Nr. 219. • Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit fauftrierter Sonntage Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs Breisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebüye beträgt für die fechsgespaltene Kolonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Landflucht und Arbeiternot. gegenüber tritt Freitag, den 19. September 1902. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Kalajew. Einen neuen, höchst unglücklichen Versuch, die Auslieferung Kalajews zu beschönigen, übernimmt die„ Kreuzzeitung". Das edle Blatt schreibt: Nach socialdemokratischer Meldung ist der ausgewiesene russische Student Salajew vom Bezirksgericht zu Betrikau soeben zu sieben Jahren Zwangsarbeit in Nordfibirien verurteilt worden. Trifft diese Nachricht zu, so ist damit der Beweis geliefert, wie richtig die Regierung handelte, als fie Kalajew in den Grenzen Deutschlands nicht dulden wollte. Das Bezirksgericht zu Petrikau ist keine Verwaltungsbehörde, die die Befehle eines Borgesetzten blindlings erfüllt, fondern ein ordentlicher Gerichtshof des Barenreiches, dessen akademisch gebildete Richter gewiß nicht ein Strafurteil aussprechen werden, wenn das Gesetz es nicht gebieten würde. Ist also Kalajew der erwähnten Strafe unterworfen worden, so hat er sie jedenfalls nach dem Ergebnisse der Untersuchung verdient, und wir fönnen uns beglückwünschen, daß das rechtzeitige Eingreifen unsrer Be hörden uns von einer Persönlichkeit befreit hat, die noch manches Unheil in Deutschland hätte anrichten fönnen. Die ungewöhnliche Höhe der Strafe spricht dafür, daß Kalajew ein bedeutendes Conto in Rußland zu begleichen hatte. Nun werden sich wohl auch die Blätter beruhigen, die ohne Kenntnis der einschlägigen Verhältnisse für einen Verbrecher eingetreten waren und das Verfahren der Regierung gemißbilligt hatten." Wenn nun die Junker nicht Ersatz für die abwandernde Arbeiterbevölkerung finden, so ist der Grund hierzu besonders interessant in einer Zeit, da die Bülow- Regierung das Deutschtum im Osten Wir haben bereits aus der von der pommerschen Landwirtschafts- stärken" will, damit es nicht unter die Räder" komme. Die Enquete tammer veranstalteten Enquete über die Verhältnisse der ländlichen stellt nämlich fest:" Dem Abzuge der Bevölkerung steht Arbeiter in Pommern, nach der Bearbeitung der Landwirtschaftlichen ein starker Zuzug in den vorwiegend aus flavischen Jahrbücher", einiges Thatsachenmaterial über die Lage der Tage Gegenden kommenden Schnittern gegenüber." Um löhner unsrer Junker gebracht. Es sind in der Bearbeitung der die Erörterung der Ursachen dieses Zuzuges drückt sich die Bearbei Enquete noch eine große Menge interessanter Angaben enthalten, tung der Enquete mit den Worten herum, es würde dies zu weit die für die Beurteilung preußischer Landarbeiterverhältnisse wert führen". Aber das eine geht doch aus der Feststellung mit genügender voll sind. Hierhin gehören die Verhältnisse der sogenannten„ freien Deutlichkeit hervor, daß die„ nationale Politik" der Regierung, die glorreiche ,, Germanisierungspolitit" des Grafen Bülow einen unüberwindArbeiter" auf dem Lande. Gegen den„ freien Arbeiter" hegt der lichen Gegner findet in den wirtschaftlichen Verhältnissen, bei denen Junker eine tiefe Abneigung. Ob er ihm nun als fleiner Stellen die eigentlichen Schuldigen dieselben preußischen Junker sind, die auf besitzer, der auf dem Gute gegen Lohn arbeitet, als sogenannter der andren Seite mit preußisch- schneidigeni Hurra dem Reichstanzler Einlieger, der beim Bauern zur Miete wohnt, oder als Schnitter, bei der Unterdrückung der fremdsprachigen Bevölkerung helfen. Ihre den der Agent in großen Scharen zur Erntezeit aus Russisch- Polen, miserable Bezahlungs- und Behandlungsmethode bewirkt die Abaus dem Warthebruch oder der Landsberger Gegend herbeiholt, wanderung des auf der Scholle geborenen deutschen Arbeiters und der Junker haßt ihn, weil er nicht in dem Grade als Ersay! kommt der slavische Accord- und Saisonarbeiter. So unwillenloser Schollenstlave ist, wie der abhängige Tagelöhner, der sich angenehm ihnen der Schnitter ist, weil sie ihn bar entlohnen müssen. unter das Machtgebot des Junkers beugen muß. in einem sind sie sich alle einig: im Lob seiner Bedürfnislosigkeit. Sie rühmen, daß der Schnitter, der mit einer jämmer für den ganzen Schnittertrupp bereitet, zufrieden ist, und daß durch Es ist nicht auffällig, daß die Kreuz- Zeitung" die russische das Vorbild dieser bedürfnislosen Arbeiter„ auch die einheimische Rechtsprechung" verherrlicht. Dem Junkerblatt ist die preußisch Bevölkerung in ihren Ansprüchen bescheidener würde". Natürlich! Den deutsche Justiz gegen politische Uebelthäter bei weitem zu mild, es Lohn für die Accordarbeit des slavischen Schnitters zahlen die sähe am liebsten jeden Socialdemokraten und sonstigen Kritiker Junter ihren Tagelöhnern doch nicht. Wenn die einheimische Ve- des Staates und der Junkerwillkür an den Galgen gebracht. völkerung aber bescheiden" wird wie der Slave und ihre Lebens- Es versteht sich daher auch, daß die„ Krenz- Zeitung" den verurteilten Die Gutsbesitzer beurteilen die Schnitter verschieden. In Hinter- haltung noch mehr herabsetzt, so kann der Junker den Geldlohn Kalajew als Verbrecher" schmäht, während er in Wahrheit ein pommern, wo der Grundherr dem heimischen Arbeiter nur einen noch mehr herabdrücken. Märtyrer seiner politischen Ueberzeugung ist. geringen Geldlohn giebt und ihn auf die für ihn vorteilhaftere So zeigt sich schlagend, daß die Vorbedingung für eine wirksame Jeder Civilisierte in West- Europa weiß, daß es bohe MenschenNaturalwirtschaft verweist, bewirkt die Bezahlung des Schnitters in Germanisierungspolitik der Regierung eben die Besserung der ehre ist, durch die Justizbediensteten des zarischen Despotismus politisch reinem Geldlohn, daß den einheimischen Tagelöhnern und Depu- Lage des preußischen Landarbeiters wäre, damit verurteilt zu werden. Aber die Herren der Kreuz- Beitung" haben tanten die Prellerei, die sie beim Verkaufe ihrer Arbeitskraft erleiden, er seine Scholle lieb gewönne und auf derselben wohnen stets ihren Junkerstolz darin gefunden, Civilisation und Humanität zum Bewußtsein kommt. Sie streben ebenfalls nach höheren Löhnen bliebe. Aber der schlimmste Feind des Deutschtums zu verachten und zu zertreten. und die wütenden Gutsbefizer beurteilen deshalb die. Wirkung dieser im Osten ist der preußische Junker, der durch die Herab Banderarbeiter, der Schnitter, höchst ungünstig. Hingegen in Bor- brückung der Lebenshaltung des Landarbeiters diesen zur Landflucht pommern und Rügen, wo sich die Gutsherren bereits an höhere awingt. Geldlöhne gewöhnt und darunter die jämmerliche Naturalienentlohnung zurückgedrängt worden ist, wiegt infolgedessen auch die günstige Beurteilung der Schnitter vor. Die Abneigung des Junkers gegen den freien Arbeiter hat wohl zunächst ihren Grund darin, daß er eine bessere Bezahlung lichen Soft, welche eine als Köchin dienende Schnitterin beansprucht als der an die Scholle gebundene und zum größten Teil mit Naturalien abgefundene Tagelöhner. Er hat das Bestreben, während der Sommermonate ein paar Thaler für den Winter zu eritbrigen, und bei aller Bedürfnislosigkeit läßt er sich doch nicht bis aufs Blut placken. Wird die Schinderei zu groß, so pfeift er auf Kontratte und Abmachungen und läuft vom Hofe. Politische Mebericht. Einen lächerlichen Eindruck macht es, wenn die Gutsbesitzer in Berlin, den 18. September. ihrer Fragebeantwortung sagen, die hinterpommersche Bevölkerung Mit dem socialdemokratischen Parteitag sehe die Schnitter mit Mißtrauen" an, weil sich ein fremdes beschäftigt sich die Presse der uns gegnerischen Barteien in reichem Element in ihre patriarchalische Arbeiterverfassung hineindränge". Maße. Aber zum Eifer dieser Beschäftigung steht im umgekehrten Das dürfte wohl mehr das Mißtrauen der Gutsbesiger sein, ivie Verhältnis das Verständnis der Vorgänge auf dem Parteitage. Es denn auch von den Gutsbesizern selbst gesagt wird, daß die ist unmöglich und unnötig, alle oder einen Teil der oft nur allzu Schnitter um ihres höheren Geldverdienstes willen beneidet" sehr dem Bereich der Komit angehörigen Aeußerungen zu beachten. würden. Sie erwecken in der Bevölkerung die Vorstellung, daß auch Es sei lediglich an einem Beispiel gezeigt, wie hoch das Verder einheimische Arbeiter von Rechts wegen im Sommer so viel verständnis der bürgerlichen Presse in socialdemokratischen Dingen gedienen müßte, um davon den Winter über leben zu können." diehen ist. In der That, welche ingeheuerliche Tagelöhner- Anmaßung!„ Dem- In einer sogar wohlwollend gemeinten Betrachtung über entsprechend reizen sie die einheimische Bevölkerung nach einigen die Zeitschriften Debatte des Parteitages sagt das Berliner TageBerichten zur Nachahmung, so daß schon einheimische Arbeiter teil- blatt": weise auf den Schnitt gehen sollen." " Interessant sind die Stellen der Enquete- Bearbeitung, welche fich mit der Leutenot beschäftigen. Trotz der vorsichtigen Art, in der diese Frage in der Bearbeitung besprochen wird, ist unschwer zu erfennen, wie überall schlechte Bezahlung und Behandlung die Ur sachen der Leutenot sind. M Einen Jrrium aber begeht die„ Kreuz- Beitung". wenn sie meint, die über Kalajew in Rußland verhängte Strafe sei ungewöhnlich hoch". Die Kreuz- Zeitung", der russische Zustände als Ideal gelten, sollte doch etwas besser Bescheid wissen, Vielmehr bestätigt die gegen Kalajew verhängte Strafe, daß das früher verbreitete Gerücht, als sei Salajew wegen Mitschuld am Attentat gegen Ssipjagin vers folgt, unwahr gewesen ist, wie wir schon früher annahmen. Vor allemt jedoch ist der Versuch der Kreuz- Zeitung", das Verfahren der preußischen Regierung zu rechtfertigen, fläglich mißlungen. Bielmehr seyt gerade dieses Hilfsunternehmen das furchtbare Kulturunrecht, dessen die Regierung sich schuldig gemacht hat, erst recht in brennend helles Licht. Die Verurteilung Kalajews in Rußland soll den Beweis liefern für die Richtigkeit des Verfahrens der Regierung. Das Umgekehrte ist der Fall! Die Verurteilung Kalajews beweist, daß die sogenannte Ausweisung, die man gegen Kalajew verfügte, eine wahrhafte Aus Lieferung bedeutet. Wäre Kalajew verurteilt worden wegen eines Verbrechens, auf welches der deutsch- russische Auslieferungsvertrag Bezug hat, so hätte Rußland ein Auslieferungsverfahren einleiten müssen. Rußland hat kein Auslieferungsverfahren eingeleitet und Salajew ist nicht wegen eines im Auslieferungsvertrag vorgesehenen Vergehens verurteilt worden. Das ist der Sinn der Auslieferungsverträge, daß ein Staat nur diejenigen Personen ausliefern soll, die nachweislich Gesetzverstöße begangen haben, welche im Auslieferungsvertrage niedergelegt sind. Kalaje w aber ist ausgeliefert worden wegen eines politischen Vergehens, wegen dessen er nicht ausgeliefert werden durfte! Das internationale Poffengericht „ Der Versuch, abweichende Meinungen mit dem Parteipolizei fnüttel totzuschlagen, ist diesmal noch nicht geglückt. Aber der Tag taun tommen, da eine margiftische Mehrheit siegt und Un verstand entscheidet. Die Tendenz, die Meinungs- und Redefreiheit innerhalb der Partei zu unterdrücken, sobald sie den offiziellen Parteigewaltigen bequem wird, hat sich innerhalb der Socialdemokratie von Jahr zu Jahr verstärkt. Und sie Die kleinen Besiger flagen wenig über Leutenot und Kontrakt- wird weiter wachsen, je mehr zum Teil als eine Folge der bruch; die Enquete selbst muß zugeben, daß die sociale Stellung aufklärenden Nachprüfungsarbeit der Jungen" in den leitenden des Bauern", der intimere Verkehr zwischen ihm und seinen Kreisen der Socialdemokratie das Gefühl der Unhaltbarkeit vieler Leuten" vielfach die Arbeiter veranlasse, lieber beim Bauern als Pfeiler des Parteitheoriegebäudes zunimmt. Die Socialdemokratie Margscher Observanz wird alt, sie hat auf dem Gutshofe Stellung zu nehmen". Die gemütlichere und Indem die preußische Negierung den Studenten Kalajew, der sich überlebt. In den Tagen, da sie jung war und das tein im Auslieferungsvertrag vorgesehenes Bergehen oder Verbrechen menschenwürdigere Behandlung, die der Bauer seinen Leuten zu teil ist noch nicht lange her verstand man sich sehr wohl werden läßt, wirken also förderlich auf das Arbeitsverhältnis ein dazu, manchen morsch gewordenen Kram über Bord zu werfen: begangen hat, in solcher Art auswies", daß er sofort in die Hände und die Leutenoth ist sehr oft nur eine Folge der Brutalität, mit die Verelendungstheorie, das eherne Lohngefeyz Lassalles, zwei der russischen Polizei fallen mußte und daß er nach kurzer Frist von, welcher der Junker seinen Arbeitern gegenübertritt. So wird denn Hauptdogmen der Partei, hat man angesichts des Widerspruchs einem russischen Gericht verurteilt werden konnte, hat die preußische selbst in Hinterpommern die Leutenot vielfach direkt in Abrede ge- der Thatsachen preisgegeben. Jetzt hat man den Mut zur Regierung den Auslieferungsvertrag willkürlich übertreten. stellt. Mehrfach sagen die Berichterstatter geradezu, daß der auf Wahrheit nicht mehr; ein greisenhafter Bug geht durch die Es ist Aufgabe des Reichstages, sich gegen derartige Uebers einigen Gütern vorhandene Mangel auf die Schuld des Vesizers ganze Art, ängstlich all das leberkommene beijammenzuhalten. tretungen reichsgesetzlicher Auslieferungsverträge seitens eines einWären die margistischen Leiter der Partei nicht so furafichtig, fie zelnen Bundesstaates auf das eindringlichste zu erheben! zurückzuführen sei". Allgemein ist eigentlich bloß die Klage über den würden die Arbeit der„ Jungen", die das Parteigebäude von altem Mangel an ledigem weiblichen Gesinde. Hier find aber auch nur niedrigere Gerümpel befreien und neu ausbauen wollen, mit Freuden als Löhne bei schwererer Arbeit und schlechterer Behandlung die Schuld. Sie Fortsetzung ihrer eignen Lebensarbeit begrüßen. Aber der ohn veranlassen das weibliche Gesinde, in die Stadt abzuwandern, wo mächtige Neid der alternden regierenden Herren gegen die that ist am 15. September endlich wieder einmal zusammengetreten. „ das mit erhöhter Lebenshaltung der städtischen Mittelklassen ge- Iustigen und thatkräftigen Thronfolger hindert fie, deren Absichten Der füdafrikanische Krieg fonnte mehrere Jahre lang unter den steigerte Bedürfnis nach Dienstmädchen" ihnen rasch Arbeitsgelegen- fachlich zu würdigen." traurigsten Verstößen gegen Völker- und Kriegsrecht toben, der heit verschafft. Auch die„ intelligenteren und energischen Kräfte" So mag der Blinde von der Farbe sprechen. Die Blödigkeit internationale China Kreuzzug gegen die Vertragsmacht unter den jüngeren Leuten wandern vom Lande ab.„ Gefördert solchen Geredes könnten die liberalen Leutchen selbst erkennen, wenn China tonnte ins Wert gesezt werden, ohne daß sich irgend jemand wird diese Bewegung durch die Einziehung zum Militär. Besonders sie sich nur die einfache Frage stellen, wer denn die offiziellen des famosen Schiedsgerichts entfaun. Selbst der Initiator der nach den größeren Städten feingezogene junge Soldat ist nach Barteigewaltigen" und die allerorten regierenden Herren" sind, die der ganzen Schiedsgerichtsfarce, Nicolaus II., annettierte nicht feiner Entlassung zur Reserve leicht geneigt, sein Fort angeblich alles Neue unterdrücken wollen. Sie fönnten fofort fest- mur allem Völkerrecht zuwider die Mandschurei, sondern kommen in den Städten auch fernerhin zu suchen". Auf stellen, daß gerade unter den offiziellen Parteigetvaltigen" viele er erwies fich auch, unter anderm auf seiner Inspektionsreise zu den Rügen wie auf Usedom bewirkt in jedem Jahre die durch find, die von den bürgerlichen Liberalen als Bringer eines Neuen" französischen Truppenrebuen, als der eifrigste Förderer jener volts." die Badesaison hervorgerufene Nachfrage nach Arbeitskräften, daß ausgegeben werden, und umgekehrt viele Junge", die dem aussangenden Weltrüstungen, deren berheerende ökonomische besonders die Mädchen in den Bädern lohnendere und einträglichere margistischen Unverstand" huldigen. Wirkungen und politische Sinnlosigkeit er selbst 1899 in seinem Beschäftigung finden. Man kann annehmen, daß das Gros der Das Böltchen schwagt von Dingen, deren Sinn es nicht im Friedensmanifeft" so überzeugend darzulegen verstanden hatte. Es Landarbeiter nur gezwungenermaßen unter der Fuchtel der Junker mindesten versteht. Doch das Geschwäg ist zu begreifen und zu ver- bedurfte schon Initiative des Präsidenten der ausbält. Die erste fich bietende Gelegenheit fostet dem Junker die zeihen. Der Liberalismus, der auf sich selbst teine Hoffnungen Bereinigten Staaten, daß dem traurig beschäftigungsArbeitskraft feines Landarbeiters. Interessant sind in dieser Be- fezzen kann, sucht törichten Trost im Aberglauben an den Berfall der lofen Schiedsgerichtshof die Schlichtung eines internationalen wurde. Konfliktes übertragen Der Baron d'Estournelle, ziehung die Klagen über die Wirksamkeit des Bulfan" in Stettin, Socialdemokratie. die sich weit bis nach Sinterpommern fühlbar machen soll in der Für Nicht- Blinde zeigt der Parteitag in München, daß die einer der französischen Delegierten zu der Friedenskonferenz, Abwanderung der Landarbeiter zur Industrie, sowie die Klagen aus deutsche Socialdemokratie fortdauernd mehr aus dem herben rühmte sich unlängst, Mr. Roosevelt dazu veranlaßt zu haben, das dem Kreise Greifenberg, daß der Bau von zwei Kleinbahnen und Meinungszwist der letzten Jahre hinauswächst und daß unsre Einig- Schiedsgericht von seiner angesichts der kriegerischen Ereignisse der dreier öffentlicher Gebäude genügt habe, um eine Abnahme der feit und Einheit so fest begründet ist wie nur je. letzten Jahre doppelt lächerlichen Unthätigkeit zu erlösen. Der franArbeiterbevölkerung bereits bemerkbar zu machen. zösische Delegierte entpuppte sich dabei als einer jener sonderbaren der Friedensschwärmer, die sich gelegentlich auf den bekannten„ Friedens-[ eine Befferung ihrer Gehaltsverhältnisse hinarbeiten, beim olden- Am 12. Juli 1878 erklärte Rumänien seine Unterwerfung kongreffen" ein Rendezvous zu geben pflegen. Er war allen Ernstes burgischen Minister aber nicht das geringste Entgegenkommen ge- unter die Beschlüsse des Berliner Kongresses, auch bezüglich der der Ansicht, daß der amerikanische Präsident, der die Unterwerfung funden haben. Nun hat dieser Tage eine stark besuchte Versamin- Judenfrage. Die Mächte hätten also alle Ursache, sich dem der Filippinos mit eiserner Brutalität durchzuführen bemüht lung junger Volksschullehrer nach eingehender Beratung den einamerikanischen Protest energisch anzuschließen. Ob sie es freilich ist, Europa dadurch„ beschämen" wolle, daß er dem schmählich vergessenen timmigen Befchluß gefaßt, die oldenburgische Staatsregierung thun werden, ist eine andre Frage. in Nenntnis zu fegen, daß sämtliche junge Lehrer, falls Schiedsgericht eine Sache zur Schlichtung unterbreite. Daß Roosevelt nicht bis zum 15. Oftober eine Aenderung in der Stellungnahme Ueber das neue rumänische Gewerbegesetz, das die den europäischen Mächten eine fleine Verlegenheit bereiten möchte, des Ministeriums in der Gehaltsfrage erfolgt sei, ihre Stellungen jüdische gewerbetreibende Bevölkerung benachteiligt, und das dieser wäre schon möglich; aber daß es der Präsident des jüngsten im Schuldienste des Fürstentums Birkenfeld tündigen würden. Tage in Straft treten wird, wird aus Bukarest gemeldet: imperialistischen Staates ehrlich meinen könnte mit seiner Beschäftigung Man darf gespannt darauf sein, wie die oldenburgische Regierung des Haager Schiedsgerichts, kann nur ein mehr als naiver Mensch sich dieser Zivangsmaßregel gegenüber verhalten wird. glauben. Das müssen ja erstaunliche Zustände sein, die die Lehrer zu einer derartigen Streifandrohung getrieben haben. Die Sache, mit deren Schlichtung Amerika das Haager Boffengericht betraut hat, ist denn auch von einer Belanglosigkeit, wie sie unerheblicher nicht gedacht werden kann. Es handelt sich, soweit man etwas über das Streitobjekt erfahren hat, um eine Streitfrage zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko über die Verwendung gewisser Einfünfte aus religiösen und kirchlichen Stiftungen, also um eine Bagatelle, derentwegen es auch ohne den Haager Schiedsgerichtshof und sein weises Urteil zu einem ernsthaften Konflikt nicht gekommen wäre. Vielleicht bestand also die Nancune Roosevelts gegen die Mächte Europas nur darin, das Haager Friedenstribunal durch die Betrauung mit einer fo minimalen Bagatellfache noch lächerlicher zu machen, als es ohnehin ist. Deutsches Reich. ,, Die einheimischen Juden werden in allen Beziehungen als Fremde behandelt. Sie haben, ebenso wie diese, alle aus dem Gewerbegeseze und aus der darin enthaltenen Genossenschaftsordnung sich ergebenden Pflichten zu erfüllen, können aber ebensoSchwindelhafte Werbungen für Transvaal. Bekanntlich er wenig wie die Ausländer in die Genossenschaftsvorstände schienen im Frühjahr d. J. in einer großen Anzahl deutscher, östreichischer oder in die gewerblichen Schiedsgerichte gewählt werden und schweizerischer Blätter Inserate, wonach ein Karl Schulze, oder an Beratungen über Statutenänderungen teilInspektor eines Justituts zur Förderung und Hebung der Kultur in nehmen. Noch mehr fällt zu Ungunsten der praktischen Wirkung Afrika" in München eine größere Anzahl Kaufleute und Handwerker des Gewerbegeseges ins Gewicht, daß bei Unternehmungen für Transvaal suche. Auf Grund dieser Ankündigungen liefen bei dem angeblichen Karl Schulze nicht weniger als 3000 Briefe von und Lieferungen für den Staat, die Distrikte, die Reflettanten ein, worauf diesen ein mit dem pompösen Titel: Gemeinden und Behörden bis zum Werte von 30 000 ei, Institut zur Förderung und Hebung der Kultur in Afrika" ver- die Offerten der Rumänen auch dann, wenn sie die sehenes gedrucktes Cirkular zugesandt wurde, worin darauf hin- Angebote der fremden Wettbewerber bis zu 5 roz. gewiesen, daß nach int dem Friedensschluß Transvaal übersteigen, den Vorzug erhalten. Denn durch diese nicht Handel und Wandel einen ungeahnten Aufschwung erfahren auf dem Verordnungswege, sondern nur auf dem Wege der Gesetzhabe, daß es an geschulten Kräften fehle usw. Dann folgten äußerst gebung abzuändernde Bestimmung werden die fremden Handwerker verlockende Bedingungen, u. a. daß die Ueberfahrt auf eigens ge- und Lieferanten, ebenso wie die nicht naturalisierten israelitischen Dampfern bie Heberentuin erfolge der Herr Inspektor forderte umgehen Gewerbsleute Numäniens, von der Zeilnahme an der Vergebung Auf einen fort bestellt werden müsse, verheiratete Reflektanten, die ihre öffentlicher Arbeiten und Lieferungen thatsächlich ausgeschlossen. Die Vorbereitung der zweiten Zolltarif- Lesung. Familien gleich mitnehmen wollten, hätten eine Kaution von 100 M. Die Beschränkung dieser mit den bestehenden Handelsverträgen ganz Die aus fieben Mitgliedern der Zolltarif- Kommission bestehende zu leisten. Dem Cirkular legte der Herr Inspektor jeweils einen unvereinbaren Begünstigung der rumänischen Gewerbsleute allen von einem eigens engagierten Schreiber handschriftlich her- Nichtrumänen gegenüber, auch bei Arbeiten und Lieferungen bis zum Subkommisson trat am Donnerstagmittag zusammen und er ledigte ihre Aufgabe in zwei Stunden. Der Sigung wohnten bei gestellten Brief folgenden Inhalts bei: Antwortlich Ihrer Werte von 30 000 Zei, hat aber praktisch gar keinen Wert, da ja auch die Abg. Rettich( f.), v. Kardorff( ft.), Dr. Spahn( C.), Dr. Paasche geehrten Offerte engagiere ich Sie mit einem monatlichen die größten Arbeiten und Lieferungen in kleine Lose von nicht ( natl.), Brömel( frf. Vg.), Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.) und Stadt- Anfangsgehalt von 300 Mart nach Pretoria. hagen( Soc.). Als Vertreter der verbündeten Regierungen waren seitens unfres Partei- Organs, der„ Magdeburger Volksstimme", mehr als 30 000 Lei zerlegt werden können. anwesend: Handelsminister Möller und die Ministerialdirektoren der Polizei in München. übersandten Brief erfolgte die Verhaftung Wermuth, v. Körner, v. Geiger und Dr. Fischer. des Schwindlers, der sich anfänglich fortgesetzt Karl Schulze nannte, Deftreich- Ungarn. Die Subfommission soll der am Montag zusammentretenden schließlich aber als der 21 jährige stellenlose Kaufmann Johann Moser von Frankfurt a. M. entlarvt wurde. Wie einbringlich der Ein Gefängnis- Aufruhr. Ungemein traurige Ges Kommission Vorschläge über die geschäftliche Behandlung der Vorlage fein angelegte Schwindel war, mag daraus ersehen werden, daß fängnis- Zustände müssen eine Revolte im Männergefängnis machen. Die Kommission soll dann endgültig beschließen. Einig waren die Mitglieder darüber, die Beratung der zweiten während schon der Schwindler in Untersuchungshaft faß, noch über in Lemberg verursacht haben, über die gemeldet wird: Die Lesung mit dem Tarif zu beginnen und das Gesetz an das Ende 500 Briefe, zahlreiche Postamveisungen im Gesamtbetrage von Sträflinge begannen plößlich alle zugleich zu excedieren. Sie zer zu stellen. Der Vorsitzende Nettich schlug mun vor, in zweiter Lesung 1664,61 Mk. und 7 Einschreibebriefe, die die geforderten Kautionen trümmerten in den Zellen und Werkstätten sämtliche Fenster, Betten, nicht alle Positionen in Beratung zu nehmen, sondern nur enthielten, au die Adresse des„ Karl Schulze" einliefen. Das Land- Geräte und Werkzeuge und machten dann den Versuch, die eisernen eine Auswahl zu treffen, die mit großer Majorität be- gericht München I verurteilte gestern den Moser, der geständig war, Fenstergitter auszubrechen, was jedoch mißlang. In den Werkstätten schlossenen fortzulaffen. Stadthagen ist der Ansicht, daß man in Anbetracht seiner Jugend und bisherigen Unbescholtenheit