten junger Mensch bei der Wirtin, der nach dem Dr. Blau aus der morgen den Auftrag, für ca. 200 000 M. Coupons und Wert- noch Charité fragte, dem er ein Paket mit chirurgischen Instrumenten zu in der Gemeindevertreter- Sigung die An= papiere bei verschiedenen Banken einzulösen. Er verließ, die dürfen. überbringen habe. Die Wirtin nahni das Paket an, welches, Wertpapiere in feiner Ledertasche aufbewahrend, um 1/210 Uhr gelegenheit in geheimer Sigung erledigt werden sollte, bean wie später erwiesen wurde, eine alte Haarbürste enthielt. feine Dienststelle und mußte spätestens zwischen 2 und tragte Genoffe Freiwaldt, die Sache öffentlich zu verhandeln, Als ihr„ Doftor" bald darauf darauf nach Hause zurüdfehrte, 1/23 Uhr zur Abrechnung nach der Seehandlung zurückkehren. Er welchem Antrage auch stattgegeben wurde. Bei der Wahl zum Mit- fchämte sie sich ihres Mißtrauens, fie gab ihm das erbetene erschien aber nicht, sondern gegen 3 Uhr tam an seinerstatt ein gliede der Schulkommission wurde von unsrer Seite die Gleich Darlehn. Nun ging der Doktor" zum zweitenmal und tehrte nicht Dienstmann, welcher die Tasche, die noch 150 000 M. Coupons und berechtigung aller Bürger vor dem Gesetz und der Wert wieder. In der Spenerstraße bei einer Frau Lukas mietete der AnWertpapiere enthielt, ablieferte. Der Dienstmann gab an, daß ihm der kommunalen Selbstverwaltung energisch hervor- geklagte sich ein unter dem Vorgeben, er sei Artist und Bauchredner, diese Tasche gegen 12 Uhr am Potsdamer Plaz ausgehändigt worden sei mit dem Auftrage, fie gegen 3 Uhr in der Seehandlung gehoben. Trotzdem unfren Genossen von bürgerlicher Seite sekundiert gegen hohes Gehalt im Wintergarten angestellt und soeben aus London eingetroffen. In den nächsten Tagen erhalte er Gageabzuliefern, aber nicht früher. Wie festgestellt wurde, hatte Wagner wurde, konnte man sich doch nicht zu dem Entschlusse aufschwingen, vorschuß und wolle dann seine Wohnungsmiete und die ihm geauf der Diskonto- Bank und Deutschen Bank für ca. 53 500 M. Genoffen Freiwaldt wiederzuwählen, es wurde an seiner Stelle währte Verpflegung bezahlen. Natürlich wurde Frau Lulas geCoupons und Effekten umgewechselt und hierfür als Gegen- vielmehr der bürgerliche Gemeindevertreter Conradt gewählt. schädigt, ebenso wie verschiedene andre Vermieter, wo der Herr wert etiva zur Hälfte Gold und zur Hälfte Banknoten Das Sichfuschen vor der Regierung, die fich durch Ministerial- Dottor" unter Mitnahme von Kleidungsstücken verschwand. Ats erhalten. Der Kaffenbote, welcher sich mit dem Fluchtplan jeden Erlaffe Rechte anmaßt, die ihr auf Grund des Gesetzes gar nicht zu der Angeklagte schließlich verhaftet wurde, gab er sich auch falls schon seit längerer Zeit getragen, hatte davon Abstand genommen, auch die übrigen Werte umzusetzen, da dies sehr viel stehen enthält doch das Schul- Aufsichtsgesetz vom Jahre 1872 der Polizei gegenüber als„ Dr. med. Blau aus, später legte Beit in Anspruch genommen hätte und er somit nicht genügend Vor- ausdrücklich die Bestimmung, daß von dem Gesetze der den Ge- er sich das Nationale feines in London lebenden Bruders Die meinden zustehende Teil der Schulaufsicht unberührt bleibebei, bis er dann schließlich die wahren Angaben über seine persön big er sprung bei der auszuführenden Flucht gewinnen fonnte. lichen Verhältnisse machte. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Effetten vermochte der Defraudant nicht zu verwerten, da die vermag dieser natürlich keinen Respekt vor dem Selbstverwaltungs- gemeingefährlichen Angeklagten eine Zuchthausstrafe von vier Jahren felben sämtlich notiert sind und er schichte sie beshalb in der oben recht der Kommunen einzuflößen. Genosse Freiwaldt war ein fechs Monaten, Ehrverlust, Bolizei- Aufsicht und 300 M. Geldstrafe. geschilderten Weise an seine Dienststelle zurück. Auch die Nummern stimmig gewählt und doch ließ man ihn sofort fallen, um sich Der Angeklagte bat flehentlich, ihm noch einmal mildernde Umstände Der im Befize Wagners befindlichen Bantuoten find festgestellt, eine„ nuglofe Demonstration" zu ersparen. Freilich, die freifinnige zuzubilligen, da er nur durch unbeschreibliche Not auf die schiefe doch dürfte er diese, wie angenommen wird, bereits umgewechselt Nachbarkommune Berlin hat sich ja in der gleichen Angelegenheit Ebene gedrängt worden sei. Das Urteil lautete auf drei Jahre haben. Hierüber werden, da das Nummernverzeichnis sämtlichen Geldwechsel- Instituten und Banfiers gestern abend respektive heute auch nicht viel heldenhafter benommen. Zwar wurde der ebenfalls 8uthaus, Ehrverlust, Polizei- Aufficht und 600 M. Geldstrafe. früh zugestellt