Nr. 76. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Eern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 30. März 1892. " D Expedition: Beuth- Straße 3. tritt hier Die„ Fürsorge für Leben und gruben haben nicht am Letzten mit zu der ungeheuren Ver- verfahren." Nun ist aber die Gewerbepolizei nicht blos, bitterung beigetragen, welche im großen Streit von sondern das Gesetz von 1891 sonstigen Gewerbszweigen" Gesundheit der Berglente in der 1889 zum Ausbruch kam. Die Einzelschilderungen gegenüber allerdings so verfahren, wie wir oben sahen, aus den Versammlungen jener stürmischen Zeit sind und der Geheimrath des Bergfaches müßte also mit Novelle zum pren. Berggesetz. noch in frischem Andenken. Bis in die hundertfach seiner Kopirpresse mindestens einen Abklatsch gefiebten Ergebnisse der staatlichen Erhebungen aus jenem der Gewerbe Ordnung für den Bergbau liefern. Die Knochen der Bergleute, dieser Parias unter den Jahre drangen die lauten Beschwerden. Stickluft und un- Aber er hat die Revision der Gewerbe- Ordnung vielleicht gewerblichen Arbeitern, sind offenbar in Preußen weit erträgliche Hitze wegen mangelhafter Lüftungsvorrichtungen gerade in diesem Punkte verschlafen, oder er steht noch auf weniger werth, als die Knochen pommerscher Grenadiere, fanden sich mehrfach vor; daß sie erst infolge der Erdem köstlichen Standpunkt, der an anderer Stelle seiner die bekanntlich selbst der alte Reichskanzler nicht ohne hebungen abgestellt wurden, beweist, daß die bloße polizeiliche Denkschrift von 1889 als höchste Wirthschaftsweisheit zu Weiteres in Afrika opfern wollte. Wenn die Bergleute Fürsorge Nichts leistete und auch fünftig nichts leisten wird. Tage trat:" Außerdem wird nach erfolgter Waschung und während der nächsten Wochen in ihren Versammlungen den Offenbar riß kurze Zeit nach den Erhebungen wieder der Umkleidung bie Berlockung zum Besuch der auf dem Heimneuen Entwurf der Regierung zur Reform des Berggesetzes alte Schlendrian ein, und erst der neue Anlauf, der mit wege angetroffenen Wirthshäuser erheblich größer sein." um und um wenden, so werden sie nicht blos nach einem dem vorliegenden Entwurf so schwächlich auch in anderer Das ist das Richtige! Der Geheimrath Maximal- Arbeitstag, nicht blos nach wirklichen Schutz- Beziehung gemacht wird, veranlaßte wieder eine etwas mit der feinsten Kapitalistennase auf. Wie konnte auch die bestimmungen für jugendliche und weibliche Arbeiter ver- bessere Zucht zu Gunsten der Arbeiter. Wir entnehmen dies moralische Gefahr verkannt werden, die darin liegt, daß der gebens suchen, sondern sie werden auch jede neue reforma- aus Geschäftsberichten der letzten Tage, in denen die verwöhnten Kohlengräber, wie ein Dandy aus der Bade- und Umkleidetorische Vorschrift über Vorkehrungen für die Gesund Bechen sehr beweglich über die neuen Zumuthungen" tlagen. anstalt entlassen, mit seinem fetten" Lohne in der Tasche heit und Sicherheit des Betriebes vermissen. Da heißt es aus Rheinland- Westfalen, die Bergbehörde an mehrfachen Wirthshäusern vorüber muß! Es ist Die Arbeiter in Fabriken und Werkstätten haben es durch stelle gegenwärtig weitgehende Forderungen an die Zechen ein Werk der frommen Zucht und Sitte, der höchsten gesetzt, daß die neue Gewerbe- Ordnung in diesen Beziehungen in Betreff von Einrichtungen für die Sicherung der Berg- christlich sozialen Arbeiterfürsorge, dem Bergmann den Den Unternehmern etwas genauer auf die Finger ficht, als arbeiter, so daß die Gruben erhebliche Summen von ihren, schmutzstarrenden Ueberzug, mit dem er aus dem Schacht früher. Sehr ausführlich sind da wenigstens die einfachsten bisher vielfach noch reichen Ueberschüssen für Neubauten steigt, für den ganzen Heimweg zu erhalten. Nur so ge Dinge vorgeschrieben, welche der Profitgier des Kapitals zurücklegen müssen". So wolle die Bergbau- Gesellschaft langt er sicher nach Hause in die Arme seiner Familie! unter allen Umständen abgepreßt werden müssen: Ein- Bluto trotz höheren Gewinnes für 1891 doch nur" 15 pCt. Vielleicht empfehlen sich noch Geldstrafen für solche Verrichtungen zur Beschaffung genügenden Lichts, ausreichenden Dividende gegen 25 pCt. im Vorjahr zahlen, weil sie unter kommene, die auch nur eine Hand für den Heimweg reinigen. Luftwechsels, zur Beseitigung des Staubes, der Dünste, Gase Anderem einen neuen Luftschacht bauen muß, und so werde Wer an die erhabene Absicht nicht glaubt, dem ist nicht zu und Abfälle in den Arbeitsräumen; ausreichende Ankleide auch die Bergbau- Gesellschaft Concordia„ nicht umhin lönnen", helfen! und Waschräume in Anlagen, deren Betrieb es mit sich dem Verlangen der Bergbehörde auf Anlage von zwei Luft- So ist offenbar die Novelle zum preußischen Berggesetz bringt, daß die Arbeiter sich umkleiden und nach der Arbeit schächten zu entsprechen. Die armen Bechenbefizer, die„ nur“ mit Rücksicht auf Vorschriften für Gesundheit und Reinfich reinigen" u. s. w. Nach dem preußischen Geheim- 15 pGt. Dividende schlucken können, weil ganz unerwartet lichkeit der Arbeiter verfaßt worden. Keine Eingriffe, sonrath sind Bergwerke offenbar solchen Anlagen" nicht zuzu etwas für die Gesundheit ihrer Lohnsklaven gethan werden dern recht viel Schmutz- natürlich bei den Bergleuten, zählen oder aber: die Knochen der Bergleute sind muß sie haben ganz Stecht, sich zu beklagen. Im Gesetz nicht etwa bei den Unternehmern! wohlfeiler, als die anderer Arbeiter. In der ganzen Novelle steht nichts Besonderes vorgeschrieben; ein rechter Kapitalist fein neues Wort von größeren gesetzlichen Sicherheiten für thut nur das Allernothwendigste, was nach dem Buchstaben des Leben und Gesundheit der preußischen Bergleute! Gesetzes gethan werden muß, das Reich ist groß und die Was das Beamtenthum hierauf erwidert, wissen wir Behörde weit die plößliche Zumuthung" hätte also schon im Voraus. Es ist ja schon im alten Berggesetz Alles nicht gerade in die Zeit der schönen Dividenden fallen so herrlich geordnet und so trefflich vorgesehen! Da ist sollen; in schlechteren Zeiten hätte man ja das„ mangelBerlin, den 29. März. Leben und Gesundheit der Bergleute" ausdrücklich unter hafte Erträgniß" so hübsch vorschützen können. Alles dies Die besondere Fürsorge der Bergbehörde gestellt, namentlich spricht dafür, daß den Herren Grubenbaronen ihre Pflicht, Aus dem Reichstag. Von der reich besetzten Tages unter die polizeiliche Aufsicht der Revierbeamten. Die für die Gesundheit ihrer Arbeiter im Betriebe zu sorgen, ordnung erledigte der Reichstag heute den Rest des Etats Revierbeamten aber sind treffliche preußische Beamten, durch den Wortlaut des Gesetzes mindestens ebenso ins Ge- in dritter Lesung. Dabei wendete sich das Interesse nur denen der Sinn für die peinlichste Arbeiterfürsorge wissen gerufen werden sollte, wie den übrigen Gewerbe- der Position für die Kreuzerkorvette K und der Resolution durch den christlich sozialen Staat von Anfang an ein- Unternehmern in der Gewerbe- Ordnung. Nichts von Alle- Menzer zu, in welcher eine Erhöhung des Tabakzolles vergeimpft ist. Wo kann der Arbeiter besser auf dem! Waschanstalten und ordentliche Umkleideräume für langt wurde. Ueber beide Punkte fanden namentliche Abgehoben sein, als unter der Obhut dieser Staatsdiener; es die dem dunklen Schooß der Erde entstiegenen Berg- stimmungen statt. Die Bewilligung des Kreuzers hing vom wäre der reine Frevel, eine blutige Beleidigung des leute gelten preußischen Geheimrath noch Zentrum ab, in dessen Namen in zweiter Lesung Graf preußischen Beamtenstandes, auch noch gesetzliche Garantien ebenso als Luxus, wie in seiner Denkschrift über die Ballestrem erklärt hatte, daß er und seine Freunde sich die dafür fordern zu wollen, daß diese Anwälte der Arbeits- staatlichen Erhebungen von 1889. Allerdings hat sich dieser Sache noch überlegen wollen. Diese Ueberlegung hat nun ficherheit alles Nöthige anordnen. So wird ungefähr die Geheimrath inzwischen in einen bösen Widerspruch verstrickt. die Herren dazu gebracht, auf der Ablehnung bestehen zu Antwort der Bureaukratie lauten. Aber auch hier stehen 1889 meinte er noch in seiner Denkschrift, die Einrichtung bleiben. Der Marineminister mag sich für diesen Refus einmal wieder die Versicherungen der Bureaukratie im solcher Anstalten könne den Unternehmern ebensowenig vorbei seinem Kollegen Miquel bedanken, welcher durch die schlimmsten Widerspruche mit der Wirklichkeit. Die geschrieben werden, als es bis jetzt in den Befugnissen der Hinausgraulung des Herrn von Zedlig die schwarzen Herren menschenunwürdigen Verhältnisse bezüglich der Lüftung und allgemeinen Gewerbepolizei liegend erachtet worden ist, in so griesgrämig gestimmt hat. Mit der ablehnenden Haltung Reinlichkeit in einer großen Anzahl preußischer Kohlen- gleicher Weise gegenüber. ... sonstigen Gewerbszweigen zu des Zentrums war die Kreuzerfrage entschieden und die A Feuilleton. Nachdrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. ( 76 dent " Politische Iteberlicht. " Barth: Das handele ich Niemandem ab; ich mußte weil auf seinen Schultern Alles ruht, weil er allein der auf den Grund eingehen, warum man den Besitzlosen vor- Natur alle Schäße abgewinnt, allein neue Werthe hervor geblich das Wahlrecht entziehen mußte, nämlich auf den bringt und alle anderen in erster Linie ernährt, fihnen also Mangel an Bildung, und kennzeichnete das in der angezogenen die Möglichkeit der Existenz gewährt, während der KaufRedestelle. Ich habe lange genug gelebt, um beurtheilen zu mann 3. B. nichts Neues hervorbringt, sondern sich nur können, wie sich das in Wirklichkeit gestaltet. Von meinen der Vertheilung der Arbeitsprodukte mit bestimmter Absicht Schulkameraden sind zwei Drittel, darunter die Gescheidtesten, auf Gewinn widmet. Es soll Anderen nicht abgesprochen noch heute ohne Wahlrecht, während einige der beschränktesten werden, daß sie im gewissen Sinne auch Arbeiter sind. Wir Köpfe, blos weil sie vermögend sind, ein bevorzugtes Wahl- verstehen aber speziell darunter den Stand, der neue Werthe recht in der ersten Wählerklasse ausüben; und doch leisten durch seine Arbeit hervorbringt, dieselben aber nicht selb= Barth: Ich bin mir feiner Uebertreibung bewußt; dieje weit weniger als jene, die nur arme Arbeiter sind." ständig zu seinem Nutzen verwerthen kann, sondern sie an ich weiß und kann nachweisen, daß eine Unzahl von ganz verständigen und nüßlichen Menschen von jeder Bethätigung Präsident:" Sie gehen von der Ansicht aus und haben einen Kapitalisten, an einen Unternehmer abgeben muß, an den Wahlen ausgeschlossen sind, denen man keine Un- sie auch ausdrücklich verkündigt, daß der Arbeiter der und statt seines Verdienstes nur einen mehr oder minder reife nachsagen taun." wichtigste Mensch im Staate sei. Es zeigt sich in dieser färglichen Lohn empfängt." Präsident:„ Dann sind sie wahrscheinlich in abhängigen Berfahrungsweise das Bestreben, die vermeintliche ungerechtig Verhältnissen, die eine freie und selbständige Ausübung keit, welche Sie in der Vorenthaltung des Wahlrechts dem des Wahlrechts nicht zulassen; und ich sollte meinen, es Arbeiter gegenüber erblicken, in ein noch grelleres Licht zu sei ganz gut, daß hier der Wahlbeeinflussung von Seiten stellen. Sie wollen allen Begriffen zum Trotz den Arbeiter vermögender und einflußreicher Leute ein Wiegel vorgeschoben höher stellen als Andere, als z. B. den Kaufmann oder selbst die höchsten Staatsbeamten. Sie machen überhaupt Barth: Ich kann kaum glauben, Herr Präsident, es einen künstlichen Unterschied zwischen Arbeitern und anderen könnte richtig sein, daß man etwas Gerechtes unterläßt, Bevölkerungsklassen, da wir doch im Grunde Alle Arbeiter Präsident: Sie kündigen Allen, welche nicht auf blos deshalb, weil es mißbraucht werden könnte. Die find?" Ihrem Standpunkte stehen, geradezu den Krieg an, indem Sie geheime Abstimmung, welche wir wünschen, würde jeden- Barth:" Es werden mir darüber ganz unerwartete die Behauptung aufstellen:„ Wer das allgemeine gleiche und falls das beste Schußmittel gegen berartige Mißbräuche sein, Vorwürfe gemacht. Ich sage Arbeiter" statt: der große direkte Wahlrecht nicht anerkennt, der kann nicht mehr mit und außerdem kann und soll der Staat auch solcher ungesetz- Arbeiterstand, und meine nicht den Einzelnen, den ich über uns sprechen, der kann nur noch mit uns kämpfen". Bu lichen Beeinflussung durch scharfe Strafandrohungen Ein- einen einzelnen Kaufmann oder über einen Staatsbeamten Denen, welche dieses Recht zur Stunde noch nicht aner halt thun. erheben möchte. Sie selbst z. B., Herr Präsident, würden kennen, gehört auch unser Staat. Sie kündigen somit auch Präsident: Sie werden bei der flüchtigsten Renntniß es recht artlich finden, wenn man Sie in den Wahllisten und dem Staate den Krieg an." nahme von unserem Verfassungsleben zugestehen müssen, Adreßbüchern als Arbeiter" aufführen würde. Der große Barth:„ Ich hatte, wie aus dem Zusammenhang daß den Intelligenzen hinreichender Spielraum gegeben ist."| Arbeiterstand ist aber ganz unbestritten der wichtigste, meiner Rede hervorgeht, in diesem Augenblicke den Staat wird?" Präsident: Sie hätten das deutlicher und bestimmter in der Versammlung ausdrücken sollen; Sie gaben Veranlassung zu bedenklichen Mißverständnissen, wenn Sie dieselben nicht absichtlich hervorrufen wollten." Barth:„ Ich muß bemerken, daß diese Begriffsbestimmung seit längerer Zeit üblich und geläufig ist in Arbeiterkreisen." namentliche Abstimmung ergab, bei 286 anwesenden Abgeordneten, 177, Nein gegen 109 Ja! Das gleiche Schicksal der Ablehnung theilte die Menzer'sche Resolution. Im vorigen Winter sprach bei schwach besetztem Hause der Reichstag sich mit ein paar Stimmen Mehrheit für die Erhöhung des Tabakzolles aus, heute wurde dieselbe nach kurzer Debatte, bei welcher unserem Genossen Meister das Wort abgeschnitten wurde, die Resolution Menzer mit 205 gegen 66 Stimmen abgelehnt. Hervorgehoben mag sein, daß Stöcker, welcher die Resolution selbst unterschrieben hatte, sich vor der Abstimmung drückte. Der fromme Herr war zwar im Hause anwesend, aber da aus seinem Wahlkreis ein Protest gegen die Zollerhöhung eingelaufen war, so ließ er seinen Freund Menzer im Stiche und kniff vor der Abstimmung aus. Das nennt sich konservative Ueberzeugungstreue. Bei der Schlußabstimmung über den ReichshaushaltsEtat stimmten diesmal außer den Sozialdemokraten noch die Abgeordneten Hartmann( Württemberg), Kercher, Pflüger und Harmening dagegen. Flunkereien. Die Krenz- Zeitung" schreibt: Eine untergehende Jndustrie. Aus dem chronischen Nach dem Zedlitz'schen Entwurfe sollten die Lehrergehälter Nothstand kommt die Crefelder Sammet- und Seidenin einer Weise geregelt werden, daß das Mindestgehalt durch- industrie nicht mehr heraus. Die Tausende von Hauswebern weg nicht unter 1000 m. betragen solle. Mit dem Inkraft- befinden sich in der betrübendsten Lage, und die Arbeiter treten des Entwurfes würden damit alle die Lehrer und das in den größeren Unternehmungen sind nicht viel besser daran. find die Lehrer ganzer Landestheile welche jetzt unter Nach dem Berichte der Crefelder Handelskammer für 1891 1000 m. Gehalt haben, eine erhebliche Gehaltsverbesserung er hat die Produktion eine Abnahme im Werthe von 16 Mill. halten haben. Es würden ferner die Alterszulagen erhöht sein, und sich weiter damit die Ruhegehälter der zu pensionirenden Mark gegen das Vorjahr zu verzeichnen. Die höchst unLehrer erhöht haben....... Ohne ein Schulgesetz ist es nicht günstige Geschäftslage äußert ihre Rückwirkung auch auf die möglich, die Lehrergehälter und Alterszulagen zu erhöhen, weil finanziellen Verhältnisse der Stadt, deren Defizit im laufenden es ohne ein solches der Schulverwaltung an den nicht un- Rechnungsjahre die Summe von 330 307 M. erreicht. An bedeutenden dazu nöthigen Mitteln fehlt. Die Gemeinden sind Kommunalsteuern sind im Jahre 1892/93 2 254 500 M. nicht gewillt und oft auch nicht im Stande, ohne Staatsbeihilfe aufzubringen, um 600 000 m. mehr als im laufenden die Wünsche der Lehrer zu erfüllen." Jahre. Die Steuerausfälle betrugen nicht weniger als Ist es nicht ergöglich, daß das Junkerblatt plötzlich 85 000 M., der Etat der Armenverwaltung wurde um eine sein Herz für die Volksschullehrer entdeckt hat und mit bedeutende Summe überschritten und in den letzten vierzehn ihränendem Blicke am Grabe des Bedliß'schen Entwurfs den Tagen allein 7500 Personen Unterstützung gewährt. Die zerstörten Lehrerhoffnungen zugleich die wehmüthige Leichen Stadt hat bisher über 13 000 Arbeitslose beschäftigt und rede hält? So wäre es in der That nicht möglich, ohne dafür schon 92 500 m. verausgabt. Ein weiterer Beweis die Buthat der potenzirten Muckerei die Lage der Volks- für die nachtheilige Einwirkung der schlechten Geschäftslage schullehrer zu verbessern, durch gesetzliche Maßnahmen, die ist die Thatsache, daß im verflossenen Jahre die Auszah Zur Welfenfonds- Vorlage. Finanzminister Miquel das finanzpolitische Moment allein berücksichtigen, Mittel lungen der städtischen Sparkasse um 550 000 M. die Ein Wege aus dem hat sich in der am 28. März stattgehabten Kommissions- und Irrsal des Lehrerelends zahlungen überstiegen, daß 57 Konkurse angemeldet und finden, berathung über die Aufhebung der Beschlagnahme des zu desselben Elends, welches int dem 218 Subhaftationen vorgenommen wurden. Vorläufig ist Welfenfonds damit einverstanden erklärt, daß die Aufhebung Paradies des Großgrundbesizes östlich der Elbe den noch immer keine Besserung in Aussicht, und die zahlreichen nicht einer königlichen Verordnung vorbehalten bleibt, höchsten Gipfel erreicht. Das Klagelied der„ Kreuz- Zeitung" Handweber, deren Crefeld zur Zeit noch mehr als 5000 sondern unmittelbar durch das Gesetz erfolgt; die Kom- hat keines Strohhalmes Gewicht gegenüber der Sprache besigt, gehen einer furchtbaren Zukunft entgegen. Die Dhn mission nahm die entsprechend abgeänderte Vorlage mit der Thatsachen. Die Reaktion hat die Volksschulen stets macht der bürgerlichen Gesellschaft offenbart sich deutlich in allen gegen eine Stimme an. Wie die bürgerlichen Parteien als Kampfmittel gegen Freiheit und Aufklärung, die Volks- diesen Zuständen. in ihrer Mehrheit die Sachlage auffassen, das kennzeichnet schullehrer als knechtselige Hungerleider aufgefaßt und demgemäß behandelt. Hat nicht erst kürzlich ein konservadie National- Zeitung" mit den Worten: Je nach Bedarf. Was für eine Bewandtuiß es mit tiver Abgeordneter darüber deklamirt, daß solch ein Dorf- dem Liberalismus der Gentlemen hat, die im Froschmäuse schulmeister so wenig von Schweinezucht verstehe? Die alte frieg der Schulvorlage fich gar absurd geberdet haben, das Beit, da der Echulmeister ein zum Krüppel geschossener lehrt eine beiläufige Beichte der Kölnischen Zeitung" Werbefoldat war, der Bedienter des gnädigen Herrn",( Nr. 252 vom 28. März): Küster und Handlanger war, ist noch heute das Ideal der Herren von Strudelwiß und Prudelwig. Alseitig ist anerkannt, daß durch die Aufhebung der Beschlagnahme das Gesetz von 1868 unberührt bleibt, worin bestimmt ist, daß die Sicherstellung des Kapitals als Fideitommiß des braunschweigischen Gesammthauses unter Bustimmung des Landtags stattzufinden hat, ohne solche also die Aushändigung des Kapitals nicht erfolgen kann. Die Aufhebung der Beschlagnahme bewirkt somit nur die Auszahlung der Zinsen an den Herzog von Cumberland." " In jeder Rombination wird der Politiker sich Bundesgenoffen gefallen laffen, die er nur widerwillig erträgt. So lange die machtvolle Persönlichkeit des Fürsten Bismarc den Reaktionsgelüften der Extremkonservativen Schranken aufzwang, fonnte man die Stöckerianer neben dem Kartellwagen hertraben laffen. Sie verriethen ja ohnehin Tag für Tag durch ihr Murren, daß sie das Kartell als eine läftige Feffel, als ein unbequemes Hemmniß einer gefunden" rückschrittlichen Politik empfanden." Aus dem Kauderwelsch der„ Kölnischen Zeitung" in Weimarisches. Der weimarische Landtag hat den Es kriselt noch immer. Da eine Reihe von Blättern, von uns bereits gekennzeichneten Antrag auf Erlaß einer Kreuz- Zeitung"," Norddeutsche Allgemeine Beitung"," Na- Ausführungs- Verordnung zur Gesinde- Ordnung und Regetional- Beitung" u. 1. w. die Nachricht kolportiren, der Land- lung des Gesinderechts im bürgerlichen Gesetzbuch anUngefähr zu gleicher Zeit beschloß der wirthschaftsminister von Heyden werde gehen, Graf Eulen genommen. burg sein Portefeuille erhalten, sei sie von uns gleichfalls Verband zur Besserung der ländlichen Arbeiterverhältnisse verzeichnet. Der Charakter des Ministeriums wird dadurch im Großherzogthum Sachsen", der in Weimar seine Tag- unfer geliebtes Deutsch übertragen, heißt das die Waffennicht geändert. Auch der geschmeidige Herr von Bötticher, Agitation auf dem Lande". Da die Herren Krautjunker, lich und geziemend erklären, wenn ein Gewinn dabei herausnicht geändert. Auch der geschmeidige Herr von Bötticher, jagung abhielt, Maßnahmen gegen die sozialdemokratische brüderschaft mit Heckenreitern und Krautjunkern für natürder Allerweltsminister, der so manche Krisis überdauert hat, soll gewanki" haben, jetzt aber wieder fest im Sattel fortfahren werden, ihre Arbeiter bei niedrigstem Lohn Gesinnungslosigkeit sind das leitende Prinzip des NationalDomänenpächter und sonstige Zierden des Agrarierthums springt. Verzicht auf Grundfäße, Wetterwendigkeit und intensiv auszunügen, wird die Agitation in stetigem Fort- liberalismus. Alle Mittel sind ihm recht. Und das entschritt die Landproletarier aufrütteln trotz aller Beschlüsse rüstet sich über Jesuitismus. und aller Verbesserungs"-Flaufen. fizzeit. " Die preußische Sekundärbahn- Vorlage. Ginen Kredit von 90 757 760 Mart fordert die Regierung vom Wahlmache. In allen freien und scheinfreien Ländern, Abgeordnetenhause für Sekundärbahnen. Davon treffen auf Neubauten 26 289 000 M., auf zweite Geleise 19 104 920 Ein Fortschritt, aber nur ein halber. aber nur ein halber. Der in allen Staaten mit wirklichen und mit papiernen VerMark und auf einzelne Bau- Ausführungen 35 363 840 M. Münchener Magistrat beschloß bei der Staatsregierung die fassungen, kurz in allen Ländern, wo das Prinzip der Dazu kommen noch zur Beschaffung von Betriebsmitteln für fakultative Leichenverbrennung zu empfehlen, lehnte dagegen Bolksvertretung entweder ehrlich oder auch nur aus Heuchelei die bereits bestehenden Staatsbahnen 10 Millionen Mart. die Errichtung eines Krematoriums durch die städtische Be- anerkannt ist, steht die Ausübung des Wahlrechts unter geDie Summe für Neubauten vertheilt sich auf 6 Bahn- hörde ab. feylichem Schuß, und gilt- in der Theorie die freie, linien, nämlich 1. von Gramenz nach Bublig 1990 000., gewissenhafte und pflichtmäßige Ausübung des Wahlrechts 2. von Schivelbein nach Polzin 2 450 000 Mt., 3. von Stettin Ein Hauswurst. Der bekannte Hans v. Bülow hielt, als die Grundlage der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnach Jaseniz 5 300 000 m., 4. von Geestemünde nach Stade wie unsere Leser aus dem lokalen Theil ersehen können, mung. Aber auch blos in der Theorie. In der Praxis 6 569 000 Mt., 5. von Paderborn nach Büren 3 290 000 M., gestern nach einem Konzert eine seiner bekannten Ansprachen, ist es oberste Regel, eine freie, gewissenhafte und pflicht von Bierfeld nach Türkismühle 300'000. Dazu kommen und meinte schließlich, ein Tonkunstwerk Beethoven's sollte mäßige Ausübung des Wahlrechts zu verhindern und noch 3 690 000 m. für Beschaffung von Betriebsmitteln auf dem Fürsten Bismarck gewidmet werden. Zu diesem ver- dasselbe