zu wurden Werkzeuge, Schlösser, Schlüssel und Eisenstäbe durch die Fenster auf die Straße geworfen. Als eine zahlalle Bofitionen, so weit nicht Bollfreiheit beschlossen ist, durchnehmen 1 Jahr Gefängnis. oder Anträge der Kommissionsmitglieder abwarten solle,„ fachlich, Offiziersehre. Aus Baden wird uns geschrieben: Im reiche Menge sich auf der Straße anfammelte, schrieen gründlich und schnell" sei die Devise der Socialdemokraten auch jetzt Musterländle" erregt zur Zeit eine Standalaffaire zwischen zwei die Sträflinge, daß fie mißhandelt würden und noch. Erforderlich werde insbesondere eine zweite Beratung betr. Rechtsanwälten Aufsehen, deren Schauplatz die Stadt Pforz- hungern müßten. Die Aufseher und die Wache waren dem aller Lebensmittel, der Rohstoffe und der Halbfabri- beim war. Zwischen den beiden noch jugendlichen Herren, beide Treiben gegenüber ohnmächtig. Die Sträflinge versuchten sogar die kate werden. Er bringe wie zur ersten Lesung nochmals in An- uatürlich Reserveoffiziere, bestand schon lange ein ernstes Berwürfnis, Soldaten der Wache zu überwältigen und zu entwaffnen. Die regung, eine Generaldebatte über die einzelnen Abschnitte vorzunehmen. das auf geschäftliche Differenzen zurückzuführen ist. Vor einigen Soldaten und Aufseher mußten flüchten; es gelang ihnen, nur die Dann fönne man ja nach der Generaldebatte beschließen, die Posi- Wochen ließ sich nun der eine, Herr Dr. Dammert, eine unziem- äußeren eisernen Gitterthore noch rechtzeitig abzusperren, sodann tionen, zu denen besondere Anträge vorliegen, nochmals zu debattieren. liche Bemerkung gegen seinen Stollegen Dr. Kratt vor Gericht erschien ein starkes Truppenaufgebot. Drei Compagnien Infanterie Brömel ist der Ansicht, die Art der Beratungen werde sich zu Schulden komment, worauf dieser ihm Ohrfeigen anbot. Die mußten mit gefällten Bajonetten einschreiten, um die Sträflinge aus ja aus der Debatte ergeben. Paasche tritt dem Vorschlage ab- Folge war eine Pistolenforderung Dammerts au Kratt, die den Werkstätten und Korridoren in die Bellen zurückzudrängen. schnittsweiser Behandlung bei, ebenso Müller- Sagan. Nach dieser jedoch mit Entschiedenheit ablehnte. Nach der Ablehnung Schließlich wurde das ganze Strafhaus militärisch besetzt.furger Debatte stellt der Vorsitzende fest, daß der Vorschlag abschnitt- unterbreitete Dr. Dammert die Angelegenheit dem militärischen Frankreich. weiser Generaldebatte der Kommission namens der Subkommission Ehrengerichte, das beide Herren wegen ungebührlichen VerMit zweierlei Maß messen auch in Frankreich die Kriegsgemacht werden soll. Es sollen zur zweiten Beratung folgende haltens aus dem Offiziertorps ausschloß. Der Kaiser Tarifnummern vorgeschlagen werden: Nr. 10 und 161( teis die jedoch, dem alle derartigen Entscheidungen zur Bestätigung vorzu- gerichte. Der Soldat Raffy von Nouzou wurde vom dortigen Kommission hat denselben von 6 auf 4 M. herabgesetzt), 23( Startoffeln), legen sind, änderte das Urteil des Ehrengerichts dahin a b, Kriegsgericht wegen widerrechtlicher Aneignung eines Paares 30, 31( Hopfen und Hopfenmehl), 37, 42, 43( lebende Pflanzen- und daß Dr. Dammert lediglich ein Verweis erteilt wurde, während Gamaschen zu fünf Jahren Gefänguis und Degradation verurteilt. Man vergleiche damit das milde Urteil gegen den Hauptmann Cytaswedel), 46( Aepfel, Birnen), 53( Bananen), 91-93( Quebracho Dr. Kratt den Abschied erhielt. und dergleichen), 99, 102, 103, 105, 107( Vich und Fleisch), Wieder ist also derjenige, der zwar die Unschicklichkeit beging, Saint Remy. Die Petite République" verweist angesichts dieses 114( Heringe), 131( Milch), 338( Bleistifte), 392, 393( finst- Ohrfeigen anzubieten, aber dann doch vernünftigerweise ablehnte, ummenschlichen Urteils auf die Thatsache, daß oft genug schon die liche Seide), 406( Gaze, Krepp, Flor), 438-442( Garne), 644 durch die Annahme der Pistolenforderung eine Gesetzesverlegung zu Soldaten seitens ihrer Vorgesetzten zum Raub und Diebstahl auf( dichte Gewebe für Möbel Ausstattung), 622( Papierwaren), begehen, des Offiziersrockes unwürdig erklärt worden, während der gefordert sind. So während des chinesischen Feldzuges, wo ein Haupt699( Saltsteine), 719( Thonröhren), 782/783( nicht schmiedbarer Guß), Gesetzesverächter mit einem Verweis davonkam. Da braucht man mann zu den Soldaten gesagt habe: Ihr werdet große Strapazen 786 und 790( Blech), 798/799( schmiedbarer Guß), 891( Läutewerke sich über die Wirkungslosigkeit der Duell- Erlasse nicht zu wundern! zu überstehen haben, aber nach dem Siege werden Euch zwei Stunden und wissenschaftliche Instrumente). Der Hervorhebung einer Reihe für Plünderung gewährt werden. Eisenach, 17. September.( Eig. Ber.) Der Reichstagsabgeord: andrer Positionen, die einzelne Abgeordnete betont wissen wollten, nete Casselmann hat dem Vorstande des hiesigen Freifinnigen ladin Niederlande. wird widersprochen, so der Beratung der Papierzollfrage, die der Bolksvereins offiziell erklärt, im nächsten Jahre bei der ReichstagsAbgeordnete v. Kardorff für eine nicht wichtige" hält. Einigen wahl nicht wieder zu kandidieren. Casselmann, der jetzt Die Stichwahl in Amsterdam IX hat leider nicht mit einem lediglich redaktionellen Borschlägen wird zugestimmt. 72 Jahre alt ist, seit 1861 in Eisenach wohnt und sich großer Be- Siege unfres Genossen Troelstra geendet. Wie uns ein Demnach ist als Ergebnis der Subkommissionsberatung fest liebtheit erfreut, vertritt den Kreis Eisenach- Dermbach seit 10 Jahren. Privattelegrammi meldet, erhielt Troelstra bei der am Donnerstag zustellen: Einigkeit herrscht darüber, daß mit der Beratung des Mit einem andern freisinnigen Kandidaten ist ein entschiedener Ilm- erfolgten Stichwahl 3231 Stimmen, während der Klerikale es auf Tarifs begonnen wird, daß das Tarif- Gesez in allen feinen schwung zu unsern Gunsten bei der nächsten Wahl nicht ganz un- 3327 Stimmen brachte. Noch einmal also ist es den vereinigten Punkten der zweiten Lesung unterzogen wird, daß eine abschnitts- wahrscheinlich, zumal wir schon 1898 in der Stichwahl mit den Frei- Anstrengungen der Gegner gelungen, die Wahl unsres Genoffen zu weise Generaldebatte stattfindet, daß die oben hervorgehobenen finnigen standen. Unser jeßiger Kandidat des Kreises ist Genosse vereiteln. In der Hauptwahl erhielt Troelstra 2049, der Klerikale Buntte nochmals beraten werden, daß aber Anträge auf nochmalige Leber- Jena. Beratung auch andrer Punkte nicht abgeschnitten werden sollen. Der Handelsminister Möller behielt sich vor, am Montag zu Beginn der Sigung bestimmte Erklärungen abzugeben. Mitteilung: Norwegen. Der 1645, der Radikale 959 und der Liberale 864 Stimmen. Ein mildes Urleil. Wegen Mißhandlung eines Untergebenen Klerikale hat also mit liberaler Hilfe gestegt. Die gewaltige Zuhatte sich vor dem Kriegsgericht der 11. Division in Breslau der nahme der sozialdemokratischen Stimmen von 877 im Jahre 1901 bereits vorbestrafte Unteroffizier Hermann Guder vom 6. schlesischen auf 2049 reip. 3231 im Jahre 1902 läßt mit Gewißheit hoffen, Centrum nud Zollgesetz. Die ,, Germania" giebt über Train- Bataillon in Breslau zu verantworten. Der Angeklagte hatte den Verlauf der Beratungen der Centrumsfraktion eine nur dürftige am 7. Auguſt cr. dem Trainsoldaten Eisler den Befehl erteilt, Pferde- daß dieser Sieg der vereinigten bürgerlichen Gegner der letzte gedünger zu entfernen. Der Soldat verrichtete auch die Arbeit wesen sein wird. Die Sigungen der Centrumsfraktion über den Zolltarif haben ordnungsmäßig, doch blieb noch eine Kleinigkeit Dünger liegen. Der am Dienstag und Mittwoch von 10 bis 1 und von 3 bis 61/2 Uhr Unteroffizier sah dies, faßte den Mann mit beiden Händen am Arbeits- und Juduftrierat. Kristiania, den 15. Sep. gedauert. Von den 105 Mitgliedern der Fraktion haben 78 an Halfe und drückte ihn zur Erde, so daß er mit der tember. Veranlaßt durch einen Beschluß des Odelsthings vom den Sigungen teilgenommen. Die Beratungen ergaben eine ase den Dünger berührte. Dann schüttelte er ihn Februar d. J. hat das Departement des Junern den Arbeiter- und weitgehende und erfreuliche Uebereinstimmung fräftig und fragte hierbei, ob er den Dünger noch nicht sehe. Arbeitgeber- Organisationen einen Vorschlag zur Errichtung eines der Fraktion in der gesamten Auffassung des Bolltarifs und Dem Soldaten ging hierbei die Luft aus, und er trug durch der allgemeinen Lage. An der Hand ausführlicher Referate über diese Behandlung ein Halsleiden davon, das ihn zwang, das Tarifgesetz und die einzelnen Abschnitte des Tarifes selbst bierzehn Tage im Lazarett zu Das wurden alle Hauptfragen eingehend durchgesprochen. Es ist Kriegsgericht konnte in der That des Angeklagten keine Miß selbstverständlich, daß namentlich die Agrarzölle zu ein handlung erblicken, obgleich der Mißhandelte 14 Tage im Lazarett gehender Aussprache Veranlassung gaben. Die Fraktion zollte zugebracht hatte. Es wurde vorschriftswidrige Behand der Haltung ihrer Vertreter in der Zolltariffommission durch- lung angenommen. Obgleich der Unteroffizier schon Anerkennung weg und stellte sich auf den Standpunkt, wegen Soldatenmishandlung vorbestraft ist, lautete die Strafe Repräsentantschaft für Handwerk und Industrie daß im allgemeinen an diesen Beschlüffen festzuhalten doch nur auf fünf Tage gelinden Arreft. Eine Warnung vor set. Namentlich gilt dies auch für die Agrarzölle. Den An- neuen Strafthaten dieser Art dürfte die angesetzte Strafe für den trag über die Verwendung der Mehrbeträge aus den Zöllen zur Unteroffizier wohl kaum bedeuten. Begründung einer Witwen- und Waisenversorgung werden die Vertretung des Centrums bei der zweiten Lesung in der Kommission wieder einbringen." Allen Kuhhandelsgelüften des Centrums sind in der einen Wendung, daß man im allgemeinen" an den bisherigen Beschlüssen festhalten wolle, beliebige Möglichkeiten gewahrt. Centrumsdank an den Kaiser. In einer Centrums versammlung in Straubing legte der Abgeordnete Dr. Pichler folgendes kaiserliche und anti- wittelsbachische Bekenntnis ab: bleiben. Koloniale Kulturarbeit. Nach dem„ Kolonialbl." find allein in Kamerun von Mitte 1900 bis Ende 1901 nicht weniger als 16 Strafexpeditionen unternommen worden. Nach der„ Er schließung" des Hinterlandes wird sich die Zahl der Strafexpeditionen jedenfalls noch ganz beträchtlich vermehren. Ausland. Arbeits- und Industrierats zur Begutachtung übersandt. Es soll hier eine ähnliche Institution zur Förderung der Interessen der Arbeitgeber und Arbeiter geschaffen werden, wie der seit Anfang dieses Jahres in Dänemark bestehende Arbeitsrat, wenn auch dessen Organisationsform anders ist und weniger fompliciert, als die der in Norwegen geplanten Institution. Nach den Vorschlage des Departements soll zunächst eine gewählt werden, die aus 60 Mitgliedern, nämlich 40 Arbeitgebern und andren in Handwerk und Judustrie interessierten Personen und 20 Arbeitern bestehen soll. Diese Körperschaft, die in der Regel. mindestens alle drei Jahre einmal zusammentritt, hat die Aufgabe über die ihr von der Regierung oder vom Industrierat vorgelegten Gesetzentwürfe zur Förderung von Handwert und Industrie zu bes raten und kann selber derartige Vorschläge machen. Unter besonderen Umständen können auch die 20 Arbeitervertreter unter Zustimmung des Departements gesondert verhandeln. Die Repräsentantschaft wählt aus ihrer Mitte oder auch aus andren Personen einen Industrierat, der aus drei Arbeitern und sechs Arbeitgebern Amerikas Proteft gegen die rumänischen Judenverfolgungen bestehen soll und dem Departement des Innern als technischer beruft sich auf den Berliner Vertrag und giebt der Hoffnung Konsulent in den Handwerk und Industrie betreffenden AnAnknüpfend an den Protest gegen das Kaisertelegramm und nach Ausdruc, daß die Signatarmächte alsbald Veranlassung nehmen gelegenheiten, mit Ausnahme der Fabrikaufsicht, dienen soll, der Betonung der Thatsache, daß die Bedeutung der möchten, ebenfalls gegen die vertragswidrige Behandlung der die drei Arbeiter und drei der sechs Arbeitgeber im Juduſtrierat einzelnen Landesfürsten immer geringer wird, indessen der Kaiser immer größere und weitere Sympathien Juden Protest zu erheben. Amerika hat in der That allen Grund, bilden zusammen einen Arbeitsrat, dessen Vorsitzender vom und Popularität erringt, verlieh der Redner dem lebhaften die Vertragsmächte, die 1878 den Berliner Vertrag unterzeichnet König ernannt wird und weder Arbeiter noch Arbeitgeber sein darf. Wunsche Ausdruck: Das ganze bayrische Volt wünscht, daß auch haben, an ihre Pflicht, über die Innehaltung des Vertrags zu wachen, Dieser Arbeitsrat hat sich mit den die Fabrikaufsicht betreffenden Fragen zu befassen. Für den Vorsitzenden des Arbeitsrates ist die Mitglieder des bayrischen Königshauses mehr als zu erinnern. Lauten doch die§§ 43 und 44 des Berliner Vertrags bisher unter das Volk heraustreten und mehr als bisher folgendermaßen: unter dem Volke leben und dem Volke sich zeigen sollen. Wenn es der greise Prinz- Regent nicht kann, dann sollen es wenigstens die königlichen Prinzen thun. Es fehlt nur, daß der Centrumsmann Dr. Bichler den bayrischen Prinzen wachsende Popularität verspricht, sobald sie wichtige öffentliche Ansprachen und Empörungsdepeschen gegen politische Parteien besorgen. Wilhelm II. darf von dem Erfolge seines gegen das bayrische Centrum gerichteten Entrüftungstelegramms befriedigt sein. Ein drohender Lehrerausstand. Der Frtf. 8tg." wird aus dem oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld mitgeteilt: Ein eigenartiger Ausstand droht in unsrem Ländchen aus zubrechen, in dem seit Jahren die Bollsschullehrer vergeblich auf Besoldung vorgesehen, im übrigen sollen die Mitglieder dieser drei „ Die hohen kontrahierenden Parteien erkennen die Unab- verschiedenen Institutionen nur Diäten und Reisevergütung erhalten. Den Arbeitgebern wird, wie man sieht, in diesem Vorschlag ein hängigkeit Rumäniens an, indem sie sie an die in den beiden großes Uebergewicht gegeben. Der Arbeitsrat aber, worin beide folgenden Artikeln aufgezählten Bedingungen knüpfen. Parteien gleichmäßig vertreten sind, soll nicht wie in Dänemark entIn Rumänien darf der Unterschied der Religionen scheidende Stimme haben, sondern, wenigstens vorläufig, nur als und Bekenntnisse niemand als Grund der Aus- Ratgeber dienen. Ueber die Art, wie die Mitglieder der Repräsenschließung oder der Unfähigkeit entgegengestellt werden, tantschaft gewählt werden sollen, macht das Departement keine be insoweit es den Genuß der bürgerlichen und politischen stimmten Vorschläge, sondern will zunächst die Meinungen der Arbeiter und Arbeitgeber- Organisationen hören. Rechte, die Zulassung zu öffentlichen Aemtern, Funktionen und Ehrenstellen und die Ausübung der verschiedenen Gewerbe und Industrien betrifft, an welchem Orte es auch sei..." Man kann wohl erwarten, daß die organisierten Arbeiter ihren ganzen Einfluß geltend machen, um die Mängel dieses Entwurfs zu beseitigen; dann wird der Arbeits- und Industrierat zu einem wichtigen Faktor in der Socialgesetzgebung Norwegens werden. Afien. Die Hauptstadt von Szetschwan von Bogern belagert. zusammengenommen noch nicht die Arbeit von 10 der alten Dreber.| trieben überhaupt kein Urlaub erteilt wird, ist insofern nicht Die Lohnzettel der Arbeitswilligen beweisen, was sie zu leisten ver- richtig, als nach Breßnachrichten die Verwaltung von Spandau Ueber New York kommen weitere Mitteilungen aus Tientsin, mögen. Danach hat einer 45 Pf., ein andrer 32 Pf., ein dritter den über 10 Jahre thätigen Arbeitern einen Urlaub sogar von nach denen die Borer- Insurgenten sich der Hauptstadt fogar 17 Pf. pro Tag verdient. Natürlich halten die Meister ihre 14 Tagen gewährt. Auch die Artilleriewerkstatt in München hat Licheng tu fu noch nicht bemächtigt hatten, sondern dieselbe Freunde und Schüßlinge ängstlich vor jeder Berührung mit verfügt, daß einer Anzahl Arbeiter ein vierzehntägiger Urlaub nur auf drei Seiten belagerten, nachdem sie die kaiser- den andern Arbeitern fern. Des Mittags werden jente gewährt wird. Daß die Privatbetriebe vielfach Urlaub geben lichen Truppen wiederholt geschlagen. Ein großer unter sorglicher Meisterbedeckung in die Kantine zur Abfütterung braucht nicht erst bewiesen zu werden. Wir haben unsern Teil der letzteren, fei dabei zu den Aufständischen über- es auf e auch wieder zur Werkstatt. Am merk Antrag nicht erneuert, wveil absolut keine Aussicht auf gegangen. Die eigentliche und dringendste Gefahr liege darin, würdigsten geht es auf der Straße zu. Tegel befindet sich sozusagen Annahme vorhanden ist; wir werden deshalb zunächst für den Ausdaß ein großer Teil der unteren Bevölkerungsklassen mit den im Belagerungszustand. Fünfzehn Gendarmen schußantrag stimmen, weil wir darin immerhin einen kleinen FortBoxern sympathisi ere, ja direkt zu ihnenzähle. Lettere seien find dort hinkommandiert, und diese sorgen nun im Verein mit der fchritt erblicken, bis auf den letzten Satz, den wir streichen auch die Urheber der seit Beginn der Belagerung in Scene gesetzten Ortspolizei für„ Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung". Daß wollen, damit die Frage in Fluß bleibt. Auf alle Fälle werden Christenverfolgungen. Ueberall in der Stadt waren es auch an der entsprechenden Zahl von Geheimpolizisten nicht fehlt, wir mit unserem Antrage 1. 3. wiederkommen. Mindestens Plakate angeschlagen, welche zur Ermordung der Christen aufforderten. ist selbstverständlich. Die Hauptaufgabe dieser Polizeitruppe besteht sollten in den nächsten Etat schon die nötigen Mittel eingestellt Die Mandarine und besonders der Vicekönig schirmten bis dahin die natürlich im Schuß der Arbeitswilligen. Einige Beamten thun sich werden, um den mehr als 10 Jahre thätigen Arbeitern Urlaub weißen Missionare, aber sie können sich auf die Dauer nicht auf ihre darin schon ganz besonders hervor. Sie fiftieren die Streitposten, schnauzen zu gewähren. Truppen verlassen und das schlimmste sei zu befürchten. Entsatz- Auch die große Straßenbahn- Gesellschaft steht im Dienste des Herrn dem Ausschußantrag das Wort alljährlich" und die Bestimmung Bassanten an, die sie für Streitposten halten, und dergleichen mehr. Stadtv. Michelet( Fr. Fr.) macht darauf aufmerksam, daß in truppen sind von Tschungking und Kweitschou unterwegs." Borsig. Pünktlich bringt und holt ein Zug die Arbeitswilligen; unter Fortzahlung des Lohnes" fehlen, und beantragt entsprechende immer unter starter polizeilicher Bedeckung: Herr Borsig hat seinen Ergänzung. Mietern in der Kolonie Borsigwalde bei Strafe der Kündigung verboten, Schlafburschen bei sich zur dulden, es sei denn, daß diese auf dem Werke in Arbeit stehen. Man sieht, solch ein Streit zeitigt wunderbare Erscheinungen. Partei- Nachrichten. 〃 Druckfehler Berichtigung. In der Notiz Häßliche Streitigteiten" in gestriger Nummer des Vorwärts muß es in der neunten Zeile von unten, legte Spalte, statt Parteiblätter Heißen: Barteileiter. Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. Die Nummer 16 des ,, Ostpreußischen Landboten" war bor einigen Wochen konfisziert worden, weil darin bei Besprechung des Falles Löhning das preußische Beamtentum beleidigt worden sein sollte. Jetzt sind die beschlagnahmten Exemplare wieder frei sein sollte. Jetzt sind die beschlagnahmten Exemplare wieder frei gegeben und dem Eigentümer zurückgebracht worden. A13 Industrie und Handel. Troy alledem wollen die Dreher noch einmal das Einigungsamt des Gelverbegerichts anrufen, um, wenn möglich, eine Berständigung mit der Firma zu erzielen, ehe der Streit größere Dimensionen annimmt. % i Stadtv. Maas( A. L.): Meine Fraktion stimmt für den Ausschußantrag und lehnt den Antrag Augustin ab. Ob es die Mehrheit des Ausschusses war, die sich in dem Sinne aussprach, wie Herr Hinge meint, ist mir doch zweifelhaft. Jedenfalls wollen wir erst zahlenmäßige Unterlagen haben, ehe wir uns definitiv schlüssig machen können, wie weit gegangen werden kann. Stadtv. Borgmann( Soc.): Gegen den Zusagantrag Michelet haben wir zwar nichts, halten ihn aber für absolut selbstverständlich. Herabsetzung der Roheisenpreise. In der gestrigen Sigung hat er nicht. Das ist allein Sache der Arbeiter. Diese haben selbst wir sind schon im Laufschritt, und den behaupteit, des Rheinisch- westfälischen Roheisensyndikats wurden die Preise für Qualitäts- Buddel- und Stahleisen um 2 M. ermäßigt. Die Preise für die übrigen Sorten bleiben bestehen. Verband deutscher Drahtstiftfabrikanten. Nach dem Geschäftsbericht des Verbandes für August d. J. erfuhr das Verkaufsgeschäft für Julandslieferung keine weitere Belebung. Die Kundschaft kaufte nur den dringendsten Bedarf, so daß die Verbandswerke unter ungenügender Beschäftigung zu leiden hatten. Das Exportgeschäft bewegte sich ebenfalls in sehr ruhigen Bahnen, und die Aufträge waren recht gering. Das Verkaufsquantum blieb jogar etwas hinter demjenigen des Vormonats zurück. Auch die ausländische Konkurrenz hatte anscheinend sehr unter Arbeitsmangel zu leiden, da dieselbe in viel intensiverer Weise als seither sich um Aufträge bemühte. Posener Stadtauleihe. In einer vorgestrigen Sitzung des Stadiverordneten- Kollegiumis der Stadt Posen wurde die Aufnahme einer neuen Anleihe im Betrage von 15 Millionen Mark beschlossen, wenn die Lage des Geldmarktes, es gestattet, einer 3prozentigen, fonſt einer 31/ aprozentigen. Die Anleihe ist in der Hauptsache für die Erweiterung der Gas- und Wasserwerke bestimmt, ferner für Kanalisationen, Pflasterungen, Entfestigung der Stadt und für Schulbauten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Stadtv. Flohr( Fr. Fr.): Wir stehen auch auf dem Boden des bei Borsig aufgehoben sei, weil Borsig genügend Arbeitswillige ge- man die großen Summen sehen wird, um die es sich handelt, zur Durch die bürgerliche Presse geht die Nachricht, daß der Streit Ausschußantrages; ich glaube aber sicher, daß man seiner Zeit, went funden habe. Diese Nachricht, die wahrscheinlich von der Firma Ablehnung des gestellten Verlangens kommen wird. Die Laſten, die Borsig selbst stammt, trifft in feiner Beziehung zu. Bei Abfaffung dem Handwerk und der Industrie auferlegt sind, sind so groß, daß obiger Notiz ist sicher der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen. sie eine Vermehrung nicht mehr ertragen. In diesem Hause ist in Herr Borsig mag reich an Geldmitteln und start an Einfluß fein, den legten Jahren in dieser Beziehung ein Tempo eingeschlagen, aber die Macht, zu bestimmen, wann der Streit aufgehoben wird, welches das Marschtempo erheblich übersteigt; ich möchte behaupten, bekanntlich verständlich das Recht, selbst zu beschließen, wann der Streit auf- nicht lange aus, denn Lunge und Herz werden schließlich dadurch gehoben werden soll. Borderhand, soviel wollen wir Herrn Borsig angegriffen.( Heiterkeit und Widerspruch.) Wir haben das Krantenverraten, wird hieran aber noch gar nicht gedacht. Hieran werden geld, fast 2 Proz. der Lohnsumme, zu zahlen, die Unfallsgelder, auch alle Zeitungsmanöver nichts ändern. auch fast 2 Proz., dann Alters- und Invaliditätsversicherung, 1 Broz., Der Streit dauert unverändert fort! macht 5 Proz. Wenn dazu noch Urlaubsgeld bezahlt Wir ersuchen dringend den Zuzug fernzuhalten. werden soll, so macht das weitere 2 Broz., im ganzen 7 Broz. Wer sein Geschäft ordnungsmäßig führt, kann diese große Summe nicht aufbringen. Ich empfehle daher vorläufig, es jedem zu überlassen, ob er seinen Arbeitern am Mittwoch eine Versammlung, die start besucht war, für die dem nehmer werden stets bei ihren Vorgesetzten und Chefs, wenn sie Urlaub Das Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend hatte Urlaub geben will. Alle guten, fleißigen, ordnungsliebenden ArbeitKartell angeschlossenen Gewerkschaften veranstaltet. Auf der Tages- haben wollen, Gehör finden und man wird ihnen auch ihr Einkommen ordnung stand die bekannte Streitfrage, die sich aus der Errichtung weiter bezahlen. Wenn man auf die Magistratsbeamten hinweist, des paritätischen Arbeitsnachweises der Töpfer entwickelt hat. Die die auch Urlaub erhalten, so wird dabei das Personal nicht vergrößert, die Versammlung nahm eine Resolution an, welche das Verhalten der Herren müssen die Arbeit der Beurlaubten mitmachen. Das wird lokalistischen Töpfer gegenüber dem Arbeitsnachweis und den be- bei den städtischen Arbeitern nicht möglich sein. Der Ausschuß treffenden Beschlüssen des Verbandes billigt, und den Standpunkt, kommt den Antragstellern außerordentlich entgegen; wenn man aber den die Berliner Gewerkschaftskommission in diefer Angelegenheit ein- bereits nach einem Jahre Urlaub gewähren wollte, so wäre das ein genommen hat, verurteilt. Den ausführlichen Bericht tragen wir zu weites Entgegenkommen, es würde sich auf die Privatinduſtrie noch nach, heute fonnten wir ihn wegen des starten Stoffandranges übertragen, und da ist die Erfüllung einfach unmöglich. Möge doch die anläßlich des Parteitages nicht bringen. äußerste Linke etwas mehr dafür sorgen, die Seßhaftigkeit des Arbeiters zu erhöhen. Damit können Sie viel machen, wenn Sie Ihren Genossen empfehlen, auch bei nicht so ganz günstigen Lohnverhältnissen in dem Ort zu bleiben.