Mr. 187. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft 8eitungsBreisliste für 1902 unter Er. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions Gebuye beträgt für die fechsgespaltene Rolonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der& xpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Sefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Parteigenoffen! Mittwoch, den 13. August 1902. Laut Beschluß des letzten Parteitags findet der diesjährige in ihre zollpolitische Bethätigung die Wohlfahrt der Gesamtheit oder gar München statt. Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 14. September, abends 7 Uhr, nach München in das Lokal: ein. Schwabinger Brauerei, Leopoldstr. 82 Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, 14. September, abends 7 Uhr: Vorversammlung. Konstituierung des Parteitags. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl der Mandatsprüfungs- Kommission, Montag, 15. September und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes. Berichterstatter: J. Auer und A. Gerisch. 2. Bericht der Controleure. Berichterstatter: H. Meister. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: E. Rosenow. 4. Die bevorstehende Reichstags- Wahl. Berichterstatter: A. Bebel. 5. Arbeiterversicherung. Berichterstatter: H. Moltenbuhr. 6. Kommunalpolitik. Berichterstatter: Dr. Lindemann. 7. Der internationale Arbeiterfongreß 1903. Berichterstatter: P. Singer. 8. Maifeier. Berichterstatter: R. Fischer. 9. Anträge zum Programm und Organisation. 10. Sonstige Anträge. 11. Wahl des Vorstandes und der Controleure. Barteigenossen! Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung des biesjährigen Parteitags wir verweisen nur auf die Verhandlungen über die nächsten allgemeinen Reichstagswahlen richtet der Parteivorstand die Aufforderung an Euch, die Vorbereitungen für den Parteitag also die Wahl der Delegierten wie die Stellung von Anträgen rechtzeitig zu bewirken. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. schneidenden Polemit gegen den erbärmlichen Centrums- nach der neuesten Entwicklung dieser Partei sagen: angeblich schwindel haben vor aller Oeffentlichkeit in hellstes Licht gestellt, bekämpfte System der indirekten Abgaben und Zölle zu befestigen. wie infam verlogen das Vorgehen der Zollparteien ist, daß sie durch Die Freis. 8tg." sollte sich von dergleichen blöden Bemerkungen gegen die Socialdemokratie fernhalten. Es ist vielmehr festzustellen, der unbemittelteren Boltsklassen bezwecken. daß die freifinnige Bolkspartei Hand in Hand mit den reaktionärsten Parteien dazu beiträgt, daß auch die winzige Rückgabe eines Bruch teils der durch den Zolltarif vom Volke zu erpressenden Summen verhindert wird. Bugleich aber räumt die freifinnige Boltspartei den 8ollwucherern einen Stein des AnSie erwirbt sich den heißen stoßes aus dem Wege. Dank der Regierung des Bollwuchers, indem sie eine der Regierung sehr unangenehme Beigabe zum Tarif beseitigt. Zu dieser erfreulichen Feststellung hat allerdings die Centrumspartei selbst sehr unfreiwillige Hilfe geleistet. Das Centrum hoffte durch das Aufwerfen der Witwen und Waisen- Versiche rungsfrage die Zollerregung im Volle einigermaßen zu be gütigen, thatsächlich aber mußte der Abg. Trimborn, da er nur zum erstenmale in der Kommission den betreffenden Antrag seinen Partei vertrat, 8ugeständnisse an die 8ollgegner machen, die für diese von unschätzbarem Werte sind. Während die Bollparteien bisher stets die Wohlthaten rühmten, die der Landwirtschaft wie der Industrie aus dem Bolltarif zuströmen würden, mußte als Voraussetzung für die Begründung des Antrags auf Ansammlung der Mehreinnahmen des Reiches zur Herbeiführung einer Witwen- und Waisenversicherung, die ungeheuere Belastung der arbeitenden Klasse als Thatsache zugestanden werden. Indem Herr Trimborn als den gived des Centrumsantrages erklärte, daß er ,, im scharfen Zollfampf versöhnend wirken solle", gab er zugleich die Berechtigung des er bitterten Grolls der Arbeitermassen gegen den Zolltarif zu. Wäre es wahr, daß die Zollpolitik der Regierung und der ihr be= freundeten Parteien, die unteren Klassen nicht bedrücken, sondern sogar fördern solle, wie man sonst gern lügnerisch vorgab, so brauchte es feines Versöhnungs" mittels. Aber weiter offenbarte Herr Trimborn auch sofort die unsagbare Jämmerlichkeit des eignen Antrages, indem er den armen Witwen die kolossale Summe von jährlich 80 oder höchstens 100 m. als Gegengabe für die heillose Verteuerung aller Lebensmittel in Aussicht stellte! Es ist der dreiste Mut der Centrumsmänner nicht gering anzuschlagen, daß sie solchen Hohn der Arbeiterklasse zu bieten wagen! Es ist endlich auch die Ehrlichkeit eines andren Bugeständnisses des Herrn Trimborn anzuerkennen, daß die ruhmvolle Centrumswohlthat, durch welche die Bollwucher ausgehungerten Arbeiter. ,, berföhnt" werden sollen, im Grunde nichts bedeute als eine weitere Entlastung der kommunalen Armenpflege. Was die Witwen und Waisen bisher von den Gemeinden erhielten, ohne daß sie selbst Steuerbeiträge geben mußten, das sollen sie nach dem Centrumsantrage fürder aus den Reichseinnahmen beziehen, die sie selbst durch die Hungerſteuer auf ihr tägliches Brot und alle ihre spärlichen Lebensbedürfnisse aufbringen müssen! Die grenzenlose Versöhnungsheuchelei des Centrums führte zugleich zur dankenswertesten Bloßstellung der reaktionären Volksfeindlichkeit aller sonstigen 8ollparteien. Konservative und Nationalliberale erklärten sich gegen den Centrumsantrag; Die Anträge müssen spätestens den 2. September in den Händen die letzteren mit der Ausrede, daß die Versicherungsfrage nicht mit des Vorstandes, Adresse: J. Auer, Berlin SW., Kreuzbergstr. 30 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz II der Partei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die Partei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage Aufnahme finden follen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegen zeichnung der Vertrauensperson oder des Vorstandes der örtlichen bezw. Kreisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Die Parteigenoffen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstande und dem Lokalfomitee recht zeitig Mitteilung zu machen, damit ihnen die Vorlagen und ev. weitere Mitteilungen zugesandt werden können. Die Adresse des Lokalkomitees lautet: der Zollgesetzgebung vermischt werden dürfe, die ersteren, indem sie durch den Grafen Kanig einen Abänderungsantrag und durch den Abg. Arendt eine Resolution vorschlugen, durch welche der Centrumsantrag vollends bis zur Bedeutungslosigkeit herabgesetzt wurde. Da das Centrum diesen Antrag und die Arendtsche Resolution ablehnte, da aber mit den Konservativen und Nationalliberalen auch die Freisinnigen gegen den Centrumsantrag stimmten und da endlich die socialdemokratischen Verbesserungsanträge von allen andren Parteien abgelehnt wurden, so endete die ganze Diskussion gänzlich resultat los. Freude hieran hat nicht allein die Regierung, deren Vertreter unter Berufung auf die schlechte Finanzlage des Reiches schwere Bedenken" gegen den Versicherungsplan vorbrachten, fondern auch alle bürgerlichen Parteien, eingeschlossen das Centrum, für das sein Antrag eben nur Komödie zur Täuschung thörichter Wähler ist. Oder will vielleicht das Centrum fest bleiben und ohne Durchführung seines Antrages den Zolltarif selbst nicht Gesetz Ludwig Pickelmann, München, Sendlinger str. 20. werden lassen? Die Konservativen und Nationalliberalen haben Mandatsformulare sind durch das Parteibureau J. Auer, Berlin SW., Streuzbergstr. 30 zu beziehen. Die Genoffen, die Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der den Delegierten zugehenden Borlage Aufnahme finden können. Es steht den Genossen das Recht zu, ihre Anträge selbst oder durch befreundete Genossen auf dem Parteitag mündlich zu begründen. Ein Abdruck der Motive verbietet sich aber aus räumlichen Gründen und um Wiederholungen zu vermeiden. Berlin, 28. Juli 1902. Mit socialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. aber gezeigt, daß ihre Arbeiterfreundlichkeit" nicht einmal so weit reicht, daß sie der Arbeiterschaft ein Almosen vergüten wollen, wenn ihr in Scheffeln genommen wird. 營 Wir geben nachstehend unsern Originalbericht aus der Kommission: 102. Sigung der 8olltarif Kommission. Berlin, 12. Auguft. entwurfes im Geschwindschritt erledigt wurden, bleiben nur noch die Nachdem in der lezten Sizung die Restnummern des TarifBerwendungsanträge zur Beratung, dann ist die erste Lesung des Tarifgesetzes und des Tarifentwurfes überwunden. Zunächst tommt folgender Centrumsantrag nebst den dazu gestellten Unteranträgen zur Beratung: Dr. Heim und Genossen. Die Kommission wolle beschließen: 1. nach§ 11 einzuschalten: § 11a. Ueber denjenigen Ertrag der Zölle aus den nach den Tarifstellen 1, 2, 3, 4, 102, 103, 105, 106, 107, 132, 133, 134, 160 und 163 zu verzollenden Waren, welcher den Durch= schnittsertrag der Zölle aus den nach den Tarifstellen 9a, 9ba, 9bẞ, 9c, 25f, 25g 1, 250, 25q 2, 37b, 39b, 39c, 39d, 39e, 39, 39g, 39h, 39i des Bolltarifs vom 24. Mai 1885 zu verzollenden Waren nach dem Ergebnis der Jahre 1895 bis 1902 übersteigt, ist durch ein besonderes, spätestens bis zum 1. Januar 1910 zu verabschiedendes Gesez zur Erleichterung der Durchführung der Witwen- und Waisen Versorgung Bestimmung zu treffen. Bis zum Inkrafttreten eines solchen Gesetzes sind diese Mehrerträge für Rechnung des Reiches anzusammeln und verzinslich anzulegen. 2. im Schlußsatz des§ 12 vor den Worten so lange in Wirkfamkeit bleiben" einzuschalten: abgesehen von der sich nach § 11a dieses Gesetzes ergebenden Aenderung". Ferner beantragen Dr. Heim 2c.: Die Kommission wolle beschließen: dem Antrag Dr. Heim und Genossen den nachfolgenden Zusatz zu geben: Tritt dieses Gesetz bis zum 1. Januar 1910 nicht in Kraft, so sind von da ab die Zinsen der angesammelten Mehrerträge, sowie die eingehenden Mehrerträge selbst den einzelnen Invaliden- Versicherungsanstalten nach Maßgabe der von ihnen im vorhergehenden Jahre aufgebrachten Versicherungsbeiträge zum Zwecke der Witwen- und Waisenversorgung der bei ihnen Versicherten zu überweisen. Diese Unterſtüßung erfolgt auf Grund eines vom ReichsVersicherungsamt zu genehmigenden Statuts. Eventual- Antrag der Socialdemokraten: Die Kommission wolle beschließen: 1. in dem Antrag 1 auf Nr. 1 folgende Zusätze zu machen: a) nach Nr. 4" einzuschalten: Nr. 5, 6, 9, 33 bis 36, 44 bis 48, 162". b) statt 9a, 9 ba, 9bẞ, 9c zu setzen: c) den 9a bis f". Nummern 25 f usw. zuzusetzen: ,, 25 g 2, 25k, 26k, 39a, 39k". spätestens bis zum 1. Januar 1910" zu setzen: gleichzeitig mit diesem Gesetz". 2. statt Graf v. Kanit beantragt: Die Kommission wolle beschließen: 1. nach§ 11 einzuschalten: § 11 a. Ueber denjenigen Ertrag der Zölle aus den nach den Tarifstellen 1, 2, 3, 4, 102, 103, 105, 106, 107, 132, 133, 134, 160 und 163 zu verzollenden Waren, welcher den Durchschnittsertrag der Zölle aus den entsprechenden Positionen des jetzt geltenden Bolltarifs nach dem Ergebnis der Jahre 1895 bis 1902 übersteigt, ist durch ein besonderes, spätestens bis zum 1. Januar 1910 zu verabschiedendes Gesetz zur Ermäßigung der nach dem Invaliden Versicherungsgesetz vom 13./19. Juli 1899 von den Arbeitern und Arbeitgebern zu leistenden Bejträge Bestimmung zu treffen. Bis zum Jukrafttreten eines solchen Gesezes sind diese Mehrerträge anzusammeln und verzinslich anzulegen. 2. im Schlußjag des§ 12 vor den Worten: so lange in Wirksamkeit bleiben" einzuschalten: unbeschadet der sich nach§ 11a ergebenden Aenderung". Ein besonderes Wort ist den Freisinnigen zu widmen. Indem die freisinnigen Vertreter in der Zollkommission, wie schon erwähnt, den Centrumsantrag zu Falle brachten, haben fie nicht nur eine wenn auch geringe Verminderung der schädlichen wirkungen des Bolltarifs verhindert sondern sich geradezu als eifrige Förderer des Bollwuchers erwiesen. Was der Abgeordnete Müller- Sagan zur Verteidigung der Ablehnung des Centrumsantrages vorbrachte und was heut abend die Freisinnige Beitung" ähnlich wiederholt, ist so thöricht, daß es schwer ist, nicht nach andren, unausgesprochenen Motiven für diese schroff volks. feindliche Haltung zu forschen. Die Freifinnige 8tg." leistet das erstaunliche Gerede, bie daß Socialdemokraten mit ihrer Trimborn begründet den Centrums- Antrag. Ein uralter Wunsch Zustimmung zum Witwen und Waisenversicherungs- Antrag des Volkes und aller Socialreformer solle durch diesen Antrag erfüllt doch nicht davor schützen würden, daß eine derartige Gesezesbestint werden. Auch von der Regierung sei seinerzeit die Witwen- und mung später vom Reichstag beseitigt werden könnte! Die Freis. Waisenversicherung als erstrebenswertes Ziel hingestellt worden. Und 3tg." weiß natürlich, daß, nachdem einmal die gesetzliche Festlegung im Volke schäze man dieses Ziel höher, als die Alters- und von Summen für Versicherungszwecke durchgeführt ist, denn doch eine Invalidenversicherung. Er und seine Freunde seien der Ansicht, Die legte Sigung der ersten Lesung des Bolltarifs gestaltete sich Beseitigung nicht so leicht möglich ist. Diese interessanten Freisinnsleute gewonnenen Mittel zu diesem Zwed im scharfen gollkampfe daß die Verwendung eines Teiles der durch den Zolltarif zu einem hohen moralischen Triumph der Social- lehnen socialpolitische Reformen ab, weil sie vielleicht einmal wieder versöhnend wirken werde. Redner erörtert dann die finanzielle demokratie, durch den die bisherige Arbeit unsrer partei- von einer andren Reichstagsmehrheit abgeschafft werden könnten Seite des Vorschlags. Erhalte jede Witwe eine Jahressumme genössischen Mitglieder der Zollkommission erfolgreich gekrönt wird. Nicht minder unsinnig ist die Ausrede der Freifinnigen von 100 M., jede Waise 333 M., so werde das eine dauernde Wo immer noch Einsichtslose vorhanden sind, welche die Beitung", daß der Zolltarif gefestigt werde, wenn man Ausgabe von 95,5 Millionen, bei 80 resp. 40 M. von 111,3 Millionen schwere Gefahr der neuen Zollpläne nicht genügend erkennen, die Ausgaben für dauernde Schöpfungen des Voltslebens damit Mart im Beharrungszustande jährlich erfordern. Die Getreides da giebt die Auseinandersetzung über die Frage der verkoppele. Die Freifinnige Zeitung" weiß natürlich, daß durch- ölle ergäben nach den Tariffäßen ca. 54 Millionen, nach dem Verwendung der aus der Zollerhöhung zu erwartenden weg die socialpolitischen Aufwendungen des Reiches aus den Ein- Kompromiß- Antrag Herold 91 Millionen jährlich mehr. Daraus fönne sehr wohl die Witwen- und Waisenversicherung fundiert werden. Er stelle Reichseinnahmen unzweideutige und den Gedankenlosesten nahmen von Böllen und Verbrauchssteuern gedeckt werden. Sie fich das so vor, daß das Reich die Hälfte zuschieße, die andre Hälfte zum einleuchtende Aufklärung über Art und Absichten der Parteien, die sollte daher schleunigst die Beseitigung aller socialpolitischen Be- Teil von Arbeitgebern und Arbeitern getragen werde. Der Arbeiter den Zollwucher betreiben. Unfre Vertreter in der Kommission, ins- thätigung des Reiches fordern, da diese„ dauernden Schöpfungen könne nicht für die Zukunft sorgen, er müsse seine geringen Mittel besondere Genosse Mollenbuhr in seiner ebenso sachlichen wie unsres Volkslebens" dazu dienen, das vom Freifinn man muß für seinen und der Seinigen Unterhalt aufwenden. Auch die Der Schluß der ersten Lesung. -" selbst Freiherr v. Stumm im Plenum Ausdruck verlieh. Arendt beantragt folgende Resolution: werden, @ Kommunen müßten entlastet werden, die Armenlaften würden hundertmal mehr schädigt, als diese Art Witwen- und Waisen- I die Witwen- und Waisenversorgung einrichten, dann möge man eine durch die Witwen- und Waisenversicherung vermindert. versicherung nügen fönne!- das würde der Ruf sein. Eine gute Erbschaftssteuer dazu verwenden. Die verbündeten Regierungen Ein Sechstel der Witwen sei auf öffentliche Unterstügung angewiesen. derartige Versicherung müffe anders hergestellt werden. Gute Grund- würden, wie andre auch, den Antrag wohl nicht ernſt nehmen. fig nichtzüge erwärmen; er würde die Witwen- und Waifenversicherung als großen üße und höhere Unterstügungen müßte sie enthalten, wie es die Redner hat den dringenden Wunsch, daß der Antrag im Plenumm Socialdemokratie erstrebt.( Bravo!) wiederkehrt. Benn er ficher wäre babies, geletbe( Dr. Fortschritt vorziehen und begrüßen. Wenn jezt nicht dazu geschritten versichert ausdrücklich, daß dies geschehe!) so, da werde ich nicht für werde, würde vielleicht niemals der Wunsch erfüllt werden, dem und Waisenversicherung sei der Regierung sympathisch. Es stimmt, damit er an das Plenum gelangt!"( Heiterkeit.) Redner Staatssekretär v. Thielmann: Der Gebante einer Witwen- den Antrag stimmen; ich hätte in der Kommission nur dafür ge1" Graf Kanis tritt für seinen Antrag ein und legt Mängel der frage fi nur, ob sich dieser Gedanke mit dem Bolltarif ber- wünscht, daß dann der Abg. Herold im Plenum seine Stede wiederAlters- und Invalidenversicherung bloß. Die Fluktuation der quicken lasse. Der socialdemokratische Antrag sei absolut hole, eine stärkere Diskreditierung der Getreidezölle gebe es nicht. Arbeitskräfte sei eine der Landwirtschaft ungünstige, der man darum des Bolltarifs eine Institution, wie die beantragte, schaffen. Die im wünscht aber eine Finanzreform im Reiche, damit die Einzelstaaten unmöglich, man könne nicht gleichzeitig mit dem Inkrafttreten Gäbel( Reformer) will für die Resolution Arendt stimmen; die Lasten für die Arbeiterversicherung verringern müsse. Centrumsantrag angeführten Waren ergäben einen Ueberschuß von nicht noch stärker belastet würden durch Einrichtungen, wie sie das circa achtzig Millionen Mart. Redner bespricht die Wirkung der Centrum beantragt habe, obgleich er, Redner, ebenfalls für eine " Die Kommission wolle beschließen für den Fall der Ab- Getreidezölle auf den Getreidebau im Inlande. Aber Witwen und Waisenversicherung sei. lehnung des Antrages Nr. 1: es sei noch zweifelhaft, welche Zölle der Reichstag noch bewilligen den Herrn Reihstanzler zu ersuchen, denjenigen Ertrag der werde. Was eine Witten- und Waisenversicherung foste, wiffe man werde der Centrumsantrag erst zur Abstimmung fommen, wenn der Molkenbuhr wendet sich gegen Müller- Sagan. Im Plenum Zölle, aus den nach Tarifstellen 1, 2, 3, 4, 102, 103, 105, heute noch nicht. Würden die im Centrumsantrag benannten Bosten 8olltarif in dritter Lesung angenommen sei; werde dann der Antrag 106, 107, 132, 133, 134, 160 und 163 zu verzollenden Waren, reserviert, wisse man nicht, ob diese Mittel reichen. Es sei be abgelehnt, so flöffen die Mittel in die Reichskasse für Militärwelcher den Durchschnittsertrag der Zölle aus den ent denklich, den Reichsetat au belaften mit Ausgaben, von deren Höhe zwecke 2c. Und wegen Militärangelegenheiten spalteten sich ja immer sprechenden Positionen des jetzt geltenden Zolltarifs nach dem man noch keine Ahnung habe. Ergebnis der Jahre 1895 bis 1902 übersteigt, zur Durch höher belastet worden, ohne Aussicht zu haben, dies durch Ueber- beraus zu friegen, wenn man alles bedingungslos hinein fließen laffe. Die Bundesstaaten seien immer die Freisinnigen. Aus dem Reichsportemonnaie sei nichts wieder führung der Witwen- und Waifenversorgung zu verwenden weifungen wieber erlegt zu bekommen. Deoner giebt eine Nebner erwidert dann Herold, wenn dessen Voraussage sich erfüllte, und thunlichst bald einen entsprechenden Gefeßentwurf vor finanzielle Uebersicht über die Matrikularbeiträge und über die daß der Boll nichts verteure, dann würden auch keine Mittel für die zulegen" und begründet diese. Redner wendet sich gegen den Centrums betrag werde ich ergeben. An das Reich würden trotzdem höhere eine Seifenblase, eine Täuschung. Paasche möge mit seinen Freunden eventuellen Erträge der Zölle und indirekten Steuern; ein Fehl- der Zoll nichts verteure, dann würden auch keine Mittel für die Witwen- und Waifenversicherung frei, dann sei der ganze Plan antrag, der undurchführbar sei und dessen Inhalt doch durch die Anforderungen gestellt. Dem stehe ein zu erwartender Ausfall der den socialdemokratischen Forderungen folgen, die die ArbeiterverficheResolution anerkannt wird. Zuckersteuer gegenüber. Für die Veteranen würde mehr gebraucht, rung besser gestaltet wissen wollen. Die Resolution Arendt Molkenbuhr: Während Trimborn glaube, der Centrumsantrag der Invalidenfonds werde dadurch erschöpft. Die Steigerung bedeute eine Verschleppung und sei überflüssig, da dergleichen Resowerde versöhnend wirken im Bollkampfe, sei er, Redner, überzeugt, der Invalidenversicherungs- Renten erfordere ebenfalls größere lutionen schon in der Schublade des Bundesrates ruhten. Abg. Gamp daß die Verquickung der Witwen- und Waifenversicherung Fürsorge. Ferner seien Betriebsmittel für die Reichs- wolle übrigens wahrscheinlich, nach seinen Aeußerungen im Plenum, mit dem Zolltarif den Arbeitern diese Versicherung verekeln haupttasse im höheren Maße erforderlich. Maße erforderlich. Eine Erhöhung nichts von der Resolution Arendt wissen. Selbst wenn Unternehmer werde. Denn man brauche nur darauf hinzuweisen, welche der Militärpensionen stehe ebenfalls in Aussicht, die Rück Beiträge zu einer derartigen Versicherung zahlten, seien das doch nur Summen den Arbeitern durch die Zollerhöhung entzogen wirkung derfelben auf Civilpensionen könne nicht ausbleiben. Ohne Arbeiterbeiträge, die den Arbeitern bei der bekannten Lohnabmessung neue Steuern lasse sich der Centrumsantrag nicht realisieren. Diese vorweg genommen würden. welche Vorteile die Großgrundbefizer haben usw., Seite der Sache müsse hervorgehoben werden. Mit einem Feder- Ein Schlußantrag wird gegen 11 Stimmen angenommen. dann würden sie bitter empfinden, daß man ihnen von dem strich lasse sich das erstrebenswerte Ziel der Witwen- und Waisen- Der socialdemokratische Unterantrag wird abgelehnt. Abgenommenen fozusagen ein Amosen hinwerfe. Dazu komme, versicherung nicht erreichen. Der Centrumsantrag wird mit dem dazu gestellten Unterdaß, wie Trimborn sagte, die Arbeiter nur knapp ihren Unterhalt Bayrischer Bundesratsbevollmächtigter Staatsrat v. Stengel: antrag gegen die 12 Stimmen der Socialdemokraten und des bestreiten können bei ihrer schlechten Lage. Ferner ziehe der Boll- Die bayrische Regierung behalte sich eine definitive Stellungnahme Centrums abgelehnt. bf and phos wucher eine Verringerung des Konsums nach sich, denn die Kauf- bor, bis ein Beschluß der Kommission oder des Reichstags zu dem Ebenso werden alle andren Anträge, einschließlich der Kraft der Massen würde geschwächt und das erzeuge wiederum Arbeits: Antrag Heim vorliege. Der Absatz 2 des§ 12 des Tarifgeseges Resolution Arendt, abgelehnt. losigkeit und Lohndruck. Man verschone die Arbeiter vor diesem Un- Er gebe zu bedenken, derartige Zwecke mit dem Zolltarif zu ver werde durch den Antrag des Centrums seiner Bedeutung entkleidet. glüd, das ist wertvoller als die lächerlich geringen Bebinden, wenn seine Regierung auch die Witwen- und Waifen träge, die durch den Antrag der Witwen und Waisen geversorgung für ein erstrebenswertes Ziel halte. Aber die lex Lieber geben werden sollen. Selbst Stumm würde höhere Beträge aus für das Jahr 1901 harre noch ihrer Erledigung. Die Bilanzierung geworfen haben. Der einzige greifbare Erfolg werde des Reichsetats leide durch ein Deficit von ca. 70 Millionen. Demnach fein, bag den kommunen ein Teil ber armeniastab: jei es ein gewagtes Experiment, bezüglich des Zolltarifs genommen werde; aber auf die Armentasse seien die Ver- jegt die beantragten Verfügungen au treffen. Redner empfiehlt, die ficherten bei solchen Beträgen immer noch angewiesen. Das sei Resolution Arendt auzunehmen. übrigens eine eigenartige Gefeßmacherei. Das Centrum hätte doch thunlich sei, diese Frage mit dem Zolltarif zu verknüpfen. Das Müller- Sagan ist gegen den Antrag des Centrums, da es un mindestens die Grundzüge eines entsprechenden Gesetzes festsetzen müssen, werde höhere Erregung hervorbringen, als der Zolltarif allein. so aber sei das Ganze etwas Nebelhaftes, nur dazu bestimmt, Richtig sei, daß die höchsten Getreidezölle dem Volke jährlich 800 bis bei Wahlen den Arbeitern ein gutes Herz zu zeigen und fie zu ver 900 Millionen Mart fosten werden. Demgegenüber sei das, was der anlassen, den Zollwucher anzuerkennen. Aber wenn wir die Arbeiter Centrumsantrag biete, eine Bagatelle. Die äußerste Linke handle fragen werden, ob sie die Witwen- und Waifenversicherung für den nicht recht, wenn sie durch ihre Zustimmung zu dem Antrage des Stadthagen erinnert daran, daß im preußischen Landtage die Bolltarif eintauschen wollen, werden sie gern auf beides ver- Centrums die Bölle festlegten. Redner wendet sich dann gegen Kanalvorlage