Mr. 212. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit lunrterter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Dte Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Rolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für polittsche und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Mort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Französische Gewerbe- Inspektion 1901. Paris, 7. September.( Eig. Ber.) Erst dieser Tage mit der üblichen Verspätung hat die Obere Arbeitskommission ihren Gesamtbericht über die GewerbeInspektion für 1901, eine auszugsweise Busammenfassung der Einzelberichte, veröffentlicht. Das Hauptinteresse dieses Berichts liegt in der Anwendung der Novelle Millerand- Colliard vom 30. März 1900 über die Ber: fürzung der Arbeitszeit in den gemischten Betrieben. Im Berichtsjahre handelte es sich um die erste Verkürzung bezw. Vereinheit lichung der Arbeitszeit für Männer, Frauen und Kinder auf 11 Stunden. Die zweite Verkürzungsetappe von 102 Stunden trat erst am 1. April 1902 ein. 1 Donnerstag, den 11. September 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. 512 au gute fam, batte sie eine Verbesserung der Produktions- denen bei der Reichstagswahl 1898 die Socialdemokraten und Freifinnigen methoden zur Folge. Die Einzelberichte fonstatieren nahezu( Boltspartei und Vereinigung) zusammen die absolute Majorität einstimmig", daß die Durchführung des Elfſtundentages, der hatten. Selbstverständlich halten wir diesen Maßstab nicht für vollfreilich in den meisten Industrien bereits vorher eingeführt war", fommen; wo bisher Nationalliberale im Besiz sind, werden die Frei im Berichtsjahre feine schlimme Rückwirkung" auf die Produktion sinnigen vermutlich vorziehen, mit diesen zu paktieren; wenn sie es ausgeübt habe. erfolgreich thun, werden sie es dem Austurm der Socialdemokraten vers danken. Zu einzelnen Kreisen werden lokale Verhältnisse Handhabe zu andrer Beurteilung bieten; dagegen wird ein aussichtsvoller Stampf auch in weiteren Bezirken möglich sein namentlich hoffen wir, daß das Ergebnis der nächsten Reichstagswahl noch günstigere Ausfichten eröffnet. Im einzelnen verzeichnet der Divisionsinspektor von Lille einen Rückgang der Produktion infolge der Verkürzung der Arbeitszeit auf 11 Stunden in der Baumwoll- und Leinenspinnerei, in der Wolltämmerei und Wollspinnerei. Der Lyoner Inspektor berichtet dagegen, daß in seinem Bezirke große Betriebe die VerkürzungsEtappen übersprungen und gleich den Zehnstundentag eingeführt haben. Ueber einen dieser Betriebe, der 2300 Arbeiter und Arbeite rinnen beschäftigt, wird ausdrücklich berichtet, daß der Produktionsertrag derselbe geblieben ist. gegen Landtags- Wahlkreis NT 1. Ober- und Niederbarnim. 2. Botsdam( Stadt) 3. Osthavelland 4. Westhavelland- BauchBelzig Bei der ReichstagsWahl 1898 wählten über- social- frei Haupt dem. finnig Zur Zeit im Landtag vertreten durch 1) 57 742 28 092 8 624 3. 7.813 2315 1716 1 S. 22 681 9 303 3 316 1 S. 43 492 16 805 10 711 3 A. 86 465 42 699 11 392 2 K. 19 940 4 940 5 109 2 st. 24 515 9 902 5 479 2 K. 1 R. 1 Ft. 85 897 26 673 14 847 2 St. 2. S. 22 719 6 745 5 626 1. 1 C. 45 746 20 450 3 121 8 Ft. 17 159 3 385 6 564 2. 16 595 1 875 7 767 1 R. 1 Ft. 2 K. 38 910 4 996 16 700 2 St. 23 837 7 205 9 092 2 K. 14 729 4 079 5 755 1 t. 1 N. 39 311 20 125 4191 2 N. 15 734 6 409 2 050 1. 34 648 17 090 2 232 2 t. 29 252 11 262 4 102 2 N. 14.901 14 720 2812 5562 1 st. 1 Ft. 1 736 5 694 2. 21 673 7 494 5 338 2 St. 35 876 17 840 8 236 1 t. 1 N. 28 418 6 274 6572 1 R. 1 Ft. 29 078 13 622 3 656 1 R. 1 N. 17 724 16 410 4743 5 158 1. 1 Ft. 1 ft. 4116 5 895 1 st. 22 274 8 076 4 862 1 N. 1 N. 30 314 15 928 4 847 1 Ft. 1 Ft. 24 567 11 011 8 801 1 Ft. 1 S. 1 M. 32 040 22 589 2 419 1 f. 9 833 4 056 1 346 1 t. 2 N. 43 184 22 780 498 1 M. 27 898 14195 7 315 7 705 2 N. 5 246 3 071 1 f. Der Bericht beginnt mit der allgemeinen Versicherung, daß die Durchführung jener Novelle, wie der Schutzgesetze überhaupt, in Die konstatierten lleberschreitungen der Arbeitzeit- Borschriften methodischer Weise fortschreite, wodurch die weitere Berkürzung der für Frauen und Kinder stieg auf 4572, b. i. um 2959 mehr als 1900, Arbeitszeit in den gemischten Betrieben angebahut worden sei. Doch die lleberschreitungen der gleichen Vorschriften für die Männer stieg die detaillierten Angaben des Berichts lassen diese Versicherung allzu von 892 im Jahre 1900 auf 2914 im Jahre 1901. Diese Zahlen schönfärberisch erscheinen. zeugen flar genug von der mangelhaften Durchführung selbst der Schon die Schutzbestimmung von 1892 fiber das 8uersten Verfürzungsetappe. Eine strengere Wachsamfeit der Inspektoren Iaffungsalter der Kinder( 13 Jahre und im Fall des hat offenbart, daß die früheren optimistischen Versicherungen, wonach Befißes eines Primarschul- und eines ärztlichen Gesundheits- der Frauen- und Kinderschutz nach und nach sich in den industriellen zeugnisses 12 Jahre) wird noch immer mangelhaft durch Sitten eingelebt" haben soll, windige Behauptungen waren. Der geführt, und zwar ganz besonders in den so schädlichen Glas- Bericht selbst muß das zugeben. 5. Teltow Beeskow- Storfow hütten. 1901 wurden 1019 bezügliche Ueberschreitungen fon Unzweifelhafte Fortschritte weist die Thätigkeit der 6. Landsberg- Soldin statiert gegen 783 im Vorjahre. In den Glashütten hat nipettion auf, und zwar bei den 1901 gleichgebliebenon Berfonal: 7. Frankfurt a. D.- Lebus. fich die Zahl der fonstatierten Ueberschreitungen ver 11 Divisions- Inspektoren und 95 Departements- Inspektoren, darunter 8. Guben- Soran²) doppelt. Der Bericht spricht dabei mit erfreulicher Derbheit, die sich 15 weibliche Inspektoren. Die Vermehrung des Personals auf 110 9. Kottbus- Spremberg- Kalau der deutsche Inspektionsbericht zum Beispiel nehmen sollte, von einer Departements- Inspektoren, darunter 19 weibliche, hat Millerand 10. Luckau- Lübben " wahren Revolte gegen das Geset" und betont wieder erst durch ein Defret vom 10. Mai 1902 verfügt, nachdem das 11. Striegau- Schweidnitz einmal die Notwendigkeit, einer solchen Handlungsweise, die für die Parlament im diesjährigen Budget die nötige Mehrausgabe votiert 12. Waldenburg- Reichenbach³) Gesundheit und die Entwicklung der minderjährigen Arbeiter gleich hatte. 13. Grünberg- Freystadt. gefährlich ist, ein Ende zu setzen Der Mittelpunkt jener Im Berichtsjahre waren der Gewerbe- Inspektion unterstellt 14. Sagan Sprottan. unternehmerlichen Revolte" ist Nordfrankreich. Der Divisions 327 703 Betriebe mit 2 865 832 Arbeitern( Männer, Frauen und 15. Glogau- Lüben inspektor von Lille berichtet über Tricks der Glashüttenbefizer, Minderjährige), ungerechnet die 320 272 Berg- und Steinbruch- 16. Bunzlau- Löwenberg die die widergesetzlich beschäftigten Kinder so geschickt vor der Au- arbeiter, über die die Minen- Jugenieure- höchst mangelhaft unter 17. Goldberg- Haynau- Lieguitz funft des Inspektors zu versteden wußten, daß die Aufsichtsbehörde Beihilfe der Arbeiterdelegierten wachen. Im Jahre 1900 betrug die 18. Hirschberg- Schönau lange genug an die Beseitigung des Mißstandes glaubte. Erst eine Zahl der von der Gewerbe- Inspektion zu bewachenden Betriebe 19. Magdeburg.. ganz außerordentliche Inanspruchnahme der Inspektionsfräfte bat 309 377 mit 2 802 006 Arbeitern. Die Bermehrung der Betriebe 1901 20. Wanzleben. zur Aufdeckung des Betruges geführt. Es stellte sich heraus, daß erklärt sich wesentlich aus dem„ Sizgesetz" vom 29. Dezember 1900, 21. Aschersleben- Stalbe in gewissen Glashütten über 50 Proz. des Personals Kinder von das die Inhaber von Verkaufemagazinen und Läden verpflichtet, 22. Oschersleben, Halberstadt, 9-12 Jahren waren, darumter sogar zahlreiche Mädchen. Sodann jeder weiblichen Angestellten einen Stuhl zur Verfügung zu stellen. Wernigerode wird das erwähnte ärztliche Gesundheitszeugnis von den meisten Jenes Gesetz erstreckt sich auf 17 487 Geschäfte. Die Zahl der 23. Liebenwerda Torgau. Aerzten mit einer bedauernswerten Leichtigkeit" ausgestellt. sonstigen Betriebe hat somit nur um 839 zugenommen. Die Ju 24. Schiveinig- Wittenberg Was die Verkürzung der Arbeitszeit betrifft, fo spettion hat mu 146170 Revisionen( gegen 145 132 25. Bitterfeld- Delitzsch findet man im Bericht manche Durchlöcherung oder Umgehung des im Jahre 1900) vorgenommen, die sich auf 124 016 Betriebe mit 26. Halle- Saalfreis Gesetzes verzeichnet. 1967 463 Arbeitenden erstrecken 118 946 Betriebe 27. Querfurt- Merseburg Für die wichtigsten Durchlöcherungen hat das Rassation 3 mit 1822 024 Arbeitenden im Jahre 1900. Das macht 38 Prozent 28. Naumburg Weißenfels, gericht durch zwei Entscheidungen gesorgt. Die Entscheidung vom der Betriebe und 68,6 Prozent des Perionals. Trotz der erhöhten Beit 30. November 1901 legt die Worte der Millerandschen Novelle: Bahl der Revisionen ist aber die Zahl der noch fein einziges Mal 29. Mühlhausen, weißensee, „ dieselben Lokale"( in denen Männer, Frauen und Kinder arbeiten) besuchten Betriebe gegenüber 1900 von 75 322 auf 82 427 gestiegen. Langensalza in buchstäblichem Sinne aus, im Sinne einer und der Das erklärt sich wesentlich aus der erwähnten neuen Kategorie der 30. Schleswig felben Arbeitsstube, troß der offenkundigen Absicht unter dem„ Sizgesetz" stehenden Betriebe. 31. Edernförde des Gesetzgebers, sämtliche Arbeitsräume eines und des- Hervorzuheben ist das einstimmige lobende Urteil der Juspektoren 32. Norder- Dittmarschen felben Betriebes zu umfassen. Die Unternehmer haben über die thätige Hilfe feitens der Gewerkschaften, 33. Süder- Dittmarschen. nun einfach, wo es nur technisch anging, die Männer durch mit denen sie zu Gewerbe- Aufsichts- Zwecken in Fühlung stehen seit 34. Pinneberg eine Zimmerwand von den Frauen und Kindern getrennt, um dem dem Rundschreiben Millerands vom 19. Januar 1900. Damit erklärt 35. Segeberg Begriff des gemischten Betriebes" zu entgehen und die sonst unter der Bericht die gestiegene Bahl der erstatteten Anzeigen: Eine 36. Rendsburg. dem Zwölfftunden- Gesez von 1848 stehenden Männer von der Schutz gewisse Zahl Anzeigen wurden erstattet infolge der Forderungen der 37. Blön bestimmung der Novelle auszuschließen. Der Bericht bemerkt hier Gewerkschaften, die so die Ahndung von Ueberschreitungen gesichert 38. Altona über:" Durch diese Rechtsprechung wird die Ueberwachung seitens haben, welche andernfalls der Juspektion unbekannt geblieben wären." 39. Stomarn der Gewerbe- Inspektion nicht erleichtert und sind in gukunft Jusgesamt wurden 20 829 lleberschreitungen fonstatiert, darunter 40. Lauenburg zahlreiche Betrügereien zu befürchten." Die zweite 2836 erstattete Auzeigen, gegen 25 718 Ueberschreitungen, davon 41. Hannover). Kaffationsentscheidung( 28. Dezember 1901) bestimmt, daß die in 2776 Anzeigen im Jahre 1900. Die Behandlung der unternehmer- 42. Linden der Novelle vorgeschriebene Gleichzeitigkeit des Beginnens und des lichen Gesetzesverleger war also strenger als im Vorjahre. Die 43. Altena- Jierlohn Aufhörens der Arbeit und der Ruhepausen sich nur auf die Kinder Gerichte haben ihrerseits sich ebenfalls strenger als früher gezeigt. 44. Eschwege- Schmalkalden) und Frauen bezieht. Dadurch ist das berüchtigte Relaissystem Von den 2836 Anzeigen endeten 2525 mit einer Verurteilung, 45. Lennep Remscheid( Schichtwechsel) für Männer auch in den gemischten Betrieben wieder 109 mit einem Freispruch, 102 find noch in der Schwebe, Solingen ermöglicht und die Gewerbe- Aufsicht sehr erschwert" worden. 20 wurden von der Inspektionsbehörde und 80 von der 46. Mettmann Für die Frauen und Kinder ist die Vereinheitlichung des Be- Staatsanwaltschaft ohne gerichtliche Folgen belassen. Beispiele von 47. Elberfeld- Barmen ginnens und des Aufhörens der Arbeit und der Ruhepausen ohne strengeren Urteilen: In Paris wurden zwei Modeschneiderinnen im große Schwierigkeiten" erlangt worden. Dabei haben die Dauer Wiederholungsfall zu 500 Frant Buße verurteilt, weil sie der und die Zahl der Ruhepausen fast überall" abgenommen. Die Suspektorin den Eintritt in die Werkstätten verweigert hatten; die).= Konf. Ft. Freitons. N. Nationallib. C. Centrum. Folge davon ist also, daß die Dauer der Anwesenheit der Arbeiter felben wurden ferner wegen andrer wiederholter Ueberschreitungen in den Werkstätten sich verfürat hat. 31 17 Bußen von je 50 Fr. verurteilt. In Avesnes befam ein GlasFerner wird die Novelle nach Möglichkeit illusorisch gemacht hüttenbefizer im Wiederholungsfall 3 Bußen von je 100 Frant zu durch die Entlassung von Frauen und Kindern in den diftiert nebst dem Anschlag des Urteils an der Thür Betrieben, die zur Not mit Männerarbeit allein auskommen fönnen. feines Betriebes und am Rathausgebäude. Dasselbe So befonders im Bangewerbe und in der Maschinenbau- Industrie, Gericht verurteilte einen Industriellen zu denselben Strafen nebst sodann in der Buchdruckerei, in der Schlosserei, im Verpackungs Veröffentlichung des Urteils in zwei Beitungen. gewerbe, in der Brauerei, in der Papierfabrikation und der Färberei. Insgesamt wurde auf 88 772 Frants Buße erkannt gegen bloß Im allgemeinen jedoch konstatiert der Bericht, daß die Entlassung 42 674 Frants Buße im Jahre 1900 bei einer größeren Zahl von von Frauen und Kindern eine vereinzelte Erscheinung geblieben und Ueberschreitungen. In den aufgeführten 47 Wahlkreisen sind 81 Abgeordnete zu fich fast ausschließlich auf die fleine Industrie beschränkt. So ist in Es fehlt aber auch nicht au Klagen der Juspektoren über die wählen. Von diesen gehören zur Zeit 39 der tonservativen, 20 der den der Gewerbe- Aufsicht unterstellten Betrieben( bei gleichzeitiger gerichtliche Wilde. So beschweren sich mehrere Divisionsinspektoren freifonservativen, 21 der nationalliberalen Partei an, einer dem Binahme des Gesamtpersonals) der Prozentjazz der Knaben im über die allzu leichte Anwendung der bedingten Berurteilung, und das Berichtsjahre gegenüber 1900 von 8,5 auf 8,6, der Prozentsatz der gerade im Wiederholungsfalle, wo die leberschreitung" des Schutz- In einer Reihe der Wahlkreise( Magdeburg, Pinneberg, SegeMädchen von 7,8 auf 8,2 gestiegen. Der Bericht giebt freilich nicht gefeges erst zu einem„ Bergehen" wird und also erst dann den berg, Altona, Stomarn, Hannover, Linden, Elberfeld- Barmen) halte an, wie es um den Prozentsaß der Minderjährigen und Frauen Vorteil der bedingten Verurteilung genießen kann. Der Bericht ver- die Socialdemokratie bei den Reichstagswahlen für sich allein die verabsolute Majorität, in andern, z. B. Halle, war fie nahe daran. Wir speciell in den gemischten Betrieben steht. Erst diese Angabe langt ein entsprechendes gesetzgeberisches Eingreifen zur Beseitigung absolute Majorität, in andern, z. B. Halle, war sie nahe daran. Wir tönnte Klarheit schaffen. dieser wahren Anomalie", wodurch das Gesetz über die bedingte möchten auch bei dieser Gelegenheit die Freifinnigen darauf hinEin weiteres, ungleich wirksameres Mittel, das Schutzgesetz zu Verurteilung, das sonst nur für die erste Verurteilung gilt, die dann weisen, daß der Erfolg davon abhängt, ob es ihnen gelingt im Laufe umgehen, ist die immer zunehmende Verwandlung der im Wiederholungsfall effettiv wird und die zweite Verurteilung des Jahres, das uns noch von den Wahlen trennt, ihre Wähler dazu Fabritbetriebe in hausindustrielle Betriebe. entsprechend verschärft, ins Gegenteil verkehrt wird. zu bringen, die Socialdemokratie als völlig gleichberechtigte politische Diese Erscheinung wird übereinstimmend von allen DivisionsPartei anzuerkennen. Mit dieser Arbeit müßte sofort begonnen Inspektoren verzeichnet, insbesondere natürlich für die BekleidungsIndustrie und die Schuhfabriken. Für die Hausindustrie gelten ja lediglich einige fanitärische Schutzbestimmungen. Und wenn der Bericht die Inspektoren darauf aufmerksam macht, daß die Beschäftigung eines zur Familie nicht gehörigen Arbeiters die hausindustriellen Betriebe den allgemeinen Schutzgesetzen unterstellt, so wir wiesen schon neulich gegenüber der off. 8tg." darauf bereits jetzt die Fleischnot einen unerträglichen Grad erreicht hat. laffen sich derartige Mißbräuche nicht beseitigen. An die Ausnahme- hin, daß die Freifinnigen in Anbetracht unsrer Beteiligung an der Die Fleischnot und damit das Steigen der Fleischpreise hat aber stellung der Hausindustrie aber will die Obere Arbeitskommiffion Landtagswahl ihr Augenmert auf solche Kreife richten müffen, wo noch keineswegs seinen Höhepunkt erreicht. Die ohnehin horrenden nicht rühren. Sie beschränkt sich auf die Anregung, eine Statistit sie zur Beit fein Mandat besigen, wo aber der gegnerische noch keineswegs seinen Höhepunkt erreicht. Die ohnehin horrenden der Hausindustrie und eine Enquete über die Arbeitsbedingungen in Besiz durch den Ansturm der Socialdemokratie erschüttert werden Fleischpreise werden erst dann ihre Höhe erreichen, wenn die Bestimmungen des Fleischbeschau Gesezes, die sich auf derselben zu veranstalten. fann. " Politische Mebersicht. Berlin, den 10. September. Freifinn und Landtagswahl. 59 149 27 856 10 760 3 N. 1 M. 1 N. 1 Ft. 46 487 24 145 13 323 2) 8-10 decken sich mit vier Neichstags- Wahlkreisen. In GubenLübben hatten die Freisinnigen feine Standidaten aufgestellt. 