( Unruhe.) Sie würden damit auch den Wohlstand der Arbeiter fördern. Die Herren sind ja allgemein thätig, in den Werkstätten ihre Genossen zu suchen, und das gelingt ihnen auch; und es würde ihnen auch nach dieser Richtung gelingen, den Genossen einen guten Rat zu geben. Haben Sie das erreicht, so werden wir unsrerseits auch den Wünschen auf Urlaub entgegenkommen fönnen. Deutsches Reich. Thee- Produktion und Thee- Verbrauch. Für den Thee- Anbau Zur Werbung arbeitswilliger Maurer hat die freie in größerem Umfange fommen hauptsächlich China, Britisch Indien, Imung in Barmen, wo die Maurer zur Zeit streiten, einen Ceylon, Japan und Java in Betracht. Von China liegen Angaben Agenten entsandt, der mit einem polizeilich beglaubigten über den Umfang der Theeproduktion nicht vor. In Britisch Indien Legitimationsschreiben ausgerüstet ist. Dasselbe ist der Streilleitung wurden im Jahre 1900 197 461 00C Pfund Thee geerntet gegen zu Gesicht gekommen. Es lautet: 181 797 000 fund im vorhergehenden Jahre und 157 475 000 Pfund„ Hierdurch beauftrage ich im Namen der freien Inmung für das im Jahre 1898. Ceylon erntete im Jahr 1900 155 520,000 fund Maurerhandwerk in Barmen den Herrn Megler G. Wilms aus gegen 134 568 000 Pfund im vorhergehenden Jahre. Die Thee- Hatsbergen in Holland Maurer anzuwverben, um dem im Baugewerbe Ernte Japans belief sich im Jahre 1898 auf 69 914 000. Pfund und vorhandenen Mangel an Arbeitskräften abzuhelfen. 1899 auf 62 464 000 fund und diejenige Javas im Jahre 1898 auf 10 465 000 Bfund und 1899 auf 11 997 000 Bfund. Die Thee- Ausfuhr der Haupt- Produktionsländer stellte sich in den Jahren 1897 bis 1900, wie folgt: 1897 1898 1899 Menge in englischen Pfund 217 467 000 China 204 267: 000 205 200 000 Britisch- OUT Indien 153 482 000 Ceylon • . Japan 114 466 000 63.905 000 Java. 8 758 000 154 122 000 122 395 000 61 531 000 9704 000 159 806 000 129 662 000 65 044 000 12 595 000 1900 Im Auftrage der freien Innung für das Maurerhandwerk: Heinrich Frese, Borsigender. Bur Beglaubigung vorstehender Unterschrift des Herrn Frese. Barmen, den 16. September 1902. Budich, Polizeikommissar. ( Stempel.) 184 533 000 Die organisierten Arbeiter allerorts werden darauf achten, daß dem Agenten, ivo er auch auftauchen möge, sein Handwerk gelegt 176 387 000 wird. 149 265 000 94 61 028 000 16 788 000 Hiernach ist China immer noch der bedeutendste Theelieferant, Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Stadtv. Rosenow( N. L.): Namens meiner Freunde drücke ich das, lebhafteste Bedauern aus, daß ein Mitglied der Versammlung, ein Großindustrieller, eine Rede hält, die in solchem Gegensat zu den Ausführungen des Kollegen Maas steht und die Tendenz verfolgt, den Arbeiter an die Scholle zu fesseln. Was soll man draußen im Lande von uns denken, wenn hier die Lasten der Industrie vorgeführt werden, als wenn die Arbeiter nicht zu der Stranten und Altersversicherung sehr erheblich beitrügen. Ich lege mich auch nicht darauf fest, ob der Urlaub nach 10, 5, 3, 1 Jahren erteilt werden soll. Herr Flohr erwartet die schließliche Ablehnung des Antrages; wir hoffen, daß etwas Nügliches herauskommen wird. Stadtv. Borgmann: Es war außerordentlich schwer, dem wirren Durcheinander der Gedanken des Herrn Flohr zu folgen; aber das ist klar: wenn das der Geist ist, der die Metallindustriellen obgleich die Ausfuhr im Jahre 1900 gegen die früheren Jahre er 26. Sigung vom Donnerstag, den 18. September, Berlins beherrscht, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn heblich zurückgegangen ist, während die Ausfuhr aller übrigen Länder nachmittags 5 11 hr. auf diesem Gebiete so schroffe Differenzen zwischen Arbeitmit Ausnahme Japans eine starke Zunahme aufzuweisen hat.ngute gebern und Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung mit Gesetzgebung der deutschen Industrie Laften auferlegt hat, so haben Arbeitnehmern hervortreten. Wenn die sociale Was den Verbrauch von Thee anbelangt, so steht Großbritannien einem von der Versammlung stehend angehörten Nachruf für den sich diese für dieselbe Industrie und ihre Leistungsfähigkeit so wohlunter allen Ländern bei weitem an erster Stelle; bezüglich des auf am 5. d. M. verstorbenen Profeffor Rudolf gehört zu der tätig erwiesen, daß darüber kein Zweifel mehr besteht. Dann klagt den Kopf der Bevölkerung berechneten Verbrauches wird das Mutter Bertretung der Berliner Bürgerschaft seit 1861 angehört und der Herr Flohr wie ein Agrarier über die mangelude Seßhaftigkeit. land allerdings noch von seinen australischen Kolonien übertroffen. Stadt Berlin große Dienste geleistet hat. Der Vorsteher schließt Dieser Mangel In den wichtigsten Ländern wurden in den Jahren 1884, 1890, hieran eine Würdigung der besonderen Verdienste Sobrechts um schlechten Behandlung der Arbeiter.( Widerspruch.) Sehen Sie doch erklärt sich in der Hauptsache aus 1895 und 1900 die folgenden Mengen von Thee verbraucht: die städtische Verwaltung. .1895* 1900 die städtische Verwaltung an, da sind die alten Arbeiter sehr zahlreich. Wäre die Behandlung auf den Gütern ebenfalls eine menschenMenge in 1000 engl. Verbrauch pro Kopf Pfund. würdige, dann wäre diese Klage nicht so allgemein. Herr Flohr hat in engl. Pfund. in denkbar ungeschickter Weise operiert, seine Nede wird ganz anders wirken, als er gedacht hat.( Beifall.) Großbritannien Rußland. . Deutschland. Niederlande Frankreich Vereinigte Staaten 1895 1900 221 800 249 792 • 5,67 6,10 92 484 116 532 0,74 0,93 5 597 6 719 0,11 0,12 6413 7665 1,32 1,48 1 604 2405 0,04 0,06 von Amerika 96 437 83 303 · . 1,40 1,09 Australien 26 100 29266 7,48 7,81 4473 5 175 6,46 6,78 20 611 24 968 4,05 4,64 Neuseeland Kanada. Am 26. Juni d. J., in der letzten Sigung vor den Ferien hatte die Versammlung für den Antrag Augustin betreffend den Urlaub der städtischen Arbeiter Ausschußberatung beschlossen. Laut Erlasses des Magistrats vom 20. April gestattet die große Verschiedenheit der Arbeitsverhältnisse in den einzelnen städtischen Betrieben die generelle Ordnung der Urlaubserteilung nicht; den einzelnen Deputationen, Kuratorien usw. wird anheimgestellt, im Bedürfnisfalle die generelle mächtigung Urlaubserteilung beim antragen; Borbedingung mindestens zur als der der Stadtv. Caffel( A. L.): Auch ich muß gegen die ungeheuerliche Uebertreibung Verwahrung einlegen, daß die städtischen Behörden auf diesem Gebiete ein zu gewaltsames Tempo eingeschlagen hätten. Er. Auch wir stehen auf dem Boden des Ausschußantrages, ganz in dem Magistrat zu be- vom Kollegen Rosenow dargelegten Sinne. Erteilung wird eine Stadtv. Stadthagen( Soc.): Kollege Flohr hat ausgerechnet, 10jährige ununterbrochene Dienstzeit bei der daß 7 Proz. des Lohnes auf die Ausgaben aus den socialpolitischen Stadt hingestellt. Der Antrag Augustin will den Magistrat ersuchen, Gesezen fallen. Wie steht es dein mit dem Stranken- und zu erwägen, ob nicht diese Verfügung in der Richtung zu ändern ist, Snvaliditätsgeld? Das sind die einzigen festen Teile des Lohnes: Der in Großbritannien verbrauchte Thee stammt hauptsächlich daß den länger als ein Jahr beschäftigten Arbeitern all- fie werden von vornherein bei der Kalkulation mit aufgenommen; aus Britisch Judien und Ceylon, während die Einfuhr aus China jährlich eine Woche( 7 Tage) Urlaub gewährt wird. Der Ausschuß, belastet wird damit der Arbeiter. Wie können Sie als Industrielle in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen ist und im Jahre 1900 für den Stadtv. Louis Sachs als Referent fungiert, hat sich nach dies als Lasten ansprechen? Die Unfallgesetzgebung schafft gerade für nicht halb so start war wie 1893. In Rußland wird noch haupt- längerer Erörterung auf folgende Beschlüsse geeinigt, die der Ver- die Unternehmer direkt Vorteile, denn der liberale Gedanke der sächlich chinesischer Thee getrunken, der zumeist auf dem Landwege sammlung zur Annahme empfohlen werden, den Magistrat zu erüber die asiatische Grenze eingeführt wird. In den Niederlanden tommt ungefähr zur Hälfte Thee aus Java zum Verbrauch, während die andre Hälfte von Großbritannien bezogen wird und hauptsächlich chinesischen Ursprungs ist. Nach den Vereinigten Staaten wird mehr als die Hälfte des Bedarfs an Thee aus China eingeführt und ungefähr zwei Fünftel aus Japan. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. suchen: 1. in Erwägung zu ziehen, ob nicht den Deputationen das Recht gegeben werden solle, solchen Arbeitern, die dauernd mit besonders schweren Arbeiten beschäftigt werden, schon nach 5 Jahren eine Woche Urlaub zu gewähren; 2. der Versammlung bis zum nächsten Etat eine genaue Auf stellung der durch die laut Verfügung vom 20. April cr. erlassenen Urlaubsbestimmungen entstehenden Vertretungskosten für einen Urlaub von einer Woche, und zwar nach zehn, beztv. fünf-, dreiund einjähriger Thätigkeit der Arbeiter im städtischen Dienst zugehen zu lassen. Haftpflicht des Unternehmers für- Unfälle ist zum Schaden des Arbeiters nicht zur vollen Durchführung gelangt, der Arbeiter bekommt nicht den vollen Schadensersay, sondern im besten Falle nur 2/3 davon. Hier ist von einem Teile des Lohnes nicht mehr die Rede. Da spricht der Kollege Flohr von Lasten, die so hoch seien, daß man die Stadt bitten müsse, von Urlaubsbewilligung abzusehen. Die Arbeiter sind außerdem mündig und wissen selbst, was sie zu thun haben, sie werden sich nicht von uns raten lassen, ob fie feßhaft sein sollen oder nicht. Gerade die Industriellen Berlins in der Maschinenbranche haben Tausende von Arbeitern aufs Pflaster geworfen und sie gezwungen, den Wanderstab zu ergreifen. In der Theorie dürfen die Arbeiter zwar auf Schadens Zum Dreherstreik in den Borsig- Werken. Durch diese Beschlußfassung soll der Antrag Augustin als erledigt erfaz flagen, aber leider nicht in der Praxis. Sollte Herr Flohr Wie aus Mitteilungen mehrerer, dem Centralverband deutscher erachtet werden. ein Anhänger der Freizügigkeit sein, so hätte er solche AusIndustrieller nahestehender Blätter unzweifelhaft hervorgeht. soll Stadtv. Hinte( Soc.): Die Ausschußbeschlüsse erfüllen durchaus führungen gar nicht machen können. Vielleicht läßt er feine dieser Streik seitens der vereinigten Arbeitgeber als eine Macht nicht unsre Wünsche. Bei einigermaßen gutem Willen hätte man heutige Rede als freisinniges Wahlflugblatt drucken.( Heiterfeit.) frage behandelt werden. Nicht der von den Drehern geforderte sehr wohl unsrem Antrage die Zustimmung geben können, namentlich Stimmt die Mehrheit mit ihm nicht überein, so sollte sie jetzt gegen Mindestverdienst spielt hier mehr die Rolle- denn das wäre eine weil im Ausschuß die Mehrzahl erklärt hat, daß an der Kostenfrage den Schlußfaz des Ausschußantrags stimmen. leicht zu erledigende Bagatelle, sondern den Unternehmern kommt es die Urlaubserteilung nicht scheitern würde. Meinte man das ernst, Stadtv. Bütow( fr. Fr.): Nachdem die Rede meines Freundes lediglich auf die principielle Seite der Sache an. Sie wollen dann hätte man den Antrag auch annehmen können, und der Magistrat Flohr so starke Angriffe erfahren hat, hebe ich nochmals hervor, daß als" Herren im Hause" überhaupt keinerlei Forderungen organisierter wäre berechtigt gewesen, die notwendigen Summen in den nächsten wir die Ausschußanträge annehmen und daß wir dabei optima fide Arbeiter dulden, sondern selbständig aus eiguer Machtvollkommenheit Etat einzustellen. Die Mehrheit hat aber die Entscheidung vertagt, verfahren. Bei der Etatberatung wird ja die Sache in jedem Falle die Höhe der Löhne feftfeßen, wie es ihnen beliebt. Deshalb die indem der Magistrat erst Erhebungen anstellen soll, und es ist nicht weiter verfolgt werden. Schließung des Arbeitsnachweises in der Gartenstraße, deshalb auch abzusehen, wann die Urlaubsfrage für die städtischen Arbeiter ge- Stadtv. Flohr: Was ich in meiner Rede sagte, war rein perin allen Eisenwerken keinerlei Einstellung von Erfagarbeitern aus Berlin. regelt werden wird. Ich beantrage deshalb den Schlußsag, wonach fönlicher Natur. Ich glaube auch dazu ein Recht zu haben, nachWas die Arbeitswilligen anbelangt, so sind dies fast duechweg junge der Antrag Augustin für erledigt erachtet werden soll, zu streichen, dem ich hier in den zwei Jahren meiner Mitgliedschaft auch oft die Bürschchen von 17-18 Jahren; zerlumpt, auf den Herbergen zu denn unser Antrag ist durch diese Ausschußanträge nicht er Meinungen der äußersten Zinken gehört habe. Ich bin gern bereit, sammengesammelt, kurz Leute, die von der Firma in normalen Zeiten ledigt, nach erhaltener Auskunft wird weitere Beratung mich mit den Herren weiter zu unterhalten; ich bin überzeugt, wir überhaupt nicht eingestellt würden. Sämtliche Arbeitswilligen leisten einzutreten haben. Daß in staatlichen und privaten Bestimmen in vielen Punkten überein.( Heiterkeit.) 0 Stadtv. Ewald( Soc.): Herr Flohr ist doch auf das freisinnige meldeten. Dennoch spiegelt sich in seiner Geschäftsthätigkeit der Schöneberg. Jm socialdemokratischen Wahl. Brogramm gewählt; da müssen uns folche persönlichen" Ausschlechte Geschäftsgang deutlich wieder. Während nämlich vom verein sprach am Dienstag Redacteur Ströbel über„ Nationale führungen doch sehr wundern. Wahrscheinlich aber hat er gestern Jahre 1900 zum Jahre 1901 die Zahl der Arbeitsuchenden beim Ehre". Der flare und allgemein verständliche Vortrag fand reichen mit Herrn Ring- Düppel gesprochen.( Heiterfeit.) Sämtliche Centralverein um 7118 zurüdging, ging die Zahl der angemeldeten Beifall. Sodann wurden 41 Neuaufnahmen vollzogen, welches städtischen Beamten bekommen ihren Urlaub; die städtischen Arbeiter Stellen um 16-701 und die Zahl der besetzten Stellen um 11793 günstige Resultat man wohl der Agitation in den Bezirken zuschreiben müssen biel schwerer arbeiten, aber nach Herrn Flohr zurück. tanu. Die Versammlung war gut besucht. würde die Stadt mit ihrem Urlaub zu schwer belastet. Dann dürfen Aus den Angaben über die an den Centralverein berichtenden doch auch die Beamten keinen Urlaub bekommen! Wegen seiner Nachweise ist besonders deutlich der Rückschlag von 1900 zu 1901 zu Seßhaftigkeitsschmerzen sollte sich Herr Flohr doch an die Herren ersehen. Es meldeten sich nämlich auf 100 offene Stellen: Kühnemann und Genossen wenden und ihnen empfehlen, den Arbeitern bessere Löhne zu zahlen. Stadtv. Pretzel( Bürgerpartei): Der Standpunkt des Herrn Flohr ist kein hochagrarischer, wie man ihm hier imputieren will, sondern der Standpunkt, zu dem alle diejenigen ganz von selbst tommien, die Arbeiter beschäftigen. Wie Herr Cassel solchen Standpunkt naiv nennen fann, ist nur begreiflich daraus, daß er selbst feine Arbeiter beschäftigt. Wer Streits durchgemacht hat, weiß, daß die Arbeiter ausführen müssen, was ihnen von den Leitern tommandiert wird, sogar mit Ohrfeigen und mit dem Knippel. ( Rufe: Brr! Heiterkeit!) Lachen Sie nicht, ich habe die Thatsachen durchgemacht. Stadtv. Rosenow: Wir sehen, wohin es führt, wenn bei solcher Gelegenheit die ganze sociale Frage aufgerollt wird. Ich habe gerade als Arbeitgeber namens meiner Fraktion gesprochen. Stadtv. Borgmann: Ich verwahre meine Partei auf das Nachdrücklichste gegen die infame Jufinuation, als ob sie die Arbeiter 1901 1900 Januar Februar 163 B 229 Stellungfuchende 136 178 " März 117 141 " April 99 158 " Mai 112 149 " Joy Juni 132 169 " Juli 111 148 " Auguft 106 147 " September 97 130 Oktober 121 160 " November 183 154 214 201 Dezember " Parteitag der deutschen Socialdemokratie. Donnerstag- Nachmittagsfihung. München, 18. September.( Privat- Depesche.) ( Vorläufiger Bericht.) In der Nachmittagssigung trat der Parteitag zunächst madu in die Diskussion über Punkt 5 der Tagesordnung Arbeiter versicherung" ein. Den Hauptdifferenzpmukt bildete die Frage, ain welcher Art und Weise die Arbeitslosen- Versicherung durchzuführen sei. b. Im begründete eingehend einen Antrag, wonach der Parteitag sich mit den Beschlüssen des Stuttgarter GewerkschaftsDer Bericht giebt auch über die Dauer der Arbeitslosigkeit Auf- fongresses fiber die Arbeitslosen- Versicherung einverstanden erklären follte. Die in den Gewerkschaften organisierten Arbeiter würden schluß, der die durch den Nachweis des Centralvereins Neueingestellten es nicht verstehen, wenn der Parteitag sich in dieser Frage zu ihnen in bis zum Tage der Neueinstellung unterlegen haben. Die Vergleichung zwischen 1900 und 1901, bie ja wegen der Ber- Gegensatz stellen wollte. Nur die Gewerkschaften tönnten Träger einer Arbeitslosen- Versicherung sein, zu mit Ohrfeigen und Schlägen zu gewissen Handlungen oder Duldungen minderung der Gesamtzahlen der Vermittelung allerdings fein irgendwie Reiche Zuschüsse beanspruchen müßten deren Beiträgen sie vom zwingt.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) zur Ordnung. Der Vorsteher ruft den Vorredner wegen dieses Ausdrucks Damit schließt die Beratung. Die Ausschußanträge werden unverändert angenommen. Mit dem 1. Oftober 1902 foll der ärztliche Dienst am Waisenhause und am Arbeitshause zu Rummelsburg, der bisher durch einen Arzt wahrgenommen wurde, dergestalt neu geregelt werden, daß ein gemeinsamer dirigierender Art mit dem Titel„ Oberarzt" und je ein Aſſiſtenzarzt fungieren. Die Forderung der Armendirektion, je einen Oberarzt und Aſſiſtenzarzt für jede AnStadtv. Dr. Beruftein( Soc.): In den Rummelsburger städtischen Anstalten hat bisher ein einziger Arzt für 520 Patienten zu sorgen gehabt, gewiß eine außerordentliche Arbeitsleistung für einen mehr als Siebzigjährigen. Was jetzt an die Stelle eines solchen unhaltbar gewordenen Zustandes treten soll, erachten wir als ungenügend. Jedenfalls ist die Frage noch lange nicht geflärt und bedarf näherer Brüfung in einem Ausschusse. Gerade hier bietet sich Gelegenheit zu einer lange vermißten Organisation. Die Bersammlung verweist die Vorlage an einen Ausschuß von zehn Mitgliedern. Die Begrüßung des Königs von Italien am 28. August 1890 durch die städtischen Behörden und die Ausschmückung des Brandenburger Thores, des Pariser Blazes und der ,, Linden" hat 26 000 M. Kosten verursacht, welche der Magistrat ohne weiteres verausgabt hat, da der Einzug in die Ferien der Verfammlung fiel, fiel, die Zustimmung der Versammlung sicher vorausgesetzt werden konnte und der Betrag nicht derart erheblich war, eine Unterbrechung der Ferien zu rechtfertigen. Unter Hervorhebung dieser seiner Gründe sucht der Magistrat die nachträgliche Bewilligung der Summe und Indemnität für das ausnahmsweise Vergehen nach. Stadtv. Borgmann: Nicht die Höhe der zu bewilligenden Summe ist es, die mich veranlaßt, das Wort zu ergreifen; spielte fie für mich eine Rolle, so würden wir anerkennen müssen, daß der Magiftrat sich bei dieser Gelegenheit einer ziemlichen Mäßigung befleißigt hat; er hat vielleicht frühere Ausführungen meines Freundes Singer auf fich wirken lassen, und es ist auch so gegangen. Auch nicht gegen die Form der Nachbewilligung habe ich etwas einzuwenden, ich muß vielmehr im Namen meiner Freunde ganz entschieden Protest ein legen gegen diese Bethätigung an sich, weil wir meinen, daß die Stadt keineswegs dazu Anlaß hatte. Die Mehrheit der Bürgerschaft ist mit der Beteiligung an derartigen höfifchen Festivitäten nicht einverstanden, Viele sind dabei, weil sie glauben, mit dabei sein zu müssen, aber nicht mit dem Herzen.( Widerspruch und Lachen.) Ich habe ver schiedentlich mit den Betreffenden gesprochen, welche völlig verblüfft waren, als in einem Moment der ganze Festzug vorüber war, und sie nun nicht wußten, was sie thun sollten; fie freuten sich vielleicht mit den Schuldienern, an dem Tage blau machen zu können. Diese Steuergrofchen halten wir für unnüß ausgegeben und werden gegen die Bewilligung stimmen. gesuchte Indemnität.( Beifall.) Stadtv. Caffel: Wir erteilen gern dem Magiftrat die nach Die Bewilligung erfolgt gegen die Stimmen der Social Schluß 28 Uhr. demokraten. Sociales. Krankenkassen und Wohnungselend. brauchbares Resultat giebt, zeigt aber doch die bemerkenswerte Er scheinung, daß für die länger dauernde Arbeitslosigkeit die Zahl der Betroffenen gefilegen ist. Besonders auffällig ist das bei den Malern. während diese Nachweisung im Jahre 1900 fich auf 7626 Maler bezog, im Jahre 1901 aber nur auf 5860, waren doch von Arbeitslosigkeit in der Dauer von 8 Tagen und darüber 3208 im Jahre 1901 betroffen, gegen nur 2008 im Jahre 1900. Eine Reichs- Arbeitslosen Versicherung würde eine Gefahr für die Gewerkschaften bedeuten. Hoch hielt die Frage für noch nicht genügend geklärt, als daß der Parteitag schon dazu Stellung nehmen fönnte. befürwortete die Regelung der Arbeitslosen- Versicherung durch das Zubeil befürwortete die Regelung der Arbeitslosen- Versicherung durch das Reich, auch Grünwald- Hamburg sprach gegen den Antrag v. Elm. Dr. Borchardt Charlottenburg erklärte sich für den Antrag v. Elm und sprach die Ansicht aus, daß der Anstoß zu einer Arbeitsbuches. Der„ Bochumer Anzeiger" teilt folgendes mit: Der Eisenbahnfiskus und§ 616 des Bürgerlichen Gefeß- lofen- Versicherung nicht von dem Reiche, sondern von den Kommunen ausgehen werde. Ed. Bernstein und Dr. Arous machten Ein Eisenbahnrangierer beanspruchte für die Zeit einer 14tägigen darauf aufmerksam, daß die Resolution Moltenbuhr nur im Princip militärischen Uebung Auszahlung seines Lohnes unter Abzug des- die Forderung der Arbeitslosen- Versicherung enthalte, sich aber feinesjenigen Betrages für die ihm beim Militär gewordene Verpflegung. wegs über die Mittel und Wege zur Erreichung dieses Zieles auss Der Fiskus verweigerte die Zahlung auf Grund der für alle Dienst- spreche. Dr. Arons beantragte außerdem die Aufnahme der Beige der preußischen Eisenbahnverivaltung getroffenen Bestimmung, Organisation des Arbeitsmarktes in die Forderung der Molkenwelche besagt:„ Der Tagelohn wird für diejenigen Tage gewährt, buhrschen Resolution. Nachdem auch Molkenbuhr die Erklärung abgegeben hatte, an welchen der Arbeiter dienstlich thätig gewesen ist." Der Rangierer erhob Klage beim Amtsgericht, indem er sich auf§ 616 des Bürger- daß seine Resolution die Form der Durchführung einer Arbeitslichen Gesetzbuchs stüßte, worin bestimmt ist, daß dem Dienst lofenversicherung vollständig offen laffe, zog v. Elm seinen Antrag pflichtigen wegen unverschuldeter Behinderung Lohnabzüge nicht zurück. gemacht werden dürfen, falls eine verhältnismäßig nicht erhebliche Lily Braun trat für die Durchführung der MutterschaftsBeit in Frage komme. Er( der Rangierer stehe seit etwa zehn versicherung ein, d. h. für die Unterstützung der Wöchnerinnen Jahren im Dienste der Eisenbahnverwaltung, im Vergleich zu und Schwangeren in einer gewiffen Zeit vor und nach der Entwelchem Zeitraum die versäumte Frist als eine verhältnismäßig bindung durch Gewährung der vollen Höhe des ortsüblichen Tagenicht erhebliche anzusehen sei. Das Gericht verurteilte den Fistus lohns. Von großer Wichtigkeit sei ferner die Errichtung von Wöchzur Zahlung von 24 M. nebst 4 Proz. Zinsen vom Tage der An- nerinnen- Asylen und Säuglingsheimen seitens der Krankenversicherung strengung der Selage ab. im Gegensatz zu der privaten, besonders der ultramontanen Wohlthätigfeit. Es handele sich hier um das Wohl und die Gesundheit der Frau Biez Proletarierkinder, auf denen unsre Zukunft beruhe. Hamburg formulierte ihre Forderungen der Fürsorge für schwangere Arbeiterinnen und Wöchnerinnen in einem Busazantrage zur Resolution Molkenbuhr, der das Verbot der Beschäftigung von Schwangeren und Wöchnerinnen 4 Wochen vor und 6 resp. 8 Wochen nach der Entbindung, sowie Zubilligung eines Krankengeldes für fie in dieser Beit in der Höhe des ortsüblichen Tagelohns verlangt. Die bürger liche Gesellschaft müsse den Proletarierinnen, die sie so rücksichtslos ausbeute, wenigstens während und nach der Schwangerschaft die Mittel zu ihrer physischen Existenz gewähren. Es läßt den Staat als Arbeitgeber" in einem glänzenden Lichte erscheinen, daß er erst durch gerichtliches Urteil gezwungen werden muß, einem armen Eisenbahnproletarier 24 M. Lohn zu bezahlen, auf den er gesetzlichen Anspruch hat. Das ist ein wahrer Musterbetrieb". Schweizgänger. Aus Baden schreibt man uns: Beim Herannahen des Herbstes kann man an der Schweizer Grenze beobachten, wie jugendliche Arbeiter aus der Eidgenoffen schaft herüberkommen, um ihre schwäbische Heimat aufzusuchen. Von einer Gruppe solcher Jünglinge erfuhr ich, daß sie den Sommer hindurch in einer Ziegelei bei Frauenfeld beschäftigt waren. Sie erklärten, daß ihre tägliche Arbeitszeit von 1/25 Uhr früh Bömelburg- Hamburg wies darauf hin, daß notwendiger als bis 1/28 1hr abends währte und daß die Ruhezeit nur so der Erlaß von Unfallverhütungs- Vorschriften die Kontrolle über die lange dauerte, als das Mittagessen eingenommen wurde. Für diese Ausführung dieser Vorschriften sei, und forderte zu diesem Zweck die unerhörte Anstrengung erhielten die kleinen Arbeiter neben freier Buziehung von Kontrolleuren aus dem Arbeiterstande. Redner Kost und Lagerstätte einen Wochenlohn von etwas über 5 Fr.