abgelehnt worden sei und für die Kleinbauern soust zichten, denn sie wissen, daß fie gerupft werden sollen. Also den Antrag Kanik und ist gegen alle Anträge, auch gegen die nichts gethan werde. Da sei es umsomehr geboten, aus den Resolution Arendt. bei den Wahlen werde sich die Absicht des Centrumsantrages für die Mitteln, die aus dem Zolltarif bei dessen etwaiger Annahme in die Herold wendet sich gegen verschiedene Redner. Es sei doch Arbeiter klar herausstellen. Dann geht Redner auf den Antrag besser, den Witwen und Waisen einen Rechtsanspruch zu verschaffen, Neichskaffe flöſſen, die Verkehrsverhältnisse zu beſſern. Auf die Annahme des Autrages durch Großgrundbesitzer rechne er nicht, die doch Kaniz ein und erörtert in eingehender fachlicher Weise die Arbeiter statt fie auf Almosen anzuweisen. Im großen und ganzen müffenahme des Autrages durch Großgrundbesizer rechne er nicht, die doch versicherungsverhältnisse. Er giebt dem Antragsteller die Mängel erst das Princip festgelegt werden, über Einzelheiten lasse sich dann den Interessen der kleinen, notleidenden Landwirte entgegenhandelten. der Arbeiterversicherung zu. Aber was der Antrag Kaniz wolle, sei reden. Was nügt denn eine Resolution wie die Arendtsche, wir Reichsschazfefretär v. Thielmann erklärt, daß der Regierung wirklich start. Erst wolle man den Grundbefizern Vorteile zuschieben werden uns auf eine solche Resolution nicht zurückziehen und unsren 60 Millionen nicht zu diesem Zwecke zur Verfügung ständen, wie durch Getreidezölle 2c. und dann wolle man einen Teil der Zoll- Antrag nicht so reducieren!" Redner spricht dann über die finans aus seinen finanziellen Ausführungen sich ergebe. Außerdem geerträgnisse denselben Grundbesitzern als weiteres Geschenk zielle Wirkung. Wenn die Versicherung nach dem socialdemokratischen höre die Augelegenheit zur Kompetenz der Einzelstaaten. überweisen, ihnen die Versicherungsbeiträge zum Teil ab= Versicherungsbeiträge zum Teil ab- Antrage fofort eingerichtet werde, stelle man sie auf unsichere Grundlage. nehmen. So müsse alles, was der Zolltarif ergebe, Paasche ist gegen jede gefegliche Festlegung der aus dem Zollden Besitzenden zum besten dienen. Gegen diesen Antrag tarif fliegenden Summen. Man wisse ja noch nicht, ob und welche würden die Socialdemokraten stimmen, aber den Centrums- Ueberschüsse aus dem Zolltarif sich ergeben würden, er sei ja antrag würden sie nicht ablehnen, damit derselbe samt noch nicht abgeschlossen. Ferner müsse abgewartet werden, welche dem Zolltarif bei den Wahlen den Wähleru unterbreitet Handelsverträge kommen. Redner polemisiert dann gegen verwerden könne, er ermögliche es, leichter zu beweisen, was dem fchiedene Vorredner und weist auf die Ausführungen des SchatzBolle abgenommen werden solle, denn es werde ja zugestanden, daß sekretärs und des bayrischen Bundesrats- Bevollmächtigten hin, die die finanzielle Lage des Reiches ungünstig der Antrag Herold zu den Getreidezöllen das vom Ausland eingeführte schildert hätten. Obgleich auch die Nationalliberalen Getreide jährlich um 91 Millionen Mark vertenere. Aber das eingeführte eine Witwen- und Waisenversicherung seien, wisse man doch gar nicht, Getreide stelle nur ein Neuntel dessen dar, was das deutsche Volt wie sie gestaltet werden solle. Der Antrag gebe dafür keine Unterverbraucht, die übrigen acht Neuntel würden ebenso im lage. Viele Arbeiter seien in der Lage, bis zu ihrer Verheiratung Preise verteuert; die Erhöhung der Getreidezölle kofte zu einer solchen Versicherung Beiträge zu leisten. Der Bolltarif also dem Volte ca. 800-900 Millionen Mark. Und doch braucht die Verbrämung durch den Antrag des Centrums nicht; er, feien noch viele andre Lebensmittel verteuert; dem Redner, stimme für den Zolltarif, weil die Landwirtschaft gestützt gegenüber sei der Centrumsantrag weniger als ein Almosen. dabei nicht, wie sie in dem Antrag liege. werden müsse. Einer Popularitäts hascherei bedürfe es Redner freut sich darauf, daß bei den Wahlen die Barth: In jedem Staate habe man den Unfinn aufgegeben, der Bollwirtschaft und die dema Einnahmen aus dergleichen Quellen, wie dem golltarif, für solche gogische Taktik des Centrums dargelegt werden könne, Verwendungszwecke festzulegen, dieses Topfsystem dürfe nicht eindenn diese Angelegenheiten würden bei den Wahlen den Grundzug reißen. Die Absicht des Antrags sei, dem Volte die Täuschung der Erörterungen bilden. Fort mit dem Bolltarif, der die Arbeiter einzutränken, daß der Brotwucher nicht so gefährlich sei. Wolle man hohe Gefährlichkeit lap mid har Ein Proletarierdichter. May Kegel zum Gedächtnis. inft ge für de Dann wird folgender Antrag der Socialdemokraten zur Beratung gestellt: Die Kommission wolle beschließen: nach§ 10 a einzuschalten: § 10 b. nomAus den Erträgnissen der Zölle, die bei der Einfuhr von Waren in das deutsche Zollgebiet erhoben werden, sind jährlich 60 Millionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kleinbauern, insbesondre durch Verbesserung und Bau von Landwegen und Kanälen, zu verwenden. Ueber die Art der Verwendung hat alljährlich der Reichstag zu beschließen. Graf Kanig hebt hervor, daß ihm der Antrag sympathisch sei, aber es empfehle sich nicht, ihn in das Gesetz aufzunehmen. Den Sleinbauern werde durch den Bau von Kanälen nichts genügt. Der Antrag wird abgelehnt. Dann werden folgende socialdemokratische Anträge trotz Widerspruchs zur Beratung zusammengefaßt: Die Kommission wolle beschließen: 1. als§ 11b einzuschalten: So lange Zölle bei der Einfuhr von Nahrungs- oder Genußmittein in das deutsche Zollgebiet erhoben werden, treten die§§ 2 bis 18 des Gesezes, betreffend die Erhebung Abgabe von gefegblatt 1867 S. 41) außer Kraft. 2. als§ 11c einzuschalten: So lange Zölle bei der Einfuhr von Nahrungs- oder Genußmitteln in das deutsche Zollgebiet erhoben werden, wird die Verbrauchsabgabe, welche durch das Gesez, betreffend die Besteuerung des Branutweins vom 24. Jimi 1887 und 16. Juni 1895( Reichsgesegblatt 1895 S. 276) eingeführt ist, durchweg auf 0,50 Mark für das Liter reinen Alfohols herabgesetzt. 3. als§ 11d einzuschalten: " So lange Zölle bei der Einfuhr von Nahrungs- oder Genußmitteln in das deutsche Zollgebiet erhoben werden, wird§ 48c dienstbar gemacht hat: die denkbar weiteste Verbreitung seiner Jdeale. des Artikels erschien. Man schäße diese Fähigkeit ja nicht Gewiß war er feiner jener dichterischen Pfadfinder, die neue starke zu niedrig ein, fie ist ungeheuer wichtig, ja unentbehrlich in den Töne fanden, neue Formen der Dichtung geprägt, oder die Sprache schweren Stämpfen, die das Proletariat ununterbrochen durchum neue Worte vermehrt haben. Seine Sprache war einfach, schlicht, zufämpfen hat, und um so höher muß sie gewertet werden, weil so volkstümlich. Es war die Sprache des Volkes, aber das war ihr Vorzug, wenige mit diesem Talent beglückt sind. Diese Eigenschaft hat Stegel denn an das Volk wandte er sich doch mit seinen Gedichten, einzig befähigt, sich in den Dienst der politischen Tagestämpfe zu stellen Nur wer der Menschheit Güter treu verfochten, ihm von seinen Freuden und Leiden zu sprechen; von den„ Exklusiven", und drei Jahrzehnte wacker durch zahllose Gedichte für unsre So lang' er atmete im Sonnenglanz, den Menschen mit der komplizierten Natur wußte und wollte er Ideen zu streiten. Die Gabe des Humors aber, der nicht selten Nur er ist würdig, daß ein Blumenkranz Zu seinem Angedenken wird geflochten. nichts. Aber doch etwas ganz Besonderes geziemt seinen Dichtungen treffende Wiz, mit dem sich sein poetisches Talent verband, ließ zum Ehrentitel. Stegel war einer der allerersten, die den politischen manches zu einem prächtigen Treffer werden. In der That am Wieder einer weniger der alten Garde derer, die einst mit ihren und socialen Forderungen des Klaffenbewußt gewordenen Proletariats besten ist er auf humoristischem Gebiete, wenn es der Stoff und die Liedern den Frühling der Partei jubelnd begrüßt und bei den dichterische Form liehen, diejenige, die in erster Linie zu den Herzen Umstände erlaubten, satirisch zu gloffieren. Hier gelang ihm in der Wetterstürmen des Socialistengesetzes mutig ausgehalten haben. Fast der Leser und Hörer leitet. Seit dem Jahre 1869 stand er im That mancher Treffer. Das machte Regel seit dem Jahre 1888 zum Hauptmitarbeiter alle find sie jetzt tot, manche deckt der Rasen schon lange, aber feinen Dienste der modernen Arbeiterbewegung, das ist seit seinem 19. Jahre. oft war der weitaus größte Teil der ganzen das Vergessen-: Der alte, treffliche Geib, der wackere Darum sind seinen sämtlichen Gedichten die verschwommenen Freiheits- des Wahren Jakob" Audorf, der edle Leopold Jakoby, der heißblütige Manfred Wittichbegriffe der bürgerlichen Ideologen vollständig fremd, es sind stets Nummer von ihm und so wurde er für Hunderttausende und jetzt nun auch der treue Mar Kegel. ganz flare Vorstellungen, denen man darin begegnet, die pofitiven von Arbeitern jahraus, jahrein Erquickung und Labsal, wenn sie in Es gab eine Zeit in der Partei, da jeder dichten können mußte, Biele des socialdemokratischen Arbeiters, der er war, als er zu schrift der Feierstunde ihr Wigblatt in die Hand nahmen und auch Ansporn, wenn er als vollgültiger Parteigenofie angesehen werden wollte, und stellern begann. Als solcher wußte er, daß die internationale wenn fie anfingen zu erlahmen oder gleichgültiger zu werden. Es die meisten haben auch gedichtet, selbst ein Friedrich Engels und Solidarität der Arbeiter Grundbedingung für alle größeren Siege ist ganz natürlich, daß, wo den Arbeitern, sei es für sangesfrohe seine Verse waren wahrlich nicht die schlechtesten, man lefe sie nur war und darum hat er das epigrammatisch gefaßte Schluß Kreise oder zu Zwecken der Erhebung und Begeisterung, ein Liederin der alten Gedichtsammlung„ Vorwärts" nach. Wir brauchen uns vort des kommunistischen Manifests Proletarier aller Länder ver- strauß gebunden wurde, da band man auch die Kegelschen Liederdieser Zeit nicht zu schämen, im Gegenteil, es ist unsre Heroenzeit, einigt Euch!" in den meisten seiner Gedichte der 70er Jahre und in blumen mit hinein und so begegnen wir ihm immer und immer die Zeit des heiligen Feuers, deffen das Proletariat bedurfte, um bielen aus späterer Zeit poetisch behandelt. Er machte in der ganzen wieder, einst in der alten, unter dem Socialistengeset so oft die ungeheuren Hindernisse zu meistern, die sich in den sechziger Zeit teine einzige der verschiedenen litterarischen Moden mit, die erst tonfiscierten, aber immer wieder neu aus Zürich eintreffenden und fiebziger Jahren den Anfängen der deutschen Arbeiter: den Jdealismus, dann den Naturalismus überwanden, um gegen Gedichtsammlung„ Borwärts", den noch öfter fonfiscierten bekannten bewegung entgegenstemmten. Wie heilig das Feuer war, wie wärtig beim impotenten Mysticismus angelangt zu fein. Für ihn fleinen Züricher Gedichtsammlungen welch' schöne Zeit, da sie mächtig und rein es glühte, die Erfolge zeigen es seit einem Jahrzehnt. gab es nichts zu überwinden", d. 5. ein großes doch die kapita- einst ein jeder beim fleinsten Ausflug mit sich in der Tasche trug! ebenso heute in den Gedichtsammlungen der Der Freien Turner" Aus dieser Zeit stammt auch Max Kegel. Auch er war einer von denen, liftische Gesellschaftsordnung; an ihrer Ueberwindung wollte er mitin deren Herzen das heilige Feuer brannte, aber, und das ist's, was ihn arbeiten, als er vor mehr denn 30 Jahren die erste Beile für die wie in denen der Freien Sänger". Und Kegels" Gedichte blieben nie die am wenigst beachteten. Regel selbst hat auch verschiedene für alle Zeiten ehren wird, er war einer von denen, die ihr ganzes Partei schrieb, ihr galten auch die letzten. Die Lichtstrahlen der Poesie" Leben darauf verwandten, dieses Feuer auch in den Herzen andrer Was Regel in technischer Hinsicht als Dichter auszeichnete, war, Liedersammlungen veranstaltet. anzuzünden und zu schüren, auf daß es sich in Thaten umsetze. Er er besaß ein ganz hervorragendes Reimtalent, er hatte für alles sofort und dann das in Hunderttausenden von Exemplaren verbreitete " Socialdemokratische Liederbuch", das er wirklich geschickt zusammen that es mit seinen Liedern. einen Vers zur Hand. Wie stark dieses Reimtalent war, dafür ist eine Bergeblich wird man freilich die zünftigen Litteraturgeschichten Anekdote, die er selbst einnial dem Schreiber dieser Zeilen bei einem gestellt hat. Bescheiden wie er war, ließ er eher andre zu Worte durchstöberu, um auf den Namen May Kegel zu stoßen, dort hat er Glase Wein erzählte, ebenso köstlich als bezeichnend. Man rühmte von kommen, als daß er diese Gelegenheit benutzte, um sich hervorbis jetzt nirgends einen Platz gefunden und wird auch wohl nie einen ihm, daß er die Stunft verstand, einen Artikel, ohne ihn erst zudrängen. Als Prosaschriftsteller bethätigte sich Kegel, abgesehen von seinen dort finden, freilich, er hat auch nie einen dort gesucht. Aber seine niederzuschreiben, gleich zu segen; unser Mag fonnte aber noch mehr. Bedeutung als Schriftsteller und Dichter ist darum doch um ein er- Er hatte einmal einen Leitartitel Otto- Walsters zu sehen, beim früheren politischen Artikeln, später hauptsächlich als Verfasser zahlhebliches größer, als diejenige vieler, deren Namen breit und groß- Ueberlesen machte ihm der Stoff so viel Spaß, daß er sofort zu reicher Erzählungen und Humoresfen, die größtenteils im„ Wahren fpurig in jeder Litteraturgeschichte genannt werden. fegen anfing; aber was er fegte, war nicht der Leitartikel, sondern Jakob" erschienen sind. Die einzige größere Prosa- Arbeit von ihm Die erste Bedeutung Kegels als Dichter beruht in den Jdealen, ein Gedicht, in das er den Artikel beim Lesen umformte. Das ist eine, heute freilich längst verschollene Biographie Ferdinand denen er in seinen Gedichten Ausdruck verliehen hat, und weiter in fertige Gedicht soll an Wig und Treffficherheit den Artikel Walsters Lassalles. den Aufgaben, die er sich gestellt, das heißt, denen er sein Talent| bedeutend übertroffen haben, so daß es auch an Stelle des Gesetzes, betreffend die Besteuerung des Brannt- Idiese Thatsache richtig ist, was wir nicht wissen, so würde sie eine! Herrn Lhning nahe zu legen, wegen seiner Stellungnahme gegen weins vom 16. Juni 1895( Reichsgefegblatt 1895 S. 276) Auslieferung selbstverständlich nicht rechtfertigen. Die Angelegenheit die Polenpolitik der Regierung seine Pensionierung zu erbitten. aufgehoben. erfordert dringend amtliche Aufklärung. 4. als§ 11e einzuschalten: noith So lange Zölle bei der Einfuhr von Nahrungs- oder Genußmitteln in das deutsche Zollgebiet erhoben werden, 08 i 003 ingia 889 13 Herr b. Bitter jedoch motivierte dem Provinzial Steuerdirektor gegenüber die Aufforderung zu seinem Rücktritt ganz eigenBom klerikalen Kriegsschauplak. mächtig damit, daß Löbning als Schwiegersohn eines ehetrefen die§§ 77 und 78 des Gesetzes vom 27. Mai 1896, betreibt wunderbare Blüten. Eine Liga nach der andern wird gebildet, möglich geworden sei. Herr v. Bitter hatte zu dieser Hineinziehung Die Protestbewegung gegen die Schließung der Religionsschulen maligen Feldwebels als Provinzial- Steuerdirektor in Preußen untreffend Abänderung des Budersteuer- Gesezes( Reichs- die alle, selbstverständlich im Namen der Freiheit", den Bwed versichert vom Minister v. Rheinbaben leinen Auftrag erhalten. der Heiratsaffaire des Herrn Löhning wie der Reichsbote" verGefeßblatt 1896 G. 109) außer Kraft. 5. als§ 11f einzuschalten: folgen, der Ausführung der Geseze möglichst viel Hindernisse entgegen- Der Reichsbote" hofft schließlich, daß der arme Rheinbaben Waren aufzuheben, sobald deren Bertaufs zur Verteidigung der Berufsintereffen"( interets professionnels). nur sehr ungern Finanzminister geworden und gehe mit dem GeDer Bundesrat hat die 8ölle auf die nachbenannten väter" hat sich jetzt eine Vereinigung gebildet unter dem Namen ,, Komitee feine Rücktrittsgedanken aufgebe. Herr v. Rheinbaben sei allerdings preise die daneben gesezten Preise er- Dieses Komitee wendet sich danken um, bei passender Gelegenheit wieder von der Bildfläche zu sisusreichen: verschwinden." hergestellten Waren Beschäftigung fänden. Dabei bergißt das Ist denn diese Gelegenheit noch nicht paffend" genug? Wenn Herr Rheinbaben entgegen der flaren Darstellung über die Bolenpolitik gemaßregelt haben würde, so wäre das allerLöbnings den Steuerdirektor wegen seiner verständigen Ansichten bings nicht bloß lächerlich, sondern ein Aft schlimmsten Terrorismus, ber die Beamten geistig und törperlich zu willenlosen Hörigen jeder Weizen Roggen • Gerste Hafer Hülsenfrüchte Lupinen Malz Mais • # 215 M. per Tonne 165 155 155" 185" " " 80 175 155" " " " " " " " " an die Handelsangestellten und verweist sie darauf, daß sie durch den Verkauf der in den Klöstern Komitee nur mitzuteilen, wieviel Arbeiter unter der Schmutzkonkurrenz der industriellen Betriebe der Ordensgesellschaften zu leiden haben. Die Demonstration, welche die socialistische Jugend am vergangenen Sonntag auf dem Concordienpläz veranstaltete, ist im allgemeinen ruhig verlaufen. In der Provinz versuchen es jetzt die ferikalen Grundbefizer Regierungslaune macht. Es scheint, daß man im Falle Löhning ebenso verfährt wie bei und sonstige Stapitalisten mit der Steuer Verweigerung. So der Affaire Bosadowsky- Woedtke. Stadthagen begründet ausführlich diese Anträge. Bedeutende haben der Vicomte de St. Quentin und andre seiner Gesinnungsgenossen und der Vermittler wird geopfert. Von den umschwirrenden Gerüchten Der schuldige Minister bleibt, Centrumsführer, Windthorst, Reichensperger 2c., auch Kornfervative der Gemeinde Galgon an den Präfekten ein Schreiben gerichtet, daß sei erwähnt, daß Graf Posadowsky für den Posener Oberpräsidentenerklärten sich früher gegen die Salzsteuer. Wolle man die Mittelfie Steuern nicht mehr bezahlen würden. Die Regierung vernichte aus dem Bolltarif nicht zu vorwiegend militärischen Zwecken ver- die Gewiffensfreiheit und habe das Recht verwirkt, von den Katholiken posten empfohlen wird. brauchen lassen, dann müsse die Salzsteuer von den Schultern der Steuern zu erheben. Massen genommen werden. Redner erörtert dann die Anträge§ 11e, 11d und 11e in furzen Ausführungen. Der Antrag§ 11f wolle durchaus nicht die Breise feststellen; aber wenn Notstandspreise fämen, wie sie hier angegeben seien, dann müßten die Zölle auf gehoben werden, int eine weitere Verteuerung vom Volke abzuwenden. Diejenigen, die stets behaupten, sie wollten die Preise durch höhere Bölle nicht steigern, sollten mit dem Antrag beim Wort genommen werden. Reichs- Schatzsekretär v. Thielmann betont, daß diese Anträge fast das ganze Steuergebiet umfaßten. Die Salgsteuer jei keine so drückende, schon deshalb werde er die Aufhebung bekämpfen, wenn auch nicht die finanzielle Notwendigkeit vorläge, alles zusammenzuhalten, denn das Reich brauche alle diese Mittel, auch die, die in den weiteren Anträgen berührt seien. ipad old Herold hält die Anträge für unamnehmbar. die Gäbel ist der Antrag auf Aufhebung der Salzstener sympathisch, aber die Form des Autrages mache ihn unannehmbar. rding 916 Stadthagen erwidert dem Staatssekretär, daß etwaige Ausführungsbestimmungen von der Regierung erlaffen werden müßten. Verschiedene Reduer seien im Irrtum, wenn sie annähmen, der Antrag wolle für Notstandszeiten mur eine Suspendierung der Zölle, es sei die Aufhebung der Zölle beantragt. Graf Schwerin meint, diese Erklärung mache ihm die AbTehmung leichter. Redner erörtert die Preisregulierung für Getreide. Sämtliche Anträge werden abgelehnt. Ferner wird der zurückgestellte Teil des§ 12 des Tarifgefeßes ohne Debatte angenommen. Ferner wird festgesetzt, daß allen Reichstags- Abgeordneten ein Exemplar der Zusammenstellung der Kommissionsbeschlüsse zugestellt werden soll. Eine Subtommission zur Beseitigung etwaiger Ünrich tigkeiten, Unebenheiten und Widersprüche im Tarif wird niedergesezt. Beschlossen wird, die nächste Sigung am 22. Sep tember um 12 Uhr abzuhalten. Die Subtommiffion tritt am 18. September 12 Uhr zusammen. Schluß 1/23 Uhr. Jam Politische Mebericht. astritings chillinbassp Berlin, den 12. Auguft. Ausgeliefert! Der russische Student Salaje w, der in Myslovit in Haft gehalten wurde, ist nunmehr, wie uns jetzt aus Breslau gemeldet wird, thatsächlich an Rußland ausgeliefert worden. Wie das Oberschles. Tagebl." erfahren haben will, soll die Auslieferung auf Anordnung des Regierungspräsidenten von Oppeln erfolgt sein und zwar unter der Annahme, daß Kalajew ein Genosse" des Attentäters auf Sfipjagin fei.de 158 " 15 so Zum Fall Löhning gehen uns noch immer Nachrichten zu, Geistlichen beherrschte und fanatisierte Volt läßt sich nicht beruhigen, und Leuchten der Bureaukratie Einzelheiten erzählen. So entstammt In der Bretagne ist die Lage unverändert. Das von den die aus der recht schlichten Vorgeschichte bekannter Zierden jo daß die Behörden an vielen Orten Militär zu Hilfe rufen mußten. B. der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Excellenz Die Bauern umstehen die Freien Schulen" der Kongregationen und Mühlberg einem ehrfamen Spiritushandel. z. verhindern deren Schließung. In Saint Méen hat sich die Be- Geheime Legationsrat v. Dirksen entstammt gleichfalls einer sehr Der Wirkliche völkerung gespalten; die Aufgeregtesten beschimpften den Abbé Gay- Geheime Legationsrat v. Dirksen entstammt gleichfalls einer sehr rand, der zur Mäßigung mahnte, als Verräter. In 2Lanouée einfachen, auf dem Berliner Grundstücksmarkt heimischen Familie hatten vorige Woche die Behörden vergeblich versucht, die Schule zu usw. usw. schließen. Der Bolizeikommissar sah sich gezwungen, umzukehren. Interessant ist auch, daß der Ober- Regierungsret Gesch und Als er am vergangenen Sonntag, begleitet von einer Eskadron der Geh. Ober- Finanzrat Ente, die so eifrig bemüht waren, den Kavallerie aus Pontivy, wieder in Lanouée autam, besezten die preußischen Staat vor dem Eindringen einer Feldwebelstochter in das Bauern, 1500 an der Zahl, den Schulhof. Der Deputierte, Herzog Bofener Steuerdirektorium zu bewahren, selber mit dem Subalternvon Rohan, Besitzer des Schulgebäudes, erklärte nur der Gewalt Beamtenstande engste Beziehungen haben. Gesch war selbst Rewerden. Als dies geschehen, forderte der Polizeikommissar die Leute gierungssupernumerar; dann erst wurde er Jurist und kam empor. weichen zu wollent. Die Thüren mußten mit Aegten eingehauen auf, sich zu entfernen, doch die Masse weicht nicht. Die Eufes Vater ist Gerichts- Subalternbeamter gewesen; Löhning hätte vont der also nicht eine Schwester Enkes heiraten dürfen. Dabei ist Enke so Soldaten umgingeln den Schulhof und bringen Seite ein.S Da endlich führen oder Herzog und einige standesbewußt geworden, daß er einmal einem Bewerber, der nur andre Ortsgrößen die Schwestern aus dem Hause, und die bei einem Trainbataillon Reserve- Offizier war, den Rat gab, erst ganze Masse schließt sich dem Zuge an; die Prozession bewegt sich sich zur Kavallerie versetzen zu lassen, ehe er in die Steuerverwaltung nach der Kirche. Nunmehr wird das Siegel an den Fenstern und Thüren angebracht. Wenn die Militärmacht fort ist, wird das Siegel wahrscheinlich wieder abgerissen werden. So geschah es auch in Vannes, wo der Graf v. Carheil das Siegel von der Schule, die fein Eigentum war, bereits zweimal wieder abgerissen hat. Die Schwestern zogen immer wieder ein. Der Graf und seine Schwester find deswegen in den Anklagezustand versetzt. Auch eine Anzahl der Bürgermeister widersetzten sich, die Geseze zur Ausführung zu bringen, meistens find es Adlige. So mußte der Präfekt von Macon in seinem Bezirk vier adlige Bürgermeister ihres Anites entheben, weil sie sich weigerten, die Kongregations fchulen zu schließen. * Gualan # Der Präfett des Departements Finistère hat zu gesagt, der Regierung den Wunsch des Admirals von Cuverville zu übermitteln, das Defret über die Schließung der geistlichen Schulen vor den Staatsrat zu bringen; durch die Berufung an den Staatsrat würde Aufschub aller Verfolgungen eintreten. Die Nonnen haben versprochen, sich der Entscheidung des Staatsrats zu unteriverfen. eintrete. Der Fall Löhning hat aufcheinend eine große Leidenschaft für Quellen- und Stammbaum- Studien hervorgerufen. Aber diese Fälle beweisen doch nur, daß im adelsstolzen Preußen einem strebsamen Manne alle Thore geöffnet find, sofern er es versteht, sich den herrschenden Bedürfnissen anzupassen. Der Mann darf jeder Herkunft sein, nur die Frau, die legitime Frau muß mit Strömen blausten Blutes erfüllt sein. Frömmigkeit und Landtagswahl. Es wird unsre Leser interessieren, daß bürgerliche Kreise auch vom religiösen Standpunkt aus an dem bisherigen Vollzug der Landtagswahlen Aussetzungen Da für die Versammlung der Wahlmänner in zu machen haben. den kleinen Nestern, wohin sie das liebliche Gesetz beordert, kein Lokal, groß genug ist, hat man mehrfach als wahllotal bie Kirche benutzt. Darob flagt nun der schon früher von uns citierte bürgerliche Schriftsteller Siegfried, nachdem er Kirchen als Wahllokale in Ostpreußen festgestellt hat: " Ich kann nur sagen, daß mich dies auf das tiefste indigniert hat und jeder Mensch von religiösem Gefühl wird mir sicher darin recht geben, daß Kirchen fich durchaus nicht zu Wahllokalen eignen, namentlich nicht, wenn die betreffende Wahlhandlung, wie diese bei den Abgeordnetenwahlen unvermeidlich ist, zeitweise unter großer Unruhe, sowie unter sonstigen für eine Stirche ganz ungehörigen Umständen vor sich geht." aber, daß die Wahlmänner sich die Zeit des erzwungenen Wartens Wir wissen von diesen ungehörigen" Umständen nichts, vermuten Bei einem am Montag zu Chalons- fur- Marne stattgefundenen Bankett zu Ehren der Teilnehmer an dem Turnfeste erklärte der Kriegsminister André, nachdem der Senator Gillot die Regierung zu ihrer Haltung gegenüber den Chouans in der Bretagne beglückwünscht hatte, die Regierung sei gewillt, die Aufgabe, die sie sich gestellt, bis zu Ende durchzuführen, und der Beifall, der ihr gezollt werde, zeige die Notwendigkeit, bei dieser Haltung zu verharren. Aus Lesneven wird vom Dienstag gemeldet: Ein Brester durch Rauchen und Trinken vertreiben. Selbstverständlich stört Polizeikommissar hat sich heute in Begleitung einer Ab- unfre religiösen Gefühle die Benutzung von Kirchen zu Wahlzwecken teilung Gendarmerie nach Gouezec begeben, um die nicht im mindesten, zur Erquickung der frommen Berliner Diese Mitteilung ist weit entfernt, Aufklärung über die dunkle Auflösung einer dortigen Kongregations- Niederlaffung zu erwirken, Kreiſe aber wollen wir feststellen, daß unmittelbar vor den Thoren Angelegenheit zu bringen. begegnete aber dem Widerstand der mit Steinen und unsrer Gotteshäuser bauenden Residenzstadt für die Landtagswahlen Eine förmliche Auslieferung auf Grund internationaler Ver- Stöden bewaffneten Einwohner und mußte sich, der Kreise Nieder- und Ober- Barnim die große Stadtkirche zu pflichtungen kann nicht vom Regierungspräsidenten verfügt werden, ohne feine Aufgabe erfüllt zu haben, zurüdziehen. Bernau als Wahllokal benutzt wird. Uebrigens könnten unsre sondern müßte vom Auswärtigen Amt beziehentlich dem Reichskanzler Erst gegen 6 Uhr abends hat er, von einer Compagnie des Bernauer Genossen doch gelegentlich feststellen, wieviel Personen ausgehen. Auch würde sicherlich, wenn überhaupt ein Auslieferungs- 118. Infanterie- Regiments unterstützt, die Niederlassung unter Hoch- 1900 erit 8348 Einwohner; Nieder- und Ober- Barnim hatten 1898 dieses Gotteshaus zu fassen vermag. Die Stadt Bernau zählte antrag Rußlands bei der Reichsregierung gestellt worden wäre, längst rufen einer zweitaufendlöpfigen Menge auf die Nonnen geschloffen.