Nr. 213. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntage Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebyr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: * Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Aut I, Nr. 1508. Arbeiter. Freitag, den 12. September 1902. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Einen der wichtigsten Punkte des Arbeitsverhältnisses verschiedenen Betrieben derselben Stadt ganz verschiedene Verbildet die Kündigungsfrist; in dieser Beziehung stehen hältnisse. Lohnsteigerungen erfolgen, wenn überhaupt, so in der Die deutschen Stadtgemeinden und ihre die deutschen Städte weit hinter dem Auslande zurück; die Regel nach jedesmaliger besonderer Vereinbarung und Festsetzung, Arbeiter können meist von einem Tage zum andern aufs nur ausnahmsweise nach einem bestimmten, vorher aufPflaster geworfen werden, und die gewiß nicht unbescheidene gestellten Plane. In diesem Falle ist das GrundDas Eindringen der Socialdemokratie in die Gemeinde- Forderung der Organisation der Gemeinde- Arbeiter, 14 tägige princip das gleiche, wie beim Beamten, daß nämlich der bertretungen hat u. a. zur Folge gehabt, daß die öffentliche Sündigungsfristen einzuführen, ist erst ganz vereinzelt erfüllt. städtische Arbeiter, auch wenn er in seiner Stelle verAufmerksamkeit mehr als vordem auf die Lage der städtischen Arbeiterausschüsse besigen erst etwa ein Duzend bleibt, allein schon durch die Dauer seiner Dienstzeit Arbeiter gelenkt wurde. Wie wenig aber infolge der ver- deutscher Städte. Der Geist, von dem sie getragen sind, das sich die Aussicht auf Lohnerhöhung erwirbt. fehrten Gesetzgebung, die die Herrschaft in den Gemeinden sociale Verständnis, von dem sie zeugen, ist ein sehr ver- eigentlichen Festsetzung der Höhe des Lohnes ist vieleiner Handvoll Besigender ausliefert, bisher auf dem Gebiete schiedenes. Auf der einen Seite steht den Arbeitern bei der fach das Princip des Minimallohnes durchgedrungen. Man der städtischen Socialpolitik geschehen ist, zeigen die jüngst in Busammensetzung und der Thätigkeit des Ausschusses eine un- begegnet zwei Arten von Mindestlöhnen, einmal einem im den Münchener volkswirtschaftlichen Studien veröffentlichten bedingte Selbstverwaltung zu, der Vorsitzende wird vom weiteren Sinne des Wortes, einem solchen, der auch dent Untersuchungen von Paul Mombert.*) Ausschuß gewählt, und die Mitglieder haben das Recht, schwächsten und am wenigsten leistungsfähigen Arbeiter noch Bei der Was zunächst die persönlichen Verhältnisse jederzeit eine Sitzung anzuberaumen. Auf der andren gegeben werden soll, und einem Minimallohn im engeren der städtischen Arbeiter betrifft, so befinden sich Seite begegnen wir Ausschüssen, wie zum Beispiel Sinne, dessen Höhe mehr von dem Gesichtspunkt bestimmt wird, unter ihnen außergewöhnlich viel Verheiratete, etwa dem der Berliner Wasserwerte, wo der jeweilige daß die Stadt unter keinen Umständen schlechter zahlen 20 Proz. mehr als bei den in ähnlichen Privatunternehmungen Betriebsleiter nicht nur den Vorsitz führt, sondern auch allein darf als der Privatunternehmer. Andrerseits giebt es jedoch beschäftigten Arbeitern. Die Gründe für diese Erscheinung darüber befindet, ob das Bedürfnis zur Abhaltung einer eine ganze Reihe von Gemeinden, in denen noch Löhne von sind einmal darin zu suchen, daß der verheiratete Arbeiter Sigung vorliegt. Ja, der Betriebsleiter hat sogar das Recht, weniger als 3 M. pro Tag gezahlt werden. Aus dem umbei der Einstellung besonders berücksichtigt wird, und zweitens den Ausschuß jeder Zeit aufzulösen, die ganze Thätigkeit des fangreichen Zahlenmaterial, das Mombert zusammengetragen hat, darin, daß die Aufnahme in den städtischen Lohndienst den Ausschusses hängt also von dem Gutdünken dieses Herrn ab. ergiebt sich, daß es wohl überall Arbeiter giebt, die einen ausUnverheirateten ein gewisses, zum Eintritt in die Ehe er- Nicht viel besser liegen die Verhältnisse bei den Ber- kömmlichen Lohn erhalten, daß ihnen aber die große Zahl derer mutigendes Gefühl der wirtschaftlichen Sicherheit verleiht. liner Gaswerken. Von einem wirklichen Arbeiter- gegenübersteht, bei denen auch gar keine Rede davon sein kann, Dazu kommt, daß unter den städtischen Arbeitern die Ausschuß kann hier ebenso wenig die Rede sein, wie daß ihr Lohn zu einer einigermaßen angemessenen Lebenshaltung höheren Altersklassen sehr zahlreich vertreten sind, nicht etwa in Chemniß, wo der Vorstand der Krankenkasse den genügt. Kein Wunder, daß die Erwerbsthätigkeit der Frauen weil viele Arbeiter ein hohes Dienstalter auf Arbeiterausschuß bildet. Für alle Arbeiter einer Stadt gemein- und Kinder von städtischen Arbeitern einen großen Umfang weisen, sondern weil häufig nicht mehr voll leistungs- sam eingerichtete Ausschüsse kennt man nicht; sie gelten angenommen hat! fähige Arbeiter, die sonst der Armenverwaltung anheim- immer nur für die einzelnen Betriebe, doch kann in Die Untersuchungen von Mombert beweisen, daß die thatfallen würden, von den Gemeinden zu leichteren Dienst- einigen süddeutschen Gemeinden der Stadtrat die Arbeiter- sächlichen Verhältnisse der städtischen Arbeiter noch vielfach berrichtungen übernommen werden. Auch Frauen sind in ausschüsse der verschiedenen Betriebe als Gesamtvertretung verbesserungsbedürftig sind. Und dabei sind diejenigen Städte, berhältnismäßig großer Zahl in städtischen Betrieben thätig, der städtischen Arbeiterschaft zu einer Plenarsizung ein die socialpolitisch am rückständigsten sind, noch nicht einmal vor allem bei der Reinigung öffentlicher Gebäude und berufen, um Fragen zu beraten, welche die gesamte städtische in den Untersuchungen berücksichtigt, weil sie keine Erhebungen Anstalten, bei der Friedhofs- und Gartenverwaltung, Arbeiterschaft betreffen. In einzelnen Städten können auch über die Lage ihrer Arbeiter veröffentlicht haben, weil in aber auch bei den Stadtbauämtern, wo sie als die Vorsitzenden der einzelnen Arbeiterausschüsse eine solche ihren Verwaltungsberichten nichts darüber zu finden ist und Kehrerinnen und Hilfsarbeiterinnen beim Straßenbau, als gemeinsame Sigung beschließen; außerdem kann jedes Mit weil der Verfasser, wenn er sich um direkte Auskunft an sie Buzerinnen beim Hochbau oder als Tagelöhnerinnen Be- glied eines Arbeiterausschusses beim Stadtrat einen dies wandte, entweder einen ablehnenden Bescheid oder überhaupt ober ü schäftigung finden. bezüglichen Antrag stellen. feine Antwort erhielt. nur, " Wir bedauern den Ton dieser Kundgebung auf das tiefste, er den konservativen Anschauungen über Vaterlandsliebe und Königstreue vollkommen widerspricht. Ja selbst vom praktisch- politischen Gesichtspunkte aus ist im Interesse der Landwirte diese Sundgebung zu mißbilligen, da sie auf feinen Fall ge eignet ist, die Bestrebungen der parlamentarischen Vertretung der fonservativen Partei, behufs Erzielung eines höheren landwirt schaftlichen Zollschutzes, zu fördern und die Geneigtheit der Ver bündeten Regierungen zu einem Entgegenkommen über ihre VorTage hinaus zu erhöhen." Für die Ordnung des Arbeitsverhältnisses ist es von Die Arbeitszeit der städtischen Arbeiter ist noch Daß in einzelnen Gemeinden auf dem Gebiete der Bedeutung, ob die städtischen Betriebe der Gelange nicht so geregelt, wie man es von Gemeinden, die ihre städtischen Arbeiterpolitik schon recht beachtenswerte Erfolge werbe- Ordnung unterworfen sind oder nicht. Die sociale Mission erkannt haben, erwarten sollte. Die Regel ist zu verzeichnen sind, läßt sich nicht leugnen. Den Anstoß dazu Ansichten darüber sind geteilt. Während sich z. B. das die 10stündige Arbeitszeit, doch fehlt es nicht an Fällen, in haben die socialdemokratischen Gemeindevertreter gegeben. Die Berliner Gewerbegericht in Klagen städtischer Arbeiter wegen denen diese Zeit weit überschritten wird. Ueber Sonntags städtischen Arbeiter sollten daraus die Lehre ziehen, daß es in ihrem Lohnentschädigungen für unzuständig erklärt hat, da es ruhe und sonstige freie Tage ist in den Arbeitsordnungen recht eignen Interesse liegt, für die Stärkung der socialdemofich nicht um gewerbliche Arbeiter handle, hat das wenig enthalten; meistens findet sich die Bestimmung, daß Sonn- kratischen Fraktionen in den Stadtparlamenten zu sorgen. Gewerbegericht von Frankfurt am Main fürzlich im und Feiertagsarbeit nur in dringenden Fällen stattfinden soll; Maßregelungen wegen ihrer Stimmenabgabe für einen entgegengesetzten Sinne entschieden. Diese Rechtsunsicherheit doch scheint es, als ob diese Vorschriften nicht immer inne- Socialdemokraten werden sie um so weniger zu befürchten ist auf die unklare Fassung der Gewerbe- Ordnung zurück- gehalten werden. Auch die Ueberstunden sind ziemlich häufig; haben, wenn sie gleichzeitig ihrer gewerkschaftlichen Organizuführen. Die Absicht des Gesetzgebers scheint es gewesen zu in manchen Städten kommt durchschnittlich etwa eine Ueber- fation zu immer größerer Macht und immer größerem Anfein, die in Gemeindebetrieben angestellten Arbeiter ebenso stunde pro Tag auf jeden Arbeiter. sehen verhelfen. zu berücksichtigen, wie die beim Privatunternehmer beschäftigten. Wenden wir uns nun zu dem wichtigen Kapitel der Aber dieser Gedanke ist nicht klar genug zum Ausdruck ge- 2ohnpolitit! Es sind hierbei sechs Gesichtspunkte zu Politische Leberlicht. kommen, und infolgedessen hat sich in den meisten Gemeinden berücksichtigen: die Formen des Lohnes und der Lohnauszahlung, Berlin, den 11. September. ein Zustand herausgebildet, der den Forderungen socialer die Lohnvergütung bei Arbeitsunterbrechungen, die Bezahlung Gerechtigkeit in keiner Weise entspricht. von Ueberstunden und Feiertagsarbeit, Beit und Ort der Die Abschüttelung der Agrarjakobiner So wird die Bestimmung der Gewerbe- Ordnung, daß in Lohnauszahlung, Lohnsteigerungen und endlich die Höhe des versucht auch die Konservative sorrespondenz". Sie gewerblichen Betrieben mit mehr als 20 Arbeitern Arbeits- Lohnes. Was die Formen des Lohnes betrifft, so finden sich citiert die unstürzlerischen Drohungen des konservativen, Water= ordnungen einzuführen sind, von vielen Gemeinden in den städtischen Betrieben noch vielfach Accordlöhne. Am land" und erklärt: überhaupt nicht beobachtet, und da, wo Arbeitsordnungen verbreitetsten ist der Stundenlohn, selten stehen die Arbeiter eingeführt sind, δα fakultativen im Wochen- oder gar Monatslohn. Für die Lohnvergütung tragen sie meist einen Charakter. Vielfach handelt es sich gar nicht um Arbeits- bei Arbeitsunterbrechungen ist die Stellung von Beordnungen in dem Sinne, daß in ihnen Pflichten und deutung, welche die städtischen Behörden dem§ 616 des Rechte des Arbeiters festgesetzt werden, sondern um Bürgerlichen Gesetzbuchs gegenüber einnehmen. Dieser recht einseitige Hausordningen", in denen fast nur von den Baragraph besagt bekanntlich, daß der zur Dienstleistung VerPflichten, nicht aber von den Rechten des Arbeiters die Rede pflichtete des Anspruchs auf Vergütung nicht dadurch verlustig ist. Es wird hier also, wie Mombert treffend hervorhebt, wird, daß er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit weniger der Zweck verfolgt, der bei Einführung der obligato- durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verrischen Arbeitsordnung vorgeschwebt hat, Streitigkeiten aus schulden an der Dienstleistung verhindert wird, daß er sich dem Arbeitsvertrag vorzubeugen, als vielmehr Vorschriften jedoch den Betrag anrechnen lassen muß, welcher ihm aufzustellen, die zur Aufrechterhaltung der technischen und für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund wirtschaftlichen Ordnung des Betriebs dienen sollen, deren gesetzlicher Verpflichtung Krankenbestehenden Befolgung dann durch Strafbestimmungen gesichert wird. Unfallversicherung zukommt. Jene Bestimmung findet geschickt. Die Arbeitsordnungen beziehen sich nicht nur auf die Ein- sich nun in einer ganzen Reihe von Arbeitsordnungen Die Konservative Korrespondenz" erwartet ferner, daß auch der stellungs- Bedingungen der Arbeiter; auch die Strafen durch Sondervertrag ausgeschlossen ein engherziger, nicht Borstand des konservativen Landesvereins in Sachsen die Aeußerungen nehmen darin oft einen recht großen Raum ein. Besonders scharf genug zu verurteilender Standpunkt. Noch mehr zu der Redaktion seines offiziellen Organs mißbilligen werde. hart ist die Bestimmung, die für das Elektricitäts- verurteilen ist es, wenn den im Wochenlohn stehenden oder zweifeln nicht, daß dies geschehen wird. Die Redaktion des Vaterwert Hannover gilt, wonach sofortige Entlassung ohne für längere[ Lohnperioden beschäftigten Arbeitern sogar der land" hat unvorsichtig das Wesen des konservativen Monarchismus Einhaltung der Kündigungsfrist stattfindet bei An- Lohn für die gesetzlichen Feiertage abgezogen wird, wie es enthüllt, dessen Königstreue sich in Königesturz verwandelt, sobald zettelung und Unterstützung von irgendwelchen gegen 3. B. das Stadtbau- Amt Auch die Monarchie die konservativen Forderungen verläßt. Die Abschüttelung die Interessen der Elektricitätswerke gerichteten Bestrebungen". Urlaub wird den Arbeitern in den den meisten Städten der Unvorsichtigen ändert aber nicht das geringste an den wirklichen bei Verzichtleistung Aehnlich bei den Gas- und Wasserwerken in Gießen! Hier nur auf Lohn für die Zeit Gesinnungen der Agrarier. es gewährt; sind erst wenige Was aber geschieht mit der Redaktion der Deutschen ist die Aufwiegelung andrer Arbeiter gegen das Interesse des der Werke" ein Grund zu sofortiger Entlassung. Weit Recht Städte, die den Arbeitern nach Ablauf einer bestimmten Tageszeitung", welche die jakobinische Umsturzstimmung des bezeichnet Mombert derartige Bestimmungen als höchst be- Dienstzeit einige Tage Urlaub unter Fortbezug des Lohnes agrarischen Gefolges als unzweifelhafte Wahrheit zugegeben hat? denklich. Denn was richtet sich nicht alles gegen das Inter- geben, aber Anspruch auf Urlaub haben die Arbeiter nirgends. Wollen die Königstreuen der konservativen Partei weiterhin mit Lenten esse der Werke? Bei einigermaßen gutem Willen wird Auch bei der Einziehung von Arbeitern zu militärischen gemeinsam arbeiten, die den konservativen Anschauungen über man z. B. Bestrebungen, höhere Löhne oder eine fürzere Friedensübungen ist der Zuschuß, den einige Städte zu der Vaterlandsliebe und Königstreue" so schmählich zuwiderhandelten? Beherbergen die Konservativen die Verächter der Königstreue Arbeitszeit, z. B. in den Gaswerken den Achtstundentag zu staatlichen Unterstügung zahlen, immer nur ein freiwilliger; vielerringen, oder gar Versuche, sich zu koalieren, unschwer dazu fach ist er sogar als Belohnung gedacht. Heißt es doch in manchen noch fürderhin in ihren Reihen, so erweisen sie damit felbft de'n rechnen können. Derartige Bestimmungen, die, so wenig Arbeitsordnungen, daß diese besonderen Vergünstigungen nur Schwindel ihrer eigenen Sönigstreue. Wollen sie sich präcise gefaßt, in ihrer Auslegung ganz in die Hand der einen bei guter Führung eintreten! Ueberstunden oder Feiertags- vor diesem Schwindel retten, so müssen sie sich schon entschließen, Partei gelegt find, bieten eine gefährliche Handhabe, um Be- arbeit müssen teils ohne jede Vergütung geleistet werden, ihrem Bedauern" ernsthaftere Maßnahmen folgen zu lassen! wegungen der Arbeiter zur Besserung ihrer Lage niederzuhalten teils erfolge die Vergütung in dem Bruchteil des Tagelohns, der der Dauer der geleisteten Ueberstunden entspricht, teils und sind deshalb nicht scharf genug zu verurteilen." werden besondre Lohnzuschläge gewährt. Die Lohnperioden " Urlaubs in Wiesbaden thut. Die Leitung der konservativen Partei will also, wie sicher vorauszusehen war, leider den Wucherhandel mit der Regierung fort oder setzen und verwirft daher die Drohungen des Vaterland" als un Die Boerenkonferenz mit Chamberlain. Wir Die Konferenz der Boerengenerale mit Chamberlain, über die *) Die deutschen Stadtgemeinden und ihre Arbeiter. J. G. Cotta, sind monatlich, vierzehntägig oder wöchentlich. Es herrscht hier wir gestern bereits nach der offiziellen englischen Mitteilung be ein buntes Durcheinander und vielfach begegnen wir selbst in den richteten, ist ohne eigentlich greifbares Resultat verlaufen. Stuttgart und Berlin 1902. Preis 6 Mart. " All Centrums- Verlegenheiten. Chamberlain hat für keine einzige der zahlreichen Boerenforderungen| Städte, die Handelskammern, die Gewerbe- Jufpektoren um Aeußerung| eine Erfüllung in bestimmte Aussicht gestellt, er hat sich damit be- ersucht. Insbesondere soll dargelegt werden, ob und in welchen In seinem Wahlkreise Aachen Land, in Eupen, hatte der gnügt, eine Politik des Vergebens und Vergeffens" zu pro- Industriezweigen inzwischen Arbeiterentlassungen ein- Reichstags- Abgeordnete, Kaplan und Zeitungsverleger Dasbach klamieren, bei der beide Teile ihre Rechnung fänden. Die Boeren- getreten oder infolge des Arbeitsmangels Feiertage oder Kürzungen dieser Tage eine Versammlung mit seinen Wählern. Man befaßte der täglichen Arbeitszeit eingeführt seien und ob eine Zunahme sich hauptsächlich mit dem 8olltarif. Der Abgeordnete fand eine generale sollen sehr unzufrieden abgereist sein, und die deutsche oder Abnahme der Arbeitslofigteit für den entschiedene Opposition gegen die Erhöhung der Lebens anglophobe Presse ist der Ansicht, daß England un tommenden Winter im Vergleiche zum Vorjahre zu mittel- Zölle, aber nur vereinzelten Beifall. Oft wurde er durch vorsichtigerweise den Augenblick versäumt habe, seinen Frieden gewärtigen fei. Weiter Weiter soll erörtert werden, ob und Gelächter und spöttische Zwischenrufe unterbrochen. Die Besucher mit den Boeren zu machen. Der objektive Beurteiler wird indes inwieweit etwa in günstigerer Lage befindliche Industrien waren meist kleinbauern und Kleinhandwerker aus zugestehen müssen, daß England nach Lage der Dinge im großen in der Lage sein würden, den aus andren wegen Arbeits- der Stadt und der Umgegend; die Arbeiter waren weniger Bemerkenswert ist, daß die Gegner der und ganzen gar nicht anders handeln konnte, als es gehandelt hat. mangels ausscheidenden Arbeitern Beschäftigung zu gewähren stark vertreten. Auch setzt es einen hohen Grad politischer Naivetät bei den Boeren und welche Maßnahme von den Gemeinde- und weiteren Bollerhöhung meistens Arbeiter meistens Arbeiter der dort start vertretenen zwar Mitglieder der chriftlichen generalen voraus, anzunehmen, daß sie selbst an der Erfüllung ihrer Kommunalverbänden sowie von den Arbeitgebern in Staats- und Textil Industrie, und generalen voraus, anzunehmen, daß sie selbst an der Erfüllung ihrer Privatbetrieben, von Vereinen und Privatpersonen zur Be Gewerkschaft waren. Sie brachten ihre Einwendungen sehr sachForderungen geglaubt hätten. Daß sie von England herauszuschlagen tämpfung der Arbeitslosigfeit ergriffen worden seien. lich und überzeugend zum Ausdruck, und die Versammlung stimmte fuchten, was nur irgend zu erringen war, war ihr gutes Recht, sogar Zu einer gründlichen Arbeitslosenstatistit fann sich freilich die ihnen durch großen Beifall zu. Herr Dasbach befürwortete ihre Pflicht; andrerseits aber kann man es England, mag man seine Regierung nicht entschließen, geschweige denn zu ernsthaften Maß die Getreidezoll- Erhöhung auf 5-6 M. und einen hohen Zollsatz südafrikanische Raubpolitit noch so scharf verurteilt haben, nicht nahmen gegen die Arbeitslosigkeit. Man verschleppt die Zeit mit auf fünstliche Gerbstoffe. Auf welcher Höhe die Dasbachschen Ausverdenken, wenn es als Sieger dem Besiegten die ihm Enqueten höchst zweifelhafter Art, damit es scheine, als sei etwas führungen standen, mag man daran ermessen, daß er den Bächtern, ben der A schon jetzt die Pacht in Voraussicht opportum erscheinenden Bedingungen diftiert. Eine Gewährung gethan. Thatsächlich verbarrt man gegenüber den Leiden der Arbeiter denen schon jetzt der der Zoll der Boerenforderungen hätte die völlige Preisgabe der für schaft in der Gleichgültigkeit der Sätten. eine andre Gegend. erhöhung gesteigert wurde, empfahl, in eine ziehen, 100 eine solche Steigerung nicht stattEngland so ungeheuer opferreichen Errungenschaft bedeutet, und Streifverhütung im Eisenbahnbetrieb. ob diese Politik der völligen Abrüftung ihre politischen Früchte gefinde. Großes Gelächter und lebhafter Widerspruch lohnten die Bekanntlich hatten fürzlich eine Anzahl Eisenbahnarbeiter Weisheit des sonst so tundigen Geschäftsmennes. Als ihm die tragen hätte, ist jedenfalls zweifelhaft. England ist, und wohl mit Recht, zu wenig von der Aufrichtigkeit und Loholität seiner neuen( Rangierer) in Rottbus die Arbeit niedergelegt. Der Streit ist aber tatholischen Textilarbeiter entgegenhielten, daß sie bei bald wieder beigelegt worden, nachdem die Eisenbahn- Verwaltung ihren Hungerlöhnen keine Lebensmittelsteigerung ertragen Unterthanen überzeugt, als daß es einstweilen die Machtmittel des Ersatzkräfte aus Berlin herangezogen hatte. Unter Hinweis auf fönnten, wunderte sich Herr Dasbach, daß sie nicht längst ihr Eroberers aus der Hand legen möchte. Bündel geschnürt hätten, 11111 in besser zahlende Gegenden Die Boerenführer forderten bekanntlich die Zulassung aller diesen Vorgang hat das Berliner Agitationskomitee des Verbandes zu ziehen, da die Eupener Weber allerdings mit 12 m. nicht auskommen tönnten. Auch hier wieder Kriegsgefangenen ohne vorherige Ablegung eines Treu- der Eisenbahner Deutschlands im Vorwärts" einen Aufruf erlaffen, Wochenlohn eides, die Wiedereinsetzung fämtlicher ehemaligen Bes der die Eisenbahner an ihre Organisationspflicht mahnt. zeigte schallendes Gelächter dem großen Centrums- Socialamten der beiden Republiken. Dieser Aufruf Hat vorläufig die Wirkung erzielt, daß mehrere politifer, wie seine Ratschläge gewertet wurden. Eine ganze Anzahl Forderungen, auf die bürgerliche Blätter sowohl fonservative wie liberale in langen fatholischer Textilarbeiter traten den Abgeordneten entgegen. Sie fich begreiflicherweise England nicht einlaſſen konnte. Diskutabler Betrachtungen die Möglichkeit eines Eisenbahner- Streits besprechen. forderten unter anderm auch das Koalitionsrecht für die ländlichen erscheint die Forderung der Gewährung gleicher politischer Rechte an Koalitionsrecht auskommen machen, die Burghers, wie die Engländer, deren Gewährung von Chamberlain Seute ist es die Krenz- 8tg." und das„ Berl. Tagebl.", welche fich Arbeiler. Herr Dasbach suchte ihnen vergeblich begreiflich zu daß diese ohne das tönnten. Auch der Abgeordnete Grand Ry meinte, meinte, daß denn auch für eine nicht allzu ferne Zeit in Aussicht gestellt wurde. Auch mit dieser Angelegenheit beschäftigen, und zwar in einer Weise, als ob ein Generalstreik aller Eisenbahner in naher Ausüber die Forderung der finanziellen Entschädigung für alle Verluste es nicht so leicht sei, den Landarbeitern das Koalitionsrecht sicht stände und der gesamte Betrieb der Eisenbahnen zu gewähren; nach Centrumsart stellte er zur Beschwichtigung des Krieges und alle von den Republiken während des Krieges Deutschlands eingestellt werden solle. Diefe Furcht vor einem der