Parteis und Klasseninteressen dienstbar zu machen. den neuen Eisenbahnlinien. rückten Vorschlag zischte das Publikum, worauf Herr Hans In allen sogenannten Kulturländern ohne Ausnahme Bülow mit dem Taschentuche sich die Stiefel abwischte. finden wir, daß die herrschenden Klaffen die Aus Sächsisches. Die zweite sächsische Rammer hat der Offenbar irrte er sich in den Stiefeln und meinte, es feien übung des Wahlrechts zu ihren Gunsten zu beeinflussen Staatsanwaltschaft die Ermächtigung ertheilt, mehrere die des Fürsten Bismarck. Zur Ehre des Publikums sei gesagt, und zu beugen bemüht find. Die Geschichte der Wahlen Zeitungen wegen angeblicher Beleidigung des sächsischen daß es für diese alberne Ungezogenheit das richtige Verständniß in allen modernen Staaten ist eine Geschichte der WahlLandtags in den Anklagezustand zu versetzen. Es ist dies zeigte. Es ist gut, daß Herr Hans v. Bülow sich endlich einmal beeinflussungen. Natürlich giebt keine Regierung und feine das erste Beispiel, daß ein gesetzgebender Körper in in seiner wahren Bedientennatur enthüllt hat. Sonderbarer Partei die Beeinflussungen zusie werden hartnäckig und Deutschland es für nöthig hält, seine verletzte Ehre von Weise hat es nämlich Leute gegeben, die diesen Bossenreißer mit sittlicher Entrüftung abgestritten, bis durch irgend einem Staatsanwalt repariren zu lassen. Der deutsche für einen Demokraten gehalten haben! Herr Hans einen fatalen Bufall ein unwiderlegliches Beweisstück ans Reichstag in seiner schlimmsten Zusammensehung hat alle der von Bülow das fei hier erwähnt war schon 1868 Licht kommt. Go artigen Klage- Ermächtigungen verweigert. Die Beleidigung ein Agent der Bismarc'schen Polititer besorgte seiner So ist um nicht in die ferne Vergangenheit zurückdes Landtags soll in der Kritik des Verfahrens in Sachen Beit bei dem irrfinnigen König Ludwig von Bayern die zugreifen vor ungefähr vierzehn Tagen in Württemberg des Liebknecht'schen Mandats liegen. Nun der Prozeß Geschäfte Vismarck's, und wenn er jetzt nach Friedrichsruhe ein geheimes Rundschreiben des vorigen württembergischen giebt vielleicht Gelegenheit, der sächsischen Kammer geht, um sich eine Bismarck'sche Schellenkappe auffeßen zu Staatsministers von Renner veröffentlicht worden, majorität allerhand zu sagen, was ihr bisher noch lassen, so fehrt er nur zu seiner alten Liebe zurück. einen wahren Katechismus der Wahlbeeinflussung bildet. Hoffentlich bleibt er in Friedrichsruhe. Was der Katechismus enthält, das brauchen wir unseren erspart worden ist. gar nicht im Auge, sondern lediglich die Liberalen, welche fich als unsere Führer aufwerfen wollen, und die ich mit diesen Worten in ein anderes Parteilager verweisen mußte." Präsident:„ Sie haben endlich behauptet, daß man den Arbeitern auch die geistigen Schäße entzogen hätte. Wie sollte das zugegangen sein?" haben." zurückzuweisen sein, wenigstens möchte derselben die Aufgabe zufallen, selbige genügend er zu begründen." Staatsanwalt:" Die leidenschaftliche Sprache kann der Angeklagte schwerlich in Abrede stellen." Barth:" Ich bin ein Mann aus dem Bolle und kann nicht so mit faltem Blute sprechen, wie der Herr Staatsanwalt. Wenn mir's warm um's Herz wird, sprech' ich warm, das ist mit mir so geboren." das Wohlstand des Reichen schaffe, den Staat erhalte und den Nationalreichthum vermehre. Sie übersehen bei diesen einseitigen Behauptungen, daß der Wohlstand der Einzelnen und damit auch der Nationalreichthum durch Sparsamkeit erzielt wird, sowie durch geschickte Geschäftsleitung, zeitgemäße Unternehmungen, glückliche Erfindungen." wenu Präfident: Sie behaupten, daß der Arbeiter in einem unaufhörlichen System der Besteuerung erhalten würde, daß er sogar die Steuern des Gutsbesizers, des Kaufmanns, des Fabrikanten, des Bäckers und Fleischers bezahle, da er doch selbst nur eine geringe Summe zu den direkten Steuern zahlt, eine ganz verschwindend geringfügige Steuer. Dent wo der Arbeiter fünf Groschen zahlt, zahlt der Fabrikant vielleicht Tausende von Thalern." Barth: Auf vielerlei Weise. Schon die Schulbildung Lange:" Ich habe immer nur das Große, das läßt noch Bieles zu wünschen übrig, und diese mang elhafte Ganze im Auge und nicht die einzelnen Fälle, wie sie mir Schulbildung bewirkt, daß selbst beim Vorhandensein anderer Präfident:" Sie mögen sich sehen, Herr Barth. vorgehalten werden. Im Großen und Ganzen fann aber Möglichkeiten in der späteren Zeit, der Arbeiter sie nicht Gegen Sie, Herr Dr. Lange, ist die Anflage eine schwerere, durch die eigene Arbeit von Niemandem ein großes Vermehr benugen kann. Der Arbeiter hat ferner zufolge seiner sowohl was ben Juhalt Ihrer Worte betrifft, als um des mögen erspart werden: es wird nur dadurch von einzelnen geringen Mittel und dem Mangel an Seit te ine Gelegenheit Umstandes willen, daß Sie auf der Universität gebildet, die Unternehmern erworben, daß diese die Früchte der Arbeit als sie werth sind; und Fähigkeit, sich zu bilden, Bücher zu kaufen, zu lesen, Tragweite Ihrer Reden besser zu beurtheilen wissen. Auch erkaufen für ein Geringeres, zu verstehen, ins Theater zu gehen, Werke der Kunft zu be- Sie machen dem Staate einen schweren indirekten und der Millionär seine Zinsen theilweise wundern und zu begreifen. Das wollte ich damit gesagt Borwurf, indem Sie sagen:" Buerst muß dafür ge- spart, so spart er nichts, als die Früchte der Arbeit forgt sein, daß Jedermann im Staat ein menschen- Anderer, welche ihm dieselben in Form von Zinsen als Präsident: Die Anklage bezichtigt Sie der Absicht, würdiges Dasein führen kann." Sie leugnen diese Mög- Tribut barzubringen haben." mit allen diesen Aeußerungen die Gemüther im Volte auf lichkeit unter den gegebenen staatlichen Zuständen?" regen gewollt zu haben. Haß und Berachtung gegen die Lange: Jch leugne fie und beziehe mich der Kürze besitzende Klaffe zu erwecken, sowie die Achtung vor den halber auf die bei einer ähnlichen Gelegenheit gegebene Er Staatseinrichtungen durch maßlose Kritik zu untergraben.[ flärung meines Mitangeklagten Frank." Wollen Sie sich auch hierüber äußern?" Präsident: Sie verlangen für Jedermann seine ersten Barth:" Ich muß mich gegen diese Unterschiebung und heiligsten Menschenrechte und behaupten damit, daß er von Abfichten, die mir fremd waren, entschieden verwahren. fie in unserem Staate nicht befigt?" Gegenüber dem mark- und kraftlosen Programm der sogenannten Lange: Wie er sie in der That nicht besitzt. Ich führe Fortschrittspartei deutete ich auf eine Anzahl von viel offen zunächst nur das eine erste und heiligste Recht an, welches Lange: Ich möchte hier Folgendes zur Erwägung vor bareren Uebelſtänden, auf dringendere Reformen hin, die der Mensch besitzen sollte: die Früchte seiner Anstrengungen stellen: Wenn ein Fabrikant tausend Thaler Gewerbesteuer Jene nicht in Angriff nehmen. Meine Zuhörer für diese zu genießen." bezahlt, wer bezahlt sie denn? Der Fabrikant gewiß nicht, Reformen zu begeistern, die ich zum Heile des Staates für Präsident:„ Es scheint dies mit ihren anderen der berechnet sich, was ein Fabrikationszweig ihm einbringen bringend halte, war meine einzige Absicht. Daß meine Aeußerungen in Verbindung zu stehen, denn Sie gaben eine foll und fann Er verdient oder muß nach seiner Berech Kritit maßlos gewesen, kann ich nicht eingestehen, ich hätte traffe Schilderung von der Noth des Volkes?" nung des Jahres 3. B. 20 000 Thaler verdienen, sonst giebt viel mehr sagen können; aber was ich gesagt habe, kann Lange: Nichts als traurige Wahrheit, Herr Präsident. er den Fabrikationszweig auf, weil er auf andere Weise ich beweisen und verantworten." Ich möchte den Gerichtshof nicht ermüden, indem ich zahl mit seinem Kapitale reichlichere Einnahmen zu erzielen fich Er hat das Rohmaterial berechnet und den BeStreit: Jch erlaube mir zu konstatiren, daß mein lose Beweise für die Wahrheit meiner Schilderung vor- getraut. Klient, Herr Barth, keiner Unwahrheit überwiesen ist und bringe; bin aber darauf vorbereitet, wenn man mich der trag der Miethen, die Abnügung der Arbeitswerkzeuge, nur sich schmähender Aeußerungen in feiner Weise bedient hat. Uebertreibung beschuldigen oder die Beschuldigung, meinem die der menschlichen nicht, denn die kann er ohne Kosten Was als maßlose Kritik von der Anklage hingestellt werden Widerspruche und meinen Versicherungen zum Troß, aufrecht wieder ersehen; er berechnet die Steuer und fixirt dann soll, ist nichts, als die Anführung von allerdings drastischen erhalten sollte." den Herstellungspreis der Waare auf Waare auf so und Seinen Gewinn schlägt er darauf, Präsident:„ Wir können einstweilen darüber hinweg- viel. Thatsachen, die aber, weil sie Thatsachen, straflos geäußert die Steuer entweder dem werden dürfen. Die Unterschiebung von strafbaren Ab- gehen, da das Urtheil von anderen Punkten abhängig sein schließlich hat er sichten dürfte hiermit der Staatsanwaltschaft gegenüber wird. Sie behaupten im Weiteren, daß der Arbeiter den beitslohn abgezwackt oder den Konsumenten abgewonnen, so und Ar " Lesern nicht z jagen sie wissen es durch die frücks niedergestreckt wurde. Die Wunde war unbedingt, plages angegangen würde, zumal die reaktionäre Leipziger Presse Braris, und diese ist so durchsichtig, daß auch ein Kind wenn auch nicht unmittelbar tödtlich- am 29. März genügend Lärm darüber geschlagen hat, daß die Sozialdemokraten die Theorie, den leitenden Gedanken, die Methode erkennen endete der Tod die Qualen des Opfers. Und mit ihrer Maifeier nur das herrliche Sedanfest parodiren wollten. kann. Wir Alle kennen die Weise und den Text. Herr der Mörder? Oder die Mörder? Waren es Jakobiner, Da das Antwortschreiben des Magistrats etwas spät einliefvon Renner lebt noch, sein Wahlbeeinflussungs- Birkular ist Sansculotten Sozialdemokraten und Anarchisten gab's meister Tröndlin unterzeichnete Bescheid datirt vom 15. März, am 8. März ging die Eingabe des Komitees ab, der vom Bürgernicht nur an sich eine Ungefeßlichkeit, sondern fordert auch damals noch nicht? Mit nichten. Die Verschworenen traf aber erst am 28. März beim Komitee ein furz, um für die Staatsbeamten zu Ungeseglichkeiten auf. Wo bleibt der denn es war eine regelrechte Verschwörung waren Grafen, alle Fälle gerüstet zu sein, hat das Komitee inzwischen einen Staatsanwalt, der gegen den Minister vorgeht? Generale, Garde- Offiziere, kurz die Blüthe der„ Edelsten anderen Festplan entworfen, zu welchem eine polizeiliche Geder Nation": Graf Horn, Graf Ribbing, General nehmigung nicht erforderlich. Schade, daß auf den deutschen Aus Herrn Baare's Stammfit. In Bochum ist von Bechlin, Gardelieutenant von Anckarström und Andere. Eisenbahnen noch nicht der Bonentarif eingeführt ist; die Arbeiter die Einkommensteuer- Einschätzung von einem Kommissar der Der Gardelieutenant feuerte den tödtlichen Schuß ab. Und Sachsens würden dann am besten thun, ihre Feste überhaupt Regierung unter Herrn Regierungsrath Riedel, der eigens der Beweggrund der blutigen That? König Gustav der außerhalb der grün- weißen Grenzpfähle zu feiern. zu diesem Zwecke in Bochum Wohnung genommen hat, ge- Dritte hatte die Privilegien des Adels beschränkt und sich leitet worden. Das Gesammtergebniß beträgt 288 367 M. auf den dritten Stand" gestützt. Das war sein Verbrechen. Sozialdemokratie wird vom herzoglich braunschweigi Ein neuer Beitrag zum Kampf der Schule gegen die gegen 164 079 m. im Vorjahre, also ein Mehr von etwa Weil der König sich nicht zur Puppe des Adels herabschen Konsistorium durch die Versendung von Fragebogen an 70 pCt. Die Einkommen über 3000 M. zahlen jetzt an würdigen wollte, mußte er aus dem Weg geräumt werden. Die Geistlichen und Schuldirigenten des Landes geliefert. Durch Steuern 179 110 M., im Vorjahre 88 146 M., und die Ein- Er war nicht der erste und auch nicht der letzte. Wie lang die Versendung von Fragebogen wird Auskunft verlangt über die tommen unter 3000 M. 109 257 M. gegen 75 933 M. im ift die Liste der Monarchen, die vom Adel, oder von ihren Betheiligung der Lehrer resp. der Schulen an den Gottesdiensten Vorjahre. Die Einschätzung der Forensen und juristischen Verwandten oder Gegenmonarchen, die ja alle auch zu den und anderen kirchlichen Einrichtungen, an den Werken der inneren Personen ist noch nicht erledigt. Diese Bahlen erklären es, Edelsten der Nation" gehörten, ermordet wurden. Die und äußeren Mission, an der Gründung und Fortführung von warum bisher der Zuschlag zur Gemeindeſteuer solch ein" Schulbibliotheken, Sparkassen, Fortbildungsschulen und ähnlichen ungeheuerlicher war, der Zuschlag, den die große Masse der Geschichte des Adels ist im wahrsten Sinne des Worts mit Beranstaltungen, sowie über die Ausbreitung der SozialdemoBlut geschrieben. Und dabei thun diese adligen Herren, fratie und ihre Bekämpfung von Seiten der Lehrer. Die AntBevölkerung am schwersten zu tragen hatte. Freilich der als ob es der Adel sei, der allein die Throne gegen die wort dürfte in letterer Beziehung für das Konsistorium faun Bochumer Steuerprozeß hatte schon die Prellereien des edelsten Theils" der deutschen Nation, um im Stile der stürzlerischen Massen vertheidige. Ja, sie schwärmen tröstlich lauten. Wenn auch manche Lehrer zur Bekämpfung der für die Macht des Monarchen- vorausgesetzt, daß er Sozialdemokratie sich hergeben werden, so ist anderseits sicher, " Kölnischen Zeitung" zu reden, gar herrlich offenbart. ihnen das Land zur Beute giebt. daß unsere Sache durch nichts mehr auszuhalten ist. Daß das Unverfroren. die Geistlichkeit immer noch nicht einfieht, ist wunderbar. Der Frankfurter Zeitung"( Nr. 89 Und der König absolut, vom 29. März) geht aus Bern ein Drahtbericht zu des Wenn er unsern Willen thut. Zu Pommern, der früheren deutschen Vendée", geht die Inhalts:„ Es wurde bisher angenommen, daß Sozial- und thut er ihn nicht dann kann es ihm ergehen, wie sozialdemokratische Bewegung flott vorwärts. Die Versammlungen, demokraten" oder Anarchisten den Einbruch ins deutsche Kones Gustav dem Dritten von Schweden vor hundert Jahren welche von seiten unserer Genossen veranstaltet werden, sind durchsulat von Zürich begangen haben könnten. Nach einem ergangen ist. weg erfolgreich. Das gleiche war der Fall mit der VoltsBericht, welchen die Bundesanwaltschaft erhalten hat, liegen versammlung, die am 20. März in Jaznick stattfand. Diehierfür bis jetzt keine Anhaltspunkte vor. Dynamit- Taktik. In Paris haben wir jetzt vor- felbe war von ca. 300 Personen besucht, die aus der ganzen Fälscher scheinen sich den Konfulatsstempel angeeignet zu Dynamit- Taktik in vollster Muße zu beobachten und ihre förde, Liepe, Hammer, Hammelſtall, Ferdinandshof u. f. w. Gewöhnliche treffliche Gelegenheit, die Wirkungen der vielgerühmten umgegend, und zwar von Basewalt, Torgelow, Belling, Sandhaben." Bisher war es die Gepflogenheit russischer Hoch- Borzüge bis ins Ginzelste kennen zu lernen. Ehe bie herbeigekommen waren. Nachdem das Bureau aus den Genossen stapler, auf das Konto der revolutionären Partei die Attentate" begannen, sah das Bürger- und Bauernthum W. Ghlert- Jaznick, E. Schmidt- Torgelow und W. de la Barve, Schelmenstreiche zu sehen, durch welche sie sich die Taschen in Frankreich dem 1. Mai mit der größten Seelenruhe ent- Basewalt zusammengesetzt war, hielt Genoffe Storch aus Stettin gegen. einen mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Beoder sonst einen Unterschleif begangen hatte, wurde flugs Maifeier zu verbieten oder die Gemeindewahlen vom des Wahlkreises( Ueckermünde- Usedom- Wollin), des Herrn Bizeamter, einen handfesten Griff in die Regierungskaffe gethan ausgelacht, und der staatsretterische Gedanke, entweder die deutung des 1. Mai und über die heutigen wirthschaftlichen Zustände. Namentlich kritisirte er das Verhalten des Abgeordneten das Gerücht ausgesprengt, die Nihilisten seien wieder einmal 1. Mai auf einen anderen Tag zu verlegen, mußte schnell Admiral v. Sent, der im Reichstage mit zu den Brot Väterchen" ins Gehege gekommen. Daß jetzt auch in der aufgegeben werden. Schweiz ein gemeiner Einbruch in dieser Weise fruftiftzirt wird, Heulmeier wurden lauter: Da seht Ihr's! Nun tam das erste Attentat". Die vertheuerern gehöre. Die Arbeiter müßten beständig für den ArAllein beiterkandidaten Wilhelm Gründel agitiren. An der Diskussion über zwischen Ruffen und Hinterrussen einerseits und den schweizes christlich- germanischen Reichsphilister fie lachten erweckt den lebhaften Verdacht, daß die innigen Beziehungen die Franzosen sind keine solchen Hasenfüße, wie unsere die Maifeier betheiligten sich die Genossen de la Barre und Schurischen Mächtigen andererseits nicht ohne üble Nachwirkung für wir kennen den Kuiff! die Letzteren geblieben sind. Ist die Bundesanwaltschaft Leim!" Das zweite Attentat tam. Die Heulmeier wurden mission gewählt: W. Schmoct, G. Samuel und Sperling- Jagnid, Wir gehen nicht auf den Sandförde. Es wurde die Abhaltung einer Feier einstimmig Wir gehen nicht auf den beschlossen und eine aus nachstehenden Genossen bestehende Kom schon ein schmähliches Zugeständniß an die internationale etwas lauter, und es waren ihrer mehr." Wenn das jetzt G. Houdelet- Basewalk und E. Schmidt- Torgelow. Nach Erlebieuropäische Reaktion, welcher damit ein Angebinde be- geschieht, wie wird es erst am 1. Mai sein!" Doch das gung einiger Kleineren Angelegenheiten wurde die Bersammlung darf sie doch überall einer Zentralisation des politischen Bublikum lachte noch immer. Beim dritten Attentat" mit einem begeisterten Hoch auf die internationale Sozialdemo Schnüffelwesens gemacht worden ist, so flingt die Nach wieder eine ganz programmmäßige Steigerung" der Heul- tratie geschlossen. richt von der Annahme, bie bis jetzt" noch keine Anhalts meierei; und schärfere Betonung der Gefahren des 1. Mai. punkte hat, überrassisch. Es versteht sich am Rande, daß und jetzt bei dem neuesten„ Attentat" abermalige Steigerung Der badische Landtag hat eine Kommission niedergesetzt, ein gewöhnliches Gaunerstücklein zu einer Haupt- und der Heulmeierei und Gruselmacherei. Die Masse der Pariser welche die Frage der Einführung der direkten Wahlen für die Staatsaktion aufgebauscht werden sollte. Freilich ohne die lacht zwar noch, aber unzweifelhaft hat eine gewisse Unruhe Partei durch den Abg. Dreesbach vertreten. Die Vertreter ber zweite Kammer vorberathen soll. In dieser Kommission ist unsere Spur eines Erfolges! Das deutsche Konsulat und der Herr fich weiter Kreise bemächtigt, und wenn im Laufe der bürgerlichen Parteien erkennen nun wohl die Berechtigung Bundesanwalt sollten doch wissen, daß der Diebstahl und nächsten 14 Tage noch zwei bis drei„ Attentate", die ein der Forderung nach Einführung der direkten die gewerbsmäßige Fälschung von Stempeln von Leuten betrieben wird, welche der Arbeiterbewegung so freundlich Bischen ernsthafter aussehen als die bisherigen, aufgeführt im allgemeinen auch die Bestrebungen der Sozialdemokratie, werden, so kann – das Verbot der Maifeier ernsthaft aufs den Arbeiter in politischer und wirthschaftlicher Hinsicht ben gegenüberstehen, wie etwa Herr Baare dem Erfurter Pro Tapet gebracht und schließlich sogar vielleicht durchgesetzt übrigen Bevölkerungsklassen gleichzustellen, kurz theoretisch find werden. Genug die Vorzüge der Dynamit- Taktit sie für die direkte Wahl, aber in der Praxis fürchten sie sich daVerbot der Comeniusfeier in Böhment. vor. Man wiffe nicht, ob die Arbeiterbewegung auf der bisDer liegen handgreiflich vor uns und sind von den herigen Basis der organischen Entwicklung fortschreiten werde österreichische Unterrichtsminister Gautsch hatte die Komenius- verhärtetsten Skeptikern nicht abzuleugnen. Die Pariser die Berliner Opposition und der Anarchismus ließen das Gegenseier in Böhmen verboten, und die Thorheit seines Be- Polizei weiß, warum sie die Urheber nicht findet, und die theil befürchten, kurz, man weiß immer eine Ausrede auszuginnens offenbarte fich alsbald. Er schüttete Del in das Kreuz- Zeitung", welche die französische und die russische tüfteln, um den Arbeitern das gleiche Recht vorzuenthalten. national- czechische Feuer. Mit Verboten und ähnlichen Ge- Regierung für die Pariser und sonstigen Dynamitattentate Wahrscheinlich wird daher die direkte Wahl von der Mehrheit waltmaßregeln schadet eine Regierung nur sich selbst. verantwortlicht macht, hat zur Abwechselung einmal nicht der Kommiffion in irgend einer Form, welche die bürgerlichen weit neben die Scheibe geschossen. Nur mögen die Herren Déhors" wahrt, abgelehnt werden, und auch der badische ArEin Gedenktag. Heute vor hundert Jahren starb Dynamiteriche sich vor den sozialdemokratischen Arbeitern beiter wird noch auf lange Zeit das Aschenbrödel der herrschenden Gesellschaft bleiben. König Gustav der Dritte von Schweden. Der Tod dieses hüten. Wenn sie ihnen in die Hände fallen, so werden sie Monarchen ruft uns ein Ereigniß in die Erinnerung, das nach Gebühr gezüchtigt. Polizeiliches, Gerichtliches zc. die Welt in Aufregung versetzte, trotz der gewaltigen Die französischen Gesetzgeber. Der Staat so hat Breslauer Bolts wacht," wurde am Freitag durch die Erich Wendtlandt, früherer Redakteur der Revolutions- Epopöe, die damals in Frankreich sich abwickelte und gerade in das Tragische überzugehen begann. Am ein Pariser Deputirter am 28. März in der Abgeordneten dortige Straflammer von der Beleidigung der Waldenburger 29. März 1792 starb König Gustav- nicht eines natür- fammer beantragt soll für alle durch Dynamitattentate Knappschaftstaffe freigesprochen, dagegen wegen wiederholter Be lichen Todes. Fünfzehn Tage vorher, am 16. März 1792, verursachten materiellen Schäden aufkommen. Die Dring leidigung der Verwaltung der Oberschlesischen Eisenbahn zu Fünfzehn Tage vorher, am 16. März 1792, war Maskenfest im töniglichen Opernhaus in Stockholm lichkeitserklärung für den Gesetzentwurf gegen die Urheber 61/2 Monaten Zusatzstrafe verurtheilt. Die bisherigen Strafen gewesen. Der König bewegte sich heiter und sorglos unter von Eigenthumsbeschädigungen durch Sprengstoffe wurde ohne des Angeklagten mit Einschluß der vorerwähnten, im Betrage Debatte angenommen. Der Gefeßentwurf sett Todesstrafe von einem Jahre 10% Monaten, wurden durch Gerichtsbeschluß den Masken, als er plötzlich durch einen Schuß hinter für die Urheber fest; eine Busazbestimmung besagt, daß die in eine Gesammtstrafe von einem Jahre, neun Monaten und 8 Angeber ftraffrei bleiben sollen, wenn die Denunziation vor Tagen zusammengezogen. Der Beleidigten ist die Publikationsbefugniß zugesprochen. was schließlich auf dasselbe herauskommt. Es macht ihm der Ausführung des Verbrechens erfolgt ist. So prämiirt-Wegen Beleidigung des Fabrikanten Emil Löwe allerdings manchmal ein Konkurrent einen Strich durch die man die Lockspizelei und das" Kron" zeugenthum. Der in Mannheim hat der Redakteur der dortigen„ BoltsRechnung, aber dann ist es ein unglücklicher Vorfall. Er Senat beschloß bei Berathung des Gesetzentwurfs zur Rege- it im me", Genosse Hermann Reßler, 60 Mark Strafe zu zahlt dann vielleicht die tausend Thaler einmal verdrießlich lung der täglichen Arbeitsdauer für Frauen und Mädchen zahlen. von seinem Gewinn; aber wer hat den Gewinn geschaffen? in den Fabriken mit 138 gegen 100 Stimmen, daß die In Dresden wurde der Redakteur Franz Dergel Es giebt allerdings, ich will es der Vollständigkeit wegen Arbeitszeit der Frauen und der Mädchen über 18 Jahre vom Amtsgericht zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt, weil er durch erwähnen, Luxussteuern auf Produkte, die nur der Reiche höchstens 11 Stunden betragen solle. Veröffentlichung eines Artikels in der Sächs. Arb. 3tg. genießen kann: Wein und Champagner, Austern und Kaviar, den Buchdruckergehilfen Christoph Kunz in Meißen beleidigt hat. Seiden- und Pelzwaaren, Schmucksachen, Spigen und In Erfurt wurde der Redakteur der Thüringer Arbeitslosigkeit in Australien. Eine Abordnung fonftige Mode- Artikel; sieht man aber in der Steuertabelle der Arbeitslosen von Melbourne begab sich am 25. März Tribune", Genoffe Hülle, vom Schöffengericht von der Unnach, wie viel fie einbringen, so findet man, daß sie zum Bremierminister und ersuchte ihn um Errichtung eines lage freigesprochen, durch den Abdruck eines Aufrufs an die der Erhebungskosten kaum werth gewesen. Sehen Sie das staatlichen Stellen Nachweisungsbureaus an Stelle des Bier zu trinken und die Kaffeefurrogate derselben Firma nicht gegen die Summen an, welche die Mahl- und Schlachtsteuer, jezigen von der Heilsarmee eingerichteten Bureaus; das mehr zu kaufen, groben Unfug" verübt zu haben. Der GerichtsDie Branntweinsteuer, die Salzsteuer, die Getreide, Fleisch- letztere müsse aufgehoben werden. Der Minister Shiels er- hof war der Ansicht, daß eine Beunruhigung des Publikums und andere Steuern oder Zölle einbringen, welche das arme widerte, die Regierung habe ihr Möglichstes gethan, die nicht vorliege, da der Aufruf nur an Anhänger der sozialdemo Bolt eben in demselben, öfter in höherem Grade treffen, Bahl der Arbeitslosen in Melbourne zu verringern, und fratischen Partei gerichtet war. Gegen das Urtheil der Strafund Sie werden mir zugestehen, daß der Arbeiter weit mehr das sei ihr auch in großem Maße gelungen; er wolle dem fammer, welches denselben Redakteur von der Anklage einer Be Steuern bezahlt, als er denkt. Ja er steuert mehr, er muß Vorschlag, ein staatliches Stellen- Nachweisungsbureau zu leidigung der Direktion der fiskalischen Erfurter Gewehrfabrit freisprach, hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Das dem Kaufmann den Gewinn zahlen, den dieser wirklich in gründen, eingehendste Erwägung schenken. In Sydney Reichsgericht verwarf diefelbe.