- 1900 erft 8848 Einwohner; Nieder- und Ober- Barnim hatten 1898 Mitteilung über diesen Sachverhalt gegeben sein. combi pulmo Wir halten es aber als gänzlich ausgeschlossen, daß Kalajew 500 * Deutsches Reich. " an der That gegen Ssipjagin irgendwie beteiligt gewesen ist Herr v. Rheinbaben, der preußische Finanzminister, hat einen und daß irgend welche Schuldbeweise gegen ihn seitens der guten, aber ziemlich einfältigen Freund im frommen Reichsruffischen Regierung vorgebracht sein könnten. Die Mitteilung boten". Der versichert nämlich, daß der Posener Oberpräsident des Oberschles. Tagebl." scheint auch mir besagen zu wollen, v. Bitter an allem Löhning- Unheil schuld sei und weg müsse, während daß Kalajew ein Bekannter des Attentäters gewesen sei. Auch wenn Herr v. Rheinbaben dem Oberpräsidenten nur aufgetragen habe, 1158 Wahlmänner und werden diesmal über 1400 entsenden. Werden diese in der Kirche ihre Versammlung abhalten können, ohne die polizeilichen Vorschriften betreffs der Naumverhältnisse verlegen zu müssen? Ein neues Dogma foll auf einem katholischen Kongreß zu Freiburg in der Schweiz demnächst beschlossen werden, und zwar eine naturgemäße" Ergänzung zum Dogma von der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria: Es soll nämlich die körperliche Himmelfahrt der Jungfrau Maria unter die Glaubensartikel der katholischen Christenheit aufgenommen werden. er den" Hiddigeigei" in Dresden, 1882 mit Biered in München den Der„ Osservatore Cattolico" entbietet wie wir der„ Volks" Süddeutschen Postillon" und 1888 trat er in die Redaktion des zeitung" entnehmen. dem Freiburger Kongreß seinen Gruß. Dieser 1886 gegründeten wahren Jakobs" ein; diesem ist er bekanntlich bis Stongreß werde eine sehr hohe Bedeutung haben durch die zu seinem Tode treu geblieben. Unter welchen Entbehrungen er Thatsache, daß auf ihm besondere Gelöbnisse und ehrfurchts volle lange Zeit der humoristische Begleiter des deutschen Proletariats Bittgefuche an den heiligen Vater beschlossen werden zu Gunsten der In der Kritik liegt bekanntlich die Hauptstärke jeder Oppositions- war, das belegt eine einzige Bahl zur Genüge: ganze 15 Mark so eifrig erfehnten(!!!) feierlichen Verkündigung partei, der Kritik schärfste und dem Gegner gefährlichste Waffe aber waren das horrende Honorar, das er für die litterarische und des Glaubenssatzes von der körperlichen Auffahrt der Jungfrau ist der Witz in seinen verschiedenen Formen, vom unwiderstehlich redaktionelle Thätigkeit am Bostillon" von Viereck bezog, und Maria zum Himmel". Eine Seite von Max Kegels Bedeutung für die deutsche Arbeiterbewegung möchten wir, wenn auch nur furz, besonders weit in den Vordergrund rücken, denn sie ist unfres Erachtens von außer ordentlicher Wichtigkeit und sichert ihm allein in der deutschen Arbeiterbewegung für alle Zeiten einen Ehrenplag. 1 390 ber= lächerlichen b bis zum tragischen. Indem man den Gegner lächerlich dabei hatte er das Blatt im Anfang meist von der ersten Es ist kein Anlaß, sich über dieses neue Dogma zu entristen. macht, dort padt, wo er am leichtesten zu verwunden ist, seine Blößen bis zur letzten Beile allein zu schreiben. So lebte man von den Es ist genau so vernünftig und„ naturgemäß wie alle andern Artikel durch ein witziges Schlagwort grell beleuchtet, hohnlachend die sorgfältig Groschen der Arbeiter". Kegels Satire war ficher häufig boshaft, dieser Art. Es kommt wahrlich auf ein Dogma mehr nicht an. drapierte Toga herunterreißt, dasjenige dem Lachen und Gespött über aber sie war nicht giftig oder diabolisch, an diese Stelle trat bei ihm Wie man germanisiert. Man schreibt uns: Sie teilten liefert, was im Interesse der Herrschenden von diesen als heilig und der ehrliche Haß des klassenbewußten Arbeiters. Gewiß machen die unantastbar ausgegeben wird, sei es mum eine Person oder eine In- genannten Eigenschaften die furchtbaren Wirkungen aus, die die gestern die Thatsache mit, daß der Pole v. Slasti die Herrschaft Groß- Jauth im Kreise Rosenberg in Westpreußen für 1 Million Mart stitution- indem man das thut, schafft man in den Massen das großen Spötter der Weltlitteratur erzielen, aber gerade die nicht Groß- Jauth im Kreise Rosenberg in Westpreußen für 1 Million Mart Bewußtsein von der Ueberwindbarkeit des Gegners und zu gleicher giftige Form von Kegels Satire wenn man so sagen darf aus deutschen Händen gekauft habe und knüpften daran die BeZeit den Glauben an die eigne Kraft. Diese Eigenschaft macht die schufen den Blättern, baran er arbeitete, ihren Erfolg, es förderte die merkung, daß nun wohl die Ansiedelungskommission das Gut mit große Bedeutung der Satire bei allen öffentlichen Stämpfen aus, be- Tendenz, daß die Partei- Wigblätter zu wirklichen proletarischen halten sein sollte, daß die Anftedelungskommiffion das Geld der 2 Millionen germanisieren würde. Wenn darin der Vorwurf entsonders in den großen politischen und socialen, darin ganze Klassen, Familien- Zeitschriften wurden und so der Agitation ungemein Vorganze Welten gegeneinander im Felde stehen; nicht zufällig schub leisteten. Steuerzahler zur Unterstügung polnischer Junker wende, fo thun Sie ist daher das fiutartige Erscheinen von satirischen Flugschriften, dieser Kommission bitter unrecht. Lesen Sie, bitte, den Geschäftsbericht der Kommission für Karikaturen, Bigblättern bei allen den Gelegenheiten, wo große das Jahr 1901. Wie seine Sprache, so war Regels Charakter, einfach, schlicht 20 Rittergüter und 6 Bauernwvirtsanften für 9611 950 M. aus Danach taufte Kämpfe das öffentliche Leben durchwogen, von den Zeiten der Resie in diesem Jahre formation an vis herauf in die Gegenwart, siehe nur die Dreyfus und befcheiden, sein Auftreten ohne fede Brätension, er machte nichts deutschen Händen und nur 7 Rittergüter und 2 Bauernwirtschaften Affaire, die Lex Heinze und neuerdings den Boerenkrieg. Und aus sich, wenige Arbeiter, die ihn in München oder sonstwo in den für 4115 677 M. aus polnischen Händen. Sie sehen also, daß die troydem die Geschichte den Menschen längst die große Rolle großen Voltsversammlungen sahen, ahnten, daß der kleine, meist Stommiffion echt national die ihr bewilligten Millionen in erster der Satire im gesamten öffentlichen Leben klassisch belegt vergnügt dreinsehende Herr, der Verfasser der begeisterten Linie zur Unterstützung des deutschen Juntertums verwendet. Die hat, so wird es zum Igegebenen Moment doch von verhältnis. Leitgedichte des" Wahren Jakobs" war, den fie soeben mäßig wenigen Menschen begriffen, besonders wenig von Barteien dem Colporteur abgelauft batten und nun eifrig gloffierten. Sommission hat demnach ihre nationale Mission der Erhaltung desnun eifrig gloffierten. Junkertums durchaus begriffen. und daraus die richtige Konsequenz gezogen. Einer der wenigen, Da ihm die Kunst der öffentlichen Rede vollständig bers die die Wichtigkeit des Humors und der Satire für die Kämpfe der fagt war, trat er als Mensch nur in der Privat- Unter- Die Cholera im ostasiatischen Expeditionscorps. In der Arbeiterbewegung begriffen haben, war Mag Kegel. Aber nicht haltung aus sich heraus, seine Parteithätigkeit erfüllte er an seinem Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" wird offiziös gemeldet: als Theoretiker, der dies in langen Artikeln demonstrierte, Bult, dort aber war er treu und zuverlässig, wir glauben nicht, daß Von der in Ostasien unter der einheimischen Bevölkerung herrder über die Wichtigkeit des Wizes und der Satire er auch nur ein einziges Mal den Ablieferungstermin für seine schenden Cholera- Epidemie ist auch die deutsche Besatzungsschrieb, sondern als Praktiker, der vermöge seines unversieg. Manuskripte nicht eingehalten hat. Die Worte, die wir diesen Zeilen brigade nicht gänzlich verschout geblieben. Am 27. Juni ist 1 Mann lichen Humors und seines treffenden Wiges, von vornherein voransetzten, und die er feinst, ein Dreiundzwanzigjähriger, vor in Jangtjun, am 28. Juni je 1 Mann in Shanhaitwan und Tientsin wizig schrieb und humoristisch und satirisch dichtete. Aber noch mehr, nunmehr beinahe dreißig Jahren geschrieben hat, sie können Dorf, am 14. Juli 1 Mann in Shanghai, am 23. Juli 3 Mann in und das ist das wichtigste, Kegel war derjenige, der dem Humor und uneingeschränkt auf ihn selbst angewandt werden, er hat der Mensch- Shanghai und am 4. August 1 Mann in Shanhaikwani an Cholera der Satire eine feste Stelle schuf, von wo aus seine Sprache immer heit Güter treu verfochten, so lang' er atmete". Darum aber ist er verstorben. Seit dem 4. August 1902 sind neue Fälle unter den und regelmäßig ertönen fonnte, er war der eigentliche Gründer der auch würdig, daß ein Blumenkranz zu seinem Angedenten wird Truppen nicht vorgekommen, auch ist sonst deren Gesundheitszustand sämtlichen deutschen Partei- Wigblätter, zum mindesten war er stets der geflochten". In dem Erinnerungskranz, den die Geschichte den durchaus befriedigend. erste Redacteur derselben. 1871 in Chemniß war er der des„ Nußknackers", Rämpfern der Arbeiterfache einst windet, wird die rote Rose, die zu gleicher Zeit der der Leuchtkugeln" in Braunschweig, 1878 gründete Kegels Gedächtnis gilt, ficher lange leuchten. Sieben Mann sind also bereits der Cholera erlegen, während eines Beitraums von wenig mehr als einem Monat. Daß seit dem D weit hinaufgebracht worden ist, so ist nicht zu befürchten oder zu Versammlungen. Die un 4. August teine neuen Todesfälle vorgekommen sind, beweist natür- In der lauen und verschwommenen Haltung der bürgerlichen] Die Roheisen Produktion der Vereinigten Staaten betrug lich nicht, daß damit die Cholera unter den Truppen endgültig er- Barteien und der Regierung erblickt jedoch die Arbeiterschaft ein im ersten Halbjahr 1902 8 808 574 To. gegen 7674 613 T. im ersten Loschen ist. Auffallend ist, daß man sich so lange über die Todes- Scheingefecht und sie brandmarkt die Konzessionen zu Gunsten Halbjahr 1901 und 8 203 741 To. im zweiten Halbjahr 1901. Die fälle ausgeschwiegen, ja das Auftreten der Cholera unter den einzelner Parteien sowie den leeren Wortschacher um den Text des Produktion von Bessemer- Eisen betrug während des ersten Semesters deutschen Truppen sogar noch vor einigen Tagen bestritten hat! Vertrages, der uns auf eine weitere Reihe von Jahren in Ab- 1902 5 105 932 To. gegen 4852 187 To. gleichzeitig in 1901, vol Des Bündlers Klage. München, 10. August.( Eig. Ber.) hängigkeit von Ungarn bringen soll und durch den der günstigste bafischem Soheisen 1053 274 To. gegen 645 105 To. Augenblick zur Emancipation Oestreichs versäumt wird, verkauften Vorräte an Roheisen beliefen sich am 30. Juni 1902 auf Bei der letzten Abstimmung über die 100 000 M. zum Ankauf von als einen ausgesprochenen Verrat an den politischen und geistigen, 29 861 To. gegen 70 647 To. am 31. Dezember 1901 und 372 560 Tv. Kunstwerten, die im Plenum der Abgeordnetenkammer erfolgte, haben den nationalen und materiellen Interessen der Wölfer Destreichs, am 30. Juni 1901. Hochöfen waren am 30. Juni 1902 in Betrieb: die Bauernbündler für das Postulat gestimmt, obwohl ihr Vertreter insbesondere aber seiner Arbeiterklasse. im Finanzausschuß dagegen gestimint hatte. 286 gegen 259 am 30. Juni 1901. Das Organ des Centrums erzählt nun, die Bauernbündler seien durch den AbgeordSaatenstand in den Vereinigten Staaten von Amerika. neten Bech, den Vorstand des Bundes der Landwirte in Bayern, Die Konferenz in Ratot. Nach dem Bericht des Ackerbau- Bureaus beträgt der Durchschnittsvorher entsprechend bearbeitet worden. Das Blatt sagt dann ferner:-st- Wien, 11. August.( Eig. Ber.) In Ratot, dem Sommerfige stand von Mais 86,5 Proz., Frühjahrsweizen 89,7 Pro3., " Freilich, schaden thut es den Herren Bech, Nißler und Konsorten des ungarischen Ministerpräsidenten, wird heute der östreichisch- Gerste 90,2 Proz., Hafer 89,4 Proz. Der Ertrag an Winterweizen nicht, wenn sie nicht wider den Stachel lecken und bei der schwankenden ungarische Ausgleich abgeschlossen. Gewiß wird auch wird auf 380 000 000 Bushels geschäßt, doch bleibt Abänderung vorBasis, auf der ihr Ochsen- und Konservengeschäft in diese Konferenz der beiden Ministerpräsidenten noch Differenzen behalten, da der Druſch im Norden noch nicht genügend vorAnsbach steht, ist es immerhin gut, sich mit der Regierung genug zurüdlaffen, und die Schwierigkeiten sind mit der Einigung geschritten ist, um eine endgültige Schäzung zu gestalten. Die gut zu stellen. Neuerdings soll wieder ein Regierungs- in den Hauptpunkten nicht beendigt; aber da der Karren einmal so Ernte erweist sich als besser, denn erwartet worden war. pump aufgenommen werden, angeblich zum Antauf bon Maschinen, thatsächlich aber, um ein Loch zu ſtopfen. Wir nehmen es diesen Leuten nicht übel, wenn sie sich bei jeder hoffen, je nachdem man die Sache betrachtet daß er noch herunterGelegenheit dankbar und als treue Knechte der Regierung zeigen; follern fann. Nach der Sachlage tann es sich nur noch um ansonsten wäre es mit dem Ochsenhandel bald vorüber. Das hätte quantitative Differenzen handeln, aber so wichtig jede der allerdings auch sein Gutes; dann gäbe es keinen Neid mehr unter tief in das Wirtschaftsleben einschneidenden Fragen des Aus- Der Arbeitervertreter- Verein hielt am Donnerstag seine den Brüdern und ein Reichstags Abgeordneter tönnte dann nicht gleiches auch find: ordentliche Generalversammlung ab. Den Bericht des Vorstandes eres ist doch nicht zu denken, daß an stattet Simanowski. In dem Berichtsjahre sind an Briefen, Karten mehr in die Klage ausbrechen: Ich muß in Berlin sein irgend einer Detailfrage das ganze Ausgleichswert scheitern Paketen und Drucksachen 4692 Postsendungen abgesandt worden. und die andern verkaufen die Ochsen." tönnte. Daran denten auch die Ministerpräsidenten nicht mehr. Den Kassenbestand bringt Röhn zur Verlesung. Die Einnahme Ein fächsischer Arizona- Kicker. Aus Sachsen wird uns ge- Bevor Herr v. Koerber in Ratot zu Gaste eintrifft, hat Herr v. Szell betrug 1737,67 M., die Ausgabe 1657,04 m., bleibt Stassenschrieben: Die kraftstrogende, urwüchsige Schreibweise des seine Fachminister gesprochen; das deutet darauf hin, daß die aus bestand 80,63 M. Das Gesamtvermögen des Vereins inklusive Redacteurs aus dem amerikanischen Wildwest hat einen eifrigen der Beratung der Fachreferenten übrig gebliebenen Differenzen über des Kassenbestandes beträgt 1054,38 Mart. An Mitgliedern Bewunderer und Nachahmer in dem Redacteur des Vaterlands", den Zolltarif in der Konferenz der Ministerpräsidenten beseitigt zählt der des Organs der sächsischen Konservativen, gefunden. Der sächsische Arizona- Rider erachtet es allmählich an der Zeit, mit der Propaganda werden sollen. Und da nun auch die Reise der Ministerpräsidenten Entlastung erteilt. für die Reichstagswahlen zu beginnen. In seiner legten Nummer nach Iſcht angekündigt wird, so ist anzunehmen, daß sich binnen Vorsitzender; Jost, Stellvertreter; Stiegelmeier, Schriftführer; Behr, Stellvertreter; Stumpe, Kassierer; Oriwohl, Stellvertreter, polemisiert er vorerst gegen die Socialdemokratie, die sich, wie er turzem die Einigung auf allen Linien vollzogen haben wird. Bleibt und Woldersti ale Archivar. Zu Revisoren werden Baader, faltblütig bemerkt, auf die große Masse der politif un- nur noch die Erledigung in den Parlamenten ein Kapitel Elend Gutheit und Lehmpfuhl gewählt. Unter Verschiedenem berichtet mündigen stützt. Da der Entscheidungstermin der Wahl- für sich. Gutheit über eine Besichtigung der Heilstätte der Nordöst schlacht noch so weit entfernt ist, fäuselt die Polemik vorläufig noch Wer bei dem Streite den fürzeren gezogen hat, Herr v. Szell, der lichen Baugewerts- Berufsgenossenschaft, die das im sanftesten Pianissimo. Hier eine fleine Stilprobe: sich jeder öffentlichen Bemerkung enthalten, oder Herr v. Koerber, Reichs- Versicherungsamt infolge von Beschwerden der Patienten, Man darf ruhig behaupten, ohne eine Widerlegung fürchten der so viele und pathetische Reden gehalten, das wird zu sagen sein, die durch den Arbeitervertreter- Verein dem Reichs- Versicherungszu müssen, daß die socialdemokratischen Blätter ein lebermaß von bis man die Details der Verträge erfahren haben wird. Daß sich amt zur Kenntnis gebracht worden waren, vorgenommen Anstands und Sittlichkeitsgefühls nicht beschwert. Das ist hatte. Er bestätigt die Angaben der Beschwerdeführer durchaus, auch ganz natürlich: Einer Partei, der um einen die Regierung zur Kündigung der internationalen Handelsverträge obgleich jetzt schon eine Anzahl der Mängel abgestellt seien, so fehlen Borteil zu erzielen und den Gegnern zu schaden, alle Hilfsmittel nicht entschließen wird, scheint jedoch schon jest so ziemlich festzu den Patienten immer noch Spinden zur Aufbewahrung der Kleider, recht sind, die zu Ehrenwortbruch und Verlengnung stehen. Wohl hat Herr v. Koerber nach Budapest sagen lassen, Dest- die Leibwäsche müßten sich die Pfleglinge selbst halten, es sei festher Unterschrift auffordert und den Meineid reich beabsichtige" von dem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen, gestellt, daß einige länger wie 8 Tage teine Wäsche gewechselt entschuldigt, hat mit den landläufigen Moralbegriffen längst aber diese Ankündigung war nur der dem komplicierten Ausgleichs- hätten, deshalb müsse von der Verwaltung die Wäsche geliefert und gebrochen... Sieht man sich die socialdemokratische Presse auf gesetz entsprechender Akt, womit sich Oestreich in der Frage der für größere Reinlichkeit gesorgt werden. Auch die Zustände der thren Charakter an, so drängt sich einem schon bei oberflächlicher Sündigung von dem Willen des zweiten vertragschließenden Teiles Bade- Einrichtung, der Aborte und andres mehr bedürfen der AbBekanntschaft die Wahrnehmung auf, daß sie durch und durch unabhängig macht. Es ist aber nicht anzunehmen, daß die Kün- hilfe. unwahr und unehrlich ist. Sie verheimlich Schon deshalb nicht, Zweiter Wahlkreis. In dem Bericht über die Donnerstags= " England. Die britische Kolonialkonferenz " Dem Kassierer wird einstimmig In den Vorstand werden gewählt: Bieschel, vor allem ihre legten Biele... Die ungeheure Mehr- digung thatsächlich vollzogen werden wird. heit der Genossen ahnt nicht im entferntesten, daß selbst die Partei- weil es ganz unwahrscheinlich ist, daß der Zolltarif und das neue versammlung des Wahlvereins heißt es am Schluß:„ Eine der des führer nicht wissen, wie dieser fabelhafte Zukunftsstaat aussieht 3oll- und Handelsbündnis bis Ende des Jahres fertiggestellt sein Referenten entgegengesezte Meinung hinsichtlich der Arbeitslosen- Verund daß sie in Verlegenheit kommen, wenn man sie darum werden, und ohne eignen autonomen Tarif an Vertragsverhand- sicherung äußerte Genosse Fülle, der für den Plan Molkenbuhrs eintrat".. befragt.. Erführe sie, daß ihre Parteipresse die Aufgabe hat, lungen nicht zu denken ist. So bleibt die Frage des Ausgleichs vor- Bur Richtigstellung bezw. Ergänzung diene folgendes: Ich bin nicht für den Plan Wolkenbuhrs eingetreten", sondern äußerte nur, mit allem Bedacht den Klassenbaß zu schüren, der Erläufig eine innere Frage von Oestreich- Ungarn. wenn schon eine Arbeitslosen- Versicherung mit Hilfe des Reiches bitterung stets neue Nahrung zuzuführen, bis sie reif ist, um in Blut und Brand die gegenwärtige geschaffen würde, die allgemeine Versicherung dann meines Erachtens das richtigste sei. Im übrigen aber sprach ich meinen Staatsordnung zu ersticken, so würde sie der Partei in Massen lebhaftesten Zweifel über das Zustandekommen einer solchen Verden Rücken kehren. Der sächsische Arizona- Kicker- Redacteur mag über die vornehme und ist am Montag geschlossen worden. Ueber ihre Verhandlungen ist sicherung in der einen oder andren Form aus und betonte ritterliche Art, mit der er seinem politischen Gegner zum Reichstagswahl- nur wenig an die Oeffentlichkeit gedrungen. Soviel steht indes fest, gegenüber der vom Referenten Dr. Borchardt in der„ Neuen Zeit" Turnier den Fehdehandschuh hinwirft, sehr stolz sein. Aber wie oft daß weder der namentlich von Neuseeland angestrebte imperiale niedergelegten Anschauung über die Neutralitätserfordernisse der wird Verdienst und Tugend verkannt! Wie wir aus authentischer 8ollverein noch ein imperialer Verteidigung& Gewerkschaften zweimal in schärfster Weise und unter demonstrativem Quelle wiffen, ist der größere Teil der Führer der sächsischen Ston- vertrag zu stande gekommen sind. Das Ergebnis der Verband Beifall der Versammlung, daß um das Linsengericht einer Arbeitsſervativen der Meinung, daß der jetzige Vaterlandsredacteur lungen beschränkt sich auf einen Beschluß, England für den Handel losen- Versicherung mit all den unvermeidlichen Rautelen wir die politische Schulung und Bethätigung der gewerkschaftlich organisierten feinem Bosten nicht geistig gewachsen ist. Die Partei innerhalb des britischen Reiches Vorzugstarife zuzubilligen Arbeiter nicht preisgeben dürften". Albrecht Fülle. würde den Mann gern abschieben. Da er aber eine große Familie hat und als Offizier den Feldzug mitgemacht hat, so hält man sich so soll Neuseeland eine Tarifherabsetzung ähnlich derjenigen zugestanden Die Britzer Arbeiterschaft beschäftigte fich in einer am moralisch für verpflichtet, ihn anderwärts zu versorgen. Vorläufig haben, die Kanada bereits zugestanden hat und auf Unterſtüßung 8. August tagenden sehr start besuchten Versammlung zum zweiten von Dampferverbindungen zwischen den einzelnen Teilen des Reichs male mit dem Verhalten der beiden Gemeindevertreter Dorn und ein System tolonialer Flottenreserven zu erzielen, Jenner. Während Dorn es vorgezogen hatte, nicht zu erscheinen, wobei die Dampfer als Hilfskreuzer verwendet werden sollen. Eine suchte der anwesende Jenner diesmal in ruhiger fachlicher Weise engere militärische Gemeinschaft zwischen dem Mutterland und den sein Verhalten zu rechtfertigen, erklärte aber zum Schluß, sich unter Kolonien ist nicht zu stande gekommen. Als besonders großer feinen Umständen fügen zu wollen. Weniger verwahrt sich den bon Dorn gegen ihn erhobenen VorSchritt zur Schaffung des Greater Britain tann das Ergebnis taum zunächst gegen wurf, Geschäftssocialist zu sein, und geht dann des näheren angesehen werden. auf das Verhalten der beiden Gemeindevertreter ein. 2. Eberhardt führt aus, daß wenn die Parteiorganisation in hat sich ein geeignetes Pöstchen noch nicht gefunden. Unfre sächsischen Parteigenossen würden den Redaktionswechsel aufrichtig bedauern. Der jetzige Vaterlandsredacteur war unerschöpf lich in der Lieferung neuen Agitationsmaterials zur Schürung des Klaffenhasses." Ausland. Zum öftreich- ungarischen Ausgleich. Der Parteivorstand der östreichischen Socialdemokratie. hat dem Parteitag folgenden Antrag unterbreitet: Der Parteitag erklärt: " Schweden. Der erste Angeklagte von der Wahlrechts- Demonstration Brig nicht so feft gefügt wäre, hätten die beiden Herren es längst in Stockholm am 21. April, die bekanntlich infolge der thörichten fertig gebracht, dieselbe zu sprengen. 