( etwa brachte ein Amendement zu der Resolution ein, das neben dieser 4,20 m.) ausbezahlt. Der Frohnde- Ertrag, den die Jungen den Forderung die Verbesserung der Maßnahmen zur Verhütung von Eltern jetzt nach Hause bringen, beläuft sich auf ca. 60 M. Frau Berufskrankheiten und vollen Schadensersatz für die Verletzten und Helvetia sollte sich doch nach dem Lose der Kleinen, die sie zu sich deren Hinterbliebenen verlangt. kommen läßt, etwas liebevoller erkundigen. RE Gerichts- Beitung. Die Resolution Molkenbuhr wurde angenommen mit den Amendements Bömelburg und Zietz; auch die Aronssche Forderung der Organisation des Arbeitsmarktes gelangte zur Annahme. Die übrigen Abänderungen der Resolution Molkenbuhr waren unwesent licher Natur. Genehmigt wurde ferner ein von Singer amendierter Antrag Windhoff, wonach das Molkenbuhrsche Referat und die Debatte als Agitationsschrift verbreitet werden soll. Milde Richter fand vor der Straffammer in Potsdam der Hauptmann a. D. und Kaufmann May Heynich, der angetlagt war, am 12. Juni d. J. an einem zehnjährigen Mädchen ein Hierauf referierte Singer in turzen fernigen Worten über den beantragte 9 Monate Gefängnis. Der Gerichtshof erkannte indessen vorgeschlagene Resolution, die die möglichst zahlreiche Beſchichung Sittlichkeitsverbrechen begangen zu haben. Der Staatsanwalt internationalen Kongreß in Amsterdam. Die von ihm auf Freisprechung. Ohne Zweifel babe Seynich ein Sittlichkeits- des Kongresses als internationale Pflicht empfiehlt, wurde einstimmig verbrechen, das mit Zuchthaus bedroht sei, verübt, er hat aber an angenommen. dem Tage schon vormittags Moselwein und Schnaps und nachmittags Den Schluß des Tages bildete ein gründliches Referat mit einem andren 4 Flaschen Sekt und 2 Flaschen Rotwein ge- Lindemanns über Kommunal- Politit, das um 7 Uhr trunken, so daß er durch die dadurch entstandene Trunkenheit total abgebrochen wurde, um morgen fortgesetzt zu werden. seiner Vernunft beraubt gewesen ist. Ein abstoßendes Bild bot eine Verhandlung, welche gestern des Landgerichtsdirektors Müller stattfand. Der aus der Untergenommen zu haben. Amerikas Protest. Die Ortskrankenkasse der Schneider in Berlin hat in diefem vor der neunten Strafkammer des Landgerichts 1 unter dem Boris Lehte Nachrichten und Depeschen. Jahre in den Monaten Mai und Juni eine Untersuchung über die fuchungshaft vorgeführte Tischler Hermann Behn ist ein vielfach Bukarest, 18. September. Hier ist nichts von einer ProtestWohnungsverhältnisse erkrankter Mitglieder veranstaltet, die, soweit vorbestrafter Mensch. Schon früher war er beschuldigt, mit seiner note in der Angelegenheit der Judenfrage bekannt. Abgesehen davon, bis jetzt Beröffentlichungen darüber vorliegen, grauenhafte Bustände jegt 16 jährigen Stieftochter unzüchtige Sandlungen vor- daß der amerikanischen Regierung jede Berechtigung hierzu fehlt, zu Tage gefördert hat. Die Untersuchung bezog sich auf 1243 erAls es zur Verhandlung kam, verweigerten hat die rumänische Regierung niemals die Bestimmungen des Berliner frankte Mitglieder. Von diesen wurden 190 ohne eigene die Stieftochter wie die Ehefrau des Angeklagten ihre Aussagen, sodaß Bertrages, auch nicht solche, welche sich auf das Naturalisations Lagerstätte gefunden, worunter 173 weibliche und zugleich er wegen dieses Bergehens freigesprochen werden mußte und nur wegen verfahren erstrecken, verlegt. 173 Heimarbeiter waren. In feuchten oder dunklen Räumen Bedrohung der Seinen mit dem Verbrechen des Todschlags mit einer wurden 48 48 zumeist Lungenkranke angetroffen. Die Einzel- Buſabstrafe von einem Monat Gefängnis bestraft werden konnte. Wien, 18. September.( W. Z. B.) Nach einer Mitteilung der schilderungen des Elends, das die Untersucher antrafen, wirken Raum aus dem Gefängnisse heraus, feste der Angeklagte sein ab- Länderbant hat sich der Beamte der Hauptkasse, Edmund Jeйinet, erschütternd. Die Ortstasse der Schneider hat sich durch die scheuliches Verhalten gegenüber seiner Tochter fort, bis diese sich heute nachmittag vor der Kassenrevision entfernt. Die vorUntersuchung der Zustände, die ja auch von andern Kaffen voller Verzweiflung an ihren Vormund wandte und ihn um Schutz genommene Revision ergab große Unregelmäßigkeiten in der schon in gleicher Weise ausgeführt worden ist, nicht nur ein Verdienst bat. Pehn wurde wieder in Haft genommen. Seine Ehefrau hatte Checkgebarung; bisher wurde ein Abgang in Höhe von 1259 000 um die Oeffentlichkeit erworben, sondern sie hat sich damit auch selbst vor der Polizei die Abscheulichkeiten des Angeklagten ebenfalls be- Kronen festgestellt. einen erheblichen Dienst erwiesen. Durch die Untersuchung dieser fundet und hinzugefügt, daß ihr Ehemann gedroht habe, fie und Zustände setzt sie sich in den Stand, für Unterbringung aller ihre Tochter zu erschießen, falls er angezeigt werde. Im geftrigen Saitien meldet, ist die Armee des General Nord bei Limbé geParis, 18. September. Wie die„ Agence Havas" aus Kap genügend behausten Stranken in Krankenhäusern zu sorgen und erreicht Termine wiederholte sich das frühere Vorkommnis. Frau damit natürlich viel leichter die Wiederherstellung der Unglücklichen. schlagen worden. Zahlreiche Tote bedeckten das Schlachtfeld. General und Tochter des Angeklagten erklärten wiederum unter Umso seltsamer muß es daher erscheinen, daß der Vorstand der Kaffe, Thränen, daß sie Salnave beabsichtigt, die Stadt demnächst anzugreifen. Die Bevon ihrem Recht der Zeugnisverweige wie das Anzeigenblatt der Schneider und Schneiderinnen Berling" wollten. Gebrauch machen ⑤0 war der Gerichtshof völkerung ist in große Unruhe versetzt. erfahren haben will, diese erste Wohnungsenquete auch die letzte sein denn nur auf das Zeugnis des Polizeibeamten angewiesen, der die Paris, 18. September.( W. T. B.) Ueber die englischerseits laffen will. Es toste zu viel und sei ungeseglich, damit soll der Vorstand es begründen. Es mag ja sein, daß die Arbeit etwas Stieftochter zu Protokoll vernommen hatte. Staatsanwalt Böttger in Abrede gestellte Besetzung des Fürstentums Kelantan durch foftet, aber das erspart die Kasse auf der andern Seite an Kranken, hielt dies für ausreichend, um den Angeklagten für überführt zu 300 englische Soldaten veröffentlicht die„ Agence Havas" folgendes geld und Kurkosten, sie diese Kranten durch Unter- erachten, er beantragte gegen ihn anderthalb Jahre Gefängnis. Der Telegramm aus Saigon: Es ist sicher, daß 300 Siths Kelantan Diese Besetzung ist überdies von der Presse Gerichtshof hielt es doch für notwendig, noch einige Gerichtsbeamte bejezt halten. bringung rascher im Strankenhause von der siamesischen Regierung gefund machen kann. ob solche Untersuchung als ungefeßlich angesehen werden zu laden, welche bei der Vernehmung der Stieftochter des An- in Bangkok besprochen, und könnte, darauf sollte es die Kasse doch erst noch ankommen lassen. geflagten zugegen gewesen waren. Es wurde ein neuer Termin nicht dementiert worden. England behauptet, die 300 Soldaten, die Kelantan besetzt halten, gehörten nicht zur britischen Armee und seien Der nur berufen, um eine Leibwache für den Sultan zu bilden. Bir glauben kaum, daß sich eine Aufsichtsbehörde findet, die einer auf den 7. Oktober auberaumt. Ortstasse eine Untersuchung darüber verbietet, wie ihre erkrankten Gouverneur von Singapore ist an Bord eines Kriegsschiffes in Mitglieder untergebracht sind. Wir halten das vielmehr für das Kelantan angekommen. gute Recht der Kasse, da sie ja auf Grund des§ 7 I. 1 des Strankenbersicherungs- Gesetzes berechtigt ist, Strankenhauspflege auch für Leute mit Familie oder eignem Hausstand anzuordnen, wenn die Art der Krantheit Anforderungen an die Behandlung oder Verpflegung stellt, denen in der Familie des Erkrankten nicht genügt werden fann. Dafür ist natürlich in den meisten Fällen die Beschaffenheit des eignen Hausstandes, der Wohnung, ausschlaggebend. Daher hat die Kaffe das Recht, sich von der Beschaffenheit der Wohnungen ihrer franten Mitglieber zu überzeugen. Und " wenn rung Dersammlungen. Paris, 18. September.( W. T. B.) Der Kriegsminister hat Im Wahlverein des ersten Wahlkreises hielt am Donnerstag Stadtverordneter Borgmann einen lehrreichen Vortrag über heute die Enthebung des Oberstlieutenants de Saint- Rémy Kommunale Praxis". Redner betonte die Notwendigkeit, neben den von seiner Stellung bekannt gegeben, in Uebereinstimmung mit dem reichs- und staatspolitischen Dingen auch die Vorgänge in den Kom- Beschluß des Ministerrats, durch den der Oberstlieutenant zur Dis. munen im Auge zu behalten. An der Hand zahlreicher Beispiele position gestellt wird. Rom, 18. September.( B. S.) Die Regierung hat die Protestbeleuchtete er die mangelhaften Verwaltungspraktiken in den kommu nalen Verbänden und unterzog die verschiedenen kommunalen Ein- versammlung untersagt, welche die Socialisten anläßlich der richtungen der Stadt Berlin einer berechtigten Kritik. Besonders Zwischenfälle in Candala in der Nähe von Foggia veranstalten wandte er sich gegen die staatliche Bevormundung der Kommunen wollten, wo während des Ausstandes mehrere Ausständigen von den Im Zeichen der Krisis. Der Centralverein für Arbeitsuach- und sprach sich dann energisch für die Schaffung eines einheitlichen Truppen erschossen wurden. Sydney( Cap Breton- Insel), 18. September.( W. T. B.) Der weis in Berlin erstattet seinen Jahresbericht für 1901. Der Verein Kommunalprogramms aus. Letteres sei unbedingt notwendig, weil beherrscht den Berliner Arbeitsnachweis nicht; meldeten sich doch bei trotz des miserablen Wahlrechts eine stetig sich vermehrende Zahl hier angekommene Nordpolfahrer Beary äußerte, die Expedition ihm im Jahre 1901 nur 41 319 Arbeitsuchende, während sich bei den unsrer Genossen in die Gemeindevertretungen eindringe und diese eine babe den Pol nicht erreicht, habe aber sehr wichtige wissenschaftliche Eine Diskussion über den beifällig Entdeckungen gemacht. Alle Teilnehmer an der Expedition befänden an ihn berichtenden Arbeitsnachweisen, deren Zahl von 60 im feste Richtschnur haben müßten. add sich wohl und freuten sich, in civilisierte Gegenden zurückzukehren. Januar auf 85 im Dezember stieg, 196 064 Arbeitsuchende l'anfgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Ir. 219. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteitag der deutschen Socialdemokratie. Vierter Verhandlungstag. Vormittagssigung. München, 18. September. Beginn 83/4 Uhr. Den Vorsiz hat Genosse Vollmar. Es sind wieder eine große Anzahl von Beglückwunschungs- Telegrammen und Schreiben eingegangen; darunter Telegramme aus Amsterdam von der dortigen Partei, unterzeichnet vom Parteisekretär, und aus Bournemouth von der Redaktion der russischen socialdemofratischen Zeitschrift„ Schisn Posze". Die Diskussion über Buntt 3 der Tagesordnung: Bericht über die parlamentarische Thätigkeit vird fortgesetzt. Lentert- Apolda: Frau Zetkin- Stuttgart: Freitag, 19. September 1902. abhalten lassen, und wenn diese meine Anregung erfüllt ist, wird es Ich möchte Ihnen mit allem Nachdruck die Annahme des An- möglich sein, alle die Aufgaben zu erfüllen, die Genossin gettin eben trages unsrer Berliner Freunde empfehlen, der sich auf die Forde- so anregend schilderte. rung der Einführung des Achistundentages bezieht, aber Eitzerodt- Krefeld: Leyendecker- Höchst: nicht etwa bon dem Gesichtspunkt aus, daß ich der Die Agitation für den Achtstundentag hat bei manchen Arbeitern, Stellung und Annahme desselben irgendwo den Beigeschmack besonders den gewerkschaftlichen, früher vielfach ein gewisses Lächeln eines Mißtrauensvotums oder auch nur eines leisen Tadels hervorgerufen. Das ist heute anders geworden, heute haben die gegen die verflossene Thätigkeit unsrer parlamentarischen Vertreter Arbeiter eingesehen, daß der Achtstundentag eine sehr wohl zu geben möchte. Ich erblicke vielmehr in der verhältnismäßig großen realisierende Forderung ist und auch in bürgerlichen Kreisen wagt Bahl von Anträgen, welche sich auf die Einführung des Achtstunden- man es nicht mehr, diese Forderung mit Hohnlachen zu beantworten. tages beziehen, einen kräftigen Vorstoß zum Ausbau des gesetzlichen Wir können deshalb den bezüglichen Anträgen sehr wohl zustimmen. Arbeiterschußes, überhaupt einen Ausdruck des dringenden Bedürfnisses Die Fraktion wolle zunächst ihr Augenmerk darauf richten, daß in und des zielklaren Wollens der proletarischen Klasse. Wenn in den letzten den staatlichen Betrieben der Achtstundentag eingeführt wird. Das Jahren vielleicht auf dem Gebiet des Arbeiterschußes weniger energisch wird wenigstens die Behörden zwingen, wenn auch nicht sofort den und nachdrücklich nach vorwärts gedrängt ist wie in manchen andren achtstündigen Arbeitstag einzuführen, fo doch die Arbeitszeit Zeiten, so erklärt sich das zum großen Teil daraus, daß die Zeit der ganz wesentlich zu reducieren. Die staatlichen Betriebe die privaten industriellen Betriebe nach sich Hochkonjunktur den proletarischen Massen die Reforminotwendigkeit müssen dann die weniger zum Bewußtsein gebracht hat. Das ist anders geworden ziehen. Neuerdings gehen die fiskalischen Werkstätten des durch das Gespenst der Krisis, das sich riesengroß vor dem Prole- Kriegsministeriums in Spandau daran, den Arbeitern einen SommerMit einer großen Anzahl von Delegierten habe ich Rücksprache tariat aufgerichtet hat. Die Krisis mit ihren Folgen legt gerade urlaub zu geben. So sehen selbst die Behörden allmählich die genommen über die gestrigen Ausführungen des Genossen Eichhorn- auch dem politisch kämpfenden Proletariat gegenüber den Gewerk- Berechtigung unsrer Forderungen ein. Wir müssen doch einen geMannheim, der die Fraktion beschuldigte, sie habe es in schaften eine edle Pflicht auf. Kein Zweifel, wir alle sind von Sym- wissen Druck auf die Fraktion ausüben durch Annahme dieser Anträge. der verflossenen Session an der Einreichung von Anträgen fehlen pathie gegen die Gewerkschaftsbewegung erfüllt, die Bethätigung Andrerseits muß ich mein Befremden darüber ausdrücken, daß laſſen. Ich habe zu erklären, daß die anwesenden Delegierten und dieser Sympathie sind keine leeren Worte. Nur zu gut wissen wir, Arbeiter der staatlichen Betriebe wie der kaiserlichen Werften es vielihre Mandatgeber im Gegenteil höchlichst befriedigt sind von dem daß politische und gewerkschaftliche Bewegung einander ergänzen fach ablehnen, die berufenen Vertreter unsrer Partei, die Mitglieder was die Fraktion geleistet hat. Das Ziel der Vorwürfe müssen und zu einander gehören, aber durch die Krisis werden ge- der Reichstagsfraktion, mit dem genügenden statistischen Material unsre Gegner, nicht aber die Fraktion sein. Wir sind der Meinung, rade gegenwärtig die gewerkschaftlichen Kämpfe sehr erschwert zu versorgen. Der Anregung des Genossen Timm, betreffend die daß von letzterer z. B. in der Zolltariffrage das bestmögliche ge- und deshalb ist es erwünscht, die Gewerkschaften durch Schaffung einer speciellen Kommission für die Sammlung und Verleistet wurde, die Fraktion hat da alles gethan, um sich bei den den Ausbau des gesetzlichen Arbeiterschutzes zu entlasten. arbeitung von socialpolitischem Material, stehe ich sympathisch gegenInteressenten durch deren Befragung zu informieren, und diese wieder Aber auch noch andere Gründe zwingen uns, den Kampf über, das würde für den Parteivorstand eine wesentliche Entlastung durch ihre Berichterstattung auf dem Laufenden zu erhalten. Wenn um die gesetzliche Verbesserung des Arbeitsverhältnisses in den bedeuten. trotzdem noch Vorwürfe gegen die Fraktion erhoben werden, so ist Vordergrund zu schieben. Ich erinnere an den Zolltarif und den das eine Entgleisung. Für einen Ausbau des Arbeiterschutzes ist sie schmählichen Verrat des Centrums an den Arbeitern durch seine Ich möchte die Reichstagsfraktion bitten, sich der Arbeiter der allezeit eingetreten und hat Anträge gestellt, aber die Regierung und Stellung dazu. Mehr als je ist das Centrum dadurch in die Not- chemischen Industrien in besondrem Maße anzunehmen. Welchen die herrschenden Klassen hatten feine Zeit dazu. Man muß doch wendigkeit versetzt, wenigstens etwas zur Förderung wirklicher socialen Gefahren diese Arbeiter ausgesetzt sind, hat das furchtbare Unglück auch die Geschäftsordnung des Reichstages, nicht bloß die des badischen Reformarbeit zu thun oder aber durch die Unterlassungssünden auf von Griesheim gezeigt; der Durchführung der Bestimmungen der Landtages einigermaßen fennen und sich bemühen, sie frühzeitig diesem Gebiete den Nimbus der Arbeiterfreundlichkeit noch Gewerbeordnung muß mehr Aufmerksamkeit als bisher gewidmet tennen zu lernen.( Heiterkeit.) Ich bin ja auch nicht Mitglied des schneller zu zerstören, als es ohnehin der Fall ist. Auf die eine werden. In Höchst ist das Krankenhaus überfüllt von verunglückten Reichstages, aber ich habe deffen Geschäftsordnung doch sehr gut durch oder die andere Weise muß das politisch kämpfende Prole- Arbeitern der Farbenindustrie. In der nächsten Session sollte nochunfren Großglockner fennen gelernt.( Heiterkeit.) Es ist notwendig, tariat die Früchte der Situation ernten, sei es in Gestalt eines mals eine Juterpellation eingebracht werden, die Aufklärung über daß die Fraktion durch unsre Mitarbeit unterstützt werde, es muß fräftigen Eintretens des Centrums für Reformen, sei es in Gestalt die Ursache des Griesheimer Unglücks und Bestrafung der ihr brauchbares Material geliefert werden, alle Arbeiterfreise sind einer Diskreditierung des Centrums bis auf die Knochen. Und noch Schuldigen fordert. Den Antrag 57 halte ich für kaum durchführverpflichtet, Material zu beschaffen und zwar solches Material, das ein andres! Der Zollincher wird ohne Zweifel bei den nächsten bar, man kann kein derartiges Flugblatt in einem solchen Umvon der Regierung und den herrschenden Parteien nicht wieder ver- Wahlen zu einem so glänzenden Siege der Socialdemokratie führen, fang herausgeben, weil es von der Landbevölkerung nicht verstanden nichtet werden kann, gegen das sich kein Einwand erheben läßt. daß das Lager der bürgerlichen Politiker dadurch von jener heiligen würde. Dazu müssen die Arbeitersekretariate, die Kartelle 2c. mitwirken, auch Furcht erfüllt sein wird, die die alleinige Quelle gelegentlicher Re- Reichstagsfraktion vielleicht mit einem den Landesverhältnissen entMan sollte Auszüge aus dem Thätigkeitsberichte der die Renten- Prüfungsstellen, Gewerbegerichts- Beifizer und namentlich formarbeiten der Bourgeoisie ist. Wir wissen genau, daß der Knüppel sprechenden Flugblatt unter der Landbevölkerung verteilen. Ent die Vertrauenspersonen in den kleinen Orten haben sich daran zu beim Hunde liegt und daß die bürgerlichen Parteien auch nicht zu legene Landkreise, die nicht die Mittel zur Verteilung der Flugbeteiligen; gerade in den kleinen Orten ist der Vertrauensmann der einem Jota mehr an Reformen sich verleiten lassen, als ihnen die blätter haben, müßten unterstützt werden. socialdemokratischen Partei das Sprachrohr der kleinen Leute und Furcht vor dem kämpfenden Proletariat abknöpft. Wie einmal zu den kein andrer. Wenn das geschieht, dann haben wir brauchbares Scharfmachern das Wort gesprochen ist: Meine Herren, wir arbeiten Material, wenn es wahr ist.( Heiterkeit.) Wir haben die Pflicht. ja nur für Sie! so wird die Socialdemokratie nach den Wahlen in Genosse Eichhorn hat gegen die Fraktion ganz ähnliche Vordie gemeinsamen Arbeiten zu verrichten und sie nicht der Fraktion der Lage sein, den gegnerischen Scharfmachern zu sagen: Sie haben würfe erhoben, wie sie seit Jahren von allen bürgerlichen allein zu überlassen.( Heiterkeit.) nur für uns gearbeitet. Diese Situation wird uns erlauben, einen Parteien, von den Freifinnigen, dem Centrum und den Konservativen energischen Druck auf das Parlament von außen auszuüben. Der gegen die Socialdemokratie erhoben werden. Er hat gesagt, daß auch Die Anträge, die für unsre Forderungen bezüglich des Arbeiter: ständige Berliner Briefschreiber der„ Neuen Zeit", deffen Leitartikel die socialdemokratischen Abgeordneten zu viel schwaßen und nicht schutzes, des Achtſtundentages eintreten, sind keineswegs von dem allein schon zur ständigen Lektüre des Blattes veranlassen sollten genug praktische Arbeit verrichten. Genoffe Eichhorn, den Vorwurf Gesichtspunkt aus gestellt worden, um unsrer Reichstagsfraktion einen( Sehr richtig!), Genosse Mehring, hat sehr richtig darauf hin- hast Du erhoben!( Eichhorn ruft: Das ist nicht wahr!) Wenn Tadel zu erteilen, sondern diese Anträge sind veranlaßt durch ganz gewiesen, daß der Zollwucher eine so außerordentlich günstige Eichhorn nächstes Jahr in den Reichstag kommt, könnte er vielleicht bestimmte Vorkommnisse im wirtschaftlichen und politischen Leben, Situation für die außerparlamentarische Aktion der Maffen schaffen die Aufnahme einer Bestimmung in die Geschäftsordnung herbeiunter denen die herrschende wirtschaftliche Krise die Hauptrolle spielt. würde, daß sie zu socialpolitischen Fortschritten ausgenutzt werden führen, wonach alle socialdemokratischen Initiativanträge zur Bes Die Arbeitsleistung steht nicht nur ihrer Qualität sondern auch ihrer tönne. Das ist aber auch nicht die Hauptsache. Die Situation bringt ratung kommen und alles andre zurückgestellt würde.( Heiterkeit.) Quantität nach im umgekehrten Verhältnis zur Arbeitszeit. Es ist auch einen großen Fortschritt für die Entwicklung unsrer Partei. Nur dann könnte er seine Forderungen praktisch durchführen. Es ist sehr wohl möglich, daß bei einer Berkürzung der Arbeitszeit das( Sehr richtig!) Wieder wird sich in unsrer Partei eine richtigere nicht richtig, daß die Fraktion zu wenig praktische Arbeit Unfre ganze Thätigkeit neben der Kritik Unternehmertum die Intensität der Arbeit so steigern kann, daß in der Schätzung der parlamentarischen Arbeit und der außerparlamen- geleistet habe. Ein praktischer Antrag türzeren Arbeitszeit mehr geleistet wird als in der längeren. Aber tarischen Aktion des Proletariats einstellen.( Sehr richtig.) In dieser bestand doch in praktischer Arbeit. nicht allein von diesem Gesichtspunkt aus sind wir eingetreten für die Verschiebung der Wertschägung zu Gunsten der außerparlamentarischen war der auf Einführung des Zehnstundentages. Wenn der Antrag Durchführung des Achtstundentages, sondern auch von der Erwägung aus, Aktion sebe ich einen außerordentlichen Vorteil für die Entwicklung der Berliner angenommen wird, so wird die Fraktion mit einer Aufdaß durch die Verkürzung der Arbeitszeit das Proletariat gestärkt werden des politischen Klassenkampfes. Es scheint fast so, als ob alle Angabe betraut, die sie in diesem Winter nicht mehr ausführen kann. foll in seinem Kampfe um die wirtschaftliche Emancipation. Ferner sind die träge, die hier gestellt sind, an einer Ueberschätzung dessen kranken, Es wäre doch richtiger, den Antrag auf dem nächsten Parteitag für Anträge speciell im Hinblick auf den Ausbau des Arbeiterinnenschußes was die parlamentarische Arbeit leisten kann, und an einer Unter- die nächste Reichstagsfraktion wieder einzubringen. durch politische Erwägungen veranlaßt. Die vom Reichsamt des schätzung dessen, was die außerparlamentarische politische Aktion des Hoch- Hanau: Diefe Wertung tritt vor allem Junern angeordnete Enquete bedeutet geradezu eine Verschleppung Proletariats leisten muß. Ich habe Eichhorns Bemerkungen nicht so tragisch genommen der Durchführung unsrer Forderungen bezüglich des Arbeiter- und auch in den bekannten Artikeln von Parvus zu tage. wie Kollege Fischer. Ich habe seine Worte nur so aufgefaßt, daß er des Arbeiterinnenschutzes. Bei den Erhebungen des Jahres 1899 ie schätzenswert, wie unentbehrlich die Aktion unfrer meinte, wir sollten neben der pflichtgemäßen Erledigung der Etatsüber den Umfang der Frauenarbeit in den Fabriken ist nachgewiesen parlamentarischen Vertreter auch sein mag, sie mögen mit Menschen- debatten mehr Zeit zur Begründung der Initiativanträge zu gewinnen worden, daß die Industrie nicht nur nicht geschädigt wird, sondern und mit Engelszungen reden, sie mögen die triftigsten Gründe suchen, Das ist ein Irrtum Eichhorn's, der sich aus dem Mangel daß es sogar in ihrem Interesse liegt, wenn die Arbeitszeit für haben, so würden sie doch bei den herrschenden Klassen nichts aus- näherer Kenntnis der Geschäftsordnung ergiebt. Es geht thatsächlich Arbeiterinnen von 11 auf 10 Stunden verkürzt wird. Das ist selbst richten, wenn nicht von außen der Druck eines erkenntnisreichen, nicht gut, die Verhandlung von mehr Anträgen zu erzwingen, als von königlich fächsischen Fabrikinspektoren und denen der übrigen eines geschulten, eines organisierten Proletariats hinzufäme. Des- jetzt schon geschieht. Dabei halte ich den Antrag für den AchtBundesstaaten bestätigt worden. Trozdem werden immer wieder halb begreife ich das Vorgehen der Fraktion, das den Anstoß zur stundentag für eine dankenswerte Anregung; gerade bei der aufs neue Erhebungen und nur Erhebungen veranstaltet. Andrerseits fräftigen Agitation, zur Förderung der Aktion außerhalb des Situation, in der wir uns befinden, ist eine recht ausgedehnte ist das Scharfmachertum an der Arbeit, um selbst gegenüber Parlaments geben muß. Wie der Riese Antaeus immer wieder Beteiligung ant den Etatsdebatten für 11118 die einzige den geringsten socialpolitischen Reformen Gegenaktionen ins Leben zu Kraft gewann, wenn seine Schultern den mütterlichen Boden der Möglichkeit, um alle Auregungen, die uns vom Parteitag und rufen. Als durch die Novelle zum Unfallversicherungs- Gesetz, durch die Erde berührten, so wachsen, so erweiterten sich die Kräfte der SocialNovelle zum Gewerbegerichts- Gesetz Kleine Verbesserungen für die demokratie, wenn sie die rechte, innige Berührung mit den Massen Arbeiter geschafft werden sollten, da waren es dieselben Lente, die hat.