worden ist, im Laufe des Tages Feststellungen er von der Regierung beanstandete Genoffe Singer 1899 noch ein- Die wegen Beilegung eines falschen Namens zu erkennende Haftmöglicht werden. Der Flüchtige, welcher etwa 40 Jahre alt und mal wiedergewählt, allein schon im Jahre darauf streckte man bereits ftrafe fei durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt zu er von großer, schlanker Figur ist, hat einen dunkelblonden, starken die Waffen und wählte eine der Regierung genehmere Person. In Schnurrbart mit hohen Spigen und gleichfarbiges volles Stopfhaar. diesem Falle hätte Pankow einmal( Gelegenheit gehabt, unbeugsamer Leipzig, 22. Juli. Jugendliche Revolutionäre". Von Er diente bei einem Ulanen- Regiment, von welchem er nach 12jähriger auf seinem Recht zu bestehen, als Berlin. Allein man parierte auch der Anklage, verschiedene Bevölkerungsklassen zu Gewaltthätigkeiten Dienstzeit im Jahre 1894 zu der Berliner Schußmannschaft überging. hier tapfer mit der Reversseite.gegeneinander angereizt zu haben, sind am 26. März der Schrift Als Bolizeibeamter führte er sich stets gut auf, so daß er sich die fetzer Baul Neumann und der Handlungsgehilfe Petersohn vollste Zufriedenheit seiner Vorgesetzten erwarb. Am 1. Oktober vorigen Einheitliche Regelung der Sonntagsruhe in den Vororten. freigesprochen worden. Beide sind 21 Jahre alt. Petersohn hat Jahres schied er aus der Schußmannschaft aus und übernahm zu Die Gewerbetreibenden in den Berliner Vororten wollen beim fich, so heißt es im Urteile, durch Lesen von allen möglichen diesem Termin die Stellung als Kassenbote bei der preußischen Minister um eine gleichmäßige Festlegung der Stunden einkommen, Schriften ein ungeordnetes Halbwissen angeeignet. Mit Neumann Seehandlung. Auch hier galt Wagner stets als pflichtgetreuer an welchen an den Sonntagen die offenen Verkaufsstellen gefchloffen hat er ein offenbar nur eigens zur Ablagerung seiner Geistes Beamter, dem oft noch größere Summen, als dies gestern der Fall werden müssen. Der Hauptgottesdienst in den Vororten, ist jezt den erzeugnisie bestimmtes Organ„ Die Republit" begründet, von dem sechs war, anvertraut wurden. Eine in der Dieffenbachstr. 30 belegenen Berliner nicht angepaßt, findet vielmehr teilweise früher, teilweise Nummern erschienen find. In einer dieser Nummern, deren verantwort Wohnung des Defraudanten, welcher verheiratet ist, bor auch später statt, wodurch möglich wird, daß in verschiedenen Vor- licher Redacteur und Verleger Neumann war, hat Petersohn einen Artikel genommene Haussuchung blieb erfolglos. Auch Frau 2. Hat orten die Läden geschlossen werden müssen, wenn sie auf der andren unter der Ueberschrift„ Der Socialismus ist die Freiheit" veröffent zweifellos teine Ahnung von dem Verbleib ihres Mannes. Die Straßenseite, die zu Berlin gehört, geöffnet werden dürfen und um licht. Der Artikel bespricht, so heißt es in dem Urleil weiter, die Behörde nimmt an, daß der Flüchtige nach einem bestimmten, genau gekehrt. Hierin sehen die Gewerbetreibenden einen schweren Miß sociale Frage, donnert gegen die fürstlichen Tyrannen usw. Dann werden festgelegten Plan Berlin mit der Bahn verlassen hat, um mit Fahrt stand, weil für ihre Stunden dadurch ein Ladenschluß eigentlich nicht Betrachtungen darüber angestellt, wieviel Geßler es noch geben werde, unterbrechungen das Ausland zu erreichen. Die hiesigen Bahnhöfe, existiert, fie vielmehr zu den Berliner Geschäftsleuten hinüber laufen wenn erst das neue Geschlecht herangewachsen sei, und der Verfaſſer fowie auch die Stationsbeamten und Bahnhofs Polizisten auf den tönnen, sofern in dem betreffenden Vorort die Läden geschlossen ge- verspricht, dann mit den Waffen in der Hand die unsterblichen von Berlin abgehenden Hauptstrecken wurden von der Flucht des W. halten find. Menschenrechte wieder zu holen. Das Gericht hat in dem Artikel telegraphisch verständigt; trozdem konnte die von dem Kassenboten eingeschlagene Fahrtrichtung nicht festgestellt werden. Das Schöneberger Gewerbegericht hat in den drei Jahren von keine Anreizung der Proletarierklasse zu Gewaltthätigkeiten gegen die Bourgeoistlaffe erblidt, weil es die Stilübungen des Im Tiergarten erhängt hat sich ein Greis, dessen Persönlich 1899-1901 im ganzen 759 anhängig gemachte Klagen erledigt, von Angeklagten nicht ernst nahm. Es erwog außerdem, daß das Blatt Persönlich- denen auf das legte Jahr 330 entfallen. Vor dem Vorfigenden teit noch nicht festgestellt werden konnte. Gestern morgen um 5½ Uhr wurden in dem dreijährigen Zeitraum 546 und vor dem Spruch die Freunde der Angeklagten geliefert wurde. Deshalb sei eine Genur