1/5 der dort abgegebenen 8168 nationalliberalen Stimmen genügt, um in der Summe aller drei Kreise die Socialdemokraten und Freifinnigen als absolute Majorität erscheinen zu lassen. 3 Die Zahlen enthalten noch den ungünstigen Neuroder Kreis In den Zahlen fehlt Linden- Land. 4) 5) Die Zahlen enthalten noch Witzenhausen. Centrumt. iverden. Das Wachsen der Fleischnot. Alle Welt, selbst nationalliberale und Centrumsblätter, nur die agrarische Fleischwucher Clique nicht, ist sich darüber einig, daß Insofern aber die erste Verkürzungs.Etappe von 11 Stunden Wir zählen in der folgenden Tabelle solche Streise auf; bei der Bu- bie Einfuhr frischen und zubereiteten Fleisches be wirklich auch den in den gemischten Betrieben arbeitenden Männern sammenstellung haben wir alle Landtagswahltreise aufgenommen, in ziehen, mit dem 1. April nächsten Jahres in Kraft ge -W schlüssen der Zollkommission. Diese wurden als„ eine Ferner beschäftigte sich die Delegiertenversammlung mit den Be rein agrarische Revision der Regierungsvorlage bezeichnet, die Industrie aber folle sich einmütig um die Regierungsvorlage sammeln. treten fein werden. Hat doch schon das bereits in| Socialdemokratie wie anders malt sich in diesen Köpfen doch Kraft getretene infuhrverbot des Büchsenfleisches und die Welt! der Wurstwaren sich höchst unangenehm bemerkbar gemacht. Die Vorräte dieser ausländischen Fleischwaren, die noch vorhanden waren, find inzwischen verbraucht, die Folgen machen sich in dem Fleischmangel und den vielfach gerade während der letzten Wochen eingetretenen Fleischpreis- Erhöhungen geltend. Ganz anders noch wird sich das Inkrafttreten jener andren Bestimmungen des§ 14a des Fleiſchbeschau- Geſetzes fühlbar machen, die bejagen, daß frisches Fleisch nur in ganzen Tierkörpern, die Brust und Bauchfell, Lunge, Herz, Nieren, Euter und auf bundesrätliche Verfügung hin eventuell noch andre innere Organe enthalten müssen, eingeführt werden darf, zubereitetes Fleisch aber nur dann, wenn ,, die Unschädlichkeit für die menschliche Gesundheit bei der Einfuhr sich in zuverlässiger Weise feststellen läßt", und daß Pökelfleisch überhaupt nicht in Stücken unter 4 Kilogramm Gemicht eingeführt werden darf. Wozu noch kommt, daß der erwähnte Paragraph bestimmt, daß Fleisch, dessen Behandlung die Möglichkeit seiner Zurückverwandlung in frisches Fleisch zuläßt, auch nur in ganzen Tierförpern inklusive der obengenannten Organe eingeführt werden darf. " Orga Angefügtölle." richten auf Erfordern abgelegt worden sind. Die Gerichte brauchten diesen Denunzianten nicht zu beweisen, daß sie die Ulus wahrheit geredet hatten, sondern diese hatten die Wahrheit ihrer Behauptungen zu erweisen, wenn sie sich vor der Bestrafung wegen übler Nachrede oder verleumderischer Beleidigung schüßen wollten. Wenn die Kreuz- Zeitung" nichts Gescheiteres zu entgegnen wußte, so hätte sie lieber schweigen sollen. Denn ein MeineidsRegierungen und Zolltarif. Die offiziöse„ Südd. Neichs- verfahren gegen einen Zeugen, den das Gericht im Verdacht forrespondenz", die aus der Nähe des Grafen Bülow gespeist er- hat, die unwahrheit gesagt zu haben, gehört auch bei uns wahrscheint, äußert zu der Blättermeldung, daß von einer Bundes- haftig nicht zu den Seltenheiten. Es wäre z. B. auch gar regierung beabsichtigt sei, den Ueberzöllnern entgegen zu fommen: nicht ausgeschlossen gewesen, daß ein deutsches Gericht in einem „ Es geht nichts vor, was dieser Ausstreuung einen Schein ähnlich gelagerten Huumenprozesse gegen einen Zeugen, der im von Berechtigung gäbe. Nirgends besteht der Wunsch, die Gegensatz zu andern Zeugen die Humenbezichtigungen bestätigt Vereinbarung zwischen den Bundesregierungen, die in den Agrar hätte, das Meineidsverfahren eingeleitet hätte. Ob auch darin die zolljäzen des Entwurfs niedergelegt ist, wieder rückgängig zu machen. Vielmehr sind die verbündeten Regierungen darüber Kreuz- Zeitung" eine haarsträubende Justiz" gefunden hätte? einig, daß die Erhöhung wie die Ausdehnung der Ob sie auch dann die Glaubwürdigkeit des Zeugen so warm und Mindestölle nicht möglich ist. Von den Einzelstaaten so psychologisch verteidigt hätte?! können dahin zielende Abänderungen des Entwurfs nicht aus- Ferner: Die„ Krenz- Zeitung" erklärt, der Zeuge mußte gehen. Ebensowenig giebt es innerhalb der Reichsregierung" ein reden. Soll das etwa heißen, daß unbeteiligte Personen, Auseinandergehen der Ansichten in der Frage der Getreide- Politiker oder Journalisten, nicht das Recht und die Pflicht der der hatten, das Humentum zu brandmarken?! Sollte ihnen nicht derDiese Bestimmungen, die mit dem 1. April 1903 in Kraft treten, felbe moralische Schuß zugebilligt werden, wie dem Zeugen, der gaben den Untersuchungsbehörden so viel Mittel der Beanstandung Der Protest gegen die Fleischnot. an die Hand, daß die Einfuhr ausländischen Fleisches auf ein Gegen den Fleischwucher hat die Stuttgarter Arbeiterschaft vielleicht sogar widerstrebend die hunnischen Scheußlichkeiten ie„ Krenz- Zeitung" Minimum zusammenschrumpfen wird. Diese Befürchtung braucht am Montag in einer von fiber 1000 Personen besuchten Versammlung enthüllte?! Augenscheinlich nicht, nennt doch die für das zubereitete" und Bökelfleisch nicht erst bewiesen zu werden. Stellung genommen. Nach einem eingehenden Referat des Genossen die deutschen Hunnenankläger Denunzianten". Was in Amerika Aber auch die Einfuhr des frischen Fleisches in ganzen Tier- ildenbrand wurde eine Resolution einstimmig angenommen, eine patriotische That ist, ist also in Deutschland ein Denunziantenin welcher das Bureau beauftragt wird, beim Reichskanzler die Auf- streich! törpern eine hygienische Vorsichtsmaßnahme, die sich nur dann hebung der Grenzsperre für Wieh zu fordern und die württembergische Wenn die Kreuz- Zeitung" schließlich erklärt, die deutschen Anallenfalls rechtfertigen ließe, wenn die Grenzsperren für leben des Regierung zu ersuchen, im Bundesrat dieses Bestreben zu unter- Kläger hätten ihre Behauptungen zu erweisen gehabt, so ausländisches Bieb nicht existierten- wird dadurch besonders schwierig stügen. Des weiteren wird der Gemeinderat aufgefordert, die ist sie darin nur unserer Meinung. Aber der„ Kreuzgemacht, daß die inneren Organe am leichtesten dem Zersegungs- städtische Fleischabgabe, die 1900 ca. 640 000 M. brachte, Beitung" sollte doch nachgerade bekannt sein, daß es nicht an den prozeß verfallen und dadurch das übrige Fleisch ebenfalls baldmöglichst aufzuheben. deutschen Angeklagten, sondern an der eigenartigen Auffassung dem Verderben aussetzen. Die Vichlieferanten und Viehimporteure werden sich unter solchen Umständen gleichermaßen bedenken, der Gerichte gelegen hat, daß in den Wahrheitsbeweis i ber das Nisiko des Imports auf sich zu nehmen. haupt nicht eingetreten wurde! Vor allen Dingen aber wird die Einfuhr all jener frischen Fleischteile in Fortfall tommen, die gegenwärtig in beträchtlichen Quantitäten eingeführt werden und namentlich bei der Wurstfabrikation Verwendung finden. So werden bis jetzt jährlich eingeführt Schweinelebern Rinder- u. Schweinegungen Schweinenaden Ochsenschulterstücke Herzen in Gewicht von 12 Millionen Pfund " " " 3 2 " # " " " 19 2 " " " " " 1 " Also insgesamt ein Quantum von 20 Millionen Pfund. Dieser Jimport wird aber mit dem 1. April des nächsten Jahres völlig aufhören. Die unausbleibliche Folge davon wird eine erhebliche Breissteigerung der Wurstwaren sein. Der Proletarier, der bisher zum Frühstück oder Vesper ein Stück Leberwurst verzehrte, wird sich entweder mit einer beträchtlich schmäleren Portion begnügen oder aber statt der Leberwurst Kalda unenwurst verzehren müssen. Die Kaldaunen, die gegenwärtig hauptsächlich zu Hundefutter verwandt wurden, werden künftig des Proletariers Speise bilden. Die Herren Agrarier werden freilich keine Kaldannenwurst zu goutieren brauchen, sie werden sich bei Sekt und Kaviar über die Auswucherung der Massen durch den Fleischwucher schmunzelnd die Hände reiben! Deutsches Reich. Der Centralverband der industriellen Scharfmacher hielt am Mittwoch in Düsseldorf eine Delegiertenversammlung ab, in der mannigfaltige lage geführt wurde, daß die Regierung sich gegenüber Arbeiterschaft und Socialdemokratie nicht genügend gemäß den Anforderungen des Centralverbandes, verhalte. Die focialdemokratische Gefahr wurde gebührend hervorgehoben und es fehlte nicht an den üblichen Angriffen auf die bürgerlichen Socialpolitiker, die der Socialdemokratie Vorschub leisten. Herr Bued führte in feiner Berichterstattung u. a. aus: Aus Nürnberg wird uns geschrieben: Gegen die Fleischnot wurde am Montag in zwei überfüllten Wolfsversammlungen, die von unsrer Partei einberufen und aus allen Bevölkerungsschichten, auch von vielen Frauen, besucht waren, in eindrucksvoller Weise protestiert. Referenten waren die Genossen Segik und Rudolph, deren Ausführungen begeistert zugestimmt wurde. Segit verlangte u. a., daß die Stadtvertretung Nürn bergs sofort die Initiative zur Einberufung eines bayrischen Städtetages ergreife, um dort über gemeinsame Maßnahmen zur Linderung der Fleischteuerung zu beraten. Auch die Freisimmigen führten in einer Versammlung, in der der Abg. Müller- Meiningen sprach, eine Protesttomödie auf. Die selben Freifinnigen, die vor drei Wochen im Wahlkreise Forchheim einem Zöllner zur Wahl verhalfen! Ihr" Protest" wird daher nicht allzu ernst genommen. burg, Zwickau, Chemniz. Ferner werden uns Protestversammlungen gemeldet aus OldenUeber Deutschlands Seeheldenthat urteilt ,, Daily Expreß" in einem Artifel unter der Ueberschrift: Die gepanzerte Faust schlägt zu eine erstaunliche Handlung": " In Amerika wurde gegen die Denunzianten" überhaupt teine Anklage erhoben! Trotzdem spricht die„ KreuzZeitung" über die haarsträubende" amerikanische Justiz! Es bleibt also bei der schoflen doppelten Buchführung der Kreuz- Zeitung"! Jnd Die„ Norddeutsche Allgemeine Undankbare Kaisergäste. Zeitung" rüffelt die„ Tägliche Rundschau" ab, die behauptet hatte, daß die in Posen so vom Kaiser ausgezeichneten ruffischen Offiziere die ihnen erwiesene Ehre mit schnödem Ündant gelohnt und die Festſtimmung durch ihr Betragen empfindlich gestört hätten. Darauf antwortet die Tägl. Rundsch.": " Mit der summarischen Aburteilung der ganzen Behauptungen als böswilliger Klatsch" ist wenig genügt. Was ist denn eigentlich unwahr? Haben sämtliche Berichterstatter falsch gesehen, als sie zu beobachten glaubten, daß General Tscherttow mit seinen russischen Kameraden auf dem Paradefelde sich gegenüber den kaiserlichen Aufmerksamkeiten auffallend fühl benahm? Haben die russi. schen Offiziere nicht in dem nationalpolnischen Hotel Bazar" gewohnt und sich dort der polnischen Sprache bedient, obgleich der Wirt und die Angestellten anfänglich frans zösisch mit den russischen Gästen sprechen wollten? Die Illumination dieses Hotels ist, wie wir jetzt wissen, auf Befehl der Aktionäre unterblieben; aber ist es unwahr, daß die russischen Gäste sich gern in diese Weigerung schickten und mit polnischen Gästen polnische Lieder fangen, also mit ihnen fraternisierten?" Die Handlungsweise Deutschlands ist auf jeden Fall erstaunlich. Es ist gelinde ausgedrückt, nicht üblich, solche Akte, wie das Durchsuchen eines Handelsschiffes nach Kriegskonterbande durch Ingrundbohren des revidierenden Schiffes zu ahnden. Solche Zwischenfälle werden gewöhnlich auf diplomatischem Wege geregelt, und in Fällen ungesetzlicher Handlungsweise wird Kompensation gewährt. Es ist zu bemerken, daß des Kaisers flotte sich nicht ein mischte, als britische Kriegsschiffe deutsche Dampfer in Beschlag nahmen unter dem Verdachte, daß sie Kriegskonterbande Abermals ein Todesmarsch. Aus Halberstadt wird ges in den südafrikanischen Gewässern mit sich führten. meldet: Infolge higschlages berunglidten im Manöver Sogar die„ Kölnische Zeitung" empfindet eine gewisse Bezehn Reservisten vom 27. Infanterie- Regiment. Zwei waren flemmung über die Großthat gegenüber einem so wehrlofen auf der Stelle tot, die übrigen wurden nach Halberstadt zurückGegner. In einer Notiz: Schluß mit haiti" erklärt fie: transportiert. " Moines Ausland. Ju einigen Zeitungen ist die Rede davon, daß wir nach der Zerstörung der„ Crête- à- Pierrot" noch Entschädigungs- A11sprüche gegen Haiti geltend zu machen haben würden, besonders wegen der weggenommenen Munition und Waffen. Eine Entschädigung Die Neugestaltung der füdafrikanischen Verhältnisse. für diese dürfte aber taum in Betracht kommen, da die Der amtliche Bericht über die Besprechung der Marcomannia" die der regulären haitischen Regierung Boerengenerale mit dem Minister Chamberlain, gehörigen Waffen lediglich von einem Hafen der Insel nach der heute veröffentlicht worden ist, besagt: Die Generale ersuchten bem andern transportiert hat. Eigentümer blieb somit Chamberlain am 20. Mai um eine Besprechung zur Erörterung einer die haitische Regierung, die fich wegen der Wegnahme mit den Frage von größter Bedeutung und baten um Festsetzung eines Rebellen auseinandersehen kann. Der Marcomannia" ist, Termins für diese Die Besprechung. Hauptgegenstände abgesehen von dem völkerrechtswidrigen Verfahren, das seine seien die Bitte um böllige Amnestie für alle Sühne gefunden hat, teine andre Schädigung augefügt britischen Staatsangehörigen, die an dem südafrikanischen worden, als ein kleiner Beitverlust und die dadurch Kriege teilgenommen, sowie Begnadigung aller Personen, bedingten unerheblichen Ausgaben. Von nennenswerten die wegen Afte, die sie während des Krieges begangen, Entschädigungs- Ansprüchen dürfte somit nicht die Rede sein, und schuldig befunden worden sind; ferner wollten sie in Verbindung die Genugthuung für völkerrechtswidriges Verhalten die haben hiermit zu erlangen suchen, daß britischerseits jährlich ein wir uns selbst genommen." ausreichender Betrag gezahlt werde zur Unter Und einer solchen Lappalie wegen eine solch überhezte st ützung der Witwen und Waisen von Burghers und Staatsattion und ein solch findischer Breßtamtam! der verstümmelten Burghers. " Hummentum und Kreuz- Zeitung". Ferner gingen die Vorschläge der Boerengenerale dahin: Für die englische und die holländische Sprache gleiches Recht in Schulen und vor Gerichten, und gleiche Rechte für die Engländer und Burghers, erträgliche Bedingungen für die Uebergabe einschließlich der sofortigen Repatriierung der Burghers und der Freilassung der der früheren Republiken; Entschädigung für alle Berlufte infolge des Gefangenen; Wiedereinsetzung oder Entschädigung der Beamten Krieges; Wiedereinsehung der Eigentümer der beschlagnahmten Farmen in ihr Befigtum; Bezahlung der gefeßmäßigen Verpflichtungen der Republiken einschließlich der während des Krieges eingegangenen; Annullierung der geplanten Einverleibung eines Ge bietsteils in Natal. Die Boerengenerale protestierten ferner gegen die Erzwingung der Ablegung des Unter thanen Eides. Chamberlain antwortete, daß die Zahl und der Charakter der Vorschläge ihn in Erstaunensege, und erinnerte die Generale daran, daß die Bedingungen, welche zu Vereeniging garantiert worden seien, an Großmut in der Geschichte nicht ihres Gleichen hätte. Die Vorschläge der Voeren würden ein vollständig neues Uebereinkommen erforderlich machen, das in vielen Punkten dem unterzeichneten Abkommen ,, Augenscheinlich werde der Kampf um den 8olltarif von den linteliberalen Parteien, insbesondere von der Social demokratie benugt, um ihren Einfluß und ihre Macht auszudehnen, Diesen Bestrebungen werde es nicht an Erfolg fehlen, wenn es den genannten Parteien gelingen sollte, die Fertigstellung des Tarifs vor den kommenden Reichstagswahlen zu verhindern, da namentlich die landwirtschaftlichen Zölle. bei diesen Wahlen ein höchst wirkungsvolles Agitationsmittel bieten werden. Diese Gefahr sei größer als bei den Wahlen im Jahre 1878, da seitdem der Umfang und die Organisation der socialdemo fratischen Partei außerordentliche Fortschritte gemacht haben. Unter folchen Uniständen sei es doppelt beklagenswert, daß die Socialpolitiker der bürgerlichen Parteien den Social- Eine New Yorker Meldung der„ Frantf. 8tg." teilt übrigens Semokraten fortdauernd in die Hände arbeiten. Davon haben die mit: Der amerikanische Gesandte Bowell telegraphiert, legten Etatsberatungen des Reichstags wieder Zeugnis abgelegt. Killid und zwei andre Offiziere feien mit dem Die Unternehmer und Arbeitgeber seien bei diesen Veranonenboote, Crête à Pierrot" untergegangen. Handlungen vogelfrei. Es sei aber das Privilegium der Tribüne des Reichstages, daß von ihr aus die Arbeits geber ungehindert in maßlosester Weise ver Die„ Kreuz- Zeitung" verwahrt sich gegen unsern Vorwurf, daß leumdet und beschimpft werden können. Von dort aus würde eine Heharbeit getrieben, wie sie schmählicher nicht fie in Sachen des kolonialen Hunnentums, eine doppelte Buch sein könne. Der Centralverband habe dabei auch sein führung beliebe, da sie zwar das amerikanische Humnentum Teil erhalten. Die Abgeordneten Baffermann und Röficke auf den Philippinen und die amerikanische Hunnenjustiz nicht scharf haben in dieser Beziehung mit den Socialdemokraten ge- genug brandmarke, aber für die wundersamen Hunnenprozesse in wetteifert. Die Anerkennung als Arbeiterpartei habe der Socialdemo- Deutschland nicht ein armseliges Wörtchen der Kritik übrig gehabt, im Gegenteil die verlogene Heucheltaktit der getratie bereits das eingetragen, daß die Reichsregierung zu dem vom 16.