8ubeil: Ueber Dorn sei ja Maßnahmen der Polizei zu einem Tumult führte, ist mun am der Stab eigentlich schon gebrochen, denn trotz aller Aufforderungen, Der öftreichisch- ungarische Ausgleich, in einem Augenblic tieffter 7. August verurteilt worden. Der öffentliche Ankläger, Stadt- sowohl von Parteigenossen, als auch von seiner( des Redners) Seite politischer Ohnmacht Oestreichs entstanden, bedeutet seit seinem Be- fistal Stendahl, hatte gegen den Arbeiter Fr. Wilh. Andersson babe Dorn es doch fertig gebracht, durch sein Nichterscheinen die Verstehen eine ununterbrochene Kette politischer und wirtschaftlicher Anklage wegen Leitung eines Auflaufs und Ansammlung schnöde zu brüstieren. Da Jenner erklärt habe, sich nicht Schädigungen für unsre Reichshälfte. stiftung zum Aufruhr" erhoben, wofür im Gesetz fügen zu wollen, sei jede Verhandlung mit ihm überflüssig, denn Während Ungarns Interessen immer entschiedener die äußere Buchthausstrafe bis zu zehn Jahren festgesetzt ist. Das in der socialdemokratischen Partei müsse sich jeder, der fleinste wie Politik des Gesamtstaates bestimmen, dagegen hemmend auf Gericht fah die Sache glücklicherweise als nicht so schlimm an und der größte, fügen. Da sich in der Diskussion herausgestellt habe, die organische Entwicklung der inneren politischen Verhältnisse verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von zehn daß die vom Genossen Händel in seinem Bericht angeführten ThatOestreichs wirken, wird durch das verschwommene System des Kronen, und zwar wegen, Völlerei". sachen richtig seien, so empfehle er nachstehende Resolution zur AnDualismus, das in der parlamentarischen Karikatur sizer des Gerichts wollte ihn auch noch wegen Widerstandes gegen nahme: der Delegationen gipfelt, unser Parlamenta die Polizei verurteilt wissen. Die Versammelten erklären, daß fie die Gemeindevertreter Dorn rismus entnervt und unser Konstitutionalismus Das Urteil mag als gute Vorbedeutung für die übrigen Opfer und Jenner nicht mehr als Vertreter der socialdemokratischen Wähler verfälscht. der Polizeibrutalität gelten. betrachten und fordern dieselben auf, ihre Mandate in die Hände ihrer Wähler zurückzugeben. Die Abstimmung ergab die einstimmige Annahme der Resolution. Hierauf setzte Genoffe 8ubeil seinen in der vorigen Vers fammlung abgebrochenen Vortrag über Beit- und Streitfragen im Reichstage" fort, der mit großem Beifall aufgenommen wurde. Afien. Einer der Bei" Und während Ungarn seine wirtschaftlichen Botenzen zu kraftvoller Entfaltung gebracht und starke Grundlagen für seine EntMiffionare bei der Bogerzüchtung. Die Frankf. 8eitung" wicklung vom Agrar- zum Industriestaat geschaffen hat, ist unsre ökonomische Entwidlung still gestanden, ja zurüdgegangen, macht Mitteilungen aus den Briefen eines in der Provinz eine direkte Wirkung der völlig zielbewußten Bolitit Ungarns, auf Saetfchuan, einer am oberen Yangtsetiang gelegenen wohl unsre Kosten und auf unfren Schultern zu einer höheren wirtschaft- habenden und stark bevölkerten Centralproving des Reiches, weilenden Deutschen. In den Briefen wird der Wettbewerb von England, lichen Entwicklungsstufe emporzuſteigen. Aber diesen Prozeß des ungarischen Vorwärts- und des östreichi- Frankreich, Amerika und Japan geschildert. Jede der Mächte fuche schen Rückwärtswirtschaftens muß überdies Destreich überwiegend mit der andren in der Eroberung von Vorteilen und Konzeffionen den Lehte Nachrichten und Depelthen. eignem Gelbe bezahlen, da die von Anbeginn ungerechtfertigte Höhe Rang abzulaufen. Interessant ist aber eine Bemerkung über den Eifer Vom Kulturkampf. der Quote infolge des wachsenden Mißverhältnisses der Prosperität der Missionare, auch in diefer Provinz, die von den Bogerunruhen bisher Paris, 12. Auguft.( W. T. B.) Heute abend legte der Gerichtsin beiden Staaten mit immer stärterer Ungerechtigkeit nicht berührt wurde, das Bogerwesen zu züchten und die Saat zu einer neuen fremdenfeindlichen Bewegung auszuftreuen. Die franzöfifchen vollzieher an die aufgelösten Kongregationsschulen und die Destreich belastet. Dieses für Oestreich so verderbliche Vertragsverhältnis dient vor- Missionare werden von diesem Vorwurf ausgenommen: fie be- Druckerei der Zeitung ,, La Croig" Siegel an. An letztere mit geblich den sogenannten Gesamtstaats- und Großmachts Interessen, herrschten die Sprache, paßten sich den Verhältnissen an und be: der Begründung, daß der gegenwärtige Direktor des Blattes nur ein in Wahrheit aber lediglich dynastischen Interessen. Die Kosten dafür fümmerten sich nur um religiöse Dinge; den englischen und Strohmann des aufgelösten Assumptionisten- Ordens, dem die Das Kriegsministerium erhielt bis müssen in erster Linie die Arbeiter in der Form enormer, amerikanischen Missionaren dagegen fehle es häufig an den Zeitung gehöre, ſei. fortwährend wachsender indirekter Steuern sowie der Verteuerung nötigen Stenntnissen und dem erforderlichen Tatt, sie jest teine Bestätigung des Gerüchtes, wonach in Quimper ihrer Nahrung durch Agrarzölle, aber auch in der Form des spielten sich den Mandarinen gegenüber als die Herren auf eine Compagnie Infanterie fich weigerte, eine gegen poliiischen und wirtschaftlichen Entwicklungsstillstandes, der Lähmung verlegten rüdsichtslos die Sitten des Landes die Kongregations Schulen angeordnete Maßnahme auszuund Versumpfung des staatlichen und socialen Lebens auf allen Ge- und brächten die Bevölkerung durch ihr Betragen führen. In Quimper und andren Orten des Departements Finistère gegen sich auf. Man sieht, daß die Lehren der legten wurden in der letzten Nacht von bisher noch unbekannten Thätern Ohne irgendwie den Ungarn, am allerwenigsten den ungarischen chinesischen Erhebungen nichts gefruchtet haben, man bemüht sich von mehreren gesperrten Kongregationen die Siegel abArbeitern, mit denen fie die brüderlichen Interessen der Klasse ver- eifrig, den Haß gegen die„ roten Teufel", die ja ohnehin durch den geriffen. binden, das Recht und die Möglichkeit der freiesten Entwicklung Hunnenkrieg ihrem Namen Ehre zu machen beflissen waren, auch im schmälern zu wollen, verlangte die östreichische ArbeiterInnern Chinas zu verbreiten! fchaft auch für Oestreich das Recht der vollen, freien politischen und ökonomischen Selbstbestimmung, Aus Industrie und Handel. und sie vermag die Möglichkeit hierzu lediglich in einer voll. ständigen politischen und fiskalischen Trennung Gewerkschaft Hohenzollern. In den Nummern 172 und 178. der beiden Reichshälften zu erblicken, einer Trennung, die keineswegs des„ Vorwärts" berichteten wir über die in der Gewerkschaft Hohen notwendig zu einem Bollkrieg führen muß, sondern in durchaus zollern ausgebrochenen Streitigkeiten. In der heutigen Gewerkenfriedlicher und einverständlicher Weise vollzogen werden versammlung, in der 204 Gewerke mit 915 Stimmen vertreten waren, fann, und als Endziel durch den wirtschaftlichen Busammen ist nunmehr eine Einigung zwischen den beiden sich grausam befeindenden schluß der alsdann gleich berechtigten und gleich starten Parteien, der Anhängerschaft des KommerzienratsRöchling inSaarbrücken St. Nazaire( Frankreich), 12. August.( W. T. B.) Infolge Staaten zur Schaffung eines großen einheitlichen Wirt- und der des Dr. Sauer in Berlin, zu stande gekommen, und zivar hat Mangels an Bestellungen stieg die Zahl der von den hiesigen Schiffsdie Röchlingsche Partei die Palme des Sieges davon getragen, denn zu werften entlaffenen Arbeiter auf 2400. schaftsgebietes führen soll. Barcelona, 12. August.( W. T. V.) Hier herrscht große ErUm diesem Ziele näher zu fommen, genügen nicht Scheinfiege dem aus sieben Personen bestehenden Vorstand stellt sie aus ihrer der Regierung, die übermütige Neuforderungen der Ungarn zurück- Mitte vier Mitglieder: den Herrn Kommerzienrat Röchling selbst, regung. Viele Arbeiter sind dem Ausstand beigetreten. Liffabon, 12. Auguft.( W. T. B.) Die Eingeborenen in weisen, sondern es muß vor allem die Grundlage des Badeni- den Kommerzieurat Servaes- Ruhrort, den Stadtrat Jores- Krefeld schen Ausgleichs, der Destreich ausliefert, vollständig und den Gutsbesitzer Lüttich- Beuchte. In den Armen liegen sich Bailundo( Portugiesisch- Ostafrika) haben sich erhoben; doch find beide und heulen vor Schmerz und vor Freude! fie bereits von drei Militärabteilungen umzingelt. verlassen werden. bieten bezahlen. Breslan, 12. Auguſt.( W. T. B.) Oberschlesische Blätter melden, daß in Jawosno bei Kattowik mit einer furchtbaren Detonation zwei Dampffeffel in die Luft flogen. Acht Personen wurden verlegt. Haag, 12. Auguft.( B. H.) Wie verlautet, werden die am Dienstag hier eintreffenden Boerengenerale Botha. Dewet und Delarey vom Präsidenten Krüger verwahrte Transvaalsche Staatsgelder verlangen, um dieselben unter die Notleidenden in Südafrika zu verteilen. Berantwortlicher Redacteur: Julius Kalieri in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. t. 187. 19. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 13. Auguß 1902. Partei- Nachrichten. ebensoviel Zeitungen verfügt und diese nicht ebensoviel Leser haben, acht oberschlesische Wahlkreise Kandidaten aufgestellt, ein Verfahren, Zum Parteitage. In der gestrigen Mitteilung über die vom das bei uns unerhört ist. Ueber die Köpfe der Wähler der be- Münchner Lokalfomitee getroffenen Arrangements hat der Druck treffenden Wahlkreise hinweg sind diese Kandidaten nominiert worden. fehlerteufel den Münchner Parteigenossen eine allzu übertriebene Wir hoffen aber, daß es noch zu einer Verständigung tommt Vergnügungssucht angedichtet. Sie wollen nicht Mittwoch und Aus der Konferenz unfrer oberschlesischen Parteigenoffen, und ersuchen die polnisch- socialistischen Genossen, die Oswiecimer Donnerstag, sondern Mittwoch oder Donnerstag auf dem Starnüber deren Ergebnisse wir gestern bereits berichteten, tragen wir Kandidaten zurückzuziehen, eine neue Konferenz mit uns ge- berger See herumfahren. Der Parteitag selbst soll zwischen diesen heute noch die Verhandlungen etwas ausführlicher nach, in deren meinsam abzuhalten und die Kandidaten auf dieser Konferenz zu beiden Tagen die Wahl haben. Mittelpunkt die Kandidatenfrage stand. Sie sind zur Beurteilung nominieren.( Beifall.) der Sachlage wichtig. Wir folgen dabei dem Bericht der Breslauer Ein socialdemokratisches Preskomitee ist in Amsterdam Hierauf nahm das Wort der mit den Rechten eines Korreferenten Volkswacht". ausgestattete Gast Bienischkiewicz von der polnisch- socialistischen gegründet worden mit dem Zweck, die unzähligen Angriffe der Genosse Winter, der über die Lage in Oberschlesien und die Partei. nächsten Reichstagswahlen referierte, gab zunächst einen Rückblick auf Genossen System in die oberschlefische Agitation gekommen sei. Vor- zuweisen. Er bestreitet, daß erst mit dem Erscheinen der deutschen gegnerischen Bresse auf die Partei zu widerlegen und zurüd Sekretär des Breßkomitees ist P. A. Pijnahgel in Amsterdam. die bisher in Oberschlesien geleistete Arbeit und ihre Früchte bei den her schon haben die polnischen Genoffen Golibrowski, Andressyk und Wahlen 1890, 1893 und 1898. Das Komitee wird so lange nichts ausrichten, als es nicht über Vor 1897 gab es in den ober- Thiel fleißig hier gewirkt und schwere Opfer gebracht. Seit 1898 fei schlesischen Wahlkreiſen keine feste Organisation der Arbeiter, erst aber in den Wahlkreisen nur wenig gethan worden, erst die Genossen wie die Angreifer und ihre Zeitungen. durch das Eintreten der Genossen Wlezko, Sachse, Winter und Morawski, Haase usw. haben sich wieder mit Kraft der Agitation Luxemburg, wurde System in die Agitation gebracht. Der Erfolg hingegeben. Die Kandidatur Sachse in Beuthen im Jahre 1898, die Polizeiliches, Gerichtliches usw. dieser Arbeit zeigte fich in dem Zuwachs der social der Parteivorstand befürwortete, war ein Schlag ins Gesicht der- Tagesrapport von den Danziger Polizeithaten. Ant demokratischen Stimmen von 4500 in Jahre 1893 auf 25 700 im polnischen Genossen. Aber wegen materieller Schwäche mußten sich 6. Auguft wurden wieder 3 Genossen, die im Lokal BrodbänkenJahre 1898. Freilich führte diese systematische Arbeit mancherlei die Polen ihn gefallen lassen. Die polnischen Genossen sind auch gasse 11 eine Vorstandssigung des socialdemokratischen Wahlvereins Verfolgungen herbei, so den bekannten Prozeß von Kieferstädtel. international, aber sie haben das Recht, eine nationale Sonder- abhalten wollten, durch den Polizeiwachtmeister Staab gerade wie Nach den Wahlen trat etwas Ruhe ein, politische Vereine zeigten organisation zu bilden, so gut wie die polnischen Socialdemokraten Spizbuben und Verbrecher auseinander gejagt. Der Wachtmeister, teinerlei Bestand, man mußte fich auf lose Besprechungen Galiziens und Polens. Giebt man ihnen das Recht nicht, dann dessen vorgesetzte Behörde genau davon unterrichtet ist und der es auch unter den bekannten Genossen beschränken. Der Schwerpunkt der nehmen sie sich's. Der Lübecker allgemeine und der Breslauer selbst weiß, daß Frau Berger, vorläufig bis zur Wiederkehr geordneter Agitation ging nunmehr auf die gewerkschaftliche Seite über, die schlesische Parteitag haben den polnischen Genossen das Recht zu rechtlicher Zustände, nach 8 Uhr fein Verfügungsrecht über das Lokal Einrichtung des Arbeiterfekretariats und des Gewerkschaftsbureaus einer nationalen Sonderorganisation abgestritten, die Antwort darauf hat, stellte an dieselbe das Verlangen, die an: vesenden Genossen beförderten diese Entwicklung. Aber auch der Socialdemokratie sei das selbständige Vorgehen in Oswiecim, wo übrigens auch der aus dem vom Wahlvereins- Vorstand gemieteten Lokale zu weisen. kommen bei den bevorstehenden Wahlen diese beiden Institutionen Kreis Gleiwig vertreten gewesen sei. Die dort anwesenden Polen Der Beamte forderte die Genoffen, nachdem Frau Berger aus rechtzu gute, find fie doch im ganzen Industriebezirk als socialdemo- waren zur Aufstellung von Kandidaten in allen acht Wahlkreisen lichen Gründen jedes Einschreiten verweigert hatte, zum schleunigsten fratische Schöpfungen von den Gegnern und den Behörden bezeichnet von den Genossen autorisiert. Die Polen in Westfalen fügen sich Verlassen des Lokales auf. Dieser Aufforderung wurde natürlich und verfolgt worden. Die unerwünschte Folge dieser Verfolgungen auch den Beschlüssen der deutschen Genossen, weil diese in der Mehr unter Protest, um nicht das Opfer polizeilicher Gewaltthätigkeiten ist, daß alle das Sekretariat und das Bureau benutzenden Personen heit sind, das Umgekehrte müsse hier eintreten. Redner verteidigt zu werden, entsprochen. Frau Berger mußte auf das dringende ihre Scheu vor der Socialdemokratie verloren haben, das sind im dann noch Dylong, erwähnt die Flugblattverbreitungen, die Verlangen Staab's das Lokal sofort schließen. Dem Staatsanwalt Jahre 1900 allein 10 783 Personen und 2000 bis 3000 Organisierte. feine Partei ausgeführt hat und greift Dr. Winter wegen feiner ist von den polizeilichen Gesetzesverletzungen schon lange Mitteilung Nun aber ist es in Oberschlesien zu einer Spaltung germanisatorischen Gesinnung" an. Erst durch Winters Thätigkeit gemacht. Trotzdem wiederholen sich dieselben fortwährend. zwischen polnischen und deutschen Genossen gekommen, die fei der Nationalitätenstreit ausgebrochen. Wenn die Namen der Inzwischen hat der Polizeipräsident auch bereits zwei Bersammideell feit 1893 besteht, aber erst mit der Verlegung der polnischen Delegierten in Oswiecim unbekannt seien, so rühre das lungsverbote grlaffen. Eine zum 5. August einberufene Töpfer" Gazeta Robotnicza" nach Oberschlesien in Erscheinung trat. Ein daher, weil dort den wirtschaftlich bedrohten Genossen falsche Namen Versammlung und eine zum 6. August anberaumte Versammlung Teil der polnischen Genossen glaubt eine eigne Organisation unter beigelegt wurden. Die polnischen Genossen erklären, daß sie auf die des Wahlvereins wurden verboten. Auch spart sich der PolizeiAnlehnung an die der russisch- polnischen und galizisch- polnischen Kandidaturen von Oswiecim nicht verzichten können, und ersuchen die präsident jetzt schon jede Begründung für diese Maßregeln. Socialdemokratie bilden zu müssen, welche neben den politischen Konferenz, diesmal die polnische Liste anzuerkennen. Die polnischBielen der Partei noch die Wiederherstellung Polens und ähnliche socialistische Partei muß selbständig werden. nationale Ziele verfolgt. Früher haben deutsche und polnische Social- Den beiden Referaten folgte eine ausgedehnte Debatte, an der demokraten Hand in hand gearbeitet und diese gemeinsame Arbeit sich die polnischen Genossen wiederholt beteiligten. Sämtliche Delewäre auch jetzt noch möglich. Was die Genossen trennt, find Doktor- gierten verurteilten die Oswiecimer Beschlüsse und ersuchten um fragen, die mit der Arbeit des Reichstages und der gegenwärtigen Burückziehung derselben, damit eine Einigung zu stande komme. Thätigkeit der Partei nichts zu thnn haben. Aber der Konflikt ist durch Die Polen werden von den Delegierten daran erinnert, daß die die jetzt so schwer geprüften Genossen Haase und Golde verschärft schweren Opfer ihrer Genossen Haase, Morawski und Golde umsonst worden, die die beanspruchten Vorrechte in Oberschlesien mit dem gebracht sind, wenn das Proletariat Oberschlesiens nicht einig ist. leberwiegen der polnischen Nationalität begründen. So mechanisch auch jene Delegierten, die polnisch sprechen müssen, da ihre Kenntnis dürfe man aber nicht verfahren, da man ja auch die Nationalität der deutschen Sprache nur mangelhaft sei, sprechen für Verständigung der focialdemokratisch Stimmenden und der politisch Thätigen mit in und gegen die Beschlüsse von Oswiecim. Nachdem sich alle DeleBetracht ziehen sollte. Winter giebt schließlich noch einen Ueberblid gierten für eine Einigung ausgesprochen haben, wird erneut die Anüber die in den letzten Jahren betriebene Agitation, Flugblatt- frage an die Polen gerichtet, ob sie die Hand zum Frieden bieten berbreitungen und dergleichen und erstattet den Kassenbericht, der mit wollen. Trambalsti und Bienischkiewicz erklären, sie seien veretwa 9000 m. bilanziert. pflichtet, auf ihrem Standpunkt zu verharren. Darauf folgte dann die Beschlußfassung. Nach der Beschlußfassung erklärte Bienischkiewicz: Die Konferenz hat unsrer Ansicht nach diese Entscheidung gefällt, weil sich die deutschen Genossen in Bewußtsein ihres materiellen Hebergewichtes befinden. Sie werden fich aber über unsre Entwicklung täuschen. Sie können uns vielleicht hemmen, aber die Selbständigmachung des polnischen Proletariats werden sie nicht hindern. Ucbergehend zu den nächsten Reichstagswahlen bemerkt Redner: Bisher gab es in Osterschlesien nur eine Parole: Rot oder schwarz, denn die Konservativen sind bei uns ausgestorben und die Liberalen sind sehr schwach. Wir könnten also, wenn die Konstellation die alte geblieben wäre, schon mit der Möglichkeit eines oder mehrerer Siege rechnen. Nun sind aber ganz neue Erscheinungen im politischen Lager zu verzeichnen und zwar sowohl beim Centrum wie bei uns. Bunächst schien es, als wollte sich vom Centrum die sogenannte Darauf verlassen die Anhänger der P. P. S. das Lokal. Ratolifpartei Ioslösen. Aber diese Gruppe hat in der letzten Zeit Der ausführliche Bericht läßt feinen Zweifel darüber, daß unsre feine reaktionäre Handlung des Centrums mehr gegeißelt, fie ist Genoffen alles gethan haben, um eine Einigung herbeizuführen; sie vielmehr zu einer Gesellschaft von Geschäftsleuten ohne größeres find den Polen so weit entgegengekommen, als nur irgend möglich politisches Interesse herabgesunken und hat ja auch die bekannte war, und sie haben sich trog der provozierenden ErNapiralski- Erklärung, die sich dem Centrum gänzlich unterwirft, klärung, die in der die in der Gazeta Robotnicza unter dem Namen abgegeben. Sie wird sich auf jeden Fall mit einigen polnischen des Sekretärs Wojcechowski veröffentlicht wurde, einer durch Centrumsnamen zufrieden geben. Nun hat sich aber eine zweite aus objektiven Behandlung der Angelegenheit befleißigt. Die Gruppe vom Centrum abgesplittert, die sich jetzt um den Vertreter der polnisch- socialistischen Partei, die sich der überGornoslazat" sammelt und, wie es scheint, unter den polnischen nommenen Verantwortung nicht bewußt gezeigt haben, wünschen Arbeitern schon einen nennenswerten Anhang besitzt. Sie wird nicht Einigung, sondern verlangen Unterwerfung unsrer oberhie und da eigne Kandidaten aufstellen und damit haben schlesischen Genossen unter ihre Beschlüsse. Dazu liegt für die deutsche wir die erste Zersplitterung in Oberschlesien. Frei socialdemokratische Partei kein Anlaß vor. finn wird vielleicht im ersten Wahlgang für uns Socialdemo traten stimmen, wenn wir zusagen bezüglich der Kommunalwahlen machen, wenigstens sind dergleichen Angebote in Aussicht gestellt. Aber auch wir haben mit der oben erwähnten Spaltung zu rechnen. Die Genossen von der polnisch- socialistischen Partei haben, ohne uns hinzuzuziehen, in Oswiecim mit Vertretern aus zwei Wahlkreisen für Eine preußische Hofgeschichte. 11. Reichstagskandidaturen. Für den Wahlkreis Hanau wurde der bisherige Vertreter des Kreiſes, Genosse Hoch, wieder auf gestellt. Die Kreistonferenz für Kolberg Röslin beschloß, als Standidaten für den Kreis den Genossen Rohrlack vorzuschlagen. blutenden Armen und schreiend in das Zimmer des frank daniederliegenden Königs. Der glaubte die weiße Frau zu sehen, bekam von dem Schreck das Fieber und starb daran. Die Polizei- Attacke am Abend des 7. August wurde der Abwechselung halber wieder vom Bolizeikommissar Bohlmann in eigner Person geleitet. Mehrere zur Versammlung erschienene Mitglieder des Metallarbeiter- Verbandes mußten auf sein Verlangen das Lokal verlassen. Auch bekam der schneidige Herr es wieder fertig, den Lokalinhaber, Genossen Hahn, hinauszuwerfen. -Ueber Wohlthätigkeit hat die Magdeburgische Polizeibehörde ihre eignen Auffassungen. Der Arbeiter- Sängerbund für Magdeburg und Umgegend wollte für die Hinterbliebenen der auf dem„ Primus" Verunglückten ein Wohlthätigkeitskonzert veranstalten und ersuchte dafür um Erlaß der dort bestehenden Lustbarkeitssteuer. Darauf erging folgender Bescheid: Der Magistrat Steuer- Deputation. Magdeburg, den 7. August 1902. Zum Schreiben vom 5. d. M. Erlaß der Luftbarkeits- Steuer für die Lustbarkeiten am 10. d. m. fann nicht gewährt werden, da die Veranstaltung nicht zu den im § 4 Nr. 1 der Luftbarkeits- Steuer Ordnung bedingten wohl thätigen oder gemeinnügigen" Beranstaltungen gehört. Klinghardt. An den Vorstand des Arbeiter- Sängerbundes für Magdeburg und Umgegend, hier. A Das Fest war glänzend besucht und hat einen beträchtlichen Ueberschuß zu Gunsten der Hinterbliebenen ergeben, durch die Luftbarkeitssteuer ist dieser Betrag aber doch um etwa 50 m. ge schmälert worden. Die Magdeburgische Polizeiverwaltung geizt offenbar nach dem Ruhme einer besonderen Humanität.„ Magdeburgische Humanität" wird man diese Specialität nennen können. Sociales. Opfer des Bergbanes in Schweden. In den Gruben und andren Bergwerken Schwedens ereigneten sich im Jahre 1901 756 solcher Unglücksfälle, bei denen Arbeiter tödlich, oder so verletzt wurden, daß sie länger als 14 Tage arbeitsunfähig waren. Im ganzen verunglückten. 