Unzufriedenen dieses Recht in ferne Aussicht. Der Ritterguts. Kontrahierten Berpflichtungen dürfte England noch mit sich verhandeln Eisenbahner- Streit entspringt wohl den Bewußtsein, daß Stoff zur befizer meint nämlich:„ mit der Zeit" müſſe den ländlichen Arbeitern und wenigstens zu einigen Konzessionen sich bereit finden lassen. Unzufriedenheit unter den Eisenbahnern in das Koalitionsrecht doch gewährt werden. Wie gesagt, fanden die Eine Hauptforderung der Boeren war die der Amnestie für sämtliche während des Krieges Verurteilte, in erster Linie Aroßer Menge vorhanden ist, denn einerseits sind die Ver- Zollfreunde nur geringe Sympathie, während die zahlreich auftretenauch für die Bürger der Kaptolonie. Wie die Boerens hältnisse der Eisenbahnarbeiter in der That äußerst elende, und den Gegner mit lebhaftem Beifall bedacht wurden. Schließlich vergenerale beteuerten, war ihnen eine derartige Amnestie während der trieben beschäftigten Arbeitern beharrlich das Koalitionsrecht, auf das kennen, daß auch dieses Mittel an der Thatsache ihrer unchristlichen andrerseits verweigert die Eisenbahnverwaltung den in ihren Besuchten die Centrumsführer ihre Schlappe durch die übliche Heyrede gegen die Feinde der Kirche" zu mildern. Sie werden selbst erFriedensverhandlungen von Milner und Kitchener in fofie, gleich andern Arbeitern, ein gutes Recht haben. sichere Aussicht gestellt worden, daß sie ihrem Erstaunen Ging Wucherpolitit nicht lange mehr zu nügen vermag. doch erst kürzlich eine Nachricht durch die Blätter, der darüber Ausdruck gaben, daß diese Busage der britischen zufolge der jetzige Eisenbahnminister bezüglich der Organisation Friedensunterhändler nicht bereits durch die Krönungsfeier der Eisenbahnarbeiter denselben schroff ablehnenden Standpunkt einerfüllt worden sei. Chamberlain erklärte dieser Beschwerde nehme, auf dem sein Vorgänger gestanden hat. Wenn also Blätter, gegenüber, daß eine solche Amnestie deshalb nicht erfolgt welche diese Haltung der Eisenbahnverwaltung billigen, sich vor fei, weil man den„ edlen Absichten" der füdafrikanischen einem Streit fürchten und teils scharfmacherische, teils vorbeugende Regierungen nicht zuvorkommen wolle. Chamberlain stellte ferner Maßnahmen vorschlagen, so ist es nur das böse Gewissen, welches wenigstens die„ Nachprüfung" einzelner Verurteilungen in diese Furcht diktiert. Aussicht. In der That läge es sehr im Interesse einer Versöhnung, * Deutsches Reich. Die Fleischnot. verhüten! A " Streifbrechermoral im Centrum. Der Centrumspresse ist auf der Katholiken Versammlung in Mannheim soeben von den geistlichen und weltlichen Würdenträgern der katholischen Kirche ein glänzendes Zeugnis für ihre Leistungen, in erster Linie selbstverständlich auf dem Gebiete der katholischen Moral, ausgestellt worden. Wie aber die Centrumspresie die „ moralische" Erziehung der katholischen Arbeiter betreibt, bezengt Wir möchten den Leuten, die, um die schweren Folgen eines eine Stizze von E. Straßburger", die mit der Ueberschrift Der daß England in irgend einer Weise eine vollständige Amnestie er- Elsenbahner- Streiks zu vermeiden, kein andres Mittel wiffen wie Streifbrecher" in der fuldaer Zeitung" erschienen ist. ließe, unisomehr, als die Standgerichte in Südafrika standalös ge- brutale Unterdrückungsmaßregeln, ein besseres, und durchaus Die Stizze" schildert den Kampf, den ein streikender Arbeiter haust haben. Wenn Chamberlain in den Verhandlungen erklärte, England arbeiter in der Ausübung ihres Soalitionsrechts nicht hindern, sie sich Herr Straßburger offenbar das bescheidene Pseudonym eines wirksames Mittel vorschlagen: Die Veripaltung möge die Eisenbahn- zu bestehen hat, bis er sich zu der„ moralischen" Höhe eines Streitbrechers emporgerungen hat. Dieser verdienstvollen Arbeit hat habe durch seinen Friedensschluß eine Großmut ohne möge die Organisation der Arbeiter anerkennen, vorkommenden berühmten katholischen Moralphilosophen mit der ganzen Tiefe Gleichen" bewiesen, so hat das gewiß einen eigenartigen Bei Falles mit derselben über Lohn- und Arbeitsbedingungen verhandeln seiner moralischen Anschauung hingegeben, stets geleitet von dem geschmad. Immerhin haben unsre alldeutschen Blätter, die sich so und die Wünsche und Beschwerden der Arbeiter auf friedliche Weise ersten Gebot jeder Moral: der strengsten Wahrhaftigkeit gegen Freund sehr für die Polen und Dänenvergewaltigung begeistern, au zu regeln suchen. Anerkennung und Achtung der und Feind. allerlegt Ursache, sich über Englands Südafrikapolitik zu entrüsten. Arbeiterorganisation, das ist das beste Mittel Streits 8" gegriffen; er ist einer aus der großen Waffe der Arbeiter, die sich Seinen„ Helden" hat er mitten aus dem Arbeiterleben herausEngland besigt viel zu viel politische Einsicht, um in Südafrika jenes System der nationalen Unterdrückung und Chikanierung zu ihr„ Glück" ,, mmit Gottes Hilfe. so schön aufgebaut" haben. etablieren, das in Deutschland gegenüber Staatsbürgern fremder Vom brandenburgisch posenschen Manöverschauplatze Weißt Du noch", fragt ihn seine Frau, wie Du, arm und mittelNationalität jahrzehntelang geübt wird. Tommen die allerbeglückendsten Nachrichten. Nach einem heutigen den geringen Verdienst. Du warest damals nur ein Tagelöhner, nach los, Aufnahme fandest in der Fabrik. Wie freutest Du Dich über Manöverbericht von Fr. Stowronned in der„ Berliner MorgenBeitung" begimen die„ kommandierenden Generale der Presse" und nach aber zog man Dich heran zu den Maschinen und schließlich bereits mit den wirklichen kommandierenden Generalen und ihren warst Du einer der besten Arbeiter. Güte und Wohlwollen brachte Stäben, ja selbst den„ Fürstlichkeiten" fast zu fraternisieren. man Dir allezeit entgegen... Dein Verdienst wuchs von Jahr zu Hier haben Die Regierungen verharren angesichts der schweren Fleisch- Man höre nur: Um 3/45 Uhr fuhr unser Extrazug mit den Jahr... und Du hättest sicher noch mehr erhalten." teuerung in vollkommener Unthätigkeit. Die zahllosen Gefuche un Fürstlichkeiten und fremden Offizieren ab. Zwischen uns es endlich einmal die Arbeiter schwarz auf weiß, wie herrlich bei Aufhebung der Grenzsperre prallen wirkungslos an der agrarischen ein Grüß! omment herausgebildet. Schlachtenbummlern und den Herrschaften hat sich bereits ihnen alles zugeht. Wir haben es schon Und woher tommen trogdem die Streiks? Auch darüber giebt Panzerung der Staatsmänner" ab, denen Junkerwunsch alles, herausgefunden, daß alle diese Offiziere ausgezeichnet die wackere Frau, die offenbar einen moralisch gebildeten Volkswohl nichts ist. Bescheid wissen und gern Auskunft geben... Erstaunlich ist auch Beichivater hat, uns genaue Auskunft. Da aber", fährt sie fort, Die einzige Regierung, von der überhaupt eine Beschäftigung die Bereitwilligkeit der Herrschaften, fic photographieren gerietest Du in die Netze jener Menschen, die sich auflehnen gegen mit der brennenden Frage bekannt wird, ist die bayrische. Sie zu laffen. Sie hatten geduldig still, wenn einer der Männer feinen Gott und seine Gebote... Wie schön lauten die Worte„ Streit für ist im Begriffe, eine Enquete über die jeßigen Staften vor ihnen aufbaut und lassen es sich sogar gefallen, daß er die Arbeiterinteressen"," Opfer zum Wohle der Arbeiter", die jene Fleischpreise zu veranstalten. Diese Enquete erstreckt sich auf ihre Stellung vorher forrigiert. Das„ Bitte, recht freundlich!" socialdemokratischen Führer von der Vierbank Euch zurufen. Und die Erhöhung der Fleischpreise während der letzten Wonate ist also hier überflüssig." Welcher Stolz, daß man mit den welches Opfer bringen sie, diese Maulhelden! Sie pflegen fich auf sowie auf den Rückgang der Schlachtungen, deren Ergebnisse Herrschaften einen Extrazug gemeinsam hat! Welch' oftentative Eure Kosten und wenn sie Euch in den Morast geführt, dann lassen sie Euch elend verkommen. Was man Euch giebt als Streit- UnterGegenüberstellung: bier bloß Schlachtenbummler" und Männer", soll den Fleischbedarf der einzelnen Orte, die Herkunft des zu- mit ihnen zu stehen! Und dabei wird dieser" Grußfuß" vermutlich der hohen Polizei schon seit geraumer Zeit bekannt, aber sie leuchtet innerhalb fünf Tagen mitgeteilt werden sollen. Eine zweite Enquete dort immer die Herrschaften!"" Welche Genugtbuung, auf Grußfuße fügung, was ist es anders als Sündengeld, Geld für die Kneipen." Dies ist zwar keine neue Entdeckung, sie ist vielmehr sogar geführten Viehs und die Einrichtungen von Vichhöfen und Schlacht- in nichts weiter beſtehen, als daß jene Herrschaften in Uniform den Häusern ermitteln. Daß mit bloßen Enqueten nichts gethan ist, be- Beigefinger flüchtig an den Helm führen, wenn die kommandierenden unsrem Helden" so ein, daß er seiner Frau tein Wort darauf darf nicht der Erörterung. Die Not ist zu offenbar und zu schwer, Generale der Presse und ihre Adjutanten mit gezogenem Hut und in erwidern fann. Unbegreiflicher Weise will er aber noch immer nicht Streitbrecher werden, er läuft vielmehr in die Kneipe zur Streif als daß man die Zeit mit allerlei Erhebungen verschleudern darf. gebückter Haltung fragend und bittend vor sie treten! Man müßte dieses Verhalten der Regierungen als ungeheuerlich gefunden, wie viel beffer jene uniformierten Herren über Welch' ein Scharfblick auch, daß man schon heraus- versammlung. Nach der Versammlung war dem„ Helden" so seltsam zu Mute. und unbegreiflich bezeichnen, wenn nicht die Schuld daran ſchließlich bie Phaien der„ Schlacht" Bescheid wiffen als das arme Civil war waren die socialdemokratischen Führer" mächtig gegen das gerade denjenigen Bevölkerungsfreifen aufzubürden wäre, die fetzt gesindel, iroz des täglichen Empfangs von Striegsfartenrationen! Unternehmertum losgezogen" und hatten hinauspofaunt", daß die am schwersten leiden und klagen, aber, wenn es gilt, die Forderungen und nun gar die Freude über die Herrschaften, sich photographieren Streifenden doch endlich siegen müssen. Zum Schluffe war aber verkündet des Volkswohles bei Wahlen zu vertreten, Vertreter in die zu lassen! Nein, so freundlich, so herablassend, so uneigenulißig und worden, daß die Streikenden, die unverheiratet sind, auswärts Arbeit Parlamente entfenden, auf die sich die Regierung stützen und ver- unintereffiert! Nicht einmal die Aussicht, mit ganzer friegsmarsch suchen und die Streikunterstützungen herabgesetzt werden sollen. Die Taffen kann. Hoffentlich giebt die jetzige Vergewaltigung der breitesten mäßig ausgerüifteter Figue in die Beitungen zu„ tommen", schreckt sie verminderte Streifunterstigung will ibm gar nicht gefallen. Als er Volksmaffen durch die Interessen der agrarischen Viehzfichter Anlaß, davor ab! Diese Manövertage werden in der That jenen„ Männern" von dem Fabrikanten mit einem geringen Verdienst" abgespeist daß bei den künftigen Wahlen diese selbstmörderische Politit großer der bürgerlichen Preffe unvergeßlich sein, während die worden war, hat er sich damit nicht nur zufrieden gegeben, sondern fich sogar, wie uns oben seine Frau erzählte, darüber gar gewaltig " Herrschaften" ihrer schon morgen vergessen haben! Volksschichten ein Ende findet. gefreut. An die Streifunterstügung dagegen stellt er gang andre Anforderungen. Die Verkürzung der Streifunterstützung wirit mehr auf ihn, als selbst die moralischen" Reden seiner Frau, sie bringt ihn sofort sofort auf den Gedanken, Streitbrecher 811 werden. Aber er ist ja ein Held", fämpft wader gegen diesen Gedanken:" Rein, eher sollten Weib und Kind zu Grunde gehen, als er ein Streitbrecher werden." Forft t. 2., 10. September.( Eig. Ber.) Die Stadtverordneten Versammlung ftimmte heute mit 18 gegen 7 Stimmen dem Dring lichkeitsantrage der socialdemokratischen Stadtverordneten zu, der den aus 8 erbst: Magistrat auffordert, mit der Versammlung gemeinsam beim Land wirtschaftsminister die Aufhebung der Grenzsperre für Bich zu vers langen. Es haben acht bürgerliche Stadtverordnete für den Antrag gestimmt, während seiner Zeit für den Protest gegen die Erhöhung der Getreidezölle nicht eine Stimme der Bürgerlichen zu haben war. Der Magistrat hüllte sich in Schweigen. Tode& märsche und kein Ende. er Inzwischen hatte er unbewußt den Weg zur Fabrit, feiner früheren Arbeitsstätte, eingeschlagen. Hier lag das große Gebäude; hier hatte er so oft des Tages Last und Mühen getragen, aber dort auch viele schöne Stunden erlebt. Welch' hohes Gefühl der Freude erfüllte ihn, wenn er nach vollbrachtem Tagewert nach Hause eilte zu Frau und Kind! Wenn's doch wieder so wäre! Und heute- Elend und Not! Nein, es durfte nicht sein! Rasch entschlossen trat der Arbeiter in das Thor der Fabrik ein." Er war Streifbrecher geworden. Frau und nicht; aber der Lockung des großen Gebäudes", der Erinnerung an die vielen schönen Stunden" in der Fabrik konnte er nicht wider abradern zu können, sie ist es, die sein besseres Ich erweckt, die ihn aus den Krallen der Socialdemokratie befreit. Dem Tageblatt für Jerichow" entnehmen wir folgende Weldung Die große Hige am Donnerstag hat bei den Soldaten unsres Regiments, die sich im Manöver befinden, große Opfer gefordert Jm Gelände zwischen Delizich und Bitterfeld, wo das Manöver zwischen den 93. und 36, stattfand, hatte das 93. Regiment bereits, bevor es in das Gefecht eintrat, den weiten Weg von Gräfenhainichen, wo es die letzte Nacht im Quartier gewesen war, bis Delizich aurids gelegt. Fünf Mann wurden vom Sihschlag getroffen; davon sind Breslau, 10. September.( Eig. Ber.) Die hiesige Fleischer- dret Mann geftorben, zwei liegen ohne Besinnung danieder. innung beschloß in einer Versammlung eine Erhöhung der Außerdem wurde ein Artillerist von einem Geschütz über Preise für einzelne Fleischstücke, Keule, Filet, Koteletts, fahren und erlitt fehr schwere Verlegungen. Abends bezog das vorzunehmen. Die übrigen Stücke find nämlich schon um 1. und 2. Bataillon der 93 er Quartiere in Deligsch. Das Kind mochten zu Grunde gehen, dieser Gedanke überwältigte ihn 5 und 10 f. in den letzten Tagen gestiegen, Die Ver- 3. Bataillon lag in der Nähe im Bivouac. Die 36 er lagen in den fammlung ersucht den Reichstanzler, der Stadt Breslau die Dörfern zwischen Delizich und Halle einquartiert. Ob die Verausnahmsweise Einfuhr von Schweinen und Mindvieh an gestatten, so lange der Preis füle 1 Centner Lebend. torbenen unsrem Bataillon angehören, ist aus der Meldung nicht ersichtlich. gewicht für Schweine 42 M., für Rindvieh 32 M. übersteigt. Ferner meldet das Halberstädter Intellig. BI.": Socialdemokraten haben eine große Protestversammlung„ Der zweite, infolge hizi chläge bei dem Manöver Jetzt zeigt sich auch seine Heldenhaftigkeit im Hellsten Lichte: gegen die Grenzsperre und die städtische Schlachtsteuer für Montag, gestorbene Soldat unires Infanterie- Regiments ist der als So oft er zur Fabrit ging, paßten ibm Sireifende auf und Borte en 15. September, einberufen. Reservist eingezogene Schneider Emil Schulze aus Oschersleben. wie Streitbrecher", Berräter" und" Gesinnungslump" waren nichts Er war, wie das„ Oschersl. Kreisbl." schreibt, seit einigen Jahren Seltenes. Nuhig aber schritt der Arbeiter seines Weges." Ja, er Erhebungen über den Arbeitsmarkt. Die Minister des beim Schneidermeister Klingenberg dort in Stellung und gedachte beweist sogar den Streifenden die ganze fittliche Höhe feines Streit Innern und für Handel und Gewerbe wünschen im Aus nach seiner Entlaffung zu heiraten. Die im Kreise Byriz lebenden brecher- Herzens. Denn nachdem der Streit verloren war, bittet er schluß an die im November v. J. über die Lage des Arbeitsmarktes Angehörigen wurden vom Regiment telegraphisch von dem Unglücks feinen" Chef" um Arbeit für die Streikenden. Dem willfährt" denn angestellten Erhebungen vor Eintritt des Winters über die augen- fall in Stenntnis gefeßt, um noch rechtzeitig zu der in Halle statt- auch der brave Chef" gern, wobei er dem Streifbrecher die Ver blicklichen Verhältnisse des Arbeitsmarttes unterrichtet zu gefundenen Beerdigung fommen zu fönnen." ficherung giebt: Für Sie selbst aber ist es eine Ehre, wenn werden. Ein bezüglicher Erlaß ist an die Regie- Die militärische Notwendigkeit solcher Todesmärsche dürfte man Sie auch ferner neunt: Der Streifbrecher!" rungs Präsidenten gerichtet worden, und diese haben schwerlich uachzuweisen sein! die Landräte ihres Bezirkes, die Bürgermeister der größeren Die stehen. Die Sehnsucht nach dem Glück, für seinen Fabrikanten sich " Die Stizze des Herrn Straßburger ist also nichts als eine Verherrlichung des Streitbruches; igre" Moral" tommt darauf hinaus, daß die Arbeiter ihr Glück in der Arbeit für ihren Fabrikanten es ist festgestellt worden, daß in der friedfam dastehenden Menge 1. Das Wesen der Kartelle besteht darin, daß sie durch Ausfinden müssen und deshalb ihrem Herrn Dankbarkeit und Gehorsam nicht nur 13 Personen erfchoffen worden sind, wie die schluß der Konkurrenz eine Erhöhung der Preise herbeizuführen das ganze Leben hindurch schuldig sind. Diese Sklavenmoral hält amtliche Bekanntmachung angegeben hat, sondern daß es etwa suchen. die Centrumspresse den Arbeitern als Ideal vor und dazu möchte sie 30 Tote und 80 Verwundete gegeben hat. Der 2. Dieses Ziel ist grundsäglich berechtigt und als voltswirtschafts ihre Gläubigen erziehen. Das ist in Wahrheit die filtliche Aufgabe Direktor der Fabrit Rothschilds, in der der Ausstand aus- licher Fortschritt anzusehen; denn höhere Preise sind das einzige der Centrumspresse. Wie lange noch werden sich die katholischen brach, ist aus Batum geflüchtet, denn er war nicht mehr Mittel, um zu einer besseren Vergütung der Arbeit, das heißt der Arbeiter durch eine solche Moral" zu willenlosen Werkzeugen in den seines Lebens sicher. Er war es, der die Arbeiter durch Lohndrücken Thätigkeit sowohl der Unternehmer als der Arbeiter zu gelangen. Händen ihrer Ausbeuter herabwürdigen lassen? und Strafgelder in das Unglück trieb. Die Untersuchung hat auf- 3. Da sämtliche Produzenten zugleich Konsumenten sind, nicht geklärt, daß den Befehl zu schießen, der Gehilfe des Militär- aber umgekehrt, so wird der den Ünternehmern und Arbeitern in gouverneurs und der Kommandierende der Abteilung zu gleicher ihrer Eigenschaft als Produzenten durch die Preissteigerung ver Beit gegeben haben. Der Gehilfe des Gouverneurs will aber be- schaffte Vorteil durch den sie in ihrer Eigenschaft als Konsumenten fohlen haben, in die Luft zu schießen, er wälzt die Schuld auf den treffenden Nachteil freilich zum Teil, aber nicht in vollem Umfang aus Offizier ab. Der Offizier feinerseits hat zugeben müssen, daß das geglichen. Die Bedeutung der durch eine allgemeine Preissteigerung erKommando zu schießen von ihm gegeben worden sei, ohne daß die möglichten besseren Arbeitsvergütung besteht vielmehr überwiegend in Menge vorschriftsmäßig gewarnt worden wäre. Die Landgenoffen der Verschiebung des Machtverhältnisses zwischen Kapital und Arbeit zut des Offiziers, er ist ein Gurier Namens Antadfe, haben ihm aus Gunsten der letzteren, insbesondere durch Herabsetzung der Kauftraft ache fein Haus in die Luft gesprengt und seine Familie hat sich des Geldfapitals. nur mit knapper Not retten fönnen. Ausland. Rußland bleibt in der Mandschurei! Aus Peking wird von dem„ Neuterschen Bureau" gemeldet: Nach aus der Mandschurei eingelaufenen Nachrichten machen die Ruffen keine fichtbaren Anstalten, den südwestlichen Teil der Provinz Mukden innerhalb der im russisch- chinesischen Vertrag festgesetzten Zeit von sechs Monaten zu verlassen. Eine große Menge russischer Truppen und Einwanderer 4. Die einzige Gefahr der Kartelle besteht abgesehen von der tommt mit der sibirischen Bahn in das Land, ver Beriverflichkeit einzelner der zuweilen angewendeten Mittel, gegen Asien. welche strafrechtlicher Schutz einzutreten hat, und abgesehen ferner läßt dasselbe aber nicht wieder. Der in der Mandschurei Japanisch- chinesische Annäherung. Aus Yokohama wird ge- von der Gefahr einseitiger Begünstigung einzelner Produktionsbefchligende russische General fezte den russischen Gesandten in meldet: Bei einem von dem Minister des Auswärtigen zweige, deren Beseitigung durch die gleichartige Organisation der bePeking. Leffar, davon in Kenntnis, daß die chinesische Regierung sai chun, der China bei der Krömung Königs Eduards vertreten durch die Preissteigerung erlangte Borteil nicht beiden Faktoren veranstalteten Festmahl rühmte der chinesische Prinz teiligten Industrien abzuivenden ist, vor allem darin, daß der englische Beamte, welche dem faiserlichen Zolldienst angehören, hat, das Verhalten Japans während der Krisis von der Arbeit, nämlich Unternehmern und Arbeitern, gleichmäßig zur Wiederaufnahme des Postdienstes entiende. 1900; er hob hervor, daß Japan und China durch enge Bande zu teil wird, sondern einseitig den ersteren zufließt. Das Der General erhebt gegen die Anwesenheit von Fremden in der verknüpft feien, und sagte, er sei überzeugt, daß beide Nationen durch wird nicht allein die Lage der Arbeiterklasse, sondern zugleich Mandschurei während der Dauer der militärischen Besetzung Ein- in Bukunft zusammengehen und ihre Bemühungen ver- auch diejenige des Mittelstandes beeinträchtigt. spruch. Lessar riet ihm daraufhin, sie summarisch aus einigen würden, um Asiens Wohlfahrt wiederherzustellen. 