Nr. 188. Abonnements- Bedingungen: 8 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mu tlluftrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Posts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Boft- Beitungs Preislifte für 1908 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. # 391196 1st magos prisust Vorwürts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. le Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Koloneta Betle oder deren Raum 40 Pfg., für polttische und gewertschaftliche Vereinsand Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Aletne Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für Die nächste Nummer müffen bis 4 1hr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Strake 2. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Donnerstag, den 14. August 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Der einseitige Konsumentenstandpunkt. produkte, denen gegenüber die Bertretung des einseitigen Kon- weil die gesetzlichen Vorschriften unmöglich eingehalten werden können. " In den meisten Fällen aber handelt es sich um Industrie- zuschauen kann, wenn ein Wahlmodus sich als undurchführbar erweist, sumentenstandpunktes schon deshalb unmöglich ist, weil der Konsument, So finden sich denn auch im konservativen Lager staatsmännischere" der sie verbraucht, sie direkt zu Zwecken der Produktion benötigt. Stimmen. Der Drucker braucht Papier, der Weber Garne, die Kleineisenindustrie In einem langen Leitartikel über das preußische Wahlrecht braucht die Produkte der Montanwerke. Heißt es nun, den ein- machen die Hamburger Nachrichten"( Nr. 163) unter wenn" und feitigen Konsumentenstandpunkt" vertreten, wenn man die Verteuerung aber" alle möglichen Einwendungen gegen das heutige Wahlrecht, eines neuen Produktionsprozesses verhindern will? Die Leidenschaft- um am Schluß einer Verstärkung der Vertretung der größten Kreise lichkeit der Interessenkämpfe, die im Schoße der Zollkommission von unter gleichzeitiger Teilung der übermäßig großen zu empfehlen. Produzenten gegen Produzenten geführt worden sind, steht noch in Diese glänzende Reform solle bei„ Beginn der nächsten Legislatur(?)", aller lebendigster Erinnerung. also wohl im Herbst 1903, also nach den nächsten Wahlen angeregt werden. Weit interessanter ist aber, daß in dem gleichen Artikel schon für die nächsten Wahlen um ministerielle Hilfe gerufen wird. Afferdings wird durch entsprechende Aenderungen des Wahlreglements dafür zu sorgen sein, daß es den zu erwartenden socialdemokratischen Quertreibereien nicht gelingt, den Abschluß der Wahlverhandlung in besonders großen Wahlkreisen oder Wahlbezirken zu hintertreiben. Das wird nicht gerade leicht sein, aber unlösbar ist die Aufgabe nicht, und Herr von Hammerstein wird dabei zeigen können, was er leisten kann." " Die Geschmacksrichtungen find verschieden. Während Herr Bassermann und mit ihm noch manch andrer der national liberalen Helden wenig Lust verspürt, sich in den kommenden Wahltampf zu stürzen und die nationalliberale Bresse feine größere Sorge hat, als daß die nächsten Reichstagswahlen nicht unter dem Zeichen der zollpolitischen Fragen ausgefochten werden möchten, hat Herr Möller bekanntlich jüngst in der Zelltarif- Kommission erklärt, wenn er nicht preußischer Minister wäre, so wollte er ein national liberaler Reichstagskandidat sein! Könnte es nun noch den Anschein Handelspolitische Abwehrmaßregeln gegen eine Konkurrenz des haben, als sei es die von berufener Seite anerkannte Schwierigkeit Auslandes, die der sogenannten" guten" kaufmännischen Sitte der Aufgabe, die den preußischen Handelsminister lockte, so steigert widersprechen, d. H. gegen eine Konkurrenz, deren Ausbeutermanier fich sein bedingungsweises Verlangen geradezu zur politischen und Schwindelpraxis das herkömmliche Maß übersteigt, haben von Perversität durch den Zusatz, ein industrieller Wahlkreis sei vornherein die Gerechtigkeit für sich. Jene Schutzzoll- Politik aber, der Zielpunkt der miniſterlichen Kandidatenträume. Wenn anders wie sie von der Regierung des Centralverbandes beliebt wird, stellt nicht Herr Möller der tüdische Gedankenvorbehalt zugemutet werden schon von vornherein das Problem so, daß es soll, er wünsche in einem industriellen Wahlkreise Saarabiens gewählt gerecht und unparteiisch gar nicht gelöst werden zu werden, so spricht sich in einem seltsamen Verlangen eine so tann. Wo jeder seinen Rentenanteil beansprucht und ungeheuerliche Verkennung der politischen Verhältnisse ab, daß es bekommen soll, geht jeder objektive Maßstab verloren und Der Vorwärts" hat sich bereits im Januar d. J.( Nr. 14) besich wohl verlohnt, sich nachträglich noch in die Irrgänge dieser der schamlosesten 8011korruption wird Thür und Thor ge- müht, den Herrn Minister zur Lösung der schwierigen Aufgabe auf ministerlichen Logik ein wenig zu vertiefen. öffnet. Hat doch Herr Möller selbst, scheinbar nicht ganz ohne Bos- das Reglement hinzuweisen freilich lassen sich auf diesem Wege Herr Möller traut es nämlich seiner Beredsamkeit zu, den heit, darauf hingewiesen, daß in der Zollkommission bei jedem zu die Schwierigkeiten nur zum kleinen Teile beseitigen, wird nur am Arbeitern einreden zu können, ihre Interessen würden durch die beratenden Abschnitt des Gesetzes neue Gesichter erscheinen, deren Reglement geflict, so dürfte der Regierung die von uns in Aussicht ablehnende Haltung geschädigt, welche die Socialdemokraten in der Befiger Juteressenten jener Branche sind, um die es sich in dem gestellte Blamage nicht erspart bleiben. Bolltariffommission sowohl dem ganzen Tarifentwurf wie seinen betreffenden Tarifabschnitte handelt. Und ist doch auch über den Viel hellhöriger für unsre Ausführungen als die Konservativen einzelnen Bofitionen gegenüber bisher eingenommen haben und Grafen Posadowsky, den berühmten praktischen und theoretischen sind die Nationalliberalen, die ja auch am 6. Juni im Abgeordnetenselbstverständlich auch weiterhin einnehmen werden. Die Arbeiter sind Bekämpfer des einseitigen Konsumentenstandpunktes", jüngst hause den Antrag des freisimmigen Dr. Barth auf Neueinteilung nämlich seiner Ueberzeugung nach an der Blüte der industriellen bei der Beratung der Maschinenzölle jählings die Erleuchtung der Wahlkreise unterstützten. So schreibt die National- Zeitung" Unternehmungen interessiert und diese Blüte soll wiederum nur gekommen, daß auch die Interessen der Konsumenten nicht am 6. August in Anknüpfung an den Abdruck unfres Artikels:„ Daß unter dem schützenden Glasdache des Hochschutzzolles gedeihen vergessen werden dürften.. Beweis genug, daß von einer un- das gegenwärtige preußische Wahlsystem auch äußerlich unhaltbar ist, fönnen. Er lehnt den einseitigen Konsumentenstandpunkt" ab, parteiischen Beurteilung der Handelspolitischen Fragen gar nicht die tann nicht bezweifelt werden, und in einer Anzahl von Wahlkreisen in dem die Socialdemokratie angeblich befangen sein soll und ver- Rede sein kann, sondern daß es sich um ein Spiel handelt, in das könnte seine unhaltbarkeit allerdings durch die Socialdemokratie, auf wie es für einen Großindustriellen einer gut geschüßten die Vertreter der Arbeiterschaft nicht ohne Gefahr ihre reinlichkeits- die angedeutete Art festgestellt werden." In ganz gleichem Sinn Industrie allerdings begreiflich ist den alleinseligmachenden ein- gewohnten Hände mischen dürften. äußern fich die Magdeburger Zeitung" und die Weser Zeitung". seitigen Produzentenstandpunkt. Und sein Kollege in der Vertretung Bismarck hat einft gesagt, ein Handelsvertrag sei immer ein Noch energischer schreibt das„ Leipziger Tageblatt":" Da und dort des Centralverbandes der Industriellen, Graf Posadowsky, Ding, bei dem man fragen müsse, wer dabei der Betrogene sei. Auch aber fällt die Anregung des Vorwärts" doch wohl auf fruchtbaren that sich viel zu gute auf die Entdeckung, daß der einseitige bei den zollpolitischen Schachergeschäften der bürgerlichen Interessenten Boden. Und wenn dies auch nur in einem einzigen WahlKonsumentenstandpunkt", den die Socialdemokratie angeblich fann es an Betrogenen nicht fehlen. Glücklicherweise werden die treise geschehen sollte, so würde der Beweis erbracht sein, daß eine praktisch vertrete, theoretisch in ihrer Litteratur keineswegs gut- deutschen Arbeiter zu diesen bedauernswerten Verlierern nicht zu Aenderung des preußischen Wahlsystems nicht mehr auf die lange geheißen würde. zählen sein. Sie haben in der Partie keinen Einsatz, weil Bank geschoben werden darf." Diese Komödie der Jrrungen erreicht ihren Höhepunkt durch die sie wissen, daß schließlich nur ein paar sehr große Herren die Ge- Das rege Interesse der Nationalliberalen darf nicht wunderVorwürfe, die der Freisimm, der berufene Vertreter des Freihandels, winner find. nehmen. Sind sie doch an den von uns gekennzeichneten Wahlgegen die Socialdemokraten und ihre ständig wiederkehrenden An- Herr Möller hatte es drum leicht, mit seinent steifleinenen freifen mit 22 Abgeordneten, d. h. mit fast 30 Proz. ihres augenträge auf Bollfreiheit erhebt, während noch vor kurzem die freisinnige Wahlheldentum zu paradieren. Ja, wenn er nicht Minister blicklichen Besitzstandes beteiligt. Dann kommt ein weiterer Grund, Preffe unter Berufung auf Schippel die Socialdemokratie als wäre...! Als einseitiger Konsument von Ministergehältern kann den der Abg. Noelle gelegentlich der Besprechung des Antrags Barth schutzöllnerisch" verdächtigt hatte. Für sie war es damals trop der er es flüglich unversucht lassen, die Arbeiterschaft zum Produzenten- im Abgeordnetenhaus verriet:„ Gerade die Herren, so führte er berühmten Brüsseler Rede von Karl Marx, trotz der bekannten standpunkt des Scharfmacherverbandes zu befehren und allen aus, die der Ansicht sind, daß das für Preußen geltende Wahlrecht im Berhandlungen des Stuttgarter Parteitags, trotz zahlloser Reden Arbeitern für ihre Branche das Blaue vom Himmel hinunter zu wesentlichen unverändert bestehen bleiben soll, haben alle Veranlassung, und Leitartikel, die das strikte Gegenteil ihrer Meinung bezeugen, versprechen. Den berühmten Mann, der das Wenn und das Aber solche Monstrositäten, wie sie sich jetzt herausgebildet haben, zu eine Grundwahrheit, daß die Socialdemokratie principiell auf erdacht", mag darum Herr Möller als seinen besonderen Schutz- beseitigen, damit später, wenn es noch schlimmer geworden ist und dem Standpunkt des Freihandels stehe. heiligen verehren. diese Monstrositäten unter dem Druck, den sie ausüben, beseitigt werden sollen, nicht das ganze geltende Wahlrecht mit hinforts geriffen wird." 21 tritt Nun ist in Wirklichkeit der Freihandel niemals für jemand andren ein Princip gewesen als für den Freifinn, und auch für ihn gehörte er zu jenen wahrhaft liberalen Principien, von " Das Wahlverfahren denen der Dichter sagt:„ Sie geben Haltung, hält man sie, bei den preußischen Landtagswahlen. und lassen sich ignorieren!" Für die Socialdemokratie ist die Entscheidung zwischen Schutzzoll und Freihandel immer eine Frage der Zweckmäßigkeit gewesen, und niemals hat sie verkannt, daß in manchen Ländern und unter manchen Umständen die Erhaltung oder Schaffung von handelspolitischen Abwehrmaßregeln eine Notwendig feit werden könnte. I. " Die Nationalliberalen also wollen schleunigst flicken, um vom ,, elendesten aller Wahlsysteme" zu retten, was noch zu retten ist. Höchst amüsant ist die Stellungnahme des Centrums, wie sie sich in den Ausführungen des Westfäl. Merkur", der Dortmunder Tremonia" u. a. offenbart. Selten ist die Heuchelei des Centrums flarer in die Erscheinung getreten. " " Unser Hinweis auf das Fiasko der preußischen Wahltechnik in folge einer regen Beteiligung der Socialdemokratie an den Landtagswahlen findet bei den verschiedenen bürgerlichen Parteien naturWir haben, so schreibt die Tremonia", auch im vorliegenden gemäß eine sehr verschiedene Beurteilung. Die Konservativen suchen Fall für den 8 wed, den die Socialdemokratie verfolgt, die in schneidiger Weise über eine eingehende Würdigung hinweg- lebhaftesten Sympathien, nämlich für die Reform des elendesten aller zukommen, wenn auch mit Hilfe durchsichtigster Schwindeleien. So Wahlrechte. Aber dieser Zweck kann nicht die Mittel heiligen. Die schreibt die Kreuz- Beitung" am 9. August: ring pandus? Obstruktion im Wahllokal ist zu verwerfen." Wir fragen „ Auch jetzt schon hat die Socialdemokratie, wenn auch meist die Tremonia", ob es auch„ Obstruktion" ist, wenn wir z. B. 1903 nur als Hilfstruppe des Freisinns, sich an den preußischen Land- nicht mehr dulden, daß bei der Wahl der Abgeordneten reglementstagswahlen beteiligt und würde sicher schon früher jene Berwidrig verfahren wird, wie es 1898 anerkanntermaßen z. B. in hinderungsmanöver ausgeführt haben, wenn sie Erfolg versprochen " hätten. Würden sie bei den nächsten Wahlen thatsächlich den geist- Teltow- Beeskow geschah, weil, wie offiziell festgestellt wurde, die reichen Plan ausführen und in einigen wenigen Wahlkreisen Er- Wahl sonst schon damals unmöglich gewesen wäre? folge erzielen, so würde das für ihren Anhang immer nur starten Ueberlegt sich die" Tremonia" einmal die Antwort auf diese Verlust an Zeit und Verdienst bedeuten. Einen weiteren Gewinn Frage, so wird sie bald zur Erkenntnis kommen, daß sie mit ihrem würden sie mit ihrem Vorgehen nicht haben; denn die Wahlen feigen Schlußsatz:" Besser wird es sein, wenn die Socialdemokratie würden eben so lange wiederholt werden müssen, bis ein Er- sich erst einmal friedlich an der Wahl beteiligt" uns geradezu gebnis erzielt wäre." auffordert, bei der ungefeßlichen Mogelei gelegentlich der Abgeordneten wahlen auch einmal mitzuthun. Die biedere Tremonia" fürchtet geradezu, daß die Regierung und die Mehrheit nach der von uns befürworteten Wahlbeteiligung die Parole ausgeben werde: Bei dem vorliegenden Entwurf eines neuen Zolltarifs hat nun die Regierung, haben Zeit und Umstände der Socialdemokratie die Entscheidung dieser Zweckmäßigkeitsfrage wahrhaftig nicht schwer gemacht. Denn auf der einen Seite enthält der Tarifentiurf agrarische Zollforderungen, die der Socialdemokratie einen zum äußersten gespannten Widerstand zur Pflicht machen, andrerseits bes steht er aus industriellen Schutzzollforderungen, die nichts andres sind als der Preis, den die agrarischen Abgeordneten ihren Kollegen von der Industrie für die bedingungslose Erfüllung ihrer Wünsche zu zahlen gewillt sind. Die Agrarier haben wahrhaftig tein Interesse daran, ihren Klienten ihre Dungstoffe, ihre Gerätschaften, ihre Kleider, ihre Baumaterialien, ja selbst ihr- agrarisches Leibblatt durch eine hundertfache Kette von Schutzöllen zu verteuern. Sie Stelle. reichlich nehmen, müssen der großen Masse um den junterlichen Getreide Großproduzenten ihre Getreides Merkur" ab, die mit den Worten schließt: zölle verschaffen zu können. Noch viel schlimmer aber stellt sich dieses Mißverhältnis für die industrielle Arbeiterschaft. industrielle Arbeiterschaft. Selbst wenn was, wie wir gleich sehen werden, durchaus falsch ist der neue Zolltarif Teilen von ihr durch künstliche Aufpäppelung einzelner Industriezweige Vorteile verschaffen würde, so würden diese Sondervorteile doch doppelt, dreifach und zehnfach aufgewogen werden durch die allgemeine Verteuerung der Nahrungsmittel, durch die sie erkauft werden müßten. V Den eigentlichen Trost findet aber die Kr. 8tg." an andrer Sie brudt am gleichen Tage eine Ausführung des Westf. ,, Wird in einer kleineren Zahl von Kreisen dieses negative Ziel der Obstruktion wirklich erreicht, so stört das die Konstituierung des Landtages nicht und thut der vorwiegenden konservativen Partei am wenigsten Abbruch. Denn in den großstädtischen und industriellen Wahlkreisen mit der Massenbevölkerung ist die nationalliberale und die Fortschrittspartei( lettere z. B. in Berlin) viel stärker engagiert als die konservative Partei." ins " Durch die gewaltthätige Socialdemokratie darf man sich nicht ztvingen lassen! Wahrscheinlich würde man sich dann erst recht ablehnend verhalten gegen die Reform des Wahlrechts und würde höchstens eine Reform des Wahlverfahrens eintreten lassen, d. h. die Technik der Wahl so verbessern, daß solche Störungen nicht wieder holt werden können und im übrigen die Misere des DreiklassenSystems und der öffentlichen und indirekten Wahl bestehen lassen. Damit wäre aber der Gerechtigkeit und Freiheit schlecht gedient auf solche Weise würde das elendste aller Wahlsysteme neu aufgeflict aber nicht beseitigt." " Zunächst ist diese Ueberlegung nicht ganz zutreffend; haben doch 3. B. zwei der wichtigsten hierbei in Betracht kommenden Wahlkreise Von den Erzeugnissen der Industrie dient nun wieder nur ein Teltow Beestow und Nieder Ober- Barnim fünf prächtige Teil dem unmittelbaren persönlichen Verbrauche, so daß ihre Konservative in den Landtag gesendet. Ueberhaupt find unter der Also eitel Begeisterung für Gerechtigkeit und Freiheit" bewegt Konsumtion nicht gleich wieder die Einleitung zu einem neuen von uns berechneten Zahl von 115 Abgeordneten, deren Wahl( 1903) in die Centrumsmannen, uns von einer energischen, streng gesetzlichen Produktionsprozesse wird. Hier tritt der sagenhafte reine Kon- Wahlkreisen mit mehr als 600 Wahlmännern erfolgen wird, im Land- Wahlbeteiligung abzuraten. Selbstverständlich liegen die Gründe, sument" in unmittelbare Erscheinung. Gerade hier aber, wo es sich tag zur Zeit 24 Konservative und 12 Freikonservative, während die das Centrum vor energischem Vorgehen unsrerseits scheuen läßt, vornehmlich um die Bedürfnisse der Bekleidung handeln wird, find Nationalliberale und Freifinnige Volkspartei mit je 22, das Centrum ganz wo anders. Zunächst ist das Centrum selbst mit 26 Abdie Konsumenten eine zersprengte umorganisierte und den Produzenten" mit 26 und die Freifinnige Vereinigung mit 7 Abgeordneten zur geordneten an den in Frage kommenden Kreisen interessiert und wehrlos preisgegebene Mafie, die einseitige" Vertretung ihres Beit in diesen Wahlfreisen vertreten find. zwar nicht in den kleinsten, sowohl am Rhein wie in Oberschlesien. Standpunktes wird schon durch ihre wirtschaftliche Hilflosigkeit gerecht- Vor allen Dingen vergißt aber die„ Kreuz- Beitung" über der Auf dem Parteitag zu Mainz stellte Genosse Düwell fest, daß am jertigt. nackten Rentabilitätsüberlegung, daß eine Regierung nicht müssig Rhein und in Westfalen sich auch die Centrumsarbeiter" nicht an der LandtanZwahI beteiligten und andre Delegierte a»S der Rhein- Provinz stimmten ihm bei. In der That finden sich in Rheinland- Westfalen selbst fiir prenhische Landtagswahl-Verhältnisse unglaublich lleine Wahlbeteiligungs-Ziffern dritter Klasse; so ISSZ: Gelsenlirchen Stadt 1.03 Proz.