- 21. Juli abgehaltenen Kongreß der socialdemokratischen famten Bourgeoispresse unentwegt mitgemacht habe. Kreuz Zeitung" hatte es standalös Gewerkschaften in Stuttgart einen mit einem von dem Grafen erinnert sich: Die Bosadowsty unterzeichneten Schreiben versehenen offiziellen Vertreter gefunden, daß die amerikanischen Behörden die Entlarver der entsandt habe. Man babe ferner angenommen, daß nicht nur die Hunnischen Bestialitäten auf den Philippinen verchristlichen und die Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften, sondern auch folgten, statt ihnen für ihre Rettung der Humanität und der wahr die socialdemokratischen sich in politischer Beziehung neutral haften nationalen Ehre dankbar zu sein. verhielten und nur Gewerkschaftsinteressen verfolgten. Die Als besonders haarsträubend" hatte es die Kreuz- widersprechen würde. Es sei mit seiner Pflicht nicht verNeutralitätsfrage sei auch auf dem Kongreß erörtert worden und zivar in dem Sinne, daß der Vorsitzende am Schlusse erklären Beitung" bezeichnet, daß man nun gar einen Unteroffizier, der in einbar, in eine Besprechung solcher Vorschläge einzutreten. einem Hummenprozeß- der übrigeus gegen die des Hunnen- Chamberlain erklärte, er sei verpflichtet, reinen Tisch zu machen. tonnte: Die deutschen Gewerkschaften und die Socialdemokratie feien eins." In diesem Sinne feien auch die Bestrebungen des tums Bezichtigten geführt worden war- wegen Meineids. Es stehe nicht in seiner Macht, von neuem über Punkte, die bereits erledigt seien, zu verhandeln. Botha erwiderte, die Herrn v. Berlepsch und der„ Gesellschaft für Socialreform" vom verdachtes den Prozeß machen wolle. Die„ Kreuz- Zeitung" Bedingungen für die Uebergabe seien den Boeren in der Weise hatte daher in sehr verständiger Weise ausgeführt, daß der Zeuge gestellt worden, daß sie sie nur im ganzen annehmen oder Auf die Stellung des Centralverbandes im allgemeinen über: in seinen Aussagen über das amerikanische Hunnentum sehr wohl ablehnen konnten. Zu dem Zwecke, weiteres Blutvergießen gehend fonstatierte der Geschäftsführer, daß der Verband nur die Wahrheit gesagt haben könne, auch wenn es ihm nicht gelinge, zu vermeiden, hätten sie die Bedingungen angenommen, wenige Freunde, aber sehr viele Feinde habe. bie nötigen Beugen unter den eingeschüchterten oder selbst wohl gar aber sie seien entschlossen gewesen, sobald als möglich Von den Gegnern des Centralverbandes im Reichstage, besonders um Milde zu bitten. Sie hätten sich auf die Versicherungen von den Socialdemokraten, werde der Reichsregierung bei jeder schuldigen Philippinenmannschaften aufzutreiben. Wir hatten dieser Kritik der„ Kreuz- Zeitung" unfre volle Zu- bon Milner und Kitchener verlassen, daß, wenn sie Gelegenheit in brutalster Weise gesagt, sie stehe unter dem die Bedingungen annähmen, es ihnen nicht versagt fei, als ſtimmung gegeben, aber gleichzeitig die infame euchelei der unterthanen zu erreichen zu suchen, daß der König auf sie Einfluß des Centralverbandes. Kreuz- Zeitung" in Sachen der deutschen Hunnenprozesse gegeißelt. Rücksicht nehme in allen Angelegenheiten, die ihnen als den UnterDiesem Vorwurf glaubt das konservative Blatt durch folgende Aus- thanen in den neuen Kolonien zum Schaden gereichen könnten. führung begegnen zu können: Biberspruch in unster Haltung: Chamberlain, Milner und kitchener hätten versprochen, Die Boerengenerale erklärten ferner in ihrer Mitteilung an " Borivärts" ablehnend behandelt worden. Die damit verfolgte Absicht sei sehr durchsichtig, ob fie aber von Erfolg begleitet jei, wiffe er nicht. So viel wisse er jedoch genau, daß, wenn es dem Centralverbande gelungen sei, selbst in sehr wichtigen Fragen fich Gehör bei der Regierung zu verschaffen und auf die Gestaltung der Gesetzgebung einzuwirken, dies lediglich seiner fachlichen ernsten Arbeit zu verdanken sei." " 3 " Man zu Es liegt keineswegs ein denn die Dinge liegen in den beiden Fällen ganz und gar verzu Gunsten einer Amnestie Vorstellungen schieden. Korporal O'Brien war als 8euge vernommen und machen. Botha sagte, fie träten Chamberlain nicht gegenüber mußte reden. Will man ihn aber wegen seines Zeugnisses auf mit der Forderung eines neuen Abkommens, sondern als Unter Meineid anklagen, so ist nicht er, sondern die Anklagethanen, die ihrem König um Anhörung ihrer Wünsche nach Bei den Hunnenbriefen" Milde und Gerechtigkeit ersuchen. Chamberlain sprach darauf sein handelte es sich dagegen um private Behauptungen be- Bedauern aus, daß die Boerengenerale nicht auf die Bedingung leidigenden Charakters, nicht um Zeugnisse, die vor den Ge eingegangen seien, feinen Versuch zu einer neuen Erörterung des Um den Centralverband zufrieden zu stellen, müßte jede Aeußerung gegen das Großfapital im Reichstage verboten oder besser der Reichstag gänzlich beseitigt werden; ferner müßte die Reichsbehörde beweispflichtig. regierung vollends zu einer Filiale des Centralverbandes erhoben werden. Graf Posadowsky und Herr Bassermann als Förderer der Abkommens von Vereeniging zu machen. Botha gab die Erklärung: ab, daß die Boeren sich dieser Bedingung unterwerfen wollten. Afrika. Der Deutsche Juristentag befürwortet von den beiden amtlich ber London, 10. September. Die Blätter veröffentlichen Tele- öffentlichten Entwürfen des Gesezes zum Schuße der Bauhandwerkergranume aus Transvaal, in denen die dortige Lage in forderungen den Entwurf B als geeignete Grundlage für gefeggeberische außer ft fwarzen Farben geschildert wird. Bie„ Daily Maßregeln." Mail" aus Johannesburg berichtet, ist die Not in der Stadt niemals überfüllt. Jufolge des großen Zudranges ist eine bedeutende Ver= schlimmer gewesen als gegenwärtig; die Stadt sei mit Arbeitslosen Partei- Machrichten. Bei der sich anschließenden offiziellen Besprechung sagte Chamberlain, es werde fich teine Schwierigkeit gegen die Rüdtehr derjenigen Gefangenen erheben, die ehren haft und ehrlich seien, niemand dieser Art würde un freundlich behandelt und an der Rückkehr verhindert werden. Chamberlain bestritt ferner die Richtigkeit der Meldung der Blätter, teuerung der Lebensmittel eingetreten. Man plant die Errichtung Zum Parteitage macht das Lofalfomitee in München bekannt, Milner beabsichtige, die Farmen der Burghers zu verkaufen. Botha von Konzentrationslagern, um die Arbeitslofen zu verpflegen. Die daß zum Empfang der Delegierten und Gäfte vom Freitagmittag an sprach sein Mißfallen darüber aus, daß die National Scouts " Times" veröffentlichen einen Brief ihres südafrikanischen Kor- am Centralbahnhof Parteigenossen, erkenntlich an schwarz- gelben in die Kommiſſion ernannt wurde, welche die bewilligten drei respondenten, welcher der Militärverwaltung die Schuld an dem Schleifen mit rotem Stern, anwesend sein werden. Diese Genossen Millionen Pfund Sterling verwalten solle. Hierauf; entgegnete werden die Delegierten in ihre Quartiere begleiten und ihnen nach Chamberlain, die National Scouts feien in feinem größeren Prozent- ganzen Unheil beimißt. jeder Richtung zu Diensten stehen. faz in der Kommission als die andern, die Regierung müsse sich aber denjenigen gegenüber, die sie unterstüßt hätten, ehrlich erweisen und fügte hinzu, die in Natal zurückbleibenden Boeren würden nicht niedergetreten werden. Das Kriegsgericht werde noch auch für die Armee!" Frankreich. 12116px, aldur Juristentag. in Aussicht zu nehmen?" V " Die Aufstellung der socialdemokratischen Kandidaturen für die nächsten Reichstagswahlen ist im Gau Nordbayern nicht lange aufrecht erhalten werden. In Bezug auf hauſe ſeine erste Sigung ab. Die Zahl der Teilnehmer beträgt über überall erfolgt, und zwar in folgender Weise; Der Juristentag hielt am Mittwochvormittag im Abgeordneten-( der die drei fränkischen Kreise und die Oberpfalz umfaßt) schon faft die Witwen und Waisen habe die Regierung jede mögliche An- tausend. Nach der Neumarkt i. O.: Karl Gußner, Schlosser, Nürnberg. Neunstrengung gemacht. Schließlich wies Chamberlain auf die Vertreter der Neichs- burg v. Wald: Michael Weiß, Rentner, Weiden. Weiden- NeuPolitik des Vergebens und Vergessens dringend hin. Der Brunner und der Begrüßung durch des Vorsitzenden Professor| Strieg ſei jezt vorbei und England wünsche, die Boeren als regierung Staatssekretär Nieberding und den Vertreter der stadt: Anton Rad I, Gauvorstand, Nürnberg. Hof: Daniel Angehörige desselben Staates mitarbeiten zu sehen an der Wohl- Beratungen in drei gesonderten Abteilungen. preußischen Regierung Justizminister Schönstedt, begannen die Stüdlen. Bayreuth: Karl Hugel, Schneidermeister, Bayreuth. Forchheim- Kulmbach: Georg Deinhart, Malermeister, fahrt und an der Freiheit Südafrikas. Der Beginn der SelbstErlangen. Kronach- Lichtenfels: Anton Walter, Landtags- AbgeordDie dritte Abteilung verhandelte über die Frage: regierung hänge von der Schnelligkeit ab, mit der die alte Animoneter, Coburg. Bamberg: Konrad Dorn, Arbeitersekretär, Nürn filät abfterbe. Die Regierung wünsche, daß kein Teil gänzlich" Ist eine Revision des deutschen Strafgesetzbuchsberg. Nürnberg- Altdorf: Dr. Albert Süd et um. Fürth- Erlangen: unvertreten sei, und verlange nur, daß die neuen Staatsangehörigen Martin Segi. Eichstädt- Weißenburg: Karl Breder, Cigarrenihr auf halbem Wege entgegenfämen. Damit schloß die BeHierzu lag ein Gutachten des Prof. v. Liszt Berlin vor. händler, Nürnberg. Dinkelsbühl: Johann Merkel, Landtagssprechung.Der Gutachter führt darin aus, daß das Bedürfnis nach einer Um- Abgeordneter, Nürnberg. Nothenburg- Neustadt a. Aisch: Friedr. 8id, gestaltung der ganzen deutschen Strafgesetzgebung hente von allen Magistratsrat, Fürth. Aschaffenburg: Edm. Gräf, Arb.- Sekr., Frank Seiten empfunden werde. Bei der Revision sei ein besonderes furt a. M. Lohr: Georg Diehl, Verbandsvorstand, Frankfurt a. M. Von der Civiljustiz. De Montebello. Gewicht auf die Veränderungen innerhalb des Verbrecher Neustadt a. d. Saale- Kiffingen: Baul Fiedler, Magazinier, Schweins Paris, 9. September.( Eig. Ber.) Nach dem skandalösen tums zu legen. Das Gejek, welches z. B. bei Diebstahl und Betrug furt. Schweinfurt- Haßfurt: Joseph Sadler, Gastwirt in Schweinfurt. Militärgerichts- Urteil von Nantes figt die Militärjustiz wieder einmal feine Gewerbsmäßigkeit kenne, von Eisenbahndiebstahl nichts wiffe, Die Wahlbltreise Regensburg, Amberg, Ansbach- Schwabach, auf der Armensünderbank. Die socialistische und demokratische Breffe verjage gegenüber dem gewerbsmäßigen Verbrecher der modernen Zeit. Kigingen und Würzburg werden in allernächster Zeit ihre Kandidaten verlangt von neuem ihre Abschaffung, und selbst der„ Temp3", die§ 51 St.-G.-B. sei ebenfalls nicht mehr ausreichend, da er die un- nominieren. zur Zeitung gevordene Bourgeoisie", muß über dem Urteil von feit( Alkoholismus, Epilepsie, Hysterie, perverse Neigungen der letzten Zeit bedeutende Fortschritte gemacht. Die Zahl der Vereine geahnte Zahl der Fälle verminderter zurechnungsfähig= Die politische Organisation im Gau Nordbayern hat in der Nantes herzbrechend stöhnen:" Kein guter Tag für die Disciplin, Homofegualen) nicht unfaffe. Es sei notwendig, mit den Vorarbeiten beträgt 72. Die Mitgliederzahl ist auf ungefähr 14 500 gestiegen. Biel weniger beschäftigt sich die linksstehende Breffe.„ die Lanterner Revision möglichst bald zu beginnen. Prof. v. Liszt stellt In den Städten wurde eine bedeutende Erhöhung der Mitgliederzahr folgende Thesen auf: 1. Das Gesamtgebiet der Polizeidelikte sei durch die Bezirkseinteilung erzielt. ausgenommen, mit der Haltung der Civiljustiz gegenüber den auszuscheiden und in ein besonderes Gesetzbuch zu übernehmen; da- Auch die Parteipreffe hat Fortschritte zu verzeichnen. Die flerifalen Strawallmachern und Gesetzesverlegern überhaupt. Es gegen seien die Gesamtmaterien des kriminellen Unrechts aus Fränkische Tagespost" hat jetzt eine Auflage von 11 000, die Würzzeigt sich, daß die bürgerliche Klassenjustiz die Klerikale Fraktion der den verschiedenen Nebengesezen heraus- und in das Gefeß- burger Fränkische Tagespost" von 1400, die Oberfränkische Volks herrschenden Klassen entschieden begünstigt. Die Intereffen dieser buch aufzunehmen. 2. Für die Bestimmung der Strafe nach geitung" von 2400, die Fürther Bürgerzeitung" von 4000 Exemplaren. Fraktion erscheinen ihr offenbar dem Bourgeoisinteresse schlechthin innere Gesinnung des Thäters, als auf den äußeren Erfolg der Zeitung herausgeben, das Projekt ist jedoch gescheitert, da der Drucker Art und Maß in Gesetz und Urteil sei mehr Gewicht auf die Die Genossen von Würzburg wollten ab 1. Oktober eine eigne viel näher als die Interessen der zur Zeit regierenden Anti- That zu legen. Zwischen verbrecherischer Gesinnung des Thäters und zurückgetreten ist. flerifalen. der Strafe müsse Proportionalität herrschen. 3. Das Strafensystem Die bretonischen und anderwärtigen Abreißer von Amtssiegeln, des geltenden Rechts ist im allgemeinen beizubehalten. Haft, Totenliste der Partei. Die Genossen in Pößned begruben sowie die wort- und thatkräftigen Beleidiger von Schutzmännern Festungshaft und Verweis scheiden aus, die Geldstrafe ist den am Dienstag einen ihrer ältesten Mitkämpfer, den Händler Louis Gruner. Er war einer der ersten, die in Pößneck für die Sache und Gendarmen werden mit lächerlich geringen Geldbußen bestraft, früheren Beschlüssen des deutschen Juristentages gemäß umzugestalten. die obendrein ihnen auf Grund des Gesetzes der„ bedingten Ver- 4. Jugendlichen vom 14. bis 21. Lebensjahre gegenüber ist, soweit des Proletariats eintraten und hat die Partei jahrelang im Gemeinderat vertreten. Alter und Krankheit ließen ihn in den letzten Jahren von 2 bis urteilung" erlassen werden. Dieselbe Gunft wird den Angeklagten 5 Jahren als Besserungsstrafe, eventuell mit anschließender Für aus den vordersten Reihen zurücktreten, doch blieb er der Sache des erwiesen, die zu ein paar Tagen zu verbüßen. Der Nichter dürfe nicht auf eine bestimmte Zeit, sonjorge- Erziehung anzuwenden.( Die Strafe sei in besonderen Anstalten arbeitenden Volkes stets treu. dern müsse unbestimmt auf zwei bis fünf Jahre" erkennen. Eine besondere Behörde habe dann zu entscheiden, in welchem Zeitpunkt innerhalb dieses Zeitraums die Entlassung zu erfolgen habe. Eine Das Appellgericht von Lyon hat auf die Beschwerde der welt- Entlassung vor Ablauf von fünf Jahren sei stets bedingt.) lichen Strohmänner der Kongregationen gar der Regierung das 5. Gegen gewerbsmäßige gewerbsmäßige Verbrecher trit als Sicherung Recht aberkannt, Amtssiegel an den gesetzlich geschlossenen Nonnen- ftrafe Zuchthausstrafe nicht unter fünf beziehungsweise nicht schulen anzulegen. zehn In Quimper hat denn ein erstinstanzliches die wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen oder wegen 6. Gemeingefährliche Verbrecher, Gericht das Erkenntnis von Lyon ausdrücklich mit juristischen verminderter zurechnungsfähigkeit zu milderer Strafe verurteilt Gründen bekämpft. Ferner wurden gewiffe Bestimmungen des werden, sind, und zwar erstere sofort, lettere nach Verbüßung der Vereinsgefeges gegen die Lehrerthätigkeit von Mitgliedern auf- Strafe, durch den Strafrichter in Heil- oder Pflegeanstalten zu vergelöster Mönchsorden, namentlich der Jesuiten, in einigen Fällen von weisen. 7. Die bedingte Verurteilung ist im Sinne der früheren Herifalen Richtern chnisch mißachtet. Beschlüsse des Deutschen Juristentags reichsrechtlich zu regeln. 