- Von der Anklage, durch Abdie Tasche steckt, und den, den er in Form von Steuer find die Arbeitslosen in langem Zuge durch die Stadt druck eines Artikels" Der Bar- irrfinnig" groben Unfug verübt wieder abgeben muß. Ja, es ist wirklich der Arbeiter, marschirt unter Voraustragung eines Banners mit der In zu haben, wurde Genosse Hülle gleichfalls freigesprochen. der fast alle Steuern und 8ölle zum allergrößten schrift: Arbeit oder Brot für Weib und Kind." Es ging Theile zahlt, und darum sollte nicht nach dem Maß- Alles in Ordnung von Statten. stabe der geringfügigen direkten Steuer das Wahlrecht vertheilt werden. Sehen Sie sich nur einmal die große Summe an, welche die indirekte Steuer vom Grund und Boden einbringt." gramm. Präsident: Wie? Sie nennen die Grundsteuer, welche direkt erhoben wird von den Besitzern, eine indirekte Steuer?" Parteinachrichten. " Wahl an, N Vom Amtsgericht zu Jever wurde der Redakteur Karl Duden von der in Bant erscheinenden Nord wa ch t" wegen Beleidigung des Dompredigers Wilhelmi in Güstrow zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt. Das Amtsblatt wollte ihn zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt wissen, weil der Beleidigte ein Geistlicher sei. Soziale Uebersicht. Achtung, Schuhmacher! Wegen Lohndifferenzen bitten die sämmtlichen Schuhmacher furt a. M. im Taunus oder im benachbarten Seffen feiern, Den 1. Mai werden die Sozialdemokraten FrankLange: Allerdings, denn es kommt nicht auf die Art In Leipzig war, um die Maifeier besonders impofant zu ge falls das Fest in Frankfurt selbst nicht gestattet werden sollte.und Weise der Einziehung, sondern darauf an, wie die stalten, vom Komitee desselben beabsichtigt, den Augustusplat als Steuer wirkt. Der Gutsbefizer schlägt die Steuer auf den Sammelpunkt der Theilnehmer zu benußen und das Fest selbst in der Krohn'schen Schuhfa brit zu Krempe den Zuzug Preis des Getreides, er kann gar nicht anders, und die auf dem Rennplay abzuhalten, welcher städtisches Eigenthum ist. strengstens fernzuhalten. Getreidezölle sorgen dafür, daß die Preise für dieses unent- Der Magiftrat felbst hat jedoch das Komitee hinsichtlich des behrlichste Ernährungsmittel auf einer bestimmten Höhe er- Augustusplayes an das Polizei- Amt verwiesen und hinsichtlich des halten bleiben, der Hausbesitzer schlägt sie auf die Rennplages erwidert, dieser Platz sei verpachtet, man habe daher Miethe. Der Reiche aber kann nicht mehr Brot verzehren, bem nicht so wäre, den Platz zur Maifeier nicht zur Verfügung tein Verfügungsrecht über denselben, würde aber auch dann, wenn als der Arme; er ist weniger Brot. Die Schlachtfieuer stellen. Die Tektere Aeußerung läßt Die Antwort trifft in derselben Weise. ahnen, welche das Polizei Amt geben würde wenn ( Fortsegung folgt.) es Dom Romitee um die Ueberlassung des AuguftusJ. A.: Die Lohntommission. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Berlins! Buzug nach Hanau ist fernzuhalten. Der Vorstand. J. A.: D. Gillier, Oranienstr. 54. Tijenter. Mittwoch, den 30. März. Opernhaus. Die Afrikanerin. Schauspielhaus. Cromwell. Deutsches Theater. Crampton. Kollege Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Then Medea. Wallner- Thea... Der Löwe des Tages. Residenz- Theater. Der fleineSchwere nöther( Ferdinand le noceur,) Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Gedächtniß- Feier für den verstorbenen Reichstags- Abgeordneten Max Kayser veranstaltet vom Lese- Klub ,, Max Kayser am Sonntag, den 3. April, in der Neuen Welt( Bal Champêtre), Hasenhaide, bestehend in Instrumental- und Vokal- Konzert unter Mitwirkung Thomas- Theater. Ein blauer Teufel. des Gesang- Vereins ,, Kreuzberger Harmonie", Mitgl. d. Arb- S.- B., Eine vollkommene Frau. Frühere Verhältnisse. Bellealliance- Theater. 1. Rezitation von August Junkermann mit unter Leitung seines Dirigenten Herrn Dillenberger. Gedächtnißrede gehalten von einem seiner früheren Reichtags- Kollegen. lebenden Bildern. 2. Onkel Bräfig's Die Musik wird von der letzte Stunden. Du drögst de Bann weg. Jochen Päsel, wat büst Du vorn Esel. Ostend- Theater. Berlin im Jahre 2000. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Leitung des Herrn G. Grass ausgeführt. Nach dem Konzert: TANZ. Anfang 5 Uhr. Billets à 25 Pf. find bei dem Vorsitzenden H. Schimansky, Arndtstr. 25, Hof part., Otto Klein's Restaurant, SchönleinStraße 5, W. Grube, Mariendorferstr. 10, Fritz Zubeil, Maunynstr. 86 und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Gebrüder Richter's Variété. Spe Achtung! zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenBorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. 452/2 Achtung! Oeffentliche Versammlung sämmtlicher Gewerkschaften am Sonntag, den 3. April, Vormittags 9½ 1hr, im ,, Feen- Palast", Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. Tagesordnung: Fortseßung der Diskussion über die Beschlüsse des Halberstädter Gewertschafts- Kongresses, betreffs der sogenannten Lofolorganisation. Die Vorstände aller Gewerkschaften sowie die Vertrauensmänner der Partei werden im Interesse dieser Versammlung erNur noch kurze Zeit. fucht, an diesem Tage keine Versammlung einzuberufen. Circus Renz. Karlstraße. Mittwoch, den 30. März 1892, 219/7 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Das Bureau der Versammlung vom 27. März. J. A.: Hugo Lehmann, Buttmannstr. 20 II. Abends 7 Ubr: Zum 198. Wtale: Achtung! Schöneberg. 996 Auf Helgoland" E ober: Ebbe und Fluth. Große hydroLogische Ausstattungs- Pantomime in Große öffentliche Achtung! 11. 2 Abtheilungen vom Direktor E. Renz Volksversammlung für Männer Frauen National- Tänze( 65 Damen). Einlage: Garde- Husaren 2c. Dampffchiff- u. Bootfahrten, neue überraschende Licht- u. Feuereffekte. 80 Fuss hohe Riesenfontaine. Außerdem: 6 Trakehner 421/14 am Donnerstag, den 31. März, Abends 8 Uhr, in der Schloßbrauerei Schöneberg. Tagesordnung: J. A.: Der Vertrauensmann. 1. Vortrag des Genossen Roland:„ Der Sozialismus von der Utopie Rapphengste, in ganz eigener Art zur Wissenschaft." 2. Diskussion. 3. Bekanntgebung der Wahlbestimmungen aufammen brefsirt und vorgeführt von betreffend die Gewerbe- Schiedsgerichte. 4. Verschiedenes. Herrn Franz Renz. Johaniter, ger. von der Schulreiterin Fräul. Oceana Renz. Schulpferd Cyd, ger. v. Herrn Gaberel. Mr. William mit feinen vier der Tischler u. Pianofortedressirten Pferden. Mlle. Theresina auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Orts- Krankenkasse Arbeiter. 3 Gebr. Briatore, Afrobaten. Auftreten General- Versammlung Der Athleten 3 Gebr. Rasso. Die Jockeyreiterin Miss Edith. Mm. Brad- der Vertr. der Kaffenmitglieder bury, Barforcereiterin 2c. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Klowns. Täglich ,, Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interessanteste Völkerschaft Inner- Afrikas: Schuli b. Emin Pascha- Reich. 30 Personen, Männer, Frauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Vor4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr mittags, achmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. am und der Arbeitgeber Donnerstag, den 7. April 1892, Abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 75, oberer Saal. Tagesordnung: 1. Erlaß des Herrn Oberpräsidenten auf Erhöhung der Beiträge vom 1. Juli d. J. ab: für erwachsene Mitglieder von 36 Pf. auf 45 Pf., und für jugendliche Mitglieder von 15 Pf. auf 21 Pf. 2. Die Invaliditäts- und Altersver ficherung. Referenten: Die Herren Krause und Stügelmaier. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 2194b Möbel, Spiegel und Polsterwaaren, reelle Waare, solide Preise. Ganze Ausstattungen in Mahagoni und Nußbaum. Küchenmöbel in gr. Auswahl empfiehlt 2194L Passage- Julius Apelt, Panopticum. Sebastian- Strasse 27/28. Riese, 9 Fuß. Zwerg, 25 Zoll. Mann m. Steinkopf. Pigmy v. Stanley10-1 Zwergvolt. 4-9 Uhr. KRONEN GARN. Die rühmlichst bekannte Betten- Fabrik von 2084 2 Teppiche in allen Arten und Größen kleiner Musterfehler wegen offeriren sehr billig. Portièren, Gardinen, Steppdecken in den geschmackvollsten Ausführungen zu anerkannt billigen 477M Preisen. Reste von Plüschen, Fantasiestoffen, Damasten und Ripsen, passend für Sophas und Garnituren, zur Hälfte des früheren Kostenpreises. J. 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Reichs liegt nach unserer Ansicht überhaupt nicht vor. Die Be- Theuerungszulage ausgeworfenen Betrages von 8600 M. Es ist fürchtungen wegen der Arbeitsfalamität in Stettin erscheinen uns eigenthümlich auf Helgoland, daß man nicht recht weiß, was die übertrieben, wie der Abg. Dohrn aus seiner lokalen Kenntniß Offiziere dort eigentlich zu thun haben, und die Offiziere selbst heraus noch darlegen wird. Wir werden einstimmig gegen die nicht zu wissen scheinen, wer die Seesoldaten zu beaufsichtigen Bewilligung votiren. hat und wer im Stande ist, dafür zu sorgen, daß solche Am Tische des Bundesraths: Hollmann, v. Malzahn, Abg. Graf Arnim( Np.): Im Jahre 1890 hat der Reichstag Schlägereien, wie die am Sedantage, wobei die auf Helgoland v. Kaltenborn. die Kreuzerkorvette G bewilligt und ist insofern gebunden. Wir stationirte Matrosen- Artillerie harmlose Helgoländer, unter denen Die dritte Berathung des Etats für 1892/93 haben 7 Kreuzerkorvetten haben wollen, die bis 1894 fertig auch ich mich zufällig befand, überfiel, nicht vorkommen. Für die wird fortgesetzt beim Spezialetat der Marineverwaltung. gestellt werden sollten. Die Kreuzerkorvetten sind im Inter Offiziere werden Theuerungszulagen verlangt, während man den Hierzu liegt folgender Antrag der Abgg. Lingens und esse unserer Seeleute und unseres Handels gleich nothwendig. Dort kurze Zeit beschäftigt geweſenen deutschen Arbeitern eine Genossen vor: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dacauf Es wäre aufs äußerste zu beklagen, wenn lediglich um der folche nicht gewährt und an deren Stelle Italiener beim hinzuwirken, daß den Offizieren und Mannschaften des Reichs- Zinsenersparniß von 70 000 M. willen der Bau abgelehnt würde. Fortifikationsbau eingestellt hat, weil sie billiger arbeiten. Ich heeres und der kaiserlichen Marine an Sonntagen nicht nur der Bau soll so wie so erfolgen. Von einer Anerkennung des bitte, daß die dortige Bauverwaltung mehr Rücksicht nimmt auf möglichste Ruhe verschafft, sondern auch Zeit gelassen werde, Rechts auf Arbeit kann doch nicht die Rede sein, es handelt sich die Eingeborenen, zumal die Erwerbsfähigkeit der Helgoländer regelmäßig am Morgen- Gottesdienst theilzunehmen. um einen für das Reich nothwendigen Bau, dessen Aufschub für immer mehr eingeschränkt wird. Antragsteller Abg. Lingens begründet den Antrag. das Reich unerwünschte Folgen haben muß. Geh. Admiralitätsrath Perels: Die Marineverwaltung hat Generallieutenant v. Špių: Die Forderung des Antrag Abg. Dohru( fr.): Die Angaben des Oberpräsidenten von auf das Sorgfältigste die Preisverhältnisse auf Helgoland unterstellers deckt sich ganz mit den Bestrebungen, welche die preußische Pommern haben in den weitesten Kreisen der Bevölkerung sucht und dabei gefunden, daß wegen der Theuerung der LebensHeeresverwaltung bis jetzt unausgesezt bethätigt hat.( Beifall Stettins das größte Erstaunen erregt. Der Nothstand sollte mittel, des Brennmaterials u. f. w. eine Zulage für die dort im Zentrum.) Die preußische Kirchenordnung gilt allerdings danach sich bereits nuf ca. 4-5000 Seelen erstrecken und durch stationirten Beamten und Offiziere nöthig ist. Was die Be nicht für das Reich, also auch nicht für die Marine. Wo es die Unterlaffung des Baus ganz beträchtlich vermehrt werden. schäftigung von Arbeitern aubetrifft, so konstatire ich, daß zunächst irgendwo an der Seelsorge sehlt, wird stets Abhilfe geschaffen.. Dem steht gegenüber, daß die städtische Verwaltung die nöthigen nur Helgoländer dort beschäftigt wurden, dann aber Fremde, Staatssekretär Hollmann: Es wird in jeder Hinsicht an Kräfte nicht beschaffen konnte, die im Winter mehrmals zur weil die Helgoländer nicht ausreichten und auch nicht für alle Bord wie auf den Schiffen dafür gesorgt, daß sowohl evan- Fortschaffung des Schnees nöthig wurden( Hört, hört!), daß Arbeiten bei der Fortifikation geeignet waren. Wegen Lieferung gelischer, wie katholischer Gottesdienst abgehalten wird. zahlreiche Arbeiter unter einem Tagelohn von 5,50 m. nicht von Lebensmitteln und Aufstellung einer Baracke für die Arbeiter Die Resolution wird darauf unter Einschiebung der Worte, arbeiten wollten( Hört, hörf! und Heiterfeit links), daß weder sind ebenfalls mit Helgoländer Kaufleuten Verträge abgeschlossen soweit der Dienst es nicht verbietet", von einer aus dem Zentrum die Ausgaben der städtischen Armenverwaltung noch der Konsum worden. An Entschädigungen für Landabtretung sind den Beund den Konservativen bestehenden Mehrheit angenommen, das in den Volksküchen erheblich zugenommen haben. Es ist in wohnern 30 000. gezahlt. Ordinarium der Ausgaben bewilligt. Stettin ein Stillstand in der Arbeit eingetreten, wie es jeden Winter Abg. Stadthagen: Wenn das Reich den Einzelnen PrivatZum Extra- Ordinarium beantragen die Abgg. von Man- geschieht; und auch in diesem Winter ist dieser Stillstand als Noth- eigenthum nimmt, ist es selbstverständlich, daß sie entschädigt teuffel, Graf Behr und von Bennigsen die Wiederherstellung stand im Sinne des Berichtes des Oberpräsidenten nicht anzusprechen. werden müssen; diese Summe kommt also hier gar nicht in Be der in zweiter Lesung gestrichenen Forderungen der ersten Rate& haben sich einige Ansammlungen von Arbeitslosen auch in tracht. Der ganze Theil der Insel, der früher als Kartoffelland von 2 Millionen für den Bau der Kreuzertorvette K. Stettin gezeigt, es waren ihrer aber höchstens hundert und meistens benutzt wurde, ist durch die Fortifikation unterminirt, Abg. von Manteuffel( dk.): Ueber die Nothwendigkeit des junge Burschen. Der Oberpräsident ist falsch und schlecht unter- und da ist dann endlich nach heftigem Sträuben der Baues der Korvette K ist nirgends ein Zweifel; es fragt richtet gewesen, als er seine Mittheilungen dem Reichskanzler Marine- Verwaltung gezahlt worden. Aber sich nur, ob man schon in diesem Jahre mit dem Bau der machte. Der Vulfan" tann seine Arbeiter voll beschäftigen. Helgoländer find mit dieser geringen Entschädigung selben vorgehen soll. Wir glauben nun, daß dies ge- Daß ihm der Bau der Korvette von der Marineverwaltung ver- durchaus nicht zufrieden. An Stelle der Helgoländer Arbeiter schehen muß. Die Arbeiterverhältnisse liegen in diesem sprochen wurde, ist außerdem ein Internum der Gesellschaft, über hat der dortige Bauunternehmer etwa 20 Jtaliener sich kommen Jahre so ungünstig, daß wir überall für Arbeitsgelegen-| welches sich die Aktionäre mit dem Vorstand auseinander zu lassen, und auch die Hamburger Arbeiter sind wieder zurückheit sorgen müssen, es 11113 irgend möglich ist. setzen haben werden. Damit fallen die aus dieser Rücksicht geltend geschickt worden; den Helgoländern hat man zwar etwas Arbeit Die Arbeitsverhältnisse in Stettin liegen besonders schwierig, wie gemachte Argumente für die Bewilligung. Schwankungen in dem gelassen, nämlich das Anfarren, man kann sich aber nicht wundern, es ja in der zweiten Lesung ausführlich vom Reichskanzler dardaß sie damit nicht zufrieden sind. Ueberhaupt sind sie durchaus gelegt worden ist. nicht sehr erfreut über ihr sogenanntes neues Vaterland, wie man ja bei der Gedenksteinfeier und beim Sedanrummel gesehen hat, woran sich außer der Gemeindevertretung kein Eingeborener betheiligt hat. Der Ueberfall auf harmlose Helgoländer seitens der Marinesoldaten, gegen welche jetzt wegen Landfriedensbruchs gerichtlich eingeschritten wird, trägt auch nicht gerade dazu bei, Liebe für Deutschland zu erwecken. Maße der Aufträge und der Beschäftigung der Arbeiter finden doch auf jeder Werft statt; die Arbeiter gehen eben, wenn die Arbeitsgelegenheit auf dem„ Vulkan" geringer wird, zu anderen Werften über. Abg. v. Koscielski( Pole) erklärt, daß seine Fraktion geschlossen für die Bewilligung eintreten wird, deren dringende Nothwendigkeit sowohl in technischer Beziehung als aus den augenblicklichen praktischen Gründen für sie erwiesen sei. Gerade das Interesse der Landesvertheidigung und der Wehrhaftigkeit des Reichs mache ihr die Bewilligung zur Pflicht. Abg. v. Bennigsen( ntl.): Die große Mehrheit hat nicht die Absicht, dauernd diesen Bau abzulehnen. Es handelt sich blos um eine Verzögerung von 1 oder 2 Jahren; eine Ersparniß tommt also nur für die Zinsen in Frage. Die Interessen unseres Handels sind in stetigem Steigen begriffen; niemals ist auch in Zweifel gezogen worden, daß unsere Reichsmarine und speziell diese Art von Schiffen zum Schutze der deutschen Handelsinteressen berufen ist. Wir stehen auf diesem Gebiete schon jetzt mehr als wünschenswerth zurück, die Schiffe, welche wir zur Ver- Abg. Rickert( dsr.): Graf Arnim hätte seinen seemännischen fügung haben, sind älterer Konstruktion und nicht mehr leistungs- Vortrag schon in der zweiten Lesung halten sollen. Ich glaube fähig genug. Vollkommen fertig gestellt und ausgerüstet sind von freilich, daß wir auch dann an diese Höhe der Sachkunde dieser Gattung nur die beiden Schiffe Frene" und" Prinzeß nicht herangereicht hätten. Ohne Beispiel ist es jedenfalls, daß Dazu würden kommen die„ Kaiserin Augusta" und ein Mitglied der polnischen Fraktion mehr bewilligen wollte, als im Bau begriffen die Korvette F. Die Korvette K würde also die ganze Kommission; Herr von Koscielski hat infolge deffen erst nach einigen Jahren nach Fertigstellung und Ausrüstung das auch das Kommissionsreferat abgeben müssen. Wegen der Befünfte der für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Schiffe sein. willigung der Kreuzertorvette K im nächsten Jahre ist von uns Es kommt doch auch darauf an, einen tüchtigen Stamm von keinerlei Engagement eingegangen; wir behalten uns das durchaus Arbeitern auf unsern Wersten für derartige Bauten zu erhalten, vor. Graf Arnim hält uns hier große seemännische Vorträge um nicht plötzlich mit Arbeiterentlassungen in großem Umfange und dabei sitzen an seiner Seite Mitglieder der Reichspartei, die vorgehen zu müssen. Der Staat hat allerdings nicht sich in der Kommission ganz ebenso verhalten haben, wie wir. die Aufgabe, den Arbeitern Beschäftigung zu gewähren. Seitdem hat sich nichts geändert. Die Darstellung des Herrn Aber in einer so schwierigen Zeit wird es doppelt gerathen sein, auch von Reichswegen das Möglichste zu thun. Wir bitten Sie darum, diese Bewilligung auszusprechen. wage, die die Kreuzertorvette nicht bewilligen wollen, während er selbst entsprechend dem Kommissionsbeschluß 2 Schiffe gestrichen habe, die alle für gleichmäßig nothwendig von der Marineverwaltung erklärt worden sind. Staatssekretär Hollmann stellt richtig, daß nicht 32 Millionen, sondern nur 20 Millionen direkt für Schiffsbauten bewilligt verden follen. etwas die Staatssekretär Hollmann: Ich bin bei der Feier am 10. August v. J. selbst zugegen gewesen und habe den Eindruck gehabt, daß die Betheiligung eine sehr rege war. Was den so genannten Ueberfall beim Sedanrummel anbetrifft, so kann ich, da die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, genaue Auskunft darüber nicht geben, will aber Folgendes konstatiren. Auf Helgoland liegt ein Detachement Matrosenartillerie, ein Theil derselben, etwa drei oder vier Mann, befand sich an jenem Tage in einem Vergnügungslokale und wurde von einer Dame mit Bier trattirt. Sie folgten der Dame in ein anderes Lokal, wo sich unter vielen Helgoländern auch der Abg. Stadthagen befand, der dort unpatriotische und aufrührerische Gespräche führte. Die Soldaten mischten sich in das Gespräch, es fam zu Reibereien, bei welchen zunächst die Matrosenartilleristen in großer Minderheit waren. Als es zur Schlägerei tam, holten sie sich andere Matrosen herbei, und diese betheiligten sich ebenfalls daran. Von einem Ueberfall ist also gar nicht die Nede. Die Helgoländer haben dann freilich bei dieser Gelegenheit den Kürzeren gezogen. Was nun die Frage der Arbeiter aubetrifft, so hat die Marineverwaltung damit nichts zu schaffen; sie hat die ganzen Fortifikationsarbeiten einem Unternehmer übertragen, und dieser hat Arbeiter vom Festlande und auch aus Italien sich kommen lassen, weil lettere sich besonders für die Sprengarbeiten, die dort vorgenommen werden, eignen. Auch an anderen Stellen in Deutschland werden dazu vielfach Italiener verwendet. Der v. Buttkamer hat sich als übertrieben herausgestellt. Was wir energisch zurückweisen müssen, ist die Manier, uns, die wir den selben Standpunkt festhalten, den die meisten Herren bis vor Abg. Graf Ballestrem( Bentr.): In der Budgetkommission wenigen Wochen mit uns getheilt haben, nunmehr als solche wurde bei der Berathung dieser Forderung dieselbe gegen vier hinzustellen, welche die Wehrhaftigkeit des Reichs in Frage Stimmen abgelehnt, troß der eifrigen Befürwortung und der stellen! Dieser patriotische Lärm, der heute geschlagen wird, fachkundigen Darlegung des Vertreters des Reichs- Marine- Amtes. macht uns die Sache erst recht verdächtig. In diesem Etat be: In der Kommission haben auch die Nationalliberalen in ihrer willigen wir 32 Millionen für Schiffsbauten, dann kommen Mehrzahl gegen die Forderung gestimmt. In der zweiten Lesung Sie doch mit solchen Redewendungen nicht. Die 32 Mil trat dann der Reichskanzler selber auf und führte neben den lionen find viermal fo viel, als noch 1888 der technischen Gründen auch den sozialpolitischen an, daß nach jeßige Reichskanzler als Chef Der Admiralität in Abg. Stadthagen: Es sind dort 25 Arbeiter im Sommer einem Brief des Oberpräsidenten von Putikamer die Arbeits- jedem Jahre für für genügend genügend erklärte.