in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt und fast nur an fanden zwei Arbeiter ihn an der Siegesallee dicht hinter dem Denkmal gericht 218 Klagen ausgetragen, im letzten Jahre vor ersterem 254 die Freunde der Angeklagten geliefert wurde. Deshalb sei eine Ge Albrechts II. an einem Baume hängen. Schußmänner schnitten die und vor leyterem 76 Klagen. Durch Bergleich fanden ihre Er- fährdung des öffentlichen Friedens völlig ausgeschlossen, Leiche ab und ließen sie nach dem Schauhause bringen. Der Mann ledigung vor dem Vorsitzenden, Stadtrat Heyl, im ganzen 240( in Auf die Revision des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das ist etwa 70 Jahre alt, hat blondes, zum Teil ergrautes Haar und 1901 109) und vor dem Spruchgericht im ganzen 42( in 1901 17) Aufeinen weißen Backenbart und trug einen grauen Rock, eine braune Slagen. Zurüdgenommen wurden 121( 58) Klagen. Rechtskräftige Ber- forderung zu Gewaltthätigkeiten nicht erforderlich sei und auf die Wefte, graue Beinkleider und einen schwarzen Filzhut. fäumuisurteile wurden erlaffen gegen 5( 2) Kläger und 81( 87) Beklagte. Die Auffassung der Borderinstanz scheint uns durch ihre gefunde geringe Berbreitung des Blattes nicht ankomme. Auf offener Straße vom Schlage gerührt wurde vorgestern, An Endurteilen wurden gefällt durch Verurteilungen 99( 39) und Psychologie vor dem formalen Entscheid des Reichsgerichts entschieden Dienstagabend um 9 Uhr, der 39 Jahre alte Kaufmann Max Schwarz durch Abweisung der Klage 135( 52). Vertagt wurden 10( 2) Slagen. aus der Petersburgerstr. 43/44. Der Mann wollte einen Bekannten Von diesen betrug der Streitgegenstand: in 501( 204) Fällen Bab- den Vorzug zu verdienen. fu in der Alexanderstraße befuchen. Auf dem Wege dorthin brach er lung von rückständigem Lohn beziehungsweise andre Leistungen vor dem Hause Landsbergerstr. 66 zusammen und starb auf dem aus dem Arbeitsverhältniffe, in 247( 113) Fällen Entschädigungs- Aus der Frauenbewegung. Flur des Hauses unter den Händen eines Arztes, den ein Schutzansprüche wegen Entlassung aus der Arbeit vor Ablauf der bermann geholt hatte. Die Leiche wurde unter einem großen Menschen- tragsmäßigen Zeit und ohne Kündigung, in 8( 6) Fällen wegen Wer macht die Dienstboten unzufrieden? In einer öffent auflauf nach der Wohnung gebracht. Der Verstorbene war in einer unrichtiger Ausstellung von Arbeitsbescheinigungen, in 1( 0) Falle lichen Dienstboten- Versammlung im„ Königshof" sprachen am Diens Nähmaschinenhandlung in der Kronenstraße angestellt, seit 8 Jahren wegen Berechnung und Anrechnung der von den Arbeitern und tag Frl. Koschnitzky und Herr Cohnstädt über dieses Thema in recht verheiratet und Vater eines siebenjährigen Sohnes. Hausgewerbetreibenden zu leistenden Invaliditäts- Beiträge, in scharfer Weise. Den Kern des Abends bildete die Parole: Fort Plöhlicher Tod. Der in der Blockfabrik von Schönfeld, Beuth- 4( 2) Fällen wegen Auflösung oder Fortsetzung der Lehrverhältnisse mit der Gesinde Ordnung! Zugleich wurde von jämte Straße 1, angestellte Buchhalter Klein, ein hoher Sechziger, wurde und in 4( 1) Fällen wegen Herausgabe von Arbeitsbüchern, Sachen, lichen Rednern die Ausdehnung der Reichs- Krankenversicherung auf am Mittwochnachmittag 5 Uhr im Comptoir plöglich von einem Handwertszeug usw. Bon den gesamten 330 Klagen des legten die Dienstboten gefordert und folgende Resolution von den über Herzschlag betroffen. Jahres wurden 38,18 Proz. durch Vergleich erledigt, und zivar vierhundert Anwesenden( meist Dienstboten) einstimmig angenommen; achten. 16160 " * " Berjude der Eiviſetforen an lebendigen Zieren eingehend ſchilderte, verfahren wird burch die Staatsanwaltschaft zu Altona geführt, höht. – Semner wird aus Tegan brien den Cooterafälle boxwarten könne. Versammlungen. " 191 wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Die juristische Sprechfinnbe findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends you 7 bis 9½ Uhr abends flatt. gebräuchlich, H. B. Zu Nr. 169 ist berichtigend und ergänzend zu bemerken: Eine 3,1385 Meter. Die dänische Quadratrute dänische Rute hat 10 Fuß mark ist die Rute nur noch ein gesetzliches Maß in Nordamerika sowie in 5 Quadratmeter. Die deutsche Rute, im Grundstücksverkehr noch vielfach 144 Quadratfuß= 14,18 Quadratmeter. Außer in Däne Großbritannien ist . S. uns ist leider eine solche Quelle nicht bekannt. A. 100. Vorsitzender der Metallarbeiter- Gewerkschaft ist G. Wiesner, Kurrenden, die auf den Straßen sangen und in den Häusern Geld „ Die heutige öffentliche Dienstboten- Bersammlung im Königs- 1eters bom, Brimus in foroffem Gegenfas zu Beamte schwer, awei leichter verlegt