Nr. 181. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Port: Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft- Beitungss Breislifte für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebnyje beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Mittwoch, den 6. August 1902. traditionelle Form einen modernen wirtschaftlichen Inhalt Die Lage des ruthenischen Landvolkes zu gießen weiß. Auch die Zugehörigkeit der ruthenischen in Ostgalizien. Kratau, Anfang August.( Eig. Ber.) Alle Welt weiß: das Kronland Galizien ist sehr arm. Ein allmächtiger, auf das fadenscheinigste modern geschminkter Feudalismus, der weder ein gesundes Bauernium, noch ein modernes Verkehrswesen, noch eine moderne Industrie aufkommen läßt; Junkertum und Klerus gemeinsam am Wert, um die Voltsbildung auf einem möglichst niedrigen Niveau zu erhalten; stetiger starter Geburtenüberschuß und fortgesette massenhafte Auswanderung, oder vielmehr ein Abfließen der Bevölkerung nach allen Seiten hin unter dem unwiderstehlichen Drud der Not, wie das Wasser aus einem zusammengepreßten Schivamm abfließt: das ist das Gesamtbild. Bauern zur griechisch- unierten Kirche wirkt agitatorisch eher günstig. Der westgalizische Pfarrer ist Cölibatär, der ruthenische Bope heiratet, zeugt Kinder und feucht unter Familienſorgen; in seiner ganzen Lebensführung steht er dem Bauern viel näher, und eben deshalb imponiert er ihm viel weniger. Andrerseits gerät der ruthenische Pope auch viel leichter in eine Art Oppositionsstellung zum Junker, der nicht seines Glaubens ist und nicht in seine Kirche kommt. Vor allem aber macht sich der Pope dadurch um die Revolutionierung der Gehirne Hochverdient, daß er den popowicz"( Popensohn) in die Welt setzt, in der Regel einen jungen Mann von geringem Einfommen, aber ziemlich hohen intellektuellen Ansprüchen den geborenen Oppositionsmann. Letzteres trifft um so mehr zu, als sehr viele Bopensöhne akademische Bildung erwerben, trotzdem aber um ihrer Nationalität willen in ihrer ganzen Laufbahn benachteiligt bleiben. g Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Mit Recht höhnt die, Kreuz- 8eitung": Wir haben darauf hingewiesen, daß der Aufruf des liberalen Wahlfomitees sich flipp und flar für die 8ollvorlage der Reichsregierung ausspricht und damit die freisinunigen Hetzereien gegen den Tarifentwurf, auf Grund dessen der Abschluß langfristiger Handelsverträge ja ganz unmöglich sein foll, aufs gründlichste Lügen strast. Da auch, soweit wir sehen, die freisinnige Presse gegen das Vorgehen ihrer fränkischen Parteigenossen teine Einwendungen gemacht hat, so eröffnen sich in der That für das Zustandekommen des Bolltarifes ganz unerwartet günstige Aussichten. In demselben Sinne wie der Wahlaufruf hat sich nun auf einer Wählerversammlung auch der Kandidat, Fabrikant Faber, über den Zolltarif der Regierung geäußert. Er mahnt alle liberalen Wähler zum friedlichen Zusammengehen. Auch ein andrer Redner trat energisch für den Regierungsentwurf ein. Von freisinniger Seite wurde gegen diese Aeußerungen nicht der geringste Widerspruch geltend gemacht, im Gegenteil wurde das Einverständnis der ganzen Versammlung von dem Vorsitzenden ausdrücklich festgestellt und zugleich der von frei finniger Seite fundgegebene Wunsch laut, es möchten Mittel und Wege gefunden werden, um ein allgemeines Zusammengehen der beiden liberalen Parteien bei fünftigen Wahlen zu ermöglichen." Ebenso die Berliner Neuesten Nachrichten": " ,, Und darum Räuber und Mörder! Hat darum die freisinnige Parteileitung über den Wuchertarif", über die schändliche Ausbeutung durch Verteuerung des Lebensunterhaltes usw. maßlos seit Jahren geschrieen und gehetzt, hat darum der freihändlerische Handelsvertrags- Verein" Bayern besonders bearbeitet, um nunt zu erleben, daß nicht bloß bei einer einzelnen Wahl die Freifinnigen den nationalliberalen Schutzöllner unterstüßen und dem freihändlerischen Dogma ins Gesicht schlagen, sondern sogar ein allgemeines Bündnis in Aussicht nehmen?!" 311 Und innerhalb dieses armen Kronlandes ist das ruthenische Oftgalizien der ärmere Teil, dünner bevölkert, rückständiger und All diese Momente machen die relativ frühzeitige Bildung und feudaler. In ihren Grundzügen zwar ist die Agrarverfassung( und rasche Ausbreitung der ruthenischen Oppositionsparteien erklärlich. Die diese ist vor allem maßgebend, da in Galizien) von insgesamt Moskalophilen"( zarenfreundliche Stuthenen) rechne ich nicht dazu; 3 809 307 berufsthätigen Personen 3195 144 in der Landwirtschaft trog ihres oppositionellen Gethues sind sie im Grunde durchaus thätig find) im polnischen Westen und im ruthenischen reaktionär und erweisen sich in der Praris einerseits Often die gleiche. Man hat den Bauern 1848 befreit", als mehr oder minder unbesoldete Agenten der kaiserlich aber den Löwenanteil des Grundbefizes behielt der Junker für russischen Regierung, andrerfeits als Schutztruppe der Aussich, die Kosten der Ablösung trug zur einen Hälfte von beuter ohne Ansehen der Nation. Wohl aber ist hier, historisch geRechts wegen der Bauer, zur andern Hälfte thatsächlich auch der nommen, an erster Stelle die 1892 gegründete ruthenische Bauer; das den Bauern unentbehrliche Wald- und Weideland blieb radikale Partei zu nennen. Ihre Gründer( Jwan Franko, Eigentum des Junkers, der Bauer erhielt nur ein beschränktes Bawlit, Severin Danilowycz) waren mit den Ideen des Socialismus Nugungsrecht( Servitut) darauf zugesprochen und wurde früher oder wohlvertraut; ihr Programm enthielt, neben einer starken Betonung später auch um dieses Servitut betrogen. Dabei sind die Guts des nationalen Moments, sehr vernünftige agrarsocialistische Forderungen. bezirke, wie in Ostelbien, gesonderte Berwaltungseinheiten; neben Seither ist die radifale Partei start zusammengeschmolzen; ihr rechter 6240 ländlichen und Kleinen städtischen Gemeinden*) stehen fin Flügel ist in rein nationalistisches Fahrwasser abgeschwenkt, aus ihrem Galizien 5384 Gutsbezirke selbständig da. Auch eine Gesinde linken Flügel ist die ruthenische Socialdemokratie in Ordnung mit„ mäßigem Büchtigungsrecht" ist vorhanden, wenn Oestreich entstanden, die bekanntlich ein Glied der östreichischen sie auch vor der ostelbischen den großen Vorzug Gesamtpartei bildet und 1897-1901 in der Person des Genossen Kein freisinniges Blatt hat bisher dies freifinnige Bollwucher hat, sich nur auf das eigentliche Hofgesinde zu Jaroszewycz einen Vertreter im Neichsrat besaß. Kartell mißbilligt. Im Gegenteil; die Vossische Zeitung" begrüßt erstreden, feineswegs auf die im Tag- oder Wochenlohn stehenden Die Wahlen von 1901 haben die Hoffnungen der ruthenischen die Meldung, daß bei den kommenden Wahlen die beiden liberalen Arbeiter. Andrerseits aber fällt sehr schwer ins Gewicht, daß bei dem faft Oppositionsparteien nicht erfüllt; deshalb nicht, weil sic gänzlichen Mangel an Industrie den Bauernfamilien kein andrer Weg gefälscht wurden. Diese systematische Fälschung der Wahlen durch Parteien unter der Flagge des Bollwuchers zur Versorgung ihrer jüngeren Kinder übrig blieb, als eine immer weiter bas Juntertum gehört eben auch zum Feudalisnuus; und das Kurien- fammengehen würden und fügt hinzu: Hoffentlich lehrt die Not getriebene Berſtüdelung des Großgrundbesitzes; und da sich die wahlsystem nebst den indirekten Wahlen( mit Ausnahme von Strakau der Zeit die Liberalen überall, sich gegen die Konservativen Bauerngüter von vornherein in Gemengelage( Berstreuung der Aecker und Lemberg wird in Galizien auch in der fünften Kurié indirekt( in Forchheim handelt es sich nicht um Konservative, Red.) und Socialeines Besizers über die Feldmart) befanden, eine Zusammenlegung gewählt) bietet hierzu die allerbequemsten Handhaben. Und doch ist Ost- demokraten eng aneinander zu schließen." aber nicht vorgenommen wurde( die Bauern wußten nur zu gut, daß galizien noch der relativ freiefte Teil des ruthenisch ukrainischen So sieht also das Kartell der Linken aus, so die Annäherung eine solche für den allmächtigen Junker nur eine neue Gelegenheit Sprachgebietes; drüben, in Russisch- Ukraina( Klein- Rußland) existiert des demokratischen Bürgertums" an die Socialdemokratie! gewesen wäre, die Bauern übers Ohr zu hauen), so ist der bäuer noch nicht einmal ein verfälschter Konstitutionalismus, jedes Wort Es ist keineswegs ausgeschlossen, daß bei den nächsten Wahlen liche Grundbesitz nachgerade zu einem fleingehackten Ragout von der Boltssprache ist in Amt und Schule streng verpönt, jede Regung das demokratische Bürgertum" trotz des Zollwuchers mit der Landfezzen entartet. Der einzelne Bauer befißt nicht selten ein des Klassenkampfes wird als Verbrechen gestraft. So stand denn Duzend solcher weit auseinander liegender Fetzchen, die ihn zwingen, den der politischen Energie der ruthenischen Wolfsmänner faum ein übrigen reaktionären Sippschaft zusammengehen wird. Sachsen zeigt besten Teil seiner Arbeitskraft auf unnüges Hin und Herfahren zu andrer Ausweg offen, als der ökonomische Kampf in Ost Galizien die Zukunft der bürgerlichen Partei- Entwicklung, die deutlich nach vergeuden. Dazu kommt, daß die Junker auch auf das Steuerwesen in Gestalt der Schnitterstreits ein langgehegter Gedanke, der rechts, nicht nach links strebt. einen maßgebenden Einfluß ausüben, selbstverständlich zu Un nun endlich zur That geworden ist. gunsten der Bauern, und daß der Mangel einer genossen- So kommt es, daß das Signal zum Kampfe des galizischen schaftlichen Organisation der Kredite*) die Bauern vielfach Landvolkes gegen den Feudalismus diesmal von Ostgalizien ausZur Technik der preußischen Wahlen. dem schlimmsten Wucher ausliefert. Unter solchen Umständen geht. So schwere Opfer die Streifs fosten, soviel Elend und soviel Am Sonntag gaben wir die Klagen wieder, die ein darf es uns nicht wundern, daß es in Galizien im Jahre 1890 neben mvissenheit auch bei den Berichten aus dem Streifgebiet an den Tag bürgerlicher Schriftsteller über die ungebührlich lange Dauer 842 275 selbständigen Landwirten( die Gutsbefizer und Gutspächter fommt, so entfeßlich die Bauern unter dem Wüten losgelassener der Wahlverhandlungen brachte, aus denen die preußischen miteingerechnet) in der Landwirtschaft schon 2 144 446 Arbeiter" und Gendarmen zu leiden haben: die Opfer fallen nicht umsonst. Eine Landtags- Abgeordneten hervorgehen. Die für diese Wahlen 201 726 Taglöhner" nebst einer 14 941 Köpfe starten Hausdiener Siegesnachricht jagt die andre, und ganz wird es der Reaktion wohl durch die Wahlmänner erforderliche Zeit wird aber bei den fchaft" gab, also 2371 113 reine Proletarier, die 6677 Angestellten" nicht gelingen, diese Erfolge rückgängig zu machen. Von jenen Orten nicht mitgezählt.") Es ist aber nach dem vorhin Geiagten ein aus, wo teils Ruthenisch- Nationale und Ruthenisch- Radikale, teils nächsten Landtagswahlen durch die Beteiligung der Socialleuchtend, daß auch der größte Teil der bäuerlichen Grundbefizer unire ruthenischen Genossen seit Jahren systematisch agitiert demokraten ins Ungemessene steigen, so daß die Wahlen in auf Lohnarbeit angewiesen ist. Der einzige erreichbare Arbeitgeber haben, hat sich die Bewegung binnen wenigen Wochen einer großen Anzahl von Kreisen völlig unmöglich gemacht ist aber in der Regel der Junker oder der Mittergutspächter; folglich auch nach solchen Gegenden verbreitet, wo bisher noch gar keine werden. Hierzu wird es bei der übergroßen Zahl von WahlAgitation Wurzel gefaßt hatte. männern, wie bereits früher nachgewiesen, völlig ausreichen, daß eine kleine Schar socialdemokratischer Wahlmänner mit peinlicher Sorgfalt darauf achtet, daß die gesetzlichen Vorschriften mit aller Strenge inne gehalten werden; überdies wird jeder socialdemokratische Wahlmann von der Befugnis Gebrauch machen, den Namen des von ihm Gewählten eigenhändig in das Protokoll einzutragen. Eine weitere Verzögerung des Wahlgeschäfts werden aber die vorzunehmenden Stich wahlen verursachen, deren Zahl sich durch die Teilnahme einer neuen Partei ganz erheblich vermehren wird. Nun ist die für die preußischen Abgeordneten vorgeschriebene Methode der Stichwahlen außerordentlich umständlich. Ist im ersten Wahlgang absolute Majorität nicht erreicht worden, so beginnt die Wahl von neuem zwischen sämtlichen bisherigen Kandidaten ( mit Ausnahme derjenigen, die etwa im ersten Wahlgang nur eine Stimme erhalten haben); ist wieder absolute Majorität nicht erreicht, so beginnt die Wahlhandlung pon neuem, indem nur derjenige Kandidat fortgelassen wird, der die wenigsten Stimmen erhielt, und so fort, bis endlich die Wahl zwischen zwei Kandidaten steht, so daß die Entscheidung fallen muß. unsre Genossen in Altona haben es durch ihre Wahlbeteiligung 1898 bereits erreicht, daß der Abgeordnete Mohr erst nach dem vierten Wahlgang als gewählt proklamiert wer den konnte. Laut amtlichen Berichts spielte sich die Wahl folgendermaßen ab: diftiert er die Löhne. " 1 Politische Meberlicht. Alle diese Grundbedingungen hat, wie gesagt, das ruthe- Wir polnischen Socialisten verfolgen die Kämpfe und Leiden nische Ostgalizien mit dem polnischen Westgalizien gemeinsam: unsrer ruthenischen Brüder mit der allerwärmsten Sympathie. Und trotzdem ist Ostgalizien merklich schlechter daran. Zunächst wir freuen uns, daß Tausende von polnischen Kolonistenbauern mit hat der ruthenische Bauer bei der schließlichen Regelung der streiken. Wald- und Weiderechte ungünstiger abgeschnitten; die Zahl der Servitutsprozesse, welche die Bauern gegen die Junker führen mußten und gewöhnlich verloren, war in Ostgalizien viel größer. Dabei ist der Mangel fast jeglicher Industrie noch stärker ausgesprochen, das Aufsuchen lohnender Arbeitsmärkte außerhalb der Landesgrenzen ist mit viel größeren räumlichen Schwierigkeiten verbunden. Auch die Zahl der Analphabeten ist in Oftgalizien größer, und allgemein wird der ruthenische Bauer als der langsamere und schlechtere Arbeiter geschildert. Die Arbeitslöhne find in Ostgalizien ganz wesentlich niedriger. Berlin, den 5. August. Freifinnige Zollwucherhilfe. Optimisten, die das Varthsche Schellengeklingel als Sturmglockengeläut hörten, haben den Kampf gegen den Bolltarif als ein Anzeichen der Annäherung des demokratischen Bürgertums" an die Bu beachten ist ferner, daß in Ostgalizien der Klassengegensatz Socialdemokratie betrachtet und haben große Hoffnungen auf diese zwischen Junker und Bauer in der Regel durch nationale und Stampfesbrüderschaft gesetzt. religiöse Gegensäge verschärft wird. Abgesehen bon den Die Thatsachen haben schnell auch diese Illusion rauh und zahlreich über das Land verstreuten polnischen Kolonisten rüdsichtslos zerblasen. Man hätte es eigentlich für unmöglich halten dörfern fowie von den deutschen Kolonien ist in Ost- sollen, daß gerade bei dieser Gelegenheit der unverföhnliche Zwiespalt galizien der Bauer Ruthene und griechisch- unierter Christ, der sich in seiner Straßheit offenbarte; denn der principielle Freihandel, Junker Pole und römischer Katholik, sein Bächter sehr häufig ein Jude. Daß hierdurch das Verhältnis zwischen Unternehmer und dieser einzige heil gebliebene Grundsatz des„ demokratischen Bürgertums" denn das nackte Interesse verpflichtete hier zur PrincipienArbeiter nicht gemütlicher wird, versteht sich von selbst; daß insbesondere die nationale Fremdherrschaft des polnischen Abels trene hätte für die Hilfeleistung der weder auf Freihandel noch die rechtliche und politische Stellung des ruthenischen Bauern ver- auf Schutzzoll eingeschworenen Socialdemokratie thatsächlich waffenschlechtert und ihm die Ausübung seiner ohnedies fümmerlichen brüderliche Empfindungan veranlassen müssen. politischen Rechte erschivert, ist gleichfalls selbstverständlich. In Wirklichkeit ist der Haß des„ demokratischen Bürgertums" Aber diese Sachlage hat auch ihre gute Seite: fie erleichtert so start, daß das Unglaubliche geschah und man lieber auch den den ruthenischen Volksmännern, Radikalen wie Socialdemokraten, die Agitation unter dem Landvolk. Wie für den irischen Bauern der Freihandel abschwor, als in die rote Nähe zu geraten. In Memel Nr. des Bahl der " Sachfe", so ist für den ruthenischen Bauern der" Lach"( polnische und Bayreuth haben die Freifinnigen gegenüber den Sozialdemo Edelmann) von vorherein schon der Erbfeind; es kommt nur auf die fraten Bollwucherer in den Reichstag verholfen. Die Freifinnige eigne Befähigung und Einsicht des Agitators an, inwiefern er in diese 8tg" wurde nicht müde, die principielle Haltung der Socialdemokraten in der Zollfonumission, die von Rechts wegen in erster Linie der Freifinn 1) Laut Volkszählung von 1890. hätte einnehmen müssen, als Schablonentaktit zu verklatschen. Zu2) Krakau und Lemberg find Stadtgemeinden mit eignent Statut. legt, um den Schluß aus den vorhergehenden Verrätereien zu ziehen, 3) Ju ganz Galizien gab es Ende 1896 nur 12 Raiffeisensche hat man, wie wir schon berichtet haben, in Forchheim- Kulmbach für Vorschußtassen mit 4385 Mitgliedern, gegen 135 Raiffeisen- Rafien die bevorstehende Reichstags- Erfazwahl auf eine eigne Kandidatur mit 8508 Mitgliedern in Mähren, 180 Kassen mit 10 370 Mitgliedern in Böhmen und 353 Stassen mit 27 734 Mitgliedern in Nieder- verzichtet und Bereitwilligkeit ausgesprochen, gleich in der Hauptwahl für den nationalliberalen Vertreter der zollöftreich. 