( Beifall links.) losigkeit in Stettin zu einer Kalamität werden könne, wenn der Abg. v. Heuk( dkons.) tritt vom fachmännischen Standpunkt Bau der Gesellschaft Bultan" nicht übertragen würde. Diefes für die Forderung ein. neue Moment haben wir zwischen der zweiten und dritten Abg. v. Stumm( Rp.) polemisiert gegen den Abg. Rickert, Lesung zu prüfen versprochen. Diese Prüfung hat stattgefunden der den Abgeordneten das Recht bestritten habe, auf Grund und meine Freunde find einstimmig zu dem Beschluß gelangt, befferer Informationen ihre Ansicht über die Nothwendigkeit einer auf dem Beschluß der Kommission und der zweiten Lesung zu Forderung des Etats zu ändern, und gegen den Abg. Dohrn, beharren. Nach unseren Informationen war der Bericht des dessen Ausführungen sich widersprochen hätten. Oberpräsidenten von Pommern start schwarz gefärbt,( große Abg. Rickert wendet sich sehr lebhaft gegen den Abgeordneten Heiterkeit), wahrscheinlich, weil er von einem Pessimisten be- v. Stumm, der den Patriotismus derjenigen in Zweifel zu ziehen richtet worden war; für die nächste Zeit hat der Wultan" Beschäftigung für alle Arbeiter. Sollte dies nach drei oder vier Monaten nicht mehr der Fall sein, so wird gleichwohl eine Arbeiterentlassung in großem Umfang nicht stattzufinden brauchen. Wenn dies aber doch eintreten sollte, so kann dies nach der Meinung des Zentrums fein Grund sein, von den wohlerwogenen Beschlüssen zweiter Lesung abzugehen. Arbeiterentlassungen kommen überall vor und wenn da überall Staat und Reich eintreten sollten, würden wir einen Weg geführt werden, den nur Wenige hier mitgehen könnten, den Weg des Rechts auf Arbeit und Gewährung dieses Rechts durch den Staat. Neues ist auch heute nicht vorgebracht worden. Wir werden gegen die Korvette stimmen. Staatssekretär Hollmanu: Auch heute stehen die verbündeten Regierungen ganz auf dem Boden der Vorlage, wie es der Reichskanzler in zweiter Lesung ausgeführt hat. Sie sind Abg. Barth: Ich wiederhole für Herrn von Stumm, daß den Antragstellern zu großem Daut verpflichtet und hoffen auf wir keineswegs für die Bewilligung der Korvette im nächsten die Annahme des Antrags. Wenn diese Korvette bewilligt Jahre eintreten werden, wir behalten uns unsere Stellungnahme würde, würden wir 1894/95 glücklichsten Falls zwei Korvetten durchaus vor. besitzen. Die Entwickelung der Marine muß Echaden leiden, Abg v. Stumm: Wenn Herr Rickert seine Reden immer wenn ihr dieser Typ von Fahrzeugen nicht bewilligt wird. Ich in einer Anzahl Fragen an denjenigen entwickelt, den er gerade berufe mich dafür auf das Zeugniß aller Sachkundigen, daß angreift, so kann er sich nicht wundern, daß seine Fragen zum solche Schiffe ein unentbehrlicher Bestandtheil der Flotte find Theil nicht beantwortet werden. Herr Rickert fann mehr fragen, und ein wichtiger Faktor im Seefriege auch übermächtigen als zehn Weise beantworten fönnen.( Unruhe links.) Marinen gegenüber werden können. Statt 20 Schiffen dieser Abg. Dohru tann nicht finden, daß diese letzte Ausführung Art haben wir nur 10 in den letzten 20 Jahren bekommen von besonders gutem Zone zeugte, wie ihn der Abg. v. Stumm und von diesen 10 stehen 8 auf dem Aussterbe Etat. von ihm( Redner) verlangt habe. Eines weiteren Kommentars für die Forderung bedarf es nicht. Abg. Nickert: Wenn Herr v. Stumm mich nicht ernsthaft Von dem Abg. von Kardorff wird namentliche Abstimmung nehmen will, so ist das ein Gewinn für mich.( Beifall lints.) über den Antrag beantragt. Dem Staatssekretär muß ich bemerken, daß die Zahl von 32 Mil. Es folgt der Etat der Reichs- Justizverwaltung, Abg. Dr. Barth( dfr.): Wir sind keineswegs der Meinung, eher zu niedrig ist als zu hoch; denn es stehen der Verwaltung bei welchen die Abstimmung über die Resolution v. Bar und daß diese Korvette spätestens im nächsten Jahre doch bewilligt neben den neu bewilligten 20 Millionen noch 12-13 Millionen Genossen, betreffend die Vorlegung eines Gefeßentwurfs betreffs werden wird. Unsere Gründe gegen die Bewilligung sind durch Bestände aus den Vorjahren zum Verbauen zur Verfügung. der Auslieferung von Personen an auswärtige Regierungen, aus genereller Natur. Zu den Gründen des Grafen Ballestrein Damit schließt die Diskussion. die Ablehnung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Freitommt noch der hinzu, daß uns inzwischen eine neue Last von In namentlicher Abstimmung wird darauf die Forderung sinnigen und der Mehrheit der Nationalliberalen ergiebt. zunächst 9 Millionen Mark durch den Neu- und Ausbau strate- mit 177 gegen 109 Stimmen verworfen. Für dieselbe stimmen Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antisemit) bringt den gischer Bahnen auferlegt worden ist. Die Steuerkraft des Reichs die Deutschkonservativen, die Reichspartei, die Nationalliberalen, Fall Paasch zur Sprache. Es sei Pflicht, über diesen Fall deuthat doch schließlich eine Grenze. Die Korvette tann erspart die Polen und die Antisemiten; dagegen die übrigen Parteien lich zu sprechen. Der Thatbestand dieses Falles habe vor einigen werden, ohne daß der Echutz des Deutschen Reichs irgendwie des Hauses; von den Wilden stimmen u. A. Johannsen und Tagen die dritte Straffammer des Landgerichts Berlin I be beeinträchtig wird. Wir bleiben dabei, daß unsere eigene Handels- Prinz zu Carolath mit der Mehrheit. schäftigt und sei folgender.( Vizepräsident Graf Ballestrem flotte durch diese Kreuzer nicht wirksam geschützt werden kann; Abg. Stadthagen( Soz.) beantragt die Streichung des für erklärt die Angelegenheit für eine Landes- Justizsache, die nicht eine Nothwendigkeit zum Schuß vitaler Interessen des Deutschen die Offiziere, Beamten und Unterchargen auf Helgoland als an den Reichstag gehöre.) Das Gericht habe erklärt, die Reichsbeschäftigt gewesen, Helgoland hat über 2000 Einwohner, es wäre also wohl nicht schwer gewesen, aus dieser Zahl 25 geeignete Arbeiter auszuwählen; wenn aber nicht, so hätte man sie wohl in Deutschland finden können. Statt dessen sind 25 deutsche Arbeiter aus Hamburg wieder zurückgeschickt worden, weil sie zu theuer waren; eine Theuerungszulage brauchte man den Italienern freilich nicht zu geben. Was das Fest anbetrifft, so bin ich selbst zu der Zeit auf Helgoland gewesen. Ich unterhielt mich mit etwa 200 mir persönlich bekannten Helgoländern unten am Strande, während oben der Staatssekretär mit der meist aus Badegästen bestehenden Gesellschaft die Feier der Denkstein. Errichtung abhielt. Ich habe also nicht Unrecht, wenn ich behaupte, daß die Helgoländer sich der Feier ferngehalten haben, die Helgo= länderinnen mögen sich ja oben die Uniformen angesehen haben. ( Heiterkeit.) Die Schilderung der Schlägerei, welche der Staatsfefretär gab, beruht auch nicht ganz auf Richtigkeit. Ich bin damals selbst darin verwickelt worden und habe dabei eine mehrere Abg. Graf Arnim: Wir dürfen unsern Handel nicht mit Bentimeter lange Wunde durch ein Stuhlbein davongetragen, als alten Holzkähnen, sondern wir müssen ihn mit wohlgepanzerten ich eine Helgoländerin vor den Soldaten schüßen wollte. neuen Schiffen schützen. Ich habe nicht patriotischen Lärin ge- dortige Arzt versicherte mir, daß bisher auf Helgoland Stuhl macht, sondern meine Ueberzeugung zum Ausdruck gebracht. beine als Waffen nicht gebraucht worden wären, sondern, Wenn einmal einer dieser alten Kästen mit einigen hundert daß erst die deutschen Matrosen diese Sitte eingeführt Mann zusammengeschossen sind wird, dann wird vielleicht Ihr hätten. Es sollen dort aufrührerische, unpatriotische Reden geGewissen schlagen!( Abg. Rickert: Die Sache wird immer halten worden sein, als die Matrosen in das Lokal gingen, aus dramatischer! welchem sie der Wirth acht Tage vorher hinausgewiesen hatte. ( Hört, hört!) Vorher haben aber die Matrosen erklärt; Heute Abend sollen die Helgoländer noch Blut sehen!"( Hört, hört!) Die Schlägerei fann also nicht die Wirkung der angeblichen un patriotischen Reden der Helgoländer gewesen sein. Die Soldaten, welche von einer Dame mit Bier traktirt worden waren, folgten derselben, als sie in das Lokal kam, wo wir uns befanden. Die Soldaten fingen an zu standaliren, holten sich noch Sukkurs und hieben dann auf die wehrlosen Männer und Frauen ein. Zu den Theuerungszulagen will ich noch bemerken. daß, wenn solche den Offizieren u. s. w. bewilligt werden, wir auch für die dort beschäftigten Arbeiter eine Zulage beantragen, widrigenfalls wir die Positionen ablehnen werden. 21 Der Antrag wird abgelehnt, die Summe und der Rest des Marine- Etats unverändert bewilligt. Juftig fei die Instanz für die Angelegenheit. Ge handle fich| Verlegung der Ober- Postdirektion von Arnsberg nach Dortmund| Wunder welche hervorragende That fie begangen haben, wenn sie darum, daß die Sache unter allen Umständen das Reichsgericht noch nicht spruchreif. den Hilfsarbeitern die paar Groschen bewiligten, denn es hätte beschäftigen müsse. Das müsse nachgewiesen werden, weil die Direktor Fischer führt nochmals alle Gründe an, welche für auch gehen müssen, wenn dieselben gar nichts erhalten hätten. öffentliche Meinung beunruhigt sei.( Vizepräsident Graf die eilige Jnangriffnahme des Baues in Dortmund sprechen. So werden die Aktionäre noch von ihrer Großmuth überzeugt Ballestrem erklärt wiederholt, daß diese Sache nicht hierher Nicht nur die Verlegung des Sizes der Ober- Postdirektion spreche sein, denn es muß immerhin eine Ueberwindung dazu gehört gehört.) Herr Paasch habe seine Lebensaufgabe darin gesehen, hier mit, sondern auch die Schwierigkeit, für den stetig wachsen haben, die 450 M. nicht auch noch mit einzustecken. Es find doch in China Eisenbahnen zu bauen.( Vizepräsident Graf Balle den Geschäftskreis des Post- und Telegraphen-, sowie des Fern- brave, biedere Menschen, diese Aktionäre.... strem ruft den Redner zum ersten Mal zur Sache.) Redner sprech- Amts genügende Räume zu schaffen. bricht danach seine Ausführungen ab. Abg. Möller spricht sich für die unveränderte BewilliAbg. Stadthagen( Soz.): Ich möchte die Aufmerksamkeit gung aus. des Staatssekretärs auf einige Verschiedenheiten der Recht- Der Antrag wird nach weiterer Debatte abgelehnt, der Etat sprechung in verschiedenen Theilen Deutschlands lenken.( Bize- der Postverwaltung bewilligt, ebenso der Rest des Etats, das präsident Graf Ballestrem: Da es nicht Aufgabe des Staats- Etatsgesetz und das Anleihegesetz. Der Etat balancirt in Einsekretärs ist, Einfluß auf die Gerichte zu üben, und diese unab nahmen und Ausgaben mit 1207 583 565 M. hängig find, so haben solche Ausführungen mit dem Staatssekretär und seinem Gehalte nichts zu thun.) Der Staatssekretär hat die Aufgabe, die Gefeßgebung dahin zu revidiren, daß in Zukunft ein einheitliches Recht in Deutschland herrscht.( Vizepräsident Graf Ballestrem: Ich werde sehen, ob der Redner sich an die Etatsposition hölt, sonst werde ich ihn nicht weiter fortfahren lassen.) In Preußen wird derjenige wegen Ruppelei bestraft, welcher an Prostituirte aus Eigennut eine Wohnung vermiethet. Verschiedene Bundesstaaten, vor allem Hamburg, stellen sich hartnäckig auf den entgegengesetzten Standpunkt.( Vizepräsident Abg. Frigen( Düsseldorf) ist geneigt, dem Tabakbau zu helfen, kann es aber nicht thun auf Roften einer Industrie, die stärker verbreitet ist, als der Tabakban felbst. Bruder Solinger a. D. Die Norddeutsche Allgemeint Zeitung" schreibt mit dem Ausdruck tiefster sittlicher Entrüstung: " Das gestrige Philharmonische Konzert, das leite, welches Dr. Hans v. Bülow dirigirte, hat mit einem schril Miston geendigt. Bülow hat es für passend erachtet, den Abend mit einer politischen" Rundgebung abzuschließen, indem er mit fein Bublifum aufforderte, Schluß nach 6/2 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 12 Uhr. welchem Rechte, ist fraglich ( Weingesetz, Gefeß, betreffend den Belagerungszustand in Elsaß- Beethoven's Eroica dem Fürsten Bismarck zu widmen. Als er für diesen Vorschlag nur bei einem Theil der Versammelten AnLothringen, Nachtragsetat, kleinere Vorlagen.) flang fand, als sich lebhaftes Bischen in die maßvolle Beistimmung mischte, verlor Bülow seine Fassung, heftig erregt wechselte er die Farbe, zog sein Taschentuch und stäubte mit demselben feine Stiefel ab. Dann verließ er die Bühne. Der Berichterstatter der Tägl. Rundschau" will sogar gesehen haben, daß Bülow vorher voller Verachtung ausgespien" habe. Tokales. nur " von Aber Dem Der Kornträger: Streit hat unter der Arbeiterschaft in- auch ohne dieses Detail war die Abfage Bülow's deutlich Graf Ballestrem: Ich kann nicht anerkennen, daß die Aus: fofern eine Bewegung hervorgerufen, als seitens der Arbeitgeber genug; er hat den Staub Berlins von seinen Füßen ge schüttelt. Der Berliner Börsen- Courier" theilt den führungen des Vorredners mit dem Gehalt des Staatssekretärs alles Mögliche versucht wurde, um Erfaß für die Streifenden zu vollen Wortlaut der Rede Bülow's mit:" Meine verehrten des Reichsjuftizamts in Busammenhang stehen.) Wenn es nicht schaffen. Auch der Zentral- Arbeitsnachweis wurde in Anspruch Damen und Herren! Es ist mir heut noch eininal Aufgabe des Staatssekretärs ist, für Einheitlichkeit des Rechts genommen. Hier waren Stellen angemeldet, welche gleich im Deutschen Reich zu sorgen, dann haben wir auch keine Ver- 20 Arbeiter auf einmal verlangten. Natürlich melbeten sich etwa gestattet worden, von dem§ 27 der Verfassung Gebrauch anlaffung, das Gehalt desselben zu bewilligen. fünfmal so viel Arbeitslose. Es wurden also die„ Besten" aus- 3u machen und eine Rede an Sie zu richten. Ich werde kurz Das Gehalt wird bewilligt, ebenso der Rest des Etats der gesucht und nach dem Mehlhause geschicht. Hier" wurden die und hoffentlich auch furzweilig sein, indem ich mir erlaube, Einiges über Beethoven zu sagen. Der ausgezeichnete Bildhauer Reichs- Justizverwaltung, desgleichen die Etats des Reichs- Schatz- Leute aber von Abgesandten der Streifenden darüber aufgeklärt, Sähnet, der das Beethoven- Denkmal in Erz schuf, verglich dann amtes, des Reichs- Eisenbahnamtes, der Reichsschuld. des Rech- um was es sich eigentlich handele. Da sich nun Niemand dazu in geistreicher Weise die neun Symphonien Beethovens mit den nungshofes, des allgemeinen Pensionsfonds und des Reichs- bergeben wollte, als Streifbrecher zu fungiren, wurde der Rück- neun Musen. Ich möchte noch einen anderen Vergleich aufstellen. Rück- in Invalidenfonds. marsch nach dem Zentral- Arbeitsnachweis angetreten. Es ist Beim Etat der Zölle und Verbrauchsstenern erfolgt die Ab erfreulich, konstatiren zu können, daß sich das Solidaritätsgefühl Ich möchte sagen, Beethoven hat uns in seinen neun Symphonien feine Biographie gegeben nicht die Beschreibung seiner äußer stimmung über den Antrag Menzer auf Borlegung eines Gefet der Arbeiter auch in diesem Falle so stark erwies, daß es nicht lichen erbärmlichen Lebensschicksale, sondern die Geschichte seiner entwurfes, wonach der Zoll für Tabakblätter und Stengel von gelang, Uneinigkeit in die Reihen der Arbeiter zu tragen. Zwar Ideale. Und da bilden diese Symphonien ein dreiaftiges 85 auf 125 M. erhöht werden soll. hätte ein Jeder gern Arbeit gehabt und hätte Jeder gern ein Drama, deffen mustergiltiger Ausbau selbst Abg. Rimpau berichtet namens der Petitionskommission paar Groschen verdient, um für die nächsten Wochen Brot uckermärkischen Shakespeare, dem Dichter des geheiligten über die für und gegen den Antrag Menzer eingegangenen zu haben, aber Niemand war gewiffenlos genug, sich diese Lachens", anerkannt werden wird. Der erste Aft gipfelt in der Petitionen. Es sind 36 dagegen, nur 2 dafür eingegangen. Die Vortheile auf Roſten der Streifenden verschaffen zu wollen. heroifchen Symphonie; es ist der Held, der ihn beherrscht. Der Kommission beantragt die Petitionen durch die Beschlußfassung E3 war sich Jeder sofort darüber flar, baß auch zweite führt zur Pastorale: die Natur. Der dritte Aft schließt über den Antrag Menzer für erledigt zu erklären. Für den Fall in diesem Falle das Zusammenhalten der Arbeiter bringend mit der neunten Symphonie: es ist der Hymnus der Menschheit. der Annahme des Antrages Menzer haben die Abgg. Hulbsch, nothwendig sei, wenn das Kapital nicht wiederum einen Sieg er- Fangen wir nun einmal mit der Neunten an. Was ist die Grumbt und Merbach beantragt, eine Vorlage betreffend die fechten sollte. Deshalb machten die anrückenden Schaaren von Menschheit? Menschheit ist eine Summe von Unsinn, ein panentsprechende Erhöhung der Zollsäge für fabrizirten Tabak von Arbeitslosen wie auf Kommando Kehrt, als ihnen die Situation theistischer Popanz geworden. Bu ihr gehört Gevatter Schneider den verbündeten Regierungen zu fordern. flar geworden war. Es mag ja Manchem schwer angekommen und Handschuhmacher, und sie hat böse Irrthümer auf ihrem GeAbg. Brünings( ntl.) empfiehlt nochmals die Annahme des fein, die Arbeitsgelegenheit von der Hand zu weisen, aber so wissen. Worte des Wahns, wie Liberté, Egalité, Fraternité Antrags Menzer im Jutereffe der pfälzischen Tabakbauer, bittet wenig Busammenhangsgefühl hatte doch Niemand, um sich auf Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) haben die Völker verblendet. aber event. die Regierung, zu erwägen, ob nicht gestattet werden Kosten anderer Proletarier Vortheile zu verschaffen. Im Zentral- Da sind Infanterie, Kavallerie, Artillerie doch noch Worte von er- Da sind Infanterie, Kavallerie, Artillerie doch noch Worte von könnte, die Tabakrippen zu vernichten, ohne daß die Steuer dafür Arbeitsnachweis schien man allerdings ein anderes Resultat er ganz anders gefestetem Wesen. Aber Beethoven ist der Held und entrichtet zu werden braucht. wartet zu haben. Als die Leute von dem Mehlhaus zurückAbg. Hultsch empfiehlt seinen Antrag, der den Zweck ver- tehrten, wurde ihnen erklärt, daß sie einfach die Arbeit des das Orchester seine Welt. Wer fann wissen, was feiner Seele vorschwebte, als er die Groica tomponirte? Vielleicht folge, neben dem deutschen Tabakbauer auch die deutsche Tabat Korntragens hätten annehmen sollen. Andere Arbeit gäbe es Aber ihm war es indufirie zu schüßen. Der Antrag fei daher nicht gegen den An- nicht, wenigstens im Nachweis würde für andere Arbeit nicht Washington, der große Amerikaner. 1112 den Ausdruck seiner Jdee au thun; und trag Menzer gerichtet, sondern eine Ergänzung desselben. gesorgt werden. Die Leute erhielten ihre Scheine zurück und Abg. Möller( ntl.): Der Antrag Menzer hat im Lande mußten ihrer Wege gehen. Die Scheine sollen zwar bis nächsten während Andere erst komponiren und dann ihr Werk Jemandem dediziren, machte er es umgekehrt. Er wählte eine viel größere Beunruhigung hervorgerufen, als wir im Monat und noch länger giltig fein, in diesem Falle scheint man Napoleon, den er für den Repräsentanten der hehrsten Boltsſeele Haufe empfunden.( Sehr gut! links.) Whit den Pfälzern fann sich an die Beit gar nicht zu binden. Das ist ja auch schließlich hielt, um an seinen Namen eine Symphonie zu knüpfen; als er man insofern sympathisiren, als der Tabat vielfach unlohnend gleich, wenn der Nachweis aber einen unparteiischen Standpunkt aber dann erfuhr, wie Napoleon, vom Bäsarendämon_getrieben, geworden ist. Wir sind durch die niedrigen Bölle vorwiegend einnehmen will, so muß er nicht direkt den Arbeitgebern in die aber dann erfuhr, wie Napoleon, vom Zäsarendämon_getrieben, die Republik verrathen hatte, da widmete er seine Symphonie für leichteren Tabat eingenommen; höhere Bölle haben stärkeren Sände arbeiten, sondern auch die Interessen der Arbeitnehmer dem Fürsten Lobkowig, einem Manne, den Niemand kennt und Zabat zur Folge. Jedenfalls hätte der Vorschlag des Abg. bis zu einem gewissen Maße wahren. der sich nie hervorgethan hat. Diese Deditation ist eine Dissonanz, Sultsch schon von Herrn Menzer gemacht werden müssen. Auch jetzt ist die Sache noch nicht geklärt, denn die Frage der Rück- Stellenlose Rauflente sind unter dem geistigen Proletariat die fein Musiker ertragen wird. Und wie dieser statt des Sedan Hand- festes, vergütung ist nicht einmal gestreift. Ich bitte um Ablehnung am Schlimmsten daran. Während der Arbeiter und Hand- festes, dessen stete Erneuerung nur aufs Neue Haß und Blut beider Anträge. werker jeden Augenblick umfatteln" fann, muß der Kaufmann heraufbeschwört, Beethoven's Geburtstag feiert, so werden wir eben Raufmann bleiben, weil er nichts anderes gelernt hat und Mufitanten mit Herz und Hand, mit Mund und allen Sinnen somit selten das Geschick befigt, sich durch seiner Hände Arbeit diese heroische Symphonie heut widmen dem leuchtenden Sterne durchzuschlagen. Die Zahl der stellenlosen Raufleute ist eine er Deutschlands, dem größten Wanne unserer Zeit, dem Beethoven Abg. Barth( bfr.): Es hat doch seine Vortheile, wenn der schreckend hohe. Wohl in teinem Handwerk ist das Angebot so der Politit, dem Fürsten Bismarck! Er lebe hoch!" Herr Hans von Bülow ist jener begabte Mufitant, der im Reichstag zuweilen beschlußunfähig ist. Wären wir in der zweiten bedeutend, wie im Kaufmannsstande. Wie es bei diefer UeberLesung 20 Mann stärker gewesen, so wäre der Antrag voraus- produktion mit dem Verdienst aussieht, kann sich Jeder denken. tollen Umtrieb seines abenteuerlichen Daseins einst die unver fichtlich angenommen worden. Was wir damals allein vor- Stellenlose Kaufleute bilden denn auch ein ftarles Rontingent diente Ehre genossen hat, von Ferdinand Laffalle einer Freundtrugen, wird jegt von allen Seiten des Hauses gewürdigt und derer, die die öffentliche Mildthätigkeit in Anspruch nehmen. schaft gewürdigt zu werden, die in des Dahingegangenen Zesta atzeptirt. Die bloße Befürchtung, daß dieser Antrag, der doch Natürlich treibt die bitterste Noth die Leute dazu, um Almosen ment noch zu deutlichem Ausdruck tommt. 1863/64 hat er unter nur eine Resolution ift, angenommen werden könnte, hat die zu betteln. Wer noch einen Groschen in der Tasche hat, ist viel dem Pseudonym„ Solinger" für ein bekanntes sozialdemo ganze Tabaksindustrie mobil gemacht. Die Petition aus Seidel- zu stolz, um sich der Wohlthätigkeit aufgudrängen. Am Ende fratisches Lied eine bekannte Melodie tomponirt, ein Wagniß, berg, dem Wahlkreise des Herrn Menzer, wendet sich auf das aber bricht Noth auch das dickste Eisen. Sonderbar berührt es das er mit ängstlicher Schen, jeder Zoll ein Falstaff, in den von Schärfste gegen den Antrag. Auch Herr Stöcker, Herr v. Kleift zu erfahren, daß die Wohlthätigkeitsanstalten bei der Aufnahme ihm herausgegebenen Lassalle- Briefen todtschweigt, obwohl er bei dieser Veröffentlichung gerade diese Thatsache hätte feststellen Regoro haben den Antrag unterschrieben; wir werden ihnen von Arbeitslosen noch Bedingungen stellen, welche sich als un follen. Daß er heute statt der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit Go theilt vornherein erweisen müssen. durch einen Antrag auf namentliche Abstimmung Gelegenheit erfüllbar bie Dreieinigkeit: Infanterie, Kavallerie, Artillerie adorirt, ist bei stellenloser Raufmann mit, daß geben, ihre Charakterfestigkeit zu bewähren und ihren Standpunkt uns treu und fest zu vertreten. irgend einem ganz hervorragenden Menschenfreund eine dem typischen Vertreter des fahrenden Boltes nicht zu ver Abg. v. Kleift- Nehow( dt.): Ich werde im Botum mit dem Anweisung" zur Aufnahme in die Arbeiterkolonie erhielt. Es wundern, so wenig wie seine gar nicht neue Proskynese vor dem Abg. Barth gehen.