wurden. Beide Bof" hält die Frage der Krankenfürsorge für eine der wichtigsten den Erklärungen der Besatzung der Hausa". Maschinen und sieben Wagen seien zertrümmert. Fragen, die den dienenden Stand bewegen; fie glaubt, daß eine Das Blatt betont, daß nautische Sachverständige die Richtigkeit Zwanzig Personen im Boot umgekommen. Ein Telegramm wirkliche Besserung nur dadurch zu erreichen ist, daß man die Dienst- der Angaben des Peters bezweifelten. Sie betonen, daß es, aus Orsowa meldet folgende Katastrophe, die sich am Dienstag auf angestellten in die reichsgefeßliche Kranten Versicherung wenn der Primus", der vollbesest mit Bassagieren nur etwa vier ber Donau zugetragen hat: gwei mit zwanzig Personen besetzte einbezieht. Sie fordert den Vorstand des Vereins Berliner Dienst Fuß tief ging, so dicht unter Land fuhr wie er nur irgend konnte, Boote wurden mitten auf der Donau von einem fürchterlichen herrschaften und Dienstangestellten" auf, dieses billige und dringende und sogar Gefahr gelaufen sein will, den Grund zu berühren, ganz netter überrascht und zum Kentern gebracht. Alle Verlangen der Berliner Dienstboten dem Reichsamt des Innern in unmöglich gewesen wäre, daß die„ Hansa" mit ihrem Tiefgang von zwanzig Personen fanden den Tod in den Welten. einer ausführlichen Denkschrift darzulegen." Der Vorstand des Vereins 14 Fuß in die Nähe des" Primus" gelangen und ihn anrennen beschloß sofort, diesem Verlangen unverzüglich Folge zu leisten. Die Cholera. In Ober- Aegypten breitet sich die fonnte. Die Hansa" hätte ja unbedingt schon lange vorher auf Cholera mehr und aus. Im Bezirk Assiuh sind vom Nigdorf. In der Generalversammlung des Frauen- und Grund feſtſizen müſſen. Das Seeamt hat ein Berhör mit den 15. bis 20. Juli 154 Erkrankungen an der Seuche vorMädchen- Bildungsvereins Wigdorf, die am Donnerstag bei Mercier, an dem Zusammenstoß Beteiligten vorgenommen. gekommen, von denen 108 tötlich verliefen. Der Steinmegstraße 113, stattfand, hielt Herr Schwandt einen erSanitätsrat hat die Quarantäne gegen die ägyptischen Häfen - 7 erDas in der Primus" Ratastrophe eingeleitete Strafdes Mittelländischen Meeres und des Suezkanals auf 7 Tage erAlegandrien gemeldet: Nach Zum Schluß forderte er die Anwesenden mit beredten Worten auf, da das Unglück fich auf preußischem Gebiet ereignete. Der licher tapfer gegen solche Grausamkeiten mit anzufämpfen. Anhaltender Staatsanwalt Mühle- Altona war am Dienstag wiederum längere gekommen, von denen 147 töflich verliefen. In Kairo ist eine Frau, Beifall lohnte den Redner. Zeit an der Unglücksstelle, um die erforderlichen Maßnahmen zu die von Mucha dorthin gekommen war, gestorben. treffen. Nebenher geht das Unfallverfahren, welches vor dem Aus Petersburg wird gemeldet: Wuk den in der Mandschurei Secamt geführt wird. Das Resultat der dort angestellten Ermitte- wurde amtlich für choleraverseucht erklärt. lungen geht der königlichen Staatsanwaltschaft zu; ob eine Anklage Aus Charbin wird vom 14. d. Mts. gemeldet, daß dort vom Dachdecker. Am Dienstagabend fand im Englischen Garten eine erhoben wird und gegen wen, wird von dem Spruch des Seeamits 3. bis zum 14. Juli 234 Muffen und 523 Chinesen an der Cholero fombinierte Versammlung der 3 Filialen Berlins des Central- abhängen. Mit dem Transport der Leichen von Nienstedten und erkrankt find. Gestorben find 81 Ruffen und 363 Chinesen. verbandes der vereinigten Dachdecker und Berufsgenossen Deutsch- Schulau nach Hamburg ist begonnen worden. lands statt. Die Tariffommission berichtete, daß die Meisterschaft zu Barkaffe„ Tent", der in nächster Nähe des Primus" fuhr. Der Ein unbeteiligter Zeuge der Katastrophe ist der Führer der Briefkasten der Redaktion. ihrer Sigung vom 14. Juli aches at 10 die Führer der Barkaffe, Trudel, und der Inhaber derfelben, Hagen, Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( alper Derbent Bu der Forderung des Stundenlohnes von 65 Pf. erklärten die Meister, standen beide am Stener. Letzterer sagte aus: Unfre Barkasse hatte onzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte daß sie deren Berechtigung wohl anerkennen, diesen Lohn aber erst vom 1. April 1908 an bezahlen wollen. In betreff der lleberstunden erklären sie, an Bord meinen Sohn und 15 junge Leute, wir tamen von einer Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beantdaß dieselben nur in sehr dringenden Fällen gemacht werden sollen. Bergnügungstour nach Falkenthal. Obgleich ich hätte mehr rechts Auch die Schutzvorrichtung wurde von ihnen als berechtigt anerkannt, fahren müiffen, fuhr ich, wie es üblich ist, dicht am Ufer, um den es foll von der Meisterschaft ebenfalls