( Bravo!) selbst diese fleinen Reformen mit aller Kraft zu hintertreiben gesucht Timm- München: Haben. Angesichts der Lauheit der Regierung und andrerseits gegenüber dem Vorgehen des Scharfmachertums ist der Parteitag derFrau Zieh- Hamburg: stellen. Edmund Fischer- Briesnig: Zubeil- Berlin: Was von den Gewerkschaftskongressen gegeben werden, zum Ausdruck zu bringen. Dazu kommt noch eins: es ist Praxis, daß die Negierung bei Beratung von Initiativanträgen nicht erscheint und keine Antwort giebt. Bei den Etatsdebatten aber muß sie anwesend fein, Ich möchte die Aufmerksamkeit der Fraktion auf die Rechtslage der muß fie antworten. Timm hat mit Recht auf die Bedeutung guten Materials für die Fraktion hingewiesen, aber sein Vorschlag hat zur jenige Ort, wo die Arbeiterschaft mit allem Nachdruck, aller Präcision Arbeitersekretariate lenken. Trotz der klaren Erklärungen des Grafen Voraussegung, daß die Gewerkschaften in erster Linie die Sache in und aller Schärfe die Forderungen unsrerseits bezüglich des Arbeiter- Pojadowsly, die meines Erachtens ohne Silbenstechereien abgegeben die Hand nehmen und viel mehr Material als bisher zur Verfügung und Arbeiterinnenschutzes vertreten muß. Ganz irrig ist die von wurden, hat das Breslauer Oberlandesgericht doch wieder ein Urteil verschiedener Seite hervorgetretene Ansicht, besonders von seiten gegen ein Sekretariat gefällt und zu einer filbenstecherischen Ausder bürgerlichen Socialreformen aus, daß wenn der Arbeiter- legung der Worte gewerbsmäßig" und gefchäftsmäßig" gegriffen. Das steht in Widerspruch zu der flaren Erklärung der Regierung im Parvus hat mich außerordentlich scharf angegriffen, weil ich in schutz in erster Linie ausgebaut würde, dann die Frauen von den Reichstage. Daher sollte die Fraktion in dieser Beziehung eine der Rede, mit der ich im Auftrage der Fraktion unsre NotstandsArbeitsstätten verdrängt und durch männliche Arbeiter erjet Interpellation einbringen; in diefer soll bekannt werden, daß die interpellation begründete, nicht sofort den Achtstundentag gefordert würden. Wir wissen, daß der Ausbau des Arbeiterschutzes für Sekretariate mit großen Witteln gegründet würden, und daß jede habe. Diese Angriffe sind ganz unberechtigt, ich bin nur der bisdie männlichen Arbeiter vielmehr Verbesserungen auch für die Aus allen diesen Rechtsunsicherheit eine Schädigung für sie bedeutet. Weiter ist zu wünschen, herigen Praxis gefolgt, als ich den Zehnstundentag und die stufenweiblichen Arbeiter zur Folge haben würde. Erwägungen heraus sind die betreffenden Anträge gestellt. Gegen- daß ein Druck dahin ausgeübt wird, daß so bald als möglich eine nene weise Einführung des Achtstundentages gefordert habe. den Vorwurf betrifft, es werde Strankenversicherungs- Gesezgebung durchgeführt und diese Organi- dann weiter git biel über der Flauheit der Regierung und den reaktionären Bestrebungen fation so weit ausgebaut wird, als es das vorhandene Bedürfniß beim Gtat geredet, so will ich nur erwidern, daß meine des Unternehmertums müssen wir unsre Forderungen flar und präcise zum Ausdruck bringen. Das wird auch die Agitation im notwendig macht. Im allgemeinen aber habe ich den Eindruck und Kollegen und ich sich auf die Zeit freuen, wo die Etatsdebatten Lande für diese Forderungen in ein schnelleres Tempo bringen. Ich diesen gewinnt man immer mehr und mehr, wenn wir alles das wieder beginnen, da sie die einzige Gelegenheit bieten, die tiefverarbeiten wollen, was an Material interbreitet wird, wenn wir gehenden Schäden der bürgerlichen Gesellschaft aufzudecken.( Schr bitte deshalb, den Berliner Anträgen zuzustimmen. die nötige Fühlung mit den breiten Massen herstellen und erhalten richtig!) An dieser Thatsache kann auch Eichhorns Unzufriedenheit wollen, dann müssen wir früher oder später dazu kommen, daß eine nichts ändern. Bei den Etatsdebatten kann auch allein die so noteigne Instanz geschaffen wird, die planmäßig das Material vor- wendige Kritik an den Militär- und Marinewerkstätten geübt werden. bereitet. Diese Instanz soll im innigsten Kontakt mit den: Partei- Auch darf nicht vergessen werden, daß die Session nicht geschlossen, borstand stehen, sie soll eine Art Nebenministerium sein, über das der sondern nur vertagt worden ist. Der größte Teil unsrer Initiativ Vorstand die Aufsicht und oberste Leitung behält. Je mehr wir uns anträge ist noch nicht zur Beratung gelangt. Jeder Antrag, der ausbreiten, desto schwerer werden die Aufgaben des Vorstandes und seine jetzt gestellt wird, wäre eine ganz zweckloje Arbeit, weil er nicht zur Kräfte werden so viel in Anspruch genommen, daß beim besten Willen Beratung kommt. Bis zum Schluß dieser Legislaturperiode sind und den fähigsten Personen doch auf die Dauer die großen Aktionen taum mehr als ein oder zwei Schwerinstage zu erwarten. Die Regierung leiden müssen, wenn wir uns nicht dazu aufschwingen, die nötigen und die Mehrheitsparteien legen das Schwergewicht auf den Zolltarif; wir Justanzen zu schaffen. Wir haben eine ganze Reihe von Personen wollen aber, daß er nicht Gesegestraft erhält, während jene andern Der Antrag 92, der die Fraktion auffordert, dafür zu sorgen, Bernstein zum Beispiel die wir ganz gut auf einem andren Plaz ihn so rasch als möglich unter Dach und Fach bringen wollen. daß die in der Heimindustrie beschäftigten Portefeuillearbeiter den verwenden könnten, wo sie die verschiedenartigen Forderungen, die Deshalb sollen wir jetzt nicht solche Anträge, die doch nicht zur Bea Versicherungsgesehen unterstellt werden, geht nicht weit genug. Wir namentlich von den Gewerkschaften an uns kommen, ich erinnere an ratung kommen, stellen. Sie würden uns dadurch mur, die wir jetzt müssen das gleiche für die Heimarbeiter aller Berufe verlangen. den Bauarbeiterschutz, vorarbeiten und den Verkehr mit den Maffen vor dem schwersten politischen Kampf stehen, hindernd in den Weg Denn die Heimarbeit ist gleichbedeutend mit Arbeiterinnenelend. aufrecht erhalten. Obwol zum Beispiel die Aktion gegen den Zoll- treten. Der Antrag fann ja beim nächsten Parteitag wieder gestellt Hier muß endlich die Gesetzgebung eingreifen, die Heimarbeit macht tarif gut einsetzte, so habe ich doch das Gefühl, daß in jenen werden. fich wie ein eitriges Geschwür am Volfskörper bemerkbar. Nach Ein Gegenden, wo die katholische Arbeiterschaft ausschlaggebend ist, Eichhorn- Mannheim: Leber- Jena: Auch ich bin mit der Thätigkeit der Fraktion im letzten Jahre einverstanden, wünsche aber, daß sie mit allem Nachdrucke den Achtstundentag fordert. Wir sehen, daß das Unternehmertum trop der wirtschaftlichen Krifis die Arbeitszeit nicht verkürzt, sondern sogar verlängert und Arbeiter entläßt oder die Löhne reduciert. Ich habe in meiner Thätigkeit in der optischen Werkstätte von Zeiß den Segen des Achtstundentages aus eigner Erfahrung fennen gelernt. Frau Kähler- Dresden: führung der Arbeiterschutz- Geseze bemühten sich die Arbeitgeber, die noch mehr geschehen konnte und das hätte von einer Central- Ich habe nur wenig auf die heftigen Angriffe zu erwidern, die Lasten, die ihnen die Gesetzgebung auferlegte, von sich abzuwälzen, instanz aus eingeleitet werden müssen. Wenn eine solche Instanz zum guten Teil auf völlig falschen Voraussetzungen beruhten. So indem sie so viel wie möglich ihre Produkte in der Heimarbeit geschaffen ist, dann werden dem Parteitag nicht immer so viele hat Genosse Leutert gegen Ausführungen polemisiert, die ich gar fertigstellen lassen. Infolge dessen hat die Heimarbeit einen ganz Specialanträge vorliegen. Ich bin weit davon entfernt, zu glauben, nicht gemacht habe; er hat mir unterstellt, ich hätte gesagt, unite gewaltigen Umfang angenommen, sie ist heute ein Hemmschuh jedes daß wir schon im jetzigen Augenblick dazu kommen werden, meinen Fraktion thue nichts. Ich weiß nicht, ob er mich nicht verstehen fulturellen Fortschritts, fie bringt nicht nur für die Produzenten, Vorschlag durchzuführen; es bestehen da verschiedene Hindernisse und konnte oder wollte, ich habe im Gegenteil gesagt, daß tüchtig sondern auch für die Konsumenten enorme Nachteile. Es ist an der namentlich wird das Gefühl obwalten, daß man nicht noch mehr gearbeitet wurde und daß wir sehr mit der Fraktion zufrieden sein Zeit, mit diesem schädlichen System zu brechen.( Beifall.) bezahlte Posten schaffen will. Aber wir dürfen uns dadurch nicht können. Das hindert aber doch nicht, eine kleine Frontveränderung Rosenow: die zu fordern; ich habe nur gewünscht, daß die Etatsdebatten, an deren vor den Verhungern schützen soll, wird ihm sein politisches| Baukaffen. Die eigentliche Krankenversicherung kennen also die Ausdehnung doch auch die andren Parteien beteiligt sind, etivas Recht genommen. Trotzdem hat die Armengesetzgebung den Augsburger Aerzte aus eigner Erfahrung nicht. Sehen wir uns eingeschränkt und daß durch parlamentarische Mittel, die ich im Gemeinden erhebliche Lasten aufgebürdet. Früher bestand in zahl- mun einmal die Statistik an. Seit 1894 ist die Zahl der Versicherten einzelnen nicht angeben kann, weil mir die Reichstags- Erfahrung reichen Gemeinden die Vorschrift, daß jeder fremde Geselle, der in von 7200 000 auf 9 500 000, alfo um 30 Proz. gestiegen, die Zahl der mangelt, unsre Initiativanträge mehr in den Vordergrund gerückt der Stadt arbeitet, mindestens gegen Krankheit versichert sein müßte; Strankentage von 43 Millionen auf 64 Millionen, also um 48 Proz., die werden sollen. Unfre Abgeordneten sizzen doch nicht bloß deshalb man erblickte darin keine sociale Großthat, sondern gab zu, daß diese Zahl der Aerzte aber ist von 22 2000 auf 34 300, also um 54 Proz. im Reichstage, um den Etat und die Vorlagen zu beraten, sondern Vorschrift nur eine Echonung der Armenkasse bedeute. Aehnliche gestiegen.( hört! hört!) 1894 erhielten die Aerzte für jeden sie sind da, um durch ihre Vorstöße in der Richtung unfrer Programm: Schonungen der Armentasse liegen auch im Strafgeses, wonach die Strantentag 50,8 Pf. Honorar, 1900 52,9 f. Da nicht für jeden forderungen zu wirken. Dem Genoffen Fischer muß der tendenziöse jenigen bestraft werden, die es versäumen, ihre Angehörigen, zu deren Krankentag ein Arztbesuch anzunehmen ist, so muß man sagen, daß Bericht der Münchener Neuesten Nachrichten" allein vorgelegen Unterhalt sie verpflichtet sind, zu unterhalten. Ein andrer Grundsag, durchschnittlich soviel gezahlt wird, als die Aerzte sonst bei freier haben, ich habe nicht ein Wort vom Schwakparlament gesprochen der hierbei mit in Betracht kommt, ist der des Schadenersatzes. Aber Praxis für die Behandlung derselben erhalten würden. Ein großer oder davon, daß unsre Fraktion zu viel rede; unfre Berichte ent- folche allgemeine Grundsäge versagen sehr oft in dem Augenblick, Teil dieser Fälle würde lediglich Armenpragis sein. Allerdings ist halten nichts darüber. Ich bin schon zufrieden, daß durch meine wo sie auf die Arbeiter Anwendung finden sollen. Ich will nur auf eine erhebliche Notlage in den Kreisen der Aerzte vorhanden, die Bemerkungen die ganze Frage hier zur Debatte gekommen ist. den Gedanken hinweisen, der im preußischen Eisenbahngesez zum Bevölkerung ist seit 1876 um 31 Bros., also von 43 auf 56 Millionen Das Schlußwort erhält Ausdruck kommt, es heißt da, daß die Eisenbahnverwaltungen gestiegen, die Zahl der Aerzte aber von 13 000 auf 28 000, also verpflichtet find, jeden Schaden zu ersngen, der durch den un 105 Broz.( Hört! hört!), da ist es begreiflich, weshalb Betrieb herbeigeführt wird, es es sei denn, daß fie den sie immer mehr verproletarisieren. Aber es liegt keine Ursache vor, Ich habe nur nötig, auf die Frage des Achtstundentages einNachweis führen fönnen, daß der Schaden durch höhere die Krankenversicherung so zu reformieren, daß sie zu einem Juſtitute zugehen, die in der Debatte die Hauptrolle gespielt hat. Die An- Gewalt verursacht ist. Dieser gesunde Grundgedanke wurde im gegen die Proletarisierung der Aerzte wird.( Lebhafte Zustimmung.) träge auf Verkürzung der Arbeitszeit sind durchaus verständlich Haftpflichtgesetz aus dem Anfang der fiebziger Jahre zu einer voll Nun habe ich bereits erwähnt, daß speciell die Gemeindeangesichts der wirtschaftlichen Krisis und der Arbeitslosigkeit. ständigen Karikatur. Man schob da dem Geschädigten den Beweis versicherung immerhin einen wunden Bunkt im KrankenversicherungsDie Fraktion hat aber bei den Etatsdebatten und bei der Durch die Gemeindeversicherung werden Besprechung der Interpellation über die Arbeitslosigkeit stets die dafür zu, daß ein Verschulden des Unternehmers vorliegt, ein Be- Gesetz bildet. Forderung auf Einführung des Achtſtundentages in den Vordergrund denn vielfach führt der Unfall den Tod des Beschädigten herbei; halten; die in den Gemeindeversicherungen zusammengeschlossenen Forderung auf Einführung des Achtstundentages in den Vordergrund weis, der in den allermeisten Fällen so gut wie ausgeschlossen ist, betreffenden Versicherten auf dem gesetzlich zulässigen Minimum gegestellt, und ich bin überzeugt, daß der nächste Antrag, den wir ein- andrerseits befinden sich die Zeugen in Abhängigkeit vom Unternehmer Arbeiter haben selbst keinen Einfluß auf die Verwendung der Beibringen werden, den Achtſtundentag betreffen wird. Für uns ist natürlich der Wille des Parteitags oberstes Gejezz; da jedoch ein und geraten durch ihre Aussage zu Gunsten der Geschädigten in die träge und find ausgeschlossen vom Einfluß auf die andern Gefahr, arbeitslos zu werden. Versicherungsgesetze. Ich will hier einen kurzen Ueberblick Antrag auf Verkürzung der Arbeitszeit bereits im Reichstage von Derartige Grundgedanken sind in der allgemeinen Gesetzgebung geben über das eigenartige Wahlrecht, das dazu führt, daß uns eingebracht ist, so täme die Frattion in eine üble Lage, wenn bereits zum Ausdruck gebracht worden, und da fragt es sich, ob diese ein Arbeiter mit im Reichs- Versicherungsamt fist, mit berät und an Sie sie zwingen würden, diesen Antrag zu Gunsten eines andren nicht auf irgend einem andern Wege weiter ausgebaut werden können. den Beschlüssen teilnimmt; es ist vielen Arbeitern unbekannt. Zu zurückzuziehen, der doch nicht mehr zur Beratung kommt. Sie würden dadurch die Fraktion zwingen, sich eine Ohrfeige zu ver- Ich habe bereits früher einmal, auf dem letzten internationalen Kongreß den Generalversammlungen der zur Wahl zugelassenen Kassen- das fegen, die sie gar nicht verdient. Wir haben uns von der Er- in Paris, wo die Frage des Minimallohns auftauchte, gesagt, es zieme find alle Zwangskassen und alle über den Wahlbezirk nicht hinauswägung leiten lassen, daß wir etwas Praktisches fordern eigentlich den Socialdemokraten nicht, zu verlangen, daß nur die greifenden Freien Hilfskaffen wählen die Mitglieder Vertreter. Leute, die Arbeit haben, ein Existenzminimum haben; als Social Diese Vertreter wählen einen Vorstand( Gemeinde- Krankenmüssen, und deshalb haben wir zunächst den Zehnstundentag demokrat müsse man dafür eintreten, daß jeder Mensch ein Existenz- versicherungen haben keinen Vorstand und keine Generalversammlung); verlangt. Glauben Sie etwa, daß die Stellung eines Antrages minimum hat, wenn er unvermutet in Armut geraten sollte. Nun dieser Vorstand und Personen, welche für die in den Gemeindekaſſen auf Einführung des Achtstundentages schon seine Annahme durch den Reichstag bedeutet?( Nein!) Die reaktionäre Mehrheit ist man ja im offiziellen Deutschland recht großsprecherisch mit den versicherten Arbeiter von den unteren Verwaltungsbehörden ernannt erzielten Erfolgen. Auf der Pariser Weltausstellung war ja der worden sind, wählen Vertreter, welche bei den unteren Verwaltungswürde ihn ohne weiteres ablehnen; den Zehnstundentag haben unsre bekannte Obelist aufgestellt; man sagte, ein Obelist aus gemünztem behörden, soweit sie bei der Durchführung der Invaliditätsverſicherung Gegner für möglich erklärt, und deshalb ist es nötig, die Probe Golde, der 961 000 Kilogramm wiegt, würde darstellen, wie viel in mitzuwirken haben oder als Beisiger bei den Rentenstellen zu fungieren darauf zu machen, ob es ihnen wirklich Ernst damit ist. In Bayern Deutschland für die Arbeiterversicherung ausgegeben ist. Der Obelist haben. Diese Vertreter bei den unteren Verwaltungsbehörden haben ja unsre Genossen durch ihre wiederholten Anträge auch bereits müßte 7,4 Quadratmeter Grundfläche haben und 14,9 Meter hoch oder Beifizer der Rentenstellen sind es, die den Arbeitervertreter erreicht, daß in Staatsbetrieben die Arbeitszeit von 11 auf sein, um das Verausgabte als Goldmasse darzustellen. Derartige in den Ausschuß der Invaliditätsversicherung, die die Beisitzer zu 91/2 Stunden herabgeſetzt ist. Ich würde Sie bitten, die den Acht- Reklame- Ausstellungen sind nicht dazu geeignet, das Ausland zur den Schiedsgerichten für die Arbeiterversicherung wählen, und endstundentag betreffenden Anträge der Fraktion zur Berücksichtigung zu Nachahmung anzureizen, sondern vielmehr es abzuschrecken. Ich lich die Beifizer bei diesen Schiedsgerichten wählen jene Vertreter überweisen. Eichhorn gegenüber möchte ich nochmals tonstatieren, babe bereits im Reichstag gesagt, daß wir gar keine Möglichkeit haben, öfter Jnitiativanträge im viel eher zur Nachahmung angespornt hätte, daß man das Ausland beim Reichs- Versicherungsamt. Aber sie sind siebenmal gesicbt, bis wein man in sie schließlich bis in das Reichs- Versicherungsamt vordringen. Ich Blenum zur Beratung zu bringen. Eine Aenderung der Geschäftsordnung wäre gänzlich aussichtslos, denn die Mehrheit des Reichs: gemünztem Kupfer ausstellte, was an einem Tage der Arbeit habe bereits gesagt, daß der Einfluß der Arbeiter für die Versicherten tages betrachtet das Parlament als eine Gesetzgebungs- Fabrikations- geber für die Arbeiter geleistet hat; dann hätte man nämlich immerhin einen Vorteil hat, und zwar, weil die Invaliditätsversiche rung fich auch mit andren Dingen als lediglich mit Rentenzahlen zu mit 6 fupfernen Reichspfeinigen auskommen können. maschine für die Regierungen, die von den Ministern in Bewegung Es wird immer fälschlich so dargestellt, als sei diese Versicherung befassen hat und vielfach auf das Gebiet der Krankenversicherung übergesetzt wird und nur so lange zu arbeiten hat, als sie von eine rein Bismarckische Erfindung, als habe die kaiserliche Botschaft greift. Wir sehen, daß im allgemeinen da eine besondere Rückständigkeit dort Dampf bekommt; für alles andre haben sie nur ein von 1881 den Anstoß dazu gegeben. Man erwähnt dabei nicht, daß vorhanden ist, wo das Krankenkassenwesen wenig ausgebildet iſt. minimales Interesse. In der That hat Eichhorn gestern gesagt, daß das Reden bei der Etatsberatung eingeschränkt werden solle, 3 Anfang dieser Botschaft nene indirekte Steuern und das Tabak- Wir sind ja gewohnt, zunächst nach Osten zu blicken, wenn wir die monopol gefordert wurden. Bismard wollte sich nur darum herum- Erscheinungen besonderer Rückständigkeit suchen. In Ostpreußen wird aber die Etatsberatung ist die einzige Gelegenheit, gewisse Dinge drücken, offen zu erklären, zu welchem Zweck er das Geld haben wenig geleistet in Bezug auf Heilverfahren, Bekämpfung der Tuberzur Sprache zu bringen, und wir sollten eher noch einen ausgiebigeren wollte. Das war die einzige Ursache. Lange vor der Reichs- fulose usw.; Ostpreußen hat wenig selbständige Krankenkassen und Gebrauch davon machen, beim Etat unsre Wünsche zu äußeren. Krankenversicherung hatten viele Gemeinden bereits eine Zwangs- eine große Anzahl nicht versicherter Arbeiter, für die die unteren Gerade dieser Achtſtundenantrag bedeutet in der Praxis doch nichts Krankenversicherung, ohne daß es ihnen eingefallen wäre, von Berwaltungsbehörden die Ausschußmitglieder ernennen. Ich habe andres als den Wunsch der Parteigenossen, wir sollten zunächst durch Socialreform zu reden. Noch ein andrer Zug machte sich bemerkbar. bei meinen Berechnungen als Einheit 100 000 gezahlte Wochenbeiträge Reben im Reichstage den Gedanken des Achtstundentages immer Die Industrie leerte bei ihrer rapiden Entwickelung das Menschen- genommen. In den Hanſeſtädten werden 3408 M. für 100 000 wöchent wieder propagieren. Ich glaube aus der ganzen Debatte entnehmen reservoir des platten Landes und schob die Juvaliden, die liche Beiträge ausgegeben, in Ostpreußen nur 614 M., das Königzu können, daß der Parteitag mit der Thätigkeit der Fraktion einverstanden ist. Die beiden noch vorliegenden Anträge 66a und 103 Berlegten, die Krüppel dann wieder auf das Land zurück, reich Bayern hat aber noch weniger, nämlich nur 558 M. für hier fielen fie der Armenkasse zur Last. würde ich vorschlagen, der Fraktion zur Berücksichtigung zu über. Deshalb regte ( Sehr richtig.) 100 000 gezahlte Beiträge ausgegeben, es bleibt also noch 56 Mark sich überall in den Landgemeinden die hinter Ostpreußen zuriid. Nur find zwei Versicherungsanstalten in weisen. Forderung, das Unterstützungswohnsiz!- Gesetz zu ändern, man ver- Bayern, die mehr leisten, nämlich Oberbayern und Mittelfranken. langte, daß die Verletzten an dem Orte unterstützt werden sollten, Hinter Bayern bleibt schließlich noch Westpreußen zurück, das nur wo sie verunglückt waren. Das aber ging auch nicht, weil die neu 463 Mart zahlt. Aber dieser reaktionärste Bezirk Preußens ist noch aufstrebenden Industriegemeinden bereits überlastet und verschuldet gradezu verschwenderisch gegenüber Niederbayern, das nur 30 Mark waren. Andrerseits wurde wieder eine Aenderung des Haftpflicht- 22 Pfennige zahlt( hört, hört!) Es fragt sich, ob nicht grade die gefeges vorgeschlagen, die den Industriellen nicht paßte. So tam es, Gemeindefranken- Versicherung in erster Linie beseitigt werden muß, daß 1879 der Centralverband deutscher Industrieller die Unfall- und da habe ich aus ziemlich sichrer Quelle gehört, daß versicherung forderte, in der Absicht, vor der drohenden Aenderung während man in Preußen mit der Gemeindeversicherung tabula rasa des Haftpflichtgesetzes geschützt zu sein( fehr richtig!), das ihnen machen will, dielbayrischen Bundesratsvertreter die Gemeindeversicherung erheblich höhere Lasten aufgelegt hatte als eine allgemeine Unfall- als Refervatrecht betrachten und daß das einer der Hauptgründe sein versicherung. Ein Mann, der nicht grade bekannt ist wegen über- foll, weshalb jene seit Jahren versprochene Reform des Krankengroßer Arbeiterfreundlichkeit, sondern als Schienenflicker und Steuer- Versicherungsgesetzes immer noch aussteht. Hinterzieher, Sommerzienrat Baare, legte 1880 dem Reichstag einen Nun haben wir weiter die Unfall- Versicherungsgeseze, das Ges vollständigen Entwurf einer Unfallversicherung vor. Jm März 1881 ging werbe, das Bau- Unfall- Versicherungsgefeß, das Unfall- Versicherungsdem Reichstag dann ein Regierungsentwurf über die Unfallversicherung gesetz für die Landwirtschaft, das See- llnfall- Versicherungsgesetz. Ich zu, der im Laufe des Sommers verabschiedet wurde. Aber das will lediglich den Grundgedanken dieser Versicherungen hervorheben, Centrum brachte das Gesetz zu Fall; auf Betreiben Windthorsts war der allgemein immer als ein so humaner" Gedanke gepriesen wird. eine Resolution beschlossen worden, die die Regierung aufforderte, Auf dem letzten internationalen Versicherungstongreß wurde wieder diesem besonders humanen" Gedanken ge= die bestehenden Haftpflicht- Versicherungsgesellschaften zu entschädigen. einmal mit Das ganze Gejezz wurde deshalb vom Bundesrat abgelehnt. progt, daß ein Unfall auch dann entschädigt wird, wenn Dann kam die kaiserliche Botschaft, die jetzt noch einmal erfand, wo er durch Verschulden der Arbeiter herbeigeführt ist; nur die mit die Gesetzgebung sich schon lange beschäftigt hatte. Sie soll den direkt absichtlich herbeigeführten Unfälle sind ausgeschlossen, Unfälle, die bei Anstoß zur Socialreform gegeben haben, aber bereits 1867 forderten ebenso die Begehung strafbarer Handdie Abgeordneten von Diest- Daber und Brauchitsch in einer Re- lungen erfolgt sind. Außerdem hat die Rechtsprechung noch einen solution die Versicherung der Industriearbeiter; im selben Jahre andren Ausweg gefunden, den des sich außer Betrieb befindens". Friedenthal ein Hilfskaffen- Gefeß, 1869 traten Lasker, 1870 Hirsch, Aber es steht diesen humanen Grundgedanken gegenüber die That1871 wieder Lasker, Hammacher, Bermuth und Richter, 1873 Schulze- sache, daß man den betreffenden Verletzten keineswegs den vollen Delitzsch und Stumm mit ähnlichen Anregungen hervor. Da ist es Schadensersatz, sondern mur angeblich 662/3 Broz. gewährt, in Wirklichetwas dreist, von dem ersten Anstoß durch die kaiserliche Botschaft zu teit werden aber auch nicht immer diese 662/3 Proz. des Schadens ersetzt. Sobald zum Beispiel der Verdienst 1500 Mart übersteigt, reden.