( Große Heiterfeit lints.) Ja, nicht etwa, blieb dem Kommis, der schon Tage lang hatte unfreiwillig faften Schmierstiefel des Fürsten Bismarck. weil ich mit ihm politisch übereinstimme, sondern weil hier müssen, nichts anderes übrig, als von der Anweisung Gebrauch Beethoven der Politik, so ist Bülow der Bismarck der Musit. materielle Interessen der Bevölkerung in Betracht kommen.( Seb zu machen. Sunger thut web, und schließlich giebt's in der Die Spekulation der Ban Unternehmer, welche um haftes Ah! und Heiterkeit links.) Hat Herr Stöcker etwa dadurch, Kolonie wenigstens noch satt zu effen. Er trottete also nach der jeden Preis Berlin mit billigen" Wohnungen versorgen wollen, daß er den Antrag unterschrieben hat und alles that, um ihn hier Reinickendorferstraße 36a und glaubte schon, für die nächsten scheint doch nicht so aussichtsreich zu sein, wie es sich die Herren zur Disfuffion zu bringen, fich schon dafür engagirt, daß er auch Wochen versorgt zu sein, denn arbeiten wollte er, fich fo warm Spekulanten vorstellten. Die Baugesellschaft Eigenhaus" tritt dafür stimmen wird?( Große Unruhe und Gelächter links.) arbeiten.... Jm Portal wurde der Ankömmling von einem den Rückzug an. Im Namen der Wähler meines Wahlkreises bitte ich Sie um Infaffen der Kolonie, der Portierdienste versieht, empfangen und Wahrscheinlich hatte auch fie gedacht: Es ist nichts so Ablehnung des Antrages Menzer.( Beifall links.) nach seinem Nationale befragt. Das wurde für gut befunden dumm, daß es nicht noch etwas Dümmeres geben sollte", als sie Abg. Graf Hoensbroech( 3.) ist nicht im Zweifel, daß troß und nun follte der Ankömmling Invalidenkarte und Kranken- dem verehrlichen Bublitum ihre Eigenhäuser" in Biesdorf zur der großen Zahl der Petitionen, welche Abg. Barth angeführt Kaffenbuch abgeben. Da diese Requisiten nicht vorhanden waren, Verfügung stellte. Nun scheint aber die Spekulation doch etwas hat, das größere sozialpolitische Interesse auf Seiten der tabaf: wurde die Zahlung von 1,40 m. verlangt behufs Aufnahme in zu durchsichtig gewesen zu sein. Die Arbeiter wollten es nicht bauenden Streife der Bevölkerung sich befindet. Die Frage des eine Krankenkasse. Diese Forderung konnte nicht erfüllt werden, einsehen, daß es für sie von Vortheil sein sollte, ein ganzes Schutzes des inländischen Tabatbaues beschäftigte ja doch schon denn es müßte doch ein sonderbarer Heiliger sein, der noch über Menschenalter in Biesdorf um theure, ja fast unerschwingliche feit langen Jahren die gesetzgebenden Körperschaften. Er wünsche folche Kapitalien verfügte und sich trotzdem zur Aufnahme in Miethe zu wohnen, um dann unter höchst erschwerenden Um die Annahme des Antrages Menzer, damit einem wichtigen eine Arbeiterkolonie meldete. Da also das Geld nicht gezahlt ständen Aussicht auf den Besitz eines Hausanwesens zu haben, Theile unserer Kleinländlichen Bevölkerung Hilfe gebracht werde. werden konnte, erfolgte die Abweifung des Antömmlings, der beffen Werth immer nur ein problematischer geblieben wäre; und so Ein Schlußantrag wird angenommen. nun von Neuem hilf- und mittellos aufs Pflaster gesetzt war. scheint die Zahl derer, welche der Eigenhaus- Gesellschaft Barzellen Zur Geschäftsordnung erklärt Abg. von Frege, daß er aus Rücksicht auf die sächsische Bigarren- Industrie gegen den Antrag Von einer geradezu rührenden Fürsorge für die Ange- abnahmen, nichts weniger als Legion gewesen zu sein. Die Gesellschaft ändert daher ihre Tatit. Von den Pro stellten und Hilfsbeamten legt der uns vorliegende Jahresbericht ftimmen müffe. freundlichen Bestrebungen so sehr verkannt haben, giebt sie überhausen) bedauern durch den Schluß der Diskussion verhindert der ersten Seite des Berichts fanden wir nämlich folgenden haupt keine Säufer mehr unter 5000 M. ab. Früher konnte man Die Abgg. Menzer, Meister( Soz.) und Schneider( Nord- der Oldenburgischen Landesbant" Zeugniß ab. Aufletariern will fie nichts mehr wissen. Nachdem diese ihre menschenworden zu sein, ihre Stellung zum Antrag noch näher dar- Paffus: zulegen. " Die Generalversammlung genehmigt die Verwendung schon zu 2800 W., zu 3750 M. und dann auch zu 5200 M. Eigenhäuser erstehen. Jetzt hat das Dorado aufgehört. Das des zu ihrer Verfügung gestellten Ueberschusses von 20., 60 449.52 m. dahin, daß der Betrag von 60 000 m. oder billigste Haus wird fortan 5000 M., dann 6600., 8000 9. 12 M. gleich 5 vet. auf jede Attie als Superdivi- veränderung und so fort in die höheren Regionen foften. Diese Front dende vertheilt, der Rest von 449,52 m. aber der veränderung erklärt die Gesellschaft ganz offen damit, daß die Baupläne bisher wenig Anklang gefunden hätten und daß das Bankdirektion zur Bertheilung für die Hilfsbeamten Bublikum nicht mehr Häuser kleinster Maße wolle, sondern große der Bank überwiesen werde." Zum Etat der Post und Telegraphenverwaltung Das ist doch wenigstens noch ein Aft der Großmüthigkeit und Objekte. Da eine gemeinnützige Baugesellschaft doch in erster Reihe liegt vor der Antrag des Grafen Kanit, den Reichskanzler zu Mildthätigkeit! 28inzige 60 000 m. säckeln die armen Aktionäre da ist, um den Wünschen des verehrlichen Publikums Rechnung zu ersuchen, Anordnungen dahin zu treffen, daß den Ortstranten ein, während den Hilfsbeamten Summa Summarum 450 baare tragen, ficht sich die Gesellschaft natürlich gezwungen, statt ber taffen geftattet werde, bei Führung ihrer Korrespondenz die Auf- Mark huldvollft überlassen werden. Angenommen nur, die Bant einen große Häufer mit zweifenstrigen Stuben zu bauen. Endlich scheint also der Eigenhaus- Gesellschaft so etwas wie fchrift, Bortopflichtige Dienstfache" in Anwendung zu bringen, beschäftigte 20 Hilfsbeamte, so würde Jeder derselben 2212 M. und der Antrag eichensperger, die Forderung von mit nach Hauſe tragen fönnen. Das ist etwa soviel, wie die von Erkenntniß aufzudämmern über die Berriffenheit und Bewegt 771 499 M. für ein Dienstgebäude in Dortmund an die Budget Berliner Schuyleute Gratifikation erhalten haben nach den Februar: chaotischen Verhältnissen in der Gütererzeugung rechnen, zwanzig heit eines Arbeiterlebens. Welcher Arbeiter fann bei unferen fommiffion zurückzuverweifen, um die Frage der Ermäßigung dieses Krawallen. Betrages nochmals zu prüfen. Man sollte doch meinen, daß ein Unternehmen, welches Jahre in Biesdorf wohnen zu können! Ein Arbeiterschickfal Direktor des Reichspoftamts Fischer bemerkt, daß der Antrag 60 000 m. Ueberschuß pro Jahr abwirft, etwas mehr übrig hätte und ein Rentierdasein, das sind doch zwei sehr verschiedene Dinge. nicht allein zur Kompetenz der Reichspoftverwaltung gehöre, der für die Leute, die diesen Ueberschuß jeder nach seinen Kräften Nun, unferetwegen mag die Gesellschaft„ Eigenhaus" ihre innere Postvertehr von Bayern und Württemberg aber dem mit verdienen halfen. Und gerade eine Attiengesellschaft tönnte, Reichspoftamt nicht unterstehe. Bisher fei den Vorständen der fo follte man meinen, für ihre Angestellten besser sorgen, weil es Belte in anderen Streifen aufschlagen und dort die Werbetrommel Ortstrantentaffen der Charakter einer Behörde nicht beigelegt boch schließlich gleich ist, ob die Aktionäre 6 oder 6/2 pst. aus- rühren. Wir wünschen ihr sogar viel Glück auf den Weg. Arbeiter Bildungsschule. Auf den Beginn der neuen worden und könne beswegen die betreffende Vergünstigung auch gezahlt erhalten nur deshalb, weil fie Rapitalisten find und ihr im Gebiete der Reichs- Postverwaltungen nicht gewährt werden. Sapital in dem Unternehmen für sich arbeiten lassen. Daß die Unterrichtsturse machen wir hiermit besonders aufmerksam. Der Der Antrag Graf Kanig wird abgelehnt. Generalversammlung diese Verwendung des Ueberschusses ge- neue Lehrplan tritt am 1. April in Straft, und steht der Besuch Der Antrag Menzer wird in namentlicher Abstimmung mit 205 gegen 66 Stimmen abgelehnt. Für denselben stimmt die Mehrheit ter Deutschkonservativen, die Minderheit der Reichspartei, des Zentrums, fowie vereinzelte Nationalliberale. Der Etat der Verbrauchssteuern und Reichsstempelabgaben wird unverändert bewilligt. ein Don er von " Wenn Bismarck der " Den Antrag Reichensperger beantragt der Antragsteller nehmigte, ohne daß einer der Aktionäre Widerspruch erhob gegen jeder ersten Unterrichtsstunde im neuen Quartal Jedermann, bei der Geschäftslage des Hauses für dieses Jahr vollständig ab- bas Almosen, welches den Hilfsarbeitern verabreicht werden auch Nichtmitgliedern unentgeltlich frei!- Bu bemerken ist noch zufezen, damit eine nochmalige Prüfung der Sache bis zum sollte, ist bezeichnend für den Geist, der über den Wassern des daß mit Buchführung zusammen auch oberes Rechnen gelehrt nächsten Etat ftattfinden tönne. Jedenfalls sei die Frage der Rapitalismus schwebt. Am Ende meinen die Herren noch, wird! Der Vertrauensmann von Rigdorf fordert die Parteigenoffen dringend auf, am Donnerstag Abend in der öffentlichen Wählerversammlung möglichst zahlreich zu erscheinen. Am Jeden, pünktlich zur Stelle zu sein. Um 6/4 Uhr ชิน Gerichts- Beitung. die er an Der Staats: wieder herauszugeben. Löwe weigerte sich, da er Theater. geblich schon Vorbereitungen für den Bau getroffen und Thomas- Theater. Die Montagsvorstellung brachte uns Üntoften gehabt hatte, die er auf 300 M. berechnete, Freitag findet die Wahl bereits statt, es ist daher Pflicht eines zwei neue Stücke und zwei neue Rollen, in welchen sich Herr er machte die Rückgabe der Papiere von der Erstattung dieser Conrad Dreher dem Publikum präsentirte. Das erste Stüd ist Summe abhängig. Der Angeklagte ging darauf zum nächsten Ein fchweres Bau- tuglück, welchem zwei Menschenleben ein Lustspiel in einem Att von Karl Görlitz: Eine vollkommene Polizeibureau und gab zu Protokoll, daß Löwe ihm die Papiere zum Opfer gefallen find, hat sich gestern früh auf dem Grund- Frau. Diese vollkommene Frau" mit ihrer bedenklichen Ner- vom Tische fortgestohlen habe, während mehrere Personen gegenstück Friedrichstr. 31 ereignet. Ueber den traurigen Vorgang vosität richtet sehr viel Unheil an und jagt dem alten Onkel wärtig gewesen seien. Als der Wachtmeister auf das wenig Fröbel, der auf Besuch zu seinem Neffen fommt, nicht wenig Glaubhafte dieser Bezichtigung hinwies, drohte der AnAuf dem Grundstück errichtet die Baseler Versicherung gegen charakteristisch und gab damit ein Kabinetsbild von wohlthuender der Angeklagte feine Anzeige gegen Löwe beim BolizeiSchrecken ein. Den alten Onkel gab Herr Conrad Dreher recht geklagte mit einer Beschwerde. Acht Tage später wiederholte Feuerschaden ein großes Gebäude; der Flächeninhalt beträgt Natürlichkeit. Ausgezeichnet war Fräul. Bügner als„ Minna", präsidium. Die angestellte Untersuchung ergab bald, daß bie 1100 Quadratmeter, die Front ist 28 Meter lang. Augenblicklich ist die Bauleitung, welche in den Händen des Herrn Baumeisters Diese Minna schießt immer wie eine Windsbraut durch Anzeige mit den Thatsachen in direktem Widerspruch stand, Knoblauch liegt, mit den Fundamentirungsarbeiten beschäftigt. das Bimmer, um ihre ungeduldige Herrin be- worauf der Spieß gegen den Denunzianten gekehrt wurde. Der Dieselben sind außerordentlich schwierig, weil der Baugrund aus friedigen. Das Ensemble war tadellos und die Tinte, Gerichtshof hatte feinen Zweifel daran, daß der Angeklagte Triebsand besteht, auf welchem nur mittelst sogenannter Sentfästen welche der alte Ontel im Laufe der Begebenheit, sich wissentlich falfche Angaben gemacht, um einen Privatzweck gebaut werden kann. Die Käften werden durchschnittlich 8 Meter auf den Schreibtisch seines Neffen setzend, umwirft, und von ihm möglichst schnell zu erreichen, fein Verhalten könne nicht gelinde tief in die Erde verfenkt und hiernach mit geeignetem Material aus mit dem Taschentuch aufgetrocknet wird, sorgt für den nöthigen beurtheilt werden und sei deshalb nach dem Antrage des Staatsanwalts auf zwei Monate Gefängniß erlannt gefüllt, so daß sie einen sicheren Baugrund abgeben. Das Versenken Schluß- und Knalleffekt. Der Kästen geschah mit aller Vorsicht; ein erfahrener Zimmer- Frühere Berhältnisse" von dem alten fundigen Boffendichter Das Beste des Abends war unstreitig die einaftige Posse: worden. mann überwachte das Absteifen der Kästen. Es waren bisher Joh. Nestroy. Hier giebt es Verwechslungen, Berwicklungen und Eine Persönlichkeit, die den Behörden und besonders den von den 67 für die Fundamentirungs- Arbeiten erforderlichen Ueberraschungen der lustigsten Art. Das Publikum amüsirte sich Gerichten außerordentliche Schwierigkeiten bereitet, iſt der frühere Käften bereits 65 ohne den geringsten Unfall verfenkt worden. Dabei ganz prächtig. Die Poſſe hat den nicht zu unterschätzenden Juſtizaktuar Hermann 2angbed, welcher gestern vor Be Vorgestern Abend nun war der vorlegte der Senttäſten, der Vorzug, daß nicht blos eine dankbare Rolle barin ist, sondern ersten Strafkammer des Landgerichts I stand. Der wegen Be61/2 Weter hoch war, nach dem südlichen Ende des Terrains ge- daß alle vier darstellende Personen gleich gut bedacht sind. Es leidigung bereits viele Male, zuletzt mit 10 Monaten Gefängniß bracht und mit eintausendsünshundert Zentnern Roheisen und Eisenbahnschienen belastet worden. Bis gegen Abend hatte er war ein vierblättriges Kleeblatt, welches dem Finder immer Freude vorbestrafte Angeklagte hatte sich wiederum wegen einer ganzen sich 4 Meter tief in den Erdboden gesenkt. Das gänzliche unseres gefeierten Gastes und sein Kouplet: Münchner Leben", betreibt feit seiner Entlassung aus dem Juſtizdienste Rechtsbereitet. Der Hausknecht Musft ist eine der besten Leistungen Reihe gleicher Bergehen zu verantworten. Der Angefchuldigte Gindrücken sollte geſtern Morgen erfolgen. Der Kasten wurde in rief auch einen nicht enden wollenden Beifallssturm hervor. Hier konsulenten- Geschäfte. Ihm war der Auftrag geworden, eine Gegenwart des Poliers Beinholz gestern nur mit sechshundert ließ er seinem Humor die vollen Zügel schießen und das Publi- im Gerichtsbezirk wohnende Frau im Zivilwege zu verklagen. Gr Zentnern Eisen belastet, und es zeigte sich auch als fum tam aus dem Lachen nicht heraus. bald, daß das Gewicht völlig genügte. wurde abgewiesen und hatte infolge dessen die Kosten zu tragen. Die Berechnung hierüber wurde ihm von dem Vertreter der Beklagten, dem verließ der Polier die Arbeitsstelle, um in der Baubude Justizrath Cunow in Wittenberg zugestellt. Langbeck hielt dies schriftliche Arbeiten zu verrichten, indem er die Arbeiter Troßfy, Kielerstr. 26 und Nathte, Bandelstr. 23 wohnhaft, unter für unzulässig, und dieser Ansicht gab er in einem Briefe an den Justizrath Kunow in der Weise Ausdruck, daß er dessen Vorgehen Aufsicht eines Wächters zurückließ. Plöglich erschütterte ein donnerähnliches Geräusch die Luft: Beinholz eilte sofort nach dem als einen versuchten Betrug vom reinsten Wasser bezeichnete. Arbeitsplaße zurück, und es bot sich ihm daselbst ein erschütternder Justizrath Cunow stellte den Strafantrag wegen Beleidigung, Anblick. Aus einer noch nicht festgestellten Veranlassung war der Uuerhörte Mißhandlungen ihres Kindes führten gestern worauf gegen Langbeck bei dem Amtsgerichte von Wittenberg das Kasten zusammengebrochen und die beiden Arbeiter lagen unter den Schneider Christian Fürstenberg und dessen Ehefrau Langbeck fich wiederum in beleidigenden Ausdrücken gegen die Verfahren eingeleitet wurde. In seiner Schuhschrift erging den Eisentheilen begraben, die sich über sie ausgeschüttet hatten. Joa Fürstenberg vor die zweite Straftammer des Land- Richter des Amtsgerichts zu Wittenberg und in einer späteren Man alarmirte Polizei und Feuerwehr, welche lettere sofort mit gerichts I. Die Anklage lautete auf schwere Körperverlegung Richter des Amtsgerichts zu Wittenberg und in einer späteren Schuhschrift auch gegen die Mitglieder der Straffammer dem Freilegen der Berunglückten begann. In bejammernswerthem durch eine das Leben gefährdende Behandlung. Durch die Beund zu Torgau des Zustande wurden endlich die Verschütteten ans Tageslicht ge- weisaufnahme wurde folgender Sachverhalt festgestellt: Die an Fritsche. Gine fernere Anklage zog Langbeck fich in einer dortigen Ersten Staatsanwalts fördert; Trosty war todt, dem Unglücklichen waren die geklagte Ehefrau Fürstenberg brachte ein im Jahre 1881 geborenes Brozeßfache zu, Beine vom Leibe getrennt worden. er im Auftrage eines Mandanten Rathke gab noch Mädchen, die auf den Namen der Mutter getaufte Agnes Doktor, schwache Lebenszeichen von fich, er wurde sogleich, mit in die Ehe, als sie ihren Mann vor einigen Jahren beirathete. beim Gericht zu Prenzlau durchzufechten hatte. Er ließ sich eine fogleich, mit in die Ghe, als sie ihren Mann vor einigen Jahren heirathete. Beleidigung des dortigen Landgerichts- Präsidenten Hering zu nachdem zwei Aerzte, die zur Stelle waren, ihm einen noth- Von diesem Zeitpunkte an begann für das Kind eine wahre Schulden kommen. Der letztere erklärte sich auf Langbecks Bitten dürftigen Verband angelegt hatten, mittels des Personenwagens Leidenszeit. Es war der Mutter ein Dorn im Auge und durch bereit, den Strafantrag zurückzunehmen, widerrief aber diese Erder Feuerwehr nach dem königlichen Klinikum in der Ziegelstraße die fortgesetzten Aufhezungen seiner Ehefrau wurde auch deren klärung, als er von den vielen Vorstrafen Langbecks erfuhr. Der übergeführt, hauchte aber unterwegs seine Seele aus. Beide Mann gegen das gut geartete und willige Kind eingenommen. Unglückliche sind verheirathet. Die Frauen fanden sich später Die Reugen bekundeten wahre Scheußlichkeiten, beren fich angeklagte bielt diesen Widerruf für eine Gesetzesverlegung und auf der Unglücksstätte ein, und es gab eine herzzerreißende das Ehepaar schuldig gemacht hatte. Das Kind wurde richtete beshalb eine Beschwerde über den Landgerichts- Präsidenten Herms an den Ober- Staatsanwalt des Kammergerichts. In diefer Szene. Selbstverständlich wurde nach Bekanntwerden des Un- mit der Wartung ihrer fleinen Geschwister beauftragt Beschwerdeschrift ging Langbeck wieder weit über die Grenzen des Er glücks sofort von der Polizei eine strenge Untersuchung eingeleitet, und das geringste Versehen durch harte Mißhandlungen laubten hinaus. Alle diese Anklagen wurden jetzt zusammengefaßt doch sind über die Ursache des Unglücks vorläufig mur Ver- geahndet. Der Vater schleifte das Kind an den Haaren muthungen zu äußern. Eine große Dienfchennenge umlagerte in in der Stube umher und stieß es dabei wiederholt mit und endlich verhandelt, nachdem Langbeck verschiedene Termine den Vormittagsstunden den Schauplatz der Katastrophe, der dem Kopfe gegen den Fußboden. Die Mutter brachte ihrer da durch allerlei Einwände, zuerst der örtlichen und dann der fach polizeilich abgesperrt ist.- Trogly stand im Alter von 41 Jahren, mals zehnjährigen Tochter mittelst eines Handfegers eine tiefe hatte. Auch gestern erhob der Angeklagte wiederum verschiedene lichen Unzuständigkeit des Gerichtshofes, zur Vertagung gebracht war seit sieben Jahren verheirathet und ist kinderlos. Er war Kopfwunde bei, weil das Kind sich vergebens bemühte, Feuer Ginwände gegen die Zulässigkeit des Verfahrens und stellte die fechs Jahre lang bei dem Ingenieur Jahnte beschäftigt. Rathke anzumachen, und bei einer anderen Gelegenheit benutzte der The Geduld des Vorsitzenden auf eine harte Probe. Dagegen besitzt eine zahlreiche Familie, welche durch den Tod mann Fürstenberg einen Feuerhaken als Büchtigungsmittel. anwalt beantragte nach Schluß der Beweisaufnahme gegen den ihres Ernährers in eine hilflose Lage gebracht worden ist. Wiederholt hatte das Kind zu anderen Hausgenossen geäußert, Angeklagten eine Gesammtstrafe von anderthalb Jahren daß es diese Behandlung nicht länger ertragen könne und sich Gefängniß bei sofortiger Inhaftnahme. Der Gerichtshof Wegen einer Anzahl Betrügereien ist der hiesige Rauf das Leben nehmen wolle. An einem Augustabende des vorigen erkannte nach dem Antrage, jedoch wurde von einer sofortigen mann R. verhaftet worden. Er hat unter der Vorgabe, Eigen Jahres wurden die Bewohner des Hauses Alexandrinenstraße 59 erkannte nach dem Antrage, jedoch wurde von einer sofortigen thümer eines Kaffee- Export- und Importgeschäfts in der Ober- durch ein heftiges Geräusch erschreckt. Auf dem Hofe lag der Verhaftung Abstand genommen. bergerstraße zu sein, Lageristen und Hausdienern Anstellungen Körper des Kindes, es hatte sich zum Flurfenster der 4 Treppen Das nunmehr in seinem Wortlant erschienene Er versprochen, von ihnen Bürgschaften in baarem Gelde hinterlegen hoch belegenen Fürstenberg'schen Wohnung hinausgestürzt, um fenntniß des Kammergerichts in Sachen dreier wegen anlassen und die auf diese Weise erlangten Beträge zu seinen Zwecken feinem qualvollen Dasein ein Ende zu machen. Da es noch Lebens- genommener Bugehörigkeit zur Sozialdemokratie ausgeschlossener zeichen von sich gab, wurde es nach dem Krankenhause gebracht. Es ist Mitglieder des Krieger- und Landwehr Vereins zu DeutschDas geftrige Gewitter hat denselben Weg genommen, wie als ein Wunder anzusehen, daß das Kind nicht nur mit dem Leben Wilmersdorf gegen dessen Vorstand ist für alle derartigen Vereine die schweren Gewitter des vorigen Sommers, und es war gleich davongekommen ist, sondern nach siebenwöchigem Aufenthalte im von hoher präjudizieller Bedeutung und theilen wir deshalb die Diesen ein Doppel- Gewitter, dessen einer Theil sich zwischen Havel Krankenhause als vollständig geheilt wieder entlassen werden wesentlichsten Punkte desselben nachstehend mit. und Spree also westlich und südwestlich von Berlin- Deffen fonnte. Beim Hinabsturz aus dem Fenster schlug der Körper dessen Die betreffenden drei Mitglieder führten in ihrer Berufung anderer Theil sich zwischen Spree und Oder, also östlich von zunächst auf einen Mauervorsprung, wodurch die Wucht des gegen die zu ihren Ungunsten erfolgte Entscheidung des LandBerlin entlud. Beide Gewitter zogen zwischen 5 und 6 Uhr Falles bedeutend gemildert wurde. Jetzt erfreut sich das be- gerichts II namentlich aus, daß sie gar nicht der sozialdemokra herauf, und zwar anfänglich recht geräuschlos. Das östliche Gem Tage nach dem Selbstmordversuch äußerte die liebevolle ober an deren Aufzügen sich betheiligt, noch sozialdemokratische Dauernswerthe Mädchen einer liebevollen Pflege im Waisenhause. tischen Partei angehören, weder deren Versammlungen besucht witter hat über zwei Stunden gedauert, während das westliche Mutter:" Die Kanaille hat sich zum Fenster hinausgestürzt" und Abzeichen getragen zu haben, und nehmen den ihnen von dem nur wenig über eine Stunde währte. Beide famen mit ihren der Stiefvater segte hinzu:" Wenn sie man erst todt wäre." beklagten Vorstande hierüber zugeschobenen Gid an. Sie find ungeheuren Regenmengen unerwünscht und haben, wie die Beobachtungs- Stationen melden, in den Kreisen Beestow- Stortow, Staatsanwalt Diet beantragte gegen den Angeklagten Fürsten- aber auch der Ansicht, daß wenn ihnen ihre damalige Zuberg eine Gefängnißstrafe von 1 Fabre 6 Monaten, gegen gehörigkeit zu dieser Partei nachgewiefen Teltow, Nieder- und Ober- Barnim, sowie auch theilweise im die Ehefrau 9 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof er ihre Ausschließung ungerechtfertigt sei. Bei der Relativität nachgewiesen werden sollte, Stadtkreise Berlin Wasserschaden angerichtet. Größere