4) Als besondere Kategorien gelten die Angehörigen ohne eignen wucherischen Regierungsvorlage einzutreten. Das ist der Fortschritt Hauptberuf", fie machen 1 903 285 Seelen aus; dadurch steigt die gegen Memel und Bayreuth: Man erklärt sich jetzt gleich in der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Bevölkerung auf 5 118 370 Stöpfe. Hauptwahl für den Wucherzoll. Wahl- siimmend. ganges Wahlmän. absol. Major. Mohr Es erhielten: MolkenVolkers Fischbeck buhr 493 247 215 487 244 221 149 1 94 35 84 181 475 238 217 77 181 455 228 257 198 123 4 Weshalb unsre Genossen im zweiten Wahlgang für den Freisinnigen Fischbeck stimmten, ist hier nicht zu untersuchen. Hätten sie wieder für Molkenbuhr gestimmt, so wäre beim dritten Wahlgang Fischbeck ausgefallen und Wolkenbuhr geblieben am Endergebnis wäre nichts geändert worden. Erwägt man mun, daß die größeren Wahlfreise zwei oder gar drei Abgeordnete zu wählen haben und daß jeder Einzelne nach dem gleichen Verfahren zu wählen ist, so kann man sich| Rußland führt so wenig verarbeitete Produkte aus, während seine breiten. Das eine steht jedoch fest, daß die kapitalistische Presse bei ein Bild von dem machen, was 1903 bevorsteht. Bahlungsverpflichtungen im Auslande derart bedeutend sind, daß jedem Streit Allarmuachrichten in die Welt setzt, welche bestimmt Aber hiermit ist keineswegs alles erschöpft. Die Anzahl wir jeden sich uns bietenden Bufall benugen müssen, um unsren find, die Streifenden in Mizkredit zu bringen, und das Spiel der der Wahlmänner bestimmt sich nach der durch die letzte und rentablen Produktes wie Zucker. Während nun die Brüsseler Beispiel bewiesen, wie die Berichterstattung über den Zandarbeiter= Export zu entwideln, und namentlich den Export eines wertvollen Unternehmer zu spielen. Wir haben erst gestern an einem traſſen Volkszählung festgelegten Seelenzahl. Die Wahlen von Budertonferenz bestrebt ist, alle Hindernisse zu einer normalen Ent- streit in Galizien durch ein offizielles Korrespondenz- Bureau abficht1898 beruhten auf der Volkszählung von 1895, denen von wicklung des Buderhandels zu beseitigen, und uns die Thüren zu lich gefälscht wird. Nach derselben Methode handeln die unternehmer1903 wird die Volkszählung von 1900 zu Grunde liegen. einer gesunden Konkurrenz auf dem Weltmarkt öffnet, versuchen freundlichen Blätter bei jedem Streit. Welche Absicht damit verDieser Absicht geben die Hamburger NachIn den 5 Jahren von 1895-1900 hat aber gerade die wir diese Thüren zu schließen, um ein tünstliches Regime folgt wird, ist klar. Industriebevölkerung einen außerordentlich großen Zuwachs im Interesse einer gewiffen Gruppe unsrer unsrer Fabrikanten richten" auch unverholen Ausdruck, indem sie ihren Schauererzählungen erfahren. Aus der Zahl der Wahlmänner im Jahre 1898 beizubehalten. Das sind so einfache Wahrheiten, daß sie jedem nur die Bemerkung folgen lassen: und den Einwohnerzahlen der einzelnen Streise für 1895 und einigermaßen national- ökonomisch geschulten Geiste sofort einleuchten 1900 läßt sich nun einfach die Zahl der Wahlmänner für müssen, und das Ausland hat diesmal leider recht, wenn es Herrn 1903 berechnen. Wir haben diese Rechnung ausgeführt und b. Witte vorwirft, daß er sich in seiner Buder- Note mit fleinen Wir haben diese Rechnung ausgeführt und Kunststücken der Dialektit quält, weil er für die Richtigkeit seines teilen für die volkreicheren Wahlkreise das Ergebnis mit. Wir Standpunktes feinen wirklichen Beweis zu führen vermag." wollen annehmen, daß die Schwierigkeiten der Wahl erst bei einer Zahl von Wahlmännern beginnt, die 600 übersteigt; nach der ursprünglichen Wahlkreiseinteilung hatten selbst die größten Wahlkreise weniger als 600 Wahlmänner. Es werden 1903 haben: 600-700 285 männer 800-900 900-1000 1000-1100 1100-1200 1200-1300 1300-1400 1400-1500 2000-2500 2500-3000 3540 " " CL 12 Wahlft. mit 26 bg. 20721611323 id 24 " " " 17 " " 5 " " " " 13 " " " " " " " " " 1" 3 ing 20 " 1 BBB27583 leber 600-3540 Wahlmänner werden haben 48 Wahltr. mit 116 Abg. Da das Abgeordnetenhaus 433 Mitglieder zählt, kann man sagen, daß die Wahl von mehr als ein Viertel aller Abgeordneten mit den größten Schwierigkeiten verbunden, daß die Wahl eines sehr beträchtlichen Prozentsazes unmöglich sein wird. v. Dagegen heißt es in einer durch die offiziöse„ Russische Telegraphen- Agentur" verbreiteten Mitteilung: " Die socialdemokratische Presse weiß von allen solchen Bor tommiffen natürlich nicht das geringste. Für sie stellen eingeschlagene Nasenbeine und Bedrohungen mit Mord und Totschlag nichts als eine fanfte Nachhilfe dar, um die Begriffsstugigkeit der Arbeitswilligen den Aufklärungsversuchen der Genossen" gegenüber etwas zu überwinden, und eine solche Aufklärung" ist das heiligste Recht der Organisierten, ein Recht, das sich mit zwingender Notwendigkeit aus der gesetzlich gewährten Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer ergiebt. Immerhin ist es überaus nötig, daß die weitere Oeffentlichfeit über alle diese Vorgänge auf dem laufenden erhalten wird. Vielleicht bricht dann noch einmal die Ueberzeugung sich Bahn, daß die Rechtslage in dieser Beziehung noch keineswege als geklärt zu betrachten und daß es an der Zeit ist, über Maßnahmen zum Schutz vor allem der kleineren Arbeitgeber nachzudenken." en ZuchthausAlſo die Sehnsucht nach einer neuen Vorlage ist die Ursache, weshalb man den biederen Bürger" mit erfundenen Nachrichten über geprügelte Streifbrecher gruselig zu machen sucht. olun in der Praxis betrifft, so beabsichtigt das ruffiſche Finanzminifterium and a sie Es ist uns bekannt, daß das russische Finanzministerium von den fremden Mächten eine negative Antwort auf seine Erklärung in betreff der Brüsseler Zuckertonvention erwartet, da es überzeugt ist, daß die ausländischen Mächte sich in gegebenem Falle von ihrem eignen Vorteile und nicht vom Rechte leiten lassen werden. Wenn die russische Regierung derartige Antworten erhalten haben wird, wird sie von neuem erklären, daß sie die Erhöhung des Bolls auf russischen Zucker für eine Verlegung der Verträge erachtet, und darum wird sie ihrerseits, sobald eine solche Erhöhung stattfinden sollte, fich nicht für verpflichtet halten, die Bestimmungen der Verträge in Fällen zu beobachten, wo sie in der Abweichung von denselben ihren Vorteil sehen wird. Was die Bethätigung dieser Ansicht nicht, irgendwelche allgemeine Maßregeln in Bezug auf alle Mächte Terrorismus- Phantasien der ,, Germania". zu ergreifen. In einem jeden einzelnen Fall wird in Betracht Aus unsrer Sonntagsnummer druckt die„ Germania" den Bericht gezogen werden, was für Rußland vorteilhafter ist; aber über die Aussperrung der Zimmerer in Potsdam ab, anscheinend es ist uns pofitiv bekannt, daß man in erster Linie im Auge hat, nur deshalb, uni daran folgende Bemerkung knüpfen zu können: den Boll auf Weine bedeutend zu erhöhen, ferner auf einige Artikel, die von Syndikaten insbesondere über die westliche Landesgrenze eingeführt werden." " " Daß wir den Terrorismus in feiner Gestalt billigen, branchen wir wohl nicht besonders zu betonen. Für uns von großem Intereffe war es aber, zu wissen, wie der„ Vorwärts" der„ beispiellos Bieht man die eigenartigen russischen Preß- und Censurverhält- terroristischen Handlungsweise der Unternehmer" gegenüber den nisse in Betracht, so scheint es fast, als fände das Vorgehen Wittes noch viel größeren Terrorismus seiner Anhänger gegen in der Zuckerzollfrage in einflußreichen russischen Kreisen Widerstand, die christlich organisierten Arbeiter verteidigen will. Darauf geht Wir sind gespannt, wie die preußische Regierung die und als sei die obige heftige Drohung von der„ Ruffischen Telegraphen er aber wohlweislich nicht ein, und doch liegt der Vergleich Blamage tragen wird, die ein solches Ergebnis mit sich Agentur" nur deshalb in die Welt gesandt, um entweder diesem so nahe. Die Terrorismusversuche der freien" Gewerkschaftler bringen muß, zumal dieses Ergebnis die Folge davon sein Widerstand, ehe er an gewiffer sogenannter allerhöchster pflegt der Vorwärts" totzuligen oder totzufchweigen, ein Wort wird, daß die als gefeßverachtend verschrieene Socialdemokratie Stelle Gehör findet, zuvorzukommen, oder den fremden Re- des Tadels weiß er dann nicht zu finden. Ja, Bauer, das ist was andres 11" ihrerseits auf strenger Durchführung der gefeßlichen Wahl- gierungen zu zeigen, daß vorerst noch Herr v. Witte regiert" borschriften besteht und alle Umgehungen des Gesetzes ver- und die Entscheidung in der Hand hält. Nur in diesem Fall ist Die„ Germania" unterläkt natürlich die Anführung von Thathindert, die bisher nach offiziellem Geständnis in den größeren allenfalls die kurioje Begründung und die maßlose Heftigkeit fachen, die dafür sprechen, daß wir oder sonst ein Organ der klaffenKreisen bei den Wahlen vorkamen. Die Blamage der ReDie Blamage der Ne- der neuen Drohung, die sich der russische Finanzgewaltige bewußten Arbeiterbewegung den Terrorismus billigen, wenn er zu verstehen. Wie in der obigen Mitteilung von organisierten gegen andersorganisierte oder unorganisierte gierung wird um so größer sein, als die Socialdemokratie selbsterklärt wird, haben die fremden Regierungen noch Arbeiter geübt wird. Einen Nachweis in dieser Richtung kann die ihre Pläne in der Toyalsten Weise zu einem sehr frühen Zeit nicht auf die russische Note geantwortet, die russische Regierung Germania" nicht führen, und deshalb ist ihr Gerede vom Terroris punkt bekannt gab. weiß auch noch nicht, wie diese Antworten ausfallen werden, aber mus socialdemokratischer gegen chriftliche Arbeiter nichts weiter als sie erwartet, daß die Gegenäußerungen negativ" fein werden, eine elende Verleumdung. Das Gegenteil von dem, was die und diese famose Erwartung" genügt ihr, offen mit dem Germania" zurecht phantafiert, ist wahr. Die Vertreter der klassenBollkrieg zu drohen. bewußten Arbeiterorganisationen warnen ihre Anhänger bei jeder no diloing Gelegenheit vor Ausschreitungen gegen Judifferente oder Andersdenkende. Was übrigens die" Germania" und die Märkische Volkszeitung" ab und zu von angeblichem Terrorismus gegen christliche Arbeiter zu ers zählen wußten, das hat sich ja immer als fürchterliche Uebertreibung herausgestellt, soweit überhaupt Gelegenheit zur einwandfreien Unterfuchung der betreffenden Fälle gegeben war. Es ist ja nicht nu bekannt, daß es christliche Arbeiter giebt, die aus recht materiellen Gründen ihren Preßorganen terroristische Märchen aufbinden, die von diesen Zeitungen als willig und von diesen Zeitungen als willig und leichtgläubig entgegen genommen werden. Es ist ein höchst beachtenswertes Zeichen unsrer Verhältnisse, daß nicht längst höhere Verwaltungsbeamte gegenüber den im Lauf der Zeit völlig unhaltbar gewordenen Zuständen ihre warnende Stimme erhoben haben. Unfre Bureaukratie beugt sich eben bis in ihre höchsten Spigen dem Willen der Junker. Diese sind es, die in dem elendeſten aller Wahlsysteme" ein letztes sicheres Bollwert erblicken. Die zielbewußte Beteiligung der Socialdemokratie an den preußischen Landtagswahlen von 1903 wird dieser Wirtschaft ein Ende bereiten, ein Ende mit Schrecken Metternich. * * Deutsches Reich. " Platonische Sparsamkeit. Aus München, 4. August, wird uns geschrieben: In der heutigen Kammerfihung wurde über die den niederen Bediensteten vorläufig zu gewährenden Wohnungsgeld- Buschüsse verBei dieser Gelegenheit besprach der Finanzminister handelt. und mit Lachen! v. Riedel auch die Frage, wie in Zukunft die Mittel für eine generelle Gehaltsaufbefferung der Staatsbeamten aufzubringen seien. Er meinte, auch bei befferer Finanzlage werde man möglichst die Ausgaben einschränken müssen, und dazu gehöre vor allen Dingen, daß man geschützt sei vor größeren Ausgaben für Reichszwecke. Hier seinen Einfluß aufzubieten, ersuche er namentlich das " Die Germania" behauptet, sie sei gegen Terrorismus in jeder Form. Wenn es nur anginge, dann würden die Vertreter der katholischen Kirche wohl heute noch die Andersgläubigen zum Scheiterhaufen verurteilen. Und was sagt die„ Germania" zu dem wirklich recht traffen Terrorismus, den die brotwucherfreundlichen christgegnerischen Brüder um Wieber seit dem Münchener Kongreß betrieben haben und noch betreiben. Die Vernichtung des christlichen Metall arbeiter- Verbandes ist in München offen proklamiert und befchloffen worden, und die Schützlinge der Centrumsgrößen, die Herren Brust, Giesberts usw., handeln nach diesem Beschluß. Ist das kein Terrorismus? Und wird dieser Terrorismus nicht von den Centrums organen gebilligt und unterstützt? " Die Nuffifizierung der deutschen Universitäten. ES wäre verfehlt, den Simplicissimus- Krieg der Kieler Profefforengarnison als eine vereinzelte Ausnahme zu betrachten. Daß in Kiel ein Student gemaßregelt wurde, weil er in einem Es scheint, Herr v. Riedel hat hier die ungeheuren Ausgaben socialdemokratischen Blatt gegen einen Angriff auf die für Heer und Flotte im Sinne, die ja durch die freundwillige Mit- lichen Gewerkschafter um Brust gegen ihre ebenso christlichen, aber zoll akademische Freiheit protestiert hatte, beruht anfcheinend wirkung des Centrums zu so unerschwinglicher Höhe angewachsen nicht auf einer ausnahmsweise finsteren reaktionären Ge- find. Es ist nur bedauerlich, daß nicht auch die bayrische Regierung sinnung, sondern auf einem allgemeinen Brauch schon früher ihren angeblich so großen Einfluß dagegen geltend gepreußischer Universitäten, der, sofern er nicht direkt auf macht hat und daß ihr die Erkenntnis erst kommt, da ihr selbst das eine minifterielle Anordnung zurückzuführen ist, auf der Feuer auf den Nägeln brennt. freiwilligen Knechtseligkeit der akademischen Reaktion beruht. Wie Die Rußlandfahrt des Kaisers wird von der Norddeutschen Ein Beitrag zur Germanisierungspolitik. Die preußische einst in der Demagogenzeit die Studenten gehezt und gepeinigt allgemeinen Zeitung" mit dem üblichen Hurrah gefeiert: befondere Eisenbahnverwaltung will jetzt auch das Ihrige thun, um den„ frechen wurden, die im Verdacht standen, für die deutsche Einheit zu wirken, Freude- edler russischer Herrscherwechselseitige Herzlichkeit lebermut" der Polen zu brechen: Die Abteilung Berkehrskontrolle, so werden jetzt die jungen Leute geächtet, die mur irgendwie einen Abwesenheit jeder politischen Reibungsfläche Erhaltung des welche jetzt in Berlin untergebracht ist, soll nach Posen verlegt noch so losen Zusammenhang mit socialistischen Ideen und Personen Friedens wir zweifeln nicht, daß diese persönlichen Berührungen werden. Im nun die Uebersiedelung den in Frage kommenden verraten. Freilich besteht der Unterschied zwischen einst und jetzt, der Herrscher und der Staatsmänner das durch keinerlei politische Beamten schmackhaft zu machen, will man ihnen eine Teuerungsdaß es heute nur eine winzige Zahl von Idealisten giebt, die den Streitpunkte verdunkelte freundnachbarliche Einvernehmen zwischen zulage geben, die mindestens 150 Mark betragen soll. Es handelt sich um etwa 500 Beamte; es sollen möglichst Unverheiratete Herrschenden Bann eines ekelhaften Strebertums, eines friechenden Deutschland und Rußland befestigen und fördern werden." Nicht übel verspottet Daily Telegraph" diese Visiten, indem er dazu genommen werden. Müssen sich diese Junggesellen nicht auch Servilismus oder einer öden Indifferenz zu brechen wagen. Wer es aber dennoch thut wehe ihm. Nicht nur in Kiel, sondern allen Ernstes erzählt, die Sache sei unglaublich wichtig, man werde verpflichten, keine Polinnen zu heiraten? auch in Berlin wacht der verschlechterte Polizeigeist des seligen Rüstungen" verständigen, welche nicht länger für europäische Striege, Die hiesige Straffammer verhandelte heute den letzten Brozeß wegen Noch ein Hunnenbriefprozeß. Aus Mainz wird telegraphiert: sondern nur zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und zum Die Auflösung des focialwissenschaftlichen studentischen Vereins Schuße der überseeischen Kolonien gebraucht werden sollten. Es würde der sogenannten Hunnenbriefe. Angeklagt war der Redacteur der in Berlin bewies schon, daß der Wind aus Sibirien weht. Aber es mit andern Worten eine Art Abrüstung eintreten, da eine Ver- socialdemokratischen Mainzer Volkszeitung", Landtagsabgeordneter ist uns auch ein Berliner Vorgang bekannt, der den ständigung dahin erzielt werden würde, daß die europäischen Länder nicht Philipp Haas. Der Staatsanwalt beantragte 200 M. Geldstrafe, Kieler Retord beinahe schlägt: gegeneinander kämpfen". Die Soldaten Europas sollen also nach das Gericht erkannte auf eine solche von 300 m. fünftig nur noch daheim auf Eltern und Geschwister Vor etwa einem Jahr veröffentlichte ein Berliner Student in der Berliner Hochschul- Zeitung" einen Artikel: Boſchießen und in den Kolonien Hummenfurcht verbreiten. Nach einem andern englischen Blatt sollen die nächtlichen Schießbleibt die deutsche Studentenschaft", in dem die deutschen Studenten zu einer Sympathiekundgebung für die geknuteten russischen Studenten übungen vor Reval wie eine Theater Vorstellung unter aufgefordert wurden. Kaum war dies Verbrechen verübt, da wurde Ludwig II. von Bayern insceniert werden: Es sollen keine Zuder Sünder vor den Universitätskadi citiert. Als ftrafverfchärfend schauer zugelassen werden außer den beiden Kaisern! nist bezeichnete es der Universitätsrichter Daube, daß sich der Gehettes Edelwild. In Berlin ist gegenwärtig der Ver bandstag Landesverbandes des preußischen wörtlich Elfäffisch- Klerikale und Reichscentrum. E ,, Vorwärts" der Sache bemächtigt und ,, einen städtischer Haus- und Grundbesigervereine. In Aus Straßburg wird uns geschrieben: Der Anschluß Speech daran geknüpft habe". der elsässischen Katholiken an das deutsche Der Student kam allen Weiterungen zuvor und machte sich von dem vom Vorfizenden erstatteten Jahresbericht heißt es: ship Es läßt sich nicht mehr leugnen, daß der Haus- und Centrum ist, nachdem er bereits vor einigen Monaten, anläßlich der akademischen Freiheit" schleunigst frei! Grundbesitz heute gezwungen ist, nach zwei Seiten kämpfen der Aufhebung des Diktaturparagraphen, in nahe Aussicht gestellt zu müssen, von unten gegen den Anprall der besiglosen worden war, nunmehr endgültig vollzogen. Die gesamte Masse, die den Uebergang von Grund und Boden in das allgemeine Eigentum fordert, Hand in Hand mit den demselben fatholische Preise des Reichslandes stellt die Thatsache mit GenugBiele zustrebenden Bodenreformern, auf der andern Seite von thung fest, und die Kölnische Volkszeitung", deren Straßburger Korrespondent den Anschluß feiner Gefimmungsgenoffen gegen Behörden, KommunalMinisterien, im Reichsland seit Jahren mit allem Eifer betrieben hatte, quittiert verwaltungen usw. Diese kokettieren und liebängeln mit hoch erfreut über den endlichen Erfolg ihres Strebens. Sie unterläßt den Forderungen der sogenannten Humanitätsbestrebungen dabei allerdings nicht, nach den Ursachen zu forschen, die das endlich und reichen diefen in der Bekämpfung des schhaften erfolgte Abschwenken der Eliäffer- Gruppe ins Centrumslager so lange Bürgertums gerne und freudig die Hand. Wir stellen uns nicht gern als die patentierten Stügen von Thron und Altar hin, verzögert haben, und nimmt sich in erster Linie den ReichstagsAbgeordneten für Stappoltsweiler und Redacteur des Journal aber wir dürfen es ruhig aussprechen, daß eine große Gefahr für de Colmar", Abbé Wetterlé, vor, dem fie vorwirft, er habe sich den Staat darin liegt, sollte der heute schon vorhandene Neberdruß am Besige eines eignen Heims, ein leberbruß. hervorgerufen durch ftenerliche und verwaltungstechnische Bedrückungen aller Art, noch weiter um sich greifen." " " Die Berücke, die einst von hochverräterischen" Studenten im Dienste der nationalen Einheit auf dem Wartburgfest berbrannt wurde, ist längst wieder hergestellt und glänzt üppig. " " Reval oben V Wohnungsgeldzuschüsse in Bayern. Aus München wird telegraphiert: Die Kammer der Abgeordneten nahm einen Antrag Bollmar an, nach welchem sämtliche Staatsangestellte, welche ein Gehalt bis 1020 m. jährlich beziehen, einen Wohnungsgeldzuschuß Die sonstige Gewährung eines von 45 M. jährlich erhalten. Wohnungsgeldzuschusses mußte", wie bekannt, mit Rücksicht auf die Finanzlage zurüdgestellt werden. worden: is " Die russische Regierung und die Brüffeler Zuckerkonvention. Zu dem Droh- Artikel des Herrn v. Witte im„ Westnik Finanzow" meinte vor einigen Tagen der Petersburger„ Herold":„ Es ist richtig, daß der Finanzminister bereits furzer Hand einen Zollkrieg mit den Vereinigten Staaten begonnen hat, aber da selbst russische Fachblätter in der Accisebergütung für ausgeführten russischen Bucker eine ver steckte Prämie erblicken, so werden die an der Brüsseler Konferenz beteiligten Staaten schwerlich durch die Noten des russischen Finanzgegen jedes Zusammengehen mit dem Centrum gesträubt. Herr ministers von ihrer Ansicht abzubringen sein, daß der russische ZuckerWetterlé felbft begründet seinen Meimmgswechsel in der vorliegenden Frage und seine Bekehrung zum Anschluß an das Centrum mit der export prämiiert wird. Diese Mächte werden einfach denken, daß selbst Herr v. Witte zögern wird, sich mit etwa einem Dußend Staaten in Die Hausagrarier verstehen das Schreien fast noch besser angeblichen Erkenntnis, die elsässischen Katholiken feien von ihren einen Bollkrieg einzulassen, und dies um so mehr, als in den als die Junker. Angesichts dieses Elendes ist es nur wunderbar, politischen Gegnern im Lande seit Jahren hinters Licht geführt leitenden deutschen Kreisen die feste Ueberzeugung herrscht, daß das daß das seßhafte Bürgertum" nicht längst seinen lästigen Besitz russische Finanzministerium nicht die genügenden Maßregeln getroffen der Allgemeinheit geschenkt hat und so dazu beiträgt, die socialhat, um auch nur mit Deutschland allein einen Bollkrieg zu wagen. demokratische Forderung auf Bergesellschaftung des Grund und Bodens Ob diese Ansicht richtig ist oder nicht, können wir nicht wissen, aber sie besteht, und dies genügt, daß das Ausland es ruhig auf die zu erfüllen! Probe eines Bollkrieges wird ankommen lassen." Angebliche Ausschreitungen gegen Arbeitswillige, die Aehnlich äußert sich jetzt der in Siew erscheinende Kiewljanin", durch ausgesperrte Hamburger Klempner begangen sein sollen, wußten der enge Beziehungen zu den füdrussischen Großindustriellen unter die Hamburger Nachrichten" mitzuteilen. Diese unkontrollierbaren hält. Nachdem er zugestanden hat, daß thatsächlich das russische Erzählungen von Drohungen mit Schlägen, Behinderung an der Verbrauchsnormierungs- System eine versteckte Buckerprämie in fich Arbeit, Mißhandlungen usiv. machen die Runde durch die ganze Diese Erkenntnis ist dem Herrn Abbé offenbar erst mit den schließt, fährt er fort: Unter solchen Bedingungen fönnen keinerlei arbeiterfeindliche Presse. Was an diesen Erzählungen wahr ist, oder jüngsten Gemeindewa blen in Eljaß- Lothringen gekommen, bei Erklärungen und Noten des Finanzministeriums die Lage der ob sie überhaupt ein Körnchen Wahrheit enthalten, das wissen wir denen die Klerikalen mit Hilfe der Demokraten und Liberalen I Frage ändern oder zu irgend einem Uebereinkommen führen. ebensowenig, wie jene Blätter, welche die bezeichneten Nachrichten ver- speciell in Colmar und Mülhausen aufs Haupt geschlagen wurden. Unter dem Vorwande einer unabhängigen Bolitit, allgemeiner Freiheit, ließen sie alles geschehen, nahmen die ihrem Glauben feindseligsten Kandidaten an, gestatteten, daß ihre schlimmsten Feinde in allen öffentlichen Aemtern sich festsegten. Die Gegner verstedten ihr Spiel meisterhaft. Jetzt glaubten sie sich nicht mehr an dieselbe Zurückhaltung gebunden. Sind sie doch mächtig genug, um uns mit dem Gewichte ihres Einflusses, den wir sie gewinnen ließen, zu erdrücken." 