5. Die bisher zur Bekämpfung der Kartelle überwiegend vorzuweisen. Amerika. geschlagenen Mittel des Civilrechts, des Etrafrechts und des VerTelegraph" wird aus Ringston auf Jamaica gelabelt: In Erfolge der folumbischen Insurgenten. Dem„ Daily waltungsrechts sind nicht allein praktisch unausführbar, sondern auch unberechtigt, da fie grundsäglich die Unterdrückung über die Mandschureifrage veröffentlicht. In diesem Artikel wird Jamaica eingetroffene Dampfer berichten, daß in Kolumbien zwischen wesens bezwecken. oder wenigstens die möglichste möglichste Beschränkung des KartellAn Stelle dieser auf den unmittel Mit dieser Nachricht stimmt die Tendenz eines Artikels überein, den die„ Petersburger Btg.", das Organ des Fürst en ll chtomsty erklärt, daß Nußland zu seinem Bedauern die Bestimmungen des Regierungstruppen und Aufständischen schwere Kämpfe stattgefunden baren Eingriff der Staatsgewalt abzielenden mechanischen mit China abgeschlossenen Mandschureivertrages zu haben. Die Aufständischen griffen am 5. September die Stadt Mittel ist vielmehr eine auf Erhaltung des wirtschaftlichen Gleicherfüllen nicht in der Lage sei. Die Pacifikation der Wand- Santa Marta an der Nordwestküste der Halbinsel Goajira gewichts gerichtete und auf die Eigenkraft der Beteiligten gestützte orga schurei werde nämlich noch viele Jabre erfordern, und selbst im Staribischen Meer an, wobei sie ein Gefecht mit den nische Regelung zu empfehlen, die in der Begünstigung der gewerk wenn diese erreicht sein wird, so werde Rußland noch immer durch vom deutsche Dampfer Valencia", der am 3. September von Santa Erhöhung der Arbeitslohnes gerichtet sind, zu sehen ist. Die ge= Regierungstruppen hatten, die gegen 100 Tote verloren. Der schaftlichen Bestrebungen der Arbeiter, insbesondere soweit fie auf rechten Amurufer kommende Banden beunruhigt werden. Das rechte Marta abging, berichtet, daß die Aufständischen zu dieser Zeit gegen steigerte Kauffraft der Arbeiterklasse wird zugleich dem gewerblichen Amurufer müßte daher im Besiz Rußlands bleiben, die Stadt vordrangen. Die Häuser in der nächsten Umgebung der und Rußland könne die Ansiedelung von Chinesen und Mandshus Stadt standen bereits in Flammen. Die Regierungstruppen seien Mittelstande und der Landwirtschaft zu gute kommen. nur in einer gewiffen Entfernung vom Fluffe dulden. Alle Unruhen, nicht im stande, das Vordringen der Rebellen zu hemmen. Die Juristentag in der vorliegenden Frage zuständig sei. Jedenfalls Justizrat Dr. Veit Simon Verlin: Er bezweifle, ob der welche überdies in China ausbrechen, äußerten ihre Rückwirkung in Einnahme der Stadt Santa Marta durch die Aufständischen werde müsse mit Entschiedenheit davor gewarnt werden, die Bahn der Geder Mandschurei. Unter solchen Umständen sei das Petersburger befürchtet. Kabinett gezwungen, eine starke, Schuhwehr" gegen Gefahren Ueber das Gefecht bei Santa Marta( Venezuela) wird weiter setgebung zu beschreiten. Wohin dies führe, zeige fich in Amerika. Regierungstruppen, welche sich zurückgegen und befegten am Sonne Erfolg sei der entgegengesetzte. Man babe die Gesellschaften dadurch aus Kingston berichtet: Die Aufständischen überwältigten die Dort habe man eine Karteligejezgebung im größten Stile und der abend Banana und den Senaga Distrikt, zerstörten die Eisenbahn haben aber eine mendlich höhere Macht. Es fehlen bei dieser keine der veranlaßt, sich zu Einheitsgesellschaften( Trusts) zusammen zu thun. Diese und setzten, als die„ Valencia" am Montag in See ging, ihren Vorschädlichen Wirkungen der Kartelle. Man branche nur an die„ United marich fort. zu errichten, die um so größer feien, als es in Zukunft auch die beiden Verbündeten Japan und England gegen sich haben werde. Frankreich. Der bretonische Aufstand in zweiter Auflage. Die Bauern der Bretagne geben sich noch immer nicht zufrieden, und wenn die Regierung nicht ganz energisch eingreift, wird bald eine zweite Auflage der August- Revolten zu verzeichnen sein. In Saint Méen, Lesneven und Landerneau sind die Siegel wieder abgerissen; in Landerneau haben die Weißen Schwestern" das Pensionat Saint Julien wieder bezogen, und die Bauern haben beschlossen, wiederum auf Wache vor dasselbe zu ziehen. Beim ersten Signal, das gegeben wird, wollen sie wieder, vie am 6. August, sich zum Widerstand sammeln. Anfang dieser Woche begab sich der Regierungskommissar Moerdis nach Eaint Méen, um die Siegel wieder anzubeften; dabei teilte er den Bewohnern mit, daß, wenn die Siegel wieder entfernt würden, er die selben durch Truppen werde bewachen lassen. Die Frömmigkeit und Rückständigkeit der bretonischen Bauern wird von den Geistlichen in der schamlosesten Weise und mit den demagogischten Mitteln benügt, um der Durchführung der Gesetze Schwierigkeiten zu bereiten. Am vergangenen Sonntag wurde bei Lesneven auf offenem Felde die Messe gelesen; gegen 300 Geistliche der Umgegend waren erschienen und eine enorme Menschenmenge wohnte derselben bei. Ein Brester Priester hielt eine zum Widers stand aufreizende Rede: Söhne der Revolution! Immer bereit die Religion zu verteidigen, haben die Bretoner gezeigt, daß sie Blut in den Adern haben. Man hat gesagt, daß wir vor allem Franzosen sein müßten, che wir Christen sind. Glauben die Freimaurer, daß wir in diesem Lande der Matrosen und Soldaten Gott aus den Schulen verjagen und die Priester auf das Schaffot schicken lassen? Niemals werden wir solche Franzosen sein. Lieber die Kette und das Gefängnis, lieber den Tod." tommen. " = Juristentag. Am Donnerstag fanden nur Abteilungssigungen statt. In der Abteilung für Strafrecht gelangte zunächst die Frage Welche Maßregeln empfehlen sich für die rechtliche Behandlung der Ringe oder Kartelle?" Professor Dr. Menzel Wien erklärte, er sei durchaus nicht für Unterdrückung der Kartelle, er erachte es aber im volkswirtschaft. lichen Interesse für notwendig, die Kartelle unter Staatsaufsicht zu stellen. Diese Forderung würde eine Aenderung der wirtschaftlichen Gesetzgebung notwendig machen. Der Staat jei verpflichtet, ven öffentlichen und Privatkorporationen im öffentlichen Interesse Kantelen zu verlangen. Man veriveise vielfach auf die großen amerikanischen Trusts. Allein mit diesen sei bedeutend schneller fertig zu werden, als mit den vielen Kartellen. Der Redner empfiehlt schließlich folgenden Antrag: States Steel Corporation" zu denken, die ein Kapital von 51/2 Milliarden vertrete. Solche Gesellschaften könnten eine nationale Gefahr bilden, fie werden großgezogen durch die Kartellgesetzgebung. Man dürfe doch auch nicht von den Startellen die Offenlegung von Dingen verlangen, die sich als Geschäftsgeheimnisse darstellen und als solche in der Prozeßordnung und in dem Gesetz über den unlauteren Wettbewerb ges schüßt seien. Man könne doch nicht die Kartelle vom gemeinen Recht ausschließen. Die Vorschläge über die Preisfestsetzung durch eine Kommission stelle einen Nückschritt zum fanonistischen Recht dar. Er erfuche, zu beschließen:„ Der Juristentag erachtet eine gesetzliche Regelung des Kartellwesens zur Zeit als nicht angezeigt." Diechtsanwalt Dr. Scharlach Hamburg: Er sei der Meinung, daß diejenigen Industriellen, die sich zu Kartellen zusammenschließen, zumeist halb ruinierte Existenzen seien. Er schließt allerdings das Buckers, das Eisen- und Kohlenkartell davon aus. Bedauerlich sei es nur, daß das Kartellwesen vielfach vom Staate unterstützt werde. Ein Eingreifen der Gesetzgebung gegen das Kartellwesen erachtet er nicht für notwendig. Eine Erziehung des Volkes in wirtschaftlicher Beziehung werde bedentend mehr müßen, als gejegliche Maßnahmen. Privatdocent Dr. Liepmann Halle a. S. und Generaldirektor Dr. Bitto Neudeck sprechen gegen gesetzliche Regelung des Startellwejens. Die Bildung des Kartells sei Ausfluß der wirtschaftlichen Not. # Dr. jur. Victor Graez Wien trat für eine gesetzliche Regelung ein. Rechtsanwalt Dr. Ludwig Flatau Berlin: Er könne auch Herrn Justizrat Simon nicht beistimmen, daß die Kartellgesetzgebung in Amerika wirkungslos geblieben sei. Die communis opinio verlange jedenfalls die gesetzliche Regelung des Kartellwesens. 1. Der Deutsche Juristentag spricht seine leberzeugung dahin aus, daß für eine gefegliche Regelung der Industriefartelle vorerst empfohlen wird die Einführung öffentlicher Kartellregister und der Statuierung einer Auskunftspflicht gegenüber der Staatsverwaltung von seiten der fartellierten Unternehmer, ihrer Organe und Kommissionäre; 2. der Juristentag erklärt eine Reform der Gefeßgebung über die wirtschaftlichen Sorporationen, insbesondere die Aktiengesellschaften in der Richtung für wünschenswert, daß der Staatsverwaltung diesen Körperschaften gegenüber die Wahrung öffentlicher Interessen ermöglicht werde."( Lebhafter Beifall.) Landgerichts- Präsident Nentwich Gleiwitz: Er könne den Professor Dr. Waeutig( Winster i. 2.) trat ebenfalls für die Vorschlägen des Vorredners nicht beipflichten. Die vorgeschlagenen gefeßliche Regelung des Startellwesens ein. Hof und GerichtsDer Bischof von Brest war anwesend und sekundierte dem Maßnahmen würden Ausnahmegefeße bedeuten, man habe aber mit advolat Dr. Landesberger( Wien) führte aus: Die Oestreicher Redner. Schlimmer fann man wohl faum den religiösen Fanatismus Ausnahmegefeßen bekanntlich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. haben alle Hochachtung vor vor der deutschen Industrie. Das der Bauern aufachen. Freilich sind die Gendarmen und das Militär Er verkenne nicht die Schädlichkeit der Kartelle gegenüber der Sartellivesen sei aber auch nirgends so ausgebildet wie in gegenüber den verheyten Bauern so äußerst nachfichtig, wie man nur Arbeiterschaft, ganz besonders aber betr. der Preisbildungen, man dürfe Deutschland. Wenn das Kohlensyndikat die Preise für Kohlen vorwünschen könnte, daß sie es ruhig streikenden Arbeitern gegenüber aber nicht außer acht lassen, daß Kartelle den natürlichen Ausschreibe, dann sei das eine öffentliche Stalamität, gegen die man auf wären, andernfalls wäre es längst zu ernstlichen Kämpfen ge- fluß des heutigen Wirtschaftslebens bilden, Es werden ja dem Wege der Gesetzgebung vorgehen müsse. Geschäftsgeheimnisse bereits gegen die Unternehmer Startelle Arbeiterschutz Vereine, geben die fartellierten Unternehmer durch die ihnen auferlegte AusKonsumvereine gebildet, staatliche Maßnahmen erachte er aber funftserteilung nicht Preis, denn sie bringen ihre GeschäftsgeheimIn La Ferrière berief der Bürgermeister den Gemeinderat nicht für geboten. Wian dürfe auch nicht außer acht nisse nicht in das Startell. Landgerichtspräsident Rentwij( Gleiwit) zusammen und protestierte gegen den Beschluß des Präfetten, laffen, daß die Startelle sehr wesentlich zur Förderung von bemerkt im Schlußwort: Er sei seit 18 Jahren im Industriebezirk betreffend Verweltlichung der Ordensschulen. Der Bürgermeister Industrie und Handel beitragen. Andrerseits sei zu erwägen, daß und könne versichern, daß die Publizitätspflicht den Ruin der oberließ alsdann eine Gedenktafel für die ausscheidende Oberin, welche die vorgeschlagenen Maßnahmen faum die Schädlichkeit der Startelle schlesischen Industrie zur Folge haben würde. 34 Jahre hindurch der Schule vorgestanden hat, an der Front des befeitigen dürften. Das vorgeschlagene Register werde meines Er- Nach Ablehnung aller Anträge wurde schließlich unr folgender Gemeindehauses anbringen. Die Fahne auf dem Gemeindehause achtens ebenso wenig einen praktischen Nuzen schaffen, wie das Antrag des Prof. Dr. Menzel( Wien) angenommen:„ Der wurde zum Zeichen der Trauer halvmast gehißt. Die gesamte Be- Börsenregister. Er könne also gefeßlichen Maßnahmen gegen die Deutsche Juristentag spricht seine Ueberzeugung dahin aus, daß für völkerung begleitete die Schwestern nach dem Schlosse des Herrn Kartelle nicht zustimmen. Sollte er sich aber geirri haben, eine gesetzliche Regelung der Industriekartelle vorerst empfohlen wird, Mareuil, wo die letzteren beabsichtigen, eine Kinder- Bewahranstalt sollten die Preisheraufschraubungen durch die Startelle nicht die Statuierung einer Auskunftspflicht gegenüber der Staatsverwaltung zu gründen. bloß vorübergehende, sondern sondern danernde sein, dann wäre von feiten der kartellierten Unternehmer ihrer Organe fund KomNiederlande. der Staat in volkswirtschaftlichen Intereffe verpflichtet, gegen missionäre". Es wurde beschlossen, die Angelegenheit als Beratungsdie Startelle einzuschreiten. In diesem Falle dürfte man aber gegenstand der morgigen legten Vollversammlung zu überweisen und nicht mit halben Maßregeln vorgehen, es müßte alsdann auf der mit der Berichterstattung Prof. Dr. Menzel- Wien zu betrauen. Grundlage des Wuchergejeges gegen die Startelle mit aller Strenge Pusbeutung feitens der wirtschaftlich Starken zu schügen. Wollte Ein Protest des Volkes gegen Fleischvorgegangen werden, um die wirtschaftlich Schwachen gegen die Gott, daß der Staat niemals in die Lage fäme, derartige Maßregeln ergreifen zu müssen.( Lebhafter langanhaltender Beifall.) * Troelstra in Stichwahl. Ein Privattelegramm aus Amster= dam meldet uns: Bei der Ersatzwahl zur Zweiten Kammer im 9. Amsterdamer Wahlbezirk erhielten Genosse Troelstra 2049, der Silerifale 1645, der Baditale 959 und der Liberale 864 Stimmen. Die Stichwahl- Aussichten sind also günftig. Bei der letzten Wahl war es den Gegnern gelungen, die Wiederwahl des Genoffen Troelstra zu vereiteln; hoffentlich zieht er diesmal wieder sicgreich ein. Italien. Socialistischer Wahlfieg. Ju Potenza wurde der Deputierte Ciccotti( Neapel) mit 546 gegen 455 Stimmen in den Provinzialrat gewählt. Spanien. Der Belagerungszustand in Barcelona wird wahrscheinlich berlängert werden, da die Behörden der Stadt den Minister des Innern darum ersuchten. Zur Verstärkung der Gendarmerie werden Truppen erwartet. Die Maurer arbeiten auf einigen Bauplägen. England. Er was wucher und Grenzsperre. Sektionschef Excellenz Dr. Klein- Wien vom östreichischen Justizministerium führte aus: Wlan sei die Präventivmaßregeln gegen die Presse Die verderblichen Folgen einer Politik, welche den Wünschen des glücklich losgeworden, es wäre vollständig verkehrt, nunmehr Präventiv beutegierigen agrarischen Junkertums Rechnung trägt, machen sich für maßregeln gegen die Industrie schaffen zu wollen.( Rufe: Sehr richtig!) die breiten Massen des Volkes in der empfindlichsten Weise bemerkbar. Er halte die Kartelle für eine naturgemäße wirtschaftliche Er Bu unerschwinglicher Höhe find in letzter Zeit die Fleischpreise emporscheinung, deshalb könne man dieselben nicht verbieten. Andrerseits geschnellt. Fleischspeisen, obwohl sie gerade bei der anstrengenden, übertönne aber auch die Gesetzgebung die Hände nicht in den Schoß hafteten und daher in hohem Grade aufreibenden Thätigkeit der legen. Wenn die Kartelle in das sociale oder wirtschaftliche Leben störend eingreifen, dann sei es Pflicht der Gesetzgebung, einzugreifen. großstädtischen Industrie- Arbeiter für die Ernährung durchaus notWenn man fei auch nicht für Ausnahmegefeße. ben wendig find, bilden ohnehin schon eine Seltenheit auf dem Kartellen etwas verbieten würde, Bald wird die Fleischnahrung ganz andren Unternehmern Tische des Proletariers. erlaubt sei, dann wäre das allerdings ein Ausnahme aus dem Haushalt des Arbeiters verschwinden müssen, weil er gesetz. Er wolle aber keineswegs Repressionsmaßregeln gegen die die hohen Preise für dieselbe nicht mehr erschwingen kann. Von dem irischen Belagerungsschauplatz. Wie aus Dublin Startelle, er wolle weder Bestimmungen zu ihren Gunsten noch zu Dieser schreiende Mißstand ist nicht etwa die Folge eines Mangels gemeldet wird, wurde gegen den Chefredacteur des Blattes Irish ihren Ungunsten. Sobald aber die Startelle in die sociale oder an Fleisch oder Schlachtvieh, sondern er hat seine Ursache in der People" wegen eines in dem genannten Blatte veröffentlichten Wirtschaftsordnung, die die Grundlage jedes geordneten Staats- agrarierfreundlichen Wirtschaftspolitik, die durch Grenzsperren und Artikels, in welchem den Farmern geraten wird, keine Farmen wesens bilden, zum Nachteil der Gesellschaft störend eingreifen, dann zu beziehen, welche von den früheren Pächtern verlassen worden sei der Staat verpflichtet, dagegen Abwehrmaßregeln zu treffen. Er sonstige teils schon in Kraft getretene, teils bald in Straft tretende feien, ein gerichtliches Verfahren eingeleitet. wolle also nicht Ausnahmemaßregeln gegen die Kartelle, aber Stellung Erschwerungen, ja Verhinderungen der Fleischeinfuhr dafür sorgt, daß den einheimischen Fleischproduzenten den nimmersatten derselben unter das gemeine Recht. Von Justizrat Dr, Simon Berlin war inzwischen folgender Agrariern die ausländische Konkurrenz ferngehalten wird, und fie so in der Lage sind, den Konsumenten Antrag eingegangen: der Masse des Volkes unerschwingliche Preise abzuverlangen. Gegen diese Politik des Fleisch und Brotwüchers, die zum Nutzen einer Kleinen Minderheit, aber zum Schaden der breiten Schichten des Bolles betrieben wird, hat die arbeitende Be völkerung von Berlin und den Vororten gestern abend in siebzehn Versammlungen Protest erhoben. Die Stimme des Boltes hat laut und energisch gesprochen gegen die unverschämte Beutepolitik des Juntertums. Die arbeitende Bevölkerung von Groß- Berlin hat ihren Rußland. Die Megelei in Batum. Dem Leser werden noch die Mezeleien erinnerlich sein, denen in diesem Frühjahre streikende Arbeiter in Batum zum Opfer fielen.( Siehe" Vorwärts" Nr. 97) Wie es in solchen Fällen üblich ist, wurde die Untersuchung nicht gegen die Mörder, die wehrlose Menschen niedergeschossen hatten, eingeleitet, sondern gegen die, deren; ganzes Verbrechen darin bestanden hat, ein Stüd Brot mehr verlangt zu haben. Die Untersuchung ist nun beendigt und es werden gegen 40 Personen Anklage wegen Wider ftandes gegen die Behörden erhoben. Die Untersuchung wurde gleichzeitig von den Civil- und Militärbehörden geführt und Der Juristentag erachtet eine gefeßliche Regelung des Kartellwesens zur Beit nicht für angebracht." Von Justizrat Dr. Boyens Leipzig. Rechtsanwalt am Reichs gericht, wurde beantragt: # Es empfiehlt fich fiberhaupt oder mit Beschränkungen gegen über folchen Unternehmungen, welche thatsächlich monopolistischer Natur find, den Stontrabierungszwang einzuführen." Landgerichtsrat Kulemann Braunschweig befürwortet folgende Leitsäge: Resolution: Proteft gegen Grenzsperre und Fleischwucher zum Ausdruck gebracht| zündenden Ausführungen wiederholt den lebhaftesten Beifall von der Geschäftsgang sollen Entlassungen durch Beschränkung in der Arbeitsdurch die nachstehende, in allen Versammlungen angenommene auch von Frauen sehr stark besuchten Versammlung. zeit möglichst vermieden werden. In dem geräumigen Etablissement, Germania- Säle" sperrte die Die Berliner Fensterputer haben durch ihre Organisation Polizei ebenfalls den Zugang schon um 1/29 11hr ab, so daß auch hier insofern einen Erfolg erzielt, als nunmehr für diesen Beruf etwas Da die arbeitenden Klassen schwer leiden unter den Wirkungen weit über 1000 Personen keinen Einlaß fanden. Die Ausführungen geordnete Arbeitsverhältniffe Plaz greifen werden. Am 1. d. Mts. der lang dauernden wirtschaftlichen Krise, werden sie nun in steigendem des Referenten itke, sowie der Diskussionsredner: Hine, wurde zwischen dem Centralverbande der Handels-, Transport- und Maße betroffen durch eine ungeheuerliche Verteuerung des Fleisches Abel, Tauschel, Wieberow und Schulz fanden den un- Berkehrsarbeiter und der Vereinigung der Glasreinigungs- luterund der Fleischwaren aller Art. geteilten Beifall und zwar nicht zum wenigsten der auch hier sehr nehmer eine Vereinbarung getroffen, die auf ein Jahr Gültigkeit In Berlin wie in allen Teilen des Reiches sind die Preise zahlreich vertretenen Frauen. besitzt. Danach beträgt der Mindestlohn für ständige Arbeiter des Schlachtviehes und damit des Fleisches andauernd in die Höhe Für die Schönhauser Vorstadt fand die Protest 19,50 M. pro Woche. Überstunden werden mit 45 Pf. entlohnt. geschnellt. Für die Arbeiterfamilie wird die Ernährung durch Fleisch versammlung bei Wernau in der Schwedterstraße statt. Sie Aushilfsarbeiter erhalten pro Tag 3,50 M. Die Arbeitszeit dauert gänzlich unerschwinglich, in gewissen Landesteilen ist jede Fleischnahrung war von reichlich 1500 Personen besucht. Hunderte mußten sich mit von 6-6 Uhr und wird von einer zweistündigen Mittagspause unterbereits vom Tische der Unbemittelten verschwunden. Die Unterernährung Plägen vor der Thür, hinter der Bühne und in den Vorräumen be brochen. Die Unternehmer verpflichten sich, ihre Arbeitskräfte aus gnügen. Das Referat hielt Stadtv. Ewa Id. In scharfen Worten dem Nachweis des Verbandes zu beziehen. Der Verband gewährt des Volkes rückt die Gefahr des Hungertyphus in drohende Nähe. in der Arbeitss beleuchtete er die Aushungerung des Volkes und die Unthätigkeit dafür den Arbeitgebern Siß und Stimme Die Versammlung erblickt die Ursache dieser Volts: der Regierung in dieser Sache. Nachdem der reiche Beifall ver- nachweis- Kommission. Streitigkeiten schlichtet ein Schiedsgericht, das aushungerung vornehmlich in der Grenzsperrpolitik der Re- flungen war, endete die Versammlung mit einstimmiger Annahme zu gleichen Teilen gebildet wird. Kündigung ist gegenseitig ausgierung sowie in den Wirkungen des Fleischbeschau- Gesetzes der Resolution. geschlossen. Achtzehn Firmen haben diese Abmachungen bereits untervom 3. Juni 1900. Unter dem Vorwand der Seuchen zeichnet und ist Aussicht vorhanden, daß auch seitens des Restes dies treten. gefahr wird das Verlangen der agrarischen Viehzüchter befriedigt, Lichtenberg Friedrichsberg. Die Versammlung tagte in geschieht. Eventuell soll bei jenen Firmen, die diese Vereinbarungen gegen ausländisches Vich die deutsche Grenze chinesisch zu sperren. Durch Höflichs Saal, der von etwa 1000 Personen gefüllt war. Unter den nicht anerkennen, die Arbeit niedergelegt und deren Kundschaft sodas Fleischbeschau- Gesetz ist die Einfuhr frischen und gepökelten Anwesenden, die den wirkungsvollen Ausführungen des Referenten weit als möglich den Firmen zugeführt werden, die sich mit dem Fleisches sowie von Fleisch zur Wurstfabrikation völlig unter- mit Interesse folgten, waren auch die Frauen sehr zahlreich ver- Tarif einverstanden erklärt haben. Für die Arbeitnehmer bedeuten diese Abmachungen einen recht wesentlichen Erfolg, betrug doch früher bunden. Da aber die deutsche Viehzucht gänzlich unzureichend ist, die wachsende Bevölkerung Deutschlands mit genügender Bankow. Ebersbachs Kurfürstensaal, das größte Versammlungs- der Minimallohn nur 14-18 Mart bei einer meist 11 stündigen Versammlungs- Arbeitszeit. vorher arge Mißstände. Fleischmenge zu versorgen, so ist Fleischknappheit und Fleischteuerung lokal des Ortes, welches etwa 1000 Personen faßt, war vollständig arbeitszeit. Auch auf dem Gebiete der Stellenvermittelung herrschten die künstliche Folge dieser agrarischen Beutepolitik, die sich den gefüllt. In schlichter aber wirkungsvoller Rede kennzeichnete Genoffe vorher arge Mißſtände. Freiwald die imheilvolle Politik des Lebensmittelwuchers. Durch sonstigen Methoden agrarischer Volksbewucherung anreiht. lebhaften Beifall bekundeten die Anwesenden ihr Einverständnis mit den Darlegungen des Referenten. Die Versammlung erhebt eindringlichsten Protest gegen die wirtschaftliche Vergewaltigung der breiten Volksmassen zu Gunsten einer winzigen Zahl von agrarischen Interessenten. Sie fordert vor allem die Aufhebung der Grenzsperre unter Anwendung hinreichender fanitärer Kontrollmaßnahmen. Die Versammlung protestiert zugleich gegen die im nenen Bolltarifentwurf geplante Erhöhung der Viehzölle, durch welche die Fleischnot auf die äußerste Spige getrieben werden müßte. Charlottenburg. Der große Saal des Voltshauses war bereits um 1/29 Uhr so gefüllt, daß ein großer Teil der Tische entfernt werden mußte, etwa 1000 Personen, darunter mindestens der dritte Teil weiblichen Geschlechts waren um diese Zeit bereits anwesend. Dem Referat des Genossen Dr. Bernstein, welches lebhaften Beifall fand, folgte eine angeregte Diskussion, in der den Darlegungen des Referenten zugestimmt wurde, und der Protest gegen die verderbliche Bollpolitit wirkungsvoll zum Ausdruck kami. Schöneberg. Die Versammlung fand im überfüllten Ueber den Verlauf der einzelnen Versammlungen gingen uns Obstichen Saale statt. Gegen 2000 Personen aller Bevölkerungsdie nachstehenden Berichte zu: Klaffen hatten sich eingefunden. Dr. Liebknecht beleuchtete in seinem 1/ 2stündigen, oft von Beifall unterbrochenen Vortrage den Beutezug der Agrarier gegen die Volksnahrung. Der wirkungsvolle Vortrag wurde ohne Diskussion entgegengenommen. D . Erfter Wahlkreis. Die Versammlung, die bei Cohn, Beuth: straße, tagte, erfreute sich eines äußerst zahlreichen Besuches. Reichstags- Abgeordneter Antrick schilderte in einem vorzüglichen Vortrage die Entwickelung der deutschen Agrarpolitik, legte mit kritischer Schärfe deren volksverwüstende Folgen dar und meinte, es müsse nicht nur dem Junkertum, sondern auch der Regierung gezeigt werden, daß das Volk nicht gewillt ſei, sich auf diese Weise zu Gunsten der Junker ausplündern zu lassent. Diese Protestversammlungen müßten der Beginn eines wohlorganisierten Stampfes gegen das Junkertum sein. Zweiter Wahlkreis. Die Parteigenossen des zweiten Reichstags- Wahlkreises hielten ihre Versammlung im großen Saale der Bockbrauerei ab, der alsbald polizeilich abgesperrt wurde. Der Ne= Rigdorf. Gröplers Saal war überfüllt. Während in dem felben etwa 1000 Personen Platz gefunden hatten, fanden mehrere hundert wegen der polizeilichen Absperrung des Lokals keinen Einlas mehr. Die Ausführungen des Referenten Waldeck Manasse fanden lebhaften Beifall. Die Versammlung gestaltete sich zu einer wirkungsvollen Kundgebung gegen die volksausbeutende, agrarierfreundliche Politik. Aus Industrie und Handel. W. Hagelberg Aktien Gesellschaft( Lnguspapierfabrik), Berlin. ferent, Genosse Pfannkuch, wies statistisch nach, daß die augen In dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahre erzielte die blickliche Fleischvertenerung nichts andres, als ein künstliches, durch die Regierung unterstütztes Verfahren sei, zu Gunsten einer kleinen Gesellschaft einen Gewinn von 680 868 m.