Nr. 209. Absimtment«-Kedingungen: «bonnement»-Prri» pränumerando: vierleljährl. Z,Z0 Ml>, monatl. I.ioMl.. wöchentlich 28 Pf», frei in» Hau». Siiuelne Numw'r 5 Plg. Sonnlag»- Nummer mit lll»n»erl,r Sonnlag»» Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: l.iv Marl pro Monar. Singetragen in der Post-Zeitung»- Pr-iZliste für IVO» unter Br. 7878. Unter»lreuzband für Deutschland und Oestenetch- Ungarn 2 Marl, für da» übrige Autland S Marl pro Monat. 19. Jahrg. Ate Instrtions-Eelillyl beträgt für die fechtgefpaltene Kolonel« »eile oder deren Raum»0 Pfg., für politische und gewerlschastliche Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. «Kleine Anieigen" jede» Wort 5 Pfg. (nur da» erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis l Uhr nachmittag» in derSxpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen dt» 7 Uhr abend», an Sonn- und gestlaKen bis S Uhr vormtllag» gev ssuet. Erschrinl täglich«icher»vnl-g«. Vevlinev Volksdlakt. Telegramm- Adresse: »SorlKldrniofirnt Vrrlin- C�ntvalorgan der socinldemokratiMen Partei Deutschlands. Redaltlion: sw. 19, Bentlz-Slrshe 2. Fernsprecher: Nint I Nr. IstvS. Sontttag, den 7, September 100�. Expedttivn: SW. 19, Beullz-Strastv 3. Fernsprecher: Slnit l. Nr. vILl. Die Kartellfrage. II. Die Wirkmig der Kartelle auf die Prodnrtio».'') Herrn Profesior Grimzel erweist sich sein„Zweck der Kartelle" als sehr nützlich: er dient ihm als Sprungbrett für weitere logische Kopfsprünge. Besonders geigt sich das in dein Kapitel, in dem Griuizel die wirtschaftlichen Nückwirkimgen der Kartelle auf Produktion nild Konsum untersucht. Wie die meisten seiner Vorgänger spricht auch er den Kartellen eine größere Wirtschaftlichkeit der Pro- duktion zu als den Eiuzelunternchniuiigen; deun eine kartellierte Industrie produziere dadurch billiger, daß sie an Betriebs- und Frachtkosten zu sparen vermöge, eine zweckmäßigere Specialisierung der Produktion vornehmen, den Zivischenhandel, wo er überflüssig sei, ausschalten, und das Kapitalsrisiko vermindern könne. Diese größere Wirtschaftlichkeit kann im allgemeinen zugegeben werden, wenn sich auch die genannten verschiedenen Arten einer Reduktion der Produktionskosten nur ausnahmsweise in einem Kartell beisainnien finden, und die Kosten für die Unterhaltung besonderer Verkaufs« und Bercchnungscentralen sowie der Unterbietnugskampf gegen die außerhalb de? Kartells gebliebenen Fachunternehmungen, die sogenannten„Outeickors"v erden sollten", habe st e t S gegolten; Eingeborne. die nicht entflohen, seien niedergeschossen worden. Was de», Anti-Hunncn bevorsteht, schildert der Korrespondent der„Krenz-Zcitnng" in flammender Entrüstung folgendennaßen: „Was ist nun geschehen? Korporal O'Brien ist in seinen, Heimatorte Pitlsfield(Mass.) verhaftet, nach Washington ins Ge- sängnis gebracht und wegen Meineides unter Anklage ge- stellt. Wie die Presse meldet, verlangt man von ihm, daß er seine Angabe» beweisen soll, und da er nun schwerlich Zeugen von den Philippine» herbeibringen kann, nn, seine Angaben zu erhärte», auch frühere Kameraden des nicht mehr aktiven Ll'Bricn nicht sehr geneigt sein werden hcrvorzu- treten, um nicht de» Zorn ihrer Vorgesetzte» auf sich zu laden, so scheint seine Verurteilung zu Zuchthaus„so gut wie sicher". Das ist doch eine haarsträubende Justiz. Das Gericht hat zu untersuchen, ob die Anklagen, welche der Korporal gegen die Offiziere erhoben hat, wahr sind, aber ein Zeuge braucht doch keine Beweismittel für seine Aussage herbei- zuschaffen. Wen» er die P e r s o n e n, welche er beschuldigt, nicht namhaft machen kann, so geht dock) daraus nicht hervor, daß er gelogen hat." In der That, das ist eine„haarsträubende Justiz". Und wir vermögen den, Korrespondenten unsers führenden konservativen Blattes seinen ehrliche» Zorn über eine solche Justiz nur zu lebhaft nachzufühlen. Höchst erstaunt sind wir nur über die Unbedenklich- keit, mit der die Redaktion der„Kreuz-Zeitun g" das Urteil ihres New- Aorker Korrespondenten zu ihrem eigenen macht. Man bedenke: dieselbe„Krenz-Zeitnng", die es ganz in der Ordnung fand, daß Redacteure deutscher Zeitungen, die ähnliche H n n n e n z e n g n i s s e deutscher Chinakrieger zum Abdruck brachten, unter Ablehnung des angebotenen Wahrheits- beweis es zu empfindlichen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, findet es»haarsträubend", daß ie amerikanische Justiz gegen jemand vorgeht, der gegen seine Milsoldaten weit schlimmere An- klagen erhoben hat und nun bei dem Erbringen des Beweises für seine Behauptungen Schwierigkeiten begegnet. Die„Kreuz-Ztg." findet es in völliger Uebereinstimniung mit ihrem Korrespondenten nur zu begreiflich, daß die früheren Kameraden O'BrienS ihre Himneuthateii ableugnen werden, sie erklärt ganz unzweideutig, daß eine H u n n e n a n k l a g e selbst dann, wenn sie auS solchen, Grunde nicht e r w e i s b a r ist, deshalb„och lange nicht erlogen zu sein braucht I Aber sie hatte kein Wort der Kritik dafür, dafi deutsche Medac- teure, die nur die S e l b st a n k l a g e n deutscher Chinakriegcr wiedergegeben hatten, aus formellen Gründen verurteilt wurden, ohne daß man ihre BewciSanträge überhaupt gewürdigt hätte I Dieser erstaunliche Widerspruch in der Haltung der»Kreuz- Zeitung" löst sich freilich für den objektiver Beurteiler ebenso leicht, wie das Problem der„haarsträubenden" amerikanischen Justiz. Für sogenannte„staatSerhalteude" Elemente sind koloniale Hünneuthaten eben nur möglich, sogar wahrscheinlich, wenn sie von Ausländern begangen werden. Die eigne Soldateska ist über jeden Verdacht von vornherein himmelhoch erhaben I— Prcustcnö Leistungen in den polnischen LandeSteilen wurden soeben in Posen in tönenden Reden verherrlicht. Ein Zeugnis dieser Leistungen gicbt die Meldung aus den, Krcisschuliuspektions-Bezirk Grätz, dafe von den 47 Schulen I evangelische und 26 katholische überfüllt seien. 18 Schulen habe» je über 10V Scbüler, 5 Schulen 150—200. Die Schule in Zcmsko hat über 200 Kinder. Im gauzeii Bezirk eutfallen durchschnittlich ans 4 Lehrer 7S Kinder! Zwölf Stellen, also etwa 15 Proz., sind unbesetzt!— Landtagswahlen in Hessen. Nach einer Meldung der national- liberalen„Offcnbacher Zeitung" soll die Wahlninuucrwahl für die Ergäuzungswahl der Zweiten Kammer am Mittwoch, den 29. Oktober, stattfinden und die Wahl der Abgeordneten selbst am Sonuavend, den 8. November, folgen. Von 2S Mandaten, die zur Er- Neuerung stehen, habe» u„ s r e G e n o s s e n vier, und zwar zwei in M a i n z und je eins in O f f e n b a ch- S t a d t und-Land zu verteidigen. Von einer weiteren selbstäudigen Beteiligung unsrer Genossen in andern Kreisen ist bis jetzt nichts bekannt geworden.— Ausland. Da» Kriegsgerichts- Urteil in Nantes hat begreiflicherlveise auherordentlicheS Aufsehen erregt. Die nationalistische und konservative Presse drückt natürlich über daS Urteil, das in Wirklichkeit eine Freisprechung der gehorsamweigeruden Offiziere bedeutet, ihr« größte Befriedigung au». C o p p S e erklärt in der, L i b r e Parole", daS Urteil habe sehr große Bedeutung, denn die Regierung werde sich von nun ab hüten, die Armee gegen die Kongregationen marschieren zu lassen, und überdies sei zu hoffen, daß man ähnliche Fälle nicht mehr ver- folgen werde.—„Solei!" führt au», das Kriegsgericht habe anerkannt, daß Saint-Rsmy sich gegen die militärische DiSciplin nicht vergangen habe, und daß er sich zur bloßen Gewaltthätigkeit nicht habe hergeben wollen.— Der „Gaulois" nennt den Urteilsspruch sehr taktvoll. Man müsse zu der Ueberzeugung kommen, daß die Katholiken aufs äußer st e erbittert und die Armee tief verletzt worden sei.— Die radikalen Blätter meinen, daß insbesondere die Socialdemokraten alle Ursache hätten, mit dem Urteil zufrieden zu sein, denn die Soldaten, die der socialdemokratischen Partei angehörte», wüßten nun, daß sie, im Fall sie von ihren Vorgesetzten gegen Ausständige gesandt würden, nicht mehr zu gehorchen brauchten.— „Lanterne" sagt, der Kriegsminister dürfe sich die Herausforderung, die im Urteil des Kriegsgerichts liege, nicht gefalle» lassen und müsse Oberstlieutenant Saint-Römy sofort pensionieren.—„Radical" sagt. der Prozeß zeige, wie notwendig die Abschaffung der Kriegsgerichte sei.— „Echo de Paris" will wissen, daß der Kriegsniinister die Pcusio- nierung Saint-Röinys verfügen werde; auch soll das zweite berittene Jäger-Regiment, das er befehligte, versetzt werden. Ueber die Motive, die das Kriegsgericht zu einer so milden Be- urteilung konimen ließen, wird mitgeteilt, daß man deshalb eine Gehorsamsverweigerung als nicht vorliegend erachtet Hab, weil die drei Depeschen, die der DivisiouS- General an Saint- Römy abgesandt habe, nach der Aussage des Divisionärs selbst nicht eigentlich Befehle gewesen seien. Vielmehr habe der Divisionär durch seine Depeschen nur ein vom P r ä f e k t e n gestelltes Ersuchen übermittelt. Diese mildere Auffassung ist allerdings nach einem Bericht der„Franks. Ztg." uu- verständlich. Denn danach wurde vor den, Kriegsgericht festgestellt, daß der Divisionskonimandierende. General Frater. Saint-Ltomy zuletzt auch den direkten Befehl übersandt hat, eine Eskadron des Regiments den Cioilbehörden zur Verfügung zu stellen. Darauf antwortete Saint- Rernt) endlich an, nächsten Morgen:„Kann Befehl nicht ausführen, der meine Gefühle ver- letzt." Wie dem auch sein mag, eigentümlich war das Verhalten des renitenten Oberstllelitennnts auch dann schon, wenn er drei Depeschen seines Vorgesetzten völlig unbeantwortet und unberücksichtigt ließ. DaS Kriegsgerichts- Urteil bleibt auf jeden Fall ein Akt poli- t i s ch e r I u st i z. DaS Kriegsgericht hat ein grobe? Vergehen wider die DiSciplin. statt es mit der sonst, namentlich aber gegen untere Chargen oder Gemeine üblichen Schärfe zu ahnden, seiner Politischen Gründe wegen straffrei ausgehen lassen. damit also gewissermaßen die kriegsgerichtliche Sentenz aufgestellt, daß Mitglieder der Armee aus politischen Gründen jederzeit die militärische DiSciplin durchbrechen dürfen. Freilich darf man sich darüber nicht täuschen, daß diese Sentenz nur für n a t i o n a l i st i s ch e Offiziere und Mannschaften Geltung beanspruchen wird. nicht aber etwa auch für S o c i a l i st e n. Auch der Prozeß von Nantes bc- weist wieder den erzreaktionären Charakter des Offiziersklüngels, der eine ständige Gefahr für die Republik und den Forlschritt bildet. Militarismus und bürgerliche Freiheit sind eben unvereinbare Gegensätze.