Nr. 218. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntages Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post 8eitungss Preisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. The Insertions- Gebaye beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I. Nr. 1508. Wie die Zollmehrheit arbeitete! Der Zoll auf Pflastersteine. Ein klassisches Beispiel der leichtfertigen Arbeit, welche die Zollmehrheit der Reichstags- Kommission geleistet hat, bietet der Pflastersteinzoll. Die nachfolgende Darstellung eines Fachmannes darf daher auch weit über die Kreise der Interessenten dieses Bolles hinaus Beachtung beanspruchen: Die Zolltarif- Kommission hat beschlossen, auf ausländische Pflastersteine einen Zoll von 40 Pf. pro Doppelcentner zu legen. Dieser Zoll richtet sich in der Hauptsache gegen die Einfuhr aus Schweden. Wie bedeutend dieselbe ist, beweisen die nachstehenden Einfuhrziffern der drei Jahre: 1898: 4 627 760 Doppel- Ctr. im Werte von 5 553 000 m. 1899: 5 493 728 Doppel- Ctr. im Werte von 7 142 000 m. 1900: 5 636 124 Doppel- Ctr. im Werte von 8 037 000 m. Es sind nun namentlich die Steinbruch befizer in Sachsen und in Südwest- Deutschland, die sich am meisten für den Schutzzoll ins Zeug gelegt haben, obwohl mert würdigerweise von den letzteren nur ganz vereinzelte Pflastersteinbrüche besitzen. In der Zolltarif- Kommission war es denn nächst der überzöllnerischen Mehrheit der sächsische Bundesrats. Bevollmächtigte, der sich für den Boll aufwarf. Dieses Bollgeschenk wird sich jedoch bald in ein bösartiges Danaergeschenk verwandeln. Donnerstag, den 18. September 1902. 100 10 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Aint I, Nr. 5121. „ Es ist zwar richtig, daß die verbündeten Regierungen ein dringendes Juteresse haben, daß der neue Bolltarif zu stande tommt, aber es wird augenscheinlich übersehen, daß, wenn wider Berhoffen die Reichstagsmehrheit der Zolltarifvorlage eine Gestalt geben sollte, bei welcher die Zustimmung der verbündeten Regierungen ausgeschlossen wäre, damit für die letzteren die Frage des Zustande= tommens eines neuen autonomen Zolltarifs noch feineswegs endgültig verneint ist, sie würden vielmehr in der Lage sein, den Versuch der Vereinbarung eines solchen mit dem neu zu bildenden Reichstage zu wiederholen, während der Reichstag in seiner jetzigen Zusammensetzung eine entscheidende Einwirtung auf die Gestaltung des neuen Bolltarifs mur dann auszuüben in der Lage ist, wenn die Verabschiedung im Laufe des biesmaligen Tagesabschnittes erfolgt." bedenkt, daß in Berlin jährlich etwa 1 Million Mark für die Herstellung von Asphaltstraßen ausgegeben wird und daß es insgesamt nur sieben bis acht( zumeist Attien-) Gesellschaften sind, die diese Kapitalien bei der Stadt anstehen haben, so wird es einleuchten, daß dieselben die finanzielle Abhängigkeit, in die die Kommune solchergestalt bei ihnen gerät, ganz gehörig auszunutzen verstehen. Wie weit die wirtschaftliche Macht dieser Kapitalistengesellschaften sich heute schon erstreckt, dafür nur ein Beispiel. Vor mehreren Jahren regte der Genosse Singer in der Berliner Stadtverordneten- Versammlung einmal die Frage an, die Ausführung der Asphaltpflasterungen in eigne Regie zu übernehmen. Es schien damals, als stünde man diesem Gedanken nicht unsympathisch gegenüber. In den Bureaus der hiesigen Asphalt- Gesellschaften herrschte anfänglich darüber auch eine ziemliche Aufregung. Aber bald hatte man seine Ruhe wieder erlangt. War man sich doch sicher, daß auf Grund der bestehenden Abmachungen schaften der hiesige Magistrat ohne den Willen der Berliner zwischen den Asphaltgrubenbesitzern und den hiesigen GesellFirmen nicht eine einzige Wagenladung Rohmaterial be- zeigen, welche die stärkeren find. fommen hätte. Und das Material der einzigen deutschen Asphaltgrube ist ohne Zusatz guten ausländischen Materials segner in ganzer Wucht beginnen! nicht verwertbar. Außerdem haben sich damals einzelne Herren auch gerühmt, daß es ihnen sehr bald gelungen sei, dem städtischen Baurat„ diesen unglückseligen Gedanken" aus zutreiben ihnen Entgegenkommen bezengen müsse, da sie unmöglich einen Die Konservativen sind unterdes überzeugt, daß die Regierung Wahlkampf führen könne, in dem sie sich, eingeteilt zwischen der Zollopposition links und den Ueberzöllnern rechts, in einer völlig unmöglichen Lage befinden würde. So spielen beide Teile ihre Trümpfe aus. Es wird sich bald Nachdem dieses Zwischenspiel beendet, wird der Kampf der Zolldie Reden Pelletand haben überall peinliche Ueberraschung hervorgerufen, in Italien so wohl wie in Frankreich selbst. Ein französisches Blatt hat für ihn den nicht üblen Namen„ Admiral Bombardon" in Vorschlag gebracht. Ueber den Eindruck seiner ersten Rede schreibt uns unser Bariser Korrespondent: Eine böse Entgleisung der Zunge ist dem linksradikalen Marineminister Belletan passiert, der sich gegenwärtig auf einer waffer patriotischen Reise nach Korsika und Timis zum Zwecke der persön lichen Besichtigung der neuen Küstenbefestigungs- Arbeiten befindet. Die Befestigungsarbeiten auf der Insel Korsika sind Angesichts solcher Dinge sollte man meinen, müßten sich Die schutzöllnerischen Steinbruchbesitzer erhoffen von dem auch die Kommunen selber mehr gegen die drohende Gefahr Zoll zweierlei. Erstens eine erhebliche Erhöhung der Preise zur Wehr setzen. Und das würde wohl auch geschehen, wenn für Pflastersteine und zweitens die Verdrängung der schweja wenn eben nicht die Aufsichtsräte der Asphalt- Gesellschaften dischen Pflastersteine aus Nord- und Ostdeutschland. Das letztere überall in den Kommunalvertretungen ein gar gewichtiges wird zweifellos eintreten, das erstere nicht oder doch bei weitem Wort in die Wagschale zu werfen hätten. Und diese Herren nicht in dem erhofften Maße und vor allen Dingen wird die er haben die Bedeutung des Bolles auf Pflastersteine jedenfalls wünschte Ausdehnung des Absatzgebiets für deutsche in seiner ganzen Tragweite erkannt! Pflastersteine nicht eintreten. Die Zollerhöhung Umsomehr sollten sich aber diejenigen regen, die zuerst das eigenste Verdienst des linksradikalen Ministers. Er hat dafür käme vielmehr in der Hauptsache dem ausländischen von den schädlichen Wirkungen des Pflastersteinzolles betroffen vom Barlament fechs Millionen Frant erlangt, während Asphalt und zum kleinen Teil vielleicht noch den Unter- werden. Für diese handelt es sich hierbei um die Wahrung der betreffende torsische Deputierte sich mit einer nehmern für Holz- Straßenpflasterungen zu gute. ihrer nackten Existenz! Forderung von 1/2 Millionen begnügt hatte. In Bezug auf den Konkurrenzlampf zwischen Steinpflaster Es ist bei der bekannten Wasserscheu der Ueberzölner Belletan sprach also in gehobener patriotischer Stimmung von der und Asphalt liegen die Dinge heute nämlich so: Bei der Ent- nicht einmal der Trost vorhanden, daß durch den Bau von strategischen Bedeutung der Insel und gebrauchte dabei die aggressive scheidung der Frage, ob Steinpflaster oder Asphaltpflaster Kanälen die Transportkosten für deutsche Pflastersteine in Wendung die Ostküste ziele auf Italien mitten ins entscheidet heute zumeist die Zweckmäßigkeit, da sich absehbarer Zeit so weit herabgesetzt werden könnten, daß erz"... Diese im Munde eines Lintsradikalen unter beide Pflasterarten im Preise so ziemlich die Wage dieselben trog Transport und Zoll zu wesentlich denselben allen Umständen ganz besonders tadelnswerten Worte halten. Gutes Steinpflaster ist sogar schon jetzt pro Quadrat Preisen nach Nord- und Ostdeutschland geliefert werden find zugleich ein grober Verstoß gegen die zur Zeit sich meter um 1-2 Mart teurer als Asphaltpflaster. Daß Ver- tönnten, wie jetzt die schwedischen Steine. Und daß die immer freundlicher gestaltenden Beziehungen zivischen Frankreich und hältnis ist ungefähr 15,50: 17,50 Mart pro Quadratmeter. Eisenbahnfracht- Tarife so weit herabgesetzt werden könnten, um Italien, da der kriegerische Festredner Minister ist. Die Preiserhöhung, die allein durch den reinen Zoll einträte, das zu ermöglichen, das ist erst recht ausgeschlossen. Der Zwischenfall. wird natürlich von der autiministeriellen und beläuft sich aber pro Quadratmeter auf ca. 1,50 Mark. Dazu Es steht daher fest, daß der Pflastersteinzoll nicht nur nichtministeriellen Presse kräftig ausgenügt. Der Temps" erinnert tämen noch die infolge des Bolles eintretenden notwendigen keine Erhöhung des Verbrauches von deutschen Pflastersteinen, zugleich in tadelnder Form an die neulichen Revanche- Phrafen des Nebenausgaben, die fast oder ganz und gar ebenso viel be- sondern sogar noch eine Verminderung des Absatzgebietes un- Kriegsministers André, der ohne Not und ungelegen für eine tragen, wie der Zoll selber, so daß sich die Preiserhöhung fehlbar zur Folge haben muß. Es ist ein Schutzzoll, der andre Macht beunruhigende Ausdrücke gebraucht hätte. für Steinpflaster auf 2,50-3,00 Mart pro Quadratmeter be- feinem Menschen in Deutschland nützt, wohl aber über Tausende lautet, soll der Minister des Auswärtigen sogar es für nötig gehalten laufen würde. Das heißt mit andren Worten, es würde und Tausende von Arbeiterfamilien unermeßliches Elend bringen haben, durch freundliche Worte den Eindruck der Pelletanschen Entdann das Steinpflaster um ca. 25 Proz. teurer sein, als würde. Und es ist die grausamste Verhöhnung der ganzen gleisung bei der italienischen Regierung zu verwischen. Asphaltpflaster! Daß damit aber der Konkurrenzkampf zwischen Schutzzollpolitik, daß grade diejenigen, die angeblich durch die römische offiziöse Tribuna" hat fa den Zwischenfall für beiden Pflasterarten endgültig zu Gunsten des Asphaltpflasters selbe geschützt werden sollen, die allermeiste Ursache haben, traurig und bedauernswert erklärt. entschieden ist, darüber sind sich die Arbeiter des Steinseher sich mit aller Mncht dieser Segnungen" zu erwehren. gewerbes und auch eine ganze Anzahl Unternehmer desselben heute schon vollständig klar. Darüber sollten sich aber auch alle andren Interessenten flar sein. Das hat selbst Graf Posadowsky anerkannt. Politische Webersicht. Berlin, den 17. September. Zollmahnung. Nun mag ja mancher in der endgültigen Verdrängung des Steinpflasters durch den Asphalt einen Kulturfortschritt erblicken. Bis zu einem gewissen Grade mag es das ja auch Die eigentlichen Organe der„ Sammelpolitik" bleiben auch jezt sein. Aber es hat doch jede der beiden Pflasterarten sowohl ihren vielgescheiterten Versuchen getreu, die Einigung der Bollfeine Vorzüge als auch seine Mängel. Man kann sagen, daß entzweiten auf der mittleren Linie" herbeizuführen. Die" Post" die Vorzüge des einen die Mängel des andren find. " zeigt deutlich, woran wir niemals gezweifelt haben, daß eine Ver Aber freilich würden bei der relativen Rostspieligkeit ständigung zwischen Zollmehrheit und Regierung bestimmt zu er guten Pflasters nur die größeren Gemeinwefen zum Asphalt warten ist, aber sie fürchtet, daß infolge der fortdauernden Versuche pflaster greifen. Alle andren Kommunen, die bis jetzt die der Konservativen und des Centrums, von der Regierung noch einige verhältnismäßig wohlfeilen schwedischen Steine benutten, Ronzessionen zu ertrogen, die kostbarste Zeit verloren gehe und so fönnten dann weder Asphalt noch gute deutsche Bruchpflaster- das rechtzeitige Zustandekommen einer Vereinbarung" unmöglich steine bezahlen, sondern müßten zu dem schlechten und wenig werde. Die" Post" führt aus: haltbaren Pflaster aus geschlagenen Findlingen zurückkehren. Das könnte aber nicht verhindern, daß doch ein ganz erheblicher Teil der Angehörigen des Steinfegergewerbes aus der Produktion ausgeschaltet würde. Und nicht nur des Steinfegergewerbes, sondern auch der Pflastersteinbruch- Industrie. Ein solcher Erfolg stände denn doch aber mit der ganzen Tendenz des Zolltarifs, der angeblich dem Schuße der nationalen Arbeit" dienen soll, in gar zu schlimmen Widerspruch. Das ändert aber nichts an der Thatsache, daß diese Folgen eintreten werden, wenn der beschlossene Zollsatz bestehen bleibt. „ Schon in der Kommission ist überaus tostbare Beit ver braucht worden, jezt steht für den ganzen Rest der Verhandlungen faum noch so viel Zeit zur Verfügung, wie die erste Lesung in der Kommission in Anspruch genommen hat. Wird in der zweiten Lesung der Kommission und im Plenum wiederum eine er hebliche Zeit durch die Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und den Mehrheitsparteien über die bestehenden Meinungsverschiedenheiten verbraucht, so ist die Befürchtung nicht abzuweisen, daß es der Minderheit gelingen wird, die Ver handlungen so zu verschleppen, daß die Legislaturperiode abläuft, bevor der Zeitpunkt für das Kompromiß zwischen Regierung und Mehrheit gekommen ist." Wie ver Die Nachdem Belletan in Biserta seiner ersten Rede eine womöglich noch schlimmere giveite hatte folgen lassen, hat er min chleimigst noch eine dritte Rede gehalten, in deren erstem Teil er die Ungeschicklichkeiten seiner ersten Rede wieder gut zu machen sucht. Ueber diese neueste Rede wird gemeldet: Auf einem Bankett im republikanischen Klub in Biserta hielt der Marineminister Belletan eine Rede, in der er ausführte, daß er nicht gern über Politik spreche, denn man lege ihm Worte in den Mund, die er nicht gesagt habe. So habe er auf Korsika von Italien gesprochen, und da habe man ihm, einem der größten Freunde Italiens in Frankreich, der zur Zeit der zwischen beiden Ländern bestehenden Spannung erklärt habe, daß ein guter Teil der Schuld daran auf Frankreich falle, ihm, der schon zur Zeit des Unabhängigkeitsfrieges in Italien stets für ein Eingreifen Frankreichs gewesen wäre ihm habe man eine aggressive Haltung gegen dieses Land zugeschrieben. Von Politit au sprechen, jei alio ge= fährlich. Er wolle indessen erklären, daß die Regierung die Verwirklichung ihres republikanischen Programms entschieden weiterbetreiben werde. Die Republik müsse eine solche der Arbeiter sein, daher eine socialistische und nicht tollettivistische. Die Beit des Kollektivismus fci noch nicht gekommen und werde niemals tommen. Belletan berührte alsdann alsdann die religiöse Frage und bob hervor, der gegenwärtige Kampf jeße ihn nicht in Er staunen; er habe nichts gegen die Religion; man müsse, so dente er, der Religion alle Freiheiten gewähren, mit Ausnahme derjenigen, die Freiheit eines andren zu verkümmern. Was die Freiheit des Unterrichts betreffe, so sei er der Ansicht, daß die Rongregationen, die nicht gewöhnliche Vereinigungen seien und von ihren Mitgliedern das völlige Aufgeben ihrer Freiheit, ihres Willens und ihrer Persönlichkeit verlangen, kein Recht hätten, den Unterricht für sich zu beanspruchen. Die" Post" ermahnt weiter die Bollparteien zur Nachgiebigkeit. Aber auch in kommunal- politischer Hinsicht ist dieser Boll Sie erklärt, jetzt fei noch die günstigste Lage für den Schuß der von weittragender Bedeutung, insbesondere für alle größeren Landwirtschaft". Indem sie warnend ausruft, daß schwerlich Pelletan ist also auch nur mißverstanden worden. Kommunen. Mit dem künstlich gesteigerten Verbrauch von in der Zukunft eine so günftige Lage wieder zu erwarten ist, Hoffentlich setzt er sich künftig dergleichen Mißverständnissen überAsphaltpflaster, wie ihn der Pflastersteinzoll herbeiführen gesteht auch sie zu, daß die Reichstagswahlen die Ueberzollpläne in haupt nicht mehr aus. Er hätte seiner Regierung und seinem Lande würde, geraten nämlich die Gemeindebehörden immer Grund und Boden stampfen müssen. Die Bost" sucht schließlich die durch sein Schweigen unendlich mehr gedient, als durch seine anmehr in finanzielle Abhängigkeit von den Geschäfts- Ueberzonparteien dadurch zum Entgegenkommen an die Regierung geblich unforrett wiedergegebenen thörichten Tiraden. Tenten, die fich den Bau bon Asphaltstraßen als zu bewegen, daß fie ausmalt, wie infolge des Scheiterns der jetzigen Aber Pelletan tani augenscheinlich seine Redewut nicht zügeln, ihre Domäne erforen haben. Fast allenthalben ist es Vorlage die agrarische und konservative Richtung innerhalb der das beweist sein ganz überflüssiges Gerede fiber den Socialismus nämlich üblich, daß von den Baukosten ein erheblicher Regierungen nicht gestärkt, vielmehr erheblich geschwächt werden und Kollektivismus. Niemand hat ja bisher Herrn Pelletan trotz Teil( in Berlin sind es 20 Proz.) als Kaution stehen bleibt würden. si dat list feiner nach französischer Manier reklamehaft zur Schau getragenen und zwar auf die Dauer von 20 Jahren. Natürlich wird Ganz ähnlich äußern sich die„ Berliner Politischen Nachrichten", socialistischen" Allüren für einen Stollettivisten gehalten. dieses Kapital den Unternehmern verzinst. Wenn man dann und diese fügen zur Mahnung die Drohung: Paris, 17. September. Mehreren nationalistischen Blättern] zufolge hat auf einen Schritt des italienischen Botschafters bei Delcassé der Ministerpräsident Combes dent Marineminister Belletan sehr scharfe Vorstellungen wegen jeiner Rede in Ajaccio gemacht. Die Natlosigkeit des zarischen Absolutismus. Bewies schon die famose Rede, die der Zar in Kursk den Dorfältesten der revoltierenden Hungerdistrikte gehalten hat, die völlige Ratlosigkeit des Absolutismus, so beweisen noch weitere Einzelheiten über die Reise und die Reden des Zaren, daß Ausrottung des Bösen an der Wurzel mitbe= thätigen. Unter den Bauern werden so vernünftige Leute sein, die bei dem Einfangen der verbrecherischen Agitatoren ihre Beihilfe nicht versagen werden. In Anbetracht des oben Dargelegten empfehle ich Ew. Excellenz, den Landpolizeivorständen zu eröffnen, daß sie auf den Gemeindeversammlungen den Bauern persönlich die ganze Unhaltbarkeit der revolutionären Lehren zu erklären haben. Der Verweser des Polizeidepartements. Lopuchin. Unter dem Einfluß des Rindvieh- und Schweinefleischmangels beginnt mun auch der Preis des Pferdefleisches zu steigen. Früher betrug der Preis für die schlechtesten Schlachtrosse etwa 30 Mark pro Stück, heute zahlt man bereits 50 Mart. Für gute Schlachtpferde zahlte man früher höchstens je nach Gewicht 80 bis 100 Mart, jetzt 100-150 Mark. Schieres Fleisch, das früher mit 20-25 Pf. pro Pfund bezahlt wurde, kostet jegt 35-40 Pf., Futterfleisch für Hunde 2c. ist von 10 Pf. auf 15-20 f. pro Bfund gestiegen. * Die Kenntnisse des Landwirtschaftsministers. Zu der legten Rede des Herrn v. Podbielski führt die Kieler Die Polizeibehörden sollen also die Organisation einer Art alle Hoffnungen, die liberale Streise auf die Einsicht und den Geheimpolizei unter den Bauern vornehmen, daneben sollen sie sich 3eitung" aus:„ Die Behauptung des Herrn Landwirtschaftssocialpolitischen guten Willen des russischen Herrschers gesetzt aber auch mit den revolutionären Lehren befassen und sie wider ministers v. Podbielski, daß die Grenzen für dänisches Rindvich hatten, Illusionen waren. Den Bauern hat der Zar nichts legen". Die Zeiten, wo die Banern der Polizei thatsächlich sehr geöffnet seien, ist jedenfalls nicht wörtlich zu verstehen. Auf dem als Sparsamkeit und Unterthanendemut zu empfehlen vermocht; angenehme Dienste leisteten, sind zum großen Schmerz des Polizei- andwege ist die Einfuhr von dänischem Vich überhaupt ver: auch nur eine Ahnung der Ursachen der schweren chronischen Krise, departements vorüber, jetzt hofft es nur noch auf besonders„ ver- boten, nur für die Dauer weniger Wochen wird für ein kleines unter denen der russische Bauernstand leidet, scheint ihm nicht auf- nünftige Lente", an deren Aufstöberung sich die Behörden nun Quarantänestation als gesund befunden und zur Fettgräjung in den Quantum Magervich eine Ausnahme gemacht, welches in der gedämmert zu sein. Der Zar denkt also nicht daran, auch nur einen heranmachent sollen. Die schwerste Laft wälzt wohl aber v. Blehwe Marschen bestimmt ist. Auf dem Seewege kann nur dänisches Vieh ernstlichen Versuch zur Hebing der Notlage des Bauernstandes zu auf die Beamten der Landpolizei, indem er sie unter die Stritifer in folchen Häfen eingeführt werden, in welchen sich Seequarantänemachen. Gegen neue Hunger- Revolten glaubt er durch seine der revolutionären Lehren schickt. Wir sehen sie bereits im Schweiße Anstalten befinden. Das find Apenrade, Flensburg und Kiel und Rojaten gesichert zu sein. Dafür liegt ihm das Wohl seines ihres Angesichts in verschiedenen südlichen und südwestlichen für Hamburg- Altona Bahrenfeld. Die Behauptung des Miniſters, Adels, seines Großgrundbesites um so mehr am Herzen. Gouvernements sich auf Agitationstouren herumplagen. Angenehm daß das aus Dänemark eingeführte Vieh zur fofortigen Schlachtung kann ihnen wohl keineswegs die Aera v. Plehwe sein, Das eingeführte tommt, tann ebenfalls mißverstanden werden. genehmer ist sie für die Revolutionäre. Vich muß nicht nur längere Zeit in der Quarantänestation zur Beobachtung feines Gefundheitszustandes bleiben, sondern sich auch erschwerend wirkt, Der„ Siwet" berichtet darüber: „ Der Kaiser behandelte den Adel mit besonderem um so an A aus felbſtiſchen Motiven, ſondern aus Ueberzeugung geleiftet Deutsches Reich. with aß alles Wieb, welches auf die Impfung nicht 1111= wird". Diese Worte bezogen sich hauptsächlich auf den Dienst des Adels bei der Leitung der bäuerlichen Verreagiert, zurückgeschickt werden muß. Diese Bedingung Konservativer Monarchismus. Die Deutsche Tagesztg." hat es zu Wege gebracht, daß die Kieler Station Jahre waltung. Sich auf eine kurze Aeußerung des Dantes nicht beschränkend, bemerkte der Bar, daß ihm die schwere hatte den Artikel von den„ krachenden Thronen" beifällig aus dem lang ganz verödet dastand. Wenn der Minister dafür einLage des adligen Grundbesizes und die Mängel Vaterland" übernommen. Sie fühlt sich deshalb durch die ab- treten sollte, daß das eingeführte dänische direkten des bäuerlichen bekannt seien. Zur Beseitigung der letzteren sprechenden Bemerkungen der Kreuz- Zeitung". obschon diese sich nur Schlachtung tommt, wie es vor der Errichtung der Eee es hier ,, verden im Ministerium des Junern die erforderlichen Maßregeln gegen das sächsische Organ wendet, mitbetroffen und versucht sich zu quarantäne- Anstalt der Fall war, dann würde erwogen". Zur Beteiligung an diesen Arbeiten werden die rechtfertigen, indem sie und dies ist beachtenswert nicht etwa an gesundem und billigem Fleisch nicht fehlen, ja selbst Gouvernements- Komitees berufen werden, zu denen Vertreter des von jener verhängnisvollen Ankündigung der gründlich zu revidie- ein zehntägiger Aufenthalt in der Station würde die EinAdels und der Landschaft gehören; der Herrscher hat den renden monarchischen Gesinnung abridt, sondern den Kreuz- möglich machen, während die in ihren Ergebnissen äußerst zweifel fuhr von Vich erschweren, aber doch nicht nahezu Großgrundbesig das alte Bollwerk der Ordnung und der littlichen Kraft Rußlands" ge- Beitungs"-Konservativen vorhält, daß hervorragende Mitglieder des hafte Probe der Tuberkulinimpfung fast genau wie eine Sperre nannt". Seine Befestigung", sagte der Herrscher am preußischen Konservativismus früher schon ähnliche Ankündigungen los wirkt. Gegen die Einfuhr dänischer Schweine besteht be Schlusse seiner Rede an den Adel, wird der Gegenstand gelassen haben. Die„ Deutsche Tagesztg." erinnert an die Worte tammtlich ein Verbot, welches keine Ausnahmen zuläßt. meiner unaufhörlichen Sorge sein." des konservativen Abgeordneten v. Buttkamer Blauth vom Wir geben uns der Erwartung hin, daß die Handelskammer Nikolaus II. wandelt in seiner Begünstigung des wirtschaftlich 29. Januar 1896 im preußischen Abgeordnetenhause. Auch v. Butt- diese Gelegenheit bennigen wird, um aufs Neue für die Erleichterung Herunterget ommnenen und politisch korrupten Adels ganz in den famer- Plauth schilderte damals das Elend der ländlichen Bevölke- der Bedingungen für die Einfuhr dänischen Rindviches nachdrücklichst Bahnen seines beschränkten, erzreaktionären Vorgängers Alexanders III. rung, um alsdann, ganz ähnlich wie das Vaterland", zu der einzutreten. Wenn die Tiere acht Tage in der Quarantänestation beobachtet und dann in einem öffentlichen Schlachthause unter tierWie die 1886 geschaffene Adelsbank" die Verschuldung des adligen Folgerung zu gelangen: ärztlicher Kontrolle geschlachtet werden, dann ist jede Möglichkeit Großgrundbesitzes nicht zu hindern vermochte, so werden auch die einer Einschleppung von Seuchen aus Dänemark ausgeschlossen." Bemühungen Nikolaus II, erfolglos sein. Jedenfalls aber wird die Begünstigung des Adels enorme Mittel verschlingen, die schließlich nur der Masse der Bevölkerung entzogen werden müssen. " " Ratlos, wie der russische Absolutismus in wirtschaftlicher Beziehung ist, ist er es auch in seiner Bekämpfung der Revolutionäre geworden. Man schreibt uns darüber: Selten reich ist dieses Jahr die Ernte an geheimen Dokumenten. Die Bewegung kann mit dem ihr in so reichlichem Maße aus den verschiedenen Kangleien des zarischen Regierungsapparates zu fließenden Material sehr zufrieden sein, denn es bietet vorzüglichen Agitationsstoff. Außerdem zeigt es, daß die unter äußerst schwierigen Verhältnissen geführte Minierungsarbeit nicht erfolglos bleibt. Das Material beweist die ganze Stat- und Hilflosigkeit der Ve hörden gegenüber dem Vordringen des revolutionären Gedankens, und die Promptheit, mit der es die Oeffentlichkeit findet, spricht für das Steigen des Einflusses der Bewegung bis hinauf zu den Geheimfächern der stählernen Schränke v. Plehwves. Der neue Minister des Innern kann nicht prahlerisch genug seine verfeinerte Ausgestaltung der Polizei und der Spizelorganisation preifen und oh Ironie! es entwischt ihm unter den Fingern ein wichtiges Dokument nach dem andern. Vor einigen Tagen veröffentlichten wir an dieser Stelle seinen Utas, in dem er das hohe Lied der Knute singt, in dem Nachfolgendem ist v. Blehive, der sich diesmal unter der Decke seines nächsten Mitarbeiters, des kürzlich zum Chef des Polizeidepartements ernannten Lopuchin versteckt hat, sanftmütiger: er hat wohl schon einsehen müssen, daß die Knute doch nicht eine fo sichere Staatsretterin ist, wie er es anfänglich angenommen hat. Jetzt fetzt er seine letzte Hoffnung auf die Bauern selbst. Das Dokument, das in dem Ministerium Anfang August entstanden ist, sieht folgendermaßen aus: Das Ministerium des Innern. Das Polizeidepartement. Ganz geheim.( Sowerschenno sekretno.) Cirkular. = Meine Herren, in der landwirtschaftlichen Bevölkerung und ich sage es als Ostländer mit einem gewissen Stolz nicht zum geringsten in den östlichen Provinzen ist ein Kapital au monarchischer Gesinnung und Trene aufgespeichert, welches, wenn es mal verloren gehen sollte, meiner Ansicht nach sehr schwer wieder zu ersetzen sein wird. ( Bravo! Sehr wahr! rechts.)... Und das sollte man doch auch auf seiten der öniglichen Staatsregierung nicht außer acht Iassen. Denn ganz abgesehen von dem Wohl und Behe derzeitigen Besiger, fnüpft sich an diese eben von mir gezeichnete Gesinnung eine Masse von Interessen, meine Herren, die man als Lebendintereffen der Monarchie bezeichnen muß.( Bravo!)" wurden, versuchte ein Parteigenosse des unvorsichtigen Redners, der Da diese Ausführungen von andrer Seite sofort scharf beachtet Abg. Frhr. v. Plettenberg Mehrum, wiederum ähnlich wie jetzt das„ Vaterland", eine abschwächende Erklärung; er fagte: Wenn aber der Abgeordnete Knebel meinem Freunde Buttkamer vorgeworfen hat, daß er gewissermaßen gedroht habe, diese monarchische Treue fönne im Osten verloren gehen, und daraus die Schlußfolgerung ziehen zu sollen meinte, daß diese Treue deshalb eine minderwertigere sei als die unsre, so muß ich darauf hinweisen, daß er den Abg. v. Puttkamer mißverstanden hat. Dieser - die hat ausgeführt, daß, wenn diese treuen Leute Landwirte durch Verarmung genötigt würden, ihre Scholle zu verlassen, um Proletarier zu werden, dann vielleicht sie selbst noch nicht, aber jedenfalls doch ihre Kinder die über: lieferten Gesinnungen des kernigen Standes vergessen und verlieren würden, der uns die besten Soldaten und auch die besten Monarchisten liefert." Die„ Deutsche Tageszeitung" hat nicht unrecht, wenn sie durch die Erinnerung an diese Aussprüche hochkonservativer Abgeordneter und Kreuz- Zeitungs"-Freunde beweisen will, daß die im„ Vaterland" hervorgetretenen Anschauungen nicht neu und ungewöhnlich in der fonservativen Partei sind. Das„ Baterland" war nur überaus ungeschickt und äußerte allzu plump die geheimsten Gedanken des Tonservativen Junkertums. Der Hakatiftentag in Danzig, d. h. die Versammlung der simarkenvereine, die letzter Tage stattfand, hat durch eine Resolution folgende Germanisierungsmaßregeln gegen die Bolen verlangt: 1. Der fakultative polnische Schreib- und Lehr= unterricht in der Boltsschule der gemischtsprachigen Landesteile wird, wo er noch besteht, aufgehoben. 2. Die für Westpreußen geltenden Bestimmungen über die Erteilung des Religionsunterrichts in deutscher Sprache sollen auf alle Teile der Ost marken ausgedehnt werden. 3. Der fakultative pol nisce Sprachunterricht an den höheren Lehrverpflichten müssen, polnisch zu lernen, wird aufgehoben. 5. Der anstalten wird beseitigt. 4. Die Bestimmung, daß die aus dem Dispositionsfonds der Oberpräsidenten unterstützten Stipendiaten sich Gebrauch der polnischen Sprache in Versammlungen ist nicht zu gestatten. 6. Die polnische Presse ist möglichst ganz zu verbieten, zum mindesten aber hat sie ihrem polnischen Tegt eine deutsche Ueberfegung beizufügen. 