(ganze Kreis 2,11 Proz.) Solingen„ 3,13,,, 3,55, Stadtkreis Essen 8,65„ Landkreis 2,5, Landkreis Bochum 4,97„ » Dortmund 2,21, Diese idyllischen Verhältnifie könnten durch die Agitation der Socialdemokraten arg gestört werden; nicht als ob wir meinten, daß dort allzu viele Arbeiter öffentlich socialdemokratisch stimmen würde»; also unsre Mobilmachnng dürfte geniigen, auch die Gegner zum Mobilmachen zu zwingen und so den Arbeitern die Herrlichkeiten ihres Wahlrechts klar zu machen, die ihnen heut verborgen. Weiter werden sich, angeregt durch unser Auftreten, auch.Centrums- arbeiter" selbständig um die Wahlrechtsfrage bekümmern und wie lieb dem Centrum solche selbständigeren Regungen in Arbeiterkreisen sind, ist allbekannt. Vor allen Dingen aber ist eS dem Centrum gerade jetzt sehr unbequem, wenn die Wahlrechtsfrage energisch angeschnitten wird, wo eS in Sachen Brotwncher alle Hände voll zu thnn hat, um seine Stellung zwischen Agrariern und Jndustrie-Arbeitern, noch dazu als Regierungspartei einigermasten zu halten. Das hat in erfreulicher Weise der Centrumsabgeordnete Fritzen gelegentlich der Beratung des schon erwähnten Antrages Barth klargelegt, indem er ausführte, daß es in einem Augenblick ohnehin vorhandener starker Gegensätze zwischen Stadt und Land am allcrivenigsten ratsam sei, zur ver- schärfung dieser Gegensätze noch ein weiteres beizutragen durch Auf- rollen der Frage der Wahlkceis-Einteilung zc. Gerade auch die Zivangslage des CentrumS, diese augenblickliche Erregung von Arbeiterkreisen— auch austerhalb deS socialdemo- kratischen Besitzstandes— durch die Magenfrage, läßt eS uns dringend nötig erscheinen, die Landtagswahl-Beteiligung schon heute mit allem Nachdruck und in der von nnS vertretene» Richtung in den Köpfen vorzubereiten._ polttifche Meberllchk. Verliii. de» 13. August. Verirrte Entrüstung. Das T e n t r u m sonnt fich seit langem in der Gunst Wilhelms II. Längst Haider Militär- und Marine-Eifer der Centrumspartei jene Zeit vergessen lassen, da der Kaiser seine„tiefste Entrüstung" kundgab über die vom Centrum verschuldete Versagung einer Ehrung des Fürsten Bismarck durch den Reichstag. Erst vor wenigen Wochen gab der Kaiser in Aachen Zeugnis seiner Be- friedignng, daß in Deutschland der Katholizismus ungestört und frei walten könne, und man weiß, wie sehr katholisierende Neigungen in der Gemütsart deS Kaisers ivnrzeln. Urplötzlich aber hat jetzt die Scene gewechselt: der Kaiser schleudert seine schwerste Ungnade gegen das Centrum! DaS„Wolffsche Depeschenbureau' überrascht die deutsche Oeffentlichkeit durch die Mitteilung folgenden TolegrammauStauschcs zwischen dem Kaiser und dem Prinzregenten von Bayern: Swinemünde, den 10. August. An Prinzregent von Bayern München. Von meiner Reise eben heimgekehrt, lese ich mit tiefster Entrüstung von der Ablehnung der von Dir geforderten Summe für K n n st zweck e. Ich eile, meiner Empörung Ausdruck zu verleihe» über die schnöde Undankbarkeit, welche sich durch diese Handlung kennzeichnet sowohl gegen das Haus Wittelsbach im allgemeinen, als auch gegen Deine erhabene Person, ivelche stets als ein Muster der Hebung und Unterstützung der Knnst geglänzt. Zugleich bitte ich Dich, die Summe, welche Du benötigst, Dir zur Verfügung stellen zu dürfen, damit Du in der Lage seist, in vollstem Maße die Ans- gaben auf dem Gebiete der Kunst, welche Du Dir gesteckt hast, zur Durchführung zu bringen. Wilhelm. Seiner Majestät Kaiser Wilhelm Swinemünde. Es drängt mich. Dir meinen innigsten Dank für Dein so warmes Interesse an meinen und meines Hauses Bestrebungen auf dem Gebiete der Kunst und für Dein so hochherziges Anerbieten auszusprechen. Zugleich freut es mich, Dir mitteilen zu können, daß durch den Edelsinn eines meiner Reichsräte, welcher die abgelehnte Summe zur Verfügung stellte, meine Regie- rung in die Lage versetzt ist. getreu den Traditionen meines Hauses wie meines Volkes die Pflege der Knnst als eine meiner vornehmsten Aufgaben unentwegt fördern zu können. Jagdhaus Fischbach, den 11. August. Luitpold Prinz von Bayern. Ztvar erfolgte die erstmalige Ablehnung der Kunstforderungen in her bayrischen Kammer der Abgeordneten bereits vor Wochen und die letzte endgültige Ablehnung bereits am 6. August, aber der Kaiser erfuhr davon erst, wie er mitteilt, am 10. August. Sofort faßte alsdann der Kaiser den Entschluß zu seinem Telegramm an den Prinz- regenten. Nun könnte man dazu neigen, bei der eiligen Hast, in der der Kaiser, nach seiner eignen Eröffnung, das Entrüstnngs- telegramm auSsandte, nicht den Wortlaut allzu scharfer Prüfung unterwerfen zu sollen. Da aber die Veröffentlichung des Telegramms kaum ohne Zustimmung deS Kaisers erfolgt sein kann, der Kaiser also auch nach dem Verrauschen der ersten Zorneswallnng an seinen Worten festhält und das Bekanntwerden auch dieser seiner Anschauungen in der ge, samten Oeffentlichkeit wünscht, so wird die Oeffentlichkeit ihrerseits einer Beachtung des Telegramms nicht ausweichen. Der Kaiser eilt, die schnöde Undankbarkeit der bayrischen Centrumspartei gegen daS HanS Wittelsbach und den Prinzregcnten anzuklagen. Aber die telegraphische Eile kann nicht übersehen lassen, daß diese Anklage des Kaisers staatsrechtlich un- berechtigt ist. In der Eile äußert der Kaiser eine Auffaffnng über die Stellung parlamentarischer Partelen zum Staatsoberhaupt, die in Widerspruch zu den in den meisten deutschen Bundesstaaten be- stehenden Varfassungsgrnndsätzen steht. Parteien handeln im Parlament nicht zu Dank oder zu Undank eines Fürsten. Erst jüngst wurde von den Vertretern der Reichsregierung im Reichstag mit großer Erregung bestritten, daß in der Aufhebung des elsaß« lothringischen Diktatnrparagraphen nach der Geldbewilligung für die HohkönigSbnrg eine Politik der Geschenke zwischen Volksvertretern und Landesfürsten erblickt werden dürfe. Also ivird auch nicht von der Verpflichtung des Centrnms zur Dankbarkeit gegen den Prinzregenten gesprochen werden dürfen, wenn er seine Anschauungen in der Abgeordnetenkammer vertritt, mag man diese Anschauungen auch als überaus rückständig und kläglich verurteilen. Auch der Prinzregent von Bayern teilt offenbar nicht die Ansicht deS Kaiser?, daß das Centrnm sich einer persönlichen Versündigung gegen ihn schuldig gemacht habe. Denn in seinem Antwort- telegramm, daß sich von der erregten Stilisierung des kaiserlichen Telegramms durch besondere Einfachheit und Ruhe unterscheidet, weist der Prinzregent ausdrücklich darauf hin, daß seine Regierung es sei, die diese ganze Angelegenheit angehe. Der Prinz- regent wünscht nicht, daß seine Person in das Wechselspiel der politischen Geschehnisse hineingezogen werde, er deutet, in strengem Festhalten an dem Sinne der Verfassung, das kunstfeindliche Vorgehen deS Eentrums lediglich als ein Borgehen gegen die Regierung. Offenbar huldigt der Prinzregent der Anschauung, daß eine.erhabene Person', wie ihn das kaiserliche Telegramm anspricht, auch über die politischen Tagesereignisse erhaben fein solle. Diese selbe Anschauung hat sicherlich den Prinzregenten auch verhindert, seinerseits die vom Centrum abgelehnte Summe für Kunstzwecke zu zahlen. Die freigiebige Art Wilhelms II. könnte wahrlich auch leicht dazu verführen, daß die Parlamente in Zukunft auch andre Geldfordernngen vertverfen in der Erwartung, daß die Fürsten aus eignem Vermögen zahlen. Di« Socialdemokratie wäre gewiß einverstanden, wenn demnächst die deutschen Fürsten unter Vorgang des Kaisers einig« Panzerkreuzer oder eine weltpolitische Expedition aus eigner Tasche bestreiten wollten. Nun aber erscheint die Entrüstung deS Kaisers über den Centrumsundank überhaupt höchst erstaunlich. Die Centrums- Partei dürfte höchlichst verwundert sein, daß der Kaiser gerade ob ihre« Verhalten» zu den Kunstforderungen in tiefste Entrüstung, ja in Empörung geraten könnte. Wohl lag der Grund zur Ablehnung der Kunstforderungen zunäckst in der all- gemeinen politischen Lage Bayerns, in der Mißstimmung des CentrumS über die Aufopferung deS klerikalen Kultusministers v. Landmann, aber daß sich daS Centrnm gerade die geringfügigen und harmlosen Kunstfordernngen zur Bezeugung seines Unwillens erwählte, erklärt sich nur aus seiner traditionellen Erbitterung gegen diejenige Kunst.lvelche gerade in München gehegt wird. Die Centrums-Abgeordneten Dr. Heim und Dr. Schädler haben deutlich gezeigt, daß eS ihnen darum zu thun sei, bei dieser Ge- legenheit ihren Haß gegen die moderne Kunst zu kühlen. Herr Dr. Heim sprach am 6. August in der Abgeordnetenkammer davon, daß er die 100 000 M. ablehne, Iveil sie doch immer nur zu Käufen»von einem bestimmten Künstlerring' ver- »vendet würden; auch über die Bevorzugung des Auslandes klagte er. Und Dr. Schädler wendete sich unmittelbar gegen„die neue Kunst", die„daS gute Alte verachte und die Köpfe für ein AbendmahlSbtld aus dem Zuchthause habe." DaS alles sind Anschauungen, von denen man annehmen sollte, daß sie das h ö ch st e Gefallen des Kaisers haben sollten. Hat doch Wilhelm II. im Dezember vorigen JahreS bei der Vollendung seiner SiegeS- Allee ein Glaubensbekenntnis in Kunstfragen abgelegt, das gerade vom Centrum mit Jubel aufgenommen wurde, so daß das Centrnm wahrlich glauben durfte, eine Ablehnung der Knnst- fordernngcn der bayrischen Regierung würde nicht Empörung, sondern liebevolle Zustimmung beim Kaiser finden. Wilhelm II. erklärte damals unter Hinweis auf die vollzählig und in trefflicher Richtung anfmarschierte Marmorgalerie seiner Ahnen in der Sieges- Allee, daß hier die Bildhauerei eine Knnstleistnng vollbracht habe, wie sie.wohl kaum in der Renaissancezeit schöner hätte sein können". Wilhelm II. rühmte diese Bildhauerei, daß sie„zum größten Teile rein geblieben von de» sogenannten modernen Rtch» tuugen nnd Strömungen", daß sie„n o ch h o ch u n d h e h r d a steh«'. Er sprach weiter davon, daß die Knnst, wenn sie, wie eS jetzt vielfach geschehe, weiter nichts thut, als das Elend noch scheuß- sicher hinzustellen wie es schon ist. dann versündige sie fich am deutschen Volk. Und er verhängte schließlich über die.sogenannte moderne Richtung" die schwerste Verdammnis, indem er die um ihn versaminelten Anfertiger von Marmorfiguren aufforderte, energischer Front zu machen gegen jene Kunst, die„in den Rinn« stein niedrrstcigt". München aber ist die vornehmlich st«Pfleg st Site dieser modernen Kunstrichtungen, die dem Kaiser gleichwie dem Centrum ein widriger Gräuel sind. Gerade solche Künstler sind ans den vom bayrischen Landtag in früheren Jahren bewilligten Geldsummen mit Aufträgen bedacht ivorden, die mit Vorliebe das Elend malen und in den Rinnstein steigen. Bon München aus flutete diejenige Kunst, der die Mannor-Reihen in der Sieges-Allee, dieser höchste Stolz deS Monarchen, vielmehr als Erzeugnis byzantinisch entarteten und in Gedankenleere verelendenden KünstlertumS gilt. So verschiedenen Kunstanschauungen wird in unsren Tagen gehuldigt und nur ein glücklicher Zufall bewahre den Kaiser vor dem Mißgeschick, die ihm verhaßte Knnstübung durch eine Geldspende gefördert zu haben. Aeutsches Fteich. Die„Freisinnige Zeitung" vermag auf unfre gestrige Kritik deS Verfalls ihrer Partei zur Frage der Witwen- und Waisen- Versicherung nichts weiter vorzuführen, qlS daß der„Vorwärts" selbst den Centrumsantrag höchst abfällig beurteilt habe. Die.Freisinnige Zeitung' unterschlägt dabei, daß der.Vorwärts' sich stets nur dagegen gewendet hat, daß der CentrumSantrag— abgesehen davon, daß er nicht im mindesten einen Ausgleich für die Belastung auS dem Zolltarif bringt— unzureichend ist und nicht genügende Sicherung für baldige Einführung der Witiven- nnd Waisen- Versicherung bietet. Anstatt nun den socialdemokratischen Antrag, der diese Mängel möglichst beseitigen wollte, zu vertreten, lehnen die Freisinnigen auch den CentrumSantrag ab. der zwar höchst unzulänglich ist. aber doch immerhin die Aussicht giebt, daß ein geringer Teil der durch den Zolltarif dem Volk erwachsenden Mehrlnsten zu socialpolitischer Verwendung gelange. Die erleuchtete Taktik deS Freisinns schafft dem Centrum die erfreuliche Möglichkeit, sich einer socialpolitischcn Forderung, die ihm selbst unbequem ist, mit Anstand zu er- ledigen.— Die Parteien und die ReichStagS-Ersatzwahle». Von den 1898 gewählten 897 ReichstagS-Abgeordneten sind im Verlaufe der letzten Legislaturperiode»icht weniger al» 47 infolge TodeS oder sonstiger Umstände au» dem Reichstag ausgeschieden. Ueber die durch' die hierdurch notwendig gewordenen Reichstags- Ersatzwahlen eingetretenen Veränderungen der Parteien giebt die.Karlsr. Ztg." folgende Uebersicht: An deutsch-könservativen Mandaten wurden im Laufe der Legislaturperiode fünf frei: zwei davon gingen im Kampfe verloren, eiiieS an den Freisinn(Stralsund-Greifswald, wo statt de« verstorbenen Abgeordneten v. Bismarck-Bohlen Gothein gewählt wurde), eine? an die Socialdemokratie(PotSdam-Westhavelland, wo an Stelle v. Loebels der Socialdemokrat Pens den schon früher von ihm vertretenen Kreis zurückgewann). Dafür wurde aber ein neues Mandat von den Nationalliberalen erobert(Emden-Norden, wo für den verstorbenen Nationalliberalen Franzius der Konservative Graf zu Inn- und Knyphausen siegte) und der an Stelle des verstorbenen fraktionslosen Litauers Smalakys gewählte Litauer Malschull trat dem konservativen Fraktionsverbande bei, während v. d. Gröben-Arenstein aus der Fraktion ausschied. Der Reichspartei wurden die beiden lang- jährigen Abgeordneten Frhr. v. Stumm-Halberg nnd v. Dziembowski- Bomst durch den Tod entrissen. Beide Wahlkreise sind bei den Ersatzwahlen der Partei verloren gegangen, freilich nicht im Kainpfe, sondern auf dem Wege freundschaftlicher Vereinbarung mit nahestehenden Richtungen.' Für den Freiherr» v. Stumm- Halberg wurde der nationalliberale Abgeordnete Brietz« gewählt. Das Mandat des verstorbenen Abgeordneten v. Dziembowski ist auf den Konservativen v. Gersdorff übergegangen. Das C e n t r u m hatte zehn Ersatzwahlen, die bis auf zwei noch unerledigte keine Besitz- Veränderungen brachten. Zwei neue Mandate gewann die Partei vom bayrifchenBauernbunde. Die welfischenCentrumS- Hospitanten büßten zwei Mandate ein. Die National- liberalen hatten zehn Nachwahlen. Dabei find sieben Mandate behauptet worden, eines ging an die Konservativen verloren und eines an die Socialdemokraten bei der Ersatzwahl für Dr. Lehr in Döbeln. Außer dem auf freier Vereinbarung beruhenden Zu- wachse eines bisher rcichsparteilichen Mandats gewannen die Nationalliberalen im Kampfe ein Mandat vom Bunde der Land- Wirte(Einbek-Northeim), zwei von den Wessen(Melle-Diep- holz und Celle-Gifhorn und zwei von den Socialdemokraten (Kalbe-Aschersleben und Mülhausen). Die Freisinnige Vereinigung hatte eine Nachwahl, bei der Dr. Siemens durch Dr. Barth ersetzt wurde, und gewann einen Sitz von den Konservativen. Die Freisinnige Volkspartei verlor in drei Nachwahlen einen Sitz an die Socialdemokratie, zwei wurden behauptet. Die Deutsche Volkspartei verlor ein Mandat an die Socialdemokratie. Die Socialdemokraten verloren bei den Nachwahlen ztvei Mandate, gewannen aber dafür vier, je eines von den Konservativen und National- liberalen und je eines von der Freisinnigen und der Süddeutschen Bolkspartei. Die Zahl der Mandate ist demnach unverändert ge- blieben bei den Konservativen und beim Centrum; Verluste Häven erlitten die Reichspartei, die Freisinnige Volkspartei und die Deutsche Volkspartei; gewachsen ist die Vertretung der Socialdemokratie um 2. der Freisinnigen Vereinigung um 1 und der Nationalliberalcn um 3 Mandate.•— Die deutsch-englische Freundschaft. Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an Lord Roberts hat eS nicht hindern können, daß sich die englische Animosität gegen den deutschen Rivalen auf dem Gebiet der Wellpolitik nnhr und mehr verschärft hat. Die Konflikte Englands mit Deutschland in Ostasien, die militärische Festsetzung Deutschlands in Tientstn, namentlich aber in Shanghai, haben die deutsch- feind- sich« Stimmung iveiter Kreise Englands begreiflicherweise erhöht. Die gewaltsamen Flotten- Rüstungen Deutschlands, die ihre Spitze ja in erster Linie gegen England richten, mußten ja die feindselige Eifersucht Englands hervorrufen. Die aufsehen- erregenden Reden von der auf den Wasser liegenden Znsinift Deutschlands usw. konnten ja in England nur eine Deutung finden. DaS weltpolitisch entflammte Deutschland hat eS sich daher nur selbst zuzuschreiben, wenn England in Deutschland den gefähr- lichsten Nebenbuhler erblickt. Diese deutschfeindliche Stimmung Englands kommt zum brutal-drastischen Ausdruck in neuerlichen AuS« lassungen des„ G l o b e' und des. S p e k t a t o r'. »Globe" schreibt: „Die ungeheure Kriegsflotte, die sich Deutschland anschafft, gilt England und dem britischen Weltreich. Wir find die einzigen möglichen Rivalen, mit denen Deutschland in Konflikt gerate» kann, und der Zug der deutschen Bestrebungen bewegt sich in einer Richtung, die einen solchen Kon- flikt unvermeidlich gestalten kann..'. Bismarck zuerst, und nach ihm der Kaiser, haben beschlossen, daß Deutschland eine große Weltmacht sein soll, und das deutsche Volk ist gleich entschlossen, .die größte Handelsnation der Welt zu bilden. Mit derselben grinimigen Entschlossenheit wie Moltke und Roon, find nun der Kaiser und seine Ratgeber dazu geschritten, die deutsche Kriegsflotte ebenso unbesiegbar zu machen, wie sich die deutschrArmee tn denJabren 1366 und 1370 als unbesiegbar erwiesen hat. Wenn wir prüfen, waS für Schiffe Deutschland baut, so fällt eS nicht schwer, zu erkennen, daß sie für den Angriff und nicht für die Verteidigung bestimmt sind. Giebt es nun eine andre Macht als uns, gegen die die werdende große deutsche Kriegsflotte gemünzt sein könnte? Wir hegen keine Feindschaft gegen das deutsche Volk; der Kaiser selbst hat bei vielen Anlässen seinen guten Willen und seine freundschaftlichen Gesinnungen für uns bekundet. Wir fühlen uns aber sicher, daß, Ivenn die Verhältnisse umgekehrt lägen, es nicht lange währen würde, ehe unsrer Regierung eine sehr höflich gehaltene Vorstellung zuginge, daß unsre großartigen KriegS-Vor- bereitungen im Lichte eines feindseligen AkteS betrachte: werden müssen..." Noch heftiger sind die Auslassungen des Londoner Wochenblattes „Spektator": „Es gab eine Zeit, da England willens gewesen wäre, zu ver- hindern, daß Deutschland zwiichen dem Hammer und Amboß von Rußland und Frankreich vernichtet werde. Kein solcher Wille würde jetzt möglich sein. Die deutsche Weltpolitik ivird in England völlig verstanden, nnd es würde durchaus unmöglich sein, die Nation zu veranlassen, irgend etwas zu thun, um Deutschland zu helfen. Wir mögen dulden, daß unsre Regierung kleinere Abmachungen mit Deutsch- land trifft, unter denen es gewisse Zugeständnisse erlangt, und wir eine große Dosi« öffentlicher Verunglimpfung als unser Anteil kriegen; aber kein deutsches Bündnis, so augenscheinlich verlockend auch die Bedingungen sei» mögen, würde jetzt geduldet werden. Ja, wenn wir jemals in einen Krieg mit Deutschland verwickelt werden sollte», würden wir sicherlich jetzt Frankreichs Streit zu unsrem eignen machen und nicht eher ablassen, bis Elsaß-Lothringen Frankreich zurückgegeben worden ist. Wir verstehen, daß Deutschland auf uns blickt, wie das Elisabethanische England auf Spanien blickte und denkt, daß, wenn die verhängnisvolle Stunde schlägt, es im stände sein werde, die Trümmer eines explodierten Reiche» auf» z u I e s e n." Die deutsche imperialistische Presse ist natürlich entrüstet über diese englischen Offenherzigkeiten, die sie als den schnödesten Undank für Wilhelms II. Haltung während des Boerenkriegcs bezeichnen. Als ob Ordensverleihungen bei der imperialistischen Realpolitik irgend eine Rolle spielen könnten. Erklärte doch Herr v. Bülow selbst, daß Sentiments in der Politik keinen Platz fänden. Die englische Auffassung der deutschen Flottenrüstungen beweist wieder einmal, welche Sicherung der internationalen Freundschaften der Land- und Wassermilitarismus gewährt.