( gegen 707 299 M. im Interessen- Gruppe der Groß- Agrarier, obwohl auf andrer Vorjahre.) Zu Abschreibungen sollen 385 190 M.( im Vorjahre Seite statistisch nachgewiesen werden könne, daß andre Reichs- 369 101) verwandt werden. Von dem verbleibenden Reingewinn in angehörige Fleisch zu 50 Prozent bis 100 Prozent billiger erhalten. Höhe von 295 678 M. wurde eine Dividende von 7 Proz. auf das Er schließt mit dem Appell: Es ist ein Fluch für Deutschland, daß Aktienkapital im Betrage von 3,2 Millionen Mark in Vorschlag gees an der agrarischen Seuche krankt; die nächsten Wahlen müssen bracht gegen 8 Proz. im Vorjahr. uns von derselben befreien. Dritter Wahlkreis. Metall- Gesellschaft, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft er Die ctva 1500 Köpfe zählende Verzielte im Geschäftsjahr 1901/02 einen Nohgewinn von 3 240 096 2. fammlung fand im großen Buggenhagenschen Festsaal statt, der im Vorjahr 3 180 928 M.); hiervon geben für Unkosten ab 590 249 m. ebenfalls zeitig polizeilich gesperrt worden war. Hier sprach Dr.( 653 710 M.), so daß einschließlich 20 062 M.( i. V. 8339 M.) Vortrag Weyl. Er geißelte besonders scharf die agrarische Heuchelei, wonach 2 669 909 W.( 2 535 557 M.) verbleiben, woraus wieder 16 Proz. die Absperrmaßnahmen gegen ausländisches Bieh und Fleisch Seuchen auf 12 Millionen Mark Aktienkapital verteilt werden sollen. vorbeugen sollten. Im Gegenteil würden Seuchengefahren dadurch bei dem Mangel deutschen Fleisches geradezu heraufbeschworen, wenn die wirtschaftliche Strije dazukomme, wie jetzt. Brausender Beifall folgte seinen Ausführungen. Ueber die Förderung und den Absatz des oberschlesischen Kohlenbergbaues im ersten Halbjahr 1902 liegt jegt das Er gebnis der vorgenommenen Ermittelungen vor. Danach betrug die Steinkohlenförderung im Oppelner Revier im 1902 5 825 559 ( 79 628 " " Deutsches Reich. Achtung, Metallarbeiter! Former und Schlosser! Habt acht auf den Zuzug nach dem Harz! Die Direktion der Harzer Werke in Blankenburg a. H., Rübeland und Zorge zahlt ihren Arbeitern die miserabelsten Löhne und Accordpreise. Permament versucht sie diese Löhne noch herabzudrücken. Jetzt sind die Abzüge und ist die Behandlung der Arbeiter an die Grenze des Ertragbaren angelangt. Eine Anzahl Former und Schloffer in Zorge a. H. weigerten sich, für die gebotenen niedrigen Preise Arbeiten anzufertigen. Darauf erfolgte ihre Entlassung. Vor kurzer Zeit erzwangen die Arbeiter die wiedereinstellung eines auf diese Weise entlassenen Kollegen durch einen 11/ 2tägigen Streif. Jetzt haben wieder fünf Arbeiter aus denselben Gründen ihre Entlassung erhalten. Darunter einige, die 25-30 Jahre auf dem Werke stets zur Zufriedenheit gearbeitet haben. Eine Verhandlung wurde der Leitung des Metallarbeiter- Verbandes von der Werksleitung abgelehnt. Die Arbeiter sind gewillt, in einen Streif für die Wiedereinstellung der Entlassenen nud Erhöhung der Löhne einzutreten. Wer sich vor Schaden behüten will, der achte auf die Entwicklung des Kampfes der Metallarbeiter in Zorge a. H., Rübeland und Blankenburg und mache die Reisenden auf die wichtigen Ereignisse aufmerksam. Die Dresdener Feingoldschläger, die sich seit einiger Zeit im Streit befinden, haben einen vollen Erfolg errungen. Nach hilfen vorgelegten Tarif unterzeichnet. Die Arbeit wird in den längeren Verhandlungen haben die Unternehmer den von den Genächsten Tagen überall aufgenommen. Von den Streikenden ist niemand abtrünnig geworden. Sie müssen alle wieder eingestellt werden, während die wenigen Arbeitswilligen entlassen werden. Die Geraer Textilarbeiter haben beschlossen, in eine Lohns bewegung einzutreten. Auch in Greiz wird man die Frage des Zehnstundentages bei erster geeigneter Gelegenheit wieder aufrollen. Die durch Maßregelung eines Arbeiters bei der Firma Staehr 11. Co., Breslau, Glasreinigungsinstitut, hervorgerufenen Differenzen, sind durch Eingreifen des Verbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter( Ortsverwaltung Breslau) beigelegt. Wieder eine Verurteilung aus Aulaß des Stuttgarter Straßenbahnerstreiks. Ein 16 Jahre alter Hilfsarbeiter sollte einen Arbeitswilligen durch den Zuruf Streifbrecher" beleidigt und im Sinne des§ 153 der Gewerbe- Ordnung bedroht haben. Das Gericht ließ die Anklage wegen dieser Vergehen zwar fallen, weil der Angeklagte wegen seiner Jugend sich der Schwere seiner Ausschreitung" nicht bewußt gewesen sei. Aber gesübut mußte das Vergehen an der Ehre des Streitbrechers doch werden, und so wurde der Jüngling denn wegen groben Unfugs zu 12 M. Geldstrafe verurteilt. Ausland. Kohlenarbeiterstreik im Falfenauer Revier( Böhmen). Auf einer Beche in Grafenau haben 34 im Tagbau beschäftigte Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Sie fordern dieselbe Arbeitszeit, die im Tiefbau besteht, sowie eine Lohnerhöhung. Bei der Britannia- Gewertschaft in stönigswart stellte die 160 Mann starke Belegschaft die Arbeit ein, weil man zwei entlassene Arbeiter nicht wieder aufnehmen wollte, kehrte jedoch, obwohl ihrer Bedingung nicht entsprochen wurde, am nächsten Tage wieder zur Arbeit zurück. Vierter Wahlkreis( Often). Die Versammlung im 1. Vierteljahr 1902 5 761 279 Tonnen( 82 277 Mann Belegschaft) Böhmischen Brauhause wurde vor Beginn der Ver- 2. handlungen polizeilich abgesperrt. Der große Saal war Die Förderung hat sich demnach im zweiten Quartal nur wenig von etwa 2000 Personen, darunter sehr viele Frauen, bis auf den im Vergleich zum ersten Vierteljahr geändert; doch ist bemerkenslegten Blazz besetzt. Der Referent Koblenzer schilderte in ein- wert, daß die Förderungsziffer gestiegen ist, obgleich die Beleg gehender Weise die Zustände, welche der Fleischwucher verursacht, und mannschaft abgenommen hat. Die Löhne erfuhren, wie berichtet wies nach, daß der Fleischgenuß durch die herrschende Wirtschafts- wird. teilweise wiederum Herabsetzungen, und so mußten die schon politik für einen großen Teil der Bevölkerung völlig unmöglich ge- im ersten Vierteljahr eingelegten Feierschichten noch vermehrt werden. macht und die Lebenshaltung der Arbeiterklasse in der schlimmsten Nach Angabe des Berichts hat zu Anfang des zweiten ViertelArt herabgedrückt wird. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen jahres tas Kohlengeschäft einen erfreulichen Aufschwung genommen, Vortrage folgte eine furze Diskussion. nachdem der Handel mit Rücksicht auf die am 1. April zur EinDie Versammlung in der Königsbank wurde gleichfalls führung kommenden Sommerpreise im März mit seinen Bestellungen Lehte Nachrichten und Depeschen. Deutsch chinesischer Handelsvertrag? polizeilich abgesperrt, trotzdem man die Tische aus dem Saale entfernte, zurückgehalten hatte. Die auf diese Weise aufgefammelten Aufträge um Platz zu schaffen. Die Frauen waren sehr stark vertreten; auch gingen den Gruben gleich Anfangs April zu, und es entwickelte sich daraus Wiesbaden, 11. Sept.( B. H.) Wie der Rhein. Courier Eine weitere Unterstützung eine größere Anzahl Schlächtermeister befanden sich in der Verein recht lebhaftes Verladegeschäft. fammlung. Das Referat hatte hier Genosse A. Gerisch über erhielt das Geschäft durch die najtalte Witterung im April. Leider aus zuverlässiger Berliner Quelle erfährt, schweben zwischen Deutschnommen, der die Politik der Regierung und namentlich das wuches hielt der flotte Geschäftsgang nur bis Mitte April an, trozdem land und China Verhandlungen betr. den Abschluß eines dem anglorische Treiben der Agrarier einer herben Kritik unterzog und dessen zeigte der Monatsabschluß immerhin noch einen Mehrversand von chinesischen ähnlichen Handelsvertrages. Ausführungen wiederholt durch lebhafte Beifallskundgebungen unter- 3,2 Proz. gegenüber dem Vorjahre. Im Monat Mai trat dafür ein brochen wurden. Ein Diskussion wurde nicht beliebt. Rückgang in der Kohlenverladung ein. Er bezifferte sich dort auf Trier, 11. September.( Frtf. 8tg.") Beim Entleeren der Abs 9,2 Proz. Mit diesem verhältnismäßig großen Rückgang scheint aber die ungünstige Lage des Kohlengeschäfts ihren tiefsten Standorte der Kaserne des 161. Infanterie- Regiments fanden zwei Arerreicht zu haben, denn bereits im Juni konnten die Gruben wieder beiter durch Ersticken den Tod. reichlichere Ordereingänge notieren. " : Wiesbaden, 11. September. Nach einem Telegramm des „ Rhein. Cour." aus München findet seit einigen Tagen zwischen den verschiedenen Regierungen ein Gedankenaustausch statt, um eventuell eine gleichartige Erledigung der zahlreichen Petitionen betreffend die leischnot herbeizuführen. Vierter Wahlkreis( Südosten). Der große Saal der " Urania", Wrangelstr. 9, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Andrang war ein gewaltiger, schon vor 1/29 1hr wurde von der Bolizei gesperrt, Tausende mußten hier umkehren. Der Referent Der Zuckerrüben- Anbau in den Vereinigten Staaten hat Paul Singer wies an der Hand amtlicher Zahlen schlagend Das mit Zuckerdaß die deutsche Fleischproduktion dem in den letzten beiden Jahren enorm zugenommen. nach, unmöglich gesteigerten Nahrungsbedürfnis des Voltes gerecht werden könne, rüben bebaute Areal wird für das Jahr 1902 auf 259 513 Acre geund zeigte, wie verderblich und verwerflich unter den obwaltenden schätzt gegen 137 925 und 132 000 Acre in den beiden vorhergehenden Kaisersesch( Negbz. Koblenz), 11. September.( W. T. B.) In Durch Jahren, hat sich also in diesem Jahre wiederum um 121 588 Acre dem benachbarten Eppenberg brach Feuer aus, das, begünstigt durch Verhältnissen die Agrarpolitik der Reichsregierung sei. wiederholten stürmischen Beifall gaben die Versammelten ihrer Zu vergrößert. stimmung und ihrem Protest gegen den Lebensmittelwucher Aus- In den Hauptproduktionsstaaten Michigan, Californien, Colorado den herrschenden Nordwind, schnell um sich griff. Innerhalb drei druck. und Utah, auf welche zusammen ungefähr 88 Proz. des Gesamt- Stunden wurden 12 Wohnhäuser mit Scheunen und Stallungen areals entfallen, ist die Flächenzunahme in diesem Jahre eine be- eingeäschert. 15 Familien find obdachlos. Fünfter Wahlkreis. Die Versammlung im Schweizergarten" deutende. Michigan mit 98 000 Acre zeigt gegenüber dem Vor- Bern, 11. September.( Frantf. 8tg.") Das Referendum tuar von ca. 2000 Personen, unter denen sich eine sehr große Anzahl jahre eine Steigerung um 70 Proz. und steht an erster Stelle. gegen das Bundesgesetz über die Nationalrats Wahlkreise Frauen befanden, besucht. In anderthalbstündiger Rede, die häufig Californien, das bisher diesen Plaz behauptet hatte, rangiert, trop ist nicht zu stande gekommen. von tosendem Beifall unterbrochen wurde, erläuterte der Reichstags- dem seine Anbaufläche die des Vorjahres um 10 Proz. übertrifft, in London, 11. September.( W. T. B.) Nach Berichten aus der Abgeordnete lees- Magdeburg die Schädigungen, welche die diesem Jahre mit 71 234 Acre als der zweite Staat. Es folgen Lebensmittelzölle und die Grenzsperren namentlich für das Proletariat sodann Colorado mit 39 449 Acre( 1901: 23 700 Acre) und Utha mit Proving hat das bereits gemeldete Unwetter namentlich die Hopfenim Gefolge haben. 18 600 Acre( 1901: 12 500 Acre). Von den übrigen Staaten weisen felder von Kent heimgesucht. In Mittelkent allein wird der Schaden Washington, Oregon, Nebraska und Ohio einen etwas größeren auf 100 000 Pfund Sterling geschätzt. Sechster Wahlkreis. Die Versammlung für Ge- und Wistonsin sowie New York denselben Arealumfang wie im sundbrunnen in Weimanns Volksgarten war von ungefähr Vorjahre. Nur Minnesota ist hinsichtlich der bebauten Fläche zurück 2200 Personen besucht. Bereits kurz nach 8 Uhr mußte der Saal geblieben. polizeilich abgesperrt werden. Bis gegen 9 Uhr währte der Andrang der Volksmassen. Die Zahl derjenigen, die wieder umkehren mußten, ließ sich auch nicht annähernd feststellen, es sind sicher ebenso viel gewesen, wie in der Versammlung waren. Unter stürmischem Beifall der Anwesenden sprach Reichstags Abgeordneter Mag Schippel über die Fleischverteuerung, die er als fünstlich erzeugten Fleischwucher bezeichnete. % Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Porzellanarbeiter( Maler) Berlins beabsichtigen im New York, 11. September.( W. T. B.) Der Korrespondent des New York Herold" in Rio de Janeiro berichtet: Das ameri tanische Schlachtschiff Jowa" ist bei der Jusel Santa Catharina aufgelaufen. Der brasilianische Marineminister entsandte ein Kriegs schiff zur Hilfe. New York, 11. September.( B. H.) Aus Alaska wird bes richtet, daß sich der dortige Vulkan in Thätigkeit befindet. Dichte Rauchwolken steigen aus dem Krater auf. Die Cholera in Aegypten. " Herbst in eine Lohnbewegung einzutreten. In der letzten Die Versammlung für Moabit tagte in Peters Gesellschafts- Versammlung wurde beschlossen, folgende Forderungen an die UnterKairo, 11. September.( Meldung des Neuterschen Bureaus".) haus. Schon gleich nach 1/29 Uhr war der riesige Saal bis auf den nehmer zu stellen beziehungsweise für dieselben einzutreten: Strikte legten Blaz gefüllt, so daß das Lokal polizeilich abgesperrt wurde. Durchführung der neunstündigen Arbeitszeit, Festsetzung eines Mindest Heute werden 1380 weitere Erkrankungen an Cholera aus dem ganzen Die Zahl derjenigen, die keinen Einlaß mehr fanden, hätte lohnes von 30 M.( bisher 27 M.) reip. eines Stundenlohues von Lande gemeldet, davon entfallen auf Kairo 21, Alexandrien 52, Seit dem 15. Juli tamen genügt, um noch eine zweite, mindestens ebenso starke Versammlung 60 Pf. Für Ueberstunden 25 Broz. Zuschlag. Die Festsetzung der Tania 114 und auf Tukh 110 Fälle. zu füllen. Der Referent Adolf Hoffmann erntete für seine Accordlöhne geschieht mit dem Personal gemeinsam. Bei flauem 20 328 Erkrankungen vor, von denen 16 209 tödlich verliefen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Babing in Berlin. Nr. 213. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. eitag, 12. September 1902, Der Kongreß der italienischen socialistischen Partei. Dritter Tag. Imola, den 8. September 1902.( Eig. Ber.) Fortsetzung der Diskussion über die Taktik der Partei. Um 1/28 1hr eröffnet der Präsident Andrea Costa den Rongreß, um die Tendenzenfrage nun endlich endgültig zu lösen. Filippo Turati: Die Meinung, die ihn zu feiner Haltung bewogen hätte, sei, daß die Deputierten der socialistischen Partei vor allem die berufenen Erzieher des Proletariats feien.„ Wir müssen die alten Bande, die zu eng geworden waren, sprengen," Aber auch ein objektiver Grund habe ihn zu seinem Berhalten be wogen: Man folle die ökonomische Erziehung des Proletariats in Angriff nehmen und nicht nur große Worte machen. Mitarbeiter sei. Aus der Frauenbewegung. : gegeben werden? Weihnachtsgaben sollen sein wie das Sonnenlicht, fie scheinen auf Gerechte und Ungerechte; Belohnungen sind keine; es sind Prämien für die fleißigen Arbeiter. Auch die sächsischen Fabrik- Inspektoren könnten von solchen Anstalten erzählen, wenn sie ich darum bekümmerten. Versammlungen. Einiges über Frauen und Kinderarbeit in Preußen. Nach dem Jahresbericht der königlich preußischen Gewerberäte und Bergbehörden für 1901 waren in 26 093 revisionspflichtigen Betrieben 400 357 erwachsene Arbeiterinnen beschäftigt; 174 974 jugendliche Arbeiter beiderlei Geschlechts und 2298 Kinder unter 14 Jahren in 39 415 Arbeitsstätten. Da die Anzahl der Be- Der Wahlverein für den zweiten Reichstage- Wahlkreis triebe in Preußen 135 389 beträgt, so sehen wir, daß hielt am 9. September bei Zühlte, Dennewigstraße, eine Versammlung Frauen in weniger als einem Fünftel derselben thätig find, ab. Georg Bernhard referierte über den Genossenschaftswährend jugendliche Arbeiter, zumeist männlichen Geschlechts, skandal in Kreuznach. Redner ging auf den Ursprung der in etwa einem Viertel zu finden sind. Die Bergbehörden beaufsichtigen Genossenschaftsbewegung ein. Er beleuchtete das Wesen der Kreditaußerdem noch 9123 Frauen, 18 960 Jugendliche und 96 Kinder zu genossenschaften und schilderte dann die Entwicklung der modernen meist in Schlesien. Konsumgenossenschaften, deren Aufschwung namentlich seit der Zeit Seine Ideen seien aber furchtbar travestiert und verstümmelt worden. Es ist nicht leicht aus den sehr kurzen, knappen Berichten ein erfolgt sei, wo sich ihnen die Arbeiter in Maffen anschlossen. Er müsse dabei eine sehr traurige Bemerkung machen, nämlich daß die Bild zu gewinnen von der Lage der Arbeiterinnen. Wohl Redner erörterte ferner die bekannten Konflikte, die seit Jahren im revolutionäre Richtung keinen objektiven Mut gewiesen habe, da sie sind in den 49 593 revidierten Betrieben in überwiegender Verbande vorkommen, und den letzten Ausschlußskandal. Er übte auf dem Kongreß nichts andres gethan habe, als einer Entscheidung Mehrzahl die Arbeiter vertreten, aber die Forderung, daß alle scharfe Stritit an Herrn Crüger, der selbst mur Politik- freifinnige auszuweichen. Betriebe zum mindesten einmal jährlich von dem Beamten Bolitik treibe, wenn er der Wahrheit zuwider den in den Worin beständen nun im Grunde die zwei Tendenzen? Erstens besucht werden, läßt sich auf die Daner nicht ab Broduktiv- und Konsumgenossenschaften befindlichen Freunden der gäbe es nach ihm keine Tendenzen, sondern nur eine Arbeitsteilung. weisen. Gar manche Arbeiterin ist jahrlang in einer Fabrit be- Arbeiterschaft vorwerfe, fie wollten die Genossenschaften zu Wenn man von Tendenzen im Ferrischen Sinne sprechen wolle, so schäftigt und hat nie einen Gewerbe Inspektor gesehen; oft nicht politischen Zwecken benutzen. Niemand falle das ein. gäbe es dann allein innerhalb der revolutionären Richtung einige einmal von ihm gehört. Unter solchen Umständen lassen sich die Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Micke und Jakobsen vier. Ferri selbst war nicht sehr tief bei der Definition der Tendenzen. Verordnungen über den Arbeiterschutz nicht durchführen, da sie oben- traten unter Zustimmung der Versammelten für den Anschluß an Auch sehr logisch sei er nicht gewesen, sonst hätte er seine Theorie drein oft nicht einmal ernst genommen werden. Denn die Strafen die Konsumvereine ein, deren Bedeutung für die Arbeiterklasse sie mit seiner Bragis beffer vereinigen müssen. Dasselbe könne er auch von für lebertretungen, nur selten ausgesprochen, sind von einer Milde, die zu darlegten. Im Schlußwort bemerkte Bernhard, daß die KonsumSoldi sagen, dessen Unterschrift unter dem Ferrischen Antrag keineswegs weiteren Gesetzesverletzungen geradezu herausfordert. Für mißbräuchliche vereine ihre Agitation zum Erwerbe neuer Mitglieder wirksamer gemit den in seinem Korreferat zum Ausdruck gekommenen Ideen Ueberarbeit müßte die Geldbüße, um wirksam zu fein, doch mindestens stalten tönnten, wenn sie sich mehr moderne Geschäftsprincipien ane übereinstimme. Am schlimmsten trete der Mangel an Logit aber bei den Gewinn an der Uebertretung erreichen. Ein gelegentlicher wirt eigneten. Zum Beispiel tönnten sie manches faufluftige Mitglied Arturo Labriola hervor, der gar nicht einmal zu Recht in die revo- licher Verlust würde die Neigung zur unerlaubten Ausbeutung zügeln, mehr haben, wenn sie auf Bestellung auch waren vermittels eigner Iulionäre Richtung hineingehöre. Er wolle ja überhaupt keine wenn auch die Mehrzahl der Zuwiderhandlungen, der Sachlage Wagen den Mitgliedern zufahren würden. Nach einigen Ans socialen und ökonomischen, sondern politische Reformen, wie die Ab- gemäß, unbekannt bleibt. Heute hat die Aufdeckung durch den regungen des Vorfizenden Wolderski, die politische Agitation schaffung des Heeres und der Königsgewalt. Ueberhaupt sei er eine Revisionsbeamten wenig zu bedeuten. Während der mehrfachen Ver- betreffend, schloß die Versammlung. sonderbare Mischung von Republikaner, Freihändler und Klein- warnungen wird flott weitergearbeitet und die schließliche Verurteilung Der Wahlverein des dritten Reichstags: Wahlkreises bürger. Er passe am besten in die antisocialistisch- republikanische zu einer fleinen Geldstrafe ist ganz belanglos. Die ganz undes halbsocialistischen Colajanni, an der er ja in der That auch der Jugendliche andauernd 11/2 Stunden täglich beschäftigte und sie interessanten Vortrage das Leben und Treiben zweier weniger be" Italia del Popolo" oder in die Zeitschrift„ La Rivista Popolare" gewöhnlich hohe Strefe von 50 m. erhielt auch nur ein Unternehmer, hielt am Dienstag im„ Dresdener Garten" seine regelmäßige Mitglieder: Versammlung ab. Schriftsteller Schütte beleuchtete in einem nicht in die Fortbildungsschule gehen ließ. tannter Polizeijpigel, des Studiosus Ludwig Lessing aus der Auch in der bürgerlichen Reformenfrage stehe er ganz auf dem In Biegeleien, wo die meisten Fälle unerlaubter Metternichschen Zeit und des Schriftstellers Rudolf August alten liberalen Standpunkt. Habe er doch das neue Frauen- und Kinderarbeit vorkommen, ist das Uebel schwer auszurotten. Wolff aus der Zeit des Socialistengesetzes. Der Vortrag fand beiKinderschutzgesetz für nuglos erklärt und behauptet, die Proletarier- Denn die Kinder find stets nur gerade ganz zufällig bei ihren Eltern; fällige Aufnahme. In der Diskussion brachte Genosse Otto noch kinder verlören dadurch auch noch ihr bißchen Verdienst. Der mur im mutwilligen Spiel jepen sie die Backsteinchen so flink neben eine Spigelleistung des bekannten hring- Mahlow zur Sprache, Socialismus nehme überhaupt niemand fein Brot weg, er einander. Besitzer und Meister haben zu viel Gemüt, um die forge im Gegenteil dafür, daß jeder sein Brot bekäme. Der Staat hübsche Familienscene zu stören. Wenn der Besiger dabei durch das worauf die Versammlung, da weitere Verhandlungsgegenstände nicht sci das Vollstreckungsorgan des Kapitalismus und müffe Spiel" der seleinen profitiert, so ist das eben ein merkwürdiger zu erledigen waren, geschlossen wurde. durch Organisation der arbeitenden Klassen zu Konzeffionen ge- Bufall. Es giebt freilich leider noch schlimmere Fälle von Kinder- Der Wahlverein für den vierten Reichstags- Wahlkreis zivungen werden. Man habe in letter Zeit über 500 000 Arbeiter arbeit, wie z. B. die Verwendung zum Reinigen der Dampffessel.