7. Postsendungen mit polnischen Aufschriften sind von der Beförderung ausgeschlossen. Und diese Erzchauvinisten, die einen fremden Volksstamm in der brutalsten Weise vergewaltigt und geknebelt wissen wollen, wagen noch über Englands Boerenpolitik zu schreien. Der Hatatiſtentag fandte auch ein Telegramm an den Grafen Bülow, auf das folgende Antwort einlief: Den auf dem Deutschentage in Danzig versammelten 12 000 Landsleuten sage ich herzlichen Dank für ihre freunds liche und patriotische Begrüßung. Ich bin überzeugt, daß die erhebenden Kaifertage in Posen für die Deutschen der Ostmart ein Sporn sein werden, sich unter Ueberwindung afler trennenden Momente einmütig um die nationale Fahne zu scharen. Dann wird auch einer stetigen und zielbewußten Ostmartenpolitik der Rückhalt nicht fehlen, dessen sie für den Schutz der deutschen Sache im Osten bedarf. gez. Reichsfaugler Graf Bülow. er Da Bösartige Soldatenschinderei. Bösartige Soldatenschinderei. Vor dem Kriegsgericht in Metz hatten sich die Unteroffiziere Trautmann und Wiehr von der Auch die obigen Erinnerungen der Deutschen Tageszeitung" 5. Compagnie des sächsischen Fußartillerie- Regiments Nr. 12 wegen An die Herren Gouverneure. Aus den im Polizeidepartement einlaufenden Nachrichten ist bestätigen nur, daß der Monarchismus der konservativen Landwirte förperlicher Mißhandlung, Mißbrauchs der Dienstgewalt, und die zu ersehen, daß die Verbreitung von revolutionären Schriften sofort zu Ende geht, sobald die Liebesgabenpolitik der Regierung fünf Kanoniere Seidel II, Franke, Bach, Rohde und Klarner wegen Beihilfe und Mißhandlung eines Kameraden zu verantworten. Am aufhört. unter der Landbevölkerung des Reiches in der Mehrzahl der Fälle Wie die Konservativen, die jetzt das Bekenntnis zum Hochschutz- März cr. folgendermaßen von statten geht: In diesem oder jenem Distrikt einen Selbstmordversuch, weil nach seiner erſcheinen unbekannte junge Leute, die Gegend mit der Eisenbahn 30 als notwendigen Bestandteil der Vaterlandslieve crachhuppenteil unternahm der Kanonier Bolle vom genannten oder in der Equipage passierend oder auch zu Pferde, und ver- Beschworene Freihändler waren, da der Freihandel ihren Interessen Angabe viel mißhandelt wurde. Die Untersuchung in dieser diente, so zweifelt niemand, daß gerade die Konservativen die Angelegenheit, die zur Anklage gegen die bereits namhaft gemachten streuen in den Dörfern und Flecken Bücher und Broschüren rücksichtslosesten Feinde der Monarchic find, sobald die Mon- Unteroffiziere führte, brachte recht merkwürdige Dinge aus Licht. revolutionären Inhalts, oder sie verteilen sie unter die Bauern Die beiden Unteroffiziere und namentlich Trautmann„ erzogen" mit der Empfehlung, sie zu lesen und zu diesem Zweck auch archie sich gegen Junkerprivilegien und Junkerbereicherung erklärt. ihre Untergebenen durch Schläge. Besonders hatte sich weiter zu geben. Nicht selten werden diese Schriften in Trautmann den Bolte aufs Korn genommen, den er ganz Zur Fleischnot. Aus die Höfe und die Gebäude der Bauern und auf den Jahrmärkten den Bauern offen in ihre Wagen geworfen, von wo sie dann von Der Verein deutscher Wurstfabrikanten hielt in ausnehmend rob und gemein behandelte. der„ Kette der Mißhandlungen" โ o drückte sich der fei Vertreter der Anklage aus dem Landvolk selbst in die entferntesten und dunkelsten Ort- Braunschweig seine Generalversammlung, in der sämtliche erivähnt, daß er dem schaften gebracht werden. Die genannten Bücher und Schriften Redner fich gegen die agrarische Grenzsperrpolitik wandten. Man Bolle die brennende Cigarette aus dem Munde werden von der Landbevölkerung gern gelesen( ochotno tschitajutsja) faßte die laut gewordenen Anschauungen in folgender Protest- nd ins Gesicht schlug, daß er ihu ohrfeigte und mit dem und, nachdem sie durchgelesen find, ohne böse Absicht weiter ge- resolution zusammen: Der Verein deutscher Wurstfabrikanten stellt mit tiefem Bedauern Gewehrkolben vor die Brust stick. Weil Bolte nicht„ forsch" geben, wobei es beobachtet worden ist, daß solche Schriften sogar die Thatsache fest, daß die deutsche Erzeugung von Schlachtvieh, genug in das Zimmer der Unteroffiziere trat, mußte er auf öffentlich in Bauernmassen vorgelesen worden sind. Nachdem die Bauern mit dem Juhalt der bezeichneten Litteratur namentlich von Schweinen, seit Jahren dem Bedarf immer die Barade herumlaufen hinausspringen, um bekannt geworden waren, entstanden unter ihnen Gerüchte über weniger genügt und infolgedessen die Preise stetig gestiegen und nach drei Minuten wieder antreten. dies bei der Länge des die Aufteilung der Gutsländereien und mehr oder weniger ge- find. Es muß ausgesprochen werden, daß die deutsche LandWeges nicht möglich tvar, ipannte Beziehungen mit den örtlichen Gutsbesitzern. Erst nach wirtschaft, deren Bemühungen, die Viehzucht zu fördern, keines: erhielt er Ohrfeigen und mußte den Weg fünfzehn längerer Zeit erscheint die Streispolizei zur Stelle, beunruhigt wegs verkanntwerden, fich nicht im stande gezeigt hat, den bis zwanzig mal machen. Mehrfach wurde ihm das Mittagdurch Nachrichten über die Gärung unter den Bauern, inländischen Bedarf an Schlachtvich hervorzubringen. effen entzogen, so daß er hungrig zum Dienst mußte. Besondere Buzarbeit erhielt er so reichlich, daß erfährt bloß, daß vorbeigehende oder vorbei Soll das deutsche Fleischergewerbe und die Fleischernährung des effen entzogen, so daß er hungrig zum Dienst mußte. Besondere Bei deutschen Volkes nicht dauernd auf das schwerste geschädigt Sachen nicht genügend säubern konnte. Aber nicht genug, weitem nicht alle der bezeichneten Bücher und Broschüren werden werden, so ist die Zufuhr ausländischen Schlacht- daß er selbst den Bolte täglich mißhandelte, stiftete selbstverständlich den Bauern weggenommen, und die in der Sache viebes in größerem Maße unbedingt notwendig. auch noch die Kanoniere an, ihn zu verhauen, sonst würde der Aufdeckung dieser Schriften vorgenommene Untersuchung ver. Die Gefahr der Seucheneinschleppung, die gegen diese Einfuhr geltender fie, wie er fagte, auch noch mehr ichleifen. Natürlich läuft gewöhnlich resultatlos, weil die an der Verbreitung der gemacht wird, ist unter den nötigen Sicherungsmaßnahmen durchaus thaten dies mun die Kanoniere, schon aus Furcht vor dem Das Urteil lautete gegen Trautmann auf konnten und sie wahrscheinlich ihre Thätigkeit in eine andre Gegend und von russischen Schweinen in das oberschlesische Industriegebiet acht Monate Gefängnis und Degradation, gegen revolutionären Schriften Schuldigen nicht ausfindig gemacht werden nicht vorhanden, wie die Einfuhr von Rindvich aus Destreich Ungarn Interoffizier. unwiderleglich beweist. Die Vichsperre bedeutet thatsächlich nichts audres, als ein wirtschaftliches Mittel, die Vichpreise hochiehr auf vier Wochen Mittelarrest und gegen die fünf Stanoniere auf je drei Tage Mittelarrest. zuhalten und weiter zu steigern. So sehr das Gedeihen der deutschen Landwirtschaft dem Verein deutscher Wurstfabrikanten wie jedem dachoto Deutschen am Herzen liegt und Förderung verdient, so kann sie doch zu den preußischen Landtagswahlen. Die Verordnung über die Ausführung der Wahl der Abgeordneten nicht verlangen, daß ihre Interessen einseitig auf Roften des Wohles die gesegliche der gesamten Bevölkerung durch die Zurückhaltung der Konkurrenz zur Zweiten Stammer" voin 30. Mai 1849 ausländischen Biehes begünstigt werden. Der Verein deutscher Wurst Grundlage des Wahlverfahrens bestimmt in§ 30: fabrikanten spricht deshalb die dringende Bitte und zuversichtliche„ Der Protokollführer und die Beifizer werden von den Wahl: Hoffnung aus, daß die Regierung sich dem nicht verschließen wird, männern auf den Vorschlag des Wahlkommissarius( diefen ernennt daß die Rücksicht auf das Wohl des Fleischergewerbes und die so die Regierung. Anm. d. Ned.) gewählt und bilden mit diesem den wichtige Fleischernährung des deutschen Voltes die weitere Oeffnung Wahlvorstand der Grenzen für die Einfuhr von lebendem Vich unter selbstver ständlicher Innehaltung aller Vorsichtsmaßnahmen absolut gebietet." Selbst das Pferdefleisch wird teurer! Aus Roßschlächterkreisen wird dem„ Berliner Tageblatt" und fie fahrende unbekannte Menschen Broschüren verteilt haben. verlegt haben. Aus dem Dargelegten ist nicht schwer zu ersehen, daß in dem Kampf mit einer solchen Propaganda mit der administrativen Untersuchung und der Wegnahme der revolutionären Schriften tein Erfolg erzielt werden kann und daß alle Bemühungen der Be: hörden in dem Kampf mit dem Bösen vor allem auf die Aufdeckung und Berhaftung der Agitatoren und Verbreiter der unter irdischen Litteratur sowie auf die Ausfindigmachung von Maßregeln, mit denen man ihrer verbrecherischen Thätigkeit vorbeugen könnte, hinauslaufen müssen. Zur Erreichung dieses Zieles würden selbstverständlich die örtlichen Kräfte der Gendarmerie und Polizei wegen ihrer verhältnismäßig geringen Zahl und der großen Ausdehnung der Bewachungsdistrikte, nicht ausreichen, weshalb Maßregeln in Angriff genommen werden müssen, die den Bauern selbst Vernunft einflößen, so daß die Bauern mit ihren eigenen Mitteln die Agitatoren anhalten und den zuständigen Be hörden übergeben und überhaupt sich bei der schrieben: * und in§ 27: er feine eignen er „ Er( der Wahlkommissar) hat die Verhandlungen über die Urs wahlen nach den Vorschriften dieser Verordnung zu prüfen, und wenn er einzelne Wahlakte für ungültig erachten sollte, der Verge- fammlung der Wahlmänner seine Bedenken zur endgültigen Entfcheidung vorzutragen." Orten überhaupt kein Lokal vorhanden ist, das die Zahl der Wahlmänner fassen könne für Teltow- Beeskow( Wahlort Köpenick) ist das für die vorige Wahl offiziell festgestellt. Es wäre wünschens wvert, solche Feststellungen, wenn auch nur privatim, für weitere Wahlorte zu machen. Zu dem Zwed teilen wir im folgenden für die Wahlkreise mit über 500 Wahlmännern bei der letzten Wahl die 1903 ungefähr zu erwartende Zahl der Wahlmänner mit; statt der Bezeichnung des Wahlkreises ist der gesetzlich festgelegte Wahlort angegeben. Es werden 1903 zu wählen haben: Aus einer weiteren Bestimmung geht hervor, daß dieser Ent- 1 Sonst interessieren eigentlich nur die Wahlen von Kärnthensgeschäfte betriebene, davon räumlich entfernte Buchhandlung, die fcheidung( durch Abstimmen) eine Diskussion vorangehen darf. Selbst- und Vorarlberg- nicht wegen der Bedeutung dieser Länder, ebenso wie der Zeitungsverlag auf den Namen des Genossen verständlich können diese Vorschriften nur innegehalten werden, wenn fondern deshalb, weil da zum erstenmal eine neue allgemeine Wasser ging, aufzulösen. Zum Betriebe Zeitungs fämtliche Wahlmänner in einem Lokal versammelt sind, ja auch eurie zur Wahl kommt. dann wird bei der großen Zahl, die eine ganze Reihe von Wahl- Kärnthen macht sich in unsrer Partei eine starke Mißstimmung gegen die übrigens der Zündstoff schon in gewissen Gegenſäßen älteren In Oberöstreich. Steiermart und geſchäfts wurde eine Berlagsgesellschaft Wallbrecht 1. Co. begründet. Bei der Abwicklung der Geschäfte geriet man in Streitigkeiten, für treisen entsendet, die Verhandlung schwierig sein. eine strenge Durchführung der Vorschriften ist, die einen gewiffen die Deutsche Volkspartei geltend dieselbe Bartei, mit der wir in Datums vorhanden war. Es bestehen Differenzen über die Schutz gegen etwaige Willkürlichkeiten des von der Regierung er- Niederöftreich bei den Wahlen eigentlich in einer Front marschieren. Organisationsform, wobei die Ansichten sowohl zwischen den Genannten Wahlkommissars bieten, geht daraus hervor, daß in den Die Zerrissenheit des östreichischen Parteilebens bringt aber die merk- noffen der Stadt und des Landbezirks wie auch innerhalb der Stadt amilichen Aufstellungen die Zahlen der Spalten: Wahlmänner würdigsten Verhältnisse zu Tage. auseinandergehen. In der Zeitungsangelegenheit wird mun be a) überhaupt, b) für gültig gewählt erklärt", nur bei 91 unters daniload hauptet, Genosse Wasser hätte sich geweigert, die Parteigeschäfte 256 Wahlkreisen übereinstimmen!! Frankreich. sosdem mun abzugeben in der Absicht, sich das Parteieigentum anzueignen. Nun geben Männer aller Barteirichtungen zu, daß an vielen Zur Bergarbeiter- Bewegung. – Senatsnachwahl. Waſſer dagegen behauptet, daß er gar nicht daran gedacht habe. fich Parteieigentum anzucignen, das ja nur aus Schulden bestehe. Er Paris, 16. September.( Eig. Ber.) Die Urabstimmung habe nur vor ordentlicher Abwicklung der Geschäfte nichts übergeben der Bergarbeiter des Loire- Beckens über die Frage der wollen, da er als eingetragener Firmeninhaber für die Verbindlichfofortigen Streiferklärung kennzeichnet sich durch die Stimm- keiten des bisherigen Geschäfts persönlich haftvar jei. enthaltung der überwiegenden Mehrheit. Von den 11 Gewerkschaften, Das ist nun schon etwa sechs Wochen her; aber anstatt alles zu die den Loireverband bilden, haben nur, drei an der Abstimmung thun, um ihn endlich beizulegen, geben die Düsseldorfer Genossen teilgenommen, diejenigen von Saint- Etienne, Firminy und Ricamarie. der Welt das erbauliche Schauspiel, den Streit immer mehr zu verDie übrigen 8 Gewerkschaften in 8 andren Orten haben meisten schärfen. Er hat jetzt Formen angenommen, die es geboten erscheinen teils in Generalversammlungen beschlossen, die Entscheidung des lassen, daß man den Genossen ernstlich nahe legt, Vernunft anzuBergarbeiter- Kongresses( 24. September) abzuwarten. Die drei nehmen und sich nicht gegenseitig zu zerfleischen. Zwar wurde am genannten Orte zählen insgesamt etwa 10 000 Bergarbeiter, an der Dienstag voriger Woche in einer Versammlung des Düsseldorfer Abstimmung aber haben sich nur 3704 Man beteiligt, darunter 2865 socialdemokratischen Vereins wiederholt ausgesprochen, daß man für den sofortigen Streif, 839 dagegen. Nun hat das Verbands- einig sein und den Streit aus der Welt schaffen wolle, doch ist von komitee das Datum der Streiferklärung zu bestimmen. Es soll das der Verwirklichung dieser Gelöbnisse nichts zu spüren. erst nächsten Sonntag thun, d. h. ein paar Tage vor dem Landes- Die Genossen der Stadt Düsseldorf stehen in der Mehrzahl auf fongreß. Es ist daher anzunehmen, daß die Frage des partiellen feiten der Redaktion des Parteiblattes, die Mehrzahl der Genossen Streits im Loire- Becken thatsächlich bis zur Entscheidung des Kon- der Landorte stehen auf der entgegengesezten Seite, der Wassers, greffes über den Generalstreit aller französischen Bergarbeiter mit ihnen der Kreis- Vertrauensmann, der aber auch das Vertrauen in der Schwebe bleiben dürfte. der städtischen Genossen noch jetzt zu genießen scheint, denn ce Im Departement Drome wurde der radikale Vicepräsident der ist erst kürzlich in seinem Amte von einer in der Stadt abgehaltenen Deputiertenkammer, Maurice Faure, ohne eigentliche Gegen- Kreis- Parteiversammlung bestätigt worden. Die Genossen des Landfandidaten, mit 657 Stimmen bei 743 Abstimmenden in den Senat bezirks hielten dagegen am 7. September eine Kreiskonferenz ab, in gewählt. Er ersetzt übrigens einen gleichfalls radikalen Senator, der sie durch Beschluß das Vorgehen gegen Wasser, die Unwandlung welch letterer an die Stelle Emile Loubets, des Präsidenten der Beitung und die Umwandlung der Urganisation verurteilten. der Republik, gewählt worden war. M. Faure folgt dem ljus DieRedaktion des Parteiblattes 30g erst die Preßkommission zu Nate, Usus der bürgerlichen Bolitiker, bei der ersten Gelegenheit aus der ob sie den offiziellen Bericht von dieser Kreistonferenz abdrucken solle. Deputirtenkammer in den ruhigeren und beruhigenden Senat Die Düsseldorfer Genossen ziehen wieder in ihrem Verein über hinüberzuwandern. diese Kreiskonferenz in einer Weise her, die ebenfalls nicht geeignet ist, den Streit beizulegen. Wahlmänner| 500-600 600-700 700-800 im Wahlort Lyd, Marienburg, Pr.- Stargardt, Konitz, Prizwalt, Landsberg, Frankfurt a. D., Murowanna- Goslin ( Posen), Gräß, Lissa, Schroda, Koschmin, Schildberg, Schönlante, Labischin, Dels, Schweidnig, Natibor, Gnadenfeld, Friedland( Schlesien), Neisse, Lieguig, Lauchstedt( Sachsen), Altona, Münster, Minden( Westfalen), Bonn, Geldern, Neuß, Neuwied oder Altenfirchen, Koblenz, Simmern, Merzig( Rheinprov.). Culmsee( Westpreußen), Anklam, Greifenhagen, Stolp, Stettin, Stiel, Glas( Schlesien), Halberstadt, Eisleben, Iserlohn, Soest, Brühl( Landkreis Köln). Brandenburg, Guben, Kottbus, Nafel, Sohrau( Oberschlesien), Görlig, Aschersleben oder Stalbe, Weißen fels, Hagen, Gladbach. Danzig. Waldenburg oder Reichenbach, Magdeburg, Halle, Hannover, Torsten( Westfalen), Mühlheim a. Rh. Frankfurt a. M., Bielefeld. Aachen. Der religiöse Fanatismns in der Bretagne ist durch die Schließung der Schulen beziehentlich durch die Verhetzung der GeistKönigsberg i. Pr., Berlin I, Solingen, Elberfeld, lichen auf das äußerste angefacht worden. Dieser Tage sind gegen Düsseldorf. nov 3000 Pilger mit Extrazügen nach Lourdes; abgefahren. Der größte Teil derfelben kam von Landerneau und Umgegend; nicht weniger als 400 Geistliche begleiteten den Pilgerzug. 800-900 900-1000 1000-1100 1100-1200 1200-1300 1300-1400 1400-1500 2200-2300 Köln. 2600-2700 2700-2800 Berlin III. 2900-3000 Ottweiler. Berlin II, IV, Bernau, Breslau. Beuthen Köpenick. Duisburg. 3500-3600 Dortmund. In der neuesten Nummer teilt mm gar das Parteiblatt mit, daß Genosse Wasser mit dem Gerichtsvollzieher in den Geschäftsräumen des Blattes erschienen sei, um die Bücher zu pfänden, und daß zum Ueberfluß der Schriftführer der Kreisfonferenz den verantwortlichen Redacteur auf Herausgabe des Manuskripts von dem Bericht über diese Konferenz beim Gericht verklagt habe. bei Man hat bei allen diesen Vorkommnissen, bei denen man ja Die Affaire de Chamaillard. De Chamaillard hatte in Quimper die Siegel von einer Schule der Weißen Schwestern" Recht und Unrecht aus der Ferne schwer abwägen kann, die sid entfernt. Sogleich teilte er dies der Behörde mit und berief sich Empfindung, daß auf beiden Seiten das Gefühl für die darauf, daß die Verordnung zu recht bestünde. In seiner Verantwortung vollständig geschwunden ist, die die maßgebenden deren tragen haben und fie fich Verteidigung vor dem Gericht zu Quimper, das dieser Tage gegen Barteigenossen zu Staatsanwaltes, der sich auf den Standpunikt stellte, daß der Gerichts- sein sollten. Auf den führenden Parteigenossen ruht die Verihn verhandelte, erhob er dieselben Einfvände. Trok Einspruchs des ihrem öffentlichen Handeln immer und unter allen Umständen bewußt hof nach der Berechtigung der Gefeße nicht zu fragen habe, entschied antwortung dafür, wie die Partei am Orte sich entwickelt. Diefe das Gericht, daß dem Herrn de Chamaillard zwei Monate Zeit zu Verantwortung ist unter den schwierigen Verhältnissen des RheinTassen sei, die gefeßlich vorgeschriebene Vegründung des Rekurses, landes doppelt groß. Die Düsseldorfer Parteiblätter haben der gesamten den er gegen die Defrete des Ministeriums und die Verordnungen deutschen Partei gegenüber die Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß des Präfekten beim Staatsrat eingelegt habe, beizubringen. In diefer widerwärtige persönliche Bant unter allen Umständen einem zweiten Falle, wo ein adeliger Oberlieutenant der Reserve unter beseitigt wird. Ihre Differenzen sollen sie in geordneter Weise unter derselben Anklage stand, wurde ebenfalls beschlossen, die Sache bis Burückstellung aller persönlichen Empfindeleien schlichten und dann gemeinsam für die Ausbreitung der Partei arbeiten. Sie stehen auf nach Entscheid des Staatsrats zu vertagen. einem vorgeschobenen Posten und sie sind der Partei Rechenschaft Rußland. schuldig, wenn sie durch persönlichen Bank die Interessen der Gesamt partei fchädigen. Wir richten nun an die Parteigenossen der verschiedenen Städte und ebenso an alle Freunde eines gefeßmäßigen Wahlvollzuges die Bitte, zu untersuchen, ob in der betreffenden Stadt ein Lokal vorhanden, das die angegebene Zahl von Wahlmännern in einem Raum zu fassen vermag. Ergiebt sich, daß ein solches nicht vor handen, so bitten wir eine diesbezügliche Mitteilung an Dr. Leo Arous, Berlin SW. 46, Königgrägerstraße 109 gelangen zu laffen. Hinzuzufügen wäre: a) der Name des größten vorhandenen Lokals inter Angabe der polizeilicherseits festgestellten zulässigen Personenzahl, b) Bezeichnung der größten am Ort vorhandenen Kirche nebst ungefährer Zahl der von ihr zu fassenden Personen, da bereits früher Kirchen zu Landtagswahlzwecken benutzt durch den Minister für„ Voltsaufklärung" veröffentlicht worden. Zwei Erlaffe über das Universitätswesen sind dieser Tage Wie man Socialdemokraten im Gefängnis behandelt. Genosse. Quard in Frankfurt a. M. ist am Sonnabend nach Verzweck- Disciplinargerichts bei den Hochschulen an. Dieses büßung einer Strafe von 11 Wochen Gefängnis wieder in die Freiwerden um Abdruck gebetent- aus der Tabelle würden sie zweck- Gericht setzt sich zusammen aus fünf Profefforen, die heit zurückgekehrt. Ueber seine Behandlung schreibt die„ Frankfurter mäßig nur die Orte ihres Verbreitungsgebietes aufnehmen. gewählt und vom Kurator des Lehrbezirks bestätigt verben. Sie Bolksstimme": wurden. Alle Blätter, die einen gesetzmäßigen Wahlvollzug wünschen, Disciplinargerichts bei den Hochschulen an. Der erste Erlaß ordnet die Einseyung eines Ausland. Bled Sag Oestreich- Ungarn. シ = volt der entscheiden über alle geringfügigen Bergehen der Studenten Die Behandlung des Genoffen Quard ist diesmal ciite wesentlich und beginnen ihr Verfahren auf den Antrag des Nettors, der strengere gewesen, wie bei seiner ersten Juhaftierung 1899. Scit ebenso wie die Dekane nicht zu den Mitgliedern des Gerichts dem Tode der Direktors Streitke sind in der Preunges Die Strafen, die vom Disciplinargerichte verhängt heimer Strafanstalt große Veränderungen vor sich gegangen. Die Landtagswahlen in Sicht. werden, bestehen in Bemerkungen, Verweisen, in Egmatrikulation und humane Behandlung, deren sich zu Streitkes Beiten politische Ge-st- Wien, 16. September.( Eig. Ber.) Der Monat Oktober in der Relegierung. Der zweite Erlaß des Herrn v. Sänger be- fangene zu erfreuen hatten, hat jetzt aufgehört. Das erfuhr schon wird in Oestreich sehr bewegt sein: es steht nämlich die Neuwahl von handelt gewisse Organisationen unter den Studenten. Genosse Zielowski, als er das ziveite Mal 1900 vier Wochen in acht Landtagen bevor. Aufgelöst wurden die Landtage von Nieder- Die einzelnen Kurse sollen Seuratoren erhalten, die vom Kurator des Preungesheim war und Erbsen, Linsen und Böhnen lesen mußte, östreich, Oberöstreich, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Lehrbezirks ebenfalls aus den Professoren ernannt werden. Sie haben weil ihm die Staatsanwaltschaft Selbstbeschäftigung versagt hatte. Mähren und Schlesien, und die Neuwahlen finden in allen Stron- im Verein mit einer Kommission von Hochschullehrern die Aufsicht Diese Vergünstigung hat zwar Genosse Quard diesmal noch wie gehabt, aber im allgemeinen ländern Ende Oktober und Anfang November statt. Die größere und Leitung der Arbeiten der Kurse und treten mit den Studenten ihm ausdrücklich gesagt wurde und über die Grenzen der Provinz hinausreichende Bedeutung kommt in Verbindung, um deren etwaige Wünsche zu hören. Die Vertreter ist die Behandlung diesmal eine wesentlich strengere gewesen, zwar foll dazu ausdrücklich die Weisung der Studenten sind hierbei gewisse Vorsteher, die von ihnen in zu diesem und den Wahlen in Niederöst reich zu, denn hier soll der Versuch Zwede einberufenen Versammlungen gewählt werden. Diese Wer Ober Staatsanwaltschaft ergangen sein. Gutſprechend seiner gemacht werden, ob es nicht möglich ist, das beschämende Joch der sammlungen dürfen nur mit Genehmigung des Instruktion hat denn auch Direktor Migula gehandelt. Vor allen Luegerei zu brechen. Die Wichtigkeit des Landtags von Niederöstreich Rettors einberufen werden und sind überhaupt die einzigen. Dingen wurde Quarck nicht gestattet, irgend eine Zeitung, nicht besteht darin, daß er über die Gemeinde Wien die Aufsicht führt; sein die alt der Universität gestattet sind. Alle alleinmal das Amtsblatt, lesen zu dürfen. Wegen eines Briefes, den Charakter bestand darin, daß er eine Filiale des Wiener Gemeinde- gemeinen Studentenversammlungen, jede gemeinschafter schreiben, oder eines Besuches, den er empfangen wollte, ivar in Nur daraus ist die leidenschaftliche Wut zu erklären, Liche Adresse, jede Entsendung von allgemeinen jedem Einzelfalle eine Eingabe notwendig. Alle erhaltenen Briefe, öffentliches Nedenhalten und auch die von seiner Frau und seinen Kindern, mußte er im Anfang womit die Luegerhorde ihre Majorität verteidigt denn an Abordnungen, nach drei Tagen wieder abliefern, sodaß Gesich sind die Befugnisse der östreichischen Landesvertretungen nicht Veranstaltung von Sammlungen, jede Aeußerung feiner Haft torporativen zusammengehens sind verboten. noffe Quard, bis er durch besondere Eingabe erzielte, daß so groß, um ein besonderes politisches Besitztumm vorstellen zu können. torporativen zusammengehens Ueber die Chancen der Wahl läßt sich nichts vorhersagen; sind es Dagegen ist die Bildung wissenschaftlicher und litte er sie behalten durfte, zuerst nicht einmal dieser kleinen Diese Maßnahme kanu rarischer Verbände gestattet, vorausgesetzt freilich, daß sie unter Frende voll teilhaftig wurde. doch ganz andre politische Verhältnisse, unter denen sie sich heuer der Kontrolle des Rektors bleiben. Die Entscheidung der würdigen, der weiß, welche stifle Freude einem Gefangenen abwickelt, als es die waren, die Lueger im Jahre 1896 den ersten ferner über die Gründung studentischer Lesehallen, Speisehäuser, ein Brief von lieber Hand bereitet. Früher durften unfres Wissens großen Sieg brachten. Damals sammelte sich in seinem Lager Stafsen usw. hängt allein von der Universitätsbehörde ab.alle Gefangenen ihre Briefe behalten; man gestattete ihnen bei guter Führung fogar, daß sie eine gesandte Photographie von der Frau, alles, was mit der liberalen Mißwirtschaft, die ihren Höhepunkt in Amerika. Kindern oder einer Braut behalten durften. Sogar eine Anzahl rats war. dem unfeligen Koalitionsministerium erreicht hatte, unzufrieden ge= wesen war; und damals waren die Christlichsocialen auch eine ganz Chinabeute. In San Francisco sind vor einigen Wochen harmloser Ansichtskarten, die Freunde und Parteigenossen Quard ins andre Partei, als sie heute sind.. Damals verkörperte Lueger eine fünf taiserlich chinesische Siegel und zwölf Tafeln Gefängnis geschickt hatten, wurden ihm nicht ausgehändigt, sodaß er politische und wirtschaftliche Opposition, zwar mit unverkennbaren aus dem kaiserlichen Tempel in Pefing, sämtlich hergestellt auch dieser Trostzeichen verlustig ging. Selbst ganz unschuldige aus dem kostbarsten, fleckenlosen Nephrit, beschlagnahmt worden. kulturhistorische Bücher, von einem Freund aus Quards Heimat Merkmalen der Demagogie und Unchrlichkeit, aber doch etwas Sie befanden sich größtenteils in dem Besitze eines dieutenants gesandt, ließ die Direktion an den Abfender zurückgehen, obgleich schlechthin andres, als es die gegenwärtige Partei der Berlogenheit, vom 9. Infanterie Regiment, Namens John B. Schoeffel. Dieser Quard Selbstbeschäftigung hatte. Die Genoffen Schmidt und Zie des Klerikalismus und skrupellosen Terrorismus ist. Daß sich behauptete, er hätte die Sachen in Beling von einem Chinesen für 50 Doll. lowski, die um die Erlaubnis gebeten hatten, ihren Kollegen einmal gegen die Wiener Gelvaltherrschaft Gewaltherrschaft eine starke Bewegung getauft und sie später mit nach den Philippinen genomunen. Sowohl besuchen zu dürfen, um über verschiedene redaktionelle Angelegendes flachen Landes regt, daß insbesondere die Volfsparteiler, Sie Siegel wie die Tafeln sind von großem Werte, besonders aber beiten mit ihm zu reden, wurden mit ihrer Bitte abgewiesen. Zu die vor sechs Jahren Herrn Lueger die Steigbügel hielten, heute die letzteren. Denn jede von ihnen, die alle einen halben Zoll dick, einen einer solchen persönlichen Rücksprache liege kein Bedürfnis vor; ausLuegers grimmige Gegner geworden sind, ist nun wohl der Fall. Fuß lang und vier Fuß breit sind, enthält einen furzen Abriß der nahmsweise wollte Herr Migula einen brieflichen Verkehr geftatten. Geschichte eines Kaisers. Da Ob aber die Gegenströmungen, die unter einander nicht viel ist. Abschriften hiervon zu machen, so ist der historische Wert geantwortet, daß das Verhalten der Strafanstalts- Verwaltung ein Da es niemals erlaubt worden auf eine Beschwerde Schmidts an den Juſtizminiſter hat dieſer ſpäter Gemeinsames haben, start genug sein werden, gegen die Künste der der Tafeln für die Chinesen geradezu unschätzbar. Deshalb hatte chriftlichsocialen Agitation, die nicht nur über den Pfarrer, sondern auch die Belinger Regierung hohe Belohnungen auf ihre ertragen gewesen, wenn Quard wenigstens in Bezug auf seine GefundAber alle diese kleinen Nadelstiche wären schließlich noch zu auch über die Landbürgermeister verfügt, aufzukommen, das ist leider Wiederherbeischaffung ausgesetzt und hatten die fremden Mächte geheit schonender behandelt worden wäre. Trotzdem er durch ärztliches nicht so gewiß, als es wünschenswert wäre. beten, sie dabei zu unterstützen. Auch die zwei Zoll dicken und recht Beugnis nachivies, daß seine Konstitution bezüglich der Soft und BeDie Socialdemokratie ist an diesen Wahlen im hohen schweren Siegel sind kost bar. wegung im Freien Rücksichten erfordert, die lediglich eine Erkrankung Maße beteiligt. Vor allem durch das Mandat von Favoriten, das Protest der Union gegen die rumänischen Judenver- verhüten sollten, konnte er nicht mehr als zwei Mal je eine halbe bei einer Ersatzwahl für Victor Adler erkämpft worden ist. folgungen. Die Wojbingtoner Regierung hat, nach einer Meldung Stunde am Vormittag Bewegung in frischer Luft erlangen, und zwar Durch die letzte Reform der Wiener Gemeinde- Wahlordnung ist auch des„ B. T.", in Bukarest eine in äuſterst scharfem Tone gehaltene wurde er dabei ſtreng bewacht. Unter der früheren Direktion war das Landtags- Wahlrecht erweitert worden- obwohl es noch lange Note überreichen lassen, die gegen die gegenüber den rumänischen den politischen Gefangenen vormittags und nachmittags je eine Stunde Juden geübten Begationen protestiert. Die Legitimation für die Spaziergang gestattet. Auch in Butzbach genoß Genosse Bielowski diese nicht allgemein ist-, und der induſtriereiche Bezirk macht Bereinigten Staaten zum Protest besteht darin, daß unter Ber- Bergünstigung, wie überhaupt dort die Behandlung eine viel humanere es möglich, das im Sturm eroberte Mandat auch zu behaupten. Legung des Berliner Vertrages jüdische Rumänen zum war. So blieb denn nicht aus, was voraus zu sehen war: Genosse Aber es werden dazu die größten Anstrengungen Auswandern gezwungen werden und in immer steigendem Maße in Quard erkrankte am Schluß der ersten zwei Monate, wurde bett nötig sein, denn die Christlichsocialen werden alles daran die Vereinigten Staaten einströmen. Die Protestnote wird auch lägerig und kam mun endlich, nachdem er Schaden an seiner Gesundsetzen, den Mann zu werfen, der sich im Landtage als allen Unterzeichnern des Berliner Vertrages zugestellt. Gegner von einer Kraft und Stärke erwiesen hat, wie sie ihm vorher nie begegnet sind, der in dieser Körperschaft eigentlich erst eine Opposition begründet hat. Auch andre Wahlkreise bieten Wenn man diese Behandlung eines wegen politischer Vergehen Anssichten wenn es auch nicht gestattet ist, schon von Sieges verurteilten Redacteurs mit der des Duellmörders Falfenhagen und Häßliche Streitigkeiten haben sich in Düsseldorf unter andrer nobler Herren vergleicht, die mit dem Strafgesetzbuch in erwartungen zu reden. Jedenfalls werden die Socialdemokraten, die den Parteigenossen entwidelt. Bekanntlich ist vor einigen Wochen Konflikt geraten, dann wird einem offenbar, wie sehr nicht nur in durch die Personal- Einkommensteuer über starke Wählergruppen ver- das dortige Parteiblatt in einen andren Verlag übernommen worden der Strafrechtspflege, sondern auch im Strafvollzug mit giveierlei fügen, nirgendwo zögern, ihre Stimme in die Urne gegen die Fort- und hat einen andren Namen erhalten. Aus Gründen finanzieller Maß gemessen wird. dauer der Luegerschen Tyrannei zu werfen. Partei- Nachrichten. Natur war beschlossen worden, die gleichzeitig mit dem Verlags- 1 heit gelitten, ins Lazarett mit reichlicherem Luftgemuß, wo er äußerlich wieder hergestellt wurde. Nach Aussage des Arztes hat er jedoch mehrere Wochen zur Erholung nötig. Krankenkasse und Aerzte. Die Mitglieder der im Verein Berliner Kaufleute und Industrieller trag zu dieser Frage liefert ein hervorragender belgischer Techniker, oder die im Centralausschuß zusammengeschlossenen wirtschaftlichen den die Independance Belge" nach den amerikanischen Industries Wir werden um die Aufnahme der folgenden Ausführungen Verbände und Fachorganisationen erhalten in den Dienststunden centren entsandt hatte, um dort die Fabrikationsmethoden und die ersucht: 9-1 und 4-7 auf dem Vereinsbureau, Krausenstraße 35, Ueberlegenheit der amerikanischen Produktion zu studieren. Er Ich möchte heute das Urteil der breiten Oeffentlichkeit in einer Auskunft über 8ollsäge des In- und Ausschreibt: Frage anrufen, die fast andauernd Anlaß zu Polemiken in landes. Bei Waren, deren Tarifierung seitens der ausländischen Haben die Amerikaner wirklich ein besseres Arbeitermaterial als medizinischen und politischen Zeitschriften bietet. Der Vorgang, der Bollverwaltung Zweifeln unterliegt, ist es ratsam, bei der Befragung wir in Europa? Nun, an den Arbeitern selber, d. h. an den Quali mich dazu veranlaßt, pflegt sich in gleicher oder ähnlicher Form in des Vereinsbureaus thunlichst eine Probe beizufügen. In allen Fällen, täten, die sie von Haus aus mitbringen, liegt es gewiß nicht, wenn ganz kurzen Zeiträumen zu wiederholen und ich möchte die Gelegen in denen es fraglich erscheint, welcher Position eines ausländischen in Amerika mehr geleistet wird als in Europa.„ Viele unsrer heit wahrnehmen, um meinen principiellen Standpunkt in dieser Bolltarifs eine für die Ausfuhr bestimmte Ware zugewiesen wird, besten Arbeiter", fagte mir wörtlich Mr. Westinghouse, der Frage darzulegen, für den, wie ich hoffe, auch die Leser dieses Blattes empfiehlt der Vorstand allen ihm zugehörigen Beteiligten, vorherige Vizepräsident der Westinghouse Electric Company, tommen zu gewinnen find. Zu meiner Darlegung treibt mich nicht allein der Auskunft insbesondere um deswillen einzuziehen, weil offensichtlich von Europa". Das ist wohl der der schlagendste BeWunsch, einer gerechten Forderung neue Anhänger zu werben, sondern die Neigung der ausländischen Einkäufer zunimmt, deutsche zur Einweis. In den den Pittsburger Kohlengruben schäßt man be außerdem die unangenehme Notwendigkeit, mich gegen persönliche An- fuhr in das betreffende Land bestimmte Waren franco Zoll" zu fonders die deutschen, belgischen und französischen Arbeiter. Als griffe, denen ich leider von Parteigenossen ausgesetzt war, auch den erstehen, sodaß eine etwaige zu niedrige Kalkulation der zu er- Glasbläser finden Europäer stets prompte Verwendung. Und so ist Parteigenoffen gegenüber zu verteidigen. Es handelt sich um die wartenden Zollsäge den heimischen Interessenten zur Last fällt. es in vielen andern Industriezweigen. Der Unterschied liegt also viclerörterte Frage des Verhältnisses der Krankenkassen- Borstände zu Das Fehlen fester Bestimmungen für die Be- nicht im Menschenmaterial, sondern in den ihren Aerzten. Der thatsächliche Vorgang, der diesen Erörterungen griffe Fabrik" einerseits und Handwert" besseren Maschinen und namentlich in den besseren zu Grunde liegt, ist in furzem folgender: Eine große Berliner andrerseits, sowie der Umstand, daß darüber, ob ein Betrieb socialen Verhältnissen. On est plus de coeur à Orts- Krankenkasse, die Orts- Krankenkasse der Gastwirte und ver- einer bestehenden Zwangsinnung zuzuweisen ist oder nicht, lett- l'ouvrage", fagte mir ein nordfranzösischer Arbeiter," welcher in einem wandten Gewerbe zu Berlin", fand die Zahl der bisher angestellten instanzlich die höhere Verwaltungsbehörde entscheidet, haben, Schmiedewerk in Pennsylvanien beschäftigt ist,-, manist mehr mit dem Aerzte zu gering und will einige neue Aerzte engagieren, ohne zumal da diese Entscheidungen in den einzelnen Bezirken Herzen bei der Arbeit". indeffen für die Summe des ärztlichen Honorars beträchtlich größere nicht nach einheitlichen Grundfäßen erfolgten, schwere UnzuträglichAufwendungen als früher zu machen; sie schlug demzufolge ihren teiten im Gefolge gehabt. Um die fich daraus ergebende Rechtsbisher angestellten Aerzten, ohne sich vorher mit ihnen ins Ein- unsicherheit abzustellen, hat der Centralausschuß beschlossen, vernehmen zu segen, plöglich eine Kontraktänderung mit Gehalts- beim Herrn Reichskanzler wie beim preußischen herabsetzung vor, auf die einzugehen die betreffenden Aerzte ge- Herrn Handelsminister zu beantragen, es möge bei der zwungen find, wenn anders sie sich nicht einer Kündigung aussehen ersten sich darbietenden Gelegenheit eine Aenderung des§ 100h der wollen. Der vorgeschlagene neue Vertrag mun fest Bahlungsbedingungen Gewerbe- Ordnung nach der Richtung hin vorgenommen werden, daß fest, die sowohl von der Vertragskommission der Aerztekammer, die Frage, ob jemand einer Zwangsinnung als Mitglied anzugehören d. H. der von den Aerzten gewählten Standesvertretung, als von verpflichtet ist, nicht mehr in letter Instanz von der höheren Verder Vertragskommission des Vereins der freigewählten Staffenärzte waltungsbehörde, sondern durch ein geeignetes richter für standesunwürdig und also jedem anständig denkenden Arzte nnliches Verfahren entschieden werde. annehmbar erklärt werden. Der Verein der freigewählten Staffen" Sociales. Abgeordneten Rich. Röside mißbilligt. Es ist interessant, die Gründe Die Kreuznacher Heldenthat wird auch vom Reichstagss dieses, socialistischer Anschauungen gewiß nicht verdächtigen Mannes hören. Er sagt in einem Artikel der„ Soc. Praxis"( Nr. 51) allgemeinen Verbande gerade vom Standpunkte liberaler Anausdrücklich, daß der Ausschluß der Konsumvereine aus dem schauungen zu verurteilen sei. Man kann", so schreibt er, die Frage, ärzte stellt eine wirtschaftliche Organisation dar, die es zu ihrer Handelsbilanz und Industrieblüte. Wie völlig verkehrt es schaften in einem gemeinsamen Verbande auf die Dauer möglich ist, ob eine Förderung der Interessen von Kredit- und Konsum- GenossenAufgabe macht, den Stassenärzten möglichst gute materielle Arbeits- ist, aus der Zu- oder Abnahme des Außenhandels eines Landes bejahen oder verneinen, man kann ferner den Wert von Konsumbedingungen zu schaffen. Diese Organisation schließt von ihrer ohne weiteres auf einen günstigen Stand der industriellen Thätigkeit Genossenschaften je nach dem wirtschaftlichen Standpunkt, den nian Mitgliedschaft alle diejenigen Aerzte aus, welche von ihr nicht gebilligte in diesem Lande zu schließen, lehrt eine soeben vom englischen Board einnimmt, verschieden beurteilen; daß aber die Thätigkeit des Berträge mit Krantenfassen unterzeichnen. Dem Verein der freigewählten of Trade veröffentlichte Handelsstatistik über die Ein- und Ausfuhr letzteren die Verdrängung