— Roblesse obllge. Ueber eine eigenartige Form der Steuer- hinterziebung wird dem„Berliner Tageblatt" ans Stettin gemeldet: „Schaumwein, der sich am 1. Juli 1902 außerhalb einer Schaumweinfabrik oder einer Zollniederlage befindet, unterliegt be- kanntlich der Schaumweiusteuer in Form einer Nachsteuer. Schaum- wein im Besitze von Haushaltnngsvorständen, die weder Ansichnnk, noch Handel mit Getränken betreiben, bleibt nach ß 31 des Schaum- weinstener- Gesetzes, sofern die Gesamtmenge nicht niehr als 30 Flaschen beträgt, von der Nachsteuer befreit. Hier in Stettin sind rund 48 000 Mark an Nachsteuer für Schaumwein anfge- kommen, und Schwierigkeiten bei Ermittelung derselben haben sich kaum ergeben, zumal auch stenerlichcrseits niit der er- forderlichen Kulanz verfahren wurde. Indes haben zwei hiesige OffizierkasinoS ihre Bestände an Schanin» wein für die Nachsteuer nicht bereit gestellt. Sie haben vielmehr diese Bestände den einzelne» Offizieren als Miiglicder der Kasinos bis zu je 30 Flaschen auf ihr Conto geschrieben und dafür Steuerfreiheit beansprucht, obgleich sich der Schaum- wein nach wie vor in den Kellern der Kasinos, also in deren Verwahrsam befindet. Es erscheint kaum zweifelhaft, daß ein solches Verfahren dem Sinne des Gesetzes, speciell der oben wörtlich angeführten Vorschrift desselben, niätt entspricht. und es find bereits die dieserhalb erwachsenen Verhnnd- Imrgen der höheren Steuerbehörde zur Entscheidung vorgelegt worden. Diese b e i d e n F ä l l e der Weigerung von Ossizicr- kasinos zur Zahlung der Schaumwein-Nachsteuer stehen jedoch nicht vereinzelt da. Auch andre Offizierkasinos haben sich ebenso verhalten nnd haben vor der Nachsteuer-Nevision bei den einzelnen Ofsizicren, fogar unter den Reserve-Offizieren 117 siti 19 stind England. ihrer Regimenter Umfrage gehalten, ob deren Conto eventuell bis Der Liberale ffe Birkedal weist in feinem Operationen in der französischen Kolonialpolitik beendigt sei und es zu 80 Flaschen Schaumwein aus den Beständen des Kasinos be- Artikel zunächst darauf hin, daß in Nordschleswig, dem Gebiet, fich jest um die Schaffung eines billigeren Verteidigungssystems Taftet werden dürfe." Diese geniale Art, die Steuerpflicht zu umgehen, dürfte bei der eine stark gemischte, aus Dänen und Deutschen bestehende Bevölkerung politit ist nun einmal ein kostspieliger und für die steuerzahlende dessen Verlust die nationalgesinnten Dänen nicht verschmerzen können, handle, ist denn doch allzu optimistisch. Die Welt- und KolonialSteuerbehörde taum dem nötigen Verständnis begegnen. Aber es sport. ist schon im höchsten Grade befremdend, daß gerade die Herren vorhanden ist und daß, wie man auch in diesem Grenzgebiet die affe des Boltes unrentabler Sport. Offiziere, zum größten Teil die Angehörigen jener agrarischen und Landesgrenze feftfezen wollte, ein Teil der Bevölkerung sich als motiu din magtalien. großindustriellen Schichten, die dem Volte aus rücksichtslofem laffen unter einer Fremdherrschaft stehend betrachten könnte. Dem Die Agitation gegen das Urteil des Bolognefer Gerichts. intereffe die indirekten Steuerlaften aufgebürdet haben, durch der entsprechend verzichtet Birkedal selbstverständlich auf eine Ver- hofes wider Palizzolo wird fortgefeßt. De Seta, Präfekt von gleichen mehr als zweifelhafte Manöver den auf fie entfallenden be- änderung der Landesgrenze und wünscht nur, daß Sprache ist nach Rom berufen, um sich vor der Regierung zu verant Messina, der sich an die Spige der Protestbewegung gestellt hatte, scheidenden Anteil der Steuerleistung abzuwälzen suchen!- und Sitten seiner Landsleute in Nordschleswig von den deutschen tvorten. Der Centralverband Germania" der deutschen Bäder- Behörden geachtet, die dänisch sprechende Bevölkerung nicht. innungen, der 40 000 Mitglieder zählt, hält zur Beit in Köln feinen verfolgt werde. Die Gemeinsamkeit der Arbeit hat die Böller 13. Verbandstag ab. Man nahm dort auch Stellung zu der Er mehr und mehr gelehrt, das Falsche in jenem Nationalgefühl“ zu mehr Jo ni jant Irlands Protest. höhung der Getreidezölle. Nach langer Debatte gelangte erkennen, das nur ein tönender Name für Herrschsucht. Unter die parlamentarischen Vertreter Irlands im Stadthause zu Dublin Unter- ondon, 11. Auguft.( Eig. Ber.) Am Krönungstage waren folgender Antrag zur Annahme: " Die zu Köln versammelten deutschen Bäckerinmungen des die ewige Striegsbereitschaft notwendig würden, brächten überall versammelt, um gegen die englische Herrschaft zu protestieren. Die brückungsluft und Machtfigel sei. Die unerträglichen Zölle, die durch Centralverbandes„ Germania" verwahren sich schon heute gegen diefelben Leiden über die Allgemeinheit, und das einzige Mittel, um Reben von J. Redmond und J. Dillon fanden Ausdruck in der die Konsequenzen der durch die neue Bolltarifvorlage in Aussicht genommenen Getreidezollerhöhung, und zwar ausgehend von der die Kriegsgefahr zu beseitigen, set Sicherheit in den internationalen folgenden Resolution:" Da die Herrschenden Klaffen Englands die Erwägung, daß die durch eine Bollerhöhung folgegemäß eintretende Beziehungen, eine Sicherheit, die nur auf inter- Strömung dazu benngen, mit der Einheit und Solidarität des Weltund zugestandenermaßen auch beabsichtigte Getreidepreis.nationaler Grundlage beruhen kann. reiches zu prahlen, halten es die parlamentarischen Vertreter von erhöhung naturgemäß auch zu einer Steigerung des In demselben Geiste ist der Artikel des Ronservativen fünf Sechstel Irlands für ihre Pflicht, Mehlpreises, und da der Bäder infolge der mißlichen Lage Dr. J. Destrup gehalten. des Gewerbes erhöhte Materialpreise nicht aus Eignem au behältnis zu Deutschland erstreben und auch er weist auf die deutsche fann keinen Anteil nehmen an den Freuden derjenigen, die unfre Auch er will ein freundschaftliches Berbaß Irland unzufrieden und feindlich der Krönungsfeier seiner herzlosen Unterdrücker durchaus ferne steht. Es streiten vermag, zu erhöhten Brotpreisen führen muß, Socialdemokratie hin. das Odium derselben aber erfahrungsgemäß an dem Bäder haften erklären, bleibt, indem die Folgen höherer Nohproduktefür den Konsumenten er politischem Wege durch gollerleichterungen für gewisse Industrieprodukte ungersnot decimiert und Millionen unsrer Brüder und Schwestern Nach Destrups Meinung soll die Annäherung auf handels- Berfassung und Legislatur vernichtet, unsre Bevölkerung durch in die Fremde getrieben haben." beim fertigen Brot fühlbar in die Erscheinung treten." Brotwucher. " = ever so in Vom Kulturkampf. Englische Richter auf Gibraltar. Seit Wochen ist, wie bekannt, in Gibraltar ein Streit der Kohlenträger im Gange. Gelegentlich dieses Streits sollen fich einige Stohlenträger der böswilligen Körperverlegung, begangen an dem Sekretär des Unternehmerverbandes, schuldig gemacht haben. Der Angeklagte Martinez wurde zu 2 Jahren gwangsarbeit verurteilt; die andren Angeklagten wurden freigesprochen. Der Richter ist der juristische Berater des Gouverneurs Sir Georg White, der sich sehr parteiisch gegen die Streifenden verhalten und der Sohn eines durch den Streit start in Mitleidenschaft gezogenen Roblen händlers. In England felbst würde unter solchen Umständen das Urteil zu einer entschiedenen Protestbewegung Anlaß geben. Zu einer entschiedenen Erklärung gegen die Getreidezölle konnten Deutschlands herbeigeführt werden. Als Gegenleistung, meint fich die Vertreter der Bäckerinnungen nicht aufschwingen. Sie Dr. Destrup, fönnte Deutschland seinen Markt dem dänischen Sped falvieren sich nur gegen den drohenden Unwillen des brot- und Fleisch öffnen. Aber Dänemark müßte den Anfang machen. verbrauchenden Publikums. Die Bädermeister bedürfen zu ihren Die deutsche Socialdemokratie und das deutsche Volt in seiner arbeiterfeindlichen und sonstigen reaktionären Plänen des Beistandes großen Mehrheit würde selbstverständlich gern diese Freundschaftsder Brotwucherparteien; daher ihre eigenartige Stellungnahme zum bedingungen annnehmen. So lange aber die kulturfeindliche Sippe der Junker und Hurrapatrioten in Deutschland maßgebend ist, Die Junker als Brotwucher- Intereffenten. In welch werden wohl leider diese praktischen und beiden Teilen zum eminentem Maße die ostelbischen Junker aus der großen Schröpfung gereichenden Vorschläge vergeblich sein. In welch werden wohl leider diese praktischen und beiden Teilen zum Vorteil der darbenden Massen durch den Brots und Fleischwucher Gewinn ziehen, beweist unter anderm auch eine statistische Zusammenstellung, is in Frankreich. die das Deutsche Adelsblatt" über den Grundbesiz giebt, der sich in der Provinz Pommern gegenwärtig in adeligen Händen befindet. Dieser Grundbesig besteht in interpommern die That umgesetzt wurde, machten die Reaktionäre die Regierung und Amerika. Als die Schließung der Kongregationsschulen angeordnet und in aus 751 adeligen Gütern, die nicht weniger als 616 499 Heftar 112 verantwortlich für die Folgen, die daraus entstehen müßten, daß die oil Quadratmeilen umfassen, in Bor Pommern aus 435 adeligen Gütern Die imperialistischen Gelüfte Amerikas scheinen durch die mit 236 646 hektar 48 Quadratmeilen. Zusammen umfaßt also der Böglinge der Kongregationsschulen nunmehr einen Unterricht nicht folonialen Eroberungen ins Uferlofe gesteigert worden zu fein. in adeligen Händen befindliche Besiz in der Provinz Pommern finden könnten. Und in der That, wäre es der Regierung nicht ge- Trotzdem Amerika auf den Philippinen noch alle Hä..de voll zu thun 1186 adelige Güter mit 853 145 Heftar 155 Quadrat lungen, in den öffentlichen Schulen genügend Platz für hat, macht bereits ein Teil der Preffe Stimmung für neue Kolonialmeilen. Da die Provinz Pommern überhaupt ca. 500 Quadrate die Schüler der Kongregationsschulen zu finden, so wäre erwerbungen. Das„ Bureau Laffan" meldet: meilen umfaßt, befindet sich beinahe ein Drittel im Besitz des Kraut bas ein nicht Einwand ganz unberechtigter Die beständige Inanspruchnahme der Kriegsschiffe der Ver juntertums 1 einigten Staaten aweds Schuges der amerikanischen Interessen in Schließung derselben gewefen. Diese Waffe ist den Regierungs- den verschiedenen mittelamerikanischen Häfen, Neue Kolonialwünsche. Eine militärische Besetzung des gegnern jedoch aus der Hand genommen. Nach den Fest welche in die andauernden Kämpfe in Venezuela, deutschen Tschadfeegebietes fordert äußerst dringend eine Korstellungen des Seine- Präfekten wird die Unterbringung der Columbien und Haiti in Mitleidenschaft gezogen find, respondenz der Deutschen Kolonialgesellschaft". Sie veranschlagt die Schüler, welche bisher die nunmehr geschlossenen Kongregations- geben der amerikanischen Bresse zu scharfer Stritit der in diesen daraus dem Etat für Kamerun erwachsenden Mehrausgaben" nur" schulen besuchten, in Paris teinerlei Schwierigkeiten Staaten herrschenden Zustände Anlaß. Das Blatt Mail and auf/ Million Mart. Die Rhein- Westfäl. 8tg.", die der bereiten. Im Stadtgebiet von Baris wurden 15 Kongregations. pres" schreibt:" Es tritt täglich flarer zu Tage, daß Amerika Kolonialpolitit teineswegs unsympathisch gegenübersteht, warnt vor einem allzu übereilten Vorgehen in diesen handelspolitisch wertlosen schulen, welche von insgesamt 3247 Schülern besucht waren, geDistrikten des Kameruner Hinterlandes, aber auch ihrer Ansicht nach schloffen. Die Schulverwaltung ist aber in der Lage, bei werde man ohne eine stärkere militärische Besetzung dieser Gebiets Beginn der Schule 4825 Schülern in den öffentlichen teile nicht austommen. In der That, nachdem Hauptmann Stramer Schulen Aufnahme zu gewähren. In elf Vororten und die Oberlieutenants Domfint und Kramer einmal ihre Expedition Paris wurden dreizehn Schulen geschlossen. von Ein Bericht des bis nach jenem Teil ausgedehnt und Militärstationen angelegt haben, ministeriums des Innern besagt, daß sämtliche Schüler der ehewird man ja nunmehr eine Verstärkung der Kameruner Schuztruppe maligen Kongregationsschulen in den zur Zeit bestehenden öffentlichen für umumgänglich erklären. Der Zollwucher wird ja auch für der Schulen Blay finden könnten. gleichen weltpolitische Spielereien die Deckung liefern. = * 414 gegen die Der Präfekt von Finistère hat in Saint Meen, Le Folgoêt, Ein intereffanter Prekprozeß wird gegen den Redacteur des Lesneven, Landerneau, Crozon, den unruhigsten Kommunen in der national- polnischen Blattes, Gornoslazat" in Kattowitz( Oberschlesien) Bretagne, Plakate anheften lassen, in welchen er die Bevölkerung zur geführt. Das Blatt hatte behauptet, die Elektricitätsfirma Union" Nube ermahnt und diejenigen, welche die Massen zum Widerstande fei von der Stattowitzer Polizeiverwaltung aufgefordert aufheben, auf die schwere Verantwortung aufmerksam macht, die sie worden, einen Monteur zu entlassen, der sich durch auf sich laden. national- polnische Agitation lästig mache." Trotz dem die Firma nochmals aufgefordert wurde, sei sie doch dem Berlangen nicht nachgekommen, weil der Monteur ein tüchtiger Arbeiter gewesen sei. Wegen der Kritik dieses Vorfalles ist gegen den Gornostazat" Anklage wegen Beleidigung der Polizeiverivaltung erhoben worden. Aber auch der Monteur soll gegen die Polizei verwaltung Strafantrag gestellt haben. Das wird möglicherweise interessante Enthüllungen geben. " fich schließlich einmischen müssen wird, um diesem anarchischen Toben ein Ende zu machen. Wir erheben auf die Borrechte Anspruch, ein Ende zu machen. Wir erheben auf die Vorrechte Anspruch, welche in der Monroedoktrin niedergelegt sind, wir können uns aber auch nicht den Pflichten entziehen, welche sich logisch aus diesen Rechten ergeben. Die, Evening Sun" fagt mit Bezug auf die anarchistischen Zustände in Haiti:„ Wenn das Bolt von Haiti teine Regierung errichten kann, welche im stande ist, die Ordnung zu wahren und die Fremden zu schügen, wird Amerika dies übernehmen müssen. 11 Am Vom venezolanischen Kriegsschauplatz. Ein Telegramm aus Port of Spain befagt: Das Gefecht, das zur Eroberung von ständischen in die Stadt ein, unterhielten das Fener Tag und Nacht Barcelona führte, begann am 3. August. Am 6. drangen die Aufund zerstörten die Gebände, so weit sie vorgerüdt waren. 7. August hatten die Aufständischen zwei Drittel der Stadt in ihrem Besiz. Am 8. August ergaben sich die Regierungstruppen. Unter den Gefangenen befinden sich der Präsident Staates Barcelona Marcano, der Führer der Regierungstruppent, 8 Generale und 23 Obersten. 167 Mann auf beiden Seiten find gefallen. Die Häufer wurden geplündert. Harmlose Frauen und Kinder wurden mißhandelt oder getötet. Die Läden wurden ausgeraubt, insbesondere diejenigen der Fremben. Das französische Partet- Machrichten. des Ju Morlaig( Departement Finistère) ist am Dienstag eine Compagnie des 118. Jufanterie- Regiments mit aufgepflanztem Bajonnett und einem Geschütz eingetroffen, uin die Schließung der dortigen geistlichen Niederlassung zu erzwingen. Anwesend war auch ein Polizeikommissar und die Gendarmerie. Der Deputierte Graf de Mun und eine Menschenmenge hielten den Platz vor der Schule besetzt. Sabelamt wurde genommen. Das amerikanische, italienische und Ein Centrumsblatt tonfisciert. Wie aus München gemeldet Graf de Mun protestierte gegen die Schließungsbefrete, erklärte, die Be- holländische Konsulat wurden geplündert. Die Konfuln verlangen Striegsschiffe. wird, wurde auf Autrag der Staatsanwaltschaft am Donnerstag, völkerung wolle nicht gegen die Armee kämpfen und bat den Kommandeur den 7. August, die am Abend vorher gedrudte Nummer 177 der der Truppen, das Bajonett abnehmen zu lassen. Der Kommandeur soll auf Haiti zum Schutze der dortigen Staatsangehörigen dieser Eine Landung deutscher und amerikanischer Manuschaften Augsburger Postzeitung" tonfisciert. In dem Artikel: kam dem Wunsche des Grafen nach und die Truppen zogen sich, Länder bevorstehen. Auch wird die Anwesenheit eines deutschen Bei der Würzburger Professoren Revolte" erblickte die während Hochrufe auf das Heer erflangen, von den Eingängen der Seriegsschiffes vor Haiti für notwendig erklärt. Jnwieweit es dieser Staatsanwaltschaft ein Vergehen gegen§ 131 des Reichs Schule zurück. Graf de Mun öffnete dann selbst die Thüren der Maßnahmen bedarf, läßt sich schwer beurteilen. Das Gute an der Strafgesetzbuches, Verächtlich machen, bon Staatss einrichtungen und Anordnungen der Obrigkeit. Schule und bat die Schwestern, der Gewalt zu weichen. Nach Ver- Sache ist, daß Amerika allzu weitgehende Maßnahmen Deutschlands Die M. a. Passus Nonnen begaben sich unter lebhaften Hochrufen der sie begleitenden .. Big." hält folgenden Baffus des Artikels für die Veranlassung lesung des Dekrets legte der Bolizeikommissar die Siegel an. Die nicht dulden wird. der Konfiskation: Bei der Würzburger Profefforenrevolte wurde bisher ein Menge nach der Kirche.at gang Bunft ganz übersehen, der wie nichts andres geeignet ist, die himmelschreienden Zustände in Bayern zu beleuchten. Die Frage Bon nationalistischer Seite wird gemeldet, daß Oberschlesien giebt der„ Boft" Anlaß zu einem fomischen Vergleiche Unfre Differenz mit der polnisch socialistischen Partet in wurde noch gar nicht berührt, wo diese Revolte stattfand. Also, Ministerpräsident Combes dem Bräfetten des Departements biefer Vorgänge mit der preußischen Bolenpolitit; fie meint, wir wären ihr Katholiken Bayerns, hört, wie und wo der Grund zu Eurer Finistère, Collignan, telegraphisch seinen Tabel aus nun nicht mehr berechtigt, die staatliche Befämpfung des polnischen vorgeblichen Inferiorität gelegt wurde! Auf dem schmachgesprochen habe, weil er den Vorschlag des Senators Admiral Nationalismus als Tyrannei zu bezeichnen. Die Bost" inß doch bollsten Blatt der Geschichte des katholischen Bayerns, de Guverville, betreffend Berufung an den Staatsrat entgegen die richtige Kennzeichnung der Bülowschen Kaninchenmethode sehr peinlich das den Kirchenraub zu Anfang des borigen Jahrhunderts, seine Begründung und die Vorgänge bei genommen und durch seine Politik die Anwendung des Gefezes ver- empfinden, daß sie sich so trampfhaft bemüht, uns das Recht au seiner Ausführung meldet, steht auch die Aufhebung des Fürst- hindert habe. Combes habe sogar die Absicht gehabt, den Präfetten dieser Stritit abzustreiten. Der Vergleich der" Post" ist natürlich bistums Würzburg und seine Einverleibung in Bayern ver- abzusehen und diese Absicht nur deshalb aufgegeben, weil er Unsinn. Unfre Differenzen mit den polnischen Socialisten haben zeichnet... unter den gegenwärtigen schwierigen Verhältnissen kaum einen Erfaß auf eine rücksichtslose Ausrottung der polnischen Nationalität hinausnicht das geringste zu thun mit der preußischen Gewaltpolitik, die Es folgt sodann eine Darstellung jener historischen Ereignisse, mann gefunden hätte. die mit der Frage schließt: Ist das nicht der größte Unfug, der in einem, wir wollen nicht einmal sagen: katholischen, sondern der letzten Schulen, bei denen der Widerstand am heftigsten ist, be längere Buschrift des Inhalte, daß er nie doran gedacht habe, die In rest find Truppen bereit geftellt, um bei der Schließung läuft; wir erkennen das Recht der Nationalität unbedingt an. Ans Düsseldorf erhalten wir von dem Genoffen Wasser eine mur in einem geordneten Staate vorkommen tann? hilflich zu sein. Die Zahl der letzteren beläuft sich im ganzen noch Ist das nicht himmelschreiend usw. usw. auf 10-15. In Roscof wurden die Truppen beinahe überrumpelt von ihm verwalteten Parteigeschäfte als sein persönliches Eigentum So lernt wenigstens auch wieder einmal ein Centrumsblatt die und der Kommandant hatte bereits Befehl gegeben, das Seiten- 3 reklamieren, es handle sich nur um die ordnungsgemäße AbReize unfres Preßgefeßes kennen.