3 " " Die Socialdemokratie hat allen Anlaß, die Klärung| lieutenant 3. S. v. Beife, verließ Mitte Juli Sankau und dampfte Lemberg, 5. August.( B. H.) Aus dem Bezirke Tarnopol der Parteikonstellation im Reichslande zu begrüßen. Der Kampf nach Roschon. Der, Jaguar", Rorbettenkapitän Berger, und der wird gemeldet, daß nunmehr die deutschen Kolonisten sich gegen den Klerikalismus wird ihr dort jetzt wesentlich erleichtert Bussard", Korvettenkapitän Huß, find thalwärts gegangen und an der Streitbewegung zu beteiligen beginnen. Diese galten bisher werden, nachdem auch das letzte partikularistisch nationalistische weilen in der Yangtsemündung, wo dieser Tage der Jitis", als die rubigsten und geduldigsten Feldarbeiter. Da Moment aus demselben verschwinden ist und die Schwarzen nun- Korvettentapitän Sthamer, der aus den japanischen Gewässern gegen wurde der Streit in Buczacz durch Bermittelung des Socialiftenmehr in ihrer ganzen Herrlichkeit als die Partei der Militär- und herbeieilte, eingetroffen ist. Der Iltis" dürfte nach der Köln. führers Dr. Mosler beigelegt. Flottenschwärmer, der Ueberzöllner und Brotverteuerer auch dem Btg." Segelbefehl nach dem Mittellauf erhalten. reichsländischen Bolle gezeigt werden können. Ausland. " 881 03 OT Partei- Machrichten. Der Streit der galizischen Landarbeiter. mit dem alten Bestande 889,65 M. Gegen den Widerspruch Kiefels wurde of Amerika. den and sedi Aufstand auf Saitt. Nach einem Telegramm aus Panama Im Reichstagswahlkreise Soran Forst hielten die Barteh erhielt der Gouverneur Salazar ein Telegramm aus San Carlos, Ein Streit in der Spielhölle. in welchem gemeldet wird, daß einige Offiziere Herreras dort in aus 22 Orten 31 Delegierte erschienen. Für die Agitationskommission genossen am Sonntag ihre Kreiskonferenz in Sorau ab. Es waren Briffel, 8. Auguſt.( Eig. Ber.) Noch nicht dagewesen! Man voller Flucht durchgekommen sind. Es heiße, die Aufständischen der Provinz Brandenburg war Stiefel anwesend. Wie aus dem stelle fich vor: Die Croupiers der Spielhölle in Spaa, dem in Aguadulce seien geschlagen worden und viele desertierten infolge Thätigkeitsbericht zu ersehen ist, ist die Agitation im Kreise recht internationalen Rendezvous der Welt und Halbwelt- streiken"; deffen. Weitere Einzelheiten fehlen noch. streiken im buchstäblichen Sinne des Wortes und suchen so energisch" si pada da fleißig betrieben worden und im allgemeinen ist auch der Stand der ihre Forderungen durchzudrücken, daß Gendarmerie requiriert Partei gut. Die Einnahmen der Kreiskommission betrugen 759,70 M., wurde, um die Streifenden zur Raison zu bringen. Hier die Ursachen des Lohnkampfes: Seit Wochen schon hatten ratau, 1. Auguft.( Eig. Ber.) beschlossen, eine Bezirkskonferenz für den Reg.- Bez. Frankfurt abzuhalten, bie Croupiers Gründe genug, unzufrieden zu sein. Ein Reglement doch wurde ausdrücklich erklärt, daß es sich dabei nicht darum handele, Das Treiben der Soldateska. follte in ihren interessanten Arbeitsstätten" eingeführt werden, das der Agitationskommission für die Provinz Brandenburg in den Weg ihnen die Annahme des Trinkgeldes" untersagte. Aus Niestuchow( Bezirk Kamionka) berichtet das ruthenische zu treten, es solle nur zwischen den einzelnen Kreisen des Bezirks Verschiedentlich wurde deswegen mit Arbeitseinstellung gedroht. Tageblatt Dilo": eine engere Fühlung herbeigeführt werden, namentlich im Interesse Jetzt aber soll ein Croupier Trinkgeld gefordert haben, was Trozdem kein Streit ausgebrochen ist, lam, auf Veranlassung der Verbreitung des Barteiblattes. der Direktion durch einen anonymen Brief Hinterbracht worden ist. des Grafen Dzieduszydi Militär ins Dorf. Der Dorfvorsteher Als Kandidat für die Reichstagswahl wurde Genoffe Tees Hierüber wurden die ganzen Arbeiter" dieser Branche nicht gelinde Bewohner des Dorfes vollständig ruhig verhalten. Gillmann Gassen. Die Agitations Kommission für den Kreis Dies hatte die Entlassung des Trinkgeldforderers" zur Folge. widersetzte sich der Einquartierung, indem er erklärte, daß sich die wieder einstimmig proklamiert. Bur Provinzial- Konferenz wurden gewählt die Genossen Liebing Forst, Hornig Gorau und aufgebracht und streikten. Die Direktion des Kasinos war darob ebenso verblüfft als hart- Sierauf wollte man den Vorsteher in Retten schlagen, bleibt diefelbe wie bisher; Borsitzender ist Genosse Morig nädig. Sie erklärte rundweg, keinen der Ausständigen wieder in Brot worauf die Bauern riefen: Schlagt uns alle in Ketten! Soll doch Sommer, Forst, Frankfurterstr. 11. zu einem fer bemüht Der Quartier Bern, ber Gud hat! Der zu nehmen, und sie bemüht sich eifrig, Arbeitswillige" aufzutreiben. Der Quartiere geben, der Euch gerufen hat! Der tomman- Reichstagskandidaturen. In der am 3. Auguft auf dem Zu diesem Behufe ist fie sogar bis nach Monaco gedrungen. Dierende Oberlieutenant hieb auf die Bauern mit Frankenberger Bierteller zu Aachen stattgefundenen Parteiversammlung So ist es denn soweit gekommen, daß die Kasinos auch für die dem Säbellos. Einen verwundete er am Kopfe, so daß ein für den Wahlkreis Aachen- Land- Eupen wurde Genosse fashionable Welt geschlossen sind und diese gegenwärtig in Spaa Blutstrahl hervorschoß. Einen andren verwundete er am Vorder- Richard Rösch, Redacteur am, Aachener Boltsblatt", als Kandidat feine Stätte hat, den daheim aus den Arbeitern gepreßten Mehr- arm. Im ganzen verwundete er fünf Bauern. Die Bauern der socialdemokratischen Partei zur nächsten Reichstagswahl aufwert ausnahmsweise schnell an den Mann zu bringen. Daß Gendarmen und Polizisten die„ Arbeitsstätten" der Croupiers leisteten keinen Widerstand. Tags darauf brach im Dorfe gestellt. Für den zweiten braunschweigischen Wahlkreis ber Streit aus. 179( Helmstedt) kandidiert Genosse Rieke wieder. bewachen und daß selbst die Inspektoren des Kasinos fich zu vulgären Streitbrecherdiensten bereit erklärt haben und diese vielleicht in diesem Moment schon verrichten, nimmt weiter nicht wunder. Aber etwas anders erheischt schon größeres Interesse. Während der letzten Session wurde von der Kammer und dem Senat ein Gesetz votiert, das den belgischen Spielhöllen den herbsten Schlag zu verfegen geeignet ist, wenn es sie nicht ganz beseitigt. Dieses Gesetz liegt seitdem in dem Ministerium und wartet auf bie Sanktion des Königs. Aber dieser macht keine Miene, das in aller Form votierte Gesetz zu unterzeichnen. Warum zögert der König? Nun, die Spaken pfeifen es übrigens von den Dächern. Leopold II. ist bei der Sache start interessiert. Hier heißt es: Erst' s Geschäft, dann Sanktion. Durch diesen merkwürdigen Streit der Croupiers find wir nun auch ohne die königliche Genehmigung des Gesetzes dahin gekommen, daß in Spaa wenigstens momentan nicht gespielt wird. Deftreich- Ungarn. 150 Aus dem Bezirke Balefaczyki meldet„ Dilo": Man veranstaltet eine Jagd nach Streiffomitee- Mitgliedern. Sie werden verhaftet und in Stetten ins Gefängnis gebracht. Aus Furcht vor der Arretierung schlafen die Leute in Hanf oder Maisplantationen. Ulanen und Gendarmen veranstalteten bei Nacht Hausdurchsuchungen und ohrfeigen die Leute. Ulanen arretieren die Bauern auf eigne Faust. darabra will Dem Gedächtnis Jens Christensens, des vor drei Wochen in New York verstorbenen deutschen Parteigenossen, widmet das Saalfelder Boltsblatt" eine freundliche Erinnerung, indem es fchreibt:" Der Verstorbene ist den Genossen des zweiten Meininger Wahlkreises wohl noch in guter Erinnerung. Im Wahlkampf 1887 war Christensen der Kandidat des Wahlkreises, der unbekümmert unt die ständige Verfolgung, welche die Berliner Polizei über ihn verhängte, mit Begeisterung an allen Orten, die sein Fuß berührte, den Armen Die Soldaten hausen wie im Feindeslande. In Burakowka das„ Evangelium der Neuzeit" verkündete. Weder die rauhe Jahres( Bezirk Balesaczyki) sollte es zwischen dem Gutsbesitzer und den zeit, in die damals die Reichstagswahl fiel- Kälte, Regen und Streifenden zu einem Ausgleich kommen. Zu dem Zwecke ver- Schnee nichts vermochte ihn, den bedürfnislosen Menschen und sammelten sich im Felde 500 Bauern, um über die Bedingungen zu geistigen Kämpfer abzuhalten, um in den entlegensten Orten des beraten. Gleich nach dem Beginn der Versammlung drangen Thüringer Waldes die Arbeiter aufzurütteln und aufzurufen zum Ulanen auf die Teilnehmer und verwundeten mehrere Personen. Kampf für ihre Menschenrechte. Die Strapazen jener Agitationstouren wurden durch Christensens Beispiel von allen damals aktiv Wer sich retten konnte, der floh; die Zurückgebliebenen, thätigen Genossen mit Lust ertragen, im Bewußtsein der gerechten Sache, 137 an der Zahl, wurden mit Stricken welche die Socialdemokratie vertritt, und ihres unvermeidlichen 10 fest zusammengebunden, fest zusammengebunden, daß ihnen die Sieges. Der Ausfall der 1887er Reichstagswahl brachte einen Bu ände waren wachs von mehr als tausend Stimmen, dem 1890 der Sieg folgte. auch Kinder!! Alle wurden eine halbe Meile weit ins nächste Dorf Betrug und Fälschung der Gegner senkte wohl nochmals die WagBazar getrieben und in einem Stall untergebracht. Das schale der Partei, aber seit 1898-1898 gehört der Kreis der SocialWie das Pravo Lidu" erzählt, ist es in Prag Gewohnheit, Gedränge im Stalle war so groß, daß 4 Leute auf einem Stroh- demokratie. Christensen hat reichlich das Seine hierzu beigetragen. Arrestanten zu prügeln. Von einem krassen derartigen Fall be- bündel lagen. Als am andren Tage die Frauen den Arretierten Auf Grund des Socialistengefeges hegte man ihn dafür von Ort zu richtet jest wieder das Blatt: Donnerstagnachmittag ging der Nahrung brachten, wurden fie weggetrieben. Nach 24 Stunden denen der„ Hegapostel" ausgewiesen wurde, befindet sich auch SonneOrt. Unter den zahlreichen Städten des deutschen Reiches, aus Maschinenschloffer Franz Stalnit bon Karolinenthal nach Bolichan. In der Nähe des Bolschaner Friedhofs stürzte plöglich wurden sie endlich, ohne etwas gegessen zu haben, ins Czortkower ein Mann auf ihn zu, faßte ihn beim Arm und schrie ihn an: Gefängnis gebracht. " Du Lump!" Der Arbeiter stieß den Mann, der auf ihn den Ein- Jm Dorfe Bazar flüchteten fich die Bauern in die griechisch drud eines Besoffenen machte, von sich. Er wußte nicht, daß er fatholische Kirche vor den galoppierenden Ulanen. Die Infanteristen einen Bordellwirt und Detektiv( diese beiden Be- brangen in die Kirche ein, trieben die Bauern auf die Straße rufe sind in Prag gewöhnlich vereinigt) vor sich habe. und lieferten sie den Ulanen aus. Dieser beschimpfte ihn nun auf das unflätigste. Im nächsten Augenblick war schon ein zweiter Mann in der Nähe, der den Arbeiter Neues von der Steckbrief- Polizei. Aus Prag wird uns geschrieben: Von der durch die famose Steckbrief- Affaire auch außer halb Destreichs bekannt gewordenen Prager Polizei sind wieder einige nette Sache bekannt geworden. " bluteten. Unter den Arretierten Gendarmen als Antreiber von ,, Arbeitswilligen". In Ludwikowka( Bezirk Tarnopol) gehen, wie dem" Dilo" gebeim Arm faßte und ihm sagte:" Ich erkläre sie für verhaftet!" meldet wird, die Gendarmen in die Bauernhütten Auch das war ein Detektiv. Stalnit ging nun in Begleitung beider auf die nächste Wachstube in Bizkow. Während Stalnit seine Sachen und treiben die Leute zur Arbeit; bisher gelang es ablegte, tam der Detektiv, der ihn zuerst angeholten hatte, zur Thür ihnen, auf diese Weise sechs Personen zur Arbeit auf herrschaftlichen herein. Er sprang auf den Häftling los und schlug ihn viermal mit Feldern zu zwingen. Beamte als ,, Friedensstifter". der Faust in das Gesicht. Drei Wachleute standen dabei, " Die Streifheher. berg. Sein Abmarsch aus Sonneberg an einem schönen Sonnabendmittag Triumphzug unter zahlreicher Beteiligung und Best gleitung von Arbeitern und Arbeiterfrauen und der Ordnungshüter, ist wohl noch vielen Genossen erinnerlich. Bei Erinnerung an jene unvergeßliche Abschiedsversammlung auf dem Schüßenplatz in Neustadt wird es den älteren Genossen wohl warm ums Herz, wenn sie von dem Heimgang Christensens, ihres treuen und unvergeßlichen Freundes, Kunde erhalten, und manche verstohlene Thräne des Dantes für sein selbstloses Wirken wird sich ins Auge drängen um den tapferen Streiter, der gefallen ist und dem die Arbeiterschaft Thüringens ein treues Andenten bewahren wird."- Die Sonne berger Genoffen werden auf nächsten Montag zu einer schlichten Gedächtnisfeier eingeladen. Das Recht anf Strafverbüßung. Die Socialdemokraten sind obne etwas zu sagen. Später stellte sich heraus, daß man Am 29. Juli kam nach Ludwikowka aus Tarnopol der Kommiffär Rechthaver. Erst machen fie alles in Grund und Boden schlecht, ihn mit einem aus Prag Ausgewiesenen Namens Bartosit ver- der Bezirkshauptmannschaft Dniestrzanski, angeblich um zwischen den und wenn sie dann der Staatsanwalt beim Kragen faßt und mit wechselt hatte. Er wurde nun in eine Belle gebracht, von wo man Streifenden und Großgrundbefizern Frieden zu stiften, in Wirklichkeit allen Finessen staatserhaltender Logit beweist, daß jeder Socialihn nach einiger Zeit- offenbar nachdem man sich informiert hatte aber gab er allen, selbst den härtesten Forderungen der Gutsbesitzer demokrat von Gottes- und Rechtswegen ins Gefängnis gehört, dann - freiließ. Die Nachricht des socialdemokratischen Blattes erregte großes recht, den bescheidensten Forderungen der Arbeiter aber unrecht. Die erheben sie ein großes Gefchrei und wollen durchaus beweisen, daß Sind sie aber einmal verAuffeben; auch die Bolizeidirektion fab fich endlich zum Einschreiten Bauern fordern nämlich die neunte Garbe. Seine Friedensmission ganz das Gegenteil richtig ist. urteilt, dann bestehen sie wieder auf ihrem Schein und veranlaßt. Noch Sonnabend wurde der mißhandelte Arbeiter zur beschloß der t. t. Kommissär, indem er den Bauern wünschte, wollen sich das Recht auf Staatspension durchaus nicht ver Polizei vorgeladen und dort eindringlich verhört. Nachdem man daß fie alle trepieren". Dann fuhr er nach Mitulince, plempern laffen. So macht es der Genosse Haenisch in Dortmund. auch noch andre Zeugen einvernommen hatte, die seine Angaben be- wo er auch nichts ausrichtete. Trotz des heftigsten Verlangens des Verbrechers will ihn der Staatsstätigten, wurde der Detektiv und Bordellwirt Josef Noset, der den Im Bezirk Trembowla wollte der Pächter von Kobylowloki anwalt nicht haben; Haenisch geht deshalb auf eigne Faust nach Arbeiter mißhandelt hatte, verhaftet und sein Bordell gesperrt. die Forderungen der Streitenden bewilligen, aber der Streikenden bewilligen, aber der Herford, selbst auf die Gefahr hin, einen Gefängnis- Hausfriedensa Das„ Pravo Lidu" berichtet übrigens über die Mißhandlung eines Getretär der Bezirkshauptmannschaft brachte bruch zu begehen. Ob seine Sehnsucht nach Rumfutsch und blanem giveiten Arrestanten, die vor einigen Wochen vorgekommen ist. Der Fleischhauergehilfe Bohumil Auerspert wurde auf der Neustädter ihn davon ab, indem er ihm sagte( wörtlich): Sie haben Heinrich gestift worden, ist uns zur Zeit noch unbekannt. Wachstube von dem Wachmann Schmid mit der Faust in das Gesicht iet Gendarmen und Militär, wozu brauchen Genosse Lebius in Dortmund angewandt, wie der jest in Ein wirksames Mittel zu diesem Zwede hat seiner Zeit der geschlagen, daß ihm das Blut aus der Nase rann, dann beschimpft Sie einen Ausgleich?" Die neun Mitglieder des Streit Dresden Lebende der Sächsischen Arbeiter Zeitung" mitteilt. und wiederum geschlagen. Auch da sahen mehrere Wachleute ruhig fomitees sowie ein Student und ein Bauer, in deffen Scheune eine Auch ihn wollte der Staatsanwalt durchaus nicht haben. zu, ohne den Mißhandelten zu schützen. Aber schließlich werden die Versammlung stattfand, wurden wegen Uebertretung des Versamm Schön, sagte er diefem, wenn Du mir die beschauliche Ruhe Verhältnisse bei der Prager Polizei ausreichend dadurch illustriert, lungsgesetzes angeklagt. zwischen den vier engen Wänden der nationalen Gefängniszelle nicht daß die Sperrung eines Bordells die Disciplinarmaßregel gönnst, dann werde ich rabiat; dann genügen mir auch die natio über einen Beamten ist. Es steht fest, daß die gößeren Besizer die leineren nalen Grenzen noch nicht. Mein Vaterland muß größer sein, ich Ungarische Korruption. Aus Budapest wird telegraphiert: und die Pächter zur Unnachgiebigteitaufgefordert reise nach Brüssel. Sprachs und schon hatte ihn der StaatsDer von dem Minister des Innern zur Revision der wirtschaftlichen haben. Sie haben ihnen sogar den Pachtzins zu veranwalt beim Schlafittchen. Der Socialdemokrat hatte sich sein Gebahrung der Stadt Therestopel entfandte Revisor fand dort, wie ringern versprochen, wenn sie nur den Bauern teine Recht erkämpft. Polizeiliches, Gerichtliches usw. ustv.ne die Blätter melden, unerhörte Zustände. An zwei Millionen Konzessionen machen. Diese unversöhnliche Haltung erklärt städtische Gelder waren einfach verschwunden, eine dreimal sich einerseits durch die prozenhafte Gesinnung der Schachta, andrerWegen Beleidigung eines Baumeisters ist der vers fo große Summe war ohne jede Vollmacht verausgabt, die feits aber auch durch die Furcht, daß der Pachtzins nicht fintt, wenn antwortliche Redacteur des Hamburger Echo", Genosse Wabersky, Hauptbücher waren auf Jahre zurück gefälscht, die Einnahmen einfach der Bächter bessere Löhne zahlt. Diese Latifundienbefizer waren es zu 50 M. Geldstrafe verurteilt worden. Der Obermeister der Bauhütte", W. Lummert, hatte sich dadurch beleidigt gefühlt, daß das unterschlagen worden. Gegen sämtliche Beamte ist eine Untersuchung hauptsächlich, welche Militär benötigt haben. Man probierte auch„ Echo" das nicht eingehaltene Versprechen der Meister einen Worts angeordnet worden. den Terrorismus anzuwenden und arretierte Mitglieder des Streit bruch genannt hatte. Für das Urteil tanr als Hauptgrund in BeFrankreich. tracht, daß kein rechtlich bindendes Versprechen", den neunstündigen Die focialistische Niederlage in Marseille. Wie uns unser Trotzdem verhielten sich die Bauern ruhig. Ihnen zur Seite Arbeitstag bei 70 Bf. Stundenlohn einzuführen, vorgelegen" habe Pariser Korrespondent meldet, gehören die jetzt geschlagenen standen mit Rat und That die organisierten Arbeiter von und dem Angeklagten es offenbar darauf angekommen sei, dem Obersocialistischen Stadtverordneten nicht zu den Gues disten. Der Buczacz und ihrem Einflusse ist es hauptsächlich zu meister einen Hieb zu verfezen. Da die Angaben des Angeklagten im au Marseiller Gemeinderat unter Führung Flaissières war guesdistisch bis zum Beginn des Parteistreits über Millerand, ebenso wie die berbanken, daß der Streik in legalen Formen übrigen glaubhaft erschienen, sei auf eine so geringe Strafe erkannt Marseiller Deputierten und die dortige Organisation. Seither sind seinen Fortgang nimmt. Moralische Verbindlichkeiten scheinen in Hamburg keinen Kurs fie aus der guesdistischen Organisation ausgetreten, um sich den Gestreift wird unter anderm beim Abgeordneten der Landkurie zu haben. Jaurèfisten anzuschließen. Bulegt aber find sie auch aus der Baron Blazowski, welcher sich gegen feine eignen jaurėsistischen Organisation ausgetreten. Flaissières Gemeinderats- Wähler! mit Militär umschlossen hat, ferner beim mehrheit ist ganz unabhängig, steht außerhalb der beiden Grafen Badeni und bei den ruthenischen Geistfocialistischen Landesorganisationen. lichen. Dieser lettere Umstand beweist, daß die Bauernstreits Vom Kulturkampf. Aus Landerneau wird berichtet: vorwiegend wirtschaftliches und nicht nationales GeDer Deputierte Abbé Gayraud ist hier angekommen und wird sich präge tragen. nach Bloudaniel, Saint- Méen und Lefolgoet begeben, um zu ver suchen, Gewaltthätigkeiten in diesen Orten zu verhindern. Be waffnete Bauern halten die Straßen besetzt und halten die Passanten an. In Cruet wurde der Polizeikommissar in dem Augenblicke, als er die dortigen Schulen schloß, von Frauen zu Boden geworfen und gemishandelt. Spanien. Sagasta. Der Ministerpräsident Sagasta erklärte in einer Unterredung, er ſei müde und glaube, daß die Stunde der Nuhe für ihn geschlagen habe. Afien. Unruhen. Die Bewegung in der Provinz Szetschwan am oberen Yangtse hat den deutschen Schiffen Beschäftigung gegeben. Das Flußkanonenboot Borwärts", Rommandant Ober# fomitees. Das Verfammlungsrecht aufgehoben! In Lemberg wurde von der socialdemokratischen Partei eine Versammlung mit der Tagesordnung: Die Baueruftreiks" ein berufen. Die Versammlung wurde von der Polizei ver boten, mit der Begründung, daß der Ton, in welchem der Naprzod" über die Streits schreibt," Anlaß zur Besorgnis der Störung der öffentlichen Ruhe geben wird. worden. Aus Industrie und Handel. Der Gesamtabsah der Syndikatskokereken betrug nach Mitteilung der Rh. Weftf. 