( Often) hielt am Dienstag eine sehr stark besuchte Versammlung organisiert und denke binnen kurzem noch mehr zu erreichen. Die Schon im Jahre vorher hatte der Beamte diesen Unfug gerügt; im Lokal„ tönigsbant" ab, in der Reichstags- Abgeordneter P. Singer Tendenz Labriolas sei eine doktrinäre, ihm allein eigentümliche. jetzt ist er durch Polizeiverordnung verboten. Bis tief in die über: 1903 ein Jahr der Wahlen" referierte. Der Redner verwies Ferri habe zumal das Endziel des Socialismus propagiert und Nacht hinein haben Schulkinder beim Zunageln von Risten für darauf, daß im nächsten Jahre der internationale Kongreß, die die Sage von den Tendenzen in die Welt gesetzt. Die Reformisten geräucherte Fische helfen müssen; auch dieser Uebergriff war Reichstags- und Landtagswahlen, die Ergänzungswahlen zur feien von ihren Gegnern Sastraten genannt worden, und die ganze gefeßlich geschüßt und ist erst jetzt durch Polizeiverordnung Stadtverordneten Versammlung stattfinden werden und eine Arbeit in den letzten Jahren habe darunter gelitten. aufgehoben worden. Auch in Dütenflebereien werden Kinder in uns rastlose Thätigkeit der Parteigenossen der Parteigenossen erforderlich ist. Im Die Revolution des Proletariats müsse durchaus einen friedlichen glaublicher Weise angestrengt. Die schlimmste Ausbeutung, die der Gegensatz zur Socialdemokratie haben die Agrarier das Bestreben, Charakter tragen. Die Anarchisten verständen unter diesem Worte Heimarbeit ist ja noch immer vor profanen Blicken geschüßt; aber die Zollvorlage noch vor den nächsten Wahlen unter Dach und Fach die Revolte und er persönlich haffe die ewige Wiederholung eines auch in den Betrieben geht es arg genug zu. Dort befinden sich zu bringen, weil sie fürchten, diese Mißgeburt dem Wolfe zu zeigen.. doppelsinnigen Ausdrucks. Die Revolutionstheorie Ferris sei praktisch 61 Kinder, die in der Schulzeit von 2-7 Uhr arbeiten. Während Sie versuchen deshalb die Wahlen hinauszuschieben und die Legis nicht verwertbar. Es gebe keinen Socialismus ohne Reformen. Die der Ferien jedoch beginnt die Arbeit um 7 Uhr morgens und endet laturperiode in unzulässiger Weise zu verlängern. Demgegenüber gesetzliche Thätigkeit werde von den Vertretern der revolutionären um 7 Uhr abends oder auch später. Es läßt sich denken, wie wird die Socialdemokratie alle Mittel zur Anwendung bringen, um zu Richtung in falschem Lichte betrachtet. Andrerseits sei es ja selbst diese Ferien die armen Kleinen für die kommende Schulzeit verhindern, daß der Zolltarif Gefeß wird, zumal diese ganz außer verständlich, daß ein Reformismus nur um der Geseze willen nie- fräftigen; das Zeugnis der Lehrer bezeugt, daß diese Kinder durch die ordentlich wichtige Frage bei der vorigen Wahl nicht zur Entscheidung mals Reformismus genannt werden dürfe. Die legislative Thätig lange Arbeitszeit in ihrer geistigen Entwicklung schwer geschädigt werden. stand. Der Zolltarif wird den Mittelpunkt bei den nächsten keit der Partei habe nur im Sinne einer stufenweisen Erreichung Und diese Quälerei der Wehrlosen, dieser Raubbau an ihrer Zukunft Wahlen bilden und die Wahlbewegung dazu benützt werden, die des gesetzten Bieles 8ived. Daß man sie, die Vertreter der tranfi- was trägt er ihnen ein? Bei angestrengter Anspannung wöchentlich agrarische Seuche zu bekämpfen und Protest gegen den Militarismus genten Taktik, aber Reformisten nenne, wäre eine durchaus falsche 1,50-2,50 M. Auch an manchen andren Orten noch flagt man über und Marinismus zu erheben. Nachdem der Redner noch die Bezeichnung. Ebenso wie das Wort Tendenz, denn in der Tendenz die Arbeit von Schulkindern und über die Beschäftigung von Schul- Kommunalwahlen besprochen und darauf hingewiesen, daß es Aufwäre fein Unterschied, da sie alle auf den Kollektivismus entlassenen unter 14 Jahren bis 10 Stunden, statt der erlaubten gabe des Parteitages in München sein wird, auch für die sehr Hinstrebten. Aber auch außerhalb des eigentlichen socialistischen 6 Stunden. Wenn daher ein Beamter den Wunsch ausspricht, es wichtige Gemeindepolitit feste, allgemeine Grundsäße aufzustellen, Wirkens fönne man sehr wohl noch nützliche Arbeit vollbringen. In möge eine reichsgefeßliche Regelung an Stelle der ver verweist er darauf, daß die deutsche Socialdemokratie zu den bevor diesem Lichte allein sei das Bemühen einiger socialistischer Abschiedenen Polizeiverordnungen treten, wird ihm sicher jeder stehenden Kämpfen vollständig gewappnet ist, und das nächste Jahr geordneten für ein Ehescheidungsgesetz anzusehen. Eine weitere zustimmen. Aber diese Regelung darf nicht mit so viel für sie nicht nur ein Jahr der Wahlen, sondern auch ein Jahr des Frage sei es, ob der Weg, auf welchem man die Reformen erreichen Ausnahmen Hantieren, daß Eine Diskussion über den darüber das eigentliche Sieges und Nuhmes bedeuten wird. man wolle, ein verschiedener, die Art und Weise, Geseze zu schaffen, eine Gesez nicht mehr erkennt. Es sei durchgreifend, kurz und mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. andre sei. Er glaube auch hierin keine andre Verschiedenheit zu sehen, als llar. Das Urteil über die Verordnung wegen der Sonntagsruhe Der Borsigende gab bekannt, daß sich seit der letzten Versammlung in dem Ton, mit welchem einzelne gewisse Worte ausgesprochen werden. gilt ebenso für alle andern ähnlichen Bestimmungen: es wird 98 neue Mitglieder in den Wahlverein aufnehmen ließen. Er glaube nicht, daß man mit Worten allein bewußte Socialisten weniger gegen das flare Verbot verstoßen, als gegen die Der Wahlverein für den sechsten Berliner Wahlkreis erziehen könne, man treibe das Proletariat leicht dadurch zur Vorschriften, welche unter gewissen Bedingungen Ausnahmen hielt am 9. September im Lokale Brunnenstr. 154 eine MitgliederRevolution, und das würde der ganzen Bewegung Schaden bringen. zulaffen. Wenn freilich eine Konfervenfabrik 24 schulpflichtige versammlung ab. Genoffe e a listi hielt einen Vortrag über ArbeitsDenn nichts wäre der Bourgeoisie so angenehm, als die Socialisten Kinder von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr mit einstündiger losen- Versicherung und Socialdemokratie, sich in seinen Ausführungen versammlung ab. Genoffe a listi hielt einen Vortrag über Arbeitseinfach niederzuschießen. Jedenfalls aber halte er es für ganz falsch, Mittags- und stündiger Vor- und Nachmittagspause schuften läßt, im wesentlichen auf den von Molkenbuhr entwickelten Standpunkt bereits bewußten Socialisten immer noch in Ewigkeit die Eazungen so verlangt man zu wissen, welche Strafe für so flagrante Geleges- stellend. In der Diskussion erklärte sich Schmidt gegen jede des Endziels vorzupredigen. Kindern, die schon lesen können, sage verlegung ausgesprochen wird. man auch nicht immer von neuem noch das ABC vor. Es gilt, Dant der energischen Agitation der Lehrer unter Führung Arbeitslosen- Unterstützung durch die Gewerkschaften. Arendsee Der Vorwurf, der den Reformisten gemacht würde, sie näherten des hochverdienten C. Agahd, mehr und mehr als ausgemacht, daß Schul- ist aus praktischen Erwägungen ebenfalls dagegen, da die Arbeitsfich den bürgerlichen Radikalen, sei absurd. Radikalismus und finder von jeder Erwerbsarbeit frei sein müssen, ihre Thätigkeit und Losen- Unterstützung seiner Ansicht nach in den Gewerkschaften Socialismus feien Gegensäge, denn der erstere wolle nur von oben ihren Fleiß allein dem Unterricht zuzuwenden haben, die Armen wie zu Unzuträglichkeiten führen muß. Ansichten des Referenten; Freythaler betont, daß die Frage herab gegebene, nicht vom Broletariat eroberte Reformen. Daß das die Reichen. Und ihre Mußestanden sollen mit Spiel und körper der Arbeitslosen- Unterstügung oder Versicherung getrennt behandelt Fallen der monarchistischen Regierungsform, wie Labriola behaupte, lichen lebungen ausgefüllt werden, um den Körper zu stählen und werden müsse von den übrigen jocialpolitischen Versicherungszweigen, von der größten Wichtigkeit sei, könne er nicht anerkennen. Es sei den Geist zu erholen der Armen wie der Reichen. ja tlar, daß auch sie einmal mit allem andren zufammenbrechen Um so befremdender wirkt es, daß man es wieder versucht, unter da es sich bei jener doch um etwas andres handle. An die sehr müßte, aber daß heutzutage die Republit dem Socialismus feine dem Dedmantel menschenfreundlichen Wohlthuns die Kinder der animierte Diskussion schloß sich ein kurzes Schlußwort des Referenten. Eine sehr stark besuchte Vertrauensmänner- Bersammlung weiteren Vorteile zu bringen vermöchte, sähe man ja an Frank- Armut von früher Jugend an ins Joch der Arbeit zu spannen. In reich. Forst in der Lausitz besteht seit 1868 ein Verein, welcher den Zweck des Holzarbeiter- Berbaudes tagte am Mittwoch im großen Saale bon Buggenhagen, um zu den Vorschlägen über die Errichtung eines Kurz, er habe sich monatelang ernsthaft bemüht, den Gegensatz verfolgt, arme Kinder im Alter von acht bis vierzehn zwischen den beiden Tendenzen herauszufinden, sei aber zu dem Jahren durch Gewährung leichter, lohnender Beschäftigung wäh- paritätischen Arbeitsnachweises Stellung zu nehmen. Der Vorsitzende Ergebnis gekommen, daß nicht zwei Tendenzen, sondern nur eine rend drei bis vier Stunden des Tages außerhalb der Schulzeit zu Th. Glo de berichtete, daß die Vertreter der Organisation von Arbeitsteilung existiere. Der Socialismus sei aber nicht einfach, unterstützen und namentlich vom Betteln abzuhalten. Der Verein denen der Meistervereinigungen eingeladen worden und die Ver sondern sehr kompliziert. Die Frage der beiden Tendenzen sei nicht befigt ein Haus, in welchem die einderbeschäftigungshandlungen über den Nachweis am verflossenen Sonntag stattgefunden in den Arbeitskammern( Nuf: Nein, aber in der„ Critica Sociale"! Anst a It" eingerichtet ist. Sie besteht aus einem großen, hellen haben. Nach dem Vertragsent: vurf soll ein paritätischer Nachweis Zuratis Zeitschrift- entstanden, sondern in den socialistischen und luftigen Zimmer, in dem Tische und Bänke für ungefähr gegründet werden, der von vier Arbeitgebern und vier ArbeitKlubhäusern. 50 Kinder aufgestellt sind. Diese( zur Zeit 40 Knaben und 10 Mädchen nehmern geleitet und verwaltet wird und dessen Geschäftslokalitäten In früheren Zeiten habe es genügt, wenn die Socialisten ihre im Alter von 8-14 Jahren) werden, so weit sich nicht Arbeit außer sich bis zum 31. Dezember d. J. in der Alexanderstraße, dem bisFäufte gegen den Kriegsminister Bellour geballt hätten, jetzt habe halb der Anstalt, wie Straßentehren, Botenlaufen und der herigen Unternehmer- Arbeitsnachweis befinden sollen. Die Beamten man ein ernstes Wert auf teilweise unbekanntem Gebiet, welches gleichen für sie findet, mit dem Auslesen der pflanzlichen Berunreini- werden von beiden Teilen in gleicher Zahl gewählt. Die Deckung der Unkosten soll besonderen Vereinbarungen überlassen bleiben, mit reich an Zweifeln sei und eine große Verantwortlichkeit auferlege, gungen aus der Wolle und dem Sortieren von Lumpen der Maßgabe, daß der Nachweis für alle Arbeitsuchenden unentgeltlich vor sich. Bei dieser Arbeit könne man wohl straucheln, aber das es werden nur neue, sogenannte Schneiderlumpen angenommen schade ebenso wenig, als wenn ein Kind einmal falle, das gehen für die Tuchfabriken des Ortes unter Aufsicht von 4/2 bis ist und die Kosten für die Unorganisierten prozentual von den 7 Uhr nachmittags beschäftigt. Unterbrochen wird diese Arbeits- Meistern gedeckt werden. Bei vorkommenden Differenzen zwischen Im übrigen gäbe es feine weniger reformistisch gefiunte Bartei geit durch eine 1/ 4stindige Bause, in der die Kinder je eine trockene Schnitte Arbeitgebern und nehmern soll dies dem Nachweis sofort gemeldet und als die italienische. So habe Ferri die 300 großen Wolfsversamm Brot erhalten. Von dem verdienten Lohn werden ihnen zwei Drittel von diesem unverzüglich Verhandlungen angebahnt werden. Die lungen zu Gunsten des Frauenschutz- Gesetzes verächtlich Paraden monatlich ausbezahlt, oder nach Wunsch verzinslich angelegt; der Rest Arbeit darf erst dann eingestellt werden, wenn die Verhandlungen genannt. Und doch hatten gerade sie die meiste Propaganda gemacht, fließt in die Vereinskasse, welcher außerdem Kapitalzinsen, Beiträge völlig gescheitert sind. Die Vermittelung darf auch für diejenigen und besonders die Frauen, die im Grunde mehr Heroismus befäßen von Mitgliedern, und freiwillige Geschenke zufließen. Der ausgezahlte Wertstätten nicht verweigert werden, wo Differenzen bestehen oder Zu die Arbeit eingestellt ist. Singegen follen nachweislich kontraktwie die Männer, in den focialistischen Gedankenkreis hineingezogen. Verdienst schwankt zwischen 1 und 4 M. monatlich. Die socialistischen Klubs feien zur guten Hälfte ummüß und zu Weihnachten erhält jedes Kind ein Paar Strümpfe und Stoff zu brüchige Arbeiter, die keinen Schadensersatz geleistet, innerhalb den Nachweis nicht vermittelt werden. nichts anderem mehr fähig, als Schmähungen gegen Genossen zu einem Anzuge; den Knaben wird der Anzug gegen Zahlung zwei Wochen durch schleudern. An alledem sei aber die Sage von den beiden Tendenzen von 1,30 M. angefertigt. Außerdem werden eingegangene Geschenke Die Entlassungsscheine sollen beibehalten werden, doch sollen fchuld. Die Bourgeoisie schöpfe Mut, daß die Socialisten sich untereinander an diejenigen Kinder, die fich am besten geführt haben, diefelben mit den jetzt bestehenden nicht identisch sein und in Im Jahre 1878 sind dem Verein die Rechte einer juristis denselben lediglich die Dauer der Beschäftigung bescheinigt werden. selbst auffräßen, und der sociale Frieden" sich von selbst wieder verteilt. Nach Errichtung des paritätischen Nachweises müssen die bestehenden Herstellen würde. schen Berson verliehen worden." Eine juristische Person ist der Verein, eine social gefinnte ist aufgelöst und darf neben demselben fein andrer eingerichtet und unterZum Schluß: Er müsse seine Resolution, in welcher die praktische Arbeit als die allein maßgebende bezeichnet sei, aufrecht erhalten, er nicht. Sonst ließe er nicht Schulkinder arbeiten, angestrengt fügt werden. Das sind die wesentlichsten Bestimmungen des Entwurfs, über weil alle übrigen Resolutionen schwankend und unbestimmt seien. arbeiten, für ein paar Pfennige- Kinder von 8 Jahren. Damit Der Kongreß müsse seinen Willen klar und unverblümt sie nicht betteln gehen! Hat der juristische Verein nie von einem Kinder: den sich eine sehr lebhafte Diskussion entspann. Die Versamms zu erkennen geben. Er verlange feineswegs, daß seine Gegner hort gehört? Dort werden die Kinder auch vor dem Betteln geschüßt, lung erflärte sich einstimmig für die Errichtung in der Partei ihren Jdeen entsagen sollten, verlange aber sie beschäftigen sich wie Kinder, nicht wie Fabritarbeiter. des paritätischen Nachweises aber unter der Bedingung, nur eins: Gebt uns unsre Arbeitskraft, unfren Arbeitsmut zurück, mit den Weihnachtsgeschenken an Kleidungsstücken erwirbt man das daß derselbe sofort nach dem Gebäude der Landesversicherungs- Anstalt errettet uns aus der Lage, unser ganzes Leben in dem Kampf gegen Wohlgefallen der Eltern, und macht sie um so williger, ihre Kinder in der Gormannstraße verlegt, wo geeignete Lotalitäten bis Ende des eigentlich find Jahres vollständig unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden und daß die eignen Parteigenossen zu verderben, während wir es doch schon mit acht Jahren ins Arbeitsjoch zu spannen eigentlich nur im Kampf gegen unsre wirklichen Gegner aufreiben ja diese Geschenke" auch nur vorenthaltener Arbeitslohu. Was aber außer den Arbeitnehmer und Arbeitgeber- Vertretern ein unparteidie Geschenke betrifft, welche für Wohlverhalten den braven Kindern lischer Vorsigender gewählt wird. Der Paragraph über die Arbeitsfollten.( Starter Beifall.). lernen wollte. er " Guttmann teilt die " = " Vereinskalender. Nord" Briefkasten der Redaktion. pn. Nicht geeignet. bermittelung soll dahin abgeändert werden, daß alvar für alle Be Eingegangene Druckschriften. triebe vermittelt wird, doch müßten die gesperrten Betriebe Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be Die revolutionäre Bewegung in Rußland.( Anarchistische Biblio: den Arbeitsuchenden als solche in geeigneter Weise bekannt gegeben nukung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet ther.) Historische Stizze von M. Nacht. Berlin. Verlag„ Neues Leben“. und demjenigen Arbeiter, der sich weigert, in einer Werkstatt Arbeit werftäglich von 5 bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen von 9 10 Pfennig. anzunehmen weil Differenzen bestehen oder aus anderen Gründen, bis 1 und 3 bis 6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Beitungen und Der Leipziger Bankkrach. Von Berthold Otto. Leipzig. K. G. muß anderweitig Arbeit nachgewiesen werden. Abgelehnt wurde die Beitschriften jeder Art und Richtung. Th. Scheffer. Beibehaltung der Entlassungsscheine in dieser oder jener Form, sowie Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Herm. Nöder. Der außergerichtliche Vergleich mit den Gläubigern gichteftraße 27. Bereinstalender find auch der Passus, daß kontraktbrüchigen Arbeitern innerhalb 2 Wochen Borsigender: Julius Meyer, Erfter Kassierer und das Konkursverfahren. Leipzig. Rich. Lipinski. feine Arbeit nachgewiesen werden darf. Von den Rednern wurde Alle Aenderungen Seifrit, Fidicinſtr. 16. Freitag. nachgewiesen, daß zunächst meistens gar nicht festgestellt werden richten an Friedrich Kortum, Lausitzerstraße 33. Uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. tann, ob Kontraktbruch vorliegt und daß doch schließlich nicht den Kaiserscher Männerchor", Wernau, Schwedterstraße 23/24. Unternehmern hierüber die Entscheidung überlassen werden darf. Dieser Brunnenstr. 41. Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, Köpniderstr. 137/38. J. H. 19. 58 Fraktionsmitglieder und 2 105 000 socialdemokratische Baragraph ist um so weniger gerechtfertigt, als doch sonst in allen Vereinte Sangesbrüder Moabits", Pfarr, Butlißstraße 10. Mai: Stimmen bei den Wahlen im Jahre 1898. Fällen, also auch für kontraktbrüchige Unternehmer vermittelt werden glödchen I", Sachse, Lindowerstraße 26.„ Gemütlichkeit", Seydelstr. 11. Luckenwalde. F. E.: Führer durch das Vereins- und Versammlungssoll. Mit den übrigen Bestimmungen des Entwurfs erklärte sich die Rheingold", Feind, Weinstraße 11. Männer Gesangverein", Branden: recht. Buchhandlung Vorwärts, Berlin. Preis 30 Pfg. Sängertreis", Weißensee, Wassermann, B. S. Der Dom ist bis zur obersten Spize 110 Meter hoch, der Versammlung im allgemeinen einverstanden. Von allen Rednern burg a. H., Mengert, Bergstr. 6. Königs Chauffee 55. wurde betont, daß die Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises Eintracht II", Eberswalde, Restaurant Bur Mühle". Petriturm 96,3 Meter. Neue Zeit", Brauner, Putbuser u. Lorgingstr.- Ede. Klingmüllerscher G. W. 36. 1. und 2. Nein. H. T., Köpenick. Ist nichts vereinwünschenswert ist, daß aber eine wirkliche Barität gesichert sein muß Männerchor", Weißensee, Bum Prälaten, Lehderstraße 122. Start: bart, so beträgt die Kündigungsfrist für ein Dienstmädchen 6 Wochen zum und für den Fall, daß die völlig berechtigten Wünsche der Arbeiter Haus- Kummerscher Männerchor", Schulz, Blumenstraße 38. Sanges: Quartalsersten.- H. 2. 102. Ja: das Urteil ist noch heute ohne weiteres unberücksichtigt bleiben und die Verhandlungen scheitern, soll der Kampf blüten", Gesangverein der„ Puzer", vollstreckbar. 2. W. 88. Der Herzog, Marfiliusstraße 8. 59 P. Sie find wahlberechtigt. mit allen zu Gebote stehenden Mitteln in der bisherigen Weise Bauer, Rosenthalerstraße 57. Freie Sänger I", Heermühle Bater muß zahlen. Ein Recht, das Kind von vollendetem vierten Jahre Ehe weitergeführt werden. bei Eberswalde, Baugas, Jagdschlößchen.„ Rosalia", Blaen, ab zu sich zu nehmen, steht ihm seit dem 1. Januar 1900 nicht zu. „ Ruf", Görligerstr. 52. Sängerhort", Stralauer maun. Nein, Sie sind alleinerbe geworden. 100 2. W. 1. Ja. 2. Die Rönigsbergerstr. 34. west", Better," Bredowstr. 11. " Boray", Krüger, Naunynstr. 6." Freier Männerchor Nord: Höhe der Gebühr richtet sich nach der Höhe des Streitgegenstandes. 3. Nein. Freiheit Moabit", Fischer, Waldstr. 8. Liebesfreundschaft", Treptow, Michler, Ernststraße 26." Freiheit Nord", Witterungsübersicht vom 11. September 1902, morgens 8 Uhr. Viestädt, Schulstr. 24. Sangeslust III", Tempelhof, Adel, Germaniastr. 20. Völkerfrühling", Höhlke, Dranienſtr. 109. ,, Solidarität II", Potsdam, Ww. Glaser, Kaiser Wilhelmstr. 38.- Geselligkeit II", Hennigsdorf, Böhmer, Hauptstr." Frohsinn I", Rummelsburg, Beutling, Goethe- und Kantstraße: Stationen Ecke. „ Lorbeerkranz", Metallarbeiter Osten", Tabbert, Markusstr. 14. Spät, Weinstr. 28.„ Rixdorfer Männerchor I", Rixdorf, Klemte, Bergstraße 137( Deutsches Wirtshaus). Frohsinn II", Adlershof, Rohde, Genossenschafts- Wirtshaus.- Freiheit III", Neu- Weißensee, Schmutz, Königs: Swinemde. 761 Chauffee 38. Morgenrot I", Rummelsburg, Müller, Türrschmidt: und Hamburg Flöterscher Gefang: Berlin Lerche Sang", Gleimst. 17. Mozartstraßen- Ece. ,, Esmeralda", Borndorferstraße 8. Kott: Frankf./M. 761 Still verein", Borndorferstraße 9. Solidarität III", Potsdam, München bufer Harmonie", Bulzer, Grünauerstr. 14. Kaiser Wilhelmstr. 38. Typographia", Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Wien Sangesbrüder der Glafer", Stramm, Ritterstr. 123. Gefangverein der Porzellanarbeiter", Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Schüße, Reichenbergerstr. 96 a. Liedeslust II", Potsdam, Alte Luisen straße 32. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuserſtraße 44, IV. Freitag:„ Germania", Schmiedchen, Willibald 21. " Frohe Die Meistervereinigungen werden zu dem ArbeitsnachweisEntwurf am nächsten Montag Stellung nehmen und wird erwartet, daß die Beschlüsse der Arbeiter gebührende Beachtung finden, so daß eine Einigung zu stande kommt. Nach dem Bericht, den der Arbeitsvermittler Maaß über die Werkstattsstreifs erstattete, ist die Sperre über die Werkstatt von Hülsenbed, Kroll u. Co. aufgehoben und hat die Firma erflärt, so lange die Differenzen mit dem Arbeitsnachweis dauern, denselben nicht mehr zu benußen. Fünf öffentliche Metallarbeiter- Versammlungen wurden am Die Mittwochabend abgehalten. Sie waren alle start besucht. Referenten sprachen über die Bedeutung der gegenwärtigen Streifs in der Metallindustrie". Zur Lage des Bauklempner- Streits wurde ausgeführt, daß derselbe zu den besten Hoffnungen für die Bukunft berechtige. Die Innungsmeister haben in einer Versammlung am Mittwoch die Aufhebung der Aussperrung beschlossen einer Aussperrung", von der in Berlin überhaupt niemand etwas gemerft hat. Dieser Streik dürfte in nächster Zeit beendet fein, denn von 110 in Betracht kommenden Firmen mit 950 Arbeitern haben bis jetzt 82 Firmen mit 620 Arbeitern die Forderungen der Gesellen unterschriftlich anerkannt. Jm Werkbeamten Tegeler " Allee 17. Hand", Wienerstr. 