eine Petition um Wieder- passiert hatte, tam von der andreu Sette des„ Lemnos" der„ Primus" Ebbestrom abzuschwächen. Als ich das Wrack des„ Lemnos" einführung derselben abgefaßt werden. Was nun das Fahrgeld betrifft, so wurde von den Meistern vorgeschlagen, innerhalb der nach dem nördlichen Ufer und fuhr gleichfalls dicht am Lande. Der Ningbahn ein solches nicht zu vergütigen, sondern nur für Bauten fich auf dem Dampfer hin und her tummelten, war bald das rechte Primus" fährt soust schneller als meine Barkaffe, aber da die Leute die außerhalb berselben liegen. Dieser Bericht der Kommision nie bald das linke Rad aus dem Waffer. Der Primus fuhr daim eine sehr lebhafte Diskussion hervor, in welcher von verschiedenen langfamer und deshalb blieben wir immer etwa 15 Meter von einRednern der Meinung Ausdruck gegeben wurde, daß man, wenn dies ander entfernt. Querab vom Nienstedtener Leuchtfeuer machte ich Trudel ohne Kampf zu erreichen ist, wohl bis zum 1. April nächsten Jahres Der größere Teil dagegen war achsten Jahres auf die in Sicht kommende Hausa" aufmerksam und sagte zu ihm:„ Das Stargarderstr. 3. aber der Ansicht, daß es auch dann noch fraglich wäre, ob die Meisterschaft dann darauf fuhr die„ Hansa" in den" Primus". Es war 12 Uhr 19. Jahrhunderts bestanden. Die Kurrende des Köllnischen Gymnasiums geht nicht klar", Trudel erwiderte:„ Nein, das geht verkehrt". Gleich einsammelten, haben an einigen Gymnasien Berlins bis um die Mitte des ohne weiteres ihr Bersprechen halten würde. Schließlich weis 20 Minuten, etwa 50 Meter oberhalb des Nienstedtener Leuchtfeuers. wurde 1841, die des Gymnasiums zum Grauen Kloster 1848 großer Majorität folgende Resolution angenommen: fammlung weist das Anerbieten der Meisterschaft entschieden zurüd fant" dort. Die Hanja" tonute unmöglich die roten Lichter des Der Brimus" trieb bis zum Leuchtfeuer durch die Ebbe zurück und aufgehoben. H. M. 92. Das Gehalt der Feuerwehrmannschaften( Feuer und beschließt, an der gestellten Forderung festzuhalten und nötigen-" Teut" und des" Primus" sehen. Sollten von der„ Hansa" rote männer) beträgt: Anfangsgehalt 1200 M., nach 4 Jahren 1275 W., nach falls dieselbe durch Arbeitsniederlegung durchzudrücken und in einen Richter gesehen worden sein, so tönnten es nur nach meiner Ansicht 8 Jahren 1350 M., nach 11 Jahren 1475 M., nach 14 Jahren 1000 partiellen Streit einzutreten." Der Vertreter der christlichen Gewerkschaft der Dachdecker bedie roten Lichter vom Nienstedtener Leuchtturm und der Nien- Höchstgehalt). Unſtellungsgesuche sind zu richten an die Direktion( Hauptrichtel, daß in der letzten Versammlung derselben eine Resolution ge-" eat" und des„ Primus" können nur das grüne und das Wortlaut des Testaments lautet und ob es vor oder nach dem 1. Januar 1900 stedtener Landungsbrücke gewesen sein. Von Bord meines Schiffes.. 5919. 1. 170 M. 2. und 3. Das hängt davon ab, wie der wache, Lindenstraße), von der Sie das Nähere mündlich erfahren können. faßt wurde, welche ungefähr wie folgt lautet:" Die Versamm Topplicht worden sein. lung nimmt mit Bedauern Stenntnis von der Antwort der Meister- opente nichts mehr zur Rettung thun. Bald nach dem G. 238 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch liegt in den Teut" fam erst um 1 Uhr errrichtet ist. 4. und 5. Beispiele für gegenseitige Testamente finden Sie schaft. Nur einzig darum, weil sie der Meinung ist, ein Kampf zusammenstoß, als die Hilferufe verstummt waren, passierten noch öffentlichen Besehallen aus. K. 2. 1871. Sie können bei der Gemeinde würde größere Nachteile als Vorteile bringen, beschließt sie, sich mit mehrere Vergnügungsdampfer mit voller Musik die Unfallstelle, ohne frankenversicherung( Magistrat, Stralauerstr. 3-6) die Versicherung vorder Antwort vorläufig zufrieden zu geben; sollten aber in irgend nehmen. 3. R. 100. Sie können mit Einreichung der Klage bis zum einer Wertstelle, in der die größere Mehrheit der Kollegen die 3 ahnen, was sich eben zugetragen hatte. Der Führer des„ Leut", September warten und Ihre Auslagen mit einklagen.- B. 2. NürnArbeit niederlegt, Mitglieder der christlichen Organisation sein, so Trudel, ist heute vom Seeamt als Beuge geladen worden. berg 20. 1. Die Staatssteuer ist in dem Staate zu entrichten, wo der Der Führer des Primus" verpflichten sich dieselben, sich ebenfalls daran zu beteiligen." Aussagen aufrecht, er habe seinen Kurs nicht ge- ift gleichgültig. 2. Nein. – C. 5. 140. Zu einer Empfehlung einer beſtimmter hält seine gestrigen Betreffende wohnt; ob der zu Beranlagende Preuße, Bayer oder Ausländer ist, ändert. Vorhalten, daß die ant Land fahren konnte, er- Ch. B. T. 99. 