8tg." in den erften sieben Monaten des laufenden Jahres 3,6 Millionen Tonnen gegen 4 150 691 Tonnen in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mithin stellt sich der Minderabsatz auf 13,25 Proz. Zur Zahlungseinstellung der Bankfirma Ed. Rocksch Nachf. Es ist schon verschiedentlich darauf hingewiesen worden, daß die Bank- Fallissements des lezten Jahres den Großbanken eine willhaben, ihren Geschäftskreis tommene Gelegenheit geboten weiter auszudehnen, und daß die Krise die Konzentration Das Prekgesetz aufgehoben! im Bankfach noch mehr gefördert hat, als vorher die industrielle Einen Aufschwungsperiode. Die oppofitionelle Bresse in Galizien wird jetzt in liquidation des Bankhauses Ed. Nocksch Nachf. in Dresden. Zuerst neuen Beleg hierfür liefert die noch nicht dagewefener Weise tonfisciert. Das Krakauer schien es, als wolle die Deutsche Bank, die bekanntlich den größten Partei- Organ, Na przod" wird regelmäßig jeden Tag fon- Teil der Geschäftsverbindungen der früheren Leipziger Bauf überfisciert, selbst dann, wenn er die Artikel der Arbeiter- Zeitung" nommen hat, auch die Regulierung der Verpflichtungen der Firma Rocksch übernehmen. Der Dresdner Bank muß dieses stetige Vorcitiert. bringen der Deutschen Bank in ihre Domäne aber doch wohl Anlaß ungelernte 206 Klemp: Tape: weibl. ins: ner zierer Pers. gesamt Versammlungen. zu ernsten Bedenken gegeben haben; denn, wie jetzt mitgeteilt wird, Kistenmacher! In der Fabrit von Findeisen Na ch f. das Mobiliar nicht ihm, sondern feiner Ehefraz, die mit ihm außer übernimmt nicht die Deutsche Bank, sondern die Dresdner Bank S. 2 ads, haben sämtliche Kollegen infolge der vom Geschäfts- Gütergemeinschaft lebte. Später borgte er der Frau E. noch weitere die Regulierung der Angelegenheit; ob infolge einer beiderseitigen inhaber gestern im Vorwärts" bekannt gegebenen Ursachen die 2700 M. unter der falschen Vorspiegelung ab, er habe ein großes Vereinbarung bleibt dahingestellt. Arbeit niedergelegt. Das sind die Differenzen, von denen Geschäft in Aussicht. Mit der holländischen Firma Bozen u. Jansen Die Dresdner Bank hat in den lezen Tagen den Status der der Herr behauptet, sie beständen nicht. Zuzug von Holzarbeitern wolle er Gewehre nach Südafrika bringen. Die Flinten würden in Firma Ed. Nocksch Nachf. eingehend geprüft, und haben, wie es und Maschinenarbeitern ist fernzuhalten. Die Lohukommission. Deutschland für fünf Mark pro Stück gekauft und an die Boeren für 30 Mart das Stück verkauft. Er benutze das erbetene Geld als heißt, die gestern spät nachts beendeten Untersuchungen und Taxierungen das Resultat ergeben, daß nach vorsichtiger Schäßung die über den Geschäftsbetrieb im Monat Juli 1902: Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin. Bericht Einlage in das Geschäftsunternehmen und wolle sich den ganz Aktiven die Passiven ganz wesentlich überschreiten. Demzufolge bedeutenden Gewinn, der in Aussicht stehe, nicht entgehen lassen. hat die Dresdener Bank sich bereit erklärt, die Angelegenheit zu Maler Schloffer Arbeiter Frau Ehrenberg glaubte diesen falschen Vorspielungen um so mehr, regulieren und wird die Firma Rocksch sofort in Liquidation treten. Gingeschriebene, arals es gerade zu der Zeit war, als die Boeren die ersten NiederZu Liquidatoren wurden ernannt der eine Inhaber der Firma Herr beitsuchende Pers. 2094 974 385 145 119 263 3980 lagen erlitten hatten, und gab das Geld her. In gleicher Weise Peter Spreckels und als Vertrauensmann der Dresdner Bank Herr von Arbeitgebern und unter denselben falschen Vorspiegelungen lockte er dem KaufJustizrat Schubert. Die heute auf 11 Uhr einberufene Gläubiger1432 berl. Arbeitskräfte 1639 82 100 256 3715 mann Kirschner 2200 M. ab. Hier berief er sich auch noch auf den Kommerzienrat Richter in Namur, der ein naher Verwandter versammlung ist infolge dessen gegenstandslos geworden, und die In Arbeit gebrachte Firma Ed. Rocksch Nachf. wird, sobald das erlassene Veräußerungs- Personen... 1539 1131 188 79 89 188 3214 von ihm sei und ihm 10'000 M. schuldig sei, die demnächst fällig verbot aufgehoben sein wird, ihre Zahlungen wieder aufnehmen würden. Als Wagen das Geld hatte, verduftete er nach Belgien, wurde Gläubiger und alle Deutsches Reich. voll befriedigen. Die Geschäfte der aber nach längerer Zeit in Deutschland, als er heimlich dorthin zurückkehrte, Firma gehen in der Hauptsache auf die Dresdner Bauf über und Zur Aussperrung im Hamburger Baugewerbe. Noch verhaftet. Wie in der Hauptverhandlung hat der Angeklagte während haben bereits die Vereinigten Fabriken photographischer Papiere in immer haben die Mitglieder der Junung Bauhütte" nicht aufgehört, der ganzen Voruntersuchung behauptet, das Geschäft mit den BoerenDresden, die Dresdner Albuminpapier- Fabrik Aft.- Gef. in Dresden, unter Zurücksetzung der einheimischen Maurer, Bauarbeiter und flinten sei durchaus ernst gemeint gewesen, es habe sich allerdings die Att.- Ges. vormals Dr. Kurz in Wernigerode, die Att.- Ges. Zimmerer fremde Gesellen und Hilfsarbeiter einzustellen. Auch dem später zerschlagen, aber lediglich aus politischen Gründen. Mit Hilfe vormals Christensen in Berlin, die Mönchhofsbrauerei in Kulmbach, die Centralverband nicht angehörige Arbeiter werden den Organisierten des Auswärtigen Amtes hat die Staatsanwaltschaft in ganz Holland Erzgebirgische Dynamitfabrik Att.- Ges. in Geher und andre mehr zu überall von dem Bureau der Innung vorgezogen. Trotzdem verlangt und Belgien nach der Firma Bogen u. Jansen recherchiert, eine gesagt, ihre Geschäftsverbindung auf die Dresdner Bank zu übertragen. man von der Gesellenschaft, daß diese mit gebundenen Händen diesem Firma diefes Namens, die mit dem Angeklagten in Verbindung geDer Geschäftsbericht der Schuckert- Gesellschaft, von dem Treiben zuschaut. An den Altgesellen C. Hense ist folgendes Schreiben standen hätte, ist nicht zu ermitteln gewesen. Wegen der ersten ergangen: Nachdem Ihnen der Beschluß der Jnnung vom Sonn- beiden Fälle erfolgte Freisprechung, weil Frau E. schließlich doch das nähere Aufschlüsse über die in der letzten Aufsichtsratssitzung an- abend, den 26. Juli d. J., übermittelt ist und die selbstverständliche Ein- Mobiliar erhalten hat, im übrigen erfolgte Verurteilung zu sechs gegebenen Verluste der Gesellschaft und ihre finanzielle Lage er wartet wurden, ist jetzt erschienen. Wie so manche andre Geschäftsberichte ziehung der Agitationsmaßnahmen seitens der Gesellenschaften trog- Monaten und einer Woche Gefängnis. Der letzten Zeit läßt auch er recht viele Fragen unbeantwortet und dem hier und auswärts bisher nicht erfolgte, ersuchen wir Sie, giebt nur ein mangelhaftes Bild des Standes der Gesellschaft. nunmehr solches sofort zu veranlassen. Achtungsvoll W. Lummert, Aus der Frauenbewegung. Obermeister." Anstatt offen die gemachten Fehler, die Ausdehnungs- und Die Agitationsthätigkeit der Gesellenschaften" richtet sich einzig Weibliche Stationsvorsteher in Deutschland. Am Montag Gründungssucht sowie die übermäßige Beteiligung an den ver- und allein darauf, daß Zuzug von außen ferngehalten fand die Einweihung der Reststrecke Silberberg- Mittelsteine der schiedenartigsten Unternehmungen einzugestehen, werden einfach, ohne wird, weil in Hamburg noch mehrere hundert Bau- Gulengebirgsbahn statt. Auf dieser neuen Bahn find eine daß die seltsame Bilanzaufstellung im Vorjahre näher erörtert wird, handwerker troß offizieller Aufhebung der Aus- Anzahl weiblicher Stationsvorsteher angestellt, z. B. waltete am alle Berluste auf die Wirkung der Krise und den dadurch sperrung noch nicht wieder eingestellt sind. Wenn Montag in Nieder- Petersdorf eine von ihnen ihres Amtes. Die entstandenen Rückgang des Gesamtumsages des Hauptgeschäftes der Innung diese Agitationsthätigkeit" unbequem ift, so muß sie Bahn ist Aktiengesellschaft, an der Einweihung nahmen die staatlichen und seiner Zweigniederlassungen geschoben.„ Letzterer", so heißt es doch wohl ein Intereffe daran haben, daß noch weiter fremde Eisenbahnbehörden teil. im Bericht, betrug ca. 49 Millionen Mark gegen 72 Millionen Mark Gesellen nach Hamburg gezogen werden. Die in dem mitgeteilten im Vorjahr oder, wenn die in diesen Ziffern enthaltene Anrechnung Schreiben beregte Frage würde sich am einfachsten regeln, wollte die unsrer Lieferungen an die Zweigniederlassungen abgesezt wird, Innung anstatt der fremden Streitbrecher einheimische Gesellen ein39 Millionen Mark gegenüber 59 Millionen Mart. Diese un stellen. Eine öffentliche Bäckerversammlung tagte am Dienstags günstigen Umstände ließen sich durch Ersparnisse an Betriebsnachmittag im alten Schüzenhaus, Linienstraße 5, und befaßte sich und Verwaltungskosten nicht ausgleichen; denn Unterstützungskaffe für Partei und Gewerkschafts- Angestellte. zunächst mit dem Plan der Berliner Jnnungen, ein eignes Zeiten erfordert die Erlangung von Aufträgen eine ver mehrte Thätigkeit, so daß eine Verminderung des Personals nicht Der Stuttgarter Gewerkschaftskongreß hatte sich bekanntlich mit Einigungsamt zu errichten. Der Referent Heshold erim Verhältnis zu den geringeren Geschäftsergebnissen erfolgen konnte. Errichtung einer Unterstügungskasse für die Gewerkschafts- Angestellten innerte daran, daß gerade die Innungsmeister im Bäckergewerbe es Infolge der Verminderung der Aufträge waren wir genötigt, im einverstanden erklärt, die Grundzüge über Art und Höhe der Unter- sich angelegen sein lassen, diejenigen Gesellen außer Arbeit zu Laufe des vorigen Sommers zunächst mit der Zahl der Arbeiter fügungssätze bei Invalidität und Todesfall festgelegt und die bringen, die irgendwie für die Kollegenschaft eintreten, um Mißstände Darum tönne zurückzugehen und im Winter auch noch die Arbeitszeit zu ver- Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands beauftragt, mit in den Betrieben zu beseitigen, ja, auch nur ihre eignen türzen. Nachdem im Frühjahr erst in einigen Werkstätten die dem Verein Arbeiterpresse" sich ins Einvernehmen zu setzen, da für einfachsten Menschenrechte zu wahren suchen. normale Arbeitszeit wieder eingeführt worden war, ist dieselbe den Verein Arbeiterpresse" eine auf gleicher Grundlage ruhende die Interessenvertretung der Gesellen in den Innungen und den mit ihnen zusammenhängenden Institutionen nie feit Pfingsten allgemein aufgenommen worden. Trotzdem schon Unterstützungskasse bereits seit 1. april besteht. bei der vorjährigen Bilanz auf die damals bestehenden MaterialVorigen Sonntag hat nun in Hamburg die Konferenz zwischen zur Geltung fommen und ein Einigungsamt der Innungen müsse borräte den Tagespreisen gemäß bedeutende Abschreibungen statt- dem Vorstand und Ausschuß des Vereins" Arbeiterpresse" und der von vornherein als parteiisch angesehen werden. Der Redner verlas gefunden hatten, entstanden im Laufe des Geschäftsjahres erneute Generalkommission der Gewerkschaften stattgefunden und zu einem hierauf die kürzlich in der Versammlung der Gesellenausschüsse zu Sodann berichtete große Verluste, weil die Preise noch weiter zurückgingen und zudem vollbefriedigenden Ergebnis geführt. Der Sitz der Unterstützungs- dieser Frage gefaßte Resolution, die nach furzer Diskussion einstimmig erhebliche Abschlüsse bestanden, die zu den Zeiten der Hochkonjunktur tasse wird Berlin werden, wohin nach dem Stuttgarter Beschluß mit von der Versammlung gutgeheißen wurde. Barth über die am 13. Juli vom Gewerkschaftskartell und den unter den damaligen schwierigen Verhältnissen gethätigt werden Beginn des nächsten Jahres die Generalkommission übersiedelt. mußten. Bei der Aufarbeitung aber konnten alle diese Materialien Beitrittsberechtigt zur Unterstützungs- Versicherung sind die organisierten Bäckern in Rigdorf veranstaltete Kontrolle nur zu Tagespreisen verwertet werden, und ebenso mußten bei der Redacteure der politischen und gewerkschaftlichen Arbeiterpreffe, die der Bäckereien und hob besonders auch die Thatsache hervor, Juventur die noch unverarbeiteten Vorräte an Material, fertigen und Expeditions- und Buchhandlungs- Angestellten derselben, ihre Ge- daß in denjenigen Betrieben, wo die Arbeitszeit nicht eingehalten Halbfertigen Waren zu den gesunkenen Tagespreisen eingestellt werden. ichäftsführer, die Arbeiterfekretäre, die für die Arbeiterpresse thätigen wird, in der Regel auch die kraffeste Lehrlingszüchterei betrieben Der Verlust, welcher uns infolge dieser Konjunkturverhältnisse be- freien Schriftsteller und berufsmäßigen Berichterstatter sowie die An- wird. Wie wenig die polizeiliche Kontrolle zur Durchführung der troffen hat, beziffert sich auf über eine Million Mart. Bei unsren gestellten der beruflichen freien Central- Krankenkassen, die im Sinne gefeßlichen Bestimmung bisher ausreichend war, beweist am besten die Thatsache, daß in einem Hause die Polizeibeamten von ihrent ausländischen Fabrikationsunternehmungen haben ähnliche Verhält der modernen Arbeiterbewegung gegründet worden sind. Revierlofal einem das Gesez mißachtenden Bädermeister direkt in nisse obgewaltet, so daß die meisten derselben im verflossenen GeschäftsSchuhmacher! Die Firma Eberle u. Treibmann in die Backstube blicken können, ohne daß sie bis dahin etwas Unrechtes jahr ein Erträgnis nicht gebracht haben Unfre ZweigniederTassungen haben zum erstenmale seit ihrem Bestehen einen Dresden entließ, wie man uns telegraphisch mitteilt, wegen aus- bemerkt hatten. Die bessere Kontrolle hat nun bereits die gute Folge gehabt, daß jezt sämtliche arbeitss Rüdgang ihres Umsatzes zu verzeichnen, nämlich von 24,4 Millionen gebrochener Differenzen 50 Schuhmacher. lofen Bäder Rigdorfs zu Aushilfen herangezogen im Vorjahr auf 17,3 Millionen, und verhältnismäßig noch Achtung Holzarbeiter! In der Nr. 171 des Vorwärts" steht werden. Folgende Resolution wurde hierzu einstimmig mehr hat sich das Reinerträgnis gemindert; zwei der in kurzen Worten, daß der Ausstand der Holzarbeiter in Beulenroda angenommen:„ Die Versammlung erblickt in den Feststellungen selben schlossen schlossen infolge vont Ausfällen, die fie durch beendet sei. Jedoch ist dem nicht so, der Streit dauert noch des Rigdorfer Gewerkschaftskartells, wonach in mehr als 60 Prozent die Krisis erlitten hatten, sogar mit Verlust ab. Leider so lange fort, bis eine Einigung in allen Punkten aller Nixdorfer Bäckereien die Arbeiterschuß- Bestimmungen nicht einfind damit die Verlufte unfres Unternehmens noch nicht der gestellten Forderungen erzielt ist. Eine Einigung ist bis gehalten werden, einen Beweis für die äußerst mangelhafte Kontrolle erschöpft. Infolge der schweren Krisis find eine ganze Reihe von jetzt erst in einem Punkt abgeschlossen. Am 31. Juli wurde das der dortigen Polizeibehörde. Die Versammlung erwartet numehr Anlagen und Unternehmungen, an denen wir erheblich beteiligt Gewerbegericht zum zweitenmale als Einigungsamt angerufen und von dem Berliner Polizeipräsidenten, daß er baldigst für eine strenge find, unter anderm auch die Kontinentale Gesellschaft, erträgnislos wird voraussichtlich im Laufe dieser Woche eine weitere Berhandlung Durchführung der zum Schutz der Bäckerei- Arbeiter erlassenen Be geblieben." stattfinden. Bis auf weiteres ersuchen wir, den Zuzug nachstimmungen Sorge tragen werde. Dem Nigdorfer GewerkschaftsDas Gewinn- und Verlustconto zeigt folgende Posten: Die hier streng fernzuhalten. Die Lohnkommission. fartell spricht die Versammlung für die freiwillig auferlegte Mühe allgemeine Verwaltung hat erfordert 2 541 922 m., das ginsenconto Heizungemonteure! Bei der Firma Körting in Hannover Anerkennung und Dank aus." 1189 863 M., Ausstellungsunkosten conto 65 649 M., Abschreibungen Centralverband der Konditorgehilfen und verwandten Berufs: 11584 736 M. Die Kursverluste auf Effekten betragen 787 572 m., wurden nach Vorstelligwerden der Arbeiter die Abzüge zurüd genoffen. Mittwoch, den 6. August, abends 81/2 Uhr, bei Heine, Liniengenommen. Referat des Genossen Hezschold Berluste an Jaice, Mühlhausen, Hafslund und bei zwei Zweigs ftraße 96, Mitglieder Versammlung. Die Verwaltungsstelle Hannover geschäften 1 753 741 M., Betriebsverluste der Centralen 111 über Rechte und Pflichten der Gesellenausschüsse." des deutschen Metallarbeiter Verbandes. eigner Verwaltung 138 909 M., Abschreibungen auf Effekten, Konsortialbeteiligungen usw. 7 778 584 M., Delkredere- Conto Aussperrung christlich organisierter Arbeiterinnen. für Minderbewertung 9 000 000 W., zufammen 24 840 979 m. Eupen( Rheinland) hat die Cigarrenfabrik von Koch- Beder ihre Lehte Nachrichten und Depelthen. sie beschäftigt keine Arbeiter ausAndrerseits ergab sich ein Bruttonutzen von 3 878 732., sämtlichen Arbeiterimen das Diskontconto warf ab 13 240 m., so daß sich nach gesperrt. Die Arbeiterinnen, 59 Sortiererinnen und Cigarrendiesen Posten ein Verlust von 15 399 316 M. ergiebt. Bu arbeiterinnen, sind sämtlich im christlichen TabatarbeiterReval, 5. August.( W. T. B.) Der Kaiser traf heute nachdieser Sumnie ist aber noch der im Vorjahr nicht verteilte, sondern verband organisiert. Die Firma verlangt, daß die Arbeiterinnen neu vorgetragene Gewinn von 6 243 713 m. hinzuzurechnen, von aus der Organisation treten sollen, und versucht nun, von Baden mittag in dem Hafen von Reval ein. Der Bürgermeister überreichte dem an Tantiemen und Gratifitationen 694 023 M. abgehen, also Streitbrecher heranzuziehen oder dort ihre Waren herstellen zu lassen, Brot und Salz. Hierauf fuhr der Kaiser durch die geschmückte 5 549 690 m. verbleiben. Der Gesamtverlust stellt sich deninach auf doch ist ein Vertreter des christlichen Verbandes ihm stets auf den Stadt. Gegen 6 Uhr abends kehrte der Kaiser an Bord des Standart" Fersen, um diese Absicht zu vereiteln. beinahe 21 Millionen Mart. Zur Deckung des Verlustes von 15 399 316 m. beantragt die Verwaltung, diesen Betrag dem Reservefonds von 16 711 993 m. zu entnehmen, der dadurch auf 1 312 677 M. Heruntergebracht wird. Verkehr im Kaiser Wilhelm- Kanal. Nach der statistischen Zusammenstellung haben in den sechs vollen Betriebsjahren vom 1. Juli 1895 bis 30. Juni 1901 den Kaiser Wilhelm- Kanal 145 159 Schiffe mit insgesamt 17 450 609 Netto- Register- Tons passiert, wofür 9 078 621 Mart Gebühren gezahlt wurden. Es passierten nämlich: Schiffe mit N.