riues Teiles des Zwischenhandels bedeutet, Kaffenärzte gehören der weitaus größte Teil der Berliner Aerzte und einiger Haupthandelsländer während des ersten Halbjahrs von 1902. Die ist ebenso selbstverständlich, auch viele der augenblicklich bei der Gastwirtskaffe thätigen Herren an. Aufstellung zeigt Deutschland an der Spitze der Länder, welche in dieser Sleinbetriebe, die Warenhäuser den Kleinhandel und die Fabriken das wie daß die Großbetriebe die Durch ihre Zugehörigkeit zu diesem Verein beweisen alle diese Herren Beit Fortschritte im Außenhandel machten. Die Gesamteinfuhr in Handwerk zu verdrängen geeignet find. Wo haben denn aber jemals natürlich ihre Uebereinstimmung mit seinen wirtschaftlichen Bielen. Deutschland betrug in der angegebenen Zeit rund 139 Mill. Bfd. Sterl. liberale Männer hieran Anstoß genommen? Wo haben sie sich denn Wer nun einen Vertrag mit einer Krankenkasse abschließt, den der und übertraf die Einfuhr in der gleichen Zeit des Vorjahres um bisher der modernen Entwicklung der Produktion und des Waren Verein nicht billigt, treibt das, was man als Unterbietung" zu be- fast 5 Mill. Bfd. Sterl.; die Gesamtausfuhr stellte fich 1902 auf verkehrs widersetzt? Ist nicht von liberaler Seite dem Fortschritt zeichnen pflegt. Eine solche Unterbietung" verlangt mun die Gast- 112,4 Mill. fd. Sterl. und damit um 7,5 Mill. Pfd. Sterl. höher auch auf wirtschaftlichem Gebiete von jeher das Wort geredet und wirtstasse bei Gefahr der Kündigung von ihren Aerzten und noch als 1901. Kein Land hat eine gleich beträchtliche Zunahme die sogenannte Mittelstandspolitik, die durch Zwangsinnungen, Be obendrein eine Unterbietung der vorher durch ihre Zugehörigkeit zum feines Außenhandels aufzuweisen, besonders nicht die beiden fähigungsnachweis, Uuterdrückung oder Sonderbelastung der GroßBerein von ihnen selbst geforderten Arbeitsbedingungen. Aerzte, die, mächtigsten seiner Rivalen auf dem Welthandelsmarkt, Groß- betriebe die freie Konkurrenz unterbinden, veraltete Wirtschaftsim Falle sich die bisherigen Kassenärzte für den neuen Vertrag nicht britannien und die Vereinigten Staaten. bereit finden ließen, sich der Kasse anschließen würden, müßte fuhr, die sich auf nicht weniger als 262,7 mill. Pfd. Sterl. bezifferte, Eristenzen fünstlich erhalten will, von allen liberalen Parteien be Die englische Ein- formen und die aus eigner Kraft nicht mehr lebensfähigen man nach der allgemein üblichen Benennung als Streifbrecher" hat nur um ca. 320 000 Pfd. Sterl. gegen das Vorjahr zugenommen, fämpft worden? Gerade von dem Begründer des Genossenschaftsbezeichnen. Ich habe an dieser Stelle nicht nötig, auf die und die englische Ausfuhr, die im ersten Semester 1901 schon wesens, von Schulze- Delitzsch, sind alle, nicht unr einzelne moralische Wertschätzung einzugehen, die ein Streitbrecher in 138,6 min. fd. Sterl. betragen hatte, blieb dahinter um 3,2 Mill. Klaffen auf die Selbsthilfe feiner Gesellschaftstlaffe genießt. Ich gehöre zu den Aerzten der Pfd. Sterl. zurück. Und ebenso haben die Vereinigten Staaten mit die Staatshilfe predigte verwiesen worden. Niemals hat - in Gegensatz zu Lassalle, der Gastwirtsfasse und sah mich in dieser Eigenschaft veranlaßt, den ihrer Ausfuhr von 183 Will. Pfd. Sterl. gegen die gleiche Zeit des er von dem Rechte, sich genossenschaftlich zusammenzulchließen, die Beschluß des Vorstandes zu mißbilligen und meine Kollegen auf vorhergehenden Jahres einen Ausfall von über 17 Will. Pfd. Sterl. Konsumenten, die Arbeiter, ausgenommen! zufordern, nicht auf denselben einzugehen. Aus diesem Grunde gehabt, b. i. der bedeutendste Ausfall unter allen Staaten. Dagegen haben dann Genoffen die Aufrichtigkeit meiner arbeiterfreundlichen ist die amerikanische Einfuhr gestiegen: sie betrug im laufenden Gesinnung" angezweifelt. Ich möchte nun zu beweisen suchen, daß Jahre 94,98 min. Pfd. Sterl. oder 4,5 Min. Pfd. Sterl. mehr als jeder wahre Arbeiterfreund" gerade mir den gleichen Standpunkt im vorhergehenden Jahre. vertreten sollte, wie ich, indem ich zweierlei Fragen aufwerfe, erstens: Somit hatte Deutschland seine Position im Welthandel abermals Jit die Handlungsweise des Kassenvorstandes ethisch zu rechtfertigen? erfreulich verbessert; es nehme zwar noch immer dem Wert seiner Zweitens: Ist sie tlug und im Interesse der Kassenmitglieder liegend? Einfuhr nach die zweite Stelle hinter Großbritannien und den VerDie erfte Frage nun muß mit vollster Entschiedenheit verneint einigten Staaten ein; besonders in letzterer Beziehung aber sei werden. Gleiches Recht für alle“ ist doch wohl diejenige Forderung, der Abstand zwischen der Union und Deutschland, der im vorher für die zunächst alle Socialisten eintreten. Nun fordern aber die Arbeiter gehenden Jahre noch fast 46 Mill. Pfd. Sterl. betrug, auf circa von den Unternehmern das Recht der freien Organisation und Aner- 22 Mill. Pfd. Sterl. zusammengeschrumpft. kennung der von der Organisation festgesetzten Arbeitsbedingungen. Die Mehreinfuhr Deutschlands erklärt sich einfach daraus, daß Im Verhältnis der Kaffenvorstände zu ihren Aerzten spielen erstere es infolge seiner vorjährigen ungünstigen Ernte und feines Fleisch die Rolle der Unternehmer, die Aerzte diejenige der Arbeitnehmer. mangels weit mehr Getreide, Vich, Fleisch und andre NahrungsDer Vorstand der Gastwirtskasse mun verlangt von seinen Aerzten mittel im ersten Halbjahr 1902 einzuführen gezwungen war, bedingungsloses Eingehen auf die von ihm festgesetzten Arbeits- als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. lind bedingungen und direktes Zuwiderhandeln gegen die Forderungen feine größere Ausfuhr rührt rührt daher, daß, da auf bem Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Halle beschloß das ihrer Organisation, so daß fie von dieser Organisation ausgeschlossen inneren Markt die Krise andauert und der Absatz stockt, verschiedene dortige Stadiverordneten- Kollegium, den Magistrat um eine baldige werden; er verlangt also flipp und flar" Streitbrechertum". Der Industriezweige, vor allem die Eisen-, Stahl- und Kohlenindustrie, Vorlage zu ersuchen, wodurch in größerem Maßstabe ArbeitsKassenvorstand weiß sehr wohl, daß mir die bitterste wirtschaftliche sich gezwungen sahen, ihre Produkte zu niedrigsten Preisen nach den gelegenheit beschafft wird. Notlage, die Unmöglichkeit, auf das bisher bezogene Honorar ganz Auslandsmärkten abzustoßen. Die Einfuhr- und Ausfuhrsteigerung bedeutet also feineswegs ein weiteres rasches Aufblühen der deutschen Industrie, sondern im Gegenteil ein Andauern ihrer ungünstigen Lage. " " 1 genossenschaften socialdemokratische Tendenzen" gefunden werden Wenn in der natürlichen Konsequenz der Thätigkeit der Konsumfönnen, so hätten, wie in der Sereuznacher Bersammlung mit Recht gefordert wurde. nicht einzelne, sondern alle Konsumvereine ausgeschlossen werden müssen. Das Worin liegen also diese Tendenzen? Etwa darin, daß sich ist aber nicht geschehen! die Mitglieder und Leiter der 99 Genossenschaften in politischer Beziehung zur socialdemokratischen Partei bekennen? Dann würde also der Grund in deren politischer Gesinnung zu suchen sein, ein Grund, der gerade von liberaler Seite nicht scharf genug zurück gewiesen werden müßte." diesem Punkte gauz richtig dargestellt, nur darf man eben die um Die liberalen Anschauungen sind hier von Herrn Rösicke ja in Crüger, Eugen Richter 2c. nicht mehr als Vertreter liberaler Anschaumgen betrachten. Aus der Frauenbewegung. zu verzichten, die Aerzte dazu zwingen fann, auf die ihnen gestellten Bedingungen einzugehen, und er scheut sich nicht, diese wirtschaftliche Notlage zu feinem Vorteil auszumuzen; das thun socialistisch denkende, organisierte Arbeiter; sie messen mit zweierlei Maß für Neber den Einfluß der Eisenzölle anf den deutschen sich und für ihre Aerzte; eine Handlungsweise, die ihre eigenen Lokomotivenbau heißt es in der Deutschen Industrie- Zeitung": Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Kollegen in ihren Augen unehrenhaft machen würde, muuten sie ihren Die stärkste Konkurrenz wird dem deutschen Lokomotivbau von wird Montag, den 22. September, abends 81/2 Uhr, in den ArminAerzten zu. Meiner Meinung nach sollte jeder Socialist, der nicht England und Amerika gemacht. Obwohl das deutsche Fabrikat in hallen, Kommandantenstr. 20, Frl. Dr. Springer einen Vortrag nur das Wort, sondern auch den Sinn verstanden hat, die Berechti- Anbetracht seiner Solidität überall Anerkennung findet, vermag es halten über das Thema: Wie erziehen wir unsre Kinder zu gefunden gung und Notwendigkeit der Organisation ebensowohl für die doch nicht, infolge der erheblich höheren Entstehungskosten, ins- Menschen?" Gäste willkommen. Der Vorstand. Bildungsproletarier in erster Linie also für die Aerzte wie besondere durch den auf dem verwendeten Rohfür die Proletarier, der förperlichen Arbeit anerkennen, und sollte material und Halbfabritat ruhenden Zoll, die diese Organisation auch achten; stellt er sich hier auf den krassen Stonkurrenz der genannten beiden Länder zu überwinden. Das Machtſtandpunkt, indem er sagt: Wir nehmen die Aerzte zu den Mittel, den deutschen Lokomotivbau stärker in den Wettkampf mit Lehte Nachrichten und Depelthen. billigsten Arbeitsbedingungen, zu denen wir sie finden können, fremden Ländern zu gestalten, dürfte daher mehr in der Ver so schlägt er seinen eigenen Interessen ins Gesicht; denn günstigung der zollfreien Einfuhr von Rohmaterialien und Halber giebt dem Unternehmer die Handhabe für die Unter- fabritaten mit der Verpflichtung der Wiederausfuhr als in einer Gefangenen- Revolte. drückung auch seiner Organisationen und die Ausnutzung Erschwerung der Einfuhr ausländischer Lokomotiven durch hohe Zölle Lemberg, 17. September.( W. T. B.) Wegen einer über Sträf auch seiner wirtschaftlichen Notlage. Daß die Aerzte heutzutage zu finden sein. Und dies umsomehr, als die Ausfuhr die Einfuhr linge verhängten Disziplinarſtrafe von Sträflingen, begingen die zum größten Teile thatsächlich Proletarier find, das bedarf feiner stets erheblich fibertraf." Sträflinge des hiesigen Männerstrafhauses Ausschreitungen. Mehr Auseinandersetzung mehr; es ist bereits zum leberdrusse auch in Das schreibt dasselbe Specialorgan des Centralverbandes als hundert Sträflinge draugen mit Werkzeugen bewaffnet aus den socialistischen Blättern dargelegt worden; aber dabei muß auch deutscher Industrieller, das die Aufrechterhaltung des Roheisenzolls Werkstätten, versuchten die Thüren zu stürmen und die Schlösser außerdem noch berücksichtigt werden, daß man die Arbeit eines und die Zollerhöhungen auf Halbstoffe als„ reitende" Thaten und 3 zerbrechen. Nach Erscheinen von Militär trat wieder Ruhe ein. Arztes nicht wie die des Arbeiters einfach nach der Stundenzahl als ein Segen für das deutsche Wirtschaftsleben gepriesen hat. Es abschätzen kann; der Arzt muß für seine Arbeit überall geht doch nichts über die durch den Profit korrigierte echte Unterfeine ganze Bersönlichkeit einfegen; er trägt eine Bernehmerlogit. antwortlichkeit, die mit Geld überhaupt nicht zu bezahlen ist. Schlechte Bezahlung aber zivingt ihn noch obenein, seinen Kräften Aus Villingen wird der Frankfurter Zeitung" vom Mittwoch, 17. September, gemeldet: Gestern abend brach in St. Georgen Feuer aus, durch welches etwa 30 Häuser zerstört wurden. furchtbarer Brand; 150 Gebäude, darunter die Schule und die Agram, 17. September.( B. H.) In Semovec wütet ein Stirche, find eingeäschert, drei Personen sind verbrannt. Konstantinopel, 17. September.( W. T. B.) Der Sanitätsben Ueber die Folgen des amerikanischen Kohlenarbeiterftreiks mehr zuzumuten, mit andren Worten mehr Patienten zu übernehmen, berichtet die National- 3tg.": Nach den Berichten von Ingenieuren, als er freiwillig thun würde und als er eigentlich vor seinem Gewissen die die Verhältnisse in den Wilkesbarre, Schuylkill- und Wyoming verantworten kann; aber natürlich die dira necessitas muß das Distrikten untersucht haben, geht hervor, daß in mehr als ein Drittel Gewissen betäuben; denn auch der Arzt muß leben und seine Familie der Gruben Waffer eingedrungen ist und viele Monate vergehen ernähren. Herabdrückung der Bezahlung der Kassenärzte führt also werden, ehe diefelben unter Zuhilfenahme weiterer Maschinen wieder zur Ueberlastung derselben, und unter dieser Ueberlastung muß die betriebsfähig sind. Die Kohlen selbst haben wenig an Wert ver- rat hat beschlossen, den Dampfer Ismailia", auf welchem ein Behandlung der Kaffenmitglieder Not leiden. Wenn also der foren, doch ist der den Maschinenanlagen zugefügte Schaden bedeutend, Cholerafall vorgekommen ist, nach Alexandrien zurückzusenden. Stassenvorstand an Aerztehonorar spart, um seinen Mitgliedern die Be- zumal diefelben in vielen Fällen seit Wochen unter Wasser gewesen sind. zahlung niedrigerer Beiträge zu ermöglichen, so spüren die Mitglieder Auch die Erneuerung der Holzgerüste, welche teilweise weich und die Folgen dieser niedrigeren Beiträge am eignen Leibe, wenn daher leicht der Fäulnis ausgesetzt sind, wird den Grubengesellschaften Bureaus".) Einer Meldung aus Willemstad zufolge wurden die New York, 17. September.( Meldung des Reuterschen fie frant werden; auch zeigt sich die thatsächliche Folge bedeutende Kosten verursachen. Viele ältere Betriebe find fast Regierungstruppen in einer Schlacht, der Ueberlastung der Stafsenärzte darin, daß sehr viele Rassen gänzlich ersoffen, so daß kaum der Versuch gemacht werden dürfte, Tinaquillo vom die in der Nähe von 11. September und begann vier mitglieder im Strautheitsfalle einen Privatarzt aufsuchen und ihn fie wieder auszupumpen... Die jetzigen Kohlenpreise stehen etwa lang dauerte, geschlagen. General Garrido, der diese Truppen Tage lieber aus eigner Tasche bezahlen, weil sie sich vom Kaffenarzt, oft 40-75 Prozent höher, als zur gleichen Zeit des Vorjahres, doch befehligte, langte am 15. September mit 2100 Mann in wohl nicht ganz mit Unrecht, vernachlässigt glauben. Sollten sie da ist ziemlich gewiß, daß die Preise noch weiter in die Höhe gehen Valencia nicht besser daran thun, sich lieber von vornherein zu etwas höheren werden. an, so Weg für weiteres Vordringen der Beiträgen zu verstehen, die es ihren Staffenärzten ermöglichen Aufständischen freilaffend. Außer dieser Truppe steht an Regierungswürden, bei angemessenem Honorar ihre ganze Kraft für die Kaffentruppen nur noch die von Castro selbst befehligte Streitmacht im mitglieder einzusetzen, als einen höheren, wie den ersparten Betrag deutschen Industriellen, besonders der Eisen- und Stahlbranche, für mit Garrido zu vereinigen und dann die Aufständischen anzugreifen. Amerikanische Arbeiter. Unter den Gründen, welche die Felde. Es heißt, Caftro werde nach Balencia marschieren, um sich im Krankheitsfalle für den Privatarzt auszugeben? Als wirklicher Arbeiterfreund" also erweist sich nur der, der menschenwürdige Be- amerikanische Arbeiter weit leistungsfähiger sei als der deutsche und durch Zollforderungen anführen, steht die Behauptung obenan, daß der zahlung für den Kaffenarzt verlangt, weil die gewissenhafteste ärzte diese größere Leistungsfähigkeit der etwas höhere amerikanische Lohn nicht Der amerikanische Gesandte Couger übergab dem Auswärtigen Amte Peking, 17. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) liche Behandlung, die nur durch ausreichende Bezahlung garantiert nur reichlich ausgeglichen werde, sondern der amerikanische Unter einen am 2. August d. Js. geschriebenen Brief Dr. Canrights, der als werden fann, für die Stassenmitglieder eben gut genug ist. Wer den Kaffenarzt materiell zu einem Arzt zweiten Grades herabdrückt, nehmer jogar noch gegenüber seinem deutschen Konkurrenten im Missionar in Cheng- tu- fu in der Provinz Sz- tschwan thätig ist. macht die franken Staffenmitglieder ebenfalls au Kranten zweiten Borteil sei. Verschiedentlich hat darauf schon der Vorwärts" er Diefer giebt eine Schilderung von der Niedermegelung widert, daß allerdings der amerikanische Arbeiter ein größeres der Dr. Martha Wygodrinski. eingeborenen Christen im Juli d. Is., über Quantum Arbeit liefere, aber meist nicht, weil er sich mehr die bereits telegraphisch berichtet wurde. Cangright sagt in dems abrackert und intensiver arbeitet, sondern weil in den amerikanischen selben, daß elf Christen durch die Boyer getötet wurden und die Aus Induffvie und Handel. Betrieben die Anwendung von Maschinen mehr vorgeschritten sei chinesischen Beamten sich weigerten, gegen diese Feindseligkeiten und in ihnen ein besseres Hand- in- Hand- Arbeiten stattfinde feien Maßregeln zu ergreifen. Die Missionare seien damals durch Der Vorstand des Vereins Berliner Kanflente und In- doch in vielen der konkurrenzfähigsten amerikanischen Industriezweige Soldaten bewacht worden. Nach einem jüngst aufgegebenen Telegramm dustrieller berichtet uns: die Arbeiter zum größten Teil Ausländer. Einen intereffanten Bei- Canrights hat sich die Lage verschlimmert. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Grades. " Nr. 218. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 18. September 1902. Parteitag der deutschen Socialdemokratie. München, 16. September 1902. Zweiter Verhandlungstag. Nachmittags- Sizung. 1/23 11hr. Den Vorsiz führt Singer. In die Mandatsprüfungs- Kommission ist an Stelle von Bape: Lübeck Vetters- Gießen eingetreten. Die Diskussion über den Vorstandsbericht wird fortgesezt mit der Besprechung der Polenfrage und der dazu vorliegenden, bereits mitgeteilten Anträge. Gogowski- Posen: es nun mit Heimann- Breslau sogar gezwungen werden, für die ihnen aufoctroyierten etwa jezt ohne weiteres von der östreichischen Partei als ReichsKandidaten zu stimmen, an deren Aufstellung sie nicht teilnehmen ratskandidat aufgestellt würde, welcher Schrei der Entrüstung durften. Wir sind es gewohnt, daß die Gegner der Arbeiterklasse würde da ertönen. Gerade Genoffin Luxemburg hat die Aufstellung nach einer Beschränkung des Wahlrechts trachten. Daß aber eine Kasprzats herbeigeführt. Deshalb die Empörung.( Die Redezeit ist Gruppe von Leuten, welche Anspruch auf den Namen Social- abgelaufen.) Bebel: demokraten macht, das gleiche thut, das ist eine neue Erscheinung. Es handelt sich hier nicht etwa um einen Nationalitätenkampf inner- Die Annahme meines Amendements zur Resolution Luxemburg halb der deutschen Socialdemokratie, die polnischen Genossen in scheint mir die einzige mögliche Lösung der schwebenden Fragen zu Deutschland arbeiten in ihrer überwiegenden Mehrheit solidarisch bieten. Ob diese Annahme freilich von dem erwünschten Erfolg beHand in Hand mit den deutschen und gehören zur Gesamtpartei. gleitet sein wird, weiß ich nicht. Genosse Ledebour hat bedauert, daß In der ganzen Provinz Bosen hat es die Sondergruppe ich überhaupt einige Säße des Antrages Luxemburg acceptiert hätte. polnischer Socialisten nicht gewagt, eigne Kandidaten aufzustellen, Ich habe nur das acceptiert, was völlig der historischen Wahrheit ausgenommen einen Wahlkreis, den wir unbesetzt gelassen haben. entspricht, wie sie sich bei uns gestaltet hat. Obgleich heute Die polnischen Arbeiter Posens, soweit sie auf socialdemokratischem die Genossin Luxemburg in ihren Ausführungen vollständig Boden stehen, marschieren in Reih' und Glied mit den deutschen die Grenzen innegehalten hat, die meines Erachtens inneGenossen. Es handelt sich vor Allem um eine Meinungsverschieden gehalten werden müssen, so muß ich doch meinen abweichenden Die Vorwürfe, die von den nationalistischen Polen bei der be- Der Kampf wird nicht geführt zwischen polnischen und deutschen mit Rücksicht darauf, daß diese Verhandlungen weit über Deutschland heit, um eine Spaltung innerhalb der polnischen Socialdemokratie. Standpunkt ihr gegenüber in der Polenfrage furz charakterisieren. reits von Auer erwähnten Reichstagswahl gegen unfren Kandidaten Socialdemokraten, sondern zwischen einer kleinen Gruppe von Sonder- hinaus und namentlich bei den östreichischen Genossen mit dem aufgestellt sind, verdienen kaum eine besondere Beachtung. Die Sondergruppe der Polen ist ja, wie Auer anführte, 11 Jahre lang eine Verständigung mit der Sondergruppe herbeizuführen, aber sie historisch entwickeln, welche Vorgänge sich zwischen uns und unfren bündlern und der Gesamtpartei. Wir haben uns alle Mühe gegeben, größten Interesse verfolgt werden, will ich hier in aller Kürze von der Partei unterstützt worden. Erst dann hat man eingesehen, scheiterte an dem einseitig- nationalistischen Standpunkte dieser Gruppe. polnischen Genossen abgespielt haben. Es waren nicht polnische Gedaß die„ Gazeta Nobotnicza" nicht den Socialismus, sondern den Man sollte meinen, daß, wenn man unter denselben politischen Ver- noffen, die zunächst die Anregung gaben, daß überhaupt ein Nationalismus unter den Polen gefördert hat. Nun stehen die neuen Reichstagswahlen vor der Thür und es muß etwas geschehen. Mit hältnissen lebt, wenn man unter der Herrschaft desselben Kapitalis- polnisches socialdemokratisches Parteiblatt gegründet wurde, der Doppelorganisation muß endlich einmal tabula rasa gemacht derselben Polizei und Klassenjustiz steht, man auch dieselben Juter- in Halle ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es notwendig sei, mus, unter dem Druck desselben Selassensiaates, unter der Fuchtel sondern das ging von unsrer Seite aus. Ich habe auf dem Parteitag werden. Wir haben ja nun in Posen auch eine neue Zeitung effen hätte und eine gemeinsame Partei zur Wahrung dieser Inter- das polnische Proletariat mit socialistischem Geiste zu erfüllen, die herausgegeben, die Gazeta Ludowa" und beim Partei- effen bilden müßte. Diese Wahrheit sollte sogar socialdemokratischen polnischen Arbeiter für die Socialdemokratie zu erobern und sie den vorstand eine Unterstügung dafür beantragt, die bisher aber leider abgelehnt ist. Säuglingen geläufig sein.( Heiterkeit.) Aber die polnischen Sonder allgemeinen Jutereffen des Proletariats dienstbar zu machen. Dann Ich ersuche Sie, die Resolution bündler nehmen für sich das Recht in Anspruch, eine eigne Partei ist von polnischer Seite die Anregung gekommen, ein solches Blatt Luxemburg anzunehmen. Dagegen möchte ich Bebel ersuchen, seinen Abänderungsantrag zurückzuziehen. Auf dem Parteisekretariat hat zubilden und keine Macht der Welt wird ihnen die einfache zu gründen. Es bestand denn auch in der Parteileitung nicht der Thatsache beibringen, daß vir nicht als man sich alle Mühe gegeben, es zu einer Einigung kommen zu Deutsche, sondern als Arbeiter zur Partei gehören. Auch in stützen sei. Wir haben dann in zehn Jahren 30 000 M. auf oder geringste Zweifel, daß ein solches Blatt mit Parteimitteln zu unterlaffen. Was nützen aber alle Einigungsversuche, wenn die Polen im der Frage der Aufstellung der Reichstagskandidaturen begreifen die Unterhaltung dieses Blattes gewandt, wir haben fast die gegebenen Fall doch der Parole, die von London, wo sie ihre Spize diese Leute es nicht, daß wir nicht als Polen oder Deutsche, sondern gesamten Kosten des Blattes bezahlt, weil die polnischen Genossen haben, ausgegeben wird, folgen? Man geht doch wieder resultatlos als Socialdemokraten die Kandidaten aufstellen. Die polnischen völlig mittellos dastanden. Wir haben, als dann die Verfolgungen auseinander. Ich bitte dem Antrag 15 Lebius- Dresden nicht stattzugeben. Sonderbündler sind die allerlegten, die das Recht haben, sich über der deutschen Behörden gegen die polnischen Genossen aufs Neue Ledebour hat auf dem vorigen Parteitag gefordert, man solle die Mangel an organisatorischer Selbständigkeit zu beklagen; so lange und viel schärfer einsetzten, ohne Ausnahme alle daraus erwachsenen Polen nicht unterdrücken. Ja, wollen wir denn das? Wir wollen sie zur Gesamtpartei gehörten, genossen sie die größte Freiheit und soften bis auf den letzten Pfennig bestritten. Die deutsche Partei nur feine Sonderorganisation. Ledebour, der von der Polenfrage Selbständigkeit. Der Grund, daß sich das Vorgehen der Sonder hat in 9-10 Jahren allermindestens 45 000 m. in felbstlosester Weise nichts versteht, spielt sich auf den Parteitagen als Schüßer der pol- bündler durch die brutale Unterdrückung der polnischen Nation recht für die polnischen Genossen aufgewandt. Als dann aus den Reihen nischen Nation auf, aber auf unsre Landeskongresse, wohin wir ihn fertigen lasse, ist auch nicht stichhaltig. Nicht durch Absonderung der polnischen Genossen der Wunsch laut wurde, sie möchten eine laden, kommt er nicht.( Heiterkeit.) von den deutschen Genossen, sondern im engsten Anschluß an besondere polnische Organisation haben, die bei den sprachlichen fie können die Interessen der Polen am besten vertreten Verhältnissen eine absolute Notwendigkeit sei, sind wir auch tritt der Behauptung entgegen, die auch in Parteiblättern auf- werden und die deutsche Socialdemokratie das müssen diesem Wunsche entgegen gekommen. Wir haben gesagt: Gründet getaucht ist, als fuchten die deutschen Socialdemokraten Schlesiens die wir als Bolen offen aussprechen hat sich dem polnischen euren Parteivorstand. Wir haben dann darin hat Genossit polnischen Socialdemokraten Oberschlesiens zu unterdrücken. In den Proletariat gegenüber stets auf der Höhe ihrer Aufgabe gezeigt. Luremburg vollständig Necht- nie das Geringste in die Monatsheften" tritt Genosse Daszynski für die Gleichberechtigung der Die Socialdemokratie ist die einzige Partei, die nachdrücklich und Angelegenheiten des Parteivorstandes hineingeredet. Die finanBolen ein. Ja, wer hat denn diese Gleichberechtigung bedroht? Die aufrichtig das polnische Bolt gegen die Hakatisten schüßt und diese ziellen Wünsche der polnischen Parteigenossen sind vom ersten Bolen sind es, die erklären, wir hätten nichts bei ihnen zu suchen; als eine Teilerscheinung der Reaktion mit aller Macht bekämpft. bis zum letzten ohne jede Widerrede erfüllt worden.( Sehr richtig!) Oberschlesien; gehöre ihnen. In Oswiecim haben 4-5 polnische Trotzdem haben sich die polnischen Genossen von der Gesamtpartei Wir waren also der Ansicht: die polnischen Genossen müssen ihre Genossen die Reichstagstandidaten für Oberschlesien aufgestellt, ohne losgelöst und ihr Vertreter hat auf unserm schlesischen Provinzial- besondere Organisation haben, wir sind allerdings auch der Meinung Organisationen hinter sich zu haben. Wer hat also unterdrückt? Parteitag jogar erklärt, er pfeife auf die Beschlüsse der deutschen gewesen, daß genau so wie innerhalb der östreichischen Social Nur die National- Polen! Die deutsche Socialdemokratie hat die Socialdemokratie. Den polnischen Sonderbündlern tommt es demokratie die Polen zwar eine besondere Organisation haben, die Agitation für die Partei und die Gewerkschaften nach Oberschlesien nur auf die Wiederherstellung des polnischen Nationalstaates sich aber doch in die Gesamtorganisation der östreichischen Socialgetragen. Deshalb beanspruchen wir aber keine Priorität. Wie steht an. Man sollte meinen, daß man mitten int den herr- demokratie einfügt, das gleiche Verhältnis zwischen den Polen in der Bedeutung der polnischen Sprache für lichen Gebieten der preußischen Politik dringendere Aufgaben Deutschland und der gesamten socialdemokratischen Partei Deutsche Oberschlesien? Es ist nicht unbedingt notwendig, daß zu lösen hätte, als um den Bart des Königs dieses nicht lands bestehen und, daß der deutsche Parteitag als oberste Justanz polnisch agitiert wird. Wenn der Pole sich auch angeheimelt existierenden polnischen Staates zu streiten. Dieser separatistische und Entscheidungsbehörde auch von Seite der polnischen Genossen an fühlt, wenn in feiner Muttersprache zu ihm geredet wird, so steht Standpunkt hat die Sonderbündler dazu verführt, vor allem die erkannt werden muß. Das ist in den letzten Jahren nicht mehr gee doch leider fest, daß die polnischen Arbeiter nur selten polnisch lesen deutsche Socialdemokratie zu bekämpfen und die Befreiung Bolens schehen, und die Dinge haben einen Charakter angenommen, daß wir und schreiben können. Ich ersuche, dem Antrag Bebel nicht Folge zu mit der Befreiung der polnischen Arbeiter von der deutschen Social- leider genötigt waren, das Tischtuch zwischen ihnen und uns geben. Wie oft schon ist eine Versöhnung angebahnt worden, aber wir demokratie zu beginnen. Außerdem haben sich die Sonderbündler mit zu zerschneiden. Wir haben namentlich in Bezug auf die„ Gazeta haben es mit so unzuverlässigen Elementen zu thun, daß ich ihnen Haut und Haar allerhand polnischen Komitees ausgeliefert, auf die Robotnicza" uns gesagt, daß in diesem Blatte die socialdemokratischen nicht glaube, wenn sie von Versöhnung sprechen. Für die B. P. S. ist der wir gar keinen Einfluß haben. Ich bin immer für die Berständigung Tendenzen immer mehr zurückträten. Wir haben daraufhin den Klassenfampf Nebensache. Wenn wir nicht Verhältnisse bekommen gewesen, aber diese Verständigung müßte eine endgültige und der polnischen Parteivorstand nach Berlin eingeladen auf unser Bureau, sollen wie in Mülhausen, wo wir die französischen Protestler groß Friede ein definitiver sein. Es kommt für uns nicht darauf an, wir haben auch die Gegenseite eingeladen und zweitägige Vergezogen haben, müssen wir die Resolution Luxemburg annehmen. einzelne Reichstags- Kandidaturen auszutauschen, sondern die polnischen Handlungen der gründlichsten Art gepflogen. Wir sind nach den uns Die Sache der Polen ist in unsren Händen gut aufgehoben. Sonderbündler müssen sich in Reih' und Glied mit uns stellen. Ich übersetzten betr. Stellen und den weiteren Erklärungen des polnischen acceptiere das Amendement Bebel. Nicht als ob ich besondere Parteivorstandes allerdings zu der Ueberzeugung gekommen, daß. Hoffnungen auf diese Verständigung habe, aber der Bernünftige muß wir als Barteileitung der gesamten deutschen Socialdemokratie gicbt als Leiter der oberschlesischen socialdemokratischen An immer ein Uebriges thun und vor allem auch hier die Vernünftigen nicht mehr int der seien, die gelegenheiten Lage Parteimittel der eine furze Darstellung der Entwicklung des sein.( Lebhafter Beifall.) Streitfalls. Went Die selbständige polnische Partei deutschen Socialdemokratie für dieses Blatt herzugeben. Ledebour- Berlin: Parteivorstand zuerst als eine Art Agitationskommission aufgefaßt. an der Spitze der deutschen Bolen ein Mann von der Intelligenz Der Genosse Gogowski hat mir das Recht bestritten, hier mit- Dascynstys stände, wären die Dinge gewiß nicht so weit gekommen. Bis zu den Jahren 1897 und 1898 herrschte in Oberschlesien große zureden. Weshalb? Weil ich auf eine Anfrage, ob ich in Bosen Wir haben weiter die traurige Erfahrung gemacht, daß die polnische Freundschaft zwischen Deutschen und Bolen. Im Jahre 1897 ging einen Vortrag halten wolle, eine ablehnende Antwort gegeben habe. Parteileitung nicht in der Lage war, auch nur die einfachsten Erich als freier Schriftsteller nach Oberschlesien. Den Ursprung der Wenn jeder Parteigenofie, der einmal genötigt war, einen Vortrag flärungen, die wir ihr gaben, zu verstehen. Diese Situation wurde ganzen Angriffe gegen mich bildeten einige Zeilen von mir in der abzulehnen, deshalb nicht mehr mitreden dürfte, ja dann würden auf die Dauer unerträglich und unhaltbar. In der letzten Nummer Sächsischen Arbeiterzeitung", die mir als Aeußerungen von nicht mehr viel Redner übrig bleiben.