758 Arbeiter, davon 19 tödlich. Die durch Unglücksfälle getöteten waren sämtlich männliche Arbeiter. Im vorhergehenden Jahre waren 24 Arbeiter tödlich verunglückt. vorhergehenden Jahre waren 24 Arbeiter tödlich verunglückt. Kavaliere fonnte sichtbar werden, und die Prinzessin befand sich beim Diner ohne Herren." So verstand es der Prinz doch, sich mit der Frau zu amüsieren, die er widerstrebend, auf des Waters Befeht, Vom Hofe dieses Preußenkönigs sagt Niebuhr:" Der Hof geheiratet hatte, und von der die Königin an ihre Tochter, die Friedrichs war, wie alle damalige deutsche Höfe, unbeschreiblich Markgräfin v. Bayreuth, schrieb, sie sei dumm wie ein Bund Stroh Unter dem Kurfürsten Friedrich III., der sich zum König widerlich, er war roh und frivol zugleich. Es giebt feine ekelhaftere und ohne die geringste Erziehung; ich weiß nicht wie Friedrich I. erhob, hatte nichtsdestoweniger der französische Mode Frivolität, als die bei unfren Vorfahren in der letzten Hälfte des Ihr Bruder sich mit dem Dummbart vertragen wird." Die Heirat geist" bereits derart gefiegt, daß alle Pariser Hoffitte nachgeahmt wurde. 17. Jahrhunderts. Dieser Vorwurf trifft den Hof Friedrichs in mit der ungeliebten Brinzessin Elisabeth Christine hatten in dem Friedrich war von Person schwächlich, und man glaubte nicht, daß vollem Maße." König die galanten Neigungen", die sein Vater bereits an dem er ein hohes Alter erreichen werde; auch litt er fein ganzes Leben Recht lebendig lieft sich die Schilderung, welche Webse von dem Prinzen gehaßt hatte, noch verstärkt. Hatte er als Prinz bei der lang an Engbrüftigkeit. Seine Amme hatte ihn als Stind rücklings Hofe des„ Saldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. entwirft. Die Formera und Orielsta und in seiner Küstriner Verbannungszeit bei vom Arm fallen lassen, davon war er verwachsen; er trug, um bereits in der Jugend hervortretende Brutalität seines Charakters, die der Frau v. Wreisch seiner finnlichen Leidenschaft Befriedigung feinen trummen Rücken zu verbergen, eine sehr große Perrücke." Weil sich später zu wahren Wutanfällen steigerte, sodaß ihm jeder gesucht, so war er jegt in feinen erotischen Unternehmungen es in Paris so Sitte war, hielt auch er sich eine Maitresse. Es war nur mit Bittern nahte, sein beschränkter Kasernenverstand, der noch weniger wählerisch. Behse schildert:„ Des Dienstes, dies die Gräfin v. Kolbe- Wartensleben, die Tochter eines Weinschenten ihn auch als König nur das Soldatische beachten ließ, so daß Prinz den ihm Suhm, der sächsische Gesandte, bei einem erotischen v. Emmerich, welche erst die Frau eines Kammerdieners, dann die Georg, der spätere zweite König von England aus der Hannover- Unfalle, der kurz nach seiner Vermählung eintrat, erivies, Frau des Herrn v. Kolbe wurde, welcher sie dem Kurfürsten direkt dynastie, von ihm immer nur verächtlich sagte:„ Mein Bruder, der war, nach dem Ritter Zimmermann, von drastischen Folgen, uus zuführte.„ Doch beschränkte das Verhältnis sich darauf, daß die Sergeant", dies alles hat Behse interessant behandelt und für alle heilbar und der Geschlechtspotenz Eintrag thuend. Eine Operation Dame in der Dämmerung während des Sommers in einem kleinen diese Dinge ist er heute noch die hauptsächlichste historische Quelle. mußte helfen. Das war der geheime Grund, daß Friedrich so Garten des Schlosses, während des Winters in den königlichen Die Potsdamer blaue Garde, sowie die Werbe- Egcesse unter fategorisch die Sektion nach seinem Tode untersagte, die bekanntlich Zimmern, eine Stunde lang mit dem Kurfürsten auf- und abging... diesem König, bei der Aufgabelung seiner langen Keris", das dennoch erfolgte." Während des siebenjährigen Krieges schrieb er Gewiß ist, daß diese Venus aus dem Rhein- und Weinland einen Tabakskollegium, die Foppereien des gelehrten Hofnarren Gundling, an den Tresorier Fredersdorf:" Petit kann den Menschen sehr großen Einfluß auf den Kurfürsten gewann, einen über- den der König noch im Tode verspottete indem er ihn in einem schicken und kann er ein hübsche... mit Kriegen, so ist wiegenderen noch als ihr Gemahl." Weinfasse, trotz des Einspruchs der Geistlichkeit, beerdigen ließ; die es auch guht, den die fehlet uns auch." Der ersten An diesem Hofe erschien als die bedeutendste Persönlichkeit die Saubazen zu Wusterhausen schildert Behse sehr lebendig. Bald Tänzerin an der italienischen Oper zu Berlin, Signora Barbarini Königin Sophie Charlotte von Hannover, auch wohl die philosophische fürchtete diesen König alle Welt. Wenn der König nach der widmete er lange seine besondere Zuneigung. Daneben stand er in Königin" genannt. Sie hatte sich als Prinzessin am Versailler Hofe Friedrichstadt fam, um die Bauten zu besehen, flüchteten die Leute, galanten Beziehungen zu Frau v. Troussel, frühere Frau v. Kleist, aufgehalten und ihre Mutter hatte geglaubt, sie eine frau- machten Thüren und Fenster zu, und die Straßen waren leer und Tochter des Generals Schwerin, eine der galantesten Damen, die zösische Heirat machen lassen zu können. Da eine solche aus öde. Es war überhaupt sehr stille unter Friedrich Wilhelm in der Berlin unter Friedrich d. Gr. aufzuweisen hatte", einem Fräulein politischen Gründen nicht zu stande tam, nahm die Prinzessin, Hauptstadt." v. Tettau, Hoffräulein der Königin und einer Gräfin Dönhofftura entschlossen, den preußischen„ Aesop". Sie schlug ihren Wohnsitz leber das Hofleben unter dem von der zünftigen Geschichts- Dönhoffstädt. in dem durch Schlüter erbauten Schlosse Lüzelburg auf, im heutigen schreibung zum heldischen Kriegsreden emporgehimmelten Friedrich II., Eine sehr eingehende Darstellung widmet Behse seiner Friedrichs Charlottenburg. Hier hielt sie einen heiteren Hof mit Bällen, dem Großen, liest man bei Behle noch eine ganze Menge wenig be- Bracht bauten, seiner Borliebe für seine Windspiele, der besonderen Maskeraden, Konzert, Schauspiel und Balletten; daneben auch, nach kannter Details, Briefstellen, Memoirenauszüge. Kennzeichnend für Gunst, mit der er verschiedene Kammerdiener, so z. B. den bekannten französischem Vorbilde, geistreiche Zirkel, in denen Leibnitz eine das Hofleben jener Zeit und die Bildung des damaligen v. Fredersdorf, auszeichnete und der Wirkung, welche die lockeren Hauptrolle spielte. Die Fröhlichkeit des Lüzelburger Hofes Juntertums ist die Schilderung der Champagnergelage, die Sitten der Hofgesellschaft jener Zeit auf das ganze Land hatten, ſo wurde nur gestört, wenn der„ Aesop" die Königin nächtlich be- der König als Kronprinz in Rheinsberg gab und womit er sich daß 1782 ein besonderes Edikt gegen den überhand genommenen fuchte, was er in solchem Falle durch die Vorausschickung von über die vielen Schranken hinsvegtröstete, die sein Vater seinem Mißbrauch der Ehescheidungen erlassen werden und den Offizieren Kissen andeutete, über welche Ankündigung die lustige Philosophin Leben zog. Baron v. Bielefeld erzählt in seinen vertrauten Briefen das Maitressenhalten verboten werden mußte, weil„ vicle junge auf dem Throne, wie ihre Briefe zeigen, stets in eine heillose Ver- wie bei einem diefer Gelage, als der Prinz und die Prinzessin Offiziere dadurch weichlich und unordentlich werden". zweiflung geriet. die ganze Gesellschaft trunten gemacht hatten, im Rausch alles zerstört Unter dem zweiten Friedrich Wilhelm, im Volksmunde der dicke Diefer König hatte nacheinander drei Gemahlinnen, deren letzte, wurde, was man in die Finger bekam. In einem Augenblick flogen Wilhelm" genannt, wurde das Hofleben noch lockerer. Behje führt die medlenburgische Prinzessin Sophie Luise, nach einem luftigen die Gläser in alle Eden des Saales, sämtliches Glaswerk, Borzellan, das Urteil des englischen Gesandten zu Berlin an, der des Königs Jugendleben in Berlin sich der Frömmlerei ergab und den Hof zu Spiegel, Kronleuchter, Gefäß und Geschirr alles ward in tausend lockeres Prinzenleben tadelt. Er könne nicht einmal seine Wäscherin einem Kloster machte. Der religiöse Mystizismus machte sie Stücke zerschlagen. Ich kam tappend der großen Treppe zu nahe, bezahlen, er habe alles mit den Mädchen durchgebracht. Eine breite widmet Vehse schließlich tribfinnig, so daß sie unter beständiger Aufsicht gehalten stürzte von oben herab. Am Morgen sprach man von Trepanieren, Schilderung der Maitressenwirtschaft dieses Einmal entsprang fie dieser, kam mit aufgelöstem ich mußte indes noch vierzehn Tage das Bett hüten. Das ganze Königs. Da war werden mußte. die„ prenßische Pompadour", Tochter eines Haar in weißem Nachtkleide, nach Berschlagen einer Glasthüre, mit Schloß war zum Sterben frank. Weder der Brinz, noch einer der Ende, die Regimentstrompeters, der " Minchen der zuteilen. Aus der Frauenbewegung. D Ottilie Baader, Berlin W., Groß- Görschenstr. 38, II. Hof rechts, 3 Tr. Die Konferenz der socialistischen Frauen beginnt bereits am 18. September früh 9 Uhr in München. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Thätigkeitsbericht. 2. Wie bilden wir Agitatorinnen heran? Gewerkschaftliches. 6. Verbandstag der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Offenbach a. M., 11. August. : Woche bewiesen wird. Am Montag und Dienstag sind nun vom Arbeitsnachweis aus eine Anzahl arbeitsuchender Former und Dreher nach den Niles Werken" hinausgeschickt worden, doch angefangen hat fein einziger von ihnen, weil eine kurze Unterredung mit den Streifposten genügte, um sie zur Umkehr zu bewegen. = Die Vertrauensperson der Genoffinneu Deutschlands er fäßt in der„ Gleichheit" einen Aufruf, in dem es unter Hinweis auf die Einladung des Parteivorstandes zum Parteitage in München heißt: Genofsinnen! Der Aufruf des Parteivorstandes wendet sich In der ersten Sigung, die am Sonntagabend stattfand, wurde Die Differenzen in der Kistenfabrik von S. Lads, Stralauers ebenso wohl an Euch, als an die Genossen. Das Stattfinden einer das Bureau des Verbandstages sowie die Mandats Prüfungs- straße 58, sind erledigt. Die Lohukommission. Konferenz der socialistischen Frauen berührt in nichts Eure Pflicht tommission gewählt, die Geschäfts- und die Tagesordnung festgesetzt. und Euer Recht, wie an jedem früheren Parteitage so auch an dem Lohnbewegung der Maurer in Köln. Die Innung hat die Die Sigung am Montag wird vom Vorfizenden Brey= zu München teilzunehmen. Die Fragen der Arbeiterversicherung Hannover mit einer Reihe geschäftlicher Mitteilungen eröffnet. Der Forderung der Maurer: einen Minimallohn von 50 Pf., bei Tiefbauund der Kommunalpolitik, welche auf seiner Tagesordnung Berbandstag ist besucht von 64 Delegierten, ferner vom Vorstand Arbeiten 65 Pf. zu zahlen, abgelehnt, sich aber bereit erklärt, vom stehen, sind von größter Wichtigkeit für die proletarische Frauenwelt. Brey, Sad und Bruns- Hannover und vom Ausschuß Streb- Offenbach. 1. April 1903 ab einen Mindestlohn von 46 Pf. und den ZehnstundenAber auch allen übrigen Verhandlungs Gegenständen kommt eine Sodann giebt Brey den Bericht des Vorsitzenden in tag zu bewilligen. Eine am Sonntag abgehaltene Maurerversammlung schwerwiegende Bedeutung für den doppelten Befreiungskampf der längeren Ausführungen, dabei Ergänzungen und Erläuterungen des beschloß, auf der sofortigen Bewilligung eines Mindestlohnes von Proletarierin zu. Mögen deshalb die Genoffinnen in allen Mittel- gebrudt vorliegenden Geschäftsberichts machend. Mit dem Verband 48 Bf. und des Behnstundentages zu bestehen, diese Forderung am punkten unsrer Bewegung rechtzeitig dafür sorgen, daß dem Partei- ber papierchemischen und Gummi- Arbeiter Destreichs wurde im Ver- vergangenen Montag auf allen Bauten zu stellen und, wo sie nicht tag als Delegierte auch Frauen beiwohnen, die in treuer Pflicht- lauf der legten zwei Jahre ein Kartellverhältnis bezüglich des Reise- bewilligt wird, die Arbeit niederzulegen. erfüllung alle Arbeiten und Kämpfe der Socialdemokratie teilen. geschents eingegangen. Außer den 270 von den Gauvorständen Zur Lohnbewegung der Bauarbeiter wird uns geschrieben: Wo es angängig ist, sollten die Genossinnen sich sofort mit den arrangierten Versammlungen wurden noch 150 Versammlungen auf Montagvormittag haben 56 auf dem Neubau der Irrenanstalt und Genossen ihrer Wahlkreise über die Wahl einer gemeinsamen andre Weise veranstaltet. Auch die Agitation durch das gedruckte der Lungenheilstätte zu Buch beschäftigte Bauarbeiter die Arbeit Delegierten verständigen. Wo die Möglichkeit eines gemeinsamen Wort wurde nicht vernachlässigt und wurde eine Special- Agitation niedergelegt. Sie fordern einen Stundenlohn von 50 Pf. für Träger Vorgehens ausgeschlossen ist, haben sie das statutengemäß gesicherte bei den Bieglern eingeleitet und soll auch bei den Arbeitern der und 42/2 für andre Arbeiter. Anfangs betrug der Lohn 45 resp. Recht auszumüßen, in öffentlicher Frauenversammlung eine eigne chemischen Industrie versucht werden. Die Aufwendungen für 40 Bf., er wurde später von Schreiber in Franz. Buchholz, bei dem Delegierte zu wählen. Die Genossinnen sollten ferner dafür ein- Agitation sind so angeschwollen, daß sie fich relativ mit denjenigen die Arbeiter beschäftigt find, auf 40 resp. 35 Pf. herabgesetzt. treten, daß den auf die eine oder andre Weise gewählten Delegierten größerer Verbände sehr gut messen können. Auf Rheinlandgleichzeitig ein Mandat zur Frauenkonferenz übertragen wird. Die Westfalen und Schlesien müsse in Zukunft mehr Obacht in Der Maurerftreik in Brandenburg a. H. dauert jetzt länger erfolgte Wahl weiblicher Delegierten ist der Unterzeichneten mit- Bezug auf Agitation gegeben werden. Das Verbandsvermögen hat als 11 Wochen. Von beiden Teilen wird hartnäckig an dem einmal sich in den letzten zwei Jahren nur um 20 000 m. erhöht. eingenommenen Standpunkt festgehalten. Den Maurern ist es ge= Bu fonstatieren sei, daß die größte Zahl der Streits unter dem lungen, trop der vom Arbeitgeberbund herausgegebenen schwarzen Liste, Widerspruch des Vorstandes zum Ausbruch gekommen, wo aber die den größten Teil der am Streit beteiligten Arbeiter an andren Orten zu verhältnismäßig guten Bedingungen in Arbeit zu bringen. Einen Mittel vorhanden waren, wurde stets Absolution erteilt. Verbandskassierer Bruns verliest dann den von uns in der Zulauf von Arbeitskräften aus den Reihen der Streikenden haben Hauptsache schon veröffentlichten Kassenbericht. Stille Barmbeck die Arbeitgeber bisher nicht zu verzeichnen, fie behelfen sich giebt den Bericht der Verbandsrevisoren. Er stelle den Antrag auf während dessen mit fremden, ausländischen Arbeitskräften, und suchen davon so viel nach Brandenburg zu locken, als nur irgend Decharge- Erteilung. 3. Gesetzlicher Schutz der Frauen, Kinder- und Heimarbeit. Weiter giebt Streb Offenbach noch Erläuterungen zu dem möglich ist. Zum Teil ist ihnen das auch gelungen. Es sind Aus4. Die politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, ins- ebenfalls gedruckt vorliegenden Ausschußbericht und streift noch einige länder schon in beträchtlicher, wenn auch noch lange nicht in ausbesondere auf dem Gebiet des Vereins- und Versammlungsrechts. Fälle, die erst nach Abfassung desselben noch vorkamen, wie z. B. reichender Zahl beschäftigt. Wie schon vordem, so hat neuerdings 5. Verschiedenes. die Unterstüßungsverweigerung bei einer Maifeier- Maßregelung, für der Vorsitzende des Gewerbegerichts den Parteien seine Vermittelung Die Vertrauensperson der Genoffinnen Deutschlands ersucht die welche der Ausschuß eintrat. Auch ist der Ausschuß für die Aus- angeboten. Wie vor dem Streik und am Anfang desselben, so haben Genoffinnen im ganzen Reiche, sich durch Entsendung von Delegierten arbeitung eines Gehaltsregulative für die Vorstandsbeamten. Brey sich auch diesmal die Arbeiter zu Verhandlungen bereit erklärt, die an der Besprechung zu beteiligen und die nötigen Wahlen in öffent- erwidert u. a., daß die Verbandstage die Unterstügung der Maifeier- Unternehmer dagegen lehnten auch jetzt wieder ab, weil sie angeblich lichen Versammlungen vorzunehmen. Dort, wo in öffentlichen Ver- Maßregelungen stets abgelehnt hätten, weil für die Organisation feine ihren Bedarf an Arbeitskräften durch Zuzug von außerhalb gedeckt sammlungen weibliche Delegierte zum Parteitag in München ge- Verpflichtung dazu vorläge.( Oho! Rufe.) Außerdem verböten auch haben. Erklärlich ist das abweisende Verhalten der Arbeitgeber dadurch, daß ihnen die Baufristen sowohl bei öffentlichen wie bei wählt werden, haben die Genoffinnen zu veranlassen, daß die unsre finanziellen Mittel dies. In der darauf beginnenden Diskussion über den Vorstands- privaten Bauten in entgegenkommendster Weise verlängert worden Gewählten gleichzeitig auch das Mandat erhalten, der Konsbericht werden Erklärungen über die Streits in Cöslin und find. Unter diesen Umständen ist ein Ende des Streiks noch gar ferenz beizuwohnen. An ihr können selbstverständlich auch Genossen als gleichberechtigte Delegierte teilnehmen. Mit Markranstädt gegeben und auch die Ansicht Breys über eine nicht abzusehen. beratender, jedoch nicht beschließender Stimme können sich an der Höhere Beitragszahlung der Bauarbeiter befürwortet. Gewünscht Die Glafer in Plauen i. V. befinden sich fast vier Wochen Besprechung Genoffinnen und Genossen beteiligen, denen die Förderung wird, daß die Herausgabe des" Wedrufs" für einzelne Branchen der proletarischen Frauenbewegung am Herzen liegt, die aber kein mit großer Vorsicht geschehen solle, weil z. B. dadurch Unternehmer im Ausstande. Verhandlungen, die mit den Arbeitgebern angebahnt Mandat besigen. unerwünschte Auskünfte über Lohnhöhe 2c. erhielten. Dann wird noch wurden, hatten keinen Erfolg, und erneute Verhandlungen lehnen die Die delegierten Genossinnen und Genossen haben ihre Wahl darauf verwiesen, daß wenn bei Maifer- Maßregelungen teine Unter- Meister ab. Besonders wollen sie von einer Verkürzung der ArbeitsDie Arbeiter hatten eine Herabsetzung der möglichst bald der Genoffin Baader mitzuteilen. Ihr sind auch ein- stützung gezahlt werde, dann auch keine Propaganda für diese Feier zeit nichts wissen. zubringende Anträge einzusenden, die in der„ Gleichheit" zur all- im" Proletarier" gemacht werden dürfe. Der Vorschlag, höhere Bei- Arbeitszeit von zwei Stunden pro Woche gefordert, aber schon bei gemeinen Kenntnis der Genossinnen gebracht werden. träge von den Bauarbeitern zu erheben, könne jedoch nur von den einer der Verhandlungen hatten sie erklärt, sich mit der Verkürzung von einer Stunde zu begnügen. Trotzdem behaupten die Arbeitständig im Baugewerbe Thätigen erhoben werden. Die ganze Nachmittags- Sigung wird mit der Debatte über den geber, eine Einigung sei aussichtslos. Sie verlangen bedingungslose Vorstandsbericht ausgefüllt, ohne jedoch zu Ende geführt zu werden. Unterwerfung, der sich aber die Arbeiter auf feinen Fall fügen Als wesentliche Momente traten die Forderung auf Anstellung be- wollen. soldeter Gauvorsteher in Schlesien, Bayern und Rheinland- Westfalen Gewerkschaftliche Organisation in Posen. Die Zahl der bervor, sowie die Einführung eines erhöhten Beitrages für die als organisierten Arbeiter in der Stadt Posen betrug am 1. Juli in den Bauarbeiter im Hilfsarbeiter- Verband organisierten Kollegen. Be- Jahren 1896: 172, 1898: 333, 1900: 1140, 1902: 3502. Jn den sonders die erstere Forderung wurde allseitig als dringend notwendig letzten beiden Jahren ist es gelungen, fast durchweg die zehnstündige erklärt und diese Absicht des Vorstandes und Ausschusses allgemein Arbeitszeit mit entsprechenden Lohnerhöhungen für alle Berufe zur warm begrüßt, weil man fich davon einen wesentlichen Aufschwung Durchführung zu bringen. der Organisation versprach. Auseinandersetzungen giebt es noch Den streikenden Holzarbeitern in Zeulenroda gehen jetzt, darüber, daß der Vorstand beim letzten Streik in Potsdam auf die nachdem der Streik 11 Wochen dauert, die Gerichte zu Leibe. Eine Beendigung desselben drang, was von Krakau- Potsdam scharf ganze Anzahl Klagen schweben gegen die Streikenden, die angeblich gemißbilligt wurde, weil dadurch die Mitglieder in ihrem Solidaritäts- Arbeitswillige belästigt" haben sollen. Das erste Opfer ist jedoch fampf für die Maurer zu Streikbrechern gemacht worden seien. fein Streikender, sondern ein Freund eines solchen, der auch HolzBrey weist in diesem Fall die Verantwortung den Potsdamern zu, arbeiter ist. deren Pflicht es gewesen sei, erst früheren Verpflichtungen nachzukommen, als sich in diesen Streit zu begeben. Auch opfere man nicht mugloserweise Tausende für eine zugestandenermaßen verlorene Sache. Die Debatte über den Vorstandsbericht wurde in der Montagsfizung noch nicht zu Ende geführt. Das Lokal der Konferenz wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Die Abrechnung der Vertrauensperson der Genossinnen Deutschlands, die in der" Gleichheit" veröffentlicht wird, ergiebt eine Einnahme von 1009,99 M. und eine Ausgabe von 305,25 M., so daß ein Bestand von 704,74 m. verbleibt. Die Autorität des Herrn v. Hammerstein wird von den Polizeibehörden fortgefeßt verlegt. In Blankenese wurde am Sonntag die Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Vereins aufgelöst, weil man der Aufforderung des Beamten nicht nachkam, der verlangte, daß die Thür zu dem Nebenzimmer, in welchem Frauen faßen, geschlossen würde. Der Minister gilt der Polizei anscheinend so wenig wie das Rammergericht; es ist ja auch nicht zu verwundern, daß so ein Polizei beamter im preußischen Rechtsstaate sich selbst Autorität genug ist und den Teufel nach Ministern und Gerichten fragt. Wird doch diese Selbstherrlichkeit des Schutzmannes, so lange sie sich nur gegen die Intereffen und Nechte der Bürger richtet, von Behörden und Gerichten systematisch gezüchtet. Man beschwere fich über irgend eine ungesetzliche Handlung eines Schußmannes: wenn man wirklich einmal nach Anrufung mehrerer Instanzen recht bekommt, so geschieht das meist in einer Form, die einer Entschuldigung des Schutzmanns gleich sieht. Ein Schuhmann als Zeuge vor Gericht wiegt Dußende von Civilzeugen auf. Man versuche aber erst einmal, einen Schumann für ungesetzliche Handlungen strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen oder civilrechtlich haftbar zu machen; in 99 von 100 Fällen wird man niemals zum Ziele kommen. Aber wehe, der einem Schutzmann auch nur das leiseste Unrecht zufügt! Des Schußmanns Macht ist unbegrenzt. Nur eins kann auch er nicht: Schwiegervater eines Obermandarinen werden. wurde. Berlin und Umgegend. Der Arbeitsnachweis des Kühnemänner Verbandes giebt sich die erdenklichste Mühe, die„ Niles Werke" mit Arbeitswilligen zu besetzen. Hauptsächlich kommt es den Unternehmern darauf an, die nötige Anzahl Former und Dreher zusammenzufinden, denn fehlen diese, so können der Firma auch die andern Arbeiter nichts nügen, was ja durch die Entlassungen von voriger Lärm Deutsches Reich. Dieser erfuhr seiner Zeit, daß ein Arbeitswilliger angekommen sei. er ging darum in die Wohnung desselben, um ihn in durchaus ruhiger, friedlicher Weise von der Situation in Kenntnis zu setzen. Der Arbeitswillige fing jedoch sofort zu schimpfen an, ein Wort brachte das andre und schließlich wurde der Holzarbeiter wegen Drohung und Ebrverletzung angeklagt. Auf Grund des§ 153 erhielt er jetzt vom Schöffengericht eine Woche Gefängnis. Ausland. Der Streit der galizischen Landarbeiter. " Aus Lemberg wird der Wiener Arbeiter- Zeitung" geschrieben: Jm Bezirk Brzezany haben 27 Gemeinden gestreift. In fünfzehn Gemeinden ist der Streik mit dem Siege der Streikenden beendet, in drei Gemeinden nahmen die Streikenden die Arbeit unter den früheren Bedingungen wieder auf und in neun Gemeinden dauert der Streit noch fort. Aehnlich ist das Verhältnis in andren Bezirken, wenn sich auch in manchen Bezirken die Grundbefizer noch gegen Konzessionen wehren. Kammerdiener Niet als Ehemann zugeschoben wurde und sie Auch die katholische Königin Elisabeth, ihr Verhältnis zum Könige, später zur Gräfin Lichtenau„ erhoben" wurde, da war das frühere die Thätigkeit der pietistischen Hofkreiſe, iſt eingehend besprochen. Wäschermädchen Minette( Horst), Madame Zaranius, die Tänzerin Ihren Höhepunkt erreicht diese Darstellung mit der Schilderung der Schulsky, die sogar mit der Madame Rieß im Neuen Garten zu Berliner Erhebung vom 18. März. Soviel über diese lettere auch Im Bezirk Kamionka streiten noch 21 Gemeinden, darunter auch Potsdam zusammen wohnte, das Fräulein v. Voß, spätere Gräfin geschrieben worden ist, hier werden der Darstellung noch neue Seiten v. Ingenhinn und die Gräfin v. Dönhoff. Zählreiche Karikaturen abgewonnen, indem die ganzen Vorgänge vom Schloß aus gesehen, die politische Gemeinde Adamy, ein Beweis, wie wenig die Landaus der Zeit zeigen, wie des Königs Maitressen- Wirtschaft verspottet dargestellt werden. Die Verwirrung im Schlosse, die, während der arbeiterbewegung nationale Gründe hat. durch des Straßenfampfes die Nacht heult, sich In der Umgebung von Tluste, Bezirk Zaleszczyki, wurde in den zu völliger Auflösung aller höfischen Schranken steigert, meisten Gemeinden der Streit beendet, indem die Bauern die zehnte Die Niederlagen, die unter dem dritten Friedrich Wilhelm über bis Ratlosigkeit des Militärs unter seinem Kommandeur den preußischen Hof und über das Land famen, waren das Erbteil die Garbe statt der bisher gewährten zwölften Garbe bewilligt erhielten. dieses Regiments: Entsittlichung