( Lebhafte Zustimmung.) Wenden wir uns nun von der historischen Entstehung der socialen erreicht der Schadensersatz diesen Prozentsag nicht. Bei den Arbeitern Gesetzgebung zu ihrem Sinn und Inhalt. Da ist zunächst die ländlichen wird die die Entschädigung von den Krankenkassen- Versicherung. Ihr Grundzug war der Schutz der unteren Verwaltungsbehörden festgesetzt, wobei der Arbeitsverdienst Armentassen, nicht der Schutz der Arbeiter vor der Not. Die ganz außerordentlich gering angenommen wird. Aber selbst wenn Kranken- Unterstützung wurde auf die Hälfte des Tagelohns, bei der die 662/3 Proz. erreicht werden, so kann man doch nicht annehmen, Die Socialdemokratie hat bisher so gut wie feine Stellung zur Gemeinde- Krankenversicherung sogar nur auf die Hälfte des orts- daß 331/3 Broz. sämtlicher Unfälle durch das Verschulden der Arbeiter Arbeiterversicherung genommen. Die einzige Aeußerung der Partei üblichen Tagelohns bemessen, der an sich schon unter dem that- herbeigeführt werden. So werden sämtliche Unfälle zunächst einmal findet sich in Punkt 5 des Programms: Uebernahme der gesamten sächlichen Verdienst zurückbleibt, und die Hälfte davon, reicht entschädigt auf Kosten derjenigen, die zum Verschulden nicht bei Arbeiterversicherung durch das Reich mit maßgebender Mitwirkung natürlich nicht aus, um die Familie mit einem Kranten zu er getragen haben. Also nicht etwa die Unternehmer sind es, sondern der Arbeiter an der Verwaltung." Es sind zwei große Unflarheiten halten. Nur 13 Wochen wird die Unterstützung gewährt. Die die Krüppel, die Witwen und Waisen, die hier entbehren müssen, in diesen Sägen enthalten; wir sagen nicht, welchen Ausbau wir Organisation zeigte die ärgste Zersplitterung, tein einheitlicher Plan was man andren zuivendet. Nun wird freilich mit dem Selbstverwollen, und wir sagen nicht, was wir unter der maß- lag der Sache zu Grunde, sondern man suchte das Bestehende schulden ein eigenartiges Spiel getrieben. Alle zehn Jahre wird eine gebenden Mitwirkung der Arbeiter an der Verwaltung ver- weiter zu erhalten. So haben wir in bunter Zahl Gemeindes, Bau-, Zusammenstellung gemacht, in der sich eine ganze Reihe selbst= stehen. Die Unklarheiten bedürfen der Aufklärung. Auch Knappschafts-, Betriebs-, Orts- Krankenkassen und Freie Hilfskassen. verschuldeter Unfälle befindet. Unter ihnen ist ungeschicklichkeit ist es notwendig, daß sich die Partei mehr mit der Frage Durch die Zersplitterung wurde die Versicherung zum Teil ganz und Unachtsamkeit als Hauptursache mit 20 Proz. unter den 29 Proz. beschäftigt, damit die Genossen im Reichstage wissen, ob lahmgelegt, die großen Ziele konnten nicht durchgeführt werden. Die selbstverschuldeter Unfälle zu bezeichnen. Unter den ungeschickten fie in ihrer Haltung die Partei hinter sich haben. Zu den ersten Versicherung gegen die Krankheit wurde auch nicht auf alle Arbeiter, Arbeitern spielen aber merkwürdigerweise die Greise von über Versicherungsgesezen zur Zeit des Socialistengesezes konnte die sondern lediglich auf die Industrie- Arbeiter erstreckt, die Dienstboten 60 Jahren eine erhebliche Rolle. Betrachten wir nun die selbstPartei teine Stellung nehmen, da teine Parteitage stattfanden. Jetzt und die Landarbeiter ließ man heraus. Wenn die Versicherung verschuldeten Unfälle nach ihrer geographischen Verteilung, so ergiebt ist das anders geworden, jezt müssen die Genossen der Fraktion aber eine Wohlthat ist, weshalb ließ man sie denn nicht sich die eigenartige Erscheinung, daß die meisten dieser Unfälle nicht eine bestimmte Richtschnur geben, an die sie sich balten kann. Die den Landarbeitern zu teil werden? Es zeigt sich auch hier, etwa in industriellen Bezirken vorkommen. An der Spizze stehen Stellung der Fraktion ist eine viel angenehmere, wenn sie weiß, daß es sich gar nicht um eine Wohlthat für die Arbeiter, vielmehr die Regierungsbezirke Gumbinnen und Niederbayern. unt die daß sie die Partei hinter sich hat. Wiederholt haben die offiziellen sondern Entlastung der städtischen Armenpflege( hört! hört!) Während das industrielle Rheinland einen sehr 1892 tam die Reform und die Ausdehnung der niedrigen Satz aufweist. Wir dürfen also wohl sagen, daß diese Vertreter des Reichs auf internationalen Versicherungskongressen aus- baudelt. auf den niedrigen Kulturzustand der betreffenden gesprochen, daß man geneigt ist, auf dem Gebiet der Versicherungs- Versicherung auf weitere Kreise. Es wurde bestimmt, daß Arzt und Unfälle gefeggebung weiter zu geben, vorausgefeßt, daß die andern Staaten, Medizin in natura zu liefern seien und das Verhältnis zur Berufs- Gegenden zurückzuführen sind. Und da die Arbeiter an diesem die mit unsrer Industrie konkurrieren, unserm Beispiel folgen. genossenschaft wurde geregelt, aber die Versicherung wurde nicht auf niedrigen Kulturzustand keine Schuld haben, so kann man nicht von 1895 waren 15 641 000 Arbeiter vor Selbstverschulden reden. Man braucht diesen Ausdruck nur, um es Bevor ich nun untersuche, in welcher Richtung die Ausdehnung alle Arbeiter ausgedehnt. der Versicherungsgesetzgebung sich bewegen soll, möchte ich eines handen, aber nur 8 115 000, taum die Hälfte, waren gegen Krankheit zu rechtfertigen, daß man dem Verlegten keinen vollen Ersatz für vorausschicken. Durch verschiedene Gesetze ist ausgesprochen, daß der versichert. das giebt, was ihm an Lohn entgeht. Mensch ein Existenzminimum haben muß. So wird z. B. durch das Nun soll eine nene Reform eingebracht werden. Da ist es nötig, Ferner macht man immer einen Gegensatz zwischen Unfall und Gesetz über die Beschlagnahme des Arbeitslohnes indirekt anerkannt, auf einen Umstand aufmerksam zu machen. Es giebt Kreise, die für Berufskrankheit. Ich halte die Berufskrankheiten für Betriebsunfälle daß jeder Mensch mindestens 1500 Mt. Einkommen haben muß. diese Reform bestimmte Ziele aufstellen, ohne daß sie selbst versichert und stehe mit dieser Anschauung nicht allein, ein namhafter Gelehrter, Dadurch ferner, daß eine ganze Reihe von Gegenständen unpfänd- sind oder je versichert sein werden. Es sind die Aerzte; in fast jeder Prof. Levin, bringt in einem Artikel„ Die Bergiftung in den Be bar sind, daß der Kreis der unpfändbaren Gegenstände noch er- ihrer Zusammenfünfte beschäftigen sie sich mit der Frage der Arbeiter- trieben und das Unfallversicherungs- Gesetz" den Nachweis, daß die Geweitert ist, wird zugegeben, daß demjenigen, der etwas hat, nicht verficherung; die Augsburger Aerzte haben sogar ein dickes Buch werbefrankheiten nichts anders find, als eine häufige Wiederholung fortdas Letzte genommen werden darf. Warum geht man nun nicht darüber herausgegeben, das in dem Sage gipfelt: die Versicherung währender Betriebsunfälle.( Sehr richtig!) Diese Art Betriebsunfälle weiter und sucht einen Weg, um demjenigen, der das Existenzminimum demoralisiert die Arbeiter und untergräbt die Existenz der Aerzte. gehören mit in die Unfallversicherung hinein und den Hinterbliebenen nicht hat, dasselbe zu verschaffen? Wir haben zwar die Armen Dem Sinne nach hört man dasselbe sehr oft von Aerzten, immer derer, die an einer solchen Reihe von Unfällen zu Gründe gegangen gesetzgebung, aber diese setzt nicht da ein, wo das Minimum nicht wird es so dargestellt, als sei die Existenz der Aerzte durch dic find, gebührt mit Fug und Recht die Unfallrente. Wenn nun auf der einen Seite von den kolossalen Ents vorhanden ist, das die andren Geseze voraussetzen, sondern sie läßt Krankenversicherung vernichtet. Es ist eigentümlich, daß fich gerade nommen hat. Die Anträge 66a und 103 werden der Fraktion zur Berücksichtigung überwiesen. Antrag 57 wird abgelehnt, Antrag 60 wird zurückgezogen, nachdem der Parteitag durch Verlesung von ihm Kenntnis geAntrag 61 wird angenommen, Antrag 62 zurückgezogen, da er durch die Abstimmung über Antrag 61 erledigt sei. Antrag 63 wird angenommen. Auch die Anträge 92 und 93 werden angenommen.# Punkt 4 der Tagesordning:" Die bevorstehende Reichstagswahl wird auf Freitag verschoben, da der Berichterstatter Bebel gesundheitlich nicht in der Lage ist, heute das Referat zu erstatten. Es folgt daher Punkt 5 der Tagesordnung: Arbeiterversicherung. Dazu liegt vor die folgende Resolution 106: " Die Verficherungsgesetze des Deutschen Reiches, die hauptsächlich erlassen wurden, die Armenkassen vor Ueberlastung und die Unternehmer vor Schadensersatz zu bewahren, entsprechen in keiner Beziehung den Anforderungen der Arbeiterklasse. Jedoch ist durch die Erfahrung der Beweis erbracht, daß mit der Versicherung allgemeine Uebelstände bekämpft und deren schlimmste wirtschaftliche Folgen gemildert werden können. Deshalb fordert der Parteitag: 1. Ausdehnung der Versicherung auf alle Arbeiter und diesen wirtschaftlich gleichstehenden Personen; 2. Vereinheitlichung der Versicherung; 3. volle Selbstverwaltung durch die Versicherten; 4. Heranziehung aller Klassen zur Tragung der Kosten. 5. Bekämpfung von Boltskrankheiten durch die Krankenverficherung. 6. Weiterer Ausbau der Unfallverhütungsvorschriften und der Vorschriften zur Verhütung von Berufskrankheiten, sowie voller Schadensersatz der Verletzten und deren Hinterbliebenen. 7. Einführung der Arbeitslosenversicherung. 8. Einführung der Witwen- und Waisenversorgung. Berichterstatter Molkenbuhr: den Menschen erst verkommen, ehe sie eingreift; sie raubt dazu noch die Augsburger Aerzte da so hineinlegen. In Bayern waren unter schädigungen gesprochen wird, welche das Unfallversicherungsgesetz dem Armen die politischen Stechte; für das bischen Brot, das ihn den 4832 Stassen 4127 Gemeindefassen, 602 Betriebskassen und drei den Arbeitern gebracht hat es find 1885-1900 insgesamt M darin Wenn So Noch ein andres Beispiel: zit 592 740 000 mt. an Entschädigungsgeldern ausgezahlt so muß treten der Versicherungsgesetze auch der große Aufschwung der versicherung ausgegeben hat. man doch auf der andren Seite fragen, was demgegenüber auf dem Industrie einsetzte und daß diefer große Aufschwung nicht trop den Bielen der Gewerkschaften gehört ja nicht allein die Schlachtfeld der Arbeit von Arbeitern an Leben und Gesundheit ein- sondern wegen der Versicherungsgeseze getreten sei. Nicht mit Arbeitslosen- Unterstützung, sondern auch Einflußnahme auf die gebüßt ist, und da sehen wir, daß diese 592 Millionen bezahlt Unrecht nannte er die Unternehmerbeiträge en feststehenden Teil des Regelung der Arbeitszeit. Glaubt man nun etwa, daß durch den wurden für 90 333 Todesfälle, für 30 566 dauernd und völlig Lohnes. Bei einer auf Selbstverwaltung aufgebauten Versicherung Erlaß der Bäckereiverordnung, die eine gewisse Abfürzung der erwerbsunfähig gewordene, für 477 447 teilweise und dauernd werden die Arbeiter recht vorsichtig zu Werke gehen; es besteht doch Arbeitszeit für die Bäcker mit sich brachte, die Gewerkschaftserwerbsunfähig und für 13 619 vorübergehend erwerbsunfähig ge- iezt schon oft eine große Neigung unter ihnen, da, wo wirkliche bewegung der Bäcker gelitten hat? Nein, im Gegenteil, dadurch wordene. Die Verlegungen, die in den ersten 13 Wochen geheilt Strante vorhanden sind, Simulanten zu suchen.( Sehr richtig!) Man ist sie erst recht in Fluß gekommen.( Zustimmung.) wurden, find hier nicht mit eingerechnet, ebenso wenig diejenigen wird den Arbeitern ohne Schädigung der Gesamtheit volle Selbst wird immer für die Gewerkschaften ein Anfporn bestehen, Todesfälle, wo die See- Berufsgenossenschaften kein Sterbegeld zahlten, verwaltung gewähren können. ihren Mitgliedern mehr zu bieten, als durch die Gesetzgebung gegeben weil der Betreffende über Bord fiel und infolgedessen nicht beerdigt Es fragt sich weiter, ob die Versicherung auf weitere Gebiete wird. Anders wäre es, wenn die eine Versicherung die andre auswurde. Also, auf der einen Seite koloffale Opfer an Leben und auszudehnen ist. Wie ich schon in der Einleitung hervorgehoben schließen sollte, wenn die öffentlich rechtlich Versicherten nicht in Gesundheit, auf der andern Seite als Entschädigung nur einen habe, hat die Gesetzgebung schon teilweise das Eristenzminimum an- privaten Versicherungen sein dürften und umgekehrt, dann würde Bruchteil des entgangenen Arbeitsverdienstes. erkannt. Ferner ist es eine alte Erfahrung, daß je teurer gewiffe allerdings eine Konkurrenz entstehen, die unter Umständen verhängnisBei der Juvaliditäts- und Altersversicherung wird wieder ein Uebelstände den Menschen werden, sie umsomehr darauf verseffen voll werden könnte. andres Verfahren eingeschlagen. Sie sehen daraus, wie buntscheckig sind, dieselben aus der Welt zu schaffen. Eine ganze Reihe von Unfall- Ich komme noch auf ein Gebiet der Versicherung, das in letter die ganze Gesetzgebung ist. Die Krankenversicherung hat einen verhütungs- Vorschriften wäre heute noch nicht erlassen, wenn wir nicht Beit viel diskutiert worden ist, und das jetzt von der Centrums andren Streis Versicherter als die Unfallversicherung, und doch geht die Unfallversicherungs- Gesetze hätten. Verschiedene Vorschriften gegen fraktion benutzt werden soll, gewissermaßen als Feigenblatt zu das Unfallgesetz von der Voraussetzung aus, daß jeder gegen die Feuersgefahr wären nicht da, wenn nicht die Feuerversicherung dienen für die Sünden, die das Centrum am golltarif gegen das Krankheit versichert ist. Einige Leute sind gegen Krankheit und nicht bestände. Darum eignen sich meiner Meinung nach gerade die Bolf begeht, nämlich die Witwen- und Waisenversicherung. Diese gegen Unfall, andre gegen Unfall, aber nicht gegen Krankheit ver- jenigen Gegenstände, die man mildern, die man teilweise verhindern Versicherung ist keine Erfindung des Centrums. Früher hat bereits fichert. Statt eine Einheitlichkeit in die Versicherung hinein tann, am meisten zum Zwecke der Versicherung, und deshalb sollte Stumm sehr auf die Einführung einer solchen Versicherung gedrungen zubringen, experimentierte man fortwährend herum, und die Kranken- und Unfallversicherung viel mehr ausgebaut werden zu und es ist wiederholt in Reichstagsresolutionen in diesem Sinne be überall zeigt sich die Buntscheckigkeit. Zum Unfallversicherungs- einer Institution zur Verhinderung von Krankheit und Unfall. Wenn schlossen worden. Ganz gewiß ist es ungerechtfertigt, wenn die Gesetz steigen die Verpflichtungen bont Jahr zu Jahr, sich aber das Uebel nicht verhindern läßt, soll dem davon Betroffenen Witive eines Arbeiters, der an einer Strantheit, die er im und als bei der letzten Reform eine Stärkung des wenigstens ausreichende Hilfe gewährt werden, damit er nicht nebenbei Arbeitsprozeß erworben hat, zu Grunde gegangen iſt, jetzt nach deng Reservefonds beschlossen wurde, da liefen die Unternehmer dagegen noch in Hunger und Armut verfällt. Tode ihres Mannes nichts mehr erhalten soll. Aber ich habe bereits Sturm, weil sie lieber die Zukunft auf Kosten der Gegenwart be- Fragt man sich nun, auf welche Zweige die Versicherung aus vorhin gesagt, daß man die Erwerbskrankheiten ruhig der Unfalllasten wollen. Bei der Invaliditätsversicherung, wo das Prämien- gedehnt werden soll, so steht obenan die Arbeitslosigkeit, ein Uebel, versicherung zuschreiben soll; es ist auch die Notwendigkeit vorhandeo, verfahren besteht, hat sich in den letzten zehn Jahren bereits die das die Armenkassen erheblich belastet, das ebenso schlimm wirkt, eine weitere Witwen- und Waisenunterstützung einzuleiten. Jedoch: Summe von 847 Millionen angesammelt, so daß da nicht nur wie Krankheit und Invalidität, ja sehr oft Krankheiten verursacht. wäre ich geneigt, den Namen umzudrehen und lieber von WaisenDeckung für die laufenden Verpflichtungen, sondern sogar eine reich- Ich habe bereits in der Neuen Zeit" nachgewiesen, daß wenn und Witwenversicherungen zu sprechen, weil die Waisen nach meiner Hier liche Ueberdeckung vorhanden ist. Nun fragt es sich, was zu thun das Jahr 1895, in dem wir eine Arbeitslosenzählung hatten, Meinung berücksichtigt werden müssen in erster Linie. ist. Als vor der letzten Reform des Unfallversicherungs Gesetzes ein Durchschnittsjahr der Arbeitslosigkeit war, man an jeden Arbeits- zeigt sich das Centrum wieder einmal in feiner vollen Glorie. diese Frage im Centralverbande deutscher Industrieller diskutiert lofen pro Tag der Arbeitslosigkeit 2 M. pro Tag zu zahlen hätte. Nach Trimboras Vorschlag sollte die Witwe 100 M., jede Waise, wurde, da war es Herr Jenke, der den Ausspruch that: Ja, wenn Dazu würde eine Summe von etwa 200 Millionen erforderlich 33 m. erhalten. Wie sollen von einem so winzigen Betrage die! wir tabula rasa( freien Tisch) hätten, würden wir vieles anders sein. Würde man 111117 1/3 der Beiträge auf das Reich Waisen leben? Würde man wenigstens das geben, was bei dent machen. Ja, wenn selbst Herr Jente einsieht, daß es viel beffer ge- übernehmen, 1/3 auf die Arbeiter und 1/3 auf die Arbeit Tode eines Arbeiters durch einen Unfall jährlich gewährt werden macht werden kann, was hindert ihn denn dann, es besser zu machen? geber, so hätten wir einen Beitrag zu erheben, der mur 15 Proz. muß. Wenn ein Jahresverdienst von 600 m. vorhanden war, so Die Krankenkassen haben für ihre laufenden Verpflichtungen vollauf höher wäre, als der zur Invaliditäts- und Altersversicherung. würden das 330 M. sein; es wären dann sofort 368 Millionen In der Versicherung darf man Dedung, ebenso die Invaliditätsversicherung, nicht aber die Unfall- An der Finanzfrage würde also das Problem der Arbeitslosen Mark jährlich nötig. ihren sebe ich Vorzug gegen die Armens versicherung. Nach meiner Meinung muß das Zahlen für die Unfall- unterstützung nicht scheitern. Dann aber wäre es auch möglich, daß und versicherung lediglich Sache des Betriebes sein, weil die Kosten des wie die andern Versicherungen als Hauptzwed den der Verhinderung pflege niemals die Bedürftigkeit in den Vordergrund stellen, Betriebsunfalles unzweifelhaft zu den Betriebsunkosten mit hinzu haben, daß auch hier, sei es durch Jnangriffnahme von Kultur- fondern ein andres erkennbares Moment. Es ist nun nicht gerechtgerechnet werden müssen. Man könnte also die Unfallversicherung arbeiten, sei es durch Verkürzung der Arbeitszeit, auf eine Ver- fertigt, eine Witwe anders zu stellen als eine andre Fran; nehmen vorläufig aus der andren herauslassen und darauf dringen, daß sie minderung der Arbeitslosigkeit hingewirkt werden könnte. wir an, zwei Frauen von demselben Alter arbeiten zu demselben Deckung für ihre Verpflichtungen schafft und daß den Versicherten Ist nun eine solche Institution wünschenswert, und zwar zu- Lohn in derselben Fabrik; mm ist die eine Witwe und die andre ein größeres Maß von Selbstverwaltung eingeräumt wird. Im nächst vom Standpunkt der Arbeiter? Nach meiner Meinung liegt nicht, weshalb soll mun die eine nur aus dent Grunde, weil sie übrigen aber ist eine Vereinheitlichung der Versicherung anzustreben, sie im Interesse der Arbeiter, weil diese durch nichts mehr Witwe ist, eine Unterstügung erhalten? Nicht die Witwen, die weil ja eine Versicherung sich an die andre anschließt. Zunächst müßte die geschädigt werden als durch Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit Waisen- und Kinderversicherung ist die Hauptsache. gefegliche Ernährer des Kindes, auch des unehe Krankenversicherung verallgemeinert werden, insofern, als sämtliche bringt die Arbeiter geistig herunter, ein großer Teil der Vagabunden der Arbeiter und die ihnen gleichstehenden Personen ihr unterworfen und der Leute, die buchstäblich im Kote der Landstraße umkommen, lichen Stindes, stirbt, muß für die Waisen gesorgt werden. Kinderarbeit entgegengewirkt werden. Witwen werden. Die Leistungen müßten höher werden als heute, diese würden nicht so weit gesunken sein, wenn rechtzeitig vorgebeugt wäre. kann auch der Mehrbelastungen sind sehr wohl zu tragen, und sie müßten getragen Aber auch als Klasse werden die Arbeiter durch die Arbeitslosigkeit mit zahlreichen Kindern werden durch die Waisenversicherung Wenn Arbeitsunfähigkeit bei einer werden, weil sie notwendig sind, denn es trägt doch nicht zur geschädigt, sie hat eine chronische Lohndrückerei zur Folge, in vielen ja an sich schon besser gestellt. Genesung eines Kranten bei, wenn er während der Krankheit Unternehmungen sind am Schlusse einer Krisis die Löhne ganz erheblich alleinstehenden Witwe eintritt, dann muß die Invalidenversicherung Hungert nnd darbt; das muß er aber bei den gegenwärtigen gesunken, obwohl keine plögliche Lohnreducierung stattgefunden hat, sons entsprechend ausgebaut werden, weil sie hier einzutreten hätte. Unterstützungsbeiträgen oder aber, wenn es wirklich gelingt, durch dern einzig und allein durch die fortgesetzte Einstellung billigerer Arbeits- Während das Centrum die Waisenversicherung in den Hintergrund Schuldenmachen über die schwerste Zeit hinauszukommen, so ist der fräfte( Sehr richtig.); diese chronische Lohndrückerei fönnte verhindert schiebt, haben wir alle Ursache, sie besonders zu betonen, um so zu Refonvalescent gewöhnlich zu der Zeit, wo er sich auf ärztlichen Rat werden und es würden dann auch den Gewerkschaften manche erträglichen Zuständen zu gelangen. schonen soll, gezwungen Ueberstunden zu machen, um Schulden Kämpfe eripart werden, durch die das zurückerobern müssen, was Wenn eine allgemeine Arbeiterversicherungs- Organisation über das ganze Reich geschaffen wäre, so hätte man sich nicht darauf zu fie auf der Frauenkonferenz angeregt wurde, möchte ich fämpfung der Arbeitslosigkeit liegt aber auch im Interesse der beschränken, sie nur den Buchstaben des Gesetzes ausführen zu lassen, abraten, weil wir schon zu viel Versicherungen haben. Wird die Gesamtheit. Als in England beim Streit um den Zehnstundentag sie müßte vielmehr weiter mitarbeiten an dem Ausbau des ganzen So wie den Ortstafsen eine gewisse Latitude Wöchnerin nicht ausreichend gepflegt, so ist das ein Mangel gesagt wurde, daß in andren Ländern die Leute länger arbeiten würden, Versicherungswesens. des Krankenversicherungs- Gesetzes. Der Wöchnerin müßte eine aus hielt Macaulay dem entgegen: Die Länder mit der langen Arbeits- eingeräumt ist, so muß auch dieser allgemeinen Organisation die giebigere Unterstützung als jetzt zu teil werden. Man glaube nicht, zeit brauche man nicht zu fürchten, sie würden England nicht schaden; besondere Berücksichtigung örtlicher und gewerblicher Verhältnisse daß sich durch die Erhöhung des Krankengeldes in demselben Maße sollte England einmal von dem ersten Platz der Industrie verdrängt überlassen bleiben, ebenso die Sorge, neue Gebiete dem Versicherungsauch die Lasten steigern. Nur vielfach schreitet der Gesundungs- werden, so könne das nur geschehen durch ein Land mit einem fräftigeren wesen zuzuführen. prozeß piel schneller vorwärts, wenn der Arbeiter während seiner und intelligenteren Arbeiterstande. Gerade durch die lange Arbeitszeit Krankheit ausreichend zu leben hat, als wenn er darben muß, und würden die Arbeiter entkräftet. Genau dasselbe gilt für die Arbeitslosigkeit, darum wird eine Erhöhung des Krankengeldes vielleicht eine fie entfräftet den Arbeiter und bringt ihn förperlich und moralisch Kürzung der Krankheitszeit zur Folge haben. Wenn die Ver- Herunter. Wie geht man gegenwärtig mit der Körperschaft der ficherung einheitlich ist, so wenn die Krankenversicherung in größeren Arbeiter um! Auf feinem Gebiet wird ein solcher Aufbau geVerbänden über weitere Streise zusammengeschlossen ist, so fann trieben!( Sehr richtig!) Die Arbeitskräfte laffen sich ja leicht erman auch viel mehr zu einer Verhütung von Krankheiten thun. setzen. Würden die Großgrundbesitzer, die heute so verwegene Ebenso wie die Berufsgenossenschaften das Recht haben, Unfall- Vorschläge, wie die Aufhebung der Freizügigkeit machen, einmal berhütungs- Vorschriften zu erlassen, sollte man auch den Kranken- die Ursache der Landflucht untersuchen, so werden sie finden, den es Landarbeitern ant dauernder Arbeit zu daß kassen das Recht geben, Krankheitsverhütungs- Borschriften fehlt. die erlassen. werden, das Verhindern von Krant- Jemehr Maschinen eingeführt desto ( Sehr richtig!) Denn länger heiten ist viel billiger, als das Heilen.( Sehr wahr!) Die werden die Perioden der Arbeitslosigkeit. Will man dem entKrankenversicherung fönnte sehr viel zur Förderung der öffentlichen gegenwirken, so gebe man den Arbeitern für diese Zeit wenigstens Gesundheitspflege beitragen, und in Ausübung dieses Zieles könnte ein Eristenzminimum. auch den Aerzten eine standesgemäße Stellung eingeräumt werden. Für wesentlich halte ich es nun, daß die Versicherung selbst die Mon fürchtet vielfach von dem Ausbau der Versicherung eine Ursache zu wirtschaftlichen Reformen werden kann. Schiffsunglück. Aus Swinemünde wird berichtet: Der Stärkung des bureaukratischen Elements. Demgegenüber erinnere uns allerdings daran gewöhnt, daß wir England slavisch der Kunstmannschen Reederei gehörige Dampfer„ Boruffia" ist mit ich daran, daß einer der Zwecke des Ausbaues der Versicherungs- nachahmen. England hat zuerst das Gebiet der Arbeiterversicherung 20 Mann Besazung im Meerbusen von Biscaya untergegangen und gesetze die Bekämpfung der Socialdemokratie war und trotzdem konnte betreten und man glaubt, genau so wie in England müsse es Bismarck nicht umhin, gerade in dem Gesez, wo am meisten zu thun auch anderswo gemacht werden. Aber wer weiß, ob die Engländer, gestern amtlich für verschollen erklärt worden. In Tzurzu( Navarra) lieferten zwei Zigeunerbanden ist, beim Krankenversicherungs- Gesetz, der Selbstverwaltung einen wenn sie die Versicherungsgesetze noch einmal schafften, wieder in derrecht breiten Spielraum einzuräumen. Ja, warum haben Bismarck selben Weise vorgehen würden? Doch sei dem, wie ihm wolle, eine einander eine regelrechte Schlacht. wobei zwei Zigeuner ges und Konsorten damals nicht den großen bureaukratischen Apparat derartige Ausbreitung der Versicherung könnte der Anlaß zu wirt- tötet und drei verletzt wurden. Militär mußte einschreiten. Es geschaffen, dessen Einführung man heute fürchtet? Doch nicht, schaftlichen Reformen sein. So lange die Arbeiter allein die Lasten wurden elf Berhaftungen vorgenommen. Mit einer Bombe in der Hand betrat, wie man aus New weil es ihnen an böser Abficht gefehlt hat, sondern ledig der Arbeitslosigkeit zu tragen haben, wird man sich allerdings ernsthafte Reformen in Angriff zu 9ort meldet, ein Räuber die Bureaus der Kanadischen Handelslich, weil sie sich bewußt waren, daß eine solche Versicherung schwerlich entschließen, ohne Mitwirkung der Versicherten gar nicht durchzuführen ist. nehmen. Dann dürfen wir auch, wenn wir England nachahmen bank zu Scagany in Alaska und verlangte die Auszahlung einer Wir Summe von 20 000 Dollars( 80 000 Mark) unter Hinweis auf das Je größere Gebiete man der Versicherung überweist, desto mehr wollen, nicht außer acht lassen, wofür Neigung vorhanden ist. Spielraum muß man der Selbstverwaltung lassen. Sahen wir doch, müssen als Taktiker jede sich bietende Situation ausnuten. Bei uns gefährliche Instrument, das er mit sich führte. Die Beamten der daß diejenigen Versicherungsorganisationen, von denen die Arbeiter ist nun einmal die Versicherungs- Gesetzgebung ein Paradepferd Bant griffen zu ihren Revolvern, worauf der Eindringling seine möglichst ausgeschlossen sind, und wo man es mit dem bureaukratischen gegenüber dem Auslande geworden. Hier ist der Widerstand der Drohung wahr machte und die Bombe zur Erde fallen ließ. Der Apparat versucht, viel teurer arbeiten und nur notdürftig das gewähren Bureaukraten keineswegs so stark wie auf andren Gebieten und des Räuber selbst wurde zerschmettert, eine andre Person durch die umherkönnen, was das Gesetz vorschreibt. Und als wir seiner Zeit bei der halb sollten wir mit auf diesem Wege versuchen, eine Verkürzung der fliegenden Eisensplitter verletzt. Beratung des Unfallversicherungs- Gesetzes verlangten, daß von vorn Arbeitszeit auf acht Stunden oder noch darüber hinaus zu erreichen. herein die Berufsgenossenschaften einzugreifen haben, da waren es Haben wir zunächst als Basis eine Organisation, die alle Arbeiter gerade die größten Berehrer der berufsgenossenschaftlichen Organi- umfaßt, so können sich nicht gut unglücklichere Zustände wie in sation, die sagten, das geht nicht, das muß den Krankenkassen über- England entwickeln, wo leider die Arbeiter in zwei Teile gespalten lassen bleiben, die beweglicher sind. Bei der Invaliditätsversicherung sind, eine Aristokratie und eine an der Grenze des Lumpenproletariats glaubt man jogar, daß der Organismus selbst nach dreizehn stehende. Wir haben hier Maßnahmen zu ergreifen für die gesamte Da aber speciell für die Versicherung wöchentlicher Krankheit noch nicht eingreifen kann, weil er zu schwer- Arbeiterschaft. fällig ist. Wenn er aber schon schwerfällig ist, so sollte man wenigstens eine gewisse Neigung vorhanden ist, so müssen wir dem Rechnung vermeinen, daß er billig ist. Aber umgekehrt, die Verwaltungs- tragen. Glauben Sie nicht, daß bei der Vornahme der Arbeitslosenfosten sind ausnahmsweise hoch. Die Unfallversicherung ver- zählung auch die Ausdehnung der Versicherung auf dieses Gebiet braucht 13/2 Millionen, die Juvaliditätsversicherung elf Millionen, bereits miterwogen worden ist? Ich sprach mit dem Direktor des aber die Krankenversicherung mur zehn Millionen, obwohl Statistischen Amts von Scheele darüber, ob es nicht möglich sei, ein die Krankenversicherung noch in ganz andern Fällen einmal eine allgemeine Lohnstatistik aufzunehmen. Da sagte er, möglich zugreifen hat. Ich weise nur darauf hin, daß sie nicht, wie die wäre das schon, aber das Reich könne doch nicht umbin, wenn schreiende Unfallversicherung, ihre Renten durch die Poft auszahlen läßt. Mißt Mißstände ermittelt werden, einzugreifen, und was solle das Reich man ferner die Verwaltungsumfosten an den Entschädigungsbeträgen, dann thun?