- adavole sid, tellus dan gewehr aufzupflanzen und gegen die Menge vorzugeben. In diesem wickelung der Geschäfte. Die Angaben Waffers werden von mehreren Reichstags- Erfahwahl in Kulmbach- Forchheim. Bei der Augenblid erschien Graf de Mun und erwirtte den Abzug der Bertrauensleuten bestätigt. Wir hatten unsre Angaben dem dortigen durch den Tod des Centrumsabgeordneten Rechtsanwalt Baier im die Schulen gebracht und die Gendarmen wurden mit Ordensschwestern. In Carantec hatte man Feuersprisen in Parteiblatte entnommen. Der Kommunard Henry Champy ist in Paris gestorben. Er Ersatzwahl, die heute, Mittwoch, stattfindet, stehen sich diesmal fünf Wasserstrahlen empfangen. In St. Jean wurden zum ist im Jahre 1845 geboren und wurde Metallvergolder. Jm März Parteien gegenüber: das Centrum, das den Bürgermeister weitenmal die Siegel von den Ordensschulen abgerissen 1871 wurde er mit 11000 Stimmen in die Pariser Kommune gewählt. Unter der Kommune wurde er dem Handelsministerium 31Streder aufgestellt hat, die Nationalliberalen, die den und die Schwestern wiederum in die letzteren gebracht. geteilt, tämpfte bis zum letzten Moment gegen die Versailler Großindustriellen Faber präsentieren, der Bund der Land. Die militärischen Kosten für die Kolonien, die feit 1890 Truppen, wurde gefangen genommen und vor das Kriegsgericht wirte, als dessen Kandidat böd figuriert, der bayrische Bauernbund, dessen Erforener von 52 Millionen Frank auf 116 Millionen Frank im Jahre 1902 gestellt. Dies verurteilte ihn zur Deportation nach Neu- Kaledonien. Defonom Wölffel ist, und endlich die Social angewachsen find, beginnen Frankreich äußerst drückend zu werden. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich beteiligte er sich sofort wieder demokratie, die den Genoffen Deinhart kandidieren läßt. Wan diskutiert allerhand Sparprojekte, durch die die enormen an dem Aufbau der socialistischen Arbeiterpartei und hat bis zulegt Bei der 1898 er Wahl erhielten Lochner( natt.) 6045, Baier( Centr.) Ausgaben verringert oder doch berschleiert werden für die Sache des Proletariats gekämpft. sollen. Denn auf eine Verschleierung würde es 1111E 5218, Bärbed( fr. p.) 8228 und Wiemer( Soc.) 1493 Stimmen. Bei der Stichwahl siegte Baier mit 8490 Stimmen, Lochner nächste Zeit das Kolonialbudget in awei Teile getrennt würde, in hinauslaufen, wenn, wie das eine Projekt will, für die erhielt 8262 Stimmen. der 850 Ausland. bedeuten. t Gewerkschaftliches. ein außergewöhnliches, provisorisches Budget," in das die ein 6. Verbandstag der Fabrik-, Land-, Hilfearbeiter und sigmaligen maligen Ausgaben, wie für Bauten, Waffenbeschaffung, ArsenalArbeiterinnen Deutschlands. neinrichtung usw. aufgenommen werden sollen, und ein gewöhnliches manis Offenbach a. M., 12. Auguft. Dänemark und Deutschland. And Budget", das unter solchen Umständen um die in dem provisorischen Die Diskussion des Berichtes des Vorsitzenden wird fortgefegt In einem der letzten Hefte der dänischen Zeitschrift„ Tilffueren" Budget rubrizierten Positionen reduciert werden könnte. Eine wirt und sprechen dazu noch vier Redner. Rösler- Altenburg vertritt. finden sich zwei von Politikern verschiedener Parteirichtung verfaßte liche Reducierung des Kolonialbudgets würde diese doppelte den Standpunkt, daß, weil man teine Unterstützung bei MaifestBuchführung πιω Artikel, die darauf gerichtet sind, ein freundschaftliches Berhältnis macht der Zemps", der empfiehlt, durch Aufhebung von Garnisonen, im Proletarier" treiben solle, der Konsequenzen wegen. Streb Einen besseren Vorschlag Maßregelungen zahlen könne, auch keine Propaganda für diese Feier zwischen Dänemark und Deutschland herbeizuführen. In beiden sie in vielen Ileinen Kolonien unterhalten werden, Ersparniffe zu Offenbach erklärt demgegenüber, daß wemt es als Pflicht betrachtet Artikeln wird die deutsche Socialdemokratie in erster erzielen. Freilich würde auch diese relativ geringfügige Ersparung werde, am 1. Wai zu feiern, man auch für bie Mittel forgen solle, Linie als derjenige Machtfaktor angesehen, der am ehesten geneigt durch allerlei„ einmalige" Ausgaben, die freilich wegen der periodischen die Maßregelungen erfordern. ift, für ein solches, zweier Kulturvöller würdiges Verhältnis ein Wiederkehr kolonialer Abenteuer diesen Namen kaum verdienen, mehr als Dreh erwidert ausführlich in seinem Schlußwort auf alle dem zutreten. po aufgewogen werden. Die Annahme, daß die Periode der militärischen| Vorstande gemachten Vorwürfe. Bezüglich ber Maifeier set er " cirkulieren, worin sich diejenigen einzeichnen sollen, die sich verpflichten, hiesige Werkbefizer, hat bis jegt 350-400 Arbeiter entlassen. feiner Organisation mehr anzugehören. Auf Grund dieses Anschlages Die sehr bedeutenden Solvay- Werke in Bernburg nahmen in den vorigen Wochen ebenfalls bedeutende Arbeiterentlassungen vor, haben bereits einige Schmiede das Arbeitsverhältnis gelöst. Solche verwerflichen Gewaltmaßregeln gegen die Organisation was die dortige Arbeiterschaft in große Bestürzung versetzt hat. beweisen jedenfalls, daß die legtere im Interesse der Arbeiter ge- Eine Arbeiterversammlung hat beschlossen, den Bernburger Magistrat um Intervention bei der Werksverwaltung anzugehen, um sie zu wirkt hat. der Meinung, daß es für die Gewerkschaften unmöglich sei, für die Opfer der Maifeier einzutreten. Andernfalls müsse man Mittel hierzu beschaffen. Ließen diese Forderungen nicht nach, würden die Parteitage wohl eine Korrektur der Maifeier- Beschlüsse vornehmen müssen. Eine moralische Verpflichtung hätten wir nicht, da die Auf forderungen zur Maifeier im Verbandsorgan mit der weisen Mäßigung erfolgt seien, wie sie durch die Parteitags- Beschlüsse anempfohlen sei. Bei der Offenbacher Aktiengesellschaft für Schriftgießerei bewegen, teine weiteren Entlassungen mehr vorzunehmen. Die Löhne 1100 Der Wunsch der Frau Ziek, alle 19 Gauvorstände zu besolden, und Maschinenbau stehen seit Montag die Schlosser, Dreher und der Kalifalz- Bergleute sind namhaft reduciert worden; auch die fei nicht durchführbar; auch dürfe man unter den Landarbeitern teine Hobler im Streit. Ausständig wurden 48 Mann, von denen bis Fabritarbeiter wurden von Lohnherabseyungen betroffen. Die Res trügerischen Hoffnungen erwecken, da diese oft glauben, von heute zu jekt 4 anderweit untergebracht wurden. Wenn der Zuzug fern- ducierungen bewegen sich zwischen 10 bis 30 Proz., unterschiedlich je Fabriten, die noch morgen ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen durch die Organisation ver- gehalten wird, hoffen die Streifenden auf günstigen Verlauf ihres nach Grube bezw. Fabrik und Arbeitsort. bessern zu können. Eine impulsive Bewegung unter den Landarbeitern, Stampfes. Der Gewerbe- Inspektor versuchte eine Einigung herbei- vor furzer Zeit in Doppelschichten arbeiteten, lassen jezt nur noch Hunderte von Berg- und Fabrit gerichtet auf die Gewerkschaftsbewegung, halte er in Deutschland zuführen, es wurde ihm aber bedeutet, daß die Firma teine weiteren einfache Schichten abmachen. arbeitern find arbeitslos und flopfen vergeblich um Beschäftigung an. nicht für möglich, weil diese Kreise äußerst fühl in solchen Sachen Unterhandlungen wünscht. And slep denken und weil diesem Streben auch mancherlei gefeßliche Be Der Schiffsbau liefert, getrieben durch die Anforderungen der Gewerkschaften als Aktionäre. Bekanntlich ist der Central tonfurrierenden großen transatlantischen Reedereien, immer größere stimmungen hindernd im Wege stünden. notani Bei der Abstimmung der einzelnen Anträge, die zum Bericht des verband der Handels, Transport- und Berkehrsarbeiter schon seit Dampferkolosse. Während noch vor wenigen Jahren Handels. Dampferkoloſſe. Während noch vor wenigen Jahren HandelsVorsitzenden gestellt waren, wird zuerst ein Antrag Rigdorf an- Jahren im Besitz von Aktien der Großen Berliner Straßenbahn. dampfer von 10 000-12 000 Brutto- Registertons eine Seltenheit genommen: Der Verbandstag foll Stellung nehmen zum 1. Mai. Natürlich hat der Verband die Aktien nicht erworben, weil er nach Eine Abstimmung über einen Antrag Wolfenbüttel betr. Unterstüßung Dividenden lüstern ist, sondern er ging unter die Aktionäre, um in waren, besitzt die deutsche Handelsmarine zur Zeit 12 Dampfer, deren Tonnage 12 000 Registertons übersteigt. Wenn der im Bau der Opfer des 1. Mai wird zurückgestellt bis nach der Erledigung deren Generalversammlungen durch seine Vertreter mitzureden. Das befindliche Lloyd Dampfer Kaiser Wilhelm II." bollendet sein des Punktes Arbeitslosen- Unterstützung". Ein Antrag, eine bessere Beispiel scheint auch bei andren Gewerkschaften Anklang gefunden zu wird, hat die deutsche Dampfschiffsflotte einen Schnelldampfer haben. Die Nürnberger Bahlstelle des deutschen Metallarbeiters Einteilung der Gaue vorzunehmen, wird einstimmig abgelehnt. Folgender Vorstandsantrag findet Annahme: Die Gauvorstände Verbandes hat Aktien der Schuckert- Gesellschaft erworben, und wird von ca. 20 000 Registertons brutto. Bis dahin steht in seinen Abmessungen der Schnelldampfer Deutschland" der Hamburg- Ameritafind verpflichtet, alle Halbjahr einen Bericht über ihre Thätigkeit auf Grund dieses Beſizes den Genossen Adolf Braun mit der Ber- Linie mit 16 502 Tonnen an der Spize aller deutschen Schiffe. Zwei dem Vorstand einzusenden. Dieſem. Bericht ist anzuschließen eine tretung der Arbeiterinteressen auf der Generalversammlung der Ge- Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd, der„ Kronprinz Wilhelm" Abrechnung über Gesamteinnahme und Gesamtausgabe des Gaues. sellschaft betrauen. von 14 908 Tonnen und der Kaiser Wilhelm der Große" von Dieser Abrechnung sind alle Quittungen und Beläge beizufügen. Ein katholisches Arbeitersekretariat soll für die Defanate 14 349 Tonnen, schließen sich der Deutschland" an. Dann folgen Nichteinsendung dieser Berichte und Abrechnungen hat Verweigerung Hagen, Iserlohn, Arnsberg und Siegen eingerichtet werden. Die unmittelbar mit 13 424 bis 13 193 Tonnen die vier Passagier- und der Geldüberweisungen und Zuschüsse zur Folge. Quittungen und Aufgaben des Sekretariats werden wie folgt bezeichnet: Religiöse Frachtdampfer der P- Klasse der Hamburg- Amerika- Linie, Patricia", Belege find auf Verlangen wieder zurückzusenden." Verschiedene Einwirtung auf die katholischen Arbeiter, politische Pennsylvania"," Pretoria" und" Graf Walderse". Fast so groß wie der Anträge auf Anstellung besoldeter Gauvorfigende und ähnlichen Schulung derselben im Sinne des Centrums, letztere ist der Reichspostdampfer, Großer Kurfürst" des Norddeutschen Charakters werden einer neungliedrigen Kommission zur Vorprüfung Förderung der christlichen Gewerkschaftsbewegung, Thätigkeit in den Lloyd, 13 182 Tonnen. Mit 12 480 Tonnen folgt der Schnelldampfer überwiesen. Andre Anträge auf Stellung von Referenten und Vereinen, Vermittelung des Verkehrs der Arbeiter mit den Gewerbe- Kaiser Friedrich", Eigentum der Elbinger Werfte von Schichau, und Herausgabe eines Weckrufes für die weiblichen Arbeiter werden dem Inspektoren, Thätigkeit bei Wahlen zu Gewerbegerichten zc., Obliegen mit je 12 335 ons machen die beiden neuen Schwesterschiffe der Borstand zur Erwägung überwiesen. Angenommen wird ein Antrag heiten eines Wolfsbureaus, wie Auskunfterteilung in Arbeiter Hamburg- Amerika- Linie, die Postdampfer Moltke" und" Blücher", den Rößler- Altenburg, daß Bahlstellen über 100 Mitglieder in der Regel versicherungs- Angelegenheiten. Beschluß der 12-20 000 Tonnen großen Dampfer der deutschen für örtliche Agitation teine Mittel aus der Gautasse erhalten sollen. Handelsmarine. Die Herausgabe eines Flugblattes, welches die Mitglieder über die Auf gaben und die Thätigkeit der Fabritinspettoren aufklärt, wird abgelehnt. Eine lebhafte Aussprache entfesselt noch der Antrag der Frau Bieß, unter den Landarbeitern und Arbeiterinnen eine lebhafte Agitation zu entfalten. " In der Debatte wird gewarnt vor schablonenmäßiger Hand habung der Agitation und auf die Schwierigkeit derselben in Schlesien und unter den ostpreußischen Gutstagelöhnern hingewiefen. Die Antragstellerin wendet sich gegen den von Brey in dieser Frage an den Tag gelegten Pessimismus, der nicht angebracht sei. Wolle man nichts thun, dann müsse man die Bezeichnung Landarbeiter Verband" streichen. Wolle die Generalfommission unter den Landarbeitern agitieren, dann könne sie ja uns Zuschüsse geben. Brey hat keine Angstmeierei treiben wollen, sondern hat nur seine ge machten Erfahrungen zum besten gegeben, wozu er sich für berechtigt halte. Der Antrag Zietz wird dann einstimmig angenommen. Dann wird nochmals debattiert über die erhöhte Beitragszahlung der Bauarbeiter im Fabrikarbeiter- Verband. Schließlich werden alle darauf bezüglichen Anträge abgelehnt. Nachdem noch einige Anträge, die fein allgemeines Interesse haben, erledigt waren, tommt man zur Debatte über den Bericht des Rassierers, die einen mehr informatorischen Charakter trägt. Es wird sowohl dem Vorstand als auch dem Ausschuß Decharge erteilt. Zum Schluß der Sigung ehrt der Verbandstag das Audenken May Stegels nach einem kurzen Nachruf des Vorsitzenden Breh durch Erheben von den Blätzen. $ 2 mi Deutsches Reich. " Also die religiöse Einwirkung und die politische Schulung im Sinne des Centrums sind die Aufgaben, welche dies Arbeiterfekretariat" in erster Linie zu erfüllen hat. Es ist der reine Humbug, wenn sich solche Institution als eine gewerkschaftliche bezeichnet. Nicht mit einem Arbeiterfekretariat haben wir es hier zu thun, sondern mit einer Agitationsanstalt des Centrums, der Partei, welche wie feine andre die Arbeiter hinter das Licht führt. Ansland. Der Streik der galizischen Landarbeiter. " Aus der Frauenbewegung. Der Kampf ums Bürgerrecht. Fräulein Lida Gustava Heymann in Hamburg hatte, fußend auf den Wortlaut des Bürgerrechts- Gesetzes, um die Erteilung des i hamburgischen Bürgerrechtes nachgesucht, ist aber sowohl von der Aufsichtsbehörde für die Standesämter als auch vom Senat ab= schlägig beschieden worden. Der Senat sagt in seiner Antwort auf die Beschwerde: " Aus Lemberg wird der Wiener Arbeiter- Beitung" geschrieben: Aus Jablonowfa( Bezirk Kamionka), wo Graf Kasimir Badeni be- Daß die Beschwerde als unbegründet zurückzuweisen sei, da die gütert ist, wird folgende für die galizischen Verhältnisse bezeichnende bis zum Jahre 1864 zulässig gewesene Verleihung des Bürgerrechts Thatsache gemeldet: Als Bauern von Toporow, Niwka und Trojca an weibliche Personen durch§ 6 Absatz 2 des Gesetzes betreffend nach Strafe gingen, wurden sie in Jablonowka von Gendarmen und die Staatsangehörigkeit und das Bürgerrecht vom 7. November 1864, Soldaten angehalten und auf den Gutshof gebracht. Dort wurde in notwendiger Folge der gleichzeitigen Beschränkung des Bürgerdas Thor abgesperrt und die Bauern mußten arbeiten. Graf rechts auf politische Rechte und Pflichten als gegenstandslos aufBadeni ist mächtig. In Jablonowta verlangen die Bauern nicht gehoben ist und durch das Gesez, betr. die hamburgische Staatsnur eine Lohnerhöhung, sondern auch die Verpachtung der herrschaft angehörigkeit und das hamburgische Bürgerrecht, vom 2. Nov. 1896, lichen Weide, die sie für ihr Vieh brauchen, die sie für ihr Vieh brauchen, die ihnen die Bulaffung weiblicher Personen zum Erwerbe des Bürgerrechts aber die Gutsverwaltung nie verpachten wollte. Auch in weder erfolgt noch beabsichtigt ist. Klußmann." Czanyz beim Grafen Stanislaus Badeni verlangen die Die Empfängerin zog aus diesem Bescheide die Folgerung, daß Bauern, daß man ihnen die Weide verpachte. Gendarmen gehen in sie zur Leistung von Bürgerpflichten ferner nicht herangezogen werden Toporow und Czanýz zu den Bauern in die Häuser und reden tönne. Sie hat daher unter Berufung auf den Senatsentscheid bei ihnen zu, die Arbeit wieder aufzunehmen; bis jetzt allerdings ohne der Einkommensteuer der Finanzdeputation beantragt, ihren Namen Erfolg. aus der Steuerliste des hamburgischen Staates zu streichen und ihr " Wolffs Telegraphenbureau" berichtet aus Lemberg, den für 1902 grundlos bezahlten Betrag zurückzuvergüten. Mit 12. Auguft: Mit der zu Ende gehenden Ernte legt sich der Feld- der gleichen Forderung hat eine andre Hamburgerin die ebenfalls arbeiter- Ausstand in den meisten Ausstandsbezirken. Außer in auf ihr Gesuch um das Bürgerrecht erhaltene Abweisung beeinigen vereinzelten Gemeinden dauert die Bewegung nur noch in antwortet. dem Bezirk Kamionka fort. Doch hat sich auch hier die Lage allmählich gebessert. werden. Die Steinhauer in Rotterdam find in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie wollen einen Minimallohn von 25 Cent per Stunde allgemein einführen. Bei zwei Firmen mit 58 Arbeitern wurde die Arbeit bereits niedergelegt. 