( Heiterfeit.) Nun zur Sache. der Germanisationsgedanken ausgelegt wurden. Ich wurde sogar als Als Auer seine Rede hielt, war ich sehr erfreut und dachte, daß wir Artikel Nationalität und Socialismus" mit Bezug auf die Polen Socialistischen Monatshefte" hat Genosse Daschusky einen Social- Hakatist" bezeichnet und für unfähig zum socialdemokratischen über eine Polendebatte ganz himvegkommen würden. Aus Auers in Deutschland geschrieben, der den Eindrud eriveden fönnte, Agitator erklärt. Seit jener Zeit begannen die Zwiftigkeiten und Rede ging hervor, daß der Vorstand entschlossen ist, was als sei von unserer Seite den deutschen Polen nicht das ihnen geGehässigkeiten immer wieder von neuem. Der Machtbereich der ich durchaus billige, alles Mögliche zu thun, um die Ver- bührende Recht als Angehörige der polnischen Nation gewährt worden. polnisch- socialistischen Partei erstreckt sich höchstens auf Kattowitz und bindung mit mit den polnischen Socialdemokraten aufrecht feine nächste Umgebung. Wir haben die Zwiftigkeiten auf einer erhalten und zu Es wird dort die Forderung der formellen Gleichheit der beiden neue Fäden wieder anzuknüpfen, da aber Parteien erhoben. Konferenz in Berlin beizulegen versucht. Es wurde damals eine Art tant zu meinem Bedauern der Antrag Luxemburg, der wie Scheide- Wir haben sogar manche Uebergriffe den Polen in Anbetracht ihrer Diese formelle Gleichheit haben wir gegeben. fauler Frieden geschlossen. Nun trat der Gedanke auf, die polnische wasser wirken muß. Das Bebelsche Amendement modifiziert ihn unterdrückten Lage nicht nachgetragen, aber alles hat einmal eine Agitation durch Verlegung der„ Gazeta Robotnicza" nach Oberschlesien glücklicherweise und nimmt ihm das schlimmste. Wenn der Antrag Grenze. zu stärken. Wir mußten uns sagen, daß insbesondere die Art und Auch ich bin dafür eingetreten. Die Ansichten von der Luxemburg unverändert angenommen würde, hätten wir den offenen Weise der nationalen Propaganda, wie sie in der„ Gazeta Robotnicza" Feindschaft der polnischen Arbeiter gegen uns find falich; eine folche Stampf zwischen unsrer Partei und den selbständig organisierten getrieben werde, uns eines Tages eine solche Verantwortung gegen Feindschaft der polnischen Arbeiter, wenn sie nicht gerade jetzt zum polnischen Genossen. Das aber läge weder im Interesse der deutschen eine dritte Seite auferlegen könnte, daß wir diese Verantwortung aufgehezten Teil gehören, existiert nicht; es ist Unsinn, daß die noch der polnischen Genossen. Leider hat Bebel den Antrag Luxem- nicht mehr tragen könnten. oberschlesischen Bolen nur von polnischen Genossen beraten sein burg nicht vollständig verworfen. Ich kann mich nur für den legten gleichgültig sein, wie die polnischen Arbeitermassen in Deutschland Gewiß, es kann uns durchaus nicht wollten. Auch wir deutschen Genossen haben dort ganz gute Arbeit Baffus im Antrag Bebel erklären, der über die Doppelkandidaturen denken und fühlen, nicht bloß bei Wahlen, sondern auch bei Streits geleistet. Nach 1898 und der Berliner Konferenz tam es zu weiteren in Oberschlesien spricht. Die sind zweifellos ein schwerer Fehler. gegenüber dem Unternehmertum. Bwvistigkeiten; insbesondere, als dann einige Personen an die Leitung Daß aber eine Erklärung über die principielle Stellung der deutschen polnischen Arbeitern in der Diaspora verteilt, wir haben sie Es sind Hunderttausende von der polnischen Partei herantraten, die besonders start nationalistisch zu den polnischen Socialdemokraten abgegeben wird, die not- im rheinisch westfälischen Kohlenrevier in einer Kopfzahl von gefinnt waren und deren Ansichten heute noch die polnische Partei wendig zu Differenzen führen muß, erscheint mir überflüssig. weit über 60 000, die meist socialdemokratische Wähler sind. Es liegt Oberschlesiens beherrschen. Der letzte Hauptschlag, der gegen uns Frau Luxemburg hat mit der Empfehlung des Friedens geschlossen, auf der Hand, von wie außerordentlicher Wichtigkeit ein Hand in geführt wurde, war die Konferenz von Oswiecim, von der aber vorher hat sie alles gethan, um die polnischen Socialdemokraten Hand gehen der deutschen und polnischen Genossen ist. Die polnischen infren deutschen Genossen vorher kein Wort gesagt wurde. aufzubringen. Mit welchen Mitteln hat sie dabei gearbeitet! Gin Genossen hätten alles thun müssen, um mit uns in Eintracht zu Wir haben auf die Konferenz von Oswiecim mit der Konferenz in Beispiel wird genügen. Unter den Unthaten der Polen nannte sie, leben und zu handeln. Das ist leider nicht von jener Seite geBagdorf geantwortet. Ob den bedenklichen Zuständen durch die An- daß auf der Konferenz gerufen worden sei: Wir pfeifen auf die schehen, wie es hätte geschehen müssen. Das ist um so bedauerlicher, nahme der Resolution Luxemburg mit dem Amendement Bebel ein Beschlüsse des deutschen Parteitages. Wer hat das Wort gesprochen? als namentlich die letzte Handlungsweise, die selbständige Aufstellung Ende gemacht werden kann, scheint mir außerordentlich fraglich. Die Ein junger Mann, Georg Haase, der bis zu seinem einundzwanzigsten der polnischen Kandidaturen, uns als deutsche Reichstagsabgeordneten That von Oswiecim wurde übrigens von zahlreichen polnischen Jahre Handlungskommis in Dresden war, nach erreichter Boll- unsre Position im Reichstag bei dem schweren Stampfe gegen die Genossen nicht gebilligt, sie tamen zu Bureau jährigkeit bemüht war, politisch thätig zu sein, eine Redacteurstellung preußische Regierung ganz wesentlich erschwert. Unfre Stellung, die und jagten, das geht doch nicht, wir haben immer zu bekommen, dann nach Westfalen ging, unter den Polen wir die besten Bundesgenossen der polnischen Genossen sind und dies zufammen gehalten. Ich bin trotzdem für dieje Resolution, agitierte und als rabiater polnischer Genosse zurücfam. auch in Zukunft für unsre Pflicht erachten werden, wird, unsren ich habe schon in Bazdorf erklärt, daß noch ein Nun mögen Sie gegen die polnischen Genossen viel haben, aber Sie Gegnern gegenüber durch Bersuch zu einer Einigung gemacht werden muß. Ich bitte also die werden die polnischen Genossen nicht verantwortlich machen wollen verbessert, im Gegenteil giebt dies Verhalten unfren Gegnern das Verhalten der Polen nicht Resolution Luxemburg anzunehmen, es kommt in der Hauptsache ja für die Aeußerung dieses Jünglings. Es ist unverantwortlich von nur in neue Waffen selbstverständlich nicht darauf an, was wir beschließen werden, sondern Frau Luxemburg, daß sie, die Haase kennt, die Angelegenheit dar- wesentlicher Unterschied in der Stellung der Polen bei uns in die Hände. Es besteht ein sehr auf das, was wir in Oberschlesien thun.( Heiterkeit.) Auch die An- gestellt hat, ohne seinen Namen zu nennen, als wenn er der berufene Deutschland und in Oestreich. träge 12 und 13 empfehle ich anzunehmen, dagegen bitte ich die An- Wertreter der polnischen Partei wäre. Was zum Bruche geführt hat, geschlossenen Staat, Galizien. In Oestreich bilden die Polen einen träge 14 und 15 abzulehnen. Der lettere billigt ja auch die ge- ist eine Kette von Vorgängen, in denen Fehler von beiden Seiten in Destreich kann und muß eine ganz andre sein als bei uns in Die Taktik der polnischen Genossen werkschaftliche Absonderung der polnischen Genossen, die noch gemacht worden sind. Was zuerst das anfänglich gute Verhältnis Deutschland. Bei uns bildet die polnische Bevölkerung nicht einmal schlimmer ist, als die Spaltung der politischen Partei in den pol- gestört hat und das schlimmste war, das war die Aufstellung der Kan- eine felbständige Provinz, wie schon daraus hervorgeht, daß Obernischen Bezirken. didatur Kasprzak. Das war entscheidend für die Rebellion der polnischen schlesien, das jezt den Hauptzantapfel zwischen den deutschen niid Rosa Luxemburg: Genossen. Kasprzakwar, bevor er nach Deutschland kam, in Russisch- Polen polnischen Genossen bildet, nie zum Königreich Polen gehört hat. Hoffentlich wird die heutige Polendebatte die letzte sein, die thätig. Auf Grund seiner Thätigkeit ist er von den polnischen Genossen Das Verhalten, das in dieser Angelegenheit von seiten der polnischen einen deutschen Parteitag beschäftigt. Ich hoffe, es wird uns ge- aus der Partei ausgeschlossen worden. Proklamiert ist der Aus Genossen geübt worden ist, muß als ein außerordentlich bedanerliches lingen, entweder die Ursache dieser ewigen Zwistigkeiten aus der schluß in London. Die Genossen in Russisch- Polen leben unter Aus- angesehen werden. Trotz alle und alledem aber meine ich, muß Welt zu schaffen oder mindestens dem Hineintragen derselben aufnahmezuständen, wie wir z. 3t. des Socialistengesezes. Eine öffent- von uns noch einmal die Hand zur Versöhnung geboten werden. deutsche Parteitage einen Riegel vorzuschieben. Es ist auch höchste liche Parteithätigkeit ist nicht möglich. Das schlimmste Spizelwesen Genoffin Luxemburg meinte vorhin privatim zu mir, wenn ich doch Zeit, denn die Verhältnisse haben sich bereits so abnorm gestaltet, herrscht. Ob Kasprzak mit Recht oder mit Unrecht ausgeschlossen nicht mit ihrer Ansicht einverstanden wäre, dann wäre es am Ende daß Abhilfe dringend notwendig ist. Das Vorgehen der polnischen worden ist, will ich nicht untersuchen. Die Thatsache steht fest, daß gar nicht nötig gewesen, daß man von ihrer Seite einmal vernünftig Sonderbündler läuft darauf hinaus, daß die deutschen Genossen er für unwürdig erklärt worden ist, eine öffentliche Thätigkeit aus gewesen sei.( Heiterfeit. Zwischenrufe der Genossin Luxemburg.) Ich Oberschlesiens, welche selbstverständlich nicht zur polnisch- socialistischen zuüben. Ohne daß dieser Bann aufgehoben war, ist er als Reichs- will damit kein Zerwürfnis zwischen uns tragen, es versteht sich ganz Sonderorganisation gehören fönnen, und die polnischen Genossen, fagskandidat aufgestellt worden. Stellen Sie sich vor, daß ein zur von selber, daß wir den Interessen der deutschen Socialdemokratie die nicht dazu gehören wollen, ihres Wahlrechts beraubt oder Zeit des deutschen Sozialistengesetzes von uns verfehmter Genosse bei der Verständigung, die wir herbeizuführen suchen, nicht das geDr. Winter- Beuthen wurde vont " genomme 11. an" Es konnte mir ringste vergeben werden, es versteht sich aber auch von selbst, daß reaktionäre Bande( Sehr richtig 1), die die Leute ausnutzt und fie und da habe ich in der Freundschaft, in der Kautsky und ich wir allem, was die Polen berechtigterweise verlangen können, gerecht dann wie eine ausgepreßte Citrone bei feite wirft. Finanziell zu einander stehen und hoffentlich bis ans Ende unfres werden. Ich muß allerdings die Meinung der Genossin Luxemburg, überangestrengt wird der Vorstand durch die von ihm Lebens stehen werden, ihm gefagt:„ Lieber Karl, das daß in diesem Falle nicht auf beiden Seiten Fehler gemacht bewilligten Zuschüsse sicher nicht. Ich bin überzeugt, der ist keine Aufgabe für mich, der bin ich nicht gewachsen. Zu einent worden seien, leider als nicht ganz richtig bezeichnen. Ich Parteitag würde in jedem einzelnen Falle, wo wir ihn ersuchen, für Nefrolog für Liebknecht mußt Du Dir eine andre Feder suchen. Bei will auch keine Wunden hier aufreißen, aber es find interbliebene der Partei- Angestellten etwas zu thun, einstimmig andrer Gelegenheit bin ich bereit, Dir entgegen zu kommen." Ich auch von unsrer Seite, von den deutschen Genossen, Fehler gemacht unfre Forderungen bewilligen. Da kann doch die Gewährung von habe auch noch andre Gründe privater Natur angeführt. Von einem worden. Die Aeußerung des Genossen Winter, daß abgesehen von Buschüssen kein Verbrechen sein. Ablehnen der Mitarbeit an der Neuen Zeit" überhaupt kann keine fei, nehme ich, Surfous nicht tragic. 1 of aften bie Sampling figt wie der Num zur Polenfrage! Ich fann mich nur dem anschließen, Rede sein. Freiwillig habe ich auch für die„ Socialistischen Monatsgeschrieben. dements thut die deutsche Parteivertretung fund, daß sie einer Ver- Referat sagen, es ist mir aber nicht in der gewandten Weise Teufel einer armen Seele( Heiterkeit), er läuft und rennt und schreibt, ständigung nach Möglichkeit die Wege ebnen will, und ich nehme an, wie Bebel gelungen. Wir wollen die Hand zur Ver: daß man schon, um ihn endlich los zu werden, sagt: Na, in drei daß dann auch die deutschen Parteigenoffen in Oberschlesien den ständigung bieten, wir erkennen die Gleichberechtigung unsrer Teufels Namen, ich thue es. Und so ist es denn gekommen, daß ich etwa Bolen nach Möglichkeit entgegenkommen. Es mag ja schwer sein, polnischen Genossen rückhaltlos an, und weil wir das thun, fann ich sechs Artikel für die Socialistischen Monatshefte" geschrieben habe. unter den schwierigen Verhältnissen, in denen sie sich in Oberschlesien auch den Standpunkt von Gogowski nicht billigen. Sein Standpunkt Das reut mich nicht, wenn auch schlechte Artikel darunter find. befinden, immer die Grenzen inne zu halten. Ich habe stets meine ist der aller derer, die sich mächtig und start fühlen; dieselbe Er- Speciell Bebel weiß ja, daß er mir in aller Liebe und Freundschaft hohe Anerkennung darüber ausgesprochen, daß ein Mann von der wiffen- flärung, wie er abgegeben hat, hören wir ja auch stets von der fagte: Weißt Du, der Artikel, den Du jezt geschrieben hast, ist herzschaftlichen Bildung und der socialen Stellung des Genoffen Winter fatholischen Kirche den Protestanten gegenüber. Nein, die polnischen lich schlecht.( Heiterfeit.) Das war der Dank dafür, daß ich ihn es freiwillig auf sich genommen hat, nach Oberschlesien zu gehen und Genoffen sollen nicht durch das kaudinische Joch gehen, sondern wir vorher in einem Artikel zu feinem 60. Geburtstag ganz ordentlich dort seine so außerordentlich befruchtende Thätigkeit auszuüben. Es wollen uns mit ihnen verständigen auf der von Bebel bezeichneten gelobt hatte.( Erneute Heiterkeit.) Aber darauf mache ich aufmertgiebt kein deutsches Arbeitersekretariat, das unter so schwierigen Ver- Basis. Rosa Luxemburg hat die Aeußerung eines polnischen Ge- sam, daß ich über alle die Partei bewegenden theoretischen Fragen hältnissen arbeitete wie das von ihm eingerichtete. Die Berichte über noffen citiert: wir pfeifen auf die Beschlüsse der deutschen auch keine Beile geschrieben habe, ich werde mich hätten, mich in den die Wirksamkeit seines Arbeitersekretariats habe ich nicht nur mit Genossen. Diese Aeußerung ist falsch wiedergegeben, und Streit unsrer Kirchenväter einzumischen.( Heiterfeit.) Nein, dazu bin voller Anerkennung, sondern mit Bewunderung gelesen. Lob, wo Genosse Haase, der ja jetzt vom Schicksal schwer geprüft ist er hat ich ein viel zu alter und schlauer Fuchs( Große Heiterkeit.), als daß ich Lob am Blaze ist, aber auch Tadel, wo er meiner Meinung nach eine mehrmonatliche Gefängnisstrafe abzubüßen hat ein Recht unproduktive Arbeit leistete. Ich habe da meine Meinung, und wenn gerechtfertigt ist. Ich hoffe, daß es troß allem gelingt, eine Ber- darauf, daß seine Aeußerung richtig wiedergegeben wird. Ich habe ich gepreßt werde, äußere ich mich auch über diese Frage, im großen ständigung und Versöhnung hereizuführen.( Lebhafter Beifall.) von ihm eine Erklärung hier, in der er die betreffende Stelle feiner und ganzen aber stehe ich auf dem Standpunkt, daß man in Fragen, Darauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte an- Rebe wie folgt wiedergiebt:" Ich bin allerdings der Meinung, über die man nicht völlig beschlagen ist, auch nicht in die Disfuffion daß auch der Lübecker Parteitag nicht das mindeste Recht eingreifen foll. Bu meinem legten Artikel in den" Socialistischen haz, darüber zu befinden, ob wir als selbständige Organisation Monatsheften" über den Parteitag bin ich ebenfalls gedrängt worden, Persönlich bemerkt bestehen sollen oder nicht. Darüber zu beschlieüen, find wir allein ich habe ihn geschrieben und es ihut mir nicht leid. In der ParteiRosa Luxemburg: So fleißig ich auch bei der Nede berechtigt. Im Interesse der internationalen Solidarität darf presse ist er ohne Kritik abgedruckt worden, ich darf daher annehmen, Bebels zugehört habe, fo habe ich doch die von man auch erwarten, daß der Lübecker Parteitag keine Beschlüsse daß die Redaktionen geglaubt haben, durch seine Wiedergabe den ihm versprochene Erklärung seines abweichenden Standpunttes nicht faffen wird, die das programmmäßig garantierte und von der Genossen einen großen Genuß zu bereiten.( Heiterkeit.) Daß mum heraushören können. Es wundert mich auch, daß Bebel hier öffent- deutschen Socialdemokratie stets mit Nachdruck betonte und bethätigte die Parteigenossen, die den Cennß gehabt haben, mich, der ich lich von der Tribüne aus einen Scherz erwähnt hat, den ich vorhin Princip des„ Selbstbestimmungsrechts" aller Völker verlegen würden. ihn ihnen bereitete, ausschimpfen, begreife ich nicht.( beiterkeit.) mutwilligerweise ihm gegenüber gemacht habe. Bebel nimmt doch Sollte aber der Parteitag, allen Traditionen der deutschen Social- Jch gestehe, daß ich diesen Artifel viel lieber schrieb als alle früheren wohl nicht im Ernst an, daß ich solche Veranlassungen brauche, um demokratie entgegen, Beschlüsse fassen, die in unsre Selbständigkeit und mit Ausnahme desjenigen zu Bebels Geburtstag, denn über die vernünftig zu sein, um so mehr, als mich das gar keine Anstrengung in unser Selbstbestimmungsrecht hineingreifen, so würden wir auf der Dinge, die ich darin behandelt habe, darf ich mir, gestügt auf meine foftet.( Große Heiterkeit.) Ledebour muß ich auf den Baffus, in artige Beschlüsse pfeifen." Es liegt mir durchaus fern, etwa den langjährige Parteithätigkeit, ein gewiffes Urteil erlauben. Wäre die dem er mir eine demagogische Erwähnung der Haaseschen Aeußerung hier entwickelten Anschauungen von Hase beizutreten, aber ich muß Aufforderung, mich über diese Frage zu äußern, von der Redaktion vorgeworfen hat, erividern, daß die von Ledebourski( Große ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen, damit nicht die Herren, die der Neuen Zeit" gekommen, nicht einen Augenblick hätte ich ge= Heiterkeit) beschügten Polen fich wirklich sagen müssen: Gott Zwietracht säen wollen, aus diesem einen Satz nenes Werkzeug für schwankt, sondern Ja gesagt. Diese Aufforderung ist nicht gekommen, beschütze uns vor unsren Verteidigern! Denn er hat einen ihr trauriges Handwerk holen. und ich mache Kautsky nicht den geringsten Vorwurf daraus, denn von ihnen als würdigen und offiziellen Vertreter Ich wollte mich in dieser Sacheturz faffen, da ich ja, wie Sie er hat für den Parteitagsartikel seinen langjährigen selbstverständlichen erkannten Genossen als grünen Jungen bezeichnet.( Große Heiter verstehen werden, noch einige persönliche Angelegenheiten zu Mitarbeiter in der Person von Bebel, der auch diesmal den betreffenden feit.) Ledebour meinte, Haase tönne als ein Jüngling für seine besprechen habe.( Heiterkeit.) Aber ich werde ersucht, noch Artikel geschrieben hat. gar nicht einfallen, Thaten nicht verantwortlich gemacht werden. Ich glaube, ebenso- über den Fall Kasprzak zu reden. K. wurde vor mich aufzudrängen und von der„ Neuen Zeit" zu verlangen, daß sie wenig wie Jugend als ein Entschuldigungsgrund für politische etwa zehn Jahren aus einer polnischen Organisation ausgefchloffen. von mir noch extra einen Artikel bringt. Ich habe das schon desNaivität gelten fann, schüßt ein weit vorgerückteres Alter vor Thor Sie wissen, daß es sich um eine geheime Bewegung handelt, halb nicht gethan, weil ich ja sonst fürchten müßte, das Deficit noch heit.( Heiterkeit.) die vom Ausland aus geleitet werden muß. Und welche ungeheuren zu vergrößern.( Heiterkeit.) Wünscht Kautsky, daß ich für den Bebel erklärt persönlich, die Genossin Luxemburg habe ihn Schwierigkeiten damit verknüpft sind, brauche ich nicht erst auszu- nächsten Parteitag, wenn wir noch leben und gesund sein sollten, den mißverstanden. führen. Ebenso ist uns allen bekannt, wie gerade in der Emigration Artikel schreibe, mit Kußhand! Die Aufregung einzelner Genossen, Ledebour: Ich würde den Witz der Genossin Luxemburg über Irrtümer mitunter beim besten Willen unterlaufen; es find da schon als ob er weiß was in der Partei geschehen wäre, den immer meinen Namen anerkennen können, wenn er in ihrem eignen Kopf Personen in schwerster Weise verdächtigt worden, und die Anschuldi- sich wiederholenden Hinweis auf den Parteibeamten Auer, der sich dieses entstanden wäre. Sie hat aber damit eine Anleihe bei dem Knuten- gungen haben sich nachher als vollständig unrichtig herausgestellt. Verbrechens schuldig gemacht hat, begreife ich ja. Die Zahl derer, die vom Oertel gemacht, der mich im Reichstage Ledebourski geschimpft hat, Seit jenem Beschluß find 10 Jahre ins Land gegangen und nichts ist Entstehen der„ Monatshefte" und ihres Vorgängers, des„ Akademikers", um dadurch auszudrücken, daß ich eigentlich kein Deutscher, sondern gegen Kasprzak bewieseit außer der einen Thatsache, daß er mal irgendwo an sich zur Mitarbeit bereit erklärt haben, ist eine sehr große, nud ein Pole sei. Die Uebernahme dieses Wiges seitens der Genossin aus der polnischen Bewegung ausgeschloffen ist. Die Genoffin Luxemburg die besten Namen, die die Partei aufzuweisen hat, befinden sich Luxemburg berührt sehr eigentümlich, da sie selber in Polen geboren mag entschuldigen, wenn ich sie als Beispiel dafür anführe, wie darunter. Der Name Auer fehlt allerdings in den ersten Listen der und erzogen ist und versucht hat, in der polnischen Bewegung thätig schwer es ist, derartige Anschuldigungen zu widerlegen. Irre ich Mitarbeiter, nicht etwa weil ich ein Feind derartiger Unterzu sein. nicht, so ist Rosa Luxemburg aus irgend einer gbeliebigen lands- nehmungen wäre in dem Sinne, daß ich der freien MeinungsRosa Luxemburg: Ich habe gar keine Ahnung davon gehabt, männischen polnischen Organisation auch mal ausgeschlossen. Auf äußerung, wenn sie sich nicht innerhalb der Schablone der Parteidaß der Name Ledebourski von dem Kuten- Dertel stammt. Ich dem Züricher internationalen Kongreß soll darüber geredet sein. organisation vollzieht, die Möglichkeit der Existenz absprechen will, habe ihn hier von Delegierten des Ledebourschen Wahlkreises gehört. Wenn mun aus diesem Grunde irgendwo die Behauptung auf- sondern weil ich bei der Gründung des„ Soc. Atad." gar nicht ge( Heiterkeit.) Ledebour, der die polnischen Verhältnisse nicht kennt, gestellt wird, die Rosa sei nicht ganz koscher( Große Heiterkeit), fragt bin, ob ich mitarbeiten will. Meine schriftstellerischen Fähigfollte hier nicht als besonderer Sachverständiger in polnischen Dingen wie unmöglich es ist, auf Grund derartiger vager Anschuldigungen eingeschätzt worden, daß sie sich sagten: Ach, den Auer brauchen wir so beweist das doch nichts. Es beweist das doch höchstens, teiten sind von den Gründern mit Fug und Recht so gering auftreten. Ledebour: Meine Parteigenoffen im 6. Berliner Wahlkreis gegen Genossen in der Weise vorzugehen, wie wir gegen K. vor- nicht erst zu fragen, der versteht doch nichts.( Heiterkeit.) Ich bin lehnen die Ehre, die ihnen Genoffin Luxemburg zuweist, ab. Genoffin gehen sollten. auch als erster im Parteivorstand gegen die Aufnahme des So Luxemburg hätte allen Grund gehabt, den Fall Kasprzak flarzustellen. Genosse Braun hat, da er zur Begründung seines Antrages cialistischen Akademikers" in die Liste der offiziellen Parteiorgane Das hat sie nicht gethan. Was meine Sachtenntnis anlangt, so habe nicht viel zu sagen wußte, Veranlassung genommen, Ihnen mitzu- gewesen, und zwar weil ich mir sagte, wenn der Socialistische ich mich seit Jahren mit diesen Fragen beschäftigt und glaube darüber teilen, daß aus dem Parteibureau Briefe geschrieben werden. Das Akademiker" seinem Programm entsprechend ausgestaltet sein soll, so genau unterrichtet zu sein. kommit thatsächlich vor.( Heiterkeit.) Im Laufe des Jahres werden müssen mit innerer Notwendigkeit Reibereien in der Partei Gogowski- Bosen: Ledebour hat mir etwas unterstellt, was sogar etliche Tausende von Briefen geschrieben. Nur sind dieselben entstehen, insofern als die einen oder anderen sagen: ich nicht gesagt habe. Ich habe gesagt: Ebensogut wie Ledebour in der Regel nicht so holperig stilisiert, wie Braun, der ebenso können wir nicht billigen, das sind Meinungen, die offiziell in seinem Wahlkreise für Einigkeit eintritt, müßte er das auch für schlecht spricht, wie er schreibt( Heiterkeit), ihren Inhalt hier vor- von der Partei nicht gedeckt werden können. Das habe ich die Polen thun.( Ledebour ruft: Ich bin ja für Einigkeit.) Statt getragen hat. Stilistisch so ungeschickte Briefe schreiben wir im Parteivorstand geltend gemacht, und daraufhin haben wir einDurch nicht; inhaltlich mögen sie ja stimmen. dessen hat er den Kasprzak mit Schmutz beworfen. Aus- stimmig beschlossen, das Blatt nicht in die Liste aufzunehmen. Man Ledebour: Ich habe den Mann nicht mit Schmutz beworfen, führungen von Braun ist mir eines klar geworden; er hat hat damals diese meine Stellungnahme in den Kreisen der sondern nur Thatsachen mitgeteilt. meine diesjährigen Sommerferien dadurch gestört, daß er Akademiker sehr ungünstig beurteilt. Mit Unrecht, denn nie war Singer: Es ist ein Antrag von Elm eingegangen, im nächst mir Artikel von sich zugeschickt hat.( Heiterkeit.) Ich konnte mir ich ein Gegner derartiger Unternehmungen. Aber die offizielle jährigen Parteibericht eine specificierte Abrechnung über die„ Neue nicht erklären, was das zu bedeuten hat, bei aller Freundschaft, die Verantwortung dafür durch Aufnahme in die offizielle Liste hielt Beit" zu geben nach Art der über den Vorwärts" gegebenen. uns beide verbindet( Heiterkeit), konnte ich keinen vernünftigen Grund ich damals für falsch, und würden die„ Socialistischen Monatshefte" Ferner stellten eine Anzahl von Mitgliedern folgende Anfragen: für diese Aufmerksamkeit finden. Jetzt ist es mir klar. Braun wußte heute die Aufnahme beantragen unter der Bedingung, daß sie 1. Durch welche Instanzen wird die ständige Kontrolle über den damals schon, daß er hier die Rede halten würde, in der er die ihre bisherige Haltung beobachten wollen, so würde ich auch geistigen Inhalt der" Neuen Zeit" ausgeübt? Besteht eine Preß- Anschaffung eines Kautschufstempels empfiehlt, und um Material für heute wieder erklären: Nein, das können wir nicht. Ich bin ein tommission? 2. Wer stellt die Nedacteure an? 3. Wie werden diese Rede zu gewinnen, hat er mir seine Leitartikel geschickt.( Er- ganz entschiedener Anhänger der freien Meinungsäußerung. Mic dieselben sowie die ständigen Mitarbeiter Honoriert? 4. Wer übt nente Heiterkeit.) Ich sollte mich darüber äußern. Der Zwed ist stehen nicht die glänzenden Worte zur Verfügung und der feierliche die finanzielle Kontrolle über die Einnahmen und Ausgaben nicht erreicht worden, über dem Lesen dieser Artikel bin ich ein- Gifer, mit dem wir gestern einen Lobgefang auf das Necht der freien Der„ Neuen Beit"? 5. Weshalb wird im Parteibericht geschlafen.( Große Heiterfeit.) Dann habe ich vergeffen zu ant- Meinungsäußerung in und außerhalb der Partei zu hören bekommen Teine specielle Abrechnung über die Neue Beit" ge- worten, und so hat er seinen Zwed nicht erreicht. Damit ist diese haben, fachlich aber bin ich einer der entschiedensten Vertreter des Ich kann es nur dem Referenten anbeimgeben, Frage erledigt. Ob der Vorstand Kautschuckstempel anfchaffen Rechts der freien Meimmgsäußerung, und ich wünsche mir, ob er es für wünschenswert hält und geneigt ist, diese Fragen in wird oder nicht, weiß ich nicht. Ich bin mit Unterbrechungen länger daß den Diskussionen diejenigen Formen und feinem Schlußwort zu beantworten. Zu verheimlichen ist nichts. als 25 Jahre in der Parteileitung thätig, wir haben nie einen Normen wahren möge, die für Genossen angebracht sind. Ein Teil dieser Fragen ist übrigens vom Referenten bereits be- Stempel gehabt, und es ist auch so gegangen. Sollte er später ge- Aber den Folgerungen, die nach der glänzendsten Rede für das Recht antwortet worden, die andren Antworten find durch unser Organi- braucht werden, Gott, das bischen Mühe kriegen wir auch noch der freien Meinungsäußerung hier noch immer gezogen worden sind, fationsstatut gegeben. Es ist durch die Thatsache, daß die Neue fertig. fann ich mich nicht anschließen. Ich bin bei diesen Plaidoyers den Zeit" jetzt von der Partei aus geleitet und geführt wird, übrigens Nun zu einer ernſteren Angelegenheit! Der Parteibeamte, von Eindruck nicht losgeworden: ganz sauber ist die Sache nicht, es steckt selbstverständlich, daß die berufenen Instanzen der Partei, in erster dem bei der Frage der Mitarbeit an den Socialistischen Monats- etwas dahinter. Ja, die freie Meinungsäußerung für die Sache, der Linie der Parteivorstand, alles das thun, wonach sich die Fragesteller heften" die Rede war, bin ich.( Ruf: Leider!) Ich habe keinen man selbst angehört, die verlangen alle, auch die Stocktonservativen. erkundigen. So alte Genossen, wie die Fragesteller, hätten sich das Anlaß, das zu bemänteln, außerdem waren ja einzelne Genoffen offen Eine derartige Forderung soweit zu erheben als man sie selber selbst sagen können.( Buruf: Wer sind die Fragesteller?) Das ist genug, meinen Namen zu nennen. Daß ich Parteibeamter bin, weiß braucht, das ist noch keine Anerkennung des Nechts der freien nicht nötig zu wissen. ich. Ich bin mir auch meiner subalternen Stellung gegenüber der Meinungsäußerung. Dies Recht muß in vollem Umfange auch für Bebel( zur Geschäftsordnung): Der Referent ist nicht ver- Voltsjouveränität, die Sie repräsentieren, durchaus bewußt. Die Kritik des Gegners anerkannt werden. Nun frage ich Sie, venn der Grundsatz gelten soll, der pflichtet, auf anonyme Fragen zu antworten. Aber der Parteitag Ich weiß, daß diese meine Stellung als Parteibeamter mir Pflichten wo kommen wir hin, hat ein Recht zu wissen, wer die Fragesteller sind. Ich verlange, auferlegt, die ich, soweit meine Kräfte reichen, auch erfüllt zu haben früher nie in der Partei gegolten hat, daß derartige freie daß die Namen genannt werden.( Sehr gut!) glaube, Aber recht angenehm ist das ewige Erinnern daran, daß litterarische Organe, wie die" Socialistischen Monatshefte" es sind Singer: Es ist ein genügend unterstüßter Antrag über diesen man Parteibeamter ist, wo doch zwischen den Zeilen immer das oder die Deutschen Worte" des Gen. Pernerstorfer, oder wie es vor Punkt eingegangen. Würde das nicht, der Fall sein, so hätte ich den Wort„ befoldet" steckt, gewiß nicht. Jemand gewissermaßen mit Stock- dem Socialistengefeße die neben dem offiziellen Organe„ Die ZuAntrag nicht mitgeteilt, sondern ich hätte die Unterstügungsfrage gestellt. ichlägen auf den Magen an feine Parteipflicht zu erinnern, hat immer funft" bestehende Nene Gesellschaft" war, von Parteifchriftstellern Wenn hier die Namen der Antragsteller gewünscht werden, so habe etwas mißliches. Ich bin überzeugt, viele haben nicht daran gedacht, nicht mehr benutzt werden dürfen. Wo fämen wir hin, wenn der ich keinen Grund, damit zurückzuhalten. Es sind eine Reihe von aber manche haben daran gedacht. Ich muß mich schuldig be- Grundsatz gälte:„ Meinungsfreiheit im vollen Umfange, aber die Mitarbeitern der„ Socialistischen Monatshefte".( Aha!- Große tennen, an den„ Socialistischen Monatsheften" mitgearbeitet zu Blätter werden ausgesucht, in die du schreiben darfst?"( heiterkeit.) Zurufe: Namen nennen 1) Ja, ja. Die Namen lauten: haben. Ich habe für die Neue Zeit", so lange sie besteht, Das rote Heft wird boykottiert, für die" Socialistischen Monatshefte" nur einen Artikel, von Elm, Paul Müller und Dr. Südefum.( Wiederholte Aha l- Rufe. bisher für die Socialistischen Monats- darf nicht geschrieben werden. Da fällt mir jener Wiener Censor hefte" vielleicht ein halbes Dutzend geschrieben, aber mehr ein, bei dem sich ein Schriftsteller beklagte: Wissen Sie, man vers Erneute Bewegung.) sicher nicht. Das hängt ganz eigentümlich zusammen, ich liert ja alle Lust zu schreiben unter solchen Verhältnissen. Und da gehöre von Haus aus nicht entschuldigen Sie den Ausdruck antwortete der Censor: Aber ich bitte, Herr Doktor, Sie befinden zum Federvieh, meine Sache ist es nicht, litterarisch thätig zu fich in einem schweren Irrtum; Sie können schreiben, was Sie Zunächst bemerke ich, um eine Aeußerung von mir richtig zu stellen, daß sein. Allerdings hat es eine Zeit gegeben, wo ich des lieben Brotes wollen, nur fürs Druckenlassen brauchen Sie unsre Erlaub wir auf das Verhältnis der Partei- Angestellten zum Verein Arbeiter willen versuchte, litterarisch thätig zu sein, die angenehmste Zeit nis."( Große Heiterkeit.) In dieselbe Lage kommen wir, wenn prefie" nur bezüglich des„ Vorwärts" in unsrer Eigenschaft als Partei meines Lebens war das nicht. Auch heute noch habe ich sehr selten wir einen solchen Grundfaz gelten lassen wollten. Also man vorstand eingewirkt haben; bezüglich des Hamburger Echo" haben das Bedürfnis, mich schriftstellerisch zu äußern, an der Tinteritis schickt die Artikel nur noch an Kautsky, der untersucht sie auf wir das nicht als Vorstand, sondern als Firmenträger gethan. leide ich nicht. Leute wie ich bedürfen der Anregung, wenn sie mal die Doktrin, auf die Tendenz, stellt fest, daß die Einheit der Ve Sodann konstatiere ich, daß die Mitteilung der Münchener zur Feder greifen sollen. Und da zeigt sich allerdings der Unterschied wegung gestört wird, daß die Anschauung unzulässig ist, und wenn Nenesten Nachrichten", ich bätte gesagt, die Gewerkschafts- zwischen der Redaktion der Socialistischen Monatshefte" und der der ich den günstigsten Fall nehme, dann hängt er ein Schwänzchen an, beiträge müßten im Interesse der Partei möglichst niedrig Neuen Zeit". Mag sein, daß das daher fommt, weil an der Spike der im ungünstigsten Fall aber sagt er, das ist ganz imwissenschaftlich fein, auf Irrtum berubt. Genau das Gegenteil habe ich" Socialistischen Monatshefte" ein Vertreter steht, der seiner Stammes- gedacht, das veröffentliche ich überhaupt nicht. Ich begreife durchaus gesagt.( Allseitige Zustimmung.) Was die Gründung von eigenschaft nach zu dem beweglichen Element gehört, während das an der die außerordentliche Schivierigkeit, die die Redaktion eines offiziellen Parteiblättern betrifft, so bin ich nicht der Ansicht, daß kein Bedürfnis Neuen Zeit" nicht der Fall ist.( Heiterkeit.) Thatsächlich bin ich wissenschaftlichen Organs bietet; aber eben, weil ich sie anerkenne, nach neuen Blättern vorliegt, wohl aber muß zwischen der Befriedi- von der Redaktion der„ Neuen Zeit" nur zweimal aufgefordert halte ich Unternehmungen und Blätter für notwendig, wie wir gung des Bedürfnisses und den Mitteln ein richtiges Verhältnis be- worden, über einen bestimmten Gegenstand zu schreiben, das erste fie in den Monatsheften" haben.( Sehr wahr!) Die ganze stehen. Wir warnen nur deshalb vor Nengründungen, um leicht: Mal vor langen Jahren durch Diez, der von mir einen Artikel über große Aufregung aus den Kreisen der Genossen ist, die habe ich, besonders fertige Gründungen, die zusammenbrechen müssen, zu verhindern. das Schnapsmonopol wünschte. Ich war verwegen genug, ihn zu Empfindung hervorgerufen Ueber den Verein Arbeiterpresse" find Ausführungen gemacht, die, schreiben, er hat nichts getaugt( Seiterkeit), meine Fähigkeiten durch die Mitteilung über das Deficit der Neuen Zeit". wenn sie auf bürgerlichen Kongressen fielen, einstimmig verurteilt reichten dazu nicht aus, aber geschrieben habe ich ihn. Später hat Einzelne Redner nannten geradezu ungeheuerlich, daß würden. Es würde da sicher gesagt werden: da seht mal diese mich Kautsky aufgefordert, den Nekrolog für Liebknecht zu schreiben, man, wo die Neue Zeit" Taufende von Mart an Deficit kostet, geben?" Unruhe. Nunmehr erhält das Schlußwort Auer: и " " die man bei " es " Das worden geben Konkurrenzunternehmungen unterstützen könne. Das Deficit hat es stigung empfing, ihrer auch nicht unwürdig war. Auch die Bochumer[ 1896 und Paris 1900 feiert die deutsche Socialdemokratie den 1. Mai Ihnen angethan, und Vollmar hat den Schluß daraus gezogen, daß Genossen sind erst später zu einer andern Auffassung gekommen. als das Weihefest der Arbeit, gewidmet den Klassenforderungen des die Neue Beit" in der Deronte sei. Ich wundere mich, daß von Was den Vorschlag Frohmes betrifft, so halte auch ich es für Proletariats und dem Weltfrieden. Als die würdigste Feier des Der andrer Seite fein Wort der Aufklärung gekommen ist. So bin ich wünschenswert, daß festgestellt wird, wie viel organisierte Partei- 1. Mai betrachtet die Partei die allgemeine Arbeitsruhe. teen Aber es es den Genossen schuldig. Das Deficit der Neuen Beit" ist keine genoffen wir in Deutschland haben. Aber eine solche Statistik werden Parteitag macht es daher den Arbeitern und Arbeiterorganisationen den andren Kundgebungen für die allgemeine neue Erscheinung, auch nicht in der mitgeteilten Höhe. Die„ Neue wir in 10 Jahren noch nicht komplett haben. War es doch nicht zur Pflicht, Beit" hat seit der ersten Stunde ihres Erscheinens bis heute noch einmal möglich, wie ich schon ausführte, von den wenigen Partei- Arbeitsruhe am 1. Mai einzutreten und überall da, wo die Möglichteinen Jahrgang gehabt, in dem sie nicht Deficit gemacht hätte, und verlagen Angaben über die Auflage der Parteipreffe zu erhalten. teit für Arbeitsruhe vorhanden ist, die Arbeit am 1. Mai ruhen zu ich fürchte, das wird auch in der Zukunft so bleiben. Die Höhe des Was soll da erst geschehen, wenn wir uns an Tausende von lassen." Deficits hat differiert, im ersten Jahre betrug es mit den Einführungs- Leuten zu wenden haben. Es sollte mich sehr freuen, went Ich bitte dieser Resolution Ihre Zustimmung geben an wollen. foften 16 000 m. Der niedrigste Betrag ivar 7000 W. Wir haben wir eine solche Statistik bekämen, aber die Erfüllung dieses Wisches Die Diskussion hierüber wird eröffnet. in del Jahre mit 12, 11, 10, 9 tausend Mark Deficit gehabt. 