1. Das hängt von dem Inhalt der uns völlig un Verhältnisse dort günstig liegen. Mittwoch früh soll die Sperre be- widerte Peters, die„ Hansa" habe früher als Eisbrecher gedient und bekannten Statuten ab. Soweit ersichtlich, scheint 88. ausgesteuert zu ſein. giunen. Außerdem wird beschlossen, jeder Kollege hat einen Extra- habe nur hinten 14 Fuß Tiefgang; übrigens sei die Ufertiefe ver- Berlins finden Sie in der in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden 34 bez und beitrag zum Streitfonds von 50 Pf. pro Woche zu 8. 114. Ginen Lehrplan der Fortbildungs- und Fachschulen schieden und falle ganz plöblich steil weg. zwar auf Sammellisten der einzelnen Werkstellen. Der Gewert- Es laufen noch fortwährend Nachträge zur Vermißtenliste bei der Uebersicht über das Fortbildungsschulwesen und die gewerblichen unter fchafts- Delegierte Bunte erstattete Bericht über seine Thätigkeit. Gilbeder Centralstelle ein; als vermißt sind bis heute nachmittag erfolgen, wenn der Minderjährige das 18. Lebensjahr vollendet hat und richts- Anstalten 1902". 6. H. Ja. Eine Volljährigkeitserklärung kann Eine Wiederwahl lehnte er ab. An seine Stelle wurde Görniz 4 Uhr noch sechs Personen angegeben. Eine heute als vermißt wenn er selbst und der Vater beziehentlich die Mutter zustimmt. gewählt. gemeldete Berson hat sich als gerettet gemeldet. Die Zahl der Zustimmung des Vormundes ist nicht erforderlich. Den Antrag hat der Lichtenberg. In einer Bersammlung des socialdemokratischen Vermisten erhöht sich somit auf 114. Es ist nicht ausgeschlossen, Minderjährige bei dem Vormundschaftsgericht zu stellen. 23. 2. Nein. Wahlvereins sprach am Dienstag Dr. Leo Arons über die Be- daß noch weitere Meldungen zur Vermißtenlifte einlaufen. teiligung der Socialdemokratie an der preußischen Landtagswahl. Am Schlusse feines von der zahlreich auch von andren Kreisorten und von Frauen besuchten Versammlung mit großem Beifall aufgenommenen Bortrages appellierte ber Rebner an den Opfer bas Pflichtgefühl der Landtagswähler unter Hinweis auf die Opfer, die unfre belgischen Brüber zum Zwecke der Beseitigung bei Pluralwahlsystems gebracht. Hier werde kein empfohlen, nicht fünf Tage Arbeitseinstellung werden gefordert, das Opfer eines Tagelohnes werde genügen, das elendeste aller Wahlsysteme, das Dreitlassen- Wahlsystem, zu Falle zu bringen. Im weiteren wurden in der Versammlung nach einem furzen Berichte des Genoffen Grauer die Parteigenoffen Schankwirt H. Bipter und Maurer E. Kleiber als Kandidaten für die bevorstehende Ersatzwahl aur Gemeindevertretung aufgestellt. noah Zum Bezirksführer für den siebenten Bezirk wurde O. Sander und für den neunten Bezirk H. Wachs ohne Widerspruch bestätigt. 3300 08 " Horn und Hummel werden zuerst in Angriff genommen, da die Tiefgang garnicht so nabe Hansa" einen so großen Privatkasse haben wir keine Veranlassung, müssen vielmehr zur Vorsicht raten. Dermischkes. Der Untergang des Dampfers Brimn8" " Die Gesamtzahl der infolge des Schiffsunglücks Ver mifiten wurde bis Mittwo@ mittag 12 Ut auf 109 feftgestellt. Wie der Hamburgische Correspondent" ausführt, steht die gestrige Darstellung des Unglücks, seitens des Steuermannes und * 2. Nein. Die Butlių 1000. 1. Auch ohne Vertrag würden Sie außer Gütergemein1470schaft leben. Im Interesse der Frau liegt es, Ausschluß der Verwaltung und Nutznießung zu vereinbaren. Ein Beispiel für solchen Vertrag finden Sie S. 225 des den Arbeiterrecht beigeftigten Führers. 2. Mindestens M. S., 200 Marten müssen vor der Heirat geklebt sein. 3. Ein Jahr. R. S. 748: Ja. B. O. 333. 1. Der Vertrag müßte notariell oder gerichtlich gefchloffen werden. Die Stoften richten sich nach der Höhe des Objekte. 2. Die Kündigung hätte nach Ihrer Schilderung der Verhältnisse spätestens am 30. Juni erfolgen mä O.. 8081. Geldstrafe, auch M. Fr. 50. Gegen den betreffenden Herrn ist Es wurde bereits berichtet, daß eine Anzahl Passagiere des Ueber einen dieser Wacke " Primus" während der Katastrophe den größten Opfermut bewiesen. blatt": Wackeren berichtet das Hamburger FremdenDer Kellner Emil Eberhardt, ein 19 jähriger junger Mann, iſt ſeinem Heldennut zum Opfer gefallen. Er rettete erst seine Braut, Fräulein Börries, und vier andre weibliche Freisprechung ist möglich. Personen, die er aus der Kajüte holte, auf die" Hanfa". Als er Ihr Anspruch zu richten. zum drittenmal auf die" Hansa" zurückkehrte, wurde er von seiner erwiderte:„ Es sind noch Kinder unten, die erst gerettet werden Braut angefleht, nun doch an sich selbst und an sie zu denken. Er müssen." Darauf sprang er zuriid auf den Primus", der gerade im Wegfinken begriffen war, gerieth in den Wasserstrudel und ward Stationen nicht mehr gesehen. " Witterungsübersicht vom 23. Juli 1902, morgens 8 hr. Barometer ftand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° 4°. | મોજ Stationen Barometerstand mm Wind rigtung Windstärke Wetter Temp.n.6. Roto 643 3 wolkig 14 aparanda 757 SW 2wolfen 13 1egen 11 Petersburg 752 SSD 1Regen 762 NW 763S 1 bedeckt 2 Regen 14 Cort 12 Aberdeen 4 wolfig 14 Paris 16 3 wolfig 14 2 bedeckt 13 Zwei der als vermißt angegebenen Personen haben sich gemeldet, so daß die Zahl der Vermißten jezt 112 beträgt. Am Freitag- Sminemde. 