1101 Die Bersammelten beauftragen die Ausschußmitglieder der Gaswerke, Laternenwärter, Revierinspektionen, Monteure usw. bei der zuständigen Deputation um sofortige Burüdziehung der erfügung vorstellig zu werden, damit dieser gegen Moral und Sitte verstoßende Zustand beseitigt werde. Sollte die Deputation wider Erwarten nicht geneigt sein, dies zu thun, so wird die Berliner Ortsleitung beauftragt, gemeinsam mit allen Arbeiterausschüssen beim Magiftrat und Stadtverordneten dahin zu wirken, daß diese uns schädigende Verfügung aufgehoben wird. Ein näherer Bericht folgt morgen. Als Kuriosum ist der Fall ganz interessant und die Tapferkeit Not macht erfinderisch. In Erfurt streifen bekanntlich die der beiden Damen ganz anerfennenswert; aber selbst wenn sie mit Former bei der Firma Otto Schwade u. Co. Da nun die Firma ihrem Vorgehen Erfolg haben sollten wir kennen die hamburgischen feine Arbeitswilligen fand, wandte sie folgendes Mittel an. Es wurde in einigen auswärtigen Zeitungen inseriert, angeblich suchte konferenz in Bristol ab. Nach dem Bericht zählt die Föderation tönnen so hätte das doch für den Kampf um die politische Gleichdie Föderation der Trades Unions hielt ihre Jahres Geseze nicht genau genug, um darüber eine Vermutung äußern zu man Gießermeister. Wer sich meldete, erhielt folgenden 77 Gewerkschaften mit 419 000 Mitgliedern. Die Einnahmen be- berechtigung der Frau nicht die geringste Bedeutung. Im VerBrief: ombinat Die waltungsstreitverfahren fann sich eine unterdrückte Klasse nicht ihre Wir erhielten Ihre Offerte auf unser Inserat und teilen Ihnen trugen 29 963 Pfd. Sterl., die Ausgaben 9957 Pfd. Stert. ausgesperrten Bergleute Lord Penrhyns wurden mit 3685 Pfd. Sterl. Befreiung erkämpfen. hierdurch mit, daß es zur Zeit bei uns nicht um Besetzung unterstützt. Der Bericht giebt auch eine Zusammenfassung der intereiner Meisterstelle handelt, sondern daß wir Formermeister nationalen Konferenz, die bei Gelegenheit des Kongreſſes der deutschen Protestversammlung städtischer Arbeiter und Vorarbeiter, welche sich zur Zeit außer Stellung befinden, zum Gewerkschaften in Stuttgart tagte. In seiner Eröffnungsrede wies Mitarbeiten einstellen wollten, bis dieselben eine passende Genosse Pete Curran auf die Notwendigkeit der internationalen In einer sehr start besuchten Versammlung im GewerkschaftsStellung als Formermeister gefunden haben. Die Verhältnisse, Organisation der Arbeiter hin, um sich von dem internationalen hause wurde seitens der städtischen Arbeiter nach einem Referate des welche uns zu diesem Schritt veranlassen, sind kurz folgende: Kapitalismus nicht überrumpeln zu lassen. Die Konferenz be- Genossen Schubert folgende Resolution angenommen: In unfrer Gießerei wurde bis zu Anfang vorigen Jahres nur schäftigte sich hauptsächlich mit dem Ausbau der Föderation. Der Die heute im Gewerkschaftshause versammelten städtischen in Lohn gearbeitet, δα sich die hiesigen Former auf Antrag auf Herausgabe eines Gewerkschaftsblattes wurde als ver- Arbeiter erklären sich mit den Ausführungen des Verbandssekretärs Accord nicht einlassen wollten, da wir jedoch hierbei stets früht bezeichnet. Die nächste Konferenz soll nach Dublin einberufen Schubert einverstanden. Sie protestieren energisch gegen die feitens Geld zusezten, mußten wir auf Annahnie der Accordarbeit wir auf Annahme der Accordarbeit der Gaswerks- Direktion erlassene Verfügung, nach der Arbeiter, dringen, was uns schließlich auch gelang. Seit dieser Zeit aber haben einige Wortführer unter unsren Formern fortgefeßt Unzufriedenheit Der Streif der Straßenkehrer von Genua ist beendet, nach welche länger als 4 Wochen krank find, entlassen werden. Möge zu stiften gesucht und fahen wir uns gestern veranlaßt, die Former dem, die Unternehmer, welche die städtische Straßenreinigung in diese Verfügung- nach den Versicherungen der Direktionnach Hause zu schicken und dafür neue einzustellen. Nun wird uns Regie haben, die Forderungen der Ausständigen teilweise bewilligten. auch nur rein verwaltungstechnischen oder rechtdies vielleicht nicht sofort gelingen, und glauben wir mit unsrer Die Arbeitszeit wird um 2 Stunden( auf 10 Stunden) reduziert. Lichen Gründen entsprungen sein, so ist sie doch geeignet, Anfrage auch gleichzeitig Ihnen eine geeignete Stellung bieten zu Die Kehrer erhalten 30 Cts. Lohnerhöhung; an Sonn- und Fest der persönlichen Willtür und eigenartigen Inter können, da Sie zur Zeit in der Gießerei nur mit Leuten zusammen tagen erhalten sie 2 Stunden frei. Außerdem haben die Unterpretation nicht allein unterer Vorgesetzter, sondern auch der Bezu arbeiten brauchen, welche selbst bessere Stellen bereits nehmer für später ausbrechende Differenzen die Arbeitskammer triebsleitung den weitesten Spielraum zu gewähren. bekleidet haben. Unfre besseren Former verdienten bei 60 stündiger anerkannt. Arbeitszeit 35-40 M. im Accord durchschnittlich per Woche, so daß Sie jedenfalls Ihr gutes Auskommen bis zu der Beit finden werden, bis Sie eine passende Stelle als Gießermeister gefunden haben. Sie würden also Ihren Meistertitel hier, bei uns ruhig beibehalten können, und würden auch die Arbeiten von unsrem Betriebs- Die Arbeiter der Carbid- und der Claratfabrik in Alby Ingenieur selbst zugeteilt erhalten. Auch würden vir es( Schweden) haben wegen Lohnreduktionen die Arbeit niedergelegt. uns angelegen fein laffen, Ihnen bei Bewerbung als Bon den Leitern der beiden Fabriten, die einer Aktiengesellschaft geGießermeister in jeder Weise behilflich zu sein. Für uns handelt es hören, werden große Anstrengungen zur Anwerbung von Streit sich aber nicht etiva um eine kurze Aushilfszeit von 8 Tagen, sondern brechern gemacht. wir nehmen an, daß wir Ihnen auf Wunsch während des ganzen kommenden Winters Beschäftigung bieten würden, so lange Sie eben sich nicht anderweit verbessern tönnen. Ihre Beschäftigung Lönnte natürlich speciell in Ihrem Interesse nur ohne Kündigung Zu dem Bezug oberschlesischer Kohlen durch die Hamburgerfolgen, damit Ihnen der Austritt jederzeit freisteht. Wir ersuchen Amerika. Liute wird der Voffischen Beitung" aus Effen berichtet: Lyon, 13. Auguft.( W. T. B.) Ein Beschluß des hiesigen Sie, uns umgehend Mitteilung zugehen zu lassen, ob Sie mit in den Kreisen der Rechenbefizer giebt man zu, daß die Appellationsgerichtshofes erklärt die Anlegung von Siegeln an unjrem Anerbieten einverstanden sind und zeichnen Verhandlungen zwischen den beiden Parteien daran gescheitert die Schulen der Schwestern von Saint Charles für ungefehlich Hochachtungsvoll find, daß bezüglich der Höhe der Preise und Bezüge der und verfügt die Abnahme der Siegel. Otto Schwade u. Co. Kohlen eine Einigung nicht erzielt werden konnte. Das Kohlen- Concarneau, 13. August.( W. L. B.) Die Schulen in ConAls selbstverständlich setzen wir voraus, daß Sie einer Former syndikat wollte nur eine ganz geringe Preisermäßigung und zwar carneau und Beuzec wurden heute vormittag ohne Zwischenfälle geauch nur in dem Falle eintreten lassen, wenn die Hamburger Gesellschlossen. Zu Gunsten der Schwestern fanden Kundgebungen statt. Organisation nicht angehören. Bevor Sie nach hier kommen, wollen Sie erst unsern be- schaft ihr Bezugsquantum bedeutend erhöhen werde. Hierzu wollte stimmten Bescheid abwarten. D. D." die letztere fich nicht verstehen, da ihr Bedarf an Ruhrkohlen nicht Forchheim, 13. Auguft.( W. T. B.) Bei der heutigen ReichsInbrünstig genug ist diese Werbung, das muß man sagen. gestiegen ist. Uebrigens zahlt auch der Norddeutsche Lloyd, der tags- Ersatzwahl in dem Wahlkreise Forchheim- Kulmbach erAber Erfolg wird sie nicht haben. Die Lockungen des Unternehmers bedeutend mehr Kohlen aus Westfalen bezieht als die Hamburger hielten nach den bis abends 9 Uhr festgestellten Ergebnissen werden nicht im stande sein, die Werkstatt mit Arbeitswilligen zu füllen. Gesellschaft, den Preis, den das Syndikat von der Paket Faber( nationalliberal) 1266 Stimmen, Deinhardt( Socialist) 790 verlangt hatte. Wohl hauptsächlich mit Rücksicht Stimmen, Weilnböck( Bauernbund) 423 Stimmen und Zöllner Die Thatsache, daß der Unternehmer gezwungen ist, zu solchen fahrt Mitteln zu greifen, beweist, wie herrliche Blüten der Solidarität hierauf hat das Kohlensyndikat fich zu einer weiteren Preis-( Centrum) 161 Stimmen. Rathenow, 13. Auguft.( W. T. B.) Wie das Rathenower und des Klassenbewußtseins durch die aufklärende Arbeit der Orga- fonzession nicht verstehen wollen. Anstatt einzusehen, wohin die vernisation gezeitigt werden. Es muß nämlich in Betracht gezogen fehrte Politit einer unnatürlichen Hochhaltung der Preise führen Sereisblatt" meldet, fuhr gestern abend auf der Eisenbahn- Station iber die ein so werden, daß in der betreffenden Branche viele hundert Arbeitslose muß und bereits geführt hat, giebt man sich in Syndikatstreifen der Groß- Wudicke ein Güterzug so heftig gegen den Prellbod, daß vorhanden sind, die aber gar nicht daran denken, Streifbrecher zu Hoffnung hin, daß die Verbindung zwischen den ſchlesischen Kohlen die Wagen ineinandergeschoben und beide Geleise gesperrt wurden. werden, die lieber weiter hungern, als ihren tämpfenden Stollegen gruben und der Hamburger Baletfahrt- Gesellschaft nicht von langer Auf den Trümmerhaufen fuhr gleich darauf ein Personenzug anf Dauer sein werde, da die schlesische Kohle den mit mehrmaligen und entgleiste. Personen wurden nicht verlegt; der Sachschaden ist in den Rücken fallen, thinnin Umladungen verbundenen weiten Transport nicht werde vertragen aber nicht unerheblich. Die Lohnbewegung der Maurer in Köln nimmt einen für tönnen. Hamburg, 13. August.( W. T. B.) Zu dem Untergang des die Arbeiter recht günstigen Verlauf. Eine bedeutende Zahl namentZur Krise in der Kali- Judustrie wird der Arbeitsmarkt Primus" berichtet der Hamb. Korrespondent": Die Mitteilung, lich der größeren Unternehmer haben die Forderungen bewilligt. Die daß gegen den Spruch des Seeamtes beim Ober- Seeamte Revision Bauhilfsarbeiter wollen sich der Bewegung der Maurer anschließen Korrespondenz" aus Staßfurt- Leopoldshall geschrieben: Es schien, als follten der Kali- Bergbau und die zu ihm ge- eingelegt worden sei, beruht auf einem Irrtum. Da das Seest und gleichfalls den Zehnstundentag sowie eine Lohnerhöhung fordern. hörenden chemischen Fabriken gänzlich von der Krise verschont bleiben. amt feine Anträge auf Bestrafung gestellt hat und mithin auch feine Maßregelung organisierter Metallarbeiter. Bei der Firma Bis April d. J. wurde auf den Werfen noch voll gearbeitet, Ueberschichten Bestrafung erfolgte, so ist die Sache vor den Seeämtern endgültig Lindner in Halle wurden durch Anschlag die Mitglieder des und Sonntagsschichten wie zur besten Zeit waren auf den einzelnen abgethan. Das Seeamt hat nach beendeter Verhandlung beiden Deutschen Metallarbeiter- Verbandes aufgefordert, bis Donnerstag Werken noch üblich. Gegen Ende April änderte sich das Bild ganz Schiffsführern die Patente wieder ausgebändigt. Die weitere Ver ihren Austritt aus der Organisation zu bewirken oder lich. Feierschichten wurden eingelegt, umfangreiche Arbeiter folgung der Sache ruht nunmehr lediglich in den Händen der Staatsdas Arbeitsverhältnis zu lösen. Am Freitag foll dann eine Liste entlassungen traten ein. Allein der preußische Fistus, der größte anwaltschaft. Verantwortlicher Redacteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Aus Industrie und Handel." " Tehte Nachrichten und Depelihen. Vom Kulturkampf. Sierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Jr. 188. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 14. Auguſt 1902. 2135 Die Civillisten der deutschen Bundesfürsten. PREUSSEN 15,719206- MARK WARZ SCE S.809 SA MARK SCHW 500 SONDAREN BAYERN ind $$ 02.475- MARK ES HE SEN 27014 Lampson& Martin, Berlin, W D ACHSEN VS S $ 104.383- MARK mig AMBERO URTT MARK N 180.269- MAILE MEINING 117,76 655.00 BURG MAR 822.275 ARK BRAUN MARK BIMAR S " Die Arbeiten wären schon jetzt beendet, wenn sich nicht ein ganz unerwartetes Hindernis eingestellt hätte. Einer der Hausbesitzer der historischen Feststraße" hat gegen die Linden"-Umgestaltung Einspruch erhoben. Es heißt, er habe sogar die Arbeiten inhibieren laffen. Zum mindesten will er seinen Beitrag zu den Kosten der Bürgersteig- Regulierung nicht zahlen, weil er der Ansicht ist, daß der frühere Zustand der Linden" durchaus ordnungsgemäß war und feiner Verbesserung bedurfte. Der Mann ist das ist das mert würdige dabei sogar preußischer Geheimrat. it " 1 Die Berliner Zeitung" spottet bei dieser Gelegenheit über den allzeit loyalen Magistrat", dessen Eifer nun gerade durch einen dant Geheimrat gehemmt werde. Das Blatt scheint vergessen zu haben, daß die linksfreisinnigen Stadtverordneten von der Couleur der Berliner Zeitung" bei den letzten Fürstenbesuchen dem Magiftrat an loyalem Eifer nichts nachgegeben haben. Die Herren werden froh sein, wenn die Linden"-Regulierung rechtzeitig fertig wird. cola Sie brauchen fich dann wenigstens nicht ihre Ladstiefel staubig zu machen, wenn sie am Tage der Ankunft des Königs von Italien am Brandenburger Thor antreten. CHWEIC nd Ionojustme Die Beerdigung Ackermanns fand Mittwochnachmittag um 4 Uhr auf dem Dantes- Kirchhofe unter Haußergewöhnlich starkem Andrang des Publikums statt. Es war ein ergreifender Anblick, den die in Schmerz völlig aufgelöste Gattin und dons die unschuldigen Kinder des so jäh aus dem Leben Geschiedenen an feinem Sarge boten; manches Auge wurde dabei feucht. Welche Fülle von Aufregung und Seelenschmerz hat die bedauernswerte Frau im Laufe der letzten Wochen auch durchzukosten gehabt! Und noch sind die Nätsel, die dieser betrübende Vorfall in sich birgt, nicht gelöst. Noch liegt es wie ein drückender Alp auf der Seele jedes fühlenden Menschen, und die Frage: Wird die wahre Todesursache jemals festgestellt werden? drängt sich stets von neuem auf, trotzdem der The Verstorbene jest wohl für immer in fühler Erde gebettet ist. Ob die Akten über den Fall Ackermann jetzt als geschlossen zu Two In dem vorstehenden Tableau bringen wir unsren Lesern, durch| Gotha bezieht eine Civilliste von 300 000 m., alfo genau den verschieden große Münzen dargestellt, eine lebersicht der Civillisten 70. Teil der jährlichen Einnahme des am höchsten besteuerten betrachten sind, steht vorläufig noch dahin. Thatsache ist, daß dank der deutschen Bundesfürsten. An erster Stelle sehen wir diejenige deutschen Staatsbürgers, des Geh. Kommerzienrates Excellenz der unermüdlichen Bemühungen des Stadtverordneten Gen. Hinge des Königs von Preußen in Höhe von 15 719 296 M. Dann folgt v. Krupp; doch tritt hierzu noch die Hälfte der Domäneneintünfte, eine nochmalige Obduktion der Leiche vorgenommen wurde. Sie fand Bayern mit 5 402 475 M., darauf Sachfen mit 3 704 383, 28ürttem- deren Höhe natürlich schwankt. Bei den übrigen deutschen Fürsten berg mit 2 117 768, Baden mit 1480 269, Hessen mit 1 270 142, treten an Stelle der festen Civillisten besondere Einnahmen. So einige Stunden vor der Beerdigung in der Friedhofskapelle seitens des Braunschweig mit 1 125 323 und Sachsen- Waimar- Eisenach mit werden beispielsweise in Mecklenburg- Schwerin die Kosten der groß- Gerichtsarztes Herrn Dr. Puppe statt. Irgendwelche Schwierigkeiten 1 005 266 M. Sachsen- Meiningen zahlt feinem Herzog 822 226 M., Herzoglichen Haus- und Hofbaltung aus den Erträgnissen der so- sind dieser privaten ärztlichen Untersuchung von keiner Seite bereitet Oldenburg seinem Großherzog 655 000 M. Die Fürsten von genannten Haushaltsgüter bestritten, und in Sachsen- Altenburg er worden, vielmehr wurde sie vom Gemeinde Kirchenrat bereitwilligst Schwarzburg- Rudolstadt und Schwarzburg- Sondershausen erhalten hält das herzogliche Haus zwei Drittel des gesamten Domänen- gestattet. Der nunmehrige Sektionsbefund wird voraussichtlich 609 864 bez. 500 000 m., und der Herzog von Sachsen- Coburg und vermögens zu ausschließlichem Eigentum überwiesen. morgen der Deffentlichkeit übermittelt werden können. Von diesem Gutachten dürfte es auch wesentlich abhängen, ob die Staatshot anwaltschaft zu einer weiteren, triminellen Untersuchung der Sache zu bewegen ist. Berliner Partei- Angelegenheiten. dod indu „ Da lieg' ich heßliches Höllen- Aaß In meinem Sünden- Kothe, Davon ich von den Narren fraß Schöneberg. Die Wählerlisten zu den StadtverordnetenAls wie an Zuckerbrodte; Ueber Annäherungsversuche aus den Kreisen der Milchwahlen sind auf Grund der§§ 19 und 20 der Städte- Ordnung neu Da lieg' ich rasend toller Hund, centrale, welche in den letzten Tagen erfolgten, berichtete Rechtsamvalt Dr. Flatau, in Beantwortung einer Anfrage, in der berichtigt und liegen in der Zeit vom 15. bis 30. August werkAn Leib und Seele trant und wund, than sid gestrigen Versammlung des Vereins Berliner Milchhändler. Danach täglich von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags und Sonntags Und kann nichts mehr als heulen." eras Sanis pran tomme auch bei den Leitern des Milchringes immer mehr die Ervon 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags im Wahlbureau Auch Herr Mumm wird uns zugeben, daß diese unbestreitbar tenntnis zum Durchbruch, daß man sich in dem ganzen Aufbau der Feurigstr. 63/64, Portal II, 2 Treppen, Zimmer Nr. 15, zur Ein echten Verse an Saftigkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Centrale verrechnet, den Widerstand der Berliner Bevölkerung sicht der Beteiligten aus. Wir ersuchen die Genossen, ganz be fonders aber unsre Wähler des vierten Bezirks, Um aber zum Schluß zu kommen: Das negative Resultat des wie der Milchhändler unterschäßt und es sich gar zu leicht gedacht die Einsichtnahme nicht zu verfäumen. Trotzdem eine Entscheidung Preisausschreibens, mit dem der Herr Generalsekretär groß thut, beweist habe, den Einwohnern der Reichshauptstadt eine besondere Milchüber den Protest gegen die Gültigkeit der Wahl unsres Genossen ja nicht sehr viel für die Unechtheit der Rabenaas- Strophe, aber steuer zu Gunsten des Bundes der Landwirte aufzuerlegen, die bei Obst im vierten Bezirk noch nicht ergangen ist, versuchen doch die selbst wenn man einmal annehmen, will, daß man es in ihr mit rund 2 Millionen Seelen nicht weniger als 3 300 000 m. betragen Gegner alles mögliche, um die ungültigkeitserklärung durchzusetzen einer Parodie zu thun habe, so wäre es auch im Sinne der Kirche hätte. Da die Monopolpläne der Centrale gescheitert seien und alle oder fie gar als schon bestehend hinzustellen. Umſomehr haben unsre ein Verdienst gewesen, mit den berühmt gewordenen Bersen die Genoffen gerade dieses Bezirks die Pflicht, die Wählerlisten recht- Geschmacklosigkeiten evangelischer Rechtgläubigkeit so lächerlich gemacht zeitig einzusehen, damit teine Stimme verloren geht. Einsprüche zu haben, daß sie, wie wir zu Gunsten der Kirche annehmen wollen, gegen die Richtigkeit der Liste find während der Dauer der Aus- nie wieder zum Leben erstehen werden. Also möge Herr Mumm gegen die Richtigkeit der Liste sind während der Dauer der Auslegung derselben beim Magistrat zu erheben. das Rabenaas auch in seinem Sinne weiter leben lassen und sich Friedrichshagen. Der Arbeiter Bildungsverein mit dem Resultat feines Preisausschreibens nicht allzusehr brüsten. hält seine nächste Versammlung am Sonnabend, den 16. August, abends pünktlich um 9 Uhr, ab. Reichstags- Abgeordneter Genosse Friz gubeil spricht über 3eit- und Streitfragen aus dem Reichstage". Um recht zahlreiche Beteiligung auch der Frauen wird gebeten. Die Verteiler werden ersucht, in der Versammlung vollzählig zu erscheinen. Grünau. Freitagabend 8 Uhr findet im Orte eine Flug blattverbreitung statt. Die Parteigenossen mögen sich zahl reich bei Gerte( Grüne Ede") einfinden." Lokales. Das Rabenaas = luftigen Angedenkens ist, wie man auf gut Berlinisch fagt, einfach nich dood zu kriegen". Das Generalsekretariat der freien kirchlich- socialen Konferenz ( Herr Lic. Mumm) bittet um Aufnahme folgender Zeilen:" Zum lettenmal die Rabenaasstrophe. Vor Jahresfrist teilte das Generalsekretariat der freien firchlich- socialen Konferenz, Berlin N., Auguststr. 