-R.-To. 1. M. Gebühr 16 834 888 780 22 081 1895/96 1896/97 1897/98 1898/99 1899/1900 1900/01 1 507 983 2036 861 23 149 2 648 347 26 254 3 205 855 26 527 3 703 574 4 347 989 17 450 609 1 047 900 1 863 085 1734 179 1 894 969 2149 708 9 078 621 Ausland. In zurüd. Wilhelm II. in Reval. Der Schiffahrtstruft. boll Wieder ein Beispiel dafür, daß auch die sanftmütigen christlich Organisierten nicht sicher sind vor der Willkür der Unternehmer, London, 5. August.( W. T. B.) Unterhaus. Bei der Beund daß sich die Gewerkschaften auch durch das neutralste Verhalten, sofern sie nur ernsthafte Gewerkschaftsarbeit leisten wollen, das Ent- ratung des Berichtes über den Kredit von 7 765 000 Pfund Sterling für den Bau neuer Schiffe wies Edmund Robertson auf den gegenkommen der herrschenden Klassen nicht erkaufen können. Atlantischen Schiffstruft und auf das Angebot Pierpont Morgans hin und führte aus, eine auswärtige Gesellschaft sei jetzt Eigner der White- Star- Line und Pierpon Morgan habe eine Ergänzung der englischen Marine durch Handelskreuzer für die nächsten 50 Jahre angeboten; er hoffe, die Regierung werde nicht früher einen endgültigen Vertrag abschließen, bis das Haus Gelegenheit habe, denselben in Erwägung zu ziehen. Unterstaatssekretär Arnold Forster erwiderte, daß die Admiralität sich nicht durch das Versprechen irgend eines Ausländers gebunden habe. Die Subventionen, zu deren Zahlung die Admiralität sich verpflichtet habe, würden bezüglich solcher Schiffe gezahlt werden, über welche die Admiralität die volle Kontrolle während der Dauer der Zahlung der Subventionen habe. Der Bericht wurde darauf angenommen. Der Norwegische Maler Verband hielt seine 4. Landesversammlung vom 26.- 28. Juli zu Sandefjord ab. Der Verband, der jetzt 10 Abteilungen zählt, hat in den letzten beiden Jahren mehrere Erfolge erzielt. Mit der Begründung, daß nur durch gewertschaftliche und politische Organisation die Herrschaft des Kapitalismus gebrochen werden kann, empfahl die Landesversammlung den Abteilungen den Anschluß an die socialdemokratische Partei. 30 314 Die italienischen Bauarbeiter, vor allem die Maurer, Zusammen 145 159 arbeiten ständig an der Verbesserung ihrer materiellen Lage; Maurer Danach hat sich im sechsten Betriebsjahre die Zahl der Schiffe um streiks sind in jedem Frühjahr in allen größeren Städten an der 80 Proz., die Zahl der Netto- Register- Tons um 188 Proz. und Tagesordnung. In Piacenza hat soeben ein Maurerstreit nach sechsEberswalde, 5. Auguft.( Privatdepesche.) Bei der heutigen der Betrag der Gebühren um 142 Proz. gegen das erste Betriebs- wöchentlicher Dauer mit einem vollkommenen Siege der Arbeiter jahr gehoben. Allerdings blieben in dem letzten Jahre( 1900/01) die geendet. Wie gering die Bezahlung der Maurer im allgemeinen noch Stadtverordneten Wahl erhielt der socialdemokratische paffierten Register- Tons hinter dem veranschlagten vollen Verkehr ist, ersteht man aus den Forderungen, die gewöhnlich aufgestellt Standidat Fellwort 347, der Freifinnige 241, der Konservative Mithin muß Stichwahl zwischen unsrem Parteivon 5,5 Millionen noch um etwa 21 Proz. zurück und deckten die werden. So find jetzt die Maurer von Sesto Fiorentino in den 214 Stimmen. Einnahmen noch nicht ganz die Verwaltungs- und Betriebsausgaben. Streit eingetreten. Sie verlangen für die erstklassigen Maurer genossen und dem Freifinnigen stattfinden. Kaiserslautern, 5. August.( B. H.) Die Pfälz. Volksztg." Für das siebente Betriebsjahr, das mit dem 30. Juni geendet 35 Centimes( 28 Pf.) pro Stunde, für die andern 28 und 32 Cenhat, liegen noch keine abschließenden Zahlen vor, doch wird, nach times, für die jugendlichen 16 Centimes pro Stunde. Sodann vermeldet: Die heutige Delegierten- Versammlung des bayerischen den Ergebnissen der ersten drei Quartale zu urteilen, der Verkehr langen fie die Arbeitszeit, je nach der Jahreszeit, auf 8 beziehentlich Lehrer- Verbandes beschloß mit großer Majorität den Aufchluß an den deutschen Lehrerverein. 9 und 10 Stunden festgesetzt. etivas hinter dem des Jahres 1900/01 zurüdbleiben. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Gerichts- Beitung. München, 5. August.( W. T. B.) Der Finanz- Ausschuß der Abgeordnetenkammer lehnte wiederum die von der Kammer der Reichsräte hergestellten Forderungen für Rustawed e im Kultus- Etat ab. Auf eine angebliche Spekulation mit Boeren- Flinten Triest, 5. August.( B. H.) ( B. H.) Die ftreifenden Kaffeehausbafterte der Agent und Kommissionär Georg Wagen seine Hoch- Kellner haben beschlossen, von morgen ab die Arbeit unter den bis Elektromonteure, Bauhandwerker! Die geftrige Notiz über stapeleien, die denselben unter der Anklage des Betruges heute vorherigen Bedingungen wieder aufzunehmen. Prag, 5. August.( B. H.) Im Marienschacht zu Oberleutensdorf fand die Einigungsverhandlungen zwischen den Elektromonteuren und der die erste Ferienstraffammer am Landgericht II führten. Der AngeFirma Baul Hardegen u. Co. vor dem Gewerbegericht könnte den flagte wohnte mit seiner Ehefrau bei einer Frau Crämer in Char ein großer Wassereinbruch statt. Die aus 70 Mann bestehende Eindruck erwecken, als ob durch den erfolgten Schiedsspruch die Au- lottenburg. Durch seine wirtin lernte er eine Frau Ehrenberg Belegschaft konnte sich nur mit Mühe retten, ein Vergntann wird Als seine Ehefrau geistestrant wurde und in eine vermißt. gelegenheit endgültig erledigt fei. Dies ist nun feineswegs der Fall. kennen, London, 5. August.( W. T. V.) Nach einer bei Lloyds einDie Arbeitnehmer haben sich diesem Schiedsspruch gefügt und bleibt rrenanstalt gebracht werden mußte, lieh er sich von Frau zweimal 500 Mart unter dem Vorgeben, er gegangenen Depesche hat in Hongkong ein Ortan gewütet und an abzuwarten, ob auch der Arbeitgeber die Hand zum Frieden bieten Ehrenberg werde ihr sein Mobiliar verpfänden. Die Lohukommission. Thatsächlich gehörte den dort liegenden Schiffen Schaden angerichtet. wird. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: Julius Kalisti in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. E Nr. 181. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zölle auf Metalle. 97. Sigung der Zolltarif Kommission. Berlin, 5. August. Zunächst find noch drei Positionen von den Eisenzöllen zu erledigen. Position 841, Nadeln, legt auf Nähnadeln, auch mit vergoldeten Dehren 60 m., auf Näh-, Strick-, Stick- und Wirkmaschinennadeln 200 m., auf Kraßen-, Spick- und andre Nadeln, auch Angelhaken 30 M. Boll. Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. Gothein beantragt 60, 24 und 15 M.; Spahn dagegen 200, 1000 und 80 Mt. Spahn begründet seinen Antrag damit, daß auf einen Doppelcentner über 1 Million Nähnadeln gehen, der höhere Zoll also gegen über der Menge gar nicht ins Gewicht falle. Die Interessenten wünschten höhere Zölle, man könne ihnen entgegenkommen. Gothein hebt die starke Ausfuhr hervor, die die Einfuhr um das 110 fache übertreffe. Besonders wachse die Ausfuhr nach Amerika. Lezthin habe der Handelsminister gesagt, es scheine sich im freihändlerischen England ein Umschwung vorzubereiten zum SchutzzollSystem. Das sei bedauerlich, aber nicht verwunderlich, wenn Deutschland, das zweitgrößte Industrieland, seine Zölle immer höher schraube. Bezüglich dieser Position falle dabei auf, daß die Thüringer Nadelfabrikanten radikale Freihändler seien. Es sei verlorene Liebesmih', wenn man glaube, diese Position als ein handelspolitisches Objekt betrachten zu können. Schließlich führe dieses System zu einem Zollfrieg mit den Vereinigten Staaten. Die Spahnschen Forderungen seien unannehmbar. Speck( Centr.) beantragt zu 841 Spicknadeln 20 Mart und bekämpft die Spahnschen Anträge. Was es mit den Aussagen der Sachverständigen auf sich habe, das zeige die Behauptung, daß Deutschland mit Nähnadeln usw. vom Ausland überschwemmt werde. Die Ausfuhr sei überwältigend. Der hohe Zoll sei durch nichts gerechtfertigt. Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. Arendt beantragt zu 850: Werkblei, Bruchblei, Abfälle Blei, rob 1 M. frei; Hoch wendet sich gegen den Antrag Arendt, der die Bleiwaren Industrie belaste. Die Entwicklung der Industrie erfordere eine stärkere Einfuhr von Rohblei. Nur 13 Betriebe tämen in Betracht, die für den Bleizoll interessiert seien, aber die Ausfuhr von Bleiwaren überwiege weit die Einfuhr, man dürfe den Export nicht behelligen. Auch die Munitionsfabriken hätten Schaden von dem Zoll. Nach jeder Richtung seien die Zölle schädlich, er ersuche um Zollfreiheit. Arendt begründet seinen Antrag. Geheimrat Wermuth bemerkt, es sei von feiner Seite der Res gierung eine Anregung gegeben worden zu einem Bleizoll. Die Ronjunttur sei unverändert, die Erzeugung von Blei gestiegen. Unterstaatssekretär v. Fischer: Im Reichsschazamt sei in teinem Stadium der Beratung des Bolltarifs ein Boll auf Blei in Frage gekommen. Gothein beleuchtet die egoistischen Absichten der Blei- Inter effenten, die Werkblei zollfrei haben wollen, weil das wertvoller für sie sei. Als Kompensationsobjekt komme Blei nicht in Rechnung. Handelsminister Möller giebt zu, daß Bleiwerke in den letzten Jahren mit Verlust gearbeitet hätten, aber die Konjunktur eröffne günstigere Aussichten. auf Blei isoliert unter allen Staaten. Graf Kanik: Das Deutsche Reich stehe mit seiner Zollfreiheit treffenden Zollverhältnisse andrer Staaten. Redner erörtert die beArendtschen Antrag stimmen. Redner will für den Die Positionen werden sämtlich nach der Vorlage angenommen. Mittwoch, 6. Auguft 1902. Löhne, besonders für jugendliche und ungelernte Arbeiter, eingetreten. So find die Lohn- Minimalsätze in England ganz wesentlich geringer als in irgend einem der bedeutenderen kontinentalen Industriestaaten Europas, und dieser Thatsache sollten sich auch die deutschen Arbeiter bewußt bleiben, wenn ihnen die socialdemokratischen Machthaber und Diktatoren die Lage der englischen Arbeiterschaft bezüglich der Lohnfrage als an zustrebendes Muster vorgankeln und die naive Vertrauensseligkeit ihrer Gläubigen benutzen, um England als das Dorado der arbeitenden Klassen abzuschildern!" Eine jämmerliche Arbeitsorganisation", die nur noch bestehen fann durch eine Ausbeutung von Kindern, die selbst im Bourgeoisstaate ungefeßlich ist! Da wird hoffentlich Schweinburg jezt mit uns dafür eintreten, daß schleunigst eine socialistische Arbeitsorganifation an Stelle der kapitalistischen tritt. Diese bedarf keiner Kinderausbeutung zu ihrem Bestehen. Um so sicherer dürfen wir auf diese zwar nicht sehr saubere aber doch vielleicht nüzliche Bundesgenossenschaft hoffen, als es ja in Deutschland notorisch noch schlimmer ist. Wir wissen nicht, wo Schweinburg die Kenntnis her hat, daß die Minimallohusäße in England noch geringer sind wie in Deutschland. Nichtig oder nicht: es fommt nichts darauf an. Die Durchschnittslöhne find in England wesentlich höher wie in Deutschland und infolge der billigen Lebensmittel, die dem englischen Arbeiter durch keine junkerliche Raubritterpolitik verteuert werden, ist die Lebenshaltung der englischen Arbeiter durchschnittlich weit höher wie die der Deutschen. Eine gründliche Statistik, die wir unablässig fordern und die von denen um Schweinburg ebenso eifrig bekämpft wird, weil sie sie fürchten, würde das über allen Zweifel flar stellen. Aber auch darauf kommt schließlich nichts an. Die Erkenntnis, daß sie schmählich ausgebentet werden, ist darum der Masse der deutschen Arbeiter doch schon längst aufgegangen ebenso wie sie die politische Knebelung nur zu deutlich empfinden. Den Hinweis auf irgend ein Dorado brauchen sie nicht, um zu wissen, daß sie mit allen Kräften streben müssen, der politischen Knebelung und der Ausbeutung ein Ende zu machen. " Unterabschnitt D, Zink und Zinklegierungen. 8int, roh, Position 855, frei; 856 8intblech, roh, mehr als 0,25 Millimeter start 3 M., weniger feine als 0,25 Millimeter 4,50 m.; Stadthagen: Richtig sei, das in früherer Zeit die Handarbeit 857, abgeschliffen 5 M.; 858, Draht 6 M.; 859, Binkwaren, grobe, für Nadeln viele Arbeiter beschäftigt habe, aber heute nicht mehr 6 M., freie 24 M. das war einmal. Heute werde alles durch Maschinen gemacht, sogar Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. die Verpackung von Nadeln. Es scien nicht mehr 80, sondern Arendt beantragt zu 855, Bruchzink, Schliff, Hartzint, ZinkKleinkaufleute, Arbeiterschutz und Arbeiterorganisation. 11112 zwei Hände zur Herstellung der Nadeln nötig. Staub frei; Rohzink in Blöcken, Tafeln, Klumpen, Scheiben, Wildg ewordene Kleinhändler versammelten sich am Montag Spahn irre also, wvenn er meine, der Zollschutz komme Tropfen- 1 M. unter der Firma: Generalversammlung des Centralvielen Arbeitern zu gute. Redner weist statistisch die sinkende Gothein beantragt: 856/57 in eine Nummer zu fassen und verbandes deutscher Kaufleute und Gewerbes Zahl der Arbeiter und ebenso das Sinken der Löhne in dieser einen Zoll von 3 M. treibenden" in Leipzig zu einem tollen Vernichtungskarneval Industrie nach. Demgegenüber erscheine die Zollerhöhung des Molkenbuhr hat an der Motivierung der Vorlage für Rohzink gegen alles, was einen Fortschritt auf dem Gebiete der HandelsSpahnschen Antrages schematisch. Lächerlich sei die Behauptung von Freude gehabt; die Motive feien auch für Eisen zutreffend.( Arendt: organisation und des Schutzes der Handelsangestellten bedeutet. der leberschwemmung Deutschlands mit ausländischen Nadeln. Die Sehr richtig!) Der Centralverband deutscher Industrieller habe Lustig ist dabei, daß die in der Schule der agrarischen Schreibolde Aachener Handelstammer scheine gar kein statistisches Material zu fritiflos eine Bemerkung einer Petition hinsichtlich der Preis- gedriften Mittelständler selbst die landwirtschaftlichen Hilfsorganis besitzen. Wie könne bei unsrem Massenexport davon geredet werden? angabe übernommen, die ganz falsch fei. Redner weist dies an fationen, die Naiffeisen- Vereine und andre landwirtschaftliche GenossenGothein habe recht: Wenn unsre Zölle gesteigert werden, müsse das Zahlen nach. Auch werde in der Petition des Centralverbandes schaften nicht schonten und in einer Resolution die Beschränkung der zu einem Rückschlag führen; besonders komme dabei England in Amerika als Schreckgespenst hingestellt, das sei völlig grundlos. selben forderten. Betracht. Man vertenere durch den Zoll der armen Näherin die Ferner behaupte diese Petition, die socialpolitischen Schutzvorschriften Das wütendste Geschrei erhob sich gegen den armseligen Schuh Nadeln. Die Schneiderei werde durch den Zoll geschädigt. Alle verursachten der deutschen Zinkindustrie hohe Kosten, die in Belgien der Handelsangestellten. Die Nuhezeit der Angestellten soll beschränkt Gründe sprächen gegen den Zoll. nicht aufgewendet würden, mangels derartiger Schutzvorschriften. werden, die Ladenschlußzeit soll häufiger als bisher bis 10 Uhr ausGeheimrat v. d. Borght polemisiert gegen die Ausführungen Auch das jei unwahr. Redner weist auf die belgischen Schutzvorschriften gedehnt werden, die weitere Ausdehnung der Sonntagsruhe würde Gotheins und Stadthagens und erklärt, richtig sei, daß die Thüringer hin. Deutschland sei ein starker Zinkverbraucher, man schädige die Kaufleute ruinieren. Trotzdem sich einige vernünftige Beute Nadelfabrikanten freihändlerisch gesinnt seien, aber Thüringen sei es also, wenn man den Rohstoff durch den Zoll verteure. Dann unter der Masse fanden, die sich gegen diese Forderungen wandten, nicht der Hauptsitz der Industrie. Eine Bollerhöhung, wie im Antrag würden die belgischen Löhne angeführt, nicht aber die höheren wurden fie doch beschlossen. Das tennzeichnendste ist dabei, daß es Spahn, sei nicht erforderlich. amerikanischen. Er, Redner, halte die Konkurrenz der Länder für ausschließlich der deutsch- nationale Handlungsgehilfen- Verband ist, Spahn setzt die Bollsätze seines Antrages auf 100 refp. 500 am gefährlichsten, die hohe Löhne zahlen.( Widerspruch.) Redner der den ganzen Haß der armen Thoren auf sich geladen hat. und 50 M. herab. weist auf die Spinnerlöhne in England gegenüber denen in Deutsch- Politisch ziehen bekanntlich die meisten fleineren Staufleute an dem Gothein ändert ebenfalls seinen Antrag, indem er Stecknadeln land hin. Und gerade die englische Konkurrenz werde von den felben Strange wie der deutsch- nationale Handlungsgehilfen- Verband; besonders rubriziert und 24 M. Zoll dafür aussetzt. deutschen Spinnern am meisten gefürchtet, wie bei sie sind stramme Antisemiten und die deutsch- nationalen HandlungsBeumer meint, man müsse die Nadelindustrie auch mit solchen den Garnzöllen von den Interessenten in der Kommission gehilfen sind die lantesten Schreier in den antisemitischen Versamme Zöllen schützen, wie es das Ausland thue. Deutschland sei nicht das hören konnte. Das Kunstgewerbe, das sich des Zints immer Karnidel, das angefangen habe. Die Statistik bezüglich der Einfuhr mehr bedient, sollte man stügen und es nicht durch kartellfördernde scheine nicht richtig zu sein, er vermute, es würden in Briefen Zölle bedrohen. Die chemische, die elektrische Industrie verarbeiteten mehr Nadeln von Amerika eingeführt. Bint, man folle ihnen die Arbeit nicht erschweren; die Zölle auf Zinkwaren ersuche er abzulehnen. Arendt stimmt dem Vorredner darin zu, daß die Gründe der Vorlage ebenso schön für Eisen gälten, aber die Zollfreiheit für Bint sei eben eine Inkonsequenz im Tarif. Redner verteidigt seinen Antrag. Er werde sich nicht auf die gerügte Petition berufen, obgleich es richtig sei, was die Petition bezüglich der Preise anführe. Ein Schlußantrag wird angenommen. Bu Position 841 wird folgender Antrag Spahn angenommen: Nadeln: Nähnadeln 100 M., Nähmaschinen, Strickmaschinen- und Birkmaschinennadeln 500 M., Stecknadeln( auch mit Glastöpfen), andre Nadeln, sowie Angelhaken 50 M. Position 842, Eisenfand und Stahlspäne 6 M., wird mit 843, Eisenabfälle, Brucheisen, Späne 1 M., Glühspan, Schliff 2c.frei, verbunden. Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. Gothein beantragt zu 842- 1 M. Molkenbuhr tritt für Bollfreiheit ein, da gerade arme Leute die Käufer von Stahlspänen seien. Es liege kein Grund für den Zoll vor. Der Antrag Gothein zu 842 wird angenommen; 843 erledigt sich durch frühere Beschlüsse. Die Anmerkungen 1 und 2 zu Abschnitt 17A werden nach der Vorlage angenommen; zu Anmerkung 3 stellt Gothein mehrere Anträge, die abgelehnt, und die Anmerkung unter Streichung des Wortes dressieren nach der Vorlage angenommen, ebenso die Anmerkung 4 und 5; zu Anmerkung 6: Statuen mindestens in natürlicher Größe werden, sofern sie Kunstgegenstände sind, zollfrei abgelaffenbeantragen die Socialdemokraten die Worte: mindestens in natürlicher Größe zu streichen. Gothein: Deutschland sei außer stande, den Bedarf an Zint zu decken, der Zoll ändere gar nichts daran. Allerdings sei eine Breistreiberei vorgekommen durch das Kartell, der Rückschlag sei natürlich nicht ausgeblieben. Ueber die Rentabilität der Binfwaren Industrie in Deutschland könne man befriedigt sein. Die Ausfuhr sei mehr als hundertfach größer, als die Einfuhr, ein Schuß sei also nicht nöthig. Geheimrat Wermuth bestätigt die Steigerung der Produktion des Inlandes und wendet sich gegen den Arendtschen Antrag. Vier Fünftel der Ausfuhr gingen nach Ländern mit Zollfreiheit. Franken wendet sich gegen die Arendtschen Ausführungen und beruft sich auf die nötige starke Einfuhr. Position 855 bleibt zollfrei; die übrigen Positionen werden nach der Vorlage angenommen. Schluß 144 Uhr. Nächste Sigung: Mittwoch 9 Uhr. Sociales. Ein neuer Kämpfer gegen die Ausbeutung. Molkenbuhr bemerkt, daß es zolltechnische Schwierigkeiten bereite, mur in natürlicher Größe Statuen zollfrei zu lassen, es müßten dann schon Messungen nach dem Bertillonschen System vorgenommen werden. Eine Statue des berühmten Malers Menzel dürfte in mehr als natürlicher Größe kaum die Zollbarre Die„ Berliner Politischen Nachrichten", gedruckt in der Druckerei passieren; welches fei die natürliche Größe eines Zeus, oder von Nixen und Centauren oder Giganten oder Tierfiguren? Eine Nachbildung der Peterskirche könne doch nicht in natürlicher Größe erfolgen, wie es die Anmerkung um der Zollfreiheit willen vorschreibe. Geheimrat Blan erklärt, die Bestimmung sei so aus dem alten Tarif übernommen, die Zollbeamten würden sich zu helfen wissen. Die Anmerkung wird nach der Vorlage angenommen. Unterabschnitt B, Aluminium und Aluminiumlegierungen. Bu Position 844, Aluminium roh frei, stellt Arendt den Antrag, einen Zoll von 6 M. einzusetzen, zieht aber nach Begründung feines Antrages denselben zurück, da er keine Unterstüßung in der Kommission findet. Berbunden werden die Positionen 845-847 und 849, Aluminium Waren; für Bleche, Stangen, Tafeln 845 find 12 M., fir 846, Draht, rund, in der Stärke von mehr als 05 Millimeter 12 M., weniger als 5 Millimeter 50 M., für 847, geglättet oder geformt 50 M., für 849, andre Waren, 60 M. " ungen. Hier, wo die wahren Interessen der Handlungsgehilfen in Frage stehen, hier zeigt es sich, daß der antisemitische Schwindel nicht im ftande ist, die Interessengegensäge auszugleichen. Sobald die antisemitischen Kleinkauflente ihren Geldbeutel in Gefahr sehen, dann ist ihnen jeder Arbeiterschutz und jede Arbeiterorganisation ein Grenet, wenn sie sonst auch noch so gut antisemitisch ist. Mehr als einmal konnte man hören, daß den schrankenlosen und unfinnigen Forderungen der deutsch- nationalen Handlungs. gehilfen, die gewöhnlich zu den unbrauchbarsten gehören", so schnell und energisch als möglich entgegengetreten werden müsse. In gleichem Tone ging es über die Konsumvereine und alle Genossenschaften her. In der zweiten Sigung wollen die Herren über die Einkaufsvereine( der Kaufleute) verhandeln. Da wird wohl dann zur Abwechselung das hohe Lied der Genossenschaften erklingen. Ihr schlechtes Gewissen veranlaßte die Herren übrigens, dem Bericht erstatter der„ Leipziger Volkszeitung" den Zutritt zu verweigern. Der Mannheimer Gewerbegerichts- Proporz. Aus Baden schreibt man uns: Nachdem durch die mit dem 1. Januar des laufenden Jahres in Kraft getretene Novelle zum Reichsgesetz, betr. die Gewerbegerichte, die Möglichkeit der Einführung dieses Systems gesetzlich festgelegt worden ist und zwar mit der Maßgabe, daß die Stimmabgabe auf Vorschlagslisten beschränkt werden kann, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt vor der Wahl einzureichen sind, wurde in Mannheim von verschiedenen Seiten an die Stadtverwaltung der Antrag auf Einführung der Verhältniswahl gestellt, dem der Stadtrat, zunächst um einen Versuch damit zu machen, alsbald auch seine Zustimmung gab. In den Reihen der freien Gewertschaften, insbesondere in der Vertretung derselben, dem sogenannten Gewerkschaftskartell, stand man dem Blan ursprünglich nicht gerade freundlich gegenüber, der Post" und redigiert von dem bekannten Galizier, blasen zur Ab- weil man die Ueberzeugung hatte, daß der Stadtrat mur dem Drängen wechslung mal eine andre Flöte; sie entrüsten sich über die Kinder- der katholischen Arbeitervereine nachgab, die nicht etwa aus Gründen ausbeutung in England. Sie schreiben: der Gerechtigkeit, sondern nur, weil sie auf dem Wege der Majoritätena Ueber den Umfang der Kinderarbeit in England finden sich vertretung in Mannheim nichts zu erreichen vermögen, für die Eins in einem offiziellen Berichte des Home Office bemerkenswerte Anführung des Proporzes eintraten. Bestärkt wurden die Gewerkschaftsgaben. Danach leisten 300000 Kinder neben ihren täglichen Unter- vertreter in dieser Haltung durch die Thatsache, daß die katholischen richtsstunden eine wöchentliche Arbeit von 20 bis zu 72 Stunden; das Arbeiterorganisationen in solchen Städten, wo ihre Partei in den bedeutet also, wenn man die durchschnittlich fünfstündige tägliche Gewerbegerichten bezw. der städtischen Verwaltung bisher die Mehrheit Schulzeit der Tagesarbeit hinzurechnet, im Magimalfalle eine hatte, dem Drängen der socialistischen Arbeiterschaft nach Einführung tägliche Arbeitsdauer von 17 Stunden für schulpflichtige Kinder! der Verhältniswahl einen hartnädigen Widerstand entgegensetzten, Von diesen im Alter zwischen 11 und 14 Jahren stehenden Kindern um ihre eigne Position nicht zu schwächen. Schließlich drang jedoch arbeiten 45 000 in Fabriken und öffentlichen Werkstätten, 50 000 in bei den freien Gewerkschaften Wannheims, wie besonders auch bei Landwirtschaftlichen Betrieben, 100 000 find in Geschäften und der Fraktion der Niederstbesteuerten des Bürgerausschusses und Warenhäusern, 15 000 bei der Hausarbeit, 25 000 als Laufburschen den socialistischen Stadträten doch die Ueberzeugung durch, daß der und 40 000 als Zeitungsverkäufer beschäftigt. Und das ist möglich ablehnende Standpunkt gegenüber dem Gewerbegerichts- Proporz, so sehr trotz der gesetzlichen Bestimmung, daß die Beschäftigung von er aus den erwähnten Gesichtspunkten auch begreiflich erscheinen Kindern unter 14 Jahren mit gewerblicher Arbeit mindestens an mag, doch nicht haltbar sei, da man sich einer Forderung der Ges einem Tage der Woche nicht statthaft sein soll! rechtigkeit, die übrigens auch in den politischen Programmen der Man halte aber diese Entrüstung ja nicht für den Einfluß einer Socialdemokratie allenthalben Aufnahme gefunden hat, nicht deshalb Die Socialdemokraten beantragen Zollfreiheit. plötzlich über Schweinburg gekommenen anständigen Gesinnung oder widerseßen dürfe, weil unsre politischen Gegner da, wo sie die Macht Gothein beantragt zu 846/47 einen Einheitszoll von 12 M. socialpolitischen Einsicht. Wer sich in Deutschland über Kinder- in Händen haben, sich ihrer Durchführung hartnäckig entgegenstenunen Stadthagen weist darauf hin, daß bezüglich dieses Metalls ausbeutung entrüsten will, hat dazu im eignen Hause reichlich Ge- Die socialistische Stadtverordnetenfraktion wie auch die Vertreter der eine völlige Umwälzung im Gange fei, so daß ein Boll mur verlegenheit. Giebt es doch bei uns außerhalb der Fabriken überhaupt Socialdemokratie im Stadtrat stimmten also im Princip der Einfumpfend wirken könne. Die Aluminiumindustrie wolle bis auf eine noch feinen Schutz für Kinder, und wenn wir demnächst wirklich ein führung des Proportionalwahlsystem für die Gewerbegerichtswahlen Fabrit keinen Zoll. Dem Abg. Arendt sei wohl mm ebenso klar solches Schutzgesetz bekommen sollten, so wird es die Millionen armer von vornherein zu und stellten zu den einzelnen Baragraphen des geworden, wie es den andern Mitgliedern der Kommission klar war. Stinder, die in der Landwirtschaft und bei der Hausarbeit ausgebeutet neuen Ortsstatuts eine Reihe von Abänderungsanträgen, die in der daß der Zoll kartellfördernd wirke, sonst hätte er seinen Antrag nicht und körperlich und geistig verkrüppelt werden, dennoch unberührt dieser Tage stattgehabten Sigung des Bürgerausschusses zum Teil zurückgezogen.( Heiterkeit.) Durch den Zoll werde auch der Reichsetat laffen. Der Pferdefuß guckt den Schweinburg auch nur allzu auch angenommen wurden. belastet, da besonders für das Reichsheer Aluminium verwendet werde. deutlich aus den folgenden Säßen: Die endgültige Fassung des Mannheimer Gewerbegerichts- Statuts Regierungsrat Martin tritt für die Vorlage ein. Der Bericht des Home Office bedauert diese offensichtliche führt die Verhältniswahl zunächst nur für die Stadt selbst und ihre Gefeßesübertretung, erflärt sich aber außer stande, dagegen ein- eingemeindeten Vororte ein, schließt dagegen die zum Gewerbegerichtsa zuschreiten, ohne die sowohl durch die allgemeine wirtschaftliche Verband Mannheim gehörenden, zum großen Teil ebenfalls ins Lage wie auch durch die socialdemokratischen Bedustriellen fünf Landgemeinden davon aus, nachdem die Gemeindes strebungen der Trades Unions start erschütterte räte derselben sich gegen die Anwendung des Systems ausgesprochen allgemeine Arbeits- Organisation noch mehr hatten. Da über die praktische Anwendung des Proporzes in Deutsch zu gefährden. Jufolge diefer seit Jahrzehnten bestehenden land felbst bisher noch keine Erfahrungen gemacht wurden, mußte starken Beteiligung der Kinder all der gewerblicher sich das Mannheimer Statut an die entsprechenden Einrichtungen der Die Position 845 wird nach der Vorlage angenommen; ebenso 846, 847 und 849 nebst Anmerkung. ding Unterabschnitt C, Blei und Bleilegierungen. Die Pofitionen 850-854 werden verbunden. 850, Blei, roh frei; 851, Blei, gewalzt 2c., Fensterblei 3 M.; 852, Draht 6 M.; 853, Druckplatten 2c. und Buchdruckschriften 3 m.; 854, Bleiwaren 6 M., verzinnt 24 M. Arbeit ist naturgemäß eine erhebliche Herabsetzung der Schweiz, Belgiens, Dänemarts 2c. anlehnen und diese insbesondere In der Richtung einer möglichst weitgehenden Einfachheit des Ver- fluß der von den Barteihäuptlingen verbreiteten Lehre, daß die Diese Darstellung bringt den Fall Ackermann seiner Aufklärung fahrens berücksichtigen. Konsumvereinsbewegung eine Ergänzung zur gewerkschaftlichen und zwar um einen Schritt näher, ist aber noch keineswegs geeignet, die Der eigentlichen Wahl geht, wie dies in den genannten Ländern politischen sein soll", und lehnte, wie die Vereine des fächsischen Ver- Deffentlichkeit völlig zu beruhigen. Besonders ift es die„ amtliche" überwiegend üblich ist, die Aufstellung von Vorschlagslisten durch bandes Vorwärts", auch den Mannheimer als Mitglieder seines Feststellung der Todesursache, die faft allgemein mit einem gewissen die Vereinigungen der Arbeiter bezw. Arbeitgeber voraus, auf denen Verbandes ab. bestimmte Kandidaten bezeichnet werden. Der Vorfizzende des Nach lebhaften Auseinandersetzungen wurde mit 25 gegen 10 Mißtrauen aufgenommen wird. Wenn in dem ärztlichen Gutachten Gewerbegerichts fordert in einer Bekanntmachung der amtlichen Ver- Stimmen beschlossen: gesagt wird, der Verstorbene sei infolge mehrtägiger Alkohol- Entfündigungsblätter zur Einreichung dieser für Arbeiter und Arbeit" Der Verbandstag nimmt mit Bedauern Kenntnis von der ziehung an atutem Alkohol- Delirium erkrankt, so steht diese Behaup geber getrennt aufzustellenden Vorschlagslisten auf, indem er gleich- Ablehnung der Aufnahme des Mannheimer Vereins in den tung mit den übereinstimmenden Bekundungen seiner Verwandten und zeitig die Zahl der zu wählenden Beisitzer, Tag, Stunde und Ort Allgemeinen Verband. Er hält die von dem Verbandsanwalt Bekannten, laut deren Ackermann überhaupt kein Alkoholiker war, in der Wahl, sowie die für die Wählbarkeit und Wahlberechtigung hierfür geltend gemachten Gründe nicht für stichhaltig und empfiehlt auffallendem Gegensatz. Wenn wir es auch verstehen, daß die Frau gefeßlich vorgeschriebenen Bedingungen bekannt giebt. Diese Bes dem allgemeinen Genossenschaftstag zu Kreuznach die Aufnahme des Verstorbenen sich durch die Erhumierung ihres Gatten momentan tanntmachung hat mindestens vier Wochen vor dem Wahltermin zu in den Allgemeinen Verband." erfolgen. Die Vorschlagslisten bilden die Grund- Mit gleichem Stimmenverhältnis wurde der Antrag des Konsum befriedigt fühlt, so können wir es nicht minder nachfühlen, daß das Tage der Wahlhandlung. Um jedoch zu verhüten, daß zu vereins Cannstatt an den allgemeinen Verbandstag angenommen, große Publikum das der Frau bewiesene Entgegenkommen nur als biele Beisiger aufgestellt und damit eine allzu große Bersplitterung der die Entscheidung über die Aufnahme in den Genossenschafts- Verband ein absolut unzulängliches empfindet. Dem Gefühle der Frau ents der Stimmen herbeigeführt wird, muß jede Liste von mindestens fünftig dem zuständigen Vorstand des Unterverbandes( bisher dem spricht es, daß sie nach all den voraufgegangenen Scherereien und zwanzig Wahlberechtigten( Arbeitern beziv. Arbeitgebern) Verbandsanwalt) und in zweiter Justanz den stimmberechtigten Ber: überflüssigen Weitläufigkeiten das doch so selbstverständliche Anunterzeichnet sein und darf nicht mehr und nicht weniger Namen ent- tretern der betreffenden Genossenschaftsart auf dem allgemeinen gebot des Herrn Regierungsrat Friedel gewissermaßen noch mit halten, als Beisiger zu wählen sind. Unterzeichnet derselbe Wähler Verbandstag( bisher dem Gesamt Verbandstag) übertragen Dant acceptieren zu sollen glaubte; der kühlere Beobachter jedoch mehr als eine Vorschlagsliste, so wird sein Name auf einer der wissen will. Der Antrag will der Willkür des An- wird von dem Entgegenkommen nicht weniger als befriedigt sein. von ihm unterschriebenen Listen mitgezählt. Die Listen find spätestens walts Dr. Crüger, der nach Vorgang des Dr. Mar Hirsch Bleibt doch die ganze Affaire trotz der Erhumierung in das biszwei Wochen vor dem Wahltermin bei dem Vorsitzenden des Gewerbe- ein Special Ausnahmegesetz für die ihm nicht genehme fortschrittliche Herige Dunkel gehüllt. Sollte doch die Erhumierung gerade der gerichts einzureichen; sie müssen in einer Ueberschrift( wie etwa:( nicht fortschrittsparteiliche) genossenschaftliche Richtung geschaffen hat, Vorschlagsliste der vereinigten Gewerkschaften) genau diejenige bie Spige abbrechen, gleichzeitig die Konsumvereine der Be Wählergruppe bezeichnen, von der fie aus vormundung durch die auf dem Verbandstag stets in der Ueberzahl gehen, und müssen auf einheitlichem weißem Papier gedruckt oder vertretenen Mittelstandsgenossenschaften entziehen. geschrieben sein. Listen, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, find ungültig. Vor dem Wahltage sind die als gültig an erkannten Listen viermal öffentlich bekannt zu machen und bis zum Wahltermin in einem zur öffentlichen Kenntnis zu bringenden Lokal eg is the Der Herr Kreisarzt! zur Einsicht der Wähler offen zu legen. Bekanntlich ist es aus Rücksichten auf die Geschäftsinteressen der Die Stimmzettel dürfen nicht mehr Namen enthalten, als apotheker den Droguisten gefeßlich verboten, gewisse unschädliche, Beseitigung technischer Mängel im Eisenbahn- Betriebe Beifizer in der Wahlhandlung zu wählen sind und find, ebenso wie aber viel gebrauchte Arzneimittel, wie Brustpulver, Bruſtthee, eg befanntlich in legter Zeit des öfteren vorgekommen, daß Reifende durch Ordnungsstrafen! Im Borort- und Sonntagsverkehr ist es stellen. Gültig find nur solche Stimmzettel, die in Rhabarber usw. an das Publikum zu verkaufen. Bekannt ist ferner über ihr Ziel hinausfahren mußten, weil es ihnen nicht gelang, die einer Aufschrift einer der vorher eingereichten auch, daß gelegentlich Polizeibehörden, um die Befolgung dieser verquodlenen Thüren ihres Wagenabteils zu öffnen. Die fönigs und als gültig anerkannten Vorschlagslisten ent- Verbote zu kontrollieren, Nicht- Gentlemen", bezw., da es meistens liche Eisenbahn- Direktion Berlin hat jetzt die Thürschließer sprechen; die Namen der vorgeschlagenen Kandidaten dürfen jedoch Frauen waren, Nicht- Ladies", in Droguengeschäfte entsandten, welche angewiesen, darauf zu achten, ob Reisende aussteigen wollen, gestrichen und durch andre ersetzt werden. Die Abgabe der Stimm bort gerade solche verbotenen Mittel forderten. Das ist sogar durch damit sie diesen beim Oeffnen der Thüren behülflich sind; gettel erfolgt in einem von der Stadtverwaltung zu stellenden Um- Gerichtsverhandlungen festgestellt. Neu ist dagegen, daß auch ebenso sollen die Stationsbeamten ihr Augenmerk darauf schlag, und zwar begiebt sich der Wähler, genau wie bei den Ur- Beamte selbst, und noch dazu beamtete Aerzte, sich an Untersuchungen wahlen zum badischen Landtag, Entgegennahme des Wahltouverts in den bereit gestellten folierraum( fogenannte Dunkel- dieser Art beteiligen. Die Deutsche Droguisten- Zeitung"( Nr. 31) teilt Kammer), steckt dort den Stimmzettel in den Umschlag und tritt nämlich folgendes mit: dann zur eigentlichen Abstimmung wieder heraus an den Wahltisch. Es darf sich stets nur ein Wähler im Isolierraum aufhalten; Wahlcouverts mit mehr als einem Stimmzettel sind ungültig. 706 Tokales. Feststellung der Todesart Ackermanns dienen. Mag der Staatsanwalt noch so sehr von der Richtigkeit des ihm vorliegenden ärztlichen Gutachtens überzeugt sein, er würde nur im Interesse all der für die Affaire verantwortlich gemachten Faktoren gehandelt haben, wenn er der öffentlichen Meinung die doch keineswegs unerhörte Konzeffton gemacht hätte, eine nochmalige Obduktion des unter so rätselhaften Umständen Verstorbenen anzuordnen. richten. Bei wieder einlaufenden Beschwerden soll gegen die betreffenden Beamten mit Ordnungsstrafen vorgegangen werden. Daß auch die Werkmeistereien angewiesen worden sind, dafür Sorge zu tragen, daß nur Wagen in den Verkehr kommen, deren Thüren und Fenster sich leicht öffnen lassen, dürfte jedermann gut heißen; wie es aber der Thürschließer anstellen soll, während des Aufenthalts von einer Minute den ganzen Zug zu kontrollieren, um gegebenenfalls beim Deffnen einer schlecht funktionierenden Thür behilflich zu sein, das dürfte wohl ein Geheimnis der Eisenbahn- Direktion bleiben. Wir möchten hierbei eine Sache erwähnen, welche wir, wenn uns nicht selbst der Strafbefehl vorgelegen, für eine Hundstagsgeschichte halten würden. In der Droguenhandlung eines west lichen Vororts( Stadt) fordert ein Herr für 20 Pfennig Bruftpulver und erhält auch dasselbe. Kurze Zeit darauf wird der Befizer der Drognenhandlung mit einem Strafbefehl über 10 Mart erfreut, weil er an den, Kreisarzt" Brustpulver verkauft Die Berliner Brotpreise haben sich in der ersten Hälfte des habe. Also der Herr Kreisarzt verleitet selbst Jahres 1902 annähernd auf der gleichen Höhe gehalten wie in demden Droguisten zu einer..... ihm Brust pulver felben Zeitraum des vorhergehenden Jahres. Nach den Ermittelungen des Statistischen Amtes der Stadt war im Jahre 1902( beziv. int au verlaufen. Vorjahre 1901) der Durchschnittspreis in Pfennig für ein Kilogramm im März 23,93( 24,12), im April 24,17( 24,31), im Mai 24,84( 24,24), Roggenbrot: im Januar 24,02( 24,07), im Februar 23,83( 24,13), im Juni 24,22( 24,50) Pfennig; für 1 stilogramm Weizenbrot ( Schrippen): im Januar 41,31( 41,19), im Februar 41,27( 41,09), int סטן Die Feststellung des Wahiresultats erfolgt in dieser Weise: Jeder Stimmzettel wird behufs Konstatierung der auf die einzelnen Vorschlagslisten entfallenden Beisiger für diejenige gültige Borschlagsliste gezählt, mit deren Ueberschrift die eigene Aufschrift übereinstimmt. Dann wird ermittelt, wie viele gültige Stimmen im ganzen abgegeben und wie viele auf jede der einzelnen eingereichten gültigen Listen entfallen sind. Von den in jeder Gruppe vorgeschlagenen Personen gilt diejenige Bahl als gewählt, die sich zu der Gesamtzahl der zu wählenden Beisiger ebenso verhält, wie Soweit die Droguisten Beitung". Da die Geschichte in einem die Zahl der auf die Liste entfallenden Stimmen zu der Gesamtzahl westlichen Vorort( Stadt)", also in Charlottenburg oder Schöneberg der abgegebenen Stimmzettel. Ergeben sich bei dieser Rechnung spielt, untersteht der betr. Kreisarzt übrigens dem Berliner Polizei Brüche, so wird der fehlende Beisiger derjenigen Liste zugeteilt, die die höchste Bruchzahl aufzuweisen hat. Bei Gleichheit der Brüche präsidenten. Es wird interessant sein zu erfahren, wie der Herr entscheidet das vom Vorsitzenden des Gewerbegerichts zu ziehende Polizeipräsident sich zu dieser Handlungsweise seines Untergebenen März 41,33( 41,17), im April 41,67( 41,39), im Mai 42,00( 41,09), Los. Jnnerhalb der einzelnen Vorschlagslisten stellt. Es ist ja den Lefern des Vorwärts" vielleicht noch erinnerlich, im Juni 41,54( 41,44) Pfennig. werden die Gewählten in der folgenden Weise bestimmt: Es wird daß früher bei einer Gelegenheit der Polizeipräsident sehr energisch Wie wenig Obacht manche Eltern auf ihre Kinder bet zunächst ermittelt, wie viel Stimmen unter Berücksichtigung aller, gegen solche Anstiftung" von Droguisten zu derartigen Ueber- Landpartien geben, beweist die Thatsache, daß fast jeden Sonntag also auch der auf andre Vorschlagslisten abgegebenen gültigen tretungen" vorgegangen ist, damals nämlich, als er bei Beginn in allen von Ausflüglern besuchten Vororten Kinder im Alter von Stimmzettel auf die einzelnen Personen entfallen. Gewählt find des Apothekenboykotts die Aerzte vor dem Verordnungsbüchlein der 1-8 Jahren als verlaufen eingebracht oder als verloren gemeldet von den auf die einzelnen Vorschlagslisten entfallenden Kandidaten als Krankenkassen warnte. Es sollten nämlich in diesem sogenannten werden. So wurde am vergangenen Sonntag im Gebiete des Amtsdann diejenigen Personen, die unter Berücksichtigung aller Stimmzettel die höchste Stimmenzahl erhalten haben; bei Stimmengleichheit entscheidet fchwarzen Buch" Fehler enthalten sein, und der Herr Polizei- bezirks Tegel nicht weniger als 17 verirrte Kinder teils in den die Reihenfolge derNamen auf dem eingereichten Exemplar der Vorschlags- präsident machte deshalb die Aerzte darauf aufmerksam, daß sie sich Bureaus, teils in Gastwirtschaften untergebracht, um dort erst nach liste. 