41. " Maientraum", Reichenbergerstr. 133. Musikverein Norden", Mothes, Hussitenstr. 40. Tanzlehrer Verein Solidarität.„ Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Berliner Tanzlehrer- Verband", An der Stadtbahn 31, vorn I. Berein socialdemokr. Gastwirte. Vorsitzender: Ewald, Schönlein Zwangloje Zusammenkunft mit Damen im Restaurant des Gewerkschaftshauses. Am Freitag: Sattler. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5°.= 4º R. Stationen stand mm Barometer Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 12 Haparanda 756 NNM 6H16. bed. 5 1 bedeckt 10 759 NO 1 heiter 7622 761 NO 2 bedeckt 11 Petersburg 754 WNW 1 bedeckt 13 Cort -Nebel 15 Aberdeen 3 bedeckt 16 Paris 4 bedeckt 14 1bedeckt 14 -Dunst 15 761S 763 S 761 Still Wetter Prognose für Freitag, den 12. September 1902. Zeitweise nebelig, sonst ziemlich heiter, am Tage etwas wärmer bei schwachen südöstlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. ( Filiale Berlin.) Am 9. Sept. cr. verstarb plötzlich Herzschlag unser Kollege 226/18 Max Ziegenhirt im Alter von 52 Jahren. Betriebe Charlottenburgs. An die Delegierten! Auf Antrag der statutenmäßigen Anzahl von Delegierten berufen wir hiermit eine ausserordentliche General Versammlung Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag: abends 9 Uhr, nach dem Saal des zum Dienstag, den 23. Septbr. cr., nachin. 5 Uhr vom Trauerhause Rixdorf, Volkshauses, Rosinenſtr. 3, mit Steinmetzstr. 40, aus, nach dem Rix: い dorser Gemeinde Kirchhof, Marien- der von den Antragstellern festgesetzten dorfer Weg, statt und erwartet eine Tagesordnung [ 275/2 zahlreiche Beteiligung Der Vorstand. ein: 1. Beschwerde über den KaffenAm 9. b. Mts. starb nach kurzen, vorstand von seiten einzelner Beschweren Leiden mein lieber Mann, amten. unser guter Vater, der Gürtler Emil Stammwitz 2. Beschlußfassung über die Ver Mittelpunkt bes allgemeinen Intereſſes ſteht jetzt der Streit robe Stumber, Gurlt, Alexandrinenftr. 121. Brafil, Schonheim, Verband der im Bergolder-| Allg. Orts- Krankenkasse Gräfestr. 8.-„ Alpenrose", Reinidendorf, Paul, Justusstr. 53. 8.- Alpenroſe", Reinidenborf, Baut, zufusftr. 63. and in gewerbe beschäftigten Arbeiter für die vereinigten Gewerbeder Dreher in den Tegeler Borfig- Werken. Ab= gesehen von früheren Differenzen mit den Formern ist ein Streit Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Bergnügungs- u. Arbeiterinnen Dentschl. wie der jezige etivas ganz Neues auf diesem Werke. Hier herrschte Berein Frohsinns Heimat", Quizzowstr. 131. Theaterverein Goethe II", u. Arbeiterinnen Dentschl. bisher Stummfcher Geist und Stummische Arbeiterfürsorge, vermischt Danzigerstr. 17. mit Harmoniedusel und Indifferenz eines großen Teils der Arbeiter." Elodea", Berein für Aquarien- und Terrarienkunde. Jeden greitag nach Todes- Anzeige. Jedoch die fortgesetzten Lohnabzüge sowie die frassen Uebergriffe der dem 1. und 15. des Monats im Restaurant Karl Fischer, Waldstr. 8. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an R. Danziger, Burgsdorfvon denen übrigens Herr Vorsig selbst wohl faum straße 14. Freitagabend 7%, Uhr:„ Neptun", Bolts- Badeanstalt, Turm unterrichtet sein dürfte öffneten den Leuten die Augen. Verstraße 85 a. Gut Naß", Volts- Badeanstalt, Oderbergerstraße.- Hellas", Handlungen führten zu keinem Resultat. Erst am Mittwoch fand Bolts Badeanstalt, Schillingsbrücke." Freiheit", Volts- Badeanstalt, Bär: eine von den Drehern nachgesuchte Verhandlung vor waldstraße. dem Einigungsamt des Gewerbe= gerichts statt, auch fie verlief ergebnislos. Vom Werte waren erschienen: Generaldirektor Neuhaus und Ingenieur Bona. Der Vorjizende des Einigungsantes empfahl die Ein- ſtraße 6. Sigungen jeden Freitag nach dem 15. des Monats. fegung einer Schlichtungskommission mit einem unparteiischen Präses, zu der die Dreher zwei Mann zu wählen und auch das Werk Arbeiter- Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenzwei Beamte zu entfenden habe. Die Vertreter des Werkes lehnten burg). Alle Buschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten den Vorschlag ab mit der Motivierung: Die Wertleitung an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Freitag: müsse das Recht für sich in Anspruch nehmen, die Bliz", Streligerstr. 10.- Fahr wohl II", jeden Freitag nach dem 1. und 15. beiden Arbeitervertreter nach ihrem Ermessen Brunnenstr. 188. Arbeiter Radfahrer Verein Charlottenburg", jeden zu ernennen! Natürlich dachten die Arbeiter gar nicht daran, Freitag nach dem 1. und 15. Bismardstr. 23. sich diesem echt Kühnemannschen Ausinnen zu fügen, infolge dessen jeden Freitag vor dem 1. und 15., Steglitz, Schildhornstr. 98. nach dem 1. und 15. Lichterfelde, Chauffeestr. 104. wurde die Verhandlung abgebrochen. Als Gegenschlag gegen den Dreherstreit hat der Kühnemänner- wärts" jeden Freitag nach dem 1. und 15., Rigdorf, Reuterstr. 54 a. " Oberspree", jeden Freitag nach dem 1. und 15., Ober- Schöneweide, Verband am Donnerstag seinen berüchtigten Arbeitsnachweis Wilhelminenhofstr. 18. in der Gartenstraße geschlossen. Das ist derselbe Tric Arbeiterverein ,, Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Sonnabend im wie im Jahre 1897 beim Formerstreit. Es soll damit bez we dt Berkehrslokal, Korsgade 49: Versammlung. Daselbst befindet sich auch werden, die Berliner Metallarbeiter auszu- die Bibliothet des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen hungern und zur Abwanderung zu treiben, dies beachten. während gleichzeitig alle Hebel in Bewegung ge fegt werden, willfährige Arbeitskräfte in Masse von auswärts heranzuziehen. Ferner hat die Firma Becker in Reinickendorf gleich nach Schließung des ArbeitsWie aus Gleiwit gemeldet wird, ist auf der Karls- Kolonie nachweises Arbeitsuchende abgewiesen mit der Begründung: Erst müßten die Dreher bei Borsig die Arbeit wieder aufnehmen, eher würden zu Ruda in einem zur gräflich Ballestremschen Brandenburg- Grube Teine Leute von Berlin eingestellt!- Der Dreherstreit kann unter gehörigen Holzhängeschachte Mittwochnachmittag die Zimmerung zu solchen Umständen allerdings leicht große Dimensionen annehmen. Die fammengeflürzt, wodurch ein Steiger und vier Bergleute verschüttet Lage ist ernst; doch sind bereits wirksame Maßregeln ergriffen, wurden. Bei den sofort eingeleiteten Rettungsarbeiten wurden ein um die Gewaltaktionen des Kühnemänner- Verbandes zu paralisieren. Bergmann tot, der Steiger und zwei Bergleute verletzt und einer In allen Versammlungen wurde eine Resolution einstimmig an unversehrt zu Tage gefördert. genommen, in der gesagt wird: Den im Stampfe stehenden Kollegen, sowohl den Drehern von Borsig als auch den Berliner Bauklempnern, spricht die Versamum lung ihre vollste Anerkennung aus und fordert fie auf, nicht nach zulaffen, bis der Sieg unser ist, und versprechen die Versammelten diesen Kollegen jede notwendig werdende Unterſtügung. " Concordia", jeden Freitag " Arb.- Radf.- Verein", Vor: Vermischtes. Der Wert dieser auf Grund unanfechtbarer Thatsachen" ab: gegebenen Erklärung wird von unserm Leipziger Parteiblatt durch folgende Mitteilungen ins rechte Licht gerückt: im 48. Jahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Marie Stammwitz nebst Kindern. Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. b. Wits., nachmittags 4 Uhr, vom Krankenhause am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. 18866 Todes- Anzeige. Am 9. September verstarb nach langem Leiden unser lieber Kollege Rudolf Mattif. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. September, nachmittags 4 Uhr, der Leichenhalle des Jakobi- Kirchhofs aus statt. von neuen 50522 Die Kollegen der Piano- Fabrik von Hansen. folgung von Ansprüchen, welche der Kaffe durch die statutenwidrige Ent: lassung von 4 Beamten durch den Vorsitzenden erwachsen.(§ 55 Absatz 5 des Statuts.) 3. Stellungnahme zur Dienstordnung und ihren Ergänzungen dazu vom 11. November 1900. 4. Aenderung des§ 37 des Statuts ( in§ 37 Absatz 1 an Stelle der Zahl 6 die Zahl 12 zu setzen, in Abfaz 2 Beile 4 an Stelle der Bahl 4 die Zahl 8 und Zeile 5 an Stelle der Zahl 2 die Zahl 4 zu setzen.) 5. Neuwahl der ausgeschiedenen Borstandsmitglieder. 6. Verschiedenes. Die Delegierten erhalten außerdem eine schriftliche Cirkular- Einladung, welche zur Teilnahme an der Generalversammlung legitimiert, jedoch haben diejenigen teinen Zutritt, deren Orts- Krankenkasse Delegiertenmandat nach näherer Border Sattler und verwandter Gewerbe. Montag, den 8. September, verstarb 275/3 plötzlich unser Mitglied Willi Polke. ( Werkstatt von J. Brummer.) Die Beerdigung findet Freitag vormittag 10 Uhr Leichenschaubanje in der Hanoverschenstraße aus nach dem Michaelfirchhofe in Mariendorf statt. J. A.: G. Aßmann. schrift des Stassenstatuts inzwischen als erloschen zu betrachten ist. Charlottenburg, 12. September 1902. Der Kassenvorstand. Wilhelm Sabor. Bekanntmachung. Gemeins. Orts- Krankenkasse für Mariendorf n. Umgegend. I. Am Sonntag, den 21. Sep. tember d. J., vormittags 92 Uhr, zu Mariendorf im Restaurant Todes- Anzeige. Setzefand, Feldstr. 14: Am Donnerstag, den 11. September, außerordentliche vormittags 11 Uhr, verschieb nach Generalversammlung, langem Leiden meine liebe Frau und 50562 zu der die Delegierten hierdurch eingute Mutter geladen werden. Anna Oehlert Zum Schönefelder Maffenunglück. Wir brachten kürzlich die Mitteilung, daß durch den Einsturz eines Gerüstes beim Bau eines Wasserturmes in Schönefeld bei Leipzig 10 Arbeiter getötet und 25 schwer verletzt wurden. In Bezug auf dieses Unglück hatten nun einige Leipziger Tageszeitungen mitgeteilt, daß längere oder fürzere Zeit vor dem Zusammenbruche des Baugerüstes auf dessen Mißstände bei der Großen Berliner wurden in einer gut Mängel von Arbeitern aufmerksam gemacht worden sei, daß die besuchten Versammlung der Hauptwerkstätten- Arbeiter, welche am Beschwerdeführer aber, insbesondere bei der Gemeindeverwaltung 9. d. M. im Marienbad tagte, erörtert. Von allen Rednern wurde sowie bei einzelnen von ihnen angerufenen Gemeindevertretern kein lebhaft Klage darüber geführt, daß die Gewerbe- Inspektion diesen Gehör gefunden hätten. Dieser schweren Anflage gegenüber exflärt Betrieb nicht schon längst einer gehörigen Besichtigung unter- nun der Gemeindevorstand von Schönefeld in der Leipziger Volkszogen hat. Unter anderm wurde ausgeführt, daß für circa zeitung" auf Grund unanfechtbarer Thatsachen, daß 600 Arbeiter mur 15 Klosetts vorhanden sind, von denen regelmäßig jene Ausstreuungen auf unwahrheit, und zwar, wie der Gemeindenoch einige verstopft sind, da feine Spülung angebracht ist. Bleibt vorstand glaubt annehmen zu sollen, auf bewußter Umwahrheit ein Arbeiter einmal zu lange, dann wird 1/2 Stunde abgezogen. Die beruhen. Heizungsverhältnisse in der Badstraße sind so mangelhaft, daß man fogar schon zur Heizung durch Coatsförbe, was doch gefeßlich uns zulässig ist, gegriffen hat. Nicht einmal Wascheinrichtungen find vor handen; schmußige Eimer und dergleichen mehr braucht der Der mit verunglückte, jezt im Krankenhaus befindliche, 41 Jahre Arbeiter nicht. Einige Fenster find auch vernagelt, wahrscheinlich alte Maurer Otto Karl Voigt, wohnhaft Leipzig, Hainstraße 8, hat um das Hinaussehen der Arbeiter zu verhindern. Großen Geftant bereits Mitte voriger Woche sich über den mangelhaften Gerüstban erzeugt das Abbrennen der Bleche von Lack. Arbeiter, die nicht geäußert und zwar nicht nur gegenüber seinen Arbeitskollegen, Nachtarbeit leisten wollten, wurden entlassen. Besonders im Wagen- die jetzt tot find oder mit ihm schwer verlegt im Krankenhaus liegen, bau ist die Ventilation eine miserabele. Nochmals wird das Vor- sondern auch gegenüber andren Kollegen, denen aber eine Besichtigung gehen eines Meisters getadelt, auch über einige Kolonnenführer wird des inneren Turmgerüſtes an Ort und Stelle unmöglich war, ganz besonders Klage geführt. Von mehreren Rednern wird der sehr weil sie nach früheren, anderwärts gemachten Erfahrungen befürchten niedrige Lohn bemängelt, und wird dabei auf die hohen Tantiemen der mußten, in der üblichen unduldsamen Weise von den Unterbehandelt zu werden. Der Höheren Beamten hingewiesen. Folgende Resolution fand einstimmige nehmern und ihren Polieren Annahme: Die heute im Marienbad tagende Versammlung der Maurer Krause, wohnhaft Schönefeld, Wiesenstraße 11, der auf dem Arbeiter der Betriebswerkstätten der Großen Berliner Straßenbahn zusammengebrochenen Gerüst mit gearbeitet hat, hat nicht nur den spricht ihre größte Mißbilligung über das Vorgehen des Werkmeisters Polier, der am Leben geblieben ist, sondern auch den von der G., über die mangelhaften sanitären Einrichtungen der Werkstatt Gemeinde Schönefeld angestellten Bauführer Busch auf die sowie die schlechten Lohnverhältnisse aus, und erwartet von der Mängel aufmerksam gemacht. In nachdrücklicher Weise ist das am Die Folge war, daß der Sonnabend, den 30. August, geschehen. Direktion eine Besserung dieser Mißstände. Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 8. d. M. eine Maurer Krause vom Bolier, angeblich auf ausdrückliches Berlangen gut besuchte Versammlung sämtlicher Branchen ab. Als Schriftführer des Bauführers, am nächsten Montag früh einfach aus der 8. ging hierauf am selben wurde Ticze gewählt. Sodann berichtete Krause, daß die Einführung Arbeit entlassen wurde. des obligatorischen Lokalfonds- Beitrages durch die Urabstimmung am Vormittag auf das Gemeindeamt, um dort seine Beschwerden 6. d. M. abgelehnt worden ist. Für die bevorstehende Gewerbe- vorzutragen, konnte aber den Gemeindevorstand nicht sprechen, Noch zweimal machte K. gerichtswahl stellte die Versammlung Krause und Ollrich als Kan- da derselbe nicht anwesend war. den Versuch, den Gemeindevorstand sprechen zu tönnen, Didaten auf. doch stets vergeblich. Dem Baumeister Jäger sowie dem wozu sämtliche Herren Arbeit großem Cine Kunst." geb. Schulz. Dies zeigt an der trauernde Batte Emil Oehlert nebst Tochter. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 312 Uhr vom Trauerhause, Koppenstr. 3 a, aus nach dem Friedhof der Andreas- Gemeinde in Wilhelms: berg statt. Orts- Krankenkasse der Gelb- u. Zinngiesser. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung zur Verlängerung des Vertrages mit dem Verein der freigewählten Kassenärzte. 2. Genehmigung des Vertrages mit Herrn Dr. Gutsmann in Marienfelde. 3. Wahl eines Arbeitnehmervertreters in den Borstand. 4. Festsetzung des Termins zur Ersatzwahl von 8 Arbeitnehmervertretern. 5. Verschiedenes. 275/1 II. Vom 1. Oftober d. J. ab ist der Herr Dr. Gutsmann in Marienfelde( Bahnhof), Großbeeren: und Bahnstraßen- Ece wohnhaft, als KaffenSonntag, den 21. September, vormittags 10 Uhr, Gewerkschaftshause, biefen zu wenden. arzt für unsre Zahlstellen Marienfelde int Eugel- Ufer 15, Saal III: Außerordentliche men, General- Versammlung Tagesordnung: Der socialdemokratische Wahlverein Lichtenberg hielt am Gemeinde Aeltesten Koth, die beide Mitglied der Bau- geber, welche/ zur Kasse zahlen, Dienstag eine Versammlung ab. Dr. R. Steiner sprach unter tommiffion find, machte R. von den Mängeln der Bau- und sämtliche grossjährigen Beifall über„ Die Arbeiter und die Der Staats- Kassenmitglieder hiermit einDiskussion wurde nicht beliebt. Genosse Liesegang Liefegang ausführung und des Gerüstbaues Mitteilung. Remitnis gebracht geladen find. Quittungsbuch legitimiert. berichtete über die Kreiskonferenz. Hier tadelte Elias das anwaltschaft ist der ganze Hergang zur worden. Möge das Ergebnis der Untersuchung sein, welches Eingreifen Stadthagens in die Angelegenheit Frankfurt a. D. tontra Megner. Unter Vereinsangelegenheiten wurde ein Antrag es wolle, für uns steht heute schon so viel fest: dieses Unglück hätte Opig, der die Wahl einer Untersuchungs- Kommission fordert, ab- berhütet werden können, wäre die von den Bauarbeitern schon längst geleint, da der Vorstand sich mit der in Frage kommenden An laut und vernehmlich erhobene Forderung auf Anstellung von gelegenheit Kummer bereits beschäftigt hatte. Angenommen wurde au controleuren aus den Reihen der Arbeiter ein Antrag Liepe, nach dem in Zukunft die zwölf Bezirksführer Siz erfüllt worden. und Stimme in der Vorstandssigung des Wahlvereins haben sollen. 1. Wahl von 24 Vertretern der Arbeitgeber. 2. Wahl von 51 Vertretern der Arbeitnehmer. 3. Verschiedenes. Berlin, den 12. September 1902. 19926 Der Vorstand. und Lichtenrade bestellt, und haben sich von da ab unsre Mitglieder dieser Bahlstellen in Erkrankungsfällen an Sprechstunden 8-9 Uhr vormittags, 4-5 Uhr nach mittags. Sonn und Feiertags 11-12 Uhr vormittags. erste behandeln laffen, thun dies Mitglieder auf ihre Kosten. die sich durch andre Mariendorf, 10. September 1902, Der Vorstand. ..: P. Sucker. 2. Vorsitzender. Patentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends nein.[ 45392* Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 12-13, 16-18, Sonnt. 9-11. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 12. September. Opernhaus. Bajazzi.( Pagliacci.) = Aschenbrödel. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Puppe. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Es lebe das Leben. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Lessing. Dame Kobold. 72 Uhr. Weiten. Die Brautlotterie. Anfang An fang 72 Uhr. 8 Uhr. Neues. Ledige Lente. Anfang Residenz. Der Fall Mathieu. ( L'affaire Mathieu.) Vorher: Ich liebe Sie. Anfang 72 Uhr. Thalia. Er und seine Schwester. Anfang 72 Uhr. Central. Drei Paar Schuhe. Anfang 72 Uhr. Schiller. O.( Wallner Theater.) い Sappho. Anfang 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Einsame Menschen. Anfang 8 Uhr. Carl Weiß. Eine Paria. Anfang 8 Uhr. Quifen. Die Dame von Lyon. Anfang 8 Uhr. Casino. Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr. Kleines. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Passage- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang 8 Uhr, Sonntags 3 Uhr. Hella Collier Deutschlands beste VortragsSoubrette. Savely Goré, neuer russischer Tenor. Liane d'Amiroff, hohe Schule, geritten auf einer Plattform. 14 erstklassige Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen Schiller- Theater. Schiller Theater G.( Wallner- Theater)| Schiller- Theater N.( Friebr. Wilhelm Freitagabend 8 Uhr: Sappho. Trauerspiel in 5 Aufzügen bon Franz Grillparzer. Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Doktor Klans. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. städtisches Theater) Freitagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Drama in 5 Akten bon Gerhart Hauptmann. Sonnabendabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Braut von Messina. Sonntagabend 8 Uhr: Jugend. W. Noacks Theater.] Maschinen, Werkzeuge 2c. c. Die Brunnenstraße 16. Jagd n. d. Schwiegersohn. Charakterbild mit Gesang in 3 Atten bon G. Starte. Borger: Die Erbtante. Schwank in 1 Att von Schmasow. Jin Saal: Tanzkränzchen. Fröbels E Allerlei Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Benedetti u. Stewart. Gebrüder Milardo. Charles Dunbar.- Tsching u. Tschang. Hochberg. Die 5 OrientFlora- Truppe. sterne. Dazu Otto Waldemar mit vollständig neuen Schlagern. Nur noch wenige Tage: Um 812 Uhr: Unser Goldjunge. Jm Saale: Großer Ball. Sereniffimus 8wischen lebenden Bilder, Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. = spiele. Frau Mimi. Kollegen. Schöne Seelen. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Buntes Theater. Wer ist schuldig. Anfang 8 Uhr. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 8 Uhr. Wilhelm. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Steidl. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. Schluß der Spielzeit: 15. September. Prater- Theater Kastanien Allee 7-9. Täglich: Durch fremde Schuld. OOLOGISCHER Boltstid in 3 Alten von A. Seelen. CARTEN Täglich nachmittags 4 Uhr: Specialitäten Militär- Doppel- Konzert. Paffage Theater. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im # Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Novität! Anfang 72 Uhr. Novität! Er und seine Schwester. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. 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Heute: Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabltz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Buntes Theater. ( Ueberbrettl".) Köpenickerstraße 68. Anfang 8 Uhr. Wer ist schuldig?" Lustspiel in 1 Aft von Grillparzer. Bunter Teil unter Leitung von Oscar Strauss. Tiny Senders a. G., Bozena Bradsky, Bokken Lasson, Marcell Salzer. ag Parkett 3 M. Operette in 1 Aft von Linderer. Willy Reinhold: Dir. R. Wagner. Erstklassige Specialitäten. Entree 20 f. Bons und Vorzugstarten haben Gültigkeit. Bernhard Rose- Theater Alt- Moabit 47/49. Geld ist die Hauptsache. Burleste in 1 Aft v. F. v. Friede. Frau Eva. Schwant in 1 Aufzug. Der Denunziant. Volksstück mit Gesang in 2Bildern von Hans Müller. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Borstellung 8 Uhr. Ball. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. 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Bezirk. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Berliner Bundesgenossen in dieser VerGleichzeitig mache bekannt, daß am Sonntag, fammlung zu erscheinen. 21. d. M., eine Gantour nach Lehnin gefahren wird, zwecks Abfahrt für die Genossen Berlins und Gründung eines Bundes- Vereins. Umgegend früh 6 Uhr in Schöneberg, Hauptstraße, Kaiser Wilhelm- Platz. Um recht rege Beteiligung ersucht Karl Fischer, Gau- Vorsitzender. 575000 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Hauptgewinne: Mark Heute, Freitag, abends 8½½ 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Sitzung der Orts- Verwaltung. 100 000 Atang! Einsetzer. Atung! 100000 50000 25000 etc. etc. etc. e Originalloose a 3,30 Mk. Für Porto und Liste 30 Pf. extra. Oscar Bräuer& Co. Nchf. Bank- Ceschäft Berlin W., Friedrichstrasse 181. I. Filiale: Wilsnackerstr. 63. Andreasstr. 46 a. II. Wir empfehlen sofortige Bestellung, da Loose bald teurer werden. 5010L Wurst! " Thüringer Rotwurst à Pfd. 55 Pf. Fleischwurst 65 " Hall. 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Hasenheide Neue Welt"( Saalbau), Unternehmer Sonnenburg, find Differenzen ausgebrochen. 43/14 Auf den beiden erstgenannten sind einige Arbeitswillige beschäftigt. Wir ersuchen die organisierten Bauarbeiter, diese Bauten zu meiden und den Zuzug fernzuhalten. Die Verbandsleitung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend. J. A.: H. Heidemann. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Morgen Sonnabend, den 13. September, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Grosse humoristische Soiree der Original- Norddeutschen Sänger Herren: Biegler, Wolff, Paul, Nikmann, Hohenberg, Bönisch. Besonders gewähltes Programm. Nach der Soiree: Großer Ball in beiden Sälen. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billet 30 Vf. 24/13 Anfang präcis 8 Uhr. Abendkasse findet nicht statt. Billets sind bei den Wertsinben Vertrauenspersonen, sowie in unfrem Bureau, Engel- Ufer 15 II bis morgen abend 6 Uhr zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 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September 1902. in der Lage war, die Beschlagnahme auszuführen, so muß man schon demokraten als Mitglied der 2otal- Schulfommission die einen telegraphischen Verkehr zwischen Staatsanwalt und Reichs- Specialaufsicht über drei Schulen übertragen worden ist, daß die fanzler und bligesschnelle Entschließung des Reichskanzlers sowie tommunalen Simultanschulen zu den besuchtesten Schulen der Stadt Einen wertvollen Beitrag zum Parteitag liefert die soeben bligartiges Handeln von Staatsanwalt und Polizei annehmen, um gehören und daß sich in den meisten Schulen Suppenanstalten erschienene Nr. 18 der Kommunalen Pragis". Sie giebt in an eine formal- ordnungsmäßige Erledigung der Sache zu glauben. besonderer Beilage die bereits angekündigte systematische Uebersicht Mindestens wäre damit wieder einmal erwiesen, daß Polizei und befinden, die bedürftigen Kindern unentgeltlich, andern für den Preis über die wichtigsten socialdemokratischen Gemeindeprogramme, der Staatsanwalt, wenn sie wollen, außerordentlich viel schneller von 8 Pf. eine Mittagssuppe gewähren! Auch über die Thatsache wird ein einleitender kritischer Artikel von Dr. H. Lindemann voraus- arbeiten können, als wie sie bei Herausgabe unsrer zu Unrecht be- mancher den Kopf schütteln, daß das Hof- und National- Theater geschickt ist. Die Zusammenstellung, die ja wohl den Delegierten schlagnahmten Weihnachts- Zeitung Arbeitslos" gearbeitet haben. für 50 Pf. Eintrittsgeld Klassikervorstellungen für Arbeiter verzum Parteitag besonders zugestellt werden wird, orientiert recht gut über die Verschiedenartigkeit der gestellten Forderungen und wird den Ein socialdemokratischer Gerichtspräsident in Bern. Am anstaltet, daß die Straßenbahn der Gemeinde gehört, daß das Delegierten ein nügliches Hilfsmittel fein für die Stellungnahme zur letzten Sonntag ist bei der Neuwahl des Gerichtspräsidenten Leichenbestattungswesen einschließlich der Waschung der Leiche, der Kommunalpolitik. Zugleich ersicht man erst aus solcher llebersicht, daß die( Präsidenten des Bezirksgerichts) für den Bezirk Bern unser Genosse Besorgung des Sarges und der Trauerdekoration von der Gemeinde Frage der Kommunalpolitik eine recht gründliche Erörterung ver- Langhans, Advokat in Langenthal( Stanton Bern) mit 1598 gegen ohne Einmischung der Kirche geübt wird, daß die städtischen Arbeiter dient und daß mit Annahme etwa einer Resolution nach Anhörung 1468 Stimmen, die auf zwei bürgerliche Gegenkandidaten fielen, einen ordentlichen und anerkannten Arbeiterausschuß als Organ ihrer eines Referats, und sei es auch noch so wertvoll und erschöpfend, gewählt worden. Schwache Wahlbeteiligung, wohlwollende Neutralität Wünsche haben, daß sie bereits nach zwei Jahren der Beschäftigung noch nicht viel für die Klärung gewonnen wäre. Aber auch nach der Konservativen und das gute Ansehen des Kandidaten haben als fest angestellt gelten und im Alter eine Versorgung gründlichster Erörterung durch den Parteitag werden noch gar viele unsrer Partei diesen schönen Sieg gebracht. nicht als Almosen, sondern als flagbares Recht zu beanspruchen ungeklärte Fragen auf diesem Gebiete offen bleiben, die nur die haben. Doch da sind wir fast wider Willen beim DurchBragis allmählich lösen wird. Eine ausgiebige Behandlung aller blättern der Festschrift auf sehr ernste, zum Nachdenken anregende Dinge geraten. Doch auch dies mag nicht schaden, wo anzunehmen Die Vertrauensleute von Berlin und der Umgebung ersuchen ist, daß den Delegierten nach des Tages Last und Mühen in München uns folgendes bekannt zu geben: Nach eingehender Beratung sind noch mancher fröhliche Augenblick beschert sein wird. Und die Reife wir zu folgendem, einstimmig, gefaßten Beschlusse gelangt: war nicht umsonst, wenn unsre Parteigenossen in der Erkenntnis ge" Frau Hedwig Gubela, Oranienstraße 186, ist weder würdig noch befähigt, irgend welche öffentliche Thätigkeit in der Partei oder noch befähigt, irgend welche öffentliche Thätigkeit in der Partei oder für dieselbe auszuüben." dieser Fragen in der Preise gehört dazu und es zeigt sich daran, " daß die Kommunale Braris", die das geeignetste Organ dafür ist, einem wirklichen Bedürfnisse entspricht, das die eifrigste Förderung durch die Parteigenossen verdient. Ein Nachspiel zum Stuttgarter Straßenbahner- Streik. In einigen Parteiblättern findet sich eine Notiz, worin das Verhalten unfres Genossen Ioß, Vorsitzenden des HolzarbeiterVerbandes, bei dem Streit einer nachträglichen Kritik unterzogen wird. Kloß hat damals als Mitglied einer Gemeinderats- Kommission für eine Gratifikation von 3000 M. an die städtischen Polizeibeamten gestimmt, die ihnen aus Anlaß ihrer Thätigkeit beim Streit aus städtischen Mitteln bewilligt worden sind. Es scheint uns an gemessen, die Gründe zu hören, die Genosse Kloß für seine Abstimmung anzuführen hat. In einem an uns gerichteten Schreiben sagt Kloß: Um was es fich handelte ist: Die Polizeiverwaltung, dieselbe ist städtisch, hatte, nachdem die Tumulte immer größere Dimensionen annahmen, nachdem der Versuch gemacht war, die Weichen durch Einpressen von Eisenstücken unwirksam zu machen, und die Mitteilung eingelaufen war, daß die Leitungsdrähte abgeschnitten werden sollen, nicht mehr ruhig zusehen können geglaubt. Es wurde deshalb die Schutzmannschaft zum außerordent lichen Dienst kommandiert, um Beschädigungen und Inglücksfälle, für welche sämtlich die Stadt aufzukommen hat, zu verhüten. Ein Versuch, und zwar an der am meisten gefährdeten Stelle, am Königsbau- durch Zurückziehen der Polizei den Tumult zu mildern und die Nuhe herzustellen, schlug in das Gegenteil um. worden. Berliner Partei- Angelegenheiten. 250 hisolmes Lokales. Von Berlin nach München. An Unterhaltungslektüre fehlt es den nach München zum Barteitage reisenden Genossen nicht. Dank dem gemeinsamen Wirken des Parteivorstandes und des Münchener Empfangsausschusses ist eine eine Bibliothek zu stande gekommen, die den Delegierten mit auf den Weg gegeben wird. Tragen diese Drucksachen auch im Grunde einen etwas esoterischen Charakter, so sind sie doch bedeutungsvoll genug, um auch von denen, die an der Scholle kleben bleiben müssen, beachtet zu werden. Die Sammlung zerfällt in folgende Druckschriften: 1. Bericht des Parteivorstandes und der Reichstagsfraktion an den Parteitag, festigt nach dem Norden heimkehren, daß der intensivste Kampf der preußischen Reaktion, der heimischen Rückständig teit gelten muß. A Mit der Frage des plötzlichen Fischsterbens beschäftigt sich auch der Fischereiverein für die Provinz Brandenburg, dem die Stadtgemeinde Berlin als Mitglied beigetreten ist, um sich vor weiteren Entschädigungsprozessen der Fischer zu sichern. Aus dem Grunde ist auch die Deputation für die städtischen Kanalisationswerke und Riefelfelder mit dem hiesigen Verein für Aquarien- und Terrarienfunde" Triton" in Verbindung getreten und ebenso mit dem Lehrer Haberland zu Friedrichshagen, um Nachrichten über Fischsterben im Müggelsee 311 erhalten. Direktor Adams von der Kanalisations Verwaltung hat übrigens schon Einrichtungen getroffen, durch welche eine ständige Be obachtung der Spree und deren Seitenarme in Bezug auf das Fischsterben nach vorangegangenem Gewitter gewährleistet wird. Danach werden insbesondere tote Fische nach dem Gewitter und nachdem eine Oeffnung der Notauslässe der Kanalisation stattgefunden hat, aufgefangen und untersucht. Die Betriebs- Inspektoren der Bumpstationen haben ferner Bericht zu erstatten, auch wenn bei Gewittern 5. Winke für Reisen ins bayrische Hochland( illustriert), ein Fischsterben nicht beobachtet worden ist, wie 6. Plan für die Dampfschiffahrten auf dem Starnberger lange die Notauslässe geöffnet gewesen sind 2c.; alle Notauslässe können natürlich nicht genan kontrolliert werden, da nur fünf von ihnen durch Schieber geöffnet werden, Der dauernde Wert der sub 1-3 aufgeführten Druckschriften während die übrigen selbstthätig( durch Ueberlaufen) in Thätigkeit socialwissenschaftlichen Inhalts ist notorisch und sie können daher mit gutem Gewissen beiseite gelegt werden. Die Werke sub 5 und 6 veranschaulichen das Hochgebirge mit all seinen Naturreizen als da sind: Sennhütten, Gletscher, halsbrecherische Bergkragelei und dralle bayerische Dirndlu. Sie wecken also mit' teuflischem Staffinement die Begehrlichkeit und doher steht ihre parteipolitische Bedeutung eben falls unbesehens außer Frage. 2. Protokoll über die Verhandlungen des bayrischen Parteitags, 3. Anträge zum Münchener Parteitag, 4. Festschrift zum Münchener Parteitag( illustriert), See( illustriert). Die Schuyleute mußten mun, die einen mehr die andren auf wenige Tage, ihre ganze freie Zeit dem Dienste opfern, diefelben waren auch verhindert, ihre Wahlzeiten daheim einzunehmen, treten. fie waren auf das Wirtshaus angewiesen. Für diesen außer städtischen Bau- Inspektion VII sein, in deren Gebiet der obere Von großer Wichtigkeit werden die Beobachtungen der ordentlichen Aufwand an Zeit und Geld sollen die Leute durch die Gratifikation entschädigt werden. Der Fall ist übrigens fein Novum, Spreelauf belegen ist; denn es sind auch tote Fische vielfach sondern hat verschiedene Vorgänge. So wurde z. B. den Schutzin der Spree bemerkt worden, bevor diese das Leuten für außerordentliche Dienstleistungen beim Theaterbrand im Weichbild der Stadt erreicht hat und bevor sich Januar d. J. ebenfalls eine solche Gratifitation gewährt. der Einfluß der Notauslässe bat geltend machen können. Es läßt diese Erscheinung darauf schließen, daß auch Diese Gratifitation hindert nicht, daß diejenigen Schutzlente, welche sich Dienstverfehlungen durch rigoroses Vorgehen haben zu durch den bloßen Gewitterregen, Gewitterregen, vermutlich infolge des Schulden kommen lassen, disciplinarlsch bestraft werden, sofern nicht den Münchener Parteigenossen herausgegebenen Festschrift ein- Spreebettes, Gar nicht hoch genug kann dagegen der aktuelle Wert der von durch ihn veranlaßten Aufrührens des schlammigen der Sauerstoffgehalt des. Wassers der der Fall so schwer ist, daß strafrechtlich einzuschreiten ist. Dies geschätzt werden. Sie wird auf der Reise eine wahre Fundgrube maßen vermindert wird, daß die Fische sterben beziehungsist als Voraussetzung bei Bewilligung der bei Bewilligung der alles möglichen Wissens bilden. Sie unterrichtet die Delegierten weife matt werden. Die bisherigen Untersuchungen toter Fische Summe ausdrücklich ausgesprochen und zugejag nicht allein über die lokale Parteigeschichte, sondern giebt auch all- hatten freilich wenig Wert, bei den meisten der Tiere war der Ver Mein Standpunkt ist mun der: so gut wie ich von jedem Inter- gemein über tommunale Einrichtungen, Topographie, Gesundheits- wesungsprozeß schon so weit vorgeschritten, daß sich ein sicheres nehmer verlange, daß er seine Leute für außerordentliche Leistungen verhältnisse, Bevölkerung, Lokalgeschichte, Kunst und Wissenschaft, daher künftig ein beschleunigteres Verfahren beobachtet und die von Urteil über die Todesursache 2c. kaum noch gewinnen ließ. Es foll auch extra entschädigt, und ihn von dieser Pflicht gegenüber der Bauten und viele andre Dinge sichere Auskunft. Gesamtheit dieser Leute auch dann nicht entbinden kann, wenn ein dem Assistenten des Tierphysiologischen Instituts der landwirtschaftAngenehm ist es schon, gleich auf Seite 1 der Festschrift zu lichen Hochschule, Dr. Knauthe, gemachten Vorschläge, die wir Teil der Leute sich Pflichtverletzungen zu Schulden kommen läßt, erfahren, daß dank der Alpennähe sich die Nächte in München gut, fürzlich bereits mitteilten, dabei berücksichtigt werden. ihm vielmehr überlassen muß, diese einzelnen zur Rechenschaft zu ziehen, so durfte ich auch hier diesen Lenten die Extravergütung nicht oft empfindlich abkühlen und daß daher für Fremde Vorsicht geboten Die Abonnenten unsres Blattes, welche bisher den„ Vorwärts" bersagen, weil ein Teil unter ihnen pflichtvergessen war." ist, daß aber die Schroffheit des Temperaturwechsels gewissermaßen Es ist nicht zu bezweifeln, daß Genofie Kloß geglaubt hat, kompensiert wird durch den erfreulichen Umstand, daß Mücken und von dem Spediteur Langer Nachf., Frankfurter Allee 16, bezogen haben, ersuchen wir, ihre Adressen dem Parteispediteur für forrekt zu handeln. Das läßt sich um so gewisser annehmen, wenn Schwaben in der Stadt unbekannt sind. man bedenkt, daß die städtische Verwaltung in Stuttgart mehr auf Somit kann der Neisende Salmiakgeist und Insektenpulver getrost Lichtenberg, Oswald Grauer, Frankfurter Alle 197, der Seite der Streifenden als auf der der Straßenbahnverwaltung zu Hause lassen, doch wird er in Rücksicht auf seine Gesundheit dem einzusenden, der die fernere Zustellung des Vorwärts" beforgen gestanden hat. So hat sie bekanntlich die Straßenbahn in städtische Biergenuß nur in der Zeit zwischen Sonnenaufgang und SonnenRegie übernehmen wollen, ist aber mit ihrem Klageantrage vom untergang nachhängen, am fühlen Abend hingegen sich lieber durch Vorwärts" aus unsrer Expedition nicht abgeholt, auch hat er, wie Der Spediteur Langer Nachf. hat für die zivei letzten Tage den Gericht abgewiesen worden. Das Stadtpolizeiamt hat auch au besonders verkehrsreichen Tagen die gänzliche Einstellung Grog schüßen. des Betriebes mit dem ungeschulten Rausreißerpersonal an Das erste, was einem beim Betreten einer fremden Stadt nöttbut uns mitgeteilt wird, seine Wohnung geräumt.ote geordnet. Es ist zudem der Direktion von der Stadtverwaltung ist, daß man sich über den Charakter der Bevölkerung unterrichtet, offen zu erkennen gegeben worden, daß fie im Unrecht ist. Nichts um zu wissen, wie man sich bei Stollisionen zu verhalten hat. Daher destoweniger halten wir die Abstimmung des Genossen Sloß für ist es gut, daß wir über den Münchener Boltscharakter wie folgt in einen Fehler. Die Einmischung der Polizei in die Arbeitskämpfe formiert werden: fchlägt immer zu Gunsten des Unternehmertums aus und auch in Stuttgart ist es so gewesen. Die Sympathien der städtischen Behörden haben nicht verhindert, daß die Polizei thatsächlich, wie unser Stuttgarter Parteiblatt erst dieser Tage in einem Artikel nochmals feststelte, mit der blanken Waffe auf Männer und Frauen losging und viele verwundete und die Schuld an den Straßenaufläufen wird überdies in dem Blatte ausdrücklich in erster Linie der Polizei zu geschoben. Das durch Extrabezahlung zu honorieren, noch dazu in einer solchen Form einer allgemeinen Gratifikation, das verträgt sich eben nicht mit unsern Anschauungen und nicht mit den Interessen Der Arbeiterklasse. Wenn Genosse Kloß jetzt zudem das Verhalten der Gerichte in den Prozessen gegen angebliche Beleidiger der Streitbrecher und das Verhalten der Polizisten als Zeugen in diesen Prozessen sieht, so wird er wohl selbst schon zu der Ueberzeugung gekommen fein, daß die Thätigkeit der Polizei in einem Arbeitstampfe mit ihrer Thätigkeit bei Löschung eines Brandes nicht zu vergleichen ist und daß er für diese Gratififation nicht hätte stimmen dürfen. Und von der Bestrafung der Ausschreitungen, die von Polizeibeamten begangen wurden, möchten wir erst noch hören. Die Münchener gehören zum bajuwarischen oder bayrischöstreichischen Stanım und sprechen die scharf ausgeprägte altbayrische Mundart. Der ausgleichende Zug unsrer Zeit hat die Ursprünglichkeit des Wesens der Bevölkerung nicht zu verwischen vermocht. Der Altbayer ist von einfacher, gerader, fräftiger Art, allem Gefünftelten abhold. Das phlegmatische und das sanguinische Temperament mengen sich in ihm in eigen tümlicher Weise. Er läßt sich im allgemeinen nicht so leicht aus feinem Gleichmut bringen, entwickelt teine hervorragende Unternehmungsluft, mengt sich wenig in andrer Sachen, mag sich aber auch nicht gern in seine eignen dreinreden lassen; in Erregung gebracht, neigt er aber zu Troz Gewaltsamteit. wird. " Die Expedition. hat fürzlich an der Hand der im Statistischen Jahrbuch der Stadt Fatale Zahlen. Man schreibt uns: Die Freifinnige 3tg." Berlin für das Jahr 1899 veröffentlichten Steuerstatistik wieder einmal nachgewiesen, daß der theoretische Teil unsres Erfurter Programms unhaltbar geworden sei. Heute sind wir in der Lage, aus derselben Quelle, dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Berlin, einige Zahlen anführen zu können, die dem freifinnigen Kritiker unsres Programms vielleicht nicht ganz unabsichtlich entgangen find, weil sie ganz das Gegenteil dessen beweisen, was er zu behaupten für gut befand. Die Benutzung des städtischen Obdachs stieg in der Zeit des großen wirtschaftlichen Aufschwunges 1895-99 wie folgt: 294 672 Berfonen, 292 714 1895 1896 1897 1898 1899 308 504 319 960 351 778 " " Die tägliche Belegungszahl des Obdachs betrug 1899/1900 lebig wo genusfreudig; er zeigt mehr zulage für Ge- 1018 Berſonen gegen 639 and Vorjahre. fühlseindrücke, als für für verstandesmäßiges Grübeln und Noch trasser für die Zunahme des Massenelends sprechen die hat bor allem einen offenen Sinn für die Schönheiten entsprechenden Zahlen des sylvereins für Obdachlose. Dessen Anstalt der Natur und der Kunst. Im Umgang herrscht ein ge- weist folgende Besuchsziffern auf: wisser demokratischer, ungebundener Bug; die gesellschaftlichen Unterschiede spielen teine große Rolle, und bei Krug und Vergnügen verkehren die Stände und Klassen friedlich miteinander, ohne daß sich der eine um Beruf und Vermögen des andren viel fümmert, Ueberhebung oder Unterwürfigkeit zu Tage tritt. Die Menschen sind zumeist fräftig gebaut, die Männer oft hochgewachsen; das schöne Geschlecht führt seinen Namen viel fach mit Recht. Frauen Männer 1895 1896 12 015 10 148 113 078 109 578 1897 28 154 247 446 0 1898 1899 36 007 37 684 232 555 237 027 Einer Beleidigung des Reichskanzlers soll sich unser Königsberger Parteiblatt schuldig gemacht haben in einer Notiz, die sich mit der Ernennung des Herrn Mumin v. Schwarzenstein zum Gesandten in China beschäftigte. Die betreffende Nummer des Danach hat sich also die Benutzung dieses Asyls in den fünf Blattes ist deshalb beschlagnahmit worden. Es wurde in der Notiz Jahren höchster wirtschaftlicher Prosperität bei den Frauen ver in bedingter Form von" Jämmerlichkeit und Berfahrenheit der gegen Wer das Volksleben eingehender studieren will, wird mit dreifacht, bei den Männern verdoppelt. Diese Zahlen wärtigen Regiererei" geredet, von Leichtfertigkeit bei der Besetzung Interesse aus der Festschrift davon Kenntnis nehmen, daß in München werden natürlich die Freisinnsmannen nicht hindern, auch in der eines der wichtigsten Beamtenposten" und von größten Dummheiten". jährlich 3 Millionen Hektoliter Bier gebraut werden, sowie daß es Zukunft zu behaupten, daß wir in der besten aller Welten leben und Abgesehen davon, daß es eine hochgesteigerte Empfindsamkeit des Herrn etwa 100 Bank- und Wechselgeschäfte und vier gemeindliche Leih- daß der theoretische Teil des Erfurter Programms gänzlich ver Reichskanzlers bedeuten würde, wegen solcher Ausdrücke die Gerichte zu anstalten in der Stadt giebt, die für jede Mark Darlehn 1 Pfennig altet sei. Hilfe zu rufen, mutet auch das eingeschlagene Verfahren sehr seltsam an. Die Fleischuot und die Vororte. Die liberale Fraktion der Zinsen nehmen. Vorläufige Beschlagnahme im Sinne des Preßgesetzes ist wegen BeErinnert diese Mitteilung schon anheimelnd an die Jägerstraße, Iung hat nachstehenden Antrag eingebracht: In Anbetracht der Charlottenburger Stadtverordneten Versamm= leidigung aus§ 185 flg. nicht zulässig. Es kann sich also nur um eine Beschlagnahme im Sinne des§ 94 der St.-B.-O. handeln so werden auch einige andre Daten aus der Festschrift bewirken, daß durch die Grenzsperre entstandenen außerordentlichen Fleischteuerung, als Beweismittel oder zur Sicherung der möglichen Einziehung. der Berliner seine heimische Glückseligkeit nicht vergesse. Auf Seite 15 welche eine bedenkliche Unterernährung unsrer minderbemittelten Dazu muß aber erst ein Strafverfahren eingeleitet sein und zu dessen steht zu lesen, daß eine wohlorganisierte und rücksichtslose Boden- Mitbürger zur Folge hat, ersucht die Stadtverordneten- Versammlung Einleitung bedarf es im vorliegenden Falle eines Antrages des spekulation Bodenpreise und Mietszinse an der Jfar unerhört den Magiftrat, in Gemeinschaft mit ihr bei den zuständigen ReichsReichstanzlers. Nun erschien aber die angeblich beleidigende Notiz in die Höhe getrieben hat, daß das kommunale Wahlrecht an und Landesbehörden vorstellig zu werden, um die schleunige Beseitierst in der Nr. 209 des Blattes vom 8. September und schon in der schwer erfüllbare Bedingungen geknüpft ist und auf den Kopf der gung der Einfuhrverbote zu erwirken." Nr. 211 vom 10. September meldet es die Beschlagnahme. Wenn Bevölkerung 370 Mart fommunale Schulden kommen. Aus Spandau wird in Bezug auf die Fleischnot mitgeteilt, daß der Verbrauch von Schweinefleisch troß einer Zunahme der Beberg dem Reichskanzler den Artikel mitteilen mußte, man bedenkt, daß zuerst die Staatsanwaltschaft zu Königs Vieles im Gemeindewesen wird dem im Kampfe gegen die völkerung seit 1900 ständig zurückgegangen ist. In den ersten acht darauf der Reichskanzler dem Staatsanwalt den Strafantrag über- preußische Reaktion aufgewachsenen Berliner allerdings auch Monaten jenes Jahres wurden auf dem städtischen Schlachthof mitteln, der Staatsanwalt das Verfahren eröffnen und dann die seltsam anmuten. Wo wäre es hier erhört, daß wie in München, 13 065 Schweine, in derselben Zeit des folgenden Jahres 12 854 und Polizei mit der Beschlagnahme beauftragen mußte, worauf diese erst ein Socialdemokrat im Magistrat sigt, daß einem Social- l vom 1. Januar bis zuni 31. August 1902 nur noch 11 652 Schweine F Teiter entzogen. Mitgeschlachtet. Der Minderverbrauch beläuft sich in diesem Jahre Einem Barbier in der Kochstraße erzählte er, daß er mit noch vier anderen als Wahlvorstand die Wahlhandlung leitet". Es beständen keine gegenüber dem gleichen Zeitraum vor zwei Jahren also auf Geistestranten am Freitag voriger Woche aus der Anstalt entkommen zwingenden Vorschriften, daß der einzelne Wahlaft in Gegenwart 1413 Schweine. Die Zahl der Schlachtungen andrer Biebsorten fei. Brade ist noch nicht wieder ergriffen. Am Dienstag entsprang von Bertretern der Arbeiter und Arbeitgeber stattfinden müsse, hat sich ungefähr auf gleicher Höhe gehalten. Die Ver- aus derselben Anstalt der 64 Jahre alte Arbeiter Friedrich Grünwiewohl die Praxis regelmäßig so verfahren werde. Nun hätten ringerung des Verbrauchs von Schweinefleisch ist ausschließlich darauf wald. Diesen alten Mann fand man Mittwoch früh auf Berliner hier an allen Wahlhandlungen Mitglieder des Ausschusses zurückzuführen, daß die zahlreiche Arbeiter bevölkerung Gebiet an der Grenze von Lichtenberg an der Landsberger Chaussee mitgewirkt. Dadurch sei dem Geseze genügt, und es Spandaus ihren Fleischbedarf infolge der Tenerung ein- als Leiche an einem Trägermast der Straßenbahn hängen. Er hat wäre deshalb für die Frage der Gültigkeit der Wahlent geschränkt hat. Dagegen ist das erheblich billigere Pferde sich wahrscheinlich selbst erhängt. Wie diese Entweichungen möglich unerheblich, daß die Klasse der Arbeitgeber sich bei fleisch begehrter als je zuvor. Vor zwei Jahren wurden waren, tönnen wir nicht sagen, die Anstalt verweigert darüber die der Leitung der einzelnen Wahlakte nicht beteiligt habe. in acht Monaten 73 Pferde, in diesem Jahre im gleichen Zeitraum Auskunft. Anders tönnte die Beurteilung ausfallen, wenn die als 130 Pferde geschlachtet und von den am Ort bestehenden Roßschlächtereien verkauft. Aus Woldenberg, Kreis Friedeberg Nm, Friedrich Liebenow aus der Wassertborstr. 