82, mit, ein Preis von 100 M. sei für denjenigen aus gesetzt, der das Gesangbuch einer evangelischen Gemeinde Der winkende Schuhmann. verfehlt erwiesen hätten, sehne man fich innerhalb des Milchringes bisher gegen die Milchhändler angewandten Maßnahmen sich als nach Frieden. Die Milchcentrale habe mit den Vertretern des MilchHandels Fühlung gesucht. Daraufhin habe in unverbindlicher Form eine vorläufige Aussprache zwischen den Parteien stattgefunden, um die Bedingungen einer eventuellen Beilegung des Milch frieges zu erörtern. Die Vertreter des Milchhandels äußerten sich dahin:„ Bei den Milchhändlern besteht nicht die geringste Neigung, dem bont Grund aus verfahrenen Milchringe, dem Geschäftsunternehmen des Bundes Der Schutzmannsarm gilt bei uns zu Lande als allmächtig. der Landwirte, auf Kosten der gesamten städtischen Bevölkerung Wir denken dabei nicht bloß an den berühmten Polizeigriff, der mit wieder aufzuhelfen. Es sei vielleicht nicht ausgeschlossen, daß mit unfehlbarer Sicherheit den harm- und ahnungslosen Uebertreter den einzelnen Produzenten, sofern sie außerhalb des irgend eines in weitesten Kreisen unbekannten Paragraphen der Milchringes stehen, oder aus demselben austreten, VereinStraßenpolizeiverordnung nach Nummer Sicher spediert. Rein, auch barungen getroffen werden. Mit der Milchcentrale jedoch, dieser zu wichtigerem und schwierigerem Wirken ist der Arm eines Schug agrarischen Monopolgesellschaft dürfe, könne und wolle der Berliner mannes berufen. Unter anderm ist ihm seit einiger Zeit das Amit Milchhandel sich weder auf eine Einigung, noch auf ein Bündnis übertragen, den Straßenverkehr ,, nach Londoner einlassen. Die Auflösung der Milchcentrale sei eine unerläßliche Muster" zu regeln. An einigen der belebtesten Straßen- Vorbedingung für den Frieden im Milchkriege. Es sei nicht Ueberkreuzungen, in der Königstraße, der Leipzigerstraße, am Potsdamer mut oder Hartnäckigkeit, sondern einfach die Pflicht der SelbstBlaz usw., werden drei, vier und mehr Polizeibeamte aufgestellt, erhaltung, welche für die Milchhändler einen Friedensschluß mit der um bald nach der einen Seite, bald nach der andern den Fuhr- Centrale unmöglich mache. Sie würden durch eine Einigung werten Salt wintend Verkehrstockungen zu verhüten und gleich mit dem Milchringe nur eine kurze Gnadenfrist gewinnen und das zeitig den Straßenpaffanten ein ungefährdetes Ueberschreiten der durch erst recht die Gefahr des Milchmonopols und der damit verFahrdämme zu ermöglichen. Die Sache ist zwar nicht mehr ganz bundenen willkürlichen Preissteigerung sowie der Ausschaltung des neu in Berlin, aber bis jetzt war sie über das Versuchsstadium Milchhändlerstandes aus dem wirtschaftlichen Leben heraufbeschwören." immer noch nicht hinausgekommen. Neuerdings will man nun ge- Jn der Debatte fand die Haltung der Vertreter des Milchhandels funden haben, daß dieses Verfahren sich auch bei uns im großen und bei der erwähnten Aussprache einhellig vollste Zustimmung. Betont ganzen recht gut bewährt habe. Der Berliner Polizeipräsident wurde, daß der Milchhändlerstand aus dem Milchkriege politisch hofft, fich nach und nach einen Stamm tüchtiger Straßenverkehrs- geschulter, wirtschaftlich einiger und einsichtsvoller hervorgehe und Bolizisten heranziehen zu können, die dann ihren Londoner Kollegen namentlich durch den genossenschaftlichen Zusammenschluß gestärkt mit der Strophe" Ich bin ein altes Rabenaas" worden sei. Als Delegierter zum Milchhändler- Verbandstage in fenden könne. Es find daraufhin über 100 Buschriften nichts nachgeben werden. Es wäre zu wünschen, daß sich diese Hoffnung erfüllte; wer Düsseldorf wurde der Vereinsvorsitzende Wiesener einstimmig erfolgt, aber niemand war im stande, den ausgesezten Breis von 100 M. zu verdienen, eine Menge von Gesang- aber die winkenden Schußleute häufiger in ihrer Thätigkeit beobachtet gewählt und ihm eine Diätenzulage von 10 M. täglich bewilligt. büchern find durchsucht worden, und alle Nachforschungen, auch hat, der wird sich eines leisen Zweifels nicht erwehren können. Der Berliner Schußmann ist anscheinend doch nicht zu allem befähigt. Bei der elektrischen Hoch- und Untergrundbahn ist bekanntdie auf der größten deutschen Gesangbuchbibliothek in Wernigerode Bei der Regelung des Straßenverkehrs„ nach Londoner Muster" ent- lich ein kleiner Reſt im Often, die Strecke vom Stralauer Thor bis berliefen ergebnislos. Die älteste Fundstelle der RabenaasStrophe find die Schlesischen Provinzialblätter" 1840, II, wideln unire neuen Straßenverkehrs- Polizisten eine Nervosität, zum Endbahnhof Warschauerbrücke, noch nicht den öffentlichen VerG. 361. Der radikale Litterat Wilhelm Wolff( 1809-1864) hat die in diesem Falle durch nichts begründet ist und nur dann allen- kehr übergeben, da der Endbahnhof bisher für Betriebszwede in Nachdem die erforderlichen Nebengegenüber Friedrich Engels zugestanden, daß er die Rabenaas- falls verständlich wird, wenn man sich erinnert, daß der Berliner Anspruch genommen wurde. Strophe in die Schlesischen Provinzialblätter" eingeschmuggelt Schutzmann überhaupt von sehr nervöser Natur ist. Ein bloßes anlagen jetzt bereitgestellt sind, kann die Haltestelle Warschauerbrüde habe. So berichtet Engels auf eine Anfrage von Herrn Archivrat ruhiges Handaufheben würde genügen, die Wagenlenker davon in Betrieb genommen und der Verkehr bis dahin ausgedehnt werden. zu verständigen, wer warten und Iver weiterfahren soll. Wie die Betriebsverwaltung mitteilen läßt, geschieht dies schon heute Dr. Jakobs, Wernigerode, im Auguſt 1894, Lic. Georg Hoff: mann hat in seinen Untersuchungen über die Rabenaas- Strophe Statt dessen halten es manche dieser Straßenverkehrs Polizisten Donnerstag früh. Der Tarif der Bahn erleidet dadurch keine Ver mann hat in seinen Untersuchungen über die Rabenaas- Strophe ( Liegnig, 1898-1899) es sehr wahrscheinlich gemacht, daß Wilhelm für erforderlich, heftig und ungestüm mit dem Arm, ja mit dem änderung. Diesmal wieder die Charité. Mißstände in öffentlichen Wolff auch der Verfasser des Spottverses ist. Es dürfte hiernach ganzen Oberkörper zu winken. Dieses Gebaren wirkt, wie die Befestzustellen sein, daß derjenige, der weiterhin die„ Rabenaasstropheobachtung lehrt, auch auf die Wagenlenker zurück, und erzeugt bei Anstalten sind in letzter Zeit gerade genug zu Tage gefördert diesen eine unsichere hast, die einer glatten Abwickelung des worden, wir erinnern nur au Herzberge. Man sollte meinen, daß als evangelisches Kirchenlied anführt, ohne dies beweisen zu können, Verkehrs keineswegs dienlich ist. Will der Herr Polizei- Präsident die vielen hierauf bezüglichen Erörterungen in der Presse auf die fich einer Verle umbung der evangelischen Kirchenbei seinen Versuchen, sich brauchbare Straßenverkehrs Polizisten Leiter und Angestellten solcher und ähnlicher Anstalten nicht ganz dichtung schuldig macht." Unfre Leser werden sich erinnern, daß es uns, als vir die Er beranzuziehen, auf Erfolg rechnen, so wird er seine winkenden Schuh ohne Eindrud geblieben wären; jedoch es scheint, als wolle teine leute zu allererst dahin instruieren müssen, daß zwar an sich ein hinter der andern zurückbleiben in der Inscenierung eigentümlicher innerung an die Rabenaas- Strophe aufwedten, gar nicht eingefallen eifriger, bethätigungsfreudiger Schuhmannsarm eine wenn man ist, das schöne Lied in dem vom Generalsekretariat angeführten Sinne so sagen darf sehr schöne Einrichtung ist, daß aber eine Regelung als unzweifelhaft echt hinzustellen. Wiederum aber meinen wir, des Straßenverkehrs nach Londoner Muster ohne Ablegung der daß der Herr Einsender auch keine Ursache hat, sich aufs hohe Pferd Polizeigriff- Allüren niemals erreicht werden kann. au segen und stolz von Verleumdern der evangelischen Kirchendichtung Gerade der Streit um dies Lied hat eine Anzahl zu reden. evangelischer Kirchendichtungen ans Licht gefördert, die, was Geschmadlosigkeit betrifft, sich mit der Rabenaas- Strophe, wenn man diefe einen Augenblick als echt hinnehmen will, durchaus messen Tönnen, ja fie bei objektiver Beurteilung wohl noch um einige Grade überbieten. ,, Linden" Umgestaltung. + 0 Borfälle. об Die Frau des Arbeiters Hense, Pappel- Allee 22, sah ihrer Entbindung entgegen. Da fie infolge einer chronischen Nierenerkrankung bei dem zu erwartenden Geburtsakte Komplikationen befürchtete, so erbat sie sich von der Armenverwaltung ärztliche Hilfe. Bom stellvertretenden Armenarzt Herrn Dr. Rosenberg wurde Wenn der König von Italien nach Berlin kommt, muß die nun am Sonnabend, den 9. d. M., ihre Ueberführung nach der Linden"-Umgestaltung beendet sein toste es, was es wolle. Dem Charité schriftlich angeordnet. Auf Veranlassung des Armenvorstehers entsprechend sind die Regulierungsarbeiten in der legten Zeit mit Herrn offmann ging dann Hense selbst mit dem ärztlichen einem Eifer gefördert worden, wie man ihn in Berlin bei Straßen- Bettel nach dem Bolizeirevier in der Stargarderstraße, damit die bauten bisher noch nicht gekannt hat. Selbst bei der Asphaltierung Bolizeiwachtmeister fragte auch fofort telephonisch an, Ueberführung schleunigst bewerkstelligt werde. Der dienstthuende des Opern- Blazes, der Regulierung der Schloßfreiheit und der in der Charité noch Play jei für eine Frau, die Umgestaltung des Schloß- Plages ist nicht so flott gearbeitet worden, furz vor der Entbindung stände. Die ebenfalls telephonische wie hier. Antwort lautete: Der Aufnahme stände nichts entWir erinnern an das Lied aus dem 1702 erschienenen Kommunionbuch„ Der bußfertige Sünder" vom Archidiakomus Martin Grünwald, worin die erbauliche Strophe steht: gegen, die Fran tönne noch heute abend( also fondern belegte ben Angeschuldigten mit einer geringen Geldstrafe. Sonnabend) hinkommen. Sierauf besorgte der Wachtmeister Die Frage follte auch vor der Berufungsinstanz entschieden werden. eine Droschte und der Transport ging vor sich. Nachdem die Frau Auf Borhalt des Vorsitzenden zog der Berteidiger indessen seinen Eingebadet und von einer Anstaltshebamme untersucht war, wurde sie spruch zurück. fälschung zur Gerichts- Beitung. Um Ausführung gebracht. " In faum glaublicher Weise hatte der 21jähriger Bügler Willy Goldmann, welcher gestern mit seiner Ehefrau Ida Der Station 31 überwiesen. Hier fand eine nochmalige ärztliche Brauereldirektor Ernst Finde+. Nach kurzem schweren Goldmann vor der 1. Ferien- Straftammer des Landgerichts I stand, Untersuchung statt, die aber ein höchst merkwürdiges Resultat ergab. Leiden starb am Dienstag der Direktor der Schultheiß- Brauerei, bollendete und versuchte Betrügereien in Verbindung mit UrkundenDer ordinierende Arzt erklärte der Frau nämlich, die Behandlung Abteilung II, Lichterfelderstraße, Herr Ernst Finde im Alter von sich Geld und der Nierenkrankheit fönne erst nach der Entbindung erfolgen, da 52 Jahren an Blinddarmentzündung. Der Verstorbene war früher Kredit 811 berschaffen, faufte er fich ein Substitutionslettere aber erst nach einigen Tagen oder Wochen bei der Central- Boden- Kredit- Aktiengesellschaft und leitete dann die Staiser unterschrieb und mit folgendem Tert ausfüllte: Hierdurch vollmachtformular, das er mit dem Namen des Gerichtsrats zu erwarten fei, so tönne er sie schon wegen Mange! Tivoli- Brauerei. Ende der achtziger Jahre, als dieses Etablissement bevollmächtige ich den Bügler Willy Goldmann, 245 000 M. von der an Platz nicht dabehalten, vielmehr müsse sie noch am selben in den Besitz der Schultheiß- Brauerei Attiengesellschaft überging, Erbschaftssache Lippert beim Vormundschaftsgericht abzuheben wider Abend die Charité wieder verlassen. Thatsächlich wurde die Frau denn auch um 10 Uhr abends wurde Herr Finde als taufmännischer Direktor angestellt. das Gesez vom Jahre 1795 aus dem§ 4." Der Angeklagte veraus der Anstalt gewiesen. Nur mangelhaft bekleidet( Strümpfe hatte Wer hat 12 000 Mart verloren? Eine vielleicht beachtens- suchte auf Grund dieses Schemas bei drei Geldvermittlern Darlehne die Frau wegen ihrer stark geschwollenen Füße überhaupt nicht an) werte Buschrift geht uns mit dem Ersuchen um Veröffentlichung zu: zu erhalten, dieselben erkannten aber sofort, daß eine Fälschung irrte sie eine Zeitlang auf den Anstaltshofe umher, bis sie schließlich Der Kutscher, der vor mehreren Jahren 12 000 Mart in einer Leder- plumpster Art vorlag. Dagegen gelang es dem Angeklagten, bei von einem Wärter nach einem Straßenbahnwagen geleitet wurde. tasche von der Central- Markthalle aus vom Wagen verloren hat, einer Firma eine Nähmaschine und bei einer Buchhandlung ein Leider hatte sie der Mann in einen falschen Wagen gebracht, der wird dringend ersucht, sich bei N. Edel, Pallifadenstraße 103, zu Stonversationslexikon auf Abzahlung zu erhalten. Diese anstatt nach der Bappel- Allee nach der Danzigerstraße fuhr. melden; dort wird der Verlierer erfahren, wer das Geld ge- Gegenstände wanderten fofort zum Trödler. In beiden Jetzt mußte die Frau aber mitten in der Nacht ohne jede Be- funden hat. Fällen hatte die mitangeklagte Ehefrau die Verpflichtungsscheine mit gleitung noch von der Danzigerstraße bis zu ihrer Wohnung in der unterschrieben, und zwar als Frau Jda Goldmann, obgleich sie daMehldiebstähle. Wegen Dieberei und Hehlerei wurden gegen mals noch unverheiratet war und Jda Müller hieß. Schon im Bappelallee laufen, und das in ihrem Zustande! Halb ohnmächtig, fast völlig ermattet, langte sie nach 11 ihr endlich bei ihrem Manne vanzig Kutscher und Schieber und gegen fünf Bäckermeister das vorigen Termin benahm Goldmann sich derart, daß der Verteidiger, an. Sätte sie sich jezt noch wenigstens erholen können doch Material zu einem gerichtlichen Vorgehen von der Kriminalpolizei Rechtsanwalt Dr. Werthauer, Zweifel an seiner Burechnungsfähigkeit leider. Schon fühlte sie ihre schwere Stunde nahen, und morgens zusammengebracht. Auf Speditionshöfen und Bahnhöfen waren seit erhob und dessen Untersuchung beantragte. Gerichtsphysikus Dr. Leppum 1/25 Uhr genas sie eines Kindes. Was das für eine Nacht für Von diesen tamen nur sehr wenige zur Anzeige, weil die Bäcker- mann begutachtete denn auch, daß der Angeklagte völlig uneiniger Beit große Diebstähle von Mehl vorgekommen. meister das Mehl beim Empfang nicht nach: viegen, also nichts merfen, urechnungsfähig fei. Diesem Gutachten trat im gestrigen Termin und die Mehlhäuser den Verlust erst so spät entdeden, daß feine Nach der Privatdocent Dr. Puppe bei. Der Angeklagte müsse deshalb freigesprochen werden. hiesigen Firma veranlaßte die Kriminalpolizei, die einzelnen Meble find. Der Staatsanwalt hielt die Ehefrau Goldmann der Urkundenforschungen mehr angestellt werden können. Die Anzeige einer tam, daß die Angeklagten erst vor vier Wochen die Ehe eingegangen futscher unter Beobachtung zu stellen. Das mußte teilweise auf fälschung für schuldig und beantragte gegen fie drei Wochen Ge Fahrrädern geschehen, weil die Beamten den in scharfer Gangart die fängnis, während der Verteidiger ausführte, die Angeklagte habe sich Straßen durcheilenden Kutschern zu Fuß nicht folgen konnten. Das in dem entschuldbaren Irrtum befunden, sie müsse mit dem Namen Ergebnis der Beobachtungen ist, daß manche Kutscher beim Berladen ihres demnächstigen Ehemannes unterzeichnen, da die Scheine ja des Mehls aus den Säden einen Teil in andre leere Säcke schütteten, auch nach der Eheschließung in Straft bleiben sollten. Der Gerichtsandre wiederum mit sogenannten Schiebern" arbeiteten. Das find Helfer, die während der schnellen Fahrt durch die Straßen die Gäde of ließ diesen Einwand gelten und kam auch zu einem freisprechenden Erkenntnis mit Bezug auf die Ehefrau. öffnen und um einen Teil des Inhalts erleichtern. An einem bestimmten Ort werden dann die mit dem gestohlenen Mehl gefüllten Säcke umgeladen und den Bäckern zugeführt. Einige Kutscher waren auch mit den Bäckermeistern in unmittelbare Verbindung getreten und hatten den Erlös selbst voll eingesteckt. Hier entsteht nun die Frage: Ist das Sanitätspersonal der Königlichen Charité so mangelhaft geschult, daß es trog der vor genommenen Untersuchungen nicht einmal zu bestimmen weiß, ob genommenen Untersuchungen nicht einmal zu bestimmen weiß, ob eine Entbindung nach Stunden oder erst nach Tagen oder Wochen zu erwarten steht? Ganz abgesehen von der verblüffenden Fachunfenntnis des hier in Frage kommenden Sanitätspersonals, war es auch eine Rücksichtsloftgleit fondergleichen, die Frau in später Nacht ohne jegliche Begleitung heimzuschicken. Mit derartigen Vorfällen tann die Charité sicher keine Ehre einlegen. " Thür schließen!" steht groß und deutlich in allen Wagen der Stadt- und Ning- sowie der Vorortzüge, aber noch immer halten es recht viele Fahrgäste für überflüssig, diese Mahmung zu befolgen. Wegen einer nicht geschlossenen Wagenthür mußte am Dienstag nachmittag auf Haltestelle Baumschulenweg an der Görliger Bahn der Telegraph in Bewegung gesetzt werden. An einem nach Berlin fahrenden Vorortzuge war auf der vom Bahnsteig abgewandten Seite in demselben Augenblick, in dem der Zug ausfuhr, die nicht Verschwunden ist seit Dienstag der 52 Jahre alte Glasmacher eingeflinkte Thür eines leeren Wagenabteils aufgegangen. Ein Herr Wilhelm Philipp aus Stralau, Dorfstr. 10. Er war nach der königl. hatte vom andren Bahnsteig aus den Vorgang beobachtet und die Bahn- Klinik in der Ziegelstraße gegangen, um sich einen Beinschaden beamten davon unterrichtet. Da der Zug auf dem Görliger Bahnhof jo turieren zu laffen, und ist von dort nicht wieder zurüdgefehrt. einfahren mußte, daß die hin und her schlagende Thür dem Bahn- Philipp ift 1,72 Meter groß und trägt einen grauen Schnurrbart. fteig zugewendet war, also die auf dem Bahnsteig weilenden Da er schwachsinnig ist, befürchten seine Verwandten ein Unheil. Bersonen gefährdete, so wurde die telegraphische Nachricht dorthin er etwas liber den Verbleib des Verschwundenen weiß, wird gegegeben, bei der Einfahrt den Bahnsteig mit besonderer Sorgfalt beten, entweder dem nächsten Polizeirevier oder an Frau Philipp, freizuhalten. domStralau, Dorfftr. 10, Mitteilung ergehen zu laffen, Ein grauenhafter Luftmord, der an dem am 17. Dezember 1898 in Berlin geborenen Mädchen Elisabeth Baate verübt wurde, ist am Mittwochnachmittag furz nach 1 Uhr entdeckt worden. Im Jagen 19 Ein eigenartiger Sachverhalt lag der Anklage wegen Diebstahls zu Grunde, welche gestern vor dem Schöffengericht gegen den Tapezierergehilfen Otto Müller zur Verhandlung gelangte. Der Angeklagte hatte im März d. J. bei einem wohlhabenden Kaufmann ein Zimmer neu zu dekorieren. Hinter einem Baneel versteckt fand er zwei Stück Hundertmartscheine. Wie er vor Gericht angab, will er angenommen haben, daß die Ehefrau des Kaufmanns die 200 M. hinter dem Rüden ihres Ehemannes von ihrem Wirtschaftsgeld gepart und verstedt hatte. Er habe es ihr deshalb selbst zurüdgeben wollen, und da sie nicht zu Hause gewesen, die Scheine einstweilen bei sich behalten. Als er am Abend nach Hause gekommen war, habe er seiner Mutter sofort das Geld fibergeben mit dem Bemerken, daß er es am folgenden Tage der Eigenfümerin zustellen würde. Inzwischen hatte die lettere das Geld vermißt und sofort die Kriminalpolizei in Anspruch genommen. Als Das leichtfinnige Abspringen von einem elektrischen der Beamte in der Wohnung des Angeklagten erschien, wurde ihm Straßenbahnwagen während der Fahrt hat wieder einmal einen sofort das Geld ausgehändigt. Der Staatsanwalt hielt die Angaben schweren Unfall herbeigeführt. Heute früh 7 Uhr sprang an der des Angeklagten für durchaus unglaubwürdig und beantragte gegen Der Verteidiger, Referendar Wittto, als Görliger Bahnhof- Charlottenburg ab und flog dabei gegen einen daß die Handlungsweise des Angeklagten, vom rein menschlichen wohnhaft, von einem in Fahrt befindlichen Wagen der Linie Vertreter des Des Rechtsanwalts Handwagen. Bei dem Sturze erhielt er einen Bruch der rechten Standpunkt aus betrachtet, wohl zu rechtfertigen sei, und bat um Kniescheibe, so daß er durch den Schuhmann 8880 in einer Freisprechung. Der Gerichtshof gab diesem Antrage statt. Droschte nach der Unfallstation in der Wilhelmstraße und nach Anlegung eines Notverbandes nach seiner Wohnung gefahren werden mußte.scan st der Jungfernheide fand ein Arbeiter das Kind, dessen Eltern im Jerusalemer Kirche der Bildhauer Alfred Boje, Camphausenstr. 