—_ England. Englisch- chinesischer Handelsvertrag. Der„Standard" meldet aus Shanghai von gestern: Der englisch-chinesische Handels- vertrag ist heute von Mackay und den chinesischen Kommissaren unterzeichnet worden.— Ein neues Dekret ist vorbereitet worden, das endgültig die Einnahmen aus den, Zollzuschlagc den Provinzinl- Gouverneuren zuweist. Der Versuch der kaiserlichen Regierung, diese Einnahmen selbst in Anspruch zu nehmen, ist somit mißglückt. Ein Urteil ist erst möglich, wenn nähere Nachrichten darüber vorliegen, um wieviel die Seezölle erhöht werden und wie die Er- träge der Zuschläge an die einzelnen Provinzen erteilt werden sollen. vor allen, aber, welche Garantie die chinesische Regierung dafür übernimmt, daß nicht unter andern Namen und Formen die Likin« zölle erhalten bleiben.— Asien. Revolte französischer Kolonialtrnppcn. Einem Telegramm aus T o n k i n g zufolge fand unter den französischen Schützen ein Aufruhr statt. Oberst Stitzer erhielt einen Hieb über den Kopf. 40 Aufständische wurden verhaftet und ins Gefängnis abgeführt.— Afrika. Von, Kapparlament. Die„Times" melden ans Kapstadt von, 4. September: Die bedeutungsvollste Abstimmung der jetzigen Tagung des Kapparlanients fand heute statt. Ein Mitglied des Hauses stellte den Autrag, ein Komitee zur Prüfung der Lage und der Einkünfte der Lehrer einzusetzen. Theron, der Vorsitzende des Bond, brachte hierzu einen Zusatzaulrag ein, durch welchen diese Prüfung auf die Geistlichkeit ausgedehnt wird. Die Anhänger des Ministeriums und die Forlschrittler stimmten mit 27 Stimmen gegen den Zusatzaulrag, ivährcnd der Bond mit 41 Stimmen geschlossen für denselben stimmte. Die Bedeutung dieser Abstimmung liegt darin, daß Sprigg w i e d e r h o l t in A f r i k a sowohl wie in England versichert hat, er verfüge über eine große Mehr- h e i t. Bis jetzt hat Sprigg auch thatsächlich stets die nötige Mehrheit zusammengebracht, wem, auch nur durch eine Art stillschweigeudeu Pakts mit dem Afrikondertum, der noch am 1. September bei der Abstlnummg über die Judemnitätsbill einen Autrag, die Indemnität ii»r bis zum 10. Juli dauern zu lassen, zurückzog, um das Ministerium nicht zu Fall zu bringen. In ähnlichen kritischen Fällen dürfte der Bond nicht anders handeln, mindestens bis zur definilivcn Erledigung der Judcmmuitsvorlage.— Amerika. Die sittenstrenge Frau Rooscvelt nnd der lockere Groß- fürst. Ueber einen böchsl ulkigen„russisch-ameritanischen Zioischen« fall" erzählen die New Uorker„Evening News" folgendes Geschichtchen: Frau R o o s e v e l t weigerte sich, de» Großfür st«n Boris zu empfangen, weil berichtet worden war, er habe in Chicago aus Schuhen von C h o r i st i n n e u Wein ge- trunken und zu den Blondinen gesagt, er werde sich erst in New Jork das Vergnügen machen, mit den Brünetten zu soupieren. Der Großfürst bestritt diese Geichichle bei ferner Ankunft in New Dork; doch als er mis das telephouische Gesuch einer Choristin das eine Tbeater besuchte an Stelle eines andre», und so darauf er- picht war, den Chor zu sehen, daß er behauptete, zu beschäftigt zu sein, um den Gouverneur des Staates N e>v A o r k zu e ni p f a n g e n, da nahm man sein Dementi nicht ernst. Mitglieder des F r n u e n- T e m p c r e n z- Verbandes schrieben nun dem Präsidenten, e r möge den Großfürsten nicht empfangen. Rooscvelt konnte aber einem Vetter des Zaren, der vom russischen Botschafter begleitet ankommt, den Empfang nicht verweigern. Frau Roosevelt vegab sich jedoch zu einem Onkel Roosevells, ehe der Großsürst Boris in der Wohnung des Präsidenten a» der Oystcr Bay erschien, und kehrte erst zurück, nachdem der Großfürst abgereist lvar. Der Großfürst dejeumertc bei Roosevelt und kehrte nach zlvei- stllndigem Aufenthalte nach Newport zurück, wo er— sehrge- feiert wird. Mau sieht, daß die Frau Roosevelt»och arg spießbürgerlich und mit den Sitten der höheren Gesellschaft nicht vertraut ist. Waruni sollte sich der Vetter des Zaren nicht lebhafter für kleine Choristinnen als für den Gouverneur des Staates New Jork interessiere»? Sein Vetter der Zar interessierte sich bei seiner Wellreise ja auch besonders lebhaft für lapauische Theegärien.— AlS Nachfolger v. HollrbenS, des deutschen Gesaiidtcii in Washiligto», lvird von der„Associated Preß" der deutsche Gesandte in Peking, M u in n, v. S ch iv a r z e n st e i n bezeichnet, der äugen- blicklich auf der Urlaubsreife in Washington eingetroffen ist und dort dem stellvertretende» Staatssekretär Ästee seineu Besuch gemacht hat. Der Abgang HoUebenS. gegen den vor eimgen Monaten die gelbe Presse die bekannten Enthüllungen brachte, wird danach als bevorstehend angesehen. Mumm v. Schwarzenstein aber hat sich während seiner kurzen Anwesenheit in Peking immerhin soviel Keiuitui» von Land und Leuten angeeignet, daß er wiederum durch einen völligen Neuling ersetzt zu werden verdient.— Kanadische Zollpläne. DaS„Reutersche Bureau" meldet aus Toronto: Die Müllervercinignng der Dominion of Canada nahm in ihrer Jahresversammlnna eine Resolution an. die Regierung zu ersuchen, auf die aus Dculschlaiid eingeführten Ware» VergeltungS- zölle zu legen wegen der Ausschließung kanadischer Kornprodukte seitens Deutschlands. Ein ähnliches Verlangen ist schon wiederholt von kanadischer Seite, besonders von den Getreide-Exportcnreii, gestellt worden. Die Groß-Mühlenbesitzer thäten gescheidter, sich an die kanadische Negieriing zu wenden mit dem Ersuchen, die Bevorziigmig der engli- schen Fabrikate durch Differentialzölle fallen z» lassen; denn die Maßnahmen der deutschen Zollbehörden gegen die Getreide-Einfnhr auS Kanada sind nur die Antwort auf jene Zollpolitik.— NÄvtei-MÄlhvichten. Zum Parteitag. Den Delegierten zum Parteitag diene zur Nachricht, daß nnterm heutigen Datinn an diejenigen Delegierten, deren Wahl auf dein Parteibureau angemeldet worden ist, die Vorloge nebst andren Drucksachen per Kreuzband versendet worden sind. Delegierte, die sich nicht gemeldet haben, können dieses nachholen oder sollst die Vorlagen in München in Empfang nehmen. Mit socialdemokrgtischem Grutz Berlin, 5. September 1902. Der Parteivorstand. DaS Ccntrnm erkennt die Gefahr, die ihm ans einer nach- drücklichcii Vekämpfling durch die Socialdemokratie erwächst; es weiß, daß seine Machtstellinig dahin ist, wen» seine Arbeiterauhnuger zur Erkeniltilis ihrer Klasseulage kommen. Deshalb beschäftigt sich Vie „Germania" eingehend mit den zn unsrem Parteitage gestellten Au- träge», die dem Kampfe gegen das Centrum dienen sollen und fordert zu„nachdrücklich st er' ait haltender Gegenwehr" und „vor allein" zur Einigkeit auf. Weiß doch die„Germania" sehr genau, wo das Centrum der Schuh drückt; jeder Tag zeigt ja aufs neue, wie seine Acbeiterauhänger unwillig zu werden beginnen ob der vom Centrum im Interesse seiner agrarischen An- Hänger geförderten Brotwucherpolitik. Da ist es schon nötig, zur Einigkeit zu mahnen. Aber völlig traut auch die„Germania" nicht mehr der eignen Kraft des CentruinS: ein Appell nach oben, zur Hilfe gegen die Socialdemokratie, scheint ihr deshalb auch sehr nützlich. Darum schreibt sie: „Das Centrum»nd der katholische Volksteil bilden— das hat die Socialdemokratie richtig erkannt und das sollte auch an andrer Stelle richtig gewürdigt werden— das stärkste Boll- lucrk gegen die Socialdemokratie." Vom Standpunkt des Centrums ist es ja begreiflich, wenn es jede Gelegenheit benützt, darauf hinzuweisen, daß es „von andrer Stelle" die schlechte Vehandliing nicht verdient, die ihm in jüngster Zeit zu teil geworden. Eine Partei, die, wie das Centrum, den Ausschlag giebt für die fort- gesetzte Steigerung der Militärlasten, für die fortschreitende Beivucheruiig der arbeitenden Klasse durch neue drückende Lebens- mittelsteueru. die ist in der That jetzt das stärkste Bollwerk— der Reaktion. Wir würdigen das vollkommen und wir werden auch dafür sorgen, daß die katholischen Arbeiter das würdigen lernen; dabei wird es uns sörderlich sein, wenn das Centrum selber es erreicht, daß das auch„an andrer Stelle richtig gewürdigt wird". Alö Vertreter der östreichischen Partei wird Genosse Josef Seliger aus Teplitz an unsern, Münchener Parteitage teil- nehmen._ Wirtschaftlicher Wochenbericht. Bit Ii ii, den 6. September 1902, ljj Die Spekulation versuchte zunächst in der abgelaufenen Berichls- Woche ihr Kurssteigerungsspiel auf dem Industrie- und Bankaktien- markt fortzusetzen' und nahm ani Sonnabend und Montag recht respektable Anläufe, die verschiedene der leitenden Kohlen- und Hüttenwerte um mehrere Prozente hinauftrieben. Doch schon am Dienstag folgte auf die künstliche Stimulation der beiden vergangenen Wochen eine gewisse Abschwächimg, die trotz der Versuche eines Teiles der Spekulation, die Kurse zu halten, auch am Mittwoch und den letzten Wochentage» den Markt beherrschte, so daß, anstatt mit einem Erfolg, die Berichts- ivochc ans dein Montanmarkt mit Kursabschlägen schließt; mir die Aktien der Dortmunder Union vermochten ihren Kursstand um nn- gefähr 4 Proz. zn erhöhen, infolge eines die Nachfrage anregenden Berichts über den Betrieb auf der Zeche v. Hansemann. Günstiger schließt der Bankenmarkt, dessen Hnuptwerte nieist ihren Stand behauptet oder doch nur ganz minimale Abstriche erlitten haben. Die Aktien der Nationalbank für Deutschland habe» sogar eine zweiprozcntige Avance zu verzeichnen, die jedoch nicht durch irgend eine Wendung in der Geschäftslage dieser Bank belvirkt wurde, sondern allein durch daS schon mehrmals aufgetauchte