10 000 m., können wir wohl auf lange Zeit vertagen. Den Antrag 94 des das wäre ja die Mittellinie. Deshalb ist es ganz falsch, von einem Genoffen Emmel, betreffend bie Raution für die Müllhauser VolksWindhoff- Düsseldorf Rückgang der Neuen Zeit" zu sprechen. Der Abonnentenstand der zeitung", bitte ich dringend abzulehnen. Es handelt sich da nicht begründet den Antrag 59. Die Maifeier hat auf den Parteitagen „ Neuen Zeit" ist gewiß heute nicht so hoch, wie er gewesen ist. bloß um die Genehmigung der Kaution von 20 000 M. Wenn das immer die wenigste Beit in Anspruch genommen. Ich bin mum ber Aber es dreht sich dabei um wenige hundert Abonnenten. Ihr Blatt bisher bestehen komite, so doch nur, weil es ein Kopfblatt ist Meinung, daß die Partei mit der Durchführung ihrer Beschliffe Abonnentenstand beträgt heute 8400( erifch: 8200), aber über und die Herstellungskosten sehr niedrig find. Wenn das auf ernſt machen muß. Es gentilat nicht, Bersammlungen abzuhalten und 4000 ist sie noch nie hinausgefkommen. Ein Nachweis dafür, daß hört, werden auch die Kosten höher. Den Antrag 98 des Feste zu feiern. Um Nemedur zu schaffen, ist es angebracht, daß seit dem Bestehen der Socialistischen Monatshefte" die„ Neue Zeit" Genossen A. Hoffmann bitte ich dagegen anzunehmen. von den Genossen in den einzelnen Orten mehr geschicht. In wesentlich gelitten habe, läßt sich absolut nicht führen. Noch in liſt nötig, daß auch ber arteiten beruferlegter CB Radiant gich manchen Orten Weſtfalens ist von einer Maifeier gar nichte zu keinem Jahre hat die„ Neue Zeit" ihr Papier, ihren Druck und Say wenn er genötigt ist, sich gegenüber unüberlegter Gründungen ab- spüren. Würden die Genoffen energisch eingreifen, dann müßte bie aus den Erträgnissen bezahlt, auch in der Glanzperiode nicht. lehnend zu verhalten. Nun noch einige Worte zu dem Antrag, wo große Mehrzahl der Arbeiter, die bei den Wahlen für die SocialRedaktion und Mitarbeiter fraßen die Einnahmen aus dem Abonnement nach für die nächste Zeit genaue Abrechnungen über die" Nene Zeit" demokratie stimmen, auch für die Arbeitsruhe eintreten. Resolutionen auf. Auch die frühere Gesellschaft mit Diez zusammen hat immer im Berichte des Vorstandes aufzunehmen sind. Das sollte eigentlich sind oft weiter nichts als Beschlüsse, die auf dem Papier stehen. diesem Jahre geschehen. Als aber über diese Müller- Görlig 002 nous n eigentum, mm ist sie es auch de jure. Frage entschieden werden sollte, waren nicht alle Mit21 " " ES Ich hoffe, daß diese Darstellung doch den einen oder andern glieder des Vorstandes beisammen und da Meinungsverschieden ist ebenfalls mit der Art, wie die Maifeier jegt in vielen Städten Delegierten beruhigen wird. Wenn Sie das Deficit jetzt schon in heiten darüber bestanden, so unterblieb diesmal noch die begangen wird, nicht einverstanden. Er nimmt aber nicht den Aufregung setzt, was würde erst geschehen, wenn die Socialistischen Aufnahme. Nächstes Jahr wird der Vorstandsbericht genaue Standpunkt der Düsseldorfer ein, sondern ist entgegengesetzter Meinung. Monatshefte" nicht mehr benutzt werden dürfen, und alle die zahl- Nachweisungen über die Neue Zeit", die. Gleichheit" und den Durch die Annahme noch so vieler scharfer Resolutionen werden wir reichen Mitarbeiter ihre wahrlich recht langen, ich sage nicht lang- Wahren Jakob" ebenso enthalten, wie bisher über den Vorwärts". teinen Schritt weiterkommen. Speciell wir in Schlesien können von weiligen Artikel nicht mehr in den Monatsheften" abdrucken dürften, Ich kann aber hente schon bekannt geben, daß im Rechnungsjahre unfren Gewerkschaftsorganisationen nicht verlangen, daß sie auf Einwenn dieser ganze Anprall von Manuskripten die Neue Beit" träfe. 1901/1902 für die Redaktion der Neuen Beit" 17 500 m. aufführung der Arbeitsruhe am 1. Mai drängen. In der Mitte der 90er Jahre Das Verdoppeln des Umfanges reichte nicht aus, und für das Be- gewendet wurden. Davon entfielen 10 000 M. auf die Redaktion, wurde die Erwartung ausgesprochen, daß die Maifeier durch die zahlen einer teuren Revue fehlen unsern Arbeitern die Mittel. Das die natürlich aus mehreren Personen besteht, und 7000 W. auf die Schaffung starter gewerkschaftlicher Organisationen zu ermöglichen sei. Deficit würde mindestens auf die doppelte Höhe steigen.( Hoff- Mitarbeiter. Was über die früheren Deficite zu sagen ist, hat Auer Die Organisationen sind inzwischen stärker geworden, aber gernde mann: die„ Neue Zeit" soll nur nicht boykottiert werden.) schon ausgeführt. das Gegenteil der gehegten Erwartung ist eingetroffen. In Breslau hat Bebel gesagt, daß die Berliner Genossen die Durchführung der Maifeier den Gewerkschaften überlassen. Ich halte das für richtig und würde deshalb empfehlen, den letzten Teil der Resolution Fischer wegzulassen und es den Gewerkschaften zu überlaffen, ob sie die Arbeitsruhe einführen wollen. Wenn das geschieht, so bin ich überzeugt, daß wir in einigen Jahren die Maifeier nicht mehr durch Arbeitsruhe begehen werden. Ich schließe mich der Meinung Mehrings an, daß unser bestes Agitationsmittel die Wahlen sind. Es ist auch nicht überraschend, daß die„ Neue Zeit" sich in dieser Lage heute noch so wie am ersten Tage befindet. Das ist das Schicksal aller Revuen, die nur für bestimmte Zwecke erscheinen und nicht auf das Sensationsbedürfnis einer großen Leserzahl berechnet find. Sie teilt das Schicksal mit allen ihren Kolleginnen, die Socialistischen Monatshefte" nicht ausgeschlossen. Ich stehe der Firma Edelheim und den Herausgebern der" Monatshefte" nicht so nahe, um zu wissen, wie es in ihren Büchern aussieht; aber Gerüchte laufen doch um, die die Meinung, Edelheim habe die Partei mit seinen Büchern überschwemmt und mache Niesengeschäfte, als recht falsch erscheinen lassen dürften. Ohne in die Details eingeweiht zu fein, bin ich überzeugt, daß die Firma Edelheim sehr froh wäre, wenn sie das Deficit für die„ Socialistischen Monatshefte" nur in dem Maße zu decken hätte, wie wir mit Fug und Recht das Deficit Es wird zur Abstimmung geschritten. v. Elm zieht seinen Antrag infolge des von Gerisch gegebenen Aufschlusses zurück. Zunächst wird den Partei- Instanzen auf Antrag der Kontrollkommission e in stimmig Decharge für die Geschäftsführung des lezten Jahres erteilt. Der Antrag 98( gestern irrtümlich als 98a mitgeteilt) wird an genommen, Antrag 58 a abgelehnt, Antrag 58b dem Vorstand zur Erwägung überwiesen, Antrag 1( Nürnberg) abgelehut. Von den Anträgen zur Polenfrage gelangt die Resolution der Genossin Luxemburg( 91) in Verbindung mit dem Amendement Bebel ( 95) zur Annahme. Die Anträge 12, 13, 14 und 15 sind dadurch erledigt.*) Auf Vorschlag von Singer wird der vorgerückten Zeit wegen der nächste Punkt der Tagesordnung, Bericht über die parlamentarische Thätigkeit, nicht mehr in Angriff genommen, sondern noch einige fleinere Angelegenheiten erledigt. Ebert Bremen Pfannkuch: zugehen, wie ich einige Worte dazu sagen. Ich bitte, diesen Antrag Da es der Referent unterlassen hat, auf den Antrag 59 eins abzulehnen und schließe mich dem Gedankengang des Vorredners an. Die Maifeier wurde durch einen internationalen Beschluß festgesetzt. wir Deutschen rechnen es uns nicht als besonderes Verdienst Ale" alter Sampige toiſe möchte ich zum Schluß noch einige daß wir die Maifeier in einer weiße zur Durchführung gebracht Borte an Sie richten. Es ist sentimental, aber wenn es mich drickt, haben, wie sie unfrer Arbeiterbewegung würdig ist; wir marschieren muß es heraus. Ich kann nicht verschweigen, daß es mich schmerzan in dieser Beziehung an der Spige aller Nationen. An den Beschlüssen zu rütteln, halte ich für zwecklos. Aber ich meine, lich berührt, wenn auch diesmal wieder, wenn auch nicht in der Schärfe wie auf dem Parteitag in Hannover, von der Richtung, die erstattet den Bericht der Beschwerdekommission, der die Beschwerde wir sollen auch nicht weiter gehen, als es die wirtschaftlichen Vere von den andern als die besonders zielbewußte und„ unentivegte" des Genossen Jahn- Berlin überwiesen wurde. Jahn war als Behältnisse erlauben, mit denen wir im Augenblick sehr zu rechnen hingestellt wird, immer wieder direkt oder indirekt der Ton an- richterstatter für den Vorwärts" und auch rednerisch für die Partei haben. Immerhin ist es gut, wenn auch der ideale Standpunkt zum geschlagen wird:„ Wenn es nicht anders ist, dann muß der Bruchthätig. Er erkrankte später und es war ihm nicht mehr möglich, Ausdruck gebracht wird und deshalb empfehle ich die Annahme der eintreten, dann müssen wir auseinandergehen, dann mag es heißen: feinen Verpflichtungen zur Zufriedenheit der Parteigenossen nachzu- vorgeschlagenen Resolution. hie rechts, hie links, so kann es nicht weitergehen."( Lebhafte tommen, so daß er seines Postens als Berichterstatter für den VorPaul Hoffmann- Hamburg Burufe von allen Seiten der Versammlung.) Ich stehe seit 30 Jahren wärts" enthoben wurde. Er hat sich später beschwerdeführend au bittet ebenfalls, den Antrag 59 im Juteresse des Ansehens der Mais Gegen diese Ent: feier abzulehnen. Alle Ermahnungen mußen nichts, so lange nicht scheidung wurde Beschwerde beim Parteivorstand erhoben, dieser die wirtschaftlichen Verhältnisse die Arbeitsruhe erlauben. Sogar bet die Entscheidung bestätigt. Darauf hat sich Jahn an die bei uns in Hamburg ist es vorgekommen, daß einzelne Gewert Controleure gewandt, die ihn jedoch ebenfalls abwiesen. Nun ist er schaften infolge der schlechten Verhältnisse die Arbeitsruhe nicht durchan den Parteitag gekommen. Was die Beschwerdeschrift an sich be- suführen empfahlen. trifft, so ist ste in einer Form gehalten, daß sie schon deswegen nicht geeignet wäre, berücksichtigt zu werden. Wir haben uns aber daran bittet um Zustimmung zu der Resolution. Die Maifeier soll auch natürlich nicht gestoßen. Aus dem Material jedoch, das uns Pfann in Zukunft so begangen werden, wie es die Partei bisher gethan fuch für den Vorstand und Meister als Vertreter der Controleure bat. Man hat ja schon hören müssen, die Partet werde schließlich vorlegte, sind wir zu der Entscheidung gekommen, der Beschwerde froh sein und es werde ihr ein Stein vom Herzen fallen, wenn sie nicht stattzugeben. Die Entscheidungen der Partei- Instanzen find die Maifeier auf die Gewerkschaften abwälzen tonne und nicht mehr durchaus gerechtfertigt und es muß gefagt werden, daß sich der Vor- durchführen brauche. Pfannkuch hat ganz recht, wenn er verlangt, stand gegen Jahn durchaus nobel benommen hat. Ich beantrage, daß die idealen Zwecke festgehalten werden müssen. Ich stimme dem die Beschwerde zu verwerfen. Genossen Winter zu, daß die Maifeier in Schlesien selbstverständlich Pfannkuch- Berlin: zur Zeit nicht durch Arbeitsruhe zu begehen ist; aber das beweist doch nichts gegen die großen Industriccentren. den Wahlverein des 3. Wahlkreises gewendet, der jedoch die Entscheidung der Breßtommission billigte. Veyer Leipzig in der Partei, ich nehme für mich in Anspruch, so gut und so weit meine Kräfte reichten, im Dienste der Partei zu allen Zeiten und unter allen Verhältnissen meine Pflicht erfüllt zu haben, fo gut wie alle andren. Da thut es weh, wenn einem immer wieder, wenn auch nur durch die Blume, zu verstehen gegeben wird: Ihr fömmt nicht mehr mit, das ist eine andre Richtung. Ich meine, für die Beurteilung des Mannes kommt doch vor allen Dingen in Betracht, wie er in Zeiten der Gefahr, wo es auf den Mann antam, sich bewährt hat. Da möchte ich doch an meine alten Kampfgenossen einmal die Frage stellen, an diejenigen, die mit solchen Drohungen immer spielen: Wann und wo seid Ihr in der Bresche gestanden, um mit Aufgebot der legten Kraft die Partei und ihre Intereffen zu vertreten, und ich war nicht in Eurer Mitte?( Wiederholte Tebhafte Burufe.) Wann und wo hat es einen Kampf gegeben, in dem mein Blut sich mit Eurem Blut nicht gemischt hätte? Was ich hier für mich ausspreche, spreche ich auch für viele andre aus. ( Lebhafte Zustimmung.) Diese Art und Weise, immer mit Jahn bedurfte unfres Erachtens dringend der Erholung. Sein folchen Drohungen zu fommen, das ist nicht wohlgethan. Ich für nervöier Strantheitszustand ging jedoch nicht so weit, daß ihm irgend mich würde sie vielleicht nicht besonders ernst und tragisch nehmen, eine Parteiinstanz die Parteithätigkeit untersagt hätte. Die Sache Die heutigen Reden zeigen, daß es mit der Maifeier vielfach ich für mich empfinde sie zwar unangenehm, aber ich würde sie er ist so: Die Berliner lehnen es ab, die Verantwortung für die agita- nicht mehr so genan genommen wird, wie früher, daran können auch tragen, wie wir alle miteinander eben uns gegenseitig ertragen torische Thätigkeit Jahns zu übernehmen, und soweit wir uns aus die leidenschaftlichsten Reden nichts ändern, sie scheitern an den wirtmüffen, aber derartige Dinge führen zu Mißverständnissen nach außen eigener Wahrnehmung ein Urteil bilden fonnten, ging dieses dahin, schaftlichen Verhältnissen. Es kommt darauf an, möglichst imposante und sind deshalb für Parteigenossen nicht wohl angebracht.( Sehr daß die Partei die Verantwortung für die fernere Thätigkeit Jahns Demonstrationen zu veranstalten und daß am Abend wenigstens richtig.) Ich sage: ich nehme diese Drohungen nicht so tragisch, ich nicht mehr übernehmen kann. Seine moralischen Berpflichtungen für ordentliche Versammlungen veranstaltet werden, als wenn die Feier, glaube nicht daran. und damit will ich das fernere Fortkommen Jahns hat der Parteivorstand bis zum wie es vielfach der Fall ist, als ein ganz gewöhnliches Vergnügen Ich befinde mich da schließen in der Situation des Burschen, dem sein Deandl untren Hebermaß erfüllt und ich empfehle den Antrag der Beschwerde ausartet. Die Sache sollte auf dem internationalen Kongreß bewerden will und der zu ihm sagt: tommission. sprochen werden. Auf oamal auseinanda, Deanst, bis melt net thoa, Lebn wir weita beieinanda, Schau, was thatst denn alloa? ( Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) Es folgen persönliche Bemerkungen. Rosa Luxemburg: Ich bin nicht aus einer polnischen Organisation ausgeschlossen, sondern nur von eben jener Sondergruppe, der ich aber nie angehört habe. Weiter möchte ich als Vertreterin der Stadt Rawitsch dem Genossen Auer sagen, daß man sich dort mit der Abficht trägt, ihn zum Ehrenmitglied von Rawitsch zu ernennen.( Heiterkeit und Bravo!) Die Beschwerde Jahns wird dem Antrage der Kommission entsprechend als unbegründet verworfen. Singer schlägt mun vor, den Punkt Maifeier noch zu erledigen, selbst auf die Gefahr hin, daß die Verhandlungen heute etwas länger dauern. Der Parteitag ist damit einverstanden. Hierzu gehört der Antrag 59.**) Richard Fischer- Berlin: Ich glaube, der Gegenstand, der uns hier beschäftigt, ist einer von denen, wo einfach eine Resolution unterbreitet und angenommen wird. In unsrer Stellung zur Maifeier hat sich seit dem legten Jahre ohnehin nichts geändert und ich kann deshalb wohl darauf verzichten, diese nochmals eingehend zu begründen. Ich schlage Ihnen folgende Resolution vor: Kautsky: Auer wird mir zugeben, daß ich wiederholt den Wunsch ausgesprochen habe, er möge mitarbeiten, aber jedesmal glaubte ich aus seinen Bemerkungen herauszuhören, daß er mir" In Üebereinstimmung mit den Beschlüssen der Internationalen feine Gegenliebe schenkt. Immer fagte er, er sei fein Schriftsteller, Arbeiterkongresse zu Paris 1889, Brüffel 1891, Zürich 1893, London er passe nicht unter die Kirchenväter. Die Antwort mag scherzhaft gewesen sein, ich habe sie aber ernst genommen. Nach seinen heutigen*) 1. Parteigenoffen in Nürnberg: Den Parteivorstand Erklärungen muß ich sagen, daß ich ihn mißverstanden habe. Ich ersuchen, in seinem Rechenschaftsbericht Auskunft zu geben, was er nehme ihn beim Wort, und er kann sicher sein, daß er von uns jetzt und die Reichstagsfraktion zur Durchführung der früheren Parteitagsso getreten wird, daß ihm hören und Sehen vergeht.( Heiterfeit.) beschliffe gethan haben. Adolf Hoffmann- Berlin: Ich habe nicht gesagt, daß ich die Anträge 58a und 58b find in der Vorlage nicht enthalten. Meinungsäußerung einschränken will, sondern mich nur gegen einen Die Resolution zur Polenfrage lautet in der beschlossenen Boykott der Neuen Zeit" durch die Genossen gewandt.( Alljeitige Faffung: Zustimmung.) Der Parteitag erklärt: Da die ökonomischen und politischen Adolf Braun- Nürnberg: Gegen die Summe persönlicher Be- Interessen des polnischen wie des deutschen Proletariats im Deutschen merkungen, die Auer mir freundschaftlichst gewidmet hat, mich zu Reiche die gleichen sind; da ferner die Socialdemokratie es für ihre wenden, ist mir unmöglich. Ich nehme nur eine heraus. Die von Pflicht erachtet, die polnische Arbeiterklasse auch gegen die Untermir an Auer gesandte einzige Zeitungsmimmer enthält einen Artikel, drückung ihrer Nationalität zu schützen, und dieser Pflicht stets nach der die Antwort auf seinen Brief war. Wer mit Auer hackeln will, Kräften nachgekommen ist; da endlich die Socialdemokratie ihre muß gefaßt sein, ein Opfer seines laugenscharfen Witzes zu deutschen und polnischen Mitglieder stets als vollkommen gleichwerden. Ich habe mitgelacht, mehr wie irgend einer auf dem berechtigt betrachtet und behandelt und die Agitation unter dem Parteitag. polnischen Proletariat materiell und moralisch in fräftigster Weise unterstützt. Gerisch erhält das Schlußwort zur Debatte über den Kassenbericht: Kolb- Karlsruhe: Wels- Berlin: Taufende von agitatorisch thätigen Personen sind mit uns der Ueberzeugung, daß es so nicht weiter gehen tann. Ich begrüße es mit Freuden, daß hier zum erstenmal auf einem Parteitag die Diskussion darüber augeschnitten wurde. Es muß die Möglichkeit geschaffen werden, die Wege zu ebnen, daß die Gewerkschaften die Sache in die Hand nehmen. Es muß damit aufgeräumt werden, daß die Partei für die Konsequenzen der Arbeitsruhe zu sorgen und alljährlich Taufende für Gemaßregelte herzugeben hat. In England fümmert sich kein Wiensch darum, und wir brauchen uns nicht zu schämen, wenn wir die Thatsachen offen besprechen. Fischer- Berlin erhält das Schlußwort: Der Düsseldorfer Antrag ist unanmehubar, weil er in sich den Gedanken birgt, als ob unsre Resolutionen interitationalen Kongreffen der Gedanke der Arbeitsruhe viel präciser nur platonische Bedeutung hätten. Eins steht fest: daß seit den zum Ausdruck gekommen ist. Wenn Wels die Resolution durchsicht, wird er finden, daß es sich nicht um einen platonischen Beschluß handelt, sondern daß wir die Verpflichtung übernehmen, den Beschluß des internationalen Stongresses zur Durchführung zu bringen. Wollen wir das nicht, so müssen wir an den Amsterdamer Kongreß einen entsprechenden Antrag stellen. Geschicht das nicht, so müssen wir die Feier so begehen, wie es unsrer Stellung würdig ist. Ich bitte, die Resolution anzunehmen. der Die Resolution wird mit großer Majorität augenommen, Antrag 59 dagegen abgelehnt. Die Versammlung vertagt sich auf Mittwoch. Schluß 7 1hr. Witterungsübersicht vom 17. September 1902, morgens 8 Uhr. Barometerftand mm Wind: richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen Barometer stand mm Winda richtung Windnärte Wetter Temp. n. 6.1 160 Do 122 4 bedeckt 3 so muß die Absonderung einer polnischen Gruppe, der Stationen " Bolnischen Socialistischen Partei", die sich in einen Gegensatz zur Gesamtpartei gestellt hat, als ein ungerechtfertigtes Vorgehen angesehen werden. Swinemde. 753 SW 5 bedeckt 12 Haparanda 755 NO Der Parteitag verurteilt scharf die von der Gruppe„ Polnische Hamburg 753 WSW 4 HIb. bed. 11 Petersburg 756 SSO 2 bedeckt 11 Socialistische Partei" provozierten Doppelfandidaturen in Ober- Berlin 755 S 4 blb. bed. 13 Cort 765 NW schlesien und ersucht den Parteivorstand, nochmals den Versuch Frantf./M. 760 23 2 bedeckt 12 Aberdeen zu machen, eine Verständigung zwischen den streitenden Parteien München 5 wolfig 14 Paris 763 S herbeizuführen, die im Interesse der gesamten Sozialdemo- Wien -bedeckt 14 fratie liegt. Wetter Prognose für Donnerstag, den 18. September 1902. Ziemlich kühl und veränderlich, vorherrschend wolkig mit Regenschauern und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Ich werde Sie nicht lange in Anspruch nehmen, sondern habe mur einige thatsächliche Richtigstellungen zu machen. Es ist von Genossen Wolff bestritten worden, daß die Bochumer Genossen früher Die mit der Gründung eines Centralblattes einverstanden waren. Sache ist so, daß den Bochumer Genossen vom Parteivorstand mitgeteilt wurde, daß der jetzige Zustand nicht mehr länger aufrecht erhalten werden könne. Sie waren damit auch einverstanden, äußerten sich auch nicht dagegen, und erst in der letzten Zeit haben sie dagegen Einspruch erhoben. Richtig zu stellen ist ferner in**) 59. Parteigenossen in Düsseldorf: Die Barteigenossen der Bochumer Ünterstügungsangelegenheit, die auch den Controleuren des ganzen Reiches find verpflichtet, energischer als wie bisher für vorlag, daß der betreffende Genosse zu der Zeit, da er die Unter die allgemeine Arbeitsruhe am Tage des 1. Mai einzutreten. S 763 23 763 Still 3woltent 12 2wolfent 12 Sauerstoffwasser übertrifft jede Art der natürlichen und künstlichen Mineralwässer an Geschmack. Sauerstoffwasser ist nicht nur ein sehr feines Tafelwasser, sondern auch medicinisch als eines der besten Heilwasser anerkannt. Sauerstoffwasser wird bei Krankheiten auch ärztlich verordnet. 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Be werbungen find unter Angabe der Gehaltsansprüche 2c. an den Unter- Wegen Nicht Innehaltens des vor zeichneten zu richten. fürzerer Zeit der Organisation ge= Die Presskommission. gebenen Versprechens( Einführung des Lohnsystems) ist der Zuzug bei J. A.: Alwin Brandes, Vorsitzender, allen Zwischenmeistern fernzuhalten Magdeburg, Knochenhauer- Ufer 27/28. und find folgende Firmen für sämitTuchtige liche Branchen gesperrt: 226/10 50952* ben Rod- und Westeuschneider Gummersbach, strautstraße 39. Günther, Andreasstraße 10. Die Ortsverwaltung Berlin. Kontu r. 18. 19. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 18. September 1902. Barteitag der deutschen Socialdemokratie. Dritter Verhandlungstag. Vormittagssigung. München, 17. September. Angst hat, der Tarif könne nicht rechtzeitig zustande kommen, wieder zur Sprache gebracht worden sind. Indessen bedarf es bei julja, warum hat sie dann mit der Einbringung desselben der Bekämpfung dieser Mißstände der wesentlichen Mitarbeit der lange gezögert? Jahrelang befragte fie alle mögs Genossen im Lande, besonders der in den Kommunen Thätigen. Es lichen fapitalistischen Interessengruppen, aber die Arbeiter wurden handelt sich hier um die Besserung der Lage der Elendesten, der im Wirtschaftlichen Ausschuß nicht gehört. Von Anfang an wurden leidenden Proletarier. Beginn 834 Uhr. Den Vorsitz führt Vollmar. Eingegangen ist ein Glückwunschtelegramm von dem internationalen Freidenker- Verband in Genf. Frau Weiß- Düsseldorf, deren Mandat vom Barteitag nicht anerkannt worden ist, hat das Original des Schriftstückes, durch das sie delegiert worden ist, dem Bureau vorgelegt. Berlin: " Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Dazu liegen vor die Anträge 66a, 57, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 92 und 98*), ferner ein neu eingegangener Antrag Schubert Die Fraktion wird beauftragt, in nächster Zeit einen Gesetzentwurf über die Einführung des achtstündigen Normal- Arbeitstages dem Reichstage vorzulegen. Es sollen ferner besondere Anträge auf Einführung der achtstündigen Normal- Arbeitszeit in staatlichen und kommunalen Betrieben in allen geeigneten Körperschaften eingebracht werden." Alle Anträge sind genügend unterstützt. Berichterstatter Rosenow: so ob Stöcker und seine Freunde jemals Kartoffeln ausgemacht haben, wenn es geschehen sein sollte, so werden es wohl die dicksten Kartoffeln gewesen sein.( Seiterkeit.) Es ist der Regierung offenbar gar nicht um eine wirkliche Bekämpfung der Kinderarbeit zu thun gewesen, sie hat nur wieder einmal den Anschein erwecken wollen, daß etwas geschehe, während in Wirklichkeit nichts geschehen ist. Von unsrer Seite hat es an Anträgen in socialpolitischer Bezichung, an socialpolitischen Anregungen nicht gefehlt. Die Magdeburger Genossen vermissen in ihrem Antrag 60 im Fraktionsbericht ein Eingehen auf die Wohnungsfrage. Wir haben aber bei jeder Gelegenheit Vorschläge zur Lösung der Wohnungsfrage gemacht. Wir wissen, daß, wenn die Wohnungsfrage gelöst werden könnte, damit ein höchst wichtiger Teil der socialen Frage überhaupt gelöst worden wäre. Die Wohnungsfrage hat im vorjährigen Bericht eine detaillierte Besprechung gefunden. Alles, was wir in diesem Jahre haben thun können, war die Erwähnung der Wohnungsfrage bei der Etatsberatung und bei der Besprechung der Notstands Interpellation. Im übrigen wird natürlich die Fraktion beständig diese wichtige Frage im Auge behalten. " Ein die Agrarier umschmeichelt, niemals hat die Regierung die agra- Ich glaube, daß der Parteitag zu dem Schluß kommen rischen Forderungen ernsthaft bekämpft, hat sie doch sogar zu dem wird, daß die Fraktion ihre Pflicht gethan habe. Die Fraktion in der Manege des Cirkus Busch verlangten 15 Mart- Roll ge- wird diese Pflicht auch in Zukunft un so freudiger erfüllen, in der Manege deset rie de in schwiegen! die Regierung in eine Zwickmfible: den je mehr diese Thätigkeit Wiederhall im Lande findet. Die Fraktion Agrariern sind die Zölle zu niedrig, den Konsumenten zu hoch. wird besonders dankbar sein, wenn die Gewerkschaften die Frattion Daher das lange Zögern; erst infolge der Verhöferung des Tarifs mehr als bisher mit statistischem usw. Material versorgen wollen. über London sab sich die Regierung endlich veranlaßt, mit ihrem Das ist faft wichtiger als die Stellung bestimmter Anträge. Ich Entwurf hervorzutreten. Und mun sollen wir gewissermaßen im schließe mit den Worten: Vorwärts, vorwärts und immer wieder Ramsch den ganzen Tarif annehmen! Nein, angesichts der Wucher vorwärts müssen wir streben, damit auch dem ärmsten Proletarier Vor Eintritt in die Tagesordnung giebt Metzger- Hamburg pläne ist eine scharfe Opposition am Blaze, zumal da die Kommission endlich die Stunde der Erlösung schlage!( Lebhafter Beifall.) folgende Erklärung ab: Die Aeußerung Auers am Montag Beschlüsse gefaßt hat, die auf eine noch weitere Vertenerung der In der Diskussion ergreift zunächst das Wort über das Verhältnis der Partei zu den Gewerkschaften ist mir erst Lebensmittel hinauslaufen; diese Beschlüsse, welche Preissteigeringen Paul Müller- Hamburg: nachträglich aus der Münchener Post" bekannt geworden. Es des Fleisches, des Gemüses, des Viches, der frischen Wurst, handelt sich dabei um meine Person. Die betreffende Aeußerung, der Kartoffeln bewirken sollen und denen sich die Er= Die Seemanns- Ordmmg und ihre Nebengesetze, die auf ein fast die mir von dem von Auer erwähnten hervorragenden Gewerkschafts- höhungen der Zölle auf Industrieprodukte anschließen, müssen eine 10jähriges parlamentarisches Leben zurückblicken, sind von dem Neführer unterschoben worden ist, beruht auf unwahrheit. Dieser solche Verschlechterung der Lebenshaltung der arbeitenden Classe ferenten als reaktionär bezeichnet worden, als Vorlage, die nicht hervorragende Gewerkschaftsführer. es ist der Leiter des herbeiführen, und zwar lediglich im Interesse einer Clique innerhalb annähernd den berechtigten Ansprüchen der Seeleute genügen. Buchdrucker- Verbandes, Döblin ließ mich auf dem der herrschenden Selasse herbeiführen, daß unser Standpunkt dem Wenn ich die Gesetze auch nicht als reaktionär bezeichnen will, so Halberstädter Kongreß sagen, daß ich meinen Widerspruch gegen die Bolltarif gegenüber nur derselbe bleiben kann, den unser Fraktions- muß ich doch sagen, daß sie an socialer Rückständigkeit nichts zu fortgesetzte Erhöhung der Gewerkschaftsbeiträge ausdrück- redner bei der ersten Lesung ausgedrückt hat mit den Worten: In die wünschen übrig laſſen. Wenn die Reichstagsfraktion aus diesem lich als im Namen der Fraktion abgegeben bezeichnet hätte. Ich Grube mit diesem Entwurf!( Bravo!) Grunde gegen die Vorlage gestimmt hat, so hat sie nach meiner habe weder behauptet, daß ich im Namen der Fraktion spräche, noch Außer ihrem Interesse am Brotincher haben die Herrschenden Miffassung und derjenigen vieler Tausender deutscher Seeleute damit habe ich meinen Widerspruch begründet mit dem Hinweis auf die Klassen für nichts mehr Intereffe gezeigt, natürlich auch nicht für vollständig recht und korrekt gehandelt. In der bürgerlichen Presse Schädigung der Parteikasse. Döblin hat aber seine Aeußerungen Socialpolitit. Das zeigte sich schon bei unsrer Notstands- sind der Fraktion wegen ihrer ablehnenden Haltung schwere Vors nicht, wie Auer meinte, auf dem allgemeinen Ge wertschafts- Interpellation. Mit völlig leeren Händen stand man uns gegenüber. Würfe gemacht, es ist ihr unterstellt, daß sie aus agitatorischen tongreß gethan, sondern auf der Generalversammlung Die einzigen socialpolitischen Schritte, die man in dieser Session ge- Gründen dagegen gestimmt habe, obwohl die Vorlage in einzelnen des Buchdrucker- Verbandes. Ich habe sofort schriftlich ihan hat, sind das Ecemanns- Gesetz und das Gefeß über die Kinder- Baragraphen Berbesserungen enthält. Gewiß, einzelne Fortschritte gegen die Behauptung Döblins protestiert. Döblin hat dann seine arbeit; die Seemanns- Ordnung ist dabei aus den vorigen Sessionen sind darin; aber ihnen stehen reaktionäre Maßnahmen, vor allem Behauptung eingeschränkt und nur aufrecht erhalten, ich hätte im herübergenommen und jezt nur abgeschloffen worden. Dabei zeigt sie einen die friminelle Bestrafung des Stontrattbruches, gegenüber; schon das Namen der Fraktion gesprochen. Mein Widerspruch war aber ein durchaus reaktionären Charakter. Niemals find unfre Anträge so brutal war Grund genug, die Vorlage abzulehnen. Dazu kommt, daß das rein persönlicher, ich habe nie die Reichstagsfraktion für meine persön- niedergeknüttelt worden wie hier, wir stimmten dest- lb auch in der Verlangen der Seeleute, ihnen das unbedingte Koalitionsrecht liche Auffassung verantwortlich gemacht. iticht erfüllt ist, die bezüglichen Anträge Schlußabstimmung dagegen. Das Kinderarbeits- Gesetz ist in dieser einzuräumen, Es folgt num Punkt 3 der Tagesordnung: Nach Session überhaupt nicht weiter beraten worden, es zeigt große Un- der Socialdemokraten hat die Mehrheit niedergestimmt. vollkommenheiten und Unzulänglichkeiten. Die Bekämpfung der Ansicht der Seeleute durfte die Fraktion einem solchen Gesetz nicht tinderarbeit besteht nicht bloß im Verbot der Kinderarbeit, sondern zustimmen und wir haben ihre Haltung mit Freuden begrüßt. Das in der Verbesserung der Lage der erwachsenen Arbeiter, besonders in Gesez enthält noch eine weitere Reihe von Ausnahmebestimmungen. der Hausindustrie. Im Reichsamt des Innern scheint man sich ein- Tausende deutsche Seeleute genießen nicht den Schutz des Gesezes zubilden, die Arbeiter schickten aus reinem Uebermut ihre Kinder in und sind der Willkür der Reeder ausgesetzt. Das deutsche seedie Fabrit, es ist aber nur die bittere Not, die die Eltern dazu männische Proletariat ohne Ausnahme Sankt der Fraktion für ihre drängt. Eine Verbesserung der socialen Lage der Eltern ist eine der Stellungnahme; die Scelente haben sich überall in großen Verwirksamsten Bekämpfungen dieses Mißstandes. Die Regierung hat sammlungen mit ihrer Taktik einverstanden erklärt, das betone ich die Landwirtschaft bei der Einschränkung der Kinderarbeit in diesem namentlich gegenüber den Ausführungen von Prof. Franke in der Gesetz vollständig ausgeschlossen. Stöder schwärmte damals im Socialen Pragis". Reichstage von der Poesie der ländlichen Arbeit und sprach Paul Hoffmann- Hamburg von den Freuden des Kartoffelausmachens. Ich weiß nicht, vertritt den Antrag 62. Der Referent hat bereits erklärt, daß die Frattion diese Forderung erhoben hat und auch in Zukunft erheben wird. Aber es schadet nichts, wenn sie wieder daran erinnert wird, zumal wir Hamburger uns sonst große Zurückhaltung im Stellen von Anträgen und im Reden auferlegen. Heiterkeit.) Das Hamburger Londgericht hat jüngst erklärt, daß alle Angestellten der Konsum vereine der Versicherungspflicht nicht unterworfen seien. Es sagt in einem Urteil, bei dent es sich um die Frage der Versicherung von Angestellten eines Konsumvereins gegen Krankheit handelt, folgendes: Nach dem Gesetz sind die Personen versicherungspflichtig, welche gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt sind im Handelsgewerbe, im Handwerk oder sonstigen stehenden Gewerbebetrieben; der Gewerbebetrieb, das Handelsgewerbe erfordern eine wirt schaftliche Thätigkeit in der Absicht des Eriverbes, es muß aus der Thätigkeit eine Quelle des Erwerbes gemacht werden. solcher Fall liege nicht vor, wenn eine Thätigkeit lediglich Kostenverminderung bezweckt, wie es hier geschicht. Die Klägerin macht aus dem Handelsbetriebe teine Erwerbsquelle, sondern setzt die eine gekauften Waren zum Selbstkostenpreis einschließlich der Verwaltungsfosten an die Mitglieder ab. Liegt aber bei der Klägerin ein Der Antrag 61 verlangt, die Fraktion solle dahin wirken, daß Gewerbebetrieb nicht vor, so besteht für ihre Angestellten auch kein dieselbe ihre Versprechen auf Abänderung des Krankenversicherungs- Versicherungszwang. Inter einem ähnlichen Verhältnis stehen die gesetzes endlich erfüllt. Wir haben wiederholt bei der Regierung Seeleute; auch sie sollten durch Gesetz der Krankenversicherung angefragt, wie es mit der Materie steht, der Staatssekretär hat ge- unterworfen werden. Auch bei der Unfallversicherung sehen wir, antwortet, daß die Erhebungen in den Einzelstaaten noch nicht ab- daß die Berufsgenossenschaften sich gerne um ihre Verpflich geschlossen sind. Auch in Zukunft werden wir feine Gelegenheit ver- tungen drücken. Als ein Maschinist, ein sogen. Gastrollen abfäumen, nach dieser Richtung hin anfeuernd auf die Regierung