25 ihn 6 Wochen Gefängniste Schwindt, wies dagegen darauf hin, ermitteln. fönnen. dnd Versammlungen. " V P pilnat tt mod Bömerschen Haus am Spandauer Schiffahrtskanal wohnen. Der Vater ist Comptoirdiener in einer Maschinenfabrik und hat außer bem ermordeten Kind noch einen Sohn von 14 und zwei Töchter bon 12 und 10 Jahren. Am Dienstagabend um 74 Uhr ging Elisabeth Baate in Begleitung der gleichaltrigen Tochter Gertrud des Schleusenwärters Hannebauer aus Plötzensee zu einem Kaufmann Rieger am Bahnhof Beuffelstraße, um Süßigkeiten zu kaufen. Zu dem Liebe8drama in der Bödikerstraße wird berichtet, Dann trennten sich die Mädchen, und die Ermordete wurde seitdem daß die Lüdersdorf, die im Krankenhaus die Besinnung wieder Die Krankenkassen Vorstände und Verwaltungsbeamten vermißt. Der Vater fonnte bei seinen nächtlichen Forschungen nichts erlangt bat, sich selbst der That bezichtigt. Aus Rache dafür, daß hielten am Dienstag eine Versammlung im großen Saale des„ GeSchmidt ihr die Ehe versprochen und sie dadurch an sich gelockt, dann werkschaftshauses" ab, in der Dr. Blasch to über den in Brüssel Der Arbeiter, der den Fund machte, gab dem Gutsvorstand, fie aber von sich abzuschütteln versucht habe, sei sie zu dem Entschluß stattfindenden Kongreß zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten Dieser der zuständigen Berliner Kriminalpolizei fofort Nachricht, gekommen, den Geliebten und sich zu töten. Da die Lüdersdorf in- und über die von ihm hierzu aufgestellten Grundfäße referierte. während die Fundstelle von vier Gendarmen abgesperrt wurde. Andes noch nicht soweit wiederhergestellt ist, um richterlich vernommen Ort und Stelle erschien alsbald eine Kommission vom Landgericht II, werden zu können, so haben diese vorläufigen Angaben nur einen Gleichzeitig plädierte der Redner für den Anschluß an die in der der Affeffor Dr. Lindenau als Vertreter des beurlaubten Chefs ber bebingten Wert, insofern sie jeden Augenblid widerrufen werden Gründung begriffene Deutsche Gesellschaft zur Be fämpfung der Geschlechts Rrantheiten, die einen Kriminalpolizei, Oberregierungsrat Dieterici, die Mordkommission Mittelpunkt bilden soll für alle Bestrebungen, welche geeignet sind, der Kriminalpolizei mit dem Mordkasten und dem photographischen Selbstmordverfuch auf der Polizeiwache. Auf der Polizei diese verheerende Voltsseuche einzuschränken. Der Jahresbeitrag Apparat, die Kriminalkommissare Cellarius, Wehn und Wannosti wache versuchte Dienstagabend der 29 Jahre alte Kaufmann soll 3 Mark betragen. Mit der Vertretung der Central mit ihren Beamten. Die Besichtigung ergab ein häßliches Bild. Kurt Nigle, der einer sehr achtbaren Familie aus der Schildhorn- tommission der Krankenkassen Berlins auf dem Kongreß Durch eine Nadelholz- Schomung, etwa 100 Schritt vom Rand, führt straße zu Steglitz angehörte, sich zu erschießen. Er wurde das in Brüssel wurde Dr. Blaschko betraut. Hierauf referierte ein Weg, der auf einen Platz mündet. Hier lag das nur schivach enfant terrible der Familie, als er por längerer Zeit wegen Er- Dr. R. Friedeberg über die Beteiligung der Krankenkassen an entwickelte Kind, das ein weißes Kleid, schwarze Strümpfe und braune preffung, die er in Gemeinschaft mit einem Bahntechniter ausgeführt der Reichs- Arbeiterstatistik, über die Statistik der deutschen Kranken Schuhe aus Segeltuch trug, auf dem Rüden. Der Kopf war nach hatte, zu einer Buchthausstrafe verurteilt wurde. Nach Berbüßung faffen und über die Errichtung der hydrotherapeutischen Institute in links gebeugt; bie Zunge fah aus dem Mund hervor; der Hals ließ der Strafe wandte er sich an die Mutter und die Geschwister in den Universitätsstädten zur Behandlung der Krankenkassen- Mitglieder. ein Würgemal erkennen; die Hände waren in die Erde eingedrückt. Steglitz um Gewährung von Geldmitteln, Obgleich die Angehörigen Dem Vorschlag des Reichsstatistischen Amts, nach dem die KrankenDas hochgeschlagene, blutbejubelte Kleid und die Lage der Beine mit ihm nichts mehr zu thun haben wollten, wurde ihm dennoch faffen der arbeiterstatistischen Abteilung regelmäßig monatlich die ließen sofort erkennen, daß die kleine vergewaltigt und erwürgt eine Geldunterstützung zu teil. Damit war aber der entartete Mensch Mitgliederzahl einreihen sollen und bei dem es fich lediglich war. Der Gerichtsarzt Dr. Störmer legte den Befund fest, während nicht zufrieden. Er bedrohte die Mutter und die Schwestern mit darum handelt, eine möglichst genaue Uebersicht über den Beamte das umliegende Gelände absuchten. Nahe am Fundort, der einem Revolver in der Wohnung, nahm ihnen die Summe von Umfang der jeweiligen Arbeitslosigkeit zu erhalten, empfiehlt auch der Thatort fein muß, lagen zerriffene Spielkarten und Papier 1600 m. ab und verschwand. Seitdem erschien er persönlich nicht der Referent zuzustimmen. Im Anschluß hieran bespricht fegen, aus denen fich irgendwelche Echliffe vorläufig nicht ziehen wieder, begnligte fich vielmehr mit Drobbriefen, die er an die Ver- der Redner die Bedeutung der hydrotherapeutischen Behand ließen. Der Ort wurde photographisch aufgenommen. Der Arbeiter. wandten gelangen ließ. Dienstagnachmittag fügte der Zufall, lung und befürwortet dahin zu wirken, daß derartige Institute in der den Fund meldete, mußte zunächst festgehalten werden, da er daß eine Stiefschwester dem Unhold begegnete, als sie in allen Universitätsstädten errichtet und die Behandlung der Krankenüber seinen Aufenthalt zu der in Frage kommenden Zeit teine aus der Friedrichstraße Einkäufe machen wollte. Sie konnte ihm tassen- Mitglieder zu denselben Bedingungen, wie sie in Berlin von reichende Auskunft geben konnte. nicht ausweichen und wurde von ihm derart bedrängt in seinem der Centralkommission für die Krankenkassen bereinbart worden sind, Verlangen nach Geld, daß sie die Hilfe eines Schugmanns in Anspruch zugelassen wird. Die Bereinbarungen mit dem hiesigen Institut find nehmen mußte. Der Beamte brachte ihn nach dem 6. Polizeirevier, abgeschlossen und steht nur noch die Zustimmung des Finanzwohin auch die Schwester als Auftraggeberin und Zengin folgte. minifteriums aus, die aber sicher erwartet wird. Ueber die Während dort seine näheren Verhältnisse festgestellt werden sollten, allgemeine Einführung eines einheitlichen Diagnosen Schemas, verlangte er, als er schon in einen andren Raum gebracht war, feine bei welchem namentlich auch die. Feststellung der Berufs Schwester nochmals zu sprechen. Diese war indes nicht geneigt, dem frankheiten ermöglicht wird, berichtete Dr. Friedeberg, Anfinnen Folge zu leisten. Darauf brachte er sich aus einem daß eine gemeinsame Besprechung mit einer größeren Zahl namRevolver einen Schuß in den Kopf bet. Er wurde mit einer nur hafter Aerzte stattgefunden und daß sich diese Herren bereit erklärt leichten Verlegung als Polizeigefangener nach ber Charité gebracht. haben, jeder für ein bestimmtes Specialfach ein Schema auszuarbeiten. Nach einer kurzen Diskussion beschloß die Versammlung, Während kleinere Wohnungen noch start gesucht sind, stehen dem in Oktober stattfindenden Verbandstag der Orts- Kranfenfassen bekanntlich als Folge der schlechten Geschäftskonjunktur zahlreiche Deutschlands folgende Resolution zu unterbreiten: Der Verbandstag Läden in allen Stadtteilen leer. Ein Hauseigentümer in der Oranien der Orts- Krankenkassen beschließt: Für die Zwecke einer fortlaufenden burgerstraße, welcher wohl keine Kenntnis hiervon hatte, steigerte Beobachtung des Arbeitsmarktes follen die Orts- Krankenkassen auf Erwerden; im April seine beiden Ladenmieter um 331/3 Prozent, d. h. um fordern der arbeitsstatistischen Abteilung des Reichsstatistischen Amtes der Arbeiter, der die Leiche fand und wohnungslos ist, dürfte als 600 refp. 400 M. Beide Mieter lehnten die Mehrzahlung ab und nach einem näher zu bestimmenden Formular die Zahl ihrer Mitglieder unverdächtig demnächst zur Entlaffung kommen. Die vom Bublifum nahmen die Kündigung an, und vergeblich wartete nun der coulante monatlich regelmäßig mitteilen. Der Verband erachtet es ferner als umlagerte Wordstelle wurde abgesperrt, bis die Leiche am Abend auf Hauswirt, daß sich neue zahlungsfähige und mietsluftige Barteien dringend erivünscht, daß wenigstens zunächst für die größeren Städte einem Wagen von givei Gemeindedienern abgeholt wurde. Auf finden werden. Der Hauswirt, welcher der Zukunft nun doch wohl bei den Strankenkassen einheitliche An- und Abmeldeformulare zur die Ermittelung des Mörders sichert die Polizei eine Belohnung von mit einigen Sorgen entgegensteht, erkundigte sich dieser Tage bei den Einführung gelangen." Außerdem sollen dem Verbandstage Un1000 tausend Mart zu. Sämtliche Personen, die am Dienstag Geschäftslenten, ob sie wohl geneigt wären, wohnen zu bleiben, was träge bezüglich der Errichtung hydrotherapeutischer Institute für die nachmittag und-abend in der Gegend des Kanals oder der Jungfern auch die Mieter zusagten, wenn der alte Mietsbetrag um Behandlung von Kaffenmitgliedern und bezüglich der Einführung einHeide etwas verdächtiges bemerkt haben, werden gebeten, ihre Wahr- 200 m. ermäßigt werden würde. Dem steigerungsluftigen Eigen- heitlicher Diagnosen- Schemas unterbreitet werden. wenn er seine Läden nicht leer behalten Ueber die Maßnahmen, um den Krankenkassen- Mitgliedern die nehmungen der Polizei in Berlin oder Tegel mitzuteilen. tümer wird wohl will nichts weiter übrig bleiben, als das Angebot anzunehmen. im Unfallverfahren erforderlichen Gutachten zu verschaffen, Das alte Egerzierhaus am Prenzlauer Thor, das vor referierte E. Simanowsti. Er verivies auf die Schwierigkeiten, furzem samt dem angrenzenden Exerzierplaß in den Besiz des Ber- Ein schwerer Einbruchodiebstahl ist in der Nacht zum Mittwoch die den Unfallverlegten bei der Beschaffung eines ärztlichen GutLiner Beamten Wohnungsvereins übergegangen ist im Berwaltungsgebäude des Betriebsbahnhofes der elektrischen achtens entstehen. In der Regel ist ist der behandelnde wird schon in allernächster Zeit verschwinden. Mit dem Abbruch des Straßenbahnen Groß- Lichterfelde- Südende- Steglitz( Siemens u. Arat der Vertrauensarzt der betreffenden Berufsgenossenschaft und im Jahre 1829 errichteten Gebäudes ist bereits begonnen worden. Halste) zu Groß- Lichterfelde, Berlinerstr. 1. berübt worden. Das Gutachten desselben, das in den meisten Fällen nur das Interesse Die von dem Verein an dieser Stelle geplanten Wohnhausbauten Den gesamten Nachmittags Erlös der Schaffner der Berufsgenossenschaft wahrt, auch vielfach bei der Festsetzung der werden voraussichtlich noch in diesem Jahre in Angriff genommen ber bezeichneten Streden hat der Dieb mitgetente entscheidend, da bas eventuelle Gutachten eines andren Arztes nommen. Um1/ 23 Uhr morgens hatte der Beamte, welcher mit dem Intafso Saby macht alles. In dem Geschäft des Hoffriseurs Saby den betreffenden Beträgen in dem Spinde verschloffen und dann das dem eine andre Festsetzung der Unfallrente erfolgen kann, wenn eine der Einnahmen der einzelnen Schaffner betraut war, die Zahlbretter mit weniger beachtet wird. Viel schlimmer liegt die Sache noch, wenn der§ 88 des Unfallversicherungs- Gesetzes in Betracht kommt, nach herrscht der Gebrauch, daß stets ein Hutmacher anwesend ist, welcher Staffenzimmer verlassen. Morgens fand man das Spind geleert vor. wesentliche Veränderung in dem Gesundheitszustande eingetreten auf Wunsch der Kunden deren Cylinderhüte aufbügelt, während die Ein bisher unermittelter Dieb, der genaue Ortskenntnis besigen ist. Mit dem Antrage auf Erhöhung der Rente muß der Unfallfelben von einem der angestellten Friseurgehilfen bedient werden. und zwar in der Beit zwischen 1/28 und 4 Uhr Für das Aufbügeln wird eine Vergütung von 25 Pf. gezahlt. Auch muß, hatte und zwar in der Beit zwischen 1/28 und 4 Uhr ist mit dem Antrage auf Erhöhung der Rente muß der Unfallam 6. April, einem Sonntag, war der Hutmacher in Thätigkeit und Nachschlüffels geöffnet und die Gelder( ca. 260 Mark) geraubt. Da troß der zweifellosen Verschlechterung nicht möglich, weil sich viele wesentlich verschlechtert hat. Oftmals ist dies dem Verlegten am 6. April, einem Sonntag, war der Hutmacher in Thatigkeit und morgens fämtliche Thüren und auch die des Spindes mittels verlegte gleichzeitig den Nachweis erbringen, daß sich sein Zustand zwar zu einer Zeit, während die Arbeit im Hutmachergewerbe ruhen es sich zum großen Teile um Nidelgeld handelt, macht sich der Aerzte einfach weigern, ohne specielle Aufforderung der in Betracht muß. Herr Haby erhielt eine Anllage. Das Schöffengericht konnte Einbrecher, hinsichtlich dessen man zunächst noch feinen bestimmten tommenden Instanzen ein Gutachten auszufertigen. Um diesen fich den Ausführungen des Verteidigers, daß das Aufbügeln des Hutes ebenso gut zum Friseurgeschäft gehöre, wie beispielsweise bas nhalt hat, vielleicht durch Berausgabung größerer Ridelbeträge verebelstand zu beseitigen und um dem Verlegten zu seinem Rechte zu verhelfen, empfiehlt der Redner die Bildung von AerateAls fich die beiden kleinen Mädchen, die bei dem Kaufmann Rieger für 5 Pf. Bonbons eingekauft hatten, entfernten, wollte Gertrud Hannebauer nach Hause gehen, während Elisabeth Baacke ihren aus der Fabrik in der Waldstraße heimkehrenden Vater erwarten vollte. Sie muß gleich darauf von dem Thäter verschleppt worden sein, Unbegreiflich erscheint den Angehörigen, daß das geweckte Mädchen dem Werbrecher bei der anbrechenden Dunkelheit ohne weiteres an den abgelegenen Ort gefolgt ist, während sonst Kinder graulich zu fein pflegen und mit unbekannten Personen nicht fortgehen. Die ein gehendsten Nachforschungen in der Nachbarschaft des Thatortes sowie Die Vernehmungen etwa in Frage kommender Personen haben ein Ergebnis noch nicht gehabt. Man weiß allerdings, daß Schiffer etwa 160 Meter von der Mordstelle entfernt gelegen haben und am Mittwochmorgen, durchgeschleust und weitergefahren sind. Daraus Hand nichts entnommen Lann eben bor der werden können. Abbürsten des Rockes eines eben frisierten Kunden nicht anschließen, dächtig. Berlin, 13. Auguft 1902. Amts Verkauf standen: 333 Rinder, Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund a) SchlachtBullen: Rommiffionen, zufammengefegt aus einem Chirurgen, einem gebeutet werden. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Am Schluß Städtischer Schlachtvlehmarkt. Nervenarzt und einem Arzt für innere Leiden, die die Untersuchung der gutbesuchten Versammlung forderte ber Borfigende Freythaler licher Bericht der Direktion. Zum bes Berlegten vornehmen und ein gemeinsames Gutachten abgeben. Die Anwesenden auf, unermüdlich für die Organisation und arbeitet. 2122 Kälber, 2413 Schaje, 7714 Sajweine, Ein derartiges Gutachten würde zweifellos gegenüber dem des Ver- preffe thätig zu sein. trauensarztes der Berufsgenossenschaft schwer ins Gewicht fallen. In Süddeutschland sind derartige Aerzte Kommissionen bereits verDie Schuhmacher hielten am 11. d. Mis. im Englischen wertes, höggtens 7 Jahre alt 00-00 ,, b) junge fleijige, nicht ausschiedentlich vorhanden. Die Krankenkassen haben hierbei ein ganz die Errichtung von Betriebs- Krantenfaffen im Intereffe der Arbeiter?", genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeben er ingen Garten" eine öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung:" Liegt gemäßtete und ältere ausgemäftete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut wesentliches Interesse, weil sie unter den gegenwärtigen Umständen oftmals au Stelle der Berufsgenossenschaften dem Verlegten, der sein ab. Veranlassung zu diesem Thema gab der Umstand, daß vora) vollfleischige höchsten Schlachtwerts 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 53-57.- Färlen und Recht nicht erlangen konnte, Stranfengeld, Arzt und Medizin gewähren furzem die Firma Müller u. Schlitzweg, welche ungefähr 60 Personen füße: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färfen höchsten Schlach hverts 00-00; milffen, was nicht der Fall wäre, wenn man dem Verlegten bei der in dem Betriebe beschäftigt, eine Betriebskaffe gegründet hat und bei b) vollfleischige, ausgemästete Stühe höchften Schlachtwerts bis zu 7 Jahren Beschaffung des Gutachtens behilflich sein würde. Der Redner noch andren Firmen derartige Bestrebungen hervortreten. Der 00-00; c) altere ausgemäßtete stüye und wenig gut entwidelte jüngere wünscht, daß sich der Verbandstag der Orts- Krankenkassen hiermit Referent Koblenzer tam zu dem Schluß: Die Arbeiter haben ein Kühe und Färfen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färfen 52-55; Kälber: a) feinfte Maftbeschäftigt und erachtet ein gemeinsames Borgehen der Krankenkassen Interesse daran, die Errichtung von Betriebskaffen möglichst zu vere) gering genährte Stühe und Färsen 46-50. und der Gewerkschaften für erforderlich, um in allen größeren hindern, auch dafür Sorge zu tragen, daß durch Wahl geeigneter und gute Saugfälber 60-68, c) geringe Sauglätter 52-56, d) ältere, gering fälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 72-74, b) mittlere MaftStädten derartige Aerztekommissionen zu Bertreter in den Parlamenten der gegenwärtigen Berfahrenheit auf genährte( Fresser) 52-59. Nach 59.- Echafe: a) 03-170) mäßig genährte und Jüngere Measteiner längeren Diskussion Diskussion erklärte sich die Versammlung dem Gebiete des Versicherungswesens ein Ende bereitet werde. mit den den Vorschlägen des Referenten einverstanden und Die ausgedehnte Diskussion bewegte sich durchweg im Sinne beauftragte die Centralfommiffion, das Weitere zu veranlaffen und dieser Ausführungen und gelangte zum Schluß eine dementsprechende dieferhalb mit den Gewerkschaften in Verbindung zu treten. en und Resolution zur Annahme. bilden. Vermischtes. Hierauf berichtete Herr Dr. Freudenberg, daß die Centraltommission aufs neue mit dem Apotheker Brandes, Rügenerstr. 21, einen Vertrag geschlossen hat, nach welchem den Stassen 20 Prozent Rezepturrabatt und die sonstigen Vergünstigungen zugestanden find. Zu den bisherigen drei Apotheken, die Verträge mit den Kassen Zu dem Luftmord in Leipzig berichtet jetzt der Reip. Gen. geschlossen haben, wird in nächster Beit eine vierte in einem audren Anz.", daß der Vater des jugendlichen Mörders persönlich bei Frau Stadtteil hinzukommen, so daß das System der Rezept- Sammel- lein, der Mutter der ermordeten Anna Klein, war und der Frau ſtellen bald über ganz Berlin und die Vororte ausgedehnt werden fein innigftes Beileib zum Tobe ihres Töchterchens aussprach. Gr, Grabich, hat sich sofort freiwillig dazu entschlossen, für die Frau bis zu ihrem Lebensende dermaßen zu sorgen, daß die arme Händlerin aller weiteren Sorgen für die Zukunft enthoben ist. fann. 0910 In der Versammlung waren vertreten 50 Orts, 30 Hilfs, 11 Betriebs und 8 Jnnungs, insgesamt 99 Krankenkassen. obusfi selo Marripreise von Berlin am 12. Auguft 1902 Belgen, gut nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Gir 72-75 b) ältere pommel und Edjale( Merafchafe) 61-66, d)' Golfieiner Riederungsfchafe( Rebendgewicht) 00-00.- Schweine: a) volfleischige, ber feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren 220-280 Pfund schwer, 66; b) schwere, 280 Pfund und darüber( Käser) 00-00; c) fleischige 64-65; d) gering entwickelte 61-63; e) Santen 61-62. Für 100 Pfund mit 20 Proz. Tara. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben ungefähr 90 Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete fich langfam, es wird faum ausverkauft. Die Schafe wurden bis auf 240 Stück Mageryieh glatt ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief ruhig und wurde geräumt. 