8. Die weitere Ausgestaltung des Strafensystems sowie des ganzen allgemeinen Teils des Strafgeiegbuchs bleibt späteren Verhandlungen des Deutschen Juristentags vorbehalten; die Behandlung des besonderen Teiles wird der amtlichen Kommission überlassen. fehlt auch nicht an glatt freisprechenden Urteilen. Sonst aber hagelt es bekanntlich wegen der gleichen Bergehen Wochen und Monate Gefängnis, selbst wenn es sich nicht etiva um streifende Arbeiter handelt. Das Militärgericht von Nantes hat im Grunde nur mit foldatischer Barschheit in die Schilderhebung gegen die antiflerifale Regierung eingegriffen, an welcher sich die Civiljustiz mit kasuistischer Vorsicht beteiligt. unter Jahren cin. Ein weiteres Gutachten lag von seiten Prof. Calter- Straß Gerade dieser Tage benutzte die den Klerikalen so günstige Civil- burg vor: Der Berichterstatter, Brofessor Dr. Ka hI- Berlin, juftig wieder einmal die Gelegenheit, ihr zweites, strenges Geficht betont die Notwendigkeit der Revision der Strafgesetzbücher. Eine den Arbeitern zu zeigen. In Decazeville, wo die Metallarbeiter im Umgestaltung bedürfe die Bestrafung wegen Majestätsbeleidigung, Streik stehen, wurde der Gewerkschaftssetretär Taillefer selbstverständlich nicht in dem Sinne der Schwächung des monarchischen berhaftet und, in Handschellen gefeffelt, nach Villefranche Auschens. Die heutige Strafart der Majestätsbeleidigungen fei transportiert. Grund: er hat in Ausübung seines gesetzliches Rechtes gerade in hohem Grade geeignet, das monarchische Anschen zu einem Polizeikommissar den Eintritt in eine Gewerkschaftsversamm- schwächen. Das Gesez müsse dahin eine Aenderung erfahren, daß nur solche Majestätsbeleidigungen bestraft werden, bei denen ein öffentlung verweigert und dessen gewaltsames Eindringen durch Gewalt zu liches Interesse nachiveisbar fei. Außerdem dürften Majestätsverhindern gesucht. Das Gesuch der Gewerkschaft um provisorische Haft- beleidigungen nur auf Antrag einer Centralbehörde verfolgt werden. entlassung ihres Sekretärs wurde natürlich abgeschlagen. Taillefer Ferner müsse die Bestrafung wegen des Zweikampfes Aenderung erHat ja teine Klerifalen Barrikaden errichtet, nicht mit pfäffisch gefeg- fahren. So lange im Strafgesetzbuch die Ehre nicht als höchstes neten Unratsfübeln gegen die Gendarmen gekämpft. Gut angesehen werde, werde man dem Zweikampf nicht Einhalt Graf de Montebello, der bisherige französische Botschafter thun. Es sei auch notwendig, bei Bestrafung des Zweikampfes nach in Petersburg, frondiert gegen die Regierung. In einer Petersburger eine Aenderung wegen Bestrafung von Vergeben gegen die Religion. dem Anlaß der Herausforderung zu fragen. Ebenso notwendig sei Depesche an den„ New York Herald" und im Klerikal- monarchistischen Der§ 166 des Strafgeiegbuchs sei in der aufgeregten Zeit der Gaulois" verkündigt er der Welt seine Unzufriedenheit. Seit elf religiösen Streitigkeiten im 19. Jahrhundert entstanden. Jahren Botschafter und genehme Person in Petersburg hielt er sich für eine unentbehrliche Säule der Alliance. Er hat denn auch sich geweigert, feine Pensionierung zu verlangen, und er mußte gegangen werden, nachdem die Regierung endlich gemerkt hatte, daß er bei der Zarenregierung Privatopposition gegen die innere Politit seiner eigenen Regierung treibt. Auf seine indiskreten Beschwerden über seine Pensionierung antwortet ihm nun eine der autoristertesten Personen" im ministeriellen Matin": " In Herrn de Montebello hatten wir den Botschafter ge wisser französischer Parteien. Herr Bompard( sein Nachfolger) wird der Botschafter der französischen Republik sein." Der Herr Graf muß es ganz arg getrieben haben, wenn ihn selbst ein Delcaffé nicht mehr dulden mochte. Jaurès fündigt in der Petite République" an, daß die socia listischen Deputierten beim Wiederzusammentritt der Kammer den Antrag stellen werden, die wichtigsten Puntte des Prozesies von Nantes, nämlich den telegraphischen Befehl des Generals Frater, die Antwort des Oberstlieutenants de Saint- Rémy und den Urteilsspruch des Kriegsgerichts, durch Mauecanschlag belannt zu geben. Die Soldaten müßten wissen, welchen Sinn das Wort Disciplin babe, welche Grenzen dem Gehorsam gezogen feien und wann für sie das Recht des selbständigen Denkens beginie. Italien. § 166 entspreche daher nicht den heutigen Verhältnissen. Der Redner empfahl ferner eine Beschränkung der Eide, eine Reform der Beftrafung der Sittlichkeitsverbrechen, und bezeichnete es als notwendig bei der Strafzumeffung dem Richter nicht einen zu großen Spielraum zu lassen. Die Prügelstrafe bei Jugendlichen fei höchstens als Disciplinarmittel beizubehalten. Der Redner empfahl schließlich eine Reihe von Leitsägen, die im wesentlichen lauten: I. Die Revision des Deutschen Strafgeseßbuchs vom 15. Mai 1871 ist eine dringende, aber nicht drängende Aufgabe der Reichsgesetzgebung. II. Jn Ansehung der äußeren Gestaltung dieser Revision ist dem Gesetzgeber zu empfehlen: 1. daß eine Ausscheidung des Polizeistrafrechts vorgenommen werde, wobei vorbehalten bleiben kann, ob und inwieweit dieses der laudesrechtlichen Ordnung zu überweisen oder in Verbindung mit andren Teilen des Verwaltungsstrafrechts in einer besonderen Reichs- Polizei- Ordnung zu fodifizieren sei; 2. daß die Gelegenheit wahrgenommen werde, den Stoff der strafrechtlichen Ergänzungsgesetze mindestens insoweit in das Strafgesetzbuch einzuarbeiten, als es zur Vereinfachung der gesetzlichen Thatbestände wünschenswert und zur Beseitigung der aus der Gelegenheitsgesetzgebung erwachsenen zahlreichen Jukongruenzen notvendig ist; " Polizeiliches, Gerichtliches usw. Vom Danziger Kriegsschauplake. Die Inhaberin des Parteilokals in Danzig, Frau Berger, hatte gegen das Verbot der Benutzung ihres Lokals selbst durch geschlossene Geſellſchaften Beschwerde beim Regierungspräsidenten führen laſſen. Darauf erfolgte jetzt der nachstehende Bescheid; Der Regierungs- Präsident. Eingangs- Nr. A I 2291/8. Danzig, den 31. August 1902. Die von Ihnen Namens der Frau Berger, geb. Foth, wohnhaft Brodbänkengasse 11 hierselbst, erhobene Beschwerde über die Verfügung des Herrn Polizeipräsidenten vom 5. Juli d. J., betr das einstweilige Verbot der ferneren Bemigung des Lokales Brodbänkergasse Nr. 11 zu Versammlungszwecken, weise ich nach Prüfung des Sachverhalts als unbegründet zuriid. Die angestellten amtlichen Ermittlungen über die Vorgänge gelegentlich der Versammlungen in dem genannten Lokale vom 26. Juni dieses Jahres und 3. Juli dieses Jahres haben ergeben, daß weder der zu Versammlungszweden benugte Raum seiner Beschaffenheit nach den überwachenden Polizeibeamten ausreichende Garantien für die Möglichkeit der Aufrechterhaltung von Ruhe, Sicherheit und Ordnung in erregten Versammlungen bietet, noch andrerseits die Konzessionsinhaberin selbst, Frau Berger, bei diesen Gelegenheiten die vorgekommenen Ausschreitungen zu verhindern im stande oder gewillt gewesen ist. Frau Berger steht unzweifelhaft unter dem Sinfluß ihres zur Zeit wegen Ausschreitungen in der Ver jammlung am 26. Juni d. J. in Untersuchungshaft befindlichen Ehemannes und übt den Geschäftsbetrieb entweder nach den Intentionen desselben und seiner Parteigenossen aus, oder sie steht denselben machtlos gegenüber. Daß unter diesen Umständen eine den Erfordernissen der öffentlichen Ordnung entsprechende Geschäftsführung zunächst von Frau Berger nicht zu erwarten ist, erweisen die seit dem 5. Juli vorgekommenen zahlreichen lebertretungen der für das Lokal fest= gesetzten Polizeistunde, wie auch die Duldung der Abhaltung einer Bersammlung am 15. Juli trotz des polizeilichen Verbots. Im Hinblick auf diese in der Person der Konzessionsinhaberin liegenden Gründe rechtfertigt sich auch die allgemeine Fassung des polizeilichen Verbots für Versammlungen jeder Art. Es ist festgestellt, daß die Vermietung des Lokals an geschlossene Gesellschaften, von denen jede zur ausschließlichen Benußung des gemieteten Raumes hätte berechtigt sein sollen, in unzulässiger Weise ausgenutzt worden ist. So sollten am 5. Juli d. J. sieben Vereine ihre Rassenabende zu gleicher Zeit in dem räumlich ungeteilten Lokale abhalten und es hatten sich bald nach 8 Uhr bereits 35 Personen eingefunden. Die Gleichheit der politischen Stellung der Gäste des Lokals rechtfertigt die Annahme, daß Frau Berger unter dem Deckmantel der Vermietung an geschloffene Gesellschaften die Abhaltung politischer, polizeilich nicht überwachter Versammlungen fördert oder duldet. Ich sehe mich deshalb nicht in der Lage, die zutreffend begründete polizeiliche Verfügung vom 5. Juli d. J. ihrem Antrage entsprechend aufzuheben oder abzuändern. An Herrn Rechtsanwalt Thun Hier. In Vertretung: Fornet. Das Verbot der Abhaltung der Kaffentage wurde vom Regierungspräsidenten unterm gleichen Datum mit wörtlich derselben Begründung für rechtsgültig erflärt. 3. daß die Strafprozeß- Reform im ganzen bis nach geschehener Revision des Strafgesetzbuchs zurückgestellt werde. III. Am Inhalte dieser Revision beteiligt sich der Deutsche Cat Juristentag in der Weise, daß er Leitsäge zunächst über diejenigen Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, daß in den Vom Kongreß der italienischen Socialisten. Die gestern Fragen zu gewinnen sucht, welche nach ihrer centralen Stellung oder Versammlungen, auf die sich das Verbot angeblich stügt, gar mitgeteilte Stompromißresolution von Bonomi wurde, wie der principiellen Bedeutung im wissenschaftlichen und vollstümlichen teine Ausschreitungen weiter vorgekommen sind, als daß der 3. Juli, Telegraph bereits mitgeteilt hat, nach dreitägiger Debatte an- Gime, die wesentlichen Probleme der Strafrechts- Reform darstellen. Polizeikommissar Sachße in der Versammlung am die er auflöſte, weil ein Redner ihn in die Debatte zog, einen gegenommen. Die von den Intransigenten gestellte Resolution, die Dahin gehören mindestens und notwendig: mit 456 gegen 279 Stimmen fiel. hat folgenden Wortlaut: 1. Die strafrechtliche Behandlung der jugendlichen Personen. ladenen Revolver auf die ruhig das Lokal verlassenden VersammIn Erwägung, daß die Aktion der socialistischen Partei von 2. Die strafrechtliche Behandlung der geistig Minderwerten. 3. Diej lungsteilnehmer richtete. Abgesehen davon, daß sich das Verbot also ihrem revolutionären Charakter getragen sein muß, in Anbetracht strafrechtliche Behandlung von Nüdfall und gewerbsmäßigem Ver- auf Voraussetzungen stüßt, die gar nicht zutreffen, find seine Gründe dessen, daß jede Reform durch die Arbeiterklasse selbst errungen brechertum. 4. Die richterliche Strafzumessung( verbunden mit der derart, daß sie einander selbst aufheben. werden muß, und daß dieselben den allgemeinen Zwecken, nämlich strafrechtlichen Behandlung des Versuchs). 5. Das Strafmittelsystem. der politischen und ökonomischen Umformierung der gegenwärtigen 6. Der Strafvollzug einschließlich wiederholter Prüfung der bedingten Gesellschaftsordnung, welche durch das in eine Klassenpartei organi Verurteilung und bedingten Begnadigung. fierte Proletariat durchzuführen ist, bei und unterzuordnen sind, in Nach längerer Debatte wurden diese Anträge schließlich mit der Erwägung, daß die Einigkeit der Partei nicht durch das Neben- Maßgabe angenommen, daß unter die Worte: aber nicht drängende" einanderbestehen zweier Tendenzen und zweierlei Taktiken gefährdet und Punkt 3 zu streichen ist. werden darf, erklärt der Kongreß, daß die socialistische Partei auf wegen Im Anfange wird gesagt, daß das Lokal seiner Beschaffenheit die Möglichkeit der Aufrechterhaltung der Sicherheit nicht bietet und später heißt es, das Lokal sei räumlich und es verden 35 Personen bereits als ein ungeteilt Besuch behandelt; sieben Vereine fönnten darin starter nicht gleichzeitig ihre Beiträge einziehen. Wenn das zutrifft, dann fann es doch nur ein verhältnismäßig fleines, leicht zu überden verschiedensten Gebieten des politischen und wirtschaftlichen Die Abteilung für Privatrecht beschäftigte sich mit sehendes Zimmer sein, in dem die Sicherheit und Ordnung Nach sehr leicht aufrechtzuerhalten sein muß. Entweder ist das Stampfes ihre Ziele unabhängig und getrennt von jeder andren dem Schuh der Bauhandwerkerforderungen. Selaffe oder Sefte und von jeder andren politischen Partei zu ver- sehr langer Besprechung gelangte folgender Antrag des Professors Lotal so groß und unübersichtlich gebaut, daß die Polizeider Sicherheit nicht einstehen folgen hat." Dr. Hehmann in Königsberg i. Pr. fast einstimmig zur Annahme: beamten für Aufrechterhaltung nicht mehr einzuwirken vermochte. Der Bescheid des Regierungspräsidenten zeigt, daß es sich um nichts wie um eine planmäßige Bekämpfung der Arbeiterbewegung am Orte durch Anwendung polizeilicher Machtmittel handelt, für die dann eben eine„ Begründung" unter allen Umständen gesucht werden muß, sie sei, wie sie wolle. Ende des Kampfes noch nicht abzusehen. bon können; dann können die fieben geschlossenen Gesellschaften wohl tarif nach verschiedenen Verhandlungen mit dem deutschen Metall- unter dem Vorsitz des Landgerichtsrat Dietz zur Erörterung. Auf ungehindert ihre 35 zahlende Mitglieder expedieren. Oder es ist so arbeiter- Verband abgelehnt und die am 15. Juli getroffenen Verein der Anklagebant befanden sich folgende Personen: 1. der Schleifer klein, daß diese 35 Perfonen einander im Wege sind; dann kann barungen durchbrochen. Infolgedessen haben die Nürnberger Metall- Adolf Gutschow, 2. Handelsmann Arnold Meyler, 3. Schank wohl ein einziger Polizist die Sicherheit genügend wahren. schläger und Einlegerinnen jetzt den Streik beschlossen. Bei fünf wirt Eugen Jeanrenaud, 4. Scheide- Anstalts- Besizer Johannes Ob die 7 Vereine mit den 35 Besuchern eine unangemeldete Firmen ist die Arbeit bereits niedergelegt, bei den übrigen ist ge- von der Poppenburg und 5. Silberschmelzer Baul Reinpolitische Versammlung abhalten wollten, das hätte die Polizei doch fündigt worden. warth. Die beiden ersten Angeklagten waren des mehrfachen schweren erst thatsächlich abwarten müssen; ihre bloße Vermutung ist ein ganz unzulänglicher Grund für das Verbot. Austritt aus der Organisation verlangt die Schuhfabrit von Diebstahls, die übrigen der schweren bezw. einfachen Hehlerei beam 5. Juli von ihrem Manne beeinflußt worden sein soll, der, wie zur Wiederaufnahme der Arbeit melden. Da auf diese schmähliche zwei Schuyleuten beobachtet, auch wohnte der Gefängnisarzt Dr. Puppe Lustig ist die Behauptung, daß Frau Berger in ihrem Handeln Eberle u. Treibmann in Dresden von den Ausständigen, die sich schuldigt. Der Angeklagte Megler hatte in der letzten Zeit wiederholt an Tobsuchtsanfällen gelitten, er wurde deshalb fortgesetzt von der Bescheid felber sagt, schon am 26. Juni in Intersuchungshaft sich gegenüber allen Versuchen des Vereins deutscher Schuhmacher der Verhandlung bei. Auf dem Zeugentische lagen ein vielfach vergenommen worden ist, also seit dieser Zeit auf seine Frau doch gar behufs Beilegung des Konflikts ablehnend verhalten hat, so ist ein diejenigen Gegenstände, welche noch bei den Angeklagten gefunden Dieselben enthielten wurden. Am 18. Oktober v. J. war bei dem Juvelier Fiebig, Der Tischlerstreik in Zenleuroda ist, wie die„ Reuß. Voltsztg." Kommandantenstr. 17, ein Einbruch begangen worden, wobei Juwelen und mitteilt, verloren. Fünfzehn Wochen hatten die streikenden Arbeiter den Dieben Werte Goldsachen zum im Kampf ausgehalten. etwa 22 000 Mark in die Hände gefallen waren. Die Thäter Am 13. März dieses Der Verband der Lithographen, Kartographen ze. hielt dieses Diebstahls wurden nicht ermittelt. feinen Verbandstag am 8. und 9. September in Leipzig ab. Da- Jahres wurde ein Einbruchsdiebstahl unter ganz gleichen UmDa- ständen beim Juwelier Joachimsohn, Königstr. 50, ausgeführt, Aus Industrie und Handel. felbft wurde berichtet, daß die Verhandlungen zwecks Verschmelzung und dann folgte am 12. Mai ein dritter Diebstahl beim Juwelier mit dem( alten) Verband der Lithographen, Steindrucker und BerufsDeutsch Ostafrikanische Gesellschaft. Einen interessanten genossen gescheitert sind, und daß es auch nicht zum Anschluß an die Betermann, Schönhauser Allee 188. Bei Joachimsohn wurden für 54 000 m., bei Petermann für 25 000 M. Wertsachen geBeitrag zur Beurteilung des Wertes der deutsch- ostafrikanischen Be- Generalkommission gekommen ist. Der Verbandstag beschloß. Tarif- stohlen. Die Spuren der Thäterschaft führten auf den fizung liefert der soeben von der obigen Gesellschaft erstattete gemeinschaften mit den Unternehmern nicht einzugehen und die Aus- Schleifer Gutschow, welcher verhaftet wurde und auch das Geschäftsbericht für 1901. Wie dieser fonstatiert, sind die Preise führung des Beschlusses des Verbandes der Lithographen, Stein Geständnis ablegte, welches er im gestrigen Termin wiedereiner Reihe von Produkten, welche die Gesellschaft in Deutsch- drucker und Berufsgenossen, der den Abschluß von Tarifgemeinschaften Oftafrita, Sansibar und Madagaskar auftauft, um sie auf den befürwortet, zu verhindern, da den Lithographen mit einer schemati- Gemeinschaft mit dem aus Paris stammenden Handlungsgehilfen Er gab an, daß er die beiden letzten Einbrüche in europäischen Martt zu bringen, dermaßen zurückgegangen, daß ichen Regelung der Arbeitsverhältnisse nicht gedient jei. Im übrigen Eugen Jlly ausgeführt habe. Jay, ein äußerst gefährlicher Mensch, in diesem Teil des Geschäfts mehrfach beträchtliche Verluste entstanden. sei eine friedliche Vereinbarung über die Arbeitsbedingungen mit den fei sein böser Geist und Verführer gewesen, der auch die Gelegenheit Infolge dessen haben die Generalvertretung in Sansibar und die Unternehmern zu empfehlen. Ferner lag ein Antrag vor, der zu den Diebstählen Faktoreien Ostafritas denn auch nur einen Gewinn von 40 589 M. eine Kommission eingesetzt wissen will, welche eine Grundlage vorzüglichsten Werkzeuge gewesen sei. ausbaldowert habe und im Besitz der Zur Fortschaffung der erbracht, während die Niederlaffung Nossibé Majunga sogar für die Einigung der in zwei Verbänden organisierten Lithographen beim ersten Diebstahl erbeuteten Goldfachen habe Jay gleich einen Verlust von 16 250 M. aufweist. Wenn trotzdem die schaffen soll. Wie in der Diskussion hervorgehoben wurde, ist das einen Koffer mit an Ort und Stelle gebracht. Den Koffer Getvinns und Verlustrechnung des Gesamtgeschäfts immerhin noch Bestreben nach einer Einigung im Verbande der Litho mit einem Gewinn von 214 184 Mark abschließt, erklärt graphen vorhanden, so lange der alte Verband auf dem Stand- hätten sie nach seiner, Gutschows Wohnung, auf den Boden fich das aus den bedeutenden Einnahmen aus Provisionen, Binsen punkte der bedingungslosen Auffangung bestehe, sei vorläufig angebracht, nachdem Jay eine Anzahl goldener Stetten an sich und aus der Münzprägung. Die Stammanteile erhalten feine eine Einigung nicht zu denken. Der Verbandstag gab seiner Dividende, nur die mit 70 Proz. eingezahlten Vorzugsaktien sollen Meinung dahin Ausdruck, jeder Zeit zu einer Einigung bereit zu nach Borschlag der Verwaltung 5 Proz. erhalten, wofür 105 000 m. sein, jedoch nicht zu einer Vereinigung innerhalb des alten VerVon dem dann noch verbleibenden Gewinn bandes, sondern zu dem Zwecke, daß sich eine allgemeine Lithowverden 17 689 m. zurückgestellt, 32 304 m. dem Versicherungsfonds graphen- Organisation bildet. Von der Wahl einer Kommission wurde und 36 381 M. dem Delfrederefonds überwiesen und der abgesehen. Rest von 22 800 auf nene Rechnung vorgetragen. ausgesetzt werden. V Ausland. holte. gebracht hätten, der dafür 500 m. zahlte, die zwischen Jay und ihm genommen, die sie am folgenden Tage zum Angeklagten Jeanrenaud gebracht hätten, der dafür 500 M. zahlte, die zwischen Jay und ihm geteilt worden seien. Dann habe er sich von Jay verleiten lassent, geteilt worden seien. Dann habe er sich von Jay verleiten laſſen, auch an dem Diebstahl bei Petermann teilzunehmen, und nachdem dieser geglückt war, habe Jlly gegen seinen Gehilfen, den Angeklagten Gutschow, einen Trenbruch begangen. Um sich in den alleinigen Besitz des wertvollen Koffers zu sehen, habe Jlly sich drei Leute angenommen, welche sich als Kriminalbeamte ausgeben und angeblich Ueber die Ergebnisse des Plantagenbaues, speciell über den Ver- Der National- Kongreß der belgischen Berglente tagte am im Auftrage der Behörde in der Gutschowschen Wohnung eine fuch des Kaffee- Anbaues teilt der Bericht mit, die Staffeeplantage 7. September in Charleroi. Zur Verhandlung stand die Frage des Haussuchung vornehmen mußten. Diefelben hätten dem Illy den Union habe im Berichtsjahre 57 211 Kilogramm enthülsten Kaffee ge- Achtstundentags bezw. die Mittel zur Erringung desselben. Koffer ausgeliefert und der letztere sei dann mit der ganzen Beute liefert, wofür 62 753 M. erlöst wurden.