und dementierte Gerücht, der von, Kaiser jüngst in Posen zum Geh. RegieriingSrat ernannte dortige Oberbürgermeister Witting werde in die Direktion der Nationalbank eintreten— immerhin möglich, denn Direktoren mit Geheimrats-Qualifikation bedeuten allein schon in repräsentativer Hinsicht eine wertvolle Bauk-Acquisition. Eigentliche Motive, d. h. aus der wirtschaftlichen Situation sich er« gebende wirkliche Anlässe, fehlen für den erfolgten Kursrückschlag. Die Sache ist einfach die, daß die berufsmäßige Spekulation, nachdem sie ver- schiedentlich in den beiden voraufgegangeuen Wochen eine be- merkenswerte Zähigkeit bewiesen hatte, ihre' einheitliche Haltung ans- gab. Während der eine Teil mit spekulativen Käufe» vorging, schritt der andre in ängstlichem Zweifel an die Fortdauer der Auswärts« bewegnttg, als die' erwartete Beteiligung der außerhalb des zünftigen Kreises siehenden Publikums ausblieb und sich die Anzeichen der Ab- flaumig zeigten, lofort zn Gewinn-Realisationen und durchkreuzte dadurch völlig das Vorwärtsdrängen des kleineren aggressiven Teils. Allein diese imcinhcitliche Haltung, die allerdings größtenteils selbst wieder nur eine Folge der Zurückhaltung des sogenannten Außcn- pnblikums ist. giebt eine Erklärimg des Rückschlags; denn die günstigen Nachrichten von den fremden Börsenplätzen, besonders von der New Dorker Wallstreet, ferner über die Ernte in den europäischen Ländern und Nordamerika, über den deutschen Eisenexport nach Eng« land usw. überwogen bei weitem die niederdrückenden Faktoren, unter welchen als wichtigste die Beibehaltimg der Förderungseinschränkung des Kohlensynditais und die Mindcrproduktion des Coakssyndikats in den letzten Monaten genannt wurden— sicherlich keine lieber« raschuiigcn, da jeder, der in den letzken Wochen die verschiedenen Be- richte über die Lage des rhciiiisch-lvestfälischen Kohlenbergbaus mit einigermaßen kritischen Augen verfolgt hatte, gar nichts andres erwarten konnte. Und was die ungüiistigen Meldungen der englischen Presse, speciell der„TimeS" über den Saatenstand und die zu erwartende Fehlcrnte in Argentinien anbetrifft, so zeigen diele gegenüber früheren Mitleilungen so eigentümliche Uebertreibungcn. daß man kaum fehl gehen dürfte, wenn man annimmt, daß bei dieser Berichlerstattiuig das Interesse der nordamerikanischen Getreide- ■pekiilaiiten beträchtlich mitgesprochen hat. Die ganzen Vorgänge beweisen nur aufs neue, waS an dieser Stelle in de» letzten Monaten schon verschiedentlich ausgeführt worden ist. daß die Börse ihre Fähigkeit, das wirtschastliche Wetter anzii» zeige», mehr nnd mehr verloren hat, und daß der, der die Wirt- ichaflliche Lage i»id die Aussichten der weiteren Eutwickluiig nach den Beivcgmigen des Börsenbaroineters beurteilt, noch auf uusicherer Basis seine Meinung aufbaut als der, der den Falbschen Wetter- Prognose» traut. Das sieht selbst die hörscufrcuudliche Presse sich genötigt zuzugestehen. So brachte, bezugnehmend auf die Kurssteigerungen der vorletzten Woche. erst jüngst die „Weser- Zeitung", das Organ des Bremer Großhandels. die Warnung. dein Steigen des Börsenbarometers allzu großes Veriraucii zu schenken; speciell die Verminderung der Prodiiltioiisciiischräukung des Coakssyndikats(von 33 auf 27 Proz.), die von der der Börse als ein Symptom der steigenden Beschäftigung der Eisenindustrie aufgefaßt und mit einen, Kursauftrieb der Kohlen- aktien beantwortet sci� beweise gar nichts für die zunehmende Ab- iatzgelegenheit der Jnlandsindustrie, sondern sei nur auf eine weitere Forciming des Exports nach den, Auslände zurückzusühre», wie deutlich ans der gleichzeitig erfolgten Umlage von a»f 4 Proz. (für Exportprämie») hervorgehe. Das ist nur allzu richtig; von einer Zunahme des Verbrauchs auf dem Inlandsmarkt ist wenig oder nichts zu spüren. Besonders die Lage der rheiuisch-westsälischeu Kohlen- und Eiseuiudustrie bleibt eine gespannte. Die Hochofeutvcrke haben zivar ziemlich z» thun, und die Roheisen« Produktion übersteigt die im vorigen Jahre nicht»»beträchtlich, sind doch z. B. in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres insgesamt 150 000 Toiiiieii Roheisen verschiedener Sorten mehr erzeugt worden als im gleiche» Zeitraum des Vor- jahres; aber von der erzeugten Menge findet nur etwa die Hälfte Absatz im Julande. beinahe die ganze andre Hälfte geht nach dem Auslaiide. Für das erste Halbjahr beläuft sich beispielsweise der Export— Stahl auf Roh- eisen rcdnciert— auf rund 1928000 Salinen, während die Gesamtproduktion auf 4 014 000 Tomieii berechnet wird; es sind also bei- nahe 4« Proz. der Erzeugimg exportiert worden,«nd in den letzten beiden Monaten hat sich hjescz Verhältnis entschieden noch mehr zu Ungunsten des Jnlandsniarktes verschoben. Ein bedeutender Teil davon ist nach den Vereinigten Staaten gegangen, wo infolge des Kohlenarbeiterstreiks und des damit zusammenhängenden Rückganges der Coaksproduktion die Erzeugung von Roheisen und Stahlknüppeln beträchtlich abgenoiniiien hat und die dortige Nachfrage nicht entfernt zu decken vermag; ein cmdrerTeil ging nach England und hat dort. Ivie von ciiglischcii Blättern gemeldet wird, dem Clevelaud und dem schottischen Noheiscn bedeutenden Abbruch gethan, da es weit billiger angeboten wird. Thalsache ist, datz während früher schottisches Roheisen in be- deutenden Mengen nach Deutschland exportiert ivurde, jetzt die schottischen Hütten- und Eisenwerke vielfach deutsches Roheisen verarbeiten. Dost dieser Export unter dem Druck der Konkurrenz des englischen und belgischen Eiicus aber meist zu Preisen erfolgt, die nur geringe Profite übrig lassen, ist selbstverständlich. Die Lage der für den Export arbeitenden sogenannten„reinen" Horb ofenwerke, d. h. jener Werke, die nur Roheisen erzeugen und dieses nicht selbst iveitcrverarbeiten, ist denn auch»och immer eine sehr gedrückte, zumal diese Werke, wenn sie auch eiuigermahcn Beschäftigung haben, doch keineswegs ihre Produktionsfähigkeit voll auszunutzen vermögen und überdies noch von früher her große Vorräte vorhanden sind; denn gerade diese Werke haben im vorigen Jahre, als der Absatz stockte, noch lange Zeit in der Hoffnung, daß die Lage sich bald wieder bessern werde, in wenig vermiuderten» Umfange weiter arbeiten lassen. Etwas bester sitniert sind jene Hochöfen, die mit Walz« und großen Stahlwerken verbunden sind, Ivo also die Hochöfen nur oder doch hauptsächlich für die Weiterverarbeitung im eignen Betriebe produzieren, denn wenn auch, wie die Versand- Ziffern für Halbzeug und fertige Stahlwaren beweisen— im ersten Halbjahr betrug der' Gesamtexport 1274 000 Tonnen— die Halbzeugproduktion zu einem großen Teil für das Ausland beschäftigt ist, so war doch bis vor kurzeni die Nachfrage eine ziemlich gute und vor allem wurden verhältnismäßig bessere Preise als auf dem Roh- eiseumarkt erzielt. Judcß ist auch in der Halbzcugbranche die Lage keine einheitliche; die großen und besseren Aufträge heimsen meist die großen Werke ein, die im stände sind schnell zn liefern; die kleineren Werke sind größtenteils genötigt, ihren Betrieb einzn- schränken. Zudem wird vielfach darüber geklagt, daß neue Aufträge für spätere Zeit, die ein Einrichten auf die Zukunft gestatten, nur spärlich hereinkommen. Dasselbe gilt von den Nöhrenwalzivcrken, die zwar ebenfalls zur Zeit einigermaßen be- schäftigt sind, aber meist auch nur für den unmittelbaren Bedarf arbeiten. Selbst daS Trägergeschnft, das eine Zeit lang recht flotl ging, weil neben dem Export nach den Vereinigten Staaten von Amerika auch das deutsche Baugctverbe vielfach bedeutende Anforderungen stellte, beginnt abzuflauen, da die Bansaison an manchen Orten ihren» Ende entgegengeht. Als einigermaßen zufriedenstellend kann nur infolge größerer Bestellungen von feiten der deutschen Eisen- nnd Kleinbahueu sowie Lieferungen für Nordamerika der Schiencnmarkt gelten, im Gegensatz zum Blech- und Drahtmarkt, dem der starke Absatz nach dem Auslande fehlt, der den andren Branchen Er- leichternng schafft. Besser wie auf dem rheinisch-westfälischen sieht eS auf dem schlesischen Eisenmarkt aus. spcciell auf dem Roh- und Walzeisen- sowie dem Feiublechmarkt, doch ist auch hier die Beschäftigung größten- teils nur eine mäßige. Im ganzen läßt sich sagen, daß die heutige leidliche Lage der Eisen- und Stahlindustrie nur durch das Auslandsgeschäst, vornemlich durch die Lieferungen nach den Vereinigten Staate» gehalten wird. Der Bedarf des deutschen Inlandsmarktes ist nicht gestiegen; es läßt sich im Gegenteil jetzt, nachdem die Hochsaison kaum vorüber ist, ein bedenklicher Rückgang der Aufträge konstatieren. Damit aber ergiebt sich die Frage: Wird sich die jetzige Nachfrage nach fremden Eisen- und Stahlfabrikaten in den Vereinigten Staaten von Amerika erhalten? Mau braucht nur die Ursachen dieser gesteigerten Nachfrage inS Auge zu fasten, um die Frage jju verneinen. Einesteils ist es der enorme Ausschwuna deS amerikanischen Verkehrs und der Großindustrie: die rasch wachsende Ausdehnung des Eisenbahnnetzes und die Masse der neuen Fabrikanlagen, andernteilS die durch den Kohlennrbcitcrstreik erzwungene Einschränkung der Eisen- und Stahlproduktion, welche die Nachfrage nach frcindcn Eisenfabrikaten hervorgerufen hat. So- bald der Streik aufhört— und er wird sich kaum»och allzu lange hinschleppen— wird sofort die amerikanische Eisenproduktion selbst wieder einen größeren Teil des Bedarfs decken; und Hinz»! kommt, daß deutlich auf dem amerikanischen Markt ein Nachlassen des Verbrauchs und zugleich der Preise hervortritt, weuuglcich die meisten Nachrichten von drüben ihr möglichstes thu», diese Thatsache hinter allerlei„Wenn und Aber" zu verstecke». Selbst wenn sich die amerikanische Hochkonjunktur vorerst»och infolge des reiche» Ernte- fegenS hält, ist also mit ziemlicher Sicherheit' auf eine bedeutende Abnahme der Eisen- und Stahlausfuhr nach den Vereinigten Staaten und im Zusammenhang damit nach England zu rechnen. Alles deutet darauf hin, daß