2 Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn anzugeben, unter der die Antwort erteilt werben soll, und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant88 wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Die juriittiche Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9%, thr abends statt. In einer gut besuchten Versammlung der Konfektions. Mordkultur im 20. Jahrhundert. In Wien haben gewisse Arbeiter und Arbeiterinnen, die am Montag in den Andreas Vorfälle bei der Hinrichtung des Raub mörders Woborschil Fejtjälen tagte, referierte Frau Clara Bettin Stuttgart über durch den Strang peinliches Aufsehen hervorgerufen. Es dauerte Arbeiterinnenschutz und Arbeiterinnenschutz- Heuchelei". Die Re volle 12 Minuten, ehe die Aerzte den Eintritt des Todes feststellen ferentin, die in treffender Weise die erbärmliche sogenannte fonnten. Der Scharfrichter hatte bereits die übliche Meldung er gegangen und im Brieffaften des Vorwärts" vom 24. Juli unter derselben Hohenfee. Ihre Anfrage ist unter Ch. B. T. 99" am 23. Juli ein: Arbeiterschutz- Gesetzgebung und das herrschenden Klasse kennzeichnete, vererische Gebaren der stattet, daß der Gerechtigkeit Genüge geschehen sei". Der Geistliche Chiffre beantwortet. Vielleicht lesen Sie nach und gebenten des Verses: auf die überaus hatte ein Gebet gesprochen und noch zudten die Füße des Hin- wer nustos unsre Beit uns nimmt, besteht uns und Du sollst nicht traurigen Folgen der schamlosen Ausbeutung der Arbeiterschaft gerichteten lebhaft. Die Aerzte traten hinzu und stellten feft, daß stehlen. durch das Unternehmertum auf allen Gebieten. Sie kritisierte ins bas erz noch schlage, und man erzählt, ein Arzt und Professor habe in schnellerer Weise wie sonst geklagt werden. Wann der Wechsel fällig sein Martin 38. Aus einem Wechsel fann gegen ben Wechselverpflichteten besondere den Mangel eines thatsächlichen Arbeiterinnenschutzes, in diesem Augenblick geäußert, es wäre noch möglich, den Verbrecher foll, hängt von der Vereinbarung der Beteiligten ab. Wenn Sie nichts dessen Wirkungen sich so offensichtlich durch die ungeheure Kinder ins Leben zurückzurufen. Erst nach langen Minuten konnte fest vom Wechsel verstehen, so laffen Sie Ihre Hand davon ab, weil Sie sonst fterblichkeit, durch die große Zahl der Totgeburten und naments gestellt werden, daß das Herz des Hingerichteten zu schlagen au auf leicht aus einem Gläubiger ein Schuldner werden könnten. Ob ein Wechsel lich auch durch die unverhältnismäßig hohe Krankheits- und gehört habe. gültig und wer aus demselben verpflichtet ist, ist sich ohne Senninis feines Sterblichkeitsziffer der weiblichen Mitglieder in den Krankenkassen woll Wortlauts nicht sagen. Wenden Sie sich an einen Anwalt oder fuchen Sie bemerkbar machen. Die Referentin schilderte das Elend der Heima die Sprechstunde auf; im Raum des Brieffaftens läßt sich eine Darstellung. arbeiter und Arbeiterinnen, die fortgesetzten Bemühungen der des Wechselrechts nicht geben. 100. Lesen Sie Seiten 305 und 306 des Schneider- Organisation, bessere Bustände für dieselben zu schaffen, in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden Arbeiterrechts" nach. 9. Ja. und fie erinnerte hierbei an das Verhalten der Regierung und der Butlik 7. Ihre Unterschrift inß gerichtlich oder notariell beglaubigt fein. Sie müssen also Ihre Unterschrift von einem Notar oder auf dem bürgerlichen Parteien, die gelegentlich des KonfektionsarbeiterAmtsgericht beglaubigen lassen; die Beglaubigung tann nur stattfinden, streits plöglich ihr arbeiterfreundliches Herz entdeckten, auch die 130 wenn Sie vor den Augen des Notars oder des Aintsrichters Ihre Unterfchönsten Versprechungen machten, aber nichts gehalten und bie 1,20 schrift schreiben. Wie soll sonst beglaubigt werden können, daß das Ihre von der Socialdemokratie geforderten Schußbestimmungen in der 1.20 Unterschrift ist? Die Kosten richten sich nach der Höhe des Objekts; in fchroffften Weise bekämpften. Allen voran ist es gerade das Centrum, 2,- Ihrem Fall betragen fie etwa 10 Mark. Weniger zeitraubend und deshalb das auch auf dem Gebiete der focialen Gesetzgebung die elendeste 2,60 empfehlenswerter als die Beglaubigung durch das Gericht, ist die durch it war niemals Heuchelei betreibt, und bei der Regierung selbst war 1,40 einen Notar. Nachdem die Beglaubigung erfolgt ist, senden Sie das 2.60 Arbeiterschutz, sondern immer Unternehmerschutz Trumpf, sie hat in G. N. Ver 120 Schriftstück an das Amtsgericht I, Güterrechts- Register. 2.80 120 fangen Sie Aufhebung des Vertrages und Schadensersatz und flagen Sie jeder Weise den Wünschen des profitgierigen Unternehmertums 2,40 1,40 eventuell auf Aufhebung und Schadensersay. G. S. 31. Leider sind Rechnung getragen. Wie wäre es, frägt die Rednerin, wenn die 0,80 beide Fragen zu bejahen. G. K. 2. Eine Klage erscheint nicht aus Arbeiterschaft eine Sammlung veranstalten würde und auch dem 120 fichtslos, follte aber erst nach Erwirkung des Armenrechts unternommen Minister des Innern 12 000. zur Verfügung stellte, und givar um 0,70 verden. 2. P. 9. Eine Klage hat Aussicht auf Erfolg. Ihr Bruder Arbeiterschutz- Gefeße vorzubereiten! Dem mit stürmischem Beifall 3,-follte fich au ſeine Gewerkschaft wenden, damit diese eventuell die aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze Diskussion, in der Genosse Klage auf Schadensersatz wegen Aussperrung in die Hand nimmt. Täterow für den Zusammenschluß in der Organisation plädierte und einige Rebnerinnen die miserablen Löhne, welche von den ZwischenWitterungsübersicht vom 13. August 1902, morgens 8 Uhr. meistern bezahlt werden, kritisierten. Einstimmig wurde eine Resolution beschlossen, die sich mit den Ausführungen der Referentin einverstanden erklärt und gefeglichen Schutz fordert insbesondere für die Heimarbeiter und Arbeiterinnen, die heute noch jedweden gefeßlichen Schutzes bar, der schrankenlosen Ausbeutung preisgegeben sind. " mittel egering Moggen, gut tittel gering * Geißte, gut gering mitter * afer, gut SEX mittel ads gering Microb hen Gibsen Speifebohnen Linfen tab Bahn. 15,00 14,70 14,00 14,30 14,20 14,00 15,20 15, 14,90 14,60 14,50 19,60 18,90 14,70 Gier Karpfen Kartoffeln, nene, D- Cir. Mindfleisch, Keule 1 kg do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelselsch Butter . 8- 51,80 1,20 1.40 1,70 1,80 1.80 2,60 60 S 4 1 kg 18,80 18,10 Bander T 21: 18, 17,30 Hechte N 6, 5, Bariche . 6,90 4,80 Schleie 40-25, 50, Blete 1.80 250 1.40 25, Krebse per Shot 18, 60, 20, frei Wagen und ab Bahn. Pale Barometers WindProduktenmarkt vom 13. August. Getreide. In Amerika hat die in den letzten Tagen wieder weniger günstige Beurteilung der Erntestatistit zur Begründung größerer Hauffeposition in Weizen und Mais geführt, die Stationen in höheren Preismeldungen aus New York und Chikago zum Ausdruck famen. Von den übrigen Auslandsbörsen lagen gleichfalls fefte Breis meldungen vor, die in Verbindung mit erhöhten Forderungen für russische und amerikanische Ware und dem unverändert falten regnerischen Wetter am Swinemde. 755 G Sechster Wahlkreis. Ueber die Frage: Ist eine Regelung hiesigen Martte einen stimulierenden Einfluß ausübten. Weizen wurde Hamburg 758 2 der Arbeiterschutz- Gesetzgebung auf internationaler Grundlage 13/4, Roggen 1-1 M., Mehr 30 Bf. höher bezahlt als gestern. Späterhin Berlin möglich?" sprach Genosse F. Kole in einer Versammlung des veranlaßten die besseren Prognosen der Wetterwarten eine leichte Ab- Grantf./M. 763 SW Wahlvereins, die am Dienstag bei Bernau in der Schwedterstraße Schwächung der Getreidepreise. Das Geschäft entwickelte sich in beiden Brot München früchten ziemlich lebhaft. Es war auch etwas Inlandsroggen angeboten, tagte. Der Redner führte mehrere Beweise dafür an, wie dringend der jedoch durchweg flamm war. Hafer still, gut behauptet; Mais wenig nötig wirksamer Arbeiterschuß ist und wies unter anderm darauf verändert. Rüböl ruhig, Breise wie gestern. hin, daß in nächster Nähe von Berlin Kinder bei der Fabrikation Spiritus. Am Spiritusmarkt wurde 70er loco mit 39,30 M. ge von Boas in einer die Gesundheit schwer gefährdenden Weise aus- handelt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Gänse! Parkettbodenleger! Am Montag, den 18. August, in der ,, Kronen- Brauerei", Alt- Moabit 47-49: Gr. Sommer- Vergnügen bestehend in Konzert, Theatervorstellung, Sommernachtsball Kinder- Fackelpolonaise( Stocklaterne gratis). Entree intl. Tanz 50 Pf. Sonstige Beluftigungen aller Art. Die Staffeerliche ist von 3 Uhr ab geöffnet. [ 87/10] Anfang 4 Uhr. Achtung! Achtung! Zimmerer. Atung! Wien 758 2 richtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. 183 Stationen Barometerstand mm Bind richtung Windstarte Wetter Temp. n. G. 15°.= 4° R. 4 bedeckt 3 Regen 4 bedeckt 2 wolfig 6 bedeckt 10 Paris 5 wolfig 12 13 Haparanda 758 SO 4woltig 13 10 Petersburg) 12 Cort 764 NA 3 bebect 11 Aberdeen 764SO 1Bebeckt 13 17 765 23 762 23 Wetter Prognose für Donnerstag, den 14. August 1902. Kühl und vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gänse! Sanssouci Mit dem heutigen Tage beginne wieder wie alljährlich mit dem Ver fauf fämtlicher Gänse- Artikel 14106 hel und empfehle täglich frisch in allbekannter Güte: Oderbruch er Fettgänse a Pfd. 65 Pf. Gänseklein 90 Pf., Gänseliesen a Pfd. 1,20 M. Gänselebern a Pfd. 1,20 M. Gänsefleisch a Pfd. 60 Pf.; frische Gänsekeulen a Pfd. 70 Pfg. Anerkannt beste Gänsegrieben täglich frisch. Gänseknochenfleisch a Pfd. 40 Pf. Länseschmalz a Pfd. 1,20 M. Hermann Leissner, Berlin C. Central- Kranken und Sterbekasse der Zimmerer. Klosterstraße 93, 94 und 95, Edhaus Raifer Wilhelmstraße 11 ( Eing. Hilfst. Nr. 2, Hamburg.) Dertliche Verwaltung Berlin. Freitag, 15. August, abds. 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 8: und Central Markthalle( Stand 26). Allen meinen Freunden und Bekannten zur geft. Mitteilung, daß ich mein Geschäft 119/ 15* Mitglieder- Bersammlung. Neue Promenade 4.Bötzow- Ausschank" 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1902. 2. Verschiedene Kaffenange Tegenheiten, R. Stöb 259/12 Der Vorstand. J. A.: R. Schröder, Tilsiterstr. 82. Velten. Daeliete Central- Verband der Töpfer bonds( Filiale Velten). Am Sonntag, den 17. August, von nachmittags 2 Uhr ab auf dem Gemeindefestplatz an der Eisenbahn: 10 Zur Feier des zehnjährigen Stiftungs- Feftes Grosses Gartenfest bestehend in wieder selbst bewirtschafte und für Getränke bestens Sorge tragen werde. 00,00 Japanes 4750L* Gelegenheitskauf! 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Schwaben, Rufsen, Franzosen 2c. werden durch mein Pulver vollständig vernichtet. Schtl. 0,30, 0,60, 1 Bahlreiche Anerkennungen.[ 47860* 1000 Mark Belohnung zahle ich demjenigen, ber mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein echt bei Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstrasse 18, Gde Veteranenstraße. Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. 31/ 9* Specialarat für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7, Sonntags 10-12, 2-4. Freunden und Bekannten die Mit teilung, daß ich 9, Naunynftr. 9 ein Weiss- u. BayrischbierLokal mit Billard und Vereins. 43482* zimmer eröffnet habe. Grsuche um geneigten Zuspruch. Paul Lier. Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Täglich im Garten, bei un günstig. Witterung im Saal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Sonntag, Montag und Donnerstag Hach der Soiree: Tangkränzchen, Tanz frei! Anfang Sonntags 5 Uhr, Entree 30 31., ab 9 1hr 20 Pf. Anfang Wochentags upr. Gutree 30 Bf., ab 9 Uhr 20 Bfg Reichshallen. ESEL Täglich: safeCentralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Dentschl. Berwaltungsstelle Berlin I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, derKutscher Mathias Schwalm am Dienstag, den 12. d. Wits., nach kurzem Beiben verstorben ist. Ehre seinen Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, on ber Leichenhalle des Pins- Friedhofes in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beteiligung wird gebeten. 67/16 Die Ortsverwaltung I. Stettiner Sänger Sentralverband der Löpfer. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-12hr. ( Meyfel, Pietro, Britton, MarSteidl Krone, Böhme, Böck mann, Plättner 2c. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstr. 58. Was fagen Sie nun? Berlin wie's bantu. fracht ist der größte Schlager ge worden! Außerdem das große Sensations Programm. Anfang 4 Uhr. Gntree 30$ 31. Borzugskarten haben Gültigkeit. Kaffeeküche. Ball. Ab 16.: Der phänomenale Ver wandlungsfünfiler Carl Braun stellt 36 Personen bar. Frih Preuk 74a Belle- Alliancestrasse 74a, Gde Bergmannstraße, empfiehlt Freunden und Bekannten fein Weiss- und Bayrisch- Bierlokal neb Vereinszimmer für 50 Personen.* Todes- Anzeige. Am Montag, den 11. 5. W., verstarb unser Mitglied Gustav Schmidt im Alter von 54 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, von der Beichenballe des Bankwizer Kirchhofs aus statt. 196/15 Der Vorstand. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Briketts 必 billig. billig. * Herrmanns Kohlenlager, O., Mühlenstr. 12, Wegen Aufgabe meines Bahnplates offeriere Ia Senftenberger Briketts Abnahme von 3000, 5000, 10000 Std. frei Steller 6" 6,25 6,- 5,75 Mr. 7" 7,50 7,25 7, frei Boben 50 Pf. pro 1000 St. mehr, ab Lagerplatz entsprechend billiger. Sämtliche andern Brennmaterialien " 47962* ebenfalls billig. Patentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 45392* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 14. August. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anf. 71/2 Uhr. Im Liederspielhaus: OffenbachCyclus. Dorothea. Die ver: wandelte kaze. Der Regimentszauberer. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Es lebe das Leben. Anfang 72 Uhr. Lessing. So leben wir. 7 Uhr. Anfang Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Westen. Die Brautlotterie. Anfang 71 Uhr. Metropol.( Morwitz- Oper.) Die verkaufte Braut. Anf. 8 Uhr. Neues. Ledige Leute. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Gefallene Mädchen. Sierauf: Sie. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Specialitäten Vorstellung. Anf. 71/2 Uhr. Seceffion. Silbersteins Flitter: wochen. Anfang 8 Uhr. Wolzogens Buntes Theater. ( Ueberbrettl.) Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Borstellung. Anfang nachmittags 5 Uhr. Paffage Panoptikum. täten Borstellung. Specialt Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Urania Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Sonnabend, 16. Aug., Anf. 71/2 Uhr: Novität! Bum 1. Male: Novität! Tauben- Strasse 48/49. Er und seine Schwester. Im Theater um 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste, Passage- Theater. Alice Markert. Darstellerin kom. Volkstypen. Kinematograph: Krönungsbilder. Schluss der Saison: Sonntag, den 17. August. Wiedereröffnung 30. August. CASTANS Panoptikum Das Friedrich- Strasse 165. berühmteste Wachsfiguren- Kabinett der Welt. Beachtenswerte Neuheit: Lebende Bilder, ausgeführt v. einem Ensemble junger, schöner Damen. Z OOLOGISCHER CARTEN Täglich nachmittags 5 Uhr:] Metropol- Theater Militär- Doppel- Konzert. Morwitz- Oper. Anfang 8 Uhr. Die verkaufte Braut. Kom. Oper in 3 Akten v. Smetana. Nationaltänze v. 16 Tänzerinnen. Freitag: Abschieds Vorstellung Franc. Prevosti: Der Barbier von Sevilla. Sonnabend: VorEntree 1 M., ab 6 Uhr abends 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ostbahn- Park. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Bernh. Buchbinder. Guido Thielscher. Fritz Helmerding. Gerda Walde. Herbert Paulmüller. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Gefallene Mädchen. Berliner Sittenbild in 4 Att. v. Schäfer. Anfang 8 Uhr: Morgen: Benefiz für Frl. Sedda. Das Schloß am Meer. Im Benefiz die Billeteuse. Neue Specialitäten. Anf. 5 Uhr. Garten: Beels für bir Prater- Theater Kastanien Allee 7-9. Täglich: Johanniszauber. Operetten- Burleste in 4 Bildern von W. Geride. Musit von Schmidt. Hedwig Döring, Kostüm- Soubrette. Eugen Milardo, Tanzhuniorist. Cirtus Loyal.. Leodiskas Kakadus, tomische Reckturner. The Elrados. Mdm. Georgette, Feuer- u. Flammentanz. Lebende Photographien. ( Neue Serie.) Konzert. Anfang Uhr. Eintritt 30 Bf., numerierter Platz 50 Pf. Kalbo. DF Fröbels Allerlei Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148, Ganz Berlin amüsiert ſich! Kommen! Sehen! Hören! Staunen! Freitag letztes Auftreten Carl Braun. Dazu die einzig dastehenden 12 Kunststerne! Um 8 Uhr: Das große Volksstück Unser Goldjunge. Jim Prachtsaal: Gr. Ball. Entree 30 Pf. Anfang 5 Uhr. Freitag: Abschieds- Benefiz für Carl Braun. Auftreten des Direktors Wilh. Fröbel. letzte Opern- Vorstellung: Der Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferstr.71. W. Trompeter von Säkkingen. Sonntag: Letzte Opern- Vorstell.: Die verkaufte Brant. Hermann Imbs. Täglich: Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich Vorstellung. Apollo- Theater 6r. Konzert, Theater- Das und Konzert- Garten. Um 8 Uhr: Die grossartigen Specialitäten. Um 9 Uhr: und SpecialitätenVorstellung. tanzende Berlin. Poffe mit Gesang und Tanz von Leopold Ely. Nur keine Männer! Burleste mit Gesang von Gerice. Jm Saal: Tanzkränzchen. Hasenhelde 108-114 Neue Welt Arnold Scholz. Donnerstag, den 14. August 1902: Auf allgemeines Verlangen: Wiederholung des unvergleichlichen Monstre- Feuerwerk Die Beschiessung u. Sprengung d. dänischen Kriegsschiffes,.Christian VIII," bei Eckernförde ausgeführt durch den Pyrotechnifer Herrn A. Bock. Grosses Militär- Konzert ausgeführt von der Regiments- Kapelle des 4. Garde- Regts. zu Fuß unter persönlicher Leitung des tgl. Müfitdirigenten Herrn Frz. A. Bergter. Gala Specialitäten Vorstellung. = = Das sensationelle August- Programm. Ju Bal champêtre: Großer Ball. Anfang des Konzerts 5 Uhr, Billets im Vorverkauf der Vorstellung 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. a 40 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Kaffeeküche. 3 Kegelbahnen. Russ. Rutschbahn. Morgen Freitag: Gala- Vorstellung. 48232 Gratisverlosung eines lebenden Bonnys. Freie Volksbühne. Die Mitgliedskarten für die Saison 1902/3 müssen aus den Zahlstellen abgeholt werden Der August- Beitrag ist laut Statut bis spätestens zum 20. August zu entrichten, da nach diesem Termine die Mitgliedskarten, die nicht abgeholt werden, anderweitig an neue Mitglieder vergeben werden. Die Mitglieder werden dringend ersucht, die in den Zahlstellen ausliegenden Fragebogen betreffs obligatorischer Einführung des Bühnenheftes etc. auszufüllen. Die Zahlstelle: No. 2 befindet sich jetzt bei Karl Kühn, Cigarrengeschäft, Barbarossastr. 75. " 14 bei Karklinnis, Cigarrengeschäft, Holzmarktstrasse 48a. Achtung! Mitglieder, die als Ordner fungieren wollen, können sich für die neuen Abteilungen beim Kassierer schriftlich melden. Geschäftsleute werden besonders auf den inseratenteil unsrer Monatsschrift aufmerksam gemacht. Bestellungen sind direkt an untenstehende Adresse zu richten. 229/ 17* Der Vorstand. I. A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. Lysistrata Specialhaus für KantinenSchweizer Garten Am Königsthor 42020* Am Friedrichshain Täglich: Theater- und SpecialitätenVorstellung. Täglich bis 7 Uhr: Freier Damentanz. Jeden Abend 10 Uhr: Die Ballettschule. Große Gesangspoffe mit Tanz v. Anno. Jedes Wort: und Konsum- Lieferungen. Herr Rauscher ist unseren Lesern schon seit Jahren von der Firma Rauscher& Fabisch her bekannt. Pfennig. Passage- Panopticum. Die wahrsagende Wunderspinne. Arab.Fakiere.Marionetten- Theater. Wintergarten. Wieder- Eröffnung: Sonnabend, 16. Aug. 1902. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Les Silvas, Portugiesische LeiterEquilibristen. Josie de Witt, Amerikanische Sängerin und Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Rofix, athletische Produktionen. Karl Meister, Tenorist vom k. k. priv. Carl- Theater in Wien. Helene Gerard," Hohe Schule vor dem Dogcart". Sari Fedak, Sängerin vom Ungar. Theater in Budapest. Die Kellino- Truppe. Span. Akrobat. Claudine Polaire, Pariser Sängerin. W. C. Fields, komischer Jongleur. Cléo de Mérode, Tänzerin von der grossen Oper in Paris a. G. in der Tanzscene„ Das verschleierte Bild." ,, Biograph". 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