( Das Vorjahr hat 54 500 Kilo- In der Hauptsache wurden drei Wege vorgeschlagen: die Bergarbeiter auf und davongegangen. Der Vorsitzende erkannte an, daß Guts gramm mit einem Erlös von 69 598 M. erbracht.) Auf der Plantage Muoa sollten allgemein an jedem Arbeitstage nach der achten Stunde die shows Schilderung des July der Wahrheit entsprechen könne, leider ist die Anzahl der Kokospalmen nicht vermehrt worden. Auf der Arbeit einstellen; der Generalstreit, und drittens der Weg durch die sei derselbe, der sich in England aufhalten sollte, nicht zu ermitteln Plantage Kifogwe- Mavera hat sich die Sisal- Kultur den Erivartungen Gesetzgebung. Der erste und zweite Vorschlag wurde verworfen, gewesen. Der Angeklagte Jeanrenaud gab zu, daß er mehrfach von entsprechend weiter entwickelt. Die Ernte im Jahre 1901 hat weil bei diesem zu große Anforderungen an das Solidaritätsgefühl Jay und Gutschow Goldsachen und Brillanten gekauft habe und auch 45 238 Rilogramm ausgemacht, wofür 26 059 m. gelöst wurden. Mit des einzelnen Arbeiters gestellt werden; weder sei die Aufklärung habe annehmen müssen, daß die Sachen nicht auf ehrliche Weise der Liberia- Kaffee- Pflanzung auf Mwera, der schon früher kein unter den belgischen Bergarbeitern weit genug vorgeschritten, noch erworben waren. Jeanrenaud behauptete bei seiner ersten Verneh günstiges Prognostikon hatte gestellt werden können, wurde neuer fei die Organisation start genug. Fast einstimmig gelangen die mung, daß Jlly und der Angeklagte Mezler ihm bereits im November dings fast ganz aufgeräumt, um den bereits bearbeiteten Boden für Vorschläge Maroilles zur Annahme, welche dahin gehen: Abhaltung v. J. eine Anzahl Goldsachen verkauft hätten und daraus zog die die Sisal- Pflanzung ausungen zu können. von Versammlungen im ganzen Lande, um nicht bloß die Bergarbeiter, Behörde den Schluß, daß die beiden Genannten den Diebstahl bei Fiebig von der sondern auch die Oeffentlichkeit Notwendigkeit der in der Kommandantenstraße ausgeführt hätten. Darauf wurde auch Reformen zu überzeugen; Massenpetitionen; der Klammer wird bei Megler, der fürzlich eine vierjährige Buchthausstrafe verbüßt hatte, ihrem Zusammentritt ein Gesegentwurf unterbreitet, der auf der in Haft genommen. Megler bezeichnete im Termin die Bezichtigung Basis des französischen beruht; große Straßendemonstrationen der Jeaurenauds als eine freche Lüge" und trat einen Alibibeweis Bergleute in allen Distrikten. dafür an, daß er sich in der fraglichen Nacht in einem Tanzlokal Der zweite Verhandlungsgegenstand betraf die Alters- in der Oranienstraße befunden habe. Dieser Beweis stieß auf pension für Bergleute. Die von den Bergleuten vom Staate Schwierigkeiten, so daß zwecks Ladung neuer Zeugen die Sache geforderte Benfion soll für Arbeiter unter Tage mit dem zurüd gegen Mezler ausgeschieden werden mußte. Die Angeklagten gelegten 50., für die über Tage arbeitenden mit dem 55. Lebens- Ad. Poppenburg und Reinwarth sind dadurch in die Sache verwickelt jahre beginnen und 600 Fr. pro Jahr betragen. In die Pensions- worden, weil sie seit längerer Zeit mit Jeaurenand in Verbindung tasse sollen die Arbeiter 3 Prozent ihres Lohnes zahlen; die Unter- gestanden hatten und ihm verschiedene Goldsachen und Juwelen abnehmer hätten für jeden ihrer Arbeiter einen gleichen Betrag bei- genommen hatten. Diese beiden Angeschuldigten bestritten mit aller zusteuern. Außerdem soll der Staat ebenfalls und zwar 2/3 der Entschiedenheit auch die geringste Echuld. Jeanrenaud sei von obigen Betragshöhe hinzufügen. Hause aus Goldarbeiter, fein Vater habe ein Geschäft in der Dies sei ihnen bekannt gewesen Baumwollernte in den Vereinigten Staaten. Nach einer auf Grund der Ablieferungsziffern vorgenommenen Zusammenstellung der Londoner Firma Neilt Brothers stellt sich für das Jahr 1901/02 der Ertrag der Gesamt- Baumwollernte in den Vereinigen Staaten auf rund 10 681 000 Ballen, wovon 7.639 000 an die Hafenpläge gelangten, 1104 000 nach Sanada und in die Spinnereien gefandt und 1938 000 Ballen von den Spinnereien der Südstaaten aufgenommen wurden. Für die legten fünf Jahre ergiebt die Zusammenstellung folgende Zahlen( in Ballen): Hafen zufuhr Verbranch im Süden 1 988 000 Gesamts ernte 10 681 000 10 383 000 Lands zufuhr 1901/02 1900/01 7 639 000 1 104 000 7 622 000 1 140 000 1 621 000 1899/00 6 678 000 1 161 000 1 597 000 8 530 000 1 345 000 1 400 000 8 730 000 1238 000 1 232 000 9 436 000 11 275 000 11 200 000 1898/99 1897/98. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zum Dreher- Streit bei Borsig erläßt der Verband Berliner Metallindustrieller foeben folgendes Rundschreiben: Infolge eines bei der Firma A. Borsig ausgebrochenen Dreher- Streits hat die Vertrauenstommission in ihrer heutigen Sigung einstimmig beschlossen: Vom 9. d. M. abends ab dürfen bis auf weiteres in den Verbandswerkstätten Arbeiter bezw. Arbeiterinnen irgend welcher Art nicht eingestellt werden, auch nicht als Ersatz für entlassene Arbeiter. Infolge dieses Beschlusses wird die Arbeitsnachweisstelle ihren Betrieb vom 10. d. M. morgens ab bis auf weiteres einstellen und die ihr gewordenen Aufträge nur in soweit erledigen, als ihr dieselben bis zum 9. d. M., abends 6 Uhr, zugehen. Von der eventuellen Aufhebung vorstehenden Einstellungsverbotes wird den Mitgliedern des Verbandes zeitgerecht Mitteilung gemacht werden. Die Bertrauens- Kommiffion des Verbandes Berliner Metall- Industrieller. In Vertretung des Borsigenden: 2. Keyling. Die Arbeiter werden nicht verfehlen, die Antwort auf diese neueste Maßnahme des Unternehmer- Verbandes zu geben. und sie hätten deshalb den Angaben Jeanrenands, daß die Sachen aus dem Nachlasse seines Vaters stammten, Glauben schenken müssen. würden sie Verdacht geschöpft haben, so würden sie sich wohl die Belohnung von 3000 M., die auf die Ermittelung der Thäter des Diebstahls bei Joachimsthal ausgesetzt war, zu verschaffen versucht haben. Streifftatistik in Frankreich. Die Zahl der im Monat Juli Leipzigerstraße gehabt. begonnenen Streits betrug nach amtlichen Erhebungen 85, an denen insgesamt 6434 Personen beteiligt waren. Im Juli 1901 waren 30 Streits zu verzeichnen; der Durchschnitt während der letzten 5 Jahre jedoch belief sich auf 58. Von den 35 Streits erstreckten fich 25 auf nur je einem Betrieb. Bei der Mehrzahl, nämlich im Monat Juli zu Ende gegangenen 30 Streits endeten für die bei 20, handelte es sich um Lohnforderungen der Arbeiter. Von den Arbeiter erfolgreich 7, erfolglos 11, durch Kompromiß 12. Die Arbeiter der Eisenhütten von Decizeville( Frank reich) befinden sich im Streit; die Puddler haben beschlossen, ebenfalls in den Ausstand zu treten, sobald die Ausständischen dies von ihnen verlangen. Die Maurer in Barcelona find in den Ausstand getreten. Die Arbeit ruht auf fast allen Bauten. Die Ursache des Ausstandes sind Lohnforderungen. Aus der Frauenbewegung. beste Parteigenoffinnen! Arbeiterinnen! 801 Der Gerichtshof sprach die Angeklagten Poppenburg und Rein tvarth frei, verurteilte Gutschow zu fünf Jahren Zuchthaus, Ehrverlust und Polizei- Aufsicht, Jeanrenaud zu drei Jahren Zucht haus, Ehrverluft und Polizei- Aufsicht. Je zwei Monate wurden durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet. Versammlungen. Bisher haben 13 Firmen bewilligt. Die Situation ist günſtig. Die Bleiglaser. Messingglaser und Glasmalet hielten gestern in den„ Arminhallen" eine gutbesuchte Versamm Lung ab, um den Bericht über den Streit entgegenzunehmen. Eine Anzahl solcher Kollegen, die erst fernstanden, haben sich den Auf die Wichtigkeit der Versammlungen gegen Fleischwucher und Stämpfenden angeschlossen. Scharf gerügt wurde die GleichGrenzsperre, die heute abend in Berlin und Umgebung stattfinden, gültigkeit der Mehrheit der Maler, die sich als Künstler fühlten weisen wir besonders die Frauen hin. Sie sind es, die mit dem und doch schlechter gestellt seien und schlechter behandelt würden, als die Glaser. Die Unternehmer haben außerhalb Berlins schwarze geringen Wirtschaftsgelde auskommen müssen. Sie müssen rechnen Listen in Umlauf gesegt. Einige von ihnen, die ihre Lehrlinge über und wieder rechnen, um mit den wenigen Groschen Haus zu halten. die gefeßlich zulässige Zeit jegt ausnuzten, wurden der Polizei bes Konnten sie früher für den Mann ein fleines, aber gutes Stück kannt gegeben. Die Versammlung hielt den Beschluß aufrecht, Fleisch kaufen, von welchem vielleicht noch ein Biffen für die Kinder wonach die Kollegen, die zu den neuen Bedingungen arbeiten, wöchent Achtung, Töpfer! Himveisend auf die in dieser Nummer abfiel, sie selbst mußten mit Startoffeln häufig genug vorlieb lich zum Streiffonds 6 M. zu zahlen haben. Die nächste Bere enthaltene Annonce betreffend die gesperrten Firmen sehen wir uns nehmen, so werden sie jetzt bei den hohen Fleischpreifen zum fammlung, zu der die Meister eingeladen werden, findet Freitagvor genötigt, den Sachverhalt etwas näher zu beleuchten, wie er sich auf Stückenfleisch greifen müssen. Auch wird die Nachfrage nach dem mittag 10 Uhr in den Arminhallen statt. dem Bau Charlottenburg, Friedbergstraße, wo ein Restaurateur" auf der Baut verkauften Fleisch steigen. Viele Hausfrauen, Berichtigung. In der von der letzten Versammlung der Ber Stred die Töpferarbeiten ausführt, zugetragen hat. Die dort be- welche früher der Efel zurückhielt, wird die Not dazu treiben, dieses liner Gewerkschafts- Kommission angenommenen Resolution( Nr. 211 schäftigten Kollegen hatten den Töpferträger aufgefordert, sich seiner minderwertige Fleisch zu kaufen; denn dasselbe wird erst auf dem des„ Vorwärts") hat der Druckfehler Teufel im vierten Abfaß das Organisation anzuschließen, was felbiger auch versprach, aber nicht ausführte, sondern Feierabend machte. Die Kollegen, durch den Biehhof gefocht, um es wenigstens genußfähig zu machen, dadurch Wort centralistischer" in socialistischer" verwandelt und dadurch den Arbeitgeber Streckt aufgefordert, einen andren Träger zu besorgen, wird natürlich Nährstoff entzogen und die Arbeiter dürfen mit dem Sinn des Sazes entſtellt. Derfelbe lautet in richtiger Fassung: " Der wirtschaftliche Kampf der Arbeiter hat zur Grundfamen dem nach. Als ein solcher erschien, wurde ihm mitgeteilt, widerlichen Fleisch ihren Magen betrügen. bedingung eine alle Kollegen umfassende Berufsorganisation, daß er nicht anfangen brauche, da sich andre Töpfer gefunden hätten, Kommt in die Versammlungen, bringt Eure Nachbarinnen und welche sich über das ganze Land erstreckt und auf streng centra bie auch mit unorganisierten Trägern zusammen arbeiten würden. Freundinnen mit und laßt Euch dort belehren, wer schuld am Fleisch- listischer Grundlage aufgebaut ist.". Bach einiger Zeit erschienen denn auch diese Herren. Unfre Mitglieder wucher hat. Die Vertrauensperson. suchen wir, die gesperrten Firmen fireng zu meiden. Der Vorstand der Filiale Berlin. Deutsches Reich.ad Die Steinfeger und Rammer in Rottbus find in eine Lohn bewegung eingetreten. Sie fordern eine Erhöhung des Stundenlohns von 45-50 auf 50-55 Pfennig für Steinfeger, von 30 auf 85 Pf. für Rammer. Es handelt sich zum allergrößten Teil 11117 Arbeiter, die nicht in Scottbus, sondern auswärts, zum Teil fogar in Großstädten ihren Wohnsitz und somit die Kosten eines doppelten Haushaltes 811 bestreiten haben, denen es deshalb absolut unmöglich ist. mit den jetzt gezahlten Löhnen auszukommen. Die den Arbeitgeberit, bezw. der Stadt gestellte Frist läuft bis Freitag. Die Situation ist ungemein günstig, da ganze Straßen offen liegen. Alle Arbeiter find organisiert. Aus legterem Grunde ist den Steinfegermeistern vom Verbandsvorstand der Arbeiter auch der Abschluß eines Tarifvertrages angeboten. Buzug ist bis auf weiteres fernzuhalten. Der Streit der Tischler in Stolp dauert unverändert fort. In sechs Betrieben sind die Forderungen bewilligt und die Arbeit wieder aufgenommen. In den übrigen Betrieben waren die Ver handlungen bisher ergebnislos. Der Bund deutscher Frauenvereine hält in den Tagen vom Lehte Nachrichten und Depelihen. 6. bis 9. Oftober seine fünfte Generalversammlung in 2iesbaden ab. In den öffentlichen Konferenzen der Kommissionen für Oberhausen, 10. September.( W. T. B.) In einem Hause, Arbeiterinnenschutz, zur Bekämpfung des Alkoholismus und für in dem sechs polnische Familien wohnten, brach Feuer aus. Die Erziehungsfragen werden die Themata:" Schutz der Konfettions Bolizei fand in einem Zimmer fieben Dynamitpatronen, sowie eine arbeiterinnen",„ der. Erlaß des preußischen Stultusministers große Anzahl Zündschnüre und Zündhütchen. Ein polnischer Berg" Belehrung über Sie mann und dessen Kostgänger wurden verhaftet. betreffend Schule und Alkoholismus", geschlechtlichen Verhältnisse in Schule und Haus" zur Besprechung gelangen. Für drei öffentliche Abend Bersammlungen sind folgende Vorträge mit anschließender Diskussion in Aussicht genommen:" 1. a) Die ethische Bedeutung der wiffen schaftlichen Bildung". b)" Die Reform der höheren Mädchenschule"; 2. a) Die wirtschaftlichen Ursachen der Prostitution", b) Die Gefährdung der Jugend und das Fürsorge- Erziehungs- Gefeß"; 3. a)„ Das Vereins- und Versammlungsrecht", b)" Die Politik und die Frauen". Gerichts- Beitung. Aus Straßburg i. E. wird der Frankfurter Zeitung" gemeldet: Die reichsländischen fleritalen Ab= geordneten beschlossen in einer gestern hier stattgehabten vertraulichen Besprechung, in nächster Zeit eine große Versammlung zu veranstalten, in der zu der Frage des Auschlusses an das Centrum Stellung genommen werden soll. Arad, 10. September.( B. S.) Wallachische Zigeuner steckten nachts eine Scheune in Brand, in der zahlreiche Wallfahrer übernachteten. Acht Personen tamen in den Flammen um, neun erlitten schwere Brandwunden. London, 10. September.( B. S.) Nach fünftägigen unter brochenen Arbeiten ist es gelungen, drei in der vorigen Woche in der Die Juwelen- und Gelddiebstähle, welche in den ersten Nähe von Blackeney verschüttete Grubenarbeiter zu retten. Die Monaten d. J. in Berlin ausgeführt wurden und wegen des tolossalen Aerzte hoffen diefelben am Leben zu erhalten, obgleich fie infolge Die Metallschläger in Nürnberg streifen. Die Metall Wertes der erbeuteten Gegenstände besonderes Aufsehen erregten, der Entbehrungen und der schlechten Luft sehr schwach sind. Sieben schläger- Meister haben den von ihnen gewünschten einheitlichen Lohn- gelangten gestern vor der ersten Ferienstrafkammer des Landgerichts I Arbeiter wurden als Leichen aufgefunden. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 212. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 11. September 1902. Arbeiter, Handwerker, Parteigenossen! Thut Eure Schuldigkeit und protestiert durch zahlreichen Besuch der heutigen Versammlungen gegen Fleischwucher und Grenzsperre! Tokales. Arbeitslosigkeit und Krankenkaffen. Ueber das Ergebnis der Berliner Arbeiter Krankenversicherung werden jetzt für 1901 vom städtischen Statistischen Amt die üblichen Tabellen veröffentlicht, die aus den mit den Herren eine Unterredung gehabt, in der ich nichts gesagt jedoch wiederholt, er wolle seiner Frau nicht aur Last fallen und oder gethan habe, was mir das Konsistorium hat vorwerfen können, werde sich deshalb erschießen. In einem unbewachten Augenblick be namentlich hat es nach seinen eigenen Entscheidungsgründen nicht gab er sich auf den sog. Weißenseer Weg und führte daselbst seinen angenommen, daß ich in dieser Unterhaltung um Stimmen geworben unseligen Entschluß aus. oder Mittel geschweige denn unwürdige Mittel angewandt habe, um auf meine Wahl einzuwirken. Ist ein Fehler gemacht, so bin ich nicht dafür verantwortlich. Mitteilungen der Krankenkassen an die Aufsichtsbehörden zufammen- Die Schuld fiele auf diejenigen, die mich, freilich auch arglos, eingestellt sind. In diesen Tabellen tommt der Beschäftigungsgeladen haben. mangel, unter dem ein großer Teil der Arbeitsbevölkerung Das ist nun der einzige Grund, den das Konsistorium anführt, Berlins im letzten Jahre zu leiden gehabt hat, deutlich zum Aus- um die Anklage wegen univürdigen Wandels als berechtigt zu druck. Daß bei den Krankenkassen die Mitgliederzahl im erklären und meine Wahl zu fassieren! Und diese Entscheidung hat Laufe des Jahres entsprechend der Mehrung der Oberkirchenrat gebilligt und durch seine Billigung den ihm nach oder Minderung der Arbeitsgelegenheit geordneten Behörden bei Verwendungsmöglichkeit empfohlen. Pastor Neidthardt richtet weiter an den Oberkirchenrat die Aufforderung, die wahren Gründe für die Nichtbestätigung bekannt fcheinung. Im Jahre 1901 ist aber bei vielen Kranken- zu geben. Wenn die Angaben des liberalen Bastors fich bewahr tassen, zum erstemmal feit einer längeren Reihe von Jahren, auchheiten, so wird die Arbeiterschaft sich von neuem sagen, daß sie an im ganzen eine Verminderung der Mitglieder dem moralischen Schaden, der ihr aus der Gleichgültigkeit gegen zahl eingetreten. das Kirchentum etwa erwächst, nicht allzu schwer zu tragen hat. schwankt, das ist eine alljährlich wiederkehrende Er= Was ein Häkchen werden will. Den, Roman eines Fünfzehn jährigen" erzählt die Br. Landesztg." aus Braunschweig: Am Sonnabendmorgen, erschien in dem Likkendorfschen Geschäft am Friedrich Wilhelm- Plage ein junger Mann und bestellte im an geblichen Auftrage eines in der Nähe wohnenden Arztes für Mart Chokolade. Die Verkäuferin wurde mit der Chokolade abs geschickt, auf der Straße versuchte der junge Mensch, die Chokolade in seinen Besitz zu bekommen, doch ließ das Mädchen sich darauf nicht ein, sondern brachte die Ware selbst in die Wohnung bes Arztes, wo sich herausstelite, daß dieser einen solchen Auftrag überDer junge Mensch war inzwischen haupt nicht erteilt hatte. verschwunden; am Nachmittage jedoch traf ihn das Mädchen wieder im Hauptpostgebäude und veranlaßte seine Verhaftung. Bei seiner Vernehmung gab er zu, daß er sich die Chokolade habe verschaffen wollen, um seinen Hunger zu stillen, da er mittellos gewesen sei. Er sei der 15jährige Graf Ernst v. Schwerin aus Zehlendorf bei Es interessieren hier besonders die der Aufsicht der städtischen Einiges vom Stadtbaurat Dr. Hobrecht. Der verstorbene Berlin und habe vor einiger Zeit von seiner Mutter 300 M. ers Gewerbebeputation bezw. des Magistratskommissars unterstellten Stadtbaurat Dr. Hobrecht verfügte noch als Siebziger über eine halten, um nach Halle zu fahren. Dort habe er eine Dame, die Kaffen, die ja den weitaus größten Teil der Gesamtheit der Ver- eisenfeste Natur, dem sein gerades und schroffes Wesen entsprach. Mitglied einer Damenkapelle war, fennen gelernt, und als die Kapelle ficherten in fich schließen, die Orts, die privaten Be Ueberall, wo er auch wirkte und auftrat, wußte er den Gang der nach Braunschweig fuhr, um dort aufzutreten, reiste der jugendliche triebs, die Innungs- Krantentaisen und die Dinge alsbald so zu gestalten, daß alles sich seinem Willen beugte. Liebhaber seiner Flamme nach. In Braunschweig ging ihm aber das Geld Gemeinde Krantenversicherung. Vom Januar 1901 Und meist überließ man sich gern seiner zielbewußten Führung. aus, und aus diesem Grunde will er die Schwindelei mit der Chokolade Dies hat sich jahrelang im Berliner Architekten Verein ge- begangen haben. Das Mädchen war inzwischen zu der Erkenntnis bis zum Januar 1902 haben sich bei den Orts- Krankenkassen die zeigt, als deffen Borsigender Hobrecht wiederholt gewählt wurde, gekommen, daß ihr jugendlicher Anbeter doch bei seiner Mutter einst männlichen Mitglieder von 237 306 auf 228 937 vermindert, die und, wie innerhalb seiner Amtsthätigkeit, so trat er auch außer- veilen noch am besten aufgehoben sei, und suchte ihn zu überreden, weiblichen von 132 590 auf 133 423 vermehrt, bei den Betriebs- halb derfelben selbstbewußt und ohne jedwedes Ceremoniel nach Zehlendorf zurückzukehren. Er wollte jedoch nicht von ihr Krankenkassen die männlichen Mitglieder von 67 570 auf 62 941 auf. Hierfür nur eint Beispiel. Im Juni 1895 be lassen und endlich versprach sie ihm, in einem postlagernden Briefe permindert, die weiblichen von 13 340 auf 13 287 vermindert. Bei fichtigte eine Kommission, bestehend aus dem Stadt ihre Photographie zu schicken. Als der junge Mann am Sonnabend ben Junungs- Krankenkassen zeigt die Zahl der männlichen Mitglieder fynditus- Menbrink, dem jetzigen Ober- Berwaltungsgerichtsrat, nachmittag auf der Post erschien, empfing er auch einen Brief des eine geringe Erhöhung, von 38 468 auf 38 593, eine größere die der dem Stadtrat Marggraff und dem Geb. Baurat Dr. Ho brecht, Mädchens, in dem ein Zehumartstück enthalten war, und die Aufweiblichen Mitglieder, von 8432 auf 10 762. Die wenigen noch zur Blackwall- Tunnel, eine Straßenunterführung unter der Themfe. Da die Bahnbauten Londons 11. a. auch den im Bau befindlichen forderung, für das Geld nach Berlin zurückzukehren. Gemeinde- Krankenversicherung gehörenden Personen, 22 männliche dort unten in hydraulischem Drucke gearbeitet werden mußte, der sich die 64 alte Witive Johanna Mießner, geb. Müller, aus der Ein Opfer der Habgier. Im Untersuchungsgefängnis erhängte und 29 weibliche im Januar 1901, 22 männliche und 32 weibliche Abstieg und das Durchschleusen ze. nicht ohne Gefahr und Beschwerlich- Schönhauser- Allee 99. Die alte Frau verlor vor einem Jahre ihren int Januar 1902, seien nur der Vollständigkeit wegen mitaufgeführt. feiten war, so hätte man sich die Besichtigung der eigentlichen Bau- Mann, der Bautischler war, und hauste seitdem für sich allein, da Alle oben genannten Strankenkassen zusammen hatten im Januar stellen gern geschenkt; Hobrecht aber dekretierte, das muß man ge- die Kinder erwachsen und verheiratet sind. Von Ersparnissen und 1901 noc) 343 366 männliche, 154 391 weibliche, überhaupt 497 757 fchen haben", und so mußten seine Begleiter ihm folgen. Etwa eine einer Erbschaft, die sie in kleinen Hypotheken angelegt hatte, konnte Mitglieder, im Januar 1902 dagegen 330 498 männliche, 157 504 Stunde lang froch der Siebzigjährige in den schmutzigen Räumen. weibliche, überhaupt 487 997 Mitglieder, so daß im Lauf des Jahres herum, ohne darauf zu achten, daß einzelnen der ihm Folgenden in fie gut leben und bewohnte dementsprechend im ersten Stock givei Stuben und Küche für 500 Mark. In der Nacht vom 1901 die männlichen Mitglieder sich um 12 873 vermindert, die weib- blutete fcließlich aus Nase und Ohren und so mußte furz nach 12 1hr zu ihren Hausgenossen gelaufen und schlug der Breßluft Hören und Sehen verging. Stadtrat Warggraff Mittwoch zum Donnerstag voriger Woche kam Frau Mießner lichen sich um 3113 vermehrt haben, also die Gesamtzahl um Hobrecht schließlich in die Rückkehr zur Oberwelt willigen. Lärm: Diebe hätten ihr 1600 M. geraubt und die Wohnung in 9760 aurid gegangen ist. Oben angelangt, wurde von der aus sechs Mann bestehenden Brand gesteckt. Die Frau war nur mit einem leichten Nachtgewande Die einzelnen Kaffen sind an dieser Aenderung des Mitglieder- Expedition eine Momentaufnahme gemacht. Vor der Bau- bekleidet und schien sehr aufgeregt zu sein. Während einige Nachbarn bestandes in ungleicher Weise beteiligt. Von den Rückgängen bude, in welcher sich die Herren umzuziehen und zu säubern ge- ihr beisprangen und sie zu beruhigen versuchten, holten andre die wollen wir hier nur eine kleine Auslese geben. Es verminderten dachten, sieht man sie in ihren schmutzigen Schutzanzigen, angethan Feuerwehr. Diese löschte das Feuer, das die Einrichtung der gufeir sich bei den Orts Strautentassen der Schlosser: die mit hohen Wasserstiefeln stehen: in der Mitte der führende Ingenieur Stube ergriffen hatte, ohne besondere Mühe. Beim Aufräumen fand männlichen Mitglieder von 18 626 auf 12 684; der Maschinen- Mr. David Hay, links von ihm Dr. Hobrecht, beide Hände in fie, daß Holz unter das Sofa gepackt war, und daß das Feuer hier bauer: die männlichen Mitglieder von 16 319 auf 14 042; der den Taschen des Jacketts und das Handtuch über die linke Schulter entstanden sein mußte. Die auffallende Entdeckung gab Beranlaffung Mechaniker: die männlichen Mitglieder von 9144 auf 7811, die teht breitbeinig neben Hobrecht, Stadtrat Marggraff, der sich zu weiteren Ermittelungen. Als sich nun herausstellte, daß die alte weiblichen von 1756 auf 1284; der 8immerer: die männlichen das Handtuch um den Hals gewickelt hat, stützt sich auf die Schulter Wäsche furz vor dem Brande in zwei Körben auf den Hof versichert und die beste Frau ihre Wohnungseinrichtung Hoch von 1945 auf 1749; der Tischler: die männlichen von 12 600 feines Nebenmannes, des Regierungs- Baumeisters Lerche von der hinunter getragen und in einem Pferde- und Hühnerstall versteckt auf 11 605; der Maler: die männlichen von 2585 auf Firma Siemens u. Halste. Der erste hat noch jahrelang batte, um sie bei guter Gelegenheit wegzuschaffent, ba schritt die 2294; der Bildhauer: die männlichen von 2706 auf 2413; an den Nachwehen dieser Exlurfion" seines Freundes Hobrecht Kriminalpolizei gleich am Donnerstagvormittag zu ihrer Verhaftung und der Tapezierer: die männlichen von 3000 auf 2539; gelitten. sagte ihr die Brandstiftung auf den Kopf zu. Der etdrückenden Belastung der Wäsche fabrikation: die weiblichen von 19 031 auf 18 320. Bildung. Neugierde am offenen Grabe wirkt in der Regel noch gegenüber legte sie dann auch ein Geständnis ab und wurde dent Bei den Betriebskrantentassen verminderten sich peinlicher und verletzender als jene Neugier, die vor der Kirchthür Untersuchungsrichter vorgeführt. In ihrer Zelle des Untersuchungs„ Ludwig Löwe u. Co.": die männlichen Mitglieder von 1296 auf steht und auf die Brautkutsche wartet. Zur Beerdigung Virchows gefängnisses machte sie ihrem Leben ein Ende, indem sie sich erhängte. 918; Neue Maschinenbauer Strantentasse" die männlichen hatten sich auf dem Friedhof lange vor Ankunft des Leichengnges Als man sie bei der Verabreichung des Mittagessens auffand, tonnten von 24 254 auf 22 177; Ilgemeine Elettricitats außer zahlreichen Leidtragenden auch viele Personen eingefunden, die die Werzte nur den Tod feststellen. mur die Schaulust angelockt hatte. Darunter waren mehrere Damen, die Gesellschaft": die männlichen von 11 197 auf 9147, während durch farbige Kleidung und besonders durch ihre hellen Blusen auf Sommerfrische in den Alpen zustieß, wird der Boff. 8tg." aus Bern Von einem tödlichen Unfall, der einer Berlinerin in der dagegen bei der Krankenkasse der„ Union, Elettricitäts fielen, es sich aber trotzdem nicht nehmen ließen, fich nur wenige unter dem 9. September folgendes berichtet: Heute wollte ein Herr Gesellschaft" die männlichen Mitglieder sich von 2276 auf 2604 Schritte von der offenen Gruft in der vordersten Reihe aufzustellen. Moritz Lewy aus Berlin mit seiner Frau und deren Kammerjungfer vermehrten. Auch das verdient Erwähnung, daß bei der Kranken- Einige dieser Damen wurden bei der Annäherung des Zuges von mit Extrapost von St. Morig über den Julienpaß nach Hause reisen. tasse arenhaus Tiez" die männlichen Mitglieder von 717 einem Schußmann, der, die Kirchhofsbeamten unterstüßend, die Um- Auf dem Julienhospiz hielt das Gefährt Mittagsraft. Lewy und der auf 309, die weiblichen von 1500 auf 908 sich verminderten. Bon gebung der Gruft freizuhalten suchte, unter ausdrücklichem Hinweis Rutscher stiegen ab. Während die Pferde gefüttert wurden, scheuten den Junungs- Krantentassen hatten besonders die der auf ihre Kleidung gebeten, wenigstens in die zweite Reihe zurück- sie plöglich und rannten mit den erschrockenen Frauen im Wagen in Tischler eine Verminderung der männlichen Mitglieder von 16 260 zutreten. Die Damen kamen dieser Bitte nach, doch in dem Augen rafendem Galopp die steile Alpenstraße Himmter. Sie famen bis blick, wo der Sarg und die Angehörigen des Verstorbenen vor der auf 14 579, die der Drechsler eine Verminderung der männlichen Gruft eintrafen, drängten sie sich wieder in die erste Reihe und bequr zweiten Biegung des Weges, wo Pferde und Wagen samt den haupteten hier ihren Platz bis zur Beendigung der Feier. " Mitglieder von 1512 auf 1269. geworfen, rechts von ihm Direktor Schwieger; Meubrint " Insassen über den Straßenbord hinunterstürzten. Frau Lewh wurde von der nacheilenden Hilfsmannschaft als Leiche unter den Wagentriinmtern hervorgezogen. Die Kammerjungfer ist mit anscheinend leichteren Verlegungen davongekommen. Wan vermutet, daß das eine Pferd beim Füttern von einer Wespe gestochen worden ist. Einige Kassen fallen durch Erhöhung des Mitgliederbestandes Zur Fleischuot. Im Vorort Lichtenberg haben die focialauf, unter andern namentlich die Klaffen der Schneider. Hier demokratischen Witglieder der Gemeindevertretung den Antrag gestellt, spricht offenbar der Umstand mit, daß die Krankenversicherungspflicht die Gemeinde folle bei der Reichsregierung gegen die Fleischvertene auch auf selbständige Hausgewerbetreibende ausgedehnt worden ist rung vorstellig werden. Die liberalen Gemeindevertreter werden den Verloren gegangen ist die Parteitagsliste Nr. 3218. Det - eine Maßregel, die besonders für die Schneiderei von Bedeutung Antrag unterstützen. Durch die Fleischteuerung haben in empfind- Finder wird gebeten, sie bei Otto Wegner, Berlin N., Bohenstraße 4, war. Es vermehrten sich bei der Innung 3 Krankenkasse die licher Weise die Großschlächter zu leiden, die Lieferungen für Finder wird gebeten, sie bei Otto Wegner, Berlin N., Bohenstraße 4, abzuliefernt. männlichen Mitglieder von 2459 auf 3490, die weiblichen von 2669 Militär, Krantenanstalten, Gefängnisse usw. übernommen haben. Straßensperrung. Die Bellevuestraße wird behufs Umlegung auf 4519, bei der Orts Krankenkasse die männlichen von 2319 auf Die Lieferungsangebote sind zum großen Teil im Oktober vorigen 2516, während hier die weiblichen Mitglieder sich von 20 454 um Jahres gemacht und angenommen und waren für die damaligen des Asphaltbelages vom 10. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrein geringes auf 20 314 verminderten. Ohne den Mitgliederzuwachs Marktpreise maßgebend. Die Lieferanten müssen mm die Fleischwerke und Reiter gesperrt. waren zu dem vereinbarten Preise liefern, wiewohl sie selbst beim Mit dem Beginn des Wintersemester8 blickt die II. Sand der Schneiderinnungs- Krankenkasse hätte die Gesamtheit der Einkauf einen erheblich höheren Betrag zu erlegen haben. Mit werkerschule auf eine nunmehr zehnjährige Beit ernster und Jmungs- Krankenkassen bei den weiblichen Mitgliedern nur einen welchen Verlusten die Schlächter rechnen müffen, zeigt der Umstand, eriprießlicher Thätigkeit zurück, die Anzahl der Schüler, welche bei geringen Zuwachs, bei den männlichen sogar eine Verminderung daß ein Großichlächter bei seinen Lieferungen für ein einziges Institut Eröffnung der Schule eine Höhe von 500 erreichte, hat sich in diesem gehabt. schon über 3000 M. Verlust zu verzeichnen hat. Zeitraum auf das Bierfache gesteigert, die Lehrkurse um das Doppelte vermehrt, mit der Uebersiedelung in ein für diese Unterrichtsanstalt neu erbautes Schulhaus wird sich die Anstalt bald zu einer der bedeutendsten der Stadt Berlin aufschwingen. Wir möchten namentlich darauf hinweisen, daß die II. Handwerkerschule schon seit längerer Zeit Neuer Haltepunkt ,, Rummelsburg- Oft", Wie die fönigliche mit der Einrichtung von Lehr- Werkstätten vorgegangen ist und in ihrem Eisenbahn- Direttion Berlin befannt macht, wird der an der Bahn- neuen Heim die bereits vordem eingerichtete Wertstätte für Kunststrecke Berlin- Strausberg, zwischen den Stationen Stralan- Rummelsschmiede und eine solche für Ciselieren und Treibarbeiten den neuesten burg und Lichtenberg Friedrichsfelde neu errichtete Haltepunkt Anforderungen entsprechend eingerichtet hat, so daß es den in diesen Rummelsburg- Oft" am 1. Oktober d. J. flir den Personen, Gepäck Berufszweigen thätigen Gehilfen und Lehrlingen ermöglicht ist, ihre und Expreßautverkehr eröffnet werden. Die Entfernungen betragen Kenntnisse auch außerhalb ihrer werkthätigen Zeit zu vervollständigen. zwischen Rummelsburg- Ost und Stralau- Rummelsburg bezw. Lichten Ferner erfreut sich die Tagesklasse für Gürtler, Kunstberg- Friedrichsfelde je 1,3 Kilometer. schmiede und verwandte kunstgewerbliche Fächer eines regen Zulaufs; Kirchliches. In freifinnigen Blättern veröffentlicht der Pastor Neidthardt zu Hamburg einen offenen Brief an den Evangelischen Oberkirchenrat zu Berlin. Neidthardt gehört zur liberalen Richtung in der Theologie und war in Charlottenburg zum Oberpfarrer gewählt worden. Das Konsistoriumi und der Oberfirchenrat haben den Geistlichen aber nicht bestätigt, weil er sich eines nnwürdigen wandels schuldig gemacht haben soll. Pastor Neidhardt setzt nun in dem offenen Brief auseinander, wie er zu dem unwürdigen Lebenswandel gekommen ist. Er schreibt: " Das Konsistorium zu Berlin hat in Anwendung einer Gesetzes bestimmung, welche lautet: Der Botanische Garten( W. Potsdamerstraße 75) ist am Sonntag, den 14. September d. I., nachmittags von 2 bis 7 Uhr, für das Publikum geöffnet. 