Schädigungen fannte gegen den Ehemann Fürstenberg auf 1 Jahr, gegen die des Begriffes des Sittlichen, der von den jeweiligen sozialen und find, wie wir schon erwähnten, glücklicherweise nicht angerichtet. Wie bisher fonftatirt werden konnte, hat der Blitz fünfmal ein- Chefrau auf 9 Monate Gefängniß. politischen Zuständen und den dadurch hervorgerufenen Angeschlagen, jedoch waren diese Schläge ftets nur falt. Giner davon hat, wie uns noch mitgetheilt wird, eine Kiefer in der mann Sohn eine Anklage wegen qualifizirter Begünstigung zu welche sich auf viele Millionen des Bolts erstrecke, ohne weiteres Eine falsche Aussage vor der Polizei hat dem Handels. fchauungen eines Voltes abhänge, fei es ganz unzulässig, die Zugehörigkeit zu einer politischen und sozialen Parteigruppe, Hafenhaide in nächster Nähe des Türken- Friedhofes getroffen und gezogen. Der Hausbiener Grunke hatte dem Cohn, bei dem spaltete dieselbe förmlich, Neste und Splitter weit umherfireuend. er angestellt war, einige Meter Stoff und einen Sommer bie Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei mit dem in den für unfittlich zu erachten. Ferner: Auch die Annahme, daß Die Störche zogen in den letzten Tagen in großen Schaaren Baletot gestohlen. Cohn machte bei der Polizei Anzeige. über Berlin. Am Sonntag wurde ein Bug besonders lange über Polizei ermittelte einen Theil der gestohlenen Sachen und der Statuten angezogenen Zwecke des Vereins in Widerspruch stehen dem Görlitzer Bahnhof beobachtet, der sich dann nach Stralau recherchirende Beamte kam in Begleitung des Grunke und dessen und mit der Treue gegen Kaifer und Reich unvereinbar sei, zu entfernte und dem auch jene beiden Bewohner des„ Stralauer Mutter zu Cohn, um die Identität der Sachen festzustellen. Die treffe nicht zu. Sie( die Kläger) feien event. bereit, unter Beweis zu stellen, daß das Programm der sozialdemokratischen Partei in Storchnestes" angehörten. Die feit langen Jahren regelmäßig utter jammerte und bat Cohn, die Anzeige zurück zu nehmen. feinem Bunkte mit der Treue gegen Kaiser und Reich im Widerwiederkehrenden Sommergäste bezogen auch jest wieder ihr altes Sohn erklärte dem Beamten, bie Frau bauere ihn, er möchte Heim, und im Storchnest wurde der Tag fröhlich gefeiert. Auch sagen, daß er die Sachen dem Grunte geschenkt habe, damit die Spruch stehe. Es sei notorisch, daß große Gruppen der Partei eine Schaar von Wildgänsen wurde am Sonntag in ihrem teil- Anzeige niedergeschlagen werde. Der Polizeibeamte machte Cohn diesen Standpunkt vertreten und gerade mit Bezug hierauf im förmigen Fluge, von Wilmersdorf her über Berlin nach dem darauf aufmerksam, daß er dann wegen wissentlich falscher An- schroffen Gegensatz zu den Anschauungen der radikalen Gruppe in schuldigung angellagt werden Deshalb müsse ihnen bewiesen werden, tönne. Norden ziehend, beobachtet. Troß dieser War der Partei ständen. nung wich Cohn von daß sie diejenigen Anschauungen bethätigt hätten, welche mit der Wahrheit ab. Zunächst Polizeibericht. In der Nacht zum 28. d. M. zerschlug ein ließ er sich von Grunte bescheinigen, daß derselbe ihm iener Treue gegen Kaiser und Reich unvereinbar seien." Das Kammergericht führte in seiner Entscheidung zunächst Sattler in der Trunkenheit die Glasscheibe der verschlossen ge- die Sachen entwendet habe und ihm unter der Bürgschaft ber fundenen Thür des Hauses Reinickendorferstraße 87a und verlegte Mutter Grfab für die fehlenden Sachen geben wolle. Dann eingehend aus, daß den Klägern gegen den Ausschließungsbeschluß fich dabei die Pulsader am Handgelenk. Nach Anlegung eines zeigte Cohn bei der Polizei an, daß er dem Grumke die Sachen gesellschaften, zu welchen die Krieger- und Landwehrvereine zudes Vorstandes der Rechtsweg offen stehe. Erlaubte PrivatNothverbandes begab er sich nach dem Krankenhause des Paul geschenkt habe. Die Polizei glaubte dieser Erklärung nicht, Cohn rechnen, haben nach A. 2.-N. Thl. II Tit. 6§ 14 unter sich, so Am 28. 5. M. Vormittags fiel ein Arbeiter wurde verantwortlich vernommen und gab nun den wahren Sach- lange sie bestehen, die inneren Rechte der Korporationen und ver dem Hause Grüner Weg 70 von seinem Müllwagen topfüber verhalt zu. Dies zog dem Grunke eine Anklage wegen Diebauf die Straße herab und erlitt anscheinend innere Verlegungen. Stahls, seinen Eltern eine solche wegen Hehlerei und dem Cohn wie eine Korporation gegenüber. Demgemäß sind im GeltungsGemeinden. Dem einzelnen Mitglied steht der Verein als solcher, Im Landwehrkanal, nahe der Kottbuserstraße, wurde zu der eine Anklage zu, dem Grunke wiffentlich Beistand geleistet zu bereich des A. 2.-N. die Mitglieder in inneren Vereinsangelegen selben Zeit die bereits start verweste Leiche eines unbekannten, baben, um ihn der Bestrafung zu entziehen und zwar feines Bor: beiten, insonderheit bei Streitigkeiten über Ausschließung einAm Denkmal theils wegen, nämlich um Erfah für die gestohlenen Sachen zu zeiner Mitglieder, mag nun der Zweck des Vereins ein imetwa 40jährigen Mannes angefchivemmt. Am Denkmal theils wegen, nämlich um Erfah für die gestohlenen Sachen zu Friedrich's des Großen wurde Mittags ein Arbeiter mit einer erhalten. Gestern stand in dieser Sache vor der 89. Abtheilung materieller oder ein vermögensrechtlicher sein, gemäß§§ 44, 47 an. Der Staatsanwalt be Schweren Berletzung am Hinterkopf aufgefunden und nach der des Schöffengerichts Termin 4 Wochen, gegen gegen Grunte 1. c. für befugt erachtet worden, gegen den Verein als solchen, Cohn Universitätstlinit gebracht. Er ist angeblich von einer Droschte antragte überfahren worden. Von der Fennbrücke sprang zu derselben Woche Gefängniß, gegen die Grunte'schen Eheleute Frei vertreten durch den Vorstand, zu flagen." In Betreff des Hauptpunktes führt der Senat aus:„ Es Beit ein Bauwächter in den Spandauer Schifffahrtsfanal, wurde sprechung. Rechtsanwalt Sachs, als Vertheidiger des Angeklagten jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Cohn, führte aus, daß der Lettere sich das Anerkenntniß von fragt sich nun zunächst, ob in der den Berufungsklägern zur Last gelegten Handlungen in der Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Charitee gebracht. Vor dem Hause Schöneberger Ufer 44 fiel Grunke nicht seines Vortheils wegen, sondern nur deshalb habe Bartei ein„ unfittiges Betragen im Sinne des§ 80 Nachmittags eine 75jährige Frau infolge eines Fehltritts zur geben lassen, um sich vor einer Anzeige wegen wiffentlich, falscher des Statuts zu finden ist. Diese Frage mußte mit dem beklagten Erde und erlitt eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß ihre Anschuldigung zu schützen, Beweggrund für Cohn zu seiner unDer betreffende Verein bezweckt nach Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. An der wahren Angabe vor der Polizei sei nur ein menschlich erklär Borstande bejaht werden. Ede der Großen Frankfurter- und Koppenstraße wurde Abends liches Mitgefühl für die jammernde Mutter gewesen. Es liege militärischen Ehren nach Maßgabe der Allerhöchsten Kabinets§ 1 des Statuts, verstorbenen Mitgliedern ein Begräbniß mit ein Arbeiter von einer Kutsche überfahren und an der Schulter höchstens eine einfache Begünstigung vor, die mit einer Geldstrafe ordre vom 22. Februar 1842 zu bereiten und den Hinterbliebenen Mädchen in seiner Wohnung in der Wilsnackerstraße sich zu ver- bei und verurtheilte den Angeklagten Gohn zu 20 M., in Betreff ber Vereinszwed sich hiernach auch auf Gewährung einer Beinicht unbedeutend verlegt. Bu berselben Zeit versuchte ein genügend gefühnt sei. Der Gerichtshof trat diesen Ausführungen eine Beihilfe zu den Beerdigungskosten zu gewähren. Wenngleich gisten und mußte schwer frank nach dem Krankenhaufe in Moabit der übrigen Angeklagten blieb es bei dem Antrage des Staats- hilfe zu den Beerdigungskosten für die Hinterbliebenen erstreckt, gebracht werden. Am 29. d. M. Morgens brach auf dem Neu- anwalts. verwendet. Gerhardt- Stifts. Die eine 3 so wird dadurch der aus seiner Bezeichnung und seiner Einbau Friedrichstr. 81 ein mit eifernen Schienen und Barren be Unter der Auflage der wiffentlich falschen Aufchuldigung richtung sich ergebende Charakter des Vereins doch nicht geändert. lasteter Sentfasten zusammen. Hierbei wurden die in der Grube stand gestern der Bau- Unternehmer Waldemar Haensch vor Es ist und bleibt der Hauptsache nach ein nach den Bestimmungen befindlichen Arbeiter Rottke und Troyky verschüttet, so daß der ersten Strastammer des Landgerichts I. Im September v. J. und unter den Voraussetzungen der als Spezialgesetz noch giltigen Leyterer sofort feinen Tod fand, während Ersterer bei der hatte der Angeklagte mit dem Architekten Löwe einen Vertrag. R.-D. vom 22. Februar 1842 gebildeter Verein. Dies erhellt insRettung durch die Feuerwehr noch schwache Lebenszeichen von abgeschlossen dahingehend, daß der Leytere ihm einen Neubau in besondere aus der Bestimmung des§ 2 des Statuts:„ Mitglied des fich gab. Er sollte nach der Universitäts- Klinik gebracht werden, der Köslinerstraße aufführen sollte. Am folgenden Tage trat H. Vereins fann nur Derjenige werden, welcher den Anforderungen der verstarb jedoch schon auf dem Wege dahin. von dem Kontrakt zurück und forderte deshalb Löwe auf, A. K.-D. vom 29. Februar 1842 entspricht". fowie aus der Beihm den Bau Erlaubnißschein und die Bauzeichnung stimmung des§ 4 die Mitgliedschaft geht verloren durch Aus Versammlungen. betreffend die Aureizung verschiedener Klassen der Bevölkerung, zu bestrafen, vielmehr können darauf nur die Strafbestimmungen Zur gefl. Notiz! Aus Rücksicht auf den überaus beschränkten Naum des über den Widerstand gegen die Staatsgewalt(§§ 110, 111), event. die Bestimmungen über die Aufforderung zum Hochverrath " Borwärts" tönnen wir in den Vereins- und Bersammlungskalender Hinweise(§§ 85, 86) in Anwendung gebracht werden. auf Vergnügungen nicht mehr aufnehmen. Red. d.„ V." Allgem. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 Durch Explosion einer Sprenggranate wurden auf den und 30, Samburg). Heute Abend, pünktlich 8% Uhr, Neue Friedrichstraße 44 Bahnschacht der Königsgrube bei Königshütte zwei Häuer gebei Rolig, außerordentliche Versammlung der Ortsbeamten der Filiale tödtet. Berlins und Umgegend. Kranken- und Sterbe- Unterstübungshafe der Berliner Hausdiener. Kaffeniokal Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. Sizung jeden Mittwoch, der 44 Jahre alte, bisher unbestrafte und gut beleumundete Wegen Beleidigung des Kaisers wurde in Baugen Vergnügungsverein„ Luktige Jugend". Heute Abend 9 Uhr, General- Fabrikarbeiter E. W. Bräuer zu 2 Monaten Gefängniß verfizung im Restaurant Lautenbach, Cuvryftr. 3. urtheilt. Abends 8 Uhr. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Vorstände derselben zu richten. Hilaritas, Hochstraße 82 a, Der Dampfer ,, Eider" ist wieder flott gemacht worden. In Sinsleben( Mansfeld) wurden der Tischlermeister 3änker und dessen 16 jährige Tochter in ihrem Gehöft er schlagen aufgefunden. Man nimmt an, daß ein Raubmord vorliegt. ftoßung aus dem Soldatenstande infolge friegsrechtlichen Urtheils." Indem der Verein sich auf das bezeichnete Spezialgeset gründet, bekennt er stillschweigend, unter seinen Mitgliedern das Gefühl treuer Anhänglichkeit an die früheren Standesgenossen, die Achtung für kriegerisches Verdienst wahren und wach zu erhalten und nur Männer von unbeflecktem triegerischen Ruf dulden zu wollen, wie dies die A. K.-D. vorausseßt und fordert. Die Mitglieder des Vereins wollen und müssen daher diejenige Liebe und Treue zu dem Staat und seinem Oberhaupt üben und pflegen, welche sie selbst als Soldaten und ihre Standesgenossen zu üben und pflegen. verpflichtet waren. Dies soll die Sitte, Der herrschende Brauch in Kriegervereinen sein sein und bleiben. Mit den Pflichten eines Soldaten und nachher eines Mitglieds des Kriegervereins ist es aber nicht verträglich, der sozialdemokratischen Partei anzugehören, als Mitglied derselben Versammlungen anzuwohnen, sich an Lese- und Diskutirklubs. Mittwody. Bereinte Kraft, Abends sozialdemokratischen Aufzügen zu betheiligen und sozialdemokratische Uhr, bet Klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Heine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. Abzeichen zu tragen, da die sozialdemokratischen Bestrebungen, jeben Monats, Abends 8 Uhr, bei Bechlin, Hornfir. 9.- Gesund - Gleich mögen sie auch theilweise auf eine Besserung sozialer Zustände brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannstr. 87. gerichtet sein, in ihren Endzielen den Staat und die Gesellschafts- bett, Abends 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstr. 7. Explosion. Ein entsetzliches Unglück versetzte kürzlich die Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsordnung mit Umsturz bedrohen. Wie bei dem stehenden Heere stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit, Stadt Amsterdam in große Erregung. In einem Gewürzdie Zugehörigkeit eines Soldaten zur Sozialdemokratie als gegen Blumenstraße 38, bei Sente. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser: laden im Zentrum der Stadt explodirte, muthmaßlich wegen unvorbet die Ehre und den Anstand der Militärpersonen verstoßend an- ftraße 22-23, Bozow's Brauerei. fichtiger Handhabung von Licht, ein Faß Naphtha, wodurch der Wilfe. Deutsche Eiche, Blumenstraße 46, bei Went.( d) o 1, gesehen wird, so widerspricht dieselbe auch dem Zwecke des Pankow, Schulzeste. 27.--Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit Laden zerstört und nebst einem benachbarten Bigarrenladen inners Statuts und dem Standpunkte der Mitglieder, der Sitte des geist". Gefangverein der Steinmegen, Johannisstr. 20, bet Müller. halb weniger Minuten in Flammen gesezt wurde. Infolge der Krieger- und Landwehrvereis. Die den Berufungsklägern Männer- Gesangverein der für schner, D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrich: schnellen Ausbreitung des Feuers fonnten die Einwohnenden straße 44, bet Röllig.- Südost 2, Cuvryftraße 16, bei Ziemer. Ganges zur Laft gelegten Handlungen, wie sie von dem Vor- ust, Bülowstr. 69, bei Gründer. Steinnelte, Röslinerstr. 17, bei nicht mehr gerettet werden, so daß vier Frauen und zwei Kinder stande behauptet worden sind, müssen daher als un- Wendt. Lyra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel. Euphonia, Annen in den Flammen ihren Tod fanden. Mehrere vorbeigehende fittiges Betragen" im Sinne des Statuts erachtet ftraße 16, bei Steßner. Hand in Hand 1, Mariannenftr. 31-32, bei Personen wurden während der Explosion durch brennende Doberstein. Schneeglöckchen 1, Rottbuser Damm 39, bei Jacob. werden. Die Akten der Amtsverwaltung zut Deutsch Schneeglödchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommúitation 16, bei Trümmer schwer verwundet. Durch den Schlag wurden sämmtWilmersdorf haben einen Anhalt für die Zugehörigkeit Glaser. Unverdrossen, Abends 8 Uhr, bei Sachs, Lindowerfir. 26. liche Fensterscheiben in der nicht sehr langen Straße zertrümmert, der Berufungskläger zur Sozialdemokratie nicht ergeben. Nach Flöter'scher Gesangverein, Landsbergerstr. 31, bet Musehold.- Rütli, Friedenau im Kurhaus. Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei während die benachbarten Häuser erheblichen Schaden erlitten. einem Schreiben des Amtsvorstehers an den Führer des Vereins Lerche. Freundestreue( Gemischter Chor), Jüdenstr. 55, bei Triefch- Die ganze Nacht hindurch arbeitete die Feuerwehr an der Aufsoll einer der Kläger sozialdemokratische Versammlungen besucht mann. Lorbeertranz, Landsberger Play 5, bet Müller.- Südosti, räumung der Trümmer und der Beseitigung von wetterer Gefahr - Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich haben; gegen die beiden Anderen soll ein starker Verdacht vor- Köpnickerstr. 191, Restaurant. Karlstraße 34, bei Schulze. Rothe Nelte, Schöneberg, Golzstr. 43, durch Niederreißen der Mauern, das Einzige, was von den bei liegen. Seitens des Vorstands ist Zeugenbeweis über seine von bei Giegeler. Freiheit, Kulmftr. 36, bei Raumann. Freiheit, den Läden übrig geblieben war. den Klägern bestrittene Behauptung nicht angetreten, über lettere Moabit, Kronenbraueret, Alt- Moabit 47-49.Aus Hongkong wurde der Shanghai Banking Corporation vielmehr den Klägern der Eid zugeschoben, welchen sie angenommen or, Kastanien- Allee 28 bei Maiwald. haben. Auf diesen Eid:" Ich schwöre, daß ich bis zu dem Aus- a, Dranienſtr. 153, bei Göße.- Gefangverein der Kupferschmiede, die Mittheilung, daß ein chinesischer Angestellter der Bank von Weinstr. 11 bei Feind. Bergißmein nicht, Schulstr. 29, im Weddingschließungsbeschluß vom 20./8. 1890 der sozialdemokratischen Partei Safino. Freies Bied 1, Gr. Frankfurterstr. 81 bei Weiß.-& cho 3, in Hongkong geflüchtet sei. Die demselben zur Last gelegten UnterBrandenburger schlagungen sollen sich auf 500 000 Doll. belaufen. nicht angehört und namentlich weder als Mitglied derselben sozial- Behlendorf. Stunde in Friedenau( Kurhaus). Männer Gesangverein in Brandenburg, Mengert's Voltsgarten. demokratische Versammlungen besucht, noch an Aufzügen der ge- mannesmuth, Mauerstraße 3, bei Ramm. nannten Partei mich betheiligt, noch auch sozialdemokratische Abzeichen getragen habe. So wahr 2c." war unter Abänderung des ersten Urtheils zu erkennen. Der Beklagte wird gegenüber demjenigen, welcher den Eid leistet, verurtheilt, anzuerkennen, daß die Ausschließung statutenwidrig und rechtsunwirksam ist, und daß der Betreffende seine Mitgliedschaft nicht verloren hat, sowie bei Vermeidung von Strafe es zu dulden und zu veranlassen, daß derselbe seine Rechte und Pflichten als Mitglied des Vereins ausübe. Derjenige, welcher den Eid nicht leistet, wird mit seinem auf Aufhebung der Ausschließung gerichteten Klageantrag ab gewiesen." Die Betreffenden haben sich sämmtlich zur Leistung des Eides bereit erklärt. Boziale Uebersicht. An die Textilarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Unter dieser Spigmarke wurde ein Aufruf veröffentlicht, in welchem zur Beschickung der ersten Generalversammlung des Verbandes aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wie eines damit verbundenen allgemeinen deutschen Textilarbeiter Kongresses aufgefordert ist. Ein solcher Kongreß war allerdings geplant, doch hat man aus Zweckmäßigkeitsgründen davon wieder Abstand genommen. Ein Textilarbeiter Kongreß wird also während der Ostertage in Elberfeld nicht tagen. Das Agitationskomitee der Textilarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Siz Berlin). 4 A Die Frage der Sonntagsruhe für die im Handelsgewerbe beschäftigten Gehilfen 2c. ist in Sonneberg dahin erledigt, daß Sonntags nur von 1/27 bis 1 Uhr Mittags und zwar mit Ausschluß der Zeit für den Gottesdienst gearbeitet werden darf. Die beim Landgericht in Düsseldorf zugelassenen Rechtsanwälte schließen an Sonn- und Feiertagen ihre Bureaux gänzlich. Auch die polnischen Arbeiter fangen an, für die Unter nehmer unzuverlässig" zu werden. Auf dem Klettwiger Braunfohlenwert haben 70 Arbeiter, meist polnische, die Arbeit niedergelegt. Telephon Amt III 8521. 1 Steinfeger Sänger Offenbacher Gänger Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Theater Mittwoch: Verein Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 35a. und Vergnügungsverein Vultania, bet Jäger, Gartenstraße 37/38. Rauchttub Hellblau, Alte Jafobjir. 18/19, Restaurant A. Seele. RauchGeselliger lub reusfidel, bei Gumlich, Reichenbergerstraße 149. Verein Waldesgrün, bet Nebelin, Langeftr. 108. gnügungsverein Durch Nacht zum Licht, bet Zubeil, Naunynſtr. 86. Theater- und BerHumoristischer Verein Pipifar, bei Möbring, Admiralstraße Nr. 18 c. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gesangverein knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% 1hr, Große Frankfurterstraße 99, 1 Tr.- Männer- Gesangverein Waldiapelle 2, Abends 9 Uhr, teftaurant Kayser, Staligerstr. 22. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9. Serafiturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Reeck, Lothringerstr. 94. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Humoristischer Verein Arminia, Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Kreuzfibel, bet Gumlich, Reichenberger straße 149.- Fidele Brüder, bet S. Mrose, Lachmannstr. 5.- Pollack Klub Lustige Brüder, Abends 8% bis 10% Uhr, Restaurant Liewald, Manteuffelstr. 46.- AzaTte, Abends 9 Uhr Andreasstr. 56, Noad's Restaurant. Rauchklub Rooch Ioch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauch klub Sans: Rauchklub Lassalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11.- Rauchtlub othe MeIte, bei Steuer, Weinstr. 22. Sumoristischer Rauch= tlub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerstr. 42. Rauchklub Vorwärts Südost, bei Vogel, souci, Boechstraße 51. Sorauerstraße 13. Rauchflub Eiserne Pfeife, Abends 9 Uhr, bei Soffmann, Triftstr. 1. Rauchtlub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr, bei Rauchklub Grüne Qua ste, Abends 9 Uhr, bet Späth, Weinftr. 28. Rauchflub Bultan, Abends 9 Uhr bei Schlüter, Kleine Markussir. 10. Ahmer, Gräfeftr. 82. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. Stattlab Buschelgrün, Abends 8 Uhr, Reichenberger- und Manteuffelftraßen- Ecke, bei Fürstenau. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Theaterverein Vulkania, heute Abend Sigung in Jäger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13-14. Vermischtes. Depescheit. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 29. März. Bei Sandomirz( Galizien) sind viel Drte infolge Durchbruchs der Weichseldämme überschwemmt. Rom, 29. März. Der Abgeordnete Ganzio begründete in der heutigen Sigung der Deputirtenkammer den Gefeßentwurf betreffend die zweijährige Dienstpflicht. Der Kriegsminister er flärt, er habe nicht nur nichts gegen die Kenntnißnahme des Entwurfs, er wünsche im Gegentheil, daß derselbe bald zur Nur könne er nicht zugeben, daß die Erörterung gelange. Dienstpflicht für alle Wehrpflichtigen eine zweijährige sein könne. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bremen, 29. März. Die Rettungsstation Ziegenort tele graphirt: Am 29. März von dem hier gestrandeten Kahn des Schiffers Pahl zwei Personen durch das Rettungsboot gerettet. Bremen, 29. März. Der Güterzug 522 entgleiste heute Nachmittag, von Bremen fommend, bei Stubben. Drei Waggons wurden aus dem Geleise geworfen. Die von hier und Geeſte= münde kommenden Personenzüge tauschten an der Unfallstelle die Passagiere aus und fuhren dann zurück. Man hofft, heute Abend das Geleise wieder frei zu haben. Briefkaffen der Redaktion. R. V. 100. Uns ist von der Angelegenheit überhaupt nichts bekannt. Wenden Sie sich doch einmal persönlich an unfere Expedition. Morgenstern. Wir haben nichts erhalten. Briefkaffen der Expedition. Reichsgerichtsentscheid. Die öffentliche Anreizung des Proletariats in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden B. W., Mainz. 5 M. für die Hinterbliebenen des ver Weise zu Gewaltthätigkeiten gegen die Regierung oder die Regierenden ist, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, III. Straf- storbenen Genossen Reimer erhalten und an den Bestimmungsort fenats, vom 4. Januar 1892, nicht aus§ 130 des Str.-G.-B., abgeführt. Eisenwaaren- und Werkzeug- Handlung E. Vogtherr, 2197L Berlin NW., Stephan- Strasse 27a, empfiehlt Eisen- und Stahlwaaren, Haus- und Küchen- Geräthe, Bettstellen. Werkzeuge für Schlosser, Maurer, Töpfer, Holzarbeiter. Freie Zusendung. Nach außerhalb halbe Fracht oder Porto- Vergütung. E. Vogtherr, Berlin NW., Stephanftr. 