sich der kommende Winter, zumal auch im Texsilgewerbe sich vielerorts eine erneute Verschärfung der Krise zeigt, für einen großen Teil der Jndustrie-Arbeitcr noch ernster gestalten wird, als der letzte; und«S ist allen Gewerkschaften nnd Arbeitcrvrrbänden zu empfehlen, bei ihren Maßnahmen und Be- schlüsscn diese Wahrscheinlichkeit mit in Berechnung zu ziehen. Dat. Sociales. Der 43. allgemeine GcnossenschaftStag verhandelte am Freitagvornnttag über geschäftliche Angelegenheiten der Kredit- genossenschaften, die kein allgemeines Interesse bieten. Vor Beginn der Nachmittagsitznng, die eine Sonderversamnilnng der Konsumvereine sein sollte, hatten die Vertreter der aus- gcschloffenen Konsumvereine eine Vorbesprechung. Dabei teilte v. E l m mit, daß von 74 durch eigne Delegierte auf dem Genossen- schaftStage vertretenen Konsumvereine» 70 ihren Beitritt in den neneit Verband erklärt haben. Außerdem haben der VcrbandSdirektor der Konsumvereine des KönigSreichs Sachsen, Nadestock. Dresden. der Direktor deS Verbandes der süddentschc» Konsumvereine, Barth- München, der stellvertretende Verbandsdirektor der thüringischen Konsumvereine Hebestreit-Zeitz und der stellvertretende Verbandsdn-cktor der nordwestdentschcn Konsumvereine, Harste-Linden bei Hannover sich dem Bestreben zwecks Begründung eines neue» Verbandes der Konsum- vereine und Produktiv-Genoffenschaftcn Dent'chlauds angeschlossen. ES wurde b-schloffe», bei Beginn der Sitzung einen Protest zn Verlesen und dann die Sitzung gemeinschaftlich zu verlasse». Der Direktor des Verbandes der süddeutschen Konsumvereine. Barth-Münchcn hat, obwohl der süddeutsche Konsumvereins-Verbaud nicht ausgeschlossen ist. sein Aint als Mitglied deS engeren Ausschusses niedergelegt. Ebenso hat er den ihm vorher übertragenen Vorsitz für die Svndcrvcrsammlung der Konsumvereine niedergelegt. Nach Eröffnung der Sitzung unter Vorsitz des Direktors Proebst nahni Radesto ck-Drcsden zur GcschäftSorduung das Wort und ver- las folgenden Protest: „Durch den Beschluß, wonach S8 Konsum« und sonstige Ge- noffenschaften ohne jeden Grund aus dem Allgemeinen Verband der Erwerbs- und Wirtichnftsgeuossenschasten ausgeschlossen worden sind. ist es für die betreffenden Vereine unmöglich, hier noch weiter init- gubcratcn. Wir forden, deshalb diejenigen Herren Delegierten, welche uns in der gestrigen Versammlung zustimmten, auf. mit uns den Saal zu verlassen.(Stürmisches Bravo, große Unruhe.) Uebcr die Halste der Versammelten verließ unter Hochrufen auf den neu zu begründenden Verband der Konsumvereine und Produktiv- Genossenschaften Deutschlands den Saal. Die Zurückgebliebenen verhandelten dann trotzdem. Sie be- schlössen, den Konsumvereinen z« empfehlen, die berufsmäßigen Vorftandsiuitglieder auf Kündigung anzustellen. Die Kommission der ausgeschlossenen Konsumvereine erläßt an die deutschen Konsumvereine und Produktivgenossenschaften ein Manifest, in dem die Situation dargelegt wird und die Vereine aufgefordert werden, dem neu zn schaffenden Verbände beizutreten. Wir werden das Mauifest. da uns heute Raummangel daran hindert, in der nächste» Nummer veröffentliche». Die Abstinenz im Eiscnbahndieust macht Fortschritte. Der „Vereinigung enthaltsamer deutscher Eisenbahner" und dem „Schweizerischen Verein abstinenter Eisenbahner" hat sich neuerdings auch in Frankreich eine„alkoholgegncrische Vereinigung der Eisenbahn- beamten und-Arbeiter"(Sociste antialcoholique des Ernployes et Ouvriers des chemina de£er) zugesellt. Dem Publikum, das Leben und Gut den Eisenbahnen anzuvertrauen genötigt ist, kann die Verbreitung der Abstinenz unter dem Eisenbahnpersonal nur will« kommen seim_ GeivevkMafkli�zes. Berlin und«mgegend. Der Dreherstreik in den Borsig-Werken z» Tegel. Am Freitagabend beschäftigte sich eine ungewöhnlich stark besuchte Versammlung' sämtlicher Arbeiter der Firma A. Borsig mit den Ursachen und etwaigen Folgen des Streiks. Nach den Darstellungen der Redner handelt es sich um keinerlei Mehrfoftderung, sonder» nur um die Erhaltung deS früheren Verdienstes. Seit einiger Zeit werden auf dem Werk fortgesetzt Abzüge an den Accordsätzcn gemacht, sodaß viele Dreher nur einen Stundenlohn von 45, 40 und 35 Pf. er- zielen. Dabei wird jetzt eine nicht nur peinlich genaue, sonder» chikanöse Prüfung der Arbeit vorgenommen, trotzdem die Firma nur sehr ungenügendes, mangelhaftes Werkzeug liefert. Mißstände andrer Art sind ebenfalls zahlreich vorhanden. So ist dort bekanntlich 14tägige Lohnzahlung eingeführt. Die Firma hat bestimmt, allen Ausschuß abzuziehen. Nun arbeitet jemand wochenlang an einem Stück, nimmt des Sonnabends seinen Vorschuß und muß nach Fertigstellung der Arbeit erfahren, daß er eigentlich nicht nur nichts verdient hat,' sondern auch bei dem Werke in Schulden sitzt. Seine Arbeit war Ausschuß, und zwar meistens deshalb, weil die Firma zu schlechtes Material geliefert hatte. Es ist auf diese Art vorgekommen, daß Former nnt weniger wie 10 Mark Wochenlohn nach Hanse gehen mußten; ja in einem Falle hatte der Betreffende überhaupt nichts verdient, im Gegenteil, ihm wurde am Sonnabend gesagt, er müsse am Montag noch Kranken- geld mitbringen! Ein Fornier hatte an einer Pumpe 120 M. ver- dient, ausgezahlt aber sollte ihm nichts werden, denn seine Arbeit war Ausschuß. Er beantragte mit den übrigen Kollegen eine Sach- verständigcn-Prüfnng des Materials. Als diese stattfinden sollte, war die Pumpe nicht»iehr vorhanden. Man fand hernach n»r noch Trümmer davon, und diese bewiesen augenfällig, daß daS Material nichts getaugt hatte. Trotzdem bedurfte es erst mehrerer VerHand- lunge»,' bis dem Manne 77,50 M. zugesprochen wurden, er hatte mithin immer noch einen Schaden von über 40 M.— Ein weiterer Uebel- stand ist in den Strafen wegen Zuspätkommens zu sehen. Kommt nun jemand zn spät an seinen Platz, so trägt ihm das unrettbar 60 Pf. Strafe ein. Wem's nicht paßt, mag»ach Borsigwalde ziehen. All diese Mißstände und vor allem die Abzüge, vcranlaßten die Dreher vor einiger Zeit, sich an den Obermeister Kühl, dann, als dies erfolglos, an den Direktor Dorn zu wenden. Herr Kühl sagte nun zu den Arbeitern:„Es ist eine Frechheit, daß Sie zum Direktor gegangen sind. Wenn Sie mit diesen Abzügen nicht zufrieden sind, so ziehe ich Ihnen»och mehr ab!" Später wählten die Dreher eine Kommission, die bei der Oberleitung des Werkes vorstellig wurde. An der gewährten Besprechung nahmen außer der Kommission teil: Kommcrzienrat Borsig, Generaldirektor NeuhauS, Oberingenicnr Kempff nnd Ingenieur Bona. Die Forderung der Dreher ging dahin, einen M i» d e st v e r d i e n st von 60 P f. pro Stunde garantiert zu erhalten. Anfangs der Sitzung waren die Herren„herablassend", später wurden sie jedoch ziemlich unwirsch. Herr Borsig meinte: Die Abzüge seien erfolgt, weil die Arbeiten so billig angenommen seien. Letzteres sei lediglich deshalb geschehen, um den Arbeiter- Beschäftigung und Verdien st zu geben; die Firma selbst profitiere nichts dabei. Er müsse die Forderung der Dreher um, bedingt ablehnen, denn er wolle H e r r im e i g» e n H a u s e bleiben! Die Verhandlung verlief somit resultatlos, und die Folge war der Streik, an dem 142 Dreher beteiligt sind. Nur 9 Man» blieben in Arbeit. Wahrscheinlich hatte Borsig ein so einmütiges Vorgehen der Dreher nicht erwartet, er rächt sich dafür jetzt in seiner Art. I» der Kolonie Borsigwalde sind nämlich zwei Wirte, die von ihm ab- hängig sind. Hier hielte» die Arbeiter bis jetzt ihre Versammlungen ab. Jetzt aber hat Herr Borsig den Wirten auf Grund des Kontrakts die N b h a l t u» g j e d e r V e r s a m m l u n g i n d e n L o k a l e u untersagt, auch den einen sogar um 800 M. gesteigert. Ans- geichlossen ist es nicht, daß auch die übrigen Arbeiter des Werkes in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Versammlung»ahm folgende Resolution an: „Die Arbeiterschaft deS Borsig-Werkes in Tegel erkennt die durch die fortgesetzten Abzüge gezeitigte Forderung der Dreher als eine angemessene und durchaus berechtigte an. Die Versammelten sprechen ihre Mißbilligung darüber aus, daß durch das geringe Ver- sländnis und Entgegenkommen der Leitung des WcrkcS, hauptsächlich des Herrn Borsig, die Dreher in den Ausstand getrieben wurden. Die Versamnielten ersuchen die Kommission, noch einmal vorstellig zu werden, und erwarten ein größeres Entgegenkommen von der Leitung des Werkes. Sollte dieses abgelehnt werden, so verpflichten sich die Borsigschen Arbeiter, die Ausständigen in jeder Beziehung zu unterstützen."_ Eisenbahner Berlins und Umgegend. Kollegen I Ihr habt von dem Rangiererstreik gelesen, der kürz- lich in Kotlbus stattgefunden hat. Bei diesem Streik sind 75 Rangierer von den verschiedenen Bahnhöfen nach Kottbus gesandt worden, nni die Streikenden zn ersetzen, sie sind also, ob bewußt oder unbewußt, ihren kämpfenden Kollegen in den Rücken gefallen. Das wäre vermieden worden, wenn wir über eine starke Organisation verfügen würden. Kollegen I Bedenkt, daß auch wir zu Klagen und unzufrieden zu sein großen Anlaß haben und deswegen ist es auch nicht ausgeschlossen. daß auch wir Berliner in die Lage versetzt werden, in die unsre Kottbuser Kollegen gekommen sind. Darum Kollegen, tretet Mann für Mann den, Verbände der Eisenbahner Deutsch- l a n d s(Sitz Hamburg) bei. A u f n a h in e st e l l e n: Wilh. Hcnze, PeterSburgerstr. 41. Joh. Kaiser, Pflugstr. 6. Rod. Arendt, Thuriicysscrstr. 2. Franz auscr, Schöncverg, Hanptstr. 97. Karl Biirgengcr. RiimnielSburg, änkstr. 