3st ein Gewählter auf mehreren Vorschlagslisten in Vor- einer strafrechtlichen Verfolgung ausfezten, wenn sie auf Grund in einem Vergnügungslokal in Tegel ein etwa ein Jahr alter Knabe Stunden von den Eltern reklamiert zu werden. Unter anderm fand schlag gebracht, so gilt er in derjenigen als gewählt, in der die dieses Büchleins irrtümlich verbotene Arznei aus Droguengeschäften Aufnahme, welcher noch nicht laufen konnte und dessen Mitnahme die meisten Stimmen für ihn abgegeben wurden. Ist auf verschiedenen verschrieben. Mit welcher Schärfe wird da der Herr Polizeipräsident 17 jährige Schwester vergessen hatte. Erst als die Eltern im Begriff Vorschlagslisten die gleiche Stimmenzahl für ihn abgegeben worden, erst gegen eine solche absichtliche Anstiftung vorgehen! waren, die Straßenbahn zu besteigen und nach Berlin zurückzuso entscheidet das Los. fahren, wurde das vergessene Kind vermißt und, nachdem es etwa In dieser Fassung erhielt das Statut die einmütige Zustimmung Ackermann wird exhumiert. Eine anscheinend magistrats- zwei Stunden in der Gastwirtschaft allein geweilt, wieder abdes Mannheimer Bürgerausschusses. Seine erstmalige Anwendung offiziöse Korrespondenz meldet: Bum Fall Adermann", des geholt. wird bei den Gewerbegerichtswahlen im Oktober d. I. erfolgen, zu Kohlenhändlers, welcher am 15. v. M. abends aus der Stadtvogtei Die Scharffchießerei auf Stadtbahnzüge zwischen den Stationen denen die Wählerlisten mit etwa 7500 Arbeitern und 1200 Arbeit nach der Irrenanstalt Herzberge überführt werden mußte und dort Savignyplaz und Charlottenburg dürfte für die Zukunft wohl vergebern bereits vor einigen Wochen geschlossen worden sind. Wir werden nicht verfehlen, über die praktischen Erfahrungen mit dem verstarb und ohne Benachrichtigung seiner Ehefrau beerdigt wurde, hindert werden, nachdem anläßlich des legten Attentates die Charhier im Reiche zum erstenmal zu erprobenden System der Ver- wird uns folgendes gemeldet: Die Witwe des so plötzlich und lottenburger Kriminalpolizei umfangreiche Ermittelungen angestellt hat. hältniswahlen seiner Zeit eingehend zu berichten. unter so bedenklichen Umständen Verstorbenen erschien gestern Bei einem gestern nachmittag abgehaltenen Termin, welchem auch der Theater- Sekretär S. beiwohnte, der bekanntlich in dem beschossenen ( Dienstag) nachmittag im Rathause, man sie und Wagen des betreffenden Zuges gesessen, konnte der Thatort genau Aus dem Kapitel ,, Vertrauensärzte". ihre Begleiterin an den Geheimen Regierungsrat Friedel festgestellt werden. Da auch die ungefähre Schußrichtung aus dem Der infolge eines Unfalles erwerbsbeschränkte Maler E. wurde wies, welcher das Decernat des Irrenwesens( Stadtrat Befunde der Einbenlung an dem Eisenbahn Waggon festgestellt im Dezember 1901 von dem Vertrauensarzt der Nordöstlichen Dr. Straßmann) vertretungsweise bearbeitet. Frau Acker wurde, dürfte es wohl bald gelingen, den schießluftigen Buben zu Baugewerks- Berufsgenossenschaft Dr. Römert auf 20 Broz. Erwerbs mann trug hier die Bitte vor, ihrem Ehemann ein ermitteln. 150 unfähigkeit begutachtet. Hiergegen legte E. Berufung beim Schieds- würdigeres Begräbnis gewähren und den Toten Selbstmord eines Erfinders. Der 26 jährige Hermann gericht ein und beantragte eine höhere Rente. Auf Beranlassung des bei der dieserhalb vorzunehmenden Eghumierung Gizmann hatte das Schlofferhandwerk erlernt, war in diesem jahre. Schiedsgerichts wurde. von dem Vertrauensarzt desselben noch einmal sehen zu dürfen; sie beabsichtige ihren Mann lang als Gefelle thätig und beabsichtigte, sich in seiner Heimat, Dr. Köhler untersucht und dieser bewertete die Erwerbsbeschränkung E.'s auf 331/ s Proz. Nachdem E. die 381/3 Broz. Nente ca. fieben in einem befferen Sarge auf dem Friedhofe der Danteskirch- Gemeinde einem kleinen schlesischen Landstädtchen, selbständig zu machen. Da sich Monate erhalten hatte, wurde er von dem Vertrauensarzt" der beerdigen zu lassen. Geheimrat Friedel erklärte der Frau, daß städtischer- jedoch dortselbst schon mehrere Schlossereien befinden, so wollte G. eine Schlächterei eröffnen und trat, um dieses Fach kennen zu Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft Dr. R. wieder unterfeits dem gar nichts entgegenstehe und daß er jo fort Anweisung lernen, bei dem Schlächtermeister W., Fürstenstraße, in die Lehre. fucht, wobei zwischen Dr. Nömert und dem Verlegten folgendes behufs Exhumierung des Toten geben werde. Dies wäre der vielseitige junge Mann beschäftigte sich ferner mit Erfindungen schon früher geschehen, wenn die Frau Ackermann sich gleich an ihn und entwarf u. a. Zeichnungen von Maschinen für das SchlächterGespräch stattfand: Dr. Römert: Nun E., Sie haben auch geklagt? E.: Jawohl, als den stellvertretenden Decernenten gewandt hätte. Mit Rücksicht gewerbe, Bedeutung auch von Fachleuten anerkannt Herr Doktor. Das war doch mein Recht! Dr. R.: Nun, wenn auf die mißliche Vermögenslage der Frau folle sogar die Er wurde. G. besaß jedoch nicht die Mittel, seine Ideen zur es nur Geld fosten würde, dann würden Sie nicht gleich flagen. Humierung auf Kosten der Anstalt Herzberge ge- Ausführung zu bringen und dieser Umstand, sowie auch die krankIch wollte nur mal den Herrn Dr. Köhler auf Ehre und schehen. Der Sarg solle in der Leichenhalle der Anstalt geöffnet und hafte Sucht, neue Erfindungen zu machen, scheinen auf G. einen Gewissen fragen, wie er Ihnen 331/3 Prozent bewilligen kann. So Herr Dr. Römert. Obgleich noch der Tote, nachdem ihn die Ehefrau retognosciert, in einen neuen derartigen Eindruck gemacht zu haben, daß er in einen Zustand nicht lange als Vertrauensarzt fungierend, so hat der Herr Special Sarg gebettet werden. Danach könne die Ueberführung des Sarges nervöser Ueberreizung verfiel. Als am Morgen G. nicht in den arzt", wie er in den Gutachten der Nordöstlichen Bergwerks- Berufs- nach der Leichenhalle des Kirchhofes der Dankesgemeinde und von Dienst kam, begab sich sein Meister nach dem Zimmer des Lehrlings, In dem„ Feſtſeßen" der Renten für die Unfallverlegten. Wir wollen erklärte sich mit allem einverstanden und verließ mit Dankesworten Erbfuhrwerts, Heinrich Blau, in der Soldinerstraße. Sein eigenes genoffenschaft genannt wird, eine geradezu unheimliche Virtuofität dort aus die Beerdigung bewerkstelligt werden. Frau Adermann den er bereits tot, mitten im Zimmer hängend, vorfand. Totgefahren wurde Dienstagvormittag der Kutscher eines jetzt nicht die verschiedensten Fälle herausgreifen. Davon ein für die schnelle und sie in allen Stücken befriedigende Lösung der Fuhrwerk einen Augenblick stehen lassend, trat Blau auf den Wagen eines Kollegen, um ihm eine Mitteilung zu machen, rutschte dabei der vorliegende Fall; etwa im Dezember schäßt der Herr Special- leidigen Affaire das Rathaus. Es entsteht nun die Frage, ob sich an die Erhumierung Ader- ab und fiel so unglücklich, daß ihm ein Nad übers Gesicht ging. arzt" Dr. N. die Erwerbsbeschränkung E.'s auf 20 Broz. und nach fieben Monate bei der Untersuchung findet Dr. St., daß eine we fent- manns irgendwelche gerichtliche Erhebungen knüpfen werden, ins- Der Tot trat in wenigen Minuten ein. liche Veränderung in den Verhältnissen eingetreten ist und die besondere, ob etwa seitens der Staatsanwaltschaft eine noch auf 20 Broz. zu schäßen Obduktion der Leiche angeordnet werden wird? Diese Frage 43 Jahre alte Zimmermann Traugott Schelling aus der Wallstr. 16 Tödlich verunglückt ist am Dienstagmorgen um 61 Uhr der Erwerbsbeschränkung E.'s nur noch auffei. Diese Begutachtung scheint mehr als eigentümlich und läßt die ist zu verneinen. Nach§ 157 der Strafprozeß- Ordnung hat die 43 Jahre alte Zimmermann Traugott Schelling aus der Wallstr. 16 zu Charlottenburg. Er war am Nonnendamm bei der Kanalisation Annahme zu, daß die Begutachtung der Verlegten ziemlich ober- Staatsanwaltschaft nur einzuschreiten, wenn„ Anhaltspunkte dafür im Begriff, zur Absteifung des Erdreichs einige Balken einzulegen. flächlich geschieht und zwar im Interesse der Berufsgenossenschaft vorhanden sind, daß jemand eines nicht natürlichen Todes Dabei trat er fehl, fiel drei Meter tief hinab und mit dem Kopf auf zum Schaden der Verletzten. War das erste Gutachten dem Befunde gestorben ist". Im vorliegenden Falle konnte aber selbst Mauerwerk, Bewußtlos wurde er nach der Rettungswache getragen, entsprechend abgegeben, und sind jest wesentliche Veränderungen eingetreten, dann mußte Herr Dr. N. der„ Specialarat" in seinem der Staatsanwalt nichts Unnatürliches finden. Nach Angabe von wo er nach dem dortigen Krankenhaus gebracht wurde. Hier eingetreten, dann mußte Herr Dr. N. der„ Specialarat" in seinem des behandelnden Arztes ist das Krankheitsbild ganz klar. starb er bald an dem erlittenen Schädelbruch. Er hinterläßt eine jezigen Gutachten zu einem andern Ergebnis kommen. Gegenüber der Begutachtung von solchen Vertrauensärzten" Bei Adermann brach nach der plöglichen mehrtägigen Alkohol. Witwe und 4 Kinder im Alter von 14 bis zu 8 Jahren. find die Verletzten gezwungen, trotz der Scherereien, die ihnen ent- Entziehung im Gefängnis das Delirium aus und bei der Auf- Geldverlufte haben den 33 Jahre alten Kutscher Hermann stehen, ihre Rechte aufs äußerste zu wahren. nahme in der Frrenanstalt wurde denn auch„ afutes Alkohol- Schulz aus der Invalidenstr. 31 zum Selbstmord veranlaßt. Die Delirium" festgestellt. Die Krankheit war bereits so vorgeschritten, Ehefrau mit ihrem kleinen Kind hält sich seit 14 Tagen in der Nähe Auf dem Verbandstage der füddeutschen Koufumvereine, daß die ärztliche Kunst nicht mehr zu helfen vermochte; Adermann von Küstrin bei Verwandten auf und hatte eine Nichte gebeten, ihre Wirtschaft zu beaufsichtigen. Als die Nichte am Montagnachmittag der am 2. und 3. August in Augsburg abgehalten wurde, kam starb an Herzschwäche", und die ärztliche Diagnose bestätigte vollauf eintraf, fand sie den Mann in der Sinbe erhängt auf. Ein auf es zu einem scharfen Busammenstoß zwischen dem Verbandsanwalt die nach seinem Tode vorgenommene Obduktion. Eine zweite dem Tisch liegender Bettel enthielt die Worte: Wegen Verluste bin Crüger, dem freisinnigen Abgeordneten, und den Vertretern der Ar- Secierung anzuordnen, lehnte die Staatsanwaltschaft angesichts dieser ich genötigt, mir das Leben zu nehmen." beiter- Konsumbereine. Der Konsumverein war amtlichen Feststellungen ab. Daß einem Tobsüchtigen beim EntDurch Hilferufe wurden am Montagabend der Agent Dammann Antrag auf Aufnahme in den Allgemeinen Verband der Eriverba fleiden behufs Badens oder dergleichen die Kleider zerrissen werden, und der Kutscher Schliebner aus Charlottenburg im Humboldt- Park ist in der Praxis der durchaus nichts Neues. Es Statut in erster Reihe Berücksichtigung derjenigen Lieferanten zusagt, fich jetzt nur noch darum handeln, den berechtigten Wünschen der das sich vor Schmerzen am Boden hin und herwälzte. Das Mädchen die das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter und die gewerkschaftlichen hinterbliebenen Witwe gerecht zu werden, und das soll, wie oben wurde nach der Polizei und von dort, nachdem ihm Milch verabreicht war, auf ärztliche Anordnung nach dem Paul Gerhardt- Stift ges Arbeitsbedingungen anerkennen. Darin sah Dr. Crüger einen Aus- mitgeteilt, alsbald geschehen. in andermal. Welchen Wert aber diese Gutachten" besitzen, beweist " bracht. Das Mädchen gab noch an, daß es in Zehlendorf, wo es im nicht der Fall; der Verein als solcher hat sich um die 3wet Straßen niedergebrannt. Am Dienstag brach in Dienst gestanden, eines Diebstahls beschuldigt werde und sich daher Wahlangelegenheit nicht offiziell gefümmert. Mit dem Eintreten der Larne bei Belfast Feuer aus, durch, das 18 Magazine zerstört wo Straßenbahner für Polenz hat es vielmehr folgende Bewandtnis: mit Salzsäure konnte das Leben nehmen müsse. Im Krankenhause, noch nicht fest: Die Straßenbahner verkehren viel bei dem Restaurateur Ophits. wurden beschädigt. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Etwa 11098 babeten, im Frauenafyl 5845 Personen, wovon 1321 babeten. Sier war es nun der Schaffner a Wolff, der zuerst mittrank, dann Erfäufter Schacht. Prag, 5. August. In dem Marienschachte bei Oberleutensdorf ereignete sich gestern ein großer Wassereinbruch. Die aus 76 Mann bestehende Belegschaft wurde bis auf einen Häuer gerettet. Das Wasser steht 80 Centimeter über der Füllortsohle. Erdbeben. In der Nacht zum Dienstag fand in Genua ein etwa drei Sekunden lang währendes Erdbeben statt. In Bisa verspürte man ebenfalls unter leisem Geräusch Erderschütterungen. Schaden ist nicht angerichtet worden. Auch in Leiria( Portugal) wurden zwei heftige Erdstöße beobachtet. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 72 bis 92 Uhr abends statt. M. F., Kronenstraße. Wann das 10. Deutsche Bundesschießen war? Im Jahre 1890! Die Frage ist in den legten Monaten und Wochen bereits unzählige Male an uns gestellt und von uns beantwortet worden. Charlottenburg 100. Die Einwohnerzahl Berlins war im Jahre 1866 am Jahresanfang 657 677, am Jahresende 665 632. gestellt werden, hat aber einen polnischen Klang und lautet Barosli Eine Zeitlang vor dem Wahltermin trattierte dieser verschiedene Der Schaden wird auf eine halbe Million Pfd. Sterl. geschätzt. oder Perowski oder ähnlich. Näheres war aus dem Mädchen, das Schaffner, mit Freibier und stellte ihnen ganz unverbindlich, noch lebt, nicht herauszubringen. vielleicht im Scherz, eine Belohnung von 50 Mart in Ein gestohlener Dampfer ist wohl in der Reihe der Dieb- Aussicht, wenn sie sich in das Wahlkomitee einzeichnen lassen und stahls- Objekte noch nicht dagewefen. Der Nuderklub„ Wicking" hatte am Montag feinen Trainingdampfer an dem Klubhaus in Nieder: Dahin streben würden, daß Herr Bolenz gewählt werde. Schöneweide draußen gelaffen, als die Mitglieder sich nach Hause 10 Schaffner krochen denn auch auf den Leim. Schon nach wenigen Tagen begaben. Das haben sich Liebhaber zu nutze gemacht. Heut morgen prangte ihr Name unter dem Wahlaufruf der Ordnungsmänner, und fand der Klub seinen 15 Meter langen Dampfer nicht mehr vor. Sie gaben sich sowohl mündlich wie auch schriftlich( siehe Postkarte) Wohin das Fahrzeug gebracht wurde, ist noch nicht bekannt. Man alle Mühe, die verheißenen 50 m. au verdienen. Bekanntlich hingen die sollte aber meinen, daß ein Dampfer nicht ohne weiteres verschwinden Trauben aber zu hoch; Poleng fiel durch und Obst wurde getann. JUU meinen, daß ein Don -die 50 Silberlinge blieben in der Fremde. An Der Berliner Asylverein für Obdachlose teilt mit: Im Wahltage selbst gab's auch Freibier für alle Straßenbahner, Der Berliner Asylverein für Obdach personen, wovon die Monat Juli nächtigten im Männerasy! 21 504 Personen, wovon die man für Polenz' Wahl interessieren zu können glaubte. Arbeitsnachweis wird erbeten für Männer: Wiesenstr. 55/59; für aber seinen Kollegen Vorwürfe ob ihres unproletarischen Verhaltens Frauen: Füsilierstr. 5. machte und anstatt Bolenz den Genoffen Obst wählte. Dieser Zeugen gesucht. Der Amtsvorsteher von Treptow ersucht Vorfall sprach sich bald unter den Straßenbahnern herum. Nach uns um Aufnahme folgender Aufforderung:„ Am Sonntag, den etwa acht Tagen fühlte sich der Schaffner Busch auf Anraten 3. b. M., vormittags 94 Uhr, ist ein junges Mädchen, das mit eines Controleurs durch einige Aeußerungen Wolffs beleidigt. Nr. I. Ein preußischer Morgen hat 180 Quadratruten. Eine preußische einem jungen Manne in einem Boote die Spree befuhr, in der Nähe Beide wurden darüber vom Inspektor Bernis zu Protokoll( rheinische) Quabratrute hat reichlich 14 Quadratmeter. Eine preußische des Eierhäuschens infolge eines Zusammenstoßes des Bootes mit ( rheinische) Rute als Längenmaß hat rund 33% Meter. Sypother heißt die bem Dampfer„ India" in bie Spree geſtürzt und ertrunken. Die 1. Auguſt ſeine Sündigung erhielt. Er versuchte, alvar Reifertigung aber ein gempital, bas auf ein Gummiband gefiehen if a Leihfapitalien in vom Gericht geführtes Register eingetragent. Zeugen des Vorfalles, soweit sie nicht bereits der Polizeiverwaltung bekannt geworden sind, werden ersucht, sich zur vollständigen Auf- noch, durch eine persönliche Vorstellung beim Betriebsdirektor Nach der Reihenfolge der Eintragung werden die Hypothekenkapitalien bei einer eventuellen Subhastation voll befriedigt, also die erste Hypothek zuerst, flärung des Sachverhalts im hiesigen Polizeibureau, Neue Allee Nr. 5, 8immer 4, in den Dienststunden von 8 bis ug marholdt die Kündigung rüdgängig zu machen, indem er dann die zweite usw., bis alle bezahlt sind oder das Geld alle ist. 3 darauf hinwies, daß den Grundfäßen der Direktion wegen 23. 2. 100. In zwei Jahren vom Ablauf des Jahres ab, in dem gefälligst einzufinden." politischer und gewerkschaftlicher Dinge Angestellte nicht ent- bie Bechschulb entstanden ober anerkannt ein. 2. Gtwa brei bis vier ist, verjährt die Schuld. R. Straßensperrungen. Nach den Mitteilungen des Polizei- laſſen werden sollten Nach den Mitteilungen des Polizei- lassen werden sollten doch vergeblich, am 1. August erfolgte seine. 200. 1. u. 2. Retn. - doch vergeblich, am 1. August erfolgte seine Wochen. 3. Das fönnen Sie mit dem Standesbeamten vereinbaren. präsidiums find wegen Umpflasterung resp. Asphaltierung folgende Entlassung. Ofternfeld. 1. Ja. 2. Nein. 3. Soviel uns bekannt, ist es wohl dieser Straßen bis auf weiteres für Fuhrwerke gesperrt: Das Alexander. Herr Bäckermeister Bolenz hat, trotz aller aufgewendeten Mühe Sohn.- Wahlrecht. Nein, durch Bewilligung des Armenrechts in einent ufer vom 11. Auguft an von der Stadtbahn- Ueberführung bis zum und Opfer, die Würde eines Stadtvaters nicht erobern können. Da- Brozesse geht feinerlei politisches Recht verloren. Die Bewilligung des 2. S. 100. Knick an der Charité, die Feldstraße vom 7. August an von der für aber ist ohne sein direktes Verschulden- ein tüchtiger Arbeiter Armenrecht hat mit Armenunterſtüßung nichts zu thin Ader- bis zur Husfitenstraße ohne Kreuzdämme, endlich die Streum seine Stellung gekommen. Nicht des Hausfriedensbruchs, wohl aber der Beleidigung haben Sie sich Tigerstraße vom 11. August an von der Bernauer- bis zur schuldig gemacht. H. B. 71. Beantragen Sie schleunigst beim Vorstand der Berufsgenossenschaft, Ihnen eine Unfallrente zu gewähren und beantragen Stralfunderstraße. sie ferner bei dem Magiftrat, Abteilung für Invalidenversicherung, BreiteW. M. Leider zu spät. ftraße 24a, Buerfennung der Invalidenrente. R. 5. 13. 1. Sie haben mindestens alljährlich 20 Marten( welche Höhe ist gleich) zu fleben, um Ihre Rechte nicht zu verlieren. 