760 3 nachmittag findet in der Leichenhalle beim Lübecker Thor für die Hamburg 759 SSO Opfer der Katastrophe, deren Leichen gefunden und rekognosziert find, Berlin 761 SW eine gemeinsame Leichenfeier statt. Bur Beerdigung werden die Frantf./M. 762 S München 765 23 Leichen nach dem Ohlsdorfer Friedhofe gebracht. Wien 764 23 1 woltig 16 Wetter Prognofe für Donnerstag, den 24. Juli 1902. Rühl und ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen west lichen Winden. Berliner Wetterbureau. Busammenstoß zweier Güterzüge. Die Lothringer Bürgerzeitung" meldet, daß heute früh auf der Strecke DiedenhofenDeutsch oth zwei Güterzüge zusammenstießen, wobei zwei Metropol- Theater Urania. Apollo Theater Reichshallen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Anfang 8 Uhr. Morwitz- Oper. Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 24. Juli Franceschina Prevosti: Tauben- Strasse 48/49. Traviata( Violetta). Die Dame mit den Camelien." Freitag: Die verkaufte Braut. Kom. Oper in 3 Akten von Smetana. Nationaltänze von Renes Opern Theater( Rroft). 16 Tänzerinnen. Sonnabend: Die Geisha oder: Eine japanische Klassisch pop. Opern- Vorstellung Theehaus Geschichte. Anfang bei halben Preisen: Fidelio. 72 Uhr. Im Liederspielhaus: Offenbach- Carl Weiss- Theater. Cyklus.( Dorothea. Der Regimentszauberer. Die Hanni weint der Hansi lacht.) Anfang 8 Uhr. Große Frankfurterstr. 132. Täglich: Westen. Der Bettelstubent. Anfang Der Dämon. 7½ 11gr. Metropol.( Morwig- Oper.) Traviata. Anfang 8 Uhr. Nenes. Ledige Leute. # 301 8 Uhr. Anfang Carl Weiß. Der Dämon. Hier: auf: Sie. Anfang 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Zerrissene. Anfang 72 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Passage Panoptikum. Specialt täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. # Hierauf: ,, Sie". Nachtscene in 1 Att von G. Schäßler- Berafini. Sonntagnachmittag: Die Viper. Im Garten: Specialitäten- Bor: ftellung. Anfang 5 Uhr. Ing Passage- Theater. Das glänzende Juli- Programm. Willy Prager. ( Prolongiert!) 16 nene erstkl. Nummern. Passage- Panopticum. 100 Moles Pariser Marionetten- Theater. Das Affenweib. Seejungfer. Tigerknabe. Im Theater um 8 Uhr: Um 7 Uhr: Garten- Konzert. Um 8 Uhr: Die grandiosen Specialitäten. Um 9 Uhr: Die deutsche Lysistrata Ostseeküste. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Neu! an Die Nordlandreise des Kaisers und Wanderungen durch London. Riesen- Projektionsbilder mit erläuterndem Vortrag. Schweizer Garten Am Königsthor 42022 Am Friedrichshain Täglich: Theater- und SpecialitätenBorstellung. Täglich bis 7 Uhr: Freier Damentanz. Jeden Abend 10 Uhr: Leute von heute. Große Poffe mit Gesang und Tanz Am 1. August Wiederauftreten von Robert Steidl. Kasseneröffnung 7 Uhr. Sommertheater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Täglich: Das erstklassige Specialitäten und Theater- Programm. Größter Er folg! Punkt 10 Uhr: Schlager! Berlin wie's lebt und liebt Entree 20 Pf. Sonntags: Ball. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig.Witterung im Saal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen, Tanz frei! Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentage 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-12Uhr ( Meysel, Pietro, Britton, MaySteidl Krone, Böhme, Böck mann, Plättner 2c. Fröbels Ostbahn- Park. Am Kilstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theaterund SpecialitätenVorstellung. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Allerlei Theater Täglich Theater- u. Speciafrüher Puhlmann Schönhauser Allee No. 148. litäten- Vorstellung. Heute und folgende Tage der einzig Gediegene Gesellschaft. dastehende Juli- Spielplan. mit dem übertrefflichen Karl Braun und dem allbeliebten Hugo Schulz. Um 8 Uhr: Großer Erfolg: Die Weber. Berliner Voltsstück mit Gesang. Täglich Anfang 5 Uhr. Großer Ball. Entree 30 Pf. Mittwochs: Grosser Elite- Abend. Englischer Garten. 