( Heiterkeit.) Da sehen Sie also, aus welchem Grunde Eine Arbeitslosenstatistik daso findet man, daß die Krankenversicherung 5,80, die Unfall man vor Ermittelungen zurückscheut. versicherung 15,5 und die Invalidenversicherung 12,1 Proz. der Entgegen hat man veranstaltet und deshalb sollte man auch hier vorschädigungsbeträge als Verwaltungskosten verbraucht. Oder rechnet wärts drängen. Wöchnerinnen- Berſicherungen is at buah.) Die Be Wir haben Ich habe Ihnen eine Resolution vorgeschlagen, die die Auss dehnung der Versicherung auf alle Kreise, die die Versicherung nötig haben, vorschlägt und ihre Ausdehnung auf alle Gebiete auregt, wo durch die Versicherung überhaupt etivas geholfen werden kann, die schließliche volle Selbstverwaltung für die Versicherten fordert. Ich bitte Sie, diese Resolution anzunehmen.( Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) Die Mittagspause tritt ein. In der Pause wird Interessenten Gelegenheit gegeben, unter Führung unsrer Münchener Kommunal vertreter einige gemeindliche Einrichtungen Münchens durch den Augenschein kennen zu lernen. Schluß 1/21 Uhr. Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 11hr abends statt. B. 32. 1. Nordhäuser Kautabalarbeiter Genossenschaft( E. G. m. b. H.) in Nordhausen. 2. Tabakarbeiter- Genossenschaft( E. G. m. b. H.) in Hamburg, Schäferstr. 17/19. 3. ft uns nicht bekannt. C. O. Die Philharmonie ist für Vereinsfestlichkeiten gesperrt, aber nicht für öffentliche Konzerte. $. R. 88. 2. II. Br. Beide Polizeiverordnungen sind rechtsgültig. nein: Männer können erst nach zurückgelegtem 21. Lebensjahre Heiraten, Mädchen vom zurückgelegten 16. Lebensjahre ab; überdies kann Ihnen für 2. B. 100. 1. Die: frühere Heirat Genehmigung erteilt werden. Namens zulegung ist mit Genehmigung des Polizeipräsidenten zulässig. Die E. 2., Abonnent Rigdorf. Genehmigung foftet 50 Mart. 2. Ja. 1. Ja. 2. Insektenpulver. 3. Die Frau haftet nicht. Die Verjährungsfrist beträgt vier Jahre. 4. Der Mietsvertrag bleibt gültig. 5. Expedition 23. St. 100. des Vorwärts", Beuthstraße 3. 1. u. 2. Nein. G. S. 1. Ja. 2. Ja. 3. Die Klasse hängt von der Höhe des Lohnes, einschließlich Logis und Beköstigung, ab. 4. Nein. 5. Ja. 6. Das Gericht. Witterungsübersicht vom 18. September 1902, morgens 8 Uhr. Wetter Stationen Wetter man nach Entschädigungsfällen, so tommit ein einziger Fall in Allerdings giebt es Leute, die einer Arbeitslosenversicherung Der freifinnige Abgeordnete Lenzmann hat der Krankenversicherung auf 2,51; in der Unfallversicherung fehr abgeneigt sind. auf 19,19; in der Invalidenversicherung auf 12,64 M. Also schon sie als" Prämie für Faulenzerei" bezeichnet.( Hört! hört!) So dentt Warum nennt er denn nicht auch von rein falkulatorischem Standpunkte aus, hat man die auf Selbst ein Freisinniger über Arbeiter. verwaltung beruhende Form zu wählen, weil sie die billigste ist; die Feuerversicherung eine Prämie für Brandstiftung?( Heiter Stationen aber auch aus idealen Rücksichten, damit der beabsichtigte Zwed feit.) Mißbräuchen bei der Arbeitslosenversicherung fönnte man leicht vorbeugen. Auch von einem Zwang zum Streitbruch kann keine erreicht werden kann. Soll die Versicherung aber auf voller Selbstverwaltung beruhen, Rede sein; das Höchste, was man am Ende thun fönnte, wäre so fragt es sich, ob man dann den andren Gesellschaftsklassen noch die Entziehung der Unterstützung und dann wäre der Versicherte Swinembe. 758 Versicherung so weit, wie er ist. Hamburg jezt ohne zumuten fann, Beiträge zu zahlen. Mit dem Beitragszahlen der gerade andren Stlassen ist es eine eigentümliche Sache. Diese Unternehmer- Weiter wird befürchtet, daß durch eine derartige Ausdehnung Frautf./M. 766 23 beiträge, mit denen man so progt, was sind sie? Zahlen die Unter der Gesetzgebung auf andre Gebiete die Gewerkschaftsbewegung in nehmer sie aus ihrer eignen Tasche? Die Unternehmer flagen sehr ihrer Entwicklung gehindert werden könnte. Diese Befürchtung ist Bien oft über die hohen Kosten der Versicherungsgejege, aber diese hohen ungerechtfertigt; ich will lediglich darauf hinweisen, daß doch die Kosten haben die deutsche Industrie nicht heruntergebracht, im Kranken- und Invalidenversicherung es leineswegs gehindert hat, Gegenteil, gerade Bödicker hat auf dem letzten internationalen daß die bestorganisierte Gewerkschaft in Deutschland, die der veränderlich, mit leichten Regenschauern und ziemlich frischen westlichen Winden. Versicherungskongreß darauf hingewiejen, daß seit Intraft- Buchdruder, erhebliche Summen für die Kranken- und InvaliditätsBerlin 4 Regen 760 SW 761 5 wolfig 10 Haparanda 746 S 9 Petersburg 754 2 bedeckt 7 2 bedeckt 4 wolfig 770 3 Geiter. 9 768S 15lb. bed. 8 München 768 28 11 Cort 2 woltig 8 Aberdeen 4 wolfig 10 Paris 766 NÆ 15lb. bed. 12 Weller Prognose für Freitag, den 19. September 1902. Nachts sehr fühl, am Tage etwas wärmer, vielfach heiter, aber noch Berliner Wetterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verband des techn. Bühnen- Personals. Heute, Freitag, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Verwaltungsstelle Berlin. Sonnabend, den 20. September, abends 8½½ Uhr: Sitzung der Orts- Verwaltung. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5, Telephon Amt 7 Nr. 353. Sonntag, 21. Sept., vormitt. 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Konferenz der Vertrauensleute für Moabit. Engel- fer 15, Saal 5: Branchenversammlung d. Bürsten- u. Pinselmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Kollegen zu erscheinen. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Die Kommission. Die Zahlstelle 23 ist von 3abel nach der 30 rndorferstraße bei Franke verlegt. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 121/5 Central- Krankenkasse der Maurer etc. Sonntag, 21. Septbr., vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Außerordentliche Versammlung. Tages Ordnung: 88/16 Am Sonnabend, den 27. September, in Kellers Festfälen, verhütung und Krankheitsheilung". 2. Wahl der Hilfskassierer. 3. KaffenKoppenstraße Nr. 29: angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die örtliche Verwaltung. Sonnabend, 20. September, abends 8 Uhr, Neue Roßftr. 3: Versammlung. Tages Ordnung: 190/8 1. Bericht über die abgehaltenen Agitationssizungen. 2. Abrechnung bom Sommerfest. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Zimmer 30. Fernsprecher: Amt 7 Nr. 1959. Branchen- Versammlungen. Englischen Hof, Neue Roßftr. 3. bei R. Buske, Grenadierstr. 33. 1. Bortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein über:„ Strankheits- Geschirr- Branche Montag, den 22. Septbr., abends 8½ Uhr, im 149/7 Treibriemen- Branche Sonnabend, 20. Septbr., abbs. 8½ Uhr, Taschen- u. Koffer- Branche Dienstag, 23. Septbr., ab. 8% Uhr, im Militär- Branche Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Saal 7. 10. Stiftungsfesttung bestehend in Konzert des Berliner Tonkünstler- Orchesters. Billets a 50 Pf. auf allen Zahlstellen und im Gewerkschaftshause, Holz-, Bretterträger und Brettschneider Bimmer 11. Berlins und Umgegend. Achtung! Verband der Bauanschläger Deutschl. Ortsverwaltung Charlottenburg. Sonntag, 21. September, vormittags 10 Uhr, bei Sagen, Versammlung. Bismarckstr. 20: Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kaffenbericht. 3. Berbandsangelegen: Sonntag, 21. Sept., vorm. 10 Uhr, im Königstadt- Kafino, heiten. 4. Verschiedenes. Holzmarktstr. 72: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ver schiedenes. 1ut zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 19/10 Verein der Zimmerer Berlins und Umgeg. Sonntag, 21. September, vormittags pünktlich 10 Uhr: Grosse Versammlung fu Cohns Festsälen, Beuthstraße Nr. 20, 1 Treppe. Tages- Ordnung: 1. Vercinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Vor trag über:" Der Weg der Völker vom Glauben zum Denken". Referent Genosse Waldeck Manasse. 4. Verschiedenes. 258/1 Der Vorstand. Allg. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter. ( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 4. Sonnabend, 20. September, abends 9 Uhr, bei Merkowski, Andreasstr. 26: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vortrag des Kollegen Ernst Warnft über: Das Unfallversicherungs- Gesetz. 3. Diskussion. 4. Innere Stassenangelegenheiten. Da obiger Vortrag für uns Kassenmitglieder ein höchst wichtiger ist, erwartet pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Kollegen. 121/6 Die Ortsverwaltung. Wohlfahrts- Geld- Lotterie. Zichung 4. bis 9. Oktober er. im Ziehungssaal der Königl. Preussischen Lotterie. 16 870 Geld- Gewinne im Betrage von 575000 Mark bar. Die Hauptgewinne sind: 4948L* 100 000, 50 000, 25 000, 15 000 M. etc. Lose a 3,50 M. amtlicher Preis( Porto und Liste 30 Pf. extra) empfehlen u. versenden auch gegen Nachnahme u. Briefmarken Friedrichstr.198/ 199 Geschäft, Ecke Krausenstrasse. Telegr.- Adr.: Millionenecke. Werner& Co., Bank- Berlin W., Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. J. A.: Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonnabend, den 20. September 1902, Melchiorstraße 15: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag( mit Damen) des Herrn Dr. Wurm: Die Augenpflege im Beruf und in der Familie( mit Demonstration und Abbildungen). 2. Vereinsangelegenheitenheiten und Ausgabe der Billets zu dem am 4. Oftober in Sanssouci", Kottbuserstraße 4a, stattfindenden 31. Stiftungsfest. Gäste willkommen. Der Vorstand. Würzburger Hühneraugenmittel Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7. Sonnabend, 20. Septbr., abends 82 Uhr, im bei Ladewig, Kommandantenstr. 65. Linoleumleger u. Teppichnäher Montag, 22. Sept., ab. 8% Uhr, Wagen- Branche Mittwoch, ttler, Quijenſtraße 26. r, bei Eisenmöbel- Branche ontag, 29. September, abends 8½ Uhr, Sektion Charlottenburg Dienstag, 23. Septbr., abd3. 8½ Uhr, bei Ladewig, Kommandantenstraße 65. b. Dörre, Charlottenburg, Wallstr. 90. Die Tagesordnungen werden durch Handzettel bekannt gegeben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 157/13 Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 19. Oktober 1902, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: 14. Stiftungsfest bestehend in 199/8 Konzert, Auftreten d. Gesellschaft Strzelewicz. Feftrede, gehalten vom Kollegen G. Assmann. Von 6 Uhr ab im unteren Saal, nach der Vorstellung in beiden Sälen Tanz( Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 40 Pf. nach). Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pfennig. Zu zahlreichem Besuch ladet ein von Dr. H. Unger. Gegen 30 Pfennig auf 10 Bf. Anweisung frei.| Eröffnung 5 Uhr. Ohne Zweifel die bequemste u. wirksamste Hilfe. Der Schmerz ist in 5 Min. fort, das Hühnerange selbst in 3 Tagen.( Enthält Salicylsäure u. indischen Hanfertraft.) Dr. H. Unger in Würzburg. Hauptdepot in Berlin( 20 Bf.): Salomon- Apotheke, Charlottenstraße. Greif- Apotheke, Barnimstraße 33. München: Schützen- Apotheke. Stuttgart: Hirsch- Apotheke. Breslau: Victoria- Apotheke. 4692L Das Vergnügungs- Komitee. J. A.: W. Tuschke. Rohtabak, große Auswahl, äußerste Preise. Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45 Ein vorzügliches, gehaltreiches, lichtes Bräu F. Happoldt's Tip- Top Telephon IV, 9115 in Flaschen und Gebinden. 102/ 7* Brauerei F. Happoldt, Berlin S., Hasenheide 3238. Kleine Anzeigen. Achtung, Brautleute. 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Ede Fruchtstraße. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Stoffen 25-40 Mart. Verkauf Sonn abend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. Neste spottbillig. Tuchlager Noßz: straße 2, Koch& Seeland. Weinstraße 20. 17756* 13018* * möbel. Besichtigung ohne Kaufzwang. Gekaufte Möbel fönnen beliebige Zeit stehen bleiben und werden durch eigne Gespanne sauber transportiert und aufgestellt; auch nach Musterbuch gratis und franko. 1261* Ungenierteste Einzel- Bedienung. außerhalb. 20536 + 37* * Die Pianofabrit von Ernst Koch& Co., Greifswalder: straße 155/156, ist wegen Lohndifferenzen bis auf weiteres gesperrt. 88/5 Die Ortsverwaltung. beleiht Antiquariat Prinzessinnenstraße 16. 21626 Achtung! Holzarbeiter! 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Auch in diesem Falle versagte die Gewerbedeputation die vom Innungsvorstand beantragte Ergänzung der vom Gesellenausschuß verweigerten Zustimmung. M " mädchen B. aus Arnswalde, im Hotel schon an einem Se I b st= mord gehindert worden, ging das Paar vom Hotel fort nach der Forstbaude zu. Ein Gendarm folgte ihnen und holte sie unterwegs In der gestrigen Sitzung gab es ein in gewisser Hinsicht recht Vor längerer Zeit hat die Gewerbe- Deputation den generellen ein. Beim Anblick des Gendarmen zog das Mädchen einen Revolver amüsantes Redegefecht über die Arbeiterfürsorge in tom Beschluß gefaßt, den hiesigen Innungen aufzugeben, zeitwveilig ver- und richtete die Waffe in den Mund. Der Schuß versagte jedoch. munalen und in privaten Betrieben. Den Anlaß dazu fügbare Junungsgelber bei der„ Deutschen Bank" zu hinter- Der Berliner Juvelier konnte, weil der Gendarm bereits bei ihm bildeten die Verhandlungen über den bekannten im Juni von unsren legen. Hierüber führen die Dresdener Bank" und die stand, von der Waffe jetzt keinen Gebrauch mehr machen. F., welcher Genossen eingebrachten Antrag betreffend den Urlaub der Disconto Gesellschaft" Beschwerde. Sie erblicken in nach den bei seiner in Berlin wohnenden Mutter eingezogenen Erstädtischen Arbeiter. Die socialdemokratische Fraktion forderte der Verfügung der Gewerbe- Deputationeine Gefährdung des Kredits und kundigungen geistesgestört sein soll, wurde in das Benno- Stift zu hierin für den städtischen Arbeiter nach einjähriger Dienstzeit einen des Renommees ihrer Institute und beantragen die Aufhebung der Arnsdorf geschafft, während das Mädchen in ihre Heimat nach ArusVerfügung. walde zurückgebracht wurde. alljährlichen Urlaub von sieben Tagen unter Fortzahlung des Lohnes, Dieser Antrag wurde abgelehnt und dabei hervorgehoben, daß der Ausschuß aber, dem der Antrag damals überwiesen worden war, die Deutsche Bank" nur ihrer vielen Filialen und des dadurch er- Absturz eines Berliner Studenten in den Alpen. Der schlug jetzt der Versammlung vor, dem Magistrat zu empfehlen, daß leichterten Geschäftsverkehrs wegen bestimmt worden sei; eine Stredit- 23 Jahre alte cand. med. Ernst Lionnet, der aus Herzberg, nur den dauernd mit besonders schweren Arbeiten beschäftigten gefährdung andrer Bantinstitute sei von der Gewerbe- Deputation Bezirk Potsdam, stammt, unternahm bei starkem Nebel den vom Sulzfluhgipfel zur Tilisunahütte im Montafon. Arbeitern und auch diefen erst nach fünfjährigem Dienst Urlaub ge- nicht beabsichtigt und könne durch ihren Beschluß auch nicht herbeider nicht genügend ausgerüstete junge Wann geriet bein währt werden möge. Genosse Stadtv. Hinze gab gestern namens geführt werden. Einstieg ins Kaarfeld zu tief in die Felswände. Er erhielt auf sein der socialdemokratischen Fraktion die Erklärung ab, daß diese, wieDie öffentlichen Krankenhäuser find schon wieder überfüllt! Rufen von einem anderen Touristen, der ihn im dichten Nebel nicht wohl der Vorschlag des Ausschusses hinter ihren Forderungen zurück- Selbst in den gegenwärtigen ruhigen Zeiten genügen unsre öffent zu Gesicht bekam, die Zusicherung schleunigster Hilfe aus der Lindauer bleibt, im Augenblick mit dafür stimmen wolle. Sie betrachte aber lichen Krankenhäuser nicht dem Bedarf! Für eine an Mastdarmkrebs Hütte. Von der Hütte brach ein gewiffer Anton Bonier auf, Lionnet welcher abends 6 Uhr als Leiche auffand. ihren Antrag nicht als hiermit erledigt, wie es der leidende Patientin war am Donnerstag durch Vermittelung der Auch von der Tilisunahütte, wohin die Nachricht ebenfalls gedrungen Ausschuß wolle, und werde ihn zu gelegener Zeit wiederholen. Berliner Rettungsgesellschaft fein Platz zu erlangen; und das um war, stieg der Führer Alfons Tschofen auf. Er konnte jedoch die Im weiteren Verlauf der Debatte stimmten die Redner der ver- 9 Uhr früh, nachdem um 8 Uhr morgens die Entlassungen aus den Spuren nur bis in die Felsen verfolgen und erhielt auf sein Burufen schiedenen freisinnigen Gruppen der Versammlung mit mehr oder städtischen Krankenhäusern stattgefunden hatten. Erst durch Anrufung teine Antwort, da der Absturz schon früher erfolgt sein mußte. Bon weniger wohlwollenden Worten den Vorschlägen des Ausschusses bei. der„ Deputation für die städtischen Krantenanstalten" gelang es, die Schruns begab sich nach erhaltener Nachricht abends 1/28 Uhr der Erst der Stadtv. Fabrikant Flohr brachte einen andren on Strante unterzubringen. Mandatar der dortigen Alpenvereinssektion, Gerichtssekretär Geiger, hinein. Auch er erklärte sich einverstanden mit den Beschlüssen des mit fünf Führern und zwei Gendarmen zur Unglücksstätte. Früh Ausschusses, durch deren Annahme man sich noch gar nichts Zu den Censurstücken der Firma Nauck ut. Hartmann 1/26 Uhr brachten sie die Leiche nach Schruns. Der Absturz erfolgte vergebe. Später werde man ja doch dazu gelangen, die Sache schreibt uns die Bereinigung der Milchhändlervereine: Die Firma 150 bis 200 Meter tief in der sogenannten Bänke gegen Tromoja 811. Die Uhr des Verunglückten zeigte 34. Die Schädeldecke ist abzulehnen. Der freifinnige Redner sprach für das, was er Nauck u. Hartmann hat versucht, die Zurückweisung des Säulendas Juteresse der Gemeinde nannte, wie ein Privatunternehmer für anschlages der Milchhändler durch Berufung auf§ 9 des früheren zertrümmert. Auch sonst ist der Störper entseglich augerichtet. preußischen Preßgefeßes vom 12. Mai 1851 zu rechtfertigen. feinen bedrohten Profit. Er machte kein Geheimnis daraus, daß er Dieser Rechtfertigungsversuch ist jedoch nicht haltbar. Nach Auf einen berüchtigten Falschmünzer fahnden augenblicklich fürchtet, die Privatindustrie werde folgen müssen, der von den Herren Naud u. Hartmann angezogenen Bestimmung die Kriminalbehörden. Der Verbrecher betreibt als Specialität die wenn die Stadt Berlin in dieser Weise in ihrer dürfen Anschlagzettel und Blakate unter allen Umständen Nach Herstellung von Hundertmartscheinen. Bis jetzt ist es ihm Arbeiter fürsorge fortfahre. Das Tempo sei bereits das richten für den gewerblichen Verkehr" enthalten. Als solche Nachricht zwar erst in zwei Fällen gelungen, derartige Falsifikate an den des Laufschritts! Der Herr hatte damit offenbar manchem seiner für den gewerblichen Verkehr stellte sich zweifelhaft die Bekanntmachung Mann zu bringen, aber man vermutet, daß er auch in Zukunft verKollegen aus der Seele gesprochen, aber den Führern des Freisinns der Fleischerimmung über die Fleischteuerung und die dadurch bedingte inchen wird, falsche Scheine abzufezen. Die beiden angehaltenen war es peinlich, daß er seinen und seiner Freunde stillen Kummer Erhöhung der Fleischpreise dar: Unter die gleiche Bestimmung des Banknoten tragen das Datum 1. Juli 1898 und die Nummer so offen ausplauderte. Herr Rosenow fragte, was man denn Gesetzes würde auch der Anschlag der Milchhändler fallen, die in 0 536 791 D, fie sind in Lichtdruck hergestellt, mit Farbe übermalt, Uebereinstimmung mit ihrem Zeitungsinserat die Einwohnerschaft und Stempel und Nummer sind mit roter Farbe überzeichnet. Die draußen davon denken solle. Die socialpolitische Weisheit, die das aufforderte, sich des Geschäftsverlehre mit der Milchcentrale des Fafern der Rückseite sind durch grauschwarzen Lichtdruck hergestellt. Fabrikantengemit des Herrn Flohr ausgeplaudert hatte, wurde von Herrn Ring- Düppel zu enthalten, damit nicht auf dem Gebiete der Der Verausgaber der Scheine nannte sich Oberlehrer Frizz Schac unsrem Genossen Borgmann zerpflückt. Von Herrn Flohr rückte Milchversorgung dieselbe Teuerung eintrete, wie auf dem Gebiete der aus Wehlen an der Glbe, er ist 40 bis 45 Jahre alt, hager, hat dann auch Herr Cassel vorsichtig ab. Genoffe Stadthagen Fleischversorgung bereits eingetreten sci. Gerade über diesen Punkt gesunde Gesichtsfarbe, blondes Haar, blonden Schnurrbart und spricht zeigte, wie durch die Gesetzgebung dafür gesorgt ist, daß die Arbeiter- hat vor wenigen Monaten der Strafienat des Stammergerichts voll sächsischen Dialekt. fürsorge den Unternehmern nicht zu wehe thut, und beleuchtete die fommene larbeit geschaffen. In der Straffache gegen den Vorsitzenden der Bei der Arbeit verunglückt sind der 27 Jahre alte Schloffer „ Arbeiterfreundlichkeit" der Großindustriellen der Metallbranche, zu wisse Flugblätter, die die Boykottierung der mit dem Milchring Nutscher Otto Daebner aus der Gr. Frankfurterstr. 12. Wegner, der Milchhändler- Vereinigung, Wiesener, wurde ausgesprochen, daß ge- Paul Wegner aus der Wittestr. 15 zu Reinickendorf und der 23jährige denen ja auch der freisinnige Herr Flohr gehört. Herr Flohr erarbeitenden Händler aussprachen; als Mitteilungen, die lediglich erst seit acht Tagen in der Eisenfabrik von Breest u. Co. in der widerte kleinlaut, er habe mir seine persönliche Ansicht vorgetragen, den 3weden des Gewerbes dienen, nach der bezüglichen Bollantstraße beschäftigt war, sollte mit mehreren Arbeitern aber Genosse Ewald trat diesem Rückzugsversuch entgegen. Vorschrift des Reichs- Preßgesetzes von der Verpflichtung, den Namen Schließlich sekundierte dem freifimigen„ Arbeiterfreund" Flohr ein eines Druckers und Verlegers zu tragen, befreit sind. In den Urteils- usammen einen Träger von einem Bock herunter bringen. In folge eines Mißverständnisses schob er, statt mit zu heben, Mann, der stets dabei sein will, wenn es die Arbeiterschaft gründen wird ausgesprochen, es sei entscheidend, ob die Druckschrift, und so traf ihn der 7 Centner schwere Träger am linken Oberschenkel zu beschimpfen gilt die letzte Säule der ehemaligen Bürger- foweit es aus Form und Juhaft erkennbar ist, ausschließlich den und brachte ihm eine handgroße Wunde bei. Daebner wollte mit Die etwaige fouftige, feinem Wagen Fäffer holen. Als er diese am Engel- Ufer zurecht partei", Herr Pregel. Die Herren Cassel und Rosenow lehnten 3 we den des Gewerbes dient. dankend ab, aber die Zurückweisung der dreisten Beschimpfung der politische oder anderweite Bedeutung der Druckschrift stellte, schente das Pferd vor dem Geräusch und ging durch. Der wie die etwaigen focialArbeiter, die sich Herr Brezel erlaubt hatte, überwiesen sie unserm politischen oder sonstigen Motive oder der Umstand, daß die Genossen Borgmann, der dem„ Bürgerparteiler" so gründlich heim- Druckschrift nicht harmloser Natur ist. Dieſelben Erwägungen leuchtete, daß er sich einen Ordnungsruf holte. Die Abstimmung ergab sprechen zweifellos gegen die ablehnende Haltung der Firma Annahme der Vorschläge des Ausschusses]- auth des Passus, der Nauck u. Hartmann. Was die Milchhändler der Firma Naud u. Hart den Antrag vom Juni für erledigt erklärt. Gegen diesen Baffus mann vorwerfen, ist keineswegs eine besondere Parteilichkeit, sondern stimmten unfre Genossen und ein kleiner Teil der Freifinnigen. die durch kein Gesetz gerechtfertigte Neigung, an den Mitteilungen Einen bösen Streich spielte der Bufall gestern nachmittag Kurz und bündig war die Erörterung der Vorlage über die der Berliner Einwohnerfchaft das Amt des Censors auszuüben. zwei Bodendieben. Die schon mehrfach bestraften Arbeiter" Kosten der Begrüßung des Königs von Italien. Ge- Die Blindenauftalten ziehen um, die städtische Blindenſchule Schmidt und Schirrmeister hatten in der Nacht vorher in nosse Borgmann, den die Freisimmigen mit„ Ab's" begrüßten, von der Kürasfierstraße 28 und die städtische Blindenanstalt von der der Schönhauserstraße von einem Boden einen großen Bosten Wäsche erhob Einspruch dagegen, daß die städtischen Behörden sich Alten Jakobstraße 112 beide nach der ehemaligen 20 Gemeindeschule in gestohlen und ihre Beute einstweilen in einer Schankwirtschaft am an solchen Veranstaltungen überhaupt beteiligen, und schilderte in der Oranienstraße 26. Der Umzug hat am Montag begonnen und Weinbergsweg niedergelegt. Als sie nun gestern nachmittag den drastischen Ausdrücken, welche flägliche Rolle sie dabei spielen. Herr i morgen abend beendet. Zwei Möbelwagen machen jeden Tag Sack mit der Wäsche abholten, liefen sie gerade einem KriminalObwohl sie diesem beteuerten, daß natürlich der gegenteiligen Ansicht. Die freifinnige Mehrheit beträgt. In der neuen Anstalt find 150 Männer und 80 Frauen unterwikigte die Kosten, wie vorauszusehen war. gebracht; gegen 50 Kinder werden unterrichtet. " Nutscher fiel vom Wagen, geriet mit dem rechten Fuß zwischen die Speichen eines Vorderrades, wurde geschleift, bis zwei Männer das Pferd zum Stehen brachten, und zog sich am Unterschenkel schwere Berlegungen zu. Beide Verunglückte wurden mit Lückschen Rettungswagen nach dem Lazarustrantenhause gebracht. Wegner war beagen nach dem Lazaruskrankenhause gebracht. wußtlos. " Caffel, der diesmal für die Gesamtheit der Freifinnigen sprach, war vierzehn Fuhren. Auch die Blinden helfen bei der Arbeit, indem beamten in die Finger. jeder seine Lieblingsstücke der Einrichtung selbst nach dem Wagen fie die Wäsche durch Kauf ehrlich erworben hätten, nahm er sie doch mit auf die Revierwache. Während hier die Persönlichkeit der verdächtigen Männer festgestellt wurde, traf Die socialdemokratische Stadtverordneten Fraktion hat Um Verlegung der Geschäftsstunden an den Sonntagen gerade die Anzeige von den Diebstahl in der Schönhauserfolgenden Antrag eingebracht:" Die Versammlung ersucht den vor Weihnachten auf die Zeit von i Uhr nachmittags bis 10 Uhr Straße ein. Der Bestohlene wurde sofort nach der Wache geholt und Nun half tein Läugnen mehr, und abends beabsichtigt der Ausschuß der kaufmännischen und gewerb erkannte seine Wäsche wieder. Magistrat, darüber Auskunft zu erteilen, wie er diejenigen Mißlichen Vereine Berlins eine Eingabe an das Polizeipräsidium zu die Spitzbuben wurden hinter Schloß und Riegel gesetzt. stände zu beseitigen gedenkt, welche sich in letzter Zeit in unsren richten. Bisher war es in Berlin an den sogenannten freigegebenen Ein Paletotdieb ist wahrscheinlich in der Person eines früheren Frrenanstalten, insbesondere im Fall Ackermann, gezeigt Sonntagen erlaubt, die Läden von 8-10 Uhr vormittags und Eisenbahnassistenten ergriffen worden. Auf dem föniglichen haben." 