44. Karl Franke, Lichtenberg, Wilhclmstraße, Ecke Irenen- straße(Restaurant). DaS Aktionskomitee der Berliner Eisenbahner. Die verabschiedeten Arbeitswilligen. Bei Beendigung deS Streiks in der Motorwagen-Fabrik vorm. Gotlschalt in Tempelhof wurde zwischen der Fabrikleitung nnd den Metallarbeitern vereinbart, daß ein Teil der Streikenden sogleich, der andre Teil im Laufe der nächsten Wochen wieder an die alten Plätze gestellt werden sollten. Für die zweite Gruppe hat es jedoch keiner langen Wartezeit bedurft. denn gleich am ersten Arbeitstage nach dem Streik wurden sämtliche alten Leute wieder eingestellt. Die Streikbrecher haben es nämlich vorgezogen, sofort nachdem der erste Trupp von den Streikenden wieder mit der Arbeit begann, ihre Entlassung zu fordern, die ihnen ohne weiteres gegeben ivurde. Ter Streik der HandelSangrstellten und-Hilfsarbeiter bei der Firma JohnCarvenBnrleigh hat mit einem vollen Erfolge d e r A u s st ä n d i g e n geendet. Am Montag wird die Arbeit wieder aufgenommen. Der Lederarbeiter- Streik in Brandenburg a. H. dauert fort. Die Ardeitgeber haben den Schiedsspruch des EinigungSamtS, den wir gestern niitteilten, angenommen, die Arbeiter dagegen haben ihn abgelehnt. Ausland.? Der Niederländische Böttchcrverband hielt am 31. Aiigust in Rotterdam seine erste Jahresversammlung ab, auf der fünf Ab- will,, ige,, vertreten waren. Die agitatorische Tbäligkcit des jungen Verbandes war an mehreren Orlen erfolgreich. Die mit vielen Opfern gegründete Abteilung in Scheveningcn ist jedoch wieder aus- getreten und hat unter dem Namen„Achtung vor der Autorität" einen Lokalverein gebildet, weil der Verband eine Versammlung im so cialdem akratischen Organ angezeigt hatte.(!) Wieder Vorsitzende mitteilte, bestehen an vielen Orten Hollands Böttcher- vereine, die vom Verband nichts wissen wolle», weil sie ineine», daß er socialistisch sei.— Die Jahresversammlung beschloß, ein Fach- organ unter dem Titel„De KuiperSgezel" zu begründen und sprach sich serner im Princip für internationalen Anschluß auS. Berliuer Partei-Angelegenheiten. Achtung Parteigenossen! Donnerstag, den 11. September. abends 8 Uhr, finden in sämtlichen Wahlkreisen Berlins und Um- gcgend Protest-Versamnilun gen gegen den Fleisch- Wucher statt. Die Parteigenossen werden ersucht, für den regen Besuch der Versammlungen zu agitieren. Näheres im Inseratenteil der Dienstag-Nummer und an den Anschlagsäulen. Die Vertrauen Sieute. Achtung, Parteigenossen, Gewerkschaften und Vereine! Dienstag, den 7. Oktober, abends 8 Uhr, finden die Partei- Versammlungen statt, in denen die Berichterstattung von der Brandenburger Provinzial-Konferenz, vom Münchener Parteitag, sowie der sämtlichen Partei-Funktionäre erfolgt und deren Neuwahl stattfindet. Die Parteigenossen werden ersucht, au diesem Tage andre Versammlungen nicht einzuberufen. Die Vertrauensleute. Dritter Wahlkreis. Den Mitgliedern des Wahlvcreins zur gefl. KeniitniS, daß am Dienstag eine Versammlung im Lokal „Dresdener Garten", Dresdencrsir. 45, stattfindet, in welcher Schrift- stellcr Schütte einen Vortrag über„Zwei Lockspitzel" halten wird. Der Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahl- kreis(Osten) hält am Dienstagabend 8 Uhr Große Frankfurter- straße 117 eine Versammlung ab. Tagesordnung: Vortrag des ReichStags-Abgeordneten Paul Singer über:„1903, ein Jahr der Wahlen". Diskussion. Verschiedenes. RiimnielSburg. Dienstagabend 8'/, Uhr findet bei Schu- mann, Prinz Albertstr. 70/71, eine Versammlung deS Wahl- Vereins statt, zn der die Frauen besonders eingeladen sind. tlöpruirk. Dienstagnbend findet im„Kaiserhof" eine Volks- v e r s a m in l n n g statt,' in der Genosse O b st- Schöneberg einen Vortrag über unsre verstorbenen Vorkämpfer halten wird. Lichteuberg-FriedrichSberg-Wilhemöberg. Der Wahlverein hält am Dienstagabend 8>/i!Uhr bei Höflich eine Versammlung ab, in der auch Gäste gern gesehen sind. Für die Frauen ist die Galerie reserviert. Herr Dr. Rudolf Steiner wird einen Vortrag halten über«Die Kunst und die Arbeiter". Ferner wird der Bericht über die Kreiskonferenz erstattet. VevsamnrlunZvn. Holzarbcitcr-Verband. Die im Verbände organisierten Musik- iiistrniiienten-Arbeiter nahmen in ihrer letzten Vranchenversammlung Stellung zu dem in der Zahlstelle Berlin eingeführten obligatorischen Beitrag von 60 Pf. pro Woche. Nach einem einleitenden Referat Exncrs fand eine lebhafte Dis- knssion statt. Alle Redner sprachen sich dahin aus, daß es Pflicht der Musilinstrumciiten-Arbeiter sei, den Kanipf, den die Unternehmer in der Tischlerei dem Verbände aufgezwungen haben, durch das Opfer eines erhöhten Beitrags zu unterstützen. Verschiedene Redner berichteten, daß sich in ihren Betrieben trotz des erhöhten Beitrages Kollegen zur Aufnahme melden. Unter.Verschiedenes" wurden vom Vorsiszcnden einige Artikel anS der„Einigkeit" vorgelesen, die von einigen Mitgliedern des Fachvcrciiis der Mnsikiustruinenten-Arbeiter veröffentlicht wurden und Angriffe sowie Beleidigungen einiger Kollegen auS dem Verbände enthielten. Die Anwesenden verurteilten diese Kampfesweise durch einstimmige Ainiahme einer entsprechenden Resolution. Wilmersdorf. Eine gut besuchte Mitgliederversammlung deS socialdemokratischcn Vereins tagte am 3. September in Wittes Vollsgartcn. Der Vorsitzende widmete den verstorbenen Genossen Max Kegel und Theodor Mctzncr einen warmen Nachruf und die Versammlung ehrte das Andenken in üblicher Weise. Alsdann hielt Max Kiesel einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag Über Leben und Wirken Ferdinand Lassalles, dann wurde Bericht erstattet von der ftattgefundene» Generalversaiiimluiig des Kreises. Ferner wurde bekanntgegeben, daß sich die nächsten Bezirkssitzungen sowie Versanimliing mit der Landtagswahl beschäftigen. Formulare zum Naturalisieren sind beim Vorsitzenden zu haben. Zletzte NachviMett und Vepeplheu. Eft, Auflanf fand gestern abend gegen 8 Uhr in der Friedrichstraße statt. In dem Garderobengeschäft von O s ch e r jwar ein Käufer wegen der Preisberechnung mit dem Besitzer in Differenzen gc- raten, die sich bis auf die Straße fortpflanzten. Hier sammelte sich mit der Zeit ein größeres Publikum an, welches binnen wenigen Sekunden so gewaltig anwuchs, daß zeitweise der Omnibus- und Fuhrwcrksverkehr gesperrt werden mußte. Rufe wie:„Schlagt den Juden tot",„Seht die olle Rcbckke, schlagt sie tot", wurden laut. Die Polizei stellte nach einiger Zeit die Ruhe wieder her._ Die östreichisch-nngarlschen AuSgleichSverhandlmigen. Budapest, 6. September.(Meldung des„Ungarischen Telegr.- Korrespondenz- Bureaus".) In den Beratungen der ungarischen und östreichischen Regierung ist es gelungen, einen beträchtlichen Teil der vorhandenen MeiunngSverschiedenheiten betr. Zoll- Positionen zu begleiche», so daß die noch schwebende» streitigen Punkte wesentlich vermindert sind. Die Referenten sind jetzt angewiesen, das Ergebnis der Beratungen niinmchr im Zoll- tarif durchzuführen und die zivar wesentlich verminderten, aber noch immer bestehenden Meinungsverschiedenheiten genau im Text zusammenzufassen. Sodann werden die Vertreter der Regierungen abermals zusainmcntreten, um über die noch bestehenden MeiunugS- Verschiedenheiten schlüssig zn werden. Heute nachmittag prüften beide Ministerpräsidenten und Fiiianzminister abermals die finanziellen Fragen des Materials und unterzogen diese Fragen eingehender Beratung, auf Grund welcher nimniehr die Referenten die Entwürfe im einzelnen feststellen werden, um dieselben dann einer Schluß- bcratung zu unterbreiten._ Paris, 6. September.(B. H.) Die hiesige Ausgabe des „Ncwtiork Herald" läßt sich aus Fort de France melden: Die Stadt wird ganz geräumt, da die Bevölkerung von der bevorstehenden Zerstörung der Insel überzeugt ist. Die anwesenden Dampfer beschäftigen sich mit dem Transport der Einwohner nach den be- nachbarten Inseln. Trieft, 6. September.(B. H.) Heute nacht bohrte der griechische Dampfer„Agios Trias" bei der Ausfahrt nach Korfu in der Nähe des Leuchtturmes den italienischen Schooner„Fedro" in den Grund. Zwei Matrosen und ein neunjähriger Knabe sind ertrunken. Der Eigentümer und zwei Matrosen deS italienischen Schiffes sind gerettet. Petersburg, 6. September. fassenden Geistes- thätigkeit zuwenden möge.".— Dieser Wunsch hat sich leider nicht erfüllen sollen. Virchows Beisetzung soll DIenStagvormittag 11 Uhr vom Rathnnse aus auf dem alte» Zwölf Apostel-Kirchhofe in Schöneberg, an der Kolounenstraße erfolgen. Am Montagabend sollen die sterblichen Ueberreste Virchows vom Tranerhause nach dem Rathause überführt und im Festsaale aufgebahrt werden. An dem Leichen- begängnis werden der Magistrat, die Stadtverordneten, die Universität, Abgeordnete, Delegierte zahlreicher Bereine und Korporationen, Studenten ic. teilnehmen. Rm nächsten Donnerstag findet eine Sitzung der Stadt- verordneten nicht statt. Der Magistrats- Affeffor Dr. LangerhanS- Berlin ist zum besoldeten Stadtrat von Köpenick gewählt worden und wird dies Amt annehmen. Die Fleischnot. Die Gemeindevertretungen der größeren Berliner Vororte werden in der nächsten Woche zu der Fleischnot Stellung nehmen. Sowohl feiten? der Freisinnigen wie der social- demokratischen Vertreter in den Ortsvertretungen sind entsprechende Anträge in Aussicht genommen. Die Teuerung niacht sich im all- gemeinen in den Vororten ebenso geltend wie in Berlin. In den nördlichen und östlichen Vororten mit starker Arbciterbevölkerung klagen die Fleischermeister über ein Zurückgehen des Fleischkonsums, während man andrerseits eine lebhafte Zunahme der Kaninchenzucht in den Vororten und den Laubenkolonien beobachtet haben will. Auch das Geflügel, wie Gänse und Enten, sind in diesem Jahre aus- nehmend teuer.' Die Händler, welche in der Umgebung die kleinen Besitzer aufsuchen, verlangen 60—65 Pf. für das Pfund, so daß eine gute Gans auf 6— S M. gegen 5—7 M. im Vorjahre zu stehen konmit. DaS buntgescheckte Brandenburger Thor. Die Entfernung der Vergoldung, mit der daS Brandenburger Thor verunziert ward, verursacht Schwierigkeiten. Deshalb überzieht man die betreffenden Pfeiler jetzt mit grauem Ccmcnt. aber ihre Färbung weicht von jener der übrigen, nicht vergoldet gewesenen Säulen trotzdem ab. Es dürfte jedenfalls längere Zeit vergehen, bis der Anstricv so verwittert ist, daß das Ganze wieder ein gleichmäßiges Aussehen hat. Auch an dem mit Cement überpinselten Pfeiler sind übrigens einzelne Goldflecke wieder zum Vorschein gekonmien. Die