9 Ein Belverber darf sich nur den zu gemeinschaftlicher Sizung Der Goldwarenhändler Arnold Schraner ist nach Er- an diese anschließend wurde bereits im Vorjahr eine Tagesvorklasse vereinigten Gemeinde- Organen, und zwar auf Einladung des schwindelung großer Geldbeträge und Gold- und Silverwaren flüchtig eingerichtet, um denjenigen Jünglingen, welche sich einem finstgewerb Gemeindekirchenrates anläßlich der von ihm gehaltenen Gastgeworden. Schrauer ist an 6. Mai 1862 zu Gleiwig geboren, von lichen oder gewerblichen Berufe widmen wollen, Gelegenheit zu geben, predigt, persönlich vorstellen. Einem Gewählten, welcher entgegen großer forpulenter Figur, hat dunkles Haar und ziemlich großen ihr Geschick bis zum Beginn der praktischen Lehrzeit in zeichnerischen dieser Vorschrift durch persönliches Werben um Stimmen oder in bunklen Schnurrbart. Da Schrauer früher schon 16 Jahre in Amerika und bildnerischen Vorfürfen zu erproben, um darauf fußzend, den andrer Weise durch unwürdige Mittel auf seine Wahl einzuwirken war, wird vermutet, daß er sich dorthin gewandt hat. Geschädigte geeigneten Beruf erwählen zu können. Es dürfte dies namentlich versucht hat, ist die Bestätigung zu versagen." und solche, welche über den jezigen Aufenthalt des Schraner Angaben vielen Eltern schon aus dem Grunde sehr erwünscht sein, als ihren erkannt, daß ich nicht bestätigt werden könne, weil ich nach der Gastpredigt, also vor der Wahl, auf Einladung zu machen vermögen, werden gebeten, sich im Polizeipräsidium, Söhnen dadurch vor Eintritt in die Lehrjahre eine angemessene und nügliche Beschäftigung gegeben wird; der Preis zum Besuch der eines Mitgliedes der firchlichen Gemeindevertretung der Luisen- Bimmer 329, zu melden. Tagestlassen ist 30 M. für das Halbjahr, welcher Betrag in monatgemeinde, des Lehrers Fischer, mit diesem und noch sieben andren Weil er seiner Frau nicht zur Laft fallen wollte, hat sich lichen Naten zu 5 W. entrichtet werden kann. Anmeldungen werden Mitgliedern dieser Gemeindeförperschaft im Union Restaurant zu der 50jährige ehemalige Schlächtermeister Wilhelm B. aus der Münche im Schulhause, Andreasstraße 1-2, durch den Direktor entgegen Charlottenburg zu einer Unterredung zusammengewesen sei. Dabei bergerstraße mittels eines Revolvers das Leben genommen. B. hat genommen. bezweifelt das Stonfiftorium gar nicht die zeugenverhörlich fest zahlreiche Schicksalsschläge erlitten, fein ganzes Bermögen und sein gestellte Angabe der Beteiligten, daß es sich bei der Besprechung Geschäft verloren, so er sich zuletzt als Arbeiter ernähren mußte. mir um eine furze Zeit gehandelt habe, und daß das Gespräch fich Jufolge seines Mißgeschicks verfiel er in Schwvermut und mußte eine Beitlang in einer Frrenanstalt untergebracht werden. Auch nach Ohne jede Kenntnis der Existenz jenes Gesetzes bin ich arglos feiner Entlaffung war er arbeitsunfähig, seine Invalidenrenten wie als höflicher Mann einer freundlichen Einladung gefolgt und habe die Thätigkeit seiner Frau schützten ihn jedoch vor Not. Er äußerte Sonnabend, den 13. d. Wits., zu verlegen. Am Sonntag wird das Theater. Durch einen kurzen Urlaub von Fräulein Marianne Wulf, die fich infolge eines Todesfalles in ihrer Familie in ihre Heimat nach Wien begeben mußte, fah sich die Direktion des Schiller Theaters veranlaßt, die Erstaufführung des Lustspiels Dottor Klaus" von Abolf L'Arrouge im Schiller Theater O.( Wallner- Theater) von Freitag auf Stüd wiederholt. Jm Deutschen Theater haben die Proben zum nächsten Novitäten- Abend begonnen, der die Bauernkomödie von Carlot Reuling Der Shazgraber" und die Burleste von Mar Dreyer Stichwahl" bringen wird. Die erste Aufführung ist für Sonnabend, den 20. September, angesetzt. " Aus den Nachbarorten. Wahlverein Brig. Morgen Freitag abend 81/2 Uhr bei Paul Seiler, Rudowerstraße 8: Vereinsversammlung. Tagesordnung: I. Bortrag des Genossen Kaliski über Preußens Bolenpolitit. II. Distuffion. III. Anträge. IV. Verschiedenes und Fragen. Frauen und Gäste haben Zutritt. Viel Heiterkeit hat in Spandau jüngst ein Konflikt der Polizei mit einem Buchhändler hervorgerufen. Dieser hatte drei Strafmandate wegen Uebertretung der Sonntagsruhe- Bestim mungen erhalten und sie in seinem Schaufenster ausgehängt, nach dem er sie mit der Aufschrift versehen: Was sich die Polizei alles leistet." Diese Demonstration erregte natürlich großes Aussehen und ärgerte die Polizei, die den Buchhändler aufforderte, die Strafmandate aus dem Schaufenster zu entfernen. Der Buchhändler leistete nicht Folge. Nun ließ die Polizei ihm von außen mit Papier das Schaufenster verkleben, so daß die Strafmandate verdeckt wurden. Der Buchhändler blieb aber nicht unthätig. Das Papier der Polizei versah er alsbald mit der Aufschrift:" Eine Mark Belohnung sichere ich demjenigen zu, welcher mir den Thäter nachweist, der mein Schaufenster bertleistert hat." Hatte schon der Aushang der Strafmandate Menschenansammlungen vor dem Laden des Buchhändlers veranlaßt, so wurde jezt der Auflauf der Neugierigen noch größer. Erst nach geraumer Zeit und nachdem die Polizei dem streitbaren Buchhändler mit strenger Bestrafung gedroht hatte, beseitigte dieser sowohl das Papier der Polizei, als auch die Strafmandate. " " " " " " Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 91% 1hr abends statt. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vorfizender: Julius Meyer, Fichteftr. 27. 1. Raffierer: Seikrit, Fidicinstr. 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Frd. Kortum, Lausitzerstr. 33. Der Vesuv zeigt, wie aus Neapel gemeldet wird, eine ge Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Üebungsstunde und Aufnahme neuer Welt: wiffe Thätigkeit, doch ist keine Gefahr vorhanden. Wie aus Catania glieder.- Männerchor ,, St. Urban", Lindemann, Annenstr. 9.- Borwärts II", Kremmenerstr. 1." Gesangverein Berliner Kürschner"," Feind, Wein gemeldet wird, ist der Vulkan auf der Insel Stromboli in starker straße 11. Einigkeit I", Gr- Lichterfelde, Richter, Chausseestr. 104.- Morgen Thätigkeit. Man vernimmt häufig Getöse, verbunden mit Ausbrüchen. rot IV", Köpenick, Stippekoht, Schönerlindestr. 5." Fröhlich", Rummelsburg, Der Rauch des Vulkans lagert in einer schwarzen Wolfe fast über Schröter, Mozartftr. 7. Vineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. Wach der ganzen Jusel. In Panticosa( Spanien) wurde gestern ein auf II",( Alt: Blessin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. Erdbeben verspürt. Aus dem Stromgebiet des Tajo werden be" Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Winkels Salon, Hauptstraße. " Loreley", Schu- trächtlich. deutende Ueberschwemmungen gemeldet. Der Schaden ist sehr beAuf der Insel St. Vincent ist der Rabacca- Fluß " Freiheit IV", Bernau, Elysium, Hussitenstraße. mann, Hochstr. 32a. Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. auf eine Viertelmeile mit kochendem Wasser gefüllt. Die großen Sorgenfrei", Albrecht, Admiralftraße 18 c. Morgengrauen"( Bäcker), Möbelpolirer", Pflanzungen am Ufer sind zerstört. Die Kuppe des Vulkans Hempel, Rosenthalerstr. 11/12( nachmittags 4-6 Uhr). Wolf, Fruchtstr. 36 a.„ Oranienburger Vorstadt", Friz Ließte, Soufrière ist gänzlich umgestaltet; seine Höhe ist bedeutend verBrunnenstraße 41. Steimmelfe", Wülfenftr. 11. Hoffnung III", ringert. Friedrichsberg, Böker, Friedrich Karlstraße " Felsenburg", Die Peft in Rußland. Nach amtlichen Angaben sind in Schulz, Blumenstr. 38. Rütli", Friedenau, Schiefelban, Cranachstr. 1 Odessa am 6. und 7. September wiederum zwei pestverdächtige Fälle Freiheit West", Goßmann, Kreuzbergstr. 48.. ,, Sangeslust I", Mönch, Wiesenstraße 36. Verein Wilhelmsberg Hohen- Schönhausen", Sohen: festgestellt worden. Von elf ähnlichen, die vom 24. August bis zum 2. September vorfamen, waren, wie nun feststeht, 5 echte Pest. Schönhausen, Krauſe, Berlinerſtr. 12.„ taurer: Belangverein"; Wilmern; benso war der für peſtverdächtig gehaltene Fall in der Kolonie Männer- Chor I", Stephan, Dorf, Witte, Berlinerstr. 40. Wienerstr. 31. Liederkranz", Brandenburg, a. H., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Lyra", Charlottenburg, Bartsch, Seefenheimerftr. 11. Gildendorf( Kreis Odessa) kein solcher. Somit sind in Odessa seit " Gesangs- Abteilung des Arbeiter- Bildungsvereins" in Belten, Grunow, dem 10. Juni bisher 17 pestverdächtige Fälle zu verzeichnen. Wilhelmstraße 19. Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berliner straße 21." Frohe Stunde", Klein, Laufizer Platz 8." Freie Liedertafel", Königssäle, Neue Königstraße 26." Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 36. Einigkeit III", Wannsee, Krüger, Süd- Ost II", Lint, Wrangelstr. 86. Fürstenhof. Linde II", Liedte, Weidenweg 23. Gesangv. des Ver: bandes deutscher Gastwirtsgehilfen", Mörschel, Jüdenstraße 36( 3-5 Uhr). Arion II", Rummelsburg, Schumann, Neue Prinz Albrechtstr. 70 ( 6-8 Uhr). Bummelsdorf", Luckenwalde, Gerhard, Haag. Männer: chor der Schneider Berlins", Martgrafenſtr. 83. Melodia II", Kranz, Unverzagt", Bachstein, Salzwedelerstr. 16.- Waldkapelle" Ladewig, Kommandantenstr. 65. Matglöckchen II", Köpenick, Müggel Aus Adlershof wird berichtet: Es ist schon viel über den Bau heimerstr. 36. Nordwacht", Milbrodt, Müllerstr. 7. Treu und fest", des Teltow Kanals in den Zeitungen geschrieben worden, doch Schedler, Warschauerstr. 17. Sängerslust" Werder, Schwarzer Adler", über die dortigen Arbeitsverhältnisse liest man nichts. Bekanntlich Fischerstraße." Trebbin", Trebbin, Wolf, Bahnhofstraße.„ Baget nicht" wird der Bau von dem Konsortium Ba chstein, Sager Steglig, Kramer, Marksteinstr. 1. Liebesfreiheit II", Straußberg, Schulz, - Freie Sänger", Rirdorf, Babenschneider, Hermannu. Woerner ausgeführt, das es mit seltener Findigkeit versteht, Briezenerstr. 10. Kapital aus den Arbeitern herauszuschlagen. Die Arbeitszeit dauert straße 197. von morgens 5 Uhr bis abends 7 Uhr, der Stundenlohn beträgt im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, PutbuserArbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen ganze 27 Pf. Dabei ist die Behandlung durchaus unangemessen. ftraße 44, IV. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, StraßVon den Schachtmeistern werden Schimpfworte haufenweise burgstraße 56.„ Kamerun", Ebertyfir. 2. Glühlicht I", Neu- Weißensee, angewandt. Eine besondere Fertigkeit im Schimpfen ent- Streustr. 3.- Feste Brüder", Rixdorf, Ziethenstr. 29.-" Virginia", Schnieber, der Schachtmeister M. Schacht ist schon Admiralstraße 21. Alter Hussit", Matthea, Bernanerstr. 120. Eiserne der reine Taubenschlag geworden. Da ist ein fortwährendes Pfeife", Logan, Schulstr. 113." Du ahust es nicht", Schmidt, Tilsiterstr. 32. Mailuft", Bughold, Lehderstr. 138. Kommen und Gehen, lange hält es niemand bei ihm aus. Das Feigenblatt", Adam, Rykestr. 5. Colorado", Klinge, Reinidendorferstr. 56. Fidelio", Bartel, Manteuffelschönste an diesem idyllischen Verhältnis aber ist, daß jeder Arbeiter straße 127." Einigkeit II", wähner, Gubenerstr. 57. „ Apfelblüte“, fozusagen unter Polizei- Aufsicht steht. Sehen wir uns das Arbeits- Wiesenstr. 29 a." Freie Stunde", Schult, Manteuffelstr. 49. Ringel buch eines Kanalarbeiters an, so finden wir auf der ersten Seite das wolte", Bredowftr. 11. ,, Korea", Lüben, Richthofenstr. 29.„ Brasil", Nationale desselben; auf der zweiten Seite das Zeugnis des Strecken- Serebs, Boechstr. 21." Rote Nelfe", Neu- Weißensee, Asmus," Sedan straße 35 d. arztes; auf der dritten aber steht folgendes: Grüne Quaste", Roß, Rixdorf. Jägerstr. 46. Neu: " Freies Licht", Gözze, Lichtenberg", Lichtenberg, Margaretenstr. 20. Marienburgerstr. 16." Freundschaft", Gustav Adolfftr. 155.„ Ober: Spree", Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstr. 18. „ Geradeaus", Weißen: burgerstr. 47. videlt = Sein Nr... des polizeilichen Verzeichnisses. Der vorbezeichnete Arbeiter ist polizeilich gemeldet und hat hier folgende Legitimationspapiere niedergelegt: 1. 2. 3... usw. Adlershof( Datum.); Muste, Fußgendarm. In den Arbeitsbedingungen heißt es:" Erst nach Beibringung ber polizeilichen Bescheinigung erfolgt die wirkliche Annahme des Arbeiters zur Arbeit." Man ist hier allgemein der Ansicht, daß es fich bei dieser Polizei- Aufsicht nur um einen Gefälligkeitsdienst den Gutsbefizern gegenüber handelt, weil man auf diese Art die Einstellung etwaiger kontraktbrüchiger Landarbeiter verhindern will. Troz Üleberwachung und der unziemlichen Behandlung und EntYohnung finden sich tagtäglich zahlreiche Arbeitsuchende ein. Die Kanalbau Verwaltung und die Schachtmeister wissen auch ganz genau, daß ihnen infolge der wirtschaftlichen Krise Arbeitskräfte genug zur Verfügung stehen, sonst würden sie schon andre Saiten aufziehen müssen. D Bociales. Die Wurmkrankheit hat in letzter Zeit im Ruhrgebiete fnmmer noch zugenommen. Deshalb soll nunmehr auch der Verein zur Bekämpfung der Volkskrankheiten im Ruhrkohlengebiet um feine Mitwirkung bei Bekämpfung dieser Senche gebeten werden. " Dunderstr. 8. " " " D. 17. Das gewünschte Adreßbuch finden Sie in der Expedition des „ Geschäftsverkehrs mit Deutschlands Möbelfabriken und Magazinen". " Hermann Schert jr.) Keithstr. 20. G. Ditty. Befähigte Kinder erhalten auf Befürwortung des Rektors nach Absolvierung der Gemeindeschule freien Unterricht auf höheren Schulen. Wenden Sie sich daher zunächst an den Lehrer oder Rektor der Schule, in welcher Ihre Tochter untergebracht ist. A. R. Die Weißensee am nächsten gelegene Annahmestelle der städtischen Spartaffe ist bei Bolte, Weißenburgerstr. 25. M. B. Können Sie in unsrer Buchhandlung zur Auswahl haben. W. D. R. Leider haben wir uns vergeblich bemüht, den betreffenden Herrn festzustellen. Wir bedauern, daß Ihrem Wunsche nicht entsprochen werden kann. Spedition des 3. W.Kr. Nein. F. D. 70. Die größte Stimmenzahl unter allen Parteien erzielte 1898 die Socialdemokratie mit mehr als 2 105 000 gültigen Wahlzetteln. Wette. Ihre Meinung, daß die pro Kopf der in Peking aus den bes lagerten Gesandtschaften Befreiten seiner Zeit angebotenen 1000 Taels längst ausgezahlt seien, ist eine irrige. Sie haben also Ihre Wette verloren. Die 100 000 m. für bayrische Kunstzwecke sind von dem Prinzregenten ab gelehnt worden. 2. 90. Der Vers lautet:„ Ein Kaiserwort soll man nicht dreh'n, noch Die Weiber von Weins: deuteln" und stammt aus Bürgers Ballade: berg". Daß Konrad III. wirklich etwas Derartiges gesagt, ist aber nicht historisch. Der Saz:„ Ein Mann, ein Wort" ist ein alter Boltsspruch, dessen Ursprung uns nicht bekannt ist. Nowawes. Sie können lediglich beim Amtsgericht auf Bahlung flagen. Die Kosten fallen dem unterliegenden Teil zur Last. Der Kläger hat einen Borschuß zu zahlen. In Ihrem Falle in Ihrem Fall etwa 2 M. Branden wäre es ratsam, die Tochter und den Vater zu verklagen. Gefang, Turn: und gesellige Vereine. Donnerstag. Spar: burg 206. Soweit ersichtlich, entbehrt die Erklärung ihrer Rechtsgültigkeit. verein Einigkeit", Louisen- Ufer 32. Weißenseer Fußballklub, Donnerstag um eine bestimmte Antwort erteilen zu können, ist die Kenntnis des Bortnach dem 1. und 15., Parkstr. 10. Statflub„ Namenlos", Strack, lautes erforderlich. R. G. 100. Ist fester Wochenlohn in der von Ihnen Adalbertstr. 95. ,, Berliner Dilettanten- Bühne Rheingold II", Aderstr. 144. Musit- Dilettanten Verein Berlin Moabit", Restaurant Sadewater, angegebenen Höhe vereinbart, so ist eine 30 Bf.- Marke zu fleben, sonst genügt eine 24 Pf. Marte. W. N., Manteuffelstraße. Ein Anspruch auf Stattlub Herzblatt", Bassete, Linienſtr. 3a. Arminiusplatz. Belohnung steht Ihrer Tochter nicht zu, aber Sie können einen dahin Berliner Ruderverein Vorwärts". Sigung 9 Uhr abends im gerichteten Antrag bei dem von Ihnen genannten Vereine ftellen. Bootshause, Stralau, Tunnelfir. 17. Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Versuchungsgefangenen nach dem Gesetze zweifellos zu. In der Praxis wird einssigung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8%, nhr. Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Gewerkschaftshauses. Donnerstag: Metallarbeiter. " 1 P. B. Merzig. Das Recht auf Selbstbeköstigung steht einem Unter aber in der Regel selbstbeschaffte Naturalverpflegung nicht gewährt, vielmehr die Selbstbeköstigung nur in der Weise gewährt, daß der Gefangene sich durch die Gefängnisverwaltung Essen aus dent zu diesem Zwecke von ihm oder für ihn eingezahltem Gelde beschaffen kann. Im Einzelfall hat das Gericht über Streitigkeiten zu entscheiden. 