63 in den Tod ge Nahrungsforgen haben den 57 Jahre alten Silberpolierer Arbeitgeber dem Wahlausschusse angehörenden Mitglieder die Wahl hierzu abgelehnt hätten. Das treffe ja aber nicht wird gemeldet, daß in dortiger Gegend zahlreiche Fleischer ihre Getrieben. Der Mann arbeitete für größere Geschäfte, hatte aber schon gut. Sie feien vielmehr nach Annahme der Wahl fchäfte eingestellt haben wegen der hohen Bichpreise und dem Mangel feit einem halben Jahre nur noch wenig zu thun und war daher glieder des Wahlvorstandes geblieben und hätten sich nur, offenDie socialdemokratische Fraktion der Gemeindevertretung in um seine Zukunft besorgt. Heute morgen um 6 Uhr fand man bar widerrechtlich, der Ausübung der Funktionen als WahlUnd daß infolge ihres Wegbleibens bei den Lichtenberg hat folgenden Antrag eingebracht: Die Gemeinde- ihn in seinem Schlafzimmer tot auf; auf einem Stuhle sigend Wahlen selbst sich Unregelmäßigkeiten ereignet hätten, durch die auf vertretung beschließt, den Gemeindevorstand zu ersuchen, bei den hatte er sich mit seinem Taschentuch an einem Wandhaken erhängt. den Wahlausfall entscheidend eingewirkt worden wäre, sei weder beReichs und Staatsbehörden wegen Beseitigung des Vieh- und Die Waldverwüftung. Die Immediateingabe um Erhaltung hauptet noch dargethan. Fleischeinfuhr Verbotes vorstellig zu werden. Der Antrag fei ge- der Schönholzer Heide ist ohne Erfolg geblieben. Der Wald ist boten durch die Thatsache, daß die Einwohner der Gemeinde Lichten- für 3/2 Millionen Mark jetzt an die Firma Berg u. Co. verkauft Kreisblatt" bringt die folgende, anscheinend auf amtlichen Einfluß Getäuschte Hoffnungen in Wilmersdorf? Das„ Teltower berg bei den unerschwinglichen Fleischpreisen in ihrer Lebenshaltung worden. Gegen den Bebauungsplan hat die Gemeinde Schönhola beruhende Meldung: Durch die Zeitungen geht die Nachricht, daß schwer geschädigt werden; ferner dadurch, daß die erhöhten Fleisch Einspruch erhoben; augenblicklich liegt die Angelegenheit beim Bezirks- beruhende Melding: Durch die Zeitungen geht die Nachricht, daß preise zu einer Einschränkung des Konsums führten. Auch das Ge- ausschuß. Leider ist, wie wir schon mehrfach auseinandersetzten, auch wilmersdorf zum 1. April nächsten Jahres zu gewärtigen sei. die Verleihung des Stadtrechts an die Gemeinde Deutschmeindebudget werde schwer bedroht durch die schon eingetretene davon ein Erfolg nicht zu erhoffen. Thatsache, daß die vielen im Viehhandel und der Fleischerei be Das ist nicht der Fall. Der Herr Minister des Junern hat vielfchäftigten Einwohner Lichtenbergs arbeitslos würden und bei dem Feuerbericht. Donnerstagnachmittag 5 Uhr wurde die Wehr mehr jüngst bestimmt, daß dem ernenten Antrag der Gemeinde nicht mehr bestrittenen Niedergange des Erwerbslebens auch ander- nach Moltenmarkt 11 gerufen. Hier war auf noch nicht ermittelte Deutsch- Wilmersdorf auf Verleihung städtischer Verfassung auch jetzt weitig nicht Arbeit finden könnten. Weise in den Bodenkammern des Quergebäudes Feuer ausgekommen, noch feine Folge gegeben werde. das bei Ankunft der Wehr auch bereits auf den Dachstuhl überAn die Eltern solcher Kinder, welche das Gewerbe des gesprungen war. Es war allerdings keine Rede davon, daß der Gemeinde be Bilderrahmenmachens erlernen sollen, wendet sich die Schlauchleitungen Die Wehr ging daher sofort mit mehreren stimmt zum 1. April das Stadtrecht verliehen werden solle, doch Werkstatt- Kontrollkommission des Holzarbeiter- Verbandes mit der Gefahr. vor und beseitigte nach einer Stunde die gab der Gemeindevorsteher noch in der legten öffentlichen Sitzung Der größte Teil des Dachstuhls wurde indes ein- der Gemeindevertretung der Hoffnung Ausdruck, daß es im Mahnung, bei der Unterbringung der Stnaben vorsichtig zu fein. geäichert. Die Aufräumungsarbeiten beschäftigten die Wehr kommenden Semester" mit der Stadtwerdung ernst werde. Recht Eine ganze Anzahl von Unternehmungen, welche sich Goldleiften- noch bis 7 Uhr. Auch in der Potsdamerstr. 60 hatte die wunderlich ist die Mitteilung des amtlichen Blattes, der Minister und Rahmenfabrik oder gar Atelier für Bildereinrahmung nennen, Wehr längere Zeit zu thun, weil hier ebenfalls ein Dachstuhl- babe bestimmt, daß dem„ ernenten" Antrag der Gemeinde auch jetzt betreiben die Lehrlingszüchterei im großen. In einer solchen Fabrit brand ausgekommen war. In der Hauptsache wurden Gerümpel und noch keine Folge gegeben werde. Die Körperschaft, die am ehesten find mehrere Hauptberufe vertreten, wie Tischler, Vergolder und ein Teil der Dachkonstruktion ein Raub der Flammen. Mittwoch über eine solche Bestimmung" unterrichtet sein müßte, der GeGlafer, und jeder Beruf erfordert eine gründliche Vorbildung, die in nachmittag hatten in der Münzstr. 11 Gardinen, Kleidungsstücke 2c. meindevorstand, hat feinerlei amtliche Nachricht in der Stadtdiesem Zusammenhang nie erteilt werden fann. Bumeist in einer Wohnung Fener gefangen, das jedoch in furzer Zeit be- werdungsangelegenheit erhalten, trotzdem seit Absendung des Anist der Lehrling in diesen Fabriken denn auch nichts als ein billiges feitigt werden konnte. Außerdem hatte die Wehr in der Zwischen- trages viele Monate verflossen find. Wahrscheinlich wird nächste Ausbeutungsobjekt, die Ausbildung ist Nebensache. Die Kommission zeit noch Allarmierungen von der Steinmetzstraße 34 und von der ersucht die in Betracht kommenden Eltern dringend, sich, bevor sie Großen Frankfurterstraße 58 zu verzeichnen, die indes beide auf unihre Kinder in die Lehre geben, bei dem Obmann der im Deutschen bedeutende Anlässe zurückzuführen waren. Holzarbeiter- Verband organisierten Bilderrahmenmacher, Herrn Friz Einen schrecklichen Unglücksfall berichten die Wilmersdorfer Damast, Liegnigerstraße 7-8, I., Auskunft zu holen, die gern Nachr." In der Joachim Friedrichstraße, Ecke der Ningbahnstraße erteilt wird. Vom 1. Oktober ab wohnt Herr Damaft Forster in Halensee, befindet sich ein Neubau, von welchem das Gerüst ab ftraße 44. Die Delegiertenversammlung der Charlottenburger Orts- genommen wurde. Ein Arbeiter band einen Balken unten los in Dies war aber nicht Der Großen Berliner und der Berlin Charlottenburger kaffe, in der die Beschwerden gegen den Vorstand zur Erledigung dem Glauben, er wäre oben noch befestigt. Straßenbahn war seiner Zeit aufgegeben worden, die zur Beseitigung kommen sollen, ist nunmehr nach dem Volkshause, Rofinenstr. 3, auf der Fall. Der Valken fiel auf das Schutzdach und von dort aus auf des Accumulatorenbetriebes einzurichtende direkte Stromzuführung Dienstag, den 23. September, einberufen worden. die Straße. In demselben Augenblick gingen zwei Gasarbeiter von in der Friedrich Wilhelmstraße und am Großen Aus Groß- Lichterfelde berichtet man uns: Endlich hat sich der eine retter erbe von bem Balten getroffen, boß der Schädel Bau, vornehmlich aber der Betrieb elektrischer Unterleitungsstrecken richtung eines Gewerbegerichts am Orte zu nehmen. Die Berunglückte ist in Charlottenburg wohnhaft. Die Leiche wurde nach Wenn schon der die hiesige Gemeindevertretung dazu bequemt, Stellung zur Er- auseinandergespalten wurde und er auf der Stelle verstarb. Der mit ganz erheblichen Schwierigkeiten zu fämpfen hat, so war in jüngster Beit stattgefundene öffentliche Arbeiter dem Wilmersdorfer Zeichenhause transportiert. dies besonders am Großen Stern zu befürchten, wo noch da- versammlung, die durch eine geharnischte Resolution Beschwerde: zu schwierige Geleistreuzungen und Weichen überschritten werden müssen. Nun hat die Gesellschaft die Erlaubnis erhalten, daß auch die Friedrich Wilhelmstraße und der Platz am Großen Stern mit oberirdischer Stromzuführung zu verschen sind. Um den ästhetischen Rücksichten am Großen Stern" im weitesten Umfang Rechnung zutragen, sollen die jetzt den Platz durchquerenden Geleise um ihn herumgeführt, zu seiner architektonischen Ausgestaltung noch befondere, auf Kosten der Gesellschaft auszuführende Anlagen geschaffen werden. Stern" in unterirdische Kanäle anzulegen. Für Postabonnenten. Die Postbehörde ersucht uns, folgendes bekannt zu geben:„ Die Einziehung der Zeitungsgelder von den bis herigen Bostabonnenten erfolgt gegen Quittung durch die Briefträger, die zur vollgültigen Quittungsleistung berechtigt find. Neu hinzu tretende Postabonnenten können die Zustellung der Zeitung und die Einziehung des Beitungsgeldes auch schriftlich bei der zuständigen Bostanstalt beantragen. Für derartige Bestellschreiben zc. wird eine Gebühr nicht erhoben." Die Dieufträume der vom tal. Bau- Inspektor Baurat Kirstein berwalteten VH. Polizei- Bauinspektion werden am 19. September dieses Jahres nach der Chausseestraße Nr. 80 II. verlegt. Aus den Nachbarorten. führung beim Minister in Aussicht stellte, hat wohl den Rathausleuten etwas flinkere Beine gemacht. In der letzten Gemeindevertreter- Sitzung wurde der Statutens entwurf für das zu errichtende Gewerbegericht verlesen. Von einer Beratung über dasselbe kann mit Fug und Recht nicht gesprochen werden. " Woche von der Gemeindevertretung ein Antrag auf Beschleunigung der Sache angenommen werden. Gerichts- Beitung. Dech and verschuldet haben, welcher gestern unter der Anklage der Ein schwered Ban- Unglück sollte der Maurerpolier Wilhelm fahrlässigen Tötung und Störperverletzung vor der zweiten Ferienangehöriger wichtigen Institution machte einen betrübenden Eindruck. IIee der Aufbau, der über dem Hauptgefims vor der Vorderfront Die Intereffelosigkeit an dieser für einen großen Teil Gemeinde Straffammer des Landgerichte I stand. Am 24. März d. J. stürzte auf einem Neubau in der Straße 11 an der Schönhauser Nur hier und da hörte man nach einem der heruntergeschnarrten lee der Aufbau, der über dem Hauptgefims vor der Vorderfront Paragraphen eine Anfrage von nebensächlicher Bedeutung fallen. angebracht war, herab. Die schwere Masse fiel auf das davor er Organisierte Arbeiter hat man, wie dies in Steglik geschehen ist, richtete Stangengerüft, auf dem verschiedene Arbeiter beschäftigt waren. Von diesen wurde der Butzer Bicke sofort erschlagen, vier waren. Von diesen wurde der Buzzer Bicke sofort erschlagen, vier bei Abfaffung des Statutenentwurfs nicht zugezogen. Das Gewerbe- audre Arbeiter tamen mit mehr oder minder schweren Verletzungen gericht foll am 1. Januar 1908 in Straft treten. Vorgesehen sind davon. Der Einsturz erfolgte unmittelbar nachdem mehrere Stuccateure 24 Beisiger. Weiter wurde der Anbau des IV. Pavillons auf dem Grundstück das Gefims mit einer 1/2 Centner schweren Base belastet hatten. Nach dem vorstandes: Einführung des fünften Nachtrags zum Rormal Etat an gemutete Last tragen zu können. Der Angeklagte bestritt dies und der Voltsschule IV beschlossen. Der Antrag des Gemeinde Gutachten der Sachverständigen war das Unglück darauf zurückzuführen, daß das Gesims nicht genügend verankert gewesen, um die ihm zu den höheren Lehranstalten mit der Wirkung vom 1. Oktober Grün und gelb. Das Brandenburger Thor wird zur Beit arg ab, hatte eine Anzahl Lehrer in den Sigingsjaal gelodt. Gemeinde- lam es deshalb lediglich auf die Gutachten der Sachverständigen an. malträtiert. Seit acht Tagen haben Arbeiter vergeblich versucht, die vorsteher Schulz begründete den Antrag des Gemeindevorstandes, wo erhob der Berteidiger, Rechtsanwalt Morris, hiergegen Einspruch mit Als der erste derselben, Baurat Höhne, vernommen werden sollte, Goldbronze wieder abzureiben, womit das Thor zum Empfang des nach die Gehaltserhöhung der Oberlehrer nicht rückwirkend vom der Begründung, daß Baurat Söhne furz vor dem Unglück den italienischen Königs verunziert worden war. Da die Arbeit nicht 1. April d. J. an, sondern erst vom Oktober an in Kraft treten foll. Nohbau abgenommen habe und den Fehler, wenn ein solcher vorgelingen wollte, hat man jetzt äßende Säuren zu Hilfe genommen. In früheren Fällen war es dem Gemeindevorstand gelungen, Aber auch damit kommt man nicht vorwärts, vielmehr wird noch am Etat der höheren Schulen auf Kosten der Oberlehrer Er liege, ebenso gut hätte sehen müssen, wie der weniger intelligente mehr Schaden angerichtet. Was bisher goldig ausiah, sieht jest sparungen" zu erzielen. G.-V. willen weber, dem gute, durch- Angeflagte. Liege daher eine Fahrlässigkeit vor, so sei sie beiden zugrün und gelb aus. Und es scheint beinahe so, als ob es dabei schlagende Gründe zur Verfügung standen, führte die Sache der auschreiben. Der Gerichtshof gab dem Antrage auf Vertagung statt bleiben sollte. Oberlehrer. Freilich, wenn es sich um die Volksschule handelt, und beschloß, zum nächsten Termine noch einen Sachverständigen zu dann schweigt auch er so gut wie die andern. Die Abstimmung erladen, der zu der vorgesetzten Behörde des Baurats Höhne gehöre, gab mit 8 gegen 7 Stimmen die Annahme des Antrages des Ges Wegen Lehrerbeleidigung soll die 64 Jahre alte Witive meindevorstandes. G.-V. Lehmgrübner beanstandete nachträglich Sühring in Lichtenberg 30 M. Geldstrafe bezahlen oder sechs Der Hotel- und Eisenbahndieb Sochaczewer, über deffen die Abstimmung, da von 19 Gemeindevertretern bei einer Stimm Tage Gefängnis abmachen. Frau Sühring hat in einer Boltsversammlung die Behandlung ihres Enkelkindes durch den Berhaftung wir berichteten, beschäftigt jegt die Striminalbehörden der enthaltung nur 15 sich an der Abstimmung beteiligt hätten. Die abermalige und namentliche Abstimmung über den Antrag, Selassenlehrer Ehrke geschildert und dabei mitgeteilt, daß die häßverschiedensten Städte Deutschlands, namentlich Preußens und Bayerns. die Gehaliserhöhung mit rückwirkender Straft vom 1. April ab lichsten Tiernamen gewohnheitsgemäß den Kindern gegenüber ges Ueberall hin weisen die Pfandscheine über versetzte Wertsachen, die man bei dem Diebe gefunden hat. Wenn sein Geschäft in Sotels eintreten zu lassen, ergab nenn gegen neun Stimmen. Da der Vor- braucht würden. Obwohl die behauptete Thatsache auf ihren Wert und Eisenbahnwagen einmal nicht gehen wollte, so begnügte sich der sigende bei Stimmengleichheit den Ausschlag giebt und für den gar nicht geprüft wurde, fand der Amtsanwalt eine Beleidigung der Kohlenreisende" auch mit Paletotdiebstählen. Deren hat er 1. a. Antrag gestimmt hatte, war der Angelegenheit eine für die Ober- Lehrer im allgemeinen und des Klassenlehrers im besonderen vorauch hier in größeren Gastwirtschaften der Friedrichstraße im letzten ist, daß Groß- Lichterfelde eine weitere Blamage erspart geblieben ist, geteilt. In der Berufungsinstanz wird nun der Wahrheitsbeweis zu lehrer günstige Wendung gegeben worden. So erfreulich es auch liegend und beantragte 80 M. Geldstrafe. Erkannt wurde, wie mitWinter eine ganze Anzahl ausgeführt. Gepreflte Mädchen, denen er die Uhr oder Geld abschwindelte, haben sich viele gemeldet. Was muß doch konstatiert werden, daß dies leider nur durch eine führen sein. unzulässige Handhabung der Geschäftsordnung möglich war. die Hoteldiebstähle betrifft, so räumt der Verhaftete nach wie vor Die namentliche Abstimmung begann beim Vorsitzenden und richtet: Vor dem Central- Kriminalgerichtshofe wurde vorgestern Der Krönungsprinz vor Gericht. Aus London wird be= nur einen einzigen ein. Daher sind umfangreiche Ermittelungen not- endete damit, daß für und gegen den Antrag die gleiche Anzahl gegen Prinz Franz Joseph von Braganza und drei Mits wendig. Stimmen abgegeben wurden. Dann stimmte der Borfizende noch angeklagte im Alter von 15, 17 und 24 Jahren verhandelt. Der einmal und gab damit der Sache die entscheidende Wendung. Ein Sachverhalt stellte sich nach der Verhandlung wie folgt herans: solches Verfahren ist un statthaft, wenn nicht ausdrücklich in der Bring Franz Joseph von Braganza, 23 Jahre alt und öftreichischer Geschäftsordnung bestimmt ist, daß dem Vorsitzenden zwei Offizier, war zu den Krönungsfeierlichkeiten nach London geBrennstoffe im Bereich von Kindern zu lassen, ist schon oft Stimmen zustehen, was nicht der Fall ist und auch sehr bedenklich kommen, der älteste Mitangeklagte, ein Kommis, mietete in verhängnisvoll geworden. Dennoch kommt es alle Tage wieder vor wäre. der Dute Street givei Zimmer, über deren Verwendung er fich und immer von neuem richtet dieser Mangel an Vorsicht Unheil an. und Sherman zu ihm. Der HausAuf dem Grundstück Wienerstraße Nr. 28 besorgt die Tischlerfrau Ordnungsmänner in Rigdorf hatte bekanntlich die Wahl der Arbeit- Arbeiter Rudolph die Hausreinigung. Während sie am Dienstagmorgen nehmerbeisiger zum Gewerbegericht deshalb hervorgerufen, weil sie wirt will die jungen Leute von Anfang an in Verdacht gehabt haben, dieser Arbeit nachging, waren ihre vier Kinder im Alter von acht an einem Sonntag stattfand. Die Mitglieder des Wahlausschusses und er beobachtete fie deshalb. Am 24. Juni legte er sich mit einem bis zwei Jahren allein in der Wohnung. Nun wollte eines der aus dem Kreise der Arbeitgeber scheuten sogar vor einem Streit andern Hausbewohner auf die Lauer und sie sahen, wie die beiden Kinder den andren einmal zeigen, wie man Feuer mache, und ergriff nicht zurück; fie nahmen an der Leitung der Wahlen nicht Knaben mit einem elegant gekleideten Herrn( es war der Prinz) Sie wollen sodann den eine Spiritusflasche. Diese fiel ihm aus der Hand, so daß sich der teil. Der Vorstand des Rigdorfer Innungsausschusses legte gegen Mitternacht nach Hause tamen. Inhalt über den Fußboden ergoß. Als er dann mit einem Streich- mum Beschwerde beim Bezirksansschuß in Potsdam ein Prinzen und die beiden Knaben durch das Schlüsselloch und hölzchen den Spiritus anstedte, fing das Kleidchen des jüngsten und behauptete die ungültigkeit der Wahlen. Der Bezirksansschuß ein Loch, welches sie mit einem Federmesser in die Thür ge Kindes, des nicht ganz zwei Jahre alter Töchterchens Edith, Feuer. hat indesien, die Beschwerde zurüdgewiefen und die Wahlen schnitten hatten, beobachtet haben. Es wurde Polizei dazu ge Bevor Hilfe gebracht werden konnte, verbrannte das Mädchen am für gültig erklärt. Aus der Begründung des Bescheides ist berufen, und sämtliche Angeklagte, den Kommis faßte man auf ganzen Oberkörper. Gestern erlag es im Strankenhause Bethanien sonders interessant: Wenn die Beschwerde behaupte, die Vornahme der Treppe ab, verhaftet. Auffällig, war es, daß bei der Vorseinen schrecklichen Verlegungen. der Wahl an einem Sonntage habe eine Störung der Sonntags- untersuchung der Hauswirt und sein Genosse versäumten, das ruhe hervorgerufen und viele Kreise der Rirdorfer Bürger mit dem Federmesser in die Thür geschnittene Loch zu erwähnen, Ueber den Neubau des Industriegebäudes in der Komman- hätten daran Anstoß genommen, so könne es dahingestellt und daß sie davon erst Mitteilung machten, als eine Lokal= bantenstraße, welches nach 36jähriger Existenz von der Bildfläche bleiben, ob nicht eine billige Rücksichtnahme auf die untersuchung ergab, daß sie durch das Schlüsselloch gar nicht verschwindet, um als moderner Neubau in drei Jahren wieder auf: religiösen Gefühle eines Teils des Publikums den Vorsitzenden des batten beobachten können, was sie angeblich beobachtet haben zuerstehen, erfährt der„ Konf.", daß die ganze Front in der Komman- Gewerbegerichts hätte bestimmen sollen, den Wahltermin, wie früher, wollen. Es liegt der Verdacht nahe, daß es sich um einen Erdantenstraße bis um die Ecke nach der Beuthstr. 22 herum neu gebaut auf einen Wochentag zu verlegen. Denn das Gesez oder die pressungsversuch gegen den Prinzen handelte und daß der wird, während der im Jahre 1887 in der Beuthstraße neu auf bestehenden Wahlvorschriften würden durch die Ab- Bring sich unbegreiflicherweise unter irgend einem Vorwande von in das Haus locken ließ.(!) geführte Sandsteinbau, in welchem sich das große Postamt befindet, haltung der Wahlen an einem Sonntag in den Stunden den zerlumpten Knaben stehen bleibt. Baumeister M. Ziegra führt dieses Projekt aus, der von 12 Uhr mittags bis 8 Uhr abends nicht verletzt. Das maß- Brinz felbst leugnet die That, deren er beschuldigt wird. Bau wird zonenweise in zwei Abteilungen vor sich gehen, und zwar vom 1. Oktober 1902 bis 1903 und 1903 bis 1904. Die Grativeil- gebende Ortsstatut bestimme über den Tag nichts. Auch in dem Um hauptet, einen Sektrausch gehabt zu haben und in diesem den stande, daß die Mitglieder des Wahlausschusses an der Leitung der Knaben Gehör geschenkt zu haben, die ihm gesagt hätten, schen Bierhallen werden wieder in das neue Gebäude einziehen, Bahlen nicht teilgenommen hätten, lasse fich eine Gefeßwidrigkeit, fie würden ihm Frauenzimmer zuführen. Er will dadurch auch erebenso das Café Rohal. die die ungültigkeit der Wahlen zur Folge hätte, nicht erblicken. tlären, wie es zu verstehen ist, daß er den Knaben Goldstücke gab, Aus der Frrenanstalt Herzberge sind in den legten Tagen Der Wahlausschuß sei in gefegmäßiger Weise gewählt worden, und die bei diesen gefunden wurden. Einer der Flüchtlinge, ein früherer die gewählten 24 Mitglieder, also auch die 12 Arbeitgeber, hätten Weiter wird gemeldet: Die Großjury von Old Bailey hat als mehrere Insassen entwichen. Handlungsgehilfe Mar Brade, der sich als Buhälter eine ein die Wahl angenommen. Somit wären auch die Arbeitgeber in Kammer für die Berfegung in den Anklagezustand heute entschieden, jährige Gefängnisstrafe zugezogen hat und nun den wilden Mann" gefegmäßiger Bahl( die Hälfte) Mitglieder des Wahlausschusses daß Prinz Franz Joseph von Braganza unter der Beschuldigung, Wie fich der spielt, fleidete fich Mittwochabend bei einem Bekannten in der Alten gewesen. gesamte Wahlausschuß auf auf die eine die Sittlichkeit gröblich verlegende Handlung Jakobstraße um und schickte durch einen fleinen Jungen, den er in einzelnen Wahlbezirke berteile, fei weder im Gefeß noch im begangen zu haben, vor dem Schwurgericht zu er der Lindenstraße traf, seine Anstaltstleider nach der Wache des 39. Reviers. Statut bestimmt. Das Statut verordne nur, daß der Wahlausschuß scheinen hat. Eine Totenmaske Rudolf Virchows ist am Tage vor der Bestattung auf Veranlassung von Professor Dr. Hans Virchow her gestellt worden. Reingefallene Junnngshelden. Eine wahre Rebellion der nicht äußerte. Es Chandler ogen fodann die beiden jugendlichen Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Der Er be