Nachwehen des überaus anstrengenden UebungSmarsches. welchen das Garde-Jäger-Bataillon bei glühender Sonnenhitze am 2. Juni nach Döbcritz unternahm, wobei etwa 70 Mann schlaf wurden und der Gefreite Zenker von der 4. Compagnie an Hitzschlag seinen Tod fand, machen sich jetzt, wie die»Berliner Zeitung" schreibt, bei einer ganzen Anzahl Jäger geltend. Dieselben leiden an Schwindelanfällcn usw. unv werden deshalb auch das Manöver in der Provinz Posen, zu welchem das Bataillon am nächsten Montag auf fünf Tage anSrückt, nicht mitmachen. Auch bei der Maschinen- Gewehr-Abteilung des Garde-Jäger-Bataillons ist infolge einer an strengenden llebung ein Mann' derartig erkrankt, daß er voraus- sichtlich als Invalide entlaffen werden wird. Ein trauriges Geschick hat den Schauspieler H. von einen, hiesigen Theater betroffen. Der Künstler, der seit längerer Zeit nervenleidend ist, zeigte gestern bei der Probe Spuren von Geistes störung, so daß er in eine Heilanstalt gebracht werden mußte. Man hofft, daß Herr H. von seinem Leiden geheilt werde. Ei» internationaler Hotel- und Eisenbahndieb ist von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Vor längerer Zeit wohnte in einem großen Hotel der Friedrichstadt ein junger Mann, der sich »Kohlenreisender Wolf aus München" nannte. Er machte im Hotel die Bekanntschaft eines reichen alten Herrn und begleitete ihn eines Tages auf einem Ausgang. Bald fand Wolf einen Vorwand, sich von dem Herrn zu verabschieden, eilte in das Hotel zurück, er- brach den Schreibtisch des MitgasteS, erbeutete daraus eine beträcht licke Summe und verschwand dann, ohne seine Rechnung zu be- zahlen. Herr Wolf, in Wirklichkeit ein 25 Jahre alter HandkmigS gehilfe Paul Sochaczewer aus München, reiste ober nicht sehr weit weg, sondern ließ sich friedlich unter seinem richtigen Namen in Erkner nieder, um dort einige Wochen die Sommerfrische zu ge- uießen. Dann machte er Diebcsfahrten nach verschiedenen Städten und wurde endlich hier verhaftet, wo er als ein»Herr aus München" wieder auftauchte. Vermißt. Der 12 Jahre alte Sohn Gustav des Omnibus- kutschers Prinz auS der Hussitenstr. 44 machte am 2. d. M. die Sedanfeier in der Gemeindcschule in der Scheringstraße mit und ist seitdem verschwunden. Eine Stunde nach der Feier, gegen 11 Uhr vormittags, sah man ihn noch im Humboldthain, seitdem fehlt jede Spur von ihm. Wahrscheinlich ist der gutartige und sehr zutrauliche Junge verschleppt worden. Er ist 1,40 Meter groß und schlank, hat dunkelbraunes Haar und trägt seinen Sonntagsanzug: einen dunkel« grauen Tuchanzug, eine dunkelbraune Mütze und hohe dunkelbraune Schuhe. Zu kennen ist der Vermißte daran, daß er an der Stirn einige Pockennarben hat und daß er ein wenig stottert.— Bei eiuem versuchten Einbruch abgefaßt wurde in der vor- gestrigen Nacht' ein 45 Jahre alter wohnungsloser Arbeiter Ferdü, and G r o s k a, ein alter Zuchthäusler, der schon seit 17 Jahren unter Polizei-Aufficht steht. Groska wollte der Villa des Geheimrats Profi Dr. von Kauffinann in der Mnaßenstraße einen nächtlichen Besuch abstatten und hatte bereits den Gartenzaun über- stiegen. Herr von Äauffmann läßt jedoch, seitdem»m vorigen Jahre ein großer Silberdiebstahl bei ihm verübt wurde, gemeinsam mit seinem Nachbarn sein Grundstück von dem Charlottenburger Privatpförtner« und Nachtwachtinftitut bewachen. Der Wächter Lawuinitzak hörte nun im Gartengebüsch ein Geräusch, suchte� nach und fand einen Mann, der sich gerade niederduckte und dann plötzlich schnarchte, als ob er im tiefsten Schlafe gelegen hätte. Mit Hilfe eines Schutzmannes nahm er den Schläfer fest, der ihm erklärte, vier Mann, die noch draußen ständen, würden es ihm schon besorgen. In der That standen vier Kerle„Schmiere", sie liefen aber davon, als sie sahen, daß man GroSka ergriffen hatte. Der alte Verbrecher konnte nur mit Mühe nach der Wache gebrächt werden. Ttraßeusperruug. Die Waldenserstraße von der Emdener- bis zur Bremerstraße wird behnfS Neupflasterung vom S. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Feuerbericht. Einen größeren Brand hatte die Wehr in der Nacht zum Sonnabend in der Rostockerstr. 4S/50 abzulöschen. Hier war gegen 11 Uhr abends auf noch nicht ermittelte Weise auf dem Boden Feuer ausgebrochen, das an dem dort in den Bodenverschlägen untergebrachten Gerünipel-e. reiche Nahrung gefunden hatte und bei Ankunft der Wehr auch auf den Dachstuhl bereits übergesprungen war. Die Wehr griff daher den Brand sofort mit mehreren Schlauch« leitungen von Dampfspritzen an und beseitigte die Hauptgefahr in einer Stunde. Aber erst nach dreistündiger Löscharbeit konnte die Wehr wieder abrücken. Der Dachstnhl deS Hauses ist vernichtet, auch haben die Bewohner der oberen Stockwerke starken Wasserschaden erlitten. Freitagabend ö Uhr gingen in der Hübnerstr. 6 Gardinen und Kleidungsstücke in einer Wohnung in Flammen auf. die indes bald erstickt werden konnten. Gleichzeitig wurde die Wehr nach der Brunnenstr. 104 gerufen. Hier'' hatten in einer Vergolderwerkslatt Lumpen, Verpackungsmaterial ze. Feuer gefangen, dessen Ablöschung aber auch in kurzer Zeit erfolgen konnte. Gegen Mittag war auf dem Güterbahnhofe in der Frankfurter Allee ein Waggon mit Preß- kohlen durch Selbstentzündung in Brand geraten, der die Wehr längere Zeit beschäftigte. Abends IvVz Uhr hatte die Wehr in der Oderbergerstr. 55 einen Brand zu beseitigen, der den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Außerdem waren in den letzten 24 Stunden noch Alarmierungen von der Breslauerstr. 17 und von der Jnvalidenstr. 35 zu verzeichnen, die jedoch beide auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen waren. Von einem Straßenbahuwagen wurde gestern mittag 1 Uhr der Schlosser Ernst Wilde aus Adlecshof überfahren, als er mit seinem Fahrrade durch die Seydelstraße fuhr und dort stürzte. Schwerverletzt wurde der junge Mann in ein Krankenhaus gebracht. Ein schwerer Bau-Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag 5 Uhr auf dem Neubau Schützenstraße, Ecke Jcrusalemerstraße. der von der Firma Held u. Franke aufgeführt wird. Zum Materialien« transport bedient man sich hier eines Fahrstuhls. � Die Materialien werden in Kasten, welche an allen vier Ecken befestigt sind, in die Höhe gezogen. Zur fraglichen Zeit war der Arbeiter D i e s n e r dabei' beschäftigt, einen vollen Kasten am AufzugSseil zu befestigen, als ein leerer Kästen von der vierten Etage aus in die Tiefe stürzte. Dicsner. welcher erst die Gefahr im letzten Augenblick bemerkte, konnte nicht mehr ausweichen und wurde am Kopf und an der Hüfte schwer verletzt. Er trug' zwei klaffende Kopfwunden und einen Beckenbruch davon und mußte mittels Krankenwagens nach der Charitä gebracht werden. Feuer im jüdische» Waisenhause. Ein Brand kam Freitag« abend um 11 Uhr im jüdischen Waisenhause Weinbergsweg 11c, zum Ausbruch. Kurz nach 10 Uhr hatte sich das Anstaltspersonal zur Ruhe begeben, ohne irgend etwas Verdächtiges wahrzunehmen. Gegen 11 Uhr wurde von der Nachbarschaft aus Feuerschein in der Anstalt wahrgenommen und Lärm geschlagen. Aus den Fenstern des ersten Stockes schlugen Flammen, und da sich dort auch ein mit fünfzehn Kindern belegter Schlasranm befand, war anfangs die Bestürzung groß. Man stürnite die Treppe empor und riß die im ersten Schlaf liegenden Kinder aus den Betten. Obgleich der Saal schon stark verqualmt war. konnten die Kinder doch in Sicher« heit gebracht werden, ohne daß sie nachteilige Folgen davongetragen hätten. Die im zweiten Stock untergebrachten Waisen wurden eben« falls unbeschädigt nacki den Parterreräumen gebracht. Wie sich herausstellte, war das Feuer in dem unmittelbar neben dem einen Schlafsaale belegenen sogenannten Spindenraume ausgekommen und hatte in kurzer Zeit alle dort aufgestellten mit Kleidungsstücken an- gefüllten Spinde ergriffen. Die Feuerwehr hatte längere Zeit Wasser zu geben, um den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Aus den Nachbarorten. Reu-Weißensee. Am 3. September fand eine Sitzung des Amts-Ansschusses statt, in welcher die Abnahme der A m t s k a s s e n- Rechnung von 1901 erfolgte. Die Einnahme betrug 96 638,14 M., die Ausgabe 95 590,94 M., mithin ein Ueberschuß von 1047,20 M. Die Stäiidesaints-Rechnung ergab 4027.16 M. Einnahme, 3918,21 M. Ausgabe, Ueberschuß 108,95 M. Die Gemeindevertretung genehmigte am 6. September den Bebnunngsplan für daS südlich der König-Cbaussce zwischen Gürtel- und Lichtcnbergerstraße belegene Terrain. Es sind zwei Plätze an den Slraßenzii'gen vorgesehen, welche zu Anlagen und Erholungs- stätten dienen sollen. Diese Plätze sind zusammen ca. IVs Morgen groß. Ferner wurde beschlossen, außer einem Dienstgebände auf dem Grundstück Albertinenstr. 6 und der Pumpstation, in der Pistorius« straße eine G e m e i n d e- T u r n h a l l e nebst Wirtschaftsräumen zu erbauen; es sollen Zeichnungen angefertigt und vorgelegt werden. Charlottenburg. Der Konsumverein hatte im August (5 Wochen) einen Umsatz von 11 985 M. gegen 6350 M. in der gleichen Zeit des vorigen Jahres zu verzeichnen. Der durchschnitt- liche Wochenumsatz betrug also 2397 M. Erfreulich ist, daß er sich andauernd gehoben hat, von 2200 M. in der ersten auf 2600 M. in der letzten Woche. Auf die einzelnen Lager verteilt sich der Umsatz wie folgt: Lager 1(Wilmersdorferstr. 27): 5900 M.; Lager II /> Uhr. Montag: Die Geisha, oder: Eine javanische Theehausgeschichte. An- fang 7'/, iibr. Deutsches. Wenn wir Toten erwachen. Anfang 7V, Uhr. Nachmittags 2'/, Uhr: Die Weber. Montag: Es lebe das Leben. Lessiiig. Die Kleinbürger. Anfang 7Vz Uhr. Nachmittags 3 Uhr zu volkstüm- lichen Preisen: Flachsniann als Erzieher. Montag: Alachsmann als Erzieher. Berliner. Alt-Heidelbcrg. Anfang 7-/, Uhr. Montag: Alt-Heidelberg. SVelten. Die Brautwtterie. An- fang 7i/, Ubr. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Martha. Montag: Der Freischütz. vtenes. Ledige Leute. Anfang 3 Uhr. Montag: Ledige Leute. Residenz. Der Fall Mathie». (L'affaire Mathieu.) Vorher: Ich liebe Sie. Anfang 7i/, Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Zu bis über die Hälfte ermäßigten Vreisen: Der Schlafwagen-Cantroleur. Montag: Der Fall Mathieu.— Ich liebe Sie. Thalia. Er und seine Schwester. Ansang 7i/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Drei Paar Schuhe. An- fang 7i/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. O.(Wallner- Theater.) Die Mottenburger. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Die Braut von Messtna. Montag: Sappho. Schillert 17.(Friedrich Wilhelm- städtisches Theater.) Morituri. lTeja. Fritzchen. Das Ewig- Männliche.) Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Heimat. Montag: Einsame Menschen. Carl Weift. Eine Paria. An- fang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Die Dame von Lyon. Ansang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Casino. Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. kleines. Serenissimus- Zwischen- spiele. Ansang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rpotla. Lvsistrata. Speeialitäteu- Vorstellung. Ansang 7 Ubr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Speeialitäteu. An- fang 8 Uhr. BnnteS Theater. Sufanna im Bade. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wtetropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 7i/° Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. ReichSIiallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Pasiage- Theater. Speeialitäteu- Vorstelliiiig. Anfang 3 Uhr. tpassage< Panoptikum. Speeiali« täteu-Vorstellung. Nrania. Tanbenftr. 48/41).(Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Jnvalidenstrafte 67/6%. Täglich: Sternwarte. Urania. Tauben-Strasee 48/48. Im Theater am 8 Uhr; Taind Jahre deutscher Kultur. Montag: Dieselbe Vorstellung, ZOOtOCISCHER GARTEN sä ss pf. pro Person. Entree: Von 4 Uhr nachmittags ab: Crusses Militär-Konzert. 3 Musikcorps."96 Buntes Theater. („UeberbretU".) Köpenickerstraße 68. Anfang 8 Uhr. 1. Sufanna im Bade. Schauspiel . von Hugo Salus. L. Bunter Teil unter Leitung von . vscar Strauss. Tlny Senders n. G., Bozena Bradsky, Bokken Lassen, Marcell Salzer. SHF- Parkett 3 M. Tbalia- Theater. Drendcnerstrnsse 7Z— 73. «ovltät! Anfang 7'/, Uhr. Novität! Er und seine Schwester. 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SVj Uhr: L,vüistrata Kasseneröffnung 6 Uhr. FrSbels Allerlei Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Vorletzter Sonntag:-ML Grosse Gala-Vorstellung Benedetti u. Stewart— Gebrüder Milardo, Charles Dunbar.— Tsching u. Tschang. Hochberg. Die 5 Orientsterne. Flora-Truppe. Dazu: Otto Waldemar mit vollständig nencn Sdilagern. Um 3r/z Uhr: Das humorvolle groß« Gesangs- VolkSstülk �lln»or Cold.jango.'�DlII Im Saale: Grosicr Vall. Ansaug 4 Uhr.— Eiuree 30 Pf. Dienstag:»lyra Groge-Benestz. Schluß der Spielzeit: Ib. September Isriedrirlzttr. Ä36. Em toller Einfall. Schwank in 4 Akten von Karl Laufs. Montag und folgende Tage: Ein toller Einfall. Kaffeneröffuung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. StaluIlSi'/ni eat er. Schiller-Theater O.(Wallner-Theater) So nntagnachmittag ZUhr: Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel mit Chören von Friedrich Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: — Die Mottenburger.— Pvffe mtt Gesang in 6 Bildern von D. Kaiisch und A. Weirauch. Mustk von R. Bial. Montagabend 8 Uhr: Sapplto. Dienstagabend 8 Uhr: Morltnrl. Schiller-Theater M.(Friedr-Wilhelm- städttsch-s Theater) Sonjttagnachmittag 3Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Allen von Hermann Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: Morltnrl. Teja, Fritzchen, Das Ewig-Männliche von Hermann Sudermann. Montagabend 8 Uhr: Blnsame Menschen. Dienstagabend 8 U h r: Die Braut von Messina. Kleines Theater (Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Serenissimus-Zwischenspiele Malennacht. IFamilienldyll. Liebes- träume.— Montag: Malennacht. Bauernkumedi. Kollegen. W. Noacks Theater. Vruiinenflraße 16. DieWn.d.W!eserW. Charakterbild mit Gesang in 3 Allen von G. Starke. Vorher:$\t Mallte. Schwank in 1 Akt von Schmasow. Im Saal: Tnnzlirllnzelien. Wintergarten. Maud Grlselda, Hunde-Drosseuse. Les Silvas, Leiter- Equilibristen. Joele de Witt, Sängerin u. Geigerin. Die Vlcentlnas, Hollschuhläufer. Roflz, athletische Produktionen. Karl Meister, Tenorist vom k. k. priv. Carl-Theater in Wien. Helene Gerard,„Hohe Schule". 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Die Mihstiinde in Berliner" bildeten am örtcrungcn in einer im der in zeiien Werlstättcn von Beschwerden wurde» die Ventilation eine sdjr der Fenster oorflciiommeii den Hlnlptwcrkstiittcn der„Grosicu Dienstag den Gegenstand lebhafter Er- „Marienbad" abgehaltenen Versanmilnng beschäftigten Arbeiter. Eine ganze Reihe dort vorgebracht. So ist unter anderm mangelhafte, da diese nur durch Oeffnen werden kann. Weiter befinden sich die Kanäle, in denen die Wagen repariert werden, stets in einem höchst»nsanberen Znstande. Es mangelt an der nötigen Zahl von Kleiderschränken und Wascheinrichtungen fehlen ganz; auch lassen die Klosettanlagen im Weichenbau vieles zu wünschen übrig. Als nngenngcnd wird es auch empfunden, dafi— autzcr den für alle Bahnhöfe bestimmten Spccialärzten— für jeden einzelnen Bahnhos nur zwei Aerzte angestellt sind. Ganz besonders aber wurde a» dein Verhalten eines Meisters den Arbeitern gegenüber Kritik geübt. So hat der Meister in letzter Zeit mehrere Schmiede entlasse», weil diese sich infolge von Ueveranstrengung ein paar Augenblicke aus- geruht haben. Ja, einem Arbeiter, der längere Zeit krank gewesen war und der sich ebenfalls ans Mattigkeit wenige Sekunde» bei der Arbeit verschnaufte, sagte er, er hätte doch während seiner Krankheit Zeit geling zum Ausruhen gehabt I Der Mann thnt überhaupt, als wäre er unumschränkter Herr und Gebieter in der Werkstatt. Wie es heifit, soll zu allem Ueberflufi auch noch die Accordarbcit ein- geführt werden, wahrscheinlich weil die riesige» Profite der„Grofien Berliner" noch nicht hoch genug sind. Die Arbeiter beschlossen, in nächster Zeit energische Schritte zur Abstellung der Uebelstände ein- zuleiten. BerBinei* Konsumverein (i) Central-Verwaltnng: Krantstr. 7. S) Abteilung I, Luisenstadt. Michaeltirchplatz i. Abteilung II, Osten. Krautstraße 7. Zorudorferstraße 69. Liebigstraße 7. Eintrittsgeld SO Pf. Verkaufsstellen: Abteilung III, Moabit. Rostockerstraße 21. Beusselstraße 56. Emdenerstraße 45. Abteilung IV, Rninmelsbnrg. Tiirrschmidtstraße 6. Abteilung V, Lichtenberg. Frankfurter Chaussee 48/49. Mainzerstraße 4. Abteilung\I, Stralau. Stralauer Allee 171. AbteiBung II, Osten. Montag, den 8. September, abds. SVa Nhr, im„Freischütz" Fruchtstr. 36»: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Der Genoficnfchaftstag in Konsumvereine. 2. Diskussion. 3. Abteilungsangelegenheitcn. 126/4 I. Vortrag: Kreuznach nnd die Konsumvereine. Cieschiiftsanteil 10 Mark. Abt. IV, Rummelsburg. Dienstag, de» 16. September, abends Punkt 8Vl Nhr, im Restaurant des Herrn Wcigel, Türrschmidtstr. 43: Mitglieder-Versammlung. T.-O.: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollhelm: DaS Erdinnere nnd die Vulkan- Ausbruche. 2. Abtcilungsangelegenheiten. Her Vorstand. M Möito-kiilMü- Sonnabend, den 13. September er.■ Feier des 9. Stiftungsfestes in den GesamtrSumen des„Böhmischen BrauhauseS", Landsberger Allee 11—13, bestehend aus Ball, Reigenfahren, komischen Vorträgen, Damcnüberraschnngen ic. Eintritt 50 Ps. Kaffeetafel findet nicht statt. Anfang v Uhr. Einem zahlreichen Besuch entgegensehend, zeichnet Do, liomltso. Amt IV. 1278. ?ri*tlti)in Bade 5 Volksgarten Sstiirfftnifis Haltestelle der clcltrischen P»U|UiIs)l.» Straßenbahn(Siemens). Jeden Sonntag: Sali.— Vereinen bestens empfohlen.» Von �SOO Mk.� ran liefere ich imtei> Garantie eine "Wohnungs-Einrichtung �nntzbaum oder Mahagoni. L Schatz sen �Brunnenstraße� 160. 49978* Patentanwalt Dammann, Aorltzplntz 57. Auskunft bis abends neun. s4539L* ffonzumverein Weissensee. Eingetragene Genossenschaft mit beschrankter Haftpflicht. Außtrorijklltlillie kenttlllversllmmlllilg am Dienstag, den 16. September 1002, abends 8V, Uhr, im Prüluten, I.chderstrassc ISS. Tagesordnung: 1. Bcschlnbfaffung über den Anschluß an die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. 2. Beschlußfassung über die Liquidation. 3. Anträge. Mitgliedsbuch oder Legitimationskarte legitimiert. Antröge sowie Beschwerden, welche in der Versammlung ihre Erledigung finden sollen, müssen biö zum 12. September beim Vorstand eingereicht werden. 126/17 Der Vorstand. Der AufsichtSrat. Itobert Pasewaldt. Carl tiangncr. I'ritz Hnhn. Feuerürteins Festsäle Alte Jacobstrasse 75. 48792* Empfehle meine Festsillc, 300, S50, 150,100 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Versammlungen. Desgleichen Vereinsräume, ISO, IQO, 50 Personen fassend. Amt I. No. 867. Granmitims Festsäle Namiyiistfasse A7. Meine eleganten Salons mit Bühne sind noch einige Sonnabende und Sonntage an Vereine zu vergeben. 4830L* Fernsprecher Amt IV. Nr. 7324._ Cnstav«ranmann. „Jägerhänsclien" Saatwlnkel am Spaudauer Schisfahrtskanal empfiehlt Vereinen, Gesellschaften und Fabriken sei» am Wald unb Wasser gelegenes Lokal mit 3000 Sitzplätzen, herrlichem Naturgarte» und grossem Tanzsaal zum gefälligen Besuch. 