geber, verunglückte, lehnte die See- Berufsgenossenschaft die Entschädis einzuwirken. Die Vereinheitlichung der Versicherung halten wir gung ab, weil der Mann nicht angemustert gewesen sei. Epäter hat gleichfalls für eine notwendige Reform, und wir sind auch stets da fie diese Verpflichtung allerdings anerkannt und es besteht jegt die für eingetreten. Ebenso haben wir das, was die Hamburger Ge- Braris, auch in solchen Fällen zu entschädigen. Aber Aliden tlaffen nossen beantragen, schon verlangt, ja wir sind sogar dafür ein noch immer; ein alter Stapitän baut sich eine kleine Galliotte und getreten, daß alle Heimarbeiter der Versicherungspflicht unterliegen; nahm zur Ueberwachung des Baues einen Steuermann für fleine zulegt haben wir diese Forderung noch bei der Revision der Unfall- Fahrt, einen Bestmann an. Beim lebernehmen der Anker und Ketten geseze gestellt. Nach meiner Meinung sollten Sie alle diese Anträge auf der Enter verunglückte der Steuermann, die Seeberufsgenossens der Fraktion zur Berücksichtigung überweisen. schaft lehnte die Entschädigung ab, weil das Schiff noch auf den Der Antrag 63 will, daß wir die Regierung bei der Beratung Helgen lag: die Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft lehnte gleich des Marine Etats über ihre Auslegung des§ 616 des Bürger- falls ab und jetzt schwebt der Prozeß, der um so langwieriger ist, lichen Gesetzbuches in den Reichs- Werftbetrieben interpellieren sollen. als der Seemann nicht häufig auf festem Lande ist. Ich weiß nicht, 61. Parteigenossen des I. Württembergischen Wahl. Die Sache ist wiederholt zur Sprache gekommen, soweit uns die ob unsre Partei- Juristen sich auch so darauf verstehen, den einen Tag freifes: Die socialdemokratische Fraktion wird beauftragt, bei Gtatsberatungen die Möglichkeit dazu boten, und auch ohne den schwarz zu nennen, was sie am Tage vorher weiß nannten( Heiter der Reichsregierung dahin zu wirken, daß dieselbe ihr Versprechen, Antrag wird das in Zukunft geschehen, doch können Sie ja den keit), aber bei den andern ist das so. Und deshalb dürfen nicht die dem Reichstage eine Aenderung und Verbesserung des Seraufen- Antrag ruhig annehmen! Tüfteleien der Juristen maßgebend sein, sondern das Gefeß muß ents versicherungs- Gesetzes in Vorlage zu bringen, endlich erfüllt. Ferner Die Anträge 64, 65, 66 und 66a beschäftigen sich mit einer sprechend umgestaltet werden. Ich habe das Material beigebracht, an deffen wolle die Fraktion dahin wirken, daß bei der vorzunehmenden Materie, die schon in der Parteipreffe im wesentlichen besprochen Hand die Fraktion vorgehen kann. Die Seemanns- Ordnung trägt ja einen Kenderung des Krankenversicherungs- Gefeßes eine Vereinheitlichung worden ist, mit dem Achtstundentag. So wird von den Ge- reaktionären Charakter, aber einzelne ihrer Bestimmungen stellen und Erweiterung der Krankenversicherung stattfindet und eine Aus- noffen des IV. Berliner Wahlfreifes verlangt, daß wir die Einführung doch eine Verbesserungen gegen den bisherigen Zustand dar, das dehnung der Krankenversicherungspflicht auf alle Lohnarbeiter ein- der achtstündigen Arbeitszeit für die in den Staatsbetrieben be- Erreichte steht allerdings in feinem Verhältnis zu der außerordent schließlich der Hausgewerbetreibenden sowie der land- und forst schäftigten Arbeiter beantragen sollen. Ich bin nun der Meinung, lichen Mühe, die die Organisation der Seeleute und unsere Fraktion wirtschaftlichen Arbeiter und der Dienstboten erfolgt. daß, wenn wir den Achtstundentag fordern, dies dann für sämtliche sich gegeben haben. Eine erneute Revision der Seemannsordnung 62. Parteigenossen des II. Hamburger Wahlkreises Arbeiter und nicht lediglich für einzelne Kategorien geschehen muß; muß heute schon ins Auge gefaßt werden. Im übrigen ist der erwarten, daß die Fraktion bei Beratung der Arbeiterversicherungs- das ist entschieden das Richtigere. Die Genossen im 5. Berliner zweite Hamburger Wahlkreis mit der Haltung der Fraktion völlig Gesetze dafür eintritt, daß alle Personen, welche gegen Gehalt oder Wahlkreis und in Erfurt wünschen einen Initiativantrag auf sofortige einverstanden. Lohn beschäftigt sind, der Versicherungspflicht unterliegen, wenn der Einführung des Achtstundentages, und die gleiche Materie betrifft der Wels- Berlin: Verdienst 2000 wit. pro Jahr nicht übersteigt. Antrag Schubert. Aus dem im Rechenschaftsbericht enthaltenen Ver Namens der Parteigenossen in Solingen, des 4. und des 5. Berliner 63. Die Streistonferenz des VII. Schleswig- Holsteini zeichnis können Sie ersehen, daß nach dieser Tagung des Reichstages Wahlkreises ziehe ich hiermit die Anträge 64, 65 und 66 zu Gunsten schen Wahlkreises: Die socialdemokratische Frottion des ein von uns eingebrachter Gefeßentwurf vorliegt betreffend die EinNeichstags wird beauftragt, bei der Beratung des Marine- Etats die führung des zehnstündigen Maximal- Arbeitstages für alle im Ge- des Antrages Schubert zurück. Der Achtstundentag darf nicht nur Reichsregierung über die von ihr geübte Auslegung des§ 616 des werbe, Industrie, Handel und Verkehrswesen beschäftigten Personen, für die Arbeiter in staatlichen Betrieben gefordert werden, sondern B. G.-V. in den Reichs- Werftbetrieben zu interpellieren und die der innerhalb gesetzlich zu bestimmenden Fristen auf acht Stunden muß für alle Arbeiter verlangt werden. Es ist fraglich, ob die EinDurchführung der betreffenden Bestimmungen des§ 616 zu fordern. zu kürzen ist. Ich kann midy in Bezug auf diesen Punkt darauf be- bringung des im Reichstag in dieser Session gestellten Zeitantrages auf Einführung des Zehnstundentages, von dem aus stufenweise der 64. Parteigenossen in Solingen: Die socialdemokratische schränken, daß ich auf das verweise, was auf unserm vorjährigen Achtſtundentag zu erreichen wäre, zweckmäßig war. Die Gewerk Reichstagsfraktion möge in der nächsten Legislaturperiode ernstlich Parteitage darüber ausgeführt wurde. Eines muß ich aber doch beschaften würden in ihren Bestrebungen für den Achtstundentag durch daran gehen, einen Gesezentwurf zur gefeßlichen Festlegung des merken: Ob wir nun die sofortige Einführung des Achtstundentages schaften würden in ihren Bestrebungen für den Achtstundentag durch achtstündigen Arbeitstages auszuarbeiten und im Reichstage zur verlangen oder einen Behnstundentag, der allmählich auf acht Stunden Einbringung eines entsprechenden Antrages im Reichstage außer Besprechung und Annahme vorzulegen. Es wäre empfehlenswert, herabzumindern ist, das ist doch nur ein Streit um Worte. Den ordentlich unterstügt werden. Solche Anträge müssen eingebracht als Grundlage des Entwurfs die im Vorwärts" veröffentlichten Magimal- Arbeitstag werden wir doch erst dann bekommen, wenn wir werden, weil wir internationale Verpflichtungen haben, weil wir seit Vorschläge des Genoffen Parvus- München zu benutzen. die parlamentarische Macht befigen, ihn zu erzwingen. Indessen will langen Jahren das gesamte Proletariat führen zu Gunsten des 65. Parteigenossen des IV. Berliner Reichstag sich noch darauf verweisen, daß wir bei allen Gelegenheiten, wo es Achtstundentages, nicht der Verkürzung der Arbeitszeit auf zehn und Wahlkreises: Es sind im Reichstage und in den Landtagen möglich war, für den Achtstundentag einzutreten, dies auch gethan nen Stunden. Wir müssen dies Menschenrecht erfämpfen, damit der Haufen zerrissener Menschenleiber, der in den Fabriken bereits Anträge zu stellen auf die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit haben. Gerade bei den Debatten über die Krise und den Notstand aufgetürmt ist infolge Uebermüdung der überangestrengten Arbeiter, für sämtliche Staatsbetriebe, und dieselben eingehend zu begründen. haben unire Fraktionsredner den Achtstundentag in den Bordergrund nicht immer neuen Zuwachs erhalte. Ich bitte Sie, dem zahlreich 66. Parteigenossen des V. Berliner Wahlkreises: 3 gerückt. So wird die Fraktirn auch in Zukunft handeln. ist ein Initiativ- Antrag auf Einführung des Achtstundentages für Die gange socialpolitische Arbeit des Reichstages war also gleich unterstützten Antrage Schubert zuzustimmen. Seine Annahme be Null. Der socialpolitische Stillstand hat sich dann auch gezeigt bei deutet kein Mißtrauensvotum gegen die Reichstags- Fraktion, die unser der Frage der kaufmännischen Schiedsgerichte. Der aller Bertrauen im höchsten Grade genießt, aber wir sind dazu vers Gefeßentwurf sollte zwar schon bei dem preußischen Justizministerium pflichtet durch die Verpflichtungen, die wir auf den internationalen liegen, in legter Stunde aber ist es den Interessenten, den Prinzipalen, Stongreffen eingegangen find. Weinschild- Offenbach: gelungen. die Sache aufzuhalten. Nun hat es ganz den Anschein, Dem Parteitag liegt ebenso wie in früheren Jahren der Rechenschaftsbericht der Fraktion bereits gedruckt vor und ich glaube mich deshalb kurz fassen zu können, doch halte ich es für notwendig, einen Bunkt besonders hervorzuheben. Es ist das jene Vorlage, die in der verflossenen Session des Reichstages die wichtigste gewesen ist und die auch bei den kommenden Wahlen im Vordergrund stehen wird, die Zolltarif- Vorlage. Von der offiziösen und der bürgerlichen Pie ist uns der Vorwurf gemacht worden, unsre Frattion habe si bemüht, auf die Verschleppung der Verhandlungen über den Bolltari hinzuwirken. Ich muß da gleich sagen: wenn wir wirklich so geha elt hätten, so wäre es lediglich im Interesse der Wähler geschehen Wir halten es für eine Mißachtung der breiten Massen des Boltes, wenn die Regierung in einseitiger Weise solche wichtige Beschlüsse fassen läßt, ohne die Wähler danach zu fragen. Dennoch haben wir bisher keine Obstruktion getrieben, nicht weil wir das nicht wollten, fondern weil wir es nicht brauchten; zur Verschleppung der VerHandlungen haben die Mehrheitsparteien selbst am meisten beigetragen, Wenn gesagt wird, wir als Volkspartei hätten die Pflicht gehabt, uns in unsren Neden auf das Mindestmaß zu beschränken, so ist darauf zu erwidern, daß wir gar keine Ursache haben, uns unsre Redefreiheit auch nur im geringsten beschränken zu lassen. Wir haben uns auch in feiner Weise abhalten lassen, von dieser Redefreiheit Gebrauch zu machen, und haben versucht, durch unsre Anträge dem Tarif eine ganz andre Form zu geben. Was bisher in der Kommission durch unsre Vertreter geschehen ist, war nur eine vorläufige Arbeit, die eingehende Prüfung jeder einzelnen Bofition behalten wir uns für das Plenum vor. Wenn die Regierung solche *) 57. Parteigenossen in Striegan: Noch in diesem Jahre cin Flugblatt für ganz Deutschland herauszugeben, in welchem die Thätigkeit der Fraktion im Reichstage in einer für die Landbevölkerung leicht verständlichen Weise geschildert wird. 60. Parteigenossen in Mag deburg vermissen im Berichte der Fraktion ein Eingehen auf die so brennend gewordene Wohnungsfrage, speciell eines Reichs- Wohnungsgesezes, und erwarten in der nächsten Tagung ein energisches Eingreifen. alle Arbeiter einzubringen. 92. Die socialdemokratische Reichstagsfraktion wird beauftragt, den Bundesrat zu ersuchen, baldigst eine besondere Vorschrift zu erlaffen, wonach alle in der Heimindustrie beschäftigten Bortefeuille Arbeiter dem Alters- und Juvaliden als auch UnfallversicherungsGesetze unterworfen werden. 93. Die socialdemokratische Reichstagsfraktion wird ersucht, dahin zu wirken, daß alle Heimarbeiter, die nur gegen Lohu beschäftigt werden, dieselben Vorteile der Gewerbenovelle wie die Fabritarbeiter genießen. W. Kowald mit 19 Genossen. als sollte die Angelegenheit dauernd verschleppt werden, auch ein Wir haben uns erlaubt, die Zeit des Parteitages in Anspruch Zeichen für die geringen Aussichten der Reichs- Socialpolitik, der sich zu nehmen für einen Teil der Arbeiter, die zu den am schlechtesten noch die reaktionäre Rückständigfeit Breußens entgegenstellt. gestellten in Deutschland gehören, für die Heimarbeiter. Verdienstvoll war es, daß auch in diesem Jahre die Miß- Durch den Antrag 93 soll der Fraktion keineswegs ein Vorwurf stände in den Krankenhäusern von einem Fraktionsredner gemacht werden, wir erkennen vielmehr an, daß sie bei jeder Gelegenheit für die in der Heimindustrie beschäftigten Arbeiter und gesetzlich nicht verpflichtet find, Arbeitsordnungen aufzustellen, so Die Debatte wird mit Rücksicht auf die Rundfahrt auf dem Starnberger See vertagt. v. Bollmar teilt mit, daß von Ulrich- Stuttgart ein Schreiben eingegangen ist, wonach er vom zweiten württembergischen Wahlfreise ein Mandat hat, aber durch Erkrankung in seiner Familie an Schluß 11 Uhr. 8. M str.: Is dös woahr? Haberer: Woahr is! M str.: Aufrewöin! tenda 9. An schwerst'n Brock'n thean ma auf d'Letzt ins aufheb'n Und dös muaß a b'funderes Gottesg'richt a geb'n An Girgl moan ma, an Gschloßherri vo Walchensee Der alle Großkopfaten in Breißn und in da Polakei bringt in d'Höh' 8ua da G'sinnung sagt a, brauchat ma net viel Vastand Und's Programm trogt a allwvei in da hintern Rocktaschn umanand Mit dö Minista to er's a guat da Plana Unsere Bräuch hot er a scho lang vageß'n Und red mit eahna gor net wia unsa roana deren gesetzlichen Schuß eingetreten ist. Das kann uns aber nicht thun sie das auch nicht, und so kommt es, daß die oberen und Bu'n groß'n Vadruß von uns Hobafeit reiba abhalten, immer und immer wieder auf die schlechte Lage dieser unteren Beamten die Arbeitszeit einfach nach ihrem Belieben fest- Müaß' ma jayz o'fanga sogar bei die Weiba Arbeiter und Arbeiterinnen aufmerksam zu machen. Die Heim- fezen. Arbeitsordnungen und Arbeiterausschüsse in den städtischen Dö Zettin Klara macht uns Manner fei saubere G'schicht'u arbeiter nehmen eine Zwitterstellung ein, so daß man eigentlich gar Betrieben sind durchaus notwendig, um die Lage der städtischen Ar- Mir sollt'n uns, moant's, nach dem Weibervolk richt'n nicht weiß, was man mit ihnen machen soll. Wir haben vor kurzer beiter zu verbessern; wir sind verpflichtet, für die städtischen Und von Kanona und vo da Attalarie Zeit z. B. versucht, den Rechtsanspruch der Heimarbeiter auf eine Arbeiter einzutreten und für sie den Achtstundentag zu verlangen. Vasteht Neambs ebbas, nur g'rad ollo a fie Kündigungsfrist vor dem Offenbacher Gewerbegericht feststellen zu Es ist deshalb notwendig, meinem Antrage zuzustimmen, ebenso I hätt' no mehra z'jog'n aba i laß fei bleib'n laffen, aber dieses sucht sich immer um die Sache herumzudrücken, halte ich die Annahme des Antrags 63 für nötig, denn wenn die Sinst that's uns all mitananda as Hobafei treib'n damit es fein Urteil fällen muß. Wir haben dazu den Reichsbehörden die Wirkung des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs Syndikus der Handelskammer geladen, der uns fagte, er ausschalten, so ahmen die Gemeinden dies Beispiel nach. Wir müssen bemühe fich schon seit 15 Jahren, die Grenze zwischen alles daran segen, um den Achtstundentag zu erringen.( Lebhafter Heimarbeitern und Gewerbetreibenden zu ziehen, das sei aber Beifall.) sehr schwer. Damit in dieser Frage mun einmal Klarheit geschaffen werde, haben wir den Antrag gestellt. Der Antrag 92 will den Heimarbeitern in der Portefeuille- Industrie eine Ausnahmestellung einräumen. Wir gehen von der Ansicht aus, daß es noch nicht so bald möglich sein wird, daß die Wünsche der Heimarbeiter erfüllt werden. Nachdem mun der Bundesrat bereits für einzelne Gewerbe besondere Vorschriften erlassen hat, sollte unsre Fraktion der Teilnahme verhindert ist. den Versuch machen, auch für die Heimarbeiter in der PortefeuilleIndustrie den Erlaß einer Sonderbestimmung zu erreichen. Von den Vorteilen, welche die Invaliden- und Altersversicherung doch immerhin bietet, sind unsre Heimarbeiter ausgeschlossen, ebenso in der Regel von der Krankenversicherung. Hinsichtlich der letzteren veriveise ich auf die verschiedene Regelung zwischen Berlin und den Vororten hin. Sehr ungünstig für die Portefeuille Industrie ist auch die jetzige schlechte wirtschaftliche Situation. Es wurde durch eine amtliche Statistik festgestellt, daß der Export von Lederwaren um 60 Proz. abgenommen hat; die Folge ist, daß sehr viele Kollegen arbeitslos werden und dann in der Hausindustrie thätig sind. Dadurch werden aber die Löhne ungemein gedrückt. Da in den ungünstigen Verhältnissen der Hausindustrie auch Frauen und Kinder beschäftigt find, so sollte die Fabritinspektion veranlaßt werden, einzugreifen. Die Heimarbeiter sind ferner auch von der Unfallversicherung ausgeschlossen, trotzdem mitunter bedenkliche Unfälle vorkommen. Die Fabrikanten trachten danach, die Heimindustrie immer mehr auszudehnen; diesem Bestreben soll durch unfren Antrag entgegengetreten werden. Edmund Fischer- Briesnik: Nur einige Worte über den Antrag, der die Fraktion beauftragt, die Einführung des Achtstundentages zu bentragen. In der Fraktion ist niemand, der nicht Anhänger des Achtstundentages ist, aber ob vir solchen Antrag jezt noch einbringen oder nicht, ist belanglos, denn zur Verhandlung kommt er in dieser Session doch nicht. Wir haben in dieser Seffion aus taktischen Gründen den Zehnstundentag gefordert. Unser Antrag wurde zu dem Initiativantrag des Centrums auf Einführung eines Marimalarbeitstages für Frauen gestellt. Er ist bisher noch nicht verhandelt worden, da erst wenig Schwerinstage abgehalten sind. Es wäre ein Fehler, wollten wir unsern Antrag jekt zu Gunsten eines Antrages auf Einführung des Achtstundentages zurüdzieben. Gefordert haben wir den Achtstundentag stets bei jeder Gelegenheit, und das werden wir auch für die Folgezeit nicht unter laffen. Unser Antrag auf Einführung des Behnstundentages ist die Brobe darauf, ob es den Gegnern mit der Verkürzung der Arbeitszeit wirklich ernst ist. Wir haben uns nicht von opportunistischen Erwägungen sondern lediglich von taktischen Gründen leiten lassen. Birnkammer- München: Dem Parteitag find folgende Resolutionen unterbreitet worden: Resolution au Punkt 4 der Tagesordnung. ( Die bevorstehende Reichstagswahl.) Der Parteitag verpflichtet die Parteigenossen, wie bei den bisherigen, so auch bei der künftigen allgemeinen Reichstagswahl in allen Wahlkreisen, in denen Parteigenossen sich befinden, eigne Kandidaten aufzustellen; dort, wo es noch nötig erscheint, schleunigst die Organisation in den Wahlkreisen auszubauen und vor allem auch auf die Beschaffung der nötigen Geldmittel bedacht zu sein. Kommen die Parteigenossen in die Lage, bei der engeren Wahl zwischen gegnerischen Kandidaten sich beteiligen zu müssen, so dürfen sie nur für denjenigen Kandidaten stimmen, der sich bereit erklärt, im Fall seiner Wahl 1. für uneingeschränkte Aufrechterhaltung des bestehenden Reichstags- Wahlrechts, 2. gegen die Erhöhung der bestehenden Zölle auf Lebensmitte!, 3. gegen jede neue indirekte Steuer oder eine Erhöhung der bestehenden auf Konsumartikel der großen Masse der Bevölkerung, 4. gegen jede Ausnahmegesetzgebung und gegen jede Verschlechterung des bestehenden Rechtszustandes, 5. gegen jede neue Militär- und Marinevorlage, die höhere Lasten erfordert, einzutreten. Und hoamli, sogt ma, that er mit'n Prinzregent'n z'mittagess'. Selber Minista g'wern, dös is eahm z'weni, Ju der Au hoaßt er heunt scho: o Oberbayern da Köni. M st r. Is dös woahr? Haberer: Woahr is! Mst r.: Aufrewöin! 10. Wann's grad der Foll war, daß ma wieda amal tömma Nacha müaß' ma a no andere Ver brecha mitnehma Do hätt ma glei no an großmächtingan ch I ant'I Den Onkel Grog vo Stuttgart, der her müaß't auf's Bankl Der Heine, der Arthur that'n a her g'hörn Do that ma heut nimma mehr ferti wer'n Aba jaz thuat mi bereits' as Lef'n verdrüa ß'n Jazz müaß' ma weg'n Mangel an 8eit, unsa Hobafeitreibn be fchlüß'n. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zum Buchdruckerstreik bei Louis Borchardt erhalten wir folgende Buschrift: Auf Grund des§ 11 des Preßgefezes ersuche ich Sie um AufJst kein Kandidat vorhanden, der bereit ist, diese Bedingungen anzunehmen, so ist strenge Wahlenthaltung zu verkünden. Bebel.nahme nachstehender Berichtigung: Resolution zu Punkt 7 der Tagesordnung. ( Internationaler Arbeitertongreß 1903.). Der Parteitag fordert die deutschen Genossen auf, den im Jahre 1903 zu Amsterdam stattfindenden internationalen socialistischen Arbeiterkongres zur Bekundung des internationalen Solidaritätsgefühls möglichst zahlreich zu beschicken. Singer. Schandverse vom Haberfeldtreiben auf dem Kellerfest am 15. September 1902 zu Ehren des Parteitages der deutschen Socialdemokratie. 1. Die energische Stellungnahme der socialdemokratischen ReichstagsFraktion gegenüber dem Zolltarif hat bei allen Genossen im Lande volle Zustimmung gefunden. Auch in den Kreisen der Centrums wähler beginnt man gegenüber dem Zollwucher mißtrauisch zu werden. Dem Antrag 92 zu Gunsten der in der Heimindustrie be- Da August von Breißn, mit dem fang ma o, schäftigten Portefeuille- Arbeiter kann ich nur vollständig beipflichten. Weil ea' s Ferirn und' s Na a fajo guat to. Gerade in der Heimindustrie fordert die Proletarierkrankheit zahl- Bal no Dauer von uns' s Nosnzipferl rüahrt reiche Opfer. Die Forderung des Achtstundentages darf nicht außer Glei fimmt ea wia Schandari daher gichbaziert; acht gelassen werden. Die wirtschaftliche Krise hat bewirkt, daß auch An jedn Dreck muaßa blosu, wann er eahm aa net brennt in Centrumskreisen unsre Forderungen Anhang gewinnen, bei der In a jeds Haferl start a eini, de immisakrament. Arbeitslosigkeit muß der Centrumsmann ebensogut feiern wie wir, der Achtstundentag muß endlich für das Volk errungen werden. Boller- Kiel: Der Antrag 63 ist von kaiserlichen Arbeitern, die das Glück M st r.: Js dös woahr? Haberer: Woahr is! M st r.: Aufrewöin! 2. genießen, einer Musterwerkstatt anzugehören, ausgegangen. Der Aba jazz Manner timmt no a befsar's Fress'n Der Vorwurf, ich strebte dahin, an Stelle der höher entlohnten Gehilfen billigere Arbeitskräfte, welche mir von andrer Seite offeriert worden wären, einzustellen, ist durch den Beschluß der Tariffommission als umbegründet befunden worden. Nach eingehender Prüfung des Thatbestandes tam auch die obengenannte Kommission zu dem Resultat, daß auch nicht der geringste Versuch von meiner Seite unternommen worden sei, welcher als Lohndrückerei" bezeichnet werden könnte. Louis Borchardt. § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches, uni den es sich dabei handelt, Da Gothaer Bock und da Ulrich vo Hess'n jagt bekanntlich, daß die Arbeiter für unverschuldete Zeitverfäumnis Da Dau' triagt jag' bal an Ord'n, da Anda fauft au Großherzog 32 M.) ciuen Kollegen zu niedrigerem Lohn und zwar durch den den Lohn erhalten müssen, allerdings mit der EinschränkungsMst r.: Js dös woahr? Haberer: Woahr is! Mst r.: Aufrewvöin! 3. fein Wei klausel, daß die Unternehmer sich dieser Verpflichtung durch und dös wöll'n nachat richtinga Manna sei besondere Verträge entziehen können. Von einer Musteranstalt sollte Dia fan scho vo Grund aus völli vadorb'n man nun aber besonders erwarten, daß sie allen Verpflichtungen und nachstens kriagt a Jeda a hofuniform. gegenüber den Arbeitern aufs peinlichste nachtäme. Daß dies nicht der Fall ist, beweist die Einbringung dieses Antrages. Es giebt auf der Werft einen großen Teil von unteren und selbst hochgestellten Beamten, die überhaupt diesen§ 616 nicht kennen. Das gilt selbst vom Oberwerftdirettor, der bekanntlich ein aktiver Marine& ganz a bfundra Heilinga is scho da Nazi, Offizier ist; es ist die Vorstufe zum Admiral; dessen ungeachtet war früaha a grüawiga boarischa Bazi. sollte man annehmen, daß ein solcher Mann auch vom Erwerbsleben Sei Bataland und sei brava Kini dazua eine Ahnung haben müßte. Ein Arbeiter, der persönlich beim Ober: Dös is eahm heut Allas nimma nobel gua. werftdirektor vorstellig geworden ist, ist von diesem abgewiesen Er kugelt sie jazz im breißisch'n Sandumanand worden mit der Begründung, daß ja in der Arbeitsordnung stehe: und pfeift aa no auf sei boarisch Bataland. Lohn wird mir gewährt für wirklich geleistete Arbeit. Diese Arbeits- Neuli hat er g'jagt, es gäb in Breißn a richtinge Lent. ordnung ist aber schon mehrere Jahre älter als das Bürgerliche Gefeß- era so was red, bei dem feits weit. buch. Außerdem kann doch ein derartiger Passus als Rebenvertrag gelten, der jene Entschädigungspflicht ausschließt. In verschiedenen Fällen find Arbeiter zu der sogenannten Vormundschaftspflicht herangezogen worden, was eine unverschuldete Arbeitsversäumuis mit sich brachte. In andren Fällen ist Arbeitsversäumnis entstanden durch die Feuer- An Ehrhart Franz, an Krischer Churfürst, den nehma wehrpflicht von Arbeitern, die in kleinen Nachbarorten Kiels wohnen, jazu dro es ist dann überhaupt keine Entschädigung gezahlt worden. So ist man an derartigen Musteranstalten" gewöhnt, solche gesetzliche Be: ftimmungen auszulegen. Ich bitte, unsren Antrag auzimehmen und hoffe, daß die Fraktion durch ihr Vorgehen Abhilfe schafft. Eichhorn- Mannheim: Mst r. Js dös woahr? Haberer: Woahr is! M st r.: Aufrewöin! 4. Der a so schö lüiag'n und kuhahandin ko. Er thuat alleweil gern recht deutli mit de Leut dischkrien, Aba er steigt wiara Gockl, wann's de Andern bei e a hm probirn. Nacha mam m st ea und plärrt ea vom guatn Ton Jazt schau nur grod o ana ajo was on? M st r.: Js dös woahr? Haberer: Woahr is! M str.: Aufrewöin! 5. Hörst alleweil nur sei se u haglod'n llinga. und möchst amal raafa, na fahrt er der nei Und geht mit oahu um, als war masei wei M str.: Js dös woahr? Haberer: Woahr is! M str.: Aufrewöin! Ich zolle der Thätigkeit unsrer Fraktion volle Anerkennung, wünsche aber, daß unsren Initiativanträgen größere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Bei der schwachen Besetzung des Reichstags ist imser Einfluß groß genug, so daß es wohl möglich ist, daß unsre Da Singa Pauli von Breißn is aa no a guater Initiativanträge doch zur Verhandlung gebracht werden. Die Grod wos er net soll, dös treibt er dös Luader, Etatsdebatten brauchen ja nicht immer givölf Tage zu Statt daß er möcht, wia's recht war, schö singa dauern. Früher haben wir die Majestätsbeleidigungen, den groben Unfugsparagraphen, die Arbeitskammern und andre Fragen angeschnitten. In dieser Session ist in der Beziehung nichts geschehen. ( Oho!) Nebenbei bemerkt, sollte sich auch der Parteitag mal mit der Frage der Arbeitskammern befaffen. Die Fraktion muß Wert darauf legen, daß unsre Initiativanträge mehr zur Geltung kommen. Das gilt auch für den Antrag auf Einführung des Achtstundentages. Der Widerstand, jetzt einen solchen Gefeßentwurf einzubringen, ist un berechtigt. Die Gründe, die Fischer dagegen vorgebracht hat, find nicht durchschlagend. Wozu feiern wir denn den 1. Mai? Bloßes Demonstrieren nügt nichts, wir müssen auch zeigen, daß es uns Ernst ift. Die Arbeiter sind der Fraktion in dieser Beziehung voraus geeilt und haben vielfach auch ohne Reichstagsfraktion eine Verfürzung der Arbeitszeit erreicht. Ein Mißtrauen gegen die Fraktion bedeutet der Antrag nicht. Aber wir glauben, daß gerade die jezige Krisis, wo viele Unternehmer freiwillig die Arbeitszeit verkürzen, der geeignetste Moment ist, den Achtstundentag zu fordern. Schubert- Berlin: 6. Mit dem Bernstein Edi muaß ma jazz aa a Wartl redn. Grod kampeln und Streit'n möcht er mit an jed'n Er geht aber nur spaziern mit seinera Büchs, Eahm feits an Bewegung und sunst an nig. Frühender hat er do no a bessere Schneid, Seunt trifft er nig mehr, denn as Ziel is eahm g'weit. Mstr.: Is dös woahr? Haberer: Woahr is! M str: Aufrewvöin! 7. Jagt baßt's auf und spizt's d'Ohrivaschl'n ös Gscheerin, Jagt timmt vaner von de ganz großn Glehrten, Die Ausführungen Eichhorns überheben mich der Verpflichtung, Da Kautsky StarI, mit au Schädl volla Locu, den ersten Teil meines Antrages zu begründen; ich kann mich des- Thuat alleweil dahoam in seina Spinnstubn hockn. halb darauf beschränken, zu dem zweiten Teil einige Worte zu sagen. Er studiert in da Bibe, wia früha d'Leit hob'n tinna lüagn. Die Forderung, daß in allen Körperschaften für die Einführung des Und probiert nacha, wia lang ma au Bandwurm to ausziagn Achtstundentages zu wirken ist, ist sehr wesentlich. In den Ge- Aba wenn oana seiner Allwissenheit net traut M st r. Js dös woahr? Haberer: Woahr is! meinden sehen wir sehr oft, daß Arbeiter, die doch Bürger sind, in Na wird er glei saugrob und grandi und frist eahm am Sera ut. einer Weise behandelt werden, die jeder Beschreibung spottet. Zur Berringerung der Armenlasten werden diese Leute von den Gemeinden vielfach als Arbeiter eingestellt; da nun aber die Kommunen M str.: Aufrewöin! Zu vorstehendrr, Berichtigung" haben wir zu erklären: Ein Beschluß der Tariffommission, welcher befagt, die Firma Louis Borchardt habe keine Lohndrückerei betrieben, liegt nicht vor. Daß die Firma die Löhne suchte herabzusetzen, geht schon aus der That sache hervor, daß bereits im Mai d. J. die Seyer Snelle und Friedrichs, deren Löhne seit 1. Januar d. J. 30,90 m. wöchentlich betrugen, plöglich um 2 M. die Woche billiger arbeiten sollten. Dieselben weigerten sich und verklagte der erstere die Firma bei dem Tarif- Schiedsgericht. Das Tarif- Schiedsgericht sprach demselben sein Recht zu, daß die Firma nicht berechtigt ist, eine stattgehabte tarifliche Lohnerhöhung ihm zu kürzen. Der Kollege wurde als gemaßregelt erklärt und an erster Stelle im Arbeitsnachweis vor gemerkt. Auch im jezigen Falle handelt es sich um Lohndrückerei. Herr Mosler erklärte der verhandelnden Vorstandskommission gegenüber, daß ihm die entlassene Arbeitskraft zu teuer sei, sein Geschäft arbeite mit Deficit und kann derartige Arbeitsfräfte entbehren. Zum Beweis dafür sei bemerkt, daß er zivei Tage vor der Entlassung des betreffenden Accidenzjezzers( derselbe erhielt Agenten Köhler engagiert hat. Der ganze Tric liegt jetzt darin, daß die Firma nicht mehr verlangt, wenn sie billiger arbeiten, so fönnen fie arbeiten, sondern einfach entläßt. Dadurch entzieht sie sich ihren Verpflichtungen gegenüber dem Tarif. Ueber den weiteren Verlauf des Ausstandes werden wir in den nächsten Tagen berichten. Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. Vergolder! Laut Beschluß der Vereinigung der Goldleistens Fabrikanten Berlins und Umgegend haben die Fabrikanten sich verpflichtet, teinem Zwischenmeister, welcher seine Gehilfen in Lohn beschäftigt, irgendwelche Arbeit zu geben. Da nun einige Zwischenmeister das Lohnsystem eingeführt und ein dahingehendes Versprechen den Vertretern der Organisation gegenüber abgegeben haben, so find diese Zwischenmeister gezwungen worden, ihr Versprechen zu brechen. und sie stellen an die Kollegen das Aufimmen, in Zukunft wieder in Accord zu arbeiten; legteres wurde strikte zurückgewiesen und sind deshalb einige Kollegen aufs Pflaster geworfen. Kollegen, der Handschuh ist uns hingeworfen. mur ist es Pflicht eines jeden Kollegen, den Zuzug bei den Zwischenmeistern fernzuhalten. Zur Auskunft über diese Sache ist gern bereit Emil Oehlert, FilialBorsigender, Koppenstr. 3a, abends 6-7 Uhr. Deutsches Reich. Das Krefelder Gewerkschaftskartell hat sich in seiner letzten Sitzung gegen ein Zusammengehen der freien mit den christlichen Gewerkschaften ausgesprochen. Mit Rücksicht darauf, daß in Rheinland die christlichen Gewerkschaften einen verhältnismäßig zahlreichen Anhang haben, hatten in Krefeld die Textilarbeiter, die Metallarbeiter und die Holzarbeiter mit den christlichen Organisationen gemeinsame Agitationsversammlungen veranstaltet. Dieser Zustand kann das klare, prinzipientreue Arbeiten auf gewerkschaftlichem Gebiet für die freien Gewerkschaften nur beeinträchtigt haben. Um dem ein Ende zu machen, hat das Krefelder Gewerkschaftskartell beschlossen: „ Das Gewerkschaftskartell empfiehlt den angeschlossenen Organi fationen, mit andren, nicht auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Organisationen keine gemeinschaftlichen Versammlungen und Aktionen zu veranstalten, da solche fast stets unsre klaren Ziele verschleiern und in den Reihen der eignen Mitglieder Konfusion und Streit zu zeitigen geeignet sind. Stellt sich in einem außergewöhnlichen Fall nach Ansicht der Organisation die Notwendigkeit zu einem solchen Zusammengehen heraus, so ist dieses dem Kartell, soforn noch Zeit vorhanden, zu interbreiten. Dieses beschließt mit Zuziehung der Organisations vorstände, ob ein derartiges Paktieren im Interesse der Organisation sowohl als auch im allgemeinen Vorteil liegt. Die betreffende Organisation hat dem Beschluß nachzukommen." Kleine Mitteilungen. Die Einführung einer Arbeitslosenunterstügung lehnten die Mitglieder des Da chdeckerverbandes ab. Bon 3155 Stimmberechtigten erklärten sich 644 dafür und 949 dagegen. 