27 e. Aleganderstraße 27 c. Jeden Montag, Mittwoch, Donners: tag und Sonnabend: 4602* ab 9 Uhr 20 Bf. Anfang Wochentags Anfang Sonntags 5 Uhr, Entree 30 Bf., ab 9 Uhr 20 Bf. Anfang Wochentags Ball! Entree und 6 Uhr. Entree 30 Pf., ab 9 Uhr 20 Pfg. Tanz frei! Nur keine Männer! Burleske mit Gesang und Tanz von Gericke. Ju Saal: Tanzkränzchen. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistischer Leiter: Gust. Bock. Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung Jeden 1. und 15. d. Monats: Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. Achtung! Bauauschläger. Achtung! Donnerstag, 24. Juli, abds. 71/2 Uhr, im Gewerkschaftshause (( Saal I), Engel- fer 15: Große öffentl. Bersammlung für sämtliche Bauauschläger. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 33/ 14* Der Einberufer. Charlottenburg. Donnerstag, den 24. Juli, abends 8 Uhr, im Volkshause, 203/4 VI. Wahlkreis. Sonntag, den 27. Juli im Restaurant ,, Schloss Weissensee" Volks- Versammlung Gr. Volks- Fest 1. Das Submissionswesen unter besondrer Berücksichtigung der städtischen Bauten Charlottenburgs. Referent Stadtverordneter Paul Hirsch. 2. Dis fussion. 3. Gewerkschaftliches. Der Ausschuß der Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Achtung! Mitglieder der Freien Volksbühne. Die Mitglieder werden dringend ersucht, die in den Zahlstellen ausliegenden Fragebogen betreffs obligatorischer Einführung des Bühnenheftes etc. auszufüllen. Die Mitgliedskarten der verflossenen Saison müssen in den Zahlstellen mit einer Erklärung bezüglich weiterer Mitgliedschaft abgegeben werden. Umschreibungen aus einer Zahlstelle in eine andre müssen in den Monaten Juli und August bewirkt werden. Die neuen Mitgliedskarten gelangen vom Anfang des Monats August ab zur Ausgabe. Neuaufnahmen von Mitgliedern können nur für die neue 13./14. Abteilung erfolgen. Anmeldungen nehmen alle Zahlstellen entgegen gegen Hinterlegung des Eintrittsgeldes_und mindestens eines Beitrags. 229/15 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Hasenhelde 108/114. Neue Welt. Arnold Scholz. Heute Donnerstag, den 24. Juli 1902: Elite Monstre- Feuerwerk Zum Schluß: Der Brand und die Beschießung von Heidelberg ausgeführt durch den Pyrotechnifer Herrn A. Bock. Grosses Militär- Konzert ausgeführt von der Regiments- Kapelle des 4. Garde- Regiments zu Fuß, unter Leitung des tgl. Mufifdirigenten Herrn Frz. A. Bergter. Gala- Specialitäten- Vorstellung. = Sensationellstes Programm Berlins.- Jm Bal champêtre: Großer Sommernachtsball. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Billets im Vorverkauf a 40 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Montag, den 28. Juli: Großes Sommerfest des Vereins ehemaliger Biethen- Husaren von Rixdorf und Umgegend. OOLOGISCHER Prater- Theater Z CARTEN Kastanien Allee 7-9. Täglich: Täglich nachmittags ab 5 Uhr: Tausend Tausend und eine Nacht. Militär- Doppel- Konzert. Bhantastisches Märchen in 3 Abteilg. Entree 1 M. v. 6 Uhr ab 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstr. 58. Täglich: Das großartigenene Programm. Willy Agoston. Berlin auf Stelzen. Außerdem: Konzert, Theater, Specialitäten. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Vorzugskarten haben Gültigkeit. Kaffeeküche. Jin Saale: Ball. Jedes Wort: 5 von Hugo Schulz. Ballettges. Catrini. Stostüm- Soubrette Paula Grigatti. Grotesque- Komiker Senor u. Berad. Miss Kitty, SportAft. Barsikow Truppe, ParterreAfrobaten. Mr. Bartling, Yeb. Photo: graphien. Bartlings elektrische Feerie. ( 3000 Glühkörper.) Konzert. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. Achtung! Adlershof! Lauben- Verein Neu- Transvaal. Sonntag, 27. Juli: Grosses Erntefest. Begrüßung des Präsidenten Krüger arrangiert von den Parteigenossen des 6. Berl. Wahlkreises. Grosses Früh-, Mittags- und Nachmittags- Konzert von zwei starkbesetzten Kapellen. Gesangs- Aufführungen von 20 Gesangvereinen des Arbeiter- Sänger- Bundes unter Leitung des Bundes- Dirigenten Herrn R. Blobel. Auftreten von Mitgliedern des Turnvereins ,, Fichte". Auftreten des Niagara- Trios auf dem 150 Fuss hohen Drahtseil. Im herrlich gelegenen See- Theater: Vorstellung der neu engagierten Specialitäten bei freiem Entree. Vorstellung eines Kasperle- Theaters bei freiem Entree. Grosses Brillant- Wasser- Feuerwerk. Bei eintretender Dunkelheit: Kinder- Fackel- Polonaise durch den Garten. Jedes Kind erhält am Eingang 2 Bons, einer berechtigt zur Empfangnahme einer Stocklaterne und einer zur einmaligen Benutzung eines Karussells oder einer Schaukel. Von 4 Uhr nachmittags TANZ. in beiden Sälen: Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2-6 Uhr zur Verfügung; a Liter 60 Pt. Anfang des Konzerts früh 8 Uhr. 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