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Allen Freunden und Verwandten sowie den Arbeitskollegen der Firma Ahrendt u. Co. für die erwiesene Teilnahme bei der Beerdigung uusrer Tochter Hedwig unsren innigsten Dank. 1894b Heinrich Günther und Frau. ffl®- Jum Mil'Mirifg. I. Herr Ring-Düppel, der als Leiter der Centrate für Uieh Verwertung und der Magervlehhaf-Gesellschaft die agrarischen Ver- teuerungs- und Monopylpläne auf dem Gebiete des Berliiler Fleischkonsums, als Leiter der Milcheeutrale dieselbeu Manopolpläue auf dem Gebiete der Milchversorgung dirigiert, unternimmt es, in einem Inserat die monopolistischen Absichten seines, dem Kund der Landwirte unterstehenden Geschäftsunternehmens in Abrede zu stellen. Herr Ring-Diippel scheint anzunehmen, daß sein„vertrauliches Rundschreiben" vom Sommer 1901 bereits in Vergessenheit geraten ist, da in diesem die Monopolabsichten, sowohl auf dem Gebiete der Milchversorgnilg, wie des Fleischkonsums, einen nicht abzuleugnenden Ausdruck gefunden haben. Die inzwischen eingetretene unheilvolle Fleischnot liefert die beste Erläuterung zu dem vertraulichen Rundschreiben und den Plänen des Herrn Ring-Düppel. Eine Erhöhung des Milchpreises, entsprechend der Kteigernng des Fleischpreises» wurde bis jetzt nur durch den zielbewußten Widerstand der Milchhändler verhindert. II. Ueber die wahre Geschäftslage der Milchcentrale dürfte in nächster Zeit vor de» Gerichten die wünschenswerte Klarheit geschaffen werden. Wir lehnen es schon aus diesem Grunde ab, Vor der Oeffentlichkeit eine Nachprüfung der gegnerischen Angaben vorzunehmen, die mit den Erklärungen in der letzten Generalversammlung und dem dort abgegebenen Zugeständnis einer großen Unterbilanz gerade nicht im besten Einklang stehen. Die Mitglieder der Centrale haben im Laufe des Milchkrieges bereits dreimal die Erfahrung gemacht, daß den große» Inseraten und den großen Worten in der nächsten Generalversammlung die große Unterbilanz folgte. III. Die Berliner Einwohnerschaft besitzt wirtschaftliche Ginftcht genug, um sich selbst zu sagen, daß in dem Augenblick, wo die agrarische Milchcentrale den Widerstand des Handels nicht mehr zu fürchten hat, durch willkürliche Erhöhung des Utilchpreifes die enormen Verluste, die die Monopolpläne bis jetzt gebracht haben, und die dem Produzenten verheißenen Proftte mit Zinseszinsc» einkassiert werden. Wir stellen fest, daß vor Beginn des Milchkrieges dem Milchhandel vorgeschlagen wnrde, die agrarischen Forderungen zu bewilligen und sich am Publikum durch eine Ureiserhöhung auf 83 Uf. pro Fiter schadlos zn halten! Die Belastung mit einem jährlichen Milchzoll von mehreren Millionen Mark zu Gunsten der Agrarier kann der Berliner Konsument nur durch geschäftliche Isolierung der Milcheentrale und ihrer Verbündeten verhüten, sowie durch thatkriistige Unterstütznug des ringfreien Milchhandels. Vereimglliig äer NiMdanüIemrewe. 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Unsre Preise sind von nun an aber so daß sie wohl nicht übertroffen werden können, umsomehr als wir ja infolge unsrer enormen Produktion, der Haltbarkeit und Auswahl der Stoffe, des vorzüglichen Sitzes unsrer Fabrikate von jeher eine Ausnahmestellung in der deutschen Herren-Bekleidungsindustrie eingenommen haben. Unsre verehrliche Kundschaft wolle gütigst Gelegenheit nehmen, sich von diesen angeführten Thatsachen zu überzeugen. Man wird dies am besten dadurch thun können, daß man bei einer Kefichttgung unsres Etablissements, wobei ein Kaufzwang nicht existiert» die früher gezahlten mit den jetzigen festen Preisen vergleicht. Unsre im Jahre 1887 begründete Firma führt: Hers'eg� und Stnaisen-BekBeidung im größten Maßstäbe, für jede Person» gleichviel ob normal oder anormal, stets am Lager. Ebenso wird unter Leitung erster Kräfte, unter Garantie des ladellosen Kihes, zu unbedeutend erhöhten Preisen in kürzester Zeit angefertigt. So sind wir stets in der Lage, durch unsre modernen technischen Hilfsmittel» wie auch durch den fortwährenden Gingang von Neuheiten, der bei unsrem Riesenumsatz ganz selbstverständlich ist, den an uns gestellten Ansprüchen des verehrlichen Publikums voll und ganz gerecht zu werden. � � Wir bitten das kaufende Publikum, uns bei Bedarf zu beehren, um sich so zu überzeugen, daß wir nichts mehr versprechen, als wir halten können.. Hochachtungsvoll Deutsche Hompagnie Keitiuger& Go. Herren- und Knaben-Bekleidltng, Oranienstratze 40/41, gegründet 1887." o»*• NB. Zur bevorstehenden Ginsegnung sei ganz besonders auf unsre reichhaltige Ausstellung in aus Kammgarn, Tuch oder Cheviot, sehr vornehm verarbeitet, zu Preisen von 9.50. 1S.50. 15. 18 u. S0 Mk. hingewiesen. � Lebens-Verslchernng. Verilcherungt- bestand: 920 Millionen Victoria zu Berlin. Gesamt-Vermögen: 320 Millionen M. Gewinn-Reserven für die Versicherten 54 662 685 H. Prämien- und Zinsen-Einnahme in 1901 78 375 901 M. 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Zlrbeiter- Sängerbund Verlins und der Umgegend. Erster Vorsitzender: Julius Meyer, Fichtestrabe Nr. 27. Erster Kassterer: Seikrit, Fidicinstrage 16. Alle Aendeningen im Nereinskalender stnd zu richten an Friedrich Kortum, Lausttzerstr. 33, Montag, abends 9—11 Uhr, Uebungö stunde und Aufnahme neuer Mitglieder.—„Tonblüte", Hentschcl, Lübbcncrstraße 18.—„Verl. Damenchor Harrnonie", Rostn, Schön- holzerstr. 11.—„Mäunerchor Osten", Ploger, Rigaerstrabe 127.—„Freya I" (gem. Chor), Noienthalerstr. 67.—„Frisch ans I", Friedrichs berg, Grockauer, Frankfurter Chaussee 136.—„Solidarität", Alexandrinenstr. 32.—„Freie Sänger", Ripdorf, Hermannstr. 99.—„Morgenrot II", Charlottenburg, Goethestr. 67a.—„Einigkeit III", Rummelsburg, Rechlin, Reue Prinz Albertstr. 44. SIrbeitcr-Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderunaen im Vercinskalender sind zu richten cm Albert Liebetrau, Berlin, Putbuscr- strabe 44, 4 Treppen.- Montag, adds. von 9-11 Uhr: Kluv-Abend und Aufnahme neuer Mitglieder:„Blaue Schleife", DembirN, Görlitzerstr. 62.— „Borwärts", Wähltsch, Adalbertstr. 4.—„Gemütlichkeit IV", Frankfurter Slllcc 198.—„Fliederduft II", August Porscheng, Frankfurter Allee 60.—„Blaue Wolke II", Kienast, Zorndorscr- u. Löwestraben-Ecke.—„Mexikaner", Schmal Landsberger Allee 36.—„Wassertunn", Wartenberg, Strabburgerstr. 40.—, „Excelstor", Reichenbergerstt. 133.—„Fidelitas", Pankstr. 52».—„Sau- zahn", Fickinger, Putbusersirabe 19.—„Freie Männer" Steglitz, Mark- ftemstrabe 2.-„Eintracht", Ebelingstr. 4.-„Abgub", Höchstestr. 30.- „Regalia", Drontheimerstr. 1».-„1902", Neu-Weiheiisee, Sedanstr. 35. Central-Naucherbnud. Zuschriften sind an Kleist, Rixdorf, Julius- strabe 26, zurichten. Montag:„Maiglöckchen", Schöneberg, Glcditsch- strabe 19.—„Kap der guten Hoffnung", Salzwedelcrstr. l5.—„Heiterkeit", Schöneberg, Akazienstr. 14.—„Alpenrose", Schöneberg, Golzstr. 12. Arbeiter> Schwimmerbund. Zuschriften find zu richten an R. Danziger, BurgSdorffstr. 14.— Montag,„Borwärts", abends 8 Uhr, Volks-Badeanstalt an der SchtlllngSbrüite. Arbciter-Radfahrerbund„Solidarität". Gau 9(Prov. Branden- bürg). Alle Zuschriften und Antragen, den Bund betreffend, sind zu richten an den Gauvorsitzenden Karl Fischer, Berlin ITlV., Waldstr. 8. Montag: Verein„Kette" tagt jeden ersten und dritten Montag im Monat in Tegel bei Krause, Berliner- und Brunowstraben-Ecke.—„Frisch aus!", jeden Mon- tag nach dem 16., Spandau, Frobenstr. 12. Gesang- und gesellige Vereine. Montag:„Sängerloge", Grobe Frankfurterstr. 146.—„Verein der Aquarienfreunde", Pückler- u. Muskauer- straben-Ecke.— Lotterieverein„Bauernglück", Anklamerstr 8.— Gesang- und ges. Verein zur Unterhaltung und Belehrung„Empor", V-IO Uhr, Pückler- strabe 43.— Theater- und Vergniigungsverein„Schiller", Paul Lerche, Gleimstr. 17. Verein für Gefundheitspstege deS Volkes. Moabit. Jeden zweiten Montag bei Karl Fischer, Waldstr. 8. Konsuingeuossenschaften Berlins und der Umgegend. Konsum- verein B e r l i n- R i x d o r f(E. G. m. b. H). Verkaufsstellen: 1. Rixdorf, Ziethenstr. 31; 2. Pücklerstr. 38; 3. Falckensteinftr. 6; 4. Rixdorf, Hobrecht- strabe 82; 5. Britz, Werderstr. 33; 6. Ober- Schöneweide, Editonstr. 4; 7. Rixdors, Rosenstr. 4; 8. Berlin, Stralauer Allee 20»; 9. Steglitz, Schlob- strabe 87»; 10. Johannisthal beiSenftlebe»; 11. Treptow, Baumschulenweg 36. 12. Grob-Lichtrrselde, Dürerstr. 37; 13. Münchebergerstr. 32.— Konsum- g e n o s I e n s ch a s t Bje r l i n und Umgegend(E. G. m. b. H.): 1. Vinetaplatz; 2. Chorinerstr. 46; 3. Vuttmannstr. 19; 4. Willdenowstr. 30; 5. Gartenstr. 3; 6. Moabit, Wiclcsstr. 31; 7. Ebelingstr. 14; 8. Arndtstr. 6; 9. Gräfestr. 40; 10. Kreuzbergstr. 36/38; 11. Tempelhof, Berlinerstr. 76; 12. Apostel Paulusstrabe 2?; 13. Gothenstrabe 1.— K o n s u in- verein C h a r I o t t e n b u r g(E. G. m. b. H.): 1. Wilmers- dorferstrabe 27; 2. Tauroggenerstrabe 10; 3. Garde du Corpsstrabe 15.— Konsumgenossenschaft von Friedrichshagen und Umgegend(E. G. m. H.): Friedrichstr. 98.— Konsum- G en o ssen sch a st A d l ers h o s lE. G. m. b. H.): 1. Hackenbergstr. 29. — K o n s u m v e r e i n W e i h e n s« e(E. G. nr. b. H.): Friedrichstr. 12. 2. Langhansstr. 60.— Berliner Konsumverein. Verkaufsstellen: Michaelkirchplatz 4, Krautstr. 7, Liebigstt. 7, Zorndorserstr. 59, Emdenerstr. 46, Beusselstr. 66, Rostockerstr. 21; Rummelsburg: Türrschmidtstrahe 6, Stralau, Stralauer Allee 171, Lichtenberg: Frankfurter Chaussee 48/49, Mainzerslr. 4. Aufnahmen werden in oben genannten Verkaufsstellen jederzeit vollzogen auber Sonntags. Auskunft in Genofsenschasts-Angelegenheiten erteileu die Vorstände der betreffenden Vereine. Socialdcmokratischer Agitationsverein für den Reichstags' Wahlkreis Züllichau- Schwiebus- Krassen- Sommerfeld. Dienstag, 9. d. M., abends 8 Uhr bei Lerche, Rüdersdorserstr. 3. Es ist Pflicht eines jeden Genoffen aus dem Kreise zu erscheinen. Verein der Buchdrucker«nd Schriftgiester für Rixdorf Britz. Sonntag, den 7. September, nachmittags 1 Uhr: Bereinsversammlung bei Thiel(früher Laukner), Bergstr. 151/62. Witterungsübersicht vom«. September ISO», morgen? 8«Hr. Wetter-Prognose für Sonntag, den 7. September IS03. Zunächst aufklarend, am Tage wärmer bei mäßigen südlichen Winden: später wieder zunehmende Bewölkung und Gewitterneigung. '■10'"•■''■'■■"'r7--:''i-'i:' ch''"r' �-. 7-'.'';s',% \. /! Einsegnungs Anzüge. Reichhaltigste Auswahl In den nenesten Hoden nnd verschiedensten Webarten, sowie Kammgarn, Satins, Cheviots, Ripsgarn, Drapes, Heitons nsw. 83, 30,»7,«4, 21, 18, 15, 12, Hüte, Wäsche, Cravalten,Handschahe zu betonder» billigen Preisen. 9 Mk. 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