1652 haben überhaupt nicht abgestimmt. Die Iltabstimmung im Verband der Handschuhmacher Deutschlands über die Wahl des ersten Vorsitzenden( an Stelle Wasners) ergab 925 Stimmen für W. Riepekohl in Burg und 581 Stimmen für M. Mohring in Liegnig. Niepekohl wurde jonach zum Vorsigenden gewählt. Ausland. Die Kutscher Rome streifen seit nunmehr zehn Tagen; Unterhandlungen, die von der Arbeitskammer angeknüpft sind, haben bisher noch zu feinem Resultat geführt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuhfabriken von Varese( Italien) sind ausständig; fie verlangen die Abschaffung der Accordarbeit und die Herabsetzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden. I den Schwager zu töten. Es sei dies die einzige mögliche Lösung des Nene Unwetter in Thüringen. Abermals sind, wie ein Reben nur etwa 150 Männern sind 400 Frauen am Streit beteiligt. Ghezwistes. Ich bot alles auf, um ihm den Gedanken auszu- Drahtbericht aus Erfurt meldet, verheerende Wolkenbrüche in ganz Der Kohlenarbeiterstreik in Amerika wird weiter andauern, reden, aber Murri beharrte bei seinem Vorsag. Er ging Thüringen niedergegangen. Die Ortschaft Beuthen ist vollständig nachdem die Konferenz von Harrisburg resultatlos verlaufen dann fort und kehrte bald darauf mit einer jungen, schlanken, schwarz- unter Wasser gesetzt. Die Bewohner retteten sich durch Flucht in ist. Die Schädigungen, welche der Streit für den Kohlenbau und die gekleideten Person zurück, welche mir ganz unbekannt war. Ich weiß die Häuser. Die Heiligenstädter Flur bildet einen riesigen Sec. gesamte Industrie im Gefolge hat, find ganz enorme. Das ein- ießt, daß es die Bonetti gewesen. Es schlug Mitternacht, als wir Im Geraer Lande ist die gesamte Herbsternte vernichtet; viele Dringende Wasser hat in den Gruben die elektrischen Anlagen und drei zusammen in die Via Mazzini gingen und ins Haus des Grafen Personen schwebten in Lebensgefahr, drei sind getötet worden. Der die sonstigen Maschinen zerstört; viele Schächte werden für immer Bonmartini eintraten. Wir beugten dabei die kleine Thür in der durch das neue Unwetter angerichtete Schaden beträgt abermals aufgegeben werden müssen. Die Judustrie war gezwungen sich nach Via Pusteria, zu der die Bonetti Tags vorher in Venedig den Schlüssel Millionen. England zu wenden, um Kohle genug zu erhalten; 10 Millionen geholt hatte. Wir warteten die ganze Nacht auf Bonmartini, der Im Kampf mit Wilddieben getötet. Ans Halle a. S. wird Tonnen englischer Kohle sollen in den letzten Wochen mehr nach nach Murris Berechnung nicht lange ausbleiben konnte. Wir legten Amerika gegangen sein, als gewöhnlich, 10 weitere Millionen Tonnen uns ruhig schlafen. Ich blieb nur deshalb bei Murri, weil ich immer vom Mittwoch berichtet: Im Kampfe mit Wilddieben wurde gesteri find, wie englische Blätter berichten, in Auftrag gegeben. noch hoffte, ihn von seinem schrecklichen Vorhaben abzubringen. Am abend bei Wörmlig der dortige Fußgendarm Huß erschossen. Auch Mittag des 28. August verließ ich das Haus, da ich mir vor- ein wilddieb blieb tot auf dem Blage, seine Leiche wurde aber von genommen hatte, den Grafen zu warnen. Ich wartete auf ihn, aber seinen Genossen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. umsonst, er fam nicht. Ich war ganz verzweifelt und ging direkt Die Pest. Aus Petersburg wird gemeldet: Um einem Der Mord in Bologna. Von jenen Personen, welche bei der zum Bahnhof, wo ich nach Florenz zu meinen Verwandten abfuhr. weiteren Umfichgreifen der in Odessa herrschenden pestverdächtigen mysteriösen Ermordung des Grafen Bonmartini im Verdacht der Später begab ich mich nach Livorno und Genua. Ich suchte dort Krankheit vorzubeugen, sind eine Reihe von Maßnahmen gesundheitMitschuld stehen, hat der seither verhaftete Dr. Pio Naldi ein teil- eine Beschäftigung und hoffte, als Schiffsarzt unterkommen zu licher Art getroffen worden. Es ist u. a. für Odessa und die benachweises Geständnis abgelegt. Er war auf die Nachrichten der können." Der Untersuchungsrichter erklärte Naldi für verhaftet. Dieser barten Gouvernements eine ärztliche Besichtigung aller aus Odessa Zeitungen, daß man ihn für einen Teilnehmer an der Blutthat des wurde totenblaß und zitterte am ganzen Leibe. Naldi hat übrigens in Häfen des Schwarzen Meeres einlaufenden Schiffe sowie eine Dr. Tullio Murri hielt, von Genua nach Bologna gekommen und in Genua Vorbereitungen zur Flucht getroffen. Er ging dort zum ftrenge Ueberwachung des Gesundheitszustandes auf den von Odeſſa hatte sich selbst dem Untersuchungsrichter gestellt. Er gab zu, au Provinzarzt Canalis und erbat sich die Unterstützung seines Gefuches nach russischen Häfen abgehenden Dampfern und eine ärztliche den Vorbereitungen zum Morde teilgenommen zu haben. Am um eine Schiffsarztstelle auf einem eben nach Amerika abgehenden Untersuchung der Reisenden und der Mannschaften vorgeschrieben. 27. August", so erzählt Naldi, als ich mich in einem Spiellofale Dampfer. Er zeigte seine Diplome, erhielt aber die Antwort, daß er Die den Verkehr mit Odessa unterhaltenden russischen Personenbefand, tam Murri zu mir und vertraute mir an, er habe beschlossen, für einen Schiffsarzt zu jung sei. dampfer sind verpflichtet, Aerzte an Bord zu haben. e Vermischtes. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Urania. Schiller- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Donnerstag, 18. September. Tausend Jahre deutscher Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Das Rheingold. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Wallensteins Tod. Anfang 71/2 Uhr. = Neues Opern Theater( Kroll). Orpheus in der Unterwelt. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Wenn wir Toten er: wachen. Anfang 7 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 72 Uhr. Leffing. Le Noeud de Cravate. La Main. Souper d'Adieux. L'Homme aux poupées. Anfang 72 Uhr. 712115r. Kultur. Sternwarte. Invalidenstr. 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. OOLOGISCHER 2 CARTEN Westen. Der lustige Krieg. Anfang Täglich nachmittags 4 Uhr: Neues. Ledige Leute. Anfang Grosses Militär- Konzert. 8 Uhr. Residenz. Der Fall Mathieu. Entree 1 M., ( L'affaire Mathieu.) Vorher: ab 6 Uhr abends 50 Pf., Kinder Ich liebe Sie. Anfang 72 Uhr. Thalia. Er und feine Schwester. Anfang 7 Uhr. Central. Wie man Männer fesselt. Anfang 7 Uhr. Schiller. O. = ( Walluer Theater.) Morituri.( Teja. Frißchen. Das Ewig- Männliche.) Anfang 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelm städtisches Theater.) Die Braut von Messina. Anfang 8 1hr. Garl Weiss. Eine Paria. Anfang 8 11hr. Luisen. Othello, der Mohr von Benedig. Anfang 8 Uhr. Ehrliche Arbeit. Casino. 8 Uhr. Kleines. M unter 10 Jahren die Hälfte. Passage- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang Sonntags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Wochentags Anfang 8 Uhr. Anfang Hella Collier Serenissimus Zwischenspiele. Maiennacht. Familienidyll. Liebesträume. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Buntes Theater. Susanne im Bunter Teil. Anfang Bade. 8 Uhr. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 8 Uhr. Wilhelm. Der Walzerkönig. Anfang 8 Uhr. Palast. Eine Nacht im Ballhause. Anfang 8 Uhr. Steidl. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Deutschlands beste VortragsSoubrette. Savely Goré, neuer russischer Tenor. Liane d'Amiroff, hohe Schule, geritten auf einer Plattform. 14 erstklassige Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen Schiller- Theater O.( Wallner- Theater)| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDonnerstagabend 8 Uhr: Morituri. städtisches Theater) Donnerstagabend 8 Uhr: Die Braut von Messina. ( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche) Gin Tranerspiel mit Chören von von Hermann Sudermann. Freitagabend 8 1hr: Morituri. Sonnabendabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Friedrich Schiller. Freitagabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Sonnabendabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Freie Volksbühne. Herbst- Fest Sonnabend, den 4. Oktober, abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain. Schubert- Abend. Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Orts Krankenkasse M Metropol- Theater Der Gürtler. Heute: Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabltz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Apollo- Theater Um 8 Uhr: Die sensationellen Specialitäten. Martin Kettner mit seinen neuen Solo- Vorträgen Um 9 Uhr: Berliner Tonkünkler- Orchesters Lysistrata unter Leitung seines Dirigenten Franz von Blon und hervorragender Gesangssolisten. Festmarken für die Mitglieder vom 15. September ab in allen Zahlstellen. 2./3. Abteilung: Lessing- Theater, Sonntag, den 21. September: Die Kleinbürger von Maxim Gorki. 7./8. Abteilung, im Metropol- Theater: John Gabriel Borkman. Die Mitglieder werden dringend ersucht, die in den Zahlstellen ausliegenden Fragebogen betreffs obligatorischer Einführung des Bühnenheftes etc. auszufüllen. 230/4 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Cirkus Alb. Schumann Karlstrasse. Cirkus- Gebäude. Sonnabend, den 20. September, abends 7½ Uhr: Gala- Premiere. 25 Gerettete von der Insel Martinique, dieichshallen. Stettiner Sanger lebenden Bilder, Gesängen, Tänzen usw. ſowie fämtliche für Berlin neu engagierten Stünſtler Anfang 8 Uhr. Passage Theater. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali: täten Vorstellung. Irania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. Tausend Jahre deutscher Kultur. Buntes Theater. Juvalidenstrasse 57/62. Täglich): Sternwarte. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Novität! Anfang 7 Uhr. Novität! Er und seine Schwester. Boffe mit Gefang und Tanz in 4 Aften. Guido Thielscher als Orchester- Dirig. Jm 2. Aft: Kitzel- Couplet. Gerda Walde, Fritz Helmerding. Herbert Paulmüller. August Reiff. Morgen und folgende Tage: Er und seine Schwester. Central- Theater. Heute und folgende Tage: Wie man Männer fesselt. Große Ausstattungsposse in 4 Aften von Mars u. Hennequin. Musif von Berger. Gäste: Josephine Dora, Pepl Weiss, Marie Manci, Toni Grünfeld. Sonntagnachm. halbe Preise: Drei Paar Schuhe. Abends: Wie man Männer fesselt. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Bahnhof Friedrichstr. Eröffnung ( ,, Ueberbrettl".) Köpenickerstraße 68. Anfang 8 1hr. Susanna im Bade von H. Salus. Bunter Teil. Leitung: 0. Strauss. 12 Frauen, 10 Männer, 3 Kinder in ihren Heimatlichen Gebräuchen, und Künstlerinnen. Vorführung der Original- Dressuren durch Direktor Alb. Schumann sowie die vorzüglichsten Clown und Auguste. Die Kasse im Cirkus ist täglich von 10 Uhr morgens ununterbrochen geöffnet. Alles Nähere die Tagesplakate und Annoncen. Sonntag, den 21. September, abends 7 Uhr: 2. gr. Vorstellung. Wilhelm- Theater. 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Kneiff, Vorsitzender. Bernhard Rose- TheaterEnsemble. Stadt- Theater Alt- Moabit Alt- Moabit 47/49. 20 000 Mark Belohnung. Gr. Posse mit Gesang in 4 Aften von Leon Treptow. Musik von G. Steffens. Anfang d. Kouz. 7, d. Vorst. 8 Uhr. Ball. Freitag, 19. Sept.: 1. Gastspiel d. Gesangs- Gusembles Berolina". Anfang der Vorstellung 8 U Sanssouci Winter Garted Robinson Baker, Springer. ,, In den Alpen", Tanzquartett. Angeline von Loo, Sängerin vom kgl. Theater, Brüssel. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Josie de Witt, Sängerin u. Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Rofix, athletische Produktionen. Helene Gerard, Hohe Schule". Die Kellino- Truppe, ital. Akrobaten. Claudine Polaire, Pariser Sängerin. W. C. Fields, komischer Jongleur. Cléo de Mérode Biograph". Tänzerin v. d. gross. Oper in Paris. Fröbels Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. 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Beschlußfassung über die Liquidation des Vereins. 2. Wahl der Liquidatoren. 3. Ergänzungswahl zum Aufsichtsrat. 4. Anträge. 1. Athen und seine Denkmäler( Vortrag von Prof Dr. Seiler. Anträge, welche in dieser außerordentlichen Generalversammlung finden Vorstand eingereicht sein. Mitgliedsbuch oder Legitimation legitimiert. Erledigung Anben sollen, müſſen bis zum 21. Septemberfung ihre 2. Im Fluge durch die Welt. Eine Serie der inter Der Aufsichtsrat. Fritz Huhn. Der Vorstand. Robert Pasewaldt. Karl Langner. 127/1 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Burean: Engel- fer 15, Zimmer 1-5, Telephon Amt 7 Nr. 353. Donnerstag, den 18. September er., abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal I: Sigung der erweiterten Ortsverwaltung mit sämtlichen Kommissionen und Bezirksleitungen. 121/2 Die Ortsverwaltung. Restaurant zum Lindenpark Friedrichsfelde, an der Kirche. Haltestelle ,, Lindenpart" der Straßen: bahn Spittelmarkt- Alexanderplatz- Friedrichsfelde. 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M. von der weise der herzlichen Teilnahme sowie Leichenhalle des neuen St. Paul für die Sendung zahlreicher Blumen: firchhofs in Plößensee aus statt. spenden beim Begräbnis meines Die trauernden Hinterbliebenen lieben Mannes, insbesondere den Anna Wolf und Eltern. Kollegen der Firma Hannsen sage ich Todes- Anzeige. hierdurch meinen herzlichen Dant. Mathilde Mattick geb. Martin. farb nach kurzen Leiden infolge einer Am Dienstag, den 16. d. M., ver: 21446 Operation meine liebe Frau Marie Renner geb. Reski im Alter von 40. Jahren. Die Beerdigung findet am Freitag, den 19. September, nachmittags 4 Uhr von der Charité nach dem Charité: tirchhof, Müllerstraße, aus statt. Der trauernde Gatte Ernst Renner. 50996 Danksagung. Für die zahlreiche Teilnahme bet der Beerdigung meines lieben, unver geßlichen Mannes, des Tischlers Wilhelm Lange sagen wir hierdurch unsren herzlichsten Dant, insbesondere den Kollegen der Werkstatt Karl Osten, dem Verein sämtlicher Berufsklassen, dem Gesangverein Hoffnung" und allen Ver wandten und Bekannten. Die trauernde Witwe Specialarzt für Haut, Harn- und Dr. Schünemann, nebst Kindern. Frauenleiden, Seydelstr. 9. dinen- Fabriklager, Grüner Weg 80, Gardinenreste, spottbillig, Gar 1301* 12-13, 16-18, Sonnt. 9-11. parterre. Sein Laden. Kranken- Unterstützungsverein d. Tabakarbeiter ( E. H. 88, Berlin.) 37/19 Sonnabend, den 27. d. Mts., abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11: Außerordentliche General- Versammlung. ist ein schöner Aufenthalt, schön zu Fuß, Rad und Kremser zu erreichen? Beim alten Freund auf Tages- Ordnung: 1. Genauere Festsetzung des Wortlautes der Pichelswerder.- Für gute Küche usw. ist in der Generalversammlung vom 18. Mai cr. beschlossenen Abänderungen immer bestens gesorgt! [ 45122* des Statuts. 2. Sonstige Angelegenheiten. 187/5 - Musik: Elektrisch. 8Der Vorstand. J. A.: Carl Butry, Vorsitzender. Siemens Flaschenbier 93432130100 191830 Flaschen 2 Mark 05 Pf. Wir versenden frei Haus unser garantiert nur aus bestem Malz und nur aus bestem Malz und feinstem Hopfen gebrautes zum Preise von 30 Flaschen helles Tafelbier 30 teie ,, 99 dunkles do. Pfand nur 60 Pfennig. 99 1980-1 Mark 2,05 2,05 Lager- Bier 88/12 Der Inhalt der Flaschen ist etwas mehr als, Ltr. und entspricht der durchschnittlichen Grösse der Flaschen aller Berliner Brauereien. Export- Bier- Brauerei H. Siemens& Co., Berlin- Grünau. ChausseeStr. 103. Telephon- Amt VII, 907. Centrale Berlin O., Holzmarktstrasse 11. Telephon- Amt VII, 907. Germania- Prachtsäle Arnold Scholz. ChausseeStr. 103. Heute Donnerstag, den 18. September: Eröffnung der Konzert- Saison: 1. Grosses Militär- Streich- Konzert ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. 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Binneböse, Schillingstraße 36. Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. 35/ 10* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Alle Wanzen 981 96 35182 336 39 48 87 36161 423 520 30 657[ 300] 722 34 88 885 37327 30 66 564 740 828 987 38034 136 289 309 57 410 565 611 39076 121 300 648 40025 111 27 338 91 467 678 708 915 41104 306 68 99 602 795 822 54 964 42228 523 63 693 903 94 43032 100 242 44 56 329 465 573 825 909 26 44113 36 275 351 77 95 437 766 96 862 994 45043 290 332 443 83 650 55 982 46019 200 319 24 643 707 29 31 846 942 52 47081 466 48061 72 114 504 31 40 59 660 719 816 66 95 49397 410 705 79 977.92 50040 157 273 79 330 456 779 985 51408 86 500 99 782 818 26 63 78 52269 347 68 507 67 973 53043 57 210 309 423 28 61 73 600 39 948 58 54012 63 151 352 sterben sofort nebst Brut durch meinen 453 81 573 600 766 895 55218 321 501 68 633 892 927 Wanzentod. in l. 0,50, 1 M. Schwaben, Russen, Franzosen 2c. werden durch mein Pulver vollständig vernichtet. Schtt. 0,30, 0,60, 1 9. Zahlreiche Anerkennungen.[ 49969* 56029 90 120 313 77 80 98 416 58 529 44 630 42 744 845 987 57277 325 52 99 501 29 848 90[ 300] 956 58017 33[ 300] 70 126 55 58 320 712 59012 86 96 193 202 329 1000 Mark Belohnung zahle ich demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein echt bei Hugo Barth, Droguerie, Brunnenstrasse 18, Efe Veteranenstraße. 4945L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Moquetts, Wolle Reste Satteltaschen. Blüid PlüschMuster bei näherer Angabe franco. Berlin, Oranienstr.i Emil Lefèvre, 158 626 50 74 793 94 9545 737 60001 70 195 615 737 89 947 61113 220 26 416 27 43 82 565 604 62139 84 261 66 368 421 71 547 636 61 715 60 63079 438 76 689 704 6 7 17 71 863 64116 207 321 524 682 711 89 836 982 65107 12 226 300 80 98 450 578 625 63 760 66079 346 61 63 443 594 67142 53 248 300 58 462 88 522[ 300] 70 908 35 41 68004 361 481 533 659 75 733 44 64 69106 63 65 406 524 709 13 955 70023 274 369 635 763 801 38 71108 65 200 15 18 362 582 801 74 914 72140 43 201 425 30 521 86 656[ 3000] 64 812 56 74 970 78 73000 292 93 367 690 708 25 27 810 74162 386 478 573 925 75015 28 143 65 87 216 19 90 406 37 668 78 943 79 76047 67 197 773 845 80 77024 40 182 245[ 300] 334 424 71[ 5001 72 624 839 70 908 78002 150 479 574 749 857 99 902 52 79188 226 99 309 400 74 711 954 80048 121 329 71 436 575 601 774 91 814 958 89 81040 84 96 178 296 310 441 821 42 928 46 82205 341 468 75 624 49 740 65 829 999 83047 126 80 214 31 335 442 783 852 924 81 84087 90 202 308 440 547 49 665 802 67 72 96 906 11 85521 863 86005 54 341 94 410 31 65 523 52 67 966 87149 233 95 511 661 877 88084 143 451 860 953 89088[ 500] 92 100 310 39 516 95 650 902 63 94 910 90147 242 49 370 98 559 795 837 45 97 91104 695 753 933 92099 125 245 405 577 873 948 93156 325 413 28 92 575 89 684 719 911 94182 280 94 96 385 624 775 95312 515 23 603 57 925 96013 101 453 719 845 97075 110 33 57 290 310 95 759 60[ 300] 840 45 93 98025 219 305 500 609 64 760 83[ 300] 801 28 922 99120 318 77 419 35 48 538 58 76 654 855 926 97 100147 273 450 927 59 101024 182 390 481 609 28 723 102557 612 103127 34 568 686 722 921 104057 68 94 120 39 533 67 86 95 743 50 105106 Betanuten, Freunden empfehle mein 24 201 91 442 522 37 654 719 48 52 62 917 106014 189 210 74 83 308 516 748 900 107045 88 303 17 62 109046 137 384 88 589 622 837 57 Restaurant Bülowstr. 59 497 942 59 108102 246 359 547 701 816 47 51 913 für Vereine und Gesellschaften. Vereinszimmer 25-60 Personen. Oskar Kumke, 21266 früher H. Werner. 110010 175 98 476 80 704 46 97 828 906 13 111390 468 92 571 760 74 94 805 917 112048 259 62 396 417 515 68 658 766 958 113350 77 744 902 114010 94 371 433 637 41 739 800 968 115141 205 19 538 84 176 354 537 611 13 929 56 118006 84 183 234 318 445 504 56 833 78 119029 170 354 95 438 551 65 678 82 748 947 81 87 120095 97 106 680 85 720 30 908 121005 66 406 62 535 879 919 122305 20 42 704 57 929 123014 68 165 423 641 822 932 124126 45 66 70 97 326 461 516 621 778 877 966 125100 248 409 66 87 126106 81[ 500) 372 453 566 613 23 55 791 867 127010 28 193 218 327 31 71 641 789 825 901 128077 539 627 759 79 928 96 129157 336 49 92 98 568 683 739 841 65 966 130105 48 231 315 516 653 99 749 73 925 30 131021 551 600 767 981 132310 39 439[ 500] 562 77 728 978 133021 112 388 892 99 934 71 85 134095 154 379 439 60 518 669 761 135032 210 399 428 672 993 136105 201 631 35 832 81 137003 339 469[ 500] 576 609 811 931 48 95 138023 158 96 208 76 98 309 730 139018 53 96 151 244 83 303 42 445 622 55 57 72 711 77 819 27 54 911 140032 253[ 3000] 62 361 649 768 855 90 141025 119 74 89 256 435 541 647 860 902 142157 291 95 600 8 37 53 79 775 97 824 143011 58 145 210 379 84 731 74 85 99 854 144035 84 127 494 602 3 809 145013 103 93 379 539 675 781 875 146047 211 450 90 640 73 725 47 94 820 50 60 905 147270 71 319 50 523 654 722 23 929 81 148034 55 120 71 382 93 481 845 149074 97 353 72 702 970 150004 316 80 914 151018 417 520 746 843 61 98 902 152001 58 92 123 54 99 310 456 93 153058 264 589 673 712 869 93 905 154228 86 363 489 96 591 651 64 870 155047 140 399 156201 48 94 303 49 497 674 90 927 50 59 60 157013 92 157 416[ 300] 37 40 688 826 77 994 158152 97 248 771 931 159071 489 518 622 79 90 949 52 95 160146 471 91 507[ 3000] 834 385 678[ 10001 98 731 942 162617 357 466 516[ 300] 691 709 917 25 87 161024 122 03 163010 194 297 164157 58 243 406 12 27 39 43 72 919 165062 82 224 332 409 613 43 800 86 902 31 89 166011 75 321 44 93 498 534 70 758 810 945 167218 400 578 753 864 168184 234 471 537 42 51 1 170041 114 251 483 521 617 743 942 51 171107 246 71 381 421 634 775 834 79 928 172043 205 344 64 402 722 31 97 888 173001 158 537 682 752 940 94 174129 267 466 922 51 175117 63 72 442 512 600 27 738 857 904 41 176030 156 441 89 677 91 828 177012 589 613 16 76 790 827 916 38 178411 535 75 613 707 818 97 919 179049 128 205 362 473 86 92 568 80[ 300] 615 59 76 733 41 814 84 91 987 180174 80 245 320 31 86 646 69 861 922 60 181298 321 36 468 523 51 64 610 700 967 182247 323 77 91 536 634 183166 75 445 932 184026 651 822 980 185016 23 140 263 565 798 868 86 983 186002 7 43 89 179 208 566 187127 412 92 97 827 74 947 188034 108 42 377 92 813 37 45 912 42 79 189171 260 88 368 602 21 796 996 190067 94 166 217 62 306 40[ 300] 414 16 19 523 29 704 845 929 31 191031 131 42 217 380 450 572 627 754 820 96 918 192199 412 33 513 31 84 715 193035 233 92 377 613 194085 187 249 528 97 757 842 67 974 195211 14 479 98 502 22 621 34 774 77 196036 127 213 336 440 558 98 624 994 197132 225 329 786 890 91 932 198428 514 67.[ 3000] 600 27 758 916 32 199008 18 63 233 349 452 66 200047 54 192 217 73 619 25 55 57 75 798 201050 51 122 43 202 336 417 607 769 800 48 994 202074 94 97 108 19 70 525 613 20 44 46 724 38 820 203086 106 25 269 363 534 61 65 82 611 23 705 33 88 866 984 204009 249 325 740 853 57 904 205058 98 134 231 318 511 18 77 697 792 892 206112 28 74[ 500] 85 252 70 550 681 92 825 929 207073 226 81 93 98 543 613 66 853 907 208006 97 298 338 54 715 41 931 209110 50 74 233 474 513 77 615 801 48 67( 80 81 210116 43 63 200 51 97 352 578 610 776 823 70 211021 60 119 224 30 76 451 548 56 696 767 872 978 212030 361 683 765 66 84 881 988 213076 485 503 58 68 664 754 69 973 214120 62 241 442 659 787 914 215271 89 314 443 84 508 63 818 216077 158 96 247 378 488 569 625 800 217014 97 161 211 387 471 535 52 612 81 84 763 71 830 49 218154 402 516 704 886 [ 300] 979 219138 92 677 966 220134 425 84 553 87 872 221000 18 190 328 505 52 69 725 864 222046 213 86 354 95 683 97 810 223034 213 34 325 460 658 912 224128 222 27 365 472 521 33 57 711 831 925 Berichtigung. In der Liste vom 15. September nachmit tags ties 8291 statt 8294. Die Ziehung der vierten Klasse der 207. Röniglich Bresto Elfchen Klaffen- Rotterie beginnt am 18. Ottober 1902 Berannvortiter diedacteur. Garl Leid in Berlin. Für den Inieratenteil nerantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. r. 218. 19. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 18. September 1902. Berliner Partei- Angelegenheiten. Teltow- Beeskow" an den Genossen Hermann Schliebig in Britz, Jahnstr. 2; häufiger angerufen. In den 5 Jahren bis zum Abschluß des Jahres- feiten und Befriedigung der Vermächtnisnehmer, zur Fürsorge berichts für 1899 haben in 60 Fällen Verhandlungen des Einigungs- für von Krankheiten genesene oder genesende Die nächste Lokal- Lifte erscheint am Sonntag, den ants mit den Beteiligten ohne nachfolgende Angehung desselben Arbeiter beiderlei Geschlechts" verwendet werden sollen; 5. Oktober 1902. Wir ersuchen daher die Mitglieder der Lokal- Parteien, wurde das Einigungsamt angerufen, 27 Verhandlungen muß unangreifbar erhalten bleiben. Diese der Stadt Berlin austattgefunden; in 44 Fällen, darunter 27 Male von beiden die Substanz des rund 301000 Mart betragenden Vermögens fommission von Berlin und Umgegend, Aenderungen und Neuaufnahmen bis spätestens Freitag, den 26. September fanden vor befeztem Einigungsamte statt und führten in 18 Fällen fallende Summe soll als Teil des Gemeinde- Vermögens, aber abgesondert, 1902, einsenden zu wollen: für zum Vergleich, während in 9 Fällen ein Schiedsspruch erging. Zu unter dem Namen„ Dr. Wilhelm Loewe Calbe Stiftung" weniger erfreulicher Entwicklung ist die dritte der dem Gewerbe- verwaltet werden und zwar von dem jeweiligen Vorsitzenden der gericht zugewiesenen Aufgaben, Abgabe von Gutachten und Gewerbedeputation des Magistrats unter Mitwirkung des ersten Verwaltungsbericht für 1899 war das Gewerbegericht( Gutachten hörden in die Verwaltung hat die Erblafferiu ausdrücklich ver Stellung von Anträgen in gewerblichen Fragen gelangt. Nach dem Bürgermeisters der Stadt; eine Einmischung audrer Beausschuß) in den 7 Jahren seines Bestehens nur siebenmal, darunter beten. In ihrem Testament erläutert Frau Dr. Loewe ihre Hochviermal im ersten Jahr, um Abgabe von Gutachten ersucht worden. herzige Absicht dahin:" Personen beiderlei Geschlechts aus dem Kreise Anträge in gewerblichen Fragen sind von ihm in derselben Zeit nur der arbeitenden Klassen, deren Gesundheit gelitten hat, aber Ge20 gestellt. nesung verspricht, durch Gewährung von Ruhe, träftiger Nahring, Die Juanspruchnahme der Krankenkassen war im Jahre 1901 guter Luft und sonstiger Pflege die Möglichkeit der Her in Berlin verhältnismäßig stärker als im vorhergehenden Jahre Stellung ihrer vollen Erwerbsfähigkeit nach abeine Erscheinung, die fast stets in Zeiten des wirtschaft: gelaufener Krankheit zu verschaffen." Die Erblasferin spricht dabei eine Erscheinung, die fast stets in Zeiten des intituben Wunsch aus, daß bei Verwendung der Stiftungsmittel lichen Niederganges und des Arbeitsmangels zu beobachten ist. Wenn nur diejenigen Erkrankungsfälle gezählt werden, mehr das der völligen förperlichen Nieder- Barnim" an den Genoffen Otto Rie be in Friedrichsfelde, Victoriastr. 4; ,, Potsdam- Ost- Havelland" an den Genossen Albert Neue in Spandau, Jagowstraße 9; ,, Diverse Orte" an den Genossen Gustav Stein in Wriezen a. D., Frankfurterstr. 32; Berlin an den Genossen Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, S. 14. Die Genossen werden ersucht, hiervon Kenntnis zu nehmen und die Einsendungen umgehend zu besorgen, da spätere Einsendungen nicht mehr berücksichtigt werden können. " wärts". heiten. = Orts Nachträge können in der Folge nicht mehr veröffentlicht werden. Vielfach ist es in den letzten Wochen vorgekommen, daß in denen Krankengeld oder Krankenhaus- Verpflegungskosten oder und wirtschaftlichen Retablierung einer kleinen Zuschriften in Lotal- Angelegenheiten" an die Redaktion Ersatzleistung für gewährtes Krankengeld zu zahlen waren, so tamen Anzahl von Personen, als die Gewährung einer zufolge des Vorwärts" gesandt worden sind; wir teilen daher den Ge- im Jahre 1901( in Klammern die Zahlen für 1900) bei den ihrer Zersplitterung regelmäßig unwirksamen nossen noch mit, daß alle Anfragen und Zusendungen nur an Orts Krantentassen auf durchschnittlich 237 029( 244480) ilfe an Viele im Auge behalten werden möchte. Von dem den Genoffen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66, männliche Mitglieder 96 703( 99 331) Erkrankungsfälle und Kapital ist ein Vermächtnis von 120 000 M. für die Hollmannsche zu richten sind und nicht an die Redaktion des Vor- 2439 257( 2 362 810) Strankheitstage, auf durchschnittlich 133 444 2ilhelminen- Amalien- Stiftung zur Begründung eines„ Dr. Wilhelm ( 131 593) weibliche Mitglieder 53 672( 50 864) Erkrankungsfälle Loewe- Calbe- Fonds" bestimmt, so daß nach Abzug der ErbschaftsDie Parteiblätter der genannten Kreise werden um Abdruck ersucht. und 1 486 668( 1325 719) Krankheitstage. Es famen also auf je ſtener 2c. für die Hauptstiftung rund 170 000 M. zur Verfügung Die Lokal- Kommission. 100 männliche Mitglieder 40,8( 40,6) Erkrankungsfälle, auf je 100 blieben. Das Legat an die Hollmannsche Stiftung soll erst allweibliche 40,2( 38,7) Erkrankungsfälle und auf je eine Erkrankung mählich, nach Verhältnis des freiwerdenden Kapitalbestandes, zur Bierter Wahlkreis. Um den Parteigenossen einen künstlerischen beim männlichen Geschlecht 25,22( 23,79) Krankheitstage, beim weib- Auszahlung gelangen, ebenso wird die leberweisung der Mittel für Genuß zu bieten, hat der Wahlverein Südost zum Sonnabend in lichen 27,70( 26,06) Krankheitstage. Hiernach hat bei den Orts- die Hauptstiftung erst nach einigen Jahren vollendet sein. den Räumen des Gewerkschaftshauses ein Künstler- Krankenkassen nicht nur die Zahl der Erkrankungen( verglichen mit Der Magistrat hat die Annahme der Stiftung beschlossen und ersucht fonzert mit nachfolgendem Tanz veranstaltet. Da das Programın der Mitgliederzahl), sondern auch die durchschnittliche Krankheits- die Stadtverordneten- Versammlung, diesem Beschlusse beizutreten. vorzüglich zusammengestellt ist, hofft der Vorstand, daß die Mit- dauer erheblich zugenommen. Bei den privaten Betriebsglieder und Freunde des Vereins zahlreich erscheinen. Billets zu Krankenkassen ist das Ergebnis ein etwas andres. Hier wirkungen hat der vor einiger Zeit im Vorwärts" enthaltene ArBleiweißfarbe in Heilaustalten. Man schreibt uns: Gute 40 Pf. sind in den Zahlstellen zu haben. tamen 1901( bezwv. 1900) auf durchschnittlich 66 107( 63 307) titel über die Zustände in einer hiesigen Genossenschaftsklinik( NordDer Wahlverein für Adlershof hält heute( Donnerstag), männliche Mitglieder 32 450( 31 786) Erkrankungen und 737 036 östliche Baugewerks- Berufsgenossenschaft, Dr. Römert) gezeitigt. Nicht abends 9 Uhr, bei Becker, Oppenstr. 56 seine Mitgliederversammlung( 631 414) Krankheitstage, auf durchschnittlich 13 363( 11 201) weibliche ab. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Karl Hübsch über das Mitglieder 6910( 6074) Erkrankungen und 184 677( 138 316) Strant- wurde, wie der„ Vorwärts" bereits berichtete, in dieser Heilanstalt den von den Kranken am schwersten empfundenen UebelUnfallversicherungs- Gesetz. 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines beitstage, das macht auf je 100 männliche Mitglieder 49,1( 50,2), ständen abgeholfen, sondern der Artikel hat auch den Anstoß gegeben, Kandidaten zur Gemeindevertreter- Wahl. 4. Vereinsangelegen auf je 100 weibliche 51,7( 54,2) Erkrankungen, auf je 1 Erkrankung Saß die Inhaber andrer Kliniken, die eine ähnliche beim männlichen Geschlecht 22,71( 19,86), beim weiblichen 26,71 Kritik zu fürchten hatten, sich jetzt ebenfalls befleißigen, ihre Marte, Bei den ( 23,77) Tage. Der Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichshagen und sie wenigstens Betriebs Krankenkassen ist hiernach Umgegend hält seine nächste Versammlung am Sonnabend zwar die Zahl der Erkrankungen( verglichen mit der Mit- Behandlungs- und Krankenzimmer derartig umzugestalten, daß einigermaßen den sanitären Anforderungen abend 9 Uhr bei afubte, Friedrichstr. 61, ab. Auf der gliederzahn zurückgegangen, die Krankheitsdauer aber ist auch der Neuzeit entsprechen und ihre sonstige Einrichtung nicht bei den hier gestiegen. Tagesordnung steht u. a.: Welche Maßnahmen hat die Gesundheits- im wesentlichen wieder dieselben Verhältnisse wie die Die Junungs- Krankenkassen zeigen Besuchern Mißbehagen erregt. Wie aus Fachkreisen mitgeteilt wird, tommiſſion zur Herbeiführung befferer sanitärer Verhältnisse im Krankenkassen: Zunahme der Erkrankungen und Erhöhung der geht man aber bei der Renovierung der Kliniken in einer Weise vor, hiefigen Ort getroffen? Ferner erfolgt die Berichterstattung über Strankheitsdauer. Sie hatten 1901( bezw. 1900) bei durchschnittlich der Kranken und Aerzte selbst soll hierin alsbald Remedur gefchaffent die zu schweren Bedenken Veranlassung giebt. Im Juteresse die Brandenburger Provinzialfonferenz. 39 639( 33 211) männlichen Mitgliedern 12 532( 10 318) Erkrankungs- werden. Die renovierten Zimmer, in denen die Maler hantiert Spandau. Zwei Boltsversammlungen zum Protest gegen den fälle und 306 589( 221 121) Strankheitstage zu verzeichnen, bei durch haben, werden nämlich bald nach der Fertigstellung wieder mit Fleischwucher finden hierselbst morgen, Freitagabend 8 Uhr, schnittlich 10 032( 7836) weiblichen Mitgliedern 2739( 1884) Fälle Kranken belegt, denen die Ausdünstung der frischen statt. Im Saale von Teßnow, Hafenfelde, referiert Rechtsanwalt und 78 499( 49 665) Tage. Es kamen also auf je 100 männliche Farben ünbehagen, namentlich Kopfschmerzen verursacht, Dr. Karl Liebknecht, und im Saale von Kumte, Schönwalder Mitglieder 31,6( 31,1), auf je 100 weibliche 27,3( 24,0) Erkrankungen, was fein Wunder ist, wenn man bedenkt, daß den Farben straße 90, Schriftsteller Davidsohn- Berlin. auf je eine Erkrankung beim männlichen Geschlecht 24,46( 21,43), Bleiweiß in nicht zu fleinen Quantitäten beigemengt beim weiblichen 28,66( 26,36) Tage. ist. Dieses der Gesundheit so schädliche Gift wird aber auch beim Im Zeichen des Wohnungswu chers. Eine Dame in Anstrich von Krankenhaus- Geräten, wie Trag= Wilmersdorf, Bertha Jordan, hat eine Wanderung durch die Häuslich- bahren und sogar Operationstischen benügt. teiten unsrer Arbeiterfamilien unternommen, deren Ergebnis Thatsache, von der die Aerzte jedenfalls teine Kenntnis haben. Die focialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten- fie veröffentlicht. Familie I repräsentierte drei Generationen. Sie Allerdings werden diese Gegenstände mit Delfarbe überstrichen, Versammlung hat bekanntlich seiner Zeit der Antrag gestellt, den besteht aus 11 Personen, die in einem Zimmer schlafen, das ungefähr damit ist aber die Gefahr für die Kranken, auf dem Operationsstädtischen Arbeitern in Krankheitsfällen bis zu sechs Wochen und die Größenverhältnisse von 4,90 Meter lang, 3,16 Meter breit und tische usw. mit Bleiweiß in Berührung zu kommen, nicht Zwei hochgetürmte Betten und beseitigt. Auch der beste Delanstrich hält sich bei einem falls sie länger als zwei Jahre in städtischen Diensten stehen, bis 2,50 Meter hoch aufzuweisen hat. 31 13 Wochen Krankengeld zu gewähren. Als dieser Antrag in der ein Sofa ſehen am Tage wie Brumfitüde aus zwischen den vielbenutzten und regelmäßig gereinigten Operationstisch und ähn Stadtverordneten- Versammlung zur Beratung stand, wandten wenigen dürftigen Möbeln, die außerdem noch vorhanden lichen Geräten nicht lange und nur zu leicht kann es geschehen, daß sich sowohl der Magistrat als die Stadtverordneten- Mehrheit mit find. Bur Nacht giebt ein in der Mitte des Zimmers auf ein Kranker, dessen offene Wunde mit den der Delfarbe entblößten Heftigem Eifer gegen eine derartige Vergeudung der Steuer- gestellter Rahm" eine vierte Lagerstatt. In diese 4 Schlaf Holz oder Eisenteilen in Berührung kommt, sich eine Bleiweißgroschen. Mit Emphase wurde darauf hingewiesen, daß Berlin stätten teilen sich die 11 Personen. Die Großmutter schläft mit vergiftung zuzieht, deren Ursprung weder er noch der Arzt sich ergegenüber andren Städten vorbildlich sei und bereits vieles für die einem Mädchen von 19 und mit einem Mädchen von 11 Jahren in flären kann. Bu hoffen wäre, daß vorstehende Mitteilung in Aerztestädtischen Arbeiter geschaffen habe, woran andre große Gemeinden einem Bett. Im zweiten Bett schläft die 39 jährige Mutter mit einem treifen, bei Inhabern von Kliniken, Direktoren, von Krankenhäusern bisher nicht gedacht hätten. Wie verkehrt diese Behauptung ist, zeigt Mädchen von 14 und einem von 9 Jahren sowie einem Knaben von und allen, die es sonst angeht, Beachtung finde. uns die soeben erschienene Schrift des Dr. Paul Mombert Die 6 Jahren. Das Sofa gehört einem Knaben von 15, einen von deutschen Stadtgemeinden und ihre Arbeiter", in 6 Jahren. In dem„ Nahm" schlafen zivei Knaben von 12 und welcher an der Hand eines zuverlässigen Materials bezüglich der 17 Jahren. Familie II. Außer den Eltern schlafen 7 Kinder in Gewährung von Krankengeld der Gemeinden an ihre teilen mit dem 11fjährigen Otto und dem 2jährigen Richard ein einem Zimmer. Die 12jährige Amanda und die 9jährige Hedwig Arbeiter folgende Angaben gemacht werden: Bett, während die 15jährige Amanda in einem Rahm mit dem Straßburg... Nach 1jähr. Dienstzeit, 7jährigen Arthur zusammenschläft. In einer Wiege lag ein 1jähriges wenn verh. oder An: gehörige zu ernähren Sind. Familie III. Die Eltern eingeschlossen schlafen 9 Personen in einem Zimmer. Das eine Bett teilen 2 Mädchen von 12 mnd 14 Jahren 26 Wochen mit einem Knaben von 7 Jahren. Für einen Knaben von Lokales. Die städtischen Arbeiter. Charlottenburg Ständigen Arbeitern Wiesbaden 5 jähr. Dienstzeit und ver Mannheim Heidelberg Frankfurt a. M. a) Arbeitern im Monats: Bollen Lohn Krankengeld und halben Lohn Vollen Lohn 6 Monate heiratet do. bo. 50. .. bp. 4 Lohn Bollen Lohn 60. do. lohn oder läng. Lohnperioden, b) andren Arbeitern nach 2jähr. Dienstzett, bo. c) nach mehr als 2 jähr. do. 11/2 Monate 3 Monate Dienstzeit. 