2. Um 7 Uhr. . Sch. Die Mitarbeiter haben Anspruch auf einen entsprechenden Teil des Gegen diefelbe ließe sich nichts ausrichten. C. Maerz. Leider entspricht die Entscheidung dem Gesetz. O. N. 75. 1. Erst müßte ein Urteil gefällt werden. 2. Nach Ihrer Darstellung müßten Sie mindestens in Söhe von 24 m. verurteilt werben. 3. Ob eine Strafanzeige, die Ihnen iederzeit freisteht, Erfolg haben würde, läßt sich nicht vorhersagen. 2. S. 91. Eine Zahlungspflicht besteht nicht, wohl aber wird auf Grund Sie fie schildern, dann würde eine grobe Unterschlagung und Untreue voreines ebeneinkommen zwischen der Kasse und der Versicherungsanstalt ein Teil gezahlt. Frau Bertha W. Wenn sich die Sache so verhält wie liegen. Wenden Sie sich an das Vormundschaftsgericht oder an die Staatsanwaltschaft. 2. 2. 18. Am 1. Januar 1903. M. Jg. 12. Nein. 111. Der Verletzte soll schleunigst bei dem Vorstand der Berufsgenossen schaft Bahlung der Rente begehren und, falls er das gethan, aber Antwort nicht erhalten hat, sich beim Reichs- Versicherungsamt beschweren.- Kluge 77. Zunächst müßten Sie einen Kostenfestfegungs- Beschluß beim Gericht erwirten Beiſpiel G. 437, Nr. 78 des in ben öffentlichen Befehallen ausliegenber focialdemokratischen Wahlverein unterm 10. Juni einberufene Verbes Begirls, in dem der Bellagte wohnt. 88. Nein.-H. S. 20. Die Arbeiterrechts). Dann übertragen Sie die Sache dem Gerichtsvollzieher fammlung von dem überwachenden Beamten aufgelöst, weil im Staffe ist zu verklagen, zuständig ist der Magiftrat Stralauerstr. 3-6. Saale einige Frauen anwesend waren. Die vom Borsigenden ge-. 100. Wenn Beweis aufnahme stattfindet und ein Urteil ergeht, etwa 100 W. führte Beschwerde ist vom Landrat zurückgewiesen und der Bescheid lautete: Schöneberg. Mit der Durchlegung der Eberstraße Fenerbericht. Ein größerer Dachstuhlbrand tam Montagabend von der Marstraße nach der Hauptstraße ist bekanntlich bei den UmUrbanstr. 38 aus nicht ermittelter Ursache aus. Ein erheblicher Teil pflasterungsarbeiten in der Marstraße begonnen worden, nachdem des Dachstuhles wurde dabei eingeäschert. Zur felben Zeit brannten das große, längs der Ningbahn gelegene Gelände an einen neuen Mittenwalderstr. 19 Möbel und Betten und Pflugftr. 16 verschiedene Befizer übergegangen war. Nach dem Bebauungsplan findet die Wäschestiice. Preßkohlenbrände waren Kulmstr. 20a und Birkenstr. 1 Ebersstraße auf Wilmersdorfer Terrain ihre Fortseßung in der Ring abzulöschen. Kleine Wohnungsbrände erfolgten Mulachstr. 35, Luisenbahnstraße, so daß späterhin ein parallel zur Ringbahn laufender Ufer 1 und Langestr. 64. Alarmierungen nach Waldemarstr. 12, Straßenzug von der Kolonnenbrücke bis zum Bahnhof Halensee entKlopstockstr. 41 und Potsdamerstr. 118a entpuppten sich als" blinder stehen wird. In Wilmersdorf ist man jezt dabei, den bereits vor handenen östlichen Teil der Ringbahnstraße zu regulieren. Lärm". der Stadtverordneten Wahlen hat sich bereits mit den Der Ausschuß zur Vorprüfung der Gültigkeit Einsprüchen gegen die Wahl unsres Genoffen Obst im 4. Bezirk be schäftigt, aber noch keinen Beschluß gefaßt, die Angelegenheit viel mehr dem Magistrat zum Zwecke von Erhebungen, Beugenvernehmungen usw. übergeben. Jedenfalls aber dürften die Herren Protestler mit einem kläglichen Fiasko abschneiden. Das große Sportfest am Müggelsee, das die Berliner Arbeiterschaft am Sonntag veranstaltet hatte, hat unter einem ungeheuren Andrang des Berliner Proletariats stattgefunden, ein Beweis für das große Jnteresse, das die Arbeiterschaft dem Sport als Kräftiger des törperlichen und seelischen Organismus entgegenbringt. Und in der That hat ja gerade das Proletariat eine ganz besondre Ursache, durch eine sich in vernünftigen Grenzen haltende Pflege Neu- Weißensee. Bekanntlich wurde die von dem hiesigen jeder Art des gesundheitsstählenden Sports den Schädigungen einseitiger förperlicher Berufsarbeit entgegenzuarbeiten. Diese Arbeit, unter dem kapitalistischen Regime zu peinigender Fron entartet, gewährt Idem Körper nur selten jene allseitige Mustelbethätigung, die für den gesunden Menschen eine hygienische Notwendigkeit ist; viel häufiger ist die Ursache einseitiger Abspannung oder gar förperlicher Mißbildung.yo Es ist einfach unmöglich, die Zahl der Festbesucher annähernd zutreffend abzuschätzen, die sich auf dem ausgedehnten Festterrain, bas mit bunten Fähnchen festlich geschmückt war, angefunden hatten. Jedenfalls zählte fie nach vielen Zehntausenden, und die Dampfer und Züge vermochten es kaum, die Menschenmassen nach dem Festplag und zurück zu befördern. Ueberall herrschte die fröhlichste, angeregtefte Stimmung, die sich auch durch einen programmwidrigen Regenschauer nicht im geringsten beeinträchtigen ließ.. Die sportlichen Vorführungen hielten sich diesmal in getvissen Grenzen, sie beschränkten sich auf Schwimmübungen, Produktionen der Radfahrvereine und Fußball- Wettspiele, während die Segelregatta ausfiel. Indes waren die Zuschauermassen von dem Gebotenen trotzdem hochbefriedigt, wie denn überhaupt vom Morgen bis zum Abend nicht ein einziger Mißton die harmlose Feststimmung trübte. Mit einem Worte: das erste Arbeiter- Sportfest war so gelungen, daß die Arbeiterschaft Groß- Berlins dem Rufe zur Begehung des zweiten Sportfestes freudig folgen wird. -VO Ueberschusses. Witterungsübersicht vom 5. August 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke " Ihre Beschwerde vom 16. Juni d. J., betreffend die Auflösung einer Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins in Neu- Weißensee, vermag ich als begründet nicht anzuerkennen. Anläßlich der zum 10. Juni d. J. nach dem Vereinshause, Charlottenburgerstr. 150 daselbst einberufenen Bersammlung des vorbezeichneten Vereins befanden sich in dem Versammlungsraume auch mehrere Frauen, welche räumlich durch eine Leine von den an Swinembe. 759 Hamburg 759 SS der Versammlung teilnehmenden Männern getrennt waren. Da Berlin 760 Still der Aufforderung des überwachenden Gendarmen, die Frauen aus Frantf./M. 760 Stil dem Versammlungsraum zu entfernen, nicht Folge geleistet wurde, München löste der Gendarm auf Grund der ihm nach§ 8 des Vereins- Wien gesetzes vom 11. März 1850 zustehenden Befugnis die Verfammlung auf. Die Abgrenzung des Zuschauerraums durch eine Schnur ( Leine) in dem Versammlungsraum selbst ist als eine aus= reichende räumliche Trennung nicht zu erachten, da den Frauen durch eine derartige Abgrenzung im Versammlungsraum und in unmittelbarer Nähe der Männer nicht die Möglichkeit genommen wird, sich aktiv an den Verhandlungen zu beteiligen." noch nicht aufrieden und werden die Beschwerde höheren Orts weiter Selbstverständlich geben sich die Genossen mit diesem Bescheid geben. Dann werden die Genossen wohl erst erfahren, wie weit sie Versammlungen besuchen. 2 Wetter Temp. n. C. 5°.= 4° R Stationen Barometer= aftanb mm Winds richtung Windstärke bedeckt 15 Haparanda 7600 2 wolfig 14 Petersburg Regen 14 Cort bedeckt 15 Aberdeen 1bedeckt 16 Paris -Dunft 17 Wetter 4Regen Temp. n. 6. 15° C.= 4°. 11-14 15 760OSO 3 wolfig 14 2 bedeckt 761 763 S 762 Still Wetter Prognose für Mittwoch, den 6. August 1902. Bunächst aufflarend, am Tage wärmer bei mäßigen füdöstlichen Winden; später neue Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Osten.) Todes- Anzeige. Tischler Paul Niebel. Das Paffage Theater übt gegenwärtig eine bedeutende Bug- sich von ihren Frauen zu trennen haben, wenn fie mit denselben Nach langen schweren Leiden starb Traft auf das Publikum aus. Von den neu engagierten Künstlern intereffieren, soweit turnerische Leistungen in Frage kommen: die Die Einwohnerzah! des hiesigen Ortes betrug unser langjähriges Mitglied, der Akrobaten Loretto und Granet mit ihrer verblüffenden Ge- Ende Mai 32 729 Personen. Der Zuzug( inkl. Geburten) pro Juni fomeidigkeit, die noch im Knabenalter stehenden vier Bollmers, und Juli betrug 1021 Personen. Der Wegzug( inkl. Sterbefälle) das Santry Trio( Kraftturner) und die mustulöse mig betrug 960 Personen, mithin ein Mehr von 61. Die Einwohnerzahl Victoria, die besonders beim Schwung der„ magnetischen Welle" beträgt Ende Juli 32 790 Personen. Umzüge fanden während dieser Beifallsftirme entfeffelt. Wer sich für dergleichen Künste intereffiert, Beit 282 statt. mag die Phantasietänzerin uci Klaire, die Gesangs- und Selbmord verübte die Ehefrau des Arbeiters Hund in der Tanzsoubrette Emmy Palmen oder das Gesangs- und Tanz Nacht zum Montag. Nach voraufgegangenen ehelichen Zwiftigkeiten quartett Bergißmeinnicht" bewundern. Als Volts stürzte fich die unglückliche aus dem Fenster der gemeinsamen typen- Darstellerin gefällt Alice Marlert außerordentlich, Wohnung im vierten Stock des Hauses Kronprinzenstr. 33 auf den besonders wenn sie als Streichholz- Jule" das Publifum mit ge- asphaltierten Hof und blieb dort mit gebrochenen Beinen und zer- 243/19 füllten Zündholzschachteln bombardiert. Auch Gianottos lebende schmettertem Schädel liegen. Der Tod muß auf der Stelle einDarstellungen bekannter Aquarellgemälde finden allgemeine An- getreten sein. Die Gerüchte von einem Mord, der an der Frau vererkennung. Beachtenswerte Leistungen entwickeln ebenfalls die übt sein soll, find wohl auf leeres Gerede zurückzuführen. Der Che Holzarbeiter- Verband. drei Teherans" bei ihren persischen Reifenspielen und mann befindet sich auf freiem Fuß. Jongleurkünften. Eine Zugfraft ersten Ranges ist ohne Zweifel Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 6. d. Mits., nachm. 4 Uhr, von dem städtischen Krankenhause Friedrichshain) nach dem GemeindeFriedhof in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Paul Niebel Willy Brager, ein wirklich wiziger Humorist. Im fleinen Saal Ueber einen Gendarmenmangel im Bereiche des 3. Armee- der Kollege produziert sich Mohamed Soliman als Feuertänger. Man corps flagen die bürgerlichen Blätter. In der That find eine Reihe thut jedoch gut, das jedem Kulturmenschen anhaftende Feingefühl Gendarmerieposten zum Teil gar nicht, zum Teil schwächer befest. braußen zu lassen, wenn man mit ansehen will, wie er ein glühendes Unfre Genoffen aber stellen fest, daß unter diesem Mangel noch nicht Eisen beleckt oder sich ein halbes Dugend langer Nadeln durch die eine Haut des Unterarmes sticht. Arbeiterversammlung zu leiden hatte. Socialdemokratischer Wahlverein von Brik. Den Parteigenoffen zur Nachricht daß unser Mitglied Genoffe Wilhelm Köhler am Montag, den 4. August, im Alter von nahezu 31 Jahren nach langem, schwerem Leiden verschieden ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Donners tagnachmittag 6 Uhr vom Tranter hause Briz, Chauffeestr. 80 aus, nach dem Brizer Gemeindekirchhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 1290b Der Vorstand. Arbeiter Gesangverein Briz en Bekannten hierdurch zur Nachs Wilhelm Köhler richt, daß unser Sangesbruder am Montag, den 4. August, im 31. Lebensjahre an der Proletarierfrankheit verschieden ist. 12916 Ehre seinem Audenken. Die Beerdigung findet am Donners tag nachmittags 6 Uhr vom TrauerBrizer Gemeindefirchhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Borstand. ( Tischler) am 3. d. Mt3. verstorben ift. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6., nachmittags 4 Uhr, Köpenick. Die Stadtverordneten- Versammlung beschloß in der vom Krankenhaus Friedrichshain nach Orgelkonzert. Fräul. Clara Schwarz, Fräul. Lei Weife, Herr Paul legten Sigung einstimmig die Errichtung einer eignen elektrischen dem Central Friedhof in Friedrichshause Brig, Chauffeeſtr. 80, nach Bronsch, Herr Konrad Huldschinsky, Cellist, Herr Arthur Buchholz und Herr Baul Otto werden am Mittwoch, den 6. August, mittags 12 Uhr in der felde statt. Marientirche beim Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel mit wirken und im Verein mit diesem Kompositionen von Bach, Händel, Loca: telli, Haydn, Mendelssohn, Rheinberger, Gounod, Dienel zc. aufführen. Der Eintritt ist frei. = Aus den Nachbarorten. Centrale, Fortführung der Straßenbahn nach dem Bahnhof Spindlersfeld und der Kolonie Wendenschloß, sowie Einführung des elektrischen Betriebes auf der ganzen Strecke und bewilligte hierzu die Summe von 600 000 m. malis Vermischtes. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 87/4 Danklagung. Am 3. d. Mts. entschlief nach langem Leiden uusre Mutter, Groß- Für die rege Teilnahme bei der Be: und Schwiegermutter, die Witwe erdigung unsres lieben Vaters, des Agnes Schwarz geb. Ortlieb. Bimmermanns Karl Müller, Die Beerdigung findet am Donners: fagen wir allen Freunden, Genossen tag, nachmittags 2 Uhr, von der Halle und Bekannten, insbesondere dem des St. Thomas- Kirchhofs, Hermann Gefangverein der Enterbten, unfren straße, statt. Um stille Teilnahme herzlichsten Dank. 1292b bitten Die Hinterbliebenen. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsres guten Vaters 47822 Karl Lutze Lichtenberg Friedrichsberg! Eine öffentliche Versammlung Ueber Millionen- Unterschlagungen in einer ungarischen findet am Donnerstag im Kronprinzen- Garten, Chaussee 86, statt. Kommune wird einem Berliner Blatt gemeldet: Der vom Stadtverordnete Genoffe Bruhns wird über die Aufgaben der Social- Minister des Innern zur Revision der Finanzverwaltung von demokratie in den Gemeindevertretungen sprechen. Sache der Partei: Therefiopel( Szabadka) entsandte Stommissar machte genossen und deren Frauen wird es sein, durch zahlreichen Besuch recht traurige Feststellungen: An awei Millionen Kronen Allen Freunden und Bekannten die dieser Versammlung zu zeigen, daß es den Freisinnigen" nicht ge- städtischer Gelder waren einfach verschwunden, eine traurige Nachricht, daß meine liebe lingt, die Gemeindewähler wahlmüde" zu machen. breimal so große Summe hatte man ohne jede Mutter, die Witwe Das Wahl- Komitee. Bollmacht verausgabt. In den Hauptbüchern entdeckte man Adelheid Barann Was bei einer Stadtverordnetenwahl alles passieren kann, Fälschungen, die viele Jahre zurüddatieren. Die sehr beträchtlichen bas zeigt sich uns nachträglich bei der Wahl des Genossen Obst in Einnahmen der etwa 80 000 Einwohner zählenden Stadt flossen nicht am Sonntag früh 5% Uhr nach sagen wir allen Freunden und Kolin die Kommunaltasse, sondern wurden von Schöneberg. Vor einigen Wochen berichteten wir, daß eine beamten unterschlagen. Aber nicht nur diese sind an den den Kassen- langem Leiden sanft entschlafen ist. Tegen, sowie den Genossen des, Die Beerdigung findet am Mitt: 6. Wahlkreises, den Gasarbeitern und Anzahl Angestellte der Straßenbahn ihre Kollegen per Postkarte auf Defraudationen schuldig, sondern an den Weruntreuungen beteiligten woch, den 6. August, nachmittags den Verbandskollegen Filiale La, dem gefordert hatten, für die Wahl des Bäckermeisters Bolena, des fich ohne Ausnahme sämtliche Beamte, bom Neuen Michael Kirchhofs, Marien- Arbeiter- Raucherbund" unfren herzbürgerlichen Gegenkandidaten Obsts, einzutreten. Damals gaben wir Bürgermeister bis zum geringsten Angestellten dorfer Weg, aus statt. der Ansicht Raum, daß vielleicht der bekannte„ Ascherberein" hinab; gegen sie alle ist nun eine strafrechtliche Untersuchung einfeine Hand dabei im Spiele haben könne; dies ist jedoch geleitet worden. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Rauchklub„ Grade aus" und dem 47592 3 Der trauernde Sohn Adolf Barann. lichsten Dant. Die tieftrauernde Witwe Auguste Lutze nebst Kindern. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Mittwoch, den 6. Auguft. Neues Opern Theater( Kroll). Das füße Mädel. Auf. 72 Uhr. Ju Liederspielhaus: Cyclus. Dorothea. wandelte Katze. OffenbachDie ver Der Regiments: zauberer. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die versunkene Glocke. Anfang 72 Uhr. Lessing. Johannisfeuer. Berliner. Alt- Heidelberg. Westen. Die Brautlotterie. 712 Uhr. Metropol.( Morwig- Oper.) Carmen. Anfang 8 Uhr. Nenes. Ledige Leute. Urania. W. Noacks Theater. ,, Neue Welt"] Brunnenstraße Täglich Vorstellung. Tauben- Strasse 48/49. Das tanzende Berlin. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. CASTANS Panoptikum Anf. Das Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Der Dämon. Hier auf Sie. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten Vorstellung. Anf. 71/2 Uhr. V Secession. Silbersteins Flitter wochen. Anfang 8 Uhr. Wolzogens Buntes Theater. ( Ueberbrettl.) Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 11hr. Passage: Theater. Specialitäten: Friedrich- Strasse 165. berühmteste Wachsfiguren- Kabinett der Welt. Beachtenswerte Neuheit: Lebende Bilder, ausgeführt v. einem Ensemble junger, schöner Damen. Passage- Theater. Das Elite August- Programm. Alice Markert. Darstellerin komischer Volkstypen. Borstellung. Anfang nachmittags Willy Prager 5 11hr. Passage Panoptikum. täten Vorstellung. SpecialiIrania. Taubenstr. 48/19.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Metropol- Theater Abends 8 Uhr: Franceschina Prevosti: Carmen. ( Prolongiert!) 16 neue erstkl. Nummern. Passage- Panopticum. Moles Pariser Marionetten- Theater. Arabischer Fakier u.Feuermensch. E Posse mit Gesang und Tanz von Leopold Ely. Nur keine Männer! Burleske mit Gesang von Gericke. Im Saal: Tanzkränzchen. Fröbels Hasenheide 108/114. Arnold Scholz. Mitwoch, den 6. August: Grosses Erntefest. Gratisverlosung. Hauptgewinn für Knaben: eine silberne Herrenuhr. Hauptgewinn für Mädchen: Allerlei Theater eine goldene Damenuhr. II. Wahlkreis! Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 7. August 1902, abends 81/2 Uhr Versammlung in Habel's Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5-7. Tages Ordnung: 1 1. Vortrag des Genossen Dr. Bruno Borchardt:„ Die Arbeitslosen238/15 Versicherung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. fr. Puhlmann, Schönhauser lles 148. Specialitäten- Vorstellung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Gr. Elite- Abend. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Kommen! Sehen! Hören! Staunen! Eintritt 15 Pf. Karl Braun Otto Waldemar Lou et Georges Les Fougères Christon Flora- Truppe Lebende Bilder. Unser Goldjunge. Großes Volksstück mit Gesang. Täglich: Gr. Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Am 15. August: Karl Braun- Benefiz. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistischer Leiter: Gust. Bock. Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung Jeden 1. und 15. d. Monats: Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. Schweizer Garten Am Königsthor 42020* Am Friedrichshain Täglich: BOOLOGISCHER Theater- und SpecialitätenCARTEN Donnerstag: Ernani.( Der Täglich nachmittags ab 5 Uhr: Vorstellung. Täglich bis 7 Uhr: Freier Damentanz. Jeden Abend 10 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Die Ballettschule. Bandit.) Freitag: Franceschina Prevosti. Der Barbier von Sevilla. Sonnabend: Fidelio. Sonntagnachm. 3 Uhr: Undine. Gastspiel des königl. Bayrischen Abends 8 Uhr: Der Troubadour.( Prevosti.) Montag: Die verkaufte Brant. 21. Infanterie- Regiments. Kgl. Musikdirektor Jul. Schreck. Entree 1 M., v. 6 Uhr ab 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Große Gesangsposse mit Tanz v. Auno. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstr. 58. Das große Weltstadt- Programm. Um 8 Uhr: Apollo- Theater Carl Weiss- Theater. Serlin wie's bantu. fract und Konzert- Garten. Um 8 Uhr: Die neuen Specialitäten. Um 9 Uhr: Lysistrata Ltn. Leonidas.. Robert Steidl. Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Sommertheater Große Frankfurterstr. 132. Abends 8 Uhr: Zum vorletztenmal: Der Dämon. Schauspiel in 7 Bildern von Ernst Ritterfeldt. Hierauf: ,, Sie". Nacht: scene in 1 Art von Schäßler- Berafini. Im Garten: Kinderfreudenfest. Neue Specialitäten. Anfang 5 Uhr. Gr. Posse mit Gesang in 2 Bildern von 2. Ely. Mufit v. R. Thiele. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Borzugsfarten haben Gültigkeit. 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