der Gesellschaft und Erschöpfung von Brittwiß, das Verhalten des Prinzen von Preußen, fein Der Bezirkshauptmann von Zaleszczyki hat an die Gemeindevorsteher des Schatzes. Streit mit dem König, seine Flucht nach Spandau, auf der PfauenBehse entwirft einen Gittenspiegel der gesellschaftlichen und insel und über Hamburg nach England, sind hier eingehend ge- ein Rundschreiben gerichtet, worin er sie auf Grund des Resfripts Höfischen Zustände Berlins am Ende des 18. und am Beginne des schildert. Es ist in diese Schilderung manches aufgenommen, was der Statthalterei" auffordert, die Bauern zu belehren, daß die 19. Jahrhunderts, dem die Schilderungen der Vertrauten Briefe" dem Gedächtnis der Zeitgenossen längst entschwunden ist, indem die Broschüren des Genossen Witht und des ruthenischen Radikalen zu Grunde liegen. Dieser Sittenspiegel zeigt eine allgemeine Ver- Tageslitteratur von 1848, Tagebücher, Briefe usw. benutzt wurden. Budzynowski bloße Agitationsschriften seien, die in gewissenloser wahrlofung. Bom Hofe heißt es u. a.: Die Sittenlosigkeit datierte Neben Bekanntem finden wir hier viel inzwischen Vergessenes, so daß Weise das Volt betrügen wollen. In Lukawiec, Bezirk Brody, wurde der Streit mit einem Siege schon von der Regierung Friedrich des Großen. Die leichten Ehe- gerade dieser Teil des Buches einen hohen historischen Wert hat. Nach 48 tritt in der Schilderung die Kamarilla immer mehr in scheidungen wurden eine wahre Best für die Familien; es gab im Jahre 1791 eine Frau v. Arnstädt am Berliner Hofe, die vorher den den Vordergrund. Die Thätigkeit des scheinheiligen Leopold v. Gerlach der Streikenden beendet. Dagegen sind in Jaryczowki und Czystopady Namen Knyphausen, noch früher den Eliot und ganz früh den Kraut und seiner Leute, ihre Beeinflussung des allmälig erkrantenden neue Streits ausgebrochen. Der Trades Unionskongres tritt am Montag, den 1. Sepgeführt hatte. Unter Friedrich dem Großen hatte aber noch eine sehr Königs, die zu den inneren und äußeren Niederlagen des Hofes führt, unter Friedrich Wilhelm III. plünderten ist packend wiedergegeben. Es ist unsres Wissens das erste Mal, daß tember, in Holborn Town Hall, London, zu seiner ersten Sizung strenge Etikette geherrscht die zu den Hoffesten eingeladenen jungen Offiziere ganz ungescheut die Krankheitsgeschichte des Königs, über welche namentlich die zusammen. Dem Beispiel der internationalen socialistischen Kongreffe schon die Tafeln und Büffetts, als seien es feindliche Marketender- höfischen Geschichtsschreiber gerne rasch hinweggleiten, eine eingehende folgend, werden die Delegierten und die Londoner Arbeiter am Tag so weit war schon der Ton und die Sitte äußerlich beim Darstellung erfährt. tarten. buden Die neueste Zeit wird eingeleitet mit der Schilderung des zuvor eine Massendemonstration im Hyde Park abhalten, als Protest Adel verfallen." Eine Folge war der Zusammenbruch auf dem Schlachtfelde bei Hervortretens Bismards, der den zur Regierung gelangten Prinzen gegen die Lordentſcheide, sowie zu Gunsten der politischen ArbeiterEinladungen von Unternehmern angenommen. Für Unterhaltungen Jena und Auerstädt, der dem preußischen Hofe die tiefste Demütigung von Preußen zu der Blut- und Eisenpolitik der 60er und 70er vertretung. Im Unterschied zu früheren Kongressen werden feine Jahre hinüberleitet. Die Persönlichkeit Bismarcks ist hier, brachte. von der Art der" patriotischen" Siftoriker, und Ausflüge sorgt einzig und allein das Londoner GewerkschaftsInteressant ist die Schilderung des schweigsamen pedantischen völlig abweichend einer nüchternen Weise geschildert, wie auch späterhin Königs an seinem Lebensende, seine Vorliebe für das Ballett, seine in Die Glasarbeiter der Lampenfabriken von Jowy( FrankHeirat der Gräfin Harrsch nach dem Tode der Königin Luife. Die die Entstehung des Socialistengeseges in einer Art geschildert wird, Die Unternehmer suchen Unglücksfälle des Jahres 1806 und bald nachher der unerwartet frühe die mit der unfren vielfach übereinstimmt. Man sieht daraus, wie reich) find bereits seit 11 Wochen im Streit zur Abwehr einer Tod der schönen und immer liebenswürdigen Frau( Luise) hatten einen die historische Wahrheit sich auch in der uns fern stehenden Litteratur 15-20 prozentigen Lohnherabjegung. Heiligenschein auf sie geworfen, der ihr eigentlich gar nicht paßte allmählig durchzusetzen beginnt. Die Emser Depesche, das Intriguen Streifbrecher in Belgien und wahrscheinlich werden ihre Agenten und dem Könige oft seltsam und unbequem war, den aber auch jetzt spiel der preußischen Diplomatie gegenüber Napoleon, die Art, wie auch nach Deutschland kommen. die Militärs während des Krieges Bismard boykottierten", dies noch niemand angreifen dürfte und möchte." Die neuere und neueste Zeit ist von Webse redivivus ganz im alles liest sich ebenso interessant, wie die spätere Schilderung der Sinne und im Geiste des alten Behse geschrieben worden. Diese fortgesetzten Hofintriguen gegen den„ Eisernen", die zumeist auf die Schilderung beginnt mit der Regierungsepoche des vierten Friedrich Umgebung der Kaiserin Augusta zurückgeführt werden. Können wir uns auch mit der schließlichen Würdigung der PerWilhelm und zeigt in einer höchst interessanten Weise die Natlosigkeit des preußischen Hofes gegenüber der mit den 40er Jahren hohe sönlichkeit Wilhelms I nicht einverstanden erklären, so müssen wir Wellen schlagenden Verfassungsbewegung des Volkes. Das Wider- doch hervorheben, daß diese Darstellung sich in ihrer ruhigen, spruchsvolle und Unstäte im Charakter des Königs ist lebendig ge- nüchternen Art noch immer vorteilhaft abhebt von den verlogenen schildert, ebenso wie der Bruder des Königs, der Prinz von Preußen, Lobeshymnen, welche die zünftige Geschichtsschreibung dem ersten Schilderung erfährt. Liebesverhältnis Kaiser widmet. eingehende Im ganzen: es ist ein vortreffliches Buch und eine bedeutsame des Prinzen mit der Prinzessin Elisa Radziwill, die der Prinz anfänglich heiraten wollte, welche Heirat durch Hofintriguen aller Art Erscheinung, sowohl nach der historischen wie nach der litterarischen Provinzpresse fordert die Beilegung des Ausstandes durch ein schließlich zerschlagen wurde, ist hier zusammenfassend dargestellt. Seite. eine Das Zum Kohlenarbeiter- Streit in Pennsylvanien wird aus New York gemeldet: Mehrere Blätter bringen jetzt eingehende Berichte, nach denen besonders die Darstellungen der" Times" über die Zusammenstöße mit dem Militär, Brandstiftungen und Mißhandlungen der Nicht- Gewerkschaftler start übertrieben waren. Eine Anzahl der leitenden, nicht unter dem Einfluß der Grubenmagnaten stehenden Blätter fordern jezt lettere auf, Frieden mit den Ausständigen zu schließen, da die Unmöglichkeit, die Gruben durch Streifbrecher und ohne Mitwirkung der„ Union" in Betrieb zu halten, nachgewiesen sei, die Gesamtbevölkerung aber nicht länger unter dem Streit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer leiden dürfe. Auch die große Schiedsgericht. 2 Schriften- Eingang. Das 50jährige Jubiläum einer Arbeiter Organisation.| Settionen in der Zahl von 25, sowie die Photographen 28, SchriftDer Internationale Typographenbund von Amerika feiert noch in gießer 6, ferner die Stereotypeure, Expedienten usw., insgesamt über diesem Monat das Jubiläum seines 50 jährigen Bestehens. Ueber 600 lokale Gruppen mit einer Mitgliederzahl von nahezu 40 000. die Geschichte dieses Verbandes bringt der„ Amerikanische Föderationist" Der diesjährige Kongreß wird in Cincinnati abgehalten, dem Orte, einen Artikel, dem wir folgendes entnehmen: Schon in den ersten wo vor 50 Jahren die Gründung zu stande kam. Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts erwachte in der amerikanischen Arbeiterschaft der Geist der Solidarität, aber alle Versuche, Organisationen zu schaffen, mißlangen zunächst; so z. B. die der Schneider, Steinarbeiter, Zimmerleute, Hafenarbeiter usw. Charakteristisch für die Buchdrucker sei die bei diesen weit Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist foeben das ausgebildete Reiselust gewesen. Diese habe viel dazu beigetragen, 45. Heft des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben - Die Konzentration den innerhalb der Berufsgenossen auftauchenden Ideen eine weite wir hervor: Nikolaus Lenau. Von Franz Mehring. François Vidal. Ein Verbreitung zu verschaffen. Schon vor der Gründung des Bundes des Kapitals in Belgien. Von F. v. d. Goes. habe bei den Buchdruckern eine Art Freimaurerei bestanden. Alles französischer Socialiſt des Jahres 1848. Von Paul Louis.( Schluß.) Von Dr. med. Georg Wagner. Feuilleton: das habe die Organisationsbildung wesentlich erleichtert. Später Briefe von Karl Marx an Dr. 2. Kugelmann.( Fortsetzung.) bestanden in vielen Städten des Westens und des Ostens Lokal- Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch: vereine, deren ungeschriebener Ehrenkoder genau so streng inne- handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro gehalten wurde wie das peinlichste Vereinsstatut. Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die Neue Zeit" unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft fostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Aerzte und Krankenkassen. Die erste Anregung zur Bildung eines centralistischen Verbandes ging von New York, Boston und Philadelphia aus. Diese Lokal- nur vereine schickten im Jahre 1850 Cirkulare an die Schwestervereine und Inden diese ein zu einer Nationalfonvention( Kongreß) der Buchdrucker. Diese tam am 2. Dezember 1850 in New York zu stande; auf derfelben waren die 5 Staaten New York, New Jersey, Pennsylvanien, Maryland und Kentucky mit 18 Delegierten vertreten. Der zweite Kongreß, der erst am 12. September 1851 in Baltimore zu stande fam, war von 28 Delegierten beschickt. Hier wurde die Gründung perfekt, die Statuten unterzeichnet. Am 3. Mai 1852 endlich wurde in Cincinnati der dritte Kongreß abgehalten; auf ihm ivaren 17 Vereine vertreten, 14 davon traten zu dem neuen Verband über. Der Verband umfaßt gegenwärtig auch die deutsch- amerikanischen Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. = Mittwoch, den 13. August. Neues Opern Theater.( Kroll). Die Geisha oder: Eine japanische Theehausgeschichte. Anf. 71% Uhr. Im Liederspielhaus: Offenbach Cyclus. Paimpol und Perinette. Die Savoyarden. Fritzchen und Lieschen. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Weber. Anfang 712 Uhr. Lessing. Dame Kobold. 712 Uhr. Anfang Berliner. Mt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Westen. Die Brautlotterie. Anfang 71 Uhr. Metropol.( Morwitz- Oper.) Traviata( Die Dame mit den Kamelien). Anfang 8 Uhr. Menes. Ledige Leute. Anfang 8 Uhr. Carl Weik. Gefallene Mädchen. Hierauf: Ste. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten Vorstellung. Anf. 712 Uhr. 0 Secession. Silbersteins Flitter: wochen. Anfang 8 Uhr. Wolzogens Buntes Theater. ( Ueberbrettl.) Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. SpecialitätenVorstellung. Anfang nachmittags 3 Uhr. Paffage Panoptikum. Specialt täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Metropol- Theater Morwitz- Oper. Anfang 8 Uhr. Vorletztes Gastspiel Franceschina Prevosti. Traviata. ( Die Dame mit den Kamelien.) Donnerst.: Die verkaufte Braut. Freitag: Abschieds- Vorstellung Franc. Prevosti: Der Barbier von Sevilla. Sonntag: Letzte Opernvorst. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Um 8 Uhr: Die grossartigen Specialitäten. Um 9 Uhr: Lysistrata Kasseneröffnung 7 Uhr. Fröbels I Allerlei Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Heute: Gr. Elite- Tag. Kommen! Sehen! Hören! Staunen! Freitag letztes Auftreten Carl Braun. Dazu die einzig dastehenden 12 Kunststerne! Um 8 Uhr: Das große Volksstück Unser Goldjunge. Die ( Stuttgart, Dietz' Verlag) ist uns soeben die Nr. 17 des 12. Jahrgangs zu Von der Gleichheit", Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Aufruf des Parteivorstandes. Aufruf der Vertrauensperson. Frauenbewegung in Italien. Von Dr. Robert Michels. Die Lage der Arbeiterinnen in der Bürstenindustrie. Von A. Naith. Die gewerkschaft: liche Agitation unter den Arbeiterinnen. Von Martha Tietz.( Schluß.) Feuilleton: Aus der Bewegung. Das Versammlungsrecht in Bayern. Neue Sklaven. Gedicht Arbeiterhymne. Gedicht von Carl Mönkeberg. von Alfred Meißner. Notizenteil: Frauenarbeit auf dem Gebiet der Industrie, des Handels und Verkehrswesens. Gewerkschaftliche Arbeite: rinnen- Organisation. Frauenstimmrecht. Frauenbewegung. A6: rechnung der Vertrauensperson der Genossinnen Deutschlands. Urania. W. Noacks Theater. Achtung! Brunnenstraße 16. Täglich Vorstellung. Tauben- Strasse 48/49. Das tanzende Berlin. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. CASTANS Panoptikum Das Friedrich- Strasse 165. berühmteste Wachsfiguren- Kabinett der Welt. Beachtenswerte Neuheit: Lebende Bilder, ausgeführt v. einem Ensemble junger, schöner Damen. Bosse mit Gesang und Tanz Leopold Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1902 unter Nr. 3051) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Beſtellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. „ Wahre Der„ Wahre Jacob" hat foeben die Nr. 17 seines 19. Jahrganges erscheinen lassen. In der Beilage enthält die Nummer einen Nachruf für den verstorbenen Genossen Manfred Wittich aus der Feder seines persönlichen Freundes E. Wurm. Dent Artikel ist ein Porträt Wittichs beigegeben. Des weiteren enthält die Beilage einen Artikel über Nikolaus Lenau zu deffen am 13. August stattfindenden hundertjährigen Geburtstag. Auch dieser Aufsatz ist mit einem Porträt Lenaus ausgestattet Aus dem Inhalt der Nummer heben wir sodann die beiden farbigen Bilder„ Schlauchführer Posa" und„ Aus Mecklenburg", sowie das Vollbild Der Kampf gegen die Bolen" und die Illustration" Der fleißige König" hervor. Der tertliche Teil der Nummer bringt noch die Gedichte zur Arbeit" von Clara Müller)," Junter- Elegie"," Immer jemütlich"," Der Esel in der LöwenHaut" und außer einer Anzahl fleinerer Scherze noch das Feuilleton„ Bur hessischen Wahlreform". Der Preis der 10 Seiten starken Nummer ist 10 Pfennig. Das soeben erschienene 8. Heft der Annalen des Deutschen Neiches J. Schweizers Verlag( Arthur Sellier) enthält: Ueberblick der Steuerreform in Elsaß- Lothringen. Von Erich Aron, Straßburg. Zur Würdigung Berlin. der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Terminhandels. Von Dr. G. Wermert, Das Verhältnis zwischen Luxemburg und dem Deutschen Reiche hinsichtlich des Branntweinverkehrs. Von Dr. G. Schmauser, München. Die Arbeiterversorgung. Organ des Centralverbandes von Orts: Krankenkassen im Deutschen Reiche. Herausgegeben von Dr. jur. P. Honig mann. Generalregister zum 13. bis 18. Jahrgang. 1896 bis 1901. Grune wald Berlin. A. Troschel. 6 M. Geb. 8 M. für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft( München, Socialisme de Gouvernement et Socialisme Revolutionnaire.( Gouvernementaler und revolutionärer Socialismus.) Par Charles Rappaport. Avec une Préface d'Edouard Vaillant. Paris 1902, Rue Rodier.( Bibliothèque du Parti Ouvrier Français.) Preis 0,50 Fr. Töpfer. Achtung! Donnerstag, den 14. August 1902, abends 6½ Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: ne teine Männer! Oeffentl. Versammlung Burleste mit Gesang von Gericke. Jm Saal: Tanzkränzchen. Sanssouci 196/12 Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig. Witterung im Saal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen, Tanz frei! Anfang Sonntags 5 Uhr, Entree 30 Pf., ab 9 Uhr 20 Pf. Anfang Wochentags 6 Uhr. Entree 30 Bf., ab 9 Uhr 20 Pfg. Passage- Theater. Schweizer Garten Alice Markert. Darstellerin kom. Volkstypen. Willy Prager z. 3. Male prolong. Kinematograph: Krönungsbilder. 16 erstkl. Nummern. Passage- Panopticum. Die wahrsagende Wunderspinne. Arab.Fakiere.Marionetten- Theater. OOLOGISCHER CARTEN Täglich nachmittags 5 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 M., ab 6 Uhr abends 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Gefallene Mädchen. Berliner Sittenbild in 4 Att. v. Schäfer. Hierauf: ,, Sie". Nachtscene in i Aft von Schäßler- Berasini. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freitag: Das Schloß am Meer. Ju Garten: Kinderfreudenfest. Neue Specialitäten. 5 Uhr. Prater- Theater 0 Kastanien Allee 7-9. Täglich: Johanniszauber. Am Königsthor 42022* Am Friedrichshain Täglich: Theater- und SpecialitätenVorstellung. V der Töpfer Berlins und Umgegend. Der Einberufer: Albert Neumann. Tages Ordnung: 1. ,, Wann treibt der Arbeiter Streitbruch?" 2. Diskussion. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Verein im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 14. August, abends 82 lhr, in den Johannissälen, Johannisstraße Nr. 20, General Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorsitzenden, des Kassierers und der Revisoren. 2. Bericht der Vertrauenslente, Lokal, Preß und Agitations: fommission. 3. ,, Wie gestalten wir in Zukunft die Agitation im fünften Kreise?" 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 245/12 Der Vorstand. Elektromonteure! Täglich bis 7 Uhr: Freier Damentanz. Mittwoch, den 13. Auguft, abends 8½ Uhr, bei Nümann, Jeden Abend 10 Uhr: Brunnenstr. 188: Die Ballettschule. Grosse öffentl. Versammlung. Große Gesangspoffe mit Tanz v. Anno. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstr. 58. Was sagen Sie nun? Berlin wie's bantu. kracht ist der größte Schlager ge: worden! Außerdem das große Sensations Programm. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Bf. Vorzugskarten haben Gültigkeit. Kaffeeküche. Ball. Ab 16.: Der phänomenale Verwandlungskünstler Carl Braun stellt 36 Personen dar. Wintergarten. Wieder- Eröffnung: Sonnabend, 16. Aug. 1902. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Les Silvas, Portugiesische LeiterEquilibristen. Amerikanische Josie de Witt, Sängerin und Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Rofix, athletische Produktionen. Karl Meister, Tenorist vom k. k. priv. Carl- Theater in Wien. Helene Gerard, Hohe Schule vor dem Dogoart". Sari Fedak, Sängerin vom Ungar. Theater in Budapest. Die Kellino- Truppe. Span. Akrobat. Claudine Polaire, Pariser Sängerin. W. C. Fields, komischer Jongleur. Cléo de Mérode, Tänzerin von der grossen Oper in Paris a. G. in der Tanzscene„ Das verschleierte Bild." Operetten Burleske in 4 Bildern von M. Gericke. Musik von Schmidt. Hedwig Döring, Rostüm- Soubrette. ,, Biograph", Eugen Milardo, Tanzhumorist. Cirkus Loyal. Leodiskas Kakadus, Tagesordnung: 1. Der Verlauf des Streits bei der Firma Hardegen& Comp. Referent Kollege Holz. 2. Diskussion. Um vollzähliges Erscheinen ersucht 58/9 Der Einbernfer. Agtung! Moabit. Attung! Am Mittwoch, den 13. August cr., abends 8% Uhr, in Ahrends Brauerei, Thurmstr. 25/26: Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-1/ 2Uhr Britton, MarSteidl ( Meysel, Pietro, Krone, Böhme, Böck mann, Plättner 2c. NUR EO IN DESER FLASCHE KYMEX BESTES ABSOLUT SICHERES Volks- Versammlung WANZENVERTILSUNGS Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abg. H. Peus über:„ Zweck und Nutzen der Konsumvereine für die arbeitende Bevölkerung". 2. Diskussion. 126/9 Der Einberufer: Wilhelm Lamm. Achtung! Zimmerer. Achtung! Central- Kranken und Sterbekasse der Zimmerer. ( Eing. Hilfst. Nr. 2, Hamburg.) Dertliche Verwaltung Berlin. Freitag, 15. August, abdo. 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 8: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1902. legenheiten, 2. Verschiedene Kaffenange 259/ 12* Der Vorstand. J. A.: R. Schröder, Tilsiterstr. 82. + Frauen- Vortrag,++ morgen Donnerstag, Andreasstr. 26, über: Frauenleiden. Freitag, den 15., Männer- Vortrag über: Männerleiden. abends 82 Uhr: Kommandantenstr. 20, 48126 Referent: Naturheilt. Grundmann. aturheilverein Reform, Kuranstalt, Köpenickerstr. 72. Der Vorverkauf findet Lese- u. Diskutierklub ,, Süd- Ost" Jm Brachtsaal: Gr. Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. tomische Reckturner. The Elrados. täglich an der Kasse des WinterFreitag: Abschieds- Benefiz für Carl Mdm. Georgette, Feuer: u. Flammen- gartens in der Zeit von 9 Uhr Auftreten des Direktors tanz. Lebende Photographien. vorm. bis 6 Uhr nachm. statt. ( Neue Serie.) Konzert. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., numerierter Kalbo. Platz 50 Pf. Braun. Wilh. Fröbel. Max Kliems Sommer- Theater. Hasenheide 13-15. Artistischer Leiter: Gust. Bock. Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: Specialitäten- Vorstellung Gr. Konzert, TheaterJeden 1. und 15. d. Monats: Wechselndes Programm! Donnerstag: Elite- Tag. und SpecialitätenVorstellung. Sommertheater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Heute Mittwoch: 2. Großes Ernte- Dankfest nach ländlicher Art und Sitte. Kinderbelustigungen mit Preisverteilung. I. Preis: 1 Lebende Gans. Entree 10 f. Kinder erhalten dafür Müze oder Schärpe gratis. Tanzkränzchen frei. Donnerstag, den 14. Angust er., abends 8½ Uhr: Vortrag des Genossen Raeder. Um rege Beteiligung( auch Gäste) ersucht Der Vorstand. Hasenhelde 108/114. Neue Welt. Arnold Scholz. Mittwoch, den 13. August 1902: 42280* Grosses Ernte- Fest Gratisverlosung: Hauptgewinn für Knaben: Eine filberne Herrenuhr. Hauptgewinn für Mädchen: Eine goldene Damenuhr. SpecialitätenVorstellung. Anfang des Konzerts 4 11hr, der Vorstellung 5 Uhr. Eintritt 15 Pf. Staffeeküche. 3 Kegelbahnen. Ruff. Rutschbahn. Morgen: Elite- Tag. Monstre- Feuerwert. Montag, den 25. August: Benefiz Hoffmann. -MITTEL DER WELT GES GESCH ZU HARE AN IN ROJEGUJAEE a Flasche M. 0,75, 1,50, 2,00. General- Depot für ganz Deutschland: Robert Paul& Opitz, Berlin S. 53. 48192* Brillen und Pincenez fachgemäss angepasst u.vorzügl. sitzend, findet man in jeder Ausführung in dem Institut für Präcisions- Optik von Ernst Riek, Inh. C. Buttendorff, BERLIN N., Weinbergsweg 15b, zweites Geschäft v. Rosenth. Thor. Reise- u.Theatergläser v. 4,50 a. Merkur: Specialglas, gross, mit Gläsern, Compass, Etuis, und Riemen, ff. vernickelt, 12 Mk. 8 2 Alle Wanzen sterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod, in Fl. 0,50, 1 mM. Schwaben, Russen, Franzosen 2c. werden durch mein Bulver vollständig vernichtet. Schtl. 0,30, 0,60, 1. [ 47862 Zahlreiche Anerkennungen. 1000 Mark Belohnung zahle ich demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein echt bet Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstrasse 18, Gde Veteranenstraße. Deutscher Verband der im VergolderMetallarbeiter- Verband gewerbe besch. Arbeiter u. Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Hermann Wilscher am 10. d. M. nach langer Krankheit gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 13. Aug., nachm. 4 Uhr, Arbeiterinnen Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Todes- Anzeige. Am Montag, den 11. August, ber: starb nach langem Leiden unser Ver: bandskollege, der Versilberer Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, baß unser lieber Sohn und Bruder, ber Schriftfetzer Paul Neumann am 13. d. Mts., früh 5 Uhr, nach langem Leiden im 37. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, den Mts., 42 Karl Struss 15. b. 18., 4½ Uhr, von der Leichen: halle in Rixdorf, Hermannstr. 190, aus statt. im Alter von 36 Jahren. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Freitag, den 15. d. M., nachmittags Uhr, von 13976 Unverfälscht. Deutscher vom Trauerhaus Strelizerjir. 11 ang ber palle bes strankenhauses autürban Honig! Bienenhonig, best. Qualit. nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen Allee. Rege Beteiligung erwartet 119/1 Die Ortsverwaltung. aus nach dem Emmaus- Kirchhofe statt, verf. die 10 Pfunddofe zu 6,50 M., 5 Pfd. und erwartet eine zahlreiche Be: 4 M. franko. Garant. Rücknahme. teiligung Augustfehn, Oldenbg. Der Vorstand.[ 226/ 7E. Reil, Norden, of 3. Ziehung 2. Klaffe 207. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 2001 40 118114 44 262 65 75 347 77 92 984 93 Biehung vom 12. August 1902, vormittags. Nur die Gewinne über 116 r. nnd den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 225 89 356 504 752 817 1014 50 237 78 303 474[ 300] 514 17 731 2017 25 245 462 66 90 538 828 927 55 3102 32 247 313 16 508 44[ 2001 605 10 26 56 958 4192 326 63 454 74 506 27 45 678 800 10 5064 423 89 531 96 653 937 68 6355 648 821 72 7004 40 115 265 328 58 542 45[ 200] 727 32 8141 77 332 77 401 31 43 56 83 542 605 [ 200] 732 90 861 65 938 9066 314 15 70 448[ 200] 514 16 615 37 42 777 811 86 10030 161 84 209 18 303 6 421 22 87 638[ 300] 711 857 938 11025 235 312 429 32 633 97 876 938 77 12289 360 97 407 59 78 96 666 90 836 79 13038[ 200] 339 90 96 429 654 765 938 14042 161 95 289 550 79 92 662 779 952 59 15029 77 89 114 365 655 796 831 40 924 82 16228 321 44 480 705 816 71 916 17041 310 420 659 731 879 18082 258 434 39 64 613 63 844 59 19273 357 449 528 621 746 923 20155 67 216 390 505 21022 33 178 385 97 474 656 863 66 85 900 31 22257 60 333 482 703 851 915 24 23107 12 234 65 312 48 421 512 610 749 956 24034 160 85 310 483 614 990 25144 228 57 69 343 61 536 841 975 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999 204451 570 955 205053 263 370 400 36 61 529 783 906 206194 525 207202 414 63 582 87 612 745 828 62 874 95 986 89317 95 541 610 712 888-69 897 92055 798 861098311372 231 234 384 794 936 209109 19 87 90095 99 138 665 713 980 91180 762 93060 253 640 95481 520 701 97265 448 667 162 95 399 670 725 51 78 819 915 49 836 94126 54 206 382 617 64 885 96090 211 459 69 526 60 650 51 56 838 85 928 53 98049 99101 276 531 691 357 87 495 544 647 745 890 100112 503 96 838 101163 208 64 311 483 715 102412 511 792 976 87 103185 328 430 760 68 968 104052 191 342 524 687 700 898 105157 557 687 789 983 106115 228 326 53 92 464 693 780 861 944 50 107536 56 668 746 860 108035 98 568 109079 336 95 462 695 824 996 110184 315 422 654 755 111301 20 522 883 99 112081 91 356 434 560 623 42 768 966 79 113134 64 248 54 325 47 93 913 114001 108 78 498[ 500] 571 5Kleine Anzeigen. 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September b. 3. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Vermietungen. Wohnungen. Vorderwohnung, 2 Stuben, Kitche Sorridor, 1. Oftober vermietbar Landsberger Allee 44. Zimmer. 13796 Mamfells auf Jacketts verlangi Weise, Picklerstraße 22. 1404b Mamsells auf Jacketts und Capes verlangt Kuhn, Kolbergerstraße 13. Nollerin, geübte, verlangt sofort Central- Dampf- Waschanstalt, Kreuz12468* bergstraße 7. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 f. pro Zeile Babewig, 1 oder 2 Herren, vermietet Witwe Achtung! Holzarbeiter! Arbeitsmarkt. Gesperrt find folgende Werkstätten für Tischler, Einsetzer, Maschinenarbeiter und Boliver: A. Schulz, Krautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Rimbel u. Friedrichsen, Yortstr. 43. Kimbel u. Friedrichsen, Yortstr. 59. Ferdinand Wolf, Waldemarstr. 27 und Bethanien- Ufer 6. Luy u. 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Schirn, Weissensee, Königschaussee 74, haben sämtliche Gesellen wegen Lohndifferenzen die Arbeit Die Ortsverwaltung. Achtung! Bergolder! In Czersk W.-Pr. ist den Werk führern gefündigt, weil dieselben fich den Abzug von 312 resp. 108 Mart pro Jahr nicht gefallen ließen. Wir bitten jeden Kollegen, der sich dort binden will, im eignen Interesse wahrheitsgetrente Austunft von den Unterzeichneten einzuholen. 13735 Br. 187. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 13. Auguf 1902. An die Krankenkassen- Mitglieder Berlins und der Vororte. 3 wiederum mit Wir machen hierdurch bekannt, daß der Apotheker Brandes N., Rügener str. 21( 2uisen Apotheke), uns einen Vertrag geschlossen hat, auf Grund dessen er den Krankentassen 20 Proz. Rezepturrrabatt und andre Vergünstigungen gewährt. Herr Brandes hat uns außerdem Sicherheit dafür geleistet, daß er nicht wieder einseitig von dem Vertrage zurücktritt. Es stehen daher nunmehr wiederum zwei Apotheken, bon in zwei, drei Sonntagen ist eine halbwegs kulturfähige Laube fertig. Der Doktortitel. Mit einem gerade an dieser Stelle unSchließlich bleibt dem Besitzer dann noch übrig, sein neues Heim vermuteten Eifer müht sich die hiesige Universität, der Titelbei der Baupolizei anzumelden und diese davon zu überzeugen, sucht zu steuern. Bisher galt der Dottortitel immer noch der Erde ruht, und daß er keine Sentgrube oder sonstige großes Stück geistiger Anstrengung und nicht im wesentlichen durch daß der Bau transportabel ist, das heißt nicht auf Pfählen in als derjenige, vor dem man am meisten Respekt haben müsse, weil er im Gegensatz zu andern Prädikaten durch ein mehr oder minder borschriftswidrige Abortanlage enthält. Gekrönt wird der Bau Bugehörigkeit zur fonservativen Partei oder durch polieiner lustig flatternden Fahne. 8u arbeiten giebt es tisches wohlverhalten usw. erworben werden muß. Nun auch in den zwischen Aussaat und Ernte liegenden Monaten wird der Berl. Wolfsztg." berichtet: immer genug. Tagtäglich fast ist das Land zu begießen, auch muß das Unkraut gejätet werden, dann ist wiederum eine Bank herzudie Prinzen- Apotheke, N., Prinzen- Allee 69( Boesenhagen) richten und schließlich will auch die Laube einen ansprechenden grünund die Luisen- Apotheke, N., Rügenerftr. 21( Brandes), weißen Delfarbenanstrich haben. Dafür kann aber auch die zur Verfügung, deren Bevorzugung beim Arzneibezuge den Kranken- Familienmutter mit den Kindern bei einigermaßen erträglichem faffen- Mitgliedern im Interesse der Kassen, und in ihrem eignen etter den ganzen Tag im Freien zubringen, und selbst das Abendbrot Interesse nur dringend empfohlen werden kann. Kassenrezepte werden in diesen beiden Apotheken ohne vorherige Barzahlung auf Kredit angefertigt. Wir empfehlen weiter die rege Benutzung der von uns zunächst in Berlin N und Pankow eingerichteten Recept- Sammelstellen. 1. Fischer, Lothringerstr. 26. 2. Kapell, Brunnenstr. 118. 3. Richter, Reinickendorferstr. 61. 4. Schulz, Müllerstr. 166 a. 5. Went, Chausseestr. 7. 6. Wohlgemuth, Ackerstr. 69. 7. Buchmann, Mühlenstr. 17 in Bankow. 8. Rosemann, Brehmestr. 65 in Bantow. wird, wenn der Vater von der Arbeit heimgekehrt ist, bei günstiger Lage der Laube oft in dieser Sommerfrische genossen. Kommt dann die Zeit der Ernte, dann ist die Freude am Ertrag nicht gering, mag auch das Quantum reifer Kartoffeln und Schoten noch so winzig aussehen. Freilich wird die Freude dem Kolonisten oft genug gründlich versalzen durch die Botschaft, daß es mit der Kolonie für nächstes Jahr zu Ende sei, da das Land aufgeteilt und der Bebauung erschlossen werden solle. Ein Stück Laubenland nach dem andern muß den Mietstasernen Platz machen und immer schiverer wird dem Berliner Arbeiter das Behagen an seiner Sommerfrische gemacht. Bei einer öffentlichen Doktorpromotion, die am 7. d. M. an der Berliner Universität stattfand, äußerte sich der derzeitige Defan der juristischen Fakultät über zwei Thatsachen, die über den Kreis der zunächst Beteiligten hinaus Interesse erregen dürften. Er wies darauf hin, daß Studierende, die mit einem nicht humanistischen Reifezeugnis versehen sind, zwar zum Jurastudium zugelassen werden müßten; die Berliner juristische Fakultät sei aber übereingekommen, solche Herren zum Dottoregamen nicht zuzulassen. von ge Wenn dieser Grundsatz an der Berliner Universität durchgeführt werden sollte, dann würde hier die Berechtigung zum Tragen des Doftortitels von dem rein äußerlichen, außerhalb der geistigen Befähigung des Bewerbers liegenden Umstand abhängig macht, Studierende daß der in seiner Bennälerzeit ein und humanistisches Gymnasium besucht hat nicht etwa einem Reform- Gymnasium, einem Real- Gymnasium oder einer Ober- Realschule herkommt. Scheidet man so bei der Erteilung des Doktortitels die geistige Qualifikation im gewissen Grade aus, so muß die Achtung vor diesem Titel beAlle nicht eiligen Rezepte auch solche für den sonders in jenen weiten Volksschichten herabgemindert werden, wo Familienbedarf! sollten thunlichst diesen Sammelstellen Im Grimmpark man mit Recht für den Stolz auf alle andren Titulaturen nur ein überwiesen werden; die betr. Arznei wird dann binnen fürzester Zeit ist an der Urbanstraße der sogenannte Wrangelbrunnen auf- mitleidiges oder spöttisches Lächeln übrig hat, den Doktortitel aber den Kranken ins Haus geliefert, und zwar Kassenmitgliedern gestellt worden, der bisher am Südende der Siegesallee gestanden feines besonderen Ursprungs wegen im vollen Maße gelten ohne Verauslagung des Betrages. Wir weisen dabei hatte und dann dem Roland hat weichen müssen. Die Bewohner läßt. noch auf folgendes hin: es ist uns bekannt geworden, daß neuerdings der dem Grimmpark benachbarten Straßen wundern sich, daß der Ein Opfer feines Bernfes ist der Zimmerer Joseph einige Apotheker, insbesondere in Berlin N, hinter dem Rücken ihrer Brunnen, mit dessen Aufstellung vor nun fünf Monaten begonnen Sowinski, Thaerstr, 24 geworden, als er am vergangenen Freitag Kollegen doch Kassenrezepte auf Kredit anfertigen und den dafür wurde, immer noch nicht fertig ist. Gearbeitet wird schon auf dem Neubau Steinicke in Straße 40 beim Balkenauffahren thätig fälligen Betrag dann ihrerseits bei benachbarten Droguisten ent- feit langem nicht mehr daran, aber auch der Bauzaun, der ihn um- war. Er stürzte von der Brücke in die untere Etage und zog sich nehmen. Soweit dabei nur eilige Verordnungen in Frage giebt, wird nicht beseitigt. Es heißt, daß erst noch ein Rohr gelegt eine große Schädelwunde sowie schwere innere Verlegungen zu. Der kommen, kann uns dies gleichgültig sein, nicht eilige Rezepte werden muß, das dem Brunnen das erforderliche Wasser zuführen Bedauernswerte wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain aber sollten auch diesen Apotheken nicht übergeben werden, soll. Wann das geschehen wird, weiß niemand. geschafft, woselbst er jetzt in hoffnungslosem Zustande daniederliegt. sondern bei Boesenhagen oder Brandes oder Daß die Besucher des Grimmparts auf ihren Brunnen so langere Die letzten diesjährigen Ferien- Sonderzüge werden, woran in einer der Rezept- Sammelstellen abgegeben warten müssen, das wäre am Ende noch zu ertragen. Schlimmer nochmals kurz erinnert werden mag, in dieser Woche zur Ablassung werden. Nur dann nämlich kommt für diese Rezepte die uns von ist, daß ihnen in demselben Augenblick, in dem mit dem Bau des gelangen. Am nächsten Donnerstag, den 14. d. Mts., geht der Boesenhagen und Brandes zugestandene 20 Proz. Preisermäßigung Brunnens begonnen wurde, die neben dem Bauplatz( aber außerhalb letzte Hamburger Sonderzug vom hiesigen Lehrter Hauptdes Bauzannes) stehende Bedürfnis anstalt entzogen wurde. bahnhofe ab, derfelbe bietet Anschluß an die Nordseebäder HelgoDie Anstalt steht zwar noch heute, aber sie fest vernageltland, Westerland, Wyk, Amrum, Norderney feit 5 Monaten! Bermutlich soll sie einmal von hier beseitigt und Freitag, den 15. b. Mts., folgen die Ferienzüge nach Dresden an einer andren Stelle des Parts wieder aufgestellt werden, weil sie und Schandau, nach München( Kufstein, Salzburg, Reichenhall mit dem Brunnen schlecht harmonieren würde. Warum man da wohl und Lindau), nach Frankfurt a. M.( Salzburg, Freiberg, Basel, die Anstalt sofort vernagelt hat?! Die Besucher des Parks helfen sich Konstanz, Schaffhausen 2c.), Abfahrt vom Anhalter Bahnhofe, seitdem in der Weise, daß sie ihre Bedürfnisse neben der Anstalt verrichten. Infolgedessen hat sich hier ein Schmugwinkel nach dem Riesengebirge( Friedeberg a. Queis, Schmiedeberg oder Petersdorf) und endlich nach den Ostseebädern( Kolberg, gebildet, der buchstäblich alum Himmel stinkt. Weder die Swinemünde, Rügen 2c. Abfahrt 8.40 bezwv. 8.45 vormittags vom Barkverwaltung noch die Straßenreinigungs- Verwaltung scheint an Stettiner Bahnhof aus.) zu erwähnen ist dann noch der Sonderzug zu beachten: Berlin SO: A. Hoffmans Festfäle, Benghof- fonst würde man doch wohl längst eine Kenderung herbeigeführt Lehrter Hauptbahnhof ab) und als allerlegter diesjähriger Sonderzug Zur Lokalliste. Die Parteigenossen werden ersucht, folgendes diesem skandalösen Zustand bisher Anstoß genommen zu haben; zur Düsseldorfer Ausstellung( am 15. d. Mts., abends 10.15 vom straße 8, find für Versammlungen usw. frei. – Schöneberg: Das haben. Die Straßenreinigungs- Verwaltung ist darüber unterrichtet; fäme endlich noch der zweite Düsseldorfer Bug in Betracht, der am Lokal„ Wilhelmshof". Ebersstr. 80, ist von der Liste zu streichen, denn sie läßt die Urinpfüßen regelmäßig mit Desinfektionspulber Freitag, den 22. b. W., abends 104 Uhr, vom hiesigen Lehrter da der jetzige Inhaber sich weigert, seine Räume zu Versammlungen bestreuen, wodurch aber der Gestank nicht beseitigt wird. herzugeben. Buch( Bezirk Weißensee): Die Lokale von Geiger müssen wir die Aufmerksamkeit der beteiligten Verwaltungen, in onderzugfarten wird bereits am 14. bezw. 21. d. Mts. geschloffen. Noch auf eine andre Beigabe des famosen Wrangelbrunnens Hauptbahnhof abgelassen werden wird. Der Verkauf der zehntägigen und Albrecht sind als frei zu bezeichnen. diesem Fall der Park- und der Tiefbauverwaltung, hinlenken. An dem Harmoniedusel unter den Straßenbahnern. Vor einigen. Fangschleuse: August Kotwich, Berkehrslokal. Stolp. Bauzaun befinden sich an zwei Stellen zusammen 20 Nägel, Tagen hatten die Straßenbahn- Angestellten vom Bahnhof Schöneberg brügge: Wilhelm Lehmann, frei. Alt Buchhorst: die von innen nach außen getrieben sind und mit ihren nicht um ein Familienfest in Tegel arrangiert. Das Lokal von Haase ist für die Arbeiterschaft frei. Zur Beförderung der zahl geschlagenen und start verrosteten Spigen 1-2 Centimeter herausreichen Teilnehmer stellte die Direktion auf das Ansuchen der Fest Die Lotal Kommission. ragen. Die Nägel stehen in Reihen, die von der Oberkante des Rigdorf. Lei Klemke, Bergstraße 136, findet heute abend Baunes bis auf den Erdboden hinabreichen. Die unteren Nägel leiter den Leuten eine Anzahl Motor- und Anhängewagen zur Ver81/2 Uhr, eine Versammlung des Wahlvereins statt, in bilden für die zahlreichen kleinen Kinder, die im Park spielen, fügung, das heißt nicht etwa umsonst, sondern gegen bare Bezahlung welcher Genosse Dr. Borchardt über Arbeitslosen Vereine schwere Gefahr. Es ist unerhört, daß diese Nachlässigkeit von 15 M. pro Wagen. Als nun in dem allgemeinen Festtrubel die sicherung einen Vortrag halten wird. dem verantwortlichen Beamten der Bauverwaltung bisher ent- bekannte gehobene Stimmung Blaz gegriffen hatte, da muß in die in Anrechnung. Die Verhandlungen über die Errichtung von Rezept- Sammelstellen in Berlin NO., in W. und SW. sowie in Schöneberg und Charlottenburg gelangen voraussichtlich binnen 8 Tagen zum Abschluß, und werden wir dann weiteres bekannt machen. Centralkommission der Krantentassen Berlins und der Vororte. Berliner Partei- Angelegenheiten. Bezirk Erkner: D Ober- Schöneweide. Heute, Mittwochabend 8 Uhr, findet bei gangen ist. Kaufholt eine Versammlung des Wahlvereins statt. Vortrag des Genossen Miethke: Welchen Standpunkt muß der moderne Arbeiter zur Alfo hoffrage einnehmen?" Ausgabe der Billets zum Vereinsvergnügen am 6. September. Zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen mit Frauen wird erwartet. Tokales. Laubenleben. 2C.; am Macher des Ganzen plöglich irgend etwas hineingefahren sein. Nach berühmten Mustern schickten sie nämlich eine Depesche an die Direktion, In Sachen des Kaufmanns Both, welcher durch den Kranken- in der sie ihre loyale Gesinnung ergebenst beteuerten und gleichzeitig pfleger Striſten in der Irrenanstalt erzberge in einer das ihren tiefgefühlten Dank für die Hergabe der schwerberappten Wagen Leben gefährdenden Weise gemißhandelt worden sein soll, hat die aussprachen.- Mehr kann die Direktion wirklich nicht verlangen. taatsanwaltschaft am fönigl. Landgericht II Berlin auf die Anfrage des den beurlaubten Decernenten vertretenden Geheim- Von solchen Leuten braucht sie keine Lohnforderung, geschweige denn rats Friedel erwidert, daß sie gegen den Wärter einen Streit zu befürchten. Gleichsam als Antwort auf diese von Kristen wegen Vergehens gegen die§§ 223 und 226 demütiger Ergebenheit triefende Dankesdepesche wird jezt vont des Strafgesetzbuches die Anklage erhoben habe. Bahnhof Tegel aus eine Verfügung der Direktion bekannt, Der erſterwähnte Paragraph behandelt die einfache, leichte Körper- laut deren der Anstellungs Etat von jest ab Nichts ist thörichter als das dumme Gerede, daß dem Berliner, verlegung, welche das Gesez mit Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren um 10 Prozent zu verringern ist. Welche Freuden dem Weltstädter, der Sinn für die Natur fehle. Gewiß mag es oder mit Geldstrafe bis zu 1000 M. bedroht; der§ 226 St.-G.-B. fprünge werden wohl die loyalen Angestellten von Schöneberg dagegen umfaßt die schwersten Arten der Körperverletzung, die richtig sein, daß das Großstadtkind manchmal nicht zu unterscheiden nämlich, durch welche der Tod des Verlegten verursacht machen, wenn ihnen demnächst von der väterlich sorgenden Direktion weiß zwischen Weizen und Roggen, und daß es, in einen Wald ge- worden ist; in diesen Fällen darf nur auf Gefängnis oder der Brotkorb wieder höher gehängt wird. führt, weder Buche noch Ahorn kennt. Aber dieser Mangel liegt an 3uchthaus und zwar von mindestens drei Jahren Dauer Einer eingehenden Besichtigung unterworfen wurde die Fehlern und Schwierigkeiten, an denen das Kind keine Schuld erkannt werden. Für die Aburteilung der leichteren Körperverlegung Müllabladestelle der Gesellschaft Staubschutz" am Bahnhof Beuffel trägt. Wer das Leben und Treiben in dem Kranz find die Straffammern bezw. Schöffengerichte zuständig, die Körper- straße von einer fünfgliedrigen Kommission des Polizeipräsidiums. der Laubenstädte betrachtet, die rings betrachtet, die rings um Berlin gelagert verlegungen aus§ 226 gehören vor die Kompetenz der Schwur- Die Anwohner hoffen, daß der auf Grund der Besichtigung zu er find, der wird bald eine geradezu rührende Anhänglichkeit an das gerichte. Der Erste Staatsanwalt am Landgericht II hat denn stattende Bericht zu einer baldigen Abfuhr der Abfuhrgesellschaft find, der wird bald eine geradezu rührende Anhänglichkeit an das auch seiner Mitteilung an den Magistrat hinzugefügt, daß über die führen werde. Eine Abordnung der Anwohner hatte beim Polizei bißchen Grund und Boden wahrnehmen, das der Berliner Arbeiter Anklage gegen Kristen das Schwurgericht am Landgericht II präsidenten eine Audienz nachgesucht, um persönlich die Beschwerden. mit Sorgfalt bepflanzt und pflegt, der wird finden, daß, je schwerer werde zu entscheiden haben. Aus der Mitheranziehung des§ 223 vorzutragen. Der Abordnung hat sich der in der geschädigten Gegend dem Proletarier sein Stück Kolonisationsarbeit gemacht wird, um so des Strafgesetzbuchs( leichte Körperlegung) kann gefolgert werden, daß ansässige Arzt Dr. Hanet angeschlossen, deffen Bedenken besonders inniger der Kultus ist, den er hier der Mutter Natur weiht. eine Mißhandlung des Kaufmanns Both durch Kristen schon hervorhebt, daß es ganz unstatthaft erscheine, einen Stadtbahnhof, Es ist gar nicht so einfach und wohlfeil, Inhaber eines Stückes durch die Boruntersuchung festgestellt ist. Der Haupt auf dem täglich Tausende von Personen verkehren, dem dauernden Laubenland zu sein. Das bißchen Bacht für die 2-300 Quadrat zeuge ein Wärter, welcher der Anstaltsdirektion sofort Staub und Gestank dieser Abladestelle auszufezen. Außerdem laufen meter, die dazu gehören, ist noch das wenigste im Etat. Zu den Mitteilung von der Ausschreitung des Kristen machte, hat ausgesagt, gegenwärtig bei den Anwohnern der Beussel- und Siemensstraße daß Kristen sich bei der Mißhandlung der Faust bedient habe; über Protestlisten um, die ausnahmslos Beistimmung und Unterzeichnung zehn Mark, die dafür benötigt werden, kommt eine fast ebenso hohe den ursächlichen Zusammenhang zwischen dieser Mißhandlung und finden. Einige Hausbefizer lassen sich auch von den Mietern beSumme für Saat, Pflanzen und Dünger. Auch der Baun, aus Holz dem Tode des Both dürfte nur der obduzierende Anstaltsarzt Aus scheinigen, daß diese die Wohnungen nur wegen der unerträglichen oder Stacheldraht hergestellt, loftet 10-15 M., desgleichen sind funft geben können. Der Angeklagte Kristen, der alsbald nach und häßlichen Müllabladestelle kündigten. Schippe, Harke und Hacke anzuschaffen. Das schwierigste und kost- der durch die Anstaltsdirektion erfolgten Strafanzeige verhaftet Die Waisenstraße wird da, wo sie bisher an der Mauer des spieligste ist aber die Laube. Wer am Bau arbeitet oder gar Zimmer- wurde, befindet sich nach Angabe des Ersten Staatsmann ist, der kann lachen. Ihm kommt das Holz unter glücklichen Umständen a nwalts noch in Haft. Der Fall Kristen dürfte bereits in Slosterkirchhofes als Sadgasse endete, um ein Stück verkürzt. Für den Straßenverkehr hat dieser Winkel der„ Bullenwinkel", wie er nicht allzu teuer und seine kunstgerechte Hand weiß bald einen wahren der nächsten Schwurgerichtsperiode am Landgericht II zur Verhandlung noch im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts hieß- ohnedies nieBrachtbau herzurichten. Solche Lauben heben sich vornehm ab von mals eine Bedeutung gehabt. Selbst ein Möbelwagen tam hier nur ihren Nachbarn. Aber es hieße die Solidarität der Laubenbefizer Die Hochbahn- Verwaltung hat fürzlich eine Verfügung er- felten hinein. Nachdem aber die an den Klosterkirchhof angrenzenden verkennen, sollte man annehmen, daß der Nichtfachmann beim lassen, nach der es den Angestellten strengstens untersagt ist, das Grundstücke zu beiden Seiten der Straße für das Gymnasium zum Laubenbau ganz verlassen dastände. An einer Schwierigkeit Publikum darauf aufmerksam zu machen, daß die Frühkarten grauen Stloster angekauft und die darauf befindlichen Privatbauten hat er allerdings sehr zu trebsen, nämlich an der Be- um 5 Pf. billiger sind wie die gewöhnlichen Tourenkarten. Per durch Anstaltsbauten( ein neues Lehrerwohnhaus und eine Turnhalle) schaffung bon Holz. Nicht jeder hat so fluge Einfälle, Instruktion sind die Damen an den Billetschaltern sogar angewiesen ersetzt worden sind, kann diefer Teil der Waisenstraße thatsächlich nur noch dem Verkehr nach oder von der Anstalt dienen. Der bewie ein angehender Kolonist, der sich das nötige Bauholz worden, das einmal empfangene Geld für ein Tourenbillet nicht treffende Straßenteil, der Fahrdamm samt den Bürgersteigen, ist burch seine Wahrsagekunst verschaffte. An der Straße, wo seine wieder herauszugeben, wenn ein Fahrgast etwa zu spät daran ge- fchon seit Monaten gesperrt. Er wird jetzt zum Klosterkirchhof ge= Laube gelegen ist, fahren viele Arbeitswagen mit Baugerüsten 2c. dacht hat, ausdrücklich ein Frühbillet zu fordern. zogen und in eine Gartenanlage umgewandelt, die der Straße einen vorbei. Unser Freund setzte sich an den Weg, steckte eine feierliche Eine derartige Verfügung ist gerade nicht geeignet, großes Bu- freundlichen Abschluß giebt. Das Kleinstadtidyll, das sich in dieser Prophetenmiene auf und hub an, dem ersten des Weges kommenden trauen in das geschäftliche Entgegenkommen der Hochbahn- Verwaltung altberlinischen Sadgaffe Jahrhunderte hindurch erhalten hat, dürfte Fuhrmann zu wahrsagen: Dir wird ein Unglück widerfahren, aber beim Publikum zu erwecken; hauptsächlich werden die Arbeiter davon durch diese Umgestaltung des Winkels der Waisenstraße noch an Reiz auch ein Glück! Du wirst von Deinem Wagen ber- betroffen, weil diese in erster Linie die Frühzüge nach den Arbeits- gewinnen. schiedene Pfähle und andre Stücke Holz verlieren, pläßen hin benutzen. Wie viele Arbeiter giebt es aber, die über Mit über 400 m. verschwunden ist der 20 Jahre alte dafür aber beim Budiker um die Ede eine große Weiße mit Strippe die Ausgabe von Frühkarten noch gar nicht unterrichtet sind. Wenn Kaufmann Ifidor Sommerfeld, der am Grünen Weg 2 bei seiner finden. Und richtig, so tam es. Der Kutscher hatte das Pech, diese auf ihre Anfrage hin von den Angestellten nicht einmal eine verwitweten Mutter wohnte. Er war seit 14 Tagen außer Stellung daß ihm verschiedene zum Laubenbau sehr brauchbare Stücke Holz Auskunft erhalten sollen, so werden die meisten von ihnen ihre täg- und wollte einen Arzt aufsuchen. Zugleich sollte er für die Mutter auf einer Bank die genannte Summe abheben. Das Geld hat er vom Wagen fielen, jedoch fand er dafür auch bei dem wegen seiner liche Fahrt um 5 Bf. teurer bezahlen müssen, als diejenigen, die erhalten, ist aber zu den Angehörigen nicht zurückgekehrt. Die Weißen berühmten Budiker die willkommene Labsal. Wer sich auf bereits seit länger wissen, daß die Einrichtung der Frühfarten existiert. Mutter vermutet, daß er mit dem Geld in schlechte Gesellschaft geminder kunstgerechtem Wege das Holz verschaffen will, muß schon Es scheint, als sei der Verwaltung das bisherige Entgegenkommen raten sei, und sich in Berlin umhertreibe. Der Verschwundene an die zwanzig Mart anlegen. Dann helfen die Fachleute in den Wünschen des Publikums gegenüber lediglich aus Rücksichten auf trug einen grauen Anzug sowie weißen Strohhut und hat einen ber Kolonie gegen Erlegung etlicher Weißen tapfer mit bauen, und Iden geheiligten Profit so rasch leid geworden. tleinen schwarzen Schnurrbart. tommen. F. I. Binden 57. % Bau- Unfall. Man schreibt uns von gewerkschaftlicher Seite: verben. Die Stadtgemeinde Charlottenburg, welche den 101. Serbert Bismard hat den Fürstentitel erhalten. Als wir vor etwa drei Wochen an dieser Stelle über verschiedene Kurfürstendamm im vorigen Jahre bis zur Schlüterstraße hat Paradies. Wir wiffen nichts Nachteiliges über die Genossenschaft, Unfälle und Mißstände auf dem von der Firma Busse u. Gansow asphaltieren lassen, hat sich, wie wir hören, bereit erklärt, alsbald tönnen aber selbstverständlich keinerlei moralische Garantie für deren Sicher: ausgeführten Schulneubau in der Hohenstaufenstraße in Schöne eine weitere Strede des Fahrdammes mit Asphalt belegen zu lassen, Wenden Sie sich an Karl Riesels Reisebureau, Unter den berg berichteten, waren es vor allen Dingen die schlechte Rüstung so daß im nächsten Frühjahr die Strecke Schlüter- Wilmersdorfer und das häufige Ueberstundenmachen der Arbeiter und einzelner straße fertiggestellt sein dürfte. Von der letzteren Straße an gehört J. L. Lohnarrest kann wegen der bis zu einem Vierteljahr rückstän Maurer auf diesem Bau, welche allgemeinen Unwillen bei den Ar- der Kurfürstendamm bis Halensee zum Gemeindebezirk Wilmers bigen Steuern ausgebracht werden. Sie könnten sich lediglich mit einent beitern des Baues hervorriefen. Bezüglich der Ueberstunden ist in dorf; dort hat man zwar ebenfalls der Erkenntnis sich nicht ver- Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung an die Steuerdeputation wenden. dessen eine Regelung eingetreten. Der Arbeitsvertrag der Maurer schließen können, daß die Fahrdämme dringend der Herstellung be Streitende Maurer. 