27a.( Fernsprecher.) Ach! wie brillante Farbie! Und in so kurzer Zeit getrocknet? DiFED Ja das ist Suler'sche FussbodenGlasur- Lack- Farbe und kostet nur 80 PF. das Pfund mit Pat- Blechkanne. Pussboden- Glasur- Lack- Farbe ( goldbraun) trocknet in 4-5 Stunden hart und glänzend, macht das Ueberlackiren überflüssig. Das unangenehme Kleben ist vollständig ausgeschlossen. Nasse Witterung hat keinen Einfluss auf meine Farbe, Aufträge führe nur gegen vorherige Einsendung des Betrages oder gegen Nachnahme aus. 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Die Beerdigung findet am Mittwoch, 30. März, 86. Kochmann, Alte Jakobftr. 86. Nachmittags 5 Uhr, vom St. PetriKirchhof, Friedenstraße, aus statt. Um stilles Beileid bittet Die trauernde Gattin. Therese Glatthaar geb. Pfeiler. Danksagung. Kinderwagen und Reiseförbe, über 200 Stück, i. Einzeln. bill. zu verf. in d. Korbwaarenfabr. Invalidenstr. 105. Meinen werthen Kunden u. Freunden zur Nachricht, daß meine Pfandleihe Für die vielen und herzlichen Beweise der Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Robert sich jetzt Wienerstraße 1, Eingang Wolgast sage ich allen Freunden u. Bekannten, besonders dem Gesangverein Staligerstraße, befindet. Verkaufe billig Buchbinder- Männerchor, dem Fach- Kleidungsstücke, Sommer- Ueberzieher, Fach- Uhren, Regulateure. verein, sowie der Zentral- Krankenkasse der Buchbinder meinen herzlichsten Dank. Frau Anna Wolgast nebst Kindern. Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c. Ball- Lokal I. Ranges. Jeden Mittwoch und Sonntag: Großer Ball. 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Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. H. Kalliske, Schuhmacher, wohnt jezt Grunewaldstr. 119. 2204 b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 76. Der Achtstundentag im englischen Parlament. London, 24. März 1892. Der Antrag oder die Forderung auf Einführung eines Acht flundengefeges ist bereits ständiger Gast im englischen Parlament. Als algemeine, der gesammten Arbeiterschaft zu Gute kommende Maßregel wird er vom einzigen erklärten Sozialdemokrat im Hause, Cunninghame Graham, in jeder Session eingebracht, in der es Graham gelingt, die zur Einbringung erforderliche Unterftügung eines zweiten Mitgliedes zu finden die ihm aber bezeichnenderweise nicht von den sogenannten Arbeiterabgeordneten, sondern von Radikalen gewährt zu werden pflegt. Als Spezial antrag für alle unter Zag beschäftigten Arbeiter hat er bereits auf allen Seiten des Hauses Befürworter gefunden, und von Seffion zu Seffion mehrt sich die Zahl derer, die bei der Abstimmung zu seinen Gunsten stimmen. Während die Zahl derfelben das letzte Mal fich noch in den Zehnern bewegte -wenn ich nicht irre, betrug fie einige sechszig, erreichte sie in der gestrigen Abstimmung die Höhe von 160. Das war noch nicht der Sieg, aber ein Erfolg, der die Erwartungen der Antragsteller bedeutend übertraf. Er war um so größer, als von den vier Bergarbeiter- Abgeordneten, die zum Antrag sprachen, nur einer Abraham, Vertreter für Rhondda in Süd- Wales -ihn befürwortete, die anderen drei ihn aber bekämpften, die Gegner also die bequeme Ausrede hatten, daß ja unter den Bergarbeitern selbst noch große Opposition gegen den Antrag bestände, seine Annahme also für diese eine Zwangsmaßregel verfügen hieße. Mittwoch, den 30. März 1892. 9. Jahrg. halten, indem er sich das Recht refervirte, in der Kommission sonstige Ereignisse, Militärlasten, Steuern und Abgaben an Busazanträge zu stellen, die das Gesetz elastisch genug gestalten Staat und Gemeinde erschweren dem Landmann die follen, um es lokalen Gebräuchen und Bedürfnissen anzupassen, Existenz. Aus diesem Mißverhältniß zwischen Groß- und widerlegte er die Einwände der Gegner des Achtstundentages Satz Kleingrundbesitz entspringt nun eine weitere Erscheinung. für Saz. Er berief sich dabei auf seine eigenen Erfahrungen als Werden bei dem Kleinbesitz durch die Unhaltbarkeit der Existenz Fabrikant, sowie auf die anderer Jndustrieller, führte die gegen- immer mehr frühere Besizer zu Arbeitern oder Taglöhnern herabwärtige Streitbewegung als Beispiel dafür an, was der Verweis gedrückt, um so weniger braucht der Großgrundbesitz infolge Einauf die freie Aktion der Gewerkschaften bedeute und fertigte das führung der Maschinen dieselben als Arbeiter. Jede Maschine Gerede von dem Eingriff in die persönliche Freiheit sehr geschickt macht Arbeitskräfte unnöthig. Den besten Beweis liefert die Eindamit ab, daß er hervorhob, wenn die Trade Unions etwas führung der Dreschmaschine. Früher war ein großer Besitzstand durchsetzen wollten, müßten sie eben auch die persönliche Freiheit an Knechten, Mägden und Taglöhnern nöthig, um den Abdrusch, beschränken. Kurz, gewandter Redner, der er ist, hat Herr welcher den ganzen Winter oft bis nach Fastnacht andauerte, zu Chamberlain eine vorzüglich wirksame- Wahlrede gehalten. bewerkstelligen. Mit Hilfe der Dreschmaschine wird jetzt das Cunninghame Graham tam nicht zum Wort. Aber ein glück- ganze Getreide im Herbst in wenigen Wochen abgedroschen, wolicher Zwischenruf von ihm verdient hier erwähnt zu werden. Durch dann Knechte und Mägde zum großen Theil, die Taglöhner Als Sir J. Pease, ein reicher liberaler Industrieller des Nordens, aber fast gänzlich überflüssig werden. Die Arbeitslosigkeit und das Wort nahm, um vom Standpunkt eines Mannes zu sprechen, Berarmung wird dadurch befördert. Wer nur noch einigermaßen deffen Eigenthum durch das Gesetz betroffen würde, rief ihm die Mittel hat, wandert aus oder muß sich dem industriellen BeGraham zu:" Sind Ihre Bergarbeiter Ihr Eigenthum, Herr!" rufe zuwenden, wogegen ältere und schwache Leute dann der GeSelbstverständlich fehlte es in der Debatte auch nicht an meinde zur Last fallen. Das Alles begreift der Bauer sehr wohl; einem Konservativen, der das Achtstundengesetz für den reinen sieht er doch beständig diese Thatsachen vor sich! Es kommt nur unverfälschten Sozialismus erklärte. Aber mit solchen darauf an, ihm die Erkenntniß der wirthschaftlichen und Richteriaden erreicht man hier höchstens einen unfreiwilligen sozialen 3usammenhänge beizubringen und so ihn mit der Heiterkeitserfolg. ganzen sozialen Frage vertraut zu machen. Das alberne Märchen Von den Größen der liberalen Partei sprach Niemand. Und vom, Theilen" verfängt bei der ländlichen Bevölkerung nicht als es zur Abstimmung fam, gingen Herr Morley und Sir Lyon mehr. Auch sie steht unter dem Eindruck der Thatsache, daß die Playfair rechts, William Harcourt, George Trevelyan, Henry Theilerei heutzutage so start betrieben wird, daß das Bolt bald Labouchern zc. links. Mit ihnen Lord Randolph Churchill und nichts mehr hat, und wir berufen sind, dieser rücksichtslosen ein gutes Dutzend gleichgesinnter Konservativer. Im Ganzen Theilerei ein Ende zu machen." Auch das Schlagwort der stimmten die Konservativen und die Whigs unter den liberalen Frommen": wir wollten die Religion abschaffen, hält nicht Ministern gegen die Bill, das Gros der Liberalen und Irländer mehr vor. Unser Programm ist denn doch zu flar, als daß es In der That spielten die Herren Burt, Fenwick und Wilson für dieselbe. Gladstone, der, als der Antragsteller in seiner Rede auch für bisher Indifferente nicht möglich sein sollte, die Religion eine ungemein traurige Rolle in der Debatte. Sie mochten dies an einen Ausspruch von ihm: Acht Stunden Arbeit unter der als Privatsache zu betrachten. Unsere Partei ist ja auch die wohl selbst fühlen, denn Burt, sonst ein gewandter, wißiger Erde seien genug für einen Menschen" erinnerte, hört! hört! ge- einzige, welche vollständige Geistes- und Gewissensfreiheit erstrebt, Redner, sprach auch der Form nach äußerst matt, fast stotternd. rufen, hatte sich vor der Abstimmung in die Büsche geschlagen. während die Partei der" Gläubigen" es war und noch ist, die Fenwick, welcher als Sekretär des Trade- Unions- Kongresses Kein Zweifel, daß zu dem günstigen Resultat der Letzteren jeden Andersgläubigen und Andersdenkenden vervehunt, verfolgt, geradezu die Pflicht gehabt hätte, für den Antrag einzutreten die Aussicht auf die bevorstehende Neuwahl viel beigetragen. Die und wo sie kann, vernichtet. Unter dem Deckmantel der Religion Denn der Kongreß hat sich mit nahezu Einstimmigkeit für den Abgeordreten wissen, daß sie demnächst vor ihre Wähler werden läßt die fromme" Gesellschaft Unrecht über Unrecht am arbeitenselben erklärt, brachte fast nur Argumente vor, mit denen die hintreten müssen und wollen sich eine gute Note sichern. Aber den Wolfe geschehen, wobei sie unbedenklich fort und fort die Unternehmer die Herabsehung der Arbeitszeit überhaupt bekämpfen. sie wissen auch, wie ihre Wähler denken und darum die große Grundsäße des Christenthums aufopfert. Wenn dieser Antrag angenommen würde," sagte er nach dem Stimmenzahl für das Gefeß. Gewiß, es wäre besser, sie wäre Bericht des Daily Chronicle"," so würde das Haus mit einem für ein allgemeines Achtstundengefet abgegeben worden, aber es Federstrich die Unternehmer zwingen, bis zu einem gegebenen ist nun einmal der„ Geist der englischen Politik", vom Besondern Datum den das Haus obendrein willkürlich bestimmen zum Allgemeinen überzugehen. Das Allgemeine wird aber auch würde ihre Betriebsanlagen und Maschinen so umzuändern, tommen. daß fie die Produktion auf der bisherigen Höhe erhalten könnten. Er erkläre hiermit, man würde sich, falls der Antrag Annahme fände, bald überzeugen, daß man wenigstens während der Periode des Uebergangs, bis die Maschinerie soweit hergerichtet sei, um der veränderten Sachlage zu entsprechen, viel Leiden und Entbehrungen auf Unternehmer und Arbeiter gehäuft habe." Welch ein Arbeitervertreter! Fenwick und Burt trieben mit ihren Ausführungen in legter Instanz nur Kirchthurms- Politik. Beide vertreten Wahlkreise in Northumberland, und es ist bekannt, daß die Häuer im dortigen und im Durham- Kohlenrevier, die selbst nur sieben Stunden arbeiten, deshalb Gegner des Achtstundentages für alle Grubenarbeiter sind, weil sie ihre kurze Arbeitszeit nur aufrecht erhalten zu tönnen glauben, wenn die Schlepper und sonstigen Hilfsarbeiter, darunter ein großer Prozentjak jugendlicher Arbeiter, bis zu zehn Stunden und darüber arbeiten. Aber ganz Northumberland zählt noch keine 30 000, d. h. kaum den zwanzigsten Theil der englischen Bergarbeiter, und die Pflicht gerade der Vertreter derselben wäre daher, zu untersuchen, wie fie ihre Interessen mit denen der großen Mehrheit der Berufs genossen vereinigen können, statt sich bockbeinig denselben entgegen zu stemmen. Aber diese Herren thun genau das Gegentheil. Sie bearbeiten ihre Anhänger in umgefehrter Richtung. Als sie nothgedrungen über die Acht stundenfrage Urabstimmung vornehmen mußten, gaben fie dem Abstimmungszirkular ein zweites Zirkular bei, wo aus geführt wurde, für den Achtstundentag stimmen, hieße für Erhöhung der Arbeitszeit und für Herabfegung der Löhne der Häuer stimmen. Rein Wunder, daß die Abstimmung, auf die sie sich jetzt berufen, ablehnend ausfiel. Herr Burt brachte in der gestrigen Sigung auch die alte Lüge vor, in der Schweiz sei das die Arbeitszeit beschränkende Gesetz todter Buchstabe.") $ Die einzige unangenehme Beigabe war das Botum der brei obengenannten Bergarbeiterführer. Indeß auch dieses Ulster", wie das„ Daily Chronicle", das politisch mit den Ulstermen Frlands*) geht, sie und ihre Mandatgeber sehr gut nennt, wird schließlich nachgeben müssen. Daß es in seinem eignen Lager bereits nicht mehr ganz gehe..er ist, hate ich schon erwähnt. Ist doch der ganze Durham- Streit ein Stück Rebellion gegen die dortigen Führer, bas vielleicht im falfchen Moment zum Ausbruch gekommen ist, aber jedenfalls als solches Beachtung verdient. Parteinachrichten. " Todtenliste der Partei. In Bant ist May Brandl, einer der ältesten Genossen, verstorben.- Aus Witten i. Wests. meldet die Weftf. Freie Breffe: Einer unserer ältesten Genossen, Fabritarbeiter Gustav Bergmann, hat aus Verzweiflung seinem Leben gewaltsam ein Ende gemacht. Die Frau desselben war feit ca. 8 Jahren ununterbrochen krant, und Noth und Elend herrschte infolge dessen in der Familie. Bergmann war zu stolz, um seine Verhältnisse andern zu offenbaren, weshalb die meisten Genoffen keine Ahnung davon hatten. Am Sonnabend vergangener Woche, als Bergmann die Gewißheit hatte, daß seine Frau höchstens noch einen Tag zu leben hatte, nahm er herzlichen Abschied von seiner Familie, machte noch einige Notizen und ging in das der Schlafkammer zunächst gelegene Zimmer. Ein Schuß- und unser braver Genosse hatte ausgelitten. Am Donnerstag fand die Beerdigung statt. Ueber 100 Genossen gaben dem Entschlafenen, der stets für die Freiheit gekämpft und gestritten, das Ehrengeleit. Ein großer, prachtvoller Kranz mit breiter, rother Schleife wurde dem Genossen vorangetragen. Als sich der Träger des Kranzes, Genosse Dinius, dem Kirchhofthor näherte, Vom geistigen Kampfe," den die Ordnungs" parteien stürzte sich ein Mann mit geröthetem Antlig unerwartet demgegen die Sozialdemokratie führen, weiß unser Genosse Sof- felben entgegen und entriß ihm den Kranz. Ohne Störung und mann, der neue Abgeordnete für den 22. sächsischen Reichstags- ohne Sang und Klang wurde die Leiche der Mutter Erde überWahlkreis, ein Liedchen zu singen. Es war am 6. März. Die geben. Nunmehr reklamirten die Genossen den Kranz, der dann Genoffen Hummel und Rohleder hatten für diesen Tag eine Ver- auch vom Pastor freigegeben wurde, worauf Kranz und Schleife sammlung nach Ruppertsgrün i. B. einberufen, um dem Kandi- im Namen der Sozialdemokratie ins Grab gesenkt wurden. baten Gelegenheit zu geben, die Ziele der Sozialdemokratie flar Nachdem ging der Zug zum evangelischen Krankenhause, von wo zulegen. Die Gegner hatten nun nichts Eiligeres zu thun, als aus die Leiche der Frau abgeholt wurde, um neben ihrem Manne an alle Bauern der Umgegend Einladungen zum Besuche der die legte Ruhestätte zu finden. In Elberfeld starb der Versammlung zu senden, um darin die überwiegende Majorität Genosse Julius Barz; in Würzburg Johann Fernkorn. zu erlangen. Wie gewünscht, so geschah es. Mit dicken Stöcken, Trillerpfeifen und dergleichen geistigen" Kampfmitteln aus gerüstet, erschienen die Bauern, nachdem sie sich vorher in einer Restauration vereinigt hatten, in der Versammlung und nahmen den Saal in Besiz. Unter wüstem Lärmen und Zoben war endlich das Bureau gewählt; Genosse Rohleder als erster und der Herr Kantor als zweiter Vorsitzender hatten ihre werden. . Versammlungen. Neben den Arbeitern von Northumberland sind bis jetzt freilich auch die Bergarbeiter von Durham, die einen wesentlich Pläße eingenommen und Genosse Hofmann als Referent Eine öffentliche Versammlung aller Gewerkschaften größeren Bruchtheil der gesammten Arbeiterschaft der Koblen konnte nun todt- gebrüllt werden. Die Pfeifchen spielten bereits Berlins und Umgegend war zu Sonntag, ben 27. März, nach industrie repräsentiren, als Gegner des gesetzlichen Achtfiundentags in den Fingern der Ordnungshelden. Da! was war das? der Brauerei Friedrichshain einberufen. Maurer Blauroc, aufgetreten, und der Bergarbeiter- Abgeordnete Wilson, der den Schaaren von neuen Antömmlingen aus Elsterberg, Greiz. Auer- welcher das Weserrat über die Beschlüsse des Halberstädter Wahlkreis Nord- Durham vertritt, stimmte denn auch im Parla- bach, Falkenstein, Neßschkau, Mylau, wohl an die 500 Genossen, Kongresses gegenüber den fogannten lokalorganisirten Gewerkment dagegen, aber in der letzten Zeit hat sich gerade unter den famen gezogen, gertheilten die Masse der Bauern, machten den schajten übernommen hatte, bedauerte Eingangs seiner Rede, Arbeitern von Durham eine starte Sinneigung zur Föderation dicht umringten Bureautisch frei und zwangen den Gegnern durch daß auf dieselbe Zeit auch eine Versammlung anberaumt war, gezeigt, die sich wohl auch schließlich in einem größeren Ent: ihre Ueberzahl vor der Versammlungsfreiheit so viel Respekt ab, in welcher Reichstags- Abgeordneter Liebknecht spreche; hätte man gegenkommen in dieser Frage Ausdruck geben wird. Um die- daß der Referent seinen Vortrag beginnen konnte. Dieser Vor das früher gewußt, so wäre diese Versammlung aller Gewerkfelbe Zeit, da Wilson in Parlament gegen den von der trag war einzig in seiner Art, vielfach aus Frage und Antwort schaften auf einen anderen Tag gelegt worden. Zur Eache Föderation so bringend befürworteten Antrag stimmte, beschloß bestehend; tro feiner kraftvollen Stimme fonnte der Vortragende führte Redner etwa Folgendes aus: Die Vertreter der Lokalein von 8000 Bergarbeitern besuchtes Meeting des Sunderland oft nur mit Mühe sich verständlich machen. Nun, alle ihre Seniffe organisation auf dem Halberstädter Kongreß seien von dem Prinzip Distritts( Ost Durham) einfiimmig, daß die Zeit jebt haben den Gegnern nichts genugt. Ihr Kandidat fiel durch und ausgegangen, daß die Vereinigungen, welche auf sozialdemokra gekommen ist, wo alle Bergarbeiter im Bereinigten König der Sozialdemokrat slegte. Schlimm genug aber für die Bauern, tischem Boden stehen, heute nicht aus der Welt hinausdekretirt reich sich gemeinsam verbinden sollten." Die Massen scheinen die daß sie sich zu Bütteln derselben kapitalistischen Parteien herab werden könnten. Von den Theilnehmern des Kongresses seien Zeichen der Beit besser zu lesen als die Führer. Benjamin Pickard, der Generalsekretär der an 200 000 Mitwirbigen, von denen sie nach und nach um ihr Hab und Gut ca. 90 pet. Anhänger der Zentralisation gewesen und nur verschwindend wenige Anhänger der sogenannten Lokalorganisation, glieder starken Bergarbeiter Föderation, ift frant und konnte der sogenannten sage er, denn eigentliche Lokalorganisationen daher seine Stimme nicht gegen das Dreigestirn Burt- FenwickBur sozialdemokratischen Agitation unter der Land gebe es thatsächlich gar nicht. Von 208 Delegirten feien Wilson in die Waage werfen. Abraham, der an der Spitze des bevölkerung. In der Fränk. Tagespost" tritt ein Genosse der 168 Verbandsvorstands- Delegirte gewesen; bei solcher Bu60 000 Mitglieder starten Verbandes der Bergarbeiter von Süd- Ansicht vieler unserer Gegner entgegen, daß die Sozialdemo- fammenfegung verstehe es sich von selbst, daß die Beschlüsse nur Wales und Monmouthshire steht, vertrat ihn so gut es ging. fratie unmöglich bei den Landbewohnern Eingang finden könne, im Sinne der Generalfommission ausfallen konnten. Er erklärte, daß das Verhältniß von Anhängern und Gegnern da weder Berührungspunkte zwischen den Industrie- Arbeitern der Anregung zur Einberufung des Kongresses des gefeßlichen Achtstundentages unter den englischen Bergleuten und der ländlichen Bevölkerung vorhanden seien, noch überhaupt sei dagegen an einen allgemeinen Gewerkschaftskongreß das von 7: 1 sei und daß es lächerlich sei, ein solches Gesetz eine die Geschicklichkeit der Agitatoren hinreichen würde, sich mit der der organisirten Arbeiter gedacht worden, eingeladen seien Beschränkung der Freiheit der Arbeiter zu nennen. letzteren verständlich zu machen". Der Genosse führt aus, daß nachher die Bentralisationen. Der Kongreß habe dann bei Die Begründung des Antrages fiel dem liberalen Abgeordneten dem Bauernstand sehr wohl begreiflich zu machen ist, daß zwischen Fassung der bekannten Beschlüsse vergessen, daß es erst nöthig ist Leafe zu, der einen Bezirk von Lancashire vertritt, in dem das Berg- ihm und dem Grundbesiz keine Interessengemein zu organisiren, dann erst könne man zentralisiren. Unter dem arbeiter- Element start vorwiegt. Er brachte nicht viel Neues vor, fchaft, fondern ein scharfer Intereffengegenjay Sozialistengefes feien Zentralisationen nicht möglich gewesen, fagte aber zum Schluß fehr richtig, daß es sich bei dem Gesetz mehr um besteht. So ungleich schon die Verhältniffe in Bezug auf die sondern nur Lokalorganisationen; weil es nun aufgehoben sei, eine Regulirung der Arbeit als um eine Verminderung der Pro- Bewirthschaftung beim Groß und Kleingrundbesig sind, noch verlange man auch Beseitigung der Lokalorganisationen. Man duktion handle. Die Hauptlorbeeren des Tages aber erntete viel ungleicher stellt sich das Verhältniß beim Verkaufe der gehe ja auch schon daran, die bestehenden zu zertrümmern. Wie Herr Chamberlain, der mit den Tories alliirte Führer der liberalen Produkte dar. Der fleine Bauer, fast durchgehends mit Hypo wenig man dadurch erreiche, zeige das Beispiel der Maurer, Unionisten. Ginst der Abgott der Radikalen wird Herr" Joe" theken und sonstigen Schulden belastet, muß so rasch wie möglich deren Fachverein 2000 Mitglieder gezählt habe; jetzt Chamberlain heute von ihnen als Judas gebrandmarkt und seine feine Produkte auf den Markt bringen, um seinen Lebensunterhalt, sei eine Zentralisation gegründet, die hier aus Popularität bedarf in der That der Auffrischung. Dies Geschäft Steuern, Zinsen u. f. w. zu bestreiten. Durch das Massenangebot Mann bestehe. ES handle sich doch allein darum, hat der Herr denn nun auch in seiner gestrigen Rede besorgt. find aber die Preise der Produkte niedrige. Der Großgrund- Agitation für die Arbeitersache zu entfalten. Die Maurer Nicht ohne sich zum Schluß einen kleinen Nothausgang offen zu befizer dagegen fann eine günstigere Zeit abwarten und erzielt feien durch das Vertrauensmänner System auch zentralisirt gedadurch einen bedeutenden Mehrerlös. Hierdurch wird erkennt wesen und nachdem man 4/2 Jahr gegen sie prozessirt, habe man Bei neun *) Noch ein Beispiel für den Geist der Führer der Union lich, daß die Interessen der Groß- und Kleingrundbesitzer nicht sie freisprechen müssen, weil man in dem Vertrauensmännervon Northumberland. As an sie von Seiten der Föderation die gleichen find, noch sein können, sondern sich gegenüber stehen, Syſtem feine gegen das Gesetz verstoßende Verbindung finden neulich das Gesuch erging, die zur Entscheidung über die Frage was besonders bei der Besprechung der Getreidezölle in Betracht konnte. Die Bekämpfer der Zokalorganisation wollten aber für der Fortsetzung der„ Spielwoche" nach London einberufene Kon- su ziehen ist. 3ft schon der Nuzen an den Zöllen, wie hier er. Einzelne eine Existenz schaffen, Legien habe sogar schon erklärt, ferenz zu beschicken," antwortete der Gefretär der Union, Ralph fichtlich, für den Kleinbauern in guten Jahren ein geringer, fo es werde nöthig werden, für die östlichen Provinzen feste Young:„ Wir sind der Ansicht, daß wir vernünftigerweise( prus ergiebt sich bei Mißernten für ihn ein direkter Schaden. Bei Agitatoren anzustellen. Das sei nicht zu billigen. Die Lokals dently")" nicht die Berantwortung auf und nehmen könnten, den Einkauf des Getreides zu seinem Bedarf und zur Aussaat muß organisation der Maurer habe auch bis oben nach Ostpreußen Gegenstand auf Ersuchen der Föderation, mit der wir in feiner er den Soll selbst wieder bezahlen. Krankheiten und Fühlung gehabt; wenn man sich nur Mühe gebe, sei das nicht offiziellen Verbindung stehen, unsern Mitgliedern zu unterbreiten." schwer. Was die Agitation anbelangt, so ist der neben mir Wie vernünftig! larbeitende Rollege der beste Agitator. Redner forderte die Nord- Irland ist bekanntlich gegen Home Rule. Berliner Arbeiterschaft auf, sich dagegen zu verivahren, daß von als zu Recht bestehend anerkannt werde, und bemerkt noch, durch einer einzelnen Gruppe dafür agitirt werde, die Fachvereine zu Busammenziehen der einzelnen Organisationen erhalte man zerstören; die Berliner Arbeiterschaft solle erklären, daß Niemand