2. 5. 150.[ Es fann jederzeit Klage auf Beschaffung des Waffers angestellt werden. Witterungsübersicht vom 10. September 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Arbeiter Radfahrerbund" Solidarität". Gau 9( Prov. Branden burg). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Donners: tag: Arb.- Radf.- Verein„ Berlin", nach dem 1. und 15. Andreasstr. 26, und Raabe, Kolbergerstr. 23.„ Stern II", nach dem 1. und 15. Swinemünderstr. 56." Fahr wohl I," Gerichtsstr. 22. ,, Lur", jeden Donners: tag nach dem 1. und 15. Elsasserstr. 5. Frei Weg", Schöneberg, Akazien Komet", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. Rirdorf, ftraße 21. Biel", jeden 2. und 4. Donnerstag, Adlershof, Steinmetzstr. 103. Hackenbergstr. 1. Central Raucherbund. Zuschriften find an Kleist, Nixdorf, Julius: ftraße 26, zu richten. Donnerstag: Blaue Wolfe", Nixdorf, Jägerstr. 4. Swinemde. 761 W 762 NNO Weichselblatt", Rirdorf, Kopfstr. 41. Alte Linde", Berlin, Gräfe: Hamburg 762 SO Brennende Liebe", Berlin Edelweiß", Stegliz, Düppelstraße 7. " Süße Liebe", Nixdorf, Rönnebergstr. 8. Frantf./M. 761 NO Nixdorf, Berlinerstr. 100. 764 W München Arbeiter: Statbund Berlins und Umgegend. Buschriften sind zu Wien 764 Still richten an Ernst Clement, Belforterstr. 13. Donnerstag. Grand Schwarz", Dimte, Winsstr. 56. -„ Glück auf", Unitas", Schmidt, Tresckowstr. 35. Rigdorf, Rogge, Leffingftr. 17. " Vereinskalender. Ceffentliche Bibliothek und Lesehalle zur unentgeltlichen Bestraße 34. nukung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet wert: täglich von 5 bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen von 9 bis 1 und 3 bis 6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Nichtung. Lese: und Diskutierklubs. Donnerstag: Lese- und Diskutierklub Südost", Tolksdorf, Görligerstr. 58. Lese- und Diskutierklub Nordwest", Grunwald, Alt- Moabit 46. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl, Reichstags- Wahlkreis. ( Süd- Osten.) Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bauarbeiter August Schubert ( Stadtbezirk 108a) verstorben ist. heute Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag 4 Uhr, von dec Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 244/8 Der Vorstand.. Statt jeder besonderen Nachricht. Am Montag, den 8. d. M, ent: schlief nach langem, schwerem Leiden meine innigst geliebte Frau und gute Mutter 19666 Jda Jahnke geb. Dorn im 43. Lebensjahre. Die traneruden Hinterbliebenen. Hermann Jahnke und Sohn. Die Beerdigung findet am Freitag, den 12. d. M., nachmittags 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Golgatha: Kirchhofs, Barfußstraße, aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teil: nahme und Kranzspenden bei der Be: erdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes August Pardemann jage ich allen Freunden, Bekannten und Kollegen, insbesondere dem Ge: fangverein Freiheit West I", meinen Herzlichsten Dant. 19595 Ww. Pardemann nebst Kindern. Sumpfehle allen Freunden u. Bekannten mtein Weiss-, Bayrischbierund gr. Speisegeschäft. Reich. haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte von 30 Bf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Perfonen. H.Stramm, Reft., Ritterstr. 123. Schankgeschäft = Freie Volksbühne. 1. Abteilung: 2. Serle: im Lessing- Theater Sonntag, den 14. September, 23 Uhr: Die Kleinbürger von Maxim Gorki. 5./6. Abteilung: Nachmittags 23% Uhr, im Metropol- Theater: John Gabriel Borkman. Herbst- Fest Sonnabend, den 4. Oktober, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain. Schubert- Abend. Vokal- und Instrumental- Konzerts unter Mitwirkung des Berliner Tonkünstler- Orchesters unter Leitung seines Dirigenten Franz von Blon und hervorragender Gesangssolisten. Festmarken für die Mitglieder vom 15. September ab in allen Zahlstellen. Die Mitgliedskarten für die Saison 1902/3 müssen aus den Zahlstellen abgeholt werden Die Mitglieder werden dringend ersucht, die in den Zahlstellen ausliegenden Fragebogen betreffs obligatorischer Einführung des Bühnenheftes etc. auszufüllen. 230/3 H Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. In Ltr.-Fl. empfehle: Cognac 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60, Nordhäuser 0,45-1,35. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Liqueure, Eier- Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. cognac, Citronenu. Himbeersaft, snit Bohnung Umstände halber billig Port- u. Ungarweine gut u. billigst. Die beste Cigarre, eikenfee, Gustav Adolffir. 9. 50478 Carl Schindler, Chaussee 25 Stil in Riſten 1 M., wegen Umzug. zu verkaufen, 65 M. 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September, abends 812 Uhr, bei Grupe, Annenstr. 16. Dienstag, den 16.Septemb., abends 8 Uhr, bei Gleinert, Schulstr. 29. Unterrichtsgeld 4 Mk. Die erste Stunde ist kostenfrei. Frik Preuk 74a Belle- Alliancestrasse 74a, Ede Bergmannstraße, empfiehlt Freunden und Bekannten fein Weiss- und Bayrisch Bierlokal nebst Vereinszimmer für 50 Personen.* SON Alle Wanzen fterben sofort nebst Brut durch meinen Wanzentod, in l. 0,50, 1 M. Schwaben, Russen, Franzosen( 2c. werden durch mein Pulver vollständig bernichtet. Schtl. 0,30, 0,60, 1 W. Zahlreiche Anerkennungen.[ 49962* 1000 Mark Belohnung zahle ich demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein echt bei Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstrasse 18, Ecke Veteranenstraße. Achtung! Achtung! Drucksachen für Private und Vereine liefert schnell, korrekt und preiswert Druckerei Süd- Ost", Wrangelstr. 86. Telephon IV, 7691. 5035L Wohlfahrts1- Lotterie. Ziehung: Geld 4. bis 9. 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Der durchschnittliche Tagelohn ist gemäß§ 12 festgesetzt auf 4,00 M. für die erste, 3,00 W. für die zweite, 2,30 M. für die dritte, 1,80 M. für die vierte und 1,00 M. für die fünfte Klaffe. Das Krankengeld beträgt nach§ 13 Ziffer 3 für jeden Kalendertag mit Ausnahme der Sonntage: 2,00 M., 1,50 M., 1,15 M., 0,90 m., 0,50 D." Das Sterbegeld 120 W., 90 M., 69 M., 54 M., 30 M. Das Eintrittsgeld beträgt gemäß § 27 für die I. Klasse 1,50 M., II. Klaffe 1,25 M., III. Slaffe 1,00 m., IV. Klaffe 0,75 W., V. Stlaffe 0,50 M. Die wöchentlichen Staffenbeiträge be tragen gemäß§ 28 für die I. Klasse II. III. IV. V. 0,84 m. 0,63 0,48 " " 0,39 11 0,21 Gleichzeitig tritt vom 15. Seps tember cr. ab die erste Abänderung zu den Verhaltungsmaßregeln, welche am 15. August von der Aufsichts: behörde genehmigt worden ist, in Kraft. Die Abänderungen sind im Wort laut( nebst Cirkular) allen Arbeit: gebern zugestellt und werden die Mit: glieder ersucht, sich dieselben auss händigen zu laffen. Der Vorstand. G. Kneiff, Borsitzender. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 11. Septбr. Operuhaus. Die Fledermaus. An fang 7 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Prolog. Carmen. Anf. 72 Uhr. Deutsches. Wenn wir Toten er: wachen. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Kleinbürger. Anfang 72 Uhr. Urania. Palast- Theater Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen Wefleit. Der Zigeunerbaron. Anlebenden Bilder, fang 7 116r. Neues. Ledige Leute. Anfang 8 Uhr. Nesidenz. Der Fall Mathieu. ( L'affaire Mathieu.) Vorher: Ich liebe Sie. Anfang 7 Uhr. Thalia. Er und seine Schwester. Anfang 72 Uhr. Central. Drei Paar Schuhe. Anfang 72 Uhr. Schiller. O. = ( Wallner Theater.) Morituri.( Teja. Frißchen. Das Ewig- Männliche.) Anfang 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Die Mottenburger. Anfang 8 Uhr. Weik. Andargestellt v.6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. Passage- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang 8 Uhr, Sonntags 3 Uhr. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Gänzlich neu umgestaltet. Täglich Das Beste vom Besten. Täglich Präcise 9 Uhr: Fromme Wünsche. Schwant in 3 Aften von J. Rosen. Stroh v. Strohberg: Dir. Rich. Winkler. Kunstspecialitäten ersten Manges. Lotte Mende, beste deutsche Soubrette. Fritz Brandt, mur Original- Schlager. Les Premiers, Afrobat- Canotiers. Terné- Truppe, Oriental- ft. A- 10 Donnerstag, den 11. September, abends 8 Uhr otarousa 17 Volks- Versammlungen in nachstehenden Lokalen: se disa dan dat valo als dotajiem Gutree 30 Bt. Barlett 50 B. 1. Wahlkreis: Cohns Festsäle, Beuthstr. 20. reservierter Plaz 75 Pi, nume: rierter Plaz i M., Sperrfiz 1,50 Mr., 2. Loge 2 Wt. Anfang 8 Uhr. 3. Allerlei Theater Fröbels 4. fr. 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Referenten: Antrick, Dr. Bernstein, Dr. Braun, Ewald, Gerisch, Hoffmann, Frau Ihrer, Klees- Magdeburg, Koblenzer, Manafe, Pfannkuch, Schippel, Singer, Tukaner, Dr. Weyl, Wilke, Zubeil. Diskussion. jolladat Sed allenato a th Zahlreichen Besuch erwarten j Die Vertrauensleute. Bernhard Rose- Theater Deutsch. Metallarbeiter- Verband Alt- Moabit 47/49. Geld ist die Hauptsache. Burleste in 1 Aft v. F. v. Friede. Frau Eva. Schwant in 1 Aufzug. Der Denunziant. Boltsstück mit Gefang in 2Bildern von Hans Müller. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Ball. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Donnerstag, den 11. September, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: 120/16 Konferenz der Vertrauensleute der Klempner. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Die Bibliothek ist bereits wieder eröffnet. Die für Donnerstag angesetzte Mechaniker- Versammlung fällt aus. D. D. Sanssouci Oeffentliche Versammlung Kottbuserstr. 4 a, Station der Hochbahn. Täglich Hoffmanns Norddeutsche Sänger Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Anfang Sonntags 5, Uhr, Entree 50 Pf., Wochentags 8 1hr, Entree 30 f. Vereinsbillets gültig und Tanz frei. Montag, 15. September: Benefiz. 4949L* Gelegenheitskauf! Bunte ocquettplüsche u. abgepasste Satteltaschen, einfarbige Plüsche u. Möbelstoffe selten billig! Muster bei näherer Angabe franco. Cléo de Mérode Emil Lefèvre, Oranienstr. Dazu bei großem jubelnben Erfolg: Serenissimus- Zwischenspiele Tänzerin v. d. gross. Oper in Paris. Ehrliche Arbeit. Entree 30, Part. 50, Faut. 2c. bis 2 M. Maiennacht. Bauernkumedi. Kollegen. ,, Biograph". Schiller- Theater. W. Noacks Theater. Schiffer Theater.( allter Theater)| Schiller- Theater N. Friedr.-WilhelmBrunnenstraße 16. Donnerstagabend 8 Uhr: Morituri. Die Jagd n. d. Schwiegerjohn.( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche) Charakterbild mit Gesang in 3 Atten von G. Starte. Borber: Die Erbtante. Schwant in 1 Aft von Schutafow. Im Saal: Tanzkränzchen. von Hermann Sudermann. Freitagabend 8 Uhr: Sappho. Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Doktor Klaus. städtisches Theater) Donnerstagabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Posse mit Gelang in 6 Bildern von D. Kalisch und A. Weirauch. Musik von R. Bial. Freitagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Sonnabendabend 8 Uhr: Einsame Menschen.. Möbel Bartsch. der Steinseher- Hilfsarbeiter Sonntag, den 14. September, nachmittags 12 Uhr, 174/ 2* bei Nümann, Berlin N., Brunnenstr. 188. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Verbandsvorsitzenden A. Knoll über die Frage: Welche Schritte sind zu thun, um die traurigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Steinfeger- Hilfsarbeiter zu verbessern? 2. Disa fuffion und eventuelle Beschlußfassung betr. Gründung einer HilfsarbeiterOrganisation. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Atung! Töpfer! adtung! Donnerstag, den 11. September, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause ( Saal VII): 1 Vertrauensmänner- Sizung. Tages- Ordnung: 1. Die Situation in unsrem Beruf. 2. Gewerkschaftliches. Die Vorkommnisse der letzten Zeit erfordern ernste Maßnahmen unsrerfeits und liegt es daher im Interesse aller Kollegen, daß jeder Bau vertreten ist. Um den Kollegen Gelegenheit zu geben, an den von der Partei einberufenen Protestversammlungen teilnehmen zu können, wird die Sigung präcise 6 Uhr eröffnet, und ersuchen wir die Vertrauensmänner, pünktlich zu erscheinen. 206/1 Der Vorstand der Filiale Berlin des Centralverbandes der Töpfer. Berlin S. 158. An alle im Baugewerbe beschäftigten 158. Arbeiter! Reste- Verkauf in Herren Stoffen = Donnerstag und folgende Tage. Tuch- Handlung Koch& Seeland Berlin, Noßstraße 2.[ 19586 Brachtwohnungen von 2, 3 und 4 Zimmern nebst Küche Gubenerstr. 32 billig zu vermieten. Da in legter Zeit vielfach unsren Kollegen zugemutet worden ist, das Spannen und Rauen von Rabigwänden in Accord zu übernehmen, es leider auch einzelne dieser Kollegen giebt, die genannte Arbeiten in Accord aus führen, so hat am Sonntag, den 7. d. M., eine Verfammlung der Rabitzspanner stattgefunden, die den Beschluß gefaßt hat, überall da, wo in Accord gearbeitet wird, die Forderung auf Lohnarbeit zu stellen. Es jedoch bis heute nur fehr wenig Meldungen angegangen, find un diefes Beschlusses Differenzen vorgekommen find, und fordern wir des halb alle Kollegen, sowie die Maurer, Bauarbeiter usw., die auf Bauten zuziehen, ob solche in Accord ausgeführt werden oder nicht. Trifft ersteres arbeiten, wo Rabizarbeiten ausgeführt werden, auf, Erfundigungen ein3u, so bitten wir, uns umgehend durch Postkarte hiervon Mitteilung zu machen, damit wir dem gefaßten Beschluß Rechnung tragen und geregelte Zustände herbeiführen können. Der Vorstand der Rabikputer. 252/11 J. A. 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Dem Zuge der Zeit folgend und dem vielfach ausgesprochenen Wunsche unserer, nach vielen Hunderttausenden zählenden Kunden Rechnung tragend, haben wir unsere Geschäftsräume in den Häusern Oranienstr. 40/41 wiederum erheblich vergrößert und in jener modernen Form ausgestattet, wie solche für ein Bekleidungs- Institut von unserem Range und unserer Bedeutung unerläßlich ist. Wir haben die bisherigen niedrigen Preise infolge sehr großer Abschlüsse mit den für uns liefernden Tuch- Fabriken bedeutend herabgesetzt. Außerdem findet unsere verehrliche Kundschaft von jezt an den Preis auf jedem zum Verkauf gestellten Gegenstand deutlich aufgedruckt. Unsere Preise sind von num an ftreng feft, aber so billig, daß sie wohl nicht übertroffen werden können, umsomehr, als wir ja infolge unserer Produktion, der Haltbarkeit und Auswahl der Stoffe, des vorzüglichen Siges unserer Fabritate von jeher eine Ausnahme- Stellung in der deutschen Herren- Bekleidungsindustrie eingenommen haben. Unsere verehrliche Kundschaft wolle gütigit Gelegenheit nehmen, sich von diesen angeführten Thatsachen zu überzeugen. Man wird dies am besten dadurch thun können, daß man bei einer Besichtigung unseres Etablissements, wobei ein Kaufzwang nicht existiert, die früher gezahlten mit den jezigen festen Preisen vergleicht. Unsere im Jahre 1887 begründete Firma führt: U Herren- und Knaben- Bekleidung im größten Maßstabe, für jede Figur, gleichviel, ob normal oder anormal, stets am Lager. Ebenso wird Maassbekleidung unter Leitung erster Kräfte, unter Garantie des tadellosen Sizes zu unbedeutend erhöhten Preisen in türzester Zeit angefertigt. 50222* So find wir stets in der Lage, durch unsere modernen technischen Hilfsmittel, wie auch durch den fortwährenden Eingang von Neuheiten, der bei unserem RiesenUmsatz ganz selbstverständlich ist, den an uns gestellten Ansprüchen des verehrlichen Publikums voll und ganz gerecht zu werden. Wir bitten das kaufende Publikum, uns bei Bedarf zu beehren, um sich so zu überzeugen, daß wir nicht mehr versprechen, als wir halten können. gegründet 1887. NB. 8ur bevorstehenden Einsegnung sei ganz besonders auf unsere reichhaltige Ausstellung in Konfirmanden- Anzügen aus Kammgarn, Tuch oder Cheviot, sehr vornehm verarbeitet, zu Preisen von 9,50, 12,50, 15, 18 u. 20 mt. hingewiesen. Hochachtungsvoll Deutsche Compagnie Heitinger& Co., Serren- und Knaben- Bekleidung, Oranienftr. 40/41, en.Anzüg Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. ant geltliche Lagerung. Kleine Anzeigen. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Stellenangebote. Achtung! Holzarbeiter! Gesperrt sind folgende Werkstätten für Tischler, Einsetzer, Maschinenarbeiter und Polierer: A. Schulz, Krautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Kimbel u. Friedrichsen, Yorkstr. 43. Kimbel u. Friedrichsen, Yorkstr. 59. Ferdinand Wolf, Waldemarstr. 27 und Bethanien- Ufer 6. Lur u. Engbrecht, Görliger- Ufer. Goltz u. Breutmann, Holzmarktstr. 11. Hülsebeck, Kroll u. Co., WarschauerDie Ortsverwaltung. Achtung, Klavierarbeiter! Die Pianofabrit von Ernst Koch& Co., Greifswalder: straße 155/156, ist wegen Lohn: differenzen bis auf weiteres gesperrt. 88/5 Die Ortsverwaltung. Nähmaschinen ohne Anzahlung, Ringschiffchen, billig, Neander Zahnersatz Klinit für Unbemittelte, Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Söpnicer- ftraße 7, Konopka. 37/2 Leiter: Willy Reinhard, täglich geöffnet straße 60/61, Landsbergerstraße 82.+ 91* Nähmaschinen, ohne Anzahlung, 8-9, 12-1, 7-8 abends, Sonntags Nussbaummöbel beim Auktionator 6 Mart Vergütung, Postkarte. Breit: 8-9 Uhr vormittags. Zähne 1,00, 19566 Blomben 0,75, Umarbeitung, Repa Ostbahnvorort. 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