1. Die Frage, ob jemand wahlberechtigt ist, gestattet es, daß der Rüfter täglich eine Ueberstunde machen dürfen, eine bindende Erklärung aber, wann Abhilfe geschaffen wenn er Krankenhaus- Schulden hat, hängt von Entscheidung der Frage ab, ob die Aufnahme eines Hilfsbedürftigen in einem Krankenhause als Armendarf. Der Rüstungsgeselle Heinrich Sütsch aus der Schivedter werden soll, noch nicht abgegeben. unterſtügung ist oder als Krantenunterstützung. Das Zutreffende ist, daß straße 42 wollte sich durchaus diesen Bestimmungen nicht fügen, weil er wohl glaubte, daß seine Arbeitskraft sich abend in der Hermannstraße. Der 11 jährige Knabe Georg Deshalb werden diejenigen, die selbst oder deren Familienangehörige vorAus Rigdorf. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich Montag: in solchem Falle keine Armen, sondern eine Krantenunterstützung vorliegt. Das Ober- Verwaltungsgericht hat aber wiederholt entgegengesett entschieden. bei täglich zehn- bis zwölfftündiger Arbeiszeit nicht abnuten würschmidt, Hermannstr. 25 wohnhaft, wurde beim Ueber- äufig unentgeltliche Aufnahme in einem städtischen Krankenhause ge würde. Er zog sich infolge seines Verhaltens das Mißfallen seiner schreiten des Fahrdamms von einem Lastwagen der Firma Paul funden haben, seit einigen Jahren gegen den Widerspruch der Stadtsämtlichen Kollegen zu. Schon nach etwa zweitägiger Anwesenheit auf dem Bau zog er es vor, aus der gemeinsamen Baubude in die Schur aus Berlin umgefahren und erlitt dabei eine Gehirn- verordneten- Mehrheit von der Wählerliste gestrichen, die für die Stadterschütterung sowie einen Bruch des Nasenbeins. Die Unfallstation verordneten Wahlen in Betracht tommt. Da die Aufnahme in dem Polierbude zu ziehen, woselbst er sich den Vorwürfen seiner Stollegen leistete dem schwerverletzten Kinde die erste Hilfe. Wie Augen- Krantenhause als die Armenunterstütigung gilt, so verliert auch der das entrückt wähnte. Am Freitag kurz vor Mittag, als Rütsch einen des Unfalls behaupten, trifft den Kutscher keine Wahlrecht, der seine Schuld ratenweise abträgt. Es ist deshalb im Nezriegel, welcher mit Rüstbrettern belastet war, höher legen wollte, eugen Schuld. Ein berüchtigter Zuhälter, der schon seit längerer antenhaus kosten zu zahlen, da die Zahlung doch nicht den hohen Grade unwirtschaftlich, in Raten oder sonst wie glitt er infolge eines Fehltrittes aus und fiel etwa 4 Meter tief auf Zeit von der Polizei gesucht wurde, Oskar Beyling aus Berlust des Wahlrechts wieder verschafft, und da ferner die Frage, ob ein so die Balkenlage der ersten Stage. R. scheint schwere innere Ber Berlin, ist gestern von der hiesigen Polizei verhaftet und dem Ge- unterstützter zur Erstattung verpflichtet ist, für das Gebiet des preußischen letzungen davon getragen zu haben, denn er liegt seit der Zeit richtsgefängnis wegen Kuppelei, Führung falschen Namens 2c. zu Rechts zu verneinen ist. Das Wahlrecht erlangt er wieder, sobald die geführt worden. Der feit acht Jahren auf dem städtischen Stein- Krankenhaus- Gewährung von der Listenoffenlegung ab länger als ein Jahr platz in Treptow beschäftigte Arbeiter Hermann Donath aus der zurückreicht. Wer vor dem 15. Juli 1901 Strankenhaus- Aufnahme gefunden Biethenstraße 16 wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen hat, ist danach wahlberechtigt, gleichviel ob er bezahlt hat oder nicht. Ueber gegen ein 18 jähriges Mädchen aus der Erkstraße, das mit Blumen die Reich 3 tagswahlberechtigung entscheidet der Reichstag. Daß dieser der irrigen Ansicht des Ober: Verwaltungsgerichts folgen wird, handelte, verhaftet worden. D. wurde in einem Lokale auf frischer ist kaum anzunehmen. Eine Entscheidung im Einzelfall ist, so viel uns be That abgefaßt und zunächst weidlich durchgeprügelt, um dann der tannt, vom Reichsgericht noch nicht getroffen. 2. Verzugszinsen sind die Polizei übergeben zu werden. vom Tage der Fälligkeit ab zu zahlenden Zinsen. Verjährungsfrist fünf Wakmannsdorf. Die Gaft und Schantwirte haben Jahre. 3. Nein. A. W. 69. Sind Sie das scheint nach Ihrer Anfrage der Fall zu sich bekanntlich in tirchlichen reisen keines besonderen Wohlfein Handlungsgehilfe, so kann Ihr Chef Sie nur wegen einer 8 Wochen Zeugen gesucht. Am 22. Dezember v. J., nachmittags zwischen wollens zu erfreuen. Namentlich konnte man das in legter Zeit übersteigenden militärischen Uebung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist 4 bis 5 Uhr, verunglückte ein in den mittleren Jahren befindlicher wieder einmal recht deutlich aus den Beschlüssen verschiedener entlassen. A. B. 100. Die Frau tann auf Gewährung des Unterhalts Mann an der Ecke Brunnenstraße und Gustav Meher- Allee beim Synoden ersehen, welche am liebsten den ganzen Gastwirtestand und auf Herausgabe des in der Ehe von ihr nachweislich Erworbenen Sturz von seinem Fahrrade dadurch, daß ein kleiner Junge ihm ausrotten möchten. Eine erfreuliche Ausnahme hiervon macht jedoch lagen. W. H. 3. Strafrechtliche Verjährungsfrist 5 und civilrechtliche aus Unvorsichtigkeit direkt in das Rad lief. Beugen des Vorfalles der hiesige Gemeinde- Kirchenrat, welcher in einer seiner legten 30 Jahre. Sie können auf Rückgabe event. Schadensersatz beim Amtsgericht klagen. R. F. 34. Die Ehefrau haftet nicht für die Schulden werden gebeten, ihre Adressen an Frau Kiesewetter, Griebenow- Sizungen einstimmig genehmigte, einem Schankwirt in benachbarten ihres Mannes. Werden ihre Sachen dennoch gepfändet, so kann sie Widerstraße 10/11 abzugeben. Kosten werden erstattet. Selchow aus Kirchengeldern eine Hypothek im Betrage von spruchsklage( Interventionsklage) erheben. Ein Beispiel für eine solche 10 000 Mart zu mäßigem Binsfuße zu gewähren. Der Rigdorfer Klage finden Sie in dem in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden Magistrat als Patron hat hierzu seine Genehmigung erteilt. zu Hause. Verhaftung der Spandauer Juwelendiebe. Bei der Beraubung des Schaukastens eines Juwelengeschäfts in Hamburg wurden einige aus Berlin stammende Diebe ergriffen. Die Unterfuchung ergab, daß die Festgenommenen den großen Juwelen- und Golddiebstahl bei der Firma Hirsch in Spandau, über den wir eingehend berichteten, ausgeführt haben. Der größte Teil der damals erbeuteten Softbarkeiten wurde bei den Dieben noch vorgefunden und dem rechtmäßigen Eigentümer zugestellt. Orgelfonzert. Für den Orgelvortrag, welchen Herr Musik. direktor Otto Dienet Mittwoch, den 13. August, mittags 12 Uhr, in der Marienkirche bei freiem Eintritt hält, find als Mitwirkende gewonnen: Fel. Leni Weiße( Sopran), Frl. Klara Schwarz ( Alt), Herr Baul Bronsch( Tenor), Herr Konrad Huldschinsky( Cello), Herr Buchholz und Herr Otto. Herr Dienel spielt u. a. die 11. Sonate bon Rheinberger. Gerichts- Beitung. Arbeiterrecht" S. 432, Nr. 63, 64. 9. 49. Sie sind in Ihrem Recht. Ruhe. Es giebt eine große Reihe sprichwortähnlicher Verhöhnungen allzu ausgedehnten Ruhebedürfnisses. Sie haben wohl den aus dem Samlandfchen und Friesischen stammenden Spottvers im Gedächtnis. Der felbe lautet: Mondag öff det Sindags Broder, Dingsdag ligg ödk opp dem Loder, Meedweeck hal öck Ledder, Donnerstag tam ödk webber, Friedag Ohne Bezugnahme auf schnied öck to, Sönnowend mac öck de Schoh. langsames Arbeiten eines bestimmten Gewerkes lautet das Verslein im nichts thun mag, am Freitag geht man in das Bad, am Sonnabend sieht Hochdeutschen: Der Montag ist des Sonntags Bruder, den Dienstag liegt man gern im Luder, der Mittwoch ist ein Feiertag, am Donnerstag man man in die Werkstatt, so bringt man die Wochen zu, mit Saufen, Faulenzen und in Unruh. A. W., Richardstraße. Ja. u.. Nein. 64. 1. Verlangen Sie das irrtümlich und zu Unrecht gezahlte Bürger: Ein wahres Räuberleben hat der Arbeiter Emil Schmidt geführt, welcher in den Monaten April bis Juni d. J. die nördlichen Auf der Radrennbahn Kurfürstendamm stehen zwet beachtenswerte Stadtteile Berlins unsicher machte, sich als Flatterfahrer, Sonntagsals drei Rennen mit Motorführung zur Entscheidung kommen, und mehreren Fällen von seinem Bruder Paul Schmidt sekundiert Rennen bevor. Am ersten Renntage( 31. August) follen nicht weniger nachmittag- Einbrecher und Gelegenheitsdieb bethätigte und dabei in zwar ein 10- und ein 25 Kilometer- Rennen, für welche sich die Direktion wurde. Nicht weniger als 18 Fälle des schweren und 6 Fälle des eine Auswahl unter den hierzu geeigneten Bewerbern vorbehält, außerdem einfachen Diebstahls wurden in der gestrigen Verhandlung vor der ein 50 Kilometer- Nennen in freier Stonkurrenz. Der Große Preis von 4. Ferienstrafkammer des Landgerichts I unter Beweis gestellt. Mit Deutschland wird am 14. und 21. September gelaufen, und es unter- welcher Frechheit Emil Schmidt zu Werke ging, geht daraus hervor, daß rechts- Geld zurück und klagen Sie eventuell auf Rückzahlung. Da Sie sich liegt keinem Zweifel, daß bei den in Aussicht stehenden guten Preisen die ganze Extraflaffe der europäischen Flieger zum Start tommt. Neben er viele Diebstähle am hellen lichten Tage ausführte. Seinen Dietrichen in den preußischen Staatsverband nicht haben aufnehmen lassen, sind Sie nicht ſtadtverordnetenwahlberechtigt. Zur Aufnahme in dem preußischen mehreren Tandem-, Vorgabe- und Prämienrennen werden den drei den End- und sonstigen Einbrecher- Werkzeugen widerstand selten ein Schloß. Von Staatsverband haben wir dugende Male in den verschiedensten Teilen des Lauf des Großen Breises bestreitenden Fahrern allein 3000, 1000 und 500 m. den Böden stahl er Wäsche, Kleidungsstücke, Fahrräder, kupferne „ Vorwärts" aufgefordert und den Weg hierzu angegeben. 2. Deutsche, die gegeben. Kessel und dergl., aus den Wohnungen Uhren, Schmucksachen, Betten, in einem der 26 deutschen Vaterländer bereits die Staatsangehörigteit beFenerbericht. In der Nacht zum Dienstag wurde die Wehr ganze Körbe Porzellanfachen usw. Selbst vor einer Wringmaschine fizen, können durch Aufnahme in dem preußischen Staatsnach der Fischerstr. 24 gerufen. Hier hatten mehrere Bodenverschläge schreckte er nicht zurück. Zwischendurch arbeitete er auch. So war verband Preußen werden. Die Aufnahme- Urkunde muß jedem Deutschen mit Inhalt und ein Teil des Dachstuhles Feuer gefangen, das erst er beim Ausräumen eines durch die Wassersnot überschwemmten erteilt werden, der um diese nachsucht und nachweist, daß er in Preußen sich nach längerer Zeit abgelöscht werden konnte. Gleichzeitig hatte die Wehr Lohn erhielt, eignete er sich von den Sachen des lleberschwemmten an, wegen Landstreichens u. dgl.) Der Antrag um Aufnahme ist in Berlin an Da er für seine Mitwirkung angeblich feinen niedergelassen hat, es sei denn, daß Gründe vorliegen, aus denen die Abweisung eines Neuanziehenden erfolgen darf.( Hilfsbedürftigkeit, Bestrafung auf dem Trebbiner Play 9 zu thun. Hier war auf einem Holzplatz was ihm erreichbar war. Mit einem gestohlenen Rade machte er eine den Polizeipräsidenten, in dem übrigen Preußen an den Regierungsaus noch nicht ermittelter Ursache Feuer ausgekommen, das Sprigtour nach Spandau, um es einem dortigen Schankwirt zu verkaufen. präsidenten zu richten. einen großen Umfang anzunehmen drohte. Es genügt etwa folge her Antrag:„ Ich bin Es gelang indes der Wehr, die Flammen in verhältnismäßig kurzer Zeit zu ersticken. Die Beweisaufnahme, welche mehrere Stunden in Anspruch nahm, Staatsangehöriger von Reuß ä. 2, habe mich, wie notorisch sein dürfte, Gegen 10 Uhr mußte in der Alten Jakobstraße 87/88 ein Brand ergab die Schuld des Angeklagten im vollen Umfange. Mit Rüd- feit 1892 in 2. niedergelassen. Meinen Geburtsschein und meine MilitärAufnahme in den preußischen Kosten für die Aufnahme erwachsen nicht. abgelöscht werden, der den Fußboden und die Balkenlage ergriffen ficht auf die Gemeingefährlichkeit desselben sowie auf seine ebenfalls papiere füge ich bei und beantrage: Aufnahme 23. Ja. hatte. Verpackungsmaterial, Stiften 2c. gingen Plan- Ufer 92b in wegen Diebstahls erlittenen Borstrafen beantragte der Staats- Staatsverband". C. M. 77. Jn 30 Jahren.- E. 49. Leider können Sie dagegen einem Keller in Flammen auf. In der Solmsstraße 2 mußte anwalt gegen ihn sechs Jahre Buchthaus, Ehrverlust nichts machen.. Sch. W. 100. Die Fragen sind sämtlich zu bejahen. und Polizei Aufsicht, gegen seinen Bruder Paul Schmidt Ein Beispiel für eine Klage zur Vorauseinflagung der Alimente finden Sie nachmittags ein Wohnungsbrand beseitigt werden, der in der eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren sechs Monaten und drei-. 222 Nr. 14 des dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führers durch das Hauptsache Portieren, Seffel und Kleidungsstücke beschädigte. Montagabend 9 Uhr war in der Friedrichstr. 111 ein Mann durch aus- Mar Junius, dem zur Last gelegt war, dem Emil Schmidt jährigen Ehrverlust. Mitangeklagt war noch der Eisendreher Bürgerliche Gesetzbuch. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. - Traurig. Wenn Sie wissen wollen, wann ein Termin ansteht, fo strömendes Breßgas ohnmächtig geworden. Die alarmierte Feuer- bei dem Berkaufe von Fahrrädern Vorschub geleistet zu haben. Gegen müfen, erchen an eine der beim Prozeß beteiligten Personen wehr flößte ihm Sauerstoff ein und brachte ihn wieder zur Bewenden, welchen Prozeß Ste meinen, ist uns nicht bekannt. finnung. Außerdem liefen in den legten 24 Stunden noa diesen beantragte der Staatsanwalt eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr G. G. 100. Das ist möglich; Sie müßten sich an den Reftor wenden. Alarmierungen von der Kleinen Kurstr. 11/12 und dem Kaiser B. F. 38. Die Firma ist schadensersatzpflichtig. Mit einer beint Amtsgericht anzustellenden Klage würden Sie durchdringen, wenn Ihrerseits bewiesen wird, daß Waschechtheit garantiert, aber nicht vorhanden ist. Franz Grenadierplatz 7 ein, die jedoch nur kleinere Brände betrafen. 6 Monaten. Der Gerichtshof verurteilte Emil Schmidt zu 4 Jahren 3uchthaus, 8 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Stellung unter Polizei- Aufsicht, Paul Schmidt zu einem Jahre Ge fängnis. Junius wurde freigesprochen. H. W. A. Nein, das hängt von der Art der Strafthat selbst und dem Einzelfall ab. J. P. 64. 1. Die Vorlegung der Steuerquittung ist nicht erforderlich. 2. Wenn Sie nicht bis am 15. zum Ersten gekündigt haben, so haben Sie mangels andrer Vereinbarung für den vollen Monat Miete zu zahlen. Alte Schönhauserstraße. 1. Ja. 2. und 3. Nein. Asklepios. 1. 6 Wochen. 2. 171 Mart. Oskar R. Sie müßten Aus den Nachbarorten.2 maloj nu Lichtenberg. Wahlfieg unsrer Genossen bei der Erfaßwahl Eine merkwürdige Geschichte erzählte gestern der Arbeiter Nt. Th. dem Gerichtshof der ersten Ferienstraftammer des Landzur Gemeindevertretung. Auf die Kandidaten der Socialgerichts I, als er sich wegen versuchter Nötigung zu verantworten demokratie entfielen von den 330 abgegebenen Stimmen 330, hatte. Am Abend des 1. Mai habe er einen alten Freund getroffen sich an die russische Botschaft, Unter den Linden 7, wenden. A. K. auf die Kandidaten der Wahlprotestler freisinniger Ob- und mit ihm einige Glas Bier getrunken. Er sei ein Feind aller Gerichtlicher Schreibsachverständiger ist Rechnungsrat Junge, Berlin, Yorkfervanz im ganzen 00. Damit dürfte der zweijährige Wahlkrieg alkoholischen Getränke und deshalb habe der Genuß des Bieres ihn straße 40. feinem Abschluß nahe gebracht zu sein, um im März 1908 wieder in einen eigentümlichen Zustand versetzt. Als er in die frische Luft eröffnet zu werden. gekommen sei, habe er sich in einem Traumzustand befunden und Unfre Genossen verfügen nun wieder über 8 Mandate die nur dunkel entfinne er sich der Umstände, die später zu feiner ganze dritte Abteilung von 31,24 Gemeindevertreter, 6 Schöffen und 1 Vorsteher. Armer Bürger" verein!! " Witterungsübersicht vom 12. August 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometer Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. Stationen Barometerſtand mm Wind richtung Windstärke Wetter 2 Regen Temp. n. 6. EISE 5°.= 4° R. 16 765 SS 2 bedeckt 11 12 Haparanda 755 SO 12 Hamburg 757 WSW 4 Regen 11 Petersburg 758 SSO 1 bedeckt 12 759 WSW 4 wolfig 12 Cort 765 NNW 3wolfig 2 moltig 11 Aberdeen Granif./M. 763 SW 764 NW 4 Regen 7 Paris München 762 NA 3 heiter Wien Wetter: Prognose für Mittwoch, den 13. August 1902. Ein wenig wärmer, ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. 13 Marripreise von Berlin am 11. August 1902 nach Ermittlungen des fol. Polizeipräsidiums. D.- Cir. Kartoffeln, neue, D- Ctr. der Straße eine weibliche Berson angesprochen habe und daß diefe Siftierung geführt hätten. Er erinnere sich nur, daß er auf ihn später beschuldigt habe, ihr einen Schirm gestohlen zu haben. Die Errichtung einer städtischen Krankenschwestern- Schule Alles übrige sei ihm aus dem Gedächtnisse entschwunden, er fönne Ist, wie berichtet, von den städtischen Körperschaften Charlotten nur versichern, daß ihm seine Handlungsweise selbst unbegreiflich fei. Swinemde. 756 23 6 wolfig burgs beschlossen worden. Die Schule soll den mannigfachen Er lebe in geordneten Verhältnissen und feit etwa einem Jahre in Verlegenheiten, die den Leitern von Krankenhäusern aus der Ver- glücklicher Ehe. Er habe es gewiß nicht nötig, sich einen fremden bindung mit Schwesternverbänden 2c. erwachsen, vorbeugen und dem Schirm anzueignen. Wenn er trotz des Gefühls seiner Unschuld am städtischen Krankenhaus einen Stamm von wohlgeschulten Schwestern folgenden Tage der Bengin geschrieben habe, er werde sie vollständig fichern. Die Schule soll nach neuerer Bestimmung schon am entschädigen, so sei dies auf Anraten des Polizeilieutenants geschehen, der 1. Oftober im städtischen Krankenhause eröffnet werden. Auf ihn vernommen habe. Es habe ihm auch vor Augen gestanden, daß genommen werden gesunde, unbescholtene, gebildete Schülerinnen, in sowohl das Glück seiner Ehe getrübt werden würde, wie daß er der Regel im Alter von 20-30 Jahren. Sie haben sich zu einem auch sein Brot verlieren könnte, falls die Sache ruchbar würde. dreijährigen Schwesterndienst zu verpflichten. Nach einjähriger Aus- Die Beugin unverehelichte 3. gab folgende Schilderung des Sachy for sale intac bildung erfolgt die Anstellung als städtische Krankenschwester. Sie verhalts: Sie sei abends um 7 Uhr von der Arbeit gekommen.do gjuds et sins mo ist mit Pensionsanspruch verbunden. Schriftliche Bewerbungen sind In der Lothringerstraße sei fie von dem ihr völlig unbekannten an den Direktor des städtischen Krankenhauses Profeffor Dr. Beffel- Angeklagten eingeholt und mit den Worten angeredet worden: Hagen zu richten. Lebenslauf, polizeiliches Führungszeugnis, Schul- Fräulein, tommen Sie mit mir, wir wollen den 1. Mai feiern." zeugnis sind beizufügen. Die gedruckten Bestimmungen sind außer- Als fie abgelehnt habe, sei fie vom Angeklagten, der sich an ihrer Seite hielt, aufgefordert worden, nur ein Glas Bier mit ihm zu dem bei der Geschäftsstelle des Krankenhauses zu haben. trinten und als sie auch dies abgeschlagen habe, fei ihr plöglich Sie habe angenommen, Neu- Weißensee. Der hiesige Hausbestzer- Verein beabsichtigt, von ihm der Schirm entrissen worden. bei der Gemeindevertretung dahin zu wirken, daß nunmehr sämtliche daß es sich nur um einen Scherz handle, sei aber andren Sinnes Straßen von Gemeindewegen gereinigt werden sollen. geworden, als der Angeklagte nach einer fleinen Strede Wegs schnell Bis jetzt hatten nur die beiden Hauptstraßen diesen Vorzug und in ein Haus hineineilte. Sie habe auf der Straße fast eine Stunde Danu sei er ohne Schirm wieder herauswurden hierfür 11 000 m. verausgabt, wozu die betreffenden An- auf ihn gewartet. lieger nur ca. 3500 M. steuerten. Da die Gemeinde aus dem gekommen und an ihr vorübergegangen, anscheinend ohne sie zu Steuersäckel 7500 M. zuschießt, so beanspruchen die andern Haus- kennen. Sie habe dann durch einen Schuhmann seiner Sistierung befizer, welche nicht an diesen beiden Straßen ihren Besiz haben, bewirkt. dasselbe Recht. Man will die Reinigung des ganzen Ortes auf Der Gerichtshof gelangte nicht zu der Ueberzeugung, daß der Gemeindekosten zum 1. April 1908 anstreben. Der hiesige Stüfter Angeklagte sich in einem guftande völliger Bewußtlosigkeit befunden Ernst Gläwide ist seit Freitagmittag verschwunden; dieser habe, sondern verurteilte ihn wegen versuchter Nötigung zu 20 M. Fall verursachte große Aufregung. Jetzt kommt die Nachricht, daß Geldstrafe. miss Gläwicke in Neu- Zittau Hand an sich gelegt hat; nach andrer Meldung soll er tödlich verunglückt sein. Man steht hier vor einem Rätsel. Gläwicke war im Besitz verschiedener Ehrenämter Jund soll fich eines glücklichen Familienlebens erfreut haben. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben ober eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die legte Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant: wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9, 1hr abends statt. THE elgen, gut mittel " gering 極 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Banch 81,80 7300 5 1,20 1,40 1料 " 15,10 14,90 14,60 14,50 15,20 15, Schweinefleisch 14,80 14,70 Kalbfleisch Sammelffelsch Butter 1,70 1,80 " " 1,80 1,20 " 1,80 1,20 2,60 214,90 14,70 Eier 60 Sit 4,- 2,60 1 kg 2,-1,40 Roggen, gut mittel gering * Berfte, gut mittel 14,60 14,50 Karpfen 19,60 18,90 Nale 18,80 18,10 Bander 2,60 1,20 gering * Safer, gut mitttel gering 2,80 120 18, 17,30 Hechte " 2,40 1,20 Hen Nichtstroh Erbfen Linfen 6, 5,- Barsche 1,80 0,80 6,80 4,60 Schleie 2,50 1,40 40, 25, . 50, 25, Bleie Krebse per Shot 181,40 0,70 3, Speifebohnen 1811 60,- 20, † ab Bahn. frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 12. Auguft. Getreibe. Da die Witterungs verhältnisse von Tag zu Tag schlechter werden und zu den dauernden Niederschlägen sich seit gestern auch noch eine empfindlich fühle Temperatur gefellt hat, so blieb die Stimmung für Getreide recht fest. Namentlich für Roggen zeigte sich gute Kaufluft, der nur geringes Angebot gegenüberstand. Lieferungen zogen 1 bis 1, M. an. Roggenmehl wurde 10 Pf. besser bezahlt. Weizen fand dagegen weniger Interesse und war nur 1 bis 2 m. höher gehalten. Von den ausländischen Börsen fam Oestreich- Ungarn fest, Amerifa nach schwächerem Beginne erholt. Futterartifel blieben still. Safer unverändert, Mais nominell fest. Rüböl war vorn behauptet, spätere Sichten schwächer. Schluß für Getreide: Roggen auf erneute russische Offerten etwas schwächer. Spiritus. Am Spiritusmarkte wurde für 70 er loco 39,30 m. geboten, ein Abschluß fam aber nicht zu stande. Wilmersdorf. Die hiesigen Steuerzahler, welche mit 1500 M. aufwärts eingeschäßt sind, sollen zum 1. November d. J. eine Kirchensteuer im Verhältnis von 21/2 Proz. zur Staatseinkommensteuer zahlen. Die Listen zur Heberolle liegen vom 14. bis W. G. Andrée ist mit Fräntel und Strindberg am 11. Juli 1897 28. August, vormittags 9-1 Uhr, Zimmer 5, zur Einsicht ans. Der unwürdige Zustand der Chaussierung und des Pflasters auf der Dänen- Insel im Norden von Spizbergen im Luftballon auf auf dem Kurfürstendamm, über welchen, wie gemeldet, seit G. R. 84. Unter G. R. 84 liegt vormittags bei uns ein Schreiben Tängerer Zeit berechtigte Klagen laut geworden sind, soll demnächst, für Sie bereit, welches eine für Sie wertvolle Adresse enthält. Die weitere wenn auch nicht gänzlich beseitigt, so doch erheblich gebessert Auskunft wird Ihnen dadurch ermöglicht. Berantwortlicher Redacteur: Julius Kalisti in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. geftiegen.