feineswegs eine starte, sondern nur eine schwache, da ja eine sich herausnehmen dürfe, Organisationen, welche auf sozialdemo- Maffe Arbeiter der Organisation nicht angehörten. fratischem Boden stehen, zu zerstören; man solle jede Organi- Zwei Refolutionen sind eingelaufen: Die eine( von sationsform bestehen lassen und jeder das Recht geben, sich an E. Müller) empfiehlt als einzige Organisation die Lokal die andern anzuschließen. Außerdem möge man eine Kommission organisation; die zweite( von Fris Wilte) entspricht den vom wählen, welche die Lokalorganisationen zusammenhalte. Es Referenten aufgestellten Forderungen. müsse genügen, wenn die Organisationen auf gewerkschaftlichem Boden ihren Pflichten nachkommen. Es gebe Berufe, in denen Zentralisation nicht möglich sei. " Die hiesige Filiale des Verbandes deutscher Korb macher nahm 21. März in ihrer regelmäßigen Mitglieder versammlung den Geschäftsbericht des Vorstandes entgegen, welcher vom Vorsitzenden Herrn Voigt gegeben wurde. Danach fanden im letzten Jahre 13 Mitgliederversammlungen und eine öffentliche Versammlung statt, welche u. A. 5 Vorträge und zwei Vorlesungen aus der Arbeiterbibliothek" boten, während eine sich mit Lohndifferenzen beschäftigte. Herr Voigt legte fein Amt als Schuhmacher Menzel: Der Staatsanwalt lasse die Verbände Vorsitzender nieder. Der Kassirer, Herr Jungnickel, theilte dann jetzt, wo sie doch nichts leisten können, in Ruhe; in einer günsti- Folgendes mit: Seit 16. März 1891 sind aufgenommen 37 nee geren Zeit werde er sie faffen. Man rede immer auf Berlin. Mitglieder, abgereift 12, ausgeschieden 6, gestorben 1 Mitglied, Legien Hamburg wies hierauf eine Reihe von nament- a hier kämen die Arbeiter aus der Provinz, wenn sie sich auf 38 sind wegen restirender Beiträge gestrichen und 14 Mitglieder lich auch in der Presse der Lokalorganisationen erhobenen Vor- Die Wanderschaft begeben, zuerst her, hier habe man am meisten zugereist. Die Mitgliederzahl beträgt gegenwärtig 72. Die hierwürfen, welche den Bekämpfern der Lokalorganisationen persön- mit dem Indifferentismus zu thun. auf vorgenommene Neuwahl des Gesammtvorstandes hatte liche Interessen als Motive unterschieben, zurück und ging dann Eine weitere Resolution( von R. Walter) ist eingelaufen, folgendes Resultat: Vorsitzender Brückner, Kassirer Jungauf den Unterschied der Lokal- und der Bentralorganisation ein. welche erklärt, die Versammlung stelle sich auf den Boden der nickel, Schriftführer Thomas, Stellvertretender Vorsitzender Die Vertreter der Lokalorganisationen wollten die Gewerkschafts- Bentralisation, halte aber deren allgemeine Durchführung zur Zeit Keller, Beisitzer Westphal, Revisoren Fechner, Fränk organisationen hauptsächlich für die Partei benutzen. Da aber noch für verfrüht. und Bunzel, als Bibliothekar wurde Eggers, als ein Zusammenbruch der kapitalistischen Gesellschaft so bald noch Tabatarbeiter Berner erklärt, Politik könne in öffentlichen Beitungsverbreiter Hannig wiedergewählt. Auf Antrag nicht zu erwarten sei, so hätten die Gewerkschaften den Zweck, Gewerkschafts- Versammlungen auch da betrieben werden, wo Brüdner wählte man für das nächste Stiftungsfest, welches dafür zu sorgen, daß in dieser Zeit der wirthschaftlichen Krisen Zentralisationen bestehen. Wenn die Vertreter der Zen- am 21. Mai stattfindet, die Kollegen Westphal, Schall und die Arbeiter nicht zurückgehen an Körper und Geist, tralisation auf dem Kongreß die die Majorität hatten, Hannig als Vergnügungskomitee. Der Kassirer gab noch besonst entwickele sich Lumpenproletariat, das unsere Idee nicht so sei das ein Beweis, daß dieselben überhaupt die Majorität fannt, daß Listen ausgegeben würden, um die wegen LohnDurchführen wird. Die Vertreter der Lokalorganisationen sagen, haben. Was die Existenzschaffung für Einzelne anbelange, differenzen streitenden Kollegen in Schweden zu unterstüßen; die es genüge politische Aufklärung; die Bekämpfer sagen, die genügt fo hätten die zielbewußten Arbeiter immer auf dem Standpuntt Listen müssen innerhalb 8 Tagen an den Kassirer Jungnickel nicht, die Arbeiter müssen auch wirthschaftlich vor Bersumpfung gestanden, daß, wer voll für unsere Jdee eintrete, auch zu ent- abgeliefert sein. Einem Kollegen, welcher anfragte, ob und wann bewahrt werden. Das Unternehmerthum size noch so fest im schädigen sei. Doch habe er gehört, daß die Generalfommission der Delegirte vom Gewerkschaftskongres Bericht erstatten werde, Sattel, daß man erwarten müsse, der gegenwärtigen Krise werde an Agitatoren 12-15 m. pro Tag gezahlt habe; er frage an, ob wurde erwidert, daß sich der Delegirte in einer Versammlung wieder ein Aufschwung folgen; schlössen die Arbeiter sich jetzt zu- das richtig sei; das wäre allerdings zu viel. hierüber aussprechen würde. Die nächste Versammlung wird an sammen, so würden sie, wenn der günstige Zeitpunkt kommt, den- Da der Saal um 23/4 Uhr Mittags geräumt werden muß, statt am 2. Ostertage, am 11. April abgehalten. felben ausnüßen können. Die Arbeiter hätten nur einen gemein wird die weitere Berathung auf nächsten Sonntag vertagt. nachweis befindet sich Wienerstraße 11 bei Herrn Jungnickel, der samen Feind; führen fie fort, unter sich uneinig zu sein, so würde Als Redner sind bei Schluß der Versammlung uoch folgende dreizehn Zeitungsverbreiter, Herr P. Hannig, wohnt Pücklerstraße 6, Hof das organisirte Unternehmerthum die Oberhand behalten. Personen eingetragen: Sparfeld, Althaus, König, Stegemann, 3 Treppen. Daher müsse die Minorität, selbst wenn ihre Meinung die Körsten, Markar, Dähne, Keßler, Klinger, Petersdorf, Wilke, beste sein sollte, sich der Majorität unterordnen. Redner Behrend und Jakobey. Im Fachverein der Marmor- und Grauitarbeiter hielt schildert des Weiteren die hohen Interessen, um die es sich für am 20. März Genosse Reterau einen interessanten, mit Beidie gesammte Arbeiterschaft bei den Hamburger Streits gehandelt Der Verband deutscher Textilarbeiter und Arbeite- fall aufgenommenen Vortrag über das Thema„ Der Mensch, hat, und die deshalb eine nachhaltige Unterstützung heischten. riuuen, Filiale der Weber Berlins, wählte lehthin in einer Ver- was er ist und was er sein soll". Die Versammlung beschloß Was die Betreibung der Politik anlange, so biete sich dazu an sammlung den Kellegen Rohleder als Delegirten zur Elber- dann bezüglich der Maifeier, ein Vergnügen zu veranstalten, das anderer Stelle als in der Gewerkschaft ausreichende Gelegenheit. felder Generalversammlung. Dann hielt Genosse Bahr einen in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48a, am Sonnabend, Daß sämmtliche drei Hamburger Wahlkreise durch Sozial- interessanten Vortrag über das Thema: Die Ursachen der den 30. April, stattfindet und dessen Arrangement der Vorstand Demokraten vertreten sind, sei erreicht durch die unpolitischen Ge- Armuth und Knechtschaft". Die Versammlung erklärte sich mit zu besorgen hat. Die nächste Versammlung findet am 24. April werkschaften, in denen die Arbeiter zum Denken angeregt würden. Den Ausführungen des Referenten einverstanden. An die Zu- statt. Der Streit, den die Vertreter der Lokalorganisationen für nutzlos sammenkunft schloß sich ein gemüthliches Beisammensein nebst halten, sei gerade geeignet, dem Arbeiter seine Klaffenlage flar zu machen. Tanz. " Der ArbeitsEine allgemeine Buchdrucker- Versammlung mit Hilfs. Arbeitern und Hilfsarbeiterinnen tagte, betreffs des Besuchs Ein Antrag auf Beschränkung der Redezeit wird abgelehnt. Der Allgemeine Arbeiterinnenverein( Filiale Nord) hielt durch Witterung und Lage des Loktals ungünstig beeinflußt, Tapezirer Feder bemerkt, er habe sich trotz der Aus- am 20. März eine Versammlung ab, in welcher Herr Silber- unter Leitung des Herrn Philipp Schmitt am 28. März führungen des Vorredners noch immer nicht überzeugt, daß die berg über die Erziehung der Kinder sprach. Der Vortrag wurde im Saale des Böhmischen Brauhauses. Bunächst erstattete Herr Zentralisation die einzig selig machende Organisation sei. Die mit großem Beifall aufgenommen. In der Diskussion sprach Best eck Bericht über den Halberstädter Gewerkschaftstongreß, Konzentration des Kapitals werde doch von Jahr zu Jahr Herr Franke im Sinne des Referenten. Hierauf wurde Frau die Bedeutung desselben und auch die Möglichkeit einer Unionsgrößer und damit müsse die Arbeitslosigkeit wachsen. Daher Fechert als Bevollmächtigte, Frau Sieben als Schriftführerin bildung im graphischen Gewerbe und den Werth derfelben, insseien die Bestrebungen auf Besserstellung der Arbeiter aussichts- und Frau Schubert als Kassirerin gewählt, und unter Verschie- besondere der durch sie ermöglichten Agitation hervorhebend. Die Die heute von dem Referenten entwickelten Anschauungen wurden von den lo3. Die Arbeiter feien mit ihren Groschen gegen das Kapital derem folgende Resolution einstimmig angenommen: ohnmächtig, an allen Streits, so namentlich an dem Tabak- in Knebel's Salon tagende Versammlung des Allgemeinen Herren Dolinski, Döblin u. a. getheilt, jedoch auch die Noth arbeiter und Buchdruckerstreit sehe man, daß nicht blos die Arbeiterinnenvereins erklärt sich mit den Ausführungen des Refe- wendigkeit, sich in Zukunft mehr mit den wichtigsten Tagesfragen zu Kapitalisten des betreffenden Berufes, sondern das Gesammt- renten einverstanden und sieht in der sozialistischen Erziehung beschäftigen, anerkannt. Herr Sillier( Lithograph) schloß sich tapital den Arbeitern sich gegenüberstellt. Selbst von den An- unserer Kinder einen wichtigen Fortschritt zur Verwirklichung den Vorrednern an und gab seiner Genugthuung über die Anhängern der Zentralisation werde zugegeben, daß die Fachvereine unferer Biele." Es ließen sich alsdann 9 Mitglieder aufnehmen, bahnung eines Zusammengehens der einzelnen Berufe im graphi unter dem Ausnahmegesetze gut gewirkt haben. Man worauf die Versammlung mit einem Hoch auf das Gedeihen des schen Gewerbe Ausdruck. Im Anschluß hieran hielt Herr Do. Iinsti einen Vortrag über die am 1. April 1892 für gewerbliche hätten wir fage, jetzt andere Verhältnisse. Vereins geschlossen wurde. Arbeiter und Arbeiterinnen in Kraft tretenden Bestimmungen der Der An un" würden. allgemeine Arsicht ist Redner nicht, das System sei dasselbe. Wenn In einer öffentlichen Versammlung aller in Buch Reichs- Gewerbe- Ordnung, hob die hauptsächlichsten Bestimmungen die Fachvereine unter dem Ausnahmegesetze gut gewesen, so feien bindereien, Euguspapier, Album, Karton- derselben unter besonderer Berücksichtigung der im Buchdruckfie es auch heute noch. Die Berliner seien thatsächlich besser und Lederwaaren- Fabriken beschäftigten Ar- gewerbe erlassenen Arbeitsordnung hervor und empfahl gegenorganisirt gewesen als die Hamburger, erst durch die Zentral- beiter und Arbeiterinnen, welche im Norden stattfand, über den vielen rigorosen Bestimmungen der Arbeitsordnung den verbände seien sie zersplittert worden. Daß man in Halberstadt referirte Herr Silberberg über das Thema„ Sklaventhum Arbeitern die Bestimmungen des§ 120a der Reichs- Gewerbeerst darüber berieth, ob die Vertreter der Lokalorganisationen und freie Arbeiter." Die Quintessenz des mit lebhaftem Beifall Ordnung einer besonderen Beachtung. Weiter empfahl er gegen dort Siz und Stimme haben sollten, charakterisire diesen Kongreß aufgenommenen Vortrags war die Meinung, daß heutzutage die Gesetzwidrigkeiten entschieden Front zu machen event.folche dem Voraller organisirten Arbeiter". Die Vertreter der Lokalorganisation Arbeiter und Arbeiterinnen, obgleich sie als frei bezeichnet werden, stande des Vereins Berliner Buchdrucker und Schriftgießer zur hätten auf dem Kongreß folgende Resolution eingebracht: fich von den Sklaven des Alterthums in der Hauptsache nur das weiteren Veranlassung zur Kenntniß zu bringen. Auch war or " In Erwägung, daß durch das kapitaliſtiſche Ausbeutungs- burch unterschieden, daß damals der Sklave dem Sklavenhälter der Meinung, daß jene Arbeitsordnung den letzten elbe ſyſtem der Druck auf die Arbeiter sich in der trasfesten Weise fühlbar fich in jeder Beziehung unterwerfen mußte und feinerlei politische Glauben an die Harmonie von Kapital und Arbeit, wo derfelbe macht und die Macht des Kapitals fein Mittel Rechte hatte, während der heutige Lohnarbeiter wohl gefeßlich noch bestehen sollte, zerstören würde, und wies darauf hin, daß versucht läßt, von dieser seiner Macht den ausgiebigsten frei wäre, es aber doch dem Unternehmer und Kapitalisten frei vor der Hand den Arbeitern nur erübrige, ihre Bedenken gegen Gebrauch zu machen, muß es jedem denkenden Arbeiter stände, ihn nach Belieben auszunützen und ihm seine staats- Arbeitsordnungen schriftlich niederzulegen behufs Einreichung an tlar sein, daß es der größten Anstrengung feinerseits bürgerlichen Rechte zu schmälern. Die Sicherung der menschen- die Polizeibehörde, daß aber die Zeit kommen werde, wo mit den bedarf, diesem Drucke mit Erfolg entgegenzuarbeiten. In dem würdigen Existenz erblickte Redner nur in der Durchführung der Prinzipalen Arbeitsordnungen vereinbart werden Entwurfe der Generalkommission erblicken wir keinen Fortschritt sozialistischen Brinzipien. Im Sinne des Referenten sprachen Der weitere Punkt der Tagesordnung:„ Bericht über die Streit auf dem Gebiete der Gewerkschaftsbewegung und können deshalb auf dem Gebiete der Gewerkschaftsbewegung und können deshalb die Kollegen Haß und Morba ch. Unter Verschiedenem erklärte Kontrollkommission eventuell Wahl eines Delegirten, wurde demselben nicht zustimmen. Wir sind vielmehr der Meinung, daß ein Kollege von der Kaufmannschen Luxuspapier- Fabrit die in vertagt. Zur Kenntnißnahme für die zu einer guten Organisation gehört, daß die Bewegungsfreiheit der vor vier Wochen stattgehabten öffentlichen Versammlung ge- beiterschaft machte Herr Schmitt zum Schlusse fol der einzelnen Berufsorganisation in feiner Weise gehindert wird, machten Behauptungen über Maßregelung zweier Kollegen aus gende, von Herrn a ber bestätigte Mittheilungen ganz einerlei, ob die betreffenden Arbeiter sich in Verbänden oder jener Fabrit für unwahr. Eine Regelung in dieser Angelegen über die Geschäftspraxis des Buchdruckerei- Unternehmers Harauf Grund des Vertrauensmänner Systems organisiren wollen. heit herbeizuführen, wurde der Vorstand des Fachvereins der in nisch( Yorkstraße). Derselbe beschäftige in seinem Betriebe neben Wir sind der Meinung, daß die vereinsgefeßlichen Bestimmungen Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäf- 4-6 Gehilfen 6 Lehrlinge und zwar bis 8 und 10 Uhr Abends. Der einzelnen Staaten ein großer Hemmschuh für die Zentrali tigten Arbeiter beauftragt. Von dem Vorstand auf das Tarifwidrige dieser Handlungsweise fation der einzelnen Berufe sind, und fühlen uns deshalb geradezu aufmerksam gemacht, sei er der Meinung gewesen, daß die Lehrverpflichtet, eine Form der Organisation zu schaffen, die den be Die Glaser- Gesellschaft Berlins und Umgegend hielt linge doch irgendwie unterkommen müßten, wenn nicht wo anders, stehenden Vereinsgefeßen feine Handhabe zum Einschreiten am 22. März ihre regelmäßige Vereinsversammlung ab. Vor dann bei ihm. Sollte ihm deswegen seine Offizin gesperrt werden, bietet. Diese Form ist unserer Meinung nach die lose Ver- Eintritt in die Tagesordnung legte das Vergnügungskomitee vom so würde er Nichtvereinsmitglieder einstellen, die billiger arbeiteten. bindung mit Vertrauensmännern. Die Aufklärung des klassen- Maskenball Rechnung ab. Auf Antrag der Revisoren wurde Diese Geschäftspraxis setze den Unternehmer Harnisch in die Lage, bewußten Proletariats darf nicht einseitig, wie es heute in den ihm Decharge ertheilt und der Ueberschuß von 50,85 Mart dem um die Hälfte des Preises billiger liefern und anderen Prinzi Zentralverbänden geschieht, sondern muß sowohl nach politischer wie Agitationsfonds überwiesen. In der Generaldiskussion über den palen zum Schaden der Gehilfen eine verderbliche Konkurrenz wirthschaftlicher Richtung gefördert werden, wenn etwas Positives Lohntarif sprachen sich die meisten Redner dahin aus, daß eine bereiten zu können. So habe er auch die Drucksachen für die erreicht werden soll. Wir erwarten von dem Kongreß, daß er Diskussion über den Tarif wohl von Vortheil sei, aber an eine Freie Volksbühne" an sich geriffen. Die Arbeiterschaft solle von jede Form der Arbeiterorganisation als zu Recht bestehend an- Durchführung deffelben vorläufig nicht zu denken wäre. Die Diesen Thatsachen Kenntniß nehmen. erfennt und in keiner Weise eine Diftatur auszuüben sucht." Spezialdiskussion ergab folgende Punkte als angenommen: Diese Resolution sei von acht Berlinern und zwölf Klein- 1. eine zehnstündige Arbeitszeit und 2. einen Minimallohn von Eine öffentliche Versammlung fämmtlicher Schmiede städtern unterschrieben gewesen. Zur Abstimmung sei nur der 24 Mart pro Woche. Die weitere Diskussion wurde bis zur Berlins, die auf den Abend des 28. März nach Scheffer's Salon Schlußpaffus gekommen; für denselben stimmten 80, gegen den nächsten Bersammlung vertagt. Der Tarif soll vervielfältigt einberufen worden, war trot genügender Publitation so schwach felben 120 der Delegirten. Reduer verliest auch die Erklärung, und die Mitglieder vertheilt werden. Anläßlich befucht, daß man beschloß, die Tagesordnung: Die Schmiede mit welcher die Vertreter der Lokalorganisationen den Kongreß einiger Fälle nahm der Vorsitzende Veranlassung, das sogenannte Berlins und die neue Organisation der Gewerkschaften", Referent verließen. Dieselbe lautet: " Da die Verhandlungen des Kongresses im Plenum wie einige Redner dahin aus, daß man gegen das Umschauen nicht Kongreß" 2c., in einer anderen Versammlung zu erledigen. Umschauen scha. zu rügen. In der Diskussion sprechen sich Kollege Tempel, Delegirter vom Halberstadter Gewerkschaftsauch in den Spezialfongreffen erwiesen haben, daß die Majorität so scharf vorgehen möge; die meisten Redner waren jedoch dafür, des Kongresses nicht gewillt ist, die bestehenden auf dem Vertrauens- daß demselben ganz energisch entgegengearbeitet werden müsse. In Rigdorf fand kürzlich eine in Sachen der Gemeindemännersystem beruhenden Organisationen als gleichberechtigt mit Die Angelegenheit sand durch Anname einer Reſolution Des wahlen einberufene Bersammlung statt, in welcher Stadtden Zentralverbänden anzuerkennen, da ferner unsere Be Kollegen 2erdo ihre Erledigung, welche besagt, daß der verordneter Genoffe Klein u. A. das Walten der bürgerlichen strebungen auf gemeinsames Zusammenwirken in Bezug auf die Arbeitsnachweis hochzuhalten fet und das umichauen zu unter- Parteien in den Gemeindevertretungen scharf beleuchtete. Der Ausübung der Solidarität und die Aufklärung des Proletariats bleiben habe. Der Inhaber der Firma 28 ahl und Sohn Vorsitzende der Versammlung verlas dann das zur Gemeindenicht die Anerkennung des Kongresses gefunden haben, troßdem hatte vor einiger Zeit versucht, burch verlockende Inserate wahl aufgestellte sozialdemokratische Programm, worauf Sie ein Zusammenwirken der Vertrauensmänner der einzelnen Drin Fachblättern billige Arbeitskräfte zu erlangen. Als Kandidaten eine kurze Ansprache an die Wähler richteten, in der ganisationen mit der Generalfommission unbeschadet der Vereins- nun der Vorstand diese Firma zum Gegenstand einer sie sich verpflichteten, die Interessen der arbeitenden Bevölkerung gesetze der verschiedenen Bundesstaaten wohl möglich ist er öffentlichen Besprechung machte, ließ diefelbe ihre sämmt auf Grund des Erfurter Programms im Gemeinderath zu verauf dem Boden des Vertrauensmännerſyſtems ſtehenden Organi ertlärten, daß fie der Organisation, nicht angehörten. Ein Ar- Köppen, Burbs und Steinman ben aufgefordert, fich flären die Unterzeichneten, nach wie vor an ihrer gut bewährten, lichen Arbeitern einen Revers unterschreiben, inhalts dessen letztere treten. In der Diskussion sprachen die Genossen Sieger iſt, ſation festzuhalten, erklären jedoch weiter, daß sie wie jeder ziel beiter, der schon zirka vier Jahre im Geschäft thätig war, wurde ferenten. Zum Schluß wurden die Anwesenden aufgefordert, sich bewußte Arbeiter es für ihre heiligste Pflicht halten, überall da, entlassen. Die Versammlung beschloß, den Gemaßregelten mora- rege an der Wahl zu betheiligen. wo das Proletariat irgend eines Beruses sich im Kampfe mit dem lisch zu unterstützen. Finanzielle Unterstüßung war nicht nöthig, Kapital befindet, nach jeder Richtung hin mit aller Kraft unter da dem Betreffenden schon anderweitig Arbeit nachgewiesen war. stüßend einzutreten, und überlassen es allen zielbewußten Arbeitern, Die nächste öffentliche Versammlung wird sich mit dem Fall über die Handlungsweise des zu Halberstadt tagenden ersten noch besonders beschäftigen. Jns Bergnügungskomitee wurden deutschen Gewerkschaftstongresses zu urtheilen." neu gewählt die Kollegen ünite, Plaumann, H. Schulz, Soziale Uebersicht. Da der Verdienst in demselben Berufe in den verschiedenen in die Bibliothektommission der Kollege Stampehl. Der Ein Bild aus der Tiefe des sozialen Elends enthüllte. Städten verschieden sei, so müsse im Statut des Zentralverbandes Glafer Markus, welcher in einer gesperrten Werkstatt gearbeitet eine Stralsunder Gerichtsverhandlung. Der Stettiner Volks der Beitrag so festgesetzt werden, daß ihn auch die Mitglieder in hatte, wurde ausgeschlossen. den fleineren Städten leisten könnten. In den Lokalorganisationen " bote" berichtet darüber: ,, Angeklagt wegen Diebstahls war der bisher unbescholtene Arbeiter P., Vater von 8 Kindern, dessen steuere jeder Ort nach seinen Kräften. Wenn man immer von Im Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält Frau und dessen Sohn. Der Mann entschuldigte sich mit seiner einer gemeinsamen Aftion spreche, welche die Arbeiterschaft gegen niffe der Töpfer Berlins und Umgegend hielt am 23. März Mothlage; er habe einen täglichen Verdienst von 1,50 M., davon das Kapital unternehmen müsse, so sei darunter doch an ganz Genoffe Reßler einen lehr lehrreichen Vortrag über„ Christen- sollten 10 Personen leben, das sei für jede Person 15 Pf. Selbst Deutschland zu denken. Es werde aber zugegeben, daß die Benthum und Sozialdemokratie". Bum zweiten Punkt der Tages der als Benge anwesende Gutsbefizer erklärte auf die Frage des tralisation sich nicht in allen Theilen Deutschlands verwirklichen ordnung: Ift unser Verein den Anforderungen, die an ihn Vorsitzenden, ob man von diesem Einkommen leben könne, daß lasse: es bleibe also, wenn man einheitlich vorgehen wolle, nur gestellt wurden, nachgekommen?" gab Kollege a gen mehrere dies wohl schlecht sei; er habe dem Arbeiter auch schon längst das Vertrauensmännersystem. Der Standpunkt, daß der Arbeiter Ausführungen, welche den Erwartungen einiger Kollegen nicht vergeben( vorher hatte er ihn aber durchgeprügelt) und bitte um als zur gewerkschaftlichen Be entsprachen. Im Laufe der Debatte hierüber kam man zur mildernde Umstände. Das Urtheil lautete für den Vater auf schwerer zur politischen wegung heranzuziehen sei, wäre verlehrt; der Arbeiter fei Organisationsfrage, welche so reichhaltigen Stoff bot, daß be- 3 Monate, für den Sohn auf 1 Woche und für die Mutter auf revolutionär gesinnt und daher zur politischen Bewegung leichter schlossen wurde, in der nächsten Vereinsversammlung zu dieser 3 Tage Gefängniß. Die drei Personen sahen sehr verhungert heranzuziehen. Redner verlangt, daß jede Arbeiterorganisation Sache Stellung zu nehmen. aus, während ihr Brotherr sich einer großen Leibesfülle erfreute." Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2...