3 des Lohnes do. Dienstzeit Leipzig Eigner Haushalt, b) und ½ des Lohnes do. 10 jähr. Dienstzeit, do. 11/2 Monate 3 Monate do. Ludwigshafen. Eigner Haushalt u. 5 jähr. Berlin c) Unverh. Arbeitern nach 15 jähr. Dienstzeit Vollen Lohn 4 Wochen eine Der Arbeitgeber Staat. Im Lokal Anzeiger" findet sich folgende Anzeige. Mehrere Schrankenschließer für die Eisenbahnstreden zwischen Spandau Bustermart und Nanen gesucht. Tagelohu 1,50 M. Dienstwohmung oder Uniform wird nicht gewährt. Pensionäre, Alters-, Jus validen- und Unfallrentenempfänger oder sonstige ältere Personen, welche unbescholtenen Rufes und bei gefunden Glied maßen für Leichtere Thätigkeit noch geeignet sind, können sich schriftlich bei der kgl. Eisenbahn- Betriebsinspektion 3, Berlin, Jnvalidenstraße 51 melden. 13 Jahren wird abends ein Nahm aufgestellt, ein 3 Monate achtjähriger Knabe schläft in einer kurzen Wiege und ein Mädchen von vier Jahren auf zwei Stühlen. Familie IV: Zur Zeit schliefen Grundsatz aus, daß den Klagen über mangelnde Betriebssicherheit Gewiß geht die fgl. Eisenbahn- Betriebsinspektion von dem zehn Personen in einem Zimmer mit drei Betten. Die Großmutter, vollauf abgeholfen ist, wenn man alte, invalide Leute mit der verdie Mutter, an schlimmen Füßen leidend, und zwei schulpflichtige antwortungsvollen Arbeit des Schrankenschließens betraut und daß Mädchen benutzten ein Bett. Neben dem Vater schläft ein erwachsener ein Tagelohn von 1 M. 50 Pf. die beste Gewähr bietet, um die An Sohn. Im dritten Bett schliefen zwei Knaben und zwei Mädchen. Familie V: Zwölf Bersonen, die Eltern und zehn Kinder, hausen in gestellten vom Beitritt zum Eisenbahner- Verband fern zu halten. einem Zimmer. Fünf Kinder teilen ein Bett. In einem eisernen Die Abpinselung des Brandenburger Thores ist nunmehr Bettgestell ruhen zivei Mädchen von 15 und 13 Jahren. Zwei beendet und mit der Beseitigung des Leitergerüstes begonnen worden. Knaben von sieben und acht Jahren müssen mit einer Bant Die nachdrücklichen mehrmaligen Waschungen der Säulen haben auch fürlieb nehmen, die mit einem Strohsack bedeckt war. den Erfolg gehabt, daß die grünen und blauen Flecken entfernt Das fleinste Kind hatte eine Wiege Zur Ruhestätte. werden konnten; doch ist es nicht gelungen, die Goldbronze gänzlich Familie VI: Zehn Personen benutzen zwei Räume, zwei zu beseitigen, und so werden die Spuren einer unschönen AusMädchen von 12 und 16 Jahren hatten ein Bett, dann vier schmückung des Thores noch lange erhalten bleiben. Auch in der Mädchen ein zweites Bett. Auf der Erde schlafen ein Mädchen von Grundfarbe hat das bepinselte Thor sein altes Aussehen nicht wieder 11 Jahren und ein Knabe von 8 Jahren mit den Eltern. erhalten, so daß die Hauptsäulen in auffälliger Weise von den SeitenFamilie VII: Fünf Kinder teilen ein Lager, ein sogenanntes pfeilern abftechen. Ausziehbett, das durch Stühle vergrößert wird; es find dies zwei Knaben und drei jüngere Mädchen. Sie teilen das Zimmer mit den hiesige Verein für Feuerbestattung. Nach dem Entwurfe des BauEine neue Urnenhalle mit etwa 4000 lähen plant der Eltern und einem vierzehnjährigen Bruder. Für dieses Zimmer und Aehnlich liegt es mit anderen Gegenständen der städtischen Küche zahlen die Leute 11 Mart Monatsmiete. Familie IX: In meisters Schröder würden die Baukosten auf ca. 300 000 Mart Arbeiterfürsorge; wir wollen diesmal nur diese Angelegenheit heraus- Knaben von 17, 13 und 7 Jahren mit einer 11 jährigen Schwester Die Borsitzenden des Vereins, Herren Marcus und Pauly, einem Zimmer, das sieben Familienmitglieder umfaßt, schlafen vier au veranschlagen sein, ein Kapital, das sich verzinsen werde, falls eine ganz ungemein tenere Plaggebühr von 100 m. berechnet werde. greifen, um unsre städtischen Kollegien an ihre Pflicht erweiterter zusammen. Familie XI: In einem Zimmer schlafen die Eltern, haben jüngst beim Vorsigenden des Kuratoriums für das städtische Arbeiterfürsorge zu erinnern. ein fremder, junger Mann von 24 Jahren, drei Mädchen von 14 Bestattungswesen, Geheimrat Friedel, angefragt, ob die Stadt 13 und 10 Jahren und in einem Ausziehbett zwei Knaben mit zwei Ueber den Umfang der Geschäfte des Berliner Gewerbe- Mädchen im Alter von 12, 11, 9 und 6 Jahren. Familie XIV: vielleicht den Hallenbau für eigne Rechnung übernehmen werde. gerichts enthält die Festgabe des Ortsausschusses für den deutschen Der 19 jährige Bruder schläft mit der 10jährigen Schwester in Geheimrat Friedel erklärte, daß der Bau einer neuen Urnenhalle Juristentag einige intereffante Zahlen. Danach ist die Gesamtzahl einem Bett. zwar notwendig und zweckmäßig erscheine, daß bei der gegen der jährlich vor das Gewerbegericht gebrachten Klagen in der Zeit Wir kennen die opfermütige Dame nicht, die diese Veröffent- wärtigen Finanzlage aber wohl schwerlich große Geneigtheit bei den städtischen Behörden zur Bewilligung dieser Summe vorhanden sein gewesen; sie betrug 1894 12 458 Sachen, stieg 1897 auf 15 405, ift lichungen zum besten giebt, doch werden unsre Leser der Meinung dürfte. Der Verein möge mit den andren zuständigen Persönlichdann aber bis 1900 auf 11 533 Sachen gefallen. Vor die Kammern, schilderten Art kann man so ziemlich in jedem Hinterhause der Berechnung stimme, sei es immer möglich, daß die Stadt dem sein, daß sie eigentlich nichts Neues fagt. Zustände der hier ge- feiten der Stadtverwaltung Fühlung nehmen; wenn die Rentabilitätsd. h. zur Verhandlung mit Beisigern, gelangten 1854: 4268, Proletarierviertel beobachten. Neu mögen die Schilderungen hier 1900: 2919 Sachen. Durch Vergleich erledigt wurden 1894: 4845, 1900: 5755 Klagen, während Endurteile nach streitiger Verhandlung und da für bürgerliche Streise sein. Vom Standpunkt des Bürger- Projette größeres Wohlwollen entgegenbringe. Wie die„ Flamme" tums aus sind, wie wir seit Göhres Entdeckungsreise wissen, solche mitteilt, wird der Verein diesen Rat befolgen. 1894 in 3042, 1900 in 1102 Brozessen ergingen. Die Zahl der Veröffentlichungen aber stets bedenklich. Denn nichts reizt mehr auf Die vergeffene Million. Ein Freund unfres Blattes fandle Vergleiche ist hiernach bei einem Rückgange der Gesamtzahl der Sachen nicht unerheblich gewachsen, während die Zahl der End- als die Verkündigung der Wahrheit in ihrer ganzen greulichen uns gestern ein launiges Rechenexempel über den kommunalen urteile um nahezu zwei Drittel abgenommen hat. Ein die Be- Häßlichkeit. Wie wenn nächstens jemand käme und im Zeichen des Papierverbrauch. Leider vergaß unser Rechenmeister, was auch wir rufung zulassender Streitgegenstand( über 100 m.) lag 1894 nur leischwuchers nüchtern darstellte, wie die am elendeſten in der Gile nicht beachtet haben, daß nicht 103 753 sondern 1 103 758 in 579, d. 5. rund 41/2 Proz., 1900 in 603, d. 5. rund 5 Proz. aller an- hausende Proletarierschicht sich nährt, auf welche ekelhafte Weise fie Bogen Papier verbraucht worden sind. Dadurch stellt sich der Fall gebrachten Klagen vor; eingelegt wurden 1894 71, 1900 35 Berufungen. ihren Hunger stillen muß? Das würde schlimmer als eine socialistische wesentlich andere dar, und die Kommunalverwaltung von Verlin Während die Arbeitnehmer im Jahre 1894, soweit es zum Urteil fam, egrede" den Staat erschüttern. Dr. Wilhelm Loewe- Calbe- Stiftung. Die am 16. Juli d. J. mit 72 Broz., die Arbeitgeber mit 70 Broz. ihrer Klagen abgewiesen wurden, haben jene im Jahre 1900 45 Broz., diese dagegen 86 Proz. ohne Hinterlassung von Noterben hierselbst verstorbene Witwe Frau ihrer nach streitiger Verhandlung durch Urteil entschiedenen Sachen Dr. Luise Lo e w e- Calbe, geb. Engel, hat die Stadtgemeinde Berlin Als Einigungsamt in Streitfällen wurde das zur Erbin ihres Nachlasses mit der Maßgabe eingesetzt, daß der Gewerbegericht zum ersten Male am 14. September 1895, seitdem Steinertrag des gesamten Vermögens nach Deckung aller Verbindlichvon 1894 bis 1900 nur unerheblichen Schwankungen unterworfen gewonnen. bleibt von dem Verdacht frei, daß sie zu wenig Papier und zu viel Federn und Tinte verbrauche. Eine Diebesbande macht jetzt wieder den südlichen Teil der Wilhelmstraße unsicher. Nach den bisherigen Ermittelungen„ arbeitet" die Bande in der Weise, daß ein junger Bursche mit vergoldeten Gipsreliefs in den Häusern haufiert und dabei festzustellen fucht, wo Gerichts- Beitung. Die Person des Präsidenten des kaiserlichen Patentamtes strafe verurteilt worden. Der Pastor Vaetke a M. GeldEin prügelluftiger Pastor ist am 13. September von der Ferien- Straftammer des Schweriner Landgerichts zu Versammlungen. auf sein Klingeln nicht geöffnet wird, wo also anzunehmen ist, daß die Wohnung verlassen ist. Ist ein solcher Fall ermittelt, erscheint der sich in Bereitschaft haltende Genosse, und ohne Säumen geht es Körchow dann an die Einbruchsarbeit. Gestern hat man so am hellen Tage, von Huber stand im Mittelpunkte einer Privatklage, die gestern das hatte sein 19 Jahre altes Dienstmädchen, das vier Jahre bei ihm nachmittags in der fünften Stunde, im ersten Stock des Seitenflügels hiesige Schöffengericht beschäftigte. Die vom Ingenieur und Patents in Dienst stand, in überaus roher Weise wegen angeblicher NaschWilhelmstr. 137 einen Einbruch verübt und aus der Wohnung einer anwalt Start Pieper angestrengte lage richtete fich gegen den haftigkeit mit einem Stock verprügelt. Ihn traf dafür die erwähnte Blätterin, die außerhalb ihrer Wohnung beschäftigt war, zwei Uhren, früheren Chefredacteur der Nordd. Allg. 8tg.", Geh. Hofrat Strafe. In der Verhandlung sagte der Gottesdiener: Ich hielt eine Ringe und andre Wertsachen gestohlen. Ein besonders verschlossenes Dr. Wilh. Lauser und den Chefredacteur der Bossischen Züchtigung für am Plage; diese sollte auch schmerzhaft sein; daß sie Zimmer der Wohnung dient dem Hauswirt, einem Hoftapezier, als 3 tg.", Herm. Bachmann. Dem Kläger stand Rechtsanwalt so start ausgefallen, thut mir in der Seele leid. Auf Befragen des Lagerraum für Möbel; die Einbrecher haben auch dieses Zimmer Gundlach, den Angeklagten Rechtsanwalt üders und Präsidenten gab er zu, daß er gewußt habe, daß er kein Recht zu gewaltsam geöffnet, von einer Durchsuchung der Möbel aber Abstand Justizrat Michaelis zur Seite. Der Ingenieur Pieper der Züchtigung hatte. genommen, so daß ihnen wertvolle Pelzsachen, die in einem der hatte im Kreise von Patentanwalten einen Vortrag über Möbelstücke verpackt waren, entgangen sind. Auch bares Geld und angebliche Mißstände im Patentamte gehalten und fich ein Sparkassenbuch hatten sie nicht gefunden. darin scharf gegen den Präsidenten v. Huber ausgesprochen, dem er mangelnde Sachkunde und Unfähigkeit zur Ver- Vierter Wahlkreis( Südost). In der am Dienstag in der Eine Bande von Fledderern wurde von der Kriminalpolizei waltung dieses wichtigen Amtes vorwarf. Er führte insbesondere Urania" abgehaltenen regelmäßigen Wahlvereins- Verunschädlich gemacht. Die Arbeiter" Ernst Martin und Karl Biroth, Der ehemalige Artist Karl Lüdde, genannt„ Ulanenkart", und der auch aus, daß ein Mann, der niemals Referendar gewesen und nie ammlung wurde zunächst das Ableben von fünf Parteigenossen die Befähigung zum Richteramte erlangt habe, nicht geeignet sei, in in der üblichen Weise geehrt. Sodann hielt Dr. Steiner einen frühere Kaufmann Hans Voigt, den seine Spießgesellen den roten feiner Person gleichzeitig die Qualität eines Staatsanwalts, eines anderthalbstündigen, intereſſanten Vortrag über:" Erdbeben und Voigt" nennen, hatten sich zum„ Leichenfleddern" zusammengethan Untersuchungsrichters und eines Vorsitzenden im Ehrengericht Bulfanausbräche", der großen Beifall fand. Unter Verschiedenes" und machten auch als Erpresser den Tiergarten und die Linden unsicher. Alle vier sind wegen der verschiedensten Dieberen schon zu vereinigen. Der Vortrag erschien dann in Broschürenform gab der Vorsitzende Hoffmann bekannt, daß ein gegen den und wurde ant die Fachkreise und alt die Presse ver- Genossen Herrmann, Oppelnerstr. 34, eingegangene Beschuldigung mit Zuchthaus vorbestraft. Biroth, der besonders mit Martin fchickt. Darauf veröffentlichte die„ Nordd. Allg. 8tg." in ihrer wegen Unterschlagung vom Vorstand unterfucht worden ist, für den eng verbunden war, wurde nun am vergangenen Sonnabend bei einem Erpressungsversuch im Tiergarten ertappt und fest Grund der Schmähschrift eines entlassenen Silfsarbeiters Metves und Ehre sei somit öffentlich wieder hergestellt. Nummer vom 22. Februar einen Artikel folgenden Inhalts:" Auf Beschuldigten aber durchaus nichts Belastendes ergeben hat; seine genommen. Er glaubte, daß Martin ihn verraten habe, und eines„ Offenes Schreiben an unfre Gesetzgeber" betitelten FlugTegte deshalb auch diesen und seine andren Freunde hinein, die gemein- blattes des Ingenieurs Karl Pieper gehen jetzt Angriffe durch die im„ Kolberger Salon" eine Versammlung ab. Genosse Statisti Sechster Wahlkreis. Der Wahlverein hielt am 16. Ceptember schaftlich vor einigen Tagen noch einem Herrn, der auf einem Stuhl Breffe, die sich gegen die Person und die Amtsführung des Präfi- referierte über„ Lumpenproletariat". Redner schilderte in interUnter den Linden eingenickt war, Uhr und Kette gestohlen hatten. Senten des kaiserlichen Patentamts v. Huber richten und mit der un- essanten Ausführungen die Rolle, die das Lumpenproletariat zu den Gestern wurde das letzte Mitglied der unheimlichen Bande ermittelt und hinter Schloß und Riegel gebracht. Die Kette hatten die Fledderer wahren Behauptung operieren, Herr v. Huber sei niemals Referendar verschiedensten Zeiten der Menschheitsentwicklung gespielt hat. weggeworfen, die Uhr versetzt. Die Kriminalpolizei hat den Pfand- württembergischer Finanzbeamter mit Erfolg bestanden, Pfand- newesen. Herr v. Huber hat s. 3. die juristische Prüfung als Im„ Verschiedenen" beschwerte sich Genosse Geht darüber, daß bestanden, war schein gefunden, der Bestohlene hat sich aber noch nicht gemeldet. die Vertreuensleute Berlins ohne jede nähere Aeußerung im als Referendar thätig und und Assessor im württembergischen Borwärts" erklärt hätten, sie hätten einstimmig beschlossen, festzus Fenerbericht. Mittwoch früh 6 Uhr wurde die Wehr nach der Finanzministerium, als er 1888 in das Reichskanzleramt berufen stellen, daß Frau Gubela weder würdig noch befähigt sei, irgend Dalldorferstr. 40 gerufen, wo aus noch nicht ermittelter Ursache in wurde, wo er bis zum Antritt seiner jezigen Stellung vor fünf welche öffentliche Thätigkeit in der Partei auszuüben. Redner fordert einem Laden ein Feuer ausgekommen war, das allerlei Körbe, Säcke, Jahren handelspolitischer Referent war. Daß Ingenieur Pieper es Auskunft. Der Vorfizende Arendse e vermochte nur als PrivatStiften 2c. ergriffen hatte. Die Wehr hatte daher längere Zeit mit einer mit der Ehre andrer nicht sehr genau nimmt, beweist die person, die von den Vertrauensleuten als Zeuge vernomme wurde, Schlauchleitung Wasser zu geben, um die Flammen zu ersticken. Um Thatsache, daß er wegen Beleidigung des Geheimen Regierungs- unverbindlich mitzuteilen, daß der Beschluß ergangen sei, weil Frau Mitternacht war in der Birkenstr. 29 ein Ballon mit Salzsäure ge- rats Hofmann, des nebenamtlichen Mitgliedes des kaiserlichen Patent- Gubela die Genossen Pfarr und Zubeil zu Unrecht beschuldigt habe. plagt. Die Gefahr konnte bald beseitigt werden, auch ist größerer amites zu 200 M. Geldstrafe verurteilt worden ist. In sachkundigen Er verweist Gehl auf die Generalversammlung, in der er den Schaden nicht verursacht worden. Dienstagabend 9 Uhr hatten in Kreisen werden die Auslassungen des Ingenieurs Pieper längst nicht Vertrauensmann um Auskunft ersuchen könne. Gehl, der sich der Simeonstr. 27 im ersten Stock Gardinen und Kleidungsstücke in mehr ernst genommen. Auf Grund dieses Artikels, den die„ Voff. Btg." nicht zum Verteidiger von Frau Gubela aufwerfen will, verurteilte einer Wohnung Feuer gefangen, das indes vom 17. Zuge in aus der Nordd. Allgem. Ztg." unter Angabe der Quelle über- nochmals, daß der Veröffentlichung der Vertrauensleute keine Erfurzer Zeit abgelöscht wurde. In der Kronenstraße 21 war nommen hatte, wurde Ingenieur Pieper flagbar. Er fühlte sich, wie " in einer Reſtaurationsküche durch einen Gastocher ein Brand er gestern darlegte, insbesondere durch den Schlußsaz beleidigt, der läuterung der Ursachen hinzugefügt worden sei. Der Frankfurter Bankiertag und die Bankangestellten entstanden, dessen Ablöschung aber auch bald erfolgen konnte um so gehässiger sei, als er lange Zeit hindurch Beiträge für Wäschestücke und Möbel gingen eine Stunde später in der die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" geliefert und war das Thema einer Versammlung des Centralverbandes der Kurzestr. 9 in einer Wohnstube in Flammen auf, die jedoch noch im Vorsitzender des Ehrenrats der Patentanwalte gewesen Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, die am 11. September in den Seime erstickt werden konnten. Um 8 Uhr brannte es in der sei. Absichtlich beleidigend sei es auch, ihn gemeinsam mit einem Arminhallen stattfand. Die Versammlung war außerordentlich zahl= Herr Schlesischestr. 31 in einer Druckerei, während gegen 10 Uhr in der Manne wie Mewes, mit dem er gar nichts zu thun habe, zu bereich und fast ausschließlich von Bankangestellten besucht. Invalidenstr. 9 Thüren usw. in Brand geraten waren. Gleichzeitig handeln. Was seine Verurteilung betrifft, so sei ihm in dem Urteil Redacteur Bernhard hatte das Referat übernommen. Er schilderte hatte die Wehr in der Mariannenstr. 24 zu thun. Hier war durch ausdrücklich der gute Glaube zugesprochen worden und seine Be- den Einfluß der Entwicklung des Bankgewerbes auf die Lage der Selbstentzündung von Stroh auf dem Boden ein Feuer ausgekommen, hauptung über die Vorbildung des Herrn v. Huber müsse aufrecht er- Angestellten. Während das Unternehmertumn seine Macht ausübt und das die Wehr längere Zeit beschäftigte. Außerdem hatte die Wehr halten werden. Der Privatkläger suchte des längeren darzulegen, daß die Angestellten in ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung in den letzten 24 Stunden noch Alarmierungen von der Stegliger- Herr v. Huber eine ungenügende Ausbildung für eine so hohe Stellung mehr und mehr herabgedrückt werden, ergehen sich die BankbeamtenVereine in schmählichen Bittschriften. Angetrieben durch die straße 61 und von der Posenerstr. 5 zu verzeichnen. In beiden Fällen habe, die er durch den Bundesrat erhalten und daß er aus Unhandelte es sich jedoch nur um unbedeutende Brände, deren Ablöschung fenntnis des Gesetzes ungesetzlich handle. Thatsächlich sei Herr vom Centralverband geschaffene Bewegung der Bankangestellten anfofort erfolgen konnte. v. Huber nicht zum Richteramt befähigt, er sei in Württemberg mit läglich der starken Entlassungen in hiesigen großen Banken, haben diese Städtische Taubstummenschule. Im Gemeindeblatt macht die dem Titel eines Referendars zum Bolldienst zugelassen gewesen Vereine sich endlich dazu aufgeschwungen, dem Bankiertage Bitten und habe im Verwaltungswege den Titel eines Assessors zu unterbreiten, die vor Selbsterniedrigung und Demut triefen. Au Schuldeputation bekannt, daß die Aufnahme in die Taubstummenerlangt. schule anfangs April und Oktober stattfindet. Eltern, Vormünder der Richtung des§ 186( üble Nachrede) und stellte Rechtsanwalt Gundlach erweiterte die Anklage nach dem Vorgehen der alten Bantfirma Born u. Busse mögen die Angestellten das zwischen Chef und Personal heute herrschende Vertaubstummer schulfähiger und noch nicht eingeschulter Kinder haben sprechende hältnis erkennen. Bei dieser Firma ist ein Korrespondent, der nur Beweisanträge. Rechtsanwalt Lüders und Anmeldungen zum bevorstehenden Wintersemester bis spätestens Justizrat Michaelis bekämpften eine Beweiserhebung, die bescheidensten Einkünfte bezog, entlassen worden mit der Be1. Oktober cr. bei dem Direktor Guzmann, Markusstraße 49, an es sich in dem Artikel doch nicht um Thatsachen, sondern gründung, daß keine Arbeit für ihn vorhanden sei. In einem zubringen. Die Taubstummenschule, welche gegenwärtig 16 Klassen um Meinungen handle. Die denselben gegebene Form sei für den kapitaliſtiſchen Betriebe sei es nur selbstverständlich, wenn infolge zählt, hat auch eine Vortlasse, in welcher taubstumme Kinder Privatkläger vielleicht unangenehm, aber nicht beleidigend. Außerdem mangelnder Beschäftigung Angestellte entlassen werden. Dieser Fall unter sechs Jahren Aufnahme finden, die hier von erfahrenen ständen den Angeklagten der Schutz des§ 193 zur Seite, denn es müffe aber angeführt werden, um den Angestellten endlich begreiflich in zweckmäßiger Weise vorgebildet werden. Die städtische hochgestellten Beamten, die in einem offiziösen Organ eine scharfe schaffen ist, und fie die notwendigen Lehren für ihr Verhalten ziehen. den eigentlichen planmäßigen Schulmuterricht handle sich hier um sehr heftige und gehässige Angriffe gegen einen zu machen, daß ihre Stellung gleich der andrer Lohnarbeiter beFortbildungsschule für Taubstumme zählt zur Zeit Abwehr erfahren haben. Der Gerichtshof beschloß nach längerer Der Centralverband wird seine Forderungen dem Bankiertag 6 Abteilungen, 4 für Jünglinge und 2 für junge Mädchen. Der Verhandlung, in thatsächlicher Beziehung noch Beweise zu erheben unterbreiten. In erster Reihe muß die Errichtung von PensionsOberkursus für Jünglinge ist für Gehilfen und Gesellen bestimmt, und in einem nächsten Termin den Präsidenten, wirkt. Geb. Ober- faffen gefordert werden. Bisher bestehen bei einzelnen Banken wohl die hier auch unterweisung in Gesetzeskunde, Anleitung zu mind- Regierungsrat v. Huber, persönlich über seine Vorbildnug und den berartige Institutionen, die aber nicht den bescheidensten Ansprüchen lichen Vorträgen und zur Abfaffung von allerlei schriftlichen Arbeiten, Direttor im Patentamt, Geb. Regierungsrat No bolsti, darüber der Angestellten entsprechen. Als Vorbedingung bei Errichtung von fowie Uebung in allen Arten des praktischen Rechnens erhalten. Für zu vernehmen, ob der Privatlläger in fachkundigen die im Oktober beginnenden Winterkurse nimmt der Leiter der Fort- reifen nicht mehr ernst genommen werde. bildungsschule, Direktor Gugmann, Markusstr. 49, Anmeldungen schon jetzt entgegen. Der Unterricht ist unentgeltlich, die Stunden liegen abends von 7-9. Lehrkräften für ent da Es ist im Pensionskassen muß verlangt werden, daß das Vermögen dieser Verficherungsanstalten getrennt geführt werden muß von den Kaffen der Bant, und daß keineswegs die Gelder in Aktien der betreffenden Zwei Gemeindevorsteher hatten sich gestern vor der Straf Bant und in sonstigen Spekulationspapieren angelegt werden dürfen. tammer am Landgericht II zu verantworten. Der Zusammenbruch der verschiedenen Hypotheken- Banken hat die Ein Gemeindevorsteher, der wenig Rücksicht nimmt Notwendigkeit dieser Forderung gezeigt. Jammervolles Bitten wird Cirkus Albert Schumann traf gestern abend mittels Extra- auf Leben und Gesundheit seiner Mitmenschen, scheint der Gemeinde- den Herren Chefs nicht imponieren. Wenn die Bankangestellten zur zuges aus Scheveningen hier ein, um seine diesjährige vierte Saison vorsteher von Marienfelde, Getreidehändler Otto Fischer zu sein, Erkenntnis kommen werden, daß der Gegensatz zwischen Kapital und in dem aufs eleganteste renovierten Cirkus am kommenden Sonn- der gestern wegen fahrlässiger Körperverlegung neben seiner Ehefrau Arbeit auch im Bankgewerbe herrscht und die verlogene Harmonieabend, den 20. d. M., durch eine Gala Eröffnungs- Vor- vor der zweiten Straftammer am Landgericht II stand. Die An duselei überwinden werden, dann werden sie fordern und erreichen, stellung zu beginnen. Aus Fort de France über Bordeaux getlagten befizen in Mariendorf ein Grundstück, das zwar was sie bisher vergeblich erfleht haben. Nach einer kurzen Disist eine Gesellschaft Bewohner der Insel Martinique eingetroffen, nominell der Ehefrau gehört, aber vom Ehemann unter fuffion wird eine Resolution an den Bankiertag einstimmig an= welche ebenfalls am Sonnabend im Cirkus debütieren wird. General- Vollmacht verwaltet wird. Dieses Grundstück befindet genommen, in der u. a. Errichtung von Pensionskassen auf der im beerenstr. 26, erschien joeben in zehnter, von den kal. Landrats- höchsten Grade schmuzig und die Baulichkeiten drohen einzustürzen. Militärs in den Banken und völlige Sonntagsruhe für Bankgeschäfte Im Verlage von Alexins Kießling in Berlin SW., Klein- fich aber in einem sehr trübseligen Zustande. Vortrag erörterten Grundlage, Beseitigung der Arbeit von aktiven Der Gemeindevorsteher ist schon wiederholt aber vergeblich ämtern durchgesehener und bis auf die neueste Zeit verbesserter aufgefordert worden, Renovationen vorzunehmen. Im Jahre 1900 geforden werden. Auflage: Große Rummelsburg. In dem in unsrer Dienstag- Nummer ver Brandenburg, dreifarbig 14 M., vierfarbig 1/2 W., sechs- brach ein Thorflügel des Hofeinganges aus, weil das Mauerwerk farbig 2 M., fiebenfarbig 21/4 m, letztere beiden Ausgaben mit aus den Fugen ging. Der Schmied hob den Thorflügel ein, aber öffentlichten Bericht über die Versammlung des Wahlvereins ist von Ortschaftenverzeichnis. Neben ihrer Vollständigkeit und Zuverlässig das defekte Mauerwerk des Tragepfeilers wurde nicht ausgebeffert. einer Organisation der Nummelsburger Geschäftsleute die Rede. keit zeichnet sich die Kießlingsche Starte besonders durch ihre Weber- war dabei ein Mensch verunglückt, da die Sache aber tot- Mit Bezug darauf ersucht uns der Vorstand des Vereins der Gewerbesichtlichkeit aus, die durch verschiedenfarbigen Druck der Verkehrs- geschwiegen wurde, kam es nicht zur strafrechtlichen Verfolgung. treibenden von Borhagen- Rummelsburg mitzuteilen, daß dieser Verein wege( Wasserstraßen blau, Chauffeen rot, Eisenbahnen schwarz) er am 20. August vergangenen Jahres brach derselbe Thorflügel nicht beabsichtige, den Straßenhandel polizeilich zu unterdrücken, wieder aus. Diesmal wurde dem 7 jährigen Knaben Sopp, derselbe solle nur in solcher Weise geführt werden, daß er andre reicht wurde. Ein über 4000 Namen umfassendes Ortschaftendem Sohne Sohne eines Tagelöhners, Tagelöhners, ein Fuß ein Fuß fast vollständig fleine Existenzen nicht ruiniert. Mit dem Konsumverein habe sich verzeichnis erhöht den Wert der brauchbaren Karte. abgequetscht. Sechs Monate lag das arme Kind im Krankenhause, der Verein der Gewerbetreibenden noch nicht befaßt. bevor es notdürftig geheilt entlassen werden konnte. Der wohl habende Gemeindevorsteher weigerte sich sogar, auch nur einen Teil Eingegangene Druckschriften. genommen. Aus den Nachbarorten. " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Connabends von 7 bis 9 1hr abends flatt. der Kurkosten zu bezahlen. Er gab vor Gericht an, er sei bei der Pioniere des fittlichen Fortschritts. Autorisierte Uebersetzung aus Aus Schöneberg schreibt man uns: Unfre KrankenhausStuttgarter" versichert und diese verlange, daß nicht eher ein dem Franzöfifchen:„ Le mouvement éthique" par Alfred Moulet. Angelegenheit scheint nun doch endlich vorwärts zu kommen, Pfennig gezahlt werde, als bis die Sache ausgeklagt sei. Der Au- Von Dr. R. Penzig. Berlin SW. 1902. Hermani Walthers Verlagsnachdem der Magistrat, wie wir aus sicherer Quelle erfahren haben, geklagte wird aber doch nun einige Pfennige" bezahlen müssen, Buchhandlung. den Rückzug angetreten und sich nach langer Ueberlegung" und denn der Gerichtshof hielt den Angeklagten einer sehr groben Fahr Modernes Märtyrertum. Ein Lebensbild von S. Dornen. hoffentlich ohne die bekannten" Gutachten" mit dem Projekt vom lässigkeit für schuldig und verurteilte ihn zu 200 M. Geldstrafe Berlin SW. 1902. Hermann Walthers Verlags- Buchhandlung. Leiden und Leidenschaften. Seelensfizzen von Theodor Wolff: Mai dieses Jahres einverstanden erklärt hat. Danach sind für das und den Kosten des Verfahrens. Die Ehefrau wurde freigesprochen, Thüring. Berlin SW. 1902. Hermann Walthers Berlags- Buchhandlung. neue Krankenhaus in der ersten Bauperiode 355 Betten in Aussicht weil sie durch die Erteilung der Generalvollmacht alle Verantwortung Mit der zweiten Bauperiode soll sodann die An- auf ihren Ehemann übertragen hatte. stalt einen Bestand von 600 Betten einschließlich 48 Betten erster Unter der Anklage der Urkundenvernichtung stand gestern der und zweiter Klasse erreichen. Für den ersten Bau- Abschnitt Gemeindevorsteher Otto Puhlmann zu loster= werden indes nicht über 4 Millionen aufgewendet. Jedenfalls wird dorf bei Straußberg vor der ersten Strafkammer des Landder Magistrat aus seiner Reserve in der nächsten Stadtverordneten gerichts II. Die Pacht der Jagd auf dem Klosterdorfer Gebiete lief 2. B. und J. B. Vom Polizeipräsidium werden in bestimmten fizung heraustreten müssen, denn die Stadtvv. Gotheiner und Gen. haben mit dem 1. April d. J. ab. Der bisherige Bächter, ein Berliner Zwischenräumen Kurse zur Ausbildung von Heilgehilfen und D'asseuren folgende Anfrage gestellt:" Da nach dem Bericht des Centralbureaus Herr, wünschte eine Verlängerung des Vertrages, in welchem zugleich sowie Maffeurinnen veranstaltet. Auf eine Anfrage dort werden Sie Näheres der Rettungsgesellschaften die Berliner Krankenhäuser überfüllt find, die Genehmigung ausgedrückt werden sollte, die Jagdberechtigung auf erfahren. so richten die Unterzeichneten an den Magistrat die Anfrage, ob er einen andern zu übertragen. Der Pächter wandte sich an den M. K. R. 1. Ju der Kantstraße in Charlottenburg( beim Bahnhof dem von der Stadtverordneten- Versammlung vor den Ferien ein Gemeindevorsteher, der sich im Vertrauen darauf, daß er die Boologischer Garten"). 2. Von 9-9. 3. Ja. stimmig gefaßten Beschlusse in Bezug auf die Erbauung unsres Bustimmung der übrigen Gemeindemitglieder erhalten würde, here. 1. Geben Sie Ihre Adreſſe ab und teilen Sie uns mit, wozu Sie die Wohnungsangabe haben wollen. städtischen Krankenhauses endlich beigetreten ist oder wie derfelbe sich beiließ, den Bächter ein Schriftstück nach dessen Wünschen auszusonst zur Sache stellt." Eine energische Betreibung dieser An- stellen. Nun fiel der Gemeindebeschluß aber anders aus, dem bisgelegenheit dürfte jedenfalls am Plaze sein. Unfre Genoffen werden herigen Jagdpächter wurde die Erneuerung des Vertrages abgelehnt. das Ihrige dazu beitragen. Sowohl dem Gemeindevorsteher wie dem Jagdpächter war dies un In Brik sind die Pferdebefizer durch eine behördliche Maß angenehm. Der letztere versuchte, auf seinem Schein zu bestehen, nahme in große Aufregung gebracht worden. Alljährlich sind die der Angeklagte wußte denselben aber in seine Finger zu bringen Pferde einer Militärkommission zur Musterung vorzuführen, und so und dann schnell zu zerreißen. Im Termin führte der angeklagte geschah es auch in diesem Jahre. Nun hatten die meisten Brizer Gemeindevorsteher zu seiner Entschuldigung an, daß er sich, feit Einwohner, die es anging, übersehen, daß im Amtsblatt amtlich die langer Zeit durch Krankheit geschwächt, in einem so erregten ZuAufforderung ergangen war, in der Zeit vom 10.- 15. August die stande befunden habe, daß er die volle Verantwortung für die AugenDies wurde von dem mediziniPferde auch im dortigen Einwohner- Meldeamt anzumelden. Für blicksthat nicht übernehmen könne. diese Unterlassung sind vom Amtsvorsteher eine große Anzahl Straf- fchen Gutachter bestätigt. Der Staatsanwalt beantragte trotzdem berfügungen ergangen, in denen für jeden Fall fünf Mark Geldstrafe die Verurteilung des Angeklagten zum zulässig niedrigsten Strafmaß einem Tage Gefängnis. Der Gerichtshof tam zu einem festgesetzt werden. Wie es heißt, sollen weit über hundert Pferdefreisprechenden Erkenntnis, weil nicht mehr festzustellen war, befizer auf diese Weise von Amtswegen überrascht worden sein. ob das vernichtete Schriftstück überhaupt einen urkundlichen Charakter hatte. M. S. Leider fönnen wir feine Auskunft darüber geben, wie groß der größte Soldat der preußischen Armee ist. H. S. Ein Zwanzigmartstück mit dem Bildnis Kaiser Friedrichs hat auch für Sammler feinen höheren Wert als ein andres zwanzigmarkstück. D. Mikron. Erwähnte Sache ist uns zur Zeit noch unbekannt. Bd. ist in München. O. A. Um in Berlin Hebamme zu werden, meldet man sich beim Bezirksphyſikus Schulz am Tempelhofer Ufer 29: Frauen aus dem Negierungsbezirk Botsdam nielden sich bei ihrem Streisphysifus. Diese erſte Meldung geschieht zum Zwecke der Vorprüfung und Untersuchung. Hierauf haben die Frauen beim Polizeipräsidenten und die aus dem Regierungsbezirk Potsdam beim Regierungspräsidenten ein Gesuch um Zulassung zur Ausbildung einzureichen. Sodann erhalten sie Bescheid, ob sie angenommen sind oder nicht, und werden im ersteren Fall zu dem Kursus einberufen, der während der Zeit ihrer Ausbildung müssen die Frauen in der Charité wohnen. fährlich vom 1. Oktober bis 31. März in der Charité abgehalten wird. Die Kosten für Ausbildung, Wohnung, Verpflegung und Juſtrumente stellen fich auf etwa 300 M. Frauen im Alter von über 30 Jahren werden in Preußen zur Ausbildung nicht zugelassen. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.