2-8 Uhr nachmittags offen zu halten, wobei sich deutlich erwies, Leibamt hatte ein älterer Mann schon mehrere Ueberzieher versetzt. Die Gewerbe- Deputation des Magiftrate beschäftigte sich in daß die Vormittagsstunden für den Geschäftsverkehr so gut wie gar Die Beamten, denen das auffiel, ließen den Mann von der Polizei " einmal feststellen und mun ergab sich, daß man es mit ihrer Sizung am Mittwochabend mit dem neuerlichen Beschluß der Berliner Stadtfynode, betreffend die Schließung der Gast Die Fleischnot. Die Erhöhung der Fleischpreise haben auch einem ehemaligen Eisenbahnassistenten zu thun hatte, der aus und bereits wegen Diebstahls bes wirtschaften während der Kirchzeit an den Vormittagen der einen wesentlichen Mehrverbrauch an Pferdefleisch zur Folge. dem Dienste entlassen Der Verhaftete bestreitet, die Ueberzieher gestohlen Sonn- und Feiertage. Bekanntlich hat die Stadtverordneten Ver- Die Nachfrage nach diesem billigen Nahrungsmittel ist so gestiegen, straft ist. Er ist aber um so verdächtiger, als auf ihn die fammlung beschlossen, in dieser Sache mit dem Magistrat in ge- daß die hiesigen Pferdeschlächter für die Erwerbung von Schlacht zu haben. mischter Deputation zu verhandeln. Der Magistrat hat infolge diefes pferden schon 15-25 Broz. mehr zahlen als bisher und demgemäß Beschreibung eines Mannes paßt, der erst fürzlich im Prälaten" einen Ueberzieher stahl, diesen auf dem Bahnhof Alexanderplatz in Beschlusses zunächst die Gewerbe- Deputation ersucht, ihrerseits ein auch die Preise für Fleisch- und Wurstwaren erhöht haben. Gutachten in der Angelegenheit abzugeben. Dieses am Mittwoch In Sachen der Fleischnot beschloß der Berliner Haus- Verwahrung gab und nach kurzer Zeit wieder abholte, bevor der abgegebene Gutachten enthält mum die schärfste Verurteilung jener frauenverein eine große Frauenverfammlung zu veranstalten. Diebstahl angezeigt war. muckerischen Forderung, deren Verwirklichung als eine schwere Wie betont wurde, leiden unter der Fleischuot außer den Hausfrauen Schädigung nicht nur der Gastwirte, sondern der Gesamtbevölkerung vor allem die gemeinnügigen Institute, die für gesunde Boltsbezeichnet wurde. Nach längerer Debatte beschloß die Gewerbe- ernährung sorgen sollen. Die Berliner Boltstüchen müssen bei den Deputation auf Antrag des Stadtverordneten Borgmann, den Nenabschlüssen vom 1. Oktober ab 7 und 8 Pf. für das Pfund Fleisch Magistrat zu ersuchen, entschieden Stellung gegen den Beschluß der mehr zahlen, als bisher, wobei ihnen auch nur der Selbstkostenpreis Stadtfynode zu nehmen. angerechnet werden soll. Die hiesige Drechsler Jnnung ist vertragsmäßig ver Die königliche Bibliothek ist vom 22. bis einschließlich pflichtet, zu den Unterhaltungskosten der Berliner Tischlerschule, in 27. September geschlossen. der auch die Drechslerlehrlinge unterrichtet werden, einen jährlichen Fenerbericht. In der Nacht zum Donnerstag wurde die Wehr nach der Kaiser Wilhelmstr. 18g gerufen. Hier war furz nach Mitternacht in einem Korbwarenlager ein Feuer ausgekommen, das einen großen Umfang anzunehmen drohte. Die Wehr mußte längere Zeit mit einer Schlauchleitung Wasser geben, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Unfug am öffentlichen Feuermelder lag einer Alarmierung zu Grunde, einer Alarmierung zu Grunde, die Donnerstag früh 1 Uhr nach dem Arkonaplay führte. Der Thäter konnte leider nicht gefaßt werden. In der Kruppstraße 9 twar durch Ueberkochen von Teer ein Brand entstanden, dessen Beitrag von 400 M. an die Stadtgemeinde zu zahlen. Mit diesem Polizeifittliche Irrgänge. Das polizeiliche Berbot des Zu Beitrag ist die Innung für das Etatsjahr 1901 noch im Rückstande, sammenarbeitens von Künstlern und Künstlerinnen vor den Alt, das Ablöschung indes bald erfolgen konnte. Mittwochnachmittag 3 Uhr da sie wohl eine Kaſſe, aber kein Geld in derselben hat, so daß be- im vergangenen Jahre in der Berliner Künstlerschaft tiefe Erreits das Bolizei- Präfidium wegen Beitreibung einer Forderung von regung hervorrief, ist zurückgenommen worden. Bildhauer Lewin- gingen in der Weißenburgerstraße 42 Kleidungsstücke und Möbel etiva 250 M. Das Bwangseinziehungsverfahren eingeleitet hat. An Funde hatte Berufung eingelegt, die nach langen Verhandlungen in einer Wohnung in Flammen auf, die aber noch im Reime erstickt gesichts dieser Kalamität ersucht der Innungsvorstand, der Junung und nach einem Gutachten des Senats der Akademie der Künste verden konnten. Gleichzeitig war in der Memelerstr.17 durch Weberdie schuldigen 400 M. zu stunden resp. zu erlassen. Die böse Ge- schließlich zu dem erwarteten günstigen Ergebnis führte. Nunmehr fochen von Fett in einer Küche ein Fener entstanden, das vom dritten werbe- Deputation ging jedoch hierauf nicht ein, beschloß vielmehr, fönnen diese Altstizzierungen, die durch jenes Verbot so plöglich gestört Buge bald abgelöscht wurde. Außerdem hatte die Wehr in der die Innung event. im Klagewege zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen waren, am 1. Oktober in den alten Räumen wieder beginnnen. Von wischenzeit noch Feuermeldungen von der Alazienstr. 12 und der zu bewegen. jebem Teilnehmer wird jetzt vorhergehende legitimierende An- Blankenfelderftr. 4 zu verzeichnen, die aber beide auf unbedeutende Die Sattler, Riemer und Täschner Jnnung meldung verlangt werden, und eine aufs strengste durchgeführte Anlässe zurückzuführen waren. hat die Absicht, eine Jnnungs- Krankenkasse für die Gesellen usw. zu Kontrolle soll dafür sorgen, daß ein Eindringen fremder Elemente errichten. Leytere wollen aber von dieser Neugründung nichts wissen unmöglich ist. Aus den Nachbarorten. und auch der Gesellenausschuß hat seine Zustimmung dazu versagt. Mit seinem Zweirad unter einen elektrischen Wagen geraten Mit welchem Recht? Eine Verfügung des Gemeindevorstehers Der Vorstand der Innung beantragte mumehr, die fehlende Zu- ist gestern abend der 33 Jahre alte Kaufmann Ostar Seebed aus in Steglit hat die dortigen Gastwirte in Aufregung gebracht. stimmung des Gesellenausschusses durch Beschluß der Gewerbe der Klopstockstraße 37. Seebeck kam die Charlottenburger Chaussee Früher durften die Gemeindebeamten ihr Bier oder was sie sonst Deputation zu ergänzen. Diesem Ansinuen wurde von mehreren Mitgliedern der Deputation entschieden widersprochen und darauf entlang gefahren, überjah, als er den kleinen Stern treuzte, einen für ein Getränk zum Frühstück nehmen, von irgend einem in der beschlossen, die Zustimmung zur Errichtung der Krankenkasse zu ver- Straßenbahnwagen und geriet, da er sehr schnell fuhr und der Nähe wohnenden Gastwirt kommen lassen. Dies hat nun der neue Wagenführer nicht rechtzeitig mehr bremsen fonnte, unter die Platt- Gemeindevorsteher Buhrow verboten und angeordnet, daß die fagen. Auch die Personen- Lohnfuhrwerts Junung hat form. Schußmänner und Straßenbahn- Beamte befreiten den Ver- Beamten während der Dienſtſtunden ihre Getränke nur aus dem feiner Zeit und zwar mit Zustimmung des Gesellenausschusses" be unglückten, der ein Stück Weges gefchleift wurde, und brachten ihn atsteller entnehmen dürfen. Die Stegliger Gastwirte meinen schloffen, eine Innungs- Krankenkasse zu gründen. In dem Kassen mit einer Droschke nach der Charité. Hier stellte man Brüche des nun, daß der Gemeindevorsteher zum Erlaß einer derartigen Anstatut war bestimmt, daß von den Mitgliedern der Kasse 26/7 Broz. rechten Oberarmis und des Nasenbeins und schwere innere Verordnung nicht berechtigt sei. In der letzten Sigung der Charlottenburger Stadtihres Tagelohnes als Beitrag gezahlt werden sollten. Diese Belegungen fest. Selbstmordverfuch eines Berliner Liebespaares. Recht verordneten- Versammlung wurde von der liberalen Fraktion ein stimmung fand jedoch nicht die Genehmigung des Oberpräsidenten, welcher forderte, daß der Beitragsfag auf 3 Broz. des Tagelohnes auffällig benahm sich ein Liebespaar, welches fich im Hotel Wang wie folgt lautender Antrag eingebracht: In Aubetracht der durch erhöht werden sollte. Dem Gesellenausschuß erschien dieser Beitrag in Brückenberg bei Krummhübel in Schlesien einlogiert hatte. die Grenzsperre entstandenen außerordentlichen Fleischeins teuerung, welche eine bedenkliche Unterernährung unsrer minder-| Agrarier bestehe. Die Bevölkerung berurteile diese wirklichen Gründe Die neuen Amtsgerichte in Lichtenberg, Neu- Weißensee bemittelten Mitbürger zur Folge hat, ersucht die Stadtverordneten auch weit schärfer, als es in dem Antrag Kaufmann geschehe, und und Pankow werden neben den Strafabteilungen gleichzeitig auch Versammlung den Magistrat, in Gemeinschaft mit ihr bei den zu- je länger die Regierung mit der Aufhebung der Viehsperre zaudere, die Civilabteilungen in sich vereinigen und mit Gerichtsgefängnissen ständigen Reichs- und Landesbehörden vorstellig zu werden, um die um so vollständiger schwinde jedes Vertrauen zu ihr und ihren versehen werden. Das größte wird das Amtsgericht in Lichtenberg schleunige Beseitigung der Einfuhrverbote zu erwirken." Der An- Trägern in allen Volksschichten. Ein Mitglied der Fraktion Alt werden, dessen Gebäude zur Aufnahme von 10 Gerichtsabteilungen, irag wurde vom Stadtv. Kaufmann begründet, indem er die Charlottenburg, die fast stets sich den rückschrittlerischen Anträgen dessen Gefängnis zur Aufnahme von 100 Gefangenen eingerichtet Größe der herrschenden Fleischnot und die Notwendigkeit der Aufhebung der Unpolitischen anschließt, Stadtv. K na d, ein pensionierter Oberst, werden wird. Das Geschäftsgebäude des Amtsgerichts- Gebäudes in der Viehsperre zahlenmäßig und überzeugend darlegte. Aber wie ge- erklärte glatt, daß gar keine Fleischsperre bestehe und auch keine Bankow wird 8 Gerichtsabteilungen, das dazu gehörige Gefängnis wöhnlich, wenn von liberaler oder socialdemokratischer Seite ein Fleischnot, denn auf die Aufforderung des Oberbürgermeisters von Plaz für 50 Gefangene, dasjenige in Neu- Weißensee solchen für Antrag eingebracht wird, ließ auch hier die große Fraktion der Posen seien von der Viehverwertungs- Genossenschaft zu den dortigen ebenfalls 8 Gerichtsabteilungen, jedoch nur für 40 Gefangene bieteit. Unpolitischen durch den Stadtverordneten Rostock einen andern Antrag gesttagen soviel Schweine angeboten worden, daß das Schweinefleisch In Pankow und in Neu- Weißensee sind die Bauten bereits in Angriff einbringen, der ganz dasselbe beantragte, aber sich jedes Urteils infolge dessen dort billiger geworden sei. Obwohl Stadtv. Saufgenommen worden, über die Gründe der Fleischteuerung enthielt, angeblich weil die Er- mann diese Ansicht durch die zahlenmäßige Darlegung der Verwähnung politischer Gründe nach der Städte- Ordnung nicht zulässig hältnisse widerlegte, erklärte Knack, diese Zahlen seien falsch. Trotzdem In der Humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der fei. Demgegenüber erklärte Genosse Vogel, man fönne allerdings stimmte er, nachdem der Antrag Kaufmann von den Majoritäts- Friedrich- Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntag, vormittags auf die Erörterung der Gründe der Fleischteuerung verzichten, aber parteien niedergestimmt war, mit für den Antrag Rostock, der nun 10 Uhr, Herr Dr. Rudolf Penzig einen Vortrag über: Menschennicht aus Rücksicht auf die Städte- Ordnung, sondern weil sie in der von allen Parteien angenommen wurde. Das ist der regelmäßige liebe und Menschenverachtung". Damen und Herren haben freien Zutritt. Bevölkerung vollständig bekannt seien. Die Bevölkerung glaube Gang, wenn von unsrer oder von liberaler Seite ein Antrag ein- Allgemeine Kranken: und Sterbekaffe der Metallarbeiter. die von der Regierung vorgeschütten veterinär- gebracht wird, so wird ihm durch einen Gegenantrag der Un-( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Rummelsburg. Sonnabend, den polizeilichen und hygienischen Gründe, denn jedermann wisse, politischen" die Spize abgebrochen, und das wird nicht eher anders, 20. September, werden in den Zahlstellen keine Beiträge angenommen, da daß der wirkliche Grund zur Aufrechterhaltung der Vieh- als wenn bei den Ergänzungswahlen im nächsten Jahre die Macht das Stiftungsfest der hiesigen Filiale stattfindet. sperre ein ganz andrer sei und nur in der Rücksicht auf die dieser unpolitischen und Alt- Charlottenburger Clique gebrochen wird. nicht an Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 19. September. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Die Walküre. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Schnapphähne. Anfang 7 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Die Geisha, oder: Eine japanische Urania. Kleines Theater Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Sternwarte. Invalidenstr. 57/62. Theehaus Geschichte. Anfang Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. 72 Uhr. Deutsches. Es lebe das Leben. An: fang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 71 Uhr. Leffing. Colombine. 1158 d'Adieux. Souper La Main. L'Homme aux poupées. Anfang 72 Uhr. Weften. 712 Uhr. OOLOGISCHER ZC CARTEN CARTEN Täglich nachmittags 4 Uhr: Biener Blut. Anfang Grosses Militär- Konzert. Neues. Ledige Leute. Anfang 8 Uhr. Residenz. Entree 1 M., Der Fall Mathieu. ab 6 Uhr abends 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. ( L'affaire Mathieu.) Vorher: Ich liebe Sie. Anfang 7 Uhr. Thalia. Er und seine Schwester. Anfang 72 Uhr. Central. Wie man Männer fesselt. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. O.( Wallner Theater.) Morituri.( Teja. Fritzchen. Das Ewig- Männliche.) Anfang 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Die Mottenburger. Anfang 8 Uhr. Carl Weik. Eine Baria. Anfang 8 Uhr. Luisen. Robert und Bertram. Anfang 8 Uhr. Casino. Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr. Kleines. Serenissimus= Zwischen: spiele. Familienidyll. Kollegen. Schöne Seelen. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Susanne im Buntes Theater. Bade. Bunter Teil. Anfang 8 Uhr. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 8 Uhr. Wilhelm. Der Walzerkönig. Anfang 8 Uhr. Palaft. Eine Nacht im Ballhause. Anfang 8 Uhr. Steidl. Passage- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang Sonntags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Wochentags Anfang 8 Uhr. Hella Collier neuer Deutschlands beste VortragsSoubrette. Goré, Savely russischer Tenor. 1 Liane d'Amiroff, hohe Schule, geritten auf einer Plattform. 14 erstklassige Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Serenissimus- Zwischenspiele Familienidyll. Kollegen. Schöne Seelen. Wilhelm- Theater. Friedrichtke. 236. Der Walzerkönig. Gesangsposse in 4 Atten von M. Mannstädt. Morgen und folgende Tage: Der Walzerkönig. affenfnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Durchaus renoviert. Direktion: Richard Winkler. 9 Uhr: 9 Uhr: Der Saison- Schlager Eine Nacht im Ballhause. Schwant in 4 Aften von R. Kneisel. Hänfling, Küster Dir. R. Winkler. Lotte Mende, beste deutsche Soubrette. Les Premiers, Afrobat- Canotiers. Fritz Brandt, der bel. Salon- Humorist. The Cronays, Les Aleros, Les Ternés usw. usw. Entree 30 Bf., Partett 75 Pf., reservierter Plaz 50 Pf., numerierter Platz 1 M., Sperrfit 1,50 M., Loge 2 M. Anfang 8 Uhr. Vinter Garten Robinson Baker, Springer. ,, In den Alpen", Tanzquartett. Angeline von Loo, Sängerin vom kgl. Theater, Brüssel.. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Josie de Witt, Sängerin u. Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Rofix, athletische Produktionen. Helene Gerard, ,, Hohe Schule". Die Kellino- Truppe, ital. Akrobaten. Claudine Polaire, Pariser Sängerin. W. C. Fields, komischer Jongleur. Schiller- Theater. Deutscher Schiller- Theater O.( Wallner- Theater)| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilhelm- Metallarbeiter- Verband Freitagabend 8 Uhr: Morituri. ( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche) von Hermann Sudermann. Sonnabendabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sappho. Sonntagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. städtisches Theater) Freitagabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Poffe mit Gesang in 6 Bildern von D. Kalisch und A. Weirauch. Musik von R. Bial. Sonnabendabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugend. Sonntagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Cirkus Alb. Schumann Karlstrasse. Cirkus- Gebäude. Sonnabend, den 20. September, abends 7½ Uhr: Gala- Premiere. 25 Gerettete von der Insel Martinique, 12 Franen, 10 Männer, 3 Kinder in ihren heimatlichen Gebräuchen, Gefängen, Tänzen usw. sowie sämtliche für Berliu neu engagierten Künstler und Künstlerinnen. Vorführung der Original- Dressuren durch Direktor Alb. Schumann sowie die vorzüglichsten Clown und Auguste. Die Kaffe im Cirkus ist täglich von 10 Uhr morgens ununterbrochen geöffnet. Alles Nähere die Tagesplakate und Annoncen. Sonntag, den 21. September, abends 7 Uhr: 2. gr. Vorstellung. Metropol- Theater Heute: Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Relchsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Specialitäten. Anfang sugr. lebenden Bilder, Cléo de Mérode Norddeutſche Sänger Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Sänger. Vaffage Theater. SpecialitätenBorstellung. Anfang 8 Uhr. Baffage Panoptikum. Specialt täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( m Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Invalidenstrasse 57/62. Täglich: Sternwarte. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Bahnhof Friedrichstr. Eröffnung Sonnabend, 27. Septbr. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Novität! Anfang 71/2 Uhr. Novität! dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Eine Paria. Lebensbild in 5 Aften( 8 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Erste Kinder Vorstellung. Taufend und Tänzerin v. d. gross. Oper in Paris. Tanzkränzchen ,, Biograph". Steidl Theater Linienst.132 ant Oranien burger Thor. Täglich humorist. Soiree u. a.: eine Nacht. Sonntagnachmittag Studenten Lust u. Leid. 3 Uhr: Maria Stuart. Buntes Theater. ( ,, Ueberbrettl".) Köpenickerstraße 68. Anfang 8 1hr. Susanna im Bade von H. Salus. Er und seine Schwester. Bunter eil. Leitung: 0. Strauss. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Tiny Senders a. G. Bozena Bradsky. Guido Thielscher als Orchester- Dirig. Marcell Saizer. Bokken- Lasson. Jm 2. Aft: Kizel- Couplet. Gerda Walde. Fritz Helmerding. Herbert Paulmüller. August Reiff. Morgen und folgende Tage; Er und seine Schwester. Luisen- Theater. Reichenbergerstraße 34. Drei Minuten vom Kottbuser Thor. Robert und Bertram. Gesangsposse in 4 Aften von G. Raeder. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 10-2 Uhr Theaterkaffe, Invaliden- und Künstlerdant. Morgen nachmittag 3 Uhr: Schülervorstellung: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Robert und Bertram. Sonntag 3 Uhr: Othello. 8 Uhr: Nobert und Bertram. Central- Theater. Heute und folgende Tage: Wie man Männer fesselt. Große Ausstattungspoffe in 4 Aften von Mars u. Hennequin. Musik von Berger. Gäste: Josephine Dora, Pepi Weiss, Marie Manci, Toni Grünfeld. Sonntagnachmi. halbe Preise: Srei Baar Schuhe. Wie man Männer feffelt. Abends: Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Borverkauf 11-1 Uhr. Sonnt. u. Donnerstag im Festsaal Tanzkränzchen. Nach jeder Borstellung Entree: Sonntags 50 Bf., Sperrfig 75 Pf., ab 9 Uhr 20 Pf. Wochentags 30 Pf., Sperrsis 50 Pf., ab 9 Uhr 20 Bf. Bernhard Rose- Theater. Gesundbrunnen, Badstr. 58. Freitag, den 19. September 1902, fowie jeden Freitag: Gr. Soirée des Gesangs- Ensembles Berolina. 4 Damen. ( Direktion: Völkerling.) 5 Herren. Nach der Vorst.: Tanzkränzchen. Anfang 8 Uhr. Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf! Am Montag, den 15. September, verstarb unser langjähriges Mitglied, der Metalldreher W. Senske. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. 121/4 Die Ortsverwaltung. Am 16. d. Mts., abends 81 Uhr, verschied nach nur fünftägiger Krankheit an Bungen entzündung mein lieber Mann, unser guter Vater, der Schriftsetzer Anton Wilhelm im 48. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Marie Wilhelm, geb.Zimmermann. Hugo, Marie und Elsa Wilhelm als Kinder. 21636 Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 20. d. M., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Am Dienstagabend starb nach furzem Leiden unser braver Kollege, der Schriftseter W. Noacks Theater. Anton Wilhelm Brunnenstraße 16. Geschlossen. Eröffnung der Winter Saison = Sonnabend, den 20. September. ( Direktion Robert Dill.) Goldelse. WohlfahrtsGeld -Lotterie. Ziehung: 4. His 9. Oktober. 16 870 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk. 575000 Hauptgewinne: Mark 100000 50000 25000 etc. etc. etc. Originalloose a 3,50 Mk. Für Porto und Liste 30 Pf. extra. aus München, geboren 27. April 1854. Die Beerdigung findet am Sonnabendabend 6 Uhr auf den Neuen Jacobi- Kirchhofe, Hermannstraße, statt. Berlin, den 18. September 1902. Die Kollegen der Norddeutschen Buchdruckerel. Die Beerdigung des in der Central Markthalle verunglückten Max Wolf findet heute Freitag, den 19. d. Mts., nachu. 2 Uhr, von der St. Paul: Leichenhalle des neuen Kirchhofs in Plößensee aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Anna Wolf und Eltern. Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschl. Verwaltungsstelle Berlin 1. Am Freitag, den 12. September, verstarb plötzlich infolge eines Unfalles unser Mitglied, der Markthallen arbeiter 67/18 Max Wolff im Alter von 24 Jahren. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Freitag, den 19. d. M., nachmittags 2 Uhr, der Leichenhalle des St. Pauls- Kirchhofes in Plößensee ( Seestraße) aus statt. bon neuen Un rege Beteiligung wird gebeten. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz spenden von nah und fern bei der Beerdigung meines mir unvergeßlichen lieben Mannes, des Gastwirts Wilhelm Abraham sage ich allen lieben Freunden und Bekannten meinen innigften Dank. 21606 Frau Marie Abraham. Allgem. Kranken- u. SterbeCasino- Theater. Deutsche Konzerthallen Oscar Bräuer& Co. Nchf. tae der Metallarbeitet. Neu! Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr, Sonntags 712 Uhr. Stella Zaza. Neu! Schmuck. Origin. Neuberty. Dazu andauernder großer Erfolg: Theater Marienbad Arbeit. Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Dir. R. Wagner. Heute Freitag, abends 8 Uhr: Eröffnung der Wintersaison. I. Soirée der Hamburger Sänger Entree im Vorverkauf 25 Pf. Reserv. Platz 40 Pf. Abendkasse Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 Pf. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-11/ Uhr. ( Mensel, Pietro, Britton, MarSteidl Krone, Böhme, Böck: mann, Plättner 2c. Ehrliche Entree 30, Part. 50, Faut. 2c. bis 2 M. Apollo- Theater Zum 172. Mal: Lysistrata Operette in 2 Akten v. Paul Lincke. Luftballet„ Grigolatis". Carola Steidl × Rieck Kröchert X Kettner X Lieban X Runge Perry X Malkowska X Savonnas Elliott X Welsons. Lebende Photographien. Kassen Eröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Likör- Fabrik 55.Chausseestr.55. Carl Schindler Ltr. Nordhäuser, Cognoc, Rum, Fl. 0,45-1,35. 1,25-10,35. 1,00-5,60 An der Spandauerbrücke 3. Größtes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte い von 5 Künstler Kapelleit. Im 6. u. 7. Bogen erstklassige Theater- und Specialitäten- Vorstellg. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Neu eröffnet! Patzenhofer 10 10 Pf. II. Bank- Ceschäft Berlin W., Friedrichstrasse 181. I. 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